AI assistant
KUKA AG — Annual Report 2012
May 14, 2013
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Annual Report
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KUKA Aktiengesellschaft
Augsburg
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012
SMART TOOLS MEET SMART PEOPLE
GESCHÄFTSBERICHT 2012
KENNZAHLEN
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| in Mio. € | 2011 | 2012 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | |||
| Robotics | 654,4 | 803,1 | 22,7 |
| Systems | 916,6 | 1.115,1 | 21,7 |
| Konzern | 1.553,0 | 1.889,6 | 21,7 |
| Umsatzerlöse | |||
| Robotics | 616,3 | 742,6 | 20,5 |
| Systems | 850,7 | 1.025,3 | 20,5 |
| Konzern | 1.435,6 | 1.739,2 | 21,1 |
| Auftragsbestand 31.12. | 724,0 | 909,4 | 25,6 |
| EBIT | |||
| Robotics | 51,0 | 80,2 | 57,3 |
| Systems | 33,7 | 47,7 | 41,5 |
| Konzern | 72,6 | 109,8 | 51,2 |
| EBIT in % vom Umsatz | |||
| Robotics | 8,3 | 10,8 | 30,1 |
| Systems | 4,0 | 4,7 | 17,5 |
| Konzern | 5,1 | 6,3 | 23,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 29,9 | 55,6 | 86,0 |
| Finanzlage | |||
| Free Cashflow | 6,5 | 77,1 | >100 |
| Capital Employed (Jahresdurchschnitt) | 332,9 | 339,8 | 2,1 |
| ROCE (EBIT in % des Capital Employed) | 21,8 | 32,3 | 48,2 |
| Investitionen | 30,3 | 42,8 | 41,3 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 6.589 | 7.264 | 10,2 |
| Vermögenslage | |||
| Bilanzsumme | 1.078,0 | 1.137,4 | 5,5 |
| Eigenkapital | 252,4 | 297,5 | 17,9 |
| in % der Bilanzsumme | 23,4 | 26,2 | 12,0 |
| Aktie | |||
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Mio. Stück) | 33,4 | 33,9 | 1,5 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 0,89 | 1,64 | 84,3 |
| Dividende je Aktie (in €) | - | 0,20* | - |
| Marktkapitalisierung (31.12.) | 472,0 | 938,4 | 98,8 |
* vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 5. Juni 2013
EBIT-MARGE in %

ROCE in %

ERGEBNIS JE AKTIE in €

AUTOMATION WIRD EINFACH
KUKA AUF EINEN BLICK
KUKA automatisiert Produktionsprozesse. Mit dem KUKA Roboter als Kernkomponente entwickeln und vermarkten wir Roboter, Roboterzellen und vollständig roboterbasierte Anlagen, die unseren Kunden zu überlegener Produktqualität und Anlagenproduktivität verhelfen. Kundenorientierung und Innovationskraft haben uns zum Technologieführer in unseren Märkten gemacht. Wir wollen neben unserem Kerngeschäftsfeld Automobilindustrie insbesondere in bestehenden und zukünftigen Märkten der General Industry, z. B. in der Luftfahrt- und Solarindustrie, sowie in der Medizintechnik, der Logistik, der Metall- und der Kunststoffindustrie profitabel wachsen und den Wert des Unternehmens steigern.
KUKA
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| KUKA ROBOTICS | KUKA SYSTEMS |
|---|---|
| Die Kernkompetenz von KUKA Robotics liegt in der Entwicklung, Produktion, Steuerung, dem Vertrieb und Service von anwendungs- und branchenübergreifend universal einsetzbaren Industrierobotern sowie Lineareinheiten, Positionierern und mobilen Plattformen. | KUKA Systems bietet seinen Kunden roboterbasierte Automationslösungen. Als General Contractor plant und realisiert der Geschäftsbereich maßgeschneiderte Produktionsanlagen. Dabei sind Verfahrenstechniken wie Schweißen, Kleben, Dichten, Umformen, Montieren, Testen und Handhaben von Metall, Glas oder anderen Werkstoffen die Kernkompetenzen. |
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KUKA WELTWEIT
EUROPA
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ASIEN
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NORD-/SÜDAMERIKA
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| Brasilien Kanada | Mexiko USA |

