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KUKA AG Annual Report 2009

May 4, 2010

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Annual Report

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KUKA Aktiengesellschaft

Augsburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

KONZERN- UND JAHRESABSCHLUSS

der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2009 einschließlich Bestätigungsvermerk, Lagebericht, Bericht des Aufsichtsrats und Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Lagebericht

GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

KUKA konzentriert sich auf die robotergestützte Automation von Produktionsprozessen und ist der Branche Maschinen- und Anlagenbau zuzuordnen. Die KUKA AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und gehört mit einer Marktkapitalisierung von rund 300 MIO. € seit dem 21. September 2009 zum Index kleinerer Börsenwerte (SDAX) in Deutschland.

Das Geschäftsmodell der KUKA AG basiert auf dem Bau von Industrierobotern im Geschäftsbereich Robotics und dem Anwendungsengineering im Geschäftsbereich Systems. Landesgesellschaften in 24 Ländern unterstützen die Geschäftsbereiche weltweit im Vertrieb ihrer Produkte und Dienstleistungen und realisieren Montage- und Serviceleistungen vor Ort.

Die KUKA AG und ihre Führungsgesellschaften KUKA Roboter GmbH und KUKA Systems GmbH haben ihren Sitz in Augsburg. Damit ist eine enge Zusammenarbeit aller Konzernteile gewährleistet. Weitere europäische Landesgesellschaften befinden sich u.a. in Großbritannien, Belgien, Frankreich, Spanien, Italien und Schweden sowie in Tschechien und der Slowakei, Ungarn und Russland. Ein anderer Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten ist Nord- und Südamerika mit Gesellschaften im Großraum Detroit/USA, Mexiko und Brasilien. In Asien ist KUKA in Indien, Malaysia, Vietnam, Südkorea, Taiwan, Japan und China vertreten.

KUKA ROBOTICS

Der Geschäftsbereich Robotics liefert die Kernkomponente Roboter zur Automation von Produktionsprozessen. KUKA Robotics entwickelt, produziert und vertreibt Industrieroboter, die in nahezu allen industriellen Branchen zum Einsatz kommen. Das Produktprogramm des Geschäftsbereichs umfasst modular aufgebaute Grundtypen mit einer Vielzahl mechanischer und elektrischer Zuführungsvarianten. Die Entwicklung und Konstruktion neuer Roboter und Anwendungen erfolgt zentral in Augsburg. Die Absatzmärkte von KUKA Robotics teilen sich in die Teilbereiche Automobilindustrie, General Industry und Service auf. Der Vertrieb an die Automobilindustrie erfolgt durch Großkundenbetreuer. In der General Industry nehmen branchenspezifische Systempartner Vertrieb und Service von KUKA Robotern wahr.

Der Geschäftsbereich Robotics ist Innovations- und Technologieführer. In der Automobilindustrie ist KUKA Marktführer mit einem Marktanteil von 20-25%. In der General Industry hält KUKA einen Marktanteil von 10-15%.

KUKA SYSTEMS

Der Geschäftsbereich Systems erbringt das Anwendungsengineering in der Automation von Produktionsprozessen. Als Generalunternehmer plant und realisiert KUKA Systems komplette Anlagen und setzt neben seinem anwendungsorientierten Roboter-Knowhow zahlreiche weitere Umform- und Fügeverfahren ein. Der Geschäftsbereich Systems arbeitet mit regionalen Kompetenzzentren zur Realisierung von Anlagenprojekten: Augsburg für Deutschland und Europa, im Großraum Detroit für Nordamerika und Shanghai für den wachsenden chinesischen Markt.

In der Automobilindustrie konzentriert sich KUKA Systems auf flexible Anlagen zum Bau von Fahrzeugkarosserien, auf denen mehrere Modelle oder Varianten eines Modells hergestellt werden können. In Toledo/USA wird der Karosseriebau des Jeep Wrangler als Pay-on-Production-Modell betrieben. Weitere Geschäftsfelder sind der Presswerkzeugbau sowie automatisierte Montagelinien und Prüfstände für Motor- und Getriebeteile, die an den Standorten Schwarzenberg/Erzgebirge und in der Slowakei sowie in Bremen und im Großraum Detroit/USA angesiedelt sind.

KUKA SYSTEMS - WETTBEWERBSPOSITION

KUKA Systems ist mit einem Marktanteil von knapp 20% in den von der Automobilindustrie frei vergebenen Aufträgen Markt- und Technologieführer. In der General Industry expandiert der Geschäftsbereich in zunehmendem Maße in technisch vergleichbare Branchen und bietet robotergestützte Automatisierungslösungen u.a. für den Flugzeug- und Schienenfahrzeugbau sowie die Solar- und Landmaschinenindustrie an.

KONZERNINTERNES STEUERUNGSSYSTEM

Mit dem konzerninternen Steuerungssystem werden die Erfolgskennzahlen des Unternehmens transparent gemacht und damit systematisch gestärkt. Die finanziellen Zielgrößen der KUKA AG messen Leistungen, die den Wert des Unternehmens beeinflussen.

Um die Umsatzrentabilität festzustellen, wird das Betriebsergebnis (EBIT), d. h. das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern, zu den Umsatzerlösen ins Verhältnis gesetzt; daraus ergibt sich die EBIT-Marge. Um die Rentabilität des eingesetzten Kapitals (Capital Employed) zu ermitteln, wird das Betriebsergebnis (EBIT) ins Verhältnis zum durchschnittlichen Capital Employed gesetzt; dies ergibt den ROCE (Return on Capital Employed). Betriebsergebnis (EBIT) und ROCE werden für den Konzern und die Geschäftsbereiche Robotics und Systems ermittelt. Der Free Cashflow - also der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit und der Investitionstätigkeit - zeigt, ob die Investitionen aus dem Cashflow bestritten werden und wie viel Mittel ggf. für die Zahlung von Dividenden und für den Schuldendienst zur Verfügung stehen. Diese Kennzahl steht auf Konzernebene zur Verfügung.

Ein wichtiger Frühindikator für die Geschäftsentwicklung ist der Auftragseingang, der zeitnah nach Geschäftsfeldern und Regionen erfasst wird. Gleichzeitig ist der Auftragsbestand ein Indikator für die Auslastung der Kapazitäten in den kommenden Monaten.

Alle Kennziffern werden über das interne Berichtswesen kontinuierlich verfolgt und überprüft. Planabweichungen werden vom Management analysiert und ggf. Maßnahmen zur Erreichung der Zielgrößen vereinbart.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Die Qualifikationsstruktur einer Belegschaft ist ein wichtiger Leistungsindikator. Im KUKA Konzern haben rund 20% der Mitarbeiter einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss; 72% verfügen über eine kaufmännische oder technische Ausbildung. Damit haben über 90% der Belegschaft eine qualifizierte Ausbildung - Grundlage des breit angelegten technologischen Knowhows im Unternehmen.

Darüber hinaus leisten KUKA Produkte und Anlagen einen Beitrag zur nachhaltigen Reduzierung des Materialeinsatzes und Energieverbrauchs in der industriellen Produktion. Ein wichtiges Instrument hierbei ist die Darstellung der erwarteten Betriebskosten einer Anlage oder eines Roboters über die Dauer ihrer Nutzung (Lebenszykluskosten). Der Betreiber erhält damit die Möglichkeit, die Anschaffung und den Betrieb einer Anlage bzw. eines Roboters nachhaltig zu gestalten. KUKA Systems und KUKA Robotics unterstützen ihre Kunden seit vielen Jahren dem Grundsatz folgend: Transparenz hilft die Umwelt zu schonen und kann Kosten senken.

Auch intern strebt KUKA eine Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes über die Einhaltung behördlicher Vorschriften hinaus an. Wesentliche Ziele des KUKA Umweltmanagements lauten

eine umweltgerechte Konstruktion der Produkte und Anlagen,
ein optimierter Umgang mit den Ressourcen Energie und Wasser,
eine Verringerung des Abfallaufkommens und eine Erhöhung der Wertstoffquote sowie
eine Optimierung der Arbeits- und Umweltbedingungen in der Fertigung.

Die Arbeitsunfallquote lag im Geschäftsjahr 2009 mit 11 meldepflichtigen Unfällen pro 1.000 Mitarbeiter von KUKA in Deutschland und den Betriebsstätten in Ungarn - wie in den Vorjahren - deutlich unter der Hälfte des Branchendurchschnitts (Berufsgenossenschaften: 35 Unfälle je 1.000 Mitarbeiter).

GUIDANCE 2009

Die KUKA AG veröffentlichte zusammen mit den Halbjahreszahlen folgenden Ausblick: Für das Gesamtjahr 2009 wurde zunächst ein ausgeglichenes Betriebsergebnis (EBIT) und ein ausgeglichener Free Cashflow vor außerordentlichen Restrukturierungsaufwendungen erwartet. Unter Berücksichtigung der außerordentlichen Restrukturierungsaufwendungen wurde jedoch ein deutlich negatives Betriebsergebnis (EBIT) erwartet. Angesichts der negativen Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr wurden diese Aussagen mit der Veröffentlichung der 9-Monatszahlen angepasst. Demnach sollte das Betriebsergebnis des KUKA Konzerns für das Gesamtjahr 2009 zwischen -10 und -15 MIO. € vor Sonderaufwendungen liegen. Das tatsächliche Betriebsergebnis (EBIT) des KUKA Konzerns erreichte im Geschäftsjahr 2009 -14,3 MIO. €. Die Sonderaufwendungen sollten je nach Restrukturierungsbedarf mindestens 25 MIO. € betragen. Die tatsächlichen Restrukturierungskosten beliefen sich auf 38,6 MIO. €. Der Free Cashflow sollte -40 bis -50 MIO. € betragen. Der tatsächliche Free Cashflow lag begünstigt u.a. durch Kundenanzahlungen zum Jahresende 2009 bei -22,2 MIO. €. Insgesamt gesehen hat KUKA damit die revidierte Guidance 2009 eingehalten.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

WELTWIRTSCHAFT IN DER KRISE

Infolge der schärfsten Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren ist die Weltwirtschaft im Winterhalbjahr 2008/2009 in eine globale Rezession eingetreten. Diese Entwicklung stabilisierte sich im zweiten Halbjahr 2009 auf niedrigem Niveau - unterstützt von deutlichen Zinssenkungen und massiven Konjunkturprogrammen der Regierungen in allen wesentlichen Industrieländern. Dadurch fiel der Einbruch der Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr geringer aus als ursprünglich erwartet. Insgesamt dürfte die Weltwirtschaftsleistung 2009 um 1,2% zurückgegangen sein, in den Industriestaaten stärker als in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Deutschland vermeldete bereits im zweiten Quartal 2009 wieder einen leichten Zuwachs seines Bruttoinlandsprodukts. Dennoch ist die Wirtschaftsleistung 2009 insgesamt nach einer vorläufigen amtlichen Schätzung um 4,9% gesunken - so stark wie nie zuvor seit Gründung der Bundesrepublik. Besonders betroffen waren hierbei die Ausrüstungsinvestitionen mit -20% und die Exporte mit -15%.

AUFTRAGSEINGÄNGE KUKA KONZERN NACH REGIONEN (Anteile in %)

AUTOMOBILINDUSTRIE PROFITIERTE VON STAATLICHEN ABWRACKPRÄMIEN

Die internationale Automobilindustrie war von der Wirtschaftskrise besonders stark betroffen. Dennoch entwickelten sich die Absatzmärkte sehr unterschiedlich. In den USA sank der Verkauf von PKW und leichten LKW erneut um 21% gegenüber dem Vorjahr auf 10,4 MIO. Fahrzeuge. Die nordamerikanischen Hersteller General Motors und Chrysler verloren dabei mit -30% und -36% überdurchschnittlich Marktanteile. Beide Unternehmen mussten 2009 Gläubigerschutz nach Chapter 11 anmelden und durchliefen eine Schnellinsolvenz. In Westeuropa dämpften staatliche Abwrackprämien vor allem in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien die negativen Auswirkungen der Rezession. In Deutschland stiegen die Neuzulassungen dabei um 23% auf 3,8 MIO. Fahrzeuge, so viele wie seit 16 Jahren nicht mehr. Dagegen sank der Export der großen deutschen Automobilhersteller um 17% und die Produktion um 10%. Mit einem Rückgang um 2% auf insgesamt 14,5 MIO. Fahrzeuge lag der europäische Automobilmarkt insgesamt nur leicht unter dem Vorjahr. Ganz anders dagegen die Entwicklung in China: In dem nunmehr größten Einzelmarkt der Welt stieg der Automobilabsatz dank staatlicher Prämien um 54% auf 13,6 MIO. Fahrzeuge. Dadurch sank der Weltabsatz an PKW nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) 2009 nur um 5% auf 53 MIO. Fahrzeuge.

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU ERLITT GESCHÄFTSEINBRUCH

Der exportorientierte Maschinen- und Anlagenbau erlitt 2009 infolge der krisenbedingt starken Zurückhaltung bei Ausrüstungsinvestitionen einen Einbruch seiner Geschäfte. Nach Angaben des Verbands der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) sanken die Auftragseingänge preisbereinigt insgesamt um 38% gegenüber dem Vorjahr. Damit fiel die Branche auf das Bestellvolumen Anfang der 90er Jahre zurück. Die Produktion von Maschinen und Anlagen verringerte sich bei abnehmendem Auftragsbestand insgesamt um 25% gegenüber dem Vorjahr. Die Auslastung der Kapazitäten betrug im Herbst 2009 nur noch 70% (Normalauslastung: 86%). Rund ein Viertel aller Mitarbeiter dieser Branche arbeiteten im Jahresverlauf kurz. Allerdings hat der deutsche Maschinen- und Anlagenbau im vierten Quartal 2009 eine Trendwende und erste Zuwächse gegenüber dem schon schwächeren Vorjahresquartal erzielt.

ABSATZ INDUSTRIEROBOTER WELTWEIT (in Tsd. Stück)

SCHARFER RÜCKGANG DES ROBOTERMARKTS

Der Bereich Robotik und Automation schnitt 2009 mit einem Rückgang der Auftragseingänge um 41% gegenüber dem Vorjahr etwas schlechter ab als andere Branchen des VDMA. Im internationalen Vergleich entwickelten sich die deutschen Hersteller jedoch deutlich besser. Die japanischen Roboterhersteller meldeten 2009 einen Rückgang ihrer Verkäufe von 59% (Quelle: Japan Robotic Industry Association JARA). Insgesamt ermittelte die International Federation of Robotics (IFR) einen Rückgang des Absatzes von Robotern vor allem auf Grund der schwachen Nachfrage der japanischen und nordamerikanischen Automobilhersteller gegenüber dem Vorjahr um 50%.

GESCHÄFTSVERLAUF

Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise brach der Auftragseingang des KUKA Konzerns im ersten Quartal 2009 ein und stabilisierte sich im Jahresverlauf auf niedrigem Niveau. Für diese Entwicklung sind vor allem rückläufige Investitionen der Automobilindustrie und erschwerte Kreditbedingungen der General Industry begleitet von entsprechendem Druck auf die Lieferantenpreise verantwortlich. Insgesamt gesehen hat sich das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld im Geschäftsjahr 2009 ungünstig auf den Geschäftsverlauf des KUKA Konzerns ausgewirkt.

AUFTRAGSEINGÄNGE DEUTLICH RÜCKLÄUFIG

Im Geschäftsjahr 2009 gingen die Auftragseingänge im KUKA Konzern insgesamt von 1.279,9 MIO. € (2008) auf 903,3 MIO. € (2009) zurück; dies ist ein Rückgang um 29,4% gegenüber dem Vorjahr. Daran sind die Geschäftsbereiche in etwa zu gleichen Teilen beteiligt. Der Geschäftsbereich Robotics erzielte 2009 Auftragseingänge von 324,3 MIO. €; dies ist ein Rückgang um 30,2% gegenüber dem Vorjahr. Hiervon war insbesondere das Geschäft mit Automotive-Kunden betroffen, während die Bereiche General Industry und Service geringere Rückgänge verzeichneten. Im Geschäftsbereich Systems gingen die Auftragseingänge von 854,9 MIO. € (2008) auf 615,4 MIO. € (2009) zurück; dies ist ein Rückgang um 28,0% gegenüber dem Vorjahr.

UMSATZERLÖSE KUKA KONZERN NACH GESCHÄFTSBEREICHEN (in MIO.€)

STABILER AUFTRAGSBESTAND

Der Auftragsbestand blieb mit 543,5 MIO. € zum 31. Dezember 2009 im Vergleich zum Jahresende 2008 nahezu unverändert. Damit verfügt der KUKA Konzern nach wie vor über eine stabile Auftragsreichweite von rechnerisch fünf Monaten.

UMSATZERLÖSE EBENFALLS DEUTLICH RÜCKLÄUFIG

Die Umsatzerlöse erreichten im KUKA Konzern 2009 insgesamt einen Wert von 902,1 MIO. €; dies ist ein Rückgang um 28,7% gegenüber dem Vorjahr (2008: 1.266,1 MIO. €). Auch hier waren die Geschäftsbereiche gleichermaßen betroffen. Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Robotics gingen von 474,4 MIO. € (2008) um 30,3% auf 330,5 MIO. € (2009) zurück. Im Geschäftsbereich Systems sanken die Umsatzerlöse von 837,5 MIO. € (2008) um 27,7% auf 605,5 MIO. € (2009). Die Book-to-BillRatio des Konzerns (das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen) betrug damit 1,0.

UMSATZERLÖSE KUKA KONZERN NACH REGIONEN (Anteile in %)

KOSTENSENKUNGSPROGRAMM LEICHT ÜBER PLAN

KUKA hat 2009 ein Kostensenkungsprogramm im Umfang von mehr als 70 MIO. € aufgelegt. Im Rahmen dieses Programms konnten bis zum 31. Dezember 2009 Einsparungen bei Sach- und Personalkosten in Höhe von 72 MIO. € - davon 42 MIO. € wiederkehrend - realisiert werden (1 .-3. Quartal 2009: 45 MIO. €). Damit ist das geplante Einsparungsziel 2009 leicht überschritten worden. Alle Personalmaßnahmen sind sozialverträglich umgesetzt worden. Das Unternehmen setzt vor allem auf flexible Maßnahmen wie Reduktion der Leiharbeiter, Kurzarbeit des Stammpersonals, Gehaltsverzicht und Verschiebung von Tariferhöhungen sowie freiwillige Aufhebungsvereinbarungen. Auf betriebsbedingte Kündigungen konnte weitestgehend verzichtet werden.

Im Rahmen der schwierigen Geschäftslage wurde das Frankreich-Geschäft neu geordnet und der Standort von KUKA Systems France in Montigny bei Paris geschlossen. Hiervon waren insgesamt 144 Mitarbeiter betroffen. Der Standort in Tours konnte mit 80 Mitarbeitern an einen strategischen Investor veräußert werden. Für die übrigen Mitarbeiter im Großraum Paris wurde ein Sozialplan abgeschlossen.

ANZAHL MITARBEITER RÜCKLÄUFIG

Die Anzahl der Mitarbeiter ging im KUKA Konzern von 6.171 am 31. Dezember 2008 insgesamt um 427 auf 5.744 am 31. Dezember 2009 zurück; dies ist ein Rückgang im Jahresverlauf um 6,9%. Im Geschäftsbereich Robotics verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter von 2.261 am 31. Dezember 2008 um 252 auf 2.009 am 31. Dezember 2009 und im Geschäftsbereich Systems von 3.781 am 31. Dezember 2008 um 247 auf 3.534 am 31. Dezember 2009. Gleichzeitig erhöhte sich die Belegschaft der KUKA AG im Rahmen der Verlagerung von zentralen Funktionen in Shared-Service Center um 72 Mitarbeiter. Darüber hinaus verringerte sich die Anzahl der Leiharbeiter von 1.008 am 31. Dezember 2008 auf 584 am 31. Dezember 2009; dies ist ein Rückgang im Jahresverlauf um 42,1%. Die verbliebenen Leiharbeiter sind überwiegend in den US-amerikanischen Gesellschaften tätig. Insgesamt verminderten sich die Personalkapazitäten im Verlauf des Geschäftsjahres 2009 um 11,9%.

ERTRAGSLAGE

GESAMTAUSSAGE

Infolge der weltweiten Wirtschaftskrise sind die Auftragseingänge und Umsatzerlöse des KUKA Konzerns mit -29,4% bzw. -28,7% gegenüber dem Vorjahr jeweils deutlich zurückgegangen. Auf Grund des Einbruchs im Geschäftsvolumen und daraus folgender Restrukturierungskosten sowie sonstiger Sonderaufwendungen sank das Betriebsergebnis (EBIT) von 52,0 MIO. € (2008) auf -52,9 MIO. € (2009). Ohne Sonderaufwendungen betrug das Betriebsergebnis (EBIT) des KUKA Konzerns -14,3 MIO. € und lag damit innerhalb der revidierten Guidance von -10 bis -15 MIO. €. Insgesamt gesehen war die Ertragslage im Geschäftsjahr 2009 auf Grund des schwierigen Marktumfelds nicht zufrieden stellend.

5-JAHRESÜBERSICHT ERTRAGSLAGE

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2005* 2006* 2007 2008 2009
Betriebsergebnis (EBIT) MIO. € -53,4 16,7 70,4 52,0 -52,9
% vom Umsatz -5,1 1,4 5,5 4,1 -5,9

* Vorjahreswerte wurden vergleichbar gemacht.

BRUTTOERGEBNIS DEUTLICH RÜCKLÄUFIG

Das Bruttoergebnis vom Umsatz verringerte sich im KUKA Konzern von 260,8 MIO. € (2008) um 101,6 MIO. € auf 159,2 MIO. € (2009). Die Bruttomarge ging dabei von 20,6% in 2008 auf 17,7% in 2009 zurück, wobei die um Sonderaufwendungen in Höhe von 11,7 MIO. € bereinigte Bruttomarge für das abgelaufene Geschäftsjahr 18,9% betrug. Dieser Rückgang ist die Folge deutlich rückläufiger Umsatzerlöse sowie einer geringeren Erlösqualität der abgewickelten Aufträge.

Die Funktionskosten, d. h. die Summe der Vertriebs- und Verwaltungskosten, der Forschungs- und Entwicklungskosten sowie sonstiger betrieblicher Erträge und Aufwendungen, sind im Geschäftsjahr 2009 infolge von Einmalkosten weiter angestiegen. Insgesamt erhöhten sich die Funktionskosten des KUKA Konzerns von 208,8 MIO. € (2008) um 3,3 MIO. € auf 212,1 MIO. € (2009). Hierin sind Sonderaufwendungen in Höhe von 26,9 MIO. € enthalten u.a. für Abfindungszahlungen an in- und ausländische Mitarbeiter.

BETRIEBSERGEBNIS (EBIT) VON EINMALKOSTEN BELASTET

Das Betriebsergebnis (EBIT) des KUKA Konzerns verringerte sich 2009 vor allem infolge des deutlich niedrigeren Bruttoergebnisses insgesamt um 104,9 MIO. € auf -52,9 MIO. €. Hierin sind Sonderaufwendungen in Höhe von 38,6 MIO. € enthalten. Dementsprechend erreichte das Betriebsergebnis (EBIT) ohne Einmalkosten -14,3 MIO. €.

Die Betriebsergebnisse (EBIT) der Geschäftsbereiche fielen im Geschäftsjahr 2009 ebenfalls negativ aus. Im Geschäftsbereich Robotics sank das operative Ergebnis von 42,0 MIO. € (2008) auf -11,5 MIO. € (2009). Ohne Sonderaufwendungen in Höhe von 9,6 MIO. € fiel das Betriebsergebnis (EBIT) des Geschäftsbereichs mit -1,9 MIO. € lediglich leicht negativ aus. Im Geschäftsbereich Systems ging das Betriebsergebnis (EBIT) von 26,8 MIO. € (2008) auf -29,1 MIO. € (2009) zurück. Ohne Einmalaufwendungen in Höhe von 23,8 MIO. € lag das Betriebsergebnis des Geschäftsbereichs bei -5,3 MIO. €. Das Ergebnis der KUKA AG sowie sonstiger Aktivitäten einschließlich Konsolidierungseffekte erreichte -12,3 MIO. € (Vorjahr: -16,8 MIO. €). Insgesamt ging die Umsatzrendite im KUKA Konzern von 4,1% (2008) auf -5,9%, ohne Einmalkosten auf -1,6% (2009) zurück.

Das Finanzergebnis verringerte sich von -5,0 MIO. € (2008) auf -11,5 MIO. €. Die Zunahme der Zinsaufwendungen ist vor allem auf Kosten der Refinanzierung und auf Zinszahlungen aus Betriebsprüfungen zurückzuführen. Insgesamt verminderte sich das Ergebnis vor Steuern auf -64,4 MIO. € (Vorjahr: 47,0 MIO. €). Der Steueraufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 11,4 MIO. € und entstand im Wesentlichen aus dem Wegfall steuerlicher Verlustvorträge durch die Überschreitung der gesetzlich geregelten Beteiligungsgrenze von 25% durch einen Großaktionär.

Insgesamt belief sich das Ergebnis nach Steuern 2009 auf - 75,8 MIO. € (Vorjahr: 30,6 MIO. €). Das Ergebnis je Aktie verringerte sich dabei von 1,18 € (2008) auf -2,95 € je Aktie (2009). Die Anzahl des gewichteten Durchschnitts der sich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 25,7 MIO. Stück. Hierbei sind eigene Aktien (4,54%) nicht enhalten.

KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG (VERKÜRZT)

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(in MIO. €) 2008 2009
Umsatzerlöse 1.266,1 902,1
Betriebsergebnis (EBIT) 52,0 -52,9
Finanzergebnis -5,0 -11,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -16,4 -11,4
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 30,6 -75,8

FINANZLAGE

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Die Finanzvolumina der Konzerngesellschaften werden weitgehend gebündelt und über das zentrale Finanzmanagement der KUKA AG gesteuert. Dort werden die konzernweiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken erfasst und im Wesentlichen gesichert. Der Einsatz von marktgängigen derivativen Finanzinstrumenten erfolgt ausschließlich grundgeschäftsbezogen bzw. auf Basis erwarteter Geschäfte. KUKA hat für alle Konzerngesellschaften einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken im Finanzbereich erlassen.

KONZERNFINANZIERUNG UND LIQUIDITÄTSSICHERUNG

Die Konzernfinanzierungspolitik verfolgt das Ziel, jederzeit über ausreichend Liquiditätsreserven zu verfügen, um den operativen sowie strategischen Finanzbedarf der Konzerngesellschaften sicherstellen zu können. Die Liquiditätssicherung erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Finanzplanung sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung, die jeweils alle konsolidierten Konzernunternehmen einbezieht.

Die operative Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften und die daraus resultierenden Einzahlungen stellen die wichtigste Liquiditätsquelle des Konzerns dar. Im Rahmen vorhandener Cash-Management-Systeme werden die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften genutzt, um den Finanzbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Der zentrale konzerninterne Finanzausgleich verringert das benötigte Fremdfinanzierungsvolumen mit positivem Einfluss auf das Zinsergebnis. Die Deckung des Finanzbedarfs des KUKA Konzerns wird im Wesentlichen durch den bestehenden Konsortialkreditvertrag sowie durch die begebene Wandelanleihe sichergestellt (weiterführende Erläuterungen siehe Konzernanhang/Erläuterung 28).

Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Situation konnten in 2009 bestimmte Financial Covenants des Konsortialkreditvertrages nicht eingehalten werden. Bis zur vertraglichen Neuordnung des Konsortialkreditvertrags im März 2010 wurden die für die Aufrechterhaltung der operativen Geschäftstätigkeit benötigten Bar- und Avallinien im Rahmen eines Waiver-Prozesses in der jeweiligen Höhe zur Verfügung gestellt. Zur Liquiditätssicherung verfügte der KUKA Konzern per 31. Dezember 2009 über Bar- und Avalkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag sowie von Kautionsversicherungsgesellschaften in Höhe von 262 MIO. €. Ergänzt wird die Finanzierung durch die im Mai 2006 begebene Wandelanleihe in einem Volumen von 69 MIO. €. Außerdem besteht ein im Dezember 2006 aufgelegtes ABS-Programm (regelmäßiger Verkauf von Forderungen) in Höhe von bis zu 25 MIO. € (tatsächliche Inanspruchnahme zum 31. Dezember 2009: 9,5 MIO. €). Auch für dieses ABS-Programm existieren Financial Covenants, die im Geschäftsjahr 2009 zum Teil nicht eingehalten werden konnten. Die im Rahmen dieser Finanzierung zugesagten Mittel standen zum Jahresende 2009 in voller Höhe zur Verfügung.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (VERKÜRZT)

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(in MIO. €) 2008 2009
Cash Earnings 69,4 -43,7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -61,2 4,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit -105,7 -27,0
Free Cashflow -166,9 -22,2

Die Verhandlungen mit den finanzierenden Kreditinstituten wurden im März 2010 erfolgreich abgeschlossen. Die Eckpunkte dieses Abschlusses sehen eine Erhöhung der Barlinien auf 146 MIO. €, die betragsmäßige Beibehaltung der Avallinien sowie eine Laufzeit bis März 2012 vor. Die Finanzierung des KUKA Konzerns ist daher gewährleistet.

POSITIVER CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Cash Earnings, die sich aus dem Jahresfehlbetrag korrigiert um nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträgen zusammensetzen, lagen im Geschäftsjahr 2009 bei -43,7 MIO. € (Vorjahr: 69,4 MIO. €). Durch den aktiven Abbau von Vorräten in Höhe von 47,9 MIO. € und sich in etwa ausgleichenden Veränderungen der Forderungen und Schulden (Saldo: -3,7 MIO. €) konnte 2009 ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 4,8 MIO. € (Vorjahr: -61,2 MIO. €) erzielt werden.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -27,0 MIO. € (Vorjahr: -105,7 MIO. €) ergaben einen Free Cashflow in Höhe von -22,2 MIO. €. Im Vorjahr war der Free Cashflow vor allem infolge des Erwerbs von Forderungen aus dem Betrieb einer Karosseriebauanlage in den USA (77,1 MIO. €) mit -166,9 MIO. € deutlich negativ ausgefallen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist 2009 mit dem Zufluss aus der Kapitalerhöhung (27,4 MIO. €) und höheren Bankverbindlichkeiten (14,6 MIO. €) 42,0 MIO. € aus (Vorjahr: -18,7 MIO. €). Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel des KUKA Konzerns im Jahresverlauf von 41,3 MIO. € auf 61,2 MIO. €.

INVESTITIONEN DEM GESCHÄFTSVERLAUF ANGEPASST

Der KUKA Konzern investierte im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 27,2 MIO. €; dies ist entsprechend dem Geschäftsverlauf ein Rückgang um 16,3% gegenüber dem Vorjahr (2008: 32,5 MIO. €). Die Investitionen in Sachanlagen betrugen dabei 15,8 MIO. € (Vorjahr: 18,9 MIO. €) und flossen in technische Anlagen und Maschinen (5,7 MIO. €), Betriebs- und Geschäftsausstattung (5,4 MIO. €), Anlagen im Bau und Anzahlungen (3,3 MIO. €) sowie in Grundstücke und Bauten (1,4 MIO. €). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen 11,4 MIO. € (Vorjahr: 13,6 MIO. €) und bestanden überwiegend aus Rechten und Werten einschließlich der aktivierten eigenen Entwicklungsleistungen.

Nach Geschäftsbereichen teilten sich die Investitionen 2009 folgendermaßen auf: Im Geschäftsbereich Robotics betrugen die Investitionen 16,3 MIO. € (Vorjahr: 18,4 MIO. €). Hier handelt es sich neben den aktivierten Entwicklungsleistungen überwiegend um Lizenzen und Nutzungsrechte. Im Geschäftsbereich Systems wurden 8,9 MIO. € (Vorjahr: 12,2 MIO. €) investiert. Hier handelt es sich u.a. um die Anschaffung einer Laserstandardzelle und einer speziellen Reibschweißmaschine. Die Investitionen der KUKA AG/Sonstige lagen mit 2,0 MIO. € auf dem Niveau des Vorjahres (1,9 MIO. €).

INVESTITIONEN NACH GESCHÄFTSBEREICHEN (in %)

VERMÖGENSLAGE

Die Nettoverschuldung des KUKA Konzerns, d. h. die flüssigen Mittel abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, betrug am 31. Dezember 2009 -48,5 MIO. €; dies ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahresstichtag (31. Dezember 2008: -53,6 MIO. €) um 5,1 MIO. €.

AKTIVES WORKING CAPITAL MANAGEMENT

Auf der Aktivseite gingen die langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahresstichtag um 5,7 MIO. € im Wesentlichen infolge der planmäßigen Tilgung von Forderungen aus Finanzleasing auf 292,3 MIO. € zurück. Parallel zu den geringeren Umsatzerlösen reduzierten sich bei den kurzfristigen Vermögenswerten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-50,2 MIO. €), die Vorräte (-47,7 MIO. €) und die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (-42,8 MIO. €). Dank des aktiven Working Capital Managements im KUKA Konzern konnten insbesondere die Forderungen und die Lagerbestände abgebaut werden. Insgesamt betrugen die kurzfristigen Vermögenswerte am Bilanzstichtag 433,9 MIO. €, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahresstichtag um 133,6 MIO. €. Dies führte zu einer Verkürzung der Bilanzsumme des KUKA Konzerns um 139,3 MIO. € bzw. 16,1% per 31. Dezember 2009 gegenüber dem Vorjahresstichtag auf 726,2 MIO. €.

Auf der Passivseite waren im Bereich der kurzfristigen Schulden insbesondere die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen rückläufig. Diese reduzierten sich von einem sehr hohen Bestand zum Jahresende 2008 (149,1 MIO. €) auf 73,3 MIO. € zum Jahresende 2009. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten gingen vor allem auf Grund von Auszahlungen im Personalbereich um 31,6 MIO. € zurück. Insgesamt betrugen die kurzfristigen Schulden zum Jahresende 2009 396,7 MIO. € (Vorjahr: 495,9 MIO. €).

KONZERN-VERMÖGENS- UND FINANZSTRUKTUR (in %)

RÜCKLÄUFIGE EIGENKAPITALQUOTE

Im Eigenkapital wirkte sich der Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 27,4 MIO. € positiv aus. Dem stand der Jahresfehlbetrag in Höhe von 75,8 MIO. € gegenüber. Insgesamt ging das Eigenkapital per 31. Dezember 2009 um 52,7 MIO. € auf 160,8 MIO. € zurück. Die Eigenkapitalquote, d. h. das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, ging von 24,7% (am 31. Dezember 2008) um 2,6 Prozentpunkte auf 22,1% (am 31. Dezember 2009) zurück.

CAPITAL EMPLOYED STICHTAGSBEZOGEN ZURÜCKGEGANGEN

Infolge der negativen Ergebnisentwicklung fiel auch die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed/ROCE) im Geschäftsjahr 2009 negativ aus.

Die Entwicklung des eingesetzten Kapitals war in den vergangenen zwei Jahren stark von der Übernahme der Finanzierung des Betreibermodells KTPO (77,1 MIO. €) im Geschäftsbereich Systems 2008 bestimmt. Dadurch erhöhte sich im KUKA Konzern unter anderem der Kapitaleinsatz vom Bilanzstichtag 2007 (150,7 MIO. €) um 184,1 MIO. € auf 334,8 MIO. € zum Bilanzstichtag 2008. Ende 2009 lag der Kapitaleinsatz im KUKA Konzern wieder bei 300,1 MIO. €.

Bei der Berechnung der Verzinsung des eingesetzten Kapitals wird der durchschnittliche Kapitaleinsatz zugrunde gelegt; dieser stieg im KUKA Konzern von 242,3 MIO. € (2008) auf Grund der hohen Ausgangsbasis zum 31. Dezember 2008 um 75,2 MIO. € auf 317,5 MIO. € (2009). Eine ähnliche Entwicklung war auch im Geschäftsbereich Systems festzustellen: von 132,7 MIO. € (2008) um 65,9 MIO. € auf 198,6 MIO. € (2009). Der Geschäftsbereich Robotics verzeichnete 2009 dagegen lediglich einen leichten Anstieg des durchschnittlich eingesetzten Kapitals um 7,6 MIO. € auf 120,5 MIO. €.

Es liegt kein offizielles Rating für die KUKA AG vor.

NACHTRAGSBERICHT

Am 10. März 2010 veröffentlichte die KUKA AG folgende Adhoc-Meldung:

"Die KUKA Aktiengesellschaft ("KUKA AG") hat sich mit einem Bankenkonsortium über eine Verlängerung und Erhöhung des bestehenden Konsortialkredits geeinigt. Die Banken werden demnach KUKA Kreditlinien in Höhe von insgesamt 336 MIO. € mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2012 zur Verfügung stellen. Dieser Betrag teilt sich in revolvierend ausnutzbare Barlinien (146 MIO. €) sowie Avallinien (190 MIO. €) auf. Als neuer Partner des syndizierten Kredites ist die KfW dem Konsortium beigetreten. Sie beteiligt sich mit 31 MIO. € an der Barlinie.

Im Rahmen der Vereinbarung mit den Konsortialbanken hat sich die KUKA AG dazu verpflichtet, dass der KUKA AG bis Ende Juni 2010 mindestens 23 MIO. € als Eigenkapital im Rahmen einer Kapitalerhöhung oder als eigenkapitalähnlich ausgestaltetes Fremdkapital zugeführt werden. Die Zuführung entsprechender Mittel ist Voraussetzung dafür, dass die mit den Banken vereinbarten Kreditlinien künftig in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Über eine Ausweitung der Mittelzuführung über 23 MIO. € hinaus wird die KUKA AG in Abhängigkeit von den Marktbedingungen entscheiden. Der Großaktionär Grenzebach Maschinenbau GmbH hat zugesagt, sich an der Kapitalzuführung mit bis zu 15 MIO. € zu beteiligen. Die Grenzebach Maschinenbau GmbH hat gegenüber der KUKA AG erklärt, ihren oder den ihr zuzurechnenden Anteilsbesitz entsprechend den bisherigen Aussagen auch im Rahmen einer Kapitalerhöhung nicht auf 30% oder mehr zu erhöhen.

Die Fortführung der Bankenfinanzierung über den 31. August 2011 hinaus steht unter dem Vorbehalt, dass die KUKA AG die Refinanzierung der von der KUKA Finance B.V. begebenen und von der KUKA AG garantierten Wandelschuldverschreibung, die im November 2011 zur Rückzahlung fällig wird, bis spätestens 31. August 2011 sicherstellt. Die Gesellschaft hat sich ferner gegenüber den Banken dazu verpflichtet, während der Laufzeit des Kreditvertrages keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Im Vergleich zu 2009 führen die geänderten Bedingungen der Bankenfinanzierung zu einer finanziellen Mehrbelastung und einem erhöhten negativen Finanzergebnis.

Der Aufsichtsrat der KUKA AG hat darüber hinaus Herrn Dr. Till Reuter gebeten, sein Mandat als kommissarischer Vorstandsvorsitzender gem. § 105 Abs. 2 AktG bis zum 30. September 2010 weiter auszuüben. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Finanzierungsverhandlungen hat Herr Dr. Reuter dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er das Amt bis zu diesem Zeitpunkt ausüben werde, um insbesondere die langfristige strategische Ausrichtung des Konzerns weiterzuentwickeln. Die Besetzung der CEOPosition ab Oktober 2010 erfolgt entsprechend später."

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Forschung und Entwicklung hat im KUKA Konzern eine hohe strategische Bedeutung zur Sicherung der Technologieführerschaft in den verschiedenen Märkten. Der Bereich arbeitet nach folgenden Grundsätzen:

anwenderfreundliche Produkte und Lösungen mit hoher Funktionalität und Wirtschaftlichkeit zu entwickeln,
skalierbare Lösungen mit hohem Kundennutzen durch entsprechende Steuerungstechnik und Mechatronik anzustreben,
produktlebenszyklusorientierte Werte wie Qualität, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz umzusetzen und
die Zeitspanne von der Idee bis zum Produkt durch Nutzung von IT-Technologien zu minimieren.

