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K+S AG — Management Reports 2020
May 19, 2020
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Management Reports
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K+S Aktiengesellschaft
Kassel
Jahresabschluss der K+S Aktiengesellschaft
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
GESCHÄFTSMODELL
K+S versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten für die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir aus Produktionsstätten im Wesentlichen in Europa, Nord- und Südamerika sowie über ein weltweites Vertriebsnetz.
Unternehmensprofil
Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2030 haben wir eine neue Struktur im Sinne einer "One Company" geschaffen. Damit wollen wir verstärkt Synergiepotenziale heben.
MATRIXSTRUKTUR
In unserer Matrixorganisation verknüpfen wir regional orientierte operative Einheiten 1 mit marktorientierten Kundensegmenten 2 und zentralen Exzellenzfunktionen, um deren jeweilige Stärke in Projekten und Lösungen für unsere Kunden überall nutzbar zu machen. Damit wollen wir Silos aufbrechen und Teams über Bereichs- und Ländergrenzen hinweg stärker vernetzen.
Während wir das operative Geschäft in den beiden operativen Einheiten Europe+ und Americas führen (siehe Abschnitt "Operative Einheiten"), sollen die Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden die gemeinsamen Kundeninteressen bündeln. Die Kundensegmente finden sich in den operativen Einheiten wieder und werden auch global betrachtet. In diesen wollen wir Innovationen vorantreiben, Megatrends verfolgen, neue Märkte entwickeln und das gruppenweite Produktportfolio gestalten. Außerdem sind sie der Motor für Wachstumsinitiativen und Investitionen. Die Einheit "Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence" bündelt die vier Kundensegmente. Sie ist dafür verantwortlich, Strategien für diese zu entwickeln, kontinuierliche Prozess- und Technologieverbesserungen voranzutreiben, globale Leistungsindikatoren festzulegen und - in ihren jeweiligen Excellence-Funktionen - einen regionalübergreifenden Vergleich zu gewährleisten.
K+S-MATRIXSTRUKTUR
B. 1

1 Segmente im Sinne des IFRS 8.
2 Keine Segmente im Sinne des IFRS 8.
Der Bereich "Operations and Technical Excellence Center" (OTEC) soll zur angewandten Forschung von K+S beitragen und das Wachstum durch die Einführung neuer Technologien, Prozessverbesserungen, neuer Produktentwicklungen und Anwendungen sichern.
Die Zentralfunktionen setzen als Business Partner der operativen Einheiten Standards, definieren Prozesse und erheben Kennzahlen. Außerdem unterstützen sie den Vorstand und nehmen gruppenweit Governance-Aufgaben wahr.
OPERATIVE EINHEITEN
Wir führen das operative Geschäft in zwei Einheiten (Segmente im Sinne des IFRS 8), in die sich auch die Segmentberichterstattung ab dem Berichtsjahr 2019 gliedert:
| ― | Operative Einheit Europe+, bestehend aus dem ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte inkl. dem Werk Bethune, die frühere esco und den bisherigen Ergänzenden Aktivitäten (Entsorgung und Recycling, Tierhygieneprodukte, K+S TRANSPORT, CHEMISCHE FABRIK KALK) |
| ― | Operative Einheit Americas, bestehend aus MORTON SALT, K+S WINDSOR SALT und K+S SALT LA |
Die beiden operativen Einheiten sind in Kundensegmenten (keine Segmente im Sinne des IFRS 8) strukturiert und diese werden auch gruppenweit betrachtet.
Das Geschäft der Kundensegmente Industrie, Verbraucher und Gemeinden ist regional geprägt, da die Produkte für diese Segmente transportkostenabhängig sind. In der Marktbearbeitung gibt es viele Synergien zwischen Süd- und Nordamerika, aber aufgrund der großen räumlichen Distanz nur wenige zwischen Amerika und Europa. Diese Kundensegmente finden sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten.
Das Kundensegment Landwirtschaft, das ausschließlich der operativen Einheit Europe+ zuzuordnen ist, agiert in einem globalen Umfeld. Wir liefern Kaliprodukte aus Deutschland und Kanada in die ganze Welt. Zwar gibt es bei der Marktbearbeitung wenig Synergien zwischen Landwirtschaft und den anderen Kundensegmenten; aufgrund der räumlichen Nähe der Kali- und Salzbergwerke innerhalb Deutschlands bestehen jedoch vielfältige Synergien in Bezug auf Produktion, Technik und Logistik, die wir verstärkt nutzen wollen.
Die operativen Einheiten haben den direkten, engen Draht zum Kunden. Für die optimale Marktbearbeitung haben beide Einheiten die Verantwortung für die gesamte Wertschöpfungskette von der Absatzplanung über die Produktion sowie Marketing und Vertrieb bis hin zur Auslieferung. Sie entwickeln auf Basis der zentralen Strategien mittelfristige Umsetzungskonzepte für ihre Märkte und implementieren zentrale Produktionsstandards.
KUNDENSEGMENTE
LANDWIRTSCHAFT: WIR WOLLEN LANDWIRTEN BEI DER SICHERUNG DER WELTERNÄHRUNG HELFEN
Wir verkaufen unsere Düngemittel auf nahezu allen Kontinenten dieser Welt. Sie werden beispielsweise zur Düngung auf den Weizenfeldern Europas, den Reisterrassen Asiens und den Kaffeeplantagen Südamerikas genutzt.
Das Kundensegment Landwirtschaft findet sich ausschließlich in der operativen Einheit Europe+ und war zuvor im ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte abgebildet.
Produkte und Dienstleistungen
Die Produkte des Kundensegments werden als Pflanzennährstoff in der Landwirtschaft eingesetzt. Als Naturprodukte sind diese nach EU-Recht größtenteils auch für den ökologischen Landbau zugelassen. B.2
Kaliumchlorid:
Das universell einsetzbare mineralische Düngemittel Kaliumchlorid wird vor allem bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewendet. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf die Äcker gebracht, mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen zu sogenannten "bulk blends" gemischt oder alternativ als feinkörnige "Standard"-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet.
Düngemittelspezialitäten:
Die Düngemittelspezialitäten unterscheiden sich vom Kaliumchlorid entweder durch Chloridfreiheit, durch unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel, Natrium und Spurenelementen oder durch ihre Wasserlöslichkeit. Diese Produkte werden für Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z. B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchten, Wein oder Gemüse. Voll wasserlösliche Düngemittel werden z. B. im Bereich der Fertigation (Einsatz von Düngemitteln in Bewässerungssystemen) vor allem für Obst und Gemüse eingesetzt. Die Düngemittelspezialitäten werden unter den folgenden Produktmarken vertrieben: KALISOP(r), KORN-KALI(r), PATENTKALI(r), ESTA(r) KIESERIT, MAGNESIA-KAINIT(r), SOLUMOP(r), SOLUSOP(r), SOLUNOP(r), HORTISUL(r), EPSO TOP(r), EPSO MICROTOP(r), EPSO COMBITOP(r), EPSO BORTOP(r).
LANDWIRTSCHAFT - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN
B. 2
in %

Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen
Die Hälfte des Umsatzes des Kundensegments Landwirtschaft wird in Europa erzielt. Hier profitieren wir von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Weitere Absatzschwerpunkte liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, und in Asien. B.3
Gemessen an der Absatzmenge ist K+S weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten. Mit dem neuen Werk in Bethune, Kanada, konnte K+S den Anteil am Weltkaliabsatz auf rund 9 % steigern (Quelle: IFA, K+S). Auch Düngemittelspezialitäten spielen in unserem Produktportfolio eine wichtige Rolle. Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanische NUTRIEN sowie MOSAIC. Weitere bedeutende Wettbewerber sind die russischen Produzenten URALKALI und EUROCHEM, die weißrussische BELARUSKALI, die israelische ICL, die jordanische APC sowie die chilenische SQM.
LANDWIRTSCHAFT - UMSATZ NACH REGIONEN
B. 3
in %

INDUSTRIE: WIR WOLLEN LÖSUNGEN BIETEN, DIE INDUSTRIEN AM LAUFEN HALTEN
Haupteinsatzgebiet unserer Produkte im Industriebereich sind die Elektrolyse- und die Lebensmittelindustrien, wobei die Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten weit reicht - von pharmazeutischer Produktion bis hin zur Kupfergewinnung. Ernährungslösungen sowie Kosmetik- und Pflegeprodukte beinhalten ebenfalls unsere Mineralien. Mit unseren Produkten und unserer technischen Expertise für die Lebensmittelindustrie wollen wir einen wichtigen Beitrag für die Welternährung leisten.
Das Kundensegment Industrie findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher in beiden ehemaligen Geschäftsbereichen sowie den ehemaligen Ergänzenden Aktivitäten abgebildet.
Produkte und Dienstleistungen
K+S bietet eine breite Palette an höherwertigen Kali-, Magnesium- sowie Salzprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z. B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen, zur Verbesserung des Geschmacks und des Nährstoffgehalts von Nahrungsmitteln, bei der Herstellung von Glas, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechnologie, bei der Öl- und Gasexploration, in der Wasserenthärtung sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Ergänzend steht ein Sortiment für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierernährungsindustrie bereit. Zu den Produktmarken im Kundensegment Industrieprodukte gehören z. B.: APISAL(r), AXAL(r), BÄCKERSTOLZ(r), KADD(r), KASA(r), K-DRILL(r), MORTON(r) PUREX(r), MORTON(r) STAR FLAKE(r) DENDRITIC, NUTRIKS(r), SOLSEL(r). B.4
INDUSTRIE - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN
B. 4
in %

Als Dienstleistung für Dritte und als ergänzende Aktivität nutzt K+S außerdem teilweise Hohlräume unter Tage, die durch die Rohsalzgewinnung entstanden sind. Einerseits werden Abfälle durch die Einlagerung in Untertagedeponien sicher der Biosphäre entzogen. Andererseits werden sie verwertet, indem Hohlräume mit Rückständen aus der Rauchgasreinigung als Versatzbaustoffe gefüllt werden. Die für diesen Zweck genutzten Salzlagerstätten sind vom laufenden Betrieb der Rohstoffgewinnung getrennt, nicht durchlässig für Gas und Flüssigkeiten und von den grundwasserführenden Schichten abgeschottet. Eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren gewährleistet höchstmögliche Sicherheit. Für die Sekundäraluminiumindustrie bietet K+S eine Komplettleistung rund um das Recycling von Salzschlacken. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das Recycling über Tage von gering belasteten Baustoffen.
Am Standort Salzdetfurth werden darüber hinaus große Teile der übertägigen Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks genutzt, um für die MARS GMBH u. a. das bekannte Markenprodukt CATSAN(r) für den Tierhygienebedarf zu granulieren.
Die CHEMISCHE FABRIK KALK (CFK) betreibt Handel mit einer Auswahl an Basischemikalien wie Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium - und Magnesiumchlorid.
Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen
In Europa und in Nordamerika werden jeweils 50 % bzw. 55 % des Umsatzes des Kundensegments Industrie erzielt. Weitere Absatzregionen liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien. B.5
INDUSTRIE - UMSATZ NACH REGIONEN
B. 5
in %

Mit kali- und magnesiumhaltigen Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Herstellern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter. Bei Salzprodukten für die Lebensmittelindustrie, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen ist die K+S MINERALS AND AGRICULTURE neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE, GROUPE SALINS, WACKER CHEMIE und NOURYON (vorher: AKZONOBEL) führend in Europa. Bei der Untertageverwertung ist die K+S MINERALS AND AGRICULTURE (vormals K+S KALI GMBH) hauptsächlich in Europa tätig und dort führend. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON SALT und K+S WINDSOR SALT gehören neben CARGILL und COMPASS MINERALS zu den größten Salzproduzenten in Nordamerika.
VERBRAUCHER: WIR WOLLEN DAS LEBEN DER ENDVERBRAUCHER BEI NAHRUNG UND WASSERENTHÄRTUNG BEREICHERN
Wir sind weltweit mit verschiedenen Marken in Einkaufsregalen vertreten. Die Marke MORTON SALT hat dabei den größten Anteil in unserem Portfolio.
Das Kundensegment Verbraucher findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher sowohl im ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im ehemaligen Geschäftsbereich Salz abgebildet.
VERBRAUCHER - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN
B. 6
in %

Produkte und Dienstleistungen
Die K+S-Produkte für den Endverbraucher umfassen u. a. Tafelsalz, Salz zur Wasserenthärtung, Geschirrspülsalz und Auftausalz für Privathaushalte. Auch höherpreisige Produkte wie Meersalz, Himalayasalz, koscheres oder natriumreduziertes Salz gehören zum Portfolio. Haushaltspackungen mit Auftausalz für Endverbraucher runden die Produktpalette in diesem Segment ab. Als Produktmarken werden z. B. BIOSAL(r), DIAMANTE BRANCO(r), CEREBOS(r), LOBOS(r), MORTON(r), SALDORO(r), VATEL(r), WINDSOR(r) für Tafelsalze, CLEAN AND PROTECT(r), PURE AND NATURAL(r), REGENIT(r), SYSTEM SAVER(r) für die Wasserenthärtung sowie ACTION MELT(r), SAFE-T-PET(r), SAFE-T-POWER(r) für Auftausalze verwendet. B.6
Unsere höherpreisige deutsche Tafelsalzmarke SALDORO(r) haben wir im April 2018 einem Relaunch unterzogen. Im Jahr 2019 wurden bei der Einführung der Marke weitere Fortschritte erzielt: SALDORO ist bundesweit im Produktsortiment von mehr als 10.000 Einzelhändlern vertreten.
Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen
Der Umsatz des Kundensegments wird überwiegend in Nordamerika erzielt. Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen gehören Deutschland, Frankreich, Benelux, Skandinavien und Osteuropa. B.7
VERBRAUCHER - UMSATZ NACH REGIONEN
B. 7
in %

Bei Produkten für Verbraucher ist K+S in Europa neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE, GROUPE SALINS und NOURYON (vorher: AKZONOBEL) führend. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON SALT und K+S WINDSOR SALT gehören neben CARGILL und COMPASS MINERALS zu den größten Anbietern von Salzprodukten für Verbraucher in Nordamerika.
GEMEINDEN: WIR WOLLEN FÜR SICHERHEIT IM WINTER SORGEN
Unsere Auftausalze sollen Unfälle im Winter verhindern. K+S ist der einzige Anbieter, der in allen wichtigen Auftausalzmärkten dieser Welt vertreten ist.
Das Kundensegment Gemeinden findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher im ehemaligen Geschäftsbereich Salz abgebildet.
Produkte und Dienstleistungen
Öffentliche Straßenbauverwaltungen, Winterdienstleister sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftausalz von K+S zum Großteil über öffentliche Ausschreibungen. Zudem werden Premium-Auftaumittel angeboten, die z. B. durch den Zusatz von Calcium- oder Magnesiumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee Wärme erzeugen und vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen effizienter wirken als konventionelle Produkte. BLIZZARD WIZARD(r) wird für diese Produkte als Marke in den USA genutzt, die Marke DI-MIX(r) in Europa. B.8
GEMEINDEN - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN
B. 8
in %

Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen
Der Umsatz des Kundensegments wird im Wesentlichen in Nordamerika erzielt. Dabei sind die Regionen Kanada, sowie in den USA der Mittlere Westen und die Ostküste von besonderer Bedeutung. Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen gehören Deutschland, Skandinavien, Osteuropa, Benelux und Frankreich. B. 9
K+S ist gemessen an der Produktionskapazität der weltweit größte Anbieter von Salzprodukten. K+S MINERALS AND AGRICULTURE ist mit Auftausalzen neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE und GROUPE SALINS führend in Europa. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, und MORTON SALT sowie K+S WINDSOR SALT ist K+S neben CARGILL und COMPASS MINERALS einer der größten Salzanbieter für Nordamerika.
Auf witterungsbedingte Schwankungen der Auftausalznachfrage können wir mithilfe unseres globalen Produktions- und Logistiknetzwerks in Europa, Nord- und Südamerika flexibel reagieren und so eine zuverlässige Belieferung unserer Kunden sicherstellen.
RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der K+S GRUPPE und hält direkt und indirekt die Anteile ihrer Tochtergesellschaften im In- und Ausland, die maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert.
,Anhang', Anteilsbesitzliste, Seite 222
GEMEINDEN - UMSATZ NACH REGIONEN
B. 9
in %

Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, K+S HOLDING GMBH und K+S FINANCE BELGIUM BVBA. Unter der K+S HOLDING GMBH sind die K+S NETHERLANDS HOLDING B.V., die u. a. die Anteile an Konzerngesellschaften in Kanada hält, sowie die K+S BELGIUM HOLDING BVBA, die Anteile an Konzerngesellschaften in Chile und Brasilien hält, zusammengefasst. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON SALT, INC. (MORTON SALT). Die K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH hält ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings.
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2018 wie folgt verändert: Am 25. Juli 2019 wurde die Verschmelzung der K+S TRANSPORT GMBH sowie der K+S ENTSORGUNG GMBH auf die K+S KALI GMBH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 ins Handelsregister eingetragen. Am 30. August 2019 verkaufte MORTON SALT, INC. ihre Kommanditanteile an der K+S NORTH AMERICA SALT ASSET MANAGEMENT GMBH & CO. KG sowie der K+S BAHAMAS SALT ASSET MANAGEMENT GMBH & CO. KG an die K+S AKTIENGESELLSCHAFT; K+S NORTH AMERICA ASSET MANAGEMENT GMBH tritt in diesem Zusammenhang als Komplementär aus den beiden Gesellschaften aus. Am 29. Oktober 2019 wurde die K+S SALZ GMBH gespalten und die K+S HOLDING GMBH gegründet, die nun die Anteile an der K+S NETHERLANDS HOLDING B. V. sowie an der K+S BELGIUM HOLDING BVBA hält. Am 31. Oktober 2019 wuchs die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG an die K+S SALZ GMBH; die K+S SALZ GMBH wurde mit der K+S KALI GMBH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 verschmolzen und die K+S KALI GMBH wurde in die K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH umfirmiert.
Wertschöpfung 1
Im Folgenden stellen wir unser Geschäftsmodell anhand der Wertschöpfungskette dar, die sich über die folgenden sechs Abschnitte erstreckt: Exploration, Förderung, Produktion, Logistik, Vertrieb / Marketing und Anwendung. B.10
EXPLORATION
Die Exploration liefert Erkenntnisse über Ausdehnung und Struktur der Lagerstätten sowie zur Mächtigkeit und zu deren Wertstoffgehalten. Die dabei gewonnenen Daten nutzen wir zur Vorratsberechnung nach internationalen Standards. Die Exploration unter Tage erfolgt weltweit vorrangig über Bohrungen und durch seismische Messungen, die eine räumliche Darstellung der geologischen Strukturen des Untergrunds ermöglichen.
RESERVEN UND RESSOURCEN
Unsere Kali- und Steinsalzlagerstätten befinden sich entweder im Eigentum der K+S GRUPPE, oder wir verfügen über entsprechende Lizenzen bzw. ähnliche Rechte, die den Abbau oder die Solung (Solungsbergbau) der Rohstoffvorkommen ermöglichen und langfristig absichern.
,Glossar', Seite 248
1 Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
WERTSCHÖPFUNGSKETTE
B. 10

