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KUKA AG — Annual Report 2012
Aug 5, 2013
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Annual Report
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KUKA Aktiengesellschaft
Augsburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT und JAHRESABSCHLUSS 2012
KUKA AG
GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Die KUKA AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und gehört dem Börsensegment für mittelgroße Unternehmen (MDAX) an.
Als international tätiger Maschinen- und Anlagenbauer fokussiert sich der KUKA Konzern auf die roboterbasierte Automation und steigert vor allem Effizienz und Qualität der Produktionsprozesse seiner Kunden. Das Geschäftsmodell basiert dabei im Geschäftsbereich Systems auf der Planung und dem Bau von neuen automatisierten Produktionsanlagen sowie auf der Steigerung der Effizienz bestehender Anlagen. Der Geschäftsbereich Robotics konzentriert sich auf das Design und die Montage von Industrierobotern samt Steuerung und Software. Darüber hinaus bietet Robotics zusätzlich Serviceleistungen beim Kunden an.
Die Aktivitäten der Geschäftsbereiche werden operativ von Geschäftsbereichsleitungen koordiniert. Die KUKA AG als Obergesellschaft des Konzerns hat ihren Sitz in Augsburg. Landesgesellschaften in den für das Geschäft wichtigsten Ländern der Welt unterstützen die Geschäftsbereiche weitestgehend im Vertrieb ihrer Produkte und Anlagen und führen Montage- und Serviceleistungen vor Ort durch. Der Konzern ist somit in seinen Märkten global präsent.
GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS
Der Geschäftsbereich Robotics liefert die Kernkomponente für die Automation von Produktionsprozessen: den Industrieroboter einschließlich Steuerung und Software. Das Produktprogramm des Geschäftsbereiches ist modular aufgebaut. Dadurch können dem Kunden maßgeschneiderte Lösungen auf Basis eines Standardbaukastens mit Traglasten von 5 bis 1.300 kg angeboten werden. Die Entwicklung und der Bau von Industrierobotern erfolgt überwiegend in Augsburg. Die arbeitsintensive Montage der Schaltschränke findet in zwei ungarischen Werken statt. Eine weitere Montagestätte zur Bedienung insbesondere des asiatischen Marktes befindet sich derzeit in Shanghai/China im Aufbau (Inbetriebnahme 2013).
Der Geschäftsbereich hat 2011/12 eine neue Generation von Industrierobotern (KR QUANTEC/KR C4) mit einer grundlegenden Verbesserung der Mechanik und der Steuerung auf den Markt gebracht. Dadurch hat sich der Kundennutzen dieser neuen Generation von Industrierobotern spürbar erhöht. In 2012 wurde außerdem der neue Kleinroboter KR AGILUS in den Markt eingeführt, der sich -aufbauend auf den Vorteilen der QUANTEC-Familie -durch Energieeffizienz und Geschwindigkeit auszeichnet. Dieser neue Robotertyp erweitert das Produktportfolio des Geschäftsbereichs im Bereich der niedrigen Traglasten ab und ist ein wichtiger Baustein für die Ausweitung des Geschäfts speziell in der General Industry.
Zum Ausbau neuer Anwendungen und Märkte hat KUKA ferner den Bereich Advanced Robotics innerhalb des Geschäftsbereichs Robotics gegründet, der als eigenständige Gesellschaft KUKA Laboratories GmbH arbeitet. Kernaufgaben dieses Bereichs sind neben Forschung und Entwicklung für beide Geschäftsbereiche die Weiterentwicklung des Leichtbauroboters (LBR) zur Marktreife und die langfristige Steigerung des Umsatzanteils mit dem Kundensegment Medizintechnik. Der LBR kann wegen seiner einzigartigen Kombination von Sensorik und Sicherheit in Anwendungen eingesetzt werden, bei denen roboterbasierte Lösungen aus Sicherheitsgründen bislang nicht verwendet werden.
GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS
Der Geschäftsbereich Systems plant, projektiert und errichtet automatisierte Produktionsanlagen. Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette einer Anlage ab: von einzelnen Systemkomponenten, Werkzeugen und Vorrichtungen über automatisierte Produktionszellen bis hin zu kompletten Anlagen, die von dem Geschäftsbereich als System Integrator "schlüsselfertig" erstellt werden. Das Know-how des Geschäftsbereichs liegt in der Automation einzelner Produktionsverfahren wie Schweißen und Löten, in der Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe (metallisch oder nichtmetallisch) sowie in der Integration verschiedener Produktionsschritte bis hin zu einer vollautomatischen Anlage.
An die Automobilindustrie liefert der Geschäftsbereich vor allem Anlagen zum Bau von Karosserien und zur Montage von Motoren und Getrieben sowie Werkzeuge zur Bearbeitung von Blechen. KUKA Systems betreibt außerdem auf dem Gelände des Automobilherstellers Chrysler in Toledo/USA eine Fertigung von Karosserien für den Jeep Wrangler (KTPO).
GESCHÄFTSBERICHT 2012
Der Geschäftsbereich Systems arbeitet mit regionalen Kompetenzzentren. Die Märkte in Deutschland und Europa werden von Augsburg aus betreut, Nord-/Südamerika vom Großraum Detroit/USA und Asien von Shanghai/China aus. Weitere Geschäftsfelder sind der Presswerkzeugbau sowie automatisierte Montagelinien und Prüfstände für Motoren und Getriebe, die ihre Standorte in Schwarzenberg/Erzgebirge und in der Slowakei sowie in Bremen und im Großraum Detroit/USA haben.
MÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONEN
Die Automobilindustrie ist für den KUKA Konzern die wichtigste Kundengruppe mit einem Anteil am Gesamtumsatz von 65-70%. Für diese Kundengruppe entwickelt und realisiert KUKA seit mehr als 30 Jahren roboterbasierte Automatisierungslösungen. Die hohen Anforderungen der Automobilindustrie an Produktivität, Qualität und Zuverlässigkeit haben KUKA in dieser Zeit zu einer anerkannten Marke für innovative Technologien gemacht. KUKA Robotics sieht sich dabei marktführend bei Industrierobotern in Europa und weltweit unter den führenden Anbietern. KUKA Systems ist im europäischen und nordamerikanischen Karosseriebau für die Automobilindustrie jeweils die Nr. 2. Beide Geschäftsbereiche sehen sich darüber hinaus als Technologieführer.
KUKA nutzt seine führende Marktstellung in der Automobilindustrie gezielt, um das Geschäft in Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) kontinuierlich auszubauen. Dabei ist KUKA Robotics am weitesten fortgeschritten: In Märkten -wie der Metallverarbeitung und dem Maschinenbau, der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie oder der Medizintechnik -gehört der Geschäftsbereich bereits zu den wichtigsten Global Playern. Vertrieb und Service von Robotern für die General Industry erfolgen vornehmlich über branchenorientierte Systempartner. Auch KUKA Systems expandiert in Branchen außerhalb der Automobilindustrie, vor allem im Flugzeugbau oder in der Logistik/Mobilität, und generiert derzeit ca. 20% seines Umsatzes in der General Industry.
KONZERNSTRATEGIE
Auf der Basis führender Marktpositionen der Geschäftsbereiche sowie der hohen Innovationskraft und Kundennähe des Unternehmens verfolgt KUKA eine Strategie des profitablen Wachstums, die in drei Stoßrichtungen zielt:
1. Ausbau der Innovations- und Technologieführerschaft
Die Marke KUKA steht seit über 30 Jahren für Innovationen im automobilen Anlagenbau und in der Robotertechnologie. In der Entwicklung innovativer Produktionstechnologien hat die Automobilindustrie allgemein eine Pionierfunktion. Um das hohe Innovationsniveau zu sichern und auszubauen, beschäftigt der Geschäftsbereich Robotics rund 10% seiner Mitarbeiter am zentralen Standort in Augsburg in der Forschung & Entwicklung und investiert jährlich 6 bis 8% seines Umsatzes in diesen Bereich. Die F&E-Aktivitäten des Geschäftsbereichs Systems erfolgen in der Regel im Kundenauftrag und werden nur in geringem Umfang als Forschungs- und Entwicklungsaufwand ausgewiesen. Der Bereich Advanced Robotics nimmt bei der technologischen Entwicklung neuer Anwendungen und Märkte dabei für beide Geschäftsbereiche teilweise eine Querschnittsfunktion im Unternehmen wahr.
2. Diversifizierung der Geschäftstätigkeit in neue Märkte und Regionen
Ausgehend von einer marktführenden Position im Automobilgeschäft expandiert KUKA in Märkte außerhalb der Automobilindustrie (General Industry). KUKA Systems überträgt dabei sein Automatisierungs-Know-how z. B. auf Märkte wie Luftfahrt, während KUKA Robotics in Zusammenarbeit mit seinen Systempartnern neue Anwendungen für Industrieroboter in Zielmärkten wie der Metallverarbeitung, dem Werkzeugmaschinenbau, der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie oder der Medizintechnik entwickelt. General Industry-Märkte zeichnen sich im Vergleich zur Automobilindustrie vor allem durch ein höheres Wachstums- und Ertragspotenzial aus. Parallel hierzu hat KUKA Vertriebs- und Servicekapazitäten in den wachstumsstarken Schwellenländern Asiens und Südamerikas aufgebaut, um von der zunehmenden Automatisierung u.a. in den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China nachhaltig zu profitieren. Häufig erfolgt der Markteintritt dabei über Automobilprojekte mit bestehenden Kunden, um die Kundenansprache anschließend auf lokale Automobilhersteller und Kunden aus der General Industry auszuweiten.
3. Optimierung der Kostenstruktur und kontinuierliche Effizienzverbesserung
KUKA hat im Rahmen eines nachhaltigen Effizienz- und Verbesserungsprogramms die internen Prozesse überprüft und u.a. das Lieferantenmanagement und die Beschaffung aus Niedrigkostenländern neu geordnet (HUB-Konzept). Dadurch konnte die Gewinnschwelle des Unternehmens deutlich gesenkt werden.
KONZERNINTERNES STEUERUNGSSYSTEM
Mit dem konzerninternen Steuerungssystem werden die Erfolgskennzahlen des Unternehmens transparent gemacht und so systematisch gestärkt. Die finanziellen Zielgrößen des KUKA Konzerns messen Leistungen, die den Unternehmenswert beeinflussen.
Um die Umsatzrentabilität festzustellen, wird das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt; daraus ergibt sich die EBIT-Marge. Um die Rentabilität des eingesetzten Kapitals (Capital Employed) zu ermitteln, wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlichen Capital Employed gesetzt; dies ergibt den ROCE (Return on Capital Employed). EBIT und ROCE werden für den KUKA Konzern und die Geschäftsbereiche Robotics und Systems ermittelt. Der Free Cashflow, also der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen, zeigt, ob die Investitionen aus dem Cashflow bestritten werden und wie viele Mittel ggf. für die Zahlung einer Dividende und den Schuldendienst zur Verfügung stehen. Diese Kennzahl wird für den Konzern veröffentlicht.
Ein wichtiger Frühindikator für die Geschäftsentwicklung im Maschinen- und Anlagenbau ist der Auftragseingang. Nach Abzug der Umsatzerlöse ergibt sich hieraus der Auftragsbestand als Stichtagswert am Ende einer Berichtsperiode. Der Auftragsbestand ist ein wichtiger Indikator für die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten in den kommenden Monaten. Auftragseingang und Auftragsbestand werden für den KUKA Konzern und die Geschäftsbereiche Robotics und Systems ermittelt.
Alle Kennziffern werden laufend von den Führungsgesellschaften und vom zentralen Rechnungswesen und Controlling des KUKA Konzerns verfolgt und überprüft. Das Management analysiert Planabweichungen und vereinbart ggf. Maßnahmen zur Erreichung der geplanten Zielgrößen.
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
KONJUNKTUR IN DEUTSCHLAND ENTWICKELT SICH DEUTLICH BESSER ALS IN EUROPA
Im abgelaufenen Jahr hat sich die deutsche Wirtschaft trotz einer sich abkühlenden Weltwirtschaft und der konjunkturellen Schwächeperiode der Euro-Zone als äußerst widerstandsfähig erwiesen; sie konnte sich trotz des negativen konjunkturellen Umfelds 2012 überdurchschnittlich entwickeln. So errechnete das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Zahlen einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,7% gegenüber dem Vorjahr. Dabei wies das vierte Quartal auch in Deutschland einen stärkeren Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion auf. Treiber der insgesamt positiven Wirtschaftsentwicklung in Deutschland war 2012 erneut der starke Export (+4%) vor allem in Ländern außerhalb der Euro-Zone, während die Investitionen der Unternehmen (-4%) und vor allem des Staates (-9%) deutlich rückläufig waren. So mündete die konjunkturelle Aufholjagd nach dem Einbruch 200g im Berichtsjahr in eine Phase leichten Wachstums.
DYNAMISCHE AUTOMOBILNACHFRAGE
Sowohl die Weltwirtschaft als auch die globale Automobilnachfrage entwickelten sich in 2012 dynamisch weiter. Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) verzeichnete der Automobilabsatz im Berichtsjahr ein Plus von 4% gegenüber dem Vorjahr. Dabei profitierte die Automobilbranche insbesondere von der Rückkehr des früheren Leitmarktes USA mit einem Anstieg von 13% auf 14,4 Mio. abgesetzter Pkw und leichter Nutzfahrzeuge. So konnten sich die USA wieder als größter Automobilmarkt der Welt vor China platzieren, das ein Plus von 8% auf 13,2 Mio. Fahrzeuge erzielte. Dagegen führte die Konjunkturschwäche vor allem in Italien, Spanien und Frankreich zu einem deutlichen Rückgang des Pkw-Absatzes in Europa, insgesamt um 8% auf 12,5 Mio. Einheiten. Gleichzeitig bewiesen auch die privaten Käufer in Deutschland Kaufzurückhaltung, so dass der Inlandsabsatz von PKW insgesamt um 3% gegenüber dem Vorjahr zurückging.
PKW-ABSATZ 2012 REGIONEN / LÄNDER in %

DEUTSCHE PREMIUMHERSTELLER SETZEN SICH POSITIV AB
Die großen deutschen Automobilhersteller, wichtige Kunden des KUKA Konzerns, konnten sich mit ihrer Premiumstrategie und ihrer globalen Ausrichtung von der Marktschwäche in Westeuropa 2012 deutlich absetzen. In den USA beispielsweise wuchsen sie bereits im siebten Jahr in Folge schneller als der Markt. Dadurch legte die Auslandsproduktion dieser Hersteller im Berichtsjahr insgesamt überproportional um 8% gegenüber dem Vorjahr auf 7,7 Mio. Fahrzeuge zu, während die Inlandsproduktion 5,4 Mio. Einheiten erreichte (-3%); hiervon wurden drei Viertel oder 4,1 Mio. Fahrzeuge exportiert (-2%). Die großen deutschen Automobilhersteller profitierten also insbesondere von den Zuwächsen ihrer Fertigungsstätten in den Wachstumsmärkten Amerikas und Asiens.
UMSÄTZE MASCHINEN- UND ANLAGENBAU
Nach zwei Jahren mit hohen zweistelligen Zuwachsraten erreichten die Auftragseingänge im deutschen Maschinen- und Anlagenbau mit einem Minus von 3% nicht mehr die hohen Vorjahreszahlen. Der Rückgang der Nachfrage entstand vor allem im Inland (-8%) während die Nachfrage im Ausland stabil blieb (0%). Dennoch schloss die Branche das Berichtsjahr mit Umsatzerlösen auf Rekordhöhe ab. Nach Angaben des Verbandes VDMA erzielte die Branche im Berichtsjahr einen Wert von 209 Mrd. € und übertraf damit die bisherige Höchstmarke aus dem Jahr 2008 (208 Mrd. €). Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Produktion von Maschinen und Anlagen preisbereinigt um rund 2%. Besonders stark fielen dabei die Lieferungen in das europäische Ausland aus. Während die Umsätze mit den Defizitländern Spanien und Italien rückläufig waren, erzielte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau in den übrigen Ländern der Europäischen Union insgesamt eine überdurchschnittliche Steigerung von 7,5%. Seit Herbst 2012 deuten darüber hinaus einige wichtige Frühindikatoren auf ein sich wiederaufhellendes Investitionsklima in einigen großen europäischen Abnehmerländern hin. So erwartet der VDMA im laufenden Geschäftsjahr einen weiteren Zuwachs des Umsatzes im deutschen Maschinen- und Anlagenbau von 2% gegenüber Vorjahr.
ROBOTERMARKT LEGT ERNEUT KRÄFTIG ZU
Die internationale Roboterindustrie konnte auch im Berichtsjahr ihr kräftiges Wachstum fortsetzen. So erwartet die International Federation of Robotics (IFR) für das Geschäftsjahr 2012 einen weiteren Anstieg des Absatzes von Industrierobotern um 9% gegenüber dem Vorjahr auf weltweit insgesamt 181.000 Einheiten. Schon im Vorjahr verzeichnete die Branche mit einem Zuwachs um 38% auf 166.000 Einheiten den höchsten jemals in einem Jahr erzielten Absatz.
Haupttreiber dieser Entwicklung war erneut die internationale Automobilindustrie, die unverändert erheblich in neue Fertigungstechnologien und -kapazitäten sowie in die Modernisierung ihrer weltweiten Produktionsstandorte investierte. Doch auch die Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) nutzten die Robotertechnologie zur Steigerung der Effizienz ihrer Anlagen und zur Verbesserung der Qualität der Produkte. Die Hauptabsatzgebiete für Industrieroboter sollen nach Angaben des IFR Japan (31.000 Stück), Nordamerika (28.000 Stück), Korea (26.800 Stück), China (26.000 Stück) und Deutschland (19.000 Stück) sein. Die höchsten Wachstumsraten verzeichneten dabei Nordamerika und China (jeweils +15%) sowie Japan (+11%), während der Absatz in Europa und Deutschland stagnierte.
ABSATZ INDUSTRIEROBOTER WELTWEIT in Tsd. Stück

GESCHÄFTSVERLAUF
Aufgrund der weltweit starken Nachfrage nach roboterbasierter Automation übertraf der KUKA Konzern im Geschäftsjahr 2012 die Kennzahlen des Vorjahres deutlich. Dies gilt sowohl für den Auftragseingang und die Umsatzerlöse als auch für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das EBIT konnte im Vergleich zur Entwicklung der Umsatzerlöse sogar überproportional gesteigert werden. Damit wurden die Zielwerte der Guidance 2012 -Umsatzerlöse in Höhe von 1,65 Mrd. € und eine EBIT-Marge von mindestens 6% -sicher erfüllt.
AUFTRAGSEINGÄNGE AUF REKORDNIVEAU
Die Auftragseingänge erreichten im abgeschlossenen Jahr einen Rekordwert von 1.889,6 Mio. €; dies ist ein Plus von 21,7% gegenüber dem Vorjahr (2011: 1.553,0 Mio.€). Dabei profitierten beide Geschäftsbereiche vor allem im ersten Halbjahr 2012 von Großaufträgen aus der internationalen Automobilindustrie. Im Geschäftsbereich Robotics waren dies insbesondere umfangreiche Abrufe aus Rahmenverträgen mit europäischen Fahrzeugherstellern und deutliche Zuwachsraten in China. Dadurch erzielte der Geschäftsbereich im Berichtsjahr insgesamt Auftragseingänge in Höhe von 803,1 Mio. €; ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 22,7% (2011: 654,4 Mio.€). Der Auftragseingang im Bereich General Industry erreichte dabei mit 294,9 Mio. € einen neuen Spitzenwert. Die große Investitionsbereitschaft der KUKA Kunden setzte sich im Anlagengeschäft fort. Hier konnte der Geschäftsbereich Systems seine Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2012 auf 1.115,1 v erhöhen. Der Vorjahreswert konnte - ähnlich wie im Geschäftsbereich Robotics -um 21,7% übertroffen werden (2011: 916,6 Mio. €).
AUFTRAGSEINGÄNGE KUKA KONZERN in Mio. €

UMSATZERLÖSE LEGEN DEUTLICH ZU
Die Umsatzerlöse des KUKA Konzerns steigerten sich nahezu parallel zur Entwicklung der Auftragseingänge und erreichten im Gesamtjahr 2012 einen Wert von 1.739,2 Mio. €; dies ist ein Plus von 21,1% gegenüber dem Vorjahr (2011:1.435,6 Mio. €). Dabei erzielte der Geschäftsbereich Robotics Umsatzerlöse in Höhe von 742,6 Mio. €; ein Plus von 20,5% gegenüber Vorjahr (2011: 616,3 Mio. €). Der Geschäftsbereich Systems verbuchte Umsatzerlöse in Höhe von 1.025,3 Mio. €; ein Plus von 20,5% (2011: 850,7 Mio. €).Die Book-to-Bill-Ratio, d.h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, entwickelte sich positiv und lag im Berichtsjahr bei 1,09. Folglich nahm der Auftragsbestand weiter zu und sichert eine hohe Auslastung in 2013.
UMSATZERLÖSE KUKA KONZERN in Mio. €

UMSATZERLÖSE KUKA ROBOTICS in Mio. €

UMSATZERLÖSE KUKA SYSTEMS in Mio. €

STEIGENDER AUFTRAGSBESTAND
Der Auftragsbestand des KUKA Konzerns erreichte zum Jahresende 2012 einen Wert von 909,4 Mio. €. Gegenüber dem Stichtagswert des Vorjahres bedeutete dies einen Anstieg um 25,6 % (31. Dezember 2011: 724,0 Mio. €). Dabei verfügte Robotics zum Jahresende über einen Auftragsbestand (ohne Berücksichtigung von Rahmenverträgen aus der Automobilindustrie) von 248,7 Mio. € (+34,9%) und Systems von 666,1 Mio. € (+22,2%).
AUFTRAGSBESTAND KUKA KONZERN in Mio. €

NEUES ROBOTERWERK IN CHINA
Infolge der hohen Auslastung der Produktion und der erwarteten steigenden Nachfrage in den nächsten Jahren erweitert KUKA seine Kapazitäten für Roboter in Augsburg sowie Ungarn (Schaltschränke) und baut derzeit ein neues Werk zur Robotermontage im Wachstumspool China auf. Hierfür wurde am 12. Oktober 2012 in der Metropole Shanghai der Grundstein gelegt. Das neue Werk erhält eine Produktionsfläche von knapp 20 000 m2 und soll in der zweiten Jahreshälfte 2013 seinen Betrieb aufnehmen. Insgesamt wird KUKA dann über eine Montagekapazität von rund 25.000 Robotern im Jahr verfügen, was im Jahresvergleich einer Steigerung von nahezu 50% entspricht.
NEUEINSTELLUNGEN VORWIEGEND BEI ROBOTICS
Der KUKA Konzern hat die Anzahl seiner Mitarbeiter per 31. Dezember 2012 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresstichtag um 675 auf insgesamt 7.264 einschließlich Auszubildende und Werkstudenten ausgeweitet. Dies ist ein Anstieg um 10,2% gegenüber dem Vorjahr. Damit fällt der Anstieg der Neueinstellungen von Mitarbeitern deutlich geringer aus als der Zuwachs der Umsatzerlöse im selben Zeitraum (+21,1%). Von diesen Mitarbeitern stellte der Geschäftsbereich Robotics 427 bzw. über 60% aller Neuzugänge vorwiegend in Augsburg und im ungarischen Schaltschrankbau ein. Die Hälfte der Neueinstellungen entfiel auf das Segment General Industry. 259 bzw. rund 40% der Neueinstellungen arbeiten im Geschäftsbereich Systems. Zum Erhalt der betrieblichen Flexibilität beschäftigte der KUKA Konzern zum 31. Dezember 2012 außerdem insgesamt 1.408 Zeitarbeitskräfte; ein Zuwachs gegenüber dem entsprechenden Stichtag des Vorjahres um 330 (31. Dezember 2011:1078).
Operatives Ergebnis (EBIT) wächst überproportional
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr überproportional zur Umsatzentwicklung gesteigert werden und überschritt im KUKA Konzern erstmals die 100 Mio. €-Schwelle. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen ein EBIT in Höhe von 109,8 Mio. € (2011: 72,6 Mio. €). Die EBIT-Marge verbesserte sich ebenfalls von 5,1% in 2011 auf 6,3% in 2012. Beide Geschäftsbereiche trugen zu dieser erfreulichen Entwicklung bei.
Der Geschäftsbereich Robotics erzielte infolge des größeren Herstellvolumens, der Zunahme der Serviceumsätze und eines höheren Umsatzanteils der neuen Generation KR QUANTEC/ KR C4 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 80,2 Mio. € (2011: 51,0 Mio. €). Die EBIT-Marge lag damit in jedem Quartal bei oder über der Marke von 10% und erreichte im Gesamtjahr 10,8%. Der Geschäftsbereich Systems erzielte infolge des verbesserten Prozess- und Projektrisiko-Managements ein EBIT in Höhe von 47,7 Mio. € (2011: 33,7 Mio. €). Die EBIT-Marge betrug dementsprechend im Gesamtjahr 4,7%. Im dritten und vierten Quartal 2012 wurde die Marke von 5,0% erreicht.
ZIELERREICHUNG 2012
Auf der Bilanzpressekonferenz am 28. März 2012 gab der Vorstand traditionell einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Danach sollten die Umsatzerlöse im KUKA Konzern aufgrund des hohen Auftragsbestands und der anhaltenden Investitionskonjunktur vor allem in der Automobilindustrie mindestens den Vorjahreswert erreichen (1,44 Mrd. €). Die EBIT-Marge sollte dabei überproportional wachsen. Grundlage hierfür war im Geschäftsbereich Robotics der zunehmende Lieferanteil der neuen Robotergeneration KR QUANTEC sowie höhere Umsätze in den Bereichen General Industry und Service, während im Geschäftsbereich Systems die Verbesserung der Preisqualität im Auftragsbestand und eine weitere Internationalisierung der Wertschöpfungskette im Vordergrund standen. Die Zielmarge sollte für den KUKA Konzern im laufenden Geschäftsjahr mindestens 5,5% (Vorjahr: 5,1%) betragen.
In den Folgequartalen konnte der Vorstand bei der Vorlage der Zwischenabschlüsse aufgrund der jeweils über den Planungen liegenden Entwicklung die Zielwerte für das laufende Geschäftsjahr schrittweise anheben:
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| Zielwerte 2012 | Umsatzerlöse | EBIT-Marge |
|---|---|---|
| 1. Quartal 2012 | 1,5 Mrd.€ | 5,5 -6,0% |
| 2. Quartal 2012 | 1,6 Mrd.€ | mind. 6,0% |
| 3. Quartal 2012 | 1,65 Mrd.€ | mind. 6,0% |
Aufgrund der weltweit starken Nachfrage nach roboterbasierter Automation insbesondere aus der internationalen Automobilindustrie konnte KUKA seine Umsatz- und Ergebnisziele im Berichtsjahr sicher erreichen. Die Umsatzerlöse erreichten im Geschäftsjahr 2012 eine Höhe von 1.739,2 Mio. € und übertrafen den Zielwert (1.650 Mio. €) um 5,4%. Die EBIT-Marge lag im Gesamtjahr bei 6,3% und überschritt ebenfalls den Zielwert (mindestens 6,0%).
AUS DEN GESCHÄFTSBEREICHEN
GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS
Die starke Nachfrage nach Industrierobotern war im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem von größeren Abrufen aus Rahmenverträgen mit europäischen Automobilherstellern geprägt. Dabei lag der Schwerpunkt dieser Abrufe wegen der Zeitvorgaben der Modelanläufe im ersten Halbjahr 2012. So erreichten die Bestellungen in den ersten sechs Monaten insgesamt 475,0 Mio. € und übertrafen die Auftragseingänge wie erwartet im zweiten Halbjahr mit 328,1 Mio. € deutlich. Zusammen erreichten die Auftragseingänge im Gesamtjahr einen neuen Rekordwert in Höhe von 803,1 Mio. €; ein Plus von 22,7% gegenüber dem Vorjahr (2011: 654,4 Mio. €).
AUFTRAGSEINGANG KUKA ROBOTICS in Mio. €

Größere Abrufaufträge aus der Automobilindustrie
Deutliche Zuwächse generierte der Geschäftsbereich Robotics vor allem im Segment Automotive. So kamen im ersten Quartal 2012 u.a. größere Aufträge aus einem Rahmenvertrag mit der Daimler AG zustande. Erstmalig lieferte KUKA außerdem 700 Industrieroboter an den französischen Automobilhersteller Renault. Im vierten Quartal 2012 konnte der Geschäftsbereich darüber hinaus Rahmenverträge über die künftige Lieferung von 2.400 Industrierobotern mit der BMW Group und den größten jemals an KUKA erteilten Roboterauftrag in einer Größenordnung von 6.000 Industrierobotern mit dem Volkswagen Konzern abschließen, die in den nächsten Jahren zu Auftragseingängen werden (siehe hierzu auch die Pressemitteilungen vom 21. und 7. November 2012). Insgesamt stiegen die Auftragseingänge aus der Automobilindustrie im Berichtsjahr um 34,9%auf 371,0 Mio. € (2011: 275,0 Mio. €).
Zuwächse in der General Industry
Auch in der General Industry entwickelte sich die Nachfrage nach Industrierobotern 2012 recht positiv; die Zuwachsraten fielen jedoch niedriger als im Segment Automotive aus. Dabei wurde im zweiten Quartal 2012 mit 93,3 Mio. € ein neuer Quartalsrekord erzielt. Größere Aufträge aus der General Industry erhielt der Geschäftsbereich u.a. von dem chinesischen Anlagenbauer Huaheng für die Produktion von Baumaschinen und von der Neue Halberg-Guss GmbH für die Herstellung von Zylindergehäusen sowie von Siemens Healthcare zur Lieferung von Medizinrobotern. Insgesamt stiegen die Auftragseingänge aus der General Industry im Berichtsjahr auf 294,9 Mio. €; ein Zuwachs um 14,3% (2011:257,9 Mio. €). Parallel zu den Hauptsegmenten zog auch das Servicegeschäft weiter an und verzeichnete einen Anstieg des Auftragseingangs um 12,9% auf 137,2 Mio. € (2011:121,5 Mio. €).
Weltpremiere des neuen Kleinroboters KR AGILUS
Auf der alle zwei Jahre in München stattfindenden internationalen Fachmesse für Automation "AUTOMATICA" stellte KUKA Robotics vom 22.-25. Mai 2012 die Weiterentwicklungen der Robotergeneration KR QUANTEC/KR C4 für die General Industry vor: Industrieroboter für die metallverarbeitende Industrie, Konsolroboter für die Kunststoffindustrie, Palettierer für die Logistikbranche sowie neue Robotervarianten für die Gießereiwirtschaft. Gleichzeitig hatte dort die neue Produktfamilie von Kleinrobotern KR AGILUS Weltpremiere. Kleinroboter mit Traglasten bis zu 10 kg werden überwiegend in der General Industry eingesetzt. Damit ist der KR AGILUS ein wichtiger Baustein bei der Ausweitung dieses Geschäftes.
Hoher Auftragsbestand sichert gute Beschäftigung
Parallel zu den deutlich erhöhten Auftragseingängen stiegen die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Robotics weiter an und erreichten im Geschäftsjahr 2012 einen Zuwachs um 20,5% auf insgesamt 742,6 Mio. € (2011: 616,3 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, blieb mit einem Wert von 1,08 weiterhin über Eins (2011:1,06).
Dadurch erhöhte sich auch der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs weiter und erreichte zum Jahresende 2012 einen Wert von 248,7 Mio. €; ein Anstieg um 34,9% gegenüber dem entsprechenden Stichtag des Vorjahres (31. Dezember 2011:184,4 Mio. €). Dieser hohe Auftragsbestand, bei dem Rahmenverträge mit der Automobilindustrie noch nicht berücksichtigt sind, sichert eine hohe Auslastung der Kapazitäten bis weit in 2013.
AUFTRAGSBESTAND KUKA ROBOTICS in Mio. €

