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KUKA AG Annual Report 2011

May 8, 2012

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Annual Report

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KUKA Aktiengesellschaft

Augsburg

Jahresabschluss KUKA Aktiengesellschaft 2011

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT und JAHRESABSCHLUSS 2011

KUKA GESCHÄFTSBERICHT 2011

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT*

GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die KUKA AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und gehört dem Börsensegment für mittelgroße Unternehmen (MDAX) an.

Als international tätiger Roboter- und Anlagenbauer steigert das Unternehmen Effizienz und Qualität der Produktionsprozesse seiner Kunden. Das Geschäftsmodell basiert dabei im Geschäftsbereich Systems auf der Planung und dem Bau von automatisierten Produktionsanlagen. Mit dem Industrieroboter stellt der Geschäftsbereich Robotics eine Hauptkomponente der Automatisierung von Produktionsprozessen her und konzentriert sich zusätzlich auf die Bereitstellung von Serviceleistungen beim Kunden.

Die Aktivitäten der Geschäftsbereiche werden von Geschäftsbereichsleitungen koordiniert. Der Geschäftsbereich Robotics entwickelt, produziert und vertreibt Industrieroboter. Der Geschäftsbereich Systems plant und baut automatisierte Produktionsanlagen. Die KUKA AG als Obergesellschaft des Konzerns hat ihren Sitz in Augsburg. Landesgesellschaften in den für das Geschäft wichtigsten Ländern der Welt unterstützen die Geschäftsbereiche im Vertrieb ihrer Produkte und führen Montage- und Serviceleistungen vor Ort durch. Der Konzern ist somit in seinen Märkten global präsent.

* Ab dem Geschäftsjahr 2011 werden der Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft und der Konzernlagebericht zusammengefasst. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist dadurch nicht beeinträchtigt.

GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS

Der Geschäftsbereich Robotics liefert eine der Kernkomponenten für die Automation von Produktionsprozessen: den Industrieroboter. Das Produktprogramm des Geschäftsbereiches ist modular aufgebaut. Dadurch können dem Kunden maßgeschneiderte Lösungen auf Basis eines Standardbaukastens mit Traglasten von 5 bis 1.300 kg angeboten werden. Die Entwicklung und der Bau von Industrierobotern erfolgt überwiegend in Augsburg. Die arbeitsintensive Montage der Schaltschränke findet in zwei ungarischen Werken statt; eine weitere Montagestätte zur Bedienung insbesondere des asiatischen Marktes befindet sich in Shanghai / China.

Der Geschäftsbereich hat 2011 eine neue Generation von Industrierobotern (QUANTEC / Steuerung KR C4) mit einer grundlegenden Verbesserung der Mechanik und der Steuerung in den Markt eingeführt. QUANTEC Roboter zeichnen sich u. a. durch ein deutlich geringeres Eigengewicht mit entsprechend schnelleren Taktzeiten bei unveränderter Reichweite und Traglast aus. Die neue Steuerung KR C4 bietet außerdem neben der Weiterentwicklung von Bewegungen und Abläufen insbesondere eine in die Software integrierte Sicherheitstechnologie. Insgesamt hat sich der Kundennutzen dieser neuen Generation von Industrierobotern damit spürbar erhöht.

Zum Ausbau neuer Anwendungen und Märkte hat KUKA 2010 den Bereich Advanced Robotics innerhalb des Geschäftsbereichs Robotics gegründet; dieser arbeitet seit Januar 2011 als eigenständige Gesellschaft KUKA Laboratories GmbH. Kernaufgaben dieses Bereichs sind neben Forschung und Entwicklung für beide Geschäftsbereiche die Entwicklung des Leichtbauroboters (LBR) zur Marktreife und die Steigerung des Umsatzanteils mit dem Kundensegment Medizintechnik. Der LBR kann wegen seiner einzigartigen Kombination von Sensorik und Sicherheit in Anwendungen eingesetzt werden, bei denen roboterbasierte Lösungen beispielsweise aus Sicherheitsgründen bislang nicht verwendet werden.

GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS

Der Geschäftsbereich Systems plant, projektiert und errichtet automatisierte Produktionsanlagen. Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette einer Anlage ab: von einzelnen Systemkomponenten, Werkzeugen und Vorrichtungen über automatisierte Produktionszellen bis hin zu kompletten Anlagen, die von dem Geschäftsbereich als Systemintegrator "schlüsselfertig" erstellt werden. Das Know-how des Geschäftsbereichs liegt in der Automation einzelner Produktionsverfahren wie Schweißen und Löten, in der Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe (metallisch oder nichtmetallisch) sowie in der Integration verschiedener Produktionsschritte bis hin zu einer vollautomatischen Anlage.

An die Automobilindustrie liefert der Geschäftsbereich vor allem Anlagen zum Bau von Karosserien und zur Montage von Motoren und Getrieben sowie Werkzeuge zur Bearbeitung von Blechen. KUKA Systems betreibt außerdem auf dem Gelände des Automobilherstellers Chrysler in Toledo / USA eine Fertigung von Karosserien für den Jeep Wrangler (KTPO).

Der Geschäftsbereich Systems arbeitet mit regionalen Kompetenzzentren. Die Märkte in Deutschland und Europa werden von Augsburg aus betreut, Nord- / Südamerika vom Großraum Detroit / USA und Asien von Shanghai / China aus. Weitere Geschäftsfelder sind der Presswerkzeugbau sowie automatisierte Montagelinien und Prüfstände für Motoren und Getriebe, die ihre Standorte in Schwarzenberg / Erzgebirge und in der Slowakei sowie in Bremen und im Großraum Detroit / USA haben.

MÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONEN

Die Automobilindustrie ist für den KUKA Konzern die wichtigste Kundengruppe mit einem Anteil am Gesamtumsatz von nahezu zwei Dritteln. Für diese Kundengruppe entwickelt und realisiert KUKA seit mehr als 30 Jahren roboterbasierte Automatisierungslösungen. Die hohen Anforderungen der Automobilindustrie an Produktivität, Qualität und Zuverlässigkeit haben KUKA in dieser Zeit zu einer anerkannten Marke für innovative Technologien gemacht. KUKA sieht sich marktführend bei Industrierobotern in Europa und weltweit unter den drei führenden Anbietern. KUKA Systems ist im europäischen und nordamerikanischen Karosseriebau für die Automobilindustrie jeweils die Nr. 2. Beide Geschäftsbereiche sehen sich darüber hinaus als Technologieführer.

KUKA nutzt seine führende Marktstellung in der Automobilindustrie gezielt, um das Geschäft in Branchen außerhalb der Automobilindustrie (General Industry) kontinuierlich auszubauen. Dabei ist KUKA Robotics am weitesten fortgeschritten: In Märkten wie der Metallverarbeitung und dem Maschinenbau, der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie oder der Medizintechnik gehört der Geschäftsbereich bereits zu den wichtigsten Global Playern. Vertrieb und Service von Robotern für die General Industry erfolgen vornehmlich über branchenspezifische Systempartner. Auch KUKA Systems expandiert in verwandte Branchen u. a. des Fahrzeugbaus oder der Solarindustrie und setzt derzeit ca. 20 % seines Umsatzes in nicht automobilen Bereichen um.

KONZERNSTRATEGIE

Auf der Basis führender Marktpositionen der Geschäftsbereiche sowie der hohen Innovationskraft und Kundennähe des Unternehmens verfolgt KUKA eine Strategie des profitablen Wachstums, die in drei Stoßrichtungen zielt:

1. Ausbau der Innovations- und Technologieführerschaft

Die Marke KUKA steht seit über 30 Jahren für Innovationen im automobilen Anlagenbau und in der Robotertechnologie. In der Entwicklung innovativer Produktionstechnologien hat die Automobilindustrie allgemein eine Pionierfunktion. Um das hohe Innovationsniveau zu sichern und auszubauen, beschäftigt der Geschäftsbereich Robotics rund 10 % seiner Mitarbeiter am zentralen Standort in Augsburg in der Forschung & Entwicklung und investiert jährlich 6 bis 8 % seines Umsatzes in diesen Bereich. Die F&E-Aktivitäten des Geschäftsbereichs Systems erfolgen in der Regel im Kundenauftrag und werden nur geringfügig als Forschungs- und Entwicklungsaufwand ausgewiesen. Der Bereich Advanced Robotics nimmt dabei für beide Geschäftsbereiche bei der technologischen Entwicklung neuer Anwendungen und Märkte teilweise eine Querschnittsfunktion im Unternehmen wahr.

2. Diversifizierung der Geschäftstätigkeit in neue Märkte und Regionen

Ausgehend von einer marktführenden Position im Automobilgeschäft expandiert KUKA in Märkte außerhalb der Automobilindustrie (General Industry). KUKA Systems überträgt dabei sein Automatisierungs-Know-how z. B. auf Märkte wie den Luftfahrt- und Schienenfahrzeugbau oder die Solarindustrie, während KUKA Robotics in Zusammenarbeit mit seinen branchenspezifischen Systempartnern neue Anwendungen für Industrieroboter in Zielmärkten wie der Metallverarbeitung, dem Maschinenbau, der Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie oder der Medizintechnik entwickelt. General Industry-Märkte zeichnen sich im Vergleich zur Automobilindustrie vor allem durch ein höheres Ertragspotenzial aus. Parallel hierzu hat KUKA Vertriebs- und Servicekapazitäten in den wachstumsstarken Schwellenländern Asiens und Südamerikas aufgebaut, um von der zunehmenden Automatisierung u. a. in den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China nachhaltig zu profitieren. Häufig erfolgt der Markteintritt über Automobilprojekte mit bestehenden Kunden, um die Kundenansprache anschließend auf lokale Automobilhersteller und Kunden aus der General Industry auszuweiten.

3. Optimierung der Kostenstruktur und kontinuierliche Effizienzverbesserung

KUKA hat im Rahmen eines Kostensenkungsprogramms 2009 / 10 die internen Prozesse überprüft und insbesondere das Lieferantenmanagement und die Beschaffung aus Niedrigkostenländern neu strukturiert. Dadurch konnte die Gewinnschwelle des Unternehmens deutlich gesenkt werden. Die EBIT-Zielmargen betragen im Geschäftsbereich Robotics 10 % und im Geschäftsbereich Systems 5 %. KUKA arbeitet kontinuierlich daran, die Effizienz zu erhöhen.

KONZERNINTERNES STEUERUNGSSYSTEM

Mit dem konzerninternen Steuerungssystem werden die Erfolgskennzahlen des Unternehmens transparent gemacht und so systematisch gestärkt. Die finanziellen Zielgrößen des KUKA Konzerns messen Leistungen, die den Unternehmenswert beeinflussen.

Um die Umsatzrentabilität festzustellen, wird das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt; daraus ergibt sich die EBIT-Marge. Um die Rentabilität des eingesetzten Kapitals (Capital Employed) zu ermitteln, wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlichen Capital Employed gesetzt; dies ergibt den ROCE (Return on Capital Employed). EBIT und ROCE werden für den KUKA Konzern und die Geschäftsbereiche Robotics und Systems ermittelt. Der Free Cashflow - also der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen - zeigt, ob die Investitionen aus dem Cashflow bestritten werden und wie viele Mittel ggf. für die Zahlung einer Dividende und den Schuldendienst zur Verfügung stehen. Diese Kennzahl wird für den Konzern veröffentlicht.

Ein wichtiger Frühindikator für die Geschäftsentwicklung im Maschinen- und Anlagenbau ist der Auftragseingang. Nach Abzug der Umsatzerlöse ergibt sich hieraus der Auftragsbestand als Stichtagswert am Ende einer Berichtsperiode. Der Auftragsbestand ist ein wichtiger Indikator für die Auslastung der betrieblichen Kapazitäten in den kommenden Monaten. Auftragseingang und Auftragsbestand werden für den KUKA Konzern und die Geschäftsbereiche Robotics und Systems ermittelt.

Alle Kennziffern werden vom zentralen Rechnungswesen und Controlling des KUKA Konzerns laufend verfolgt und überprüft. Das Management analysiert Planabweichungen und vereinbart ggf. Maßnahmen zur Erreichung der geplanten Zielgrößen.

ZIELERREICHUNG 2011

Auf der Bilanzpressekonferenz am 16. März 2011 gab der Vorstand einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011. Demnach erwartete das Unternehmen im Rahmen der weiteren Erholung der Weltwirtschaft deutlich zunehmende Umsatzerlöse und nach dem Abschluss des Kostensenkungsprogramms einen überproportionalen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT). Insgesamt betrug das Umsatzziel zunächst mindestens 1,15 Mrd. € und die EBIT-Marge mehr als 5 %. Dem erwarteten Anstieg der Ergebnisse lagen eine höhere Kapazitätsauslastung, die Einführung des neuen Industrieroboters QUANTEC sowie eine Reduktion der operativen Gewinnschwelle zu Grunde. Außerdem sollte der Konzern auch wieder einen positiven Jahresüberschuss ausweisen.

Da sich die Auftragseingänge im Laufe des Jahres besser entwickelten als erwartet, konnte der Vorstand bei der Vorlage der Zwischenabschlüsse zum Quartalsende die Umsatzziele des KUKA Konzerns für 2011 jeweils bestätigen. Konkret wurden folgende Aussagen gemacht:

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1. Quartal 2011: mindestens 1,2 Mrd. €
2. Quartal 2011: mindestens 1,2 Mrd. €; 1,3 Mrd. € erwartet
3. Quartal 2011: mindestens 1,2 Mrd. €; 1,35 Mrd. € erwartet

Die EBIT-Marge blieb mit mehr als 5 % unverändert.

Infolge der weltweit starken Nachfrage nach roboterbasierter Automation aus der Automobilindustrie und der General Industry konnte der KUKA Konzern seine Umsatz- und Ergebnisziele im Berichtsjahr sicher erreichen. Die Umsatzerlöse lagen im Gesamtjahr 2011 bei 1,44 Mrd. €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) steigerte sich von Quartal zu Quartal und schloss im Gesamtjahr 2011 mit einer EBIT-Marge von 5,1 %.

GUIDANCE 2011

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Soll Ist
Umsatzerlöse 1,35 Mrd. € 1,44 Mrd. €
EBIT-Marge > 5,0 % 5,1 %

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Die allgemeine Wirtschaftsentwicklung war im ersten Halbjahr 2011 von einem kräftigen Wachstum der führenden Volkswirtschaften geprägt. Im weiteren Verlauf des Jahres sorgten jedoch die Schuldenkrise in Europa und den USA sowie die politischen Umbrüche in einigen nordafrikanischen Ländern für Verunsicherung der Kapitalmärkte und führten zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. Insgesamt dürfte die Euro-Zone nach Ansicht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) im Gesamtjahr 2011 noch auf einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 % gegenüber dem Vorjahr kommen. Dabei war Deutschland mit einem Plus von 3,0 % nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes erneut das Zugpferd dieser Entwicklung und profitierte vor allem von seinem starken Export in die Schwellenländer Asiens und Südamerikas

AUTOMOBILINDUSTRIE ERZIELT 201 1 REKORDWERTE

Die deutsche Automobilindustrie hat nach Angaben ihres Verbandes VDA im abgelaufenen Geschäftsjahr Rekordwerte im Export und in der Produktion von Personenkraftwagen erzielt. Insbesondere die deutschen Premiumhersteller konnten in den größten Absatzmärkten China und USA doppelt so schnell wie der Markt wachsen. Insgesamt erhöhte sich der Export und die Produktion deutscher Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahr um jeweils 7 %; in absoluten Zahlen liegen diese Werte damit um rd. ein Drittel über dem Jahr 2009. Besonders positiv wirkte sich diese Entwicklung auf die Kapazitätsauslastung der Automobilfabriken aus, die um 5 %-Punkte auf knapp 90 % anstieg.

Als nachhaltig erweist sich der Trend der Automobilhersteller, verstärkt im Ausland Kapazitäten aufzubauen und die Anzahl der dort produzierten Fahrzeuge schnell zu steigern. Vor allem in den Schwellenländern Asiens und Südamerikas wächst die Nachfrage nach Automobilen weiterhin überdurchschnittlich. So erreichte die Auslandproduktion der deutschen Automobilhersteller 2011 im Jahresvergleich ein Plus von 15 % und überschritt damit erneut die Inlandsproduktion deutlich. Dabei verzeichneten die weltweit größten Absatzmärkte in China und den USA mit jeweils +10 % knapp zweistellige Zuwächse, während die Nachfrage in Westeuropa auf Grund staatlicher Unterstützungsprogramme wie Abwrackprämien in den Vorjahren mit -2 % leicht rückläufig war. Weltweit stieg der Absatz von PKW und leichten Nutzfahrzeugen 2011 nach Angaben des Verbandes insgesamt um 6 % auf 65,4 Mio. Fahrzeuge an.

PKW-ABSATZ 2011 REGIONEN / LÄNDER

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU LEGTE NOCH DEUTLICHER ZU

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau legte nach Angaben des Branchenverbandes VDMA im Berichtsjahr 2011 noch deutlicher als die Automobilindustrie zu. Die Branche profitierte konjunkturbedingt von den hohen Investitionen sowohl in den Industrieländern Europas und in den USA, aber auch in den Wachstumsregionen Asiens und Mittel- / Südamerikas. Dadurch stiegen die preisbereinigten Auftragseingänge 2011 insgesamt um 10 % gegenüber dem Vorjahr. Auf Grund längerer Durchlaufzeiten der Aufträge fiel der Zuwachs der Produktion mit 12 % noch höher aus. Die Firmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus waren zum Jahresende 2011 mit einer durchschnittlichen Kapazitätsauslastung von 89 % sehr gut ausgelastet (langjähriges Mittel: 86 %). Der Auftragsbestand erreichte eine Reichweite von knapp sechs Monaten.

Die Entwicklung im Subsegment "Robotik und Automation" des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus entwickelte sich dabei noch dynamischer als die gesamte Branche. Die preisbereinigten Auftragseingänge erhöhten sich 2011 gegenüber dem Vorjahr um 23 % und stiegen damit mehr als doppelt so hoch wie der gesamte deutsche Maschinen- und Anlagenbau.

AUFTRAGSEINGÄNGE MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

KRÄFTIGES WACHSTUM DES GLOBALEN ROBOTERMARKTES

Insgesamt setzte die internationale Roboterindustrie ihr kräftiges Wachstum im Berichtsjahr fort. Weltweit erwartet die International Federation of Robotics (IFR) in ihrer jüngsten Studie 2011 einen weiteren Anstieg des Absatzes an Industrierobotern von rund 27 % auf ca. 150.000 Einheiten.

Haupttreiber dieser Entwicklung ist die internationale Automobilindustrie, die in neue Fertigungstechnologien und Fertigungskapazitäten sowie in die Modernisierung ihrer Produktionsstandorte investierte. Aber auch Branchen außerhalb der Automobilindustrie setzten verstärkt auf Robotertechnologie, um die Effizienz der Produktionsanlagen und die Qualität der Produkte zu steigern. Die Hauptabsatzmärkte für Industrieroboter waren nach Angaben der IFR im abgelaufenen Jahr Japan (26.000), Korea (24.500), Nordamerika (21.000), China (19.500) und Deutschland (15.500). Besonders dynamisch entwickelten sich dabei China (+30 %) und Nordamerika (+28 %).

ABSATZ INDUSTRIEROBOTER WELTWEIT in Tsd. Stück

GESCHÄFTSVERLAUF

Im Zuge der weltweit starken Nachfrage nach roboterbasierter Automation hat der KUKA Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl im Auftragseingang und Umsatz als auch beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) jeweils einen neuen Rekordwert erzielt. Damit konnten die Zielwerte der Guidance 2011 - rund 1,35 Mrd. € Umsatzerlöse und eine EBIT-Marge von mehr als 5 % auf Konzernebene - erfüllt werden.

AUFTRAGSEIN GÄNGE AUF REKORDNIVEAU

Die Auftragseingänge erreichten im abgelaufenen Jahr 1.553,0 Mio. €, ein Plus von 36,0 % gegenüber dem Vorjahr (2010: 1.142,3 Mio. €). Dabei steigerte der Geschäftsbereich Robotics seine Bestellungen um 34,6 % auf 654,4 Mio. € (Vorjahr: 486,2 Mio. €). Die Kundensegmente Automotive und General Industry zeigten vergleichbare hohe Wachstumsraten. Der Geschäftsbereich Systems konnte in 2011 zahlreiche Großaufträge aus der Automobilindustrie vor allem im Karosseriebau und der Montagetechnik sowie aus der General Industry gewinnen und erzielte damit im Jahresvergleich eine Steigerung um 27,9 %. Insgesamt betrugen die Auftragseingänge dieses Geschäftsbereichs 916,6 Mio. € (2010: 716,8 Mio. €).

AUFTRAGSEINGÄNGE KUKA KONZERN in Mio. €

UMSATZERLÖSE ERHEBLICH ANGESTIEGEN

Die Umsatzerlöse des KUKA Konzerns erreichten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 1.435,6 Mio. € ebenfalls einen Rekordwert, ein Plus von 33,1 % gegenüber dem Vorjahr (2010: 1.078,6 Mio. €). Dabei konnte KUKA den Umsatz von Quartal zu Quartal kontinuierlich steigern und erzielte im vierten Quartal insbesondere auf Grund vermehrter Abschlüsse von Anlagenprojekten mit 403,2 Mio. € den höchsten Quartalswert. Der Geschäftsbereich Robotics verbuchte in 2011 Umsatzerlöse in Höhe von 616,3 Mio. €, ein Anstieg um 41,5 % gegenüber dem Vorjahr (2010: 435,7 Mio. €); Systems steigerte die Umsatzerlöse um 22,4 % auf 850,7 Mio. € (Vorjahr: 695,3 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio; d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, lag mit 1,08 weiterhin deutlich über 1 und auch höher als im Vorjahr (2010: 1,06).

UMSATZERLÖSE KUKA KONZERN in Mio. €

UMSATZERLÖSE KUKA ROBOTICS in Mio. €

UMSATZERLÖSE KUKA SYSTEMS in Mio. €

AUFTRAGSBESTAND WEITER ZUGENOMMEN

Gleichzeitig erhöhte sich auch der Auftragsbestand im KUKA Konzern weiter und erreichte zum Jahresende 2011 einen Wert von 724,0 Mio. €; dies ist ein Anstieg von 14,8 % gegenüber dem entsprechenden Stichtag des Vorjahres (31. Dezember 2010: 630,5 Mio. €). Robotics verfügte dabei zum Jahresende 2011 über einen Auftragsbestand von 184,4 Mio. € (+23,8 %) und Systems von 545,0 Mio. € (+9,0 %). Die Reichweite des Auftragsbestandes beträgt im Projektgeschäft des Geschäftsbereichs Systems 6 - 8 Monate und im Produktgeschäft des Geschäftsbereichs Robotics 3 - 4 Monate. Damit verfügt der KUKA Konzern über ein hohes Maß an Visibilität im laufenden Geschäftsjahr.

AUFTRAGSBESTAND KUKA KONZERN in Mio. €

GEZIELTER PERSONALAUFBAU IN WACHSTUMSMÄRKTEN

Infolge des stark angestiegenen Geschäftsvolumens stellte der KUKA Konzern gezielt neue Mitarbeiter ein und setzte Zeitarbeitskräfte zur Abdeckung von Auftragsspitzen ein. Insgesamt erhöhte sich der Mitarbeiterstamm im Vergleich der Jahresendzahlen um 10,0 % auf 6.589 (31. Dezember 2010: 5.990). Die Anzahl der Zeitarbeitskräfte stieg im selben Vergleichszeitraum von 843 (31. Dezember 2010) auf 1.078 (31. Dezember 2011). Von den 599 neuen, fest angestellten Mitarbeitern im KUKA Konzern entfielen 406 auf den Geschäftsbereich Robotics (+17,3 %), 187 auf den Geschäftsbereich Systems (+5,4 %) und 6 auf sonstige Gesellschaften. Regional gesehen erfolgte der Personalaufbau hauptsächlich im Ausland: in den Wachstumsmärkten USA / Südamerika, Brasilien, China, Ungarn und Indien. In Deutschland verstärkte sich vor allem Robotics mit Fachleuten im Bereich Forschung & Entwicklung sowie in der Produktion in Augsburg.

OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) NAHEZU VERDREIFACHT

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des KUKA Konzerns stieg im Berichtsjahr von Quartal zu Quartal und verdreifachte sich nahezu im Gesamtjahr auf 72,6 Mio. € (Vorjahr: 24,8 Mio. €) - auch dies ein Rekordwert in der Firmengeschichte. Die EBIT- Marge verbesserte sich ebenfalls deutlich und wuchs von 2,3 % in 2010 auf 5,1 % in 2011. Für diese signifikante Verbesserung sind einerseits Volumeneffekte, andererseits die Einführung der neuen QUANTEC Robotergeneration bei Robotics verantwortlich. Darüber hinaus wirkte sich der Ganzjahreseffekt des Kostensenkungsprogramms aus den Jahren 2009 / 10 positiv auf die Ertragslage aus.

Beide Geschäftsbereiche trugen zu dieser erfreulichen Ergebnisentwicklung bei. Dabei konnte Robotics seinen Beitrag zum Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mehr als verdoppeln: von 20,8 Mio. € (2010) auf 51,0 Mio. € (2011 ). Gleichzeitig stieg die EBIT-Marge dieses Geschäftsbereichs im selben Vergleichszeitraum von 4,8 % auf 8,3 %. Systems steigerte auch durch eine verbesserte Auslastung sein EBIT von 20,0 Mio. € (2010) auf 33,7 Mio. € (2011). Die EBIT-Marge stieg von 2,9 % (2010) auf 4,0 % (2011). Die Kosten der Holding sanken von 16,0 Mio. € (2010) auf 11,6 Mio. € (2011). Im Vorjahreswert waren hier Beratungskosten für die Restrukturierung enthalten.

AUS DEN GESCHÄFTSBEREICHEN

GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS

Auftragseingänge auf Rekordniveau

Die Investitionsbereitschaft der Kunden zur Steigerung der Effizienz, zur Erhöhung der Produktionsmengen und zur Verbesserung der Qualität war auch im Geschäftsjahr 2011 ungebrochen. Entsprechend profitierte der Geschäftsbereich Robotics von dieser Entwicklung und erzielte deutliche Zuwachsraten sowohl im Geschäft mit der General Industry als auch im Bereich Automotive. So konnte der Geschäftsbereich im Berichtsjahr mehrere große Rahmenaufträge mit europäischen Automobilherstellern abschließen, die im ersten und zweiten Quartal 2011 zu neuen Rekordauftragseingängen in Höhe von 183,1 Mio. € bzw. 183,2 Mio. € führten. Gleichzeitig zog auch die Nachfrage aus der General Industry im Berichtsjahr weiter an, so dass die Bestellungen aus diesem Marktsegment sogar eine leicht höhere Zuwachsrate als die Automobilindustrie erreichten. Insgesamt konnte der Geschäftsbereich Robotics seine Auftragseingänge 2011 gegenüber dem Vorjahr um 34,6 % auf 654,4 Mio. € ausweiten (2010: 486,2 Mio. €) - auch dies ein Rekordwert.

AUFTRAGSEINGÄNGE KUKA ROBOTICS in Mio. €

Neue Generation Industrieroboter QUANTEC im Markt eingeführt

Auf der Automatica im Mai 2010 stellte Robotics erstmals die neue Generation Industrieroboter QUANTEC samt neuer Steuerung KR C4 vor. Nach einer Einführungsphase im 2. Halbjahr 2010 startete Anfang 2011 der Vertrieb der neuen Robotergeneration zuerst im Kundensegment Automotive. Im laufenden Geschäftsjahr erfolgt die Einführung in die General Industry .Der QUANTEC / KR C4 besticht durch seine Kompaktheit, seinen niedrigeren Energieverbrauch, seine höhere Performance und seinen ganzheitlichen Ansatz.

Nachdem der Geschäftsbereich Robotics seine Bestellungen aus der Automobilindustrie bereits im Vorjahr - von niedrigem Niveau kommend - nahezu verdoppeln konnte, stiegen die Auftragseingänge aus diesem Marktsegment auch im Berichtsjahr weiter deutlich an. So konnten u. a. Großaufträge zur Lieferung von 800 Industrierobotern nach China und 500 Einheiten zur Lieferung nach Belgien und Spanien gewonnen werden. Außerdem schloss Robotics einen Rahmenvertrag mit einem großen deutschen Premiumfahrzeughersteller zur Lieferung von insgesamt 3000 Robotern. Insgesamt erhöhten sich die Auftragseingänge aus der Automobilindustrie 2011 um 36,7 % auf 275,0 Mio. € (2010: 201,2 Mio. €).

Zuwachsraten in der General Industry noch stärker als bei Automotive

Die weltwirtschaftliche Erholung der Investitionsgüterindustrie erfasste darüber hinaus auch die General Industry. Regionale Schwerpunkte der Nachfrage waren neben Europa vor allem Asien. Ein weiterer Fokus des Geschäftsbereichs war die Ausweitung der Einsatzmöglichkeiten für KUKA-Roboter. Hierzu wurden z. B. auf der EMO 2011 neue Lösungen zur Automatisierung von Werkzeugmaschinen vorgestellt, die sowohl die Flexibilität des Kunden steigern als auch seine Sicherheitsanforderungen erfüllen. Der Bereich Advanced Robotics erhielt im ersten Quartal 2011 außerdem den bisher größten Einzelauftrag aus der Medizintechnik. Siemens Healthcare bestellte in größerem Umfang Medizinroboter für den Einsatz in der modernen Röntgenbildgebung. Die Bestellungen aus der General Industry erhöhten sich 2011 insgesamt um 36,8 % auf 257,9 Mio. € (2010: 188,5 Mio. €). Der Servicebereich profitierte ebenfalls von der starken Nachfrage in beiden Marktsegmenten und erhöhte seine Auftragseingänge um 25,9 % auf 121,5 Mio. € (2010: 96,5 Mio. €).