In unseren Kalilagerstätten in Deutschland befinden sich Reserven in Höhe von rund 0,9 Mrd. t Rohsalz sowie Ressourcen in Höhe von rund 1,5 Mrd. t Rohsalz. Reserven umfassen die als sicher oder wahrscheinlich nachgewiesenen und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Vorräte. Ressourcen sind Vorkommen, die aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden, aber noch nicht sicher nachgewiesen oder noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen überwiegend an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder es existiert ein Vorkaufsrecht.
Für unseren Standort Bethune in Kanada geben wir die Reserven und Ressourcen in Mrd. t Kaliumchlorid als verkaufs fertiges Endprodukt an. Die Reserven belaufen sich auf 0,2 Mrd. t, die Ressourcen auf rund 0,9 Mrd. t.
Die K+S GRUPPE verfügt über Reserven in ihren Steinsalzlagerstätten in Höhe von 0,2 Mrd. t Rohsalz in Europa sowie rund 1,2 Mrd. t in Nord- und Südamerika sowie über praktisch unendlich verfügbare Reserven für die Solarsalzgewinnung. Zusätzlich können Ressourcen in Höhe von rund 0,4 Mrd. t an Steinsalz in Europa sowie rund 0,9 Mrd. t in Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden.
FÖRDERUNG
Wir gewinnen Rohstoffe im konventionellen Bergbau unter und über Tage sowie durch Solung. Außerdem gewinnen wir Salz durch die Verdunstung von salzhaltigem Wasser, meist Meerwasser. Aufgrund weitgehend vergleichbarer Abbauverfahren lassen sich bei der Gewinnung von Kali- und Magnesiumprodukten sowie Salz Synergien erzielen. Dies betrifft den Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how ebenso wie eine koordinierte Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen.
Bei der Gewinnung unter Tage wird das Rohsalz in der Regel mittels Bohren und Sprengen abgebaut. Anschließend übernehmen Großschaufellader den Transport des Rohsalzes zu Brecheranlagen. Von dort gelangt das zerkleinerte Salz über Bandan lagen zum Förderschacht. Auf diese Weise werden Kaliumchlorid (KCL) und Magnesiumsulfat (MgSO4) / Kieserit (MgSO4·H2O) in Deutschland sowie Steinsalz (NaCl) in Deutschland, den USA und Kanada gewonnen. In Chile wird in der Atacama- Wüste in dem Salar Grande de Tarapacá, einem großen ehemaligen Salzsee, Steinsalz im Tagebau abgebaut. In Brasilien, auf den Bahamas sowie am Großen Salzsee in Utah und in Arizona / USA gewinnen wir außerdem Meer- bzw. Solarsalz.
Darüber hinaus verfügt K+S über Solebetriebe in den USA und Kanada sowie jeweils einen Solebetrieb in den Niederlanden und in Deutschland zur Gewinnung von Siedesalz. Seit Sommer 2017 gewinnen wir im neuen Kaliwerk Bethune in Saskatchewan, Kanada, auch Kaliumchlorid durch Solung.
Im Jahr 2019 wurden 33,0 Mio. t Rohsalz aus Kalilagerstätten in Deutschland gefördert. Weiterhin wurden in Bethune 1,6 Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt produziert. Die Förderung aus Salzlagerstätten betrug 4,6 Mio. t in Europa sowie rund 21,1 Mio. t in Nord- und Südamerika.
LANGFRISTIGE PLANUNG VON BERGWERKEN
Wenn die Rohstoffe eines Bergbaubetriebes erschöpft sind oder deren Gewinnung unwirtschaftlich wird, werden Maßnahmen für dessen teilweise oder vollständige Stilllegung eingeleitet. In Deutschland ist die Stilllegung und Nachsorge u. a. im Bundesberggesetz geregelt.
Am Standort Sigmundshall wurde die Kaliproduktion zum Ende des Jahres 2018 planmäßig eingestellt. Die technischen Maßnahmen zur Verwahrung des Bergwerkes, die noch einige Jahre in Anspruch nehmen werden, wurden im Rahmen eines umfangreichen Projektes erarbeitet und befinden sich zurzeit in Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Neben diesen Arbeiten hat K+S im November 2019 den Innopark, ein Innovationszentrum für die Erprobung und Ansiedlung neuer Geschäftsfelder, am Standort Sigmundshall eröffnet.
'Mitarbeiter', Seite 80
Die mögliche Wiederaufnahme der Kaliproduktion am 1987 still gelegten Standort Siegfried-Giesen wurde im Januar 2019 per Planfeststellungsbeschluss genehmigt. K+S wird unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmen- und Marktbedingungen entscheiden, ob und wann das Projekt umgesetzt werden kann.
Für die Standorte in den USA, Kanada und Chile gibt es ebenfalls detaillierte Pläne, die den Ablauf einer Standortschließung sowie die Nachsorge enthalten.
Ist eine sinnvolle Nachnutzung eines stillgelegten Bergwerks nicht möglich, sind wir in Niedersachsen in der Regel verpflichtet, die verbleibenden Grubenhohlräume zu fluten. Dort sind bereits 25 Gruben geflutet, bei zweien geschieht das zurzeit und eine Grube wurde "trocken" verwahrt. Momentan läuft in Niedersachsen an fünf Standorten die Verwahrung, an 23 Standorten ist dieser Prozess bereits abgeschlossen. Für Sigmundshall ist eine Flutung ab 1. Juli 2021 vorgesehen.
PRODUKTION
Die Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen gehört zu unseren Kernkompetenzen. Alle von uns abgebauten mineralischen Rohsalze durchlaufen zum Teil mehrstufige mechanische oder physikalische Prozesse, wobei ihre natürlichen Eigenschaften nicht verändert werden.
Die jährliche Produktionskapazität von Kali- und Magnesiumprodukten betrug zum Jahresende 2019 bis zu 8 Mio. t.
Die Kalilagerstätten in Deutschland enthalten nicht nur das Mineral Kalium (11 bis 25 % Rohstoffgehalt Kaliumchlorid), sondern auch Magnesium und Schwefel (9 bis 24 % Rohstoffgehalt Magnesiumsulfat). Je nach Rohsalzqualität setzen wir für die Aufbereitung die Verfahren Heißverlösung, Flotation und, teils in Verbindung mit beiden, die elektrostatische Trennung (ESTA(r)-Verfahren) ein. Bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen fallen feste Rückstände und salzhaltige Abwässer an. Eine ausführliche Beschreibung unserer Maßnahmen zum Haldenmanagement sowie zum Gewässerschutz finden Sie unter Umwelt in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung auf Seite 88.
'Glossar', Seite 248
Die Kalilagerstätte in Bethune, Kanada, enthält das Mineral Kalium (26 % Rohstoffgehalt Kaliumchlorid). Hier nutzen wir Solungsbergbau (Solution Mining). Dabei werden Mineralien mit Wasser gelöst. Die gesättigte Lösung (Sole genannt) wird an die Erdoberfläche gepumpt, wo die Mineralien anschließend daraus extrahiert werden. Da der Lösungsprozess wasser- und energieintensiv ist, unternehmen wir große Anstrengungen, um einen möglichst großen Teil der natürlichen Ressourcen zu erhalten und wiederzuverwenden.
K+S verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von etwa 9 Mio. t Salz in Europa und 22 Mio. t in Nord- und Südamerika. Unter Tage und im Tagebau gewonnenes Steinsalz wird über Tage auf die gewünschte Körnung gemahlen. Siedesalz entsteht, indem das Wasser der Sole verdampft und dadurch gelöstes Salz gewonnen wird. Bei der Gewinnung von Meer- bzw. Solarsalz wird salzhaltiges Wasser in Verdunstungsbecken eingeleitet, die in einem Gefälle hintereinander angeordnet sind. Auf ihrem Weg durch die Becken wird die Salzlösung durch Sonneneinstrahlung immer stärker konzentriert, bis schließlich eine mehrere Zentimeter dicke Salzschicht geerntet werden kann.
'Glossar', Seite 248
Zur Errichtung einer Solarsalzanlage in Westaustralien (Ashburton Salt Projekt) hat K+S bergbauliche Lizenzen von einer lokalen Investorengruppe erworben. Das Projekt befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase. Nach Einleitung des Umweltgenehmigungsverfahrens im Oktober 2016 wurde im ersten Schritt der notwendige Studienumfang mit der Umweltbehörde abgestimmt. Nach Genehmigung dieses sogenannten "Scopings" haben wir mit den eigentlichen Umwelt studien begonnen. Aktuell arbeiten wir an der Vervollständigung der Machbarkeitsstudie für das Projekt. Nach Vorliegen aller erforderlichen Genehmigungen wird K+S eine endgültige Investitionsentscheidung - frühestens im Jahr 2021 - für den Bau der Solarsalzproduktion treffen. Im Endausbau könnte der Standort eine jährliche Produktionskapazität von 4,5 Mio. t Salz haben.
OPERATIONS EXCELLENCE
Im Rahmen der Strategie SHAPING 2030 wurde das Projekt Operations Excellence zur Optimierung der Arbeitsprozesse in der Gewinnung, Produktion und Instandhaltung angestoßen. Ziel ist eine nachhaltige Effizienzsteigerung durch Kosteneinsparungen und Volumenerhöhungen. Vor allem die Abläufe in den Werken und die Technik stehen dabei im Fokus. Das beste Verfahren bzw. die sinnvollste Technik sollen der Standard werden, nach denen K+S weltweit Mineralien abbaut und veredelt. Damit die Effekte nicht nur kurzfristig sind, ist Operations Excellence auch in der Organisationsstruktur verankert und wird die Gewinnung, Produktion und Instandhaltung auch zukünftig begleiten.
EINKAUF
K+S hat im Jahr 2019 bei rund 16.000 Lieferanten technische Güter, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen (inkl. Logistikdienstleistungen) für rund 2,6 Mrd. € eingekauft (2018: 2,5 Mrd. €). Der Großteil unseres Einkaufsvolumens fällt in der Produktion an sowie bei Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Stoffe, die in unsere Produktion bzw. in unsere Produkte eingehen, machen nur einen vergleichsweise geringen Anteil des Einkaufsvolumens aus.
Entsprechend der Verteilung unserer Standorte bezieht die K+S GRUPPE Materialien und Dienstleistungen zum größten Teil aus Deutschland (40 %) und den USA (24 %), aber auch aus Kanada (19 %), Chile (4 %), den Niederlanden (3 %) und dem Rest der Welt (10 %). Insgesamt stammen 99 % unserer Vertragspartner aus den OECD-Staaten.
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Geschäftsethik, Seite 97
Ein offenes und faires Miteinander ist der Anspruch unserer Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, die wir in einem systematischen, transparenten und IT-gestützten Prozess nicht nur nach rein wirtschaftlichen Kriterien auswählen. Mit unseren strategischen Lieferanten und Dienstleistern unterhalten wir langjährige Partnerschaften, nicht zuletzt um eine langfristige Versorgung und Frachtraumsicherung zu gewährleisten.
LOGISTIK
Unser Supply Chain Management steuert und überwacht die gesamte Lieferkette, um die zuverlässige weltweite Belieferung unserer Kunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen sicherzustellen. Wir nutzen die verschiedenen Verkehrsträger unter Einbeziehung ihrer individuellen Vorteile und berücksichtigen, soweit möglich, die umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Schienen- und Wasserwege. Mithilfe gruppenweit gültiger Leistungskennzahlen überwachen wir die Kosten, messen die Leistungsfähigkeit der logistischen Systeme und verbessern diese in einem ständigen Prozess, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten bzw. zu erhöhen.
Pro Jahr befördert K+S, inklusive Doppelzählungen bei der Nutzung verschiedener Verkehrsträger, durchschnittlich über 50 Mio. t Ware. Dafür steht weltweit ein Netzwerk von Lager-, Hafen- und Distributionsstandorten zur Verfügung.
EIGENE LOGISTIKAKTIVITÄTEN
Mit der chilenischen EMPRESA MARITIMA S. A. verfügen wir über einen eigenen Logistikdienstleister. Die K+S TRANSPORT GMBH wurde im Rahmen von SHAPING 2030 auf die K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH verschmolzen. Mit unserem Kalikai am Standort Hamburg betreibt nun die K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgutexporte in Europa mit einer Lagerkapazität von rund 400. 000 t. Über 3 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte werden hier jährlich umgeschlagen. Um den Weitertransport der Ware zu gewährleisten, hat die K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH mit der Beteiligung an der MODAL 3 LOGISTIK GMBH (ehemals BÖRDE CONTAINER FEEDER GMBH) Zugriff auf einen multimodalen Logistikanbieter, der umweltfreundliche Verkehrskonzepte für den Containerverkehr fördert.
K+S CHILE S.A. (K+S CHILE) wickelt über die Reederei EMPRESA MARITIMA S.A. mit zwei eigenen sowie zusätzlich gecharterten Schiffen die Seelogistik ab. Unser größter Hafen ist Patillos in Chile, wo im Jahr 2019 6,3 Mio. t Salz auf Seeschiffe verladen wurden.
Die hochmoderne Umschlag- und Lageranlage für Kaliprodukte im Hafen von Vancouver (Port Moody) umfasst u. a. eine Entladestation für Güterwaggons, 1.260 Meter an Förderbändern sowie einen 263 Meter langen Lagerschuppen für insgesamt 160.000 t Kaliprodukte. Güterzüge mit 18.000 t Produkt können hier entladen und Schiffe mit einer Kapazität von 70.000 t am Kai der Anlage beladen werden. Für den Transport vom Werk Bethune zum Hafen verfügt K+S über 1.000 Güterwaggons, die speziell für unseren Bedarf konzipiert wurden.
Auch für unseren europäischen Bahnverkehr haben wir in eine eigene Waggonflotte investiert und können nunmehr ab März 2020 über 404 Güterwaggons verfügen.
LOGISTIKDIENSTLEISTER
Die langfristige Frachtraumsicherung spielt für uns eine wichtige Rolle. Der Großteil unseres internationalen Transportvolumens wird von Dienstleistern befördert, mit denen wir langjährige Partnerschaften unterhalten.
VERTRIEB / MARKETING
Im Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 wollen wir der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Wir streben eine größtmögliche Nähe zu unseren Kunden an und wollen ihnen maßgeschneiderte Produkte anbieten, die wir in unserem etablierten und kundennahen Vertriebsnetz weltweit vertreiben. Das im Rahmen von SHAPING 2030 gestartete Projekt Commercial Excellence hat die verbesserte Vermarktung unserer Produkte zum Ziel.
Gesicherte Qualität, termingerechte Lieferung und fachgerechte Beratung sollen maßgeblich zur Kundenbindung beitragen. Im Qualitätsmanagement wollen wir die Qualität unserer Produkte in allen Phasen der Wertschöpfungskette verbessern. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der DIN EN ISO 9001 und wird von externen, akkreditierten Zertifizierungsunternehmen geprüft. Wir bewerten unsere Produkte kontinuierlich in Bezug auf mögliche Risiken für Gesundheit und Sicherheit sowie auf ihre Umweltverträglichkeit und sorgen dafür, dass sie bei verantwortungsvoller und sachgerechter Nutzung für Mensch und Natur sicher sind. Unseren Kunden stellen wir umfangreiche Informationen zu Produkten und Dienstleistungen in Produkt- und Sicherheitsdatenblättern zur Verfügung. Da es sich bei dem Großteil unserer Produkte um chemisch nicht veränderte Naturstoffe handelt, sind sie von der Registrierpflicht im Rahmen der EUROPÄISCHEN CHEMIKALIENVERORDNUNG REACH ausgenommen. Alle anderen Stoffe sind den Vorschriften entsprechend registriert.
PATENT- UND MARKENPORTFOLIO
Weltweit gehören der K+S GRUPPE 65 Patentfamilien (2018: 71), die durch 282 nationale Rechte geschützt werden. Die Patente werden u. a. in den Bereichen Granulatherstellung und Flotation angewendet.
Die Anzahl der K+S-Markenrechte erhöhte sich im Jahr 2019 leicht. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2019 insgesamt 2.769 (2018: 2.743) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 566 Basismarken (2018: 563) resultieren.
ANWENDUNG
Produkte und Dienstleistungen, deren Anwendung sowie wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbspositionen werden im Abschnitt "Unternehmensprofil" innerhalb der vier Kundensegmente beschrieben.
ANWENDUNGSBERATUNG
Im Kundensegment Landwirtschaft beraten professionell ausgebildete und weltweit agierende Agronomen unsere Kunden und entwickeln bedarfsgerechte Lösungen. Wir betreiben außerdem eigene Forschung und Feldversuche, um die Nährstoffversorgung durch ein angepasstes Produktportfolio optimieren zu können. Schwerpunktkulturen sind dabei Kartoffeln, Mais, Ölpalmen, Raps und Soja. Wir erstellen für unsere Kunden individuelle Düngungsempfehlungen, die Voraussetzungen für eine "gute fachliche Praxis" der landwirtschaftlichen Bodennutzung sind. Diese dienen der langfristigen Sicherung der Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit der Böden als natürlicher Ressource.
Als Dienstleistung bieten wir eine fachlich fundierte Kundenberatung im Agrarbereich an. Wir antizipieren Trends und erforschen die veränderten Rahmenbedingungen mit Blick auf Wasser- und Ressourceneffizienz und im Zusammenhang mit der Bodenfruchtbarkeit. Unser Ziel ist es, die Versorgung von Kulturen mit Pflanzennährstoffen auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen zu optimieren. Für unsere Industrieprodukte bieten wir weltweit technische Anwendungsberatung an.
Im Jahr 2013 hat K+S begonnen, sich in Uganda über das Projekt "Growth for Uganda" in Kooperation mit der SASAKAWA AFRICA ASSOCIATION zu engagieren. Das Projekt zielte darauf ab, unter anderem durch Optimierung der Bodenfruchtbarkeit und Steigerung der Ernteerträge die Einkommensverhältnisse von Kleinbauern zu verbessern. In der zweiten Projektphase ging es um die Implementierung des Gedankens "Farming as a business". Die verschiedenen Maßnahmen sollten dazu führen, dass am Ende der fünfjährigen Projektzeit über 150.000 Kleinbauern in der Region geschult wurden und damit ein positiver Einkommenseffekt bei über 450.000 Menschen in der Region erreicht wurde.
Seither arbeitet K+S daran, die Erkenntnisse und Kooperation in ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu überführen und eine Plattform für Kleinbauern aufzubauen. Als richtiger Partner für die Fortsetzung der Arbeit vor Ort wurde das Unternehmen GRAINPULSE LTD in der Hauptstadt Kampala identifiziert, in das K+S im Jahr 2018 investiert hat. Gemeinsam mit GRAINPULSE soll sichergestellt werden, dass Kleinbauern an allen relevanten Stellen entlang der Wertschöpfungskette einen guten und effizienten Marktzugang erhalten. So bietet GRAINPULSE pflanzenspezifische Düngemittelmischungen in kleineren Mengen an, die der Kleinbauer einfach entsprechend der Düngeempfehlungen ausbringen kann. Auf der anderen Seite kauft GRAINPULSE die Ernte wie Kaffee und Getreide von Kleinbauern auf, um sie im Anschluss weiterzuverarbeiten und schließlich an entsprechende Kunden zu verkaufen.
Diese Handelsplattform soll gemeinsam mit weiteren Partnern ausgebaut werden, indem nach und nach digitale Lösungen für die größten Herausforderungen der Kleinbauern angeboten werden. Einen Ansatz hierfür bietet das lokale Agritech-Startup AKORION LTD, in das K+S und das südafrikanische Fintech-Unternehmen MFS AFRICA über ein gemeinsames Joint Venture im Jahr 2019 investiert haben. Dabei wird darauf abgezielt, die von AKORION entwickelte App "EzyAgric" weiter auszubauen. Über diese digitale Plattform erhalten sie Zugang zu landwirtschaftlichen Betriebsstoffen, zu einem Marktplatz für Ernteprodukte und auch zu Finanzierungen und Versicherungen oder landwirtschaftlichen Beratungsdienstleistungen.
WERTSCHÖPFUNG - ENTSTEHUNG
B. 11
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 4.039,1 | 4.070,7 |
| Sonstige Erträge | 136,4 | 199,4 |
| Materialaufwand | -1.629,1 | -1.694,7 |
| Abschreibungen | -385,0 | -438,1 |
| Sonstige Aufwendungen | -819,6 | -755,2 |
| Wertschöpfung | 1.341,8 | 1.382,1 |
Diese Partnerschaften stellen einen weiteren Schritt dar, um gemeinsam die führende landwirtschaftliche Plattform in der afrikanischen Sub-Sahara-Region zu werden.
www.kpluss.com/uganda
WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG
Die nachfolgende Wertschöpfungsrechnung zeigt den von uns erwirtschafteten Beitrag zum privaten sowie zum öffentlichen Einkommen. Die Wertschöpfung wird errechnet aus Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen nach Abzug von Materialaufwand, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen. In der Verteilungsrechnung wird ausgewiesen, welche Anteile der Wertschöpfung an Mitarbeiter, Aktionäre, Staat und Darlehensgeber zuflossen und welcher Anteil im Unternehmen verblieb (Rücklagen). B.11
Im Jahr 2019 betrug unsere Wertschöpfung 1.582,1 Mio. € (2018: 1.541,8 Mio. €). Den größten Anteil (84 %) erhielten mit 1.161,9 Mio. € unsere Mitarbeiter (2018: 1.122,5 Mio. € (84 %)). Dieser Anteil setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge. Die Gemeinden haben Steuern und Abgaben in Höhe von 55,4 Mio. € (2 %) erhalten (2018: 29,6 Mio. € (2 %)). Für den Zinsaufwand gingen 109,0 Mio. € (8 %) an die Kreditgeber (2018: 104,2 Mio. € (8 %)). Es wird unterstellt, dass die Aktionäre die vorgeschlagene Dividende in Höhe von 28,7 Mio. € (2 %) erhalten (2018: 47,9 Mio. € (5 %)) und das Unternehmen in Form von Rücklagen und Sonstigem 49,1 Mio. € (4 %) (2018: 57,6 Mio. € (5 %)) einbehalten hat. B.12
WERTSCHÖPFUNG - VERTEILUNG
B. 12
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| an Mitarbeiter (Löhne, Gehälter, Soziales) | 1.122,5 | 1.161,9 |
| an Staaten (Steuern, Abgaben) | 29,6 | 33,4 |
| an Kreditgeber (Zinsaufwand) | 104,2 | 109,0 |
| an Aktionäre (Dividende) 1 | 47,9 | 28,7 |
| an das Unternehmen (Rücklagen) | 37,6 | 49,1 |
| Wertschöpfung | 1.341,8 | 1.382,1 |
1 Die Dividende bezieht sich jeweils auf das Berichtsjahr und wird im Folgejahr ausgezahlt. Im Jahr 2019 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag.
UNTERNEHMENSSTRATEGIE
Bei der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2030 kommen wir gut voran. Wir haben im Jahr 2019 weitere Meilensteine erreicht. Zum Ende des Jahres haben wir ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur kurzfristigen Wertgenerierung und zum schnellen Abbau der Verschuldung verabschiedet.
2017 startete die strategische Neuausrichtung der K+S GRUPPE. Im intensiven Dialog und unter Berücksichtigung der Interessen unserer Stakeholder haben wir die Strategie SHAPING 2030 entwickelt, um K+S auf einen ambitionierten, robusten und nachhaltigen Wachstumskurs zu bringen. Dabei bauen wir auf unsere Kompetenz bei der Förderung und Verarbeitung von Mineralien und wollen die Chancen globaler Megatrends nutzen. Im Zuge der Strategieentwicklung haben wir auch unsere Vision und Mission grundlegend überarbeitet.
Unsere Vision zeigt für uns als einprägsames Leitbild, wohin wir als Unternehmen gehen und wer wir im Jahr 2030 sein wollen: "Wir werden der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein und unser EBITDA 1 bis 2030 auf 3 Mrd. € steigern. Hierzu werden wir
| ― | als "One Company" denken und handeln |
| ― | Potenziale des Bestandsgeschäfts heben |
| ― | neue, angrenzende Wachstumsfelder entwickeln |
| ― | das Spezialitätengeschäft ausbauen." |
www.kpluss.com/vision
Unsere Mission fasst in Worte, was uns jeden Tag antreibt und welchen Beitrag wir durch unsere Tätigkeit leisten wollen:
"Wir bereichern das Leben durch die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien zu unverzichtbaren Produkten für Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden."
Mit der strategischen Neuausrichtung ist auch ein Paradigmenwechsel verknüpft: Wir stellen den Kunden in den Mittelpunkt, und wir denken und handeln als ein Unternehmen - als "ONE K+S". Dieses Selbstverständnis bringen wir beispielsweise auf unserer neu gestalteten Website www.kpluss.com zum Ausdruck. Auch das K+S Logo wurde in diesem Zug modernisiert. In der Kommunikation mit unseren Kunden stellen wir die vier Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden in den Vordergrund, z. B. bei Messeauftritten oder bei Produkteinführungen.
Ebenso wichtig ist es uns, den Erfolg unserer Strategie messbar zu machen. Deshalb haben wir folgende Ambitionen für das Jahr 2030 formuliert: 3 Mrd. € EBITDA 1 bei einer Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 15 % und einem Portfolio, welches nach 2030 ein jährliches Umsatzwachstum von mindestens 4 % erzielen kann. Einen Großteil des Wachstums wollen wir allein mit der Weiterentwicklung unseres bestehenden Geschäfts sowie der Optimierung von Organisation und Prozessen erreichen.
Zugleich haben wir unser Selbstverständnis als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen in unsere Strategie aufgenommen. Wir haben für uns messbare Ziele in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik festgelegt, die wir mit Kennzahlen überprüfbar gemacht haben und bis spätestens 2030 umsetzen wollen.
SHAPING 2030 unterliegt einer permanenten Überprüfung und Adjustierung. Der Erfolg der strategischen Maßnahmen wird laufend von uns evaluiert und wir nehmen bei Bedarf Anpassungen vor. So haben wir etwa ein Maßnahmenpaket beschlossen, um kurzfristig Werte in den operativen Einheiten zu realisieren und so unsere Verschuldung auch unter den aktuell schwierigen externen Rahmenbedingungen deutlich zu verringern. Das Maßnahmenpaket wird in den kommenden Monaten weiter ausgearbeitet und umgesetzt.
1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.
SHAPING 2030
SHAPING 2030 beschreibt den Weg vom Status quo hin zur Realisierung unserer Vision.
www.kpluss.com/shaping2030
Bei der Umsetzung unserer Strategie kommen wir gut voran. Beschlossene Maßnahmen arbeiten wir planmäßig und Schritt für Schritt ab.
Transformationsphase
In der Transformationsphase wollen wir durch organisatorische Veränderungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen ein stabiles Fundament für künftiges Wachstum schaffen. Wir sind davon überzeugt, dass die für K+S beste Struktur die Matrixorganisation ist. In ihr verknüpfen wir die operativen Einheiten Europe+ und Americas (Segmente nach IFRS 8) mit den Kundensegmenten und globaler Produktionsexzellenz. Damit sollen Silos aufgebrochen und Teams über Bereichs- und Ländergrenzen hinweg stärker vernetzt werden. Herzstück ist die Integration unserer zwei bisherigen Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu "ONE K+S" sowie die zusätzliche Ausrichtung auf unsere vier Kundensegmente - Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden.
,Geschäftsmodell', Seite 37
Bei der Umsetzung der neuen Matrixorganisation sind wir im Berichtsjahr gut vorangekommen. Die wesentlichen Führungspositionen sind besetzt, die Teams aufgestellt und die neuen Prozesse erarbeitet. Die Matrixstruktur ist eine wichtige Voraussetzung für die stärkere Kundenorientierung. Sie soll uns darüber hinaus ermöglichen, unser Produktportfolio systematischer zu entwickeln und Synergien im Bestandsgeschäft zu heben. Diese wollen wir zum Großteil in den Bereichen Produktion und Technik, Verwaltungs- und Allgemeinkosten, Einkauf, Commercial Excellence sowie Supply Chain und Logistik erzielen. Für jeden dieser Bereiche ist ein Vorstand als "Sponsor" dafür verantwortlich, dass die geplanten Synergien gehoben werden. Schon jetzt verbessern diese Anstrengungen unser Ergebnis und wir erwarten einen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € pro Jahr vor Inflation ab Ende 2020.
2019 haben wir wichtige Meilensteine erreicht. So haben wir im ersten Schritt vier operative Gesellschaften zur K+S MINERALS AND AGRIGULTURE GMBH verschmolzen. Mit dieser vereinfachten Struktur machen wir einen großen Schritt hin zu "ONE K+S", wir wollen Abläufe vereinfachen, Synergien heben und noch näher an unsere Kunden heranrücken.
Auch der Verkauf des Baltic Train-Containerzugs an die MODAL 3 LOGISTIK GMBH (ehemals: BÖRDE CONTAINER FEEDER GMBH) ist im Kontext von SHAPING 2030 zu sehen. Während sich der Baltic Train durch die Bündelung kombinierter Verkehrswege aus unserer Sicht als attraktives Angebot im Logistikmarkt etabliert hat, war sein Betrieb für uns mit einem hohen administrativen Aufwand verbunden. Mit dem Verkauf reduzieren wir die Komplexität im Konzern und bleiben gleichzeitig als Minderheitsgesellschafter von MODAL 3 LOGISTIK mit dem Baltic Train verbunden.
Ein weiter Schritt ist die Einrichtung eines Shared-Service-Centers für die Operative Einheit Americas in Santiago, Chile, um standardisierte und prozessorientierte Aktivitäten an einem Standort zu bündeln. Dies soll nicht nur die Servicequalität dieser Prozesse verbessern, sondern auch die Kostensituation.
SHAPING 2030 stellt nicht nur eine organisatorische Herausforderung dar, sondern auch eine kulturelle. Schließlich soll sich die Art, wie wir unser Geschäft führen und miteinander arbeiten, deutlich verändern. Entsprechend wichtig ist es uns, den Transformationsprozess aktiv zu moderieren und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich einzubeziehen. Im Rahmen zahlreicher Kommunikationsveranstaltungen und -maßnahmen haben Vorstand, Bereichsleiter und Führungskräfte allen Mitarbeitern im Berichtsjahr die Veränderungen so transparent wie möglich erläutert.
Der Erfolg unserer Maßnahmen zeigt sich bereits in unseren Zahlen. Wie angekündigt können wir in diesem Jahr - auch in einem teilweise herausfordernden Umfeld (siehe Wirtschaftsbericht) - einen positiven freien Cashflow ausweisen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten konnten wir im Verhältnis zum EBITDA 1 ebenfalls reduzieren. Trotz der erzielten Fortschritte bei der Umsetzung von SHAPING 2030 erschweren die aktuell schwierigen externen Rahmenbedingungen jedoch die Erreichung der Finanzziele. Es wurde deutlich, dass wir allein aus operativer Kraft nicht in der Lage sein werden, ausreichend freie Mittel zu erwirtschaften, um unsere Ziele, den Verschuldungsgrad bis Ende 2020 zu halbieren und im Jahr 2023 wieder die Voraussetzungen für ein Investment Grade Rating zu erfüllen, erreichen zu können. Wir haben daher im Dezember 2019 ein Maßnahmenpaket mit rund 30 möglichen Einzelmaßnahmen erarbeitet, um die Umsetzung von SHAPING 2030 zu unterstützen. In diesem Zusammenhang sind auch neue Zielsetzungen zum Abbau der Verschuldung definiert worden.
Zusätzliches Maßnahmenpaket
Das Maßnahmenpaket zielt darauf ab, rasch Werte zu realisieren und die Verschuldung schnell abzubauen. Ein wesentlicher Schwerpunkt dieser Maßnahmen zur Wertgenerierung richtet sich auf die operative Einheit Americas. Für das dortige Salzgeschäft können wir uns beispielsweise einen Anteilsverkauf vorstellen. In der operativen Einheit Europe+ stehen weitergehende Effizienz- und Produktionssteigerungen sowie Portfoliooptimierungen im Mittelpunkt, um zu gewährleisten, dass unsere deutschen Produktionsstandorte nachhaltig positive freie Cashflows erwirtschaften. Unseren Umweltverpflichtungen wollen wir durch intelligente Lösungen nachkommen und gleichzeitig den Investitionsbedarf optimieren. Zudem wollen wir Vermögenswerte verkaufen, die nicht direkt zu unserem Kerngeschäft gehören. So wollen wir unsere absolute Verschuldung deutlich reduzieren, unsere Nettofinanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum EBITDA 1 halbieren und ein solides Crossover-Rating erreichen. Der Zeitpunkt, wann wir diese Ziele erreichen, hängt davon ab, wann unsere Maßnahmen greifen.
Wachstumsphase
Für die Wachstumsphase bis zum Jahr 2030 haben wir einen Fahrplan mit Entwicklungszielen und aus unserer Sicht vielversprechenden Wachstumsoptionen entwickelt. Diese Wachstumsoptionen basieren auf unseren Einschätzungen zu Megatrends, die wir durch die Entwicklungen im Jahr 2019 bestätigt sehen: Wir erwarten weltweit bis 2030 eine wachsende Weltbevölkerung, eine erhöhte Durchschnittstemperatur, zunehmende Wasserknappheit sowie eine wachsende Mittelschicht. All diese Entwicklungen werden unser Geschäft prägen. Das gilt vor allem für die Landwirtschaft, die ihre Erträge pro Hektar steigern und ihre Pflanzen resistenter gegen Stress machen muss. Damit eröffnen sich Chancen im Spezialitätengeschäft, aber auch in neuen Geschäftsfeldern, wie etwa der Fertigation (Flüssigdüngung). Aber auch im Bereich der industriellen Anwendungen werden aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahlen vermehrt Salze benötigt. Deshalb wollen wir unser Produktportfolio im Kundensegment Industrie stärken und neue Angebote für die Pharmaindustrie entwickeln.
Potenziale im Bestandsgeschäft ausschöpfen, das Spezialitätengeschäft ausbauen, neue Wachstumsfelder angrenzend an unsere bestehenden Aktivitäten entwickeln: Das sind die Schwerpunkte in der Wachstumsphase von SHAPING 2030. Wachstumsstarke Regionen wie Afrika oder Asien sollen dabei auch im Fokus stehen. All dies geschieht mit dem messbaren Ziel, unser EBITDA1 bis 2030 auf 3 Mrd. € zu steigern.
Nachhaltigkeitsprogramm 2
Mit der Unternehmensstrategie SHAPING 2030 bekennt sich K+S klar zum Thema Nachhaltigkeit. Wir haben uns ambitionierte Ziele in drei Bereichen gesetzt: Menschen, Umwelt und Geschäftsethik. So verbindlich wie mit unseren "finanziellen Zielsetzungen wollen wir auch bezüglich unserer wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen sein. Im Dialog mit unseren Stakeholdern entwickeln wir unser Nachhaltigkeitsmanagement ständig weiter - lokal an unseren Standorten und weltweit.
HANDLUNGSFELDER DER K+S GRUPPE
Relevante Themen und gesellschaftliche Entwicklungen für unser Unternehmen bewerten wir frühzeitig und systematisch. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der K+S GRUPPE haben wir zuletzt 2017 in einer onlinegestützten Umfrage ermittelt. Weltweit waren 690 interne und externe Stakeholder eingeladen, Nachhaltigkeitsaspekte aus der Leitlinie der GLOBAL REPORTING INITIATIVE GRI STANDARDS zu bewerten. Die Rücklaufquote betrug gute 56 %. Das Ergebnis zeigt einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich Umwelt mit den Themen "Abwässer", "Energie", "Emissionen" und "Wassereinsatz". Eine hohe Relevanz maßen unsere Stakeholder darüber hinaus den Themen "Gesundheit und Arbeitssicherheit" sowie "Compliance" bei. Das Nachhaltigkeitsprogramm der K+S GRUPPE greift die wesentlichen Themen auf und geht in den Handlungsfeldern noch darüber hinaus.
1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.
2 Dieser Abschnitt ist Teil der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289c-289e HGB und §§ 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der inhaltlichen Prüfung im Rahmen der Abschlussprüfung ist.
K+S-NACHHALTIGKEITS-KPIS UND ZIELSETZUNG 2030
B. 13
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| Ziel | KPI1 | Einheit | Zielwert | 2019 | Termin | Zielerreichung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| MENSCHEN | ||||||
| GESUNDHEIT & ARBEITSSICHERHEIT: Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung um unsere Mitarbeiter zu schützen, die unser wertvollstes Kapital darstellen. | Verletzung mit Ausfallzeit | LTI-Rate | 0 | 10,3 | Vision 2030 | 0 % |
| VIELFALT & INKLUSION: Rekrutieren und Entwickeln einer Belegschaft, die das Umfeld unserer Geschäftsstandorte reflektiert. Förderung eines inklusiven Arbeitsumfeldes, das allen Mitarbeitern den eigenen Erfolg ermöglicht und zu Innovation und Geschäftsergebnissen beiträgt. | Positive Wahrnehmung eines inklusiven Arbeitsumfeldes durch die Mitarbeiter 2 | % | > 90 | 54,4 | 2030 | 0 % |
| MENSCHENRECHTE: Beachtung der international anerkannten Menschenrechte an allen Standorten und Sicher stellung, dass dieser Grundwert global angewendet wird. | Standortabdeckung durch einen Due-Diligence-Prozess zu Menschenrechten | % | 100 | 7,8 | 2030 | 8 % |
| UMWELT | ||||||
| WASSER: Einstellung der Versenkung von salzhaltigem Abwasser aus der Kaliproduktion in Deutschland bis Ende 2021, kein Antrag auf Erneuerung. | Versenkung von salzhaltigem Abwasser in Deutschland | Mio. m 3 p. a. | 0 | 1,1 | Ab Januar 2022 | |
| Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser. | Zusätzliche Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser aus der Kaliproduktion in Deutschland 3 | Mio. m 3 p. a. | -0,5 | 0,8 | 2030 | 0 % |
| ABFALL: Reduzierung der Umweltbelastung und Erhalt der natürlichen Ressourcen durch erneute Überprüfung des Potenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen. | Menge an Rückstand, der für andere Zwecke als zur Aufhaldung verwendet wird oder durch eine Erhöhung der Rohstoffausbeute vermieden wird | Mio. t p. a. | 3 | 1,5 | 2030 | 46 % |
| Zusätzlich abgedeckte Haldenfläche | ha | 155 | 8,7 | 2030 | 6 % | |
| ENERGIE & KLIMA: Reduzierung des CO2-Fußabdrucks und Verbesserung der | CO2-Fußabdruck für genutzten Strom (kg CO2 / MWh) | % | -20 | -1,7 | 2030 | 9 % |
| Energieeffizienz zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. | Spezifische Treibhausgasemissionen (CO2) in der Logistik (kg CO2e / t) | % | -10 | -11,1 | 2030 | 100 % |
| GESCHÄFTSETHIK | ||||||
| NACHHALTIGE LIEFERKETTEN: Forderung der Einhaltung einer nachhaltigen Vorgehensweise unserer Lieferanten entlang der gesamten | Anteil der kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben | % | 100 | 23,2 | Ende 2025 | 23 % |
| Lieferketten, um alle Geschäftsaktivitäten auf unsere Werte auszurichten. | Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE | % | > 90 | 44,9 | Ende 2025 | 50 % |
| COMPLIANCE & ANTI-KORRUPTION: Festlegung einer Null-Toleranz-Politik gegen Korruption und Bestechung, um die Risiken der Haftung, der Strafbarkeit, des Reputationsverlustes sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden. | Alle Mitarbeiter mit Kommunikationsmaßnahmen erreicht und angemessen in Compliance-Themen geschult | % | 100 | 100,0 | Ende 2019 | 100 % |
1 Das Basisjahr für unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist 2017.
2 Abweichendes Basisjahr: 2019
3 Exklusive einer Reduktion durch die KKF-Anlage und das Ende der Produktion in Sigmundshall.
Dreijahresübersicht der K+S GRUPPE zu Nachhaltigkeitskennzahlen, Umschlaginnenseite
K+S-HANDLUNGSFELDER
B.14

KONKRETE NACHHALTIGKEITSZIELE BIS ZUM JAHR 2030
Die Definition konkreter Ziele bis zum Jahr 2030 und die regelmäßige Berichterstattung von Leistungsindikatoren machen unseren Fortschritt messbar. Die vom Vorstand beschlossenen Ziele wurden von den Facheinheiten und der Nachhaltigkeitsabteilung erarbeitet. Jeder K+S-Vorstand ist zudem persönlicher Sponsor bestimmter Ziele und treibt deren Umsetzung aktiv voran.
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 83
,Corporate Governance', Seite 108
Stakeholder-Dialog 1
Als Stakeholder verstehen wir alle Personen oder Organisationen, die Einfluss auf Themen nehmen oder nehmen könnten, welche mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind oder durch diese beeinflusst werden könnten. Die ONE K+S WERTE bilden die Grundlage unserer Zusammenarbeit und zeigen den Anspruch auf, den wir an unsere Arbeit haben. Wir setzen Arbeitssicherheit an erste Stelle und handeln stets nachhaltig zum Schutz der Umwelt, der Öffentlichkeit und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind (sicher & nachhaltig). Wir glauben an den Erfolg von K+S und setzen uns dafür ein, den Ruf von K+S als Branchenführer,
1 Dieser Abschnitt ist Teil der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289c-289e HGB und §§ 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der inhaltlichen Prüfung im Rahmen der Abschlussprüfung ist.
ÜBERSICHT STAKEHOLDERDIALOG: INHALTE UND DIALOGFORMATE
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| MITARBEITER Der Unternehmenserfolg gründet auf den Kompetenzen und dem Erfolg unserer Mitarbeiter. In regelmäßigen Betriebsversammlungen finden die Anliegen der Mitarbeiter Gehör. Über das Intranet werden der gegenseitige Austausch und der Informationstransfer gefördert. | Hauptthemen | Personalpolitische Entscheidungen, Vergütung, Weiterbildung, Kommunikation, Beruf und Familie etc. |
| Methoden | Treffen, Gremienarbeit, gemeinsame Projekte, Veranstaltungen / Konferenzen, Geschäftsbericht, Blogs und soziale Medien, Intranet, interne Kommunikation und Mitarbeiterversammlungen des Vorstands auf Standorten etc. | |
| KUNDEN UND GESCHÄFTSPARTNER Der Dialog mit unseren Kunden lässt uns ihre Bedürfnisse besser erkennen, um Produkte und Dienstleistungen darauf auszurichten. Viele Informationen stellen wir im Internet bereit. Neben persönlichen Gesprächen liefern uns Zufriedenheitsanalysen konkrete Hinweise für Verbesserungen. | Hauptthemen | Qualitätssicherung, Produktionsbedingungen, Einhaltung von Regeln und Standards, Compliance etc. |
| Methoden | Umfragen, Treffen, Anwenderschulungen, Messen, gemeinsame Projekte, soziale Medien, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc. | |
| AKTIONÄRE / INVESTOREN / ANALYSTEN In regelmäßigen Roadshows und auf Konferenzen erklären wir unser Geschäft, stellen uns den Fragen der Vertreter des Kapitalmarkts und nehmen Anregungen und Ideen auf. | Hauptthemen | Unternehmensbewertung, Unternehmensstrategie, Ziele, Ergebnisse, Risiken / Chancen, Wettbewerb, Nachhaltigkeitsthemen etc. |
| Methoden | Hauptversammlung, Geschäftsbericht, Quartalsberichterstattung, Capital Markets Day, Treffen mit Analysten / Investoren, Umfragen, Telefonate, Konferenzen, Roadshows etc. | |
| POLITIK UND VERWALTUNG Im nationalen und internationalen Dialog mit Vertretern von Regierungen, Fachbehörden und Parlamenten bringen wir unsere Positionen direkt oder indirekt über Mitgliedschaften in Verbänden und Organisationen in die politische Diskussion ein. | Hauptthemen | Gesellschaftliche Akzeptanz, Umweltthemen, Arbeitsplatzsicherung etc. |
| Methoden | Treffen, Workshops, Gremienarbeit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc. | |
| STANDORTGEMEINDEN Gute Nachbarschaft mit unseren Standortgemeinden und -regionen ist uns wichtig. An den Standorten schaffen wir Vertrauen durch den Austausch mit den Standortgemeinden und Anwohnern. | Hauptthemen | Gesellschaftliche Akzeptanz, Umweltthemen, Arbeitsplatzangebote etc. |
| Methoden | Treffen mit ausgewählten Stakeholdern, Veranstaltungen, Informationsbüros, Tag der offenen Tür, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc. | |
| NICHTREGIERUNGSORGANISATIONEN / BREITE ÖFFENTLICHKEIT Das Wissen um den Kalibergbau in Deutschland unter den Rahmenbedingungen internationaler Wettbewerbsfähigkeit und internationaler wie nationaler Umweltgesetzgebung erläutern wir verständlich mittels verschiedener Formate. | Hauptthemen | Gesellschaftliche Akzeptanz, Kalibergbau, Projekte zur Verbesserung des Gewässerschutzes, Umweltthemen, Arbeitsplatzsicherung etc. |
| Methoden | Öffentliche Informationsveranstaltungen, Präsenz auf Messen und Fachtagungen, Werksführungen und Grubenfahrten, Informationsbüro, persönliches Gespräch etc. |
Geschäftspartner und bevorzugter Arbeitgeber zu stärken (optimistisch). Wir gehen vertrauens- und respektvoll miteinander um, unterstützen uns gegenseitig und pflegen vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Geschäftspartnern, Kunden und der Öffentlichkeit (partnerschaftlich). Wir sind Unternehmer und nehmen Herausforderungen mutig an und stellen dabei den Kunden und seine Erfahrungen mit K+S in den Mittelpunkt unseres Handelns (unternehmerisch), handeln schnell, um den Markt- und Kundenanforderungen gerecht zu werden (agil), und sind veränderungsbereit und offen für andere Perspektiven (innovativ).
ONE K+S WERTE, Seite 107
Der Dialog mit unseren Kunden und Geschäftspartnern, dem Kapitalmarkt, Politikvertretern, Nichtregierungsorganisationen, Standortgemeinden und unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig.
Ziel ist es, einen für beide Seiten gewinnbringenden Dialog zu führen, neue Entwicklungen aufzuspüren und Sichtweisen auszutauschen. K+S informiert seine Stakeholder mit unterschiedlichen Formaten und nutzt unterschiedliche Kanäle für den zielgruppenspezifischen Austausch und Dialog, wobei Veranstaltungen dabei eine besondere kommunikationsstrategische Bedeutung zukommt.
Dem Dialog mit unseren Stakeholdern haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit unterschiedlichen Veranstaltungen Raum gegeben. So boten der Vorstand, die Leiter der Operativen Einheiten und Führungskräfte der Zentralfunktionen im Berichtsjahr beispielsweise im Rahmen mehrerer Mitarbeiterversammlungen und in Dialogformaten an unseren Standorten im In- und Ausland Gespräche zur Umsetzung der neuen Unternehmens-Strategie SHAPING 2030 an. Dabei nutzten sie auch den direkten Austausch in kleineren Gruppen, wie u. a. beim "Breakfast with the Boss" oder den KALl-Cafes. Hierbei standen Informationen und Gespräche über standortspezifische Herausforderungen, die neue Organisationsstruktur, die Geschäftsentwicklung des Unternehmens sowie aktuelle Projekte zur Effizienzsteigerung im Vordergrund.
In einer ersten Kurzbefragung unserer Mitarbeiter (Puls-Befragung) wurden alle K+S-Mitarbeiter zu Vielfalt und Inklusion befragt. Die Umfrage soll Auskunft darüber geben, inwieweit K+S-Mitarbeiter das Arbeitsumfeld als positiv inklusiv wahrnehmen.
,Vielfalt und Inklusion' Seite 85
Mit der Strategie SHAPING 2050 hat sich K+S zum Ziel gesetzt, den Kundenfokus nochmals deutlich zu erhöhen. Hierzu gehört die bessere und einfachere Bereitstellung von Informationen. Auch aus diesem Grund hat K+S die Internetpräsenz grundlegend überarbeitet, um die Bedürfnisse der Zielgruppen noch besser zu bedienen. Zudem stehen wir in kontinuierlichem Austausch mit Vertretern des Kapitalmarkts.
www.kpluss.com;
Kapitalmarkt', Seite 32
Darüber hinaus führen wir regelmäßig Gespräche mit politischen Repräsentanten auf Standort-, Landes- und Bundesebene. Auf Bundesebene kommt unserem Hauptstadtbüro in Berlin besondere Bedeutung zu, um politische Akteure, wie Regierungsvertreter oder Parlamentarier, über die aktuelle Geschäftsentwicklung zu informieren und den Dialog zu suchen. Bei Interesse ermöglicht das Büro Einblicke in die Arbeit unter Tage an K+S-Standorten. Dabei wird auf die Bedeutung der heimischen Rohstoffgewinnung aufmerksam gemacht, und die Rahmenbedingungen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit werden erläutert. Ergänzend zeigt K+S Präsenz auf den Sommerfesten der Ländervertretungen in Berlin, z. B. beim Hessenfest. Weiterhin lädt K+S alljährlich zum Austausch bei den traditionellen Barbarafeierlichkeiten an verschiedenen deutschen Standorten ein.
Im Berichtsjahr haben wir ferner den Stakeholder-Dialog mit Umweltverbänden, politischen Vertretern, Gemeinden und der interessierten Öffentlichkeit, insbesondere mit Blick auf aktuelle Projekte und Vorhaben, fortgesetzt.
Zu den Formaten zählten Informationsveranstaltungen, z. B. zur Haldenerweiterung und zur Einstapelung flüssiger Rückstände unter Tage, der Unterhalt eines öffentlichen Informationsbüros bis Oktober 2019 in Hofgeismar und das direkte, persönliche Gespräch sowie Dialogangebote auf lokalen und regionalen Kulturveranstaltungen.
In der sogenannten Brine Challenge, einem Crowdsourcing-Wettbewerb, haben wir nach neuen innovativen Ansätzen, Konzepten und Impulsen gesucht, um die Salzabwässer der Rückstandshalden, die durch Regen entstehen, deutlich zu reduzieren. Eine Jury aus externen Experten und Fachleuten von K+S wählte im Juni 2019 zwei Sieger aus über 40 eingereichten Vorschlägen aus 16 Ländern aus: einen US-amerikanischen Chemie-Ingenieur und einen australischen Wissenschaftler. Ihre Ideen wurden mit jeweils 20.000 € prämiert. Eine der beiden Ideen werden wir demnächst im Rahmen eines bereits laufenden Projektes mit dem von K+S entwickelten Infiltrationsverfahren zur Haldenabdeckung testen. Den zweiten Vorschlag werden wir zunächst einer genaueren technischen und wirtschaftlichen Analyse unterziehen, um die Machbarkeit zu überprüfen. Mit dem Resultat der "Brine Challenge" sind wir überaus zufrieden. Auch künftig werden wir kollaborative Formate nutzen, um die Innovationskraft von K+S zu steigern. Gleichzeitig suchen wir auf diese Weise den Dialog mit Menschen, die mit uns gemeinsam an nachhaltigen Lösungen arbeiten möchten.
www.kpluss.com/brine-challenge
Ende November 2019 lud K+S unter dem Motto "Kompetenzen bündeln für Innovationen von morgen" zum Food Frontiers Inno-Day nach Sigmundshall ein. Rund 100 Teilnehmer diskutierten, welche Allianzen zwischen Industrie, Forschung und Start-up-Szene geknüpft werden sollen und welche innovativen Geschäftsmodelle erfolgsversprechend sind.
K+S engagiert sich für die "initiative für Transparenz im rohstoffsektor" (EITI: EXTRACTIVE INDUSTRIES TRANSPARENCY INITIATIVE) mit der Zielsetzung der Korruptionsbekämpfung und ist deshalb aktives Mitglied der Multi-Stakeholder-Gruppe von D-EITI.
| ― | www.d-eiti.de |
| ― | www.rohstofftransparenz.de |
SPENDEN UND SPONSORING
Wir unterstützen ausgewählte Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur finanziell. Der Vorstand hat einheitliche Bedingungen für Spenden und Sponsoring festgelegt. So spendet K+S nicht an politische Parteien einschließlich ihnen nahestehender oder zugehöriger Organisationen oder Personen. Die Spenden für wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke betrugen im Jahr 2019 insgesamt 1,4 Mio. € (2018: knapp 1,9 Mio. €).
www.kpluss.com/gesellschaft
WIRTSCHAFTSBERICHT
Im Geschäftsjahr 2019 haben wir sowohl unseren Umsatz als auch unser EBITDA 1 gesteigert. Der Umsatz der K+S GRUPPE erhöhte sich von 4.039,1 Mio. € im Vorjahr auf 4.070,7 Mio. €. Das EBITDA betrug 640,4 Mio. € und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum moderat (2018: 606,3 Mio. €).
Überblick über den Geschäftsverlauf
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Das weltweite Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2019 um 3,0 %, wobei die Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zwischen den Ländern bzw. Regionen Zunahmen. Die konjunkturelle Lage in den USA trübte sich ein, insbesondere aufgrund des Handelskonfliktes mit China. Auch im Euroraum war das Expansionstempo gedämpft: Die Wertschöpfung im Bereich Industrie verlor merklich an Schwung. Ebenso in den Schwellenländern verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum, wenn auch in sehr unterschiedlichem Ausmaß. In Brasilien, Russland und vielen asiatischen Ländern zog die Konjunktur in den vergangenen Monaten an, während sich die Rezession in Argentinien und der Türkei weiter vertiefte.
ENTWICKLUNG DER ROHSTOFFPREISE AUF MONATSBASIS IM JAHR 2019
B. 16
in %

