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KUKA AG Annual Report 2014

Jun 1, 2015

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Annual Report

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KUKA Aktiengesellschaft

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Zusammengefasster Lagebericht Geschäftsbericht 2014

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Im Berichtsjahr bestand der KUKA Konzern aus der KUKA Aktiengesellschaft und den Geschäftsbereichen Robotics, Systems und Swisslog. Die KUKA Aktiengesellschaft mit Sitz in Augsburg beschäftigt sich als geschäftsleitende Holding des Konzerns mit unternehmensübergreifenden Aufgaben. Die Geschäftstätigkeiten der Bereiche werden operativ von den Geschäftsbereichsleitungen koordiniert. Die Geschäftsbereiche sind global aufgestellt und werden von ihren Landesgesellschaften im Vertrieb sowie mit Montage- und Serviceleistungen unterstützt.

KUKA ist weltweit einer der führenden Anbieter in der Robotik, Automation und im Anlagenbau. Der international tätige Technologiekonzern bietet seinen Kunden fortschrittliche Lösungen zur robotergestützten Automation industrieller Produktionsprozesse und trägt so zu deren Effizienzsteigerung und verbesserter Produktqualität bei.

Im Geschäftsbereich Robotics liegt der Fokus auf der Kernkomponente für die Automatisierung - dem Roboter. Robotics entwickelt, montiert und vertreibt Industrie- und Serviceroboter zusammen mit Robotersteuerung und Software. Darüber hinaus bietet Robotics seinen Kunden Serviceleistungen an.

Die Kernkompetenz des Geschäftsbereiches Systems liegt in maßgeschneiderten Lösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen. Systems plant und baut für seine Kunden automatisierte Anlagen sowie einzelne Produktionszellen und übernimmt den Umbau bestehender Anlagen für mehr Nachhaltigkeit und Effizienz. Mit dem Erwerb der Reis Gruppe stärkt Systems sein Zellengeschäft sowie das Wachstum in der General Industry. Auch das akquirierte Unternehmen ALEMA Automation ergänzt das Angebot von Systems - es macht Systems zu einem Komplettanbieter von Automatisierungslösungen für den Flugzeugbau.

Die zum Jahresende 2014 akquirierte Swisslog AG hatte im Berichtsjahr keinen Einfluss auf den Umsatz und das Ergebnis.

GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS

Die Kernkomponente für die Automatisierung von Fertigungsprozessen liefert der Geschäftsbereich Robotics: Industrieroboter zusammen mit Robotersteuerung und Software. Das breite Produktportfolio deckt Traglastbereiche von fünf bis 1.300 kg ab. So kann KUKA optimal auf die unterschiedlichen Anforderungen ihrer Kunden eingehen. Alle Robotermodelle, auch Medizin- und Serviceroboter, werden in Augsburg entwickelt und montiert. Die Schaltschränke werden in zwei ungarischen Werken in Taksony und Füzesgyarmat gefertigt. Für den asiatischen Markt produziert KUKA außerdem Roboter und Schaltschränke in ihrem Werk in Shanghai/China.

KUKA Robotics erweitert sein Angebotsspektrum kontinuierlich, um Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen passende Lösungen anbieten zu können und um auch kleinen und mittelständischen Unternehmen den wirtschaftlichen Einsatz von Robotern zu ermöglichen. Der Bereich Forschung und Entwicklung spielt hier eine bedeutende Rolle. Mit dem Leichtbauroboter LBR iiwa hat KUKA eine neue Dimension der Robotik geschaffen. Die sensitive Robotergeneration ist mit intelligenten Sicherheitstechnologien ausgestattet, die es erlauben, auf Schutzzäune zu verzichten, während der Roboter in Betrieb ist. Auf diese Weise kann der Roboter den Menschen in seinem direkten Umfeld als intelligenter Produktionshelfer unterstützen. Mit der Entwicklung fortschrittlicher Technologien und Produkte erschließt KUKA Einsatzbereiche, die der Robotik bisher verschlossen waren. Dazu trägt auch das zukunftsweisende Steuerungssystem KUKA Sunrise bei. Es verfügt über modulare und offene Schnittstellen, vereinigt Bewegung und Sensorik und nutzt Java als Programmiersprache.

GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS

Der Geschäftsbereich Systems bietet seinen Kunden Komplettlösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen und plant, projektiert und errichtet automatisierte Produktionsanlagen. Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette einer Anlage ab: von einzelnen Systemkomponenten, Werkzeugen und Vorrichtungen über automatisierte Produktionszellen bis hin zu kompletten Anlagen, die von dem Geschäftsbereich als System integrator schlüsselfertig erstellt werden. Das Know-how des Geschäftsbereichs liegt in der Automation einzelner Produktionsverfahren wie Schweißen und Löten, in der Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe sowie in der Integration verschiedener Produktionsschritte zu einer vollautomatischen Anlage.

Automatisierte Großanlagen liefert der Geschäftsbereich Systems vor allem an die Automobilindustrie für den Karosseriebau und zur Montage von Motoren und Getrieben. KUKA Systems betreibt außerdem auf dem Gelände des Automobilherstellers Fiat Chrysler Automobiles in Toledo/USA eine Fertigung der vollständigen Karosserie für den Jeep Wrangler (KTPO). Der Geschäftsbereich Systems arbeitet mit regionalen Kompetenzzentren. Von Augsburg aus werden die Märkte in Deutschland und Europa betreut, vom Großraum Detroit in den USA die Region Nord-/Südamerika und von Shanghai in China der asiatische Markt. Weitere Geschäftsfelder sind der Werkzeugbau am Standort Schwarzenberg/Erzgebirge und in der Slowakei. Von den Systems Standorten Bremen, Großraum Detroit/USA und Shanghai/China aus werden automatisierte Montagelinien, Test- und Prüfstände für Motoren und Getriebe projektiert und geliefert.

Immer mehr Branchen neben der Automobilindustrie setzen auf das langjährige Automatisierungs-Know-how von KUKA Systems. So zum Beispiel der Flugzeugbau, der großes Automatisierungspotenzial in der Fertigung aufweist. Hierfür bietet der Geschäftsbereich zusammen mit dem akquirierten Unternehmen ALEMA Automation Komplettlösungen aus einer Hand. Mit der erworbenen Reis Gruppe baut Systems des Weiteren das Zellengeschäft in der General Industry aus.

MÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONEN

Den Großteil der Aufträge erhält der KUKA Konzern aus der Automobilindustrie, mit der er in den vergangenen 40 Jahren gewachsen ist und sich als Spezialist für roboterbasierte Automatisierungslösungen etabliert hat. Nach wie vor stellt dieser Markt eine wichtige Säule dar und trägt rund 50% zum Gesamtumsatz bei. Vor der Akquisition von Swisslog lag der Anteil noch bei 60-65%. Um seine Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen zu verringern, arbeitet der Konzern seit einigen Jahren zusätzlich verstärkt daran, seine Geschäfte in Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) auszubauen. Durch die konsequente Weiterentwicklung von Roboter- und Steuerungstechnik profitiert heute bereits eine Vielzahl von Branchen von KUKA Robotern und Anlagen. Mit der Entwicklung passender Produkttypen, allen voran der Allrounder-Serie vom Typ KR QUANTEC, der Kleinrobotik-Serie KR AGILUS sowie des sensitiven Leichtbauroboters LBR iiwa, erschließt KUKA neue Märkte. Immer mehr Arbeitsschritte können so zum Beispiel auch in der Kunststoff-, Nahrungsmittel- oder Elektronikindustrie, in der Gießerei, der Werkzeugmaschinenbranche oder der Medizintechnik automatisiert werden. Mit der Akquisition des Schweizer Unternehmens Swisslog fasst der KUKA Konzern zudem Fuß in den Bereichen Lagerlogistik und Gesundheitswesen.

Bei KUKA Robotics liegen die Umsatzanteile der General Industry und die Anteile der Automobilindustrie auf ungefähr dem gleichem Niveau. Auch KUKA Systems expandiert in Branchen außerhalb der Automobilindustrie. Dazu gehören neben der Luft- und Raumfahrt, dem Schienenfahrzeugbau, der Baumaschinenindustrie, auch die Energiebranche und die Konsumgüterindustrie.

KUKA Robotics zählt weltweit zu den führenden Roboterherstellern und gilt als marktführend in der Industrierobotik innerhalb Europas. KUKA Systems gehört zu den Spitzenanbietern im Karosseriebau in der Automobilindustrie. Seit dem Erwerb des Anlagengeschäftes von UTICA Enterprises ist KUKA Systems Marktführer in Nordamerika. Im Wachstumsmarkt Asien hat KUKA ebenfalls seine Präsenz verstärkt. Vom neuen Werk in Shanghai, das Ende 2013 eröffnet wurde, sind im ersten Produktionsjahr mehr als 3.000 Roboter an den asiatischen Markt ausgeliefert worden.

KONZERNSTRATEGIE

KUKA bewegt sich in einem sehr dynamischen, innovationsgetriebenen Marktumfeld, das sich kontinuierlich neu definiert. Roboterbasierte Automation ist ein Megatrend. Sensitive, mobile Systeme und die schnelle Entwicklung der IT-Welt schaffen neue Möglichkeiten für KUKA. Das Unternehmen muss sich aber auch in einem neuen und härteren Wettbewerbsumfeld behaupten.

Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern und die Position des globalführenden Automatisierungsunternehmens langfristig auszubauen, wurde zu Beginn des Berichtsjahres unter dem Motto "KUKA 2020" das Projekt "Integral Organisational Transformation" (IOT) ins Leben gerufen. Damit soll KUKA auf vielen Ebenen ein großer Entwicklungsschub gegeben werden. Die integrale Betrachtung der Organisation steht dabei im Vordergrund.

Integral bedeutet, dass nicht nur die Organisation mit ihrer Struktur, ihren Prozessen und Produkten betrachtet, sondern auch das Wissen und die vielfältigen Fähigkeiten der Mitarbeiter berücksichtigt werden. Des Weiteren werden dabei verschiedene Aspekte der Unternehmenskultur, wie z. B. die KUKA weite Zusammenarbeit oder die Sicherstellung der Innovationskraft, einbezogen.

Ziel ist es dabei, die Markpositionen von KUKA Systems und KUKA Robotics weiter auszubauen. Des Weiteren soll künftig durch KUKA Industries das Zellengeschäft im Bereich der General Industry ausgebaut werden. Dies wird durch eine durchgängige Wertschöpfungskette unterstützt, da KUKA das komplette Leistungsspektrum - von der Komponente über die Zelle bis hin zur Anlage - abdeckt. Um von den globalen Trends zu profitieren und das eigene Know-how optimal auszuschöpfen, konzentriert sich der Konzern darauf, seine Innovations- und Technologieführerschaft auszubauen, wobei er sich auf global wachstumsstarke Märkte ausrichtet und weiterhin an effizienten Strukturen arbeitet.

1. Ausbau der Innovations- und Technologieführerschaft

Die Marke KUKA steht für Innovationen in der Robotik und dem Anlagenbau. Der überwiegende Teil der Forschungs- und Entwicklungsleistungen wird im Geschäftsbereich Robotics erbracht. Dafür beschäftigt der Geschäftsbereich Robotics rund 12% seiner Mitarbeiter am zentralen Standort in Augsburg in der Forschung und Entwicklung und investiert hier jährlich 7-9% seines Umsatzes. Die F& E-Aktivitäten im Geschäftsbereich Systems erfolgen teils im Rahmen von Kundenprojekten, teils in verschiedenen Entwicklungsprojekten und werden als Forschungs- und Entwicklungsaufwand ausgewiesen.

Die roboterbasierte Automation wird gemäß der Prognose der International Federation of Robotics (IFR) von verschiedenen Trends beeinflusst. An diesen Trends richtet sich KUKA aus und baut die eigene Technologiekompetenz in den Fokusbranchen weiter aus. Die neuen Robotergenerationen werden demnach mobil, einfach zu programmieren sowie schnell und flexibel einsetzbar sein. Technologische Innovationen, wie verbesserte Sicherheits-, Vision- und Sensorsysteme, ermöglichen die Kooperation von Mensch und Maschine. Der von KUKA entwickelte LBR iiwa ist genau mit diesen Eigenschaften ausgestattet. Ergänzt durch Mobilität und autonome Navigation können Roboter wie LBR iiwa zu ortsflexiblen und sensitiven Produktionshelfern werden, die mit dem Menschen Hand in Hand arbeiten. Somit können Prozesse automatisiert werden, und völlig neue Produktionskonzepte entstehen, die vor allem ergonomisch und gesundheitsschonend sind.

Im Berichtsjahr hat sich KUKA nicht nur darauf konzentriert, die eigene Innovationskraft zu steigern, sondern diese auch durch gezielte Akquisitionen ergänzt.

Mit dem Erwerb von ALEMA Automation SAS mit Sitz in Bordeaux hat sich KUKA spezifisches Applikations-Know-how im Bereich des automatisierten Bohrens und Nietens von Flugzeugbauteilen erworben und konnte bereits erste Aufträge als Komplettanbieter in diesem Markt gewinnen.

Mit der Integration der Reis GmbH &Co. KG Maschinenfabrik hat KUKA außerdem das eigene technologische Portfolio, insbesondere in den Marktfeldern der Lasertechnologie, des Schutzgasschweißens, der Gießereitechnologie, dem Sondermaschinenbau für Reib- und Magnetarc-Schweißanlagen sowie neuen Technologien im Bereich der Solarenergie und Batteriefertigung, erweitert.

Im Bereich der Mensch-Maschinen-Kooperation hat sich KUKA durch die Beteiligung an Faude verstärkt. Mit der Zusammenarbeit zwischen KUKA Systems und Faude, einem international agierenden Lösungsanbieter für Produktions- und Prozessautomatisierung, der kundenspezifische Speziallösungen und standardisierte MRK-Systeme anbietet, ergänzt KUKA das eigene Know-how für Anwendungen in Mensch-Roboter-Kollaboration. Hier konnte sich KUKA in den letzten Jahren im Rahmen verschiedener Forschungskooperationen etablieren.

Durch die Übernahme der Swisslog Holding AG im schweizerischen Buchs, hat KUKA Zugang zu Automatisierungstechnologien in den Bereichen Lagerlogistik und Gesundheitswesen erlangt. Besondere Stärken hat Swisslog auf dem Gebiet der Materialfluss-Softwarelösungen. Die KUKA Technologien lassen sich sehr gut mit den Logistiktechnologien von Swisslog kombinieren. Dadurch entstehen zukunftsorientierte Automatisierungskonzepte für neue Branchen.

2. Diversifizierung der Geschäftstätigkeit in neue Märkte und Regionen

KUKA hat eine marktführende Position in der Automobilindustrie. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich in Märkten außerhalb der Automobilindustrie, der General Industry.

Die von KUKA adressierten General Industry-Märkte zeichnen sich vor allem durch ein hohes Wachstums- und Ertragspotenzial aus. Der Automatisierungsgrad ist in diesen Branchen noch relativ niedrig. Kunden aus der General Industry automatisieren überwiegend, um ihre Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, ihre Produktionszahlen zu erhöhen, aber auch, um ihre Qualität zu verbessern. Die Akquisitionen bestätigen die Strategie der Diversifizierung. Durch die Übernahme von Alema kann KUKA Systems im Bereich der Luftfahrt als Komplettanbieter auftreten und erleichtert sich so den Marktzugang. Während KUKA Robotics in Zusammenarbeit mit Systempartnern neue Anwendungen für Roboter in Zielmärkten wie der Elektronikindustrie, der Werkzeugmaschinenbranche, der Gießerei, der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie oder der Medizintechnik entwickelt.

Auch durch die Beteiligung an der Reis Group Holding GmbH &Co. KG konnte KUKA Systems Zugang zu neuen Branchen gewinnen, wie etwa in den Gießereisektor oder in die Solarenergie- und Batteriefertigung.

Durch Swisslog erhält KUKA Zugang zu besonders attraktiven Wachstumsmärkten, wie der Lagerlogistik und dem Gesundheitswesen, und kann sich so in weiteren Kundensegmenten diversifizieren. Zusätzliches Absatzpotenzial für Swisslog sehen wir in der Anbindung an die Technologie- und Vertriebsplattform von KUKA - insbesondere erhält Swisslog Zugang zu den Automotive-Kunden von KUKA. KUKA profitiert durch die Beteiligung an Swisslog von einem erweiterten Marktzugang insbesondere in den USA im Bereich der Warehouse-Logistik.

KUKA hat eine starke Position im europäischen Markt, die es zu sichern gilt. Wachstumspotenziale sieht das Unternehmen im Ausbau der weltweiten Standorte und dabei in erster Linie in den wachstumsstarken Ländern Asiens und Amerikas. Ziel ist es, von der zunehmenden Automatisierung insbesondere in diesen Ländern nachhaltig zu profitieren. Dabei steht das Potenzial im chinesischen Markt im Fokus. Gemäß der Prognose der IFR wird gerade der chinesische Markt in den nächsten Jahren überproportional wachsen. Weltweit wird mit einem jährlichen Durchschnittswachstum von 12% zwischen 2015 und 2017 gerechnet. Das Wachstum in China wird im gleichen Zeitraum auf jährlich rund 25 % geschätzt.

Durch die genannten Akquisitionen diversifiziert sich KUKA weiter und steigerte den Umsatzanteil aus der General Industry 2014 auf 35-40%. Mit Einbezug von Swisslog ab 2015 wird der Anteil weiter steigen und auf gleichem Niveau wie Automotive liegen.

Neben dem KUKA Standort in Shanghai verstärkt der Reis Standort in Kunshan das Service-Netzwerk für Kunden in Asien.

3. Kontinuierliche Etablierung nachhaltiger, effizienter Kostenstrukturen

Um das profitable Wachstum zu unterstützen und dadurch langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, werden verschiedene Maßnahmen im Bereich Operational Excellence vorangetrieben.

Seit einigen Jahren überprüft KUKA die internen Prozesse im Rahmen eines nachhaltigen Effizienz- und Verbesserungsprogramms. Es geht dabei um profitables Wachstum, das auf eine effiziente Unternehmensorganisation, nachhaltige Ausrichtung der Produkte und Prozesse auf Kundenbedürfnisse sowie auf Qualität und Effizienz baut. Das Wachstum von KUKA während der letzten Jahre führt zu entsprechenden Anpassungen in den Strukturen, Prozessen und Zuständigkeiten. Zu den im Berichtsjahr identifizierten Optimierungspotenzialen zählen u.a. das Lieferantenmanagement und die Beschaffung aus Ländern mit günstigerer Kostenstruktur, wodurch im indirekten Einkauf Einsparungen im siebenstelligen Bereich erreicht wurden.

2014 wurde bei KUKA Robotics ein Pilotprojekt durchgeführt, wodurch die Lieferzeiten des KR AGILUS von neun auf drei Wochen verringert werden und dabei Bestände gleichzeitig reduziert werden sollen. Der KR AGILUS wurde speziell für den Einsatz in der General Industry entwickelt, wo die Lieferfristen eine besonders große Rolle spielen.

Bei KUKA Systems wurde während des Berichtsjahres ein Projekt namens "Orange Globe" gestartet, bei dem es darum geht, mit einer einheitlichen Software die Projektabwicklung weltweit zu vereinfachen und eine PLM-Software (Product Lifecycle Management) zu implementieren.

Ein wichtiger Aspekt im Rahmen der Operational Excellence ist die Optimierung und Standardisierung von Prozessen und Abläufen im Unternehmen. Mit dem Programm "PowerON KUKA 2020" hat der Vorstand eine Schlüsselinitiative gestartet, die über die nächsten Jahre weitere Abläufe, die Organisation sowie IT-Systeme und Tools konzernweit optimieren und harmonisieren wird. Außerdem wird im Rahmen dieses Programms eine konzernweit einheitliche ERP-Steuerung eingeführt werden (Enterprise Resource Planning). Das Gesamtprogramm betrifft KUKA weltweit und umspannt alle Divisionen und Kernfunktionen in den Bereichen Finanzen und Controlling, Human Resources und in der Produktion.

FINANZIELLES STEUERUNGSSYSTEM UND ZIELE

Die Konzernstrategie zielt auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Zur internen Konzernsteuerung und Kontrolle des Geschäftsverlaufs sowie der Lage des Konzerns werden verschiedene Erfolgskennzahlen, die finanziellen Leistungsindikatoren, verwendet. Die finanziellen Zielgrößen des KUKA Konzerns messen Leistungen, die den Unternehmenswert beeinflussen. Die für den KUKA Konzern wichtigsten Steuerungsgrößen sind Umsatz, EBIT, ROCE und Free Cashflow. Die Entwicklung dieser Größen sind unter Geschäftsverlauf ab Seite 25 und unter Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ab Seite 28 dargestellt. Um die Umsatzrentabilität festzustellen, wird das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt. Daraus ergibt sich die EBIT-Marge. Um die Rentabilität des eingesetzten Kapitals zu ermitteln, wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital (Capital Employed) gesetzt. Dies ergibt den ROCE (Return on Capital Employed). EBIT und ROCE werden für den KUKA Konzern und die Geschäftsbereiche ermittelt. Der Free Cashflow, also der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen, zeigt, ob die Investitionen aus dem Cashflow bestritten werden und wie viele Mittel ggf. für die Zahlung einer Dividende und zur Schuldentilgung zur Verfügung stehen. Diese Kennzahlen sind Teil des Ziel- und Entlohnungssystems im KUKA Konzern und werden veröffentlicht. Somit wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter die gleichen Zielvorgaben verfolgen. Die Definitionen der Erfolgskennzahlen finden Sie im Glossar ab Seite 116.

Mittelfristig, das heißt zwischen drei und fünf Jahren, liegt die EBIT-Zielmarge im Geschäftsbereich Robotics bei mindestens 12% und im Geschäftsbereich Systems bei mindestens 6%. Aktuell wird der größte Umsatzanteil mit über 50% in Europa generiert. Der Umsatzanteil von Asien soll weiter ausgebaut werden und mittelfristig bei rund 30% des Umsatzes liegen. Die Erreichung der Ziele hängt auch von dem Know-how und dem Engagement der Mitarbeiter ab. Aus diesem Grund ist es für KUKA wichtig, weltweit ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.

Ein wichtiger Frühindikator für die Geschäftsentwicklung im Maschinen- und Anlagenbau ist der Auftragseingang. Nach Abzug der Umsatzerlöse ergibt sich hieraus der Auftragsbestand als Stichtagswert am Ende einer Berichtsperiode. Der Auftragsbestand ist eine wichtige Kennzahl für die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten in den kommenden Monaten. Auftragseingang und Auftragsbestand werden für den KUKA Konzern sowie für die Geschäftsbereiche ermittelt.

Alle Kennziffern werden laufend von den Führungsgesellschaften und vom zentralen Rechnungswesen und Controlling des KUKA Konzerns verfolgt und überprüft. Das Management analysiert Planabweichungen und entscheidet über Maßnahmen zur Erreichung der geplanten Zielgrößen.

5-JAHRES-DARSTELLUNG DER WICHTIGEN KENNZAHLEN IM KUKA KONZERN

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in Mio. € 2010 2011 2012 2013 2014
Umsatz 1.078,6 1.435,6 1.739,2 1.774,5 2.095,7*
EBIT 24,8 72,6 109,8 120,4 142,0
ROCE 7,9% 21,8% 32,3% 36,9 % 28,9 %
Free Cashflow -37,3 6,5 77,1 95,4 -198,5

* davon 135,0 Mio. € aus Akquisitionen

ZIELERREICHUNG 2014

Der KUKA Konzern hat im Jahr 2014 sein profitables Wachstum fortgesetzt und seine Finanzziele erreicht. Im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2013 sowie auf der Bilanzpressekonferenz am 26. März 2014 prognostizierte der Vorstand für das Jahr 2014 Umsatzerlöse zwischen 1,9 und 2,0 Mrd. € und eine EBIT-Marge von rund 6,0%. Hierin wurden die Kosten zur organisatorischen Einbindung und Restrukturierung der Reis Gruppe berücksichtigt. Das Wachstum sollte von der Erstkonsolidierung der Reis Gruppe profitieren sowie vor allem durch die hohe Nachfrage aus den Bereichen General Industry und Automotive.

Für den Geschäftsbereich Robotics wurde für 2014 eine leicht rückläufige EBIT-Marge prognostiziert (2013: 10,2%). Begründet wurde dies mit der geplanten Erhöhung der Ausgaben in Forschung und Entwicklung sowie mit insgesamt negativen Einflüssen durch den schwächeren Yen/Euro-Kurs.

Für Systems prognostizierte der Vorstand eine leichte Steigerung der EBIT-Marge (2013: 5,8%). Diese sollte sich aufgrund der besseren Preisqualität im Auftragsbestand, der Verbesserung des Prozessmanagements und der erfolgreichen Umsetzung des Effizienzprogramms ergeben.

Bei der Berichterstattung zu den Halbjahresergebnissen 2014 erhöhte der Vorstand die Ziele auf rund 2,0 Mrd. € Umsatzerlöse und eine EBIT-Marge von rund 6,5%. Grund für diese Anpassung war die hohe Nachfrage vor allem aus den Regionen Nordamerika und China. KUKA hatte zuvor ihre Marktpräsenz im Wachstumsmarkt China stark ausgeweitet. Zum einen durch den Aufbau einer Roboterproduktion in Shanghai, zum anderen durch die Akquisition der Reis Gruppe. Außerdem wurde in den USA die lokale Automobilproduktion durch die Kunden stärker forciert. Konkret wurden im Jahresverlauf folgende Angaben gemacht:

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Zielwerte 2014 Umsatzerlöse EBIT-Marge
1. Quartal 2014 ∼1,9 - 2,0 Mrd. € ∼6,0%
2. Quartal 2014 ∼2,0 Mrd. € ∼6,5%
3 .Quartal 2014 ∼2,0 Mrd. € ∼6,5%

Im Berichtsjahr konnten die nach oben korrigierten Zielwerte sowohl für den Umsatz als auch für die EBIT-Marge erreicht werden. Der Umsatz im KUKA Konzern lag bei 2.095,7 Mio. €, die EBIT-Marge erreichte den Vorjahreswert von 6,8%. Damit lagen beide Finanzkennzahlen über den prognostizierten Zielmarken.

Die EBIT-Marge von Robotics lag mit 10,7% entgegen der Erwartung leicht höher als 2013 (10,2%). Sowohl die gute Umsatzsteigerung in der General Industry als auch der Zuwachs in den Bereichen Automotive und im Service Geschäft haben zur positiven Entwicklung der Profitabilität beigetragen.

Bei Systems lag die EBIT-Marge mit 6,2% entsprechend der Prognose leicht über dem Wert von 2013 (5,8%). Systems profitierte von einer hohen Auslastung und von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Die hohe Auslastung wurde besonders durch die Kundensegmente Automotive in Europa, den USA und China sowie Flugzeugbau getrieben.

KUKA erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 68,1 Mio. €. Dieser lag über dem Vorjahreswert in Höhe von 58,3 Mio. €. Grund für diesen Anstieg war der sehr gute operative Geschäftsverlauf.

Die Investitionen lagen mit 94,3 Mio. € über dem Wert aus 2013 in Höhe von 74,7 Mio. €. Hierbei handelt es sich um hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die verstärke Investition in Sachlagen und in den Bau des neuen Entwicklungs- und Technologiezentrums in Augsburg.

Für das Geschäftsjahr 2014 wurde mit einem Free Cashflow im mittleren zweistelligen Millionenbereich ohne Finanzinvestitionen gerechnet. Unter Berücksichtigung der Belastung aus den Unternehmenserwerben ergibt sich für 2014 einen Wert von -198,5 Mio. €. Bereinigt um die Effekte aus den Akquisitionen ergibt sich ein positiver Free Cashflow in Höhe von 89,8 Mio. €, der nahezu auf dem Niveau von 2013 lag.

Detaillierte Angaben finden Sie im Kapitel Ertrags-, Finanz, und Vermögenslage ab Seite 28.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Sicherung der eigenen Innovations- und Technologiekraft ist für den gesamten KUKA Konzern von großer strategischer Bedeutung. Deshalb investierte das Unternehmen im Berichtsjahr sehr stark in den Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Die Aufwendungen stiegen von 59,7 Mio. € (2013) auf 78,2 Mio. € im Jahr 2014. Infolgedessen lag die F&E-Quote, d.h. die F&E-Auf-wendungen im Verhältnis zu Umsatzerlösen, 2014 bei 3,7% im Vergleich zu 3,4% im Vorjahr. Darüber hinaus betrug die Aktivierungsquote, d. h. der Anteil der aktivierten F& E-Leistungen, 9,0% gegenüber 16,5% im Vorjahr.

Detaillierte Angaben finden Sie im Kapitel Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ab Seite 28.

Der überwiegende Teil der Forschungs- und Entwicklungsleistungen wird im Geschäftsbereich Robotics erbracht. Der Geschäftsbereich Robotics meldete im Berichtsjahr insgesamt 134 Patente an, von denen 105 erteilt wurden.

Bei Systems wird der Großteil der Entwicklungsleistungen im Projektgeschäft im Rahmen von Kundenaufträgen durchgeführt. Dort wurden im Berichtsjahr 84 Patente angemeldet und 52 erteilt.

Das Berichtsjahr stand unter anderem im Zeichen der Mensch-Maschinen-Kollaboration. Insbesondere beschäftigte sich KUKA mit der Weiter- und Applikationsentwicklung des LBR iiwa, der im Rahmen der AUTOMATICA in zwölf verschiedenen Applikationen präsentiert wurde. KUKA realisierte ein Standkonzept mit bewegten Robotern ganz ohne Schutzzäune.

Die Besucher konnten mit dem Roboter direkt interagieren. Die Praxisbeispiele zeigten unter anderem das Einräumen von Essenstabletts in Großküchen, den Einsatz von Glasdisplays in einen Kunststoffrahmen, die Assistenz in der Chirurgie bei einer Knieoperation bis hin zum automatisierten Stopfensetzen an einer Fahrzeugkarosserie.

Geschäftsbereich Robotics

KUKA moiros weiterentwickelt

Weiterentwickelt wurde außerdem der KUKA moiros. Dabei handelt es sich um eine Konzeptstudie, in deren Rahmen sich ein KR QUANTEC mithilfe einer autonomen Navigationssoftware und batteriebetrieben auf der mobilen Plattform KUKA omniMove autonom bewegt. Roboter und Plattform werden nun von nur einer Steuerung parallel angesteuert. Die flexible Bearbeitung von XXL-Bauteilen ist dadurch auch während der Fahrt möglich.

Portfolio im Schwerlastbereich erweitert durch KR FORTEC

KUKA Robotics erweiterte die Produktpalette mit einer neuen Schwerlast-Serie. Die neuen Roboter decken den Traglastbereich von 360 bis 600 kg ab und schließen so die Lücke zum KUKA KR 1000 titan. Mit der Entwicklung der KR FORTEC Serie ist es KUKA Robotics gelungen, einen Traglastbereich zu erschließen, der bisher auf dem Markt nicht aus einer Hand bedient werden konnte. 25 Robotertypen decken Traglasten von 360 bis 600 kg bei einer Reichweite bis zu 3.326 mm ab. Neben den Standardrobotern bietet KUKA Varianten für die Deckenmontage sowie für den Einsatz an Werkzeugmaschinen und im Gießerei-Bereich an.

Neuer Roboter für Lebensmittelbranche und Reinraum

Des Weiteren hat KUKA Robotics den KR QUANTEC PA Arctic auf den Markt gebracht. Er kann bei Temperaturen von bis zu -30° C arbeiten und ist prädestiniert für den Einsatz in der Lebensmittelbranche.

Der KR QUANTEC PA Arctic ist keine Sonderlösung von KUKA. Er stellt vielmehr eine kälteresistente Adaption des bewährten Standard-Palettierroboters aus der KR QUANTEC Serie dar. Der Roboter ist in drei Traglastvarianten verfügbar: mit 120, 180 und 240kg Traglast.

Sowohl die KR QUANTEC Serie als auch die AGILUS Kleinroboterserie wurden um Varianten für den Reinraum Einsatz mit höchsten Anforderungen an die Partikelfreiheit erweitert. Von den KUKA Standard Robotern unterscheiden sich die Reinraummodelle durch ihre speziell lackierte und geschliffene Oberfläche, welche die Ablagerung von Partikeln verhindert. Modifizierte Dichtungen vermeiden den Abrieb.

Lineareinheit für die KR AGILUS Serie

Für alle Roboter der KR AGILUS Serie wurde die KUKA Lineareinheit KL 100 entwickelt. Sie kann am Boden, an der Decke oder der Wand montiert werden und erweitert den Arbeitsbereich der Kleinroboter. Die Lineareinheit wird als Zusatzachse der Robotersteuerung betrieben.

Bereich Advanced Robotics - KUKA Laboratories

Neue Steuerung KUKA Sunrise wurde Kunden vorgestellt

Der sensitive Leichtbauroboter LBR iiwa wird mit KUKA Sunrise gesteuert. Diese basiert auf Java, der gängigsten Programmiersprache der IT-Welt, und eröffnet so neue Märkte. Ziel dieser Entwicklung ist die Umsetzung eines Echtzeitsystems, das aus modular erweiterbaren, parallelen Komponenten besteht. Auf Basis dieser Technologie können komplexe roboterbasierte Anwendungen realisiert und zukünftig nahtlos in die Unternehmens-IT integriert werden. Durch leistungsfähige offene IT-Schnittstellen werden Kunden so ihre Anwendungen noch besser integrieren können.

Mit dem Release V1.5 der Sunrise Steuerungssoftware stehen nun weitere Funktionalitäten für MRK-Applikationen zur Verfügung. Durch neue Sicherheitsfunktionen kann der Kunde zunehmend auf eine externe Sicherheitssteuerung für seine Zelle/Applikation verzichten und spart somit Kosten und Bauraum.

Verarbeitung medizinischer Bilddaten

In Zusammenarbeit mit der Leibniz-Universität Hannover wurde eine Schnittstelle neu geschaffen, mit der es ermöglicht wird, den LBR iiwa aus der Open-Source-Software "3D Slicer" heraus zu steuern. Die sehr umfangreiche Software ermöglicht die Visualisierung und Verarbeitung von medizinischen Bilddaten. Eine erste Beispielapplikation wurde erfolgreich auf den Messen AUTOMATICA, CARS und CURAC gezeigt.

Auf der Technologieplattform Sunrise konnten weitere elementare Softwarefunktionalitäten für den Einsatz bei Medizintechnikpartnern entwickelt und erfolgreich implementiert werden.

Geschäftsbereich KUKA Systems

Entwicklung der neuen Reibschweißmaschine "Genius"

Bei KUKA Systems wurde im Berichtsjahr die Konstruktion für die neue Reibschweißmaschine "Genius" vorgestellt. Die Kundenvorteile liegen in der neuen Bedieneroberfläche, der Energieeffizienz und bei einem deutlich verringerten Platzbedarf.

Energieeffizienz im Anlagenbau

KUKA Systems treibt die Entwicklung des Berechnungs- und Simulationstools zur energieeffizienten Auslegung von Produktions- und Fertigungsanlagen weiter voran. Derzeit wird ein Leitfaden zum Umgang und der Ausgestaltung von ressourcen- und energieeffizienten Anlagen im Entwicklungsprozess erstellt.

KUKA Navigation auf omniMove - erfolgreiche Zwischenabnahmen mit Kunden aus dem Bereich Aerospace in den USA

KUKA Systems konnte im Berichtsjahr ein Kundenprojekt aus dem Bereich Aerospace in den USA erfolgreich abschließen. Es handelt sich dabei um ein Robotersystem für das Nietensetzen auf der mobilen Plattform omniMove. Um die Nieten am Flugzeugrumpf so anzubringen, dass sie zwei Blechstücke zusammenhalten, arbeiten zwei Roboter Hand in Hand. Einer führt an der Außenseite des Rumpfes die Niete durch ein Bohrloch, wobei er auf einen Widerstand auf der Innenseite trifft. Dadurch wird das Ende des Schafts gefalzt und die Niete erhält einen Kopf auf beiden Selten des Metalls, sodass eine dichte und feste Verbindung entsteht. Diese Roboterteams bewegen sich am Flugzeugkörper entlang und verbinden Bleche miteinander, um die einzelnen Abschnitte des Rumpfes aufzubauen.

Fügetechnologie "Leichtbauwerkstoffe"

Das Technologieentwicklungsprojekt "Leichtbauwerkstoffe" hat sich in den vergangenen Wochen in erster Linie mit Benchmarks im Bereich des Stanznietens und Fließlochschraubens beschäftigt. Weitere vielversprechende Varianten sind das Hochgeschwindigkeits-Bolzensetzen und Stechnieten. Durch die Möglichkeit der Technologieerprobung im KUKA eigenen Labor können die Verbindungen anschließend auch hausinternen Prüfungen und Festigkeitstests unterzogen werden. Die in dem Projekt ermittelten Technologiedaten werden in einem internen Technologieleitfaden festgehalten und können für Anlagenprojekte genutzt werden.

Sonderkinematiken von Reis werden auf KUKA Technologien umgestellt

Zur Nutzung von Synergien im Bereich der Robotersteuerung wurde bei Reis in Obernburg die Portierung der Reis-Robotersteuerung auf die KUKA Hardware gestartet. Endziel ist eine Vereinheitlichung der Hardwarebasis, der Antriebstechnik aber auch der Prozessfunktionalitäten beider Steuerungen. Des Weiteren wurde das Produktportfolio für das Marktsegment Kokillenguss weiterentwickelt.

Konzernübergreifende Entwicklungsprojekte aus der KUKA Technologieentwicklung

Die Technologieentwicklung ist bei KUKA in einem eigenen Bereich zusammengefasst, in dem Produkte und Lösungen, die weltweit Alleinstellungsmerkmale aufweisen, schon frühzeitig in den erforderlichen Reifegrad gebracht und an die Voraus- und Serienentwicklung der einzelnen KUKA Gesellschaften zur Weiterentwicklung und Produktisierung übergeben werden.

Auszeichnungen für KUKA LBR iiwa und neue Steuerung KUKA Sunrise

Der KUKA Leichtbauroboter wurde im vergangenen Jahr mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Im Juli erhielt KUKA für den LBR iiwa den Red Dot Award "Best of the Best". Für die Jury spielte bei der Entscheidung das unverwechselbare Design und die innovative Formgebung eine ganz besondere Rolle.

Zusätzlich wurde das Produkt in den USA mit dem IDEA Award USA 2014 und mit dem German Design Award 2015 ausgezeichnet. Derzeit ist er außerdem für den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft - Erster Innovationspreis der Welt® nominiert und unter den vier Finalisten.

Die neue Sunrise Technologie ist ebenfalls preisgekrönt. Sie wurde auf der JavaOne 2014 in San Francisco mit dem Java Business Innovation Award ausgezeichnet.

Der Java Business Innovation Award würdigt Java-Kunden und -Partner für außergewöhnliche Innovationen in ihrem Unternehmen und ihren Produkten. Mit der Sunrise Technology gelingt es, die Welten der Automation und der IT zu verbinden und somit KUKAs Roboter zu "Dingen im Internet" zu machen.

Die Fachzeitschrift Maschinenmarkt hat KUKA Systems für den "KUKA flexFELLOW" mit dem "MM Award' in der Kategorie "Serviceroboter" ausgezeichnet. KUKA flexFELLOW ist ein mobiles Automationskonzept, mit dem sich feinfühlige und komplexe Montageaufgaben wirtschaftlich automatisieren lassen. Mit diesem Preis prämiert die Redaktion seit 2008 die innovativsten Exponate auf der Fachmesse für Automation und Robotik. Ausgezeichnet werden Innovationen, die innerhalb der letzten zwölf Monate entwickelt wurden und ebenso technische Maßstäbe setzen wie wirtschaftlichen Nutzen und ein ansprechendes Design bieten.