Ergebnisbeitrag steigt überproportional
Aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung konnte der Geschäftsbereich 2012 sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) überproportional steigern. So erwirtschaftete Robotics infolge der hohen Auslastung der Produktionskapazitäten und eines höheren Umsatzanteils der Robotergeneration KR QUANTEC/KR C4 ein EBIT in Höhe von 80,2 Mio. €, das den Vorjahreswert um mehr als 50% überschreitet (2011:51,0 Mio. €). Die EBIT-Marge erreichte im Berichtsjahr 10,8% und lag damit in jedem Quartal auf oder über der Marke von 10%.
AUFTRAGSEINGÄNGE NACH MARKTSEGMENTEN


GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS
Die starke Nachfrage nach Automation von Produktionsprozessen aus der internationalen Automobilindustrie zur Steigerung der Effizienz setzte sich auch im Anlagengeschäft fort. Projektbedingt lag der Schwerpunkt der Auftragsvergaben auch hier im ersten Halbjahr 2012. So erzielte der Geschäftsbereich in den ersten sechs Monaten des Jahres Auftragseingänge in Höhe von 649,3 Mio. € und übertraf den entsprechenden Wert des zweiten Halbjahres (465,8 Mio. €) deutlich. Insgesamt überschritten die Auftragseingänge im Gesamtjahr 2012 erstmalig die 1 Mrd. €-Schwelle und erreichten einen Wert von 1.115,1 Mio. €; ein Zuwachs von 21,7% gegenüber dem Vorjahr (2011: 916,6 Mio. €).
AUFTRAGSEINGÄNGE KUKA SYSTEMS in Mio. €

Großaufträge aus der internationalen Automobilindustrie
Im Berichtsjahr konnte der Geschäftsbereich diverse Großaufträge vornehmlich aus der internationalen Automobilindustrie gewinnen. In Schweden gewann Systems einen Auftrag zum Bau der kompletten Produktionsanlage des neuen Volvo S 60. Aus Spanien kam der Auftrag eines großen Automobilzulieferers für das Engineering und den Bau von vier hochflexiblen Fertigungslinien zur Herstellung von Karosserieanbauteilen verschiedener Fahrzeugvarianten auf der Basis des Remote Laserschweißens. In China erstellt KUKA Systems für einen deutschen Premiumhersteller neun Fertigungslinien zur Herstellung von Karosserieanbauteilen. Darüber hinaus akquirierte der Geschäftsbereich verschiedene Aufträge für den Bau von Sondermaschinen zum Magnetarc- und Reibschweißen. KUKA ist bei beiden Sonderschweißverfahren seit Jahren führend. Schließlich gewann KUKA Systems bei einem europäischen Flugzeughersteller einen Auftrag über die Lieferung von Vorrichtungen für den Bau eines Passagierflugzeuges sowie in Nordamerika erstmals den Auftrag für den Bau einer automatisierten Produktionsanlage von Hubschraubern (Bell 525).
Umsatzerlöse überschreiten die 1 Mrd. €-Grenze
Aufgrund der hohen Auftragseingänge in 2011 und 2012 überschritten auch die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs die 1 Mrd. €-Grenze und stiegen im Berichtsjahr um 20,5% auf insgesamt 1.025,3 Mio. € (2011: 850,7 Mio. €). Dabei erzielte KUKA Systems im dritten Quartal 2012 mit 301,6 Mio. € einen neuen Quartalsrekord. Die Book-to-Bill-Ratio, d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, verblieb mit 1,09 im Gesamtjahr weiterhin nennenswert über Eins (2011:1,08).
AUFTRAGSBESTAND KUKA SYSTEMS in Mio. €

Gute Auslastung im laufenden Jahr
Da die Auftragseingänge über den Umsatzerlösen lagen, erhöhte sich der Auftragsbestand von Systems weiter. Zum Jahresende 2012 betrug der Arbeitsvorrat 666,1 Mio. €, was einem Anstieg von 22,2% gegenüber dem entsprechenden Stichtagswert des Vorjahres (31. Dezember 2011: 545,0 Mio. €) entspricht. Damit ist der Geschäftsbereich bis weit in das laufende Geschäftsjahr hinein gut ausgelastet.
Ergebnisbeitrag deutlich verbessert
Der Geschäftsbereich Systems erwirtschaftete im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 47,7 Mio. € (2011: 33,7 Mio. €). Dieser Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die hohe Auslastung der Kapazitäten und eine effiziente Gestaltung der Prozesse zurückzuführen. Die EBIT-Marge betrug im Gesamtjahr 4,7% (2011:4,0%). Im dritten und vierten Quartal erreichte der Geschäftsbereich dabei die Marke von 5,0%.
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
GESAMTAUSSAGE
Das Jahr 2012 war für KUKA erneut sehr erfolgreich. Bei allen wesentlichen Kennzahlen- Auftragseingang, Umsatz, EBIT, EBIT-Marge, Free Cash-Flow und Nettoliquidität -konnten sowohl im Konzern als auch in den Bereichen Robotics und Systems neue Höchstwerte erzielt werden.
ERTRAGSLAGE
Im Berichtsjahr steigerte der KUKA Konzern sowohl Auftragseingänge als auch Umsatzerlöse um mehr als 20%. Infolge des größeren Geschäftsvolumens und der sich daraus ergebenden Skaleneffekte sowie aufgrund der in den Krisenjahren 2009/2010 durchgeführten und nachhaltigen Kostensenkungen konnte ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 109,8 Mio. € erreicht werden -ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 37,2 Mio. €.
KENNZAHLEN KUKA KONZERN
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| in Mio.€ | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 1.279,9 | 903,3 | 1.142,3 | 1.553,0 | 1.889,6 |
| Umsatzerlöse | 1.266,1 | 902,1 | 1.078,6 | 1.435,6 | 1.739,2 |
| EBIT | 52,0 | -52,6 | 24,8 | 72,6 | 109,8 |
| % vom Umsatz | 4,1 | -5,8 | 2,3 | 5,1 | 6,3 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | 21,5 | -16,6 | 7,9 | 21,8 | 32,3 |
| Capital Employed | 242,3 | 317,5 | 312,5 | 332,9 | 339,8 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 6.171 | 5.744 | 5.990 | 6.589 | 7.264 |
Seit 2010 kann der Geschäftsbereich Robotics jährlich über deutliche Steigerungen seiner Umsatzerlöse berichten. In 2012 stiegen die Umsätze abermals um 20,5% verglichen mit dem Vorjahr auf jetzt 742,6 Mio. € -der bisher höchste Jahreswert des Segments. Damit beträgt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate seit 2008 9,4%. Besonders erfreulich ist der Beitrag der im Vorjahr neu gegründeten chinesischen Roboter-Vertriebs-Gesellschaft -hier haben die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr die 100-Millionen-€ Marke überschritten und sich im Jahresvergleich nahezu verdoppelt. Zum Jahresende weist der Geschäftsbereich insgesamt einen Auftragsbestand von 248,7 Mio. € (31. Dezember 2011:184,4 Mio. €) aus.
Auch der Geschäftsbereich Systems wartet mit den historisch höchsten Jahresumsätzen auf. In 2012 konnten Umsätze in Höhe von 1.025,3 Mio. € (2011: 850,7 Mio. €) erzielt werden -gegenüber dem Vorjahr ebenfalls ein Zuwachs von 20,5%. Erfreulich entwickelte sich dabei auch die Auftragslage des Bereichs -mit Auftragseingängen in Höhe von 1.115,1 Mio. € wurde der Vorjahreswert um 21,7% übertroffen. Zum Jahresende betrug der Auftragsbestand 666,1 Mio. € (31. Dezember 2011:545,0 Mio. €) -ebenfalls ein Rekordwert, der sich in 2013 und teilweise in 2014 aufgrund der im Projektgeschäft zeitlich verzögerten Umsätze niederschlagen wird.
Insgesamt betrugen im KUKA Konzern die Umsatzerlöse Im Berichtsjahr 1.739,2 Mio. € nach 1.435,6 Mio. € im Vorjahr.
Kontinuierliche Verbesserung der Ertrags- und Kostensituation
Verglichen mit dem relativen Anstieg der Umsätze konnte das Bruttoergebnis, also die Umsätze abzüglich der Umsatzkosten, im KUKA Konzern überproportional von 281,7 Mio. € (2011) auf 385,9 Mio. € (2012) gesteigert werden -dies entspricht einem Anstieg von 37,0%. Wesentlicher Grund hierfür war, dass innerhalb der Umsatzkosten die Materialeinsatzquote annähernd konstant gehalten werden konnte und der Anteil der Personalkosten sogar reduziert werden konnte. In der Folge konnte die Bruttomarge, d. h. das Bruttoergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, im Konzern von 19,6% auf 22,2% gesteigert werden.
Der Geschäftsbereich Robotics trug zum Anstieg des Bruttoergebnisses 56,1 Mio. € bei. Gleichzeitig konnte die Bruttomarge das zweite Jahr in Folge gesteigert werden und beträgt nunmehr 32,1% (Vorjahr: 29,6%). Dies liegt wesentlich an dem größeren Herstellungsvolumen, einem höheren Umsatzanteil KR QUANTEC/KR C4 sowie den höheren Margen im Servicegeschäft, die den im Vergleich zum Vorjahr höheren Umsatzanteil mit tendenziell margenschwächeren Aufträgen von Großkunden aus der Automobilindustrie überkompensieren konnten.
KENNZAHLEN KUKA ROBOTICS
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| in Mio.€ | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 464,4 | 324,3 | 486,2 | 654,4 | 803,1 |
| Umsatzerläse | 474,4 | 330,5 | 435,7 | 616,3 | 742,6 |
| EBIT | 42,0 | -11,5 | 20,8 | 51,0 | 80,2 |
| % vom Umsatz | 8,9 | -3,5 | 4,8 | 8,3 | 10,8 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | 37,2 | -9,5 | 16,1 | 38,3 | 57,2 |
| Capital Employed | 112,9 | 120,5 | 129,1 | 133,2 | 140,2 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 2.261 | 2.009 | 2.347 | 2.753 | 3.180 |
Der Geschäftsbereich Systems trug 42,8 Mio. € zum Anstieg des Bruttoergebnisses bei -eine Steigerung von 48,3% gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge lag mit 12,8% merklich über dem Niveau des Vorjahres (10,4%). Bereinigt um die in den Herstellkosten enthaltenen Zinsaufwendungen, betrug die Marge 13,6% (2011:11,4%). Die Projektrisiken konnten im Berichtsjahr ebenfalls verringert werden -ein Effekt aus der anhaltend guten Marktsituation sowie der konsequenten Fortentwicklung des KUKA Projekt-Risikomanagements. Ein verbessertes Prozessmanagement trug ebenfalls zu diesem Ergebnis bei.
KENNZAHLEN KUKA SYSTEMS
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingänge | 854,9 | 615,4 | 716,8 | 916,6 | 1.115,1 |
| Umsatzerlöse | 837,5 | 605,5 | 695,3 | 850,7 | 1.025,3 |
| EBIT | 26,8 | -28,8 | 20,0 | 33,7 | 47,7 |
| % vom Umsatz | 3,2 | -4,8 | 2,9 | 4,0 | 4,7 |
| % vom Capital Employed (ROCE) | 20,2 | -14,5 | 10,4 | 16,1 | 23,8 |
| Capital Employed | 132,7 | 198,6 | 192,4 | 209,6 | 200,5 |
| Mitarbeiter (31.12.) | 3.781 | 3.534 | 3.456 | 3.643 | 3.902 |
Im Zuge der erhöhten Geschäftstätigkeit stiegen die Funktionskosten, d.h. die Kosten aus Verwaltung und Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung des KUKA Konzerns, im Jahresvergleich von 216,1 Mio. € (2011) auf 260,9 Mio. € (2012). Damit summieren sich die Funktionskosten wie im Vorjahr auf 15,0% der Umsatzerlöse. Im Geschäftsjahr stärkte der KUKA Konzern die Vertriebsmannschaft, vor allem in der General Industry. Die durchschnittliche Anzahl der Vertriebsmitarbeiter stieg dadurch von 546 auf 627, wohingegen der Anteil der Vertriebsaufwendungen an den Umsätzen mit rund 6,9% konstant blieb.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden planmäßig ausgeweitet und liegen bei jetzt 42,6 Mio. €, d. h. um 4,9 Mio. € über dem Vorjahreswert. Darin spiegelt sich sowohl die konsequente technologische Ausrichtung des Konzerns mit der verstärkten Investition in zukunftsweisende Technologien als auch nunmehr voll zu berücksichtigende planmäßige Abschreibungen auf abgeschlossene Projekte, wie dem neuen Kleinroboter KR AGILUS oder dem Leichtbauroboter, wider. Für die künftige Entwicklung wichtige Applikationen und Projekte befinden sich in der Entwicklungsphase, so dass die darauf entfallenden Kosten aktiviert werden und in Folgeperioden über planmäßige Abschreibungen Eingang in die Ergebnisrechnung finden. Für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte wurde im Berichtsjahr ein Betrag von 10,4 Mio. € (Vorjahr: 8,2 Mio. €) aktiviert. Die Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf 5,7% (Vorjahr: 5,5%) der Umsatzerlöse. Der Anstieg resultiert unter anderem aus den tarifvertraglichen Lohn- und Gehaltssteigerungen, dem Anstieg der variablen Vergütungen aufgrund der positiven Ergebnisse sowie aus der Einführung eines neuen Programms zur langfristigen Anreizwirkung der Mitglieder des Oberen Führungskreises.
Die sonstigen Aufwendungen und Erträge summieren sich zu einem negativen Saldo von 22,5 Mio. € (2011: 1,4 Mio. €). Sie enthalten unter anderem Aufwendungen und Erträge aus Währungsgeschäften, hier vor allem aus USD, CNY, JPY und BRL.
Weiter starker Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern
Die oben beschriebene positive Entwicklung, insbesondere das höhere Bruttoergebnis des KUKA Konzerns, findet unmittelbar Eingang in das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Das EBIT konnte um 37,2 Mio. € auf 109,8 Mio. € verbessert werden. Die EBIT-Marge des KUKA Konzerns lag in jedem Quartal über dem Vergleichsquartal des Vorjahres und beträgt für das Geschäftsjahr nunmehr 6,3% (Vorjahr: 5,1%) und erreicht damit den höchsten Wert seit 7 Jahren.
Der Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern ist auf beide Segmente zurückzuführen. Der Geschäftsbereich Robotics erreichte 2012 ein EBIT in Höhe von 80,2 Mio. € (2011:51.0 Mio. €) und damit eine EBIT-Marge von 10,8% (2011: 8,3%). Dabei betrug die EBIT-Marge in jedem Quartal mindestens 10,0%. Der Geschäftsbereich Systems entwickelte sich ebenfalls positiv und erwirtschaftete 2012 ein EBIT in Höhe von 47,7 Mio. € (Vorjahr: 33,7 Mio. €). Dementsprechend betrug die EBIT-Marge dieses Geschäftsbereichs 4,7% -ein Anstieg um 0,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Im dritten und vierten Quartal lag die EBIT-Marge in diesem Geschäftsbereich jeweils bei 5,0%.
Korrespondierend mit der Entwicklung des EBIT wuchs auch das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) auf 138,5 Mio. € (2011: 98,7 Mio. €). Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Abschreibungen in Höhe von 28,7 Mio. € (2011:26.1Mio. €) verbucht. Diese entfallen mit 15,8 Mio. € (2011:13,5 Mio. €) auf Robotics, mit 10,1 Mio. € (2011: 9,3 Mio. €) auf Systems sowie mit 2,8 Mio. € (2011: 3,3 Mio. €) auf den sonstigen Bereich.
Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Mio. € auf -12,8 Mio. €. Dies beruht insbesondere auf der Rückführung der Wandelschuldverschreibung im November 2011. Im Vorjahr war hierfür noch ein Zinsaufwand von 4,7 Mio. € zu berücksichtigen gewesen. Zinsen für die im November 2010 begebene Anleihe sind mit 18,8 Mio. € (2011:18,7 Mio. €) erfasst. Durch Ergänzungen zu unserem Konsortialkreditvertrag sowie durch den Abschluss weiterer bilateraler Avallinien konnten die Avalkonditionen verbessert werden. Daneben konnten aufgrund der starken Finanzkraft der Gesellschaft externe Bankavale durch kostengünstigere interne Konzernavale ersetzt werden. Zum Stichtag betrug die Inanspruchnahme der externen Avallinie 148,9 Mio. € (2011:165,0 Mio. €). Insgesamt sind im Berichtsjahr 2,6 Mio. € (2011:3,8 Mio. €) Avalprovisionen angefallen. Die Zinserträge belaufen sich auf 9,6 Mio. € (2011: 9,9 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Geldanlagen bei Banken, Erträge im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing und Erträge aus Pensionsfonds. Aufgrund von Rechnungslegungsvorschriften mussten Finanzierungszinsen aus dem Zinsergebnis in Höhe von 7,8 Mio. € (2011: 8,4 Mio. €) in das Betriebsergebnis umgegliedert bzw. unter den selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten aktiviert werden.
Der Steueraufwand des KUKA Konzerns betrug 2012 insgesamt 34,1 Mio. € (2011: 16,1 Mio. €). Dieser resultiert insbesondere aus laufenden Steueraufwendungen in den USA sowie aus dem planmäßigen Abbau von in Vorjahren aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen im deutschen Organkreis. Die Steuerquote beträgt 38,0% (2011: 35,0%).
Anstieg des Ergebnisses nach Steuern um 86,0%
In 2011 konnte der KUKA Konzern den Turnaround beim Ergebnis nach Steuern vermelden. In 2012 wurde der Wert nunmehr um 86,0% von 29,9 Mio. € auf 55,6 Mio. € gesteigert. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend von 0,89€ (2011) auf 1,64€ (2012). Daher schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 0,20€ je Aktie zu zahlen.
KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG (VERKÜRZT)
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.266,1 | 902,1 | 1.078,6 | 1.435,6 | 1.739,2 |
| EBIT | 52,0 | -52,6 | 24,8 | 72,6 | 109,8 |
| EBITDA | 78,0 | -29,5 | 47,0 | 98,7 | 138,5 |
| Finanzergebnis | -5,0 | -11,5 | -22,1 | -18,2 | -12,8 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -16,4 | -11,4 | -4,1 | -16,1 | -34,1 |
| Ergebnis nach Steuern | 30,6 | -75,8 | -8,6 | 29,9 | 55,6 |
FINANZLAGE
Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Im KUKA Konzern wird das Finanzmanagement zentral durch die KUKA AG sichergestellt. Finanzierungs- und Anlagebedarfe der Konzerngesellschaften sowie die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsmanagement werden bei der KUKA AG gebündelt und durch diese gesteuert. Grundlage für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist ein einheitliches Planungs-, Berichts- und Meldesystem, in dem die konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken erfasst und im Wesentlichen gesichert werden. Zur Absicherung von Risiken werden ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich grundgeschäftsbezogen bzw. auf Basis erwarteter Geschäfte abgeschlossen. KUKA hat für alle Konzerngesellschaften einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken im Finanzbereich erlassen. Diese Richtlinien wurden auch im Geschäftsjahr fortlaufend auf ihre Aktualität überprüft und optimiert.
Konzernfinanzierung und Liquiditätsausgleich
Die wesentlichen Komponenten des Finanzbedarfs des KUKA Konzerns sind der Liquiditätsbedarf und der Bedarf an Kreditlinien, die für Bürgschaften und Garantien (Avale) genutzt werden können. Die Finanzierungspolitik verfolgt das Ziel, über ausreichend Liquiditätsreserven und Avallinien zu verfügen, um die operativen und strategischen Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften jederzeit sicherstellen zu können und darüber hinaus eine ausreichende Reserve zur Abfederung unvorhergesehener Ereignisse zur Verfügung zu haben. Die Ermittlung der Finanzbedarfe der Konzerngesellschaften erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Finanzplanung und einer 12 Planmonate umfassenden, monatlich rollierenden Liquiditätsplanung, die jeweils alle konsolidierten Konzerngesellschaften einbeziehen.
Die Deckung des Finanzbedarfs des KUKA Konzerns wird im Wesentlichen durch einen Konsortialkreditvertrag über 200,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis März 2014, der bis zu einem Volumen von 50,0 Mio. € für Barinanspruchnahmen genutzt werden kann, und durch die im November 2010 mit einem Volumen von 202,0 Mio. € und einer Laufzeit bis 2017 begebenen Unternehmensanleihe sichergestellt (weiterführende Erläuterungen siehe Konzernanhang/Erläuterung 26).
Die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften stellen die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns dar. Im Rahmen vorhandener Cash-Management-Systeme werden die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften genutzt, um den Finanzbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Dieser zentrale konzerninterne Liquiditätsausgleich (Cash-Pooling) optimiert die Liquiditätsposition des Konzerns mit positivem Einfluss auf das Zinsergebnis.
Weitere Optimierung der Finanzierungsstruktur
Im November 2010 war die Finanzierungsstruktur des KUKA Konzerns mit dem neuen Konsortialkreditvertrag sowie mit der Begebung der Unternehmensanleihe neu ausgerichtet worden.
Ein weiterer Schritt zur Optimierung der Finanzierungsstruktur des KUKA Konzerns erfolgte durch die im Februar 2013 begebene Wandelschuldverschreibung über 58,8 Mio. € mit einer Laufzeit bis 2018 (vgl. hierzu auch den Nachtragsbericht).
Aus Sicht des Vorstandes ist die Finanzierung des KUKA Konzerns durch die getroffenen Maßnahmen angemessen und langfristig gewährleistet.
Positive Entwicklung des Ratings
Im Zuge der Begebung der Unternehmensanleihe wurde die KUKA AG im November 2010 erstmalig von der Ratingagentur Standard & Poor's mit B und von Moody's mit B2 jeweils mit stabilem Ausblick bewertet. Die Anleihe selbst erhielt ein Rating von "B-" (Standard & Poor's) bzw. "B3" (Moody's).
Die positive Entwicklung des KUKA Konzerns im Jahr 2012 und die damit einhergehende Verbesserung der Finanzkennzahlen hat beide Rating-Agenturen bereits im Jahr 2012 dazu bewogen, ihre Rating-Einstufungen mit einem positiven Ausblick ("positive outlook") zu versehen. Die Rating-Agenturen haben auf Basis der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen des KUKA Konzerns ihre Ratings im Februar 2013 jeweils um eine Stufe auf "B+" (Standard & Poor's) bzw. "Bl" (Moody's) angehoben und ihre weiterhin positiven Einschätzungen der Entwicklung des KUKA Konzerns durch ein Beibehalten des "positive outlook" dokumentiert. Das Rating der Anleihe wurde ebenfalls um eine Stufe auf "B" bzw. "B2" angehoben.
Größere Flexibilität bei Avalgewährungen
Der Konsortialkreditvertrag umfasst ein Volumen in Höhe von 200,0 Mio. €, das in voller Höhe für Avalinanspruchnahmen genutzt werden kann.
Neben dieser Avallinie aus dem Konsortialkredit bestehen über bilaterale Verträge mit verschiedenen Kautionsversicherungsgesellschaften weitere Avallinien zur Unterstützung des operativen Geschäfts. Diese hatten zum 31. Dezember 2012 ein Volumen von insgesamt 62,0 Mio. € (Vorjahr: 52,0 Mio. €), und wurden in Höhe von 39,5 Mio. €(Vorjahr: 36,3 Mio. €) in Anspruch genommen.
Die verbesserte Bonität des Konzerns ermöglichte es dem Finanzmanagement der KUKA AG in intensiven Verhandlungen weitere Kunden zur Akzeptanz sogenannter Konzernavale zu bewegen. Bei diesen Avalen steht statt einer Bank die KUKA AG als Garant hinter dem Aval. Sie beanspruchen daher keine externen Avallinien und erhöhen den Spielraum in den bestehenden externen Avallinien.
Insgesamt bestanden somit zum 31. Dezember 2012 externe Avallinien über maximal 262,0 Mio. € (2011: 202,0 Mio. €). Diese wurden zu 56,8% (2011: 81,7%) beansprucht.
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (VERKÜRZT)
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Cash Earnings | 69,4 | -43,7 | 23,4 | 65,9 | 92,4 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -61,2 | 4,8 | -24,8 | 36,4 | 117,9 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -105,7 | -27,0 | -12,5 | -29,9 | -40,8 |
| Free Cashflow | -166,9 | -22,2 | -37,3 | 6,5 | 77,1 |
Cash Earnings nochmals deutlich verbessert
Die Cash Earnings, die sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert um nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge, zusammensetzen, konnten nochmals deutlich verbessert werden. Konnte in 2011 der Vorjahreswert mehr als verdoppelt werden, war in 2012 eine abermalige Steigerung um über 40% auf nunmehr 92,4 Mio. € (2011: 65,9 Mio. €) zu verzeichnen. Dies ist insbesondere auf die kontinuierliche Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern von 29,9 Mio. € in 2011 auf nunmehr 55,6 Mio. € zurückzuführen.
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit spiegelt sich die positive Geschäftsentwicklung wider. Das Trade Working Capital stellt sich zum Berichtsjahresende wie folgt dar:
TRADE WORKING CAPITAL
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorräte abzüglich erhaltener Anzahlungen | 114,8 | 76,7 | 109,0 | 128,3 | 126,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen | 331,5 | 238,5 | 291,8 | 339,8 | 340,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen | 203,7 | 127,9 | 188,2 | 260,6 | 231,7 |
| Trade Working Capital | 242,6 | 187,3 | 212,6 | 207,5 | 235,8 |
Im Geschäftsjahr war ein Anstieg der Vorräte (+18,0 Mio. €), der erhaltenen Anzahlungen (+19,4 Mio. €) sowie ein Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Fertigungsaufträge (-28,9 Mio. €) zu verzeichnen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen bewegen sich auf Vorjahresniveau (+0,8 Mio. €). Insgesamt hat sich damit das Trade Working Capital gegenüber dem Vorjahr um 28,3 Mio. € auf 235,8 Mio. € erhöht.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des KUKA Konzerns stieg zum Bilanzstichtag auf 117,9 Mio. € (Vorjahr: 36,4 Mio. €).
Rekordwert beim Free Cashflow
Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 42,8 Mio. € (2011: 30,3 Mio. €) vorgenommen. Hier zeigen sich die anhaltend starken Investitionen in den Bereich Forschung und Entwicklung mit dem einhergehenden hohen Anteil der immateriellen Vermögenswerte an den Investitionen; dieser liegt bei 39,0% (Vorjahr: 41,9%). Der Buchwert von in 2012 fertig gestellten eigenen Entwicklungsleistungen bzw. von Projekten, welche noch in der Aktivierungsphase sind, beträgt 17,6 Mio. € (Vorjahr: 11,2 Mio. €). Entwicklungsschwerpunkte waren dabei der Leichtbauroboter und sowie der Kleinroboter KR AGILUS (siehe Abschnitt "Forschung und Entwicklung").
INVESTITIONEN KUKA KONZERN in Mio. €

INVESTITIONEN KUKA ROBOTICS in Mio. €

INVESTITIONEN KUKA SYSTEMS Mio. €

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 26,1 Mio. € (2011: 17,6 Mio. €) und entfielen überwiegend auf technische Anlagen und Maschinen (2012: 10,0 Mio. €, 2011 5.0 Mio. €) sowie auf andere Anlagen/Betriebs- und Geschäftsausstattung (2012: 9,0 Mio. €, 2011: 8,8 Mio. €).
Nach Geschäftsbereichen teilten sich die Investitionen 2012 folgendermaßen auf: Im Geschäftsbereich Robotics betrug der entsprechende Wert 30,1 Mio. € (2011: 20,1 Mio. €). Neben den oben beschriebenen aktivierten Entwicklungsleistungen wurde überwiegend in technische Anlagen und Maschinen, wie z. B. ein CNC-Bearbeitungszentrum, eine Montagezelle für die Zentralhand des QUANTEC Roboters sowie Laser- und Stanzmaschinen, investiert. Im Geschäftsbereich Systems waren Zugänge von 9,6 Mio. € (2011: 8,2 Mio. €) zu verzeichnen. Hier handelt es sich unter anderem um eine neue Software zur Angebotskalkulation, um technische Anlagen, wie z. B. Reibschweiß- und Lasermaschinen, sowie um Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen der KUKA AG/Sonstige betrugen 3,1 Mio. € (2011: 2,0 Mio. €) und betrafen überwiegend Erweiterungen von Soft- und Hardwarekomponenten.
Durch den Anstieg des Investitionsvolumens sowie die zu verzeichnenden Einzahlungen aus Anlageabgängen (2012:2.1 Mio. €; 2011: 0,4 Mio. €) beträgt der Cashflow aus Investitionstätigkeit nunmehr -40,8 Mio. € (2011: -29,9 Mio. €).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ergab zusammen mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einen neuen Rekordwert beim Free Cashflow in Höhe von 77,1 Mio. € (Vorjahr: 6,5 Mio. €).
Im Vorjahr war der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Wesentlichen durch die Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 69,0 Mio. € und durch den Verkauf der eigenen Anteile in Höhe von 23,7 Mio. € geprägt.
Nettoverschuldung wird zur Nettoliquidität
In den Jahren 2008 bis 2011 verzeichnete der KUKA Konzern zum Jahresultimo stets eine Nettoverschuldung, d.h. der Saldo aus flüssigen Mitteln abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten wies einen Verbindlichkeitenüberhang aus.
Im Jahr 2012 konnte durch den hohen positiven Free Cashflow die Nettoverschuldung, die zum 31. Dezember 2011 noch 32,6 Mio. € betragen hatte, nicht nur vollständig abgebaut werden, sondern eine Nettoliquidität von 42,8 Mio. € aufgebaut werden. Das ist ein Anstieg der verfügbaren Mittel um 75,4 Mio. €. Dem Konzern stünden also selbst bei vollständiger Rückführung seiner Finanzverbindlichkeiten noch liquide Mittel in Höhe von 42,8 Mio. € zur Verfügung. Dabei ist die Finanzierungsstruktur des Konzerns weiter sehr robust und langfristig ausgerichtet -der Anteil der kurzfristigen Finanzschulden (6,6 Mio. €) an den gesamten Finanzschulden (201,5 Mio. €) beträgt lediglich 3,3% (2011: 3,7%).
VERMÖGENSLAGE
Bilanzsumme durch höheren Bestand an Zahlungsmitteln angestiegen
Auf der Aktivseite sind die langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahresstichtag mit 300,4 Mio. € (2011: 297,0 Mio. €) nur marginal gestiegen. Aufgrund der verstärkten Investitionstätigkeitstieg das Anlagevermögen um 11,4 Mio. €, während sich die Forderungen aus Finanzleasing aus der seinerzeitigen Übernahme der Finanzierung von KTPO und die Ertragssteuerforderungen aufgrund planmäßiger Zahlungseingänge um 5,5 Mio. € bzw. 1,3 Mio. € reduzierten. Bei den aktiven latenten Steuern wurden aufgrund positiver steuerlicher Ergebnisse, insbesondere im deutschen Organkreis, die latenten Steuern auf Verlustvorträge verbraucht. Gegenläufig mussten im KUKA Konzern aktive latente Steuern aus Bewertungsunterschieden gebildet werden, sodass sich die Gesamtsumme der aktiven latenten Steuern mit 36,3 Mio. € auf Vorjahresniveau (35,0 Mio. €) bewegt.
VERMÖGENSLAGE
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| in Mio. € | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 865,5 | 726,2 | 984,7 | 1.078,0 | 1.137,4 |
| Eigenkapital | 213,5 | 160,8 | 198,1 | 252,4 | 297,5 |
| in % der Bilanzsumme | 24,7 | 22,1 | 20,1 | 23,4 | 26,2 |
| Nettoliquidität/-Verschuldung | -53,6 | -48,5 | -60,3 | -32,6 | 42,8 |
KONZERN-NETTOLIQUIDITÄT/-VERSCHULDUNG in Mio. €