F&E-AUFWENDUNGEN WEITER ERHÖHT

Trotz der schwierigen Marktbedingungen hat der KUKA Konzern die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung weiter erhöht. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 35,6 MIO. € für Forschungs- und Entwicklungsleistungen ausgegeben; dies ist eine Steigerung um 5,6% gegenüber dem Vorjahr (2008: 33,7 MIO. €). Infolge des Umsatzrückgangs ist die F&E-Quote im KUKA Konzern deshalb von 2,7% im Vorjahr auf 3,9% im Berichtsjahr deutlich angestiegen. Die Aktivierungsquote, d. h. der Anteil der F&E-Kosten, die als selbst erstellte Software bzw. Produktentwicklungskosten aktiviert worden sind, lag 2009 bei 6,9% (Vorjahr: 22,0%).

F&E-AUFWAND NACH GESCHÄFTSBEREICHEN (KONSOLIDIERT) (in %)

Der weitaus überwiegende Teil der F&E-Aufwendungen ist dem Geschäftsbereich Robotics zuzurechnen; dieser wendete im Berichtsjahr 33,5 MIO. € auf (Vorjahr: 31,0 MIO. €). Hierin sind 0,4 MIO. € (Vorjahr: 0,5 MIO. €) Entwicklungsleistungen enthalten, die der Geschäftsbereich Robotics für den Geschäftsbereich Systems sowie für sonstige Gesellschaften erbracht hat. Der Geschäftsbereich Robotics erzielte bei rückläufigen Umsatzerlösen eine F&E-Quote von 10,1% (Vorjahr: 6,5%). Der Geschäftsbereich Systems erbringt die überwiegende Anzahl seiner Entwicklungsprojekte im Rahmen von Kundenaufträgen, sodass im abgelaufenen Geschäftsjahr lediglich 2,5 MIO. € (Vorjahr: 3,2 MIO. €) als Forschungs- und Entwicklungsleistungen zu verbuchen waren. Insgesamt 70% des Gesamtbudgets kommen neuen Produkten und Anwendungen zugute und 30% Basistechnologien.

Die Finanzierung der Forschung und Entwicklung im KUKA Konzern erfolgt hauptsächlich durch eigene Mittel. Daneben nutzt der Bereich öffentliche Fördergelder und kooperiert mit Forschungszentren, Universitäten, Hochschulen und anderen Unternehmen. Der Anteil von Drittleistungen lag im Berichtsjahr bei 20%.

GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS

Der Geschäftsbereich beschäftigte im Berichtsjahr 232 Mitarbeiter (Vorjahr: 249) im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Mehrzahl der Mitarbeiter verfügt über einen Hochschulabschluss. 50% der Mitarbeiter sind in der Softwareentwicklung und in der Elektronik, 50% in der Mechanik und Mechatronik eingesetzt.

Die Entwicklungsleistungen von KUKA Robotics bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau. Es wurden im Berichtsjahr 106 Patentanmeldungen veröffentlicht und 48 Patente erteilt.

NEUE GENERATION INDUSTRIEROBOTER FÜR DEN AUTOMOBILMARKT

Im Jahr 2009 wurde das Forschungs- und Entwicklungsprogramm des Geschäftsbereichs gestrafft und auf den Abschluss der Entwicklung einer neuen, mechatronisch optimierten Produktfamilie Steuerung und Roboter ausgerichtet. Die neue Generation Industrieroboter wurde in enger Zusammenarbeit mit Kunden in Hinblick auf Funktion und Bedienung optimiert und wird ihnen einen erheblichen Mehrwert bieten. Eine erste Variante für den Zielmarkt Automotive konnte bereits im zweiten Halbjahr bei Pilotkunden erprobt werden; sie bildet den Grundstein einer neuen, flexiblen Technologieplattform, die auch zum Einsatz in Zukunftsmärkten geeignet ist.

GRAPHISCHE PROZESS-PROGRAMMIERUNG MIT "VISUALPROCESS"

"VisualProcess" ist Teil des neuen KUKA Programms "WorkVisual" zur grafischen Offline-Programmierung von Prozessapplikationen auf Basis von 3D-CAD-Daten. "VisualProcess" wurde im Berichtsjahr erstmalig in der Automobilindustrie bei der Applikation von Klebstoffen eingesetzt. Wesentliche Vorteile für den Kunden liegen u.a. in der direkten Verknüpfung der grafischen Bahn- mit der grafischen Prozessprogrammierung in einer Offline-Umgebung, in der intuitiven Bedienung sowie in der unmittelbaren Einbindung der KUKA-eigenen Technologiepakete.

NEUE ROBOTER FÜR PALLETIERAUFGABEN

Im Rahmen einer eigenen Marketingkampagne (www.die-hohe-kunst-der-ordnung.de) wurden auf der internationalen Leitmesse für die Forst- und Holzwirtschaft LIGNA im Mai 2009 drei neue Palletierroboter vorgestellt. Der Roboter KR 700 PA verfügt über eine 4-Achskinematik für eine schnelle Produktion von 15 Zyklen pro Minute bei einer Traglast von 700 kg und einem Arbeitsbereich von 3.320 mm auf einer Palletierstrecke von 400/2.000/400 mm. Damit ist der KR 700 PA der schnellste Palletierroboter seiner Traglastklasse und Benchmark im Markt.

Auf der LIGNA wurden zwei weitere Roboter vorgestellt, die auf Basis der leistungsfähigen und bewährten KUKA Technologie mit einer 5-Achskinematik für Traglasten von 300 kg und 470 kg entwickelt wurden. Der KR 300 PA ist für schnelle Aufgaben mit hoher Traglast und der KR 470 PA auf Grund seiner kompakten Bauweise für eine einfache Integration in bestehende Systeme ausgelegt.

Außerdem entwickelte KUKA Robotics für das Palletieren und Depalletieren neue Arbeitsmodule. Sie ermöglichen den Systempartnern leistungsfähige Anwendungen in dem wachsenden Markt der Logistik. Mit dem KUKA Lagengreifer, der über sechs Servoachsen verfügt, können Lasten bis zu 200 kg und bis zu einer Höhe von drei Lagen lagenweise palletiert oder depalletiert und dabei aufgefächert werden. Ein weiteres Softwaremodul für gemischtes Palletieren ermöglicht neue leistungsfähige Kommissionieranwendungen.

PRODUKTE SCHUTZGASSCHWEISSEN

Für die Produktfamilie der Schweißroboter wurden zwei neue Roboter entwickelt. Der KR 16 arc HW mit bis zu 16 kg Traglast eignet sich speziell für größere Bauteile z.B. bei Dickblechanwendungen. Der KR 16 L8 arc HW ist auf eine Reichweite von 2.015 mm ausgelegt. Die Mechaniken zeichnen sich durch eine Hohlwellenkonstruktion (Hollow Wrist HW) mit 50 mm großer Durchlassöffnung aus. Durch die spezielle Konstruktion des Arms und der Hand wird die Energiezuführung optimal in den Roboter integriert. Selbst komplexe Bauteile mit kritischer Zugängigkeit können so optimal geschweißt werden.

Außerdem wurden hierzu die Softwarepakete Multi CR ArcTech Digital und SeamTech Tracking entwickelt. Multi CR ArcTech Digital ermöglicht eine optimierte Programmierung des Lichtbogenschweißens in Verbindung mit dem KUKA Systems-Programm RoboTeam. SeamTech Tracking ermöglicht zum Beispiel sensorgeführtes Mehrlagenschweißen von dicken Blechen. Zusammen mit den neuen Softwarepaketen wurden die beiden Schweißroboter KR 16 arc HW und KR 16 L8 arc HW auf der Messe Schweißen und Schneiden im September 2009 vorgestellt und im realen Einsatz gezeigt.

OMNIMOVE ERSTMALS MIT ELEKTRISCHEM ANTRIEB

Für die mobile Plattform Omnimove, die sich durch eine hohe Beweglichkeit in allen ebenen Raumrichtungen inkl. Drehen um die eigene Achse auszeichnet, wurde eine neue Antriebstechnik entwickelt. Neben der bewährten hydraulischen Antriebstechnik wurde erstmalig ein rein elektromechanisches Antriebskonzept umgesetzt. Die Auslegung der elektrischen Antriebe ist dabei auf die hohen Anforderungen der Flugzeugbau- und Schienenfahrzeugindustrie ausgerichtet. Die neuen elektrischen Omnimove Plattformen kommen in den französischen, englischen, deutschen und spanischen Werken von Airbus für die Fertigung von Flügel- und Rumpfsegmenten zum Einsatz.

KUKA LEICHTBAUROBOTER IN DER PRODUKTIONSENTWICKLUNG UND FORSCHUNG

Ziel der laufenden Entwicklung ist die serienreife, industriell verwendbare Ausführung des bereits als Produkt für die Forschung vorliegenden Leichtbauroboters. Anhand ausführlicher, anwendungsnaher Tests wurden konkrete Anforderungen abgeleitet, die nun in der industriereifen Version zeitnah umgesetzt werden. So entsteht eine modulare Leichtbauroboter-Familie, die Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Applikationen aus dem industriellen und dem medizinischem Umfeld sein wird. Die anwendungsnahen Tests mit den Funktionsmustern sind mittlerweile in konkrete Projektplanungen für die künftige industrielle Version übergegangen.

Der Leichtbauroboter wird bezogen auf sein Eigengewicht etwa doppelt soviel Last bewegen können wie seine IndustrieroboterKollegen. Eine ausgereifte Sensorik versetzt ihn in die Lage, durch haptisches Feedback Montage- oder Fügeoperationen zu optimieren oder gar erst zu ermöglichen; vergleichbar etwa mit dem Vorgang, wenn ein Mensch ohne hinzuschauen einen Stecker in die Steckdose einführen möchte. Die gleiche Sensorik erlaubt es dem Roboter, mit dem Menschen in Wechselwirkung einzutreten; beispielsweise um von ihm geführt zu werden oder umgekehrt den Menschen bei komplexen Bewegungsabläufen zu führen. Der KUKA Leichtbauroboter verfügt damit über eine äußerst flexible in allen sechs Freiheitsgraden bewegliche Aktorik und Sensorik.

In Zusammenarbeit mit dem Partner DLR und gefördert von dem EU-Projekt BRICS wurde für den KUKA Leichtbauroboter eine optimale Steuerungsschnittstelle für den Einsatz in der Forschung geschaffen. Dieses Fast Research Interface ist auf die Anforderungen dieses Kundenkreises abgestimmt und ermöglicht eine ideale Integration des Roboters in Forschungsanwendungen.

Die europäischen Roboterhersteller haben zusammen mit der Europäischen Union das Projekt ECHORD (European Clearing House for Open Robotics Development) auf den Weg gebracht. Im Rahmen von ECHORD erhalten Institute und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, ihre Entwicklungen auf neuester, industrienaher Hardware zu betreiben. In diesem Programm wird auch die Anschaffung des KUKA Leichtbauroboters für die Anwendungsforschung in der Servicerobotik gefördert. Das ECHORD Programm koordinieren die Technische Universität München, die University of Naples Federico II, Italien, und die University of Coimbra, Portugal, (www.echord.info).

LEADING EUROPEAN ROBOTICS

KUKA Robotics führt seit nunmehr zweieinhalb Jahren die europäische Robotik über die europäische Technologieplattform EUROP, European Robotics Technology Platform. Ziel von EUROP ist es, die führende Rolle Europas bei der Robotik auszubauen. Dazu wurde mit mehr als 130 Organisationen eine strategische Forschungsagenda (Roadmap) erarbeitet, die mittlerweile zur Referenz der europäischen Robotik geworden ist und am 7. Juli 2009 vorgestellt wurde. Hierauf stützen sich europäische und nationale Ausschreibungen für öffentlich geförderte Forschungsprojekte, die damit einen stärkeren Bezug zu den für die Roboterindustrie wichtigen Themen finden. Ziel der nächsten Jahre wird es sein, noch enger mit den Wissenschaftlern zu kooperieren, um Technologietransfers beschleunigen zu können.

KUKA nimmt seit Jahren eine Vorreiterrolle bei Technologietransfers ein. Dies belegen erfolgreich abgeschlossene Forschungskooperationen und der Transfer entsprechender Ergebnisse in Produkte. So sind unter der Leitung und Mitwirkung von KUKA Robotics auch im vergangenen Jahr verschiedene nationale und europäische Forschungsprojekte zu einem erfolgreichen Abschluss geführt worden. Dabei wurden sowohl für die Industrie- als auch für die Servicerobotik Verfahren und Technologien für zukünftige Roboterprodukte entwickelt.

F&E-AUFWAND KUKA KONZERN (in MIO.€)

In den Projekten SMErobot und RoboTOOL standen die Anforderungen von kleinen und mittelständischen Produktionsbetrieben im Mittelpunkt, die von kleinen Losgrößen und einem großen Variantenreichtum geprägt sind. Um auch hier den wirtschaftlichen Einsatz von Robotertechnologie zu ermöglichen, hat KUKA Verfahren und Technologien entwickelt, die es dem Anwender zukünftig ermöglichen, Roboterprogramme einfacher und schneller zu erstellen. Dabei spielen Technologien wie das Programmieren durch Vormachen, die Offline-Programmierung und intuitive grafische und iconbasierte Benutzungsschnittstellen eine entscheidende Rolle. Der Roboter wird so zum Assistenten des Werkers und kann ihn bei gefährlichen, gesundheitsschädigenden oder Routine-Arbeiten unterstützen.

Im Projekt PHRIENDS konnten in enger Mensch-Roboter-Kooperation entscheidende Fortschritte für die Sicherheit des Menschen erzielt werden. Neben Erkenntnisgewinnen für die zukünftige Normgebung, die von KUKA damit entscheidend beeinflusst wird, nimmt der KUKA Leichtbauroboter eine zentrale Rolle bei zukünftigen Mensch-Roboter-Kooperationsszenarien ein. Seine Feinfühligkeit ermöglicht die Entwicklung neuer Sicherheitskonzepte, die dazu führen werden, dass in Zukunft auf unflexible und teure Schutzzäune verzichtet werden kann.

Die Entwicklung einer neuen Steuerungstechnologie für die Servicerobotik stand im Mittelpunkt des Projekts DESIRE. Zukünftige Serviceroboter werden anders als heutige Industrieroboter nicht mehr in genau definierten Umgebungen und Aufgabenkontexten operieren. Dafür müssen sie über mehr Freiheitsgrade und Sensoren und ein höheres Maß an Intelligenz verfügen als heutige Industrieroboter. Das DESIRE-Team zeigte mit einer gemeinsamen Technologieplattform, die mit zwei KUKA Leichtbauarmen ausgestattet ist, auf, wie die Informationsverarbeitung und Steuerung dieser Roboter zukünftig aussehen wird. Dass der Weg zur Servicerobotik über die industrielle Produktion führt, wurde anhand weiterer KUKA Demonstratoren aufgezeigt. Auf einer omnidirektionalen mobilen Plattform, die mit einem KUKA Leichtbauarm und einem Zweifinger-Greifer ausgestattet ist, wurden erste Experimente für Hol- und Bringdienste im industriellen Umfeld erfolgreich durchgeführt.

Ebenfalls erfolgreich abgeschlossen wurden die Projekte Lynkeus und Genesys, bei denen das dreidimensionale Erkennen von Objekten und die kollisionsfreie Bahnplanung, sei es für das Erkennen und Greifen von Bauteilen aus einer Kiste oder aus einem Gepäckcontainer heraus, eine zentrale Rolle spielen. Hier wurde eng mit der Firma Grenzebach Maschinenbau GmbH kooperiert, die solche Systeme zur Verbesserung der Logistik auf Flughäfen einsetzen wird.

GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS

KUKA Systems erhielt den renommierten JEC Award 2009 für ein innovatives Schweißverfahren bei Faserkunststoffverbunden (FKV). Der Preis wird jährlich für die weltweit besten Entwicklungen in der Verbundwerkstoffbranche verliehen. Gleichzeitig erhielt dieses Verfahren einen Innovationspreis des Network of Automotive Excellence in der Kategorie "CO2-Reduzierung, Leichtbau und neue Materialen". Bauteile aus FKV ersetzen immer häufiger Bauteile aus Metall. Die Herstellung von integralen Strukturen aus Faserkunststoffverbund ist bisher sehr aufwendig. KUKA Systems entwickelte deshalb einen neuartigen Fügeprozess, der das Schweißen von FKV-Teilen mittels induktiver Erwärmung wesentlich flexibler und kostengünstiger gestaltet. Am Ende des Produktlebenszyklus können die FKV-Teile zudem problemlos wieder getrennt und umweltfreundlich entsorgt werden.

ROBOSPIN BEIM SCHWEISSEN VON ALUMINIUM

Für das Widerstandspunktschweißen, dem am häufigsten praktizierten Fügeverfahren im automobilen Karosseriebau, hat KUKA Systems in den vergangenen Jahren das Verfahren Robospin entwickelt: Der Industrieroboter bewegt sich bereits während des Schweißvorgangs in Richtung des nächsten Schweißpunkts, sodass der Prozess schneller, genauer und kostengünstiger abläuft. Robospin erhöht außerdem die Schweißbarkeit von schlecht bis nicht schweißbaren Werkstoffen. Hierzu gehört insbesondere Aluminium. Dieses neue patentierte Verfahren fördert damit den weiteren Einsatz von Aluminiumwerkstoffen zur Reduzierung des Fahrzeuggewichts im Automobilbau.

Ein weiteres Verfahren zur Verarbeitung von leichteren Materialien bei bewegten Teilen wie Achsen und Antriebswellen ist das MagnetArc-Schweißen. Im Pressschweißverfahren können so auch unsymmetrische Bauteile und Mischverbindungen von Gussund Stahlwerkstoffen präzise und dauerhaft miteinander verbunden werden. KUKA Systems hat neben der traditionellen horizontalen Variante jetzt eine MagnetArc-Schweißmaschine entwickelt, die in vertikaler Idealposition arbeitet.

Für den Einsatz in Produktionsanlagen des Automobilbaus hat KUKA Systems 2009 weitere Standardsysteme und -komponenten in der roboterbasierten Automation entwickelt. Immer dann, wenn technische Aufgabenstellungen regelmäßig wiederkehren, bringt die Standardisierung der Systeme und Komponenten eine höhere Flexibilität und geringere Kosten. Gleichzeitig können diese auf neue Geschäftsfelder übertragen und beispielsweise in der Produktion von Solarmodulen eingesetzt werden.

SCHNELLES BE- UND ENTLADEN VON WAFERN

KUKA Systems hat ein schnelles, robotergestütztes System zum Be- und Entladen von Waferträgern für Beschichtungsanlagen entwickelt. Dabei nimmt ein Roboter mit Greifern aus FKV-Werkstoffen Wafern mit einer Dicke von 180 μm in jeder Position aus ihren Kassetten heraus und legt diese in einer Taktzeit von drei Sekunden positionsgenau ab. Das System vermisst die Kassetten mittels eines Bild verarbeitenden Systems. Je nach Taktzeit kommen in dieser Anlage ein oder mehrere Roboter zum Einsatz.

LASEREINSATZ IN DER SOLARTHERMIE

Aufbauend auf 25 Jahre Erfahrung im robotergeführten Laserschweißen setzt KUKA Systems die Lasertechnik nunmehr auch in der Produktion von Solarmodulen ein. Die Schweißzelle KS Solarthermal Lasertec bietet optimale Prozesssicherheit sowie höchste Anlagenverfügbarkeit und -flexibilität beim Verschweißen von Rohren auf die Absorberfläche. Flachkollektoren können so kostengünstiger hergestellt werden. Auf der ersten mit Lasertechnik ausgerüsteten Anlage werden jährlich 100 000 Kollektoren unterschiedlichster Größe hergestellt.

Für den Einsatz vor allem in industriellen Produktionsprozessen hat KUKA Systems die so genannte Hybridschweißzelle entwickelt. Die KS Hybridtec vereint die Vorteile der Lasertechnik mit dem traditionellen Schutzgasschweißen. Diese innovative Kombination ermöglicht schnellere Schweißgeschwindigkeiten und führt zu weniger Nacharbeit. Dieses Verfahren kommt insbesondere in der Bearbeitung dicker Bleche beispielsweise beim Bau von Schienenfahrzeugen zum Einsatz.

NEUE ZENTREN DER LEICHTBAUPRODUKTIONSTECHNIK

Im Rahmen des öffentlich geförderten Aufbaus des Zentrums für Leichtbauproduktionstechnik Süd (ZLP Süd) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das im Bereich der Universität Augsburg entsteht, sollen Technologien entwickelt werden, mit denen eine automatisierte Produktion von kohlefaserverstärkten Kunststoffen ermöglicht wird. Im Fokus stehen dabei trockene Gelege, die in einer flexiblen Produktionszelle verarbeitet werden sollen. Diese roboterbasierte Zelle wird von KUKA Systems als Generalunternehmer entwickelt, wobei KUKA Roboter das Knowhow im Bereich der Robotermechaniken sowie insbesondere der Ansteuerung der Roboter in das Projekt einbringt. Besondere Herausforderungen bei der Robotersteuerung sind dabei die Anbindung an ein CAD-CAM-System sowie die geplante Mensch-Maschine-Interaktion und die Kooperation der eingesetzten Mechaniken. Diese Arbeiten werden mit dem Förderprojekt ZLP Nord abgestimmt, das zeitgleich in Stade/Niedersachsen entsteht.

BESCHAFFUNG

Die wesentliche Funktion des Einkaufs ist die Versorgung des KUKA Konzerns mit Waren und Dienstleistungen. Dabei gilt es, optimale Qualität, Termintreue und Kosteneffizienz unter Ausnutzung der internationalen Beschaffungsmärkte zu erlangen. Einsparungen im Einkauf sind ein wesentliches Ziel des laufenden Kostensenkungsprogramms.

GESCHÄFTSBEREICH ROBOTICS

Im Geschäftsbereich Robotics wurde 2009 die Beschaffung von Komponenten in Asien intensiviert. Für das neue Distributionszentrum in Shanghai/China ist der Einkauf lokaler Lieferteile abgeschlossen worden. Gleichzeitig wurde im Geschäftsbereich ein neues webbasiertes Supplier Relationship Management eingeführt. Dieses System besteht aus einer katalogbasierten Beschaffung von C-Teilen, einer Plattform zur Durchführung elektronischer Anfragen (Sourcing Engine) und einer elektronischen Anbindung der Lieferanten zur Umsetzung einer modernen Bevorratung (Vendor Managed Inventory). Damit können die Beschaffungs- und Prozesskosten weiter gesenkt und die Flexibilität und Liefergenauigkeit erhöht werden.

GESCHÄFTSBEREICH SYSTEMS

Im Geschäftsbereich Systems sind 2009 die beiden unterschiedlichen Einkaufsbereiche unter einheitlicher Leitung zusammengefasst worden. Dies führte zu einer deutlichen Verringerung der Personalkapazitäten. Im Zuge dieser Reorganisation wurden auch die Einkaufsaktivitäten der KUKA AG integriert. Die Beschaffung indirekten Materials und indirekter Dienstleistungen erfolgt nunmehr nach dem Lead Buyer Konzept gemeinschaftlich für alle Konzernteile. Dies ermöglicht eine effiziente und kostengünstige Realisierung von Synergieeffekten.

MITARBEITER

FLEXIBLE ANPASSUNG

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten legt KUKA Wert auf motivierte, eigenständig arbeitende Mitarbeiter. Deshalb hat sich das Unternehmen für eine flexible und zielgerichtete Anpassung der Personalkapazitäten an das geringere Geschäftsvolumen entschieden. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, eine gesunde Altersstruktur im Unternehmen zu erhalten und außerordentliche Belastungen der Geschäftsergebnisse zu verringern; denn unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Entwicklung setzen sich die strukturellen Trends einer kontinuierlichen Alterung der Gesellschaft und eines zunehmenden Facharbeitermangels in allen Industrienationen unvermindert fort.

Folgende Maßnahmen zur Anpassung der Personalkapazitäten und zur Reduzierung der Personalkosten hat KUKA 2009 vorwiegend in Deutschland ergriffen:

Reduktion Leiharbeiter: die Anzahl der konzernweit eingesetzten Leiharbeiter ging von 1.008 am 31. Dezember 2008 auf 584 am 31. Dezember 2009 zurück; dies ist ein Rückgang im Jahresverlauf um 42%;
Abbau von Überstunden durch Freizeitausgleich und restriktives Arbeitszeitmanagement;
Nichtverlängerung befristeter Arbeitsverträge;
Verschiebung Tariferhöhung: die reguläre Tariferhöhung wurde um ein halbes Jahr, vom 1. Mai 2009 auf 1. Dezember 2009 verschoben; bei der KUKA Systems GmbH werden die Tarifgehälter darüber hinausgehend erst am 1. Juli 2010 angepasst;
Gehaltsverzicht: alle Geschäftsführer, Leitende Angestellte und außertariflich bezahlte Mitarbeiter verzichteten vom 1. Juni bis zum 31. Dezember 2009 auf 10% ihres Bruttomonatsgehalts;
Kurzarbeit: bei einem Großteil der tariflich bezahlten Mitarbeiter wurde die Arbeitskapazität jeweils um mindestens 20% verringert. Diese Kurzarbeit begann in Augsburg am 1. Juni 2009 mit 436 Mitarbeitern, erhöhte sich zum 1. Oktober 2009 auf 542 Mitarbeiter und ging bis zum Jahresende 2009 wieder auf 357 Mitarbeiter zurück. Auch im laufenden Geschäftsjahr wird die Kurzarbeit fortgesetzt;
Freiwillige Aufhebungsvereinbarungen: bis zum 31. Dezember 2009 haben hiervon 70 Mitarbeiter Gebrauch gemacht.

ANZAHL MITARBEITER RÜCKLÄUFIG

Insgesamt ging die Anzahl der Mitarbeiter im KUKA Konzern von 6.171 am 31. Dezember 2008 um 427 auf 5.744 am 31. Dezember 2009 zurück; dies ist ein Rückgang im Jahresverlauf um 6,9%. Im Geschäftsbereich Robotics verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter von 2.261 am 31. Dezember 2008 um 252 auf 2.009 am 31. Dezember 2009 und im Geschäftsbereich Systems von 3.781 am 31. Dezember 2008 um 247 auf 3.534 am 31. Dezember 2009. Gleichzeitig erhöhte sich die Belegschaft der KUKA AG im Rahmen der Verlagerung von zentralen Funktionen in Shared-Service Center um 72 Mitarbeiter.

Die Altersstruktur ist gegenüber dem Vorjahr relativ konstant geblieben. Der Altersdurchschnitt lag im Geschäftsbereich Robotics bei durchschnittlich 39 Jahren und im Geschäftsbereich Systems bei 42 Jahren. Auch die Qualifikationsstruktur der Mitarbeiter hat sich im Berichtsjahr nur unwesentlich verändert: 20% besitzen einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, 72% verfügen über eine qualifizierte technische oder kaufmännische Ausbildung, 7% sind Auszubildende oder Trainees und 1 % haben keine Fachausbildung.

Für ihre 40-jährige Betriebszugehörigkeit konnten sieben Mitarbeiter geehrt werden; 20 Mitarbeiter feierten ihr 25-jähriges Betriebsjubiläum.

AUSBILDUNG STRATEGISCHER ERFOLGSFAKTOR

Eine vorausschauende Personalplanung ist ein wichtiges Instrument der Zukunftssicherung. KUKA bietet deshalb an seinen deutschen Standorten in Augsburg, Bremen und Schwarzenberg/Erzgebirge ein breites Angebot an technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen an: Industriekauffrau/-mann, Fachinformatiker/-in, Mechatroniker/-in, Zerspanungsmechaniker/-in, Industriemechaniker/-in sowie Elektroniker für Automatisierungstechnik. Am Standort Schwarzenberg werden außerdem auch Werkzeugmacher ausgebildet. Die durchschnittlich dreieinhalbjährige Ausbildungszeit richtet sich vor allem an geeignete Real- und Hauptschüler. Ende 2009 waren insgesamt 193 junge Mitarbeiter bei einer KUKA Gesellschaft in der Ausbildung; dies ist eine Ausbildungsquote von 5,6%. Im Berichtsjahr nahmen 61 neue Mitarbeiter eine Ausbildung auf.

NEUES AUSBILDUNGSZENTRUM ERÖFFNET

Die hohe Bedeutung der beruflichen Ausbildung bei KUKA wurde auch bei der Einweihung eines neuen Ausbildungszentrums deutlich, das am 30. April 2009 in Augsburg feierlich eröffnet wurde. Hier findet die praktische Grundausbildung der Auszubildenden im mechanischen und im elektrischen Bereich statt. Gleichzeitig werden die praktischen Kenntnisse theoretisch vertieft. Interne Schulungen zum Beispiel im Umwelt- und Lärmschutz runden das Ausbildungsangebot ab. Gegenüber den bisherigen Räumlichkeiten stehen insgesamt 200 qm mehr Fläche zur Verfügung. Dadurch konnten die Kapazitäten von 25 auf 30 Auszubildende pro Jahr erhöht werden. Diese Kapazitäten stehen im Rahmen der Verbundausbildung auch Auszubildenden anderer Firmen am Standort und den Mechatronik-Studenten der Fachhochschule Augsburg zur Verfügung. Gemeinsam erhalten sie am neuen KUKA Ausbildungszentrum in Augsburg eine qualifizierte berufliche Grundlage nach modernsten Methoden und Konzepten.

Darüber hinaus bietet dieses Ausbildungszentrum den Schulen der Region verschiedenste Möglichkeiten, die Arbeitswelt kennen zu lernen. Schüler aller Schulformen können hier eine Woche lang eine "Schnupperlehre" machen. Es werden Betriebserkundungen für Schulklassen und Bewerbertrainings angeboten. Eine neue Zielgruppe sind junge Mädchen, die beim so genannten Girlsday Einblick in technische Berufe erhalten. Außerdem pflegt KUKA in Augsburg Schulpatenschaften mit einer Realschule und einem Gymnasium. Schließlich erhalten Jugendliche ohne Ausbildungsplatz im Rahmen einer staatlichen Beschäftigungsmaßnahme eine Grundausbildung, um ihre Erfolgschancen bei erneuten Bewerbungen zu verbessern. Gleichzeitig beteiligt KUKA sich an der einmal jährlich stattfindenden Ausbildungsmesse "Fit for Job", zu der rund 15.000 Besucher nach Augsburg kommen.

10 JAHRE AUSLANDSPRAKTIKA

Auszubildende mit sehr guten Leistungen haben bei KUKA die Möglichkeit, während ihrer Ausbildung einen 4 bis 6-wöchigen Einsatz bei einer Gesellschaft im Ausland zu durchlaufen. Unsere Gesellschaften in Belgien, Großbritannien, Spanien, Ungarn, den USA und in China bieten entsprechende Praktika an. Insgesamt 60 Auszubildende haben seit 1998 von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. In dieser Zeit konnten die Einsatzmöglichkeiten schrittweise von Europa auf Nordamerika und zuletzt auf die Volksrepublik China ausgeweitet werden.

HOCHSCHUL- UND BEWERBERMESSEN INTENSIV GENUTZT

Trotz des schwierigen Marktumfelds legt KUKA unverändert Wert auf intensive Kontakte zu Hochschulen und Universitäten. In diesem Zusammenhang hat KUKA 2009 insgesamt 80 Plätze für Praktikanten zur Verfügung gestellt; darüber hinaus haben 30 Studenten ihre Diplomarbeit bei KUKA geschrieben. Das Unternehmen präsentierte sich außerdem auf 14 Hochschul- und Bewerbermessen.

GROSSER ZUSPRUCH BEI MITARBEITERAKTIEN

Ein weiteres wichtiges Ziel der Personalpolitik ist eine steigende Beteiligung von Mitarbeitern am Kapital des Unternehmens. KUKA unterstützt deshalb das MitarbeiterAktienProgramm (MAP) mit der Ausgabe von Bonusaktien. Nach einer Haltedauer von einem, drei und fünf Jahren erhält der Mitarbeiter Bonusaktien. 544 Mitarbeiter nahmen an dem siebten MAP 2009 teil und orderten einschließlich der dazu gehörigen Anreizaktien insgesamt 272.547 Aktien. Dies entsprach einem Ordervolumen von 2,2 MIO. €.

RISIKOBERICHT

GRUNDSÄTZE

Der KUKA Konzern ist als international operierendes Unternehmen einer Vielzahl von möglichen Risiken ausgesetzt. Ziel des unternehmerischen Handelns ist es, die Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um so den Unternehmenswert systematisch und nachhaltig zu steigern und die gesteckten Ziele zu erreichen.

Risikomanagement

KUKA erfasst kontinuierlich und systematisch externe und interne Risiken für alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften und bewertet sie konzernweit einheitlich nach ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Eine Präzisierung erfolgt durch die Unterscheidung in Worst-, Medium- und Best-Case-Szenarien sowie der entsprechenden Berücksichtigung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen in den Bilanzen. Einmal im Quartal werden die Meldungen in einem Steuerungskreis von den Zuständigen plausibilisiert und weitere Handlungsalternativen definiert. Der anschließend erstellte Risikoatlas beinhaltet unter anderem die Top 10 Risiken sowie eine Übersicht zur Risikogesamtsituation. Die Top 10 Risiken der Geschäftsbereiche Robotics und Systems, sowie daraus abgeleitet die des Konzerns, werden monatlich aktualisiert und sind fester Bestandteil des Monatsreportings. Darüber hinaus ist der Risikobericht Bestandteil von Vorstandssitzungen und im Aufsichtsrat insbesondere von Prüfungsausschusssitzungen.

Die direkte Verantwortung für Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken liegt beim Management der Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften. Risikokoordinatoren in den zentralen und dezentralen Unternehmenseinheiten sorgen für eine einheitliche Berichterstattung mit definierten Meldewegen und mit an die Gesellschaftsgröße angepassten Meldegrenzen. Es besteht jederzeit die interne Ad-hoc-Meldepflicht für Risiken, wenn bestimmte Meldegrenzen überschritten werden. Das Risikomanagementsystem wird in der KUKA Aktiengesellschaft über eine Stabsstelle koordiniert und ist integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses.

Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht es der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Regelmäßige Prüfungen des Risikomanagementprozesses durch die interne Revision gewährleisten dessen Effizienz und Weiterentwicklung. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, frühzeitig zu erkennen.

UMFELD- UND BRANCHENRISIKEN

KUKA ist einem zyklischen Investitionsverhalten des Kundenkreises in relevanten Teilmärkten ausgesetzt. Insbesondere die Automobilbranche mit ihren oligopolistischen Strukturen und dem steten Preisdruck stellt einen wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens in den Geschäftsbereichen Systems und Robotics dar. Darüber hinaus wirken sich Länderrisiken, wie zum Beispiel Patent- und Markenschutz in Asien, Wechselkursschwankungen, Finanzierungsrisiken, technische Risiken und das Risiko signifikanter Preissteigerungen bei bedeutenden Rohstoffen aus.

KUKA war von den Auswirkungen der internationalen Finanzkrise und des weltweiten Absatzeinbruchs der Automobilindustrie sowie des Maschinen- und Anlagenbaus in 2009 stark betroffen. So ist der Auftragseingang um 29,4% und der Umsatz um 28,7% gegenüber 2008 zurückgegangen. Ergänzend führten diese Entwicklungen dazu, dass im Geschäftsjahr 2009 Kreditvereinbarungsklauseln (Covenants) nicht eingehalten werden konnten. An dieser Stelle wird auf die Ausführungen zu den finanzwirtschaftlichen Risiken verwiesen.

Außerdem hat sich die finanzielle Situation der meisten Automobilhersteller 2009 deutlich verschlechtert, insbesondere der großen amerikanischen Fahrzeughersteller. Dies führte dazu, dass Chrysler und GM ein Verfahren nach Chapter 11 durchlaufen mussten. Durch konsequentes Risikomanagement gegenüber diesen Kunden entstand im Geschäftsjahr 2009 kein Schaden aus den Insolvenzen von Chrysler und GM. Nachdem Chrysler und GM die Verfahren nach Chapter 11 erfolgreich beendet haben, wurden sämtliche ursprünglichen Verträge (auch das Betreibermodell KUKA Toledo Production Operations (KTPO)) wieder aufgenommen.

Es bestehen folgende konjunkturelle Risiken, welche auf den Geschäftsverlauf auch nach 2009 Auswirkung haben könnten:

restriktive Kreditvergabe der Banken
Euro-Aufwertung und damit weitere Belastung der Exporte im Euroraum
Auslauf der Konjunkturprogramme
weiterer Einstieg von asiatischen Mitbewerben und dadurch Verstärkung des Kostendrucks
Fortsetzung der Finanzkrise

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

KUKA Robotics

Anhaltendes Kostenbewusstsein und die Forderung nach ständigen Produktinnovationen aller Kunden weltweit, insbesondere jedoch in der Automobilindustrie und deren Zulieferbranche, stellen die wesentlichen Herausforderungen für das Produktangebot dar. Folge sind ein steter Preisdruck und potenziell längere Nutzungszyklen der eingesetzten Roboter in den aktuell bedienten Märkten.

KUKA Robotics wirkt diesem Trend mit der stetigen Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen entgegen, die den Kunden in bestehenden Märkten nachweisbare finanzielle Vorteile durch einen raschen Mittelrückfluss bieten. Darüber hinaus werden neue Märkte erschlossen, beispielsweise neue Applikationen im Bereich Medizintechnik und in sonstigen konsumnahen Bereichen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden im KUKA Konzern insgesamt 35,6 MIO. € für Forschung und Entwicklung aufgewendet, wovon der größte Anteil auf Robotics entfiel.

Eine Verbreiterung der Kundenbasis in die General Industry, die im Geschäftsjahr 2009 über 40% des Auftragseingangs bei Robotics ausmachte, ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie zur Entwicklung neuer Absatzmärkte neben der Automobilindustrie. Darüber hinaus wird der Ausbau der Regionen Amerika und Asien weiter vorangetrieben.

Währungsvorteile begünstigen zum Teil das Geschäft der Wettbewerber. Durch erhöhte Verteilung der Wertschöpfung auf verschiedene Währungszonen soll erreicht werden, die Ertragskraft unabhängiger von Währungsschwankungen zu gestalten.

KUKA Systems

Die Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise machten sich im Geschäftsjahr 2009 im Auftragseingang aber auch im Investitions- und Zahlungsverhalten der Kunden bemerkbar. So sind für das Jahr 2009 geplante Projekte verschoben worden. Weiterhin wirken sich die Kostensenkungsprogramme der Automobilhersteller einerseits positiv auf das Geschäft durch höhere Anforderungen an Effizienz und Flexibilität der Produktionsanlagen, andererseits negativ durch Reduzierung der Investitionsvolumina aus. Durch die Langfristigkeit der Auftragsabwicklung, der geringen Frequenz der Auftragseingänge sowie den Preis- und Wettbewerbsdruck können Risiken für den Umsatz und das Ergebnis entstehen. Das Kundenexposure, insbesondere unserer amerikanischen Tochtergesellschaften, gegenüber den großen US-amerikanischen Fahrzeugherstellern wird durch ein stringentes Projekt- und Forderungsmanagement reduziert. Ergänzend können sich auf Grund des starken Projektgeschäfts Projektrisiken z.B. Projektfehlkalkulationen, Konventionalstrafen und Projektverschiebungen ergeben. Diese Risiken werden laufend überwacht und durch Rückstellungen bilanziell berücksichtigt.

Risikomindernd wirkt sich die regionale Diversifizierung über Aktivitäten in Europa und Nordamerika aus sowie über das wachsende Geschäft in Asien. Gerade in Asien werden weitere Potenziale gesehen, da die Automobilindustrie an dem asiatischen Wirtschaftswachstum partizipieren möchte und lokale Fertigungskapazitäten auf- und ausbaut. Die steigende Modellvielfalt der Automobilindustrie wirkt sich positiv auf die Auftragslage aus, da steigende Anforderungen an flexible Produktionssysteme gestellt werden. Hieraus können sich für Systemanbieter und Zulieferer neue Geschäftsmöglichkeiten ergeben. Die Notwendigkeit für kleinere, Ressourcen sparende Automobile, insbesondere der amerikanischen Automobilhersteller, wird zu weiteren Anpassungen der Produktionssysteme und Investitionen führen, um wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Betreibermodelle wie die KUKA Toledo Production Operations (KTPO) bieten zusätzliche Chancen und auch Risiken. Die Marke Jeep Wrangler weist im Vergleich zur übrigen amerikanischen Automobilindustrie überdurchschnittliche Entwicklungsmöglichkeiten auf, an der KUKA auch im Jahr 2009 partizipiert hat. Risiken bestehen in stärkeren Abhängigkeiten von PKW-Absatz- und -Produktionsmengen auf dem amerikanischen Automobilmarkt.