BRIEF DES VORSTANDS
Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftspartner, liebe KUKAner und Freunde unseres Unternehmens,
KUKA setzte 2012 seinen Kurs des profitablen Wachstums fort und konnte die guten Werte von 2011 übertreffen. Dies gilt sowohl für den Auftragseingang und die Umsatzerlöse als auch für das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Damit haben wir unsere eigene Zielvorstellung für das abgelaufene Geschäftsjahr voll erfüllt.
KUKA auf Wachstumskurs
Die Auftragseingänge erreichten im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordwert von 1,89 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Parallel dazu erhöhten sich die Umsatzerlöse um 21 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro. Es gelang uns sogar, das EBIT überproportional zum Umsatz um 51,2 Prozent zu steigern. Mit einem Wert von 110 Millionen Euro überschritt es erstmals die Schwelle von 100 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend im Jahresvergleich, und zwar von 5,1 Prozent auf 6,3 Prozent. Der positive Geschäftsverlauf führte zu einem deutlich verbesserten Free Cashflow: Er erhöhte sich von 6,5 Millionen Euro auf 77,1 Millionen Euro. Dadurch konnten wir die Nettoverschuldung vollständig abbauen. Der Auftragsbestand betrug zum Jahresende 909 Millionen Euro und sichert damit eine hohe Auslastung für das Geschäftsjahr 2013.
Unsere Strategie zahlt sich aus
Zu dieser guten Entwicklung tragen sowohl das Robotergeschäft als auch der Anlagenbau bei. Dies zeigt, dass wir die Strategie erfolgreich umgesetzt haben. Vom starken Fokus auf die Automobilproduktion zu branchenübergreifenden Automationslösungen. Von Präsenzen in Europa über die Potenziale in den BRIC-Staaten zu einem globalen Anbieter. Von der reinen industriellen Automation zur chancenreichen Servicerobotik.
Von der Automobilindustrie zu branchenübergreifenden Lösungen
Wenn Sie unseren Weg verfolgen, wissen Sie, dass sich KUKA seine führende Marktposition zunächst in der Automobilindustrie erarbeitet hat. Seit Anfang der 1970er-Jahre - damals bauten wir Europas erste Schweißtransferstraße mit Robotern -haben wir uns in der Branche fest als Technologie- und Innovationsführer behauptet. Zu unseren größten Kunden zählen Automobilhersteller, die sich durch Innovation und Qualität auszeichnen: von BMW über Daimler bis zu Volkswagen und Ford. Aber unter anderen auch Chrysler, der indische Konzern Tata sowie der größte Hersteller von Geländewagen und Pick-ups in China, die Great Wall Motor Company (GWM), gehören dazu. Wir wollen unsere herausragende Position als die Nr. 1 bei Robotics im weltweiten Automobilbau erfolgreich verteidigen und mit Innovationen punkten. Die Branche hat vorgemacht, wie man Automation konsequent umsetzt und deren Vorteile gezielt zur Effizienzsteigerung nutzen kann. Die Roboterdichte ist dort acht- bis zehnmal höher als in vielen anderen produzierenden Industrien. Und wir können mit großen Aufträgen sowohl über Roboter als auch über ganze Fertigungslinien aufwarten. Inzwischen ziehen andere Branchen nach und vertrauen dabei auf die Kompetenz und Erfahrung von KUKA. Dieses Geschäft birgt nicht nur großes Potenzial, sondern macht uns langfristig auch unabhängiger von den konjunkturellen Entwicklungen einer Branche.
Nah an den Märkten: globale Präsenz
Wir sind dort, wo unsere Kunden sind - auch diese Strategie hat sich bewährt. Vor allem unser Fokus auf sich entwickelnde Nationen wie zum Beispiel China. Denn die Nachfrage nach Automationslösungen in diesen Märkten steigt mit wachsendem Lohnniveau und Qualitätsansprüchen stetig an. Unser neues Roboter-Montagewerk in Shanghai ist darauf ausgelegt, dass wir unsere Marktposition in Asien in den kommenden Jahren ausbauen können und näher am Kunden sind. Dabei arbeiten wir nicht nur für unsere europäischen Kunden, die sich dort niedergelassen haben. Auch immer mehr lokale Unternehmen zählen zu unseren Kunden. Zusätzlich wollen wir unsere Effizienz durch eine globale Präsenz steigern, indem wir verstärkt bei der Beschaffung auf Niedriglohnländer setzen (HUB-Konzept).
Von der Industrierobotik zur Servicerobotik
In der Industrierobotik bieten wir ein Produktportfolio mit einer einzigartigen Vielfalt und Bandbreite: Es deckt die vielen Anwendungsmöglichkeiten für Produktionsaufgaben für Traglasten zwischen sechs und 1.300 Kilogramm ab. Dieses Angebot haben wir im vergangenen Jahr mit dem Kleinroboter AGILUS erweitert. Eine Entwicklung, die schnell das Vertrauen der Kunden gewinnen konnte, weil sie klare Vorteile bietet. Besonders durch seinen geringen Energieverbrauch und seine Schnelligkeit kommt AGILUS bei den Kunden an: Bis Jahresende haben wir davon bereits mehr als 300 Stück verkauft.
Nun gehen wir den nächsten Schritt. Auf der Hannover Messe im April 2013 werden wir die weiterentwickelte Generation des KUKA Leichtbauroboters (LBR) präsentieren: LBR iiwa. Als intelligent industrial work assistant soll dieser neue Robotertyp sich gemeinsam mit dem Menschen einen Arbeitsraum teilen. Er wird neue zukunftsweisende Produktionskonzepte ermöglichen, die auf seinen Produkteigenschaften Sensitivität, also ein Roboter, der fühlen kann, und Sicherheit aufbauen.
KUKA ERSCHLIESST MIT INNOVATIVEN TECHNOLOGIEN NEUE MÄRKTE.
LBR iiwa ist KUKAs Antwort auf die sich immer komplexer gestaltende Automatisierungswelt, die immer intelligentere Lösungen erfordert. Unser langjähriger Kunde und Partner Daimler begleitet uns bei der Applikationsentwicklung für die Mensch-Maschinen-Kollaboration. Die Potenziale des Leichtbauroboters gehen über industrielle Anwendungen hinaus. Mit ihm betreten wir auch Neuland in der Servicerobotik. Das ist ein Zukunftsmarkt, der gerade erst im Entstehen ist und bei dem KUKA die Standards setzen möchte. Man denke nur an Roboter, die bei Operationen assistieren oder bei der Pflege alter Menschen unterstützen können.
MIT INNOVATION, KREATIVITÄT UND MOTIVATION ARBEITEN DIE KUKANER MASSGEBLICH AM ERFOLG DES UNTERNEHMENS.
Innovationskraft sichert Technologieführerschaft
Die Innovationskraft, die unsere Mitarbeiter zum Beispiel beim LBR iiwa und beim KR AGILUS sowie bei der Entwicklung jeder neuen Produktionsanlage unter Beweis stellen, ist ein wesentlicher Faktor für unseren Erfolg. Sie stellt sicher, dass wir unseren Anspruch als Technologieführer jeden Tag aufs Neue behaupten können. Nicht umsonst erhalten wir für unsere Produkte und Lösungen immer wieder begehrte Auszeichnungen. Für die Entwicklung einer innovativen Energiezuführung beim Pressenverketten, der KUKA Cobra, gab es zum Beispiel den goldenen vector Award. Und für die Gestaltung unserer Roboter freuten wir uns zuletzt über den red dot Award, den German Design Award sowie den iF Product Design Award. Es sind viele große und kleine Beiträge, die die Menschen hinter der Technik mit ihrer Kreativität und Einsatzbereitschaft für KUKA leisten. Dafür gilt unseren Mitarbeitern unser herzlicher Dank und höchste Anerkennung.
Wir werden uns auch künftig dafür einsetzen, bei KUKA eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die es uns ermöglicht, die besten Köpfe unserer Branche zu gewinnen und ihnen ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sie sich voll entfalten können. DIE ZUKUNFT BEGEISTERN: Die Kampagne, mit der wir neue Kollegen gewinnen wollen, bringt auf den Punkt, welcher Geist bei uns herrscht. Wir freuen uns darüber, dass sich davon so viele junge Menschen haben anstecken lassen. 42 haben im September 2012 ihre Ausbildung in Augsburg begonnen - mehr als in den Jahren zuvor.
Blick nach vorne
Der Trend zur roboterbasierten Automation setzt sich weiter fort. Vor diesem Hintergrund erwartet der KUKA Konzern im laufenden und dem Folgejahr eine weitere Zunahme seiner Umsatzerlöse und daraus folgend eine weitere Verbesserung der Ertragslage.
KUKA ist auf Kurs. Und wir arbeiten mit ganzer Kraft dafür, dass dies so bleibt. Vielen Dank, dass Sie uns auf diesem Weg begleiten.
Ihr
Dr. Till Reuter
Vorsitzender des Vorstands
DR. TILL REUTER Vorstandsvorsitzender (CEO)
Dr. Till Reuter (Jg. 1968) ist seit 2009 Vorstandsvorsitzender der KUKA AG. Zuvor arbeitete er als Anwalt und Investmentbanker in Europa und Amerika. Im Mai 2008 gründete er die Beteiligungsgesellschaft Rinvest AG, deren Verwaltungsratsvorsitzender er ist.
PETER MOHNEN Finanzvorstand (CEO)
Peter Mohnen (Jg. 1968) ist seit 2012 Finanzvorstand der KUKA AG. Zuvor war er CFO bei E.ON in Ungarn, nachdem er viele Jahre in führenden Positionen im Bereich Rechnungswesen bei E.ON in Essen tätig war.
INNOVATIONEN / INTERVIEW
ENTWICKLUNGSSTANDORT AUGSBURG
"EINE INNOVATION IST, WENN EINE IDEE WIRTSCHAFTLICH ERFOLGREICH IST"
Drei Männer, drei Entwicklungsmannschaften, ein Ziel: mit Innovationen Branchenstandards setzen und so den Anspruch von KUKA als Technologieführer ausbauen. Ein Gespräch mit den Entwicklungsleitern Dr. Michael Haag (KUKA Roboter), Dr. Johann Härtl (KUKA Systems) und Dr. Ralf Koeppe (KUKA Laboratories).
"Mit den Produktlebenszyklen unserer Kunden werden auch unsere eigenen Produktlebenszyklen immer kürzer. "
In 2010 stellte KUKA mit dem KR QUANTEC eine komplett neue Roboterserie und eine neue Steuerung vor. Nun bringt KUKA mit dem Kleinroboter KR AGILUS und dem Leichtbauroboter LBR iiwa zwei weitere Robotertypen auf den Markt. Lässt sich dieses Innovationstempo halten?
MICHAEL HAAG: Gleichzeitig sowohl eine komplett neue Robotergeneration als auch eine neue Steuerungsgeneration auf die Beine zu stellen und kurz danach mit einer neuen Kleinroboterserie auf den Markt zu gehen, war sicherlich eine große Herausforderung. Andererseits werden mit den Produktlebenszyklen unserer Kunden auch unsere eigenen Produktlebenszyklen immer kürzer. Das kann man von Technologieführern wie KUKA auch erwarten.
RALF KOEPPE: Mit dem LBR iiwa läuten wir eine völlig neue Robotergeneration ein. Er wird der erste sensitive Roboter für die industrielle Fertigung sein.
Darüber hinaus eröffnet er uns aber vollkommen neue Einsatzfelder außerhalb der Industrie. Wie zum Beispiel in der Medizin oder in der Servicerobotik. iiwa steht für intelligent, industrial, work and assistant.
Auch im Anlagenbau gibt es eine Reihe von Prozessentwicklungen. Ergeben sich diese aus konkreten Kundenanforderungen?
JOHANN HÄRTL: Die meisten Neuerungen in unseren Projekten ergeben sich tatsächlich durch Anforderungen unserer Kunden bei konkreten Anwendungen. Technologien, die wir für Automobilproduzenten entwickeln, adaptieren wir für andere Industrien und steigern deren Qualität und Effizienz. Die Erfahrungen dort wiederum fließen dann in den nächsten Entwicklungsschritt im Automobilbau ein.
Sie entwickeln für drei sehr unterschiedliche Themengebiete. Die Servicerobotik tickt anders als die Industrierobotik. Und die Industrierobotik anders als der Anlagenbau. Gibt es auch Synergieeffekte zwischen diesen Bereichen?
MICHAEL HAAG: Allerdings. Das ist ja genau eine der Stärken von KUKA. KUKA Roboter und KUKA Laboratories entwickeln intelligente Robotersysteme, die wiederum in innovativen Produktionskonzepten der KUKA Systems eingesetzt werden. Umgekehrt fließen die Erfahrungen aus dem Anlagenbau natürlich auch direkt wieder zurück in unsere Robotersysteme. Kunden der Servicerobotik profitieren von der Qualität und Zuverlässigkeit der Robotersysteme, die in der Automobilindustrie und der General Industry wie selbstverständlich rund um die Uhr produzieren. Umgekehrt profitieren unsere industriellen Kunden von den neuen Konzepten der Servicerobotik, wie zum Beispiel der Mensch-Roboter-Kooperation. Kurze Wege zwischen den drei Entwicklungsbereichen, die sich an einem Standort befinden, ermöglichen uns einen engen informations- und Erfahrungsaustausch.
JOHANN HÄRTL: in unserem gemeinsamen TechCenter arbeiten wir zusammen an einer Lösung. Hier haben wir auch die Möglichkeit, Anwendungen mit Robotern realitätsnah zu testen. Wir führen Machbarkeitsstudien durch und probieren Kundenanwendungen aus. Sogar Lohnaufträge in Kleinserie führen wir hier aus, um auf diese Weise Serienerfahrung zu sammeln.
Mit welchen externen Partnern arbeiten Sie in Forschung und Entwicklung zusammen?
RALF KOEPPE: Von Augsburg aus vernetzen wir das ingenieurwissen von KUKA rund um den Globus und quer durch alle Geschäftsbereiche. Forschung und Entwicklung basieren in unserer komplexen Welt auf Austausch, Kommunikation und Vernetzung. Nur so entstehen große Innovationen.
Als Technologieführer beeinflusst KUKA maßgeblich, in welche Richtung es in Zukunft mit der roboterbasierten Automation gehen wird. Rund 370 Ingenieure entwickeln von Augsburg aus neue Produkte und Verfahren für die Märkte und Kunden rund um den Globus. Mit ihren Ideen verändern sie die Art und Weise, wie in der Industrie gearbeitet wird. Dafür investierte das Unternehmen im vergangenen Jahr 42,6 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung - ganz überwiegend im Geschäftsbereich Robotics. Hier sind es derzeit 5,4 Prozent vom Umsatz. Im vergangenen Jahr hat KUKA 129 Patente erteilt bekommen.
Wir sind mit allen namhaften Robotik-Forschungsinstituten dieser Welt vernetzt. In der Grundlagenforschung arbeiten wir vor allem mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit der RWTH Aachen, den Universitäten Freiburg und Stuttgart, der Technischen Universität München sowie dem Karlsruher Institute of Technology zusammen. Hinzu kommen renommierte Labore außerhalb Deutschlands. Etwa an der Katholischen Universität Leuven in Belgien oder in den USA an der Georgia Tech und der Stanford University. Außerdem engagiert sich KUKA stark als Koordinator der European Robotics Technology Platform, kurz EUROP. In dieser industriegetriebenen Forschungs- und Entwicklungsinitiative auf europäischer Ebene stellen wir derzeit sowohl den Präsidenten als auch den Vorsitzenden des Executive Boards. Damit nehmen wir Einfluss darauf, welche Zukunftstechnologien strategisch vorangetrieben und gefördert werden.
JOHANN HÄRTL: Im Anlagenbau arbeiten wir hauptsächlich mit den Forschungsinstituten aus der wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik zusammen. Dort tauschen sich rund 1.300 Wissenschaftler aus. Auf europäischer Ebene sind wir Mitglied der European Factories of the Future Research Association und arbeiten hier an der Gestaltung der Forschungsinitiativen für die Produktionstechnik der Zukunft mit.
Welchen Weg nimmt die Idee bis zur fertigen Lösung? Und wie entscheiden Sie, welche Ideen es wert sind, zur Marktreife weiterentwickelt zu werden?
RALF KOEPPE: Letztlich gibt es zwei Wege, wie Innovationen entstehen. Technologische Ideen entstehen zunächst nicht einfach so in einer Entwicklungsabteilung, sondern am Markt. Das heißt, wir beobachten, in welche Richtung sich die Märkte entwickeln und welche Zukunftsszenarien sich abzeichnen. Die Kunst besteht darin, die richtigen Filter zu setzen und Frühindikatoren für die Trends der Zukunft zu finden. Der andere Weg ist, dass uns Kunden konkret auf Anwendungen hinweisen, indem sie uns sagen, was sie brauchen.
MICHAEL HAAG: Die roboterbasierte Automatisierung ist eine äußerst vielseitige Disziplin. Es gibt fast nichts, was man nicht mit einem Roboter lösen könnte: vom klassischen Schweißen in der Automobilindustrie über das Zerteilen von Schweinehälften im Schlachthof bis hin zum Entertainment mit dem Robocoaster oder der Patientenpositionierung in der Medizin. Da muss man sehr genau abwägen, in welche Trends man investiert. Wichtig ist, rechtzeitig die richtigen Technologieentwicklungen anzustoßen, damit neue Technologien dann am Start stehen, wenn der Markt sie braucht. Diesen Prozess koordiniert unser Chief Technology Officer (CTO) Bernd Liepert. Dazu gibt es TechnologieWorkshops mit Vertrieb, Service und Marketing, um Technologie- und Marktsicht abzugleichen.
RALF KOEPPE: Verändert ein Vorschlag herkömmliche Vorgehensweisen fundamental, ist es oft eine große Herausforderung, die Idee verständlich zu vermitteln und dafür Unterstützer zu gewinnen. Gelingt uns dies, ist das in der Regel ein guter Indikator für eine echte Innovation. Zu einem innovativen Produkt gehört bei KUKA auch immer exzellentes Design, das bereits während der Produktentwicklung entsteht. Schon in einem sehr frühen Stadium beziehen wir unseren Industriedesigner ein. Der Erfolg gibt uns Recht. Unsere Produkte gewinnen immer wieder Designpreise.
JOHANN HÄRTL: Doch erst wenn sich eine technologische Idee als Produkt oder Verfahren durchsetzt und wirtschaftlich erfolgreich ist, dann sprechen wir auch von Innovation. Ein Beispiel: Bei einer mit Robotern automatisierten Transferpressenstraße, auf der aus Blechen die Karosserieteile für den Automobilbau geformt werden, haben wir die Verkettungsroboter so weit optimiert, dass ein Werkstück mehr pro Minute produziert wird - eine deutliche Steigerung von Effizienz und Wertschöpfung. Für unseren Kunden bedeutet das während der Laufzeit der Investition eine Leistungsverbesserung in mehrstelliger Millionenhöhe. Wenn so eine Anlage perfekt läuft, beginnen die Augen von uns Ingenieuren zu leuchten.
Werfen wir einen Blick in die Zukunft: Mit welchen Innovationen wird KUKA in 25 Jahren erfolgreich sein?
JOHANN HÄRT: Wie man mit Industrieanlagen Produkte effizient zusammenbaut, das beherrschen wir routiniert. Und auch wenn die Bedeutung der virtuellen Welt zunimmt, werden weiterhin reale Produkte benötigt und produziert werden. Wir können uns beispielsweise vorstellen, dass es stärker darauf ankommen wird, Produkte am Ende der Lebenszyklen industriell oder automatisiert zu demontieren, um sie wieder dem Materialkreislauf zuzuführen - eine große Herausforderung für roboterbasierte Automation. KUKA wird in diesen komplexen Kreisläufen eine wichtige Rolle spielen.
MICHAEL HAAG: Der Roboter ist und bleibt die flexible und intelligente Automatisierungskomponente schlechthin und wird in künftigen Produktionskonzepten sogar eher noch an Bedeutung gewinnen. In Zukunft werden neben der Vollautomatisierung auch teilautomatisierte Produktionen eine Rolle spielen, bei denen Mensch und Roboter immer stärker zusammen arbeiten. Hand in Hand und ohne Schutzzaun.
RALF KOEPPE: Dazu bedarf es intelligenter und sensitiver Roboter. Diese Roboter werden dann sicherlich auch viele Anwendungsfelder außerhalb der Industrie finden. Bei der Entwicklung künftiger Robotersysteme wird man sich am Menschen orientieren. Schließlich hat die Natur Millionen Jahre Zeit gehabt, um den Menschen so zu "entwickeln", dass er optimal greifen, wahrnehmen, lernen und sich energieoptimal bewegen kann. Wenn ich mir unsere Entwicklungsmannschaften ansehe, mache ich mir um die Zukunft von KUKA keine Sorgen. Es sind neugierige und kreative Menschen, mit langer Erfahrung aus der Industrie, die in den Forschungslaboren dieser Welt groß geworden sind. Jeder von ihnen hat eine eigene Idee von der Zukunft der Robotik und einen Anspruch, einen bleibenden Beitrag für das Unternehmen zu leisten.
MENSCH-ROBOTER-KOOPERATION
HIGHTECH AUS HALLE 0
Präzise und effizient. Die Fertigung des Leichtbauroboters erfordert Fingerspitzengefühl. Und dies nicht nur bei der Verkabelung, sondern in allen Bereichen der LBR-Montage. Alles ist anspruchsvolle Technik.
"Wir montieren in einer Lean Production. Das heißt, minimale Materialmenge im Umlauf und minimale Administration."
Bevor man die Leichtbauroboter-Produktion in der Halle 0 in Augsburg-Lechhausen betreten darf, muss man sich erst einmal Überschuhe anziehen. Sie sollen vor allem gegen elektrostatische Aufladung wirken. Denn in Halle 0 befindet sich die Wiege des neuen Leichtbauroboters LBR iiwa. Das Innenleben des LBR iiwa ist wertvoll und teuer. Eine elektrische Entladung könnte die hochsensiblen Platinen und Sensoren zerstören. "Da sind dann schnell mehrere tausend Euro kaputt", erklärt Dieter Teutrine, Chief Operating Officer von KUKA Laboratories. Also besser nichts anfassen.
Die Stätte, in der der LBR iiwa gefertigt wird, ist hell und die Front voll verglast. Man kann außen vom Hof sehr gut hineinschauen und die neu gefertigten Roboter in ihren Testzellen in Bewegung sehen. Bis sie hier ankommen und mit der Steuerung "verheiratet" werden können, ist es ein langer Weg. Dieter Teutrine führt ganz nach hinten in die Halle. "Der Produktionsprozess beginnt hier im Produktionslager. Wir montieren hier in einer Lean Production. Das heißt minimale Materialmenge im Umlauf und minimale Administration", so Teutrine. In der Praxis bedeutet das, dass der gesamte Materialfluss in der Produktion durch Behälter gesteuert wird, die zwischen den verketteten Arbeitsplätzen hin und her pendeln. Taktgeber ist dabei die Endmontage. Sie gibt den Startschuss für die Produktion eines Leichtbauroboters, indem sie über leere Kisten vormontierte Unterbauten von den vorgelagerten Montageplätzen anfordert. Die vorgelagerten Arbeitsplätze wiederum fordern Einzelteile mit leeren Behältern vom Lager an. Das Lager füllt die Kiste mit den notwendigen Teilen für den jeweiligen Arbeitsschritt. Sind diese ausgeführt, geht es weiter, bis am Ende der fertige LBR im "Schaufenster" - der großen Glasfront - seinen Testlauf starten kann.
"In allen Bereichen der LBR Montage bewegt man sich im technischen Grenzbereich - extremer Leichtbau, aufwändige Elektronik und ein mechatronisches Gesamtsystem der höchsten Komplexität."
Ordnung, Sauberkeit und Transparenz
Am Arbeitsplatz selbst haben die Mitarbeiter jeweils genau die Werkzeuge und Materialien, die sie dort benötigen. Ganz nach dem Motto: Ordnung, Sauberkeit und Transparenz. Dementsprechend hat auch jeder Arbeitsplatz einen Bildschirm, an dem der jeweilige zu erledigende Arbeitsschritt angezeigt wird.
Die Produktionslinie atmet, das heißt, die Anzahl der Mitarbeiter kann an die geforderten Produktionszahlen angepasst werden. Die Mitarbeiter kommen von KUKA Roboter und wurden gezielt für die Leichtbauroboter-Fertigung ausgebildet.
Jeder von ihnen beherrscht jeden Arbeitsschritt. "Bei uns wird rotiert", erzählt Dieter Teutrine, "so erlernt jeder Mitarbeiter jeden Arbeitsschritt und kann später sein Wissen an andere Kollegen weitergeben." Auf dem sogenannten "Circle of Skills", einer Übersicht, wird genau eingezeichnet, welcher Mitarbeiter welches Know-how bereits hat. Nahezu alle Mitarbeiter haben den Kreis bereits geschlossen und können nun überall eingesetzt werden und ihr Wissen weitergeben.
Ein Arbeitsplatz ist zum Beispiel der Serienprüfstand für Motoren und Antriebselektronik. Am Motorenprüfstand können alle sieben Motoren, die im LBR iiwa verbaut sind, gleichzeitig überprüft werden. Das geschieht folgendermaßen: Der Motor wird vermessen, das Motorkennfeld bestimmt und überprüft, ob der Motor seine Designparameter erfüllt. Dann wird der Motor einem Dauerbelastungstest unterzogen. Da jeder Motor minimal vom anderen abweicht, müssen bestimmte Parameter abgefragt werden, um die Antriebssteuerung optimal einstellen zu können.
Millimeterarbeit
Auch Fingerspitzengefühl ist gefragt. Das wird einem spätestens klar, wenn man die kleinste Schraube sieht, die im LBR verbaut ist. Sie ist in etwa so groß wie eine Bleistiftspitze. Und im Arbeitsschritt "prozesssichere Klebeverbindung" werden kleinste Justagemagneten aufgeklebt, die dazu dienen, dass der LBR seine genaue Justageposition findet.
In der Endmontage werden dann alle Komponenten des LBR zusammengefügt und verkabelt. Wenn man die vielen verschiedenen Kabel und Drähte betrachtet, ist kaum zu glauben, dass alle in das Gehäuse des LBR passen sollen. "Hier kommt es wirklich auf jeden Millimeter an", so Dieter Teutrine. Aber nicht nur was die Verkabelung betrifft, geht es präzise zu: "In allen Bereichen der LBR-Montage bewegt man sich im technischen Grenzbereich, alles ist wirklich anspruchsvolle Technik. Extremer Leichtbau, aufwändige Elektronik und ein mechatronisches Gesamtsystem der höchsten Komplexität", so Teutrine weiter. Man merkt ihm den Stolz auf diese hochmoderne Fertigung an, die er mit seiner Mannschaft parallel zur Produktentwicklung aufgebaut hat. Hätte das auch schiefgehen können? Teutrine lacht: "Ja, sowas könnte rein theoretisch schiefgehen, wenn sich bei der Entwicklung des Produkts gravierende Änderungen ergeben hätten. Dann hätten wir auch wieder Produktionsschritte ändern müssen. Aber wir sind eben gut abgestimmt mit unseren Kollegen in der Entwicklung." Er zeigt an die Decke. Die Entwicklungsabteilung von KUKA Laboratories sitzt nämlich auch in Halle 0. Nur zwei Stockwerke höher.
Ganz zum Schluss fehlt dann nur noch eins: Der LBR iiwa wird mit der Steuerung "verheiratet", ohne geht es ja schließlich nicht. Nach dem endgültigen Testlauf geht es für den LBR in die "Kiste" - die Versandverpackung. Dann heißt es Post ab für den KUKA Leichtbauroboter.
TECHNOLOGIE / LUFTFAHRT
NEUE WEGE IM LUFTFAHRZEUGBAU
HOCH HINAUS
KUKA unterstützt Bell Helicopter bei der Entwicklung effizienter Produktionslinien für den Bau des neuen Hubschraubers Bell 525 "Relentless".
Mit der Zulassung für den regulären Flugbetrieb wird der Bell 525 einmal der größte kommerzielle, von Bell gefertigte Hubschrauber sein und eine neue Marktnische beanspruchen: die obere Mittelklasse. Zu seinen besonderen Kennzeichen gehören elektrische Flugsteuerung ("Fly-by-wire"), Touchscreen-Bordelektronik sowie eine firmeneigene Leitwerkstechnik zum verbesserten Schwebeflug. Außerdem wird der Bell 525 der erste Hubschrauber sein, der aufgrund der großen Erfahrung im Automobilsektor von KUKA Systems nach dem bewährten Montagekonzept gebaut wurde. Die Montage mittels Palettensystem erleichtert die Spezialisierung und Wiederholbarkeit. Dabei werden Teile der Luftfahrzeugstruktur montiert, indem sie in speziellen Spannvorrichtungen befestigt werden und so die Produktionslinie durchlaufen. Gegenüber traditionellen Techniken ergeben sich präzisere Ergebnisse mit geringeren Schwankungen. Die Montage von Einzelteilen und sogar von ganzen Hubschrauber-Modulen wird so vereinfacht. Alle Teile passen sofort zusammen, und es werden weniger Anpassungen für verformte oder versetzte Komponenten benötigt. Daraus resultieren gleichmäßigere und schnellere Abläufe mit effizient genutzter Arbeitskraft.
Gefragt: viel technisches Know-how
Die Entwicklung der Montagelinie für ein ganz neues Luftfahrzeug erfordert von KUKA Systems sehr viel technischen Sachverstand, noch bevor der Hersteller die benötigten Vorrichtungen und Maschinen anfertigt. In der Luftfahrtindustrie ist die Fertigung sehr modellspezifisch, und so ist auch jede Produktionslinie einzigartig. Beim Modell 525 besteht der Rumpf aus einer Mischung von Verbundstoffen und Aluminium, für den die KUKA Prozessingenieure schon mit der Planung begannen, obwohl die Produktentwicklung noch nicht abgeschlossen war. Dies ist in der Luftfahrtbranche durchaus üblich. Gemeinsam mit Bell-Produktentwicklern identifizierten die Konstrukteure jeden benötigten Produktionsschritt, planten dann die notwendigen Arbeitsabläufe und brachten mit einer darauf abgestimmten Raumaufteilung alle Elemente zusammen: Sieben u-förmig angeordnete Hauptmontagestationen, jeweils mit mehreren Untermontagepunkten. Die gesamte Montagelinie muss in ein 15.000 m2 großes Werk passen, das zurzeit in Texas gebaut wird.
Werkzeug- und Maschinenbau in Michigan
Parallel zur Prozessplanung fing KUKA mit der Entwicklung der Werkzeuge und Werkzeugmaschinen an. Dazu gehören sowohl die Spann- und Haltevorrichtungen, auf denen der Hubschrauber die Fertigungsstraße durchläuft, als auch die für die Montage der einzelnen Komponenten benötigten Haltevorrichtungen. Außerdem werden die passenden Systeme für die Handhabung der Teile, Plattformen, Arbeitsstände sowie Bohr- und Nietmaschinen benötigt. Insgesamt entwickelt KUKA etwa 250 Werkzeuge und Maschinen, von denen die meisten auch im KUKA Werk in Michigan hergestellt werden. Die Produktion der Anlagen begann in 2012 und wird bis 2014 andauern.
LUFTFAHRT AUTOMATISIERT
Auch mit diesem Projekt kann KUKA seinen Führungsanspruch im Bereich der hochentwickelten Fertigungskonzepte für die Luftfahrtindustrie festigen. KUKA automatisiert für Unternehmen aus dem Bereich Aerospace die neuen Montagelinien von morgen. So können Unternehmen ihre Kosten in der Produktion erheblich reduzieren und gleichzeitig die Qualität und Effizienz der Produkte steigern. Eine bekannte Methode, die in der Automobilindustrie bereits seit Jahrzehnten erfolgreich angewandt wird. In der Luftfahrt ist diese Methode neu. Unternehmen setzen auf das technische Know-how von KUKA. KUKAs Erfolgsgeschichte zeigt bei der Umsetzung von schlüsselfertigen Projekten, wie sich die hocheffiziente Montage mittels Palettensystem auch auf die Produkte der Luftfahrtbranche anwenden lässt.
WACHSTUMSMARKT / CHINA
WACHSTUMSMOTOR CHINA
"EINE ENTWICKLUNG WIE IN DEUTSCHLAND. NUR SPÄTER UND SCHNELLER."
China hat sich für KUKA zum Wachstumsmotor entwickelt. Nirgendwo werden mehr Autos verkauft als im Reich der Mitte. Der Automatisierungsdruck steigt, allein der Robotermarkt wächst in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt jedes Jahr zweistellig. Damit gewinnen auch die chinesischen Ländergesellschaften innerhalb des Konzerns an strategischer Bedeutung. Ein Gespräch mit Vertretern des Managements über Zukunftsperspektiven für das Geschäft und für die Menschen.
China erlebt seit Jahren ein enormes Wirtschaftswachstum. Wie macht sich das in Ihrem Geschäft bemerkbar?
XU: Die Robotermontage und unsere Vertriebsgesellschaft hier in Shanghai platzen aus allen Nähten, und wir arbeiten auf sehr beengtem Raum. Deshalb können wir es kaum erwarten, unser neues Werk zu beziehen. Es ist nur 20 Minuten von unserem jetzigen Standort entfernt. Den Grundstein dafür haben wir im Oktober gelegt. Die Bauarbeiten laufen planmäßig, sodass wir Ende 2013 den Betrieb dort aufnehmen können. Uns stehen dann zusätzlich 20.000 m2 Fläche zur Verfügung. Davon sind allein 8.000 m2 für die Produktion. Das Werk ist für das Wachstum der nächsten Jahre ausgelegt.
WANG: Die große Nachfrage nach Automationslösungen hier in China, aber auch in anderen Ländern, hat dazu geführt, dass wir Großaufträge über komplette Fertigungsstraßen inzwischen sehr selbstständig hier vor Ort abwickeln. Bis vor zwei Jahren haben wir noch sehr viel Unterstützung aus Augsburg und auch von Kollegen aus den USA erhalten: Anlagen für chinesische Kunden wurden in Augsburg entwickelt, aufgebaut, getestet, verschifft und wieder aufgebaut. Dazu hat KUKA Augsburg Kollegen entsandt, die unsere Leute hier eingearbeitet und angeleitet haben. Heute kann sich die Unterstützung im Wesentlichen auf Beratung beschränken. Unser Team ist inzwischen so aufgestellt, dass wir nur noch spezielle Technologien und Erfahrungen in der Zentrale abfragen müssen.
Ein heikles Thema. Chinesische Unternehmen sind berüchtigt dafür, geistiges Eigentum zu kopieren ...
WANG: Diese Angst halte ich für übertrieben. Es wäre nicht klug, innerhalb eines Konzerns den Technologietransfer und damit die eigene Entwicklung zu blockieren. Chinesische Unternehmen haben erkannt, dass das reine Kopieren auf Dauer tödlich wäre - für die Innovationskraft des ganzen Landes. Wir können ohnehin längst mehr. Unser Ziel ist es zunächst, komplexe Prozesse allein mit chinesischen Fachkräften in Betrieb nehmen zu können. Und wir beginnen damit, eigene Lösungen zu entwickeln. Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir dieses Wissen dann nach Augsburg weitergeben können.
Zurück zum Automatisierungsboom: Was sind die Treiber dafür?
XU: Mit wachsendem Wohlstand steigen auch die Lohnkosten: etwa 10 bis 20 Prozent im Jahr. Auch energieeffiziente Produktionsmethoden sind immer mehr gefragt. Roboterbasierte Automation liefert hierfür Antworten.
WANG: Stimmt: China ist kein Niedriglohnland mehr. Als ich angefangen habe zu arbeiten, verdiente ein Chinese weniger als ein Zehntel gegenüber einem Deutschen. Heute ist es nur noch ein Drittel weniger. Das Lohnniveau gleicht sich an. Auch in der Automatisierung holen wir auf: Im Grunde vollziehen wir die gleiche Entwicklung, die Deutschland genommen hat. Nur später. Und schneller.
Angesichts der vielen Millionen Chinesen müsste Arbeitskraft doch günstig zu haben sein. Weshalb dann dieser Automatisierungsdruck?
XU: Ganz einfach: Der Anspruch an Qualität steigt. Roboterbasierte Automation sorgt dafür, dass gleiche Arbeitsschritte dauerhaft und auf hohem Niveau präzise abgearbeitet werden. Gefordert sind auch höhere Arbeitsstandards. Arbeitssicherheit wird zunehmend zum Thema. Roboter nehmen dem Menschen anstrengende und gefährliche Arbeiten unter extremen Bedingungen ab.
WANG: Wir merken selbst, wie schwer es ist, gute Leute zu bekommen. Bei KUKA in China ist Englisch ein Muss. Viele Kollegen sprechen auch Deutsch. Sie wurden auf höchstem Niveau in Deutschland ausgebildet und kamen mit einem deutschen Hochschulabschluss zurück. Diese Qualifikation wird teuer bezahlt.
Fachkräftemangel also auch in China? Wie begegnet KUKA dieser Herausforderung?
XU: Wir investieren viel in die eigene Ausbildung. Die ersten Erfahrungen mit unserem internationalen Traineeprogramm sind gut. Es ermöglicht chinesischen Studenten, eine Weile bei KUKA in Augsburg zu arbeiten. Wer immer beide Kulturen und Mentalitäten gut versteht, hat gute Chancen - und zwar in beiden Ländern. Weil sich das Lohnniveau angleicht, wird China auch für deutsche Nachwuchskräfte interessant.
Worauf müssen Sie sich in den kommenden Jahren einstellen?
XU: Wir bekommen stärkere Konkurrenz im eigenen Land. Die chinesische Regierung fördert die Automatisierung und immer mehr lokale Hersteller bieten kostengünstige Produkte und Lösungen dafür an. Für uns bedeutet das, dass wir uns mit geeigneten Produkten auf den Markt einstellen müssen.
WANG: Der chinesische Automobilmarkt wird sich auf absehbare Zeit noch weiter entwickeln. Er hat sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Bei KUKA fokussierten wir uns bisher auf den Premiumsektor. Auf Hersteller, die vor allem deutschen Ursprung haben. Zunehmend erschließen wir uns auch Aufträge von rein chinesischen Automobilherstellern. Und von Unternehmen aus anderen Branchen.
KUKA IN CHINA
KUKA ist seit zwölf Jahren in China präsent und bedient von dort aus den asiatischen Markt. Die Unternehmensgruppe ist mit rund 315 Mitarbeitern in China. Davon sind etwa 185 Mitarbeiter im Anlagenbau und etwa 130 Mitarbeiter im Robotergeschäft tätig. Im Oktober 2012 legte KUKA in Shanghai den Grundstein für eine neue Produktionsstätte: Auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern soll ab Ende 2013 die KR QUANTEC Roboterserie und die universelle Steuerungseinheit KR C4 montiert werden. Im ersten Jahr erwartet KUKA eine zusätzliche Montagekapazität von 3.000 Robotern und Steuerungen. Bis 2015 soll diese auf 5.000 Einheiten steigen.
KUI XU ist Finanzchefin von KUKA Roboter in China. Sie hat in China Bauingenieurwesen und anschließend in Deutschland Wirtschaftsingenieurwesen studiert - eine Fächerkombination, mit der sie in beiden Ländern als Frau eine Ausnahme darstellt. Sie selbst sieht das so: "In meiner Ausbildung haben Eltern und Lehrer immer darauf geachtet, dass das Ausbildungsniveau von Männern und Frauen gleich hoch ist", sagt sie in perfektem Deutsch. Die mittlerweile fünfjährige Tätigkeit für KUKA macht sie stolz: Auf ihrem Schreibtisch befindet sich eine Urkunde, die sie dafür zu Beginn des Jahres erhalten hat. Bevor sie zurück nach China ging, hat sie zehn Jahre lang in Deutschland gelebt und gearbeitet.
DR. TAO WANG führt seit Ende 2010 die Geschäfte von KUKA Systems in China. Der 51-Jährige kam Ende 1985 als Stipendiat an die RWTH Aachen, wo er sein Diplom machte und anschließend zu einem Spezialthema in der Hüttenkunde und Gießereitechnik promovierte. Nachdem er 1994 nach China zurückkehrte, war er bei Grenzebach beschäftigt. Sein Sohn und seine Tochter kamen in Deutschland zur Welt. Beide sollen von den Erfahrungen des Vaters profitieren: Sie wachsen dreisprachig auf und besuchen Privatschulen in Deutschland. "Ich mache es wie viele Chinesen: im eigenen Leben sparen und in die Ausbildung der Kinder investieren. Denn sie sind unsere Zukunft und werden unser Land voranbringen", sagt er von sich selbst.
TECHNOLOGIE / KLEINROBOTER
EIN KLEINROBOTER FÜR DIE INDUSTRIE
MISSION AGILUS
Vom Konzept zum fertigen Roboter in nicht einmal eineinhalb Jahren: Nie zuvor in der Geschichte von KUKA ist ein neues Produkt so schnell auf den Markt gebracht worden wie der KR AGILUS. Ein Erfolg wurde das strategische Projekt, weil alle im Unternehmen an einem Strang zogen.
Der KR AGILUS wird ein Erfolg", war sich Dr. Till Reuter im Frühling 2011 auf einer Veranstaltung mit KUKA Mitarbeitern sicher. Gemeint war der erste Kleinroboter im Portfolio des Roboterherstellers. Der Vorstandsvorsitzende war überzeugt davon, dass sich damit neue Märkte außerhalb der Automobilbranche erschließen und so das Wachstum des Unternehmens vorantreiben lassen. Dass es eine große Nachfrage für kleine, wendige Roboter in der Industrie gibt, war offensichtlich.
Der Impuls war im Juli 2009 aus dem Produktmanagement gekommen: Nach dem KR QUANTEC sollte ein eigener Kleinroboter her. Einer, der durch und durch KUKA ist: von der Mechanik über die Steuerung bis zum Design. Innovative Wertarbeit, produziert in Augsburg. Ein Kleinroboter, mit dem das Unternehmen sein Portfolio ergänzen und sich als Roboterhersteller würde positionieren können, der das ganze Spektrum von Industrierobotern liefern kann: von ganz klein bis ganz groß. Diese Idee faszinierte auch Vorstand und Aufsichtsrat, stichhaltige Argumente zum Marktpotenzial überzeugten sie schließlich. Die beiden Gremien gaben grünes Licht.
"Nach dem KR QUANTEC sollte ein eigener Kleinroboter her. Einer, der durch und durch KUKA ist: von der Mechanik über die Steuerung bis zum Design."
"Die Qualität musste von Anfang an stimmen"
Das Jahr 2010 stand dann im Zeichen von Marktforschung und Konzeption. Ein Team aus Augsburg startete Umfragen beim Vertrieb der weltweiten Tochterunternehmen. Welche Traglasten sind gefragt? Wie schnell muss der "Kleine" bei Handhabungsaufgaben zupacken können? Und bei welcher Geschwindigkeit hängt er seine Konkurrenten ab? Aus Wettbewerbsanalysen und Gesprächen mit Kunden wurden die Anforderungen bis ins kleinste Detail zusammengetragen und spezifiziert. "Uns war bewusst, dass die Erwartungen an KUKA sehr hoch sein würden. Die Qualität musste von Anfang an stimmen. Einen Fehltritt konnten wir uns auf keinen Fall erlauben, schon weil wir mit dem Kleinroboter nicht die Ersten am Markt waren", so Tanja Birner-Such, die das Produktmanagement verantwortet.
"Motiviert durch den speziellen Geist, der das Projekt vorantrieb"
Genau deshalb formte sie frühzeitig ein Kernteam, das alle Abteilungen einbezog, die früher oder später von dem Projekt betroffen sein würden. Quer durch das ganze Unternehmen: von der Entwicklung über die Beschaffung bis zu Marketing, Vertrieb und Kundenservice. In der Spitze arbeiteten in diesem Team bis zu 50 Kollegen Hand in Hand. Kein Abteilungsdenken; die Zusammenarbeit war geprägt von klaren Anforderungen, kurzen Wegen und schnellen Entscheidungen. "Wir alle waren auf ein gemeinsames Ziel eingeschworen und motiviert durch den speziellen Geist, der das Projekt vorantrieb", beschreibt Sebastian Kaderk, Projektleiter Entwicklung, die Stimmung. In Absprache mit Christoph Schaible als verantwortlicher Produktmanager koordinierte er die Entwicklung von Mechanik, Hardware und Software.
Ausgezeichnetes Industriedesign
Bei der Konstruktion der Hardware zogen die Ingenieure in einem sehr frühen Stadium den Industriedesigner Mario Selic hinzu. Er ist es, der den orangefarbenen KUKA Robotern ihr anmutiges Erscheinungsbild und das moderne Farbkonzept verleiht. Eines, das sie von den Produkten der Wettbewerber unterscheidet und für das die Augsburger immer wieder mit internationalen Design-Preisen ausgezeichnet werden. Zwar kommt es vor allem auf die inneren Werte des Geräts an: auf Schnelligkeit, Präzision, Qualität und Energieeffizienz, also auf die Effizienzsteigerung beim Kunden durch den Robotereinsatz. Die Formensprache der athletischen Ausdauerarbeiter spiegelt diese inneren Werte auch nach außen wider. Doch nicht alles, was gut aussieht und eine gute Figur macht, kann leicht produziert werden. Und nicht alles, was man produzieren kann, ist wirtschaftlich sinnvoll. Eine große Herausforderung, die die Ingenieure gemeinsam mit dem Designer lösten, war die interne Verkabelung auf kleinstem Raum: Denn im kompakten KR AGILUS ist die komplette Energiezufuhr mit großem Funktionsumfang platzsparend in den sechsachsigen Knickarmroboter integriert - inklusive einer 100 MBit Ethernetleitung, drei 5 / 2-Wege-Ventilen für Druckluft, einer Druckluftleitung sowie sechs digitalen Ein- und zwei Ausgängen. Auf diese Weise konnten außen störende Strukturen vermieden werden - sogar ein Plus an Sicherheit.
"Eine der größten Hürden war der enorme Zeitdruck"
"Das Projekt war technisch anspruchsvoll, aber nicht unlösbar", bringt Sebastian Kaderk die Aufgabe auf den Punkt. "Eine der größten Hürden war der enorme Zeitdruck. Damit sind wir an die Grenzen des Möglichen gegangen." Zwischen dem Beginn der Entwicklung zum Jahresanfang 2011 und der öffentlichen Präsentation der Prototypen lagen gerade einmal 17 Monate. Denn für den ersten großen Auftritt seines neuen Familienmitglieds hatte KUKA die AUTOMATICA im Mai 2012 gewählt. Die Leitmesse der Branche zieht alle zwei Jahre Fachpublikum, Medienvertreter, Branchen- und Finanzanalysten nach München. Dort würde das neue Produkt Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
"Das Projekt war technisch anspruchsvoll, aber nicht unlösbar", bringt Sebastian Kaderk die Aufgabe auf den Punkt. "Eine der größten Hürden war der enorme Zeitdruck. Damit sind wir an die Grenzen des Möglichen gegangen."
Gelungene Premiere auf der AUTOMATICA
Parallel zum Bau der Prototypen lief das Marketing an. Der Name "KR AGILUS" war schnell gefunden und hatte sich intern sehr früh durchgesetzt. KUKA sicherte sich die Markenrechte daran. Es folgten die technische Dokumentation, das Erstellen von Broschüren in 18 verschiedenen Sprachen, die Schulung des Vertriebs, das Programmieren eines Internetauftritts und das Fixieren der Preise.
Würde es gelingen, rechtzeitig zur Messe 30 funktionsfähige Prototypen fertigzustellen? Eine Frage, die das Team bis wenige Tage vor der AUTOMATICA intensiv beschäftigte. Weil der KR AGILUS so klein ist, sah das Standkonzept vor, nicht mit einem einzigen Exponat, sondern mit einer möglichst großen Menge zu beeindrucken. Auch dieser Kraftakt gelang und Plan B konnte in der Schublade bleiben. Aufatmen. Die positive Resonanz der Kunden zeigte, dass KUKA das richtige Gespür für die Marktanforderungen hatte. Noch auf der Messe konnte der Vertrieb die ersten Bestellungen entgegennehmen.
Serienproduktion läuft, Mission erfüllt
Der Übergang in die Serienproduktion war fließend. Längst hatte der technische Einkauf Material geprüft und Lieferanten qualifiziert. Die logistischen Abläufe waren geplant und der Kundendienst vorbereitet. Noch bevor das erste Gerät im September ausgeliefert wurde, waren die Ersatzteile definiert. Bis Jahresende lieferte KUKA eine dreistellige Stückzahl des Basismodells aus. Inzwischen arbeitet die Entwicklung an Modellvarianten für Anwendungen in besonderen Umgebungen wie Reinräumen oder der Lebensmittelproduktion. Diese sollen im laufenden Jahr auf den Markt kommen. Mission (fast) erfüllt.
ZUKUNFT / EMPLOYER BRANDING
HEUTE SCHON DIE MITARBEITER VON MORGEN FINDEN
DIE ZUKUNFT BEGEISTERN
Zurzeit kann KUKA seine Mitarbeiter aus einer Vielzahl an Bewerbern auswählen. Doch das Unternehmen denkt voraus. Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte wird zunehmen. Mit einer Kampagne schärft KUKA daher bereits heute sein Profil als Arbeitgeber.
In den kommenden Jahren scheiden viele Fachkräfte altersbedingt aus dem Berufsleben aus. Gleichzeitig sinkt die Anzahl an Nachwuchskräften durch geburtenschwache Jahrgänge und abnehmende Absolventenzahlen in Ingenieursstudiengängen. Eine Entwicklung, die auch vor KUKA nicht Halt macht. "Auf eine Ingenieursstelle bekommen wir im Schnitt etwa zehn Bewerbungen", bilanziert Personalleiter Klaus-Stefan Remmler. "Das ist ausreichend, aber es wird zunehmend schwerer, freie Stellen zu besetzen." Dabei leistet die Personalabteilung ganze Arbeit: So waren die 45 Ausbildungsplätze für den Herbst 2013 bereits ein Jahr zuvor beinahe vollständig besetzt - und das obwohl weniger Bewerbungen eingegangen sind als in den Vorjahren. "Die Bewerber wählen gezielter aus als früher. Sie haben konkrete Erwartungen an ihren künftigen Arbeitgeber und sehen sich diesen ganz genau an", so Remmlers Beobachtung.
Heute schon gefragt sein
Gesucht sind vor allem Facharbeiter und Ingenieure mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung. Hinzu kommen Studenten des Ingenieurwesens bzw. Wirtschaftsingenieurwesens, die Praxiserfahrung sammeln wollen und über ihre Abschlussarbeit den Berufseinstieg suchen. Außerdem Auszubildende mit Fokus auf Mechatronik, Industriemechanik, Werkzeugmechanik und Zerspanungsmechanik sowie Studenten an Dualen Hochschulen mit Schwerpunkt auf Elektrotechnik und Mechatronik.
Genau diese Zielgruppen will das Personalmarketing ansprechen. Ihnen vermitteln, wer KUKA ist und was KUKA seinen Mitarbeitern bietet. Kurz und prägnant. Sympathisch und überzeugend. Nicht mehr und nicht weniger. Das klingt einfacher, als es ist. Nicht umsonst beschäftigen sich spezialisierte Dienstleister damit, das Selbstverständnis von Unternehmen zu ergründen, auf den Punkt zu bringen und daraus eine Marke zu entwickeln. Denn dahinter steckt ein aufwändiges Verfahren, das viel darüber verrät, was die Mitarbeiter über KUKA denken und was sie von ihrem Arbeitgeber erwarten. Ein Vorgehen, das auch eine Reihe von Ansatzpunkten hervorbrachte, die Personalarbeit zu verbessern. Anregungen, die Remmler mit seinem Team dankbar aufgriff und bereits teilweise umsetzte. "Schon deshalb lohnte es sich, viele Kollegen bei der Entwicklung der Arbeitgebermarke einzubinden - deutlich mehr als üblich", berichtet Remmler.
Heute schon grenzenlose Vielfalt
Mehr als 110 KUKAner - repräsentativ für den ganzen Konzern und nach dem Zufallsprinzip ausgewählt - waren dazu aufgerufen, sich zu beteiligen. Quer über alle Hierarchien, Geschäftsbereiche und deutschen Standorte hinweg. Vom Azubi bis zum Vorstand. Vom jungen Berufsanfänger bis zum erfahrenen Hasen kurz vor dem Ruhestand. Vom Projektmanager über den Entwickler bis zum Servicetechniker. Kollegen aus Augsburg, Bremen und Schwarzenberg. Aus der Holding sowie aus Robotics, Systems und Laboratories. Auch der Betriebsrat war dabei, "selbstverständlich", wie Remmler sagt.
In verschiedenen Konstellationen machten sie sich zum Beispiel Gedanken darüber, was ihr Unternehmen gegenüber den Wettbewerbern auszeichnet, was sie an ihren Tätigkeiten schätzen und wie sie sich ihre Arbeitsumgebung wünschen. Den idealen KUKAner beschreiben sie als leidenschaftlichen Teamplayer mit orangenem Blut, Forschergeist und hoher Einsatzbereitschaft. Aussagekräftige Analogien werden aufgestellt. Für den einen ist KUKA ein vielseitiges Chamäleon, für den anderen ein kraftvoller und schneller Tiger. Wäre KUKA eine Speise oder ein Getränk, assoziieren viele schwäbische Kässpätzle und einen exotischen Fruchtcocktail. Einige sehen das Unternehmen sportlich, dynamisch wie Fußballnationaltrainer Jogi Löw und standhaft, kämpferisch wie die Klitschko-Brüder. Auch die Genialität eines Albert Einstein sprechen die Befragten KUKA als Attribut zu. Was sie verbindet, ist die Faszination für Roboter, Automation und Hightech.
Heute schon vorausgedacht
Unter dem Strich hatten die zwölf Fokusgruppen 1.315 Arbeitgebermarkenattribute gesammelt. Die Ergebnisse wurden auf 547 Seiten dokumentiert. "Die spannendste Phase war für mich, als wir diese große Menge an Informationen dann verdichtet und auf den Punkt gebracht haben", berichtet Personalreferent Oliver Kast, der das Projekt seit Mai 2012 leitet. "Ich war überrascht, wie einfach es ging und wie schnell dann die Entscheidung für einen konkreten Vorschlag fiel, der auch noch perfekt mit unserem Unternehmensleitbild zusammenpasste. Da zahlte sich die solide Vorarbeit aus."
Die Kernaussage "KUKA. Die Zukunft begeistern" war geboren. Das Kreativkonzept dazu zeigt die vielfältigen Herausforderungen im dynamischen Umfeld der Hightech-Branche, die von einem leidenschaftlichen Team gelöst werden. Die Perspektiven für die künftigen Mitarbeiter des technologischen Vorreiters werden so greifbar.
Klaus-Stefan Remmler und Oliver Kast sind schon gespannt, wie gut KUKA die Erwartungen, die die Kampagne weckt, einlösen kann. Befragungen werden das zeigen. Denn seit 2012 werden neue Kollegen nach ihren ersten drei Monaten im Unternehmen darum gebeten, zu schildern, wie sie ihren Einstieg empfunden haben und wie dieser noch besser gestaltet werden kann. Die Voraussetzungen sind gut, dass es ihnen gelingt, die Zukunft zu begeistern.
TECHNOLOGIE / KAROSSERIEROHBAU
KAROSSERIEROHBAU
TAUSENDMAL BERÜHRT
Im automatisierten Karosserierohbau bündelt KUKA einmaliges Wissen und Erfahrung - und zwar in Theorie und Praxis. Denn der Anlagenbauer entwickelt nicht nur Maschinen und schlüsselfertige Fertigungslinien. Er betreibt sie auch: verrichtet Lohnfertigung in unterschiedlichen Volumina und stellt im eigenen Werk sogar selbst Karosserien her. Er weiß genau, welche Technologien sinnvoll und welche Schritte notwendig sind, um zum Beispiel eine Autotür zu produzieren. Oder eine Heckklappe. Und wie man die einzelnen Schritte zum fertigen Bauteil effizient miteinander verknüpft.
Die Karosserie eines viertürigen Kleintransporters besteht aus rund 400 Einzelteilen. Und die sehen auch noch unterschiedlich aus - je nachdem, ob es sich um eine Vorder- oder Hintertür handelt, um eine Schiebetür oder eine Heckklappe. Allein eine Heckklappe setzt sich heute aus etwa 18 Bauteilen aus Stahlblech oder Aluminium zusammen. Die Produktionsstraße dafür soll so flexibel ausgelegt sein, dass gleich mehrere Modellvarianten des Fahrzeuges darauf produziert werden können. Eine knifflige Aufgabe. Deshalb binden Automobilhersteller und Zulieferer die Automationsspezialisten von KUKA Systems schon sehr frühzeitig in die Produktionsplanung ein.
Die digitale Fabrik
In der digitalen Abbildung einer Fabrik werden Modelle der Maschinen, einzelner Arbeitsstationen und ganzer Fertigungslinien virtuell abgebildet. Das verkürzt Entwicklungszeiten und sichert Investitionen ab. Die KUKA Spezialisten integrieren sie zu einer durchgängigen Prozesskette, simulieren den Materialfluss in Echtzeit, steuern, testen, verifizieren und optimieren. Auch die Integration neuer Komponenten und deren Zusammenspiel mit bereits bestehenden Anlagen lassen sich so überprüfen, ohne dass es zu längeren Stillstandszeiten oder Produktionsausfällen kommt.
Die Kunst der Verkettung
Zunächst erledigt eine Pressenstraße die Vorarbeit. Dort wird das Stahlblech vollautomatisiert gezogen, geschnitten, gestanzt und geformt. Roboter mit KUKA Werkzeug und zum Bauteil passendem Tooling legen die Bleche dazu in eine Presse ein, entnehmen sie und geben sie im Takt an die nächste Presse weiter - eine Prozessverkettung, deren Kunst darin besteht, in kurzer Zeit eine möglichst hohe Stückzahl problemlos durchzuschleusen. So entstehen beispielsweise die 18 Bauteile einer Heckklappe unterschiedlicher Größe und Dicke, die nahtlos an die Montagelinie für die Anbauteile übergeben werden.
In Form gebracht
Dort werden die Blechteile zusammengefügt und die Tür erhält auf diese Weise ihre endgültige Form und die notwendige Stabilität. Welche Verfahren und Technologien zum Einsatz kommen, hängt von den individuellen Anforderungen des Materials ab, von der Geometrie und davon, wie die Fügestellen beschaffen sein sollen. Bei Autos kommt es schließlich nicht nur darauf an, dass die Karosserie stabil und sicher ist. Sie sollen in den darauffolgenden Bearbeitungsschritten perfekt weiter verarbeitbar sein.
In der ersten Station der Linie werden die einzelnen Bauteile Schritt für Schritt gefügt - je nach Bauteil mit hochtechnologischen Fügeverfahren. So besteht heute eine Heckklappe zu 90 Prozent aus Laserschweißnähten, mehreren Punktschweißungen und einigen sogenannten Buckelschweißpunkten, die mithilfe einer hochfrequenten Spezialschweißzange geschweißt werden. Die Stabilität, die dadurch erzielt wird, hat Auswirkungen auf das Crashverhalten des Fahrzeugs.
"Allein eine Heckklappe setzt sich heute aus etwa 18 Bauteilen aus Stahlblech oder Aluminium zusammen."
Laserlöten wird dort verwendet, wo es auf die Optik ankommt. Die Nähte - rund 1,5 Meter befinden sich in jeder Heckklappe -haben den Vorteil, dass ihre Oberfläche glatt und sauber ist. Vor dem Lackieren müssen sie lediglich gereinigt werden.
Im letzten Schritt bekommt der Grundrahmen der Klappe die sichtbare Außenhaut verpasst. Dabei werden die Außenkanten in mehreren Schritten um den Rahmen gefalzt. Dieses schrittweise Falzen mit einem robotergeführten Rollenfalzkopf verarbeitet das Blech schonend und verhindert so spätere Korrosionsschäden.
In jeder dieser Fahrzeuganbauteile stecken bis zu 132 Kubikzentimeter Strukturkleber und 70 Kubikzentimeter Dichtkleber. Die speziell dosierte Klebetechnik trägt nicht nur zur Festigkeit des Bauteils bei, sondern vermindert auch Schwingungen und Geräusche.
Geschwindigkeit und Präzision
Um den hohen Qualitätsanforderungen gerecht zu werden, werden die Bauteile zwischen den einzelnen Fügeabfolgen immer wieder geprüft und bei Fehlerhaftigkeit aus der Station zur manuellen Nacharbeit ausgeschleust. Schritt für Schritt nimmt die Klappe auf diese Weise Gestalt an. Nur rund 32 Kilogramm ist sie am Schluss schwer - im Rohbau. Handlingsroboter mit speziell für die Bauteile entwickelten Greifern geben sie von einer Station an die andere weiter. Punktgenau bringen sie die Bauteile in die richtige Position und verrichten dort in konstanter Geschwindigkeit und Präzision ihre Aufgaben. Auf diese Weise gleicht ein Teil dem anderen. Ohne Ausnahme.
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,
wir blicken als Aufsichtsrat auf ein hervorragend verlaufenes Geschäftsjahr der Gesellschaft zurück, in dem wir in unserer Kontroll- und Beratungsfunktion den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens intensiv begleitet haben. Die Zusammenarbeit war konstruktiv und vertrauensvoll.
Der Aufsichtsrat hielt im Berichtsjahr im Plenum sechs Sitzungen ab. Kennzeichnend für seine Arbeit war erneut die rege Tätigkeit der von ihm eingerichteten Ausschüsse. In diesen kompetent besetzten Gremien konnten die Beratungsaufgaben fokussiert und vertieft wahrgenommen werden. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand stets zeitnah und eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und die finanzielle Lage der Gesellschaft unterrichtet. Die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens bildete bei der Arbeit des Aufsichtsrats wie immer einen Schwerpunkt. Hervorzuheben sind bereits an dieser Stelle die Verlängerung der Bestellung von Herrn Dr. Till Reuter als Vorstandsvorsitzenden und die Bestellung von Herrn Peter Mohnen als neuen CFO der Gesellschaft.
Die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder und hier insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende hatten zudem mit den Vorstandsmitgliedern regelmäßig bilateralen Kontakt, um ihnen beratend zur Seite zu stehen. Dabei ging es u. a. um bedeutende Geschäftsvorgänge und strategische Weichenstellungen.
Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat
Die Bestellung von Herrn Dr. Till Reuter als Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft wurde auf volle fünf Jahre bis zum 25. April 2015 verlängert. Herr Dr. Reuter hat mit Wirkung ab 1. August 2012 auch die Funktion als Arbeitsdirektor inne.
Die Bestellung von Herrn Stephan Schulak als Vorstand Finanzen und Controlling wurde in gegenseitigem Einvernehmen zum 31. Juli 2012 beendet.
Seit 1. August 2012 ist Herr Peter Mohnen neuer CFO. Seine Bestellung läuft bis 31. Juli 2015.
Herr Jürgen Kerner schied mit Ablauf der Hauptversammlung am 6. Juni 2012 aus dem Aufsichtsrat aus und Herr Thomas Kalkbrenner ist aufgrund gerichtlicher Bestellung mit Wirkung vom 13. Juni 2012 als Arbeitnehmervertreter nachgefolgt.
In der Aufsichtsratssitzung am 27. September 2012 wurde Herr Kalkbrenner dann zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und als Mitglied des Strategie- und Entwicklungsausschusses, Personalausschusses, Vermittlungsausschusses und Prüfungsausschusses gewählt.
Der Aufsichtsrat dankt Herrn Schulak und Herrn Kerner für die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Aufsichtsratssitzungen und Sitzungen seiner Ausschüsse
Der Aufsichtsrat trat als Plenum 2012 zu fünf ordentlichen Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Eine Beschlussfassung erfolgte im schriftlichen Umlaufverfahren. Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen war in der Regel als Erstes die Darstellung der Geschäftslage durch den Vorstand, insbesondere zum Auftragseingang, Umsatz, EBIT, Cashflow, Capital Employed und zur Personalstärke.
In der Bilanzsitzung am 27. März 2012 behandelte der Aufsichtsrat die vom Vorstand für das Jahr 2011 aufgestellten Jahresabschlüsse der KUKA Aktiengesellschaft und des Konzerns. Hierzu berichtete die KPMG als Abschlussprüfer und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Beide Abschlüsse fanden die Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Jahresabschluss 2011 der KUKA Aktiengesellschaft war damit festgestellt. Der Aufsichtsrat entschied dann noch über die Beschlussvorschläge an die für den 6. Juni 2012 geplante Hauptversammlung. Er befasste sich außerdem mit Fragen der Vorstandsvergütung, wie dem Erreichungsgrad der für das Jahr 2011 festgelegten persönlichen Ziele sowie der Vereinbarung von Zielen für 2012 und den maßgeblichen Parametern für das Phantom-Share-Programm 2012 - 2014.
Am 16. Mai 2012 fand eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. In ihr ging es um die Beendigung der Tätigkeit des bisherigen Vorstands Finanzen und Controlling, Herr Schulak, zum 31. Juli 2012 und die Berufung des neuen CFO, Herr Peter Mohnen, ab 1. August 2012. Dabei wurde auch über die Ausscheidungsbedingungen für Herrn Schulak einerseits und die Vergütung von Herrn Mohnen andererseits umfassend entschieden.
Am 6. Juni 2012 hielt der Aufsichtsrat Sitzungen vor und nach der Hauptversammlung ab. Gegenstand der Tagesordnungen waren neben der Vor- und Nachbereitung der Hauptversammlung die personelle Neuaufstellung bei Advanced Robotics im Geschäftsbereich Robotics und das General Industry Geschäft bei Systems und im Hinblick auf Kleinroboter sowie den Leichtbauroboter bei Robotics. Die Sitzungen wurden durch einen Bericht des Vorstands zum innerhalb des Konzerns gebildeten Oberen Führungskreis abgerundet.
Die nächste Zusammenkunft des Aufsichtsrats war die sogenannte Strategiesitzung am 27. September 2012. Basierend auf den Vorbereitungen des Strategie- und Entwicklungsausschusses beriet das Plenum über Wachstumspläne im Rahmen der Drei-Säulen-Strategie Robotics, Systems und Advanced Robotics. Dabei ging es um die profitable Geschäftsausweitung auf den Feldern der General Industry sowie regional, wie etwa in China. Dabei stand die Technologieführerschaft der KUKA in den verschiedensten Geschäftsfeldern im Mittelpunkt. Der Aufsichtsrat beriet zur Effizienz des Projektcontrollings im Geschäftsbereich Systems.
In der letzten ordentlichen Aufsichtsratssitzung des Jahres, der Planungssitzung, am 14. Dezember 2012 stimmte der Aufsichtsrat dem Budget 2013 und der Mittelfristplanung bis Ende 2015 zu. Er nahm die Berichte der Ausschüsse über ihre Arbeit entgegen, behandelte das laufende Effizienzprogramm und fasste Beschlüsse zur Unabhängigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern als Ausfluss der letzten Änderung des Corporate Governance Kodexes.
Im Berichtsjahr haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats mindestens an der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen (Ziffer 5.4.7 CGK). Der Aufsichtsrat tagte regelmäßig im Beisein des Vorstands, mit Ausnahme zu Themen seiner Vergütung (Ziffer 3.6 CGK). Weitere Fragen zur Corporate Governance können dem gleichnamigen Bericht, der Bestandteil des Geschäftsberichts ist, entnommen werden.
Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse gebildet: Personalausschuss (Vorsitz: Herr Minning), Prüfungsausschuss (Vorsitz: Herr Dr. Ganzer), Strategie- und Entwicklungsausschuss (Vorsitz: Herr Minning), Technologie- und Produktionsausschuss (Vorsitz: Herr Prof. Dr. Loos) und Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG (Vorsitz: Herr Minning). Ein Nominierungsausschuss gemäß Ziffer 5.3.3 CGK ist ebenfalls eingerichtet worden (Vorsitz: Herr Minning).
Der Personalausschuss trat 2012 vor allen Dingen im Hinblick auf den Wechsel im Amt des CFO sechsmal zusammen. Neben der Auswahl eines Kandidaten für die Neubesetzung des Vorstands Finanzen und Controlling behandelte der Ausschuss vor allem Vorschläge zu Vergütungsthemen zur Beschlussfassung durch das Aufsichtsratsplenum.
Der Prüfungsausschuss hielt fünf Sitzungen ab. Er befasste sich schwerpunktmäßig mit den Finanzabschlüssen, wandte sich aber auch Fragen des internen Kontrollsystems (IKS) und der Compliance zu.
Der Strategie- und Entwicklungsausschuss tagte viermal. Im Mittelpunkt standen zunächst die Beratungen zu den Ergebnissen eines Technologie-Workshops und zur R&D-Roadmap. Intensive Befassung erfuhr auch die Unternehmensstrategie, wie sie anschließend in der Plenarsitzung des Aufsichtsrats behandelt wurde. Der Ausschuss nahm zudem regelmäßig Updates zum Stand der Entwicklung und des Produktionsanlaufs des Leichtbauroboters entgegen.
Der Technologie- und Produktionsausschuss versammelte sich zu fünf Sitzungen und tagte auch auswärts an dem Produktionsstandort Schwarzenberg. Während in Bezug auf den Geschäftsbereich Robotics produktionsorientierte Aspekte im Vordergrund standen, lag der Schwerpunkt in Bezug auf den Geschäftsbereich Systems bei der Projekteffizienz.
Der Vermittlungsausschuss und der Nominierungsausschuss hatten keine Anlässe zu tagen.
Die schriftliche Beschlussfassung des Aufsichtsrats betraf die Entsprechenserklärung.
Unabhängigkeit und Entsprechenserklärung
Der Aufsichtsrat hat sich ausführlich in seiner Sitzung am 14. Dezember 2012 mit der Unabhängigkeit seiner Mitglieder vor dem Hintergrund der Änderungen des Corporate Governance Kodexes vom 15. Mai 2012 befasst. Im Hinblick darauf, dass er die Arbeitnehmervertreter von dieser Regelung nicht für betroffen hält, hat die Anteilseignerbank beschlossen, dass mindestens zwei der Aufsichtsratsmitglieder, die von der Hauptversammlung zu wählen sind, unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodexes sein und keine Interessenkonflikte im Sinne von Ziffer 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodexes haben sollen (Ziffer 5.4.1 Abs. 2 CGK). Diese Regelung wurde zusammen mit weiteren Zielsetzungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats in seine Geschäftsordnung übernommen.
Vor diesem Hintergrund hat Herr Minning, Aufsichtsratsvorsitzender, an ein von ihm zu Händen des stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gerichtetes Schreiben erinnert, in dem er auf die bekannte Verbindung seiner Person zur Firma Grenzebach als Hauptaktionär und Geschäftspartner der Gesellschaft hingewiesen hat.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erfüllten ansonsten hiernach in vollem Umfang die maßgeblichen Unabhängigkeitskriterien. Konkrete Interessenkonflikte im Sinne von Ziffer 5.5 des Corporate Governance Kodexes wurden im Berichtszeitraum nicht angezeigt.
Aufsichtsrat und Vorstand gaben gleichlautende Entsprechenserklärungen nach § 161 AktG ab. Die Beschlussfassungen erfolgten durch den Vorstand am 15. Februar 2012 sowie durch den Aufsichtsrat am 17. Februar 2012. Die Entsprechenserklärung wurde den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer
Den Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2012 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 mit dem für die KUKA Aktiengesellschaft und den KUKA Konzern zusammengefassten Lagebericht hat die KPMG Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und am 4. März 2013 jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen war auch das Risikomanagementsystem des KUKA Konzerns Gegenstand der Abschlussprüfung. Außerdem wurde der Halbjahresfinanzbericht des KUKA Konzerns zum 30. Juni 2012 einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen. Der Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.
Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2012 an die KPMG vergeben. Vor Vergabe des Auftrags zur Prüfung der Jahresabschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns erörterten der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Abschlussprüfer detailliert Prüfungsschwerpunkte, Prüfungsinhalte und Kosten. Dabei wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe während der Prüfung unverzüglich zu benachrichtigen ist, soweit solche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe nicht sofort beseitigt werden konnten. Außerdem wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser laufend über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben, berichtet. Der Abschlussprüfer hatte des Weiteren den Aufsichtsrat zu informieren bzw. in seinem Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung nach § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG ergeben.
Schließlich hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 CGK eingeholt und die Unabhängigkeit des Prüfers überwacht. Behandelt wurde ferner die Vergabe von Aufträgen für nicht prüfungsbezogene Dienstleistungen an den Abschlussprüfer.
Wie in den vergangenen Jahren - jeweils zu anderen Themen -wurden für die Prüfung im Geschäftsjahr 2012 Schwerpunkte, wie z. B. Bewertung von Verbundgeschäften über mehrere Gesellschaften im Rahmen der PoC-Methode, Aktivierung und Werthaltigkeit von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten, Ansatz und Bewertung von latenten Steuern, insbesondere solcher aus steuerlichen Verlustvorträgen, Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vor allem von Forderungen an Unternehmen in Krisenländern, und die Umsatzrealisierung bei Lieferaufträgen, mit dem Abschlussprüfer festgelegt. Bei diesen Punkten hat die Prüfung keine wesentlichen Beanstandungen zur Folge gehabt.
Der Abschlussprüfer unterrichtete im Dezember 2012 den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ausführlich über die Vorprüfungsergebnisse.
Wegen der auftragsgemäß erfolgten prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2012 nahm der Abschlussprüfer an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 6. August 2012 teil.
In einer gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer befasste sich der Prüfungsausschuss am 11. März 2013 mit den beiden Jahresabschlüssen - auch unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers - und ließ sich diese schwerpunktmäßig von Vorstand und Abschlussprüfer erläutern. Die dabei von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses gestellten Fragen wurden beantwortet, die Abschlussunterlagen im Einzelnen mit dem Abschlussprüfer durchgegangen, diskutiert und geprüft sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse seiner Beratungen in dessen Sitzung am 25. März 2013 und empfahl ihm, den Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft und den Jahresabschluss des KUKA Konzerns zu billigen.
Der Aufsichtsrat prüfte am 25. März 2013 die Abschlussvorlagen und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Der Abschlussprüfer KPMG nahm an dieser Aufsichtsratssitzung teil, um über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten und ergänzende Auskünfte zu erteilen. Die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. KPMG erläuterte im Einzelnen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sowie des Konzerns und berichtete darüber hinaus, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorlägen. Die Abschlussunterlagen wurden gemeinsam durchgegangen und die vom Aufsichtsrat gestellten Fragen von KPMG beantwortet.
Feststellung Jahresabschluss 2012
Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses sowie der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Erläuterung in seiner Sitzung am 25. März 2013 nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen erhoben und sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen. Die Berichte des Abschlussprüfers entsprechen nach seiner Überzeugung den gesetzlichen Anforderungen nach den §§ 317 und 321 HGB.
Der Aufsichtsrat hat sich von der Vollständigkeit des für die KUKA Aktiengesellschaft und den KUKA Konzern zusammengefassten Lageberichts überzeugt. Die vom Vorstand getroffenen Einschätzungen in diesem Lagebericht stimmen mit dessen Berichten an den Aufsichtsrat überein und die Aussagen des zusammengefassten Lageberichts decken sich auch mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat auch gegen den zusammengefassten Lagebericht keine Einwendungen erhoben.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung vom 25. März 2013 den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2012 aufgestellten Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2012 aufgestellten Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft gebilligt und den Corporate Governance Bericht verabschiedet.
Der Vorstand hat vorgeschlagen, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von 0,20 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen; diesem Vorschlag haben wir uns angeschlossen.
Dank an die Mitarbeiter
Das Berichtsjahr 2012 hat Vorstand und Mitarbeitern viel abverlangt, aber auch mit den guten Ergebnissen reichlich belohnt. Dies gibt Zuversicht und bedeutet Ansporn für die Zukunft zugleich. Der Kapitalmarkt hat mit dem überdurchschnittlichen Anstieg der KUKA Aktie diese Entwicklung bereits honoriert. Die Gesellschaft ist auch wieder dividendenfähig. Hierzu haben der Vorstand und alle Mitarbeiter im KUKA Konzern beigetragen.
So dankt der Aufsichtsrat nun ganz besonders allen Mitarbeitern von KUKA Gesellschaften, den Mitgliedern des Vorstands, den Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften und den Belegschaftsvertretern für ihr großartiges Engagement. Sie alle können gemeinsam mit dem Aufsichtsrat auf das Erreichte stolz sein und voller Erwartung an die weiter prosperierende Geschäftsentwicklung der Gesellschaft in die Zukunft schauen.
Augsburg, 25. März 2013
Der Aufsichtsrat
Bernd Minning Vorsitzender
CORPORATE GOVERNANCE BERICHT
Über die Corporate Governance bei KUKA berichtet der Vorstand -zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex ("CGK") wie folgt:
Verantwortungsvolle und transparente Corporate Governance ist eine der grundlegenden Maximen von KUKA. Dies gilt auch für das Zusammenwirken zwischen Vorstand und Aufsichtsrat.
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Die Entsprechenserklärungen von Vorstand und Aufsichtsrat, die seit 2002 in jedem Geschäftsjahr abgegeben worden sind, sind jeweils auf den Internetseiten der Gesellschaft www.kuka-ag.de allen Interessenten zugänglich gemacht worden.
Die gleichlautenden Erklärungen des Vorstands vom 5. Februar 2013 und des Aufsichtsrats vom 15. Februar 2013 nach § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG und nach Maßgabe des CGK lauten wie folgt:
"Die KUKA Aktiengesellschaft hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärungen des Vorstands (15. Februar 2012) und des Aufsichtsrats (17. Februar 2012) den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger vom 15. Juni 2012, entsprochen und entspricht diesen mit folgender Ausnahme:
| ― | Die KUKA Aktiengesellschaft weicht für den Aufsichtsrat von der Empfehlung in Ziffer 3.8 Satz 5 CGK ab. Die als Gruppenvertrag abgeschlossene D&O-Versicherung sieht für die Mitglieder des Aufsichtsrats keinen Selbstbehalt vor. Die KUKA Aktiengesellschaft ist der Ansicht, dass ein Selbstbehalt für die Aufsichtsratsmitglieder nicht erforderlich ist, um diese zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Überwachungsaufgabe anzuhalten. |
Im Übrigen erfüllt die KUKA Aktiengesellschaft auch nahezu alle Anregungen, welche der Kodex enthält."
Die gleichlautenden Erklärungen von Vorstand und Aufsichtsrat sind seit dem 26. Februar 2013 im Internet auf der Webseite der Gesellschaft www.kuka-ag.de zugänglich.
FÜHRUNGS- UND UNTERNEHMENSSTRUKTUR
Der KUKA Konzern besteht aus der KUKA Aktiengesellschaft, welche die geschäftsleitende Holding des Konzerns darstellt, und den beiden Geschäftsbereichen Robotics und Systems. Sämtliche Konzerngesellschaften sind - bis auf einige Ausnahmen - den beiden Führungsgesellschaften KUKA Roboter GmbH und KUKA Systems GmbH zugeordnet und werden von diesen unmittelbar oder mittelbar überwiegend zu 100 % gehalten. Diese rechtliche Organisation umfasst auch die KUKA Laboratories GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der KUKA Roboter GmbH, in welcher der Bereich "Advanced Robotics" gebündelt ist.
Zwischen den Geschäftsbereichen werden in den Markt- und Produktionsfeldern sowie bei Kunden und der geografischen Ausrichtung Gemeinsamkeiten identifiziert und intensiv weiterentwickelt. Davon unberührt bleibt, dass die Geschäftsbereiche für ihr Geschäft und damit auch für ihr Ergebnis verantwortlich sind. Ebenso erfolgt, wie bisher, die Kontrolle der Umsetzung der Zielvorgaben durch das Projekt- und Risikomanagement, durch eine ausgeprägte kennzahlenorientierte Führung sowie durch Führungskräfteentwicklung und Markenstrategie.
Der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft besteht aus zwei Personen, nämlich dem Vorstandsvorsitzenden (CEO) und dem Vorstand für Finanzen und Controlling (CFO). Die Satzung der KUKA Aktiengesellschaft sieht ausdrücklich vor, dass der Vorstand aus zwei Personen bestehen kann (§ 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft).
VERANTWORTUNGSVOLLES ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Hierfür arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat im Interesse des Unternehmens eng zusammen. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder an. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und die hierfür ergriffenen Maßnahmen. Dabei geht der Vorstand auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen ein und erläutert die Gründe, die zu diesen Abweichungen geführt haben. Die Berichterstattung des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat umfasst auch das Thema der Corporate Compliance. Für bedeutende Geschäftsvorgänge enthalten die Satzung und die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Näheres zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat kann dem Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 33 bis 36 entnommen werden.
Im Berichtsjahr 2012 bestanden keine Berater- oder sonstigen Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft.
Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern wurden der Gesellschaft nicht angezeigt.
VORSTAND
Im Geschäftsjahr 2012 bestand der Vorstand aus zwei Mitgliedern mit folgender Ressortverteilung:
Herr Dr. Till Reuter, Vorsitzender des Vorstands (CEO), ist für die Ressorts (i) Investor Relations, (ii) strategische Unternehmensentwicklung, (iii) Öffentlichkeitsarbeit, (iv) Obere Führungskräfte des Konzerns, (v) Revision und (vi) Recht / Compliance zuständig. Zudem ist Herr Dr. Reuter seit dem Ausscheiden von Herrn Stephan Schulak am 31. Juli 2012 für das Ressort Personal zuständig und auch Arbeitsdirektor der KUKA Aktiengesellschaft.
Herr Stephan Schulak hat sein Amt als Vorstand für Finanzen und Controlling (CFO) mit Wirkung zum 31. Juli 2012 niedergelegt. Bis zu seinem Ausscheiden war Herr Schulak für die Ressorts (i) Finanzen und Controlling, die die Bereiche Accounting, Controlling, Treasury und Taxes umfassen, (ii) Risk Management, (iii) IT, (iv) Facility Management sowie (v) Personal verantwortlich. Darüber hinaus war Herr Schulak bis zu diesem Zeitpunkt Arbeitsdirektor der KUKA Aktiengesellschaft.
Herr Peter Mohnen ist mit Wirkung zum 1. August 2012 zum Vorstand für Finanzen und Controlling (CFO) bestellt worden. Als Nachfolger von Herrn Schulak hat er im Wesentlichen dessen Aufgaben übernommen und verantwortet die Ressorts (i) Finanzen und Controlling, die die Bereiche Accounting, Controlling, Treasury und Taxes umfassen, (ii) Risk Management, (iii) IT sowie (iv) Facility Management.
Die Mitglieder des Vorstands treten in der Regel mindestens alle 14 Tage zu einer Sitzung zusammen und halten darüber hinaus ständig engen Kontakt. Im Vorstand werden Interessenkonflikte vermieden. Es hat im Berichtsjahr keine Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern gegeben.
Entsprechend den Vorgaben des CGK (Ziffer 4.1.5) achtet der Vorstand bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Mit dem Programm "Female Inspiration" soll der Anteil von Frauen in Führungspositionen im KUKA Konzern nachhaltig erhöht werden.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Die Vergütung des Vorstands wird im Vergütungsbericht dargestellt.
AUFSICHTSRAT
Der Aufsichtsrat ist nach dem Mitbestimmungsgesetz zusammengesetzt und besteht aus zwölf Mitgliedern; jeweils sechs Mitglieder sind von den Aktionären und von den Arbeitnehmern gewählt.
Die Wahl der Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat fand am 15. April 2008 statt. Das Ergebnis der Wahl wurde am 24. April 2008 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Amtsperiode der Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2013. Dies gilt auch für einen Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, der durch Beschluss des Amtsgerichts Augsburg vom 11. Juni 2012 gerichtlich bestellt wurde.
Ebenso endet die Amtsperiode aller Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2013. Denn auch für die Vertreter der Anteilseignerseite im Aufsichtsrat, die für vorzeitig ausgeschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats erst durch die Hauptversammlungen am 29. April 2009 bzw. 29. April 2010 neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden, gilt, dass ihr Amt lediglich für den Rest der Amtsdauer eines ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds besteht (§ 10 Abs. 4 Satz 1 der Satzung der Gesellschaft).
Im Hinblick auf die Anforderungen gemäß Ziffer 5.4.1 CGK an die Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat bereits im Jahr 2010 - mit dem Schwerpunkt "Vielfalt" (Diversity) - verschiedene Festlegungen getroffen. Wegen der Neufassung von Ziffer 5.4.1 CGK im Mai 2012 hat sich der Aufsichtsrat im Dezember 2012 erneut mit den Zielen für seine zukünftige Zusammensetzung befasst. Im Fokus stand dabei das Thema "Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder". Im Ergebnis hat der Aufsichtsrat nunmehr folgende Ziele für seine zukünftige Zusammensetzung, die auch bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung berücksichtigt werden sollen, festgelegt:
(i) Mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder sollen über branchenspezifische Erfahrungen verfügen.
(ii) Mindestens ein Aufsichtsratsmitglied soll in besonderem Maße über im Ausland erworbene berufliche Erfahrungen verfügen.
(iii) Mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder sollen weder Organe, Angestellte oder Berater von Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder anderen Geschäftspartnern der Gesellschaft sein.
(iv) Mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder, die von der Hauptversammlung zu wählen sind, sollen unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 CGK sein.
(v) Aufsichtsratsmitglieder sollen in der Regel zum Zeitpunkt ihrer Wahl das 35. Lebensjahr überschritten und das 73. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.
(vi) Die Kandidatur entsprechend qualifizierter Frauen ist zu prüfen. Binnen zwei Wahlperioden sollen mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder weiblich sein.
Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats in maßgeblicher Position bei wichtigen Geschäftspartnern tätig waren oder sind, erfolgten Geschäfte mit diesen zu Bedingungen wie unter fremden Dritten.
Vor dem Hintergrund der in Ziffer 5.4.2 CGK genannten Unabhängigkeitskriterien hat der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Minning -in einem an den stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gerichteten Schreiben - an die bekannte Verbindung seiner Person zu dem Großaktionär Grenzebach Maschinenbau GmbH und dessen geschäftlichen Verbindungen zu KUKA Konzerngesellschaften hingewiesen. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats erfüllen in vollem Umfang diese maßgeblichen Unabhängigkeitskriterien.
Dem Aufsichtsrat gehören danach nach seiner Einschätzung eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, sodass eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat gewährleistet ist. Herr Dr. Ganzer verfügt als unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats und dessen Prüfungsausschusses über Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.
Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte insgesamt sechs Ausschüsse gebildet. Dies sind:
(i) der Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG,
(ii) der Personalausschuss,
(iii) der Prüfungsausschuss (Ziffer 5.3.2 CGK),
(iv) der Nominierungsausschuss (Ziffer 5.3.3 CGK),
(v) der Strategie- und Entwicklungsausschuss sowie
(vi) der Technologie- und Produktionsausschuss
Gemäß den Bestimmungen des Corporate Governance Kodex hat sich der Aufsichtsrat bzw. der Prüfungsausschuss mit Compliance-Fragen befasst und der Vorstand hat insoweit an dieses Gremium berichtet.
Es ist mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass er über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich unterrichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Schließlich ist mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass er den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärungen zum Kodex ergeben (Ziffer 7.2.3 CGK). Der Abschlussprüfer hat den Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2012 auftragsgemäß einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit (Ziffer 5.6 CGK). Zuletzt erfolgte eine mehrjährige Überprüfung im Rahmen des Forschungsprojekts "High Performance Boards - Qualität und Effizienz im Aufsichtsratsgremium" durch das Institut für Corporate Governance der Universität Witten / Herdecke, die im April 2011 abgeschlossen wurde. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, die Effizienz seiner Tätigkeit auch zukünftig in überschaubaren Zeitabständen professionell prüfen zu lassen.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird im Vergütungsbericht dargestellt.
AKTIENBESITZ
Herrn Guy Wyser-Pratte werden - laut letzter Stimmrechtsmeldung vom November 2010 - Aktien in einem Unfang von insgesamt 4,74 % der von der KUKA Aktiengesellschaft ausgegebenen Aktien zugerechnet.
Die übrigen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats halten insgesamt weniger als 1 % der ausgegebenen Aktien.
CORPORATE COMPLIANCE
KUKA hat seit jeher einen hohen Standard ethischer Grundsätze. Wesentliche Bestandteile hiervon sind rechtstreues und wertorientiertes Verhalten. Vor diesem Hintergrund ist das vom Vorstand im November 2007 verabschiedete und vom Aufsichtsrat im Dezember 2007 gebilligte Corporate Compliance Programm zum 1. Februar 2008 konzernweit in Kraft getreten. Wesentliche Inhalte des Corporate Compliance Programms sind im Corporate Compliance Handbuch enthalten, welches mehrere compliance-relevante Richtlinien umfasst. Das Corporate Compliance Handbuch wurde im Geschäftsjahr 2010 überarbeitet und aktualisiert; es ist in seiner jetzigen Fassung am 1. April 2011 in Kraft getreten.
Gemäß einem Beschluss des Vorstands hat der Vorsitzende des Vorstands die oberste Zuständigkeit für das Corporate Compliance Programm. Es wurde ein Compliance Committee bestehend aus konzernangehörigen Personen zur Steuerung, Umsetzung, Überwachung und Weiterentwicklung des Corporate Compliance Programms etabliert. Des Weiteren wurden in den Konzerngesellschaften, für die einzelnen Geschäftsbereiche und nach Regionen unterteilt, Compliance Officer unterhalb des Compliance Committees etabliert. Die Compliance Officer sollen den Mitarbeitern als direkte und (Erst-)Ansprechpartner für compliancerelevante Themen dienen. Zusätzlich wurde die Stelle eines externen Ombudsmanns eingerichtet.
Für KUKA ist die regelmäßige Schulung der Mitarbeiter und die kontinuierliche Weiterentwicklung des bestehenden Compliance Systems ein wesentlicher Baustein zur Verankerung unserer wertorientierten Standards im Unternehmen und zur Vermeidung von Rechts- bzw. Gesetzesverstößen. So fand bereits im Jahr 2011 unter anderem eine umfassende Online-Compliance-Schulung aller KUKA Mitarbeiter durch ein hierfür eigens konzipiertes E-Learning-Programm statt; dieses E-Learning-Programm wurde 2012 auf die ausländischen Konzerngesellschaften ausgedehnt. Daneben wurde im Jahr 2012 ein E-Learning Tool mit dem Schwerpunkt "Informationssicherheit und Datenschutz" eingeführt. Ebenso wurden im Jahr 2012 spezielle Schulungsmaßnahmen mit ausgewählten Themenschwerpunkten durchgeführt.
HAUPTVERSAMMLUNG
Die ordentliche Hauptversammlung 2013 wird am 5. Juni 2013 in Augsburg stattfinden.
Jede Aktie hat eine Stimme. Es sind Stückaktien ausgegeben und Globalurkunden erstellt. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Der Vorstand erleichtert den Aktionären ihre Stimmrechtsausübung in der Hauptversammlung dadurch, dass er ihnen anbietet, von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertretern weisungsgebundene Vollmachten zu erteilen. Die von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter sind auch in der Hauptversammlung für dort anwesende Aktionäre erreichbar. Daneben ist auch die Bevollmächtigung von Kreditinstituten, Aktionärsvereinigungen und sonstigen Dritten möglich.
RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG
Die Rechnungslegung erfolgt für den KUKA Konzern seit dem Jahr 2004 nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Accounting Standards (IAS) und den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses werden von einem unabhängigen Abschlussprüfer durchgeführt, der von der Hauptversammlung gewählt wird. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats hat die ordentliche Hauptversammlung 2012 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 sowie für eine etwaige prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts des Geschäftsjahres 2012 gewählt. Auf der Grundlage des vorgenannten Beschlusses ist der Halbjahresfinanzbericht 2012 einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen worden.
Die Prüfung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, die Erteilung des Prüfungsauftrages an ihn, die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und die Vereinbarung des Honorars sind entsprechend den Bestimmungen des Corporate Governance Kodex vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgenommen worden.
RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT SOWIE CONTROLLING
Das Risiko- und Chancenmanagement des KUKA Konzerns ist im Kapitel Risikobericht des Geschäftsberichts auf den Seiten 81 bis 87 dargestellt. Es ist nach den gesetzlichen Bestimmungen darauf ausgerichtet, existenzgefährdende Risiken für den KUKA Konzern und seine operativen Gesellschaften frühzeitig zu erkennen, um Maßnahmen zur Risikominimierung, Risikoüberwälzung und Risikovermeidung ergreifen zu können. Die Risikostrategie und Risikopolitik orientierten sich insbesondere an den Geschäftsrisiken, den finanzwirtschaftlichen Risiken einschließlich der Fremdwährungsrisiken und den spezifischen Risiken der Geschäftsbereiche jeweils auf kurz-, mittel- und langfristige Sicht. Insbesondere der Bereich Controlling ist ein wesentliches Instrument für das effiziente Risikomanagement des KUKA Konzerns.
Das Risiko- und Chancenmanagement ist auch im Jahr 2012 weiter optimiert worden. Es ist ständige Aufgabe des Vorstands, das Risiko- und Chancenmanagement an neue Gegebenheiten der Gesellschaft anzupassen.
FINANZPUBLIZITÄT
Die Gesellschaft unterrichtet ihre Aktionäre, die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die Medien über die Lage sowie über wesentliche Geschäftsergebnisse, insbesondere durch Quartalsfinanzberichte, den Halbjahresfinanzbericht, den Geschäftsbericht, die Bilanzpressekonferenz über den Jahresabschluss und die jährlich stattfindende ordentliche Hauptversammlung. Hinzu kommen Ad-hoc-Mitteilungen nach § 15 WpHG, Mitteilungen nach § 15a WpHG (Director's Dealings) und nach § 26 WpHG (Veröffentlichungen von Mitteilungen von Aktionären und Inhabern bestimmter Finanzinstrumente), Analystenkonferenzen, Gespräche mit Finanzanalysten und Investoren im In- und Ausland sowie sonstige Pressemitteilungen.
Alle Informationen erfolgen auch in englischer Sprache und werden zeitgleich im Internet veröffentlicht. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung werden im Finanzkalender publiziert, der im Geschäftsbericht auf der hinteren Umschlagsseite und im Internet unter www.kuka-ag.de zu finden ist.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf der Webseite der Gesellschaft unter www.kuka-ag.de abrufbar.
VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden, und erläutert Struktur und Höhe der Bezüge der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
1. Vergütungsstruktur
Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder der KUKA Aktiengesellschaft enthält fixe und variable Vergütungsbestandteile. Letztere setzen sich ihrerseits aus mehreren variablen Vergütungselementen zusammen. Das System der Vorstandsvergütung ist dabei entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des § 87 AktG und den Anforderungen des CGK auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und berücksichtigt bei den variablen Bestandteilen sowohl positive als auch negative Geschäftsentwicklungen.
Die fixe Vergütung besteht aus Festgehalt und Sachbezügen. Das Festgehalt wird in zwölf monatlich gleichbleibenden Teilbeträgen entrichtet. Die Sachbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen.
Die variable Vergütung wird zur einen Hälfte aufgrund Erreichung persönlicher Ziele und zur anderen Hälfte in Abhängigkeit von der Entwicklung der wirtschaftlichen Kenngrößen EBIT und Free Cashflow des KUKA Konzerns gewährt. Die Einzelheiten hierzu werden gesondert jährlich vereinbart. Die variable Vergütung ist in der Höhe begrenzt und die Erreichung der finanziellen Ziele ist an eine mehrjährige Unternehmensentwicklung gekoppelt.
Darüber hinaus werden als weiterer variabler Vergütungsbestandteil für die Mitglieder des Vorstands seit 2006 jährliche Phantom-Share-Programme (nachfolgend auch "Programme") vereinbart, die eine langfristige Anreizwirkung haben sollen. Phantom Shares sind virtuelle Aktien, die dem Inhaber das Recht auf eine Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses der Gesellschaft gewähren. Anders als bei Aktienoptionen enthalten Phantom Shares also nicht allein die Wertsteigerung, sondern den gesamten Aktienwert als Erlös. Außerdem wird während der Planlaufzeit jährlich je virtueller Aktie ein Dividendenäquivalent in Höhe der tatsächlich ausgeschütteten Dividende auf echte KUKA Aktien gezahlt. Stimmrechte sind mit den Phantom Shares nicht verbunden.
Die Programme umfassen jeweils drei Kalenderjahre; erstmals wurde ein Programm für die Jahre 2006 - 2008 vereinbart. Das als Bestandteil der Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 aufgelegte Programm bezieht sich auf die Jahre 2012 - 2014. Zu Beginn der Dreijahresperiode legt der Aufsichtsrat das Zuteilungsvolumen fest. Geteilt durch den maßgeblichen Anfangskurs der KUKA Aktie, welcher aus dem Durchschnittskurs der KUKA Aktie (Eröffnungskurs XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) zwischen dem 2. Januar 2012 und dem 26. März 2012 (dem letzten Handelstag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats) ermittelt wurde, hat sich die vorläufige Zahl von Phantom Shares für das Programm 2012 - 2014 ergeben. Ebenfalls zu Beginn des dreijährigen Performance-Zeitraums wird vom Aufsichtsrat ein EVA (Economic Value Added) der Continuing Operations (vor Steuern) auf Basis der operativen Planung der drei Programmjahre festgelegt, welches sich an dem Budget des ersten Geschäftsjahres des Dreijahreszeitraums und der Planung der beiden nachfolgenden Geschäftsjahre orientiert.
Das kumulative EVA (tatsächliches EVA) des dreijährigen Performance-Zeitraums wird durch das EVA der Continuing Operations entsprechend der operativen Planung der drei Programmjahre geteilt, um einen Erfolgsfaktor zu ermitteln. Der Erfolgsfaktor kann zwischen 0 und 2,0 schwanken. Die endgültige Anzahl der Phantom Shares hängt von dem erreichten Erfolgsfaktor ab, der mit der vorläufigen Zahl der Phantom Shares multipliziert wird. Die Obergrenze bildet eine Verdoppelung der Phantom Shares (dies ist der Fall, wenn der Erfolgsfaktor 2,0 erreicht wird). Die Auszahlung erfolgt auf Basis der endgültigen Anzahl Phantom Shares zum Endkurs (Durchschnittskurs der KUKA Aktie vom 2. Januar des den drei Bezugsjahren folgenden Jahres ["Folge-jahr"] bis zum letzten Handelstag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats des Folgejahres).
Das jeweilige Vorstandsmitglied ist verpflichtet, in Höhe von 25 % des im April des Folgejahres ausgezahlten Bruttobetrages KUKA Aktien zum dann gültigen Aktienkurs zu erwerben. Dieser Erwerb dient dem Aufbau eines festgelegten Haltevolumens von 50 % der Jahresgrundvergütung von KUKA Aktien ab März des Folgejahres. Ist das festgelegte Haltevolumen erreicht, entfällt für das betreffende Vorstandsmitglied die Verpflichtung zum Erwerb weiterer Aktien im Rahmen nachfolgender Programme. Diese Verpflichtung endet ebenso mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern. Endet des Anstellungsverhältnis eines Vorstandsmitglieds durch Kündigung - unabhängig von welcher Seite sie erfolgt -, so verfallen alle ihm zugeteilten Phantom Shares.
Für das Phantom-Share-Programm 2012 - 2014 wurde der Anfangskurs mit 16,22 € festgelegt.
Der Aufsichtsrat entscheidet - soweit nicht vertraglich feste Zusagen erteilt worden sind - für jedes Jahr über die aktienorientierte Vergütung für den Vorstand. Ziel dieses Programms ist, dass jedes Mitglied des Vorstands von KUKA zugleich auch Aktionär sein soll. Es fördert den Anteilsbesitz der Mitglieder des Vorstands bei KUKA und verknüpft damit die Interessen dieser Organmitglieder noch enger mit denen der Aktionäre. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele sowie der Vergleichsparameter ist ausgeschlossen.
Kredite wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
2. Vergütung im Jahr 2012
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands (einschließlich unterjährig ausgeschiedener Mitglieder) beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf insgesamt 4.030 T€.
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht dabei aus einer Barvergütung, die im Geschäftsjahr 2012 tatsächlich ausbezahlt wurde, sowie variablen und aktienbezogenen Vergütungsbestandteilen, die - ohne den Vorstandsmitgliedern tatsächlich zugeflossen zu sein - mit entsprechenden Zeitwerten bzw. Zuteilungswerten im Zeitpunkt der Gewährung (maßgeblich für das Phantom-Share-Programm 2012 - 2014) in die Darstellung der Gesamtvergütung einfließen. Bei im Geschäftsjahr ausscheidenden Vorstandsmitgliedern kann es sofort zu anteiligen Abrechnungen und Auszahlungen von Vergütungsbestandteilen kommen, die bei Fortführung des Vorstandsmandats nicht unmittelbar im Geschäftsjahr ausgezahlt worden wären.
Die Vergütung der zum 31. Dezember 2012 amtierenden Vorstandsmitglieder sowie des gesamten Vorstands kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
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| in T€ | Festgehalt inklusive Sachbezüge* | Variable Vergütung** | Phantom- Share- Programm 2012 -2014*** | Gesamtvergütung |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Till Reuter | 519 | 932 | 386 | 1.837 |
| Peter Mohnen (ab 01.08.2012) | 157 | 252 | 211 | 620 |
| Summe | 676 | 1.184 | 597 | 2.457 |
* Sachbezüge setzen sich - je nach vertraglicher Vereinbarung mit den einzelnen Vorstandsmitgliedern - aus der Nutzung von Dienstwagen und Prämien für die Unfallversicherung zusammen.
Die Prämie für die D&O-Versicherung ist in den Sachbezügen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den geschützten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet.
** Der für das jeweilige Vorstandsmitglied in der Tabelle berücksichtigte Zeitwert entspricht dem gesamten Rückstellungswert zum 31. Dezember 2012. Die variable Vergütung des Vorstands kann derzeit nur vorläufig bestimmt werden. Der Aufsichtsrat legt in seiner Sitzung am 25. März 2013 endgültig die variable Vergütung des Vorstands für die Erreichung der persönlichen Ziele fest. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsregelung wird der Aufsichtsrat über die Erreichung der Unternehmensziele final erst im Jahr 2014 beschließen. Der für Herrn Dr. Reuter festgelegte Zeitwert schließt auch die Tantieme für die Erreichung der Unternehmensziele 2011 ein, die wegen der Nachhaltigkeitsregelung erst 2013 zur Auszahlung kommt.
*** Der Zuteilungswert entspricht dem durchschnittlichen Kurs der KUKA Aktie im jeweiligen Zeitpunkt der Gewährung des Phantom-Share-Programms durch den Aufsichtsrat. Dieser Zuteilungswert wird mit der vorläufigen Anzahl der Phantom Shares multipliziert.
Dr. Till Reuter:
Zuteilungswert = 15,65 € (Schlusskurs XETRA am 27. März 2012)
Peter Mohnen:
Zuteilungswert = 17,12 € (Schlusskurs XETRA am 16. Mai 2012)
Herr Stephan Schulak ist zum 31. Juli 2012 aus dem Vorstand ausgeschieden. Wegen der Vertragsaufhebung wurde die Vergütung von Herrn Schulak gesondert geregelt. Variable Vergütungsbestandteile (wegen der Nachhaltigkeitsregelung auch noch die Tantieme "Unternehmensziele 2011") und bisherige Phantom-Share-Programme wurden abgerechnet, sodass im Geschäftsjahr 2012 ein Barausgleich aller Vergütungsbestandteile erfolgte. Die tatsächlich zugeflossenen Bezüge von Herrn Stephan Schulak beliefen sich danach im Geschäftsjahr 2012 auf 1.573 T€.
Für alle derzeit laufenden Phantom-Share-Programme (d. h. die Programme 2010 - 2012, 2011 - 2013 und 2012 - 2014) wurden Rückstellungen zum 31. Dezember 2012 gebildet, die den zu erwartenden Gesamtaufwand aus diesen Programmen berücksichtigen.
Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern, deren Amtsperioden spätestens im Jahr 2008 geendet haben, keine Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt worden, welche Alters-, Berufs- und Erwerbs-unfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2012 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 10.016 T€ (HGB) (2011: 9.848 T€).
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
1. Vergütungsstruktur
Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 1. Januar 2006 ist die Satzung dahingehend geändert worden, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste Vergütung erhalten.
Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung, welche 30 T€ beträgt und nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar ist.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält die vierfache, der Stellvertreter des Vorsitzenden die doppelte Vergütung. Für die Leitung der Hauptversammlung, sofern diese nicht vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats geleitet wird, sowie für die Mitgliedschaft in einem oder mehreren nicht nur vorübergehend tätigen Ausschüssen erhalten Aufsichtsratsmitglieder eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 30 T€. Ein Ausschussvorsitzender erhält -auch wenn er mehreren Ausschüssen vorsitzt oder Mitglied in einem anderen Ausschuss ist - höchstens das Eineinhalbfache der jährlichen Vergütung; dies gilt nicht für den Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG.
Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsratssitzung (einschließlich der Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats) nach seiner Wahl entweder die Erstattung seiner Auslagen oder ein pauschales Sitzungsgeld von 450 € zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer. Den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, die bei der KUKA Aktiengesellschaft oder einer KUKA Konzerngesellschaft angestellt sind, steht auf Basis des Anstellungsvertrages weiterhin ein reguläres Gehalt zu.
2. Vergütung für die Jahre 2011 und 2012
Die folgende Tabelle enthält eine Gegenüberstellung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Geschäftsjahre 2011 und 2012:
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| in T€ | Zahlung in 2012 für 2011 | Zahlung in 2013 für 2012 |
|---|---|---|
| Bernd Minning Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Personalausschusses, des Strategie- und Entwicklungsausschusses, des Vermittlungsausschusses und des Nominierungsausschusses | 165* | 165 |
| Jürgen Kerner Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 6.6.2012) | 90 | 39 |
| Prof. Dr. Dirk Abel | 60 | 60 |
| Dr. Uwe Ganzer Vorsitzender des Prüfungsausschusses | 75 | 75 |
| Thomas Kalkbrenner Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (ab 13.6.2012) | 0 | 31 |
| Dr. Michael Proeller | 60 | 60 |
| Prof. Dr. Uwe Loos Vorsitzender des Technologie- und Produktionsausschusses | 75 | 75 |
| Carola Leitmeir | 60 | 60 |
| Fritz Seifert | 60 | 60 |
| Wilfried Eberhardt | 30 | 30 |
| Siegfried Greulich | 60 | 60 |
| Thomas Knabel | 60 | 60 |
| Guy Wyser-Pratte | 60 | 60 |
* Herr Minning hat von der ihm für das Jahr 2011 für den Vorsitz im Aufsichtsrat zustehenden Vergütung die Hälfte (dies entspricht 45 T€) an den im Jahr 2012 gegründeten gemeinnützigen Verein "Orange Care e.V." gespendet.
KUKA AM KAPITALMARKT
Die KUKA Aktie ist im Börsensegment für mittelgroße Unternehmen MDAX gelistet und berichtet nach den internationalen Regeln des Prime Standards der Deutschen Börse. Außerdem präsentiert sich das Unternehmen regelmäßig auf Roadshows und Investorenkonferenzen im In- und Ausland. Das börsentägliche Handelsvolumen der KUKA Aktie betrug im Berichtsjahr durchschnittlich 120.000 Stück. Die Marktkapitalisierung lag Ende 2012 bei 938 Mio. €.
DEUTSCHE BÖRSEN ÜBERFLÜGELN INTERNATIONALE BÖRSEN
Die Börsenentwicklung an den deutschen Aktienmärkten des Jahres 2012 spiegelte die starke und herausragende Rolle deutscher Unternehmen weltweit wider. So erzielte der deutsche Leitindex DAX das beste Ergebnis seit 2003 und übertraf im Jahresverlauf mit einem Zuwachs um knapp 30 % die Vergleichsindizes in Europa (Euro Stoxx + 17 %) und USA (Dow Jones + 9 %) deutlich. Nachdem der DAX im ersten Quartal außergewöhnlich gut ins Jahr gestartet war, belasteten im Sommerhalbjahr erneut Sorgen im Rahmen der Euroschuldenkrise die Entwicklung der Kurse. Erst die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, potenziell weitere Anleihen kriselnder Mitgliedsstaaten zu kaufen, führte im Herbst zur Entspannung der Finanzmärkte und zu einer Kursrallye am Jahresende.
Dabei entwickelte sich der MDAX, in dem die 50 mittelgroßen Börsenwerte in Deutschland gelistet sind, noch besser als der DAX. Ende November überschritt der MDAX sogar sein Allzeithoch von 11.500 Punkten aus dem Jahr 2007 und schloss zum Jahresende mit 11.900 Punkten; auf Gesamtjahressicht ein Plus von 33,9 %. Diese Entwicklung wurde u. a. durch die höhere Anzahl von Unternehmen aus dem Industriegüterbereich getragen, deren Kurse sich im abgelaufenen Jahr überdurchschnittlich entwickelten.
KUKA EINE DER BESTEN AKTIEN IM MDAX
Die KUKA Aktie gehörte 2012 zu den Börsengewinnern im MDAX. Im Berichtszeitraum konnte die Aktie ihren Kurs nahezu verdoppeln: von 14,14 € zum Jahresende 2011 auf 27,67 € zum Jahresende 2012. Allein in den letzten sechs Wochen des Jahres legte der Wert um mehr als 20 % zu und erreichte am 19. Dezember mit 29,02 € ein neues 5-Jahres-Hoch. Hierin spiegelt sich das starke profitable Wachstum des Unternehmens wider, das zu Anhebungen der Umsatz- und Ergebniserwartungen für das Geschäftsjahr 2012 führte. Gleichzeitig rückte das Thema "roboterbasierte Automation" stärker in den Fokus der Anleger, das von global steigenden Löhnen und Qualitätsansprüchen profitierte. Zusammen mit einem anderen Anlagenbauer für die Automobilindustrie führte die KUKA Aktie 2012 den Index der 30 börsennotierten Maschinen- und Anlagenbauer an.
KENNZAHLEN KUKA AKTIE
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| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien | Mio. Stück | 25,82 | 25,67 | 30,33 | 33,43 | 33,92 |
| Ergebnis je Aktie | € | 1,18 | -2,95 | -0,28 | 0,89 | 1,64 |
| Dividende je Aktie | € | - | - | - | - | 0,20* |
| Höchstkurs (Schlusskurs) | € | 26,01 | 12,67 | 16,93 | 20,00 | 29,02 |
| Niedrigster Kurs (Schlusskurs) | € | 10,07 | 9,02 | 9,87 | 12,50 | 14,68 |
| Jahresendkurs (Schlusskurs) | € | 12,67 | 11,95 | 16,60 | 14,14 | 27,67 |
| Veränderung gegenüber Vorjahr | % | -51,3 | -5,7 | 38,9 | -14,8 | 95,69 |
| Marktkapitalisierung (31.12.) | Mio. € | 337 | 350 | 548 | 472 | 938,44 |
| Durchschnittlicher Umsatz / Tag | Stück | 234.000 | 98.300 | 113.000 | 132.000 | 120.000 |
* vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 5. Juni 2013
PETER MOHNEN NEUER FINANZVORSTAND
Nachdem der bisherige Amtsinhaber Stephan Schulak mit Ablauf seines Vertrages Ende Juli aus dem Unternehmen ausgeschieden ist, übernahm Diplom-Kaufmann Peter Mohnen am 1. August 2012 diese Position. Herr Mohnen war zuvor Finanzvorstand von E.ON Hungaria.
INVESTORENKONTAKTE WEITER AUSGEBAUT
KUKA nutzte das gestiegene Interesse der Investoren an der Aktie und intensivierte nochmals die Kommunikation mit den Finanzmärkten. So präsentierte der Vorstand und / oder die Abteilung Investor Relations das Unternehmen im Berichtsjahr auf insgesamt 36 Investorenkonferenzen und Roadshows, die von Banken im In- und Ausland durchgeführt wurden (2011: 30). In Deutschland konzentrierten sich die Investor Relations-Aktivitäten auf die Finanzplätze in Frankfurt am Main und München, die regelmäßig besucht wurden. Roadshows gingen außerdem nach Düsseldorf und Hamburg. Ferner fand eine Investorenkonferenz in Baden-Baden statt. Schwerpunkte der Aktivitäten im europäischen Ausland waren London und Zürich / Genf, die mehrfach besucht wurden. Weitere Roadshows führten das Unternehmen an die Finanzplätze Amsterdam, Paris, Mailand, Wien und in Skandinavien. Außerhalb Europas präsentierte sich das Unternehmen auf Investorenkonferenzen und Roadshows in Nordamerika (New York, Boston und Chicago) sowie in Tokio / Japan. Die Anzahl der durchgeführten Investorengespräche einschließlich der Gespräche am Firmensitz in Augsburg überschritt das hohe Niveau des Vorjahres und erreichte im Berichtsjahr insgesamt 327 (2011: 313). Der Jahresabschluss des KUKA Konzerns wurde am 28. März 2012 auf der jährlichen Analystenkonferenz in Frankfurt am Main vorgelegt.
CAPITAL MARKET DAY AUF DER AUTOMATICA
Der diesjährige Capital Market Day fand im Rahmen der Robotermesse AUTOMATICA am 22. Mai 2012 in München statt. Zahlreiche Analysten und Investoren folgten der Einladung des Unternehmens. Hier präsentierte der Vorstand seine weiterentwickelte Strategie zur Ausweitung des Geschäftes mit der General Industry. Produktschwerpunkte auf der Messe mit Fokus General Industry waren die neuen Varianten des KR QUANTEC sowie die Markteinführung des Kleinroboters KR AGILUS. Diese neue Produktfamilie deckt den unteren Traglastbereich von Industrierobotern (bis 10 kg) ab, den KUKA bisher nicht mit eigenen Produkten bedient hat. Kleinroboter finden vor allem für "Pick and Place"-Aufgaben in der Nahrungsmittel- und Kunststoffindustrie sowie bei Werkzeugmaschinen und sonstigen Branchen der General Industry zunehmend Verwendung.
HOHER STREUBESITZ
Die KUKA Aktie weist unverändert einen hohen Anteil an Streubesitz auf; dieser betrug zum Jahresende 2012 einschließlich des Anteilsbesitzes institutioneller Investoren insgesamt 75,6 % des Grundkapitals. Folgende Investoren halten entsprechend den PflichtmitteiLungen, die dem Unternehmen vorliegen, mehr als 3 % des Grundkapitals: Grenzebach-Gruppe, Asbach-Bäumenheim, 24,4 %, Oppenheim Asset Management Services S.à.r.L. 5,2 %, Wyser-Pratte4,7 % und Franklin Mutual Advisers LLC 3,0 % sowie Axa S. A., Paris, 3,21 % (seit 8. Februar 2013).
ANLAGEEMPFEHLUNGEN MEHRHEITLICH AUF "KAUFEN"
Infolge der erfreulichen Kursentwicklung hat sich die Anzahl der Banken und Brokerhäuser, die die KUKA Aktie regelmäßig bewerten, im Berichtsjahr von 17 zum Jahresanfang auf 20 zum Jahresende erhöht. Hinzugekommen sind Goldman Sachs und Morgan Stanley. Wie im Vorjahr empfahl die Mehrheit der Bankanalysten die Aktie zum Kauf; dies waren zum Jahresende 2012 insgesamt neun (2011: elf). Weitere sechs stuften den Wert auf "Halten" (2011: vier) und fünf auf "Verkaufen" (2011: eins) ein. Die außergewöhnliche Kursentwicklung hatte eine deutliche Spreizung der Kursziele von 17 € als niedrigsten bis 33 € als höchsten Wert zur Folge. Dabei lag das durchschnittliche Kursziel aller Analysten zum Jahresende bei 24 €. Im Februar 2013 setzte die erste Großbank ihr Kursziel für die KUKA Aktie auf 40 € herauf. Weitere Informationen hierzu sind im Internet unter www.kuka-ag.de / Investor Relations zu finden.
UNTERNEHMENSANLEIHE IM AUFWIND
Im November 2010 hat KUKA eine Unternehmensanleihe platziert. Diese Anleihe umfasst ein Emissionsvolumen von 202 Mio. € mit einem Zinssatz von 8,75 % p. a. und läuft bis spätestens 2017; sie wird an der Luxemburger Börse im Marktsegment Euro MTF gehandelt und notierte am 31. Dezember 2012 bei 113,50 %. Das Unternehmen präsentierte sich zur Pflege der Anleiheinvestoren im Berichtsjahr u. a. auf Konferenzen in Düsseldorf und London.
Die Ratingeinstufung der Agentur Standard & Poor's beträgt B+ Positiv (letztes Update: Februar 2013) das Rating von Moody's liegt bei B1 Positiv (letztes Update: Februar 2013).
KURSENTWICKLUNG DER KUKA AKTIE 1. JANUAR - 31. DEZEMBER 2012*