KUKA Leichtbauroboter gewann euRobotics Award

Im Mai 2011 gewann der KUKA Leichtbauroboter den euRobotics Award, der einmal jährlich für die erfolgreichste Kooperation zwischen Wissenschaft und Industrie verliehen wird. Der euRobotics Award ist der renommierteste Preis in der europäischen Robotik. Der KUKA Leichtbauroboter ist der erste Roboter, der auf Grund seiner neuartigen Sensorik ohne Schutzzaum eingesetzt werden kann und damit eine enge Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ermöglicht - ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der modernen Robotik.

AUFTRAGSEINGÄNGE NACH MARKTSEGMENTEN

Infolge der stark gestiegenen Auftragseingänge erhöhten sich auch die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Robotics weiter deutlich und stiegen 2011 insgesamt um 41,5 % auf 616,3 Mio. € (2010: 435,7 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio; d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen und Umsatzerlösen, lag mit einem Wert von 1,06 weiterhin über Eins (2010: 1,12).

Mit höherem Auftragsbestand ins laufende Jahr

Da die Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2011 größer als die Umsatzerlöse waren, erhöhte sich der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs Robotics weiter und erreichte zum Jahresende 2011 einen Wert von 184,4 Mio. €, ein Plus von 23,8 % gegenüber dem Vorjahr (31. Dezember 2010: 149,0 Mio. €). Infolge dieses hohen Auftragsbestandes und unter Berücksichtigung der laufenden Rahmenverträge mit der Automobilindustrie verfügt Robotics über eine vergleichsweise hohe Auslastung im Geschäftsjahr 2012.

AUFTRAGSBESTAND KUKA ROBOTICS in Mio. €

Ergebnisbeitrag mehr als verdoppelt

Auf Grund dieser erfreulichen Geschäftsentwicklung konnte Robotics sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtsjahr mehr als verdoppeln. Es erhöhte sich vor allem infolge von Skaleneffekten aus der gestiegenen Kapazitätsauslastung und durch die Kostenvorteile der neuen Robotergeneration QUANTEC. So stieg das EBIT von 20,8 Mio. € (2010) auf 51,0 Mio. € (2011). Gleichzeitig erhöhte sich die EBIT-Marge des Geschäftsbereichs von 4,8 % (2010) auf 8,3 % (2011). Die strategische Zielmarge des Geschäftsbereichs Robotics beträgt 10 %.

GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS

Großaufträge aus der Automobilindustrie

Steigende Investitionen der Automobilindustrie in Fertigungsanlagen im In- und Ausland führten auch im Geschäftsbereich Systems zu einem deutlichen Anstieg des Geschäftsvolumens. So konnte der Geschäftsbereich seine Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2011 insgesamt um 27,9 % auf 916,6 Mio. € steigern (2010: 716,8 Mio. €). Dieser Wert lag damit nur knapp unterhalb des bisherigen Spitzenwertes aus dem Jahr 2007 mit 937,7 Mio. €. Grundlage dieser erfreulichen Entwicklung waren zahlreiche Großaufträge der Automobilindustrie, die der Geschäftsbereich bei Kunden vor allem in Europa, Nordamerika und in China akquirierte. Hiervon profitierten insbesondere der Karosseriebau und die Montagetechnik. Gleichzeitig holte Systems technisch besonders anspruchsvolle Projekte in den Bereichen Sonderschweißen und Leichtbauverfahren herein. Auch außerhalb der Automobilindustrie war der Geschäftsbereich erfolgreich und gewann u. a. Aufträge aus der Solarindustrie von Kunden aus Nordamerika und China.

AUFTRAGSEINGÄNGE KUKA SYSTEMS in Mio. €

Deutlich höheres Umsatzvolumen

Parallel zu den wachsenden Auftragseingängen konnte Systems deutlich höhere Umsatzerlöse realisieren; diese stiegen im Berichtsjahr insgesamt um 22,4 % auf 850,7 Mio. € (2010: 695,3 Mio. €). Damit lag die Book-to-Bill-Ratio; d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen, mit 1,08 weiterhin nennenswert über 1 (2010: 1,03).

Gute Beschäftigung im laufenden Jahr

Da die Auftragseingänge die Umsatzerlöse überschritten, erhöhte sich der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs Systems weiter und betrug zum Jahresende 545,0 Mio. €, ein Anstieg von 9,0 % gegenüber dem entsprechenden Stichtag des Vorjahres (31. Dezember 2010: 500,0 Mio. €). Die Reichweite des Auftragsbestandes beträgt 6 - 8 Monate, so dass der Geschäftsbereich bis weit in das laufende Jahr gut ausgelastet ist.

AUFTRAGSBESTAND KUKA SYSTEMS in Mio. €

Ergebnisbeitrag deutlich verbessert

Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete Systems ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 33,7 Mio. € (2010: 20,0 Mio. €). Dieser Anstieg ist insbesondere auf eine verbesserte Auslastung der Kapazitäten zurückzuführen. Dadurch stieg die EBIT-Marge des Geschäftsbereichs von 2,9 % (2010) auf 4,0 % (2011). Die strategische Zielmarge des Geschäftsbereichs Systems beträgt 5 %.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

ERTRAGSLAGE

Gesamtaussage

Das Jahr 2011 war für KUKA sehr erfolgreich. Der Konzern steigerte sowohl Auftragseingänge als auch Umsatzerlöse um mehr als 30 % gegenüber dem Vorjahr und hat zudem damit das Niveau des Jahres 2008 deutlich übertroffen. Infolge des größeren Geschäftsvolumens und der sich daraus ergebenden Skaleneffekte sowie auf Grund der in Vorjahren durchgeführten, nachhaltigen Kostensenkungen konnte ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 72,6 Mio. € erreicht werden - ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 47,8 Mio. €. Diese erfreuliche Entwicklung zeigt sich auch im Ergebnis nach Steuern. Es ist erstmals seit 2008 wieder positiv und beträgt 29,9 Mio. €.

KENNZAHLEN KUKA KONZERN

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in Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Auftragseingänge 1.343,8 1.279,9 903,3 1.142,3 1.553,0
Umsatzerlöse 1.286,4 1.266,1 902,1 1.078,6 1.435,6
EBIT 70,4 52,0 -52,6 24,8 72,6
% vom Umsatz 5,5 4,1 -5,8 2,3 5,1
% vom Capital Employed (ROCE) 41,6 21,5 -16,6 7,9 21,8
Capital Employed 169,4 242,3 317,5 312,5 332,9
Mitarbeiter (31.12.) 5.732 6.171 5.744 5.990 6.589

Bereits in 2010 konnte der Geschäftsbereich Robotics über eine erhebliche Steigerung seiner Umsatzerlöse um 31,8 % auf 435,7 Mio. € berichten. In 2011 stiegen die Umsätze abermals um 41,5 % auf jetzt 616,3 Mio. € - der bisher höchste Jahreswert des Segments. Einen wesentlichen Beitrag hat auch die im Geschäftsjahr neu gegründete chinesische Robotics-Gesellschaft geleistet - hier wurden bereits Umsatzerlöse im mittleren zweistelligen Millionenbereich erzielt. Zum Jahresende weist der Geschäftsbereich insgesamt einen Auftragsbestand von 184,4 Mio. € aus.

Der Geschäftsbereich Systems wartet ebenfalls mit einem guten Umsatzwachstum von 695,3 Mio. € (2010) auf 850,7 Mio. € (2011) auf - ein Zuwachs um 22,4 %. Gut entwickelte sich die Auftragslage des Bereichs; erstmals lag in 2011 der Auftragseingang in jedem Quartal über 200 Mio. € und damit auch in jedem Quartal über dem Vorjahrsvergleichszeitraum. Zum Jahresende betrug der Auftragsbestand 545,0 Mio. € (2010: 500,0 Mio. €), welcher sich in 2012 und teilweise in 2013 auf Grund der im Projektgeschäft zeitlich verzögerten Umsätze niederschlagen wird.

Im KUKA Konzern betrugen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr insgesamt 1.435,6 Mio. € nach 1.078,6 Mio. € im Vorjahr; ein Zuwachs um 33,1 %.

Weitere Verbesserung der Ertrags- und Kostensituation

Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg im KUKA Konzern von 204,0 Mio. € (2010) um 77,7 Mio. € auf 281,7 Mio. € (2011). Wesentlicher Grund für den Anstieg des absoluten Werts waren die um 357,0 Mio. € höheren Umsatzerlöse. Positiv hervorzuheben ist dabei die Entwicklung der Bruttomarge; d. h. das Bruttoergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen im Konzern - diese konnte von 18,9 % auf 19,6 % gesteigert werden.

Der Geschäftsbereich Robotics trug zum Anstieg des Bruttoergebnisses 60,3 Mio. € bei. Gleichzeitig konnte die Bruttomarge, nach einem Rückgang in 2010 auf 28,1 % wieder auf 29,6 % gesteigert werden. Dies ist umso erfreulicher als dass der Umsatzanteil mit tendenziell margenschwächeren Aufträgen von Großkunden aus der Automobilindustrie im Vergleichszeitraum anstieg.

KENNZAHLEN KUKA ROBOTICS

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in Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Auftragseingänge 434,9 464,4 324,3 486,2 654,4
Umsatzerlöse 412,9 474,4 330,5 435,7 616,3
EBIT 33,6 42,0 -11,5 20,8 51,0
% vom Umsatz 8,1 8,9 -3,5 4,8 8,3
% vom Capital Employed (ROCE) 34,6 37,2 -9,5 16,1 38,3
Capital Employed 97,1 112,9 120,5 129,1 133,2
Mitarbeiter (31.12.) 2.023 2.261 2.009 2.347 2.753

Der Geschäftsbereich Systems trug 14,9 Mio. € zum Anstieg des Bruttoergebnisses bei - eine Steigerung von 20,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge war mit 10,4 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres (10,6 %) aber deutlich über dem Wert von 2009 (9,0 %). Bereinigt um die in den Herstellkosten enthaltenen Zinsaufwendungen lag die Marge bei 11,4 % (Vorjahr: 11,6 %). Auf Grund der anhaltend guten Marktsituation und der damit verbundenen Preisqualität der Aufträge konnten auch die Projektrisiken deutlich verringert werden.

KENNZAHLEN KUKA SYSTEMS

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in Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Auftragseingänge 937,7 854,9 615,4 716,8 916,6
Umsatzerlöse 900,0 837,5 605,5 695,3 850,7
EBIT 37,2 26,8 -28,8 20,0 33,7
% vom Umsatz 4,1 3,2 -4,8 2,9 4,0
% vom Capital Employed (ROCE) 51,0 20,2 -14,5 10,4 16,1
Capital Employed 73,0 132,7 198,6 192,4 209,6
Mitarbeiter (31.12.) 3.582 3.781 3.534 3.456 3.643

Im Zuge der erhöhten Geschäftstätigkeit stiegen die Funktionskosten; d. h. die Kosten aus Verwaltung und Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung des KUKA Konzerns, im Jahresvergleich von 192,7 Mio. € (2010) auf 216,1 Mio. € (2011). Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen ist dies jedoch nur ein proportional geringerer Anstieg. Dies zeigt sich u. a. in den Vertriebsaufwendungen, die um 14,5 % stiegen, wohingegen die Umsatzerlöse um 33,1 % zunahmen. Im Bereich der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung ist ein deutlicher Anstieg um 8,2 Mio. € auf 37,7 Mio. € zu verzeichnen. Darin spiegelt sich sowohl die konsequente technologische Ausrichtung des Konzerns mit der damit einhergehenden verstärkten Investition in zukunftsweisende Technologien, als auch nunmehr voll zu berücksichtigende planmäßige Abschreibungen auf in Vorjahren abgeschlossene Großprojekte zur neuen Robotergeneration wider. Die Verwaltungsaufwendungen liegen nur leicht über dem Wert des Vorjahres.

Die sonstigen Aufwendungen und Erträge enthalten im Wesentlichen Aufwendungen und Erträge aus Währungsgeschäften mit einem negativen Saldo von 1,8 Mio. € (Vorjahr: positiver Saldo von 3,8 Mio. €).

Starker Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern

In 2010 gelang KUKA der Turnaround beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Diese Entwicklung konnte im Berichtsjahr weiter ausgebaut werden. Das EBIT konnte insbesondere durch das höhere Bruttoergebnis um 47,8 Mio. € auf 72,6 Mio. € verbessert werden. Die EBIT-Marge des KUKA Konzerns konnte in 2011 von Quartal zu Quartal verbessert werden und beträgt für das Geschäftsjahr nunmehr 5,1 % (Vorjahr: 2,3 %).

Der Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern ist auf beide Segmente zurückzuführen. Der Geschäftsbereich Robotics erreichte 2011 ein EBIT in Höhe von 51,0 Mio. € (Vorjahr: 20,8 Mio. €) und damit eine EBIT-Marge von 8,3 %. Im 4. Quartal 2011 betrug die EBIT-Marge bereits 9,0 % und nähert sich dabei weiter der Zielmarge von 10,0 % an. Der Geschäftsbereich Systems entwickelte sich ebenfalls positiv und erwirtschaftete 2011 ein EBIT in Höhe von 33,7 Mio. € (Vorjahr: 20,0 Mio. €). Dementsprechend betrug die EBIT-Marge dieses Geschäftsbereichs 4,0 %. Auch dieser Geschäftsbereich ist damit im Berichtsjahr der Erreichung der Ziel-EBIT-Marge von 5,0 % näher gekommen.

Mit 98,7 Mio. € konnte beim EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verglichen mit dem Vorjahresvergleichswert (47,0 Mio. €) mehr als eine Verdopplung erzielt werden. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Abschreibungen in Höhe von 26,1 Mio. € (Vorjahr: 22,2 Mio. €) verbucht. Diese entfallen mit 13,5 Mio. € (Vorjahr: 9,6 Mio. €) auf Robotics, mit 9,3 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio. €) auf Systems sowie mit 3,3 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €) auf den sonstigen Bereich.

Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Mio. € auf -18,2 Mio. €. Hier wirkte sich die zuletzt im November 2010 vorgenommene Neuordnung der Finanzstruktur aus. Die günstigeren Avalkonditionen führen trotz der geschäftsbedingt ausgeweiteten Inanspruchnahme der Avallinien (Anstieg vom 31. Dezember 2010 zum 31. Dezember 2011 um 41,8 Mio. €) zu einer Reduzierung der Avalprovisionen um 1,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Weiterhin enthält der Zinsaufwand die Zinsen für die im November 2010 platzierte Unternehmensanleihe in Höhe von 18,7 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €) sowie für die in November 2011 getilgte Wandelschuldverschreibung in Höhe von 4,7 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €). Die Zinserträge belaufen sich auf 9,9 Mio. € (Vorjahr: 9,1 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Geldanlagen bei Banken, Erträge im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing und Erträge aus Pensionsfonds. Die rechnungslegungsbedingte Umgliederung von Finanzierungszinsen in das Betriebsergebnis entlastete das Zinsergebnis mit 8,4 Mio. € (Vorjahr: 7,2 Mio. €). Neben dem Zinsergebnis (-17,4 Mio. €) war im Geschäftsjahr auch eine Abschreibung auf eine Beteiligung in Höhe von 0,8 Mio. € im Finanzergebnis zu berücksichtigen.

Der Steueraufwand des KUKA Konzerns betrug 2011 insgesamt 16,1 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €). Dieser resultiert insbesondere aus laufenden Steueraufwendungen in den USA sowie aus dem planmäßigen Abbau von in Vorjahren aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen im deutschen Organkreis. Die Steuerquote beträgt 35,0 %.

Turnaround des Ergebnisses nach Steuern

Insgesamt belief sich das Ergebnis nach Steuern 2011 im KUKA Konzern auf 29,9 Mio. € (Vorjahr: -8,6 Mio. €). Damit konnte der Konzern erstmals wieder nach 2008 ein positives Jahresergebnis erzielen. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend von -0,28 € (2010) auf 0,89 € (2011). Aufgrund der Kapitalerhöhung in 2010 sowie der in 2011 vorgenommen Veräußerung der eigenen Anteile hat sich die Anzahl des gewichteten Durchschnitts der im Umlauf befindlichen Aktien von 30,3 Mio. Stück (2010) auf 33,4 Mio. Stück (2011) erhöht.

KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG (VERKÜRZT)

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in Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Umsatzerlöse 1.286,4 1.266,1 902,1 1.078,6 1.435,6
EBIT 70,4 52,0 -52,6 24,8 72,6
EBITDA 97,3 78,0 -29,5 47,0 98,7
Finanzergebnis -8,0 -5,0 -11,5 -22,1 -18,2
Steuern vom Einkommen und Ertrag -13,6 -16,4 -11,4 -4,1 -16,1
Ergebnis nach Steuern 117,9 30,6 -75,8 -8,6 29,9

FINANZLAGE

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Im KUKA Konzern wird das Finanzmanagement zentral durch die KUKA AG sichergestellt. Hier werden wesentliche Teile der Finanzvolumina der Konzerngesellschaften gebündelt und gesteuert. Grundlage für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist ein einheitliches Berichts- und Meldesystem, in dem die konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken erfasst und im Wesentlichen gesichert werden. Dabei werden marktgängige derivative Finanzinstrumente ausschließlich grundgeschäftsbezogen bzw. auf Basis erwarteter Geschäfte eingesetzt. KUKA hat für alle Konzerngesellschaften einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken im Finanzbereich erlassen. Diese Richtlinien wurden auch im Geschäftsjahr fortlaufend auf ihre Aktualität überprüft und optimiert.

Konzernfinanzierung und Liquiditätssicherung

Die Finanzierungspolitik verfolgt das Ziel, jederzeit über ausreichend Liquiditäts- und Avalreserven zu verfügen, um den operativen sowie strategischen Finanzbedarf der Konzerngesellschaften sicherstellen zu können. Die Liquiditätssicherung erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Finanzplanung und einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung, die jeweils alle konsolidierten Konzernunternehmen einbezieht. Im Zuge des Projektgeschäfts, insbesondere im Bereich Systems, sind für die operative Geschäftstätigkeit Avallinien wesentlicher Finanzierungsbestandteil.

Die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften stellen die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns dar. Im Rahmen vorhandener Cash-Management-Systeme werden die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften genutzt, um den Finanzbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Der zentrale konzerninterne Finanzausgleich verringert das benötigte Fremdfinanzierungsvolumen mit positivem Einfluss auf das Zinsergebnis. Die Deckung des Finanzbedarfs des KUKA Konzerns wird im Wesentlichen durch den bestehenden Konsortialkreditvertrag und durch die im November 2010 begebene Anleihe sichergestellt (weiterführende Erläuterungen siehe Konzernanhang / Erläuterung 27).

Finanzierungsstruktur seit 2010

Das Vorjahr war von der Neuordnung der Finanzierungsstruktur des KUKA Konzerns geprägt. Im März 2010 wurde der seit 2007 bestehende Konsortialkreditvertrag mit einem Volumen von 336,0 Mio. € (davon 146,0 Mio. € Barkreditlinie und 190,0 Mio. € Avallinie), verlängert. Im November 2010 wurde die Finanzierungsstruktur neu ausgerichtet: Ein neuer Konsortialkreditvertrag über 200,0 Mio. € wurde mit einem Bankenkonsortium abgeschlossen und die Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 202,0 Mio. € wurde erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Aus den Erlösen der Anleihe wurde ein Betrag von 69,0 Mio. € separiert und für die Rückzahlung der Wandelanleihe im November 2011 verwendet.

Im Zuge der Begebung der Anleihe wurde die KUKA AG im November 2010 erstmalig von der Ratingagentur Standard & Poor's mit B (stabil) und von Moody's mit B2 (stabil) bewertet. Die Anleihe selbst besitzt ein Rating von Standard & Poor's mit B- und von Moody's mit B3. Das Rating besteht seit November 2010 unverändert fort.

Der neue Konsortialkreditvertrag umfasst ein Volumen in Höhe von 200,0 Mio. €, davon 50,0 Mio. € Barkreditlinie und 150,0 Mio. € Avallinie, und hat eine Laufzeit bis März 2014.

Ausbau zugesagter Avallinien

Neben den im Konsortialkreditvertrag gewährten Avallinien konnten im Geschäftsjahr durch bilaterale Verträge mit verschiedenen Kautionsversicherungsgesellschaften weitere Avallinien zur Unterstützung des operativen Geschäfts geschlossen werden. Zum 31. Dezember 2011 bestehen mit Kautionsversicherungsgesellschaften Avallinien über 52,0 Mio. € (Vorjahr: 10,0 Mio. €) die zu 36,3 Mio. € (Vorjahr: 5,6 Mio. €) in Anspruch genommen wurden.

Unterstützt von der besseren Finanzlage des Konzerns konnte das Finanzmanagement der KUKA AG zusätzlich zur Erweiterung der externen Avallinien durch intensive Verhandlungen mit Kunden, Bankavale durch Konzernavale ersetzen. Bei diesen Avalen steht die KUKA AG als Garant hinter dem Aval.

Insgesamt bestanden zum 31. Dezember 2011 externe Avallinien über 202,0 Mio. € (Vorjahr: 160,0 Mio. €). Diese wurden zu 81,7 % (Vorjahr: 77,0 %) beansprucht.

Zweites ABS-Programm abgeschlossen

Das Finanzmanagement der KUKA AG wirkt auch in anderen Bereichen unterstützend auf die Finanzstruktur des KUKA Konzerns. So konnte beispielsweise im Juni 2011 das bestehende ABS-Programm um ein zweites Programm in gleicher Größenordnung ergänzt werden. Insgesamt beträgt das maximale Volumen nunmehr 50,0 Mio. € (weitere Details vergleiche Anhang 26 / ABS-Programm).

Aus Sicht des Vorstandes ist die Finanzierung des KUKA Konzerns durch die getroffenen Maßnahmen angemessen und langfristig gewährleistet.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (VERKÜRZT)

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in Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Cash Earnings 81,2 69,4 -43,7 23,4 65,9
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 62,3 -61,2 4,8 -24,8 36,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit 161,3 -105,7 -27,0 -12,5 -29,9
Free Cash Flow 223,6 -166,9 -22,2 -37,3 6,5

Cash Earnings nochmals deutlich verbessert

Die Cash Earnings, die sich aus dem Ergebnis nach Steuern korrigiert um nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge zusammensetzen, konnten nochmals deutlich verbessert werden. Im Geschäftsjahr 2009 lagen sie noch bei -43,7 Mio. € - in 2010 bereits bei 23,4 Mio. € und liegen nunmehr bei erfreulichen 65,9 Mio. €. Dies ist insbesondere auf die kontinuierliche Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern von -75,8 Mio. € in 2009 auf -8,6 Mio. € in 2010 auf nunmehr 29,9 Mio. € im Jahr 2011 zurückzuführen.

Im Cashflow aus laufendender Geschäftstätigkeit spiegelt sich die positive Geschäftsentwicklung wider. Das Trade Working Capital stellt sich zum Berichtsjahresjahresende wie folgt dar:

TRADE WORKING CAPITAL

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in Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Vorräte 150,0 151,5 103,8 158,0 195,4
Forderungen aus Lieferung und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen 271,9 331,5 238,5 291,8 339,8
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen 221,3 203,7 127,9 188,2 260,6
Trade Working Capital 200,6 279,3 214,4 261,6 274,6

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Fertigungsaufträgen (+48,0 Mio. €) und der Vorräte (+37,4 Mio. €) wurde im Wesentlichen durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Fertigungsaufträge (+72,4 Mio. €) gegenfinanziert. Insgesamt hat sich das Trade Working Capital gegenüber dem Vorjahr um 13,0 Mio. € auf 274,6 Mio. € erhöht.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des KUKA Konzerns stieg zum Bilanzstichtag auf 36,4 Mio. € (Vorjahr: -24,8 Mio. €).

Trotz verstärkten Investitionen positiver Free Cashflow

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 30,3 Mio. € (Vorjahr: 15,4 Mio. €) vorgenommen. Hier zeigt sich die verstärkte Investition in den Bereich Forschung und Entwicklung mit dem einhergehenden Anstieg des Anteils der immateriellen Vermögenswerte an den Investitionen; dieser liegt nunmehr bei 41,9 % (Vorjahr: 31,2 %). Für eigene Entwicklungsleistungen wurde, vor allem im Segment Robotics, im Berichtsjahr ein Betrag von 8,2 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €) aktiviert. Entwicklungsschwerpunkte waren dabei der Leichtbauroboter und die Abrundung der neuen Robotergeneration QUANTEC (siehe Abschnitt "Forschung und Entwicklung").

INVESTITIONEN KUKA KONZERN in Mio. €

Die Investitionen in Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr 17,6 Mio. € (Vorjahr: 10,6 Mio. €) und entfielen überwiegend auf Technische Anlagen und Maschinen (5,0 Mio. €, Vorjahr: 3,9 Mio. €) sowie auf Andere Anlagen / Betriebs- und Geschäftsausstattung (8,8 Mio. €, Vorjahr: 4,9 Mio. €).

Nach Geschäftsbereichen teilten sich die Investitionen 2011 folgendermaßen auf: Im Geschäftsbereich Robotics betrug der entsprechende Wert 20,1 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €). Neben den oben beschriebenen aktivierten Entwicklungsleistungen wurde überwiegend in technische Anlagen und Maschinen, wie z. B. eine Montagezelle für die Zentralhand des QUANTEC Roboters investiert. Im Geschäftsbereich Systems waren Zugänge von 8,2 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €) zu verzeichnen. Hier handelt es sich im Wesentlichen um technische Anlagen, wie z. B. Gravier- und Reibschweißmaschinen oder CNC-Maschinen, sowie um Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen der KUKA AG / Sonstige betrugen 2,0 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) und betrafen u. a. Erweiterungen von Soft- und Hardwarekomponenten.

INVESTITIONEN KUKA ROBOTICS in Mio. €

INVESTITIONEN KUKA SYSTEMS in Mio. €

Durch den Anstieg des Investitionsvolumens beträgt der Cashflow aus Investitionstätigkeit nunmehr -29,9 Mio.€ (Vorjahr: -12,5 Mio. €).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ergab zusammen mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einen Free Cash Flow in Höhe von 6,5 Mio. € (Vorjahr -37,3 Mio. €). Damit konnte der KUKA Konzern erstmals seit 2007 wieder einen positiven Free Cash Flow erzielen.

Frei verfügbare liquide Mittel deutlich erhöht

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 2011 ist im Wesentlichen durch zwei Aspekte geprägt: Zum einen führte die Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 69,0 Mio. € zu einem Mittelabfluss; zum anderen flossen der KUKA durch den Verkauf der eigenen Anteile im Mai Mittel in Höhe von 23,7 Mio. € zu.

Im Vorjahr sind Zuflüsse aus der im Juni 2010 durchgeführten Kapitalerhöhung (42,8 Mio. €) sowie aus der Begebung der Anleihe im November 2010 (198,2 Mio. €) enthalten. Diese Mittel wurden unter anderem zur Rückführung der Bankverbindlichkeiten um 63,9 Mio. € verwendet. Daneben wurden Zahlungsmittel in Höhe von 69,0 Mio. € auf einem Treuhandkonto für die Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung hinterlegt, waren also für die KUKA nicht frei verfügbar.

Zum 31. Dezember 2011 verfügte der KUKA Konzern über frei verfügbare liquide Mittel in Höhe von 168,8 Mio. €. Dies ist gegenüber dem frei verfügbaren liquiden Mittel zum Bilanzstichtag des Vorjahres eine Zunahme um 34,4 Mio. €.

Die Nettoverschuldung des KUKA Konzerns, d. h. die flüssigen Mittel abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, betrug am 31. Dezember 2011 -32,6 Mio. € - eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahresstichtag (31. Dezember 2010: -60,3 Mio. €) um 27,7 Mio. €. Dabei hat sich die Finanzierungsstruktur des Konzerns weiter verbessert - der Anteil der kurzfristigen Finanzschulden (7,4 Mio. €) an den gesamten Finanzschulden (201,4 Mio. €) beträgt nunmehr lediglich 3,7 % (Vorjahr: 26,9 %).

VERMÖGENSLAGE

Bilanzsumme geschäftsbedingt angestiegen

Auf der Aktivseite sind die langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahresstichtag mit 297,0 Mio. € (Vorjahr: 296,6 Mio. €) quasi unverändert geblieben. Auf Grund der verstärkten Investitionstätigkeit stieg das Anlagevermögen um 3,3 Mio. €, während sich die Forderungen aus Finanzleasing aus der seinerzeitigen Übernahme der Finanzierung von KTPO und die Ertragssteuerforderungen auf Grund planmäßiger Zahlungseingänge um 2,1 Mio. € bzw. 1,4 Mio. € reduzierten. Bei den aktiven latenten Steuern wurden auf Grund positiver steuerlicher Ergebnisse, insbesondere im deutschen Organkreis, die latenten Steuern auf Verlustvorträge verbraucht. Gegenläufig mussten im KUKA Konzern aktive latente Steuern aus Bewertungsunterschieden gebildet werden, so dass sich die Gesamtsumme der aktiven latenten Steuern mit 35,0 Mio. € auf Vorjahresniveau (34,5 Mio. €) bewegt.