Quelle: Weltbank
1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften.
Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.
Die Notierungen wichtiger Agrarrohstoffe blieben im Verlauf des Jahres 2019 auf niedrigem Niveau stabil, mit Ausnahme von Palmöl. Die Preise für Palmöl stiegen insbesondere im letzten Quartal 2019 stark an. Insgesamt verteuerte sich der Rohstoff im Jahresverlauf 2019 um mehr als 40 %. B.16
Der Preis für Rohöl der Sorte Brent lag im Dezember bei durchschnittlich rund 66 USD pro Barrel (31. Dezember 2018: 54 USD). Der Durchschnittspreis lag 2019 mit rund 64 USD spürbar unter dem Vorjahr (2018: 72 USD). Gründe für die Preiserholung insbesondere zum Ende des Jahres 2019 waren im Wesentlichen eine Reduktion des Angebots der OPEC-Länder und das Ausscheiden des Irans als Ölexporteur aufgrund der US-Sanktionen.
Der NCG-Natural-Gas-Year-Future, der schwerpunktmäßig die Regionen West- und Süddeutschland abbildet, stieg zu Jahresbeginn zunächst von rund 20 € / MWh auf rund 22 € / MWh; dies stellt den Höchstwert des Jahres dar. Im weiteren Verlauf des Jahres verzeichnete der Preis einen stetigen Verfall und notierte zum Jahresende bei 14 € / MWh. Der Durchschnittswert verringerte sich gegenüber dem Vorjahr spürbar auf rund 18 € / MWh (2018: 21 € / MWh). Der Henry Hub Natural Gas Future, der schwerpunktmäßig Nordamerika abbildet, verzeichnete einen deutlichen Rückgang von 2,8 USD / mmBtu zu Beginn des Jahres auf 2,2 USD / mmBtu Ende 2019. Zwischenzeitlich zog der Preis leicht an und erreichte am 5. März 2019 ein Jahreshoch von 3,0 USD / mmBtu. Der Jahresdurchschnitt 2019 lag bei 2,7 USD / mmBtu und damit spürbar unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 3,1 USD / mmBtu).
Der Wert des US-Dollars lag im Jahresdurchschnitt bei 1,12 EUR / USD und notierte somit stärker als im Vorjahr (2018: 1,18 EUR / USD). B.17
Quellen: Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel, IWF, Weltbank, Bloomberg
EUR / USD-ENTWICKLUNG IM JAHR 2019
B. 17
in %

Index: 31. Dezember 2018
Quelle: Bloomberg
AUSWIRKUNGEN AUF K+S
Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:
| ― | Die Energiekosten der K+S GRUPPE werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug von Erdgas beeinflusst. Im Berichtszeitraum erhöhten sich diese leicht, vor allem wegen der gesteigerten Produktion am Standort Bethune. Unsere langfristig orientierten Einkaufsverträge mit aus unserer Sicht günstigen Konditionen machen uns unabhängiger von kurzfristigen Marktpreisentwicklungen. |
| ― | Fremdwährungssicherungssystem: Durch die für die operative Einheit Europe+ eingesetzten Sicherungsinstrumente lag der Umrechnungskurs im Jahr 2019 bei durchschnittlich 1,16 EUR / USD inkl. Sicherungskosten (2018: 1,14 EUR / USD). Insgesamt wirkte sich der Wechselkurs dennoch positiv auf den Umsatz aus, allerdings leicht negativ auf das EBITDA. ,Finanzlage', Seite 65 |
| ― | Der Anstieg beim Palmöl und die aus gesunkenen Preisen verschiedener Einsatzstoffe resultierenden Ertragsperspektiven führten im Berichtsjahr zu erhöhtem Einsatz von Pflanzennährstoffen, um den Ertrag je Hektar zu steigern. |
BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT
Die Branchensituation im Kundensegment Landwirtschaft war im ersten Halbjahr von einer guten Nachfrage geprägt. Abgesehen von saisonalen Besonderheiten in einigen Regionen (z. B. Staffelpreissystem für Düngemittelspezialitäten in Europa) blieben die internationalen Preise für Kaliumchlorid wie auch für unsere Spezialitäten nach den deutlichen Steigerungen im Jahresverlauf 2018 in unseren Hauptabsatzregionen Brasilien, Asien und Europa weitgehend stabil. Im dritten Quartal 2019 führte der chinesische Importstopp auch zu einer Kaufzurückhaltung in anderen Absatzregionen und einem Rückgang der Kaliumchloridpreise insbesondere in Übersee. Insgesamt belief sich die Weltkalinachfrage auf etwa 69 Mio. t (2018: knapp 72 Mio. t einschließlich knapp 5 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Die Produzenten von Kalidüngemitteln haben als Reaktion auf die Kaufzurückhaltung die Produktion im zweiten Halbjahr 2019 um schätzungsweise etwa 4 Mio. t gekürzt.
KUNDENSEGMENT INDUSTRIE
Die Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie in Europa entwickelte sich im Jahr 2019 insgesamt positiv. Auch in den Americas stieg die Nachfrage in allen Produktgruppen. Durch eine vorübergehend geringere Warenverfügbarkeit durch die Schließung des Werkes Sigmundshall Ende 2018 konnten wir nicht vollständig von der guten Nachfragesituation profitieren.
KUNDENSEGMENT VERBRAUCHER
In Europa entwickelte sich die Nachfrage nach Verbraucherprodukten insgesamt positiv. In den Americas stieg die Nachfrage, insbesondere nach Wasserenthärtungssalzen ebenfalls.
KUNDENSEGMENT GEMEINDEN
Während in Europa die winterliche Witterung zu Beginn des Jahres 2019 die Ausschreibungen für die kommende Wintersaison positiv beeinflusste, war die Nachfrage im vierten Quartal witterungsbedingt unter dem langjährigen Durchschnitt. Auch in Nordamerika wirkten sich vorteilhafte Wetterverhältnisse im späteren Verlauf des Winters 2018 / 2019, insbesondere im Mittleren Westen sowie in Kanada, zunächst positiv auf die Ausschreibungen aus. An der US-Ostküste blieb die Wettbewerbsintensität hoch. Die Nachfrage im vierten Quartal entsprach in Nordamerika insgesamt dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.
WESENTLICHE, FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE
| ― | Der seit September 2019 anhaltende Importstopp für Kaliumchlorid in China sorgte auch in anderen Absatzregionen für Zurückhaltung. Vor diesem Hintergrund nahmen die Kaliproduzenten im zweiten Halbjahr Produktionskürzungen vor. K+S berichtete bereits im September 2019, dass die Produktion von Kaliumchlorid bis zum Jahresende um bis zu 300.000 t reduziert wird. Die Produktionspause wurde für Instandhaltungsmaßnahmen genutzt. Der damit verbundene Effekt auf das EBITDA wurde mit bis zu 80 Mio. € beziffert. Parallel zu dieser Verminderung der Produktion hat K+S im Rahmen der Quartalsberichterstattung am 14. November 2019 über weitere Instandhaltungsmaßnahmen auch an deutschen Standorten im vierten Quartal 2019 berichtet. Dadurch reduzierte sich die Kaliproduktion im laufenden Jahr zusätzlich um etwa 200.000 t. Der Effekt auf das EBITDA belief sich auf weitere rund 50 Mio. €. |
| ― | Die Produktion unseres 2017 eröffneten neuen Kaliwerks Bethune haben wir im Geschäftsjahr 2019 weiter erhöht. Während im Jahr 2017 rund 0,5 Mio. t und im Jahr 2018 rund 1,4 Mio. t produziert worden waren, belief sich die Produktionsmenge 2019 nach den beschriebenen Produktionskürzungen auf knapp 1,6 Mio. t. |
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
ERGEBNISPROGNOSE
Das im Geschäftsbericht 2018 erwartete EBITDA-Niveau konnte nicht erreicht werden: Mit Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018 am 14. März 2019 hatten wir das EBITDA der K+S GRUPPE in einer Spanne zwischen 700 und 850 Mio. € erwartet. Diese Einschätzung haben wir mit Veröffentlichung unserer Finanzzahlen zum ersten Quartal bestätigt. In unserem Halbjahresfinanzbericht Hi / 2019 haben wir die Ergebniserwartung auf eine Spanne zwischen 730 und 830 Mio. € angepasst: Dies basierte auf der Annahme, dass der positive Ergebniseffekt aus einer veränderten Euro-Dollar-Währungsrelation (Annahme eines durchschnittlichen Kassakurses von 1,15 EUR / USD für die offenen Monate statt davor 1,20 EUR / USD) eine temporär etwas vorsichtigere Einschätzung aufgrund des chinesischen Importstopps sowie Ergebniseffekte aus der um eine Woche verlängerten Instandhaltungspause in Bethune mehr als ausgleichen kann. Der oben beschriebene Importstopp für Kaliumchlorid in China dauerte länger an als zunächst erwartet und sorgte auch in anderen Absatzregionen für Zurückhaltung. Vor diesem Hintergrund hat K+S im Rahmen der Berichterstattung zum dritten Quartal, unter Berücksichtigung dieser Effekte, nur noch eine Steigerung auf rund 650 Mio. € (2018: 606,3 Mio. €) erwartet. Mit 640,4 Mio. € erreichte das EBITDA der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2019 trotz eines unterdurchschnittlichen Auftausalzgeschäfts in Europa diesen Wert annähernd. B.18
Für die operative Einheit Europe+ gingen wir mit Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018 von einer deutlichen Steigerung des EBITDA aus. Hier konnten wir nach den genannten Anpassungen im Berichtszeitraum ein EBITDA von 437,0 Mio. € erzielen (2018: 443,3 Mio. €). Damit lagen wir leicht unter dem Vorjahresniveau und haben aus den genannten Gründen die Prognose aus dem Geschäftsbericht 2018 nicht erreichen können. In der Quartalsmitteilung Q3 / 2019 waren wir noch von einem leichten Anstieg ausgegangen. Die operative Einheit Americas erwirtschaftete ein EBITDA von 230,0 Mio. € (2018: 221,8 Mio. €) und entwickelte sich damit, wie bereits im Geschäftsbericht 2018 prognostiziert, weitgehend stabil.
,Darstellung der Segmente', Seite 72
Für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern hatten wir im Geschäftsbericht 2018 eine deutliche Steigerung gegenüber Vorjahr prognostiziert (2018: 85,4 Mio. €). Mit einem Rückgang auf 77,8 Mio. € haben wir diese Prognose nicht erfüllt. Wir mussten bereits im Zuge der unterjährigen Anpassung unserer EBITDA-Prognose auch die Einschätzung für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern reduzieren: Zur Q3 / 19-Quartalsmitteilung hatten wir eine in etwa stabile Entwicklung prognostiziert.
Der ROCE erreichte 2,3 % und lag damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 2,6 %). Auch hier hatten wir die Prognose im Jahresverlauf aus den bereits genannten Gründen auf eine stabile Entwicklung angepasst, nachdem wir zur Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018 noch von einem "deutlichen Anstieg" ausgegangen waren.
CASHFLOW-PROGNOSE
Unsere Prognose eines positiven und gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten bereinigten freien Cashflows für das Geschäftsjahr 2019 aus dem Geschäftsbericht 2018 haben wir erfüllt. Selbst die Prognose eines bereinigten freien Cashflows von mindestens 100 Mio. € im Halbjahresfinanzbericht haben wir aufgrund unserer bis dato operativen Verbesserung, eines aktiven Working Capital Managements und unserer Investitionsdisziplin übertroffen. Er betrug im Berichtszeitraum +139,7 Mio. € (2018: -206,3 Mio. €) und lag damit 346,0 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Prognose eines Investitionsvolumens über dem des Vorjahres von 443,2 Mio. € hat sich mit 493,3 Mio. € bestätigt.
SOLL-IST-VERGLEICH 2019
B. 18
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| IST 2018 | Prognose Geschäftsbericht 2018 | Prognose Q1/19 | Prognose H1/19 | Prognose 9M/19 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| K+S GRUPPE | ||||||
| Umsatz | Mio. € | 4.039,1 | moderater Anstieg | moderater Anstieg | moderater Anstieg | leichter Anstieg |
| - Operative Einheit Europe+ | Mio. € | 2.585,2 | moderater Anstieg | moderater Anstieg | moderater Anstieg | leichter Anstieg |
| - Operative Einheit Americas | Mio. € | 1.451,0 | annähernd stabil | annähernd stabil | annähernd stabil | annähernd stabil |
| EBITDA 1 | Mio. € | 606,3 | 700 bis 850 | 700 bis 850 | 730 bis 830 | rund 650 3 |
| - Operative Einheit Europe+ | Mio. € | 443,3 | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | moderater Anstieg |
| - Operative Einheit Americas | Mio. € | 221,8 | annähernd stabil | annähernd stabil | annähernd stabil | annähernd stabil |
| Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 2 | Mio. € | 85,4 | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | stabil |
| Bereinigter Freier Cashflow | Mio. € | -206,3 | deutlicher Anstieg, positiv | deutlicher Anstieg, positiv | mindestens 100 Mio. € | deutlicher Anstieg, positiv |
| ROCE | % | 2,6 | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | stabil |
| EUR / USD-Wechselkurs | EUR/USD | 1,18 | 1,20 | 1,19 | 1,16 | 1,14 |
| Absatzmenge Kundensegment Landwirtschaft | Mio. t | 6,8 | 6,9 bis 7,2 | 6,9 bis 7,2 | 6,9 bis 7,1 | rund 6,4 |
| Durchschnittspreis Kundensegment Landwirtschaft | €/t | 254,2 | moderater Anstieg | moderater Anstieg | moderater Anstieg | moderater Anstieg |
| Absatzmenge Kundensegment Gemeinden | Mio. t | 13,3 | 12,5 bis 13,0 | 12,5 bis 13,0 | 12,5 bis 13,0 | 12,5 bis 13,0 |
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| IST 2019 | |
|---|---|
| K+S GRUPPE | |
| Umsatz | 4.070,7 |
| - Operative Einheit Europe+ | 2.535,9 |
| - Operative Einheit Americas | 1.532,2 |
| EBITDA 1 | 640,4 |
| - Operative Einheit Europe+ | 437,0 |
| - Operative Einheit Americas | 230,0 |
| Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 2 | 77,8 |
| Bereinigter Freier Cashflow | 139,7 |
| ROCE | 2,3 |
| EUR / USD-Wechselkurs | 1,14 |
| Absatzmenge Kundensegment Landwirtschaft | 6,3 |
| Durchschnittspreis Kundensegment Landwirtschaft | 272,4 |
| Absatzmenge Kundensegment Gemeinden | 12,7 |
1 Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften (EBITDA).
2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2019: 30,0 %.
3 Prognose am 23. September 2019 bereits um 80 Mio. € reduziert.
Ertragslage
UMSATZ
Im Geschäftsjahr 2019 betrug der Umsatz der K+S GRUPPE 4.070,7 Mio. € nach 4.039,1 Mio. € im Vorjahr. Beide operativen Einheiten profitierten vom vorteilhaften EUR / USD-Wechselkursniveau. Zusätzlich wirkten sich insbesondere in der operativen Einheit Europe+ positive Preiseffekte aus, denen negative Mengeneffekte gegenüberstanden. Nach dem erfolgreichen Ausbau der Speicherkapazitäten konnten in diesem Jahr abwasserbedingte Produktionsunterbrechungen am Werk Werra trotz eines überdurchschnittlich trockenen Sommers verhindert werden. Die Produktionskürzungen im zweiten Halbjahr führten jedoch trotz der verbesserten Produktverfügbarkeit zu einem insgesamt geringeren Absatz im Kundensegment Landwirtschaft. B.21, B.22
,Darstellung der Segmente', Seite 72
,Segmentberichterstattung', Seite 162
Mit 62 % nahm der Umsatzbeitrag der operativen Einheit Europe+ den größeren Anteil am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE ein (operative Einheit Americas: 38 %). B.19
UMSATZ NACH SEGMENTEN
B. 19
in %

UMSATZ NACH REGIONEN
B. 20
in %

Die regionale Umsatzverteilung blieb im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unverändert. Den größten Umsatzanteil erzielten wir mit gut 40 % weiterhin in Europa, gefolgt von Nordamerika mit rund 36 %. Auf Südamerika und Asien entfielen 13 % bzw. 9 % unseres Gesamtumsatzes. B.20
K+S GRUPPE: ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR
B. 21
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| in % | 2019 |
|---|---|
| Umsatzveränderung | +0,8 |
| - mengen- / strukturbedingt | -5,4 |
| - preis- / preisstellungsbedingt | +3,2 |
| - währungsbedingt | +2,9 |
| - konsolidierungsbedingt | - |
UMSATZ NACH SEGMENTEN 1
B. 22
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| in Mio. € | 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Operative Einheit Europe+ | 2.585,2 | 691,8 | 626,8 | 621,1 | 596,2 | 2.535,9 |
| Operative Einheit Americas | 1.451,0 | 571,2 | 251,2 | 282,6 | 427,2 | 1.532,2 |
| Überleitung | 2,9 | 0,5 | 0,5 | 1,2 | 0,4 | 2,6 |
| K+S GRUPPE | 4.039,1 | 1.263,5 | 878,5 | 904,9 | 1.023,8 | 4.070,7 |
| Anteil am Gesamtumsatz (%) | - | 31,0 | 21,6 | 22,2 | 25,1 | 100,0 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Operative Einheit Europe+ | -1,9 |
| Operative Einheit Americas | +5,6 |
| Überleitung | - |
| K+S GRUPPE | +0,8 |
| Anteil am Gesamtumsatz (%) | - |
1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
AUFTRAGSENTWICKLUNG
Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Das Geschäft in der operativen Einheit Europe+ ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt.
Im Bereich des Auftausalzgeschäfts in beiden operativen Einheiten werden Verträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir in der Regel ab dem zweiten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, zum Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Soweit die vertraglich vereinbarten Volumina - abhängig von der Witterung - rechtlich zulässigen Schwankungen unterliegen, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt ebenso, soweit Mengen bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können.
Ein Ausweis des Auftragsbestands ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung unserer kurz- und mittelfristigen Ertragskraft also nicht aussagekräftig.
ENTWICKLUNG WESENTLICHER KOSTEN
Im Berichtsjahr gingen die Umsatzkosten von 3.410,4 Mio. € auf 3.372,6 Mio. € zurück; währungsbedingt höhere Kosten konnten durch Entlastungen infolge einer geringeren Absatzmenge in beiden operativen Einheiten mehr als ausgeglichen werden. Die Marketing- und allgemeinen Verwaltungskosten stiegen im Berichtsjahr insbesondere währungsbedingt auf 362,8 Mio. € nach 349,7 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 133,3 Mio. € (2018: 118,0 Mio. €) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 230,6 Mio. € (2018: 186,4 Mio. €). Das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften verbesserte sich in 2019 auf -16,9 Mio. € (2018: -49,5 Mio. €).
,Konzernabschluss', Seite 156
Die Kosten für Material, Personal, Energie und Frachten haben erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kosten. Mit 1.694,7 Mio. € stieg der Materialaufwand trotz einer geringeren Produktionsmenge währungsbedingt und aufgrund höherer Instandhaltungskosten leicht an (2018: 1.629,1 Mio. €). Im Jahr 2019 betrug der Personalaufwand 1.161,9 Mio. € und lag damit leicht über dem Wert des Vorjahres (2018: 1.122,5 Mio. €). Bei den Frachtkosten kam es währungs- und preisbedingt trotz einer geringeren Menge zu einer leichten Steigerung auf 888,2 Mio. € (2018: 883,6 Mio. €). Die Kosten für Energie betrugen 267,4 Mio. € nach 261,7 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen preis- und währungsbedingt.
,Anhang', Seite 186
ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHR
OPERATIVES ERGEBNIS EBITDA
Seit dem Geschäftsjahr 2018 steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße EBITDA. B.23
Das EBITDA lag im Berichtsjahr mit 640,4 Mio. € moderat über dem Wert des Vorjahres (2018: 606,3 Mio. €). Ursächlich waren, wie bereits bei der Umsatzentwicklung beschrieben, Preissteigerungen, denen jedoch Produktionskürzungen sowie insgesamt gestiegene Kosten, insbesondere für Instandhaltung und Logistik, gegenüberstanden. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte einen positiven Effekt auf das EBITDA 1 in Höhe von 54,0 Mio. €. Aus der Entkonsolidierung der K+S real estate GMBH & CO. KG (siehe Angaben zum Konsolidierungskreis S. 191) ergab sich ein positiver Effekt auf das EBITDA in Höhe des Veräußerungsgewinns von 24,5 Mio. €. Dieser Effekt schlug sich positiv in der Überleitung nieder und war der maßgebliche Grund für die Ergebnisverbesserung auf -26,6 Mio. € (2018: -58,8 Mio. €). B. 24
ÜBERLEITUNG OPERATIVES ERGEBNIS UND EBITDA
B. 23
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften | 165,3 | 224,3 |
| Ertrag (-) / Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte | 25,7 | 6,1 |
| Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | 36,2 | -22,0 |
| Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften | 227,2 | 208,4 |
| Abschreibungen (+) / Wertminderungen (+) / Wertaufholungen (-) des Anlagevermögens | 385,0 | 438,1 |
| Erfolgsneutrale Aktivierung von Abschreibungen 1 (-) | -5,9 | -6,1 |
| EBITDA | 606,3 | 640,4 |
1 Es handelt sich um Abschreibungen von Vermögenswerten, die zur Herstellung anderer Vermögenswerte des Sachanlagevermögens eingesetzt werden. Die Abschreibungen werden als Teil der Herstellungskosten aktiviert und nicht ergebniswirksam erfasst.
EBITDA NACH SEGMENTEN 1,2
B. 24
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| in Mio. € | 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Operative Einheit Europe+ | 443,3 | 177,1 | 128,4 | 67,3 | 64,2 | 437,0 |
| Operative Einheit Americas | 221,8 | 107,6 | 13,6 | 25,3 | 83,4 | 230,0 |
| Überleitung 3 | -58,8 | - 14,8 | - 12,0 | - 12,0 | 12,2 | -26,6 |
| K+S GRUPPE | 606,3 | 269,9 | 130,1 | 80,6 | 159,8 | 640,4 |
| Anteil am Gesamt-EBITDA (%) | - | 42,1 | 20,3 | 12,6 | 24,9 | 100,0 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Operative Einheit Europe+ | - 1,4 |
| Operative Einheit Americas | 3,7 |
| Überleitung 3 | |
| K+S GRUPPE | +5,6 |
| Anteil am Gesamt-EBITDA (%) | - |
1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.
2 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
3 Aufwendungen und Erträge, die den operativen Einheiten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" dargestellt.
FINANZERGEBNIS
Das Finanzergebnis verbesserte sich mit -97,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr deutlich (2018: -112,2 Mio. €). Die Differenz erklärt sich zum einen aus dem Wegfall der zusätzlichen Belastung durch die rechtzeitige Refinanzierung einer Anleihe in 2018, zum anderen aus positiven Währungseffekten im Rahmen der Liquiditätssteuerung.
Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte einen negativen Effekt auf das Finanzergebnis in Höhe von 15,3 Mio. €.
KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIE
Das Konzernergebnis nach Steuern konnte im Berichtsjahr aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses und eines verbesserten Ergebnisses aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften deutlich auf 88,9 Mio. € gesteigert werden (2018: 42,1 Mio. €). Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 30,0 % (2018: 30,0 %) zugrunde gelegt. Das Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 0,46 € (2018: 0,22 €). Die Berechnung beruht wie im Vorjahr auf einer durchschnittlichen Anzahl von ausstehenden Aktien in Höhe von 191,4 Mio. Stückaktien. B.25
,Anhang', Seite 190
ERGEBNIS JE AKTIE 1
B. 25
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| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,22 | 0,57 | 0,07 | - 0,30 | 0,12 | 0,46 |
| Ergebnis je Aktie , bereinigt (€) 2 | 0,45 | 0,56 | 0,01 | - 0,22 | 0,06 | 0,41 |
| Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 |
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| Ergebnis je Aktie (€) | + 111,1 |
| Ergebnis je Aktie , bereinigt (€) 2 | - 9,7 |
| Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) | - |
1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2019: 30,0 % (2018: 30,0 %).
1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.
HERLEITUNG DES BEREINIGTEN KONZERNERGEBNISSES NACH STEUERN
B. 26
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis nach Steuern | 42,1 | 88,9 |
| Ertrag (-) / Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte | 25,7 | 6,1 |
| Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | 36,2 | -22,0 |
| Eliminierung daraus resultierender latenter bzw. zahlungswirksamer Steuern | -18,6 | 4,8 |
| Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt | 85,4 | 77,8 |
BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE
Als Basis für unsere Dividende weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert und gleichzeitig als interne Steuerungsgröße dient. Zugleich werden auch die entsprechenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern herausgerechnet. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dient als Grundlage für die Berechnung der Dividende im Rahmen unserer Ausschüttungspolitik und wird in Tabelle B.26 ermittelt.
Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug 77,8 Mio. € (2018: 85,4 Mio. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 0,41 € (2018: 0,45 €). Auch hierfür wurden 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2019 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende somit unverändert auf 191,4 Mio. Stückaktien.
KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGE
MARGENKENNZAHLEN
Die Margenkennzahlen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: Unser EBITDA von 640,4 Mio. € führte zu einer leicht verbesserten EBITDA-Marge (EBITDA / Umsatz) von 16 % nach 15 % im Vergleichszeitraum. Die Umsatzrendite (Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt / Umsatz) lag unverändert bei rund 2 % (2018: 2 %). B.27
,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 246
HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN
Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE errechnet sich als Summe der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital nach dem Peergroup-Verfahren gemäß IAS 36. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert.
MEHRPERIODENÜBERSICHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN 1
B. 27
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| Kennzahlen in % |
2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bruttomarge 2 | 45,9 | 36,3 | 33,4 | 15,6 | 17,1 |
| EBITDA-Marge | 25,3 | 15,0 | 15,9 | 15,0 | 15,7 |
| Umsatzrendite 3 | 13,0 | 3,8 | 4,0 | 2,1 | 1,9 |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern 3, 4 | 13,1 | 2,9 | 3,3 | 2,1 | 1,8 |
| Gesamtkapitalrendite 3,4 | 10,4 | 2,7 | 3,1 | 2,4 | 2,6 |
| Working Capital | 945,9 | 894,6 | 968,1 | 1.126,7 | 1.037,9 |
| Operatives Anlagevermögen | 5.900,3 | 6.639,0 | 7.377,6 | 7.464,0 | 8.140,6 |
| Return on Capital Employed (ROCE) | 12,5 | 3,0 | 3,2 | 2,6 | 2,3 |
| Gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern | 8,3 | 8,2 | 8,5 | 8,4 | 8,6 |
| Value Added (Mio. €) 5 | 262,8 | -391,7 | -438,1 | -500,8 | -575,5 |
1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
2 Die GuV-Darstellung wurde entsprechend der internen Steuerungsstruktur und zur Verbesserung des Branchenvergleichs ab dem Geschäftsjahr 2019 geändert. Die Vorjahreszahl wurde, wie im Abschnitt "Änderungen an der Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung" dargestellt, angepasst.
3 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2019: 30,0 % (2018: 30,0 %).
4 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
5 Value Added= (ROCE - gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern) x (operatives Anlagevermögen + Working Capital).
Die Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber ergibt sich aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie. Als risikoloser Zinssatz wurde der barwertäquivalente Durchschnitt der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von 1 bis 30 Jahren gemäß der Svensson-Methode herangezogen. Zum 31. Dezember 2019 lag dieser bei 0,34 % (2018: 0,95 %). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 7,00 % (2018: 6,25 %) sowie mit dem aus der Peergroup abgeleiteten Betafaktor in Höhe von 1,14 gegenüber dem Vergleichsindex MSCI WORLD ermittelt. Daraus ermittelt sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 8,3 % (2018: 7,9 %).
Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern lag bei 2,2 % (2018: 3,1 %) und ergibt sich aus dem Rating der Unternehmen der Peergroup und einem damit korrespondierenden Spread auf den risikolosen Basiszinssatz. Nach Berücksichtigung der bereinigten vorläufigen Konzernsteuerquote von 30 % folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 1,5 % (2018: 2,2 %).
Per 31. Dezember 2019 betrug der nach dem Peergroup-Verfahren ermittelte Verschuldungsgrad 51,8 % (2018: 48,5 %).
In Summe resultiert hieraus ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE, wie auch für die einzelnen operativen Einheiten, von 6,0 % (2018: 6,0 %) nach Steuern. Hieraus ergaben sich auf Basis einer durchschnittlichen operativ gebundenen Kapitalbindung von 8.944,8 Mio. € für das Jahr 2019 Kapitalkosten in Höhe von 560,8 Mio. € (2018: 524,7 Mio. €). Der entsprechende Kapitalkostensatz vor Steuern betrug 8,6 % (2018: 8,4 %).
RENDITEKENNZAHLEN
Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug im Berichtsjahr 1,8 % (2018: 2,1 %) und die Gesamtkapitalrendite 2,6 % (2018: 2,4 %). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) der K+S GRUPPE ging im Berichtsjahr auf 2,3 % nach 2,6 % im Vorjahreszeitraum zurück. Der ROCE lag auch im Jahr 2019 unter unseren Kapitalkosten von 8,6 % vor Steuern. Damit musste die K+S GRUPPE im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Wertbeitrag (Value Added) in Höhe von -575,5 Mio. € verzeichnen (2018: -500,8 Mio. €).
,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 246
HERLEITUNG DES ROCE
B. 28
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| ROCE = Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften / Eingesetztes Kapital (Jahresdurchschnitt) | 2,6 % | 2,3 % |
| Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften | 227,2 | 208,4 |
| Immaterielle Vermögenswerte 1 | 807,6 | 824,6 |
| Sachanlagen | 6.687,9 | 7.210,0 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen | 88,8 | 106,0 |
| Operatives Anlagevermögen 1 | 7.584,3 | 8.140,6 |
| Vorräte | 691,5 | 789,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 836,7 | 724,7 |
| Sonstige Vermögenswerte | 316,8 | 294,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -239,7 | -241,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -330,2 | -560,7 |
| Kurzfristige Rückstellungen | -314,6 | -329,0 |
| Bereinigungen Working Capital 2 | 166,3 | 360,5 |
| Working Capital | 1.126,7 | 1.037,9 |
| Eingesetztes Kapital | 8.711,0 | 8.944,8 |
1 Bereinigt um die im Goodwill aus der Erstkonsolidierung enthaltenen latenten Steuern.
2 Bereinigt um CTA-Planvermögensüberschüsse, Forderungen bzw.
Verbindlichkeiten aus Geldanlagen, Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
Die Herleitung der Eigenkapitalrendite sowie der Gesamtkapitalrendite ist in den Tabellen B.29 und B.30 dargestellt.
HERLEITUNG EIGENKAPITALRENDITE
B. 29
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 4.144,1 | 4.495,1 |
| Effekte aus Marktwertschwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | 16,9 | 5,8 |
| Bereinigtes Eigenkapital zum 31.12. | 4.161,0 | 4.500,9 |
| Bereinigtes Eigenkapital (LTM) | 4.147,6 | 4.330,9 |
| Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt | 85,4 | 77,8 |
| Eigenkapitalrendite | 2,1 % | 1,8 % |
HERLEITUNG GESAMTKAPITALRENDITE
B. 30
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Bilanzsumme | 9.966,2 | 10.592,2 |
| Effekte aus Marktwertschwankungen | 13,3 | 7,9 |
| Effekte aus latenten Steuern | -267,3 | -269,4 |
| Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen | -27,0 | -23,2 |
| Bereinigte Bilanzsumme zum 31.12. | 9.685,2 | 10.307,5 |
| Bereinigte Bilanzsumme (LTM) | 9.738,6 | 9.978,7 |
| Bereinigtes Ergebnis vor Zinsaufwand und Steuern | 235,7 | 255,3 |
| Gesamtkapitalrendite | 2,4 % | 2,6 % |
Finanzlage
GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS DER K+S GRUPPE
FINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERT
Es gehört zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE,
| ― | die Liquidität zu sichern und gruppenweit effizient zu steuern, |
| ― | die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten und zu optimieren sowie |
| ― | finanzielle Risiken auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten zu reduzieren. |
Mit einem zentralen Cashmanagement steuern wir die Liquidität und optimieren die Zahlungsströme innerhalb der K+S GRUPPE. Um unsere Finanzierungsfähigkeit zu erhalten bzw. günstige Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu erreichen, streben wir langfristig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein stabiles Crossover-Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Gegenwärtig liegt unser Rating im Wesentlichen aufgrund der Errichtung unseres neuen Kaliwerks Bethune in Kanada in den vergangenen Jahren im "Non-Investment Grade"-Bereich. Die Steuerung unserer Kapitalstruktur nehmen wir anhand der in Tabelle B.31 aufgeführten Kennzahlen vor.
,K+S am Kapitalmarkt', Seite 32
Das Währungs- und Zinsmanagement erfolgt zentral für alle wesentlichen Gruppengesellschaften. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen, zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt und kontinuierlich überwacht.
FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEM
Schwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euros zum US-Dollar, wirken sich besonders in der operativen Einheit Europe+ auf die Höhe unserer Erlöse und den Gegenwert unserer Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden deshalb wesentliche Nettopositionen (d. h. Nettoumsatz in US-Dollar abzüglich Frachten und andere Kosten in US-Dollar) mithilfe von Derivaten, in der Regel Optionen oder Termingeschäften, gesichert.
KENNZAHLEN DER KAPITALSTRUKTUR
B. 31
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| 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Nettofinanzverbindlichkeiten / EBITDA | 1,3 | 4,6 | 5,2 | 5,3 | 4,9 |
| Nettoverschuldung / Eigenkapital (%) | 55,9 | 78,7 | 99,5 | 107,2 | 101,6 |
| Eigenkapitalquote (%) | 51,9 | 47,2 | 42,7 | 41,6 | 42,4 |
WÄHRUNGSSICHERUNG OPERATIVE EINHEIT EUROPE+ 1
B. 32
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| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR / USD-Umrechnungskurs nach Prämien | 1,14 | 1,17 | 1,17 | 1,15 | 1,17 | 1,16 |
| Durchschnittlicher EUR / USD-Kassakurs | 1,18 | 1,14 | 1,12 | 1,11 | 1,11 | 1,12 |
1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften im Rahmen der Transaktionssicherung sichern wir uns gegen einen "worst case" ab, erhalten zugleich aber die Chance, an einer für uns günstigen Kursentwicklung teilzuhaben. Im Jahr 2019 lag der realisierte Kurs des Euros zum US-Dollar in der operativen Einheit Europe+ bei durchschnittlich 1,16 EUR / USD inkl. Sicherungskosten (2018: 1,14 EUR / USD). B.32
Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Letzteres kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Translationseffekte aus der Umrechnung des US-Dollars treten in den operativen Einheiten Europe+ und Americas auf und werden nicht gesichert.
INVESTITIONSANALYSE
Im Jahr 2019 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 493,3 Mio. € (2018: 443,2 Mio. €). Dabei entfällt ein Großteil auf Instandhaltungsinvestitionen. Der planmäßige Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist vor allem auf Umweltinvestitionen in das Abwassermanagement des Werkes Werra und Ausgaben für Haldenerweiterungen sowie auf regulatorische Anforderungen zurückzuführen. B.34, B.35
Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen für noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben in Höhe von 210,3 Mio. €.
,Darstellung der Segmente', Seite 72
,Umwelt', Seite 88
Unsere Investitionen ermitteln wir wie folgt: B. 33
ÜBERLEITUNG INVESTITIONEN
B. 33
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Zugänge sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 553,2 | 705,0 |
| - Leasingverträge 1 | 54,8 | |
| - Fremdkapitalzinsen | 17,5 | 14,3 |
| - Aktivierung Abschreibungen | 5,9 | 6,1 |
| - Rekultivierung | 39,1 | 135,9 |
| - Erstattungsansprüche und sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen | 47,5 | 0,6 |
| Investitionen (CapEx) | 443,2 | 493,3 |
1 Unterjährig neu abgeschlossene Leasingverträge, die gemäß IFRS 16 aktiviert werden müssen. Der Vorjahreswert wurde nicht angepasst.
LIQUIDITÄTSANALYSE
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 639,8 Mio. € und lag somit deutlich über dem Vorjahresniveau (2018: 308,7 Mio. €). Hierzu trugen die positive Geschäftsentwicklung, geringere Ertragsteuerzahlungen sowie ein aktives Working Capital Management bei. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (bereinigt um Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich 2019 auf -500,0 Mio. € (2018: -512,7 Mio. €). Der bereinigte Freie Cashflow (ohne Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) verzeichnete mit 139,7 Mio. € eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2018: -206,3 Mio. €). Der im EBITDA beschriebene positive Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 16 führte zu einem positiven Effekt im freien Cashflow in Höhe von 45,0 Mio. €.
INVESTITIONEN NACH SEGMENTEN 1,2
B. 34
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| in Mio. € | 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Operative Einheit Europe+ | 351,5 | 57,8 | 74,0 | 125,2 | 147,1 | 404,1 |
| Operative Einheit Americas | 83,1 | 14,2 | 17,3 | 16,7 | 33,5 | 81,7 |
| Überleitung | 8,6 | 0,6 | 1,8 | 2,4 | 2,7 | 7,5 |
| K+S GRUPPE | 443,2 | 72,6 | 93,1 | 144,3 | 183,3 | 493,3 |
| Anteil an den Investitionen (%) | - | 14,7 | 18,9 | 29,2 | 37,2 | 100,0 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Operative Einheit Europe+ | 15,0 |
| Operative Einheit Americas | -1,7 |
| Überleitung | -12,8 |
| K+S GRUPPE | 11,3 |
| Anteil an den Investitionen (%) | - |
1 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019.
2 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
INVESTITIONEN IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNGEN UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
B. 35
in %