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Die KUKA AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und gehört dem Börsensegment für mittelgroße Unternehmen (MDAX) an.
Als international tätiger Maschinen- und Anlagenbauer fokussiert sich der KUKA Konzern auf die roboterbasierte Automation und steigert vor allem Effizienz und Qualität der Produktionsprozesse seiner Kunden. Das Geschäftsmodell basiert dabei im Geschäftsbereich Systems auf der Planung und dem Bau von neuen automatisierten Produktionsanlagen sowie auf der Steigerung der Effizienz bestehender Anlagen. Der Geschäftsbereich Robotics konzentriert sich auf das Design und die Montage von Industrierobotern samt Steuerung und Software. Darüber hinaus bietet Robotics zusätzlich Serviceleistungen beim Kunden an.
Die Aktivitäten der Geschäftsbereiche werden operativ von Geschäftsbereichsleitungen koordiniert. Die KUKA AG als Obergesellschaft des Konzerns hat ihren Sitz in Augsburg. Landesgesellschaften in den für das Geschäft wichtigsten Ländern der Welt unterstützen die Geschäftsbereiche weitestgehend im Vertrieb ihrer Produkte und Anlagen und führen Montage- und Serviceleistungen vor Ort durch. Der Konzern ist somit in seinen Märkten global präsent.
GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS
Der Geschäftsbereich Robotics liefert die Kernkomponente für die Automation von Produktionsprozessen: den Industrieroboter einschließlich Steuerung und Software. Das Produktprogramm des Geschäftsbereiches ist modular aufgebaut. Dadurch können dem Kunden maßgeschneiderte Lösungen auf Basis eines Standardbaukastens mit Traglasten von 5 bis 1.300 kg angeboten werden. Die Entwicklung und der Bau von Industrierobotern erfolgt überwiegend in Augsburg. Die arbeitsintensive Montage der Schaltschränke findet in zwei ungarischen Werken statt. Eine weitere Montagestätte zur Bedienung insbesondere des asiatischen Marktes befindet sich derzeit in Shanghai / China im Aufbau (Inbetriebnahme 2013).
Der Geschäftsbereich hat 2011/12 eine neue Generation von Industrierobotern (KR QUANTEC / KR C4) mit einer grundlegenden Verbesserung der Mechanik und der Steuerung auf den Markt gebracht. Dadurch hat sich der Kundennutzen dieser neuen Generation von Industrierobotern spürbar erhöht. In 2012 wurde außerdem der neue Kleinroboter KR AGILUS in den Markt eingeführt, der sich - aufbauend auf den Vorteilen der QUANTEC-Familie - durch Energieeffizienz und Geschwindigkeit auszeichnet. Dieser neue Robotertyp erweitert das Produktportfolio des Geschäftsbereichs im Bereich der niedrigen Traglasten ab, und ist ein wichtiger Baustein für die Ausweitung des Geschäfts speziell in der General Industry.
Zum Ausbau neuer Anwendungen und Märkte hat KUKA ferner den Bereich Advanced Robotics innerhalb des Geschäftsbereichs Robotics gegründet, der als eigenständige Gesellschaft KUKA Laboratories GmbH arbeitet. Kernaufgaben dieses Bereichs sind neben Forschung und Entwicklung für beide Geschäftsbereiche die Weiterentwicklung des Leichtbauroboters (LBR) zur Marktreife und die langfristige Steigerung des Umsatzanteils mit dem Kundensegment Medizintechnik. Der LBR kann wegen seiner einzigartigen Kombination von Sensorik und Sicherheit in Anwendungen eingesetzt werden, bei denen roboterbasierte Lösungen aus Sicherheitsgründen bislang nicht verwendet werden.
GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS
Der Geschäftsbereich Systems plant, projektiert und errichtet automatisierte Produktionsanlagen. Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette einer Anlage ab: von einzelnen Systemkomponenten, Werkzeugen und Vorrichtungen über automatisierte Produktionszellen bis hin zu kompletten Anlagen, die von dem Geschäftsbereich als Systemintegrator "schlüsselfertig" erstellt werden. Das Know-how des Geschäftsbereichs liegt in der Automation einzelner Produktionsverfahren wie Schweißen und Löten, in der Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe (metallisch oder nichtmetallisch) sowie in der Integration verschiedener Produktionsschritte bis hin zu einer vollautomatischen Anlage.
An die Automobilindustrie liefert der Geschäftsbereich vor allem Anlagen zum Bau von Karosserien und zur Montage von Motoren und Getrieben sowie Werkzeuge zur Bearbeitung von Blechen. KUKA Systems betreibt außerdem auf dem Gelände des Automobilherstellers Chrysler in Toledo / USA eine Fertigung von Karosserien für den Jeep Wrangler (KTPO).
Der Geschäftsbereich Systems arbeitet mit regionalen Kompetenzzentren. Die Märkte in Deutschland und Europa werden von Augsburg aus betreut, Nord- / Südamerika vom Großraum Detroit / USA und Asien von Shanghai / China aus. Weitere Geschäftsfelder sind der Presswerkzeugbau sowie automatisierte Montagelinien und Prüfstände für Motoren und Getriebe, die ihre Standorte in Schwarzenberg / Erzgebirge und in der Slowakei sowie in Bremen und im Großraum Detroit / USA haben.
MÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONEN
Die Automobilindustrie ist für den KUKA Konzern die wichtigste Kundengruppe mit einem Anteil am Gesamtumsatz von 65 - 70 %. Für diese Kundengruppe entwickelt und realisiert KUKA seit mehr als 30 Jahren roboterbasierte Automatisierungslösungen. Die hohen Anforderungen der Automobilindustrie an Produktivität, Qualität und Zuverlässigkeit haben KUKA in dieser Zeit zu einer anerkannten Marke für innovative Technologien gemacht. KUKA Robotics sieht sich dabei marktführend bei Industrierobotern in Europa und weltweit unter den führenden Anbietern. KUKA Systems ist im europäischen und nordamerikanischen Karosseriebau für die Automobilindustrie jeweils die Nr. 2. Beide Geschäftsbereiche sehen sich darüber hinaus als Technologieführer.
KUKA nutzt seine führende Marktstellung in der Automobilindustrie gezielt, um das Geschäft in Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) kontinuierlich auszubauen. Dabei ist KUKA Robotics am weitesten fortgeschritten: in Märkten wie der Metallverarbeitung und dem Maschinenbau, der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie oder der Medizintechnik gehört der Geschäftsbereich bereits zu den wichtigsten Global Playern. Vertrieb und Service von Robotern für die General Industry erfolgen vornehmlich über branchenorientierte Systempartner. Auch KUKA Systems expandiert in Branchen außerhalb der Automobilindustrie, vor allem im Flugzeugbau oder in der Logistik / Mobilität, und generiert derzeit ca. 20 % seines Umsatzes in der General Industry.
KONZERNSTRATEGIE
Auf der Basis führender Marktpositionen der Geschäftsbereiche sowie der hohen Innovationskraft und Kundennähe des Unternehmens verfolgt KUKA eine Strategie des profitablen Wachstums, die in drei Stoßrichtungen zielt:
1. Ausbau der innovations- und Technologieführerschaft
Die Marke KUKA steht seit über 30 Jahren für Innovationen im automobilen Anlagenbau und in der Robotertechnologie. in der Entwicklung innovativer Produktionstechnologien hat die Automobilindustrie allgemein eine Pionierfunktion. Um das hohe Innovationsniveau zu sichern und auszubauen, beschäftigt der Geschäftsbereich Robotics rund 10 % seiner Mitarbeiter am zentralen Standort in Augsburg in der Forschung & Entwicklung und investiert jährlich 6 bis 8 % seines Umsatzes in diesen Bereich. Die F & E-Aktivitäten des Geschäftsbereichs Systems erfolgen in der Regel im Kundenauftrag und werden nur in geringem Umfang als Forschungs- und Entwicklungsaufwand ausgewiesen. Der Bereich Advanced Robotics nimmt bei der technologischen Entwicklung neuer Anwendungen und Märkte dabei für beide Geschäftsbereiche teilweise eine Querschnittsfunktion im Unternehmen wahr.
2. Diversifizierung der Geschäftstätigkeit in neue Märkte und Regionen
Ausgehend von einer marktführenden Position im Automobilgeschäft expandiert KUKA in Märkte außerhalb der Automobilindustrie (General Industry). KUKA Systems überträgt dabei sein Automatisierungs-Know-how z. B. auf Märkte wie Luftfahrt, während KUKA Robotics in Zusammenarbeit mit seinen Systempartnern neue Anwendungen für Industrieroboter in Zielmärkten wie der Metallverarbeitung, dem Werkzeugmaschinenbau, der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie oder der Medizintechnik entwickelt. General Industry-Märkte zeichnen sich im Vergleich zur Automobilindustrie vor allem durch ein höheres Wachstums- und Ertragspotenzial aus. Parallel hierzu hat KUKA Vertriebs- und Servicekapazitäten in den wachstumsstarken Schwellenländern Asiens und Südamerikas aufgebaut, um von der zunehmenden Automatisierung u. a. in den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China nachhaltig zu profitieren. Häufig erfolgt der Markteintritt dabei über Automobilprojekte mit bestehenden Kunden, um die Kundenansprache anschließend auf lokale Automobilhersteller und Kunden aus der General Industry auszuweiten.
3. Optimierung der Kostenstruktur und kontinuierliche Effizienzverbesserung
KUKA hat im Rahmen eines nachhaltigen Effizienz- und Verbesserungsprogramms die internen Prozesse überprüft und u. a. das Lieferantenmanagement und die Beschaffung aus Niedrigkostenländern neu geordnet (HUB-Konzept). Dadurch konnte die Gewinnschwelle des Unternehmens deutlich gesenkt werden.
KONZERNINTERNES STEUERUNGSSYSTEM
Mit dem konzerninternen Steuerungssystem werden die Erfolgskennzahlen des Unternehmens transparent gemacht und so systematisch gestärkt. Die finanziellen Zielgrößen des KUKA Konzerns messen Leistungen, die den Unternehmenswert beeinflussen.
Um die Umsatzrentabilität festzustellen, wird das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt; daraus ergibt sich die EBIT-Marge. Um die Rentabilität des eingesetzten Kapitals (Capital Employed) zu ermitteln, wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlichen Capital Employed gesetzt; dies ergibt den ROCE (Return on Capital Employed). EBIT und ROCE werden für den KUKA Konzern und die Geschäftsbereiche Robotics und Systems ermittelt. Der Free Cashflow, also der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen, zeigt, ob die Investitionen aus dem Cashflow bestritten werden und wie viele Mittel ggf. für die Zahlung einer Dividende und den Schuldendienst zur Verfügung stehen. Diese Kennzahl wird für den Konzern veröffentlicht.
Ein wichtiger Frühindikator für die Geschäftsentwicklung im Maschinen- und Anlagenbau ist der Auftragseingang. Nach Abzug der Umsatzerlöse ergibt sich hieraus der Auftragsbestand als Stichtagswert am Ende einer Berichtsperiode. Der Auftragsbestand ist ein wichtiger Indikator für die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten in den kommenden Monaten. Auftragseingang und Auftragsbestand werden für den KUKA Konzern und die Geschäftsbereiche Robotics und Systems ermittelt.
Alle Kennziffern werden laufend von den Führungsgesellschaften und vom zentralen Rechnungswesen und Controlling des KUKA Konzerns verfolgt und überprüft. Das Management analysiert Planabweichungen und vereinbart ggf. Maßnahmen zur Erreichung der geplanten Zielgrößen.
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
KONJUNKTUR IN DEUTSCHLAND ENTWICKELT SICH DEUTLICH BESSER ALS IN EUROPA
Im abgelaufenen Jahr hat sich die deutsche Wirtschaft trotz einer sich abkühlenden Weltwirtschaft und der konjunkturellen Schwächeperiode der Euro-Zone als äußerst widerstandsfähig erwiesen; sie konnte sich trotz des negativen konjunkturellen Umfelds 2012 überdurchschnittlich entwickeln. So errechnete das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Zahlen einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,7 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei wies das vierte Quartal auch in Deutschland einen stärkeren Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion auf. Treiber der insgesamt positiven Wirtschaftsentwicklung in Deutschland war 2012 erneut der starke Export (+4 %) vor allem in Ländern außerhalb der Euro-Zone, während die Investitionen der Unternehmen (-4 %) und vor allem des Staates (-9 %) deutlich rückläufig waren. So mündete die konjunkturelle Aufholjagd nach dem Einbruch 2009 im Berichtsjahr in eine Phase leichten Wachstums.
DYNAMISCHE AUTOMOBILNACHFRAGE
Sowohl die Weltwirtschaft als auch die globale Automobilnachfrage entwickelten sich in 2012 dynamisch weiter. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) verzeichnete der Automobilabsatz im Berichtsjahr ein Plus von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei profitierte die Automobilbranche insbesondere von der Rückkehr des früheren Leitmarktes USA mit einem Anstieg von 13 % auf 14,4 Mio. abgesetzter Pkw und leichter Nutzfahrzeuge. So konnten sich die USA wieder als größter Automobilmarkt der Welt vor China platzieren, das ein Plus von 8 % auf 13,2 Mio. Fahrzeuge erzielte. Dagegen führte die Konjunkturschwäche vor allem in Italien, Spanien und Frankreich zu einem deutlichen Rückgang des Pkw-Absatzes in Europa, insgesamt um 8 % auf 12,5 Mio. Einheiten. Gleichzeitig bewiesen auch die privaten Käufer in Deutschland Kaufzurückhaltung, sodass der Inlandsabsatz von Pkw insgesamt um 3 % gegenüber dem Vorjahr zurückging.
PKW-ABSATZ 2012 REGIONEN / LÄNDER in %

DEUTSCHE PREMIUMHERSTELLER SETZEN SICH POSITIV AB
Die großen deutschen Automobilhersteller, wichtige Kunden des KUKA Konzerns, konnten sich mit ihrer Premiumstrategie und ihrer globalen Ausrichtung von der Marktschwäche in Westeuropa 2012 deutlich absetzen. In den USA beispielsweise wuchsen sie bereits im siebten Jahr in Folge schneller als der Markt. Dadurch legte die Auslandsproduktion dieser Hersteller im Berichtsjahr insgesamt überproportional um 8 % gegenüber dem Vorjahr auf 7,7 Mio. Fahrzeuge zu, während die Inlandsproduktion 5,4 Mio. Einheiten erreichte (-3 %); hiervon wurden drei Viertel oder 4,1 Mio. Fahrzeuge exportiert (-2 %). Die großen deutschen Automobilhersteller profitierten also insbesondere von den Zuwächsen ihrer Fertigungsstätten in den Wachstumsmärkten Amerikas und Asiens.
UMSÄTZE MASCHINEN- UND ANLAGENBAU
Nach zwei Jahren mit hohen zweistelligen Zuwachsraten erreichten die Auftragseingänge im deutschen Maschinen- und Anlagenbau mit einem Minus von 3 % nicht mehr die hohen Vorjahreszahlen. Der Rückgang der Nachfrage entstand vor allem im Inland (-8 %), während die Nachfrage im Ausland stabil blieb (0 %). Dennoch schloss die Branche das Berichtsjahr mit Umsatzerlösen auf Rekordhöhe ab. Nach Angaben des Verbandes VDMA erzielte die Branche im Berichtsjahr einen Wert von 209 Mrd. € und übertraf damit die bisherige Höchstmarke aus dem Jahr 2008 (208 Mrd. €). Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Produktion von Maschinen und Anlagen preisbereinigt um rund 2 %. Besonders stark fielen dabei die Lieferungen in das europäische Ausland aus. Während die Umsätze mit den Defizitländern Spanien und Italien rückläufig waren, erzielte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau in den übrigen Ländern der Europäischen Union insgesamt eine überdurchschnittliche Steigerung von 7,5 %. Seit Herbst 2012 deuten darüber hinaus einige wichtige Frühindikatoren auf ein sich wieder aufhellendes Investitionsklima in einigen großen europäischen Abnehmerländern hin. So erwartet der VDMA im laufenden Geschäftsjahr einen weiteren Zuwachs des Umsatzes im deutschen Maschinen- und Anlagenbau von 2 % gegenüber Vorjahr.
ROBOTERMARKT LEGT ERNEUT KRÄFTIG ZU
Die internationale Roboterindustrie konnte auch im Berichtsjahr ihr kräftiges Wachstum fortsetzen. So erwartet die International Federation of Robotics (IFR) für das Geschäftsjahr 2012 einen weiteren Anstieg des Absatzes von Industrierobotern um 9 % gegenüber dem Vorjahr auf weltweit insgesamt 181.000 Einheiten. Schon im Vorjahr verzeichnete die Branche mit einem Zuwachs um 38 % auf 166.000 Einheiten den höchsten jemals in einem Jahr erzielten Absatz.
Haupttreiber dieser Entwicklung war erneut die internationale Automobilindustrie, die unverändert erheblich in neue Fertigungstechnologien und -kapazitäten sowie in die Modernisierung ihrer weltweiten Produktionsstandorte investierte. Doch auch die Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) nutzten die Robotertechnolgie zur Steigerung der Effizienz ihrer Anlagen und zur Verbesserung der Qualität der Produkte. Die Hauptabsatzgebiete für Industrieroboter sollen nach Angaben des IFR Japan (31.000 Stück), Nordamerika (28.000 Stück), Korea (26.800 Stück), China (26.000 Stück) und Deutschland (19.000 Stück) sein. Die höchsten Wachstumsraten verzeichneten dabei Nordamerika und China (jeweils +15 %) sowie Japan (+11 %), während der Absatz in Europa und Deutschland stagnierte.
ABSATZ INDUSTRIEROBOTER WELTWEIT in Tsd. Stück

GESCHÄFTSVERLAUF
Aufgrund der weltweit starken Nachfrage nach roboterbasierter Automation übertraf der KUKA Konzern im Geschäftsjahr 2012 die Kennzahlen des Vorjahres deutlich. Dies gilt sowohl für den Auftragseingang und die Umsatzerlöse als auch für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das EBIT konnte im Vergleich zur Entwicklung der Umsatzerlöse sogar überproportional gesteigert werden. Damit wurden die Zielwerte der Guidance 2012 -Umsatzerlöse in Höhe von 1,65 Mrd. € und eine EBIT-Marge von mindestens 6 % - sicher erfüllt.
AUFTRAGSEINGÄNGE AUF REKORDNIVEAU
Die Auftragseingänge erreichten im abgeschlossenen Jahr einen Rekordwert von 1.889,6 Mio. €; dies ist ein Plus von 21,7 % gegenüber dem Vorjahr (2011: 1.553,0 Mio. €). Dabei profitierten beide Geschäftsbereiche vor allem im ersten Halbjahr 2012 von Großaufträgen aus der internationalen Automobilindustrie. Im Geschäftsbereich Robotics waren dies insbesondere umfangreiche Abrufe aus Rahmenverträgen mit europäischen Fahrzeugherstellern und deutliche Zuwachsraten in China. Dadurch erzielte der Geschäftsbereich im Berichtsjahr insgesamt Auftragseingänge in Höhe von 803,1 Mio. €; ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 22,7 % (2011: 654,4 Mio. €). Der Auftragseingang im Bereich General Industry erreichte dabei mit 294,9 Mio. € einen neuen Spitzenwert. Die große Investitionsbereitschaft der KUKA Kunden setzte sich im Anlagengeschäft fort. Hier konnte der Geschäftsbereich Systems seine Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2012 auf 1.115,1 Mio. € erhöhen. Der Vorjahreswert konnte - ähnlich wie im Geschäftsbereich Robotics - um 21,7 % übertroffen werden (2011: 916,6 Mio. €).
AUFTRAGSEINGÄNGE KUKA KONZERN in Mio. €

UMSATZERLÖSE LEGEN DEUTLICH ZU
Die Umsatzerlöse des KUKA Konzerns steigerten sich nahezu parallel zur Entwicklung der Auftragseingänge und erreichten im Gesamtjahr 2012 einen Wert von 1.739,2 Mio. €; dies ist ein Plus von 21,1 % gegenüber dem Vorjahr (2011: 1.435,6 Mio. €). Dabei erzielte der Geschäftsbereich Robotics Umsatzerlöse in Höhe von 742,6 Mio. €; ein Plus von 20,5 % gegenüber Vorjahr (2011: 616,3 Mio. €). Der Geschäftsbereich Systems verbuchte Umsatzerlöse in Höhe von 1.025,3 Mio. €; ein Plus von 20,5 % (2011: 850,7 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, entwickelte sich positiv und lag im Berichtsjahr bei 1,09. Folglich nahm der Auftragsbestand weiter zu und sichert eine hohe Auslastung in 2013.
UMSATZERLÖSE KUKA KONZERN in Mio. €

UMSATZERLÖSE KUKA ROBOTICS in Mio. €

UMSATZERLÖSE KUKA SYSTEMS in Mio. €

STEIGENDER AUFTRAGSBESTAND
Der Auftragsbestand des KUKA Konzerns erreichte zum Jahresende 2012 einen Wert von 909,4 Mio. €. Gegenüber dem Stichtagswert des Vorjahres bedeutete dies einen Anstieg um 25,6 % (31. Dezember 2011: 724,0 Mio. €). Dabei verfügte Robotics zum Jahresende über einen Auftragsbestand (ohne Berücksichtigung von Rahmenverträgen aus der Automobilindustrie) von 248,7 Mio. € (+34,9 %) und Systems von 666,1 Mio. € (+22,2 %).
AUFTRAGSBESTAND KUKA KONZERN in Mio. €

NEUES ROBOTERWERK IN CHINA
Infolge der hohen Auslastung der Produktion und der erwarteten steigenden Nachfrage in den nächsten Jahren erweitert KUKA seine Kapazitäten für Roboter in Augsburg sowie Ungarn (Schaltschränke) und baut derzeit ein neues Werk zur Robotermontage im Wachstumspool China auf. Hierfür wurde am 12. Oktober 2012 in der Metropole Shanghai der Grundstein gelegt. Das neue Werk erhält eine Produktionsfläche von knapp 20.000 m2 und soll in der zweiten Jahreshälfte 2013 seinen Betrieb aufnehmen. Insgesamt wird KUKA dann über eine Montagekapazität von rund 25.000 Robotern im Jahr verfügen, was im Jahresvergleich einer Steigerung von nahezu 50 % entspricht.
NEUEINSTELLUNGEN VORWIEGEND BEI ROBOTICS
Der KUKA Konzern hat die Anzahl seiner Mitarbeiter per 31. Dezember 2012 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresstichtag um 675 auf insgesamt 7.264 einschließlich Auszubildende und Werkstudenten ausgeweitet. Dies ist ein Anstieg um 10,2 % gegenüber dem Vorjahr. Damit fällt der Anstieg der Neueinstellungen von Mitarbeitern deutlich geringer aus als der Zuwachs der Umsatzerlöse im selben Zeitraum (+21,1 %). Von diesen Mitarbeitern stellte der Geschäftsbereich Robotics 427 bzw. über 60 % aller Neuzugänge vorwiegend in Augsburg und im ungarischen Schaltschrankbau ein. Die Hälfte der Neueinstellungen entfiel auf das Segment General Industry. 259 bzw. rund 40 % der Neueinstellungen arbeiten im Geschäftsbereich Systems. Zum Erhalt der betrieblichen Flexibilität beschäftigte der KUKA Konzern zum 31. Dezember 2012 außerdem insgesamt 1.408 Zeitarbeitskräfte; ein Zuwachs gegenüber dem entsprechenden Stichtag des Vorjahres um 330 (31. Dezember 2011: 1078).
Operatives Ergebnis (EBIT) wächst überproportional
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr überproportional zur Umsatzentwicklung gesteigert werden und überschritt im KUKA Konzern erstmals die 100 Mio. €-Schwelle. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen ein EBIT in Höhe von 109,8 Mio. € (2011: 72,6 Mio. €). Die EBIT-Marge verbesserte sich ebenfalls von 5,1 % in 2011 auf 6,3 % in 2012. Beide Geschäftsbereiche trugen zu dieser erfreulichen Entwicklung bei.
Der Geschäftsbereich Robotics erzielte infolge des größeren Herstellvolumens, der Zunahme der Serviceumsätze und eines höheren Umsatzanteils der neuen Generation KR QUANTEC / KR C4 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 80,2 Mio. € (2011: 51,0 Mio. €). Die EBIT-Marge lag damit in jedem Quartal bei oder über der Marke von 10 % und erreichte im Gesamtjahr 10,8 %. Der Geschäftsbereich Systems erzielte infolge des verbesserten Prozess- und Projektrisiko-Managements ein EBIT in Höhe von 47,7 Mio. € (2011: 33,7 Mio. €). Die EBIT-Marge betrug dementsprechend im Gesamtjahr 4,7 %. Im dritten und vierten Quartal 2012 wurde die Marke von 5,0 % erreicht.
ZIELERREICHUNG 2012
Auf der Bilanzpressekonferenz am 28. März 2012 gab der Vorstand traditionell einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Danach sollten die Umsatzerlöse im KUKA Konzern aufgrund des hohen Auftragsbestands und der anhaltenden Investitionskonjunktur vor allem in der Automobilindustrie mindestens den Vorjahreswert erreichen (1,44 Mrd. €). Die EBIT-Marge sollte dabei überproportional wachsen. Grundlage hierfür war im Geschäftsbereich Robotics der zunehmende Lieferanteil der neuen Robotergeneration KR QUANTEC sowie höhere Umsätze in den Bereichen General Industry und Service, während im Geschäftsbereich Systems die Verbesserung der Preisqualität im Auftragsbestand und eine weitere Internationalisierung der Wertschöpfungskette im Vordergrund standen. Die Zielmarge sollte für den KUKA Konzern im laufenden Geschäftsjahr mindestens 5,5 % (2011: 5,1 %) betragen.
In den Folgequartalen konnte der Vorstand bei der Vorlage der Zwischenabschlüsse aufgrund der jeweils über den Planungen liegenden Entwicklung die Zielwerte für das laufende Geschäftsjahr schrittweise anheben:
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| Zielwerte 2012 | Umsatzerlöse | EBIT-Marge |
|---|---|---|
| 1. Quartal 2012 | 1,5 Mrd. € | 5,5 - 6,0 % |
| 2. Quartal 2012 | 1,6 Mrd. € | mind. 6,0 % |
| 3. Quartal 2012 | 1,65 Mrd. € | mind. 6,0 % |
Aufgrund der weltweit starken Nachfrage nach roboterbasierter Automation insbesondere aus der internationalen Automobilindustrie konnte KUKA seine Umsatz- und Ergebnisziele im Berichtsjahr sicher erreichen. Die Umsatzerlöse erreichten im Geschäftsjahr 2012 eine Höhe von 1.739,2 Mio. € und übertrafen den Zielwert (1.650 Mio. €) um 5,4 %. Die EBIT-Marge lag im Gesamtjahr bei 6,3 % und überschritt ebenfalls den Zielwert (mindestens 6,0 %).
AUS DEN GESCHÄFTSBEREICHEN
GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS
Die starke Nachfrage nach Industrierobotern war im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem von größeren Abrufen aus Rahmenverträgen mit europäischen Automobilherstellern geprägt. Dabei lag der Schwerpunkt dieser Abrufe wegen der Zeitvorgaben der Modellanläufe im ersten Halbjahr 2012. So erreichten die Bestellungen in den ersten sechs Monaten insgesamt 475,0 Mio. € und übertrafen die Auftragseingänge wie erwartet im zweiten Halbjahr mit 328,1 Mio. € deutlich. Zusammen erreichten die Auftragseingänge im Gesamtjahr einen neuen Rekordwert in Höhe von 803,1 Mio. €; ein Plus von 22,7 % gegenüber dem Vorjahr (2011: 654,4 Mio. €).
AUFTRAGSEINGÄNGE KUKA ROBOTICS in Mio. €

Größere Abrufaufträge aus der Automobilindustrie
Deutliche Zuwächse generierte der Geschäftsbereich Robotics vor allem im Segment Automotive. So kamen im ersten Quartal 2012 u. a. größere Aufträge aus einem Rahmenvertrag mit der Daimler AG zustande. Erstmalig lieferte KUKA außerdem 700 Industrieroboter an den französischen Automobilhersteller Renault. Im vierten Quartal 2012 konnte der Geschäftsbereich darüber hinaus Rahmenverträge über die künftige Lieferung von 2.400 Industrierobotern mit der BMW Group und den größten jemals an KUKA erteilten Roboterauftrag in einer Größenordnung von 6.000 Industrierobotern mit dem Volkswagen Konzern abschließen, die in den nächsten Jahren zu Auftragseingängen werden (siehe hierzu auch die Pressemitteilungen vom 21. und 7. November 2012). Insgesamt stiegen die Auftragseingänge aus der Automobilindustrie im Berichtsjahr um 34,9 % auf 371,0 Mio. € (2011: 275,0 Mio. €).
Zuwächse in der General Industry
Auch in der General Industry entwickelte sich die Nachfrage nach Industrierobotern 2012 recht positiv; die Zuwachsraten fielen jedoch niedriger als im Segment Automotive aus. Dabei wurde im zweiten Quartal 2012 mit 93,3 Mio. € ein neuer Quartalsrekord erzielt. Größere Aufträge aus der General Industry erhielt der Geschäftsbereich u. a. von dem chinesischen Anlagenbauer Huaheng für die Produktion von Baumaschinen und von der Neue Halberg-Guss GmbH für die Herstellung von Zylindergehäusen sowie von Siemens Healthcare zur Lieferung von Medizinrobotern. insgesamt stiegen die Auftragseingänge aus der General Industry im Berichtsjahr auf 294,9 Mio. €; ein Zuwachs um 14,3 % (2011: 257,9 Mio. €). Parallel zu den Hauptsegmenten zog auch das Servicegeschäft weiter an und verzeichnete einen Anstieg des Auftragseingangs um 12,9 % auf 137,2 Mio. € (2011: 121,5 Mio. €).
Weltpremiere des neuen Kleinroboters KR AGILUS
Auf der alle zwei Jahre in München stattfindenden internationalen Fachmesse für Automation "AUTOMATICA" stellte KUKA Robotics vom 22. - 25. Mai 2012 die Weiterentwicklungen der Robotergeneration KR QUANTEC / KR C4 für die General Industry vor: Industrieroboter für die metallverarbeitende Industrie, Konsolroboter für die Kunststoffindustrie, Palettierer für die Logistikbranche sowie neue Robotervarianten für die Gießereiwirtschaft. Gleichzeitig hatte dort die neue Produktfamilie von Kleinrobotern KR AGILUS Weltpremiere. Kleinroboter mit Traglasten bis zu 10 kg werden überwiegend in der General Industry eingesetzt. Damit ist der KR AGILUS ein wichtiger Baustein bei der Ausweitung dieses Geschäftes.
Hoher Auftragsbestand sichert gute Beschäftigung
Parallel zu den deutlich erhöhten Auftragseingängen stiegen die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Robotics weiter an und erreichten im Geschäftsjahr 2012 einen Zuwachs um 20,5 % auf insgesamt 742,6 Mio. € (2011: 616,3 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, blieb mit einem Wert von 1,08 weiterhin über eins (2011: 1,06).
Dadurch erhöhte sich auch der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs weiter und erreichte zum Jahresende 2012 einen Wert von 248,7 Mio. €; ein Anstieg um 34,9 % gegenüber dem entsprechenden Stichtag des Vorjahres (31. Dezember 2011: 184,4 Mio. €). Dieser hohe Auftragsbestand, bei dem Rahmenverträge mit der Automobilindustrie noch nicht berücksichtigt sind, sichert eine hohe Auslastung der Kapazitäten bis weit in 2013.
AUFTRAGSBESTAND KUKA ROBOTICS in Mio. €

Ergebnisbeitrag steigt überproportional
Aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung konnte der Geschäftsbereich 2012 sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) überproportional steigern. So erwirtschaftete Robotics infolge der hohen Auslastung der Produktionskapazitäten und eines höheren Umsatzanteils der Robotergeneration KR QUANTEC / KR C4 ein EBIT in Höhe von 80,2 Mio. €, das den Vorjahreswert um mehr als 50 % überschreitet (2011: 51,0 Mio. €). Die EBIT-Marge erreichte im Berichtsjahr 10,8 % und lag damit in jedem Quartal auf oder über der Marke von 10 %.
AUFTRAGSEINGÄNGE NACH MARKTSEGMENTEN


GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS
Die starke Nachfrage nach Automation von Produktionsprozessen aus der internationalen Automobilindustrie zur Steigerung der Effizienz setzte sich auch im Anlagengeschäft fort. Projektbedingt lag der Schwerpunkt der Auftragsvergaben auch hier im ersten Halbjahr 2012. So erzielte der Geschäftsbereich in den ersten sechs Monaten des Jahres Auftragseingänge in Höhe von 649,3 Mio. € und übertraf den entsprechenden Wert des zweiten Halbjahres (465,8 Mio. €) deutlich. Insgesamt überschritten die Auftragseingänge im Gesamtjahr 2012 erstmalig die 1 Mrd. €-Schwelle und erreichten einen Wert von 1.115,1 Mio. €; ein Zuwachs von 21,7 % gegenüber dem Vorjahr (2011: 916,6 Mio. €).
AUFTRAGSEINGÄNGE KUKA SYSTEMS in Mio. €

Großaufträge aus der internationalen Automobilindustrie
Im Berichtsjahr konnte der Geschäftsbereich diverse Großaufträge vornehmlich aus der internationalen Automobilindustrie gewinnen. In Schweden gewann Systems einen Auftrag zum Bau der kompletten Produktionsanlage des neuen Volvo S 60. Aus Spanien kam der Auftrag eines großen Automobilzulieferers für das Engineering und den Bau von vier hochflexiblen Fertigungslinien zur Herstellung von Karosserieanbauteilen verschiedener Fahrzeugvarianten auf der Basis des Remote Laserschweißens. In China erstellt KUKA Systems für einen deutschen Premiumhersteller neun Fertigungslinien zur Herstellung von Karosserieanbauteilen. Darüber hinaus akquirierte der Geschäftsbereich verschiedene Aufträge für den Bau von Sondermaschinen zum Magnetarc- und Reibschweißen. KUKA ist bei beiden Sonderschweißverfahren seit Jahren führend. Schließlich gewann KUKA Systems bei einem europäischen Flugzeughersteller einen Auftrag über die Lieferung von Vorrichtungen für den Bau eines Passagierflugzeuges sowie in Nordamerika erstmals den Auftrag für den Bau einer automatisierten Produktionsanlage von Hubschraubern (Bell 525).
Umsatzerlöse überschreiten die 1 Mrd. €-Grenze
Aufgrund der hohen Auftragseingänge in 2011 und 2012 überschritten auch die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs die 1 Mrd. €-Grenze und stiegen im Berichtsjahr um 20,5 % auf insgesamt 1.025,3 Mio. € (2011: 850,7 Mio. €). Dabei erzielte KUKA Systems im dritten Quartal 2012 mit 301,6 Mio. € einen neuen Quartalsrekord. Die Book-to-Bill-Ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, verblieb mit 1,09 im Gesamtjahr weiterhin nennenswert über eins (2011: 1,08).
AUFTRAGSBESTAND KUKA SYSTEMS in Mio. €

Gute Auslastung im laufenden Jahr
Da die Auftragseingänge über den Umsatzerlösen lagen, erhöhte sich der Auftragsbestand von Systems weiter. Zum Jahresende 2012 betrug der Arbeitsvorrat 666,1 Mio. €, was einem Anstieg von 22,2 % gegenüber dem entsprechenden Stichtagswert des Vorjahres (31. Dezember 2011: 545,0 Mio. €) entspricht. Damit ist der Geschäftsbereich bis weit in das laufende Geschäftsjahr hinein gut ausgelastet.
Ergebnisbeitrag deutlich verbessert
Der Geschäftsbereich Systems erwirtschaftete im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 47,7 Mio. € (2011: 33,7 Mio. €). Dieser Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die hohe Auslastung der Kapazitäten und eine effiziente Gestaltung der Prozesse zurückzuführen. Die EBIT-Marge betrug im Gesamtjahr 4,7 % (2011: 4,0 %). Im dritten und vierten Quartal erreichte der Geschäftsbereich dabei die Marke von 5,0 %.
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
GESAMTAUSSAGE
Das Jahr 2012 war für KUKA erneut sehr erfolgreich. Bei allen wesentlichen Kennzahlen - Auftragseingang, Umsatz, EBIT, EBIT-Marge, Free Cashflow und Nettoliquidität - konnten sowohl im Konzern als auch in den Bereichen Robotics und Systems neue Höchstwerte erzielt werden.
ERTRAGSLAGE
Im Berichtsjahr steigerte der KUKA Konzern sowohl Auftragseingänge als auch Umsatzerlöse um mehr als 20 %. Infolge des größeren Geschäftsvolumens und der sich daraus ergebenden Skaleneffekte sowie aufgrund der in den Krisenjahren 2009 / 2010 durchgeführten und nachhaltigen Kostensenkungen konnte ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 109,8 Mio. € erreicht werden - ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 37,2 Mio. €.
KENNZAHLEN KUKA KONZERN
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 1.279,9 | 903,3 | 1.142,3 | 1.553,0 | 1.889,6 |
| Umsatzerlöse | 1.266,1 | 902,1 | 1.078,6 | 1.435,6 | 1.739,2 |
| EBIT | 52,0 | -52,6 | 24,8 | 72,6 | 109,8 |
| % vom Umsatz | 4,1 | -5,8 | 2,3 | 5,1 | 6,3 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | 21,5 | -16,6 | 7,9 | 21,8 | 32,3 |
| Capital Employed | 242,3 | 317,5 | 312,5 | 332,9 | 339,8 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 6.171 | 5.744 | 5.990 | 6.589 | 7.264 |
Seit 2010 kann der Geschäftsbereich Robotics jährlich über deutliche Steigerungen seiner Umsatzerlöse berichten. In 2012 stiegen die Umsätze abermals um 20,5 % verglichen mit dem Vorjahr auf jetzt 742,6 Mio. € - der bisher höchste Jahreswert des Segments. Damit beträgt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate seit 2008 9,4 %. Besonders erfreulich ist der Beitrag der im Vorjahr neu gegründeten chinesischen Roboter-Vertriebsgesellschaft - hier haben die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr die 100-Millionen-€-Marke überschritten und sich im Jahresvergleich nahezu verdoppelt. Zum Jahresende weist der Geschäftsbereich insgesamt einen Auftragsbestand von 248,7 Mio. € (31. Dezember 2011: 184,4 Mio. €) aus.
Auch der Geschäftsbereich Systems wartet mit den historisch höchsten Jahresumsätzen auf. In 2012 konnten Umsätze in Höhe von 1.025,3 Mio. € (2011: 850,7 Mio. €) erzielt werden -gegenüber dem Vorjahr ebenfalls ein Zuwachs von 20,5 %. Erfreulich entwickelte sich dabei auch die Auftragslage des Bereichs - mit Auftragseingängen in Höhe von 1.115,1 Mio. € wurde der Vorjahreswert um 21,7 % übertroffen. Zum Jahresende betrug der Auftragsbestand 666,1 Mio. € (31. Dezember 2011: 545,0 Mio. €) - ebenfalls ein Rekordwert, der sich in 2013 und teilweise in 2014 aufgrund der im Projektgeschäft zeitlich verzögerten Umsätze niederschlagen wird.
Insgesamt betrugen im KUKA Konzern die Umsatzerlöse im Berichtsjahr 1.739,2 Mio. € nach 1.435,6 Mio. € im Vorjahr.
Kontinuierliche Verbesserung der Ertrags- und Kostensituation
Verglichen mit dem relativen Anstieg der Umsätze konnte das Bruttoergebnis, also die Umsätze abzüglich der Umsatzkosten, im KUKA Konzern überproportional von 281,7 Mio. € (2011) auf 385,9 Mio. € (2012) gesteigert werden - dies entspricht einem Anstieg von 37,0 %. Wesentlicher Grund hierfür war, dass innerhalb der Umsatzkosten die Materialeinsatzquote annähernd konstant gehalten werden konnte und der Anteil der Personalkosten sogar reduziert werden konnte. In der Folge konnte die Bruttomarge, d. h. das Bruttoergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, im Konzern von 19,6 % auf 22,2 % gesteigert werden.
Der Geschäftsbereich Robotics trug zum Anstieg des Bruttoergebnisses 56,1 Mio. € bei. Gleichzeitig konnte die Bruttomarge das zweite Jahr in Folge gesteigert werden und beträgt nunmehr 32,1 % (2011: 29,6 %). Dies liegt wesentlich an dem größeren Herstellungsvolumen, einem höheren Umsatzanteil KR QUANTEC / KR C4 sowie den höheren Margen im Servicegeschäft, die den im Vergleich zum Vorjahr höheren Umsatzanteil mit tendenziell margenschwächeren Aufträgen von Großkunden aus der Automobilindustrie überkompensieren konnten.
KENNZAHLEN KUKA ROBOTICS
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 464,4 | 324,3 | 486,2 | 654,4 | 803,1 |
| Umsatzerlöse | 474,4 | 330,5 | 435,7 | 616,3 | 742,6 |
| EBIT | 42,0 | -11,5 | 20,8 | 51,0 | 80,2 |
| % vom Umsatz | 8,9 | -3,5 | 4,8 | 8,3 | 10,8 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | 37,2 | -9,5 | 16,1 | 38,3 | 57,2 |
| Capital Employed | 112,9 | 120,5 | 129,1 | 133,2 | 140,2 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 2.261 | 2.009 | 2.347 | 2.753 | 3.180 |
Der Geschäftsbereich Systems trug 42,8 Mio. € zum Anstieg des Bruttoergebnisses bei - eine Steigerung von 48,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge lag mit 12,8 % merklich über dem Niveau des Vorjahres (10,4 %). Bereinigt um die in den Herstellkosten enthaltenen Zinsaufwendungen, betrug die Marge 13,6 % (2011: 11,4 %). Die Projektrisiken konnten im Berichtsjahr ebenfalls verringert werden - ein Effekt aus der anhaltend guten Marktsituation sowie der konsequenten Fortentwicklung des KUKA Projekt-Risikomanagements. Ein verbessertes Prozessmanagement trug ebenfalls zu diesem Ergebnis bei.
KENNZAHLEN KUKA SYSTEMS
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 854,9 | 615,4 | 716,8 | 916,6 | 1.115,1 |
| Umsatzerlöse | 837,5 | 605,5 | 695,3 | 850,7 | 1.025,3 |
| EBIT | 26,8 | -28,8 | 20,0 | 33,7 | 47,7 |
| % vom Umsatz | 3,2 | -4,8 | 2,9 | 4,0 | 4,7 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | 20,2 | -14,5 | 10,4 | 16,1 | 23,8 |
| Capital Employed | 132,7 | 198,6 | 192,4 | 209,6 | 200,5 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 3.781 | 3.534 | 3.456 | 3.643 | 3.902 |
Im Zuge der erhöhten Geschäftstätigkeit stiegen die Funktionskosten, d. h. die Kosten aus Verwaltung und Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung des KUKA Konzerns, im Jahresvergleich von 216,1 Mio. € (2011) auf 260,9 Mio. € (2012). Damit summieren sich die Funktionskosten wie im Vorjahr auf 15,0 % der Umsatzerlöse. Im Geschäftsjahr stärkte der KUKA Konzern die Vertriebsmannschaft, vor allem in der General Industry. Die durchschnittliche Anzahl der Vertriebsmitarbeiter stieg dadurch von 546 auf 627, wohingegen der Anteil der Vertriebsaufwendungen an den Umsätzen mit rund 6,9 % konstant blieb.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden planmäßig ausgeweitet und liegen bei jetzt 42,6 Mio. €, d. h. um 4,9 Mio. € über dem Vorjahreswert. Darin spiegelt sich sowohl die konsequente technologische Ausrichtung des Konzerns mit der verstärkten Investition in zukunftsweisende Technologien als auch nunmehr voll zu berücksichtigende planmäßige Abschreibungen auf abgeschlossene Projekte, wie dem neuen Kleinroboter KR AGILUS oder dem Leichtbauroboter, wider. Für die künftige Entwicklung wichtige Applikationen und Projekte befinden sich in der Entwicklungsphase, so dass die darauf entfallenden Kosten aktiviert werden und in Folgeperioden über planmäßige Abschreibungen Eingang in die Ergebnisrechnung finden. Für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte wurde im Berichtsjahr ein Betrag von 10,4 Mio. € (2011: 8,2 Mio. €) aktiviert. Die Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf 5,7 % (2011: 5,5 %) der Umsatzerlöse.
Der Anstieg resultiert unter anderem aus den tarifvertraglichen Lohn- und Gehaltssteigerungen, dem Anstieg der variablen Vergütungen aufgrund der positiven Ergebnisse sowie aus der Einführung eines neuen Programms zur langfristigen Anreizwirkung der Mitglieder des Oberen Führungskreises.
Die sonstigen Aufwendungen und Erträge summieren sich zu einem negativen Saldo von 22,5 Mio. € (2011: 1,4 Mio. €). Sie enthalten unter anderem Aufwendungen und Erträge aus Währungsgeschäften, hier vor allem aus USD, CNY, JPY und BRL.
Weiter starker Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern
Die oben beschriebene positive Entwicklung, insbesondere das höhere Bruttoergebnis des KUKA Konzerns, findet unmittelbar Eingang in das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das EBIT konnte um 37,2 Mio. € auf 109,8 Mio. € verbessert werden. Die EBIT-Marge des KUKA Konzerns lag in jedem Quartal über dem Vergleichsquartal des Vorjahres und beträgt für das Geschäftsjahr nunmehr 6,3 % (2011: 5,1 %) und erreicht damit den höchsten Wert seit sieben Jahren.
Der Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern ist auf beide Segmente zurückzuführen. Der Geschäftsbereich Robotics erreichte 2012 ein EBIT in Höhe von 80,2 Mio. € (2011: 51,0 Mio. €) und damit eine EBIT-Marge von 10,8 % (2011: 8,3 %). Dabei betrug die EBIT-Marge in jedem Quartal mindestens 10,0 %. Der Geschäftsbereich Systems entwickelte sich ebenfalls positiv und erwirtschaftete 2012 ein EBIT in Höhe von 47,7 Mio. € (2011: 33,7 Mio. €). Dementsprechend betrug die EBIT-Marge dieses Geschäftsbereichs 4,7 % - ein Anstieg um 0,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Im dritten und vierten Quartal lag die EBIT-Marge in diesem Geschäftsbereich jeweils bei 5,0 %.
Korrespondierend mit der Entwicklung des EBIT wuchs auch das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) auf 138,5 Mio. € (2011: 98,7 Mio. €). Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Abschreibungen in Höhe von 28,7 Mio. € (2011:26,1 Mio. €) verbucht. Diese entfallen mit 15,8 Mio. € (2011: 13,5 Mio. €) auf Robotics, mit 10,1 Mio. € (2011: 9,3 Mio. €) auf Systems sowie mit 2,8 Mio. € (2011: 3,3 Mio. €) auf den sonstigen Bereich.
Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Mio. € auf -12,8 Mio. €. Dies beruht insbesondere auf der Rückführung der Wandelschuldverschreibung im November 2011. Im Vorjahr war hierfür noch ein Zinsaufwand von 4,7 Mio. € zu berücksichtigen gewesen. Zinsen für die im November 2010 begebene Anleihe sind mit 18,8 Mio. € (2011: 18,7 Mio. €) erfasst. Durch Ergänzungen zu unserem Konsortialkreditvertrag sowie durch den Abschluss weiterer bilateraler Avallinien konnten die Avalkonditionen verbessert werden. Daneben konnten aufgrund der starken Finanzkraft der Gesellschaft externe Bankavale durch kostengünstigere interne Konzernavale ersetzt werden. Zum Stichtag betrug die Inanspruchnahme der externen Avallinie 148,9 Mio. € (2011: 165,0 Mio. €). insgesamt sind im Berichtsjahr 2,6 Mio. € (2011: 3,8 Mio. €) Avalprovisionen angefallen. Die Zinserträge belaufen sich auf 9,6 Mio. € (2011: 9,9 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Geldanlagen bei Banken, Erträge im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing und Erträge aus Pensionsfonds. Aufgrund von Rechnungslegungsvorschriften mussten Finanzierungszinsen aus dem Zinsergebnis in Höhe von 7,8 Mio. € (2011: 8,4 Mio. €) in das Betriebsergebnis umgegliedert bzw. unter den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten aktiviert werden.
Der Steueraufwand des KUKA Konzerns betrug 2012 insgesamt 34,1 Mio. € (2011: 16,1 Mio. €). Dieser resultiert insbesondere aus laufenden Steueraufwendungen in den USA sowie aus dem planmäßigen Abbau von in Vorjahren aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen im deutschen Organkreis. Die Steuerquote beträgt 38,0 % (2011: 35,0 %).
Anstieg des Ergebnisses nach Steuern um 86,0 %
in 2011 konnte der KUKA Konzern den Turnaround beim Ergebnis nach Steuern vermelden. in 2012 wurde der Wert nunmehr um 86,0 % von 29,9 Mio. € auf 55,6 Mio. € gesteigert. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend von 0,89 € (2011) auf 1,64 € (2012). Daher schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 0,20 € je Aktie zu zahlen.
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (VERKÜRZT)
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.266,1 | 902,1 | 1.078,6 | 1.435,6 | 1.739,2 |
| EBIT | 52,0 | -52,6 | 24,8 | 72,6 | 109,8 |
| EBITDA | 78,0 | -29,5 | 47,0 | 98,7 | 138,5 |
| Finanzergebnis | -5,0 | -11,5 | -22,1 | -18,2 | -12,8 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -16,4 | -11,4 | -4,1 | -16,1 | -34,1 |
| Ergebnis nach Steuern | 30,6 | -75,8 | -8,6 | 29, 9 | 55,6 |
FINANZLAGE
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Im KUKA Konzern wird das Finanzmanagement zentral durch die KUKA AG sichergestellt. Finanzierungs- und Anlagebedarfe der Konzerngesellschaften sowie die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsmanagement werden bei der KUKA AG gebündelt und durch diese gesteuert. Grundlage für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist ein einheitliches Planungs-, Berichts- und Meldesystem, in dem die konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken erfasst und im Wesentlichen gesichert werden. Zur Absicherung von Risiken werden ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich grundgeschäftsbezogen bzw. auf Basis erwarteter Geschäfte abgeschlossen. KUKA hat für alle Konzerngesellschaften einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken im Finanzbereich erlassen. Diese Richtlinien wurden auch im Geschäftsjahr fortlaufend auf ihre Aktualität überprüft und optimiert.
Konzernfinanzierung und Liquiditätsausgleich
Die wesentlichen Komponenten des Finanzbedarfs des KUKA Konzerns sind der Liquiditätsbedarf und der Bedarf an Kreditlinien, die für Bürgschaften und Garantien (Avale) genutzt werden können. Die Finanzierungspolitik verfolgt das Ziel, über ausreichend Liquiditätsreserven und Avallinien zu verfügen, um die operativen und strategischen Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften jederzeit sicherstellen zu können und darüber hinaus eine ausreichende Reserve zur Abfederung unvorhergesehener Ereignisse zur Verfügung zu haben. Die Ermittlung der Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Finanzplanung und einer 12 Planmonate umfassenden, monatlich rollierenden Liquiditätsplanung, die jeweils alle konsolidierten Konzerngesellschaften einbeziehen.
Die Deckung des Finanzbedarfs des KUKA Konzerns wird im Wesentlichen durch einen Konsortialkreditvertrag über 200,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis März 2014, der bis zu einem Volumen von 50,0 Mio. € für Barinanspruchnahmen genutzt werden kann, und durch die im November 2010 mit einem Volumen von 202,0 Mio. € und einer Laufzeit bis 2017 begebenen Unternehmensanleihe sichergestellt (weiterführende Erläuterungen siehe Konzernanhang / Erläuterung 26).
Die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften stellen die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns dar. im Rahmen vorhandener Cash-Management-Systeme werden die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften genutzt, um den Finanzbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Dieser zentrale konzerninterne Liquiditätsausgleich (Cash-Pooling) optimiert die Liquiditätsposition des Konzerns mit positivem Einfluss auf das Zinsergebnis.
Weitere Optimierung der Finanzierungsstruktur
im November 2010 war die Finanzierungsstruktur des KUKA Konzerns mit dem neuen Konsortialkreditvertrag sowie mit der Begebung der Unternehmensanleihe neu ausgerichtet worden.
Ein weiterer Schritt zur Optimierung der Finanzierungsstruktur des KUKA Konzerns erfolgte durch die im Februar 2013 begebene Wandelschuldverschreibung über 58,8 Mio. € mit einer Laufzeit bis 2018 (vgl. hierzu auch den Nachtragsbericht).
Aus Sicht des Vorstands ist die Finanzierung des KUKA Konzerns durch die getroffenen Maßnahmen angemessen und langfristig gewährleistet.
Positive Entwicklung des Ratings
im Zuge der Begebung der Unternehmensanleihe wurde die KUKA AG im November 2010 erstmalig von der Ratingagentur Standard & Poor's mit B und von Moody's mit B2 jeweils mit stabilem Ausblick bewertet. Die Anleihe selbst erhielt ein Rating von "B-" (Standard & Poor's) bzw. "B3" (Moody's).
Die positive Entwicklung des KUKA Konzerns im Jahr 2012 und die damit einhergehende Verbesserung der Finanzkennzahlen hat beide Ratingagenturen bereits im Jahr 2012 dazu bewogen, ihre Ratingeinstufungen mit einem positiven Ausblick ("positive outlook") zu versehen. Die Ratingagenturen haben auf Basis der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen des KUKA Konzerns ihre Ratings im Februar 2013 jeweils um eine Stufe auf "B+" (Standard & Poor's) bzw. "B1" (Moody's) angehoben und ihre weiterhin positiven Einschätzungen der Entwicklung des KUKA Konzerns durch ein Beibehalten des "positive outlook" dokumentiert. Das Rating der Anleihe wurde ebenfalls um eine Stufe auf "B" bzw. "B2" angehoben.
Größere Flexibilität bei Avalgewährungen
Der Konsortialkreditvertrag umfasst ein Volumen in Höhe von 200,0 Mio. €, das in voller Höhe für Avalinanspruchnahmen genutzt werden kann.
Neben dieser Avallinie aus dem Konsortialkredit bestehen über bilaterale Verträge mit verschiedenen Kautionsversicherungsgesellschaften weitere Avallinien zur Unterstützung des operativen Geschäfts. Diese hatten zum 31. Dezember 2012 ein Volumen von insgesamt 62,0 Mio. € (2011: 52,0 Mio. €) und wurden in Höhe von 39,5 Mio. € (2011: 36,3 Mio. €) in Anspruch genommen.
Die verbesserte Bonität des Konzerns ermöglichte es dem Finanzmanagement der KUKA AG, in intensiven Verhandlungen weitere Kunden zur Akzeptanz sogenannter Konzernavale zu bewegen. Bei diesen Avalen steht statt einer Bank die KUKA AG als Garant hinter dem Aval. Sie beanspruchen daher keine externen Avallinien und erhöhen den Spielraum in den bestehenden externen Avallinien.
Insgesamt bestanden somit zum 31. Dezember 2012 externe Avallinien über maximal 262,0 Mio. € (2011: 202,0 Mio. €). Diese wurden zu 56,8 % (2011: 81,7 %) beansprucht.
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (VERKÜRZT)
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 201C | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Cash Earnings | 69,4 | -43,7 | 23,4 | 65,9 | 92,4 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -61,2 | 4,8 | -24,8 | 36,4 | 117,9 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -105,7 | -27,0 | -12,5 | -29,9 | -40,8 |
| Free Cashflow | -166,9 | -22,2 | -37,3 | 6,5 | 77,1 |
Cash Earnings nochmals deutlich verbessert
Die Cash Earnings, die sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert um nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge, zusammensetzen, konnten nochmals deutlich verbessert werden. Konnte in 2011 der Vorjahreswert mehr als verdoppelt werden, war in 2012 eine abermalige Steigerung um über 40 % auf nunmehr 92,4 Mio. € (2011: 65,9 Mio. €) zu verzeichnen. Dies ist insbesondere auf die kontinuierliche Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern von 29,9 Mio. € in 2011 auf nunmehr 55,6 Mio. € zurückzuführen.
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit spiegelt sich die positive Geschäftsentwicklung wider. Das Trade Working Capital stellt sich zum Berichtsjahresende wie folgt dar:
TRADE WORKING CAPITAL
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 201C | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorräte abzüglich erhaltener Anzahlungen | 114,8 | 76,7 | 109,0 | 128,3 | 126,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen | 331,5 | 238,5 | 291,8 | 339,8 | 340,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen | 203,7 | 127,9 | 188,2 | 260,6 | 231,7 |
| Trade Working Capital | 242,6 | 187,3 | 212,6 | 207,5 | 235,8 |
Im Geschäftsjahr war ein Anstieg der Vorräte (+18,0 Mio. €), der erhaltenen Anzahlungen (+19,4 Mio. €) sowie ein Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Fertigungsaufträge (-28,9 Mio. €) zu verzeichnen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen bewegen sich auf Vorjahresniveau (+0,8 Mio. €). Insgesamt hat sich damit das Trade Working Capital gegenüber dem Vorjahr um 28,3 Mio. € auf 235,8 Mio. € erhöht.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des KUKA Konzerns stieg zum Bilanzstichtag auf 117,9 Mio. € (2011: 36,4 Mio. €).
Rekordwert beim Free Cashflow
Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 42,8 Mio. € (2011: 30,3 Mio. €) vorgenommen. Hier zeigen sich die anhaltend starken Investitionen in den Bereich Forschung und Entwicklung mit dem einhergehenden hohen Anteil der immateriellen Vermögenswerte an den Investitionen; dieser liegt bei 39,0 % (2011: 41,9 %). Der Buchwert von in 2012 fertiggestellten eigenen Entwicklungsleistungen bzw. von Projekten, welche noch in der Aktivierungsphase sind, beträgt 17,6 Mio. € (2011: 11,2 Mio. €). Entwicklungsschwerpunkte waren dabei der Leichtbauroboter sowie der Kleinroboter KR AGILUS (siehe Abschnitt "Forschung und Entwicklung").
INVESTITIONEN KUKA KONZERN in Mio. €

