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KUKA AG — Annual Report 2013
Jul 1, 2014
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Annual Report
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KUKA Aktiengesellschaft
Augsburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013
Jahreseinzelabschluss 2013
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT und JAHRESABSCHLUSS 2013
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
Der KUKA Konzern besteht aus der KUKA Aktiengesellschaft und den beiden Geschäftsbereichen Robotics und Systems. Die KUKA Aktiengesellschaft mit Sitz in Augsburg ist die geschäftsleitende Holding des Konzerns und beschäftigt sich mit unternehmensübergreifenden Aufgaben. Die Geschäftstätigkeiten der Bereiche werden operativ von den Geschäftsbereichsleitungen koordiniert. Beide Geschäftsbereiche sind global aufgestellt und werden von ihren Landesgesellschaften im Vertrieb sowie Montage- und Serviceleistungen unterstützt.
Als international tätiger Roboterhersteller und Anlagenbauer fokussiert sich der KUKA Konzern auf die roboterbasierte Automation von Produktionsprozessen und trägt damit vor allem zu Effizienzsteigerungen und verbesserter Produktqualität bei den Kunden bei. Der Geschäftsbereich Systems bietet seinen Kunden Engineeringdienstleistungen und Automationskomponenten sowie automatisierte Produktionszellen. KUKA Systems entwickelt und liefert neue automatisierte Produktionsanlagen, baut im Zuge der Nachhaltigkeit und Effizienz aber auch bestehende Anlagen um. Der Geschäftsbereich Robotics entwickelt, montiert und vertreibt Industrie- und Serviceroboter zusammen mit der Robotersteuerung und der dazugehörigen Software. Darüber hinaus bietet Robotics seinen Kunden Serviceleistungen an.
Geschäftsbereich Robotics
Der Geschäftsbereich Robotics liefert die Kernkomponente für die Automation von Produktionsprozessen: den Industrieroboter zusammen mit der Robotersteuerung und der Software. Das Produktprogramm
des Geschäftsbereiches ist modular aufgebaut. Dadurch können dem Kunden maßgeschneiderte Lösungen auf der Basis eines Standardbaukastens mit Traglasten von 5 bis 1.300 kg angeboten werden. Die Roboter werden in Augsburg entwickelt und montiert. Die Schaltschränke werden in zwei ungarischen Werken in Taksony und Füzesgyarmat gefertigt. Für den asiatischen Markt produziert KUKA außerdem Roboter und Schaltschränke in Shanghai / China.
Mit der Einführung des KR AGILUS im Jahr 2012 hat KUKA sein Produktportfolio vergrößert. Der Kleinroboter zeichnet sich durch Energieeffizienz, Präzision und Geschwindigkeit in einer niedrigen Traglastklasse
bis zu 10 kg aus. Das breite Produktspektrum bietet daher Automatisierungslösungen für unterschiedliche Kundenanforderungen in allen Traglastklassen. Dazu gehört auch die Steuerung KRC4, die weiterentwickelt wurde und neben verbesserter Bewegungs-, Ablauf- und Prozesssteuerung auch eine integrierte Sicherheitstechnologie bietet.
Innerhalb des Geschäftsbereichs Robotics ist die Gesellschaft KUKA Laboratories GmbH für die Entwicklung neuer Technologien, Produkte und Anwendungen verantwortlich. Neben den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten konzentriert sich KUKA Laboratories auch auf den Aufbau neuer Märkte und den Vertrieb von Produkten für die Service- und Medizinrobotik. Zu den Kernaufgaben zählt die Weiterentwicklung einer neuen Robotergeneration, dem Leichtbauroboter (LBR iiwa). Wegen seiner einzigartigen Kombination von Sensorik und Sicherheit kann der LBR iiwa für Anwendungen eingesetzt werden, die mit den bisherigen roboterbasierten Lösungen aus Sicherheitsgründen nicht automatisiert werden konnten.
Geschäftsbereich Systems
Der Geschäftsbereich Systems plant, projektiert und errichtet automatisierte Produktionsanlagen. Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette einer Anlage ab: von einzelnen Systemkomponenten, Werkzeugen und Vorrichtungen über automatisierte Produktionszellen bis hin zu kompletten Anlagen, die von dem Geschäftsbereich als Systemintegrator "schlüsselfertig" erstellt werden. Das Know-how des Geschäftsbereichs liegt in der Automation einzelner Produktionsverfahren wie Schweißen und Löten, in der Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe sowie in der Integration verschiedener Produktionsschritte zu einer vollautomatischen Anlage.
An die Automobilindustrie liefert der Geschäftsbereich vor allem Anlagen zum Bau von Karosserien und zur Montage von Motoren und Getrieben sowie Werkzeuge zur Bearbeitung von Blechen. KUKA Systems betreibt außerdem auf dem Gelände des Automobilherstellers Chrysler in Toledo / USA eine Fertigung der vollständigen Karosserie für den Jeep Wrangler (KTPO).
Der Geschäftsbereich Systems arbeitet mit regionalen Kompetenz-Zentren. Die Märkte in Deutschland und Europa werden von Augsburg aus betreut, Nord- / Südamerika vom Großraum Detroit in USA und Asien von Shanghai in China. Weitere Geschäftsfelder sind der Werkzeugbau am Standort Schwarzenberg / Erzgebirge und in der Slowakei. Weiterhin projektiert und liefert der Bereich automatisierte Montagelinien und Prüfstände für Motoren und Getriebe an den Standorten in Bremen, im Großraum Detroit / USA und neuerdings auch in Shanghai / China.
Märkte und Wettbewerbspositionen
Die Automobilindustrie ist im KUKA Konzern die größte Kundengruppe mit einem Anteil am Gesamtumsatz von rund 70 %. Für diese Kundengruppe entwickelt und realisiert KUKA seit 40 Jahren roboterbasierte Automatisierungslösungen. Die hohen Anforderungen der Automobilindustrie an Produktivität, Qualität und Zuverlässigkeit haben KUKA in dieser Zeit zu einer anerkannten Marke für innovative Produkte und zukunftsfähige Technologien gemacht. KUKA Robotics zählt weltweit zu den führenden Roboterherstellern und gilt als marktführend in der Industrierobotik innerhalb Europas. KUKA Systems gehört ebenfalls zu den führenden Anbietern im Karosseriebau in der Automobilindustrie. In Nordamerika ist Systems seit der Übernahme von UTICA Enterprises Marktführer.
Darüber hinaus konzentriert sich KUKA auf den Ausbau der Geschäfte in Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry). In Märkten wie der Werkzeugmaschinenbranche, der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie oder der Medizintechnik gehört KUKA Robotics bereits zu den wichtigsten Global Playern. Vertrieb und Service von roboterbasierten Automatisierungsanlagen für die General Industry erfolgen vornehmlich über branchenspezifische Systempartner und Integratoren. Bei KUKA Robotics liegen die Umsatzanteile der General Industry und die Anteile der Automobilindustrie auf ungefähr gleichem Niveau. Auch KUKA Systems expandiert in Branchen außerhalb der Automobilindustrie. Dazu gehören neben der Luft- und Raumfahrt, dem Schienenfahrzeugbau, der Baumaschinenindustrie, auch die Energiebranche sowie die Hersteller von Consumer Goods.
Konzernstrategie
Auf Basis führender Marktpositionen der beiden Geschäftsbereiche, der hohen Innovationskraft aber auch der Kundennähe des Unternehmens verfolgt KUKA eine Strategie des profitablen Wachstums, die in drei Richtungen zielt:
1. Ausbau der Innovations- und Technologieführerschaft
Die Marke KUKA steht seit über 40 Jahren für Innovationen im Anlagenbau und in der Robotertechnologie. Der überwiegende Teil der Forschungs- und Entwicklungsleistungen wird im Geschäftsbereich Robotics erbracht. KUKA Laboratories nimmt dabei eine Querschnittsfunktion im KUKA Konzern ein und entwickelt Technologien und Anwendungen für den gesamten Konzern. Um das hohe Innovationsniveau zu sichern und auszubauen, beschäftigt der Geschäftsbereich Robotics rund 10% seiner Mitarbeiter am zentralen Standort in Augsburg in der Forschung & Entwicklung und Investiert hier jährlich 7 bis 9% seines Umsatzes. Die F&E-Aktivltäten im Geschäftsbereich Systems erfolgen teils im Rahmen von Kundenprojekten, teils in verschiedenen Entwicklungsprojekten und werden als Forschungs- und Entwicklungsaufwand ausgewiesen.
Die roboterbasierte Automation wird gemäß der Prognose der International Federation of Robotics (IFR) von verschiedenen Trends beeinflusst. Die neuen Robotergenerationen werden demnach mobil, einfach zu programmieren sowie schnell und flexibel einsetzbar sein. Technologische Innovationen wie verbesserte Sicherheits-, Vision- und Sensorsysteme werden die Kooperation von Mensch und Maschine ermöglichen. Der von KUKA neu entwickelte LBR iiwa Ist genau mit diesen Eigenschaften ausgestattet. Damit lassen sich Prozesse automatisieren, die bisher nicht oder nur teilweise automatisiert waren.
2. Diversifizierung der Geschäftstätigkeit in neue Märkte und Regionen
KUKA hat eine marktführende Position in der Automobilindustrie. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich In Märkten außerhalb der Automobilindustrie, der General Industry. KUKA Systems überträgt dabei sein Automatisierungs-Know-how z. B. auf Märkte wie Luftfahrt, während KUKA Robotics in Zusammenarbeit mit Systempartnern neue Anwendungen für Roboter in Zielmärkten wie der Elektronikindustrie, der Werkzeugmaschinenbranche, der Gießerei, der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie oder der Medizintechnik entwickelt. General Industry-Märkte zeichnen sich im Vergleich zur Automobilindustrie vor allem durch ein hohes Wachstums- und Ertragspotenzial aus. Der Automatisierungsgrad ist in diesen Branchen, gemessen an der Automobilindustrie, noch relativ niedrig. Kunden aus der General Industry automatisieren überwiegend, um ihre Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, ihre Produktionszahlen zu erhöhen, aber auch, um ihre Qualität zu verbessern. KUKA konzentriert sich zum einen auf den Ausbau neuer Zielmärkte in der General Industry und zum anderen auf die regionale Diversifikation. KUKA hat eine starke Position im europäischen Markt. Wachstumspotenziale sieht KUKA im Ausbau der weltweiten Standorte und dabei in erster Linie in den wachstumsstarken Ländern Asiens und Südamerikas. Ziel ist, von der zunehmenden Automatisierung insbesondere in diesen Ländern nachhaltig zu profitieren. Der Markteintritt erfolgt häufig über Automobilprojekte mit bestehenden Kunden. Es folgen Kunden von lokalen Automobilherstellern und Kunden aus der General Industry. Dabei steht das Potenzial im chinesischen Markt im Fokus. Gemäß der Prognose des IFR wird gerade der chinesische Markt in den nächsten Jahren überproportional wachsen. Weltweit wird mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 6% zwischen 2014 und 2016 gerechnet. Das Wachstum in China wird im gleichen Zeitraum auf jährlich rund 15 % geschätzt. KUKA konzentriert sich auf diese Wachstumschancen und Investiert gezielt in Märkte und Regionen. Erst im Dezember 2013 wurde eine neue Produktionsstätte in Shanghai in China eröffnet. Von dort aus wird KUKA Robotics die Kunden im asiatischen Markt bedienen.
3. Optimierung der Kostenstruktur und kontinuierliche Effizienzverbesserung
Seit einigen Jahren überprüft KUKA die internen Prozesse im Rahmen eines nachhaltigen Effizienz- und Verbesserungsprogramms. Es geht dabei um profitables Wachstum, das auf eine effiziente Unternehmensorganisation, nachhaltige Ausrichtung der Produkte und Prozesse auf Kundenbedürfnisse sowie auf Qualität und Effizienz baut. Das Wachstum von KUKA während der letzten Jahre führt zu entsprechenden Anpassungen in den Strukturen, Prozessen und Zuständigkeiten. Zu den identifizierten Optimierungspotenzialen zählen u.a. das Lieferantenmanagement und die Beschaffung aus Ländern mit günstigerer Kostenstruktur. KUKA Systems akquirierte in diesem Zusammenhang im zweiten Quartal 2013 das rumänische Unternehmen CMA Technology, das auf die Herstellung von Metallteilen für das Anlagenbaugeschäft spezialisiert ist. Die Effizienzverbesserungen und Kostenoptimierungen haben dazu beigetragen, die Gewinnschwelle des Unternehmens nachhaltig zu senken.
Finanzielles Steuerungssystem und Ziele
Die Konzernstrategie zielt auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Zur internen Konzernsteuerung und Kontrolle des Geschäftsverlaufs sowie der Lage des Konzerns werden verschiedene Erfolgskennzahlen, die finanzielle Leistungsindikatoren, verwendet. Die finanziellen Zielgrößen des KUKA Konzerns messen Leistungen, die den Unternehmenswert beeinflussen. Die für den KUKA Konzern wichtigsten Steuerungsgrößen sind Umsatz, EBIT, ROCE und Free Cash Flow. Die Entwicklung dieser Größen sind unter Geschäftsverlauf ab Seite XX und unter Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ab Seite XX dargestellt. Um die Umsatzrentabilität festzustellen, wird das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt. Daraus ergibt sich die EBIT-Marge. Um die Rentabilität des eingesetzten Kapitals zu ermitteln, wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital (Capital Employed) gesetzt. Dies ergibt den ROCE (Return on Capital Employed). EBIT und ROCE werden für den KUKA Konzern und die Geschäftsbereiche Robotics und Systems ermittelt. Der Free Cashflow, also der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen, zeigt, ob die Investitionen aus dem Cashflow bestritten werden und wie viele Mittel ggf. für die Zahlung einer Dividende und zur Schuldentilgung zur Verfügung stehen. Diese Kennzahlen sind Teil des Ziel- und Entlohnungssystems im KUKA Konzern und werden veröffentlicht. Somit wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter die gleichen Zielvorgaben verfolgen. Die Definitionen der Erfolgskennzahlen finden Sie im Glossar ab Seite XX.
Mittelfristig, das heißt zwischen drei und fünf Jahren, liegt die EBIT-Zielmarge im Geschäftsbereich Robotics bei 12% und im Geschäftsbereich KUKA Systems bei mindestens 6%. Aktuell wird der größte Umsatzanteil mit über 50% in Europa generiert. Der Umsatzanteil von Asien soll weiter ausgebaut werden und mittelfristig bei rund 30% des Umsatzes liegen. Die Erreichung der Ziele hängt auch von dem Know-how und dem Engagement der Mitarbeiter ab. Aus diesem Grund ist es für KUKA wichtig, weltweit ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.
Ein wichtiger Frühindikator für die Geschäftsentwicklung im Maschinen- und Anlagenbau ist der Auftragseingang. Nach Abzug der Umsatzerlöse ergibt sich hieraus der Auftragsbestand als Stichtagswert am Ende einer Berichtsperiode. Der Auftragsbestand ist eine wichtige Kennzahl für die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten in den kommenden Monaten. Auftragseingang und Auftragsbestand werden für den KUKA Konzern sowie für die Geschäftsbereiche Robotics und Systems ermittelt.
Alle Kennziffern werden laufend von den Führungsgesellschaften und vom zentralen Rechnungswesen und Controlling des KUKA Konzerns verfolgt und überprüft. Das Management analysiert Planabweichungen und entscheidet über Maßnahmen zur Erreichung der geplanten Zielgrößen.
WICHTIGE KENNZAHLEN IM KUKA KONZERN
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 902,1 | 1.078,6 | 1.435,6 | 1.739,2 | 1.774,5 |
| EBIT | -52,6 | 24,8 | 72,6 | 109,8 | 120,4 |
| ROCE | -16,6 | 7,9 | 21,8 | 32,3 | 36,9 |
| Free Cashflow | -22,2 | -37,3 | 6,5 | 77,1 | 95,4 |
Zielerreichung 2013
Der Vorstand gab sowohl im Prognosebericht im Geschäftsbericht 2012 als auch auf der Bilanzpressekonferenz am 26. März 2013 einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Der hohe Auftragsbestand und die anhaltend hohe Kundennachfrage zu Beginn des Berichtsjahrs ermöglichten eine hohe Visibilität für das Gesamtjahr. Das Wachstum der roboterbasierten Automation sollte sich fortsetzen und für den KUKA Konzern wurden Umsatzerlöse von rund 1,8 Mrd. € prognostiziert. Für die EBIT-Marge war ein überproportionaler Anstieg auf rund 6,5 % geplant. Bei Systems standen insbesondere die bessere Preisqualität im Auftragsbestand und die Effizienzmaßnahmen in der Projektabwicklung sowie im Einkauf im Fokus. Auf der Bilanzpressekonferenz wurde das Ziel konkretisiert
und für Systems eine verbesserte EBIT-Marge mit ganzjährig über 5,0 % angegeben. Robotics hatte einerseits steigende Aufwendungen für Forschung und Entwicklung geplant und andererseits mit Skaleneffekten im Zuge der Geschäftsausweitung gerechnet. Außerdem waren höhere Aufwendungen für die Expansion in die General Industry geplant. Insgesamt wurde damit im Geschäftsbereich Robotics ein leichter Rückgang der EBIT-Marge im Vergleich zu 2012 prognostiziert. Die Zielmarge für 2013 sollte zwischen 10,0 und 10,5 % liegen.
Den Ausblick konnte der Vorstand jeweils im Rahmen der Zwischenergebnisse zum Quartalsende die Umsatz- und EBIT-Ziele des KUKA Konzerns bestätigen. Konkret wurden folgende Angaben gemacht:
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| Zielwerte 2013 | Umsatzerlöse | EBIT-Marge |
|---|---|---|
| 1. Quartal 2013 | -1,8 Mrd. € | -6,5 % |
| 2. Quartal 2013 | -1,8 Mrd. € | -6,5 % |
| 3. Quartal 2013 | -1,8 Mrd. € | -6,5 % |
Im Berichtsjahr konnte der angegebene Zielrahmen sowohl für den Umsatz als auch bei der EBIT-Marge erreicht werden. Der Umsatz im KUKA Konzern lag im Jahr 2013 bei 1.774,5 Mio. €. Hauptursache für den
leicht unter 1,8 Mrd. € liegenden Umsatz war der im Vergleich zur internen Planung um 6 % schwächere US$ / EURO-Kurs. KUKA erzielte rund 25 % seines Umsatzes in den USA. Die Umsätze in der Automobilindustrie und in der General Industry blieben weiterhin auf hohem Niveau.
Die EBIT-Marge erreichte in 2013 6,8 % und lag damit ebenfalls über der prognostizierten Zielmarke. Die Margen-Verbesserung ist vor allem auf den Geschäftsbereich Systems zurückzuführen. Hier konnten kontinuierliche Prozessverbesserungen und die damit zusammenhängenden Kostenoptimierungen sowie die hohe Auslastung aufgrund der guten Nachfrage positive Beiträge leisten. Die EBIT-Marge von Robotics lag erwartungsgemäß leicht unter dem Vorjahr. Gründe hierfür lagen in den höheren Ausgaben für F & E sowie in der Expansion in die General Industry.
Der Jahresüberschuss lag in 2013 mit 58,3 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert in Höhe von 55,6 Mio. €. Gründe für diese Entwicklung waren zum einen die gestiegenen Kosten für Vertrieb, Verwaltung und F & E. Zum anderen waren durch den Rückkauf des High Yield Bonds die Zinsaufwendungen höher. Nach vollständigem Rückkauf des High Yield Bonds Ende 2014 werden die Zinszahlungen deutlich zurückgehen. Dies
wird sich wiederum positiv auf das Jahresergebnis ab 2015 auswirken.
Die Investitionen lagen mit 74,7 Mio. € um 31,9 Mio. € über dem Wert aus 2012 in Höhe von 42,8 Mio. €. Verantwortlich dafür waren höhere Investitionen in Sachanlagen sowie im Bereich Forschung & Entwicklung.
Im Geschäftsjahr 2013 lag der Free Cashflow mit 95,4 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert in Höhe von 77,1 Mio. €. Der Free Cashflow erreichte damit einen neuen Rekordwert.
Detaillierte Angaben finden Sie im Kapitel Ertrags-, Finanz, und Vermögenslage ab Seite XX.
Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung (F&E) sind für den KUKA Konzern von strategischer Bedeutung. Sie sichern die Innovations- und Technologieführerschaft des gesamten Konzerns. Der überwiegende Teil der Forschungs- und Entwicklungsleistungen wird im Geschäftsbereich Robotics erbracht. Dabei versteht sich KUKA Laboratories als Technologieschmiede und Impulsgeber für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Bei KUKA Systems wird der Großteil der Entwicklungsarbeiten im Projektgeschäft im Rahmen von Kundenaufträgen durchgeführt.
Ausbau der technologischen Position
Zum Ausbau der technologischen Position hat der KUKA Konzern die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen Insbesondere im Geschäftsbereich Robotics intensiviert.
So stiegen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Berichtsjahr von 42,6 Mio.€ (2012) auf 59,7 Mio. € (2013). Infolgedessen lag auch die Forschungs- und Entwicklungsquote, d.h. die F&E-Aufwendungen im Verhältnis zu Umsatzerlösen bei 3,4% (2012: 2,4%). Darüber hinaus betrug die Aktivierungsquote, d. h. der Anteil der aktivierten F & E Leistungen, betrug dabei 16,5% gegenüber 22,2% im Vorjahr.
Detaillierte Angaben finden Sie im Kapitel Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ab Seite XX.
Außerdem meldete Robotics im Berichtsjahr insgesamt 102 Patente an und die gleiche Anzahl wurde erteilt. Im Projektgeschäft von Systems werden Entwicklungsprojekte nahezu ausschließlich Im Kundenauftrag durchgeführt. Dort wurden im Berichtsjahr 56 Patente angemeldet und 52 Patente erteilt.
Geschäftsbereich Robotics AGILUS Kleinrobotikserie ausgebaut
Nach der erfolgreichen Vorstellung der neuen Kleinrobotikserie AGILUS auf der Automatica 2012 hat KUKA im Berichtsjahr mit neuen Varianten für Kunden der General Industry nachgelegt: So wurde das Portfolio um weitere Traglast- und Reichweltenvarianten ergänzt und ein schneller Fünfachsroboter mit vier Bewegungsfreiheitsgraden entwickelt, der speziell für sogenannte "Pick and Place''-Aufgaben geeignet ist. Zum anderen wurde auf der Internationalen Werkzeugmaschinen-Messe EMO 2013 die Waterproof-Variante des KR AGILUS vorgestellt, welche die Schutzklasse IP67 erfüllt. Edelstahlabdeckungen, beständige Oberflächenbehandlungen sowie zusätzliche Dichtungen verhindern das Eindringen von Staub und Wasser in das Gehäuse des Roboters. Damit ist KR AGILUS für den Einsatz in einer Umgebung geeignet, in der er beispielsweise mit Spänen, Schmiermitteln, Öl oder Spritzwasser in Kontakt kommt. Eine der Hauptanwendungsbranchen ist die Werkzeugmaschinenindustrie.
Neuer Roboter für den Schutzgasschweißmarkt
Auf der Messe "Schweissen und Schneiden" in Shanghai feierte KUKA mit dem KR5 R1400 eine Roboter-Premiere. Dieser Roboter Ist auf die speziellen Bedürfnisse im Segment Schutzgasschweißen in Schwellenländern zugeschnitten. Als Steuerung dient die KR C4 smallsize, welche auf der bewährten KR C4 Steuerung basiert und beispielsweise auch die Kleinrobotikserie AGILUS steuert.
Siemens und KUKA kooperieren im Werkzeugmaschinenmarkt
Auf der Werkzeugmaschinenmesse EMO in Hannover gaben KUKA und die Siemens Division Drive Technologies eine Kooperation zur Integration von KUKA Robotern und Siemens Lösungen zur Ansteuerung von Werkzeugmaschinen bekannt. KUKA Roboter übernehmen Handlings-Aufgaben, wie das Be- und Entladen von Werkzeugmaschinen sowie Bearbeitungsaufgaben. Dabei wird die gesamte Planungsprozesskette von der Konstruktion eines Werkstücks, über die Fertigungssimulation, das Engineering bis zur Werkstattebene unterstützt.
Weniger ist mehr: KUKA Roboter sparen Energie
Nachhaltige Ziele wie zum Beispiel die CO2 -Reduktion einerseits und steigende Strompreise andererseits, führen dazu, dass die produzierende Industrie verstärkt auf energiesparende Automatisierungskomponenten setzt. Für Roboterhersteller bedeutet dies, den Energieverbrauch mittels Leichtbau, energieoptimierten Antriebs- und Steuerungstechnologien sowie durch eine intelligente Bahnplanung zu senken. Mit der QUANTEC Serie im hohen Traglastbereich in Kombination mit der aktuellen Steuerungsgeneration KR C4 konnte der Energieverbrauch während der Roboterbewegung um ca. 30 % gesenkt werden. Aber auch in Produktionspausen lässt sich Energie sparen: Die KUKA Steuerung unterstützt das PROFIenergy Profil, welches wiederum auf dem ethernet-basierten Feldbusstandard Profinet basiert und dem Energiemanagement in Produktionsanlagen dient. Mit den durch PROFIenergy festgelegten Stand-by-Modi werden mit der KR C4 Energieeinsparungen zwischen 15 und 80 % erzielt. KUKA Robotics ist außerdem Mitglied der VDMA-Nachhaltigkeitsinitiative "Blue Competence".
Hand in Hand: Produktionsmaschine und Roboter
Auf der Messe SPS IPC Drives in Nürnberg stellte KUKA Robotics die Weiterentwicklung der flexiblen Automatisierungsschnittstelle mxAutomation vor. Hiermit lassen sich KUKA Roboter in der Umgebung einer Produktionsmaschine programmieren und bedienen. Die Schnittstelle unterstützt Steuerungen, basierend auf den Standards von Siemens, Rockwell oder der offenen SPS Plattform CODESYS von 3 S. Die Integration von KUKA Robotern mit Produktionsmaschinen wird damit im Engineering deutlich vereinfacht und die Bedienerakzeptanz gesteigert. Die Maschine übernimmt dabei die Bearbeitung oder Produktion des Werkstücks; der Roboter kümmert sich um das flexible Be- und Entladen der Maschine, stützt sich dabei aber weiterhin auf die mechatronischen und sicherheitstechnischen Kernfunktionen der Robotersteuerung KR C4.
Robotic Award für "KUKA moiros"
Wenn das Bauteil nicht zum Roboter kommen kann, muss der Roboter zum Bauteil. Dies gilt insbesondere bei Bauteilen mit großen Dimensionen, wie etwa beim Flugzugbau oder bei Rotorblättern von Windkraftanlagen, die mehrere Meter lang sein können. Für solche Anwendungsfälle hat KUKA ein Technologieträgerfahrzeug entwickelt, welches aus einem mobilen Transportfahrzeug KUKA omniMove, einem QUANTEC Industrieroboter und einer KR C4 Steuerung besteht. Ergänzt um eine ebenfalls bei KUKA entwickelte intelligente Navigationssoftware, kann sich dieses Fahrzeug frei bewegen. Für die Konzeptstudie "KUKA moiros" gewann KUKA den Robotic Award der Hannover Messe Gesellschaft.
KUKA Lineareinheit als flexibles Baukastensystem
Zur Vergrößerung des Arbeitsraumes der QUANTEC Roboterserie hat KUKA die neue Lineareinheit KL 2000 konstruiert. Erstmals sind Motor und Getriebe im Laufwagen integriert, wodurch der Bauraum verkleinert werden konnte. Die neue Lineareinheit zeichnet sich durch eine hohe Positioniergenauigkeit und Flexibilität aus. Sie lässt sich bis kurz vor der Auslieferung optimal an Kundenwünsche anpassen. Das Produktportfolio reicht von der Deckenmontage über die Highspeed-Ausführung bis zur Lineareinheit mit schützender Abdeckung. Außerdem wird die Linearachse als Zusatzachse der Robotersteuerung KR C4 angebunden, so dass keine separate Steuerung erforderlich ist.
Integrierte Vision machen Roboter noch flexibler
Mit dem Technologiepaket KUKA.VisionTech hat KUKA ein 2D- und 3D-Vision-System direkt in die KR C4 Steuerung integriert. Eine separate Rechner-Hardware für die Bildauswertung ist damit nicht erforderlich.
Die Bedienung und Konfiguration des Vision-Systems ist direkt in das KUKA Handbediengerät smartPAD integriert. Bis zu drei kompakte KUKA Gigabit Ethernet Kameras können angeschlossen werden. Damit kann ein Roboter auch in unstrukturierten und sich ändernden Umgebungen flexibel eingesetzt werden.
Geschäftsbereich Advanced Robotics - KUKA Laboratories
Schwerpunkt im Bereich Forschung und Entwicklung der KUKA Laboratories GmbH ist die Entwicklung von sensitiven Assistenzrobotern. Diese Roboter können sowohl in der Produktion als auch im Dienstleistungssektor, z. B. im Bereich Healthcare und Medizintechnik, eingesetzt werden. Außerdem führt KUKA Laboratories Technologieentwicklung für die KUKA Gesellschaften durch.
LBR iiwa - intelligent industrial work assistant
Der KUKA Leichtbauroboter LBR iiwa wurde auf der Hannover Messe 2013 erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Der LBR iiwa ist als 7 kg oder als 14 kg Handhabungsgewicht erhältlich und erfüllt somit die Anforderungen der industriellen Anwendungen.
Im Berichtszeitraum wurde die zweikanalige Sicherheitstechnik des Leichtbauroboters weiterentwickelt. Die Gelenkposition und die Gelenkmomente werden zweikanalig gemessen und überwacht. Eine Kollisionsdetektion wird berechnet und in dem übergeordneten Safety-System auf dem PC zweikanalig überwacht.
Die Kabelführung des LBR iiwa ist im Roboter integriert. Auch die kundenspezifischen Energiezuführungen finden Im Gehäuse Platz. Außerdem wurde am Flansch ein Medienadaptermodul befestigt. Dies führt zu einer Reduktion der Varianten und damit auch zur Einsparung von Variantenkosten.
Der Bereich Forschung und Entwicklung der KUKA Laboratories unterstützte die Qualitätssicherung während des Anlaufs der LBR iiwa Montage. Unter anderem wurden dort Testverfahren und Prüfstände für die Prüfung mechatronischer Komponenten und deren Integration entwickelt.
Applikations-Know-how für die Leichtbaurobotik
Der LBR iiwa ermöglicht neben der Einstellung von Positionen und Bahntrajektorien auch die Vorgabe von Kraft und Nachgiebigkeit in alle Raumrichtungen. Die Programmierung des Leichtbauroboters in der Montage und anderen Industriellen Anwendungen erfordert daher zusätzliches Know-how. Um diesen Anlaufprozess zu unterstützen und zu beschleunigen wurde ein Applikationsteam aufgestellt. Dieses Team hat die Aufgabe, Kunden bei neuen Anwendungen für LBR iiwa in der Konzeptphase zu begleiten oder Machbarkeitsstudien für Kunden durchzuführen. Wiederkehrende charakteristische Anwendungen und Qualitätsaufgaben die der Leichtbauroboter ausführt, werden in Softwarebibliotheken organisiert und können wieder verwendet werden.
KUKA Sunrise der neue Steuerungskern
Der neue Steuerungskern KUKA Sunrise wird in 2014 erstmals mit LBR iiwa ausgeliefert. Dieser wurde im Berichtszeitraum zusammen mit einem großen Automobilkunden erprobt. Der Funktionsumfang der Software ermöglicht die Programmierung von sensorbasierten Montageaufgaben und die Umsetzung erster Basisfunktion der Mensch-Roboter Kooperation.
Mit dem Steuerungskern KUKA Sunrise können mechatronische Robotersysteme mit höchsten Anforderungen an die Echtzeitregelung nicht nur mit Mainstream IT Werkzeugen programmiert, sondern auch nahtlos in die IT Welt der Industrieunternehmen Integriert werden. Damit schafft KUKA für den Leichtbauroboter heute schon die optimalen Voraussetzungen für Industrie 4.0Technologien, z. B. die aufgabenorientierte Programmierung. Der modulare Steuerungskern wurde in der Programmiersprache C++ programmiert. Die Programmierung des Roboters erfolgt für den allgemeinen Anwender mit der Programmiersprache JAVA unter Aufruf der KUKA Sunrise Funktionen überein objektorientiertes KUKA Sunrise Applikation Interfaces (API) und ermöglicht die Programmierung nach der sogenannten "Werkstück bezogenen" Sichtweise (Part-centrlc programming).
Für den Steuerungskern KUKA Sunrise wurden die Mensch-Maschinen Schnittstellen optimiert und auf Basis der bewährten KUKA Microsoft Windows Welt umgesetzt. Die Bedienung des Roboters erfolgt über das
KUKA SmartPad. Die grafische Bedienschnittstelle wurde funktional überarbeitet und ist mit einem für mobile IT Geräte optimierten Design erhältlich. Die Programmierung erfolgt über eine IT Engineering Plattform, die offen und durch den Kunden individuell erweiterbar ist. Die Engineering Plattform kann auf jeder PC-basierten Hardware installiert und eingesetzt werden.
KUKA youBot bekommt eine Hand
Der KUKA youBot ist ein mobiler Roboterarm, der für die Forschung und Ausbildung entwickelt wurde. Die Anwender können ihre eigene Steuerungssoftware auf der youBot Plattform entwickeln und betreiben.
Für den KUKA youBot Arm wurde ein Drei-Finger-Greifsystem entwickelt, das den bisherigen Zwei-Fingergreifer ergänzt. Der Greifer wurde auf der Hannover Messe erstmalig vorgestellt.
Mobile Robotik und autonome Navigation
Die KUKA Navigationssoftware für autonome, mobile Robotersysteme wurde für den Einsatz im Produktionsfeld weiterentwickelt. Sie basiert auf Laserabstandssensoren und erfordert keine Anbringung von Markern in der Umgebung. Die Navigationskarte wird durch die manuelle Steuerung des Fahrzeugs erstellt und wird anschließend selbstständig durch das Navigationssystem im Betrieb adaptiert.
Die Koordination von mehreren Fahrzeugen auf Basis einer Navigationskarte und das Programmieren von virtuellen Spuren gehören zu den neuen Funktionen. Die virtuelle Spurführung ermöglicht die Organisation des Plattformverkehrs über vorgegebene Fahrspuren ergänzend zur automatischen Spurplanung auf freien Flächen. Die virtuelle Fahrspur wird sehr einfach mit ein paar Mausklicks in der Navigationskarte mit der KUKA Navigationssoftware erstellt. Damit entfällt das kostenintensive Aufbringen von optischen, induktiven oder RFID Spuren beim Erstaufbau oder bei Änderungen der Spurführung.
Ein Applikationsmodul der KUKA Navigationssoftware wurde für die KUKA omniMove Schwerlastplattform entwickelt und an einen Kunden der Luftfahrtindustrie ausgeliefert. Das Applikationspaket ermöglicht die Navigation von einem Fahrzeugverbund von bis zu drei Fahrzeugen.
Medical Robotics
In der Medizinrobotik wurde das bestehende Produktportfolio erweitert. Der Medizinroboter ist als Variante mit einer höheren Traglast erhältlich und eröffnet damit den Kunden neue Möglichkeiten.
Im Rahmen eines Kundenprojektes wurde die KR C4 und die KR QUANTEC Produktplattform für eine medizinische Anwendung weiterentwickelt. Bei der sogenannten Hippotherapie wird der Roboter auf verschiedene Bewegungen von Pferden programmiert und ermöglicht somit ein therapeutisches Reiten unter kontrollierten Bedingungen. Die Behandlung wird beispielsweise für Schlaganfallpatienten eingesetzt. Der Patient kann darüber Bewegungen wieder erlernen und seinen Gleichgewichtssinn schulen.
Des Weiteren wird der Leichtbauroboter von Unternehmen in der Medizintechnik für verschiedene Anwendungen getestet. Erste Anwendertests wurden von KUKA unterstützt und verliefen positiv.
Übergreifende Technologieentwicklung für die KUKA Gesellschaften
KUKA hat im Jahr 2013 die Technologieentwicklung in einem eigenen Bereich zusammengefasst, dessen Fokus es ist, die Technologie- und Innovationsführerschaft des Konzerns zu sichern. Dabei sollen Produkte
und Lösungen, die weltweit Alleinstellungsmerkmale aufweisen, schon frühzeitig in den erforderlichen Reifegrad gebracht und an die Voraus- und Serienentwicklung der einzelnen KUKA Gesellschaften zur Weiterentwicklung und Produktisierung übergeben werden. Die Schwerpunkttechnologien und der langfristig angelegte Wissensaufbau in bestimmten Fachgebieten leiten sich aus einer konzernweit abgestimmten Technologieroadmap ab. Diese adressiert im Wesentlichen fünf Bereiche:
1. Mechatronik: Durch eine bessere Mechatronik werden Roboter leistungsfähiger und dabei günstiger.
2. Sensorik: Eine größere Autonomie und Intelligenz wird durch die Entwicklung von neuen Algorithmen, den Einsatz von Sensorik und die Modellierung der Umwelt ermöglicht.
3. Bedienbarkeit: Neue Konzepte und Geräte zur intuitiven Bedienung und Programmierung erlauben einen einfachen, effektiven und effizienten Umgang mit komplexen Robotersystemen.
4. Sicherheit: Neue Sicherheitskonzepte und -technologien erlauben den Menschen, mit Robotern auf engstem Raum zusammenzuarbeiten.
5. Prozess: Neue Prozesstechnologien erhalten KUKAs Vorsprung in der Anwendung von Robotersystemen.
Sämtliche neu entwickelte Technologien werden in Funktionsmuster und Demonstratoren integriert. Der Nachweis des Reifegrads einer Technologieentwicklung
erfolgt zwingend in einem realistischen Applikationskontext. Die KUKA Technologieentwicklung verfügt über Kontakte in die Forschungswelt in den Bereichen "Robotik" und "Fabrik der Zukunft" aber auch über Kontakte zu den Fördergeldgebern. Über öffentlich geförderte Forschungsprojekte, z. B. durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung oder die Europäische Union sowie durch bilaterale
Projekte zwischen zwei oder mehreren Ländern, wird mit den besten Instituten weltweit kooperiert. Förderprojekte werden als wesentliche strategische Komponente für den langfristigen Wissensaufbau und zur Sicherung von Best Practice angesehen und erhalten einen entsprechenden Stellenwert in der Technologie- und Vorausentwicklung.
Förderprojekte sorgen für Vernetzung mit der Community und Best Practice
Im Fokus mehrerer Förderprojekte steht der mobile Manipulator KUKA omniRob als Technologiedemonstrator. Das System besteht aus einer omnidirektionalen mobilen Plattform und dem LBR iiwa, der als Manipulator dient. In den Projekten First-MM (Flexible Skill Acquisition and Intuitive Robot Tasking for Mobile Manipulation in the Real World), TAPAS (Robotics-enabled Logistics and Assistive Services for the Transformable Factory of the Future) und ISABEL (Innovativer Serviceroboter mit Autonomie und intuitiver Bedienung für effiziente Handhabung und Logistik) werden beispielsweise neue Programmierverfahren für
solche mobilen Systeme entwickelt. Flexible Transport- und komplexe Manipulationsaufgaben sollen durch einfache Instruktion erfolgen. Der KUKA omniRob wird dabei in realen Produktionsumgebungen bei
Endanwendern evaluiert.
Mit Sicherheitsaspekten in der Mensch-Roboter-Kollaboration befasst sich das Projekt SAPHARI (Safe and Autonomous Physical Human-Aware Robot Interaction). Hier werden Sicherheit und Alltagstauglichkeit von Robotersystemen verbessert, die sich im direkten Umfeld von Menschen bewegen. Neue Einsatzgebiete in kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) zu erschließen, ist das Ziel des SMErobotics-Projekts. Um einer immer größer werdenden Variantenvielfalt Rechnung zu tragen, werden Technologien entwickelt, die eine Fertigung flexibel und skalierbar machen, von der Großserien- bis hin zur Kleinserienproduktion. Das
Projekt adressiert insbesondere die Verbesserung von Wahrnehmung und kognitiven Fähigkeiten der Robotersysteme. Die Entwicklung der Technologien erfolgt auf Basis von Anforderungen aus realen Produktionsszenarien. KUKA beteiligte sich in 2013 außerdem an zwei neugestarteten Projekten - RoCKIn (Robot Competitions Kick Innovation in Cognitive Systems and Robotics) und EuRoC (European Robotics Challenges). Im Rahmen dieser Projekte sollen die Lösungsansätze der besten Forscher anhand von praxisnahen Aufgaben in realitätsnaher Umgebung verglichen werden. Dazu wird der jeweilige Benchmark für Umgebungen, Aufgaben und messbare Kriterien entwickelt und festgelegt. In den Wettbewerben werden Referenzplattformen wie KUKA youBot, KUKA omniRob und der KUKA Leichtbauroboter verwendet und damit einer großen Anzahl von Forschern vorgestellt.
Public Private Partnership mit der EU gegründet
Auch im vergangenen Berichtszeitraum hat KUKA wieder die Leitung der europäischen Robotik-Gemeinschaft übernommen. Nach der Gründung der gemeinnützigen europäischen Organisation euRobotics AISBL mit Sitz in Brüssel Ende 2012 konnten binnen eines Jahres über 100 neue Mitglieder gewonnen werden. Im Fokus des ersten Jahres stand die Gründung einer öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) für die Robotik in Europa zwischen euRobotics AISBL und der europäischen Kommission. Nach erfolgreichen Verhandlungen mit der europäischen Kommission konnte im Dezember 2013 ein Abkommen unterzeichnet werden, das der Robotik-Forschung in Europa 700 Mio. € im neuen Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020" (2014 - 2020) in Aussicht stellt. Europa
verfügt damit über das größte zivile Robotik-Forschungsprogramm weltweit. Grundlage für die zukünftigen Ausschreibungen der EU ist eine Roadmap, die alle zwei Jahre unter der Führung von euRobotics AISBL aktualisiert wird.
Geschäftsbereich Systems
KUKA Robospin - Punktschweißen von Aluminiumbauteilen
KUKA Systems investierte im Berichtsjahr weiter in die neue Fügetechnologie namens KUKA RoboSpin. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des klassischen Widerstandspunktschweißens. Beim Fügen von Stahl ist der Systemintegrator KUKA Systems bereits führend. In der industriellen Produktion gibt es aber einen klaren Trend zum verstärkten Einsatz von Leichtbauwerkstoffen wie zum Beispiel Aluminium. Daraus ergaben sich vollkommen neue Prozessanforderungen. Durch die kontinuierliche Bewegung des Roboters gelingt es mit KUKA Robospin, Aluminium so einfach und schnell zu schweißen wie Stahl. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag dabei auf prozesstechnischen Untersuchungen zu unterschiedlichen Legierungen und Oberflächenzuständen.
Prozesssicherheit in der automatischen Fertigung - KUKA TCP Control
Prozess- und Qualitätssicherung sind entscheidende Faktoren bei roboterbasierten Schweißprozessen. Dafür sind permanente berührungslose Mess- und Kalibrierungsaufgaben des Schweißbrenners notwendig. Die Qualitätskomponente Tool-Center-Point Kontrolle (TCP) bietet den KUKA Kunden eine hohe Prozesssicherheit und damit eine Reduzierung der Produktionskosten durch weniger Ausschuss oder Nacharbeit. Die Weiterentwicklung des Automatisierungsbausteins TCP Kontrolle beinhaltete umfangreiche Softwareanpassungen zur Steigerung der Funktionalität und des Kopierschutzes, eine Optimierung hin zu einer bedienerfreundlicheren Visualisierung und der Portierung in die neue KUKA Robotersteuerungsgeneration KR C4.
Energieeffizienz im Anlagenbau
Die Ermittlung des Energieverbrauchs von automatisierten Produktionsanlagen in einer frühen Projektierungsphase liegt zunehmend im Fokus der Kunden. Auf Basis der ermittelten Verbrauchswerte können energieoptimierte Maßnahmen identifiziert und bewertet werden. Hierfür entwickelt KUKA Systems ein Berechnungstool, mit Hilfe dessen es möglich ist, eine energieoptimierte Projektierung und Auswahl von energie- und ressourcensparenden Automationskomponenten für den Kunden vorzunehmen. Auf Basis von Benutzereingaben zur Anlagenkonfiguration und zum Anlagenbetrieb wird auf Mess- und Verbrauchswerte zurückgegriffen und der voraussichtliche Energie- und Medienverbrauch der Anlage ermittelt.
Neue Schweißstromquelle "KUKA Magnetar"
Die nachhaltige Weiterentwicklung von Komponenten zur Automatisierung von Prozessen ist, neben der Qualitätssicherung des Prozesses selbst, wesentlicher Entwicklungstreiber bei KUKA Systems. Für das Magnetarc-Schweißverfahren und die weltweit eingesetzten Magnetarc-Schweißmaschinen wurde daher die Stromquelle in puncto Effizienz und Ergonomie weiterentwickelt. Neben der Reduzierung der eingebrachten Energieleistung von ca. 20 % und dem Einsatz modernster Invertertechnik, entstehen weitreichende Vorteile im Betrieb und der Installation. So wurde die Abmessungen und das Eigengewicht von rund 600 kg auf 90 kg reduziert, was im Produktionsbereich Flächeneinsparungen und leichtere Wartungsarbeiten ermöglicht.
Markteinführung LBR iiwa weiter fortgesetzt
Im Geschäftsbereich Advanced Technology Solutions der KUKA Systems wurde außerdem sehr stark in die Applikationsentwicklung für den Leichtbauroboter LBR iiwa investiert. Auf der Motek, der internationalen Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung in Stuttgart, zeigte KUKA Systems erstmals im Rahmen von Kundenprojekten und Entwicklungskooperationen einen Engineering Prozess, mit dem schlankere und flexiblere Roboterzellen für komplexe Montageprozesse realisiert werden können. Kooperationsprojekte ermöglichen KUKA Systems automatisierte Lösungskonzepte in neuen Branchen und Bereichen anzubieten, wie beispielsweise in der Verpflegungslogistik in Krankenhäusern.
Ressourcenschonende Presswerkzeugauslegung mit 25 % Materialeinsparung
Der Geschäftsbereich Werkzeugbau entwickelte zielgerichtet für den Einsatz in einem deutschen Presswerk mehrere Werkzeugsätze zur Herstellung von einteiligen PKW-Seitenteilen.
Zu herkömmlich ausgeführten Werkzeugen wurden hierbei Materialeinsparungen von ca. einem Viertel erreicht. Dies konnte durch eine zielgerichtete belastungsgerechte Konstruktionsweise realisiert werden. Im Interesse unseres Kunden konnte darüber hinaus die Herausforderung gelöst werden, kompakte Werkzeuge für Seitenteile für einen kleinstmöglichen Presseneinbauraum zu realisieren. Der Kunde kann eigene Kapazitäten deutlich besser auslasten, erspart sich die Verlagerung in ein alternatives Presswerk und damit enorme Logistikkosten. Diese Werkzeugsätze wurden durch KUKA entwickelt und im Nachgang bei KUKA gebaut und eingearbeitet und produzieren heute PKW-Seitenteile für drei Sportwagenmodelle für einen namhaften deutschen Premium-Automobilhersteller.
Beschaffung
Beschaffung bei KUKA Robotics
Nach Ausbau der Kapazitäten am Standort Augsburg können seit dem Jahr 2013 auf einer Produktionsfläche von 10.000 m2 bis zu 22.000 Roboter jährlich gefertigt werden. Davor lag die Kapazitätsgrenze bei ca. 15.000 Robotern im Jahr. Die Industrieroboter werden im Zweischichtbetrieb montiert. Vom Fertigungsauftrag bis zur Auslieferung in das Vertriebslager werden sämtliche Prozessschritte streng kontrolliert und dokumentiert. Durch einen Barcode auf den jeweiligen Komponenten kann genau nachverfolgt werden, welche Komponente in welchem Roboter verbaut wurde.
Effizienzsteigerungen werden durch regelmäßige Audits von Prozessen und Maßnahmen erreicht. Mit Erhöhung der Produktionskapazitäten wurden gleichzeitig die dafür notwendigen Mengen mit Verfügbarkeiten der Zulieferteile gesichert. Aufgeteilt nach Materialgruppen werden Kosten und Qualität regelmäßig kontrolliert. Hier hat KUKA entsprechendes Expertenwissen aufgebaut und kann auf Veränderungen schnell reagieren. Einsparungen konnten in 2013 überwiegend durch den Fokus auf Design-to-Cost und durch Skaleneffekte erzielt werden. Außerdem werden im Zusammenhang mit Weiterentwicklungen in der Robotermechanik ausgewählte Materialien verwendet. Schon beim Design wird auf Energieeffizienz geachtet. Das Eigengewicht des KUKA QUANTEC Roboters konnte damit um 12 % reduziert werden. Im Berichtsjahr gab es keine negativen Effekte aus Schwankungen von Rohstoffpreisen. Insgesamt steuert der Bereich Beschaffung damit einen positiven Beitrag zum Geschäftsergebnis bei.
Neue Produktionsstätte in China
Der chinesische Absatzmarkt gehört zu den strategischen Zielmärkten von KUKA. Im Rahmen der konsequenten Umsetzung der Wachstumsstrategie hat KUKA seine Kapazitäten in China weiter ausgebaut. KUKA
eröffnete daher im Dezember 2013 eine neue Produktionsstätte im Großraum Shanghai. Mit dem Ausbau der Kapazitäten in China reagiert KUKA auf die Potenziale und das geplante Wachstum der nächsten Jahre im asiatischen Markt. Wichtig ist die Nähe zum Kunden, um schnell auf Anfragen reagieren zu können.
Bisher wurden hauptsächlich Guss- und Elektronikteile aus Asien beschafft. Mit steigendem Produktionsvolumen erhöhte sich auch das lokale Einkaufvolumen, wie zum Beispiel bei Blech- und Kunststoffteilen. Generell gelten für alle Zulieferteile weltweit gleiche Standards und Qualitätsansprüche. Weitere Lieferanten konnten vor Ort aufgebaut werden und damit sowohl die Zweilieferanten-Strategie ausgebaut als auch das Produktionsvolumen abgesichert werden. Die erweiterten Kapazitäten tragen auch dazu bei, dass KUKA zusammen mit seinen Lieferanten flexibel auf Schwankungen oder mögliche Lieferengpässe innerhalb kürzester Zeit reagieren kann.
Beschaffung bei KUKA Systems
Als global agierendes Automatisierungsunternehmen sind die Beschaffungsaktivitäten international ausgerichtet. Zur Sicherstellung von Qualitäts-, Zeit- und Kostenoptimierungen werden regelmäßig weltweite Analysen durchgeführt. Je nach Anforderungsprofil schließt KUKA internationale Rahmenverträge ab oder forciert lokale Beschaffungsaktivitäten.
Die termingerechte Bereitstellung von Komponenten und Materialien ist für den Aufbau einer automatisierten Produktionsanlage unter engen Zeitvorgaben eine große Herausforderung. Der Beschaffungsprozess bei KUKA Systems ist darauf ausgerichtet. Durch die Meilensteinplanung der Projektphasen können Verschiebungen frühzeitig erkannt werden. Das Termincontrolling, also das aktive Steuern der Termine, wurde über die gesamte Prozesskette weiter verfeinert (Frontloading). Der gesamte Beschaffungsprozess als solcher wird regelmäßig auf Optimierungspotenziale untersucht. Neulieferanten werden aufgebaut, qualifiziert und weiterentwickelt. Mit den Top-Lieferanten diskutiert KUKA zum Beispiel bei Neuentwicklungen die Produktanforderungen und die entsprechenden fertigungstechnisch optimierten Anpassungen. Durch diesen Austausch von Know-how konnten diverse Potenziale identifiziert und umgesetzt werden.
Nicht zuletzt erwarten die Kunden von KUKA Systems mit Hilfe der Automationslösungen Prozessoptimierungen und Kosteneinsparungen. Daher wird schon bei der Entwicklung und Konstruktion jedes Bauteil auf seine Notwendigkeit hin überprüft.
Einen wichtigen Beitrag für den Beschaffungsprozess leisten auch die Mitarbeiter, indem Ideen zu Prozessverbesserungen über das interne Vorschlagwesen eingereicht und diese nach Überprüfung umgesetzt werden.
Ausbau der regionalen Kompetenz-Zentren
Über die globale und lokale Beschaffung entscheiden die verantwortlichen Einkaufsmanager aus Europa, Amerika und Asien im Rahmen ihrer regelmäßigen Abstimmungsrunden gemeinsam. Länder werden nach dem Prinzip "best cost country" identifiziert, um Preisvorteile zu realisieren.
In 2013 akquirierte KUKA Systems CMA Technology, ein rumänisches Fertigungsunternehmen. Standardbauteile, aber auch spezielle Anpassungen können dort gefertigt werden. Das regionale Kompetenz-Zentrum im Rahmen des HUB-Konzepts konnte zum Beschaffungsstützpunkt ausgebaut werden. Gerade bei terminkritischen Aufträgen kann Systems bei gleichzeitiger Qualitätssicherung und Kostenoptimierung auf diese Weise schnell und flexibel reagieren.
WIRTSCHAFTSBERICHT
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Weltkonjunktur wächst langsamer - positiver Ausblick für Deutschland
In 2013 korrigierte der Internationale Währungsfond (IWF) seine Prognose für die Weltkonjunktur insgesamt viermal nach unten. Die Weltkonjunktur soll gemäß der IWF-Prognose vom Januar 2014 mit nur 3,0 % in 2013 wachsen und damit langsamer als noch zu Jahresbeginn erwartet. Für 2014 wird eine Belebung erwartet und ein Wachstum von 3,7 % prognostiziert. In den vergangenen Jahren hatten vor allem die Industriestaaten mit niedrigen Wachstumsraten zu kämpfen. In Europa war die noch nicht vollständig überwundene Finanz- und Schuldenkrise der Hauptgrund für den Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um -0,4 % in 2013. Für 2014 sieht die Prognose eine langsame Erholung vor, mit einem leichten Anstieg um 1,0 %. Die Prognose für die US-Wirtschaft wurde von den IWF-Ökonomen ebenfalls reduziert. Für 2013 wird mit einem Wachstum um 1,9 % gerechnet. Massive Sparpläne und der Stillstand der Verwaltung (government shutdown) waren unter anderem Gründe dafür. Für 2014 sind die Aussichten des IWF deutlich positiver. Die Voraussetzungen für Wachstum sind gegeben, der Haushaltsstreit wurde beigelegt und die Arbeitslosigkeit geht weiter zurück. Es wird daher mit einem Wachstum von 2,8 % in 2014 gerechnet. Die Schwellenländer werden laut IWF-Prognose niedrigere Wachstumsraten erreichen als noch zu Jahresbeginn 2013 angenommen. Dennoch liegen diese immer noch höher als in den meisten Industrieländern. Der chinesische Markt gehört zu den strategischen Zielmärkten von KUKA und wird laut IWF-Prognose in 2013 um 7,7 % und in 2014 um 7,5 % wachsen. Für Deutschland hat der IWF seine Prognose leicht erhöht. In 2013 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 % und in 2014 mit 1,6% gerechnet.
Der Ifo-Geschäftsklimaindex gilt als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. In 2013 stieg der Index weiter an und erreichte zum Jahresende einen Wert von 109,5 Punkten. Im Vergleich dazu lag der Wert im Dezember 2012 noch bei 102,5 Punkten. Die Unternehmen schätzen folglich den zukünftigen Geschäftsverlauf optimistisch ein. Mit 109,5 Punkten handelt es sich um den höchsten Wert seit Frühjahr 2011.
PKW-Weltmarkt auf Wachstumskurs - langsame Erholung in Europa
Das Automobiljahr 2013 schloss insgesamt positiv ab und übertraf laut Prognose des VDA (Verband der Automobilindustrie) mit rund 72,2 Mio. verkauften Light Vehicles (PKW und leichte Nutzfahrzeuge) das Vorjahresniveau um 5 %. Deutliche Unterschiede ließen sich jedoch auf regionaler Ebene feststellen. Laut VDA stiegen die Neuzulassungen im US-Markt um rund 8 % auf knapp 15,5 Mio. Light Vehicles. Der Anteil deutscher Automobilhersteller in USA liegt mittlerweile bei knapp 12 %. Der chinesische Markt konnte in 2013 sogar mit rund 23 % das Vorjahr übertreffen und ist damit erstmals mit über 16 Mio. Fahrzeugen der weltweit größte Absatzmarkt. Damit repräsentieren allein diese beiden Länder fast 45 % des Weltmarktes. Schwächer fiel hingegen die Entwicklung in Europa aus. Der westeuropäische Markt konnte die hohen Zuwachsraten aus dem Vorjahr nicht erreichen und fiel mit 11,6 Mio. PKW um rund 2 % gegenüber dem Vorjahrsniveau. Marktschwächen wiesen vor allem die südeuropäischen Länder wie Italien, Spanien aber auch Frankreich auf.
Westeuropa ist für die deutschen Automobilhersteller ein wichtiger Markt, da statistisch betrachtet jedes zweite in Westeuropa zugelassene Auto einer deutschen Konzernmarke zugerechnet wird. Dennoch liegt laut VDA die potenzielle Nachfrage nach Neuwagen in Westeuropa deutlich höher. Insgesamt fehlen rund 3 Mio. Neuwagenkäufer, die vor allem wegen der wirtschaftlichen Situation in Europa zurückhaltend reagieren. Gleichzeitig werden die Wettbewerbsbedingungen härter. Die Automobilindustrie in Europa steht demnach vor großen Herausforderungen. Deutsche Automobilhersteller, die für KUKA wichtige Kunden sind, haben frühzeitig darauf reagiert, indem sie verstärkt in flexible Produktionsanlagen und Modellplattformen investiert haben. Gleichzeitig profitieren die deutschen Automobilhersteller von ihrer internationalen Ausrichtung. Die schwache Nachfrage aus Europa konnte durch die hohe Nachfrage in den asiatischen und amerikanischen Absatzmärkten weitgehend kompensiert werden. Dabei profitierten deutsche Hersteller insbesondere von dem Wachstumstempo in China und verfügen heute über einen Marktanteil von über 20 %. Die PKW-Exporte nach China gingen laut VDA in den ersten fünf Monaten 2013 zwar um -36 % zurück, jedoch erhöhte sich laut VDA die Produktion vor Ort.
Dieser weltweite Trend zur PKW-Fertigung in den jeweiligen Absatzmärkten nimmt weiter zu. Laut VDA werden seit 2010 mehr deutsche Autos im Ausland gefertigt als im Inland. Deutsche Automobilhersteller produzieren von insgesamt 14,2 Mio. Fahrzeugen nur noch rund 5,45 Mio. im Inland. In Deutschland lagen die Neuzulassungen mit 2,93 Mio. Fahrzeugen rund 4 % unter dem Vorjahr. Im nächsten Jahr wird mit einer langsamen Stabilisierung des deutschen Marktes gerechnet.
Für 2014 rechnet der VDA mit einem Wachstum um 3 % auf 74,4 Mio. PKW. Der chinesische Markt wird voraussichtlich um 7 % die Marke von 17 Mio. PKW überschreiten. Für den US-Markt wird eine Wachstumsrate in Höhe von 3 % prognostiziert, was einer Anzahl von fast 16 Mio. Fahrzeugen entspricht. In Westeuropa wird erstmals nach vier Jahren wieder ein Wachstum mit rund 2 % gegenüber dem Vorjahr erwartet.
PKW-ABSATZ 2013 REGIONEN / LÄNDER VERÄNDERUNG GGÜ VORJAHR IN %