Die Schweizer Firma AOT AG wurde für ihre Entwicklung eines robotergeführten Laserkopfs zum Knochenschneiden in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie mit dem Innovationspreis der Zürcher Kantonalbank ausgezeichnet. Die auf einem LBR iiwa basierende Entwicklung wird von der KUKA F&E unterstützt.

KUKA Innovation Award

Zum ersten Mal hat KUKA auf der AUTOMATICA einen Innovation Award verliehen. Unter vier Finalisten prämierte das Unternehmen Entwicklungsleistungen im Bereich der mobilen Manipulation mit dem KUKA youBot. Auch im Berichtsjahr hat KUKA einen Innovation Award ausgeschrieben. Diesmal geht es um Anwendungen mit dem LBR iiwa. Die Preisverleihung wird auf der Hannover Messe im April 2015 stattfinden. Mit der Ausschreibung des Innovationspreises pflegt KUKA eigene Netzwerke in der Forschung und fördert den Nachwuchs in Forschung und Entwicklung.

BESCHAFFUNG

Im indirekten Einkauf wurden in einem gruppenübergreifenden Projekt mit Unterstützung der Geschäftsbereiche Robotics und Systems erhebliche Einsparpotenziale realisiert. Schwerpunkt war hierbei das Nachschärfen der Schnittstelle zwischen Einkauf und den Bedarfsträgern sowie die Verwendung neuer Verhandlungstools. Die Nachhaltigkeit dieses Projektes wird durch eine neue Organisationsform des indirekten Einkaufs sichergestellt. Die Organisation des Leadbuyer-Konzepts wurde durch einen zentralen strategischen Einkauf abgelöst. Die operativen Einkäufer arbeiten in ihren Gesellschaften und sind fachlich an den zentralen Einkauf angebunden.

Nach der Übernahme von Reis GmbH & Co. KG Maschinenfabrik wurden Preise und Lieferkonditionen bei gemeinsamen Lieferanten der KUKA Gesellschaften optimiert. Im nächsten Schritt werden Prozesse und die Kennzahlen (die Key Performance Indicators) harmonisiert, um weitere Synergien insbesondere im strategischen Einkauf zu erschließen.

Mit diesen beiden Projekten konnten Einsparungen im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt werden.

Beschaffung bei KUKA Robotics

Bereits im Jahr 2013 und während des Berichtsjahrs wurden die Fertigungskapazitäten in Augsburg von ehemals 15.000 auf bis zu 22.000 Roboter im Jahr erhöht. Die Montage der Industrieroboter erfolgt im Zweischichtbetrieb auf einer Produktionsfläche von 10.000 m2 . Sämtliche Prozessschritte vom Fertigungsauftrag bis zur Auslieferung in das Vertriebslager unterliegen einer strengen Kontrolle und Dokumentation. Ein Barcode auf den einzelnen Komponenten gibt Aufschluss, welche Komponente in welchem Roboter verbaut wurde.

Bei Robotics wurden durch regelmäßige Audits von Prozessen und Maßnahmen erhebliche Effizienzsteigerungen realisiert. Die Verfügbarkeit der entsprechenden Menge an Zulieferteilen ist durch die Erhöhung der Produktionskapazitäten gewährleistet. Kosten und Qualität werden in Materialgruppen aufgeschlüsselt und regelmäßig kontrolliert. Durch das umfangreiche Know-how erfahrener Experten kann KUKA hier schnell und flexibel auf Veränderungen reagieren. Innerhalb des Berichtsjahrs konnten insbesondere durch die Konzentration auf Design-to-Cost sowie durch Skaleneffekte nennenswerte Einsparungen erzielt werden.

Die in der Robotermechanik eingesetzten Materialien werden sorgfältig ausgewählt, um den hohen Ansprüchen in Hinblick auf Qualität und Verfügbarkeit zu erfüllen. Schwankungen von Rohstoffpreisen konnten im Berichtsjahr erfolgreich aufgefangen werden. Potenzial für die Zukunft verspricht nicht zuletzt der Ausbau des Local-Sourcing-Konzepts in China.

Beschaffung bei KUKA Systems

Prozessoptimierungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden durch die Einführung eines neuen Product-Lifecyle-Systems sowie eines globalen Enterprise-Resource-Planning-Systems erschlossen. Verbesserungen ergeben sich hier durch die globale Bündelung, durch die frühzeitige Einbindung des Einkaufs, durchgängige Grunddaten und Terminierungen, sowie durch die Reduktion von Redundanzen.

Des Weiteren unterstützt die Einkaufsabteilung durch das Know-how der Lieferanten im Bereich der Energieeffizienz und Industrie 4.0, das für KUKA mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Um Lieferanten möglichst früh innerhalb des Produktentstehungsprozesses einbinden zu können, wurden Mitarbeiter aus der Einkaufsabteilung in der Entwicklungsabteilung platziert. Diese werden dort neue Themen frühzeitig aufnehmen und dienen als Schnittstelle zur Einkaufsabteilung.

Der Ausbau der KUKA Systems Gesellschaft in Sibiu/Rumänien geht weiter. Durch Einführung von SAP-Systemen wurde die Transparenz und damit die effiziente Steuerung des Unternehmens erhöht. Effizienzvorteile spiegeln sich in den Kosten wider. Der weitere Ausbau wird durch eine eigene Ausbildung von Nachwuchskräften nach deutschen Maßstäben sichergestellt. Durch Regelrunden mit der Konstruktion erfolgt ein Feedback zur fertigungsoptimierten Konstruktion und Standardisierung.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Ungleichmäßige Erholung der Weltwirtschaft - langsames Wachstum

Im abgelaufenen Geschäftsjahr reduzierte der Internationale Währungsfonds (IWF) mehrmals seine Prognose zum Weltwirtschaftswachstum. Im Oktober 2014 rechnete er zuletzt mit einem Plus von 3,3%. Verglichen mit 2013 ist dies ein Anstieg um 0,3%. Die Weltkonjunktur erholt sich langsam und mit regional sehr unterschiedlichen Entwicklungen. Wesentliche Wachstumsimpulse gingen von den USA (+2,4%) und China (+7,4%) aus. Belastet wurde die Weltwirtschaft durch die Ukraine-Krise sowie die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Zudem warnte der IWF vor einer möglichen Überhitzung der Finanzmärkte. Auch betonte er im Jahresverlauf 2014 das Risiko einer globalen Wirtschaftskrise und den dringenden Bedarf an Strukturreformen in zahlreichen Ländern. Die Spätfolgen der Finanzkrise sind laut IWF hartnäckiger als zunächst angenommen, sodass die Erholung in der Euro-Zone stagniert. Deutschland lag mit einem Wachstum von 1,5% über dem Durchschnittswert der Euro-Zone (0,8%). Der private Konsum war wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft, aber auch der niedrige Ölpreis und der Kursverfall des Euro spielten eine Rolle.

Für das Jahr 2015 rechnet der IWF mit einem Weltwirtschaftswachstum von 3,5%. Verglichen mit früheren Prognosen wurde die Erwartung leicht reduziert. Eigentlich sollte die Weltkonjunktur aufgrund der niedrigen Rohstoffpreise sowie der abgewerteten Währungen Euro und Yen einen Schub bekommen. Allerdings stehen diesen positiven Einflüssen laut IWF einige hemmende Faktoren gegenüber. Das sind zum Beispiel die Investitionsschwäche in vielen Industrie- und Schwellenländern sowie die Stagnation und niedrige Inflation in Japan und den Euro-Ländern. Die USA werden nach Einschätzung des IWF von privatem Konsum profitieren, sodass 2015 mit einem Wachstum von 3,6% gerechnet werden kann. In China soll sich die Schwächung der Konjunktur fortsetzen. Dennoch wird sich China im Vergleich mit den anderen Regionen weiterhin auf hohem Wachstumsniveau bewegen (6,8% im Jahr 2015). In der Euro-Zone erwartet der IWF im Jahr 2015 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 1,2%. In Deutschland soll das Plus mit 1,3% etwas geringer ausfallen als im Jahr 2014 (1,5%).

Der Geschäftsklimaindex des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) gilt als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Im Berichtsjahr ist der Ifo-Index seit dem Monat April kontinuierlich gefallen, bis er im Oktober den Tiefstand von 103,2 Punkten erreichte. Hierbei handelte es sich um den niedrigsten Wert seit April 2013. Zum Jahresende schätzten die Unternehmen den zukünftigen Geschäftsverlauf optimistischer ein. Mit 105,5 Punkten blieb der Wert allerdings Immernoch hinter dem Vorjahreswert von 109,5 Punkten.

Pkw-Märkte USA und China an der Spitze -Wachstum in Westeuropa

Im Berichtsjahr wurden laut Verband der Automobilindustrie (VDA) 5,62 Mio. Neuwagen in Deutschland produziert. Verglichen mit der Produktion im Jahr 2013 ist dies ein Plus von 3,0%. Es stiegen sowohl der inländische Auftragseingang (+5,0%) als auch die Bestellungen aus dem Ausland (+7,0%).

Bei den Exporten verzeichnete der VDA einen Zuwachs um 2,0%. Weltweit produzierte die deutsche Automobilindustrie rund 14,8 Mio. Autos, davon über 60,0% außerhalb Deutschlands.

Der VDA sieht die USA als dynamischen Wachstumsmarkt und als einen wichtigen Markt für die deutschen Automobilhersteller. Die Neuzulassungen von Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) stiegen um knapp 6,0% auf 16,4 Mio. Einheiten, wobei die Wachstumstreiber hier vor allem die Light Trucks waren. Die deutschen Hersteller konnten ihren Absatz im US-Markt um 2,0% steigern. Laut VDA geht jedes siebte Auto, das aus Deutschland exportiert wird, in die Vereinigten Staaten. Der Exportwert stieg 2014 auf ein Höchstniveau von über 20,0 Mrd. €. Nicht nur als Absatzmarkt wächst die Bedeutung der USA für deutsche Hersteller, sondern auch als Produktionsstandort. Im Jahr 2014 konnten sie nach Angaben des VDA ihre Fertigung an US-Standorten um 15,0% auf 715.000 Autos steigern.

Beim Verkauf von Elektrofahrzeugen verzeichneten die deutschen Hersteller ebenfalls einen Anstieg in den Vereinigten Staaten, jedes zehnte Elektroauto, das im Jahr 2014 in den USA verkauft wurde, stammte von einem deutschen Hersteller. Auch beim Zukunftsthema vernetztes und automatisiertes Fahren, bei dem die IT zunehmend in die Autos integriert wird, sieht der VDA die deutsche und amerikanische Automobilindustrie in der Vorreiterrolle.

Neben den USA legten laut VDA auch die zwei weiteren wichtigen Märkte Westeuropa und China zu. Der westeuropäische Markt konnte nach vier Jahren erstmals wieder einen Zuwachs verzeichnen. Mit einem Plus von fast 5,0% stiegen hier die Neuzulassungen auf 12,1 Mio. Autos. Insgesamt entwickelten sich die einzelnen EU-Länder sehr unterschiedlich, wobei die Erholung im Berichtsjahr generell spürbar war. In Deutschland wurden 3,04 Mio. Neuwagen zugelassen. Das sind knapp 3,0% mehr als im Jahr 2013. In China nahm der Absatz um fast 13,0% auf 18,4 Mio. Einheiten zu. Negativ entwickelten sich die Märkte Russland (-10,3%) und Brasilien (-6,9%).

Der VDA bezeichnet die Märkte USA und China als die bedeutendsten für die Automobilindustrie im Jahr 2014. Für 2015 rechnet er mit einer Fortsetzung des Wachstums in beiden Märkten, wenn auch etwas geringer. Für Westeuropa erwartet er ein leichtes Plus von 2,0%.

Leichtes Wachstum im Maschinen- und Anlagenbau

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) erwartet für das Geschäftsjahr 2014 ein leichtes Wachstum. Der Umsatz wird zum Jahresende auf 212,0 Mrd. € geschätzt, der Produktionswert soll bei 199,0 Mrd. € liegen. Die Produktion von Maschinen und Anlagen ist laut VDMA im Vergleich zum Vorjahr um 0,7% gestiegen. Der Inlandsumsatz legte um 3,0% zu, während die Nachfrage aus dem Ausland regional sehr unterschiedlich ausfiel. Als stabile Exportmärkte nennt der VDMA für das Jahr 2014 die EU-Partnerländer (+7,3%), USA (+7,2%), China (+3,8%) und Südostasien (+8,1 %). Auch die Aufträge in der Robotik und Automation sind nach Angaben des VDMA gestiegen (+9,0% in den ersten zehn Monaten 2014).

Laut VDMA wird die Weltwirtschaft durch die niedrigen Rohstoffpreise stimuliert sowie durch den Kursverfall des Euro, der den Export stärkt. Auch die Reindustrialisierung in den USA sehen die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer als Chance. Für das Geschäftsjahr 2015 wird mit einem Produktionsplus von 2,0% gerechnet. Mit Blick auf die aktuellen Auftragsbestände könnte der Produktionswert mit 205,0 Mrd. € erstmals die Schwelle von 200,0 Mrd. € überschreiten. Den Umsatz schätzt der VDMA für das Jahr 2015 auf 218,0 Mrd. €.

Zukunftsweisende Roboter erschließen neue Einsatzgebiete

Im Jahr 2014 setzte sich der weltweite Trend zur roboterbasierten Automatisierung von Fertigungsprozessen fort. Forschung und Entwicklung bringen zukunftsweisende Technologien und Produkte auf den Markt, wodurch neue Einsatzgebiete erschlossen werden. So können mehr und mehr Prozesse automatisiert werden, in denen der Robotereinsatz bis vor kurzem noch undenkbar war. Das Thema Automatisierung wird für viele weitere Branchen interessant und auch für kleine und mittelständische Betriebe. Im Fokus stehen Technologien, die eine sichere Mensch-Roboter-Kollaboration ermöglichen. Neben dem Sicherheitsfaktor spielen die intuitive Bedienbarkeit und Software eine wichtige Rolle. Diese Themen gewinnen vor allem im Zusammenhang mit der Industrie 4.0 an Bedeutung. Hohes Automatisierungspotenzial bietet der Zukunftsmarkt China. Gründe hierfür sind die steigenden Lohnkosten, die wachsenden Qualitätsansprüche und der Fokus auf Effizienzsteigerung.

Für das Jahr 2014 prognostizierte die International Federation of Robotics (IFR) einen weltweiten Absatz von 205.000 Industrierobotern, davon 50.000 in China. Dies entspricht einem Anstieg um 12% im Vergleich zu 179.000 verkauften Industrierobotern im Jahr 2013. Für Asien, den größten Wachstumsmarkt, bedeutet es ein Plus von 21%. Die IFR rechnet in den Jahren 2015 bis 2017 weltweit mit einem jährlichen Durchschnittswachstum von 12%, in China sogar mit 25%. Ende 2017 sollen rund 2 Mio. Industrieroboter in Fabriken im Einsatz sein, davon geschätzte 400.000 Stück in China. Als größte Wachstumstreiber gelten die Branchen Automotive und die Elektronikindustrie.

GESCHÄFTSVERLAUF

Auftragseingang

Im Berichtsjahr verzeichnete der KUKA Konzern Auftragseingänge in Höhe von 2.229,0 Mio. € und konnte damit den Vorjahreswert deutlich übertreffen (2013: 1.881,9 Mio. €). Die zu Beginn des Jahres 2014 erworbenen Unternehmen der Reis Gruppe und Alema trugen 184,2 Mio. € zu diesem Ergebnis bei. Somit konnte KUKA 2014 auch organisch mit 2.044,8 Mio. € sowohl den Vorjahreswert als auch den bisherigen Rekordwert aus 2012 von 1.889,6 Mio. € deutlich steigern. Besonders erfreulich ist hierbei, dass beide Geschäftsbereiche jeweils einen neuen Rekordwert erzielen konnten.

KUKA Robotics konnte den Auftragseingang von 793,5 Mio. € aus 2013 im Jahr 2014 mit 805,5 Mio. € übertreffen. Die Aufträge aus der Automobilindustrie summierten sich 2014 auf 327,9 Mio. € (Vorjahr: 318,3 Mio. €). In der General Industry lagen die Auftragseingänge mit 315,0 Mio. € weiter auf hohem Niveau, jedoch leicht unter dem Vorjahreswert in Höhe von 330,9 Mio. €. Dabei handelt es sich um überwiegend kleinere, tendenziell margenstärkere Aufträge aus unterschiedlichen Branchen. Der Ausbau des General Industry-Geschäfts gehört daher zu den wichtigen strategischen Zielen im Geschäftsbereich Robotics. Insgesamt wird der Vertrieb stärker auf die einzelnen Kunden- und Marktsegmente fokussiert. Dazu wurde die Vertriebsstruktur an den Divisionen (Automotive, Consumer Goods, Electronics, Machine Automation und Metal&Arc Welding) ausgerichtet und auf Geschäftsführungsebene in einer neu geschaffenen Funktion gebündelt. Weitere Maßnahmen zur Verstärkung der Marktdurchdringung wurden bereits eingeleitet; z. B. die Reduzierung der Lieferzelten und die Entwicklung neuer Produkte, speziell für ausgewählte Kunden- und Marktsegmente. Das Servicegeschäft konnte im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere aufgrund der gestiegenen Anzahl der installierten Roboter weiter zulegen und erreichte mit 162,6 Mio. € ein Plus von 12,7% gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 144,3 Mio. €.

KUKA Systems konnte die Auftragslage mit Auftragseingängen in Höhe von 1.456,0 Mio. € (2013: 1.111,6 Mio. €) im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessern. Hierzu konnten die Reis Gruppe und Alema insgesamt 184,2 Mio. € beisteuern. Neben der im Laufe des Jahres verbesserten Auftragslage bei Reis trugen die mit dem Zukauf von Alema verbundenen Wettbewerbsvorteile erheblich dazu bei in der Luftfahrtindustrie größere Aufträge zu gewinnen und den Grad von Automatisierungslösungen in diesem Industriezweig zu erhöhen. Auch organisch konnte der Geschäftsbereich Systems mit 1.271,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr um 14,4% zulegen. Aus Nordamerika ist weiter eine ungebrochen starke Nachfrage zu verzeichnen. Aber auch aus anderen Regionen wie Deutschland, China und Brasilien sind Aufträge von den führenden Automobilherstellern für das Engineering und den Bau von automatisierten Produktionsstationen und -linien, Werkzeugen für Pressenlinien, Montage- und Testsystemen sowie für die Lieferung von Sondermaschinen zum Reib- und Magnetarc-Schweißen zu vermelden. Im Bereich Aerospace konnte KUKA neue Aufträge zur Entwicklung und Realisierung von Produktionslinien für Flugzeuge und Helikopter gewinnen. Hervorzuheben ist hier ein Großauftrag eines nordamerikanischen Flugzeugherstellers in Höhe von 88,5 Mio. €. Lösungen und Produkte für Füge- und Schweißaufgaben lieferte Systems verstärkt auch an mittelständische Unternehmen.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des KUKA Konzerns profitierten von den hohen Auftragseingängen in den Vorquartalen. Sie erhöhten sich auf insgesamt 2.095,7 Mio. €. Damit wurde der Wert aus 2013 von 1.774,5 Mio. € deutlich übertroffen. Die getätigten Akquisitionen (Alema und Reis Gruppe) erzielten hierbei Umsatzerlöse von 135,8 Mio. €, d. h. auch bei den Umsätzen konnte organisch mit 1.959,9 Mio. € ein neues Allzeithoch erreicht, und der Vorjahresvergleichswert um 10,4% gesteigert werden. Auch hier trugen beide Geschäftsbereiche jeweils mit Bestwerten bei.

KUKA Robotics konnte erneut seine Umsatzerlöse auf jetzt 834,6 Mio. € steigern. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der Umsatz um 10,7% (2013: 754,1 Mio. €). KUKA Robotics berichtet damit im sechsten Jahr in Folge über einen Anstieg der Umsatzerlöse. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate seit 2010 liegt bei 13,9%. Noch stärker fiel der Zuwachs in Asien aus. Der Fokus von KUKA auf China und den asiatischen Markt mit dem Aufbau einer eigenen Fertigung in Shanghai führte dazu, dass in dieser Region seit 2010 eine durchschnittliche Wachstumsrate von 59,5% erzielt werden konnte.

KUKA Systems konnte in 2014 zum dritten Mal in Folge Umsätze über der 1-Milliarden-€-Marke erzielen. Mit Umsatzerlösen in Höhe von 1.285,6 Mio. € konnte das Segment eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (2013: 1.045,9 Mio. €) von 22,9% erzielen. Die Reis Gruppe und Alema trugen mit 135,8 Mio. € zum Gesamtumsatz im Segment bei. Damit konnte Systems organisch Umsatzerlöse in Höhe von 1.149,8 Mio. € verbuchen und liegt somit auch in dieser Betrachtung um 103,9 Mio. € oder 9,9% über dem Vorjahreswert.

Book-to-Bill-Ratio und Auftragsbestand

Die Book-to-Bill-Ratio, d.h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, liegt im Konzern mit 1,06 wie im Vorjahr über 1 und signalisiert damit eine gute Auslastung. Im Geschäftsbereich Robotics lag das Verhältnis bei 0,97 (Vorjahr: 1,05) was insbesondere durch den sehr starken Umsatz im zweiten Halbjahr sowie durch die Verzögerung der Auftragsvergabe bei einigen größeren Losen begründet ist. Im Geschäftsbereich Systems beträgt die Book-to-Bill-Ratio 1,13 und liegt damit über dem schon guten Vorjahreswert von 1,06.

Der Auftragsbestand des KUKA Konzerns erreichte zum Jahresende 2014 einen Wert von 1.702,5 Mio. €. Gegenüber dem Stichtagswert des Vorjahres stieg dieser um 71,7% (2013: 991,6 Mio. €). Die Unternehmenserwerbe (Reis Gruppe, Alema, Faude, Swisslog Gruppe) steuern hierzu 642,6 Mio. € bei. Dieser anorganische Anstieg entfällt mit über 500 Mio. € auf die Swisslog Gruppe, welche beim Auftragsbestand - im Gegensatz zu Umsatz, Ergebnis und Auftragseingang - bereits zum Ende 2014 aufgrund der stichtagsbezogenen Betrachtung des Auftragsbestandes berücksichtigt wird. Auch organisch konnte der Vorjahreswert mit 1.059,9 Mio. € um 6,9% gesteigert werden. Der hohe Auftragsbestand sichert für das Geschäftsjahr 2015 und teilweise auch bereits für 2016 eine hohe Auslastung.

KUKA Robotics verfügte zum Jahresende über einen Auftragsbestand (ohne Berücksichtigung von Rahmenverträgen aus der Automobilindustrie) von 241,5 Mio. € (31. Dezember 2013: 280,7 Mio. €).

Der Auftragsbestand von KUKA Systems stieg deutlich auf 955,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 714,4 Mio. €. KUKA Systems erreichte damit einen neuen Rekordwert. Hierbei entfielen 125,4 Mio. € auf die Reis Gruppe, Alema und Faude, sodass der Auftragsbestand auch organisch mit 830,0 Mio. € deutlich über dem Vorjahr liegt. Die neuen Rekordwerte bei dieser Kennzahl werden sich aufgrund der im Projektgeschäft zeitlich verzögerten Umsatzgenerierung 2015 und teilweise 2016 in den Umsätzen niederschlagen.

EBIT und EBITDA

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im KUKA Konzern konnte zum dritten Mal in Folge die 100-Milllonen-€-Schwelle überschreiten und stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 21,6 Mio. € oder 17,9% auf 142,0 Mio. €. Die um die Effekte aus den Unternehmenserwerben bereinigte EBIT-Marge lag bei 7,9% (2013: 6,8%). Dieser überproportionale Anstieg ist neben Skaleneffekten auch auf die getroffenen Maßnahmen zur nachhaltigen Effizienzsteigerung zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der Unternehmenserwerbe ergibt sich für den Gesamtkonzern eine EBIT-Marge auf Vorjahresniveau (6,8%). Besonders hervorzuheben ist hier die erfreuliche Entwicklung der Reis Gruppe. Die nach der Übernahme erfolgte Integration in die KUKA Gruppe konnte erfolgreich abgeschlossen werden, das zunächst verhaltene Vertrauen der Kunden konnte wieder hergestellt und gestärkt werden, und alle wesentlichen Kennzahlen weisen deutliche Zuwachsraten aus. Für die Reis Gruppe wurde, wie geplant, ab dem dritten Quartal der Turnaround auf EBIT-Ebene geschafft. Korrespondierend mit der Entwicklung des EBIT wuchs auch das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) auf 184,9 Mio. € (2013: 158,4 Mio. €).

KUKA Robotics konnte mit einem EBIT in Höhe von 89,5 Mio. € im Jahr 2014 das Vorjahresniveau von 77,1 Mio. € deutlich erhöhen. Die EBIT-Marge liegt mit 10,7% ebenfalls klar über dem Vorjahr (2013: 10,2%). Das EBITDA von Robotics erhöhte sich entsprechend der Entwicklung beim EBIT von 101,9 Mio. € im Jahr 2013 auf den neuen Rekordwert von 112,0 Mio. € im Berichtsjahr. Die EBITDA-Marge ist mit 13,4% fast auf Vorjahresniveau.

KUKA Systems entwickelte sich sehr positiv und erwirtschaftete 2014 ein EBIT in Höhe von 80,2 Mio. € (2013: 60,8 Mio. €) obwohl der Beitrag der Unternehmenserwerbe im Geschäftsbereich beim EBIT insgesamt noch negativ war. Die EBIT-Marge betrug 6,2 % - ein Anstieg um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Organisch konnte Systems auf das Gesamtjahr gesehen eine EBIT-Marge von 7,6% verzeichnen und damit den Vorjahreswert deutlich übertreffen. Dieser Anstieg ist überwiegend auf verbesserte Prozessstrukturen, den Ausbau der Kompetenzzentren in Ländern mit niedrigerer Kostenstruktur sowie die hohe Auslastung aufgrund der guten Nachfrage zurückzuführen. Das EBITDA von Systems erhöhte sich gleichlaufend mit der Entwicklung beim EBIT von 71,0 Mio. € im Jahr 2013 auf den neuen Rekordwert 97,4 Mio. € im Berichtsjahr. Die EBITDA-Marge des Bereichs ist von 6,8% im Jahr 2013 auf 7,6% im Jahr 2014 angestiegen.

EBIT UND EBITDA (KONZERN, ROBOTICS, SYSTEMS)

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EBIT

in Mio. €
2010 2011 2012 2013 Konzern 2014 Akquisitionen 2014 organisch 2014
Konzern 24,8 72,6 109,8 120,4 142,0 -12,5 154,5
in % der Umsatzerlöse 2,3 5,1 6,3 6,8 6,8 -9,2 7,9
Robotics 20,8 51,0 80,2 77,1 89,5 - -
in % der Umsatzerlöse 4,8 8,3 10,8 10,2 10,7 - -
Systems 20,0 33,7 47,7 60,8 80,2 -7,3 87,5
in % der Umsatzerlöse 2,9 4,0 4,7 5,8 6,2 -5,4 7,6

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EBITDA

in Mio. €
2010 2011 2012 2013 Konzern 2014 Akquisitionen 2014 organisch 2014
Konzern 47,0 98,7 138,5 158,4 184,9 -7,3 192,2
in % der Umsatzerlöse 4,4 6,9 8,0 8,9 8,8 -5,4 9,8
Robotics 30,4 64,5 95,9 101,9 112,0 - -
in % der Umsatzerlöse 7,0 10,5 12,9 13,5 13,4 - -
Systems 29,5 43,0 57,8 71,0 97,4 -2,1 99,5
in % der Umsatzerlöse 4,2 5,1 5,6 6,8 7,6 -1,5 8,7

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Gesamtaussage

Das Jahr 2014 war für KUKA erneut sehr erfolgreich. Dabei konnten alle wesentlichen Kennzahlen auch organisch - d. h. ohne den jeweiligen Beitrag der 2014 getätigten Akquisitionen - überzeugen. Beide Geschäftsbereiche, Systems und Robotics, erzielten neue Rekordwerte. Auftragseingang und Umsatz lagen erstmals über der Marke von 2 Mrd. €, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt auf historisch höchstem Niveau, so dass das Geschäftsjahr 2014 insgesamt uneingeschränkt als erfolgreich bezeichnet werden kann.

Anfang des Jahres übernahm KUKA die Reis Gruppe sowie die ALEMA Automation SAS, Frankreich. Beide Erwerbe sind mit ihrem anteiligen Ergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und bereits erfolgreich in die KUKA Organisation integriert. Die Reis Gruppe schaffte wie prognostiziert den Turnaround im dritten Quartal und durch die Akquisition der Alema konnte der Zugang zur Luftfahrtindustrie deutlich verbessert werden. Das Ende des Jahres erworbene Unternehmen Faude Automatisierungstechnik GmbH sowie die Swisslog Gruppe hatte 2014 noch keinen Einfluss auf die Ergebniszahlen, werden aber nach erfolgter Integration in Zukunft ebenso wertvolle Beiträge zum Unternehmenserfolg liefern können. Damit geht KUKA konsequent den Weg zum globalen Anbieter integrierter Automationslösungen für eine Vielzahl von Branchen weiter.

Ertragslage

Im Berichtsjahr verzeichnete der KUKA Konzern Auftragseingänge in Höhe von 2.229,0 Mio. € - eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert (2013:1.881,9 Mio. €). Die 2014 getätigten Unternehmenserwerbe trugen 184,2 Mio. €zu diesem Ergebnis bei. Damit konnte KUKA auch organisch 2014 mit 2.044,8 Mio. € sowohl den Vorjahreswert als auch den bisherigen Rekordwert aus 2012 von 1.889,6 Mio. € übertreffen.

Umsatzerlöse über 2,0 Mrd. €

Die Umsatzerlöse erhöhten sich auf insgesamt 2.095,7 Mio. € . Dies bedeutet nicht nur, dass der Wert aus 2013 von 1.774,5 Mio. € überboten werden konnte, sondern auch, dass die ausgegebene Guidance von 2,0 Mrd. € deutlich erfüllt wurde. Die getätigten Akquisitionen erzielten hierbei Umsatzerlöse von 135,8 Mio. €, d.h. auch bei den Umsätzen konnte organisch mit 1.959,9 Mio. € ein neues Allzeithoch erreicht werden. Der Vorjahresvergleichswert wurde um 185,4 Mio. € oder 10,4% übertroffen. Ein ähnliches Bild ergibt die Betrachtung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT). Der Vorjahresrekordwert in Höhe von 120,4 Mio. € wurde mit insgesamt 142,0 Mio. € um 17,9% übertroffen. Der Ergebnisbeitrag der Unternehmenserwerbe ist hier, vor allem durch die Integration der Reis Gruppe, noch negativ. Allerdings wurde wie berichtet bei Reis der Turnaround auf Quartalsbasis ab dem dritten Quartal 2014 erzielt, sodass die Akquisitionen im zweiten Halbjahr 2014 insgesamt einen positiven Beitrag zum EBIT liefern konnten. Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kauf der Swisslog Gruppe in Höhe von 5,2 Mio. € haben das EBIT belastet.

KENNZAHLEN KUKA KONZERN

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in Mio. € 2010 2011 2012 2013 Konzern 2014 Akquisitionen 2014 organisch 2014
Auftragseingänge 1.142,3 1.553,0 1.889,6 1.881,9 2.229,0 184,2 2.044,8
Auftragsbestand 630,5 724,0 909,4 991,6 1.702,5 642,6 1.059,9
Umsatzerlöse 1.078,6 1.435,6 1.739,2 1.774,5 2.095,7 135,8 1.959,9
EBIT 24,8 72,6 109,8 120,4 142,0 -12,5 154,5
% vom Umsatz 2,3 5,1 6,3 6,8 6,8 -9,2 7,9
% vom Capital Employed (ROCE) 7,9 21,8 32,3 36,9 28,9 -7,5 47,5
EBITDA 47,0 98,7 138,5 158,4 184,9 -7,3 192,2
% vom Umsatz 4,4 6,9 8,0 8,9 8,8 -5,4 9,8
(durchschnittliches) Capital Employed 312,5 332,9 339,8 326,2 492,0 167,0 325,0
Mitarbeiter* (31.12. ) 5.990 6.589 7.264 7.990 12.102 3.488 8.614

* Die Mitarbeiterzahlen basieren im gesamten Geschäftsbericht auf FTE-Berechnungen (Full Time Equivalent).

Der Geschäftsbereich Robotics kann 2014 zum sechsten Mal in Folge über Steigerungen seiner Umsatzerlöse berichten. So konnte das sehr hohe Niveau des Vorjahres von 754,1 Mio. € abermals um 10,7% auf jetzt 834,6 Mio. € erhöht werden. KUKA treibt diese Entwicklung u.a. durch das Ende 2013 fertiggestellte Fabrikationsgebäude in Shanghai/China und der damit verbundenen verstärkten Marktpräsenz in Asien weiter voran. Besonders erfreulich ist zudem, dass das Wachstum in allen drei Bereichen - Automotive, General Industry und Service - zu beobachten ist. Auch der Auftragseingang von 793,5 Mio. € aus 2013 konnte 2014 mit 805,5 Mio. € übertroffen werden. Zum Jahresende weist der Geschäftsbereich insgesamt einen Auftragsbestand von 241,5 Mio. € (31. Dezember 2013: 280,7 Mio. €) aus.

Auch der Geschäftsbereich Systems wartet ein weiteres Mal mit Rekordumsätzen auf. 2014 konnten erneut Umsätze über der 1-Milliarden-€-Marke generiert werden. Mit Umsatzerlösen in Höhe von 1.285,66 konnte das Segment eine deutliche Steigerung von nochmals 22,9% gegenüber dem Vorjahr (2013:1.045,9 Mio. € ) erzielen. Die 2014 getätigten Unternehmenserwerbe trugen mit 135,8 Mio. € zum Gesamtumsatz im Segment bei. Damit konnte Systems organisch Umsatzerlöse in Höhe von 1.149,8 Mio. € verbuchen und liegt somit auch in dieser Betrachtung um 103,9 Mio. € oder 9,9 % über dem Vorjahreswert. Die Auftragslage des Bereichs - mit Auftragseingängen in Höhe von 1.456,0 Mio. € (2013: 1.111,6 Mio. €) - stellt sich dabei nach wie vor überaus positiv dar. Hierzu konnten die Reis Gruppe und Alema insgesamt 184,2 Mio. € beitragen. Im Jahresverlauf verbesserten sich Auftragslage und Ertragssituation von Reis beständig. Die mit dem Zukauf von Alema verbundenen Wettbewerbsvorteile trugen maßgeblich dazu bei, große Aufträge in der Luftfahrtindustrie zu gewinnen. Auch organisch konnte das Segment Systems mit 1.271,8 Mio. € das Vorjahr um 14,4% übertreffen. Zum Jahresende betrug der Auftragsbestand 955,4 Mio. € (31. Dezember 2013: 714,4 Mio. €). Hierbei entfielen 125,4 Mio. € auf Unternehmenserwerbe im Geschäftsjahr, sodass der Auftragsbestand auch organisch mit 830,0 Mio. € deutlich über dem Vorjahr liegt. Die neuen Rekordwerte bei dieser Kennzahl werden sich aufgrund der im Projektgeschäft zeitlich verzögerten Umsatzgenerierung 2015 und teilweise 2016 niederschlagen.

Verglichen mit dem schon signifikanten Anstieg der Umsätze konnte das Bruttoergebnis, also die Umsätze abzüglich der Umsatzkosten, im KUKA Konzern überproportional von 438,5 Mio. € (2013) auf 525,5 Mio. € (2014) gesteigert werden - dies entspricht einer Erhöhung von 19,8%.

Nach Abzug des Bruttoergebnisses von 23,8 Mio. €, welches von den Erwerben beigesteuert wurde, verbleibt auch organisch mit 501,7 Mio. € ein Anstieg von 63,2 Mio. € oder 14,4%. Die Konzern-Bruttomarge, d. h. das Bruttoergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, konnte von 24,7% auf 25,1% gesteigert werden. Zum Anstieg der Bruttomarge haben beide Geschäftsbereiche beigetragen.

Der Geschäftsbereich Robotics erzielte ein Bruttoergebnis von 309,3 Mio. € und verzeichnete somit einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2013: 271,4) von 37,9 Mio. €. Gleichzeitig konnte die Bruttomarge im Jahresvergleich nochmal auf nunmehr 37,1% (2013: 36,0%) gesteigert werden. Die Verbesserung resultiert aus einem gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte niedrigeren Materialeinsatz, der sich u.a. aus der konsequenten Fokussierung auf Design-to-Cost-Maßnahmen, der weiter ansteigenden Bedeutung der KRC4 Robotersteuerungsgeneration sowie den Umsatzanteil mit dem AGILUS zurückzuführen ist. Gegenläufige Effekte, insbesondere aus Personalkostensteigerungen, konnten dabei deutlich überkompensiert werden.

KENNZAHLEN KUKA ROBOTICS

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in Mio. € 2010 2011 2012 2013 2014
Auftragseingänge 486,2 654,4 803,1 793,5 805,5
Auftragsbestand 149,0 184,4 248,7 280,7 241,5
Umsatzerlöse 435,7 616,3 742,6 754,1 834,6
EBIT 20,8 51,0 80,2 77,1 89,5
% vom Umsatz 4,8 8,3 10,8 10,2 10,7
% vom Capital Employed (ROCE) 16,1 38,3 57,2 49,6 53,5
EBITDA 30,4 64,5 95,9 101,9 112,0
% vom Umsatz 7,0 10,5 12,9 13,5 13,4
Capital Employed 129,1 133,2 140,2 155,6 167,3
Mitarbeiter (31.12.) 2.347 2.753 3.180 3.416 3.644

Der Geschäftsbereich Systems konnte das Bruttoergebnis im Jahresvergleich von 150,0 Mio. € auf 213,6 Mio. € und damit um 63,6 Mio. € oder 42,4% erhöhen. Unter der Berücksichtigung des Bruttoergebnisses von 23,8 Mio. € durch Alema und die Reis Gruppe verbleibt ein organisches Wachstum auf 189,8 Mio. € oder ein Anstieg von 26,5% gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge lag mit und ohne Berücksichtigung des Beitrags der Akquisitionen merklich über dem Niveau des Vorjahres (14,3%). Auch im Bereich Systems konnte der Anstieg der Lohn- und Gehaltskosten durch die Verbesserung des Materialeinsatzes überkompensiert werden, so dass sich die Bruttomarge positiv entwickelte. Hervorzuheben ist die Entwicklung im nordamerikanischen Raum. Hier sehen wir aufgrund der guten gesamtwirtschaftlichen Lage, insbesondere verglichen mit dem stagnierenden bzw. leicht rückläufigen Auftragseingang in Europa, deutliche Zuwächse im Auftragseingang, beim Umsatz sowie bei der Margenqualität. Hierzu hat auch die 2013 getätigte Akquisition der Utica Enterprise, USA, beigetragen. Diese zeigt sich nunmehr, nachdem die Abläufe, Strukturen und Mitarbeiter vollständig in die KUKA integriert sind, als Erfolg.