INVESTITIONEN KUKA ROBOTICS in Mio. €

INVESTITIONEN KUKA SYSTEMS in Mio. €

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 26,1 Mio. € (2011: 17,6 Mio. €) und entfielen überwiegend auf technische Anlagen und Maschinen (2012: 10,0 Mio. €, 2011: 5,0 Mio. €) sowie auf andere Anlagen / Betriebs- und Geschäftsausstattung (2012: 9,0 Mio. €, 2011: 8,8 Mio. €).
Nach Geschäftsbereichen teilten sich die Investitionen 2012 folgendermaßen auf: Im Geschäftsbereich Robotics betrug der entsprechende Wert 30,1 Mio. € (2011: 20,1 Mio. €). Neben den oben beschriebenen aktivierten Entwicklungsleistungen wurde überwiegend in technische Anlagen und Maschinen, wie z. B. ein CNC-Bearbeitungszentrum, eine Montagezelle für die Zentralhand des QUANTEC Roboters sowie Laser- und Stanzmaschinen, investiert. Im Geschäftsbereich Systems waren Zugänge von 9,6 Mio. € (2011: 8,2 Mio. €) zu verzeichnen. Hier handelt es sich unter anderem um eine neue Software zur Angebotskalkulation, um technische Anlagen, wie z. B. Reibschweiß- und Lasermaschinen, sowie um Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen der KUKA AG / Sonstige betrugen 3,1 Mio. € (2011: 2,0 Mio. €) und betrafen überwiegend Erweiterungen von Soft- und Hardwarekomponenten.
Durch den Anstieg des Investitionsvolumens sowie die zu verzeichnenden Einzahlungen aus Anlageabgängen (2012: 2,1 Mio. €; 2011: 0,4 Mio. €) beträgt der Cashflow aus Investitionstätigkeit nunmehr -40,8 Mio. € (2011: -29,9 Mio. €).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ergab zusammen mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einen neuen Rekordwert beim Free Cashflow in Höhe von 77,1 Mio. € (2011: 6,5 Mio. €).
Im Vorjahr war der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Wesentlichen durch die Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 69,0 Mio. € und durch den Verkauf der eigenen Anteile in Höhe von 23,7 Mio. € geprägt.
Nettoverschuldung wird zur Nettoliquidität
In den Jahren 2008 bis 2011 verzeichnete der KUKA Konzern zum Jahresultimo stets eine Nettoverschuldung, d. h., der Saldo aus flüssigen Mitteln abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten wies einen Verbindlichkeitenüberhang aus.
Im Jahr 2012 konnte durch den hohen positiven Free Cashflow die Nettoverschuldung, die zum 31. Dezember 2011 noch 32,6 Mio. € betragen hatte, nicht nur vollständig abgebaut werden, sondern eine Nettoliquidität von 42,8 Mio. € aufgebaut werden. Das ist ein Anstieg der verfügbaren Mittel um 75,4 Mio. €. Dem Konzern stünden also selbst bei vollständiger Rückführung seiner Finanzverbindlichkeiten noch liquide Mittel in Höhe von 42,8 Mio. € zur Verfügung. Dabei ist die Finanzierungsstruktur des Konzerns weiter sehr robust und langfristig ausgerichtet -der Anteil der kurzfristigen Finanzschulden (6,6 Mio. €) an den gesamten Finanzschulden (201,5 Mio. €) beträgt lediglich 3,3 % (2011: 3,7 %).
KONZERN-NETTOLIQUIDITÄT / -VERSCHULDUNG in Mio. €

VERMÖGENSLAGE
Bilanzsumme durch höheren Bestand an Zahlungsmitteln angestiegen
Auf der Aktivseite sind die langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahresstichtag mit 300,4 Mio. € (2011: 297,0 Mio. €) nur marginal gestiegen. Aufgrund der verstärkten Investitionstätigkeit stieg das Anlagevermögen um 11,4 Mio. €, während sich die Forderungen aus Finanzleasing aus der seinerzeitigen Übernahme der Finanzierung von KTPO und die Ertragssteuerforderungen aufgrund planmäßiger Zahlungseingänge um 5,5 Mio. € bzw. 1,3 Mio. € reduzierten. Bei den aktiven latenten Steuern wurden aufgrund positiver steuerlicher Ergebnisse, insbesondere im deutschen Organkreis, die latenten Steuern auf Verlustvorträge verbraucht. Gegenläufig mussten im KUKA Konzern aktive latente Steuern aus Bewertungsunterschieden gebildet werden, sodass sich die Gesamtsumme der aktiven latenten Steuern mit 36,3 Mio. € auf Vorjahresniveau (35,0 Mio. €) bewegt.
VERMÖGENSLAGE
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 865,5 | 726,2 | 984,7 | 1.078,0 | 1.137,4 |
| Eigenkapital | 213,5 | 160,8 | 198,1 | 252,4 | 297,5 |
| in % der Bilanzsumme | 24,7 | 22,1 | 20,1 | 23,4 | 26,2 |
| Nettoliquidität / -verschuldung | -53,6 | -48,5 | -60,3 | -32,6 | 42,8 |
Die kurzfristigen Vermögenswerte verzeichneten einen leichten Anstieg der Vorräte. Näheres hierzu findet sich in den Ausführungen zur Finanzlage. Die sonstigen Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen waren im Vorjahr insbesondere aus höheren Umsatzsteuerforderungen und vorausbezahlten Importsteuern im Zusammenhang mit größeren Projekten im Ausland erhöht. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten beläuft sich zum Stichtag auf 244,3 Mio. € (2011: 168,8 Mio. €). Insgesamt betrugen die kurzfristigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag 837,0 Mio. € (2011:781,0 Mio. €), eine Zunahme gegenüber dem Vorjahresstichtag um 56,0 Mio. €.
Die Bilanzsumme des KUKA Konzerns stieg im Wesentlichen durch den höheren Bestand an Zahlungsmitteln um 59,4 Mio. € bzw. 5,5 % von 1.078,0 Mio. € per 31. Dezember 2011 auf 1.137,4 Mio. € per 31. Dezember 2012.
Eigenkapital deutlich angestiegen
Insbesondere das Jahresergebnis in Höhe von 55,6 Mio. € (2011: 29,9 Mio. €) hat sich positiv auf das Eigenkapital ausgewirkt. Mindernd wirkten die versicherungsmathematischen Effekte aus der Bilanzierung von Pensionen mit 10,4 Mio. €. Diese resultieren im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozentpunkte geringeren Abzinsungsfaktor für die Bewertung der deutschen Pensionszusagen. Insgesamt stieg das Eigenkapital per 31. Dezember 2012 um 45,1 Mio. € auf 297,5 Mio. €. Dementsprechend erhöhte sich die Eigenkapitalquote, d. h. das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, zum Bilanzstichtag um 2,8 Prozentpunkte von 23,4 % auf 26,2 %.
Die langfristigen Finanzschulden bewegen sich mit 194,9 Mio. € zum Bilanzstichtag auf Vorjahresniveau und resultieren hauptsächlich aus der Unternehmensanleihe. Die kurzfristigen Finanzschulden betreffen neben einer geringeren Inanspruchnahme von Barlinien einer ausländischen Tochtergesellschaft die Zinsabgrenzung für die Anleihe.
Die vorhandene Liquidität wurde auch zur optimalen Nutzung von Skontovorteilen aus Lieferantenkrediten genutzt. Im Zuge dessen sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 31,0 Mio. € reduziert. Die weitere Verbesserung des Anzahlungsverhaltens der Kunden führt zu einem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen (Zunahme um 19,4 Mio. € auf 86,5 Mio. €) sowie zu annähernd gleichbleibend hohen Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (Zunahme um 2,1 Mio. € auf 95,5 Mio. €). Die übrigen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere Personalverbindlichkeiten, z. B. Verbindlichkeiten für Gleitzeit- und Urlaubsansprüche, sowie variable Vergütungsanteile. Insgesamt betrugen die kurzfristigen Schulden am Jahresende 2012 523,4 Mio. € (2011: 527,9 Mio. €).
Working Capital und Capital Employed
Durch aktives Management konnte das Working Capital im Berichtsjahr trotz steigenden Geschäftsvolumens um 8,4 Mio. € auf 90,5 Mio. € abgebaut werden.
Eine wichtige Kennzahl ist im KUKA Konzern die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed / ROCE). Das eingesetzte Kapital wird dabei als Durchschnitt des Capital Employed zu Beginn und zum Ende eines Geschäftsjahres berechnet. Im Durchschnitt der Jahre 2011 und 2012 betrug das Capital Employed des KUKA Konzerns 332,9 Mio. € bzw. 339,8 Mio. €, ist also leicht angestiegen. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals betrug 32,3 % (2011: 21,8 %).
Der Geschäftsbereich Robotics erwirtschaftete dabei mit einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 140,2 Mio. € (2011: 133,2 Mio. €) eine Verzinsung (ROCE) von 57,2 % (2011: 38,3 %). Für den Geschäftsbereich Systems ergab sich bei einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 200,5 Mio. € (2011: 209,6 Mio. €) eine Verzinsung von 23,8 % (2011: 16,1 %).
KONZERN-VERMÖGENS- UND -FINANZSTRUKTUR in Mio. €

ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
Die KUKA Aktiengesellschaft nimmt im Konzern die Rolle als Managementholding mit zentralen Leitungsfunktionen wie Rechnungswesen und Controlling, Finanzen, Personal, Recht und Finanzkommunikation wahr. Ihre wirtschaftliche Lage wird im Wesentlichen von den Aktivitäten der Tochtergesellschaften bestimmt. Dies zeigt sich durch die direkte Zuordnung der Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche Robotics und Systems, KUKA Roboter GmbH und KUKA Systems GmbH.
Die KUKA AG stellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzbuches (AktG) auf.
Der Abschluss der KUKA AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und steht auf unserer Internetseite www.kuka.com zur Verfügung.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0,5 | 1,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 40,0 | 43,9 |
| Personalaufwand | -18,5 | -21,2 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -3,2 | -3,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -36,8 | -34,0 |
| Beteiligungsergebnis | 34,2 | 65,3 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 23,4 | 24,5 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -26,2 | -20,9 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 13,4 | 56,2 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1,2 | 13,2 |
| Jahresüberschuss | 14,6 | 69,4 |
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -75,7 | -61,1 |
| Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust) | -61,1 | 8,3 |
BILANZ DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)
AKTIVA
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2,3 | 2,1 |
| Sachanlagen | 15,5 | 15,6 |
| Finanzanlagen | 174,3 | 173,6 |
| 192,1 | 191,3 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | 0,1 | 0,1 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 171,5 | 220,7 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 13,1 | 11,4 |
| 184,7 | 232,2 | |
| Flüssige Mittel | 130,1 | 162,2 |
| 314,8 | 394,4 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1,7 | 1,4 |
| 508,6 | 587,1 |
PASSIVA
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 88,2 | 88,2 |
| Kapitalrücklage | 73,0 | 73,0 |
| Andere Gewinnrücklagen | 24,4 | 24,4 |
| Bilanzgewinn (Vj. Bilanzverlust) | -61,1 | 8,3 |
| 124,5 | 193,9 | |
| Rückstellungen | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 11,9 | 11,9 |
| Steuerrückstellungen | 0,0 | 0,1 |
| Sonstige Rückstellungen | 19,4 | 19,1 |
| 31,3 | 31,1 | |
| Verbindlichkeiten | ||
| Anleihen | 202,0 | 202,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2,4 | 2,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2,5 | 1,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 137,6 | 153,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen | 2,5 | 2,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5,8 | 0,2 |
| 352,8 | 362,1 | |
| 508,6 | 587,1 |
ERTRAGSLAGE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften und die Finanzierungsfunktion sind die bestimmenden Faktoren der Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 42,8 Mio. € auf 56,2 Mio. € (2011: 13,4 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Kostenumlagen (2012: 16,5 Mio. €, 2011: 16,4 Mio. €), direkte Weiterbelastungen z. B. aus dem Facility Management (2012: 11,3 Mio. €; 2011: 7,7 Mio. €) sowie Erträge aus der Vermietung von Gebäuden an Gesellschaften des KUKA Konzerns (2012: 4,8 Mio. €; 2011: 4,8 Mio. €) und Währungsgewinne (2012: 5,2 Mio. €; 2011: 7,7 Mio. €). Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert überwiegend aus geringeren Kursverlusten aus Fremdwährungsumrechnungen (2012: 6,5 Mio. €; 2011: 10,1 Mio. €.).
Das Beteiligungsergebnis beträgt 65,3 Mio. € (2011: 34,2 Mio. €) und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Berichtsjahr eine Ausschüttung der amerikanischen Tochtergesellschaft über 44,0 Mio. € enthalten ist. Der Saldo aus Erträgen aus Gewinnabführungen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen beträgt 21,3 Mio. € (2011: 34,2 Mio. €).
Das Zinsergebnis hat sich deutlich verbessert. Nach -2,8 Mio. € im Vorjahr konnte in 2012 ein Zinsüberschuss in Höhe von 3,6 Mio. € erzielt werden. In der Verbesserung des Zinsergebnisses wirkt sich die im November 2011 erfolgte Rückzahlung der im Mai 2006 begebenen Wandelschuldverschreibung mit daraus resultierenden niedrigeren Zinsaufwendungen aus. Zusätzlich ergibt sich ein höheres Zinsergebnis mit verbundenen Unternehmen.
Einschließlich eines Steuerertrags in Höhe von 13,2 Mio. €, der im Wesentlichen aus den Steuerumlagen der Organgesellschaften entstand, betrug das Jahresergebnis der KUKA Aktiengesellschaft 69,4 Mio. € (2011: 14,6 Mio. €). Nach Verrechnung mit dem Verlustvortrag in Höhe von 61,1 Mio. € ergibt sich damit ein Bilanzgewinn in Höhe von 8,3 Mio. €.
FINANZLAGE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
Eine der wesentlichen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft ist die Bereitstellung von Finanzmitteln und Avalen für die laufende Geschäftstätigkeit ihrer Tochtergesellschaften. Zur externen Finanzierung hat die KUKA Aktiengesellschaft im November 2010 eine Unternehmensanleihe am Kapitalmarkt platziert, die unter dem Bilanzposten Anleihe ausgewiesen wird.
Daneben hat die KUKA Aktiengesellschaft im November 2010 mit einem Bankenkonsortium einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag sieht neben der Bereitstellung von Barkreditlinien auch die Bereitstellung von insbesondere für das Geschäft im Segment Systems wichtigen Avallinien vor. (für weitere Details vergleiche Finanzlage KUKA Konzern sowie Anhang (26)).
Die Finanzierungsfunktion der KUKA AG spiegelt sich in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Cash-Pooling-Konten mit Tochtergesellschaften sowie aus den zur Verfügung gestellten Darlehen. Per Saldo ergibt sich hier eine Forderung von 66,9 Mio. € (2011: 33,9 Mio. €). Diese Veränderung im Liquiditätsbedarf der Tochtergesellschaften resultiert im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen des Geschäftsjahres. Durch aktives Management des Working Capitals der am Cash-Pooling beteiligten Tochtergesellschaften konnte die Finanzierung hieraus in etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden. Insgesamt konnten dadurch die flüssigen Mittel der KUKA AG von 130,1 Mio. € auf 162,2 Mio. € gesteigert werden.
Die Finanzverbindlichkeiten der KUKA AG betragen wie im Vorjahr 204,4 Mio. €.
VERMÖGENSLAGE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
Die Vermögenslage der KUKA AG ist geprägt durch das Management der Beteiligungen und durch die Wahrnehmung der Leitungsfunktionen für die Gesellschaften des Konzerns. Bezüglich der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 3,7 Mio. € standen Abschreibungen in Höhe von 3,0 Mio. € (2011: 3,2 Mio. €) gegenüber. Unter den Finanzanlagen werden die direkten Beteiligungen der KUKA AG an ihren Tochtergesellschaften ausgewiesen. Zum Jahresende wurde die Beteiligungsstruktur der nordamerikanischen Gesellschaften aus Gründen der adäquaten Abbildung der Konzernführungsphilosophie neu strukturiert. In diesem Zusammenhang wurde die Beteiligung der KUKA Aktiengesellschaft an der KUKA Systems Corporation North America, Sterlin Heigths, Michigan / USA, zu Buchwerten in die Beteiligung an der KUKA U.S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan / USA, getauscht.
In der Veränderung des Eigenkapitals spiegelt sich das Ergebnis des Geschäftsjahres wider. Die Eigenkapitalquote der KUKA AG belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 33,0 % (2011: 24,5 %).
Die Bilanzsumme der KUKA AG stieg als Saldo dieser Effekte gegenüber dem Vorjahresstichtag um 78,5 Mio. € auf 587,1 Mio. €.
NACHTRAGSBERICHT
Mit Ad-hoc-Mitteilung vom 6. Februar 2013 gab die Gesellschaft bekannt, dass der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen hat, Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 55,0 Mio. € bis 60,0 Mio. € mit Endfälligkeit am 12. Februar 2018, d. h. einer Laufzeit von fünf Jahren, anzubieten. Die Wandelschuldverschreibungen sind anfänglich in bis zu 1.598.659 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft wandelbar. Die Emission werde, unter Ausschluss der Bezugsrechte, aus bedingtem Kapital gemäß § 4(6) der Satzung und entsprechend der Ermächtigung durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2010 erfolgen.
Nach erfolgreicher Privatplatzierung der Wandelschuldverschreibungen gab die KUKA Aktiengesellschaft noch am 6. Februar 2013 die Details der Transaktion bekannt: Das endgültige Emissionsvolumen beträgt 58,8 Mio. € bei einem Nominalzinssatz von 2,0 %. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 36,8067 € und stellt damit eine Wandlungsprämie von 26,0 % auf den Referenzkurs der Aktie am 6. Februar 2013 dar. Die Wandelschuldverschreibungen sind zum Handel am Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.
Daneben haben sich seit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres bis zum Datum dieses Lageberichts keine berichtspflichtigen Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ergeben.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Zum Ausbau der technologischen Position hat der KUKA Konzern die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen insbesondere im Geschäftsbereich Robotics weiter intensiviert. So stiegen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Berichtsjahr von 37,7 Mio. € (2011) auf 42,6 Mio. € (2012). Die Forschungs- und Entwicklungsquote, d. h. die F & E-Aufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, lag infolge des stärkeren Anstiegs der Umsatzerlöse im Konzern bei 2,4 % (2011: 2,6 %). Die Aktivierungsquote, d. h. der Anteil der aktivierten F & E-Leistungen, betrug dabei 22,2 % gegenüber 20,0 % im Vorjahr.
Der ganz überwiegende Teil der Forschungs- und Entwicklungsleistungen des KUKA Konzerns wird im Produktgeschäft des Geschäftsbereichs Robotics erbracht. Im Berichtsjahr waren dies 40,4 Mio. € bzw. 94,8 % des Gesamtaufwandes (2011: 36,4 Mio. € bzw. 96,6 %). Die F & E-Quote ging im Zuge des überproportionalen Anstiegs der Umsatzerlöse von 5,9 % (2011) auf 5,4 % (2012) zurück. Der Geschäftsbereich Robotics erbrachte zusätzlich Entwicklungsleistungen in Höhe von 2,2 Mio. € für den Geschäftsbereich Systems und andere Gesellschaften. Im Projektgeschäft von Systems werden Entwicklungsprojekte nahezu ausschließlich im Kundenauftrag durchgeführt. Im Geschäftsbereich Systems wuden 2012 20 Patente angemeldet (2011: 31) und 43 Patente erteilt (2011: 23).
KONZERN-FORSCHUNGS- UND -ENTWICKLUNGSAUFWAND
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| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtaufwand in Mio. € | 33,7 | 35,6 | 29,5 | 37,7 | 42,6 |
| davon KUKA Robotics in Mio. € | 31,0 | 33,1 | 28,2 | 36,4 | 40,4 |
| Anteil KUKA Robotics in % | 92,0 | 93,0 | 95,6 | 96,6 | 94,8 |
| F&E-Quote KUKA Robotics in % vom Umsatz | 6,5 | 10,1 | 6,8 | 5,9 | 5,4 |
GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS
Zum Jahresende 2012 waren insgesamt 291 Mitarbeiter (2011: 258) in der Forschung und Entwicklung des Geschäftsbereichs Robotics beschäftigt. Dies ist im Berichtsjahr ein Zuwachs um 33 Personen bzw. 12,8 % und damit deutlich stärker als die allgemeine Personalentwicklung im KUKA Konzern. Diese Mitarbeiter arbeiten je zur Hälfte in der Software- und Hardwareentwicklung sowie in der mechanischen Konstruktion und Mechatronik. Der überwiegende Teil hält einen Universitätsabschluss. Im Berichtsjahr wurden aus dem Geschäftsbereich Robotics 90 Patente (2011: 79) angemeldet und 86 Patente (2011: 90) erteilt.
KUKAs neue Generation: Kleinrobotik-Serie KR AGILUS
Auf der AUTOMATICA 2012 in München, der internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik, feierte die neue Kleinrobotik-Serie KR AGILUS ihre Weltpremiere. Der jüngste Spross aus Augsburg wurde für die Traglastklassen 6 kg bzw. 10 kg bei Reichweiten von 700, 900 und 1.100 mm entwickelt. Er ist besonders für Handhabungsaufgaben mit kurzen Zykluszeiten geeignet, beispielsweise in der Verpackungs- oder Elektronikindustrie. Um auch bei engen Platzverhältnissen eingesetzt werden zu können, hat der Roboter eine sehr schlanke Bauform mit innenliegenden Motoren sowie ebenfalls komplett in den Arm integrierte Leitungen für Energie, Kommunikation und Druckluft. Den KR AGILUS gibt es neben der Bodenvariante auch zum Einbau hängend von der Decke oder an der Wand.
Als Steuerung kommt die bewährte KR C4 zum Einsatz, jedoch in einer kompakten Variante. Die AGILUS Kleinroboter erhalten somit alle Funktionalitäten der großen Industrieroboter, angefangen von der flexiblen Anbindung von Zusatzachsen über die komplette Palette der Technologiepakete für die unterschiedlichsten Applikationen bis hin zu den Querschnittsfunktionalitäten wie Safe Operation, Roboteam, Vision und Sensorik. Damit hat der Anwender den Vorteil einer einheitlichen Engineering- und Programmierphilosophie quer über alle KUKA Roboter-Produktfamilien. In seiner Marktpositionierung punktet der KR AGILUS durch seinen niedrigen Energieverbrauch und seine hohe Geschwindigkeit.
Erweiterung der KR QUANTEC Produktpalette
Die bereits auf der AUTOMATICA 2010 erstmals vorgestellte KR QUANTEC Roboterfamilie im Traglastbereich von 90 kg bis 300 kg wurde im Berichtsjahr speziell für die General Industry um einige Sonderbauformen erweitert. Die Konsolvarianten sind besonders für das Be- und Entladen von Spritzgussmaschinen in der Kunststoffindustrie geeignet. Die Roboter weisen nach vorne und nach unten einen deutlich vergrößerten Arbeitsbereich auf. Mit ihrem verringerten Gewicht und ihrer niedrigeren Basis können sie besonders gut auf oder über Spritzgussmaschinen montiert werden, um diese von oben zu be- und entladen. Zusammen mit der neuen KR C4 Steuerungstechnik wurden die Zeiten für Be- und Entladezyklen deutlich reduziert.
Die neuen KR QUANTEC Pressenverketter zeichnen sich durch eine besonders große Reichweite von bis zu 3.500 mm aus und eignen sich damit für das Be- und Entladen von Pressen mit größeren Bauteilen mit höchster Dynamik. Hier kommen Traglasten von 100 kg bzw. 120 kg zum Einsatz.
Abgerundet wurde die KR QUANTEC Produktpalette mit den absolut genauen Varianten, die für hochpräzise Anforderungen konzipiert sind, wie beispielsweise Laseranwendungen oder flexible Vermessungsaufgaben.
Ein Schrank für 16 Achsen
Nachdem die KUKA Robotersteuerung KR C4 sowohl in die Automobilindustrie als auch in der General Industry eingeführt ist, wurde auf der internationalen Technologiemesse für Blechbearbeitung EuroBLECH 2012 in Hannover der KR C4 Extended Schrank vorgestellt. Etwas höher als der kompakte Standardschrank können mit diesem neuen Schrank bis zu 16 Achsen betrieben werden. Neben den sechs Achsen des Roboters können damit weitere Achsen in einer Automatisierungszelle angesteuert werden, wie beispielsweise mehrachsige Positionierer. Mit diesen kann ein Werkstück so gedreht werden, dass es von einem Schweißroboter an allen Positionen erreicht wird. Alle Merkmale der KR C4 Steuerung mit einer integrierten Roboter-, Bewegungs-, Ablauf-, Prozess- und Sicherheitssteuerung stehen auch für diesen Extended-Schrank zur Verfügung. In Zusammenhang mit KUKA Motion Control (KMC) können so auch weitere Kinematiken, wie beispielsweise Portale, betrieben werden.
BMBF-Projekt FlexiCut: Bearbeitungstechnologien für den Leichtbau
KUKA Roboter ist an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt FlexiCut (Flexible intelligente Bearbeitungstechnologien für komplexe Faserverbundbauteile) beteiligt. Der Einsatz von Leichtbaumaterialien ist besonders für die Automobil- und Luftfahrtindustrie interessant. Solche Bauteile werden heutzutage noch größtenteils manuell hergestellt. Voraussetzung für den Großserieneinsatz ist jedoch eine weitgehend automatisierte Produktion mit geringen Taktzeiten und hoher, reproduzierbarer Qualität. Hier spielt der Roboter als universelle Automatisierungskomponente mit seinen Produktoptionen eine entscheidende Rolle.
KR QUANTEC Roboter: gleich dreifach ausgezeichnet
Die KUKA QUANTEC Roboterserie im Traglastbereich von 90 kg bis 300 kg besticht nicht nur durch ihre Leistungsfähigkeit, sondern auch durch ihr unverwechselbares Design. Dies ist kein Zufall, denn organisch gestaltete Bauelemente mit fließenden Formübergängen begünstigen den mechanischen Kraftfluss und erhöhen die Bauteilfestigkeiten, was den Robotern wiederum eine hohe Stabilität und Steifigkeit verleiht. Das außergewöhnliche Äußere der QUANTEC Roboter wurde gleich mit mehreren hochkarätigen Design-Preisen ausgezeichnet. Der Konsolroboter KR 240 R3100 ultra K erhielt den internationalen red dot Design Award 2012. Das Modell KR 270 R2700 ultra erhielt sogar drei Design-Preise: Den red dot Design Award 2012 "best of the best", den German Design Award Gold 2012 des Rats für Formgebung und den iF Product Design Award Gold 2012. KUKA beweist damit einmal mehr, dass sich Hochleistungs-Industrieprodukte und gutes Design keineswegs ausschließen.
Advanced Robotics - im Geschäftsbereich Robotics
Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsprojekte der KUKA Laboratories (Labs) ist die Entwicklung von sensitiven Assistenzrobotern, die in der industriellen Produktion und im Bereich Servicerobotics, z. B. im Bereich Healthcare und Medizintechnik, eingesetzt werden können. Darüber hinaus bündelt der Bereich teilweise F & E-Aktivitäten für die Geschäftsbereiche Robotics und Systems.
KUKA Leichtbauroboter - Next Generation
Der KUKA Leichtbauroboter ist ein sensitiver Roboterarm, der feinfühlige Aufgaben zum Beispiel in der Montagetechnik und Servicerobotik ausführen kann. Die Technologiebasis des bisherigen Produktes basiert auf einem Technologietransfer des weltweit führenden DLR-Zentrums für Robotik und Mechatronik. Der Leichtbauroboter wird in der Servicerobotik und in der Erprobung von neuen Produktionskonzepten von einer Vielzahl von Kunden in Pilotprojekten erfolgreich eingesetzt.
Zum Jahresende konnte die erste Produktvariante der Next Generation fertiggestellt werden. Die Leichtbaurobotertechnologie wurde grundlegend überarbeitet. Im Fokus standen eine Vereinfachung der mechatronischen Bauweise und die Eignung für den Serieneinsatz als Produktions- und Dienstleistungsassistent im industriellen und professionellen Umfeld. Auf Basis der Steuerungsarchitektur der KR C4 wurde eine Antriebs- und Sensortechnik entwickelt, die mit neuen Sicherheitsfunktionen den Leichtbauroboter für den Einsatz in Kooperation mit dem Menschen qualifiziert.
Damit erfüllt der neue KUKA Leichtbauroboter die Anforderungen für den harten Serieneinsatz in der Vollautomatisierung, als Ersatz von starren Montagelinien oder als Produktionsassistent zur Umsetzung neuer, revolutionärer Produktionskonzepte, die den Menschen in ein roboterbasiertes Produktionssystem mit einbeziehen. Der neue KUKA Leichtbauroboter ist damit der weltweit sensitivste Produktionsassistent.
Mensch-Roboter-Kooperation
In einer strategischen Entwicklungskooperation mit Daimler werden zukunftsweisende Konzepte mit dem Leichtbauroboter als Produktionsassistent des Mitarbeiters entwickelt. In Betriebsversuchen werden Produktionsprozesse gemeinsam untersucht und exemplarisch umgesetzt. Anhand der Anwendungen werden neue Mensch-Roboter-Sicherheitskonzepte entwickelt und die kritischen, applikationsabhängigen Sicherheitsparameter erarbeitet. Die Ergebnisse der Betriebsversuche werden wissenschaftlich begleitet und in Richtlinien und Normungsgremien eingebracht.
Next Generation Steuerungskern
Der Leichtbauroboter wird erstmalig mit einer von Grund auf neu entwickelten Steuerungssoftware ausgeliefert, die auf der KR C4 Plattform aufsetzt. Ziel dieser Entwicklung ist die Umsetzung eines Echtzeitsystems, das aus modular erweiterbaren, parallelen Komponenten besteht. Auf Basis dieser Technologie können komplexe roboterbasierte Anwendungen realisiert und zukünftig nahtlos in die Unternehmens-IT integriert werden. Bedienung und Diagnose wurden auf Basis der KR C4 weiterentwickelt. Die Programmierung des Leichtbauroboters erfolgt mithilfe von leistungsfähigen, in der IT etablierten Entwicklungsplattformen.
Lean R&D Prozesse für die Entwicklung mechatronischer Systeme
Die Entwicklung mechatronischer Robotersysteme erfordert eine enge Zusammenarbeit von vielen Ingenieurdisziplinen, um eine kosten- und funktionsoptimierte Realisierung und Kombination von Software, Elektronik und Mechanik zu gewährleisten. Begleitend zum Projekt Leichtbauroboter wurde der Produktentstehungsprozess für die mechatronische Systementwicklung weiter voran gebracht. Dieser zeichnet sich aus durch ein durchgängiges Simultaneous Engineering und einer phasenspezifische Entwicklungsmethodik, bestehend aus agiler Konzeptentwicklung und reifegradgesteuerter Detaillierung. Die Softwareentwicklung erfolgt nach der SCRUM Methode und ermöglicht eine schnelle, iterative Überprüfung und Anpassung der Softwareproduktfunktionen während des Entwicklungsprojektes.
Mobile Robotik und autonome Navigation
Das KUKA Navigationssystem für autonome, mobile Robotersysteme wurde als Basismodul in einer ersten Version fertiggestellt. Das Navigationsmodul kann in unterschiedlichen Marktsegmenten eingesetzt werden. Das Anwendungspotenzial reicht von der Distributions- und Produktionslogistik bis zu der Schwerlastlogistik auf Basis des KUKA omniMove Systems und der mobilen Manipulation mit dem KUKA omniRob. Im Berichtszeitraum wurde das Navigationssystem in allen drei Anwendungen prototypisch erprobt und Industriekunden vorgestellt.
Medical Robotics
Im Bereich Medical Robotics entwickelt die KUKA Laboratories als Partner von Unternehmen der Medizintechnik roboterbasierte Diagnose- und Therapiesysteme. Die Produktplattform KR C4 und die Quantec Mechanik wurden erstmalig im Rahmen der Zulassung eines neuen Medizinproduktes durch einen Strahlentherapiehersteller qualifiziert und damit die Vorgängergeneration abgelöst. Das neue Strahlentherapiesystem wurde erfolgreich vorgestellt und befindet sich in der Markteinführungsphase. Der Kunde profitiert vom erweiterten Funktionsumfang der KUKA Steuerung und Hardware. Des Weiteren wird der Leichtbauroboter in Applikationsstudien von Forschungsinstituten und Medizintechnikunternehmen für unterschiedliche Anwendungsfelder evaluiert.
Forschungsprojekte führen zu neuen Technologien und neuen Applikationen
Öffentlich geförderte Forschungsprojekte durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung oder durch die Europäische Union ermöglichen im vorwettbewerblichen Umfeld die Entwicklung von Technologien und den Aufbau von Forschungs- und Anwendernetzwerken. KUKA Laboratories nimmt an diversen Forschungsprojekten teil und partizipiert so an den Forschungsergebnissen und Netzwerken. Im Projekt First-MM (Flexible Skill Acquisition and Intuitive Robot Tasking for Mobile Manipulation in the Real World) werden neue Programmierverfahren für mobile Systeme entwickelt. Flexible Transport- und komplexe Manipulationsaufgaben sollen durch einfache Instruktion erfolgen.
Im Projekt TAPAS (Robotics-enabled Logistics and Assistive Services for the Transformable Factory of the Future) werden neue Produktionssysteme untersucht, die flexibel und skalierbar in der Großserien- bis hin zur Kleinserienproduktion eingesetzt werden können. Die Entwicklung der Technologien erfolgt auf Basis von Anforderungen von realen Produktionsszenarien, in denen auch eine stufenweise Validierung erfolgt.
Ziel des Projekts SAPHARI (Safe and Autonomous Physical Human-Aware Robot Interaction) ist die Erweiterung von Funktionalitäten von Mensch-Roboter kooperierenden Systemen. Die Autonomie, Sicherheit und Alltagstauglichkeit von im direkten Umfeld von Menschen agierenden Robotersystemen soll verbessert werden.
Die Robotik in klein- und mittelständischen Unternehmen (KMUs) zu bringen, ist das Anliegen des Projekts SMErobotics. Um den Anforderungen an eine Kleinserienproduktion gerecht zu werden, müssen Wahrnehmung und kognitive Fähigkeiten der Robotersysteme verbessert und die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter vereinfacht werden.
Die Zukunft der Robotik in Europa gestalten
Auf europäischer Ebene ist KUKA bereits seit 2008 Antreiber der Robotik-Community. Ein Höhepunkt der Aktivitäten im Berichtszeitraum stellte die Gründung der gemeinnützigen europäischen Organisation euRobotics aisbl mit Sitz in Brüssel dar. Ein wesentliches Ziel der neuen Organisation ist die Einrichtung einer öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) für die Robotik in Europa, die von der europäischen Kommission stark befürwortet wird. euRobotics hat mittlerweile mehr als 70 Mitglieder aus Forschung und Industrie. Gemeinsam sollen drei wesentliche Ziele verfolgt werden:
| ― | Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Führerschaft von Herstellern, Lieferanten und Endanwendern von auf Robotertechnologie basierten Systemen und Dienstleistungen; |
| ― | größtmögliche und beste Übernahme von Robotertechnologie für den professionellen und privaten Nutzen; |
| ― | Exzellenz der wissenschaftlichen Basis der europäischen Robotik. |
GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS
Framing Station für sechs Fahrzeugtypen
Die stetig steigende Anzahl an Typen und Varianten in der Fahrzeugfertigung erfordert eine immer höhere Flexibilität im Anlagenbau. Um diese Flexibilität zu erhalten, hat KUKA Systems eine Karosserieschweiß-Station entwickelt, auf der bis zu sechs verschiedene Fahrzeugtypen bearbeitet werden können. Dazu werden die Spannrahmen, die auf die jeweilige Geometrie des Fahrzeugs abgestimmt sind, wechselweise in die Framing Station eingebracht. Die Spannrahmen werden in vier Trommelspeichern zwischengelagert und je nach Fahrzeugtyp vollautomatisch in die Station befördert.
WaveLine - Innovation in roboterbasierter Pressenautomation
KUKA WaveLine ist die erste auf dem Markt befindliche Hochgeschwindigkeits-Pressenstraße mit Roboterautomation und kombiniert in idealer Weise die Vorteile von Tandem- und Transfer-Pressenstraßen.
Tandem-Pressenstraßen bestehen aus Einzelpressen, die im Start-Stopp-Betrieb laufen und durch Automationssysteme miteinander verkettet sind. Transfer-Pressenstraßen arbeiten im Dauerbetrieb und sind durch aufwändige Sonderlösungen wie Feeder- oder Balkentransfersysteme verbunden, die mehr Ausbringung ermöglichen, aber auch erhebliche Investitionen erfordern. Das neue Anlagenkonzept KUKA WaveLine ermöglicht erstmalig den kontinuierlichen und synchronisierten Betrieb von Tandem-Pressenstraßen und damit eine höhere Ausbringung. Die eingesetzten Einzelpressen sind speziell für diese Art von Produktion konzipiert und erlauben die Be- und Entladung mit dem KUKA System Cobra bei kontinuierlichem Pressenbetrieb und höherer Anlagenhubzahl; dies senkt den Energieverbrauch und schont die Pressenmechanik. Die Pressen müssen nicht in jedem Zyklus abgebremst und wieder beschleunigt werden.
Multifunktionale Zelle im DLR-Zentrum für Leichtbau-Produktion
KUKA Systems baut derzeit in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine multifunktionale Zelle mit großem Roboterfeld auf, die 2013 im DLR-Zentrum für Leichtbau-Produktion in Augsburg eingesetzt werden soll. Das Besondere hieran: die Industrieroboter und auch die Sonderkinematiken hängen an der Decke. Dieses Konzept ermöglicht die parallele Bearbeitung von Großbauteilen mit mehreren Einheiten bei gleichzeitig prinzipieller Zugriffsmöglichkeit des Menschen oder Interaktion mit den Maschinen. Im Rahmen dieser Kooperation wird in den nächsten Jahren an verschiedenen Schwerpunkten in der Robotik und Automation geforscht werden. Themen sind kooperierende, teilweise extern geführte Kinematiken, die auch in sicherer Technik betrieben werden können. Mittelfristiges Ziel ist es, entsprechende Technologien bis hin zur Mensch -Maschine-Interaktion zu entwickeln.
Die multifunktionalen Zellen sind mit KUKA Robotern der QUANTEC-Generation ausgerüstet. Über eine "externe Führung", die sich derzeit in der Erprobungsphase befindet, konnte die Präzision des Roboters auch während der Bahnprozesse deutlich erhöht werden. Dies erfolgt mithilfe eines externen Messsystems, indem Korrekturwerte über eine Schnittstelle an die Robotersteuerung weitergegeben werden. Dadurch ist es vorstellbar, die parallele Bearbeitung von Großteilen mit mehreren Maschinen mittel- bis langfristig auch in der Produktion durchzuführen. Entsprechende Technologiebausteine sind hierzu in Vorbereitung.
Neues Applikationslabor für Leichtbauroboter
In Zusammenarbeit mit KUKA Laboratories und KUKA Roboter wurde im TechCenter von KUKA Systems ein Applikationslabor für Anwendungen von Leichtbaurobotern (LBR) eingerichtet. Es stehen jetzt mehrere flexible LBR-Zellen zur Verfügung, um die Entwicklung von industriellen Anwendungen des Leichtbauroboters voranzutreiben. Gleichzeitig wird das Applikationslabor dazu genutzt, um Machbarkeitsuntersuchungen für Kunden anzubieten.
EFB - Preis für den Werkzeugbau
Auf der EuroBLECH 2012 in Hannover ist der KUKA Systems Werkzeugbau in Schwarzenberg / Erzgebirge mit dem Gütesiegel der Europäischen Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung e. V. für langjährige Mitarbeit in internationalen Forschungsprojekten ausgezeichnet worden. Diese Mitarbeit erstreckte sich u. a. auf folgende Bereiche:
| ― | die Erforschung und Parametererprobung für alternative und neuere Umformverfahren wie Innenhochdruck-Umformen oder Warmumformen / Presshärten |
| ― | die Weiterentwicklung von etablierten Prozessen im Bereich des Umformens und Schneidens von Karosserieblechteilen |
| ― | die Ermittlung von Materialkenngrößen für die umzuformenden oder zu schneidenden Blechwerkstoffe sowie |
| ― | die Optimierung von Parametern der Prozesskette zur Herstellung von Presswerkzeugen in der Schneid- und Umformtechnik für Karosserieblechteile. |
Ein aktuelles Beispiel aus der Umsetzung von Erkenntnissen aus EFB-Projekten in die Praxis ist die bessere Einschätzung der Leistungsfähigkeit von Materialmodellen in der Blechumformsimulation. Dadurch konnten die Grenzen der Berechnungsmodelle in der bisherigen Umformsimulation klarer erkannt werden. Dies ist insbesondere bei neueren Blechwerkstoffen wichtig, deren Materialverhalten noch nicht hinreichend exakt abgebildet werden kann. Dadurch treten Fehler auf, die bislang nur über kostenintensive Nacharbeiten an den fertigen Umformwerkzeugen behoben werden mussten. Das EFB-Projekt hat diese Fehlerquelle reduziert.
Flüssigverkapselung von Wafern für Solarmodule
Gemeinsam mit Partnern aus der Solarindustrie arbeitet KUKA Systems an einem öffentlich geförderten Projekt, dessen Ziel die Entwicklung von neuartigen, aufeinander angepassten und kostengünstigen Technologien für Hochleistungssolarzellen und -module ist. Passend zu den Förderzielen werden dabei innovative Herstellungsprozesse integriert im Zell- und Modulbereich entwickelt, die sowohl die Produktionskosten senken als auch die energetische Effizienz der Module erhöhen. In der Solarzellentwicklung werden dazu parallel Technologiebausteine erarbeitet, die zu einem hocheffizienten Gesamtprozess kombiniert werden. Im Berichtszeitraum wurde bei KUKA Systems dazu eine Produktionsanlage für Versuche und Kleinserien realisiert, auf der bereits erste Module zur Zertifizierung des Verfahrens erfolgreich produziert wurden.
BESCHAFFUNG
Im KUKA Konzern setzen die Geschäftsbereiche die Beschaffung direkt benötigter Produktionsteile in eigener Regie um. Indirekt benötigtes Material und Dienstleistungen werden dagegen nach dem Lead Buyer-Prinzip für alle Konzernteile gemeinsam eingekauft. So ist KUKA Robotics u. a. für die Beschaffung von Transportdienstleistungen und Energie und KUKA Systems für die Telekommunikation, das Gebäudemanagement und die Fahrzeugflotte zuständig.
DUAL SOURCE-STRATEGIE SICHERT STEIGENDES PRODUKTIONSVOLUMEN AB
Der Geschäftsbereich Robotics konnte sein Produktionsvolumen im Berichtsjahr nochmals deutlich steigern. Dazu wurden die Montagekapazitäten für Roboter in Augsburg und die Produktion des Schaltschrankes in Taksony / Füzesgyarmat (Ungarn) bedingt durch die starke Kundennachfrage weiter ausgebaut. Zusätzlich befindet sich ein zweites Robotermontagewerk in China im Aufbau, das im Laufe des Jahres 2013 den Betrieb aufnehmen wird. Im Rahmen des Global Sourcings bezieht der Einkauf schon heute z. B. Guss- und Elektronikteile aus Asien. Dieses Einkaufsvolumen wird sich durch das neue Werk in China weiter ausweiten. Im Berichtsjahr sicherte der Geschäftsbereich sein steigendes Produktionsvolumen systematisch durch eine Zweitlieferanten-Strategie ab und vervielfachte so die Anzahl seiner Bezugsquellen in Europa und Asien. Diese Dual Source-Strategie trägt zur Minimierung von Lieferengpässen bei und erhöht die Beschaffungsalternativen bei Wechselkursschwankungen. Insgesamt konnte der Geschäftsbereich Robotics seine durchschnittlichen Einkaufskosten währungs- und rohstoffpreisbereinigt um 4 % senken.
SERIENANLAUF DER NEUEN KLEINROBOTERFAMILIE
Ein weiterer Beschaffungsschwerpunkt im abgelaufenen Jahr war die Markteinführung der neuen Familie von Kleinrobotern KR AGILUS. In diesem Marktsegment sind kurze Lieferzeiten vielfach kaufentscheidend. Im Rahmen einer konsequenten Time to Market-Strategie wurden die erwarteten Produktionsmengen und Materialgruppen festgelegt, neue Lieferanten überwiegend in Deutschland und dem europäischen Ausland identifiziert und vertraglich gebunden. So konnte der Serienanlauf dieser neuen Produktgruppe planmäßig am 1. August gestartet werden.
PLANUNGSSYSTEM IM ANLAGENEINKAUF WEITER AUSGEBAUT
KUKA Systems hat 2012 die Instrumente zur Sicherstellung einer kostengünstigen und termingerechten Beschaffung von Zulieferungen weiter ausgebaut. Dazu wurde ein Planungssystem zur Terminsteuerung der Anlagenprojekte eingeführt, das ein aktives Termincontrolling aller Liefertermine einschließlich vorgelagerter Schnittstellen wie Ausschreibungsunterlagen und Konstruktionsleistungen ermöglicht. Kapazitäten und Lieferkonditionen werden bereits in der Angebotsphase eines Projektes ermittelt und gesichert. Eine strukturierte Risiko-Analyse identifiziert außerdem potenzielle Risiken und verfolgt die entsprechenden Maßnahmen zur Beseitigung. Auf dieser Grundlage internationalisierte der Geschäftsbereich seine Beschaffungsaktivitäten weiter und erreichte im Berichtsjahr einen Lieferanteil aus Niedrigkostenländern von 17 % des Gesamtvolumens. Insgesamt konnten die Einkaufskosten des Geschäftsbereichs ebenfalls um 4 % gesenkt werden.
Darüber hinaus nutzte der Einkauf beider Geschäftsbereiche im Berichtsjahr ein Supplier Finance Program und erreichte damit eine Verlängerung der Zahlungsziele bei den Lieferanten sowie eine Verbesserung der Liquidität im Roboter- und Anlagengeschäft.
REGIONALE KOMPETENZ-CENTER TEIL DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE
Im Rahmen des neuen HUB-Konzeptes hat der Geschäftsbereich Systems im vergangenen Jahr regionale Kompetenz-Center für Standardbauteile eingerichtet. In Europa ist dies die Landesgesellschaft in Rumänien, die Landesgesellschaft in China ist für Amerika, Mexiko und Asien zuständig. Diese regionalen Kompetenz-Center entwickeln sich mehr und mehr zu einem festen Bestandteil einer internationalen Wertschöpfungskette. Dabei konzentrieren sie sich auf die Themen Beschaffung, Montage und Fertigung der Teile. Die Auftragsbestandteile Planung und Projektmanagement liegen nach wie vor in den regionalen Zentren Deutschland (Europa), USA (Amerika) und China (Asien). Das HUBKonzept ermöglicht es, in den Regionen effizient und flexibel zu agieren. Eilaufträge können kostengünstig intern erledigt werden. Das Kompetenz-Center in Rumänien bildet außerdem Hochschulabsolventen in der Programmierung von Robotern aus, die anschließend auf internationalen Baustellen eingesetzt werden.
MITARBEITER
PERSONALARBEIT NEU AUSGERICHTET
Die Personalarbeit des KUKA Konzerns hatte im abgeschlossenen Geschäftsjahr sowohl operative als auch strategische Schwerpunkte. Aufgrund des stark wachsenden Geschäftsvolumens stellten die Geschäftsbereiche in größerem Umfang neue Mitarbeiter ein: In Deutschland vornehmlich im Forschungs- und Entwicklungsbereich des Geschäftsbereichs Robotics sowie in den Wachstumsregionen Amerikas und Asiens zur Ausweitung der Geschäftsaktivitäten. Ferner stärkte KUKA seine Position als attraktiver Arbeitgeber mit verschiedenen Maßnahmen, um dem sich abzeichnenden Mangel an Fach- und Führungskräften erfolgreich begegnen zu können. So intensivierte KUKA die berufliche Ausbildung, baute den Kontakt zu Schulen und Universitäten weiter aus und förderte mit dem Audit "berufundfamilie" die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Schließlich wurden die Führungsorganisation und die Führungskräfteentwicklung des Unternehmens neu strukturiert. So konnte KUKA das Verhältnis Bewerber zu offenen Stellen von 25:1 im Vorjahr auf 34:1 im Berichtsjahr steigern.
MITARBEITER NACH GESCHÄFTSBEREICHEN (31.12.)

MITARBEITER NACH REGIONEN (31.12.)

STRATEGIEKONFORMER PERSONALAUFBAU
Der KUKA Konzern hat die Anzahl seiner Mitarbeiter per 31. Dezember 2012 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresstichtag um 675 auf insgesamt 7.264 einschließlich Auszubildende und Werkstudenten ausgeweitet. Dies ist ein Anstieg um 10,2 % gegenüber dem Vorjahr. Damit fällt der Anstieg der Neueinstellungen von Mitarbeitern deutlich geringer aus als der Zuwachs der Umsatzerlöse im selben Zeitraum (+21,1 %). Von diesen Mitarbeitern stellte der Geschäftsbereich Robotics 427 bzw. über 60 % aller Neueinstellungen vorwiegend in Augsburg und im ungarischen Schaltschrankbau ein. Die Hälfte dieser Neueinstellungen entfiel auf das Segment General Industry. 259 bzw. rd. 40 % der Neueinstellungen arbeiten im Geschäftsbereich Systems. Zum Erhalt der betrieblichen Flexibilität beschäftigte der KUKA Konzern zum 31. Dezember 2012 außerdem insgesamt 1.408 Zeitarbeitskräfte; ein Zuwachs gegenüber dem entsprechenden Stichtag des Vorjahres um 330 (31. Dezember 2011: 1.078).
AUSGEWOGENE QUALIFIKATIONSSTRUKTUR
Die Qualifikationsstruktur der Mitarbeiter im KUKA Konzern ist nach wie vor ausgewogen: Rund ein Drittel der Belegschaft verfügt über einen Universitäts- bzw. Fachhochschulabschluss und zwei Drittel besitzen eine qualifizierte technische oder kaufmännische Ausbildung. Am zentralen Standort in Augsburg haben beispielsweise 860 Mitarbeiter ein Studium mit der Promotion, einem Diplom bzw. Master oder dem Bachelor abgeschlossen (31 %). Weitere 470 sind Techniker oder Meister (17 %). Die übrigen Mitarbeiter verfügen über eine staatlich anerkannte technische oder kaufmännische Berufsausbildung (24 %) bzw. über eine vergleichbare Vorbildung (25 %). Im Berichtsjahr konnte die Altersstruktur im KUKA Konzern mit durchschnittlich 41 Jahren stabil gehalten werden (2011: 41 Jahre). Dabei liegt der Altersdurchschnitt im Geschäftsbereich Robotics mit 39 Jahren unter dem Konzerndurchschnitt (2011:38 Jahre) und im Geschäftsbereich Systems mit 42 Jahren leicht darüber (2011:43 Jahre).
Eine gleichbleibende Anzahl von Mitarbeitern kann auf eine lange bzw. sehr lange Betriebszugehörigkeit zurückblicken: 55 Mitarbeiter wurden für ihr 25-jähriges Dienstjubiläum geehrt, 26 Mitarbeiter für ihr 40-jähriges und ein Mitarbeiter im Geschäftsbereich Robotics sogar für sein 50-jähriges Dienstjubiläum.
ERFOLGREICHE FÖRDERUNG DER BERUFLICHEN AUSBILDUNG
Angesichts der demografischen Entwicklung und rückläufiger Bewerberzahlen hat KUKA seine Aktivitäten zur Ansprache potenzieller Bewerber weiter erhöht und konnte dadurch im Berichtsjahr mehr Berufsanfänger einstellen. So beschäftigte das Unternehmen an seinen deutschen Standorten in Augsburg, Bremen und Schwarzenberg / Erzgebirge Ende Dezember 2012 insgesamt 230 Auszubildende; drei mehr als ein Jahr zuvor (31. Dezember 2011: 227). Dabei erhöhten sich vor allem am zentralen Standort in Augsburg die Ausbildungszahlen. Hier stieg die Anzahl der Auszubildenden im 4-Jahres-Zeitraum 2009 - 2012 von 88 auf 138; ein Zuwachs um mehr als die Hälfte (57 %).
NEUE DUALE STUDIENGÄNGE EINGERICHTET
In der beruflichen Ausbildung bietet KUKA eine breite Palette von technischen und kaufmännischen Ausbildungen an. Hierzu gehören
| ― | Industrie- und Zerspanungsmechaniker / -in |
| ― | Mechatroniker / -in und Elektroniker / -in für Automatisierungstechnik |
| ― | Technischer Produktdesigner |
| ― | Industriekaufmann / -frau und |
| ― | Fachinformatiker / -in |
Darüber hinaus können Abiturienten ein duales, berufsbezogenes Studium an verschiedenen Berufsakademien bzw. der Hochschule Augsburg mit dem Ziel Bachelor of Engineering (BA) absolvieren. Neben dem Verbundstudium Mechatronik und Elektronik bietet KUKA nunmehr auch ein duales Studium Maschinenbau, Informatik und Wirtschaftsinformatik an.
Im Berichtsjahr hat das Unternehmen außerdem die Kontakte zu den Schulen in der Region ausgeweitet. So können Schüler von Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien die Berufswelt in einer einwöchigen "Schnupperlehre" kennenlernen. Am Standort Augsburg nutzten dies in den vergangenen zwölf Jahren insgesamt 1.000 Schüler. Dabei lag die Zahl der Interessenten anfangs bei 60 - 80 und erreicht jetzt 100 pro Jahr. Gleichzeitig führt das Ausbildungszentrum jährlich 15 - 25 Betriebserkundungen für ganze Schulklassen durch, zusätzlich erhalten einzelne Schulabgänger ein Bewerbertraining.
Seit 2004 veranstaltet KUKA außerdem einen "Girlsday", um junge Frauen für technische Berufe zu begeistern. 2012 nutzten 20 Mädchen diesen Tag, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Der Anteil weiblicher Auszubildender im gewerblich / technischen Bereich ist mit 20 % bereits vergleichsweise hoch. Seit 10 Jahren ist KUKA darüber hinaus auf der Messe "Fit for Job" vertreten, auf der sich in jedem Jahr 10.000 - 15.000 Besucher aus der Region über Ausbildungsmöglichkeiten informieren. 2012 waren die kleinen mobilen Roboter "youBot" von KUKA ein Publikumsmagnet. Erstmalig wurde in diesem Jahr auch ein "Tag der Ausbildung" durchgeführt. Am 30. Juni konnten sich mehr als 500 Schüler, die sich in der Bewerbungsphase befanden, über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten bei KUKA live vor Ort informieren und im Augsburger Ausbildungszentrum auch selbst Hand anlegen.
TRAINEEPROGRAMM FÜR NACHWUCHSFÜHRUNGSKRÄFTE
Unterstützt wurden die gezielten Aktivitäten in der Berufsausbildung durch die Ansprache qualifizierter Bewerber als Nachwuchsfach- und Führungskräfte. So präsentierte sich KUKA auf insgesamt 12 Bewerbermessen, die von Universitäten und Hochschulen in Aachen, Aalen, Augsburg, Deggendorf, Ingolstadt, Kempten, München, Trier und Ulm durchgeführt wurden. Hierzu gehört auch die Teilnahme an Career Days, Cross Mentoring-Veranstaltungen und Ähnlichem, die die verschiedenen Hochschulen begleitend abhielten. Dadurch verdoppelte sich nahezu die Anzahl der Werkstudenten bei KUKA von 20 Ende Dezember 2011 auf 38 Ende Dezember 2012. In diesem Zeitraum wurden 76 Abschlussarbeiten von Diplomanden verfasst. Absolventen der Fachrichtungen Maschinenbau, Mechatronik, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurtechnik (Diplom- oder Master) können ein 15-monatiges Traineeprogramm bei KUKA absolvieren. Dieses Programm findet entweder im Geschäftsbereich Robotics mit Stationen im Projektmanagement, der Entwicklung, Vertrieb bzw. Produktion Ausland oder im Geschäftsbereich Systems (Projektmanagement, Konstruktion, Baustelle Ausland) statt. Ergänzt wird dieses Programm um eine Wahlstation, den Einsatz im jeweils anderen Geschäftsbereich und einen 3-monatigen Auslandsaufenthalt. Gegenwärtig durchlaufen sechs Trainees diese Ausbildung.
FAMILIENFREUNDLICHE ARBEITSPLÄTZE MIT VORBILDCHARAKTER
Im Rahmen des Audits "berufundfamilie" ist KUKA im Mai 2010 am Standort Augsburg als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert worden und setzt damit ganz klar auf eine familienbewusste Personalpolitik. So wurden in den vergangenen drei Jahren bei den Themen Arbeitszeit und -organisation, Arbeitsort sowie Informationspolitik und Führungskompetenz zahlreiche Einzelmaßnahmen identifiziert und umgesetzt, die eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie herbeiführen sollen. Hierzu gehören u. a.
| ― | neue und deutlich flexiblere Arbeitszeiten |
| ― | die Einführung von Sabbaticals (zeitweiser Ausstieg) |
| ― | die vermehrte Ausschreibung von Teilzeitstellen |
| ― | Besprechungszeiten, die familienfreundlicher organisiert werden |
| ― | Eine Betriebsvereinbarung zu den Themen Telearbeit und Homeoffice (in Vorbereitung) |
| ― | Nutzung der Elternzeit zur Fort- und Weiterbildung |
| ― | Angebote zum Stressmanagement. |
Alle Maßnahmen sind über die Führungskräfte und Betriebsräte am Standort breit kommuniziert worden. Parallel hierzu unterstützten Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift OrangeNews, Informationen im Internet und Intranet, bei Firmenfesten und sonstigen Events sowie die Herausgabe einer besonderen Broschüre und die Beilage zur Gehaltsabrechnung diese Vorhaben. Dadurch sind viele Maßnahmen zu einem festen Bestandteil des Arbeitslebens in Augsburg geworden. KUKA Arbeitsplätze haben insbesondere in den Kernbereichen Flexibilität, zukunftsorientierte Arbeitszeitmodelle und in der Berücksichtigung der individuellen Lebenssituation inzwischen Vorbildcharakter.
Damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sich weiter nachhaltig in der Unternehmenskultur von KUKA verankert, hat der Vorstandsvorsitzende der KUKA AG, Dr. Till Reuter, die Patenschaft über die Re-Auditierung von "berufundfamilie" im März 2013 für den Zeitraum 2013 bis 2016 übernommen. Hierauf hat sich das Unternehmen in verschiedenen Workshops von November 2012 bis Januar 2013 vorbereitet.
NEUE FÜHRUNGSORGANISATION
Um KUKA für Nachwuchskräfte und erfahrene Manager noch attraktiver zu machen, hat das Unternehmen mehrere neue Führungskreise eingerichtet, die geeigneten Mitarbeitern aus den vier Bereichen KUKA Robotics und KUKA Systems sowie KUKA Laboratories und KUKA AG strukturierte und flexible Karrierepfade eröffnen. Ziel ist es, die Entwicklungswünsche der Mitarbeiter mit dem Führungskräftebedarf des Unternehmens in Einklang zu bringen.
Der erste Karrierepfad richtet sich an Ingenieure und Techniker, die sich als Junior und Senior Projectleader sowie als International Projectleader weiterentwickeln wollen, um bei Eignung schließlich im Senior Management Circle (FK) aufgenommen zu werden. Der zweite Karrierepfad spricht Fachleute insbesondere aus der Forschung und Entwicklung an, die als Senior Engineer, Expert oder Senior Expert ebenfalls in den FK-Kreis aufsteigen können. Dieser Kreis umfasst gegenwärtig 60 Mitglieder und versteht sich als internationale und interkulturelle Plattform zum Austausch von Ideen und Erfahrungen unterhalb des bestehenden Kreises der oberen Führungskräfte (OFK).
Die neue Führungsorganisation des KUKA Konzerns ist am 10. Oktober 2012 in Kraft getreten.
"ORANGE CARE" BZW. "KUKA CARES" INS LEBEN GERUFEN
An den beiden Hauptstandorten von KUKA in Augsburg und in Sterling Heights bei Detroit / USA haben die sozialen Aktivitäten des Unternehmens im vergangenen Jahr eine feste Plattform erhalten.
In Augsburg gründeten engagierte Mitarbeiter einen gemeinnützigen Verein. Orange Care e. V. widmet sich zukünftig der Jugend- und Familienarbeit und unterstützt hilfsbedürftige Menschen. Als eine erste wichtige Maßnahme ist die Einrichtung einer Kindertagesstätte zur Betreuung von Kleinkindern am Standort geplant. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Till Reuter und der Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Minning sind Gründungsmitglieder dieses Vereins.
In Nordamerika kümmert sich das Programm "KUKA CARES" um die sozialen Belange der Mitarbeiter. Hierzu gehören Wellnessinitiativen im Gesundheitsbereich, Familienevents und Firmenstipendien sowie die Organisation von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Mit Hilfe dieser Plattform soll ein gesundes, sicheres Arbeitsumfeld geschaffen werden, welches motivierend auf die Mitarbeiter wirkt und ihr Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt.
10. MITARBEITERAKTIENPROGRAMM
Belegschaftsaktien sind eine attraktive Möglichkeit, bestehende oder potenzielle Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. KUKA hat 2012 zum zehnten Mal ein Mitarbeiteraktienprogramm aufgelegt. Insgesamt 387 Mitarbeiter nahmen hieran teil. Dabei förderte das Unternehmen den Kauf von jeweils zwei KUKA Aktien mit einer zusätzlichen Anreizaktie. So gingen im Juni 2012 im Rahmen dieses Programms insgesamt 164.295 Aktien auf KUKA Mitarbeiter über.
NACHHALTIGKEIT
UNTERNEHMENSLEITBILD STÄRKT KONZERNVERBUND
Im Herbst 2011 haben die Führungskräfte des Unternehmens im Rahmen eines mehrtägigen Workshops ein gemeinsames Unternehmensleitbild erarbeitet, welches im Berichtsjahr in alle Unternehmensteile eingeführt worden ist. Dieses Leitbild fasst zahlreiche, seit langem gültige Richtlinien und Überzeugungen in vier sich ergänzenden Säulen "Technologie, Märkte, Mitarbeiter sowie Partner" zusammen und stellt nunmehr den Rahmen verantwortlichen Handelns aller KUKA Mitarbeiter dar. "Wir haben diese Grundsätze als Bekenntnis der Mitarbeiter und der Unternehmensführung festgehalten", so Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA AG, in einem Interview zu diesem Thema in der Mitarbeiterzeitschrift OrangeNews 1 / 12.
SMART TOOLS MEET SMART PEOPLE