VERMÖGENSLAGE

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in Mio. € 2007 2008 2009 2010 2011
Bilanzsumme 888,2 865,5 726,2 984,7 1.078,0
Eigenkapital 233,5 213,5 160,8 198,1 252,4
in % der Bilanzsumme 26,3 24,7 22,1 20,1 23,4
Nettoliquidität / -verschuldung 163,6 -53,6 -48,5 -60,3 -32,6

KONZERN-NETTOVERSCHULDUNG in Mio. €

Die kurzfristigen Vermögenswerte verzeichneten einen deutlichen Anstieg der Forderungen aus Fertigungsaufträgen und der Vorräte. Näheres hierzu findet sich in den Ausführungen zur Finanzlage. Der Anstieg der sonstigen Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen resultiert insbesondere aus höheren Umsatzsteuerforderungen und vorausbezahlten Importsteuern im Zusammenhang mit größeren Projekten im Ausland. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten beläuft sich zum Stichtag auf 168,8 Mio. €. Insgesamt betrugen die kurzfristigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag 781,0 Mio. €, eine Zunahme gegenüber dem Vorjahresstichtag um 92,9 Mio. €.

Die Geschäftsentwicklung zeigt sich auch in der Bilanzsumme des KUKA Konzerns - diese stieg um 93,3 Mio. € bzw. 9,5 % von 984,7 Mio. € per 31. Dezember 2010 auf 1.078,0 Mio. € per 31. Dezember 2011.

Eigenkapital deutlich angestiegen

Insbesondere das positive Jahresergebnis in Höhe von 29,9 Mio. € (Vorjahr: -8,6 Mio. €) sowie der Mittelzufluss aus dem Verkauf der eigenen Anteile in Höhe von 23,7 Mio. € haben sich positiv auf das Eigenkapital ausgewirkt. Wechselkurseffekte trugen ebenfalls mit 2,8 Mio. € zum Anstieg des Eigenkapitals bei. Dem standen versicherungsmathematische Effekte aus der Bilanzierung von Pensionen mit 1,5 Mio. € gegenüber. Insgesamt stieg das Eigenkapital per 31. Dezember 2011 um 54,3 Mio. € auf 252,4 Mio. €. Dementsprechend erhöhte sich die Eigenkapitalquote, d. h. das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, zum Bilanzstichtag um 3,3 Prozentpunkte von 20,1 % auf 23,4 %.

Die langfristigen Finanzschulden bewegen sich mit 194,0 Mio. € zum Bilanzstichtag auf Vorjahresniveau und resultieren hauptsächlich aus der Unternehmensanleihe. Unter den kurzfristigen Finanzschulden war im Vorjahr die Wandelschuldverschreibung ausgewiesen. Im Berichtsjahr betrifft der Posten überwiegend die Inanspruchnahmen von Barlinien bei zwei ausländischen Tochtergesellschaften.

Im Zuge der Ausweitung der Geschäftstätigkeit sowie durch die Verbesserung des Anzahlungsverhaltens der Kunden sind sowohl die erhaltenen Anzahlungen (Zunahme um 18,1 Mio. € auf 67,1 Mio. €) als auch die Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (Zunahme um 53,8 Mio. € auf 93,4 Mio. €) angestiegen. In den übrigen Verbindlichkeiten zeigt sich ebenfalls die erfreuliche Auftragslage - hier sind insbesondere Personalverbindlichkeiten, z. B. Verbindlichkeiten für Gleitzeit- und Urlaubsansprüche, sowie variable Vergütungsanteile deutlich über dem Vorjahreswert. Insgesamt betrugen die kurzfristigen Schulden am Jahresende 2011 527,9 Mio. € (Vorjahr: 491,7 Mio. €).

Working Capital und Capital Employed

Das Working Capital erhöhte sich im Berichtsjahr infolge des steigenden Geschäftsvolumens um 14,2 Mio. € auf 98,9 Mio. €.

Eine wichtige Kennzahl ist im KUKA Konzern die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed / ROCE). Das eingesetzte Kapital wird dabei als Durchschnitt des Capital Employed zu Beginn und zum Ende eines Geschäftsjahres berechnet. Im Durchschnitt der Jahre 2010 und 2011 betrug das Capital Employed des KUKA Konzerns 312,5 Mio. € bzw. 332,9 Mio. €, ist also leicht angestiegen. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals war angesichts eines EBIT von 72,6 Mio. € erneut positiv und betrug 21,8 % (Vorjahr: 7,9 %).

Der Geschäftsbereich Robotics erwirtschaftete dabei mit einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 133,2 Mio. € (Vorjahr: 129,1 Mio. €) eine Verzinsung (ROCE) von 38,3 % (Vorjahr: 16,1 %). Für den Geschäftsbereich Systems ergab sich bei einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von 209,6 Mio. € (Vorjahr: 192,4 Mio. €) eine Verzinsung von 16,1 % (Vorjahr: 10,4 %).

KONZERN-VERMÖGENS- UND -FINANZSTRUKTUR in Mio. €

ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT

Die KUKA Aktiengesellschaft nimmt im Konzern die Rolle als Managementholding mit zentralen Leitungsfunktionen wie, Rechnungswesen und Controlling, Finanzen, Personal, Recht und Finanzkommunikation wahr. Ihre wirtschaftliche Lage wird im Wesentlichen von den Aktivitäten der Tochtergesellschaften bestimmt. Die Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche Robotics und Systems, KUKA Roboter GmbH und KUKA Systems GmbH, sind ihr direkt zugeordnet.

Die KUKA AG stellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzbuches (AktG) auf. Im Vorjahr wurden erstmalig die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) angewendet.

Der Abschluss der KUKA AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und steht auf unserer Internetseite www.kuka.com zur Verfügung.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

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in Mio. € 2010 2011
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,5
Sonstige betriebliche Erträge 30,2 40,0
Personalaufwand -17,4 -18,5
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3,0 -3,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -47,7 -36,8
Beteiligungsergebnis 46,6 34,2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16,3 23,4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33,7 -26,2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -8,7 13,4
Außerordentliches Ergebnis -1,0 0,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6,0 1,2
Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag) -3,7 14,6
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -72,0 -75,7
Bilanzverlust -75,7 -61,1

BILANZ

DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

AKTIVA

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in Mio. € 2010 2011
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstande 2,6 2,3
Sachanlagen 15,8 15,5
Finanzanlagen 174,3 174,3
192,7 192,1
Umlaufvermögen
Vorräte 0,0 0,1
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 171,8 171,5
Sonstige Vermögensgegenstände 11,3 13,1
183,1 184,7
Flüssige Mittel 163,2 130,1
346,3 314,8
Rechnungsabgrenzungsposten 1,5 1,7
540,5 508,6
Passiva
in Mio. € 2010 2011
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 88,2 88,2
Nennbetrag eigener Anteile -3,5 0,0
84,7 88,2
Kapitalrücklage 73,0 73,0
Andere Gewinnrücklagen 3,5 24,4
Bilanzverlust -75,7 -61,1
85,5 124,5
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen 12,5 11,9
Steuerruckstellungen 1,5 0,0
Sonstige Rückstellungen 29,4 19,4
43,4 31,3
Verbindlichkeiten
Anleihen 202,0 202,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2,2 2,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6,1 2,5
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 194,8 137,6
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen 2,4 2,5
Sonstige Verbindlichkeiten 4,1 5,8
411,6 352,8
540,5 508,6

ERTRAGSLAGE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT

Die Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft wird wesentlich von den Ergebnissen der Tochtergesellschaften und ihrer Finanzierungsfunktion bestimmt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 22,1 Mio. € auf 13,4 Mio. € (Vorjahr -8,7 Mio. €).

Im Geschäftsjahr wurden durch die KUKA Aktiengesellschaft die Tätigkeiten der KUKA Dienstleistungs-GmbH, wie beispielsweise das Facility Management übernommen. Dadurch erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge sowie gegenläufig der Personalaufwand. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 10,9 Mio. € auf 36,8 Mio. € reduziert werden. Der Vorjahreswert ist insbesondere mit Kosten im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung, der Konsortialfinanzierung sowie sonstigen Beratungskosten belastet.

Das Beteiligungsergebnis beträgt 34,2 Mio. € und liegt unter dem Vorjahreswert von 46,6 Mio. €. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahreswert eine Ausschüttung der amerikanischen Tochtergesellschaft über 30,2 Mio. € enthalten ist. Der Saldo aus Erträgen aus Gewinnabführungen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen hat sich von 16,4 Mio. € auf 34,2 Mio. € deutlich erhöht.

In der Verbesserung des Zinsergebnisses um 14,6 Mio. € auf -2,8 Mio. € wirkt sich zum einen die Neuordnung der Finanzstruktur im November 2010 mit daraus resultierenden niedrigeren Zinsaufwendungen aus. Andererseits ergibt sich ein höheres Zinsergebnis mit verbundenen Unternehmen.

Einschließlich eines Steuerertrags in Höhe von 1,2 Mio. €, der im Wesentlichen aus den Steuerumlagen der Organgesellschaften entstand, betrug das Jahresergebnis der KUKA Aktiengesellschaft 14,6 Mio. € (Vorjahr -3,7 Mio. €).

FINANZLAGE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT

Eine der wesentlichen Aufgaben der KUKA Aktiengesellschaft ist die Bereitstellung von Finanzmitteln und Avalen für die laufende Geschäftstätigkeit ihrer Tochtergesellschaften. Zur externen Finanzierung hat die KUKA Aktiengesellschaft im November 2010 eine Unternehmensanleihe am Kapitalmarkt platziert die unter dem Bilanzposten Anleihe ausgewiesen wird. In 2006 wurde über die Tochtergesellschaft KUKA Finance B.V., Niederlande eine Wandelschuldverschreibung über 69,0 Mio. € begeben. Diese wurde im November 2011 planmäßig zurückbezahlt. Daneben hat die KUKA Aktiengesellschaft im November 2010 mit einem Bankenkonsortium einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen (für weitere Details vergleiche Finanzlage KUKA Konzern sowie Anhang (27)).

Die Finanzierungsfunktion der KUKA AG spiegelt sich in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wider. Diese resultieren im Wesentlichen aus den Cash-Pooling Konten mit Tochtergesellschaften sowie aus den zur Verfügung gestellten Darlehen. Per Saldo ergibt sich hier eine Forderung von 33,9 Mio. € (Vorjahr Verbindlichkeit in Höhe von 23,0 Mio. €). Diese Veränderung im Liquiditätsbedarf der Tochtergesellschaften resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau des Working Capitals der am Cash-Pooling beteiligten Tochtergesellschaften sowie aus den Ergebnisabführungen des Geschäftsjahres. Insgesamt reduzierten sich dadurch die flüssigen Mittel der KUKA AG von 163,2 Mio. € auf 130,1 Mio. €.

Die Finanzverbindlichkeiten der KUKA AG betragen damit 204,4 Mio. € (Vorjahr 204,2 Mio. €).

VERMÖGENSLAGE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT

Die Vermögenslage der KUKA AG ist geprägt durch das Management der Beteiligungen und durch die Wahrnehmung der Leitungsfunktionen für die Gesellschaften des Konzerns. Bzgl. der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage der KUKA Aktiengesellschaft.

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, vor allem für Betriebs- und Geschäftsausstattung, in Höhe von 2,2 Mio. € standen Abschreibungen in Höhe von 3,2 Mio. € gegenüber. Unter den Finanzanlagen werden die direkten Beteiligungen der KUKA AG an ihren Tochtergesellschaften ausgewiesen.

In der Veränderung des Eigenkapitals spiegelt sich neben dem Ergebnis des Geschäftsjahrs auch der Verkauf der eigenen Anteile im Mai 2011 wider (vgl. hierzu auch die Ausführungen zur Finanzlage des KUKA Konzerns). Die Eigenkapitalquote der KUKA AG belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 24,5 % (Vorjahr: 15,8 %).

Die Bilanzsumme der KUKA AG sank als Saldo dieser Effekte gegenüber dem Vorjahresstichtag um 31,9 Mio. € auf 508,6 Mio. €.

NACHTRAGSBERICHT

Seit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres bis zum Datum dieses Lageberichts haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ergeben.

Daneben verweisen wir auf die am 31. Januar 2012 veröffentlichte Adhoc-Mitteilung:

"Herr Stephan Schulak, Mitglied des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft (CFO), hat heute dem Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Bernd Minning mitgeteilt, dass er für eine weitere Amtszeit über den 30. September 2012 hinaus nicht zur Verfügung steht. Herr Schulak wird sein Amt bis zum 30. September 2012 weiter ausüben.

Die KUKA Aktiengesellschaft wird zu gegebener Zeit über die Nachfolge von Herrn Schulak berichten."

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

F&E-AUFWAND WEITER ERHÖHT

Zum Ausbau seiner technologischen Position hat der KUKA Konzern im Berichtsjahr weiter in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen vor allem im Geschäftsbereich Robotics investiert. Dadurch stiegen die Aufwendungen insgesamt von 29,5 Mio. € (2010) auf 37,7 Mio. € (2011). Die Forschungs- und Entwicklungsquote, d. h. die F&E-Aufwendungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, blieb infolge des stark angestiegenen Geschäftsvolumens im KUKA Konzern dennoch bei 2,6 % (Vorjahr: 2,7 %). Die Aktivierungsquote, d. h. der Anteil der aktivierten F&E-Leistungen, lag 2011 bei 20 % (Vorjahr: 6,6 %).

Der ganz überwiegende Teil der Forschungs- und Entwicklungsleistungen des KUKA Konzerns wird im Produktgeschäft des Geschäftsbereich Robotics erbracht. Im Berichtsjahr waren dies 35,4 Mio. € bzw. 93,9 % des Gesamtaufwandes (Vorjahr: 28,2 Mio. € bzw. 95,6 %). Auch hier ging die F&E-Quote auf Grund des stark gestiegenen Umsatzvolumens von 6,8 % (2010) auf 6,2 % (2011) zurück. Der Geschäftsbereich hat zusätzlich Entwicklungsleistungen in Höhe von 2,1 Mio. € für den Geschäftsbereich Systems und andere Gesellschaften erbracht. Im Projektgeschäft dieses Geschäftsbereichs werden Entwicklungsprojekte nahezu ausschließlich im Kundenauftrag durchgeführt.

KONZERN-FORSCHUNGS- UND -ENTWICKLUNGSAUFWAND

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2007 2008 2009 2010 2011
Gesamtaufwand in Mio. € 30,8 33,7 35,6 29,5 37,7
davon KUKA Robotics in Mio. € 28,3 31,0 33,1 28,2 35,4
Anteil KUKA Robotics in % 91,9 92,0 93,0 95,6 93,9
F&E-Quote KUKA Robotics in % vom Umsatz 6,9 6,5 10,1 6,8 6,2

GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS

Zum Jahresende 2011 waren insgesamt 258 Mitarbeiter (Vorjahr: 212) in der Forschung und Entwicklung des Geschäftsbereichs Robotics beschäftigt. Dies ist im Berichtsjahr ein Zuwachs um 46 Personen bzw. 22 % und damit deutlich stärker als die allgemeine Personalentwicklung im KUKA Konzern. Diese Mitarbeiter arbeiten je zur Hälfte in der Software- und Hardwareentwicklung sowie in der mechanischen Konstruktion und Mechatronik. Der überwiegende Teil hält einen Universitätsabschluss. Im Berichtsjahr wurden aus dem Geschäftsbereich Robotics 79 Patente (Vorjahr: 137) angemeldet und 90 Patente (Vorjahr: 98) erteilt.

Neue Robotergeneration QUANTEC nunmehr komplett

Bereits auf der Automatica 2010 in München wurde die neue Generation der KUKA Industrieroboter QUANTEC vorgestellt. Diese zeichnet sich durch ein geringes Volumen, ein geringes Eigengewicht und eine hohe Dynamik aus. Damit wird wertvolle Produktionsfläche eingespart, der Energieverbrauch gesenkt und Taktzeiten verkürzt. Mit der Vorstellung der QUANTEC Foundry Varianten auf der internationalen Gießerei-Fachmesse GIFA 2011 in Düsseldorf sowie der QUANTEC Palettier-Roboter auf der International Robot Exhibition IREX 2011 in Tokyo ist die QUANTEC Serie im Berichtsjahr nunmehr komplett.

Die Foundry Varianten verfügen über eine tauchfähige und hitzebeständige Zentralhand, die für die enormen Belastungen in einer Gießerei wie Hitze, Sand, Strahlwasser sowie eine permanent hohe Luftfeuchtigkeit ausgelegt ist. Gießerei-Roboter werden zum Beispiel für den Transport schwerer Werkstücke zwischen Maschinen und Pressen oder beim Schmieden und Abgraten eingesetzt.

Der QUANTEC Palettier-Roboter ist in drei Traglastklassen von 120 kg bis 240 kg verfügbar. Er zeichnet sich durch eine Hohlwellenkonstruktion aus, so dass Schlauchpakete innenliegend und damit geschützt verlegt werden können. Dies erleichtert die Offline-Programmierung und verlängert die Lebensdauer der Schlauchpakete. Mit ihrer hohen Dynamik sind die neuen QUANTEC Palettierer optimal für den Einsatz in der Nahrungsmittelindustrie und in der Logistik-Branche geeignet.

Industrieroboter als Bearbeitungsmaschine

Aufgrund seiner großen Flexibilität kann der Industrieroboter nicht nur zur Handhabung und zum Schweißen, sondern auch zur Bearbeitung von Werkstücken eingesetzt werden. Die Programmierung solcher Bearbeitungsprozesse erfolgt üblicherweise in CAD/CAM-Systemen. Die bestehenden CNC Programme konnten bislang nicht direkt durch die Robotersteuerung interpretiert werden, sondern mussten in die Roboter-Programmiersprache übersetzt werden. Mit dem neuen Produkt KUKA.CNC, das auf der Werkzeugmaschinenmesse EMO 2011 in Hannover vorgestellt wurde, ist ein CNC-Kern direkt in die Robotersteuerung integriert, mit dem CNC-Programme direkt und ohne Umweg interpretiert werden können. Die Übersetzung in die Robotersprache und die damit verbundenen Informationsverluste entfallen. Hierdurch werden die sich ergänzenden Vorteile eines Industrieroboters (großer Arbeitsbereich, sechsachsige Bearbeitung, geringe Investition) mit den Vorteilen einer klassischen CNC-Steuerung (CNC Programmierung, Werkzeugradiuskompensation, komfortable Werkzeugverwaltung und CNC-Benutzungsoberfläche) kombiniert. Damit erweitert sich das Anwendungsspektrum eines Industrieroboters zum Beispiel auf das Fräsen und Polieren von Formteilen oder das Beschichten, Besäumen und Beschneiden sowie das Laser-, Plasma- und Wasserstrahlschneiden komplexer Bauteile.

Einfach integriert: KUKA Roboter in der Werkzeugmaschinenwelt Ebenfalls auf der Werkzeugmaschinenmesse EMO 2011 in Hannover wurde gemeinsam mit Siemens Drive Technologies eine weitere Integration von KUKA Industrierobotern in die Werkzeugmaschinenwelt vorgestellt. Das Produkt mxAutomation ermöglicht die Bedienung und Programmierung des Roboters innerhalb der Sinumerik Werkzeugmaschinensteuerung von Siemens. Damit hat der Maschinenbediener einen einheitlichen Zugang sowohl zur Werkzeugmaschine als auch zum Roboter. Es sind keine speziellen Kenntnisse der Roboterprogrammierung erforderlich. Durch diese Integration arbeiten beide Maschinen optimal zusammen: Der Roboter übernimmt das Be- und Entladen sowie die Positionierung des Werkstücks und die Werkzeugmaschine führt die eigentliche Bearbeitung durch.

KUKA LABORATORIES (ADVANCED ROBOTICS)

Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsprojekte der KUKA Laboratories (Labs) ist die Entwicklung von sensitiven Assistenzrobotern, die in der Produktion und im Dienstleistungsbereich, z.B. im Bereich HealthCare und Medizintechnik, eingesetzt werden können.

Antriebstechnik Servicerobotik

Aufbauend auf der Steuerungsarchitektur der KR C4 wurde eine neue Antriebs- und Sensortechnik entwickelt, die für die nächste Generation der KUKA Serviceroboter eingesetzt wird. Damit erweitert KUKA die Kernkompetenz auf die Eigenentwicklung von Antriebs- und Leistungselektronik und schafft damit die Voraussetzung, neue Technologien auf dem Gebiet der hochintegrierten Robotik auf Basis des eigenen Know-Hows umzusetzen.

Autonome Navigation

Auf dem Gebiet der autonomen Navigation für mobile Roboter wurden die Algorithmen erweitert. Die Algorithmen können ohne künstliche Markierungen in großflächigen Produktionsumgebungen eingesetzt werden. Änderungen der Umgebung, wie sie in einer flexiblen Produktion erforderlich sind, werden im Sinne eines Life Long Learnings vom KUKA Navigationssystem selbstständig erkannt. Darüber hinaus wurde die Autonome Wegeplanung erweitert. Diese ermöglicht energieoptimales Fahren auf virtuellen Fahrbahnen.

Die Algorithmen wurden in der KUKA Produktion und in Produktionsumgebungen der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie für die Plattformen omniRob und omniMove validiert.

Mobile Manipulation

Mit einem mobilen KUKA omniRob System und einem darauf aufgebauten Leichtbau-Robotiksystem wurden Anwendungen der sogenannten mobilen Manipulation auf dem Gebiet des Handlings, der Montage, Bearbeitung und Testautomatisierung mit Kunden verschiedener Industriebranchen prototypisch umgesetzt. Die hierbei gemachten Erfahrungen werden zukünftig in Serienprodukten umgesetzt.

KUKA Youbot

Im Berichtszeitraum konnte der KUKA Youbot, ein mobiler Roboter mit einem Greifarm, zur Serienreife entwickelt werden. Das Chassis des Youbots fährt auf vier Mecanumrädern, die als Technologie von den KUKA Produkten omniRob, omniMove abgeleitet wurden. Der Youbot ist als Plattform für Forschung und Lehre konzipiert und wurde u.a. mit EU Fördermitteln des Projekt BRICS entwickelt. Des Weiteren wurde innerhalb des Projektes BRICS eine Open Source Software auf Basis eines Echtzeit Linux Systems zur Anwendung gebracht. Vertrieb, Software Distribution und Kommunikation mit der Youbot Community erfolgen über die Web 2.0 Plattform youbot-store.com. Mit dem Youbot Roboter hat KUKA eine Produktplattform, die es ermöglicht, die Forschungs- und Ausbildungscommunity über Open Innvoation, neue Vertriebs- und Kommunikationswege anzusprechen sowie neue Geschäftsmodelle damit zu erproben.

Der Youbot wurde bereits in Robotikvorlesungen und studentischen Praktika am MIT, USA und an der Universität Hannover erprobt und integriert.

EU Förderprojekt SoftRobot

Software Engineering hat sich grundlegend weiterentwickelt. Die beiden großen Konzepte sind der Wechsel von imperativen zu objektorientierten Programmiersprachen sowie die Einführung von serviceorientierten Architekturen. Während dieses Prozesses wurden Instrumente zur Industrialisierung der Softwarekonstruktion geschaffen. Als Folge davon können komplexe Anwendungen mit einem Bruchteil des Aufwands erstellt werden.

Das Hauptziel des Projekts SoftRobot ist es, diese beiden Konzepte auf die Robotik zu übertragen. Dazu wird eine neue Software-Architektur zur Steuerung von Robotern entwickelt. Die Kombination moderner Softwareparadigmen unter Berücksichtigung von komplizierten Echtzeitanforderungen ermöglicht neue Ansätze, die Robotik in die IT Welt zu integrieren.

EU Förderprojekt ACTIVE

Im Projekt ACTIVE wird in einem europäischen Konsortium der Einsatz des Leichtbauroboters auf dem Gebiet der Neurochirurgie erprobt. KUKA Labs erarbeitet in diesem Projekt die Anforderungen an kritische Medizinanwendungen und die dazu erforderlichen Risikoanalysen aus Sicht der Robotik.

GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS

KUKA Systems passte im Berichtsjahr die Organisation seiner Forschung und Entwicklung an die neue Einteilung in Anlagen- und Zellengeschäft an. Gleichzeitig wurde ein Produktmanagement geschaffen, das die Standardisierung der im Anlagenbau verwendeten Komponenten forciert und im Zellengeschäft neue Produkte entwickelt. 2011 wurden verschiedene Produkte neu- bzw. weiterentwickelt. Im Berichtsjahr wurden aus dem Geschäftsbereich Systems 19 Patente (Vorjahr: 15) angemeldet und 21 Patente (Vorjahr: 48) erteilt.

FlexibleCube in zwei Baureihen aufgeteilt

FlexibleCube ist ein Baukastensystem für Laser- und Schutzgasanwendungen, das der Geschäftsbereich erstmalig auf der Euroblech 2010 in Hannover vorgestellt hat. Im Berichtsjahr wurde der Baukasten in zwei Baureihen aufgeteilt. Dadurch stehen ab Mitte 2012 insgesamt drei verschiedene Kompaktzellen und eine flexibel konfigurierbare Modulbaureihe zur Verfügung. Die Kompaktzellen sind transportabel und echte Plug & Produce-Einheiten mit einem Minimum an Aufwand bei der Inbetriebnahme vor Ort. Das moderne Design des Baukastens unterstreicht den hohen Qualitätsanspruch von FlexibleCube bei weiter reduzierten Herstellkosten.

Orbital-Drehtisch

Im Anlagenbau wurde das bewährte Turnflex-Konzept zu einem universellen Orbital-Drehtisch weiter entwickelt. Dieser Drehtisch ist quadratisch und hat eine diagonale Länge von 3,90 m. An jeder der vier Seiten kann ein Werkzeug aufgeschraubt werden. Dies erlaubt beispielsweise ein kombiniertes Innen- und Außenbördeln von Werkstücken bei insgesamt geringerem Flächenbedarf der Anlage. KUKA Systems konnte 2011 bereits zwei Fertigungszellen mit dem neuen Drehtisch ausliefern.

Neue Produktfamilie in der Automation von Biegepressen

KUKA Automatisering + Robots in Belgien hat ein modular aufgebautes Konzept für die Automation von Biegepressen entwickelt. Diese Produktfamilie besteht aus standardisierten Komponenten, mit denen die Engineeringkosten einer derartigen Anlage spürbar gesenkt werden. Hierzu gehören insbesondere Be- und Entladestationen, Drehstationen, Positioniereinheiten oder Greifer. Gleichzeitig erleichtert eine mit einem externen Partner entwickelte Offline-Programmierung die Integration neuer Bauteile in die Anlage. Damit können Prozessparameter und Roboter zusammen programmiert werden.

Highspeed-Fräser entwickelt

Der KUKA Werkzeugbau entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut und einem namhaften deutschen Hersteller von Bearbeitungswerkzeugen einen Highspeed-Fräser zur Bearbeitung von langen, senkrechten Gussteilen. Diese neuartige Fräse verfügt über Schneidwerkzeuge aus kubischem Bornitrit und ist in zwei Ebenen einstellbar. So können senkrechte Flächen von über 600 mm Länge in sehr kurzer Zeit feinst geschliffen werden. Gegenüber anderen marktüblichen Fräsen verdoppelt dieses Werkzeug den Vorschub und reduziert die Vorbearbeitung der Flächen auf einen Arbeitsgang. Damit entfällt die bisher übliche manuelle Nacharbeit. Das Grundkonzept dieses Highspeed-Fräsers enthält noch erhebliches Entwicklungspotential im Ausbau zu einem universellen Werkzeugsystem.

Einstellstation für Achsgetriebe

Mit dieser Station von KUKA Assembly & Test können das Verdrehflankenspiel und die Lagervorspannung im Achseinschubgetriebe von LKW-Hinterachsen eingestellt werden. Dabei wird die Winkeldifferenz zwischen Antriebskegelrad und Tellerrad im Vor- und Rücklauf dynamisch gemessen und das Verdrehflankenspiel über Einstellringe auf das Sollmaß eingestellt. Anschließend erfolgt die Einstellung der Lagervorspannung, wozu die Verformung des Gehäuses taktil gemessen wird. Diese Einstellstation kann unterschiedliche Varianten mit einer Vielzahl von Übersetzungen bearbeiten und konnte bereits erfolgreich in eine Produktionsanlage integriert werden.

BESCHAFFUNG

Im KUKA Konzern wickeln die Geschäftsbereiche die Beschaffung direkt benötigter Produktionsteile jeweils in eigener Regie ab. Indirektes Material und Dienstleistungen werden nach dem Lead Buyer-Prinzip dagegen für alle Konzernteile gemeinsam eingekauft. So ist KUKA Robotics u. a. für die Beschaffung von Transportdienstleistungen und Energie zuständig und KUKA Systems für die Telekommunikation, das Gebäudemanagement und die Fahrzeugflotte.