Nach einer fundierten Marktanalyse in der General Industry sollen bei KUKA Systems auch langfristige Geschäftspotenziale neben der Automobilindustrie realisiert werden. Aktuelle Beispiele hierfür sind die Luftfahrt- und Solarindustrie sowie der Schienenfahrzeugbau, wo erste Aufträge realisiert werden konnten.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Ziel der KUKA Geschäftsbereiche ist es, in ihren jeweiligen Märkten zu den Technologie- und Marktführern zu gehören. Die konsequente Weiterentwicklung ihrer Technologien über koordinierte Innovationsprogramme hat deshalb zentrale Bedeutung. Eine wesentliche Aufgabe besteht darin, Chancen und Risiken technischer Innovationen rechtzeitig zu erkennen und diese auf ihre Machbarkeit zu überprüfen. Möglichen Fehleinschätzungen des Marktes wird durch regelmäßige, teilweise dezentrale Markt- und Wettbewerbsanalysen entgegengewirkt. Dies wird unterstützt durch anwenderorientierte Entwicklungen, Systempartnerschaften und Kooperationen, wie zum Beispiel der Forschungskooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Wessling bei München sowie mit der RWTH Aachen und dem Universitätsklinikum Aachen.

Die Implementierung effizienter Qualitätssicherungssysteme sowie regelmäßige Zertifizierungen tragen dazu bei, mit kundenorientierten Produkten und Lösungen zu überzeugen und die Stellung der KUKA Gesellschaften in ihren Märkten zu festigen.

Die Unternehmensstrategie wird durch eine zentrale Stabsstelle in der KUKA AG koordiniert und mit den Geschäftsbereichen regelmäßig überprüft und abgestimmt. In dem gemeinsamen Innovation Center werden Querschnittstechnologien und -konzepte entwickelt, um durch einheitliche Vorgehensweisen und Prozesse Synergien zu nutzen und die Anforderungen des Marktes mit innovativen Produkten und Lösungen zu bedienen.

Durch die Zentralisierung übergeordneter, administrativer und geschäftsunterstützender Aufgaben wie Rechnungswesen und Gehaltsabrechnung wird die Zusammenarbeit im Konzern intensiviert, einheitliche Abläufe gemäß den Compliance-Anforderungen geschaffen, Synergien realisiert und somit eine Kostenoptimierung erzielt.

PERSONALRISIKEN

KUKA ist für die Realisierung seiner Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Es ist somit eine ständige Herausforderung, dieses Personal in einem intensiven Wettbewerb für den Konzern zu gewinnen und an ihn zu binden. Vor allem in den weltweiten Wachstumsmärkten besteht zunehmend Bedarf an gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern. In Deutschland zeigt sich darüber hinaus auch ein zunehmender Mangel an qualifiziertem, insbesondere technisch ausgebildetem Personal. Dies erfordert entsprechende unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen und eine permanente Ausrichtung des Unternehmens am Arbeits- und Bewerbermarkt. Hierzu gibt es enge Kooperationen zu lokalen und nationalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, wie zum Beispiel mit der Universität Augsburg, der RWTH Aachen und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Diese Thematik wird noch durch die erkennbare demographische Entwicklung forciert. Mittlerweile gibt es erste Bewerbergruppen (zukünftige Auszubildende), bei denen neben Qualität auch die Anzahl der interessierten Bewerber konstant abnimmt.

Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter auf allen Ebenen des Konzerns - teils dezentral, teils zentral organisiert - sichert dabei die unverzichtbare fachliche Kompetenz des Personals. Das unternehmensinterne internationale Traineeprogramm bietet Nachwuchskräften die Möglichkeit, verschiedene Bereiche und Auslandsgesellschaften kennen zu lernen. Die zum Jahresende 193 Auszubildenden im KUKA Konzern werden früh in das Unternehmen integriert und nach Möglichkeit anschließend in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.

Entscheidende Aufgabe ist es, den KUKA Konzern hinsichtlich der demographischen Entwicklung zukunftssicher aufzustellen. Eine unternehmerisch geprägte Denk- und Handlungsweise wird auch durch die Verankerung von attraktiven Entgeltsystemen bei den Führungskräften bewirkt. Unterstützt wird dies durch die Ausgabe von Mitarbeiteraktien.

INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN

Die IT ist ein strategisches Instrument für das Erreichen der Geschäftsziele unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Standardisierung und Integration sind die wesentlichen Voraussetzungen für das Generieren eines strategischen Wettbewerbsvorteils durch die IT. Im Verlauf des Jahres 2009 wurde die Harmonisierung der kaufmännischen IT-Systeme in Einklang mit der allgemeinen strategischen Ausrichtung des Konzerns wesentlich vorangetrieben. Der Einsatz von IT richtet sich darüber hinaus an den Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen des KUKA Konzerns aus.

Durch die regelmäßige Überprüfung und Optimierung der verwendeten Informationstechnologien, der relevanten Richtlinien und Organisationsstrukturen im Rahmen eines aktiven IT-Security und IT-Service-Continuity-Management wird sichergestellt, dass Risiken sowohl durch zunehmende externe Bedrohungen als auch die Abhängigkeit durch die zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen minimiert werden. Die IT ist ebenfalls in den Risikomanagementprozess des KUKA Konzerns eingebunden und wird im Zuge der jährlichen IT-Prüfung als auch stichprobenartig durch externe Prüfer auf die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Zu den zentralen Aufgaben der KUKA AG zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit von KUKA. In diesem Zusammenhang optimiert der KUKA Konzern auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu wurde das in 2007 implementierte, einheitliche und konzernweit arbeitende Treasury-Reporting-System weiter entwickelt. Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung der Zahlungsströme reduziert.

Infolge der schwierigen wirtschaftlichen Situation im Geschäftsjahr 2009 konnten nicht alle Kreditvereinbarungsklauseln (Verschuldungsgrad) des Konsortialkredits eingehalten werden. Auf Grund dessen musste die Finanzierung des KUKA Konzerns neu verhandelt werden. Die Verlängerung des Konsortialkreditvertrages in Höhe von 336 MIO. € (davon 146 MIO. € Barkreditlinie und 190 MIO. € Avalgarantielinie) wurde nach dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2009 im März 2010 vereinbart. Diese sieht verschiedene Auflagen und Bedingungen wie der erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierung des KUKA Konzern vor, die auch die Zuführung von weiterem Eigenkapital oder eigenkapitalähnlicher Mittel, die Refinanzierung der begebenen Wandelanleihe und die Einhaltung verschiedener finanzieller und nicht-finanzieller Kreditbedingungen (Covenants) umfassen. Entsprechend wird während der Laufzeit des Konsortialkreditvertrags keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet.

Die konsequente und plangemäße Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen sind demzufolge entscheidend für die künftige Zahlungsfähigkeit und Sicherstellung der weiteren Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Wesentliche Covenants betreffen Minimalwerte für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), den Verschuldungsgrad und das Eigenkapital. Im Rahmen der Vereinbarung mit den Konsortialbanken hat sich die KUKA AG dazu verpflichtet sicherzustellen, dass der KUKA AG bis Ende Juni 2010 weiteres Eigenkapital oder eigenkapitalähnlich ausgestattete Fremdmittel in Höhe von 23 MIO. € zugeführt werden. Diesbezüglich liegt dem Unternehmen eine Garantie in Höhe von 15 MIO. € vor. Die Zuführung entsprechender Mittel ist auch Voraussetzung dafür, dass die mit den Banken vereinbarten Kreditlinien künftig in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Die Laufzeit des Konsortialkredits und des im Jahr 2006 aufgelegten ABS-Programms (regelmäßiger Verkauf von Forderungen) in Höhe von bis zu 25 MIO. € ist bis zum 31. März 2012 vertraglich vereinbart worden. Weiterhin ergänzen Vereinbarungen zu bilateralen Kreditlinien mit Banken und Kautionsversicherern das Finanzierungsportfolio des Konzerns.

Die am 9. Mai 2006 begebene Wandelanleihe im Volumen von 69 MIO. € wird am 9. November 2011 zur Rückzahlung fällig. Derzeit geht der Vorstand davon aus, dass die erforderliche Refinanzierung erfolgreich bereitgestellt werden kann. Eine erfolgreiche Refinanzierung der Wandelanleihe bis August 2011 ist auch eine wesentliche Bedingung innerhalb des neuen Konsortialvertrages. Es besteht dann ein Refinanzierungsrisiko für den KUKA Konzern, wenn die operative Entwicklung des Unternehmens oder die Aufnahmefähigkeit der Finanzmärkte nicht in ausreichendem Maße gegeben ist.

Regelmäßig werden Zinsanalysen erstellt, deren Ergebnis ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagementsystems ist. Bei einer Veränderung des Zinsniveaus um 1%, bezogen auf den Bilanzstichtag, würde sich das Zinsergebnis um 0,2 MIO. € im KUKA Konzern verändern.

Das transaktionsbezogene Wechselkursrisiko wird durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Ziel dabei ist es dieses Wechselkursrisiko rollierend auf ca. 60% pro Geschäftsjahr zu sichern. Detailliert wird über das zentrale Devisenmanagement im Konzernanhang unter Finanzinstrumente auf den Seiten 42 bis 43 berichtet. Grundsätzlich müssen alle Gesellschaften des KUKA Konzerns Fremdwährungspositionen im Zeitpunkt ihrer Entstehung sichern. Translationsrisiken - also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände - aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen werden grundsätzlich nicht abgesichert jedoch laufend beobachtet. Das aus der Volatilität der Leitwährungen resultierende ökonomische Wechselkursrisiko (Wettbewerbsrisiko) wird durch die Verteilung der Produktionsstandorte auf mehrere Länder reduziert (Natural Hedging). Interne Richtlinien regeln die Verwendung von Derivaten, die einer ständigen internen Risikokontrolle unterliegen.

Auf Grund der Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft hat sich weltweit eine Konjunkturabschwächung ergeben, die auch negative Auswirkungen auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des Konzerns hatte. Die Entwicklung der Realwirtschaft hat allgemein den Zugang zu den Geld- und Kapitalmärkten erschwert. Es besteht das Risiko, dass sich die Refinanzierungskosten weiter erhöhen könnten.

COMPLIANCE-RISIKEN

Compliance-Risiken könnten zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich zukünftigen Verhaltens, der Herausgabe von Gewinnen, dem Ausschluss aus bestimmten Geschäften, dem Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen führen. Des Weiteren könnte eine Verwicklung in potenzielle Korruptionsverfahren der Reputation des KUKA Konzerns insgesamt schaden und nachteilige Auswirkungen auf das Bemühen haben, sich um Geschäfte mit Kunden sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors zu bewerben. Die Ermittlungen könnten sich auch auf Beziehungen zu Geschäftspartnern, von denen der KUKA Konzern abhängt, sowie auf die Fähigkeit, neue Geschäftspartner zu finden, nachteilig auswirken. Sie könnten sich ferner nachteilig auf die Fähigkeit auswirken, strategische Projekte und Transaktionen zu verfolgen, die für das Geschäft wichtig sein könnten, wie z.B. Joint Ventures oder andere Formen der Zusammenarbeit. Laufende oder zukünftige Ermittlungen könnten zur Aufhebung einiger bestehender Verträge führen und Dritte, einschließlich Mitbewerber, könnten gegen den KUKA Konzern in erheblichem Umfang Verfahren anstrengen.

Um diese Risiken transparent und kontrollierbar zu machen, wurde Anfang 2008 ein weltweit gültiges Corporate-Compliance-Programm implementiert und alle Führungskräfte weltweit geschult. Wesentliche Risiken ergaben sich hieraus nicht, da durch die frühzeitige Risikomitigation und Ursachenbekämpfung, wie z.B. der Anpassung von Geschäftsabläufen, aktiv entgegengesteuert werden konnte.

SONSTIGE RISIKEN

Der KUKA Konzern beobachtet permanent weitere Risiken und steuert ihnen so weit wie möglich gegen. Risiken für die Umwelt sind aus betrieblichen Aktivitäten nicht zu erkennen, da auf den Einsatz von Gefahrstoffen verzichtet wird. Rechtliche Risiken werden, wo möglich, durch standardisierte Rahmenverträge begrenzt. Die Rechtsabteilungen des Konzerns unterstützen die operativen Gesellschaften und tragen so zu einer Risikobegrenzung bei. Des Weiteren besteht eine konzernweite D&O-Versicherung (Directors' and Officers' Liabilitiy Insurance), welche u.a. für die geschäftsführenden Organe (Vorstand und Geschäftsführer) sowie Aufsichtsorgane (Aufsichts-, Verwaltungs- und Beiräte) der in- und ausländischen Konzerntochtergesellschaften abgeschlossen wurde. Jährlich findet eine Überprüfung des vorhandenen Versicherungsschutzes statt, um das Verhältnis aus Versicherungsschutz und Selbstbehalten versus Risikoprämie abzuwägen. Dies wird anschließend im Vorstand beschlossen.

Um eine mögliche Übernahme des Unternehmens abschätzen zu können, werden regelmäßig Analysen der Aktionärsstruktur durchgeführt. Die Globalisierung der operativen Geschäfte im KUKA Konzern hat die notwendige Berücksichtigung einer Vielzahl internationaler und landesspezifischer vorwiegend gesetzlicher Regelungen und Anweisungen von Finanzverwaltungen zur Folge. Abgabenrechtliche Risiken können entstehen durch fehlende Berücksichtigung von Gesetzen und anderen Regelungen. Insbesondere steuerliche Betriebsprüfungen können zu einer Belastung für den Konzern aus Prüfungsfeststellungen mit daraus abgeleiteten Zinsen, Strafen und Steuernachzahlungen führen. Für solche steuerlichen Risiken wird eine nach Kenntnis angemessene Vorsorge getroffen.

ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG

Die Gesamtbetrachtung der Risiken zeigt, dass der KUKA Konzern überwiegend leistungswirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt ist. Hierzu zählen insbesondere die Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise, die den Konjunkturabschwung verschärfte. Es bestehen außerdem Abhängigkeiten von Großkunden der Automobilbranche, insbesondere bei unseren amerikanischen Tochtergesellschaften.

Hinsichtlich der Vereinbarung zur Finanzierungsverlängerung besteht wie in den finanzwirtschaftlichen Risiken dargestellt ein bestandsgefährdendes Risiko. Insgesamt schätzen wir jedoch die Risiken im KUKA Konzern als eingrenzbar und transparent ein.

INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

GRUNDSÄTZE

Da das Mutterunternehmen, die KUKA Aktiengesellschaft, eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist, sind gemäß § 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess, der auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einbezieht, zu beschreiben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

STRUKTUREN UND PROZESSE

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im KUKA Konzern folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Konzernvorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Für deutsche Gesellschaften des KUKA Konzerns bestehen für den Bereich Accounting, Human Resources und IT Shared Service Center bei der KUKA AG. Andere konzernweit übergreifende Aufgaben, etwa Treasury, Legal Services oder Taxes werden ebenfalls zentral durch die KUKA AG auf Basis konzerneinheitlicher Prozesse erbracht.

Dazu werden die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Konzernrichtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt und in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.

MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlageberichts maßgeblich beeinflussen können. Hierunter fallen im KUKA Konzern vor allem:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder (siehe Risikobericht auf Seite 17) und Kontrollbereiche mit Einfluss auf den Konzernrechnungslegungsprozess;
Qualitätskontrollen zur Überwachung des Konzernrechnungslegungsprozesses und der Ergebnisse der Rechnungslegung auf der Ebene des Konzernvorstands, der Führungsgesellschaften und einzelner in den Konzernabschluss einbezogenen Meldeeinheiten;
präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen;
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen. Hierzu zählt zum Beispiel die zentrale Steuerung von Zugriffsrechten sowie die automatische Plausibilitätskontrolle bei der Datenerfassung im SAP SEM BCS-System;
Maßnahmen zur Sicherstellung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems durch die eingebundenen Fachabteilungen sowie durch die interne Revision, die durch systematische Prüfungen die Einhaltung des internen Kontrollsystems überwacht.

ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG

Durch die dargestellten Strukturen, Prozesse und Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung, internationalen Rechnungslegungsstandards und konzerninternen Richtlinien erfolgt. Ferner wird gewährleistet, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst und bewertet werden und den internen und externen Adressaten der Rechnungslegung dadurch zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.

ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB UND ERLÄUTERNDER BERICHT

Nachfolgend sind die nach den § 315 Abs. 4 HGB erforderlichen Angaben aufgeführt und erläutert.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 31. Dezember 2009 beträgt das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft 76.075.974 € und ist eingeteilt in 29.259.990 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Alle Aktien sind mit identischen Rechten ausgestattet und jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Es besteht kein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile (§ 4 Abs. 1 der Satzung). Bei Ausgabe neuer Aktien kann der Beginn der Gewinnbeteiligung abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgesetzt werden (§ 4 Abs. 3 der Satzung).

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Die KUKA Aktiengesellschaft gewährt regelmäßig Vorständen der Gesellschaft sowie weiteren ausgewählten Führungskräften von Konzerngesellschaften aufgrund individualvertraglicher Regelungen die Teilnahme an sog. "Phantom Share-Programmen", d. h. virtuellen Aktien-Programmen. Die Phantom Share-Programme sind Bestandteil des erfolgsorientierten Vergütungssystems von Führungskräften und sind auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die jeweiligen Programme haben eine Laufzeit von drei Jahren. Nach deren Ablauf erfolgt eine Auszahlung, deren Höhe sich nach dem Aktienkurs und der Entwicklung des Unternehmenswerts richtet. Nach den Bedingungen der Phantom Share-Programme müssen die teilnahmeberechtigten Führungskräfte am Ende der Laufzeit des jeweiligen Programms 25% des ausgezahlten Bruttoerlöses zum Kauf von KUKA Aktien einsetzen, bis ein festgelegtes Haltevolumen, dessen Wert für die bisher aufgelegten Programme 50% der jeweiligen Jahresfestvergütung entspricht, erreicht ist. Für die Erreichung des Haltevolumens werden auch außerhalb der Phantom Share-Programme erworbene Aktien berücksichtigt. Die Halteverpflichtung endet erst mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern.

Die KUKA Aktiengesellschaft hat auch im Jahr 2009 ein sog. MitarbeiterAktienProgramm (MAP) aufgelegt. Dabei konnten die Mitarbeiter im eigenen Namen und auf eigene Rechnung KUKA Aktien dergestalt erwerben, dass der Kaufpreis durch Einbehaltung eines Anteils des Arbeitslohns beglichen wurde. Soweit sie dabei von der gewährten Option Gebrauch gemacht haben, die Kaufpreiszahlung auf mehrere Gehaltsabrechnungen bis Dezember 2009 zu verteilen, unterlagen die erworbenen KUKA Aktien bis zum 31. Dezember 2009 einer Veräußerungssperre.

Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen. Am 10. Juni 2009 wurden der KUKA Aktiengesellschaft von den nachstehenden Personen und Gesellschaften folgende Beteiligungen mitgeteilt. Danach bestanden zu diesem Zeitpunkt Kapitalbeteiligungen, die 10% der Stimmrechte überschreiten:

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1. Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland 29,22% 27,31% unmittelbar gehalten 1,90% zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
2. Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland 29,22% 27,31% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 1,90% zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
3. Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland 29,22% 27,31% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 1,90% zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
4. Rudolf Grenzebach, Deutschland 29,22% 27,31% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 1,90% zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
5. Rinvest AG, Pfäffikon, Schweiz 29,22% 1,90% unmittelbar gehalten 27,31% zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
6. Dr. Till Reuter, Schweiz 29,22% 1,90% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 27,31% zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG

Im November 2009 ist eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss durchgeführt worden. Nach Kenntnis der KUKA Aktiengesellschaft haben die zuvor genannten Personen und Gesellschaften im Zuge dieser Kapitalerhöhung keine neuen Aktien übernommen. Der KUKA Aktiengesellschaft sind auch anderweitige Veränderungen im Anteilsbestand der zuvor genannten Personen und Gesellschaften nicht bekannt. Auf dieser Grundlage ist zum 31. Dezember 2009 von folgenden Kapitalbeteiligungen auszugehen:

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1. Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland 26,56% 24,83% unmittelbar gehalten 1,73% zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
2. Grenzebach GmbH & Co. KG, Asbach-Bäumenheim, Deutschland 26,56% 24,83% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 1,73% zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
3. Grenzebach Verwaltungs-GmbH, Asbach-Bäumenheim, Deutschland 26,56% 24,83% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 1,73% zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
4. Rudolf Grenzebach, Deutschland 26,56% 24,83% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 1,73% zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
5. Rinvest AG, Pfäffikon, Schweiz 26,56% 1,73% unmittelbar gehalten 24,83% zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG
6. Dr. Till Reuter, Schweiz 26,56% 1,73% zugerechnet nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG 24,83% zugerechnet nach § 22 Abs. 2 WpHG

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Eine Beteiligung von Arbeitnehmern im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB besteht nicht.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und über Satzungsänderungen

Der Vorstand der Gesellschaft besteht gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Anzahl der Vorstandsmitglieder (§ 6 Abs. 2 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 MitbestG und § 6 der Satzung geregelt.

Gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 Abs. 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. § 22 Abs. 1 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist; letzteres ist insbesondere bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstands, bei Kapitalherabsetzungen und bei einem Formwechsel der Fall. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung zur Vornahme von Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Zudem wurde der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2009 ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung nach (teilweiser) Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals nach Ausnutzung des genehmigten Kapitals II und, falls dieses bis zum 28. April 2014 nicht (vollständig) ausgenutzt sein sollte, nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Die ordentliche Hauptversammlung der KUKA Aktiengesellschaft vom 29. April 2009 hat die Aufhebung des bis dahin bestehenden genehmigten Kapitals und die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (genehmigtes Kapital II) sowie die dazu erforderliche Satzungsänderung beschlossen.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung über die Änderung des § 4 Abs. 5 der Satzung, eingetragen im Handelsregister am 18. Mai 2009, ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 28. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 34.500.000 € durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals zu erhöhen (genehmigtes Kapital II), wobei den Aktionären im Falle einer Ausnutzung dieser Ermächtigung grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen ist. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen das Bezugsrecht der Aktionäre bei ein- oder mehrmaliger Ausnutzung des genehmigten Kapitals II bis zu einem Kapitalerhöhungsbetrag auszuschließen, der 10% des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, um die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte 10%-Grenze werden Aktien angerechnet, die auf Grund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 29. April 2009 erworben und gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5 AktG i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen, sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt. Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre insoweit auszuschließen, wie es erforderlich ist, um Inhabern der von der KUKA Aktiengesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheinen und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung der Options- beziehungsweise Wandlungspflicht zustehen würde. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen.

Unter teilweiser Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 6. November 2009 eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss beschlossen, deren Durchführung am 10. November 2009 im Handelsregister eingetragen wurde. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurden insgesamt 2.659.990 neue Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 € je Aktie ausgegeben; das Grundkapital wurde um nominal 6.915.974 € erhöht. Auf Grund der durchgeführten Kapitalerhöhung beträgt das genehmigte Kapital II derzeit noch 27.584.026 €, die dargestellte Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen und Ausgabe der neuen Aktien zu einem Ausgabebetrag, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet, wurde bis auf einen Restbetrag von 26,00 € ausgenutzt.

Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 19.500.000 € durch Ausgabe von bis zu 7.500.000 neuen Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungs- bzw. Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren in- oder ausländischen Mehrheitsbeteilungsgesellschaften bis zum 4. Juli 2008 ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen beigefügt sind, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen.

Unter teilweiser Ausnutzung der entsprechenden Ermächtigung zur Begebung von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und des vorstehend beschriebenen bedingten Kapitals hat die KUKA Aktiengesellschaft am 9. Mai 2006 im Wege einer Privatplatzierung über ihre 100%ige niederländische Tochtergesellschaft, KUKA Finance B.V., eine durch die KUKA Aktiengesellschaft garantierte Wandelschuldverschreibung im Nominalbetrag von 69.000.000 € platziert. Hieraus entsteht die Verpflichtung zu Gunsten der Anleihegläubiger, jede Schuldverschreibung im Wert von nominal 50.000 € gemäß dem Wandlungsrecht jederzeit während des Ausübungszeitraums (8. Juli 2006 bis 18. Oktober 2011) ganz, nicht jedoch teilweise, zum aktuellen Wandlungspreis von 25,3833 € pro Aktie in auf den Inhaber lautende Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60 € zu wandeln (auf Grund der Dividendenausschüttung im Mai 2008 für das Geschäftsjahr 2007 musste der Wandlungspreis entsprechend den Bedingungen der Schuldverschreibungen angepasst werden). Machen sämtliche Inhaber der Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch, wird das Kapital der Gesellschaft durch Ausgabe von - vorbehaltlich der Verwässerungsschutzbestimmungen der Anleihebedingungen - derzeit rund 2.718.000 neuen Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 2,60 € um rund 7.100.000 € erhöht. Eine Börsennotierung der Anleihe ist im EuroMTF-Markt der Luxemburger Börse erfolgt.

Die Bedingungen der Schuldverschreibungen enthalten eine marktübliche Change-of-Control-Regelung, nach der die Anleiheschuldnerin (KUKA Finance B.V.) und die Garantin (KUKA Aktiengesellschaft) die Änderung der Kontrolle unverzüglich nach Kenntniserlangung in einer führenden Zeitung mit allgemeiner Verbreitung in Luxemburg, voraussichtlich im Luxemburger Wort, veröffentlichen und den Stichtag des Kontrollwechsels in gleicher Weise bekanntmachen müssen. Jeder Anleihegläubiger hat danach das Recht, von der Anleiheschuldnerin zum Stichtag des Kontrollwechsels die Rückzahlung einzelner oder aller seiner Schuldverschreibungen zum Nennbetrag zuzüglich Zinsen zu verlangen. Ansonsten wird das Wandlungsverhältnis nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen angepasst. Kontrolle im vorstehenden Sinn bezeichnet direktes oder indirektes (im Sinne des § 22 WpHG) rechtliches oder wirtschaftliches Eigentum von Aktien, die zusammen mehr als 30% der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft gewähren oder im Fall eines Erwerbsangebots für Aktien Umstände, in denen die Aktien, die sich bereits in der Kontrolle des Anbietenden (und/oder Personen, die mit dem Anbietenden zusammenwirken) befinden und die Aktien, für die bereits das Angebot angenommen wurde, zusammen mehr als 50% der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft gewähren und zur gleichen Zeit das Angebot unbedingt geworden ist.

Gemäß dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der KUKA Aktiengesellschaft vom 24. April 2009 ist die Gesellschaft bis zum 30. September 2010 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder im Rahmen eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft zu erwerben, wobei die bereits erworbenen Aktien (4,54% des Grundkapitals) zu berücksichtigen sind. Dabei darf der Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) grundsätzlich den in der Ermächtigung näher definierten Durchschnitts-Börsenkurs um nicht mehr als 10% über- bzw. unterschreiten.

Auf Grund dieses Beschlusses ist der Vorstand außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, die auf Grund dieser und früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre

1. (i) im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern,
2. (ii) in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, wenn diese Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet, wenn und soweit die unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußerten Aktien insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, wobei auf diese Begrenzung auch diejenigen Aktien anzurechnen sind, die unter Ausschluss des Bezugsrechts zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrecht und/oder unter Ausnutzung einer Ermächtigung zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden,
3. (iii) zur Einführung an ausländischen Börsen zu verwenden, an denen die Aktien der Gesellschaft bisher nicht zum Handel zugelassen sind und
4. (iv) anstelle der Auszahlung variabler Vergütungsbestandteile und/oder des 13. Monatsgehalts von Mitarbeitern im KUKA Konzern im bzw. für das Geschäftsjahr 2009 in 2009 und 2010 zum Erwerb anzubieten. Folgende Gruppen von Mitarbeitern sind erfasst: (i) Vorstandsmitglieder der Gesellschaft; (ii) Geschäftsführungsmitglieder der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen; (iii) Arbeitnehmer der Gesellschaft; (iv) Arbeitnehmer der mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen. Bei dem Angebot von eigenen Aktien der Gesellschaft in diesem Zusammenhang ist vorzusehen, dass (i) die Aktien zu einem Preis erworben werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Annahme des Angebots nicht wesentlich unterschreitet; (ii) vorbehaltlich tarifvertraglicher Regelung, die Annahmefrist für das jeweilige Angebot vier Wochen beträgt; und (iii) die Mitarbeiter die erworbenen Aktien für die Dauer von drei Jahren halten müssen.

Soweit eigene Aktien der Gesellschaft Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft anstelle der Auszahlung von Vergütungsbestandteilen zum Erwerb angeboten werden sollen, wird der Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Verwendung der eigenen Aktien ermächtigt und legt die Modalitäten des Angebots eigener Aktien nach Maßgabe der vorstehenden Vorgaben fest.

Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen Aktien einzuziehen. Sowohl die Erwerbsermächtigung als auch die Verwendungsermächtigung können auch in Teilen einmal oder mehrmals ausgeübt werden.

Die erworbenen Aktien (4,54% des Grundkapitals) dienen seit Unterzeichnung der Vereinbarung über die Ergänzung des bestehenden syndizierten Kreditvertrags als Kreditsicherheiten für die finanzierenden Banken (siehe Seite 68 des Anhangs).

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Die KUKA Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen Beteiligungsgesellschaften haben mit einem Bankenkonsortium unter Führung der UniCredit Bank AG, der Commerzbank AG und der Landesbank Baden-Württemberg am 10. März 2010 eine Vereinbarung über die Ergänzung des bestehenden syndizierten Kreditvertrages abgeschlossen, unter dem die Kreditgeber einen Betrag von bis zu 336 MIO. € zur Verfügung stellen. Hierdurch wird der wesentliche Kreditbedarf des KUKA Konzerns (einschließlich der Stellung von Bankavalen) abgedeckt. Der Vertrag enthält - auch in seiner ergänzten Fassung - eine marktübliche Change-of-Control-Regelung, unter der die Syndikatsbanken (i) für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30% der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft oder (ii) für den Fall, dass ein zukünftiger Aktionär (oder mehrere gemeinsam handelnde zukünftige Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 25% der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft erlangt, den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können. Wäre es der KUKA Aktiengesellschaft in einem solchen Fall nicht möglich, am Markt umgehend eine neue Finanzierung zu erhalten, so könnte dies zur Zahlungsunfähigkeit und damit zur Insolvenz der KUKA Aktiengesellschaft führen.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitsnehmern getroffen sind

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht als Teil des Corporate Governance Berichts fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden und erläutert Struktur und Höhe der Bezüge der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Konzernlageberichts.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Till Reuter, der als Mitglied des Aufsichtsrats gemäß § 105 Abs. 2 AktG für die Dauer von höchstens einem Jahr zum Mitglied des Vorstands bestellt wurde, erhält ein Festgehalt sowie eine reine Ermessenstantieme.

Herr Dr. Walter Bickel wurde nur für die Dauer eines Jahres zum Mitglied des Vorstands bestellt und hat demzufolge auch nur einen bis zum 16. November 2010 befristeten Vorstandsanstellungsvertrag. Dieser sieht ausschließlich eine fixe Vergütung vor.

Es entspricht der langjährigen Praxis der KUKA Aktiengesellschaft, die Vergütungsstruktur der Vorstandsmitglieder nach einem einheitlichen System festzulegen, das sich neben fixen Vergütungsbestandteilen aus mehreren variablen Vergütungselementen zusammensetzt. Auf Grund der kurzen Vertragslaufzeiten wurde für die ab dem 1. Oktober 2009 bestellten Vorstandsmitglieder, mit Ausnahme des Vorstandsmitglieds Stephan Schulak, von dieser Struktur abgewichen und nur fixe Vergütungsbestandteile sowie im Falle von Herrn Dr. Reuter auch eine Ermessenstantieme vereinbart. Für Herrn Schulak und die bis zum Ablauf des 30. September 2009 amtierenden Vorstandsmitglieder Dr. Horst J. Kayser und Dr. Matthias J. Rapp setzt sich die Vergütung aus den nachfolgend beschriebenen Bestandteilen zusammen. Der Umfang dieser Vergütungsbestandteile wurde auch für die Abfindung berücksichtigt, die Herr Dr. Kayser und Herr Dr. Rapp anlässlich der vorzeitigen Beendigung ihrer Anstellungsverträge zum 30. September 2009 gezahlt wurde.

Die fixen Bestandteile bestehen aus Fixum und Sachbezügen. Die variablen Bestandteile enthalten jährlich wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponenten und auch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter. Das Fixum wird in zwölf monatlich gleich bleibenden Teilbeträgen entrichtet. Die Sachbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen.

Der variable Bestandteil wird in Abhängigkeit von der Entwicklung wirtschaftlicher Kenngrößen wie EBIT, Capital Employed und Free Cashflow des KUKA Konzerns gewährt. Die Einzelheiten hierzu werden gesondert jährlich vereinbart. Die variablen Bestandteile enthalten eine Obergrenze.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 ist mit den Mitgliedern des Vorstands vertraglich außerdem vereinbart, dass der Aufsichtsrat der Gesellschaft nach eigenem Ermessen eine weitere variable Tantieme im Falle besonderer Leistungen beschließen kann.

Darüber hinaus wurde für die Mitglieder des Vorstands seit 2006 jährliche Phantom Share-Programme (nachfolgend auch "Programme") vereinbart, die eine langfristige Anreizwirkung haben sollen. Phantom Shares sind virtuelle Aktien, die dem Inhaber das Recht auf eine Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses der Gesellschaft gewährt. Anders als bei Aktienoptionen enthalten Phantom Shares also nicht allein die Wertsteigerung, sondern den gesamten Aktienwert als Erlös. Außerdem wird während der Planlaufzeit jährlich je virtueller Aktie ein Dividendenäquivalent in Höhe der tatsächlich ausgeschütteten Dividende auf echte KUKA Aktien gezahlt. Stimmrechte sind mit den Phantom Shares nicht verbunden.

Das Programm umfasst jeweils drei Kalenderjahre und wurde erstmals für die Jahre 2006-2008 vereinbart. Das als Bestandteil der Vergütung für das Geschäftsjahr 2009 aufgelegte Programm bezieht sich auf die Jahre 2009-2011. Zu Beginn der Dreijahresperiode legt der Aufsichtsrat das Zuteilungsvolumen fest. Geteilt durch den Anfangskurs der KUKA Aktie ergibt sich eine vorläufige Zahl von Phantom Shares. Ebenfalls zu Beginn des dreijährigen Performance-Zeitraums wird vom Aufsichtsrat ein EVA (Economic Value Added) der Continuing Operations (vor Steuern) auf Basis der operativen Planung der drei Bezugsjahre festgelegt, welches sich an dem Budget des ersten Geschäftsjahres des Dreijahreszeitraums und der Planung der beiden nachfolgenden Geschäftsjahre orientiert. Das Programm für die Jahre 2006-2008 und das Programm für die Jahre 2007-2009 haben einen Zinssatz von 11%. Das Programm für die Jahre 2008-2010 hat einen Zinssatz von 9%. Das kumulative EVA des dreijährigen Performance-Zeitraums wird durch das EVA der Continuing Operations entsprechend der operativen Planung der drei Bezugsjahre geteilt, um einen Erfolgsfaktor zu ermitteln. Der Erfolgsfaktor kann zwischen 0 und 2,0 schwanken. Die endgültige Anzahl der Phantom Shares hängt von dem erreichten Erfolgsfaktor ab, der mit der vorläufigen Zahl der Phantom Shares multipliziert wird. Die Obergrenze bildet eine Verdoppelung der Phantom Shares (dies ist der Fall, wenn der Erfolgsfaktor 2,0 erreicht wird). Die Auszahlung erfolgt auf Basis der endgültigen Anzahl Phantom Shares zum Endkurs (Durchschnittskurs der KUKA Aktie zwischen dem 1. Januar des den drei Bezugsjahren folgenden Jahres ("Folgejahr") und dem Tag vor der ersten Sitzung des Aufsichtsrats des Folgejahres).

Das jeweilige Vorstandsmitglied ist verpflichtet, in Höhe von 25% des im April des Folgejahres ausgezahlten Bruttobetrages KUKA Aktien zum dann gültigen Aktienkurs zu erwerben. Dieser Erwerb dient dem Aufbau eines festgelegten Haltevolumens von 50% der Jahresgrundvergütung von KUKA Aktien ab März des Folgejahres. Diese Verpflichtung endet mit dem Ausscheiden aus dem KUKA Konzern. Endet des Anstellungsverhältnis eines Vorstandsmitglieds durch Kündigung - unabhängig von welcher Seite sie erfolgt -, so verfallen alle ihm zugeteilten Phantom Shares.

Für das Phantom Share-Programm wird als Anfangskurs der Durchschnittskurs der KUKA Aktie zwischen dem 1. Januar und dem Tag vor der ersten Sitzung des Personalausschusses des Aufsichtsrats der Gesellschaft des Folgejahres festgelegt; dieser war für das Phantom Share-Programm 2006-2008 ein Betrag von 21,25 €, für das Phantom Share-Programm 2007-2009 ein Betrag von 21,91 € und für das Phantom Share-Programm 2008-2010 ein Betrag von 21,65 €.

Der Aufsichtsrat (früher dessen Personalausschuss) entscheidet jedes Jahr aufs Neue über die Gewährung einer aktienorientierten Vergütung für den Vorstand. Aus der wiederholten Gewährung in der Vergangenheit kann kein Rechtsanspruch auf die Gewährung solcher oder vergleichbarer Leistungen für die Zukunft abgeleitet werden.

Ziel dieses Programms ist, dass jedes Mitglied des Vorstands von KUKA zugleich auch Aktionär sein soll. Es fördert den Anteilsbesitz der Mitglieder des Vorstands bei KUKA und verknüpft damit die Interessen dieser Organmitglieder noch enger mit denen der Aktionäre. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele sowie der Vergleichsparameter ist ausgeschlossen.

Zwei ehemaligen Mitgliedern des Vorstands ist von der Gesellschaft eine Zusage auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt worden, welche unverfallbare Ansprüche auf Ruhegeld, Witwen- und Waisenrente umfasst. Kredite wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.

VERGÜTUNG IM JAHR 2009

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands, inklusive der Abfindungen für die zum 30. September 2009 ausgeschiedenen Vorstände, beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf insgesamt 4.058 T €. Dieser Betrag enthält auch Zahlungen an Herrn Wiedemann, die in 2009 fällig wurden, aber noch aus seiner früheren Vorstandsfunktion herrühren. Im vorgenannten Betrag sind keine Ermessenstantiemen enthalten.

In den Bezügen des Geschäftsjahres 2009 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen und die Vergütung nach dem Phantom Share-Programm enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2009 ausgezahlt oder im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 zurückgestellt wurden, abzüglich der bereits zum 31. Dezember 2008 zurückgestellten Beträge. Des Weiteren sind in den Bezügen des Geschäftsjahres 2009 die Abfindungen der mit Ablauf des 30. September 2009 ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Dr. Kayser und Dr. Rapp enthalten.

Die variable erfolgsabhängige Tantieme bemisst sich zu je 1/3 nach der Zielerreichung bezüglich des EBIT, des Capital Employed und des Cashflow im Geschäftsjahr 2009.

Im Fall der Zielerreichung beträgt die variable Vergütung einen für jedes Vorstandsmitglied festgelegten Eurobetrag. Im Falle der Zielüber- und Zielunterschreitung wird sie entsprechend pro rata der Über- bzw. Unterschreitung berechnet und kann maximal das Doppelte betragen und im umgekehrten Fall sich bis auf 0,00 € vermindern.