Quelle: VDA
Maschinen- und Anlagenbau auf Vorjahresniveau
Das Auftragsniveau der Maschinen- und Anlagenbauer lag gemäß dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) im Jahr 2013 2 % unter dem Vorjahresniveau. Die Nachfrage aus dem Inland aber auch die Nachfrage aus dem Ausland ging jeweils um 2 % zurück. Ein Grund dafür waren die moderaten Konjunkturaussichten in 2013. Firmen hatten sich infolgedessen weltweit mit ihren Investitionen zurückgehalten. Die Aufträge in der Robotik und Automation lagen kumuliert über das Jahr betrachtet unter den Ergebnissen des Vorjahres. Ein Grund dafür war, dass zu Beginn des Jahres 2013 die Auftragseingänge aufgrund der hohen Wachstums raten aus dem Vorjahr vergleichsweise niedrig waren.
Für das Geschäftsjahr 2014 rechnet der VDMA wieder mit einem Auftragsplus. Ein Anstieg der Weltkonjunktur in 2014 sollte sich auch positiv auf die Nachfrage im Maschinen- und Anlagenbau auswirken. Es wird daher mit einem Anstieg der Produktion um 3 % gegenüber 2013 gerechnet.
Roboterinstallationen steigen kontinuierlich an
Der weltweite Trend zur roboterbasierten Automatisierung setzte sich auch im Jahr 2013 fort. Wachstumschancen ergaben sich durch höhere Lohnkosten, steigende Qualitätsanforderungen und Effizienzsteigerungen bei bisher nicht oder nur teilweise automatisierten Prozessen. In diesem Zusammenhang werden in Zukunft neue Technologien in Bezug auf Bedienerfreundlichkeit und Mensch-Maschine-Kooperation eine wichtigere Rolle spielen. Selbst in Industriesektoren mit hohem Automatisierungsgrad besteht zusätzliches Potenzial weitere Teile der Produktion zu automatisieren. Dazu zählt zum Beispiel die Endmontage in der Automobilindustrie, in dem Roboter Menschen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit unterstützen können.
Für das Jahr 2013 prognostizierte der IFR einen weltweiten Verkauf von 162.000 Industrierobotern. Dies entspricht einem Anstieg um 2 % im Vergleich zu 159.346 verkauften Industrierobotern in 2012. Die Region Amerika soll dabei von 28.137 Robotern in 2012 auf 30.800 in 2013 um über 9 % wachsen. Für Asien werden Verkaufszahlen in Höhe von 86.000 Robotern in 2013 erwartet. Im Vorjahr lag die Zahl der verkauften Roboter bei 84.645. Europa bleibt laut Prognose mit 39.800 Robotern leicht unter dem Vorjahreswert von 41.218. Für den Zeitraum 2014 bis 2016 prognostiziert der IFR eine durchschnittliche Wachstumsrate von 6 % auf globaler Ebene.
ABSATZ INDUSTRIEROBOTER WELTWEIT IN TSD. STÜCK

Quelle: IFR Studie 2013
Geschäftsverlauf
Auftragseingang
Auch in 2013 profitierte KUKA von dem globalen Trend steigender Automatisierung. Bereits nach den ersten beiden Quartalen lag der Auftragseingang des KUKA Konzerns über der 1 Mrd. €-Schwelle. Insgesamt erreichte der Auftragseingang in 2013 einen Wert von 1.881,9 Mio. €. Gegenüber dem Rekordwert aus dem Vorjahr entspricht dies nahezu einer stabilen Entwicklung (2012: 1.889,6 Mio. €). Der Auftragseingang blieb damit auch in 2013 auf stabil hohem Niveau.
KUKA Robotics blieb mit 793,5 Mio. € um 1,2 % knapp unter dem Vorjahreswert von 803,1 Mio. €. Der leichte Rückgang lässt sich darauf zurückführen, dass bei Automobilkunden aufgrund von Investitionszyklen der Modelleinführungen Anfang 2012 einige Großaufträge eingingen. Die Aufträge aus der Automobilindustrie summierten sich in 2013 auf 318,3 Mio. € und lagen damit 14,2 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 371,0 Mio. €. In der General Industry konnten die Auftragseingänge erneut gesteigert werden und lagen mit 330,9 Mio. € um 12,2 % über dem Vorjahreswert in Höhe von 294,9 Mio. €. In der General Industry handelt es sich überwiegend um viele kleinere Aufträge aus unterschiedlichen Branchen. Der Ausbau des General Industry Geschäfts gehört zu den strategisch wichtigen Zielen. Daher hat KUKA in 2013 Maßnahmen eingeleitet, um seine Position weiter zu stärken. Dazu zählt unter anderem die strategische Kooperation mit Siemens - Division Drive Technologies im Bereich der Be- und Entladung von Werkzeugmaschinen sowie die Expansion des Produktportfolios zum Beispiel durch verschiedene Varianten des KR AGILUS. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Anteil General Industry an den Auftragseingängen leicht über dem der Automobilindustrie. Das Servicegeschäft konnte im Vergleich zum Vorjahr weiter zulegen und erreichte mit 144,3 Mio. € ein Plus von 5,2 % gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 137,2 Mio. €.
KUKA Systems erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Auftragseingang in Höhe von 1.111,6 Mio. € und lag damit um knapp 0,3 % unter dem Rekordwert aus dem Vorjahr in Höhe von 1.115,1 Mio. €. Systems profitierte von der starken Nachfrage aus der Automobilindustrie und gewann durch die Akquisition von UTICA Enterprises Neukunden in Nordamerika. In 2013 meldete Systems aus den eigenen weltweiten Niederlassungen in Brasilien, Russland, China und Deutschland weiterhin Aufträge von den führenden Automobilherstellern für das Engineering und den Bau von automatisierten Produktionsstationen und -linien, Werkzeugen für Pressenlinien, Montage- und Testsystemen, sowie für die Lieferung von Sondermaschinen zum Reib- und Magnetarcschweißen. Dazu gehörte ein Rahmenauftrag in Höhe von 250 Mio. € für Fertigungsanlagen für Unterbausegmente in Nordamerika. Der Auftrag war für KUKA Systems von strategischer Bedeutung. KUKA Systems konnte damit seine Position in Nordamerika weiter stärken. Neben der Automobil- und Automobilzulieferindustrie stiegen die Auftragseingänge im Bereich Aerospace zur Entwicklung und Realisierung von Produktionslinien für Flugzeuge und Helikoptern. Lösungen und Produkte für Füge- und Schweißaufgaben lieferte Systems verstärkt auch an mittelständische Unternehmen.
AUFTRAGSEINGÄNGE KUKA KONZERN, ROBOTICS, SYSTEMS IN MIO. €

AUFTRAGSEINGÄNGE ROBOTICS: AUTO, GI, SERVICE IN MIO. €

Umsatz
Die Umsatzerlöse des KUKA Konzerns profitierten von den hohen Auftragseingängen in den Vorquartalen und stiegen im Jahr 2013 auf 1.774,5 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 1.739,2 Mio. €
lagen die Umsätze um 2,0 % höher. Verglichen mit dem Jahr 2009 konnte KUKA den Umsatz nahezu verdoppeln (2009: 902,1 Mio. €).
KUKA Robotics steigerte erneut seine Umsatzerlöse auf 754,1 Mio. € und erreichte damit den bisher höchsten Jahreswert. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der Umsatz um 1,5 % (2012: 742,6 Mio. €). KUKA Robotics berichtet damit seit nunmehr fünf Jahren über einen Anstieg der Umsatzerlöse. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate liegt seit 2009 bei 17,9 %. Hervorzuheben sind die Wachstumsraten in Asien.
Das durchschnittliche jährliche Wachstum liegt hier bei 55,1 %. Um von den Wachstumsraten in China auch weiterhin zu profitieren, eröffnete KUKA eine neue Fertigungsstätte im Großraum Shanghai. Vorteile für die Kunden in Asien ergeben sich vor allem aus den kürzeren Lieferzeiten.
KUKA Systems lag mit Umsatzerlösen in Höhe von 1.045,9 Mio. € um 2,0 % über dem Vorjahr (2012: 1.025,3 Mio. €). Damit erreichte Systems einen neuen Rekordwert und lag zum zweiten Mal in Folge über der Schwelle von 1 Mrd. €. Dazu beigetragen hat auch die Akquisition von UTICA Enterprises und CMA Technology. UTICA wurde in 2013 erfolgreich in die Organisation von KUKA Systems integriert. KUKA Systems ist seit dem Kauf Marktführer in Nordamerika.
Die Book-to-Bill Ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, blieb damit weiterhin über 1 und lag auf Konzernebene im Berichtsjahr bei 1,06. Bei Robotics lag das Verhältnis bei 1,05 und bei Systems bei 1,06.
UMSATZERLÖSE KUKA KONZERN, ROBOTICS, SYSTEMS IN MIO. €

Auftragsbestand
Der Auftragsbestand des KUKA Konzerns erreichte zum Jahresende 2013 einen Wert von 991,6 Mio. €. Gegenüber dem Stichtagswert des Vorjahres stieg dieser um 9,0 % (2012: 909,4 Mio. €). Der hohe Auftragsbestand bedeutet für KUKA eine hohe Auslastung für das Geschäftsjahr 2014 und teilweise für das Jahr 2015.
KUKA Robotics verfügte zum Jahresende über einen Auftragsbestand (ohne Berücksichtigung von Rahmenverträgen aus der Automobilindustrie) von 280,7 Mio. €. Dies entspricht einem Zuwachs in Höhe von 12,9 % gegenüber 248,7 Mio. € im Jahr 2012. Positiv wirkte sich die Auftragsentwicklung in China aus mit einem Anteil von über 20 % am Auftragsbestand.
Der Auftragsbestand von KUKA Systems stieg um 7,3 % auf 714,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 666,1 Mio. €. Systems erreichte damit einen neuen Rekordwert. Der hohe Auftragsbestand sichert KUKA Systems eine hohe Auslastung der Kapazitäten bis zum Teil in 2015.
AUFTRAGSBESTAND KUKA KONZERN, ROBOTICS, SYSTEMS IN MIO. €