BESCHAFFUNGSVOLUMEN NOCHMALS ERHEBLICH ERHÖHT

Auf Grund des starken Anziehens des Geschäftsvolumens hat sich das Beschaffungsvolumen im Geschäftsbereich Robotics nochmals erheblich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Geschäftsbereich sicherte dies durch den Ausbau von Zweitlieferanten (Dual Source Strategie) und die Intensivierung der Planung bei lieferkritischen Bauteilen wie Elektronik-Komponenten ab. Außerdem verhinderte eine engere Abstimmung mit Lieferanten oder direkt mit den Herstellern einzelner Komponenten wie Halbleiter oder Displays Beeinträchtigungen der Produktion. Dieses Vorgehen erwies sich gerade nach dem japanischen Atomunfall im März 2011 als richtig.

GLOBAL SOURCING SENKT EINKAUFSKOSTEN

Parallel hierzu konnte der Geschäftsbereich Robotics seine Beschaffungswege und die Lieferantenstruktur weiter optimieren. So verfügt Robotics seit 2011 nunmehr über eine durchgängige Versorgungskette vom Lieferanten über die eigene Produktion bis zum Versand der Roboter. Gleichzeitig wurde die Beschaffung im Zuge eines Global Sourcings weiter in Niedrigkostenländer verlagert. So erhöhte sich der Lieferanteil aus diesen Ländern auf rd. 20 %. Einen größeren Anteil hieran hatte der Ausbau der lokalen Beschaffung in China u. a. von Netz- und Gussteilen. In diesem Wachstumsmarkt verdoppelte sich das Volumen gegenüber 2010. Dadurch erreichte der Geschäftsbereich Robotics 2011 eine Senkung der durchschnittlichen Einkaufskosten währungs- und rohstoffpreisbereinigt um 5 %.

NEUE EINKAUFSORGANISATION BEWÄHRT

Die im Vorjahr von KUKA Systems in Augsburg eingeführte Einkaufsorganisation nach Warengruppen hat sich angesichts des zunehmenden Beschaffungsvolumens im Berichtsjahr bewährt. Der Einkauf konnte durch seinen intensiveren Kontakt zu den Lieferanten einer Warengruppe Engpässe frühzeitig erkennen und Alternativen entwickeln. Fertigungsfortschritte wurden vermehrt vor Ort überprüft. Dies schärfte zudem die Rolle des Einkaufs bei der Terminverfolgung eines Projektes. Darüber hinaus unterstützten ihn Spezialisten einer Task Force in schwierigeren Situationen.

LANDESGESELLSCHAFTEN IN RUMÄNIEN UND MEXIKO IN TEN SIVER GENUTZT

Zur weiteren Nutzung des Kostenvorteils aus Niedriglohnländern hat KUKA Systems 2011 eine neue Gesellschaft in Rumänien gegründet. Aufgabenschwerpunkt ist die Montage von Vorrichtungen. Gleichzeitig unterstützt diese Gesellschaft KUKA Systems in Augsburg bei der Suche und der Entwicklung von neuen Lieferanten. Ferner wird die Landesgesellschaft in Mexiko verstärkt zur Produktion von kalt montierten Werkzeugen für Projekte in Nordamerika und Brasilien genutzt.

MITARBEITER

Die Personalarbeit des KUKA Konzerns konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 auf zwei Schwerpunkte. Zum einen mussten die operativen Einheiten ausreichende Personalkapazitäten zur Bewältigung des stark gestiegenen Geschäftsvolumens aufbauen. Dabei sollte der notwendige Personalaufbau jedoch gezielt in den Märkten erfolgen, in denen die Aufträge abgewickelt werden und die sich durch ein niedriges Lohnniveau auszeichnen wie z. B. die Wachstumsregionen Asiens, Amerikas und Osteuropas. Zum anderen verlangt die demographische Bevölkerungsentwicklung in den Industriestaaten eine Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze. Hier intensivierte KUKA seine Aktivitäten an Schulen und Hochschulen in Deutschland, baute die berufliche Ausbildung aus und weitete das Angebot an Elementen zur familienfreundlicheren Gestaltung der Arbeitsplätze deutlich aus.

GEZIELTER PERSONALAUFBAU IM AUSLAND

Zur Bewältigung des stark angestiegenen Geschäftsvolumens stellte der KUKA Konzern gezielt neue Mitarbeiter hauptsächlich im Ausland ein. Dieser Aufbau fand vor allem in USA ,Brasilien, China, Ungarn und Indien statt. In Deutschland verstärkte sich vor allem der Geschäftsbereich Robotics mit Fachleuten in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie in der Produktion in Augsburg. Dabei erhöhte sich die Belegschaft des Unternehmens insgesamt von 5.990 zum Jahresende 2010 auf 6.589 zum Jahresende 2011; dies ist ein Anstieg um 10,0 % bzw. 599 Mitarbeiter. Das Gros des Personalaufbaus fand im Geschäftsbereich Robotics statt. Hier stieg die Belegschaft um 406 Mitarbeiter (+17,3 %). Der Geschäftsbereich Systems stockte seine Belegschaft um 187 (+5,4 %) auf. Schließlich erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter in der KUKA AG sowie sonstigen Bereichen um 6. Zur Abdeckung von Kapazitätsspitzen stieg außerdem die Anzahl der Zeitarbeitskräfte von 843 am 31. Dezember 2010 auf 1.078 am 31. Dezember 2011.

MITARBEITER NACH GESCHÄFTSBEREICHEN (31.12.)

MITARBEITER NACH REGIONEN (31.12.)

EIN DRITTEL MIT HOCHSCHUL- ODER FACHHOCHSCHULABSCHLUSS

Die Qualifikationsstruktur der Mitarbeiter hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Rund ein Drittel der Mitarbeiter verfügt heute über einen Universitäts- bzw. Fachhochschulabschluss und zwei Drittel besitzen eine qualifizierte technische oder kaufmännische Ausbildung. Die Altersstruktur konnte im Berichtsjahr mit durchschnittlich 41 Jahren (Vorjahr: 41 Jahre) stabil gehalten werden. Dabei liegt der Altersdurchschnitt im Geschäftsbereich Robotics mit 38 Jahren (Vorjahr: 39 Jahre) unter dem Konzerndurchschnitt und im Geschäftsbereich Systems mit 43 Jahren (Vorjahr 42 Jahre) etwas darüber.

Eine zunehmende Anzahl von Mitarbeitern konnte im Berichtsjahr auf eine langjährige Betriebszugehörigkeit zurückblicken: 72 Mitarbeiter wurden für ihr 25 jähriges Dienstjubiläum (Vorjahr: 48) und 19 Mitarbeiter für ihr 40 jähriges Dienstjubiläum (Vorjahr: 11) geehrt.

KUKA TOP ARBEITGEBER 2011 / 12

Auf der Internationalen Automobilausstellung IAA im September 2011 in Frankfurt überreichte das CRF Institute dem Vorstandsvorsitzenden der KUKA AG, Dr. Till Reuter, das Zertifikat "TOP Arbeitgeber Automotive 2011 / 12". Damit werden die besten und zukunftsorientiertesten Arbeitgeber in der deutschen Automobilindustrie einschließlich der Zulieferindustrie ausgezeichnet. Insgesamt 23 Unternehmen haben sich in diesem Jahr durch besondere Leistungen bei Karrieremöglichkeiten, primären und sekundären Benefits, hinsichtlich Work-Life-Balance, Training und Entwicklung sowie der Unternehmenskultur qualifiziert.

KUKA hält seit vielen Jahren intensiven Kontakt zu den Universitäten und Hochschulen der Region und hat die Ausbildungsmöglichkeiten für Diplomanden und Praktikanten im Berichtsjahr deutlich ausgeweitet. Die Ansprache von qualifizierten Bewerbern als Nachwuchsfach- und führungskräfte stellt einen wichtigen Bestandteil der Personalarbeit dar. Das Unternehmen präsentierte sich 2011 auf elf Bewerbermessen u. a. der Technischen Universität und Fachhochschule München sowie den Fachhochschulen in Augsburg, Aalen, Deggendorf, Kempten, Ingolstadt, Rosenheim und Ulm (Vorjahr: 12 Bewerbermessen). Gleichzeitig erhielten insgesamt 158 Diplomanden und Praktikanten die Möglichkeit, erste Berufserfahrungen zu sammeln (Vorjahr: 117). Zu diesen Aktivitäten gehörte auch die Teilnahme an Roundtable-Veranstaltungen wie "Ingenieur meets Entrepreneur", Vorträgen "Ingenieure in der Praxis" oder "Career Days" der verschiedenen Hochschulen.

Die KUKA AG wurde 2011 außerdem von Studenten zu einem der 100 beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands gewählt ("Universum TOP 100" sowie "TOP 100 im Bereich Engineering"). Siehe hierzu auch Pressemeldung vom 19. September 2011 "KUKA ist TOP Arbeitgeber Automotive 2011 / 12"

BERUFSAUSBILDUNG IMMER WICHTIGER

Angesichts der demographischen Entwicklung und rückläufiger Bewerberzahlen intensiviert der KUKA Konzern seine Berufsausbildung und hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich mehr Ausbildungsplätze an ihren deutschen Betriebsstandorten eingerichtet. So stieg die Anzahl der Auszubildenden von 193 (Ende 2009) über 210 (Ende 2010) auf nunmehr 227 (31. Dezember 2011). Die Ausbildungsquote, d. h. der Anteil junger Berufstätiger im Konzern, betrug damit Ende 2011 wie im Vorjahr 3,5 % der Gesamtbelegschaft.

KUKA bietet an seinen deutschen Standorten in Augsburg, Bremen und Schwarzenberg im Erzgebirge eine breite Palette an technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen an: Mechatroniker / -in, Industrie- und Zerspanungsmechaniker / -in, Fachinformatiker / -in und Elektroniker für Automatisierungstechnik sowie Industrie- und Speditionskauffrau / -mann. Werkzeugmechaniker werden ausschließlich in Schwarzenberg ausgebildet. Darüber hinaus können Abiturienten ein duales, berufsbezogenes Studium der Mechatronik oder Elektrotechnik an verschiedenen Berufsakademien bzw. der Fachhochschule Augsburg mit dem Ziel Bachelor of Engineering (BA) absolvieren. Alle Ausbildungsmöglichkeiten bei KUKA sind in dem Prospekt "Technik. Teamwork. Traumberuf" zusammengefasst, der bei den Personalabteilungen der jeweiligen Standorte angefordert werden kann.

Um das Interesse von Schülern als Bewerber für Ausbildungsberufe im Unternehmen zu erhöhen, bietet KUKA Schülern der Haupt- und Realschule außerdem die Möglichkeit, eine Woche lang die Arbeitswelt während einer sogenannte "Schnupperlehre" kennen zu lernen; dies nahmen im Berichtsjahr 140 Schüler in Anspruch (weiteres unter www.kuka.jobs). Gleichzeitig führten rd. 20 Schulklassen Betriebserkundungen durch; einzelne Schulabgänger erhielten ein Bewerbertraining. KUKA unterhält darüber hinaus vier Schulpatenschaften mit Schulen unterschiedlicher Ausbildungsstufen und führt gemeinsame Schulprojekte durch.

Eine relativ neue Zielgruppe für technische Berufe sind junge Mädchen, denen im Rahmen des sog. Girls Day einmal im Jahr Einblick in solche Berufe gegeben wird. Diese Zielgruppe zeigt zunehmendes Interesse an einer Ausbildung im gewerblichtechnischen Bereich. Die Frauenquote liegt hier bereits bei 20 %.

KUKA GESTALTET ARBEITSPLÄTZE FAMILIENFREUNDLICHER

Zur Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze hat KUKA am Standort Augsburg im vergangenen Jahr das Audit "berufundfamilie" durchgeführt. Dabei wurden die bestehenden Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie von Februar bis Mai 2010 bewertet und weiterführende Ziele einer familienbewussten Personalpolitik definiert. Teil dieses umfangreichen Programms sind detaillierte Maßnahmen zur Erreichung einer ausgewogenen Work-Life-Balance. Im Berichtsjahr 2011 konnten folgende Maßnahmen wie geplant umgesetzt werden:

Besprechungen werden zu familienfreundlichen Zeiten angesetzt, um unterschiedliche Arbeitszeiten der Mitarbeiter zu berücksichtigen.
Video- und Telefonkonferenzen werden verstärkt genutzt, um Fahrtzeiten zu anderen Standorten zu verringern.
Zudem wird das Gesundheitsmanagement ausgebaut. Hierzu wurde u. a. am 16. September 2011 ein Gesundheitstag in Augsburg und Gersthofen veranstaltet, bei dem sich rd. 500 Mitarbeiter eingehend u. a. über eine gesunde Ernährung und die richtige Sitzhaltung am Arbeitsplatz informierten.

Die Umsetzung aller Maßnahmen wird einmal jährlich von der berufundfamilie gemeinnützige GmbH überprüft, um eine erfolgreiche Re-Auditierung nach drei Jahren sicherzustellen. Ziele und Maßnahmen von KUKA auf dem Weg zu einem familienfreundlichen Unternehmen sind auch in der Broschüre "Beruf und Familie - Wir machen uns für beides stark" erläutert, die bei den Personalabteilungen in Augsburg bezogen werden kann. Gleichzeitig sind alle Mitarbeiter zu einem aktiven Dialog über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufgerufen ([email protected]).

9. MITARBEITERAKTIEN PROGRAMM

Ein andere attraktive Möglichkeit der Bindung von bestehenden oder potentiellen Mitarbeitern an das Unternehmen sind Belegschaftsaktien. Das KUKA Mitarbeiteraktienprogramm wurde 2011 zum neunten Mal aufgelegt . Insgesamt 320 Mitarbeiter nahmen an dem Programm teil. Dabei förderte das Unternehmen den Kauf von jeweils zwei KUKA Aktien erneut mit einer zusätzlichen Anreizaktie. So gingen im Juni 2011 insgesamt 101.820 Aktien auf KUKA Mitarbeiter über.

NACHHALTIGKEIT

KUKA hat sich dem Ziel nachhaltigen Wirtschaftens verpflichtet. Für ein Unternehmen, das sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber der Umwelt, seinen Mitarbeitern und Aktionären bewusst ist, gehören Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung zusammen. Nachhaltiges Wirtschaften verstehen wir als fortlaufenden Prozess auf drei Ebenen:

in der Organisation der Betriebe,
im Verhalten der Mitarbeiter und
bei der Erreichung von Umweltzielen.

GANZHEITLICHE GESCHÄFTSPROZESSE EINGEFÜHRT

Ganzheitlich betrachtete Geschäftsprozesse sind die Voraussetzung für ein erfolgreiches Umsetzen aller Maßnahmen und das Erreichen nachhaltiger Ziele. Daher kommt der Zertifizierung der KUKA Gesellschaften nach den weltweit anerkannten ISO Normen eine wichtige Bedeutung zu. Alle großen produzierenden Gesellschaften und Geschäftseinheiten in Deutschland, Ungarn und Nordamerika sind seit Jahren nach ISO 9001 (Management-Systeme) und ISO 14001 (Umwelt-Management-Systeme) zertifiziert. In den kommenden Jahren ist die Aufnahme weiterer Auslandsgesellschaften in diesen Normenkreis geplant. Für die Gesellschaften in China wird dies beispielsweise 2012 angestrebt.

VERHALTENSKODEX NEU FORMULIERT

Die zweite wichtige Aktionsebene nachhaltigen Wirtschaftens ist das Verhalten der Mitarbeiter - untereinander und mit ihren Geschäftspartnern außerhalb des Unternehmens. Gute Zusammenarbeit setzt Loyalität, Respekt und Fairness im Umgang miteinander voraus. Dies sind einige der Grundwerte, welche die Unternehmenskultur von KUKA prägen und neben der Vermeidung von Rechtsrisiken in dem neuen Corporate Compliance Handbuch Eingang gefunden haben. Dieses Handbuch wurde im vergangenen Jahr überarbeitet und ist seit dem 1. April 2011 Grundlage des Verhaltens aller Mitarbeiter im Unternehmen. Im November 2011 konnten die deutschen Beschäftigten ihre Compliance-Kenntnisse im Rahmen einer Online-Schulung mit Fallbeispielen aus der betrieblichen Praxis und einem Wissenstest weiter vertiefen.

NEUE ROBOTERGENERATION: GREEN AUTOMATION

Ein Meilenstein auf dem Weg zu Verbesserung der Umweltbilanz war 2011 die Markteinführung des neuen Industrieroboters QUANTEC einschließlich seiner neuen Steuerung KR C4. Diese Produktfamilie ist im Vergleich zur Vorgängerbaureihe spürbar kompakter und leichter; entsprechend benötigt sie weniger Bauteile und verbraucht im Betrieb weniger Energie. Im Einzelnen steht der QUANTEC Industrieroboter für

12 % weniger Masse: da das Eigengewicht um bis zu 160 kg reduziert werden konnte, hat dieser Standardroboter einen erheblich besseren Wirkungsgrad (zugeführte Energie / Traglast).
30 % weniger Energieverbrauch: dank weniger Baugruppen und eines verstärkt passiv arbeitenden Kühlsystems benötigt der neue QUANTEC-Roboter 30 % weniger Energie, um dieselbe Leistung zu erbringen.
50 % weniger Kabel und Steckverbindungen, Korpus aus Sphäroguss (vorher Aluminium) sowie wasserlösliche Lacke bedeuten erheblich weniger Materialverbrauch und mehr Umweltschutz.
95 % weniger Standby-Verluste: der virtuelle Hauptschalter der neuen Robotersteuerung KR C4 erlaubt eine drastisch reduzierte Leistungsaufnahme in produktionsfreien Zeiten. Limitierende Hardware-Komponenten wurden durch intelligente Software-Funktionen ersetzt; Grundvoraussetzung um beispielsweise eine vollständige Sicherheitssteuerung des Roboters einzubinden, die herkömmliche Schutzzellen überflüssig macht.

UMWELTFREUNDLICHERE ANLAGENPRODUKTE

Darüber hinaus hat KUKA Systems bei der Entwicklung und dem Bau kompletter Anlagenteile weitere material- und energieschonende Kriterien als Bestandteil seiner Anlagenstandards aufgenommen. Diese Kriterien zielen besonders auf

den Einsatz von Leichtbauverfahren
die Reduktion der zu bewegenden Produktionsteile
energiefreie Halteverfahren sowie
minimale Stillstandszeiten und geringeren Verschleiß.

NEUE ENERGIETRANSPARENZ IN AUGSBURG

Auf der Produktionsseite war die Einführung eines webbasierten Energiemanagementsystems (ENerGO +) am zentralen Standort in Augsburg Schwerpunkt der Maßnahmen. Seit Juni 2011 liefern rd. 250 Messstellen in den Hallen und Gebäuden des Unternehmens Energieverbrauchswerte, die über LON-Works (Local Operating Network) vier Mal am Tag abgerufen werden. Das System bereitet diese Daten anschließend graphisch auf und stellt sie den Kostenstellenverantwortlichen zur Verfügung. Transparenz und Schnelligkeit fördern so die Suche nach Einsparmöglichkeiten. In gemeinsamen Begehungen vor Ort wurden schnell entsprechende Maßnahmen identifiziert. Hierzu gehören beispielsweise das Dimmen des Lichts während der Pausenzeiten, die Drosselung der Heizung in weniger genutzten Bereichen oder die Abschaltung bestimmter Maschinen, die in Überlastzeiten nicht benötigt werden. Über die Ausweitung von ENerGO + auf andere Standorte des Unternehmens wird nachgedacht.

KENNZAHLEN ÖKOLOGIE

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2010 2011
Anzahl Standorte weltweit 37 37
davon mit Zertifizierung ISO 9001 14 14
davon mit Zertifizierung ISO 14001 10 10
Verbrauch (nur Augsburg)
Strom (MWh) 12.667 13.386
Gas (MWh) 17.182 14.605
Wasser (m3 ) 18.018 19.972
Energieverbrauch je produzierter Roboter (kwh) 229,8 178,3
CO2 GHG-Emissionen (t) 8.615,5 9.416,8

Seit dem Jahr 2008 beteiligen wir uns am Carbon Disclosure Project. Diese Organisation veröffentlicht einmal jährlich Informationen zur Ökobilanz börsennotierter Unternehmen und zu den Geschäftschancen mit nachhaltigen Produkten. Das Carbon Disclosure Project wird von vielen Investorengruppen unterstützt (www.cdproject.net).

GESUNDHEITSMANAGEMENT IM FOKUS

2011 stand dabei das Gesundheitsmanagement im Fokus. Hierzu fanden im Laufe des Jahres zahlreiche Kurse und Seminare zu den Themen Ernährung, Bewegung, Prävention und Stressmanagement statt. Diese Aktionsreihe gipfelte am 16. September in einem allgemeinen Gesundheitstag. An diesem Tag haben sich rd. 500 Mitarbeiter in Lechhausen und Gersthofen eingehend u. a. über gesunde Ernährung und richtiges Sitzen am Arbeitsplatz informiert.

Zuvor fand bereits am 22. Juli der KUKA Family Day mit 4000 Teilnehmern statt. Mitarbeiter und ihre Familienangehörigen hatten Gelegenheit, den Arbeitsplatz in Augenschein zu nehmen und an einer der zehn angebotenen Besichtigungen anderer Betriebsteile des Unternehmens teilzunehmen. So wächst das Verständnis der Familienangehörigen füreinander und der Mitarbeiter untereinander.

ARBEITSSICHERHEIT WEIT ÜBER BRANCHENNIVEAU

Ein weiteres Ziel nachhaltigen Wirtschaftens von KUKA ist eine Arbeitsunfallquote von 50 % unter dem Branchenniveau. Mitarbeiter in den fertigenden und fertigungsnahen Bereichen sind erhöhten Gefahren für ihre Sicherheit und Gesundheit ausgesetzt. Daher verwendet das Unternehmen viel Sorgfalt darauf, dieses Gefahrenspektrum in den Produktionshallen systematisch so gering wie möglich zu halten. Und ist seit vielen Jahren sehr erfolgreich. Die 1.000-Mannquote; das heißt die Anzahl der meldepflichtigen Unfälle pro 1000 Mitarbeiter, lag im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre (2007 - 2011) bei 12,7, während der Branchendurchschnitt in diesem Zeitraum 41,4 betrug (Quelle: Berufsgenossenschaft Holz und Metall).

SOZIALE KENNZAHLEN

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2010 2011
Anzahl Arbeitnehmer (31.12.) 5.990 6.590
davon Auszubildende 210 227
davon in Teilzeit 135 138
Anteil weiblicher Mitarbeiter (in %) 15,0 15,0
Durchschnittl. Betriebszugehörigkeit (Jahre) 14,9 14,1
Krankenquote (in %) 2,8 3,0
Fluktuation (in %) 9,5 12,3
Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter (Deutschland) 12,8 13,9

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

GRUNDSÄTZE

Der KUKA Konzern ist ein global aufgestelltes und international operierendes Unternehmen. Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber insbesondere in technologischer Hinsicht auch eine Vielzahl von Risiken. Ziel des Vorstands der KUKA AG ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den Wert des Unternehmens systematisch und nachhaltig für alle Stakeholder und Shareholder zu steigern.

Risikomanagement

Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Vorstand ein umfassendes Risikomanagementsystem innerhalb des Konzerns installiert, mit dem externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften systematisch und kontinuierlich identifiziert, bewertet, gesteuert, kontrolliert und berichtet werden. Identifizierte Risiken werden konzernweit nach ihrem potentiellen Einfluss auf den Ergebnisbeitrag und nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Dabei werden Worst-, Medium- und Best-Case-Szenarien einschließlich des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden. Im Einklang mit den Rechnungslegungsvorschriften erfolgt eine entsprechende Berücksichtigung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen im Jahresabschluss. Der monatlich zu erstellende Risikobericht beinhaltet unter anderem die Top-10-Risiken für die Geschäftsbereiche und die KUKA AG als Holdinggesellschaft sowie eine Übersicht über die Risikogesamtsituation des Konzerns. Diese Top-10-Risiken sind fester Bestandteil des Berichtswesens zum Monatsabschluss. Darüber hinaus ist der Risikobericht Gegenstand von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats, insbesondere des Prüfungsausschusses. Die gemeldeten Risiken werden dem Vorstand quartalsweise im Risikosteuerungskreis vorgetragen und erläutert. Hier wird außerdem festgelegt, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind oder ob weitere Schritte einzuleiten sind. Die Plausibilisierung von gemeldeten Risiken findet in diesem Steuerungskreis ebenso statt wie die Ableitung von Handlungsalternativen zur Vermeidung von ähnlichen Risiken in der Zukunft.

Die jeweils direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken ist festgelegt und liegt beim Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften. Risikokoordinatoren in den zentralen und dezentralen Unternehmenseinheiten sorgen für eine einheitliche Berichterstattung mit klar definierten Meldewegen und mit an die Gesellschaftsgröße angepassten Meldegrenzen. Für den Fall, dass konzernweit fest definierte Meldegrenzen überschritten werden, besteht eine interne Ad-hoc-Meldepflicht. Die Koordination des Risikomanagementsystems obliegt dem Leiter Konzerncontrolling der KUKA AG, der zugleich als Leiter Risikomanagement dem Vorstand Finanzen und Controlling der KUKA AG direkt unterstellt ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Risikomanagement integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses im KUKA Konzern ist.

Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Im Rahmen ihrer regulären Prüfungstätigkeit überwacht die interne Revision die Einhaltung der Risikomanagement-Richtlinie des KUKA Konzerns und damit die Effektivität der implementierten Verfahren und Instrumente; sie schließt, sofern relevant, die Risikoverantwortlichen in den Prüfungsumfang mit ein. Darüber hinaus gewährleisten regelmäßige Prüfungen des Risikomanagementprozesses durch die interne Revision dessen Effizienz und Weiterentwicklung. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Das chancen- und risikoorientierte Controlling im KUKA Konzern sorgt dafür, dass Chancen und Risiken in die Unternehmenssteuerung einfließen. Auf entsprechende Chancen wird in der Beschreibung der jeweiligen Risikobereiche näher eingegangen.

Darüber hinaus besteht im KUKA Konzern ein internes Kontrollsystem (IKS-System), welches über das Risikomanagement hinaus die Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts- und Rechnungslegungsprozesse permanent überwacht und unterstützt.

UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN SOWIE -CHANCEN

KUKA ist einem zyklischen Investitionsverhalten seines Kundenkreises in relevanten Teilmärkten ausgesetzt. Dabei stellt die Automobilbranche mit ihren oligopolistischen Strukturen und dem steten Preisdruck einen wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens in den Geschäftsbereichen Systems und Robotics dar. Schwankungen der Investitionstätigkeit werden auch unter Auswertung von Veröffentlichungen in den jeweiligen strategischen und operativen Planungen berücksichtigt. Bedingt durch das zyklische Geschäft wird stets darauf geachtet, hinreichende Flexibilität der eigenen Kapazitäten und der Kostenbasis zu gewährleisten.

Darüber hinaus wirken sich Länderrisiken, wie zum Beispiel der mangelnde Patent- und Markenschutz in Asien, Wechselkursschwankungen, Finanzierungsrisiken, technische Risiken und das Risiko signifikanter Preissteigerungen bei wichtigen Rohstoffen auf die Risikosituation des KUKA Konzerns aus. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, wird die Wertschöpfung zur Verringerung der Wechselkursrisiken verstärkt lokal erbracht. Zur Sicherstellung des geistigen Eigentums hat KUKA eine eigenständige Strategie formuliert, die vor allem durch Patente und Schutzrechte abgesichert wird. Insbesondere der Einstieg von Mitbewerbern, vor allem aus dem asiatischen Raum, erhöht den Kostendruck. Diesem wird neben den engen Beziehungen zu unseren Kunden vor allem durch den Ausbau unserer technologischen Kompetenzen und deren Schutz entgegengewirkt.

KUKA profitierte insbesondere im ersten Halbjahr 2011 von der gegenüber dem Vorjahr stark angestiegenen Auftragsvergabe sowohl in der Automobilindustrie als auch im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau. Zusätzliche Chancen liegen darin, dass den wichtigsten Automobilkunden des KUKA Konzerns in deren Wettbewerbsumfeld eine sehr gute Marktposition beigemessen wird. Im Vergleich zu den eigenen Wettbewerbern hat der KUKA Konzern aufgrund der Vorteilhaftigkeit des Kundenportfolios Chancen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung, insbesondere bezüglich der Entwicklung der Marktanteile. Weitere Chancen ergeben sich insbesondere aus dem allgemeinen Trend zur weiteren Automatisierung auch in nichtindustriellen Bereichen, wie den langfristigen Perspektiven in der Betreuung einer älter werdenden Gesellschaft.

Um eine für unsere Kunden bestmögliche Qualität der Produkte sicherzustellen, arbeitet KUKA mit Lieferanten zusammen, für die Qualität, Innovationsstärke, ständige Verbesserungen und Zuverlässigkeit im Focus stehen. Im Allgemeinen bezieht KUKA Produktkomponenten von mehreren Anbietern, ist aber dennoch in wenigen Ausnahmefällen mangels verfügbarer Bezugsalternativen von einzelnen, marktbeherrschenden Lieferanten abhängig.