Das Verhältnis zwischen Fixum und erfolgsabhängigen Komponenten ergibt sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle:

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in T€ Festgehalt inklusive Sachbezüge* Tantieme für das Geschäftsjahr 2009 Phantom Share-Programm 2009-2011 Zuteilungsvolumen (Zeitwert im Zeitpunkt der Gewährung) Insgesamt
Dr. Horst J. Kayser (bis 30.09.2009) 298 0 0 1.898 (inkl. Abfindung 1.600)
Dr. Till Reuter (ab 01.10.2009) 96 Ermessenstantieme durch den Aufsichtsrat bis max. 200 Der Dienstvertrag sieht keine Zuteilung von Phantom Shares vor. 96
Dr. Matthias J. Rapp (bis 30.09.2009) 222 0 0 1.360 (inkl. Abfindung 1.100 und Tantieme 2008 38)
Stephan Schulak (ab 01.10.2009) 73 (anteilig) 150 + Ermessenstantieme durch den Aufsichtsrat bis max. 200 0 (Grundsätzliche Zusage erteilt, konkretes Programm noch nicht vereinbart) 223
Dr. Walter Bickel (ab 17.11.2009) 89 Der Dienstvertrag sieht keine Tantieme vor. Der Dienstvertrag sieht keine Zuteilung von Phantom Shares vor. 89
3.666

* Sachbezüge setzen sich aus der Nutzung von Dienstwagen, Übernahme von Hotelkosten am Sitz der Gesellschaft, Reisekosten und Prämien für Unfallversicherung zusammen. Die Prämie für die D&O-Versicherung ist in den Sachbezügen nicht enthalten, weil sie, anders als bei der Unfallversicherung, nicht individuell zuordenbar ist, da die Gesellschaft eine Pauschalprämie für den geschützten Personenkreis, welcher über die Mitglieder des Vorstands hinausgeht, entrichtet.

Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2009 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 9.392 T € (HGB) (Vorjahr 9.080 T €).

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Struktur der Vergütung

Auf Grund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 1. Januar 2006 ist die Satzung dahingehend geändert worden, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste Vergütung erhalten.

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung, welche 30 T € beträgt und nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbar ist.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält die Vierfache, Stellvertreter des Vorsitzenden die doppelte Vergütung. Für die Leitung der Hauptversammlung, sofern diese nicht vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats geleitet wird, sowie für die Mitgliedschaft in einem oder mehreren nicht nur vorübergehend tätigen Ausschüssen, erhalten Aufsichtsratsmitglieder eine zusätzliche Vergütung in Höhe von 30 T €. Ein Ausschussvorsitzender erhält - auch wenn er mehreren Ausschüssen vorsitzt oder Mitglied in einem anderen Ausschuss ist - höchstens das Eineinhalbfache der jährlichen Vergütung; dies gilt nicht für den Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG.

Zusätzlich erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsratssitzung nach seiner Wahl entweder die Erstattung seiner Auslagen oder ein pauschales Sitzungsgeld von 450 € zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer. Dieses Wahlrecht kann nur einmal jährlich ausgeübt werden.

Vergütung für die Jahre 2008 und 2009

Die dargestellten Grundsätze für die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats galten bereits für die in 2009 fällig gewordene Vergütung für das Geschäftsjahr 2008. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009 freiwillig auf 10% ihrer Vergütung verzichtet haben. Die folgende Tabelle enthält eine Gegenüberstellung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Geschäftsjahre 2008 und 2009:

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T € Zahlung 2009 (Vergütung für 2008) Rückstellung 2009 (Vergütung für 2009)
Dr. Rolf Bartke Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Personalausschusses (bis 18.09.2009) 165 106
Dr. Till Reuter (vom 29.04.2009 bis 29.09.2009) Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Personalausschusses (vom 18.09. bis 29.09.2009) 0 25
Bernd Minning (ab 29.04.2009) Vorsitzender des Aufsichtsrats (ab 29.09.2009) Vorsitzender des Personalausschusses (ab 29.09.2009) 0 50
Jürgen Kerner Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats 68 81
Prof. Dr. Dirk Abel (ab 18.09.2009) 0 15
Dr. Uwe Ganzer (ab 18.09.2009) Vorsitzender des Prüfungsausschusses (ab 20.09.2009) 0 19
Walter Prues (bis 30.06.2009) 60 27
Dr. Reiner Beutel (bis 18.09.2009) 60 39
Prof. Dr. Uwe Loos (ab 18.09.2009) 0 19
Dr. Herbert Meyer (bis 18.09.2009) Vorsitzender des Prüfungsausschusses 86 48
Pepyn Rene Dinandt (bis 29.04.2009) 30 9
Carola Leitmeir (ab 01.07.2009) 0 27
Dr. Helmut Leube (bis 18.09.2009) 30 19
Fritz Seifert 30 45
Mirko Geiger (bis 15.05.2008) 33 0
Prof. Dr.-Ing. Gerd Hirzinger (bis 15.05.2008) 11 0
Wilhelm Steinhart (bis 15.05.2008) 11 0
Helmut Gierse (bis 29.04.2009) 19 9
Wilfried Eberhardt 19 27
Siegfried Greulich 19 45
Thomas Knabel 19 45
Guy Wyser-Pratte (ab 18.09.2009) 0 15

PROGNOSEBERICHT

KONJUNKTURELLE ERHOLUNG

Nach dem Einbruch im Vorjahr gehen Fachleute davon aus, dass sich die Weltwirtschaft im laufenden Jahr - von niedrigem Niveau kommend - schrittweise wieder erholt. Dabei dürfte der Außenhandel in den Industriestaaten zum Motor der konjunkturellen Entwicklung werden. Vor allem die aufstrebenden Schwellenstaaten Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas könnten überdurchschnittlich wachsen. Beispielsweise wird erwartet, dass die Volksrepublik China auch 2010 eine Wachstumsrate von 8% bis 9% erreicht, während die westlichen Industriestaaten unterdurchschnittlich abschneiden sollten. Insgesamt gesehen dürfte die Weltwirtschaftsleistung 2010 wieder um 3% zulegen. Mit dem Wiederanziehen des Exports könnte Deutschland einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Geschäftsjahr um 1,6% (Quelle: Bundesbankmonatsbericht 12/09) erreichen.

AUTOMOBILINDUSTRIE ERWARTET TRENDWENDE

Auch die Automobilindustrie hat die Talsohle der Branchenentwicklung im vergangenen Jahr durchschritten und erwartet 2010 insgesamt wieder leichte Zuwachsraten. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht in den USA nach mehreren rückläufigen Jahren eine Trendwende und rechnet mit einem Anstieg der Verkäufe von PKW und leichten Nutzfahrzeugen um 10% auf 11,3 MIO. Fahrzeuge. Auch in China erwartet der VDA angesichts des ungebrochenen Wirtschaftswachstums weitere Zuwächse im Automobilgeschäft. China hat die USA im vergangenen Jahr mit einem Absatz von 13,6 MIO. Fahrzeugen als größten Einzelmarkt der Welt abgelöst. Hingegen dürften sich die Absatzmärkte in Westeuropa nach dem Auslaufen der staatlichen Abwrackprämien schwächer entwickeln. Allein in Deutschland könnten die Neuzulassungen gemäß VDA um 20% auf 3,0 MIO. Fahrzeuge zurückgehen. Insgesamt gesehen erwartet der Verband eine moderate Zunahme des Weltabsatzes an PKW um 1% bis 3% auf 54 MIO. Fahrzeuge.

DEUTLICHE ERHOLUNG DES ROBOTERMARKTS

Im laufenden Geschäftsjahr ist nach Ansicht der International Federation of Robotics (IFR) mit einer deutlichen Erholung des Robotermarkts zu rechnen. Dabei trifft der rezessionsbedingte Nachholbedarf auf den ungebrochenen Trend zur Automatisierung industrieller Produktionsprozesse. Roboter sind der Schlüssel für eine höhere Produktivität und Flexibilität der Anlagen, bessere Qualität der darauf produzierten Produkte und mehr Sicherheit am Arbeitsplatz. Insgesamt erwartet die IFR für den Zeitraum 2010 bis 2012 - von niedrigem Niveau kommend - einen Zuwachs der Nachfrage nach Industrierobotern um 15% jährlich (World Robotics 2009).

Die Strategie des KUKA Konzerns zielt in drei Hauptrichtungen:

Absicherung und Ausbau des Kerngeschäftsfelds Automobilindustrie u.a. mittels Leichtbauroboter
Ausbau des General Industry-Geschäfts sektoral und regional
Partizipation an den Megatrends - weitere Automatisierung, Nachhaltigkeit und demografischer Wandel - durch den neuen Bereich Advanced Robotics

AUTOMOBILINDUSTRIE IM UMBRUCH

Die Automobilindustrie befindet sich - beschleunigt durch die aktuelle Wirtschaftskrise - im Umbruch. Steigende Anforderungen an geringeren Kraftstoffverbrauch und Emissionen in den Industrieländern treffen auf wachsende Nachfrage in den aufstrebenden Schwellenländern. Hieraus resultiert ein genereller Trend zu sparsameren, preiswerteren Fahrzeugen z. T. mit neuen Antriebsformen (Elektrofahrzeuge/Hybride) sowie entsprechenden Anforderungen an neue Fahrzeugkonzepte und neue Materialen (Verbundwerkstoffe). Dementsprechend gehen die Investitionen der großen internationalen Automobilhersteller in Fertigungsanlagen zunehmend in die überproportional wachsenden BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Die VW AG baut derzeit beispielsweise mit Unterstützung von KUKA neue Werke in Russland, China, Indien und den USA, während in den europäischen Werken vorwiegend Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen vorgenommen werden.

Als internationaler Anlagenbauer und Roboterhersteller agiert KUKA weltweit und standortunabhängig. Mit allen europäischen und nordamerikanischen Automobilherstellern bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen. Gleichzeitig ist das Unternehmen in den BRIC-Staaten Russland, China und Brasilien seit 20 Jahren auch bei den nationalen Herstellern etablierter Geschäftspartner - seit einigen Jahren auch in Indien. Die Verschiebung der Investitionsschwerpunkte der Automobilindustrie aus den Industriestaaten in die Schwellenländer kann auf diese Weise ausgeglichen werden. Dabei dient der hohe Bekanntheitsgrad der Marke KUKA in der Automobilindustrie auch als "Türöffner" für die General Industry in den Schwellenländern.

HOHES AUTOMATISIERUNGSPOTENZIAL IN DER GENERAL INDUSTRY

Japan nimmt mit 350 Robotern pro 10.000 Mitarbeiter in der produzierenden Industrie mit Abstand die Spitzenposition ein. Deutschland kommt auf eine Roboterdichte von 236. Nach Branchen aufgeteilt weist die Automobilindustrie beispielsweise in Deutschland eine Dichte von 1.034 Roboter je 10.000 Mitarbeiter auf; die General Industry erreicht dagegen kaum mehr als 10% dieses Werts (124). Dies zeigt die großen Wachstumsmöglichkeiten der Roboterautomation in diesem Bereich (World Robotics 2009).

KUKA agiert in den Märkten der General Industry, die technologisch mit der Automobilindustrie verwandt sind, sowohl als Anlagenbauer von robotergestützten Automationslösungen als auch als Hersteller der Kernkomponente Roboter. Zielmärkte sind beispielsweise der internationale Flugzeug- und der Schienenfahrzeugbau sowie die Solar- und die Landmaschinenindustrie. In zahlreichen anderen Märkten arbeitet KUKA mit branchenspezifischen Systempartnern zusammen. Die robotergestützte Automation ersetzt hier im Zuge der Rationalisierung zunehmend manuelle oder weniger flexibel automatisierte Fertigungsprozesse. Entsprechend den Kennzahlen der Roboterdichte steht diese Entwicklung erst am Anfang.

ADVANCED ROBOTICS MIT GROßEM WACHSTUMSPOTENZIAL

In den vergangenen Jahren hat sich der Bedarf an Robotern außerhalb der industriellen Fertigung schnell entwickelt. Der Bestand dieser so genannten Serviceroboter betrug Ende 2008 für gewerbliche Zwecke 63.000 Einheiten (Quelle: IFR World Robotics 2009 Service Robots). Verglichen mit der Anzahl eingesetzter Industrieroboter, die 1 MIO. Einheiten übersteigt, befindet sich dieser Markt jedoch erst in den Anfängen. Fachleute erwarten für die weitere Entwicklung von Servicerobotern im Zeitraum 2009-2012 einen Zuwachs um 49.000 auf insgesamt 112.000 Einheiten; das ist ein Wachstum um jährlich knapp 20%. Generell dürften Serviceroboter in sechs wesentlichen Anwendungsgebieten bzw. Funktionen zum Einsatz kommen:

flexible Fertigung in industriellen Großbetrieben (z.B. automobile Endmontage)
Unterstützung in Klein- und Mittelbetrieben ("Des Werkers dritte Hand")
innerbetriebliche Logistik
Überwachen & Eingreifen
Entdecken & Inspizieren
Ausbilden & Spielen

KUKA plant seine Aktivitäten in der Servicerobotik, im Frühjahr 2010 zu einem neuen Bereich Advanced Robotics zu bündeln. Basis des neuen Bereichs ist der Leichtbauroboter (LBR), der sich bzgl. Sensitivität, Bedienbarkeit und Sicherheit erheblich von Industrierobotern unterscheidet. Zielmärkte dieses neuen Robotertyps, der gemeinsam mit Kunden entwickelt wird, sind vor allem die automobile Endmontage und andere Branchen, die sich durch ein hohes Maß an manueller Tätigkeit und damit Potenzial für Produktivitätssteigerungen auszeichnen. Dabei ist die fokussierte, transparente Bearbeitung des Marktes und die Etablierung des KUKA Leichtbauroboters als neuen Industriestandard ein wesentliches Ziel. Dadurch sollte es möglich sein, schnell nennenswerte Marktanteile zu gewinnen und Pioniervorteile abzuschöpfen.

GESAMTAUSSAGE ZUR UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld ist unverändert von einer geringen Prognosesicherheit geprägt. Fachleute erwarten sowohl für die Weltwirtschaft als auch für die Automobilindustrie in 2010 eine schrittweise Verbesserung der Lage, insbesondere im zweiten Halbjahr. Das laufende Geschäftsjahr 2010 stellt dabei für KUKA ein Jahr der Transformation dar, in dem mit der weiteren Bereinigung der Kostenstruktur und der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens die Basis für ein nachhaltiges profitables Wachstum geschaffen wird.

UMSATZ

Sowohl der Geschäftsbereich Robotics als auch der Geschäftsbereich Systems sollten im laufenden Geschäftsjahr ein moderates Umsatzwachstum aufweisen. Insgesamt wird im KUKA Konzern 2010 ein Zuwachs der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Danach wird mit einer höheren Wachstumsrate gerechnet, wobei dieses Wachstum neben der allgemeinen Markterholung auf der Erschließung neuer Märkte in der General Industry und der Automobilindustrie sowie auf den Ausbau der Regionen Asien und Amerika basiert.

BETRIEBSERGEBNIS (EBIT)

Das operative Betriebsergebnis (EBIT) des KUKA Konzerns sollte sich im laufenden Geschäftsjahr verbessern, sodass vor Sonderaufwendungen voraussichtlich kein negatives Betriebsergebnis entsteht. In beiden Geschäftsbereichen, Robotics und Systems, erwarten wir jeweils entsprechende Verbesserungen im Vergleich zu 2009. Im Rahmen des laufenden Kostensenkungsprogramms werden auch in 2010 Restrukturierungskosten anfallen, jedoch in einem deutlich geringeren Ausmaß als im Vorjahr. Die angestrebten positiven operativen Ergebnisse in den beiden Geschäftsbereichen sind maßgeblich vom Erfolg des Kostensenkungsprogramms und der tatsächlichen Geschäftsentwicklung abhängig. Danach sollte das angestrebte Kostenmodell insoweit wirken, dass ab einem Konzernumsatz in der Größenordnung von 1 MRD. € eine Rückkehr zum durchschnittlichen Ertragsniveau der Vergangenheit erzielt werden kann.

INVESTITIONEN UND FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

KUKA wird 2010 vor allem Investitionen durchführen, die die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sicherstellen. Dabei wird der Umfang der Investitionen im Rahmen des Kostensenkungsprogramms einer genauen Prüfung unterzogen und gegenüber 2009 reduziert werden.

Forschung & Entwicklung nimmt unverändert eine zentrale Rolle für KUKA ein. Unter Sicherstellung der für den Konzern wesentlichen Entwicklungsprojekte werden dabei Kostenvorteile insbesondere durch effizientere Strukturen erreicht. Insgesamt dürften die F&E-Ausgaben in 2010 leicht zurückgehen.

CASHFLOW

Im Rahmen des Kostensenkungsprogramms wird das Cash Management ein wichtiges Element bleiben. Mittels aktivem Working Capital-Management sollten weitere Verbesserungen erzielt werden. Der Cashflow wird 2010 im Wesentlichen von der Geschäftsentwicklung, den Refinanzierungsmaßnahmen sowie Einmalzahlungen aus den Restrukturierungsmaßnahmen 2009 und 2010 beeinflusst.

MITARBEITER

Die Anzahl der Mitarbeiter im KUKA Konzern wird im laufenden Geschäftsjahr flexibel an das wirtschaftliche Umfeld und seine Auswirkungen auf das Unternehmen angepasst. Infolge des laufenden Programms zum freiwilligen Ausscheiden erwarten wir einen weiteren Rückgang der Mitarbeiterzahl.

KONZERNABSCHLUSS UND AUSZUG AUS DEM JAHRESABSCHLUSS DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT

KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009

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T € ERLÄUTERUNG 2008 2009
UMSATZERLÖSE 1 1.266.115 902.068
Umsatzkosten 2 -1.005.329 -742.832
BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ 260.786 159.236
Vertriebskosten 2 -91.678 -84.759
Forschungs- und Entwicklungskosten 2 -33.711 -35.565
Allgemeine Verwaltungskosten 2 -81.867 -77.685
Sonstige betriebliche Erträge 3 28.089 25.051
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3 -29.602 -39.178
BETRIEBSERGEBNIS 52.017 -52.900
Abschreibungen auf Finanzanlagen 4 0 -388
Zinserträge 5 9.679 10.290
Zinsaufwendungen 5 -14.696 -21.381
FINANZERGEBNIS -5.017 -11.479
ERGEBNIS VOR STEUERN 47.000 -64.379
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6 -16.448 -11.433
ERGEBNIS NACH STEUERN 30.552 -75.812
davon auf Minderheitenanteile entfallend 61 -71
davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend 30.491 -75.741
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) 7 1,18 -2,95

GESAMTERGEBNISRECHNUNG der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009

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T € 2008 2009
ERGEBNIS NACH STEUERN 30.552 -75.812
Unterschiede aus Währungsumrechnung -355 -1.414
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste 3.403 -4.209
Latente Steuern auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste -1.028 1.335
DIREKT IM EIGENKAPITAL ERFASSTE WERTÄNDERUNGEN 2.020 -4.288
GESAMTERFOLG 32.572 -80.100
davon auf Minderheitenanteile entfallend 61 -71
davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend 32.511 -80.029

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG* der KUKA Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2009

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MIO. € 2008 2009
JAHRESÜBERSCHUSS/-FEHLBETRAG 30,6 -75,8
Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte 8,9 6,9
Abschreibungen auf Sachanlagen 17,1 16,2
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 15,7 12,5
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -2,9 -3,5
CASH EARNINGS 69,4 -43,7
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -2,0 0,6
Veränderungen der Rückstellungen -47,9 3,7
Veränderungen von Posten des Umlaufvermögens und der Schulden:
Veränderung der Vorräte 0,2 47,9
Veränderung der Forderungen und Abgrenzungsposten -80,3 109,7
Veränderung der Schulden und Abgrenzungsposten (ohne Finanzschulden) -0,6 -113,4
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT -61,2 4,8
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 3,9 2,5
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -13,6 -11,4
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -18,9 -15,8
Auszahlungen für Investitionen in Finanzinvestitionen 0,0 -1,1
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0,0 -1,2
Auszahlungen für den Erwerb von Forderungen aus Finanzierungsleasing -77,1 0,0
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT -105,7 -27,0
FREE CASHFLOW -166,9 -22,2
Einzahlung aus Kapitalerhöhung 0,0 27,4
Auszahlung für den Erwerb eigener Anteile -27,9 0,0
Dividendenzahlung -26,1 0,0
Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von Bankverbindlichkeiten und anleiheähnlichen Verbindlichkeiten 35,3 14,6
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -18,7 42,0
ZAHLUNGSWIRKSAME VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELFONDS -185,6 19,8
Wechselkurs- und sonstige Veränderungen des Finanzmittelfonds 3,7 0,1
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELFONDS -181,9 19,9
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 223,2 41,3
FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE** 41,3 61,2

* Weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung finden sich im Anhang Seite 79.

** Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente"

KONZERNBILANZ der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2009

AKTIVA

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T € ERLÄUTERUNG 31.12.2008 31.12.2009
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Anlagevermögen 8
Immaterielle Vermögenswerte 9 74.200 79.216
Sachanlagen 10 93.062 90.251
Finanzinvestitionen 11 366 965
167.628 170.432
Forderungen aus Finanzierungsleasing 12 81.996 75.761
Steuerforderungen 11.603 10.350
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 10.226 9.956
Latente Steuern 6 26.554 25.784
298.007 292.283
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte 13 151.454 103.816
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14 164.414 114.245
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 14 167.101 124.279
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14 367 0
Forderungen aus Finanzierungsleasing 12 3.267 3.452
Ertragsteuerforderungen 22.809 9.836
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen 15 16.710 17.082
374.668 268.894
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16 41.349 61.228
567.471 433.938
865.478 726.221
PASSIVA
T€ ERLÄUTERUNG 31.12.2008 31.12.2009
EIGENKAPITAL 17
Gezeichnetes Kapital 18 69.160 76.076
Kapitalrücklage 19 26.581 47.061
Eigene Anteile 20 -27.926 -27.926
Gewinnrücklagen 21 144.225 64.196
Ausgleichsposten für Anteile Dritter 22 1.494 1.418
213.534 160.825
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 28 61.332 63.823
Übrige langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 29 13.174 16.030
Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 24 68.458 70.049
Latente Steuern 6 13.082 18.815
156.046 168.717
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 28 33.629 45.877
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 149.062 73.331
Erhaltene Anzahlungen 36.744 27.084
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 14 54.603 54.592
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 203 82
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 29 102.891 71.287
Steuerrückstellungen 25 11.293 13.326
Sonstige Rückstellungen 26 107.473 111.100
495.898 396.679
865.478 726.221

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS der KUKA Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2009

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ERLÄUTERUNG 18 19 20 21 22
Aktienanzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital

in MIO. €
Kapitalrücklage

in MIO. €
Eigene Anteile

in MIO. €
Währungsumrechnung

in MIO. €
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

in MIO. €
Gewinnrücklagen Jahresfehlbetrag/ -Überschuss und sonstige Gewinnrücklagen in MIO.

Anteilseignern zustehendes Eigenkapital

in MIO. €
Ausgleichsposten für Anteile Dritter

in MIO. €
Summe

in MIO. €
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
1.1.2008 26.600.000 69,2 26,5 0,0 -8,2 2,6 142,0 232,1 1,4 233,5
Gesamterfolg - - - - -0,3 2,4 30,5 32,6 0,1 32,7
Dividende der KUKA AG - - - - - - -26,1 -26,1 - -26,1
Kapitalerhöhung - - - - - - - 0,0 - 0,0
Erwerb eigener Anteile im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms -1.327.340 - - -27,9 - - - -27,9 - -27,9
Mitarbeiteraktienprogramm - - - - - - 0,3 0,3 - 0,3
Übrige Veränderungen und Veränderung der Beteiligungsverhältnisse - - - - - - 1,0 1,0 - 1,0
31.12.2008 25.272.660 69,2 26,5 -27,9 -8,5 5,0 147,7 212,0 1,5 213,5
Gesamterfolg - - - - -1,4 -2,9 -75,7 -80,0 -0,1 -80,1
Dividende der KUKA AG - - - - - - - 0,0 - 0,0
Kapitalerhöhung 2.659.990 6,9 20,5 - - - 27,4 - 27,4
Erwerb eigener Anteile im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms - - - - - - - 0,0 - 0,0
Mitarbeiteraktienprogramm - - - - - - 0,1 0,1 - 0,1
Übrige Veränderungen und Veränderung der Beteiligungsverhältnisse - - - - - - -0,1 -0,1 - -0,1
31.12.2009 27.932.650 76,1 47,0 -27,9 -9,9 2,1 72,0 159,4 1,4 160,8

KONZERNANHANG der KUKA Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2009

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG*

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Robotics Systems
MIO. € 2008 2009 2008 2009
--- --- --- --- ---
Konzernaußenumsatzerlöse 430,6 299,5 834,6 602,0
in % der Konzernumsatzerlöse 34,0 33,2 65,9 66,7
Konzerninnenumsatzerlöse 43,8 31,0 2,9 3,5
UMSATZERLÖSE DER BEREICHE 474,4 330,5 837,5 605,5
EBIT 42,0 -11,5 26,8 -29,1
in % der Umsatzerlöse des Bereichs 8,9 -3,5 3,2 -4,8
in % der Konzernaußenumsatzerlöse 9,8 -3,8 3,2 -4,8
in % des durchschnittlichen Capital Employed (ROCE) 37,2 -9,5 20,2 -14,7
Capital Employed (Jahresdurchschnitt) 112,9 120,5 132,7 198,6
Capital Employed (Geschäftsjahresende) 121,9 119,0 213,6 183,5
Vermögen 255,4 199,9 532,6 436,3
Schulden 138,8 90,4 319,3 266,6
Investitionen 18,4 16,3 12,2 8,9
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 12,9 10,5 10,7 10,3
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - 0,1 - -
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 2.164 2.119 3.688 3.675

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KUKA AG und sonstige Gesellschaften Überleitung und Konsolidierung Konzern
MIO. € 2008 2009 2008 2009 2008 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Konzernaußenumsatzerlöse 0,9 0,6 - - 1.266,1 902,1
in % der Konzernumsatzerlöse 0,1 0,1 - - 100,0 100,0
Konzerninnenumsatzerlöse 10,8 9,0 -57,5 -43,5 - -
UMSATZERLÖSE DER BEREICHE 11,7 9,6 -57,5 -43,5 1.266,1 902,1
EBIT -16,8 -22,2 - 9,9 52,0 -52,9
in % der Umsatzerlöse des Bereichs - - - - 4,1 -5,9
in % der Konzernaußenumsatzerlöse - - - - 4,1 -5,9
in % des durchschnittlichen Capital Employed (ROCE) - - - - 21,5 -16,7
Capital Employed (Jahresdurchschnitt) -2,5 -0,6 -0,8 -1,0 242,3 317,5
Capital Employed (Geschäftsjahresende) 0,1 -1,2 -0,8 -1,2 334,8 300,1
Vermögen 178,1 170,2 -180,6 -177,5 785,5 628,9
Schulden 93,7 82,3 -19,3 -15,8 532,5 423,5
Investitionen 1,9 2,0 - - 32,5 27,2
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2,4 2,3 - - 26,0 23,1
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - - - - - 0,1
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 133 186 - - 5.985 5.980

* Weitere Informationen zur Konzern-Segmentberichterstattung siehe Anhang Seite 80 f.

ALLGEMEINE ANGABEN

AUFSTELLUNGSGRUNDSÄTZE

Der Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft, Zugspitzstraße 140, 86165 Augsburg, zum 31. Dezember 2009 wird nach den zum Bilanzstichtag zur Anwendung in der Europäischen Gemeinschaft zugelassenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den International Accounting Standards (IAS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Auslegungen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), ergänzt um die nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden Vorschriften, aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2009 verpflichtend anzuwendenden Standards (IFRS/IAS) und Auslegungen (IFRICs) wurden berücksichtigt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit Ausnahme der erstmals seit dem Geschäftsjahr 2009 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen. Die neu angewandten Standards und Interpretationen sind unter den "Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" aufgelistet.

Der Konzernabschluss entspricht deutschem Recht. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Standards ermittelt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden die Beträge im Anhang in Millionen Euro (MIO. €) angegeben.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 10. März 2010 zur Veröffentlichung freigegeben.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Tochterunternehmen, die die KUKA AG gemäß IAS 27 beziehungsweise SIC 12 direkt oder indirekt beherrscht (sog. "Control-Konzept"), werden nach den Regeln der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der KUKA Aktiengesellschaft und der einbezogenen Tochterunternehmen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Positive Unterschiedsbeträge werden entsprechend IFRS 3 unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden aufgerechnet und Zwischenergebnisse eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Bürgschaften und Garantien, die die KUKA Aktiengesellschaft zu Gunsten konsolidierter Tochtergesellschaften übernimmt, werden -soweit sie keine Außenwirkung entfalten - eliminiert.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss sind insgesamt 44 Gesellschaften und damit zwei Gesellschaften weniger als im Vorjahr einbezogen. Neben der KUKA Aktiengesellschaft sind sechs Gesellschaften mit Sitz im Inland und 37 Gesellschaften mit Sitz im Ausland einbezogen, bei denen die KUKA Aktiengesellschaft direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2008 haben sich im Konsolidierungskreis ausschließlich im Geschäftsbereich Systems folgende Veränderungen ergeben:

Gesellschaftsauflösungen

D.V. Automation Ltd., Halesowen/Großbritannien
KUKA Welding Systems + Robot Ltd., Halesowen/Großbritannien
LSW UK Ltd., Harlow/Großbritannien

Verschmelzung

LSW Maschinenfabrik GmbH, Bremen, auf die KUKA Systems GmbH, Augsburg

Neugründungen

Hung Viet International Company Limited, Ho Chi Minh City, Vietnam

Unternehmenserwerbe

Daneben wurde im Berichtsjahr von einem tschechischen Unternehmen der Geschäftsbereich mit Siliziumsägen für 1,1 MIO. € gekauft. Die Anlagen wurden in die am 27. August 2009 von der KUKA Systems GmbH, Augsburg (90,0% der Anteile), und der KUKA Roboter GmbH, Augsburg (10,0% der Anteile), für insgesamt 0,2 MIO. CZK erworbene Mantelgesellschaft KUKA S-BASE s.r.o., Roznov p.R., Tschechien, eingelegt. Das akquirierte Geschäft wird zunächst auf Basis vorläufiger Zahlen konsolidiert und gegebenenfalls gemäß IFRS 3.62 innerhalb von zwölf Monaten an die finalen Werte angepasst.

Die Kaufpreisverbindlichkeit wurde vollständig durch Zahlungsmittel beglichen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente oder zusätzliche Anteile an bereits vollkonsolidierten Unternehmen wurden nicht erworben.

Auf den Erwerb entfallen Umsätze in Höhe von 0,0 MIO. € sowie ein Jahresfehlbetrag von 0,1 MIO. €. Wäre das Geschäft bereits zu Jahresbeginn erworben worden, so hätten sich bzgl. Umsatz und Jahresergebnis keine wesentlichen anderen Werte ergeben.

Die erstmalige Einbeziehung der Gesellschaft beeinträchtigt nicht die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr.

Nachfolgende Tabelle zeigt die im Zuge des Erwerbs des Geschäftsbereichs übernommenen Buchwerte unmittelbar vor der Akquisition sowie die Eröffnungsbilanz zu Zeitwerten:

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MIO. € übernommene Buchwerte Eröffnungsbilanz zu Zeitwerten
Immaterielle Vermögenswerte 0,0 0,4
Sachanlagen 0,4 0,4
Vorräte 0,3 0,3
SUMME 0,7 1,1

Bei den übernommenen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um fertige bzw. im Bau befindliche Siliziumsägen mit Ersatzteilen sowie um die entsprechenden Konstruktionszeichnungen. Schulden und Eventualverbindlichkeiten wurden nicht übernommen. In die Steuerbilanz der KUKA S-BASE s.r.o. wurden die Zeitwerte übernommen, sodass hierauf keine latenten Steuern zu bilanzieren waren. Ein Geschäfts- oder Firmenwert war bei der Transaktion nicht aufzudecken.

Assoziierte Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine Gesellschaften At-Equity bewertet, da die Beteiligungen für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.

Discontinued Operations

Nach IFRS 5 wird eine besondere Behandlung von Vermögenswerten (Gesellschaften) verlangt, die nicht mehr dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen, sondern zur Veräußerung vorgesehen sind. Weder in 2008 noch in 2009 waren solche Angaben erforderlich.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden unter Verwendung des Mittelkurses am Bilanzstichtag umgerechnet. Dabei eintretende Kursgewinne oder Kursverluste werden ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden aus der funktionalen Währung (IAS 21) in Euro umgerechnet. Dies ist bei fast allen Auslandsgesellschaften die jeweilige Landeswährung, da sie im Wesentlichen in ihrem Währungsbereich aktiv sind. Die einzige Ausnahme ist die KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony/Ungarn, deren funktionale Währung seit 2007 der Euro ist, da sie ihre Geschäfte überwiegend in Euro abwickelt.

Alle Vermögenswerte und Schulden werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Firmenwerte sowie das Eigenkapital werden zu historischen Kursen umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt. Die Umrechnung des Jahresergebnisses wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Scheiden Konzernunternehmen aus, werden bestehende Währungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst. Die Währungskurse haben sich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
Land Währung 31.12.2008 31.12.2009 2008 2009
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Brasilien BRL 3,2436 2,5113 2,6745 2,7706
Kanada CAD 1,6998 1,5128 1,5593 1,5852
Schweiz CHF 1,4850 1,4836 1,5871 1,5099
China CNY 9,4956 9,8350 10,2247 9,5174
Tschechische Republik CZK 26,8750 26,4730 24,9590 26,4548
Vereinigtes Königreich GBP 0,9525 0,8881 0,7965 0,8911
Ungarn HUF 0,2667 0,2704 0,2517 0,2805
Indien INR 68,4500 67,0400 64,0166 67,3080
Japan JPY 126,1400 133,1600 152,3308 130,2333
Korea KRW 1,8391 1,6670 1,6059 1,7728
Mexiko MXN 19,2333 18,9223 16,2967 18,7841
Malaysia MYR 4,8048 4,9326 4,8879 4,9040
Russland RUB 41,2830 43,1540 36,4231 44,1391
Schweden SEK 10,8700 10,2520 9,6169 10,6200
Slowakei* SKK 30,1260 - 31,2723 -
Taiwan TWD 46,1700 46,1570 46,5097 45,9748
USA USD 1,3917 1,4406 1,4706 1,3933
Vietnam VND 24,6300 26,4220 24,3950 24,8590

* SKK wurden am 31. Dezember 2008 mit 30,126 in EUR konvertiert.

BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Rahmen der Regelungen des IFRS 3 nach dem Impairment-Only-Ansatz bilanziert und mindestens einmal jährlich Werthaltigkeitstests unterzogen.

Die Werthaltigkeitstests werden für die definierten Cash Generating Units gemäß den Regelungen des IAS 36 nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der Nutzungswerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten für die Detailplanungsphase aus den Unternehmensplanungen für die nächsten drei Jahre zugrunde gelegt und für die Folgezeit unterstellt, dass die jährlichen Cashflows grundsätzlich denen des dritten Jahres entsprechen. Vereinfachend wird hierbei in der ewigen Rente angenommen, dass die Investitionen den planmäßigen Abschreibungen entsprechen und das Working Capital unverändert bleibt.

Zu den verwendeten segmentspezifischen Diskontierungssätzen sowie zu den weiteren Parametern und deren Herleitung ebenso wie für die Nennung der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte verweisen wir auf die unter Erläuterung 9 gemachten Ausführungen.

Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten

Entwicklungskosten für neu entwickelte Produkte oder selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (z.B. Software) werden aktiviert, soweit sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung der neu entwickelten Produkte sichergestellt sind, dem Konzern daraus ein wirtschaftlicher Nutzen zufließt sowie die weiteren Voraussetzungen des IAS 38.57 vorliegen. Die Herstellungskosten umfassen dabei die direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand berücksichtigt.

Die planmäßige Abschreibung beginnt mit der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswerts und läuft stückzahlbezogen oder linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel ein bis drei Jahren. Darüber hinaus wird die Werthaltigkeit von aktivierten, noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekten durch jährliche Werthaltigkeitstests überprüft.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Software, werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen im KUKA Konzern keine Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt, die in der Regel linear vorgenommen werden. Sollten Abschreibungen beim beweglichen Anlagevermögen nach der degressiven Methode dem Werteverzehr besser entsprechen, so kommen diese zum Ansatz. Die gewählte Abschreibungsmethode wird fortlaufend überprüft.

In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden in Übereinstimmung mit IFRS neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Sofern wesentlich werden Fremdkapitalzinsen bei sog. "qualifying assets" aktiviert. Als "qualifying assets" werden im KUKA Konzern solche Vermögenswerte definiert, für die ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten erforderlich ist, um sie in einen gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Im KUKA Konzern kommen hierfür vor allem Fabrikationsanlagen, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte und langfristige Fertigungsaufträge in Betracht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Jahre
Gebäude 25-50
Grundstückseinrichtungen 2-15
Technische Anlagen und Maschinen 2-15
Andere Anlagen 2-15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2-15

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert des betroffenen Vermögenswerts. Sind die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte (beispielsweise Investitionszuschüsse und -zulagen) werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswerts abgesetzt. Ertragsbezogene Zuwendungen werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Finanzierungsleasing und operatives Leasing

Im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt (IAS 17). Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem KUKA Konzern zuzurechnen ist, erfolgt für diese Fälle die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Vertragslaufzeit. Die abgezinsten Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Finanzierungsleasingverträge, bei denen der KUKA Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft bilanziert. In Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst.

Soweit im KUKA Konzern Operating-Leasing-Verhältnisse gemäß IAS 17 auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und linear über die Laufzeit des Leasingvertrags verteilt, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlicher Nutzungsverlauf. Unter Erläuterung 10 wird über die entsprechenden zukünftigen Aufwendungen berichtet.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Dazu gehören sowohl originäre Finanzinstrumente (z.B. Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (z.B. Geschäfte zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken).

Derivative Finanzinstrumente sind Finanzkontrakte, deren Wert sich vom Preis eines Vermögenswerts (wie z.B. Aktien, Obligationen, Geldmarktinstrumente oder Commodities) oder eines Referenzsatzes (wie Währungskursen, Indizes und Zinsen) ableitet. Sie erfordern keine oder nur geringe Anfangsinvestitionen und ihre Abwicklung erfolgt in der Zukunft. Beispiele für derivative Finanzinstrumente sind Optionen, Termingeschäfte oder Zinsswapgeschäfte. Derivate werden im KUKA Konzern zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzt.

Nach IAS 39 werden folgende, für KUKA-relevante Kategorien von Finanzinstrumenten unterschieden:

ausgereichte Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit erfolgswirksamer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Financial Assets/Liabilities Held-for-Trading)
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-sale Financial Assets)
übrige finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Finanzinstrumente werden, soweit nicht anders angegeben, zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.

Finanzinstrumente werden grundsätzlich erstmalig mit dem Tag bilanziell erfasst, an dem der Vermögenswert an oder durch die KUKA geliefert wird (Bilanzierung zum Erfüllungstag).

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Finanzinvestitionen

Beteiligungen an fortgeführten Geschäftseinheiten, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns qualitativ und quantitativ von untergeordneter Bedeutung sind, werden im KUKA Konzern den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten zugeordnet. Sie werden zu ihren Anschaffungskosten angesetzt. Aktuelle Marktwerte sind nicht verfügbar, da die Gesellschaftsanteile nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Auch das allgemeine Kreditrisiko wird, sofern nachweisbar, durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt. Dazu werden diese finanziellen Vermögenswerte anhand gleichartiger Risikoausfalleigenschaften gruppiert, gemeinsam auf Wertminderungen untersucht und gegebenenfalls wertberichtigt. Bei der Ermittlung des Wertberichtigungsbedarfs werden neben den vertraglich vorgesehenen Zahlungsströmen auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt.

Der Buchwert der Vermögenswerte wird unter Verwendung von Wertberichtigungskonten reduziert. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Das theoretisch mögliche maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten. Die Buchwerte entsprechen weitgehend den Marktwerten.

Nicht in eine Sicherungsbeziehung eingebundene derivative Finanzinstrumente mit einem positiven Zeitwert werden als sonstige Vermögenswerte ausgewiesen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden mit dem Barwert der zukünftigen Leasingraten ausgewiesen.

Langfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Nicht in eine Sicherungsbeziehung eingebundene derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Zeitwert führen zu einem Ausweis einer sonstigen Verbindlichkeit.