"SMART TOOLS MEET SMART PEOPLE"
Unter diesem Slogan gewinnt das neue Leitbild im Unternehmen an Stärke. Am Beispiel "Technologie" bedeutet dies:
Die Produkte haben sich in den vergangenen 110 Jahren seit Gründung des Unternehmens gewandelt, doch die Leidenschaft der Mitarbeiter für Technik, Innovation und Qualität ist geblieben. So will KUKA mit seinen intelligenten bzw. "smarten" Lösungen in der Robotik und in der Automation technische Standards setzen, um dem globalen Kunden einen entscheidenden Vorsprung zu geben. Dabei bestimmt nachhaltiges Wirtschaften das Handeln der Mitarbeiter. Natürliche Ressourcen sollen effizient genutzt und die Belastungen für den Menschen und seine Umwelt kontinuierlich reduziert werden. KUKA arbeitet darüber hinaus vertrauensvoll und verlässlich mit allen Partnern zusammen und sichert damit nachhaltig Erfolg für alle Beteiligten (siehe auch "Unternehmensleitbild" unter www.kuka-ag.de).
PARTNER DER INITIATIVE "BLUE COMPETENCE"
Die KUKA Roboter GmbH ist offizieller Partner der Initiative "Blue Competence" des Verbandes der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer VDMA geworden (www.bluecompetence.net). Diese Initiative bündelt die Aktivitäten der Mitgliedsunternehmen in den Bereichen
| ― | Effizienter Einsatz von Energie |
| ― | Entwicklung alternativer, regenerativer Energieträger |
| ― | Verwendung knapper Rohstoffe und Wiedergewinnung sekundärer Rohstoffe |
| ― | Verringerung von Emissionen bei Industriebetrieben und im Verkehr |
| ― | Entwicklung neuer, sparsamer Antriebskonzepte. |
Wesentliches Ziel von "Blue Competence" ist es, die Fortschritte des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus bei der Nutzung von Energie, bei der Optimierung der Produktionsprozesse und der Wiederverwendung von Sekundärrohstoffen bekannt zu machen sowie die Entwicklung neuer Technologien in diesen Bereichen voranzutreiben. So hat der deutsche Maschinenbau neben den damit einhergehenden qualitativen Verbesserungen der Umwelt bereits einen erheblichen wirtschaftlichen Beitrag zur Senkung der Lebenszykluskosten seiner Maschinen und Anlagen in den vergangenen zehn Jahren geleistet.
WEITERES EINSPARPOTENZIAL BEI ROBOTER-STILLSTANDSZEITEN
Industrieroboter sind keineswegs "Energiefresser". Ihr durchschnittlicher Energieverbrauch liegt bei 2,5 kW und damit niedriger als etwa zwei Föhne im Haushalt (ca. 3,0 kW). Im Stand-by-Betrieb verbraucht der Roboter mit höchstens 200 Watt beispielsweise weniger Energie als eine schnelle Graphikkarte im PC-Spielbetrieb. Ein Industrieroboter ist jedoch lediglich zu etwa 20 % wertschöpfend in Bewegung. Die übrige Zeit befindet er sich in Wartezeiten während der Produktionsphase oder im Stillstand bei produktionsfreien Zeiten. KUKA Robotics konnte den Energieverbrauch in diesen nichtwertschöpfenden Zeiten um 60 % reduzieren, indem die Anzahl der zulässigen Bremsspiele erhöht und damit die Einfallzeiten der Bremsen verringert worden sind. Weiteres Einsparpotenzial liegt in einer engen Synchronisation von Fertigungsabläufen mit den Bewegungen des Roboters. Dadurch kann in vielen Fällen innerhalb einer Gruppe von kooperierenden Robotern komplett auf Wartezeiten verzichtet werden. Die Anlage fährt dann im energetischen Optimum. Hierzu entwickelt der Geschäftsbereich derzeit Simulationsmodule, die eine hochgenaue Abbildung der Bewegungsabläufe und eine Berechnung der Energieaufnahme des Roboters ermöglichen.
NEUER KLEINROBOTER KR AGILUS - ENERGIEEFFIZIENT, SCHNELL UND SICHER
Der Geschäftsbereich hat im Berichtsjahr eine neue Familie von Kleinrobotern in den Markt eingeführt. Auf der AUTOMATICA 2012 wurde der KR AGILUS vorgestellt, der im niedrigen Traglastbereich (bis 10 kg) nicht nur über herausragende Leistungswerte verfügt, sondern auch besonders energieeffizient, schnell und sicher konzipiert ist. Der Roboter verfügt - wie die großen Industrieroboter - über die universelle Steuerungstechnologie KR C4 in einer kompakten Form, die besonders wartungsarm arbeitet. Ein Schmierstoffwechsel ist z. B. nicht mehr notwendig. Darüber hinaus verfügt der KR AGILUS als einziger seiner Klasse über eine SafeOperation-Funktion, die die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine erheblich vereinfacht. Soft- und Hardwarekomponenten überwachen seinen Arbeitsraum und seine Bewegungen, sodass eine mechanische Überwachung überflüssig geworden ist.
VERBUNDPROjEKT "ENERGIE- UND RESSOURCENEFFIZIENTER KAROSSERIEBAU"
Die KUKA Systems GmbH ist Mitglied in der Innovationsallianz "Green Carbody Technologies", in der sich Wirtschaftsunternehmen mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammengeschlossen haben, um die automobile Produktionstechnik energie- und ressourcenschonender zu gestalten. Der Karosseriebau ist einer der energieintensivsten Bereiche in der Produktion eines Fahrzeugs. Schwerpunkte der Untersuchungen des Verbundprojektes "Energie- und ressourceneffizienter Karosseriebau" sind derzeit
| ― | die Optimierung der technologischen Abläufe |
| ― | der Energieverbrauch der Fügeprozesse selbst |
| ― | der Energieverbrauch der steuerungstechnischen Anlagen und |
| ― | die Verringerung des Materialeinsatzes durch Leichtbauverfahren. |
NACHHALTIGE ENTWICKLUNG VON PRODUKTEN UND LÖSUNGEN
KUKA Systems geht bei der Entwicklung und Konstruktion von Produkten und Lösungen nach dem Grenzwertprinzip vor. Jedes Bauteil wird auf seine Notwendigkeit hin überprüft. Diese Vorgehensweise führt zu teilweise erheblichen Materialeinsparungen beispielsweise bei Stahlkonstruktionen. So werden direkt erreichbare Kostenvorteile im Einsatz von Material sowie weitere indirekte Einsparungen von CO2 bei der Produktion und dem Transport der fertigen Produkte erzielt. Ein Beispiel hierfür ist die modulare Schweißzelle KUKA flexibleCUBE. Durch diesen nachhaltigen Ansatz konnten im Vergleich zur konventionellen Bauweise rd. 44 % Material eingespart werden.
KS CycleMove: Bauteile ohne elektrische Energie transportieren
Der Geschäftsbereich Systems hat außerdem zur Beförderung von Bauteilen in Produktionslinien ein System entwickelt, das ganz auf die Nutzung elektrischer Antriebe verzichtet und nahezu ausschließlich mit der Schwerkraft arbeitet. KS CycleMove besteht aus einem Gestell und verschieden geneigten Zu- und Rücklaufbahnen, auf denen sich Laufwagen mit den zu transportierenden Bauteilen bewegen. Diese Laufwagen verfügen über eine patentierte Bremse, die für eine konstante Laufgeschwindigkeit sorgt - unabhängig vom Gewicht des Werkstücks und der Länge der Laufbahnen. Am Ende der Bahnen können die Wagen automatisch oder per Roboter zurückgeführt werden. Das Bauteil ist so einfach und sicher unterwegs. KS CycleMove gibt es mit Bahnlängen von 3 bis 6 m; die maximale Nutzlast der Bauteile beträgt 15 kg. Im Anlagenbetrieb können so bis zu 95 % der Energie eingespart werden, die ein konventioneller Stauförderer benötigt.
KENNZAHLEN ÖKOLOGIE
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| 2011 | 2012 | |
|---|---|---|
| Anzahl Standorte weltweit | 37 | 37 |
| davon mit Zertifizierung ISO 9001 | 14 | 14 |
| davon mit Zertifizierung ISO 14001 | 10 | 10 |
| Verbrauch (nur Augsburg) | ||
| Strom (MWh) | 13.386 | 13.587 |
| Gas (MWh) | 14.605 | 15.272 |
| Wasser (m3 ) | 19.972 | 21.822 |
| CO2 GHG-Emissionen (t) | 9.416,8 | 11.593,5 |
Seit 2008 beteiligt sich die KUKA AG außerdem am Carbon Disclosure Project. Diese Organisation veröffentlicht einmal jährlich Informationen zur Ökobilanz börsennotierter Unternehmen und zu den Geschäftschancen mit nachhaltigen Produkten. Das Carbon Disclosure Project wird von vielen Investorengruppen unterstützt (www.cdproject.net).
GESUNDHEITSMANAGEMENT INTENSIVIERT
Eine breite Palette von Angeboten im Rahmen eines vorausschauenden Gesundheitsmanagements sind bei KUKA zu einem festen Bestandteil des Arbeitsumfelds geworden. Das Unternehmen bietet seinen Mitarbeitern unter dem Motto "Fit for KUKA" in regelmäßigen Abständen besondere Frühstücksangebote mit Obst und Müsli, Übungen zur Blitzentspannung oder eine Rückenschule. Diese Angebote sind kostenlos, solange man eine bestimmte Anzahl von Übungen besucht.
Außerdem fand zum zweiten Mal nach 2011 ein allgemeiner Gesundheitstag statt. Insgesamt sieben Kooperationspartner boten den Mitarbeitern am 20. Juli 2012 u. a.
| ― | Übungen zu Reaktiver Fitness und Walking |
| ― | Pilates, Yoga und Rückenschule |
| ― | Hautscreening und Schnuppermassagen |
| ― | Blutzucker- und Cholesterin-Messungen |
| ― | eine Rauchersprechstunde |
| ― | Testen der Reaktionsgeschwindigkeit auf einem Fahrsimulator sowie |
| ― | das Verhalten im Brandfall an. |
Insgesamt 1.200 Mitarbeiter nutzten das Angebot, die eigene Fitness zu überprüfen, und nahmen zahlreiche Anregungen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens mit an ihren Arbeitsplatz und nach Hause. Einige Mitarbeiter ließen sich 2012 darüber hinaus auf der KUKA Academy zum Life-Balance-Coach ausbilden. Hier erlernten sie Methoden und Fertigkeiten, wie man den Anforderungen von Beruf und Familie gleichermaßen gerecht werden kann, um diese dann an Kollegen und Mitarbeiter weiterzugeben. Auch für Führungskräfte führte die KUKA Academy einen entsprechenden Kurs durch.
SOZIALE KENNZAHLEN
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| 2011 | 2012 | |
|---|---|---|
| Anzahl Arbeitnehmer (31.12.) | 6.589 | 7.264 |
| davon Auszubildende | 227 | 230 |
| Durchschnittl. Betriebszugehörigkeit (Jahre) | 9,1 | 8,8 |
| Krankenquote (in %) | 2,9 | 2,7 |
| Fluktuation (in %) | 12,9 | 9,8 |
| Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter (Deutschland) | 13,9 | 10,8 |
RISIKO- UND CHANCENBERICHT
GRUNDSÄTZE
Der KUKA Konzern ist ein global aufgestelltes und international operierendes Unternehmen. Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber auch eine Vielzahl von Risiken. Ziel des Vorstands der KUKA AG ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig für alle Stakeholder und Shareholder zu steigern.
Risikomanagement
Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Vorstand ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des Konzerns installiert, mit dem externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert, kontrolliert und berichtet werden. Identifizierte Risiken werden konzernweit nach ihrem potenziellen Einfluss auf den Ergebnisbeitrag und nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Dabei werden Worst-, Medium- und Best-Case-Szenarien einschließlich des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden. Im Einklang mit den Rechnungslegungsvorschriften erfolgt eine entsprechende Berücksichtigung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen im Jahresabschluss. Der monatlich zu erstellende Risikobericht beinhaltet unter anderem die Top-10-Risiken für die Geschäftsbereiche und die KUKA AG als Holdinggesellschaft sowie eine Übersicht über die Risikogesamtsituation des Konzerns. Diese Top-10-Risiken sind fester Bestandteil des Berichtswesens zum Monatsabschluss. Darüber hinaus ist der Risikobericht Gegenstand von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats, insbesondere des Prüfungsausschusses. Die gemeldeten Risiken werden dem Vorstand quartalsweise im Risikosteuerungskreis vorgetragen und erläutert. Hier wird außerdem festgelegt, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind oder ob weitere Schritte einzuleiten sind. Die Plausibilisierung von gemeldeten Risiken findet in diesem Steuerungskreis ebenso statt wie die Ableitung von Handlungsalternativen zur Vermeidung von ähnlichen Risiken in der Zukunft.
Die jeweils direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken ist festgelegt und liegt beim Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften. Risikokoordinatoren in den zentralen und dezentralen Unternehmenseinheiten sorgen für eine einheitliche Berichterstattung mit klar definierten Meldewegen und mit an die Gesellschaftsgröße angepassten Meldegrenzen. Für den Fall, dass konzernweit fest definierte Meldegrenzen überschritten werden, besteht eine interne Ad-hoc-Meldepflicht. Die Koordination des Risikomanagementsystems obliegt dem Leiter Konzerncontrolling der KUKA AG, der zugleich als Leiter Risikomanagement dem Vorstand Finanzen und Controlling der KUKA AG direkt unterstellt ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Risikomanagement integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses im KUKA Konzern ist.
Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Im Rahmen ihrer regulären Prüfungstätigkeit überwacht die interne Revision die Einhaltung der Risikomanagement-Richtlinie des KUKA Konzerns und damit die Effektivität der implementierten Verfahren und Instrumente; sie schließt, sofern relevant, die Risikoverantwortlichen in den Prüfungsumfang mit ein. Darüber hinaus gewährleisten regelmäßige Prüfungen des Risikomanagementprozesses durch die interne Revision dessen Effizienz und Weiterentwicklung.
Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.
Das chancen- und risikoorientierte Controlling im KUKA Konzern sorgt dafür, dass Chancen und Risiken in die Unternehmenssteuerung einfließen. Auf entsprechende Chancen wird in der Beschreibung der jeweiligen Risikobereiche näher eingegangen.
Darüber hinaus besteht im KUKA Konzern ein internes Kontrollsystem (vgl. Seite 87, IKS-System), welches über das Risikomanagement hinaus die Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts- und Rechnungslegungsprozesse permanent überwacht und unterstützt.
UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN SOWIE -CHANCEN
KUKA ist einem zyklischen Investitionsverhalten seines Kundenkreises in relevanten Teilmärkten ausgesetzt. Dabei stellt die Automobilbranche mit ihren oligopolistischen Strukturen und dem steten Preisdruck einen wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens in den Geschäftsbereichen Systems und Robotics dar. Schwankungen der Investitionstätigkeit werden auch unter Auswertung von Veröffentlichungen in den jeweiligen strategischen und operativen Planungen berücksichtigt. Bedingt durch das zyklische Geschäft wird stets darauf geachtet, hinreichende Flexibilität der eigenen Kapazitäten und der Kostenbasis zu gewährleisten.
Darüber hinaus wirken sich Länderrisiken, wie zum Beispiel der mangelnde Patent- und Markenschutz in Asien, Wechselkursschwankungen, Finanzierungsrisiken, technische Risiken und das Risiko signifikanter Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen, auf die Risikosituation des KUKA Konzerns aus. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, wird die Wertschöpfung zur Verringerung der Wechselkursrisiken verstärkt lokal erbracht. Zur Sicherstellung des geistigen Eigentums hat KUKA eine eigenständige Strategie formuliert, die vor allem durch Patente und Schutzrechte abgesichert wird. Insbesondere der Einstieg von Mitbewerbern, vor allem aus dem asiatischen Raum, erhöht den Kostendruck. Diesem wird neben den engen Beziehungen zu unseren Kunden vor allem durch den Ausbau unserer technologischen Kompetenzen und deren Schutz entgegengewirkt.
KUKA profitierte im gesamten Geschäftsjahr 2012 von der hohen Investitionsbereitschaft sowohl in der Automobilindustrie als auch im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau. Zusätzliche Chancen liegen darin, dass den wichtigsten Automobilkunden des KUKA Konzerns in deren Wettbewerbsumfeld eine sehr gute Marktposition beigemessen wird. Im Vergleich zu den eigenen Wettbewerbern hat der KUKA Konzern aufgrund der Vorteilhaftigkeit des Kundenportfolios Chancen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung, insbesondere bezüglich der Entwicklung der Marktanteile. Weitere Chancen ergeben sich insbesondere aus dem allgemeinen Trend zur weiteren Automatisierung auch in nichtindustriellen Bereichen, wie den langfristigen Perspektiven in der Betreuung einer älter werdenden Gesellschaft.
Um eine für unsere Kunden bestmögliche Qualität der Produkte sicherzustellen, arbeitet KUKA mit Lieferanten zusammen, für die Qualität, Innovationsstärke, ständige Verbesserungen und Zuverlässigkeit im Fokus stehen. Im Allgemeinen bezieht KUKA Produktkomponenten von mehreren Anbietern, ist aber dennoch in wenigen Ausnahmefällen mangels verfügbarer Bezugsalternativen von einzelnen, marktbeherrschenden Lieferanten abhängig.
Andere Risiken, welche auch auf den Geschäftsverlauf nach 2012 Auswirkung haben könnten, sind einerseits die weitere Entwicklung der Staatsschuldenkrise, vor allem im Euro-Raum. Andererseits stellen die zunehmenden Wechselkursschwankungen, insbesondere beim US-Dollar, dem ungarischen Forint, dem japanischen Yen und dem chinesischen Yuan, ein Risiko dar. Das Management der Währungsrisiken wird im Abschnitt Finanzwirtschaftliche Risiken ausführlich beschrieben.
LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND CHANCEN
KUKA Robotics
Anhaltendes Kostenbewusstsein und die Forderung nach ständigen Produktinnovationen aller Kunden weltweit, insbesondere aus der Automobilindustrie und von deren Zulieferern, stellen die wesentlichen Herausforderungen für das Produktangebot dieses Geschäftsbereichs dar. Die Folge sind ein steter Preisdruck und potenziell längere Nutzungszyklen der eingesetzten Roboter.
KUKA Robotics wirkt diesem Trend mit der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen entgegen, die den Kunden in bestehenden Märkten nachweisbare finanzielle Vorteile durch einen raschen Mittelrückfluss bieten. Bei der Einführung neuer Produkte, wie im Berichtsjahr dem neuen Kleinroboter KR AGILUS oder dem Leichtbauroboter, bestehen Risiken hinsichtlich der Produkteigenschaften und der Qualitätszusagen, die im Falle von Nacharbeiten zu entsprechenden Kosten führen könnten. KUKA verfügt zur Vermeidung und Beherrschung solcher Risiken über ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, welches umfangreiche Test- und Prüfprozesse beinhaltet.
Eine Chance stellt die ständige Verbreiterung der Kundenbasis in der General Industry dar. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie zur Erschließung neuer Absatzmärkte neben der Automobilindustrie. Dieser Prozess beinhaltet die Erschließung von Märkten in der Medizintechnik und in sonstigen konsumnahen Bereichen, in denen zukünftig eine Mensch-Maschine-Kollaboration erforderlich sein wird. Sie ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter, ohne dass Schutzzäune oder ähnliche Sicherheitseinrichtungen notwendig werden. Eine Teilorganisation des Geschäftsbereichs, der sogenannten Advanced Robotics, arbeitet fokussiert an der technischen Realisierung solcher innovativen Produkte und Applikationen. Darüber hinaus wird der Vertrieb in der Region Amerika und in den BRIC-Staaten weiter vorangetrieben. Durch eine zunehmende Verteilung der Wertschöpfung auf verschiedene Währungszonen soll die Ertragskraft des Unternehmens unabhängiger von Währungsschwankungen werden.
KUKA Systems
Aufgrund der langen Durchlaufzeiten der Aufträge, der oft erforderlichen Spezifikationsanpassungen während der Abarbeitung der Aufträge, der geringen Frequenz der Auftragseingänge sowie des Preis- und Wettbewerbsdrucks besteht ein geschäftsimmanentes Risiko für den Umsatz und das Ergebnis in diesen Aufträgen. Ergänzend können sich weitere Projektrisiken z. B. aufgrund von Projektfehlkalkulationen oder Konventionalstrafen wegen Terminverzögerungen ergeben. Der Geschäftsbereich setzt deshalb entsprechende Risikochecklisten für die einzelnen Aufträge ein, mit denen bereits vor Annahme der Angebote eine Prüfung insbesondere der rechtlichen, wirtschaftlichen und technologischen Risiken erfolgt. Im Rahmen dieses Exposure-Reportings werden insbesondere Solvenzrisiken überwacht und mittels eines stringenten Projekt- und Forderungsmanagements verfolgt und damit reduziert. Andere Risiken werden laufend beobachtet und bei Bedarf durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Chancen bestehen insbesondere bei geringeren Einstandspreisen von Zukaufteilen im Vergleich zur Kalkulation sowie bei der Abrechnung von Änderungsaufträgen des Kunden im Projektverlauf.
Die Ausweitung der weltweiten Produktionskapazitäten der großen Automobilhersteller weist derzeit eine hohe Dynamik auf. Insbesondere in Südamerika und Asien arbeitet KUKA intern verstärkt in Verbundprojekten, wobei mehrere Landesgesellschaften des Geschäftsbereichs gemeinsam an einem Kundenprojekt arbeiten. In solchen Fällen ergeben sich besondere Risiken hinsichtlich der Informationsbasis, der Wertschöpfungsprozesse und des IT-systemübergreifenden Projektmanagements. Darüber hinaus bestehen insbesondere in den Schwellenländern aufgrund des außerordentlich schnellen und starken Wachstums des Geschäftsvolumens Risiken hinsichtlich der organisatorischen Strukturen. KUKA entgegnet diesen Risiken mit der weiteren Harmonisierung seiner global eingesetzten IT-Systeme und durch Einsatz erfahrener interner und externer Mitarbeiter beim Auf- und Ausbau der jeweiligen lokalen Strukturen.
Die steigende Modellvielfalt in der Automobilindustrie wirkt sich positiv auf das adressierbare Marktvolumen aus, da steigende Anforderungen an flexible Produktionssysteme gestellt werden, die zum Neubau bzw. Umbau von Produktionslinien führen. Hieraus ergeben sich für Systemanbieter und Zulieferer neue Geschäftsmöglichkeiten. Knappe Ressourcen erfordern den Bau von kleineren oder Ressourcen sparenden Fahrzeugen, die mit alternativen Energien angetrieben werden. Deshalb werden insbesondere die amerikanischen Automobilhersteller zukünftig Investitionen in den Neubau von Produktionslinien bzw. den Umbau von bestehenden Produktionsanlagen tätigen müssen.
Betreibermodelle wie die KUKA Toledo Production Operations (KTPO) bieten zusätzliche Chancen, aber auch Risiken. Die Marke Jeep Wrangler weist im Vergleich zu den übrigen amerikanischen Fahrzeugmodellen nach wie vor überdurchschnittliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, an denen KUKA auch im Jahr 2012 partizipiert hat. Risiken bestehen in diesem Zusammenhang in einer stärkeren Abhängigkeit von den produzierten Volumina für den amerikanischen Automobilmarkt.
Fundierte Marktanalysen haben ergeben, dass KUKA Systems auch langfristige Geschäftspotenziale neben der Automobilindustrie in der General Industry aufweist. Aktuelles Beispiel hierfür ist die Luftfahrtindustrie, wo auch in 2012 neue Aufträge akquiriert werden konnten. Neben der Chance der Erschließung neuer Marktpotenziale sind die wesentlichen Risiken hier vor allem technisch bedingt, da die Kunden selbst in vielen Fällen über keine eigenen Erfahrungen in der Automatisierungstechnik verfügen. Deshalb ist insbesondere bei Anwendung neuer Automatisierungstechniken die Prüfung der technischen Risiken im Rahmen der Risikochecklisten wesentliches Instrument zur Risikomitigation.
STRATEGISCHE RISIKEN UND CHANCEN
Ziel der Geschäftsbereiche ist es, in ihren jeweiligen Märkten zu den Technologie- und Marktführern zu gehören. Die konsequente Weiterentwicklung ihrer technologischen Basis über koordinierte Innovationsprogramme hat deshalb zentrale Bedeutung. Hierbei besteht eine wesentliche Aufgabe darin, Chancen und Risiken technischer Innovationen rechtzeitig zu erkennen und diese auf ihre Machbarkeit hin zu überprüfen. Möglichen Fehleinschätzungen des Marktes wird durch regelmäßige, teilweise dezentrale Markt- und Wettbewerbsanalysen entgegengewirkt. Anwendungsorientierte Entwicklungen, Systempartnerschaften und Kooperationen, z. B. mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Weßling bei München, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und mehreren Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, vermindern das Risiko nicht marktgerechter Entwicklungsleistungen.
Die Implementierung effizienter Qualitätssicherungssysteme sowie regelmäßige Zertifizierungen tragen dazu bei, mit kundenorientierten Produkten und Lösungen zu überzeugen und die Stellung der KUKA Gesellschaften in ihren Märkten zu festigen.
Die Unternehmensstrategie wird von einer zentralen Stabsstelle in der KUKA AG koordiniert und mit den Geschäftsbereichen regelmäßig überprüft und abgestimmt. In dem gemeinsamen Innovation Center werden Querschnittstechnologien und Konzepte entwickelt, um durch einheitliche Vorgehensweisen und Prozesse Synergien zu nutzen und den Anforderungen des Marktes mit innovativen Produkten und Lösungen gerecht zu werden.
PERSONALRISIKEN UND -CHANCEN
Der Erfolg des KUKA Konzerns, eines von Hochtechnologie geprägten Unternehmens, hängt maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Personalrisiken erwachsen dem Konzern im Wesentlichen aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Die verbesserten wirtschaftlichen wie auch konjunkturellen Aussichten ermöglichten es dem Unternehmen, das Stammpersonal langfristig zu binden und neue hoch qualifizierte Mitarbeiter auszubilden bzw. für eine Tätigkeit im Konzern zu gewinnen. Dies gilt für die traditionellen Märkte in Europa und den USA, vor allem aber auch für die Rekrutierung von Mitarbeitern in den Wachstumsmärkten, z. B. den BRIC-Staaten, in denen der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern stetig zunimmt. Nicht zuletzt durch interne Weiterbildungsmöglichkeiten, wie in der KUKA Academy oder dem Ideenmanagement, ergeben sich Chancen, die aus einer höheren Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter resultieren.
In Deutschland zeigt sich darüber hinaus ein zunehmender Mangel an qualifiziertem, insbesondere technisch ausgebildetem Personal. Dies erfordert entsprechende unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen und eine permanente Ausrichtung des Unternehmens auf den Arbeits- und Bewerbermarkt. Hierzu gibt es enge Kooperationen mit lokalen und nationalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, wie z. B. mit der Universität Augsburg, der RWTH Aachen und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter auf allen Ebenen des Konzerns - teils dezentral, teils zentral organisiert - sichert dabei die unverzichtbare fachliche Kompetenz des Personals. Das unternehmensinterne internationale Traineeprogramm bietet-Nachwuchskräften die Möglichkeit, verschiedene Bereiche und Auslandsgesellschaften kennenzulernen. Die zum Jahresende 230 Auszubildenden im KUKA Konzern werden früh in das Unternehmen integriert und nach Beendigung der Ausbildung weitestgehend in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Eine der entscheidenden Herausforderungen der kommenden Jahre wird es sein, den KUKA Konzern hinsichtlich der demografischen Entwicklung zukunftssicher aufzustellen.
Neben der Verankerung eines attraktiven leistungs- und erfolgsabhängigen Entgeltsystems für Führungskräfte zur Stärkung unternehmerisch geprägter Denk- und Handlungsweisen stellt auch die Möglichkeit der Teilnahme an den Mitarbeiteraktienprogrammen des KUKA Konzerns für alle Mitarbeiter einen Anreiz dar, sich langfristig an den Konzern zu binden und an seiner Entwicklung zu partizipieren.
INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN UND CHANCEN
Die bestehenden IT-Sicherheits-Systeme und das vorhandene Business-Continuity-Management sowie Richtlinien und Organisationsstrukturen werden regelmäßig optimiert und überprüft, um mögliche informationstechnologische Risiken wie z. B. den Ausfall von Rechenzentren oder sonstigen IT-Systemen bereits im Vorfeld zu erkennen bzw. zu minimieren. Dies erfolgt unter anderem durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software. Durch die laufende Optimierung von IT-gestützten Prozessen lassen sich langfristig Kostensenkungspotenziale und kontinuierliche Qualitätsverbesserungen realisieren. Durch die konsequente Überwachung der betreffenden Prozesse wird sichergestellt, dass Risiken sowohl aus zunehmenden externen Bedrohungen als auch aus der Abhängigkeit von der weiter fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse reduziert werden.
Zudem besteht eine enge Verknüpfung der IT-Sicherheit mit dem Risikomanagementprozess des KUKA Konzerns. Sowohl im Zuge der jährlichen IT-Prüfung als auch stichprobenartig werden die entsprechenden Prozesse durch interne und externe Prüfer auf die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Zu den zentralen Aufgaben der KUKA AG zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit. In diesem Zusammenhang optimiert die Holding auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken über das konzernweit einheitliche Treasury-Reporting-System. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung ihrer Zahlungsströme reduziert.
In den vergangenen vier Jahren wurde die Solvenz des KUKA Konzerns durch mehrere Maßnahmen gestärkt. Dabei wurde die Passivstruktur hinsichtlich der Fristigkeiten und der eingesetzten Finanzierungsinstrumente neu geordnet. In den Jahren 2009 und 2010 zählten hierzu zwei Kapitalerhöhungen, die Begebung einer Unternehmensanleihe sowie der Abschluss neuer Konsortialkreditvereinbarungen.
Im Zuge der Begebung der Unternehmensanleihe wurde die KUKA AG im November 2010 erstmalig von den Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's mit "B" bzw. "B2" bewertet. Die Anleihe der KUKA AG wurde damals mit einem Rating von "B-" (Standard & Poor's) bzw. "B3" (Moody's) versehen. Basierend auf der positiven Entwicklung des KUKA Konzerns im Jahr 2012 und der damit einhergehenden Verbesserung der Finanzkennzahlen haben beide Ratingagenturen bereits im Jahr 2012 ihre Ratingeinstufungen mit einem positiven Ausblick ("positive outlook") versehen. Aktuell kommen die Ratingagenturen für die KUKA AG zu einem langfristigen Corporate-Kreditrating (CFR) von "B+" (Standard & Poor's) bzw. "B1" (Moody's), nähere Details im Abschnitt Finanzierung ab Seite 136 f.
Der Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis März 2014 enthält marktübliche Covenants. Ein Risiko für die Aufrechterhaltung von derartigen covenantbasierten Finanzierungen besteht grundsätzlich dann, wenn eine deutlich unter den Planungen verlaufende Geschäftsentwicklung und die daraus folgende Ertrags- und Finanzsituation ein Einhalten der definierten Grenzwerte nicht mehr gewährleistet. KUKA überwacht die Einhaltung dieser Covenants auf monatlicher Basis. Im gesamten Geschäftsjahr 2012 wurden die Covenants eingehalten. Zum 31. Dezember 2012 besteht bei allen Covenants ein deutlicher Abstand zu den vertraglichen Grenzwerten.
Neben den oben beschriebenen Schritten ergänzen Vereinbarungen zu bilateralen Avallinien mit Kautionsversicherern (Umfang 62 Mio. €) ebenso wie aufgelegte ABS-Programme (regelmäßiger Verkauf von Forderungen) im Umfang von 50 Mio. € das Finanzierungsportfolio des KUKA Konzerns.
Das transaktionsbezogene Wechselkursrisiko wird durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Detailliert wird über das zentrale Devisenmanagement im Konzernanhang unter Finanzinstrumente auf den Seiten 141 ff. berichtet. Translationsrisiken -also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände - aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen werden grundsätzlich nicht abgesichert, jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko (Wettbewerbsrisiko) wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Länder reduziert ("natural hedging"). Interne Richtlinien regeln die Verwendung von Derivaten, die einer ständigen internen Risikokontrolle unterliegen.
COMPLIANCE-RISIKEN
Compliance-Verstöße könnten zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich zukünftigen Verhaltens, der Herausgabe von Gewinnen, dem Ausschluss aus bestimmten Geschäften, dem Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen führen. Des Weiteren könnte eine Verwicklung in potenzielle Korruptionsverfahren der Reputation des KUKA Konzerns insgesamt schaden und nachteilige Auswirkungen auf das Bemühen haben, sich um Geschäfte mit Kunden sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors zu bewerben. Die Ermittlungen könnten sich auch auf Beziehungen zu Geschäftspartnern, von denen der KUKA Konzern abhängt, sowie auf die Fähigkeit, neue Geschäftspartner zu finden, nachteilig auswirken. Sie könnten sich ferner nachteilig auf die Fähigkeit auswirken, strategische Projekte und Transaktionen zu verfolgen, die für das Geschäft wichtig sein könnten, wie z. B. Joint Ventures oder andere Formen der Zusammenarbeit. Laufende oder zukünftige Ermittlungen könnten zur Aufhebung einiger bestehender Verträge führen und Dritte, einschließlich Mitbewerber, könnten gegen den KUKA Konzern in erheblichem Umfang rechtliche Verfahren anstrengen.
Um diese Risiken transparent und kontrollierbar zu machen, wurde Anfang 2008 ein weltweit gültiges Corporate-Compliance-Programm implementiert. Der hierin verankerte Compliance-Aus-schuss hält in regelmäßigen Abständen und bei Bedarf Sitzungen ab und berichtet an den Vorstandsvorsitzenden der KUKA AG; dieser berichtet direkt an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2012 wurden die Mitarbeiter weltweit mittels E-Learning über das Corporate-Compliance-Programm des KUKA Konzerns geschult.
Die Gesamtverantwortung für das Corporate-Compliance-Pro-gramm liegt beim Vorsitzenden des Vorstands. Es unterliegt unter anderem einer strengen internen Kontrolle und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Wesentliche Risiken ergaben sich im Jahr 2012 hieraus nicht, da durch die frühzeitige Risikomitigation und Ursachenbekämpfung, wie z. B. die Anpassung von Geschäftsabläufen, aktiv gegengesteuert werden konnte.
SONSTIGE RISIKEN
Der KUKA Konzern beobachtet permanent weitere Risiken und steuert diesen so weit wie möglich entgegen. Risiken für die Umwelt sind aus betrieblichen Aktivitäten nicht zu erkennen, da auf den Einsatz von Gefahrstoffen verzichtet wird. Der Konzern nutzt teilweise im Eigentum befindliche Grundstücke und Immobilien im Rahmen seines Geschäftsbetriebes. Dabei trägt das Unternehmen Risiken für den Fall, dass dieses Eigentum mit etwaigen Altlasten, Bodenverunreinigungen oder sonstigen schädlichen Substanzen belastet ist. Nach heutigem Erkenntnisstand liegen keine wertmindernden, bilanziell zu berücksichtigenden Tatsachen vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich solche Tatsachen, die beispielsweise Kosten verursachende Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen würden, zukünftig ergeben könnten.
Rechtliche Risiken werden, wo möglich, durch standardisierte Rahmenverträge begrenzt. Die Rechtsabteilung des Konzerns unterstützt die operativen Gesellschaften und trägt so zur Risikobegrenzung bei. Des Weiteren besteht eine konzernweite D & O-Versicherung (Directors' and Officers' Liability Insurance), welche u. a. für die geschäftsführenden Organe (Vorstand und Geschäftsführer) sowie Aufsichtsorgane (Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräte) der in- und ausländischen Konzerntochtergesellschaften abgeschlossen wurde. Jährlich findet eine Überprüfung des vorhandenen Versicherungsschutzes statt, um das Verhältnis aus Versicherungsschutz und Selbstbehalten versus Risikoprämie abzuwägen. Der Vorstand des KUKA Konzerns entscheidet anschließend über die weitere Vorgehensweise.
Um eine mögliche Übernahme des Unternehmens abschätzen zu können, werden regelmäßig Analysen der Aktionärsstruktur durchgeführt. Die Globalisierung der operativen Geschäfte im KUKA Konzern hat die notwendige Berücksichtigung einer Vielzahl internationaler und landesspezifischer vorwiegend gesetzlicher Regelungen und Anweisungen von Finanzverwaltungen zur Folge. Abgabenrechtliche Risiken können durch fehlende Berücksichtigung von Gesetzen und anderen Regelungen entstehen. Insbesondere steuerliche Betriebsprüfungen können zu einer Belastung für den Konzern aus Prüfungsfeststellungen mit daraus abgeleiteten Zinsen, Strafen und Steuernachzahlungen führen. Für solche steuerlichen Risiken wird eine nach Kenntnis angemessene Vorsorge getroffen.
ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG
In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend leistungs- und finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.
INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
GRUNDSÄTZE
Gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die KUKA Aktiengesellschaft als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen verpflichtet, innerhalb des Lageberichts die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Dies umfasst auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften.
KUKA versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 1g f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an.
Unter einem internen Kontrollsystem wird demnach die Gesamtheit aller vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken führen. Im Mittelpunkt steht hierbei die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Durch diese Herangehensweise können Risiken besser identifiziert, bewertet und gesteuert werden.
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.
Im Bereich der Finanzberichterstattung ist sicherzustellen, dass trotz möglicher Risiken ein regelungskonformer Konzernabschluss aufgestellt wird. Durch die Implementierung eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems in allen Gesellschaften des KUKA Konzerns wird dem Rechnung getragen. Es zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen frühzeitig zu identifizieren und sich daraus ergebende Risiken zu begrenzen. Unterschiedliche prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen tragen dazu bei, dass ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechender Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird.
STRUKTUREN UND PROZESSE
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im KUKA Konzern nachfolgende Strukturen und Prozesse implementiert. Die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess trägt der Vorstand der KUKA AG.
Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmungen eingebunden.
Tätigkeiten im Bereich Accounting und Human Resources werden für deutsche Gesellschaften zentral im Shared Service Center der KUKA AG übernommen.
Weiterhin werden konzernübergreifende Aufgaben, etwa Treasury, Legal Services oder Taxes, ebenfalls zentral auf Basis konzerneinheitlicher Prozesse durch die KUKA AG erbracht.
Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des (konzern-)rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems werden in Richtlinien und Organisationsanweisungen festgehalten. Anpassungen aufgrund von externen und internen Entwicklungen werden fortlaufend integriert und allen involvierten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.
MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich des zusammengefassten Lageberichts maßgeblich beeinflussen können. Hierunter fallen im KUKA Konzern vor allem:
| ― | Identifikation der wesentlichen Risikofelder (siehe Risikobericht auf Seite 81 ff.) und Kontrollbereiche mit Einfluss auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess; |
| ― | Qualitätskontrollen zur Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse der Rechnungslegung auf der Ebene des Konzernvorstands, der Führungsgesellschaften und einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Meldeeinheiten; |
| ― | präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Prozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich zusammengefasstem Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen; |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von (konzern-)rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. Hierzu zählt zum Beispiel die zentrale Steuerung von Zugriffsrechten auf die Buchhaltungssysteme sowie die automatische Plausibilitätskontrolle bei der Datenerfassung im Reporting- und Konsolidierungssystem; |
| ― | Maßnahmen zur Sicherstellung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems durch die eingebundenen Fachabteilungen sowie durch die interne Revision, die durch systematische Prüfungen die Einhaltung des internen Kontrollsystems überwacht. |
Daneben haben die kaufmännischen Geschäftsführer aller Tochtergesellschaften im Rahmen der externen Berichterstattung zum 30. Juni und zum 31. Dezember einen internen Bilanzeid zu leisten. Erst im Anschluss daran legen die Vorstände der KUKA AG zum Halbjahr und zum Gesamtjahr einen externen Bilanzeid ab und unterzeichnen die Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Damit bestätigen sie die Einhaltung der vorgeschriebenen Rechnungslegungs- und Bilanzierungsstandards des KUKA Konzerns und dass die Zahlen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage vermitteln.
Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen regelmäßig mit der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems, sodass sich der Aufsichtsrat kontinuierlich ein angemessenes Bild über die Risikosituation des Konzerns verschafft und (die Wirksamkeit) überwacht. Dabei legt der Vorstand der KUKA AG mindestens einmal im Jahr die Risiken der Finanzberichterstattung dar und erläutert die implementierten Kontrollmaßnahmen sowie die Überprüfung der korrekten Durchführung der Kontrollen.
ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG
Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der KUKA AG und des KUKA Konzerns einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt.
Ferner wird gewährleistet, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst und bewertet werden und den internen und externen Adressaten der Rechnungslegung dadurch zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.
ANGABEN NACH DEN § 289 ABS. 4 UND § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT
Nachfolgend sind die nach den § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB erforderlichen Angaben aufgeführt und erläutert.
ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Zum 31. Dezember 2012 betrug das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 88.180.120,60 €, eingeteilt in 33.915.431 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Alle Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet und jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Es besteht kein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile (§ 4 Abs. 1 der Satzung). Bei Ausgabe neuer Aktien kann der Beginn der Gewinnbeteiligung abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgesetzt werden (§ 4 Abs. 3 der Satzung).
BESCHRÄNKUNGEN, DIE STIMMRECHTE ODER DIE ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN BETREFFEN
Die KUKA Aktiengesellschaft gewährt regelmäßig Vorständen der Gesellschaft sowie weiteren ausgewählten Führungskräften von Konzerngesellschaften aufgrund individualvertraglicher Regelungen die Teilnahme an sogenannten. "Phantom-Share-Programmen", d. h. virtuellen Aktien-Programmen. Die Phantom-Share-Programme sind Bestandteil des erfolgsorientierten Vergütungssystems von Führungskräften und sind auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die jeweiligen Programme haben eine Laufzeit von drei Jahren. Nach deren Ablauf erfolgt eine Auszahlung, deren Höhe sich nach dem Aktienkurs und der Entwicklung des Unternehmenswerts richtet. Nach den Bedingungen der Phantom-Share-Programme müssen die teilnahmeberechtigten Führungskräfte am Ende der Laufzeit des jeweiligen Programms 25 % des ausgezahlten Bruttoerlöses zum Kauf von KUKA Aktien einsetzen, bis ein festgelegtes Haltevolumen, dessen Wert für die bisher aufgelegten Programme 50 % der jeweiligen Jahresfestvergütung entspricht, erreicht ist. Für die Erreichung des Haltevolumens werden auch außerhalb der Phantom-Share-Programme erworbene Aktien berücksichtigt. Die Halteverpflichtung endet erst mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern.
Die KUKA Aktiengesellschaft hat auch im Jahr 2012 ein sogenanntes MitarbeiterAktienProgramm (MAP 2012) aufgelegt. Nach den Bedingungen des MAP 2012 konnten die Mitarbeiter KUKA Aktien erwerben und haben zusätzlich zu den erworbenen Aktien in einem in den Bedingungen des MAP 2012 festgelegten Verhältnis Anreizaktien (Bonusaktien) erhalten. Die erworbenen KUKA Aktien sowie die zugeteilten Anreizaktien unterliegen bis zum 31. Dezember 2013 einer Veräußerungssperre.
Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10 % DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen.
Zuletzt wurden am 2. September 2011 der KUKA Aktiengesellschaft von den nachstehenden Personen und Gesellschaften folgende Beteiligungen mit mehr als 10 % der Stimmrechte wie folgt mitgeteilt:
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| 1 Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland | 24,41 % | unmittelbar gehalten |
| 2. Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland | 24,41 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
| 3. Grenzebach Verwaltungs GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland | 24,41 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
| 4. Rudolf Grenzebach, Deutschland | 24,41 % | zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
Die KUKA Aktiengesellschaft hat darüber hinaus keine weiteren Informationen über Personen und / oder Gesellschaften, deren direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft 10 % der Stimmrechte überschreitet.
AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.
ART DER STIMMRECHTSKONTROLLE, WENN ARBEITNEHMER AM KAPITAL BETEILIGT SIND UND IHRE KONTROLLRECHTE NICHT UNMITTELBAR AUSÜBEN
Eine Beteiligung von Arbeitnehmern im Sinne des § 289 Abs. 4 Nr. 5 HGB und § 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB besteht nicht.
GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND SATZUNGSBESTIMMUNGEN ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN
Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder (§ 6 Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in § 84 und § 85 AktG sowie in § 31 MitbestG und § 6 der Satzung geregelt.
Gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. § 22 Abs. 1 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist; Letzteres ist insbesondere bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstands, bei Kapitalherabsetzungen und bei einem Formwechsel der Fall.
Der Aufsichtsrat ist gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat durch Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 29. April 2010 und vom 26. Mai 2011 ermächtigt, die Fassungen des § 4 Abs. 1 und Abs. 5 sowie Abs. 6 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des bedingten Kapitals 2010 und / oder des genehmigten Kapitals 2011 und, falls diese bis zum 28. April 2015 bzw. bis zum 25. Mai 2016 nicht (vollständig) ausgenutzt sein sollte, nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungsfristen anzupassen.
BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUR AUSGABE UND ZUM RÜCKKAUF VON AKTIEN
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Abs. 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien einmalig oder mehrmals um bis zu 44.090.059,00 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2011 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10 %-Grenze werden Aktien angerechnet, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. April 2010 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind. Von der vorstehend erteilten Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 30 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.
Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 18.200.000,00 €, eingeteilt in bis zu Stück 7.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung / Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2010 bis zum 28. April 2015 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung / Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung / Optionsausübung erfüllen, oder, soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Unter teilweiser Ausnutzung der entsprechenden Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen und des vorstehend beschriebenen bedingten Kapitals hat die KUKA Aktiengesellschaft am 12. Februar 2013 im Wege einer Privatplatzierung eine Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 58.800.000 € begeben. Hieraus entsteht die Verpflichtung zugunsten der Anleihegläubiger, jede Schuldverschreibung im Wert von nominal 100.000 € gemäß dem Wandlungsrecht jederzeit während des Ausübungszeitraums ganz, nicht jedoch teilweise, zum aktuellen Wandlungspreis von 36,8067 € pro Aktie in auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60 € zu wandeln. Machen sämtliche Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch, wird das Kapital der Gesellschaft durch Ausgabe von - vorbehaltlich der Verwässerungsschutzbestimmungen der Anleihebedingungen - derzeit 1.597.535 neuen Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60 € um 4.153.591 € erhöht. Eine Börsennotierung der Wandelschuldverschreibung ist im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgt.
Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. April 2010 ermächtigt, bis zum 28. April 2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder im Rahmen eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft zu erwerben. Dabei darf der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) grundsätzlich den einen in der Ermächtigung näher definierten Durchschnitts-Börsenkurs um nicht mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten.
Aufgrund dieses Beschlusses ist der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre
(i) im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) an Dritte zu veräußern;
(ii) auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, (i) die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente ausgegeben werden, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind und (ii) die unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;
(iii) zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen zu verwenden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind;
(iv) anstelle der Auszahlung variabler Vergütungsbestandteile und / oder des 13. Monatsgehalts von Mitarbeitern im KUKA Konzern im bzw. für das Geschäftsjahr 2010 in 2010 und 2011 zum Erwerb anzubieten. Folgende Gruppen von Mitarbeitern sind erfasst: (i) Vorstandsmitglieder der Gesellschaft; (ii) Geschäftsführungsmitglieder der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen; (iii) Arbeitnehmer der Gesellschaft; (iv) Arbeitnehmer der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen. Bei dem Angebot von eigenen Aktien der Gesellschaft in diesem Zusammenhang ist vorzusehen, dass (i) die Aktien zu einem Preis erworben werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Annahme des Angebots nicht wesentlich unterschreitet; (ii) vorbehaltlich tarifvertraglicher Regelung, die Annahmefrist für das jeweilige Angebot 4 Wochen beträgt; und (iii) die Mitarbeiter die erworbenen Aktien für die Dauer von 4 Jahren halten müssen.
Soweit eigene Aktien der Gesellschaft Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft anstelle der Auszahlung von Vergütungsbestandteilen zum Erwerb angeboten werden sollen, wird der Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Verwendung der eigenen Aktien ermächtigt und legt die Modalitäten des Angebots eigener Aktien nach Maßgabe der vorstehenden Vorgaben fest.
Der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft hat, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, am 11. Mai 2011 auf Basis dieses Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossen, die im Jahr 2008 (aufgrund eines früheren Ermächtigungsbeschlusses) erworbenen 1.327.340 eigenen Aktien zu veräußern. Die Veräußerung der Aktien erfolgte im Mai 2011 zu einem Preis von 18,60 € pro Aktie.
Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats erworbene Aktien einzuziehen. Sowohl die Erwerbsermächtigung als auch die Verwendungsermächtigung können auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden.
WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS STEHEN, UND DIE HIERAUS FOLGENDEN WIRKUNGEN
Syndizierter Bankkredit
Die KUKA Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften haben mit einem Bankensyndikat unter Führung der Deutsche Bank AG Filiale Deutschlandgeschäft, der Commerzbank AG, der UniCredit Bank AG und der Landesbank Baden-Württemberg am 8. November 2010 einen neuen syndizierten Kreditvertrag abgeschlossen, unter dem die Kreditgeber einen Betrag von bis zu 200.000.000 € zur Verfügung stellen. Hierdurch wird der wesentliche Kreditbedarf des KUKA Konzerns (einschließlich der Stellung von Bankavalen) abgedeckt. Der Vertrag enthält eine marktübliche Change-of-Control-Regelung, unter der die Syndikatsbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30 % der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können.
Unternehmensanleihe 2010 ("High Yield Bond")
Des Weiteren hat die KUKA Aktiengesellschaft unter Führung der Deutsche Bank AG (London Branch) und der Goldman Sachs International am 18. November 2010 eine Unternehmensanleihe (sogenannter "High Yield Bond") mit einem Nennwert von 202.000.000 € emittiert. Die Unternehmensanleihe wird an der Luxemburger Börse (Euro MTF) gehandelt. Die Anleihebedingungen enthalten eine für High Yield Bonds marktübliche Change-of-Control-Klausel. Danach liegt ein Change-of-Control vor, wenn
(i) eine Person oder mehrere gemeinsam handelnde Personen (acting in concert) Kontrolle über mehr als 30 % des Grundkapitals oder der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangen,
(ii) durch eine einmalige oder mehrmalige Transaktionen sämtliche oder nahezu sämtliche Vermögensgegenstände der KUKA Aktiengesellschaft oder einer gemäß den Anleihebedingungen als "Restricted Subsidiary" definierten Tochtergesellschaft an eine Person veräußert oder on sonstiger Weise übertragen wird, die keine "Restricted Sudsidiary" ist,
(iii) in zwei aufeinander folgenden Jahren die Mehrheit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat nicht durch Aufsichtsratsmitglieder gestellt wird, die entweder bereits am Tag der Begebung der Unternehmensanleihe Mitglieder des Aufsichtsrats waren oder deren Bestellung zu Aufsichtsratsmitgliedern nicht durch den Nominierungsausschuss vorgeschlagen oder unterstützt wurde, oder
(iv) die KUKA Aktiengesellschaft oder eine Tochtergesellschaft, die als "Restricted Subsidiary" qualifiziert ist, eine in Ziffer 3 der Definition "Permitted Investment" der Anleihebedingungen definierte Transaktion vornimmt. Hierunter fallen wesentliche Kapitalbeteiligungen an Dritten (z. B. Joint Ventures).
Tritt ein Ereignis ein, welches nach den Anleihebedingungen die Voraussetzungen eines Change-of-Control erfüllt, hat jeder Anleihegläubiger das Recht, von der KUKA Aktiengesellschaft den Rückkauf seiner Anteile zu verlangen. Der Rückkaufspreis beträgt dann 101 % des Nominalbetrages zuzüglich Zinsen.
Wandelschuldverschreibung 2013
Die Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen ("Emissionsbedingungen") enthalten ebenfalls eine marktübliche Klausel zu einem sogenannten Kontrollwechsel ("Change-of-Control-Regelung"), nach der die KUKA Aktiengesellschaft einen Wechsel der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung entsprechend den Emissionsbedingungen veröffentlichen und den Wirksamkeitstag des Kontrollwechsels bekanntmachen muss. Jeder Anleihegläubiger hat danach das Recht, von der Anleiheschuldnerin zum Stichtag des Kontrollwechsels die Rückzahlung einzelner oder aller seiner Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich Zinsen zu verlangen. Ansonsten wird das Wandlungsverhältnis nach näherer Maßgabe der Emissionsbedingungen angepasst. Ein "Kontrollwechsel" im Sinne der Emissionsbedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen (i) direktes oder indirektes (im Sinne von § 22 WpHG) rechtliches oder wirtschaftliches Eigentum von insgesamt mehr als 50 % der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin oder die Fähigkeit, die Geschäftsführung der Anleiheschuldnerin auf andere Weise im Sinne von § 17 AktG zu beherrschen, erlangt oder erlangen, oder (ii) bei einem Übernahmeangebot für Aktien der Anleiheschuldnerin für den Fall, dass (A) die Aktien, die sich bereits in der Kontrolle des Bieters befinden, und die Aktien, für die bereits das Angebot angenommen wurde, zu irgendeinem Zeitpunkt während des Übernahmeangebots insgesamt mehr als 50 % der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin gewähren und (B) das Angebot unbedingt ist oder wird (wobei aufsichtsrechtliche, insbesondere kartellrechtliche Genehmigungen, deren Erfüllung nach dem Ende der Annahmefrist nach § 16 Absatz 1 WpÜG aussteht, unbeachtet bleiben), oder (iii) aufgrund eines Verkaufs oder einer Übertragung alle oder im Wesentlichen alle Vermögenswerte der Anleiheschuldnerin von dieser erwerben.
Würde ein Ereignis eintreten, das nach den Bedingungen der zuvor genannten Finanzierungsinstrumente als "Change-of-Control" anzusehen wäre und würden dann alle Gläubiger oder ein erheblicher Teil der Gläubiger dieser Finanzierungsinstrumente gleichzeitig den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen und von ihren Rückverkaufsrechten Gebrauch machen, so könnte dies die wirtschaftliche Situation der KUKA Aktiengesellschaft nachhaltig beeinträchtigten, soweit die KUKA Aktiengesellschaft nicht eine alternative Finanzierung am Markt erhält. Würden hingegen nur die Gläubiger eines Finanzierungsinstruments bzw. nur ein geringer Teil der Gläubiger aller Finanzierungsinstrumente von den Klauseln zum Kontrollwechsel Gebrauch machen, könnte die KUKA Aktiengesellschaft nach derzeitigem Stand eine dadurch entstehende Finanzierungslücke gegebenenfalls durch Eigenmittel decken.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
PROGNOSEBERICHT
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Wegen der gegenwärtigen Konjunkturschwäche in vielen Industriestaaten haben sich die wirtschaftlichen Aussichten der Weltwirtschaft für das laufende Jahr eingetrübt. So senkte die Weltbank ihre jüngste Prognose zur Konjunkturentwicklung 2013 von einem Zuwachs um 3,0 % auf 2,4 % gegenüber dem Vorjahr ab. Träger des Wachstums sind nach wie vor die Schwellenländer - und hier insbesondere China - mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 5,5 %. Die großen Industrienationen USA und Japan dürften sich mit einem Plus von 1,9 % bzw. 0,8 % dagegen deutlich langsamer entwickeln. Schlusslicht bleibt die Euro-Zone, die insgesamt stagniert, wenngleich Deutschland mit einem leichten Plus von 0,4 % erneut besser abschneidet als die übrigen Mitgliedsländer.
Automobilmärkte weiterhin auf Wachstumskurs
Nach einer Studie von IHS Automotive befinden sich die weltweiten Automobilmärkte im strategischen Zeitraum 2013 - 2015 unverändert auf Wachstumskurs. Dabei legen die Analysten des Prognoseinstituts eine durchschnittliche Wachstumsrate des Gesamtmarktes von jährlich 5 % zugrunde. Dementsprechend steigt der Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in diesem Zeitraum von 79,4 Mio. Einheiten (2012) auf 92,3 Mio. Einheiten (2015).
PKW-ABSATZ REGIONEN/LÄNDER 2012 - 2015 in %