EBIT
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im KUKA Konzern konnte zum zweiten Mal in Folge die 100 Mio. €-Schwelle überschreiten und stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 10,6 Mio. € auf 120,4 Mio. €. Das EBIT stieg im Vergleich zum Vorjahreswert in Höhe von 109,8 Mio. € um 9,7 % und folglich überproportional zur Umsatzentwicklung. Die Verbesserung resultiert aus dem größeren Geschäftsvolumen und die sich daraus ergebenden Skaleneffekte sowie aus der konsequenten Effizienzsteigerung. Die EBIT-Marge lag bei 6,8 % und damit über der Marge im Vorjahr mit 6,3 %. In jedem Quartal konnte der Wert aus dem Vorjahr überschritten werden. KUKA erreichte im Gesamtjahr die höchste EBIT-Marge seit acht Jahren.
KUKA Robotics erzielte ein EBIT in Höhe von 77,1 Mio. € und lag um 3,9 % unter dem Vorjahresrekord von 80,2 Mio. €. Die EBIT-Marge ging leicht zurück von 10,8 % in 2012 auf 10,2 % in 2013. In allen vier Quartalen des abgelaufenen Geschäftsjahres erzielte Robotics eine EBIT-Marge von mindestens 10 %. Die Gründe für den leichten Rückgang lagen hauptsächlich in den höheren Ausgaben im Bereich F & E sowie in dem Aufbau von weiteren Mitarbeitern für die General Industry.
KUKA Systems erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBIT von 60,8 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahrswert in Höhe von 47,7 Mio. € stieg das EBIT um 27,5 %. Die EBIT-Marge konnte von 4,7 % in 2012 auf 5,8 % in 2013 gesteigert werden. Im vierten Quartal lag die EBIT-Marge des Segments sogar bei 6,4 %. Der Anstieg ist überwiegend auf verbesserte Prozessstrukturen, den Ausbau der Kompetenz-Zentren in Ländern mit niedrigerer Kostenstruktur sowie die hohe Auslastung aufgrund der guten Nachfrage zurückzuführen.
EBIT UND EBIT MARGE (KONZERN, ROBOTICS, SYSETMS)
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | -52,6 | 24,8 | 72,6 | 109,8 | 120,4 |
| in % der Umsatzerlöse | -5,8 | 2,3 | 5,1 | 6,3 | 6,8 |
| Robotics | -11,5 | 20,8 | 51,0 | 80,2 | 77,1 |
| in % der Umsatzerlöse | -3,5 | 4,8 | 8,3 | 10,8 | 10,2 |
| Systems | -28,8 | 20,0 | 33,7 | 47,7 | 60,8 |
| in % der Umsatzerlöse | -4,8 | 2,9 | 4,0 | 4,7 | 5,8 |
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage
Im Jahr 2013 konnten die Auftragseingänge wieder das hohe Niveau aus dem Vorjahr erreichen. Die Umsatzerlöse und das EBIT stiegen erneut gegenüber den Vorjahreswerten und erreichten damit neue Rekordwerte.
KENNZAHLEN KUKA KONZERN
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 903,3 | 1.142,3 | 1.553,0 | 1.889,6 | 1.881,9 |
| Umsatzerlöse | 902,1 | 1.078,6 | 1.435,6 | 1.739,2 | 1.774,5 |
| EBIT | -52,6 | 24,8 | 72,6 | 109,8 | 120,4 |
| % vom Umsatz | -5,8 | 2,3 | 5,1 | 6,3 | 6,8 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | -16,6 | 7,9 | 21,8 | 32,3 | 36,9 |
| Capital Employed | 317,5 | 312,5 | 332,9 | 339,8 | 326,2 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 5.744 | 5.990 | 6.589 | 7.264 | 7.990 |
Erneut Anstieg der Bruttomarge
Verglichen mit dem relativen Anstieg der Umsätze konnte das Bruttoergebnis, also die Umsätze abzüglich der Umsatzkosten, im KUKA Konzern überproportional von 385,9 Mio. € in 2012 auf 438,5 Mio. € in 2013 gesteigert werden. Dies entspricht einem Anstieg von 13,6 %. Wesentlicher Grund hierfür war, dass innerhalb der Umsatzkosten die Materialeinsatzquote auch aufgrund von Optimierungen im Beschaffungs- und Herstellungsbereich reduziert werden konnte. Diese Kostenreduzierung kompensierte den leichten Anstieg der Personal kosten. Infolgedessen konnte die Bruttomarge, d. h. das Bruttoergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, im Konzern von 22,2 % auf 24,7 % gesteigert werden.
Der Geschäftsbereich Robotics trug zum Anstieg des Bruttoergebnisses 32,8 Mio. € bei. Gleichzeitig konnte die Bruttomarge deutlich auf nunmehr 36,0 % (2012: 32,1 %) gesteigert werden. Dies lag an dem leicht erhöhten Herstellungsvolumen und an der deutlichen Performancesteigerung aller Segmente im Bereich Robotics. Darüber hinaus waren der höhere Umsatzanteil der KR QUANTEC / KR C4 Modelle sowie die Kleinroboterserie AGILUS verantwortlich für diesen Anstieg.
KENNZAHLEN KUKA ROBOTICS
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 324,3 | 486,2 | 654,4 | 803,1 | 793,5 |
| Umsatzerlöse | 330,5 | 435,7 | 616,3 | 742,6 | 754,1 |
| EBIT | -11,5 | 20,8 | 51,0 | 80,2 | 77,1 |
| % vom Umsatz | -3,5 | 4,8 | 8,3 | 10,8 | 10,2 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | -9,5 | 16,1 | 38,3 | 57,2 | 49,6 |
| Capital Employed | 120,5 | 129,1 | 133,2 | 140,2 | 155,6 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 2.009 | 2.347 | 2.753 | 3.180 | 3.416 |
Der Geschäftsbereich Systems trug 18,6 Mio. € zum Anstieg des Bruttoergebnisses bei, was einer Steigerung um 14,2 % im Jahresvergleich entspricht. Die Bruttomarge lag mit 14,3 % merklich über dem Niveau des Vorjahres (2012: 12,8 %). Bereinigt um die in den Herstellkosten enthaltenen Zinsaufwendungen, betrug die Marge sogar 15,0 % (2012: 13,6 %). Verantwortlich für den Anstieg war vor allem die Verbesserung der Materialeinsatzquote. Daneben hat hierzu auch das implementierte Projekt - Risikomanagement und die im zweiten Halbjahr getätigte Akquisition von CMA Technology SRL/Rumänien beigetragen. Durch die Akquisition konnte bei gestiegener Beschaffungssicherheit zu günstigeren Konditionen die vertikale Produktionstiefe erhöht werden. Unterstützend wirkten auch einmalige Kompensationen für Verlustaufträge aus Vorjahren im niedrigen einstelligen Millionenbereich.
KENNZAHLEN KUKA SYSTEMS
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 615,4 | 716,8 | 916,6 | 1.115,1 | 1.111,6 |
| Umsatzerlöse | 605,5 | 695,3 | 850,7 | 1.025,3 | 1.045,9 |
| EBIT | -28,8 | 20,0 | 33,7 | 47,7 | 60,8 |
| % vom Umsatz | -4,8 | 2,9 | 4,0 | 4,7 | 5,8 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | -14,5 | 10,4 | 16,1 | 23,8 | 43,0 |
| Capital Employed | 198,6 | 192,4 | 209,6 | 200,5 | 141,5 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 3.534 | 3.456 | 3.643 | 3.902 | 4.362 |
Die Funktionskosten, d. h. die Kosten aus Verwaltung und Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung des KUKA Konzerns, stiegen durch die erhöhte Geschäftstätigkeit im Jahresvergleich von 260,9 Mio. € (2012) auf 299,9 Mio. € (2013). Damit summieren sich die Funktionskosten auf 16,9 % (2012: 15,0 %) der Umsatzerlöse. Der Anstieg der Vertriebskosten, sowohl absolut (2012: 119,7 Mio. €; 2013: 130,2 Mio. €) als auch relativ (2012: 6,9 %; 2013: 7,3 %) ist unter anderem auf die verstärkte Ausrichtung auf den Bereich der General Industry und dem damit einhergehenden Aufbau von Vertriebsmitarbeitern zurückzuführen. Die durchschnittliche Anzahl der Vertriebsmitarbeiter stieg dadurch von 546 in 2011 auf 627 in 2012 und liegt in 2013 bei nunmehr 706.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen in 2013 bei 59,7 Mio. €, d. h. um 17,1 Mio. € über dem Vorjahreswert. Bereinigt man diese Aufwendungen
um die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten sowie die Abschreibungen aus in Vorjahren aktivierten Entwicklungskosten so ergibt sich für 2013 ein Wert in Höhe von 55,2 Mio. € bzw. 47,0 Mio. € für 2012. Darin spiegelt sich die strategische Ausrichtung des Konzerns wider durch verstärkte Investitionen in neue und zukunftsweisende Technologien sowie in konsequenten Weiterentwicklungen. Dazu gehören unter anderem folgende Technologien:
| ― | Steuerungssoftware Sunrise |
| ― | Entwicklungen im Bereich der Mensch-Maschine-Kollaboration auf Basis des LBR iiwa |
| ― | Applikationen im Bereich der mobilen Robotik |
| ― | neue Verfahren im Bereich Reibschweißen |
Weitere Details zu aktuellen Themen siehe Seite XX im Kapital Forschung und Entwicklung.
Um die Vielfalt der Projekte voranzubringen, erfolgte ein planmäßiger Personalaufbau in der Forschung und Entwicklung. Zum 31. Dezember 2013 waren hier 360 Mitarbeiter beschäftigt und damit 35 mehr als zum Stichtag im Vorjahr. Dadurch stieg der Personalaufwand für F & E um 4,7 Mio. € auf 31,7 Mio. €.
Im Berichtsjahr angefallene Kosten für Neuentwicklungen in Höhe von 9,1 Mio. € (2012: 10,4 Mio. €) wurden aktiviert und werden in Folgeperioden über planmäßige Abschreibungen als Aufwand erfasst.
Die in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfassten Abschreibungen betragen 16,6 Mio. € (2012: 8,7 Mio. €). Hier machte sich unter anderem bemerkbar, dass einzelne Modellreihen des LBR Ende 2012 abgeschlossen wurden und nun aktiv vermarktet werden. Aktivierungen aus vergangenen Perioden werden nun planmäßig abgeschrieben. Bei der neuen Steuerungssoftware KUKA Sunrise, die in verschiedenen Entwicklungsständen vorangetrieben wird, wurde der Rollout aus strategischen Gründen in bestimmten Technologiebereichen verschoben, so dass hierfür ein einmaliger Aufwand von 4,9 Mio. € zu erfassen war. Insgesamt konnten in 2013 jedoch wesentliche Meilensteine von KUKA Sunrise erreicht werden.
Die Verwaltungsaufwendungen beliefen sich auf 6,2 % (2012: 5,7 %) der Umsatzerlöse. Vorbereitende Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Neubau des Entwicklungs- und Technologiezentrums in Augsburg,
Instandhaltungsmaßnahmen sowie aktienkursabhängige variable Vergütungsbestandteile haben sich hier ausgewirkt. Im Zuge der in 2013 vorgenommenen Akquisitionen sowie im Vorfeld des in 2014 getätigten Erwerbs der Reis Gruppe (vgl. Nachtragsbericht) waren auch für externe Beratungsleistungen höhere Aufwendungen als in 2012 zu verzeichnen.
Die sonstigen Aufwendungen und Erträge summieren sich zu einem negativen Saldo von 24,9 Mio. € (2012: 22,5 Mio. €). Sie enthalten unter anderem Aufwendungen und Erträge aus Währungsgeschäften, hier vor allem aus USD, CNY, JPY und BRL.
Weitere Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern
Die oben beschriebene positive Entwicklung, insbesondere das höhere Bruttoergebnis des KUKA Konzerns, findet unmittelbar Eingang in das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das EBIT stieg um 10,6 Mio. € auf 120,4 Mio. €. Die EBIT-Marge des KUKA Konzerns lag bei 6,8 % (2012: 6,3 %). Der Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern ist vor allem auf das Segment Systems zurückzuführen mit einem EBIT in Höhe von 60,8 Mio. € (2012: 47,7 Mio. €) und eine EBIT-Marge von 5,8 % (2012: 4,7 %). Der Geschäftsbereich Robotics erreichte ein EBIT in Höhe von 77,1 Mio. € in 2013 und eine EBIT-Marge von 10,2 %.
Korrespondierend mit der Entwicklung des EBIT wuchs auch das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) auf 158,4 Mio. € (2012: 138,5 Mio. €). Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Abschreibungen in Höhe von 38,2 Mio. € (2012: 28,7 Mio. €) verbucht. Diese untergliederten sich in 25,0 Mio. € (2012: 15,8 Mio. €) für Robotics, in 10,2 Mio. € (2012: 10,1 Mio. €) für Systems sowie in 3,0 Mio. € (2012: 2,8 Mio. €) für den sonstigen Bereich.
Finanzergebnis durch Einmaleffekte belastet
Das laufende Finanzergebnis entwickelte sich leicht rückläufig von -12,8 Mio. € in 2012 auf -13,1 Mio. € in 2013.
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| in Mio. € | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus Finanzierungsleasing | 7,1 | 6,5 |
| übrige Zinsen und ähnliche Erträge | 2,5 | 2,3 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 9,6 | 8,8 |
| Avalprovisionen | 2,6 | 1,5 |
| Zinsaufwand aus der Wandelanleihe | - | 4,1 |
| Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe | 18,8 | 17,5 |
| Transaktionskosten Konsortialkreditvertrag (2010) | 1,4 | 1,3 |
| In das Betriebsergebnis umgegliederte Finanzierungskosten | -7,8 | -6,9 |
| übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 7,4 | 4,4 |
| laufende sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 22,4 | 21,9 |
| Laufendes Finanzergebnis | -12,8 | -13,1 |
| Aufwand aus vorzeitiger Beendigung des Konsortialkreditvertrags (2010) | - | 0,4 |
| Zinsaufwand aus Rückkauf von Anteilen der Unternehmensanleihe | - | 6,5 |
| einmalige sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - | 6,9 |
| Finanzergebnis | -12,8 | -20,0 |
Die Zinserträge beliefen sich auf 8,8 Mio. € (2012: 9,6 Mio. €) und beinhalteten im Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing und Erträge aus Geldanlagen bei Banken.
Aufgrund der verbesserten Bonität der Gesellschaft konnten im Geschäftsjahr externe Bankavale durch kostengünstigere interne Konzernavale ersetzt werden. Zum Stichtag betrug die Inanspruchnahme der externen Avallinien 104,3 Mio. € (2012: 148,9 Mio. €). Insgesamt fielen im Berichtsjahr 1,5 Mio. € (2012: 2,6 Mio. €) Avalprovisionen an. Für die im Februar und Juni in zwei Tranchen begebene Wandelschuldverschreibung über nominal 150,0 Mio. € wurde ein Betrag von 4,1 Mio. € im Zinsergebnis berücksichtigt. Zinsen für die im November 2010 begebene Anleihe wurden mit 17,5 Mio. € (2012: 18,8 Mio. €) erfasst. Durch den vorzeitigen Rückkauf von Anteilen der Anleihe in Höhe von nominal 42,6 Mio. € im zweiten Halbjahr, konnten Zinsersparnisse erzielt werden. Durch den Rückkauf über den Markt fielen einmalige Zinsaufwendungen aus der Differenz zwischen Rückkaufpreis und Buchwert in Höhe von 6,5 Mio. € an. Aus dem alten Konsortialkreditvertrag waren außerdem noch abgegrenzte Finanzierungskosten in Höhe von 1,3 Mio. € sowie Einmalaufwendungen aus der vorzeitigen Beendigung von 0,4 Mio. € zu berücksichtigen. Aufgrund von Rechnungslegungsvorschriften mussten Finanzierungszinsen aus dem Zinsergebnis in Höhe von 6,9 Mio. € (2012: 7,8 Mio. €) in das Betriebsergebnis umgegliedert bzw. unter den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten aktiviert werden. In den übrigen Zinsen und ähnlichen Erträgen / Aufwendungen waren Ergebniseffekte im Zusammenhang mit den Pensionen in Höhe von 2,4 Mio. € (2012: 3,1 Mio. €) enthalten.
Der Steueraufwand des KUKA Konzerns betrug in 2013 insgesamt 35,4 Mio. € (2012: 34,1 Mio. €). Dieser resultierte überwiegend aus laufenden Steueraufwendungen in den USA sowie aus dem planmäßigen Abbau von in Vorjahren aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen im deutschen Organkreis. Die Steuerquote betrug 37,8 % (2012: 38,0 %).
Anhebung der Dividende auf 0,30 € je Aktie
Das Ergebnis nach Steuern ist nunmehr im dritten Jahr in Folge positiv und konnte um 4,9 % auf 58,3 Mio. € (Vorjahr: 55,6 Mio. €) gesteigert werden. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend von 1,64 € (2012) auf 1,72 € (2013). Um die Aktionäre an der erfreulichen Entwicklung teilhaben zu lassen, schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 0,30 € je Aktie zu zahlen. Für 2012 hatte die KUKA eine Dividende in Höhe von 0,20 € je Aktie gezahlt.
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (VERKÜRZT)
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 902,1 | 1.078,6 | 1.435,6 | 1.739,2 | 1.774,5 |
| EBIT | -52,6 | 24,8 | 72,6 | 109,8 | 120,4 |
| EBITDA | -29,5 | 47,0 | 98,7 | 138,5 | 158,6 |
| Finanzergebnis | -11,5 | -22,1 | -18,2 | -12,8 | -20,0 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -11,4 | -4,1 | -16,1 | -34,1 | -35,4 |
| Ergebnis nach Steuern | -75,8 | -8,6 | 29,9 | 55,6 | 58,3 |
Finanzlage
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Im KUKA Konzern erfolgt das Finanzmanagement zentral durch die KUKA Aktiengesellschaft für alle Konzerngesellschaften. Die Konzernfinanzierung sowie das Management der Zins- und Währungsrisiken werden zentral durch die KUKA Aktiengesellschaft gesteuert. Finanzierungs- und Anlagebedarfe der Konzerngesellschaften sowie die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsmanagement werden bei der KUKA Aktiengesellschaft gebündelt, die die erforderlichen internen und externen Finanzgeschäfte abschließt. Grundlage für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist ein einheitliches Planungs-, Berichts- und Meldesystem, in dem die konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken erfasst werden. Ziel des Zins- und Währungsmanagements ist es, die vorhandenen Risiken zu minimieren. Zur Absicherung von Risiken werden ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich grundgeschäftsbezogen bzw. auf Basis erwarteter Geschäfte abgeschlossen.
KUKA hat für alle Konzerngesellschaften einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken im Finanzbereich erlassen. Diese Richtlinien wurden auch im Geschäftsjahr fortlaufend auf ihre Aktualität überprüft und optimiert.
Konzernfinanzierung und Liquiditätsausgleich
Die Finanzierungspolitik verfolgt das Ziel, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven und Avallinien zu verfügen, um die operativen und strategischen Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften sicherstellen zu können und darüber hinaus eine ausreichende Reserve zur Abfederung unvorhergesehener Ereignisse zur Verfügung zu haben. Die Ermittlung der Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Budget- und Finanzplanung und einer zwölf Planmonate umfassenden, monatlich rollierenden Liquiditätsplanung, die jeweils alle konsolidierten Konzerngesellschaften einbezieht.
Wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns stellen die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften dar. Das Cash-Management der KUKA Aktiengesellschaft nutzt die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften, um den Liquiditätsbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Dieser zentrale konzerninterne Liquiditätsausgleich (Cash-Pooling) optimiert die Liquiditätsposition des Konzerns mit positivem Einfluss auf das Zinsergebnis.
Weitere Optimierung der Finanzierungsstruktur
Im Geschäftsjahr konnte der KUKA Konzern weitere Schritte zur Optimierung der Finanzierungsstruktur erfolgreich abschließen.
Unter Ausnutzung der günstigen Marktkonditionen hat die KUKA Aktiengesellschaft in zwei Tranchen im Februar und im Juli 2013 eine Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 150,0 Mio. € begeben. Die Wandelschuldverschreibung ist mit einem Zinskupon von 2,0 % ausgestattet und hat eine Laufzeit bis Februar 2018. Schon die Platzierung der ersten Tranche war mehrfach überzeichnet, was zeigt, dass dieses Instrument, das eine Anleihe und eine Option auf KUKA-Aktien kombiniert, nicht nur für KUKA eine günstige Finanzierungsform darstellt, sondern auch für die Kapitalmarktinvestoren eine attraktive Anlageform ist. Insgesamt sind der KUKA durch die Begebung der Wandelschuldverschreibung Mittel in Höhe von 158,7 Mio. € zugeflossen.
Teile der Mittelzuflüsse wurden für den marktmäßigen Rückkauf von Anteilen (nominal 42,6 Mio. €) der in 2010 begebenen Unternehmensanleihe der KUKA verwendet (Volumen 202,0 Mio. €, Kupon 8,75 %, Laufzeit bis 2017). Der Rückkauf hat zwar das Finanzergebnis im Geschäftsjahr mit einmaligen Aufwendungen in Höhe von 6,5 Mio. € belastet. Dem steht jedoch eine Zinsersparnis von nominal rund 14,0 Mio. € bis zur Endfälligkeit im November 2017 gegenüber. Im Januar 2014 konnten weitere Anteile über nominal 11,0 Mio. € erworben werden.
In einem weiteren Schritt löste KUKA den bestehenden Konsortialkreditvertrag, der im März 2014 ausgelaufen wäre, durch einen neuen Konsortialkreditvertrag mit Laufzeit bis Dezember 2018 ab. Das Volumen des neuen Konsortialkredits hat sich gegenüber dem alten syndizierten Kredit von 200,0 Mio. € auf 160,0 Mio. € verringert. Der Konsortialkredit setzt sich aus einer Barlinie von 50,0 Mio. €, die auch als Avallinien beansprucht werden kann, und einer Avallinie von 110,0 Mio. € zusammen. Die Reduzierung der Avallinie um 40,0 Mio. € wird durch die Ausweitung des zulässigen Rahmens für bilaterale Avallinien mit Kreditversicherern um 55,0 Mio. € auf 100,0 Mio. € mehr als ausgeglichen. Der neue Konsortialkredit trägt der verbesserten Bonität des KUKA Konzerns Rechnung. Neben den verbesserten Konditionen und dem Wegfall vieler Einschränkungen und Berichtspflichten war für KUKA wesentlich, dass der neue Konsortialkredit nunmehr unbesichert ist und nur die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln ("pari passu") und Negativerklärungen enthält.
Neben der Avallinie aus dem Konsortialkredit bestehen über bilaterale Verträge mit verschiedenen Kautionsversicherungsgesellschaften und Banken weitere Avallinien zur Unterstützung des operativen Geschäfts. Insgesamt verfügt KUKA zum 31. Dezember 2013 über externe Avallinien von 182,8 Mio. € (Vorjahr: 212,0 Mio. €). Diese wurden in Höhe von 104,3 Mio. € (2012: 148,9 Mio. €) in Anspruch genommen. Die verbesserte Bonität des Konzerns ermöglichte es dem Finanzmanagement der KUKA Aktiengesellschaft, in intensiven Verhandlungen weitere Kunden zur Akzeptanz sogenannter Konzernavale zu bewegen. Bei diesen Avalen steht statt einer Bank die KUKA Aktiengesellschaft als Garant hinter dem Aval, sie beanspruchen daher keine kostenpflichtigen externen Avallinien und erhöhen den Spielraum in den bestehenden externen Avallinien.
Damit stehen dem KUKA Konzern zur Deckung der Finanzbedarfe im Wesentlichen folgende Bausteine zur Verfügung:
1) der im Dezember 2013 neu abgeschlossen Konsortialkreditvertrag über 160,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis Dezember 2018. Innerhalb dieses Vertrags sind Barinanspruchnahmen bis zu einem Volumen von 50,0 Mio. € möglich.
2) die im November 2010 mit einem Volumen von 202,0 Mio. € und einer Laufzeit bis 2017 begebenen Unternehmensanleihe (im Geschäftsjahr wurden hiervon Anteile in Höhe von nominal 42,6 Mio. € zurückgekauft)
3) die im Geschäftsjahr in zwei Tranchen über ein Gesamtvolumen von 150,0 Mio. € begebene Wandelschuldverschreibung (weiterführende Erläuterungen siehe Konzernanhang / Erläuterung 26).
4) bilaterale Avallinien-Vereinbarungen mit Banken und Kautionsversicherern in Höhe von 72,8 Mio. € (Stand 31. Dezember 2013).
Aus Sicht des Vorstands ist die Finanzierung des KUKA Konzerns durch die getroffenen Maßnahmen angemessen und langfristig gewährleistet und gibt den notwendigen Spielraum, um wichtige unternehmerische Entscheidungen zeitnah umzusetzen.
Positives Rating
Im Zuge der Begebung der Unternehmensanleihe wurde die KUKA Aktiengesellschaft im November 2010 erstmalig von der Ratingagentur Standard & Poor's mit B und von Moody's mit B2 jeweils mit stabilem Ausblick bewertet. Die Anleihe selbst erhielt ein Rating von "B-" (Standard & Poor's) bzw. "B3" (Moody's).
Sowohl Moody´s als auch Standard & Poor´s haben ihre Ratings in 2013 zweimal angehoben (erstmals im Februar und nochmals im Juli / August), folgend den verbesserten Finanzkennzahlen des KUKA
Konzerns. Die Rating-Bewertung bei Moody´s liegt jetzt bei "Ba3, Ausblick stabil", bei Standard & Poor´s betrug die Einstufung "BB-, Ausblick stabil". Standard & Poor´s hat seine weiterhin positive Einschätzung
der Bonitätsentwicklung im Dezember 2013 durch ein Anheben des Ausblicks auf "positiv" dokumentiert. Das Rating der Anleihe wurde ebenfalls angehoben und liegt jetzt bei "Ba3" bzw. "B+".
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (VERKÜRZT)
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Cash Earnings | -43,7 | 23,4 | 65,9 | 92,4 | 115,3 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 4,8 | -24,8 | 36,4 | 117,9 | 221,0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -27,0 | -12,5 | -29,9 | -40,8 | -125,6 |
| Free Cashflow | -22,2 | -37,3 | 6,5 | 77,1 | 95,4 |
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nochmals deutlich verbessert
Die Cash Earnings, die sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert um nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge, zusammensetzen, konnten nochmals deutlich verbessert werden. Der positive Wert aus 2012 in Höhe von 92,4 Mio. € konnte im Geschäftsjahr um 24,8 % auf 115,3 Mio. € gesteigert werden. Dies ist bei einem Ergebnis nach Steuern auf Vorjahresniveau (2013: 58,3 Mio. €; 2012: 55,6 Mio. €) insbesondere auf die höheren Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Details hierzu siehe Ertragslage F & E-Aufwand) sowie auf die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen, hier vor allem auf die Veränderungen der bilanzierten latenten Steuern, zurückzuführen.
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit spiegelte sich die positive Geschäftsentwicklung wider. Das Trade Working Capital stellte sich zum Berichtsjahresende wie folgt dar:
TRADE WORKING CAPITAL
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorräte abzüglich erhaltener Anzahlungen | 76,7 | 109,0 | 128,3 | 126,9 | 133,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen | 238,5 | 291,8 | 339,8 | 340,6 | 348,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen | 127,9 | 188,2 | 260,6 | 231,7 | 304,4 |
| Trade Working Capital | 187,3 | 212,6 | 207,5 | 235,8 | 178,1 |
Im Jahresvergleich erhöhten sich die Vorräte abzüglich erhaltener Anzahlung leicht um 7,0 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen bewegten sich etwa auf Vorjahresniveau (+8,0 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Fertigungsaufträge lagen hingegen um 72,7 Mio. € deutlich über dem Vorjahr. Der Anstieg resultierte unter anderem aus dem besseren Anzahlungsverhalten von Kunden im Rahmen der langfristigen Auftragsfertigung und aus Maßnahmen zur lieferantenseitigen Zahlungszielverlängerung. Insgesamt hat sich damit das Trade Working Capital gegenüber dem Vorjahr um 57,7 Mio. € auf 178,1 Mio. € reduziert.
Damit stieg der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des KUKA Konzerns zum Bilanzstichtag deutlich auf 221,0 Mio. € (2012: 117,9 Mio. €).
Erneuter Rekordwert beim Free Cashflow
Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 74,7 Mio. € (2012: 42,8 Mio. €) getätigt. Anhaltend starke Investitionen in dem Bereich Forschung und Entwicklung aber auch höhere Investitionen in Sachanlagen waren überwiegend dafür verantwortlich. Der Buchwert von in 2013 fertiggestellten eigenen Entwicklungsleistungen bzw. von Projekten, welche noch in der Aktivierungsphase waren, betrug 18,1 Mio. € (2012: 17,6 Mio. €). Die Schwerpunktthemen im Bereich F & E finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung.
INVESTITIONEN KUKA KONZERN IN MIO. €

INVESTITIONEN KUKA ROBOTICS IN MIO. €

INVESTITIONEN KUKA SYSTEMS IN MIO. €

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 57,0 Mio. € (2012: 26,1 Mio. €) und entfielen auf technische Anlagen und Maschinen (2013: 14,6 Mio. €, 2012 10,0 Mio. €), andere Anlagen / Betriebs-und
Geschäftsausstattung (2013: 10,1 Mio. €, 2012: 9,0 Mio. €) sowie überwiegend auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (2013: 27,6 Mio. €; 2012: 4,8 Mio. €).
Nach Geschäftsbereichen teilten sich die Investitionen 2013 folgendermaßen auf: Im Geschäftsbereich Robotics lag der entsprechende Wert bei 30,8 Mio. € (2012: 30,1 Mio. €). Neben den oben beschriebenen aktivierten Entwicklungsleistungen wurde überwiegend in technische Anlagen und Maschinen, wie z. B. eine Dreh- und Fräsanlage, in Motoren- und Performanceprüfstände sowie in die Erstausstattung des neuen Büro- und Fabrikationsgebäudes in China investiert. Im Geschäftsbereich Systems waren Zugänge von 15,2 Mio. € (2012: 9,6 Mio. €) zu verzeichnen. Hier handelte es sich unter anderem um eine Softwareerweiterung, um technische Anlagen, wie z. B. eine Lackieranlage, Lasertracker sowie um Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Die Investitionen der KUKA Aktiengesellschaft / Sonstige betrugen 28,7 Mio. € (2012: 3,1 Mio. €) und betrafen überwiegend Anzahlungen für Anlagen im Bau einschließlich dem neuen Entwicklungs- und Technologiezentrum, das in Augsburg entstehen wird.
Die Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten beliefen sich auf 16,6 Mio. €. In diesem Zusammenhang standen die Akquisitionen von UTICA Enterprises in USA, wodurch KUKA Systems Marktführer in Nordamerika wurde, sowie von dem rumänischen Unternehmen CMA Technology, das für Systems einen attraktiven Produktionsstandort schafft.
Im Rahmen des Liquiditätsmanagements legte die KUKA Aktiengesellschaft im Dezember 2013 nachhaltig frei verfügbare finanzielle Mittel in Höhe von 35,0 Mio. € mit Laufzeiten zwischen drei und zwölf Monaten an.
Durch den Anstieg des Investitionsvolumens sowie die zu verzeichnenden Einzahlungen aus Anlageabgängen (2013: 0,7 Mio. €; 2012: 2,1 Mio. €) belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit auf nunmehr -125,6 Mio. € (2012: -40,8 Mio. €).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ergab zusammen mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einen erneuten Rekordwert beim Free Cashflow in Höhe von 95,4 Mio. € nach 77,1 Mio. € in 2012.
Nettoliquidität weiter stark ausgebaut
Durch den hohen positiven Free Cashflow konnte im Geschäftsjahr die Nettoliquidität (der positive Saldo aus flüssigen Mitteln und kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) auf 146,5 Mio. € mehr als
verdreifacht werden (2012: 42,8 Mio. €). Dem Konzern stünden also selbst bei vollständiger Rückführung seiner Finanzverbindlichkeiten noch liquide Mittel in Höhe von 146,5 Mio. € zur Verfügung. Dabei ist die
Finanzierungsstruktur des Konzerns weiter sehr robust und langfristig ausgerichtet. Der Anteil der kurzfristigen Finanzschulden (6,5 Mio. €) an den gesamten Finanzschulden (294,6 Mio. €) lag lediglich bei 2,2 % (2012: 3,3 %).
Vermögenslage
Auf der Aktivseite stiegen die langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahresstichtag mit 327,7 Mio. € (2012: 300,4 Mio. €) um 27,3 Mio. €. Dies lag vor allem an der verstärkten Investitionstätigkeit infolgedessen das Anlagevermögen um 48,3 Mio. € anstieg. Forderungen aus Finanzierungsleasing aus der seinerzeitigen Übernahme der Finanzierung von KTPO reduzierten sich aufgrund planmäßiger Zahlungseingänge und Wechselkursschwankung des USD um 8,3 Mio. €. Die Ertragssteuerforderungen lagen um 1,5 Mio. € niedriger.
Bei den aktiven latenten Steuern wurden aufgrund positiver steuerlicher Ergebnisse, insbesondere im deutschen Organkreis, latente Steuern auf Verlustvorträge verbraucht, sodass die Gesamtsumme der aktiven latenten Steuern mit 25,6 Mio. € deutlich unter Vorjahresniveau (36,3 Mio. €) lag.
VERMÖGENSLAGE
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| in Mio. € | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 726,2 | 984,7 | 1.078,0 | 1.137,4 | 1.377,1 |
| Eigenkapital | 160,8 | 198,1 | 252,4 | 297,5 | 379,1 |
| in % der Bilanzsumme | 22,1 | 20,1 | 23,4 | 26,2 | 27,5 |
| Nettoliquidität /-Verschuldung | -48,5 | -60,3 | -32,6 | 42,8 | 146,5 |
KONZERN-NETTO LIQUIDITÄT IN MIO. €

* davon 50 Mio. € wahlweise als Barlinie nutzbar
Das aktivische Trade Working Capital, also die Summe aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus Fertigungsaufträgen, verzeichneten einen Rückgang von 19,2 Mio. €. Details hierzu finden Sie in den Ausführungen zur Finanzlage. Die sonstigen Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen beliefen sich auf 61,1 Mio. € und lagen damit um 34,2 Mio. € über dem Vorjahr. Dieser Anstieg lag im Wesentlichen an der Geldanlage in kurzfristige Wertpapiere (35,0 Mio. €). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten belief sich zum Stichtag auf 441,1 Mio. € (2012: 244,3 Mio. €). Insgesamt betrugen die kurzfristigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag 1.049,4 Mio. € (2012: 837,0 Mio. €), eine Zunahme gegenüber dem Vorjahresstichtag um 212,4 Mio. €.
Die Bilanzsumme des KUKA Konzerns stieg im Wesentlichen durch den höheren Bestand an Zahlungsmitteln um 239,7 Mio. € bzw. 21,1 % von 1.137,4 Mio. € per 31. Dezember 2012 auf 1.377,1 Mio. € per 31. Dezember 2013.
Eigenkapital erneut deutlich angestiegen
Insbesondere das Jahresergebnis in Höhe von 58,3 Mio. € (2012: 55,6 Mio. €) sowie der Eigenkapitalanteil der Wandelschuldverschreibung (27,0 Mio. €) erhöhten das Eigenkapital. Positiv wirkten sich auch die versicherungsmathematischen Effekte aus der Bilanzierung von Pensionen mit 5,3 Mio. € aus. Diese Effekte resultieren im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr um 0,55 Prozentpunkte höheren Abzinsungsfaktor für die Bewertung der deutschen Pensionszusagen. Insgesamt stieg das Eigenkapital per 31. Dezember 2013 um 81,6 Mio. € auf 379,1 Mio. €. Dementsprechend erhöhte sich die Eigenkapitalquote, d. h. das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, zum Bilanzstichtag um 1,3 Prozentpunkte von 26,2 % auf 27,5 %.
Im Anstieg der langfristigen Finanzschulden spiegelte sich vor allem die Begebung der Wandelschuldverschreibung über nominal 150,0 Mio. € wider. Dem stand der marktmäßige Rückkauf von Anteilen der Unternehmensanleihe über 42,6 Mio. € gegenüber. Insgesamt beliefen sich die Finanzverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag auf 294,6 Mio. € (31. Dezember 2012: 201,5 Mio. €). Unter den kurzfristigen Finanzschulden waren neben einer geringeren Inanspruchnahme von Barlinien einer ausländischen Tochtergesellschaft auch die Zinsabgrenzung für die Anleihe sowie die Wandelschuldverschreibung ausgewiesen.
Die Trade Working Capital Verbindlichkeiten, also Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltene Anzahlungen und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen, erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 38,5 Mio. €. Dies resultierte überwiegend aus der weiteren Verbesserung des Anzahlungsverhaltens wichtiger Großkunden im Bereich der langfristigen Fertigungsaufträge. Die übrigen Verbindlichkeiten beinhalteten insbesondere Personalverbindlichkeiten, z. B. Verbindlichkeiten für Gleitzeit- und Urlaubsansprüche, variable Vergütungsanteile sowie die bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den beiden Unternehmenserwerben in 2013. Insgesamt betrugen die kurzfristigen Schulden am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 597,3 Mio. € (2012: 523,4 Mio. €).
Deutliche Reduzierung des Working Capital und Capital Employed
Durch aktives Management sowie durch Optimierung der lieferantenseitigen Zahlungsbedingungen konnte das Working Capital im Berichtsjahr bei anhaltend hohem Geschäftsvolumens um 64,7 Mio. € auf 25,8 Mio. € abgebaut werden.
Eine wichtige Kennzahl ist im KUKA Konzern die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed / ROCE). Das eingesetzte Kapital wird dabei als Durchschnitt des Capital Employed zu Beginn und zum Ende eines Geschäftsjahres berechnet. Im Durchschnitt reduzierte sich das Capital Employed des KUKA Konzerns leicht von 339,8 Mio. € in 2012 auf 326,2 Mio. € in 2013. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals betrug 36,9 % (2012: 32,3 %).
Der Geschäftsbereich Robotics erwirtschaftete dabei mit einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 155,6 Mio. € (2012: 140,2 Mio. €) eine Verzinsung (ROCE) von 49,6 % (2012: 57,2 %). Für den Geschäftsbereich Systems ergab sich bei einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 141,5 Mio. € (2012: 200,5 Mio. €) eine Verzinsung von 43,0 % (2012: 23,8 %).
KONZERN-VERMÖGENS- UND FINANZSTRUKTUR IN MIO. €