* davon 50,0 Mio. € wahlweise als Barlinie nutzbar
Die kurzfristigen Vermögenswerte verzeichneten einen leichten Anstieg der Vorräte. Näheres hierzu findet sich in den Ausführungen zur Finanzlage. Die sonstigen Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen waren im Vorjahr insbesondere aus höheren Umsatzsteuerforderungen und vorausbezahlten Importsteuern im Zusammenhang mit größeren Projekten im Ausland erhöht. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten beläuft sich zum Stichtag auf 244,3 Mio. € (2011:168.8 Mio. €). Insgesamt betrugen die kurzfristigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag 837,0 Mio. € (2011:781,0 Mio. €), eine Zunahme gegenüber dem Vorjahresstichtag um 56,0 Mio. €.
Die Bilanzsumme des KUKA Konzerns stieg im Wesentlichen durch den höheren Bestand an Zahlungsmitteln um 59,4 Mio. € bzw. 5,5% von 1.078,0 Mio. € per 31. Dezember 2011 auf 1.137,4 Mio. € per 31. Dezember 2012.
Eigenkapital deutlich angestiegen
Insbesondere das Jahresergebnis in Höhe von 55,6 Mio. € (2011:29,9 Mio. €) hat sich positiv auf das Eigenkapital ausgewirkt. Mindernd wirkten die versicherungsmathematischen Effekte aus der Bilanzierung von Pensionen mit 10,4 Mio. €. Diese resultieren im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozentpunkte geringeren Abzinsungsfaktor für die Bewertung der deutschen Pensionszusagen. Insgesamt stieg das Eigenkapital per 31. Dezember 2012 um 45,1 Mio. € auf 297,5 Mio. €. Dementsprechend erhöhte sich die Eigenkapitalquote, d.h. das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, zum Bilanzstichtag um 2,8 Prozentpunkte von 23,4% auf 26,2%.
Die langfristigen Finanzschulden bewegen sich mit 194,9 Mio. € zum Bilanzstichtag auf Vorjahresniveau und resultieren hauptsächlich aus der Unternehmensanleihe. Die kurzfristigen Finanzschulden betreffen neben einer geringen Inanspruchnahme von Barlinien einer ausländischen Tochtergesellschaft die Zinsabgrenzung für die Anleihe.
Die vorhandene Liquidität wurde auch zur optimalen Nutzung von Skontovorteilen aus Lieferantenkrediten genutzt. Im Zuge dessen sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 31,0 Mio. € reduziert. Die weitere Verbesserung des Anzahlungsverhaltens der Kunden führt zu einem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen (Zunahme um 19,4 Mio. € auf 86,5 Mio. €) sowie zu annähernd gleichbleibend hohen Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (Zunahme um 2,1 Mio. € auf 95,5 Mio. €). Die übrigen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere Personalverbindlichkeiten, z.B. Verbindlichkeiten für Gleitzeit- und Urlaubsansprüche, sowie variable Vergütungsanteile. Insgesamt betrugen die kurzfristigen Schulden am Jahresende 2012 523,4 Mio. € (2011: 527,9 Mio. €).
Working Capital und Capital Employed
Durch aktives Management konnte das Working Capital im Berichtsjahr trotz steigendem Geschäftsvolumens um 8,4 Mio. € auf 90,5 Mio. € abgebaut werden.
Eine wichtige Kennzahl ist im KUKA Konzern die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed/ROCE). Das eingesetzte Kapital wird dabei als Durchschnitt des Capital Employed zu Beginn und zum Ende eines Geschäftsjahres berechnet. Im Durchschnitt der Jahre 2011 und 2012 betrug das Capital Employed des KUKA Konzerns 332,9 Mio. € bzw. 339,8 Mio. €, ist also leicht angestiegen. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals betrug 32,3% (2011: 21,8%).
Der Geschäftsbereich Robotics erwirtschaftete dabei mit einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 140,2 Mio. € (2011: 133,2 Mio. €) eine Verzinsung (ROCE) von 57,2% (2011:38,3 %). Für den Geschäftsbereich Systems ergab sich bei einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 200,5 Mio. € (2011: 209,6 Mio. €) eine Verzinsung von 23,8% (2011:16,1%).
KONZERN-VERMÖGENS- UND FINANZSTRUKTUR in Mio. €

ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
Die KUKA Aktiengesellschaft nimmt im Konzern die Rolle als Managementholding mit zentralen Leitungsfunktionen wie Rechnungswesen und Controlling, Finanzen, Personal, Recht und Finanzkommunikation wahr. Ihre wirtschaftliche Lage wird im Wesentlichen von den Aktivitäten der Tochtergesellschaften bestimmt. Dies zeigt sich durch die direkte Zuordnung der Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche Robotics und Systems, KUKA Roboter GmbH und KUKA Systems GmbH.
Die KUKA AG stellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzbuches (AktG) auf.
Der Abschluss der KUKA AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und steht auf unserer Internetseite www.kuka.com zur Verfügung.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)
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| in Mio.€ | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0,5 | 1,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 40,0 | 43,9 |
| Personalaufwand | -18,5 | -21,2 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -3,2 | -3,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -36,8 | -34,0 |
| Beteiligungsergebnis | 34,2 | 65,3 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 23,4 | 24,5 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -26,2 | -20,9 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 13,4 | 56,2 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1,2 | 13,2 |
| Jahresüberschuss | 14,6 | 69,4 |
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -75,7 | -61,1 |
| Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust) | -61,1 | 8,3 |
BILANZ
DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)
AKTIVA
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| in Mio. € | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2,3 | 2,1 |
| Sachanlagen | 15,5 | 15,6 |
| Finanzanlagen | 174,3 | 173,6 |
| 192,1 | 191,3 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | 0,1 | 0,1 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 171,5 | 220,7 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 13,1 | 11,4 |
| 184,7 | 232,2 | |
| Flüssige Mittel | 130,1 | 162,2 |
| 314,8 | 394,4 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1,7 | 1,4 |
| 508,6 | 587,1 | |
| Passiva | ||
| in Mio. € | 2011 | 2012 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 88,2 | 88,2 |
| Kapitalrücklage | 73,0 | 73,0 |
| Andere Gewinnrücklagen | 24,4 | 24,4 |
| Bilanzgewinn (Vj. Bilanzverlust) | -61,1 | 8,3 |
| 124,5 | 193,9 | |
| Rückstellungen | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 11,9 | 11,9 |
| Steuerrückstellungen | 0,0 | 0,1 |
| Sonstige Rückstellungen | 19,4 | 19,1 |
| 31,3 | 31,1 | |
| Verbindlichkeiten | ||
| Anleihen | 202,0 | 202,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2,4 | 2,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2,5 | 1,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 137,6 | 153,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen | 2,5 | 2,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5,8 | 0,2 |
| 352,8 | 362,1 | |
| 508,6 | 587,1 |
ERTRAGSLAGE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften und die Finanzierungsfunktion sind die bestimmenden Faktoren der Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 42,8 Mio. € auf 56,2 Mio. € (2011:13,4 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Kostenumlagen (2012: 16,5 Mio. €, 2011: 16,4 Mio. €), direkte Weiterbelastungen z.B. aus dem Facility Management (2012:11,3 Mio. €; 2011: 7,7 Mio. €) sowie Erträge aus der Vermietung von Gebäuden an Gesellschaften des KUKA Konzerns (2012: 4,8 Mio. €; 2011: 4,8 Mio. €) und Währungsgewinne (2012: 5,2 Mio. €; 2011: 7,7 Mio. €). Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert überwiegend aus geringeren Kursverlusten aus Fremdwährungsumrechnungen (2012: 6,5 Mio. €; 2011:10,1 Mio. €).
Das Beteiligungsergebnis beträgt 65,3 Mio. € (2011: 34,2 Mio. €) und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Berichtsjahr eine Ausschüttung der amerikanischen Tochtergesellschaft über 44,0 Mio. € enthalten ist. Der Saldo aus Erträgen aus Gewinnabführungen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen beträgt 21,3 Mio. € (2011: 34,2 Mio. €).
Das Zinsergebnis hat sich deutlich verbessert. Nach -2,8 Mio. € im Vorjahr konnte in 2012 ein Zinsüberschuss in Höhe von 3,6 Mio. € erzielt werden. In der Verbesserung des Zinsergebnisses wirkt sich die im November 2011 erfolgte Rückzahlung der im Mai 2006 begebenen Wandelschuldverschreibung mit daraus resultierenden niedrigeren Zinsaufwendungen aus. Zusätzlich ergibt sich ein höheres Zinsergebnis mit verbundenen Unternehmen.
Einschließlich eines Steuerertrags in Höhe von 13,2 Mio. €, der im Wesentlichen aus den Steuerumlagen der Organgesellschaften entstand, betrug das Jahresergebnis der KUKA Aktiengesellschaft 69,4 Mio. € (2011: 14,6 Mio. €). Nach Verrechnung mit dem Verlustvortrag in Höhe von 61,1 Mio. € ergibt sich damit ein Bilanzgewinn in Höhe von 8,3 Mio. €.
FINANZLAGE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
Eine der wesentlichen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft ist die Bereitstellung von Finanzmitteln und Avalen für die laufende Geschäftstätigkeit ihrer Tochtergesellschaften. Zur externen Finanzierung hat die KUKA Aktiengesellschaft im November 2010 eine Unternehmensanleihe am Kapitalmarkt platziert, die unter dem Bilanzposten Anleihe ausgewiesen wird.
Daneben hat die KUKA Aktiengesellschaft im November 2010 mit einem Bankenkonsortium einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag sieht neben der Bereitstellung von Barkreditlinien auch die Bereitstellung von, insbesondere für das Geschäft im Segment Systems wichtigen Avallinien vor. (für weitere Details vergleiche Finanzlage KUKA Konzern sowie Anhang (26)).
Die Finanzierungsfunktion der KUKA AG spiegelt sich in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Cash-Pooling-Konten mit Tochtergesellschaften sowie aus den zur Verfügung gestellten Darlehen. Per Saldo ergibt sich hier eine Forderung von 66,9 Mio. € (2011: 33,9 Mio. €). Diese Veränderung im Liquiditätsbedarf der Tochtergesellschaften resultiert im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen des Geschäftsjahres. Durch aktives Management des Working Capitals der am Cash-Pooling beteiligten Tochtergesellschaften konnte die Finanzierung hieraus in etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden. Insgesamt konnten dadurch die flüssigen Mittel der KUKA AG von 130,1 Mio. € auf 162,2 Mio. € gesteigert werden.
Die Finanzverbindlichkeiten der KUKA AG betragen wie im Vorjahr 204,4 Mio. €.
VERMÖGENSLAGE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
Die Vermögenslage der KUKA AG ist geprägt durch das Management der Beteiligungen und durch die Wahrnehmung der Leitungsfunktionen für die Gesellschaften des Konzerns. Bezüglich der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft.
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 3,7 Mio. € standen Abschreibungen in Höhe von 3,0 Mio. € (2011: 3,2 Mio. €) gegenüber. Unter den Finanzanlagen werden die direkten Beteiligungen der KUKA AG an ihren Tochtergesellschaften ausgewiesen. Zum Jahresende wurde die Beteiligungsstruktur der nordamerikanischen Gesellschaften aus Gründen der adäquaten Abbildung der Konzernführungsphilosophie neu strukturiert. In diesem Zusammenhang wurde die Beteiligung der KUKA Aktiengesellschaft an der KUKA Systems Corporation North America, Sterlin Heigths, Michigan/USA zu Buchwerten in die Beteiligung an der KUKA U.S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan/USA, getauscht.
In der Veränderung des Eigenkapitals spiegelt sich das Ergebnis des Geschäftsjahres wider. Die Eigenkapitalquote der KUKA AG belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 33,0% (2011: 24,5%).
Die Bilanzsumme der KUKA AG stieg als Saldo dieser Effekte gegenüber dem Vorjahresstichtag um 78,5 Mio. € auf 587,1 Mio. €.
NACHTRAGSBERICHT
Mit Ad hoc Mitteilung vom 6. Februar 2013 gab die Gesellschaft bekannt, dass der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen hat, Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 55,0 Mio. € bis 60,0Mio. € mit Endfälligkeit am 12. Februar 2018, d. h. einer Laufzeit von fünf Jahren, anzubieten. Die Wandelschuldverschreibungen sind anfänglich in bis zu 1.597.535 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft wandelbar. Die Emission werde, unter Ausschluss der Bezugsrechte, aus bedingtem Kapital gem. §4(6) der Satzung und entsprechend der Ermächtigung durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2010 erfolgen.
Nach erfolgreicher Privatplatzierung der Wandelschuldverschreibungen gab die KUKA Aktiengesellschaft noch am 6. Februar 2013 die Details der Transaktion bekannt: Das endgültige Emissionsvolumen beträgt 58,8 Mio. € bei einem Nominalzinssatz von 2,0%. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 36,8067€ und stellt damit eine Wandlungsprämie von 26,0% auf den Referenzkurs der Aktie am 6. Februar 2013 dar. Die Wandelschuldverschreibungen sind zum Handel am Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.
Daneben haben sich seit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres bis zum Datum dieses Lageberichts keine berichtspflichtigen Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ergeben.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Zum Ausbau der technologischen Position hat der KUKA Konzern die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen insbesondere im Geschäftsbereich Robotics weiter intensiviert. So stiegen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Berichtsjahr von 37,7 Mio. € (2011) auf 42,6 Mio. € (2012). Die Forschungs- und Entwicklungsquote, d.h. die F&E-Aufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, lag infolge des stärkeren Anstiegs der Umsatzerlöse im Konzern bei 2,4% (Vorjahr: 2,6%). Die Aktivierungsquote, d. h. der Anteil der aktivierten F&E-Leistungen, betrug dabei 22,2% gegenüber 20,0% im Vorjahr.
Der ganz überwiegende Teil der Forschungs- und Entwicklungsleistungen des KUKA Konzerns wird im Produktgeschäft des Geschäftsbereichs Robotics erbracht. Im Berichtsjahr waren dies 40,4 Mio. € bzw. 94,8% des Gesamtaufwandes (Vorjahr:
36,4 Mio. € bzw. 96,6%). Die F&E-Quote ging im Zuge des überproportionalen Anstiegs der Umsatzerlöse von 5,9 % (2011) auf 5,4% (2012) zurück. Der Geschäftsbereich Robotics erbrachte zusätzlich Entwicklungsleistungen in Höhe von 2,2 Mio. € für den Geschäftsbereich Systems und andere Gesellschaften. Im Projektgeschäft von Systems werden Entwicklungsprojekte nahezu ausschließlich im Kundenauftrag durchgeführt. Im Geschäftsbereich Systems wuden2012 20 Patente angemeldet (2011: 31) und 42 Patente erteilt (2011: 23).
KONZERN-FORSCHUNGS- UND -ENTWICKLUNGSAUFWAND
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| 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtaufwand in Mio. € | 33,7 | 35,6 | 29,5 | 37,7 | 42,6 |
| davon KUKA Robotics in Mio. € | 31,0 | 33,1 | 28,2 | 36,4 | 40,4 |
| Anteil KUKA Robotics in % | 92,0 | 93,0 | 95,6 | 96,6 | 94,8 |
| F&E-Quote KUKA Robotics in % vom Umsatz | 6,5 | 10,1 | 6,8 | 5,9 | 5,4 |
GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS
Zum Jahresende 2012 waren insgesamt 291 Mitarbeiter (Vorjahr: 258) in der Forschung und Entwicklung des Geschäftsbereichs Robotics beschäftigt. Dies ist im Berichtsjahr ein Zuwachs um 33 Personen bzw. 12,8% und damit deutlich stärker als die allgemeine Personalentwicklung im KUKA Konzern. Diese Mitarbeiter arbeiten je zur Hälfte in der Software- und Hardwareentwicklung sowie in der mechanischen Konstruktion und Mechatronik. Der überwiegende Teil hält einen Universitätsabschluss. Im Berichtsjahr wurden aus dem Geschäftsbereich Robotics 90 Patente (2011: 79) angemeldet und 86 Patente (2011: 90) erteilt.
KUKA's neue Generation: Kleinrobotik-Serie KR AGILUS
Auf der AUTOMATICA 2012 in München, der internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik, feierte die neue Kleinrobotik-Serie KR AGILUS ihre Weltpremiere. Der jüngste Spross aus Augsburg wurde für die Traglastklassen 6 kg bzw. 10 kg bei Reichweiten von 700, 900 und 1100 mm entwickelt. Er ist besonders für Handhabungsaufgaben mit kurzen Zykluszeiten geeignet, beispielsweise in der Verpackungs- oder Elektronikindustrie. Um auch bei engen Platzverhältnissen eingesetzt werden zu können, hat der Roboter eine sehr schlanke Bauform mit innenliegenden Motoren sowie ebenfalls komplett in den Arm integrierte Leitungen für Energie, Kommunikation und Druckluft. Den KR AGILUS gibt es neben der Bodenvariante auch zum Einbau hängend von der Decke oder an der Wand.
Als Steuerung kommt die bewährte KR C4 zum Einsatz, jedoch in einer kompakten Variante. Die AGILUS Kleinroboter erhalten somit alle Funktionalitäten der großen Industrieroboter, angefangen von der flexiblen Anbindung von Zusatzachsen über die komplette Palette der Technologiepakete für die unterschiedlichsten Applikationen bis hin zu den Querschnittsfunktionalitäten wie Safe Operation, Roboteam, Vision und Sensorik. Damit hat der Anwender den Vorteil einer einheitlichen Engineering- und Programmierphilosophie quer über alle KUKA Roboter Produktfamilien. In seiner Marktpositionierung punktet der KR Agilus durch seinen niedrigen Energieverbrauch und seine hohe Geschwindigkeit.
Erweiterung der KR QUANTEC Produktpalette
Die bereits auf der AUTOMATICA 2010 erstmals vorgestellte KR QUANTEC Roboterfamilie im Traglastbereich von 90 kg bis 300 kg wurde im Berichtsjahr speziell für die General Industry um einige Sonderbauformen erweitert. Die Konsolvarianten sind besonders für das Be- und Entladen von Spritzgussmaschinen in der Kunststoffindustrie geeignet. Die Roboter weisen nach vorne und nach unten einen deutlich vergrößerten Arbeitsbereich auf. Mit ihrem verringerten Gewicht und ihrer niedrigeren Basis können sie besonders gut auf oder über Spritzgussmaschinen montiert werden, um diese von oben zu be- und entladen. Zusammen mit der neuen KR C4 Steuerungstechnik wurden die Zeiten für Be- und Entladezyklen deutlich reduziert.
Die neuen KR QUANTEC Pressenverketter zeichnen sich durch eine besonders große Reichweite von bis zu 3.500 mm aus und eignen sich damit für das Be- und Entladen von Pressen mit größeren Bauteilen mit höchster Dynamik. Hier kommen Traglasten von 100 kg bzw. 120 kg zum Einsatz.
Abgerundet wurde die KR QUANTEC Produktpalette mit den absolut genauen Varianten, die für hochpräzise Anforderungen konzipiert sind, wie beispielsweise Laseranwendungen oderflexible Vermessungsaufgaben.
Ein Schrank für 16 Achsen
Nachdem die KUKA Roboter Steuerung KR C4 sowohl in die Automobilindustrie als auch in der General Industry eingeführt ist, wurde auf der internationalen Technologiemesse für Blechbearbeitung EuroBLECH 2012 in Hannover der KR C4 Extended Schrank vorgestellt. Etwas höher als der kompakte Standard-Schrank können mit diesem neuen Schrank bis zu 16 Achsen betrieben werden. Neben den sechs Achsen des Roboters können damit weitere Achsen in einer Automatisierungszelle angesteuert werden, wie beispielsweise mehrachsige Positionieren Mit diesen kann ein Werkstück so gedreht werden, dass es von einem Schweißroboter an allen Positionen erreicht wird. Alle Merkmale der KR C4 Steuerung mit einer integrierten Roboter-, Bewegungs-, Ablauf-, Prozess- und Sicherheitssteuerung stehen auch für diesen Extended-Schrank zur Verfügung. In Zusammenhang mit KUKA Motion Control (KMC) können so auch weitere Kinematiken, wie beispielsweise Portale, betrieben werden.
BMBF-Projekt FlexiCut: Bearbeitungstechnologien für den Leichtbau
KUKA Roboter ist an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt FlexiCut (Flexible intelligente Bearbeitungstechnologien für komplexe Faserverbundbauteile) beteiligt. Der Einsatz von Leichtbaumaterialien ist besonders für die Automobil- und Luftfahrtindustrie interessant. Solche Bauteile werden heutzutage noch größtenteils manuell hergestellt. Voraussetzung für den Großserieneinsatz ist jedoch eine weitgehend automatisierte Produktion mit geringen Taktzeiten und hoher, reproduzierbarer Qualität. Hier spielt der Roboter als universelle Automatisierungskomponente mit seinen Produktoptionen eine entscheidende Rolle.
KR QUANTEC Roboter: gleich dreifach ausgezeichnet
Die KUKA QUANTEC Roboterserie im Traglastbereich von 90 kg bis 300 kg besticht nicht nur durch ihre Leistungsfähigkeit, sondern auch durch ihr unverwechselbares Design. Dies ist kein Zufall, denn organisch gestaltete Bauelemente mit fließenden Formübergängen begünstigen den mechanischen Kraftfluss und erhöhen die Bauteilfestigkeiten, was den Robotern wiederum eine hohe Stabilität und Steifigkeit verleiht. Das außergewöhnliche Äußere der QUANTEC Roboter wurde gleich mit mehreren hochkarätigen Design-Preisen ausgezeichnet. Der Konsolroboter KR 240 R3100 ultra K erhielt den internationalen red dot Design Award 2012. Das Modell KR 270 R2700 ultra erhielt sogar drei Design-Preise: Den red dot Design Award 2012 "best of the best", den German Design Award Gold 2013 des Rats für Formgebung und den iF Product Design Award Gold 2013. KUKA beweist damit einmal mehr, dass sich Hochleistungs-Industrieprodukte und gutes Design keineswegs ausschließen.
ADVANCED ROBOTICS - IM GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS
Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsprojekte der KUKA Laboratories (Labs) ist die Entwicklung von sensitiven Assistenzrobotern, die in der industriellen Produktion und im Bereich Servicerobotics, z. B. im Bereich Healthcare und Medizintechnik, eingesetzt werden können. Darüber hinaus bündelt der Bereich teilweise F & E Aktivitäten für die Geschäftsbereiche Robotics und Systems.
KUKA Leichtbauroboter - Next Generation
Der KUKA Leichtbauroboter ist ein sensitiver Roboterarm, der feinfühlige Aufgaben zum Beispiel in der Montagetechnik und Servicerobotik ausführen kann. Die Technologiebasis des bisherigen Produktes basiert auf einem Technologietransfer des weltweit führenden DLR Zentrums für Robotik und Mechatronik. Der Leichtbauroboter wird in der Servicerobotik und in der Erprobung von neuen Produktionskonzepten von einer Vielzahl von Kunden in Pilotprojekten erfolgreich eingesetzt.
Zum Jahresende konnte die erste Produktvariante der Next Generation fertiggestellt werden. Die Leichtbaurobotertechnologie wurde grundlegend überarbeitet. Im Fokus standen eine Vereinfachung der mechatronischen Bauweise und die Eignung für den Serieneinsatz als Produktions - und Dienstleistungsassistent im industriellen und professionellen Umfeld. Auf Basis der Steuerungsarchitektur der KR C4 wurde eine Antriebs- und Sensortechnikentwickelt, die mit neuen Sicherheitsfunktionen den Leichtbauroboter für den Einsatz in Kooperation mit dem Menschen qualifiziert.
Damit erfüllt der neue KUKA Leichtbauroboter die Anforderungen für den harten Serieneinsatz in der Vollautomatisierung, als Ersatz von starren Montagelinien oder als Produktionsassistent zur Umsetzung neuer, revolutionärer Produktionskonzepte, die den Menschen in ein roboterbasiertes Produktionssystem mit einbeziehen. Der neue KUKA Leichtbauroboter ist damit der weltweit sensitivste Produktionsassistent.
Mensch-Roboter-Kooperation
In einer strategischen Entwicklungskooperation mit Daimler werden zukunftsweisende Konzepte mit dem Leichtbauroboter als Produktionsassistent des Mitarbeiters entwickelt. In Betriebsversuchen werden Produktionsprozesse gemeinsam untersucht und exemplarisch umgesetzt. Anhand der Anwendungen werden neue Mensch-Roboter-Sicherheitskonzepte entwickelt und die kritischen, applikationsabhängigen Sicherheitsparameter erarbeitet. Die Ergebnisse der Betriebsversuche werden wissenschaftlich begleitet und in Richtlinien und Normungsgremien eingebracht.
Next Generation Steuerungskern
Der Leichtbauroboter wird erstmalig mit einer von Grund auf neu entwickelten Steuerungssoftware ausgeliefert, die auf der KR C4 Plattform aufsetzt. Ziel dieser Entwicklung ist die Umsetzung eines Echtzeitsystems, das aus modular erweiterbaren, parallelen Komponenten besteht. Auf Basis dieser Technologie können komplexe roboterbasierte Anwendungen realisiert und zukünftig nahtlos in die Unternehmens IT integriert werden. Bedienung und Diagnose wurden auf Basis der KR C4 weiterentwickelt. Die Programmierung des Leichtbauroboters erfolgt mit Hilfe von leistungsfähigen, in der IT etablierten Entwicklungsplattformen.
Lean R&D Prozesse für die Entwicklung mechatronischer Systeme
Die Entwicklung mechatronischer Robotersysteme erfordert eine enge Zusammenarbeit von vielen Ingenieurdisziplinen, um eine kosten- und funktionsoptimierte Realisierung und Kombination von Software, Elektronik und Mechanik zu gewährleisten. Begleitend zum Projekt Leichtbauroboter wurde der Produktentstehungsprozess für die mechatronische Systementwicklung weiter voran gebracht. Dieser zeichnet sich aus durch ein durchgängiges Simultaneous Engineering und einer phasenspezifischen Entwicklungsmethodik, bestehend aus agiler Konzeptentwicklung und reifegradgesteuerter Detaillierung. Die Softwareentwicklung erfolgt nach der SCRUM Methode und ermöglicht eine schnelle, iterative Überprüfung und Anpassung der Softwareproduktfunktionen während des Entwicklungsprojektes.
Mobile Robotik und autonome Navigation
Das KUKA Navigationssystem für autonome, mobile Robotersysteme wurde als Basismodul in einer ersten Version fertiggestellt. Das Navigationsmodul kann in unterschiedlichen Marktsegmenten eingesetzt werden. Das Anwendungspotenzial reicht von der Distributions- und Produktionslogistik, bis zu der Schwerlastlogistik auf Basis des KUKA omniMove Systems und der mobilen Manipulation mit dem KUKA omniRob. Im Berichtszeitraum wurde das Navigationssystem in allen drei Anwendungen prototypisch erprobt und Industriekunden vorgestellt.
Medical Robotics
Im Bereich Medical Robotics entwickelt die KUKA Laboratories als Partner von Unternehmen der Medizintechnik roboterbasierte Diagnose- und Therapiesysteme. Die Produktplattform KR C4 und die Quantec Mechanik wurden erstmalig im Rahmen der Zulassung eines neuen Medizin Produktes durch einen Strahlentherapiehersteller qualifiziert und damit die Vorgängergeneration abgelöst. Das neue Strahlentherapiesystem wurde erfolgreich vorgestellt und befindet sich in der Markteinführungsphase. Der Kunde profitiert vom erweiterten Funktionsumfang der KUKA Steuerung und Hardware. Des Weiteren wird der Leichtbauroboter in Applikationsstudien von Forschungsinstituten und Medizintechnikunternehmen für unterschiedliche Anwendungsfelder evaluiert.
Forschungsprojekte führen zu neuen Technologien und neuen Applikationen
Öffentlich geförderte Forschungsprojekte durch das Bundesministerium für Forschung und Bildung oder durch die Europäische Union ermöglichen im vorwettbewerblichen Umfeld die Entwicklung von Technologien und den Aufbau von Forschungs- und Anwendernetzwerken. KUKA Laboratories nimmt an diversen Forschungsprojekten teil und partizipiert so an den Forschungsergebnissen und Netzwerken. Im Projekt First-MM (Flexible Skill Acquisition and Intuitive Robot Tasking for Mobile Manipulation in the Real World) werden neue Programmierverfahren für mobile Systeme entwickelt. Flexible Transport- und komplexe Manipulationsaufgaben sollen durch einfache Instruktion erfolgen.
Im Projekt TAPAS (Robotics-enabled Logistics and Assistive Services for the Transformable Factory of the Future) werden neue Produktionssysteme untersucht, die flexibel und skalierbar in der Großserien- bis hin zur Kleinserienproduktion eingesetzt werden können. Die Entwicklung der Technologien erfolgt auf Basis von Anforderungen von realen Produktionsszenarien, in denen auch eine stufenweise Validierung erfolgt.
Ziel des Projekts SAPHARI (Safe and Autonomous Physical Human-Aware Robot Interaction) ist die Erweiterung von Funktionalitäten von Mensch-Roboter kooperierenden Systemen. Die Autonomie, Sicherheit und Alltagstauglichkeit von im direkten Umfeld von Menschen agierenden Robotersystemen soll verbessert werden.
Die Robotik in klein- und mittelständische Unternehmen (KMUs) zu bringen, ist das Anliegen des Projekts SMErobotics. Um den Anforderungen an eine Kleinserienproduktion gerecht zu werden, müssen Wahrnehmung und kognitive Fähigkeiten der Robotersysteme verbessert und die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter vereinfacht werden.
Die Zukunft der Robotik in Europa gestalten
Auf europäischer Ebene ist KUKA bereits seit 2008 Antreiber der Robotik-Community. Ein Höhepunkt der Aktivitäten im Berichtszeitraum stellte die Gründung der gemeinnützigen europäischen Organisation euRobotics aisbl mit Sitz in Brüssel dar. Ein wesentliches Ziel der neuen Organisation ist die Einrichtung einer öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) für die Robotik in Europa, die von der europäischen Kommission stark befürwortet wird. euRobotics hat mittlerweile mehr als 70 Mitglieder aus Forschung und Industrie. Gemeinsam sollen drei wesentliche Ziele verfolgt werden:
| ― | Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Führerschaft von Herstellern, Lieferanten und Endanwendern von auf Robotertechnologie basierten Systemen und Dienstleistungen; |
| ― | größtmögliche und beste Übernahme von Robotertechnologie für den professionellen und privaten Nutzen; |
| ― | Exzellenz der wissenschaftlichen Basis der europäischen Robotik. |
GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS
Framing Station für sechs Fahrzeugtypen
Die stetig steigende Anzahl an Typen und Varianten in der Fahrzeugfertigung erfordert eine immer höhere Flexibilität im Anlagenbau. Um diese Flexibilität zu erhalten, hat KUKA Systems eine Karosserieschweiß-Station entwickelt, auf der bis zu sechs verschiedene Fahrzeugtypen bearbeitet werden können. Dazu werden die Spannrahmen, die auf die jeweilige Geometrie des Fahrzeugs abgestimmt sind, wechselweise in die Framing Station eingebracht. Die Spannrahmen werden in vier Trommelspeichern zwischengelagert und je nach Fahrzeugtyp vollautomatisch in die Station befördert.
WaveLine - Innovation in roboterbasierter Pressenautomation
KUKA WaveLine ist die erste auf dem Markt befindliche Hochgeschwindigkeits-Pressenstraße mit Roboterautomation und kombiniert in idealer Weise die Vorteile von Tandem- und Transfer-Pressenstraßen.
Tandem-Pressenstraßen bestehen aus Einzelpressen, die im Start-Stopp-Betrieb laufen und durch Automationssysteme miteinander verkettet sind. Transfer-Pressenstraßen arbeiten im Dauerbetrieb und sind durch aufwändige Sonderlösungen wie Feeder- oder Balkentransfersysteme verbunden, die mehr Ausbringung ermöglichen, aber auch erhebliche Investitionen erfordern. Das neue Anlagen-Konzept KUKA WaveLine ermöglicht erstmalig den kontinuierlichen und synchronisierten Betrieb von Tandem-Pressenstraßen und damit eine höhere Ausbringung. Die eingesetzten Einzelpressen sind speziell für diese Art von Produktion konzipiert und erlauben die Be- und Entladung mit dem KUKA System Cobra bei kontinuierlichem Pressenbetrieb und höherer Anlagenhubzahl; dies senkt den Energieverbrauch und schont die Pressenmechanik. Die Pressen müssen nicht in jedem Zyklus abgebremst und wieder beschleunigt werden.
Multifunktionale Zelle im DLR-Zentrum für Leichtbau-Produktion
KUKA Systems baut derzeit in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine multifunktionale Zelle mit großem Roboterfeld auf, die 2013 im DLR-Zentrum für Leichtbau-Produktion in Augsburg eingesetzt werden soll. Das Besondere hieran: die Industrieroboter und auch die Sonderkinematiken hängen an der Decke. Dieses Konzept ermöglicht die parallele Bearbeitung von Großbauteilen mit mehreren Einheiten bei gleichzeitig prinzipieller Zugriffsmöglichkeit des Menschen oder Interaktion mit den Maschinen. Im Rahmen dieser Kooperation wird in den nächsten Jahren an verschiedenen Schwerpunkten in der Robotik und Automation geforscht werden. Themen sind kooperierende, teilweise extern geführte Kinematiken, die auch in sicherer Technik betrieben werden können. Mittelfristiges Ziel ist es, entsprechende Technologien bis hin zur Mensch-Maschine-Interaktion zu entwickeln.
Die multifunktionalen Zellen sind mit KUKA Robotern der QUANTEC-Generation ausgerüstet. Über eine "externe Führung", die sich derzeit in der Erprobungsphase befindet, konnte die Präzision des Roboters auch während der Bahnprozesse deutlich erhöht werden. Dies erfolgt mithilfe eines externen Messsystems, indem Korrekturwerte über eine Schnittstelle an die Robotersteuerung weitergegeben werden. Dadurch ist es vorstellbar, die parallele Bearbeitung von Großteilen mit mehreren Maschinen mittel- bis langfristig auch in der Produktion durchzuführen. Entsprechende Technologiebausteine sind hierzu in Vorbereitung.
Neues Applikationslabor für Leichtbauroboter
In Zusammenarbeit mit KUKA Laboratories und KUKA Roboter wurde im TechCenter von KUKA Systems ein Applikationslabor für Anwendungen von Leichtbaurobotern (LBR) eingerichtet. Es stehen jetzt mehrere flexible LBR-Zellen zur Verfügung, um die Entwicklung von industriellen Anwendungen des Leichtbauroboters voranzutreiben. Gleichzeitig wird das Applikationslabor dazu genutzt, um Machbarkeitsuntersuchungen für Kunden anzubieten.
EFB - Preis für den Werkzeugbau
Auf der EuroBLECH20l2 in Hannover ist der KUKA Systems Werkzeugbau in Schwarzenberg/Erzgebirge mit dem Gütesiegel der Europäischen Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung e.V. für langjährige Mitarbeit in internationalen Forschungsprojekten ausgezeichnet worden. Diese Mitarbeit erstreckte sich u.a. auf folgende Bereiche:
| ― | die Erforschung und Parametererprobung für alternative und neuere Umformverfahren wie Innenhochdruck-Umformen oder Warmumformen/Presshärten |
| ― | die Weiterentwicklung von etablierten Prozessen im Bereich des Umformens und Schneidens von Karosserieblechteilen |
| ― | die Ermittlung von Materialkenngrößen für die umzuformenden oder zu schneidenden Blechwerkstoffe sowie |
| ― | die Optimierung von Parametern der Prozesskette zur Herstellung von Presswerkzeugen in der Schneid- und Umformtechnik für Karosserieblechteile. |
Ein aktuelles Beispiel aus der Umsetzung von Erkenntnissen aus EFB-Projekten in die Praxis ist die bessere Einschätzung der Leistungsfähigkeit von Materialmodellen in der Blechumformsimulation. Dadurch konnten die Grenzen der Berechnungsmodelle in der bisherigen Umformsimulation klarer erkannt werden. Dies ist insbesondere bei neueren Blechwerkstoffen wichtig, deren Materialverhalten noch nicht hinreichend exakt abgebildet werden kann. Dadurch treten Fehler auf, die bislang nur über kostenintensive Nacharbeiten an den fertigen Umformwerkzeugen behoben werden mussten. Das EFB-Projekt hat diese Fehlerquelle reduziert.
Flüssigverkapselung von Wafern für Solarmodule
Gemeinsam mit Partnern aus der Solarindustrie arbeitet KUKA Systems an einem öffentlich geförderten Projekt, dessen Ziel die Entwicklung von neuartigen, aufeinander angepassten und kostengünstigen Technologien für Hochleistungssolarzellen und -modulen ist. Passend zu den Förderzielen werden dabei innovative Herstellungsprozesse integriert im Zell- und Modulbereich entwickelt, die sowohl die Produktionskosten senken als auch die energetische Effizienz der Module erhöhen. In der Solarzellentwicklung werden dazu parallel Technologie-Bausteine erarbeitet, die zu einem hocheffizienten Gesamtprozess kombiniert werden. Im Berichtszeitraum wurde bei KUKA Systems dazu eine Produktionsanlage für Versuche und Kleinserien realisiert, auf der bereits erste Module zur Zertifizierung des Verfahrens erfolgreich produziert wurden.
BESCHAFFUNG
Im KUKA Konzern setzen die Geschäftsbereiche die Beschaffung direkt benötigter Produktionsteile in eigener Regie um. Indirekt benötigtes Material und Dienstleistungen werden dagegen nach dem Lead Buyer-Prinzip für alle Konzernteile gemeinsam eingekauft. So ist KUKA Robotics u.a. für die Beschaffung von Transportdienstleistungen und Energie und KUKA Systems für die Telekommunikation, das Gebäudemanagement und die Fahrzeugflotte zuständig.
DUAL SOURCE-STRATEGIE SICHERT STEIGENDES PRODUKTIONSVOLUMEN AB
Der Geschäftsbereich Robotics konnte sein Produktionsvolumen im Berichtsjahr nochmals deutlich steigern. Dazu wurden die Montagekapazitäten für Roboter in Augsburg und die Produktion des Schaltschrankes in Taksony/Füzesgyarmat (Ungarn) bedingt durch die starke Kundennachfrage weiter ausgebaut. Zusätzlich befindet sich ein zweites Robotermontagewerk in China im Aufbau, das im Laufe des Jahres 2013 den Betrieb aufnehmen wird. Im Rahmen des Global Sourcings bezieht der Einkauf schon heute z. B. Guss- und Elektronikteile aus Asien. Dieses Einkaufsvolumen wird sich durch das neue Werk in China weiter ausweiten. Im Berichtsjahr sicherte der Geschäftsbereich sein steigendes Produktionsvolumen systematisch durch eine Zweitlieferanten-Strategie ab und vervielfachte so die Anzahl seiner Bezugsquellen in Europa und Asien. Diese Dual Source-Strategie trägt zur Minimierung von Lieferengpässen bei und erhöht die Beschaffungsalternativen bei Wechselkursschwankungen. Insgesamt konnte der Geschäftsbereich Robotics seine durchschnittlichen Einkaufskosten Währungs- und rohstoffpreisbereinigt um 4% senken.
SERIENANLAUF DER NEUEN KLEINROBOTERFAMILIE
Ein weiterer Beschaffungsschwerpunkt im abgelaufenen Jahr war die Markteinführung der neuen Familie von Kleinrobotern KRAGILUS. In diesem Marktsegment sind kurze Lieferzeiten vielfach kaufentscheidend. Im Rahmen einer konsequenten Time to Market-Strategie wurden die erwarteten Produktionsmengen und Materialgruppen festgelegt, neue Lieferanten überwiegend in Deutschland und dem europäischen Ausland identifiziert und vertraglich gebunden. So konnte der Serienanlauf dieser neuen Produktgruppe planmäßig am 1. August gestartet werden.
PLANUNGSSYSTEM IM ANLAGENEINKAUF WEITER AUSGEBAUT
KUKA Systems hat 2012 die Instrumente zur Sicherstellung einer kostengünstigen und termingerechten Beschaffung von Zulieferungen weiter ausgebaut. Dazu wurde ein Planungssystem zur Terminsteuerung der Anlagenprojekte eingeführt, das ein aktives Termincontrolling aller Liefertermine einschließlich vorgelagerter Schnittstellen wie Ausschreibungsunterlagen und Konstruktionsleistungen ermöglicht. Kapazitäten und Lieferkonditionen werden bereits in der Angebotsphase eines Projektes ermittelt und gesichert. Eine strukturierte Risiko-Analyse identifiziert außerdem potenzielle Risiken und verfolgt die entsprechenden Maßnahmen zur Beseitigung. Auf dieser Grundlage internationalisierte der Geschäftsbereich seine Beschaffungsaktivitäten weiter und erreichte im Berichtsjahr einen Lieferanteil aus Niedrigkostenländern von 17% des Gesamtvolumens. Insgesamt konnten die Einkaufskosten des Geschäftsbereichs ebenfalls um 4% gesenkt werden.
Darüber hinaus nutzte der Einkauf beider Geschäftsbereiche im Berichtsjahr ein Supplier Finance Program und erreichte damit eine Verlängerung der Zahlungsziele bei den Lieferanten sowie eine Verbesserung der Liquidität im Roboter- und Anlagengeschäft.
REGIONALE KOMPETENZ-CENTER TEIL DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE
Im Rahmen des neuen FIUB-Konzeptes hat der Geschäftsbereich Systems im vergangenen Jahr regionale Kompetenz-Center für Standardbauteile eingerichtet. In Europa ist dies die Landesgesellschaft in Rumänien, die Landesgesellschaft in China ist für Amerika, Mexiko und Asien zuständig. Diese regionalen Kompetenz-Center entwickeln sich mehr und mehr zu einem festen Bestandteil einer internationalen Wertschöpfungskette. Dabei konzentrieren sie sich auf die Themen Beschaffung, Montage und Fertigung der Teile. Die Auftragsbestandteile Planung und Projektmanagement liegen nach wie vor in den regionalen Zentren Deutschland (Europa), USA (Amerika) und China (Asien). Das HUB-Konzept ermöglicht es, in den Regionen effizient und flexibel zu agieren. Eilaufträge können kostengünstig intern erledigt werden. Das Kompetenz-Center in Rumänien bildet außerdem Hochschulabsolventen in der Programmierung von Robotern aus, die anschließend auf internationalen Baustellen eingesetzt werden.
MITARBEITER
PERSONALARBEIT NEU AUSGERICHTET
Die Personalarbeit des KUKA Konzerns hatte im abgeschlossenen Geschäftsjahr sowohl operative als auch strategische Schwerpunkte. Aufgrund des stark wachsenden Geschäftsvolumens stellten die Geschäftsbereiche in größerem Umfang neue Mitarbeiter ein: In Deutschland vornehmlich im Forschungs- und Entwicklungsbereich des Geschäftsbereichs Robotics sowie in den Wachstumsregionen Amerikas und Asiens zur Ausweitung der Geschäftsaktivitäten. Ferner stärkte KUKA seine Position als attraktiver Arbeitgeber mit verschiedenen Maßnahmen, um dem sich abzeichnenden Mangel an Fach- und Führungskräften erfolgreich begegnen zu können. So intensivierte KUKA die berufliche Ausbildung, baute den Kontakt zu Schulen und Universitäten weiter aus und förderte mit dem Audit "berufundfamilie" die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Schließlich wurden die Führungsorganisation und die Führungskräfteentwicklung des Unternehmens neu strukturiert. So konnte KUKA das Verhältnis Bewerber zu offenen Stellen von 25:1 im Vorjahr auf 34:1 im Berichtsjahr steigern.
MITARBEITER NACH GESCHÄFTSBEREICHEN (31.12.)