Wachstumsmotor Asien
Herausragend sind dabei die teilweise zweistelligen Zuwächse in Asien: Indien +12 %, China +10 % sowie die übrigen ASEANStaaten +7 %. China ist 2015 mit einem prognostizierten Marktvolumen von 25,3 Mio. Fahrzeugen nach Stückzahlen der mit Abstand größte Automobilmarkt weltweit. Dagegen entwickeln sich die übrigen Märkte in den kommenden Jahren sehr viel verhaltener. Nordamerika erreicht eine durchschnittliche Wachstumsrate von jährlich 4 % und ein Marktvolumen von 19,1 Mio. Einheiten. Westeuropa sowie Japan und Korea stagnieren in diesem Zeitraum bei einem Marktvolumen von 14,4 bzw. 6,3 Mio. Einheiten.
Langfristig weiteres Wachstum im Automobilmarkt
Auch in der Langfristperspektive (bis 2019) erwarten die Experten von IHS Automotive eine Fortsetzung des Wachstumstrends auf den Weltautomobilmärkten mit einer etwas niedrigeren Wachstumsrate von durchschnittlich 4 % im Jahr. Treiber dieser Entwicklung sind erneut die aufstrebenden Schwellenländer Asiens sowie Südamerika und Osteuropa mit Zuwächsen von 10 % in Indien, 7 % in China und 5 % in Südamerika sowie Osteuropa. Bemerkenswert ist hierbei, dass China langfristig gesehen seine dominieren de Stellung mit einem erwarteten Marktvolumen von 30,4 Mio. Fahrzeugen (2019) weiter ausbaut, während die höchsten Wachstumsraten bereits auf dem indischen Subkontinent stattfinden. Die Industrieregionen Nordamerika und Westeuropa entwickeln sich auch im strategischen Zeitraum bis 2019 mit einer Rate von jeweils 2 % im Jahr unterdurchschnittlich.
PKW-ABSATZ REGIONEN/LÄNDER 2012 - 2019 in %

Trend zur Automation von Produktionsanlagen ungebrochen
Im Robotermarkt ist der Trend zur Automation von Produktionsanlagen ungebrochen. Dies gilt nicht nur für die traditionellen Anwenderbereiche, sondern in zunehmendem Maße auch für neue Einsatzmöglichkeiten in Branchen außerhalb der Automobilindustrie. Generell erhöht der Einsatz von Industrierobotern die Produktionszahlen und die Flexibilität der Anlagen; außerdem verbessern diese die Qualität der Produkte und die Arbeitsbedingungen von Menschen in gefährlichem und sonstigem belastenden Umfeld. Den Trend zur Automation unterstützen die Hersteller von Robotern u. a. durch die Entwicklung von neuen Robotern, die die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine sicherer machen und einfacher zu programmieren sind.
In den Anwenderbranchen sind unterschiedliche Entwicklungen erkennbar. Die Automobilindustrie bleibt der stärkste Abnehmer und der Innovationstreiber. Aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität wird diese Branche weiterhin erheblich in neue Fahrzeugmodelle, in energiesparende Motoren und neue Werkstoffe zur Reduzierung des Fahrzeuggewichtes investieren, um Marktanteile in traditionellen Märkten zu gewinnen und Marktpositionen in Schwellenländern aufzubauen. Dennoch dürfte die Automobilindustrie nach den starken Investitionen der vergangenen Jahre nach Ansicht des Roboterverbandes IFR nunmehr generell in eine zyklische Entwicklung der Nachfrage einschwenken. Positiver sollte sich jedoch das Investitionsverhalten der Hersteller von Premiumfahrzeugen entwickeln, die vornehmlich Kunden des KUKA Konzerns sind.
Die General Industry, d. h. alle Branchen außerhalb der Automobilindustrie, ist dagegen unverändert erheblich geringer automatisiert. In Deutschland kommen beispielsweise auf 10.000 Mitarbeiter in der Automobilindustrie 1.176 Roboter, während es in der General Industry lediglich 137 sind (Zahlen 2011). Damit ist die sogenannte Roboterdichte in der Automobilindustrie neunmal höher als in den übrigen produzierenden Branchen und weist auf das hohe Entwicklungspotenzial für die Automation von Produktionsprozessen in der General Industry hin. Insbesondere die zunehmende Individualisierung der Konsumgüter zwingt die Hersteller zu einer immer größeren Flexibilisierung ihrer Produktion und den vermehrten Einsatz von Robotern. Auch die pharmazeutische Industrie, die Medizintechnik und die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie stehen unter Kostendruck sowie Rationalisierungszwang und automatisieren ihre Produktionsanlagen kontinuierlich.
Dynamische Entwicklung in China
Aufgrund des hohen Nachholbedarfs, wird die chinesische Wirtschaft weiterhin überdurchschnittlich wachsen. Insbesondere die Entwicklung der stark steigenden Löhne in chinesischen Unternehmen sollte sich positiv auf den Automationsgrad ihrer Fertigungsanlagen auswirken. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes sind die Löhne in der vergangenen Dekade bereits um das 3,5-fache gestiegen und werden sich auch in absehbarer Zukunft jährlich mit zweistelligen Steigerungsraten weiterentwickeln, auch wenn sie unverändert deutlich unter dem Niveau der großen Industrieregionen bleiben. Hinzu kommen weitere Herausforderungen der chinesischen Gesellschaft wie eine schnelle Alterung der Bevölkerung durch die Ein-Kind-Politik und ein wachsender Mangel an Facharbeitern. Zudem führt der zunehmende Wohlstand zu höheren Ansprüchen an die Qualität der Produkte, nicht nur im Export, sondern auch im Heimatmarkt. All dies verstärkt den Rationalisierungsdruck zur Automation der Produktionsprozesse und die Nachfrage nach Industrierobotern. Dadurch dürfte China in den nächsten Jahren zu Japan als größten Absatzmarkt für Roboter aufschließen und dieses Land später überholen. In den 50 Jahren der Roboterindustrie hat es kein Land gegeben, dessen Nachfrage nach robotergestützter Automation so schnell gewachsen ist wie China.
ABSATZ VON INDUSTRIEROBOTERN WELTWEIT 2011- 2015 in Stück