Erläuterungen zum Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft
Die KUKA Aktiengesellschaft nimmt im Konzern die Rolle als Managementholding mit zentralen Leitungsfunktionen wie Rechnungswesen und Controlling, Finanzen, Personal, Recht und Finanzkommunikation wahr. Ihre wirtschaftliche Lage wird im Wesentlichen von den Aktivitäten der Tochtergesellschaften bestimmt. Dies zeigt sich durch die direkte Zuordnung der Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche Robotics und Systems, KUKA Roboter GmbH und KUKA Systems GmbH.
Die KUKA Aktiengesellschaft stellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzbuches (AktG) auf.
Der Abschluss der KUKA Aktiengesellschaft wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und steht auf unserer Internetseite - www.kuka.com zur Verfügung.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)
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| in Mio. € | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1,6 | 0,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 43,9 | 41,5 |
| Personalaufwand | -21,2 | -23,6 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -3,0 | -3,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -34,0 | -38,4 |
| Beteiligungsergebnis | 65,3 | 81,0 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren | - | 0,2 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 24,5 | 16,4 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -20,9 | -30,0 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 56,2 | 44,3 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 13,2 | 21,9 |
| Jahresüberschuss | 69,4 | 66,2 |
| Gewinnvortrag (Vj. Verlustvortrag) aus dem Vorjahr | -61,1 | 1,5 |
| Einstellungen in die Gewinnrücklagen | - | -33,1 |
| Bilanzgewinn | 8,3 | 34,6 |
BILANZ DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)
AKTIVA
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| 2012 | 2013 | |
|---|---|---|
| in Mio. € | ||
| --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2,1 | 2,7 |
| Sachanlagen | 15,6 | 40,4 |
| Finanzanlagen | 173,6 | 173,6 |
| 191,3 | 216,7 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | 0,1 | 0,1 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 220,7 | 184,7 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 11,4 | 8,1 |
| Wertpapiere | - | 35,0 |
| 232,2 | 227,9 | |
| Flüssige Mittel | 162,2 | 346,1 |
| 394,4 | 574,0 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1,4 | 0,9 |
| 587,1 | 791,6 |
PASSIVA
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| 2012 | 2013 | |
|---|---|---|
| in Mio. € | ||
| --- | --- | --- |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 88,2 | 88,2 |
| Kapitalrücklage | 73,0 | 83,5 |
| Andere Gewinnrücklagen | 24,4 | 57,5 |
| Bilanzgewinn | 8,3 | 34,6 |
| 193,9 | 263,8 | |
| Rückstellungen | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 11,9 | 11,6 |
| Steuerrückstellungen | 0,1 | 1,9 |
| Sonstige Rückstellungen | 19,1 | 21,5 |
| 31,1 | 35,0 | |
| Verbindlichkeiten | ||
| Anleihen | 202,0 | 309,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2,4 | 3,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1,2 | 3,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 153,8 | 172,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen | 2,5 | 2,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0,2 | 2,7 |
| 362,1 | 492,8 | |
| 587,1 | 791,6 |
Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft
Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften und die Finanzierungsfunktion sind die bestimmenden Faktoren der Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag in 2013 bei 44,3 Mio. € und damit um 11,9 Mio. € unter dem Vorjahreswert (2012: 56,2 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Wesentlichen Kostenumlagen (2013: 22,7 Mio. €, 2012: 16,5 Mio. €), direkte Weiterbelastungen z. B. aus dem Facility Management (2013: 11,4 Mio. €; 2012:
11,3 Mio. €) sowie Erträge aus der Vermietung von Gebäuden an Gesellschaften des KUKA Konzerns (2013: 4,7 Mio. €; 2012: 4,8 Mio. €) und Währungsgewinne (2013: 2,3 Mio. €; 2012: 5,2 Mio. €). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultierte unter anderem aus höheren Beratungsaufwendungen, insbesondere im Zusammenhang mit Akquisitionen und der Veränderung in der Finanzierungsstruktur.
Das Beteiligungsergebnis betrug 81,0 Mio. € (2012: 65,3 Mio. €) und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert. Dies lag insbesondere am Ergebnisbeitrag der deutschen Gesellschaften. Über bestehende Ergebnisabführungsverträge wird der Betrag der KUKA Aktiengesellschaft zugeordnet. Der Saldo aus Erträgen aus Gewinnabführungen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen betrug 61,4 Mio. € (2012: 21,3 Mio. €). Wie im Vorjahr war auch im Berichtsjahr eine Ausschüttung der amerikanischen Tochtergesellschaft enthalten (2013: 19,6 Mio. €; 2012: über 44,0 Mio. €).
Das Zinsergebnis lag mit -13,6 Mio. € deutlich unter dem Wert des Vorjahres (3,6 Mio. €). Neben den Zinsen aus der in 2013 begebenen Wandelschuldverschreibung wirkten sich hier die Einmaleffekte aus dem börsenmäßigen Rückkauf von Anteilen der Unternehmensanleihe aus. Die größte Veränderung ergab sich jedoch aufgrund des gesunkenen Marktzinsniveaus und deutlich verbesserten Refinanzierungskosten der KUKA Aktiengesellschaft aus den an Tochterunternehmen gut geschriebenen bzw. in Rechnung gestellten Finanzierungszinsen. Im Vorjahr erzielte die KUKA Aktiengesellschaft mit verbundenen Unternehmen
ein positives Zinsergebnis in Höhe von 21,9 Mio. €. Im Geschäftsjahr betrug der Wert 14,4 Mio. €.
Einschließlich eines Steuerertrags in Höhe von 21,9 Mio. € (2012: 13,2 Mio. €), der im Wesentlichen aus den Steuerumlagen der Organgesellschaften entstand, betrug das Jahresergebnis der KUKA Aktiengesellschaft 66,2 Mio. € (2012: 69,4 Mio. €). Nach Abzug der Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2012 und Verrechnung des verbleibenden Betrags ergab sich damit ein Bilanzgewinn in Höhe von 67,7 Mio. €.
Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft
Eine der wesentlichen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft ist die Bereitstellung von Finanzmitteln und Avalen für die laufende Geschäftstätigkeit ihrer Tochtergesellschaften. Zur externen Finanzierung hat die KUKA Aktiengesellschaft im Februar und Juli 2013 eine Wandelschuldverschreibung über insgesamt 150,0 Mio. € am Kapitalmarkt platziert. Von der im November 2010 ausgegebenen Unternehmensanleihe über 202,0 Mio. € wurden im Geschäftsjahr nominell 42,6 Mio. € über den Kapitalmarkt zurückerworben. Sowohl Wandelschuldverschreibung als auch Unternehmensanleihe werden unter dem Bilanzposten Anleihen ausgewiesen.
Daneben schloss die KUKA Aktiengesellschaft im Dezember 2013 mit einem Bankenkonsortium einen neuen Konsortialkreditvertrag ab, der damit den seit November 2010 laufenden alten Konsortialkreditvertrag abgelöste. Dieser Vertrag stellt Barkreditlinien und die insbesondere für das Geschäft im Segment Systems wichtigen Avallinien bereit. Weitere Details finden Sie im Kapitel Finanzlage des KUKA Konzern sowie im Anhang ab Seite XX.
Die Finanzierungsfunktion der KUKA Aktiengesellschaft spiegelt sich in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Diese resultieren überwiegend aus den Cash-Pooling- Konten mit Tochtergesellschaften sowie aus den zur Verfügung gestellten Darlehen. Per Saldo ergab sich hier eine Forderung von 12,7 Mio. € (2012: 66,9 Mio. €). Diese Veränderung im Liquiditätsbedarf der Tochtergesellschaften resultierte im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen des Geschäftsjahres. Durch aktives Management des Working Capitals der am Cash-Pooling beteiligten Tochtergesellschaften konnte die Finanzierung deutlich unter das Vorjahresniveau gedrückt werden. Insgesamt konnten dadurch die flüssigen Mittel der KUKA Aktiengesellschaft von 162,2 Mio. € auf 346,1 Mio. € mehr als verdoppelt werden.
Die Finanzverbindlichkeiten der KUKA Aktiengesellschaft betrugen 312,4 Mio. € (2012: 204,4 Mio. €).
Vermögenslage der KUKA Aktiengesellschaft
Die Vermögenslage der KUKA Aktiengesellschaft ist geprägt durch das Management der Beteiligungen und durch die Wahrnehmung der Leitungsfunktionen für die Gesellschaften des Konzerns. Bezüglich der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 28,6 Mio. € (2012: 3,7 Mio. €) standen Abschreibungen in Höhe von 3,1 Mio. € (2012: 3,0 Mio. €) gegenüber. Die Investitionen des Geschäftsjahres waren insbesondere durch den Neubau der Kindertagesstätte sowie durch das im Bau befindliche Entwicklungs- und Technologiezentrum in Augsburg geprägt. Die Kindertagesstätte konnte bereits im November eröffnet werden wohingegen die Fertigstellung des Entwicklungs- und Technologiezentrum in 2015 geplant ist. Unter den Finanzanlagen werden die direkten Beteiligungen der KUKA Aktiengesellschaft an ihren Tochtergesellschaften ausgewiesen.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens betreffen nachhaltig frei verfügbare finanzielle Mittel die im Rahmen des Liquiditätsmanagements im Dezember 2013 angelegt wurden.
In der Veränderung des Eigenkapitals spiegelte sich neben Ergebnis des Geschäftsjahres auch das Agio der Ausgabe der zweiten Tranche der Wandelschuldverschreibung im Juni 2013 in Höhe von 10,5 Mio. € wider. Eigenkapitalmindernd wirkte die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 6,8 Mio. €. Die Eigenkapitalquote der KUKA Aktiengesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2013 auf 33,3 % (2012: 33,0 %).
Die Bilanzsumme der KUKA Aktiengesellschaft stieg als Saldo dieser Effekte gegenüber dem Vorjahresstichtag um 204,5 Mio. € auf 791,6 Mio. €.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit - stetig besser werden
Bei KUKA steht Nachhaltigkeitsmanagement für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Nur wenn das Unternehmen sich gleichermaßen in ökonomischer, sozialer und ökologischer Hinsicht weiterentwickelt, wird es weltweit erfolgreich bleiben. Dabei steht KUKA in der gesellschaftliche Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Kapitalgebern und der allgemeinen Öffentlichkeit.
Attraktives Arbeitsumfeld wird immer wichtiger
Als innovatives, weltweit agierendes Automatisierungsunternehmen ist KUKA auf qualifizierte und engagierte Mitarbeiter angewiesen. Sie sind die Basis für den Unternehmenserfolg. Um täglich Spitzenleistungen zu erbringen, brauchen Mitarbeiter vor allem ein gutes Arbeitsumfeld, in dem sie sich wohlfühlen. Das hängt nicht zuletzt davon ab, wie gut der Beruf mit dem Privatleben vereinbar ist. KUKA ist seit 2010 mit dem Zertifikat "audit berufundfamilie" als familienbewusster Arbeitgeber ausgezeichnet. 2013 erfolgte mit der Re-Auditierung die Bestätigung im Rahmen einer offiziellen Preisverleihung in Berlin. Mit dem Zertifikat bekennt sich KUKA zur Optimierung einer familienbewussten Personalpolitik. Dazu gehört die Vereinbarkeit von Unternehmenszielen und Mitarbeiterinteressen.
KUKA hat sich für die konsequente Umsetzung einer lebensphasenorientierten Personalpolitik entschieden. Im Berichtsjahr wurden entsprechende Maßnahmen, die eine lebensphasenorientierte Personalpolitik
fördern, umgesetzt. So bietet KUKA den Mitarbeitern zukunftsorientierte Arbeitszeitmodelle mit flexibler Arbeitszeitgestaltung, Telearbeitsplätzen und Homeoffice am Standort Augsburg. Die Eröffnung der Kinderkrippe Orange Care auf dem KUKA Gelände sowie Ferienbetreuungsprogramme unterstützen Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder. Des Weiteren gibt es Konzepte für Beschäftigte, um die Pflege von Angehörigen zu erleichtern.
Zur Verbesserung des Arbeitsumfeldes wurde im Berichtszeitraum das betriebliche Gesundheitsmanagement gefördert. Dabei geht es um ein bedarfsorientiertes Programm, das die Mitarbeiter dabei unterstützen soll, gesundheitsbewusst zu leben. Dazu gehören verschiedene Sport- und Bewegungskurse, aber auch Seminare rund um die Themen Pflege, Ernährung oder "Burn-out Prävention", die den Mitarbeitern kostenfrei angeboten werden. Des Weiteren können die Mitarbeiter Angebote zur Gesundheitsvorsorge wahrnehmen, wie zum Beispiel die Darmkrebsvorsorge oder das Hautscreening.
Der demografische Wandel und die Veränderungen in der Arbeits- und Lebenswelt wirken sich auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter aus und fordern vorausschauende und nachhaltige Lösungen zur Erhaltung der Gesundheit. In 2013 wurden daher Arbeitsprozesse weiter umgestaltet. Dazu gehörte der Aufbau altersgerechter Arbeitsplätze mit dem Ziel, die hohen körperlichen Belastungen der Mitarbeiter in der Produktion zu verringern. Nach einer anonymen Mitarbeiterbefragung wurden sieben Optimierungsansätze für die Arbeitsplatzgestaltung entwickelt, die anschließend hinsichtlich Wirksamkeit und praktischer Umsetzbarkeit analysiert wurden. Umgesetzt wurden zum Beispiel ergonomische Arbeitsplätze durch Roboterhubtische. Die Produktionsmitarbeiter können so ihren Arbeitsplatz individuell einstellen und mit weniger Kraftaufwand rückenschonend in aufrechter Haltung arbeiten.
SOZIALE KENNZAHLEN
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| 2012 | 2013 | |
|---|---|---|
| Anzahl Arbeitnehmer (31.12.) | 7.264 | 7.990 |
| davon Auszubildende | 230 | 236 |
| Durchschnittl. Betriebszugehörigkeit (Jahre) | 8,8 | 8,5 |
| Krankenquote (in %) | 2,7 | 2,8 |
| Fluktuation (in %) | 9,8 | 10,1 |
| Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter (Deutschland) | 10,8 | 10,3 |
Die Krankenquote in Höhe von 2,8 % erweist sich im Vergleich zu anderen Unternehmen aus der Branche als sehr niedrig. Die Betriebszugehörigkeit von 8,5 Jahren ist bei KUKA relativ stabil und mit anderen Unternehmen vergleichbar. Sie bewegt sich in den vergangen Jahren auf einem konstant hohen Niveau.
Die Fluktuation in Höhe von 10,1 % erscheint im Vergleich zu anderen Unternehmen aus der Branche relativ hoch. Der Grund hierfür ist, dass diese Zahl alle internen Wechsel zwischen den Gesellschaften des KUKA Konzerns als auch die externen Weggänge erfasst.
KUKA hat trotz des hohen Arbeitsaufkommens im Vergleich mit anderen Unternehmen in der Branche nur wenige Unfälle zu verzeichnen. Im Jahr 2013 ereigneten sich 10,3 Unfälle pro tausend Mitarbeiter (2012: 10,8). KUKA wird weitere Arbeitsschutzmaßnahmen ergreifen, um diese Zahl weiter zu reduzieren.
Details zu den Mitarbeiter- und Ausbildungszahlen sowie zur Betriebszugehörigkeit finden Sie im Kapital Mitarbeiter ab Seite XX.
Soziale Verantwortung über KUKA hinaus
Soziale Verantwortung zu übernehmen, ist auch den KUKA Mitarbeitern wichtig. Sie ergreifen dabei selbst die Initiative zum Beispiel mit Orange Care e. V. Das ist ein von KUKA Mitarbeitern gegründeter Verein, der sich unter anderem die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen und dabei insbesondere die Förderung der Jugend- und Familienhilfe zum Ziel gesetzt hat. So förderte der Verein zum Beispiel das Projekt "füreinanderda" der Jugend- und Familienhilfe Prisma. Im Rahmen dieses Projekts werden alleinerziehende Mütter durch ehrenamtliche Helferinnen in der Bewältigung ihres Alltags unterstützt. Des Weiteren hat Orange Care in 2013 bei der St. Gregor Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, die Patenschaft für eine heilpädagogisch-therapeutisch betreute Jungendwohngruppe übernommen. Dort leben Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren, die temporär oder dauerhaft nicht mit dem Spannungsfeld der Pubertät und den höheren Anforderungen in einer immer komplexer werdenden Gesellschaft zurecht kommen. Die Wohngruppe Phoenix reagiert auf die Belastung der Jugendlichen mit einer intensiven pädagogischen Betreuung und einem stark strukturierten Alltag mit verpflichtenden, heilpädagogischen Angeboten im Bereich Sucht- und Gewaltprävention sowie erlebnispädagogischen Unternehmungen. Orange Care hat zur finanziellen Unterstützung dieser Projekte einen festen Betrag bereitgestellt, den die Betreuer der Gruppe für verschiedene Unternehmungen abrufen konnten. So wurden beispielsweise Wanderschuhe und Fahrräder für die Gruppe angeschafft.
Orange Care engagiert sich aber nicht nur am Heimatstandort. In Akansha, Indien, spendete der Verein zum Beispiel Geld für den Aufbau einer Bibliothek und eines kleinen Wissenschaftslabors an einer Schule, die nahe der dortigen KUKA Niederlassung liegt.
Kinderkrippe Orange Care - von KUKAnern für Eltern
Im November 2013 wurde auf dem KUKA Gelände die Orange Care Kinderkrippe eröffnet. Diese soll Eltern dabei unterstützen, den Beruf besser mit dem Privatleben zu vereinbaren. Während der Öffnungszeiten von 7 bis 18 Uhr werden dort Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren betreut. Dabei ist es dem Verein wichtig, dass sich das Betreuungsangebot nicht nur an KUKA Mitarbeiter, sondern generell an Augsburger Eltern richtet, die Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie brauchen.
Nachhaltige Baukonzepte bei Kinderkrippe und Parkhaus
Am KUKA Standort in Augsburg wurde in 2013 in neue Gebäude investiert. Zu den Bauprojekten zählte neben der Fertigstellung der Kinderkrippe auch der Bau eines Parkhauses sowie des neuen Technologie- und Entwicklungszentrums.
KUKA hat den Anspruch, bei allen Baumaßnahmen die gesetzlichen Vorgaben der aktuellen Standards nach EEG & ENEV (Erneuerbare Energiegesetz und Energieeinsparverordnung) um bis zu 30 % zu unterschreiten. Mit der im Neubau geplanten Fassadendämmung und der Isolierung von Fenstern und Türen werden die gesetzlichen Vorgaben um bis zu 30 % unterschritten. Damit entspricht KUKA ihrem Selbstverständnis zum energieeffizienten Baukonzept. Die ausgewählten Materialien ermöglichen ein späteres Recycling sowie einen schadstoffarmen Rückbau.
Bei allen Neubauten, Erweiterungen oder Modernisierungen am Standort in Augsburg setzt KUKA bereits innovative Umweltkonzepte um. Das Oberflächenwasser der versiegelten Flächen kann direkt am Standort über Rigolen (Versickerungsanlage) grundwasserneutral versickern und wird nicht in die Kanalisation abgeleitet.
Um den Energieverbrauch und damit die klimawirksamen CO2 -Emissionen zu verringern, setzt KUKA auf eine möglichst umweltgerechte Energieversorgung. So soll der Neubau an das Fernwärmenetz der Stadt Augsburg angeschlossen werden. Schrittweise sollen außerdem anschließend die bereits bestehenden Gebäude von fossiler Brennstoffversorgung auf nachhaltige Fernwärme umgestellt werden. Gleichzeitig kann durch den Anschluss des KUKA Geländes an die Fernwärmenutzung das Einzugsgebiet für Fernwärme erweitert werden.
Förderung von Spitzenleistungen in Technik und Sport
KUKA fördert Spitzenleistungen in Technik und Sport. Das steigert nicht nur die Markenbekanntheit des Unternehmens sondern ist für KUKA auch ein Weg gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Dabei konzentriert sich KUKA auf Projekte an den eigenen Standorten. Zum Beispiel unterstützt KUKA am Standort Augsburg seit vielen Jahren den Fußball-Bundesligisten FC Augsburg und den Eishockey-Erstligisten "Augsburger Panther". Im Rahmen der "Formula Student" - einer weltweiten Rennserie für Elektro-Rennboliden - wurden die Teams der nahe an KUKA Standorten gelegenen Hochschulen in Augsburg und Zwickau unterstützt.
Forschungskooperationen zur Förderung der Nachhaltigkeit
KUKA ist Partner bei EU-Förderprojekten, die Forschungsaktivitäten zu nachhaltigen innovativen Technologien vorantreiben:
EU Förderprojekt AREUS
Im September 2013 wurde das EU Förderprojet "AREUS - Automation and Robotics for EUropean Sustainable manufacturing" gestartet, an dem Industrieunternehmen, Universitäten und Institute aus ganz
Europa beteiligt sind. Neben KUKA wirken daran die Daimler AG, die Chalmers University of Technology, Danfoss A / S, Danmarks Tekniske Univer sitet, Delfoi OY, Engrotec Consulting GmbH, Rigas Tehniska Universitate und die SIR Spa och Università degli studi di Modena e Reggio Emilia mit. Die gesamten Forschungsarbeiten basieren auf fortschrittlichen Lösungen mit Robotersystemen.
Das Projekt befasst sich mit dem Thema "Fabrik der Zukunft". Dabei sollen innovative, intelligente und technologische Lösungen erarbeitet werden, die gleichzeitig energieeffizient sind. Ziel ist es, eine Technologieplattform zu erarbeiten, um die Energieeffizienz im automobilen Karosseriebau zu optimieren. Außerdem sollen Technologien der Rückgewinnung von Bremsenergie entwickelt und getestet werden. Auch der verstärkte Einsatz regenerativer Energien in der industriellen Produktion wird im Rahmen des Projekts validiert und in einem realen Produktions- Szenario getestet.
euRobotics AISBL
Die gemeinnützige europäische Organisation euRobotics AISBL (Association Internationale Sans But Lucratif) hat mit der Europäischen Kommission eine öffentlich-private Partnerschaft (PPP) für die Robotik in Europa vereinbart, deren Forschungs- und Innovationsprogramm in den kommenden sieben Jahren mit mehr als 700 Mio. € gefördert wird und in dessen Rahmen auch Ziele zur Nachhaltigkeit, einer gemeinsamen Roadmap formuliert wurden. Dazu zählt beispielsweise die Entwicklung nachhaltiger Produktionsmethoden in der Industrie. Weitere Details finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung ab Seite XX.
EFFRA
KUKA ist ebenfalls Partner der europäischen Organisation zur Erforschung der Fabrik der Zukunft EFFRA (European Factories of the Future Research Association). Die Mitglieder nehmen einen wichtigen Einfluss u. a. auf die Entwicklung einer nachhaltigen Produktion und nachhaltiger Herstellungsprozesse. KUKA treibt dabei die Themen voran, die für eine roboterbasierte Automation von entscheidender Bedeutung sind.
KUKA mit multifunktionaler Zelle im Innovationspark Augsburg
Leichtbau ist im Hinblick auf Nachhaltigkeit eines der Schlüsselthemen für die Zukunft der industriellen Fertigung. Im Rahmen eines Projekts im Augsburger Innovationspark arbeiten Industrie und Wissenschaft gemeinsam an der Industrialisierung von Faserverbundstoffen und der Weiterentwicklung der Mensch-Maschinen-Interaktion.
Im Mai 2013 eröffnete das Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie - DLR ZLP. Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) forscht und entwickelt KUKA bereits seit Jahren an innovativen Prozessen und Automatisierungslösungen. Im Industriemaßstab werden an dem neuen Standort Produktionsprozesse mit Leichtbaustoffen für die Luft- und Raumfahrt entwickelt. In Kooperation mit dem DLR installierte KUKA eine Multifunktionale Zelle (MFZ) von 32,5 m Länge und 16 m Breite. Das Gestell ist aus einer tonnenschweren Stahlkonstruktion gefertigt. Die Zelle bildet aufgrund ihrer Größe und technologischen Besonderheit den Mittelpunkt des Zentrums. Sie ist mit KUKA Robotern der QUANTEC-Generation ausgerüstet, um im Industriemaßstab Forschung betreiben zu können.
KUKA ist Partner von MAI Carbon
KUKA ist im Spitzencluster "MAI Carbon" aktiv. Der Cluster im Städtedreieck München-Augsburg-Ingolstadt verfolgt das Ziel, die kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffe (CFK) technologisch bis zum Jahr 2020 für unterschiedliche Anwenderbranchen in Deutschland zu entwickeln. Die Darstellung einer durchgängigen Prozesskette und die "Präzise Bearbeitung mit Industrierobotern" ist dabei eines der Fokusthemen.
Einsparpotential durch Energieverbrauchsprognose in der Simulation
Neue Simulationsmodule helfen die Energieeffizienz von Roboterapplikation und sogar kompletter Anlagen bereits während der Planung zu verbessern. Während der Roboter die offline programmierte Bahn virtuell abfährt, wird der dabei zu erwartende Energieverbrauch berechnet und angezeigt. Durch eine Veränderung z. B. der Roboterposition oder der Bahnen kann dann die Leistungsaufnahme bei gleicher Taktzeit optimiert und damit die für den Kunden gewünschte, energieeffiziente Bahn gefunden werden. Damit entsteht ein zusätzliches Energieeinsparpotential von ca. 15 %. Beim KR QUANTEC, dem "grünen" KUKA Roboter, sind bereits in der Vergangenheit im Vergleich zu den Vorgängermodellen die Energiekosten um ca. 35 % reduziert. Dieses Ziel konnte durch eine Gewichtsreduzierung, eine wegweisende Steuerungstechnik, neu definierte Stand-by Modi sowie einer intelligenten Antriebstechnik erreicht werden. Durch das zusätzliche Einsparpotential einer energetischen Bahnoptimierung während der Simulation können die Energiekosten nun also halbiert werden.
Auch bei der Planung von ganzen Produktionsanlagen kann der Energieverbrauch verbessert werden. Mit einem neuen Tool kann der Energieverbrauch von Produktionsanlagen in einem sehr frühen Planungsstadium abgeschätzt und energieeffizientere Alternativkonzepte schnell entwickelt werden. Das Softwaretool basiert auf Referenzmessungen an bereits realisierten Anlagen und zeigt für verschiedene Komponenten des Mengengerüsts der Anlage den zu erwartenden Energieverbrauch und schlägt gegebenenfalls eine energieeffizientere Komponente vor. Damit ist es möglich bereits in der Angebotsphase gemeinsam mit den Kunden die Anlage und deren Layout hinsichtlich der Energieeffizienz zu optimieren. Durch Messungen an der Anlage wird der prognostizierte mit dem tatsächlichen Energieverbrauch verglichen. Dadurch wird der Inhalt der Datenbank kontinuierlich verbessert.
Recycling und Retooling
Das Recyclingkonzept bei den KUKA Robotern umfasst unterschiedliche Aspekte. Dazu gehören nicht nur die fachgerechte Entsorgung und die nachhaltige Verwertung. Bereits bei der Auswahl der Bauteile achtet KUKA auf recycelbare Materialien.
KUKA bietet den Kunden die Aufbereitung gebrauchter Roboter an, die anschließend zurück an den Kunden geliefert werden und wieder zum Einsatz kommen (retooling). Der Austausch oder die Optimierung von Bauteilen sowie eine erneute Lackierung der Roboter werden individuell mit den Kunden besprochen.
Für Roboter, die nicht mehr verwendet werden, bietet KUKA seinen Kunden die Rücknahme an. Die gebrauchten Maschinen (used robots) werden überholt und an die neuen Anforderungen angepasst. Anschließend stehen sie als Gebrauchtmaschinen wieder zum Verkauf zur Verfügung. Roboter, die nicht mehr überholt werden können, werden von KUKA auseinandergebaut und umweltgerecht entsorgt. Die beteiligten Verwertungsbetriebe wurden von KUKA sorgfältig geprüft.
Strom-, Gas- und Wasserverbrauch reduziert
Der absolute Verbrauch von Strom, Gas und Wasser ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Der Stromverbrauch hat sich um 4,4 % und der Gasverbrauch um 2,5 % vermindert. Die Reduzierung dieser Verbräuche ist vor allem auf die Einführung von Energiesparmaßnahmen, wie die Erneuerung der Heizungspumpen und auf die Optimierung der Betriebs- und Arbeitszeiten zurückzuführen. Auch der Abriss einer Werkshalle Mitte 2013 und die damit verbundenen Einsparungen haben zu einem Rückgang geführt. Die Verwendung von energiesparenden Beleuchtungsmitteln insbesondere bei Außen- und Hallenbeleuchtungen hat den Stromverbrauch zusätzlich reduziert. Der Wasserverbrauch ist insgesamt relativ gering und spielt eine untergeordnete Rolle, da Wasser ausschließlich für den normalen täglichen Gebrauch zur Verfügung steht und nur zu einem geringen Teil für die Produktion benötigt wird.
Im Vergleich zu den rückläufigen Verbräuchen von Strom, Gas und Wasser sind die CO2 Emissionen in 2013 leicht angestiegen. Der Grund hierfür ist die Art der Stromproduktion. Wird der Strom aus alternativen Energien hergestellt, ist der CO2 Ausstoß geringer als beispielsweise aus der Produktion von Braun- und Steinkohle. So wurde die verwendete Energie zum größten Teil aus nicht erneuerbaren Energien vom Stromversorger bezogen.
KENNZAHLEN ÖKOLOGIE
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| 2012 | 2013 | |
|---|---|---|
| Anzahl Standorte weltweit | 37 | 37 |
| davon mit Zertifizierung ISO 9001 | 14 | 20 |
| davon mit Zertifizierung ISO 14001 | 10 | 10 |
| Verbrauch (Standorte Augsburg) | ||
| Strom (MWh) | 13.587 | 12.984 |
| Gas (MWh) | 15.272 | 14.885 |
| Wasser (m3 ) | 21.822 | 20.619 |
| CO2 GHG-Emissionen (t) | 11.593,50 | 11.690,20 |
KUKA beteiligt sich bei Carbon Disclosure
Seit 2008 beteiligt sich die KUKA Aktiengesellschaft am Carbon Disclosure Project. Diese Organisation veröffentlicht einmal jährlich Informationen zur Ökobilanz börsennotierter Unternehmen und zu den Geschäftschancen mit nachhaltigen Produkten. Das Carbon Disclosure Project wird von vielen Investorengruppen unterstützt (www.cdproject.net). Außerdem hat KUKA an verschiedenen Ratings zum Thema Nachhaltigkeit u. a. von der Agentur Vigeo teilgenommen. Die Ergebnisse können unter der E-Mail Adresse [email protected] angefragt werden. Es liegen Informationen zu Corporate Governance, Human Resources und Umwelt vor.
Mitarbeiter
Mitarbeiter im KUKA Konzern
Die Personalarbeit des KUKA Konzerns hat strategische, strukturelle und operative Schwerpunkte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr mussten die operativen Einheiten ausreichend Kapazitäten zur Bewältigung des Geschäftsvolumens und Stärkung der Innovationskraft schaffen. Der Personalaufbau erfolgte überwiegend in den strategischen Zielmärkten, wie zum Beispiel in den Wachstumsregionen Asien und Amerikas. Darüber hinaus wurden Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung im Geschäftsbereich Robotics eingestellt. KUKA investierte auch in die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und startete eine umfassende Kampagne auf der Hannover Messe. Außerdem wurden die Angebote zur familienfreundlichen Personalpolitik weiter ausgebaut. Darüber hinaus erforderte die globale Struktur des Unternehmens organisatorische Anpassungen im Personalbereich. So wurden Bereiche, die bislang in den operativen Gesellschaften angesiedelt waren, in der Holding, der KUKA Aktiengesellschaft, zentralisiert. Darunter fallen die Ausbildungsabteilung und die Personalentwicklung.
Gezielter Personalaufbau
Zur Erreichung der strategischen Unternehmensziele stellte der KUKA Konzern gezielt neue Mitarbeiter ein. Folglich wurden vor allem Mitarbeiter in den Ländern USA und China eingestellt. In Deutschland wurden verstärkt Fachkräfte im Bereich Forschung und Entwicklung aufgebaut. Dabei erhöhte sich die Belegschaft des Unternehmens von insgesamt 7.264 zum Jahresende 2012 auf 7.990 zum Jahresende 2013. Dies entspricht einem Anstieg um 10,0 % bzw. 726 Mitarbeitern. Der Hauptanteil des Personalaufbaus fand bei KUKA Systems statt. Hier stieg die Mitarbeiteranzahl im Vorjahresvergleich von 3.902 auf 4.362 um 11,8 %. Gründe dafür waren die Zukäufe von UTICA Enterprises und CMA Technolgy mit insgesamt 346 Mitarbeitern. Bei Robotics wurde die Belegschaft von 3.180 auf 3.416 um 7,4 % aufgestockt. Der Aufbau erfolgte hier größtenteils in der Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Service und in China durch die Eröffnung des neuen Werkes.
MITARBEITER NACH GESCHÄFTSBEREICHEN AM 31.12.

MITARBEITER NACH REGIONEN AM 31.12.