Andere Risiken, welche auch auf den Geschäftsverlauf nach 2011 Auswirkung haben könnten, sind einerseits die weitere Entwicklung der Staatsschuldenkrise, vor allem im Euroraum. Andererseits stellen die zunehmenden Wechselkursschwankungen, insbesondere beim US-Dollar, dem ungarischen Forint, dem japanischen Yen und dem chinesischen Yuan ein Risiko dar. Das Management der Währungsrisiken wird im Abschnitt finanzwirtschaftliche Risiken ausführlich beschrieben.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND CHANCEN

KUKA Robotics

Anhaltendes Kostenbewusstsein und die Forderung nach ständigen Produktinnovationen aller Kunden weltweit, insbesondere aus der Automobilindustrie und von deren Zuliefern, stellen die wesentlichen Herausforderungen für das Produktangebot dieses Geschäftsbereichs dar. Die Folge sind ein steter Preisdruck und potenziell längere Nutzungszyklen der eingesetzten Roboter.

KUKA Robotics wirkt diesem Trend mit der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen entgegen, die den Kunden in bestehenden Märkten nachweisbare finanzielle Vorteile durch einen raschen Mittelrückfluss bieten. Im Geschäftsjahr 2011 wurden im KUKA Konzern insgesamt 37,7 Mio. € für Forschung und Entwicklung aufgewendet, wovon der größte Anteil (93,9 %) auf den Geschäftsbereich Robotics entfiel. Im Berichtsjahr erfolgte in den angestammten Märkten des Geschäftsbereichs die stufenweise Markteinführung einer neuen Robotergeneration. Bei der Einführung neuer Produkte bestehen Risiken hinsichtlich der Produkteigenschaften und der Qualitätszusagen, die im Falle von Nacharbeiten zu entsprechenden Kosten führen könnten. KUKA verfügt zur Vermeidung und Beherrschung solcher Risiken über ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, welches umfangreiche Test- und Prüfprozesse beinhaltet.

Eine Chance stellt die ständige Verbreiterung der Kundenbasis in der General Industry dar. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie zur Erschließung neuer Absatzmärkte neben der Automobilindustrie. Dieser Prozess beinhaltet die Erschließung von Märkten in der Medizintechnik und in sonstigen konsumnahen Bereichen, in denen zukünftig eine MenschMaschine-Kollaboration erforderlich sein wird. Sie ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter, ohne dass Schutzzäune oder ähnliche Sicherheitseinrichtungen notwendig werden. Eine Teilorganisation des Geschäftsbereichs, der so genannten Advanced Robotics, arbeitet fokussiert an der technischen Realisierung solcher innovativen Produkte und Applikationen. Darüber hinaus wird der Vertrieb in der Region Amerika und in den BRIC-Staaten weiter vorangetrieben. Durch eine zunehmende Verteilung der Wertschöpfung auf verschiedene Währungszonen soll die Ertragskraft des Unternehmens unabhängiger von Währungsschwankungen werden.

KUKA Systems

Aufgrund der langen Durchlaufzeiten der Aufträge, der oft erforderlichen Spezifikationsanpassungen während der Abarbeitung der Aufträge, der geringen Frequenz der Auftragseingänge sowie wegen des Preis- und Wettbewerbsdrucks besteht ein geschäftsimmanentes Risiko für den Umsatz und das Ergebnis in diesen Aufträgen. Ergänzend können sich weitere Projektrisiken z. B. aufgrund von Projektfehlkalkulationen oder Konventionalstrafen wegen Terminverzögerungen ergeben. Der Geschäftsbereich setzt deshalb entsprechende Risikochecklisten für die einzelnen Aufträge ein, mit denen bereits vor Annahme der Angebote eine Prüfung insbesondere der rechtlichen, wirtschaftlichen und technologischen Risiken erfolgt. Im Rahmen dieses Exposure-Reportings werden insbesondere Solvenzrisiken überwacht und mittels eines stringenten Projekt- und Forderungsmanagements verfolgt und damit reduziert. Andere Risiken werden laufend beobachtet und bei Bedarf durch Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen bilanziell berücksichtigt. Zudem wurden die Prozesse bezüglich der Herauslegung von Angeboten und der Annahme von Kundenbestellungen weltweit vereinheitlicht und optimiert. Chancen bestehen insbesondere bei geringeren Einstandspreisen von Zukaufteilen im Vergleich zur Kalkulation sowie bei der Abrechnung von Änderungsaufträgen des Kunden im Projektverlauf.

Die Ausweitung der weltweiten Produktionskapazitäten der großen Automobilhersteller weist derzeit eine hohe Dynamik auf. Insbesondere in Südamerika und Asien arbeitet KUKA intern verstärkt in Verbundprojekten, wobei mehrere Landesgesellschaften des Geschäftsbereichs gemeinsam an einem Kundenprojekt arbeiten. In solchen Fällen ergeben sich besondere Risiken hinsichtlich der Informationsbasis, der Wertschöpfungsprozesse und des IT systemübergreifenden Projektmanagements. Darüber hinaus bestehen insbesondere in den Schwellenländern aufgrund des außerordentlich schnellen und starken Wachstums des Geschäftsvolumens Risiken hinsichtlich der organisatorischen Strukturen. KUKA entgegnet diesen Risiken mit der weiteren Harmonisierung seiner global eingesetzten IT-Systeme und durch Einsatz erfahrener interner und externer Mitarbeiter beim Auf- und Ausbau der jeweiligen lokalen Strukturen.

Die steigende Modellvielfalt in der Automobilindustrie wirkt sich positiv auf das adressierbare Marktvolumen aus, da steigende Anforderungen an flexible Produktionssysteme gestellt werden, die zum Neubau bzw. Umbau von Produktionslinien führen. Hieraus ergeben sich für Systemanbieter und Zulieferer neue Geschäftsmöglichkeiten. Knappe Ressourcen erfordern den Bau von kleineren oder Ressourcen sparenden Fahrzeugen, die mit alternativen Energien angetrieben werden. Deshalb werden insbesondere die amerikanischen Automobilhersteller zukünftig Investitionen in den Neubau von Produktionslinien bzw. den Umbau von bestehenden Produktionsanlagen tätigen müssen.

Betreibermodelle wie die KUKA Toledo Production Operations (KTPO) bieten zusätzliche Chancen aber auch Risiken. Die Marke Jeep Wrangler weist im Vergleich zu den übrigen amerikanischen Fahrzeugmodellen nach wie vor überdurchschnittliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, an denen KUKA auch im Jahr 2011 partizipiert hat. Risiken bestehen in diesem Zusammenhang in einer stärkeren Abhängigkeit von den produzierten Volumina für den amerikanischen Automobilmarkt.

Fundierte Marktanalysen haben ergeben, dass KUKA Systems auch langfristige Geschäftspotenziale neben der Automobilindustrie in der General Industry hat. Aktuelle Beispiele hierfür sind die Luftfahrt- und Solarindustrie, wo auch in 2011 neue Aufträge akquiriert werden konnten. Neben der Chance der Erschließung neuer Marktpotentiale sind die wesentlichen Risiken hier vor allem technisch bedingt, da die Kunden selbst in vielen Fällen über keine eigenen Erfahrungen in der Automatisierungstechnik verfügen. Deshalb ist insbesondere bei Anwendung neuer Automatisierungstechniken die Prüfung der technischen Risiken im Rahmen der Risikochecklisten wesentliches Instrument zur Risikomitigation.

STRATEGISCHE RISIKEN UND CHANCEN

Ziel der Geschäftsbereiche ist es, in ihren jeweiligen Märkten zu den Technologie- und Marktführern zu gehören. Die konsequente Weiterentwicklung ihrer technologischen Basis über koordinierte Innovationsprogramme hat deshalb zentrale Bedeutung. Hierbei besteht eine wesentliche Aufgabe darin, Chancen und Risiken technischer Innovationen rechtzeitig zu erkennen und diese auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Möglichen Fehleinschätzungen des Marktes wird durch regelmäßige, teilweise dezentrale Markt- und Wettbewerbsanalysen entgegengewirkt. Anwendungsorientierte Entwicklungen, Systempartnerschaften und Kooperationen, z. B. mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Weßling bei München, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und dem Universitätsklinikum Aachen, vermindern das Risiko nicht marktgerechter Entwicklungsleistungen.

Die Implementierung effizienter Qualitätssicherungssysteme sowie regelmäßige Zertifizierungen tragen dazu bei, mit kundenorientierten Produkten und Lösungen zu überzeugen und die Stellung der KUKA Gesellschaften in ihren Märkten zu festigen.

Die Unternehmensstrategie wird von einer zentralen Stabsstelle in der KUKA AG koordiniert und mit den Geschäftsbereichen regelmäßig überprüft und abgestimmt. In dem gemeinsamen Innovation Center werden Querschnittstechnologien und Konzepte entwickelt, um durch einheitliche Vorgehensweisen und Prozesse Synergien zu nutzen und den Anforderungen des Marktes mit innovativen Produkten und Lösungen gerecht zu werden.

PERSONALRISIKEN UND -CHANCEN

Der Erfolg des KUKA Konzerns, eines von Hochtechnologie geprägten Unternehmens, hängt maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften ab. Personalrisiken erwachsen dem Konzern im Wesentlichen aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Die verbesserten wirtschaftlichen wie auch konjunkturellen Aussichten ermöglichten es dem Unternehmen, das Stammpersonal langfristig zu binden und neue hoch qualifizierte Mitarbeiter auszubilden bzw. für eine Tätigkeit im Konzern zu gewinnen. Dies gilt für die traditionellen Märkte in Europa und den USA, vor allem aber auch für die Rekrutierung von Mitarbeitern in den Wachstumsmärkten, z. B. den BRIC-Staaten, in denen der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern stetig zunimmt. Nicht zuletzt durch interne Weiterbildungsmöglichkeiten wie in der KUKA Academy oder dem Ideenmanagement ergeben sich Chancen, die aus einer höheren Motivation und Qualifikation der Mitarbeiter resultieren.

In Deutschland zeigt sich darüber hinaus ein zunehmender Mangel an qualifiziertem, insbesondere technisch ausgebildetem Personal. Dies erfordert entsprechende unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen und eine permanente Ausrichtung des Unternehmens auf den Arbeits- und Bewerbermarkt. Hierzu gibt es enge Kooperationen mit lokalen und nationalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, z. B. mit der Universität Augsburg, der RWTH Aachen und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter auf allen Ebenen des Konzerns - teils dezentral, teils zentral organisiert - sichert dabei die unverzichtbare fachliche Kompetenz des Personals. Das unternehmensinterne internationale Traineeprogramm bietet Nachwuchskräften die Möglichkeit, verschiedene Bereiche und Auslandsgesellschaften kennen zu lernen. Die zum Jahresende 227 Auszubildenden im KUKA Konzern werden früh in das Unternehmen integriert und nach Beendigung der Ausbildung weitestgehend in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Eine der entscheidenden Herausforderungen der kommenden Jahre wird es sein, den KUKA Konzern hinsichtlich der demografischen Entwicklung zukunftssicher aufzustellen.

Neben der Verankerung eines attraktiven leistungs- und erfolgsabhängigen Entgeltsystems für Führungskräfte zur Stärkung von unternehmerisch geprägten Denk- und Handlungsweisen stellt auch die Möglichkeit der Teilnahme an den Mitarbeiteraktienprogrammen des KUKA Konzerns für alle Mitarbeiter einen Anreiz dar, sich langfristig an den Konzern zu binden und an seiner Entwicklung zu partizipieren.

INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN UND CHANCEN

Die bestehenden IT-Sicherheits-Systeme und das vorhandene Business-Continuity-Management sowie Richtlinien und Organisationsstrukturen werden regelmäßig optimiert und überprüft, um mögliche informationstechnologische Risiken wie z. B. den Ausfall von Rechenzentren oder sonstigen IT-Systemen bereits im Vorfeld zu erkennen bzw. zu minimieren. Dies erfolgt unter anderem durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software. Mit der Inbetriebnahme eines neuen Storage Systems wurden alle für das Business-Continuity-Management erforderlichen Prozesse mit den entsprechenden Wiederanlaufklassen für Daten und Applikationen implementiert. Durch die konsequente Überwachung der betreffenden Prozesse wird sichergestellt, dass Risiken sowohl aus zunehmenden externen Bedrohungen als auch aus der Abhängigkeit von der weiter fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse minimiert werden. Durch gezielte Investitionen in die laufende Optimierung von IT-gestützten Prozessen lassen sich langfristig Kostensenkungspotentiale und kontinuierliche Qualitätsverbesserungen realisieren.

Zudem besteht eine enge Verknüpfung der IT-Sicherheit mit dem Risikomanagementprozess des KUKA Konzerns. Sowohl im Zuge der jährlichen IT-Prüfung als auch stichprobenartig werden die entsprechenden Prozesse durch interne und externe Prüfer auf die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Zu den zentralen Aufgaben der KUKA AG zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit. In diesem Zusammenhang optimiert die Holding auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu wurde das in 2007 implementierte, einheitliche und konzernweit arbeitende Treasury-Reporting-System weiterentwickelt. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung ihrer Zahlungsströme reduziert.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren wurde die Solvenz des KUKA Konzerns durch mehrere Maßnahmen gestärkt. Dabei wurde die Passivstruktur hinsichtlich der Fristigkeiten und der eingesetzten Finanzierungsinstrumente neu geordnet. In den Jahren 2009 und 2010 zählten hierzu zwei Kapitalerhöhungen, die Begebung einer Unternehmensanleihe sowie der Abschluss neuer Konsortialkreditvereinbarungen.

Die Rating-Agenturen Standard & Poor's und Moody's bewerteten die KUKA AG mit einem langfristigen Corporate-Kreditrating (CFR) von B bzw. B2. Beide Ratings sind mit einem stabilen Ausblick versehen. Die Anleihe der KUKA AG wurde mit einem Rating von B- bzw. B3 versehen.

Der bereits im November 2010 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis 31. März 2014 enthält marktübliche Covenants mit quartalsweise definierten Grenzwerten. Ein Risiko für die Aufrechterhaltung von derartigen covenantbasierten Finanzierungen besteht grundsätzlich dann, wenn eine deutlich unter den Planungen verlaufende Geschäftsentwicklung und die daraus folgende Ertrags- und Finanzsituation ein Einhalten solcher Bedingungen nicht mehr gewährleistet. In solchen Fällen ist der Fortbestand der Finanzierung davon abhängig, inwieweit die finanzierenden Banken erforderlichen Anpassungen zustimmen. KUKA überwacht die Einhaltung dieser Covenants auf monatlicher Basis. Im gesamten Geschäftsjahr 2011 wurden die Covenants eingehalten.

Neben den oben beschriebenen Schritten ergänzen Vereinbarungen zu bilateralen Kreditlinien mit Banken und Kautionsversicherern das Finanzierungsportfolio des KUKA Konzerns. Dazu zählt z. B. das im Jahr 2006 aufgelegte ABS-Programm (regelmäßiger Verkauf von Forderungen) mit der Bayerischen Landesbank in Höhe von bis zu 25 Mio. € mit einer verlängerten Laufzeit bis zum 31. März 2013; ein weiteres ABS-Programm mit der Landesbank Baden-Württemberg konnte ebenfalls über 25 Mio. € abgeschlossen werden.

Das transaktionsbezogene Wechselkursrisiko wird durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Ziel dabei ist es, dieses Wechselkursrisiko rollierend zu sichern. Detailliert wird über das zentrale Devisenmanagement im Konzernanhang unter Finanzinstrumente berichtet. Grundsätzlich müssen alle Gesellschaften des KUKA Konzerns Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung sichern. Translationsrisiken - also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände - aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen werden grundsätzlich nicht abgesichert, jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko (Wettbewerbsrisiko) wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Länder reduziert ("natural hedging"). Interne Richtlinien regeln die Verwendung von Derivaten, die einer ständigen internen Risikokontrolle unterliegen.

COMPLIANCE-RISIKEN

Compliance-Verstöße könnten zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich zukünftigen Verhaltens, der Herausgabe von Gewinnen, dem Ausschluss aus bestimmten Geschäften, dem Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen führen. Des Weiteren könnte eine Verwicklung in potenzielle Korruptionsverfahren der Reputation des KUKA Konzerns insgesamt schaden und nachteilige Auswirkungen auf das Bemühen haben, sich um Geschäfte mit Kunden sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors zu bewerben. Die Ermittlungen könnten sich auch auf Beziehungen zu Geschäftspartnern, von denen der KUKA Konzern abhängt, sowie auf die Fähigkeit, neue Geschäftspartner zu finden, nachteilig auswirken. Sie könnten sich ferner nachteilig auf die Fähigkeit auswirken, strategische Projekte und Transaktionen zu verfolgen, die für das Geschäft wichtig sein könnten, wie z. B. Joint Ventures oder andere Formen der Zusammenarbeit. Laufende oder zukünftige Ermittlungen könnten zur Aufhebung einiger bestehender Verträge führen und Dritte, einschließlich Mitbewerber, könnten gegen den KUKA Konzern in erheblichem Umfang rechtliche Verfahren anstrengen.

Um diese Risiken transparent und kontrollierbar zu machen, wurde Anfang 2008 ein weltweit gültiges Corporate-Compliance-Programm implementiert. Alle Führungskräfte erhielten weltweit eine Schulung. Der hierin verankerte Compliance-Ausschuss hält in regelmäßigen Abständen und bei Bedarf Sitzungen ab und berichtet an den Vorstandsvorsitzenden der KUKA AG; dieser berichtet direkt an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.

Im Frühjahr 2011 wurde das aktualisierte Handbuch zum Corporate-Compliance-Programm des KUKA Konzerns mit seinen den jeweiligen Arbeitsvertrag ergänzenden Regelungen an alle Mitarbeiter verteilt. Als konsequente Fortsetzung der bisherigen Schritte wurden in Abstimmung mit dem Konzernbetriebsrat seit Herbst 2011 die Mitarbeiter der deutschen Standorte mittels E-Learning über die Inhalte der Compliance-Richtlinie geschult. Ab Februar 2012 ist in einem weiteren Schritt der weltweite Rollout sowie die Einbeziehung aller seit September 2011 neu eingetretenen Mitarbeiter an den deutschen Standorten vorgesehen.

Die Gesamtverantwortung für das Corporate-Compliance-Programm liegt beim Vorsitzenden des Vorstands. Es unterliegt unter anderem einer strengen internen Kontrolle und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Wesentliche Risiken ergaben sich im Jahr 2011 hieraus nicht, da durch die frühzeitige Risikomitigation und Ursachenbekämpfung, wie z. B. die Anpassung von Geschäftsabläufen, aktiv gegengesteuert werden konnte.

SONSTIGE RISIKEN

Der KUKA Konzern beobachtet permanent weitere Risiken und steuert diesen so weit wie möglich entgegen. Risiken für die Umwelt sind aus betrieblichen Aktivitäten nicht zu erkennen, da auf den Einsatz von Gefahrstoffen verzichtet wird. Der Konzern nutzt teilweise im Eigentum befindliche Grundstücke und Immobilien im Rahmen seines Geschäftsbetriebes. Dabei trägt das Unternehmen Risiken für den Fall, dass dieses Eigentum mit etwaigen Altlasten, Bodenverunreinigungen oder sonstigen schädlichen Substanzen belastet ist. Nach heutigem Erkenntnisstand liegen keine wertmindernden, bilanziell zu berücksichtigende Tatsachen vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich solche Tatsachen, die beispielsweise Kosten verursachende Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen würden, zukünftig ergeben könnten.

Aus den Ereignissen in Japan am 11. März 2011 ergaben sich für den KUKA Konzern keine negativen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis. Eine Beeinflussung des weiteren Geschäftsbetriebes ist aus heutiger Sicht ebenfalls nicht zu erkennen.

Rechtliche Risiken werden, wo möglich, durch standardisierte Rahmenverträge begrenzt. Die Rechtsabteilung des Konzerns unterstützt die operativen Gesellschaften und trägt so zur Risikobegrenzung bei. Des Weiteren besteht eine konzernweite D&O-Versicherung (Directors' and Officers' Liabilitiy Insurance), welche u. a. für die geschäftsführenden Organe (Vorstand und Geschäftsführer) sowie Aufsichtsorgane (Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräte) der in- und ausländischen Konzerntochtergesellschaften abgeschlossen wurde. Jährlich findet eine Überprüfung des vorhandenen Versicherungsschutzes statt, um das Verhältnis aus Versicherungsschutz und Selbstbehalten versus Risikoprämie abzuwägen. Der Vorstand des KUKA Konzerns entscheidet anschließend über die weitere Vorgehensweise.

Um eine mögliche Übernahme des Unternehmens abschätzen zu können, werden regelmäßig Analysen der Aktionärsstruktur durchgeführt. Die Globalisierung der operativen Geschäfte im KUKA Konzern hat die notwendige Berücksichtigung einer Vielzahl internationaler und landesspezifischer vorwiegend gesetzlicher Regelungen und Anweisungen von Finanzverwaltungen zur Folge. Abgabenrechtliche Risiken können durch fehlende Berücksichtigung von Gesetzen und anderen Regelungen entstehen. Insbesondere steuerliche Betriebsprüfungen können zu einer Belastung für den Konzern aus Prüfungsfeststellungen mit daraus abgeleiteten Zinsen, Strafen und Steuernachzahlungen führen. Für solche steuerlichen Risiken wird eine nach Kenntnis angemessene Vorsorge getroffen.

ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG

In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend leistungs- und finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.

INTERNES KONTROLL- UND RISIKO-MANAGEMENTSYSTEM

GRUNDSÄTZE

Als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen ist die KUKA Aktiengesellschaft gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB verpflichtet innerhalb des Lageberichts die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, der auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einbezieht, zu beschreiben.

KUKA versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 1g f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Im Bereich der Finanzberichterstattung besteht dabei grundsätzlich das Risiko, dass in Jahres- und Zwischenabschlüssen Falschdarstellungen enthalten sind, die möglicherweise einen wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Daher ist das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem des KUKA Konzerns in allen Gesellschaften implementiert und zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen frühzeitig zu identifizieren und sich daraus ergebende Risiken zu begrenzen. Dadurch kann mit hinreichender Sicherheit gewährleistet werden, dass ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechender Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird.

STRUKTUREN UND PROZESSE

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im KUKA Konzern nachfolgende Strukturen und Prozesse implementiert.

Der Vorstand der KUKA AG trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmungen eingebunden. Für deutsche Gesellschaften bestehen im Bereich Accounting und Human Resources Shared Service Center bei der KUKA AG. Andere konzernübergreifende Aufgaben, etwa Treasury, Legal Services oder Taxes werden ebenfalls zentral auf Basis konzerneinheitlicher Prozesse durch die KUKA AG erbracht.

Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des (konzern-)rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt und werden in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.

MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich des zusammengefassten Lageberichts maßgeblich beeinflussen können. Hierunter fallen im KUKA Konzern vor allem:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder (siehe Risikobericht) und Kontrollbereiche mit Einfluss auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess;
Qualitätskontrollen zur Überwachung des (Konzern-) Rechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse der Rechnungslegung auf der Ebene des Konzernvorstands, der Führungsgesellschaften- und einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Meldeeinheiten;
präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Prozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzern- und Jahresabschlusses einschließlich zusammengefasstem Lagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen;
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von (konzern-) rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. Hierzu zählt zum Beispiel die zentrale Steuerung von Zugriffsrechten auf die Buchhaltungssysteme sowie die automatische Plausibilitätskontrolle bei der Datenerfassung im Reporting- und Konsolidierungssystem;
Maßnahmen zur Sicherstellung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems durch die eingebundenen Fachabteilungen sowie durch die interne Revision, die durch systematische Prüfungen die Einhaltung des internen Kontrollsystems überwacht.

Daneben haben die kaufmännischen Geschäftsführer aller Tochtergesellschaften im Rahmen der externen Berichterstattung zum 30. Juni und zum 31. Dezember einen internen Bilanzeid zu leisten. Erst im Anschluss daran legen die Vorstände der KUKA AG zum Halbjahr und zum Gesamtjahr einen externen Bilanzeid ab und unterzeichnen die Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Damit bestätigen sie die Einhaltung der vorgeschriebenen Rechnungslegungs- und Bilanzierungsstandards des KUKA Konzerns und dass die Zahlen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage vermitteln.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen regelmäßig mit der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems. Dabei legt der Vorstand der KUKA AG mindestens einmal im Jahr die Risiken der Finanzberichterstattung dar und erläutert die implementierten Kontrollmaßnahmen sowie die Überprüfung der korrekten Durchführung der Kontrollen.

ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG

Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der KUKA AG und des KUKA Konzerns einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt.

Ferner wird gewährleistet, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst und bewertet werden und den internen und externen Adressaten der Rechnungslegung dadurch zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.

ANGABEN NACH DEN § 289 ABS. 4 UND § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

Nachfolgend sind die nach den § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB erforderlichen Angaben aufgeführt und erläutert.

ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS

Zum 31. Dezember 2011 betrug das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 88.180.120,60 €, eingeteilt in 33.915.431 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Alle Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet und jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Es besteht kein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile (§ 4 Abs. 1 der Satzung). Bei Ausgabe neuer Aktien kann der Beginn der Gewinnbeteiligung abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgesetzt werden (§ 4 Abs. 3 der Satzung).

BESCHRÄNKUNGEN, DIE STIMMRECHTE ODER DIE ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN BETREFFEN

Die KUKA Aktiengesellschaft gewährt regelmäßig Vorständen der Gesellschaft sowie weiteren ausgewählten Führungskräften von Konzerngesellschaften aufgrund individualvertraglicher Regelungen die Teilnahme an sog. "Phantom-Share-Programmen", d. h. virtuellen Aktien-Programmen. Die Phantom-Share-Programme sind Bestandteil des erfolgsorientierten Vergütungssystems von Führungskräften und sind auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die jeweiligen Programme haben eine Laufzeit von drei Jahren. Nach deren Ablauf erfolgt eine Auszahlung, deren Höhe sich nach dem Aktienkurs und der Entwicklung des Unternehmenswerts richtet. Nach den Bedingungen der Phantom-Share-Programme müssen die teilnahmeberechtigten Führungskräfte am Ende der Laufzeit des jeweiligen Programms 25 % des ausgezahlten Bruttoerlöses zum Kauf von KUKA Aktien einsetzen, bis ein festgelegtes Haltevolumen, dessen Wert für die bisher aufgelegten Programme 50 % der jeweiligen Jahresfestvergütung entspricht, erreicht ist. Für die Erreichung des Haltevolumens werden auch außerhalb der Phantom-Share-Programme erworbene Aktien berücksichtigt. Die Halteverpflichtung endet erst mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern.

Die KUKA Aktiengesellschaft hat auch im Jahr 2011 ein sog. MitarbeiterAktienProgramm (MAP 2011) aufgelegt. Nach den Bedingungen des MAP 2011 konnten die Mitarbeiter im eigenen Namen und auf eigene Rechnung KUKA Aktien erwerben und haben zusätzlich zu den erworbenen Aktien in einem in den Bedingungen des MAP 2011 festgelegten Verhältnis Anreizaktien (Bonusaktien) erhalten. Die erworbenen KUKA Aktien sowie die zugeteilten Anreizaktien unterliegen bis zum 31. Dezember 2012 einer Veräußerungssperre.

Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10 % DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen.

Am 2. September 2011 wurden der KUKA Aktiengesellschaft von den nachstehenden Personen und Gesellschaften folgende Beteiligungen mitgeteilt. Danach bestanden zu diesem Zeitpunkt folgende Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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1 Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland 24,41 % unmittelbar gehalten
2. Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland 24,41 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
3. Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland 24,41 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG
4. Rudolf Grenzebach, Deutschland 24,41 % zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG

Die KUKA Aktiengesellschaft hat darüber hinaus keine weiteren Informationen über Personen und / oder Gesellschaften, deren direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft 10 % der Stimmrechte überschreitet.

AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.

ART DER STIMMRECHTSKONTROLLE, WENN ARBEITNEHMER AM KAPITAL BETEILIGT SIND UND IHRE KONTROLLRECHTE NICHT UNMITTELBAR AUSÜBEN

Eine Beteiligung von Arbeitnehmern im Sinne des § 289 Abs. 4 Nr. 5 HGB und § 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB besteht nicht.

GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND SATZUNGSBESTIMMUNGEN ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN

Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder (§ 6 Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 MitbestG und § 6 der Satzung geregelt.

Gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. § 22 Abs. 1 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist; letzteres ist insbesondere bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstands, bei Kapitalherabsetzungen und bei einem Formwechsel der Fall.

Der Aufsichtsrat ist gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 ermächtigt, die Fassung des § 4 Abs. 1 und Abs. 5 der Satzung nach (auch teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2011 und, falls dieses bis zum 25. Mai 2016 nicht (vollständig) ausgenutzt sein sollte, nach Ablauf der Ermächtigungsfrist, anzupassen.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUR AUSGABE UND ZUM RÜCKKAUF VON AKTIEN

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Abs. 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien einmalig oder mehrmals um bis zu € 44.090.059,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2011 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10 %-Grenze werden Aktien angerechnet, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. April 2010 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind. Von der vorstehend erteilten Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben Aktien 30 % des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung, noch - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.

Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 19.500.000 € durch Ausgabe von bis zu 7.500.000 neuen Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungs- bzw. Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren in- oder ausländischen Mehrheitsbeteilungsgesellschaften bis zum 4. Juli 2008 ausgegebenen Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen beigefügt sind, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen.