MITARBEITER NACH REGIONEN (31.12.)

STRATEGIEKONFORMER PERSONALAUFBAU
Der KUKA Konzern hat die Anzahl seiner Mitarbeiter per 31. Dezember 2012 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresstichtag um 675 auf insgesamt 7.264 einschließlich Auszubildende und Werkstudenten ausgeweitet. Dies ist ein Anstieg um 10,2% gegenüber dem Vorjahr. Damit fällt der Anstieg der Neueinstellungen von Mitarbeitern deutlich geringer aus, als der Zuwachs der Umsatzerlöse im selben Zeitraum (+21,1%). Von diesen Mitarbeitern stellte der Geschäftsbereich Robotics 427 bzw. über 60% aller Neueinstellungen vorwiegend in Augsburg und im ungarischen Schaltschrankbau ein. Die Hälfte dieser Neueinstellungen entfiel auf das Segment General Industry. 259 bzw. rd. 40% der Neueinstellungen arbeiten im Geschäftsbereich Systems. Zum Erhalt der betrieblichen Flexibilität beschäftigte der KUKA Konzern zum 31. Dezember 2012 außerdem insgesamt 1.408 Zeitarbeitskräfte; ein Zuwachs gegenüber dem entsprechenden Stichtag des Vorjahres um 330 (31. Dezember 2011:1.078).
AUSGEWOGENE QUALIFIKATIONSSTRUKTUR
Die Qualifikationsstruktur der Mitarbeiter im KUKA Konzern ist nach wie vor ausgewogen: Rund ein Drittel der Belegschaft verfügt über einen Universitäts- bzw. Fachhochschulabschluss und zwei Drittel besitzen eine qualifizierte technische oder kaufmännische Ausbildung. Am zentralen Standort in Augsburg haben beispielsweise 860 Mitarbeiter ein Studium mit der Promotion, einem Diplom bzw. Master oder dem Bachelor abgeschlossen (31%). Weitere 470 sind Techniker oder Meister (17%). Die übrigen Mitarbeiter verfügen über eine staatlich anerkannte technische oder kaufmännische Berufsausbildung (24%) bzw. über eine vergleichbare Vorbildung (25%). Im Berichtsjahr konnte die Altersstruktur im KUKA Konzern mit durchschnittlich 41 Jahren stabil gehalten werden (2011: 41 Jahre). Dabei liegt der Altersdurchschnitt im Geschäftsbereich Robotics mit 39 Jahren unter dem Konzerndurchschnitt (2011:38 Jahre) und im Geschäftsbereich Systems mit 42 Jahren leicht darüber (2011:43 Jahre).
Eine gleichbleibende Anzahl von Mitarbeitern kann auf eine lange bzw. sehr lange Betriebszugehörigkeit zurückblicken: 55 Mitarbeiter wurden für ihr 25 jähriges Dienstjubiläum geehrt, 26 Mitarbeiter für ihr 40 jähriges und ein Mitarbeiter im Geschäftsbereich Robotics sogar für sein 50 jähriges Dienstjubiläum.
ERFOLGREICHE FÖRDERUNG DER BERUFLICHEN AUSBILDUNG
Angesichts der demographischen Entwicklung und rückläufiger Bewerberzahlen, hat KUKA seine Aktivitäten zur Ansprache potenzieller Bewerber weiter erhöht und konnte dadurch im Berichtsjahr mehr Berufsanfänger einstellen. So beschäftigte das Unternehmen an seinen deutschen Standorten in Augsburg, Bremen und Schwarzenberg/Erzgebirge Ende Dezember 2012 insgesamt 230 Auszubildende; drei mehr als ein Jahr zuvor (31. Dezember 2011: 227). Dabei erhöhten sich vor allem am zentralen Standort in Augsburg die Ausbildungszahlen. Hier stieg die Anzahl der Auszubildenden im 4-jahres-Zeitraum 2009-2012 von 88 auf 138; ein Zuwachs um mehr als die Hälfte (57%).
NEUE DUALE STUDIENGÄNGE EINGERICHTET
In der beruflichen Ausbildung bietet KUKA eine breite Palette von technischen und kaufmännischen Ausbildungen an. Hierzu gehören
| ― | Industrie- und Zerspanungsmechaniker/-in |
| ― | Mechatroniker/-in und Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik |
| ― | Technischer Produktdesigner |
| ― | lndustriekaufmann/-frau und |
| ― | Fachinformatiker/-in |
Darüber hinaus können Abiturienten ein duales, berufsbezogenes Studium an verschiedenen Berufsakademien bzw. der Hochschule Augsburg mit dem Ziel Bachelor of Engineering (BA) absolvieren. Neben dem Verbundstudium Mechatronik und Elektronik bietet KUKA nunmehr auch ein duales Studium Maschinenbau, Informatik und Wirtschaftsinformatik an.
Im Berichtsjahr hat das Unternehmen außerdem die Kontakte zu den Schulen in der Region ausgeweitet. So können Schüler von Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien die Berufswelt in einer einwöchigen "Schnupperlehre" kennenlernen. Am Standort Augsburg nutzten dies in den vergangenen 12 Jahren insgesamt 1.000 Schüler. Dabei lag die Zahl der Interessenten anfangs bei 60-80 und erreicht jetzt 100 pro Jahr. Gleichzeitig führt das Ausbildungszentrum jährlich 15-25 Betriebserkundungen für ganze Schulklassen durch, zusätzlich erhalten einzelne Schulabgänger ein Bewerbertraining.
Seit 2004 veranstaltet KUKA außerdem einen "Girlsday", um junge Frauen für technische Berufe zu begeistern. 2012 nutzten 20 Mädchen diesen Tag, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Der Anteil weiblicher Auszubildender im gewerblich/technischen Bereich ist mit 20% bereits vergleichsweise hoch. Seit 10 Jahren ist KUKA darüber hinaus auf der Messe "Fit for Job" vertreten, auf der sich in jedem Jahr 10.000-15.000 Besucher aus der Region über Ausbildungsmöglichkeiten informieren. 2012 waren die kleinen mobilen Roboter "youBot" von KUKA ein Publikumsmagnet. Erstmalig wurde in diesem Jahr auch ein "Tag der Ausbildung" durchgeführt. Am 30. Juni konnten sich mehr als 500 Schüler, die sich in der Bewerbungsphase befanden, über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten bei KUKA live vor Ort informieren und im Augsburger Ausbildungszentrum auch selbst Hand anlegen.
TRAINEEPROGRAMM FÜR NACH WUCHSFÜHRUNGSKRÄFTE
Unterstützt wurden die gezielten Aktivitäten in der Berufsausbildung durch die Ansprache qualifizierter Bewerber als Nachwuchsfach- und Führungskräfte. So präsentierte sich KUKA auf insgesamt 12 Bewerbermessen, die von Universitäten und Hochschulen in Aachen, Aalen, Augsburg, Deggendorf, Ingolstadt, Kempten, München, Trier und Ulm durchgeführt wurden. Hierzu gehört auch die Teilnahme an Career Days, Cross Mentoring-Veranstaltungen und Ähnlichem, die die verschiedenen Hochschulen begleitend abhielten. Dadurch verdoppelte sich nahezu die Anzahl der Werkstudenten bei KUKA von 20 Ende Dezember 2011 auf 38 Ende Dezember 2012. In diesem Zeitraum wurden 76 Abschlussarbeiten von Diplomanden verfasst. Absolventen der Fachrichtungen Maschinenbau, Mechatronik, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurtechnik (Diplom- oder Master) können ein 15-monatiges Traineeprogramm bei KUKA absolvieren. Dieses Programm findet entweder im Geschäftsbereich Robotics mit Stationen im Projektmanagement, der Entwicklung, Vertrieb bzw. Produktion Ausland oder im Geschäftsbereich Systems (Projektmanagement, Konstruktion, Baustelle Ausland) statt. Ergänzt wird dieses Programm um eine Wahlstation, den Einsatz im jeweils anderen Geschäftsbereich und einen 3-monatigen Auslandsaufenthalt. Gegenwärtig durchlaufen sechs Trainees diese Ausbildung.
FAMILIENFREUNDLICHE ARBEITSPLÄTZE MIT VORBILDCHARAKTER
Im Rahmen des Audits "berufundfamilie" ist KUKA im Mai 2010 am Standort Augsburg als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert worden und setzt damit ganz klar auf eine familienbewusste Personalpolitik. So wurden in den vergangenen drei Jahren bei den Themen Arbeitszeit und -Organisation, Arbeitsort sowie Informationspolitik und Führungskompetenz zahlreiche Einzelmaßnahmen identifiziert und umgesetzt, die eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie herbeiführen sollen. Hierzu gehören u.a.
| ― | neue und deutlich flexiblere Arbeitszeiten |
| ― | die Einführung von Sabbaticals (zeitweiser Ausstieg) |
| ― | die vermehrte Ausschreibung von Teilzeitstellen |
| ― | Besprechungszeiten, die familienfreundlicher organisiert werden |
| ― | Eine Betriebsvereinbarung zu den Themen Telearbeit und Homeoffice (in Vorbereitung) |
| ― | Nutzung der Elternzeit zur Fort- und Weiterbildung |
| ― | Angebote zum Stressmanagement. |
Alle Maßnahmen sind über die Führungskräfte und Betriebsräte am Standort breit kommuniziert worden. Parallel hierzu unterstützten Artikel in der Mitarbeiterzeitschrift OrangeNews, Informationen im Internet und Intranet, bei Firmenfesten und sonstigen Events sowie die Herausgabe einer besonderen Broschüre und die Beilage zur Gehaltsabrechnung diese Vorhaben. Dadurch sind viele Maßnahmen zu einem festen Bestandteil des Arbeitslebens in Augsburg geworden. KUKA Arbeitsplätze haben insbesondere in den Kernbereichen Flexibilität, zukunftsorientierte Arbeitszeitmodelle und in der Berücksichtigung der individuellen Lebenssituation inzwischen Vorbildcharakter.
Damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sich weiter nachhaltig in der Unternehmenskultur von KUKA verankert, hat der Vorstandsvorsitzende der KUKA AG, Dr. Till Reuter, die Patenschaft über die Re-Auditierung von "berufundfamilie" im März 2013 für den Zeitraum 2013 bis 2016 übernommen. Hierauf hat sich das Unternehmen in verschiedenen Workshops von November 2012 bis Januar 2013 vorbereitet.
NEUE FÜHRUNGSORGANISATION
Um KUKA für Nachwuchskräfte und erfahrene Manager noch attraktiver zu machen, hat das Unternehmen mehrere neue Führungskreise eingerichtet, die geeigneten Mitarbeitern aus den vier Bereichen KUKA Robotics und KUKA Systems sowie KUKA Laboratories und KUKA AG strukturierte und flexible Karrierepfade eröffnen. Ziel ist es, die Entwicklungswünsche der Mitarbeiter mit dem Führungskräftebedarf des Unternehmens in Einklang zu bringen.
Der erste Karrierepfad richtet sich an Ingenieure und Techniker, die sich als Junior und Senior Projectleader sowie als International Projectleader weiterentwickeln wollen, um bei Eignung schließlich im Senior Management Circle (FK) aufgenommen zu werden. Der zweite Karrierepfad spricht Fachleute insbesondere aus der Forschung und Entwicklung an, die als Senior Engineer, Expert oder Senior Expert ebenfalls in den FK-Kreis aufsteigen können. Dieser Kreis umfasst gegenwärtig 60 Mitglieder und versteht sich als internationale und interkulturelle Plattform zum Austausch von Ideen und Erfahrungen unterhalb des bestehenden Kreises der oberen Führungskräfte (OFK).
Die neue Führungsorganisation des KUKA Konzerns ist am 10. Oktober 2012 in Kraft getreten.
"ORANGE CARE" BZW. "KUKA CARES"INS LEBEN GERUFEN
An den beiden Hauptstandorten von KUKA in Augsburg und in Sterling Heights bei Detroit/USA haben die sozialen Aktivitäten des Unternehmens im vergangenen Jahr eine feste Plattform erhalten.
In Augsburg gründeten engagierte Mitarbeiter einen gemeinnützigen Verein. Orange Care e.V. widmet sich zukünftig der Jugend- und Familienarbeit und unterstützt hilfsbedürftige Menschen. Als eine erste wichtige Maßnahme ist die Einrichtung einer Kindertagesstätte zur Betreuung von Kleinkindern am Standort geplant. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Till Reuter und der Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Minning sind Gründungsmitglieder dieses Vereins.
In Nordamerika kümmert sich das Programm "KUKA CARES" um die sozialen Belange der Mitarbeiter. Hierzu gehören Wellnessinitiativen im Gesundheitsbereich, Familienevents und Firmenstipendien sowie die Organisation von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Mit Hilfe dieser Plattform soll ein gesundes, sicheres Arbeitsumfeld geschaffen werden, welches motivierend auf die Mitarbeiter wirkt und ihr Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt.
10. MITARBEITERAKTIENPROGRAMM
Belegschaftsaktien sind eine attraktive Möglichkeit, bestehende oder potenzielle Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. KUKA hat 2012 zum zehnten Mal ein Mitarbeiteraktienprogramm aufgelegt. Insgesamt 387 Mitarbeiter nahmen hieran teil. Dabei förderte das Unternehmen den Kauf von jeweils zwei KUKA Aktien mit einer zusätzlichen Anreizaktie. So gingen im Juni 2012 im Rahmen dieses Programms insgesamt 164.295 Aktien auf KUKA Mitarbeiter über.
NACHHALTIGKEIT
UNTERNEHMENSLEITBILD STÄRKT KONZERNVERBUND
Im Herbst 2011 haben die Führungskräfte des Unternehmens im Rahmen eines mehrtägigen Workshops ein gemeinsames Unternehmensleitbild erarbeitet, welches im Berichtsjahr in alle Unternehmensteile eingeführt worden ist. Dieses Leitbild fasst zahlreiche, seit langem gültige Richtlinien und Überzeugungen in vier sich ergänzenden Säulen "Technologie, Märkte, Mitarbeiter sowie Partner" zusammen und stellt nunmehr den Rahmen verantwortlichen Handelns aller KUKA Mitarbeiter dar. "Wir haben diese Grundsätze als Bekenntnis der Mitarbeiter und der Unternehmensführung festgehalten'', so Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der KUKA AG, in einem Interview zu diesem Thema in der Mitarbeiterzeitschrift OrangeNews 1/12.
SMART TOOLS MEET SMART PEOPLE