Derivative Finanzinstrumente

Im KUKA Konzern werden nach IAS 39 sämtliche derivativen Finanzinstrumente zum Erfüllungstag zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Zeitwerte werden mit Hilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren unter Verwendung aktueller Marktparameter wie Wechselkurs und Bonität der Vertragspartner (Mark-to-Market-Methode) oder quotierter Preise ermittelt. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet.

Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt zur Sicherung von Währungskursschwankungen. Eine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften im Rahmen der restriktiven Vorschriften des Hedge Accounting unterbleibt.

Vorräte

Gemäß IAS 2 werden Vorräte zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten in Übereinstimmung mit IAS 2 auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Sofern wesentlich werden Fremdkapitalzinsen bei sog. "qualifying assets" aktiviert. Soweit erforderlich wurden Abschläge auf niedrigere realisierbare Nettoveräußerungswerte vorgenommen. Diese Abschläge berücksichtigen neben der verlustfreien Bewertung auch alle sonstigen Bestandsrisiken. Sofern die Gründe, die in der Vergangenheit zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Fertigungsaufträge

Fertigungsaufträge, die die Kriterien des IAS 11 erfüllen, werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird dabei pro Auftrag in der Regel durch das Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Der entsprechende Gewinn des Fertigungsauftrags wird auf Basis des so errechneten Fertigstellungsgrads realisiert. Der Ausweis dieser Aufträge erfolgt unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen. Soweit die angearbeiteten Leistungen die Anzahlungen übersteigen, erfolgt der Ausweis aktivisch unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen. Verbleibt nach Abzug der Anzahlung ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen. Fremdkapitalzinsen werden gemäß IAS 23 für Fertigungsaufträge berücksichtigt, die ab 2009 begonnen wurden. Für Drohverluste werden, falls notwendig, entsprechende Rückstellungen gebildet.

Tatsächliche und latente Steuern

Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der beziehungsweise eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird.

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten in der Konzernbilanz und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden (Liability Method) sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, als mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass diese Unterschiede in der Zukunft zur Realisierung des entsprechenden Vorteils führen. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird nicht vorgenommen. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt nur, soweit eine Identität der Steuergläubiger und Fristenkongruenz besteht.

Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach IAS 19. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen Versorgungsverpflichtungen des KUKA Konzerns aus leistungsorientierten Altersversorgungssystemen. Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem so genannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehalt und Altersbezügen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf jährlich zu erstellenden versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Der Dienstzeitaufwand wird als Personalaufwand ausgewiesen. Der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wie auch die erwarteten Erträge aus dem Fondsvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral direkt im Eigenkapital erfasst (so genannte ,3. Option').

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht. Ihre Höhe muss zuverlässig geschätzt werden können und sie muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich zu einem Abfluss zukünftiger Ressourcen führen. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formeller Restrukturierungsplan erstellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt wurde und sich die Gesellschaft der Verpflichtung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr entziehen kann.

Es werden keine Aufwandsrückstellungen gebildet, da in diesem Fall keine Außenverpflichtung vorliegt.

Verpflichtungen aus dem Personalbereich, wie Urlaubslöhne, Gleitzeitguthaben und Altersteilzeit, werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verpflichtungen für ausstehende Lieferantenrechnungen werden unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.

Aktienbasierte Vergütung

Im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms konnten KUKA Mitarbeiter der inländischen Gesellschaften KUKA Aktien erwerben. Gestaffelt nach einer Haltedauer von einem, drei und fünf Jahren wird dem Mitarbeiter für jeweils zehn erworbene KUKA Aktien eine Bonusaktie gutgeschrieben. Zusätzlich zu den gezeichneten Aktien wurden 50% Anreizaktien gewährt. Insgesamt wurden 272.547 Aktien von KUKA Mitarbeitern erworben.

Umsatzrealisierung

Fertigungsaufträge (IAS 11) werden nach dem effektiven Projektfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) bilanziert. Die übrigen Umsatzerlöse werden in Übereinstimmung mit IAS 18 realisiert. Die Umsatzerlöse werden zu dem Zeitpunkt gebucht, zu dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind. Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti werden dabei in Abzug gebracht. Zu diesem Zeitpunkt kann die Höhe der Erlöse verlässlich bemessen werden und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft ist hinreichend wahrscheinlich.

Umsatzkosten

Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse sowie die Anschaffungskosten der verkauften Handelswaren. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf die Produktionsanlagen und immateriellen Vermögenswerte sowie die Abwertungen auf die Vorräte. Den Aufwand für Rückstellungen für Produktgewährleistungen berücksichtigt KUKA zum Zeitpunkt der Umsatzlegung in den Umsatzkosten. Drohende Verluste aus Aufträgen werden in dem Berichtszeitraum berücksichtigt, in dem die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die nicht aktivierungsfähigen Forschungs- und Entwicklungskosten werden bei Anfall ergebniswirksam erfasst.

ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Im Konzernabschluss müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat das Unternehmen folgende wesentliche Ermessensentscheidungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend den Angaben in den dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, zu treffen.

Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte abzüglich Veräußerungskosten der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Ermittlung der Nutzungswerte muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Für Einzelheiten zu den Buchwerten der Geschäfts- oder Firmenwerte und zur Durchführung der Impairment-Tests verweisen wir auf die unter Erläuterung 9 gemachten Ausführungen.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Für die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine Einschätzung der Unternehmensleitung des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Für Einzelheiten hierzu verweisen wir auf die unter Erläuterung 6 gemachten Ausführungen.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen

Insbesondere im Segment Systems tätigen einige Gesellschaften einen Teil ihrer Geschäfte als Fertigungsaufträge, die nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden. Die Umsätze werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad ausgewiesen. Hierbei ist eine exakte Schätzung des Auftragsfortschritts wesentlich für die Bilanzierung. In Abhängigkeit von der Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrads umfassen die wesentlichen Schätzungen die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Auftragserlöse und -risiken sowie andere Beurteilungen. Alle Schätzungen werden kontinuierlich durch das jeweilige für das Projekt verantwortliche Management überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen und anderen medizinischen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Eine Veränderung des Abzinsungsfaktors um +/-0,25% würde zu einer um +/-1,8 MIO. € höheren/niedrigeren Defined Benefit Obligation führen. Bezüglich weiterer Details zu den Pensionsrückstellungen verweisen wir auf Gliederungspunkt 24.

ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Im Vergleich zum Konzernabschluss 2008 wurde zur Erhöhung der Transparenz die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung dahingehend geändert, dass die zum Vorjahresende noch zusammengefasste Position für "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" nunmehr getrennt dargestellt wird. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Gleiches gilt für die Gruppierung und Darstellung einzelner Tabellen im Bereich der Finanzinstrumente nach IFRS 7.

Ab dem Geschäftsjahr 2009 werden Sicherungsbeziehungen nicht mehr im Rahmen des Hedge Accountings abgebildet. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist dadurch nicht beeinträchtigt.

Insgesamt ergaben sich im Geschäftsjahr 2009 aus Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft keine wesentlichen Auswirkungen.

Im Einzelnen werden folgende überarbeitete Standards ab dem Geschäftsjahr 2009 erstmalig angewandt:

Änderungen des IFRS 7- verbesserte Angaben zu Finanzinstrumenten

Die Änderungen sehen erweiterte Angaben zur Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert und zu den Liquiditätsrisiken vor. Insbesondere wird eine dreistufige Hierarchie für die Angaben zum Zeitwert eingeführt, von welcher der Umfang zusätzlicher Angabepflichten abhängig ist. Bei der erstmaligen Anwendung der Änderungen sind keine Vorjahresvergleichszahlen erforderlich.

Da diese Änderung lediglich eine Erweiterung von Angaben zur Folge hat, resultiert hieraus kein Ergebniseffekt.

IFRS 8 Geschäftsegmente

Die externe Segmentberichterstattung entspricht der internen Berichterstattung (sog. Management Approach) und richtet sich allein nach Finanzinformationen, die von den Entscheidungsträgern des Unternehmens zur internen Steuerung des Unternehmens und zur Entscheidungsfindung über die Allokation von Ressourcen und die Bewertung der Ertragskraft herangezogen werden.

Auf Grund der internen Berichts- und Organisationsstruktur ergibt sich für die Segmentierung der KUKA kein Unterschied zur bisherigen Berichterstattung. Die wesentlichen Finanzgrößen werden für die beiden Segmente KUKA Robotics und KUKA Systems ermittelt. Für die Steuerung des Segmentergebnisses wird das Betriebsergebnis (EBIT) als entscheidende Kennzahl herangezogen. Die wesentlichen Elemente der Segmentberichterstattung sind im Lagebericht in der Berichterstattung über die operativen Geschäftsbereiche Robotics sowie Systems enthalten. Daneben finden sich weiterführende Angaben im Anhang auf den Seiten 38 und 80 f.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses (überarbeitet)

Die Neufassung des Standards beinhaltet wesentliche Änderungen in Darstellung und Ausweis von Finanzinformationen im Abschluss. Die Neuerungen beinhalten insbesondere die Einführung einer Gesamtergebnisrechnung, die sowohl das in einer Periode erwirtschaftete Ergebnis als auch die noch nicht realisierten Gewinne und Verluste, die bislang innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen wurden, umfasst und die Gewinn- und Verlustrechnung in ihrer bisherigen Form ersetzt. Darüber hinaus muss nunmehr neben der Bilanz zum Bilanzstichtag und der Bilanz zum vorangegangenen Stichtag zusätzlich eine Bilanz zu Beginn der Vergleichperiode aufgestellt werden, sofern das Unternehmen rückwirkend Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anwendet, einen Fehler korrigiert oder einen Abschlussposten umgliedert.

IAS 23 Fremdkapitalkosten (überarbeitet)

Mit Beginn des Geschäftsjahres sind Fremdkapitalkosten, die der Finanzierung der Anschaffung oder des Herstellungsvorgangs dienen, bei so genannten "qualifying assets" in die Herstellungskosten einzubeziehen, sofern mit der Anschaffung oder Herstellung nach dem 1. Januar 2009 begonnen wurde.

Von dieser neuen Rechnungslegungsvorschrift ist im Berichtsjahr ein Teil der langfristigen Auftragsfertigung betroffen. Auf Grund der Anwendung der Cost-to-Cost-Methode bei der Ermittlung des Fertigstellungsgrads langfristiger Fertigungsaufträge ergibt sich hieraus eine Verschiebung zwischen den Positionen Umsatzkosten und Zinsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von insgesamt 0,3 MIO. €.

Des Weiteren sind die nachfolgenden Standards und Interpretationen ebenfalls bereits in das EU-Recht übernommen und werden ab dem Geschäftsjahr 2009 angewandt:

Änderungen des IAS 32 und IAS 1 - Kündbare Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehende Verpflichtungen
Improvements to IFRSs (2008)*
Änderung des IFRIC 9 und IAS 39 - eingebettete Derivate
IFRIC 11 - IFRS 2 - Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen
IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme
IFRIC 14 - IAS 19 - Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung

* hiervon sind im Einzelnen folgende Standards betroffen: IFRS 7, IAS 1, IAS 8, IAS 10, IAS 16, IAS 7, IAS 18, IAS 19, IAS 20, IAS 23, IAS 27, IAS 28, IAS 29, IAS 34, IAS 36, IAS 38, IAS 39, IAS 40, IAS 41

Noch nicht verpflichtend anzuwendende IFRS Standards und Interpretationen

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet. Diese treten jedoch erst später in Kraft. Die Erstanwendung erfolgt jeweils in dem Jahr, in dem die erstmalige Anwendung verpflichtend ist. Ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft wurden noch nicht vollständig analysiert, sodass die zu erwartenden Effekte lediglich eine erste Einschätzung darstellen.

IFRS 3 (rev.2008) - Unternehmenszusammenschlüsse und IAS 27 (rev.2008) - Konzern- und Einzelabschlüsse

Die Änderungen des IFRS 3 betreffen insbesondere die Ermittlung der Anschaffungskosten (Anschaffungsnebenkosten werden aufwandswirksam erfasst), die Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwerts, die Abbildung von sukzessiven Unternehmenserwerben sowie in einzelnen Bereichen den Ansatz und die Bewertung identifizierbarer Vermögenswerte und Schulden.

Die Änderungen des IAS 27 führen insbesondere zu Änderungen in Bezug auf Transaktionen mit Minderheiten sowie der den Minderheiten im Konzernabschluss zuzuweisenden Verlusten.

Beide Standards sind prospektiv für Unternehmenserwerbe anzuwenden, deren Erwerbszeitpunkt Geschäftsjahre betrifft, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.

IAS 24 (rev.2009) - Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Mit der Änderung des IAS 24 wurde insbesondere die Definition von nahe stehenden Unternehmen und Personen grundlegend überarbeitet sowie Anpassungen bezüglich der Definition der (angabepflichtigen) Geschäfte vorgenommen.

Die überarbeitete Fassung des Standards ist erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Die Anwendung der neuen Regelungen soll retrospektiv erfolgen.

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen sind ebenfalls bereits verabschiedet worden und teilweise bereits in das EU-Recht übernommen. Hieraus werden auf den Konzernabschluss der KUKA AG keine beziehungsweise nur unwesentliche Auswirkungen erwartet:

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Standard/Interpretation Verpflichtende Anwendung Geplante Anwendung durch die KUKA AG
IFRS 1 (rev.2008) - erstmalige Anwendung der IFRS (überarbeitet) 01.07.2010 Geschäftsjahr 2010
Änderung des IAS 32 - Einstufung von Bezugsrechten 01.02.2010 Geschäftsjahr 2011
Änderung des IAS 39 - Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung -Zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen 01.07.2009 Geschäftsjahr 2010
Improvements to IFRSs (2008) 01.07.2009 Geschäftsjahr 2010
IFRIC 12 - Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen 30.03.2009 Geschäftsjahr 2010
IFRIC 15 - Verträge über die Errichtung von Immobilien 31.12.2009 Geschäftsjahr 2010
IFRIC 16 - Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb 01.07.2009 Geschäftsjahr 2010*
IFRIC 17 - Unbare Ausschüttungen an Anteilseigner 31.10.2009 Geschäftsjahr 2010
IFRIC 18 - Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden 31.01.2009 Geschäftsjahr 2010
Änderung des IFRS 1 - Zusätzliche Ausnahmen für Erstanwender 01.01.2010 Geschäftsjahr 2010*
Änderung des IFRS 2 - Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Konzern 01.01.2010 Geschäftsjahr 2010*
IFRS 9 - Finanzinstrumente 01.01.2013 Geschäftsjahr 2013*
Improvements to IFRSs (2009)** 01.07.2009 Geschäftsjahr 2010*
Änderungen des IFRIC 14 - Beitragsvorauszahlungen bei bestehenden Mindestdotierungsverpflichtungen 01.01.2011 Geschäftsjahr 2011*
IFRIC 19 - Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten 01.07.2010 Geschäftsjahr 2011*

* Vorbehaltlich der Übernahme (Endorsement) durch die Europäische Union.

** Im Einzelnen sind hiervon die folgenden Standards betroffen: IFRS 2, IFRS 5, IFRS 8, IAS 1, IAS 7, IAS 17, IAS 18, IAS 36, IAS 38, IAS 39, IFRIC 9, IFRIC 16.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG UND ZUR KONZERNBILANZ

1 UMSATZERLÖSE

In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti - ausgewiesen.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen und Regionen ergibt sich aus der Konzern-Segmentberichterstattung (vgl. Seite 38 und 80 f.).

Im Rahmen von Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 459,7 MIO. € (Vorjahr: 661,2 MIO. €) nach der Percentage-of-Completion-Methode erzielt.

2 UMSATZ-, VERTRIEBS-, FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGS- SOWIE ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Die Aufgliederung der Umsatz-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungs- sowie der allgemeinen Verwaltungskosten stellt sich wie folgt dar:

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Umsatzkosten Vertriebskosten Forschungs- und Entwicklungskosten
MIO. € 2008 2009 2008 2009 2008 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Materialaufwand 702,1 476,3 2,0 1,4 0,9 9,4
Personalaufwand 248,2 218,1 47,2 45,7 23,5 20,4
Abschreibungen 14,0 13,5 0,7 0,8 5,7 3,8
übrige Aufwendungen und Erträge 41,0 34,9 41,8 36,9 3,6 2,0
SUMME 1.005,3 742,8 91,7 84,8 33,7 35,6

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Allgemeine Verwaltungskosten Summe
MIO. € 2008 2009 2008 2009
--- --- --- --- ---
Materialaufwand 1,3 0,2 706,3 487,3
Personalaufwand 39,1 35,6 358,0 319,8
Abschreibungen 5,6 5,1 26,0 23,2
übrige Aufwendungen und Erträge 35,9 36,8 122,3 110,6
SUMME 81,9 77,7 1.212,6 940,9

Die Personalkosten sind den Funktionsbereichen anhand der Kostenstellen direkt zugeordnet. Insgesamt ergibt sich folgendes Bild:

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MIO. € 2008 2009
Löhne und Gehälter 301,0 266,3
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 57,0 53,5
(davon für Altersversorgung) (2,7) (3,2)
358,0 319,8

Die deutschen Gesellschaften des KUKA Konzerns erhielten in 2009 im Zuge der Kurzarbeit von der Bundesanstalt für Arbeit Zuschüsse in Höhe von insgesamt 0,5 MIO. €, die direkt von den Personalaufwendungen gekürzt wurden.

Im Jahresdurchschnitt sowie zum Bilanzstichtag wurden im KUKA Konzern beschäftigt:

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Jahresdurchschnitt Stichtag
Gesamt Gesamt Gesamt Gesamt davon davon
--- --- --- --- --- --- ---
Mitarbeiter nach Funktionsbereichen 2008 2009 2008 2009 Inland Ausland
--- --- --- --- --- --- ---
Fertigung 4.422 4.425 4.580 4.217 2.298 1.919
Vertrieb 559 578 580 564 328 236
Verwaltung 543 531 534 499 270 229
Forschung und Entwicklung 291 277 287 271 264 7
5.815 5.811 5.981 5.551 3.160 2.391
Auszubildende 170 169 190 193 190 3
GESAMT 5.985 5.980 6.171 5.744 3.350 2.394

3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

Hierunter werden Erträge bzw. Aufwendungen erfasst, die nicht den Funktionsbereichen Umsatzkosten, Vertrieb, Forschung- und Entwicklung sowie der allgemeinen Verwaltung zugeordnet oder an anderer Stelle gesondert ausgewiesen werden.

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MIO. € 2008 2009
Erträge aus Währungsgeschäften 21,4 20,3
Erstattungen für Schadensfälle 0,8 0,1
Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 0,3 0,0
Übrige Erträge 5,6 4,7
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE 28,1 25,1
Aufwendungen aus Währungsgeschäften 23,3 19,9
Spenden 0,3 0,2
Sonstige Steuern 2,6 3,0
Übrige Aufwendungen 3,4 16,1
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN 29,6 39,2
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE -1,5 -14,1

Der Anstieg der übrigen Aufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist insbesondere durch den Verkauf des Standorts Tours, Frankreich, begründet. Eine sinnvolle Aufteilung auf die einzelnen Funktionsbereiche konnte mit vertretbarem Aufwand nicht durchgeführt werden.

4 ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN

Im vierten Quartal 2009 wurde die KP Köln GmbH Konstruktion und Planung, Köln, gegründet. 24 Mitarbeiter wechselten von der KUKA Systems GmbH, Augsburg, im Rahmen eines Betriebsübergangs in die neue Gesellschaft, die mit Eigenkapital ausgestattet wurde und den Geschäftsbetrieb erworben hat. Am 31. Dezember 2009 wurde die Gesellschaft im Zuge eines Management-Buyouts verkauft. Aus diesem Grunde wurde der Wert in Höhe von 0,4 MIO. € abgeschrieben.

5 ZINSERTRÄGE/ZINSAUFWENDUNGEN

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MIO. € 2008 2009
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9,7 10,3
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14,7 21,4
ZINSERGEBNIS -5,0 -11,1

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind die für das Geschäftsjahr erwarteten Erträge aus dem Vermögen von Pensionsfonds in Höhe von 0,2 MIO. € (Vorjahr: 0,2 MIO. €) enthalten. Die weiteren Zinserträge ergeben sich aus Geldanlagen bei Banken sowie aus dem Finanzierungsleasing im Zusammenhang mit der Finanzierung eines Fabrikgebäudes für die Produktion der Karosserie des Jeep Wrangler in Toledo, USA (siehe Erläuterung 12).

Die Zinsaufwendungen beinhalten den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen in Höhe von 4,2 MIO. € (Vorjahr: 4,0 MIO. €). Außerdem gehen Aval- und Bereitstellungsprovisionen, Refinanzierungskosten sowie Zinsen für erhaltene Darlehen in diese Position ein. Die Wandelanleihe belastete das Zinsergebnis im Geschäftsjahr mit 5,1 MIO. € (Vorjahr: 4,9 MIO. €). Kosten im Zusammenhang mit dem Verletzen von Kreditbedingungen aus dem Konsortialkreditvertrag sowie dem Abschluss der neuen Finanzierung in Höhe 3,1 MIO. € wurden ebenfalls im Zinsaufwand erfasst (siehe Erläuterung 28-Konsortialkredit).

6 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG/LATENTE STEUERN

Steueraufwand

Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wie folgt:

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MIO. € 2008 2009
Laufende Steueraufwendungen 5,2 3,0
(davon periodenfremd) (-4,0) (-3,9)
Latente Steueraufwendungen
aus zeitlichen Bewertungsunterschieden 12,5 6,5
aus Verlustvorträgen -1,3 1,9
16,4 11,4

Von den laufenden Ertragsteueraufwendungen entfallen Beträge in Höhe von -2,3 MIO. € (Vorjahr: 1,4 MIO. €) auf das Inland und in Höhe von 5,3 MIO. € (Vorjahr: 3,8 MIO. €) auf das Ausland.

Die latenten Steueraufwendungen betreffen in Höhe von 6,0 MIO. € (Vorjahr: 2,1 MIO. €) das Inland und in Höhe von 2,4 MIO. € (Vorjahr: Steuerertrag 9,1 MIO. €) das Ausland.

Der erwartete Steuerertrag auf Basis des Ergebnisses vor Steuern und des für die KUKA Gesellschaften in Deutschland geltenden Steuersatzes von 30,0% (Vorjahr: 30,0%) wird auf den tatsächlichen Steueraufwand wie folgt übergeleitet:

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MIO. € 2008 2009
ERGEBNIS VOR STEUERAUFWAND 47,0 -64,3
ERWARTETER STEUERAUFWAND 14,1 -19,3
Steuersatzbedingte Abweichungen 3,1 1,4
Steuerminderungen auf Grund steuerfreier Erträge -1,2 -1,0
Steuermehrungen auf Grund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 2,8 3,5
Steuererträge (- ) für Vorjahre -4,8 -3,9
Veränderung Wertberichtigung auf latente Steuer 2,3 32,1
Effekte auf Grund von Steuersatzänderungen 0,0 0,1
Sonstige Abweichungen 0,1 -1,5
STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG (TATSÄCHLICHER STEUERAUFWAND) 16,4 11,4

Der in Deutschland geltende Steuersatz umfasst für die Körperschaftsteuer 15,0%, für die Gewerbesteuer auf der Basis eines einheitlichen Hebesatzes 14,2% sowie für den Solidaritätszuschlag 5,5%.

Beim Ansatz latenter Steuern wurde grundsätzlich von dem für die jeweilige Gesellschaft geltenden Steuersatz ausgegangen. Zu einem vorhandenen Körperschaftsteuerguthaben ergibt sich nach Abzinsung zum 31. Dezember 2009 ein Barwert in Höhe von 10,3 MIO. € als langfristige Steuerforderung (Vorjahr: 11,6 MIO. €) und ein Betrag in Höhe von 1,8 MIO. € als kurzfristige Steuerforderung (Vorjahr: 1,8 MIO. €).

Es liegen keine Steuergutschriften vor, auf die latente Steuern zu bilanzieren wären.

Im Wesentlichen infolge von inländischen Berichtigungserklärungen für die Jahre 2002 bis 2006 ergaben sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr Steuererträge in Höhe von 3,9 MIO. € (Vorjahr: 4,0 MIO. €).

Aktive und passive latente Steuern

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede und steuerliche Verlustvorträge im Konzern ist folgenden Posten zuzuordnen:

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
MIO. € 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009
--- --- --- --- ---
Langfristiges Vermögen 16,7 2,7 39,1 25,6
Kurzfristiges Vermögen 28,5 29,2 43,9 40,5
Rückstellungen 14,1 19,8 0,0 0,2
Verbindlichkeiten 17,1 12,5 3,2 7,9
Zwischensumme 76,4 64,2 86,2 74,2
Saldierung -73,1 -55,4 -73,1 -55,4
Wertberichtigungen -2,0 -6,4 0,0 0,0
Latente Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede 1,3 2,4 13,1 18,8
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 25,3 23,4 0,0 0,0
SUMME 26,6 25,8 13,1 18,8
(davon resultierend aus Posten im Eigenkapital) (5,4) (4,0)

Wertberichtigungen auf den Buchwert aktiver latenter Steuern werden dann vorgenommen, wenn eine Realisierung der erwarteten Vorteile aus der latenten Steuer nicht hinreichend wahrscheinlich ist. Die dabei vorgenommene Einschätzung kann im Zeitablauf Änderungen unterliegen, die in Folgeperioden zu einer Auflösung der Wertberichtigung führen können.

Die dargestellten Bilanzansätze werden wertberichtigt, falls mit einer Realisierung der darin enthaltenen Steuervorteile nicht mehr gerechnet wird.

Von den Verlustvorträgen in Höhe von 182,2 MIO. € (Vorjahr: 179,3 MIO. €) werden Beträge in Höhe von 104,8 MIO. € (Vorjahr: 85,9 MIO. €) nicht für die Bilanzierung von latenten Steuern herangezogen.

Gemäß IAS 12 sind im Konzernabschluss latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (so genannte Outside Basis Differences), wenn mit der Realisierung dieses Unterschiedsbetrags gerechnet werden kann. Da es sich sowohl bei der KUKA Aktiengesellschaft als auch bei den betroffenen Tochtergesellschaften um Kapitalgesellschaften handelt, sind diese Differenzen bei ihrer Realisierung ganz überwiegend gemäß § 8b KStG steuerfrei und damit permanenter Natur. Auch für etwaige temporäre Differenzen (z.B. resultierend aus der 5%igen Pauschalzurechnung des § 8b KStG) soll nach IAS 12.39 der Ansatz einer passivischen Steuerlatenz unterbleiben, wenn bei gegebener Kontrolle durch die Muttergesellschaft es nicht wahrscheinlich ist, dass diese Differenzen sich in der vorhersehbaren Zukunft umkehren. Da diese Umkehrung nicht erwartet wird, waren hieraus bilanziell keine Steuerlatenzen zu berücksichtigen. "Outside Basis Differences" sind in Höhe von 0,6 MIO. € vorhanden.

Die Veränderungen der passiven latenten Steuern in Höhe von 5,7 MIO. € (Vorjahr: 8,4 MIO. €) entfallen im Wesentlichen auf das langfristige Vermögen.

Insgesamt setzt sich die Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von 6,5 MIO. € (Vorjahr: 12,9 MIO. €) aus ergebniswirksamen Beträgen in Höhe von 8,4 MIO. € (Vorjahr: 11,2 MIO. €) sowie erfolgsneutralen Beträgen in Höhe von 1,4 MIO. € (Vorjahr: 1,7 MIO. €) einschließlich Währungseffekten zusammen.

Steuerliche Verluste und Verlustvorträge

Soweit Verlustvorträge nicht wertberichtigt wurden, wird im Planungszeitraum von einer Nutzung dieser Steuerminderungspotenziale durch zu versteuernde Einkünfte ausgegangen, die auf Grund der Erwartungen der Gesellschaften als wahrscheinlich gelten.

Auf Grund der Regelungen des § 8c KStG sind in Deutschland im Zusammenhang mit dem in 2009 erfolgten größten Beteiligungserwerb an der KUKA AG steuerliche Verlustvorträge gefährdet und werden insoweit aus Vorsichtsgründen nicht der Bilanzierung zugrunde gelegt.

Die noch nicht genutzten Verlustvorträge betragen zum 31. Dezember 2009 182,2 MIO. € (Vorjahr: 179,3 MIO. €). Davon entfallen auf deutsche Gesellschaften 119,2 MIO. €, die zeitlich unbegrenzt vortragsfähig sind. In den USA bestehen Verlustvorträge in Höhe von 12,8 MIO. €, die in 2011 verfallen.

Darüber hinaus sind im Gesamtbetrag Verlustvorträge enthalten, die in Höhe von 36,0 MIO. € auf Frankreich, 2,9 MIO. € auf China, 3,1 MIO. € auf Spanien und 2,7 MIO. € auf Japan entfallen. Daneben sind 5,5 MIO. € Verlustvorträge in sonstigen Ländern vorhanden. Grundsätzlich sind die steuerlichen Verlustvorträge auch im Ausland zeitlich unbegrenzt vortragsfähig. Abweichend davon sind in Japan steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1,1 MIO. € bis 2015 und in Höhe von 1,6 MIO. € bis 2016 nutzbar.

7 ERGEBNIS JE AKTIE

Das unverwässerte/verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich wie folgt:

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MIO. € 2008 2009
Anteil der Aktionäre der KUKA AG am Jahresfehlbetrag/-überschuss 30,5 -75,7
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien 25.819.822 25.671.659
ERGEBNIS JE AKTIE (IN €) 1,18 -2,95

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Konzernergebnis nach Steuern und der Zahl der im gewichteten Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.

Durch das in 2008 durchgeführte Aktienrückkaufprogramm hatte sich die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien von 26,6 MIO. Stück auf 25,8 MIO. Stück reduziert. Zum 31. Dezember 2008 waren 25,3 MIO. Aktien im Umlauf. Durch die im November 2009 durchgeführte Kapitalerhöhung hat sich die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien auf 25,7 MIO. Stück erhöht.

Aus der am 9. Mai 2006 erfolgten Emission der Wandelanleihe könnte zukünftig ein Verwässerungseffekt resultieren, da das Kapital bedingt um derzeit maximal 2.718.322 Aktien erhöht worden ist. Da im Jahr 2009 der durchschnittliche Börsenkurs unter dem Wandlungspreis lag und eine Wandlung somit für die Anleihegläubiger nachteilig gewesen wäre, hat sich für 2009 kein verwässernder Effekt ergeben.

8 ANLAGEVERMÖGEN

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DES KUKA KONZERNS 2009

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Anschaffungskosten/Herstellungskosten
T € Stand am 1.1.2009 Währungsdifferenz Änderung Konsolidierungskreis* Zugänge Abgänge Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Rechte und Werte 34.905 -42 347 7.221 539 192
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 18.122 0 0 2.482 2.540 0
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 56.633 0 0 0 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 12 0 0 1.696 0 -43
109.672 -42 347 11.399 3.079 149
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 115.235 -336 0 1.412 2.924 358
2. Technische Anlagen und Maschinen 82.983 44 436 5.680 3.379 3.694
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.188 -17 0 5.336 4.489 680
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.214 160 0 3.326 17 -4.881
271.620 -149 436 15.754 10.809 -149
III. FINANZINVESTITIONEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.697 0 0 0 113 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Andere Beteiligungen 161 0 0 1.121 404 0
4. Sonstige Ausleihungen 514 -15 0 0 483 0
5.372 -15 0 1.121 1.000 0
386.664 -206 783 28.274 14.888 0

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Anschaffungskosten/Herstellungskosten
T € Stand am 31.12.2009
--- ---
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Rechte und Werte 42.084
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 18.064
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 56.633
4. Geleistete Anzahlungen 1.665
118.446
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke,grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 113.745
2. Technische Anlagen und Maschinen 89.458
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.698
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.802
276.703
III. FINANZINVESTITIONEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.584
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0
3. Andere Beteiligungen 878
4. Sonstige Ausleihungen 16
5.478
400.627

Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert:

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TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN 3.846 - - 684 - -

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TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN 4.530

* betrifft im Berichtsjahr den Unternehmenserwerb an der KUKA S-BASE s.r.o., Roznov p.R., Tschechien

Die Fortsetzung der Tabelle finden Sie auf der nächsten Seite.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DES KUKA KONZERNS 2009

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Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen
T € Stand am 1.1.2009 Währungsdifferenz Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Rechte und Werte 25.248 -82 0 4.634 531 -9
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 3.228 0 0 2.286 2.540 0
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 6.996 0 0 0 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
35.472 -82 0 6.920 3.071 -9
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.093 -44 0 3.372 1.658 4
2. Technische Anlagen und Maschinen 65.074 25 0 6.196 2.476 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.391 -31 0 6.647 4.146 5
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
178.558 -50 0 16.215 8.280 9
III. FINANZINVESTITIONEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.519 0 0 0 10 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Andere Beteiligungen 34 0 0 0 34 0
4. Sonstige Ausleihungen 453 -1 5 0 0 434 0
5.006 -15 0 0 478 0
219.036 -147 0 23.135 11.829 0

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Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen Buchwert
T € Stand am 31.12.2009 Stand am 31.12.2009
--- --- ---
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Rechte und Werte 29.260 12.824
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 2.974 15.090
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 6.996 49.637
4. Geleistete Anzahlungen 0 1.665
39.230 79.216
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.767 50.978
2. Technische Anlagen und Maschinen 68.819 20.639
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.866 16.832
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 1.802
186.452 90.251
III. FINANZINVESTITIONEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.509 75
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0
3. Andere Beteiligungen 0 878
4. Sonstige Ausleihungen 4 12
4.513 965
230.195 170.432

Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert:

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TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN 2.667 - - 396 - -

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TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN 3.063 1.467

* betrifft im Berichtsjahr den Unternehmenserwerb an der KUKA S-BASE s.r.o., Roznov p.R., Tschechien

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DES KUKA KONZERNS 2008

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Anschaffungskosten/Herstellungskosten
T € Stand am 1.1.2008 Währungsdifferenz Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Rechte und Werte 31.397 249 0 4.072 883 70
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 14.509 0 0 9.457 5.844 0
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 56.633 0 0 0 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 36 2 0 44 0 -70
102.575 251 0 13.573 6.727 0
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 113.796 500 0 2.785 2.302 456
2. Technische Anlagen und Maschinen 80.241 134 73 3.272 2.075 1.338
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.787 75 80 8.577 6.224 -107
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 976 32 0 4.298 405 -1.687
262.800 741 153 18.932 11.006 0
III. FINANZINVESTITIONEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.651 0 -953 0 1 0
2. Beteiligungen assoziierten Unternehmen 36 0 0 0 36 0
3. Andere Beteiligungen 306 0 0 0 145 0
4. Sonstige Ausleihungen 889 25 0 0 400 0
6.882 25 -953 0 582 0
372.257 1.017 -800 32.505 18.315 0

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Anschaffungskosten/Herstellungskosten
T € Stand am 31.12.2008
--- ---
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Rechte und Werte 34.905
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 18.122
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 56.633
4. Geleistete Anzahlungen 12
109.672
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 115.235
2. Technische Anlagen und Maschinen 82.983
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.188
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.214
271.620
III. FINANZINVESTITIONEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.697
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0
3. Andere Beteiligungen 161
4. Sonstige Ausleihungen 514
5.372
386.664

Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert:

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TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN 3.450 396 - - - -

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TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN 3.846

Die Fortsetzung der Tabelle finden Sie auf der nächsten Seite.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DES KUKA KONZERNS 2008

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Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen
T € Stand am 1.1.2008 Währungsdifferenz Änderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen
--- --- --- --- --- --- ---
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Rechte und Werte 21.422 222 0 4.484 880 0
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 4.660 - 0 4.412 5.844 0
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 6.996 - 0 0 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 0 - 0 0 0 0
33.078 222 0 8.896 6.724 0
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.264 70 0 3.346 1.589 2
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.038 50 13 6.698 2.075 350
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.568 129 31 7.035 6.022 -350
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2 0 0 0 0 -2
170.872 249 44 17.079 9.686 0
III. FINANZINVESTITIONEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.753 0 -234 0 0 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Andere Beteiligungen 34 0 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 428 25 0 0 0 0
5.215 25 -234 0 0 0
209.165 496 -190 25.975 16.410 0

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Kumulierte Abschreibungen und Wertberichtigungen Buchwert
T € Stand am 31.12.2008 Stand am 31.12.2008
--- --- ---
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
1. Rechte und Werte 25.248 9.657
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten 3.228 14.894
3. Geschäfts- oder Firmenwerte 6.996 49.637
4. Geleistete Anzahlungen 0 12
35.472 74.200
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 61.093 54.142
2. Technische Anlagen und Maschinen 65.074 17.909
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 52.391 17.797
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 3.214
178.558 93.062
III. FINANZINVESTITIONEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.519 178
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0
3. Andere Beteiligungen 34 127
4. Sonstige Ausleihungen 453 61
5.006 366
219.036 167.628

Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Technische Anlagen und Maschinen Beträge in folgender Höhe aktiviert:

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TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN 2.046 249 - 372 - -

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TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN 2.667 1.179

9 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) dargestellt. In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen worden.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Von den ausgewiesenen Firmenwerten in Höhe von 49,6 MIO. € (Vorjahr: 49,6 MIO. €) entfallen auf:

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Profit Center

in MIO. €
31.12.2008 31.12.2009
Body-in-White (Karosseriebau) 40,7 40,7
Assembly & Test (Montagetechnik) 4,7 4,7
Robotics Automotive 3,8 3,8
Sonstige unter 1 MIO. € 0,4 0,4
49,6 49,6

Einzelne Profit Center stellen die kleinste Zahlungsmittel generierende Einheit dar und sind damit Grundlage des Impairment-Tests der Geschäftswerte. Im Geschäftsbereich Robotics wird das Customer-Service-Geschäft den Profit Centern "Automotive" und "General Industry" anteilig zugeordnet.

Im dreijährigen Detailplanungszeitraum werden für die Impairment-Tests des Geschäftsjahres 2009 folgende Diskontierungssätze vor Steuern (gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC)) verwendet:

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in % 2008 2009
Planungszeitraum 2009-2011 2010-2012
Systems 9,5 9,4
Robotics 9,8 9,3

Dabei wurden die Eigenkapitalkosten auf Basis von segmentspezifischen Vergleichsgruppen (Peer Groups) ermittelt. Nach dem Detailplanungszeitraum wird die künftige Entwicklung der generierten Cashflows verstetigt. Hierzu wird in der ewigen Rente eine Wachstumsrate wie im Vorjahr von 0,5% berücksichtigt.

In die Ermittlung des WACC gehen als wesentliche Komponenten die Marktrisikoprämie von 5,0% (Vorjahr: 5,2%) sowie der risikofreie Zinssatz von 4,1% (Vorjahr: 4,7%) ein. Der adjustierte Betafaktor wurde für das Segment Systems mit 1,016 (Vorjahr: 1,072) sowie für das Segment Robotics mit 0,974 (Vorjahr: 1,142) ermittelt.

Die Fremdkapitalkosten wurden aus den Refinanzierungskosten der KUKA Aktiengesellschaft abgeleitet.

Die Gewichtung der so ermittelten Eigen- und Fremdkapitalkostensätze erfolgte auf Basis der jeweiligen Peer Group. Die Kapitalstruktur wurde anhand der KUKA Aktiengesellschaft ermittelt. Als Steuersatz wird mit 33% (Vorjahr: 35%) der erwartete durchschnittliche Steuersatz der Gruppe gewählt.

Ein um 1% höherer WACC beeinflusst die Werthaltigkeit der Firmenwerte ebenso wenig wie eine Reduzierung der Umsatzerlöse über die gesamte Planungsdauer um 10% mit entsprechender Reduzierung der Cashflows.

Selbst erstellte Software und andere Produktentwicklungskosten

Nach IAS 38 sind auch selbst erstellte Software und andere Produktentwicklungskosten zu aktivieren. Diese Aktivierung erfolgt im KUKA Konzern zu definierten Herstellungskosten, die in Übereinstimmung mit den IAS direkt zurechenbare Einzelkosten sowie angemessene Zuschläge für Gemeinkosten und Abschreibungen beinhalten.

Im KUKA Konzern werden Entwicklungskosten nur bei der KUKA Roboter GmbH aktiviert. Die Gesellschaft arbeitet an mehreren Projekten von Leistungs- und Steuerungssoftware für Roboter sowie neuen Applikationen im Bereich der Medizintechnik. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 35,6 MIO. € (Vorjahr: 33,7 MIO. €).