1 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement.
2 Ergebniswirksame Abschreibungen (einschließlich Wertminderungen und Wertaufholungen) auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.
CASHFLOW-ÜBERSICHT 1
B. 36
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| in Mio. € | 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit | 308,7 | 324,4 | 193,2 | -7,8 | 130,0 | 639,8 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -512,7 | -91,3 | -91,5 | -123,4 | -193,8 | -500,0 |
| Freier Cashflow | -204,0 | 233,1 | 101,7 | -131,2 | -63,8 | 139,8 |
| Anpassung um Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | -2,3 | - | -0,2 | 0,1 | - | -0,1 |
| Bereinigter Freier Cashflow | -206,3 | 233,1 | 101,5 | -131,1 | -63,8 | 139,7 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit | + 107,3 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -2,5 |
| Freier Cashflow | |
| Anpassung um Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | |
| Bereinigter Freier Cashflow |
1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ging im Berichtsjahr auf 11,0 Mio. € zurück (2018: 187,3 Mio. €). Ursächlich hierfür war hauptsächlich eine höhere Tilgungsleistung im Vergleich zum Vorjahr.
Zum 31. Dezember 2019 betrug der Nettofinanzmittelbestand 316,3 Mio. € (31. Dezember 2018: 162,2 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen sowie Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten von bis zu drei Monaten. B.36
FINANZIERUNGSANALYSE
Die Finanzierung erfolgte per 31. Dezember 2019 zu 87 % aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital, das wiederum vorrangig aus Anleiheverbindlichkeiten besteht (31. Dezember 2018: 87 %). Auch Rückstellungen machen einen großen Teil des Fremdkapitals aus.
EIGENKAPITAL ÜBER VORJAHR
Das Eigenkapital erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 4.495,1 Mio. € nach 4.144,1 Mio. € im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 42,4 % (31. Dezember 2018: 41,6 %). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf vorteilhafte Wechselkurseffekte zum Stichtag zurückzuführen.
FREMDKAPITALANTEIL LEICHT GESUNKEN
Auch das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen erhöhte sich zum 51. Dezember 2019 auf 4.721,1 Mio. € (51. Dezember 2018: 4.528,4 Mio. €). Trotzdem reduzierte sich der Anteil des langfristigen Fremdkapitals auf 44,6 % der Bilanzsumme (31. Dezember 2018: 45,4 %).
Das kurzfristige Fremdkapital betrug am Bilanzstichtag 1.376,0 Mio. € (31. Dezember 2018: 1.293,7 Mio. €). Damit blieb der Anteil an der Bilanzsumme bei 13,0 % zum 31. Dezember 2019 (31. Dezember 2018: 13,0 %).
,Anhang', Seite 215
FINANZVERBINDLICHKEITEN
Finanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2019 in Höhe von 3.398,9 Mio. € (31. Dezember 2018: 3.283,3 Mio. €). Zuletzt wurde im Juli 2018 eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von insgesamt 600 Mio. € begeben. Weitere große Teile unseres langfristigen Fremdkapitals entfallen auf die im Juni 2012, Dezember 2013 und März 2017 begebenen Unternehmensanleihen sowie die im Sommer 2016 emittierten Schuldscheindarlehen.
RÜCKSTELLUNGEN
Die langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen insbesondere bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.
Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen sind mit 910,6 Mio. € zum Bilanzstichtag aufgrund einer Anpassung des durchschnittlichen Diskontierungssatzes von 3,3 % in 2018 auf 3,5 % in 2019 spürbar gesunken (31. Dezember 2018: 1.015,1 Mio. €).
Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verzeichneten einen Anstieg auf 232,2 Mio. € (2018: 187,0 Mio. €). Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 2,2 % (31. Dezember 2018: 3,1 %). Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19.
,Anhang', Seite 168
Aktiva
B. 37
in %