"SMART TOOLS MEET SMART PEOPLE"
Unter diesem Slogan gewinnt das neue Leitbild im Unternehmen an Stärke. Am Beispiel "Technologie" bedeutet dies:
Die Produkte haben sich in den vergangenen 110 Jahren seit Gründung des Unternehmens gewandelt, doch die Leidenschaft der Mitarbeiter für Technik, Innovation und Qualität ist geblieben. So will KUKA mit seinen intelligenten bzw. "smarten" Lösungen in der Robotik und in der Automation technische Standards setzen, um dem globalen Kunden einen entscheidenden Vorsprung zu geben. Dabei bestimmt nachhaltiges Wirtschaften das Handeln der Mitarbeiter. Natürliche Ressourcen sollen effizient genutzt und die Belastungen für den Menschen und seine Umwelt kontinuierlich reduziert werden. KUKA arbeitet darüber hinaus vertrauensvoll und verlässlich mit allen Partnern zusammen und sichert damit nachhaltig Erfolg für alle Beteiligten (siehe auch "Unternehmensleitbild" unterwww.kuka-ag.de).
PARTNER DER INITIATIVE "BLUE COMPETENCE"
Die KUKA Roboter GmbH ist offizieller Partner der Initiative "Blue Competence" des Verbandes der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer VDMA geworden (www.bluecompetence.net). Diese Initiative bündelt die Aktivitäten der Mitgliedsunternehmen in den Bereichen
| ― | Effizienter Einsatz von Energie |
| ― | Entwicklung alternativer, regenerativer Energieträger |
| ― | Verwendung knapper Rohstoffe und Wiedergewinnung sekundärer Rohstoffe |
| ― | Verringerung von Emissionen bei Industriebetrieben und im Verkehr |
| ― | Entwicklung neuer, sparsamer Antriebskonzepte. |
Wesentliches Ziel von "Blue Compentence" ist es, die Fortschritte des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus bei der Nutzung von Energie, bei der Optimierung der Produktionsprozesse und der Wiederverwendung von Sekundärrohstoffen bekannt zu machen sowie die Entwicklung neuer Technologien in diesen Bereichen voranzutreiben. So hat der deutsche Maschinenbau neben den damit einhergehenden qualitativen Verbesserungen der Umwelt bereits einen erheblichen wirtschaftlichen Beitrag zur Senkung der Lebenszykluskosten seiner Maschinen und Anlagen in den vergangenen 10 Jahren geleistet.
WEITERES EINSPARPOTENZIAL BEI ROBOTER-STILLSTANDSZEITEN
Industrieroboter sind keineswegs "Energiefresser". Ihr durchschnittlicher Energieverbrauch liegt bei 2,5 kW und damit niedriger als etwa zwei Föhne im Haushalt (ca. 3,0 kW). Im Stand-by-Betrieb verbraucht der Roboter mit höchstens 200 Watt beispielsweise weniger Energie als eine schnelle Graphikkarte im PC-Spielbetrieb. Ein Industrieroboter ist jedoch lediglich zu etwa 20% wertschöpfend in Bewegung. Die übrige Zeit befindet ersieh in Wartezeiten während der Produktionsphase oder im Stillstand bei produktionsfreien Zeiten. KUKA Robotics konnte den Energieverbrauch in diesen nichtwertschöpfenden Zeiten um 60% reduzieren, indem die Anzahl der zulässigen Bremsspiele erhöht und damit die Einfallzeiten der Bremsen verringert worden sind. Weiteres Einsparpotenzial liegt in einer engen Synchronisation von Fertigungsabläufen mit den Bewegungen des Roboters. Dadurch kann in vielen Fällen innerhalb einer Gruppe von kooperierenden Robotern komplett auf Wartezeiten verzichtet werden. Die Anlage fährt dann im energetischen Optimum. Hierzu entwickelt der Geschäftsbereich derzeit Simulationsmodule, die eine hochgenaue Abbildung der Bewegungsabläufe und eine Berechnung der Energieaufnahme des Roboters ermöglichen.
NEUER KLEINROBOTER KR AGILUS -ENERGIEEFFIZIENT, SCHNELL UND SICHER
Der Geschäftsbereich hat im Berichtsjahr eine neue Familie von Kleinrobotern in den Markt eingeführt. Auf der AUTOMATICA 2012 wurde der KR AGILUS vorgestellt, der im niedrigen Traglastbereich (bis 10 kg) nicht nur über herausragende Leistungswerte verfügt, sondern auch besonders energieeffizient, schnell und sicher konzipiert ist. Der Roboter verfügt -wie die großen Industrieroboter - über die universelle Steuerungstechnologie KR C4 in einer kompakten Form, die besonders wartungsarm arbeitet. Ein Schmierstoffwechsel ist z.B. nicht mehr notwendig. Darüber hinaus verfügt der KR AGILUS als einziger seiner Klasse über eine SafeOperation-Funktion, die die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine erheblich vereinfacht. Soft- und Hardwarekomponenten überwachen seinen Arbeitsraum und seine Bewegungen, so dass eine mechanische Überwachung überflüssig geworden ist.
VERBUNDPROJEKT "ENERGIE- UND RESSOURCEN EFFIZIENTER KAROSSERIE BAU"
Die KUKA Systems GmbH ist Mitglied in der Innovationsallianz "Green Carbody Technologies", in der sich Wirtschaftsunternehmen mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammengeschlossen haben, um die automobile Produktionstechnik energie- und ressourcenschonender zu gestalten. Der Karosseriebau ist einer der energieintensivsten Bereiche in der Produktion eines Fahrzeugs. Schwerpunkte der Untersuchungen des Verbundprojektes "Energie- und ressourceneffizienter Karosseriebau" sind derzeit
| ― | die Optimierung der technologischen Abläufe |
| ― | der Energieverbrauch der Fügeprozesse selbst |
| ― | der Energieverbrauch der steuerungstechnischen Anlagen und |
| ― | die Verringerung des Materialeinsatzes durch Leichtbauverfahren. |
NACHHALTIGE ENTWICKLUNG VON PRODUKTEN UND LÖSUNGEN
KUKA Systems geht bei der Entwicklung und Konstruktion von Produkten und Lösungen nach dem Grenzwertprinzip vor. jedes Bauteil wird auf seine Notwendigkeit hin überprüft. Diese Vorgehensweise führt zu teilweise erheblichen Materialeinsparungen beispielsweise bei Stahlkonstruktionen. So werden direkt erreichbare Kostenvorteile im Einsatz von Material sowie weitere indirekte Einsparungen von C02 bei der Produktion und dem Transport der fertigen Produkte erzielt. Ein Beispiel hierfür ist die modulare Schweißzelle KUKAflexibleCUBE. Durch diesen nachhaltigen Ansatz konnten im Vergleich zur konventionellen Bauweise rd. 44% Material eingespart werden.
KS CycleMove: Bauteile ohne elektrische Energie transportieren
Der Geschäftsbereich Systems hat außerdem zur Beförderung von Bauteilen in Produktionslinien ein System entwickelt, das ganz auf die Nutzung elektrischer Antriebe verzichtet und nahezu ausschließlich mit der Schwerkraft arbeitet. KS CycleMove besteht aus einem Gestell und verschieden geneigten Zu- und Rücklaufbahnen, auf denen sich Laufwagen mit den zu transportierenden Bauteilen bewegen. Diese Laufwagen verfügen über eine patentierte Bremse, die für eine konstante Laufgeschwindigkeit sorgt -unabhängig vom Gewicht des Werkstücks und der Länge der Laufbahnen. Am Ende der Bahnen können die Wagen automatisch oder per Roboter zurückgeführt werden. Das Bauteil ist so einfach und sicher unterwegs. KS CycleMove gibt es mit Bahnlängen von 3 bis 6 m; die maximale Nutzlast der Bauteile beträgt 15 kg. Im Anlagenbetrieb können so bis zu 95% der Energie eingespart werden, die ein konventioneller Stauförderer benötigt.
KENNZAHLEN ÖKOLOGIE
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| 2011 | 2012 | |
|---|---|---|
| Anzahl Standorte weltweit | 37 | 37 |
| davon mit Zertifizierung ISO 9001 | 14 | 14 |
| davon mit Zertifizierung ISO 14001 | 10 | 10 |
| Verbrauch (nur Augsburg) | ||
| Strom (MWh) | 13.386 | 13.587 |
| Gas (MWh) | 14.605 | 15.272 |
| Wasser (m3) | 19.972 | 21.822 |
| C02 GHG-Emissionen (t) | 9.416,8 | 11.593,5 |
Seit 2008 beteiligt sich die KUKA AG außerdem am Carbon Disclosure Project. Diese Organisation veröffentlicht einmal jährlich Informationen zur Ökobilanz börsennotierter Unternehmen und zu den Geschäftschancen mit nachhaltigen Produkten. Das Carbon Disclosure Project wird von vielen Investorengruppen unterstützt (www.cdproject.net).
GESUNDHEITSMANAGEMENT INTENSIVIERT
Eine breite Palette von Angeboten im Rahmen eines vorausschauenden Gesundheitsmanagements sind bei KUKA zu einem festen Bestandteil des Arbeitsumfelds geworden. Das Unternehmen bietet seinen Mitarbeitern unter dem Motto "Fit for KUKA" in regelmäßigen Abständen besondere Frühstücksangebote mit Obst und Müsli, Übungen zur Blitzentspannung oder eine Rückenschule. Diese Angebote sind kostenlos, solange man eine bestimmte Anzahl von Übungen besucht.
Außerdem fand zum zweiten Mal nach 2011 ein allgemeiner Gesundheitstag statt. Insgesamt sieben Kooperationspartner boten den Mitarbeitern am 20. Juli 2012 u.a.
| ― | Übungen zu Reaktiver Fitness und Walking |
| ― | Pilates, Yoga und Rückenschule |
| ― | Hautscreening und Schnuppermassagen |
| ― | Blutzucker- und Cholesterin-Messungen |
| ― | eine Rauchersprechstunde |
| ― | Testen der Reaktionsgeschwindigkeit auf einem Fahrsimulator sowie |
| ― | das Verhalten im Brandfall an. |
Insgesamt 1200 Mitarbeiter nutzten das Angebot, die eigene Fitness zu überprüfen und nahmen zahlreiche Anregungen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und des Wohlbefindens mit an ihren Arbeitsplatz und nach Hause. Einige Mitarbeiter ließen sich 2012 darüber hinaus auf der KUKA Academy zum Life-Balance-Coach ausbilden. Hier erlernten sie Methoden und Fertigkeiten, wie man den Anforderungen von Beruf und Familie gleichermaßen gerecht werden kann, um diese dann an Kollegen und Mitarbeiterweiterzugeben. Auch für Führungskräfte führte die KUKA Academy einen entsprechenden Kurs durch.
SOZIALE KENNZAHLEN
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| 2011 | 2012 | |
|---|---|---|
| Anzahl Arbeitnehmer (31.12.) | 6.589 | 7.264 |
| davon Auszubildende | 227 | 230 |
| Durchschnittl. Betriebszugehörigkeit (Jahre) | 9,1 | 8,8 |
| Krankenquote (in %) | 2,9 | 2,7 |
| Fluktuation (in%) | 12,9 | 9,8 |
| Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter (Deutschland) | 13,9 | 10,8 |
RISIKO- UND CHANCENBERICHT
GRUNDSÄTZE
Der KUKA Konzern ist ein global aufgestelltes und international operierendes Unternehmen, jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber auch eine Vielzahl von Risiken. Ziel des Vorstands der KUKA AG ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig für alle Stakeholder und Shareholder zu steigern.
Risikomanagement
Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Vorstand ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des Konzerns installiert, mit dem externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert, kontrolliert und berichtet werden. Identifizierte Risiken werden konzernweit nach ihrem potenziellen Einfluss auf den Ergebnisbeitrag und nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Dabei werden Worst-, Medium- und Best-Case-Szenarien einschließlich des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden. Im Einklang mit den Rechnungslegungsvorschriften erfolgt eine entsprechende Berücksichtigung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen im Jahresabschluss. Der monatlich zu erstellende Risikobericht beinhaltet unter anderem die Top-iO-Risiken für die Geschäftsbereiche und die KUKA AG als Holdinggesellschaft sowie eine Übersicht über die Risikogesamtsituation des Konzerns. Diese Top-iO-Risiken sind fester Bestandteil des Berichtswesens zum Monatsabschluss. Darüber hinaus ist der Risikobericht Gegenstand von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats, insbesondere des Prüfungsausschusses. Die gemeldeten Risiken werden dem Vorstand quartalsweise im Risikosteuerungskreis vorgetragen und erläutert. Hier wird außerdem festgelegt, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind oder ob weitere Schritte einzuleiten sind. Die Plausibilisierung von gemeldeten Risiken findet in diesem Steuerungskreis ebenso statt wie die Ableitung von Handlungsalternativen zur Vermeidung von ähnlichen Risiken In der Zukunft.
Die jeweils direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken ist festgelegt und liegt beim Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften. Risikokoordinatoren In den zentralen und dezentralen Unternehmenseinheiten sorgen für eine einheitliche Berichterstattung mit klar definierten Meldewegen und mit an die Gesellschaftsgröße angepassten Meldegrenzen. Für den Fall, dass konzernweitfest definierte Meldegrenzen überschritten werden, besteht eine Interne Ad-hoc-Meldepflicht. Die Koordination des Risikomanagementsystems obliegt dem Leiter Konzerncontrolling der KUKA AG, der zugleich als Leiter Risikomanagement dem Vorstand Finanzen und Controlling der KUKA AG direkt unterstellt ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Risikomanagement integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses im KUKA Konzern ist.
Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Im Rahmen ihrer regulären Prüfungstätigkeit überwacht die interne Revision die Einhaltung der Risikomanagement-Richtlinie des KUKA Konzerns und damit die Effektivität der implementierten Verfahren und Instrumente; sie schließt, sofern relevant, die Risikoverantwortlichen in den Prüfungsumfang mit ein. Darüber hinaus gewährleisten regelmäßige Prüfungen des Risikomanagementprozesses durch die interne Revision dessen Effizienz und Weiterentwicklung. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.
Das chancen- und risikoorientierte Controlling im KUKA Konzern sorgt dafür, dass Chancen und Risiken In die Unternehmenssteuerung einfließen. Auf entsprechende Chancen wird in der Beschreibung der jeweiligen Risikobereiche nähereingegangen.
Darüber hinaus besteht im KUKA Konzern ein internes Kontrollsystem (vgl. Seite 39, IKS-System), welches über das Risikomanagement hinaus die Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts- und Rechnungslegungsprozesse permanent überwacht und unterstützt.
UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN SOWIE -CHANCEN
KUKA ist einem zyklischen Investitionsverhalten seines Kundenkreises in relevanten Teilmärkten ausgesetzt. Dabei stellt die Automobilbranche mit ihren oligopolistischen Strukturen und dem steten Preisdruck einen wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens In den Geschäftsbereichen Systems und Robotics dar. Schwankungen der Investitionstätigkeit werden auch unter Auswertung von Veröffentlichungen in den jeweiligen strategischen und operativen Planungen berücksichtigt. Bedingt durch das zyklische Geschäft wird stets darauf geachtet, hinreichende Flexibilität der eigenen Kapazitäten und der Kostenbasis zu gewährleisten.
Darüber hinaus wirken sich Länderrisiken, wie zum Beispiel der mangelnde Patent- und Markenschutz In Asien, Wechselkursschwankungen, Finanzierungsrisiken, technische Risiken und das Risiko signifikanter Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen, auf die Risikosituation des KUKA Konzerns aus. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, wird die Wertschöpfung zur Verringerung der Wechselkursrisiken verstärkt lokal erbracht. Zur Sicherstellung des geistigen Eigentums hat KUKA eine eigenständige Strategie formuliert, die vor allem durch Patente und Schutzrechte abgesichert wird. Insbesondere der Einstieg von Mitbewerbern, vor allem aus dem asiatischen Raum, erhöht den Kostendruck. Diesem wird neben den engen Beziehungen zu unseren Kunden vor allem durch den Ausbau unserer technologischen Kompetenzen und deren Schutz entgegengewirkt.
KUKA profitierte im gesamten Geschäftsjahr 2012 von der hohen Investitionsbereitschaft sowohl in der Automobilindustrie als auch im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau. Zusätzliche Chancen liegen darin, dass den wichtigsten Automobilkunden des KUKA Konzerns in deren Wettbewerbsumfeld eine sehr gute Marktposition beigemessen wird. Im Vergleich zu den eigenen Wettbewerbern hat der KUKA Konzern aufgrund der Vorteilhaftigkeit des Kundenportfolios Chancen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung, insbesondere bezüglich der Entwicklung der Marktanteile. Weitere Chancen ergeben sich insbesondere aus dem allgemeinen Trend zur weiteren Automatisierung auch in nichtindustriellen Bereichen, wie den langfristigen Perspektiven in der Betreuung einer älter werdenden Gesellschaft.
Um eine für unsere Kunden bestmögliche Qualität der Produkte sicherzustellen, arbeitet KUKA mit Lieferanten zusammen, für die Qualität, Innovationsstärke, ständige Verbesserungen und Zuverlässigkeit im Fokus stehen. Im Allgemeinen bezieht KUKA Produktkomponenten von mehreren Anbietern, ist aber dennoch in wenigen Ausnahmefällen mangels verfügbarer Bezugsalternativen von einzelnen, marktbeherrschenden Lieferanten abhängig.
Andere Risiken, welche auch auf den Geschäftsverlauf nach 2012 Auswirkung haben könnten, sind einerseits die weitere Entwicklung der Staatsschuldenkrise, vor allem im Euro-Raum. Andererseits stellen die zunehmenden Wechselkursschwankungen, insbesondere beim US-Dollar, dem ungarischen Forint, dem japanischen Yen und dem chinesischen Yuan, ein Risiko dar. Das Management der Währungsrisiken wird im Abschnitt Finanzwirtschaftliche Risiken ausführlich beschrieben.
LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND CHANCEN
KUKA Robotics
Anhaltendes Kostenbewusstsein und die Forderung nach ständigen Produktinnovationen aller Kunden weltweit, insbesondere aus der Automobilindustrie und von deren Zulieferern, stellen die wesentlichen Herausforderungen für das Produktangebot dieses Geschäftsbereichs dar. Die Folge sind ein steter Preisdruck und potenziell längere Nutzungszyklen der eingesetzten Roboter.
KUKA Robotics wirkt diesem Trend mit der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen entgegen, die den Kunden in bestehenden Märkten nachweisbare finanzielle Vorteile durch einen raschen Mittelrückfluss bieten. Bei der Einführung neuer Produkte, wie im Berichtsjahr dem neuen Kleinroboter KR AGILUS oder dem Leichtbauroboter, bestehen Risiken hinsichtlich der Produkteigenschaften und der Qualitätszusagen, die im Falle von Nacharbeiten zu entsprechenden Kosten führen könnten. KUKA verfügt zur Vermeidung und Beherrschung solcher Risiken über ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, welches umfangreiche Test- und Prüfprozesse beinhaltet.
Eine Chance stellt die ständige Verbreiterung der Kundenbasis in der General Industry dar. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie zur Erschließung neuer Absatzmärkte neben der Automobilindustrie. Dieser Prozess beinhaltet die Erschließung von Märkten in der Medizintechnik und in sonstigen konsumnahen Bereichen, in denen zukünftig eine Mensch-Maschine-Kollaboration erforderlich sein wird. Sie ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter, ohne dass Schutzzäune oder ähnliche Sicherheitseinrichtungen notwendig werden. Eine Teilorganisation des Geschäftsbereichs, der sogenannten Advanced Robotics, arbeitet fokussiert an der technischen Realisierung solcher innovativen Produkte und Applikationen. Darüber hinaus wird der Vertrieb in der Region Amerika und in den BRIC-Staaten weiter vorangetrieben. Durch eine zunehmende Verteilung der Wertschöpfung auf verschiedene Währungszonen soll die Ertragskraft des Unternehmens unabhängiger von Währungsschwankungen werden.
KUKA Systems
Aufgrund der langen Durchlaufzeiten der Aufträge, der oft erforderlichen Spezifikationsanpassungen während der Abarbeitung der Aufträge, der geringen Frequenz der Auftragseingänge sowie des Preis- und Wettbewerbsdrucks, besteht ein geschäftsimmanentes Risiko für den Umsatz und das Ergebnis in diesen Aufträgen. Ergänzend können sich weitere Projektrisiken z.B. aufgrund von Projektfehlkalkulationen oder Konventionalstrafen wegen Terminverzögerungen ergeben. Der Geschäftsbereich setzt deshalb entsprechende Risikochecklisten für die einzelnen Aufträge ein, mit denen bereits vor Annahme der Angebote eine Prüfung insbesondere der rechtlichen, wirtschaftlichen und technologischen Risiken erfolgt. Im Rahmen dieses Exposure-Reportings werden insbesondere Solvenzrisiken überwacht und mittels eines stringenten Projekt- und Forderungsmanagements verfolgt und damit reduziert. Andere Risiken werden laufend beobachtet und bei Bedarf durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Chancen bestehen insbesondere bei geringeren Einstandspreisen von Zukaufteilen im Vergleich zur Kalkulation sowie bei der Abrechnung von Änderungsaufträgen des Kunden im Projektverlauf.
Die Ausweitung der weltweiten Produktionskapazitäten der großen Automobilhersteller weist derzeit eine hohe Dynamik auf. Insbesondere in Südamerika und Asien arbeitet KUKA intern verstärkt in Verbundprojekten, wobei mehrere Landesgesellschaften des Geschäftsbereichs gemeinsam an einem Kundenprojekt arbeiten. In solchen Fällen ergeben sich besondere Risiken hinsichtlich der Informationsbasis, der Wertschöpfungsprozesse und des IT-systemübergreifenden Projektmanagements. Darüber hinaus bestehen insbesondere in den Schwellenländern aufgrund des außerordentlich schnellen und starken Wachstums des Geschäftsvolumens Risiken hinsichtlich der organisatorischen Strukturen. KUKA entgegnet diesen Risiken mit der weiteren Harmonisierung seiner global eingesetzten IT-Systeme und durch Einsatz erfahrener interner und externer Mitarbeiter beim Auf- und Ausbau der jeweiligen lokalen Strukturen.
Die steigende Modellvielfalt In der Automobilindustrie wirkt sich positiv auf das adressierbare Marktvolumen aus, da steigende Anforderungen an flexible Produktionssysteme gestellt werden, die zum Neubau bzw. Umbau von Produktionslinien führen. Hieraus ergeben sich für Systemanbieter und Zulieferer neue Geschäftsmöglichkeiten. Knappe Ressourcen erfordern den Bau von kleineren oder Ressourcen sparenden Fahrzeugen, die mit alternativen Energien angetrieben werden. Deshalb werden insbesondere die amerikanischen Automobilhersteller zukünftig Investitionen In den Neubau von Produktionslinien bzw. den Umbau von bestehenden Produktionsanlagen tätigen müssen.
Betreibermodelle wie die KUKA Toledo Production Operations (KTPO) bieten zusätzliche Chancen, aber auch Risiken. Die Marke Jeep Wrangler weist im Vergleich zu den übrigen amerikanischen Fahrzeugmodellen nach wie vor überdurchschnittliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, an denen KUKA auch Im Jahr 2012 partizipiert hat. Risiken bestehen in diesem Zusammenhang in einer stärkeren Abhängigkeit von den produzierten Volumina für den amerikanischen Automobilmarkt.
Fundierte Marktanalysen haben ergeben, dass KUKA Systems auch langfristige Geschäftspotenziale neben der Automobilindustrie in der General Industry aufweist. Aktuelles Beispiel hierfür ist die Luftfahrtindustrie, wo auch in 2012 neue Aufträge akquiriert werden konnten. Neben der Chance der Erschließung neuer Marktpotenziale sind die wesentlichen Risiken hier vor allem technisch bedingt, da die Kunden selbst In vielen Fällen über keine eigenen Erfahrungen In der Automatisierungstechnik verfügen. Deshalb ist insbesondere bei Anwendung neuer Automatisierungstechniken die Prüfung der technischen Risiken im Rahmen der Risikochecklisten wesentliches Instrument zur Risikomitigation.
STRATEGISCHE RISIKEN UND CHANCEN
Ziel der Geschäftsbereiche ist es, In ihren jeweiligen Märkten zu den Technologie- und Marktführern zu gehören. Die konsequente Weiterentwicklung ihrer technologischen Basis über koordinierte Innovationsprogramme hat deshalb zentrale Bedeutung. Hierbei besteht eine wesentliche Aufgabe darin, Chancen und Risiken technischer Innovationen rechtzeitig zu erkennen und diese auf ihre Machbarkeit hin zu überprüfen. Möglichen Fehleinschätzungen des Marktes wird durch regelmäßige, teilweise dezentrale Markt- und Wettbewerbsanalysen entgegengewirkt. Anwendungsorientierte Entwicklungen, Systempartnerschaften und Kooperationen, z.B. mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Weßling bei München, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und mehreren Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, vermindern das Risiko nicht marktgerechter Entwicklungsleistungen.
Die Implementierung effizienter Qualitätssicherungssysteme sowie regelmäßige Zertifizierungen tragen dazu bei, mit kundenorientierten Produkten und Lösungen zu überzeugen und die Stellung der KUKA Gesellschaften in Ihren Märkten zu festigen.
Die Unternehmensstrategie wird von einer zentralen Stabsstelle In der KUKA AG koordiniert und mit den Geschäftsbereichen regelmäßig überprüft und abgestimmt. In dem gemeinsamen Innovation Center werden Querschnittstechnologien und Konzepte entwickelt, um durch einheitliche Vorgehensweisen und Prozesse Synergien zu nutzen und den Anforderungen des Marktes mit innovativen Produkten und Lösungen gerecht zu werden.
PERSONALRISIKEN UND -CHANCEN
Der Erfolg des KUKA Konzerns, eines von Hochtechnologie geprägten Unternehmens, hängt maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Personalrisiken erwachsen dem Konzern im Wesentlichen aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Die verbesserten wirtschaftlichen wie auch konjunkturellen Aussichten ermöglichten es dem Unternehmen, das Stammpersonal langfristig zu binden und neue hoch qualifizierte Mitarbeiter auszubilden bzw. für eine Tätigkeit im Konzern zu gewinnen. Dies gilt für die traditionellen Märkte in Europa und den USA, vor allem aber auch für die Rekrutierung von Mitarbeitern in den Wachstumsmärkten, z. B. den BRIC-Staaten, in denen der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern stetig zunimmt. Nicht zuletzt durch interne Weiterbildungsmöglichkeiten, wie In der KUKA Academy oder dem Ideenmanagement, ergeben sich Chancen, die aus einer höheren Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter resultieren.
In Deutschland zeigt sich darüber hinaus ein zunehmender Mangel an qualifiziertem, insbesondere technisch ausgebildetem Personal. Dies erfordert entsprechende unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen und eine permanente Ausrichtung des Unternehmens auf den Arbeits- und Bewerbermarkt. Hierzu gibt es enge Kooperationen mit lokalen und nationalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, wie z. B. mit der Universität Augsburg, der RWTH Aachen und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter auf allen Ebenen des Konzerns -teils dezentral, teils zentral organisiert -sichert dabei die unverzichtbare fachliche Kompetenz des Personals. Das unternehmensinterne internationale Traineeprogramm bietet-Nachwuchskräften die Möglichkeit, verschiedene Bereiche und Auslandsgesellschaften kennenzulernen. Die zum Jahresende 230 Auszubildenden im KUKA Konzern werden früh in das Unternehmen integriert und nach Beendigung der Ausbildung weitestgehend in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Eine der entscheidenden Herausforderungen der kommenden Jahre wird es sein, den KUKA Konzern hinsichtlich der demografischen Entwicklung zukunftssicher aufzustellen.
Neben der Verankerung eines attraktiven leistungs- und erfolgsabhängigen Entgeltsystems für Führungskräfte zur Stärkung unternehmerisch geprägter Denk- und Handlungsweisen stellt auch die Möglichkeit der Teilnahme an den Mitarbeiteraktienprogrammen des KUKA Konzerns für alle Mitarbeiter einen Anreiz dar, sich langfristig an den Konzern zu binden und an seiner Entwicklung zu partizipieren.
INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN UND CHANCEN
Die bestehenden IT-Sicherheits-Systeme und das vorhandene Business-Continuity-Management sowie Richtlinien und Organisationsstrukturen werden regelmäßig optimiert und überprüft, um mögliche informationstechnologische Risiken wie z.B. den Ausfall von Rechenzentren oder sonstigen IT-Systemen bereits im Vorfeld zu erkennen bzw. zu minimieren. Dies erfolgt unter anderem durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software. Durch die laufende Optimierung von IT-gestützten Prozessen lassen sich langfristig Kostensenkungspotenziale und kontinuierliche Qualitätsverbesserungen realisieren. Durch die konsequente Überwachung der betreffenden Prozesse wird sichergestellt, dass Risiken sowohl aus zunehmenden externen Bedrohungen als auch aus der Abhängigkeit von der weiter fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse reduziert werden.
Zudem besteht eine enge Verknüpfung der IT-Sicherheit mit dem Risikomanagementprozess des KUKA Konzerns. Sowohl im Zuge der jährlichen IT-Prüfung als auch stichprobenartig werden die entsprechenden Prozesse durch interne und externe Prüfer auf die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Zu den zentralen Aufgaben der KUKA AG zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit. In diesem Zusammenhang optimiert die Holding auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken über das konzernweit einheitliche Treasury-Reporting-System. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung ihrer Zahlungsströme reduziert.
In den vergangenen vier Jahren wurde die Solvenz des KUKA Konzerns durch mehrere Maßnahmen gestärkt. Dabei wurde die Passivstruktur hinsichtlich der Fristigkeiten und der eingesetzten Finanzierungsinstrumente neu geordnet. In den Jahren 2009 und 2010 zählten hierzu zwei Kapitalerhöhungen, die Begebung einer Unternehmensanleihe sowie der Abschluss neuer Konsortialkreditvereinbarungen.
Im Zuge der Begebung der Unternehmensanleihe wurde die KUKA AG im November 2010 erstmalig von den Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's mit "B" bzw. "B2" bewertet. Die Anleihe der KUKA AG wurde damals mit einem Rating von "B-" (Standard & Poor's) bzw. "B3" (Moody's) versehen. Basierend auf der positiven Entwicklung des KUKA Konzerns im Jahr 2012 und der damit einhergehenden Verbesserung der Finanzkennzahlen haben beide Ratingagenturen bereits im Jahr 2012 ihre Rating-Einstufungen mit einem positiven Ausblick ("positive outlook") versehen. Aktuell kommen die Ratingagenturen für die KUKA AG zu einem langfristigen Corporate-Kreditrating (CFR) von "B+" (Standard & Poor's) bzw. "Bl" (Moody's), nähere Details im Abschnitt Finanzierung ab Seite 37f (im Anhang).
Der Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis März 2014 enthält marktübliche Covenants. Ein Risiko für die Aufrechterhaltung von derartigen covenantbasierten Finanzierungen besteht grundsätzlich dann, wenn eine deutlich unter den Planungen verlaufende Geschäftsentwicklung und die daraus folgende Ertrags- und Finanzsituation ein Einhalten der definierten Grenzwerte nicht mehr gewährleistet. KUKA überwacht die Einhaltung dieser Covenants auf monatlicher Basis. Im gesamten Geschäftsjahr 2012 wurden die Covenants eingehalten. Zum 31. Dezember 2012 besteht bei allen Covenants ein deutlicher Abstand zu den vertraglichen Grenzwerten.
Neben den oben beschriebenen Schritten ergänzen Vereinbarungen zu bilateralen Avallinien mit Kautionsversicherern (Umfang 62 Mio. €) ebenso wie aufgelegte ABS-Programme (regelmäßiger Verkauf von Forderungen) im Umfang von 50 Mio. € das Finanzierungsportfolio des KUKA Konzerns.
Das transaktionsbezogene Wechselkursrisiko wird durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Detailliert wird über das zentrale Devisenmanagement im Konzernanhang unter Finanzinstrumente auf den Seiten 12. berichtet. Translationsrisiken - also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände -aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen werden grundsätzlich nicht abgesichert, jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko (Wettbewerbsrisiko) wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Länder reduziert ("natural hedging"). Interne Richtlinien regeln die Verwendung von Derivaten, die einer ständigen internen Risikokontrolle unterliegen.
COMPLIANCE-RISIKEN
Compliance-Verstöße könnten zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich zukünftigen Verhaltens, der Herausgabe von Gewinnen, dem Ausschluss aus bestimmten Geschäften, dem Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen führen. Des Weiteren könnte eine Verwicklung in potenzielle Korruptionsverfahren der Reputation des KUKA Konzerns Insgesamt schaden und nachteilige Auswirkungen auf das Bemühen haben, sich um Geschäfte mit Kunden sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors zu bewerben. Die Ermittlungen könnten sich auch auf Beziehungen zu Geschäftspartnern, von denen der KUKA Konzern abhängt, sowie auf die Fähigkeit, neue Geschäftspartner zu finden, nachteilig auswirken. Sie könnten sich ferner nachteilig auf die Fähigkeit auswirken, strategische Projekte und Transaktionen zu verfolgen, die für das Geschäft wichtig sein könnten, wie z. B. Joint Ventures oder andere Formen der Zusammenarbeit. Laufende oder zukünftige Ermittlungen könnten zur Aufhebung einiger bestehender Verträge führen und Dritte, einschließlich Mitbewerber, könnten gegen den KUKA Konzern in erheblichem Umfang rechtliche Verfahren anstrengen.
Um diese Risiken transparent und kontrollierbar zu machen, wurde Anfang 2008 ein weltweit gültiges Corporate-Compliance-Programm Implementiert. Der hierin verankerte Compliance-Ausschuss hält in regelmäßigen Abständen und bei Bedarf Sitzungen ab und berichtet an den Vorstandsvorsitzenden der KUKA AG; dieser berichtet direkt an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2012 wurden die Mitarbeiter weltweit mittels E-Learning über das Corporate-Compliance-Programm des KUKA Konzerns geschult.
Die Gesamtverantwortung für das Corporate-Compliance-Programm liegt beim Vorsitzenden des Vorstands. Es unterliegt unter anderem einer strengen internen Kontrolle und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Wesentliche Risiken ergaben sich im Jahr 2012 hieraus nicht, da durch die frühzeitige Risikomitigation und Ursachenbekämpfung, wie z.B. die Anpassung von Geschäftsabläufen, aktiv gegengesteuert werden konnte.
SONSTIGE RISIKEN
Der KUKA Konzern beobachtet permanent weitere Risiken und steuert diesen so weit wie möglich entgegen. Risiken für die Umwelt sind aus betrieblichen Aktivitäten nicht zu erkennen, da auf den Einsatz von Gefahrstoffen verzichtet wird. Der Konzern nutzt teilweise im Eigentum befindliche Grundstücke und Immobilien im Rahmen seines Geschäftsbetriebes. Dabei trägt das Unternehmen Risiken für den Fall, dass dieses Eigentum mit etwaigen Altlasten, Bodenverunreinigungen oder sonstigen schädlichen Substanzen belastet ist. Nach heutigem Erkenntnisstand liegen keine wertmindernden, bilanziell zu berücksichtigenden Tatsachen vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich solche Tatsachen, die beispielsweise Kosten verursachende Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen würden, zukünftig ergeben könnten.
Rechtliche Risiken werden, wo möglich, durch standardisierte Rahmenverträge begrenzt. Die Rechtsabteilung des Konzerns unterstützt die operativen Gesellschaften und trägt so zur Risikobegrenzung bei. Des Weiteren besteht eine konzernweite D & O-Versicherung (Directors' and Officers' Liability Insurance), welche u.a. für die geschäftsführenden Organe (Vorstand und Geschäftsführer) sowie Aufsichtsorgane (Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräte) der in- und ausländischen Konzerntochtergesellschaften abgeschlossen wurde, jährlich findet eine Überprüfung des vorhandenen Versicherungsschutzes statt, um das Verhältnis aus Versicherungsschutz und Selbstbehalten versus Risikoprämie abzuwägen. Der Vorstand des KUKA Konzerns entscheidet anschließend über die weitere Vorgehensweise.
Um eine mögliche Übernahme des Unternehmens abschätzen zu können, werden regelmäßig Analysen der Aktionärsstruktur durchgeführt. Die Globalisierung der operativen Geschäfte im KUKA Konzern hat die notwendige Berücksichtigung einer Vielzahl internationaler und landesspezifischer vorwiegend gesetzlicher Regelungen und Anweisungen von Finanzverwaltungen zur Folge. Abgabenrechtliche Risiken können durch fehlende Berücksichtigung von Gesetzen und anderen Regelungen entstehen. Insbesondere steuerliche Betriebsprüfungen können zu einer Belastung für den Konzern aus Prüfungsfeststellungen mit daraus abgeleiteten Zinsen, Strafen und Steuernachzahlungen führen. Für solche steuerlichen Risiken wird eine nach Kenntnis angemessene Vorsorge getroffen.
ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG
In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend leistungs- und finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.
INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
GRUNDSÄTZE
Gemäß §289 Abs. 5 und §315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist die KUKA Aktiengesellschaft als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen verpflichtet, innerhalb des Lageberichts die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Dies umfasst auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften.
KUKA versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. lg f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an.
Unter einem internen Kontrollsystem wird demnach die Gesamtheit aller vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken führen. Im Mittelpunkt steht hierbei die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Durch diese Herangehensweise können Risiken besser identifiziert, bewertet und gesteuert werden.
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.
Im Bereich der Finanzberichterstattung ist sicherzustellen, dass trotz möglicher Risiken ein regelungskonformer Konzernabschluss aufgestellt wird. Durch die Implementierung eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems in allen Gesellschaften des KUKA Konzerns wird dem Rechnung getragen. Es zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen frühzeitig zu identifizieren und sich daraus ergebende Risiken zu begrenzen. Unterschiedliche prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen tragen dazu bei, dass ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechender Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird.
STRUKTUREN UND PROZESSE
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im KUKA Konzern nachfolgende Strukturen und Prozesse implementiert. Die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess trägt der Vorstand der KUKA AG.
Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmungen eingebunden.
Tätigkeiten im Bereich Accounting und Human Resources werden für deutsche Gesellschaften zentral im Shared Service Center der KUKA AG übernommen.
Weiterhin werden konzernübergreifende Aufgaben, etwa Treasury, Legal Services oder Taxes ebenfalls zentral auf Basis konzerneinheitlicher Prozesse durch die KUKA AG erbracht.
Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des (konzern-)rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems werden in Richtlinien und Organisationsanweisungen festgehalten. Anpassungen aufgrund von externen und internen Entwicklungen werden fortlaufend integriert und allen involvierten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.
MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich des zusammengefassten Lageberichts maßgeblich beeinflussen können. Hierunter fallen im KUKA Konzern vor allem:
Identifikation der wesentlichen Risikofelder (siehe Risikobericht auf Seite 33ff.) und Kontrollbereiche mit Einfluss auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess;
| ― | Qualitätskontrollen zur Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse der Rechnungslegung auf der Ebene des Konzernvorstands, der Führungsgesellschaften und einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Meldeeinheiten; |
| ― | präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Prozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich zusammengefasstem Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen; |
| ― | Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von (konzern-)rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. Hierzu zählt zum Beispiel die zentrale Steuerung von Zugriffsrechten auf die Buchhaltungssysteme sowie die automatische Plausibilitätskontrolle bei der Datenerfassung im Reporting- und Konsolidierungssystem; |
| ― | Maßnahmen zur Sicherstellung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems durch die eingebundenen Fachabteilungen sowie durch die interne Revision, die durch systematische Prüfungen die Einhaltung des internen Kontrollsystems überwacht. |
Daneben haben die kaufmännischen Geschäftsführer aller Tochtergesellschaften im Rahmen der externen Berichterstattung zum 30. Juni und zum 31. Dezember einen internen Bilanzeid zu leisten. Erst im Anschluss daran legen die Vorstände der KUKA AG zum Halbjahr und zum Gesamtjahr einen externen Bilanzeid ab und unterzeichnen die Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Damit bestätigen sie die Einhaltung der vorgeschriebenen Rechnungslegungs- und Bilanzierungsstandards des KUKA Konzerns und dass die Zahlen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage vermitteln.
Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen regelmäßig mit der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems, so dass sich der Aufsichtsrat kontinuierlich ein angemessenes Bild über die Risikosituation des Konzerns verschafft und (die Wirksamkeit) überwacht. Dabei legt der Vorstand der KUKA AG mindestens einmal im Jahr die Risiken der Finanzberichterstattung dar und erläutert die implementierten Kontrollmaßnahmen sowie die Überprüfung der korrekten Durchführung der Kontrollen.
ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG
Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der KUKA AG und des KUKA Konzerns einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt.
Ferner wird gewährleistet, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst und bewertet werden und den internen und externen Adressaten der Rechnungslegung dadurch zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.
ANGABEN NACH DEN § 289 ABS. 4 UND § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT
Nachfolgend sind die nach den §289 Abs. 4 HGB und §315 Abs. 4 HGB erforderlichen Angaben aufgeführt und erläutert.
ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Zum 31. Dezember 2012 betrug das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 88.180.120,60€, eingeteilt in 33-915.431 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,6o€ je Aktie. Das Grundkapital Ist voll eingezahlt. Alle Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet und jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Es besteht kein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile (§4 Abs. 1 der Satzung). Bel Ausgabe neuer Aktien kann der Beginn der Gewinnbeteiligung abweichend von §60 Abs. 2 AktG festgesetzt werden (§4 Abs. 3 der Satzung).
BESCHRÄNKUNGEN, DIE STIMMRECHTE ODER DIE ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN BETREFFEN
Die KUKA Aktiengesellschaft gewährt regelmäßig Vorständen der Gesellschaft sowie weiteren ausgewählten Führungskräften von Konzerngesellschaften aufgrund Individualvertraglicher Regelungen die Teilnahme an sogenannten. "Phantom-Share-Programmen", d. h. virtuellen Aktien-Programmen. Die Phantom-Share-Programme sind Bestandteil des erfolgsorientierten Vergütungssystems von Führungskräften und sind auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die jeweiligen Programme haben eine Laufzeit von drei Jahren. Nach deren Ablauf erfolgt eine Auszahlung, deren Höhe sich nach dem Aktienkurs und der Entwicklung des Unternehmenswerts richtet. Nach den Bedingungen der Phantom-Share-Programme müssen die teilnahmeberechtigten Führungskräfte am Ende der Laufzeit des jeweiligen Programms 25% des ausgezahlten Bruttoerlöses zum Kauf von KUKA Aktien einsetzen, bis ein festgelegtes Haltevolumen, dessen Wert für die bisher aufgelegten Programme 50% der jeweiligen Jahresfestvergütung entspricht, erreicht ist. Für die Erreichung des Haltevolumens werden auch außerhalb der Phantom-Share-Programme erworbene Aktien berücksichtigt. Die Halteverpflichtung endet erst mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern.
Die KUKA Aktiengesellschaft hat auch im Jahr 2012 ein sogenanntes MitarbeiterAktienProgramm (MAP 2012) aufgelegt. Nach den Bedingungen des MAP 2012 konnten die Mitarbeiter KUKA Aktien erwerben und haben zusätzlich zu den erworbenen Aktien, in einem in den Bedingungen des MAP 2012 festgelegten Verhältnis Anreizaktien (Bonusaktien) erhalten. Die erworbenen KUKA Aktien sowie die zugeteilten Anreizaktien unterliegen bis zum 31. Dezember 2013 einer Veräußerungssperre.
Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.
BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10% DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß §21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen.
Zuletzt wurden am 2. September 2011 der KUKA Aktiengesellschaft von den nachstehenden Personen und Gesellschaften folgende Beteiligungen mit mehr als 10% der Stimmrechte wie folgt mitgeteilt:
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| 1. Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland | 24,41% | unmittelbar gehalten |
| 2. Grenzebach GmbH&Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland | 24,41% | zugerechnet nach §22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
| 3. Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland | 24,41% | zugerechnet nach §22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
| 4. Rudolf Grenzebach, Deutschland | 24,41% | zugerechnet nach §22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG |
Die KUKA Aktiengesellschaft hat darüber hinaus keine weiteren Informationen über Personen und/oder Gesellschaften, deren direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft 10% der Stimmrechte überschreitet.
AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.
ART DER STIMMRECHTSKONTROLLE, WENN ARBEITNEHMER AM KAPITAL BETEILIGT SIND UND IHRE KONTROLLRECHTE NICHT UNMITTELBAR AUSÜBEN
Eine Beteiligung von Arbeitnehmern im Sinne des §289 Abs. 4 Nr. 5 HGB und §315 Abs. 4 Nr. 5 HGB besteht nicht.
GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND SATZUNGSBESTIMMUNGEN ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN
Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß §6 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder (§6 Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in §84 und §85 AktG sowie in §31 MitbestG und §6 der Satzung geregelt.
Gemäß §§119 Abs. 1 Nr. 5,179 Abs. l AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. §22 Abs. 1 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist; Letzteres ist insbesondere bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstands, bei Kapitalherabsetzungen und bei einem Formwechsel der Fall.
Der Aufsichtsrat ist gemäß §11 Abs. 3 der Satzung zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat durch Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 29. April 2010 und vom 26. Mai 2011 ermächtigt, die Fassungen des §4 Abs. 1 und Abs. 5 sowie Abs. 6 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des bedingten Kapitals 2010 und/oder des genehmigten Kapitals 2011 und, falls diese bis zum 28. April 2015 bzw. bis zum 25. Mai 2016 nicht (vollständig) ausgenutzt sein sollte, nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungsfristen, anzupassen.
BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUR AUSGABE UND ZUM RÜCKKAUF VON AKTIEN
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten §4 Abs. 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien einmalig oder mehrmals um bis zu 44.090.059,00€ zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2011 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10% des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und -falls dieser Wert niedriger ist -des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10%-Grenze werden Aktien angerechnet, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 2g. April 2010 gemäß §71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. §186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des §186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind. Von der vorstehend erteilten Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben Aktien 30% des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung, noch -falls dieser Wert niedriger ist -des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.
Gemäß §4 Abs. 6 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 18.200.000,00€, eingeteilt in bis zu Stück 7.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2010 bis zum 28. April 2015 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, In dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Unterteilweiser Ausnutzung der entsprechenden Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und des vorstehend beschriebenen bedingten Kapitals hat die KUKA Aktiengesellschaft am 12. Februar 2013 im Wege einer Privatplatzierung eine Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 58.800.000€ begeben. Hieraus entsteht die Verpflichtung zugunsten der Anleihegläubiger, jede Schuldverschreibung Im Wert von nominal 100.000€ gemäß dem Wandlungsrecht jederzeit während des Ausübungszeitraums ganz, nicht jedoch teilweise, zum aktuellen Wandlungspreis von 36,8067€ pro Aktie in auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60€ zu wandeln. Machen sämtliche Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch, wird das Kapital der Gesellschaft durch Ausgabe von -vorbehaltlich der Verwässerungsschutzbestimmungen der Anleihebedingungen -derzeit 1.597.535 neuen Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60€ um 4.153.591€ erhöht. Eine Börsennotierung der Wandelschuldverschreibung ist im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgt.
Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. April 2010 ermächtigt, bis zum 28. April 2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder im Rahmen eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft zu erwerben. Dabei darf der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) grundsätzlich den einen in der Ermächtigung näher definierten Durchschnitts-Börsenkurs um nicht mehr als 10% über- bzw. unterschreiten.
Aufgrund dieses Beschlusses ist der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre
(i) im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) an Dritte zu veräußern;
(ii) auch In anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10% des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, (i) die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente ausgegeben werden, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind und (ii) die unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß §186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;
(iii) zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen zu verwenden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind;
(iv) anstelle der Auszahlung variabler Vergütungsbestandteile und/oder des 13. Monatsgehalts von Mitarbeitern im KUKA Konzern im bzw. für das Geschäftsjahr 2010 in 2010 und 2011 zum Erwerb anzubieten. Folgende Gruppen von Mitarbeitern sind erfasst: (i) Vorstandsmitglieder der Gesellschaft; (ii) Geschäftsführungsmitglieder der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen; (iii) Arbeitnehmer der Gesellschaft; (iv) Arbeitnehmer der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen. Bei dem Angebot von eigenen Aktien der Gesellschaft in diesem Zusammenhang ist vorzusehen, dass (i) die Aktien zu einem Preis erworben werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Annahme des Angebots nicht wesentlich unterschreitet; (ii) vorbehaltlich tarifvertraglicher Regelung, die Annahmefrist für das jeweilige Angebot 4 Wochen beträgt; und (iii) die Mitarbeiter die erworbenen Aktien für die Dauer von 4 Jahren halten müssen.
Soweit eigene Aktien der Gesellschaft Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft anstelle der Auszahlung von Vergütungsbestandteilen zum Erwerb angeboten werden sollen, wird der Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Verwendung der eigenen Aktien ermächtigt und legt die Modalitäten des Angebots eigener Aktien nach Maßgabe der vorstehenden Vorgaben fest.
Der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft hat, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, am 11. Mai 2011 auf Basis dieses Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossen, die im Jahr 2008 (aufgrund eines früheren Ermächtigungsbeschlusses) erworbenen 1.327.340 eigenen Aktien zu veräußern. Die Veräußerung der Aktien erfolgte im Mai 2011 zu einem Preis von i8,6o€ pro Aktie.
Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats erworbene Aktien einzuziehen. Sowohl die Erwerbsermächtigung als auch die Verwendungsermächtigung können auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden.
WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS STEHEN, UND DIE HIERAUS FOLGENDEN WIRKUNGEN
Syndizierter Bankkredit
Die KUKA Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften haben mit einem Bankensyndikat unter Führung der Deutsche Bank AG Filiale Deutschlandgeschäft, der Commerzbank AG, der UniCredit Bank AG und der Landesbank Baden-Württemberg am 8. November 2010 einen neuen syndizierten Kreditvertrag abgeschlossen, unter dem die Kreditgeber einen Betrag von bis zu 200.000.000€ zur Verfügung stellen. Hierdurch wird der wesentliche Kreditbedarf des KUKA Konzerns (einschließlich der Stellung von Bankavalen) abgedeckt. Der Vertrag enthält eine marktübliche Change-of-Control-Regelung, unter der die Syndikatsbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30% der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können.
Unternehmensanleihe 2010 ("High Yield Bond")
Des Weiteren hat die KUKA Aktiengesellschaft unter Führung der Deutsche Bank AG (London Branch) und der Goldman Sachs International am 18. November 2010 eine Unternehmensanleihe (sogenannter "High Yield Bond") mit einem Nennwert von 202.000.000€ emittiert. Die Unternehmensanleihe wird an der Luxemburger Börse (Euro MTF) gehandelt. Die Anleihebedingungen enthalten eine für High Yield Bonds marktübliche Change-of-Control-Klausel. Danach liegt ein Change-of-Control vor, wenn
(i) eine Person oder mehrere gemeinsam handelnde Personen (acting in concert) Kontrolle über mehr als 30% des Grundkapitals oder der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangen,
(ii) durch eine einmalige oder mehrmalige Transaktionen sämtliche oder nahezu sämtliche Vermögensgegenstände der KUKA Aktiengesellschaft oder einer gemäß den Anleihebedingungen als "Restricted Subsidiary" definierten Tochtergesellschaft an eine Person veräußert oder on sonstiger Weise übertragen wird, die keine "Restricted Sudsidiary" ist,
(iii) in zwei aufeinander folgenden Jahren die Mehrheit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat nicht durch Aufsichtsratsmitglieder gestellt wird, die entweder bereits am Tag der Begebung der Unternehmensanleihe Mitglieder des Aufsichtsrats waren oder deren Bestellung zu Aufsichtsratsmitgliedern nicht durch den Nominierungsausschuss vorgeschlagen oder unterstützt wurde, oder
(iv) die KUKA Aktiengesellschaft oder eine Tochtergesellschaft, die als "Restricted Subsidiary" qualifiziert ist, eine in Ziffer 3 der Definition "Permitted Investment" der Anleihebedingungen definierte Transaktion vornimmt. Hierunter fallen wesentliche Kapitalbeteiligungen an Dritten (z.B. Jointventures).
Tritt ein Ereignis ein, welches nach den Anleihebedingungen die Voraussetzungen eines Change-of-Control erfüllt, hat jeder Anleihegläubiger das Recht, von der KUKA Aktiengesellschaft den Rückkauf seiner Anteile zu verlangen. Der Rückkaufspreis beträgt dann 101% des Nominalbetrages zuzüglich Zinsen.
Wandelschuldverschreibung 2013
Die Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen ("Emissionsbedingungen") enthalten ebenfalls eine marktübliche Klausel zu einem sogenannten Kontrollwechsel ("Change-of-Control-Regelung"), nach der die KUKA Aktiengesellschaft einen Wechsel der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung entsprechend den Emissionsbedingungen veröffentlichen und den Wirksamkeitstag des Kontrollwechsels bekanntmachen muss. Jeder Anleihegläubiger hat danach das Recht, von der Anleiheschuldnerin zum Stichtag des Kontrollwechsels die Rückzahlung einzelner oder aller seiner Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich Zinsen zu verlangen. Ansonsten wird das Wandlungsverhältnis nach näherer Maßgabe der Emissionsbedingungen angepasst. Ein "Kontrollwechsel" Im Sinne der Emissionsbedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen (i) direktes oder indirektes (im Sinne von §22 WpHG) rechtliches oder wirtschaftliches Eigentum von insgesamt mehr als 50% der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin oder die Fähigkeit, die Geschäftsführung der Anleiheschuldnerin auf andere Weise im Sinne von §17 AktG zu beherrschen, erlangt oder erlangen, oder (ii) bei einem Übernahmeangebot für Aktien der Anleiheschuldnerin für den Fall, dass (A) die Aktien, die sich bereits in der Kontrolle des Bieters befinden, und die Aktien, für die bereits das Angebot angenommen wurde, zu irgendeinem Zeitpunkt während des Übernahmeangebots insgesamt mehr als 50% der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin gewähren und (B) das Angebot unbedingt ist oder wird (wobei aufsichtsrechtliche, Insbesondere kartellrechtliche Genehmigungen, deren Erfüllung nach dem Ende der Annahmefrist nach §16 Absatz 1 WpÜG aussteht, unbeachtet bleiben), oder (iii) aufgrund eines Verkaufs oder einer Übertragung alle oder im Wesentlichen alle Vermögenswerte der Anleiheschuldnerin von dieser erwerben.
Würde ein Ereignis eintreten, das nach den Bedingungen der zuvor genannten Finanzierungsinstrumente als "Change-of-Control" anzusehen wäre und würden dann alle Gläubiger oder ein erheblicher Teil der Gläubiger dieser Finanzierungsinstrumente gleichzeitig den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen und von Ihren Rückverkaufsrechten Gebrauch machen, so könnte dies die wirtschaftliche Situation der KUKA Aktiengesellschaft nachhaltig beeinträchtigten, soweit die KUKA Aktiengesellschaft nicht eine alternative Finanzierung am Markt erhält. Würden hingegen nur die Gläubiger eines Finanzierungsinstruments bzw. nur ein geringer Teil der Gläubiger aller Finanzierungsinstrumente von den Klauseln zum Kontrollwechsel Gebrauch machen, könnte die KUKA Aktiengesellschaft nach derzeitigem Stand eine dadurch entstehende Finanzierungslücke gegebenenfalls durch Eigenmittel decken.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
PROGNOSEBERICHT
WIRTSCHAFTLICHE RAHMEN BEDINGUNGEN
Wegen der gegenwärtigen Konjunkturschwäche in vielen Industriestaaten haben sich die wirtschaftlichen Aussichten der Weltwirtschaft für das laufende Jahr eingetrübt. So senkte die Weltbank ihre jüngste Prognose zur Konjunkturentwicklung 2013 von einem Zuwachs um 3,0% auf 2,4% gegenüber dem Vorjahr ab. Träger des Wachstums sind nach wie vor die Schwellenländer - und hier insbesondere China -mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 5,5%. Die großen Industrienationen USA und Japan dürften sich mit einem Plus von 1,9% bzw. 0,8% dagegen deutlich langsamer entwickeln. Schlusslicht bleibt die Euro-Zone, die insgesamt stagniert, wenngleich Deutschland mit einem leichten Plus von 0,4% erneut besser abschneidet als die übrigen Mitgliedsländer.
Automobilmärkte weiterhin auf Wachstumskurs
Nach einer Studie von IHS Automotive befinden sich die weltweiten Automobilmärkte im strategischen Zeitraum 2013-2015 unverändert auf Wachstumskurs. Dabei legen die Analysten des Prognoseinstituts eine durchschnittliche Wachstumsrate des Gesamtmarktes von jährlich 5% zu Grunde. Dementsprechend steigt der Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in diesem Zeitraum von 79,4 Mio. Einheiten (2012) auf 92,3 Mio. Einheiten (2015).
Wachstumsmotor Asien
Herausragend sind dabei die teilweise zweistelligen Zuwächse in Asien: Indien +12%, China +10% sowie die übrigen ASEAN-Staaten +7%. China ist 2015 mit einem prognostizierten Marktvolumen von 25,3 Mio. Fahrzeugen nach Stückzahlen der mit Abstand größte Automobilmarkt weltweit. Dagegen entwickeln sich die übrigen Märkte in den kommenden Jahren sehr viel verhaltener. Nordamerika erreicht eine durchschnittliche Wachstumsrate von jährlich 4% und ein Marktvolumen von 19,1 Mio. Einheiten. Westeuropa sowie Japan und Korea stagnieren in diesem Zeitraum bei einem Marktvolumen von 14,4 bzw. 6,3 Mio. Einheiten.
Langfristig weiteres Wachstum im Automobilmarkt
Auch in der Langfristperspektive (bis 2019) erwarten die Experten von IHS Automotive eine Fortsetzung des Wachstumstrends auf den Weltautomobilmärkten mit einer etwas niedrigeren Wachstumsrate von durchschnittlich 4% im Jahr. Treiber dieser Entwicklung sind erneut die aufstrebenden Schwellenländer Asiens sowie Südamerika und Osteuropa mit Zuwächsen von 10% in Indien, 7% in China und 5% in Südamerika sowie Osteuropa. Bemerkenswert ist hierbei, dass China langfristig gesehen seine dominierende Stellung mit einem erwarteten Marktvolumen von 30,4 Mio. Fahrzeugen (2019) weiter ausbaut, während die höchsten Wachstumsraten bereits auf dem indischen Subkontinent stattfinden. Die Industrieregionen Nordamerika und Westeuropa entwickeln sich auch im strategischen Zeitraum bis 2019 mit einer Rate von jeweils 2% im Jahr unterdurchschnittlich.