Unter teilweiser Ausnutzung der entsprechenden Ermächtigung zur Begebung von Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen und des vorstehend beschriebenen bedingten Kapitals hat die KUKA Aktiengesellschaft am 9. Mai 2006 im Wege einer Privatplatzierung über ihre 100 %ige niederländische Tochtergesellschaft, KUKA Finance B.V., eine durch die KUKA Aktiengesellschaft garantierte Wandelschuldverschreibung im Nominalbetrag von 69.000.000 € platziert. Die Recht der Anleihegläubiger, die begebenen Wandelschuldverschreibungen im Wert von nominal 50.000 € je Schuldverschreibung in neue Aktien der Gesellschaft umzutauschen (Wandlungsrecht), ist mit Ablauf des 18. Oktober 2011 (Ende des Ausübungszeitraums) erloschen. Da kein Anleihegläubiger während des Ausübungszeitraums (8. Juli 2006 bis 18. Oktober 2011) von seinem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht hat, ist § 4 Abs. 6 der Satzung mit Ablauf des 18. Oktober 2011 inhaltlich gegenstandlos geworden. Die Wandelschuldverschreibungen wurden sämtlich im November 2011 durch Rückzahlung des Nennbetrages zuzüglich der bis dahin angefallenen Zinsen getilgt.

Gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 18.200.000,00 €, eingeteilt in bis zu 7.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung / Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2010 bis zum 28. April 2015 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung / Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung / Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. April 2010 ermächtigt, bis zum 28. April 2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder im Rahmen eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft zu erwerben. Dabei darf der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) grundsätzlich den einen in der Ermächtigung näher definierten Durchschnitts-Börsenkurs um nicht mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten.

Aufgrund dieses Beschlusses ist der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre

(i) im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) an Dritte zu veräußern;

(ii) auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, (i) die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente ausgegeben werden, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind und (ii) die unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;

(iii) zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen zu verwenden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind;

(iv) anstelle der Auszahlung variabler Vergütungsbestandteile und / oder des 13. Monatsgehalts von Mitarbeitern im KUKA Konzern im bzw. für das Geschäftsjahr 2010 in 2010 und 2011 zum Erwerb anzubieten. Folgende Gruppen von Mitarbeitern sind erfasst: (i) Vorstandsmitglieder der Gesellschaft; (ii) Geschäftsführungsmitglieder der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen; (iii) Arbeitnehmer der Gesellschaft; (iv) Arbeitnehmer der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen. Bei dem Angebot von eigenen Aktien der Gesellschaft in diesem Zusammenhang ist vorzusehen, dass (i) die Aktien zu einem Preis erworben werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Annahme des Angebots nicht wesentlich unterschreitet; (ii) vorbehaltlich tarifvertraglicher Regelung, die Annahmefrist für das jeweilige Angebot 4 Wochen beträgt; und (iii) die Mitarbeiter die erworbenen Aktien für die Dauer von 4 Jahren halten müssen.

Soweit eigene Aktien der Gesellschaft Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft anstelle der Auszahlung von Vergütungsbestandteilen zum Erwerb angeboten werden sollen, wird der Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Verwendung der eigenen Aktien ermächtigt und legt die Modalitäten des Angebots eigener Aktien nach Maßgabe der vorstehenden Vorgaben fest.

Der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft hat, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, am 11. Mai 2011 auf Basis dieses Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossen, die im Jahr 2008 (aufgrund eines früheren Ermächtigungsbeschlusses) erworbenen 1.327.340 eigenen Aktien zu veräußern. Die Veräußerung der Aktien erfolgte im Mai 2011 zu einem Preis von 18,60 € pro Aktie.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats erworbene Aktien einzuziehen. Sowohl die Erwerbsermächtigung als auch die Verwendungsermächtigung können auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden.

WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS STEHEN , UND DIE HIERAUS FOLGENDEN WIRKUNGEN

Die KUKA Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften haben mit einem Bankensyndikat unter Führung der Deutsche Bank AG Filiale Deutschlandgeschäft, der Commerzbank AG, der UniCredit Bank AG und der Landesbank Baden-Württemberg am 8. November 2010 einen neuen syndizierten Kreditvertrag abgeschlossen, unter dem die Kreditgeber einen Betrag von bis zu 200.000.000 € zur Verfügung stellen. Hierdurch wird der wesentliche Kreditbedarf des KUKA Konzerns (einschließlich der Stellung von Bankavalen) abgedeckt. Der Vertrag enthält eine marktübliche Change-of-Control-Regelung, unter der die Syndikatsbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30 % der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können. Wäre es der KUKA Aktiengesellschaft in einem solchen Fall nicht möglich, am Markt umgehend eine neue Finanzierung zu erhalten, so könnte dies die wirtschaftliche Existenz der KUKA Aktiengesellschaft bedrohen.

Des Weiteren hat die KUKA Aktiengesellschaft unter Führung der Deutsche Bank AG (London Branch) und der Goldman Sachs International am 18. November 2010 eine Unternehmensanleihe (sog. "High Yield Bond") mit einem Nennwert von 202.000.000 € emittiert. Die Unternehmensanleihe wird an der Luxemburger Börse (Euro MTF) gehandelt. Die Anleihebedingungen enthalten eine für High Yield Bonds marktübliche Change-of-Control-Klausel. Danach liegt ein Change-of-Control vor, wenn

(i) eine Person oder mehrere gemeinsam handelende Personen (acting in concert) Kontrolle über mehr als 30 % des Grundkapitals oder der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangen,

(ii) durch eine einmalige oder mehrmalige Transaktionen sämtliche oder nahezu sämtliche Vermögensgegenstände der KUKA Aktiengesellschaft oder einer gemäß den Anleihebedingungen als "Restricted Subsidiary" definierten Tochtergesellschaft, an eine Person veräußert oder in sonstiger Weise übertragen wird, die keine "Restricted Sudsidiary" ist,

(iii) in zwei aufeinander folgenden Jahren die Mehrheit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat nicht durch Aufsichtsratsmitglieder gestellt wird, die entweder bereits am Tag der Begebung der Unternehmensanleihe Mitglieder des Aufsichtsrats waren oder deren Bestellung zu Aufsichtsratsmitgliedern nicht durch den Nominierungsausschuss vorgeschlagen oder unterstützt wurde, oder

(iv) die KUKA Aktiengesellschaft oder eine Tochtergesellschaft, die als "Restricted Subsidiary" qualifiziert ist, eine in Ziffer 3 der Definition "Permitted Investment" der Anleihebedingungen definierte Transaktion vornimmt. Hierunter fallen wesentliche Kapitalbeteiligungen an Dritten (z. B. Joint Ventures).

Tritt ein Ereignis ein, welches nach den Anleihebedingungen die Voraussetzungen eines Change-of Control erfüllt, hat jeder Anleihegläubiger das Recht, von der KUKA Aktiengesellschaft den Rückkauf seine Anteile zu verlangen. Der Rückkaufspreis beträgt dann 101 % des Nominalbetrages zuzüglich Zinsen.

Würden alle oder ein erheblicher Teil der Anleihegläubiger im Falle eines Change-of-Control von ihrem Rückverkaufsrecht Gebrauch machen und könnte die KUKA Aktiengesellschaft nicht umgehend eine alternative Finanzierung am Markt erhalten, so könnte dies die wirtschaftliche Existenz der KUKA Aktiengesellschaft bedrohen.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

Der Vergütungsbericht erläutert die Grundlagen für die Festlegung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Höhe und Struktur. Darüber hinaus werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat und zu den gemäß Wertpapierhandelsgesetz offen zu legenden Transaktionen mit der KUKA Aktiengesellschaft gemacht. Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und enthält Angaben, die nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs erforderlich sind, einschließlich der Offenlegung der Vorstandsvergütung nach §§ 285, 289 HGB und §§ 314, 315 HGB. Der vom Wirtschaftsprüfer geprüfte Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts. Zu finden ist er im Anschluss an den Prognosebericht.

PROGNOSEBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMEN -BEDINGUNGEN

Positive Entwicklung in Asien und den USA

Getrieben von den expandierenden Volkswirtschaften in Asien und den USA dürfte die Weltwirtschaft auch 2012 weiter wachsen - wenn auch wegen der fiskalischen und konjunkturellen Probleme in Europa weniger stark als im Vorjahr. Entsprechend senkte die Weltbank Anfang 2012 ihre Schätzungen für das Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden Jahr von 3,6 % auf 2,5 %. Dabei erwarten die Experten weiterhin ein deutliches Wachstum in den Schwellenländern wie den BRIC-Staaten China, Brasilien und Indien. Auf Grund seiner Exportstärke dürfte auch Deutschland 2012 ein leichtes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes erzielen.

BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Automobilmärkte vor weiterem Wachstum

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Verband der Automobilindustrie VDA weltweit weiteres Wachstum in der Automobilindustrie. Allerdings werden sich die Märkte unterschiedlich entwickeln. Spitzenreiter und Treiber der Entwicklung bleiben die BRIC-Staaten, vor allem China und Indien mit einem prognostizierten Absatzwachstum von 8 % bzw. 10 %. Auch in den großen amerikanischen Absatzländern USA (+5 %) und Brasilien (+3 %) erwarten die Experten einen spürbaren Anstieg. Dagegen dürfte Westeuropa abhängig von der konjunkturellen Entwicklung erneut keine Zuwächse aufweisen. Insgesamt erwartet der VDA 2012 weltweit einen leichten Anstieg des Absatzes an PKW und leichten Nutzfahrzeugen um 4 % auf insgesamt 68 Mio. Einheiten.

PKW-ABSATZ 2011 REGIONEN / LÄNDER

Automobilhersteller weiten ihre Investitionsbudgets aus

Infolge des ungebrochenen Wachstums in den BRIC-Staaten und den USA setzen insbesondere die europäischen Premiumhersteller wie Daimler, BMW oder VW den Ausbau ihrer regionalen Produktionskapazitäten fort. Dazu wurden die Investitionsbudgets im vergangenen Jahr noch einmal erhöht. Daimler investiert in den nächsten zwei Jahren u.a.insgesamt 2,4 Mrd. US-Dollar in sein amerikanisches Werk Tuscaloosa / Alabama. Im selben Zeitraum fließen 0,9 Mrd. US-Dollar in den Ausbau des Werkes Spartanburg / South Carolina von BMW. Auch Audi kündigte den Bau eines eigenen Produktionswerks in den Vereinigten Staaten an. Insgesamt erwartet das CAR Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen einen Ausbau der Produktionskapazitäten deutscher Hersteller in den USA von derzeit 1,0 Mio. Fahrzeuge im Jahr auf 1,6 Mio. Einheiten bis 2015. Dadurch dürfte der Marktanteil deutscher PKW von 7,6 % in 2010 auf 10 % in 2015 anwachsen.

Die zweite wichtige Zielregion der Automobilinvestitionen ist China. Im Juni 2011 unterzeichnete Daimler einen Rahmenvertrag mit seinem chinesischen Joint Venture Partner über Investitionen von insgesamt 2 Mrd. € zur Ausweitung der dortigen Produktion. Einen Monat vorher hatte BMW zusammen mit seinem einheimischen Partner bereits seine Investitionen zum Bau eines zweiten Produktionswerkes in China von 0,6 Mrd. € auf 1 Mrd. € erhöht. Darüber hinaus plant das Unternehmen nach Zeitungsberichten auch ein neues Montagewerk in Brasilien.

Für die großen nordamerikanischen Automobilhersteller gilt Ähnliches. Ford verdoppelte im Juni 2011 die Investitionen zum Ausbau seiner Modellpalette und Werke von 3 auf 6 Mrd. US-Dollar jährlich. Neben der Modernisierung der amerikanischen Fabriken ist u.a. ein zweites Werk in Indien mit Ausgaben in Höhe von rd. 1 Mrd. US-Dollar geplant.

KUKA ist langjähriger Partner dieser Automobilhersteller und erwartet von diesen angekündigten Investitionen zusätzliche, deutliche Impulse für die weitere Geschäftsentwicklung in beiden Geschäftsbereichen.

Zunehmende Modellvielfalt

Eine Antwort der Automobilindustrie auf den scharfen Wettbewerb untereinander und den Wunsch der Automobilkunden insbesondere in den Industriestaaten nach maßgeschneiderten Produkten ist die zunehmende Anzahl von neuen Modellen auf dem Markt. Nach einer Studie des CAR Centers Automotive Research der Universität Duisburg-Essen wird sich diese Entwicklung auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Demnach beträgt die Anzahl der auf dem Markt befindlichen Modellreihen und Varianten derzeit 315 und dürfte sich bis zum Jahr 2015 um rd. ein Drittel auf 415 Modelle erhöhen (zum Vergleich: 1995 waren es erst 227). Eine Ausweitung der Modellpalette erfordert jedoch in der Regel neue hochflexible Produktionsanlagen, auf denen zwei und mehr Modelle bzw. Varianten eines Fahrzeugs hergestellt werden können.

Der Neu- und Umbau hochflexibler Produktionsanlagen auf der Basis leistungsfähiger Robotersysteme ist ein wichtiges Kompetenzfeld von KUKA.

Trend zur Automation der Produktion ungebrochen

Die weitere Automation von Produktionsprozessen führt generell zu einem rationelleren Einsatz von Ressourcen und hat quantitativ und qualitativ bessere Leistungen zur Folge. In der jüngsten Studie der International Federation of Robotics (IFR) "World Robotics 2011" sind daher folgende Entwicklungslinien in den Absatzmärkten für robotergestützte Automation erkennbar:

In der Automobilindustrie setzt sich der Trend zu kleineren, umweltfreundlicheren Fahrzeugen sowie neuen Werkstoffen wie Kohlefaserverbunde (CFK) und alternativen Antriebstechnologien wie Hybrid- oder Elektromotoren fort. Änderungen der Produktionselemente gehen in der Regel mit Änderungen der bestehenden Produktionsstraßen und vielfach mit einem höheren Grad an Automation einher.
Die General Industry (alle Branchen außerhalb der Automobilindustrie) ist erheblich geringer automatisiert als die Automobilindustrie. In Deutschland beispielsweise beträgt das Verhältnis von eingesetztem Roboter je 10.000 Mitarbeiter, die so genannte Roboterdichte, im Vergleich zur Automobilindustrie lediglich 1:10. Insbesondere die Individualisierung von Konsumgütern zwingt die Hersteller jedoch zunehmend zu einer Flexibilisierung ihrer Produktion. Hierfür ist der Industrieroboter hervorragend geeignet. Aber auch die pharmazeutische und kosmetische Industrie, die Medizintechnik und die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie stehen unter Rationalisierungsdruck und automatisieren ihre Produktionsanlagen kontinuierlich.
Die Fortschritte in der Robotertechnologie hinsichtlich Präzision, Sicherheit und leichter Bedienbarkeit eröffnen dem Roboter völlig neue Anwendungen und Märkte vor allem in der Kooperation zwischen Mensch und Maschine beispielsweise in den Werkstätten kleinerer oder mittlerer Unternehmen.
In den Niedriglohnländern Osteuropas, Asiens und Südamerikas hat das steigende Gehaltsniveau ebenfalls eine zunehmende Automation der Produktion zur Folge. In China beispielsweise steigen die Löhne nach Aussagen deutscher Unternehmen zwischenzeitlich um etwa 20 % pro Jahr (Quelle: Handelsblatt vom 14. November 2011).
Schließlich wird der drohende Mangel an ausgebildeten Fachkräften in den hochentwickelten Staaten Mitteleuropas in den nächsten Jahren einen nächsten Automationsschub auslösen.

Kontinuierliches Wachstum des Robotermarktes

Die Federation of Robotics (IFR) erwartet deshalb in ihrer jüngsten Studie ein weiteres kontinuierliches Wachstum des Robotermarktes. Dabei zeichnen sich im Zeitraum 2012 bis 2014 folgende regionale und sektorale Wachstumsschwerpunkte ab:

Der Robotermarkt in China wächst derzeit mit einer Wachstumsrate von 30 % im Jahr und dürfte am Ende des Betrachtungszeitraums mit einem Absatzvolumen von über 30.000 Einheiten im Jahr - wie schon in der Automobilproduktion -weltweit die Spitzenposition einnehmen. Dabei wird die Montage importierter Fahrzeugteile mehr und mehr von lokaler Produktion abgelöst.
Nach dem Atomunfall im März 2011 sind die japanischen Unternehmen bestrebt, ihre Produktion geographisch zu diversifizieren und verstärkt in die großen Absatzregionen Nordamerika, Europa und Asien (Festland) zu verlagern. Dies hat ebenfalls Neuinvestitionen in hochautomatisierte Fertigungsanlagen zur Folge.
Die Elektronikindustrie Koreas dürfte nach dem schnellen Anstieg der Bestellungen von Industrierobotern in den vergangenen Jahren auf dem erreichten Niveau weiter automatisieren.
Die Automobilindustrie ist in Nordamerika wiedererstarkt. Von dem daraus folgenden Nachholeffekte wird das Robotergeschäft in den kommenden Jahren spürbar profitieren.

Insgesamt erwartet der IFR im Zeitraum 2012 bis 2014 einen Anstieg des Absatzes von Industrierobotern jährlich um 6 % auf rund 167 000 Stück. Dabei dürfte sich der Absatz von Industrierobotern in Asien mit 7 % überdurchschnittlich, in Amerika mit 6 % durchschnittlich und in Europa mit 4 % unterdurchschnittlich entwickeln.

Zuwächse auch bei Servicerobotern

Serviceroboter kommen außerhalb der privaten Nutzung vor allem im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich sowie in der Landwirtschaft zum Einsatz. In diesen sogenannten professionellen Einsatzbereichen stieg die Anzahl der abgesetzten Einheiten auf Grund der spezifischen Märkte in 2010 lediglich um 4 % auf insgesamt 13.700 Serviceroboter. Das kleinere Marktsegment der Medizinroboter, in dem KUKA tätig ist, wuchs dagegen mit 14 % überdurchschnittlich. Für den Zeitraum von 2011 bis 2014 erwartet der IFR jedoch eine deutlich Steigerung des Absatzes von Servicerobotern im professionellen Einsatz auf über 20.000 Einheiten jährlich.

ABSATZ VON INDUSTRIEROBOTERN WELTWEIT 2008 - 2014

UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE RAHMEN -BEDINGUNGEN

Im Prognosezeitraum der nächsten zwei Jahre verfolgt der KUKA Konzern unverändert eine Strategie profitablen Wachstums. Diese Strategie basiert auf den führenden Marktpositionen der Geschäftsbereiche Robotics und Systems in ihren jeweiligen Märkten sowie der hohen Innovationskraft und Kundennähe des Unternehmens.

Der Geschäftsbereich Robotics hat dabei folgende Zielsetzungen:

Produktneueinführungen General Industry. Nach der erfolgreichen Einführung der Robotergeneration QUANTEC mit der Steuerung KR C4 in die Automobilindustrie wird dieser neue Industrieroboter im laufenden Jahr nunmehr auch in die General Industry eingeführt. Zusammen mit branchenspezifischen Systempartnern hat Robotics entsprechende Anwendungen entwickelt, die jetzt an Kunden u. a. in der Metallverarbeitung, dem Maschinenbau, in der Kunststoffoder Nahrungsmittelindustrie vertrieben werden. Insgesamt soll der Marktanteil des Geschäftsbereichs in der General Industry weiter erhöht werden.
Expansion Produktportfolio. Zur Abrundung seiner Produktpalette plant Robotics außerdem die Einführung eines eigenen Roboters für kleinere Traglasten, der speziell in dem Kundensegment General Industry eingesetzt wird. Diese Maßnahme unterstützt das Ziel des Gewinns von Marktanteilen in diesem Bereich.
Advanced Robotics. KUKA Laboratories ist vor zwei Jahren innerhalb des Geschäftsbereichs Robotics etabliert worden, vor allem um die Entwicklung des KUKA Leichbauroboters (LBR) und die Aktivitäten in der Medizintechnik voranzutreiben. Wegen seiner einzigartigen Kombination von Sensorik und Sicherheit kann der LBR völlig neue Einsatzmöglichkeiten in der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter erschließen, die dem Industrieroboter bisher verschlossen waren. Der KUKA Leichtbauroboter wird derzeit in mehreren Piloteinsätzen in der Industrie getestet.
Medizintechnik. Die zweite Kernaktivität des Bereichs Advanced Robotics ist die Expansion des Unternehmens in der Medizintechnik. Hier gelang es, einen Großauftrag von Siemens Healthcare jeweils zum Jahresanfang 2011 und 2012 zu gewinnen. KUKA Roboter werden hier in der Röntgenbildgebung eingesetzt. Robotertechnik von KUKA findet zunehmende Verwendung in der Medizintechnik sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie. Immer dann, wenn Bewegungen präzise, tremorfrei und sicher in gleichbleibender Qualität durchgeführt werden müssen, hat der Roboter große Vorteile. KUKA forciert dieses margenträchtige Geschäft - auch durch vermehrte Kooperationen mit spezialisierten Forschungseinrichtungen.

Der Geschäftsbereich Systems verfolgt im Prognosezeitraum vor allem die Weiterentwicklung seiner Organisationsstruktur als Folge der zunehmenden Internationalisierung des Anlagengeschäfts. Ziel ist eine Steigerung der Effizienz in den Produktions- und Abwicklungseinheiten und die Nutzung von Kostenvorteilen in der Beschaffung.

Internationalisierung der Wertschöpfungskette. Bereits in den vergangenen Jahren hat der Geschäftsbereich regionale Zentren für sein Anlagengeschäft eingerichtet. So werden die Märkte in Deutschland und Europa von Augsburg aus betreut, die Märkte in Nord- und Südamerika vom Großraum Detroit und in Asien von Shanghai / China aus. Alle drei Zentren werden in einem nächsten Schritt zu sogenannten HUBs; d. h. regionalen Knotenpunkten mit eigner Vertriebs- und Organisationsstruktur ausgebaut. Damit sind diese Zentren in der Lage, den Vertrieb, die Konstruktion und das Projektmanagement auch größerer Anlagenaufträge eigenständig und effizient abzuwickeln.
Beschaffung aus Niedrigkostenländern. Die Landesgesellschaft in Rumänien wird als Kompetenz-Center für Standardbauteile und Zulieferer für das regionale Zentrum in Europa aufgebaut; entsprechendes ist mit den Landesgesellschaften in Mexiko für Nord- und Südamerika und in China für Asien geplant. Diese drei Gesellschaften übernehmen dabei sowohl den Einkauf als auch die Produktion und Montage von Bauteilen, um die komparativen Beschaffungsvorteile in Niedrigkostenländern für die gesamte Gruppe zu nutzen. Die Landesgesellschaft in Indien fungiert darüber hinaus als Kompetenz-Center für Engineering-Leistungen.

VORAUSSICHTLICHE GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Gesamtaussage

Der KUKA Konzern erwartet im Prognosezeitraum 2012 und 2013 eine weiter positive Entwicklung der Weltkonjunktur und seiner wichtigsten Absatzmärkte in der Automobilindustrie und der General Industry, wenn auch mit abnehmenden Zuwachsraten. Die Probleme in Europa dürften dabei vor allem die Nachfrage in Südeuropa dämpfen. Insgesamt gesehen ist eine weitere Steigerung des Umsatzvolumens und ein Verbesserung der Ertragslage im Unternehmen zu erwarten.

UMSATZ UND EBIT-MARGE

Auf der Basis eines hohen Auftragsbestandes und einer hohen Visibilität der Geschäftsentwicklung plant der KUKA Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2012 ein Umsatzvolumen mindestens auf dem Niveau des Vorjahres (2011: 1,44 Mrd. €). Die EBIT-Marge soll mehr als 5,5 % (2011: 5,1 %) betragen.

Grundlage dieser weiteren Verbesserung der Ertragslage sind im Geschäftsbereich Robotics höhere Anteile des General Industry-Geschäftes sowie eine weitere Steigerung des Anteils von Robotern der neuen Generation QUANTEC / KR C4 am Absatzvolumen. Weiterhin erwartet der KUKA Konzern in 2012 nochmals einen Anstieg der F&E - Aktivitäten in Robotics. Im Geschäftsbereich Systems soll vor allem die bessere Preisqualität im Auftragsbestand in 2012 margenverbessernd wirken. Vorteile, die sich aus einer weiteren Internationalisierung und Effizienzsteigerung der Wertschöpfungskette ergeben, sollen vor allem 2013 zu einem weiteren Anstieg des Ergebnisbeitrags führen.

Unter der Voraussetzung eines weiteren positiven Konjunktur- und Marktumfeldes erwartet der KUKA Konzern im Geschäftsjahr 2013 einen weiteren Anstieg der Umsatzerlöse und der EBIT-Marge.

Jahresüberschuss

Der KUKA-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Jahresüberschuss i. H. v. 29,9 Mio. €. In den Folgejahren 2012 und 2013 sollte sich auf Basis der weiter erhöhten operativen Profitabilität (EBIT) auch der Jahresüberschuss in gleichem Maße erhöhen.

Forschung und Entwicklung sowie Investitionen

Die Stärken der KUKA Produkte basieren auf Innovation und Qualität. Um diese Vorteile nachhaltig zu sichern, plant der KUKA Konzern die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Prognosezeitraum leicht zu erhöhen. Im Geschäftsbereich Robotics werden diese Ausgaben zur Weiterentwicklung von Anwendungen, der Software und neuen Produkten verwendet. Im Geschäftsbereich Systems finden die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung fast ausschließlich in Kundenprojekten statt. Insgesamt sieht der KUKA Konzern in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 Ausgaben für den Bereich Forschung und Entwicklung von jeweils 40 - 50 Mio. € vor.

Investitionen: als Folge des Aufbaus von Montagekapazitäten in China, des Aufbaus des HUB-Konzepts und eines Anstieg bilanzierter Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erwartet der KUKA Konzern eine generelle Zunahme der Investitionen. Dementsprechend sollte die Investitionsquote im Prognosezeitraum bei 2,5 - 3,5 % des Umsatzes liegen.

Free Cashflow

Der Free Cashflow generiert sich im KUKA Konzern hauptsächlich aus den operativen Ergebnissen und der Entwicklung des Working Capital in den Geschäftsbereichen Robotics und Systems. Unter Voraussetzung entsprechender Rahmenbedingungen und eines stabilen bis leicht steigenden Umsatzes erwartet der KUKA Konzern in 2012, trotz leichtem Aufbau des Working Capitals, einen positiven und steigenden Free Cashflow. In 2013 sollte das Umsatzwachstum ebenfalls zu einem entsprechenden Aufbau des Working Capitals führen. Trotzdem wird für 2013 ebenfalls ein deutlich positiver Free Cashflow erwartet, der erkennbar über dem Wert des Geschäftsjahres 2011 (6,5 Mio. €) liegen sollte.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht als Teil des Corporate Governance Berichts fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden und erläutert Struktur und Höhe der Bezüge der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Lageberichts.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Vergütungsstruktur

Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder der KUKA Aktiengesellschaft enthält fixe und variable Vergütungsbestandteile. Letztere setzen sich ihrerseits aus mehreren variablen Vergütungselementen zusammen. Das System der Vorstandsvergütung ist dabei entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des § 87 AktG und den Anforderungen des CGK auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und berücksichtigt bei den variablen Bestandteilen sowohl positive als auch negative Geschäftsentwicklungen.

Die fixe Vergütung besteht aus Festgehalt und Sachbezügen. Das Festgehalt wird in zwölf monatlich gleich bleibenden Teilbeträgen entrichtet. Die Sachbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen.

Die variable Vergütung wird zur einen Hälfte aufgrund der Erreichung persönlicher Ziele und zur anderen Hälfte in Abhängigkeit von der Entwicklung der wirtschaftlichen Kenngrößen EBIT und Free-Cash-Flow des KUKA Konzerns gewährt. Die Einzelheiten hierzu werden gesondert jährlich vereinbart. Die variable Vergütung ist in der Höhe begrenzt und die Erreichung der finanziellen Ziele ist an eine mehrjährige Unternehmensentwicklung gekoppelt.

Darüber hinaus wurden als weiterer variabler Vergütungsbestandteil für die Mitglieder des Vorstands seit 2006 jährliche Phantom-Share-Programme (nachfolgend auch "Programme") vereinbart, die eine langfristige Anreizwirkung haben sollen. Phantom Shares sind virtuelle Aktien, die dem Inhaber das Recht auf eine Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses der Gesellschaft gewähren. Anders als bei Aktienoptionen enthalten Phantom Shares also nicht allein die Wertsteigerung, sondern den gesamten Aktienwert als Erlös. Außerdem wird während der Planlaufzeit jährlich je virtueller Aktie ein Dividendenäquivalent in Höhe der tatsächlich ausgeschütteten Dividende auf echte KUKA Aktien gezahlt. Stimmrechte sind mit den Phantom Shares nicht verbunden.

Die Programme umfassen jeweils drei Kalenderjahre; erstmals wurde ein Programm für die Jahre 2006 - 2008 vereinbart. Das als Bestandteil der Vergütung für das Geschäftsjahr 2011 aufgelegte Programm bezieht sich auf die Jahre 2011 - 2013. Zu Beginn der Dreijahresperiode legt der Aufsichtsrat das Zuteilungsvolumen fest. Geteilt durch den maßgeblichen Anfangskurs der KUKA Aktie, welcher aus dem Durchschnittskurs der KUKA Aktie (Eröffnungskurs XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse) zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 13. März 2011 (dem letzten Handelstag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats) ermittelt wird, ergibt sich eine vorläufige Zahl von Phantom Shares. Ebenfalls zu Beginn des dreijährigen Performance-Zeitraums wird vom Aufsichtsrat ein EVA (Economic Value Added) der Continuing Operations (vor Steuern) auf Basis der operativen Planung der drei Programmjahre festgelegt, welches sich an dem Budget des ersten Geschäftsjahres des Dreijahreszeitraums und der Planung der beiden nachfolgenden Geschäftsjahre orientiert.