KENNZAHLEN KUKA SYSTEMS

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in Mio. € 2010 2011 2012 2013 Systems gesamt 2014 Akquisitionen 2014 organisch 2014
Auftragseingänge 716,8 916,6 1.115,1 1.111,6 1.456,0 184,2 1.271,8
Auftragsbestand 500,0 545,0 666,1 714,4 955,4 125,4 830,0
Umsatzerlöse 695,3 850,7 1.025,3 1.045,9 1.285,6 135,8 1.149,8
EBIT 20,0 33,7 47,7 60,8 80,2 7,3 87,5
% vom Umsatz 2,9 4,0 4,7 5,8 6,2 -5,4 7,6
% vom Capital Employed (ROCE) 10,4 16,1 23,8 43,0 67,9 -58,9 82,8
EBITDA 29,5 43,0 57,8 71,0 97,4 -2,1 99,5
% vom Umsatz 4,2 5,1 5,6 6,8 7,6 -1,5 8,7
Capital Employed 192,4 209,6 200,5 141,5 118,1 12,4 105,7
Mitarbeiter (31.12.) 3.456 3.643 3.902 4.362 5.810 1.119 4.691

Die Funktionskosten, d. h. die Kosten aus Verwaltung und Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung des KUKA Konzerns, stiegen im Jahresvergleich von 299,9 Mio. € (2013) auf 372,7 Mio. € (2014). Damit summieren sich die Funktionskosten auf 17,8% (2013: 16,9%) der Umsatzerlöse. Der Anstieg der Vertriebskosten, sowohl absolut (2013: 130,2 Mio. €; 2014: 161,0 Mio. €) als auch relativ (2013: 7,3%; 2014: 1,1%) ist u.a. auf den Erwerb der Reis Gruppe und Alema sowie auf die Divisionalisierung und die damit verbundene breitere Aufstellung des Vertriebs im Geschäftsbereich Robotics zurückzuführen. Auch erfordert das angestrebte weitere Wachstum im Bereich General Industry eine Stärkung der Vertriebsmannschaft. Zum Stichtag sind (ohne Swisslog) 919 Mitarbeiter des Konzerns im Vertrieb beschäftigt. Dies entspricht einem planmäßigen Aufbau von 175 Mitarbeitern im Vergleich zum 31. Dezember 2013. KUKA stärkt jedoch nicht nur die eigene Vertriebsstruktur, sondern arbeitet in wichtigen Märkten auch eng mit Partnern zusammen. So wurde zur Unterstützung der globalen Vertriebsstruktur in China mit der Jiangsu Yawei Machine-Tool Co., Ltd., China, ein Joint Venture unter dem Namen Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co., Ltd., gegründet. Die Erteilung der Geschäftslizenz durch chinesische Behörden erfolgte Ende September 2014. Durch das Joint Venture erschließt sich KUKA einen weiteren Zugang zum asiatischen Wachstumsmarkt.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen 2014 bei 78,2 Mio. € , d. h. um 18,5 Mio. € über dem Vorjahreswert von 59,7 Mio. €. Basierend auf der entwickelten Strategie und nachhaltig verfolgten technologischen Ausrichtung des Konzerns werden die Investitionen in Weiterentwicklungen und in neue und zukunftsweisende Technologien vorangetrieben. Im Geschäftsjahr verfolgte die KUKA neben einer Reihe weiterer Innovationen insbesondere folgende Schwerpunktthemen:

Weiterentwicklung der Steuerungssoftware KUKA Sunrise (Version Vi.5 wurde den Kunden bereits erfolgreich vorgestellt)
Weiter- und Applikationsentwicklung des LBR iiwa
Automatisierungslösungen zur effizienteren Fertigungskoordination im Anlagenbau
Entwicklung des KR FORTEC, einer neuen Roboter Schwerlast-Serie für Traglasten zwischen 360 und 600 kg
Applikationen im Bereich der mobilen Robotik
Anwendungs-Know-how im Bereich Aerospace - beispielsweise konnte eine mobile Plattform mit zwei kollaborativen Robotern zum Setzen von Nieten im Flugzeugbau erfolgreich implementiert werden
Entwicklung der neuen Reibschweißmaschine "Genius"

Für weitere Details verweisen wir auf den Bereich F&E in diesem Lagebericht.

Um die Vielfalt der Projekte voranzubringen und zeitnah marktfähige Produkte zu entwickeln, erfolgt im Bereich Forschung und Entwicklung ein planmäßiger Personalaufbau. Zum Stichtag waren hier (ohne Swisslog) 470 Mitarbeiter beschäftigt. Damit konnte KUKA, trotz des in diesem Bereich hochspezialisierten und engen Arbeitsmarktes seit dem 31. Dezember 2013 110 Mitarbeiter hinzugewinnen. Gleichzeitig erhöhten sich die Aufwendungen für die gesellschaftsübergreifende Koordination der verschiedenen Entwicklungslinien, den patentrechtlichen Schutz sowie die indirekten Aufwendungen im Zusammenhang mit der höheren Mitarbeiteranzahl (z. B. Gebäudemiete, Einarbeitung der neuen Kollegen). Auch der Bereich Systems hat im Geschäftsjahr verstärkt in nicht projektbezogene Forschung und Entwicklung investiert. Verglichen mit dem Vorjahr hat der Bereich einen deutlichen Anstieg der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von 3,1 Mio. € auf 11,8 Mio. € zu verzeichnen. Daneben wurde 2014 aufgrund der internationalen Rechnungslegungsvorschriften intensiv an nicht selbstständig aktivierbaren Softwarefeatures gearbeitet. Die sich daraus ergebende niedrigere Aktivierung (2014: 6,8 Mio. €; 2013: 9,1 Mio. €) schlägt sich in höheren Aufwendungen im Berichtsjahr nieder. Die in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfassten Abschreibungen betragen 9,6 Mio. € und liegen damit um 4,0 Mio. € unter dem Vorjahreswert (2013: 13,6 Mio. €). Dies resultiert im Wesentlichen daraus, dass das Vorjahr ganzjährig mit planmäßigen Abschreibungen aus einem Entwicklungsprojekt belastet war; diese Abschreibungen sind nunmehr ausgelaufen. Neben der eigenen Entwicklungstätigkeit verstärkt KUKA auch im Bereich der Entwicklung die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen. Beispielsweise beteiligte sich die KUKA im Februar 2014 an der auf Roboter-Hardware, -Software und -Design spezialisierten KBee AG, München. Die Gesellschaft wird auf Basis des anteiligen Eigenkapitals in den KUKA Konzernabschluss einbezogen. Hieraus ist 2014 ein Aufwand in Höhe von 2,6 Mio. € entstanden, der als Ergebnis von at-Equity bewerteten Unternehmen ausgewiesen wird.

Die Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf 133,5 Mio. € und damit 6,4% (2013: 6,2%) der Umsatzerlöse. Hierbei machten sich, neben den Integrationsmaßnahmen für Alema und der Reis Gruppe, zum Ende des Jahres Beratungskosten im Zusammenhang mit der Übernahme der Swisslog Holding AG in Höhe von 5,2 Mio. € bemerkbar. Ohne diese Effekte bewegt sich die Verwaltungskostenquote in etwa auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres.

Die sonstigen Aufwendungen und Erträge summieren sich zu einem negativen Saldo von 12,0 Mio. € (2013: 24,9 Mio. €). Sie enthalten unter anderem Aufwendungen und Erträge aus Währungsgeschäften und Währungssicherungen (Saldo in 2014: -5,7 Mio. €, 2013: -15,6 Mio. €), hier vor allem aus CNY, JPY und USD.

EBIT Marge übertrifft angehobene Guidance

Die oben beschriebene positive Entwicklung, insbesondere das höhere Bruttoergebnis des KUKA Konzerns, findet unmittelbar Eingang in das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das EBIT konnte um 21,6 Mio. € oder 17,9 % auf 142,0 Mio. € verbessert werden. Der Ergebnisbeitrag der Akquisitionen war - auch unter Einbezug der mit dem Kaufangebot der Swisslog Gruppe verbundenen Beratungskosten - auf das Gesamtjahr gesehen noch negativ. Im zweiten Halbjahr ist insbesondere bei der Reis Gruppe der Turnaround geglückt, und es konnte ein leicht positives EBIT verzeichnet werden. Die bei Erwerb der Reis Gruppe identifizierten Maßnahmen zur Verbesserungen der Ertragssituation wurden planmäßig vorangetrieben und zeigen zunehmend positive Effekte. Diese gilt es nun weiter zu stabilisieren und auszubauen. Die EBIT-Marge des KUKA Konzerns konnte im Laufe des Geschäftsjahres kontinuierlich gesteigert werden und beträgt für 2014 nunmehr 6,8% (2013: 6,8%). Damit konnte der Vorjahresvergleichswert - welcher den höchsten der acht vorangegangenen Jahre darstellte - trotz der besonders im ersten Halbjahr noch margenschwächeren Unternehmenserwerbe und der oben beschriebenen Einmalbelastung erreicht werden. Die Guidance konnte im Laufe des Jahres von ursprünglich 6,0% auf 6,5% bei Erreichung des vorgegebenen Umsatzziels von 2,0 Mrd. € angehoben werden und wurde letztlich nochmals um 0,3 Prozentpunkte übertroffen.

Der Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist auf beide Geschäftsbereiche - Robotics und Systems - zurückzuführen. Systems entwickelte sich sehr positiv und erwirtschaftete 2014 ein EBIT in Höhe von 80,2 Mio. € (2013: 60,8 Mio. €). Die Steigerung ist umso bemerkenswerter da, auf das Gesamtjahr gesehen, der EBIT-Beitrag der Unternehmenserwerbe im Segment insgesamt noch negativ war. Die EBIT-Marge betrug 6,2% - ein leichter Anstieg um 0,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Organisch konnte Systems auf das Gesamtjahr gesehen eine EBIT-Marge von 7,6% verzeichnen und damit den Vorjahreswert deutlich übertreffen.

Der Geschäftsbereich Robotics konnte mit einem EBIT in Höhe von 89,5 Mio. € im Jahr 2014 das Vorjahresniveau von 77,1 Mio. €. um 16,1% erhöhen. Auch der noch stärkere Vergleichswert aus 2012 in Höhe von 80,2 Mio. € konnte deutlich um 9,3 Mio. € oder 11,6% übertroffen werden. Die EBIT-Marge beträgt 10,7% (2013: 10,2%) und lässt damit ebenfalls den Vergleichswert des letzten Jahres hinter sich.

Korrespondierend mit der Entwicklung des EBIT wuchs auch das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) auf 184,9 Mio. € (2013: 158,4 Mio. €) und damit ebenfalls auf einen neuen Rekordwert. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Abschreibungen in Höhe von 42,9 Mio. € (2013: 38,0 Mio. €) verbucht. Diese entfallen mit 22,5 Mio. € (2013: 24,8 Mio. €) auf Robotics, mit 17,1 Mio. € (2013: 10,2 Mio. €) auf Systems sowie mit 3,3 Mio. € (2013: 3,2 Mio. €) auf den sonstigen Bereich. Der Anstieg der Abschreibungen bei Systems steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben. Damit ergeben sich im EBITDA sowohl bei Robotics mit 112,0 Mio. € (2013: 101,9 Mio. €) als auch bei Systems mit 97,4 Mio. € (2013: 71,0 Mio. €) deutliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Im Konzern beträgt die EBITDA-Marge 8,8% (Vorjahr: 8,9%) bzw. organisch 9,8%. Die EBITDA-Marge bei Robotics beläuft sich auf 13,4% (Vorjahr: 13,5%) und bei Systems auf 7,6% (Vorjahr: 6,8%).

Finanzergebnis durch Einmaleffekte belastet

Das laufende Finanzergebnis hat sich verglichen mit dem Vorjahr von -13,1 Mio. € in 2013 auf -7,2 Mio. € in 2014 verbessert.

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in Mio. € 2013 2014
Zinserträge aus Finanzierungsleasing 6,5 6,2
Übrige Zinsen und ähnliche Erträge 2,3 2,5
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,8 8,7
Avalprovisionen 1,5 0,7
Zinsaufwand aus der Wandelanleihe 4,1 6,8
Laufender Zinsaufwand aus der Unternehrnensanleihe 17,5 5,6
Aufwand Konsortialkreditvertrag 1,3 0,4
In das Betriebsergebnis umgegliederte Finanzierungskosten -6,9 -3,5
Nettozinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen 2,4 2,7
Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2,0 3,2
Laufende sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21,9 15,9
Laufendes Finanzergebnis -13,1 -7,2
Aufwand aus vorzeitiger Beendigung des alten Konsortialkreditvertrags 0,4 -
Zinsaufwand aus Rückkauf von Anteilen der Unternehmensanleihe 6,5 17,7
Einmalige sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6,9 17,7
Finanzergebnis -20,0 -24,9

Die Zinserträge belaufen sich auf 8,7 Mio. € (2013: 8,8 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Geldanlagen bei Banken, Erträgen aus kurzfristig in Commercial Papers angelegten liquiden Mitteln und Erträgen im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing.

Insgesamt sind im Berichtsjahr 0,7 Mio. € (2013: 1,5 Mio. €) an Avalprovisionen angefallen. Für die 2013 begebene Wandelschuldverschreibung ist ein Betrag von 6,8 Mio. € (2013: 4,1 Mio. € ) im Zinsergebnis berücksichtigt. Die im November 2010 begebene Hochzinsanleihe wurde im Mai 2014 vorzeitig vollständig getilgt. Durch die Differenz zwischen Rückkaufwert und Buchwert entstand eine einmalige Belastung in Höhe von 17,7 Mio. €. Dieser Effekt wird durch die Einsparungen zukünftiger Zinszahlungen in Höhe von nominal 8,75% auf das zum Zeitpunkt der Tilgung noch ausstehende Nominalvolumen von 140,4 Mio. € in den kommenden Jahren (ursprüngliche Laufzeit bis November 2017) deutlich überkompensiert werden. Laufende Zinsen bis zum Rückkauf der Anleihe sind mit 5,6 Mio. € (2013: 17,5 Mio. €) erfasst. Aufgrund von Rechnungslegungsvorschriften mussten Finanzierungszinsen aus dem Zinsergebnis in Höhe von 3,5 Mio. € (2013: 6,9 Mio. €) in das Betriebsergebnis umgegliedert bzw. unter den selbsterstellten Immateriellen Vermögenswerten aktiviert werden. Der Nettozinsaufwand für Pensionen betrug 2,7 Mio. € (2013: 2,4 Mio. €).

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt 113,3 Mio. € (2013: 93,7 Mio. €). Der Steueraufwand des KUKA Konzerns betrug 2014 insgesamt 45,2 Mio. € (2013: 35,4 Mio. €). Die Steuerquote beträgt 39,9% und liegt damit um 2,1 Prozentpunkte über dem Vorjahr (2013: 37,8%). Der Anstieg der Steuerquote ist durch mehrere Einmaleffekte im Berichtsjahr, wie z. B. dem Einstieg der Voith Gruppe bei KUKA als neuer Großaktionär sowie nicht abzugsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben bedingt.

Anhebung der Dividende auf 0,40€ je Aktie

Das Ergebnis nach Steuern ist nunmehr im vierten Jahr in Folge positiv und konnte wiederum um 16,8% auf 68,1 Mio. € (Vorjahr: 58,3 Mio. €) gesteigert werden. Dieses Ergebnis ist aus zwei Gründen besonders hervorzuheben. Zum einen wurde analog zum EBIT auch das Ergebnis nach Steuern durch die 2014 getätigten Unternehmenserwerbe belastet. Zum anderen konnte, wie oben bei den Ausführungen zum Finanzergebnis gezeigt, das Ergebnis trotz der Einmalbelastung durch den Rückkauf der Unternehmensanleihe erhöht werden. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend von 1,72€ (2013) auf 1,99€ (2014). Dies ist eine Steigerung um 15,7%. Die im November durchgeführte Kapitalerhöhung (siehe Ausführungen zur Finanzlage) erhöht den gewichteten Durchschnitt der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Aktien von rund 33,9 Mio. Stück auf 34,2 Mio. Stück. Dadurch hat sich das Ergebnis je Aktie um 0,02€ reduziert. Da der Aktienkurs zum Bilanzstichtag über dem Wandlungspreis der Wandelschuldverschreibung liegt, bestehen zudem bedingt weitere 4.075.344 Aktien, so dass sich für die ersten neun Monate 2014 ein verwässertes Ergebnis je Aktie von 1,90€ ergibt (im Vorjahr lag kein Verwässerungseffekt vor). Bisher hat allerdings kein Gläubiger der Wandelschuldverschreibung von seinem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht.

Auf Grund der erfreulichen Entwicklung schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 0,40€ je Aktie zu zahlen. Für 2013 hatte die KUKA eine Dividende in Höhe von 0,30€ je Aktie gezahlt.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (VERKÜRZT)

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in Mio. € 2010 2011 2012 2013 Konzern 2014 Akquisitionen 2014 organisch 2014
Umsatzerlöse 1.078,6 1.435,6 1.739,2 1.774,5 2.095,7 135,8 1.959,9
EBIT 24,8 72,6 109,8 120,4 142,0 -12,5 154,5
EBITDA 47 98,7 138,5 158,4 184,9 -7,3 192,2
Finanzergebnis -22,1 -18,2 -12,8 -20,0 -24,9 -1,4 -23,5
Steuern vom Einkommen und Ertrag -4,1 -16,1 -34,1 -35,4 -45,2 -2,3 -42,9
Ergebnis nach Steuern -8,6 29,9 55,6 58,3 68,1 -16,9 85,0

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Im KUKA Konzern erfolgt das Finanzmanagement zentral durch die KUKA Aktiengesellschaft für alle Konzerngesellschaften. Akquirierte Gesellschaften werden in das Finanzmanagement des Konzerns eingebunden. Die Konzernfinanzierung sowie das Management der Zins- und Währungsrisiken werden zentral durch die KUKA Aktiengesellschaft gesteuert. Finanzierungs- und Anlagebedarfe der Konzerngesellschaften sowie die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsmanagement werden bei der KUKA Aktiengesellschaft gebündelt, die die erforderlichen internen und externen Finanzgeschäfte abschließt. Grundlage für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist ein einheitliches Planungs-, Berichts- und Meldesystem, in dem die konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken erfasst werden. Ziel des Zins- und Währungsmanagements ist es, die vorhandenen Risiken zu minimieren. Zur Absicherung von Risiken werden ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich grundgeschäftsbezogen bzw. auf Basis erwarteter Geschäfte abgeschlossen. KUKA hat für alle Konzerngesellschaften einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken im Finanzbereich erlassen. Diese Richtlinien wurden auch im Geschäftsjahr fortlaufend auf ihre Aktualität überprüft, optimiert und auch auf akquirierte Unternehmen übertragen.

Konzernfinanzierung und Liquiditätsausgleich

Die Finanzierungspolitik verfolgt das Ziel, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven und Avallinien zu verfügen, um die operativen und strategischen Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften sicherstellen zu können und darüber hinaus eine ausreichende Reserve zur Abfederung unvorhergesehener Ereignisse zur Verfügung zu haben. Die Ermittlung der Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Budget- und Finanzplanung und einer zwölf Planmonate umfassenden, monatlich rollierenden Liquiditätsplanung, die jeweils alle relevanten konsolidierten Konzerngesellschaften einbeziehen.

Die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns stellen die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften dar. Das Cash-Management der KUKA Aktiengesellschaft nutzt die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften, um den Liquiditätsbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Dieser zentrale konzerninterne Liquiditätsausgleich (Cash-Pooling) optimiert die Liquiditätsposition des Konzerns mit positivem Einfluss auf das Zinsergebnis.

Erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung

Im November 2014 hat der KUKA Konzern die Kapitalerhöhung unter Ausschluss der Bezugsrechte erfolgreich abgeschlossen und die Anzahl der neu auszugebenden Aktien auf 1.792.884 Stück festgelegt. Die neuen Aktien wurden ab dem 10. November 2014 an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie der Börse in München in die bestehende Notierung der KUKA Aktie einbezogen. Der Zahlungsmittelzufluss belief sich auf 86,6 Mio. €. Die Mittel wurden als Teil der Finanzierung des öffentlichen Kaufangebots an die Aktionäre der Swisslog Holding AG, Buchs (AG), eingesetzt.

Weitere Optimierung der Finanzierungsstruktur

Im Geschäftsjahr konnte der KUKA Konzern weitere Schritte zur Optimierung der Finanzierungsstruktur erfolgreich abschließen.

Durch die ausgezeichnete finanzielle Lage konnte die im November 2010 begebene Hochzinsanleihe im Mai 2014 vorzeitig vollständig getilgt werden. Wegen der Differenz zwischen Rückkaufwert und Buchwert entstand eine einmalige Belastung in Höhe von 17,7 Mio. €. Dieser Effekt wird durch die Einsparungen zukünftiger Zinszahlungen in Höhe von nominal 8,75% und damit insgesamt rund 50 Mio. € auf das zum Zeitpunkt der Tilgung noch ausstehende Nominalvolumen von 140,4 Mio. € in den kommenden Jahren (ursprüngliche Laufzeit bis November 2017) deutlich überkompensiert werden.

Die 2013 in zwei Tranchen begebene Wandelschuldverschreibung konnte 2014 ebenfalls von der hervorragenden Geschäftsentwicklung und Bonität des KUKA Konzerns profitieren und stellt weiterhin eine attraktive und profitable Anlage für die Investoren dar. Der Kurs lag mit 164,34% zum Jahresende deutlich über dem Ausgabepreis.

Daneben besteht weiterhin der Ende 2013 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit Laufzeit bis Dezember 2018. Der Konsortialkredit setzt sich aus einer Avallinie in Höhe von 110,0 Mio. € und einer Barlinie von 50,0 Mio. €, die auch als Avallinien beansprucht werden kann, zusammen. Der Konsortialkredit ist unbesichert und enthält nur die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln ("pari passu").

Neben der Avallinie aus dem Konsortialkredit bestehen über bilaterale Verträge mit verschiedenen Kautionsversicherungsgesellschaften weitere Avallinien zur Unterstützung des operativen Geschäfts. Ohne Berücksichtigung der Swisslog Kreditlinie (siehe unten) verfügt KUKA zum 31. Dezember 2014 über externe Avallinien von 199,0 Mio. € (2013: 182,8 Mio. €). Diese wurden in Höhe von 90,4 Mio. € (2013: 104,3 Mio. €) in Anspruch genommen. Die verbesserte Bonität des Konzerns ermöglichte es dem Finanzmanagement der KUKA Aktiengesellschaft, weitere Kunden zur Akzeptanz sogenannter Konzernavale zu bewegen. Bei diesen Avalen steht statt einer Bank die KUKA Aktiengesellschaft als Garant hinter dem Aval. Sie beanspruchen daher keine externen Avallinien und erhöhen den Spielraum in den bestehenden externen Avallinien.

Damit stehen dem KUKA Konzern zur Deckung der Finanzbedarfe im Wesentlichen folgende Bausteine zur Verfügung:

1) der im Dezember 2013 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag über 160,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis Dezember 2018. Innerhalb dieses Vertrags sind Barinanspruchnahmen bis zu einem Volumen von 50,0 Mio. € möglich.

2) die im Vorjahr über ein Gesamtvolumen von 150,0 Mio. € begebene Wandelschuldverschreibung

3) bilaterale Avallinien-Vereinbarungen mit Banken und Kautionsversicherern in Höhe von 89,0 Mio. € (Stand 31. Dezember 2014)

4) der mit dem Erwerb der Swisslog Gruppe übernommen Konsortialkreditvertrag über 130,0 Mio. CHF Avallinie, wovon 60,0 Mio. CHF auch als Barlinie genutzt werden können

Aus Sicht des Vorstands ist die Finanzierung des KUKA Konzerns durch die getroffenen Maßnahmen angemessen und langfristig gewährleistet und gibt den notwendigen Spielraum, um wichtige unternehmerische Entscheidungen zeitnah umzusetzen.

Weitere Anhebung durch Ratingagenturen

Die stabile Finanzlage spiegelt sich auch in der Beurteilung durch Ratingagenturen wider. Nach zwei Anhebungen des Ratings im Jahr 2013 haben sowohl Standard & Poor's (im zweiten Quartal 2014) als auch Moody's (im August 2014), vor allem aufgrund der nach dem Rückkauf der Unternehmensanleihe erneut verbesserten Finanzkennzahlen, die Ratingbewertung angehoben. Positiv bewertet wurde insbesondere auch die mit der Integration der Akquisitionen 2014 verbundene diversifizierte zusätzliche Markterschließung, vor allem in der General Industry (Logistik, Luftfahrt, Healthcare). Standard & Poor's erhöhte ihre Bewertung von "BB-, Ausblick positiv" auf "BB, Ausblick stabil". Moody's hob ihre Bewertung analog von "Ba3, Ausblick positiv" auf "Ba2 Ausblick stabil" an.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (VERKÜRZT)

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in Mio. € 2010 2011 2012 2013 Konzern 2014 Akquisitionen 2014 organisch 2014
Cash Earnings 23,4 65,9 92,4 115,3 127,3 -10,4 137,7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -24,8 36,4 117,9 221,0 167,0 -4,3 171,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit -12,5 -29,9 -40,8 -125,6 -365,5 -284,0 -81,5
Free Cashflow -37,3 6,5 77,1 95,4 -198,5 -288,3 89,8

Cash Earnings nochmals deutlich verbessert

Die Cash Earnings, die sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert um nichtzahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge, zusammensetzen, konnten nochmals deutlich verbessert werden. Der positive Wert aus 2013 in Höhe von 115,3 Mio. € konnte im Geschäftsjahr um 10,4% auf 127,3 Mio. € gesteigert werden. Dieser Effekt ist im Wesentlichen auf die Erhöhung des Ergebnis nach Steuern (2014: 68,1 Mio. €; 2013: 58,3 Mio. €) sowie dem unter den sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen erfassten Einmaleffekt aus dem Rückkauf der Unternehmensanleihe zurückzuführen. Weiterhin wurden die Cash Earnings durch das noch negative Ergebnis nach Steuern der Reis Gruppe sowie die Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Erwerb der Swisslog Gruppe belastet, sodass der Wert organisch mit 137,7 Mio. € deutlich höher liegt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des KUKA Konzerns sinkt auf 167,0 Mio. € (2013: 221,0 Mio. €). Hierzu trug vor allem der geschäftsverlaufsbedingte deutliche Anstieg des Trade Working Capitals bei. Dieses stellt sich zum Berichtsjahresende wie folgt dar:

TRADE WORKING CAPITAL

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in Mio. € 2010 2011 2012 2013 Konzern 2014 Akquisitionen 2014 organisch 2014
Vorräte abzüglich erhaltener Anzahlungen 109,0 128,3 126,9 133,9 194,1 44,2 149,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen 291,8 339,8 340,6 348,6 612,9 202,4 410,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen 188,2 260,6 231,7 304,4 522,2 179,6 342,6
Trade Working Capital 212,6 207,5 235,8 178,1 284,8 67,0 217,8

Insgesamt hat sich das Trade Working Capital um 106,7 Mio. € auf 284,8 Mio. € erhöht. Im Jahresvergleich war eine Erhöhung der Vorräte abzüglich erhaltener Anzahlungen (+60,2 Mio. € davon 44,2 Mio. € aus Akquisitionen) zu verzeichnen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen stiegen um 264,3 Mio. € auf 612,9 Mio. € (davon 202,4 Mio. € aus Akquisitionen), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Fertigungsaufträge unterproportional um 217,8 Mio. € auf 522,2 Mio. € (davon 179,6 Mio. € aus Akquisitionen). Insgesamt trugen die in 2014 getätigten Unternehmenserwerbe 67,0 Mio. € zur Erhöhung des Trade Working Capital und damit zur Reduzierung des operativen Cashflow bei.

Hohe Investitionstätigkeit

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 94,3 Mio. € (2013: 74,7 Mio. €) getätigt. Hier zeigen sich hohe Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie die verstärkte Investition in Sachanlagen. Der Buchwert von 2014 fertiggestellten eigenen Entwicklungsleistungen bzw. von Projekten, welche noch in der Aktivierungsphase sind, beträgt 15,2 Mio. € (2013: 18,1 Mio. €). (Zu den Entwicklungsschwerpunkten siehe Abschnitt "Forschung und Entwicklung", Seite 21 ff.).

INVESTITIONEN IN IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN

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in Mio. € 2010 2011 2012 2013 Konzern 2014 Akquisitionen 2014 organisch 2014
Konzern 15,4 30,3 42,8 74,7 94,3 3,9 90,4
davon Robotics 6,7 20,1 30,1 30,8 30,4 - 30,4
davon Systems 7,5 8,2 9,6 15,2 28,7 3,9 24,8

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 78,4 Mio. € (2013: 57,0 Mio. €) und entfielen neben technische Anlagen und Maschinen (2014: 12,2 Mio. €, 2013: 14,6 Mio. €), auf andere Anlagen/Betriebs- und Geschäftsausstattung (2014: 13,4 Mio. €, 2013: 10,1 Mio. €) und auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (2014: 41,3 Mio. €; 2013: 27,6 Mio. €).

Nach Geschäftsbereichen teilten sich die Investitionen 2014 folgendermaßen auf: Im Geschäftsbereich Robotics betrug der entsprechende Wert 30,4 Mio. € (2013: 30,8 Mio. €). Neben den oben beschriebenen aktivierten Entwicklungsleistungen wurde überwiegend in technische Anlagen und Maschinen investiert. Im Geschäftsbereich Systems waren Zugänge von 28,7 Mio. € (2013: 15,2 Mio. €) zu verzeichnen. Hier handelt es sich unter anderem um eine Softwareerweiterung, um technische Anlagen, sowie um Betriebs- und Geschäftsausstattung. Auf die Unternehmenserwerbe aus 2014 entfielen dabei 3,9 Mio. €. Diese stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Produktions- und Verwaltungsgebäudes bei Alema in Bordeaux, Frankreich. Mit dieser Investition wird die Integration der Gesellschaft weiter vorangetrieben und die Standortbedingungen weiter optimiert. Die Investitionen der KUKA Aktiengesellschaft betrugen 35,2 Mio. € (2013: 28,7 Mio. €) und betrafen überwiegend Anzahlungen und Anlagen für das sich in Augsburg im Bau befindliche Entwicklungs- und Technologiezentrum, welches planmäßig in der zweiten Jahreshälfte 2015 fertiggestellt wird.

Die Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten betragen 284,6 Mio. € (2013: 16,6 Mio. €) und entfallen überwiegend auf die Akquisition der Swisslog Gruppe.

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in Mio. € 2013 2014
Unternehmenserwerbe
ALEMA Automation SAS, Bordeaux, Frankreich - 11,4
Faude Automatisierungstechnik GmbH, Gärtringen, Deutschland - 0,2
Reis Gruppe* - 0,0
Swisslog Holding AG, Buchs (AG), Schweiz - 265,8
UTICA Enterprises, Shelby Township, Michigan, USA 15,1 1,4
CMA Technology SRL, Sibiu, Rumänien 1,5 -
Summe 16,6 278,8
At-Equity bilanzierte Beteiligungen
KBee AG, München, Deutschland - 3,3
Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co , Ltd , China - 2,5
Summe - 5,8
Auszahlungen gesamt 16,6 284,6

* 2014 war der Erwerb der Reis Gruppe Cash-neutral. Allerdings wurde im Konzerninnenverhältnis eine Kommandit-Einlage von 2,1 Mio. € geleistet.

Die per 31. Dezember 2013 kurzfristig angelegten frei verfügbaren Mittel sind im Berichtsjahr planmäßig ausgelaufen und führten zu einem Rückfluss in Höhe von 35,0 Mio. €. Zum 31. Dezember 2014 bestanden in diesem Bereich Neuanlagen in Höhe von 22,3 Mio. €.

Free Cashflow durch Erwerb von Swisslog belastet - ohne diesen Erwerb wieder deutlich positiv

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (2014: -365,5 Mio. €; 2013: -125,6 Mio. €) ergab zusammen mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einen negativen Wert beim Free Cashflow in Höhe von -198,5 Mio. € (2013: +95,4 Mio. €). Bereinigt um die Effekte aus den Unternehmenserwerben ergibt sich organisch ein positiver Free Cashflow in Höhe von 89,8 Mio. € für 2014. Auch der bereinigte Free Cashflow für das vierte Quartal ist mit 18,5 Mio. € nunmehr zum neunten Mal in Folge positiv.

KONZERN-NETTOLIQUIDITÄT/-VERSCHULDUNG

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in Mio. € 2013 Konzern 2014 Akquisitionen 2014 organisch 2014
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 441,1 192,1 58,1 134,0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 6,5 22,5 17,7 4,8
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 288,1 137,0 0,0 137,0
Konzern-Nettoliquidität/ -verschuldung 146,5 32,6 40,4 -7,8
Bar- und Avallinien aus Konsortialkreditvertrag 160,0 268,1 108,1 160,0
Avallinie aus Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften 72,8 89,0 89,0
ABS-Programmlinie 25,0 25,0 25,0

Aufgrund des Rückkaufs der Unternehmensanleihe und den getätigten Unternehmenserwerben, insbesondere der Erwerb der Mehrheit an der Swisslog Gruppe, ist zum Geschäftsjahresende eine Nettoliquidität (der Saldo aus flüssigen Mitteln und kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) in Höhe von 32,6 Mio. € auszuweisen. (2013: Nettoliquidität in Höhe von 146,5 Mio. €). Bereinigt man die Nettoliquidität um den Beitrag aus den Akquisitionen, so ergibt sich eine Nettoverschuldung von -7,8 Mio. €. Trotz der hohen Zahlungsmittelabflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit verfügte der KUKA Konzern zum 31. Dezember 2014 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 192,1 Mio. € (31. Dezember 2013: 441,1 Mio. €).

Vermögenslage

Akquisitionsbedingter Anstieg der Bilanzsumme

Die langfristigen Vermögenswerte auf der Aktivseite stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2013 auf 798,0 Mio. € (31. Dezember 2013: 327,7 Mio. €). Dieser deutliche Anstieg ist vor allem den Akquisitionen im Jahr 2014 geschuldet. Immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Know-how und Technologie, wurden in dreistelliger Millionenhöhe übernommen. Für Geschäfts- und Firmenwerte war ein Wert von 172,7 Mio. € erstmals anzusetzen (insgesamt nunmehr 225,9 Mio. €). Vom Geschäfts- und Firmenwert entfallen dabei auf Alema 9,6 Mio. € , auf Faude 1,4 Mio. €, auf die Reis Gruppe 13,5 Mio. € und auf die Swisslog Gruppe 148,2 Mio. €. Der Anstieg der Sachanlagen betrug 100,2 Mio. €. Ein Großteil davon entfällt auf den Bau des Entwicklungs- und Technologiezentrums in Augsburg sowie die in- und ausländischen Grundstücke der Reis Gruppe. Für die Beteiligung an der KBee AG, München ist ein Betrag von 3,2 Mio. € sowie für die Beteiligung am chinesischen Joint Venture Yawei Reis Robot Manufacturing Co., Ltd., Jiangsu, China, 2,4 Mio. € unter den Finanzanlagen ausgewiesen (insgesamt 5,6 Mio. € ). Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf 48,2 Mio. € (31. Dezember 2013: 25,6 Mio. €) und entfallen mit 11,1 Mio. € auf Verlustvorträge (31. Dezember 2013:14,7 Mio. €).

VERMÖGENSLAGE KONZERN

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in Mio. € 2010 2011 2012 2013 2014
Bilanzsumme 984,7 1.078,0 1.137,4 1.377,1 1.979,5
Eigenkapital 198,1 252,4 297,5 379,1 541,1
in % der Bilanzsumme 20,1 23,4 26,2 27,5 27,3
Nettoliquidität/-verschuldung -60,3 -32,6 42,8 146,5 32,6

Das aktivische Trade Working Capital (also die Summe aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus Fertigungsaufträgen) verzeichnete eine Erhöhung von 350,5 Mio. €. Näheres hierzu findet sich in den Ausführungen zur Finanzlage. Der Wert der kurzfristigen Vermögenswerte beträgt zum 31. Dezember 2014 1.181,5 Mio. € (31. Dezember 2013: 1.049,4 Mio. €). Dem im Wesentlichen akquisitions- und geschäftsverlaufsbedingten Anstieg des Trade Working Capital steht dabei hauptsächlich der aus dem Rückkauf der Unternehmensanleihe sowie dem Erwerb der Swisslog Gruppe resultierende Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (-249,0 Mio. €) gegenüber. Im Zuge des geplanten Verkaufs einer Geschäftseinheit aus dem Bereich Systems wurden 16,5 Mio. € in die Position "Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte" sowie 7,3 Mio. € in die Position "Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" umgegliedert.

Die Bilanzsumme des KUKA Konzerns stieg um 602,4 Mio. € bzw. 43,7% von 1.377,1 Mio. € per 31. Dezember 2013 auf 1.979,5 Mio. € per 31. Dezember 2014.

Konstante Eigenkapitalquote

Insbesondere das Jahresergebnis in Höhe von 68,1 Mio. € (2013: 58,3 Mio. €), die Kapitalerhöhung im November (gezeichnetes Kapital: 4,6 Mio. €, Kapitalrücklage 82,0 Mio. €, siehe Ausführungen zur Finanzlage) sowie Unterschiede aus der Währungsumrechnung haben sich positiv auf das Eigenkapital ausgewirkt. Die versicherungsmathematischen Verluste aus der Bilanzierung von Pensionen mit 12,3 Mio. € wirkten gegenläufig (2013: versicherungsmathematische Gewinne von 5,3 Mio. €). Diese resultieren im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Abzinsungsfaktor für die Bewertung der deutschen Pensionszusagen (für Deutschland 2014: 1,90%; 2013: 3,55%). Insgesamt stieg das Eigenkapital per 31. Dezember 2014 um 162,0 Mio. € oder 42,7% auf 541,1 Mio. €. Damit stieg das Eigenkapital proportional zur Bilanzsumme. Dies führt zu einer annähernd konstanten Eigenkapitalquote von 27,3% (2014: 27,5%).

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen überwiegend die bis Februar 2018 laufende Wandelschuldverschreibung (Nominalvolumen 150,0 Mio. €). Der deutliche Rückgang betrifft im Wesentlichen die vollständige Tilgung der Unternehmensanleihe. Unter den kurzfristigen Finanzschulden ist die Inanspruchnahme von Barlinien einer ausländischen Tochtergesellschaft, der Vorschuss aus dem Konsortialkreditvertrag der Swisslog sowie die Zinsabgrenzung für die Wandelschuldverschreibung ausgewiesen.

Die kurzfristigen Schulden sind von 596,7 Mio. € zum 31. Dezember 2013 auf 1.096,2 Mio. € zum 31. Dezember 2014 angestiegen. Hierzu trug neben der oben beschriebenen Veränderung des Trade Working Capital insbesondere der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen (+158,6 Mio. €) und die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen (+55,4 Mio. €) bei. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen durch die Passivierung der bedingten Kaufpreiszahlung für die Reis Gruppe und durch höhere Verbindlichkeiten im Personalbereich, wie z. B. Abgrenzungen für Urlaubstage, bedingt. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen ist neben der Einbeziehung der Reis Gruppe durch höhere Rückstellungen für nachlaufende Auftragskosten und Gewährleistungsrückstellungen verursacht.

Deutliche Reduzierung des Working Capital und steigendes Capital Employed

Durch aktives Management und Optimierung der lieferantenseitigen Zahlungsbedingungen konnte das Working Capital im Berichtsjahr bei anhaltend hohem Geschäftsvolumen um 25,8 Mio. € abgebaut werden und weist zum Stichtag einen negativen Wert von -69,4 Mio. € aus. Die beschriebenen Effizienzen werden vor allem im Bereich Systems deutlich, in dem Projekte teilweise signifikant durch Lieferanten vorfinanziert werden konnten. Ein ähnlicher Effekt lässt sich bei der Swisslog Gruppe beobachten, welche zum 31. Dezember 2014 mit einem negativen Working Capital einbezogen wird.