Gemäß IAS 38 sind Entwicklungskosten mit einem Buchwert von 15,1 MIO. € (Vorjahr: 14,9 MIO. €) aus den Jahren 2006 bis 2009 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2009 waren Nettozugänge von 0,2 MIO. € (Vorjahr: 5,0 MIO. €) zu verzeichnen. Die planmäßige Amortisation erfolgt stückzahlbezogen oder linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel maximal drei Jahren.

10 SACHANLAGEN

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Sachanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr und im Vorjahr sind in der Erläuterung 8 enthalten. Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahrs werden im Lagebericht genannt.

Von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Sachanlagevermögens wurden Zuschüsse und Zulagen in Höhe von 0,2 MIO. € (Vorjahr: 0,1 MIO. €) abgesetzt. Unmittelbar ertragswirksam wurden öffentliche Zuwendungen, im Wesentlichen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte, in Höhe von 2,2 MIO. € (Vorjahr: 2,8 MIO. €) vereinnahmt. Bedingt rückzahlbare Zuwendungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Die Abschreibungsbeträge stellen sich wie folgt dar:

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MIO. € 2008 2009
Abschreibungen auf Sachanlagen
planmäßig 17,1 16,1
außerplanmäßig 0,0 0,1
17,1 16,2

Die außerplanmäßigen Abschreibungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Aufgabe eines Standorts der KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony/Ungarn.

Den Finanzierungsleasingverträgen für Technische Anlagen und Maschinen liegen Zinssätze von 2,25% p. a. zugrunde. Die in Zukunft fälligen Zahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen sowie die Barwerte der zukünftigen Leasingzahlungen, die in entsprechender Höhe unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert sind, ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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MIO. € 31.12.2008 Gesamt 31.12.2009 Gesamt davon fällig innerhalb eines Jahres davon zwischen einem und fünf Jahren fällig
Mindestleasingzahlungen 0,8 0,6 0,2 0,4
Barwerte 0,6 0,5 0,2 0,3

VERPFLICHTUNGEN AUS MIET- UND LEASINGVERTRÄGEN

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MIO. € 31.12.2008 31.12.2009
Fällig innerhalb eines Jahres 6,3 5,7
Fällig zwischen einem Jahr und fünf Jahren 20,2 16,2
Fällig nach fünf Jahren 11,5 7,2
38,0 29,1

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Rahmen des Operating Leasing beinhalten Leasingvereinbarungen über Pkw, Büro- und Fabrikgebäude und Produktionseinrichtungen.

Insgesamt standen im Geschäftsjahr Mietaufwendungen in Höhe von 13,7 MIO. € (Vorjahr: 16,6 MIO. €) Mieterträge in Höhe von 0,4 MIO. € (Vorjahr: 0,4 MIO. €) gegenüber.

11 FINANZINVESTITIONEN

Der Zugang bei den Finanzinvestitionen betrifft im Wesentlichen den Erwerb von 4,9% der Anteile an der Bright Automotive Inc., Anderson, USA, für 1,0 MIO. USD.

12 FINANZIERUNGSLEASING

Die im Geschäftsjahr 2005 erstmals konsolidierte KUKA Toledo Production Operations LLC., Toledo/USA, produziert im Rahmen eines Betreibermodells für Chrysler den Jeep Wrangler. Bereits seit Juli 2006 werden unlackierte Karosserien im Rahmen des Projekts an Chrysler geliefert. Zur Finanzierung dieses Projekts wurde eine Operating-Leasingvereinbarung mit einer lokalen Körperschaft und einem finanzierenden Bankenkonsortium geschlossen. Die KUKA Aktiengesellschaft hat sich mit Chrysler LLC und den finanzierenden Banken im Vorjahr über die Ablösung der Finanzierung der Karosserieproduktion der US-amerikanischen Tochtergesellschaft KUKA Toledo Production Operations LLC ("KTPO") für den Jeep Wrangler von Chrysler verständigt. Die Ablösung der Finanzierung in Höhe von 77,1 MIO. €, welche mittels der vorhandenen Liquidität des KUKA Konzerns erfolgte, führte zum Erwerb des rechtlichen Eigentums an den Gebäuden und den Produktionsanlagen und damit zu einem Anstieg des Capital Employed in diesem Segment.

Auf Grund der bestehenden Vereinbarung zur Lieferung von Karossen mit Chrysler wurde der Eigentumserwerb der Vermögenswerte der Produktionsanlage nicht als Anlagenzugang bilanziert, sondern im Rahmen der Vorschriften des IFRIC 4/IAS 17 als Finance Lease kategorisiert und als Forderung aus Finanzierungsleasing eingebucht. Zum Bilanzstichtag besteht eine langfristige Leasingforderungen in Höhe von 75,8 MIO. € (Vorjahr: 82,0 MIO. €) und eine kurzfristige Leasingforderung in Höhe von 3,5 MIO. € (Vorjahr: 3,3 MIO. €). Für die Bilanzierung ergibt sich somit eine Reduzierung der durch KTPO bilanzierten Umsatzerlöse um die fiktive Leasingrate. Der in der fiktiven Leasingrate enthaltene Zinsanteil wird dabei im Zinsergebnis gebucht, während der Tilgungsanteil dieser Zahlung die Forderung planmäßig zurückführt.

Auf Grund der Ausgestaltung des Geschäfts als Vollamortisationsleasingvertrag entsprechen sich zukünftige Mindestleasingzahlungen und Bruttoinvestition. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung zum Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen:

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MIO. € 2008 2009
Zukünftig zu erhaltende Mindestleasingzahlungen/ Bruttoinvestition in Finanzierungsleasing 146,9 130,6
(davon innerhalb eines Jahres) (10,8) (10,4)
(davon zwischen einem Jahr und fünf Jahren) (43,3) (41,8)
(davon nach fünf Jahren) (92,8) (78,4)
Unrealisierter Finanzertrag -61,6 -51,3
BARWERT DER AUSSTEHENDEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN 85,3 79,3
(davon innerhalb eines Jahres) (3,3) (3,5)
(davon zwischen einem Jahr und fünf Jahren) (16,5) (17,4)
(davon nach fünf Jahren) (65,5) (58,4)

13 VORRÄTE

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MIO. € 31.12.2008 31.12.2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 50,4 33,2
Unfertige Erzeugnisse 67,5 51,2
Fertige Erzeugnisse, Waren 25,0 13,0
Geleistete Anzahlungen 8,6 6,4
151,5 103,8

Der Buchwert der wertberichtigten Vorräte in Höhe von 64,5 MIO. € (Vorjahr: 92,4 MIO. €) ist zu seinem Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Wertminderungen, bezogen auf den Bruttowert, betrugen 27,9 MIO. € (Vorjahr: 30,3 MIO. €).

14 FORDERUNGEN

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31.12.2008 31.12.2009
MIO. € Gesamt Bis 1 Jahr Über 1 Jahr Gesamt Bis 1 Jahr Über 1 Jahr
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 164,8 164,4 0,4 114,5 114,2 0,3
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 167,1 167,1 0,0 124,3 124,3 0,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,4 0,4 0,0 0,0 0,0 0,0
332,3 331,9 0,4 238,8 238,5 0,3

In der folgenden Übersicht sind die Forderungen nach Alter und Werthaltigkeit gegliedert:

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MIO. €/ Stand 31.12.2009 Buchwert Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig Buchwert der wertgeminderten Forderungen Wertgeminderte Forderungen vor Wertberichtigung Wertberichtigung Summe der überfälligen nicht wertgeminderten Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 114,5 81,4 4,5 10,7 -6,2 28,6
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
GESAMT 114,5 81,4 4,5 10,7 -6,2 28,6

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Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
MIO. €/ Stand 31.12.2009 Weniger als 30 Tage Zwischen 30 und 60 Tage Zwischen 61 und 90 Tage Zwischen 91 und 180 Tage Mehr als 180 Tage
--- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10,3 5,2 4,1 3,3 5,7
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
GESAMT 10,3 5,2 4,1 3,3 5,7

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MIO. €/ Stand 31.12.2008 Buchwert Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig Buchwert der wertgeminderten Forderungen Buchwert Forderungen vor Wertberichtigung Wertberichtigung Summe der überfälligen nicht wertgeminderten Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 164,8 110,7 2,7 9,5 -6,8 51,4
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,4 0,4 0,0 0,0 0,0 0,0
GESAMT 165,2 111,1 2,7 9,5 -6,8 51,4

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Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
MIO. €/ Stand 31.12.2008 Weniger als 30 Tage Zwischen 30 und 60 Tage Zwischen 61 und 90 Tage Zwischen 91 und 180 Tage Mehr als 180 Tage
--- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22,1 10,8 5,4 5,9 7,2
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
GESAMT 22,1 10,8 5,4 5,9 7,2

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen bestehen zum Abschlussstichtag keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen besitzen keine Fälligkeiten und sind im Wert nicht gemindert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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MIO. € 2008 2009
Stand Wertberichtigungen am 1.1. 7,4 6,8
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 2,8 2,1
Verbrauch -2,1 -1,0
Auflösungen -1,3 -1,7
STAND WERTBERICHTIGUNGEN AM 31.12. 6,8 6,2

Der Gesamtbetrag der Zuführungen von 2,1 MIO. € (2008: 2,8 MIO. €) setzt sich zusammen aus Zuführungen auf Grund von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1,7 MIO. € (2008: 2,1 MIO. €) und pauschalierten Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,4 MIO. € (2008: 0,7 MIO. €). Die Auflösungen betreffen nicht benötigte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1,2 MIO. € (2008: 1,0 MIO. €) sowie nicht benötigte pauschalierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,5 MIO. € (2008: 0,3 MIO. €).

Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Bei den Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden pro Auftrag die angefallenen Auftragskosten einschließlich Ergebnisbeiträgen mit den erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Zum Bilanzstichtag wurden für langfristige Fertigungsaufträge angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne von 544,6 MIO. € (Vorjahr: 726,4 MIO. €) mit erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 420,3 MIO. € (Vorjahr: 559,3 MIO. €) verrechnet. Daraus resultieren Forderungen von 124,3 MIO. € (Vorjahr: 167,1 MIO. €) und Verbindlichkeiten von 54,6 MIO. € (Vorjahr: 54,6 MIO. €). Bei den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen übersteigen die erhaltenen Anzahlungen die angefallenen Auftragskosten und den Gewinnanteil.

Auf Grund der Insolvenz eines Abnehmers mussten im Vorjahr Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 17,4 MIO. € wertberichtigt werden.

15 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND RECHNUNGSABGRENZUNGEN

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31.12.2008 31.12.2009
MIO. € Gesamt Bis 1 Jahr Über 1 Jahr Gesamt Bis 1 Jahr Über 1 Jahr
--- --- --- --- --- --- ---
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen 26,5 16,7 9,8 26,7 17,1 9,6

In der folgenden Tabelle sind die unter sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Finanzinstrumente gemäß IFRS 7 nach Alter und Werthaltigkeit gegliedert:

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MIO. € Buchwert Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig Buchwert der wertgeminderten Forderungen Wertgeminderte Forderungen vor Wertberichtigung Wertberichtigung Summe der überfälligen nicht wertgeminderten Forderungen
31.12.2008 19,9 19,4 0,5 2,9 -2,4 0,0
31.12.2009 16,8 16,7 0,1 3,8 -3,7 0,0

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davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
MIO. € Weniger als 30 Tage Zwischen 30 und 60 Tage Zwischen 61 und 90 Tage Zwischen 91 und 180 Tage Mehr als 180 Tage
--- --- --- --- --- ---
31.12.2008 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
31.12.2009 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der sonstigen Vermögenswerte bestehen zum Abschlussstichtag keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

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MIO. € 2008 2009
Stand Wertberichtigungen am 1.1. 2,7 2,4
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 0,1 1,9
Verbrauch 0,0 0,0
Auflösungen -0,4 -0,6
STAND WERTBERICHTIGUNGEN AM 31.12. 2,4 3,7

16 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind.

Im KUKA Konzern werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Außerdem werden anzulegende Gelder zur Risikodiversifikation über mehrere Kreditinstitute verteilt.

17 EIGENKAPITAL

Die Veränderung des Eigenkapitals einschließlich der erfolgsneutralen Effekte ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals auf Seite 37 sowie in der Gesamtergebnisrechnung auf Seite 33 dargestellt.

Weitere Ausführungen zum Eigenkapital betreffend verweisen wir auch auf die Erläuterungen im Lagebericht unter "Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht".

18 GEZEICHNETES KAPITAL

Im November 2009 wurde das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durch eine teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals um einen Betrag in Höhe von 6.915.974,00 € auf 76.075.974,00 € (Vorjahr: 69.160.000,00 €) gegen Bareinlage erhöht.

Dabei wurden 2.659.990 auf den Inhaber lautende Stückaktien zu einem Ausgabebetrag von 2,60 € je Aktie und einem Platzierungspreis von 10,50 € je Aktie ausgegeben.

Das Grundkapital unterteilt sich somit in 29.259.990 (Vorjahr: 26.600.000) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie entspricht einer Stimme.

Der Unterschiedsbetrag zwischen Platzierungspreis und Ausgabebetrag wird unter Berücksichtigung von Provisionen und Steuern in der Kapitalrücklage ausgewiesen.

19 KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage betrifft die KUKA AG. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der im November 2009 durchgeführten Kapitalerhöhung. Die dabei entstandenen Transaktionskosten in Höhe von 763.357,89 € des Platzierungsvolumens wurden erfolgsneutral von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht. Steuern wurden in Höhe von 229.007,36 € berücksichtigt.

20 EIGENE ANTEILE

Im Zeitraum vom 25. März 2008 bis zum 29. August 2008 wurden gemäß der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 16. Mai 2007 eigene Aktien über die Börse zurückerworben. Im Rahmen dieser Ermächtigung hat die KUKA Aktiengesellschaft insgesamt 1.327.340 KUKA Aktien im Gegenwert von 27.898.339,58 € erworben. Somit waren unter Berücksichtigung der im November 2009 durchgeführten Kapitalerhöhung zum 31. Dezember 2009 27.932.650 Aktien im Umlauf.

21 GEWINNRÜCKLAGEN

In den Gewinnrücklagen sind enthalten:

Die thesaurierten Gewinne der KUKA Aktiengesellschaft und ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften
Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von Pensionsrückstellungen sowie die darauf entfallenden latenten Steuern
Verpflichtungen im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms für die KUKA Mitarbeiter

Insgesamt sind im Eigenkapital aus erfolgsneutralen Transaktionen latente Steuern in Höhe von 4,0 MIO. € (Vorjahr: 5,4 MIO. €) enthalten. Davon betreffen 3,4 MIO. € (Vorjahr: 3,4 MIO. €) die Wandelschuldverschreibung und 0,6 MIO. € (Vorjahr: 2,0 MIO. €) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen.

22 AUSGLEICHSPOSTEN FÜR ANTEILE DRITTER

Der Posten betrifft im Wesentlichen Anteile im Fremdbesitz an der KUKA Enco Werkzeugbau spol. s.r.o., Dubnica/Slowakei. In der Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist die Veränderung dieses Postens dargestellt.

23 KAPITALSTEUERUNG

Vorrangige Ziele der Kapitalsteuerung des KUKA Konzerns sind die Unterstützung der laufenden Geschäftstätigkeit mit ausreichend finanziellen Mitteln und die Steigerung des Unternehmenswerts.

Dazu ist eine angemessene Ausstattung mit Eigenkapital (Kennziffer Eigenkapitalquote), mit Liquidität (Kennziffer Nettoliquidität) und eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Kennziffer ROCE) notwendig. Die Steuerung und das Controlling der Geschäftsbereiche erfolgt deshalb anhand dieser Kennzahlen.

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2008 2009
Eigenkapital MIO. € 213,5 160,8
/Gesamtkapital MIO. € 865,5 726,2
EIGENKAPITALQUOTE % 24,7 22,1
EBIT MIO. € 52,0 -52,9
/Capital Employed (Jahresdurchschnitt) MIO. € 242,3 317,5
ROCE % 21,5 -16,7
Liquide Mittel MIO. € 41,3 61,2
langfristige Finanzverbindlichkeiten MIO. € -61,3 -63,8
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten MIO. € -33,6 -45,9
NETTOLIQUIDITÄT/-VERSCHULDUNG % -53,6 -48,5

24 VERPFLICHTUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung direkt im Eigenkapital erfasst (3. Option gemäß IAS 19.93A).

Im Geschäftsjahr 2009 entwickelten sich die Pensionsrückstellungen wie folgt:

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MIO. € Stand 1.1. Konsolidierungskreisänderung, Währungsanpassung, Sonstiges Verbrauch Auflösung Zuführung Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) (ergebnisneutral)
2008 73,9 0,0 5,9 0,0 3,9 -3,4
2009 68,5 -0,2 6,2 0,7 4,4 4,2

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MIO. € Stand 31.12.
2008 68,5
2009 70,0

Die Pensionsrückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des KUKA Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.

Wegen ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der US-Konzerngesellschaft KUKA Assembly and Test Corp. für die medizinische Versorgung der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand gemäß IAS 19 ebenfalls unter dieser Position ausgewiesen. Auf diese pensionsähnlichen Verpflichtungen entfallen, ermittelt nach den Regelungen des IAS 19, 0,6 MIO. € (Vorjahr: 1,0 MIO. €) der Gesamtrückstellung. Im laufenden Geschäftsjahr ergab sich auf Grund dieser Verpflichtungen, insbesondere bedingt durch Plankürzungen, ein Ertrag von 0,4 MIO. € (Vorjahr: Ertrag von 0,4 MIO. €). Die möglichen Auswirkungen einer Erhöhung/Minderung um einen Prozentpunkt der angenommenen Kostentrends im medizinischen Bereich belaufen sich auf unter 50 T €.

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.

Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen in Höhe von 19,2 MIO. € (Vorjahr: 21,0 MIO. €) wird als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen.

Fondsfinanzierte Versorgungspläne bestehen ausschließlich in den USA.

Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam, die vom wirtschaftlichen Umfeld im jeweiligen Land abhängen:

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Deutschland USA Übrige
31.12. 2008 2009 2008 2009 2008 2009
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Biometrische Rechnungsgrundlagen RT 2005 G RT 2005 G RP 2000 RP 2000 IPS55 (I); TV88/90 (F) IPS55 (I); TV88/90 (F)
Abzinsungsfaktor 6,25% 5,40% 6,00% 5,75% 5,60% 5,60%
Erwartete Vermögensrendite N/A N/A 8,00% 8,00% N/A N/A
Gehaltsdynamik 0,00-2,50% 0,00-2,50% N/A N/A 0,00-1,50% 0,00-1,50%
Rentendynamik 2,00-2,50% 2,00-2,50% N/A N/A 0,00-2,00% 0,00-2,00%
Kostensteigerung für medizinische Versorgung N/A N/A 5,00-8,00% 5,00-7,00% N/A N/A

Der Abzinsungsfaktor ist auf Basis der Renditen von erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen am Abschlussstichtag ermittelt.

Die Gehaltsdynamik umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation jährlich geschätzt werden.

Den erwarteten Renditen liegen Konsensus-Prognosen der jeweiligen Asset-Klassen sowie Bankengespräche zugrunde. Die Prognosen basieren auf Erfahrungswerten, Wirtschaftsdaten, Zinsprognosen und Erwartungen am Aktienmarkt.

Die sich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ergebende Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem um die Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Übersteigt das Fondsvermögen die Verpflichtung aus der Pensionszusage, wird nach IAS 19 ein Aktivposten unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Soweit das Vermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen. Ursache hierfür können unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

FINANZIERUNGSSTATUS DER LEISTUNGSORIENTIERTEN PENSIONSVERPFLICHTUNGEN

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Deutschland USA Übrige
MIO. € 2008 2009 2008 2009 2008 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche 64,8 67,9 0,9 0,6 1,2 0,5
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 0,0 0,0 4,0 4,1 0,0 0,0
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) 64,8 67,9 4,9 4,7 1,2 0,5
Fondsvermögen zu Marktwerten 0,0 0,0 2,4 3,1 0,0 0,0
NETTOVERPFLICHTUNG ZUM 31.12.* 64,8 67,9 2,5 1,6 1,2 0,5

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Gesamt
MIO. € 2008 2009
--- --- ---
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche 66,9 69,0
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 4,0 4,1
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) 70,9 73,1
Fondsvermögen zu Marktwerten 2,4 3,1
NETTOVERPFLICHTUNG ZUM 31.12.* 68,5 70,0

* entspricht der Pensionsrückstellung, da im Berichtsjahr und im Vorjahr keine Überdeckung aus Fondsvermögen und kein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand zu verzeichnen war.

Infolge des im Vergleich zum Vorjahresstichtag beobachteten Rückgangs der Marktrenditen, insbesondere im Euro-Raum, wurden generell niedrigere Abzinsungsfaktoren für die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen verwendet, sodass hieraus ceteris paribus eine höhere Defined Benefit Obligation resultiert. Die Veränderungen in der Defined Benefit Obligation ergeben sich dabei im Geschäftsjahr im Einzelnen aus der folgenden Übersicht:

ENTWICKLUNG DER DEFINED BENEFIT OBLIGATION

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Deutschland USA Übrige
MIO. € 2008 2009 2008 2009 2008 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Stand der Nettoverpflichtung zum 1.1. 70,6 64,8 5,3 4,9 1,1 1,2
(davon fondsfinanziert) (- ) (- ) (3,6) (4,0) (0,0) (0,0)
(davon rückstellungsfinanziert) (70,6) (64,8) (1,7) (0,9) (1,1) (1,2)
Laufender Dienstzeitaufwand 0,4 0,3 0,1 0,1 0,1 0,0
Zinsaufwand 3,7 3,9 0,3 0,3 0,0 0,0
Plankürzungen 0,0 0,0 -0,5 -0,4 0,0 -0,3
Auszahlungen -5,6 -5,6 -0,2 -0,2 -0,1 -0,2
Versicherungsmathematische Gewinne (- )/Verluste (+) -4,3 4,5 -0,4 0,2 0,1 0,0
Währungsumrechnung 0,0 0,0 0,3 -0,2 0,0 0,0
Sonstige Änderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -0,2
STAND DER NETTOVERPFLICHTUNG ZUM 31.12. 64,8 67,9 4,9 4,7 1,2 0,5
(davon fondsfinanziert) (- ) (- ) (4,0) (4,1) (0,0) (0,0)
(davon rückstellungsfinanziert) (64,8) (67,9) (0,9) (0,6) (1,2) (0,5)

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Gesamt
MIO. € 2008 2009
--- --- ---
Stand der Nettoverpflichtung zum 1.1. 77,0 70,9
(davon fondsfinanziert) (3,6) (4,0)
(davon rückstellungsfinanziert) (73,4) (66,9)
Laufender Dienstzeitaufwand 0,6 0,4
Zinsaufwand 4,0 4,2
Plankürzungen -0,5 -0,7
Auszahlungen -5,9 -6,0
Versicherungsmathematische Gewinne (- )/Verluste (+) -4,6 4,7
Währungsumrechnung 0,3 -0,2
Sonstige Änderungen 0,0 -0,2
STAND DER NETTOVERPFLICHTUNG ZUM 31.12. 70,9 73,1
(davon fondsfinanziert) (4,0) (4,1)
(davon rückstellungsfinanziert) (66,9) (69,0)

Im Berichtsjahr erhöhte sich die Defined Benefit Obligation durch die Senkung des Abzinsungsfaktors für die inländischen und ausländischen Pensionspläne. Der Einfluss der übrigen Bewertungsparameter wirkte sich nicht wesentlich aus.

Laufender Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand von in Summe 4,6 MIO. € (Vorjahr: 4,6 MIO. €) stehen den vorgenommenen Auszahlungen im Geschäftsjahr von 6,0 MIO. € (Vorjahr: 5,9 MIO. €) gegenüber. Der Anstieg in der Defined Benefit Obligation resultiert im Wesentlichen aus im Geschäftsjahr angefallenen versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von 4,7 MIO. € (Vorjahr: Gewinne von 4,6 MIO. €).

Die sonstigen Änderungen betreffen den Wechsel von Mitarbeitern inklusive deren Pensionsansprüchen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Standorts Tours der KUKA Systems France S.A., Frankreich.

PENSIONSAUFWAND AUS DEN LEISTUNGSORIENTIERTEN PENSIONSPLÄNEN

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Deutschland USA Übrige
MIO. € 2008 2009 2008 2009 2008 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 0,4 0,3 0,1 0,1 0,1 0,0
Zinsaufwand 3,7 3,9 0,3 0,3 0,0 0,0
Erwarteter Vermögensertrag der Fonds - - -0,2 -0,2 - -
Plankürzungen - - -0,5 -0,4 0,0 -0,3
PENSIONSAUFWAND AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN ZUSAGEN 4,1 4,2 -0,3 -0,2 0,1 -0,3

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Gesamt
MIO. € 2008 2009
--- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 0,6 0,4
Zinsaufwand 4,0 4,2
Erwarteter Vermögensertrag der Fonds -0,2 -0,2
Plankürzungen -0,5 -0,7
PENSIONSAUFWAND AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN ZUSAGEN 3,9 3,7

Die Pensionsaufwendungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen sind um 0,2 MIO. € auf 3,7 MIO. € (Vorjahr: 3,9 MIO. €) zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen Folge von Plankürzungen bei der medizinischen Versorgung der KUKA Assembly and Test Corp., Saginaw/USA, in Höhe von 0,4 MIO. € und des Wegfalls von Ansprüchen auf Grund von Restrukturierungsmaßnahmen bei der KUKA Systems France S.A., Montigny/Frankreich, in Höhe von 0,3 MIO. €.

Die Aufstellung der im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beinhaltet folgende Beträge:

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MIO. € 2006 2007 2008 2009
Kumulierte im Eigenkapital erfasste Gewinne (+)/ Verluste (- ) zum 1.1. -9,5 -6,3 3,5 6,9
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/ Verluste (- ) des Geschäftsjahres 3,2 9,8 3,4 -4,2
KUMULIERTE IM EIGENKAPITAL ERFASSTE GEWINNE (+)/ VERLUSTE (- ) ZUM 31.12. -6,3 3,5 6,9 2,7

ENTWICKLUNG DES PLANVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR

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MIO. € 2008 2009
Beizulegender Zeitwert 1.1. 3,1 2,4
Erwarteter Vermögensertrag der Fonds 0,2 0,2
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -1,2 0,5
Währungsumrechnung 0,2 -0,1
Zuwendungen durch den Arbeitgeber 0,2 0,2
Auszahlungen -0,1 -0,1
BEIZULEGENDER ZEITWERT 31.12. 2,4 3,1

Aus den externen Pensionsfonds ergeben sich tatsächliche Vermögenserträge von 0,7 MIO. € (Vorjahr: Aufwendungen von 1,1 MIO. €). Das Planvermögen von 3,1 MIO. € (Vorjahr: 2,4 MIO. €) setzt sich zum 31. Dezember 2009 in Höhe von 79% (Vorjahr: 75%) aus Anteilen an Aktienfonds, zu weiteren 21% aus Rentenpapieren und Barmitteln zusammen. Schuldverschreibungen wurden 2009 nicht mehr gehalten (Vorjahr: 25%).

Für das Geschäftsjahr 2010 werden Einzahlungen des Arbeitgebers in das Fondsvermögen in Höhe von 0,3 MIO. € erwartet.

Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte und das die Leistungsverpflichtungen übersteigende Vermögen stellen sich wie folgt dar:

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MIO. € 2005 2006 2007 2008 2009
Pensionsverpflichtungen (Defined Benefit Obligation) 222,2 213,2 77,0 70,9 73,1
Ausgegliederte Vermögenswerte (Plan Assets) 72,5 74,9 3,1 2,4 3,1
DAS VERMÖGEN ÜBERSTEIGENDE LEISTUNGSVERPFLICHTUNGEN (FUNDED STATUS) 149,7 138,3 73,9 68,5 70,0

Erfahrungsbedingte Anpassungen für das laufende Jahr und für die beiden Vorjahre ergaben sich in folgender Höhe:

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in % 2007 2008 2009
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (- ) der Pensionsverpflichtungen -3,0 0,8 1,0
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (- ) der ausgegliederten Vermögenswerte 0,0 -53,1 15,6

25 STEUERRÜCKSTELLUNGEN

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MIO. € Stand 1.1.2009 Währungsanpassung Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2009
STEUERRÜCKSTELLUNGEN 11,3 -0,1 4,6 2,6 9,3 13,3

Die Steuerrückstellungen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

26 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

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MIO. € Stand 1.1.2009 Währungsanpassung Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2009
Garantieverpflichtungen und Risiken aus schwebenden Geschäften 43,8 -0,2 15,0 12,6 19,8 35,8
Verpflichtungen aus Restrukturierungen 6,4 0,0 5,4 0,0 21,7 22,7
Übrige Rückstellungen 57,3 -0,4 36,1 1,1 32,9 52,6
107,5 -0,6 56,5 13,7 74,4 111,1

Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen und Risiken aus schwebenden Geschäften enthalten Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von 22,5 MIO. € (Vorjahr: 20,5 MIO. €) und Gewährleistungsrisiken von 13,3 MIO. € (Vorjahr: 23,3 MIO. €). Die Auflösungen entfallen mit 5,5 MIO. € auf Drohverlustrückstellungen und mit 7,1 MIO. € auf Gewährleistungsrisiken.

Die Verpflichtungen für Restrukturierungen umfassen neben rückstellungsfähigen Personalstrukturmaßnahmen auch Rückstellungen für Sachstrukturmaßnahmen. Die Gesellschaft hat einen umfangreichen Restrukturierungsplan mit Auswirkung auf den gesamten Konzern beschlossen, angekündigt und in Teilen bereits mit der Umsetzung begonnen. Insgesamt wurden im Berichtsjahr für zu erwartende Restrukturierungsmaßnahmen Rückstellungen in Höhe von rund 21,7 MIO. € gebildet. Zum Jahresende bestanden Verpflichtungen aus Restrukturierungen in Höhe von 22,7 MIO. €, davon entfielen mit 17,8 MIO. € auf den Geschäftsbereich Systems und 4,0 MIO. € auf den Geschäftsbereich Robotics. Im Zusammenhang mit der Restrukturierung in Frankreich bestand zum Stichtag eine Rückstellung in Höhe von 7,6 MIO. €. Durch den Verkauf des Standorts Tours ist Nettovermögen in Höhe von 3,1 MIO. € aus dem KUKA Konzern abgegangen. 80 Mitarbeiter haben dadurch das Unternehmen verlassen.

Die übrigen Rückstellungen betreffen unter anderem mit 22,0 MIO. € (Vorjahr: 27,6 MIO. €) noch anfallende Kosten für bereits fakturierte Aufträge und Prozessrisiken von 5,2 MIO. € (Vorjahr: 4,1 MIO. €).

Die sonstigen Rückstellungen besitzen im Wesentlichen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

27 VERBINDLICHKEITEN

2009

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Restlaufzeit
MIO. € Bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre 31.12.2009 Gesamt
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45,5 0,0 0,0 45,5
Wandelschuldverschreibungen 0,4 63,8 0,0 64,2
FINANZVERBINDLICHKEITEN 45,9 63,8 0,0 109,7
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 54,6 - - 54,6
Erhaltene Anzahlungen 27,1 - - 27,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73,3 - - 73,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,1 0,0 0,0 0,1
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 71,3 14,8 1,2 87,3
(davon aus Steuern) (10,7) (0,0) (0,0) (10,7)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (1,2) (0,0) (0,0) (1,2)
(davon Verpflichtungen aus dem Personalbereich) (38,1) (7,0) (0,5) (45,6)
(davon aus Leasingverträgen) (0,2) (0,5) (0,0) (0,7)
(davon aus Derivaten) (1,6) (2,2) (0,0) (3,8)
272,3 78,6 1,2 352,1

2008

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Restlaufzeit
MIO. € Bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre 31.12.2008 Gesamt
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33,2 0,0 0,0 33,2
Wandelschuldverschreibungen 0,4 61,3 0,0 61,7
FINANZVERBINDLICHKEITEN 33,6 61,3 0,0 94,9
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 54,6 - - 54,6
Erhaltene Anzahlungen 36,7 - - 36,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 149,1 - - 149,1
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,2 0,0 0,0 0,2
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 102,9 12,1 1,1 116,1
(davon aus Steuern) (18,5) (0,0) (0,0) (18,5)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (1,8) (0,0) (0,0) (1,8)
(davon Verpflichtungen aus dem Personalbereich) (54,2) (7,0) (0,7) (61,9)
(davon aus Leasingverträgen) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon aus Derivaten) (11,2) (4,8) (0,0) (16,0)
377,1 73,4 1,1 451,6

28 FINANZVERBINDLICHKEITEN/FINANZIERUNG

Bei den noch bestehenden Finanzverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um die im Mai 2006 begebene Wandelanleihe sowie die Inanspruchnahme der bestehenden Barlinien im Rahmen des Konsortialkredits.

FESTZINSVEREINBARUNGEN

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Buchwert Marktwert
MIO. € 2008 2009 2008 2009 Ursprungslaufzeit Nominalzinssatz
--- --- --- --- --- --- ---
Wandelanleihe 61,7 64,2 50,2 55,9 2006-2011 3,75% p. a.

Für den Marktwert der Wandelanleihe wurde der Tagesschlusskurs des Parketthandels der Deutschen Börse Frankfurt vom 31. Dezember 2009 herangezogen.

VARIABEL VERZINSLICHE BANKVERBINDLICHKEITEN (2009)

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Finanzinstrument/MIO. Buchwert Ø Nominalzinssatz Jahr des spätesten Laufzeitendes
Bankverbindlichkeiten 44,1 EUR 44,1 EUR 4,93% p. a. 2010
Bankverbindlichkeiten 1,2 GBP 1,3 EUR 2,50% p. a. 2010

VARIABEL VERZINSLICHE BANKVERBINDLICHKEITEN (2008)

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Finanzinstrument/MIO. Buchwert Ø Nominalzinssatz Jahr des spätesten Laufzeitendes
Bankverbindlichkeiten 32,2 EUR 32,2 EUR 4,09% p. a. 2009
Bankverbindlichkeiten 0,7 GBP 0,7 EUR 2,00% p. a. 2009
Bankverbindlichkeiten 1,0 BRL 0,3 EUR 30,00% p. a. 2009

Alle Durchschnittswerte ergeben sich als mit den jeweiligen Buchwerten in Euro gewichtetes arithmetisches Mittel der Werte der einzelnen Finanzinstrumente am Abschlussstichtag.

Wandelschuldverschreibung

Im Mai 2006 wurde über die KUKA Finance B.V., Amsterdam/Niederlande, eine durch die KUKA Aktiengesellschaft garantierte Wandelschuldverschreibung (Wandelanleihe) mit einem Nominalbetrag von 69,0 MIO. € platziert. Diese Wandelanleihe wurde mit einer Stückelung zu je 50.000,00 € begeben und berechtigt nach Berücksichtigung der Dividende 2007 zur Wandlung in bis zu 2.718.322 Stückaktien der KUKA Aktiengesellschaft. Der Wandlungspreis beträgt damit aktuell 25,3833 € pro Aktie. Das Wandlungsverhältnis beträgt 1.969,8005 Aktien pro Stückelung. Durch die Anpassung an Dividendenzahlungen wird der Verwässerungsschutz in Bezug auf Ausschüttungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen gewährleistet. Das Wandlungsrecht für die Wandelschuldverschreibung kann während der Laufzeit ausgeübt werden. Die Anleihe ist mit einem Zinskupon von 3,75% p. a. ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich im November.

Die Laufzeit der Anleihe endet am 9. November 2011 und wird durch Zahlung in Höhe des Nennbetrags zuzüglich der bis dahin angefallenen Zinsen getilgt. Seit dem 9. Dezember 2009 ist KUKA jederzeit berechtigt, die Anleihe zum Nennbetrag, ebenfalls zuzüglich aufgelaufener Zinsen, vorzeitig zurückzuzahlen, allerdings erst bei Aktienkursen von über 130% des Wandlungspreises innerhalb eines in den Anleihebedingungen definierten Zeitraums.

Die Wandelanleihe ist an der Börse Luxemburg gelistet (ISIN DE000A0GRMC0/WKN A0GRMC). Der letzte in 2009 an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Anleihe betrug 81,00% (Vorjahr: 72,80%).

Bilanziell wird die Wandelanleihe in eine Eigen- und eine Fremdkapitalkomponente gegliedert. Der Marktwert der Schuldkomponente (55,7 MIO. €) wurde zum Emissionszeitpunkt auf Basis des Marktzinssatzes einer entsprechenden Festzinsanleihe ohne Wandlungsrecht (7,63%) ermittelt. Unter Berücksichtigung der anteilig auf die Eigen- und Fremdkapitalkomponente verteilten Emissionskosten erhöht sich der Zinssatz auf 8,25% effektiv. Der resultierende Wert der Eigenkapitalkomponente ( 11,3 MIO. €) ist in der Kapitalrücklage erfasst und wird bis zur Fälligkeit oder Wandlung nicht verändert. Im Geschäftsjahr wurde für die Anleihe ein Zinsaufwand von 5,1 MIO. € (Vorjahr: 4,9 MIO. €) verbucht.

Konsortialkredit

Konsortialkredit bis März 2010

Die KUKA Aktiengesellschaft und 31 Tochtergesellschaften hatten am 22. Dezember 2006 mit einer ausgewählten Gruppe von Banken einen Konsortialkredit in Höhe von 475,0 MIO. € abgeschlossen. Das Bankenkonsortium wird von der Landesbank Baden-Württemberg, der Commerzbank Aktiengesellschaft und der UniCredit Bank AG angeführt. Hinzu kommen die Bayerische Landesbank, die Royal Bank of Scotland und die Deutsche Bank. Der Vollzug des Konsortialkreditvertrags erfolgte zum 31. Januar 2007.

Nach dem erfolgreichen Verkauf des Geschäftsbereichs Verpackungstechnik im April 2007 traten vertragliche Anpassungen dieses Konsortialkredits in Kraft. Nach dem Ausscheiden von zwölf Gesellschaften dieses Geschäftsbereichs als Vertragsparteien wurde der Term Loan zurückgezahlt und die Avallinie um 20,0 MIO. € verringert.

Die Verfügbarkeit der Finanzierung ist an die Einhaltung bestimmter Vereinbarungen (Covenants) gebunden. Hierbei handelt es sich um den Zinsdeckungsgrad (gemessen als EBITDA zu bereinigtem Zinsergebnis), den Verschuldungsgrad (gemessen als definierte Nettoverschuldung zu EBITDA) sowie um die absolute Höhe des um Minderheitenanteile bereinigten Eigenkapitals. Auf Grund der wirtschaftlichen Situation konnten seit dem zweiten Quartal 2009 der Covenant bezüglich des Verschuldungsgrads nicht eingehalten werden. Dies hätte im Berichtsjahr zur Fälligstellung der Kreditlinien führen können. Im Rahmen eines rollierenden Waiver-Prozesses verzichteten die Kredit gebenden Banken auf ihr Recht zur kurzfristigen Fälligstellung. Bis zur vertraglichen Neuordnung des Konsortialkreditvertrags im März 2010 wurden die für die Aufrechterhaltung der operativen Geschäftstätigkeit benötigten Bar- und Avallinien in der jeweiligen Höhe zur Verfügung gestellt.

Zum Bilanzstichtag standen dem KUKA Konzern hieraus 67,0 MIO. € (Vorjahr: 115,0 MIO. €) aus revolvierend ausnutzbaren Barlinien sowie 190,0 MIO. € (Vorjahr: 190,0 MIO. €) Avallinien zur Verfügung. Letztere sind für KUKA im Zusammenhang mit einer Finanzierung der Anlagenbaugeschäfte von besonderer Bedeutung.

Die Inanspruchnahme der Avallinie belief sich zum Stichtag auf 110,6 MIO. € (Vorjahr: 108,7 MIO. €); die bestehende Betriebsmittellinie wurde in Höhe von 40,0 MIO. € (Vorjahr: 30,1 MIO. €) in Anspruch genommen.