Das kumulative EVA des dreijährigen Performance-Zeitraums wird durch das EVA der Continuing Operations entsprechend der operativen Planung der drei Programmjahre geteilt, um einen Erfolgsfaktor zu ermitteln. Der Erfolgsfaktor kann zwischen 0 und 2,0 schwanken. Die endgültige Anzahl der Phantom Shares hängt von dem erreichten Erfolgsfaktor ab, der mit der vorläufigen Zahl der Phantom Shares multipliziert wird. Die Obergrenze bildet eine Verdoppelung der Phantom Shares (dies ist der Fall, wenn der Erfolgsfaktor 2,0 erreicht wird). Die Auszahlung erfolgt auf Basis der endgültigen Anzahl an Phantom Shares zum Endkurs (Durchschnittskurs der KUKA Aktie zwischen dem 1. Januar des den drei Bezugsjahren folgenden Jahres ("Folgejahr") und dem Tag vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats des Folgejahres).

Das jeweilige Vorstandsmitglied ist verpflichtet, in Höhe von 25 % des im April des Folgejahres ausgezahlten Bruttobetrages KUKA Aktien zum dann gültigen Aktienkurs zu erwerben. Dieser Erwerb dient dem Aufbau eines festgelegten Haltevolumens von 50 % der Jahresgrundvergütung von KUKA Aktien ab dem Folgejahr. Diese Verpflichtung endet mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern. Endet des Anstellungsverhältnis eines Vorstandsmitglieds durch Kündigung - unabhängig von welcher Seite sie erfolgt -, so verfallen alle ihm zugeteilten Phantom Shares.

Für das Phantom-Share-Programm 2011 - 2013 wurde der Anfangskurs mit 17,37 € festgelegt.

Der Aufsichtsrat entscheidet für jedes Jahr über die Gewährung einer aktienorientierten Vergütung für den Vorstand. Aus der wiederholten Gewährung in der Vergangenheit kann kein Rechtsanspruch auf die Gewährung solcher oder vergleichbarer Leistungen für die Zukunft abgeleitet werden. Ziel dieses Programms ist, dass jedes Mitglied des Vorstands von KUKA zugleich auch Aktionär sein soll. Es fördert den Anteilsbesitz der Mitglieder des Vorstands bei KUKA und verknüpft damit die Interessen dieser Organmitglieder noch enger mit denen der Aktionäre. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele sowie der Vergleichsparameter ist ausgeschlossen.

Kredite wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

Vergütung im Jahr 2011

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf insgesamt 3.171 T€. Die Vergütung der einzelnen Vorstände sowie des gesamten Vorstandes kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

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in T€ Festgehalt inklusive Sachbezüge* Variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2011** Phantom-Share- Programme*** Insgesamt
Dr. Till Reuter 519 705 603 1.827
Stephan Schulak 390 525 429 1.344
Summe 909 1.230 1.032 3.171

* Sachbezüge setzen sich - je nach vertraglicher Vereinbarung mit den einzelnen Vorstandsmitgliedern - aus der Nutzung von Dienstwagen und Prämien für die Unfallversicherung zusammen. Die Prämie für die D&O-Versicherung ist in den Sachbezügen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den geschützten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet.

** Die variable Vergütung des Vorstands kann derzeit nur vorläufig bestimmt werden. Der Aufsichtsrat legt in seiner Sitzung am 27. März 2012 endgültig die variable Vergütung des Vorstands für die Erreichung der personlichen Ziele fest. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsregelung wird der Aufsichtsrat über die Erreichung der Unternehmensziele erst im Jahr 2013 beschließen.

*** kumulierter Zeitwert für alle Programme gemäß Rückstellung zum 31. Dezember 2011

PHANTOM-SHARE-PROGRAMM 2010 - 2012

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Zuteilungsvolumen*

in T€
Anfangkurs der KUKA Aktie

in €
Vorläufige Anzahl der Phantom-Shares Rückstellung (Zeitwert) zum 31.12.2011

in T€
Dr. Till Reuter 200 11,50 17.392 325
Stephan Schulak 150 11,50 13.044 243

* Zeitwert im Zeitpunkt der Gewährung

PHANTOM-SHARE-PROGRAMM 2011 - 2013

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Zuteilungsvolumen*

in T€
Anfangkurs der KUKA Aktie

in €
Vorläufige Anzahl der Phantom-Shares Rückstellung (Zeitwert) zum 31.12.2011

in T€
Dr. Till Reuter 300 17,37 17.272 278
Stephan Schulak 200 17,37 11.515 186

* Zeitwert im Zeitpunkt der Gewährung

Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt worden, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2011 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 9.848 T€ (HGB) (VJ. 10.095 T€).

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Vergütungsstruktur

Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 1. Januar 2006 ist die Satzung dahingehend geändert worden, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste Vergütung erhalten.

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung, welche 30 T€ beträgt und nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar ist.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält die vierfache, der Stellvertreter des Vorsitzenden die doppelte Vergütung. Für die Leitung der Hauptversammlung, sofern diese nicht vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats geleitet wird, sowie für die Mitgliedschaft in einem oder mehreren nicht nur vorübergehend tätigen Ausschüssen, erhalten Aufsichtsratsmitglieder eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 30 T€. Ein Ausschussvorsitzender erhält -auch wenn er mehreren Ausschüssen vorsitzt oder Mitglied in einem anderen Ausschuss ist - höchstens das Eineinhalbfache der jährlichen Vergütung; dies gilt nicht für den Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG.

Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsratssitzung nach seiner Wahl entweder die Erstattung seiner Auslagen oder ein pauschales Sitzungsgeld von 450 € zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer.

Vergütung für die Jahre 2010 und 2011

Es ist darauf hinzuweisen, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 freiwillig auf 10 % ihrer Vergütung verzichtet hatten. Herr Bernd Minning hatte darüber hinaus für das Geschäftsjahr 2010 freiwillig auf weitere 50 % seiner ihm als Aufsichtsratsvorsitzenden gesondert zustehenden Bezüge verzichtet.

Die folgende Tabelle enthält eine Gegenüberstellung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Geschäftsjahre 2010 und 2011:

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in T€ Zahlung in 2011 für 2010 Zahlung in 2012 für 2011
Bernd Minning Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Personalausschusses, des Strategie- und Entwicklungsausschusses, des Vermittlungsausschusses und des Nominierungsausschusses 113 165*
Jürgen Kerner Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats 81 90
Prof. Dr. Dirk Abel 54 60
Dr. Uwe F. Ganzer Vorsitzender des Prüfungsausschusses 68 75
Dr. Michael Proeller 37 60
Prof. Dr. Uwe Loos Vorsitzender des Technologie- und Produktionsausschusses 68 75
Carola Leitmeir 54 60
Fritz Seifert 54 60
Wilfried Eberhardt 27 30
Siegfried Greulich 54 60
Thomas Knabel 54 60
Guy Wyser-Pratte 54 60

* Herr Minning hat in Aussicht gestellt, von der ihm für das Jahr 2011 für den Vorsitz im Aufsichtsrat zustehenden Vergütung die Hälfte (dies entspricht 45 T€) an den in Gründung befindlichen gemeinnützigen Verein "Orange Care e. V." zu spenden. Die Spende ist vor dem Hintergrund der auf der Hauptversammlung 2011 von Herrn Minning abgegebenen entsprechenden Verzichtserklärung zu sehen.

Bilanz zum 31. Dezember 2011

der KUKA Aktiengesellschaft

AKTIVA

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in T€ Anhang 31.12.2010 31.12.2011
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.579 2.300
Sachanlagen 15.802 15.504
Finanzanlagen 174.270 174.283
192.651 192.087
Umlaufvermögen
Vorräte (2) 0 91
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (3) 171.826 171.426
Sonstige Vermögensgegenstände (4) 11.326 13.128
183.152 184.645
Flüssige Mittel (5) 163.210 130.135
346.362 314.780
Rechnungsabgrenzungsposten (6) 1.526 1.703
540.539 508.570
Passiva
in T€ Anhang 31.12.2010 31.12.201
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (7)
Gezeichnetes Kapital 88.180 88.180
Nennbetrag eigener Anteile -3.451 0
84.729 88.180
Kapitalrücklage (8) 72.993 72.993
Andere Gewinnrücklagen (9) 3.451 24.423
Bilanzverlust -75.733 -61.053
85.440 124.543
Rückstellungen (10)
Rückstellungen für Pensionen 12.489 11.947
Steuerrückstellungen 1.485 0
Sonstige Rückstellungen 29.443 19.372
43.417 31.319
Verbindlichkeiten (11)
Anleihen (12) 202.000 202.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (13) 2.209 2.358
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (14) 6.110 2.483
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (15) 194.794 137.558
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (16) 2.386 2.524
Sonstige Verbindlichkeiten (17) 4.183 5.785
411.682 352.708
540.539 508.570

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

der KUKA Aktiengesellschaft

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in T€ Anhang 2010 2011
Andere aktivierte Eigenleistungen (18) 0 552
Sonstige betriebliche Erträge (19) 30.223 40.042
Personalaufwand (20) -17.402 -18.448
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (21) -3.032 -3.230
Sonstige betriebliche Aufwendungen (22) -47.693 -36.770
Beteiligungsergebnis (23) 46.626 34.180
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (24) 16.266 23.394
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (24) -33.732 -26.236
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -8.744 13.484
Außerordentliches Ergebnis (25) -997 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (26) 5.997 1.196
Jahresüberschuss (Vorjahr Jahresfehlbetrag) -3.744 14.680
Verlustvortrag aus dem Vorjahr (27) -71.989 -75.733
Bilanzverlust -75.733 -61.053

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

ALLGEMEINE ANGABEN

AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE

Der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, wurde für das Geschäftsjahr 2011 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung ist das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen" erweitert.

Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten wie auch die ergänzenden Angaben sind im Folgenden einzeln dargestellt.

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt; die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 unverändert.

Im Vorjahr war durch die erstmalige Anwendung der BilMoG-Bestimmungen bzw. der entsprechenden Übergangsregelungen zum 1. Januar 2010 ein Betrag von 997 TEUR als außerordentlicher Aufwand zu erfassen.

BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre.

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Den planmäßigen Abschreibungen werden bei Gebäuden Nutzungsdauern zwischen 25 und 50 Jahren, bei übrigen Sachanlagen zwischen 3 und 15 Jahren zu Grunde gelegt. Die Abschreibung erfolgt ausschließlich linear. Darüber hinaus werden der technische Fortschritt und die Wirtschaftlichkeit der Nutzung entsprechend berücksichtigt. Es wurde seit dem Jahr 2010 nach der Neuregelung im Wachstumsbeschleunigungsgesetz von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 410,00 im Zeitpunkt des Zugangs voll abzuschreiben und als Abgang zu zeigen. Selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen €150,00 und 1.000,00 in den Jahren 2008 und 2009 wurden gemäß den steuerlichen Vorschriften in einen Sammelposten eingestellt. Der Sammelposten wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Wirtschaftsjahren pro Jahr um ein Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

Die Finanzanlagen betreffen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Diese werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren Stichtagspreis, bewertet. Soweit erforderlich, sind Bestandsrisiken durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung individueller Abschläge für alle erkennbaren Risiken bewertet. Langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Barwert bilanziert.

Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen späteren bestimmten Zeitraum darstellen.

Passiva

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck nach der Projected Unit Credit Methode gebildet. Bei der Berechnung der Rückstellung wurde der von der deutschen Bundesbank per 31.10.2011 veröffentlichte Marktzins der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Daneben werden weitere Berechnungsparameter wie unter (10) des Anhangs aufgeführt unterstellt.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und verrechnet. Der beizulegende Zeitwert bemisst sich nach dem Aktivwert.

Der Ausweis der Zinskomponente in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen und vergleichbaren Verpflichtungen erfolgt im Sinne einer betriebswirtschaftlich richtigen Darstellung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit nicht im Personalaufwand, sondern im Zinsergebnis.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste sowie für sonstige künftige Belastungen gebildet. Die Rückstellungen werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechendem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, die sich in späteren Jahren umkehren sowie aus bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen und aus steuerlichen Zinsvorträgen im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG. Steuerliche Verlustvorträge werden nur berücksichtigt, sofern mit einer Verlustverrechnung innerhalb von fünf Jahren gerechnet wird. Es werden die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Die daraus resultierenden Steuerbelastungen und Steuerentlastungen werden saldiert. Nach der Saldierung verbleibende aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Eine Analyse der bestehenden Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz hat ergeben, dass die aktiven latenten Steuern im Wesentlichen auf temporäre Differenzen aus den Bereichen der Vorratsbewertung, der Pensionsrückstellungen und der Drohverlustrückstellungen sowie aus Latenzen der steuerlichen Verlustvorträge resultieren. Da es sich per Saldo um eine aktive latente Steuer handelt, wurde auf einen Ansatz in der Bilanz verzichtet.

Als Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden die am Bilanzstichtag valutierten Beträge angegeben.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Kostenumlagen werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen und entsprechend den erbrachten bzw. empfangenen Leistungen als sonstige betriebliche Erträge bzw. unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus Gutschriften an Organgesellschaften in Höhe von 9.130 TEUR (Vorjahr 7.339 TEUR).

Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden von der KUKA Aktiengesellschaft grundsätzlich zu Bedingungen wie unter fremden Dritten geschlossen.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Anschaffungskurs bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Aus der Fremdwährungsbewertung resultierende Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Folgende Umrechnungskurse kamen zur Anwendung:

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Stichtagskurs
Land Währung 31.12.2010 31.12.2011
--- --- --- ---
Brasilien BRL 2,2177 2,4159
Canada CAD 1,3322 1,3215
China CNY 8,8220 8,1588
Indien INR 59,7580 68,7130
Japan JPY 108,6500 100,2000
Korea KRW 1.499,0600 1.498,6900
Malaysia MYR 4,0950 4,1055
Mexiko MXN 16,5475 18,0512
Russland RUB 40,8200 41,7650
Schweden SEK 8,9655 8,9120
Schweiz CHF 1,2504 1,2156
Taiwan TWD 38,9163 39,1724
Thailand THB 40,1700 40,9910
Tschechische Republik CZK 25,0610 25,7870
Ungarn HUF 277,9500 314,5800
USA USD 1,3362 1,2939
Vereinigtes Königreich GBP 0,8608 0,8353
Vietnam VND 25.895,9154 27.347,0000

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung des Anlagevermögens der KUKA Aktiengesellschaft ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

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Anschaffungskosten/Herstellungskosten
in T€ Stand am 01.01.2011 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2011
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte und Werte 8.542 778 71 9.249
2. Geleistete Anzahlungen - 420 420
8.542 1.198 71 9.669
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 48.585 48.585
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.267 2.196 4.463
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.883 2.479 257 10.105
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 156 156
58.735 4.831 257 63.309
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 233.947 13 233.960
233.947 13 - 233.960
Summe 301.224 6.042 328 306.938

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Abschreibungen
in T€ Stand am 01.01.2011 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2011
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte und Werte 5.963 1.477 71 7.369
2. Geleistete Anzahlungen - -
5.963 1.477 71 7.369
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 34.455 1.050 35.505
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.065 2.031 4.096
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.413 2.040 249 8.204
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - -
42.933 5.121 249 47.805
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 59.677 59.677
59.677 - - 59.677
Summe 108.573 6.598 320 114.851

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Buchwerte
in T€ Stand am 31.12.2011 Stand am 31.12.2010
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Rechte und Werte 1.880 2.579
2. Geleistete Anzahlungen 420 -
2.300 2.579
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 13.080 14.130
2. Technische Anlagen und Maschinen 367 202
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.901 1.470
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 156 -
15.504 15.802
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 174.283 174.270
174.283 174.270
Summe 192.087 192.651

Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahres sind im zusammengefassten Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns genannt.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der KUKA Aktiengesellschaft findet sich auf Seite 29 des Anhangs. Im Vergleich zum 31.12.2010 haben sich im Anteilsbesitz folgende Veränderungen ergeben:

Gründungen:

KUKA Robotics (China) Co. Ltd., Shanghai, China
KUKA Systems SRL, Sibiu, Rumänien
KUKA ROBOTICS UK LTD, London, Vereinigtes Königreich

Die Geschäftstätigkeit der KUKA Dienstleistungs-GmbH, Augsburg wurde mit Wirkung zum 1. April 2011 auf die KUKA Aktiengesellschaft übertragen. Das Anlagevermögen wurde zu Bruttowerten übernommen; in den Zugängen der Anschaffungskosten sind 3.842 TEUR und in den Abschreibungen 3.368 TEUR aus der Übernahme enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Vermögensgegenstände aus technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

(2) VORRÄTE

Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und wurden im Zuge der Übernahme der Geschäftstätigkeit der KUKA Dienstleistungs-GmbH auf die KUKA Aktiengesellschaft übertragen.

(3) FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Finanzmitteln und aus Kostenumlagen an Konzernunternehmen ausgewiesen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 14.405 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

(4) SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt ausgewiesen. Davon betreffen 9.484 TEUR (Vorjahr: 10.847 TEUR) das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 KStG. Der Ansatz erfolgte unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 4,25%. Das Körperschaftsteuerguthaben wird bis 2017 in jährlich gleichbleibenden Raten in Höhe von 1.805 TEUR ausbezahlt.

Daneben enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände erbrachte Dienstleistungen im Rahmen des KUKA Facility Managements an fremde Dritte.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 7.682 TEUR (Vorjahr: 9.042 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

(5) FLÜSSIGE MITTEL

Neben Guthaben bei Kreditinstituten sind in diesem Posten Schecks und Kassenbestände ausgewiesen.

Bei der KUKA Aktiengesellschaft werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Außerdem werden anzulegende Gelder zur Risikodiversifikation über mehrere Institute verteilt.

(6) AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Disagios werden aktiviert und über die Laufzeit der zugrundeliegenden Verbindlichkeit abgeschrieben. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen das Disagio aus der Unternehmensanleihe (per 31.12.2011: 1.084 TEUR, 31.12.2010: 1.269 TEUR).

(7) GEZEICHNETES KAPITAL

Das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft beträgt seit der Durchführung der Kapitalerhöhung im Juni 2010 unverändert 88.180.120,60 €, eingeteilt in 33.915.431 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie. Alle Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Juni 2010 wurden insgesamt 4.655.441 Aktien ausgegeben. Die Kapitalerhöhung erfolgte mittels Ausgabe von Bezugsrechten im Verhältnis 6:1 und zu einem Bezugspreis von 9,75 € je neuer Aktie.

Der rechnerische Wert der zum 31. Dezember 2010 gehaltenen eigenen Anteile in Höhe von 3.451 TEUR wurde offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die eigenen Anteile wurden im Berichtsjahr veräußert (vgl. hierzu /(9) Andere Gewinnrücklagen).

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2011 und durch den aufgrund dieses Beschlusses in die Satzung der Gesellschaft eingefügten § 4 Abs. 5 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien einmalig oder mehrmals um bis zu EUR 44.090.059,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft) erfolgt. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2011 gegen Bareinlagen bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10% des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10%-Grenze werden Aktien angerechnet, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. April 2010 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i.V.m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente auszugeben sind, sofern die Instrumente aufgrund einer in der Hauptversammlung vom 29. April 2010 beschlossenen Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung ausgegeben worden sind. Von der vorstehend erteilten Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben Aktien 30% des Grundkapitals nicht überschreitet, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung, noch - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.

Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der KUKA Aktiengesellschaft vom 4. Juli 2003 ist das Grundkapital um bis zu EUR 19.500.000 durch Ausgabe von bis zu 7.500.000 neuen Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt wie die Inhaber von Wandlungs- bzw. Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren in- oder ausländischen Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften bis zum 04. Juli 2008 ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen beigefügt sind, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen (§ 4 Abs. 6 der Satzung).

Unter teilweiser Ausnutzung der entsprechenden Ermächtigung zur Begebung von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen hat die KUKA Aktiengesellschaft am 9. Mai 2006 im Wege einer Privatplatzierung über ihre 100%ige niederländische Tochtergesellschaft, KUKA Finance B.V., eine durch die KUKA Aktiengesellschaft garantierte Wandelschuldverschreibung im Nominalbetrag von 69.000.000 € platziert. Das Recht der Anleihegläubiger, die begebenen Wandelschuldverschreibungen im Wert von nominal 50.000 € je Schuldverschreibung in neue Aktien der Gesellschaft umzutauschen (Wandlungsrecht), ist mit Ablauf des 18. Oktober 2011 (Ende des Ausübungszeitraums für das Wandlungsrecht) erloschen. Da kein Anleihegläubiger während des Ausübungszeitraums (8. Juli 2006 bis 18. Oktober 2011) von seinem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht hat, ist § 4 Abs. 6 der Satzung mit Ablauf des 18. Oktober 2011 inhaltlich gegenstandslos geworden. Die Wandelschuldverschreibung wurde im November 2011 durch Rückzahlung des Nennbetrags zuzüglich der bis dahin angefallenen Zinsen getilgt.

Gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 18.200.000,00 €, eingeteilt in bis zu 7.000.000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten bzw. die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten aus gegen Bareinlage ausgegebenen Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der KUKA Aktiengesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen der KUKA Aktiengesellschaft aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch Hauptversammlungsbeschluss vom 29. April 2010 bis zum 28. April 2015 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung/Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen, oder soweit die KUKA Aktiengesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der KUKA Aktiengesellschaft zu gewähren, soweit jeweils nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- oder Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

(8) KAPITALRÜCKLAGE

Im Rahmen der Kapitalerhöhung vom Juni 2010 hat sich die Kapitalrücklage im Vorjahr durch das Agio um insgesamt 33.312.835,91 EUR gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB erhöht. Dies entspricht einem Kursaufschlag von 7,15 EUR pro Aktie. Kapitalrücklagen im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 2, 3 und 4 HGB bestehen nicht.

(9) ANDERE GEWINNRÜCKLAGEN

Unter den im Vorjahr ausgewiesenen anderen Gewinnrücklagen waren die in 2008 erworbenen und zum 31. Dezember 2010 im Bestand befindlichen 1.327.340 eigenen Aktien ausgewiesen. Auf die eigenen Aktien entfiel ein Anteil am Grundkapital in Höhe von 3.451 TEUR.

Der Vorstand der Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die aufgrund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Auf Basis dieser Ermächtigung hat der Vorstand der KUKA Aktiengesellschaft, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, am 11. Mai 2011 beschlossen, die im Jahr 2008 (aufgrund eines früheren Ermächtigungsbeschlusses) erworbenen eigenen Aktien zu veräußern. Die UniCredit Bank AG und die Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG haben als "Joint Bookrunner" die Aktien zu jeweils 50% erworben und diese dann an institutionelle Investoren weitergeben. Der Verkauf erfolgte zu einem Kurs von 18,60 € pro Aktie und diente der Stärkung der Finanz- und Eigenkapitalstruktur. In die anderen Gewinnrücklagen wurde ein Wert von 24.423 T€ eingestellt.

(10) RÜCKSTELLUNGEN

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T€ 31.12.2010 31.12.2011
Rückstellungen für Pensionen 12.489 11.947
Steuerrückstellungen 1.485 0
Sonstige Rückstellungen
Drohverlustrückstellungen 4.803 2.158
Personalbereich 5.914 5.893
Übrige Rückstellungen 18.726 11.321
Summe 43.417 31.319

Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam:

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31.12.2010 31.12.2011
Rechnungszins 5,16% 5,13%
Gehaltstrend 2,50% 2,50%
Rententrend 1,75% - 2,50% 1,75% - 2,50%

Daneben bestehen bei der KUKA Aktiengesellschaft sogenannte Deferred Compensation Modelle. Hierbei handelt es sich um Altersversorgungszusagen, deren Verpflichtungsumfang sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bemisst. Insoweit erfüllen diese Zusagen die Voraussetzungen sog. "wertgebundener Versorgungszusagen" und der Wertansatz der Verpflichtungen erfolgt in Höhe des jeweiligen Zeitwertes der Versicherungsverträge (per 31.12.2011: 190 TEUR; Vorjahr: 292 TEUR). Da die Vermögensgegenstände dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, handelt es sich um sogenanntes Deckungsvermögen und es ist gem. § 246 Abs. 1 Satz 2 HGB eine Saldierung beider Beträge vorzunehmen. Dadurch ergibt sich ein Bilanzansatz i.H.v. 0 EUR.

Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden auf Basis tatsächlicher Vereinbarungen sowie wahrscheinlicher künftiger Verpflichtungen als Erfüllungsrückstand mit dem Barwert gemäß den Vorschriften des IDW RS HFA 3 unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 4,09% (Vorjahr: 4,08%) bewertet. Die erwartete Dynamik der Altersteilzeitverpflichtung bzw. deren Bemessungsgrundlagen wird entsprechend dem Ansatz eines Gehaltstrends i.H.v. 2,5% (Vorjahr: 0,00 - 2,50%) berücksichtigt. Im Zuge der Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden Erfüllungsrückstände über Versicherungsunternehmen abgesichert. Der Wert dieser Versicherungspolicen ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und dient ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus den Altersteilzeitverträgen; daher erfolgt auch hier eine Verrechnung mit den Schulden (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Im Berichtsjahr wurden gemäß diesem Verrechnungsgebot Verpflichtungen in Höhe von 1.169 TEUR (Vorjahr: 896 TEUR) mit korrespondierendem Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 723 TEUR (Vorjahr: 521 TEUR) sowie Aufwendungen in Höhe von 54 TEUR (Vorjahr: 39 TEUR) mit Erträgen in Höhe von 16 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR) saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten alle notwendigen Vorsorgebeträge für die Risiken der KUKA Aktiengesellschaft. Darunter fallen insbesondere ausstehende Rechnungen, Personalaufwendungen, Aufsichtsratsvergütungen, drohende Verluste, sonstige Risiken und sonstige noch anfallende Kosten.

Die Gesellschaft hat im Jahr 2011 im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms (MAP) KUKA Aktien für die KUKA - Mitarbeiter erworben (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG) und diese mit dem gewichteten Börsenkurs vom 3. Arbeitstag nach Beendigung des MAP' s als Erwerbspreis an die Mitarbeiter weiter veräußert.

Insgesamt wurden im Berichtsjahr 67.880 Stückaktien erworben und weiterveräußert. Daneben stehen den Mitarbeitern der Gesellschaft gestaffelt nach der Haltezeit der Aktien weitere Bonusaktien zu. Hierfür ist ein Betrag von 72 TEUR in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

(11) VERBINDLICHKEITEN

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Restlaufzeit Restlaufzeit
T€ bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre 31.12.2010 gesamt bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre
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Anleihen 0 0 202.000 202.000 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.209 0 0 2.209 2.358 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.830 280 0 6.110 2.483 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 194.794 0 0 194.794 137.558 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (ein verbundenes Unternehmen) 178 892 1.316 2.386 153 613
Sonstige Verbindlichkeiten 4.136 47 0 4.183 5.768 17
Summe 207.147 1.219 203.316 411.682 148.320 630

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Restlaufzeit
T€ > 5 Jahre 31.12.2011 gesamt
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Anleihen 202.000 202.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 2.358
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 2.483
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 137.558
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen (ein verbundenes Unternehmen) 1.758 2.524
Sonstige Verbindlichkeiten 0 5.785
Summe 203.758 352.708

(12) ANLEIHE

Die Anleihe betrifft die im November 2010 zum Nominalbetrag von 202.000 TEUR platzierte Unternehmensanleihe. Der Ausgabepreis betrug 99,3605%. Die Anleihe wurde mit einer Stückelung von 50 TEUR begeben und ist mit einem Zinskupon von 8,75% p.a. ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jeweils am 15. Mai und am 15. November.

Die Laufzeit der Anleihe endet spätestens am 15. November 2017 und wird durch Zahlung in Höhe des Nennbetrags zuzüglich bis dahin anfallender Zinsen getilgt. Die Emittentin hat das Recht, die Anleihe vorzeitig zu kündigen. Der erste Kündigungstermin ist der 15. November 2014.

Die Anleihe ist an der Börse Luxemburg gelistet (ISIN DE000A1E8X87 / WKN A1E8X8). Der letzte in 2011 an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Anleihe betrug 100,40%.

Die Erlöse der Anleihe dienten der Refinanzierung der Wandelschuldverschreibung im November 2011, der Barinanspruchnahmen unter dem Konsortialkredit und der Investition in das operative Geschäft.

(13) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

Die zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen abzugrenzende Zinsen im Zusammenhang mit der Unternehmensanleihe.

Konsortialkredit

Konsortialkredit ab März 2010 bis November 2010

Die KUKA Aktiengesellschaft hat im März 2010 einen Vertrag über die Neufassung des ursprünglichen Konsortialkreditvertrags aus 2006 (für Details zum Konsortialkreditvertrag aus 2006 verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2010) über 336,0 Mio. EUR (davon 146,0 Mio. EUR Barkreditlinie und 190,0 Mio. EUR Avallinie) erfolgreich abgeschlossen und damit die Finanzierung des KUKA Konzerns sichergestellt. Die Vereinbarung hatte eine Laufzeit bis März 2012.