Stabile Altersstruktur
Im Berichtsjahr konnte die Altersstruktur mit durchschnittlich 41 Jahren stabil gehalten werden (Altersdurchschnitt 2012: durchschnittlich 41 Jahre). Eine gleichbleibende Anzahl von Mitarbeitern kann auf eine lange Betriebszugehörigkeit zurückblicken. So wurden 41 Mitarbeiter für ihr 25-jähriges Dienstjubiläums geehrt, sechs Mitarbeiter für ihr 40-jähriges.
Berufliche Ausbildung erfolgreich gefördert
Angesichts der demografischen Entwicklung und des internationalen Wettbewerbs um qualifizierte Bewerber hat KUKA seine Attraktivität weiter erhöht und konnte im Berichtsjahr mehr Berufsanfänger einstellen als noch im Vorjahreszeitraum. So beschäftigte das Unternehmen an seinen deutschen Standorten in Augsburg, Bremen und Schwarzenberg / Erzgebirge Ende Dezember 2013 236 Auszubildende. Das sind sechs mehr als im Jahr zuvor (2012: 230).
Der Bereich Ausbildung wurde bislang organisatorisch dezentral in den einzelnen Geschäftsbereichen geführt. Im Geschäftsjahr 2013 wurde die Ausbildung in der Holding, der KUKA Aktiengesellschaft, zentralisiert. Dies bietet dem Unternehmen die Möglichkeit, die Mitarbeiter konzernübergreifend auszubilden. Den Mitarbeitern wiederum bieten sich so mehr Möglichkeiten zur eigenen Weiterentwicklung. Nicht zuletzt lernen damit schon die jüngsten Mitarbeiter, global und unternehmensübergreifend zu denken und zu handeln.
Breites Angebot in der Aus- und Weiterbildung
Das Ausbildungsangebot ist breit und reicht von technischen bis hin zu kaufmännischen Ausbildungen:
| ― | Industrie- und Zerspanungsmechaniker / -in |
| ― | Mechatroniker / -in und Elektroniker / -in für Automatisierungstechnik |
| ― | Industriekaufmann / -frau und |
| ― | Fachinformatiker / -in |
Der Anteil an weiblichen Auszubildenden in technischen Berufen liegt seit einigen Jahren konstant bei rund 20 %. Insbesondere durch die jährliche Teilnahme am Girlsday, Schnupperlehren für Mädchen und Kooperationen mit Mädchenschulen sollte sich dieser Anteil weiter erhöhen.
Darüber hinaus können Abiturienten ein duales, berufsbezogenes Studium an verschiedenen Berufsakademien bzw. der Hochschule Augsburg mit dem Ziel Bachelor of Engineering (BA) absolvieren. Neben dem Verbundstudium Mechatronik und Elektronik bietet KUKA nunmehr auch ein duales Studium für die Fachrichtungen Maschinenbau, Informatik und Wirtschaftsinformatik an.
Im Berichtsjahr hat das Unternehmen außerdem die Kontakte zu den Schulen in der Region ausgeweitet. So können Schüler von Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien die Berufswelt bei KUKA in einer einwöchigen "Schnupperlehre" kennenlernen. Am Standort Augsburg nutzten dies in 2013 circa 130 Schüler. Darüber hinaus konnten Schulklassen im Rahmen von Betriebsführungen das Ausbildungszentrum kennenlernen.
KUKA bietet seinen Mitarbeitern außerdem im Rahmen der KUKA Academy Weiterbildungskurse an. Dazu zählen unter anderem Weiterbildungen auf den Gebieten Computeranwendungen, Vertrieb, Einkauf, Betriebswirtschaftslehre, Steuer und Recht sowie Projekt- und Qualitätsmanagement. Aber auch sogenannte Softskill-Seminare mit den Schwerpunkten Führung, soziale Kompetenz oder Gesundheit waren sehr gefragt. Im Jahr 2013 nahmen am Standort Augsburg 1.102 Mitarbeiter an insgesamt 121 Seminaren teil. Alleine 318 verbesserten ihre Fremdsprachenkenntnisse, wie etwa Englisch oder Spanisch.
Personalentwicklung schafft weltweite Perspektiven
Im internationalen Wettbewerb um die Fachkräfte arbeitet KUKA an einem konzernübergreifenden Personalentwicklungsprozess. Ziel ist es, anhand einer mitarbeiterbezogenen Qualifizierungshistorie eine individuelle Qualifikationsanalyse zu erstellen und entsprechende Personalentwicklungsmaßnahmen zur individuellen Karriereplanung anzubieten. Für KUKA lassen sich damit sowohl das interne Organisationsmanagement als auch die gezielte Nachfolgeplanung verbessern. Ein weiterer Schwerpunkt der Personalentwicklung liegt in der Implementierung einer Fachlaufbahn mit einer individuellen Karriereplanung im Bereich Forschung und Entwicklung. Im Berichtsjahr wurde hier ein Pilotprojekt gestartet. Das Projekt zur konzernübergreifenden Personalentwicklung soll im kommenden Jahr konzernweit ausgerollt werden.
Einheitliches Führungsleitbild
Angesichts der internationalen Ausrichtung des KUKA Konzerns wurde im Berichtsjahr ein Projekt zur Entwicklung eines einheitlichen konzernübergreifenden Führungsleitbildes gestartet. Es wird als Basis für eine einheitliche Führungskultur im interkulturellen Kontext dienen. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen zum Führungsleitbild beginnt in 2014.
Stärkung der Arbeitgebermarke
KUKA arbeitete im Berichtsjahr an einer Recruiting-Strategie, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Teil dieser Strategie ist eine starke Außendarstellung der Arbeitgebermarke. Im Rahmen einer umfassenden "Employer Branding Kampagne" wurden zielgruppengerechte Anzeigen, Imagemotive und Messeauftritte entwickelt. Die Kampagne wurde auf der Hannover Messe im April 2013 ausgerollt. Allein im Umfeld der Messe wurden rund 500 Kontakte mit Interessenten für Praktikum, Abschlussarbeit, Berufseinstieg und Festanstellung hergestellt. Für Studenten und Schüler wurden Führungen organisiert und Anfragen am Infostand beantwortet. Erstmals fand auch der Professors Day auf der Hannover Messe statt. In diesem Rahmen diskutierte KUKA mit angesehenen Hochschulprofessoren über Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Forschung und Entwicklung. Die Employer Branding Kampagne umfasste außerdem die Überarbeitung der Karriereseite im Internet sowie die Erarbeitung neuer Stellenanzeigen in Online und Print.
Kooperationen mit namhaften Hochschulen weltweit
Weltweit pflegt KUKA Kooperationen mit namhaften Hochschulen, wie zum Beispiel der Tongji Universität In Shanghai, der TU München und den Hochschulen In Augsburg und Kempten. KUKA hat während des Berichtsjahres an zwölf Hochschulkontaktmessen teilgenommen und war Hauptsponsor der "Pyramid" in Augsburg. Auf der "Pyramld" werden Kontakte zwischen Firmen und Berufseinsteigern hergestellt. KUKA nahm außerdem am "Career Day" der Academca in Augsburg und sponserte den "Best Thesis Award" an der TU In München.
Titel und Auszeichnungen
Die Attraktivität des Arbeitsumfeldes schlägt sich auch In externen Bewertungen nieder. Im Trendence Graduate Barometer 2013 belegte KUKA mit Platz 43 Im Bereich Engineering und als Neueinsteiger Im Bereich IT Platz 90 und liegt damit unter den Top 100. In einer Umfrage von Universum landete der Konzern bei 130 gelisteten Unternehmen auf Platz 54 und konnte sich Im Vergleich zum Vorjahr von Platz 58 verbessern. KUKA unterstützte In 2013 außerdem die Initiative "Fair Company", die sich für faire Praktika und echte Chancen für Hochschulabsolventen einsetzt. Das bedeutet zum Beispiel, dass Praktikumsplätze bei KUKA vornehmlich zur beruflichen Orientierung angeboten werden und Hochschulabsolventen, die sich auf eine Festanstellung beworben haben, nicht mit einem Praktikum vertröstet werden.
Mitarbeiteraktienprogramm
KUKA Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Unternehmenserfolg. Dies zeigt das Interesse am Mitarbeiteraktienprogramm. Im Berichtsjahr nahmen 212 Mitarbeiter am Programm teil. Es gingen 48.195 Aktien auf die Mitarbeiter über.
NACHTRAGSBERICHT
Mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 13. Dezember 2013 gab die Gesellschaft eine Absichtserklärung über den möglichen Einstieg von KUKA bei der Reis Gruppe bekannt. Noch im Dezember 2013 einigten sich die Parteien darauf, dass sich die KUKA mit Gewinnbezugsrecht zum 1. Januar 2014 mit einem Anteil von 51 % an der Reis Group Holding GmbH & Co. KG beteiligt und zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit hat, die Beteiligung auf 100% zu erhöhen. Die im Dezember 2013 getroffene Vereinbarung stand neben dem Kartellrechtsvorbehalt unter der aufschiebenden Bedingung der Ablösung der Finanzierung der Reis Gruppe. Beide Bedingungen wurden im Januar 2014 erfüllt, so dass die Reis Gruppe in 2014 vollständig in den KUKA Konzernabschluss integriert wird.
Daneben haben sich seit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres bis zum Datum dieses Lageberichts keine berichtspflichtigen Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ergeben.
PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHT
RISIKO- UND CHANCENBERICHT
Grundsätze
Der KUKA Konzern ist ein global aufgestelltes und international operierendes Unternehmen. Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber insbesondere in technologischer Hinsicht auch eine Vielzahl von Risiken. Ziel des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig für alle Stakeholder und Shareholder zu steigern.
Risikomanagement
Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Vorstand ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des Konzerns installiert, mit dem externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert, kontrolliert und berichtet werden. Identifizierte Risiken werden konzernweit nach ihrem potenziellen Einfluss auf den Ergebnisbeitrag und nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Dabei werden Worst-, Medium- und Best-Case-Szenarien einschließlich des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden. Im Einklang mit den Rechnungslegungsvorschriften erfolgt eine entsprechende Berücksichtigung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen im Jahresabschluss. Der monatlich zu erstellende Risikobericht beinhaltet unter anderem die Top-10-Risiken für die Geschäftsbereiche und die KUKA Aktiengesellschaft als Holdinggesellschaft sowie eine Übersicht über die Risikogesamtsituation des Konzerns. Die Top-io-Rlsiken sind fester Bestandteil des Berichtswesens zum Monatsabschluss. Darüber hinaus ist der Risikobericht Gegenstand von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats, insbesondere des Prüfungsausschusses. Die gemeldeten Risiken werden dem Vorstand quartalsweise im Risikosteuerungskreis vorgetragen und erläutert. Hier wird außerdem festgelegt, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind oder ob weitere Schritte einzuleiten sind. Die Plausibilisierung von gemeldeten Risiken findet in diesem Steuerungskreis ebenso statt, wie die Ableitung von Handlungsalternativen zur Vermeidung von ähnlichen Risiken in der Zukunft.
Die jeweils direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken liegt beim Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften. Risikokoordinatoren in den zentralen und dezentralen Unternehmenseinheiten sorgen für eine einheitliche Berichterstattung mit klar definierten Meldewegen und mit an die Gesellschaftsgröße angepassten Meldegrenzen. Für den Fall, dass konzernweit fest definierte Meldegrenzen überschritten werden, besteht eine Interne Ad-hoc-Meldepflicht. Durch konzernweit einheitliche Vorgehenswelsen werden Effizienz und Effektivität im Risikomanagement sichergestellt. Die Koordination des Risikomanagementsystems erfolgt durch den Leiter Risikomanagement. Von ihm werden die gemeldeten Einzelrisiken zum konzernweiten Risiko-Exposure aggregiert, kommuniziert und überwacht. Diese Funktion ist im Konzerncontrolling der KUKA Aktiengesellschaft verankert; das Konzerncontrolling ist direkt dem Vorstand Finanzen und Controlling der KUKA Aktiengesellschaft unterstellt. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Risikomanagement Integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses im KUKA Konzern ist.
Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Im Rahmen ihrer regulären Prüfungstätigkeit überwacht die interne Revision die Einhaltung der Risikomanagement-Richtlinie des KUKA Konzerns und damit die Effektivität der implementierten Verfahren und Instrumente; sie schließt, sofern relevant, die Risikoverantwortlichen in den Prüfungsumfang mit ein. Darüber hinaus gewährleisten regelmäßige Prüfungen des Risikomanagementprozesses durch die Interne Revision dessen Effizienz und Weiterentwicklung. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.
Aus der Bewertung der operativen Risiken anhand der oben beschriebenen Vorgehenswelse ergibt sich folgendes Bild über die Risikogesamtsituation des Konzerns. Betrachtet werden die aggregierten Summen Maximalrisiko (worst case) und Risikoerwartungswert, der sich aus den mit ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit gewichteten Szenarien der Einzelrisiken errechnet. Eine Bewertung der Chancen erfolgt auf Ebene der Geschäftsbereiche und wird nicht weiter aggregiert verfolgt.
RISIKOMANAGEMENT ORGANISATION

Prüfung des Risikomanagementsystems bzw. des Risikofrüherkennungssystems (RFS) durch die interne Revision und den Wirtschaftsprüfer
RISIKO-EXPOSURE KONZERN
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| in Mio. € | worst case | Risikoerwartungswert |
|---|---|---|
| Rechtliche Risiken | 16,0 | 4,7 |
| Wirtschaftliche Risiken | 11,8 | 1,2 |
| Gesamtsumme Konzern | 27,8 | 5,9 |
Die rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken ergeben sich hauptsächlich aus den Aktivitäten der Geschäftsbereiche Robotics und Systems (ab Seite XX). Nähere Erläuterungen zu diesem Risiko-Exposure finden Sie in den nachfolgenden Abschnitten. Dabei wird auch eine Bewertung der betrachteten Einzeinsten bzgl. ihres Schadenspotentials (worst case) und ihrer Eintrlttswahrscheinlichkelt angegeben. Diese orientiert sich an folgenden Bandbreiten:
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| Schadenspotential | Eintrittswahrscheinlichkeit | |
|---|---|---|
| gering | bis 5 Mio. € | bis 10 % |
| mittel | 5 bis 10 Mio. € | 10 bis 25 % |
| hoch | 10 bis 20 Mio. € | 25 bis 40 % |
| sehr hoch | über 20 Mio. € | über 40 % |
Einzelheiten zur bilanziellen Vorsorge für die betrachteten Risiken finden Sie im Anhang.
Das chancen- und risikoorientierte Controlling im KUKA Konzern sorgt dafür, dass Chancen und Risiken in die Unternehmenssteuerung einfließen. Auf entsprechende Chancen wird in der Beschreibung der jeweiligen Risikobereiche näher eingegangen. Auf Geschäftsbereichsebene werden überwiegend leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken gesteuert. Die Analyse und Steuerung segmentübergreifender Chancen und Risiken wie Finanzierung, Personal oder IT erfolgt auf Konzernebene und nicht in den einzelnen Geschäftsbereichen. Daher wird hier im Chancen- und Risikobericht auf die jeweiligen Themen entsprechend nur aus Sicht des Gesamtkonzerns eingegangen.
Neben dem Risikomanagementsystem besteht im KUKA Konzern ein internes Kontrollsystem (vgl. Seite XX, IKS-System), welches über das Risikomanagement hinaus die Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts- und Rechnungslegungsprozesse permanent überwacht und unterstützt.
Strategische Risiken und Chancen
Ziel der Geschäftsbereiche ist es, in ihren jeweiligen Märkten zu den Technologie- und Marktführern zu gehören. Die konsequente Weiterentwicklung ihrer technologischen Basis über koordinierte Innovationsprogramme hat deshalb zentrale Bedeutung. Hierbei besteht eine wesentliche Aufgabe darin, Chancen und Risiken technischer Innovationen rechtzeitig zu erkennen und diese auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Möglichen Fehleinschätzungen des Marktes wird durch regelmäßige, teilweise dezentrale Markt- und Wettbewerbsanalysen, entgegengewirkt. Anwendungsorientierte Entwicklungen, Systempartnerschaften und Kooperationen z. B. mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Weßling bei München, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und mehreren Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft vermindern das Risiko nicht marktgerechter Entwicklungsleistungen. Eine Quantifizierung strategischer Risiken und Chancen findet nicht statt.
Rechtliche Risiken
Da KUKA weltweit tätig ist, müssen eine Vielzahl internationaler und landesspezifischer Rechtsnormen und Anweisungen von bspw. Finanzverwaltungen beachtet werden. Hierfür werden fallweise Spezialisten für das jeweilige nationale Recht hinzugezogen. Aus veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich Chancen und Risiken. So könnten steuerliche Betriebsprüfungen zu einer Belastung für den Konzern aus Prüfungsfeststellungen mit daraus abgeleiteten Zinsen, Strafen und Steuernachzahlungen führen. Aus heutiger Sicht sind keine Steuer- und Gesetzesvorhaben absehbar, die zu erheblichen Nachteilen für den KUKA Konzern führen können. Für steuerliche Risiken wird eine nach Kenntnis angemessene Vorsorge getroffen. Näheres finden Sie im Anhang ab Seite XXX.
Rechtliche Risiken werden, wo möglich, durch standardisierte Rahmenverträge begrenzt. Die Rechtsabteilung des Konzerns unterstützt hierbei die operativen Gesellschaften und trägt so zur Risikobegrenzung bei. Dies betrifft Risiken aus laufenden Verträgen, Gewährleistungsverpflichtungen und Garantien sowie spezifische Länderrisiken wie zum Beispiel der mangelnde Patent- und Markenschutz in Asien. Zur Sicherstellung des geistigen Eigentums hat KUKA eine eigenständige Strategie formuliert, die vor allem durch Patente und Schutzrechte abgesichert wird.
Des Weiteren besteht eine konzernweite D&O-Versicherung (Directors' and Officers' Liabilitiy Insurance), welche u.a. für die geschäftsführenden Organe (Vorstand und Geschäftsführer) sowie Aufsichtsorgane (Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräte) der in- und ausländischen Konzerntochtergesellschaften abgeschlossen wurde, jährlich findet eine Überprüfung des vorhandenen Versicherungsschutzes statt, um das Verhältnis aus Versicherungsschutz und Selbstbehalten versus Risikoprämie abzuwägen.
Leistungswirtschaftliche Risken und Chancen der Geschäftsbereiche
KUKA ist einem zyklischen Investitionsverhalten seines Kundenkreises in relevanten Teilmärkten ausgesetzt. Dabei stellt die Automobilbranche mit ihren oligopolistischen Strukturen und dem steten Preisdruck einen wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens In den Geschäftsbereichen Systems und Robotics dar. Schwankungen der Investitionstätigkeit werden auch unter Auswertung von Veröffentlichungen In den jeweiligen strategischen und operativen Planungen berücksichtigt. Bedingt durch das zyklische Geschäft wird stets darauf geachtet, hinreichende Flexibilität der eigenen Kapazitäten und der Kostenbasis zu gewährleisten.
KUKA profitierte Im gesamten Geschäftsjahr 2013 von der hohen Investitionsbereitschaft sowohl In der Automobilindustrie als auch Im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau. Zusätzliche Chancen liegen darin, dass den wichtigsten Automobilkunden des KUKA Konzerns in deren Wettbewerbsumfeld eine sehr gute Marktposition beigemessen wird. Im Vergleich zu den eigenen Wettbewerbern hat der KUKA Konzern aufgrund der Vorteilhaftigkeit des Kundenportfolios Chancen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung, insbesondere bezüglich der Entwicklung der Marktanteile. Weitere Chancen ergeben sich insbesondere aus dem allgemeinen Trend zur weiteren Automatisierung auch in nichtindustriellen Bereichen, wie den langfristigen Perspektiven in der Betreuung einer älter werdenden Gesellschaft.
Um eine für unsere Kunden bestmögliche Qualität der Produkte sicherzustellen, arbeitet KUKA mit Lieferanten zusammen, für die Qualität, Innovationsstärke, ständige Verbesserungen und Zuverlässigkeit im Fokus stehen. Im Allgemeinen bezieht KUKA Produktkomponenten von mehreren Anbietern, um das Risiko signifikanter Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen zu minimieren, ist aber dennoch in wenigen Ausnahmefällen mangels verfügbarer Bezugsalternativen von einzelnen, marktbeherrschenden Lieferanten abhängig.
KUKA Robotics
Anhaltendes Kostenbewusstsein und die Forderung nach ständigen Produktinnovationen aller Kunden weltweit, insbesondere aus der Automobilindustrie und von deren Zulieferern, stellen die wesentlichen Herausforderungen für das Produktangebot dieses Geschäftsbereichs dar. Die Folge sind ein steter Preisdruck und potenziell längere Nutzungszyklen der eingesetzten Roboter bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an Qualität und längere Garantiezeiten.
KUKA Robotics wirkt diesem Trend mit der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen entgegen, die den Kunden in bestehenden Märkten nachweisbare finanzielle Vorteile durch einen raschen Mittelrückfluss bieten. Bei der Einführung neuer Produkte bestehen Risiken hinsichtlich der Produkteigenschaften und der Qualitätszusagen, die im Falle von Nacharbeiten zu entsprechenden Kosten führen könnten. KUKA verfügt zur Vermeidung und Beherrschung solcher Risiken über ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, welches umfangreiche Test- und Prüfprozesse beinhaltet.
Eine Chance stellt die ständige Verbreiterung der Kundenbasis in der General Industry dar. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie zur Erschließung neuer Absatzmärkte neben der Automobilindustrie. Dieser Prozess beinhaltet die Erschließung von Märkten in der Medizintechnik und in sonstigen konsumnahen Bereichen, in denen zukünftig eine Mensch-Maschine-Kollaboration erforderlich sein wird. Sie ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter, ohne dass Schutzzäune oder ähnliche Sicherheitseinrichtungen notwendig werden. Eine Teilorganisation des Geschäftsbereichs, die KUKA Laboratories, arbeitet fokussiert an der technischen Realisierung solcher innovativen Produkte und Applikationen. Darüber hinaus wird der Vertrieb in der Region Amerika und in den BRIC-Staaten weiter vorangetrieben. Durch eine zunehmende Verteilung der Wertschöpfung auf verschiedene Währungszonen soll die Ertragskraft des Unternehmens unabhängiger von Währungsschwankungen werden.
RISIKO-EXPOSURE ROBOTICS
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| in Mio. € | worst case | Risikoerwartungswert |
|---|---|---|
| Rechtliche Risiken | 6,6 | 2,5 |
| Wirtschaftliche Risiken | 2,0 | 0,8 |
| Gesamtsumme Robotics | 8,6 | 3,3 |
Alle Einzelrisiken weisen ein geringes Schadenspotential (bis 5,0 Mio. €) bei einer mittleren bis hohen Eintrittswahrscheinlichkeit (bis 40,0 %) aus. Einzelheiten zur bilanziellen Vorsorge für die betrachteten Risiken finden Sie im Anhang.
KUKA Systems
Aufgrund der langen Durchlaufzeiten der Aufträge, der oft erforderlichen Spezifikationsanpassungen während der Abarbeitung der Aufträge, der geringen Frequenz der Auftragseingänge sowie des Preis-und Wettbewerbsdrucks besteht ein geschäftsimmanentes Risiko für den Umsatz und das Ergebnis in diesen Aufträgen. Ergänzend können sich weitere Projektrisiken z. B. aufgrund von Projektfehlkalkulationen oder Konventionalstrafen wegen Terminverzögerungen ergeben. Der Geschäftsbereich setzt deshalb entsprechende Risikochecklisten für die einzelnen Aufträge ein, mit denen bereits vor Annahme der Angebote eine Prüfung insbesondere der rechtlichen, wirtschaftlichen und technologischen Risiken erfolgt. Während der Projektabwicklung werden Solvenzrisiken überwacht und mittels eines stringenten Projekt- und Forderungsmanagements verfolgt und damit reduziert. Andere Risiken werden laufend beobachtet und bei Bedarf durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Chancen bestehen insbesondere bei geringeren Einstandspreisen von Zukaufteilen im Vergleich zur Kalkulation sowie bei der Abrechnung von Änderungsaufträgen des Kunden im Projektverlauf.
Die Ausweitung der weltweiten Produktionskapazitäten der großen Automobilhersteller weist derzeit eine hohe Dynamik auf. Insbesondere in Südamerika und Asien arbeitet KUKA intern verstärkt in Verbundprojekten, wobei mehrere Landesgesellschaften des Geschäftsbereichs gemeinsam an einem Kundenprojekt arbeiten. In solchen Fällen ergeben sich Risiken hinsichtlich der Informationsbasis, der Wertschöpfungsprozesse und des IT-systemübergreifenden Projektmanagements. Darüber hinaus bestehen insbesondere in den Schwellenländern aufgrund des außerordentlich schnellen und starken Wachstums des Geschäftsvolumens Risiken hinsichtlich der organisatorischen Strukturen. KUKA entgegnet diesen Risiken mit der weiteren Harmonisierung seiner global eingesetzten IT-Systeme und durch Einsatz erfahrener interner und externer Mitarbeiter beim Auf- und Ausbau der jeweiligen lokalen Strukturen.
Die steigende Modellvielfalt in der Automobilindustrie wirkt sich positiv auf das adressierbare Marktvolumen aus, da steigende Anforderungen an flexible Produktionssysteme gestellt werden, die zum Neubau bzw. Umbau von Produktionslinien führen. Hieraus ergeben sich für Systemanbieter und Zulieferer neue Geschäftsmöglichkeiten. Knappe Ressourcen erfordern den Bau von kleineren oder ressourcenschonenden Fahrzeugen, die mit alternativen Energien angetrieben werden. Deshalb werden insbesondere die amerikanischen Automobilhersteller zukünftig Investitionen in den Neubau von Produktionslinien bzw. den Umbau von bestehenden Produktionsanlagen tätigen müssen.
Betreibermodelle wie die KUKA Toledo Production Operations (KTPO) bieten zusätzliche Chancen, aber auch Risiken. Die Marke Jeep Wrangler weist im Vergleich zu den übrigen amerikanischen Fahrzeugmodellen nach wie vor überdurchschnittliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, an denen KUKA auch im Jahr 2013 partizipiert hat. Risiken bestehen in diesem Zusammenhang in einer stärkeren Abhängigkeit von den produzierten Volumina für den globalen Automobilmarkt.
Fundierte Marktanalysen haben ergeben, dass KUKA Systems auch langfristige Geschäftspotenziale neben der Automobilindustrie in der General Industry hat. Aktuelles Beispiel hierfür ist die Luftfahrtindustrie, wo auch in 2013 neue Aufträge akquiriert werden konnten. Neben der Chance der Erschließung neuer Marktpotenziale sind die wesentlichen Risiken hier vor allem technisch bedingt, da die Kunden selbst in vielen Fällen über keine eigenen Erfahrungen in der Automatisierungstechnik verfügen. Deshalb ist insbesondere bei Anwendung neuer Automatisierungstechniken die Prüfung der technischen Risiken im Rahmen der oben angesprochenen Risikochecklisten wesentliches Instrument zur Risikomitigation.
RISIKO-EXPOSURE SYSTEMS
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| in Mio. € | worst case | Risikoerwartungswert |
|---|---|---|
| Rechtliche Risiken | 9,4 | 2,2 |
| Wirtschaftliche Risiken | 9,8 | 0,4 |
| Gesamtsumme Systems | 19,2 | 2,6 |
Alle Einzelrisiken weisen maximal ein geringes bis mittleres Schadenspotential (bis 10,0 Mio. €) sowie eine geringe bis hohe Eintrittswahrscheinlichkeit (bis 40,0 %) aus. Einzelheiten zur bilanziellen Vorsorge für die betrachteten Risiken finden Sie im Anhang.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Zu den zentralen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit. In diesem
Zusammenhang optimiert die Holding auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken über das konzernweit einheitliche Treasury-Reporting-System. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung ihrer Zahlungsströme reduziert.
In den vergangenen Jahren wurde die Solvenz des KUKA Konzerns durch mehrere Maßnahmen gestärkt. Dabei wurde die Passivstruktur hinsichtlich der Fristigkeiten und der eingesetzten Finanzierungsinstrumente neu geordnet. Im Jahr 2013 zählen hierzu die Begebung einer Wandelschuldverschreibung in zwei Tranchen im Februar und Juli sowie der Abschluss eines unbesicherten Konsortialkredits im Dezember. Details hierzu finden Sie im Abschnitt Finanzierung ab Seite XXX f.
Der Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Dezember 2018 enthält marktübliche Covenants. Ein Risiko für die Aufrechterhaltung von derartigen covenantbasierten Finanzierungen besteht grundsätzlich
dann, wenn eine deutlich unter den Planungen verlaufende Geschäftsentwicklung und die daraus folgende Ertrags- und Finanzsituation ein Einhalten der definierten Grenzwerte nicht mehr gewährleistet. KUKA überwacht die Einhaltung dieser Covenants auf monatlicher Basis. Im gesamten Geschäftsjahr 2013 wurden die Covenants eingehalten. Zum 31. Dezember 2013 besteht bei allen Covenants ein deutlicher Abstand zu den vertraglichen Grenzwerten. Ausführliche Angaben zum Konsortialkredit wie auch der Inanspruchnahme der darin vereinbarten Kreditlinien finden Sie auf Seite XXX.
Ein Risiko, welches auch auf den Geschäftsverlauf nach 2013 Auswirkung haben wird, stellen die zunehmenden Wechselkursschwankungen - insbesondere beim japanischen Yen, dem US-Dollar, dem chinesischen Yuan und dem ungarischen Forint - dar; z. B. ergeben sich durch die beobachtete Entwicklung der Abwertung des Yen gegenüber dem Euro Vorteile für japanische Wettbewerber. Das transaktionsbezogene Wechselkursrisiko wird durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Interne Richtlinien regeln die Verwendung von Derivaten, die einer ständigen internen Risikokontrolle unterliegen. Detailliert wird über das zentrale Devisenmanagement im Konzernanhang unter Finanzinstrumente auf den Seiten XXX f. berichtet. Translationsrisiken - also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände - aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen werden grundsätzlich nicht abgesichert, jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko (Wettbewerbsrisiko) wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Länder reduziert ("natural hedging").
Personalrisiken und -chancen
Der Erfolg des KUKA Konzerns, eines von Hochtechnologie geprägten Unternehmens, hängt maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Personalrisiken erwachsen dem Konzern im Wesentlichen aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Die verbesserten wirtschaftlichen wie auch konjunkturellen Aussichten ermöglichten es dem Unternehmen, das Stammpersonal langfristig zu binden und neue hoch qualifizierte Mitarbeiter auszubilden bzw. für eine Tätigkeit im Konzern zu gewinnen. Dies gilt für die traditionellen Märkte in Europa und den USA, vor allem aber auch für die Rekrutierung von Mitarbeitern in den Wachstumsmärkten, in denen der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern stetig zunimmt. Nicht zuletzt durch interne Weiterbildungsmöglichkeiten wie in der KUKA Academy oder dem Ideenmanagement, ergeben sich Chancen, die aus einer höheren Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter resultieren.
Informationstechnische Risiken und Chancen
IT-Risiken haben in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund der Bedeutung der IT für die Geschäftsprozesse zugenommen. Dies betrifft sowohl die Häufigkeit von beispielsweise Virenangriffen oder Hacking als auch auf deren mögliches Schadenspotential. Die bestehenden IT-Sicherheits- Systeme und das vorhandene Business-Continuity-Management sowie Richtlinien und Organisationsstrukturen werden regelmäßig optimiert und überprüft, um mögliche informationstechnologische Risiken wie z. B. den Ausfall von Rechenzentren oder sonstigen IT-Systemen bereits im Vorfeld zu erkennen bzw. zu minimieren. Dies erfolgt unter anderem durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software. Durch die laufende Optimierung von IT-gestützten Prozessen lassen sich langfristig Kostensenkungspotenziale und kontinuierliche Qualitätsverbesserungen realisieren. Durch die konsequente Überwachung der betreffenden Prozesse wird sichergestellt, dass Risiken sowohl aus zunehmenden externen Bedrohungen als auch aus der Abhängigkeit von der weiter fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse reduziert werden.
Compliance-Risiken
Compliance-Verstöße könnten zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich zukünftigen Verhaltens, der Herausgabe von Gewinnen, dem Ausschluss aus bestimmten Geschäften, den Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen führen. Des Weiteren könnte eine Verwicklung in potenzielle Korruptionsverfahren der Reputation des KUKA Konzerns insgesamt schaden und nachteilige Auswirkungen auf das Bemühen haben, sich um Geschäfte mit Kunden sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors zu bewerben. Die Ermittlungen könnten sich auch auf Beziehungen zu Geschäftspartnern, von denen der KUKA Konzern abhängt, sowie auf die Fähigkeit, neue Geschäftspartner zu finden, nachteilig auswirken. Sie könnten sich ferner nachteilig auf die Fähigkeit auswirken, strategische Projekte und Transaktionen zu verfolgen, die für das Geschäft wichtig sein könnten, wie z. B. Joint Ventures oder andere Formen der Zusammenarbeit. Laufende oder zukünftige Ermittlungen könnten zur Aufhebung einiger bestehender Verträge führen und Dritte, einschließlich Mitbewerber, könnten gegen den KUKA Konzern in erheblichem Umfang rechtliche Verfahren anstrengen.
Um diese Risiken transparent und kontrollierbar zu machen, wurde Anfang 2008 ein weltweit gültiges Corporate-Compliance-Programm implementiert. Der hierin verankerte Compliance-Ausschuss hält in regelmäßigen Abständen und bei Bedarf Sitzungen ab und berichtet an den Vorstandsvorsitzenden der KUKA Aktiengesellschaft; dieser berichtet direkt an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Die Gesamtverantwortung für das Corporate-Compliance-Programm liegt beim Vorsitzenden des Vorstands. Es unterliegt unter anderem einer strengen internen Kontrolle und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Wesentliche Risiken ergaben sich im Jahr 2013 hieraus nicht, da durch die frühzeitige Risikomitigation und Ursachenbekämpfung, wie z. B. die Anpassung von Geschäftsabläufen, aktiv gegengesteuert werden konnte.
Sonstige Risiken
Der KUKA Konzern beobachtet permanent weitere Risiken und steuert diesen so weit wie möglich entgegen. Risiken für die Umwelt sind aus betrieblichen Aktivitäten nicht zu erkennen, da auf den Einsatz von Gefahrstoffen verzichtet wird. Der Konzern nutzt teilweise im Eigentum befindliche Grundstücke und Immobilien im Rahmen seines Geschäftsbetriebes. Dabei trägt das Unternehmen Risiken für den Fall, dass dieses Eigentum mit etwaigen Altlasten, Bodenverunreinigungen oder sonstigen schädlichen Substanzen belastet ist. Nach heutigem Erkenntnisstand liegen keine wertmindernden, bilanziell zu berücksichtigenden
Tatsachen vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich solche Tatsachen, die beispielsweise Kosten verursachende Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen würden, zukünftig ergeben könnten.
Über wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen, wird auf den Seiten XX ff. berichtet. Um eine mögliche Übernahme des Unternehmens abschätzen zu können, werden regelmäßig Analysen der Aktionärsstruktur durchgeführt.
Zusammenfassende Bewertung
In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend leistungswirtschaftlichen Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken durch Wechselkursschwankungen oder aus der Konzernfinanzierung ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
In den letzten Jahren entwickelten sich die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt eher moderat und teilweise sogar rückläufig. Nach Daten des internationalen Währungsfonds (IWF) lag das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts in 2013 dennoch bei 3,0 %. Im Vergleich dazu lag das Wachstum in 2012 noch bei 3,1 % und in 2011 bei 3,9 %. Während die Industrieländer unter der Finanz- und Schuldenkrise litten, ging die Wirtschaftskraft auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern zurück. Dennoch liegt die Wachstumsrate dort deutlich höher als in den entwickelten Industrieländern.
Für 2014 erwartet der IWF wieder ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft mit einer Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts um 3,7 %. Europa wird sich aufgrund der zunehmenden Stabilisierung nach der Schuldenkrise langsam erholen. Für Deutschland rechnet der IWF mit einer Wachstumsrate von 1,6 % in 2014. Gemäß dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) schloss die Maschinenbaubranche das Jahr 2013 mit einem Minus von 2 % gegenüber den Auftragseingängen aus dem Vorjahr ab. In Jahr 2014 wird mit einer leichten Erholung und einem Anstieg um 3 % gerechnet. In den USA dürfte sich laut IWF die wirtschaftliche Erholung durch die Zunahme der privaten Konsumausgaben gestützt durch die gute Arbeitsmarktentwicklung fortsetzen. In 2014 soll außerdem die Wirtschaftsleistung in den Schwellenländern wieder anziehen. In China wird allerdings mit einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Auch der Einkaufsmanagerindex, der die Wirtschaftsaussichten für die nächsten sechs Monate beurteilt, lag gemäß Markit und HSBC im Januar mit 49,6 Punkten unter der kritischen Grenze von 50 Punkten. Gründe dafür liegen unter anderem in den geplanten Wirtschaftsreformen in China mit dem Ziel, die Binnennachfrage zu stärken. Die chinesische Führung nimmt dafür kurzfristig ein geringeres Wachstum in Kauf. Im weltweiten Vergleich liegt das prognostizierte Wachstum mit 7,5 % dennoch deutlich über den Wachstumsraten der großen Industrieländer.
Der Ausblick in den für KUKA wichtigen Märkten zeigt für das Geschäftsjahr 2014 steigende Wachstumsraten.
BRUTTOINLANDSPRODUKT
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| in % | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Welt | 3,9 | 3,1 | 3,0 | 3,7 |
| Euro Zone | 1,5 | -0,7 | -0,4 | 1,0 |
| USA | 1,8 | 2,8 | 1,9 | 2,8 |
| China | 9,3 | 7,7 | 7,7 | 7,5 |
| Deutschland | 3,4 | 0,9 | 0,5 | 1,6 |
| Entwicklungs- / Schwellenländer | 6,2 | 4,9 | 4,7 | 5,1 |
Quelle IWF, Januar 2014
Trends für die Automation
Automation bleibt weiterhin im Trend. Vor allem die roboterbasierte Automatisierung von Produktionsanlagen und Prozessabläufen wird weltweit weiter zunehmen. In seiner jüngsten Studie prognostiziert der Internationale Robotik- Verband "International Federation of Robotics" (IFR) eine entsprechende Expansion des weltweiten Robotermarktes. Wachstum ergibt sich hierbei vor allem aus den Vorteilen für die produzierende Industrie. Dazu gehören die Steigerung der Effizienz in den Produktionsprozessen, die Verbesserung der Produktqualität, aber auch die Erhöhung der Stückzahlen und der Produktvielfalt durch flexiblere Produktionssysteme.
Die bedeutendsten Wachstumstreiber für die roboterbasierte Automation sind:
1) General Industry:
Die Roboterdichte (Anzahl Roboter pro 10.000 Mitarbeiter) ist im Vergleich zur Automobilbranche noch relativ gering. Siehe Grafik Seite XX. Im Durchschnitt erreicht die Automobilindustrie eine rund 8-fach höhere Roboterdichte als die General Industry. Die Unternehmen in der General Industry sind einem ständigen Kostendruck ausgesetzt. Aus diesem Grund ist das Potenzial für die Automatisierungsbrache hoch. Verstärken wird sich der Trend zur Automatisierung durch den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, steigenden Lohnkosten und durch die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten. Darüber hinaus ermöglichen technologische Fortschritte Lösungen für bislang nicht automatisierbare Produktionsprozesse.
2) Automotive Industry:
Einen entscheidenden Einfluss auf das Wachstum hat die internationale Automobilindustrie, die mehr als ein Drittel der jährlich verkauften Roboter abnimmt. In den etablierten Produktionsländern wie Europa, USA und Japan ergeben sich Potenziale überwiegend durch die Modernisierung oder Umrüstung von bestehenden Produktionsanlagen und die daraus resultierende Effizienzsteigerung. Darüber hinaus investiert die Automobilbrache aber auch in die Wachstumsmärkte der Schwellenländer. Sie bedient dort die starke Kundennachfrage und nutzt dabei die günstigen Rahmenbedingungen, die dadurch entstehen, dass die Regierungen sich bemühen, den Anteil vor Ort produzierter PKWs zu erhöhen. Zusätzliche Potenziale entstehen aber auch durch die steigende Anzahl lokaler Automobilhersteller in den Schwellenländern. Um die Produktionszahlen zu erhöhen und die Qualität zu verbessern, investieren die Hersteller in die Automatisierung ihrer Prozesse.
3) Technologie / Servicerobotik:
Die Entwicklungsgeschwindigkeit von unterschiedlichen Robotertypen, Applikationen, Steuerungen und vor allem von Softwarelösungen hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Durch neue Technologien in den Bereichen Zusammenarbeit von Mensch und Maschine, Sicherheit, Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit werden neue Märkte entstehen. Aber auch bei bestehenden Kunden werden sich neue Einsatzmöglichkeiten ergeben, indem Lösungen für bislang nicht automatisierbare Produktionsprozesse geschaffen werden.
4) Entwicklungs- und Schwellenländer:
Die Roboterdichte und damit der Grad der Automatisierung ist in den Entwicklungs- und Schwellenländern im Vergleich zu den Industriestaaten noch relativ gering. Durch steigende Lohnkosten und den internationalen Wettbewerb investieren dort immer mehr Unternehmen in die Automatisierung. Dadurch können sie die Produktqualität verbessern, die Anzahl der produzierten Einheiten erhöhen, aber auch die Kostenstruktur optimieren. Gerade in China wird sehr stark in Automatisierung investiert. Schon heute ist China der zweitgrößte Robotermarkt weltweit.
Insgesamt erwartet der IFR für den weltweiten Robotermarkt im Zeitraum 2014 bis 2016 eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate von 6 %. Dabei werden die Regionen Europa und Amerikas voraussichtlich unterdurchschnittlich jeweils um rund 4 % wachsen und Asien überdurchschnittlich um rund 8 %. Das Wachstum wird laut IFR überwiegend aus den Schwellenländern und den USA kommen. Außerdem gilt vor allem die General Industry als Wachstumstreiber. Die Automobilwirtschaft hingegen wird sich laut IFR Prognose in den Jahren 2014 und 2015 rückläufig entwickeln. Dies ist auf die hohen Investitionen während der
letzten Jahre zurückzuführen. Jedoch spätestens in 2016, schätzt der IFR, werden diese weltweit wieder anziehen. Auch in den etablierten Märkten wird dann wieder mit Investitionen aufgrund von Modernisierung und Umrüstung gerechnet.
IFR ROBOTERDICHTE AUTO / GI + LÄNDER ROBOTER PRO 10.000 MITARBEITER