PASSIVA
B. 38
in %

NETTOVERSCHULDUNG
B. 39
scroll
| in Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Flüssige Mittel | 167,6 | 321,8 |
| Langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 7,0 | 7,0 |
| Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 11,2 | 11,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | -3.283,3 | -3.398,9 |
| Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen 1 | -164,2 | -78,2 |
| Langfristiger Erstattungsanspruch Anleihe MORTON SALT | 20,2 | 20,3 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | -3.241,5 | -3.116,6 |
| Leasingverbindlichkeiten exklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen 1 | -306,3 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | -187,0 | -232,2 |
| Langfristige Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | -1.015,1 | -910,6 |
| Nettoverschuldung | -4.443,6 | -4.565,7 |
1 Ab dem Geschäftsjahr 2019 unterscheiden wir zwischen Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen, die mit Banken abgeschlossen wurden (Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen), und sonstigen Leasingverbindlichkeiten (Leasingverbindlichkeiten exklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen). Die Vorjahreswerte werden ohne entsprechende Anpassung berichtet.
BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Durch die Erstanwendung des IFRS 16 werden grundsätzlich alle Leasingverträge bilanzwirksam erfasst. Lediglich für Short-Term-, Low-Value- und variable Leasingverträge gibt es Ausnahmen. Diese haben keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der K+S GRUPPE.
MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGE
B. 40
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| in Mio. € | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen, immaterielles Vermögen | 6.123,1 | 7.540,4 | 7.655,4 | 7.670,2 | 8.208,5 |
| Finanzanlagen, langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 14,1 | 34,4 | 28,0 | 96,1 | 113,2 |
| Vorräte | 705,3 | 710,4 | 690,9 | 691,5 | 789,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 708,6 | 656,5 | 714,9 | 836,7 | 724,7 |
| Flüssige Mittel, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 163,1 | 154,5 | 194,0 | 178,8 | 333,2 |
Vermögenslage
VERMÖGENSSTRUKTURANALYSE
Die Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 10.592,2 Mio. € (31. Dezember 2018: 9.966,2 Mio. €). Das Sachanlagevermögen erhöhte sich moderat auf 7.210,0 Mio. € (31. Dezember 2018: 6.687,9 Mio. €). Die Erstanwendung des IFRS 16 erhöhte das Sachanlagevermögen per 1. Januar 2019 um 206,3 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken auf 724,7 Mio. € (31. Dezember 2018: 836,7 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren sowie sonstigen Finanzinvestitionen erhöhte sich und betrug zum Bilanzstichtag 340,2 Mio. € (31. Dezember 2018: 185,8 Mio. €). Das Verhältnis von langfristigen zu kurzfristigen Vermögenswerten war mit 80:20 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. B. 40
Per 31. Dezember 2019 ergab sich eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 4.565,7 Mio. € (31. Dezember 2018: 4.443,6 Mio. €). Die Erstanwendung des IFRS 16 erhöhte die Nettoverschuldung per 1. Januar 2019 um 216,1 Mio. €. Die Nettofinanzverbindlichkeiten, ohne Berücksichtigung der langfristigen Rückstellungen, betrugen zum Stichtag 3.116,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 3.241,5 Mio. €). Der Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten / EBITDA) betrug das 4,9-fache (31. Dezember 2018: 5,3-fach). Neben dem operativen Geschäft soll auch das auf Seite 51 beschriebene Maßnahmenpaket zur Wertgenerierung und zum Abbau der Verschuldung beitragen. B. 41
,Unternehmensstrategie', Seite 49
,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 246
ZWECKGEBUNDENES VERMÖGEN
Im Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) begonnen. Mit dieser Dotierung ist eine Zweckbindung von Finanzierungsmitteln verbunden. Das Gleiche gilt für das Planvermögen, welches zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen in Kanada dient. Darüber hinaus bestehen Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach IFRS zu qualifizieren sind. Derartige Verpflichtungen werden gemäß IFRS bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen zweckgebundene Vermögen lag im Jahr 2019 bei 448,1 Mio. € nach 399,0 Mio. € im Vorjahr. Zudem besteht zum Bilanzstichtag Planvermögen für Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 44,3 Mio. € (2018: 19,3 Mio. €), das bilanziell ebenfalls saldiert wurde.
,Anhang', Anmerkung (22), Seite 207
NICHT BILANZIERTES VERMÖGEN
Sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2019 auf 210,3 Mio. € (31. Dezember 2018: 397,1 Mio. €) und betreffen Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Neuregelung im IFRS 16 zurückzuführen, nach der Leasingverhältnisse grundsätzlich bilanzwirksam erfasst werden.
AUSWIRKUNGEN VON GEÄNDERTEN BILANZIERUNGSUND BEWERTUNGSMETHODEN
Seit dem Beginn des Geschäftsjahres 2019 wenden wir die Neuregelungen des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an. Entsprechend der von uns gewählten Übergangsmethode erfolgt keine Anpassung der Vorjahreszahlen. Die Neuregelungen führen dazu, dass grundsätzlich alle Leasingverhältnisse als Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz zu erfassen sind. Die Erhöhung der Leasingverbindlichkeiten zum 51. Dezember 2019 auf 586,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 164,2 Mio. €) sowie der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen auf 437,0 Mio. € (31. Dezember 2018: Leasingvermögenswerte von 217,7 Mio. €) ist weitestgehend auf diese Rechnungslegungsänderung zurückzuführen. Der kurzfristige Anteil der Leasingverbindlichkeiten beträgt 91,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 15,7 Mio. €). Die Nutzungsrechte werden im Sachanlagevermögen, die Leasingverbindlichkeiten in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Erstanwendung des IFRS 16 führte zu keinen wesentlichen Veränderungen des Eigenkapitals.
,Konzernanhang' "Neue oder geänderte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen" Seite 180
MEHRPERIODENÜBERSICHT DER FINANZLAGE
B. 41
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| in Mio. € | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 4.295,6 | 4.552,2 | 4.160,7 | 4.144,1 | 4.495,1 |
| Eigenkapitalquote (%) | 51,9 | 47,2 | 42,7 | 41,6 | 42,4 |
| Langfristiges Fremdkapital | 3.036,8 | 3.930,4 | 4.240,2 | 4.528,4 | 4.721,1 |
| - davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 166,1 | 186,7 | 166,4 | 187,0 | 232,2 |
| - davon Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | 870,1 | 996,0 | 1.000,0 | 1.015,1 | 910,6 |
| Anteil langfr. Rückstellungen an Bilanzsumme (%) | 12,5 | 12,3 | 12,0 | 12,1 | 12,4 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 941,2 | 1.162,9 | 1.353,5 | 1.293,7 | 1.376,0 |
| - davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 306,0 | 343,8 | 288,4 | 239,7 | 241,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.543,7 | 2.534,5 | 3.021,7 | 3.283,3 | 3.398,9 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 1.363,6 | 2.401,1 | 2.974,1 | 3.241,5 | 3.116,6 |
| Nettoverschuldung | 2.399,8 | 3.583,8 | 4.140,5 | 4.443,6 | 4.565,7 |
| Verschuldungsgrad (%) 1 | 35,9 | 55,7 | 72,6 | 79,2 | 75,6 |
| Verschuldungsgrad II (%) 2 | 55,9 | 78,7 | 99,5 | 107,2 | 101,6 |
| Working Capital | 945,9 | 894,6 | 968,1 | 1.126,7 | 1.037,9 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 669,4 | 445,4 | 306,8 | 308,7 | 639,8 |
| Freier Cashflow | -106,4 | -756,0 | -356,7 | -204,0 | 139,8 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -151,5 | 769,1 | 411,5 | 187,3 | 11,0 |
1 Finanzverbindlichkeiten / Eigenkapital.
2 Nettoverschuldung / Eigenkapital.
Darstellung der operativen Einheiten (Segmente nach IFRS 8)
OPERATIVE EINHEIT EUROPE+
UMSATZ LEICHT UNTER VORJAHR
In der operativen Einheit Europe+ lag der Umsatz im Berichtsjahr mit insgesamt 2.535,9 Mio. € leicht unter dem Vorjahreswert (2018: 2.585,2 Mio. €). Alle Kundensegmente profitierten von positiven Preis- und Währungseffekten. Im Kundensegment Landwirtschaft stand diesen positiven Effekten eine geringere Absatzmenge aufgrund der Produktionsdrosselungen gegenüber. Im Kundensegment Industrie lag der Absatz verfügbarkeitsbedingt unter Vorjahr. Im Kundensegment Verbraucher ging die Menge insgesamt leicht zurück, allerdings erreichten wir einen umsatz- und margenstärkeren Produktmix. Im Kundensegment Gemeinden sorgte ein unterdurchschnittlicher Winter im vierten Quartal für eine geringere Absatzmenge nach einem insgesamt starken Vorjahr. B.42, B.43
AUFTEILUNG UMSATZERLÖSE NACH
KUNDENSEGMENTEN
B. 42
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Operative Einheit Europe+ | 2.585,2 | 2.535,9 |
| - Kundensegment Landwirtschaft | 1.741,3 | 1.715,6 |
| - Kundensegment Industrie | 649,3 | 635,9 |
| - Kundensegment Verbraucher | 66,2 | 64,2 |
| - Kundensegment Gemeinden | 128,4 | 120,2 |
ERGEBNIS LEICHT UNTER VORJAHR
Das EBITDA reduzierte sich im Jahr 2019 leicht auf 437,0 Mio. € (2018: 443,3 Mio. €). Während das EBITDA im Kundensegment Landwirtschaft gesteigert werden konnte, blieb es im Kundensegment Verbraucher stabil und ging im Kundensegment Industrie verfügbarkeitsbedingt und im Kundensegment Gemeinden witterungsbedingt zurück. Ursächlich waren auch hier die bei der Umsatzentwicklung genannten Effekte. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte einen positiven Effekt auf das EBITDA in Höhe von 22,2 Mio. €.
OPERATIVE EINHEIT EUROPE+: ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR
B. 43
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| in % | 2019 |
|---|---|
| Umsatzveränderung | -1,9 |
| - mengen- / strukturbedingt | -7,4 |
| - preis- / preisstellungsbedingt | +3,7 |
| - währungsbedingt | + 1,8 |
| - konsolidierungsbedingt | - |
INVESTITIONEN ÜBER VORJAHR
In der operativen Einheit Europe+ investierten wir im Jahr 2019 404,2 Mio. € und damit 52,7 Mio. € mehr als im Vorjahr (2018: 351,5 Mio. €). Der planmäßige Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist vor allem auf Umweltinvestitionen in das Abwassermanagement des Werkes Werra und Ausgaben für Haldenerweiterungen sowie auf regulatorische Anforderungen zurückzuführen. Im Werk Bethune haben wir die Entwicklung der Kavernenfelder ("Pads") sowie die Erweiterung des Pipeline-Netzes weiter forciert. In den Niederlanden haben wir beim Salzstandort Frisia ebenfalls die Erschließung eines neuen Solfeldes vorangetrieben. In Deutschland investierten wir in den Kauf von neuen Schüttgutwaggons.
REDUZIERTE KALIPRODUKTION
Neben der zunächst auf zwei Wochen verlängerten Instandhaltungspause in Bethune zur Verbesserung der Produktqualität hatte K+S vor dem Hintergrund der durch den Importstopp Chinas verursachten Kaufzurückhaltung am 23. September 2019 bekannt gegeben, dass die Produktion von Kaliumchlorid bis zum Jahresende um bis zu 300.000 t reduziert wird. Der damit verbundene Effekt auf das EBITDA wurde mit bis zu 80 Mio. € beziffert. Die Produktionsunterbrechung wurde für eine Verlängerung der Instandhaltungspause am Standort Bethune um eine weitere Woche auf insgesamt drei Wochen im September genutzt. Parallel zu dieser Verminderung der Produktion führte K+S weitere Instandhaltungsmaßnahmen an deutschen Standorten im vierten Quartal 2019 durch. Dadurch reduzierte sich die Kaliproduktion zusätzlich um 200.000 t.
ABWASSERMANAGEMENT
Anfang August hat das Regierungspräsidium Kassel erstmals die Genehmigung zur temporären Speicherung von bis zu 400.000 m 3 salzhaltiger Abwässer unter Tage erteilt. Damit haben wir wie geplant die Speichermöglichkeiten am Werk Werra auf insgesamt rund eine Million m 3 erhöht. Dadurch konnten wir abwasserbedingte Stillstände in der Produktion an der Werra trotz eines erneut sehr trockenen Sommers vermeiden. Dazu trug zusätzlich die Nutzung der Möglichkeiten zur standortfernen Entsorgung von salzhaltigen Abwässern bei.
Ende 2021 werden wir die Versenkung von Salzwässern beenden und wollen neue Wege gehen. Unser Ziel ist es, Salzwässer unter Tage dauerhaft in nicht mehr genutzte Hohlräume verbringen zu können. Aus unserer Sicht ist die im Jahr 2019 erhaltene Genehmigung zur temporären Einstapelung ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin und die bisher vorliegenden Ergebnisse sind vielversprechend. Werra und Weser würden bei Nutzung dieser sogenannten Einstapelung unter Tage ab 2022 weiter entlastet.
VERBESSERUNG DER PRODUKTQUALITÄT IN BETHUNE
Wie seit längerem geplant, konnte K+S die Qualität der im neuen kanadischen Kaliwerk Bethune hergestellten Kaliprodukte im Berichtsjahr nochmals deutlich verbessern. Ferner haben wir die für den Monat September vorgesehene Instandhaltungspause verlängert. Die bestehenden Anlagen wurden um weitere Komponenten zur Aufmahlung, Absiebung und Kühlung der Produkte ergänzt.
PRODUKTVERFÜGBARKEIT AUS DEUTSCHER PRODUKTION
Das Jahr 2018 hat gezeigt, dass wir mit Blick auf die effizientere Nutzung unserer deutschen Lagerstätten noch besser werden müssen. Herausforderungen, die wir im Verlauf des Jahres 2018 identifiziert hatten, waren u. a. eine eingeschränkte Personal- und Maschinenverfügbarkeit am Werk Werra, niedrige Wertstoffgehalte (K2O) in Teilbereichen der Grube Unterbreizbach sowie bergtechnische Herausforderungen am Standort Neuhof. Aufgrund zahlreicher Maßnahmen, z. B. der teilweisen Erneuerung des Fuhrparks unter Tage, konnten wir die Situation im Jahresverlauf 2019 deutlich verbessern und können nun wieder im Rahmen der technisch möglichen Kapazitäten produzieren. Dazu trugen auch erste Erfolge aus dem im Rahmen unserer Strategie SHAPING 2030 ins Leben gerufenen Projekt Operations Excellence bei. Bis Ende 2020 wollen wir die Effizienz an allen Standorten deutlich steigern.
,Geschäftsmodell', Seite 37
KENNZAHLEN EUROPE+ 1
B. 44
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| in Mio. € | 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 2.585,2 | 691,8 | 626,8 | 621,1 | 596,2 | 2.535,9 |
| EBITDA | 443,3 | 177,1 | 128,4 | 67,3 | 64,2 | 437,0 |
| Investitionen 2 | 351,5 | 57,8 | 74,0 | 125,2 | 147,2 | 404,2 |
| Mitarbeiter (FTE) 3 | 10.572 | 10.222 | 10.013 | 10.269 | - | 10.318 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Umsatz | -1,9 |
| EBITDA | -1,4 |
| Investitionen 2 | + 15,0 |
| Mitarbeiter (FTE) 3 | -2,4 |
1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
2 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019.
3 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.
OPERATIVE EINHEIT AMERICAS
UMSATZ MODERAT GESTIEGEN
Der Umsatz in der operativen Einheit Americas konnte im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr insbesondere bedingt durch den Wechselkurs auf 1.532,2 Mio. € moderat gesteigert werden (2018: 1.451,0 Mio. €); dazu trugen alle Kundensegmente bei. In allen Kundensegmenten wirkten sich zusätzlich positive Preiseffekte und im Kundensegment Gemeinden negative Mengeneffekte aus. B.45, B.47
AUFTEILUNG UMSATZERLÖSE NACH KUNDENSEGMENTEN
B. 45
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Operative Einheit Americas | 1.451,0 | 1.532,2 |
| - Kundensegment Industrie | 483,4 | 512,0 |
| - Kundensegment Verbraucher | 387,6 | 420,5 |
| - Kundensegment Gemeinden | 580,0 | 599,7 |
EBITDA TROTZ HÖHERER LOGISTIK- UND INSTANDHALTUNGSKOSTEN LEICHT ÜBER VORJAHR
Das EBITDA verbesserte sich leicht auf 230,0 Mio. € nach 221,8 Mio. € im Vorjahr; ein Ergebnisrückgang im Kundensegment Gemeinden konnte durch Ergebnisanstiege in den Kundensegmenten Industrie und Verbraucher mehr als ausgeglichen werden. Der beschriebenen Umsatzsteigerung standen insgesamt gestiegene Kosten, insbesondere für Instandhaltung und Logistik, gegenüber. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte einen positiven Effekt auf das EBITDA in Höhe von 30,0 Mio. €.
OPERATIVE EINHEIT AMERICAS: ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR
B. 47
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| in % | 2019 |
|---|---|
| Umsatzveränderung | +5,6 |
| - mengen- / strukturbedingt | -1,5 |
| - preis- / preisstellungsbedingt | +2,0 |
| - währungsbedingt | +5,1 |
| - konsolidierungsbedingt | - |
INVESTITIONEN STABIL
Im Jahr 2019 blieben die Investitionen in der operativen Einheit Americas mit 81,7 Mio. € etwa auf Vorjahresniveau (2018: 83,1 Mio. €). Die Erschließungen der jeweils nächsten Abbauhorizonte an den Standorten Ojibway, Kanada, und Weeks Island, USA, gehörten im Berichtsjahr zu den bedeutendsten mehrjährigen Projekten.
Darstellung der Kundensegmente (keine Segmente nach IFRS 8)
Die Ermittlung des Umsatzes und Absatzes in den Kundensegmenten erfolgt auf Basis einer vordefinierten Produktmatrix. Maßgeblich für die Zuordnung der Produktmatrix sind die Produktmerkmale: Kundengruppe, Absatzregion und Material. Herstellungs- und Absatzkosten, die den Produkten direkt zurechenbar sind, werden den Kundensegmenten direkt zugeordnet. Indirekte Kosten, die nicht direkt den Kundensegmenten (i. W. Verwaltungskosten) zurechenbar sind, werden über einen Umlageschlüssel auf die Kundensegmente verteilt. Nachdem die direkten und indirekten Kosten zugeordnet sind, liegt die Gewinn- und Verlustrechnung nach Segmenten vor.
KENNZAHLEN AMERICAS 1
B. 46
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| in Mio. € | 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.451,0 | 571,2 | 251,2 | 282,6 | 427,2 | 1.532,2 |
| EBITDA | 221,8 | 107,6 | 13,6 | 25,3 | 83,9 | 230,0 |
| Investitionen 2 | 83,1 | 14,2 | 17,3 | 16,7 | 33,5 | 81,7 |
| Mitarbeiter (FTE) 3 | 3.520 | 3.602 | 3.575 | 3.665 | - | 3.715 |
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| in Mio. € | |
|---|---|
| Umsatz | +5,6 |
| EBITDA | +3,7 |
| Investitionen 2 | -1,7 |
| Mitarbeiter (FTE) 3 | +5,5 |
1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
2 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019.
3 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.
KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT
Das Kundensegment Landwirtschaft ist der operativen Einheit Europe+ zugeordnet.
Im Kundensegment Landwirtschaft lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 1.715,6 Mio. € leicht unter dem Vorjahreswert (2018: 1.741,3 Mio. €); sowohl höhere Preise als auch positive Währungseffekte konnten eine infolge der Produktionskürzungen geringere Absatzmenge annähernd ausgleichen. Der Umsatz in Europa lag im Jahr 2019 bei 874,6 Mio. € (2018: 875,1 Mio. €), in Übersee bei 841,0 Mio. € (2018: 866,2 Mio. €). Insgesamt entfielen 995,8 Mio. € des Umsatzes im Kundensegment Landwirtschaft auf Kaliumchlorid (2018: 974,9 Mio. €) und 719,8 Mio. € auf Düngemittelspezialitäten (2018: 766,4 Mio. €). B.48, B.49
,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 57
Das Absatzvolumen ging im Jahr 2019 auf insgesamt 6,30 Mio. t zurück (2018: 6,85 Mio. t). Hier wirkten sich insbesondere die Produktionskürzungen im zweiten Halbjahr aus. Im Berichtsjahr wurden 3,16 Mio. t in Europa (2018: 3,27 Mio. t) und 3,14 Mio. t in Übersee (2018: 3,58 Mio. t) abgesetzt. Insgesamt entfielen 3,88 Mio. t der Absatzmenge auf Kaliumchlorid (2018: 4,09 Mio. t) und 2,42 Mio. t auf Düngemittelspezialitäten (2018: 2,76 Mio. t).
Der Absatzrückgang bei den Düngemittelspezialitäten ist auf geringere Verfügbarkeiten durch die Schließung des Standorts Sigmundshall zurückzuführen.
Das EBITDA im Kundensegment Landwirtschaft konnte im Jahr 2019 moderat auf 294,9 Mio. € gesteigert werden (2018: 274,5 Mio. €). Ursächlich waren hierfür vor allem positive Preiseffekte.
LANDWIRTSCHAFT 1
B. 48
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| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.741,3 | 461,0 | 440,1 | 425,0 | 389,5 | 1.715,6 |
| Absatz in Mio. t | 6,85 | 1,64 | 1,61 | 1,52 | 1,53 | 6,30 |
| EBITDA | 274,5 | 124,2 | 95,3 | 46,1 | 29,3 | 294,9 |
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| % | |
|---|---|
| Umsatz | -1,5 |
| Absatz in Mio. t | -8,1 |
| EBITDA | 7,4 |
1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
ENTWICKLUNG VON UMSATZ, ABSATZ UND DURCHSCHNITTSPREISEN NACH REGIONEN 1, 2, 3
B. 49
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| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. € | 1.741,3 | 461,0 | 440,1 | 425,0 | 389,5 |
| Europa | Mio. € | 875,1 | 274,4 | 209,5 | 182,6 | 208,2 |
| Übersee | Mio. USD | 1.022,1 | 211,9 | 259,2 | 269,6 | 200,8 |
| Absatz | Mio. t eff. | 6,85 | 1,64 | 1,61 | 1,52 | 1,53 |
| Europa | Mio. t eff. | 3,27 | 0,98 | 0,75 | 0,66 | 0,78 |
| Übersee | Mio. t eff. | 3,58 | 0,66 | 0,87 | 0,86 | 0,75 |
| 0-Preis | € / t eff. | 254,2 | 281,7 | 272,6 | 279,7 | 254,9 |
| Europa | € / t eff. | 267,6 | 281,2 | 280,5 | 277,5 | 267,9 |
| Übersee | USD / t eff. | 285,5 | 320,8 | 298,7 | 312,9 | 267,5 |
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| 2019 | % | |
|---|---|---|
| Umsatz | 1.715,6 | -1,5 |
| Europa | 874,6 | -0,1 |
| Übersee | 941,5 | -7,9 |
| Absatz | 6,30 | -8,1 |
| Europa | 3,16 | -3,3 |
| Übersee | 3,14 | -12,2 |
| 0-Preis | 272,4 | +7,2 |
| Europa | 277,0 | +3,5 |
| Übersee | 299,8 | +4,9 |
1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht und basiert bei den Übersee-Umsätzen auf den jeweiligen EUR / USD-Kassakursen. Für den Großteil dieser Umsatzerlöse wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Preisangaben werden auch durch den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.
2 Die Angaben sind nicht vergleichbar mit den Informationen zum Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Geschäftsbericht 2018. Das Kundensegment Landwirtschaft umfasst Kaliumchlorid und Düngemittelspezialitäten, wohingegen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zusätzlich noch Industrieprodukte abgebildet waren.
3 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
INDUSTRIE 1
B. 50
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| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.132,8 | 281,8 | 282,5 | 292,9 | 290,8 | 1.148,0 |
| Absatz in Mio. t | 10,30 | 2,44 | 2,47 | 2,66 | 2,52 | 10,09 |
| EBITDA | 225,5 | 58,5 | 55,8 | 44,8 | 58,7 | 218,0 |
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| % | |
|---|---|
| Umsatz | 1,3 |
| Absatz in Mio. t | -2,0 |
| EBITDA | -3,3 |
1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
KUNDENSEGMENT INDUSTRIE
Das Kundensegment Industrie findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und wird sowohl dort als auch global betrachtet.
Im Kundensegment Industrie konnte der Umsatz im Jahr 2019 insgesamt auf 1.148,0 Mio. € gesteigert werden (2018: 1.132,8 Mio. €); gestiegene Preise sowie positive Währungseffekte waren die Ursache.
,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 57
Insgesamt lag der Absatz mit 10,09 Mio. t unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 10,30 Mio. t). Während die Absatzmenge von Produkten für die Lebensmittelindustrie in der operativen Einheit Americas gesteigert werden konnte, blieb sie in der operativen Einheit Europe+ in etwa stabil. Die Absätze für die Öl - und Gasindustrie konnten in der operativen Einheit Europe+ erhöht werden und lagen in der operativen Einheit Americas unter dem Vorjahresniveau. Der Absatz von Produkten für die Tierernährung blieb in der operativen Einheit Europe+ in etwa stabil und lag in der operativen Einheit Americas unter dem Vorjahresniveau. Die verfügbarkeitsbedingt geringere Absatzmenge von Produkten für die Chemieindustrie in Europa konnte durch eine höhere Nachfrage in Nord- und Südamerika nicht vollständig ausgeglichen werden.
Das EBITDA betrug 218,0 Mio. € nach 225,5 Mio. € im Vorjahr. Der Umsatzanstieg konnte höhere Kosten, insbesondere höhere Logistikkosten, nicht vollständig ausgleichen. B.50
KUNDENSEGMENT VERBRAUCHER
Das Kundensegment Verbraucher findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und wird sowohl dort als auch global betrachtet.
Im Kundensegment Verbraucher lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 484,7 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres (2018: 453,7 Mio. €); höhere Preise, insbesondere in Nordamerika, eine Änderung des Produktmixes hin zu höherwertigen Produkten sowie positive Währungseffekte konnten einen leicht negativen Mengeneffekt mehr als ausgleichen.
,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 57
Der Absatz lag mit 1,79 Mio. t leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 1,81 Mio. t). Während die Absatzmengen für Tafelsalz in beiden operativen Einheiten in etwa stabil blieben, konnten sie bei Wasser- und Poolsalzen in der operativen Einheit Americas gesteigert werden und lagen in der operativen Einheit Europe+ etwa auf Vorjahresniveau. Der Absatz von Auftausalz für den Endverbraucher ging in beiden operativen Einheiten zurück.
Das EBITDA konnte im Jahr 2019 deutlich auf 59,7 Mio. € gesteigert werden (2018: 43,3 Mio. €). Ursächlich waren hierfür vor allem positive Preiseffekte sowie ein vorteilhafterer Produktmix. B.51
VERBRAUCHER 1
B. 51
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| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 453,7 | 119,6 | 108,5 | 117,7 | 138,9 | 484,7 |
| Absatz in Mio. t | 1,81 | 0,48 | 0,40 | 0,42 | 0,49 | 1,79 |
| EBITDA | 43,3 | 16,4 | 9,0 | 13,9 | 20,4 | 59,7 |
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| % | |
|---|---|
| Umsatz | 6,8 |
| Absatz in Mio. t | -1,1 |
| EBITDA | 37,9 |
1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
GEMEINDEN 1
B. 52
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| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 708,4 | 400,6 | 47,0 | 68,2 | 204,1 | 719,9 |
| Absatz in Mio. t | 13,32 | 7,11 | 0,86 | 1,27 | 3,46 | 12,70 |
| EBITDA | 121,8 | 85,6 | -18,1 | -12,2 | 39,1 | 94,4 |
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| % | |
|---|---|
| Umsatz | 1,6 |
| Absatz in Mio. t | -4,7 |
| EBITDA | -22,5 |
1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
KUNDENSEGMENT GEMEINDEN
Das Kundensegment Gemeinden findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und wird sowohl dort als auch global betrachtet.
Im Kundensegment Gemeinden konnte der Umsatz im Jahr 2019 auf 719,9 Mio. € gesteigert werden (2018: 708,4 Mio. €). Hier wirkten sich insbesondere positive Währungseffekte aus, die eine geringere Absatzmenge mehr als ausgleichen konnten.
,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 57
Insgesamt lag der Absatz von Auftausalz mit 12,70 Mio. t im Berichtsjahr unter dem hohen Niveau des Vorjahres (2018: 13,32 Mio. t) und in etwa auf dem Niveau des Durchschnitts der letzten zehn Jahre. Während das Auftausalzgeschäft in der operativen Einheit Europe+ im ersten Quartal 2019 witterungsbedingt durchschnittlich und im vierten Quartal unterdurchschnittlich verlief, war das erste Quartal in der operativen Einheit Americas insgesamt über und das vierte Quartal in etwa auf dem langjährigen Durchschnitt.
Das EBITDA ging auf 94,4 Mio. € nach 121,8 Mio. € im starken Vorjahr zurück. Hier wirkten sich neben geringeren Absatzmengen gestiegene Instandhaltungs- und Logistikkosten negativ aus. B.52
BEURTEILUNG DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTAND 1
Trotz der erzielten Fortschritte bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie SHAPING 2030, der Verbesserung der operativen Performance, der Erhöhung der Produktionskapazität und Qualität in Bethune sowie des verbesserten Abwassermanagements haben erneut externe Faktoren zu einem ergebnismäßig enttäuschenden Jahr 2019 geführt: Seit Frühherbst 2019 hat sich der Kalimarkt abgeschwächt. Wetterkapriolen in wichtigen Absatzregionen sowie ein temporärer Importstopp für Kaliumchlorid in China sorgten für einen massiven Rückgang bei Nachfrage und Preisen. Vor diesem Hintergrund nahmen die Kaliproduzenten im zweiten Halbjahr Produktionskürzungen vor. Auch K+S hat die Produktion reduziert. In diesem Zusammenhang mussten wir unsere ursprünglichen Ergebniserwartungen deutlich nach unten korrigieren. Dennoch haben wir im Jahr 2019 immerhin einen Zuwachs beim EBITDA um 6 % gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 640,4 Mio. € erreicht. Beim freien Cashflow konnten wir unsere Prognose jedoch deutlich übertreffen: Erstmals seit 2013 haben wir wieder einen nennenswerten positiven bereinigten freien Cashflow in Höhe von 139,7 Mio. € erzielt. Der Verschuldungsgrad (Nettofinanzverschuldung / EBITDA) belief sich zum Jahresende 2019 auf das 4,9-fache (31. Dezember 2018: 5,3-fach). Unter den geschilderten Marktbedingungen sind wir allein aus operativer Kraft nicht in der Lage, ausreichend freie Mittel zu erwirtschaften, um unsere Verschuldung im ursprünglich geplanten Zeitrahmen deutlich zu reduzieren. Wir brauchen aber eine solide finanzielle Basis, um in die geplante Wachstumsphase unserer Strategie einzutreten. Zusätzlich macht es das Unternehmen robuster. Wir haben daher im Dezember 2019 gemeinsam mit dem Aufsichtsrat beschlossen, mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket Werte zu realisieren und durch den Abbau der Verschuldung die Umsetzung von SHAPING 2030 zu beschleunigen.
1 Stand: 4. März 2020
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Unsere Gewinnungs- und Produktionsverfahren entwickeln wir intern und gemeinsam mit externen Kooperationspartnern und Forschungseinrichtungen aktiv weiter. Unser Anspruch dabei ist es, die Qualität der Produkte zu verbessern, die Effizienz der Verfahren zu steigern und die Aufbereitungsprozesse noch nachhaltiger zu gestalten. Ein klarer Fokus liegt auf der Entwicklung neuer, innovativer Produkte, um gezielt Kundenbedürfnisse zu befriedigen und Wachstum zu ermöglichen.
Forschungskennzahlen
Der Aufwand für Forschung betrug im Berichtszeitraum insgesamt 16,3 Mio. € und lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (2018: 15,9 Mio. €). Davon entfielen Forschungstätigkeiten im Umfang von 9,5 Mio. € auf die operative Einheit Europe+ und 2,6 Mio. € auf die operative Einheit Americas. Die Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) lag mit 0,4 % auf dem Niveau des Vorjahres. Die aktivierten Entwicklungsinvestitionen lagen im Berichtsjahr mit 0,4 Mio. € (2018: 1,4 Mio. €) deutlich unter dem Niveau des Vorjahres und fielen im Wesentlichen für ein Entwicklungsprojekt im Bereich Solungsbergbau im kanadischen Werk Bethune an. B.53
Forschungseinrichtungen und Kooperationen
Für die Forschung und Entwicklung stehen uns eigene Forschungseinrichtungen zur Verfügung. Wir arbeiten außerdem in öffentlich-privaten Partnerschaften zusammen, initiieren Forschungsprojekte mit Hochschulen und weiteren Forschungsinstituten und kooperieren mit Industriepartnern.
FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGS-AKTIVITÄTEN
B. 53
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Forschungskosten | 15,9 | 16,3 |
| Operative Einheit Europe + | 9,7 | 9,5 |
| Operative Einheit Americas | 2,5 | 2,6 |
| Sonstige Bereiche | 3,7 | 4,2 |
| Forschungsintensität (Forschungskosten / Umsatz) | 0,4 % | 0,4 % |
| Aktivierte Entwicklungsinvestitionen | 1,4 | 0,4 |
K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUM
Für K+S arbeiten im Analytik- und Forschungszentrum (AFZ) in Unterbeizbach, mitten im thüringischen/hessischen Kalirevier, über 100 Mitarbeiter. In Laboren und Versuchsanlagen forschen sie daran, bestehende Prozesse und Produkte zu optimieren sowie neues Wissen hervorzubringen und bis zur Praxistauglichkeit zu entwickeln. Aus dieser Arbeit resultieren neue Produkte, Verfahren und speziell adaptierte Analysemethoden. Im Zentrallabor des AFZ, welches nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert ist, wurden im Jahr 2019 rund 26.000 Proben bearbeitet und fast 350.000 Analysen-Parameter bestimmt.
MORTON-SALT-FORSCHUNG
Im Forschungs- und Entwicklungslabor mit Sitz in Elgin, Illinois, werden die technischen Fähigkeiten der Mitarbeiter weiter ausgebaut, um unsere bestehenden Salzprodukte durch Modifikationen von Produkteigenschaften und die Identifizierung neuer potenzieller Anwendungsbereiche zu differenzieren.
INNOLABS
Die beiden Innolabs AgTech und Industrial Science ergänzen die Forschung und Entwicklung auf der Suche nach neuen Märkten und Geschäftsmodellen. Im November 2019 wurde ferner am ehemaligen Kalistandort Sigmundshall der Innopark Sigmunds-hall eröffnet. Der Innopark ist ein Ort für Start-ups; dort werden Machbarkeitsstudien im Rahmen von Forschungsprojekten durchgeführt und Pilotanlagen gebaut. Eines der ersten Pilotprojekte ist die Planung und der Bau einer Versuchsanlage für die Kultivierung von Makroalgen.
ÖFFENTLICH-PRIVATE KOOPERATIONEN
Das INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION (lAPN) wird als Public-Private-Partnership von K+S gemeinsam mit der GEORG-AUGUSTUNIVERSITÄT GÖTTINGEN betrieben. Das international Magnesium INSTITUTE (imi) mit Sitz in Fuzhou in China ist eine Kooperation zwischen K+S und der FUJIAN AGRICULTURE AND FORESTRY UNIVERSITY. Im Mittelpunkt der Arbeit im vergangenen Jahr stand die Erforschung des Zusammenhangs von abiotischen Stressfaktoren in der Landwirtschaft und einer optimierten Pflanzenernährung, vor allem in Bezug auf die Kalium- und Magnesiumversorgung der Pflanzen.
Ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte
| ― | Im Rahmen des Projektes "Einstapelung von Salzlösungen in untertägigen Grubenhohlräume" wurden unterschiedliche Forschungsvorhaben zur effizienten Konfektionierung von Salzwässern und zur sicheren Flutung durchgeführt. |
| ― | Weiterhin im Fokus stehen Themen zur Haldenabdeckung: Beispielsweise wurde das Verfahren der Infiltrationshemmschicht weiter optimiert. Bei diesem Verfahren wird die natürliche Ablaugung des Haldenkörpers zur Anreicherung einer verdunstungsstarken Abdeckschicht genutzt. Dazu werden in einer letzten Schüttung (ca. 10 Meter dicke Schicht) unlösliche Additive zugefügt. Die sich ausbildende Schicht auf der Haldenoberfläche zeichnet sich durch ein höheres Wasserrückhaltevermögen und eine höhere Verdunstungsleistung aus. Untersuchungen zur anschließenden Biokrustenetablierung auf dieser Abdeckschicht werden in Kooperation mit der Universität Rostock durchgeführt. |
| ― | Die zwei prämierten Ideen zur alternativen Haldenabdeckung aus dem Crowdsourcing-Projekt "Brine Challenge" befinden sich in der Machbarkeitsprüfung. www.kpluss.com/brine-challenge |
| ― | Im AFZ wurden gemeinsam mit den Experten vor Ort Maßnahmen zur Qualitätsoptimierung der im neuen kanadischen Kaliwerk Bethune hergestellten Kaliprodukte entwickelt, die sich aktuell in der Umsetzung befinden. |
| ― | Mit Rollkali wurde 2019 erstmals ein optimierter Kaliumdünger mit verbesserten Streueigenschaften auf den Markt gebracht, welcher auch für gezielte Düngermischungen geeignet ist. www.kpluss.com/rollkali |
| ― | K+S ist der einzige Kaliproduzent, der den trockenen, K+S-patentierten Aufbereitungsprozess der elektrostatischen Trennung (esta(r)) einsetzt. Im Technikum des AFZ wurden neue, von K+S entwickelte Apparate erfolgreich getestet, die die Performance und Einsatzfähigkeit nochmals erweitern sollen. |
| ― | Im Zuge des Projektes "Wertstoffoptimierung und -steuerung" arbeitet K+S mit der Universität Heidelberg an zwei geologischen Forschungsvorhaben. Sie dienen dazu, die chemische Zusammensetzung der Fluidphasen und das Bildungsalter salinarer Gesteine zu charakterisieren, um dadurch bessere geologische Prognosen zukünftiger Abbaubereiche im Hinblick auf das co2-Gasgeschehen zu erhalten. |
| ― | In Zusammenarbeit mit ghh Fahrzeuge entwickeln wir eine neue Generation von Elektro-Lader, der Bestandteil des Arbeitsplatzgrenzwerte-Projekts zur Senkung der Schadstoffemissionen an den Arbeitsplätzen unter Tage ist. Ziel ist es, den Anteil der emissionsfreien Elektrolader an der Rohsalzförderung unter Tage zu erhöhen. |
| ― | Den Nährstoffmangel einer Pflanze frühzeitig mit dem Smartphone erkennen und damit Ernteausfälle verhindern: Dies soll mit dem Agrar-Nährstoff-Assistenten (ANA) von Spacenus möglich werden und Landwirte bei der bedarfsgerechten Düngung von Pflanzen unterstützen. Zur Entwicklung dieser digitalen Technologie im Bereich Precision Farming haben K+S und Spacenus, ein Start-up-Unternehmen mit Sitz in Darmstadt, eine enge Zusammenarbeit vereinbart. www.kpluss.com/spacenus |
Patentportfolio
Der K+S GRUPPE gehören weltweit 65 Patentfamilien (2018: 71), die durch 282 nationale Rechte geschützt werden. Die Patente werden u. a. in den Bereichen Granulatherstellung und Flotation angewendet.
Die Anzahl der K+S-Markenrechte erhöhte sich im Jahr 2019 leicht. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2019 insgesamt 2.769 (2018: 2.745) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 565 Basismarken (2018: 565) resultieren.
MITARBEITER
Mit der Umsetzung der Unternehmensstrategie SHAPING 2030 findet eine umfassende Transformation auf mehreren Ebenen statt: K+S soll zur "One Company" zusammenwachsen und soll dadurch substanzielle Synergien nutzen. In beiden operativen Einheiten sowie in den Zentralfunktionen modernisieren, standardisieren und digitalisieren wir wichtige Geschäftsprozesse.
HANDELN ALS "ONE COMPANY"
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu ONE K+S war die Verschmelzung von vier operativen Gesellschaften zur K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, die im Herbst 2019 abgeschlossen wurde. Die seit 2018 zentral geführten Funktionsbereiche, wie Human Resources, Procurement und Finance & Accounting, sollen seither nach und nach ihre Geschäftsprozesse standardisieren, Synergien nutzen und zunehmend im globalen Kontext agieren.
Ferner wurde im Jahr 2019 die Einführung eines integrierten, gruppenweiten Personalmanagementsystems vorbereitet: Mit der Implementierung ab 2020 soll eine optimierte Personalfunktion alle wesentlichen Prozesse zur Mitarbeiterführung deutlich verbessern. Prozesse zur Mitarbeiterführung, die unternehmensweit vereinheitlicht wurden, sollen nicht nur unsere Effektivität und Effizienz steigern; sie sollen auch dazu beitragen, dass wir unsere Ziele aus der Strategie SHAPING 2030 erreichen, und uns in der Transformation zur "One Company" unterstützen.
UNSERE BELEGSCHAFT
Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 31. Dezember 2019 insgesamt 15.011 Mitarbeiter bzw. 14.868 FTE (2018: 15.070 Mitarbeiter bzw. 14.931 FTE). Der Rückgang der FTE ist unter anderem auf die Schließung des Werkes Sigmundshall zurückzuführen. B.54
Von unserer Belegschaft sind 87,7 % (2018: 88,3 %) tarifliche Mitarbeiter, 8,2 % (2018: 7,6 %) außertarifliche Mitarbeiter und 4,2 % (2018: 4,0 %) Auszubildende. Im Durchschnitt sind unsere Mitarbeiter 42 Jahre alt und seit 14 Jahren bei uns beschäftigt. Die Fluktuationsrate, also das Verhältnis der Personalabgänge zur durchschnittlichen Belegschaftsstärke, liegt bei 8,0 % (2018: 8,4 %).
K+S respektiert die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Rund 73 % der Tarifmitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland sind gewerkschaftlich organisiert. Aus unserer Sicht ist die Beziehung zu den Betriebsräten sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) durch eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt. In Chile sind 54 %, in den USA 57 % und in Kanada keine Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert. Im Juni 2019 wurde mit dem Betriebsrat in Deutschland eine Einigung auf einen Sozialplan zur Umsetzung der Maßnahmen aus SHAPING 2030 erzielt. Für die Mehrheit der Funktionsbereiche wurden Interessenausgleiche vereinbart. Die noch laufenden Verhandlungen zu Interessenausgleichen sollen bis Ende 2020 umgesetzt sein.
MITARBEITER NACH BEREICHEN
B. 54
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| in Full Time Equivalents per 31.12. (FTE)1 | 2018 | % | 2019 | % |
|---|---|---|---|---|
| Operative Einheit Europe+ | 10.572 | 70,8 | 10.318 | 69,4 |
| Operative Einheit Americas | 3.520 | 23,6 | 3.715 | 25,0 |
| Sonstige Bereiche | 839 | 5,6 | 835 | 5,6 |
| K+S GRUPPE | 14.931 | 100,0 | 14.868 | 100,0 |
1 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.
VERGÜTUNG
Im Jahr 2019 betrug der Personalaufwand 1.161,9 Mio. €. Er lag damit gut 4 % über dem Niveau des Vorjahres (2018: 1.122,5 Mio. €). Der Personalaufwand je Mitarbeiter (FTE) betrug im Berichtsjahr 79.076 € (2018: 75.315€) und liegt damit über dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der im Personalaufwand enthaltenen variablen Vergütungsbestandteile, mit denen wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems am Unternehmenserfolg beteiligen, betrug im Jahr 2019 42,6 Mio. € bzw. etwa 4 % (2018: 35,7 Mio. € bzw. etwa 3 %).
MITARBEITER ENTWICKELN UND FÖRDERN
Die Expertise und Innovationskraft der Belegschaft sind ein wesentlicher Treiber für den Unternehmenserfolg. Wir entwickeln daher die Potenziale der Mitarbeiter kontinuierlich weiter und nutzen sie bestmöglich. Gleichzeitig sind wir ständig auf der Suche nach Talenten, die unseren stetigen Entwicklungsprozess mit frischen Ideen vorantreiben.
AUSBILDUNG
Wir sind der Auffassung, dass zur erfolgreichen Umsetzung unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2030 hervorragend ausgebildete und engagierte Fachkräfte unverzichtbar sind. In den deutschen Gesellschaften der K+S GRUPPE befanden sich zum 31. Dezember 2019 insgesamt 595 Frauen und Männer in einer qualifizierten Berufsausbildung oder in einem dualen Studienzweig (2018: 588). Mit 173 Neueinstellungen von Auszubildenden im Jahr 2019 liegen wir leicht unter dem Vorjahreswert (2018: 201). Die Ausbildungsquote bezogen auf die Mitarbeiter in Deutschland lag zum Jahresende mit 5,8 % in etwa auf Vorjahresniveau (2018: 5,6 %). Die Übernahmequote für Auszubildende lag bei rund 80 % (2018: rund 85 %).
MITARBEITERENTWICKLUNG
Das globale K+S-Kompetenzmodell soll im Rahmen der strategischen Personalentwicklung ein gruppenweit einheitliches Vorgehen für die Personalentwicklung liefern.
Im Rahmen unseres Talentmanagement-Prozesses finden jährliche Talentrunden in den Managementteams auf lokaler, regionaler und seit 2018 auch auf globaler Ebene statt. Ziel des Talentmanagement-Prozesses ist es vor allem, Mitarbeiter mit hohem Potenzial zu identifizieren und sie in ihrer Weiterentwicklung gezielt zu fördern. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, im Rahmen der Talentrunden konkrete Entwicklungsmaßnahmen zu erarbeiten, die insbesondere das Lernen im Rahmen der aktuellen Aufgaben und das Lernen voneinander fördern. Die Basis für diesen Prozess bildet das jährliche Entwicklungsgespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Dieses Gespräch bietet die Möglichkeit für die Gesprächspartner, sich auf Augenhöhe über Wünsche und Erwartungen hinsichtlich der fachlichen und persönlichen Entwicklung des Mitarbeiters auszutauschen und konkrete Maßnahmen zu vereinbaren. Zum jeweiligen Stand findet ein unterjähriger Austausch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem statt.
Unsere Management-Entwicklungsprogramme TRACK+S PROFESSIONAL und TRACK+S EXECUTIVE sowie die K+S-Führungsakademie sind aus unserer Sicht wichtige Bausteine zur Befähigung unserer Mitarbeiter für die Umsetzung der Strategie SHAPING 2030.
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 87
FORT- UND WEITERBILDUNG
K+S bietet Fach- und Führungskräften zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen zur Vermittlung von allgemeinen und unternehmensspezifischen Kenntnissen an. Abhängig vom Unternehmensbedarf vergeben wir Stipendien für Vollzeit-Bachelor- oder -Masterstudiengänge. In den USA, Kanada und Chile unterstützen wir Mitarbeiter, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer von uns anerkannten Universität fortbilden, indem wir ihnen die Studiengebühren komplett oder teilweise erstatten. Die Investitionen in Fort- und Weiterbildung beliefen sich mit 13,5 Mio. € in 2019 auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 13,4 Mio. €).
IDEENMANAGEMENT / KONTINUIERLICHER VERBESSERUNGSPROZESS
Mit dem Ideenmanagement / Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) wollen wir den Mitarbeitern ermöglichen, sich aktiv in betriebliche Prozesse und Strukturen einzubringen und diese mitzugestalten. Zurzeit ist das Ideenmanagement / KVP in weiten Teilen in Deutschland und Nordamerika wirksam. Weitere Regionen der K+S werden im Rahmen von ONE K+S sukzessive hierin eingebunden. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 12.852 Ideen eingereicht (2018: 12.259). Der Nutzen über einen Zeitraum von 2,5 1 Jahren, also der generierte Wirtschaftlichkeitseffekt abzüglich der Kosten für das Ideenmanagement, ist mit 18,5 Mio. € (2018: 13,8 Mio. €) ein neuer Rekord.
BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE
K+S will Mitarbeiter bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter unterstützen. Jeder Mitarbeiter der teilnehmenden deutschen Gesellschaften, der eines der drei Modelle zur betrieblichen Altersvorsorge in Anspruch nimmt, wird durch K+S gefördert. K+S bezuschusst die Altersabsicherung mit zusätzlichen 13 % der Geldsumme, welche die Mitarbeiter selbst aus ihrem sozialversicherungspflichtigen Entgelt in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Die Altersvorsorge-Programme für die Mitarbeiter der ausländischen Gesellschaften bestehen mehrheitlich aus einem beitragsorientierten Vorsorgesparplan, der vorwiegend vom Arbeitnehmer selbst finanziert und durch den Arbeitgeber gefördert wird. Wir haben im Jahr 2019 für die beitragsorientierten Vorsorgepläne insgesamt 22,4 Mio. € (2018: 20,4 Mio. €) aufgewendet.
,Anhang', Anmerkung (20) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen', Seite 199
1 Wir messen den Wirtschaftlichkeitseffekt auf Basis eines Durchschnittswertes aus einer 3-Jahres-Betrachtung, in der wir für quantifizierbare Ideen ermitteln, welche Ersparnisse durch diese Ideen erzielt wurden. Da diese Ersparnisse in der Regel jährlich wiederkehrend generiert werden, wurde dieser Wert mit dem Faktor 2,5 Jahre multipliziert abzüglich sämtlicher zugeordneter Kosten aus dem Ideenmanagement. Der Faktor 2,5 wurde von K+S festgelegt.
ZUSAMMENGEFASSTE NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG 1
Die vorliegende zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung (NFE) ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben nach §§ 289c-289e HGB und §§ 315c HGB erstellt und nutzt die GRI STANDARDS der GLOBAL REPORTING INITIATIVE, Option "KERN", als internationales Rahmenwerk. Alle in der Erklärung gemachten Angaben und dargestellten Kennzahlen beziehen sich auf die K+S GRUPPE einschließlich der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, soweit nicht anders ausgewiesen. Der folgende Index dient der Auffindbarkeit der gesetzlich geforderten Informationen. Er ordnet diese den strategischen Handlungsfeldern der K+S GRUPPE einschließlich der relevanten ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG, den SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS (SDGs), zu.
INDEX ZUR ZUSAMMENGEFASSTEN NICHTFINANZIELLEN ERKLÄRUNG
B. 55
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| NFE-Bestandteil | Enthalten in Kapitel | SDG-relevante Informationen | Verweis |
|---|---|---|---|
| Geschäftsmodell | Geschäftsmodell Unternehmensstrategie Nachhaltigkeitsmanagement | - | S. 37 S. 49-53 S. 108-109 |
| Risiken | Risiko- und Chancenbericht | - | S. 119 |
| Aspekt | Handlungsfeld | Verweis | |
| Umweltbelange | Wasser | SDG 12.2, 15.1 | S. 90 |
| Abfall (fester Rückstand) | SDG 12.5 | S. 92 | |
| Energie & Klima | SDG 12.2, 13.1 | S. 94 | |
| Arbeitnehmerbelange | Gesundheit & Arbeitssicherheit | SDG 8.8 | S. 84 |
| Vielfalt & Inklusion | SDG 5.1, 5.5, 8.5 | S. 85 | |
| Sozialbelange | Stakeholderdialog | SDG 16.7 | S. 53-55 |
| Achtung von Menschenrechten | Menschenrechte | SDG 8.7 | S. 87 |
| Bekämpfung von Korruption und Bestechung | Compliance & Anti-Korruption | SDG 16.5 | S. 97 |
| Lieferkette (selbstbestimmt) | Lieferkette | SDG 8.7 | S. 97 |
Wir streben nach Nachhaltigkeit und bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind. Unsere Mission ist die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien. Dementsprechend ist das K+S-Nachhaltigkeitsprogramm Teil der Unternehmensstrategie SHAPING 2030. Wir haben uns Ziele in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik gesetzt und entsprechende Konzepte entwickelt, die wir bis spätestens 2030 umsetzen wollen. Dazu haben wir sie mit nichtfinanziellen Indikatoren überprüfbar gemacht.
Eine tabellarische Darstellung unserer Handlungsfelder mit den zugehörigen Nachhaltigkeitszielen und nichtfinanziellen Indikatoren ist im Kapitel Unternehmensstrategie verortet. Die Reihenfolge der Aspekte folgt der strategischen Logik der Handlungsfelder des K+S-Nachhaltigkeitsprogramms.
Im Kontext ihrer strategischen Unternehmensaktivitäten berücksichtigt die K+S GRUPPE auch die globalen ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGs). Insbesondere wollen wir mit der Erschließung neuer Wachstumsfelder und unserer Arbeit an innovativen Produkten im Kundensegment Landwirtschaft einen Beitrag zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung und zur Anpassung an den Klimawandel leisten. Auf die für die Geschäftstätigkeit von K+S relevanten SDGs nehmen wir auf Ebene der Unterziele in der o. g. Tabelle Bezug. Neben den strategischen Aktivitäten des Unternehmens schätzen wir das Engagement der K+S-Mitarbeiter. Auch in Zukunft ermutigen wir sie zu verantwortungsvollem Handeln.
1 Dieser Abschnitt ist Teil der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289c-289e HGB und §§ 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der inhaltlichen Prüfung im Rahmen der Abschlussprüfung ist.
,Unternehmensstrategie', Seite 49
Menschen
Wir arbeiten täglich für die Zufriedenheit unserer Kunden. Ihren Interessen und denen unserer wichtigen Stakeholder wollen wir mit ausgewählten Nachhaltigkeitsaktivitäten entsprechen und auch einen Beitrag zu den ZIELEN FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGs) leisten. Im Handlungsfeld "Gesundheit & Arbeitssicherheit" bieten wir sichere Arbeitsumgebungen für unsere Mitarbeiter (SDG 8.8). Unsere Aktivitäten im Handlungsfeld "Vielfalt & Inklusion" wirken Diskriminierung entgegen (SDG 5.1), ermöglichen die volle und wirksame Teilhabe von Frauen und ihre Chancengleichheit (SDG 5.5) sowie menschenwürdige Arbeit (SDG 8.5). Im Handlungsfeld "Menschenrechte" setzen wir uns u. a. gegen Zwangsarbeit und Kinderarbeit ein (SDG 8.7).
,Mitarbeiter', Seite 80
,Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 51
www.kpluss.com/menschen
GESUNDHEIT & ARBEITSSICHERHEIT
Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter hat bei K+S höchste Priorität. Wir haben den Leitsatz: "Nichts ist wichtiger als Gesundheit und Sicherheit - nicht Produktion, nicht Umsatz, nicht Gewinn" und arbeiten kontinuierlich an der Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung zum effektiven Schutz unserer Mitarbeiter. Unsere "Goldenen Regeln" umfassen die grundlegenden Pflichten für Sicherheit am Arbeitsplatz und gelten für das Verhalten aller Mitarbeiter und Geschäftspartner an den Standorten der K+S GRUPPE. Auf Grundlage der K+S-Politik für Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Energie und Qualität bauen wir unsere Prozesse zum Schutz von Gesundheit und zur Gewährleistung von Arbeitssicherheit kontinuierlich aus und verbessern sie. So beginnt beispielsweise jede Vorstandssitzung mit dem Thema Gesundheit und Arbeitssicherheit.
Überall , wo wir Gefährdungen sowie arbeitsbezogene Belastungen und Gesundheitsrisiken erkennen, führen wir Maßnahmen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes aktiv durch. Präventiv informieren wir unsere Mitarbeiter mittels Schulungen und Kampagnen. Die K+S GRUPPE führt mittelfristig an allen Produktionsstandorten Managementsysteme nach iso 45001 ein. Ein konkreter Zeitplan ist in Abstimmung. Ein globales Kompetenzzentrum "Managementsysteme" unterstützt die Koordination der Umsetzung und die Integration anderer Standards. Darüber hinaus dient es zum Austausch von Maßnahmen und Methoden.
,Umwelt', Seite 88
,Mitarbeiter', Seite 80
Ein Austausch zu aktuellen Entwicklungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der K+S GRUPPE erfolgt in Komitees, Kompetenzzentren und Fachkreisen auf globaler und regionaler Ebene. In Deutschland beispielsweise berät der gemeinsame Ausschuss für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (HSE-Ausschuss), dem auch Betriebsratsmitglieder angehören, regelmäßig zu übergeordneten HSE-Themen.
Auch 2019 haben wir für Führungskräfte und Mitarbeiter Schulungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz durchgeführt. Die geplante Einführung einer globalen einheitlichen Schulung zur Sensibilisierung für Arbeits- und Gesundheitsschutz für die Führungsebene wird 2020 mit Priorität verfolgt.
ARBEITSSICHERHEIT
Zielsetzung: Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung, um unsere Mitarbeiter zu schützen, die unser wertvollstes Kapital darstellen. Die Vision von K+S ist es, Arbeitsunfälle gänzlich zu vermeiden. Bis 2030 wollen wir daher unsere Arbeitsunfälle von Mitarbeitern mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeitsstunden (Lost Time Incident Rate (LTl-Rate)) auf null absenken.
Im Jahr 2019 ereigneten sich an unseren Standorten weltweit 822 Arbeitsunfälle (2018: 754), davon 260 Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (2018: 217) 1 . Die LTl-Rate für die K+S GRUPPE im Jahr 2019 stieg auf 10,3 (2018: 8,5) gegenüber dem Basisjahr 2017 mit 8,6. Die Zunahme der Unfälle mit Ausfallzeit und der LTl-Rate ist auf eine Zunahme von Unfällen in Deutschland zurückzuführen. Im gleichen Zeitraum nahm die Anzahl der unfallbedingten Ausfalltage und damit auch die durchschnittliche Schwere der Unfälle weltweit ab. Wir führen dies u. a. auf die Einführung und Kommunikation unserer "Goldenen Regeln" zurück. Die Unfallrate (Arbeitsunfälle geteilt durch die geleisteten Arbeitsstunden, multipliziert mit einer Million) erhöhte sich auf 32,7 (2018: 29,5). 1 Im Jahr 2019 hatten wir keinen tödlichen Unfall.
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund von Nachmeldungen geringfügig angepasst.
Unsere Prozesse zur Gefährdungsbeurteilung sollen sicherstellen, dass arbeitsbezogene Gesundheits- und Sicherheitsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden. Wie gesetzlich gefordert führen wir zur Prävention psychischer Fehlbelastungen am Arbeitsplatz speziell an unseren Standorten in Deutschland (seit 2019) und Chile (seit 2014) Gefährdungsbeurteilungen hinsichtlich psychischer Belastung durch. Eine Verfahrensanweisung regelt weltweit ab 1. Januar 2020 die Mindest-Sicherheitsanforderungen für gefährliche Arbeiten.
Daneben haben wir 2019 unterschiedliche Maßnahmen und Kampagnen durchgeführt mit dem Ziel, die individuellen Handlungs- und Entscheidungskompetenzen sowie ein verantwortliches Sicherheits- und Gesundheitsverhalten zu fördern. Dazu zählt u. a. die Sensibilisierung zur Vermeidung von Handverletzungen im Rahmen eine Kampagne zum Thema Handsicherheit in Deutschland sowie Impfkampagnen in Deutschland und Chile.
GESUNDHEIT
Unsere Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention ergänzen die Managementsysteme durch Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheitskompetenzen. Die Programme werden an den Standorten kommuniziert und stehen den Mitarbeitern zur Teilnahme offen. Die Maßnahmen reichen von klassischen Gesundheitskursen über Seminare bis zu Früherkennungsmaßnahmen und Beratungsangeboten. Die Planung der Programme und Maßnahmen erfolgt standortspezifisch. Sie orientiert sich am Bedarf und an den örtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Organisation.
Die arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung in Deutschland wird durch Betriebsärzte gewährleistet. Sie unterstützen darüber hinaus bei der Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements und wirken mit bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung sowie bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen.
Die von K+S gestiftete Professur für Arbeitsmedizin und betriebliches Gesundheitsmanagement an der Universität Witten/Herdecke ist seit dem Jahr 2018 mit Herrn Prof. Dr. Horst Christoph Broding besetzt. Er verfügt über langjährige Erfahrungen im Bergbau und unterstützt K+S bei der Analyse arbeitsmedizinischer Prozesse und der Entwicklung von Projekten auf Standortebene in Deutschland.
Ein wichtiger Aspekt des Gesundheitsschutzes ist die konsequente Einhaltung von Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW). Im Fall der in Deutschland vom BUNDESMINISTERIUM FÜR ARBEIT UND SOZIALES (BMAS) festgelegten AGW für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage haben wir unser breit angelegtes Umsetzungsprojekt für die deutschen Standorte weiter vorangetrieben. So konnten z. B. die begonnenen Vorhaben zum Einsatz modernster Dieselmotortechnik, zum Test emissionsärmerer Sprengstoffe sowie zur Optimierung der Bewetterung unter Tage vorangebracht werden. Mit der Präsentation eines entsprechenden Zwischenberichtes des untertägigen Bergbaus in Deutschland haben wir im Jahr 2019 der Auflage des AUSSCHUSSES FÜR GEFAHRSTOFFE des BMAS entsprochen. Zur Untersuchung der physiologischen Wirkungen der genannten Stoffe auf die Mitarbeiter haben wir darüber hinaus eine Gesundheitsstudie an zwei Werken durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchung werden für das Jahr 2020 erwartet.
,Risiko- und Chancenbericht', Seite 119
,Forschung und Entwicklung', Seite 78
VIELFALT UND INKLUSION
Bei K+S wollen wir Vielfalt und Inklusion als wesentliche Bestandteile unserer Unternehmenskultur weiter ausbauen und in der Zusammenarbeit intensiver nutzen. Wenn wir unsere unterschiedlichen Fähigkeiten, Sichtweisen und Erfahrungen zusammenbringen, hilft uns das bei der Suche nach Lösungen für unsere Kunden und fördert die Offenheit und die Kompetenzen im Team. Vielfalt und Inklusion werden deshalb durch die Führungsebene konsequent eingefordert und unterstützt und von Personalfunktionen als Business Partner in allen Mitarbeiterprozessen gefördert.
Grundlage für Vielfalt und Inklusion ist die Wertschätzung aller Mitarbeiter. Bei K+S müssen alle Mitarbeiter diese Wertschätzung erfahren, unabhängig von z. B. Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Vielfalt definiert die Zusammensetzung unserer Belegschaft; Inklusion beschreibt die aktive Nutzung dieser Vielfalt im Arbeitsalltag. Wir akzeptieren keine Diskriminierung.
Die Anerkennung und Förderung von Vielfalt und Inklusion haben wir in unseren ONE K+S WERTEN festgeschrieben. Als Unterzeichner des UN GLOBAL COMPACT und der CHARTA DER VIELFALT bekräftigen wir unser Selbstverständnis in Form unternehmerischer Selbstverpflichtungen in Deutschland.
www.unglobalcompact.org;
www.charta-der-vielfalt.de
Zielsetzung: Wir wollen eine Belegschaft rekrutieren und entwickeln, die das Umfeld unserer Geschäftsstandorte reflektiert. Wir fördern ein inklusives Arbeitsumfeld, das allen Mitarbeitern den eigenen Erfolg ermöglicht und zu Innovation und Geschäftsergebnissen beiträgt.
Dieses Ziel ist erreicht, wenn bis spätestens 2030 mehr als 90 % unserer Mitarbeiter das Arbeitsumfeld als inklusiv wahrnehmen.
Das Stimmungsbild wird unternehmensintern im Rahmen themenspezifischer Puls-Befragungen evaluiert. Weil sich das Verständnis von Vielfalt und Inklusion gewandelt hat, betrachten wir die Zusammenstellung des Indexes wie in den Mitarbeiterbefragungen 2012 und 2015 nicht mehr als zeitgemäß. Stand zunächst die Geschlechterfrage im Zentrum, werden inzwischen Themen wie das ausgewogene Verhältnis von Berufs- und Privatleben, die Pflege Angehöriger oder Heterogenität in der Migrationsgesellschaft diskutiert. Vielfalt und Inklusion sind Teil unserer Unternehmenskultur und stützen einen ganzheitlichen Ansatz im Hinblick auf alle Mitarbeiter und insbesondere auch Führungskräfte. Auf Grundlage der bisher genutzten gruppenweiten sowie spezifischen US-amerikanischen und kanadischen Fragenkataloge zielt der neue Fragenkatalog noch genauer auf die Wahrnehmung von Vielfalt und Inklusion in der K+S GRUPPE ab und umfasst insgesamt zwölf Fragen (davon elf quantitative, die den Index bilden, und eine qualitative Frage) zum Umgang, zu Vertrauen, Inklusion, Ideenfindung und Zusammenarbeit.
Im November 2019 führten wir die erste themenspezifische Puls-Befragung durch. Um alle Mitarbeiter erreichen zu können, haben wir neben einem Onlinetool auch Papierfragebögen angeboten (Nutzung online: 67 %, Papier: 33 %). Insgesamt nahmen 30 % der Belegschaft an der Befragung teil, davon 65 % in Europa, 20 % in Nordamerika, 12 % in Südamerika, 2 % andere und 2 % machten keine Angabe über ihre Herkunft. 79 % der Teilnehmer waren männlich, 18 % weiblich und 3 % machten keine Angabe. 52 % der Teilnehmer gaben an, 40 Jahre und älter zu sein. 68 % der Teilnehmer sind in der Produktion (über oder unter Tage) beschäftigt, während 29 % in administrativen Tätigkeiten arbeiten und 4 % keine Angabe gemacht haben. Insgesamt sind 37 % der Teilnehmer als Führungskraft tätig.
MITARBEITER NACH REGIONEN
B. 56
in %