Der Vertrag sah verschiedene Auflagen und Bedingungen, wie z. B. die erfolgreiche Umsetzung der Restrukturierung des KUKA Konzerns, vor. Weitere Auflagen waren die Zuführung von weiterem Eigenkapital oder eigenkapitalähnlicher Mittel, die Refinanzierung der begebenen Wandelanleihe und die Einhaltung verschiedener finanzieller und nichtfinanzieller Kreditbedingungen (Covenants).

Wesentliche Covenants betrafen das Ergebnis vor Zinsen, Steuern- und Abschreibungen (EBITDA), den Verschuldungsgrad und das Eigenkapital. Im Rahmen der Vereinbarung mit den Konsortialbanken hatte sich die KUKA Aktiengesellschaft verpflichtet, bis Ende Juni 2010 weiteres Eigenkapital oder weitere eigenkapitalähnliche Mittel aufzunehmen. Diese Verpflichtung wurde mit der erfolgreichen Kapitalerhöhung im Juni erfüllt.

Konsortialkredit ab November 2010

Im November 2010 konnte die Neuregelung der Finanzierungsstruktur der KUKA Aktiengesellschaft mit Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags und der Begebung der Anleihe abgeschlossen werden.

Der Konsortialkreditvertrag umfasst einen Betrag von 200,0 Mio. EUR (davon 50,0 Mio. EUR Barkreditlinie und 150,0 Mio. EUR Avallinie) und hat eine Laufzeit bis Ende März 2014. Das Bankenkonsortium wird von der Deutschen Bank, der Commerzbank, der Landesbank Baden-Württemberg und der UniCredit Bank angeführt. Weitere Konsortialbanken sind Postbank, Bayerische Landesbank und Berenberg Bank.

Der Konsortialkreditvertrag umfasst finanzielle und nichtfinanzielle Covenants. Die wesentlichen finanziellen Covenants betreffen Minimalwerte für den Zinsdeckungsgrad (Verhältnis von Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] zu definiertem Nettozins-aufwand), den Leverage (Verhältnis von definierter Nettoverschuldung zu EBITDA) sowie dem Gearing (Verhältnis von definierter Nettoverschuldung zu Eigenkapital ohne Anteile Dritter). Die einzelnen finanziellen Covenants basieren dabei auf den jeweiligen Kennzahlen des KUKA Konzerns und müssen zum Ende jeden Quartals eingehalten werden.

Die Inanspruchnahme der Avallinie belief sich zum Stichtag auf 128,7 Mio. € (Vorjahr: 117,6 Mio. €); die bestehende Betriebsmittellinie wurde in Höhe von 3,8 Mio € durch eine mittelbare Tochtergesellschaft in Anspruch genommen (per 31.12.2010: keine Inanspruchnahme). Im Geschäftsjahr 2012 wird weiterhin mit einer hohen Inanspruchnahme der Avallinie gerechnet.

Die Forderungen des Bankenkonsortiums aus dem Finanzierungsvertrag sind von den KUKA Gesellschaften besichert. Die KUKA Aktiengesellschaft betreffen hier u.a. die Belastung des Betriebsgeländes in Augsburg mit einer Buchgrundschuld über 70.000 TEUR sowie die Verpfändung von Geschäftsanteilen inländischer und ausländischer Gesellschaften mit einem Buchwert von 171.136 TEUR zum 31.12.2011 ausgewiesen unter dem Finanzanlagevermögen. Die genannten Sicherheiten dienen nachrangig auch den Anleihegläubigern.

Kreditlinien von Kautionsversicherungsgesellschaften

Im Vergleich zum 31.12.2010 konnten die von Kautionsversicherungsgesellschaften zugesagten Avallinien von 10,0 Mio. EUR auf nunmehr 52,0 Mio. EUR erhöht werden. Neben der KUKA Aktiengesellschaft ist im Rahmen der Kautionsversicherungsverträge auch die KUKA Systems GmbH Vertragspartei. Die Ausnutzung betrug zum Ende des Berichtsjahres 36,3 Mio. EUR (zum 31.12.2010: 5,6 Mio. EUR) und entfällt überwiegend auf die KUKA Systems GmbH.

(14) VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden Verbindlichkeiten an einen Großaktionär in Höhe von 280 TEUR (Vorjahr: 280 TEUR) ausgewiesen. Diese Verbindlichkeiten resultieren aus der vertraglich vereinbarten Übernahme von Avalgebühren.

(15) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Finanzmittel.

(16) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER UNTERSTÜTZUNGSEINRICHTUNGEN

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen betreffen die KUKA Unterstützungskasse GmbH sowie die IWK Unterstützungseinrichtung GmbH.

(17) SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 5.571 TEUR (Vorjahr: 3.833 TEUR) enthalten. Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden zum Bilanzstichtag nicht (Vorjahr: 1 TEUR).

(18) ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Die Position betrifft aktivierte Eigenleistungen im Zusammenhang mit Verbesserungen und Erneuerungen im Bereich der Grundstücke und Gebäude sowie der IT-Infrastruktur. Im Vorjahr wurden diese Tätigkeiten überwiegend von der KUKA Dienstleistungs-GmbH erbracht und von der KUKA Aktiengesellschaft zugekauft.

(19) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten seit der Übernahme des Geschäfts der KUKA Dienstleistungs-GmbH in 2011 auch erbrachte Dienstleistungen im Rahmen des KUKA Facility Managements. Daneben sind im Wesentlichen Mieten und Pachten, Kurserträge sowie Umlagen an verbundene in- und ausländische Unternehmen für Dienstleistungen enthalten. Kurserträge aus der Fremdwährungsumrechnung betragen insgesamt 7.694 TEUR (Vorjahr: 7.690 TEUR). Periodenfremde Erträge sind im Geschäftsjahr in Höhe von 2.926 TEUR (Vorjahr: 3.670 TEUR) angefallen. Im Wesentlichen resultieren diese aus der Auflösung von in früheren Jahren gebildeten Rückstellungen.

(20) PERSONALAUFWAND / MITARBEITER

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T€ 2010 2011
Löhne und Gehälter 15.727 16.436
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.675 2.012
(davon Altersversorgung) 235 102
Summe 17.402 18.448

Im Jahresdurchschnitt sowie zum Bilanzstichtag wurden bei der KUKA Aktiengesellschaft beschäftigt:

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Jahresdurchschnitt Stichtag
2010 2011 2010 2011
--- --- --- --- ---
Angestellte 148 179 140 188
Auszubildende 0 4 0 5
Mitarbeiter 148 183 140 193

Im Zuge der Übernahme der Geschäftstätigkeit der KUKA Dienstleistungs-GmbH, zum 1. April 2011 wurden 48 Mitarbeiter übernommen.

(21) ABSCHREIBUNGEN

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 3.230 TEUR (Vorjahr: 3.032 TEUR). Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht vorzunehmen.

(22) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen der KUKA Aktiengesellschaft sind Sachkosten, Kursverluste sowie Zuführungen zu Rückstellungen enthalten. Kursaufwendungen aus Währungsumrechnung betragen 10.085 TEUR (Vorjahr: 7.293 TEUR). Periodenfremde Aufwendungen sind weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr angefallen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf einen separaten Ausweis der sonstigen Steuern verzichtet und diese Position in Höhe von 576 TEUR (Vorjahr: 375 TEUR) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Bezüglich der in 2011 als Aufwand erfassten Honorare des Abschlussprüfers, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang der KUKA Aktiengesellschaft.

(23) BETEILIGUNGSERGEBNIS

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T€ 2010 2011
Erträge aus Beteiligungen bei verbundenen Unternehmen 30.226 0
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 22.126 44.857
Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen -5.726 -10.677
Summe 46.626 34.180

In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und den Aufwendungen aus Verlustübernahmen sind die Ergebnisse der KUKA Dienstleistungs-GmbH, KUKA Laboratories GmbH, KUKA Roboter GmbH und der KUKA Systems GmbH, enthalten.

(24) ZINSERGEBNIS

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T€ 2010 2011
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.266 23.394
(davon aus verbundenen Unternehmen) (15.603) (21.323)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33.732 -26.236
(davon an verbundene Unternehmen) (-6.080) (-5.006)
Summe -17.466 -2.842

Die enthaltenen Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen betragen 764 TEUR (Vorjahr: 786 TEUR).

(25) AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS

Das im Vorjahr ausgewiesene außerordentliche Ergebnis resultiert aus der erstmaligen Anwendung der BilMoG-Bestimmungen bzw. der entsprechenden Übergangsregelungen. Der ausgewiesene Aufwand in Höhe von 997 TEUR betrifft mit 928 TEUR Änderungen im Bereich der Pensionsrückstellungen und mit 69 TEUR Rückstellungen für nachgelagerte Vergütungsansprüche von Arbeitnehmern ("deferred compensation").

(26) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:

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T€ 2010 2011
Steueraufwendungen -1.342 -7.934
Erträge aus Belastungen und Gutschriften an Organgesellschaften 7.339 9.130
Summe 5.997 1.196

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Auf Grund dessen übt die Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs.1. Satz 2 HGB dahingehend aus, dass keine aktiven latenten Steuern in der Bilanz angesetzt werden.

Steuernachzahlungen von 8.965 TEUR (Vorjahr: 1.562 TEUR) und Erstattungen von 3.034 TEUR (Vorjahr: 109 TEUR) für vorangegangene Veranlagungszeiträume wurden im Steueraufwand berücksichtigt.

(27) VERLUSTVORTRAG AUS DEM VORJAHR

Der Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 75.733 TEUR reduzierte sich durch den Jahresüberschuss im Jahr 2011 um 14.680 TEUR.

(28) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

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T€ 2010 2011
Verpflichtungen aus Bürgschaften 27.770 78.745
Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen 60.641 40.502
Summe 88.411 119.247

Die Verpflichtungen aus Bürgschaften betreffen im Wesentlichen Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften zu Gunsten verbundener Unternehmen.

Die Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen resultieren überwiegend aus der Besicherung von Leasingvereinbarungen sowie Zahlungs- und Vertragserfüllungsgarantien zu Gunsten verbundener Unternehmen.

Die zugrundeliegenden Verpflichtungen können von den betroffenen Gesellschaften nach unserer Kenntnis allesamt erfüllt werden. Deshalb rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme.

(29) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

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T€ 2010 2011
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
fällig bis 1 Jahr 843 1.038
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (684) (824)
fällig 1 bis 5 Jahre 146 192
Summe 989 1.230
Sonstige Verpflichtungen
fällig bis 1 Jahr 742 1.847
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (0) (0)
fällig 1 bis 5 Jahre 0 1.003
Summe 742 2.850

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten Leasingvereinbarungen über PKW und Büroräume. Die sonstigen Verpflichtungen betreffen insbesondere EDV-Wartungs- und Versicherungsverträge.

(30) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die Aufgaben zur Steuerung und Verwaltung von Zins- und Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft des KUKA-Konzerns werden überwiegend von der KUKA Aktiengesellschaft wahrgenommen. Die Gesellschaften des KUKA-Konzerns sind im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit vor allem Währungsrisiken ausgesetzt. Die Absicherung gegen diese Risiken erfolgt durch marktübliche Instrumente wie Devisentermingeschäfte und Non-Deliverable-Forwards in Form von OTC-Geschäften. Einheitliche Konzernrichtlinien regeln die Abwicklung der Geschäfte unter strenger Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle.

Zur Absicherung des Währungsänderungsrisikos zielt die Kurssicherungsstrategie auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente durch die KUKA Aktiengesellschaft bei Banken erfolgt größtenteils für inländische Konzerngesellschaften und steht in direktem Zusammenhang mit der Herstellung oder dem Verkauf der Produkte und Dienstleistungen. Dabei werden die von der KUKA Aktiengesellschaft erreichten Banken- und Sicherungskonditionen unverändert an die Gesellschaften intern weitergegeben.

Die KUKA Aktiengesellschaft schließt eigene Fremdwährungsgeschäfte im Zusammenhang mit der Finanzierung ausländischer Gesellschaften ab.

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Nominalvolumen Marktwerte
T€ 31.12.2010 31.12.2011 Laufzeit bis 1 Jahr Laufzeit 1 - 5 Jahre 31.12.2010 gesamt Laufzeit bis 1 Jahr
--- --- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte mit Banken 196.324 207.701 -3.542 -1 -3.543 20
gegenläufig mit verbundenen und sonstigen Unternehmen 85.221 116.842 -186 -1 -187 -1.833
281.545 324.543 -3.728 -2 -3.730 -1.813

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Marktwerte
T€ Laufzeit 1 - 5 Jahre 31.12.2011 gesamt
--- --- ---
Devisentermingeschäfte mit Banken -319 -299
gegenläufig mit verbundenen und sonstigen Unternehmen 7 -1.826
-312 -2.125

Die aufgeführten Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem fremde Dritte die Rechte oder Pflichten aus den derivativen Finanzinstrumenten übernehmen würden. Die Mark-to-Market-Bewertung erfolgte nach der Zero-Coupon-Methode.

Das maximale Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente ist mit der Summe ihrer positiven Marktwerte anzusetzen. Zum 31.12.2011 betrug die Summe der positiven Marktwerte externer derivativer Finanzinstrumente 4.042 TEUR (Vorjahr: 2.891 TEUR) und die der negativen Marktwerte 4.341 TEUR (Vorjahr: 6.434 TEUR). Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner nicht ihrer vertraglichen Verpflichtung nachkommen können und bei der KUKA Aktiengesellschaft somit ein finanzieller Verlust entsteht. Zur Diversifikation des Ausfallrisikos werden konzernexterne Derivativgeschäfte mit verschiedenen Geschäftspartnern einwandfreier Bonität eingegangen.

Für negative Marktwerte, die die KUKA Aktiengesellschaft betreffen, ist eine Drohverlustrückstellung von 2.158 TEUR (Vorjahr: 4.803 TEUR) gebildet.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDES UND DES AUFSICHTSRATS

Mit Ausnahme der im Vergütungsbericht dargestellten Rechtsgeschäfte wurden mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft von keinem Unternehmen des KUKA Konzerns berichtspflichtige Geschäfte vorgenommen.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 3.171 TEUR (Vorjahr: 2.642 TEUR). Der Gesamtvorstand erhielt im Geschäftsjahr ein Festgehalt inklusive Sachbezügen von 909 TEUR (Vorjahr: 1.448 TEUR), eine erfolgs- und leistungsabhängige Vergütung von 1.230 TEUR (Vorjahr: 699 TEUR). Für Vergütungen nach dem Phantom-Share Programm wurden 1.032 TEUR (Vorjahr: 495 TEUR) zurück gestellt.

Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2011 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 9.848 TEUR (Vorjahr: 10.095 TEUR).

Die Bezüge des Aufsichtsrats summierten sich im Geschäftsjahr 2011 auf 855 TEUR (Vorjahr: 718 TEUR).

Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verweisen wir auf die Ausführungen im Vergütungsbericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Corporate Governance Berichts und fasst auch die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Lageberichts.

ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die gleichlautenden Entsprechenserklärungen gem. § 161 AktG des Vorstandes vom 15.02.2012 und des Aufsichtsrates vom 17.02.2012 sind im Internet über die Website der Gesellschaft (www.kuka-ag.de) allen Interessenten zugänglich.

MITTEILUNG ÜBER DAS BESTEHEN VON BETEILIGUNGEN NACH § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Nachfolgend werden die im Geschäftsjahr 2011 erfolgten Mitteilungen aufgeführt:

Die Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 16. Mai 2011 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der KUKA AG, Zugspitzstrasse 140, 86165 Augsburg, am 16.05.2011 die Schwelle von 3% überschritten hat und per diesem Datum 3,98% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.348.845 von insgesamt 33.915.431 Stimmrechten) beträgt. Von unserem Stimmrechtsanteil sind uns 0,04% der Gesamtmenge der Stimmrechte (dies entspricht 13.845 von insgesamt 33.915.431 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Es wurden keine Stimmrechte im Sinne von § 17 Abs. 1 Nr. 7 WpAIV erlangt."

Die Grenzebach-Gruppe, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 02.09.2011 folgende Stimmrechtsmeldungen übermittelt:

1. Die Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 02.09.2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Der Stimmrechtanteil der Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 01.09.2011 die Schwelle von 25% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 24,41% (8.280.082 Stimmrechte)."

2. Die Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 02.09.2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Der Stimmrechtanteil der Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 01.09.2011 die Schwelle von 25% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 24,41% (8.280.082 Stimmrechte).

Die Stimmrechte, die der Grenzebach GmbH & Co. KG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 24,41% (8.280.082 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgendes, kontrolliertes Unternehmen gehalten: Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland."

3. Die Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 02.09.2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Der Stimmrechtanteil der Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 01.09.2011 die Schwelle von 25% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 24,41% (8.280.082 Stimmrechte).

Die Stimmrechte, die der Grenzebach Verwaltungs-GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 24,41% (8.280.082 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, diese wiederum kontrolliert die Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland."

4. Herr Rudolf Grenzebach, Deutschland, hat uns mit Schreiben vom 02.09.2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Der Stimmrechtanteil von Herrn Rudolf Grenzebach, Deutschland, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 01.09.2011 die Schwelle von 25% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 24,41% (8.280.082 Stimmrechte).

Die Stimmrechte, die Herrn Grenzebach gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 24,41% (8.280.082 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgende, kontrollierte Unternehmen gehalten: Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, diese wiederum kontrollierend die Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland, diese wiederum kontrollierend die Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland."

Die Rinvest AG, Pfäffikon, Schweiz, hat uns mit Schreiben vom 02.09.2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Der Stimmrechtsanteil der Rinvest AG, Pfäffikon, Schweiz, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 01.09.2011 die Schwellen von 25, 20, 15, 10, 5 und 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 1,77% (600.000 Stimmrechte)."

Herr Dr. Till Reuter, Schweiz, hat uns mit Schreiben vom 02.09.2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

"Der Stimmrechtsanteil von Herrn Dr. Till Reuter, Schweiz, an der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, hat am 01.09.2011 die Schwellen von 25, 20, 15, 10, 5 und 3% der Stimmrechte unterschritten und beträgt zu diesem Tag 1,77% (600.000 Stimmrechte). Die Stimmrechte, die Herrn Dr. Reuter gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden, betragen 1,77% (600.000 Stimmrechte). Diese Stimmrechte werden über folgendes, kontrolliertes Unternehmen gehalten: Rinvest AG, Pfäffikon, Schweiz."

ORGANE

AUFSICHTSRAT

Bernd Minning Kaisheim

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Geschäftsführer der Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim

und weitere Grenzebach Firmen

Jürgen Kerner*** Königsbrunn

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, Frankfurt

MAN SE, München*
MAN Diesel&Turbo SE, Augsburg* (bis 23.02.2012)
manroland AG, Offenbach*
Eurocopter Deutschland GmbH, Donauwörth* (bis 23.03.2012)
Premium Aerotec GmbH, Augsburg*
Siemens AG, München (ab 24.01.2012)

Prof. Dr. Dirk Abel Aachen

Universitätsprofessor

Direktor des Instituts für Regelungstechnik der RWTH Aachen

Mitglied des Aufsichtsrats der ATC GmbH (Aldenhoven Testing Center of RWTH Aachen University), Aachen

Wilfried Eberhardt*** Aichach

Executive Vice President Marketing & Associations KUKA Roboter GmbH, Augsburg

Prokurist KUKA Roboter GmbH, Augsburg

KUKA Automatisme + Robotique S.A.S., Frankreich** (bis 31.01.2012)
KUKA Roboter Italia S.P.A., Italien** (bis 31.01.2012)
KUKA Roboter Schweiz AG, Schweiz**
KUKA Automatisering + Robots N.V., Belgien**

Dr. Uwe Ganzer Bochum

Kaufmann

expert AG, Langenhagen*
Curanum AG, München*

Siegfried Greulich*** Augsburg

Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Systems GmbH, Augsburg

Thomas Knabel*** Zwickau

2. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Zwickau

Carola Leitmeir*** Großaitingen

Betriebsratsvorsitzende der KUKA Laboratories GmbH, Augsburg

Prof. Dr. Uwe Loos Stuttgart

Industrieberater

Dorma Holding GmbH +Co.KGaA , Ennepetal*
Bharat Forge LTD , Pune , Indien**
CDP Bharat Forge GmbH, Ennepetal**
Kenersys GmbH, Münster**
Fritz GmbH, Bietigheim Bissingen**
Bharat Forge Aluminiumtechnik, Brand-Erbisdorf**

Dr. Michael Proeller Augsburg

Betriebswirt

geschäftsführender Gesellschafter Erhardt + Leimer GmbH, Augsburg

Geschäftsführer Erhardt + Leimer Elektroanlagen GmbH, Augsburg

Geschäftsführer Erhardt + Leimer Elektrotechnik Chemnitz GmbH

Erhardt + Leimer Inc., Spartanburg, USA**
Erhardt + Leimer, India Pvt. Ltd., Indien**
Erhardt + Leimer, Italia Srl., Italien**
Erhardt + Leimer do Brasil Ltda., Brasilien**
Erhardt + Leimer Canada Ltd., Kanada**
Erhardt + Leimer Japan Ltd., Japan**
Erhardt + Leimer France Sarl., Frankreich**

Fritz Seifert*** Schwarzenberg

Vorsitzender des Betriebsrats KUKA Systems GmbH, Augsburg

Geschäftsbereich Werkzeugbau Schwarzenberg

Stellvertretender Konzernbetriebsratsvorsitzender

Guy Wyser-Pratte Bedford, New York/USA

President Wyser-Pratte & Co., Inc.

Director, Electricite et Eaux de Madagascar, S.A.

* Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

** Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

*** Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

VORSTAND

Dr. Till Reuter

Pfäffikon, Schweiz, Vorsitzender des Vorstands

RINVEST AG, Pfäffikon/Schweiz*
Dr. Steiner Holding AG*

Stephan Schulak

Rohrbach, Mitglied des Vorstands Finanzen und Controlling

ANTEILSBESITZLISTE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT

Stand 31. Dezember 2011

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Name und Sitz der Gesellschaften Währung Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital in Tsd. Landeswährung Jahresüberschuss in Tsd. Landeswährung Art der Einbeziehung Segment
Deutschland
1 KUKA Roboter GmbH, Augsburg* EUR 100,00 50.614 01) k ROB:
2 KUKA Systems GmbH, Augsburg* EUR 100,00 30.076 01) k SYS:
3 KUKA Laboratories GmbH, Augsburg* EUR 100,00 27.493 01) k ROB:
4 HLS Ingenieurbüro GmbH, Augsburg EUR 100,00 1.170 583 k SYS:
5 KUKA Dienstleistungs-GmbH, Augsburg* EUR 100,00 2.173 01) k SON:
6 Bopp & Reuther Anlagen-Verwaltungsgesellschaft mbH, Augsburg EUR 100,00 26.743 -5873) k SON:
7 Freadix FryTec GmbH, Augsburg EUR 100,00 39 -33) nk SON:
8 IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe EUR 100,00 26 0 nk SON:
9 KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg EUR 100,00 25 0 nk SYS:
10 Schmidt Maschinentechnik GmbH, Niederstotzingen EUR 100,00 0 6.388 nk SYS:
Sonstiges Europa
11 HLS Czech s.r.o., Mlada Boleslav/Tschechien CZK 100,00 7.547 2.108 k SYS:
12 KUKA S-BASE s.r.o., Roznov p.R./Tschechien CZK 100,00 -90.567 -82.886 k SYS:
13 KUKA Automatisering + Robots N.V., Houthalen/ Belgien EUR 100,00 1.962 616 k SYS:
14 KUKA Automatisme + Robotique S.A.S., Villebon-sur-Yvette/Frankreich EUR 100,00 3.808 -242 k ROB:
15 KUKA Automotive N.V., Houthalen/Belgien EUR 100,00 516 -69 k SYS:
16 KUKA Enco Werkzeugbau spol. s.r.o., Dubnica nad Vähom/Slowa kei EUR 65,00 3.454 446 k SYS:
17 KUKA Finance B.V., Rotterdam/Niederlande EUR 100,00 904 22 k SON:
18 KUKA Nordic AB, Västra Frölunda/Schweden SEK 100,00 3.968 -2.546 k ROB:
19 KUKA Roboter CEE GmbH, Linz/Österreich EUR 100,00 1.291 691 k ROB:
20 KUKA Roboter Italia S.p.A., Rivoli/Italien EUR 100,00 5.665 1.243 k ROB:
21 KUKA Roboter Schweiz AG, Dietikon/Schweiz CHF 100,00 1.518 298 k ROB:
22 KUKA Robotics Hungäria Ipari Kft., Taksony/Ungarn EUR 100,00 9.303 3.256 k ROB:
23 KUKA Robotics OOO, Moskau/Russland RUB 100,00 3.946 -4.498 k ROB:
24 KUKA Robotics UK LTD, London/Großbritannien GBP 100,00 276 16 k ROB:
25 KUKA Robots IBERICA, S.A., Vilanova i la Geltrü/Spanien EUR 100,00 1.227 -492 k ROB:
26 KUKA Sistemy OOO, Togliatti/Russland RUB 100,00 11.481 -1.247 k SYS:
27 KUKA Systems France S.A., Montigny/Frankreich EUR 100,00 -17.725 - 2.137 k SYS:
28 KUKA Systems SRL, Sibiu/Rumänien RON 100,00 -192 -486 k SYS:
29 Metaalwarenfabriek 's-Hertogenbosch B.V., 's-Hertogenbosch/Niederlande EUR 100,00 -988 -H3)4) nk SON:
30 Thompson Friction Welding Ltd., Haiesowen/Großbritannien GBP 100,00 5.941 -294 k SYS:
Nordamerika
31 KUKA Systems Corporation North America, Sterling Heights/USA USD 100,00 106.227 26.1632) k SYS:
einschließlich
32 KUKA Assembly and Test Corp., Saginaw/USA USD 100,00 - - k SYS:
33 KUKA Robotics Corp., Sterling Heights/USA USD 100,00 - - k ROB:
34 KUKA Toledo Production Operations, LLC., Clinton Township, Michigan/USA USD 100,00 - - k SYS:
35 KUKA Systems de Mexico, S. de R.L. de C.V., Mexico City/Mexiko MXN 100,00 - - k SYS:
36 KUKA Recursos, S. de R.L. de C.V., Mexico City/Mexiko MXN 100,00 - - k SYS:
37 KUKA Robotics Canada Ltd., Saint John NB/Kanada CAD 100,00 48 -425 k ROB:
38 KUKA de Mexico S.de R.L. de C.V., Mexico City/Mexiko MXN 100,00 37.911 10.622 k ROB:
Süd- und Mittelamerika
39 KUKA Roboter do Brasil Ltda., Sào Paulo/Brasilien BRL 100,00 -140 -320 k ROB:
40 KUKA Systems do Brasil Ltda., Säo Bernardo do Campo SP/Brasilien BRL 100,00 -6.277 -9.779 k SYS:
Asien
41 HLS Autotechnik (India) Pvt. Ltd., Pune/Indien INR 100,00 6.656 -968 k SYS:
42 Hung Viet International Company Limited, Ho Chi Minh City/Vietnam VND 75,10 4.000.456 1.549.133 k SYS:
43 KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China CNY 100,00 23.776 27.427 k SYS:
44 KUKA Flexible Manufacturing Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China CNY 100,00 -15.767 -38.948 k SYS:
45 KUKA Robot Automation Malaysia Sdn BhD, Kuala Lumpur/Malaysia MYR 99,99 6.973 823 k ROB:
46 KUKA Robot Automation Taiwan Co. Ltd., Chung-Li City/Taiwan TWD 99,90 38.055 7.417 k ROB:
47 KUKA Robotics (China) Co. Ltd., Shanghai/China CNY 100,00 12.779 3.779 k ROB:
48 KUKA Robotics (India) Pvt. Ltd, Haryana/Indien INR 100,00 32.904 2.167 k ROB:
49 KUKA Robotics Japan K.K., Tokio/Japan JPY 100,00 -24.888 -192.153 k ROB:
50 KUKA Robotics Korea Co., Ltd., Kyunggi-Do/Südkorea KRW 100,00 1.798.371 563.903 k ROB:
51 KUKA Systems (India) Pvt. Ltd, Pune/Indien INR 100,00 42.761 -5.626 k SYS:
52 KUKA Systems (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/Thailand THB 100,00 -7.131 -11.125 k SYS:

* Gesellschaften, die von der Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht haben

1) Nach Ergebnisabführung

2) gemäß konsolidierter Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

3) Mantelgesellschaft

4) Jahresabschluss 30. Juni 2011

Art der Einbeziehung

k vollkonsolidierte Gesellschaften per 31. Dezember 2011

nk nicht konsolidierte Gesellschaften per 31. Dezember 2011

Geschäftsbereich

ROB: ROBOTICS

SYS: SYSTEMS

SON: SONSTIGE

Art der Einbeziehung

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k vollkonsolidierte Gesellschaften per 31.12.2011
nk nicht konsolidierte Gesellschaften per 31.12.2011

Geschäftsbereich

ROB - ROBOTICS

SYS - SYSTEMS

SON - SONSTIGE

ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor den Bilanzverlust von 61.053 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

KONZERNVERHÄLTNISSE

Die KUKA Aktiengesellschaft erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS, der beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wird und im Zentralen Unternehmensregister (www.Unternehmensregister.de) eingesehen werden kann.

Augsburg, 02. März 2012

KUKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Till Reuter

Stephan Schulak

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KUKA Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Augsburg, 02. März 2012

KUKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Till Reuter

Stephan Schulak

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 02. März 2012

**KPMG

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Karl Braun, Wirtschaftsprüfer

Rainer Rupprecht, Wirtschaftsprüfer