Eine wichtige Kennzahl ist im KUKA Konzern die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed/ROCE). Das eingesetzte Kapital wird dabei als Durchschnitt des Capital Employed zu Beginn und zum Ende eines Geschäftsjahres berechnet. Im Durchschnitt der Jahre 2014 und 2013 betrug das Capital Employed des KUKA Konzerns 492,0 Mio. € bzw. 326,2 Mio. €. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang der Swisslog Gruppe. Auf Grund des Erstkonsolidierungszeitpunkts zum Geschäftsjahresende hat die Swisslog Gruppe noch keinen Ergebnisbeitrag geliefert. Folglich liegt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals mit 28,9% deutlich unter dem Vorjahreswert (2013: 36,9%). Rechnet man das eingesetzte Kapital der Swisslog Gruppe heraus, ergibt sich ein Wert von 43,6% und damit eine Steigerung gegenüber 2013.

Der Geschäftsbereich Robotics erwirtschaftete dabei mit einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 167,3 Mio. € (2013: 155,6 Mio. €) eine Verzinsung (ROCE) von 53,5% und konnte somit den Vorjahreswert von 49,6% steigern. Für den Geschäftsbereich Systems ergab sich trotz belastender Effekte durch die Unternehmenserwerbe bei einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 118,1 Mio. € (2013: 141,5 Mio. €) eine stark verbesserte Verzinsung von 67,9% (2013: 43,0%).

KONZERN-VERMÖGENS- UND FINANZSTRUKTUR

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in Mio. € 2013 2014
Kurzfristige Vermögenswerte 1.049,4 1.181,5
Langfristige Vermögenswerte 327,7 798,0
Aktiva 1.377,1 1.979,5
Kurzfristige Schulden 597,3 1.096,2
Langfristige Schulden 400,7 342,2
Eigenkapital 379,1 541,1
Passiva 1.377,1 1.979,5

ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT

Die KUKA Aktiengesellschaft nimmt im Konzern die Rolle als Managementholding mit zentralen Leitungsfunktionen wie Rechnungswesen und Controlling, Finanzen, Personal, Recht und Finanzkommunikation wahr. Ihre wirtschaftliche Lage wird im Wesentlichen von den Aktivitäten der Tochtergesellschaften bestimmt. Dies zeigt sich durch die direkte Zuordnung der Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche Robotics (KUKA Roboter GmbH), Systems (KUKA Systems GmbH) und künftig auch der Swisslog (Swisslog Holding AG).

Die KUKA Aktiengesellschaft stellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des deutschen Aktiengesetzbuches (AktG) auf.

Der Abschluss der KUKA Aktiengesellschaft wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und steht auf der Internetseite - www.kuka.com - zur Verfügung.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

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in Mio. € 2013 2014
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,3 0,1
Sonstige betriebliche Erträge 41,5 55,1
Personalaufwand -23,6 -32,7
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3,1 -3,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -38,4 -44,2
Beteiligungsergebnis 81,0 137,0
Erträge aus anderen Wertpapieren 0,2 0,9
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16,4 8,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 -15,8
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30,0 -24,7
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 44,3 80,7
Steuern vorn Einkommen und vorn Ertrag 21,9 -15,0
Jahresüberschuss 66,2 65,7
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1,5 24,4
Einstellungen in die Gewinnrücklagen -33,1 -32,8
Bilanzgewinn 34,6 57,3

BILANZ DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

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AKTIVA

in Mio. €
2013 2014
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 2,7 2,2
Sachanlagen 40,4 72,9
Finanzanlagen 173,6 435,0
216,7 510,1
Umlaufvermögen
Vorräte 0,1 0,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 184,7 225,4
Sonstige Vermögensgegenstände 8,1 5,8
Wertpapiere 35,0 10,0
227,9 241,2
Flüssige Mittel 346,1 71,6
574,0 312,8
Rechnungsabgrenzungsposten 0,9 0,5
791,6 823,4

BILANZ DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

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PASSIVA

in Mio. €
2013 2014
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 88,2 92,8
Kapitalrücklage 83,5 166,7
Andere Gewinnrücklagen 57,5 90,3
Bilanzgewinn 34,6 57,3
263,8 407,1
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen 11,6 11,6
Steuerrückstellungen 1,9 12,6
Sonstige Rückstellungen 21,5 29,9
35,0 54,1
Verbindlichkeiten
Anleihen 309,4 150,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3,0 1,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3,2 7,7
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 172,0 199,8
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen 2,5 2,6
Sonstige Verbindlichkeiten 2,7 1,0
492,8 362,2
791,6 823,4

Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft

Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften, die Finanzierungsfunktion und die Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit der Holdingfunktion sind die bestimmenden Faktoren der Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt bei 80,7 Mio. € und damit deutlich über dem Vorjahreswert (2013: 44,3 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Kostenumlagen (2014: 28,9 Mio. €, 2013: 22,7 Mio. €), direkte Weiterbelastungen z. B. aus dem Facility Management (2014: 12,8 Mio. €; 2013: 11,4 Mio. €) sowie Erträge aus der Vermietung von Gebäuden an Gesellschaften des KUKA Konzerns (2014: 4,6 Mio. €; 2013: 4,7 Mio. €). Währungsgewinne, vor allem aus USD und BRL, wurden in Höhe von 7,1 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €) berücksichtigt. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert neben höheren Beratungsaufwendungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Akquisition der Swisslog Gruppe, auch aus nicht aktivierungsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Neubau des Entwicklungs- und Technologiezentrums in Augsburg. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Währungsverluste von 6,3 Mio. € (2013: 5,2 Mio. €).

Der Anstieg des Personalaufwands von 23,6 Mio. € auf 32,7 Mio. € ist insbesondere auf die Verlagerung von Querschnittsfunktionen, wie zum Beispiel dem Personalbereich, in die KUKA Aktiengesellschaft sowie auf höhere Aufwendungen für variable Vergütungsbestandteile zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag beschäftigt die Gesellschaft 279 Mitarbeiter (Vorjahr: 212 Mitarbeiter).

Das Beteiligungsergebnis beträgt 137,0 Mio. € (2013: 81,0 Mio. €) und liegt damit erneut deutlich über dem Vorjahreswert. Dies liegt insbesondere am Ergebnisbeitrag der deutschen Gesellschaften, der über die bestehenden Ergebnisabführungsverträge der KUKA Aktiengesellschaft zugeordnet wird. Der Saldo aus Erträgen aus Gewinnabführungen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen beträgt 112,6 Mio. € (2013: 61,4 Mio. €). Wie im Vorjahr ist auch im Berichtsjahr eine Ausschüttung der amerikanischen Tochtergesellschaft enthalten (2014: 24,4 Mio. €; 2013: über 19,6 Mio. €).

Das Zinsergebnis liegt mit -16,4 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres (-13,6 Mio. €). Neben den Zinsen aus der 2013 begebenen Wandelschuldverschreibung wirken sich hier die Einmaleffekte aus der Tilgung der Unternehmensanleihe aus. Aufgrund des gesunkenen Marktzinsniveaus waren die von der KUKA Aktiengesellschaft an Tochterunternehmen gut geschriebenen bzw. in Rechnung gestellten Finanzierungszinsen verglichen mit dem Vorjahr deutlich niedriger. Im Vorjahr hat die KUKA Aktiengesellschaft mit verbundenen Unternehmen ein positives Zinsergebnis in Höhe von 14,4 Mio. € erzielt - im Geschäftsjahr betrug der Wert 7,1 Mio. €.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen vor allem die Bewertung der Swisslog Aktien mit dem Börsenkurs am letzten Handelstag 2014 in Höhe von 1,31 CHF.

Im Vorjahr hat die KUKA Aktiengesellschaft als Organträger des deutschen Organkreises die anteiligen Ertragsteuern in Höhe von 25,1 Mio. € auf die Organgesellschaften umgelegt, sodass sich insgesamt ein Steuerertrag von 21,9 Mio. € ergab. Ab dem Geschäftsjahr 2014 unterbleibt diese Umlage; damit wird der gesamte Steueraufwand der deutschen Organschaft von der KUKA Aktiengesellschaft getragen. Somit ergibt sich im Geschäftsjahr ein Steueraufwand von 15,0 Mio. €. Die geringere Belastung aus Steuerumlagen der Organgesellschaften führt aufgrund der Ergebnisabführungsverträge zu einem höheren Beteiligungsergebnis.

Insgesamt betrug der Jahresüberschuss der KUKA Aktiengesellschaft 65,7 Mio. € (2013: 66,2 Mio. €). Nach Abzug der Einstellung in die Gewinnrücklagen und Verrechnung mit dem Ergebnisvortrag ergibt sich für das Geschäftsjahr 2014 damit ein Bilanzgewinn in Höhe von 57,3 Mio. €.

Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft

Eine der wesentlichen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft ist die Bereitstellung von Finanzmitteln und Avalen für die laufende Geschäftstätigkeit ihrer Tochtergesellschaften. Zur externen Finanzierung hat die KUKA Aktiengesellschaft im Februar und Juli 2013 eine Wandelschuldverschreibung über insgesamt 150,0 Mio. € am Kapitalmarkt platziert und im November 2014 eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital durchgeführt. Im Zuge der Kapitalerhöhung sind der KUKA Aktiengesellschaft insgesamt 86,6 Mio. € zugeflossen. Daneben besteht mit einem Bankenkonsortium ein 2013 aktualisierter Konsortialkreditvertrag. Dieser Vertrag stellt Barkreditlinien und die, insbesondere für das Geschäft im Segment Systems wichtigen Avallinien bereit. (Für weitere Details vergleiche Finanzlage KUKA Konzern sowie Anhang (26)).

Die Finanzierungsfunktion der KUKA Aktiengesellschaft spiegelt sich in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Cash-Pooling-Konten mit Tochtergesellschaften sowie aus den zur Verfügung gestellten Darlehen. Per Saldo ergibt sich hier eine Forderung von 25,6 Mio. € (2013: 12,7 Mio. €). Diese leichte Zunahme im Liquiditätsbedarf der Tochtergesellschaften resultiert im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen des Geschäftsjahres. Gegenläufig wirkt das kontinuierlich verbesserte aktive Management des Working Capital der am Cash-Pooling beteiligten Tochtergesellschaften.

Die verfügbaren liquiden Mittel wurden unter anderem zur Tilgung der im November 2010 ausgegebenen Unternehmensanleihe (ursprünglicher Nominalbetrag 202,0 Mio.) sowie zum Erwerb der Swisslog Gruppe verwendet. Nachdem bereits im Vorjahr Anteile an der Unternehmensanleihe in Höhe von nominell 42,6 Mio. € über den Kapitalmarkt zurückerworben wurden, war im Berichtsjahr noch der verbleibende Betrag von 159,4 Mio. € zu tilgen.

Insgesamt verringerten sich durch die beschriebenen Maßnahmen die flüssigen Mittel der KUKA Aktiengesellschaft von 346,1 Mio. € auf 71,6 Mio. € und die Finanzverbindlichkeiten von 312,4 Mio. € auf 151,1 Mio. €.

Vermögenslage der KUKA Aktiengesellschaft

Die Vermögenslage der KUKA Aktiengesellschaft ist geprägt durch das Management der Beteiligungen und durch die Wahrnehmung der Leitungsfunktionen für die Gesellschaften des Konzerns. Bezüglich der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft.

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 35,4 Mio. € (2013: 28,6 Mio. €) standen Abschreibungen in Höhe von 3,4 Mio. € (2013: 3,1 Mio. €) gegenüber. Die Investitionen des Geschäftsjahres sind insbesondere durch das im Bau befindliche Entwicklungs- und Technologiezentrum in Augsburg geprägt, dessen Eröffnung für 2015 fest eingeplant ist. Unter den Finanzanlagen werden die direkten Beteiligungen der KUKA Aktiengesellschaft an ihren Tochtergesellschaften ausgewiesen (bzgl. des Anstiegs verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft).

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens (2014: 10,0 Mio. €, 2013: 35,0 Mio. €) betreffen nachhaltig frei verfügbare finanzielle Mittel, die im Rahmen des Liquiditätsmanagements angelegt wurden und eine Laufzeit von vier Monaten haben (Vorjahr: zwischen drei und elf Monaten).

In der Veränderung des Eigenkapitals spiegelt sich neben dem Ergebnis des Geschäftsjahres auch die oben beschriebene Kapitalerhöhung im November 2014 wider. Eigenkapitalmindernd wirkte die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 10,2 Mio. €. Die Eigenkapitalquote der KUKA Aktiengesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2014 auf 49,4% (2013: 33,3%).

Die Bilanzsumme der KUKA Aktiengesellschaft stieg als Saldo dieser Effekte gegenüber dem Vorjahresstichtag um 31,8 Mio. € auf 823,4 Mio. €.

NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung im Fokus

KUKA fokussiert eine nachhaltige Entwicklung - nicht nur wirtschaftlich, sondern gleichermaßen in sozialer und ökologischer Hinsicht. Im Berichtsjahrverfolgte das Unternehmen einige Projekte, um seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, Kunden und Kapitalgebern, der Gesellschaft und der Umwelt gerecht zu werden.

Ein gesundes Arbeitsumfeld

Der wachsende Wettbewerbsdruck und hohe Ansprüche an Qualität und Schnelligkeit führen zu steigenden Anforderungen an die Mitarbeiter. Umso wichtiger ist ein Arbeitsumfeld, das Flexibilität ermöglicht und die Gesundheit fördert. Denn als global wachsender Technologiekonzern ist KUKA auf qualifizierte, engagierte und leistungsfähige Mitarbeiter angewiesen. Sie sind die Basis für den Unternehmenserfolg. KUKA bietet eine lebensphasenorientierte Personalpolitik, die die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erleichtert. Flexibilität schafft KUKA zum Beispiel durch Gleitzeit, Home Office, Telearbeit, die Kinderkrippe am Standort Augsburg, deren Träger der gemeinnützige Verein Orange Care e.V. ist, oder durch Dienstleistungsangebote wie den Wäscheservice. Das betriebliche Gesundheitsmanagement zielt darauf ab, den Mitarbeitern zu einer gesünderen Lebensweise zu verhelfen, jedes Jahr gibt es innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagements einen thematischen Schwerpunkt. Die Schwerpunkte sind entsprechend gewählt, um den Hauptursachen für diverse Zivilisationskrankheiten, wie Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Übergewicht und Stress, entgegen zu wirken. 2014 lag der Fokus auf dem Thema Bewegung. Es wurden verschiedene Bewegungskurse und Vorträge hierzu angeboten. Auch an Entspannungskursen konnten die Mitarbeiter im Berichtsjahr teilnehmen. Im Mai liefen rund 500 KUKA Mitarbeiter beim Augsburger Firmenlauf mit. Eine weitere Aktion, die im Berichtsjahr vom betrieblichen Gesundheitsmanagement angeboten wurde, war die Darmkrebsvorsorge. Außerdem wurde der KUKA Gesundheitstag veranstaltet, an dem sich die Mitarbeiter zu zahlreichen Gesundheitsthemen informieren und verschiedene Sportarten oder Entspannungsmethoden ausprobieren konnten.

SOZIALE KENNZAHLEN

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2013 2014
Anzahl Arbeitnehmer (31.12.) 7.990 12.102
davon Auszubildende 236 372
Durchschnittl. Betriebszugehörigkeit (Jahre) 8,5 8,8
Krankenquote in % 2,8 3,0
Fluktuation in % 10,1 11,2
Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter Deutschland 10,3 10,2

Die konzernweite Krankenquote blieb im Berichtsjahr mit 3,0% weiterhin auf niedrigem Niveau, verglichen mit anderen Unternehmen aus der Branche. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit lag 2014 bei 8,8 Jahren. Sie ist relativ stabil und mit anderen Unternehmen vergleichbar.

Die Fluktuation in Höhe von 11,2% erscheint im Vergleich zu anderen Unternehmen aus der Branche relativ hoch. Der Grund hierfür ist, dass diese Zahl nicht nur die externen Abgänge erfasst, sondern auch alle internen Wechsel zwischen den Gesellschaften des KUKA Konzerns.

KUKA hat trotz des hohen Arbeitsaufkommens im Vergleich mit anderen Unternehmen in der Branche nur wenige Unfälle zu verzeichnen. Im Jahr 2014 ereigneten sich 10,2 Unfälle pro tausend Mitarbeiter. KUKA arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Arbeitsschutzmaßnahmen, um diese Zahl weiter zu reduzieren.

Details zu Mitarbeiterzahlen und Personalpolitik sind im Kapital Mitarbeiter ab Seite 43 aufgeführt.

Orange Care e. V. - KUKAner übernehmen gesellschaftliche Verantwortung

Soziale Verantwortung zu übernehmen, ist den KUKA Mitarbeitern wichtig. Sie ergreifen dabei selbst die Initiative, wie z. B. durch ihr Engagement im Verein Orange Care e.V. in diesem Verein bündeln die KUKA Mitarbeiter ihre Unterstützung für hilfsbedürftige Menschen. Der Verein hat sich insbesondere die Jugend- und Familienhilfe zum Ziel gesetzt.

So förderte er zum Beispiel das Projekt "füreinanderda" der Jugend- und Familienhilfe Prisma. Im Rahmen dieses Projekts werden alleinerziehende Mütter durch ehrenamtliche Helferinnen in der Bewältigung ihres Alltags unterstützt. Außerdem werden gemeinsame Aktivitäten wie kleine Ausflüge organisiert, für die Orange Care e.V. im Berichtsjahr finanzielle Unterstützung geleistet hat. Des Weiteren hält der Verein bei der St. Gregor Kinder-, Jugend- und Familienhilfe die Patenschaft für eine heilpädagogisch-therapeutisch betreute Jugendwohngruppe. Die Wohngruppe Phoenix bietet den 14- bis 16-Jährigen eine intensive pädagogische Betreuung, heilpädagogische Angebote im Bereich Sucht- und Gewaltprävention sowie erlebnispädagogische Unternehmungen. Orange Care e.V. hat im Berichtsjahr die Kosten für Fahrradtour- und Wanderausrüstungen übernommen. Auch für Flüchtlinge hat sich der Verein eingesetzt. Er unterstützte ein Augsburger Flüchtlingsheim mit Sachspenden und organisierte eine Sammelaktion für Winterkleidung, um die Flüchtlinge damit versorgen zu können. Außerdem hat sich der Verein im Rahmen des Aufrufs der Deutschen Knochenmarkspende "Hilfe für Lisa" an den Kosten der Typisierungen beteiligt. Bei der Aktion ging es um die Hilfe für ein zehnjähriges Mädchen, das an Blutkrebs erkrankt ist. Des Weiteren ist Orange Care e.V. Träger der Kinderkrippe auf dem KUKA Gelände in Augsburg.

Laufen für den guten Zweck

KUKA Mitarbeiter nahmen im Berichtsjahr am AOK Straßenlauf in Augsburg teil. Dort gewannen sie als zweitgrößtes Firmenteam ein Preisgeld, das sie dem gemeinnützigen Verein Orange Care e.V. spendeten. Außerdem gingen KUKAner beim Münchener Frauenlauf, einem Charitylauf gegen Brustkrebs, an den Start. Die Einnahmen aus den Teilnahmegebühren kamen der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. zugute, die damit Frauen unterstützt, die aufgrund ihrer Erkrankung in finanzielle Not geraten sind.

Aktionswoche zur unternehmerischen Verantwortung

Im September 2014 nahm KUKA an der Aktionswoche der unternehmerischen Verantwortung teil, die vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ins Leben gerufen wurde. Während der Themenwoche informierte das Unternehmen in Vorträgen über die Energie- und Ressourceneffizienz bei Maschinen und Anlagen sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Außerdem unterstützten die Auszubildenden soziale Einrichtungen, wie zum Beispiel Kindertagesstätten und Seniorenheime.

Blutspende-Aktion mit dem Bayerischen Roten Kreuz

Eine Blutspende-Aktion fand im Rahmen des Gesundheitstages bei KUKA in Augsburg statt. Dabei ließen sich rund 80 Mitarbeiter Blut abnehmen. Zudem nutzten einige Mitarbeiter die Möglichkeit, sich als Knochenmarkspender typisieren zu lassen.

Ergonomisch und modern

Der demografische Wandel und die Veränderungen in der Arbeits- und Lebenswelt wirken sich auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter aus und fordern vorausschauende und nachhaltige Lösungen zur Erhaltung der Gesundheit. 2014 wurden daher Arbeitsprozesse weiter umgestaltet. Dazu gehörte der Aufbau altersgerechter Arbeitsplätze mit dem Ziel, die körperlichen Belastungen der Mitarbeiter in der Produktion zu verringern. Eingerichtet wurden ergonomische Arbeitsplätze durch Hubtische. Die Produktionsmitarbeiter können so ihren Arbeitsplatz individuell einstellen und mit weniger Kraftaufwand rückenschonend in aufrechter Haltung arbeiten. Ergonomischer wurden die Arbeitsplätze auch durch die Umstellung auf ein Schienensystem, über das sich die Roboter zur nächsten Arbeitsstation fahren lassen. Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter im Zuge der Umbauarbeiten in den Produktionshallen künftig Hand in Hand mit einem Roboter arbeiten, der sie bei nicht ergonomischen Arbeiten weiter entlasten soll.

Nachhaltige Baukonzepte am Standort Augsburg

Am KUKA Standort Augsburg wurde auch 2014 in Bauprojekte investiert. Nach der Fertigstellung der Orange Care Kinderkrippe 2013 und des Parkhauses zu Beginn des Berichtsjahres standen 2014 der Neubau des Entwicklungs- und Technologiezentrums (ETZ) sowie der Umbau der Robotermontage im Fokus.

Bei allen Baumaßnahmen erhebt KUKA den Anspruch, die gesetzlichen Vorgaben der aktuellen Standards nach EEG & EnEV (Erneuerbare-Energien-Gesetz und Energieeinsparverordnung) um bis zu 30% zu unterschreiten, was sich bereits heute bei der Fassadendämmung und der Isolierung von Fenstern und Türen zeigt. Außerdem ermöglichen die ausgewählten Materialien ein späteres Recycling sowie einen schadstoffarmen Rückbau.

Bei allen Neubauten, Erweiterungen oder Modernisierungen am Standort Augsburg setzt KUKA bereits innovative Umweltkonzepte um. So kann das Oberflächenwasser der versiegelten Flächen direkt am Standort über Rigolen grundwasserneutral versickern und wird nicht in die Kanalisation abgeleitet. Um das ETZ nach den Anforderungen moderner Energieversorgung auszurichten, wird das Klima in den Büros automatisch über Heizkühlsegel an der Decke reguliert. Zusätzlich wird mit Brunnenwasser bzw. einer Kompressionskältemaschine, die auf dem Dach angebracht ist, gekühlt. In der Produktion sorgen Deckensegel, die die Wärme kegelförmig nach unten abgeben, für ein besseres Raumklima.

Um den Energieverbrauch und damit die klimawirksamen C02 -Emissionen zu verringern, setzt KUKA auf eine möglichst umweltgerechte Energieversorgung. Daher ist das ETZ an die Nahwärmeversorgung am Standort angeschlossen. Der komplette Standort wird 2015 auf Fernwärme umgestellt werden.

Förderung von Spitzenleistungen in Technik und Sport

KUKA fördert Spitzenleistungen in Technik und Sport. Das steigert nicht nur die Markenbekanntheit des Unternehmens, sondern ist für KUKA auch ein Weg, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dabei konzentriert sich KUKA auf Projekte an den eigenen Standorten. Zum Beispiel unterstützt KUKA am Standort Augsburg seit vielen Jahren den Fußball-Bundesligisten FC Augsburg und den Eishockey-Erstligisten Augsburger Panther. Im Rahmen der Formula Student - einer weltweiten Rennserie für Elektro-Rennboliden -wurden die Teams der nahe an KUKA Standorten gelegenen Hochschulen in Augsburg und Zwickau beim Bau ihrer Rennboliden unterstützt.

Die neue MagnetAr 620A Stromquelle - nachhaltig und energieeffizient

Um das MagnetArc-Schweißverfahren weiter zu entwickeln und damit den Prozess und die Qualität zu verbessern, werden auch die Komponenten zur Automatisierung kontinuierlich weiterentwickelt. Besonderes Augenmerk legte KUKA auf die Kernkomponente "Stromquelle", um die Technologie zu erweitern und die Effizienz zu steigern. Im Vergleich zur konventionellen MagnetArc Stromquelle verbraucht die MagnetAr 620A bis zu 20% weniger Energie. Zudem ist die neue Stromquelle deutlich kleiner und um 85% leichter, was Kosten und Produktionsfläche spart.

Forschungskooperationen zur Förderung der Nachhaltigkeit

KUKA ist Partner bei EU-Förderprojekten, die Forschungsaktivitäten zu nachhaltigen, innovativen Technologien vorantreiben:

EU-Förderprojekt AREUS

KUKA ist Partner im europäischen Forschungsverbundvorhaben "AREUS - Automation and Robotics for European Sustainable manufacturing". Hier treibt KUKA gemeinsam mit Forschungspartnern aus Industrie und Wissenschaft die Entwicklung energieeffizienter roboterbasierter Lösungen für die Fabrik der Zukunft voran. Dabei werden optimierte Verfahren zur Roboterbewegung entwickelt, sowohl für den einzelnen Roboter als auch für einen Verbund mehrerer Roboter. Die Energieversorgung der roboterbasierten Testanlagen wird prototypisch auf Gleichstrom umgestellt, um erste Erfahrungen für eine zukünftige regenerative Energieversorgung sammeln und den Energiebedarf in einer Anlage besser verteilen sowie Bremsenergie rückspeisen zu können. Die neuen Konzepte werden in einem realen Produktionsszenario getestet.

euRobotics AISBL

Die gemeinnützige europäische Organisation euRobotics AISBL (Association Internationale Sans But Lucratif) hat mit der Europäischen Kommission eine öffentlich-private Partnerschaft (PPP) für die Robotik in Europa vereinbart, deren Forschungs- und Innovationsprogramm in den kommenden sieben Jahren mit mehr als 700 Mio. € gefördert wird und in dessen Rahmen auch Ziele zur Nachhaltigkeit in einer gemeinsamen Roadmap formuliert wurden. Dazu zählt beispielsweise die Entwicklung nachhaltiger Produktionsmethoden in der Industrie. Weitere Details finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung ab Seite 21.

EFFRA

KUKA ist ebenfalls Partner der europäischen Organisation zur Erforschung der Fabrik der Zukunft EFFRA (European Factories of the Future Research Association). Die Mitglieder nehmen einen wichtigen Einfluss u.a. auf die Entwicklung einer nachhaltigen Produktion und nachhaltiger Herstellungsprozesse. KUKA treibt dabei die Themen voran, die für eine roboterbasierte Automation von entscheidender Bedeutung sind.

KUKA mit multifunktionaler Zelle im Innovationspark Augsburg

Leichtbau ist im Hinblick auf Nachhaltigkeit eines der Schlüsselthemen für die Zukunft der industriellen Fertigung. Im Rahmen eines Projekts im Augsburger Innovationspark arbeiten Industrie und Wissenschaft gemeinsam an der Industrialisierung von Faserverbundstoffen und der Weiterentwicklung der Mensch-Maschinen-Interaktion.

Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) forscht und entwickelt KUKA bereits seit Jahren an innovativen Prozessen und Automatisierungslösungen. Im Industriemaßstab werden an dem neuen Standort Produktionsprozesse mit Leichtbaustoffen für die Luft- und Raumfahrt entwickelt. In Kooperation mit dem DLR installierte KUKA eine multifunktionale Zelle (MFZ) von 32,5 m Länge und 16 m Breite. Das Gestell ist aus einer tonnenschweren Stahlkonstruktion gefertigt. Die Zelle bildet aufgrund ihrer Größe und technologischen Besonderheit den Mittelpunkt des Zentrums. Sie ist mit KUKA Robotern der QUANTEC-Generation ausgerüstet, um im Industriemaßstab Forschung betreiben zu können.

KUKA ist Partner von MAI Carbon

KUKA ist im Spitzencluster MAI Carbon aktiv. Der Cluster im Städtedreieck München-Augsburg-Ingolstadt verfolgt das Ziel, die kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffe (CFK) technologisch bis zum Jahr 2020 für unterschiedliche Anwenderbranchen in Deutschland zu entwickeln. Die Darstellung einer durchgängigen Prozesskette und die präzise Bearbeitung mit Industrierobotern sind dabei Fokusthemen.

Green Carbody Technologies

Angesichts der Industrie 4.0 liegt ein wichtiger Schwerpunkt zukünftiger Anlagen darin, energie- und ressourceneffizient zu produzieren.

Das Verbundprojekt Green Carbody Technologies (InnoCaT) hat es sich neben weiteren Forschungsthemen zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch in der Karosseriefertigung zu senken. Insgesamt 60 Unternehmen beteiligen sich an dem Projekt, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Als Mitglied brachte KUKA Systems notwendiges Know-how und Werkzeuge ein, mit denen sich der Energieverbrauch einer Anlage bereits in der Planungsphase virtuell messen, analysieren und optimieren lässt. Damit unterstützt KUKA ihre Kunden in dem Bestreben, eine nachhaltige Produktion bei sich umzusetzen.

Unter der koordinierenden Führung von VW und des Fraunhofer-Instituts konnten bislang noch ungenutzte Potenziale in der Fahrzeugfertigung ermittelt werden. Als Speziallst für automatisierte Fügetechnologien steht für KUKA Systems hierbei der Karosseriebau im Mittelpunkt. In dieser Prozessphase werden 24% der Energie verbraucht, rund die Hälfte davon von Robotern und anderen Komponenten. An diesem Punkt setzt KUKA an, um mit Erfahrung und technologischer Kompetenz im Anlagenbau für eine energieeffizientere Produktion zu sorgen.

Energieverbrauchsprognose in der Simulation

Neue Simulationsmodule helfen, die Energieeffizienz von Roboterapplikationen bereits im Laufe der Planungsphase zu verbessern. Während der Roboter die offline programmierte Bahn virtuell abfährt, wird der dabei zu erwartende Energieverbrauch berechnet und angezeigt. Durch eine Veränderung, z. B. der Roboterposition oder der Bahnen, kann dann die Leistungsaufnahme bei gleicher Taktzeit optimiert und damit die für den Kunden gewünschte, energieeffiziente Bahn gefunden werden. Damit entsteht ein zusätzliches Energieeinsparpotenzial von ca. 15%. Beim KR QUANTEC, dem "grünen" KUKA Roboter, wurden die Energiekosten bereits im Vergleich zu den Vorgängermodellen um ca. 35% reduziert. Dieses Ziel konnte durch eine Gewichtsreduzierung, eine wegweisende Steuerungstechnik, neu definierte Stand-by-Modi sowie eine intelligente Antriebstechnik erreicht werden. Durch das zusätzliche Einsparpotenzial einer energetischen Bahnoptimierung während der Simulation können die Energiekosten nun also insgesamt halbiert werden.

Auch bei der Planung von kompletten Produktionsanlagen kann der Energieverbrauch verbessert werden. Mit einem neuen Tool kann der Energieverbrauch von Produktionsanlagen in einem sehr frühen Planungsstadium abgeschätzt und energieeffizientere Alternativkonzepte schnell entwickelt werden. Das Softwaretool basiert auf Referenzmessungen an bereits realisierten Anlagen und zeigt für verschiedene Komponenten des Mengengerüsts der Anlage den zu erwartenden Energieverbrauch und schlägt gegebenenfalls eine energieeffizientere Komponente vor. Damit ist es möglich, bereits in der Angebotsphase gemeinsam mit den Kunden die Anlage und deren Layout hinsichtlich der Energieeffizienz zu optimieren.

Recycling und Retooling

Das Recyclingkonzept bei den KUKA Robotern umfasst unterschiedliche Aspekte. Dazu gehören nicht nur die fachgerechte Entsorgung und die nachhaltige Verwertung. Bereits bei der Auswahl der Bauteile achtet KUKA auf recycelbare Materialien.

KUKA bietet den Kunden die Aufbereitung gebrauchter Roboter an, die anschließend zurück an den Kunden geliefert werden und wieder zum Einsatz kommen (retooling). Der Austausch oder die Optimierung von Bauteilen sowie eine erneute Lackierung der Roboter werden Individuell mit den Kunden besprochen.

Für Roboter, die nicht mehr verwendet werden, bietet KUKA seinen Kunden die Rücknahme an. Die gebrauchten Maschinen (used robots) werden überholt und an die neuen Anforderungen angepasst. Anschließend stehen sie als Gebrauchtmaschinen wieder zum Verkauf zur Verfügung. Roboter, die nicht mehr überholt werden können, werden von KUKA auseinandergebaut und umweltgerecht entsorgt. Die beteiligten Verwertungsbetriebe wurden von KUKA sorgfältig geprüft.

CO2-Emissionen und Wärmeenergie gesenkt

Die CO2 -Emissionen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Die Reduzierung um 17% resultiert im Wesentlichen aus dem gesteigerten Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energiequellen und dem Rückgang von Wärmeenergie. Der absolute Verbrauch von Strom ist mit +1% trotz Produktionssteigerung und Mitarbeiterzuwachs nur leicht angestiegen. Der Verbrauch von Wärmeenergie wurde um 24% deutlich reduziert. Hierzu haben erste Maßnahmen an der Heizungsanlage für die Umstellung auf Fernwärme, der Abbruch einer Werkhalle und der milde Winter beigetragen. Der Wasserverbrauch ist insgesamt relativ gering und spielt eine untergeordnete Rolle, da Wasser ausschließlich für den normalen täglichen Gebrauch zur Verfügung steht und nur zu einem geringen Teil für die Produktion verwendet wird. Die Steigerung des Wasserverbrauchs um 28% resultiert aus der Bereitstellung von Wasser für den Neubau des Entwicklungs- und Technologiezentrums (ETZ) und dem Mitarbeiterzuwachs am Standort Augsburg.

Im Jahr 2015 wird der gesamte Standort Augsburg auf Fernwärme umgestellt. Mit der Entscheidung für Fernwärme wurden die Weichen für eine energieeffiziente, umweltschonende und zukunftssichere Energieversorgung gestellt. Neben der signifikanten Senkung des CO2 -Verbrauches wird der Primärenergiefaktor von 1,1 auf 0,32 reduziert.

Somit werden die Umweltauswirkungen bei steigender Standortnutzung kontinuierlich gesenkt und die Anforderungen der neuesten Fassung der Energieeinsparverordnung (EnEV) an die Energieeffizienz bei Neu- und Bestandsbauten erfüllt. Bei der Umstellung des gesamten Standortes auf Fernwärme im Oktober 2015 wird von April bis August 2015 die komplette Heizungszentrale durch eine moderne Wärmeübergabestation ersetzt. Da Fernwärme bei gleicher Leistung gegenüber Gas nur die Hälfte an CO2 -Emissionen erzeugt, trägt KUKA wesentlich zur Reduzierung von CO2 -Emissionen bei. Durch die Modernisierung und die Effizienzsteigerung der gesamten Heizungsanlage werden zusätzlich Einsparungen beim Verbrauch erwartet und somit die Betriebskosten und der CO2 -Ausstoß weiter reduziert.

KENNZAHLEN ÖKOLOGIE

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2013 2014
Anzahl Standorte weltweit 37 53
davon mit Zertifizierung ISO 9011 20 24
davon mit Zertifizierung ISO 14011 10 11
Verbrauch (Standorte Augsburg)
Strom (MWh) 12.984 13.095
Wärme (MWh) 14.885 11.274
Wasser (rn3 ) 20.619 26.368
CO2 (t) 11.690,20 9.736

KUKA beteiligt sich bei Carbon Disclosure

Seit 2008 beteiligt sich die KUKA Aktiengesellschaft am Carbon Disclosure Project. Diese Organisation veröffentlicht einmal jährlich Informationen zur Ökobilanz börsennotierter Unternehmen und zu den Geschäftschancen mit nachhaltigen Produkten. Das Carbon Disclosure Project wird von vielen Investorengruppen unterstützt (www.cdproject.net). 2014 konnte sich KUKA im Gesamtergebnis tendenziell verbessern. Außerdem hat das Unternehmen an verschiedenen Ratings zum Thema Nachhaltigkeit u.a. von der Agentur Vigeo teilgenommen. Die Ergebnisse können unter der E-Mail-Adresse [email protected] angefragt werden. Es liegen Informationen zu Corporate Governance, Human Resources und Umwelt vor.

Mitarbeiter

Internationalisierung im KUKA Konzern

KUKA hat sich zu einem global agierenden Konzern entwickelt und bleibt weiter auf Wachstumskurs. Die Mitarbeiterzahlen sind im Berichtsjahr vor allem durch die Akquisitionen stark gestiegen. Doch auch organisch wurde Personal aufgebaut, insbesondere im strategisch wichtigen Wachstumsmarkt China sowie in Nordamerika. Um die Technologieführerschaft im dynamischen Wettbewerb zu halten und weiter auszubauen, wurden auch im Bereich Forschung und Entwicklung Mitarbeiter eingestellt. Angesichts des schnellen Wachstums und der zunehmenden Internationalisierung des Konzerns, wurde im Berichtsjahr ein konzernübergreifendes Führungsleitbild erarbeitet. Ziel ist eine einheitliche Führungskultur mit einem gemeinsamen Verständnis für Werte und Prinzipien innerhalb des KUKA Konzerns. Auch am Standort Deutschland zeigt sich die Internationalität. Zum Ende des Berichtsjahres waren Mitarbeiter 45 unterschiedlicher Nationalitäten beschäftigt. KUKA arbeitet weiterhin daran, seine Attraktivität als Arbeitgeber zu stärken. Die 2013 groß angelegte Employer Branding Kampagne wurde im Berichtsjahr fortgesetzt und eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung der Nachwuchskräfte sowie Kooperationen mit namhaften Hochschulen fokussiert. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie das betriebliche Gesundheitsmanagement werden weiter ausgebaut.

Starker Personalaufbau durch Akquisitionen

KUKA hat im Berichtsjahr weiter stark daran gearbeitet, sich in Branchen und Regionen zu diversifizieren. Hierzu haben die getätigten Akquisitionen einen großen Teil beigetragen. Mit dem Erwerb der Unternehmen Reis, Alema und Swisslog hat sich die Belegschaft im KUKA Konzern deutlich erhöht. Zusätzlich stiegen die Mitarbeiterzahlen aufgrund von Neueinstellungen vor allem in China, Nordamerika und Deutschland. Die Belegschaft des Konzerns erhöhte sich von insgesamt 7.990 zum Jahresende 2013 auf 12.102 zum Jahresende 2014. Dies entspricht einem Anstieg um 51,5% bzw. 4.112 Mitarbeiter. Rund 85% dieses Anstiegs sind auf die akquirierten Unternehmen Swisslog (2.369 Mitarbeiter), Reis (1.032 Mitarbeiter) und Alema (87 Mitarbeiter) zurückzuführen. Bei Robotics wurde die Belegschaft um 6,7% von 3.416 auf 3.644 Mitarbeiter aufgestockt. Der Aufbau erfolgte hier in den Bereichen General Industry, Service und Forschung und Entwicklung; nach Regionen in Deutschland und China. Die Mitarbeiterzahl von Systems, die die Belegschaft von Reis und Alema enthält, stieg von 4.362 auf 5.810 und damit um 33,2%. Systems stellte vor allem im Zusammenhang mit dem wachsenden Nordamerika-Geschäft Mitarbeiter ein.

Stabile Altersstruktur

Der konzernweite Altersdurchschnitt lag mit 40,8 Jahren etwa auf Vorjahresniveau (2013: 41 Jahre). Die Zahl der Mitarbeiter mit Betriebsjubiläum am Standort Augsburg ist gestiegen. Im Berichtsjahr wurden 89 Mitarbeiter für jeweils 25 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt, neun Mitarbeiter feierten ihr 40. Firmenjubiläum und eine Mitarbeiterin ihr 50.