Trend zur Automation von Produktionsanlagen ungebrochen
Im Robotermarkt ist der Trend zur Automation von Produktionsanlagen ungebrochen. Dies gilt nicht nur für die traditionellen Anwenderbereiche, sondern in zunehmendem Maße auch für neue Einsatzmöglichkeiten in Branchen außerhalb der Automobilindustrie. Generell erhöht der Einsatz von Industrierobotern die Produktionszahlen und die Flexibilität der Anlagen; außerdem verbessern diese die Qualität der Produkte und die Arbeitsbedingungen von Menschen in gefährlichem und sonstigem belastenden Umfeld. Den Trend zur Automation unterstützen die Hersteller von Robotern u.a. durch die Entwicklung von neuen Robotern, die die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine sicherer machen und einfacher zu programmieren sind.
In den Anwenderbranchen sind unterschiedliche Entwicklungen erkennbar. Die Automobilindustrie bleibt der stärkste Abnehmer und der Innovationstreiber. Aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität wird diese Branche weiterhin erheblich in neue Fahrzeugmodelle, in energiesparende Motoren und neue Werkstoffe zur Reduzierung des Fahrzeuggewichtes investieren, um Marktanteile in traditionellen Märkten zu gewinnen und Marktpositionen in Schwellenländern aufzubauen. Dennoch dürfte die Automobilindustrie nach den starken Investitionen der vergangenen Jahre nach Ansicht des Roboterverbandes IFR nunmehr generell in eine zyklische Entwicklung der Nachfrage einschwenken. Positiver sollte sich jedoch das Investitionsverhalten der Hersteller von Premiumfahrzeugen entwickeln, die vornehmlich Kunden des KUKA Konzerns sind.
Die General Industry, d.h. alle Branchen außerhalb der Automobilindustrie, ist dagegen unverändert erheblich geringer automatisiert. In Deutschland kommen beispielsweise auf 10.000 Mitarbeiter in der Automobilindustrie 1.176 Roboter, während es in der General Industry lediglich 137 sind (Zahlen 2011). Damit ist die sogenannte Roboterdichte in der Automobilindustrie neunmal höher als in den übrigen produzierenden Branchen und weist auf das hohe Entwicklungspotenzial für die Automation von Produktionsprozessen in der General Industry hin. Insbesondere die zunehmende Individualisierung der Konsumgüter zwingt die Hersteller zu einer immer größeren Flexibilisierung ihrer Produktion und den vermehrten Einsatz von Robotern. Auch die pharmazeutische Industrie, die Medizintechnik und die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie stehen unter Kostendruck sowie Rationalisierungszwang und automatisieren ihre Produktionsanlagen kontinuierlich.
Dynamische Entwicklung in China
Aufgrund des hohen Nachholbedarfs, wird die chinesische Wirtschaft weiterhin überdurchschnittlich wachsen. Insbesondere die Entwicklung der stark steigenden Löhne in chinesischen Unternehmen sollte sich positiv auf den Automationsgrad ihrer Fertigungsanlagen auswirken. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes sind die Löhne in der vergangenen Dekade bereits um das 3,5-fache gestiegen und werden sich auch in absehbarer Zukunft jährlich mit zweistelligen Steigerungsraten weiterentwickeln, auch wenn sie unverändert deutlich unter dem Niveau der großen Industrieregionen bleiben. Hinzu kommen weitere Herausforderungen der chinesischen Gesellschaft wie eine schnelle Alterung der Bevölkerung durch die Ein-Kind-Politik und ein wachsender Mangel an Facharbeitern. Zudem führt der zunehmende Wohlstand zu höheren Ansprüchen an die Qualität der Produkte, nicht nur im Export, sondern auch im Heimatmarkt. All dies verstärkt den Rationalisierungsdruck zur Automation der Produktionsprozesse und die Nachfrage nach Industrierobotern. Dadurch dürfte China in den nächsten Jahren zu Japan als größten Absatzmarkt für Roboter aufschließen und dieses Land später überholen. In den 50 Jahren der Roboterindustrie hat es kein Land gegeben, dessen Nachfrage nach robotergestützter Automation so schnell gewachsen ist wie China.
ABSATZ VON INDUSTRIEROBOTERN WELTWEIT 2011-2015 in Stück