Konsortialkredit ab März 2010

Die Verlängerung des Konsortialkreditvertrages in Höhe von 336 MIO. € (davon 146 MIO. € Barkreditlinie und 190 MIO. € Avalgarantielinie) wurde nach dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2009 im März 2010 vereinbart. Diese sieht verschiedene Auflagen und Bedingungen wie der erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierung des KUKA Konzern vor, die auch die Zuführung von weiterem Eigenkapital oder eigenkapitalähnlicher Mittel, die Refinanzierung der begebenen Wandelanleihe und die Einhaltung verschiedener finanzieller und nicht-finanzieller Kreditbedingungen (Covenants) umfassen. Entsprechend wird während der Laufzeit des Konsortialkreditvertrags keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet.

Wesentliche Covenants betreffen Minimalwerte für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), den Verschuldungsgrad und das Eigenkapital. Im Rahmen der Vereinbarung mit den Konsortialbanken hat sich die KUKA AG dazu verpflichtet sicherzustellen, dass der KUKA AG bis Ende Juni 2010 weiteres eigenkapitalähnlich ausgestattete Fremdmittel in Höhe von 23 MIO. € zugeführt werden. Diesbezüglich liegt dem Unternehmen eine Garantie in Höhe von 15 MIO. € vor.

Die Forderungen des Bankkonsortiums aus dem Finanzierungsvertrag sind von den KUKA Gesellschaften besichert. Dieses Sicherheitenpaket beinhaltet u.a. eine Buchgrundschuld über 70,0 MIO. € auf das Betriebsgelände in Augsburg, Verpfändungen von Geschäftsanteilen und den eigenen Anteilen, Patent- und Markenrechte, im Inland gelegenen Grundstücke, Körperschaftsteueranrechnungsguthaben sowie andere Vermögenswerte inklusive Globalabtretungen und Sicherungsübereignungen.

Kreditlinien von Kautionsversicherungsgesellschaften

Von Kautionsversicherungsgesellschaften sind Avallinien in Höhe von 5,0 MIO. € (Vorjahr: 50 MIO. €) zugesagt. Die Ausnutzung zum Ende des Geschäftsjahres betrug 3,6 MIO. € (Vorjahr: 3,2 MIO. €).

ABS-Programm

Im Dezember 2006 wurde ein ABS-Programm (Asset-Backed Securities) mit fünfjähriger Laufzeit aufgelegt. Im Rahmen dieses Programms können regelmäßig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der KUKA Roboter GmbH in Höhe von bis zu 25 MIO. € an ein Special Purpose Vehicle der Bayerischen Landesbank verkauft werden. Dieses finanziert den Kauf der Forderungen durch die Ausgabe von Wertpapieren am Kapitalmarkt oder durch Inanspruchnahme einer entsprechenden Kreditlinie bei der Bayerischen Landesbank. Auch für dieses Finanzierungsprogramm existieren Covenants, die im Geschäftsjahr nicht eingehalten werden konnten. Auch hier verzichteten die beteiligten Parteien im Rahmen eines Waiver-Prozesses auf das vertragliche Recht der Kündigung. Die Finanzierung stand folglich während des gesamten Geschäftsjahres 2009 uneingeschränkt zur Verfügung. Die vertraglichen Anpassungen traten im März 2010 in Kraft.

Zum Bilanzstichtag war das Programm in Höhe von 9,5 MIO. € (Vorjahr: 15,7 MIO. €) in Anspruch genommen. Eine ausreichende Bonität der verkauften Forderungen wird durch eine Ausfallbürgschaft eines Kreditversicherers sichergestellt. Die KUKA Roboter GmbH trägt hierbei die ersten 1,15% der Bonitätsrisiken aus dem Forderungsverkauf. Als weitere Sicherheit wurde ein Bardepot in Höhe von 2,9 MIO. € (Vorjahr: 4,4 MIO. €) gestellt, das im Rahmen der sonstigen Vermögenswerte ausgewiesen ist. Die aus der Verwaltung und Abwicklung der verkauften Forderungen resultierenden Ansprüche der KUKA Roboter GmbH sind in Höhe des Barwerts von 0,1 MIO. € (Vorjahr: 0,3 MIO. €) ebenfalls in diesen enthalten. Der Rückbehalt für Bonitätsrisiken (continuing involvement) in Höhe von 0,2 MIO. € (Vorjahr: 0,2 MIO. €) wurde zum Stichtag vollständig wertberichtigt.

29 ÜBRIGE LANGFRISTIGE/KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN UND RECHNUNGSABGRENZUNGEN

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingraten passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Verpflichtungen aus Urlaubslöhnen, Gleitzeitguthaben und Altersteilzeit werden unter den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind die Verpflichtungen aus ausstehenden Lieferantenrechnungen enthalten.

30 FINANZIELLES RISIKOMANAGEMENT UND FINANZDERIVATE

a) Grundsätze des Risikomanagements

Im Zuge der allgemeinen Geschäftstätigkeit ist der KUKA Konzern bei Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen ausgesetzt. Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanziellen Aktivitäten zu steuern und zu begrenzen. Je nach Risikoeinschätzung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt, wobei grundsätzlich nur Cashflow-Risiken gesichert werden. Derivative Finanzinstrumente kommen ausschließlich zu Sicherungszwecken zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen.

Die Grundsätze der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt. Das Konzern-Treasury setzt die Finanzpolitik um und verantwortet das laufende finanzielle Risikomanagement. Dabei bedürfen bestimmte Transaktionen der Genehmigung durch den Finanzvorstand. Dieser wird darüber hinaus regelmäßig über die aktuellen Risiko-Exposures in Kenntnis gesetzt.

Zu den zentralen Aufgaben des Konzern-Treasury gehört das effektive Marktrisiko-Management. Dazu bedient sich das Treasury der Simulation unterschiedlicher Szenarien, u.a. Most-Likely-/Worst-Case-Szenarien.

b) Währungsrisiken

Die Risiken aus Wechselkursschwankungen resultieren bei KUKA aus Finanzinvestitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Diese werden zum Zeitpunkt der Entstehung durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch eine Aufrechnung entgegengesetzter Zahlungsströme insoweit gesichert, als sie den Konzern-Cashflow beeinflussen können. Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, gegen deren Währungsänderungsrisiko Sicherungsinstrumente mit kurzfristiger Laufzeit (< 1 Jahr) eingesetzt werden. Wechselkursrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen wie zum Beispiel Risiken, die sich aus Umrechnung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ausländischer KUKA Gesellschaften in die Konzern-Berichterstattungswährung ergeben, bleiben grundsätzlich ungesichert. Unter bestimmten Umständen können diese Risiken nach Freigabe durch den Finanzvorstand auch abgesichert werden. Im Investitionsbereich der KUKA gab es zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen.

Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus Fremdwährungsdarlehen an Konzerngesellschaften sowie aus flüssigen Mitteln in Fremdwährung.

Das Treasury sichert die sich daraus ergebenden wesentlichen Risiken ab. Zur Umwandlung von auf fremde Währung lautenden finanziellen Verpflichtungen und konzerninternen Darlehen in die funktionalen Währungen der Konzernunternehmen werden Devisenderivate eingesetzt. Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Finanzverbindlichkeiten in ausländischen Währungen. Alle konzerninternen Darlehen in fremder, frei konvertierbarer Währung waren entsprechend gesichert. KUKA war auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.

Die einzelnen KUKA Gesellschaften wickeln ihre operativen Aktivitäten überwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung ab. Bei einigen KUKA Gesellschaften ergeben sich jedoch im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung entsprechende Wechselkursrisiken. Um diese Zahlungsströme zu sichern, setzt KUKA Devisenderivate ein. Auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten war KUKA zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen KUKA Finanzinstrumente eingeht.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche mögliche Auswirkungen aus Veränderungen relevanter Risikovariablen (z.B. Zinssätze, Wechselkurse) auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Um die periodischen Auswirkungen zu ermitteln, wird eine mögliche Änderung der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Jahresultimo repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (Flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten in die jeweilige funktionale Währung weitgehend überführt. Änderungen der Wechselkurse haben daher keine wesentlichen Effekte auf Ergebnis oder Eigenkapital.
Wesentliche Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in der funktionalen Währung erfasst oder mittels Einsatz von Derivaten in die entsprechende funktionale Währung transferiert. Somit können auch hieraus keine wesentlichen Effekte auf die betrachteten Größen entstehen.
Werden Finanzinstrumente, welche zur Absicherung von Wechselkurseffekten abgeschlossen werden, als Fair Value Hedge designiert, gleichen sich die Effekte aus Wechselkursschwankungen im Grund- und Sicherungsgeschäft in derselben Periode in der Erfolgsrechnung nahezu vollständig aus. Somit sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Wechselkursrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden.

Für die wesentlichen Fremdwährungen des KUKA Konzerns ergeben sich zum Bilanzstichtag folgende Währungsszenarien:

Eine Aufwertung des EUR gegenüber dem USD um 10% hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 1,0 MIO. € (Vorjahr: 0,7 MIO. € positiv). Eine Abwertung des EUR gegenüber dem USD um 10% hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 1,3 MIO. € (Vorjahr: 0,8 MIO. € negativ).

Eine Aufwertung des EUR gegenüber dem JPY um 10% hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,8 MIO. € (Vorjahr: 0,1 MIO. € negativ). Eine Abwertung des EUR gegenüber dem JPY um 10% hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,9 MIO. € (Vorjahr: 0,1 MIO. € positiv).

Eine Aufwertung des EUR gegenüber dem HUF um 10% hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,3 MIO. € (Vorjahr: 0,1 MIO. € negativ). Eine Abwertung des EUR gegenüber dem HUF um 10% hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,4 MIO. € (Vorjahr: 0,1 MIO. € positiv).

Eine Aufwertung des EUR gegenüber dem GBP um 10% hätte eine negative Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,1 MIO. € (Vorjahr: 0,3 MIO. € negativ). Eine Abwertung des EUR gegenüber dem GBP um 10% hätte eine positive Auswirkung auf das Konzernergebnis in Höhe von 0,1 MIO. € (Vorjahr: 0,4 MIO. € positiv).

c) Zinsrisiken

Die Risiken aus Zinssatzänderungen resultieren bei KUKA im Wesentlichen aus kurzfristigen Geldanlagen/-aufnahmen in EUR. Diese sind zum Bilanzstichtag nicht gesichert.

Zinsänderungsrisiken werden im Sinne von IFRS 7 mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Sensitivitätsanalysen bilden die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, -erträge, -aufwendungen sowie andere Ergebnisteile und auf das Eigenkapital ab. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung (z.B. die begebene Wandelschuldverschreibung) keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind.

Eine Erhöhung sowie eine Verringerung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte zum 31. Dezember 2009 hätte eine positive Auswirkung auf das Ergebnis in Höhe von 0,2 MIO. €. In 2008 wäre das Ergebnis um 0,1 MIO. € höher ausgefallen bei einer Erhöhung um 100 Basispunkte. Bei einer Verringerung um 100 Basispunkte wäre das Ergebnis in 2008 um 0,1 MIO. € geringer ausgefallen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 0,2 MIO. € ergibt sich ausschließlich aus den variabel verzinslichen Geldanlagen (Geldaufnahmen) in Höhe von 61,2 MIO. € (45,9 MIO. €) zum Bilanzstichtag.

d) Ausfallrisiken

Der KUKA Konzern ist aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen und dem KUKA Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Im Finanzierungsbereich werden wesentliche Geschäfte nur mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von mindestens A-/A1 abgeschlossen.

Im operativen Geschäft werden die Außenstände auf Gesellschaftsebene (lokal) gesteuert und fortlaufend überwacht. Die Geschäftsbeziehungen mit kritischen Großkunden (z.B. US-amerikanischen OEMs) und damit verbundene Ausfallrisiken unterliegen einer gesonderten quartalsweisen Bonitätsüberwachung auf Ebene des Konzern-Vorstands. Ausfallrisiken werden mittels Einzelwertberichtigungen entsprechend Rechnung getragen.

Im Rahmen der ABS-Transaktionen werden die designierten Forderungen separat verwaltet. Für das Bonitätsrisiko wird ein Sicherheitsabschlag als Barreserve hinterlegt. Der Prozentsatz der Risikovorsorge für das Bonitätsrisiko hat sich als statistisch stabil herausgestellt. Über die tatsächlichen Forderungsausfälle wird regelmäßig eine Abrechnung erstellt und die zu viel eingezahlte Barreserve rückvergütet.

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Es liegen zum Abschlussstichtag keine das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.

e) Liquiditätsrisiken

Zu den zentralen Aufgaben der KUKA AG zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfs innerhalb des Konzerns sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit und der fristgerechten Zahlungsfähigkeit von KUKA. In diesem Zusammenhang optimiert der KUKA Konzern auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken. Hierzu wurde das in 2007 implementierte, einheitliche und konzernweit arbeitende Treasury-Reporting-System im Berichtsjahr weiter entwickelt. Daneben wird das Liquiditätsrisiko für den Gesamtkonzern durch eine enge Begleitung der Konzerngesellschaften bei der Steuerung der Zahlungsströme reduziert.

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des KUKA Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Hierzu hat KUKA u.a. einen Konsortialkreditvertrag mit einem Bankenkonsortium abgeschlossen. Detaillierte Informationen hierzu befinden sich im Anhang unter der Erläuterung 28 Finanzverbindlichkeiten/Finanzierung im Abschnitt Konsortialkredit.

Die nachfolgenden Aufstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen für die unter IFRS 7 fallenden Finanzinstrumente:

31.12.2009

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MIO. € Cashflows 2010 Cashflows 2011 Cashflows 2012-2014 Cashflows 2015 ff.
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2,6 71,6 0,0 0,0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 45,8 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73,3 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 0,0 2,5 0,2 0,0
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing) (0,0) (0,3) (0,2) (0,0)
(davon Derivate mit Hedge-Beziehung) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 18,2 0,0 0,0 0,0
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing) (0,2) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Derivate mit Hedge-Beziehung) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)

31.12.2008

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MIO. € Cashflows 2009 Cashflows 2010 Cashflows 2011-2013 Cashflows 2014 ff.
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2,6 2,6 71,5 0,0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 33,6 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 149,1 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,2 0,0 0,0 0,0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 0,0 1,7 3,9 0,1
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Derivate mit Hedge-Beziehung) (0,0) (1,4) (3,4) (0,0)
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 67,9 0,0 0,0 0,0
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Derivate mit Hedge-Beziehung) (11,2) (0,0) (0,0) (0,0)

Einbezogen sind alle Finanzinstrumente, die an den Bilanzstichtagen im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge sind jeweils zum Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2009 bzw.2008 gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind stets dem frühesten Zeitraster zugeordnet. Die Zahlungsströme aus Derivaten (Devisentermingeschäfte) sind netto, d. h. unter Saldierung der Mittelzu- und -abflüsse, dargestellt.

f) Sicherungsgeschäfte

Sicherungsgeschäfte werden im KUKA Konzern zur Absicherung von beizulegenden Zeitwerten und bestehender Bilanzpositionen und zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen abgeschlossen. Diese betreffen ausschließlich die Sicherung von Währungsrisiken.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Fair-Value-Hedges. Im Vorjahr ergaben sich aus der Absicherung von beizulegenden Zeitwerten einer Bilanzposition (Fair-Value-Hedge) Ergebnisauswirkungen aus der Buchwertanpassung der Grundgeschäfte von 2,7 MIO. €, die unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst wurden. Die gegenläufigen Veränderungen der Marktwerte der Sicherungsgeschäfte betrugen -2,7 MIO. € und wurden ebenfalls unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst.

Sicherungsgeschäfte wurden ausschließlich in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen.

Nachstehend sind die Buchwerte der Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IAS 39 dargestellt:

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MIO. € Abkürzung 31.12.2008 31.12.2009
Available-for-Sale Financial Assets AfS 0,2 1,0
Loans and Receivables LaR 391,1 308,8
Financial Assets Held for Trading FAHfT 5,1 1,3
Financial Liabilities measured at Amortized Cost FLAC 289,5 199,5
Financial Liabilities Held for Trading FLHfT 16,0 3,8

Die Zusammensetzung der Buchwerte sowie die beizulegenden Zeitwerte ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN FÜR 2009

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MIO. € Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.2009 davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden Buchwert der Finanzinstrumente 31.12.2009 Beizulegender Zeitwert 31.12.2009
AKTIVA
Finanzinvestitionen 1,0 0,0 0,0 1,0 1,0
(davon Ausleihungen) LaR (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Beteiligungen) AfS (1,0) (0,0) (0,0) (1,0) (1,0)
Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing n. a. 75,8 0,0 75,8 0,0 75,8
Übrige langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 10,0 4,1 0,0 5,9 10,0
(davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) LaR (0,3) (0,0) (0,0) (0,3) (0,3)
(davon aus der Kategorie LaR) LaR (5,6) (0,0) (0,0) (5,6) (5,6)
(davon Übrige) n. a. (4,1) (4,1) (0,0) (0,0) (4,1)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 114,2 0,0 0,0 114,2 114,2
Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 124,3 0,0 0,0 124,3 124,3
Forderungen gegen verbundene Unternehmen LaR 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Kurzfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing n. a. 3,5 0,0 3,5 0,0 3,5
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen 17,1 12,6 0,0 4,5 17,1
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FAHfT (1,3) (0,0) (0,0) (1,3) (1,3)
(davon Derivate mit Hedge-Beziehung) FAHfT (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Übrige der Kategorie LaR) LaR (3,2) (0,0) (0,0) (3,2) (3,2)
(davon Übrige) n. a. (12,6) (12,6) (0,0) (0,0) (12,6)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 61,2 0,0 0,0 61,2 61,2

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MIO. € Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.2009 davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden Buchwert der Finanzinstrumente 31.12.2009 Beizulegender Zeitwert 31.12.2009
PASSIVA
Langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 63,8 0,0 0,0 63,8 55,9
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 16,0 13,3 0,5 2,2 16,0
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) n. a. (0,5) (0,0) (0,5) (0,0) (0,5)
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FLHfT (2,2) (0,0) (0,0) (2,2) (2,2)
(davon Derivate mit Hedge-Beziehung) FLHfT (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Übrige der Kategorie FLAC) FLAC (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Übrige) n. a. (13,3) (13,3) (0,0) (0,0) (13,3)
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 45,9 0,0 0,0 45,9 45,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 73,3 0,0 0,0 73,3 73,3
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen n. a. 54,6 54,6 0,0 0,0 54,6
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen FLAC 0,1 0,0 0,0 0,1 0,1
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 71,3 53,1 0,2 18,0 71,3
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) n. a. (0,2) (0,0) (0,2) (0,0) (0,2)
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FLHfT (1,6) (0,0) (0,0) (1,6) (1,6)
(davon Derivate mit Hedge-Beziehung) FLHfT (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Übrige der Kategorie FLAC) FLAC (16,4) (0,0) (0,0) (16,4) (16,4)
(davon Übrige) n. a. (53,1) (53,1) (0,0) (0,0) (53,1)

BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN FÜR 2008

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MIO. € Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.2008 davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden Buchwert der Finanzinstrumente 31.12.2008 Beizulegender Zeitwert 31.12.2008
AKTIVA
Finanzinvestitionen 0,4 0,0 0,0 0,4 0,3
(davon Ausleihungen) LaR (0,2) (0,0) (0,0) (0,2) (0,2)
(davon Beteiligungen) AfS (0,2) (0,0) (0,0) (0,2) (0,1)
Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing n. a. 82,0 0,0 82,0 0,0 82,0
Übrige langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 10,3 0,0 0,0 10,3 10,3
(davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) LaR (0,4) (0,0) (0,0) (0,4) (0,4)
(davon aus der Kategorie LaR) LaR (9,9) (0,0) (0,0) (9,9) (9,9)
(davon Übrige) n. a. (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 164,4 0,0 0,0 164,4 164,4
Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 167,1 0,0 0,0 167,1 167,1
Forderungen gegen verbundene Unternehmen LaR 0,4 0,0 0,0 0,4 0,4
Kurzfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing n. a. 3,3 0,0 3,3 0,0 3,3
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen 16,7 4,2 0,0 12,5 16,7
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FAHfT (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Derivate mit Hedge-Beziehung) FAHfT (5,1) (0,0) (0,0) (5,1) (5,1)
(davon Übrige der Kategorie LaR) LaR (7,4) (0,0) (0,0) (7,4) (7,4)
(davon Übrige) n. a. (4,2) (4,2) (0,0) (0,0) (4,2)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 41,3 0,0 0,0 41,3 41,3

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MIO. € Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.2008 davon nicht unter IFRS 7 fallende Vermögenswerte und Schulden davon unter IAS 17 fallende Vermögenswerte und Schulden Buchwert der Finanzinstrumente 31.12.2008 Beizulegender Zeitwert 31.12.2008
PASSIVA
Langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 61,3 0,0 0,0 61,3 50,2
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 13,2 8,2 0,0 5,0 13,2
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) n. a. (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FLHfT (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Derivate mit Hedge-Beziehung) FLHfT (4,8) (0,0) (0,0) (4,8) (4,8)
(davon Übrige der Kategorie FLAC) FLAC (0,2) (0,0) (0,0) (0,2) (0,2)
(davon Übrige) n. a. (8,2) (8,2) (0,0) (0,0) (8,2)
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC (33,6) (0,0) (0,0) (33,6) (33,6)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 149,1 0,0 0,0 149,1 149,1
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen n. a. 54,6 54,6 0,0 0,0 54,6
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen FLAC 0,2 0,0 0,0 0,2 0,2
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen 102,9 46,6 0,0 56,3 102,9
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) n. a. (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung) FLHfT (0,0) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
(davon Derivate mit Hedge-Beziehung) FLHfT (11,2) (0,0) (0,0) (11,2) (11,2)
(davon Übrige der Kategorie FLAC) FLAC (45,1) (0,0) (0,0) (45,1) (45,1)
(davon Übrige) n. a. (46,6) (46,6) (0,0) (0,0) (46,6)

Die Vermögenswerte mit Ausnahme von Finanzinvestitionen sowie den Leasingforderungen weisen überwiegend kurze Restlaufzeiten auf. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Langfristige verzinsliche Forderungen inklusive der Forderungen aus Finanzierungs-Leasing werden auf Basis verschiedener Parameter wie Zinssätze und individueller Bonität des Kunden bewertet und gegebenenfalls wertberichtigt. Demnach entsprechen auch diese Buchwerte annähernd den Marktwerten.

Die Schulden mit Ausnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten und der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Der Marktwert der Wandelschuldverschreibung basiert auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag.

Bei den zum Bilanzstichtag angesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Wechselkursrisiken. Der Bilanzansatz erfolgt zum Marktwert, der anhand standardisierter finanzmathematischer Verfahren unter anderem in Abhängigkeit von den Devisenterminkursen ermittelt wird.

Im Vorjahr betreffen die Derivate mit Hedge-Beziehung ausschließlich Devisentermingeschäfte und wurden nach den Regeln des Hedge-Accounting bilanziert. Im Berichtsjahr betreffen die Derivate ebenfalls ausschließlich Devisentermingeschäfte. Diese werden jedoch bilanziell nicht mehr nach den Regeln des Hedge-Accountings behandelt.

Gemäß IFRS 7.27A sind die zu Marktwerten bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Dabei werden die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt definiert:

Stufe 1: Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden
Stufe 2: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt oder indirekt beobachtbar sind
Stufe 3: Informationen über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Im KUKA Konzern sind hiervon im Wesentlichen die aktivierten (1,3 MIO. €) und passivierten (3,8 MIO. €) Devisentermingeschäfte betroffen. Diese werden gemäß der Stufe 2 bewertet.

Die Nettoergebnisse gegliedert nach Bewertungskategorien stellen sich für das Geschäftsjahr wie folgt dar:

NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IAS 39 FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009

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MIO. € Nettogewinne/ -verluste Gesamtzinserträge und -aufwendungen Provisionserträge und -aufwendungen
Loans and Receivables (LaR) -5,7 2,6 0,0
Available-for-sale Financial Assets (AfS) -0,4 0,0 0,0
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) 3,2 0,0 0,0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 3,5 -12,1 -5,1
SUMME 0,6 -9,5 -5,1

Für das Geschäftsjahr 2008 ergaben sich folgende Werte:

NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN DES IAS 39 FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2008

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MIO. € Nettogewinne/ -verluste Gesamtzinserträge und -aufwendungen Provisionserträge und -aufwendungen
Loans and Receivables (LaR) 2,3 3,3 0,0
Available-for-sale Financial Assets (AfS) 0,0 0,0 0,0
Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) -1,4 0,0 0,0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 4,3 -8,8 0,5
SUMME 5,2 -5,5 0,5

Die Nettoverluste (Vorjahr: Nettogewinne) aus der Bewertungskategorie Loans and Receivables beinhalten im Wesentlichen Währungskurseffekte sowie Ergebnisse aus Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte. Die Nettogewinne aus Financial Liabilities Measured at Amortised Cost beinhalten neben Fremdwährungseffekte auch Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten. Im Vorjahr sind im Rahmen von Fair Value Hedges aus Kurssicherungsgeschäften 0,2 MIO. € Kursverluste entstanden, denen Kursgewinne aus Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüberstanden.

Die Zinserträge für die Finanzinstrumente der Kategorie Loans and Receivables stammen aus der Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost betrifft im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Wandelschuldverschreibung sowie aus den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Als Provisionsaufwendungen sind Transaktionskosten für Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Gebühren für die Bereitstellung von Avalen ausgewiesen.

31 HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen:

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MIO. € 2008 2009
Verpflichtungen aus Bürgschaften 22,2 5,5
Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen 39,8 67,7
Sonstige Verpflichtungen 25,5 14,8
(davon Bestellobligo) (3,2) (1,6)
(davon übrige finanzielle Verpflichtungen) (22,3) (13,2)
SUMME 87,5 88,0

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung weist entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Cashflows erfolgte nach der indirekten Methode aus dem Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft.

Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis nach Ertragsteuern indirekt abgeleitet.

Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und den Änderungen im Konsolidierungskreis bereinigt. Die Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und Geschäftseinheiten von 1,2 MIO. € betreffen im Wesentlichen den Kauf von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Vorräten bei der im Geschäftsjahr erstkonsolidierten KUKA S-Base s.r.o., Roznov p.R./Tschechien. Im Vorjahr waren aus Erstkonsolidierungen Anlagevermögen von 0,1 MIO. €, Vorräte von 1,0 MIO. €, Forderungen und sonstige Vermögenswerte von 1,0 MIO. € sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 1,3 MIO. € zu berücksichtigen gewesen. Daneben sind im Vorjahr Rückstellungen in Höhe von 0,1 MIO. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 3,5 MIO. € berücksichtigt worden.

Im Mittelzufluss bzw. -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind ebenfalls folgende Posten enthalten: Gezahlte Zinsen in Höhe von 10,4 MIO. € (Vorjahr: 7,8 MIO. €), erhaltene Zinsen in Höhe von 9,5 MIO. € (Vorjahr: 8,8 MIO. €) und wieder erstattete Ertragsteuern in Höhe von 1,6 MIO. € (30,3 MIO. €).

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die einzelnen Jahresabschlussdaten sind nach Geschäftsfeldern und Regionen segmentiert. Die Aufgliederung orientiert sich an der internen Berichterstattung (Management Approach). Durch die Segmentierung sollen Ertragskraft und Erfolgsaussichten sowie die Chancen und Risiken der verschiedenartigen Geschäftsfelder des Konzerns transparent gemacht werden.

Die Segmentberichterstattung trägt der Struktur des KUKA Konzerns Rechnung. Der KUKA Konzern war in den Berichtsjahren 2009 und 2008 in zwei wesentlichen Geschäftsfeldern tätig:

KUKA ROBOTICS

In diesem Segment werden den Kunden aus Automotive, General Industry und übergreifendem Customer Service Industrieroboter - vom Kleinroboter bis hin zum nunmehr 1.300 kg starken Titan - angeboten.

KUKA SYSTEMS

Das Segment bietet seinen Kunden in den Bereichen Automotive, Aerospace, Solar und General Industry innovative Lösungen und Dienstleistungen für die automatisierte Produktion. Dabei reicht das Spektrum der Anwendungen von Schweißen, Kleben, Dichten, Montieren, Testen bis hin zum Umformen nach individuell angepassten Kundenbedürfnissen.

Die KUKA Aktiengesellschaft und weitere Beteiligungen, die das operative Geschäft des KUKA Konzerns ergänzen, sind als eigener Bereich zusammengefasst. Bereichsübergreifende Konsolidierungs- und Überleitungsposten werden in einer eigenen Spalte dargestellt. Die Zuordnung der Konzerngesellschaften zu den einzelnen Geschäftsfeldern ist aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf Regionen erfolgt nach dem Sitz des Kunden/Lieferort. Das langfristige Vermögen (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) wird nach dem Standort der Gesellschaften ermittelt.

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Umsätze nach Sitz des Kunden Langfristiges Vermögen nach Sitz der Gesellschaft
2008 2009 2008 2009
--- --- --- --- ---
Deutschland 514,3 297,3 87,5 91,9
Europa (ohne Deutschland) 306,3 235,2 22,7 21,4
Nordamerika 321,0 255,6 54,3 52,7
Asien/Sonstige Regionen 124,5 114,0 2,8 3,0
Gesamt 1.266,1 902,1 167,3 169,0

Insgesamt erzielte der KUKA Konzern mit zwei Kunden mehr als 10% der Gesamtumsätze. Die dabei getätigten Umsätze entfallen sowohl auf das Segment Robotics als auch auf das Segment Systems.

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Gesamt 2008 Gesamt 2009
MIO. € in % MIO. € in %
--- --- --- --- ---
Kunde A 168,9 13,3 146,8 16,3
Kunde B 130,7 10,3 120,5 13,4
übrige Kunden 966,5 76,4 634,8 70,3
Umsatzerlöse 1.266,1 100,0 902,1 100,0

Für die Berechnung der Segmentinformationen gelten folgende Grundsätze:

Die Konzernaußenumsatzerlöse zeigen die Anteile der Geschäftsbereiche am konsolidierten Umsatz des Konzerns, wie in der KonzernGewinn- und -Verlustrechnung dargestellt.
Die Konzerninnenumsatzerlöse sind die Umsätze, die zwischen den Segmenten getätigt werden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze werden marktorientiert festgelegt.
Die Umsatzerlöse der Segmente beinhalten die Umsätze mit Konzernfremden sowie mit anderen Segmenten des Konzerns.
Das EBIT stellt das Betriebsergebnis, also das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einschließlich eventueller außerplanmäßiger Firmenwertabschreibungen ohne das Finanzergebnis, dar.
Der ROCE (Return on Capital Employed) ist das Betriebsergebnis (EBIT) im Verhältnis zum betrieblich eingesetzten Nettovermögen (Capital Employed), das im Wesentlichen unverzinslich ist. Für die Berechnung des ROCE wird das Capital Employed als Durchschnittswert zugrunde gelegt.

Die Überleitung vom Capital Employed zum Segmentvermögen und zu den Segmentschulden zeigt nachfolgende Tabelle:

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MIO. € 2008 2009
Capital Employed
Immaterielle Vermögenswerte 74,2 79,2
+ Sachanlagen 93,1 90,3
+ langfristige Leasingforderungen 82,0 75,8
+ Working Capital 535,8 382,6
\= Aktivposten des Capital Employed 785,1 627,9
sonstige Rückstellungen, ohne wesentliche Restrukturierungsrückstellungen 93,8 85,5
./. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 54,6 54,6
./. erhaltene Anzahlungen 36,7 27,1
./. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 149,1 73,3
./. sonstige Verbindlichkeiten mit Ausnahme anleiheähnlicher Verbindlichkeiten (inkl. PRAP) 116,1 87,3
\= Passivposten des Capital Employed 450,3 327,8
\= Capital Employed 334,8 300,1
Capital Employed im Durchschnitt 242,3 317,5
Segmentvermögen 785,5 628,9
Aktivposten des Capital Employed 785,1 627,9
+ Beteiligungen 0,4 1,0
Segmentschulden 532,5 423,5
Passivposten des Capital Employed 450,3 327,8
+ Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 68,5 70,0
+ wesentliche Restrukturierungsrückstellungen 13,7 25,7

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Gemäß IAS 24 sind Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden, anzugeben.

Als nahe stehende Personen im KUKA Konzern kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die nicht konsolidierten Unternehmen, an denen die KUKA Aktiengesellschaft mittelbar oder unmittelbar mehr als 20% der Stimmrechtsanteile hält beziehungsweise Unternehmen, die mittelbar oder unmittelbar mehr als 20% der Stimmrechtsanteile an der KUKA Aktiengesellschaft halten, in Betracht.

Die Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim/Bayern, und die Rinvest AG, Pfäffikon/Schweiz, sind an der KUKA Aktiengesellschaft aktuell mit zusammen 26,56% beteiligt. Gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 10. Juni 2009 sind die Stimmrechtsanteile wechselseitig gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen und stellen damit nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24 dar.

In der folgenden Tabelle werden die Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und nahe stehenden Gesellschaften des KUKA Konzerns dargestellt.

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Anteile Erbrachte Lieferungen und Leistungen des Konzerns an nahe stehende Unternehmen Empfangene Lieferungen und Leistungen des Konzerns von nahe stehenden Unternehmen
MIO. € in % 2008 2009 2008 2009
--- --- --- --- --- ---
Grenzebach-Gruppe 26,56 - 4,4 - 3,3
KUKA InnoTec GmbH, Augsburg/Deutschland* 0,0 0,1 0,0 0,5 0,0
- 0,1 4,4 0,5 3,3

* die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr veräußert

Die Festlegung der Verrechnungspreise für gruppeninterne Umsätze erfolgt marktorientiert unter Beachtung des "Dealing at Arm's Length"-Prinzips.

Die an nahe stehende Unternehmen erbrachten Leistungen betreffen vor allem Provisionen und Umsätze, im Wesentlichen mit Produkten des Robotics Segments. Die empfangenen Leistungen des Konzerns von nicht konsolidierten verbundenen und assoziierten Unternehmen umfassen im Wesentlichen Vorleistungen zur Weiterverarbeitung bei den konsolidierten Gesellschaften des KUKA Konzerns sowie Lohnfertigung.

Den wesentlichen Teil der Forderungen zwischen voll konsolidierten Gesellschaften des KUKA Konzerns und nahe stehenden Gesellschaften zeigt folgende Tabelle.

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Anteile Forderungen des Konzerns gegenüber nahe stehenden Unternehmen Verbindlichkeiten des Konzerns gegenüber nahe stehenden Unternehmen
MIO. € in % 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009
--- --- --- --- --- ---
Grenzebach-Gruppe 26,56 - 2,9 - 0,9
KUKA InnoTec GmbH, Augsburg/Deutschland* 0,0 0,3 0,0 - 0,0
Sonstige unter 1 MIO. € - 0,1 0,0 0,2 0,1
- 0,4 2,9 0,2 1,0

* die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr veräußert

Mit Ausnahme der im Vergütungsbericht dargestellten Rechtsgeschäfte wurden mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft von keinem Unternehmen des KUKA Konzerns berichtspflichtige Geschäfte vorgenommen.

GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Die Gesamtbezüge des Vorstands, inklusive der Abfindungen für die zum 30. September 2009 ausgeschiedenen Vorstände, betrug 4,1 MIO. € (Vorjahr: 3,5 MIO. €). Der Gesamtvorstand erhielt im Geschäftsjahr ein Festgehalt inklusive Sachbezügen von 0,9 MIO. € (Vorjahr: 1,9 MIO. €), eine erfolgs- und leistungsabhängige Vergütung von 0,3 MIO. € (Vorjahr: 1,0 MIO. €) sowie Abfindungen in Höhe von 2,7 MIO. €. Für Vergütungen nach dem Phantom Share Programm wurden in Höhe von 0,2 MIO. € (Vorjahr: 3,5 MIO. €) ausbezahlt.

Für Pensionszusagen an ein im Geschäftsjahr ausgeschiedenes Vorstandsmitglied wurde der Pensionsrückstellung ein Betrag von unter 0,1 MIO. € zugeführt.

Von einigen Ausnahmen abgesehen, sind ehemaligen Vorstandsmitgliedern Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, welche Alters-, Berufs- und Erwerbsunfähigkeits-, Witwen- und Waisenrenten beinhalten. Der Betrag der für diese Personengruppe im Jahr 2009 gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich auf insgesamt 9,4 MIO. € (HGB) (Vorjahr: 9,1 MIO. €).

Entschädigungsvereinbarungen der KUKA Aktiengesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

Die Bezüge des Aufsichtsrats summierten sich im Geschäftsjahr 2009 auf 0,7 MIO. € (Vorjahr: 0,7 MIO. €).

Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verweisen wir auf die Ausführungen im geprüften Vergütungsbericht. Der Vergütungsbericht ist Teil des Corporate Governance Berichts und fasst auch die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KUKA Aktiengesellschaft angewendet werden. Der Vergütungsbericht ist integraler Bestandteil des Konzernlageberichts.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf Seite 84 f. aufgeführt.

HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Das in 2009 als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers, der PricewaterhouseCoopers AG, beträgt 1,3 MIO. € (Vorjahr: 0,9 MIO. €). Für Abschlussprüfungen wurden 1,0 MIO. € (Vorjahr: 0,7 MIO. €) erfasst. Steuerberatungsleistungen wurden in Höhe von 0,1 MIO. € (Vorjahr: keine) durch den Abschlussprüfer erbracht. Für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen des Abschlussprüfers und für sonstige Leistungen wurden jeweils 0,1 MIO. € (Vorjahr: 0,2 MIO. €) als Aufwand erfasst.

ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die gleichlautenden Entsprechenserklärungen gem. § 161 AktG des Vorstands vom 2. März 2010 und des Aufsichtsrats vom 5. März 2010 sind im Internet über die Website der Gesellschaft (www.kuka.de) allen Interessenten zugänglich.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Am 10. März 2010 veröffentlichte die KUKA AG folgende Adhoc-Meldung:

"Die KUKA Aktiengesellschaft ("KUKA AG") hat sich mit einem Bankenkonsortium über eine Verlängerung und Erhöhung des bestehenden Konsortialkredits geeinigt. Die Banken werden demnach KUKA Kreditlinien in Höhe von insgesamt 336 MIO. € mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2012 zur Verfügung stellen. Dieser Betrag teilt sich in revolvierend ausnutzbare Barlinien (146 MIO. €) sowie Avallinien (190 MIO. €) auf. Als neuer Partner des syndizierten Kredites ist die KfW dem Konsortium beigetreten. Sie beteiligt sich mit 31 MIO. € an der Barlinie.

Im Rahmen der Vereinbarung mit den Konsortialbanken hat sich die KUKA AG dazu verpflichtet, dass der KUKA AG bis Ende Juni 2010 mindestens 23 MIO. € als Eigenkapital im Rahmen einer Kapitalerhöhung oder als eigenkapitalähnlich ausgestaltetes Fremdkapital zugeführt werden. Die Zuführung entsprechender Mittel ist Voraussetzung dafür, dass die mit den Banken vereinbarten Kreditlinien künftig in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Über eine Ausweitung der Mittelzuführung über 23 MIO. € hinaus wird die KUKA AG in Abhängigkeit von den Marktbedingungen entscheiden. Der Großaktionär Grenzebach Maschinenbau GmbH hat zugesagt, sich an der Kapitalzuführung mit bis zu 15 MIO. € zu beteiligen. Die Grenzebach Maschinenbau GmbH hat gegenüber der KUKA AG erklärt, ihren oder den ihr zuzurechnenden Anteilsbesitz entsprechend den bisherigen Aussagen auch im Rahmen einer Kapitalerhöhung nicht auf 30% oder mehr zu erhöhen.

Die Fortführung der Bankenfinanzierung über den 31. August 2011 hinaus steht unter dem Vorbehalt, dass die KUKA AG die Refinanzierung der von der KUKA Finance B.V. begebenen und von der KUKA AG garantierten Wandelschuldverschreibung, die im November 2011 zur Rückzahlung fällig wird, bis spätestens 31. August 2011 sicherstellt. Die Gesellschaft hat sich ferner gegenüber den Banken dazu verpflichtet, während der Laufzeit des Kreditvertrages keine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Im Vergleich zu 2009 führen die geänderten Bedingungen der Bankenfinanzierung zu einer finanziellen Mehrbelastung und einem erhöhten negativen Finanzergebnis.