Weiteres Wachstum des Robotermarktes
Die International Federation of Robotics (IFR) erwartet in ihrer jüngsten Studie für den strategischen Zeitraum 2013 - 2015 ein Wachstum des Robotermarktes mit einer durchschnittlichen Rate von 5 % im Jahr. Dabei dürfte sich der Absatz von Industrierobotern in Asien mit 6 % überdurchschnittlich, in Amerika mit 5 % durchschnittlich und in Europa mit 2 % unterdurchschnittlich entwickeln.
Wegweisende Kooperation in der Servicerobotik
Ende 2012 schloss die Daimler AG eine strategische Partnerschaft mit der KUKA AG in der Servicerobotik. Schwerpunkt dieser Kooperation ist der Einsatz sicherer und sensitiver Leichtbauroboter (LBR) in der Fertigung von Serienfahrzeugen. Vor allem die neuartige Zusammenarbeit von Mensch und Roboter dürfte die Fertigungstechnologie in der Automobilindustrie revolutionieren. Mensch und Roboter können nunmehr gemeinsam feinste Montagearbeiten ausführen. Dabei stellt der Fertigungsmitarbeiter den LBR in direkter Interaktion einfach und intuitiv ein. Die sensitive Motorik des Robotergreifarms ermöglicht es, die Objekte feinfühlig abzutasten und schwierige Arbeiten präzise durchzuführen. Der Leichtbauroboter wird so zur "dritten Hand" des Werkers.
In einem Pilotprojekt haben sensitive Leichtbauroboter von KUKA seit 2009 dazu beigetragen, bereits mehr als 500.000 Hinterachsgetriebe im Mercedes Benz-Werk Untertürkheim zu montieren
UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
Aufbauend auf der hohen Innovationskraft und großen Kundennähe des Unternehmens, verfolgt der KUKA Konzern im Prognosezeitraum 2013 und 2014 unverändert eine Strategie des profitablen Wachstums. Dabei kommt dem Ausbau des Geschäftes mit der General Industry in beiden Geschäftsbereichen eine besondere Bedeutung zu. Ziel ist eine ausgewogene, breite Kundenstruktur über viele Branchen hinweg, die zu einer stabileren Nachfrage und einem höheren Ertragspotenzial führt. Die Zyklizität der Nachfrage, insbesondere bei der Vergabe von Großaufträgen der Automobilindustrie, kann so vermindert werden.
Der Geschäftsbereich Robotics plant dabei im Prognosezeitraum folgende strategischen Schritte:
| ― | Marktanteilsgewinne General Industry durch ein erweitertes Roboter Produktportfolio: Mit der Markteinführung von General Industry-Varianten der Robotergeneration KR QUANTEC / KR C4 auf der Automatica 2012 verfügt der Geschäftsbereich nunmehr über ein komplett neues Produktprogramm von großen Industrierobotern. Dabei werden die erheblichen Produktvorteile - geringeres Gewicht und höhere Taktzeiten sowie deutlich weniger Energieverbrauch - eingesetzt, um die vorhandenen Marktanteile in den verschiedenen Segmenten der General Industry deutlich auszuweiten. |
| ― | Ausweitung des Produktportfolios: Ebenfalls im Berichtsjahr hat der Geschäftsbereich sein Produktprogramm um eine neue Familie von Kleinrobotern erweitert, die die großen Industrieroboter im niedrigen Traglastbereich ergänzen. Der KR AGILUS wird seit Herbst 2012 ausgeliefert und dürfte wegen seiner Schnelligkeit, seiner hohen Präzision und Sicherheit insbesondere bei Kunden aus der General Industry in "Pick and Place"-Anwendungen schnelle Erfolge erzielen. Damit deckt KUKA das Traglastportfolio von 6 kg bis 1.300 kg ab. |
| ― | Marktführerschaft im Automobilgeschäft halten: Vor allem aufgrund der starken Marktposition bei europäischen Premium- und Kompaktfahrzeugherstellern ist KUKA Weltmarktführer im Robotergeschäft mit der Automobilindustrie. Dies unterstreichen mehrere großvolumige Rahmenverträge, die der Volkswagen Konzern, die BMW AG und der chinesische Automobilhersteller Great Wall Motor (GWM) mit dem Unternehmen abgeschlossen haben. Diese Großaufträge sichern u. a. eine gute Auslastung der Produktionskapazitäten 2013 sowie 2014 und führten dazu, dass die zentrale Robotermontage am Stammsitz in Augsburg erweitert wurde. Darüber hinaus baut KUKA gegenwärtig in China eine neue Fertigung für Industrieroboter auf, die in der zweiten Jahreshälfte 2013 in Betrieb gehen wird. Damit steigt die Kundennähe im Robotergeschäft deutlich. |
| ― | Advanced Robotics: KUKA Laboratories GmbH ist vor drei Jahren gegründet worden, um die Entwicklung und die Vermarktung von Produkten außerhalb der angestammten Industrierobotik voranzutreiben. Im Berichtsjahr wurde der Leichtbauroboter (LBR), der über eine einzigartige Kombination von Sensorik und Sicherheit verfügt, zur Serienreife geführt. Der LBR soll außerdem mittel- bis langfristig in der Medizintechnik über strategische Partnerschaften zum Beispiel im Bereich der Rehabilitation von Patienten weitere neue Anwendungsfelder erschließen. KUKA Laboratories ist mit Industrierobotern in der Strahlentherapie und -diagnose bereits ein eingeführter Anbieter. |
Der Geschäftsbereich Systems hat im Berichtsjahr seine Organisationsstruktur der regionalen Verschiebung der Nachfrage angepasst und damit seine Wertschöpfungskette internationalisiert. Im Prognosezeitraum sollen hierzu
| ― | weitere Ertragspotenziale gehoben werden. Dies gilt insbesondere für die Beschaffung von Standardkomponenten aus Niedrigkostenländern und den weiteren Ausbau der Landesgesellschaften in Rumänien, Mexiko und China als Zulieferer der regionalen Zentren für den Anlagenbau in Europa, Nordamerika und Asien. |
| ― | nichtautomobile Märkte ausgebaut werden. Der Geschäftsbereich setzt außerdem den Ausbau seiner nichtautomobilen Aktivitäten z. B. im Flugzeugbau, in der Fertigung von Schienenfahrzeugen oder in der Logistik / Mobilität fort. Die Automation von Prozessen kann in diesen Märkten generell zu einer Standardisierung von Abläufen und damit zu einer höheren Prozessleistung und Produktqualität führen. Systems verfügt hier aufgrund seiner Pionierfunktion in der Automobilindustrie über große Kompetenz. |
VORAUSSICHTLICHE GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Gesamtaussage
Im Prognosezeitraum 2013 bis 2014 sieht der KUKA Konzern generell eine positive Entwicklung der Weltkonjunktur. Auch die wichtigsten Absatzmärkte Automotive und General Industry sollten in diesem Zeitraum weiterhin wachsen, wenn auch mit deutlich geringeren Zuwachsraten nach den außergewöhnlichen Investitionen der Jahre 2010 - 2012. Regional gesehen werden die Nachfrageimpulse verstärkt aus Asien sowie Nord- und Südamerika kommen - mit dämpfenden Einflüssen aus Europa. Vor diesem Hintergrund erwartet der KUKA Konzern im Prognosezeitraum eine weitere Zunahme seiner Umsatzerlöse und daraus folgend eine Verbesserung der Ertragslage.
Umsatz und EBIT-Marge
Unter diesen Voraussetzungen dürfte der KUKA Konzern im laufenden Geschäftsjahr insgesamt gesehen einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse und der EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahr erzielen. Diese Entwicklung wird von einem hohen Auftragsbestand zum Jahresanfang unterstützt, der eine gute Visibilität der Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten gestattet. Dabei wird der Geschäftsbereich Systems insbesondere von der besseren Preisqualität in seinem Auftragsbestand und von weiteren Kostensenkungen in der Projektabwicklung und im Einkauf profitieren, während der Geschäftsbereich Robotics bei steigenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Zuge der Geschäftsausweitung weitere Skaleneffekte erzielen könnte.
Im Geschäftsjahr 2014 erwartet der KUKA Konzern insbesondere aufgrund eines wachsenden Geschäftes mit der General Industry einen weiteren Anstieg der Umsatzerlöse und der EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahr, sofern sich das weltweite Konjunktur- und Marktumfeld entsprechend positiv entwickelt.
Jahresüberschuss
Der KUKA Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Jahresüberschuss i.H.v. 55,6 Mio. €. Von der zu erwartenden Verbesserung der operativen Profitabilität im laufenden Geschäftsjahr sollte auch der Jahresüberschuss profitieren und 2013 leicht überproportional ansteigen. Dieser Trend könnte sich bei entsprechenden Rahmenbedingungen in 2014 fortsetzen.
Forschung und Entwicklung sowie Investitionen
Die Nachfrage nach KUKA Robotern und Anlagen basiert vor allem auf den Produktstärken Innovation und Qualität. Um diese Vorteile nachhaltig zu sichern und auszubauen, plant der KUKA Konzern die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Prognosezeitraum zu erhöhen. Im Geschäftsbereich Robotics werden diese Ausgaben zur Weiterentwicklung von Roboteranwendungen, der Software und für neue Produkte verwendet. Im Geschäftsbereich Systems wird nahezu ausschließlich im Kundenauftrag entwickelt. Insgesamt sieht der KUKA Konzern in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 Aufwendungen für den Bereich Forschung und Entwicklung von jeweils rund 50 Mio. € vor. Zusätzlich sollten Aufwendungen i.H.v. 15 - 20 Mio. € mittels Aktivierung als Investitionen anfallen. Aufgrund der Bedeutung von Innovationen plant KUKA die Forschungsaktivitäten in Augsburg am Standort Lechhausen zusammenzuführen und dafür zu investieren.
Als Folge des Aufbaus von Montagekapazitäten für Roboter, des Aufbaus des HUB-Konzepts im Geschäftsbereich Systems und eines Anstiegs bilanzierter Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erwartet der KUKA Konzern außerdem eine generelle Zunahme der eigenen Investitionstätigkeit.
Free Cashflow
Der Free Cashflow generiert sich im KUKA Konzern im Wesentlichen aus den operativen Ergebnissen und der Entwicklung des Working Capitals in den Geschäftsbereichen Robotics und Systems. Unter Voraussetzung entsprechender Rahmenbedingungen und der angestrebten Umsatzentwicklung, die zu Investitionen in das Working Capital führen, erwartet der KUKA Konzern in 2013 und 2014 einen deutlich positiven Free Cashflow.
Dividende
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 5. Juni 2013 in Augsburg die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,20 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2012 vor. Politik von KUKA ist, bei entsprechend guter Geschäftsentwicklung einen Teil des Jahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten.
Konzernabschluss
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG der KUKA Aktiengesellschaft
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012
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| in Mio. € | Erläuterung | 2011 | 2012 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 1.435,6 | 1.739,2 | ||
| Umsatzkosten | (2) | -1.153,9 | -1.353,3 | ||
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 281,7 | 385,9 | |||
| Vertriebskosten | (2) | -99,5 | -119,7 | ||
| Forschungs- und Entwicklungskosten | (2) | -37,7 | -42,6 | ||
| Allgemeine Verwaltungskosten | (2) | -78,9 | -98,6 | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | (3) | 43,0 | 31,8 | ||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (3) | -44,4 | -54,3 | ||
| Betriebsergebnis | 64,2 | 102,5 | |||
| Überleitung zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | |||||
| im Betriebsergebnis enthaltene Finanzierungskosten | 8,4 | 7,3 | |||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 72,6 | 109,8 | |||
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | (4) | -0,8 | - | ||
| Zinserträge | (4) | 9,9 | 9,6 | ||
| Zinsaufwendungen | (4) | -27,3 | -22,4 | ||
| Finanzergebnis | -18,2 | -12,8 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 46,0 | 89,7 | |||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (5) | -16,1 | -34,1 | ||
| Ergebnis nach Steuern | 29,9 | 55,6 | |||
| davon auf Anteile Dritter entfallend | 0,1 | - | |||
| davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend | 29,8 | 55,6 | |||
| Ergebnis je Aktie (verwässert / unverwässert) in € | (6) | 0,89 | 1,64 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG der KUKA Aktiengesellschaft
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012
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| in Mio. € | Erläuterung | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 29,9 | 55,6 | |
| Unterschiede aus Währungsumrechnung | 2,8 | 0,1 | |
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | (23) | -2,1 | -13,5 |
| Latente Steuern auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | 0,6 | 3,1 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen | 1,3 | -10,3 | |
| Gesamterfolg | 31,2 | 45,3 | |
| davon auf Anteile Dritter entfallend | 0,1 | 0,0 | |
| davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend | 31,1 | 45,3 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG* der KUKA Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2012
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 29,9 | 55,6 |
| Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte | 10,4 | 11,4 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 15,7 | 17,3 |
| Abschreibungen auf Finanzinvestitionen | 0,8 | 0,0 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge | -4,0 | -2,7 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen | 13,1 | 10,8 |
| Cash Earnings | 65,9 | 92,4 |
| Gewinne / Verluste aus Anlagenabgängen | -0,1 | 0,2 |
| Veränderung der Rückstellungen | -22,8 | 13,4 |
| Veränderung von Posten des Umlaufvermögens und der Schulden: | ||
| Veränderung der Vorräte | -36,0 | -18,4 |
| Veränderung der Forderungen und Abgrenzungsposten | -83,9 | 41,3 |
| Veränderung Schulden und Abgrenzungsposten (ohne Finanzschulden) | 113,3 | -11,0 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 36,4 | 117,9 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 0,4 | 2,1 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -12,7 | -16,7 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -17,6 | -26,1 |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | - | -0,1 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -29,9 | -40,8 |
| Free Cashflow | 6,5 | 77,1 |
| Ein- / Auszahlungen aus dem Verkauf / Erwerb eigener Anteile | 23,7 | - |
| Dividendenzahlungen | -0,1 | - |
| Ein- / Auszahlungen aus der Begebung / Tilgung von Schuldverschreibungen und anleiheähnlichen Verbindlichkeiten | -69,0 | - |
| Ein- / Auszahlungen aus der Aufnahme / Tilgung von Bankverbindlichkeiten | 3,6 | -1,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -41,8 | -1,0 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -35,3 | 76,1 |
| Wechselkurs- und sonstige Veränderungen des Finanzmittelfonds | 0,7 | -0,6 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | -34,6 | 75,5 |
| (davon Zu- / Abnahme der Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit) | (-69,0) | (-) |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 134,4 | 168,8 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 168,8 | 244,3 |
* Weitere Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung siehe Anhang Seite 147.
KONZERNBILANZ der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2012
AKTIVA
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| in Mio. € | Erläuterung | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Anlagevermögen | (7) | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | (8) | 78,8 | 82,9 |
| Sachanlagen | (9) | 87,6 | 94,9 |
| Finanzinvestitionen | (10) | 0,2 | 0,2 |
| 166,6 | 178,0 | ||
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | (11) | 75,7 | 70,2 |
| Ertragsteuerforderungen | 7,6 | 6,3 | |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | (14) | 12,1 | 9,6 |
| Latente Steuern | (5) | 35,0 | 36,3 |
| 297,0 | 300,4 | ||
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Vorräte | (12) | 195,4 | 213,4 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (13) | 145,5 | 141,7 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | (13) | 194,3 | 198,9 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | (11) | 4,6 | 5,0 |
| Ertragsteuerforderungen | 6,0 | 6,8 | |
| Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen | (14) | 66,4 | 26,9 |
| 416,8 | 379,3 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (15) | 168,8 | 244,3 |
| 781,0 | 837,0 | ||
| 1.078,0 | 1.137,4 |
PASSIVA
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| in Mio. € | Erläuterung | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|
| EIGENKAPITAL | (16) | ||
| Gezeichnetes Kapital | (17) | 88,2 | 88,2 |
| Kapitalrücklage | (18) | 67,5 | 67,5 |
| Gewinnrücklagen | (20) | 95,2 | 140,4 |
| Ausgleichsposten für Anteile Dritter | (21) | 1,5 | 1,4 |
| 252,4 | 297,5 | ||
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Finanzverbindlichkeiten | (26) | 194,0 | 194,9 |
| Übrige Verbindlichkeiten | (27) | 13,3 | 13,4 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (23) | 70,4 | 82,0 |
| Latente Steuern | (5) | 20,0 | 26,2 |
| 297,7 | 316,5 | ||
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | (25) | ||
| Finanzverbindlichkeiten | (26) | 7,4 | 6,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 167,2 | 136,2 | |
| Erhaltene Anzahlungen | 67,1 | 86,5 | |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | (13) | 93,4 | 95,5 |
| Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen | 0,1 | 0,1 | |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 6,1 | 9,2 | |
| Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen | (27) | 109,6 | 109,1 |
| Sonstige Rückstellungen | (24) | 77,0 | 80,2 |
| 527,9 | 523,4 | ||
| 1.078,0 | 1.137,4 |
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS der KUKA Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2012
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| Erläuterung | (17) | (18) | (19) | (20) | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewinnrücklagen | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktienanzahl im Umlauf |
Gezeichnetes Kapital in Mio. € |
Kapitalrücklage in Mio. € |
Eigene Anteile in Mio. € |
Währungs- umrechnung in Mio. € |
Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste in Mio. € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2011 | 32.588.091 | 88,2 | 75,4 | -27,9 | -3,0 | 1,7 |
| Gesamterfolg | - | - | - | - | 2,8 | -1,5 |
| Verkauf eigener Anteile | 1.327.340 | - | - | 27,9 | - | - |
| Sonstige Veränderungen | - | - | -7,9 | - | - | - |
| 01.01.2012 | 33.915.431 | 88,2 | 67,5 | - | -0,2 | 0,2 |
| Gesamterfolg | - | - | - | - | 0,1 | -10,4 |
| Sonstige Veränderungen | - | - | - | - | - | - |
| 31.12.2012 | 33.915.431 | 88,2 | 67,5 | - | -0,1 | -10,2 |
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| Erläuterung | (21) | |||
|---|---|---|---|---|
| Gewinnrücklagen | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Jahresüberschuss und sonstige Gewinnrücklagen in Mio. € |
Anteilseignern zustehendes Eigenkapital in Mio. € |
Minderheiten zustehendes Eigenkapital in Mio. € |
Summe in Mio. € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2011 | 62,2 | 196,6 | 1,5 | 198,1 |
| Gesamterfolg | 29,8 | 31,1 | 0,1 | 31,2 |
| Verkauf eigener Anteile | -4,2 | 23,7 | - | 23,7 |
| Sonstige Veränderungen | 7,4 | -0,5 | -0,1 | -0,6 |
| 01.01.2012 | 95,2 | 250,9 | 1,5 | 252,4 |
| Gesamterfolg | 55,6 | 45,3 | - | 45,3 |
| Sonstige Veränderungen | -0,1 | -0,1 | -0,1 | -0,2 |
| 31.12.2012 | 150,7 | 296,1 | 1,4 | 297,5 |
KONZERNANHANG der KUKA Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2012
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG*
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| Robotics | Systems | KUKA AG und sonstige Gesellschaften | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernaußenumsatzerlöse | 585,9 | 716,5 | 849,2 | 1.022,7 | 0,5 | 0,0 |
| in % der Konzernumsatzerlöse | 40,8 % | 41,2 % | 59,2 % | 58,8 % | 0,0% | 0,0 % |
| Konzerninnenumsatzerlöse | 30,4 | 26,1 | 1,5 | 2,6 | 10,1 | 0,0 |
| Umsatzerlöse der Bereiche | 616,3 | 742,6 | 850,7 | 1.025,3 | 10,6 | 0,0 |
| Betriebsergebnis | 50,7 | 79,7 | 25,6 | 40,9 | -16,7 | -16,0 |
| im Betriebsergebnis enthaltene Zinsen | 0,3 | 0,5 | 8,1 | 6,8 | 0,0 | 0,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 51,0 | 80,2 | 33,7 | 47,7 | -16,7 | -16,0 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | 8,3 % | 10,8 % | 4,0 % | 4,7 % | - | - |
| in % der Außenumsatzerlöse des Bereichs | 8,7 % | 11,2 % | 4,0 % | 4,7 % | - | - |
| in % des durchschnittlichen Capital Employed (ROCE) | 38,3 % | 57,2 % | 16,1 % | 23,8 % | - | - |
| EBITDA | 64,5 | 95,9 | 43,0 | 57,8 | -13,5 | -13,1 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | 10,5 % | 12,9 % | 5,1 % | 5,6 % | - | - |
| in % der Außenumsatzerlöse des Bereichs | 11,0 % | 13,4 % | 5,1 % | 5,7 % | - | - |
| in % des durchschnittlichen Capital Employed (ROCE) | 48,4 % | 68,4 % | 20,5 % | 28,8 % | - | - |
| Capital Employed (Jahresdurchschnitt) | 133,2 | 140,2 | 209,6 | 200,5 | -7,8 | -0,2 |
| Capital Employed (Geschäftsjahresende) | 127,2 | 153,3 | 217,9 | 183,1 | -3,4 | 2,9 |
| Vermögen | 284,8 | 343,8 | 581,6 | 508,6 | 174,5 | 173,5 |
| Schulden | 165,2 | 200,3 | 363,3 | 329,0 | 76,4 | 73,3 |
| Investitionen | 20,1 | 30,1 | 8,2 | 9,6 | 2,2 | 3,1 |
| planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 13,2 | 15,8 | 9,3 | 9,6 | 3,3 | 2,9 |
| außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 0,3 | - | - | 0,5 | - | - |
| Anzahl der Mitarbeiter (31.12.) | 2.753 | 3.180 | 3.643 | 3.902 | 193 | 182 |
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| Überleitung und Konsolidierung | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernaußenumsatzerlöse | - | - | 1.435,6 | 1.739,2 |
| in % der Konzernumsatzerlöse | - | - | 100,0 % | 100,0 % |
| Konzerninnenumsatzerlöse | -42,0 | -28,7 | 0,0 | 0,0 |
| Umsatzerlöse der Bereiche | -42,0 | -28,7 | 1.435,6 | 1.739,2 |
| Betriebsergebnis | 4,6 | -2,1 | 64,2 | 102,5 |
| im Betriebsergebnis enthaltene Zinsen | - | - | 8,4 | 7,3 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4,6 | -2,1 | 72,6 | 109,8 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | - | - | 5,1 % | 6,3 % |
| in % der Außenumsatzerlöse des Bereichs | - | - | 5,1 % | 6,3 % |
| in % des durchschnittlichen Capital Employed (ROCE) | - | - | 21,8 % | 32,3 % |
| EBITDA | 4,7 | -2,2 | 98,7 | 138,5 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | - | - | 6,9 % | 8,0 % |
| in % der Außenumsatzerlöse des Bereichs | - | - | 6,9 % | 8,0 % |
| in % des durchschnittlichen Capital Employed (ROCE) | - | - | 29,6 % | 40,8 % |
| Capital Employed (Jahresdurchschnitt) | -2,1 | -0,7 | 332,9 | 339,8 |
| Capital Employed (Geschäftsjahresende) | -0,7 | -0,8 | 341,0 | 338,5 |
| Vermögen | -174,4 | -175,9 | 866,5 | 850,0 |
| Schulden | -7,8 | -9,3 | 597,1 | 593,3 |
| Investitionen | -0,2 | -0,0 | 30,3 | 42,8 |
| planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | - | -0,1 | 25,8 | 28,2 |
| außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | - | - | 0,3 | 0,5 |
| Anzahl der Mitarbeiter (31.12.) | - | - | 6.589 | 7.264 |
* Weitere Informationen zur Konzern-Segmentberichterstattung siehe Anhang Seite 148.
ALLGEMEINE ANGABEN
AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE
Der Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, zum 31. Dezember 2012 wird nach den zum Bilanzstichtag zur Anwendung in der Europäischen Gemeinschaft zugelassenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den International Accounting Standards (IAS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Auslegungen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC), ergänzt um die nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden Vorschriften, aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2012 verpflichtend anzuwendenden Standards (IFRS / IAS) und Auslegungen (IFRICs) wurden berücksichtigt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden, mit Ausnahme der erstmals seit dem Geschäftsjahr 2012 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen. Die neu angewandten Standards und Interpretationen sind unter den "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" aufgelistet.
Der Konzernabschluss entspricht deutschem Recht. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Standards ermittelt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden die Beträge im Anhang in Millionen Euro (Mio. €) angegeben.
Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 4. März 2013 aufgestellt.
KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Tochterunternehmen, die die KUKA Aktiengesellschaft gemäß IAS 27 bzw. SIC 12 direkt oder indirekt beherrscht (sogenanntes"Control-Konzept"), werden nach den Regeln der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der KUKA Aktiengesellschaft und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Positive Unterschiedsbeträge werden entsprechend IFRS 3 unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden aufgerechnet und Zwischenergebnisse eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Bürgschaften und Garantien, die die KUKA Aktiengesellschaft zugunsten konsolidierter Tochtergesellschaften übernimmt, werden - soweit sie keine Außenwirkung entfalten - eliminiert.
KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konzernabschluss sind insgesamt 49 Gesellschaften und damit eine Gesellschaft mehr als im Vorjahr einbezogen. Neben der KUKA Aktiengesellschaft sind sechs Gesellschaften mit Sitz im Inland und 42 Gesellschaften mit Sitz im Ausland einbezogen, bei denen die KUKA Aktiengesellschaft direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2011 hat sich der Konsolidierungskreis durch folgende Gründungen geändert:
| ― | KUKA Robotics Manufacturing China Co. Ltd. Shanghai, China |
| ― | KUKA U.S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan, USA |
Die KUKA Finance B.V., Rotterdam, Niederlande, wurde im vierten Quartal liquidiert.
Die KUKA Robotics Manufacturing China Co. Ltd. ist dem Geschäftsbereich Robotics zugeordnet. Die KUKA U.S. Holdings Company LLC. dient der Bündelung der Aktivitäten in Nordamerika und ist in das Segment Systems integriert. Die KUKA Finance B.V. war mit dem Segment KUKA AG und sonstige Gesellschaften zusammengefasst. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist durch die Veränderung des Konsolidierungskreises nicht beeinträchtigt.
WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden unter Verwendung des Mittelkurses am Bilanzstichtag umgerechnet. Dabei eintretende Kursgewinne oder Kursverluste werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden aus der funktionalen Währung (IAS 21) in Euro umgerechnet. Dies ist bei fast allen Auslandsgesellschaften die jeweilige Landeswährung, da sie im Wesentlichen in ihrem Währungsbereich aktiv sind. Die einzige Ausnahme ist die KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony / Ungarn, deren funktionale Währung seit 2007 der Euro ist, da sie ihre Geschäfte überwiegend in Euro abwickelt.
Alle Vermögenswerte und Schulden werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die bestehenden Firmenwerte sowie das Eigenkapital werden zu historischen Kursen umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt. Die Umrechnung des Jahresergebnisses wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Scheiden Konzernunternehmen aus, werden bestehende Währungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst. Die Währungskurse haben sich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
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| Land | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Währung | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 2011 | 2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Brasilien | BRL | 2,4159 | 2,7036 | 2,3259 | 2,5097 |
| Kanada | CAD | 1,3215 | 1,3137 | 1,3756 | 1,2848 |
| China | CNY | 8,1588 | 8,2207 | 8,9961 | 8,1094 |
| Indien | INR | 68,7130 | 72,5600 | 64,8669 | 68,6295 |
| Japan | JPY | 100,2000 | 113,6100 | 111,0217 | 102,6225 |
| Korea | KRW | 1.498,6900 | 1.406,2300 | 1.541,0467 | 1.448,1950 |
| Malaysia | MYR | 4,1055 | 4,0347 | 4,2553 | 3,9689 |
| Mexiko | MXN | 18,0512 | 17,1845 | 17,2791 | 16,9087 |
| Rumänien | RON | 4,3233 | 4,4445 | 4,2386 | 4,4581 |
| Russland | RUB | 41,7650 | 40,3295 | 40,8797 | 39,9238 |
| Schweden | SEK | 8,9120 | 8,5820 | 9,0276 | 8,7067 |
| Schweiz | CHF | 1,2156 | 1,2072 | 1,2340 | 1,2053 |
| Taiwan | TWD | 39,1724 | 38,4500 | 41,0302 | 38,1648 |
| Thailand | THB | 40,9910 | 40,3470 | 42,4248 | 39,9436 |
| Tschechische Republik | CZK | 25,7870 | 25,1510 | 24,5892 | 25,1458 |
| Ungarn | HUF | 314,5800 | 292,3000 | 279,3100 | 289,3242 |
| USA | USD | 1,2939 | 1,3194 | 1,3917 | 1,2856 |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,8353 | 0,8161 | 0,8678 | 0,8111 |
| Vietnam | VND | 27.347,0000 | 27.596,4850 | 28.897,6695 | 26.928,9602 |
BILANZIERUNG UND BEWERTUNG
Geschäfts- oder Firmenwerte
Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Rahmen der Regelungen des IFRS 3 nach dem Impairment-Only-Ansatz bilanziert und mindestens einmal jährlich Werthaltigkeitstests unterzogen.
Die Werthaltigkeitstests werden für die definierten Cash Generating Units gemäß den Regelungen des IAS 36 nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der Nutzungswerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten für die Detailplanungsphase aus den Unternehmensplanungen für die nächsten drei Jahre zugrunde gelegt und für die Folgezeit unterstellt, dass die jährlichen Cashflows grundsätzlich denen des dritten Jahres entsprechen. Vereinfachend wird hierbei in der ewigen Rente angenommen, dass die Investitionen den planmäßigen Abschreibungen entsprechen und das Working Capital unverändert bleibt.
Zu den verwendeten segmentspezifischen Diskontierungssätzen sowie zu den weiteren Parametern und deren Herleitung ebenso wie für die Nennung der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte verweisen wir auf die unter Erläuterung 8 gemachten Ausführungen.
Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten
Entwicklungskosten für neu entwickelte Produkte oder selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (z. B. Software) werden aktiviert, soweit sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung der neu entwickelten Produkte sichergestellt sind, dem Konzern daraus ein wirtschaftlicher Nutzen zufließt sowie die weiteren Voraussetzungen des IAS 38.57 vorliegen. Die Herstellungskosten umfassen dabei die direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand berücksichtigt. Sofern wesentlich, werden Fremdkapitalzinsen bei sogenannten "Qualifying Assets" aktiviert. Als "Qualifying Assets" werden im KUKA Konzern solche Vermögenswerte definiert, für die ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten erforderlich ist, um sie in einen gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Im KUKA Konzern kommen hierfür vor allem Fabrikationsanlagen, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte und langfristige Fertigungsaufträge in Betracht.
Die planmäßige Abschreibung beginnt mit der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts und läuft linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel ein bis drei Jahren. Darüber hinaus wird die Werthaltigkeit von aktivierten, noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten durch jährliche Werthaltigkeitstests überprüft.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Software, werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.
Mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen im KUKA Konzern keine Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer.
Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt, die in der Regel linear vorgenommen werden. Sollten Abschreibungen beim beweglichen Anlagevermögen nach der degressiven Methode dem Werteverzehr besser entsprechen, so kommen diese zum Ansatz. Die gewählte Abschreibungsmethode wird fortlaufend überprüft.
In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden in Übereinstimmung mit IFRS neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden bei "Qualifying Assets" aktiviert (zur Definition von "Qualifying Assets" vgl. unter "Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten").
Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
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| Jahre | |
|---|---|
| Gebäude | 25 - 50 |
| Grundstückseinrichtungen | 2 - 15 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2 - 15 |
| Andere Anlagen | 2 - 15 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 15 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert des betroffenen Vermögenswerts. Sind die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte (beispielsweise Investitionszuschüsse und -zulagen) werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswerts abgesetzt. Ertragsbezogene Zuwendungen werden erfolgswirksam vereinnahmt.
Finanzierungsleasing und operatives Leasing
Im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt (IAS 17). Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem KUKA Konzern zuzurechnen ist, erfolgt für diese Fälle die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Vertragslaufzeit. Die abgezinsten Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Finanzierungsleasingverträge, bei denen der KUKA Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst.
Soweit im KUKA Konzern Operating-Leasing-Verhältnisse gemäß IAS 17 auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und linear über die Laufzeit des Leasingvertrags verteilt, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzungsverlauf. Unter Erläuterung 9 wird über die entsprechenden zukünftigen Aufwendungen berichtet.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Dazu gehören sowohl originäre Finanzinstrumente (z. B. Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (z. B. Geschäfte zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken).
Derivative Finanzinstrumente sind Finanzkontrakte, deren Wert sich vom Preis eines Vermögenswerts (wie z. B. Aktien, Obligationen, Geldmarktinstrumente oder Commodities) oder eines Referenzsatzes (wie Währungskursen, Indizes und Zinsen) ableitet. Sie erfordern keine oder nur geringe Anfangsinvestitionen und ihre Abwicklung erfolgt in der Zukunft. Beispiele für derivative Finanzinstrumente sind Optionen, Termingeschäfte oder Zinsswapgeschäfte. Derivative Finanzinstrumente werden im KUKA Konzern nur zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzt.
Nach IAS 39 werden folgende, für KUKA relevante Kategorien von Finanzinstrumenten unterschieden:
| ― | ausgereichte Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) |
| ― | zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit erfolgswirksamer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Financial Assets / Liabilities Held for Trading) |
| ― | zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale Financial Assets) |
| ― | übrige finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost) |
Finanzinstrumente werden, soweit nicht anders angegeben, zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.
Finanzinstrumente werden grundsätzlich erstmalig mit dem Tag bilanziell erfasst, an dem der Vermögenswert an oder durch die KUKA geliefert wird (Bilanzierung zum Erfüllungstag).
Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen und Finanzinvestitionen
Beteiligungen an fortgeführten Geschäftseinheiten, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns qualitativ und quantitativ von untergeordneter Bedeutung sind, werden im KUKA Konzern den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten zugeordnet. Sie werden zu ihren Anschaffungskosten angesetzt. Aktuelle Marktwerte sind nicht verfügbar, da die Gesellschaftsanteile nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Auch das allgemeine Kreditrisiko wird, sofern nachweisbar, durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt. Dazu werden diese finanziellen Vermögenswerte anhand gleichartiger Risikoausfalleigenschaften gruppiert, gemeinsam auf Wertminderungen untersucht und gegebenenfalls wertberichtigt. Bei der Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs werden neben den vertraglich vorgesehenen Zahlungsströmen auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt.
Der Buchwert der Vermögenswerte wird unter Verwendung von Wertberichtigungskonten reduziert. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Das theoretisch mögliche maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten. Die Buchwerte entsprechen weitgehend den Marktwerten.
Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven Zeitwert werden als sonstige Vermögenswerte ausgewiesen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden mit dem Barwert der zukünftigen Leasingraten ausgewiesen.
Langfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.
Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zinsergebnis erfasst. Gebühren, die bei der Einrichtung von Kreditlinien anfallen, werden als Transaktionskosten des Kredits aktiviert und über die Laufzeit der entsprechenden Kreditzusage abgeschrieben.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen auch die Verpflichtungen aus ausstehenden Lieferantenrechnungen.
Derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Zeitwert führen zu einem Ausweis einer sonstigen Verbindlichkeit.
Derivative Finanzinstrumente
Im KUKA Konzern werden nach IAS 39 sämtliche derivativen Finanzinstrumente zum Erfüllungstag zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Zeitwerte werden mithilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren unter Verwendung aktueller Marktparameter wie Wechselkurs und Bonität der Vertragspartner (Mark-to-Market-Methode) oder quotierter Preise ermittelt. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet.
Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt zur Sicherung von Währungskursschwankungen. Eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften im Rahmen der restriktiven Vorschriften des Hedge Accounting unterbleibt.
Vorräte
Gemäß IAS 2 werden Vorräte zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten in Übereinstimmung mit IAS 2 auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Soweit erforderlich, wurden Abschläge auf niedrigere realisierbare Nettoveräußerungswerte vorgenommen. Diese Abschläge berücksichtigen neben der verlustfreien Bewertung auch alle sonstigen Bestandsrisiken. Sofern die Gründe, die in der Vergangenheit zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.
Fertigungsaufträge
Fertigungsaufträge, die die Kriterien des IAS 11 erfüllen, werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird dabei pro Auftrag in der Regel durch das Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Der entsprechende Gewinn des Fertigungsauftrags wird auf Basis des so errechneten Fertigstellungsgrads realisiert. Der Ausweis dieser Aufträge erfolgt unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen. Soweit die angearbeiteten Leistungen die Anzahlungen übersteigen, erfolgt der Ausweis aktivisch unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen. Verbleibt nach Abzug der Anzahlung ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen. Fremdkapitalzinsen werden gemäß IAS 23 für Fertigungsaufträge berücksichtigt. Für Drohverluste werden, falls notwendig, entsprechende Rückstellungen gebildet.
Tatsächliche und latente Steuern
Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird.
Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden (sogenannte Liability-Methode) sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, als mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass diese Unterschiede in der Zukunft zur Realisierung des entsprechenden Vorteils führen. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird nicht vorgenommen. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt nur, soweit eine Identität der Steuergläubiger besteht.
Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Bewertung der Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach IAS 19. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen Versorgungsverpflichtungen des KUKA Konzerns aus leistungsorientierten Altersversorgungssystemen. Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehalt und Altersbezügen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Der Dienstzeitaufwand wird als Personalaufwand ausgewiesen. Der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wie auch die erwarteten Erträge aus dem Fondsvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral direkt im Eigenkapital erfasst (sogenannte "3. Option").
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht. Ihre Höhe muss zuverlässig geschätzt werden können und sie muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich zu einem Abfluss zukünftiger Ressourcen führen. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet.
Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formeller Restrukturierungsplan erstellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt wurde und sich die Gesellschaft der Verpflichtung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr entziehen kann.
Aufwandsrückstellungen werden, mangels Außenverpflichtung, nicht gebildet.
Verpflichtungen aus dem Personalbereich, wie Urlaubslöhne, Gleitzeitguthaben und Altersteilzeit, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Verpflichtungen für ausstehende Lieferantenrechnungen werden unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.
Aktienbasierte Vergütung
Wie im Vorjahr wurden auch im Geschäftsjahr 2012 im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms den KUKA Mitarbeitern der inländischen Gesellschaften KUKA Aktien angeboten. Gestaffelt nach einer Haltedauer (Sperrfrist) von einem Jahr, drei und fünf Jahren werden dem Mitarbeiter für jeweils zehn erworbene KUKA Aktien eine Bonusaktie gutgeschrieben. Aktienzusagen verfallen, wenn das Beschäftigungsverhältnis des Begünstigten vor Ablauf der Sperrfrist beendet wird. Zusätzlich zu den gezeichneten Aktien wurden 50 % Anreizaktien gewährt. Wie im Vorjahr waren die Anreizaktien auf eine Gesamtanzahl von 75.000 Stück begrenzt. Insgesamt wurden 109.530 Aktien von KUKA Mitarbeitern erworben, worauf 54.765 Anreizaktien gutgeschrieben wurden. Der beizulegende Zeitwert dieser Aktienzusage betrug 3,1 Mio. € und basiert auf dem Kurswert der KUKA Aktien zum Gewährungszeitpunkt. Dieser betrug 18,70 € (2011: 17,87 €). Daraus resultiert für das Geschäftsjahr 2012 ein Aufwand in Höhe von 1,0 Mio. € (2011: 0,9 Mio. €), der als Personalaufwand erfasst wurde.
Neben dem Mitarbeiteraktienprogramm verfügt die KUKA seit 2012 für die Mitglieder des Oberen Führungskreises über ein Phantom-Share-Programm. Das Phantom-Share-Programm für die Jahre 2012 bis 2014 wird als aktienorientiertes Vergütungsinstrument mit Barausgleich mit dem jeweils beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die bewertungsrelevanten Parameter entsprechen dabei dem Phantom-Share-Programm des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft. Am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit werden die Ansprüche daraus ausbezahlt. Eine vorzeitige Auszahlung ist nur unter bestimmten Bedingungen beim Ausscheiden aus dem Konzern möglich. Zum 31. Dezember 2012 war für die künftigen Ansprüche aus dem Phantom-Share-Programm für den Oberen Führungskreis ein Betrag von 1,5 Mio. € zurückgestellt. Zu weiteren Details zur Ausgestaltung des Phantom-Share-Programms verweisen wir auf den Vergütungsbericht.
Umsatzrealisierung
Fertigungsaufträge (IAS 11) werden nach dem effektiven Projektfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) bilanziert. Die übrigen Umsatzerlöse werden in Übereinstimmung mit IAS 18 realisiert. Die Umsatzerlöse werden zu dem Zeitpunkt gebucht, zu dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind. Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti werden dabei in Abzug gebracht. Zu diesem Zeitpunkt kann die Höhe der Erlöse verlässlich bemessen werden und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft ist hinreichend wahrscheinlich.
Umsatzkosten
Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Anschaffungskosten der verkauften Handelswaren. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf die Produktionsanlagen und immateriellen Vermögenswerte, die Abwertungen auf Vorräte sowie die berücksichtigten Fremdkapitalkosten. Den Aufwand für Rückstellungen für Produktgewährleistungen berücksichtigt KUKA zum Zeitpunkt der Umsatzlegung in den Umsatzkosten. Drohende Verluste aus Aufträgen werden in dem Berichtszeitraum berücksichtigt, in dem die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten werden bei Anfall ergebniswirksam erfasst.
Im Betriebsergebnis enthaltene Finanzierungskosten
Aufgrund der Vorschriften des IAS 23R sind für sogenannte "Qualifying Assets" Finanzierungsaufwendungen abzugrenzen (zur Definition von "Qualifying Assets" vgl. unter "Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten"). Aus Gründen der internen Unternehmenssteuerung sowie zur Erhöhung der Transparenz werden diese im Betriebsergebnis enthaltenen Finanzierungsaufwendungen bei der Überleitung auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wieder herausgerechnet.
ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN
Die KUKA erstellt den Konzernabschluss im Einklang mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind. In bestimmten Fällen ist es notwendig, Schätzungen und Annahmen, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben, zu treffen. Dies ist bei der Erstellung des Konzernabschlusses unerlässlich. Die getroffenen Annahmen und Schätzungen können sich im zeitlichen Ablauf ändern und können von den zeitlich später eintretenden tatsächlichen Werten abweichen. Außerdem hätten die Schätzungen und Annahmen von der Unternehmensleitung im selben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders getroffen werden können. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat das Unternehmen folgende wesentlichen Ermessensentscheidungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten.
Entwicklungskosten
Entwicklungskosten werden entsprechend den Angaben in den dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Für Zwecke der Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, zu treffen. Für noch in der Entwicklung befindliche Projekte müssen darüber hinaus Annahmen über die noch anfallenden Kosten sowie den Zeitraum bis zur Fertigstellung getroffen werden.
Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten
Mindestens einmal jährlich werden im KUKA Konzern die Geschäfts- oder Firmenwerte auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Dabei muss für jede Zahlungsmittel generierende Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, eine Schätzung der Nutzungswerte vorgenommen werden. Zur Ermittlung der Nutzungswerte muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Dabei hängt beispielsweise der gewählte Abzinsungssatz von der Volatilität der Kapitalmärkte und der Zinsentwicklung ab. Die erwarteten Cashflows sind auch durch das Schwanken von Wechselkursen und der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst. Für Einzelheiten zu den Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte und zur Durchführung der Impairment-Tests verweisen wir auf die unter Gliederungspunkt 8 gemachten Ausführungen.
Aktive latente Steuern
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine Einschätzung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Für Einzelheiten hierzu verweisen wir auf die unter Erläuterung 5 gemachten Ausführungen.
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen
Langfristige Fertigungsaufträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Insbesondere im Segment Systems besteht ein signifikanter Teil der Geschäfte aus langfristigen Fertigungsaufträgen. Die Umsätze werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen. Wesentlich hierbei ist eine sorgfältige Schätzung des Leistungsfortschritts. In Abhängigkeit von der Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrads umfassen die wesentlichen Schätzungen die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Auftragserlöse und -risiken sowie andere Beurteilungen. Alle Schätzungen werden auf monatlicher Basis durch das jeweilige für das Projekt verantwortliche Management überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Inwieweit sich Änderungen des Abzinsungsfaktors auf die Defined Benefit Obligation auswirken sowie zu weiteren Details verweisen wir auf Gliederungspunkt 23.
Rückstellungen
Die Bestimmung und Bewertung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Aufträgen, von Rückstellungen für Gewährleistungen und von Rückstellungen im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen verbunden.
Insbesondere langfristige Fertigungsaufträge werden auf Basis von Ausschreibungen vergeben. KUKA bildet dann eine Rückstellung für drohende Verluste, wenn die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag erwarteten Gesamterlöse übersteigen. Diese Einschätzungen können sich infolge neuer Erkenntnisse im Projektfortschritt ändern. Verlustaufträge werden auf Basis der projektbegleitenden Kalkulation identifiziert. Hierbei ist eine Einschätzung der Leistungsanforderungen und Gewährleistungskosten nötig.
Die KUKA ist mit unterschiedlichen Rechtsstreitigkeiten konfrontiert. Diese Verfahren können zu straf- oder zivilrechtlichen Sanktionen oder Geldbußen führen. Eine Rückstellung wird immer dann gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entstanden ist, die zu künftigen Mittelabflüssen führen wird und hinsichtlich ihrer Höhe verlässlich abschätzbar ist. Die zugrunde liegenden Fragestellungen sind häufig komplex und mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Entsprechend liegt der Beurteilung, ob zum Stichtag eine gegenwärtige Verpflichtung als Ergebnis eines Ereignisses in der Vergangenheit vorliegt, ob ein zukünftiger Mittelabfluss wahrscheinlich und ob die Verpflichtung verlässlich abschätzbar ist, ein erhebliches Ermessen durch das Management zugrunde. Der jeweilige Verfahrensstand wird durch die Gesellschaft, auch unter Einbeziehung externer Anwälte, regelmäßig beurteilt. Die Beurteilung kann sich durch neue Informationen ändern und es kann notwendig sein, die Rückstellung entsprechend anzupassen. Bezüglich weiterer Details zu den Rückstellungen verweisen wir auf Gliederungspunkt 24.
ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Im Vergleich zum Konzernabschluss 2011 ergaben sich aus der Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden keine wesentlichen Auswirkungen.
Im Einzelnen werden folgende überarbeitete Standards ab dem Geschäftsjahr 2012 erstmalig angewandt:
Änderungen zu IFRS 7 - Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte
Die Änderungen an IFRS 7 betreffen erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Damit sollen die Beziehungen zwischen finanziellen Vermögenswerten, die nicht vollständig auszubuchen sind, und den korrespondierenden finanziellen Verbindlichkeiten verständlicher werden. Weiterhin sollen die Art sowie insbesondere die Risiken eines anhaltenden Engagements (continuing involvement) bei ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten besser beurteilt werden können. Mit den Änderungen werden auch zusätzliche Angaben gefordert, wenn eine unverhältnismäßig große Anzahl von Übertragungen mit "continuing involvement" z. B. rund um das Ende einer Berichtsperiode auftritt. Hieraus ergeben sich für den KUKA Konzern keine wesentlichen Auswirkungen.
Änderungen zu IAS 12 - Bilanzierung latenter Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte
Bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ist es oftmals schwierig zu beurteilen, ob sich bestehende temporäre steuerliche Differenzen im Rahmen der fortgeführten Nutzung oder im Zuge einer Veräußerung umkehren. Mit der Änderung des IAS 12 wird nun klargestellt, dass die Bewertung der latenten Steuern auf Basis der widerlegbaren Vermutung zu erfolgen hat, dass die Umkehrung durch Veräußerung erfolgt. Hieraus ergeben sich für den KUKA Konzern keine Auswirkungen.
Änderungen zu IFRS 1 - Hochinflation und Ersetzung des festen Umstellungszeitpunkts für IFRS-Erstanwender
Die Änderung begründet eine zusätzliche Befreiungsregelung für Unternehmen, die einer schwerwiegenden Hochinflation ausgesetzt waren und danach die Darstellung IFRS-konformer Abschlüsse wieder aufnehmen beziehungsweise erstmalig IFRS-konforme Abschlüsse aufstellen. Die Befreiungsregelung gestattet die Bewertung verschiedener Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert und die Verwendung dieses beizulegenden Zeitwerts als Ersatz für die Anschaffungs- oder Herstellungskosten (deemed cost) in der IFRS-Eröffnungsbilanz. Hieraus ergeben sich keine Auswirkungen.
Noch nicht verpflichtend anzuwendende IFRS-Standards und -Interpretationen
Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet. Diese treten jedoch erst später in Kraft. Die Erstanwendung erfolgt jeweils in dem Jahr, in dem die erstmalige Anwendung verpflichtend ist. Ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft wurden noch nicht vollständig analysiert, sodass die zu erwartenden Effekte lediglich eine erste Einschätzung darstellen.
IAS 19 (revised 2011) -Leistungen an Arbeitnehmer
Durch die Überarbeitung des IAS 19 wurden die Wahlrechte der Behandlung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten abgeschafft. Künftig ist nur mehr die von der KUKA angewandte sogenannte 3. Option möglich, d. h. versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis (sogenanntes Other Comprehensive Income) zu erfassen. Daneben werden künftig Erträge aus dem Planvermögen erfolgswirksam auf der Grundlage der Renditen von Unternehmensanleihen erfasst - unabhängig von der tatsächlichen Portfoliostruktur. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aufgrund von Planänderungen wird künftig unmittelbar in der Periode der Änderung erfasst. Zudem werden derzeit zu Beginn der Rechnungsperiode die erwarteten Erträge des Planvermögens anhand der Erwartungen des Managements über die Wertentwicklung des Anlageportfolios ermittelt. Mit Anwendung des IAS 19 (revised 2011) ist nur noch eine typisierende Verzinsung des Planvermögens in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn zulässig.
Der erwartete Betrag an Verwaltungskosten für das Planvermögen wurde bislang im Zinsergebnis berücksichtigt. Den Änderungen zufolge sind Verwaltungskosten für das Planvermögen als Bestandteil der Neubewertungskomponente im sonstigen Ergebnis zu erfassen, während die sonstigen Verwaltungskosten im Zeitpunkt ihres Anfallens dem operativen Gewinn zuzuordnen sind.
In Einzelfällen kann die Änderung des IAS 19 Einfluss auf weitere langfristige Rückstellungen im Personalbereich haben. Die überarbeitete Fassung des Standards ist erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Auf Basis einer ersten Einschätzung erwarten wir hieraus keine wesentlichen Änderungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage.
Änderung zu IAS 1 - Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses
Die Änderungen des IAS 1 führen zu einer neuen Gruppierung der im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten. Positionen, die später, beispielsweise bei ihrer Ausbuchung oder Glattstellung, in das Periodenergebnis umgegliedert (sogenanntes Recycling) werden können, sind getrennt von den Posten darzustellen, bei denen kein Recycling erfolgen wird. Die Neuerung ist erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, und hat, da es sich lediglich um eine neue Darstellung handelt, keine Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage.
IFRS 10 - Konzernabschlüsse
IFRS 10 ersetzt die in IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und in SIC 12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung. Der neue Standard ändert die Definition der "Beherrschung" dahin gehend, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewandt werden. Verfügungsgewalt und variable Rückflüsse werden für Beherrschung vorausgesetzt. Durch den neuen Standard erwarten wir keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KUKA. Der Standard ist in der EU auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
IFRS 11 - Gemeinschaftliche Tätigkeiten
Durch den neuen Standard werden nunmehr zwei Arten von gemeinschaftlichen Vereinbarungen eingeführt: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurde abgeschafft. Die Partner eines Gemeinschaftsunternehmens haben nunmehr verpflichtend die Equity-Bilanzierung anzuwenden. Aktuell bestehen im KUKA Konzern keine gemeinschaftlichen Vereinbarungen, sodass mit Auswirkungen aus dem Standard nicht gerechnet wird. Der Standard ist in der EU auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
IFRS 12 - Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
Der neue Standard ersetzt derzeit die in IAS 28 enthaltenen Anhangsangaben und legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 - Konzernabschlüsse und IFRS 11 - Gemeinschaftliche Vereinbarungen bilanzieren, fest. Durch den neuen Standard wird der Umfang der Anhangsangaben voraussichtlich zunehmen. Der Standard ist in der EU auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
IFRS 13 - Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist, und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert; der Standard enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Der beizulegende Zeitwert wird dabei als derjenige Preis definiert, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswerts vereinnahmen bzw. bei Übertragung einer Verbindlichkeit bezahlen würden. Der Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Neben den oben beschriebenen Standards erwarten wir aus den weiteren Standards, Standardanpassungen und Interpretationen auf den Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft keine bzw. nur unwesentliche Auswirkungen. Insgesamt sind die nachfolgenden Standards, Standardanpassungen und Interpretationen bereits verabschiedet worden und teilweise bereits in das EU-Recht übernommen:
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| Standard / Interpretation | Verpflichtende Anwendung | Geplante Anwendung durch die KUKA AG |
|---|---|---|
| Änderung zu IAS 1, Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses | 01.07.2012 | Geschäftsjahr 2013 |
| IAS 19 (revised 2011), Leistungen an Arbeitnehmer | 01.01.2013 | Geschäftsjahr 2013 |
| IFRS 10, Konzernabschlüsse | 01.01.2014 | Geschäftsjahr 2014 |
| IFRS 11, Gemeinschaftliche Tätigkeiten | 01.01.2014 | Geschäftsjahr 2014 |
| IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 01.01.2014 | Geschäftsjahr 2014 |
| IFRS 13, Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert | 01.01.2013 | Geschäftsjahr 2013 |
| Änderungen zu IAS 27, Einzelabschlüsse | 01.01.2014 | Geschäftsjahr 2014 |
| Änderungen zu IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 01.01.2014 | Geschäftsjahr 2014 |
| Änderungen zu IFRS 7, Finanzinstrumente: Anhangsangaben zur Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden | 01.01.2013 | Geschäftsjahr 2013 |
| Änderungen zu IAS 32, Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden | 01.01.2014 | Geschäftsjahr 2014 |
| IFRS 9, Finanzinstrumente | 01.01.2015 | Geschäftsjahr 2015* |
| Änderungen zu IFRS 9 und zu IFRS 7, Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Angaben zur Übertragung | 01.01.2015 | Geschäftsjahr 2015* |
| Änderungen zu IFRS 1, Darlehen der öffentlichen Hand | 01.01.2013 | Geschäftsjahr 2013* |
| Änderungen zu IFRS 10, zu IFRS 12 und zu IAS 27, Investmentgesellschaften | 01.01.2014 | Geschäftsjahr 2014* |
| Improvements to IFRS (2009 - 2011) | 01.01.2013 | Geschäftsjahr 2013* |
| Änderungen zu IFRS 10, zu IFRS 11 und zu IFRS 12, Übergangsvorschriften | 01.01.2014 | Geschäftsjahr 2014* |
| IFRIC 20, Abraumbeseitigungskosten während der Produktionsphase im Tagebau | 01.01.2013 | Geschäftsjahr 2013 |
* Vorbehaltlich der Übernahme (Endorsement) durch die Europäische Union.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG UND ZUR KONZERNBILANZ
1 UMSATZERLÖSE
In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti - ausgewiesen.
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen und Regionen ergibt sich aus der Konzern-Segmentberichterstattung (vgl. Seite 106 und 107). Im Geschäftsbereich Robotics beträgt der Serviceanteil an den Umsatzerlösen rund 17,8 % (2011: 18,6 %). Im Geschäftsbereich Systems ist der Serviceanteil von untergeordneter Bedeutung.
Im Rahmen von Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 879,1 Mio. € (2011: 690,9 Mio. €) nach der Percentage-of-Completion-Methode erzielt.
2 UMSATZ-, VERTRIEBS-, FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGS- SOWIE ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN
Die Aufgliederung der Umsatz-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungs- sowie der allgemeinen Verwaltungskosten stellt sich wie folgt dar:
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| Umsatzkosten | Vertriebskosten | Forschungs- und Entwicklungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Materialaufwand | 867,4 | 1.038,0 | 1,8 | 2,4 | 4,0 | 9,7 |
| Personalaufwand | 265,6 | 294,0 | 49,1 | 61,3 | 18,3 | 27,1 |
| Abschreibungen | 12,4 | 13,0 | 1,1 | 1,4 | 7,3 | 8,7 |
| übrige Aufwendungen und Erträge | 8,5 | 8,3 | 47,5 | 54,6 | 8,1 | -2,9 |
| Summe | 1.153,9 | 1.353,3 | 99,5 | 119,7 | 37,7 | 42,6 |
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| Allgemeine Verwaltungskosten | Summe | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Materialaufwand | 1,8 | 0,2 | 875,0 | 1.050,3 |
| Personalaufwand | 42,7 | 52,7 | 375,7 | 435,1 |
| Abschreibungen | 5,3 | 5,6 | 26,1 | 28,7 |
| übrige Aufwendungen und Erträge | 29,1 | 40,1 | 93,2 | 100,1 |
| Summe | 78,9 | 98,6 | 1.370,0 | 1.614,2 |
Die Umsatzkosten enthalten unter den übrigen Aufwendungen Finanzierungskosten für Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 7,3 Mio. € (2011: 8,4 Mio. €). Diese wurden auf Basis des Konzernfinanzierungskostensatzes von 6,6 % (2011: 7,5 %) ermittelt.
Die Personalkosten sind den Funktionsbereichen anhand der Kostenstellen direkt zugeordnet. Insgesamt ergibt sich folgendes Bild:
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 316,5 | 365,8 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 59,2 | 69,3 |
| (davon für Altersversorgung) | (3,5) | (4,4) |
| Summe | 375,7 | 435,1 |
Im Jahresdurchschnitt sowie zum Bilanzstichtag wurden im KUKA Konzern beschäftigt:
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| Jahresdurchschnitt | Stichtag | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter nach Funktionsbereichen | Gesamt 2011 | Gesamt 2012 | Gesamt 2011 | Gesamt 2012 | davon Inland | davon Ausland |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Fertigung | 4.793 | 5.251 | 4.958 | 5.380 | 2.378 | 3.002 |
| Vertrieb | 546 | 627 | 568 | 660 | 339 | 321 |
| Verwaltung | 523 | 607 | 543 | 631 | 326 | 305 |
| Forschung und Entwicklung | 255 | 307 | 273 | 325 | 320 | 5 |
| Werkstudenten | 23 | 38 | 20 | 38 | 19 | 19 |
| 6.140 | 6.830 | 6.362 | 7.034 | 3.382 | 3.652 | |
| Auszubildende | 202 | 198 | 227 | 230 | 208 | 22 |
| Mitarbeiter | 6.342 | 7.028 | 6.589 | 7.264 | 3.590 | 3.674 |
3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN
Hierunter werden Erträge bzw. Aufwendungen erfasst, die nicht den Funktionsbereichen Umsatzkosten, Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie der allgemeinen Verwaltung zugeordnet oder an anderer Stelle gesondert ausgewiesen werden.
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Erträge aus Währungsgeschäften | 36,4 | 24,2 |
| Erstattungen für Schadensfälle | 1,7 | 0,1 |
| Übrige Erträge | 4,9 | 7,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 43,0 | 31,8 |
| Aufwendungen aus Währungsgeschäften | 38,2 | 30,8 |
| Spenden | 0,1 | 0,1 |
| Sonstige Steuern | 3,7 | 13,2 |
| Übrige Aufwendungen | 2,4 | 10,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 44,4 | 54,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -1,4 | -22,6 |
4 FINANZERGEBNIS
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0,8 | 0,0 |
| Zinserträge aus Finanzierungsleasing | 6,9 | 7,1 |
| Erträge aus dem Vermögen von Pensionsfonds | 0,3 | 0,3 |
| übrige Zinsen und ähnliche Erträge | 2,7 | 2,2 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 9,9 | 9,6 |
| Zinsanteil aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen | 3,5 | 3,3 |
| Avalprovisionen | 3,8 | 2,6 |
| Zinsaufwand aus der Wandelanleihe | 4,7 | - |
| Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe | 18,7 | 18,8 |
| Transaktionskosten Konsortialkreditvertrag | 1,4 | 1,4 |
| in das Betriebsergebnis umgegliederte und aktivierte Finanzierungskosten | -8,4 | -7,8 |
| übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 3,6 | 4,1 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 27,3 | 22,4 |
| Finanzergebnis | -18,2 | -12,8 |
Die im Vorjahr vorgenommenen Abschreibungen auf Finanzanlagen betrafen eine in 2009 erworbene Minderheitenbeteiligung in Nordamerika.
Die Zinserträge aus Finanzierungsleasing betreffen die Finanzierung eines Fabrikgebäudes für die Produktion der Karosserie des Jeep Wrangler in Toledo, USA (siehe Erläuterung 11). Die übrigen Zinsen und ähnliche Erträge ergeben sich aus kurzfristigen Geldanlagen der frei verfügbaren Mittel bei Banken.
Die in das Betriebsergebnis umgegliederten und aktivierten Finanzierungskosten betreffen die gemäß IAS 23R abzugrenzenden Finanzierungsaufwendungen. In den übrigen Zinsen und Aufwendungen sind im Wesentlichen die laufenden Aufwendungen aus der Inanspruchnahme der Barlinien aus dem Konsortialkreditvertrag enthalten.
5 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG / LATENTE STEUERN
Steueraufwand
Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wie folgt:
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Laufende Steueraufwendungen | 14,8 | 25,6 |
| (davon periodenfremd) | -0,2 | 0,2 |
| Latente Steueraufwendungen | 1,3 | 8,5 |
| aus zeitlichen Bewertungsunterschieden | -5,5 | 7,2 |
| aus Verlustvorträgen | 6,8 | 1,3 |
| Summe | 16,1 | 34,1 |
Von den laufenden Ertragsteueraufwendungen entfallen Beträge in Höhe von 4,5 Mio. € (2011: 3,1 Mio. €) auf das Inland und in Höhe von 21,1 Mio. € (2011: 11,7 Mio. €) auf das Ausland.
Die latenten Steueraufwendungen betreffen in Höhe von 7,2 Mio. € (2011: -0,6 Mio. €) das Inland und in Höhe von 1,3 Mio. € (2011: 1,9 Mio. €) das Ausland.
Der erwartete Steueraufwand auf Basis des Ergebnisses vor Steuern und des für die KUKA Gesellschaften in Deutschland geltenden Steuersatzes von 30,0 % (2011: 30,0 %) wird auf den tatsächlichen Steueraufwand wie folgt übergeleitet:
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steueraufwand | 46,0 | 89,6 |
| Erwarteter Steueraufwand | 13,8 | 26,9 |
| Steuersatzbedingte Abweichungen | 1,7 | 5,1 |
| Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge | -1,3 | -1,6 |
| Steuermehrungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 4,3 | 2,2 |
| Steuernachzahlungen (+) / Steuererstattungen (-) für Vorjahre | -6,5 | -1,2 |
| Veränderung Wertberichtigung auf latente Steuer | 5,7 | 4,7 |
| Erstmaliger Ansatz bisher nicht angesetzter aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge | -1,5 | -1,8 |
| Sonstige Abweichungen | -0,1 | -0,2 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (tatsächlicher Steueraufwand) | 16,1 | 34,1 |
Der in Deutschland geltende Steuersatz umfasst für die Körperschaftsteuer 15,0 %, für die Gewerbesteuer auf der Basis eines einheitlichen Hebesatzes 14,2 % sowie für den Solidaritätszuschlag 5,5 %.
Beim Ansatz latenter Steuern wurde grundsätzlich von dem für die jeweilige Gesellschaft geltenden Steuersatz ausgegangen.
Zu einem vorhandenen Körperschaftsteuerguthaben ergibt sich nach Abzinsung zum 31. Dezember 2012 ein Barwert in Höhe von 6,3 Mio. € als langfristige Steuerforderung (2011: 7,6 Mio. €) und ein Betrag in Höhe von 1,8 Mio. € als kurzfristige Steuerforderung (2011: 1,8 Mio. €).
Es liegen keine Steuergutschriften vor, auf die latente Steuern zu bilanzieren wären.
Periodenfremde laufende Steueraufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. € (2011: Steuerertrag 0,2 Mio. €) sind im In- und Ausland entstanden.
Für den neuen inländischen Betriebsprüfungszeitraum 2005 bis 2008 liegen gegenwärtig noch keine wesentlichen Feststellungen vor.
Aktive und passive latente Steuern
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede und steuerliche Verlustvorträge im Konzern ist folgenden Posten zuzuordnen:
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| Aktiva latente Steuern | Passiva latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristiges Vermögen | 12,5 | 4,4 | 43,9 | 44,8 |
| Kurzfristiges Vermögen | 48,2 | 62,6 | 55,9 | 71,3 |
| Rückstellungen | 16,4 | 24,5 | 3,6 | 2,7 |
| Verbindlichkeiten | 23,9 | 27,2 | 4,5 | 9,0 |
| Zwischensumme | 101,0 | 118,7 | 107,9 | 127,8 |
| Saldierung | -87,9 | -101,6 | -87,9 | -101,6 |
| Wertberichtigungen | -3,2 | -4,7 | - | - |
| Zwischensumme | 9,9 | 12,4 | 20,0 | 26,2 |
| Latente Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede | 9,9 | 12,4 | 20,0 | 26,2 |
| Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge | 25,1 | 23,9 | - | - |
| Summe | 35,0 | 36,3 | 20,0 | 26,2 |
| davon resultiernd aus Posten im Eigenkapital | -1,4 | -4,5 |
Wertberichtigungen auf den Buchwert aktiver latenter Steuern werden dann vorgenommen, wenn eine Realisierung der erwarteten Vorteile aus der latenten Steuer nicht hinreichend wahrscheinlich ist. Die dabei vorgenommene Einschätzung kann im Zeitablauf Änderungen unterliegen, die in Folgeperioden zu einer Auflösung der Wertberichtigung führen können.
Die dargestellten Bilanzansätze werden wertberichtigt, falls mit einer Realisierung der darin enthaltenen Steuervorteile nicht mehr gerechnet wurde.
Von den Verlustvorträgen und Zinsvorträgen in Höhe von 232,3 Mio. € (2011: 233,8 Mio. €) werden Beträge in Höhe von 150,9 Mio. € (2011: 146,8 Mio. €) nicht für die Bilanzierung von latenten Steuern herangezogen.
Aus dem Ansatz von latenten Steuerforderungen auf Verlustvorträge früherer Perioden, die bislang nicht in die Steuerabgrenzung einbezogen oder abgewertet waren, resultiert ein latenter Steuerertrag in Höhe von 1,8 Mio. € (2011: 1,5 Mio. €).
Gemäß IAS 12 sind im Konzernabschluss latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte "Out-side Basis Differences"), wenn mit der Realisierung dieses Unterschiedsbetrags gerechnet werden kann. Da es sich sowohl bei der KUKA Aktiengesellschaft als auch bei den betroffenen Tochtergesellschaften um Kapitalgesellschaften handelt, sind diese Differenzen bei ihrer Realisierung ganz überwiegend gemäß § 8b KStG steuerfrei und damit permanenter Natur. Auch für etwaige temporäre Differenzen (z. B. resultierend aus der 5 %igen Pauschalzurechnung des § 8b KStG) soll nach IAS 12.39 der Ansatz einer passivischen Steuerlatenz unterbleiben, wenn bei gegebener Kontrolle durch die Muttergesellschaft es nicht wahrscheinlich ist, dass diese Differenzen sich in der vorhersehbaren Zukunft umkehren. Da diese Umkehrung nicht erwartet wird, waren hieraus bilanziell keine Steuerlatenzen zu berücksichtigen. "Outside Basis Differences" sind in Höhe von 1,9 Mio. € (2011: 1,7 Mio. €) vorhanden.
Insgesamt setzt sich die Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von 4,9 Mio. € (2011: 2,6 Mio. €) aus ergebniswirksamen Beträgen in Höhe von 8,5 Mio. € (2011: 1,3 Mio. €) sowie erfolgsneutralen Beträgen aus der Veränderung von Pensionsverpflichtungen sowie Währungseffekten zusammen.
Soweit Verlustvorträge nicht wertberichtigt wurden, wird im Planungszeitraum von einer Nutzung dieser Steuerminderungspotenziale durch zu versteuernde Einkünfte ausgegangen, die aufgrund der Erwartungen der Gesellschaften als wahrscheinlich gelten.
6 ERGEBNIS JE AKTIE
Das unverwässerte / verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich wie folgt:
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| 2011 | 2012 | |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag nach Anteilen Konzernfremder (in Mio. €) | 29,8 | 55,6 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) | 33.428.740 | 33.915.431 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 0,89 | 1,64 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem den Aktionären der KUKA Aktiengesellschaft zustehenden Ergebnis und der Zahl der im gewichteten Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.
Durch den im Mai 2011 durchgeführten Verkauf von 1.327.340 Stück eigenen Aktien hat sich die gewichtete Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien von 30,3 Mio. Stück zum 31. Dezember 2010 auf 33,4 Mio. Stück zum 31. Dezember 2011 erhöht. Seit dem 31. Dezember 2011 sind damit 33,9 Mio. Stück im Umlauf.
7 ANLAGEVERMÖGEN
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DES KUKA KONZERNS 2012
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| Anschaffungskosten / Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Stand am 1.1.2012 |
Währungs- differenz |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Rechte und Werte | 47,9 | -0,1 | 6,1 | 1,8 | 0,3 | 52,4 |
| 2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten | 23,7 | - | 10,4 | - | - | 34,1 |
| 3. Geschäfts- und Firmenwerte | 56,6 | - | - | - | - | 56,6 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 1,2 | - | 0,2 | - | -0,3 | 1,1 |
| 129,4 | -0,1 | 16,7 | 1,8 | 0,0 | 144,2 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 115 ,7 | -0,3 | 2,3 | 0,7 | 0,1 | 117,1 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 96,7 | -0,1 | 10,0 | 2,2 | 1,0 | 105,4 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 73,3 | -0,3 | 9,0 | 4,0 | 0,5 | 78,5 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1,7 | 0,0 | 4,8 | - | -1,6 | 4,9 |
| 287,4 | -0,7 | 26,1 | 6,9 | 0,0 | 305,9 | |
| III. Finanzinvestitionen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4,6 | - | - | - | - | 4,6 |
| 2. Andere Beteiligungen | 0,9 | - | - | - | - | 0,9 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,0 | - | - | 0,0 | - | - |
| 5,5 | - | - | 0,0 | - | 5,5 | |
| 422,3 | -0,8 | 42,8 | 8,7 | - | 455,6 | |
| Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert: | ||||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 4,5 | - | - | - | - | 4,5 |
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| Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen | Buchwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Stand am 1.1.2012 |
Währungs- differenz |
Zugänge | Abgänge | Stand am 31.12.2012 |
Stand am 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Rechte und Werte | 38,2 | -0,2 | 5,4 | 0,5 | 42,9 | 9,5 |
| 2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten | 5,4 | - | 6,0 | - | 11,4 | 22,7 |
| 3. Geschäfts- und Firmenwerte | 7,0 | - | - | - | 7,0 | 49,6 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - | 1,1 |
| 50,6 | -0,2 | 11,4 | 0,5 | 61,3 | 82,9 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 68,6 | -0,1 | 3,6 | 0,3 | 71,8 | 45 3 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 75,0 | -0,1 | 6,1 | 1,5 | 79,5 | 25,9 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 56,2 | -0,2 | 7,6 | 3,9 | 59,7 | 18,8 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | 4,9 |
| 199,8 | -0,4 | 17,3 | 5,7 | 211,0 | 94,9 | |
| III. Finanzinvestitionen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4,5 | - | - | - | 4,5 | 0,1 |
| 2. Andere Beteiligungen | 0,8 | - | - | - | 0,8 | 0,1 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | - | - | - | - | - | - |
| 5,3 | - | - | - | 5,3 | 0,2 | |
| 255,7 | -0,6 | 28,7 | 6,2 | 277,6 | 178,0 | |
| Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert: | ||||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 3,6 | - | 0,2 | - | 3,8 | 0,7 |
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DES KUKA KONZERNS 2011
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| Anschaffungskosten / Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Stand am 1.1.2011 |
Währungs- differenz |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Rechte und Werte | 43,6 | 0,1 | 4,3 | 0,3 | 0,2 | 47,9 |
| 2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten | 18,5 | - | 8,2 | 3,0 | - | 23,7 |
| 3. Geschäfts- und Firmenwerte | 56,6 | - | - | - | - | 56,6 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 1,2 | - | 0,2 | - | -0,2 | 1,2 |
| 119,9 | 0,1 | 12,7 | 3,3 | 0,0 | 129,4 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 114,8 | 0,5 | 1,0 | 0,8 | 0,2 | 115,7 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 92,7 | 0,3 | 5,0 | 2,5 | 1,2 | 96,7 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 68,6 | 0,0 | 8,8 | 4,3 | 0,2 | 73,3 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,5 | 0,0 | 2,8 | - | -1,6 | 1,7 |
| 276,6 | 0,8 | 17,6 | 7,6 | 0,0 | 287,4 | |
| III. Finanzinvestitionen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4,6 | - | - | - | - | 4,6 |
| 2. Andere Beteiligungen | 0,9 | - | 0,0 | 0,0 | - | 0,9 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,0 | - | - | 0,0 | - | 0,0 |
| 5,5 | - | 0,0 | 0,0 | - | 5,5 | |
| 402,0 | 0,9 | 30,3 | 10,9 | - | 422,3 | |
| Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert: | ||||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 4,5 | - | - | - | - | 4,5 |
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| Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen | Buchwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Stand am 1.1.2011 |
Währungs- differenz |
Zugänge | Abgänge | Stand am 31.12.2011 |
Stand am 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Rechte und Werte | 33,0 | 0,1 | 5,4 | 0,3 | 38,2 | 9,7 |
| 2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten | 3,4 | - | 5,0 | 3,0 | 5,4 | 18,3 |
| 3. Geschäfts- und Firmenwerte | 7,0 | - | - | - | 7,0 | 49,6 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - | 1,2 |
| 43,4 | 0,1 | 10,4 | 3,3 | 50,6 | 78,8 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 66,1 | 0,2 | 3,1 | 0,8 | 68,6 | 47,1 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 71,6 | 0,2 | 5,5 | 2,3 | 75,0 | 21,7 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 53,1 | 0,2 | 7,1 | 4,2 | 56,2 | 17,1 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | 1,7 |
| 190,8 | 0,6 | 15,7 | 7,3 | 199,8 | 87,6 | |
| III. Finanzinvestitionen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4,5 | - | - | - | 4,5 | 0,1 |
| 2. Andere Beteiligungen | - | - | 0,8 | - | 0,8 | 0,1 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,0 | - | - | 0,0 | - | 0,0 |
| 4,5 | 0,0 | 0,8 | - | 5,3 | 0,2 | |
| 238,7 | 0,7 | 26,9 | 10,6 | 255,7 | 166,6 | |
| Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert: | ||||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 3,3 | - | 0,3 | - | 3,6 | 0,9 |
8 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) dargestellt. Im Geschäftsjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit der sich zum Bilanzstichtag in Liquidation befindlichen Gesellschaft KUKA S-BASE, Tschechien, in Höhe von 0,2 Mio. € vorgenommen worden (2011: keine).
Geschäfts- oder Firmenwerte
Von den ausgewiesenen Firmenwerten in Höhe von 49,6 Mio. € (2011: 49,6 Mio. €) entfallen auf:
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| Profit Center in Mio. € |
31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Body-Structure and Engineering | 40,7 | 40,7 |
| Assembly & Test | 4,7 | 4,7 |
| Robotics Automotive | 3,8 | 3,8 |
| Sonstige unter 1 Mio. € | 0,4 | 0,4 |
| Summe | 49,6 | 49,6 |
Einzelne Profit Center stellen die kleinste Zahlungsmittel generierende Einheit dar und sind damit Grundlage des Impairment-Tests der Geschäftswerte. Im Geschäftsbereich Robotics wird, wie in Vorjahren, das Customer-Service-Geschäft den Profit Centern "Automotive" und "General Industry" anteilig zugeordnet.
Der Impairment-Test basiert auf einem dreijährigen Detailplanungszeitraum sowie auf einer Verstetigung des letzten Jahres der Detailplanung. Dabei wird in der ewigen Rente wie im Vorjahr eine Wachstumsrate von 0,5 % berücksichtigt. Im Geschäftsjahr wurden folgende Diskontierungssätze vor Steuern (gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC)) verwendet:
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| in % | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Planungszeitraum | 2012-2014 | 2013-2015 |
| Systems | 13,0 | 12,8 |
| Robotics | 12,7 | 11,9 |
Die Eigen- und Fremdkapitalkosten wurden auf Basis von segmentspezifischen Vergleichsgruppen (Peer Groups) ermittelt.
In die Ermittlung des WACC gehen als wesentliche Komponenten die Marktrisikoprämie von 6,25 % (2011: 5,0 %) sowie der risikofreie Zinssatz von 2,5 % (2011: 4,0 %) ein. Der Betafaktor wurde als dreijähriger Durchschnitt der jeweiligen Peer Group ermittelt; er beträgt für das Segment Systems 1,070 (2011: 1,136) sowie für das Segment Robotics 1,242 (2011: 1,269).
Die Gewichtung der Eigen- und Fremdkapitalkostensätze erfolgte je Segment auf Basis der durchschnittlichen Verschuldungsgrade der jeweiligen Peer Group der letzten drei Jahre. Der verwendete Steuersatz beträgt 30,0 % (2011: 29,37 %).
Ein um 1 % höherer WACC beeinflusst die Werthaltigkeit der Firmenwerte ebenso wenig wie eine Reduzierung der Umsatzerlöse über die gesamte Planungsdauer um 10 % mit entsprechender Reduzierung der Cashflows.
Selbst erstellte Software und andere Produktentwicklungskosten
Nach IAS 38 sind auch selbst erstellte Software und andere Produktentwicklungskosten zu aktivieren. Diese Aktivierung erfolgt im KUKA Konzern zu definierten Herstellungskosten, die in Übereinstimmung mit den IAS direkt zurechenbare Einzelkosten sowie angemessene Zuschläge für Gemeinkosten und Abschreibungen beinhalten. Fremdkapitalzinsen werden für "Qualifying Assets" in die Herstellkosten auf Basis des Konzernfinanzierungskostensatzes von 6,6 % (2011: 7,5 %) einbezogen.
Im KUKA Konzern werden Entwicklungskosten nur bei der KUKA Roboter GmbH sowie der KUKA Laboratories GmbH aktiviert. Die Gesellschaften arbeiten an mehreren Projekten von Mechanik und Leistungs- und Steuerungssoftware für Roboter sowie an neuen Applikationen im Bereich der Medizintechnik. Fremdkapitalkosten wurden in Höhe von 0,5 Mio. € (2011: 0,2 Mio. €) berücksichtigt. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 42,6 Mio. € (2011: 37,7 Mio. €).
Gemäß IAS 38 sind Entwicklungskosten mit einem Buchwert von 22,7 Mio. € (2011: 18,3 Mio. €) aus den Jahren 2008 bis 2012 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2012 waren Zugänge von 10,4 Mio. € (2011: 8,2 Mio. €) zu verzeichnen. Die planmäßige Amortisation erfolgt linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel maximal drei Jahren. Der Anteil der Abschreibung, der auf aktivierte Fremdkapitalzinsen entfällt, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung zunächst unter Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfasst und bei der Überleitung des Betriebsergebnisses auf das EBIT herausgerechnet. Im Geschäftsjahr wurde hier, wie im Vorjahr, ein Betrag von kleiner 0,1 Mio. € umgegliedert.
9 SACHANLAGEN
Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Sachanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr und im Vorjahr sind in der Erläuterung 7 enthalten. Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahrs werden im Lagebericht genannt.
Von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Sachanlagevermögens wurden Zuschüsse und Zulagen in Höhe von 0,2 Mio. € (2011: 0,3 Mio. €) abgesetzt. Unmittelbar ertragswirksam wurden öffentliche Zuwendungen, im Wesentlichen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte, in Höhe von 1,7 Mio. € (2011: 2,0 Mio. €) vereinnahmt. Bedingt rückzahlbare Zuwendungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.
Die Abschreibungsbeträge stellen sich wie folgt dar:
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Abschreibung auf Sachanlagen | ||
| planmäßig | 15,4 | 17,0 |
| außerplanmäßig | 0,3 | 0,3 |
| Summe | 15,7 | 17,3 |
Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres stehen im Zusammenhang mit der sich zum Bilanzstichtag in Liquidation befindlichen Gesellschaft KUKA S-BASE, Tschechien. Der Vorjahresbetrag resultiert im Wesentlichen aus dem Umzug und der damit verbundenen vorzeitigen Beendigung eines Mietverhältnisses einer ausländischen Gesellschaft.
Den Finanzierungsleasingverträgen für Technische Anlagen und Maschinen liegen Zinssätze von 2,25 % p. a. zugrunde. Die in Zukunft fälligen Zahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen sowie die Barwerte der zukünftigen Leasingzahlungen, die in entsprechender Höhe unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert sind, liegen unter 0,1 Mio. €. Im Vorjahr betrugen sowohl die Mindestleasingzahlungen als auch die Barwerte 0,2 Mio. €.
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
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| in Mio. € | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Fällig innerhalb eines Jahres | 7,9 | 9,2 |
| Fällig zwischen einem Jahr und fünf Jahren | 15,0 | 13,2 |
| Fällig nach fünf Jahren | 13,9 | 13,6 |
| Summe | 36,8 | 36,0 |
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Rahmen des Operating Leasing beinhalten überwiegend Leasingvereinbarungen über Pkw, Büro- und Fabrikgebäude und Produktionseinrichtungen.
Insgesamt standen im Geschäftsjahr Mietaufwendungen in Höhe von 17,0 Mio. € (2011: 14,9 Mio. €) Mieterträge in Höhe von 0,3 Mio. € (2011: 0,3 Mio. €) gegenüber.
10 FINANZINVESTITIONEN
Die Finanzinvestitionen resultieren aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen mit weniger als 10 % Anteilsbesitz.
11FINANZIERUNGSLEASING
Die KUKA Toledo Production Operations LLC., Toledo / USA, produziert im Rahmen eines Betreibermodells für Chrysler den Jeep Wrangler. Bereits seit Juli 2006 werden unlackierte Karosserien im Rahmen des Projekts an Chrysler geliefert. Zunächst wurde zur Finanzierung dieses Projekts eine Operating-Leasingvereinbarung mit einer lokalen Körperschaft und einem finanzierenden Bankenkonsortium geschlossen. In 2008 hat sich die KUKA Aktiengesellschaft mit Chrysler LLC und den finanzierenden Banken über die Ablösung der Finanzierung in Höhe von 77,1 Mio. € verständigt. Dies führte zum Erwerb des rechtlichen Eigentums an den Gebäuden und den Produktionsanlagen.
Aufgrund der bestehenden Vereinbarung zur Lieferung von Karossen mit Chrysler wurde der Eigentumserwerb der Vermögenswerte der Produktionsanlage nicht als Anlagenzugang bilanziert, sondern im Rahmen der Vorschriften des IFRIC 4 / IAS 17 als Finance Lease kategorisiert und als Forderung aus Finanzierungsleasing eingebucht. Zum Bilanzstichtag besteht eine langfristige Leasingforderung in Höhe von 70,2 Mio. € (2011: 75,7 Mio. €) und eine kurzfristige Leasingforderung in Höhe von 5,0 Mio. € (2011: 4,6 Mio. €). Für die Bilanzierung ergibt sich somit eine Reduzierung der durch KTPO bilanzierten Umsatzerlöse um die fiktive Leasingrate. Der in der fiktiven Leasingrate enthaltene Zinsanteil wird dabei im Zinsergebnis gebucht, während der Tilgungsanteil dieser Zahlung die Forderung planmäßig zurückführt.
Aufgrund der Ausgestaltung des Geschäfts als Vollamortisationsleasingvertrag entsprechen sich zukünftige Mindestleasingzahlungen und Bruttoinvestition. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung zum Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen:
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Zukünftig zu erhaltende Mindestleasingzahlungen / Bruttoinvestition in Finanzierungsleasing | 123,4 | 111,0 |
| davon innerhalb eines Jahres | 11,7 | 11,6 |
| davon zwischen einem und fünf Jahren | 46,6 | 46,5 |
| davon nach fünf Jahren | 65,1 | 52,9 |
| Unrealisierter Finanzertrag | -43,1 | -35,8 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 80,3 | 75,2 |
| davon innerhalb eines Jahres | 4,6 | 5,0 |
| davon zwischen einem und fünf Jahren | 23,2 | 25,4 |
| davon nach fünf Jahren | 52,5 | 44,8 |
12 VORRÄTE
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| in Mio. € | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 43,6 | 65,4 |
| Unfertige Erzeugnisse | 107,8 | 113,3 |
| Fertige Erzeugnisse, Waren | 25,4 | 20,7 |