Weiteres Wachstum des Robotermarktes
Die International Federation of Robotics (IFR) erwartet in ihrer jüngsten Studie für den strategischen Zeitraum 2013-2015 ein Wachstum des Robotermarktes mit einer durchschnittlichen Rate von 5% im Jahr. Dabei dürfte sich der Absatz von Industrierobotern In Asien mit 6% überdurchschnittlich, in Amerika mit 5% durchschnittlich und in Europa mit2% unterdurchschnittlich entwickeln.
Wegweisende Kooperation in der Servicerobotik
Ende 2012 schloss die Daimler AG eine strategische Partnerschaft mit der KUKA AG in der Servicerobotik. Schwerpunkt dieser Kooperation Ist der Einsatz sicherer und sensitiver Leichtbauroboter (LBR) in der Fertigung von Serienfahrzeugen. Vor allem die neuartige Zusammenarbeit von Mensch und Roboter dürfte die Fertigungstechnologie in der Automobilindustrie revolutionieren. Mensch und Roboter können nunmehr gemeinsam feinste Montagearbeiten ausführen. Dabei stellt der Fertigungsmitarbeiter den LBR in direkter Interaktion einfach und intuitiv ein. Die sensitive Motorik des Robotergreifarms ermöglicht es, die Objekte feinfühlig abzutasten und schwierige Arbeiten präzise durchzuführen. Der Leichtbauroboter wird so zur "dritten Hand" des Werkers.
In einem Pilotprojekt haben sensitive Leichtbauroboter von KUKA seit 2009 dazu beigetragen, bereits mehr als 500.000 Hinterachsgetriebe im Mercedes Benz-Werk Untertürkheim zu montieren.
UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
Aufbauend auf der hohen Innovationskraft und großen Kundennähe des Unternehmens, verfolgt der KUKA Konzern im Prognosezeitraum 2013 und 2014 unverändert eine Strategie des profitablen Wachstums. Dabei kommt dem Ausbau des Geschäftes mit der General Industry in beiden Geschäftsbereichen eine besondere Bedeutung zu. Ziel ist eine ausgewogene, breite Kundenstruktur über viele Branchen hinweg, die zu einer stabileren Nachfrage und einem höheren Ertragspotenzial führt. Die Zyklizität der Nachfrage, insbesondere bei der Vergabe von Großaufträgen der Automobilindustrie, kann so vermindert werden.
Der Geschäftsbereich Robotics plant dabei Im Prognosezeitraum folgende strategischen Schritte:
| ― | Marktanteilsgewinne General Industry durch ein erweitertes Roboter Produktportfolio: Mit der Markteinführung von General Industry-Varianten der Robotergeneration KR QUANTEC/ KR C4 auf der Automatica 2012 verfügt der Geschäftsbereich nunmehr über ein komplett neues Produktprogramm von großen Industrierobotern. Dabei werden die erheblichen Produktvorteile -geringeres Gewicht und höhere Taktzeiten sowie deutlich weniger Energieverbrauch -eingesetzt, um die vorhandenen Marktanteile in den verschiedenen Segmenten der General Industry deutlich auszuweiten. |
| ― | Ausweitung des Produktportfolios: Ebenfalls im Berichtsjahr hat der Geschäftsbereich sein Produktprogramm um eine neue Familie von Kleinrobotern erweitert, die die großen Industrieroboter im niedrigen Traglastbereich ergänzen. Der KR AGILUS wird seit Herbst 2012 ausgeliefert und dürfte wegen seiner Schnelligkeit, seiner hohen Präzision und Sicherheit insbesondere bei Kunden aus der General Industry in "Pick and Place"-Anwendungen schnelle Erfolge erzielen. Damit deckt KUKA das Traglastportfolio von 6 kg bis 1.300 kg ab. |
| ― | Marktführerschaft im Automobilgeschäft halten: Vor allem aufgrund der starken Marktposition bei europäischen Premium- und Kompaktfahrzeugherstellern ist KUKA Weltmarktführer im Robotergeschäft mit der Automobilindustrie. Dies unterstreichen mehrere großvolumige Rahmenverträge, die der Volkswagen Konzern, die BMW AG und der chinesische Automobilhersteller Great Wall Motor (GWM) mit dem Unternehmen abgeschlossen haben. Diese Großaufträge sichern u.a. eine gute Auslastung der Produktionskapazitäten 2013 sowie 2014 und führten dazu, dass die zentrale Robotermontage am Stammsitz in Augsburg erweitert wurde. Darüber hinaus baut KUKA gegenwärtig in China eine neue Fertigung für Industrieroboter auf, die In der zweiten Jahreshälfte 2013 in Betrieb gehen wird. Damit steigt die Kundennähe im Robotergeschäft deutlich. |
| ― | Advanced Robotics: KUKA Laboratories GmbH Ist vor drei Jahren gegründet worden, um die Entwicklung und die Vermarktung von Produkten außerhalb der angestammten Industrierobotik voranzutreiben. Im Berichtsjahr wurde der Leichtbauroboter (LBR), der über eine einzigartige Kombination von Sensorik und Sicherheit verfügt, zur Serienreife geführt. Der LBR soll außerdem mittel- bis langfristig in der Medizintechnik über strategische Partnerschaften zum Beispiel Im Bereich der Rehabilitation von Patienten weitere neue Anwendungsfelder erschließen. KUKA Laboratories ist mit Industrierobotern In der Strahlentherapie und -diagnose bereits ein eingeführter Anbieter. |
Der Geschäftsbereich Systems hat im Berichtsjahr seine Organisationsstruktur der regionalen Verschiebung der Nachfrage angepasst und damit seine Wertschöpfungskette internationalisiert. Im Prognosezeitraum sollen hierzu
| ― | weitere Ertragspotenziale gehoben werden. Dies gilt insbesondere für die Beschaffung von Standardkomponenten aus Niedrigkostenländern und den weiteren Ausbau der Landesgesellschaften in Rumänien, Mexiko und China als Zulieferer der regionalen Zentren für den Anlagenbau in Europa, Nordamerika und Asien. |
| ― | nichtautomobile Märkte ausgebaut werden. Der Geschäftsbereich setzt außerdem den Ausbau seiner nichtautomobilen Aktivitäten z.B. im Flugzeugbau, in der Fertigung von Schienenfahrzeugen oder in der Logistik/Mobilität fort. Die Automation von Prozessen kann in diesen Märkten generell zu einer Standardisierung von Abläufen und damit zu einer höheren Prozessleistung und Produktqualität führen. Systems verfügt hier aufgrund seiner Pionierfunktion in der Automobilindustrie über große Kompetenz. |
VORAUSSICHTLICHE GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Gesamtaussage
Im Prognosezeltraum 2013 bis 2014 sieht der KUKA Konzern generell eine positive Entwicklung der Weltkonjunktur. Auch die wichtigsten Absatzmärkte Automotive und General Industry sollten in diesem Zeitraum weiterhin wachsen, wenn auch mit deutlich geringeren Zuwachsraten nach den außergewöhnlichen Investitionen der Jahre 2010-2012. Regional gesehen werden die Nachfrageimpulse verstärkt aus Asien sowie Nord- und Südamerika kommen -mit dämpfenden Einflüssen aus Europa. Vor diesem Hintergrund erwartet der KUKA Konzern im Prognosezeitraum eine weitere Zunahme seiner Umsatzerlöse und daraus folgend eine Verbesserung der Ertragslage.
Umsatz und EBIT-Marge
Unter diesen Voraussetzungen dürfte der KUKA Konzern im laufenden Geschäftsjahr insgesamt gesehen einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse und der EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahr erzielen. Diese Entwicklung wird von einem hohen Auftragsbestand zum Jahresanfang unterstützt, der eine gute Visibilität der Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten gestattet. Dabei wird der Geschäftsbereich Systems insbesondere von der besseren Preisqualität in seinem Auftragsbestand und von weiteren Kostensenkungen in der Projektabwicklung und im Einkaufprofitieren, während der Geschäftsbereich Robotics bei steigenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Zuge der Geschäftsausweitung weitere Skaleneffekte erzielen könnte.
Im Geschäftsjahr 2014 erwartet der KUKA Konzern insbesondere aufgrund eines wachsenden Geschäftes mit der General Industry einen weiteren Anstieg der Umsatzerlöse und der EBIT-Marge gegenüber dem Vorjahr, sofern sich das weltweite Konjunktur- und Marktumfeld entsprechend positiv entwickelt.
Jahresüberschuss
Der KUKA Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Jahresüberschuss i.H.v. 55,6 Mio. €. Von der zu erwartenden Verbesserung der operativen Profitabilität im laufenden Geschäftsjahr sollte auch der Jahresüberschuss profitieren und 2013 leicht überproportional ansteigen. Dieser Trend könnte sich bei entsprechenden Rahmenbedingungen in 2014 fortsetzen.
Forschung und Entwicklung sowie Investitionen
Die Nachfrage nach KUKA Robotern und Anlagen basiert vor allem auf den Produktstärken Innovation und Qualität. Um diese Vorteile nachhaltig zu sichern und auszubauen, plant der KUKA Konzern die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Prognosezeitraum zu erhöhen. Im Geschäftsbereich Robotics werden diese Ausgaben zur Weiterentwicklung von Roboteranwendungen, der Software und für neue Produkte verwendet. Im Geschäftsbereich Systems wird nahezu ausschließlich im Kundenauftrag entwickelt. Insgesamt sieht der KUKA Konzern in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 Aufwendungen für den Bereich Forschung und Entwicklung von jeweils rund 50 Mio. € vor. Zusätzlich sollten Aufwendungen i.H.v. 15-20 Mio. € mittels Aktivierung als Investitionen anfallen. Aufgrund der Bedeutung von Innovationen plant KUKA die Forschungsaktivitäten in Augsburg am Standort Lechhausen zusammenzuführen und dafür zu investieren.
Als Folge des Aufbaus von Montagekapazitäten für Roboter, des Aufbaus des HUB-Konzepts im Geschäftsbereich Systems und eines Anstiegs bilanzierter Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erwartet der KUKA Konzern außerdem eine generelle Zunahme der eigenen Investitionstätigkeit.
Free Cashflow
Der Free Cashflow generiert sich im KUKA Konzern im Wesentlichen aus den operativen Ergebnissen und der Entwicklung des Working Capitals in den Geschäftsbereichen Robotics und Systems. Unter Voraussetzung entsprechender Rahmenbedingungen und der angestrebten Umsatzentwicklung, die zu Investitionen in das Working Capital führen, erwartet der KUKA Konzern in 2013 und 2014 einen deutlich positiven Free Cashflow.
Dividende
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 5. Juni 2013 in Augsburg die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,20€ je Aktie für das Geschäftsjahr 2012 vor. Politik von KUKA ist bei entsprechend guter Geschäftsentwicklung einen Teil des Jahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten.
VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden und erläutert Struktur und Höhe der Bezüge der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
1. Vergütungsstruktur
Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder der KUKA Aktiengesellschaft enthält fixe und variable Vergütungsbestandteile. Letztere setzen sich ihrerseits aus mehreren variablen Vergütungselementen zusammen. Das System der Vorstandsvergütung ist dabei entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des §87 AktG und den Anforderungen des CGK auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und berücksichtigt bei den variablen Bestandteilen sowohl positive als auch negative Geschäftsentwicklungen.
Die fixe Vergütung besteht aus Festgehalt und Sachbezügen. Das Festgehalt wird in zwölf monatlich gleichbleibenden Teilbeträgen entrichtet. Die Sachbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen.
Die variable Vergütung wird zur einen Hälfte aufgrund Erreichung persönlicher Ziele und zur anderen Hälfte in Abhängigkeit von der Entwicklung der wirtschaftlichen Kenngrößen EBIT und Free-Cash-Flow des KUKA Konzerns gewährt. Die Einzelheiten hierzu werden gesondert jährlich vereinbart. Die variable Vergütung Ist in der Höhe begrenzt und die Erreichung der finanziellen Ziele ist an eine mehrjährige Unternehmensentwicklung gekoppelt.
Darüber hinaus wurden als weiterer variabler Vergütungsbestandteil für die Mitglieder des Vorstands seit 2006 jährliche Phantom-Share-Programme (nachfolgend auch "Programme") vereinbart, die eine langfristige Anreizwirkung haben sollen. Phantom Shares sind virtuelle Aktien, die dem Inhaber das Recht auf eine Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses der Gesellschaft gewährt. Anders als bei Aktienoptionen enthalten Phantom Shares also nicht allein die Wertsteigerung, sondern den gesamten Aktienwert als Erlös. Außerdem wird während der Planlaufzelt jährlich je virtueller Aktie ein Dividendenäquivalent In Höhe der tatsächlich ausgeschütteten Dividende auf echte KUKA Aktien gezahlt. Stimmrechte sind mit den Phantom Shares nicht verbunden.
Die Programme umfassen jeweils drei Kalenderjahre; erstmals wurde ein Programm für die Jahre 2006-2008 vereinbart. Das als Bestandteil der Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 aufgelegte Programm bezieht sich auf die Jahre 2012-2014. Zu Beginn der Dreijahresperiode legt der Aufsichtsrat das Zuteilungsvolumen fest. Geteilt durch den maßgeblichen Anfangskurs der KUKA Aktie, welcher aus dem Durchschnittskurs der KUKA Aktie (Eröffnungskurs XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) zwischen dem 2. Januar 2012 und dem 26. März 2012 (dem letzten Handelstag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats) ermittelt wird, ergibt sich eine vorläufige Zahl von Phantom Shares. Ebenfalls zu Beginn des dreijährigen Performance-Zeitraums wird vom Aufsichtsrat ein EVA (Economic Value Added) der Continuing Operations (vor Steuern) auf Basis der operativen Planung der drei Programmjahre festgelegt, welches sich an dem Budget des ersten Geschäftsjahres des Dreijahreszeitraums und der Planung der beiden nachfolgenden Geschäftsjahre orientiert.
Das kumulative EVA (tatsächliche EVA) des dreijährigen Performance-Zeltraums wird durch das EVA der Continuing Operations entsprechend der operativen Planung der drei Programmjahre geteilt, um einen Erfolgsfaktor zu ermitteln. Der Erfolgsfaktor kann zwischen 0 und 2,0 schwanken. Die endgültige Anzahl der Phantom Shares hängt von dem erreichten Erfolgsfaktor ab, der mit der vorläufigen Zahl der Phantom Shares multipliziert wird. Die Obergrenze bildet eine Verdoppelung der Phantom Shares (dies ist der Fall, wenn der Erfolgsfaktor 2,0 erreicht wird). Die Auszahlung erfolgt auf Basis der endgültigen Anzahl Phantom Shares zum Endkurs (Durchschnittskurs der KUKA Aktie zwischen dem 2. Januar des den drei Bezugsjahren folgenden Jahres ("Folgejahr") und dem Tag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats des Folgejahres).
Das jeweilige Vorstandsmitglied ist verpflichtet, in Höhe von 25% des im April des Folgejahres ausgezahlten Bruttobetrages KUKA Aktien zum dann gültigen Aktienkurs zu erwerben. Dieser Erwerb dient dem Aufbau eines festgelegten Haltevolumens von 50% der Jahresgrundvergütung von KUKA Aktien ab März des Folgejahres. Ist das festgelegte Haltevolumen erreicht, entfällt für das betreffende Vorstandsmitglied die Verpflichtung zum Erwerb weiterer Aktien im Rahmen nachfolgender Programme. Diese Verpflichtung endet ebenso mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern. Endet des Anstellungsverhältnis eines Vorstandsmitglieds durch Kündigung -unabhängig von welcher Seite sie erfolgt -, so verfallen alle ihm zugeteilten Phantom Shares.
Für das Phantom-Share-Programm 2012-2014 wurde der Anfangskurs mit 16,22€ festgelegt.
Der Aufsichtsrat entscheidet -soweit nicht vertraglich feste Zusagen erteilt worden sind -für jedes Jahr über die aktienorientierte Vergütung für den Vorstand. Ziel dieses Programms ist, dass jedes Mitglied des Vorstands von KUKA zugleich auch Aktionär sein soll. Es fördert den Anteilsbesitz der Mitglieder des Vorstands bei KUKA und verknüpft damit die Interessen dieser Organmitglieder noch enger mit denen der Aktionäre. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele sowie der Vergleichsparameter ist ausgeschlossen.
Kredite wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
2. Vergütung im Jahr 2012
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands (einschließlich unterjährig ausgeschiedener Mitglieder) beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf insgesamt 4.030 T€.
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht dabei aus einer Barvergütung, die im Geschäftsjahr 2012 tatsächlich ausbezahlt wurde, sowie variablen und aktienbezogenen Vergütungsbestandteilen, die -ohne den Vorstandsmitgliedern tatsächlich zugeflossen zu sein -mit entsprechenden Zeitwerten bzw. Zuteilungswerten im Zeitpunkt Gewährung (maßgeblich für das Phantom-Share-Programm 2012-2014) in die Darstellung der Gesamtvergütung einfließen. Bei im Geschäftsjahr ausscheidenden Vorstandsmitgliedern kann es sofort zu anteiligen Abrechnungen und Auszahlungen von Vergütungsbestandteilen kommen, die bei Fortführung des Vorstandsmandats nicht unmittelbar im Geschäftsjahr ausgezahlt worden wären.
Die Vergütung der zum 31. Dezember 2012 amtierenden Vorstandsmitglieder sowie des gesamten Vorstandes kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
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| in T€ | Festgehalt inklusive Sachbezüge* | Variable Vergütung** | Phantom-Share-Programm 2012-2014*** | Gesamtvergütung |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Till Reuter | 519 | 932 | 386 | 1.837 |
| Peter Mohnen (ab 01.08.2012) | 157 | 252 | 211 | 620 |
| Summe | 676 | 1.184 | 597 | 2.457 |
* Sachbezüge setzen sich -je nach vertraglicher Vereinbarung mit den einzelnen Vorstandsmitgliedern -aus der Nutzung von Dienstwagen und Prämien für die Unfallversicherung zusammen. Die Prämie für die D&O-Versicherung ist in den Sachbezügen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den geschützten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet.
** Der für das jeweilige Vorstandsmitglied in der Tabelle berücksichtige Zeitwert entspricht dem gesamten Rückstellungswert zum 31.12.2012.Die variable Vergütung des Vorstands kann derzeit nur vorläufig bestimmt werden. Der Aufsichtsrat legt in seiner Sitzung am 25. März 2013 endgültig die variable Vergütung des Vorstands für die Erreichung der persönlichen Ziele fest. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsregelung wird der Aufsichtsrat über die Erreichung der Unternehmensziele erst im Jahr 2014 beschließen. Der für Herrn Dr. Reuter festgelegte Zeitwert schließt auch die Tantieme für die Erreichung der Unternehmensziele 2011 ein, die wegen der Nachhaltigkeitsregelung erst 2013 zur Auszahlung kommt.
*** Der Zuteilungswert entspricht dem durchschnittlichen Kurs der KUKA Aktie im Zeitpunkt der Gewährung des Phantom-Share-Programms durch den Aufsichtsrat. Dieser Zuteilungswert wird mit der vorläufigen Anzahl der Phantom-Shares multipliziert.
Dr. Till Reuter:
Zuteilungswert = 15,65€ (Schlusskurs XETRA am 27.03.2012)
Peter Mohnen:
Zuteilungswert = 17,12€ (Schlusskurs XETRA am 16.05.2012)
Herr Stephan Schulak ist zum 31. Juli 2012 aus dem Vorstand ausgeschieden. Wegen der Vertragsaufhebung wurde die Vergütung von Herrn Schulak gesondert geregelt. Variable Vergütungsbestandteile (wegen der Nachhaltigkeitsregelung auch noch die Tantieme "Unternehmensziele 2011") und bisherige Phantom-Share-Programme wurden abgerechnet, so dass im Geschäftsjahr 2012 ein Barausgleich aller Vergütungsbestandteile erfolgte. Die tatsächlich zugeflossenen Bezüge von Herrn Stephan Schulak beliefen sich danach im Geschäftsjahr 2012 auf 1.573 T€.
Für alle derzeit laufenden Phantom-Share-Programme (d.h. die Programme 2010-2012, 2011-2013 und 2012-2014) wurden Rückstellungen zum 31. Dezember 2012 gebildet, die den zu erwartenden Gesamtaufwand aus diesen Programmen berücksichtigen.
Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern, deren Amtsperioden spätestens im Jahr 2008 geendet haben, Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt worden, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2012 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 10.016 T€ (HGB) (Vorjahr: 9.848 T€).
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
1. Vergütungsstruktur
Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 1. Januar 2006 ist die Satzung dahingehend geändert worden, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste Vergütung erhalten.
jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung, welche 30 T€ beträgt und nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar ist.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält die vierfache, der Stellvertreter des Vorsitzenden die doppelte Vergütung. Für die Leitung der Hauptversammlung, sofern diese nicht vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats geleitet wird, sowie für die Mitgliedschaft in einem oder mehreren nicht nur vorübergehend tätigen Ausschüssen, erhalten Aufsichtsratsmitglieder eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 30 T€. Ein Ausschussvorsitzender erhält-auch wenn er mehreren Ausschüssen vorsitzt oder Mitglied in einem anderen Ausschuss ist -höchstens das Eineinhalbfache der jährlichen Vergütung; dies gilt nicht für den Ausschuss nach §27 Abs. 3 MitbestG.
Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsratssitzung (einschließlich der Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrats) nach seiner Wahl entweder die Erstattung seiner Auslagen oder ein pauschales Sitzungsgeld von 450C zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer. Den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, die bei der KUKA Aktiengesellschaft oder einer KUKA Konzerngesellschaft angestellt sind, steht auf Basis des Anstellungsvertrages weiterhin ein reguläres Gehalt zu.
2. Vergütung für die Jahre 2011 und 2012
Die folgende Tabelle enthält eine Gegenüberstellung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Geschäftsjahre 2011 und 2012:
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| in T€ | Zahlung in 2012 für 2011 | Zahlung in 2013 für 2012 |
|---|---|---|
| Bernd Minning | 165* | 165 |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Personalausschusses, des Strategie- und Entwicklungsausschusses, des Vermittlungsausschusses und des Nominierungsausschusses | ||
| Jürgen Kerner | 90 | 39 |
| Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 06.06.2012) | ||
| Prof. Dr. Dirk Abel | 60 | 60 |
| Dr. Uwe F. Ganzer | 75 | 75 |
| Vorsitzender des Prüfungsausschusses | ||
| Thomas Kalkbrenner | 0 | 31 |
| Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (ab 13.06.2012) | ||
| Dr. Michael Proeller | 60 | 60 |
| Prof. Dr. Uwe Loos | 75 | 75 |
| Vorsitzender des Technologie- und Produktionsausschusses | ||
| Carola Leitmeir | 60 | 60 |
| Fritz Seifert | 60 | 60 |
| Wilfried Eberhardt | 30 | 30 |
| Siegfried Greulich | 60 | 60 |
| Thomas Knabel | 60 | 60 |
| Guy Wyser-Pratte | 60 | 60 |
* Herr Minning hat von der ihm für das Jahr 2011 für den Vorsitz im Aufsichtsrat zustehenden Vergütung die Hälfte (dies entspricht 45 T€) an den im Jahr 2012 gegründeten gemeinnützigen Verein "Orange Care e.V." gespendet.
Bilanz zum 31. Dezember 2012
der KUKA Aktiengesellschaft
AKTIVA
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| in T€ | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | (1) | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2.300 | 2.117 | |
| Sachanlagen | 15.504 | 15.626 | |
| Finanzanlagen | 174.283 | 173.573 | |
| 192.087 | 191.316 | ||
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | (2) | 91 | 74 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (3) | 171.426 | 220.706 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | (4) | 13.128 | 11.425 |
| 184.645 | 232.205 | ||
| Flüssige Mittel | (5) | 130.135 | 162.169 |
| 314.780 | 394.374 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | (6) | 1.703 | 1.420 |
| 508.570 | 587.110 | ||
| Passiva | |||
| in T€ | Anhang | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | (7) | 88.180 | 88.180 |
| Kapitalrücklage | 72.993 | 72.993 | |
| Andere Gewinnrücklagen | (8) | 24.423 | 24.423 |
| Bilanzgewinn (Vorjahr Bilanzverlust) | (9) | -61.053 | 8.289 |
| 124.543 | 193.885 | ||
| Rückstellungen | (10) | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 11.947 | 11.905 | |
| Steuerrückstellungen | 0 | 55 | |
| Sonstige Rückstellungen | 19.372 | 19.052 | |
| 31.319 | 31.012 | ||
| Verbindlichkeiten | (11) | ||
| Anleihen | (12) | 202.000 | 202.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (13) | 2.358 | 2.357 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (14) | 2.483 | 1.269 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | (15) | 137.558 | 153.842 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen | (16) | 2.524 | 2.520 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (17) | 5.785 | 225 |
| 352.708 | 362.213 | ||
| 508.570 | 587.110 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
der KUKA Aktiengesellschaft
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| in T€ | Anhang | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Andere aktivierte Eigenleistungen | (18) | 552 | 1.567 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (19) | 40.042 | 43.913 |
| Personalaufwand | (20) | -18.448 | -21.245 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | (21) | -3.230 | -2.950 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (22) | -36.770 | -33.981 |
| Beteiligungsergebnis | (23) | 34.180 | 65.267 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | (24) | 23.394 | 24.491 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (24) | -26.236 | -20.944 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 13.484 | 56.118 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (25) | 1.196 | 13.224 |
| Jahresüberschuss | 14.680 | 69.342 | |
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | (26) | -75.733 | -61.053 |
| Bilanzgewinn (Vorjahr Bilanzverlust) | -61.053 | 8.289 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2012
ALLGEMEINE ANGABEN
AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE
Der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, wurde für das Geschäftsjahr 2012 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung ist das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen" erweitert.
Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten wie auch die ergänzenden Angaben sind im Folgenden einzeln dargestellt.
Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt; die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 unverändert geblieben.
BILANZIERUNG UND BEWERTUNG
AKTIVA
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre.
Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Den planmäßigen Abschreibungen werden bei Gebäuden Nutzungsdauern zwischen 25 und 50 Jahren, bei übrigen Sachanlagen zwischen 3 und 15 Jahren zu Grunde gelegt. Die Abschreibung erfolgt ausschließlich linear. Darüber hinaus werden der technische Fortschritt und die Wirtschaftlichkeit der Nutzung entsprechend berücksichtigt. Es wurde seit dem Jahr 2010 nach der Neuregelung im Wachstumsbeschleunigungsgesetz von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 410,00 im Zeitpunkt des Zugangs voll abzuschreiben und als Abgang zu zeigen. Selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen €150,00 und 1.000,00 in den Jahren 2008 und 2009 wurden gemäß den steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt. Der Sammelposten wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Wirtschaftsjahren pro Jahr um ein Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.
Die Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen. Diese werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.
Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren Stichtagspreis, bewertet. Soweit erforderlich, sind Bestandsrisiken durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung individueller Abschläge für alle erkennbaren Risiken bewertet. Langfristige unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Barwert bilanziert.
Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen späteren bestimmten Zeitraum darstellen.
PASSIVA
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck nach der Projected Unit Credit Methode gebildet. Bei der Berechnung der Rückstellung wurde der von der deutschen Bundesbank per 31.10.2012 veröffentlichte Marktzins der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Daneben werden weitere Berechnungsparameter, wie unter (10) des Anhangs aufgeführt, unterstellt.
Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und verrechnet. Der beizulegende Zeitwert bemisst sich nach dem Aktivwert.
Der Ausweis der Zinskomponente in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen erfolgt im Sinne einer betriebswirtschaftlich richtigen Darstellung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit nicht im Personalaufwand, sondern im Zinsergebnis.
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste sowie für sonstige künftige Belastungen gebildet. Die Rückstellungen werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins angesetzt.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Latente Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in späteren Jahren umkehren sowie aus bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen und aus steuerlichen Zinsvorträgen im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG. Steuerliche Verlustvorträge werden nur berücksichtigt, sofern mit einer Verlustverrechnung innerhalb von fünf Jahren gerechnet wird. Es werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuer erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 30%. Die daraus resultierenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden saldiert. Nach der Saldierung verbleibende aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
Eine Analyse der bestehenden Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz hat ergeben, dass die aktiven latenten Steuern im Wesentlichen auf temporäre Differenzen aus den Bereichen der Vorratsbewertung, der Pensionsrückstellungen und der Drohverlustrückstellungen sowie aus Latenzen der steuerlichen Verlustvorträge resultieren. Da es sich per Saldo um eine aktive latente Steuer handelt, wurde auf einen Ansatz in der Bilanz verzichtet.
Als Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden die am Bilanzstichtag valutierten Beträge angegeben.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Kostenumlagen werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen und entsprechend den erbrachten bzw. empfangenen Leistungen als sonstige betriebliche Erträge bzw. unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus Gutschriften an Organgesellschaften in Höhe von 18.658 TEUR (Vorjahr 9.130 TEUR).
Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden von der KUKA Aktiengesellschaft grundsätzlich zu Bedingungen wie unter fremden Dritten geschlossen.
WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Anschaffungskurs bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Aus der Fremdwährungsbewertung resultierende Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Folgende Umrechnungskurse kamen zur Anwendung:
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| Land | Währung | 31.12.2011 | Stichtagskurs 31.12.2012 |
|---|---|---|---|
| Brasilien | BRL | 2,4159 | 2,7036 |
| Canada | CAD | 1,3215 | 1,3137 |
| China | CNY | 8,1588 | 8,2207 |
| Indien | INR | 68,7130 | 72,5600 |
| Japan | JPY | 100,2000 | 113,6100 |
| Korea | KRW | 1.498,6900 | 1.406,2300 |
| Malaysia | MYR | 4,1055 | 4,0347 |
| Mexiko | MXN | 18,0512 | 17,1845 |
| Rumänien | RON | 4,3233 | 4,4445 |
| Russland | RUB | 41,7650 | 40,3295 |
| Schweden | SEK | 8,9120 | 8,5820 |
| Schweiz | CHF | 1,2156 | 1,2072 |
| Taiwan | TWD | 39,1724 | 38,4500 |
| Thailand | THB | 40,9910 | 40,3470 |
| Tschechische Republik | CZK | 25,7870 | 25,1510 |
| Ungarn | HUF | 314,5800 | 292,3000 |
| USA | USD | 1,2939 | 1,3194 |
| Vereinigtes Königreich | GBP | 0,8353 | 0,8161 |
| Vietnam | VND | 27.347,0000 | 27.596,4850 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(1) ANLAGEVERMÖGEN
Die Entwicklung des Anlagevermögens der KUKA Aktiengesellschaft ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.
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| Anschaffungskosten/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Stand am 01.01.2012 |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Rechte und Werte | 9.249 | 782 | 396 | - | 9.635 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 420 | 583 | 610 | - | 393 |
| 9.669 | 1.365 | 1.006 | - | 10.028 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 48.585 | 252 | 2 | - | 48.835 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 4.463 | 172 | - | - | 4.635 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.105 | 982 | 183 | 152 | 11.056 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 156 | 926 | -152 | 930 | |
| 63.309 | 2.332 | 185 | - | 65.456 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 233.960 | - | 710 | - | 233.250 |
| 233.960 | - | 710 | - | 233.250 | |
| Summe | 306.938 | 3.697 | 1.901 | - | 308.734 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | Stand am 01.01.2012 |
Zugänge | Abgänge | Stand am 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Rechte und Werte | 7.369 | 926 | 384 | 7.911 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - |
| 7.369 | 926 | 384 | 7.911 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 35.505 | 1.215 | 1 | 36.719 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 4.096 | 49 | 4.145 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.204 | 920 | 158 | 8.966 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - |
| 47.805 | 2.184 | 159 | 49.830 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 59.677 | - | - | 59.677 |
| 59.677 | - | - | 59.677 | |
| Summe | 114.851 | 3.110 | 543 | 117.418 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| in T€ | Stand am 31.12.2011 |
Stand am 31.12.2012 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Rechte und Werte | 1.880 | 1.724 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 420 | 393 |
| 2.300 | 2.117 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 13.080 | 12.116 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 367 | 490 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.901 | 2.090 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 156 | 930 |
| 15.504 | 15.626 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 174.283 | 173.573 |
| 174.283 | 173.573 | |
| Summe | 192.087 | 191.316 |
Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahres sind im zusammengefassten Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns genannt.
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der KUKA Aktiengesellschaft findet sich auf Seite 27 des Anhangs. Im Vergleich zum 31.12.2011 haben sich im Anteilsbesitz folgende Veränderungen ergeben:
Gründungen:
| ― | KUKA Robotics Manufacturing China Co. Ltd. Shanghai, China |
| ― | KUKA U.S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan, USA |
Die KUKA Finance B.V., Rotterdam, Niederlande wurde im 4. Quartal 2012 liquidiert.
Im Nachgang zur teilweisen Funktionsverlagerung der IT-Abteilung von der KUKA Roboter GmbH wurden Mietereinbauten an die KUKA Aktiengesellschaft übertragen. Das Anlagevermögen wurde zu Bruttowerten übernommen; in den Zugängen der Anschaffungskosten sind 246 TEUR, den Abschreibungen 160 TEUR aus der Übernahme enthalten.
(2) VORRÄTE
Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.
(3) FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Finanzmitteln und aus Kostenumlagen an Konzernunternehmen ausgewiesen. Langfristige Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag nicht (Vorjahr: 14.405 TEUR).
(4) SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt ausgewiesen. Davon betreffen 8.063 TEUR (Vorjahr: 9.484 TEUR) das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 KStG. Der Ansatz erfolgte unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 4,25%. Das Körperschaftsteuerguthaben wird bis 2017 in jährlich gleichbleibenden Raten in Höhe von 1.805 TEUR ausbezahlt.
Daneben enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände erbrachte Dienstleistungen im Rahmen des KUKA Facility Managements an fremde Dritte.
Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 6.258 TEUR (Vorjahr: 7.682 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
(5) FLÜSSIGE MITTEL
Neben Guthaben bei Kreditinstituten sind in diesem Posten Schecks und Kassenbestände ausgewiesen.
Bei der KUKA Aktiengesellschaft werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Außerdem werden anzulegende Gelder zur Risikodiversifikation über mehrere Institute verteilt.