Der Aufsichtsrat der KUKA AG hat darüber hinaus Herrn Dr. Till Reuter gebeten, sein Mandat als kommissarischer Vorstandsvorsitzender gem. § 105 Abs. 2 AktG bis zum 30. September 2010 weiter auszuüben. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Finanzierungsverhandlungen hat Herr Dr. Reuter dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er das Amt bis zu diesem Zeitpunkt ausüben werde, um insbesondere die langfristige strategische Ausrichtung des Konzerns weiterzuentwickeln. Die Besetzung der CEO-Position ab Oktober 2010 erfolgt entsprechend später."

Augsburg, 10. März 2010

KUKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Till Reuter

Dr. Walter Bickel

Stephan Schulak

ORGANE

AUFSICHTSRAT

Dr. Rolf Bartke (bis 18.9.2009)

Berlin, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Wirtschaftsingenieur EADS N.V., Amsterdam/Niederlande** J&R Carter Partnership Foundation, Atlanta/USA** Keiper Recaro Group, Kaiserslautern** SAF-Holland S.A., Luxembourg/Luxembourg** (bis 31.1.2009) SFC Smart Fuel Cell AG, Brunnthal* SORTIMO North America Inc., Atlanta/USA**

Dr. Till Reuter (ab 29.4.2009)

Pfäffikon/Schweiz, Vorsitzender des Aufsichtsrats (vom 18.9.2009 bis 29.9.2009) Aufsichtsratsmandat ruht derzeit

Bernd Minning (ab 29.4.2009)

Kaisheim, Vorsitzender des Aufsichtsrats (ab 29.9.2009) Geschäftsführer der Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim

Jürgen Kerner***

Königsbrunn, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats 1. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Augsburg EADS Deutschland GmbH, München MAN AG, München* MAN Diesel SE, Augsburg* manroland AG, Offenbach* Eurocopter Deutschland GmbH, Donauwörth*

Prof. Dr. Dirk Abel (ab 18.9.2009)

Aachen, Universitätsprofessor Direktor des Instituts für Regelungstechnik der RWTH Aachen

Dr. Reiner Beutel (bis 18.9.2009)

Ludwigsburg, Chief Executive Officer SAF-Holland S.A., Luxembourg/Luxembourg (ab 2.2.2009) Fischer-Maschinenbau GmbH & Co. KG, Gemmrigheim** Haldex AB, Stockholm/Schweden** , (Vice Chairman Board of Directors) Mirror Controls International, Montfoort/ Niederlande (Vorsitzender des Verwaltungsrats)**

Pepyn René Dinandt (bis 29.4.2009)

München, Chief Executive Officer MONIER Group GmbH, Oberursel

Wilfried Eberhardt***

Aichach, Managing Director Sales and Marketing KUKA Roboter GmbH, Augsburg Prokurist KUKA Roboter GmbH, Augsburg

Dr. Uwe Ganzer (ab 18.9.2009)

Hannover, Kaufmann, Alleinvorstand VARTA AG, Hannover expert AG, Langenhagen Curanum AG, München

Helmut Gierse (bis 29.4.2009)

Nürnberg, Diplomingenieur, selbstständiger Industrieberater Proton Power Systems plc., Newcastle upon Tyne/Großbritannien (Non-Executive Director)

Siegfried Greulich***

Augsburg, Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Systems GmbH, Augsburg

Thomas Knabel***

Zwickau, 2. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Zwickau

Carola Leitmeir (ab 1.7.2009)***

Großaitingen, Vorsitzende des Betriebsrats der KUKA Roboter GmbH, Augsburg

Dr. Helmut Leube (bis 18.9.2009)

Herrsching, Vorsitzender des Vorstands der DEUTZ AG, Köln DEUTZ Engine Company Ltd., Dalian (China) (Vice Chairman of the Board of Directors)*

Prof. Dr. Uwe Loos (ab 18.9.2009)

Stuttgart, Industrieberater Dorma Holding GmbH + Co. KGaA, Ennepetal* Claas KGaA mbH, Harsewinkel (bis 31.1.2010)** Bharat Forge LTD, Pune, Indien** Gildemeister AG, Bielefeld* CDP Bharat Forge GmbH, Ennepetal** Rodenstock GmbH, München** German Eyewear GmbH, München** HP Pelzer GmbH, Witten** Adam Opel GmbH, Rüsselsheim (bis 31.1.2010)* Kenersys GmbH, Münster** Honorarprofessur an der TU München, Lehrstuhl für Betriebswirtschaft, Unternehmensführung, Logistik und Produktion**

Dr. Herbert Meyer (bis 18.9.2009)

Königstein/Taunus, Präsident Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e. V. Financial Reporting Enforcement Panel DEMAG Cranes AG, Düsseldorf* Deutsche Beteiligungs AG, Frankfurt/Main* Sektkellerei Schloss Wachenheim AG, Wachenheim* WEBASTO AG, Stockdorf* Verlag Europa-Lehrmittel GmbH, Haan (Beirat)** Goss International Corporation, Bolingbrook/USA**

Walter Prues*** (bis 30.6.2009)

Augsburg, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats des KUKA Konzerns

Fritz Seifert***

Schwarzenberg, Vorsitzender des Betriebsrats der KUKA Systems GmbH, Augsburg Geschäftsbereich Werkzeugbau Schwarzenberg Stellvertretender Konzernbetriebsratsvorsitzender

Guy Wyser-Pratte (ab 18.9.2009)

Bedford, New York/USA President Wyser-Pratte & Co., Inc.

Dr. jur. Wolf Hartmut Prellwitz

Karlsruhe, Ehrenvorsitzender

VORSTAND

Dr. Horst J. Kayser (bis 30.9.2009)

Erlangen, Vorsitzender des Vorstands KENDRION N.V., Zeist/Niederlande (ab 01.07.2009)**

Dr. Till Reuter (ab 1.10.2009)

Pfäffikon/Schweiz, Vorsitzender des Vorstands Rinvest AG, Pfäffikon/Schweiz* Dr. Steiner Holding AG*

Dr. Matthias J. Rapp (bis 30.9.2009)

Frankfurt/Main, Mitglied des Vorstands Finanzen und Controlling

Dr. Walter Bickel (ab 17.11.2009)

Grünwald, Mitglied des Vorstands Chief Operating Officer (COO) Alvarez & Marsal Deutschland GmbH, München** Albert Ziegler GmbH & Co. KG

Stephan Schulak (ab 1.10.2009) Rohrbach, Mitglied des Vorstands Finanzen und Controlling

* Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

** Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

*** Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

ANTEILSBESITZLISTE DER KUKA AKTIENGESELLSCHAFT

Stand 31. Dezember 2009

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Name und Sitz der Gesellschaften Währung Anteil am Kapital

%
Eigenkapital in Tsd. Landeswährung Jahresüberschuss in Tsd. Landeswährung Art der Einbeziehung Segment
DEUTSCHLAND
KUKA Roboter GmbH, Augsburg* EUR 100,00 25.520 01 K ROB
KUKA Systems GmbH, Augsburg* EUR 100,00 30.076 01 K SYS
HLS Ingenieurbüro GmbH, Augsburg EUR 100,00 2.821 161 K SYS
KUKA Dienstleistungs-GmbH, Augsburg* EUR 100,00 2.173 01 K SON
Bopp & Reuther Anlagen- Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim3 EUR 100,00 33.300 -1.523 K SON
IWKA Packaging GmbH, Augsburg*3 EUR 100,00 47.492 01 K SON
Freadix FryTec GmbH, Augsburg3 EUR 100,00 45 -3 NK SON
IWK Unterstützungseinrichtung GmbH, Karlsruhe EUR 100,00 26 0 NK SON
KUKA Unterstützungskasse GmbH, Augsburg EUR 100,00 25 0 NK SYS
Schmidt Maschinentechnik GmbH, Niederstotzingen3 EUR 100,00 -6.388 0 NK SYS
Institut für angewandte Systemtechnik Bremen GmbH, Bremen4 EUR 11,25 434 5 B SYS
SONSTIGES EUROPA
HLS Czech s.r.o., Mlada Boleslav/Tschechien CZK 100,00 7.766 865 K SYS
KUKA Automatisering + Robots N.V., Houthalen/Belgien EUR 100,00 1.092 -935 K SYS
KUKA Automatisme + Robotique S.A.S., Villebon-sur-Yvette/Frankreich EUR 100,00 4.058 -277 K ROB
KUKA Automotive N.V., Houthalen/Belgien EUR 100,00 512 214 K SYS
KUKA Enco Werkzeugbau spol. s.r.o., Dubnica nad Váhom/Slowakei EUR 65,00 2.974 159 K SYS
KUKA Finance B.V., Rotterdam/Niederlande EUR 100,00 846 53 K SON
KUKA Nordic AB, Västra Frölunda/Schweden SEK 100,00 9.332 -3.183 K SYS
KUKA Roboter Austria GmbH, Linz/Österreich EUR 100,00 560 91 K ROB
KUKA Roboter Italia S.P.A., Rivoli/Italien EUR 100,00 3.478 -2.123 K ROB
KUKA Roboter Schweiz AG, Dietikon/Schweiz CHF 100,00 2.630 199 K ROB
KUKA Robotics Hungária Ipari Kft., Taksony/Ungarn EUR 100,00 10.832 321 K ROB
KUKA Robotics OOO, Moskau/Russland RUB 100,00 13.681 -184 K ROB
KUKA Robots IBÉRICA, S.A., Vilanova i la Geltrú/Spanien EUR 100,00 718 -1.409 K ROB
KUKA S-BASE s.r.o., Roznov p.R./Tschechien CZK 100,00 4.661 -3.039 K SYS
KUKA Sistemy OOO, Togliatti/Russland RUB 100,00 19.802 -3.255 K SYS
KUKA Systems France S.A., Montigny/Frankreich EUR 100,00 -15.744 -16.445 K SYS
Thompson Friction Welding Ltd., Halesowen/Großbritannien GBP 100,00 5.038 -105 K SYS
Metaalwarenfabriek 's-Hertogenbosch B.V., 's-Hertogenbosch/Niederlande35 EUR 100,00 -966 -10 NK SON
AG Novosibirsk Fleischkonservenkombinat, Novosibirsk/Russland6 RUB 10,00 - - B SON
NORDAMERIKA
KUKA Systems Corporation North America, Sterling Heights/USA, einschließlich2 USD 100,00 121.087 19.610 K SYS
KUKA Assembly and Test Corp., Saginaw/USA USD 100,00 - - K SYS
KUKA Robotics Corp., Sterling Heights/USA USD 100,00 - - K ROB
KUKA Toledo Production Operations LLC,
Clinton Township, Michigan/USA USD 100,00 - - K SYS
KUKA Systems de Mexico, S. de R.L. de C.V., Mexico City/Mexiko MXN 100,00 - - K SYS
KUKA Recursos, S. de R.L. de C.V., Mexico City/Mexiko MXN 100,00 - - K SYS
KUKA Robotics Canada Ltd., Saint John, NB/Kanada CAD 100,00 237 -543 K ROB
KUKA de Mexico S. de R.L. de C.V., Mexico City/Mexiko MXN 100,00 39.273 6.221 K ROB
SÜD- UND MITTELAMERIKA
KUKA Roboter do Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien BRL 100,00 11 -713 K ROB
KUKA Systems do Brasil Ltda., São Bernardo do Campo SP/Brasilien BRL 100,00 -314 750 K SYS
ASIEN
HLS Autotechnik (India) Pvt. Ltd., Pune/Indien INR 100,00 9.128 -1.936 K SYS
Hung Viet International Company Limited, Ho Chi Minh City/Vietnam VND 75,10 544.458 -84.312 K SYS
KUKA Automation Equipment (India) Pvt. Ltd, Pune/Indien INR 100,00 28.557 -7.429 K SYS
KUKA Automation Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China CNY 100,00 -6.548 14.870 K SYS
KUKA Flexible Manufacturing Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China CNY 100,00 38.261 691 K SYS
KUKA Robot Automation Malaysia Sdn BhD, Kuala Lumpur/Malaysia MYR 99,99 8.245 746 K ROB
KUKA Robot Automation Taiwan Co. Ltd., Chung-Li City/Taiwan TWD 99,90 -63.922 -13.383 K ROB
KUKA Robotics (India) Pvt. Ltd, Haryana/Indien INR 100,00 29.278 -285 K ROB
KUKA Robotics Japan K.K., Tokio/Japan JPY 100,00 126.105 -202.204 K ROB
KUKA Robotics Korea Co., Ltd., Kyunggi-Do/Südkorea KRW 100,00 2.319.503 304.985 K ROB

* Gesellschaften, die von der Befreiungsregelung des 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB Gebrauch gemacht haben

1 nach Ergebnisabführung

2 gemäß konsolidierter Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

3 Mantelgesellschaft

4 Jahresabschluss 31.12.2008

5 Jahresabschluss 30.6.2009

6 keine Angaben

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Art der Einbeziehung
K vollkonsolidierte Gesellschaften per 31.12.2009
NK nichtkonsolidierte Gesellschaften per 31.12.2009
B Gesellschaften, mit denen per 31.12.2009 ein Beteiligungsverhältnis besteht

Geschäftsbereich

ROB ROBOTICS

SYS SYSTEMS

SON SONSTIGE

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Augsburg, 10. März 2010

KUKA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Till Reuter

Dr. Walter Bickel

Stephan Schulak

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Bilanz, Entwicklung des Eigenkapitals und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Pflichtgemäß weisen wir darauf hin, dass der Bestand des Konzerns durch Risiken bedroht ist, die im Abschnitt Risikobericht des Konzernlageberichts dargestellt sind. Dort wird auf die im März 2010 mit den Konsortialbanken vereinbarte Kreditfinanzierung verwiesen, die verschiedene Auflagen und Bedingungen im Zusammenhang mit der erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierung des KUKA Konzerns vorsehen.

München, 11. März 2010

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Alexander Winter, Wirtschaftsprüfer

ppa. Holger Graßnick, Wirtschaftsprüfer

BILANZ zum 31. Dezember 2009

der KUKA Aktiengesellschaft

AKTIVA

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T € 31.12.2008 31.12.2009
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.416 2.912
Sachanlagen 15.545 15.720
Finanzanlagen 214.006 214.006
232.967 232.638
UMLAUFVERMÖGEN
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 147.987 107.401
Sonstige Vermögensgegenstände 26.330 17.799
174.317 125.200
Wertpapiere des Umlaufvermögens 16.632 15.477
Flüssige Mittel 4.082 34.851
195.031 175.528
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 125 115
428.123 408.281
PASSIVA
T € 31.12.2008 31.12.2009
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 69.160 76.076
Kapitalrücklage 18.666 39.680
Rücklage für eigene Anteile 16.632 15.477
Bilanzgewinn/-verlust 32.113 -71.989
136.571 59.244
RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen für Pensionen 12.259 12.075
Steuerrückstellungen 4.261 6.495
Sonstige Rückstellungen 25.757 20.991
42.277 39.561
VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.214 40.203
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 692 633
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 209.215 263.445
Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen 2.483 2.419
Sonstige Verbindlichkeiten 6.671 2.776
249.275 309.476
428.123 408.281

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

der KUKA Aktiengesellschaft

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T € 2008 2009
Sonstige betriebliche Erträge 15.781 18.481
Personalaufwand -10.170 -12.589
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.201 -2.191
Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.703 -31.371
Beteiligungsergebnis 24.455 -65.501
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.054 10.145
Abschreibungen und Zuschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -21.295 -1.155
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -12.289 -10.694
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT -11.368 -94.875
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12.553 -10.382
JAHRESÜBERSCHUSS/-FEHLBETRAG 1.185 -105.257
Gewinnvortag aus dem Vorjahr 47.560 32.113
Einstellung in die Rücklage/Entnahme aus den Rücklagen für eigene Anteile -16.632 1.155
BILANZGEWINN/-VERLUST 32.113 -71.989

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der KUKA Aktiengesellschaft sind Auszüge aus dem vollständigen Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft (AG-Bericht).

Dieser Jahresabschluss wurde von der PricewaterhouseCoopers AG geprüft und mit Datum vom 11. März 2010 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Eine Kopie des vollständigen Jahresabschlusses der KUKA Aktiengesellschaft kann bei der KUKA Aktiengesellschaft, Investor Relations, Postfach 43 12 69 in 86072 Augsburg angefordert werden.

FINANZKALENDER

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11. Mai 2010 Zwischenbericht erstes Quartal
03. August 2010 Zwischenbericht erstes Halbjahr
09. November 2010 Zwischenbericht erste neun Monate
02. Februar 2011 vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2010
16. März 2011 Bilanzpressekonferenz, München
16. März 2011 DVFA-Analystenkonferenz, Frankfurt am Main
29. April 2011 Hauptversammlung, Augsburg
11. Mai 2011 Zwischenbericht erstes Quartal
03. August 2011 Zwischenbericht erstes Halbjahr
09. November 2011 Zwischenbericht erste neun Monate

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr intensiv mit der Situation der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns befasst sowie den Vorstand im Interesse der Aktionäre und Arbeitnehmer überwacht und beraten. Er ließ sich vom Vorstand zeitnah und eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und finanzielle Lage der Gesellschaft unterrichten, u.a. durch die periodische Berichterstattung über die wesentlichen Kennzahlen des Konzerns (z.B. Auftragseingang, Umsatz, Auftragsbestand, EBIT, Return on Capital Employed). Gegenstand der Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat waren neben der beabsichtigten Geschäftspolitik auch grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, wie die Finanz-, Investitions- und Personalplanung. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen sowie von den Budgets wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und anhand der vorgelegten Unterlagen von ihm überprüft. Außerdem berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat periodisch über die operative Entwicklung und über die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Teil der periodischen Berichterstattung waren auch das Risikomanagement sowie das Compliance Management. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden, bei besonders wichtigen oder eilbedürftigen Projekten auch zwischen den regelmäßigen Sitzungen. Bei Notwendigkeit fasste er Beschlüsse auch im schriftlichen Verfahren.

Die in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelten Zustimmungsvorbehalte für bestimmte Geschäfte des Vorstands sind beachtet worden. Bei seiner Tätigkeit hat der Aufsichtsrat auch die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit, Rechtmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung durch den Vorstand mit einbezogen.

Der jeweilige Vorsitzende des Aufsichtsrats hielt engen Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dem jeweiligen Vorsitzenden, um über unternehmerisch bedeutsame Entwicklungen und anstehende Entscheidungen unterrichtet zu sein und dem Vorstand beratend zur Seite stehen zu können. Auch außerhalb von Sitzungen des Aufsichtsrats fand ein regelmäßiger Austausch zwischen den jeweiligen Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden statt.

VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND IM VORSTAND

Im Zuge von Veränderungen in der Aktionärsstruktur bei der KUKA Aktiengesellschaft und des schrittweisen Erwerbs von Anteilen durch die Grenzebach Maschinenbau GmbH sowie durch die Rinvest AG/Schweiz kam es im Jahr 2009 zu einer Reihe von personellen Veränderungen auf der Anteilseignerseite des Aufsichtsrats und in der Besetzung des Vorstands.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der KUKA Aktiengesellschaft am 29. April 2009 wurden die Herren Bernd Minning und Dr. Till Reuter zu neuen Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Die Herren Pepyn R. Dinandt und Helmut Gierse sind mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2009 aus dem Kontrollgremium ausgeschieden.

Herr Walter Prues, Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer, schied am 30. Juni 2009 aus Altersgründen aus dem Gremium aus. Sein Mandat hat seit dem 1. Juli 2009 Frau Carola Leitmeir inne.

Angesichts des Verlangens des Großaktionärs Grenzebach Maschinenbau GmbH auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung haben die übrigen Aufsichtsräte der Anteilseignerseite ihren Rücktritt erklärt. Auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 3. September 2009 erklärten die Mitglieder Dr. Rolf Bartke (Vorsitzender), Dr. Reiner Beutel, Dr. Helmut Leube und Dr. Herbert Meyer, ihre Aufsichtsratsmandate mit Wirkung zum Ablauf des 18. September 2009 niederzulegen und zu diesem Zeitpunkt aus dem Aufsichtsrat auszuscheiden. Das Amtsgericht Augsburg hat auf entsprechende Anträge am 18. September 2009 die Herren Prof. Dr. Dirk Abel, Dr. Uwe Ganzer, Prof. Dr. Uwe Loos und Guy Wyser-Pratte bestellt. Durch die gerichtliche Bestellung verfüge der Aufsichtsrat wieder über die vorgeschriebene Anzahl von zwölf Mitgliedern. Auf der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat gab es keine Veränderungen. Der Aufsichtsrat der KUKA Aktiengesellschaft hat am 21. September 2009 Herrn Dr. Till Reuter zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bleibt Herr Jürgen Kerner.

In seiner Sitzung vom 29. September 2009 beschloss der Aufsichtsrat eine Neuordnung der Vorstandsressorts. Dr. Till Reuter, Aufsichtsratsvorsitzender der KUKA Aktiengesellschaft, wurde ab dem 1. Oktober 2009 gemäß § 105 Abs. 2 AktG für die Dauer von bis zu einem Jahr zum Vorstandsvorsitzenden bestellt, soweit die Voraussetzungen einer Bestellung auf dieser Grundlage nicht bereits vorher entfallen. Den Aufsichtsratsvorsitz legte Dr. Reuter in der Sitzung vom 29. September 2009 nieder; sein Aufsichtsratsmandat ruht für die Zeit seiner Bestellung als Vorstandsmitglied. Zu seinem Nachfolger als Aufsichtsratsvorsitzender wählte der Aufsichtsrat Herrn Bernd Minning mit Wirkung vom selben Tage.

Bereits in der Sitzung am 3. September 2009 hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Bartke mit den Vorstandsmitgliedern Dr. Horst J. Kayser (Vorstandsvorsitzender) und Dr. Matthias J. Rapp (Vorstand Finanzen und Controlling) Aufhebungsvereinbarungen verhandelt, die unter anderem eine Beendigung der Vorstandstätigkeit durch Amtsniederlegung seitens der Vorstandsmitglieder mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2009 vorsahen. Zum Finanzvorstand wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 29. September 2009 Herr Stephan Schulak berufen, der das Amt am 1. Oktober 2009 antrat. Mit Wirkung vom 17. November 2009 wurde zudem Dr. Walter Bickel zum Chief Operating Officer (COO) und für ein Jahr zum Mitglied des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft berufen. Er konzentriert sich auf die Umsetzung des laufenden Kostensenkungsprogramms. Interessenkonflikte von Vorstandsmitgliedern traten im Berichtszeitraum nicht auf.

AUFSICHTSRATSSITZUNGEN UND SITZUNGEN SEINER AUSSCHÜSSE

Im Geschäftsjahr 2009 trat der Aufsichtsrat zu sechs ordentlichen Sitzungen sowie zu neun außerordentlichen Sitzungen zusammen.

Am 10. März 2009 standen die Jahresabschlüsse der KUKA Aktiengesellschaft und des KUKA Konzerns für das Geschäftsjahr 2008 sowie die Beschlussvorlagen für die Tagesordnung der am 29. April 2009 durchgeführten Hauptversammlung im Mittelpunkt der Beratungen.

In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 14. März 2009 wurden die Aufsichtsratsmitglieder über die Kontakte des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstands zum Investor Grenzebach Maschinenbau GmbH informiert.

In einer weiteren außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 2. April 2009 beschäftigte sich das Gremium mit Ergänzungsanträgen der Grenzebach Maschinenbau GmbH vom 24. und 26. März 2009 zur Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2009. Die KUKA Aktiengesellschaft veröffentlichte am gleichen Tag eine Stellungnahme zu den Ergänzungsanträgen.

In der Aufsichtsratssitzung am 29. April 2009 - unmittelbar vor der ordentlichen Hauptversammlung - stand neben der Vorbereitung der Hauptversammlung die Information zur wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns auf der Tagesordnung. Das Kontrollgremium wurde über die Ergebnisse der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats durch die Universität Witten/Herdecke informiert.

Die Aufsichtsratssitzung unmittelbar nach der Hauptversammlung am 29. April 2009 diente neben der Diskussion der Ergebnisse der Aktionärsversammlung den Ergänzungswahlen zum Personal- und Prüfungsausschuss. Erstmalig in der neuen Zusammensetzung mit den Vertretern des Großaktionärs im Aufsichtsrat führten die Mitglieder eine Diskussion zur wirtschaftlichen Lage und zur Strategie des Konzerns.

Zu einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung trat das Gremium am 20. Juli 2009 zusammen. Es beschäftigte sich mit der strategischen Ausrichtung des Konzerns sowie mit der Zusammenarbeit im Aufsichtsrat.

Der Aufsichtsrat traf sich zu einer weiteren außerordentlichen Sitzung am 3. September 2009. Die Mitglieder nahmen den von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young erstellten "Bericht zum Stand der Arbeiten zum Sanierungskonzept KUKA" entgegen. Wie bereits ausgeführt, erklärten die Mitglieder Dr. Bartke, Dr. Beutel, Dr. Leube und Dr. Meyer die Niederlegung ihrer Aufsichtsratsmandate. Die ausscheidenden Aufsichtsräte gaben persönliche Erklärungen ab. Der Aufsichtsrat stimmte zudem Aufhebungsvereinbarungen mit den Vorständen Dr. Kayser und Dr. Rapp zu. Die Grenzebach Maschinenbau GmbH nahm daraufhin ihren zuvor gestellten Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung zurück.

Am 20. und 21. September 2009 tagte der Aufsichtsrat in außerordentlicher Sitzung zunächst unter Leitung von Jürgen Kerner und später unter der Leitung des neuen Vorsitzenden Dr. Till Reuter. Zunächst wurden die Mitglieder der Ausschüsse gewählt, bevor die wirtschaftliche Lage des Konzerns im Mittelpunkt stand und mit den Vorsitzenden der Geschäftsbereiche über das Sanierungskonzept von Ernst & Young beraten wurde.

In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 25. September 2009 stand die Zusammenarbeit mit den Banken im Vordergrund. Erörtert wurden zudem Personalien im Vorstand. Diese Sitzung wurde als außerordentliche Aufsichtsratssitzung am 28. September 2009 fortgesetzt. Der Aufsichtsrat wurde über den Stand der Bankengespräche informiert und vertagte sich auf den Folgetag.

In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 29. September 2009 wurden die Herren Dr. Till Reuter (Vorsitzender) und Stephan Schulak als Vorstände vorgeschlagen und mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 bestellt. Außerdem wählte der Aufsichtsrat Herrn Bernd Minning mit Wirkung vom 29. September 2009 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats.

In der Aufsichtsratssitzung am 21. Oktober 2009 beschäftigte sich das Gremium mit dem Status der Bankengespräche, der laufenden Geschäftsentwicklung und dem Restrukturierungskonzept des Konzerns sowie mit der Geschäftsordnung und Geschäftsverteilung im Vorstand.

Auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 6. November 2009 stimmte der Aufsichtsrat der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital mit Bezugsrechtsausschluss zu.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 16. November 2009 waren Informationen des Vorstands zu den Bankengesprächen, zu Strukturmaßnahmen im Konzern und Vorstandsangelegenheiten (Bestellung Dr. Walter Bickel).

Die letzte Aufsichtsratssitzung des Jahres fand am 7. Dezember 2009 statt. Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung standen Kostensenkungsmaßnahmen und die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat auf dem Sitzungsplan.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Jahr 2009 an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen während ihrer jeweiligen Amtszeit teilgenommen (Ziffer 5.4.7 Corporate Governance Kodex - CGK). Weitere Ausführungen zur Corporate Governance sind im gleichnamigen Bericht enthalten, welcher Bestandteil des Geschäftsberichts ist.

Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse gebildet: Den Personalausschuss, den Prüfungsausschuss und einen Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG. Ein Nominierungsausschuss gemäß Ziffer 5.3.3 CGK wurde ebenfalls gebildet. Personalausschuss, Vermittlungsausschuss und Nominierungsausschuss wurden bis zum 18. September 2009 durch Dr. Rolf Bartke geführt, ihm folgten ab 21. September 2009 Dr. Till Reuter sowie ab 29. September 2009 Bernd Minning. Der Vorsitz im Prüfungsausschuss ging am 21. September 2009 von Dr. Herbert Meyer auf Dr. Uwe Ganzer über. Vorsitzender des neu geschaffenen Technologie- und Produktionsausschusses ist Prof. Dr. Uwe Loos (seit dem 21. September 2009). Ebenfalls neu geschaffen wurde der Strategie- und Entwicklungsausschuss, der durch Dr. Till Reuter (21. September bis 29. September 2009) und Bernd Minning (seit dem 29. September 2009) geführt wird.

Der Personalausschuss tagte im abgelaufenen Jahr zehn Mal und befasste sich bestimmungsgemäß mit Vorstands- und dessen Vertragsangelegenheiten. Schwerpunktmäßig erörterte der Personalausschuss die Wechsel im Vorstand im Laufe des Berichtsjahres. Über die Besprechungspunkte und -beschlüsse wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats jeweils durch den Ausschussvorsitzenden informiert.

Der Prüfungsausschuss trat zu acht Sitzungen zusammen. Gegenstand waren neben der Durchsprache des Jahresabschlusses u.a. die Vorbereitung der jeweiligen Quartalsabschlüsse, die Berichterstattung über das Risikomanagement sowie die Refinanzierung der Gesellschaft. Der Prüfungsausschuss begleitete die Tätigkeit des Aufsichtsrats und des Vorstands intensiv und gab dem Gremium wichtige Hinweise zur Vorbereitung von Beschlussfassungen.

Der Strategie- und Entwicklungsausschuss tagte an einem Termin und ließ sich zu Details der Strategie informieren. Der Technologie- und Produktionsausschuss hatte zwei Zusammenkünfte und beschäftigte sich mit Fragen der Ablauforganisation im Unternehmen und mit Einkaufsprozessen.

Der Ausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG tagte nicht. Der Nominierungsausschuss gemäß Ziffer 5.3.3 CGK tagte mehrfach.

UNABHÄNGIGKEIT UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erfüllen und erfüllten die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Corporate Governance Kodex. Interessenkonflikte im Sinne von Ziffer 5.5 des Corporate Governance Kodex sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten. Aufsichtsrat und Vorstand gaben gleich lautende Entsprechenserklärungen nach § 161 Aktiengesetz ab. Die jährlichen Beschlussfassungen erfolgten am 23. Februar 2009 durch den Vorstand und am 24. Februar 2009 durch den Aufsichtsrat.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM ABSCHLUSSPRÜFER

Den Jahresabschluss und den Lagebericht der KUKA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2009 sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2009 hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG (PwC), Frankfurt am Main, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen war auch das Risikomanagementsystem des KUKA Konzerns Gegenstand der Abschlussprüfung. Außerdem ist der Halbjahresfinanzbericht des KUKA Konzerns zum 30. Juni 2009 einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen worden. Der Konzernabschluss der KUKA Aktiengesellschaft wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.

Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss des Aufsichtrats entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2009 vergeben. Vor Vergabe des Auftrags zur Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzerns erörterten der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Abschlussprüfer detailliert Prüfungsschwerpunkte und Prüfungsinhalte. Dabei wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe während der Prüfung unverzüglich zu unterrichten war, soweit solche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe nicht unverzüglich beseitigt wurden. Außerdem wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergaben, unverzüglich berichtet. Der Abschlussprüfer hatte des Weiteren den Aufsichtsrat zu informieren bzw. in seinem Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellte, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung nach § 161 Abs. 1 Satz 1 AktG ergaben. Des Weiteren hat der Prüfungsausschuss die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 CGK eingeholt und die Unabhängigkeit des Prüfers überwacht. Behandelt wurde ferner die Vergabe von Aufträgen für nicht prüfungsbezogene Dienstleistungen an den Abschlussprüfer. Wie in den vergangenen Jahren - jeweils zu anderen Themen - wurden für die Prüfung im Geschäftsjahr 2009 Schwerpunkte wie z.B. die Prüfung der Werthaltigkeit von Forderungen mit dem Abschlussprüfer festgelegt. Bei diesen Punkten hat die Prüfung keine wesentlichen Beanstandungen zur Folge gehabt. Der Abschlussprüfer unterrichtete im Dezember 2009 den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ausführlich über die Vorprüfungsergebnisse. Der Abschlussprüfer hat auch darauf geachtet, unverzüglich über alle für die Arbeit des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen zu informieren, die ihm bei der Durchführung der Abschlussprüfung zur Kenntnis kamen.

Wegen der auftragsgemäß erfolgten prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2009 nahm der Abschlussprüfer an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 3. August 2009 teil.

In einer gemeinsamen Sitzung mit dem Abschlussprüfer befasste sich der Prüfungsausschuss am 9. März 2010 mit den beiden Jahresabschlüssen - auch unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers - und ließ sich diese schwerpunktmäßig von Vorstand und Abschlussprüfer erläutern. Die dabei von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses gestellten Fragen wurden beantwortet, die Abschlussunterlagen im Einzelnen mit dem Abschlussprüfer durchgegangen, diskutiert und geprüft sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Prüfungsausschuss berichtete dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse seiner Sitzung und seiner Prüfung in dessen Sitzung am 14. März 2010 und empfahl ihm, den Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft und den Jahresabschluss des KUKA Konzerns zu billigen.

Der Aufsichtsrat prüfte die Abschlussvorlagen und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Die Prüfungsberichte von PricewaterhouseCoopers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Der Abschlussprüfer nahm an der Aufsichtsratssitzung über den Jahresabschluss am 14. März 2010 teil, um über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten und ergänzende Auskünfte zu erteilen. Der Abschlussprüfer erläuterte im Einzelnen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sowie des Konzerns. Der Abschlussprüfer berichtete darüber hinaus, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorlägen. Außerdem informierte er darüber, dass keine Umstände vorlägen, die seine Befangenheit begründen lassen, sowie über Leistungen, die er zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbracht hat. Die dabei vom Aufsichtsrat gestellten Fragen wurden beantwortet, die Abschlussunterlagen im Einzelnen mit dem Abschlussprüfer durchgegangen, vom Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen diskutiert und geprüft. Die Prüfungsberichte wurden mit dem Abschlussprüfer erörtert und dazu vorhandene Fragen vom Abschlussprüfer beantwortet.

JAHRESABSCHLUSS 2009 FESTGESTELLT

Der Aufsichtsrat erhebt in Kenntnis und unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses sowie der Berichte des Abschlussprüfers und seiner Erläuterungen in der Sitzung am 14. März 2010 nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen und schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Die Berichte des Abschlussprüfers entsprechen nach seiner Überzeugung den gesetzlichen Anforderungen nach den §§ 317 und 321 HGB.

Der Aufsichtsrat hat sich von der Vollständigkeit des Lageberichts und des Konzernlageberichts überzeugt. Die vom Vorstand getroffenen Einschätzungen im Lagebericht und im Konzernlagebericht stimmen mit dessen Berichten an den Aufsichtsrat überein, und die Aussagen der beiden Berichte decken sich auch mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat auch gegen den Lagebericht und den Konzernlagebericht keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat billigte in seiner Bilanzsitzung am 14. März 2010 den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2009 aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht, einschließlich des Vergütungsberichts und des erläuternden Berichts des Vorstands der KUKA Aktiengesellschaft zu den Angaben nach den §§ 289 Abs. 4 und 5 und 315 Abs. 4 HGB, welche Bestandteil des Lageberichts und des Konzernlageberichts sind. Der Jahresabschluss der KUKA Aktiengesellschaft ist damit festgestellt.

Ebenso billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2009 aufgestellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der KUKA Aktiengesellschaft.

DANK AN DIE MITARBEITER

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Jahr 2009 geleistete Arbeit, für das hohe Engagement und die Treue zum Unternehmen. Es sind die Mitarbeiter, die mit ihrer Motivation und ihrem Willen zur Leistung die Technologieführerschaft von KUKA begründet und weiterentwickelt haben. Jedem Einzelnen von ihnen gebührt dafür Dank. Darüber hinaus gilt unser Dank den Mitgliedern des Vorstands, den Geschäftsführungen und den gewählten Belegschaftsvertretungen. Alle erbrachten Leistungen dienen dem Wohle des Unternehmens, seiner Kunden und seiner Aktionäre.

Augsburg, 14. März 2010

Der Aufsichtsrat

Bernd Minning, Vorsitzender

ENTSPRECHUNGSERKLÄRUNG 2010

Die gleich lautenden Entsprechenserklärungen des Vorstands (02.03.2010) und des Aufsichtsrats (05.03.2010) nach § 161 AktG und nach Maßgabe des CGK in der Fassung vom 18. Juni 2009 lauten wie folgt:

1. "Für die bis einschließlich 30. September 2009 amtierenden Vorstandsmitglieder wich die KUKA Aktiengesellschaft von der Empfehlung in Ziffer 3.8. Satz 4 CGK alte Fassung und von der Wiedergabe der gesetzlichen Regelung in Ziffer 3.8. Satz 4 CGK insoweit ab, als die D&O-Versicherung für diese nur einen geringen Selbstbehalt vorsah. Die KUKA Aktiengesellschaft hielt diesen Selbstbehalt für ausreichend, um ein pflichtgemäßes und am Gesellschaftsinteresse ausgerichtetes Handeln der Vorstandsmitglieder zu gewährleisten. Für die mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2009 oder später neu bestellten Vorstandsmitglieder wurde in den Dienstverträgen den gesetzlichen Anforderungen an den Selbstbehalt nach § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG neue Fassung Rechnung getragen. Diese Vorstandsmitglieder werden allerdings noch von der bereits vor Änderung des § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG abgeschlossenen D&O-Gruppenpolice erfasst, die nur einen geringen Selbstbehalt vorsieht. Im Einklang mit der Übergangsvorschrift in § 23 Abs. 1 Satz 1 EGAktG wird diese Gruppenpolice mit Wirkung zum 1. Juli 2010 angepasst werden.
2. Die KUKA Aktiengesellschaft weicht für den Aufsichtsrat von der Empfehlung in Ziffer 3.8 Satz 4 CGK alte Fassung und Ziffer 3.8 Satz 5 neue Fassung CGK ab. Der in der als Gruppenvertrag abgeschlossenen Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (so genannte D&O-Versicherung) für die Mitglieder des Aufsichtsrats vorgesehene Selbstbehalt wird mit Wirkung zum 1. Januar 2010 aufgehoben. Die KUKA Aktiengesellschaft ist der Ansicht, dass ein Selbstbehalt für die Aufsichtsratsmitglieder nicht erforderlich ist, um diese zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Überwachungsaufgabe anzuhalten.
3. Abweichend von Ziffer 4.2.3 Satz 3 CGK neue Fassung erhält das Vorstandsmitglied Dr. Bickel ausschließlich ein Fixgehalt und keinen variablen Vergütungsbestandteil. Die Zahlung einer variablen Vergütung erscheint der Gesellschaft nicht geboten, weil Herr Dr. Bickel zunächst für die Dauer eines Jahres zum Mitglied des Vorstands bestellt wurde. Nach Ansicht der KUKA Aktiengesellschaft kann bei einer Tätigkeit für einen derart kurzen Zeitraum durch variable Vergütungskomponenten keine sinnvolle langfristige Anreizwirkung erzielt werden.
4. Die Vorstandsverträge der aktuellen Vorstandsmitglieder enthalten keine begrenzende Regelung bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund (Ziffer 4.2.3 Satz 11 neue Fassung). Die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps erschien der Gesellschaft angesichts der kurzen Laufzeit der Vorstandsverträge entbehrlich. Der Vorstandsvertrag von Herrn Schulak hat eine Laufzeit von drei Jahren, die Vorstandsverträge der übrigen Vorstandsmitglieder jeweils von einem Jahr.
5. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ausschließlich eine feste Vergütung (Ziffer 5.4.6 Satz 4 CGK). Der Aufsichtsrat ist nach Prüfung verschiedener variabler Vergütungsmodelle und nach eingehender interner und externer Beratung der Überzeugung, dass unter Berücksichtigung seiner Unabhängigkeit und aller wesentlicher Aspekte, insbesondere der gesetzlichen Aufgaben des Aufsichtsrats, der Wahlperioden seiner Mitglieder sowie der nach wie vor bestehenden Rechtsunsicherheit, eine feste Vergütung eine aus Corporate Governance Gesichtspunkten angemessene Vergütungsstruktur darstellt.

Im Übrigen erfüllt die KUKA Aktiengesellschaft auch nahezu alle Anregungen, welche der Kodex enthält"

Augsburg, den 08.03.2010

Der Vorstand