| Geleistete Anzahlungen | 18,6 | 14,0 |
| Summe | 195,4 | 213,4 |
Der Buchwert der wertberichtigten Vorräte in Höhe von 129,7 Mio. € (2011: 123,5 Mio. €) ist zu seinem Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Wertminderungen, bezogen auf den Bruttowert, betrugen 35,2 Mio. € (2011: 26,2 Mio. €).
13 FORDERUNGEN
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| in Mio. € | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 145,5 | 141,7 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 194,3 | 198,9 |
| Summe | 339,8 | 340,6 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen aus Fertigungsaufträgen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.
In der folgenden Übersicht sind die Forderungen nach Alter und Werthaltigkeit gegliedert:
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| Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Weniger als 30 Tage | Zwischen 30 und 60 Tagen | Zwischen 61 und 90 Tagen | Zwischen 91 und 180 Tagen | Mehr als 180 Tage | Summe der überfälligen nicht wertgeminderten Forderungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 31.12.2011 | 21,6 | 6,8 | 3,6 | 4,4 | 1,5 | 37,9 |
| per 31.12.2012 | 26,5 | 15,9 | 3,2 | 2,4 | 1,3 | 49,3 |
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| in Mio. € | wertgeminderte Forderungen vor Wertberichtigung | Wertberichtigung | Buchwert der wertgeminderten Forderungen | Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig | Buchwert |
|---|---|---|---|---|---|
| per 31.12.2011 | 6,7 | -6,3 | 0,4 | 107,2 | 145,5 |
| per 31.12.2012 | 6,3 | -6,0 | 0,3 | 92,1 | 141,7 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen bestehen zum Abschlussstichtag keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen besitzen keine Fälligkeiten und sind im Wert nicht gemindert.
Forderungen der KUKA Roboter GmbH werden im Rahmen von zwei ABS-Programmen regelmäßig verkauft. Weitere Details hierzu werden unter den Erläuterungen 26 / ABS-Programm angegeben.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Stand Wertberichtigungen am 1.1. | 6,8 | 6,3 |
| Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) | 2,8 | 1,7 |
| Verbrauch | -0,1 | -0,8 |
| Auflösungen | -3,2 | -1,2 |
| Stand Wertberichtigungen am 31.12. | 6,3 | 6,0 |
Der Gesamtbetrag der Zuführungen von 1,7 Mio. € (2011: 2,8 Mio. €) setzt sich zusammen aus Zuführungen aufgrund von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1,6 Mio. € (2011: 2,6 Mio. €) und pauschalierten Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,1 Mio. € (2011: 0,2 Mio. €).
Forderungen aus Fertigungsaufträgen
Bei den Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden pro Auftrag die angefallenen Auftragskosten einschließlich Ergebnisbeiträgen mit den erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Zum Bilanzstichtag wurden für langfristige Fertigungsaufträge angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne von 1.301,9 Mio. € (2011: 852,5 Mio. €) mit erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 1.103,0 Mio. € (2011: 658,2 Mio. €) verrechnet. Daraus resultieren Forderungen von 198,9 Mio. € (2011: 194,3 Mio. €) und Verbindlichkeiten von 95,5 Mio. € (2011: 93,4 Mio. €). Bei den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen übersteigen die erhaltenen Anzahlungen die angefallenen Auftragskosten und den Gewinnanteil.
14 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND RECHNUNGSABGRENZUNGEN
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| in Mio. € | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | 31.12.2011 Gesamt | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | 31.12.2012 Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen | 66,4 | 12,1 | 78,5 | 26,9 | 9,6 | 36,5 |
Im Vorjahr waren die sonstigen Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen insbesondere durch Ansprüche aus Umsatzsteuern erhöht.
In der folgenden Tabelle sind die unter sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Finanzinstrumente gemäß IFRS 7 dargestellt:
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| in Mio. € | wertgeminderte Forderungen vor Wertberichtigung | Wertberichtigung | Buchwert der wertgeminderten Forderungen | Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig | Buchwert |
|---|---|---|---|---|---|
| per 31.12.2011 | 2,7 | -2,7 | 0,0 | 22,8 | 22,8 |
| per 31.12.2012 | 2,5 | -2,5 | 0,0 | 13,4 | 13,4 |
Bestände an sonstigen Vermögenswerten, die in Zahlungsverzug, aber nicht wertgemindert sind, bestehen weder zum 31. Dezember 2012 noch zum 31. Dezember 2011.
Die Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Stand Wertberichtigungen am 1.1. | 2,7 | 2,7 |
| Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) | 0,2 | 0,2 |
| Verbrauch | 0,0 | 0,0 |
| Auflösungen | -0,2 | -0,4 |
| Stand Wertberichtigungen am 31.12. | 2,7 | 2,5 |
15 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Die Zahlungsmittel umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind.
Im KUKA Konzern werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Außerdem werden anzulegende Gelder zur Risikodiversifikation über mehrere Kreditinstitute verteilt.
Zahlungsmittel mit beschränkter Verfügbarkeit bestanden weder zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres noch des Vorjahres.
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| in Mio. € | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Kassenbestände | 0,1 | 0,1 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 168,7 | 244,2 |
| Summe | 168,8 | 244,3 |
16 EIGENKAPITAL
Die Veränderung des Eigenkapitals einschließlich der erfolgsneutralen Effekte ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals auf Seite 104 f. sowie in der Gesamtergebnisrechnung auf Seite 100 dargestellt.
Zu weiteren Ausführungen, das Eigenkapital betreffend, verweisen wir auch auf die Erläuterungen im Lagebericht unter "Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht".
17 GEZEICHNETES KAPITAL
Das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft beträgt 88.180.120,60 €. Es unterteilt sich in 33.915.431 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie entspricht einer Stimme.
18 KAPITALRÜCKLAGE
Die Kapitalrücklage betrifft die KUKA Aktiengesellschaft. Die Veränderung im Vorjahr resultiert aus der planmäßigen Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung im November 2011.
19 EIGENE ANTEILE
Im Mai 2011 hat die KUKA 1.327.340 eigene Aktien veräußert. Der Verkauf erfolgte zu einem Kurs von 18,60 € pro Aktie. Nach Abzug von banküblichen Provisionen ist der Gesellschaft ein Erlös von 23.698.328,36 € zugeflossen.
Nach dem Verkauf der eigenen Aktien befinden sich seit dem 31. Dezember 2011 insgesamt 33.915.431 Aktien im Umlauf.
20 GEWINNRÜCKLAGEN
In den Gewinnrücklagen sind enthalten:
| ― | Die thesaurierten Gewinne der KUKA Aktiengesellschaft und ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften |
| ― | Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte |
| ― | Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von Pensionsrückstellungen sowie die darauf entfallenden latenten Steuern |
| ― | Verpflichtungen im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms für die KUKA Mitarbeiter |
Insgesamt sind im Eigenkapital aus erfolgsneutralen Transaktionen latente Steuern in Höhe von -4,5 Mio. € (2011: -1,4 Mio. €) enthalten. Diese betreffen ausschließlich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen.
21 AUSGLEICHSPOSTEN FÜR ANTEILE DRITTER
Der Posten betrifft im Wesentlichen Anteile im Fremdbesitz an der KUKA Enco Werkzeugbau spol. s. r. o., Dubnica / Slowakei, sowie an der HLS Vietnam Co. Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam. Der Anteil an der HLS Vietnam Co. Ltd. wurde im Berichtsjahr von 75,1 % auf 95,0 % erhöht. In der Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist die Veränderung dieses Postens dargestellt.
22 KAPITALSTEUERUNG
Vorrangige Ziele der Kapitalsteuerung des KUKA Konzerns sind die Unterstützung der laufenden Geschäftstätigkeit mit ausreichend finanziellen Mitteln und die Steigerung des Unternehmenswerts.
Dazu sind eine angemessene Ausstattung mit Eigenkapital (Kennziffer Eigenkapitalquote), mit Liquidität (Kennziffer Nettoliquidität) und eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Kennziffer ROCE) notwendig. Die Steuerung und das Controlling der Geschäftsbereiche erfolgt deshalb auch anhand dieser Kennzahlen.
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| 2011 | 2012 | ||
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | Mio. € | 252,4 | 297,5 |
| / Gesamtkapital | Mio. € | 1.078,0 | 1.137,4 |
| Eigenkapitalquote | % | 23,4 | 26,2 |
| EBIT | Mio. € | 72,6 | 109,8 |
| / Capital Employed | Mio. € | 332,9 | 339,8 |
| ROCE | % | 21,8 | 32,3 |
| Liquide Mittel | Mio. € | 168,8 | 244,3 |
| langfristige Finanzverbindlichkeiten | Mio. € | -194,0 | -194,9 |
| kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | Mio. € | -7,4 | -6,6 |
| Nettoliquidität / -Verschuldung | Mio. € | -32,6 | 42,8 |
23 VERPFLICHTUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
KUKA erfasst versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im Zeitpunkt ihrer Entstehung direkt im Eigenkapital (3. Option gemäß IAS 19.93A).
Die Entwicklung der Pensionsrückstellungen stellt sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt dar:
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| in Mio. € | Stand 1.1. | Verbrauch | Zuführung | Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) (ergebnisneutral) | Stand 31.12. |
|---|---|---|---|---|---|
| 2011 | 70,2 | 5,6 | 3,7 | 2,1 | 70,4 |
| 2012 | 70,4 | 5,6 | 3,7 | 13,5 | 82,0 |
Die Pensionsrückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des KUKA Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.
Wegen ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der US-Konzerngesellschaft KUKA Assembly and Test Corp. für die medizinische Versorgung der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand gemäß IAS 19 ebenfalls unter dieser Position ausgewiesen. Auf diese pensionsähnlichen Verpflichtungen entfallen, ermittelt nach den Regelungen des IAS 19, 0,8 Mio. € (2011: 0,7 Mio. €) der Gesamtrückstellung. Die möglichen Auswirkungen einer Erhöhung / Minderung um einen Prozentpunkt der angenommenen Kostentrends im medizinischen Bereich belaufen sich auf unter 50 T€.
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.
Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen in Höhe von 22,7 Mio. € (2011: 19,3 Mio. €) wird als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen.
Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen.
Fondsfinanzierte Versorgungspläne bestehen ausschließlich in den USA.
Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam, die vom wirtschaftlichen Umfeld im jeweiligen Land abhängen:
Der Abzinsungsfaktor wird dabei auf Basis der Renditen von erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen ermittelt.
Die Gehaltsdynamik umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation jährlich geschätzt werden.
Den erwarteten Renditen liegen Konsensus-Prognosen der jeweiligen Asset-Klassen sowie Bankengespräche zugrunde. Die Prognosen basieren auf Erfahrungswerten, Wirtschaftsdaten, Zinsprognosen und Erwartungen am Aktienmarkt.
Die sich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ergebende Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem um die Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Übersteigt das Fondsvermögen die Verpflichtung aus der Pensionszusage, wird nach IAS 19 ein Aktivposten unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Soweit das Vermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert.
Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen. Ursache hierfür können unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
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| Deutschland | USA | Übrige | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12. | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| IPS55 (I); | IPS55 (I); | |||||
| Biometrische Rechnungsgrundlagen | RT 2005 G | RT 2005 G | RP 200C | RP 200C | TV88 / 90 (F) | TV88 / 90 (F) |
| Abzinsungsfaktor | 4,70 % | 3,00 % | 4,40 % | 3,90 % | 4,70 % | 3,25 % |
| Erwartete Vermögensrendite | - | - | 8,00 % | 7,60 % | - | - |
| Gehaltsdynamik | 0,00 - 2,50 % | 0,00 - 2,50 % | - | - | 0,00 - 2,00 % | 0,00 - 2,00 % |
| Rentendynamik | 1,75 - 2,50 % | 1,75 - 2,50 % | - | - | 0,00 - 2,00 % | 0,00 - 2,00 % |
| Kostensteigerung für medizinische Versorgung | - | - | 5,00 % - 7,50 % | 5,00 % - 7,00 % | - | - |
Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
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| Deutschland | USA | Übrige | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche | 67,1 | 78,0 | 0,8 | 0,8 | 0,6 | 0,9 | 68,5 | 79,7 |
| Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche | - | - | 5,8 | 6,7 | - | - | 5,8 | 6,7 |
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) | 67,1 | 78,0 | 6,6 | 7,5 | 0,6 | 0,9 | 74,3 | 86,4 |
| Fondsvermögen zu Marktwerten | - | - | 3,9 | 4,4 | 3,9 | 4,4 | ||
| Nettoverpflichtung zum 31.12.* | 67,1 | 78,0 | 2,7 | 3,1 | 0,6 | 0,9 | 70,4 | 82,0 |
* entspricht der Pensionsrückstellung, da im Berichtsjahr und im Vorjahr keine Überdeckung aus Fondsvermögen und kein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand zu verzeichnen war.
Infolge des im Vergleich zum Vorjahresstichtag beobachteten Rückgangs der Marktrenditen, insbesondere im Euro-Raum, wurden generell niedrigere Abzinsungsfaktoren für die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen verwendet, sodass hieraus ceteris paribus eine höhere Defined Benefit Obligation resultiert. Die Veränderungen in der Defined Benefit Obligation ergeben sich dabei im Geschäftsjahr im Einzelnen aus der folgenden Übersicht:
Entwicklung der Defined Benefit Obligation
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| Deutschland | USA | Übrige | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand der Nettoverpflichtung zum 1.1. | 67,9 | 67,1 | 5,5 | 6,6 | 0,6 | 0,6 | 74,0 | 74,3 |
| davon fondsfinanziert | - | - | (4,8) | (5,8) | - | - | (4,8) | (5,8) |
| davon rückstellungsfinanziert | (67,9) | (67,1) | (0,7) | (0,8) | (0,6) | (0,6) | (69,2) | (68,5) |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 0,4 | 0,3 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,2 | 0,5 | 0,6 |
| Zinsaufwand | 3,2 | 3,1 | 0,3 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 3,5 | 3,4 |
| Auszahlungen | -5,4 | -5,2 | -0,2 | -0,3 | 0,0 | 0,0 | -5,6 | -5,5 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) | 1,0 | 12,7 | 0,7 | 0,9 | 0,0 | 0,1 | 1,7 | 13,7 |
| Währungsumrechnung | - | - | 0,2 | -0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,2 | -0,1 |
| Stand der Nettoverpflichtung zum 31.12. | 67,1 | 78,0 | 6,6 | 7,5 | 0,6 | 0,9 | 74,3 | 86,4 |
| davon fondsfinanziert | (-) | (-) | (5,8) | (6,7) | (-) | (0,0) | (5,8) | (6,7) |
| davon rückstellungsfinanziert | (67,1) | (78,0) | (0,8) | (0,8) | (0,6) | (0,9) | (68,5) | (79,7) |
Im Berichtsjahr erhöhte sich die Defined Benefit Obligation durch die Senkung des Abzinsungsfaktors für die inländischen und ausländischen Pensionspläne. Der Einfluss der übrigen Bewertungsparameter wirkte sich nicht wesentlich aus. Eine Veränderung des Abzinsungsfaktors um + / - 0,25 % würde zu einer um - / + 2,4 Mio. € (2011: 1,8 Mio. €) niedrigeren / höheren Defined Benefit Obligation führen.
Laufender Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand von in Summe 4,0 Mio. € (2011: 4,0 Mio. €) stehen den vorgenommenen Auszahlungen im Geschäftsjahr von 5,5 Mio. € (2011: 5,6 Mio. €) gegenüber. Der Anstieg in der Defined Benefit Obligation resultiert im Wesentlichen aus im Geschäftsjahr angefallenen versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von 13,7 Mio. € (2011: 1,7 Mio. €).
Entwicklung des Planvermögens im Geschäftsjahr
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert 1.1. | 3,8 | 3,9 |
| Erwartete Erträge | 0,3 | 0,3 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | -0,4 | 0,2 |
| Währungsumrechnung | 0,2 | -0,1 |
| Zuwendungen durch den Arbeitgeber | 0,2 | 0,3 |
| Auszahlungen | -0,2 | -0,2 |
| Beizulegender Zeitwert 31.12. | 3,9 | 4,4 |
Pensionsaufwand aus den Leistungsorientierten Pensionsplänen
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| Deutschland | USA | Übrige | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 0,3 | 0,3 | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 0,2 | 0,5 | 0,6 |
| Zinsaufwand | 3,2 | 3,1 | 0,3 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 3,5 | 3,4 |
| Erwarteter Vermögensertrag der Fonds | - | - | -0,3 | -0,3 | - | - | -0,3 | -0,3 |
| Pensionsaufwand aus leistungsorientierten Zusagen | 3,5 | 3,4 | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 0,2 | 3,7 | 3,7 |
Die Pensionsaufwendungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen sind gegenüber dem Vorjahr (3,7 Mio. €) gleich geblieben.
Die Aufstellung der im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beinhaltet folgende Beträge:
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte im Eigenkapital erfasste Gewinne (+) / Verluste (-) zum 1.1. | 3,5 | 6,9 | 2,7 | 0,9 | -1,2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-) des Geschäftsjahres | 3,4 | -4,2 | -1,8 | -2,1 | -13,5 |
| Kumulierte im Eigenkapital erfasste Gewinne (+) / Verluste (-) zum 31.12. | 6,9 | 2,7 | 0,9 | -1,2 | -14,7 |
Aus den externen Pensionsfonds ergeben sich tatsächliche Vermögenserträge von 0,2 Mio. € (2011: Verluste von 0,1 Mio. €). Das Planvermögen von 4,4 Mio. € (2011: 3,9 Mio. €) setzt sich zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 76,1 % (2011: 73,7 %) aus Anteilen an Aktienfonds, zu weiteren 23,9 % (2011: 26,3 %) aus Rentenpapieren und Barmitteln zusammen.
Für das Geschäftsjahr 2013 werden Einzahlungen des Arbeitgebers in das Fondsvermögen in Höhe von 0,4 Mio. € erwartet.
Die Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte und das die Leistungsverpflichtungen übersteigende Vermögen stellen sich wie folgt dar:
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Pensionsverpflichtungen (Defined Benefit Obligation) | 70,9 | 73,1 | 74,0 | 74,3 | 86,4 |
| Ausgegliederte Vermögenswerte (Plan Assets) | 2,4 | 3,1 | 3,8 | 3,9 | 4,4 |
| Das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen (Funded Status) | 68,5 | 70,0 | 70,2 | 70,4 | 82,0 |
Erfahrungsbedingte Anpassungen für das laufende Jahr und für die vier Vorjahre ergaben sich in folgender Höhe:
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 201C | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Erfahrungsbedingte Erhöhung (+) / Reduzierung (-) der Pensionsverpflichtungen | 0,8 % | 1,0 % | 0,5 % | 1,4 % | -3,3 % |
| Erfahrungsbedingte Erhöhung (+) / Reduzierung (-) der ausgegliederten Vermögenswerte | -53,1 % | 15,6 % | 5,9 % | -9,2 % | 3,8 % |
24 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
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| in Mio. € | Stand 1.1.2012 |
Währungsanpassung | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Garantieverpflichtungen und Risiken aus schwebenden Geschäften | 33,7 | 0,0 | 11,8 | 5,4 | 21,4 | 37,9 |
| Verpflichtungen aus Restrukturierungen | 1,4 | 0,0 | 1,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Übrige Rückstellungen | 41,9 | -1,5 | 22,0 | 5,1 | 29,0 | 42,3 |
| Summe | 77,0 | -1,5 | 35,2 | 10,5 | 50,4 | 80,2 |
Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen und Risiken aus schwebenden Geschäften enthalten Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von 10,5 Mio. € (2011: 13,2 Mio. €) und Gewährleistungsrisiken von 27,4 Mio. € (2011: 20,5 Mio. €). Die Auflösungen entfallen mit 4,5 Mio. € auf Drohverlustrückstellungen und mit 0,9 Mio. € auf Gewährleistungsrisiken.
Der in 2009 aufgelegte konzernweite Restrukturierungsplan für Personal- und Sachstrukturmaßnahmen wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Die zum 31. Dezember 2011 bestehende Rückstellung wurde im Berichtsjahr verbraucht.
Die übrigen Rückstellungen betreffen unter anderem mit 15,2 Mio. € (2011: 17,2 Mio. €) noch anfallende Kosten für bereits fakturierte Aufträge und Prozessrisiken von 0,8 Mio. € (2011: 2,7 Mio. €).
Die erwartete Restlaufzeit der sonstigen Rückstellungen beträgt bis zu einem Jahr.
25 VERBINDLICHKEITEN
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| Restlaufzeit | |||
|---|---|---|---|
| 2012 in Mio. € |
Bis zu 1 Jahr | > 5 Jahre | 31.12.2012 Gesamt |
| --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4,2 | 0,0 | 4,2 |
| Anleihe | 2,4 | 194,9 | 197,3 |
| Wandelschuldverschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 6,6 | 194,9 | 201,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 136,2 | - | 136,2 |
| Erhaltene Anzahlungen | 86,5 | - | 86,5 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 95,5 | - | 95,5 |
| Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen | 0,1 | - | 0,1 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 9,2 | - | 9,2 |
| Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen | 109,1 | 13,4 | 122,5 |
| (davon aus sonstigen Steuern) | (19,0) | - | (19,0) |
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | (3,4) | - | (3,4) |
| (davon Verpflichtungen aus dem Personalbereich) | (65,3) | (8,0) | (73,3) |
| (davon aus Leasingverträgen) | (0,0) | - | (0,0) |
| (davon Derivate) | (4,9) | - | (4,9) |
| Summe | 443,2 | 208,3 | 651,5 |
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| Restlaufzeit | |||
|---|---|---|---|
| 2011 in Mio. € |
Bis zu 1 Jahr | > 5 Jahre | 31.12.2011 Gesamt |
| --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5,0 | 0,2 | 5,2 |
| Anleihe | 2,4 | 193,8 | 196,2 |
| Wandelschuldverschreibungen | - | - | - |
| Finanzverbindlichkeiten | 7,4 | 194,0 | 201,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 167,2 | - | 167,2 |
| Erhaltene Anzahlungen | 67,1 | - | 67,1 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 93,4 | - | 93,4 |
| Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen | 0,1 | - | 0,1 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 6,1 | - | 6,1 |
| Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen | 109,6 | 13,3 | 122,9 |
| (davon aus sonstigen Steuern) | (24,8) | - | (24,8) |
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | (1,7) | - | (1,7) |
| (davon Verpflichtungen aus dem Personalbereich) | (52,9) | (7,5) | (60,4) |
| (davon aus Leasingverträgen) | (0,3) | - | (0,3) |
| (davon Derivate) | (4,2) | (0,3) | (4,5) |
| Summe | 450,9 | 207,3 | 658,2 |
26 FINANZVERBINDLICHKEITEN / FINANZIERUNG
Bei den bestehenden Finanzverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um die im November 2010 begebene Anleihe.
Festzinsvereinbarungen
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| Buchwert | Marktwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | Ursprungslaufzeit | Nominalzinssatz |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihe | 196,2 | 197,3 | 202,8 | 229,8 | 2010 - 2017 | 8,75 % p. a. |
Für den Marktwert der Anleihe wurde der Xetra-Tagesschlusskurs der Deutschen Börse Frankfurt vom letzten Handelstag des jeweiligen Jahres herangezogen.
Variabel verzinsliche Bankverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012
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| Finanzinstrument / Mio. | Buchwert | Ø Nominalzinssatz | Jahr des spätesten Laufzeitendes | |
|---|---|---|---|---|
| Bankverbindlichkeiten | 298,4 INR | 4,2 € | 12,00 % p. a. | 2013 |
Variabel verzinsliche Bankverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2011
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| Finanzinstrument / Mio. | Buchwert | Ø Nominalzinssatz | Jahr des spätesten Laufzeitendes | |
|---|---|---|---|---|
| Bankverbindlichkeiten | 8,0 CNY | 1,0 € | 8,17 % p. a. | 2012 |
| Bankverbindlichkeiten | 262,5 INR | 3,8 € | 12,00 % p. a. | 2012 |
Die Nominalzinssätze entsprechen denjenigen Zinssätzen, welche auf die Inanspruchnahmen zum Jahresultimo in der jeweiligen Währung zu zahlen waren.
Anleihe
Im November 2010 hat die KUKA Aktiengesellschaft eine Anleihe mit einem Nominalbetrag von 202,0 Mio. € platziert. Der Ausgabepreis betrug 99,3605 %, was einem Mittelzufluss von 200,7 Mio. € entspricht. Die Anleihe wurde mit einer Stückelung zu 50.000,00 € begeben und ist mit einem Zinskupon von 8,75 % p. a. ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jeweils am 15. Mai und am 15. November.
Die Laufzeit der Anleihe endet spätestens am 15. November 2017 und wird durch Zahlung in Höhe des Nennbetrags zuzüglich der bis dahin angefallenen Zinsen getilgt. Die Emittentin hat das Recht, die Anleihe vorzeitig zu kündigen. Der erste mögliche Kündigungstermin ist der 15. November 2014.
Die Anleihe ist an der Börse Luxemburg gelistet (ISIN DE000A1E8X87 / WKN A1E8X8). Der letzte in 2012 an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Anleihe betrug 113,75 % (per 31. Dezember 2011: 100,40 %).
Bilanziell wurde die Anleihe bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten in Höhe von 8,0 Mio. € angesetzt. Die Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Zinsergebnis erfasst. Unter Berücksichtigung der Emissionskosten erhöht sich der Zinssatz auf 9,66 % effektiv.
Konsortialkredit
Der im November 2010 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag hat ein Volumen von 200,0 Mio. € (davon 50,0 Mio. € Barkreditlinie und 150,0 Mio. € Avallinie) und eine Laufzeit bis Ende März 2014. Gemäß einer Ergänzung des Konsortialkreditvertrags im 2. Quartal 2012 kann die Barkreditlinie nunmehr wahlweise bilateral mit den einzelnen Konsortialbanken als Avallinie genutzt werden.
Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet finanzielle und nichtfinanzielle Convenants. Die wesentlichen finanziellen Covenants betreffen Minimalwerte für den Zinsdeckungsgrad (Verhältnis von Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zu definiertem Nettozinsaufwand), sowie Obergrenzen für den Leverage (Verhältnis von definierter Nettoverschuldung zu EBITDA) sowie für das Gearing (Verhältnis von definierter Nettoverschuldung zu Eigenkapital ohne Anteile Dritter). Die Überprüfung der Einhaltung der finanziellen Covenants erfolgt zum Ende jeden Quartals.
Die Inanspruchnahme der Avallinie belief sich zum Stichtag auf 109,4 Mio. € (2011: 128,7 Mio. €); die bestehende Betriebsmittellinie wurde über eine abgezweigte Linie für KUKA Robotics (India) in Höhe von 4,2 Mio. € in Anspruch genommen (per 31. Dezember 2011: 3,8 Mio. €).
Die Forderungen des Bankenkonsortiums aus dem Konsortialkreditvertrag sind von den KUKA Gesellschaften unter anderem über Buchgrundschulden auf inländische Grundstücke, die Verpfändung von Geschäftsanteilen, Patent- und Markenrechten sowie über Sicherungsübereignungen besichert. Die genannten Sicherheiten dienen nachrangig auch den Anleihegläubigern.
Kreditlinien von Kautionsversicherungsgesellschaften
Im Vergleich zum 31. Dezember 2011 konnten die von Kautionsversicherungsgesellschaften zugesagten Avallinien von 52,0 Mio. € auf nunmehr 62,0 Mio. € erhöht werden. Diese Avallinien können gemäß dem Konsortialkreditvertrag bis maximal 45,0 Mio. € in Anspruch genommen werden. Die Ausnutzung betrug zum Ende des Berichtsjahres 39,5 Mio. € (zum 31. Dezember 2011: 36,3 Mio. €).
ABS-Programm
Die KUKA hat im Dezember 2006 sowie im Juni 2011 jeweils ein ABS-Programm (Asset Backed Securities) aufgelegt. Im Rahmen der Programme können regelmäßig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der KUKA Roboter GmbH an ein Special Purpose Vehicle der Bayerischen Landesbank bzw. der Landesbank Baden-Württemberg verkauft werden. Die Special Purpose Vehicles finanzieren den Kauf der Forderungen durch die Ausgabe von Wertpapieren am Kapitalmarkt oder durch Inanspruchnahme einer entsprechenden Kreditlinie bei der jeweiligen Bank. Auch für diese Finanzierungsprogramme existieren analoge Covenants wie für den Konsortialkreditvertrag.
Die wesentlichen Inhalte der ABS-Programme sind in nachfolgender Tabelle enthalten:
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| ABS-Programm 2006 | ABS-Programm 2011 | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Volumen | 25,0 | 25,0 | 25,0 | 25,0 | 50,0 | 50,0 |
| Inanspruchnahme | 9,0 | 4,2 | 13,5 | 9,6 | 22,5 | 13,8 |
| Laufzeitende | 31.03.2014 | 30.06.2018 | ||||
| Zurückbehaltene Bonitätsrisiken (in %) | 1,15 | 1,15 | 1,15 | 1,15 | 1,15 | 1,15 |
| Rückbehalt für Bonitätsrisiken (continuing involvement) | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,4 | 0,4 |
| Wertberichtigung des continuing involvements | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,4 | 0,4 |
Durch Ausfallbürgschaften von Kreditversicherungsunternehmen wird eine ausreichende Bonität der verkauften Forderungen sichergestellt. Die KUKA Roboter GmbH trägt hierbei die ersten 1,15 % der Bonitätsrisiken aus dem Forderungsverkauf und stellt jeweils ein Bardepot, das als sonstiger Vermögenswert ausgewiesen wird, als weitere Sicherheit. Die Verwaltung und Abwicklung der verkauften Forderungen erfolgt durch die KUKA Roboter GmbH. Hieraus entstanden in 2012 keine erfolgswirksam zu vereinnahmenden Ansprüche (2011: 0,2 Mio. €).
27 ÜBRIGE LANGFRISTIGE / KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN UND RECHNUNGSABGRENZUNGEN
Die übrigen Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern resultieren überwiegend aus Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer.
Bei den übrigen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Urlaubsansprüchen (2012: 8,3 Mio. €; Vorjahr: 5,7 Mio. €), Gleitzeitguthaben (2012: 12,9 Mio. €; Vorjahr: 12,8 Mio. €), variable Vergütungsbestandteile (2012: 35,8 Mio. €; Vorjahr: 25,8 Mio. €) und Altersteilzeit (2012: 7,0 Mio. €; Vorjahr: 6,7 Mio. €). Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurden um den beizulegenden Wert des korrespondierenden Deckungsvermögens (2012: 8,0 Mio. €; Vorjahr: 8,0 Mio. €) gekürzt. Der Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen aus Altersteilzeit (DBO) belief sich vor Saldierung auf 15,0 Mio. € (2011: 14,7 Mio. €).
Erstmalig wurde ein Betrag von 1,5 Mio. € für das in 2012 für den Oberen Führungskreis (OFK) eingeführte Phantom-Share-Programm (PSP) erfasst (weitere Details vergleiche auf Seite 42 unter Aktienbasierte Vergütung).
Daneben werden unter der Position u. a. Sonderzahlungen, Erfindervergütungen, Jubiläumsaufwendungen und Berufsgenossenschaftsbeiträge ausgewiesen.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingraten passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
28 FINANZIELLES RISIKOMANAGEMENT UND FINANZDERIVATE
a) Grundsätze des Risikomanagements
Im Zuge der allgemeinen Geschäftstätigkeit ist der KUKA Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen, Adressenausfallrisiken sowie Liquiditätsrisiken. Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. Ziel ist es, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage zu begrenzen.
Je nach Risikoeinschätzung werden in der Steuerung der finanziellen Risiken auch derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese kommen ausschließlich zu Sicherungszwecken mit Bezug zu einem Grundgeschäft zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen.
Die Grundsätze der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Konzern-Treasury in enger Zusammenarbeit mit den Konzerngesellschaften umgesetzt. Dabei bedürfen bestimmte Transaktionen der Genehmigung durch den Finanzvorstand. Dieser wird darüber hinaus regelmäßig über die aktuellen Risiko-Positionen und deren Absicherung in Kenntnis gesetzt.
b) Währungsrisiken
Risiken aus Wechselkursschwankungen, die den Konzern-Cash-flow beeinflussen können, z. B. aus Finanzinvestitionen, Finanzierungsmaßnahmen und bereits feststehenden oder geplanten operativen Ein- und Auszahlungen in fremden Währungen, werden zum Zeitpunkt der Entstehung bzw. des Bekanntwerdens durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch eine Aufrechnung entgegengesetzter Zahlungsströme gesichert. Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, wie z. B. geplante Wareneinkäufe in fremder Währung, deren Absicherung gegen Wechselkursveränderungen fristen- und betragskongruent erfolgt. Der Abschluss der Sicherungsgeschäfte mit Banken erfolgt grundsätzlich durch das Konzern-Treasury.
Wechselkursrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen, wie zum Beispiel Risiken, die sich aus Umrechnung von Bilanz- und GuV-Positionen ausländischer KUKA Gesellschaften in die Konzernwährung ergeben (Translationsrisiken), bleiben grundsätzlich ungesichert.
Zum Bilanzstichtag bestanden aus Sicht der Konzerngesellschaften keine Finanzverbindlichkeiten in fremden Währungen bei Banken. Alle konzerninternen Darlehen in fremder Währung waren entsprechend gesichert. KUKA war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.
Die einzelnen KUKA Gesellschaften wickeln ihre operativen Aktivitäten überwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung ab. Bei einigen KUKA Gesellschaften ergeben sich jedoch im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung entsprechende Wechselkursrisiken. Aufgrund ihrer Sicherungsaktivitäten war KUKA zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.
Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die KUKA AG Finanzinstrumente eingeht.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche mögliche Auswirkungen aus Veränderungen relevanter Risikovariablen (z. B. Zinssätze, Wechselkurse) auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Um die periodischen Auswirkungen zu ermitteln, wird eine mögliche Änderung der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Jahresultimo repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
| ― | Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (Flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten weitgehend in die jeweilige funktionale Währung überführt. |
| ― | Wesentliche Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in der funktionalen Währung erfasst oder mittels Einsatz von Derivaten in die entsprechende funktionale Währung transferiert. Somit können auch hieraus keine wesentlichen Effekte auf die betrachteten Größen entstehen. |
Aufgrund der Liefer- und Leistungsstruktur des KUKA Konzerns sowie der Lieferantenbeziehungen ergeben sich für die wesentlichen Fremdwährungen des KUKA Konzerns zum Bilanzstichtag folgende Währungsszenarien:
Eine Aufwertung des Euro gegenüber dem USD um 10 % hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 1,0 Mio. € (2011: 0,5 Mio. € positiv). Eine Abwertung des Euro gegenüber dem USD um 10 % hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 1,2 Mio. € (2011: 0,6 Mio. € negativ).
Eine Aufwertung des Euro gegenüber dem JPY um 10 % hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 3,3 Mio. € (2011: 3,8 Mio. € negativ). Eine Abwertung des Euro gegenüber dem JPY um 10 % hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 4,0 Mio. € (2011: 4,7 Mio. € positiv).
Eine Aufwertung des Euro gegenüber dem CNY um 10 % hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 1,1 Mio. € (2011: 0,2 Mio. € positiv). Eine Abwertung des Euro gegenüber dem CNY um 10 % hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 1,4 Mio. € (2011: 0,2 Mio. €).
Eine Aufwertung des Euro gegenüber dem HUF um 10 % hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,6 Mio. € (2011: 0,8 Mio. € negativ). Eine Abwertung des Euro gegenüber dem HUF um 10 % hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,7 Mio. € (2011: 0,9 Mio. € positiv).
Eine Aufwertung des Euro gegenüber dem BRL um 10 % hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,3 Mio. € (2011: 0,1 Mio. € negativ). Eine Abwertung des Euro gegenüber dem BRL um 10 % hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,4 Mio. € (2011: 0,2 Mio. € positiv).
Eine zukunftsbezogene Aussage kann aus dieser Darstellung der Währungseffekte nicht abgeleitet werden. Jedoch zeigt eine Analyse unter Berücksichtigung der Korrelationen der Wechselkursentwicklungen der KUKA Hauptwährungen (USD, JPY, CNY), dass die positiven und negativen Effekte aus Wechselkursschwankungen im Konzern sich größtenteils aufheben. Das ist auf die betragsmäßig ausgeglichenen Long- und Short- Positionen zurückzuführen.
c) Zinsrisiken
Die Risiken aus Zinssatzänderungen resultieren bei KUKA im Wesentlichen aus kurzfristigen Geldanlagen / -aufnahmen in EUR. Diese sind zum Bilanzstichtag nicht gesichert.
Zinsänderungsrisiken werden im Sinne von IFRS 7 mithilfe von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Sensitivitätsanalysen bilden die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, -erträge, -aufwendungen sowie andere Ergebnisteile und auf das Eigenkapital ab. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
| ― | Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung (z. B. die begebene Anleihe) keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. |
| ― | Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind. |
Eine Erhöhung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte zum 31. Dezember 2012 hätte eine positive Auswirkung auf das Ergebnis in Höhe von 2,4 Mio. € (2011: 1,6 Mio. € positiv). Eine Verringerung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte hätte eine negative Auswirkung auf das Ergebnis in Höhe von 0,4 Mio. € (2011: 1,6 Mio. € negativ). Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich ausschließlich aus den variabel verzinslichen Geldanlagen (Geldaufnahmen) in Höhe von 244,3 Mio. € (4,1 Mio. €) zum Bilanzstichtag.
d) Ausfallrisiken
Der KUKA Konzern ist aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen und dem KUKA Konzern damit ein finanzieller Verlust entsteht. Im Finanzierungsbereich werden wesentliche Geschäfte nur mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von mindestens Investment Grade abgeschlossen.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände auf Gesellschaftsebene lokal gesteuert und fortlaufend überwacht. Die Geschäftsbeziehungen mit Großkunden bestehen regelmäßig bei mehreren Gesellschaften des KUKA Konzerns. Damit verbundene Ausfallrisiken unterliegen einer gesonderten quartalsweisen Bonitätsüberwachung im Rahmen des Risikomanagementsystems auf Ebene des Konzern-Vorstands, um eine Kumulation von Einzelrisiken frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus sind zur Prüfung der Bonität potenzieller Geschäftspartner auch auf Segment-Ebene bereits im Prozess der Vertragsanbahnung (Abgabe von Angeboten sowie Annahme von Bestellungen) umfangreiche Prüfroutinen implementiert. Soweit nötig, wird Ausfallrisiken mittels Einzelwertberichtigungen entsprechend Rechnung getragen.
Im Rahmen der ABS-Transaktionen werden die designierten Forderungen separat verwaltet. Für das Bonitätsrisiko wird ein Sicherheitsabschlag als Barreserve hinterlegt. Der Prozentsatz der Risikovorsorge für das Bonitätsrisiko hat sich als statistisch stabil herausgestellt. Über die tatsächlichen Forderungsausfälle wird regelmäßig eine Abrechnung erstellt und die zu viel eingezahlte Barreserve rückvergütet.
Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Es liegen zum Abschlussstichtag keine das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
e) Liquiditätsrisiken
Zu den zentralen Aufgaben der KUKA AG zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit und der fristgerechten Zahlungsfähigkeit von KUKA. In diesem Zusammenhang optimiert der KUKA Konzern auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu wird das in 2007 implementierte, einheitliche und konzernweit eingesetzte Treasury-Reporting-System stetig weiterentwickelt. Daneben wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung der Zahlungsströme reduziert.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des KUKA Konzerns sicherzustellen, wird in einem ersten Schritt durch die KUKA Aktiengesellschaft eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Hierzu hat KUKA u. a. eine Anleihe begeben, einen Konsortialkreditvertrag mit einem Bankenkonsortium abgeschlossen sowie Avallinien mit Kautionsversicherungsgesellschaften vereinbart. Der Finanzierungs- und Avalbedarf der operativen Gesellschaften wird weitgehend konzernintern durch die Weitergabe von Barmitteln (Intercompany-Darlehen) und Avale gewährleistet. Somit wird das konzernweite Liquiditätsmanagement konsequent auf Einzelgesellschaftsebene fortgeführt und die Konzernfinanzierung insgesamt dadurch weiter optimiert.
Die nachfolgenden Aufstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen für die unter IFRS 7 fallenden Finanzinstrumente:
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| 31.12.2012 in Mio. € |
Cashflows 2013 | Cashflows 2014 | Cashflows 2015 - 2017 | Cashflows 2018 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 17,7 | 17,7 | 255,0 | - |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 4,2 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 136,2 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 95,5 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen | 0,1 | - | - | - |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | - | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| (davon Verbindlichkeiten aus Leasing) | - | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 56,2 | - | - | - |
| (davon Verbindlichkeiten aus Leasing) | 0,0 | - | - | - |
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| 31.12.2011 in Mio. € |
Cashflows 2012 | Cashflows 2013 | Cashflows 2014 - 2016 | Cashflows 2017 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 17,7 | 17,7 | 53,0 | 219,7 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 5,0 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 167,2 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 93,4 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen | 0,1 | - | - | - |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | - | 0,5 | 0,0 | 0,0 |
| (davon Verbindlichkeiten aus Leasing) | - | - | - | - |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 53,8 | - | - | - |
| (davon Verbindlichkeiten aus Leasing) | (0,3) | - | - | - |
Einbezogen sind alle Finanzinstrumente, die an den Bilanzstichtagen im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge sind jeweils zum Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2012 bzw. 2011 gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind stets dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
f) Sicherungsgeschäfte
Sicherungsgeschäfte werden im KUKA Konzern ausschließlich in Form von Devisentermingeschäften zur Absicherung von bestehenden Bilanzpositionen und zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen abgeschlossen. Diese betreffen ausschließlich die Sicherung von Währungsrisiken.
Nachstehend sind die Buchwerte der Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:
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| in Mio. € | Abkürzung | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Available-for-Sale Financial Assets | AfS | 0,2 | 0,2 |
| Loans and Receivables | LaR | 527,4 | 596,6 |
| Financial Assets Held for Trading | FAHfT | 4,0 | 1,7 |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Cost | FLAC | 418,9 | 389,1 |
| Financial Liabilities Held for Trading | FLHfT | 4,5 | 4,9 |
Die Zusammensetzung der Buchwerte sowie die beizulegenden Zeitwerte ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien für 2012
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| in Mio. € | Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.12.2012 |
davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden |
davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden |
Buchwert der Finanz- instrumente 31.12.2012 |
Beizulegender Zeitwert 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Finanzinvestitionen | 0,2 | - | - | 0,2 | 0,2 | |
| (davon Beteiligungen) | AfS | (0,2) | - | - | (0,2) | (0,2) |
| Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing | n. a. | 70,2 | - | 70,2 | - | 70,2 |
| Übrige langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 9,6 | 4,1 | 0,0 | 5,5 | 9,6 | |
| (davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) | FAHfT | (0,1) | - | - | (0,1) | (0,1) |
| (davon aus der Kategorie LaR) | LaR | (5,4) | - | - | (5,4) | (5,4) |
| (davon Übrige) | n. a. | (4,1) | (4,1) | - | - | (4,1) |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 141,7 | - | - | 141,7 | 141,7 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | LaR | 198,9 | - | - | 198,9 | 198,9 |
| Kurzfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing | n. a. | 5,0 | - | 5,0 | - | 5,0 |
| Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen | 26,9 | 19,0 | 0,0 | 7,9 | 26,9 | |
| (davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) | FAHfT | (1,6) | - | - | (1,6) | (1,6) |
| (davon Übrige der Kategorie LaR) | LaR | (6,3) | - | - | (6,3) | (6,3) |
| (davon Übrige) | n. a. | (19,0) | (19,0) | - | - | (19,0) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 244,3 | - | - | 244,3 | 244,3 |
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| in Mio. € | Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.12.2012 |
davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden |
davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden |
Buchwert der Finanz- instrumente 31.12.2012 |
Beizulegender Zeitwert 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Passiva | ||||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 194,9 | - | - | 194,9 | 229,8 |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | 13,4 | 13,4 | 0,0 | 0,0 | 13,4 | |
| (davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) | n. a. | (0,0) | - | (0,0) | - | (0,0) |
| (davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) | FLHfT | (0,0) | - | - | (0,0) | (0,0) |
| (davon Übrige der Kategorie FLAC) | FLAC | (0,0) | - | - | (0,0) | (0,0) |
| (davon Übrige) | n. a. | (13,4) | (13,4) | - | - | (13,4) |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 6,6 | - | - | 6,6 | 6,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 136,2 | - | - | 136,2 | 136,2 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | n. a. | 95,5 | 95,5 | - | - | 95,5 |
| Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen | FLAC | 0,1 | - | - | 0,1 | 0,1 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen | 109,1 | 52,9 | 0,0 | 56,2 | 109,1 | |
| (davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) | n. a. | (0,0) | - | (0,0) | - | (0,0) |
| (davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) | FLHfT | (4,9) | - | - | (4,9) | (4,9) |
| (davon Übrige der Kategorie FLAC) | FLAC | (51,3) | - | - | (51,3) | (51,3) |
| (davon Übrige) | n. a. | (52,9) | (52,9) | - | - | (52,9) |
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien für 2011
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| in Mio. € | Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.12.2011 |
davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden |
davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden |
Buchwert der Finanz- instrumente 31.12.2011 |
Beizulegender Zeitwert 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Finanzinvestitionen | 0,2 | - | - | 0,2 | 0,2 | |
| (davon Beteiligungen) | AfS | (0,2) | - | - | (0,2) | (0,2) |
| Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing | n. a. | 75,7 | - | 75,7 | - | 75,7 |
| Übrige langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 12,1 | 3,0 | - | 9,1 | 12,1 | |
| (davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) | FAHfT | (0,0) | - | - | (0,0) | (0,0) |
| (davon aus der Kategorie LaR) | LaR | (9,1) | - | - | (9,1) | (9,1) |
| (davon Übrige) | n. a. | (3,0) | (3,0) | - | - | (3,0) |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 145,5 | - | - | 145,5 | 145,5 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | LaR | 194,3 | - | - | 194,3 | 194,3 |
| Kurzfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing | n. a. | 4,6 | - | 4,6 | - | 4,6 |
| Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen | 66,4 | 52,7 | - | 13,7 | 66,4 | |
| (davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) | FAHfT | (4,0) | - | - | (4,0) | (4,0) |
| (davon Übrige der Kategorie LaR) | LaR | (9,7) | - | - | (9,7) | (9,7) |
| (davon Übrige) | n. a. | (52,7) | (52,7) | - | - | (52,7) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 168,8 | - | - | 168,8 | 168,8 |
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| in Mio. € | Bewertungs- kategorie nach IAS3S |
Buchwert 31.12.2011 |
davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden |
davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden |
Buchwert der Finanz- instrumente 31.12.2011 |
Beizulegender Zeitwert 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Passiva | ||||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 194,0 | - | - | 194,0 | 202,8 |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | 13,3 | 12,1 | 0,0 | 1,2 | 13,3 | |
| (davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) | n. a. | (0,0) | - | (0,0) | - | (0,0) |
| (davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) | FLHfT | (0,3) | - | - | (0,3) | (0,3) |
| (davon Übrige der Kategorie FLAC) | FLAC | (0,9) | - | - | (0,9) | (0,9) |
| (davon Übrige) | n. a. | (12,1) | (12,1) | (0,0) | - | (12,1) |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 7,4 | - | - | 7,4 | 7,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 167,2 | - | - | 167,2 | 167,2 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | n. a. | 93,4 | 93,4 | - | - | 93,4 |
| Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen | FLAC | 0,1 | 0,1 | - | - | 0,1 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen | 109,6 | 55,8 | 0,3 | 53,5 | 109,6 | |
| (davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) | n. a. | (0,3) | - | (0,3) | - | (0,3) |
| (davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) | FLHfT | (4,2) | - | - | (4,2) | (4,2) |
| (davon Übrige der Kategorie FLAC) | FLAC | (49,3) | - | - | (49,3) | (49,3) |
| (davon Übrige) | n. a. | (55,8) | (55,8) | (0,0) | (0,0) | (55,8) |
Die Vermögenswerte mit Ausnahme von Finanzinvestitionen sowie Leasingforderungen weisen überwiegend kurze Restlaufzeiten auf. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Langfristige verzinsliche Forderungen inklusive der Forderungen aus Finanzierungs-Leasing werden auf Basis verschiedener Parameter wie Zinssätze und individueller Bonität des Kunden bewertet und gegebenenfalls wertberichtigt. Demnach entsprechen auch diese Buchwerte annähernd den Marktwerten.
Die Schulden mit Ausnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten und der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Der Marktwert der Anleihe basiert auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag.
Bei den zum Bilanzstichtag angesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Wechselkursrisiken. Der Bilanzansatz erfolgt zum Marktwert, der anhand standardisierter finanzmathematischer Verfahren unter anderem in Abhängigkeit von den Devisenterminkursen ermittelt wird.
Gemäß IFRS 7.27A sind die zu Marktwerten bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Dabei werden die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt definiert:
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| STUFE 1: | Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden |
| STUFE 2: | Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt oder indirekt beobachtbar sind |
| STUFE 3: | Informationen über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. |
Im KUKA Konzern sind hiervon im Wesentlichen die aktivierten (1,7 Mio. €; 2011: 4,0 Mio. €) und passivierten (4,9 Mio. €; 2011: 4,5 Mio. €) Devisentermingeschäfte betroffen. Diese werden gemäß der Stufe 2 bewertet.
Die Nettoergebnisse gegliedert nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien des IAS 39 für das Geschäftsjahr 2012
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| in Mio. € | Nettogewinne / -verluste |
Gesamtzinserträge und -aufwendungen |
Provisionserträge und -aufwendungen |
|---|---|---|---|
| Loans and Receivables (LaR) | -4,2 | 2,2 | 0,0 |
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | -1,1 | 0,0 | - |
| Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) | -2,5 | - | - |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | 1,7 | -24,3 | -2,6 |
| Summe | -6,1 | -22,1 | -2,6 |
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien des IAS 39 für das Geschäftsjahr 2011
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| in Mio. € | Nettogewinne / -verluste |
Gesamt Zinserträge und -aufwendungen |
Provisionserträge und -aufwendungen |
|---|---|---|---|
| Loans and Receivables (LaR) | -1,2 | 2,7 | 0,0 |
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | -0,8 | 0,0 | - |
| Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) | 3,1 | - | - |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | -2,8 | -28,4 | -3,8 |
| Summe | -1,7 | -25,7 | -3,8 |
Wie im Vorjahr beinhalten die Nettoverluste aus der Bewertungskategorie Loans and Receivables im Wesentlichen Währungskurseffekte sowie Ergebnisse aus Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte. Die Nettogewinne aus Financial Liabilities Measured at Amortised Cost beinhalten neben Fremdwährungseffekten auch Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten.
Die Zinserträge für die Finanzinstrumente der Kategorie Loans and Receivables stammen aus der Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost betrifft im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Anleihe sowie aus den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Im Vorjahr waren in diesem Posten auch die Zinsaufwendungen aus der Wandelschuldverschreibung enthalten.
Als Provisionsaufwendungen sind Transaktionskosten für Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Gebühren für die Bereitstellung von Avalen ausgewiesen.
29 HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen:
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Bürgschaften | 1,5 | 0,1 |
| Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen | 36,3 | 9,6 |
| Sonstige Verpflichtungen | 43,6 | 44,1 |
| (davon Bestellobligo) | (1,1) | (2,4) |
| (davon Miet- und Leasingverpflichtungen) | (36,8) | (36,0) |
| (davon übrige finanzielle Verpflichtungen) | (5,7) | (5,7) |
| Summe | 81,4 | 53,8 |
Die Reduzierung der Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen resultiert im Wesentlichen aus der Erfüllung eines langfristigen Fertigungsauftrages und der vermehrten Begebung von Konzernbürgschaften für neue Aufträge.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung weist entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgte nach der indirekten Methode aus dem Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft.
Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Die Zahlungsmittel unterliegen keiner Verfügungsbeschränkung.
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis nach Ertragsteuern indirekt abgeleitet.
Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und den Änderungen im Konsolidierungskreis bereinigt.
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und Geschäftseinheiten lagen im Geschäftsjahr in Höhe von 0,1 Mio. € für den Erwerb weiterer Anteile an der HLS Vietnam Co. Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam, vor. Im Vorjahr lagen keine Ein- oder Auszahlungen für den Erwerb oder Verkauf von konsolidierten Unternehmen und Geschäftseinheiten vor.
Im Mittelzufluss bzw. -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind ebenfalls folgende Posten enthalten:
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| gezahlte Zinsen | -29,1 | -22,0 |
| erhaltene Zinsen | 8,9 | 8,6 |
| gezahlte Ertragsteuern | -23,0 | -29,8 |
| erstattete Ertragsteuern | 3,3 | 1,4 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNSEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die einzelnen Jahresabschlussdaten sind nach Geschäftsfeldern und Regionen segmentiert. Die Aufgliederung orientiert sich an der internen Berichterstattung (Management Approach). Durch die Segmentierung sollen Ertragskraft und Erfolgsaussichten sowie die Chancen und Risiken der verschiedenartigen Geschäftsfelder des Konzerns transparent gemacht werden.
Die Segmentberichterstattung trägt der Struktur des KUKA Konzerns Rechnung. Der KUKA Konzern war im Berichtsjahr sowie im Vorjahr in zwei wesentlichen Geschäftsfeldern tätig:
KUKA ROBOTICS
In diesem Segment werden den Kunden aus Automotive, General Industry und übergreifendem Customer Service Industrieroboter - vom Kleinroboter bis hin zum nunmehr 1.300 kg starken Titan - angeboten. Daneben sind in diesem Segment die Aktivitäten der Advanced Robotics gebündelt.
KUKA SYSTEMS
Das Segment bietet seinen Kunden in den Bereichen Automotive, Aerospace, Solar und General Industry innovative Lösungen und Dienstleistungen für die automatisierte Produktion. Dabei reicht das Spektrum der Anwendungen von Schweißen, Kleben, Dichten, Montieren, Testen bis hin zum Umformen nach individuell angepassten Kundenbedürfnissen.
Die KUKA Aktiengesellschaft und weitere Beteiligungen, die das operative Geschäft des KUKA Konzerns ergänzen, sind als eigener Bereich zusammengefasst. Bereichsübergreifende Konsolidierungs- und Überleitungsposten werden in einer eigenen Spalte dargestellt. Die Zuordnung der Konzerngesellschaften zu den einzelnen Geschäftsfeldern ist aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf Regionen erfolgt nach dem Sitz des Kunden / Lieferort. Das langfristige Vermögen (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) wird nach dem Standort der Gesellschaften ermittelt.
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| Umsätze nach Sitz des Kunden | Langfristiges Vermögen nach Sitz der Gesellschaft | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 503,6 | 596,1 | 85,9 | 94,4 |
| Europa (ohne Deutschland) | 328,8 | 398,6 | 19,8 | 22,8 |
| Nordamerika | 274,2 | 427,3 | 54,5 | 54,2 |
| Asien / Sonstige Regionen | 329,0 | 317,2 | 6,2 | 6,4 |
| Summe | 1.435,6 | 1.739,2 | 166,4 | 177,8 |
In 2012 erzielte der KUKA Konzern mit vier (2011: drei) Kunden jeweils mehr als 10 % der Gesamtumsätze. Die dabei getätigten Umsätze entfallen sowohl auf das Segment Robotics als auch auf das Segment Systems.
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| Gesamt 2011 | Gesamt 2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kunde A | 268,8 | 18,7 | 250,7 | 14,4 |
| Kunde B | 149,2 | 10,4 | 213,6 | 12,3 |
| Kunde C | 222,4 | 15,5 | 195,4 | 11,2 |
| Kunde D | 76,6 | 5,3 | 177,2 | 10,2 |
| übrige Kunden | 718,6 | 50,1 | 902,3 | 51,9 |
| Umsatzerlöse | 1.435,6 | 100,0 | 1.739,2 | 100,0 |
Für die Berechnung der Segmentinformationen gelten folgende Grundsätze:
| ― | Die Konzernaußenumsatzerlöse zeigen die Anteile der Geschäftsbereiche am konsolidierten Umsatz des Konzerns, wie in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung dargestellt. |
| ― | Die Konzerninnenumsatzerlöse sind die Umsätze, die zwischen den Segmenten getätigt werden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze werden marktorientiert festgelegt. |
| ― | Die Umsatzerlöse der Segmente beinhalten die Umsätze mit Konzernfremden sowie mit anderen Segmenten des Konzerns. |
| ― | Das EBIT stellt das Betriebsergebnis, also das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ohne das Finanzergebnis, dar; das EBIT ist um zu aktivierende Fremdkapitalzinsen bereinigt. |
| ― | Der ROCE (Return on Capital Employed) ist das EBIT im Verhältnis zum betrieblich eingesetzten Nettovermögen (Capital Employed), das im Wesentlichen unverzinslich ist. Für die Berechnung des ROCE wird das Capital Employed als Durchschnittswert zugrunde gelegt. |
Die Überleitung vom Capital Employed zum Segmentvermögen und zu den Segmentschulden zeigt nachfolgende Tabelle:
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Capital Employed | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 78,8 | 82,9 |
| + Sachanlagen | 87,6 | 94,9 |
| + langfristige Leasingforderungen | 75,7 | 70,2 |
| + Aktivisches Working Capital | 624,2 | 601,8 |
| Vorräte | 195,4 | 213,4 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 194,3 | 198,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 145,5 | 141,7 |
| sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 89,0 | 47,8 |
| \= Aktivposten des Capital Employed | 866,3 | 849,8 |
| ./.sonstige Rückstellungen, ohne wesentliche Restrukturierungsrückstellungen | 75,7 | 80,2 |
| ./.Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 93,4 | 95,5 |
| ./. erhaltene Anzahlungen | 67,1 | 86,5 |
| ./.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 167,2 | 136,2 |
| ./.sonstige Verbindlichkeiten mit Ausnahme anleiheähnlicher Verbindlichkeiten (inkl. PRAP) | 121,9 | 112,9 |
| \= Passivposten des Capital Employed (= Passivisches Working Capital) | 525,3 | 511,3 |
| \= Capital Employed | 341,0 | 338,5 |
| Capital Employed im Durchschnitt | 332,9 | 339,8 |
| Segmentvermögen | ||
| Aktivposten des Capital Employed | 866,3 | 849,8 |
| + Finanzinvestitionen | 0,2 | 0,2 |
| \= Segmentvermögen | 866,5 | 850,0 |
| Segmentschulden | ||
| Passivposten des Capital Employed (= Passivisches Working Capital) | 525,3 | 511,3 |
| + Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 70,4 | 82,0 |
| + Wesentliche Restrukturierungsrückstellungen | 1,4 | 0,0 |
| \= Segmentschulden | 597,1 | 593,3 |
| Aktivisches Working Capital | 624,2 | 601,8 |
| Passivisches Working Capital | 525,3 | 511,3 |
| Working Capital | 98,9 | 90,5 |
Weitere Elemente der Segmentberichterstattung sind im Lagebericht in der Berichterstattung über die operativen Geschäftsbereiche Robotics und Systems sowie tabellarisch zu Beginn des Konzernanhangs dargestellt.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN
Gemäß IAS 24 sind Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden, anzugeben.
Als nahestehende Personen im KUKA Konzern kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die nicht konsolidierten Unternehmen, an denen die KUKA Aktiengesellschaft mittelbar oder unmittelbar mehr als 20 % der Stimmrechtsanteile hält, bzw. Unternehmen, die mittelbar oder unmittelbar mehr als 20 % der Stimmrechtsanteile an der KUKA Aktiengesellschaft halten, in Betracht.
Die Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim / Bayern, ist an der KUKA Aktiengesellschaft aktuell mit zusammen 24,4 % beteiligt und stellt damit eine nahestehende Person im Sinne des IAS 24 dar.
Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr bestanden Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und als nahestehende Gesellschaften des KUKA Konzerns definierten Unternehmen im Wesentlichen nur gegenüber der Grenzebach-Gruppe. Dabei wurden von Gesellschaften des KUKA Konzerns Leistungen in Höhe von 21,7 Mio. € (2011: 23,8 Mio. €) erbracht und Leistungen in Höhe von 36,0 Mio. € (2011: 31,7 Mio. €) empfangen.
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| Erbrachte Lieferungen und Leistungen des Konzerns an nahestehende Unternehmen | Empfangene Lieferungen und Leistungen des Konzerns von nahestehenden Unternehmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Anteile in % |
2011 | 2012 | 2011 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Grenzebach-Gruppe | 24,4 | 23,8 | 21,7 | 31,7 | 36,0 |
Die Festlegung der Verrechnungspreise für gruppeninterne Umsätze erfolgt marktorientiert unter Beachtung des "Dealing at Arm's Length"-Prinzips.
Die an nahestehende Unternehmen erbrachten Leistungen betreffen vor allem Provisionen und Umsätze, im Wesentlichen mit Produkten des Segments Robotics. Die empfangenen Leistungen des Konzerns umfassen im Wesentlichen Vorleistungen zur Weiterverarbeitung bei den konsolidierten Gesellschaften des KUKA Konzerns sowie Lohnfertigung.
Den wesentlichen Teil der Forderungen zwischen voll konsolidierten Gesellschaften des KUKA Konzerns und nahestehenden Gesellschaften zeigt folgende Tabelle.
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| Forderungen des Konzerns an nahestehende Unternehmen | Verbindlichkeiten des Konzerns an nahestehende Unternehmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Anteile in % |
31.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Grenzebach-Gruppe | 24,4 | 7,0 | 3,0 | 1,9 | 2,0 |
| Sonstige unter 1 Mio. € | - | - | - | 0,1 | 0,1 |
| Summe | - | 7,0 | 3,0 | 2,0 | 2,1 |
Bei den sonstigen in der Tabelle aufgeführten nahestehenden Unternehmen handelt es sich um die Freadix FryTec GmbH, Augsburg, die IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe, sowie die KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg.
Mit Ausnahme der im Vergütungsbericht dargestellten Rechtsgeschäfte wurden mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft von keinem Unternehmen des KUKA Konzerns berichtspflichtige Geschäfte vorgenommen.
GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 4,0 Mio. € (2011: 3,2 Mio. €). Die amtierenden Vorstände erhielten im Geschäftsjahr ein Festgehalt inklusive Sachbezügen von 0,7 Mio. € (2011: 0,9 Mio. €). Die erfolgs- und leistungsabhängige Vergütung betrug 1,2 Mio. € (2011: 1,3 Mio. €). Die Bezüge nach dem Phantom-Share-Programm 2012 - 2014 betrugen 0,6 Mio. €. Die Vergütung von Herrn Stephan Schulak wurde wegen der vorzeitigen Vertragsaufhebung gesondert geregelt. Für alle Vergütungsbestandteile wurde ein Barausgleich von 1,5 Mio. € bezahlt. Zum 31. Dezember 2012 betrug die Rückstellung für alle Phantom-Share-Programme des Vorstands 1,7 Mio. € (2011: 1,0 Mio. €).
Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2012 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 10,0 Mio. € (HGB) (2011: 9,8 Mio. €).
Entschädigungsvereinbarungen der KUKA Aktiengesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Organtätigkeit im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 0,8 Mio. € (2011: 0,9 Mio. €).
Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verweisen wir auf die Ausführungen im geprüften Vergütungsbericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Corporate Governance Berichts und fasst auch die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Konzernlageberichts.
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf Seite 152 f. aufgeführt.
HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das in 2012 als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers, der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, beträgt insgesamt 1,4 Mio. €. Für Abschlussprüfungsleistungen wurden 1,0 Mio. € erfasst. Andere Bestätigungsleistungen wurden in Höhe von 0,1 Mio. € durch den Abschlussprüfer erbracht. Für Steuerberatungsleistungen des Abschlussprüfers wurden 0,3 Mio. € als Aufwand erfasst.
ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die gleichlautenden Entsprechenserklärungen gemäß § 161 AktG des Vorstands vom 5. Februar 2013 und des Aufsichtsrats vom 15. Februar 2013 sind im Internet über die Website der Gesellschaft (www.kuka-ag.de) allen Interessenten zugänglich.
EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Mit Ad-hoc-Mitteilung vom 6. Februar 2013 gab die Gesellschaft bekannt, dass der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen hat, Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 55,0 Mio. € bis 60,0 Mio. € mit Endfälligkeit am 12. Februar 2018, d. h. einer Laufzeit von fünf Jahren, anzubieten. Die Wandelschuldverschreibungen sind anfänglich in bis zu 1.598.659 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft wandelbar. Die Emission werde, unter Ausschluss der Bezugsrechte, aus bedingtem Kapital gemäß § 4(6) der Satzung und entsprechend der Ermächtigung durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2010 erfolgen.
Nach erfolgreicher Privatplatzierung der Wandelschuldverschreibungen gab die KUKA Aktiengesellschaft noch am 6. Februar 2013 die Details der Transaktion bekannt: Das endgültige Emissionsvolumen beträgt 58,8 Mio. € bei einem Nominalzinssatz von 2,0 %. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 36,8067 € und stellt damit eine Wandlungsprämie von 26,0 % auf den Referenzkurs der Aktie am 6. Februar 2013 dar. Die Wandelschuldverschreibungen sind zum Handel am Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.
Der Erlös aus der Emission dient der mittelfristigen Optimierung der Bilanz sowie der Erhöhung der finanziellen Flexibilität.
Augsburg, 4. März 2013
KUKA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Till Reuter
Peter Mohnen
ORGANE
VORSTAND
Dr. Till Reuter
Pfäffikon, Schweiz, Vorsitzender des Vorstands
| ― | Rinvest AG, Pfäffikon / Schweiz* |
| ― | Dr. Steiner Holding AG* |
Peter Mohnen (seit 1. August 2012)
München, Mitglied des Vorstands Finanzen und Controlling
Stephan Schulak (bis 31. Juli 2012)
Rohrbach, Mitglied des Vorstands Finanzen und Controlling
AUFSICHTSRAT
Bernd Minning
Kaisheim
Vorsitzender des Aufsichtsrats Geschäftsführer der
| ― | Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim |
| ― | Grenzebach BSH GmbH, Bad Hersfeld |
| ― | Grenzebach Shanghai GmbH, Asbach-Bäumenheim |
| ― | Grenzebach International GmbH, Asbach-Bäumenheim |
Mitglied im Board of Director der
| ― | Grenzebach Machinery (Jiashan) Ltd., Jiashan, VR China (Chairman) |
| ― | Grenzebach Machinery (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China (Chairman) |
| ― | Grenzebach Corporation, Newman, Georgia / USA |
| ― | INOS Automation Software, Inc., Farmington Hills, Michigan / USA |
| ― | Grenzebach Machinery (Italy) s.r.l., Fossano, Italy |
Jürgen Kerner (bis 6. Juni 2012)***
Königsbrunn
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, Frankfurt
| ― | MAN SE, München* |
| ― | manroland AG, Offenbach* (bis 31. Mai 2012) |
| ― | Premium Aerotec GmbH, Augsburg* |
| ― | Siemens AG, München |
Thomas Kalkbrenner (seit 13. Juni 2012)
Augsburg
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 27. September 2012)
2. Bevollmächtigter IG Metall, Verwaltungsstelle Augsburg
Prof. Dr. Dirk Abel
Aachen
Universitätsprofessor
Direktor des Instituts für Regelungstechnik der RWTH Aachen
Mitglied des Aufsichtsrats der ATC GmbH (Aldenhoven Testing Center of RWTH Aachen University), Aachen
Wilfried Eberhardt***
Aichach
Executive Vice President Marketing & Associations
KUKA Roboter GmbH, Augsburg
Prokurist KUKA Roboter GmbH, Augsburg
Dr. Uwe Ganzer
Bochum
Kaufmann
| ― | expert AG, Langenhagen* |
| ― | Curanum AG, München (Aufsichtsratsvorsitzender)* |
Siegfried Greulich***
Augsburg
Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Systems GmbH, Augsburg
Thomas Knabel***
Zwickau
2. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Zwickau
Carola Leitmeir***
Großaitingen
Betriebsratsvorsitzende der KUKA Laboratories GmbH, Augsburg
Prof. Dr. Uwe Loos
Stuttgart
Industrieberater
| ― | Dorma Holding GmbH +Co. KGaA, Ennepetal* |
| ― | Bharat Forge LTD, Pune, Indien** |
| ― | CDP Bharat Forge GmbH, Ennepetal** |
| ― | Kenersys GmbH, Münster** |
| ― | Fritz GmbH, Bietigheim-Bissingen** |
| ― | Bharat Forge Aluminiumtechnik, Brand-Erbisdorf** |
Dr. Michael Proeller
Augsburg
Betriebswirt
geschäftsführender Gesellschafter Erhardt + Leimer GmbH, Augsburg
Geschäftsführer Erhardt + Leimer Elektroanlagen GmbH, Augsburg
Geschäftsführer Erhardt + Leimer Steuerungstechnik GmbH, Augsburg
| ― | Erhardt + Leimer Inc., Duncan, USA** |
| ― | Erhardt + Leimer, India Pvt. Ltd., Indien** |
| ― | Erhardt + Leimer, Italia S.r.l., Italien** |
| ― | Erhardt + Leimer do Brasil Ltda., Brasilien** |
| ― | Erhardt + Leimer Canada Ltd., Kanada** |
| ― | Erhardt + Leimer Japan Ltd., Japan** |
| ― | Erhardt + Leimer France SARL., Frankreich** |
| ― | Erhardt + Leimer (Hangzhou) Ltd., VR China** |
Fritz Seifert***
Schwarzenberg
Vorsitzender des Betriebsrats KUKA Systems GmbH, Augsburg
Geschäftsbereich Werkzeugbau Schwarzenberg (bis 31. Dezember 2012)
Stellvertretender Konzernbetriebsratsvorsitzender (bis 25. März 2013)
Guy Wyser-Pratte
Bedford, New York / USA
President Wyser-Pratte & Co., Inc.
* Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
** Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
*** Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
ANTEILSBESITZLISTE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
Stand 31. Dezember 2012
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| Name und Sitz der Gesellschaften | Währung | Anteil am Kapital in % |
Art der Einbeziehung |
|---|---|---|---|
| Deutschland | |||
| 1 KUKA Roboter GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | k |
| 2 KUKA Systems GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | k |
| 3 KUKA Laboratories GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | k |
| 4 HLS Ingenieurbüro GmbH, Augsburg | EUR | 100,00 | k |
| 5 KUKA Dienstleistungs GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | k |
| 6 Bopp & Reuther Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg | EUR | 100,00 | k |
| 7 Freadix FryTec GmbH, Augsburg | EUR | 100,00 | nk |
| 8 IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe | EUR | 100,00 | nk |
| 9 KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg | EUR | 100,00 | nk |
| 10 Schmidt Maschinentechnik GmbH i.L., Niederstotzingen | EUR | 100,00 | nk |
| Sonstiges Europa | |||
| 11 HLS Czech s.r.o., Mlada Boleslav / Tschechien | CZK | 100,00 | k |
| 12 KUKA S-BASE s.r.o. v likvidaci, Roznov p.R. / Tschechien | CZK | 100,00 | k |
| 13 KUKA Automatisering + Robots N.V., Houthalen / Belgien | EUR | 100,00 | k |
| 14 KUKA Automatisme + Robotique S.A.S., Villebon-sur-Yvette / Frankreich | EUR | 100,00 | k |
| 15 KUKA Automotive N.V., Houthalen / Belgien | EUR | 100,00 | k |
| 16 KUKA Enco Werkzeugbau spol. s.r.o., Dubnica nad Vahom / Slowakei | EUR | 65,00 | k |
| 17 KUKA Nordic AB, Västra Frölunda / Schweden | SEK | 100,00 | k |
| 18 KUKA Roboter CEE GmbH, Linz / Österreich | EUR | 100,00 | k |
| 19 KUKA Roboter Italia S.p.A., Rivoli / Italien | EUR | 100,00 | k |
| 20 KUKA Roboter Schweiz AG, Dietikon / Schweiz | CHF | 100,00 | k |
| 21 KUKA Robotics Hungaria Ipari Kft., Taksony / Ungarn | EUR | 100,00 | k |
| 22 KUKA Robotics OOO, Moskau / Russland | RUB | 100,00 | k |
| 23 KUKA Robotics UK LTD, Wednesbury / Großbritannien | GBP | 100,00 | k |
| 24 KUKA Robots IBÉRICA, S.A., Vilanova i la Geltrú / Spanien | EUR | 100,00 | k |
| 25 KUKA Sistemy OOO, Togliatti / Russland | RUB | 100,00 | k |
| 26 KUKA Systems France S.A., Montigny / Frankreich | EUR | 100,00 | k |
| 27 KUKA Systems SRL, Sibiu / Rumänien | RON | 100,00 | k |
| 28 Metaalwarenfabriek 's-Hertogenbosch B.V., 's-Hertogenbosch / Niederlande | EUR | 100,00 | nk |
| 29 Thompson Friction Welding Ltd., Halesowen / Großbritannien | GBP | 100,00 | k |
| Nordamerika | |||
| 30 KUKA U.S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan / USA | USD | 100,00 | k |
| einschließlich | |||
| 31 KUKA Systems North America LLC., Sterling Heights, Michigan / USA | USD | 100,00 | k |
| 32 KUKA Assembly and Test Corp., Saginaw, Michigan / USA | USD | 100,00 | k |
| 33 KUKA Systems de Mexico, S. de R.L. de C.V., Mexico City / Mexiko | MXN | 100,00 | k |
| 34 KUKA Recursos, S. de R.L. de C.V., Mexico City / Mexiko | MXN | 100,00 | k |
| 35 KUKA Toledo Production Operation, LLC., Clinton Township, Michigan / USA | USD | 100,00 | k |
| 36 KUKA Robotics Corp., Sterling Heights, Michigan / USA | USD | 100,00 | k |
| 37 KUKA Robotics Canada Ltd., Saint John NB / Kanada | CAD | 100,00 | k |
| 38 KUKA de Mexico S.de R.L.de C.V., Mexico City / Mexiko | MXN | 100,00 | k |
| Süd- und Mittelamerika | |||
| 39 KUKA Roboter do Brasil Ltda., São Paulo / Brasilien | BRL | 100,00 | k |
| 40 KUKA Systems do Brasil Ltda., São Bernardo do Campo SP / Brasilien | BRL | 100,00 | k |
| Asien | |||
| 41 HLS Autotechnik (India) Pvt. Ltd., Pune / Indien | INR | 100,00 | k |
| 42 HLS VIETNAM CO., LTD., Ho Chi Minh City / Vietnam | VND | 95,00 | k |
| 43 KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | k |
| 44 KUKA Flexible Manufacturing Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | k |
| 45 KUKA Robot Automation Malaysia Sdn BhD, Kuala Lumpur / Malaysia | MYR | 99,99 | k |
| 46 KUKA Robot Automation Taiwan Co. Ltd., Chung-Li City / Taiwan | TWD | 99,90 | k |
| 47 KUKA Robotics (China) Co. Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | k |
| 48 KUKA Robotics Manufacturing China Co., LTD, Shanghai City / China | CNY | 100,00 | k |
| 49 KUKA Robotics (India) Pvt. Ltd, Haryana / Indien | INR | 100,00 | k |
| 50 KUKA Robotics Japan K.K., Tokio / Japan | JPY | 100,00 | k |
| 51 KUKA Robotics Korea Co., Ltd., Kyunggi-Do / Südkorea | KRW | 100,00 | k |
| 52 KUKA Systems (India) Pvt. Ltd, Pune / Indien | INR | 100,00 | k |
| 53 KUKA Systems (Thailand) Co., Ltd., Bangkok / Thailand | THB | 100,00 | k |
* Gesellschaften, die von der Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht haben
Art der Einbeziehung
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| k | vollkonsolidierte Gesellschaften per 31. Dezember 2012 |
| nk | nicht konsolidierte Gesellschaften per 31. Dezember 2012 |
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Augsburg, 4. März 2013
KUKA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Till Reuter
Peter Mohnen
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den von der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Bilanz, Entwicklung des Eigenkapitals und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 4. März 2013
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Karl Braun, Wirtschaftsprüfer
Rainer Rupprecht, Wirtschaftsprüfer
GLOSSAR - KAUFMÄNNISCHE BEGRIFFE
ABS
Asset Backed Securities: Darunter werden verzinsliche Wertpapiere verstanden, deren Rückzahlungsanspruch durch Vermögenswerte (meist Forderungen) besichert wird. Im Rahmen eines ABS-Programms werden Forderungen der KUKA Roboter GmbH angekauft.
Bestellobligo
Zahlungsverpflichtung aus Einkäufen.
BRIC-Staaten
Zusammenfassende Bezeichnung der Länder Brasilien, Russland, Indien und China.
Bruttoergebnis
Als Bruttoergebnis vom Umsatz wird der Saldo aus Umsatz und Umsatzkosten bezeichnet. Als Umsatzkosten gelten dabei alle direkt zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten. Weitere Kosten, wie für Forschung und Entwicklung, Marketing oder Verwaltung, gehen in den Wert nicht ein.
Bruttomarge
Die Bruttomarge ermittelt sich durch Division von Bruttoergebnis und Umsätzen.
Capital Employed
Das Capital Employed beinhaltet das Working Capital sowie die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen. Damit stellt das Capital Employed die Differenz aus betrieblichem Vermögen und nicht verzinslichem Fremdkapital dar.
Cash Earnings
Die Cash Earnings sind ein Maßstab für den Cash-Zufluss bzw. -Abfluss aus dem operativen Ergebnis. Sie ergeben sich als Saldo aus dem Betriebsergebnis (EBIT), den Zinsen, Steuern, Abschreibungen sowie sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen.
CGK
Corporate Governance Kodex: Forderungskatalog der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gegenüber deutschen Unternehmen (seit 2002).
Corporate Compliance
Die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen und interner Richtlinien zur Vermeidung von Rechtsverstößen sowie zur vorbeugenden Risikominimierung in einem Unternehmen wird als Compliance Management System bezeichnet.
Corporate Governance
Im internationalen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung für die verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
DAX
Bluechip-Index der Deutschen Börse. Er enthält die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz 30 größten deutschen Werte, die im Prime Standard zugelassen sind.
Derivate
Finanzinstrumente, deren Wert sich im Wesentlichen vom Preis und den Preisschwankungen / -erwartungen eines zugrunde liegenden Basiswerts, z. B. Wechselkurse, ableitet.
EBIT
Earnings Before Interest and Taxes: Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.
EBIT-Marge
Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.
Eigenkapitalquote
Verhältnis von bilanziellem Eigenkapital zur Bilanzsumme.
Entsprechenserklärung
Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG - zur Umsetzung der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.
Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie wird aus dem Konzernergebnis nach Steuern und der Zahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.
Exposure
Zur Risikoeinschätzung verwendete Kennzahl. In dieser Kennzahl sind alle Zahlungseingänge in einem 90-Tage-Zeitraum vor dem Stichtag der Anzahlungen, Leistungsfortschrittszahlungen oder Werklohn nach Abnahme der Leistung enthalten. Zusätzlich werden alle Zahlungen des Kunden, die vor 90 Tagen geleistet wurden und noch nicht mit Lieferungen / Leistungen hinterlegt sind, inklusive der Summe der unbezahlten Rechnungen nach Lieferung oder Leistung an den Kunden, der POC-Forderungen und eines eventuellen Bestellobligos, in dieser Kennzahl zusammengefasst.
F&E-Aufwendungen
Aufwendungen in den Forschungs- und Entwicklungsbereichen.
Free Cashflow
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zuzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit. Der Free Cashflow verdeutlicht, wie viel finanzielle Mittel das Unternehmen im Geschäftsjahr erwirtschaftet hat.
Free Float
Anteil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet.
General Industry
Absatzmärkte der allgemeinen Industrie - außerhalb der Automobilindustrie.
HGB
Deutsches Handelsgesetzbuch.
IAS
International Accounting Standards.
IFRIC / SIC
Interpretationen der IAS und IFRS werden vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) entwickelt. IFRIC ist der neue Name für das Standing Interpretations Committee (SIC), der von den Treuhändern der IASC-Stiftung im März 2002 angenommen wurde. SIC wurde 1997 geschaffen, um die strenge Anwendung und weltweite Vergleichbarkeit von Abschlüssen, die auf der Grundlage von International Accounting Standards (IAS) erstellt werden, zu verbessern, indem möglicherweise umstrittene Bilanzierungssachverhalte ausgelegt werden.
IFRS
International Financial Reporting Standards: international geltende Rechnungslegungsstandards zur Gewährleistung der internationalen Vergleichbarkeit von Konzernabschlüssen und zur Erreichung einer höheren Transparenz.
Latente Steuern
Zeitlich begrenzte Differenzen zwischen errechneten Steuern auf nach Handels- und Steuerbilanz ausgewiesenen Ergebnissen mit dem Ziel, den Steueraufwand entsprechend dem handelsrechtlichen Ergebnis auszuweisen.
MAP
MitarbeiterAktienProgramm der KUKA Aktiengesellschaft.
Marktkapitalisierung
Marktwert eines börsennotierten Unternehmens. Dieser errechnet sich aus dem Kurswert der Aktie multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien.
MDAX
Dieser Aktienindex der Deutschen Börse umfasst die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz 50 größten Unternehmen unterhalb des DAX.
Nettoliquidität / -Verschuldung
Die Nettoliquidität / -verschuldung ist eine finanzielle Steuerungsgröße und setzt sich aus flüssigen Mitteln und Wertpapieren abzüglich kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten zusammen.
Percentage-of-Completion-Methode (POC)
Bilanzierungsmethode der Umsatz- und Gewinnrealisierung nach dem Leistungsfortschritt. Diese Methodik ist auf kundenspezifische Fertigungsaufträge anzuwenden.
Rating
Einschätzung der Bonität (Zahlungsfähigkeit) eines Unternehmens, die von unabhängigen Ratingagenturen auf Basis von Unternehmensanalysen erstellt wird. Die einzelnen Ratingagenturen verwenden unterschiedliche Bewertungsstufen.
ROCE
Der ROCE (Return on Capital Employed) ist das Verhältnis von Ergebnis vor Zinsen und Steuern zum betrieblich eingesetzten Nettovermögen (Capital Employed). Für die Berechnung des ROCE wird das Capital Employed als Durchschnittswert zugrunde gelegt.
SDAX
Dieser Aktienindex der Deutschen Börse umfasst die nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz 50 kleineren Unternehmen unterhalb des MDAX.
Volatilität
Intensität der Kursschwankungen von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung.
Working Capital
Das Working Capital setzt sich zusammen aus den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten, dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und dem Saldo der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, soweit nicht dem Finanzverkehr zuzuordnen, abzüglich der sonstigen Rückstellungen, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Verbindlichkeiten mit Ausnahme der anleiheähnlichen Verbindlichkeiten und des passiven Rechnungsabgrenzungspostens.
WPHG
Deutsches Wertpapierhandelsgesetz.
FINANZKALENDER 2013
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| 8. MAI 2013 | ZWISCHENBERICHT ERSTES QUARTAL |
| 5. JUNI 2013 | HAUPTVERSAMMLUNG, AUGSBURG |
| 7. AUGUST 2013 | ZWISCHENBERICHT ERSTES HALBJAHR |
| 6. November 2013 | ZWISCHENBERICHT FÜR DIE ERSTEN NEUN MONATE |
Dieser Geschäftsbericht wurde am 26. März 2013 veröffentlicht und ist bei der KUKA AG, Abteilung Public / Investor Relations, in deutscher und englischer Sprache zu beziehen. in Zweifelsfällen ist die deutsche Version maßgeblich.
KONTAKT UND IMPRESSUM
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| KUKA AG | PUBLIC / INVESTOR RELATIONS | KONZEPT & GESTALTUNG |
|---|---|---|
| Zugspitzstr. 140 86165 Augsburg Deutschland Tel.: +49 821 797-0 Fax: +49 821 797-5333 [email protected] | Tel.: +49 821 797-5251 Fax: +49 821 797-5333 [email protected] | Whitepark GmbH & Co., Hamburg |
BILDNACHWEIS
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| Auftragsfotografen: | Bildagenturen: | Übrige Fotos: |
|---|---|---|
| Marek Vogel (Titel, S. 8 - 11, S. 12 - 15, S. 22 - 26, S. 30 / 31) Armin Brosch (S. 1, S. 4 / 5, S. 10, S. 33) Jo Teichmann (S. 20 / 21) | Getty Images (S. 18) | BELL Helicopter (S. 16 / 17) KUKA China (S. 21) KUKA Aktiengesellschaft (S. 28 / 29) |
| TEXT | ||
| candid communications (S. 1 - 11, S. 19 - 26, S. 28 / 29) PR Toolbox Inc., Martin Wendland (S. 16 / 17) |
KENNZAHLEN 5-JAHRESÜBERSICHT
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | |||||
| Robotics | 464,4 | 324,3 | 486,2 | 654,4 | 803,1 |
| Systems | 854,9 | 615,4 | 716,8 | 916,6 | 1.115,1 |
| Konzern | 1.279,9 | 903,3 | 1.142,3 | 1.553,0 | 1.889,6 |
| Umsatzerlöse | |||||
| Robotics | 474,4 | 330,5 | 435,7 | 616,3 | 742,6 |
| Systems | 837,5 | 605,5 | 695,3 | 850,7 | 1.025,3 |
| Konzern | 1.266,1 | 902,1 | 1.078,6 | 1.435,6 | 1.739,2 |
| Auftragsbestand 31.12. | 542,3 | 543,5 | 630,5 | 724,0 | 909,4 |
| EBIT | |||||
| Robotics | 42,0 | -11,5 | 20,8 | 51,0 | 80,2 |
| Systems | 26,8 | -28,8 | 20,0 | 33,7 | 47,7 |
| Konzern | 52,0 | -52,6 | 24,8 | 72,6 | 109,8 |
| EBIT in % vom Umsatz | |||||
| Robotics | 8,9 | -3,5 | 4,8 | 8,3 | 10,8 |
| Systems | 3,2 | -4,8 | 2,9 | 4,0 | 4,7 |
| Konzern | 4,1 | -5,8 | 2,3 | 5,1 | 6,3 |
| Ergebnis nach Steuern | 30,6 | -75,8 | -8,6 | 29,9 | 55,6 |
| Finanzlage | |||||
| Free Cashflow | -166,9 | -22,2 | -37,3 | 6,5 | 77,1 |
| Capital Employed (Jahresdurchschnitt) | 242,3 | 317,5 | 312,5 | 332,9 | 339,8 |
| ROCE (EBIT in % des Capital Employed) | 21,5 | -16,6 | 7,9 | 21,8 | 32,3 |
| Investitionen | 32,5 | 27,2 | 15,4 | 30,3 | 42,8 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 6.171 | 5.744 | 5.990 | 6.589 | 7.264 |
| Vermögenslage | |||||
| Bilanzsumme | 865,5 | 726,2 | 984,7 | 1.078,0 | 1.137,4 |
| Eigenkapital | 213,5 | 160,8 | 198,1 | 252,4 | 297,5 |
| in % der Bilanzsumme | 24,7 | 22,1 | 20,1 | 23,4 | 26,2 |
| Nettoliquidität | -53,6 | -48,5 | -60,3 | -32,6 | 42,8 |
| Aktie | |||||
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Mio. Stück) | 25,8 | 25,7 | 30,3 | 33,4 | 33,9 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 1,18 | -2,95 | -0,28 | 0,89 | 1,64 |
| Dividende je Aktie (in €) | - | - | - | - | 0,20* |
| Marktkapitalisierung (31.12.) | 337,0 | 350,0 | 548,0 | 472,0 | 938,4 |
* vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 5. Juni 2013
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