(6) AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
Disagios werden aktiviert und über die Laufzeit der zugrundeliegenden Verbindlichkeit abgeschrieben. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen das Disagio aus der Unternehmensanleihe (per 31.12.2012: 900 TEUR, 31.12.2011: 1.084 TEUR).
(7) GEZEICHNETES KAPITAL
Das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft beträgt 88.180.120,60 €, eingeteilt in 33.915.431 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie. Alle Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2012 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Abs. 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien einmalig oder mehrmals um bis zu EUR 44.090.059,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2011 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10% des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und -falls dieser Wert niedriger ist -des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10%-Grenze werden Aktien angerechnet, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. April 2010 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind. Von der vorstehend erteilten Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben Aktien 30% des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung, noch -falls dieser Wert niedriger ist -des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.
Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 18.200.000,00 €, eingeteilt in bis zu 7.000.000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2010 bis zum 28. April 2015 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Unter teilweiser Ausnutzung der entsprechenden Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen und des vorstehend beschriebenen bedingten Kapitals hat die KUKA Aktiengesellschaft am 12. Februar 2013 im Wege einer Privatplatzierung eine Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 58.800.000 € begeben. Hieraus entsteht die Verpflichtung zugunsten der Anleihegläubiger, jede Schuldverschreibung im Wert von nominal 100.000 € gemäß dem Wandlungsrecht jederzeit während des Ausübungszeitraums ganz, nicht jedoch teilweise, zum aktuellen Wandlungspreis von 36,8067 € pro Aktie in auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60 € zu wandeln. Machen sämtliche Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch, wird das Kapital der Gesellschaft durch Ausgabe von -vorbehaltlich der Verwässerungsschutzbestimmungen der Anleihebedingungen -derzeit 1.597.535 neuen Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60 € um 4.153.591 € erhöht. Eine Börsennotierung der Wandelschuldverschreibung ist im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgt.
(8) ANDERE GEWINNRÜCKLAGEN
Die anderen Gewinnrücklagen sind im Zusammenhang mit den in 2008 erworbenen und in 2011 veräußerten eigenen Anteilen entstanden und bestehen seither unverändert fort. In die anderen Gewinnrücklagen wurde ein Wert von 24.423 T€ eingestellt.
(9) BILANZGEWINN
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| T€ | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 14.680 | 69.342 |
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -75.733 | -61.053 |
| Bilanzgewinn (Vorjahr Bilanzverlust) | -61.053 | 8.289 |
(10) RÜCKSTELLUNGEN
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| T€ | 31.12.2011 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 11.947 | 11.905 |
| Steuerrückstellungen | 0 | 55 |
| Sonstige Rückstellungen | ||
| Drohverlustrückstellungen | 2.158 | 390 |
| Personalbereich | 5.893 | 7.951 |
| Übrige Rückstellungen | 11.321 | 10.711 |
| Summe | 31.319 | 31.012 |
Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam:
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| 31.12.2011 | 31.12.2012 | |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 5,13% | 5,06% |
| Gehaltstrend | 2,50% | 2,50% |
| Rententrend | 1,75% - 2,50% | 1,75% - 2,50% |
Daneben bestehen bei der KUKA Aktiengesellschaft sogenannte Deferred Compensation Modelle. Hierbei handelt es sich um Altersversorgungszusagen, deren Verpflichtungsumfang sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bemisst. Insoweit erfüllen diese Zusagen die Voraussetzungen sog. "wertgebundener Versorgungszusagen". Der Wertansatz der Verpflichtungen erfolgt somit in Höhe des jeweiligen Zeitwertes der Versicherungsverträge (per 31.12.2012: 244 TEUR; Vorjahr: 190 TEUR). Da die Vermögensgegenstände dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, handelt es sich um sogenanntes Deckungsvermögen . Demnach ist gem. § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB eine Saldierung beider Beträge vorzunehmen, woraus sich ein Bilanzansatz i.H.v. 0 EUR ergibt. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens entsprechen dem Zeitwert.
Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden auf Basis tatsächlicher Vereinbarungen sowie wahrscheinlicher künftiger Verpflichtungen als Erfüllungsrückstand mit dem Barwert gemäß den Vorschriften des IDW RS HFA 3 unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,98% (Vorjahr: 4,09%) bewertet. Die erwartete Dynamik der Altersteilzeitverpflichtung bzw. deren Bemessungsgrundlagen wird entsprechend dem Ansatz eines Gehaltstrends i.H.v. 2,50% (Vorjahr: 2,50%) berücksichtigt. Im Zuge der Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden Erfüllungsrückstände über Versicherungsunternehmen abgesichert. Der Wert dieser Versicherungspolicen ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dient ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus den Altersteilzeitverträgen; daher erfolgt auch hier eine Verrechnung mit den Schulden (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Im Berichtsjahr wurden gemäß diesem Verrechnungsgebot Verpflichtungen in Höhe von 1.000 TEUR (Vorjahr: 1.169 TEUR) mit korrespondierendem Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 624 TEUR (Vorjahr: 723 TEUR) sowie Aufwendungen in Höhe von 49 TEUR (Vorjahr: 54 TEUR) mit Erträgen in Höhe von 22 TEUR (Vorjahr: 16 TEUR) saldiert. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle notwendigen Vorsorgebeträge für die Risiken der KUKA Aktiengesellschaft. Darunter fallen insbesondere ausstehende Rechnungen, Personalaufwendungen, Aufsichtsratsvergütungen, drohende Verluste, sonstige Risiken und sonstige noch anfallende Kosten.
Die Gesellschaft hat im Jahr 2012 im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms (MAP) KUKA Aktien für die inländischen KUKA - Mitarbeiter erworben (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG) und diese mit dem gewichteten Börsenkurs vom 3. Arbeitstag nach Beendigung des MAP's als Erwerbspreis an die Mitarbeiter weiter veräußert.
Insgesamt wurden im Berichtsjahr 109.530 Stückaktien erworben und weiterveräußert. Daneben stehen den Mitarbeitern der Gesellschaft gestaffelt nach der Haltezeit der Aktien weitere Bonusaktien zu. Hierfür ist ein Betrag von 84 TEUR in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.
Neben dem Mitarbeiteraktienprogramm verfügt die KUKA seit 2012 für die Mitglieder des Oberen Führungskreises über ein Phantom Share Programm. Das Phantom Share Programm für die Jahre 2012 bis 2014 wird als aktienorientiertes Vergütungsinstrument mit Barausgleich mit dem jeweils beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Die bewertungsrelevanten Parameter entsprechen dabei dem Phantom Share Programm des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft. Am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit werden die Ansprüche daraus ausbezahlt. Eine vorzeitige Auszahlung ist nur unter bestimmten Bedingungen beim Ausscheiden aus dem Konzern möglich. Zum 31. Dezember 2012 wurde für die künftigen Ansprüche aus dem Phantom Share Programm für den Oberen Führungskreis der KUKA Aktiengesellschaft ein Betrag von 337 TEUR zurückgestellt. Zu weiteren Details zur Ausgestaltung des Phantom Share Programms verweisen wir auf den Vergütungsbericht.
(11) VERBINDLICHKEITEN
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| Restlaufzeit | Restlaufzeit | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | bis zu 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | 31.12.2011 gesamt | bis zu 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | 31.12.2012 gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihen | - | - | 202.000 | 202.000 | - | 202.000 | - | 202.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.358 | - | - | 2.358 | 2.357 | - | - | 2.357 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.483 | - | - | 2.483 | 1.269 | - | - | 1.269 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 137.558 | - | - | 137.558 | 153.842 | - | - | 153.842 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (verbundene Unternehmen) | 153 | 613 | 1.758 | 2.524 | 148 | 592 | 1.780 | 2.520 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.768 | 17 | - | 5.785 | 225 | - | - | 225 |
| Summe | 148.320 | 630 | 203.758 | 352.708 | 157.841 | 202.592 | 1.780 | 362.213 |
(12) ANLEIHE
Die Anleihe betrifft die im November 2010 zum Nominalbetrag von 202 Mio. EUR platzierte Unternehmensanleihe. Der Ausgabepreis betrug 99,3605%. Die Anleihe wurde mit einer Stückelung von 50 TEUR begeben und ist mit einem Zinskupon von 8,75% p.a. ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jeweils am 15. Mai und am 15. November.
Die Laufzeit der Anleihe endet spätestens am 15. November 2017 und wird durch Zahlung in Höhe des Nennbetrags zuzüglich bis dahin anfallender Zinsen getilgt. Die Emittentin hat das Recht, die Anleihe vorzeitig zu kündigen. Der erste Kündigungstermin ist der 15. November 2014.
Die Anleihe ist an der Börse Luxemburg gelistet (ISIN DE000A1E8X87 / WKN A1E8X8). Der letzte in 2012 an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Anleihe betrug 113,75%.
Die Erlöse der Anleihe dienten der Refinanzierung der Wandelschuldverschreibung im November 2011, der Barinanspruchnahmen unter dem Konsortialkredit und der Investition in das operative Geschäft.
(13) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN
Die zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen abzugrenzende Zinsen im Zusammenhang mit der Unternehmensanleihe.
Konsortialkredit
Der im November 2010 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag hat ein Volumen von 200,0 Mio. EUR (davon 50,0 Mio. EUR Barkreditlinie und 150,0 Mio. EUR Avallinie) und eine Laufzeit bis Ende März 2014. Gemäß einer Ergänzung des Konsortialkreditvertrags im 2. Quartal 2012 kann die Barkreditlinie nunmehr wahlweise bilateral mit den einzelnen Konsortialbanken als Avallinie genutzt werden.
Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet finanzielle und nichtfinanzielle Convenants. Die wesentlichen finanziellen Covenants betreffen Minimalwerte für den Zinsdeckungsgrad (Verhältnis von Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] zu definiertem Nettozinsaufwand), sowie Obergrenzen für den Leverage (Verhältnis von definierter Nettoverschuldung zu EBITDA) sowie für das Gearing (Verhältnis von definierter Nettoverschuldung zu Eigenkapital ohne Anteile Dritter). Die Überprüfung der Einhaltung der finanziellen Covenants erfolgt zum Ende jeden Quartals.
Die Inanspruchnahme der Avallinie belief sich zum Stichtag auf 109,4 Mio. € (Vorjahr: 128,7 Mio. €); die bestehende Betriebsmittellinie wurde in Höhe von 4,2 Mio. € (per 31.12.2011 3,8 Mio. €) durch eine mittelbare Tochtergesellschaft in Anspruch genommen.
Die Forderungen des Bankenkonsortiums aus dem Konsortialkreditvertrag sind von den KUKA Gesellschaften besichert. Die KUKA Aktiengesellschaft betreffen hier u.a. die Belastung des Betriebsgeländes in Augsburg mit einer Buchgrundschuld über 70.000 TEUR sowie die Verpfändung von Geschäftsanteilen inländischer und ausländischer Gesellschaften mit einem Buchwert von 171.136 TEUR zum 31.12.2012 ausgewiesen unter dem Finanzanlagevermögen. Die genannten Sicherheiten dienen nachrangig auch den Anleihegläubigern.
Kreditlinien von Kautionsversicherungsgesellschaften
Im Vergleich zum 31.12.2011 konnten die von Kautionsversicherungsgesellschaften zugesagten Avallinien von 52,0 Mio. EUR auf nunmehr 62,0 Mio. EUR erhöht werden. Neben der KUKA Aktiengesellschaft sind im Rahmen der Kautionsversicherungsverträge auch die KUKA Systems GmbH und die KUKA Roboter GmbH Vertragsparteien. Die Ausnutzung betrug zum Ende des Berichtsjahres 39,5 Mio. EUR (zum 31.12.2011: 36,3 Mio. EUR) und entfällt überwiegend auf die KUKA Systems GmbH.
(14) VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren im Vorjahr Verbindlichkeiten an einen Großaktionär in Höhe 280 TEUR ausgewiesen. Diese Verbindlichkeiten resultierten aus der vertraglich vereinbarten Übernahme von Avalgebühren. Zum 31. Dezember 2012 bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber dem Großaktionär.
(15) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Finanzmittel.
(16) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER UNTERSTÜTZUNGSEINRICHTUNGEN
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen betreffen die KUKA Unterstützungskasse GmbH sowie die IWK Unterstützungseinrichtung GmbH.
(17) SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 92 TEUR (Vorjahr: 5.571 TEUR) enthalten. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden wie im Vorjahr nicht.
(18) ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
Die Position betrifft aktivierte Eigenleistungen im Zusammenhang mit Verbesserungen und Erneuerungen im Bereich der Grundstücke und Gebäude sowie der IT-Infrastruktur.
(19) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten seit der Übernahme des Geschäfts der KUKA Dienstleistungs-GmbH in 2011 auch erbrachte Dienstleistungen im Rahmen des KUKA Facility Managements. Daneben sind im Wesentlichen Mieten und Pachten, Kurserträge sowie Umlagen an verbundene in- und ausländische Unternehmen für Dienstleistungen enthalten. Kurserträge aus der Fremdwährungsumrechnung betragen insgesamt 5.191 TEUR (Vorjahr: 7.694 TEUR). Periodenfremde Erträge sind im Geschäftsjahr in Höhe von 1.104 TEUR (Vorjahr: 2.926 TEUR) angefallen. Im Wesentlichen resultieren diese aus der Auflösung von in früheren Jahren gebildeten Rückstellungen.
(20) PERSONALAUFWAND / MITARBEITER
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| T€ | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 16.436 | 18.696 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 2.012 | 2.549 |
| (davon Altersversorgung) | (102) | (612) |
| Summe | 18.448 | 21.245 |
Im Jahresdurchschnitt sowie zum Bilanzstichtag wurden bei der KUKA Aktiengesellschaft beschäftigt:
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| Jahresdurchschnitt | Stichtag | |||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Angestellte | 176 | 174 | 185 | 173 |
| Auszubildende | 4 | 5 | 5 | 5 |
| Werkstudenten | 3 | 3 | 3 | 4 |
| Mitarbeiter | 183 | 182 | 193 | 182 |
(21) ABSCHREIBUNGEN
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 2.950 TEUR (Vorjahr: 3.230 TEUR). Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht vorzunehmen.
(22) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen der KUKA Aktiengesellschaft sind Sachkosten, Kursverluste sowie Zuführungen zu Rückstellungen enthalten. Kursaufwendungen aus Währungsumrechnung betragen 6.534 TEUR (Vorjahr: 10.085 TEUR). Periodenfremde Aufwendungen sind weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr angefallen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf einen separaten Ausweis der sonstigen Steuern verzichtet und diese Position in Höhe von 669 TEUR (Vorjahr: 576 TEUR) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Bezüglich der in 2012 als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang der KUKA Aktiengesellschaft.
(23) BETEILIGUNGSERGEBNIS
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| T€ | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 0 | 44.013 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen | 44.857 | 59.583 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen | -10.677 | -38.329 |
| Summe | 34.180 | 65.267 |
In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und den Aufwendungen aus Verlustübernahmen sind die Ergebnisse der KUKA Dienstleistungs-GmbH, KUKA Laboratories GmbH, KUKA Roboter GmbH und der KUKA Systems GmbH, enthalten.
(24) ZINSERGEBNIS
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| T€ | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 23.394 | 24.491 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (21.323) | (23.498) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -26.236 | -20.944 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | (-5.006) | (-1.579) |
| Summe | -2.842 | 3.547 |
Die enthaltenen Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen betragen 746 TEUR (Vorjahr: 764 TEUR).
(25) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:
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| T€ | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Steueraufwendungen | -7.934 | -5.434 |
| Erträge aus Belastungen und Gutschriften an Organgesellschaften | 9.130 | 18.658 |
| Summe | 1.196 | 13.224 |
Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Auf Grund dessen übt die Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs.1. Satz 2 HGB dahingehend aus, dass keine aktiven latenten Steuern in der Bilanz angesetzt werden.
Steuernachzahlungen von 0 TEUR (Vorjahr: 8.965 TEUR) und Erstattungen von 264 TEUR (Vorjahr: 3.034 TEUR) für vorangegangene Veranlagungszeiträume wurden im Steueraufwand berücksichtigt.
(26) VERLUSTVORTRAG AUS DEM VORJAHR
Durch den im Berichtsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss von 69.342 TEUR konnte der Vorlustvortrag von TEUR 61.053 komplett gedeckt werden, so dass sich ein Bilanzgewinn von 8.289 TEUR ergibt.
(27) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
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| T€ | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Bürgschaften | 78.745 | 129.683 |
| Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen | 40.502 | 29.045 |
| Summe | 119.247 | 158.728 |
Die Verpflichtungen aus Bürgschaften betreffen im Wesentlichen Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen.
Die Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen resultieren überwiegend aus der Besicherung von Leasingvereinbarungen sowie Zahlungs- und Vertragserfüllungsgarantien zu Gunsten verbundener Unternehmen.
Die zugrundeliegenden Verpflichtungen können von den betroffenen Gesellschaften nach unserer Kenntnis allesamt erfüllt werden. Deshalb rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme.
(28) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
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| T€ | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | ||
| fällig bis 1 Jahr | 1.038 | 837 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (824) | (637) |
| fällig 1 bis 5 Jahre | 192 | 188 |
| Summe | 1.230 | 1.025 |
| Sonstige Verpflichtungen | ||
| fällig bis 1 Jahr | 1.847 | 2.012 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (0) | (0) |
| fällig 1 bis 5 Jahre | 1.003 | 982 |
| Summe | 2.850 | 2.994 |
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten Leasingvereinbarungen über PKW und Büroräume. Die sonstigen Verpflichtungen betreffen insbesondere EDV-Wartungs- und Versicherungsverträge sowie Abnahmeverpflichtungen für noch zu erbringende Marketingleistungen.
(29) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Die Aufgaben zur Steuerung und Verwaltung von Zins- und Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft des KUKA-Konzerns werden überwiegend von der KUKA Aktiengesellschaft wahrgenommen. Die Gesellschaften des KUKA-Konzerns sind im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit vor allem Währungsrisiken ausgesetzt. Die Absicherung gegen diese Risiken erfolgt durch marktübliche Instrumente wie Devisentermingeschäfte und Non-Deliverable-Forwards in Form von OTC-Geschäften. Einheitliche Konzernrichtlinien regeln die Abwicklung der Geschäfte unter strenger Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle.
Zur Absicherung des Währungsänderungsrisikos zielt die Kurssicherungsstrategie auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente durch die KUKA Aktiengesellschaft bei Banken erfolgt größtenteils für inländische Konzerngesellschaften und steht in direktem Zusammenhang mit der Herstellung oder dem Verkauf der Produkte und Dienstleistungen. Dabei werden die von der KUKA Aktiengesellschaft erreichten Banken- und Sicherungskonditionen unverändert an die Gesellschaften intern weitergegeben.
Die KUKA Aktiengesellschaft schließt eigene Fremdwährungsgeschäfte im Zusammenhang mit der Finanzierung ausländischer Gesellschaften ab.
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| Nominalvolumen | Marktwerte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | 31.12.2011 | 31.12.2012 | Laufzeit bis 1 Jahr | Laufzeit 1 - 5 Jahre | 31.12.2011 gesamt | Laufzeit bis 1 Jahr | Laufzeit 1 - 5 Jahre | 31.12.2012 gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte mit Banken | 207.701 | 171.885 | 20 | -319 | -299 | -3.327 | 70 | -3.257 |
| gegenläufig mit verb. und sonst. Unternehmen | 116.842 | 138.284 | -1.833 | 7 | -1.826 | 2.977 | -70 | 2.907 |
| 324.543 | 310.169 | -1.813 | -312 | -2.125 | -350 | 0 | -350 |
Die aufgeführten Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem fremde Dritte die Rechte oder Pflichten aus den derivativen Finanzinstrumenten übernehmen würden. Die Mark-to-Market-Bewertung erfolgte nach der Zero-Coupon-Methode.
Das maximale Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente ist mit der Summe ihrer positiven Marktwerte anzusetzen. Zum 31.12.2012 betrug die Summe der positiven Marktwerte externer derivativer Finanzinstrumente 1.696 TEUR (Vorjahr: 4.042 TEUR) und die der negativen Marktwerte 4.953 TEUR (Vorjahr: 4.341 TEUR). Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihrer vertraglichen Verpflichtung nachkommen können und bei der KUKA Aktiengesellschaft somit ein finanzieller Verlust entsteht. Zur Diversifikation des Ausfallrisikos werden konzernexterne Derivativgeschäfte mit verschiedenen Geschäftspartnern einwandfreier Bonität eingegangen.
Für negative Marktwerte, die die KUKA Aktiengesellschaft betreffen, ist eine Drohverlustrückstellung von 390 TEUR (Vorjahr: 2.158 TEUR) gebildet.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATS
Mit Ausnahme der im Vergütungsbericht dargestellten Rechtsgeschäfte wurden mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft von keinem Unternehmen des KUKA Konzerns berichtspflichtige Geschäfte vorgenommen.
Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 4.030 TEUR (Vorjahr: 3.171 TEUR). Die amtierenden Vorstände erhielten im Geschäftsjahr ein Festgehalt inklusive Sachbezügen von 676 TEUR (Vorjahr: 909 TEUR), sowie eine erfolgs- und leistungsabhängige Vergütung von 1.184 TEUR (Vorjahr: 1.230 TEUR). Die Vergütungen nach dem Phantom-Share Programm 2012 - 2014 von 597 TEUR entsprechen den Zeitwerten bzw. Zuteilungswerten im Zeitpunkt der Gewährung. Die Vergütung von Herrn Stephan Schulak wurde wegen der vorzeitigen Vertragsaufhebung gesondert geregelt. Für alle Vergütungsbestandteile wurde ein Barausgleich von 1.573 TEUR bezahlt.
Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2012 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 10.016 TEUR (Vorjahr: 9.848 TEUR).
Die Bezüge des Aufsichtsrats summierten sich im Geschäftsjahr 2012 auf 835 TEUR (Vorjahr: 855 TEUR).
Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Corporate Governance Berichts und fasst auch die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Lageberichts.
ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die gleichlautenden Entsprechenserklärungen gem. § 161 AktG des Vorstandes vom 05. Februar 2013 und des Aufsichtsrates vom 15. Februar 2013 sind im Internet über die Website der Gesellschaft (www.kuka-ag.de) allen Interessenten zugänglich.
MITTEILUNG ÜBER DAS BESTEHEN VON BETEILIGUNGEN NACH § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Nachfolgend werden die im Geschäftsjahr 2012 erfolgten Mitteilungen aufgeführt:
1. Franklin Mutual Advisers LLC, Wilmington, Delaware, USA, hat uns mit Schreiben vom 23. Februar 2012 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Der Stimmrechtsanteil der Franklin Mutual Advisers LLC an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, ISIN DE0006204407, hat am 22. Februar 2012 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Datum 3,02% (1.023.854 Stimmrechte).
Dieser Stimmrechtsanteil wird der Franklin Mutual Advisers LLC nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Kein Fond, welcher durch die Franklin Mutual Advisers LLC verwaltet wird, hält direkt 3% oder mehr der Stimmrechtsanteile an der KUKA Aktiengesellschaft."
2. Die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 15. August 2012 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:
"Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, am 13.08.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und per diesem Datum 2,98% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.010.100 von insgesamt 33.915.431 Stimmrechten) beträgt. Von unserem Stimmrechtsanteil sind uns 0,06% der Gesamtmenge der Stimmrechte (dies entspricht 20.100 von insgesamt 33.915.431 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen."
ORGANE
AUFSICHTSRAT
Bernd Minning
Kaisheim
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Geschäftsführer der
| ― | Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim |
| ― | Grenzebach BSH GmbH, Bad Hersfeld |
| ― | Grenzebach Shanghai GmbH, Asbach-Bäumenheim |
| ― | Grenzebach International GmbH, Asbach-Bäumenheim Mitglied im Board of Director der |
| ― | Grenzebach Machinery (Jiashan) Ltd., Jiashan, VR China (Chairman) |
| ― | Grenzebach Machinery (Shanghai) Ltd., Shanghai, VR China (Chairman) |
| ― | Grenzebach Corporation, Newnan, Georgia / USA |
| ― | INOS Automation Software, Inc., Farmington Hills, Michigan / USA |
| ― | Grenzebach Machinery (Italy) s.r.l., Fossano, Italien |
Jürgen Kerner (bis 06. Juni 2012)***
Königsbrunn
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, Frankfurt
| ― | MAN SE, München* |
| ― | manroland AG, Offenbach* (bis 31. Mai 2012) |
| ― | Premium Aerotec GmbH, Augsburg* |
| ― | Siemens AG, München |
Thomas Kalkbrenner (seit 13. Juni 2012)
Augsburg
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 27. September 2012)
2. Bevollmächtigter IG Metall, Verwaltungsstelle Augsburg
Prof. Dr. Dirk Abel
Aachen
Universitätsprofessor
Direktor des Instituts für Regelungstechnik der RWTH Aachen
Mitglied des Aufsichtsrats der ATC GmbH (Aldenhoven Testing Center of RWTH Aachen University), Aachen
Wilfried Eberhardt***
Aichach
Executive Vice President Marketing & Associations KUKA Roboter GmbH, Augsburg Prokurist KUKA Roboter GmbH, Augsburg
Dr. Uwe Ganzer
Bochum
Kaufmann
| ― | expert AG, Langenhagen* |
| ― | Curanum AG, München (Aufsichtsratsvorsitzender)* |
Siegfried Greulich***
Augsburg
Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Systems GmbH, Augsburg
Thomas Knabel***
Zwickau
2. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Zwickau
Carola Leitmeir***
Großaitingen
Betriebsratsvorsitzende der KUKA Laboratories GmbH, Augsburg
Prof. Dr. Uwe Loos
Stuttgart
Industrieberater
| ― | Dorma Holding GmbH +Co.KGaA, Ennepetal* |
| ― | Bharat Forge LTD, Pune , Indien** |
| ― | CDP Bharat Forge GmbH, Ennepetal** |
| ― | Kenersys GmbH, Münster** |
| ― | Fritz GmbH, Bietigheim Bissingen** |
| ― | Bharat Forge Aluminiumtechnik, Brand-Erbisdorf** |
Dr. Michael Proeller
Augsburg
Betriebswirt
geschäftsführender Gesellschafter Erhardt + Leimer GmbH, Augsburg
Geschäftsführer Erhardt + Leimer Elektroanlagen GmbH, Augsburg
Geschäftsführer Erhardt + Leimer Steuerungstechnik GmbH, Augsburg
| ― | Erhardt + Leimer Inc., Duncan, USA** |
| ― | Erhardt + Leimer, India Pvt. Ltd., Indien** |
| ― | Erhardt + Leimer, Italia Srl., Italien** |
| ― | Erhardt + Leimer do Brasil Ltda., Brasilien** |
| ― | Erhardt + Leimer Canada Ltd., Kanada** |
| ― | Erhardt + Leimer Japan Ltd., Japan** |
| ― | Erhardt + Leimer France Sarl., Frankreich** |
| ― | Erhardt + Leimer (Hangzhou) Ltd., VR China** |
Fritz Seifert***
Schwarzenberg
Vorsitzender des Betriebsrats KUKA Systems GmbH, Augsburg Geschäftsbereich Werkzeugbau Schwarzenberg (bis S1. Dezember 2012) Stellvertretender Konzernbetriebsratsvorsitzender (bis 25. März 201S)
Guy Wyser-Pratte
Bedford, New York/USA
President Wyser-Pratte & Co., Inc.
VORSTAND
Dr. Till Reuter
Pfäffikon, Schweiz, Vorsitzender des Vorstands
| ― | Rinvest AG, Pfäffikon/Schweiz* |
| ― | Dr. Steiner Holding AG* |
Peter Mohnen (seit 1. August 2012)
München, Mitglied des Vorstands Finanzen und Controlling
Stephan Schulak (bis 31. Juli 2012)
Rohrbach, Mitglied des Vorstands Finanzen und Controlling
* Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
** Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
*** Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer
ANTEILSBESITZE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT
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| Name und Sitz der Gesellschaften | Währung | Anteil am Kapital % |
Eigenkapital in Tausend Landeswährung |
Jahresüberschuss in Tsd. Landeswährung |
Art der Einbeziehung |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | |||||
| 1 KUKA Roboter GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | 50.614 | 01) | k |
| 2 KUKA Systems GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | 30.194 | 01) | k |
| 3 KUKA Laboratories GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | 27.493 | 01) | k |
| 4 HLS Ingenieurbüro GmbH, Augsburg | EUR | 100,00 | 2.943 | 1.773 | k |
| 5 KUKA Dienstleistungs GmbH, Augsburg* | EUR | 100,00 | 2.173 | 01) | k |
| 6 Bopp & Reuther Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg | EUR | 100,00 | 25.768 | -9753) | k |
| 7 Freadix FryTec GmbH, Augsburg | EUR | 100,00 | 35 | -33) | nk |
| 8 IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe | EUR | 100,00 | 26 | 0 | nk |
| 9 KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg | EUR | 100,00 | 25 | 0 | nk |
| 10 Schmidt Maschinentechnik GmbH i.L., Niederstotzingen | EUR | 100,00 | 0 | 05) | nk |
| sonstiges Europa | |||||
| 11 HLS Czech s.r.o., Mlada Boleslav / Tschechien | CZK | 100,00 | 10.202 | 2.654 | k |
| 12 KUKA S-BASE s.r.o. v likvidaci, Roznov p.R. / Tschechien | CZK | 100,00 | 648 | -159.2825) | k |
| 13 KUKA Automatisering + Robots N.V., Houthalen / Belgien | EUR | 100,00 | 2.723 | 673 | k |
| 14 KUKA Automatisme + Robotique S.A.S., Villebon-sur-Yvette / Frankreich | EUR | 100,00 | 3.035 | -874 | k |
| 15 KUKA Automotive N.V., Houthalen / Belgien | EUR | 100,00 | 322 | -196 | k |
| 16 KUKA Enco Werkzeugbau spol. s.r.o., Dubnica nad Váhom / Slowakei | EUR | 65,00 | 3.758 | 168 | k |
| 17 KUKA Nordic AB, Västra Frölunda / Schweden | SEK | 100,00 | -4.742 | -8.425 | k |
| 18 KUKA Roboter CEE GmbH, Linz / Österreich | EUR | 100,00 | 1.419 | 828 | k |
| 19 KUKA Roboter Italia S.p.A., Rivoli / Italien | EUR | 100,00 | 6.287 | 608 | k |
| 20 KUKA Roboter Schweiz AG, Dietikon / Schweiz | CHF | 100,00 | 1.230 | 10 | k |
| 21 KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony / Ungarn | EUR | 100,00 | 8.864 | 3.561 | k |
| 22 KUKA Robotics OOO, Moskau / Russland | RUB | 100,00 | 5.336 | -482 | k |
| 23 KUKA Robotics UK LTD, Wednesbury / Großbritannien | GBP | 100,00 | 411 | 135 | k |
| 24 KUKA Robots IBÉRICA, S.A., Vilanova i la Geltrú / Spanien | EUR | 100,00 | 1.208 | -18 | k |
| 25 KUKA Sistemy OOO, Togliatti / Russland | RUB | 100,00 | 7.784 | -5.416 | k |
| 26 KUKA Systems France S.A., Montigny / Frankreich | EUR | 100,00 | -19.367 | -1.642 | k |
| 27 KUKA Systems SRL, Sibiu / Rumänien | RON | 100,00 | 1.083 | -183 | k |
| 28 Metaalwarenfabriek 's-Hertogenbosch B.V., 's-Hertogenbosch / Niederlande | EUR | 100,00 | -998 | -113)4) | nk |
| 29 Thompson Friction Welding Ltd., Halesowen / Großbritannien | GBP | 100,00 | 5.332 | 455 | k |
| Nordamerika | |||||
| 30 KUKA U.S. Holdings Company LLC., Shelby Township, Michigan / USA | USD | 100,00 | 94.751 | 47.7792) | k |
| einschließlich | |||||
| 31 KUKA Systems North America LLC., Sterling Heights, Michigan / USA | USD | 100,00 | k | ||
| 32 KUKA Assembly and Test Corp., Saginaw, Michigan / USA | USD | 100,00 | k | ||
| 33 KUKA Systems de Mexico, S. de R.L. de C.V., Mexico City / Mexiko | MXN | 100,00 | k | ||
| 34 KUKA Recursos, S. de R.L. de C.V., Mexico City / Mexiko | MXN | 100,00 | k | ||
| 35 KUKA Toledo Production Operations LLC., Clinton Township, Michigan / USA | USD | 100,00 | k | ||
| 36 KUKA Robotics Corp., Sterling Heights, Michigan / USA | USD | 100,00 | k | ||
| 37 KUKA Robotics Canada Ltd., Saint John NB / Kanada | CAD | 100,00 | -1.427 | -1.475 | k |
| 38 KUKA de Mexico S.de R.L.de C.V., Mexico City / Mexiko | MXN | 100,00 | 26.193 | 1.696 | k |
| Süd- und Mittelamerika | |||||
| 39 KUKA Roboter do Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien | BRL | 100,00 | -253 | -113 | k |
| 40 KUKA Systems do Brasil Ltda., Sao Bernardo do Campo SP / Brasilien | BRL | 100,00 | -6.277 | -9.7796) | k |
| Asien | |||||
| 41 HLS Autotechnik (India) Pvt. Ltd., Pune / Indien | INR | 100,00 | 5.645 | -1.160 | k |
| 42 HLS VIETNAM CO., LTD., Ho Chi Minh City / Vietnam | VND | 95,00 | 6.419.223 | 578.624 | k |
| 43 KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | 2.456 | -18.017 | k |
| 44 KUKA Flexible Manufacturing Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | 13.470 | 47.410 | k |
| 45 KUKA Robot Automation Malaysia Sdn BhD, Kuala Lumpur / Malaysia | MYR | 99,99 | 10.095 | 3.122 | k |
| 46 KUKA Robot Automation Taiwan Co. Ltd., Chung-Li City / Taiwan | TWD | 99,90 | 41.252 | 6.125 | k |
| 47 KUKA Robotics (China) Co. Ltd., Shanghai / China | CNY | 100,00 | 18.645 | 36.243 | k |
| 48 KUKA Robotics Manufacturing China Co., LTD, Shanghai City / China | CNY | 100,00 | 972 | -2.865 | k |
| 49 KUKA Robotics (India) Pvt. Ltd, Haryana / Indien | INR | 100,00 | 37.766 | 206 | k |
| 50 KUKA Robotics Japan K.K., Tokyo / Japan | JPY | 100,00 | 104.104 | -71.009 | k |
| 51 KUKA Robotics Korea Co., Ltd., Kyunggi-Do / Südkorea | KRW | 100,00 | 1.445.805 | -473.322 | k |
| 52 KUKA Systems (India) Pvt.Ltd, Pune / Indien | INR | 100,00 | -34.177 | -139.417 | k |
| 53 KUKA Systems (Thailand) Co., Ltd., Bangkok / Thailand | THB | 100,00 | -39.715 | -32.584 | k |
* Gesellschaften, die von der Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 1GB bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht haben
1) Nach Ergebnisabführung
2) gemäß konsolidierter Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung
3) Mantelgesellschaft
4) Jahresabschluss 30.06.2012
5) in Liquidation
6) Jahresabschluss 31.12.2011
Art der Einbeziehung
k vollkonsolidierte Gesellschaften per 31.12.2012
nk nicht konsolidierte Gesellschaften per 31.12.2012
Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor vom Bilanzgewinn in Höhe von 8.289 TEUR eine Dividende von 0,20 € je Aktie, insgesamt 6.783 TEUR zu zahlen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 1.506 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.
KONZERNVERHÄLTNISSE
Die KUKA Aktiengesellschaft erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS, der beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wird und im Zentralen Unternehmensregister (www.Unternehmensregister.de) eingesehen werden kann.
Augsburg, 4. März 2013
KUKA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Till Reuter
Peter Mohnen
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."
Augsburg, 4. März 2013
KUKA Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Till Reuter
Peter Mohnen
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 04. März 2013
**KPMG Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Karl Braun, Wirtschaftsprüfer
Rainer Rupprecht, Wirtschaftsprüfer