Der in 2019 ermittelte Index zu Vielfalt und Inklusion der K+S GRUPPE auf Grundlage der teilnehmenden Mitarbeiter beträgt 54 % und berechnet sich aus der Zustimmungsquote "stimme eher zu" bzw. "stimme zu" auf einer Fünferskala. Ohne direkten Vergleichswert betrachten wir das Ergebnis als solide Ausgangsposition, die wir in den nächsten Jahren weiter verbessern wollen. Der Wert von 54 % bildet von nun an die Basis für den KPI zu Vielfalt und Inklusion. Die Befragungen zum Thema werden regelmäßig wiederholt.
Die Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Inklusion sind Querschnittsaufgaben und werden an die Anforderungen der jeweiligen Standorte angepasst. Unsere 15.011 Mitarbeiter sind zu 69 % in Deutschland beschäftigt und zu einem guten Viertel in den Amerikas.
Im Bergbau arbeiten traditionell mehr Männer als Frauen. Zum 31. Dezember 2019 waren gemessen an der Beschäftigtenanzahl in Personen für die Gesellschaften der K+S GRUPPE 87 % unserer Belegschaft Männer und 13 % Frauen. Das Durchschnittsalter unserer Belegschaft beträgt 42 Jahre. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter in der K+S GRUPPE in Deutschland liegt bei 6 % (2018: 6 %).
,Zielgrößen für Frauen', Seite 106
Mit der Talentgewinnung wollen wir sicherstellen, dass für alle Unternehmensbereiche die besten Talente gewonnen werden. K+S hat weltweit die Bemühungen intensiviert, die Anzahl an Bewerbern frei von Diskriminierung und unter Wahrung der Chancengleichheit zu erhöhen. So wurde beispielsweise eine Zusammenarbeit mit der Universität Saskatchewan initiiert, um Frauen in Ingenieurberufen zu fördern. In Deutschland unterstützt K+S u. a. den Zukunftstag, der Jungen und Mädchen die Möglichkeit bietet, verschiedene Berufe kennenzulernen, sowie die INITIATIVE KLISCHEEFREI.
K+S fördert das Bewusstsein für Vielfalt und Inklusion u. a. durch die Teilnahme am DEUTSCHEN DIVERSITY-TAG oder den gezielten Ausbau der Aktivitäten in sozialen Medien. Wir bekennen uns dort zu einem vorurteilsfreien Arbeitsumfeld und zu Arbeitsbedingungen ohne Diskriminierung. Wir laden unsere Mitarbeiter gezielt dazu ein, ihre persönlichen Erlebnisse und Perspektiven unserer offenen Unternehmenskultur zu teilen.
Zur Bindung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter werden u. a. jährliche Talentrunden innerhalb der Managementteams auf lokaler, regionaler und globaler Ebene durchgeführt. Sie dienen dem Ziel, Mitarbeiter mit besonders hohem Potenzial zu identifizieren und sie in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. Miteinander und voneinander zu lernen steht dabei im Vordergrund. Der so entstandene internationale K+S-Talentpool bietet eine vielfältige Mischung hinsichtlich Nationalität, Alter, Betriebszugehörigkeit und Geschlecht. Vor allem ist der Frauenanteil mit 33 % im Vergleich zum Anteil der Frauen in der Gesamtbelegschaft hoch.
Durch unsere Management-Entwicklungsprogramme TRACK+S PROFESSIONAL und TRACK+S EXECUTIVE fördern wir unsere Mitarbeiter und sichern gleichermaßen die Nachfolgeplanung. 16 Mitarbeiter unterschiedlicher Nationalitäten von verschiedenen Standorten weltweit und aus unterschiedlichen Funktionsbereichen absolvierten im Jahr 2019 erfolgreich das TRACK+S PROFESSIONAL Programm. Mit TRACK+S PROFESSIONAL werden die Mitarbeiter unterstützt, ihre Entwicklung bei K+S aus eigener Kraft voranzutreiben. Sie werden darin geschult, sich zu vernetzen und im Unternehmen sichtbar zu machen sowie eigenes Wissen und Kompetenzen auszubauen. Dafür stehen drei Hauptelemente zur Verfügung: (1) Mentoring, (2) globale interdisziplinäre Projektarbeit und (3) drei einwöchige Module, die durch die Frankfurt School of Finance & Management ausgestaltet wurden.
Ziel des TRACK+S EXECUTIVE Programms ist es, zukünftige Führungskräfte zu entwickeln, die über eine ganzheitliche Sicht für K+S sowie über vielfältiges unternehmerisches Denken und Handeln verfügen. Der erste Jahrgang 2019 bestand aus sieben Teilnehmern, die aus internen und externen Bewerbern ausgewählt worden sind. TRACK+S EXECUTIVE ist ein individuell ausgerichtetes Rotations- und Entwicklungsprogramm mit einer Dauer von 14 bis 18 Monaten. Dabei durchlaufen die Teilnehmer verschiedene Stationen im In- und Ausland in Verwaltungs- und Produktionsbereichen. Sie werden überwiegend in funktionsübergreifenden Bereichen eingesetzt.
Wir möchten organisatorisch sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter in der Matrixorganisation über alle Kulturen hinweg zusammenarbeiten. Dies fördern wir seit 2019 durch einen stärkeren Methodenmix auf Basis des 70:20:10-Modells. So soll durch eine stärkere Fokussierung auf das Lernen bei der Arbeit durch formelles Training u. a. der positive Austausch von K+S-Mitarbeitern in Projekten, Hospitationen in anderen Teams sowie durch Auslandserfahrungen verstärkt werden.
Über das unternehmensinterne soziale Netzwerk Yammer haben unsere Mitarbeiter weltweit die Möglichkeit, sich in Mentoring-Programmen zu vernetzen. Jeder potenzielle Teilnehmer, Mentor wie Mentee, bekundet sein Interesse an einem (internationalen) Austausch zu Fähigkeiten, Kompetenzen und zur beruflichen und persönlichen Entwicklung im System. Anhand dieser Einträge kann die selbstorganisierte Zuordnung beginnen.
MENSCHENRECHTE
Das Unternehmen führt seine Geschäfte in einer Weise, die die Menschenrechte und die Würde aller Menschen, die von unserer Geschäftstätigkeit betroffen sind, d. h. Mitarbeiter, Auftragnehmer und externe Interessengruppen, respektiert. Wir sind Unterzeichner des GLOBAL COMPACT der VEREINTEN NATIONEN. Unser Engagement für die Menschenrechte basiert auf den un-leitprinzipien für wirtschaft und Menschenrechte der VEREINTEN NATIONEN und den OECD-LEITSÄTZEN FÜR MULTINATIONALE UNTERNEHMEN. Unser Ansatz wird durch die INTERNATIONALE MENSCHENRECHTSCHARTA und die ERKLÄRUNG ÜBER DIE GRUNDLEGENDEN PRINZIPIEN UND RECHTE BEI DER ARBEIT der INTERNATIONALEN ARBEITSORGANISATION geprägt. Wir haben im Jahr 2019 ein neues Kapitel im Globalen Organisationshandbuch von K+S zu Menschenrechten verabschiedet und die Achtung der Menschenrechte im neuen Verhaltenskodex verankert.
'S Zielsetzung: Unser gruppenweites Ziel ist die Beachtung der international anerkannten Menschenrechte an allen Standorten und die Sicherstellung, dass dieser Grundwert global angewendet wird. Dieses Ziel messen wir mit dem KPI "Standortabdeckung durch einen Due-Diligence-Prozess zu Menschenrechten" mit dem Zielwert 100 % bis zum Jahr 2030. Nachdem wir im Jahr 2019 unsere Methodik entwickelt und das erste Pilotprojekt einer menschenrechtlichen Wirkungsanalyse (Impact Assessment) durchgeführt haben, haben wir nun 8 % abgedeckt (2018: 0 %) und die Grundlagen für das weitere Vorgehen geschaffen.
Die Abteilung Sustainability leitet und koordiniert die unternehmensweiten Aktivitäten von K+S zur Achtung der Menschenrechte. Die Umsetzungsverantwortung in den jeweiligen Regionen liegt bei den Operativen Einheiten. In der praktischen Durchführung arbeiten Vertreter der Operativen Einheiten und die Abteilung Sustainability in einer globalen Arbeitsgruppe zusammen.
Wir sind bestrebt, unser Engagement durch einen Sorgfaltspflicht-Prozess im Einklang mit den un-leitprinzipien umzusetzen und berücksichtigen die folgenden fünf Kernelemente, wie sie im deutschen NATIONALEN AKTIONSPLAN FÜR WIRTSCHAFT UND MENSCHENRECHTE benannt sind: Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte, Verfahren, um die Auswirkungen auf die Menschenrechte zu erkennen, Ergreifen von Maßnahmen und Überprüfung der Wirksamkeit, Berichterstattung und Einrichtung von Beschwerdemechanismen.
Zur Umsetzung unserer unternehmerischen Sorgfaltspflicht für Menschenrechte (Human Rights Due Diligence) haben wir im Jahr 2019 damit begonnen, einen dokumentierten Prozess zu etablieren, der auf einer einheitlichen Methodik basiert und die länderspezifischen Gegebenheiten und unsere Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Im Kapitel Menschenrechte des Globalen Organisationshandbuchs von K+S ist unser Ansatz für die Due Diligence verankert und beschrieben sowie die wesentlichen Themen benannt. Im Frühjahr 2019 fand der erste Pilot für ein Human Rights Impact Assessment in Chile statt. Vor Ort in Chile sprachen wir mit mehr als 80 internen und externen Stakeholdern an fünf Standorten. Damit erreichten wir einen großen Teil von Interessenvertretern innerhalb der Wertschöpfungskette, von der Mine und dem Hafen über Produktion/Verpackung bis zur Zentrale in Chile. Über die Erkenntnisse wurde anschließend das Management informiert und ein Aktionsplan der operativen Einheit Americas entwickelt, dessen Umsetzung begonnen hat. Intern berichten wir regelmäßig über die Fortschritte der Aktivitäten z. B. im Nachhaltigkeitsausschuss, im unternehmensinternen Netzwerk oder in der Mitarbeiterzeitung SCOOP. Extern berichten wir in Veranstaltungen oder im Gespräch mit Politikvertretern.
Unser Hinweisgebersystem "SPEAK UP!" bietet Stakeholdern wie Mitarbeitern, Auftragnehmern und Gemeinden die Möglichkeit, Bedenken, u. a. auch zu Menschenrechtsthemen, zu äußern. Sie können dies anonym und in verschiedenen Sprachen tun.
,SPEAK UP!' in "Compliance" Seite 98
Umwelt
Die K+S GRUPPE arbeitet kontinuierlich daran, die unvermeidlichen Eingriffe in die Natur, die mit der Förderung und Aufbereitung von Rohstoffen verbunden sind, so gering wie möglich zu halten. Durch unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung bleiben wir am Puls der Zeit und entwickeln so den Stand der Technik weiter. Auch im Bereich der Entsorgung unserer Rückstände gehen wir zukünftig neue Wege und setzen Maßstäbe für den Stand der Technik. Im Rahmen der K+S-NACHHALTIGKEITSZIELE 2030 haben wir uns darüber hinaus Ziele in den Handlungsfeldern "Wasser", "Bergbaulicher Abfall" und "Energie & Klima" gesetzt.
www.kpluss.com/umwelt
Den Fortschritt unserer Umweltziele verfolgen wir regelmäßig und leisten einen messbaren Beitrag zur Erreichung der ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (sdgs). Wir fördern die effiziente Nutzung von natürlichen Ressourcen und die Vermeidung von Abfall (SDG 12.2, SDG 12.5) ebenso wie eine nachhaltige Nutzung der Land- und Binnensüßwasser-Ökosysteme (SDG 15.1). Unsere Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen stärken wir operativ und strategisch (SDG 13.1), z. B. durch eine Analyse unseres Produktportfolios hinsichtlich Megatrends.
Unser Umweltmanagement hilft uns bei der Erreichung unserer Ziele. Es wird gruppenweit und themenübergreifend koordiniert. Durch die Gesellschaften werden Erfordernisse spezifiziert und die Standorte bei der Umsetzung unterstützt. Auf Basis unserer integrierten Policy für Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Energie und Qualität streben wir durch die laufende weltweite Einführung von Managementsystemen nach DIN EN ISO 14001:2015 für Umweltmanagement und DIN EN ISO 50001:2015 für Energiemanagement für wesentliche Standorte eine Standardisierung und kontinuierliche Verbesserung unserer Managementsysteme und HSE-Performance an. Zum Erreichen der Effizienzsteigerung und für den Erfahrungsaustausch sind nationale und internationale Expertengremien eingerichtet.
Mit einer an allen Produktionsstandorten eingeführten Umweltdatensoftware werden Umweltkennzahlen auf Werks- und Gesellschaftsebene gesammelt und ausgewertet. Die berichteten Umweltkennzahlen erheben wir für alle wesentlichen konsolidierten Kali- und Salzproduktionsstandorte.
Für die im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele definierten nichtfinanziellen Kennzahlen weisen wir die Art der Erfassung sowie die Grenzen der Berichterstattung separat aus.
,Über diesen Bericht', Seite 236
INVESTITIONEN UND BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ
Die Investitionen für den Umweltschutz lagen im Jahr 2019 mit 97,6 Mio. € annähernd auf dem Vorjahresniveau (2018: 99,1 Mio. €). Das Investitionsgeschehen war wie im Vorjahr zum größten Teil von Projekten im Bereich Gewässerschutz bestimmt. Während das Jahr 2018 maßgeblich von der Fertigstellung des Großprojektes Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF) am Standort Hattorf und dem Erwerb von Grundstücksflächen für die beantragte Haldenerweiterung am Kalistandort Zielitz geprägt war, standen in 2019 Investitionen in das Abwassermanagement des Werkes Werra und für Haldenerweiterungen im Vordergrund.
Um noch flexibler auf die Wasserführung der Werra reagieren zu können und die Produktion auch in längeren Trockenperioden aufrechtzuerhalten, wurde 2019 in einem stillgelegten Grubenfeld des Werkes Werra ein neuer Zwischenspeicher für Salzabwasser eingerichtet. Das Fassungsvermögen ist auf die vorübergehende Speicherung von rund 400.000 m 3 an Produktionsabwässern ausgelegt. Für den Betrieb wurde allein innerhalb des Bergwerks eine Rohrleitung von insgesamt 12 km Länge installiert. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten 2019 erste Maßnahmen für die ab 2022 geplante Einstapelung von Prozesswässern des Werkes Werra in den Altbergbau-Bereich der Grube Springen. Hierzu zählten Investitionen in Rohrleitungen, Pumpen und die elektrotechnische Versorgung. Die Realisierung des Projektes soll die Versenkung in den Plattendolomit dauerhaft ersetzen, bergbauliche Altlasten sanieren, die Umwelt entlasten und die Produktion an der Werra zukunftssicher machen. Das in 2019 deutlich höhere Investitionsvolumen für die Haldenerweiterungen verteilt sich auf die bereits laufende Erweiterung der Rückstandshalde am Kalistandort Hattorf (Phase I) sowie die beantragten Halden -erweiterungen an den Standorten Wintershall und Zielitz. Die wertmäßig größten Teilprojekte entfielen dabei auf den Neubau eines Haldenwasserbeckens zur Fassung und Ableitung von Haldenwässern in Hattorf sowie auf Sachanlagenzugänge in den Bereichen Energieversorgung und Haldentechnik. Weitere Zuwächse im Bereich Gewässerschutz resultierten aus dem Baubeginn einer Trennwand zur Abdichtung der Rückstandsfläche am kanadischen Kalistandort Bethune.
Die geringeren Investitionen im Bereich Naturschutz und Bodensanierung sind auf das in 2018 umgesetzte Projekt zur Oberflächenabdichtung und Entwässerung einer ehemaligen Bauschuttdeponie am Kalistandort Neuhof-Ellers zurückzuführen. Die Abweichungen in den Bereichen Luftreinhaltung und Klimaschutz bzw. Abfallwirtschaft erklären sich aus kleineren Projekten, die abgeschlossen oder neu begonnen wurden. B.57
INVESTITIONEN IN DEN UMWELTSCHUTZ 1
B. 57
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| in Mio. € | 2018 | 2019 | Veränderung | % |
|---|---|---|---|---|
| Gewässerschutz | 90,1 | 90,9 | 0,8 | 0,9 |
| Luftreinhaltung und Klimaschutz | 0,9 | 0,1 | -0,8 | -88,9 |
| Abfallwirtschaft | 2,1 | 3,3 | 1,2 | 57,1 |
| Naturschutz 2 und Bodensanierung | 5,1 | 2,9 | -2,2 | -43,1 |
| Sonstiges | 0,9 | 0,4 | -0,5 | -55,6 |
| Gesamt | 99,1 | 97,6 | -1,5 | -1,5 |
1 Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit.
2 Einschließlich Landschaftspflege.
BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ 1
B. 58
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| in Mio. € | 2018 | 2019 | Veränderung | % |
|---|---|---|---|---|
| Gewässerschutz | 169,9 | 158,7 | -11,2 | -6,6 |
| Luftreinhaltung und Klimaschutz | 31,0 | 29,2 | -1,8 | -5,8 |
| Abfallwirtschaft | 16,5 | 15,4 | -1,1 | -6,7 |
| Naturschutz 2 und Bodensanierung | 2,1 | 1,9 | -0,2 | -9,5 |
| Sonstiges | 5,1 | 5,1 | - | - |
| Gesamt | 224,6 | 210,3 | -14,3 | -6,4 |
1 Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit.
2 Einschließlich Landschaftspflege.
Die Betriebskosten für den Umweltschutz verminderten sich im Berichtsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr (224,6 Mio. €) um 14,3 Mio. € auf 210,3 Mio. €. Das moderat geringere Kostenniveau begründet sich insbesondere aus Sondereffekten, die im Bereich Gewässerschutz abgebildet sind. Durch die zum Jahresende 2018 erfolgte Stilllegung der Kaliproduktion am Standort Sigmundshall waren in 2018 vor allem hohe Aufwendungen für Rekultivierungsverpflichtungen zu berücksichtigen, die in 2019 entfallen sind. Darüber hinaus wurden Ende 2018 die Parameter für die Restnutzungsdauer des Kaliwerks Neuhof-Ellers überprüft und neu bewertet. Im Rahmen einer Aktualisierung der Kostenkalkulation konnten außerdem die Kosten für die Haldenverwahrung nach der Stilllegung des Standorts reduziert werden. In Verbindung mit der um fünf Jahre verlängerten bilanziellen Laufzeit verteilen sich die neu berechneten Aufwendungen für Nachsorgeverpflichtungen zur Haldenverwahrung in Neuhof-Ellers nun über einen längeren Zeitraum mit geringeren jährlich anzusetzenden Beträgen ab 2019.
Einen deutlichen Kostenanstieg im Bereich Gewässerschutz verzeichnete hingegen das Kaliwerk Werra. Ursächlich waren die in 2019 höheren Aufwendungen für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen. Am Standort Unterbreizbach betraf dies die Kosten für den Betrieb einer Feuchtversatz-Anlage, die seit dem vierten Quartal 2019 zur Entsorgung von Fabrikrückständen in den Grubenhohlräumen genutzt wird. Das ebenfalls höhere Kostenniveau der Standorte Hattorf und Wintershall resultierte insbesondere aus Instandhaltungsarbeiten an der Haldentechnik bzw. den Haldenwasser-Randgräben der Bestandshalden sowie angefallenen Kosten im Zusammenhang mit den erforderlichen Erweiterungen der Rückstandshalden. Die seit 2018 laufende Erweiterung der Halde Hattorf (Phase I) führte zu einem Mehrbedarf an Personal und zusätzlichen Kosten für planmäßige Abschreibungen auf Basisabdichtung, Maschinen und Anlagen. Am Standort Wintershall lag der Grund in einer notwendigen Verlängerung der Haldenbänder, die für die beantragte Haldenerweiterung vorgesehen sind.
Weitere Kostensteigerungen im Bereich Gewässerschutz sind auf die geplante vorzeitige Flutung der stillgelegten Grube Sigmundshall mit Salzabwässern des Werkes Werra zurückzuführen. Um den für Mitte 2021 vorgesehenen Flutungsbeginn vorzubereiten, waren in Sigmundshall bereits höhere Kosten für Personal, den Abbau der untertägigen Anlagen und den begonnenen Bau der Entladestelle über Tage zu verzeichnen.
Der Kostenrückgang im Bereich Luftreinhaltung und Klimaschutz erklärt sich im Wesentlichen aus stillgelegten Belüftungs- und Filtereinrichtungen am ehemaligen Kaliwerk Sigmundshall. Die ebenfalls niedrigeren Kosten im Bereich Abfallwirtschaft resultierten aus dem in 2018 abgeschlossenen Projekt zur Abdeckung und Abdichtung von bergbaulichen Abfällen, die in der Vergangenheit beim Reinigen von Salzabwasser-Stapelbecken entfernt und im Althaldenbereich des Standorts Hattorf deponiert wurden.
Die Betriebskosten umfassen im Wesentlichen ergänzende Maßnahmen zum Umweltschutz. Diese Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Klimaschutz, Abfallwirtschaft sowie Naturschutz und Bodensanierung und betreffen vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Betriebskosten und Abschreibungen für Produktionsanlagen zum Gewässerschutz, die in die Produktionsprozesse integriert sind und die Herstellung zusätzlicher Verkaufsprodukte ermöglichen, werden nicht mit einbezogen. In ihrer Gesamtheit sind sowohl die Kosten für die ergänzenden Maßnahmen zum Umweltschutz als auch die hier nicht ausgewiesenen integrierten Umweltkosten Bestandteile der Produktionskosten und erhöhen damit die spezifischen Kosten je produzierter Tonne Produkt. B.58
WASSER
Wasser ist auch für K+S eine sehr wichtige Ressource. In vielen Prozessen setzen wir Wasser in unterschiedlichen Qualitäten ein. Wir brauchen Wasser beim Abbau und zur Förderung an bestimmten Lagerstätten, in der Produktion und in der Anwendung bestimmter Produkte, z. B. in der Landwirtschaft. Aus Meerwasser und anderen salzhaltigen Wässern gewinnen wir durch solare Eindampfung hochwertige Salzprodukte. Bei bestimmten Produktionsprozessen und im Bereich der Rückstandshalden entstehen dagegen salzhaltige Abwässer, die wir entsorgen müssen. Gruppenweit wollen wir wasserbezogene Auswirkungen auf ein Minimum beschränken. Dazu haben wir uns konkrete Ziele gesetzt.
WASSERENTNAHME
B. 59
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| in Mio. m3 | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Meerwasser und anderes salzhaltiges Wasser | 276,2 | 232,1 |
| Flusswasser | 137,0 | 133,9 |
| Grundwasser | 8,3 | 7,8 |
| Trinkwasser und Wasser aus kommunalem Wasserversorger | 1,3 | 1,5 |
| Gesamte Wasserentnahme | 422,8 | 375,3 |
Umweltrelevante Geschäftsrisiken bewerten wir im Rahmen unseres gruppenweiten Risiko- und Chancenmanagements. Im Jahr 2017 haben wir zudem eine gruppenweite Wasserrisiko-Analyse unter Berücksichtigung von Wasserstress für alle relevanten Produktionsstandorte durchgeführt. Die Ergebnisse hieraus werden konzeptionell im Umweltmanagement der Standorte berücksichtigt. Ein globaler Standard zum Wasserrisiko- und Chancenmanagement wird derzeit erarbeitet und soll zukünftig die standortbezogene Wasserrisikobetrachtung sowie die Priorisierung von wasserbezogenen Maßnahmen regeln.
,Chancen- und Risikobericht', Seite 119
WASSERENTNAHME
Im Jahr 2019 hat die K+S GRUPPE insgesamt 375,3 Mio. m 3 (2018: 422,8 Mio. m3) Wasser aus unterschiedlichen Quellen zur Gewinnung und Herstellung von Produkten entnommen. Die Flusswasserentnahme im Jahr 2019 liegt mit 133,9 Mio. m3 (2018: 137,0 Mio. m3) etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Die Entnahme von Salzwasser aus Meeren und anderen salzhaltigen Quellen sank im Vergleich zum Vorjahr auf 232,1 Mio. m3 (2018: 276,2 Mio. m3). Der größte Teil (89 % (2018: 89 %)) unserer Wasserentnahme findet an Standorten ohne hohen Wasserstress statt.
ABWASSER
Bei der Förderung und Aufbereitung unserer Rohstoffe sowie durch die Aufhaldung des Rückstands entstehen salzhaltige Abwässer. K+S arbeitet auch weiterhin intensiv daran, die Menge an salzhaltigen Abwässern aus Produktion und Rückstandsentsorgung nachhaltig zu senken. Die Menge und die Zusammensetzung der Prozessabwässer sowie der Haldenwässer sind von vielen Faktoren, wie z. B. der lokalen Rohsalzqualität, den verwendeten Aufbereitungsverfahren, den hergestellten Produkten und der erforderlichen Produktqualität, abhängig. Die Salzabwässer unterscheiden sich daher auch in ihrem Gesamtsalzgehalt.
ABWASSER
B. 60
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| in Mio. m3 | 20182 | 2019 |
|---|---|---|
| Abwässer | ||
| Abwasser an kommunale Kläranlagen | 0,7 | 0,5 |
| Betriebswasser in Flusswasser | 112,1 | 111,5 |
| Salzabwasser 1 | ||
| Versenkung | 8,0 | 9,0 |
| Salzige Abwässer in Gruben oder Kavernen | 1,1 | |
| Salzige Abwässer ins Meerwasser und andere salzhaltige Gewässer | 50,8 | 48,6 |
| Salzige Abwässer ins Oberflächenwasser | 10,8 | 10,7 |
| Salzabwässer in der Kaliproduktion | 4,9 | 4,8 |
| Salzabwässer in der Salzproduktion | 5,9 | 5,8 |
1 Gesamtmineralisation (TDS, total dissolved solids) > 1 g/l.
2 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer verbesserten Klassifizierung der Abwässer angepasst.
Gruppenweit betrug die Menge an Salzabwasser, welches in Oberflächengewässer eingeleitet wurde, im Jahr 2019 bei der Kaliproduktion 4,8 Mio. m3 (2018: 4,9 Mio. m3) und bei der Salzproduktion 5,8 Mio. m3 (2018: 5,9 Mio. m3). Weitere 9,0 Mio. m3 (2018: 8,0 Mio. m3) Salzabwasser wurden durch die Einleitung in den Untergrund (Versenkung) entsorgt. Die Versenkung in Deutschland blieb weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Durch die gestiegene Produktion des Werks Bethune in Kanada erhöht sich insgesamt die Menge zur Versenkung.
Die Einleitmenge von Salzabwasser aus der Kaliindustrie in Oberflächengewässer in Deutschland lag aufgrund erneuter Trockenheit und einer damit verbundenen niedrigen Wasserführung der Werra auch im Jahr 2019 unter dem normalen Niveau. Durch eine Reihe von Maßnahmen, wie die unterjährige Erweiterung temporärer Speicherkapazitäten für Salzabwasser und Maßnahmen im Bereich der Rückstandshalden, konnte K+S die Entsorgung der Salzabwässer ohne Produktionsstillstand des Verbundwerkes Werra sicherstellen.
Für die Entsorgung der Salzabwässer aus der Kaliindustrie stehen der Weg über die Einleitung in Oberflächengewässer und die Versenkung zur Verfügung. Zusätzlich haben wir im Jahr 2019 1,1 Mio. m3 Salzabwässer in geeignete Gruben oder Kavernen transportiert und dort entsorgt bzw. für Verwahrungsarbeiten genutzt.
Im Bereich Salzwasser hat sich K+S viel vorgenommen. Bis Ende 2021 bzw. bis zum Jahr 2030 setzen wir uns folgende ambitionierte Ziele:
Zielsetzung: Ab Ende des Jahres 2021 wird K+S in Deutschland kein Salzwasser mehr in den Untergrund versenken. Wir erfüllen damit auch eine zentrale Maßnahme der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser. Im Jahr 2019 hat die K+S GRUPPE 1,1 Mio. m 3 (2018: 1,0 Mio. m3) salzhaltige Prozessabwässer am Standort Hattorf in den Untergrund versenkt. Entsprechend der Vereinbarung mit dem bund für umwelt und Naturschutz Deutschland e.v. (bund) wollen wir bis 2021 insgesamt bis zu 1 Mio. m3 weniger Prozessabwasser im Vergleich zur genehmigten Menge versenken. Dieses Ziel haben wir im Jahr 2019 bereits zu mehr als 80 % erreicht.
Insgesamt wurden seit 2018 rund 0,8 Mio. m3 weniger Prozessabwasser versenkt. Zur Entsorgung der Wässer nach Ende 2021 wird derzeit die Einstapelung von Prozesswässern unter Tage entwickelt. Unser Ziel ist es, in einem ersten Schritt rund 1,5 Mio. m3 pro Jahr in geeignete Hohlräume im Werk Werra zu entsorgen. Im Jahr 2019 haben wir erste Infrastrukturmaßnahmen über und unter Tage umgesetzt und befinden uns im Genehmigungsprozess für die Zulassung dieses Projektes.
www.fgg-weser.de/
Zielsetzung: Bis 2030 wollen wir in Deutschland die zu entsorgende Menge an Prozesswasser aus der Kaliproduktion um weitere 500.000 m 3 pro Jahr reduzieren. Die Einsparung erfolgt zusätzlich zu den Mengen, die durch die KKF-Anlage eingespart wurden, und ohne Berücksichtigung der Einsparungen durch das Ende der Produktion unseres Werks in Sigmundshall 2018. Aus der Kaliproduktion sollen daher ab dem Jahr 2030 nur noch 2,2 Mio. m3 Prozesswasser entsorgt werden. Die geplanten Einsparungen von 500.000 m 3 Salzabwasser schließen unsere etablierten Kalistandorte in Deutschland ein. Das kanadische K+S-Werk Bethune befand sich 2018 in der Anlaufphase und ist nach dem Stand der Technik erbaut. Die Umweltauswirkungen des Werks wurden bereits vor Inbetriebnahme 2017 bewertet und umfassend berücksichtigt.
Im Jahr 2019 fielen aus der Kaliproduktion in Deutschland absolut 3,5 Mio. m 3 (2018: 3,4 Mio. m 3) an Prozessabwässern an. Bezogen auf das bereinigte Basisjahr 2017, also bei Berücksichtigung des vollen Effekts der KKF-Anlage (-1,5 Mio. m 3) sowie des Endes der Produktion in Sigmundshall (-0,3 Mio. m 3), stieg der Prozesswasseranfall in 2019 um 0,8 Mio. m 3 an. Dieser Effekt ist auf eine witterungsbedingt geringere Produktion im Basisjahr zurückzuführen.
Um unser Ziel bis 2030 zu erreichen und die deutsche Kaliproduktion sicherzustellen, arbeitet K+S in Deutschland im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsvorhaben intensiv an der weiteren Optimierung der Gewinnungs- und Aufbereitungsprozesse sowie an Projekten zur Senkung der zu entsorgenden Prozesswassermenge.
,Risiko- und Chancenbericht', Seite 119
,Forschung und Entwicklung, Seite 78
ABFALL (FESTE RÜCKSTÄNDE)
Bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen fallen regelmäßig feste bergbauliche Rückstände an. Diese bilden den überwiegenden Teil unserer festen Abfälle. Die Aufschüttung der Rückstände auf Halden erfolgt unter Beachtung der jeweiligen Standortbedingungen, der vorliegenden Genehmigungen und der Minimierung von Umweltauswirkungen durch Weiterentwicklung des Standes der Technik. Im Rahmen unserer umfangreichen und langjährigen Genehmigungsverfahren werden Umweltauswirkungen analysiert und die Vermeidungsoptionen optimiert. Unser betriebliches Umweltmanagement, die Einhaltung der behördlichen Anforderungen und der einschlägigen Gesetz sowie der fachliche Austausch in unterschiedlichen Gremien gewährleisten eine kontinuierliche Überwachung und Verbesserung der Standards.
HALDENMANAGEMENT
Im Jahr 2019 haben wir an unseren Kalistandorten 27,1 Mio. t (2018: 27,6 Mio. t) feste Rückstände aufgehaldet. Umfangreiche Monitoring-Programme umfassen z. B. Grundwasser-, Verformungs- und Staubmessungen und überwachen eventuelle Auswirkungen der Halden. Die daraus generierten Daten stehen den Genehmigungsbehörden jederzeit zur Verfügung. Daneben werden regelmäßige interne Befahrungen durch K+S durchgeführt. Zudem wird der Haldenbetrieb durch wiederkehrende Befahrungen der Genehmigungsbehörde überwacht. Über die Planung und Umsetzung von Maßnahmen stehen wir in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Zur langfristigen Sicherung der Kaliproduktion sind Erweiterungen der bestehenden Rückstandshalden erforderlich.
| ― | Die Erweiterung der Halde Hattorf (Phase I) wurde 2018 genehmigt und wird derzeit umgesetzt. Die erteilte Genehmigung bezieht sich auf eine rund 27 Hektar große Fläche, die sich nordwestlich an die bestehende Halde anschließt. Sie bietet Raum für fünf bis sechs Jahre Beschüttung. Darüber hinaus befindet sich die Phase 11 der Haldenerweiterung in Planung. Die Kapazität soll bis Anfang der 2040er Jahre reichen. |
| ― | Für das Haldenerweiterungsverfahren am Werk Zielitz hat K+S im Oktober 2017 die Antragsunterlagen bei der zuständigen Behörde eingereicht. Die Öffentlichkeitsbeteiligung fand im Sommer 2018 statt. Der Erörterungstermin wurde im zweiten Quartal 2019 durchgeführt. Die Zulassung des vorzeitigen Beginns, u. a. für die Vorbereitung der benötigten Flächen und Errichtung von Infrastrukturmaßnahmen, erfolgte im Oktober 2019. |
| ― | Für die geplante Haldenerweiterung am Standort Wintershall hat K+S die Antragsunterlagen im April 2018 eingereicht. Bereits im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens haben wir die Öffentlichkeit im Rahmen mehrerer Informationsveranstaltungen, durch Flyer und Informationen auf der K+S-Website umfassend über das Vorhaben informiert. Nach der Vollständigkeitserklärung der Antragsunterlagen durch das Regierungspräsidium Kassel fand der Erörterungstermin im November 2019 statt. |
Mit den Haldenerweiterungen sind umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen verbunden. Die Ausgleichsmaßnahmen umfassen langfristig und großflächig ausgerichtete Projekte mit dem Ziel, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen bzw. bestehende Lebensräume aufzuwerten. Ersatzaufforstungen werden vorrangig auf naturschutzfachlich minderwertigen Flächen durchgeführt, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu schonen. Zusätzlich führen wir vor Beginn der Eingriffe zeitlich vorgezogene Artenschutzmaßnahmen durch, die eine ökologisch-funktionale Kontinuität ohne zeitliche Unterbrechung gewährleisten.
Zielsetzung: Die weitere Reduzierung der Umweltauswirkungen und der Erhalt der natürlichen Ressourcen durch eine erneute Überprüfung des Verwertungs- bzw. Vermarktungspotenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen sind unser gruppenweites Ziel. Ab dem Jahr 2030 wollen wir jährlich 3 Mio. t Rückstand für andere Zwecke verwenden, anstatt sie aufzuhalden. Dieses Ziel wollen wir über eine alternative Verwertung des Haldenmaterials und eine Rückstandsvermeidung durch die Erhöhung der Rohstoffausbeute erreichen. Die Kennzahl erfassen wir projektbezogen nach Art der Rückstandsverwertung.
Im Jahr 2019 konnten wir 1,5 Mio. t (2018: 1,0 Mio. t) Rückstand für die Siedesalzproduktion der frisia ZOUt B.V. verwerten und durch technische Maßnahmen zur Erhöhung der Rohstoffausbeute Rückstand einsparen. Die im Jahr 2018 initiierten Maßnahmen zur Rückstandsreduzierung, wie eine verbesserte Wertstofferkundung, die Steinsalzvorabtrennung unter Tage und der Prozessschritt der optischen Sortierung, haben wir fortgeführt. 2020 arbeiten wir weiter intensiv an den Möglichkeiten zur Erhöhung der Rohstoffausbeute.
Zielsetzung: Bis 2030 wollen wir weitere 155 ha Haldenfläche abdecken und somit den Anfall von Haldenwässern weiter reduzieren bzw. vermeiden. Dies betrifft die Abdeckung von großen und mittelgroßen Halden, die zusätzlich zur bereits bestehenden Abdeckung im Basisjahr 2017 (ca. 70 ha) umgesetzt wird. Im Jahr 2030 werden wir so insgesamt 225 ha Haldenfläche abgedeckt haben. Die abgedeckte Haldenfläche bezieht sich auf die für die Reduzierung der Haldenwässer relevante Aufstandsfläche der Rückstandshalde. Dafür wird die abgedeckte Fläche auf die Aufstandsfläche projiziert. Den Fortschritt überprüfen wir durch jährliche Messungen. Im Falle von zeitversetzten Messungen im Vergleich zur Berichtsperiode basieren die Jahreswerte auf Extrapolationen.
Im Jahr 2019 konnten zusätzlich 2,8 ha (2018: 5,9 ha) Haldenfläche abgedeckt werden. Seit dem Basisjahr 2017 haben wir damit eine Gesamtfläche von 8,7 ha abgedeckt.
| ― | Am Standort Hattorf haben wir bereits im Jahr 2018 einen halbtechnischen Versuch zur Dünnschichtabdeckung auf einer Fläche von 0,5 ha fertiggestellt. Seitdem werden Untersuchungsergebnisse und Informationen aus dem Versuch erfasst und ausgewertet. Dabei liegt der Fokus auf der technischen Durchführbarkeit und dem langfristigen Materialverhalten. Auf dem Haldentop der Halde Hattorf hat das Werk Werra Anfang 2019 einen Polder von 1,0 ha Größe errichtet. Weitere Abdeckungsmaßnahmen in Form von Poldern sind in bautechnischer Vorbereitung und sollen 2020 umgesetzt werden. Ebenso ist die Abdeckung der Aufstandsfläche der ehemaligen Kieserithalde geplant. |
| ― | K+S hat am Werk Neuhof-Ellers 2019 auf dem Haldentop ein Probefeld zur Abdeckung mit dem iNNOVAtlVEN erosionsscHUtz sowie ein dazugehöriges Lysimeterfeld errichtet. Dieses wird langfristige Erkenntnisse über Verdunstungsleistung und Materialverhalten liefern. Zurzeit läuft das Genehmigungsverfahren für eine Fläche von 1 ha iNNOVAtlVEM EROSlONSSCHUtz auf dem Haldentop. |
| ― | Parallel läuft in Zielitz seit dem Jahr 2013 ein Pilotvorhaben zur Entwicklung einer standortangepassten Abdeckvariante, der sogenannten Infiltrationshemmschicht. Dazu wurden und werden verschiedene Schüttversuche erfolgreich durchgeführt. |
Gemäß der Althaldenstrategie hat K+S die Abdeckung der Halde Friedrichshall wie geplant fortgeführt. Die verbleibende Restfläche steht vor der Fertigstellung. Der Abschluss der Haldenabdeckung inklusive aller Restarbeiten ist bis Ende 2021 geplant. Weiterhin beantragte K+S die Abdeckung der Halde Niedersachsen bei Wathlingen. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens fand der Erörterungstermin hierzu 2019 statt und der vorzeitige Beginn zum Bau des Recycling-Platzes wurde erteilt. K+S erwartet den Planfeststellungsbeschluss planmäßig 2020.
Am Werk Sigmundshall führen wir die Haldenabdeckung fort und decken weitere Bereiche des Haldenplateaus sowie der Haldenflanken ab. In den kommenden Jahren wird das standortspezifische, bewährte Abdeckverfahren stetig weitergeführt.
,Risiko- und Chancenbericht', Seite 119
ENERGIE & KLIMA
Als Rohstoffunternehmen betreiben wir viele energieintensive Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Abbau von Rohstoffen über die Produktion bis hin zum Transport des fertigen Produkts.
ENERGIE
Den Großteil unseres weltweiten Energiebedarfs an Strom und Wärme erzeugt die K+S GRUPPE in eigenen Kraftwerken durch den Einsatz von Primärenergieträgern. Darüber hinaus benötigte Energie kaufen wir am Markt zu. An einer möglichst energieeffizienten Rohstoffgewinnung und Fabrikproduktion arbeiten wir kontinuierlich.
Zielsetzung: Wir wollen den spezifischen CO2-Fußabdruck für die insgesamt verbrauchte Elektroenergie an unseren Produktionsstandorten bis 2030 um 20 % reduzieren (Basisjahr 2017: 302,51 kg CO2e/MWh). Das bedeutet, dass wir in der Energieumwandlung noch effizienter werden, unser Potenzial im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) umfangreicher nutzen und den Einsatz erneuerbarer Energien prüfen. Das Ziel bezieht sich auf unsere Scope 1 und 2 Emissionen aus selbstgenutztem Strom, die zum einen durch direkte Energieumwandlung und zum anderen indirekt durch bezogenen Strom entstehen.
Im Geschäftsjahr 2019 betrug unser CO2-Fußabdruck für genutzten Strom 297,4 kg CO2e/MWh (2018: 298,1 kg CO2e/MWh), eine Veränderung von -1,7 % zum Basisjahr 2017. Die weitere Reduktion ist auf einen produktionsbedingt höheren Anteil von KWK-Eigenstromerzeugung am Gesamtstromverbrauch zurückzuführen.
An einer langfristigen CO2-Strategie über den Zeitraum 2030 hinaus arbeiten wir zurzeit.
ENERGIEEINSATZ NACH ENERGIETRÄGERN UND TREIBHAUSGASEMISSIONEN SCOPE 1, 2 UND 3
B. 61
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| 2018 | 2019 | ||
|---|---|---|---|
| Direkte Energieträger | GWh | 11.403,1 | 11.546,2 |
| (Scope 1) | Mio. t CO2e | 2,4 | 2,4 |
| Erdgas | GWh | 10.683,9 | 10.827,0 |
| Kohle | GWh | 295,5 | 318,8 |
| Diesel | GWh | 406,2 | 384,2 |
| Heizöl | GWh | 1,3 | 1,3 |
| Flüssiggas (LPG) | GWh | 10,9 | 10,2 |
| Benzin | GWh | 5,3 | 4,7 |
| Indirekte Energieträger | GWh | 2.231,8 | 2.138,5 |
| (Scope 2) | Mio. t CO2e | 0,2 | 0,2 |
| Extern bezogener Strom | GWh | 707,8 | 657,5 |
| Extern bezogener Dampf | GWh | 1.521,3 | 1.477,9 |
| Extern bezogene Wärme | GWh | 2,8 | 3,1 |
| Gesamtenergieverbrauch | GWh | 13.634,9 | 13.684,7 |
| (Scope 1 & 2) | Mio. t CO2e | 2,6 | 2,6 |
| Verkaufter Strom | GWh | 42,0 | 65,1 |
| (Scope 3) Emissionen ausgehender Transporte (Logistikemissionen) | Mio. t CO2e | 1,0 | 0,9 |
Energieverbrauch
In allen deutschen Gesellschaften mit produzierenden Standorten nutzen wir ein nach DIN EN ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem. In allen anderen deutschen Gesellschaften führen wir regelmäßig Energieaudits nach DIN EN ISO 16247 durch. Ein gruppenweites Konzept für das Energiemanagement ist erarbeitet und die Einführung der ISO 50001 auf unseren Standorten außerhalb Deutschlands mit einem Energiebedarf > 10 GWh haben wir weitergeführt. Bis zum Jahr 2019 haben wir etwa 52 % des weltweiten Energiebedarfs in Anlehnung an die ISO 50001 abgedeckt.
Die Ambition des ENERGIEEFFIZIENZ-NETZWERKS (KEEN) nehmen wir in unserer 2018 gestarteten internen Expertengruppe "KEEN global" auf und prüfen die Anwendbarkeit und Umsetzung auf globaler Ebene. Zudem steuert die Gruppe Maßnahmen zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels "Energie & Klima" bis zum Jahr 2030.
www.effizienznetzwerke.org/initiative/unsere-netzwerke
Der Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2019 mit 13.684,7 GWh blieb etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr (2018: 13.634,9 GWh).
Energieträger
Die verwendeten Energieträger sind je nach Standort der Bergwerke und Produktionsanlagen unterschiedlich. Die Dampf- und Stromerzeugung von K+S in Deutschland basiert zu 85 % auf dem Primärenergieträger Erdgas und zu 15 % auf dem Energiebezug aus einer Müllverbrennungsanlage. Sechs unserer sieben deutschen Kalistandorte in 2019 verfügen über eigene Kraftwerke, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden. Ihr Brennstoffnutzungsgrad liegt bei 90 %. Zwei von sieben Trocknungsanlagen betreiben wir ebenfalls nach dem KWK-Prinzip. Im Jahr 2018 erfolgte ein Ausbau der Energieumwandlung in KWK am Standort Hattorf zum Betrieb der KKF-Anlage. Infolge dieser Maßnahme können zusätzlich 15 MW Strom aus KWK erzeugt werden, was zu einer Reduzierung von Fremdstrom führte.
Weitere Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung sind in der Umsetzung bis 2020 bzw. 2021: Erneuerung einer Gasturbine und eines Gaskessels an unseren deutschen Standorten. Beide Vorhaben sind förderfähig im Sinne der öffentlichen Energieeffizienzförderprogramme und leisten durch die Optimierung der Eigenenergieerzeugung einen signifikanten Beitrag zur Vermeidung von CO2-Emissionen.
Wir untersuchen weiterhin die Möglichkeit der Nutzung regenerativer Energiequellen - Sonne und/oder Wind - an mehreren Produktionsstandorten in Nordamerika.
Aufgrund der Solung als Abbaumethode in unserem neuen Werk Bethune in Kanada sowie der stetig wachsenden Ausdehnung der anderen untertägigen Rohstoffabbaugebiete und der damit verbundenen höheren energetischen Aufwendungen rechnen wir tendenziell mit einem steigenden spezifischen Bedarf an Primärenergie.
Emissionen
Im Rahmen des Pariser Weltklimaabkommens von 2016 hat sich die Weltgemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erderwärmung gegenüber der vorindustrialisierten Zeit möglichst auf 1,5 °C zu begrenzen. Mit der UN-KLIMAKONFERENZ 2019 in Madrid, Spanien, wurde die Umsetzung abschließend konkretisiert. In Deutschland sollen die vertraglich im PARISER ABKOMMEN definierten Ziele mittels des Klimaschutzplans 2050 umgesetzt werden. Unter Beteiligung der Industrie ist das Ziel, Treibhausgasemissionen bis 2030 zunächst um 55 % zum Basisjahr 1990 zu senken.
Zur Senkung von Treibhausgasemissionen in energieintensiven Industrien trat bereits im Jahr 2005 das europäische Emissionshandelssystem (EU ETS) in Kraft. Ziel des Emissionshandels ist es, Emissionen dort zu senken, wo die Minderung am effizientesten ist. Die K+S GRUPPE betreibt aktuell zwölf emissionshandelspflichtige Kraftwerke und Trocknungsanlagen in Deutschland, deren Emissionen auf Basis geltender EU-Monitoring-Leitlinien erfasst und von externen Prüfungsorganisationen verifiziert werden. Zudem wurde 2019 in Deutschland das Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen (Brennstoffemissionshandelsgesetz - BEHG) beschlossen mit Gültigkeit ab 2021. Unsere Anlagen im EU ETS erfahren dadurch keine zusätzliche Belastung. Lediglich ein Teil des Primärenergiebedarfs (13 %) der K+S in Deutschland wird vom BEHG betroffen sein. Die Bepreisung der Kraftstoffemissionen unserer Logistikdienstleister in Deutschland (Scope 3-Emissionen) berücksichtigen wir in unserer Mittelfristplanung.