Berufliche Ausbildung auf hohem Niveau

Der KUKA Konzern beschäftigte Ende Dezember 2014 an seinen deutschen Standorten in Augsburg, Bremen und Schwarzenberg/Erzgebirge sowie bei der Reis Gruppe insgesamt 372 Auszubildende (FTE) (2013: 236). Der Anstieg ist auf den Einbezug des Unternehmens Reis zurückzuführen. Die Zentralisierung der Ausbildung in der KUKA Aktiengesellschaft, die im Jahr 2013 erfolgte, hat sich bewährt. So erhalten die Auszubildenden mehr Möglichkeiten zur eigenen Weiterbildung und lernen global und unternehmensübergreifend zu denken und zu handeln. KUKA legt großen Wert darauf, dass die Auszubildenden bereits frühzeitig mit der Internationalität des Konzerns vertraut gemacht werden. Jedes Jahr sammeln Auszubildende Auslandserfahrungen an anderen KUKA Standorten wie zum Beispiel in China oder den USA. KUKA hält in der Ausbildungsqualität und beim Leistungsniveau weiterhin einen hohen Standard. Das bestätigen immer wieder die Auszeichnungen von KUKA Absolventen als Jahrgangsbeste. Im Berichtsjahr ehrte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel den Auszubildenden Alexander Kurdas als bundesweit besten in seinem Beruf des Elektronikers für Automatisierungstechnik.

Breites Angebot in der Aus- und Weiterbildung

Das breite Ausbildungsangebot des KUKA Konzerns reicht von technischen bis hin zu kaufmännischen Berufen:

Industrie- und Zerspanungsmechaniker/-in
Mechatroniker/-in
Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik
lndustriekaufmann/-frau
Fachinformatiker/-in
Technische/-r Produktdesigner/-in
Fachkraft für Lagerlogistik
Kaufmann/-frau für Speditions- und Logistikdienstleistungen

Der Anteil an weiblichen Auszubildenden in technischen Berufen liegt seit einigen Jahren konstant bei rund 20%. Insbesondere durch die jährliche Teilnahme am Girls' Day, das Angebot von Schnupperlehren für Mädchen und Kooperationen mit Mädchenschulen sollte sich dieser Anteil weiter erhöhen. Außerdem nimmt KUKA an UniMentoSchule teil, einem Berufs- und Studienorientierungsprojekt der Universität Augsburg, das sich an Schülerinnen der 10.-12. Jahrgangsstufe richtet und Einblicke in die MINT-Berufe ermöglicht.

Im Berichtsjahr hat das Unternehmen außerdem die Kontakte zu den Schulen in der Region ausgeweitet. Schüler von Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien können die Berufswelt bei KUKA in einem einwöchigen Schnupperpraktikum kennenlernen. Am Standort Augsburg nutzten dies 2014 circa 140 Schüler. Darüber hinaus konnten Schüler im Rahmen von Betriebsführungen und vielen weiteren regionalen Aktionstagen das Ausbildungszentrum kennenlernen.

Zusätzlich zu den klassischen Ausbildungsberufen bietet KUKA ein duales, ausbildungsintegriertes Studium an der Hochschule München bzw. Hochschule Augsburg mit dem Ziel des Bachelor-Abschlusses an. Neben dem dualen Verbundstudium Maschinenbau, Mechatronik und Elektrotechnik stehen nun auch die Fachrichtungen Betriebswirtschaft, Informatik und Wirtschaftsinformatik zur Wahl.

Die interne Weiterbildung der Mitarbeiter wird bei KUKA groß geschrieben. Einen wichtigen Baustein stellt hier zum Beispiel am Standort Augsburg die KUKA Academy dar, deren Angebot von Jahr zu Jahr stärker von den Mitarbeitern nachgefragt wird. Das breite Angebot umfasst beispielsweise Computer- und Sprachkurse, fachspezifische Kurse aus den Bereichen Vertrieb, Einkauf, Betriebswirtschaft oder Projektmanagement sowie Seminare zu Soft Skills. Im Jahr 2014 nahmen am Standort Augsburg 1.503 Mitarbeiter an insgesamt 125 Seminaren teil.

Kooperationen mit Hochschulen weltweit

Weltweit pflegt KUKA Kooperationen mit Hochschulen, wie zum Beispiel der Tongji Universität in Shanghai oder der TU München, und arbeitet in einigen internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit namhaften Universitäten zusammen. Enger Kontakt besteht in der Region mit den Hochschulen in Augsburg und Kempten. KUKA hat während des Berichtsjahres an zahlreichen Hochschulkontaktmessen teilgenommen und war Hauptsponsor der "Pyramid" in Augsburg. Auf der "Pyramid" werden Kontakte zwischen Firmen und Berufseinsteigern hergestellt. KUKA nahm außerdem am "Career Day" der Academica in Augsburg teil.

Neues Führungsleitbild

Angesichts der Internationalen Ausrichtung und des starken Wachstums des KUKA Konzerns wurde im Berichtsjahr ein konzernübergreifendes Führungsleitbild entwickelt. Rund 250 Mitarbeiter aus verschiedenen Regionen und Gesellschaften haben gemeinsam in Workshops die Leitsätze erarbeitet. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Leitsätze Spielraum für kulturspezifische Interpretationen lassen und somit international als Basis für eine einheitliche Führungskultur dienen können. Die Umsetzung des Führungsleitbildes in den einzelnen Ländern hat bereits begonnen.

Förderung der Vielfalt

KUKA Mitarbeiter haben im Berichtsjahr eine Diversity-Initiative ins Leben gerufen. Unter der Schirmherrschaft von Jurate Keblyte, kaufmännische Geschäftsführerin der KUKA Robotics GmbH, wurden in Workshops Ziele und Maßnahmen erarbeitet, um die Vielfalt im Konzern zu fördern. Im Jahr 2015 sollen diese konkretisiert und umgesetzt werden.

Starke Arbeitgebermarke

Die 2013 groß angelegte Employer Branding Kampagne für unterschiedliche Zielgruppen wird weiter verfolgt, um die Außenwahrnehmung von KUKA als attraktiver Arbeitgeber zu stärken. Nun wird an der Umsetzung für die Standorte China und USA gearbeitet, um auch dort die Arbeitgebermarke erfolgreich zu stärken. Die Attraktivität des Arbeitsumfeldes bei KUKA schlägt sich in externen Bewertungen nieder. Im trendence Graduate Barometer 2014, dem eine Befragung von Schülern, Studierenden und jungen Berufstätigen nach ihrem Wunscharbeitgeber zugrunde liegt, rückte KUKA im Bereich Engineering auf Platz 40 vor und im Bereich IT auf Platz 78. In der Kategorie European Engineering/IT verbesserte sich KUKA in den Top 500 auf Platz 169. KUKA unterstützte im Berichtsjahr weiterhin die Initiative "Fair Company", die sich für faire Praktika und echte Chancen für Hochschulabsolventen einsetzt. Das bedeutet zum Beispiel, dass Praktikumsplätze bei KUKA vornehmlich zur beruflichen Orientierung angeboten werden, und Hochschulabsolventen, die sich auf eine Festanstellung beworben haben, nicht mit einem Praktikum vertröstet werden.

Mitarbeiteraktienprogramm

Die KUKA Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Unternehmenserfolg und zeigen großes Interesse am Mitarbeiteraktienprogramm. Im Berichtsjahr nahmen 314 Mitarbeiter daran teil. Es gingen 68.805 Aktien auf die Mitarbeiter über.

NACHTRAGSBERICHT

Seit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres bis zum Datum dieses Lageberichts haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ergeben.

PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Grundsätze

Der KUKA Konzern ist ein global aufgestelltes und international operierendes Unternehmen. Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber insbesondere in technologischer Hinsicht auch eine Vielzahl von Risiken. Ziel des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig für alle Stakeholder und Shareholder zu steigern.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Vorstand ergänzend zum bestehenden internen und externen Berichtswesen ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des Konzerns installiert, mit dem externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert, kontrolliert und berichtet werden.

Identifizierte Risiken werden konzernweit nach ihrem potenziellen Einfluss auf den Ergebnisbeitrag unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ beurteilt. Dabei werden Worst-, Medium- und Best-Case-Szenarien einschließlich des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden. Im Einklang mit den Rechnungslegungsvorschriften erfolgt bei der Risikobewertung eine entsprechende Berücksichtigung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen im Jahresabschluss. Somit werden als Risiken dann die ungesicherten Restrisiken, d.h. Risiken nach Risikobegrenzungsmaßnahmen, dargestellt.

Dem Risikomanagementsystem liegt ein monatlicher Meldeprozess (Risikoinventur) zugrunde, der sowohl die Identifikation von Neurisiken als auch die Folgebewertung bestehender Risiken umfasst. Die so zusammengetragenen Informationen werden in einem ebenfalls monatlich zu erstellenden und an den Vorstand des KUKA Konzerns adressierten Risikobericht zusammengefasst. Dieser beinhaltet unter anderem eine Top-10-Risikobetrachtung sowie eine Risiko-Exposure-Betrachtung (Risikogesamtsituation) für die Geschäftsbereiche, die KUKA Aktiengesellschaft als Holdinggesellschaft sowie den KUKA Konzern. Die Top-10-Rislken sind ferner fester Bestandteil des internen Management Reportings zum Monatsabschluss und werden monatlich im Rahmen von Ergebnisdurchsprachen zwischen dem Vorstand des KUKA Konzerns und dem Management der Geschäftsbereiche besprochen. Die gemeldeten Risiken werden dem Vorstand zusätzlich quartalsweise im Risikosteuerungskreis vorgetragen und erläutert. Hier wird außerdem festgelegt, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind, oder ob weitere Schritte einzuleiten sind. Die Plausibilisierung von gemeldeten Risiken findet in diesem Steuerungskreis ebenso statt wie die Ableitung von Handlungsalternativen zur Vermeidung von ähnlichen Risiken in der Zukunft. Darüber hinaus ist der Risikobericht Gegenstand von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats, insbesondere des Prüfungsausschusses.

Die jeweils direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken liegt beim Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften. Risikokoordinatoren in den zentralen und dezentralen Unternehmenseinheiten sorgen für eine einheitliche Berichterstattung mit klar definierten Meldewegen und mit an die Gesellschaftsgröße angepassten Meldegrenzen. Für den Fall, dass konzernweit fest definierte Meldegrenzen überschritten werden, besteht ferner eine interne Ad-hoc-Meldepflicht. Durch konzernweit einheitliche Vorgehensweisen werden Effizienz und Effektivität im Risikomanagement sichergestellt. Die Koordination des Risikomanagementsystems erfolgt durch den Leiter Risikomanagement. Von ihm werden die gemeldeten Einzelrisiken zu den genannten Top-10-Risikoübersichten bzw. Risiko-Exposure-Übersichten aggregiert, kommuniziert und überwacht. Diese Funktion ist im Konzerncontrolling der KUKA Aktiengesellschaft verankert, das Konzerncontrolling ist direkt dem Vorstand Finanzen und Controlling der KUKA Aktiengesellschaft unterstellt. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Risikomanagement integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses im KUKA Konzern ist.

Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglichte der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Im Rahmen ihrer regulären Prüfungstätigkeit überwacht die interne Revision die Einhaltung der Risikomanagement-Richtlinie des KUKA Konzerns und damit die Effektivität der implementierten Verfahren und Instrumente; sie schließt, sofern relevant, die Risikoverantwortlichen in den Prüfungsumfang mit ein. Darüber hinaus gewährleisten regelmäßige Prüfungen des Risikomanagementprozesses durch die interne Revision dessen Effizienz und Weiterentwicklung. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Neben dem Risikomanagementsystem besteht im KUKA Konzern ein internes Kontrollsystem (vgl. Lagebericht, Abschnitt Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, Seite 53ff.), welches über das Risikomanagement hinaus die Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts- und Rechnungslegungsprozesse permanent überwacht und unterstützt.

Strategische Risiken und Chancen

Ziel der Geschäftsbereiche ist es, in ihren jeweiligen Märkten zu den Technologie- und Marktführern zu gehören. Die konsequente Weiterentwicklung ihrer technologischen Basis über koordinierte Innovationsprogramme hat deshalb zentrale Bedeutung. Hierbei besteht eine wesentliche Aufgabe darin, Chancen und Risiken technischer Innovationen rechtzeitig zu erkennen und diese auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Möglichen Fehleinschätzungen des Marktes wird durch regelmäßige, teilweise dezentrale Markt- und Wettbewerbsanalysen entgegengewirkt. Anwendungsorientierte Entwicklungen, Systempartnerschaften und Kooperationen, z.B. mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Weßling bei München, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und mehreren Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, vermindern das Risiko nicht marktgerechter Entwicklungsleistungen. Eine Quantifizierung strategischer Risiken und Chancen findet nicht statt.

Operative Risiken und Chancen

KUKA Konzern

Aus der Bewertung der operativen Risiken anhand der im Abschnitt Grundsätze beschriebenen Vorgehensweise ergibt sich folgendes Bild über die Risikogesamtsituation (Risiko-Exposure) des Konzerns. Betrachtet werden die aggregierten Summen Maximalrisiko (worst case) und Risikoerwartungswert (REW), die sich aus den mit ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit gewichteten Szenarien der Einzelrisiken errechnen. Eine Bewertung der Chancen erfolgt auf Ebene der Geschäftsbereiche und wird nicht weiter aggregiert verfolgt.

RISIKO-EXPOSURE KONZERN

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in Mio. € worst case Risikoerwartungswert
Rechtliche Risiken 15,2 2,9
Wirtschaftliche Risiken 16,8 1,7
Gesamtsumme Konzern 32,0 4,6

Die rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus den Aktivitäten der Geschäftsbereiche Robotics und Systems. Nähere Erläuterungen zu dieser Risiko-Exposure finden Sie in den nachfolgenden Abschnitten zu den einzelnen Risikobereichen. Dabei wird auch eine Bewertung der betrachteten Einzelrisiken bzgl. ihres Schadenspotenzials (worst case) und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit angegeben. Diese orientiert sich an folgenden Bandbreiten:

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Schadenspotenzial Eintrittswahrscheinlichkeit
gering bis 5 Mio. € bis 10%
mittel 5 bis 10 Mio. € 10 bis 25%
hoch 10 bis 20 Mio. € 25 bis 40%
sehr hoch über 20 Mio. € über 40%

Einzelheiten zur bilanziellen Vorsorge für die betrachteten Risiken finden Sie im Anhang.

Das chancen- und risikoorientierte Controlling im KUKA Konzern sorgt dafür, dass Chancen und Risiken in die Unternehmenssteuerung einfließen. Auf entsprechende Chancen wird in der Beschreibung in den folgenden Abschnitten näher eingegangen. Auf Geschäftsbereichsebene werden überwiegend operative, (leistungs-)wirtschaftliche Chancen und Risiken gesteuert. Die Analyse und Steuerung geschäftsbereichsübergreifender Chancen und Risiken wie Finanzierung, Personal oder IT erfolgt auf Konzernebene und nicht in den einzelnen Geschäftsbereichen; daher wird hier im Chancen- und Risikobericht auf die jeweiligen Themen entsprechend nur aus Sicht des Gesamtkonzerns eingegangen.

Rechtliche Risiken

Da KUKA weltweit tätig ist, müssen eine Vielzahl internationaler und landesspezifischer Rechtsnormen und Anweisungen von beispielsweise Finanzverwaltungen beachtet werden. Hierfür werden fallweise Spezialisten für das jeweilige nationale Recht hinzugezogen. Aus veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich Chancen und Risiken. So können steuerliche Betriebsprüfungen zu einer Belastung für den Konzern aus Prüfungsfeststellungen mit daraus abgeleiteten Zinsen, Strafen und Steuernachzahlungen führen. Aus heutiger Sicht sind keine Steuer- und Gesetzesvorhaben absehbar, die zu erheblichen Nachteilen für den KUKA Konzern führen können. Für steuerliche Risiken wird eine nach Kenntnis angemessene Vorsorge getroffen. Näheres finden Sie im Konzernanhang, Seite 99ff.

Rechtliche Risiken werden, wo möglich, durch standardisierte Rahmenverträge begrenzt. Die Rechtsabteilung des Konzerns unterstützt hierbei die operativen Gesellschaften und trägt so zur Risikobegrenzung bei. Dies betrifft Risiken aus laufenden Verträgen, Gewährleistungsverpflichtungen und Garantien sowie spezifische Länderrisiken wie z.B. der mangelnde Patent- und Markenschutz in Asien. Zur Sicherstellung des geistigen Eigentums hat KUKA eine eigenständige Strategie formuliert, die vor allem durch Patente und Schutzrechte abgesichert wird.

Des Weiteren besteht eine konzernweite D&O-Versicherung (Directors' and Officers' Liabilitiy Insurance), welche u.a. für die geschäftsführenden Organe (Vorstand und Geschäftsführer) sowie Aufsichtsorgane (Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräte) der in- und ausländischen Konzerntochtergesellschaften abgeschlossen wurde, jährlich findet eine Überprüfung des vorhandenen Versicherungsschutzes statt, um das Verhältnis aus Versicherungsschutz und Selbstbehalten versus Risikoprämie abzuwägen.

Wirtschaftliche Risiken

Die Beschreibung der (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken erfolgt in den folgenden Abschnitten.

Operative Risiken und Chancen der Geschäftsbereiche

KUKA ist einem zyklischen Investitionsverhalten ihres Kundenkreises in relevanten Teilmärkten ausgesetzt. Dabei stellt die Automobilbranche mit ihren oligopolistischen Strukturen und dem steten Preisdruck einen wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens in den Geschäftsbereichen Systems und Robotics dar. Schwankungen der Investitionstätigkeit werden auch unter Auswertung von Veröffentlichungen in den jeweiligen strategischen und operativen Planungen berücksichtigt. Bedingt durch das zyklische Geschäft wird stets darauf geachtet, hinreichende Flexibilität der eigenen Kapazitäten und der Kostenbasis zu gewährleisten.

KUKA profitierte im gesamten Geschäftsjahr 2014 von der hohen Investitionsbereitschaft sowohl in der Automobilindustrie als auch in der Luftfahrtindustrie sowie im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau. Zusätzliche Chancen liegen darin, dass den wichtigsten Automobilkunden des KUKA Konzerns in deren Wettbewerbsumfeld eine sehr gute Marktposition beigemessen wird. Im Vergleich zu den eigenen Wettbewerbern hat der KUKA Konzern aufgrund der Vorteilhaftigkeit des Kundenportfolios Chancen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung, insbesondere bezüglich der Entwicklung der Marktanteile. Weitere Chancen ergeben sich insbesondere aus dem allgemeinen Trend zur weiteren Automatisierung auch in nichtindustriellen Bereichen, wie den langfristigen Perspektiven in der Betreuung einer älter werdenden Gesellschaft.

Um eine für unsere Kunden bestmögliche Qualität der Produkte sicherzustellen, arbeitet KUKA mit Lieferanten zusammen, für die Qualität, Innovationsstärke, ständige Verbesserungen und Zuverlässigkeit im Fokus stehen. Im Allgemeinen bezieht KUKA Produktkomponenten von mehreren Anbietern, um das Risiko signifikanter Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen zu minimieren, ist aber dennoch in wenigen Ausnahmefällen mangels verfügbarer Bezugsalternativen von einzelnen, marktbeherrschenden Lieferanten abhängig.

KUKA Robotics

Anhaltendes Kostenbewusstsein und die Forderung nach ständigen Produktinnovationen aller Kunden weltweit, insbesondere aus der Automobilindustrie und von deren Zulieferern, stellen die wesentlichen Herausforderungen für das Produktangebot dieses Geschäftsbereichs dar. Die Folge sind ein steter Preisdruck und potenziell längere Nutzungszyklen der eingesetzten Roboter bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an Qualität und längere Garantiezeiten.

KUKA Robotics wirkt diesem Trend mit der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen entgegen, die den Kunden in bestehenden Märkten nachweisbare finanzielle Vorteile durch einen raschen Mittelrückfluss bieten. Bei der Einführung neuer Produkte bestehen Risiken hinsichtlich der Produkteigenschaften und der Qualitätszusagen, die im Falle von Nacharbeiten zu entsprechenden Kosten führen können. KUKA verfügt zur Vermeidung und Beherrschung solcher Risiken über ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, welches umfangreiche Test- und Prüfprozesse beinhaltet.

Eine Chance stellt die ständige Verbreiterung der Kundenbasis in der General Industry dar. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie zur Erschließung neuer Absatzmärkte neben der Automobilindustrie. Dieser Prozess beinhaltet die Erschließung von Märkten in der Medizintechnik und in sonstigen konsumnahen Bereichen, in denen zukünftig eine Mensch-Maschinen-Kollaboration erforderlich sein wird. Sie ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter, ohne dass Schutzzäune oder ähnliche Sicherheitseinrichtungen notwendig werden. Eine Teilorganisation des Geschäftsbereichs, die sogenannte Advanced Robotics, arbeitet fokussiert an der technischen Realisierung solcher innovativen Produkte und Applikationen. Durch eine zunehmende Verteilung der Wertschöpfung auf verschiedene Währungszonen soll die Ertragskraft des Unternehmens unabhängiger von Währungsschwankungen werden.

RISIKO-EXPOSURE ROBOTICS

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in Mio. € worst case Risikoerwartungswert
Rechtliche Risiken 7,0 2,7
Wirtschaftliche Risiken 6,2 1,7
Gesamtsumme Robotics 13,2 4,4

Alle Einzelrisiken weisen ein geringes Schadenspotenzial (bis 5,0 Mio. €) bei einer mittleren bis hohen Eintrittswahrscheinlichkeit (bis 40,0%) aus. Einzelheiten zur bilanziellen Vorsorge für die betrachteten Risiken finden Sie im Anhang.

KUKA Systems

Aufgrund der langen Durchlaufzeiten der Aufträge, der oft erforderlichen Spezifikationsanpassungen während der Abarbeitung der Aufträge, der geringen Frequenz der Auftragseingänge sowie des Preis- und Wettbewerbsdrucks besteht ein geschäftsimmanentes Risiko für den Umsatz und das Ergebnis in diesen Aufträgen. Ergänzend können sich weitere Projektrisiken, z. B. aufgrund von Projektfehlkalkulationen oder Konventionalstrafen wegen Terminverzögerungen, ergeben. Der Geschäftsbereich setzt deshalb entsprechende Risikochecklisten für die einzelnen Aufträge ein, mit denen bereits vor Annahme der Angebote eine Prüfung insbesondere der rechtlichen, wirtschaftlichen und technologischen Risiken erfolgt. Während der Projektabwicklung werden Solvenzrisiken überwacht und mittels eines stringenten Projekt- und Forderungsmanagements verfolgt und damit reduziert. Andere Risiken werden laufend beobachtet und bei Bedarf durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Chancen bestehen insbesondere bei geringeren Einstandspreisen von Zukaufteilen im Vergleich zur Kalkulation sowie bei der Abrechnung von Änderungsaufträgen des Kunden im Projektverlauf.

Die Ausweitung der weltweiten Produktionskapazitäten der großen Automobilhersteller weist derzeit eine hohe Dynamik auf. Insbesondere in Südamerika und Asien arbeitet KUKA intern verstärkt in Verbundprojekten, wobei mehrere Landesgesellschaften des Geschäftsbereichs gemeinsam an einem Kundenprojekt arbeiten. In solchen Fällen ergeben sich Risiken hinsichtlich der Informationsbasis, der Wertschöpfungsprozesse und des IT-systemübergreifenden Projektmanagements. Darüber hinaus bestehen insbesondere in den Schwellenländern aufgrund des außerordentlich schnellen und starken Wachstums des Geschäftsvolumens Risiken hinsichtlich der organisatorischen Strukturen. KUKA entgegnet diesen Risiken mit der weiteren Harmonisierung seiner global eingesetzten IT-Systeme und durch Einsatz erfahrener interner und externer Mitarbeiter beim Auf- und Ausbau der jeweiligen lokalen Strukturen.

Die steigende Modellvielfalt in der Automobilindustrie wirkt sich positiv auf das adressierbare Marktvolumen aus, da steigende Anforderungen an flexible Produktionssysteme gestellt werden, die zum Neubau bzw. Umbau von Produktionslinien führen. Hieraus ergeben sich für Systemanbieter und Zulieferer neue Geschäftsmöglichkeiten. Knappe Ressourcen erfordern den Bau von kleineren oder ressourcenschonenden Fahrzeugen, die mit alternativen Energien angetrieben werden. Deshalb werden insbesondere die amerikanischen Automobilhersteller zukünftig Investitionen in den Neubau von Produktionslinien bzw. den Umbau von bestehenden Produktionsanlagen tätigen müssen.

Betreibermodelle wie die KUKA Toledo Production Operations (KTPO) bieten zusätzliche Chancen, aber auch Risiken. Die Marke Jeep Wrangler weist im Vergleich zu den übrigen amerikanischen Fahrzeugmodellen nach wie vor überdurchschnittliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, an denen KUKA auch im Jahr 2014 partizipiert hat. Risiken bestehen in diesem Zusammenhang in einer stärkeren Abhängigkeit von den produzierten Volumina für den amerikanischen Automobilmarkt.

Fundierte Marktanalysen haben ergeben, dass KUKA Systems auch langfristige Geschäftspotenziale neben der Automobilindustrie in der General Industry hat. Aktuelle Beispiele hierfür sind die Luftfahrtindustrie sowie weitere durch die Akquisition der Reis Gruppe hinzugekommene Märkte, die auch 2014 zu neuen Aufträgen geführt haben. Neben der Chance der Erschließung neuer Marktpotenziale sind die wesentlichen Risiken hier vor allem technisch bedingt, da die Kunden selbst in vielen Fällen über keine eigenen Erfahrungen in der Automatisierungstechnik verfügen. Deshalb ist insbesondere bei Anwendung neuer Automatisierungstechniken die Prüfung der technischen Risiken im Rahmen der oben angesprochenen Risikochecklisten wesentliches Instrument zur Risikomitigation.

RISIKO-EXPOSURE SYSTEMS

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in Mio. € worst case Risikoerwartungswert
Rechtliche Risiken 8,2 0,2
Wirtschaftliche Risiken 10,6 0,0
Gesamtsumme Systems 18,8 0,2

Alle Einzelrisiken weisen maximal ein geringes bis mittleres Schadenspotenzial (bis 10,0 Mio. €) sowie eine geringe bis sehr hohe Eintrittswahrscheinlichkeit (über 40,0%) aus. Einzelheiten zur bilanziellen Vorsorge für die betrachteten Risiken finden Sie im Anhang.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den zentralen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit. In diesem Zusammenhang optimiert die Holding auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken über das konzernweit einheitliche Treasury-Reporting-System. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung ihrer Zahlungsströme reduziert.

In den vergangenen Jahren wurde die Solvenz des KUKA Konzerns durch mehrere Maßnahmen gestärkt. Dabei wurde die Passivstruktur hinsichtlich der Festigkeiten und der eingesetzten Finanzierungsinstrumente neu geordnet. Im Jahr 2014 zählen hierzu die vorzeitige Tilgung der im November 2010 begebenen Anleihe mit einem Zinskupon von 8,75 % im Mal sowie die Eigenkapitalerhöhung im Dezember; Details hierzu finden Sie in den Jahresabschlusserläuterungen Finanzierung, Seite 96.

Der bis 2018 laufende Konsortialkreditvertrag enthält marktübliche Covenants. Ein Risiko für die Aufrechterhaltung von derartigen covenant-basierten Finanzierungen besteht grundsätzlich dann, wenn eine deutlich unter den Planungen verlaufende Geschäftsentwicklung und die daraus folgende Ertrags- und Finanzsituation ein Einhalten der definierten Grenzwerte nicht mehr gewährleistet. KUKA überwacht die Einhaltung dieser Covenants auf monatlicher Basis. Im gesamten Geschäftsjahr 2014 wurden die Covenants eingehalten. Zum 31. Dezember 2014 besteht bei allen Covenants ein deutlicher Abstand zu den vertraglichen Grenzwerten. Ausführliche Angaben zum Konsortialkredit wie auch der Inanspruchnahme der darin vereinbarten Kreditlinien finden Sie in den Jahresabschlusserläuterungen Finanzierung, Seite 96.

Ein Risiko, welches auch auf den Geschäftsverlauf nach 2014 Auswirkung haben wird, stellen die Wechselkursschwankungen - insbesondere beim japanischen Yen, dem US-Dollar, dem chinesischen Yuan, dem ungarischen Forint und dem Schweizer Franken - dar; z. B. ergeben sich durch die beobachtete Entwicklung der Abwertung des Yen gegenüber dem Euro Vorteile für japanische Wettbewerber. Das transaktionsbezogene Wechselkursrisiko wird durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Detailliert wird über das zentrale Devisenmanagement im Konzernanhang unter Finanzinstrumente auf der Seite 74 berichtet. Translationsrisiken - also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände - aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen werden grundsätzlich nicht abgesichert, jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko (Wettbewerbsrisiko) wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Länder reduziert (natural hedging). Interne Richtlinien regeln die Verwendung von Derivaten, die einer ständigen internen Risikokontrolle unterliegen.

Personalrisiken und -chancen

Der Erfolg des KUKA Konzerns, eines von Hochtechnologie geprägten Unternehmens, hängt maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Personalrisiken erwachsen dem Konzern im Wesentlichen aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Die verbesserten wirtschaftlichen wie auch konjunkturellen Aussichten ermöglichten es dem Unternehmen, das Stammpersonal langfristig zu binden und neue hoch qualifizierte Mitarbeiter auszubilden bzw. für eine Tätigkeit im Konzern zu gewinnen. Dies gilt für die traditionellen Märkte in Europa und den USA, vor allem aber auch für die Rekrutierung von Mitarbeitern in den Wachstumsmärkten, in denen der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern stetig zunimmt. Nicht zuletzt durch interne Weiterbildungsmöglichkelten wie in der KUKA Academy oder dem Ideenmanagement ergeben sich Chancen, die aus einer höheren Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter resultieren.

Informationstechnische Risiken und Chancen

IT-Risiken haben in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund der Bedeutung der IT für die Geschäftsprozesse zugenommen. Dies betrifft sowohl die Häufigkeit von beispielsweise Virenangriffen oder Hacking als auch deren mögliches Schadenspotenzial. Die bestehenden IT-Sicherheits-Systeme und das vorhandene Business-Continuity-Management sowie Richtlinien und Organisationsstrukturen werden regelmäßig optimiert und überprüft, um mögliche informationstechnologische Risiken, wie z. B. den Ausfall von Rechenzentren oder sonstigen IT-Systemen, bereits im Vorfeld zu erkennen bzw. zu minimieren. Dies erfolgt unter anderem durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software. Durch die laufende Optimierung von IT-gestützten Prozessen lassen sich langfristig Kostensenkungspotenziale und kontinuierliche Qualitätsverbesserungen realisieren. Durch die konsequente Überwachung der betreffenden Prozesse wird sichergestellt, dass Risiken sowohl aus zunehmenden externen Bedrohungen als auch aus der Abhängigkeit von der weiter fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse reduziert werden.

Compliance-Risiken

Compliance-Verstöße könnten zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich zukünftigen Verhaltens, der Herausgabe von Gewinnen, dem Ausschluss aus bestimmten Geschäften, dem Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen führen. Des Weiteren könnte eine Verwicklung in potenzielle Korruptionsverfahren der Reputation des KUKA Konzerns insgesamt schaden und nachteilige Auswirkungen auf das Bemühen haben, sich um Geschäfte mit Kunden sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors zu bewerben. Die Ermittlungen könnten sich auch auf Beziehungen zu Geschäftspartnern, von denen der KUKA Konzern abhängt, sowie auf die Fähigkeit, neue Geschäftspartner zu finden, nachteilig auswirken. Sie könnten sich ferner nachteilig auf die Fähigkeit auswirken, strategische Projekte und Transaktionen zu verfolgen, die für das Geschäft wichtig sein könnten, wie z. B. Joint Ventures oder andere Formen der Zusammenarbeit. Laufende oder zukünftige Ermittlungen könnten zur Aufhebung einiger bestehender Verträge führen und Dritte, einschließlich Mitbewerber, könnten gegen den KUKA Konzern in erheblichem Umfang rechtliche Verfahren anstrengen.

Um diese Risiken transparent und kontrollierbar zu machen, wurde Anfang 2008 ein weltweit gültiges Corporate-Compliance-Programm implementiert. Der hierin verankerte Compliance-Ausschuss hält in regelmäßigen Abständen und bei Bedarf Sitzungen ab und berichtet an den Vorstandsvorsitzenden der KUKA Aktiengesellschaft; dieser berichtet direkt an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Die Gesamtverantwortung für das Corporate-Compliance-Programm liegt beim Vorsitzenden des Vorstands. Es unterliegt unter anderem einer strengen internen Kontrolle und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Wesentliche Risiken ergaben sich im Jahr 2014 hieraus nicht, da durch die frühzeitige Risikomitigation und Ursachenbekämpfung, wie z. B. die Anpassung von Geschäftsabläufen, aktiv gegengesteuert werden konnte.

Sonstige Risiken

Der KUKA Konzern beobachtet permanent weitere Risiken und steuert diesen so weit wie möglich entgegen. Risiken für die Umwelt sind aus betrieblichen Aktivitäten nicht zu erkennen, da auf den Einsatz von Gefahrstoffen verzichtet wird. Der Konzern nutzt teilweise im Eigentum befindliche Grundstücke und Immobilien im Rahmen seines Geschäftsbetriebes. Dabei trägt das Unternehmen Risiken für den Fall, dass dieses Eigentum mit etwaigen Altlasten, Bodenverunreinigungen oder sonstigen schädlichen Substanzen belastet ist. Nach heutigem Erkenntnisstand liegen keine wertmindernden, bilanziell zu berücksichtigenden Tatsachen vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich solche Tatsachen, die beispielsweise Kosten verursachende Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen würden, zukünftig ergeben könnten.

Über wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen, wird auf der Seite 57 berichtet. Um eine mögliche Übernahme des Unternehmens abschätzen zu können, werden regelmäßig Analysen der Aktionärsstruktur durchgeführt.

Zusammenfassende Bewertung

In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken durch Wechselkursschwankungen oder aus der Konzernfinanzierung ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.

PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt entwickelten sich in den letzten Jahren moderat und teilweise sogar rückläufig. Nach Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das weltweite Wirtschaftswachstum 2014 bei 3,3%. Verglichen mit dem Wachstum 2013 ist dies eine stabile Entwicklung (2013: 3,3%). Wie schon in den Jahren davor waren vor allem die Schwellen- und Entwicklungsländer Treiber des Wachstums. Die Industrieländer konnten sich zwar teilweise deutlich von der Finanz- und Schuldenkrise erholen, jedoch war ihr Wachstum merklich unterproportional verglichen mit den aufstrebenden Ländern. Für 2015 erwartet der IWF wieder ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft mit einer Zunahme der Wirtschaft um 3,5 %. Verglichen mit früheren Prognosen wurde diese Erwartung um 0,3 Prozentpunkte leicht reduziert.

Die Gesamtwirtschaft in Europa sollte sich aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen in den einzelnen Mitgliedsländern, des niedrigen Ölpreises und unterstützt durch die expansive Geldpolitik der europäischen Zentralbank auf niedrigem Niveau weiter stabilisieren. Für Deutschland, den wichtigsten Einzelmarkt für den KUKA Konzern, rechnet der IWF mit einer Wachstumsrate von 1,3% im Jahr 2015. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) veröffentlichte für den Auftragseingang der Maschinenbaubranche 2014 ein Wachstum von 2,0% im Jahresvergleich. Für die USA hat der IWF seine Wachstumsprognosen für 2015 leicht angehoben. Besonders die Nachfrage der privaten Haushalte, der niedrige Ölpreis und die expansive Geldpolitik der Notenbank FED sollten mögliche steigende Zinsen mehr als kompensieren. Konkret erwartet der IWF für 2015 ein Wachstum von 3,6% in den USA. Der nordamerikanische Markt ist für den KUKA Konzern der zweitgrößte Umsatzmarkt. Von den größeren Wirtschaftsmärkten sollte China 2015 nach Einschätzung des IWF immer noch das größte Wachstum verzeichnen können. Verglichen mit dem Vorjahr sollte sich das Wachstum aber verlangsamen. Gründe dafür sind die geringeren Exporte, eine schwächere Binnennachfrage und ein sich abkühlender Immobilienmarkt. Konkret erwartet der IWF für 2015 in China ein Wachstum von 6,8%. China ist für KUKA der drittgrößte Einzelmarkt weltweit. Erwartungen des IWF für die wichtigsten globalen Märkte:

WIRTSCHAFTSWACHSTUM

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in % 2013 2014 2015
Welt 3,3 3,3 3,5
Euro-Zone -0,5 0,8 1,2
USA 2,2 2,4 3,6
China 7,8 7,4 6,8
Deutschland 0,2 1,5 1,3
Entwicklungs-/ Schwellenländer 4,7 4,4 4,3

Quelle: IWF, Januar 2015

Globale Wachstumstreiber für die roboterbasierte Automation

Die Investitionen in Automation sind ungebrochen hoch. In seiner jüngsten Studie prognostiziert der Internationale Robotikverband "International Federation of Robotics" (IFR) eine entsprechende Expansion des weltweiten Robotermarktes. Vor allem produzierende Unternehmen profitieren durch die Automatisierung von Produktionsschritten. Hierbei sind die Themen Effizienzsteigerung, Verbesserung der Produktqualität, Erhöhung der Stückzahlen und der Produktvielfalt sowie Steigerung der Flexibilität hervorzuheben.

Rahmenbedingungen und die wichtigsten Märkte für KUKA

1) General Industry

Im Vergleich zur Automobilbranche ist die Roboterdichte (Anzahl Roboter pro 10.000 Mitarbeiter) in der General Industry noch relativ gering (siehe Grafik Seite 51). Im Durchschnitt erreicht die Automobilindustrie eine circa achtfach höhere Roboterdichte als die General Industry. Besonders der hohe Kostendruck, sich schnell wandelnde Märkte und Kundenwünsche sowie steigende Qualitätsansprüche erfordern eine flexible und effiziente Produktion, damit die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Aus diesem Grund ist das Potenzial für die Automatisierungsbranche generell sehr hoch. Vor allem für die Branchen Elektro (3C), Konsumgüter, Metall, Werkzeugmaschinen, Logistik und Flugzeugbau erwarten wir in den nächsten Jahren eine deutliche Zunahme der Investitionen in Automatisierungslösungen.

KUKA verfolgt die Strategie, ihre Marktanteile in der General Industry generell auszubauen und dabei die Expansion in den oben genannten Branchen zu forcleren. Dementsprechend wird gezielt in diese Kundensegmente investiert: 1) in neue Produkte, die die speziellen Bedürfnisse der Kunden erfüllen, 2) in den Personalaufbau mit Branchenexpertise in den fokussierten General Industry-Märkten, 3) in den Aufbau einer Vertriebsstruktur, die die Expansion in der General Industry unterstützt und 4) in Partnerschaften und Kooperationen, die die Marktposition in der General Industry stärken. KUKA hat zum Beispiel das französische Unternehmen Alema gekauft, mit dessen Hilfe das Bohren und Nietensetzen im Flugzeugbau automatisiert werden kann. Zusätzlich wird die Roboterfamilie KR AGILUS bezüglich Reichwelten, Gewichtsklassen und Einsatzfähigkeit kontinuierlich erweitert, um dieses Produkt auch neuen Kunden der General Industry anbieten zu können bzw. bei bestehenden Kunden das Einsatzspektrum zu erweitern. KUKA erwarb Ende 2014 die Mehrheit an Swisslog. In Zukunft plant KUKA neue Automatisierungslösungen durch die Verbindung von Robotern und mobilen Vehikeln zu entwickeln sowie im Kundensegment Logistik stärker zu wachsen.