Rahmenbedingungen für KUKA General Industry
Die Automatisierung in der General Industry steigt weiter kontinuierlich an. Dazu gehören Branchen wie die Elektroindustrie, Werkzeugmaschinen, Gießereien, Aerospace oder die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, die ein unverändert hohes Automatisierungspotenzial aufweisen. Steigende Lohnkosten und hohe Qualitätsanforderungen erhöhen den Automatisierungsbedarf. KUKA reagiert darauf mit Lösungen, die speziell auf diese Branchen zugeschnitten sind. Im Geschäftsbereich Robotics liegt zum Beispiel hohes Potenzial in der Werkzeugmaschinenbranche. Roboter werden sowohl für die Be- und Entladung der Maschinen als auch für die Bearbeitung von Bauteilen eingesetzt. Hier sind nach eigenen Schätzungen lediglich rund 2 % aller weltweit verkauften Werkzeugmaschinen mit Robotern ausgestattet. Um von dem weltweiten Trend der Automatisierung in den Bereichen der General Industry zu profitieren, investierte KUKA verstärkt in dafür passende Produkte, wie zum Beispiel in Roboter mit niedrigen Traglasten wie dem KR AGILUS. Die Erfolge spiegeln sich bei KUKA Robotics in den Auftragszahlen der letzten Jahre wider. Seit 2009 sind die Auftragseingänge von 142,1 Mio. € um 133 % auf 330,9 Mio. € in 2013 gestiegen. Der Anteil General Industry im Geschäftsbereich Robotics liegt in 2013 bei knapp über 40 % und damit leicht höher als der Anteil der Automobilindustrie. Im Geschäftsbereich Systems bietet die Aerospace Branche hohes Automatisierungspotenzial. Ähnlich wie in der Automobilindustrie bestehen hohe Ansprüche an Qualität und Präzision. Die Kunden der Aerospace Industrie fordern innovative Lösungen für die Bearbeitung großer Bauteile und neuer Werkstoffe. Für den Ausbau des General Industry Geschäfts wurden in beiden Geschäftsbereichen gezielt Vertriebsmitarbeiter aufgebaut. In den nächsten Jahren rechnet der KUKA Konzern mit steigenden Umsätzen aus den Bereichen der General Industry.
Automotive Industry
Die Produktions- und Absatzzahlen von Fahrzeugen werden weltweit weiter steigen. Gemäß der Schätzungen von IHS Automotive (IHS) vom Januar 2014 werden die PKW-Produktionszahlen weltweit von rund 84 Mio. Fahrzeugen in 2013 auf rund 103 Mio. Fahrzeuge in 2019 ansteigen. Über 60 % werden davon in Asien produziert. In 2019 werden gemäß der Schätzungen von PriceWaterhouseCoopers (PWC) vom Juli 2013 allein in China rund 28 Mio. PKW und leichte Nutzfahrzeuge abgesetzt. Im Vergleich dazu wird der Absatz in Europa in 2019 bei rund 17 Mio. Fahrzeugen und in der Region Amerika zwischen 16 und 17 Mio. Fahrzeugen liegen. Das durchschnittliche jährliche Wachstum der weltweiten Produktionszahlen von 2013 bis 2019 liegt laut IHS bei rund 3,4 %. Europa und die Region Amerika werden sich laut Prognose mit rund 3,0 % bzw. 2,4 % leicht unterdurchschnittlich entwickeln. Für den chinesischen Markt wird eine überdurchschnittliche jährliche Wachstumsrate in Höhe von rund 6,1 % prognostiziert. Um der steigenden Nachfrage auf den Absatzmärkten nachzukommen, haben die Automobilhersteller gerade in den letzten Jahren hohe Investitionen für Produktionsstätten getätigt. KUKA erwartet daher, wie vom IFR prognostiziert, dass sich die Investitionen in 2014 eher rückläufig entwickeln. Spätestens in 2016 wird wieder mit einem weltweiten Anstieg gerechnet. Der Trend der Automobilhersteller zur steigenden Modellvielfalt und sinkenden Produktlebenszyklen bestehender Fahrzeugtypen wird den Anstieg begünstigen. Die Vereinheitlichung von Modell-Plattformen steigert dabei die Effizienz, erfordert aber auch ein hohes Maß an Flexibilität und Qualität in der Produktion, das nur durch Automatisierung gewährleistet werden kann.
Technologie / Servicerobotik
Neue Technologien ermöglichen die roboterbasierte Automation in Bereichen, die bisher nicht oder nur teilweise automatisiert waren. Dazu zählt die professionelle Servicerobotik, ein noch relativ junges Technologiesegment, für das sich immer mehr Anbieter interessieren und in dem es rasante Entwicklungsfortschritte gegeben hat. Bereits heute übernehmen Serviceroboter wichtige Aufgaben in Bereichen der Landwirtschaft, der Medizin, der Logistik oder der Verteidigung und Sicherheit. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) definiert einen Serviceroboter als eine frei programmierbare Bewegungseinrichtung, die teil- oder vollautomatisch Dienstleistungen verrichtet. Dienstleistungen sind dabei Tätigkeiten, die nicht der direkten industriellen Erzeugung von Sachgütern, sondern der Verrichtung von Leistungen für Menschen und Einrichtungen dienen. Nach einer Studie des IFR stieg die Anzahl der verkauften Serviceroboter in 2012 um 2 % auf insgesamt 16.100. Der Teilmarkt Medizinroboter
wuchs mit 20 % überdurchschnittlich. Für den Zeitraum 2013 - 2016 erwartet der IFR eine deutliche Steigerung des Absatzes im professionellen Bereich auf jährlich über 23.000 Serviceroboter.
KUKA hat seine Aktivitäten frühzeitig auf neue Technologien und neue Märkte ausgerichtet. Der LBR iiwa mit seinen sensitiven Eigenschaften findet nicht nur in bestehenden Märkten Anwendung, sondern auch in bisher nicht automatisierten Bereichen. KUKA Systems ergänzt das Angebot durch die Systemintegration bei den Kunden. Bereits etabliert ist KUKA Robotics mit Robotern aus dem bestehenden Produktportfolio in der Medizintechnik. KUKA erwartet mittel- bis langfristig auch in diesem Kundensegment steigende Umsätze.
China
Der chinesische Markt ist während der letzten Jahre stark gewachsen und zählt heute zu den größten Roboterabsatzmärkten weltweit. Laut IFR hat sich die Zahl verkaufter Roboter von knapp 8.000 in 2008 auf rund 25.000 in 2013 mehr als verdreifacht. Im Vergleich dazu werden in Japan, dem größten Robotermarkt, in 2013 schätzungsweise 27.200 Roboter verkauft. Die in China installierten Roboter stammen fast ausschließlich von ausländischen Herstellern, jedoch werden gemäß IFR chinesische Roboterhersteller an Bedeutung gewinnen und in den nächsten Jahren ihre Produktionszahlen erhöhen. Unterstützt werden die neuen Marktteilnehmer durch staatlich geförderte Programme. KUKA reagiert darauf mit Innovationen in Forschung und Entwicklung, um weltweit die Technologieführerschaft auszubauen.
Für China prognostiziert der IFR zwischen 2014 und 2016 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von rund 15% auf ca. 38.000 installierte Roboter in 2016. Von dieser Marktentwicklung will KUKA profitieren und steigerte seine Marktpräsenz mit Eröffnung eines neuen Werkes für KUKA Robotics im Großraum Shanghai Ende 2013. KUKA Robotics ist so mit Service, Vertrieb und vor allem auch der Produktion näher an den Kunden. Diese profitieren von deutlich kürzeren Lieferzeiten und einem schnelleren Service. KUKA wird auch in den nächsten Jahren China als strategisch wichtigen Standort ausbauen und mit entsprechenden Ressourcen ausstatten. Mit der Akquisition der Reis Gruppe wird in 2014 die Marktpräsenz weiter ausgebaut. Aufgrund der einerseits hohen Nachfrage nach roboterbasierter Automation und andererseits der Marktpräsenz in China rechnet der KUKA Konzern in den nächsten Jahren mit steigenden Umsatzzahlen aus China.
Unternehmensspezifische Einflussfaktoren Gesamtaussage
Unter der gegenwärtigen Konjunkturprognose des IWF erwartet KUKA im Geschäftsjahr 2014 eine verstärkte Nachfrage vor allem aus den Regionen Amerika und Asien und dabei insbesondere aus China. Insgesamt sollte sich der gegenwärtige konjunkturelle Trend positiv auf das Ergebnis auswirken. Auf Branchenebene wird für den Absatzmarkt General Industry eine positive Entwicklung prognostiziert. Dies liegt zum einen an dem hohen Potenzial für Automatisierungslösungen und zum anderen an den positiven Wirtschaftsaussichten der Kunden in der General Industry. In der Automobilindustrie lagen die Investitionen der Kunden während der letzten Jahre auf einem hohen Niveau. Dieses hohe Niveau wird in 2014 voraussichtlich nicht erreicht. Daher wird mit einem leichten Rückgang der Investitionen im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Über die Währungseinflüsse wird ausführlich im Anhang ab Seite XX berichtet. Ein schwächerer Yen / EURO-Kurs wird das Geschäftsergebnis von Systems nicht beeinflussen. Im Geschäftsbereich Robotics ist hingegen mit einer negativen Ergebniswirkung zu rechnen. Im Gegensatz zu Systems sitzen die Hauptwettbewerber von Robotics in Japan und können von dem schwachen Yen / EURO-Kurs profitieren.
VORAUSSICHTLICHE GESCHÄFTSENTWICKLUNG KUKA KONZERN
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| Zusammenfassung | Ergebnis 2013 | Erwartung 2014* |
|---|---|---|
| Umsatz | 1.774,5 Mio. € | 1,9-2,0 Mrd. € |
| EBIT-Marge | 6,8% | ~ 6, 0 % |
| Jahresüberschuss | 58,3 Mio. € | leicht fallend |
| Investitionen | 74,7 Mio. € | leicht steigend |
| Free Cashflow** | 95,4 Mio. € | mittlerer zweistelliger Millionenbereich |
| Dividende pro Aktie | 0,30 € | auf Vorjahresniveau bis leicht steigend |
* inkl. Reis Gruppe
** ohne Finanzinvestitionen
Definitionen:
leicht steigend / leicht fallend: Absolute Veränderung gegenüber Vorjahr < 10 % fallend / steigend: Absolute Veränderung gegenüber Vorjahr> 10 %
Umsatz und EBIT-Marge
Auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen erwartet KUKA in 2014 Umsatzerlöse zwischen 1,9 und 2,0 Mrd. € und damit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Umsätze sollten sowohl in der General Industry als auch in der Automobilindustrie steigen. Zum Umsatzwachstum wird auch die akquirierte Reis Gruppe beitragen. KUKA würde damit schneller wachsen als die vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) für das Jahr 2014 prognostizierte Wachstumsrate in Höhe von 3 %.
Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen erwartet der KUKA Konzern im Geschäftsjahr 2014 eine EBIT-Marge von rund 6,0 %. Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr sollte sich vor allem aus der erstmalig einbezogenen Reis Gruppe ergeben. In diesem Zusammenhang wird mit einem einmaligen Aufwand aufgrund der geplanten Kosten im Zuge der organisatorischen Einbindung und Restrukturierung von Reis gerechnet. In den folgenden Jahren wird mit einem positiven Wertbeitrag gerechnet.
Jahresüberschuss
Der KUKA Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Jahresüberschuss in Höhe von 58,3 Mio. €. Bedingt durch die Investitionen in die operative Geschäftsentwicklung und durch die Aufwendungen aufgrund der Einbeziehung von Reis Gruppe, erwartet KUKA eine leicht rückläufige Entwicklung des Jahresüberschusses. In den nächsten Jahren sollte sich der Erwerb von Reis Gruppe jedoch positiv auf den Jahresüberschuss auswirken, da sich durch den Erwerb deutliche Umsatzpotentiale heben und Kostensynergien realisieren lassen.
Das Ergebnis der KUKA Aktiengesellschaft ist aufgrund der Ergebnisabführungsverträge abhängig von den Ergebnissen der Tochtergesellschaften und lässt sich wiederum aus der Prognose des KUKA Konzerns ableiten.
Forschung und Entwicklung/Investitionen
Generell kann der Gesamtaufwand in diesem Bereich fast ausschließlich dem Geschäftsbereich Robotics zugeordnet werden, da Systems seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vornehmlich im Rahmen von Kundenprojekten abwickelt. Die Nachfrage nach KUKA Robotern und Lösungen basiert vor allem auf den Innovationen und der Qualität der Produkte. Um diese Vorteile nachhaltig zu sichern und auszubauen, plant der KUKA Konzern die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in 2014 deutlich zu erhöhen. Im Geschäftsbereich Robotics konzentrieren sich die Ausgaben vor allem auf die Weiterentwicklung von Roboteranwendungen, auf neue Softwarelösungen sowie auf Maßnahmen zur Verbesserung und Effizienzsteigerung bestehender Produkte. Insgesamt plant der KUKA Konzern in 2014 für den Bereich Forschung und Entwicklung mit einem Budget von rund 70 Mio. €. Rund 20 - 25 % werden aktiviert und planmäßig über drei bis fünf Jahre abgeschrieben.
In 2014 plant KUKA leicht steigende Gesamtinvestitionen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen zum Erhalt bestehender Anlagen sowie um den Bau eines neuen Technologie- und Innovationszentrums in Augsburg. Der Neubau wird voraussichtlich Mitte 2015 fertiggestellt und soll die Zusammenarbeit speziell von Forschung- und Entwicklung und anderen produktnahen Bereichen verbessern, die heute an verschiedenen Standorten angesiedelt sind.
Free Cashflow
Der Free Cashflow generiert sich im KUKA Konzern im Wesentlichen aus den operativen Ergebnissen und der Entwicklung des Working Capitals in den Geschäftsbereichen Robotics und Systems. Unter Voraussetzung der aktuellen Rahmenbedingungen und der angestrebten Umsatzentwicklung erwartet der KUKA Konzern in 2014 einen Free Cashflow ohne Finanzinvestitionen im mittleren zweistelligen Millionenbereich.
Dividende
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 28. Mai 2014 in Augsburg eine Ausschüttung in Höhe von 0,30 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2013 vor. Die Dividendenpolitik von KUKA sieht bei einer guten Geschäftsentwicklung und stabilen Rahmenbedingungen vor, mittelfristig 25 - 30 % des Jahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten. Für das Geschäftsjahr 2014 plant KUKA die Dividendenzahlung stabil zu halten und gegebenenfalls leicht zu erhöhen.
INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Grundsätze
Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die KUKA Aktiengesellschaft als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen verpflichtet, innerhalb des Lageberichts die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Dies umfasst auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften.
KUKA versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 1g f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an.
Unter einem internen Kontrollsystem wird demnach die Gesamtheit aller vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken führen. Im Mittelpunkt steht hierbei die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Durch diese Herangehensweise können Risiken besser identifiziert, bewertet und gesteuert werden.
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.
Im Bereich der Finanzberichterstattung ist sicherzustellen, dass trotz möglicher Risiken ein regelungskonformer Konzernabschluss aufgestellt wird. Durch die Implementierung eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems in allen Gesellschaften des KUKA Konzerns wird dem Rechnung getragen. Es zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen frühzeitig zu identifizieren und sich daraus ergebende Risiken zu begrenzen. Unterschiedliche prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen tragen dazu bei, dass ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechender Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird.
Strukturen und Prozesse
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im KUKA Konzern nachfolgende Strukturen und Prozesse implementiert. Die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess trägt der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft.
Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmungen eingebunden.
Tätigkeiten im Bereich Accounting und Human Resources werden für deutsche Gesellschaften zentral im Shared Service Center der KUKA Aktiengesellschaft übernommen.
Weiterhin werden konzernübergreifende Aufgaben, etwa Treasury, Legal Services oder Taxes, ebenfalls zentral auf Basis konzerneinheitlicher Prozesse durch die KUKA Aktiengesellschaft erbracht.
Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des (konzern-)rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems werden in Richtlinien und Organisationsanweisungen festgehalten. Anpassungen aufgrund von externen und internen Entwicklungen werden fortlaufend integriert und allen involvierten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.
Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachtet KUKA solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzern - und Jahresabschlusses einschließlich des zusammengefassten Lageberichts maßgeblich beeinflussen können. Hierunter fallen im KUKA Konzern vor allem:
| ― | Identifikation der wesentlichen Risikofelder (siehe Risikobericht auf Seite XX ff.) und Kontrollbereiche mit Einfluss auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess; |
| ― | Qualitätskontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse der Rechnungslegung auf der Ebene des Konzernvorstands, der Führungsgesellschaften und einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Meldeeinheiten; |
| ― | präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Prozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich zusammengefasstem Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen; |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. Hierzu zählt zum Beispiel die zentrale Steuerung von Zugriffsrechten auf die Buchhaltungssysteme sowie die automatische Plausibilitätskontrolle bei der Datenerfassung im Reporting- und Konsolidierungssystem; |
| ― | Maßnahmen zur Sicherstellung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems durch die eingebundenen Fachabteilungen sowie durch die interne Revision, die durch systematische Prüfungen die Einhaltung des internen Kontrollsystems überwacht. |
Daneben haben die kaufmännischen Geschäftsführer aller Tochtergesellschaften im Rahmen der externen Berichterstattung zum 30. Juni und zum 31. Dezember einen internen Bilanzeid zu leisten. Erst im Anschluss daran legen die Vorstände der KUKA Aktiengesellschaft zum Halbjahr und zum Gesamtjahr einen externen Bilanzeid ab und unterzeichnen die Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Damit bestätigen sie die Einhaltung der vorgeschriebenen Rechnungslegungs- und Bilanzierungsstandards des KUKA Konzerns und dass die Zahlen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage vermitteln.
Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen regelmäßig mit der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems, sodass sich der Aufsichtsrat kontinuierlich ein angemessenes Bild über die Risikosituation des Konzerns verschafft und (die Wirksamkeit) überwacht. Dabei legt der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft mindestens einmal im Jahr die Risiken der Finanzberichterstattung dar und erläutert die implementierten Kontrollmaßnahmen sowie die Überprüfung der korrekten Durchführung der Kontrollen.
Zusammenfassende Bewertung
Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt.
Ferner wird gewährleistet, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst und bewertet werden und den internen und externen Adressaten der Rechnungslegung dadurch zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.
ANGABEN NACH DEN § 289 ABS. 4 UND § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT
Nachfolgend sind die nach den § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB erforderlichen Angaben aufgeführt und erläutert.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Zum 31. Dezember 2013 betrug das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 88.180.120,60 €, eingeteilt in 33.915.431 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Alle Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet und jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Es besteht kein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile (§ 4 Abs. 1 der Satzung). Bei Ausgabe neuer Aktien kann der Beginn der Gewinnbeteiligung abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgesetzt werden (§ 4 Abs. 3 der Satzung).
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Die KUKA Aktiengesellschaft gewährt regelmäßig Vorständen der Gesellschaft sowie weiteren ausgewählten Führungskräften von Konzerngesellschaften aufgrund individualvertraglicher Regelungen die Teilnahme an sog. "Phantom-Share-Programmen", d. h. virtuellen Aktien-Programmen. Die Phantom-Share-Programme sind Bestandteil des erfolgsorientierten Vergütungssystems von Führungskräften und sind auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die jeweiligen Programme haben eine Laufzeit von drei Jahren. Nach deren Ablauf erfolgt eine Auszahlung, deren Höhe sich nach dem Aktienkurs und der Entwicklung des Unternehmenswerts richtet. Nach den Bedingungen der Phantom-Share-Programme müssen die teilnahmeberechtigten Führungskräfte am Ende der Laufzeit des jeweiligen Programms 25 % des ausgezahlten Bruttoerlöses zum Kauf von KUKA Aktien einsetzen, bis ein festgelegtes Haltevolumen, dessen Wert für die bisher aufgelegten Programme 50 % der jeweiligen Jahres festvergütung entspricht, erreicht ist. Für die Erreichung des Haltevolumens werden auch außerhalb der Phantom-Share-Programme erworbene Aktien berücksichtigt. Die Halteverpflichtung endet erst mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern.
Die KUKA Aktiengesellschaft hat auch im Jahr 2013 ein sogenanntes Mitarbeiter AktienProgramm (MAP 2013) aufgelegt. Nach den Bedingungen des MAP 2013 konnten die Mitarbeiter KUKA Aktien erwerben und haben zusätzlich zu den erworbenen Aktien, in einem in den Bedingungen des MAP 2013 festgelegten Verhältnis Anreizaktien (Bonusaktien) erhalten. Die erworbenen KUKA Aktien sowie die zugeteilten Anreizaktien unterliegen bis zum 31. Dezember 2014 einer Veräußerungssperre.
Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen.
Zuletzt wurden am 20. November 2013 der KUKA Aktiengesellschaft von den nachstehenden Personen und Gesellschaften folgende Beteiligungen mit mehr als 10 % der Stimmrechte wie folgt mitgeteilt:
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| 1. Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland | 19,80 % | unmittelbar gehalten |
| 2. Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland | 19,80 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
| 3. Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland | 19,80 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
| 4. Rudolf Grenzebach, Deutschland | 19,80 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
Die KUKA Aktiengesellschaft hat darüber hinaus keine weiteren Informationen über Personen und / oder Gesellschaften, deren direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft 10 % der Stimmrechte überschreitet.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben
Eine Beteiligung von Arbeitnehmern im Sinne des § 289 Abs. 4 Nr. 5 HGB und § 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB besteht nicht.
Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über Satzungsänderungen
Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder (§ 6 Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in § 84 und § 85 AktG sowie in § 31 MitbestG und § 6 der Satzung geregelt.
Gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. § 22 Abs. 1 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist; letzteres ist insbesondere bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstands, bei Kapitalherabsetzungen und bei einem Formwechsel der Fall.
Der Aufsichtsrat ist gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat durch Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 26. Mai 2011 und vom 5. Juni 2013 ermächtigt, die Fassungen des § 4 Abs. 1 und Abs. 5 sowie Abs. 6 und Abs. 7 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung (i) des genehmigten Kapitals 2011, (ii) des bedingten Kapitals 2010 und / oder (iii) des bedingten Kapitals 2013 und, falls diese bis zum 25. Mai 2016 bzw. bis zum 4. Juni 2018 nicht (vollständig) ausgenutzt sein sollten, nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungsfristen bzw. der Fristen für die Ausübung von Wandlungsrechten, anzupassen.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Abs. 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien einmalig oder mehrmals um bis zu 44.090.059,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2011 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10 %-Grenze werden Aktien angerechnet, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. April 2010 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind. Von der vorstehend erteilten Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben Aktien 30 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung, noch - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.
Bedingtes Kapital
Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.156.513,40 €, eingeteilt in bis zu Stück 1.598.659 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der am 12. Februar 2013 gegen Bareinlagen begebenen Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht gemäß den Anleihebedingungen Gebrauch machen. Die am 12. Februar 2012 im Wege einer Privatplatzierung begebene Wandelschuldverschreibung hatte (ursprünglich) einen Gesamtnennbetrag von 58.800.000 €.
Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach den Anleihebedingungen jeweils maßgeblichen Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil, nicht jedoch für vergangene Geschäftsjahre, selbst wenn für diese noch kein Gewinn ausgeschüttet worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 39.933.545,60 €, eingeteilt in bis zu Stück 15.359.056 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2013).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung / Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Juni 2013 bis zum 4. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung / Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung / Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen
Unter teilweiser Ausnutzung der entsprechenden Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen und des vorstehend beschriebenen bedingten Kapitals 2013 hat die KUKA Aktiengesellschaft am 26. Juli 2013 im Wege einer Privatplatzierung eine weitere Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 91.200.000 € begeben.
Die am 26. Juli 2013 begebene Wandelschuldverschreibung stellt dabei eine Aufstockung der bereits am 12. Februar 2013 begebenen Wandelschuldverschreibung dar. Die beiden Schuldverschreibungen haben - mit Ausnahme des Ausgabetages - die gleiche Ausstattung und bilden eine einheitliche Wandelschuldverschreibung; sie haben die gleiche Wertpapierkennnummer (ISIN DE000A1R09V9) und sind zum Handel im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.
Aus dieser (einheitlichen) Schuldverschreibung entsteht die Verpflichtung zugunsten der Anleihegläubiger, jede Schuldverschreibung im Wert von nominal 100.000 € gemäß dem Wandlungsrecht jederzeit während des Ausübungszeitraums ganz, nicht jedoch teilweise, zum aktuellen Wandlungspreis von 36,8067 € pro Aktie in auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60 € zu wandeln. Machen sämtliche Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch, wird das Kapital der Gesellschaft durch Ausgabe von - vorbehaltlich der Verwässerungsschutzbestimmungen der Anleihebedingungen - derzeit 4.075.345 neuen Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60 € um 10.595.897 € erhöht.
Erwerb eigener Aktien
Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. April 2010 ermächtigt, bis zum 28. April 2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder im Rahmen eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft zu erwerben. Dabei darf der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) grundsätzlich den einen in der Ermächtigung näher definierten Durchschnitts-Börsenkurs um nicht mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten.
Aufgrund dieses Beschlusses ist der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre
(i) im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) an Dritte zu veräußern;
(ii) auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, (i) die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente ausgegeben werden, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind und (ii) die unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;
(iii) zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen zu verwenden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind;
(iv) anstelle der Auszahlung variabler Vergütungsbestandteile und / oder des 13. Monatsgehalts von Mitarbeitern im KUKA Konzern im bzw. für das Geschäftsjahr 2010 in 2010 und 2011 zum Erwerb anzubieten. Folgende Gruppen von Mitarbeitern sind erfasst: (i) Vorstandsmitglieder der Gesellschaft; (ii) Geschäftsführungsmitglieder der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen; (iii) Arbeitnehmer der Gesellschaft; (iv) Arbeitnehmer der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen. Bei dem Angebot von eigenen Aktien der Gesellschaft in diesem Zusammenhang ist vorzusehen, dass (i) die Aktien zu einem Preis erworben werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Annahme des Angebots nicht wesentlich unterschreitet; (ii) vorbehaltlich tarifvertraglicher Regelung, die Annahmefrist für das jeweilige Angebot vier Wochen beträgt; und (iii) die Mitarbeiter die erworbenen Aktien für die Dauer von vier Jahren halten müssen.
Soweit eigene Aktien der Gesellschaft Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft anstelle der Auszahlung von Vergütungsbestandteilen zum Erwerb angeboten werden sollen, wird der Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Verwendung der eigenen Aktien ermächtigt und legt die Modalitäten des Angebots eigener Aktien nach Maßgabe der vorstehenden Vorgaben fest.
Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats erworbene Aktien einzuziehen. Sowohl die Erwerbsermächtigung als auch die Verwendungsermächtigung können auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen
Syndizierter Bankkredit
Die KUKA Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften haben mit einem Bankensyndikat unter Führung der Commerzbank AG, der Deutsche Bank AG Filiale Deutschlandgeschäft, der UniCredit Bank AG und der Landesbank Baden-Württemberg am 5. Dezember 2013 einen neuen syndizierten Kreditvertrag abgeschlossen, unter dem die Kreditgeber einen Betrag von bis zu 160.000.000 € zur Verfügung stellen. Hierdurch wird der wesentliche Kreditbedarf des KUKA Konzerns (einschließlich der Stellung von Bankavalen) abgedeckt. Der Vertrag enthält eine marktübliche Change-of-Control-Regelung, unter der die Syndikatsbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30 % der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt oder sonst die Möglichkeit hat, die Geschäftspolitik des Unternehmens zu lenken, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können.
Unternehmensanleihe 2010 ("High Yield Bond")
Des Weiteren hat die KUKA Aktiengesellschaft unter Führung der Deutsche Bank AG (London Branch) und der Goldman Sachs International am 18. November 2010 eine Unternehmensanleihe (sog. "High Yield Bond") mit einem Nennwert von 202.000.000 € emittiert. Die Unternehmensanleihe wird an der Luxemburger Börse (Euro MTF) gehandelt. Die Anleihebedingungen enthalten eine für High Yield Bonds marktübliche Change-of-Control-Klausel. Danach liegt ein Change-of-Control vor, wenn
(i) eine Person oder mehrere gemeinsam handelende Personen (acting in concert) Kontrolle über mehr als 30 % des Grundkapitals oder der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangen,
(ii) durch eine einmalige oder mehrmalige Transaktion(en) sämtliche oder nahezu sämtliche Vermögensgegenstände der KUKA Aktiengesellschaft oder einer gemäß den Anleihebedingungen als "Restricted Subsidiary" definierten Tochtergesellschaft, an eine Person veräußert oder in sonstiger Weise übertragen wird, die keine "Restricted Subsidiary" ist,
(iii) in zwei aufeinander folgenden Jahren die Mehrheit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat nicht durch Aufsichtsratsmitglieder gestellt wird, die entweder bereits am Tag der Begebung der Unternehmensanleihe Mitglieder des Aufsichtsrats waren oder deren Bestellung zu Aufsichtsratsmitgliedern nicht durch den Nominierungsausschuss vorgeschlagen oder unterstützt wurde, oder
(iv) die KUKA Aktiengesellschaft oder eine Tochtergesellschaft, die als "Restricted Subsidiary" qualifiziert ist, eine in Ziffer 3 der Definition "Permitted Investment" der Anleihebedingungen definierte Transaktion vornimmt. Hierunter fallen wesentliche Kapitalbeteiligungen an Dritten (z. B. Joint Ventures).
Tritt ein Ereignis ein, welches nach den Anleihebedingungen die Voraussetzungen eines Change-of Control erfüllt, hat jeder Anleihegläubiger das Recht, von der KUKA Aktiengesellschaft den Rückkauf seiner Anteile zu verlangen. Der Rückkaufspreis beträgt dann 101 % des Nominalbetrages zuzüglich Zinsen.
Wandelschuldverschreibung 2013
Die Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen ("Emissionsbedingungen") enthalten ebenfalls eine marktübliche Klausel zu einem sog. Kontrollwechsel ("Change-of-Control-Regelung"), nach der die KUKA
Aktiengesellschaft einen Wechsel der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung entsprechend den Emissionsbedingungen veröffentlichen und den Wirksamkeitstag des Kontrollwechsels bekanntmachen muss. Jeder Anleihegläubiger hat danach das Recht, von der Anleiheschuldnerin zum Stichtag des Kontrollwechsels die Rückzahlung einzelner oder aller seiner Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich Zinsen zu verlangen. Ansonsten wird das Wandlungsverhältnis nach näherer Maßgabe der Emissionsbedingungen angepasst. Ein "Kontrollwechsel" im Sinne der Emissionsbedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen (i) direktes oder indirektes (im Sinne von § 22 WpHG) rechtliches oder wirtschaftliches Eigentum von insgesamt mehr als 50 % der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin oder die Fähigkeit, die Geschäftsführung der Anleiheschuldnerin auf andere Weise im Sinne von § 17 AktG zu beherrschen, erlangt oder erlangen, oder (ii) bei einem Übernahmeangebot für Aktien der Anleiheschuldnerin für den Fall, dass (A) die Aktien, die sich bereits in der Kontrolle des Bieters befinden, und die Aktien, für die bereits das Angebot angenommen wurde, zu irgendeinem Zeitpunkt während des Übernahmeangebots insgesamt mehr als 50 % der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin gewähren und (B) das Angebot unbedingt ist oder wird (wobei aufsichtsrechtliche, insbesondere kartellrechtliche Genehmigungen, deren Erfüllung nach dem Ende der Annahmefrist nach § 16 Absatz 1 WpÜG aussteht, unbeachtet bleiben), oder (iii) aufgrund eines Verkaufs oder einer Übertragung alle oder im Wesentlichen alle Vermögenswerte der Anleiheschuldnerin von dieser erwerben.
Würde ein Ereignis eintreten, das nach den Bedingungen der zuvor genannten Finanzierungsinstrumente als "Change-of-Control" anzusehen wäre und würden dann alle Gläubiger oder ein erheblicher Teil der Gläubiger dieser Finanzierungsinstrumente gleichzeitig den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen und von ihren Rückverkaufsrechten Gebrauch machen, so könnte dies die wirtschaftliche Situation der KUKA Aktiengesellschaft beeinträchtigen, soweit die KUKA Aktiengesellschaft nicht eine alternative Finanzierung am Markt erhält. Würden hingegen nur die Gläubiger eines Finanzierungsinstruments bzw. nur ein geringer Teil der Gläubiger aller Finanzierungsinstrumente von den Klauseln zum Kontrollwechsel Gebrauch machen, könnte die KUKA Aktiengesellschaft nach derzeitigem Stand eine dadurch entstehende Finanzierungslücke gegebenenfalls durch Eigenmittel decken.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Disclaimer
Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.
VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden und erläutert Struktur und Höhe der Bezüge der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
1. Vergütungsstruktur
Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder der KUKA Aktiengesellschaft enthält fixe und variable Vergütungsbestandteile. Letztere setzen sich ihrerseits aus mehreren variablen Vergütungselementen zusammen. Das System der Vorstandsvergütung ist dabei entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des § 87 AktG und den Anforderungen des DCGK auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und berücksichtigt bei den variablen Bestandteilen sowohl positive als auch negative Geschäftsentwicklungen.
Die fixe Vergütung besteht aus Festgehalt und Sachbezügen. Das Festgehalt wird in zwölf monatlich gleich bleibenden Teilbeträgen entrichtet. Die Sachbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen.
Die variable Vergütung wird zur einen Hälfte aufgrund Erreichung persönlicher Ziele und zur anderen Hälfte in Abhängigkeit von der Entwicklung der wirtschaftlichen Kenngrößen EBIT und Free Cashflow des KUKA Konzerns gewährt. Die Einzelheiten hierzu werden gesondert jährlich vereinbart. Die variable Vergütung ist in der Höhe begrenzt und die Erreichung der finanziellen Ziele ist an eine mehrjährige Unternehmensentwicklung gekoppelt.
Darüber hinaus wurden als weiterer variabler Vergütungsbestandteil für die Mitglieder des Vorstands seit 2006 jährliche Phantom-Share- Programme (nachfolgend auch "Programme") vereinbart, die eine langfristige Anreizwirkung haben sollen. Phantom Shares sind virtuelle Aktien, die dem Inhaber das Recht auf eine Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses der Gesellschaft gewährt. Anders als bei Aktienoptionen enthalten Phantom Shares also nicht allein die Wertsteigerung, sondern den gesamten Aktienwert als Erlös. Außerdem wird während der Planlaufzeit jährlich je virtueller Aktie ein Dividendenäquivalent in Höhe der tatsächlich ausgeschütteten Dividende auf echte KUKA Aktien gezahlt. Stimmrechte sind mit den Phantom Shares nicht verbunden.