2) Automotive Industry

Einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Roboterabsatzes hat die Internationale Automobilindustrie, auf die rund 40,0% der jährlich verkauften Roboter fallen. In den etablierten Produktionsländern wie Europa, USA und Japan ergeben sich Potenziale überwiegend durch die Modernisierung oder Umrüstung von bestehenden Produktionsanlagen. Darüber hinaus werden aber auch vermehrt die Produktionsschritte bezüglich eines Robotereinsatzes untersucht, die sich heute noch durch eine relativ niedrige Roboterdichte auszeichnen.

Die globalen Produktions- und Absatzzahlen von Fahrzeugen werden weiter steigen. Gemäß der Schätzungen von IHS Automotive (IHS) vom Januar 2014 werden die Pkw-Produktionszahlen weltweit von rund 84,0 Mio. Fahrzeugen im Jahr 2013 auf rund 103,0 Mio. Fahrzeuge im Jahr 2019 ansteigen. KUKA ist dabei nicht direkt von der Anzahl produzierter Fahrzeuge abhängig, jedoch steigt im gleichen Maße wie der Automobilabsatz die Modellvielfalt der Hersteller. Entsprechend müssen die Hersteller in neue Produktionsanlagen und in die Flexibilität bestehender Anlagen investieren, um dieses Wachstum möglichst effizient generieren zu können. KUKA erwartet daher, wie von der IFR prognostiziert, dass die Investitionen der Automobilhersteller in Automation weiter steigen werden, jedoch mit niedrigeren Wachstumsraten als in der General Industry. Neben der weiter steigenden Modellvielfalt sind die Treiber dieser Entwicklung die sinkenden Produktlebenszyklen bestehender Fahrzeugtypen und eine Zunahme von Modell-Plattformen ohne das Risiko von Effizienzverlusten. Zusätzlich werden verstärkt lokale Automobilhersteller aus Entwicklungs- und Schwellenländern in Automatisierungslösungen zur Qualitätssteigerung ihrer Fahrzeuge investieren, um vermehrt in die Industrieländer exportieren zu können.

3)Technologie und Servicerobotik

In den letzten Jahren sind Softwarekomponenten und Applikationstechnologien bei roboterbasierten Automationslösungen immer wichtiger geworden. Parallel dazu haben sich die Entwicklungsgeschwindigkeit und die Anforderungen diesbezüglich deutlich erhöht. Neue Technologien in den Bereichen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine, Sicherheit, Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit sind die Basis für neue Märkte. Aber auch bei bestehenden Kunden werden sich neue Einsatzmöglichkelten ergeben, indem Lösungen für bislang nicht automatisierbare Produktionsprozesse gefunden werden. Dazu zählt die Servicerobotik, ein noch relativ junges Technologiesegment, für das sich immer mehr Anbieter interessieren und in dem es rasante Fortschritte und Entwicklungssprünge gibt. Bereits heute werden erste Serviceroboter in der Landwirtschaft, der Medizin, der Logistik oder der Verteidigung und Sicherheit eingesetzt. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) definiert einen Serviceroboter als eine frei programmierbare Bewegungseinrichtung, die teil- oder vollautomatisch Dienstleistungen verrichtet. Dienstleistungen sind dabei Tätigkeiten, die nicht der direkten industriellen Erzeugung von Sachgütern, sondern der Verrichtung von Leistungen für Menschen und Einrichtungen dienen. Nach einer Studie der IFR stieg die Anzahl der verkauften Serviceroboter 2013 um 4,0% auf insgesamt 21.000. Für den Zeitraum 2014-2017 prognostiziert die IFR eine deutliche Steigerung des Absatzes im professionellen Bereich auf durchschnittlich mehr als 33.000 verkaufte Serviceroboter pro Jahr.

KUKA hat ihre Aktivitäten frühzeitig auf neue Technologien und neue Märkte ausgerichtet und investiert entsprechend stark in Forschung und Entwicklung. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Investitionen in die neue Software-Plattform KUKA Sunrise, die die Basis für neue Anwendungen ist.

4) Entwicklungs- und Schwellenländer

Die Roboterdichte und damit der Grad der Automatisierung ist in den Industriestaaten im Vergleich zu den Entwicklungs- und Schwellenländern deutlich höher. Die Wachstumspotenziale in den Entwicklungs- und Schwellenländern betreffen dabei sowohl Automotive als auch General Industry. Die internationale Automobilindustrie investiert vorrangig in diesen Ländern, um von den niedrigeren Lohnkosten zu profitieren, aber auch um flexibel auf lokale Kundenwünsche reagieren zu können. Dabei ist die roboterbasierte Automation ein wichtiger Bestandteil, da sie sich bei einigen Produktionsschritten, z. B. im Rohkarosseriebau, seit Jahrzehnten als Standard durchgesetzt hat. Auch lokale Automobilhersteller in den Entwicklungs- und Schwellenländern investieren in Automation, um den steigenden Qualitätsanforderungen gerecht zu werden und um mittelfristig ihre Fahrzeuge verstärkt auch exportieren zu können. Gleichzeitig steigen die Löhne und Gehälter teilweise zweistellig pro Jahr, was lokal produzierende Unternehmen generell vor große Herausforderungen stellt. Automationslösungen können helfen, diese Kostensteigerung abzufedern. Das Wachstum der Automation in der General Industry profitiert von den gleichen Themen wie in der Automobilindustrie: steigender Kostendruck bei gleichzeitig steigenden Qualitätsanforderungen.

In den letzten Jahren ist der chinesische Robotermarkt deutlich überproportional gewachsen und ist heute bereits der größte Absatzmarkt weltweit. Nach der aktuellen Studie der IFR hat sich die Zahl verkaufter Roboter von knapp 8.000 (2008) auf rund 50.000 (2014) erhöht. Die in China installierten Roboter stammen fast ausschließlich von ausländischen Herstellern, jedoch werden gemäß IFR chinesische Roboterhersteller an Bedeutung gewinnen und in den nächsten Jahren ihre Produktionszahlen erhöhen. Unterstützt werden die neuen Marktteilnehmer auch durch staatlich geförderte Programme.

KUKA sieht den chinesischen Roboter- und Automatisierungsmarkt als ein Kernelement seiner zukünftigen Wachstumsstrategie und steigerte deshalb seine Marktpräsenz. Ende 2013 wurde das neue Robotermontagewerk im Großraum Shanghai eröffnet, in dem bereits ein Großteil des lokalen Bedarfs für 2014 produziert wurde. Außerdem wurde die Belegschaft in China insgesamt von 395 Mitarbeitern (31. Dezember 2013) auf 696 (31. Dezember 2014) deutlich erhöht. KUKA ist dadurch mit Service und Vertrieb näher am Kunden und kann lokal flexibler agieren. Die Kunden profitieren von deutlich kürzeren Lieferzelten und einer schnelleren Reaktionszeit. Für KUKA wird China auch in den nächsten Jahren ein Investitionsschwerpunkt sein, in dem die lokalen Standorte ausgebaut und mit entsprechenden Ressourcen ausgestattet werden.

Unternehmensspezifische Einflussfaktoren

Gesamtaussage

Unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen erwartet KUKA im Geschäftsjahr 2015 eine gute Nachfrage, vor allem aus den Regionen Nordamerika und Asien, dabei insbesondere aus China. Die Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt relativ stabil bis leicht steigend entwickeln. Auf Branchenebene wird für den Absatzmarkt General Industry eine positive Entwicklung prognostiziert. Dies liegt zum einen an dem hohen Potenzial für Automatisierungslösungen und zum anderen an den positiven Wirtschaftsaussichten der Kunden in der General Industry. In der Automobilindustrie sind die Investitionen der Kunden während der letzten Jahre bereits deutlich gestiegen. Die Nachfrage sollte sich daher 2015 insgesamt relativ stabil entwickeln, mit positiven Einflüssen aus China und aus den USA. Über die Währungseinflüsse wird ausführlich im Anhang ab Seite 66 berichtet. Bei Systems wirkt sich ein höherer USD/Euro-Kurs positiv auf die Geschäftszahlen aus, da der nordamerikanische Absatzmarkt für den Geschäftsbereich am größten ist. Für Robotics ist die Entwicklung des Yen/Euro-Kurses besonders wichtig. Ein schwächerer Yen/Euro-Kurs ist für Robotics belastend, da die Hauptwettbewerber vor allem aus Japan stammen. Für Swisslog wird sich die Aufwertung des Schweizer Franken insgesamt leicht belastend auswirken, da der Kostenanteil des Geschäftsbereiches in der Schweiz leicht höher ist als der Umsatzanteil, jedoch profitiert der KUKA Konzern auch hier von einem stärkeren USD/Euro-Kurs, da der Geschäftsbereich Swisslog einen erheblichen Teil seiner Umsätze und Ergebnisse in den USA generiert.

VORAUSSICHTLICHE GESCHÄFTSENTWICKLUNG KUKA

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Zusammenfassung Ergebnis 2014 (ohne Swisslog) Erwartung 2015 (inkl. Swisslog)
Umsatz 2.095,7 Mio. € -2,8 Mrd. €
EBITDA-Marge 8,8% -7,0%
EBIT-Marge* 6,8% -5,5%
Jahresüberschuss* 68,1 Mio. € steigend
Investitionen** 94,3 Mio. € konstant bis steigend
Free Cashflow -198,5 Mio. € mittlerer zweistelliger Millionenbereich
Dividende pro Aktie 0,40 € konstant bis steigend

* vor PPA (Purchase Price Allocation) für Swisslog

** ohne Finanzinvestitionen

Definitionen

leicht steigend/leicht fallend absolute Veränderung gegenüber Vorjahr < 10 %

fallend/steigend absolute Veränderung gegenüber Vorjahr>10%

Umsatz und EBIT-Marge

KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen und Wechselkurse einen Umsatz von rund 2,8 Mrd. €. Die Entwicklung der Umsätze wird dabei von der erstmaligen Konsolidierung der Swisslog profitieren. Zusätzlich sollten beide Kundensegmente - General Industry und Automotive - und aus regionaler Sicht China und Nordamerika, positiv zur Umsatzentwicklung beitragen. Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und der Umsatzentwicklung geht der KUKA Konzern davon aus, eine EBIT-Marge von rund 5,5% vor PPA (Purchase Price Allokation) für Swisslog zu erreichen. Bei der EBIT-Marge wirken sich sowohl Wachstumsinvestitionen in General Industry und in China als auch Integrations- und Restrukturierungskosten für Swisslog aus. Zusätzlich werden die Einführungen einer Projekt-Lifecycle-Management Software bei Systems und einer konzernweiten ERP-Software zu höheren Kosten im Jahr 2015 führen, die jedoch in den Folgejahren dazu beitragen werden, die Effizienz deutlich zu steigern. Unter Berücksichtigung des Aufwands für PPA erwartet der KUKA Konzern eine niedrigere EBIT-Marge. In den folgenden Jahren wird nach der Restrukturierung und einer Effizienzsteigerung bei Swisslog mit einem positiven Wertbeitrag für den KUKA Konzern gerechnet.

Jahresüberschuss

Im Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftete der KUKA Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von 68,1 Mio. €. 2015 sollten sich die organische Umsatzsteigerung und die niedrigeren Zinsaufwendungen nach dem Rückkauf der Hochzinsanleihe positiv auf den Jahresüberschuss auswirken. Demgegenüber belastet der Aufwand für PPA und Restrukturierung von Swisslog den Jahresüberschuss. KUKA erwartet daher eine deutlich rückläufige Entwicklung des Jahresüberschusses 2015. Bereinigt um den Effekt der PPA erwartet KUKA jedoch einen Anstieg des Jahresüberschusses. In den folgenden Jahren sollte sich Swisslog deutlich positiv auf den Jahresüberschuss auswirken, da sich durch den Erwerb deutliche Umsatzpotenziale heben und Kostensynergien realisieren lassen.

Forschung und Entwicklung/Investitionen

Generell kann der Gesamtaufwand für den Bereich Forschung und Entwicklung überwiegend dem Geschäftsbereich Robotics zugeordnet werden, da Systems seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vornehmlich im Rahmen von Kundenprojekten abwickelt. Die hohe Nachfrage nach KUKA Robotern und Lösungen basiert vor allem auf deren Vorsprung bei Innovation und Qualität. Um diese Vorteile nachhaltig zu sichern und auszubauen, werden die Kosten für Forschung und Entwicklung 2015 steigen. Im Geschäftsbereich Robotics konzentrieren sich die Ausgaben vor allem auf die Erweiterung des Produktportfolios, die Entwicklung von Applikationen, auf neue Softwarelösungen sowie auf Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bestehender Produkte. Insgesamt plant der KUKA Konzern für 2015 für den Bereich Forschung und Entwicklung mit einem Budget von rund 80 Mio. €. Rund 20-25% werden aktiviert und planmäßig über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Die Aktivierungsquote hängt von den Inhalten der F& E-Projekte ab und kann entsprechend variieren. Während Forschungsprojekte nicht aktiviert werden dürfen, führen Projekte mit Entwicklungsschwerpunkten beim Eintritt bestimmter Bedingungen gemäß den gültigen Rechnungslegungsvorschriften zur Aktivierung.

Der KUKA Konzern plant 2015 die Gesamtinvestitionen zu steigern. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen zum Erhalt bestehender Anlagen, zum Neubau von Anlagen für die Expansion in der General Industry sowie in den Bau des neuen Entwicklungs- und Technologiezentrums in Augsburg. Der Neubau wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2015 fertiggestellt und soll die Zusammenarbeit speziell von Forschung und Entwicklung und anderen produktnahen Bereichen verbessern, die heute an verschiedenen Standorten angesiedelt sind.

Free Cashflow

Der Free Cashflow generiert sich im KUKA Konzern im Wesentlichen aus den operativen Ergebnissen und der Entwicklung des Working Capitals in den Geschäftsbereichen Robotics, Systems und Swisslog. Unter Voraussetzung der aktuellen Rahmenbedingungen und der angestrebten Umsatzentwicklung erwartet der KUKA Konzern 2015 einen Free Cashflow vor Finanzinvestitionen im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 10. Juni 2015 in Augsburg eine Ausschüttung in Höhe von 0,406 je Aktie für das Geschäftsjahr 2014 vor. Die Dividendenpolitik von KUKA sieht bei einer guten Geschäftsentwicklung und stabilen Rahmenbedingungen vor, mittelfristig 25-30% des Jahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten. Für das Geschäftsjahr 2015 plant KUKA, unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen, die Dividendenzahlung stabil zu halten und gegebenenfalls leicht zu erhöhen.

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

GRUNDSÄTZE

Gemäß §289 Abs. 5 und §315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die KUKA Aktiengesellschaft als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen verpflichtet, innerhalb des Lageberichts die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Dies umfasst auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Das interne Kontrollsystem stellt einen integralen Bestandteil des Risikomanagementsystems dar.

Das interne Kontrollsystem (IKS) umfasst die Gesamtheit aller vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken führen. Im Mittelpunkt steht hierbei die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Zielsetzung des IKS ist es, durch die implementierten Kontrollen eine hinreichende Sicherheit zu erhalten, Risiken überwachen und steuern zu können, sodass die Erreichung der Unternehmensziele gewährleistet werden kann. Unterschiedliche prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen tragen dazu bei, dass ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechender Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird.

Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit gibt, ob es seine Ziele erreicht. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, aber keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

STRUKTUREN UND PROZESSE

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im KUKA Konzern nachfolgende Strukturen und Prozesse implementiert. Die Gesamtverantwortung für den Umfang und die Ausgestaltung des IKS trägt der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft.

Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmungen eingebunden.

Tätigkeiten im Bereich Accounting und Human Resources werden für deutsche Gesellschaften zentral im Shared Service Center der KUKA Aktiengesellschaft übernommen.

Weiterhin werden konzernübergreifende Aufgaben, etwa Treasury, Legal Services oder Taxes, ebenfalls zentral auf Basis konzerneinheitlicher Prozesse durch die KUKA Aktiengesellschaft erbracht.

Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des (konzern-)rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems werden in Richtlinien und Organisationsanweisungen festgehalten. Anpassungen aufgrund von externen und internen Entwicklungen werden fortlaufend integriert und allen involvierten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich des zusammengefassten Lageberichts maßgeblich beeinflussen können. Hierunter fallen im KUKA Konzern vor allem:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder (siehe Risikobericht auf Seite 45 ff.) und Kontrollbereiche mit Einfluss auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess;
Qualitätskontrollen zur Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse der Rechnungslegung auf der Ebene des Konzernvorstands, der Führungsgesellschaften und einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Meldeeinheiten;
präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Prozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich zusammengefasstem Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen;
prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen wie das Vier-Augen-Prinzip, jeder Geschäftsvorgang muss von mindestens zwei bevollmächtigten Personen unterschrieben oder anderweitig genehmigt werden.
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von (konzern-)rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. Hierzu zählt zum Beispiel die zentrale Steuerung von Zugriffsrechten auf die Buchhaltungssysteme sowie die automatische Plausibilitätskontrolle bei der Datenerfassung im Reporting- und Konsolidierungssystem;
Maßnahmen zur Sicherstellung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems durch die eingebundenen Fachabteilungen. Interne Kontrollen müssen dokumentiert und in der Regel durch unabhängige Prüfungen auf Wirksamkeit untersucht werden. Soweit Kontrollschwächen festgestellt werden, erfolgt eine Analyse und Bewertung. Wesentliche Kontrollschwächen und deren Maßnahmenpläne werden an den Vorstand bzw. zusätzlich an den Aufsichtsrat berichtet. Außerdem überwacht die Interne Revision die Einhaltung des internen Kontrollsystems.

Daneben haben die kaufmännischen Geschäftsführer aller Tochtergesellschaften im Rahmen der externen Berichterstattung quartalsweise einen internen Bilanzeid zu leisten. Erst im Anschluss daran legen die Vorstände der KUKA Aktiengesellschaft zum Halbjahr und zum Gesamtjahr die Versicherung der gesetzlichen Vertreter (vgl. Seite 114) ab und unterzeichnen diese. Damit bestätigen sie die Einhaltung der vorgeschriebenen Rechnungslegungs- und Bilanzierungsstandards des KUKA Konzerns, und dass die Zahlen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage vermitteln.

Die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS werden vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen regelmäßig mit der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems, sodass sich der Aufsichtsrat kontinuierlich ein angemessenes Bild über die Risikosituation des Konzerns verschafft und (die Wirksamkeit) überwacht. Dabei legt der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft mindestens einmal im Jahr die Risiken der Finanzberichterstattung dar und erläutert die implementierten Kontrollmaßnahmen sowie die Überprüfung der korrekten Durchführung der Kontrollen.

ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG

Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt.

Ferner wird gewährleistet, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst und bewertet werden und den internen und externen Adressaten der Rechnungslegung dadurch zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.

ANGABEN NACH §289 ABS. 4 UND §315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

Nachfolgend sind die nach § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB erforderlichen Angaben aufgeführt und erläutert.

ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS

Zum 31. Dezember 2014 betrug das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 92.841.619,00 €, eingeteilt in 35.708.315 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60€ je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Alle Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet und jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Es besteht kein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile (§4 Abs. 1 der Satzung). Bei Ausgabe neuer Aktien kann der Beginn der Gewinnbeteiligung abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgesetzt werden (§4 Abs. 3 der Satzung).

BESCHRÄNKUNGEN, DIE STIMMRECHTE ODER DIE ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN BETREFFEN

Die KUKA Aktiengesellschaft gewährt regelmäßig Vorständen der Gesellschaft sowie weiteren ausgewählten Führungskräften von Konzerngesellschaften aufgrund individualvertraglicher Regelungen die Teilnahme an sogenannten Phantom Share-Programmen, d.h. virtuellen Aktienprogrammen. Die Phantom Share-Programme sind Bestandteil des erfolgsorientierten Vergütungssystems von Führungskräften und sind auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die jeweiligen Programme haben eine Laufzeit von drei Jahren. Nach deren Ablauf erfolgt eine Auszahlung, deren Höhe sich nach dem Aktienkurs und der Entwicklung des Unternehmenswerts richtet. Nach den Bedingungen der Phantom Share-Programme müssen die teilnahmeberechtigten Führungskräfte am Ende der Laufzeit des jeweiligen Programms 25% des ausgezahlten Bruttoerlöses zum Kauf von KUKA Aktien einsetzen, bis ein festgelegtes Haltevolumen, dessen Wert für die bisher aufgelegten Programme 50% der jeweiligen Jahresfestvergütung entspricht, erreicht ist. Für die Erreichung des Haltevolumens werden auch außerhalb der Phantom Share-Programme erworbene Aktien berücksichtigt. Die Halteverpflichtung endet erst mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern.

Die KUKA Aktiengesellschaft hat auch im Jahr 2014 ein sogenanntes Mitarbeiteraktienprogramm (MAP 2014) aufgelegt. Nach den Bedingungen des MAP 2014 konnten die Mitarbeiter KUKA Aktien erwerben und haben zusätzlich zu den erworbenen Aktien in einem in den Bedingungen des MAP 2014 festgelegten Verhältnis Anreizaktien (Bonusaktien) erhalten. Die erworbenen KUKA Aktien sowie die zugeteilten Anreizaktien unterliegen bis zum 31. Dezember 2015 einer Veräußerungssperre.

Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10% DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß §21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen.

Der KUKA Aktiengesellschaft wurden zuletzt von den nachstehenden Personen und Gesellschaften folgende Beteiligungen mit mehr als 10% der Stimmrechte wie folgt mitgeteilt:

A) SWOCTEM GMBH - MITTEILUNGEN VOM 5. AUGUST 2014

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1. Swoctem GmbH, Haiger, Deutschland 10,018% unmittelbar gehalten
2. Friedhelm Loh, Deutschland 10,018% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG

B) J.M. VOITH GMBH &CO. BETEILIGUNGEN KG - MITTEILUNGEN VOM 3. DEZEMBER 2014 BZW. 12. DEZEMBER 2014*

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1. J.M. Voith GrnbHSiCo. Beteiligungen KG, Heidenheim an der Brenz, Deutschland 25,10% unmittelbar gehalten
2. J.M. Voith Verwaltungs GmbH, Heidenheim an der Brenz, Deutschland 25,10% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
3. Voith GmbH, Heidenheim an der Brenz, Deutschland 25,10% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
4. JMV GmbH & Co. KG, Heidenheim an der Brenz, Deutschland 25,10% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
5. JMV Verwaltungs GmbH, Heidenheim an der Brenz, Deutschland 25,10% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
6. Voith Familien Verwaltung GmbH, Mannheim, Deutschland 25,10% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
7. Familiengesellschaft J.M. Voith GbR, Mannheim, Deutschland 25,10% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG

* Entsprechend der Mitteilungen besteht der Gesamtstimmrechtsanteil J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG aus Stimmrechtsanteilen nach §§ 21, 22 WpHG (24,91%) und nach § 25a WpHG (0,19 %).

Die KUKA Aktiengesellschaft hat darüber hinaus keine weiteren Informationen über Personen und/oder Gesellschaften, deren direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft 10% der Stimmrechte überschreitet.

AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.

ART DER STIMMRECHTSKONTROLLE, WENN ARBEITNEHMERAM KAPITAL BETEILIGT SIND UND IHRE KONTROLLRECHTE NICHT UNMITTELBAR AUSÜBEN

Eine Beteiligung von Arbeitnehmern im Sinne des §289 Abs. 4 Nr. 5 HGB und §315 Abs. 4 Nr. 5 HGB besteht nicht.

GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND SATZUNGSBESTIMMUNGEN ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN

Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder (§6 Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in §84 und §85 AktG sowie in §31 MitbestG und §6 der Satzung geregelt.

Gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. § 22 Abs. 1 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist; Letzteres ist insbesondere bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstands, bei Kapitalherabsetzungen und bei einem Formwechsel der Fall.

Der Aufsichtsrat ist gemäß §11 Abs. 3 der Satzung zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat durch Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 26. Mai 2011 und vom 5. Juni 2013 ermächtigt, die Fassungen des §4 Abs. 1 und Abs. 5 sowie Abs. 6 und Abs. 7 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des (i) genehmigten Kapitals 2011, (ii) des bedingten Kapitals 2010 (iii) und/oder des bedingten Kapitals 2013 und, falls diese bis zum 25. Mai 2016 bzw. bis zum 4. Juni 2018 nicht (vollständig) ausgenutzt sein sollten, nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungsfristen bzw. der Fristen für die Ausübung von Wandlungsrechten, anzupassen.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUR AUSGABE UND ZUM RÜCKKAUF VON AKTIEN

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mal 2011 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten §4 Abs. 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mal 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien einmalig oder mehrmals um bis zu 44.090.059,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmenstellen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2011 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10% des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10%-Grenze werden Aktien angerechnet, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. April 2010 gemäß §71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des §186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind. Von der vorstehend erteilten Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der Insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben Aktien 30% des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung, noch - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.

Unter teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 19./25. September 2014 sowie am 5. November 2014 eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss beschlossen, deren Durchführung am 6. November 2014 im Handelsregister eingetragen wurde. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurden insgesamt 1.792.884 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60€ je Aktie gegen Bareinlagen ausgegeben; das Grundkapital wurde um nominal 4.661.498,40€ erhöht. Aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung beträgt das genehmigte Kapital 2011 derzeit noch 39.428.560,60€. Die dargestellte Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen und Ausgabe der neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet, wurde vollständig ausgenutzt.

Bedingtes Kapital

Gemäß §4 Abs. 6 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.156.513,40€, eingeteilt in bis zu Stück 1.598.659 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010).

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der am 12. Februar 2013 gegen Bareinlagen begebenen Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht gemäß den Anleihebedingungen Gebrauch machen. Die am 12. Februar 2012 im Wege einer Privatplatzierung begebene Wandelschuldverschreibung hatte (ursprünglich) einen Gesamtnennbetrag von 58.800.000€.

Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach den Anleihebedingungen jeweils maßgeblichen Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewicht teil, nicht jedoch für vergangene Geschäftsjahre, selbst wenn für diese noch kein Gewinn ausgeschüttet worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Gemäß §4 Abs. 7 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 39.933.545,60€, eingeteilt in bis zu Stück 15.359.056 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2013).

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Juni 2013 bis zum 4. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Unter teilweiser Ausnutzung der entsprechenden Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und des vorstehend beschriebenen bedingten Kapitals 2013 hat die KUKA Aktiengesellschaft am 26. Juli 2013 im Wege einer Privatplatzierung eine weitere Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 91.200.000€ begeben.

Die am 26. Juli 2013 begebene Wandelschuldverschreibung stellt dabei eine Aufstockung der bereits am 12. Februar 2013 begebenen Wandelschuldverschreibung dar. Die beiden Schuldverschreibungen haben - mit Ausnahme des Ausgabetages - die gleiche Ausstattung und bilden eine einheitliche Wandelschuldverschreibung; sie haben die gleiche Wertpapierkennnummer (ISIN DE000A1R09V9) und sind zum Handel im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.

Aus dieser (einheitlichen) Schuldverschreibung entsteht die Verpflichtung zugunsten der Anleihegläubiger, jede Schuldverschreibung im Wert von nominal 100.000€ gemäß dem Wandlungsrecht jederzeit während des Ausübungszeitraums ganz, nicht jedoch teilweise, zum aktuellen Wandlungspreis von 36,8067€ pro Aktie in auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60€ zu wandeln. Machen sämtliche Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch, wird das Kapital der Gesellschaft durch Ausgabe von - vorbehaltlich der Verwässerungsschutzbestimmungen der Anleihebedingungen - derzeit 4.075.345 neuen Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60€ um 10.595.897€ erhöht.

Erwerb eigener Aktien

Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, bis zum 27. Mai 2019 eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder im Rahmen eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft zu erwerben. Dabei darf der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) grundsätzlich den einen in der Ermächtigung näher definierten Durchschnitts-Börsenkurs um nicht mehr als 10% Überbzw. unterschreiten.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch durch abhängige oder in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen, und der Erwerb kann auch für ihre oder deren Rechnung durch Dritte durchgeführt werden.

Aufgrund dieses Beschlusses ist der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre

(1) im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) an Dritte zu veräußern;

(2) auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10% des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen,

(a) die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. einer Kombination dieser Instrumente ausgegeben werden, sofern die Instrumente aufgrund einer in dieser Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind;

(b) die unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. in dieser Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;

(3) zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen zu verwenden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind.

(a) Die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Die Einziehung kann aber auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen Betrags des Grundkapitals der übrigen Aktien gemäß §8 Abs. 3 AktG erfolgen. Der Vorstand ist für diesen Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung entsprechend zu ändern.

(b) Aufgrund der Ermächtigung kann der Erwerb eigener Aktien sowie deren Wiederveräußerung bzw. die Einziehung dieser Aktien auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats erworbene Aktien einzuziehen bzw. wieder zu veräußern. Sowohl die Erwerbsermächtigung als auch die Verwendungsermächtigung können auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden.

WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS STEHEN, UND DIE HIERAUS FOLGENDEN WIRKUNGEN

Dienstverträge der Vorstandsmitglieder

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten sogenannte Change-of-Control-Klauseln. Danach haben die Vorstandsmitglieder im Falle eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (§§ 29 Abs. 2, 30 WpÜG) das Recht, den Dienstvertrag innerhalb von drei Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Im Falle einer Kündigung steht den Vorstandsmitgliedern eine Abfindung zu, deren Höhe sich nach der Vergütung der Restlaufzeit ihres Vertrages bemisst, aber maximal auf zwei Jahresvergütungen begrenzt ist.

Syndizierter Bankkredit

Die KUKA Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften haben mit einem Bankensyndikat unter Führung der Commerzbank AG, der Deutsche Bank AG Filiale Deutschlandgeschäft, der UniCredit Bank AG und der Landesbank Baden-Württemberg am 5. Dezember 2013 einen neuen syndizierten Kreditvertrag abgeschlossen, unter dem die Kreditgeber einen Betrag von bis zu 160.000.000€ zur Verfügung stellen. Hierdurch wird der wesentliche Kreditbedarf des KUKA Konzerns (einschließlich der Stellung von Bankavalen) abgedeckt. Der Vertrag enthält eine marktübliche Change-of-Control-Regelung, unter der die Syndikatsbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30% der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt oder sonst die Möglichkeit hat, die Geschäftspolitik des Unternehmens zu lenken, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können.

Wandelschuldverschreibung 2013

Die Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen (Emissionsbedingungen) enthalten ebenfalls eine marktübliche Klausel zu einem sogenannten Kontrollwechsel (Change-of-Control-Regelung), nach der die KUKA Aktiengesellschaft einen Wechsel der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung entsprechend den Emissionsbedingungen veröffentlichen und den Wirksamkeitstag des Kontrollwechsels bekanntmachen muss. Jeder Anleihegläubiger hat danach das Recht, von der Anleiheschuldnerin zum Stichtag des Kontrollwechsels die Rückzahlung einzelner oder aller seiner Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich Zinsen zu verlangen. Ansonsten wird das Wandlungsverhältnis nach näherer Maßgabe der Emissionsbedingungen angepasst. Ein Kontrollwechsel im Sinne der Emissionsbedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen (i) direktes oder indirektes (im Sinne von § 22 WpHG) rechtliches oder wirtschaftliches Eigentum von insgesamt mehr als 50% der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin oder die Fähigkeit, die Geschäftsführung der Anleiheschuldnerin auf andere Weise im Sinne von § 17 AktG zu beherrschen, erlangt oder erlangen, oder (ii) bei einem Übernahmeangebot für Aktien der Anleiheschuldnerin für den Fall, dass (A) die Aktien, die sich bereits in der Kontrolle des Bieters befinden, und die Aktien, für die bereits das Angebot angenommen wurde, zu irgendeinem Zeitpunkt während des Übernahmeangebots insgesamt mehr als 50% der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin gewähren und (B) das Angebot unbedingt ist oder wird (wobei aufsichtsrechtliche, insbesondere kartellrechtliche Genehmigungen, deren Erfüllung nach dem Ende der Annahmefrist nach §16 Absatz 1 WpÜG aussteht, unbeachtet bleiben), oder (iii) aufgrund eines Verkaufs oder einer Übertragung alle oder im Wesentlichen alle Vermögenswerte der Anleiheschuldnerin von dieser erwerben.

Würde ein Ereignis eintreten, das nach den Bedingungen der zuvor genannten Finanzierungsinstrumente als Change-of-Control anzusehen wäre und würden dann alle Gläubiger oder ein erheblicher Teil der Gläubiger dieser Finanzierungsinstrumente gleichzeitig den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen, so könnte dies die wirtschaftliche Situation der KUKA Aktiengesellschaft beeinträchtigten, soweit die KUKA Aktiengesellschaft nicht eine alternative Finanzierung am Markt erhält. Würden hingegen nur die Gläubiger eines Finanzierungsinstruments bzw. nur ein geringer Teil der Gläubiger aller Finanzierungsinstrumente von den Klauseln zum Kontrollwechsel Gebrauch machen, könnte die KUKA Aktiengesellschaft nach derzeitigem Stand eine dadurch entstehende Finanzierungslücke gegebenenfalls durch Eigenmittel decken.

ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. Die in den Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder enthaltenen Change-of-Control-Klauseln stellen keine Entschädigungsklauseln im Sinne von §§ 289 Abs. 4 Satz 1 Nr. 9, 315 Abs. 4 Satz 1 Nr. 9 HGB dar.

Disclaimer

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden und erläutert Struktur und Höhe der Bezüge der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

1. VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder der KUKA Aktiengesellschaft enthält fixe und variable Vergütungsbestandteile. Letztere setzen sich ihrerseits aus mehreren variablen Vergütungselementen zusammen. Das System der Vorstandsvergütung ist dabei entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des § 87 AktG und den Anforderungen des DCGK auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und berücksichtigt bei den variablen Bestandteilen sowohl positive als auch negative Geschäftsentwicklungen.

Die fixe Vergütung besteht aus Festgehalt und Sachbezügen. Das Festgehalt wird in zwölf monatlich gleich bleibenden Teilbeträgen entrichtet. Die Sachbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen im Wesentlichen aus dem geldwerten Vorteil für die Bereitstellung und Nutzung eines Dienstwagens.

Die variable Vergütung wird zur einen Hälfte aufgrund Erreichung persönlicher Ziele und zur anderen Hälfte in Abhängigkeit von der Entwicklung der wirtschaftlichen Kenngrößen EBIT und Free-Cashflow des KUKA Konzerns gewährt. Die Einzelheiten hierzu werden gesondert jährlich vereinbart. Die variable Vergütung ist in der Höhe begrenzt (maximal 200% Zielerreichung); die Erreichung der finanziellen Ziele ist an eine mehrjährige Unternehmensentwicklung gekoppelt.

Darüber hinaus wurden als weiterer variabler Vergütungsbestandteil für die Mitglieder des Vorstands seit 2006 jährliche Phantom Share-Programme (nachfolgend auch "Programme") vereinbart, die eine langfristige Anreizwirkung haben sollen. Phantom Shares sind virtuelle Aktien, die dem Inhaber das Recht auf eine Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses der Gesellschaft gewährt. Anders als bei Aktienoptionen enthalten Phantom Shares also nicht allein die Wertsteigerung, sondern den gesamten Aktienwert als Erlös. Außerdem wird während der Planlaufzeit jährlich je virtueller Aktie ein Dividendenäquivalent in Höhe der tatsächlich ausgeschütteten Dividende auf echte KUKA Aktien gezahlt. Stimmrechte sind mit den Phantom Shares nicht verbunden.

Die Programme umfassen jeweils drei Kalenderjahre (Performance-Zeitraum); erstmals wurde ein Programm für die Jahre 2006-2008 vereinbart. Das als Bestandteil der Vergütung für das Geschäftsjahr 2014 aufgelegte Programm bezieht sich auf die Jahre 2014-2016. Zu Beginn der Dreijahresperiode legt der Aufsichtsrat das Zuteilungsvolumen fest. Geteilt durch den maßgeblichen Anfangskurs der KUKA Aktie, welcher aus dem Durchschnittskurs der KUKA Aktie (Eröffnungskurs XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) zwischen dem 2. Januar 2014 und dem 24. März 2014 (dem letzten Handelstag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats) ermittelt wird, ergibt sich eine vorläufige Anzahl von Phantom Shares. Ebenfalls zu Beginn des dreijährigen Performance-Zeitraums wird vom Aufsichtsrat ein EVA (Economic Value Added) der Continuing Operations (vor Steuern) auf Basis der operativen Planung der drei Programmjahre festgelegt, welches sich an dem Budget des ersten Geschäftsjahres des Dreijahreszeitraums und der Planung der beiden nachfolgenden Geschäftsjahre orientiert.

Das kumulative EVA (tatsächliche EVA) des dreijährigen Performance-Zeitraums wird durch das EVA der Continuing Operations entsprechend der operativen Planung der drei Programmjahre geteilt, um einen Erfolgsfaktor zu ermitteln. Der Erfolgsfaktor kann zwischen 0 und 2,0 schwanken. Die endgültige Anzahl der Phantom Shares hängt von dem erreichten Erfolgsfaktor ab, der mit der vorläufigen Anzahl der Phantom Shares multipliziert wird. Die Obergrenze bildet eine Verdoppelung der Phantom Shares (dies ist der Fall, wenn der Erfolgsfaktor 2,0 erreicht wird). Die Auszahlung erfolgt auf Basis der endgültigen Anzahl an Phantom Shares zum Endkurs (Durchschnittskurs der KUKA Aktie zwischen dem 2. Januar des den drei Bezugsjahren folgenden Jahres (Folgejahr) und dem Tag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats des Folgejahres).

Endet das Anstellungsverhältnis eines Vorstandsmitglieds durch Kündigung - unabhängig von welcher Seite sie erfolgt -, so verfallen alle ihm zugeteilten Phantom Shares.

Das jeweilige Vorstandsmitglied ist verpflichtet, in Höhe von 25% des im April des Folgejahres ausgezahlten Bruttobetrages KUKA Aktien zum dann gültigen Aktlenkurs zu erwerben. Dieser Erwerb dient dem Aufbau eines festgelegten Haltevolumens von 50% der Jahresgrundvergütung von KUKA Aktien ab April des Folgejahres. Diese Verpflichtung endet mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern.

Für das Phantom Share-Programm 2014 - 2016 wurde der Anfangskurs mit 35,65€ festgelegt.

Der Aufsichtsrat entscheidet - soweit nicht vertraglich feste Zusagen erteilt worden sind - für jedes Jahr über die aktienorientierte Vergütung für den Vorstand. Ziel des Phantom Share-Programms und dessen Ausgestaltung ist, dass jedes Mitglied des Vorstands von KUKA zugleich auch Aktionär sein soll. Es fördert den Anteilsbesitz der Mitglieder des Vorstands bei KUKA und verknüpft damit die Interessen dieser Organmitglieder noch enger mit denen der Aktionäre. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele sowie der Vergleichsparameter ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Die Auszahlungsbeträge der aktuellen Phantom Share-Programme sind derzeit noch nicht der Höhe nach begrenzt (über die hieraus resultierende Abweichung von der Empfehlung nach Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6 DCGK haben Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Entsprechenserklärung berichtet).

Für zukünftige Phantom Share-Programme, d.h. erstmals für das Phantom Share-Programm 2015-2017, werden die Auszahlungsbeträge (Auszahlung im Jahr 2018) mit einem Betrag entsprechend dem dreimaligen Zuteilungsvolumen begrenzt. Damit ist die Vorstandsvergütung ab 2018 insgesamt (festes Jahresgehalt, variable Tantiemen und Auszahlungen aus einem Phantom Share-Programm) durch die Kumulation der Einzeldeckelungen begrenzt.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten sogenannte Abfindungs-Caps. Dies bedeutet, dass im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Dienstverträge ohne wichtigen Grund im Hinblick auf mögliche Abfindungen eine Begrenzung vereinbart ist. Konkret sehen die Regelungen vor, dass die Abfindung den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit des jeweiligen Dienstvertrages, begrenzt durch zwei Jahresvergütungen, nicht überschreiten wird.

Weiterhin enthalten die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sogenannte Change-of-Control-Klauseln. Danach haben die Vorstandsmitglieder im Falle eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft (§§29 Abs. 2, 30 WpÜG) das Recht, den Dienstvertrag innerhalb von drei Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels mit einer Frist von drei Monaten zu kündigen. Im Falle einer Kündigung steht den Vorstandsmitgliedern eine Abfindung zu, deren Höhe sich nach der Vergütung der Restlaufzeit ihres Vertrages bemisst, aber maximal auf zwei Jahresvergütungen begrenzt ist.

Kredite wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

2. VERGÜTUNG IM JAHR 2014

Der Ausweis der Vergütung des Vorstands in individualisierter Form erfolgt für das Geschäftsjahr 2014 erstmals entsprechend den im DCGK empfohlenen einheitlichen Mustertabellen. Danach wird die Vergütung getrennt nach "gewährten Zuwendungen" (Tabelle 1) und "tatsächlich erfolgtem Zufluss" (Tabelle 2) ausgewiesen. Bei den Zuwendungen werden zudem die Zielwerte (Auszahlung bei 100% Zielerreichung) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalwerte angegeben. Ergänzend hierzu erfolgt ein separater Ausweis der aktienbasierten Vergütung (Tabelle 3).

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich - unter dem Blickwinkel des tatsächlichen Zuflusses - im Geschäftsjahr 2014 auf insgesamt 3.689 T€.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS 2014 - ZUWENDUNGSBETRACHTUNG

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Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender
in T€ GJ 2013 GJ 2014 GJ 2014 (Min) GJ 2014 (Max)
--- --- --- --- ---
Festvergütung 500 568 568 568
Nebenleistungen1 19 25 25 25
Summe 519 593 593 593
Einjährige variable Vergütung2
Bonus 305 347 0 694
Mehrjährige variable Vergütung
Tantieme Unternehmensziele 20133 305 - - -
Tantieme Unternehmensziele 20143 - 347 0 694
Phantom Share-Programm 2013-20154 386 - 0 n.z.5
Phantom Share-Programm 2014-20164 - 426 0 n.z.5
Summe 1.515 1.713
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 1.515 1.713

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Peter Mohnen, Finanzvorstand
in T€ GJ 2013 GJ 2014 GJ 2014 (Min) GJ 2014 (Max)
--- --- --- --- ---
Festvergütung 350 381 381 381
Nebenleistungen1 29 29 29 29
Summe 379 410 410 410
Einjährige variable Vergütung2
Bonus 200 210 0 420
Mehrjährige variable Vergütung
Tantieme Unternehmensziele 20133 200 - - -
Tantieme Unternehmensziele 20143 - 210 0 420
Phantom Share-Programm 2013-20154 206 - 0 n.z.5
Phantom Share-Programm 2014-20164 - 296 0 n.z.5
Summe 985 1.126
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 985 1.126

Tabelle 1

1 In den Nebenleistungen sind Aufwendungen bzw. geldwerte Vorteile für die Bereitstellung von Dienstwagen sowie Zuschüsse zu Versicherungen enthalten. Die Prämie für die D&O-Versicherung ist in den Nebenleistungen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den versicherten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet.

2 Variable Vergütung des Geschäftsjahres bei 100% Zielerreichung (mögliche Zielerreichung von 0 bis 200%). Die Abweichung der Werte im Vergleich zum Geschäftsbericht 2013 beruht darauf, dass nun nicht mehr der jeweilige Rückstellungswert zum 31. Dezember angegeben wird, sondern der Wert bei 100 % Zielerreichung (gemäß den Vorgaben des DCGK).

3 Aufgeschobener Anteil (50%) aus der variablen Vergütung (bei 100% Zielerreichung) zum Zeitpunkt der Zuteilung

4 Zuteilungswert entspricht dem Kurs der KUKA Aktie zum Zeitpunkt der Gewährung des Phantom Share-Programms durch den Aufsichtsrat. Dieser Zuteilungswert wird mit der vorläufigen Anzahl der Phantom Shares multipliziert. Für das Phantom Share-Programm 2013-2015 betrug der Zuteilungswert für Dr. Till Reuter 34,49 € (Schlusskurs XETRA am 5. Juni 2013), der Zuteilungswert für Peter Mohnen 32,20€ (Schlusskurs XETRA am 25. März 2013). Für das Phantom Share-Programm 2014-2016 betrug der Zuteilungswert 42,14€ (Schlusskurs XETRA am 23. Mal 2014).

5 n.z. = nicht zutreffend, Maximalvergütung bei Phantom Share-Programmen nicht bestimmbar, da diese unter anderem vorn Aktienkurs abhängig ist, und die Auszahlungsbeträge der aktuellen Phantom Share-Programme derzeit noch nicht in der Höhe begrenzt sind.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS 2014 - ZUFLUSSBETRACHTUNG

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Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender Peter Mohnen, Finanzvorstand
in T€ GJ 2013 GJ 2014 GJ 2013 GJ 2014
--- --- --- --- ---
Festvergütung 500 568 350 381
Nebenleistungen1 19 25 29 29
Summe 519 593 379 410
Einjährige variable Vergütung2
Bonus 419 587 1136 390
Mehrjährige variable Vergütung
Tantieme Unternehmensziele 20113 456 -
Tantieme Unternehmensziele 20123 524 1416
Phantom Share-Programm 2010-20124 1 017 - - -
Phantom Share-Programm 2011 -20134 - 1.022 - -
Sonstige aktienbasierte Vergütung5 11 14 4 8
Summe 2.422 2.740 496 949
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 2.422 2.740 496 949

Tabelle 2

1 In den Nebenleistungen sind Aufwendungen bzw. geldwerte Vorteile für die Bereitstellung von Dienstwagen sowie Zuschüsse zu Versicherungen enthalten. Die Prämie für die D&O-Versicherung ist in den Nebenleistungen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den versicherten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet.

2 Im Geschäftsjahr ausbezahlte variable Vergütung.

3 Aufgeschobener Anteil (50%) der variablen Vergütung aus den Geschäftsjahren 2011 bzw. 2012, welche in den Geschäftsjahren 2013 bzw. 2014 zur Auszahlung gekommen sind.

4 Auszahlung Phantom Share-Programm 2010-2012 bei Endkurs 31,26€ (Durchschnittskurs der KUKA Aktie (Eröffnungskurs XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 22 März 2013) Auszahlung Phantom Share-Programm 2011-2013 bei Endkurs 35,656 (Durchschnittskurs der KUKA Aktie (Eröffnungskurs XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) im Zeitraum vom 1 Januar 2014 bis 22 März 2014).

5 Auszahlung von Dividenenäquivalenten im Jahr 2013 0,20 € je vorläufige Aktie der Phantom Share-Programme 2011-2013, 2012-2014, 2013-2015 sowie im Jahr 2014 0,30€ je vorläufige Aktie der Phantom Share-Programme 2012-2014, 2013-2015 und 2014-2016.

6 Nur anteiliger Wert wegen unterjährigem Eintritt in das Unternehmen zum 1. August 2012.

Für alle derzeit laufenden und noch nicht ausbezahlten Phantom Share-Programme (d.h. die Programme 2012-2014, 2013-2015 und 2014-2016) wurden Rückstellungen zum 31. Dezember 2014 gebildet, die den zu erwartenden Gesamtaufwand aus diesen Programmen berücksichtigen.

Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern, deren Amtsperioden spätestens im Jahr 2008 geendet haben, Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt worden, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2014 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 9.846 T€ (HGB) (2013: 9-763 T€).

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

1. VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 1. Januar 2006 ist die Satzung dahingehend geändert worden, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste Vergütung erhalten.

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung, welche 30T€ beträgt und nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar ist.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält die vierfache, der Stellvertreter des Vorsitzenden die doppelte Vergütung. Für die Leitung der Hauptversammlung, sofern diese nicht vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats geleitet wird, sowie für die Mitgliedschaft in einem oder mehreren nicht nur vorübergehend tätigen Ausschüssen, erhalten Aufsichtsratsmitglieder eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 30T€. Ein Ausschussvorsitzender erhält - auch wenn er mehreren Ausschüssen vorsitzt oder Mitglied in einem anderen Ausschuss ist - höchstens das Eineinhalbfache der jährlichen Vergütung; dies gilt nicht für den Ausschuss nach §27 Abs. 3 MitbestG.

Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsratssitzung (einschließlich der Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats) nach seiner Wahl entweder die Erstattung seiner Auslagen oder ein pauschales Sitzungsgeld von 450€ zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer. Den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, die bei der KUKA Aktiengesellschaft oder einer KUKA Konzerngesellschaft angestellt sind, steht auf Basis des Anstellungsvertrages weiterhin ein reguläres Gehalt zu.

2. VERGÜTUNG FÜR DIE JAHRE 2013 UND 2014

Die folgende Tabelle enthält eine Gegenüberstellung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Geschäftsjahre 2013 und 2014:

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS 2014

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in T€ Zahlung in 2014 für 2013 Zahlung in 2015 für 2014
Bernd Minning, Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Personalausschusses, des Strategie- und Entwicklungsausschusses, des Vermittlungsausschusses und des Nominierungsausschusses 165 165
Michael Leppek1, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (ah 10. September 2013) 25 90
Dr. Walter Bickel, Vorsitzender des Prüfungsausschusses (ab 5. Juni 2013) 43 75
Prof. Dr. Dirk Abel 60 60
Dr. Uwe F. Ganzer, Vorsitzender des Prüfungsausschusses (bis 5. Juni 2013) 32 0
Thomas Kalkbrenner1, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (bis 29. August 2013) 59 0
Armin Kolb1 (ab 5. Juni 2013) 35 60
Dr. Michael Proeller 60 60
Prof. Dr. Uwe Loos, Vorsitzender des Technologie- und Produktionsausschusses 75 75
Carola Leitmeir1 60 60
Fritz Seifert (bis 5. Juni 2013) 26 0
Wilfried Eberhardt 30 30
Siegfried Greulich1 60 60
Thomas Knabel1 60 60
Guy Wyser-Pratte 60 60

Tabelle 3

1 Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, die auch Mitglieder der IG Metall sind, haben erklärt, ihre Aufsichtsratsvergütung gemäß den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.

Bilanz zum 31. Dezember 2014

der KUKA Aktiengesellschaft

AKTIVA

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in TEUR Anhang 31.12.2013 31.12.2014
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.723 2.197
Sachanlagen 40.445 72.984
Finanzanlagen 173.573 434.956
216.741 510.137
Umlaufvermögen
Vorräte (2) 71 36
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (3) 184.684 225.435
Sonstige Vermögensgegenstände (4) 8.069 5.767
Wertpapiere (5) 35.003 9.997
227.827 241.235
Flüssige Mittel (6) 346.126 71.592
573.953 312.827
Rechnungsabgrenzungsposten (7) 927 482
791.621 823.446
Passiva
in TEUR Anhang 31.12.2013 31.12.2014
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (8) 88.180 92.842
Kapitalrücklage (9) 83.481 166.671
Andere Gewinnrücklagen (10) 57.519 90.355
Bilanzgewinn (11) 34.602 57.265
263.782 407.133
Rückstellungen (12)
Rückstellungen für Pensionen 11.590 11.633
Steuerrückstellungen 1.932 12.595
Sonstige Rückstellungen 21.452 29.908
34.974 54.136
Verbindlichkeiten (13)
Anleihen (14) 309.426 150.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (15) 3.040 1.149
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.180 7.741
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (16) 171.981 199.771
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (17) 2.540 2.565
Sonstige Verbindlichkeiten (18) 2.698 951
492.865 362.177
791.621 823.446

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

der KUKA Aktiengesellschaft

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in TEUR Anhang 2013 2014
Andere aktivierte Eigenleistungen (19) 314 65
Sonstige betriebliche Erträge (20) 41.539 55.108
Personalaufwand (21) -23.594 -32.694
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen (22) -3.159 -3.258
Sonstige betriebliche Aufwendungen (23) -38.392 -44.232
Erträge aus Beteiligungen (24) 81.037 136.992
Erträge aus anderen Wertpapieren (25) 211 874
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (26) 16.374 8.309
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens (27) -36 -15.820
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (28) -30.029 -24.698
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 44.265 80.646
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (29) 21.927 -14.974
Jahresüberschuss 66.192 65.672
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.506 24.429
Einstellung in die Gewinnrücklagen -33.096 -32.836
Bilanzgewinn (11) 34.602 57.265

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

ALLGEMEINE ANGABEN

AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE

Der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, wurde für das Geschäftsjahr 2014 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung ist das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen" erweitert.

Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten wie auch die ergänzenden Angaben sind im Folgenden einzeln dargestellt.

Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt; die Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 unverändert geblieben.

BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

AKTIVA

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Den planmäßigen Abschreibungen werden bei Gebäuden Nutzungsdauern zwischen 25 und 50 Jahren, bei übrigen Sachanlagen zwischen 3 und 15 Jahren zu Grunde gelegt. Die Abschreibung erfolgt ausschließlich linear. Darüber hinaus werden der technische Fortschritt und die Wirtschaftlichkeit der Nutzung entsprechend berücksichtigt. Es wurde seit dem Jahr 2010 nach der Neuregelung im Wachstumsbeschleunigungsgesetz von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 410,00 EUR im Zeitpunkt des Zugangs voll abzuschreiben und als Abgang zu zeigen. Selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR in den Jahren 2008 und 2009 wurden gemäß den steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt. Der Sammelposten wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Wirtschaftsjahren pro Jahr um ein Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

Die Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Diese werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren Stichtagspreis, bewertet. Soweit erforderlich, sind Bestandsrisiken durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung individueller Abschläge für alle erkennbaren Risiken bewertet. Langfristige unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Barwert bilanziert.

Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen späteren bestimmten Zeitraum darstellen.

PASSIVA

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck nach der Projected Unit Credit Methode gebildet. Bei der Berechnung der Rückstellung wurde der von der deutschen Bundesbank per 31.10.2014 veröffentlichte Marktzins der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Daneben werden weitere Berechnungsparameter, wie unter Ziffer (12) des Anhangs aufgeführt, unterstellt.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert bemisst sich nach dem Aktivwert.

Der Ausweis der Zinskomponente in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen erfolgt im Sinne einer betriebswirtschaftlich richtigen Darstellung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit nicht im Personalaufwand, sondern im Zinsergebnis.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste sowie für sonstige künftige Belastungen gebildet. Die Rückstellungen werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in späteren Jahren umkehren sowie aus bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen und aus steuerlichen Zinsvorträgen im Sinne des § 4h EStG i. V. m. § 8a KStG. Steuerliche Verlustvorträge werden nur berücksichtigt, sofern mit einer Verlustverrechnung innerhalb von fünf Jahren gerechnet wird. Es werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuer erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 30%. Die daraus resultierenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden saldiert. Nach der Saldierung verbleibende aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Eine Analyse der bestehenden Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz hat ergeben, dass die aktiven latenten Steuern im Wesentlichen auf temporäre Differenzen aus den Bereichen der Pensionsrückstellungen und der Drohverlustrückstellungen sowie aus

Latenzen der steuerlichen Verlustvorträge resultieren. Passive latente Steuern sind von untergeordneter Bedeutung. Mit der Übernahme von 25,1 % der Anteile der KUKA Aktiengesellschaft durch die J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG, Heidenheim an der Brenz sind steuerliche Verlustvorträge teilweise verfallen.

Als Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden die am Bilanzstichtag valutierten Beträge angegeben.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Kostenumlagen werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen und entsprechend den erbrachten bzw. empfangenen Leistungen als sonstige betriebliche Erträge bzw. unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Vorjahres enthalten Erträge aus Gutschriften an Organgesellschaften in Höhe von 25.111 TEUR. Ab dem Berichtsjahr werden die Steuern der Organschaft zentral bei der KUKA Aktiengesellschaft erfasst. Eine anteilige Weiterbelastung an die Organgesellschaften unterbleit.

Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden von der KUKA Aktiengesellschaft zu Bedingungen wie unter fremden Dritten geschlossen.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Anschaffungskurs bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Aus der Fremdwährungsbewertung resultierende Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Folgende Umrechnungskurse kamen zur Anwendung:

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Land Währung 31.12.2013 Stichtagskurs 31.12.2014
Australien AUD n.a. 1,4829
Brasilien BRL 3,2576 3,2207
Canada CAD 1,4671 1,4063
China CNY 8,3491 7,5358
China HKD n.a. 9,4170
Indien INR 85,3660 76,7190
Japan JPY 144,7200 145,2300
Korea KRW 1450,9300 1.324,8000
Malaysia MYR 4,5221 4,2473
Mexiko MXN 18,0731 17,8679
Norwegen NOK n.a. 9,0420
Polen PLN n.a. 4,2732
Rumänien RON 4,4710 4,4821
Russland RUB 45,3246 72,3370
Schweden SEK 8,8591 9,3930
Schweiz CHF 1,2276 1,2024
Singapur SGD n.a. 1,6058
Taiwan TWD 40,9807 38,2507
Thailand THB 45,1780 39,9100
Tschechische Republik CZK 27,4270 27,7350
Ungarn HUF 297,0400 315,5400
USA USD 1,3791 1,2141
Vereinigtes Königreich GBP 0,8337 0,7789
Vietnam VND 28.967,5900 25.851,2900

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung des Anlagevermögens der KUKA Aktiengesellschaft ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

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Anschaffungskosten/Herstellungskosten
in TEUR Stand am 01.01.2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2014
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte 11.403 411 6 - 11.808
11.403 411 6 - 11.808
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 49.016 1.733 - 1.128 51.877
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.644 819 56 - 6.407
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.758 1.421 253 - 12.926
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.447 31.011 - -1.128 53.330
89.865 34.984 309 - 124.540
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 233.250 273.870 - - 507.120
2. Beteiligungen - 3.750 417 - 3.333
233.250 277.620 417 - 510.453
Summe 334.518 313.015 732 - 646.801

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Abschreibungen
in TEUR Stand am 01.01.2014 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2014
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte 8.680 937 6 9.611
8.680 937 6 9.611
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 36.139 875 37.014
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.111 359 56 4.414
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.170 1.210 252 10.128
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
49.420 2.444 308 51.556
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 59.677 15.820 - 75.497
2. Beteiligungen - - - -
59.677 15.820 - 75.497
Summe 117.777 19.201 314 136.664

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Buchwerte
in TEUR Stand am 31.12.2013 Stand am 31.12.2014
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte 2.723 2.197
2.723 2.197
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 12.877 14.863
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.533 1.993
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.588 2.798
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.447 53.330
40.445 72.984
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 173.573 431.623
2. Beteiligungen - 3.333
173.573 434.956
Summe 216.741 510.137

Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahres sind im zusammengefassten Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns genannt.

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen wird der direkte Anteilsbesitz der KUKA Aktiengesellschaft ausgewiesen. Dieser veränderte sich im Vergleich zum 31. Dezember durch die, teils anteiligen Erwerbe bzw. Beteiligung an folgender Gesellschaften:

Reis Holding GmbH, Obernburg

Reis Group Holding GmbH & Co KG, Obernburg

Swisslog Holding AG, Buchs (AG), Schweiz

Der unter den Beteiligungen ausgewiesene Zugang des Berichtsjahres betrifft den Erwerb von 45% der Anteile an der KBee AG, München. Von diesen Anteilen wurden vereinbarungsgemäß im Geschäftsjahr im Rahmen eines Beteiligungsprogramms an Mitglieder des oberen Führungskreises des KUKA Konzerns 5% veräußert.

Die Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes der KUKA Aktiengesellschaft findet sich am Ende des Anhangs.

Im Zuge der Funktionsverlagerung der HR-Abteilung von der KUKA Roboter GmbH und KUKA Systems GmbH wurde Anlagevermögen an die KUKA Aktiengesellschaft übertragen. Das Anlagevermögen wurde zu Bruttowerten übernommen; in den Zugängen der Anschaffungskosten sind 364 TEUR, den Abschreibungen 123 TEUR aus der Übernahme enthalten.

(2) VORRÄTE

Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

(3) FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Finanzmitteln und aus Kostenumlagen an Konzernunternehmen ausgewiesen. Langfristige Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden weder zum Bilanzstichtag noch zum Vor-

(4) SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt ausgewiesen. Davon betreffen 5.039 TEUR (Vorjahr: 6.583 TEUR) das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 KStG. Der Ansatz erfolgte unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 4,25%. Das Körperschaftsteuerguthaben wird bis 2017 in jährlich gleichbleibenden Raten in Höhe von 1.804 TEUR ausbezahlt.

Daneben enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände erbrachte Dienstleistungen im Rahmen des KUKA Facility Managements an fremde Dritte.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 3.234 TEUR (Vorjahr: 4.778 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

(5) WERTPAPIERE

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten ausschließlich festverzinsliche Schuldtitel und werden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

(6) FLÜSSIGE MITTEL

Neben Guthaben bei Kreditinstituten sind in diesem Posten Schecks und Kassenbestände ausgewiesen.

Bei der KUKA Aktiengesellschaft werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Außerdem werden anzulegende Gelder zur Risikodiversifikation über mehrere Institute verteilt.

(7) AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Disagios werden aktiviert und über die Laufzeit der zugrundeliegenden Verbindlichkeit abgeschrieben. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten des Vorjahres enthielt das Disagio aus der Unternehmensanleihe (564 TEUR).

(8) GEZEICHNETES KAPITAL

Kapitalerhöhung November 2014

Im November 2014 wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts durch eine teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Im Wege eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens im Rahmen einer Privatplatzierung institutioneller Anleger wurden 1.792.884 neue Aktien ausgegeben. Die Platzierungspreis der auf den Inhaber lautenden Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,60 € je Stückaktie (Ausgabebetrag) erfolgte gegen Bareinlage und betrug 49,00 €. Der Unterschiedsbetrag zwischen Platzierungspreis und Ausgabebetrag wird in die Kapitalrücklage eingestellt. Nach Abzug der direkten Transaktionskosten ist der Gesellschaft ein Betrag von 86,6 Mio. € zugeflossen.

Grundkapital

Nach der Kapitalerhöhung beträgt das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 92.841.619,00 € (Vorjahr: 88.180.120,60€). Es unterteilt sich in 35.708.315 (Vorjahr: 33.915.431) im Umlauf befindliche, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie entspricht einer Stimme. Auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung 2013 wurde im Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 0,30 € je Aktie ausgeschüttet.

Bezüglich des genehmigten Kapitals und des bedingten Kapitals verweisen wir auf die Ausführungen im zusammengefassten Lagebericht unter "Angaben nach den § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht".

(9) KAPITALRÜCKLAGE

Die Veränderung der Kapitalrücklage von 83,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der oben beschriebenen Kapitalerhöhung im November 2014.

(10) ANDERE GEWINNRÜCKLAGEN

Vom Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2014 wurden 50,0% oder 32.836 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

(11) BILANZGEWINN

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TEUR
Bilanzgewinn 01.01. 34.602
Gezahlte Dividende für das Geschäftsjahr 2013 -10.173
Gewinnvortrag 24.429
Jahresüberschuss 2014 65.672
Einstellung in die Gewinnrücklagen -32.836
Bilanzgewinn 31.12. 57.265

(12) RÜCKSTELLUNGEN

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TEUR 31.12.2013 31.12.2014
Rückstellungen für Pensionen 11.590 11.633
Steuerrückstellungen 1.932 12.595
Sonstige Rückstellungen
Drohverlustrückstellungen 7 619
Personalbereich 9.994 15.606
Übrige Rückstellungen 11.451 13.683
Summe 34.974 54.136

Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen notwendig sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam:

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31.12.2013 31.12.2014
Rechnungszins 4,90% 4,62%
Gehaltstrend 2,50% 2,50%
Rententrend 1,75% - 2,50% 1,75% - 2,50%

Daneben bestehen bei der KUKA Aktiengesellschaft sogenannte Deferred Compensation Modelle. Hierbei handelt es sich um Altersversorgungszusagen, deren Verpflichtungsumfang sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bemisst. Insoweit erfüllen diese Zusagen die Voraussetzungen sog. "wertgebundener Versorgungszusagen". Der Wertansatz der Verpflichtungen erfolgt somit in Höhe des jeweiligen Zeitwertes der Versicherungsverträge (per 31.12.2014: 304 TEUR; Vorjahr: 270 TEUR). Da die Vermögensgegenstände dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, handelt es sich um sogenanntes Deckungsvermögen. Demnach ist gem. § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB eine Saldierung beider Beträge vorzunehmen, woraus sich ein Bilanzansatz i. H. v. 0 EUR ergibt. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens entsprechen dem Zeitwert.

Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden auf Basis tatsächlicher Vereinbarungen sowie wahrscheinlicher künftiger Verpflichtungen als Erfüllungsrückstand mit dem Barwert gemäß den Vorschriften des IDW RS HFA 3 unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,18% (Vorjahr: 3,65%) bewertet. Die erwartete Dynamik der Altersteilzeitverpflichtung bzw. deren Bemessungsgrundlagen wird entsprechend dem Ansatz eines Gehaltstrends i. H. v. 2,50% (Vorjahr: 2,50%) berücksichtigt. Im Zuge der Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden Erfüllungsrückstände über Versicherungsunternehmen abgesichert. Der Wert dieser Versicherungspolicen ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dient ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus den Altersteilzeitverträgen; daher erfolgt auch hier eine Verrechnung mit den Schulden (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Im Berichtsjahr wurden gemäß diesem Verrechnungsgebot Verpflichtungen in Höhe von 770 TEUR (Vorjahr: 829 TEUR) mit korrespondierendem Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 542 TEUR (Vorjahr: 588 TEUR) sowie Aufwendungen in Höhe von 28 TEUR (Vorjahr: 35 TEUR) mit Erträgen in Höhe von 10 TEUR (Vorjahr: 14 TEUR) saldiert. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle notwendigen Vorsorgebeträge für die Risiken der KUKA Aktiengesellschaft. Darunter fallen insbesondere ausstehende Rechnungen, Personalaufwendungen, Aufsichtsratsvergütungen, drohende Verluste, sonstige Risiken und sonstige noch anfallende Kosten.

Die Gesellschaft hat im Jahr 2014 im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms (MAP) KUKA Aktien für die inländischen KUKA - Mitarbeiter erworben (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG) und diese mit dem gewichteten Börsenkurs vom 3. Arbeitstag nach Beendigung des MAP' s als Erwerbspreis an die Mitarbeiter weiter veräußert. Insgesamt wurden im Berichtsjahr der KUKA Aktiengesellschaft 6.400 Stückaktien erworben. Daneben stehen den Mitarbeitern der Gesellschaft gestaffelt nach der Haltezeit der Aktien weitere Bonusaktien zu. Hierfür ist, über alle Mitarbeiteraktienprogramme, ein Betrag von 163 TEUR in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

Neben dem Mitarbeiteraktienprogramm verfügt die KUKA seit 2012 für die Mitglieder des Oberen Führungskreises über ein jährliches Phantom Share Programm. Das Phantom Share Programm wird als aktienorientiertes Vergütungsinstrument mit Barausgleich mit dem jeweils beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die bewertungsrelevanten Parameter entsprechen dabei dem Phantom Share Programm des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft. Am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit werden die Ansprüche daraus ausbezahlt. Eine vorzeitige Auszahlung ist nur unter bestimmten Bedingungen beim Ausscheiden aus dem Konzern möglich. Zum 31. Dezember 2014 wurde für die künftigen Ansprüche aus dem Phantom Share Programm für den Oberen Führungskreis der KUKA Aktiengesellschaft ein Betrag von 2.746 TEUR (Vorjahr: 937 TEUR) zurückgestellt. Zu weiteren Details zur Ausgestaltung des Phantom Share Programms verweisen wir auf den Vergütungsbericht.

(13) VERBINDLICHKEITEN

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Restlaufzeit
TEUR bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre 31.12.2013 gesamt
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Anleihen - 309.426 - 309.426
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.040 - - 3.040
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.359 821 - 3.180
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 171.981 - - 171.981
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (verbundene Unternehmen) 140 560 1.840 2.540
Sonstige Verbindlichkeiten 2.698 - - 2.698
Summe 180.218 310.807 1.840 492.865

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Restlaufzeit
TEUR bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre 31.12.2014 gesamt
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Anleihen - 150.000 - 150.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.149 - - 1.149
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.741 - 7.741
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 199.771 - - 199.771
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (verbundene Unternehmen) 130 520 1.915 2.565
Sonstige Verbindlichkeiten 951 - - 951
Summe 209.742 150.520 1.915 362.177

(14) ANLEIHEN

Unternehmensanleihe

Das gesamte ausstehende Nominalvolumen von 140,4 Mio. € der im November 2010 begebenen Anleihe der KUKA Aktiengesellschaft (ursprünglicher Nominalbetrag: 202,0 Mio. €) wurde wie angekündigt am 15. Mai 2014 marktmäßig zu einem Kurs von 108,36% vorzeitig getilgt. Damit konnte die KUKA das Finanzierungsportfolio weiter optimieren. Aus dieser vorzeitigen Tilgung resultierte ein einmaliger Aufwand in Höhe von 11,7 Mio. €, dem signifikante Einsparungen durch den Wegfall von Zinszahlungen während der Restlaufzeit bis zum ursprünglichen Rückzahlungsdatum in 2017 gegenüber stehen.

Wandelschuldverschreibung

Die KUKA Aktiengesellschaft hat im Februar 2013 eine Wandelschuldverschreibung mit einer Laufzeit bis Februar 2018 und einem Nennbetrag von 58,8 Mio. EUR (Tranche 1) emittiert und im Juli 2013 um nominal 91,2 Mio. EUR (Tranche 2) aufgestockt. Damit hat die Wandelschuldverschreibung nun einen Gesamtnennbetrag von 150,0 Mio. EUR. Die Stückelung beträgt 100.000 EUR. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 36,8067 EUR pro Aktie, das Wandlungsverhältnis liegt damit bei 2.716,8967 Aktien pro einzelnes 100.000 EUR-Stück. Insgesamt berechtigt die Wandelanleihe zur Wandlung in bis zu 4.075.344 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA AG (davon 1.597.535 aus der Tranche im Februar 2013 und 2.477.809 aus der Tranche im Juli 2013). Das Wandlungsrecht kann während der gesamten Laufzeit der Wandelanleihe ausgeübt werden. Die Anleihe ist mit einem Zinskupon von 2,0 % p. a. ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen halbjährlich jeweils am 12. Februar und am 12. August.

Die Wandelschuldverschreibung ist im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet (ISIN DE000A1R09V9/WKN A1R09V). Der letzte in 2014 an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Wandelschuldverschreibung betrug 164,34 %.

Die Wandelschuldverschreibung wurde bilanziell als Verbindlichkeit erfasst und der Ausgabeaufschlag i. H. v. 10.488 TEUR wurde 2013 in die Kapitalrücklage eingestellt. In 2014 wurde für die Anleihe ein Zinsaufwand von 4,1 Mio. EUR verbucht.

(15) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

Die zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen abzugrenzende Zinsen im Zusammenhang mit der Unternehmensanleihe und der Wandelschuldverschreibung.

Konsortialkredit der KUKA Aktiengesellschaft

Der im Dezember 2013 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag hat ein Volumen von 160,0 Mio. EUR (davon 50,0 Mio. EUR Barkreditlinie und 110,0 Mio. EUR Avallinie) und eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Barkreditlinie kann wahlweise auch als Avallinie genutzt werden. Der Konsortialkredit wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen.

Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet finanzielle und nichtfinanzielle Covenants. Die wesentlichen finanziellen Covenants betreffen Minimalwerte für den Zinsdeckungsgrad (Verhältnis von Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] zu Nettozinsaufwand), sowie Obergrenzen für den Leverage (Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zu [EBITDA]) und das Gearing (Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital). Der Headroom zu den jeweiligen Grenzwerten betrug bei allen Covenants mehr als 50%.

Die Inanspruchnahme der Avallinie belief sich zum Stichtag auf 49,2 Mio. € (Vorjahr: 53,9 Mio. €); die bestehende Betriebsmittellinie wurde von Gesellschaften des KUKA-Konzerns in Höhe von 15,1 Mio. € in Anspruch genommen (davon 11,5 Mio. aus Avalen) (Vorjahr: 3,4 Mio. €, nur Barinanspruchnahmen).

Bedingt durch die Änderungen in der Zusammensetzung des Bankenkonsortiums bei Abschluss des neuen Konsortialkreditvertrags im Dezember 2013 gegenüber dem alten Konsortialkreditvertrags, waren die durch ausgeschiedene Banken herausgelegten Avalvolumina zurückzuführen. Dies geschah durch Barunterlegung der noch laufenden Avale dieser Banken auf verpfändeten Bankkonten. Dies ist per 31.12.2013 in Höhe von 6,1 Mio. € erfolgt. Die KUKA kann über diese Gelder erst mit Ablauf bzw. Rückgabe der zu Grunde liegenden Avale verfügen. Daher besteht zum 31.12.2014 ein Betrag von 0,1 Mio. € als verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel.

Aval-Linien von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften

Die von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des Konsortialkreditvertrags zugesagten Aval-Linien belaufen sich zum 31.12.2014 auf 89,0 Mio. € (Vorjahr 72,8 Mio. €), die in vollem Umfang genutzt werden können. Die Ausnutzung betrug zum Ende des Berichtsjahres 41,2 Mio. € (Vorjahr: 50,4 Mio. €).

(16) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Finanzmittel.

(17) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER UNTERSTÜTZUNGSEINRICHTUNGEN

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen betreffen die KUKA Unterstützungskasse GmbH sowie die IWK Unterstützungseinrichtung GmbH.

(18) SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 765 TEUR (Vorjahr: 2.485 TEUR) enthalten. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden wie im Vorjahr nicht.

(19) ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Die Position betrifft aktivierte Eigenleistungen im Zusammenhang mit Verbesserungen und Erneuerungen im Bereich der Grundstücke und Gebäude sowie der IT-Infrastruktur.

(20) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Dienstleistungen im Rahmen des KUKA Facility Managements, Mieten und Pachten, Kurserträge sowie Umlagen an verbundene in- und ausländische Unternehmen für Dienstleistungen. Kurserträge aus der Fremdwährungsumrechnung betragen insgesamt 7.143 TEUR (Vorjahr: 2.319 TEUR). Periodenfremde Erträge sind im Geschäftsjahr in Höhe von 1.391 TEUR (Vorjahr: 267 TEUR) angefallen. Im Wesentlichen resultieren diese aus der Auflösung von in früheren Jahren gebildeten Rückstellungen.

(21) PERSONALAUFWAND / MITARBEITER

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TEUR 2013 2014
Löhne und Gehälter 21.223 29.233
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 2.371 3.461
(davon Altersversorgung) (214) (818)
Summe 23.594 32.694

Im Jahresdurchschnitt sowie zum Bilanzstichtag wurden bei der KUKA Aktiengesellschaft beschäftigt:

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Jahresdurchschnitt Stichtag
2013 2014 2013 2014
--- --- --- --- ---
Angestellte 189 219 203 230
Auszubildende 4 18 5 45
Werkstudenten 4 4 4 4
Mitarbeiter 197 241 212 279

(22) ABSCHREIBUNGEN

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 3.258 TEUR (Vorjahr: 2.766 TEUR). Außerplanmäßigen Abschreibungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen (Vorjahr: 393 TEUR).

(23) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen der KUKA Aktiengesellschaft sind Sachkosten, Kursverluste aus Fremdwährungspositionen sowie Zuführungen zu Rückstellungen enthalten. Kursaufwendungen aus Währungsumrechnung betragen 6.321 TEUR (Vorjahr: 5.160 TEUR). Periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) angefallen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf einen separaten Ausweis der sonstigen Steuern verzichtet und diese Position in Höhe von 711 TEUR (Vorjahr: 563 TEUR) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Bezüglich der in 2014 als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang der KUKA Aktiengesellschaft.

(24) ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN

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TEUR 2013 2014
Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 19.622 24.420
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 76.258 140.923
Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen -14.843 -28.351
Summe 81.037 136.992

In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und den Aufwendungen aus Verlustübernahmen sind die Ergebnisse der KUKA Dienstleistungs-GmbH, KUKA Laboratories GmbH, KUKA Roboter GmbH und der KUKA Systems GmbH, enthalten.

(25) ERTRÄGE AUS ANDEREN WERTPAPIEREN

Die Erträge resultieren aus den Wertpapieren des Umlaufvermögens. Die Mittel wurden zur kurzfristigen Optimierung der Flüssigen Mittel angelegt.

(26) SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE

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TEUR 2013 2014
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.374 8.309
(davon aus verbundenen Unternehmen) (15.365) (7.676)

(27) ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN

Die Position betrifft im Wesentlichen die Ergebniseffekte aus der Bewertung der Anteile an der Swisslog Holding AG, Buchs (AR), Schweiz mit dem letzten börsenverfügbaren Kurs 2014; dieser betrug 1,31 CHF. Die Aktie ist an der SIX Swiss Exchange, Zürich, Schweiz im Marktsegment Swiss Performance Index SPI gelistet (ISIN CH0012324627, Valorennummer 1232462).

(28) ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN

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TEUR 2013 2014
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30.029 -24.698
(davon an verbundene Unternehmen) (-1.043) -(601)

Die enthaltenen Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen betragen 692 TEUR (Vorjahr: 729 TEUR).

(29) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:

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TEUR 2013 2014
Steueraufwendungen -3.184 -14.974
Erträge aus Belastungen und Gutschriften an Organgesellschaften 25.111
Summe 21.927 -14.974

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Auf Grund dessen übt die Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs.1. Satz 2 HGB dahingehend aus, dass keine aktiven latenten Steuern in der Bilanz angesetzt werden.

Steuernachzahlungen von 955 TEUR (Vorjahr: 274 TEUR) und Erstattungen von 63 TEUR (Vorjahr: 1.129 TEUR) für vorangegangene Veranlagungszeiträume wurden im Steueraufwand berücksichtigt.

Eine Umlage des anteiligen Steueraufwands auf die Organgesellschaften der KUKA Aktiengesellschaft unterbleibt ab dem Geschäftsjahr.

(30) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

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TEUR 2013 2014
Verpflichtungen aus Bürgschaften 79.018 82.672
Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen 38.846 20.177
Summe 117.864 102.849

Die Verpflichtungen aus Bürgschaften betreffen im Wesentlichen Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen.

Die Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen resultieren überwiegend aus der Besicherung von Leasingvereinbarungen sowie Zahlungs- und Vertragserfüllungsgarantien zu Gunsten verbundener Unternehmen.

Die zugrundeliegenden Verpflichtungen können von den betroffenen Gesellschaften nach unserer Kenntnis allesamt erfüllt werden. Deshalb rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme.

(31) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

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TEUR 2013 2014
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen fällig bis 1 Jahr 1.163 943
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (870) (734)
fällig 1 bis 5 Jahre 579 118
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (316) (0)
Summe 1.742 1.061
Bestellobligo gesamt 40.549 9.571
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (0) (0)
Summe 40.549 9.571
Sonstige Verpflichtungen fällig bis 1 Jahr 2.373 2.576
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (0) (0)
fällig 1 bis 5 Jahre 1.955 1.401
Summe 4.328 3.977

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten Leasingvereinbarungen über PKW und Büroräume.