Die Programme umfassen jeweils drei Kalenderjahre; erstmals wurde ein Programm für die Jahre 2006 - 2008 vereinbart. Das als Bestandteil der Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 aufgelegte Programm bezieht sich auf die Jahre 2013 - 2015. Zu Beginn der Dreijahresperiode legt der Aufsichtsrat das Zuteilungsvolumen fest. Geteilt durch den maßgeblichen Anfangskurs der KUKA Aktie, welcher aus dem Durchschnittskurs der KUKA Aktie (Eröffnungskurs XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) zwischen dem 2. Januar 2013 und dem 22. März 2013 (dem letzten Handelstag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats) ermittelt wird, ergibt sich eine vorläufige Zahl von Phantom Shares. Ebenfalls zu Beginn des dreijährigen Performance-Zeitraums wird vom Aufsichtsrat ein EVA (Economic Value Added) der Continuing Operations (vor Steuern) auf Basis der operativen Planung der drei Programmjahre festgelegt, welches sich an dem Budget des ersten Geschäftsjahres des Dreijahreszeitraums und der Planung der beiden nachfolgenden Geschäftsjahre orientiert.
Das kumulative EVA (tatsächliche EVA) des dreijährigen Performance- Zeitraums wird durch das EVA der Continuing Operations entsprechend der operativen Planung der drei Programmjahre geteilt, um einen Erfolgsfaktor zu ermitteln. Der Erfolgsfaktor kann zwischen 0 und 2,0 schwanken. Die endgültige Anzahl der Phantom Shares hängt von dem erreichten Erfolgsfaktor ab, der mit der vorläufigen Zahl der Phantom Shares multipliziert wird. Die Obergrenze bildet eine Verdoppelung der Phantom Shares (dies ist der Fall, wenn der Erfolgsfaktor 2,0 erreicht wird). Die Auszahlung erfolgt auf Basis der endgültigen Anzahl Phantom Shares zum Endkurs (Durchschnittskurs der KUKA Aktie zwischen dem 2. Januar des den drei Bezugsjahren folgenden Jahres ("Folgejahr") und dem Tag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats des Folgejahres).
Das jeweilige Vorstandsmitglied ist verpflichtet, in Höhe von 25 % des im April des Folgejahres ausgezahlten Bruttobetrages KUKA Aktien zum dann gültigen Aktienkurs zu erwerben. Dieser Erwerb dient dem Aufbau eines festgelegten Haltevolumens von 50 % der Jahresgrundvergütung von KUKA Aktien ab März des Folgejahres. Diese Verpflichtung endet mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern. Endet das Anstellungsverhältnis eines Vorstandsmitglieds durch Kündigung - unabhängig von welcher Seite sie erfolgt - so verfallen alle ihm zugeteilten Phantom Shares.
Für das Phantom-Share-Programm 2013 - 2015 wurde der Anfangskurs mit 31,26 € festgelegt.
Der Aufsichtsrat entscheidet - soweit nicht vertraglich feste Zusagen erteilt worden sind - für jedes Jahr über die aktienorientierte Vergütung für den Vorstand. Ziel dieses Programms ist, dass jedes Mitglied des Vorstands von KUKA zugleich auch Aktionär sein soll. Es fördert den Anteilsbesitz der Mitglieder des Vorstands bei KUKA und verknüpft damit die Interessen dieser Organmitglieder noch enger mit denen der Aktionäre. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele sowie der Vergleichsparameter ist ausgeschlossen.
Kredite wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
2. Vergütung im Jahr 2013
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf insgesamt 3.147 T€.
Diese Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht dabei aus einem Festgehalt (inklusive Sachbezüge), das im Geschäftsjahr 2013 tatsächlich geleistet wurde, sowie variablen und aktienbezogenen Vergütungsbestandteilen, die - ohne den Vorstandsmitgliedern tatsächlich zugeflossen zu sein - mit entsprechenden Zeitwerten bzw. für das Phantom-Share-Programm 2013 - 2015 mit den Zuteilungswerten im Zeitpunkt Gewährung in die Darstellung der Gesamtvergütung einfließen.
Die Vergütung der zum 31. Dezember 2013 amtierenden Vorstandsmitglieder sowie des gesamten Vorstandes kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
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| in T€ | Festgehalt inklusive Sachbezüge* | Variable Vergütung** | Phantom-Share-Programm 2013 -2015*** | Gesamtvergütung |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Till Reuter | 519 | 1.001 | 386 | 1.906 |
| Peter Mohnen | 379 | 656 | 206 | 1.241 |
| Gesamt | 898 | 1.657 | 592 | 3.147 |
* Sachbezüge setzen sich - je nach vertraglicher Vereinbarung mit den einzelnen Vorstandsmitgliedern - aus der Nutzung von Dienstwagen und Prämien für die Unfallversicherung zusammen. Die Prämie für die D & O-Versicherung ist in den Sachbezügen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den geschützten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet.
** Der für das jeweilige Vorstandsmitglied in der Tabelle berücksichtige Zeitwert entspricht dem gesamten Rückstellungswert für das Geschäftsjahr 2013 zum 31. Dezember 2013. Die variable Vergütung des Vorstands kann derzeit nur vorläufig bestimmt werden. Der Aufsichtsrat legt in seiner Sitzung am 25. März 2014 endgültig die variable Vergütung des Vorstands für die Erreichung der persönlichen Ziele fest. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsregelung wird der Aufsichtsrat über die Erreichung der Unternehmensziele erst im Jahr 2015 beschließen.
*** Der Zuteilungswert entspricht dem durchschnittlichen Kurs der KUKA Aktie im Zeitpunkt der Gewährung des Phantom-Share Programms durch den Aufsichtsrat. Dieser Zuteilungswert wird mit der vorläufigen Anzahl der Phantom-Shares multipliziert.
Dr. Till Reuter: Zuteilungswert = 34,49 € (Schlusskurs XETRA am 5. Juni 2013)
Peter Mohnen: Zuteilungswert = 32,20 € (Schlusskurs XETRA am 25. März 2013)
Für alle derzeit laufenden Phantom-Share-Programme (d. h. die Programme 2011 - 2013, 2012 - 2014 und 2013 - 2015) wurden Rückstellungen zum 31.12.2013 gebildet, die den zu erwartenden Gesamtaufwand aus diesen Programmen berücksichtigen.
Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern, deren Amtsperioden spätestens im Jahr 2008 geendet haben, Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt worden, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2013 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 9.763 T€ (HGB) (VJ. 10.016 T€).
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
1. Vergütungsstruktur
Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 1. Januar 2006 ist die Satzung dahingehend geändert worden, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste Vergütung erhalten.
Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung, welche 30 T€ beträgt und nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar ist.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält die vierfache, der Stellvertreter des Vorsitzenden die doppelte Vergütung. Für die Leitung der Hauptversammlung, sofern diese nicht vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats geleitet wird, sowie für die Mitgliedschaft in einem oder mehreren nicht nur vorübergehend tätigen Ausschüssen, erhalten Aufsichtsratsmitglieder eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 30 T€. Ein Ausschussvorsitzender erhält - auch wenn er mehreren Ausschüssen vorsitzt oder Mitglied in einem anderen Ausschuss ist - höchstens das Eineinhalbfache der jährlichen Vergütung; dies gilt nicht für den Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG.
Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsratssitzung (einschließlich der Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats) nach seiner Wahl entweder die Erstattung seiner Auslagen oder ein pauschales Sitzungsgeld von 450 € zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer. Den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, die bei der KUKA Aktiengesellschaft oder einer KUKA Konzerngesellschaft angestellt sind, steht auf Basis des Anstellungsvertrages weiterhin ein reguläres Gehalt zu.
2. Vergütung für die Jahre 2012 und 2013
Die folgende Tabelle enthält eine Gegenüberstellung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Geschäftsjahre 2012 und 2013:
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| in T€ | Zahlung in 2013 für 2012 | Zahlung in 2014 für 2013 |
|---|---|---|
| Bernd Minning Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Personalausschusses, des Strategie- und Entwicklungsausschusses, des Vermittlungsausschusses und des Nominierungsausschusses | 165 | 165 |
| Michael Leppek | ||
| Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats | ||
| (ab 12. September 2013) | 0 | 25 |
| Dr. Walter Bickel | ||
| Vorsitzender des Prüfungsausschusses | ||
| (ab 5. Juni 2013) | 0 | 43 |
| Prof. Dr. Dirk Abel | 60 | 60 |
| Dr. Uwe F. Ganzer | ||
| Vorsitzender des Prüfungsausschusses | ||
| (bis 5. Juni 2013) | 75 | 32 |
| Thomas Kalkbrenner | ||
| Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats | ||
| (bis 29. August 2013) | 31 | 59 |
| Jürgen Kerner | ||
| Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats | ||
| (bis 6. Juni 2012) | 39 | 0 |
| Armin Kolb | ||
| (ab 5. Juni 2013) | 0 | 35 |
| Dr. Michael Proeller | 60 | 60 |
| Prof. Dr. Uwe Loos | ||
| Vorsitzender des Technologie- und Produktionsausschusses | 75 | 75 |
| Carola Leitmeir | 60 | 60 |
| Fritz Seifert | ||
| (bis 5. Juni 2013) | 60 | 26 |
| Wilfried Eberhardt | 30 | 30 |
| Siegfried Greulich | 60 | 60 |
| Thomas Knabel | 60 | 60 |
| Guy Wyser-Pratte | 60 | 60 |
Bilanz zum 31. Dezember 2013
der KUKA Aktiengesellschaft
AKTIVA
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| An lagevermögen | (1) | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2.117 | 2.723 | |
| Sachanlagen | 15.626 | 40.445 | |
| Finanzanlagen | 173.573 | 173.573 | |
| 191.316 | 216.741 | ||
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | (2) | 74 | 71 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (3) | 220.706 | 184.684 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | (4) | 11.425 | 8.069 |
| Wertpapiere | (5) | - | 35.003 |
| 232.205 | 227.827 | ||
| Flüssige Mittel | (6) | 162.169 | 346.126 |
| 394.374 | 573.953 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | (7) | 1.420 | 927 |
| 587.110 | 791.621 | ||
| Passiva | |||
| in TEUR | Anhang | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | (8) | 88.180 | 88.180 |
| Kapitalrücklage | (9) | 72.993 | 83.481 |
| Andere Gewinnrücklagen | (10) | 24.423 | 57.519 |
| Bilanzgewinn | (11) | 8.289 | 34.602 |
| 193.885 | 263.782 | ||
| Rückstellungen | (12) | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 11.905 | 11.590 | |
| Steuerrückstellungen | 55 | 1.932 | |
| Sonstige Rückstellungen | 19.052 | 21.452 | |
| 31.012 | 34.974 | ||
| Verbindlichkeiten | (13) | ||
| Anleihen | (14) | 202.000 | 309.426 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (15) | 2.357 | 3.040 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.269 | 3.180 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (16) | 153.842 | 171.981 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen | (17) | 2.520 | 2.540 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (18) | 225 | 2.698 |
| 362.213 | 492.865 | ||
| 587.110 | 791.621 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
der KUKA Aktiengesellschaft
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| in TEUR | Anhang | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|
| Andere aktivierte Eigenleistungen | (19) | 1.567 | 314 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (20) | 43.913 | 41.539 |
| Personalaufwand | (21) | -21.245 | -23.594 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | (22) | -2.950 | -3.159 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (23) | -33.981 | -38.392 |
| Beteiligungsergebnis | (24) | 65.267 | 81.037 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren | (25) | - | 211 |
| Abschreibung auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | (25) | - | -36 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | (25) | 24.491 | 16.374 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (25) | -20.944 | -30.029 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 56.118 | 44.265 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (26) | 13.224 | 21.927 |
| Jahresüberschuss | 69.342 | 66.192 | |
| Gewinnvortrag (Vorjahr Verlustvortrag) aus dem Vorjahr | -61.053 | 1.506 | |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | -33.096 | |
| Bilanzgewinn | (27) | 8.289 | 34.602 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2013
KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg
ALLGEMEINE ANGABEN
AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE
Der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, wurde für das Geschäftsjahr 2013 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung ist das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen" erweitert.
Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten wie auch die ergänzenden Angaben sind im Folgenden einzeln dargestellt.
Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt; die Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 unverändert geblieben.
BILANZIERUNG UND BEWERTUNG
AKTIVA
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre.
Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Den planmäßigen Abschreibungen werden bei Gebäuden Nutzungsdauern zwischen 25 und 50 Jahren, bei übrigen Sachanlagen zwischen 3 und 15 Jahren zu Grunde gelegt. Die Abschreibung erfolgt ausschließlich linear. Darüber hinaus werden der technische Fortschritt und die Wirtschaftlichkeit der Nutzung entsprechend berücksichtigt. Es wurde seit dem Jahr 2010 nach der Neuregelung im Wachstumsbeschleunigungsgesetz von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 410,00 EUR im Zeitpunkt des Zugangs voll abzuschreiben und als Abgang zu zeigen. Selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR in den Jahren 2008 und 2009 wurden gemäß den steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt. Der Sammelposten wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Wirtschaftsjahren pro Jahr um ein Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.
Die Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen. Diese werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.
Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren Stichtagspreis, bewertet. Soweit erforderlich, sind Bestandsrisiken durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung individueller Abschläge für alle erkennbaren Risiken bewertet. Langfristige unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Barwert bilanziert.
Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen späteren bestimmten Zeitraum darstellen.
PASSIVA
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck nach der Projected Unit Credit Methode gebildet. Bei der Berechnung der Rückstellung wurde der von der deutschen Bundesbank per 31.10.2013 veröffentlichte Marktzins der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Daneben werden weitere Berechnungsparameter, wie unter Ziffer (12) des Anhangs aufgeführt, unterstellt.
Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und verrechnet. Der beizulegende Zeitwert bemisst sich nach dem Aktivwert.
Der Ausweis der Zinskomponente in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen erfolgt im Sinne einer betriebswirtschaftlich richtigen Darstellung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit nicht im Personalaufwand, sondern im Zinsergebnis.
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste sowie für sonstige künftige Belastungen gebildet. Die Rückstellungen werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins angesetzt.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Latente Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in späteren Jahren umkehren sowie aus bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen und aus steuerlichen Zinsvorträgen im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG. Steuerliche Verlustvorträge werden nur berücksichtigt, sofern mit einer Verlustverrechnung innerhalb von fünf Jahren gerechnet wird. Es werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuer erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 30%. Die daraus resultierenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden saldiert. Nach der Saldierung verbleibende aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Eine Analyse der bestehenden Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz hat ergeben, dass die aktiven latenten Steuern im Wesentlichen auf temporäre Differenzen aus den Bereichen der Vorratsbewertung, der Pensionsrückstellungen und der Drohverlustrückstellungen sowie aus Latenzen der steuerlichen Verlustvorträge resultieren.
Als Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden die am Bilanzstichtag valutierten Beträge angegeben.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Kostenumlagen werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen und entsprechend den erbrachten bzw. empfangenen Leistungen als sonstige betriebliche Erträge bzw. unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus Gutschriften an Organgesellschaften in Höhe von 25.111 TEUR (Vorjahr 18.658 TEUR).
Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen
Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden von der KUKA Aktiengesellschaft zu Bedingungen wie unter fremden Dritten geschlossen.
WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Anschaffungskurs bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Aus der Fremdwährungsbewertung resultierende Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Folgende Umrechnungskurse kamen zur Anwendung:
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| Land | Währung | 31.12.2012 | Stichtagskurs 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| Brasilien | BRL | 2,7036 | 3,2576 |
| China | CNY | 8,2207 | 8,3491 |
| Indien | INR | 72,5600 | 85,3660 |
| Japan | JPY | 113,6100 | 144,7200 |
| Kanada | CAD | 1,3137 | 1,4671 |
| Korea | KRW | 1.406,2300 | 1.450,9300 |
| Malaysia | MYR | 4,0347 | 4,5221 |
| Mexiko | MXN | 17,1845 | 18,0731 |
| Rumänien | RON | 4,4445 | 4,4710 |
| Russland | RUB | 40,3295 | 45,3246 |
| Schweden | SEK | 8,5820 | 8,8591 |
| Schweiz | CHF | 1,2072 | 1,2276 |
| Taiwan | TWD | 38,4500 | 40,9807 |
| Thailand | THB | 40,3470 | 45,1780 |
| Tschechische Republik | CZK | 25,1510 | 27,4270 |
| Ungarn | HUF | 292,3000 | 297,0400 |
| USA | USD | 1,3194 | 1,3791 |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,8161 | 0,8337 |
| Vietnam | VND | 27.596,4850 | 28.967,5900 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(1) ANLAGEVERMÖGEN
Die Entwicklung des Anlagevermögens der KUKA Aktiengesellschaft ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.
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| Anschaffungskosten/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.01.2013 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte | 9.635 | 1.925 | 158 | 1 | 11.403 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 393 | - | 392 | -1 | - |
| 10.028 | 1.925 | 550 | - | 11.403 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 48.835 | 1.325 | 1.404 | 260 | 49.016 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 4.635 | 500 | 157 | 666 | 5.644 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.056 | 1.436 | 737 | 3 | 11.758 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 930 | 23.446 | -929 | 23.447 | |
| 65.456 | 26.707 | 2.298 | - | 89.865 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 233.250 | - | - | - | 233.250 |
| 233.250 | - | - | - | 233.250 | |
| Summe | 308.734 | 28.632 | 2.848 | - | 334.518 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 01.01.2013 | Zugänge | Abgänge | Stand am 31.12.2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte | 7.911 | 921 | 152 | 8.680 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | - | 392 | 392 | - |
| 7.911 | 1.313 | 544 | 8.680 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 36.719 | 797 | 1.377 | 36.139 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 4.145 | 112 | 146 | 4.111 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.966 | 937 | 733 | 9.170 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | ||||
| 49.830 | 1.846 | 2.256 | 49.420 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 59.677 | 59.677 | ||
| 59.677 | - | - | 59.677 | |
| Summe | 117.418 | 3.159 | 2.800 | 117.777 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Stand am 31.12.2012 | Stand am 31.12.2013 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Rechte und Werte | 1.724 | 2.723 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 393 | - |
| 2.117 | 2.723 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 12.116 | 12.877 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 490 | 1.533 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.090 | 2.588 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 930 | 23.447 |
| 15.626 | 40.445 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 173.573 | 173.573 |
| 173.573 | 173.573 | |
| Summe | 191.316 | 216.741 |
Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahres sind im zusammengefassten Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns genannt. Im November 2013 wurde auf dem Firmengelände eine Kinderkrippe eröffnet. Dafür erhaltene Zuschüsse der öffentlichen Hand i.H.v. 733 TEUR wurden direkt von den Anschaffungskosten abgesetzt.
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der KUKA Aktiengesellschaft findet sich am Ende des Anhangs.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2012 veränderte sich der Anteilsbesitz durch den Erwerb der CMA Technology SRL, Sibiu/Rumänien sowie durch die Gründung der KUKA Robotics Australia Pty. Ltd., Victoria/Australien.
(2) VORRÄTE
Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.
(3) FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Finanzmitteln und aus Kostenumlagen an Konzernunternehmen ausgewiesen. Langfristige Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag nicht (Vorjahr: 0 TEUR).
(4) SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt ausgewiesen. Davon betreffen 6.583 TEUR (Vorjahr: 8.063 TEUR) das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 KStG. Der Ansatz erfolgte unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 4,25%. Das Körperschaftsteuerguthaben wird bis 2017 in jährlich gleichbleibenden Raten in Höhe von 1.804 TEUR ausbezahlt.
Daneben enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände erbrachte Dienstleistungen im Rahmen des KUKA Facility Managements an fremde Dritte.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 4.778 TEUR (Vorjahr: 6.258 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
(5) WERTPAPIERE
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens enthalten ausschließlich festverzinsliche Schuldtitel und werden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.
(6) FLÜSSIGE MITTEL
Neben Guthaben bei Kreditinstituten sind in diesem Posten Schecks und Kassenbestände ausgewiesen.
Bei der KUKA Aktiengesellschaft werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Außerdem werden anzulegende Gelder zur Risikodiversifikation über mehrere Institute verteilt.
(7) AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
Disagios werden aktiviert und über die Laufzeit der zugrundeliegenden Verbindlichkeit abgeschrieben. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen das Disagio aus der Unternehmensanleihe (per 31.12.2013: 564 TEUR, 31.12.2012: 900 TEUR).
(8) GEZEICHNETES KAPITAL
Grundkapital
Das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft beträgt 88.180.120,60 EUR, eingeteilt in 33.915.431 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 EUR je Aktie. Alle Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Abs. 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien einmalig oder mehrmals um bis zu 44.090.059,00 EUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2011 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10% des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10%-Grenze werden Aktien angerechnet, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. April 2010 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des §186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind. Von der vorstehend erteilten Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben Aktien 30% des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung, noch - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.
Bedingtes Kapital
Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.156.513,40 EUR, eingeteilt in bis zu Stück 1.598.659 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2010).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der am 12. Februar 2013 gegen Bareinlagen begebenen Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht gemäß den Anleihebedingungen Gebrauch machen. Die am 12. Februar 2012 im Wege einer Privatplatzierung begebene Wandelschuldverschreibung hatte (ursprünglich) einen Gesamtnennbetrag von 58.800.000 EUR.
Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach den Anleihebedingungen jeweils maßgeblichen Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil, nicht jedoch für vergangene Geschäftsjahre, selbst wenn für diese noch kein Gewinn ausgeschüttet worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 39.933.545,60 EUR, eingeteilt in bis zu Stück 15.359.056 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2013).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 05. Juni 2013 bis zum 4. Juni 2018 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen
Unter teilweiser Ausnutzung der entsprechenden Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und des vorstehend beschriebenen bedingten Kapitals 2013 hat die KUKA Aktiengesellschaft am 26. Juli 2013 im Wege einer Privatplatzierung eine weitere Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 91.200.000 EUR begeben.
Die am 26. Juli 2013 begebene Wandelschuldverschreibung stellt dabei eine Aufstockung der bereits am 12. Februar 2013 begebenen Wandelschuldverschreibung dar. Die beiden Schuldverschreibungen haben - mit Ausnahme des Ausgabetages - die gleiche Ausstattung und bilden eine einheitliche Wandelschuldverschreibung; sie haben die gleiche Wertpapierkennnummer (ISIN DE000A1R09V9) und sind zum Handel im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.
Aus dieser (einheitlichen) Schuldverschreibung entsteht die Verpflichtung zugunsten der Anleihegläubiger, jede Schuldverschreibung im Wert von nominal 100.000 EUR gemäß dem Wandlungsrecht jederzeit während des Ausübungszeitraums ganz, nicht jedoch teilweise, zum aktuellen Wandlungspreis von 36,8067 EUR pro Aktie in auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60 EUR zu wandeln. Machen sämtliche Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch, wird das Kapital der Gesellschaft durch Ausgabe von -vorbehaltlich der Verwässerungsschutzbestimmungen der Anleihebedingungen - derzeit 4.075.345 neuen Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60 EUR um 10.595.897 EUR erhöht.
(9) KAPITALRÜCKLAGE
Die Veränderung der Kapitalrücklage von 10,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus dem Agio aus der Begebung der zweiten Tranche der Wandelschuldverschreibung im Juli 2013.
(10) ANDERE GEWINNRÜCKLAGEN
Vom Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2013 wurden 33.096 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
(11) BILANZGEWINN
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| TEUR | |
|---|---|
| Bilanzgewinn 01.01. | 8.289 |
| Ausschüttung Dividende | -6.783 |
| Gewinnvortrag | 1.506 |
| Jahresüberschuss 2013 | 66.192 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | -33.096 |
| Bilanzgewinn 31.12. | 34.602 |
(12) RÜCKSTELLUNGEN
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 11.905 | 11.590 |
| Steuerrückstellungen | 55 | 1.932 |
| Sonstige Rückstellungen | ||
| Drohverlustrückstellungen | 390 | 7 |
| Personalbereich | 7.951 | 9.994 |
| Übrige Rückstellungen | 10.711 | 11.451 |
| Summe | 31.012 | 34.974 |
Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam:
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| 31.12.2012 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 5,06% | 4,90% |
| Gehaltstrend | 2,50% | 2,50% |
| Rententrend | 1,75% - 2,50% | 1,75% - 2,50% |
Daneben bestehen bei der KUKA Aktiengesellschaft sogenannte Deferred Compensation Modelle. Hierbei handelt es sich um Altersversorgungszusagen, deren Verpflichtungsumfang sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bemisst. Insoweit erfüllen diese Zusagen die Voraussetzungen sog. "wertgebundener Versorgungszusagen". Der Wertansatz der Verpflichtungen erfolgt somit in Höhe des jeweiligen Zeitwertes der Versicherungsverträge (per 31.12.2013: 270 TEUR; Vorjahr: 244 TEUR). Da die Vermögensgegenstände dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, handelt es sich um sogenanntes Deckungsvermögen. Demnach ist gem. § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB eine Saldierung beider Beträge vorzunehmen, woraus sich ein Bilanzansatz i.H.v. 0 EUR ergibt. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens entsprechen dem Zeitwert.
Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden auf Basis tatsächlicher Vereinbarungen sowie wahrscheinlicher künftiger Verpflichtungen als Erfüllungsrückstand mit dem Barwert gemäß den Vorschriften des IDW RS HFA 3 unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,65% (Vorjahr: 3,98%) bewertet. Die erwartete Dynamik der Altersteilzeitverpflichtung bzw. deren Bemessungsgrundlagen wird entsprechend dem Ansatz eines Gehaltstrends i.H.v. 2,50% (Vorjahr: 2,50%) berücksichtigt. Im Zuge der Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden Erfüllungsrückstände über Versicherungsunternehmen abgesichert. Der Wert dieser Versicherungspolicen ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dient ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus den Altersteilzeitverträgen; daher erfolgt auch hier eine Verrechnung mit den Schulden (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Im Berichtsjahr wurden gemäß diesem Verrechnungsgebot Verpflichtungen in Höhe von 829 TEUR (Vorjahr: 1.000 TEUR) mit korrespondierendem Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 588 TEUR (Vorjahr: 624 TEUR) sowie Aufwendungen in Höhe von 35 TEUR (Vorjahr: 49 TEUR) mit Erträgen in Höhe von 14 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR) saldiert. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle notwendigen Vorsorgebeträge für die Risiken der KUKA Aktiengesellschaft. Darunter fallen insbesondere ausstehende Rechnungen, Personalaufwendungen, Aufsichtsratsvergütungen, drohende Verluste, sonstige Risiken und sonstige noch anfallende Kosten.
Die Gesellschaft hat im Jahr 2013 im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms (MAP) KUKA Aktien für die inländischen KUKA - Mitarbeiter erworben (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG) und diese mit dem gewichteten Börsenkurs vom 3. Arbeitstag nach Beendigung des MAP's als Erwerbspreis an die Mitarbeiter weiter veräußert.
Insgesamt wurden im Berichtsjahr 32.130 Stückaktien erworben und weiterveräußert. Daneben stehen den Mitarbeitern der Gesellschaft gestaffelt nach der Haltezeit der Aktien weitere Bonusaktien zu. Hierfür ist ein Betrag von 100 TEUR in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.
Neben dem Mitarbeiteraktienprogramm verfügt die KUKA seit 2012 für die Mitglieder des Oberen Führungskreises über ein jährliches Phantom Share Programm. Das Phantom Share Programm wird als aktienorientiertes Vergütungsinstrument mit Barausgleich mit dem jeweils beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die bewertungsrelevanten Parameter entsprechen dabei dem Phantom Share Programm des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft. Am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit werden die Ansprüche daraus ausbezahlt. Eine vorzeitige Auszahlung ist nur unter bestimmten Bedingungen beim Ausscheiden aus dem Konzern möglich. Zum 31. Dezember 2013 wurde für die künftigen Ansprüche aus dem Phantom Share Programm für den Oberen Führungskreis der KUKA Aktiengesellschaft ein Betrag von 937 TEUR (Vorjahr: 337 TEUR) zurückgestellt. Zu weiteren Details zur Ausgestaltung des Phantom Share Programms verweisen wir auf den Vergütungsbericht.
(13) VERBINDLICHKEITEN
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| Restlaufzeit | Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | bis zu 1 Jahr | 1-5 Jahre | >5 Jahre | 31.12.2012 gesamt | bis zu 1 Jahr | 1-5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihen | - | 202.000 | - | 202.000 | - | 309.426 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.357 | - | - | 2.357 | 3.040 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.269 | - | - | 1.269 | 2.359 | 821 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 153.842 | - | - | 153.842 | 171.981 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (verbundene Unternehmen) | 148 | 592 | 1.780 | 2.520 | 140 | 560 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 225 | - | - | 225 | 2.698 | - |
| Summe | 157.841 | 202.592 | 1.780 | 362.213 | 180.218 | 310.807 |
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| Restlaufzeit | ||
|---|---|---|
| TEUR | >5 Jahre | 31.12.2013 gesamt |
| --- | --- | --- |
| Anleihen | - | 309.426 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | 3.040 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 3.180 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | - | 171.981 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (verbundene Unternehmen) | 1.840 | 2.540 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - | 2.698 |
| Summe | 1.840 | 492.865 |
(14) ANLEIHEN
Unternehmensanleihe
Im November 2010 hat die KUKA Aktiengesellschaft eine Anleihe mit einem Nominalbetrag von 202,0 Mio. EUR platziert. Der Ausgabepreis betrug 99,3605%, was einem Mittelzufluss von 200,7 Mio. EUR entspricht. Die Anleihe wurde mit einer Stückelung zu 50.000,00 EUR begeben und ist mit einem Zinskupon von 8,75% p.a. ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jeweils am 15. Mai und am 15. November.
Die Laufzeit der Anleihe endet spätestens am 15. November 2017 und wird durch Zahlung in Höhe des Nennbetrags zuzüglich der bis dahin angefallenen Zinsen getilgt. Die Emittentin hat das Recht, die Anleihe vorzeitig zu kündigen. Der erste mögliche Kündigungstermin ist der 15. November 2014. Der festgelegte Rückzahlungspreis zu diesem Kündigungstermin beträgt 104,375%.
Im Berichtsjahr wurden zur Anpassung des Finanzierungsportfolios Anteile im Nominalwert von 42,6 Mio. EUR marktmäßig zu Kursen zwischen 110,89 und 112,55 zurück erworben. Damit beträgt das ausstehende Nominalvolumen nur noch 159,4 Mio. EUR.
Die Anleihe ist an der Börse Luxemburg gelistet (ISIN DE000A1E8X87/WKN A1E8X8). Der letzte in 2013 an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Anleihe betrug 110,75 % (per 31.12.2012: 113,75%).
Wandelschuldverschreibung
Die KUKA Aktiengesellschaft hat im Februar eine Wandelschuldverschreibung mit einer Laufzeit bis Februar 2018 und einem Nennbetrag von 58,8 Mio. EUR (Tranche 1) emittiert und im Juli 2013 um nominal 91,2 Mio. EUR (Tranche 2) aufgestockt. Damit hat die Wandelschuldverschreibung nun einen Gesamtnennbetrag von 150,0 Mio. EUR. Die Stückelung beträgt 100.000 EUR. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 36,8067 EUR pro Aktie, das Wandlungsverhältnis liegt damit bei 2.716,8967 Aktien pro einzelnes 100.000 EUR-Stück. Insgesamt berechtigt die Wandelanleihe zur Wandlung in bis zu 4.075.344 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA AG (davon 1.597.535 aus der Tranche im Februar 2013 und 2.477.809 aus der Tranche im Juli 2013). Das Wandlungsrecht kann während der gesamten Laufzeit der Wandelanleihe ausgeübt werden. Die Anleihe ist mit einem Zinskupon von 2,0 % p. a. ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen halbjährlich jeweils am 12. Februar und am 12. August, erstmalig am 12. August 2013.
Die Wandelschuldverschreibung ist im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet (ISIN DE0006204407 / WKN A1R09V). Der letzte in 2013 an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Wandelschuldverschreibung betrug 115,26 %.
Die Wandelschuldverschreibung wurde bilanziell als Verbindlichkeit erfasst und der Ausgabeaufschlag i.H.v, 10.488 TEUR in die Kapitalrücklage eingestellt. In 2013 wurde für die Anleihe ein Zinsaufwand von 4,1 Mio. EUR verbucht.
(15) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN
Die zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen abzugrenzende Zinsen im Zusammenhang mit der Unternehmensanleihe und der Wandelschuldverschreibung.
Konsortialkredit
Im Dezember 2013 hat der KUKA Konzern vor dem Hintergrund der deutlich verbesserten wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens seinen in 2010 abgeschlossenen, besicherten Konsortialkredit vorzeitig zu deutlich besseren Konditionen refinanziert. Die Zahl der Konsortialbanken ist von sieben auf fünf gesunken. Joint Bookrunner und Mandated Lead Arranger sind Commerzbank und Deutsche Bank. UniCredit und LBBW agieren als weitere Mandated Lead Arranger. Die französische Großbank BNP Paribas ist als Lead Arranger neu zum Bankkreis hinzugekommen. Der im Dezember 2013 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag hat ein Volumen von 160,0 Mio. EUR (davon 50,0 Mio. EUR Barkreditlinie und 110,0 Mio. EUR Avallinie) und eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Barkreditlinie kann wahlweise auch als Avallinie genutzt werden. Der neue Konsortialkredit wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen.
Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet finanzielle und nichtfinanzielle Convenants. Die wesentlichen finanziellen Covenants betreffen Minimalwerte für den Zinsdeckungsgrad (Verhältnis von Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] zu Nettozinsaufwand), sowie Obergrenzen für den Leverage (Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zu [EBITDA]) sowie für das Gearing (Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital). Der Headroom zu den jeweiligen Grenzwerten betrug bei allen Covenants mehr als 50%.
Die Inanspruchnahme der Avallinie belief sich zum Stichtag auf 53,9 Mio. EUR (Vorjahr: 109,4 Mio. EUR); die bestehende Betriebsmittellinie wurde in Höhe von 3,4 Mio. EUR in Anspruch genommen (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR).
Bedingt durch die Änderungen in der Zusammensetzung des Bankenkonsortiums des neuen gegenüber dem alten Konsortialkreditvertrags, waren die durch ausgeschiedene Banken herausgelegten Avalvolumina zurückzuführen. Dies geschah durch Barunterlegung der noch laufenden Avale dieser Banken auf verpfändeten Bankkonten. Dies ist per 31.12.2013 in Höhe von 6,1 Mio. EUR erfolgt. Die KUKA kann über diese Gelder erst mit Ablauf bzw. Rückgabe der zu Grunde liegenden Avale verfügen.
Aval-Linien von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften
Die von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des Konsortialkreditvertrags zugesagten Aval-Linien belaufen sich zum 31.12.2013 auf 72,8 Mio. EUR (Vorjahr 62,0 Mio. EUR), die in vollem Umfang genutzt werden können. Im Vorjahr war die Nutzung durch Regelungen des alten Konsortialkreditvertrags noch auf maximal 45,0 Mio. EUR begrenzt. Die Ausnutzung betrug zum Ende des Berichtsjahres 50,4 Mio. EUR (Vorjahr: 39,5 Mio. EUR). Über die vertraglich kontrahierten Linien hinaus liegen Zusagen der bereits im KUKA Konzern engagierten Kautionsversicherer für Linienerhöhungen vor, so dass der durch den neuen Konsortialkreditvertrag gesetzte Rahmen von 100,0 Mio. EUR voll durch kontrahierte Linien ausgeschöpft werden wird.
(16) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Finanzmittel.
(17) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER UNTERSTÜTZUNGSEINRICHTUNGEN
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen betreffen die KUKA Unterstützungskasse GmbH sowie die IWK Unterstützungseinrichtung GmbH.
(18) SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 2.485 TEUR (Vorjahr: 92 TEUR) enthalten. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden wie im Vorjahr nicht.
(19) ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
Die Position betrifft aktivierte Eigenleistungen im Zusammenhang mit Verbesserungen und Erneuerungen im Bereich der Grundstücke und Gebäude sowie der IT-Infrastruktur.
(20) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Dienstleistungen im Rahmen des KUKA Facility Managements, Mieten und Pachten, Kurserträge sowie Umlagen an verbundene in- und ausländische Unternehmen für Dienstleistungen. Kurserträge aus der Fremdwährungsumrechnung betragen insgesamt 2.319 TEUR (Vorjahr: 5.191 TEUR). Periodenfremde Erträge sind im Geschäftsjahr in Höhe von 267 TEUR (Vorjahr: 1.104 TEUR) angefallen. Im Wesentlichen resultieren diese aus der Auflösung von in früheren Jahren gebildeten Rückstellungen.
(21) PERSONALAUFWAND / MITARBEITER
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| TEUR | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 18.696 | 21.223 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 2.549 | 2.371 |
| (davon Altersversorgung) | (612) | (214) |
| Summe | 21.245 | 23.594 |
Im Jahresdurchschnitt sowie zum Bilanzstichtag wurden bei der KUKA Aktiengesellschaft beschäftigt:
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| Jahresdurchschnitt | Stichtag | |||
|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Angestellte | 174 | 189 | 173 | 203 |
| Auszubildende | 5 | 4 | 5 | 5 |
| Werkstudenten | 3 | 4 | 4 | 4 |
| Mitarbeiter | 182 | 197 | 182 | 212 |
(22) ABSCHREIBUNGEN
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 2.766 TEUR (Vorjahr: 2.950 TEUR). Die außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 393 TEUR betreffen eine nicht fertiggestellte Software.
(23) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen der KUKA Aktiengesellschaft sind Sachkosten, Kursverluste sowie Zuführungen zu Rückstellungen enthalten. Kursaufwendungen aus Währungsumrechnung betragen 5.160 TEUR (Vorjahr: 6.534 TEUR). Periodenfremde Aufwendungen sind im Geschäftsjahr in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr: 0 EUR) angefallen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Einmalbetrag in Höhe von 215 TEUR aus der vorzeitigen Terminierung des Konsortialkreditvertrags enthalten. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf einen separaten Ausweis der sonstigen Steuern verzichtet und diese Position in Höhe von 563 TEUR (Vorjahr: 669 TEUR) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Bezüglich der in 2013 als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang der KUKA Aktiengesellschaft.
(24) BETEILIGUNGSERGEBNIS
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| TEUR | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 44.013 | 19.622 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen | 59.583 | 76.258 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen | -38.329 | -14.843 |
| Summe | 65.267 | 81.037 |
In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und den Aufwendungen aus Verlustübernahmen sind die Ergebnisse der KUKA Dienstleistungs-GmbH, KUKA Laboratories GmbH, KUKA Roboter GmbH und der KUKA Systems GmbH, enthalten.
(25) ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN AUS ZINSEN UND WERTPAPIEREN
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| TEUR | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Erträge aus anderen Wertpapieren | 0 | 211 |
| Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0 | -36 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 24.491 | 16.374 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (23.498) | (15.365) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -20.944 | -30.029 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | (-1.579) | (-1.043) |
| Summe | 3.547 | -13.480 |
Die enthaltenen Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen betragen 729 TEUR (Vorjahr: 746 TEUR).
(26) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:
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| TEUR | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Steueraufwendungen | -5.434 | -3.184 |
| Erträge aus Belastungen und Gutschriften an Organgesellschaften | 18.658 | 25.111 |
| Summe | 13.224 | 21.927 |
Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Auf Grund dessen übt die Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs.1. Satz 2 HGB dahingehend aus, dass keine aktiven latenten Steuern in der Bilanz angesetzt werden.
Steuernachzahlungen von 274 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und Erstattungen von 1.129 TEUR (Vorjahr: 264 TEUR) für vorangegangene Veranlagungszeiträume wurden im Steueraufwand berücksichtigt.
(27) BILANZGEWINN AUS DEM VORJAHR
Für das Geschäftsjahr 2012 wurde eine Dividende in Höhe von 6.783 TEUR ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag von 1.506 TEUR wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
(28) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
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| TEUR | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Bürgschaften | 129.683 | 79.018 |
| Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen | 29.045 | 38.846 |
| Summe | 158.728 | 117.864 |
Die Verpflichtungen aus Bürgschaften betreffen im Wesentlichen Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen.
Die Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen resultieren überwiegend aus der Besicherung von Leasingvereinbarungen sowie Zahlungs- und Vertragserfüllungsgarantien zu Gunsten verbundener Unternehmen.
Die zugrundeliegenden Verpflichtungen können von den betroffenen Gesellschaften nach unserer Kenntnis allesamt erfüllt werden. Deshalb rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme.
(29) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
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| TEUR | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | ||
| fällig bis 1 Jahr | 837 | 1.163 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (637) | (870) |
| fällig 1 bis 5 Jahre | 188 | 579 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (0) | (316) |
| Summe | 1.025 | 1.742 |
| Bestellobligo | ||
| gesamt | 93 | 40.549 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (0) | (0) |
| Summe | 93 | 40.549 |
| Sonstige Verpflichtungen | ||
| fällig bis 1 Jahr | 2.012 | 2.373 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (0) | (0) |
| fällig 1 bis 5 Jahre | 982 | 1.955 |
| Summe | 2.994 | 4.328 |
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten Leasingvereinbarungen über PKW und Büroräume.
Die Erhöhung der Bestellobligoposition betrifft im Wesentlichen den Neubau eines Entwicklungs- und Technologiezentrums am Standort Augsburg.
Die sonstigen Verpflichtungen betreffen insbesondere noch zu erbringende Flugdienstleistungen, EDV-Wartungs- und Versicherungsverträge sowie Abnahmeverpflichtungen für noch zu erbringende Marketingleistungen.
(30) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Die Aufgaben zur Steuerung und Verwaltung von Zins- und Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft des KUKA-Konzerns werden überwiegend von der KUKA Aktiengesellschaft wahrgenommen. Die Gesellschaften des KUKA-Konzerns sind im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit vor allem Währungsrisiken ausgesetzt. Die Absicherung gegen diese Risiken erfolgt durch marktübliche Instrumente wie Devisentermingeschäfte und Non-Deliverable-Forwards in Form von OTC-Geschäften. Einheitliche Konzernrichtlinien regeln die Abwicklung der Geschäfte unter strenger Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle.
Zur Absicherung des Währungsänderungsrisikos zielt die Kurssicherungsstrategie auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente durch die KUKA Aktiengesellschaft bei Banken erfolgt größtenteils für inländische Konzerngesellschaften und steht in direktem Zusammenhang mit der Herstellung oder dem Verkauf der Produkte und Dienstleistungen. Dabei werden die von der KUKA Aktiengesellschaft erreichten Banken- und Sicherungskonditionen unverändert an die Gesellschaften intern weitergegeben.
Die KUKA Aktiengesellschaft schließt eigene Fremdwährungsgeschäfte im Zusammenhang mit der Finanzierung ausländischer Gesellschaften ab.
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| Nominalvolumen | Marktwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2013 | Laufzeit bis 1 Jahr | Laufzeit 1 - 5 Jahre | 31.12.2012 gesamt | Laufzeit bis 1 Jahr |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte mit Banken | 171.885 | 135.640 | -3.327 | 70 | -3.257 | 1.402 |
| gegenläufig mit verb. und sonst.Unternehmen | 138.284 | 93.872 | 2.977 | -70 | 2.907 | -61 |
| 310.169 | 229.512 | -350 | 0 | -350 | 1.341 |
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| TEUR | Laufzeit 1 - 5 Jahre | 31.12.2013 gesamt |
|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte mit Banken | 12 | 1.414 |
| gegenläufig mit verb. und sonst.Unternehmen | -5 | -66 |
| 7 | 1.348 |
Die aufgeführten Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem fremde Dritte die Rechte oder Pflichten aus den derivativen Finanzinstrumenten übernehmen würden. Die Mark-to-Market-Bewertung erfolgte nach der Zero-Coupon-Methode.
Das maximale Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente ist mit der Summe ihrer positiven Marktwerte anzusetzen. Zum 31.12.2013 betrug die Summe der positiven Marktwerte externer derivativer Finanzinstrumente 3.611 TEUR (Vorjahr: 1.696 TEUR) und die der negativen Marktwerte 2.197 TEUR (Vorjahr: 4.953 TEUR). Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihrer vertraglichen Verpflichtung nachkommen können und bei der KUKA Aktiengesellschaft somit ein finanzieller Verlust entsteht. Zur Diversifikation des Ausfallrisikos werden konzernexterne Derivativgeschäfte mit verschiedenen Geschäftspartnern einwandfreier Bonität eingegangen.
Für negative Marktwerte, die die KUKA Aktiengesellschaft betreffen, ist eine Drohverlustrückstellung von 7 TEUR (Vorjahr: 390 TEUR) gebildet.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATS
Mit Ausnahme der im Vergütungsbericht dargestellten Rechtsgeschäfte wurden mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft von keinem Unternehmen des KUKA Konzerns berichtspflichtige Geschäfte vorgenommen.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 3.147 TEUR (Vorjahr: 4.030 TEUR). Die amtierenden Vorstände erhielten im Geschäftsjahr ein Festgehalt inklusive Sachbezügen von 898 TEUR (Vorjahr: 676 TEUR). Für die erfolgs- und leistungsabhängige Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 ist eine Rückstellung in Höhe von 1.657 TEUR gebildet (Vorjahr: 1.184 TEUR); die endgültige Höhe der variablen Vergütung legt der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 25. März 2014 fest. Die Vergütungen nach dem Phantom-Share Programm 2013 - 2015 von 592 TEUR entsprechen den Zeitwerten bzw. Zuteilungswerten im Zeitpunkt der Gewährung.
Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2013 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 9.763 TEUR (Vorjahr: 10.016 TEUR).
Die Bezüge des Aufsichtsrats summierten sich im Geschäftsjahr 2013 auf 850 TEUR (Vorjahr: 835 TEUR).
Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Corporate Governance Berichts und fasst auch die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Lageberichts.
ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die gleichlautenden Entsprechenserklärungen gem. § 161 AktG des Vorstandes vom 03. Februar 2014 und des Aufsichtsrates vom 12. Februar 2014 sind im Internet über die Website der Gesellschaft (www.kuka-aq.de) allen Interessenten zugänglich.
MITTEILUNG ÜBER DAS BESTEHEN VON BETEILIGUNGEN NACH § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Nachfolgend werden die im Geschäftsjahr 2013 erfolgten Mitteilungen aufgeführt:
1. Die AXA S.A., Paris, Frankreich, hat mit Schreiben vom 08.02.2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitteilen lassen:
"Der Stimmrechtsanteil der AXA S.A., Paris, Frankreich, hat am 06.02.2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der KUKA Aktiengesellschaft überschritten und betrug zu diesem Zeitpunkt 3,21% (1.089.463 Stimmrechte). Diese 3,21%
(1.089.463 Stimmrechte) sind der AXA S.A. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen."
2. BlackRock, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 15. Mai 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 13. Mai 2013 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,13% (1.062.784 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.
3. BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 15. Mai 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 13. Mai 2013 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,13% (1.062.661 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Holdco 2, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.
4. BlackRock Financial Management, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 15. Mai 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 13. Mai 2013 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,13% (1.062.661 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Financial Management, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.
5. Herr Guy Wyser-Pratte, USA, hat uns am 29. Mai 2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Mein Stimmrechtsanteil an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140. 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 23. Mai 2013 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,5438% (862.758 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden mir gemäß § 22 Abs.1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
6. Die Wyser-Pratte Management Co. Inc., New York (NY), USA, hat uns am 29. Mai 2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der Wyser-Pratte Management Co. Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140. 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 23. Mai 2013 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 2,5438% (862.758 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden der Wyser-Pratte Management Co. Inc., gemäß § 22 Abs.1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.
7. BlackRock Advisors Holdings, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 13. Juni 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Advisors Holdings, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 11. Juni 2013 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,03% (1.028.681 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Advisors Holdings, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
8. BlackRock, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 16. September 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 12. September 2013 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Datum 5,01% (1.697.861 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
9. BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 16. September 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 12. September 2013 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Datum 5,01% (1.697.738 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Holdco 2, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
10. BlackRock Financial Management, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 16. September 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 12. September 2013 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Datum 5,01% (1.697.738 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Financial Management, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
11. BlackRock, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 18. Oktober 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 16. Oktober 2013 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,997% (1.694.913 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
12. BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 18. Oktober 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 16. Oktober 2013 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,997% (1.694.790 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Holdco 2, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
13. BlackRock Financial Management, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 18. Oktober 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 16. Oktober die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,997% (1.694.790 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Financial Management, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
14. BlackRock, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 21. Oktober 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 17. Oktober 2013 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Datum 5,02% (1.703.486 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
15. BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 21. Oktober 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 17. Oktober 2013 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Datum 5,02% (1.703.363 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Holdco 2, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
16. BlackRock Financial Management, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 21. Oktober 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 17. Oktober 2013 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Datum 5,02% (1.703.363 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Financial Management, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
17. BlackRock, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 11. November 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 7. November 2013 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,97% (1.685.243 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
18. BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 11. November 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 7. November 2013 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,97% (1.685.120 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Holdco 2, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
19. BlackRock Financial Management, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 11. November 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 7. November 2013 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,97% (1.685.120 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Financial Management, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
20. BlackRock, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 12. November 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 8. November 2013 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Datum 5,08% (1.722.272 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
21. BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 12. November 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 8. November 2013 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Datum 5,08% (1.722.149 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Holdco 2, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
22. BlackRock Financial Management, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 12. November 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 8. November 2013 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Datum 5,08% (1.722.149 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Financial Management, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
23. BlackRock, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 20. November 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 18. November 2013 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,997% (1.694.703 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
24. BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 20. November 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 18. November 2013 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,996% (1.694.580 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Holdco 2, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
25. BlackRock Financial Management, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 20. November 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 18. November die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt zu diesem Datum 4,996% (1.694.580 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Financial Management, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
26. Die Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, hat uns am 20.11.2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtanteil der Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 19.11.2013 die Schwelle von 20% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 19,80% (6.716.082 Stimmrechte).
27. Die Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, hat uns am 20.11.2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtanteil der Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 19.11.2013 die Schwelle von 20% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 19,80% (6.716.082 Stimmrechte).
Die Stimmrechte, die der Grenzebach GmbH & Co. KG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 19,80% (6.716.082 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgendes, kontrolliertes Unternehmen gehalten: Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland.
28. Die Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, hat uns am 20.11.2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtanteil der Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 19.11.2013 die Schwelle von 20% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 19,80% (6.716.082 Stimmrechte).
Die Stimmrechte, die der Grenzebach Verwaltungs-GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 19,80% (6.716.082 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, diese wiederum kontrollierend die Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland.
29. Herr Rudolf Grenzebach, Deutschland, hat uns mit Schreiben am 20.11.2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtanteil von Herrn Rudolf Grenzebach, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 19.11.2013 die Schwelle von 20% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 19,80% (6.716.082 Stimmrechte).
Die Stimmrechte, die Herrn Grenzebach gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 19,80% (6.716.082 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, diese wiederum kontrollierend die Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, diese wiederum kontrollierend die Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland.
30. Franklin Templeton Investment Funds, Luxembourg, Großherzogtum Luxembourg, hat uns mit Schreiben vom 29. November 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil des Franklin Templeton Investment Funds an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 27. November 2013 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,12% (1.057.422 Stimmrechte).
31. BlackRock, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 27. Dezember 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 24. Dezember 2013 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Datum 5,01% (1.699.142 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
32. BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington (DE), USA, hat uns mit Schreiben vom 27. Dezember 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco 2, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 24. Dezember 2013 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Datum 5,01% (1.699.019 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Holdco 2, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
33. BlackRock Financial Management, Inc., New York (NY), USA, hat uns mit Schreiben vom 27. Dezember 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 24. Dezember 2013 die Schwelle von 5% überschritten und beträgt zu diesem Datum 5,01% (1.699.019 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil wird der BlackRock Financial Management, Inc., nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet.
ORGANE
AUFSICHTSRAT
Bernd Minning Kaisheim
Vorsitzender des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft
Geschäftsführer (President & CEO):
Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach Bäumenheim
Grenzebach BSH GmbH, Bad Hersfeld
Grenzebach Shanghai GmbH, Asbach-Bäumenheim
Grenzebach International GmbH, Asbach-Bäumenheim
Board of director
Grenzebach Machinery (Jiashan) Ltd., China (Chairman)**
Grenzebach Machinery (Shanghai) Ltd., China (Chairman)**
Grenzebach Corporation, Newnan (Georgia), USA**
INOS Automation Software, Inc., Farmington Hills (Michigan), USA**
Swisslog Holding (Schweiz)**
Michael Leppek*** (ab 12.09.2013) München
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (ab 26.09.2013)
Erster Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg
MAN Diesel & Turbo SE*
SGL Carbon SE*
MTU Aero Engines AG* (bis 31.12.2013)
Nokia Solutions and Networks Management GmbH* (bis 31.12.2013)
Thomas Kalkbrenner*** (bis 29.08.2013) Offenbach
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 29.08.2013)
Gewerkschaftssekretär IG Metall Vorstand, Frankfurt
Prof. Dr. Dirk Abel Aachen
Universitätsprofessor
Direktor des Instituts für Regelungstechnik der RWTH Aachen
ATC GmbH (Aldenhoven Testing Center of RWTH Aachen University), Aachen**
Dr. Walter Bickel Grünwald
Unternehmensberater
Inhaber des Einzelunternehmens WB Consult
Geschäftsführender Gesellschafter der Bickel Jung Verwaltungs GmbH
Kommanditist der Bickel Jung & Company GmbH & Co. KG
Wilfried Eberhardt*** Aichach
Executive Vice President Marketing & Associations KUKA Roboter GmbH, Augsburg Prokurist KUKA Roboter GmbH, Augsburg
Dr. Uwe Ganzer (bis 05.06.2013) Bochum
Kaufmann
expert AG, Langenhagen*
Curanum AG, München (Aufsichtsratsvorsitzender)*
Siegfried Greulich*** Augsburg
Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Systems GmbH, Augsburg
Thomas Knabel*** Zwickau
2. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Zwickau
Armin Kolb*** Augsburg
Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Roboter GmbH, Augsburg
Carola Leitmeir*** Großaitingen
Vorsitzende des Betriebsrats der KUKA Laboratories GmbH, Augsburg
Prof. Dr. Uwe Loos Stuttgart
Industrieberater
Dorma Holding GmbH +Co.KGaA , Ennepetal*
Bharat Forge LTD , Pune , Indien**
CDP Bharat Forge GmbH, Ennepetal**
Bharat Forge Aluminiumtechnik, Brand-Erbisdorf**
Kenersys GmbH, Münster**
Fritz GmbH, Bietigheim Bissingen**
Dr. Michael Proeller Augsburg
Betriebswirt
geschäftsführender Gesellschafter Erhardt + Leimer GmbH, Augsburg
Geschäftsführer Erhardt + Leimer Elektroanlagen GmbH
Geschäftsführer Erhardt + Leimer Steuerungstechnik GmbH,
Augsburg Geschäftsführer Erhardt + Leimer Corrugated GmbH, Bielefeld
Erhardt + Leimer Inc, Duncan (South Carolina), USA**
Erhardt + Leimer, India Pvt. Ltd., Ahmedabad, Indien**
Erhardt + Leimer S.r.l., Bergamo, Italien**
Erhardt + Leimer do Brasil Ltda., Guarulhos Sao Paulo, Brasilien**
Erhardt + Leimer Limited, Burlington (Ontario), Kanada**
Erhardt + Leimer Japan Ltd., Yokohama, Japan**
Erhardt + Leimer France SARL, Mulhouse, Frankreich**
Erhardt + Leimer (Hangzhou) Co., Ltd., Hangzhou, China**
Erhardt + Leimer Korea, Ltd., Seoul, Südkorea**
Fritz Seifert*** (bis 05.06.2013) Schwarzenberg
Mitglied des Betriebsrats KUKA Systems GmbH, Augsburg Geschäftsbereich Werkzeugbau Schwarzenberg (bis 30.06.2013)
Stellvertretender Konzernbetriebsratsvorsitzender (bis 25.03.2013)
Guy Wyser-Pratte Bedford, New York/USA
Investment Manager
President of Wyser-Pratte & Co., Inc. (FINRA Broker-Dealer), New York, NY USA
President of Wyser-Pratte Management Co., Inc. (RIA), New York, NY USA
VORSTAND
Dr. Till Reuter
Pfäffikon, Schweiz, Vorsitzender des Vorstands
| ― | Rinvest AG, Pfäffikon/Schweiz* |
| ― | Dr. Steiner Holding AG* |
Peter Mohnen
München, Mitglied des Vorstands Finanzen und Controlling
* Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
** Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontroll-gremien von Wirtschaftsunternehmen
*** Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
ANTEILSBESITZE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
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| Name und Sitz der Gesellschaften | Währung | Anteil am Kapital % |
Eigenkapital in Tausend Landeswährung | Jahresüberschuß in Tsd. Landeswährung | Art der Einbeziehung | Segment |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | ||||||
| 1 KUKA Roboter GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | 50.614 | 01) | k | ROB |
| 2 KUKA Systems GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | 30.194 | 01) | k | SYS |
| 3 KUKA Laboratories GmbH , Augsburg* | EUR | 100,00 | 27.493 | 01) | k | ROB |
| 4 HLS Ingenieurbüro GmbH, Augsburg | EUR | 100,00 | 4.024 | 1.832 | k | SYS |
| 5 KUKA Dienstleistungs GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | 2.173 | 01) | k | SON |
| 6 Bopp & Reuther Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg | EUR | 100,00 | 24.286 | -1.4823) | k | SON |
| 7 Freadix FryTec GmbH, Augsburg | EUR | 100,00 | 32 | -33) | nk | SON |
| 8 IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe | EUR | 100,00 | 26 | 0 | nk | SON |
| 9 KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg | EUR | 100,00 | 25 | 0 | nk | SYS |
| 10 Schmidt Maschinentechnik GmbH i.L., Niederstotzingen Sonstiges Europa | EUR | 100,00 | 0 | 05) | nk | SYS |
| 11 HLS Czech s.r.o., Miada Boleslav / Tschechien | CZK | 100,00 | 16.811 | 6.609 | k | SYS |
| 12 KUKA S-BASE s.r.o. v likvidaci, Roznov p.R. / Tschechien | CZK | 100,00 | 1.228 | -1.1855) | k | SYS |
| 13 KUKA Automatisering + Robots N.V., Houthalen / Belgien | EUR | 100,00 | 2.647 | 873 | k | SYS |
| 14 KUKA Automatisme + Robotique S.A.S., Villebon-sur-Yvette / Frankreich | EUR | 100,00 | 2.840 | -195 | k | ROB |
| 15 KUKA Automotive N.V., Houthalen / Belgien | EUR | 100,00 | 181 | 141 | k | SYS |
| 16 KUKA Enco Werkzeugbau spol. s.r.o., Dubnica nad Váhom / Slowakei | EUR | 65,00 | 3.812 | 223 | k | SYS |
| 17 KUKA Nordic AB, Västra Frölunda / Schweden | SEK | 100,00 | 2.508 | 364 | k | ROB |
| 18 KUKA Roboter CEE GmbH, Linz / Österreich | EUR | 100,00 | 1.688 | 1.068 | k | ROB |
| 19 KUKA Roboter Italia S.p.A, Rivoli / Italien | EUR | 100,00 | 7.200 | 1.413 | k | ROB |
| 20 KUKA Roboter Schweiz AG, Dielikon / Schweiz | CHF | 100,00 | 297 | -934 | k | ROB |
| 21 KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony / Ungarn | EUR | 100,00 | 7.365 | 801 | k | ROB |
| 22 KUKA Robotics OOO, Moskau / Russland | RUB | 100,00 | 33.329 | 28.126 | k | ROB |
| 23 KUKA Robotics UK LTD, Wednesbury / Großbritannien | GBP | 100,00 | 582 | 171 | k | ROB |
| 24 KUKA Robots IBÉRICA, S.A., Vilanova i la Geltrú / Spanien | EUR | 100,00 | 1.208 | 0 | k | ROB |
| 25 KUKA Sistemy OOO, Togliatti / Russland | RUB | 100,00 | 13.065 | 7.000 | k | SYS |
| 26 KUKASystems France SA, Montigny / Frankreich | EUR | 100,00 | -21.107 | -1.740 | k | SYS |
| 27 KUKASystems SRL , Sibiu / Rumänien | RON | 100,00 | 10.719 | 662 | k | SYS |
| 28 C.M.A-Technology SRL, Sibiu / Rumänien | RON | 100,00 | 2.522 | 1.6326) | k | SYS |
| 29 Metaalwarenfabriek 's-Hertogenbosch B.V., 's-Hertogenbosch / Niederlande | EUR | 100,00 | -1.009 | -113)4) | nk | SON |
| 30 Thompson Friction Welding Ltd., Halesowen / Großbritannien | GBP | 100,00 | 6.967 | 1.403 | k | SYS |
| Nordamerika | ||||||
| 31 KUKA U.S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan / USA | USD | 100,00 | 74.889 | 26.975 | k | SYS |
| 32 KUKA Systems North America LLC., Sterling Heights, Michigan / USA | USD | 100,00 | 44.955 | 17.192 | k | SYS |
| 33 KUKA Assembly and Test Corp., Saginaw, Michigan / USA | USD | 100,00 | 15.171 | 2.644 | k | SYS |
| 34 KUKA Systems de Mexico, S. de R.L. de C.V., Mexico City / Mexiko, einschließlich | MXN | 100,00 | 51.489 | -56.097 | k | SYS |
| 35 KUKA Recursos, S. de R.L. de C.V., Mexico City / Mexiko | MXN | 100,00 | - | - | k | SYS |
| 36 KUKA Toledo Production Operations, LLC., Clinton Township, Michigan / USA | USD | 100,00 | 55.562 | 30.491 | k | SYS |
| 37 KUKA Robotics Corp., Sterling Heights, Michigan / USA | USD | 100,00 | 3.722 | 903 | k | ROB |
| 38 KUKA Robotics Canada Ltd., Saint John NB/Kanada | CAD | 100,00 | -2.278 | -850 | k | ROB |
| 39 KUKA de Mexico S.de R.L.de C. V., Mexico City / Mexiko | MXN | 100,00 | 28.402 | 2.209 | k | ROB |
| Süd- und Mittelamerika | ||||||
| 40 KUKA Roboter do Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien | BRL | 100,00 | 2.199 | -348 | k | ROB |
| 41 KUKA Systems do Brasil Ltda., Sao Bernardo do Campo SP / Brasilien | BRL | 100,00 | -59.754 | -63.247 | k | SYS |
| Asien / Austalien | ||||||
| 42 HLS Autotechnik (India) Pvt. Ltd., Pune / Indien | INR | 100,00 | 5.712 | 216 | k | SYS |
| 43 HLS VIETNAM CO., LTD., Ho Chi Minh City/Vietnam | VND | 95,00 | 5.533.596 | 954.516 | k | SYS |
| 44 KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | 8.564 | 6.108 | k | SYS |
| 45 KUKA Flexible Manufacturing Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | 43.195 | 33.058 | k | SYS |
| 46 KUKA Robot Automation Malaysia Sdn BhD, Kuala Lumpur / Malaysia | MYR | 100,00 | 10.113 | -164 | k | ROB |
| 47 KUKA Robot Automation Taiwan Co. Ltd., Chung-Li City / Taiwan | TWD | 99,90 | 37.509 | -5.558 | k | ROB |
| 48 KUKA Robotics Australia Pty. Ltd., Victoria / Australien | AUD | 100,00 | - | -2) | k | ROB |
| 49 KUKA Robotics (China) Co. Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | 74.500 | 55.855 | k | ROB |
| 50 KUKA Robotics Manufacturing China Co., LTD, Shanghai City / China | CNY | 100,00 | 22.205 | -257 | k | ROB |
| 51 KUKA Robotics (India) Pvt. Ltd, Haryana / Indien | INR | 100,00 | 53.414 | 13.220 | k | ROB |
| 52 KUKA Robotics Japan K.K., Tokyo/Japan | JPY | 100,00 | 146.626 | 42.522 | k | ROB |
| 53 KUKA Robotics Korea Co., Ltd., Kyunggi-Do / Südkorea | KRW | 100,00 | 1.593.926 | 148.121 | k | ROB |
| 54 KUKA Systems (India) Pvt.Ltd, Pune / Indien | INR | 100,00 | -197.291 | -271.143 | k | SYS |
| 55 KUKA Systems (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/Thailand | THB | 100,00 | 8.416 | -7.143 | k | SYS |
*) Gesellschaften, die von der Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht haben
1) Nach Ergebnisabführung
2) in Gründung
3) Mantelgesellschaft
4) Jahresabschluß 30.06.2013
5) in Liquidation
6) wirtschaftlich verschmolzen zum 01.01.2014 auf die KUKASystems SRL , Sibiu / Rumänien
Art der Einbeziehung
k voll konsolidierte Gesellschaften per 31.12.2013
nk nicht konsolidierte Gesellschaften per 31.12.2013
Geschäftsbereich
ROB ROBOTICS
SYS SYSTEMS
SON SONSTIGE
ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, vom Jahresüberschuss der KUKA Aktiengesellschaft in Höhe von 66.192 TEUR die Hälfte, also 33.096 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Es wird weiterhin vorgeschlagen, vom verbleibenden Bilanzgewinn eine Dividende von 0,30 EUR je Aktie, insgesamt 10.175 TEUR zu zahlen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 24.427 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.
KONZERNVERHÄLTNISSE
Die KUKA Aktiengesellschaft erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS, der beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wird und im Zentralen Unternehmensregister (www.Unternehmensreaister.de) eingesehen werden kann.
Augsburg, 26. Februar 2014
KUKA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Till Reuter
Peter Mohnen
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."
Augsburg, 26. Februar 2014
KUKA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Till Reuter
Peter Mohnen
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 28. Februar 2014
**KPMG
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Karl Braun, Wirtschaftsprüfer
Rainer Rupprecht, Wirtschaftsprüfer