Das Bestellobligo betrifft im Wesentlichen den Neubau eines Entwicklungs- und Technologiezentrums am Standort Augsburg.

Die sonstigen Verpflichtungen betreffen insbesondere noch zu erbringende Flugdienstleistungen, EDV-Wartungs- und Versicherungsverträge sowie Abnahmeverpflichtungen für noch zu erbringende Marketingleistungen. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind bzw. oben aufgeführt wurden bestehen nicht.

(32) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die Aufgaben zur Steuerung und Verwaltung von Zins- und Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft des KUKA-Konzerns werden überwiegend von der KUKA Aktiengesellschaft wahrgenommen. Die Gesellschaften des KUKA-Konzerns sind im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit vor allem Währungsrisiken ausgesetzt. Die Absicherung gegen diese Risiken erfolgt durch marktübliche Instrumente wie Devisentermingeschäfte und Non-Deliverable-Forwards in Form von OTC-Geschäften. Einheitliche Konzernrichtlinien regeln die Abwicklung der Geschäfte unter strenger Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle.

Zur Absicherung des Währungsänderungsrisikos zielt die Kurssicherungsstrategie auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente durch die KUKA Aktiengesellschaft bei Banken erfolgt größtenteils für inländische Konzerngesellschaften und steht in direktem Zusammenhang mit der Herstellung oder dem Verkauf der Produkte und Dienstleistungen. Dabei werden die von der KUKA Aktiengesellschaft erreichten Banken- und Sicherungskonditionen unverändert an die Gesellschaften intern weitergegeben.

Die KUKA Aktiengesellschaft schließt eigene Fremdwährungsgeschäfte im Zusammenhang mit der Finanzierung ausländischer Gesellschaften ab.

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Nominalvolumen Zeitwerte
TEUR 31.12.2013 31.12.2014 Laufzeit bis 1 Jahr Laufzeit 1 - 5 Jahre 31.12.2013 gesamt Laufzeit bis 1 Jahr
--- --- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte
mit Banken 135.640 204.323 1.402 12 1.414 -6.432
gegenläufig mit verb. und sonst.Unternehmen 93.872 146.231 -61 -5 -66 5.967
229.512 350.554 1.341 7 1.348 -465

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Zeitwerte
TEUR Laufzeit 1 - 5 Jahre 31.12.2014 gesamt
--- --- ---
Devisentermingeschäfte
mit Banken -72 -6.504
gegenläufig mit verb. und sonst.Unternehmen 72 6.039
0 -465

Die aufgeführten Zeitwerte entsprechen dem Preis, zu dem fremde Dritte die Rechte oder Pflichten aus den derivativen Finanzinstrumenten übernehmen würden. Die Mark-to-Market-Bewertung erfolgte nach der Zero-Coupon-Methode.

Das maximale Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente ist mit der Summe ihrer positiven Zeitwerte anzusetzen. Zum 31.12.2014 betrug die Summe der positiven Zeitwerte externer derivativer Finanzinstrumente 514 TEUR (Vorjahr: 3.611 TEUR) und die der negativen Zeitwerte 7.018 TEUR (Vorjahr: 2.197 TEUR). Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihrer vertraglichen Verpflichtung nachkommen können und bei der KUKA Aktiengesellschaft somit ein finanzieller Verlust entsteht. Zur Diversifikation des Ausfallrisikos werden konzernexterne Derivativgeschäfte mit verschiedenen Geschäftspartnern einwandfreier Bonität eingegangen.

Für negative Zeitwerte, die die KUKA Aktiengesellschaft betreffen, ist eine Drohverlustrückstellung von 619 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR) gebildet.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATS

Mit Ausnahme der im Vergütungsbericht dargestellten Rechtsgeschäfte wurden mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft von keinem Unternehmen des KUKA Konzerns berichtspflichtige Geschäfte vorgenommen.

Dem Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft sind insgesamt 3.689 TEUR (Vorjahr: 2.918 TEUR) zugeflossen. Der Gesamtvorstand erhielt im Geschäftsjahr ein Festgehalt inklusive Sachbezügen von 1.003 TEUR (Vorjahr: 898 TEUR). Die erfolgs- und leistungsabhängige Zahlung betrug 2.686 TEUR (Vorjahr: 2.020 TEUR). Für Vergütungen nach dem Phantom-Share-Programm wurden 1.022 TEUR (Vorjahr: 1.017 TEUR) ausbezahlt.

Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2014 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 9.846 TEUR (Vorjahr: 9.763 TEUR).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Organtätigkeit im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 855 TEUR (Vorjahr: 850 TEUR).

Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Corporate Governance Berichts und fasst auch die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Lageberichts.

ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die gleichlautenden Entsprechenserklärungen gem. § 161 AktG des Vorstandes vom 20. Januar 2015 und des Aufsichtsrates vom 06. Februar 2015 sind im Internet über die Website der Gesellschaft (www.kuka-aq.de) allen Interessenten zugänglich.

MITTEILUNG ÜBER DAS BESTEHEN VON BETEILIGUNGEN NACH § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Nachfolgend werden die im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Mitteilungen aufgeführt:

1. Die AXA S.A., Paris, Frankreich, hat uns mit Schreiben vom 14.01.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Der Stimmrechtsanteil der AXA S.A., Paris, Frankreich, hat am 10.01.2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 5,02% (1.704.056 Stimmrechte). Diese 5,02% (1.704.056 Stimmrechte) sind der AXA S.A. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen."

2. Die AXA Investment Managers S.A., Courbevoie, Frankreich, hat uns mit Schreiben vom 14.01.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Der Stimmrechtsanteil der AXA Investment Managers S.A., Courbevoie, Frankreich, hat am 10.01.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 3,12% (1.058.045 Stimmrechte). Diese 3,12% (1.058.045 Stimmrechte) sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen."

3. Die SWOCTEM GmbH, Haiger, Deutschland, hat mit Schreiben vom 03.02.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitteilen lassen:

"Der Stimmrechtsanteil der SWOCTEM GmbH, Haiger, Deutschland, hat am 29.01.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 3,067% (1.040.150 Stimmrechte)."

4. Herr Friedhelm Loh, Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 04.02.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil von Herrn Friedhelm Loh, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 29.01.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,067% (1.040.150 Stimmrechte).

Die Stimmrechte, die Herrn Loh gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 3,067% (1.040.150 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgendes, kontrolliertes Unternehmen gehalten: SWOCTEM GmbH, Haiger, Deutschland.

5. Die Bank of America National Association, Charlotte (NC), USA, hat uns mit Schreiben vom 24.02.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der Bank of America National Association an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 16.01.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag insgesamt 3,05% (1.033.189 Stimmrechte). Dabei hält die Bank of America National Association 3,01% der Stimmrechte (1.021.335 Stimmrechte) direkt; 0,03% der Stimmrechte (11.854 Stimmrechte) werden der Bank of Amercia National Association gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

6. Die BANA Holding Corporation, Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 24.01.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der BANA Holding Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 16.01.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,05% (1.033.189 Stimmrechte).

Die Stimmrechte, die der BANA Holding Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 3,05% (1.033.189 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgendes, kontrolliertes Unternehmen gehalten: Bank of America National Association.

7. Die BAC North America Holding Company, Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 24.02.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der BAC North America Holding Company an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 16.01.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,05% (1.033.189 Stimmrechte).

Die Stimmrechte, die der BAC North America Holding Company gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 3,05% (1.033.189 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: Bank of America National Association und BANA Holding Corporation.

8. Die NB Holdings Corporation, Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 24.02.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der NB Holdings Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 16.01.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,05% (1.033.189 Stimmrechte).

Die Stimmrechte, die der NB Holdings Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 3,05% (1.033.189 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: Bank of America National Association, BANA Holding Corporation und BAC North America Holding Company.

9. Die Bank of America Corporation, Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 24.02.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil Bank of America Coporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 16.01.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,05% (1.033.189 Stimmrechte).

Die Stimmrechte, der Bank of America Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 3,05% (1.033.189 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: Bank of America National Association, BANA Holding Corporation, BAC North America Holding Company und NB Holdings Corporation.

10. BlackRock, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 25.03.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstrasse 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 21.03.2014 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,98% (1.688.820 Stimmrechte).

Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

11. BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 25.03.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 21.03.2014 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,98% (1.688.697 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Holdco 2, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

12. BlackRock Financial Management, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 26.03.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 21.03.2014 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,98% (1.688.697 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Financial Management, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

13. BlackRock Advisors Holdings, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 26.03.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Advisors Holdings, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstrasse 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 24.03.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,95% (1.001.309 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Advisors Holdings, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

14. Die Oppenheim Asset Management Services S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg, hat uns mit Schreiben vom 28.03.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Oppenheim Asset Management Services S.à.r.l. an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstrasse 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 27.03.2014 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,90% (1.660.977 Stimmrechte).

15. Die Norges Bank (Zentralbank von Norwegen), Oslo, Norwegen, hat uns mit Schreiben vom 31.03.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Norges Bank an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 27.03.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,01% (1.022.192 Stimmrechte).

16. Das norwegische Finanzministerium, Oslo, Norwegen, hat uns mit Schreiben vom 31.03.2014 im Namen des Staates Norwegen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des Staates Norwegen an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 27.03.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,01% (1.022.192 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden dem Staat Norwegen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Norges Bank zugerechnet.

17. Die Norges Bank (Zentralbank von Norwegen), Oslo, Norwegen, hat uns mit Schreiben vom 31.03.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Norges Bank an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 28.03.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,99% (1.015.609 Stimmrechte).

18. Das norwegische Finanzministerium, Oslo, Norwegen, hat uns mit Schreiben vom 31.03.2014 im Namen des Staates Norwegen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des Staates Norwegen an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 28.03.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,99% (1.015.609 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden dem Staat Norwegen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

19. Die Norges Bank (Zentralbank von Norwegen), Oslo, Norwegen, hat uns mit Schreiben vom 03.04.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Norges Bank an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 02.04.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,05% (1.033.816 Stimmrechte).

20. Das norwegische Finanzministerium, Oslo, Norwegen, hat uns mit Schreiben vom 03.04.2014 im Namen des Staates Norwegen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des Staates Norwegen an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 02.04.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,05% (1.033.816 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden dem Staat Norwegen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Norges Bank zugerechnet.

21. Die Norges Bank (Zentralbank von Norwegen), Oslo, Norwegen, hat uns mit Schreiben vom 10.04.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Norges Bank an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 09.04.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,96% (1.002.548 Stimmrechte).

22. Das norwegische Finanzministerium, Oslo, Norwegen, hat uns mit Schreiben vom 10.04.2014 im Namen des Staates Norwegen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des Staates Norwegen an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 09.04.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,96% (1.002.548 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden dem Staat Norwegen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

23. Die Norges Bank (Zentralbank von Norwegen), Oslo, Norwegen, hat uns mit Schreiben vom 11.04.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Norges Bank an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 10.04.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,004% (1.018.816 Stimmrechte).

24. Das norwegische Finanzministerium, Oslo, Norwegen, hat uns mit Schreiben vom 11.04.2014 im Namen des Staates Norwegen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des Staates Norwegen an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 10.04.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,004% (1.018.816 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden dem Staat Norwegen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Norges Bank zugerechnet.

25. Die SWOCTEM GmbH, Haiger, Deutschland, hat mit Schreiben vom 23.04.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der SWOCTEM GmbH an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 14.04.2014 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Tag 5,087% (1.725.150 Stimmrechte).

26. Herr Friedhelm Loh, Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 23.04.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil von Herrn Friedhelm Loh an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 14.04.2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 5,087% (1.725.150 Stimmrechte). Die Stimmrechte, die Herrn Loh gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 5,087% (1.725.150 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgendes, kontrolliertes Unternehmen gehalten: SWOCTEM GmbH, Haiger, Deutschland.

27. Franklin Templeton Investment Funds, Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, hat uns mit Schreiben vom 24.04.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des Franklin Templeton Investment Funds an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 23.04.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,91% (986.908 Stimmrechte).

28. BlackRock, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 24.04.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstrasse 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 22.04.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,97% (1.008.363 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

29. BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 24.04.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 22.04.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,97% (1.008.240 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Holdco 2, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

30. BlackRock Financial Management, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 24.04.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 22.04.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,97% (1.008.240 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Financial Management, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

31. Die Norges Bank (Zentralbank von Norwegen), Oslo, Norwegen, hat uns mit Schreiben vom 13.05.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Norges Bank an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 12.05.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,79% (945.973 Stimmrechte).

32. Das norwegische Finanzministerium, Oslo, Norwegen, hat uns mit Schreiben vom 13.05.2014 im Namen des Staates Norwegen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil des Staates Norwegen an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 12.05.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,79% (945.973 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden dem Staat Norwegen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

33. BlackRock, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 15. Mai 2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 12. Mai 2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,03% (1.028.976 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

34. BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 15. Mai 2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 12. Mai 2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,03% (1.028.853 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Holdco 2, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

35. BlackRock Financial Management, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 15. Mai 2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 12.05.2014 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,03% (1.028.853 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Financial Management, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

36. BlackRock, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 19.05.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstrasse 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 15.05.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,97% (1.008.276 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

37. BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 19.05.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 15.05.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,97% (1.008.153 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Holdco 2, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

38. BlackRock Financial Management, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 19.05.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 15.05.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,97% (1.008.153 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Financial Management, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.

39. Die Oppenheim Asset Management Services S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg, hat uns mit Schreiben vom 21.05.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Oppenheim Asset Management Services S.à.r.l. an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstrasse 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 20.05.2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 0,03% (10.977 Stimmrechte).

40. Die AXA S.A., Paris, Frankreich, hat uns mit Schreiben vom 16.06.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der AXA S.A., Paris, Frankreich, hat am 11.06.2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft unterschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 4,994% (1.693.687 Stimmrechte). Diese 4,994% (1.693.687 Stimmrechte) sind der AXA S.A. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

41. Die York Capital Management Global Advisors, LLC, New York, U.S.A., hat uns mit Schreiben vom 05.08.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Der Stimmrechtsanteil der York Capital Management Global Advisors, LLC, New York, U.S.A., hat am 31.07.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 3,07% (1.039.530 Stimmrechte). Diese 3,07% (1.039.530 Stimmrechte) sind der York Capital Management Global Advisors, LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen."

42. Herr James G. Dinan, U.S.A., hat uns mit Schreiben vom 05.08.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Der Stimmrechtsanteil von Herrn James G. Dinan, U.S.A., hat am 31.07.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 3,07% (1.039.530 Stimmrechte). Diese 3,07% (1.039.530 Stimmrechte) sind Herrn James G. Dinan gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen."

43. Die SWOCTEM GmbH, Haiger, Deutschland, hat mit Schreiben vom 05.08.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der SWOCTEM GmbH an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 31.07.2014 die Schwelle von 10% überschritten und beträgt zu diesem Tag 10,018% (3.397.719 Stimmrechte).

44. Herr Friedhelm Loh, Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 05.08.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil von Herrn Friedhelm Loh an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 31.07.2014 die Schwelle von 10% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 10,018% (3.397.719 Stimmrechte). Die Stimmrechte, die Herrn Loh gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 10,018% (3.397.719 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgendes, kontrolliertes Unternehmen gehalten: SWOCTEM GmbH, Haiger, Deutschland.

45. Franklin Mutual Advisers LLC, Wilmington (Delaware), USA, hat uns mit Schreiben vom 19. September 2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtsanteil der Franklin Mutual Advisers LLC an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstrasse 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 18. September 2014 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,74% (927.575 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der Franklin Mutual Advisers LLC nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

46. Die York Capital Management Global Advisors, LLC, New York, U.S.A., hat uns mit Schreiben vom 13.10.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Der Stimmrechtsanteil der York Capital Management Global Advisors, LLC, New York, U.S.A., hat am 10.10.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, unterschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 2,81% (952.530 Stimmrechte). Diese 2,81% (952.530 Stimmrechte) sind der York Capital Management Global Advisors, LLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen."

47. Herr James G. Dinan, U.S.A., hat uns mit Schreiben vom 13.10.2014 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Der Stimmrechtsanteil von Herrn James G. Dinan, U.S.A., hat am 10.10.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, unterschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 2,81% (952.530 Stimmrechte). Diese 2,81% (952.530 Stimmrechte) sind Herrn James G. Dinan gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen."

48. Das Bankhaus Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG ("Berenberg Bank"), Hamburg, Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 12. November 2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Berenberg Bank an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, am 06.11.2014 die Schwellen von 3% und 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 6,84% (2.442.884 Aktien) beträgt.

49. Das Bankhaus Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG ("Berenberg Bank"), Hamburg, Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 12. November 2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Berenberg Bank an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, am 10.11.2014 die Schwellen von 3% und 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00% (0 Aktien) beträgt.

50. Die Bank of America National Association, Charlotte (NC), USA, hat uns mit Schreiben vom 19.11.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der Bank of America National Association an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 06.11.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag insgesamt 2,94% (1.048.404 Stimmrechte). Dabei hält die Bank of America National Association 2,87% der Stimmrechte (1.025.923 Stimmrechte) direkt; 0,06% der Stimmrechte (22.481 Stimmrechte) werden der Bank of America National Association gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

51. Die BANA Holding Corporation, Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 19.11.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der BANA Holding Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 06.11.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,94% (1.048.404 Stimmrechte). Die Stimmrechte, die der BANA Holding Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 2,94% (1.048.404 Stimmrechte).

52. Die BAC North America Holding Company, Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 19.11.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der BAC North America Holding Company an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 06.11.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,94% (1.048.404 Stimmrechte). Die Stimmrechte, die der BAC North America Holding Company gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 2,94% (1.048.404 Stimmrechte).

53. Die NB Holdings Corporation, Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 19.11.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der NB Holdings Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 06.11.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,94% (1.048.569 Stimmrechte). Die Stimmrechte, die der NB Holdings Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 2,94% (1.048.569 Stimmrechte).

54. Die Bank of America Corporation, Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 19.11.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil Bank of America Corporation an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 06.11.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 2,94% (1.048.569 Stimmrechte). Die Stimmrechte, der Bank of America Corporation gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 2,94% (1.048.569 Stimmrechte).

55. Die Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, hat uns am 03.12.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.11.2014 die Schwellen von 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0%.

56. Die Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, hat uns am 03.12.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.11.2014 die Schwellen von 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0%.

57. Die Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, hat uns am 03.12.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.11.2014 die Schwellen von 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0%.

58. Herr Rudolf Grenzebach, Deutschland, hat uns mit Schreiben am 03.12.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil von Herrn Rudolf Grenzebach, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.11.2014 die Schwellen von 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0%.

59. Die J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG, Heidenheim an der Brenz, Deutschland, hat uns am 03.12.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.11.2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 24,09% (8.601.308 Stimmrechte).

60. Die J.M. Voith Verwaltungs GmbH, Heidenheim an der Brenz, Deutschland, hat uns am 03.12.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der J.M. Voith Verwaltungs GmbH an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.11.2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 24,09% (8.601.308 Stimmrechte).

Diese Stimmrechte werden der J.M. Voith Verwaltungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet und über folgendes, kontrolliertes Unternehmen gehalten: J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG.

61. Die Voith GmbH, Heidenheim an der Brenz, Deutschland, hat uns am 03.12.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der Voith GmbH an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.11.2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 24,09% (8.601.308 Stimmrechte).

Diese Stimmrechte werden der Voith GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet und über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG und J.M. Voith Verwaltungs GmbH.

62. Die JMV GmbH & Co. KG, Heidenheim an der Brenz, Deutschland, hat uns am 03.12.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der JMV GmbH & Co. KG an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.11.2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 24,09% (8.601.308 Stimmrechte).

Diese Stimmrechte werden der JMV GmbH & Co. KG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet und über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG, J.M. Voith Verwaltungs GmbH und Voith GmbH.

63. Die JMV Verwaltungs GmbH, Heidenheim an der Brenz, Deutschland, hat uns am 03.12.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der JMV Verwaltungs GmbH an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.11.2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 24,09% (8.601.308 Stimmrechte).

Diese Stimmrechte werden der JMV Verwaltungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet und über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG, J.M. Voith Verwaltungs GmbH, Voith GmbH und JMV GmbH & Co. KG.

64. Die Voith Familien Verwaltung GmbH, Mannheim, Deutschland, hat uns am 03.12.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der Voith Familien Verwaltung GmbH an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.11.2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 24,09% (8.601.308 Stimmrechte).

Diese Stimmrechte werden der Voith Familien Verwaltung GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet und über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG, J.M. Voith Verwaltungs GmbH, Voith GmbH und JMV GmbH & Co. KG.

65. Die Familiengesellschaft J.M. Voith GbR, Mannheim, Deutschland, hat uns am 03.12.2014 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

Der Stimmrechtanteil der Familiengesellschaft J.M. Voith GbR an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 28.11.2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15% und 20% der Stimmrechte überschritten und beträgt zu diesem Tag 24,09% (8.601.308 Stimmrechte).

Diese Stimmrechte werden der Familiengesellschaft J.M. Voith GbR gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet und über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: J.M. Voith GmbH & Co. Beteiligungen KG, J.M. Voith Verwaltungs GmbH, Voith GmbH, JMV GmbH & Co. KG und JMV Verwaltungs GmbH.

Anmerkung:

Hinsichtlich der o.g. Stimmrechtsmeldungen der Voith Gruppe (Nr. 59 - Nr. 65) ist anzumerken, dass die Voith Gruppe weitere Stimmrechte von 1,01% über andere Finanzinstrumente gemäß §§ 25, 25a WpHG zum 03.12.2014 gehalten und gemeldet hat.

Zum 03.12.2014 hielt die Voith Gruppe damit insgesamt 25,10% der Stimmrechte, die in Aktien und anderen Finanzinstrumenten (§§ 25, 25a WpHG) verkörpert waren.

ORGANE

AUFSICHTSRAT

Bernd Minning

Kaisheim

Vorsitzender des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft

Geschäftsführer (President & CEO)

Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach Bäumenheim

Grenzebach BSH GmbH, Bad Hersfeld

Grenzebach Shanghai GmbH, Asbach-Bäumenheim

Grenzebach International GmbH, Asbach-Bäumenheim

Ventech Systems GmbH, Asbach-Bäumenheim

Board of directors

Grenzebach Machinery (Jiashan) Ltd., China (Chairman)**

Grenzebach Machinery (Shanghai) Ltd., China (Chairman)**

Grenzebach Corporation, Newnan (Georgia), USA**

Grenzebach-INOS Automation Software, Inc., Troy (Michigan), USA**

Michael Leppek***

Stadtbergen

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Erster Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg

MAN Diesel & Turbo SE*

SGL Carbon SE*

AIRBUS Helicopters Deutschland GmbH*

Prof. Dr. Dirk Abel

Aachen

Universitätsprofessor

Direktor des Instituts für Regelungstechnik der RWTH Aachen

ATC GmbH (Aldenhoven Testing Center of RWTH Aachen University), Aachen**

Dr. Walter Bickel

Grünwald

Unternehmensberater

Inhaber des Einzelunternehmens WB Consult

Geschäftsführender Gesellschafter der Bickel Jung Verwaltungs GmbH

Kommanditist der Bickel Jung & Company GmbH & Co. KG

Member Board of Directors, Maillefer Group**

Wilfried Eberhardt***

Aichach

Executive Vice President Marketing & Associations KUKA Roboter GmbH, Augsburg

Prokurist KUKA Roboter GmbH, Augsburg

Siegfried Greulich***

Augsburg

Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg

Thomas Knabel***

Zwickau

2. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Zwickau

Armin Kolb***

Augsburg

Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg

Carola Leitmeir***

Großaitingen

Mitglied des Betriebsrats der KUKA Betriebe am Standort Augsburg

Prof. Dr. Uwe Loos

Stuttgart

Industrieberater

Dorma Holding GmbH +Co.KGaA , Ennepetal*

CDP Bharat Forge GmbH, Ennepetal**

Bharat Forge Aluminiumtechnik, Brand-Erbisdorf**

Fritz GmbH, Bietigheim Bissingen**

Dr. Michael Proeller

Augsburg

Betriebswirt

geschäftsführender Gesellschafter Erhardt + Leimer GmbH, Augsburg

Geschäftsführer Erhardt + Leimer Elektroanlagen GmbH, Augsburg

Geschäftsführer Erhardt + Leimer Steuerungstechnik GmbH, Augsburg

Geschäftsführer Erhardt + Leimer Corrugated GmbH, Bielefeld

Erhardt + Leimer Inc, Duncan (South Carolina), USA**

Erhardt + Leimer, India Pvt. Ltd., Ahmedabad, Indien**

Erhardt + Leimer S.r.l., Bergamo, Italien**

Erhardt + Leimer do Brasil Ltda., Guarulhos Sao Paulo, Brasilien**

Erhardt + Leimer Limited, Burlington (Ontario), Kanada**

Erhardt + Leimer Japan Ltd., Yokohama, Japan**

Erhardt + Leimer France SARL, Mulhouse, Frankreich**

Erhardt + Leimer (Hangzhou) Co., Ltd., Hangzhou, China**

Erhardt + Leimer Korea, Ltd., Seoul, Südkorea**

Guy Wyser-Pratte Bedford, New York/USA

Investment Manager

President of Wyser-Pratte & Co., Inc. (FINRA Broker-Dealer), New York, NY USA

President of Wyser-Pratte Management Co., Inc. (RIA), New York, NY USA

* Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

** Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

*** Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

VORSTAND

Dr. Till Reuter

Pfäffikon, Schweiz, Vorsitzender des Vorstands

Dr. Steiner Holding AG*
Rinvest Alpha AG, Pfäffikon/Schweiz**
Swisslog Holding, Buchs/Schweiz**

Peter Mohnen

München, Vorstand Finanzen und Controlling

* Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

** Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

*** Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

ANTEILSBESITZE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT

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Name und Sitz der Gesellschaften Währung Anteil am Kapital

%
Eigenkapital in Tausend Landeswährung Jahresüberschuss in Tsd. Landeswährung Art der Einbeziehung Segment
Deutschland
1 Bopp & Reuther Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg EUR 100,00 22.548 -1.738 k SON
2 Faude Automatisierungstechnik GmbH, Gärtringen EUR 50,00 545 -293 k SYS
3 HLS Ingenieurbüro GmbH, Augsburg EUR 100,00 5.888 3.063 k SYS
4 KUKA Industries GmbH , Augsburg* EUR 100,00 2.173 01) k SON
5 KUKA Laboratories GmbH , Augsburg* EUR 100,00 27.493 01)8) k ROB
6 KUKA Roboter GmbH, Augsburg* EUR 100,00 50.614 01) k ROB
7 KUKA Systems GmbH, Augsburg* EUR 100,00 30.194 01) k SYS
8 Reis Asia Pacific GmbH, Obernburg EUR 100,00 24 -12) k SYS
9 Reis GmbH & Co. KG Maschinenfabrik, Obernburg* EUR 100,00 -24.868 -10.720 k SYS
10 Reis GmbH, Obernburg EUR 100,00 68 -25) k SYS
11 Reis Group Holding GmbH & Co. KG, Obernburg* EUR 51,00 32.710 02) k SYS
12 Reis Holding GmbH, Obernburg EUR 100,00 21 -115) k SYS
13 Swisslog (Deutschland) GmbH, Puchheim EUR 100,00 3.400 -2.7173) k SL
14 Swisslog GmbH, Dortmund EUR 100,00 1.000 03) k SL
15 Swisslog Healthcare GmbH, Westerstede EUR 100,00 500 03) k SL
16 Swisslog Munich GmbH, Puchheim EUR 100,00 844 03) k SL
17 Verwaltungsgesellschaft Walter Reis GmbH, Obernburg EUR 100,00 41 05) k SYS
18 Walter Reis GmbH & Co KG, Obernburg* EUR 100,00 8.612 05) k SYS
19 WR Vermögensverwaltungs GmbH, Obernburg EUR 100,00 1.497 1305) k SYS
20 KBee AG, München EUR 40,00 8.371 -5.9636) at ROB
21 Freadix FryTec GmbH, Augsburg EUR 100,00 28 -4 nk SON
22 IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe EUR 100,00 26 0 nk SON
23 KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg EUR 100,00 25 0 nk SYS
24 Schmidt Maschinentechnik GmbH i.L., Niederstotzingen EUR 100,00 0 07) nk SYS
sonstiges Europa
25 Alema Automation SAS, Bordeaux-Merignac / Frankreich EUR 100,00 5.954 1.574 k SYS
26 HLS Czech s.r.o., Mada Boleslav/Tschechien CZK 100,00 18.803 6.123 k SYS
27 IRT SA (Schweiz), Neuchatel / Schweiz CHF 50,00 2.464 1103) k SYS
28 KUKA S-BASE s.r.o. (in Liquidation), Roznov p.R./Tschechien CZK 100,00 1.015 -2137) k SYS
29 KUKA Automatisering + Robots N.V., Houthalen/Belgien EUR 100,00 6.156 863 k SYS
30 KUKA Automatisme + Robotique SAS., Villebon-sur-Yvette / Frankreich EUR 100,00 2.977 -155 k ROB
31 KUKA Automotive N.V., Houthalen / Belgien EUR 100,00 271 791 k SYS
32 KUKA Eneo Werkzeugbau spol. s.r.o., Dubnica nad Váhom / Slowakei EUR 65,00 3.979 390 k SYS
33 KUKA Nordic AB, Västra Frölunda / Schweden SEK 100,00 3.203 364 k ROB
34 KUKA Roboter CEE GmbH, Linz/ Österreich EUR 100,00 1.269 481 k ROB
35 KUKA Roboter Italia S.p.A, Rivoli / Italien EUR 100,00 7.220 1.016 k ROB
36 KUKA Roboter Schweiz AG, Dietikon / Schweiz CHF 100,00 446 149 k ROB
37 KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony / Ungarn EUR 100,00 9.729 5.364 k ROB
38 KUKA Robotics OOO, Moskau /Russland RUB 100,00 58.827 28.138 k ROB
39 KUKA Robotics UK LTD, Wednesbury/Großbritannien GBP 100,00 795 151 k ROB
40 KUKA Robots IBÉRICA, S.A, Vilanova i la Geltrú / Spanien EUR 100,00 3.148 1.823 k ROB
41 KUKA Sistemy OOO, Togliatti / Russland RUB 100,00 16.867 -6.289 k SYS
42 KUKA Systems France SA., Montigny/ Frankreich EUR 100,00 58 -529 k SYS
43 KUKA Systems SRL , Sibiu / Rumänien RON 100,00 8.263 -2.456 k SYS
44 KUKA Systems UK Ltd., Halesowen / Großbritannien GBP 100,00 7.167 1.850 k SYS
45 Reis Espana S.L., Esplugues de Llobregat (Barcelona) / Spanien EUR 100,00 311 59 k SYS
46 Reis France EURL, Pontault-Combeau/F/Frankreich EUR 100,00 512 -2265) k SYS
47 Reis France SCI, Pontault-Combeau/F / Frankreich EUR 100,00 448 315) k SYS
48 Reis Robotics CR. - strojirenstvi spol s.r.o, Chomutov/Tschechien CZK 100,00 82.837 -30.3105) k SYS
49 Reis Robotics CR. spol s.r.o, Chomutov/Tschechien CZK 100,00 41.462 10.8785) k SYS
50 Reis Robotics Italia, Bellusco / Italien EUR 100,00 172 29 k SYS
51 Swisslog (UK) Ltd., Redditch / Großbritannien GBP 100,00 250 -4063) k SL
52 Swisslog AB, Partille / Schweden SEK 100,00 10.000 -9.8523) k SL
53 Swisslog AG, Buchs / Schweiz CHF 100,00 10.000 -3.0793) k SL
54 Swisslog AS, Oslo / Norwegen NOK 100,00 500 11.0723) k SL
55 Swisslog B.V., Culemborg / Niederlande EUR 100,00 16 763) k SL
56 Swisslog Ergotrans B.V., Apeldoorn/Niederlande EUR 100,00 113 243) k SL
57 Swisslog Evomatic GmbH, Sipbachzell / Österreich EUR 100,00 35 -3.9133) k SL
58 Swisslog France SAS, Saint-Denis / Frankreich EUR 100,00 843 6723) k SL
59 Swisslog Holding AG, Buchs / Schweiz CHF 94,49 2.513 1.0683) k SL
60 Swisslog IP AG, Buchs / Schweiz CHF 100,00 100 -2.9823) k SL
61 Swisslog Italia S.p.A, Mailand / Italien EUR 100,00 550 2723) k SL
62 Swisslog Luxembourg S.A., Ell /Luxemburg EUR 100,00 1.345 -513)7) k SL
63 Swisslog N.V., Wilrijk/ Belgien EUR 100,00 124 3283) k SL
64 Swisslog-Axalon AB, Boxholm / Schweden SEK 100,00 1.000 10.8873) k SL
65 Metaalwarenfabriek 's-Hertogenbosch B.V., 's-Hertogenbosch / Niederlande EUR 100,00 -1.021 -124) nk SON
66 IRT Italia SRL, Cinisello Balsamo / Italien EUR 50,00 509 283) b SYS
Nordamerika
67 KUKA Assembly and Test Corp., Saginaw, Michigan / USA USD 100,00 16.260 2.089 k SYS
68 KUKA Robotics Canada Ltd., Saint John NB / Kanada CAD 100,00 2.346 -1.177 k ROB
69 KUKA Robotics Corp., Sterling Heights, Michigan/USA USD 100,00 3.358 286 k ROB
70 KUKA Systems de Mexico, S. de R.L. de C.V., Mexico City /Mexiko MXN 100,00 20.206 -31.283 k SYS
71 KUKA Systems North America LLC., Sterling Heights, Michigan / USA USD 100,00 64.442 29.807 k SYS
72 KUKA Toledo Production Operations, LLC., Toledo, Ohio / USA** USD 100,00 64.719 26.157 k SYS
73 KUKA U.S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan / USA USD 100,00 77.099 32.210 k SYS
74 KUKA de Mexico S.de R.L.de C.V., Mexico City / Mexiko, einschließlich MXN 100,00 13.719 -3.754 k ROB
75 KUKA Recursos, S.de R.L.de C.V., Mexico City / Mexiko MXN 100,00 k SYS
75 Reis Holding Corp. USA, Elgin/Illinois / USA USD 100,00 946 -3213) k SYS
76 Reis Robotics USA Inc., Elgin/Illinois / USA USD 100,00 -447 -5473) k SYS
77 Swisslog Logistics Inc., Newport News / USA USD 100,00 124 1.4543) k SL
78 Swisslog USA Inc., City of Dover / USA USD 100,00 0 7.1793) k SL
79 Trans logic Corp., Denver / USA USD 100,00 0 9.8993) k SL
80 Trans logic Electric Corp., New York / USA USD 100,00 0 07) k SL
81 Translogic Ltd., Mississauga / Kanada CAD 100,00 0 03) k SL
Süd- und Mittelamerika
82 KUKA Roboter do Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien BRL 100,00 2.274 2.237 k ROB
83 KUKA Systems do Brasil Ltda., Sao Bernardo do Campo SP / Brasilien BRL 100,00 -47.817 11.937 k SYS
84 Reis Robotics do Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien BRL 100,00 -495 -213) k SYS
85 Reis Servicos de Automacao Ltda., Sao Paulo / Brasilien BRL 100,00 18 -83) k SYS
Asien / Austalien
86 HLS VIETNAM CO., LTD., Ho Chi Minh City / Vietnam VND 95,00 8.039.490 2.505.894 k SYS
87 KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai / China CNY 100,00 18.595 10.031 k SYS
88 KUKA Flexible Manufacturing Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai / China CNY 100,00 43.091 179 k SYS
89 KUKA Robot Automation Malaysia Sdn BhD, Kuala Lumpur/Malaysia MYR 100,00 7.191 -3.404 k ROB
90 KUKA Robot Automation Taiwan Co. Ltd., Chung-Li City/Taiwan TWD 99,90 35.918 -5.636 k ROB
91 KUKA Robotics Thailand Ltd , Bangkok/Thailand THB 100,00 7.954 371 k ROB
92 KUKA Robotics (China) Co. Ltd., Shanghai / China CNY 100,00 109.139 34.640 k ROB
93 KUKA Robotics (India) Pvt. Ltd, Haryana/Indien INR 100,00 70.381 18.464 k ROB
94 KUKA Robotics Australia Pty. Ltd., Victoria / Australien AUD 100,00 105 -395 k ROB
95 KUKA Robotics Japan K.K., Tokyo / Japan JPY 100,00 213.145 35.159 k ROB
96 KUKA Robotics Korea Co., Ltd., Kyunggi-Do / Südkorea KRW 100,00 1.600.179 97.976 k ROB
97 KUKA Robotics Manufacturing China Co., LTD, Shanghai City/China CNY 100,00 17.014 -5.191 k ROB
98 KUKA Systems (India) Pvt.Ltd, Pune / Indien INR 100,00 -254.999 -138.149 k SYS
99 Reis Robotics China Co. Ltd. (Kunshan), Kunshan / China CNY 100,00 10.437 -14.024 k SYS
100 Reis Robotics China Co. Ltd. (Shanghai), Shanghai / China CNY 100,00 4.134 -2.945 k SYS
101 Reis Robotics Singapore PTE Ltd., Singapur/Singapur SGD 100,00 989 -201 k SYS
102 Swisslog (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai / China CNY 100,00 20.000 28.7963) k SL
103 Swisslog Asia Ltd., Hongkong / China HKD 100,00 5.100 10.8683) k SL
104 Swisslog Australia Pty. Ltd., Epping/Australien AUD 100,00 0 5763) k SL
105 Swisslog Malaysia Sdn Bhd, Selangor Darul Ehsan / Malaysia MYR 100,00 7.000 5.6463) k SL
106 Swisslog Pte. Ltd., Singapur/Singapur SGD 100,00 600 2793) k SL
107 Swisslog Singapore Pte. Ltd., Singapur / Singapur SGD 100,00 100 1.1573) k SL
108 Swisslog-Axalon (Kunshan) Co. Ltd., Kunshan / China USD 100,00 1.300 9233) k SL
109 Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co. Ltd., Yangzhou City/China CNY 49,00 38.808 -201 at SYS

*) Gesellschaften, die von der Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht haben

**) Principle place of business

1) Nach Ergebnisabführung

2) JahresAbschluss 31.03.2014

3) JahresAbschluss 31.12.2013

4) JahresAbschluss 30.06.2014

5) JahresAbschluss 31.12.2014 ( Rumpfgeschäftsjahr 01.04.2014 -31.12.2014)

6) IFRS - Abschluss

7) in Liquidation

8) Verschmelzung auf die KUKA-Roboter GmbH, Augsburg, Eintrag im HR am 06.02.2015

Art der Einbeziehung - per 31.12.2014

k - vollkonsolidierte Gesellschaften

nk - nicht konsolidierte Gesellschaften

at - nach der Equity Methode bilanzierte Finanzanlage

b - Beteiligung

Geschäftsbereich

ROB - ROBOTICS

SYS - SYSTEMS

SL - SWISSLOG

SON - SONSTIGE

ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG

Vom Jahresüberschuss der KUKA Aktiengesellschaft des Geschäftsjahres in Höhe von 65.672 TEUR wird die Hälfte, also 32.836 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Vom verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 57.265 TEUR schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor eine Dividende von 0,40 EUR je Aktie, insgesamt 14.283 TEUR zu zahlen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 42.982 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

KONZERNVERHÄLTNISSE

Die KUKA Aktiengesellschaft erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS, der beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wird und im Zentralen Unternehmensregister (www.Unternehmensregister.de) eingesehen werden kann.

Augsburg, 4. März 2015

KUKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Till Reuter

Peter Mohnen

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Augsburg, 4. März 2015

KUKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Till Reuter

Peter Mohnen

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 4. März 2015

**KPMG

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Karl Braun, Wirtschaftsprüfer

Rainer Rupprecht, Wirtschaftsprüfer