Im Rahmen der dritten Handelsperiode (bis zum Jahr 2020) erwarten wir keine zusätzlichen Kosten für den Emissionshandel. Ein kanadisches System zur Bewertung von Treibhausgasemissionen ist seitens der Regierung eingeführt. Unser Werk Bethune fällt unter das provinziale System und wird voraussichtlich ab dem Jahr 2021 betroffen sein. Gefordert wird eine Reduzierung der Emissionsintensität von 5 % bis zum Jahr 2030.
Wir berichten unsere Emissionen vollständig innerhalb der Betrachtungsräume Scope 1 und Scope 2 sowie Scope 3 für unsere Logistikemissionen ausgehender Transporte in CO2-Äquivalenten (CO2e). Diese geben das spezifische Erwärmungspotenzial der Treibhausgase verglichen mit dem von CO2 an. Die CO2e-Emissionen aus dem Verbrauch aller direkten und indirekten Energieträger im Jahr 2019 (Scope 1 und 2) betrugen 2,6 Mio. t CO2e (2018: 2,6 Mio. t CO2e). Die Berechnungsgrundlage der Menge an CO2e bilden die Emissionsfaktoren aus dem GREENHOUSE GAS PROTOCOL.
LOGISTIKEMISSIONEN
Unser internationales Logistiknetzwerk sorgt für einen reibungslosen Ablauf in der Lieferkette und transportiert unsere Produkte termingerecht und möglichst umweltschonend zu unseren Kunden in aller Welt. Unsere globalen Transportketten werden ganzheitlich gesteuert und regelmäßig optimiert, um eine hohe Effizienz sicherzustellen. Durch lokale und nationale Initiativen trägt K+S zur Optimierung der Emissionen in der Wertschöpfungskette bei. K+S beteiligt sich an der vom BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND REAKTORSICHERHEIT (BMU) geförderten Nachhaltigkeitsinitiative WIRTSCHAFT MACHT KLIMASCHUTZ und entwickelt gemeinsam mit anderen Unternehmen konkrete Klimaschutzmaßnahmen.
Zielsetzung: Unser Ziel ist es, die mit dem Transport unserer Produkte einhergehenden Umweltauswirkungen in Form von Treibhausgasemissionen auch in Zukunft weiter zu reduzieren. Bis zum Jahr 2030 will die K+S GRUPPE die spezifischen Treibhausgasemissionen im Logistikbereich um 10 % gegenüber dem Jahr 2017 senken. Dies gilt für die Emissionen unserer ausgehenden Transporte, gemessen in Kilogramm CO2-Äquivalente pro Tonne (Tank-To-Wheel).
Logistikemissionen machen einen bedeutenden Teil der Emissionen unserer Wertschöpfungskette und den größten Anteil unserer Scope 3 Emissionen aus. Die von uns berechneten Emissionen der ausgehenden Transporte entsprechen mit 0,9 Mio. t CO2e (2018: 1,0 Mio. t CO2e) etwa der Hälfte unserer Scope 1 und 2 Emissionen. Der spezifische Wert pro Tonne lag im Jahr 2019 bei 16,3 kg CO2e/t (2018: 17,9 kg CO2e/t). Das entspricht einer Veränderung von -11,1 % zum Basisjahr 2017. Die Senkung unserer spezifischen Logistikemissionen wurde durch die veränderte Struktur unserer logistischen Warenströme verursacht und wesentlich durch externe Markt- und Umweltanforderungen beeinflusst. Auch verschiedene Maßnahmen, darunter die Erhöhung des Auslastungsgrades von Transportmitteln und Transportnetzwerkoptimierungen, haben insbesondere in unserer operativen Einheit Americas zur positiven Entwicklung der Emissionswerte beigetragen. In der operativen Einheit Europe+ konnten wir durch die Nutzung emissionsärmerer Transportmittel, so z. B. der Bahn anstelle des lkw, aber auch durch die Erhöhung des Auslastungsgrades der Transportmittel, positive Effekte erzielen.
Durch die Optimierung unseres Logistiknetzes in Europa ab 2019 wollen wir die Logistikemissionen reduzieren und die Auslastung unserer Transportfahrzeuge erhöhen. Derzeit berechnen wir die Emissionen auf Basis der DIN EN 16258. Um zukünftig auch die Auswirkungen unseres Lieferantenengagements auf dem amerikanischen Kontinent und neuer Technologien, zum Beispiel durch den Einkauf emissionsarmer Logistikdienstleistungen, abbilden zu können, planen wir langfristig die Substitution von Standardwerten durch reale Verbrauchsdaten unserer Dienstleister. Bereits heute engagieren wir uns im SMARTWAY-Programm der US-umweltschutzbehörde (US EPA). Das Programm unterstützt Unternehmen dabei, durch Messung, Benchmarking und Effizienzsteigerung im Güterverkehr die Nachhaltigkeit der Lieferkette voranzutreiben.
Geschäftsethik
K+S ist ein zuverlässiger Partner für Kunden, Lieferanten und das gesellschaftliche Umfeld. Ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln unserer Mitarbeiter ist für uns selbstverständlich und das erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern. Mit unseren strategischen Zielen und den Aktivitäten dazu leisten wir auch einen Beitrag zu den ZIELEN FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGs): Im Handlungsfeld "Compliance & Anti-Korruption" tragen wir mit dazu bei, Korruption und Bestechung zu reduzieren (SDG 16.5). Im Handlungsfeld "Nachhaltige Lieferketten" tolerieren wir z. B. keine Zwangs- oder Kinderarbeit (SDG 8.7).
,Vielfalt und Inklusion', Seite 85
,Compliance-Management', Seite 107
www.kpluss.com/geschaeftsethik
NACHHALTIGE LIEFERKETTEN
K+S fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforderungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE (Kodex) formuliert. Der Kodex verpflichtet Lieferanten zur Anerkennung und Einhaltung unserer Werte. Er basiert auf internationalen Standards wie den Grundsätzen des UN GLOBAL COMPACT, der ALLGEMEINEN ERKLÄRUNG DER MENSCHENRECHTE, den ILO-KERNARBEITSNORMEN und den LEITLINIEN FÜR MULTINATIONALE UNTERNEHMEN DER OECD. Er umfasst die Themen Menschen- und Arbeitnehmerrechte, Gesundheit und Arbeitssicherheit, Umweltaspekte und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln.
www.kpluss.com/verhaltenskodex
Zielsetzung: Die Abdeckung unseres Einkaufsvolumens durch den Kodex soll bis zum Jahr 2025 mehr als 90 % betragen. Ein weiteres Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100 % unserer "kritischen" Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben.
Im Jahr 2019 haben wir die globale Einführung des Kodex deutlich ausgeweitet. 45 % (2018: 29 %) unseres Einkaufsvolumens werden bereits davon erfasst. 23 % (2018: 15 %) unserer "kritischen" Lieferanten haben den Verhaltenskodex für Lieferanten anerkannt. Sie werden jährlich ermittelt. Berücksichtigt werden u. a. der Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) sowie die Umweltverträglichkeit der vom Lieferanten hauptsächlich gelieferten Produkte bzw. Dienstleistungen. Für den Fall des Bekanntwerdens eines Verstoßes gegen den Verhaltenskodex für Lieferanten sind klare Prozesse und Verantwortlichkeiten definiert.
Im Jahr 2020 soll "die Abdeckung durch" den Kodex ausgeweitet werden. Compliance sowie die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten sind uns bei der Auswahl all unserer Geschäftspartner wichtig. Wir arbeiten an einem Überwachungskonzept, welches sowohl Lieferanten als auch Kunden umfasst. Im Anschluss daran soll ein Konzept zur Lieferantenentwicklung aufgesetzt und eingeführt werden.
COMPLIANCE & ANTI-KORRUPTION
Compliance ist integraler Bestandteil der Unternehmenskultur bei K+S basierend auf unseren ONE K+S WERTEN. Wichtig ist uns, dass "gute Unternehmensführung" auf allen Ebenen gelebt wird. Wir verstehen darunter mehr als die Einhaltung der jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften, behördlichen Genehmigungen, vom Unternehmen anerkannter regulatorischer Standards, wie zum Beispiel unser Bekenntnis zum UN GLOBAL COMPACT, und interner Regelungen.
Wir wollen unternehmerisches Handeln innerhalb klar definierter Leitplanken fördern. Verstöße gegen Rechtsvorschriften und interne Regelungen sind weder rechtlich noch im Sinne unseres Compliance-Verständnisses akzeptabel. Hinweisen auf Verstöße gegen Rechtsvorschriften und interne Regelungen gehen wir deshalb umgehend nach und klären den Sachverhalt auf. Festgestellte Compliance-Verstöße werden unverzüglich abgestellt und, sofern erforderlich, konsequent und angemessen sanktioniert.
Jeder Mitarbeiter wird mit unseren ONE K+S WERTEN sowie den internen Regelungen vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden zielgruppenspezifische Schulungen für Mitarbeiter statt (z. B. Kartellrecht, Anti-Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Umgang mit sozialen Medien, Datenschutz, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Anti-Diskriminierung und sexuelle Belästigung).
,Compliance-Management', Seite 107
Zielsetzung: K+S verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegen Korruption und Bestechung, um die Risiken der Haftung, der Strafbarkeit, des Reputationsverlusts sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden. Wir haben die Grundsätze unseres Compliance-Management-Systems auch in unseren Nachhaltigkeitszielen verankert, mit einem Leistungsindikator versehen und mit Maßnahmen unterlegt.
Unser Ziel, Ende 2019 alle Mitarbeiter durch Kommunikationsmaßnahmen erreicht und angemessen in Compliance-Themen geschult zu haben, konnten wir erreichen (2018: 71 %, davon 100 % Kommunikation und 42 % Schulungen). Damit haben wir in 2019 mehr als 14.900 Mitarbeiter in Compliance-Themen schulen können. Langzeiterkrankte Mitarbeiter oder Mitarbeiter in Elternzeit, die nicht erreicht werden konnten, sind nicht in die Berechnung eingeflossen.
Den Wert konnten wir erreichen, da die Mitarbeiter der K+S GRUPPE eine verpflichtende Schulung absolviert haben. Über deren Einführung wurden alle Mitarbeiter durch Portalmeldungen, Beiträge in der Mitarbeiterzeitschrift sowie durch Plakate bzw. entsprechende Meldungen auf Monitoren in verschiedenen Unternehmensteilen informiert. Im Zuge der Schulung werden in einem dreijährigen Turnus verschiedene Compliance-Themen behandelt. In der ersten Periode wurde zu den Themen Geschäftsethik, Korruption und Bestechung, Interessenkonflikte und soziale Medien geschult. Ferner wurden die Mitarbeiter erneut mit den ONE K+S WERTEN vertraut gemacht und über das Globale Organisationshandbuch informiert, welches alle global gültigen internen Regelungen der K+S GRUPPE enthält. Der neu entwickelte Verhaltenskodex fasst die Kernaussagen für alle Mitarbeiter verständlich zusammen. Ergänzend wurden weitere Compliance-Trainings zur Geschäftspartner-Compliance bzw. zu "Know Your Customer" (Kenne deinen Kunden) erarbeitet und in den Trainingsplan aufgenommen.
Zudem wurde die neue weltweite Compliance-Hotline "SPEAK UP!" eingerichtet, um die Erreichbarkeit zu erhöhen und mögliche Hürden bei der Meldung von Verdachtsfällen zu verringern. Mitarbeiter haben grundsätzlich die Möglichkeit, sich Rat in Compliance-relevanten Angelegenheiten zu holen. Über unser Hinweisgebersystem "SPEAK UP!" können Mitarbeiter und Dritte mögliche bzw. tatsächliche Verstöße gegen Gesetze oder Regelungen - auch anonym - melden sowie Fragen zu Compliance-Sachverhalten stellen. Die Kontaktdaten sind auf der K+S-Website und im Portal (Intranet) oder auf Aushängen zu finden. Selbstverständlich hat niemand, der einen Sachverhalt meldet, dadurch eine Benachteiligung zu befürchten (Non-Retaliation).
,Geschäftsmodell', Seite 37
www.kpluss.com/compliance-hotline, Telefon 0561 9301-1177
E-Mail: [email protected]
Im Sinne des Stellenwerts von Compliance im Unternehmen wollen wir das hohe Niveau der Schulungen halten und kontinuierlich zu Themen kommunizieren. Die Basisschulung mit weiteren Compliance-Themen wird auch 2020 für alle Mitarbeiter verpflichtend sein. Darüber hinaus werden die zielgruppenspezifischen Schulungen intensiviert. In Ergänzung dazu arbeiten wir an einem einheitlichen Geschäftspartner-Compliance-Prozess, mit dem die vorhandenen Prozesse harmonisiert werden, und an der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die vorgelagerten und nachgelagerten Lieferketten.
,Nachhaltige Lieferkette', Seite 97
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE GOVERNANCE 1
Der Vorstand gibt gemäß §§ 289f sowie 315b HGB die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit der Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten:
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG 1
Entsprechenserklärung
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im Dezember 2019 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:
"Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 im Jahr 2019 in vollem Umfang entsprochen wurde und im Jahr 2020 in vollem Umfang entsprochen wird.
Kassel, im Dezember 2019"
Wir verfolgen das Ziel einer verantwortungsbewussten Unternehmenssteuerung und -Überwachung, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse.
Organe
Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Kompetenzen und Aufgaben dieser Organe sind im Aktiengesetz, im Mitbestimmungsgesetz, in der Satzung und in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.
HAUPTVERSAMMLUNG
Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Gesellschaft durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip).
1 Die in der Erklärung zur Unternehmensführung enthaltenen Angaben nach § 289f sowie § 315d HGB sind nach § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.
Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und diesem Weisungen erteilen oder per Briefwahl abstimmen. Dies ist auch über ein elektronisches System möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse auch im Internet.
www.kpluss.com/hv
AUFSICHTSRAT
Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt jeweils für rund fünf Jahre.
www.kpluss.com/corporategovernance
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensstrategie, die Planung, den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation sowie über besondere unternehmerische Chancen und Risiken. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Beschlussvorlagen des Vorstands und - soweit erforderlich -zu weiteren Angelegenheiten Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Der Aufsichtsrat führt im Zweijahresturnus eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Plenum wie auch in den Ausschüssen zu erhalten.
,Bericht des Aufsichtsrats', Seite 24
Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder fünf Ausschüsse gebildet:
| ― | Der Vermittlungsausschuss nimmt die in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG beschriebenen Aufgaben wahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Die vier Mitglieder des Ausschusses sind zu gleichen Teilen Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. |
| ― | Der Strategieausschuss ist zuständig für die Beratung des Vorstands bei der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie deren Prüfung und die Berichterstattung darüber an den Aufsichtsrat. Zudem bereitet der Strategieausschuss zustimmungspflichtige Entscheidungen des Aufsichtsrats vor, die Akquisitionen, Devestitionen, Investitionen, organisatorische Veränderungen oder Restrukturierungen betreffen. Der Strategieausschuss berät den Vorstand in Fragen der Unternehmensstrategie sowie bei Projekten mit strategischer Relevanz. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Strategieausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. |
| ― | Der Prüfungsausschuss nimmt die sich aus dem Aktiengesetz sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex ergebenden Aufgaben wahr. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Chancen- und Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance, der Vergabe von Aufträgen an den Abschlussprüfer der Gesellschaft sowie der Abschlussprüfung. Er erörtert auch den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen vor deren Veröffentlichung mit dem Vorstand. Herr Kölbl (unabhängiger Finanzexperte), Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verfügt aus seiner beruflichen Praxis als Finanzvorstand (CFO) der Südzucker AG über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. |
| ― | Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der langfristigen Nachfolgeplanung. Hinsichtlich der Festlegung der Gesamtvergütung für Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Vertragsangelegenheiten der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbreitet der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum Beschlussvorschläge. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. |
| ― | Der Nominierungsausschuss benennt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Aufsichtsratskandidaten. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. www.kpluss.com/corporategovernance |
Gemäß der gesetzlichen Regelung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beträgt der Mindestanteil an Frauen und Männern im Aufsichtsrat jeweils 30 %. Dem Aufsichtsrat gehören zurzeit zwei Vertreterinnen der Anteilseigner und zwei Vertreterinnen der Arbeitnehmer an.
KOMPETENZPROFIL UND DIVERSITÄT
Ziel der Besetzung des Aufsichtsrats ist, ein Kompetenzprofil und die Diversität der Gremiumsmitglieder sicherzustellen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlich ist.
Der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Berichtsjahr darin gefolgt, dass der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann. Die Hauptversammlung ist an diese Wahlvorschläge nicht gebunden, eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht dem Aufsichtsrat als Gesellschaftsorgan nicht zu.
Im Jahr 2017 hat der Nominierungsausschuss unter professioneller Begleitung eines Vergütungsexperten eine Kompetenzanalyse des Aufsichtsrats durchgeführt. Im Zuge dieser Analyse wurden alle Anteilseignervertreter bezüglich des Soll- und Ist-Profils befragt. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass die Leistung des Gremiums als Ganzes wesentlich von der Vielfalt im Expertenmix, der Qualifikation, Integrität und Unabhängigkeit abhängt. Die Kultur sollte von Professionalität und Wertschätzung geprägt sein. Vor diesem Hintergrund umfasst das Anforderungsprofil insbesondere die nachfolgenden Aspekte:
| ― | Die Mitglieder sollen über Kenntnisse bezüglich der Branche, Produktsegmenten, Produktion und relevanter Technologien verfügen. |
| ― | Kenntnisse über internationale und für K+S relevante Märkte sollten vorhanden sein. |
| ― | Erfahrung in der strategischen Führung eines Unternehmens ist eine wesentliche Anforderung. |
| ― | Eine angemessene Anzahl von Mitgliedern sollte über Finanzkompetenz, insbesondere hinsichtlich Rechnungslegung und Bilanzprüfung, verfügen. |
| ― | Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören. |
| ― | Kenntnisse in den Bereichen Recht, Compliance, HR inkl. Mitbestimmungsrecht sowie Restrukturierungs- und Krisenmanagement sollten in angemessenem Umfang vorhanden sein. |
Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein.
Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die vorstehenden Zielsetzungen mit seiner aktuellen Zusammensetzung erfüllt sind.
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2019 (STAND DER ANGABEN ZU WEITEREN AUFSICHTSRATSMANDATEN UND KONTROLLGREMIEN: 31. DEZEMBER 2019)
Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (Jahrgang 1955), Diplom-Biologe, Aufsichtsratsvorsitzender
Anteilseignervertreter
Unternehmer (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen (heute: BASF SE, Ludwigshafen))
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 12. Mai 2015
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | Karlsruher Institut für Technologie (kit), Karlsruhe (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) (bis 31. August 2019) |
weitere Kontrollgremien:
| ― | C.H. Boehringer Sohn AG & CO. KG, Ingelheim (Mitglied im Beraterkreis) |
Ralf Becker (Jahrgang 1965), Gewerkschaftssekretär
Stellv. Vorsitzender
Arbeitnehmervertreter
Landesbezirksleiter Nord der ig Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 1. August 2009
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover (stellv. Vorsitzender) |
| ― | Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg |
| ― | Deutsche Shell GmbH, Hamburg |
| ― | Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg |
Petra Adolph (Jahrgang 1964), Master in Politik- und Literaturwissenschaften
Arbeitnehmervertreterin
Vorstandssekretärin (Bereich Mitbestimmung/Recht/Gesundheitsschutz), IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | CEWE Stiftung & CO. KGaA, Oldenburg |
Andre Bahn (Jahrgang 1968), Elektromonteur
Arbeitnehmervertreter
Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
Jella Benner-Heinacher (Jahrgang 1960), Juristin
Anteilseignervertreterin
Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V., Düsseldorf
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Kontrollgremien:
| ― | A.S. Creation Tapeten AG, Gummersbach (stellv. Vorsitzende) |
Peter Bleckmann (Jahrgang 1962), Kfz-Mechaniker
Arbeitnehmervertreter
Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Betriebsratsvorsitzender des Werks Borth, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, HANNOVER)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
Philip Freiherr von dem Bussche (Jahrgang 1950), Diplom-Kaufmann
Anteilseignervertreter
Unternehmer/Landwirt
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 12. Mai 2015
weitere Kontrollgremien:
| ― | Bernard Krone Holding SE & CO. KG, Spelle (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 31. Dezember 2019; ab 1. Januar 2020 ordentliches Mitglied) |
| ― | DF World of Spices GmbH, Dissen (Mitglied des Beirats) |
| ― | Grimme GmbH & CO. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats) |
George Cardona (Jahrgang 1951), Ökonom
Anteilseignervertreter
Ökonom
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 9. Oktober 2009
weitere Kontrollgremien:
| ― | Board der Banque Havilland (Monaco) S.A.M., Monaco (Chairman, seit 5. Oktober 2019) |
Dr. Elke Eller (Jahrgang 1962), Diplom-Volkswirtin
Anteilseignervertreterin
Mitglied des Vorstands der TUI Aktiengesellschaft, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
weitere Aufsichtsratsmandate:
Konzerngesellschaften der TUI Group
| ― | TUI Deutschland GmbH, Hannover |
| ― | TUlfly GmbH, Langenhagen weitere Kontrollgremien: |
Konzerngesellschaften der TUI Group
| ― | TUI Belgium N.V., Oostende/Belgien |
| ― | TUI Nederland N.V., Rijswijk/Niederlande |
Gerd Grimmig (Jahrgang 1953), Diplom-Bergingenieur
Anteilseignervertreter
Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
Axel Hartmann (Jahrgang 1958), Einzelhandelskaufmann
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 14. Mai 2013
Michael Knackmuß (Jahrgang 1975), Kfz-Schlosser
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 11. Juli 2014
Thomas Kölbl (Jahrgang 1962), Diplom-Kaufmann
Anteilseignervertreter
Finanzvorstand der Südzucker AG, Mannheim
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2022
Erstbestellung: 10. Mai 2017
weitere Aufsichtsratsmandate:
Konzerngesellschaften der Südzucker Group
| ― | CropEnergies AG, Mannheim (stellv. Vorsitzender) |
weitere Kontrollgremien:
Konzerngesellschaften der Südzucker Group
| ― | AGRANA Stärke GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― | AGRANA Zucker GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― | ed&f man Holdings Limited, London/Großbritannien (Mitglied des Board of Directors (non-executive)) |
| ― | Freiberger Holding GmbH, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― | PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland/ Niederlande (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| ― | Raffi nerie Tirlemontoise S. A., Brüssel/Belgien (Mitglied des Conseil d'Administration) |
| ― | Saint Louis Sucre S. A. S., Paris/Frankreich (Mitglied des Comite de Supervision) (bis 31. Juli 2019) |
| ― | Südzucker Polska S. A., Wrocfaw/Polen (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― | Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender des Beirats) |
Gerd Kübler (Jahrgang 1967), Diplom-Ingenieur
Arbeitnehmervertreter
Leiter Mining, K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 1. Januar 2016
Nevin McDougall (Jahrgang 1967), Master of Agriculture (Agrarökonomie & Business)
Anteilseignervertreter
Selbständiger Berater/Unternehmer, NLM Management Inc., London, Kanada
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
weitere Kontrollgremien:
| ― | Board Member der BioEnterprise Corporation (non-profit Canadian company) |
Anke Roehr (Jahrgang 1964), Industriekauffrau
Arbeitnehmervertreterin
Vorsitzende des Betriebsrats des Standorts Hannover, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover)
Mitarbeiterin im Kundensegment Communities, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 1. April 2016
www.kpluss.com/aufsichtsrat
AUFSICHTSRATSAUSSCHÜSSE
VERMITTLUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) |
| ― | Ralf Becker |
| ― | Axel Hartmann |
| ― | Thomas Kölbl |
STRATEGIEAUSSCHUSS
| ― | Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) |
| ― | Andre Bahn (seit 3. Dezember 2019) |
| ― | Ralf Becker |
| ― | Philip Freiherr von dem Bussche |
PRÜFUNGSAUSSCHUSS
| ― | Th omas Kölbl (Vorsitzender) |
| ― | Petra Adolph |
| ― | Ralf Becker |
| ― | Jella Benner-Heinacher |
| ― | Axel Hartmann |
| ― | Dr. Andreas Kreimeyer |
PERSONALAUSSCHUSS
| ― | Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) |
| ― | Ralf Becker |
| ― | Dr. Elke Eller |
| ― | Michael Knackmuß |
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) |
| ― | Jella Benner-Heinacher |
| ― | Philip Freiherr von dem Bussche |
| ― | George Cardona |
VORSTAND
Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten.
Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Zusammenarbeit seiner Mitglieder, die Geschäftsverteilung sowie die gegenseitige Vertretung. Maßnahmen, die auch andere Verantwortungsbereiche betreffen oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen ggf. dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen.
www.kpluss.com/statuten
BESETZUNG DES VORSTANDS, ANFORDERUNGSPROFIL UND DIVERSITÄT
Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die genaue Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 51. Dezember 2019 bestand der Vorstand aus drei männlichen Mitgliedern.
Kriterien bei der Besetzung von Vorstandspositionen sind die fachliche Eignung für die Leitung des jeweiligen Ressorts, nachgewiesene Leistungen auf dem bisherigen Berufsweg sowie eine ausgeprägte Führungskompetenz. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass Vielfalt auch im Vorstand wichtig ist. So sollte der Vorstand aus Personen bestehen, die sich in Bezug auf Berufs- und Lebenserfahrung ergänzen sowie unterschiedlichen Alters sind. Darüber hinaus sollte mindestens ein Vorstandsmitglied über ausgeprägte internationale Erfahrung verfügen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 14. Mai 2019 im Hinblick auf die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen eine neue Zielgröße von 25 % festgelegt. Diese soll bis zum 51. Dezember 2025 erreicht werden.
MITGLIEDER DES VORSTANDS
(Stand der Angaben zu Zuständigkeiten und Mandaten, sofern nicht anders ausgewiesen: 31. Dezember 2019)
Dr. Burkhard Lohr (Jahrgang 1963), Diplom-Kaufmann, Vorsitzender, Arbeitsdirektor
| ― | Operative Einheit Europe + |
| ― | CO mmunications & Brands |
| ― | Corporate Board Office, Corporate Secretary |
| ― | Environmental & Regulatory Affairs |
| ― | Health, Safety, Management Systems & Sustainability |
| ― | H uman Resources |
| ― | Investor Relations |
| ― | Legal & GRC |
| ― | Legal Europe |
| ― | Strategy & Development |
Mandat bis 31. Mai 2025
Erstbestellung: 1. Juni 2012
Aufsichtsratsmandate:
| ― | K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH (Vorsitzender), Kassel 1 (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel) |
Thorsten Boeckers (Jahrgang 1975), Bankkaufmann, Finanzvorstand
| ― | Controlling |
| ― | Finance & Accounting |
| ― | Innovation & Digitalization (seit 1. Februar 2020) |
| ― | Insurance |
| ― | Internal Auditing |
| ― | IT |
| ― | Procurement |
| ― | Tax |
| ― | Einheiten des Chief Financial Officers der operativen Einheiten Americas sowie Europe+ und für alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind |
Mandat bis 11. Mai 2025
Erstbestellung: 12. Mai 2017
Aufsichtsratsmandate:
| ― | K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel 1 (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel) |
Mark Roberts (Jahrgang 1963), Bachelor of Science
(Marketing)
| ― | Operative Einheit Americas |
| ― | Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence mit den Untereinheiten Agriculture, Consumers, Industry, Communities, Supply Chain Management Excellence |
| ― | Operations and Technical Excellence Center |
Mandat bis 30. September 2023
Erstbestellung: 1. Oktober 2012
www.kpluss.com/vorstand;
www.kpluss.com/corporategovernance
1 Konzernmandat.
VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird im Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts ausgewiesen und kann auch auf der Website der Gesellschaft eingesehen werden.
,Vergütungsbericht', Seite 142
www.kpluss.com/corporategovernance
ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Beschäftigungssituation sowie der besonderen unternehmerischen Risiken und Chancen. Darüber hinaus steht der Aufsichtsratsvorsitzende über alle wichtigen Themen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; Näheres regelt § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats.
www.kpluss.com/statuten
INTERESSENKONFLIKTE
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.
VERMÖGENSSCHADEN-HAFTPFLICHTVERSICHERUNG (D&O)
Es besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung u. a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung. Die D&Q-Versicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung.
AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS
Nach Artikel 19 Marktmissbrauchsverordnung haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offenzulegen.
Im Jahr 2019 haben wir für den Aufsichtsrat und für den Vorstand folgende Directors'-Dealings-Meldungen veröffentlicht: B.62
www.kpluss.com/directorsdealings
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2019 zusammen einen Anteil von weniger als 1 % der Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bzw. sich darauf beziehender Finanzinstrumente.
ZIELGRÖSSEN 1. UND 2. EBENE UNTERHALB DES VORSTANDS
Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir Zielgrößen für den Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bis 31. Dezember 2021 festgelegt. Obwohl wir in der ersten Ebene unterhalb des Vorstands den Frauenanteil um knapp einen Prozentpunkt steigern konnten, konnte per 31. Dezember 2019 die Zielgröße von 13 % noch nicht erreicht werden. Aufgrund eines leichten Rückgangs der Gesamtzahl der Führungsfunktionen auf dieser Führungsebene beträgt der Anteil von Frauen zum Stichtag 9 % (2018: 8 %). Erfreulicherweise konnte auf der zweiten Ebene unterhalb des Vorstands die Zielgröße von 11 % mit etwas mehr als 15 % per 31. Dezember 2019 übertroffen werden (2018: 22 %). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist auf einen Anstieg der Gesamtzahl der Führungsfunktionen zurückzuführen.
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 87
DIRECTORS' DEALINGS VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSMITGLIEDER
B. 62
scroll
| Datum | Transaktion | ISIN | Betrag | |
|---|---|---|---|---|
| Thorsten Boeckers | 26.08.2019 | Kauf Aktie | DE000KSAG888 | 35.625,00 € |
| Dr. Andreas Kreimeyer | 26.08.2019 | Kauf Aktie | DE000KSAG888 | 71.345,37 € |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 26.08.2019 | Kauf Aktie | DE000KSAG888 | 93.206,82 € |
GOVERNANCE
Jede organisatorische Einheit der K+S GRUPPE ist verpflichtet, unter Beachtung der Regelungen übergeordneter Einheiten die zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Steuerung und Überwachung notwendigen konkretisierenden Regelungen für ihren Verantwortungsbereich zu erlassen.
Die Inhalte von (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen sowie regulatorischen Standards (= Regelwerke Dritter, zu deren Beachtung und Umsetzung sich die K+S GRUPPE oder Teile davon verpflichtet haben) stehen internen Regelungen gleich; dies gilt u. a. für den Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit Vorstand und Aufsichtsrat nicht gemeinsam Abweichungen von dessen Empfehlungen oder Anregungen beschlossen haben.
ONE K+S Werte
Im zweiten Halbjahr 2019 wurde das neue globale Werteprogramm fertiggestellt: die ONE K+S Werte. Dieser unternehmensweite Wertekatalog unterstützt dabei, die Unternehmenskultur und das Verhalten am Arbeitsplatz weltweit aufeinander abzustimmen. Dies ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu "One Company" - ONE K+S. Die Identifikation der K+S GRUPPE mit gemeinsamen Werten ermöglicht den Aufbau einer stärkeren Unternehmenskultur:
| ― | sicher & nachhaltig: Wir setzen Arbeitssicherheit an erste Stelle und handeln stets nachhaltig |
| ― | partnerschaftlich: Wir gehen vertrauens- und respektvoll miteinander um und unterstützen uns gegenseitig |
| ― | unternehmerisch: Wir sind Unternehmer und nehmen Herausforderungen mutig an |
| ― | agil: Wir arbeiten in schlanken und flexiblen Strukturen |
| ― | innovativ: Wir fördern Innovation und sind veränderungsbereit |
| ― | optimistisch: Wir glauben an den Erfolg von K+S |
www.kpluss.com/werte
VERHALTENSKODEX
Basierend auf dem Globalen Organisationshandbuch für die K+S GRUPPE sowie den ONE K+S WERTEN hat sich die K+S GRUPPE einen Verhaltenskodex gegeben.
Dieser gibt Orientierung, um bei der täglichen Arbeit gute Entscheidungen zu treffen. Als ONE K+S ist es wichtig, überall auf der Welt respektvoll miteinander umzugehen und das Handeln an den ONE K+S WERTEN auszurichten. Die Zusammenarbeit ist wichtig, um einen gemeinsamen hohen ethischen Standard für die Art und Weise zu setzen, wie die Geschäfte bei K+S und darüber hinaus geführt werden.
www.kpluss.com/verhaltenskodex
Nachfolgend werden zunächst die sowohl für die Steuerungs- als auch die Überwachungskomponente des Systems maßgeblichen Teilsysteme Governance, Compliance-Management, Risiko- und Chancenmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement dargestellt. Diese ergänzen sich wechselseitig und überschneiden sich teilweise. Anschließend werden Steuerung und Überwachung erläutert.
COMPLIANCE-MANAGEMENT
Mit unserem Compliance-Management-System sorgen wir dafür, dass das jeweils geltende Recht sowie unsere internen und diesen gleich stehende Regelungen gruppenweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Strafbarkeits- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden.
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 97
www.kpluss.com/compliance
Das Risiko von Compliance-Verstößen einschließlich Korruptionsrisiken wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses bei K+S berücksichtigt. Durch regelmäßige Prüfungen der Einheit Internal Audit zu Compliance-Themen können ebenfalls Compliance-Risiken identifiziert werden.
,Risiko- und Chancenbericht', Seite 130
Der Vorstand hat den Leiter der Einheit "Legal & GRC" mit der Funktion des Chief Compliance Officers (CCO) und der Aufgabe betraut, für ein effektives und gesetzeskonformes Compliance-Management-System in der K+S GRUPPE Sorge zu tragen. Er berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und leitet den globalen Ausschuss Governance, Risk und Compliance (GRC-Ausschuss), dem die Compliance-Beauftragten der operativen Einheiten sowie die Leiter Compliance-relevanter Zentralfunktionen der Gesellschaft angehören (z. B. interne Revision, Recht, Personal). Der GRC-Ausschuss hat u. a. zur Aufgabe, allgemeine Themen des Compliance-Managements zu beraten und gruppenweit abzustimmen sowie die generelle Eignung des Compliance-Management-Systems regelmäßig zu analysieren und bei erkanntem Handlungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen. Der Vorstand berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT regelmäßig über das Compliance-Management-System.
Der CCO erhält bis zum Ende des ersten Quartals eines jeden Jahres eine Vollständigkeitsmeldung über gemeldete Compliance-Vorfälle aus der gesamten Organisation. Auch 2019 hatten wir keine Korruptionsvorfälle und mussten keine Strafzahlungen tätigen.
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 97
RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT
Das Risiko- und Chancenmanagementsystem verfolgt das Ziel, in der gesamten K+S GRUPPE Risiken und Chancen rechtzeitig zu identifizieren, deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sowie etwaige nichtfinanzielle Auswirkungen zu bewerten, Maßnahmen zur Vermeidung/Verminderung der Risiken bzw. zur Nutzung der Chancen zu ergreifen und dadurch den nachhaltigen Unternehmenserfolg zu unterstützen. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne und externe Berichterstattung über Risiken und Chancen sichergestellt werden. Insoweit gelten folgende Grundsätze:
| ― | Unternehmerisches Handeln ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Ziel ist es, die sich bietenden Chancen zu nutzen und dabei nur solche Risiken einzugehen, die zur Erschließung von Ertragspotenzialen unvermeidbar sind. |
| ― | Keine Handlung oder Entscheidung darf ein Risiko nach sich ziehen, das vorhersehbar zu einer Bestandsgefährdung führen kann. |
Das Kapitel Risiko- und Chancenmanagement im Globalen Organisationshandbuch regelt die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten sowie den Risiko- und Chancenmanagementprozess selbst und definiert die Anforderungen an die Risiko- und Chancenberichterstattung.
Der GRC-Ausschuss hat die Aufgabe, allgemeine Themen des Risiko- und Chancenmanagements zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Weiterhin soll er die generelle Eignung des Risiko- und Chancenmanagementsystems regelmäßig analysieren und bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aussprechen.
Eine detaillierte Beschreibung des Prozesses zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken und Chancen, eine Darstellung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente (IFRS 7) sowie der bedeutenden Risiken und Chancen finden sich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 119.
,Risiko- und Chancenbericht', Seite 119
NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT 1
Das unternehmerische Handeln der K+S GRUPPE ist auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet. Um auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sind auch ökologische und soziale Aspekte angemessen zu berücksichtigen; daher sind sie integraler Bestandteil unserer Strategie.
,Unternehmensstrategie', Seite 58
Die strategische Zielsetzung der K+S GRUPPE in Nachhaltigkeitsbelangen wird durch den Vorstand verantwortet. Je ein Vorstandsmitglied ist Sponsor der vom Vorstand beschlossenen Nachhaltigkeitsziele. Der Vorstand wird regelmäßig über die Entwicklung der zentralen nichtfinanziellen Indikatoren unterrichtet. Etwaige nichtfinanzielle Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements identifiziert und bewertet.
1 Dieser Abschnitt ist Teil der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289b-289e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der Abschlussprüfung ist.
scroll
| Nachhaltigkeitsziele | Verantwortliches Vorstandsmitglied (Sponsor) |
|---|---|
| Gesundheit & Arbeitssicherheit | Mark Roberts, Mitglied des Vorstands 2 |
| Vielfalt & Inklusion | Mark Roberts, Mitglied des Vorstands 2 |
| Menschenrechte | Mark Roberts, Mitglied des Vorstands 2 |
| Wasser | Dr. Burkhard Lohr, CEO |
| Abfall | Dr. Burkhard Lohr, CEO |
| Energie & Klima | Mark Roberts, Mitglied des Vorstands 2 |
| Nachhaltige Lieferketten | Thorsten Boeckers, CFO |
| Compliance & Anti-Korruption | Thorsten Boeckers, CFO |
2 Mark Roberts fungierte bis Dezember 2019 als COO.
Das Nachhaltigkeitsmanagement der K+S GRUPPE ist im Bereich "Health, Safety, Management Systems & Sustainability" verortet. Dessen Leiter berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und sitzt dem Nachhaltigkeitsausschuss vor. Aufgabe der Einheit ist es, effektive Strukturen zur Erfassung und Bearbeitung von Nachhaltigkeitsthemen in der K+S GRUPPE zu schaffen. Zudem erfasst, analysiert und priorisiert die Einheit Nachhaltigkeitsanforderungen von bzw. an die K+S GRUPPE. Sie erarbeitet Vorschläge an den Vorstand für die strategische Ausrichtung zu Nachhaltigkeitsthemen und berichtet entsprechende Leistungsindikatoren. Die Einheit verantwortet darüber hinaus die externe Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Der zentrale Nachhaltigkeitsausschuss hat die Aufgabe, Nachhaltigkeitsthemen zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Er analysiert regelmäßig die generelle Eignung des Nachhaltigkeitsmanagementsystems und spricht bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aus. Im Jahr 2019 ist der Ausschuss dreimal zusammengekommen, um die Umsetzung des K+S-Nachhaltigkeitsprogramms 2050 zu verfolgen sowie konkrete Maßnahmen und Programme zu diskutieren. Für eine ganzheitliche Steuerung von Nachhaltigkeitsthemen hat der Ausschuss grundlegende Nachhaltigkeits-Governance-Prozesse beschlossen. Zudem erfolgte die Abstimmung von umfassenden Kommunikationsmaßnahmen und Mitarbeiterengagement mittels verschiedener Kommunikationskanäle und Informationen zu aktuellen Trendthemen und politischen Entwicklungen.
Die Führungskräfte der zentralen Facheinheiten sind eng in den Strategieprozess zu Nachhaltigkeitsthemen einbezogen und entwickeln in Kooperation mit den operativen Einheiten Maßnahmen zur Umsetzung der Zielvorgaben. Quartalsweise berichten sie den Fortschritt der Zielerreichung über das Nachhaltigkeitsmanagement an den Vorstand.
,Unternehmenssteuerung und -überwachung', Seite 111
UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG
Der Sollzustand eines effektiven und gesetzeskonformen Systems zur Unternehmenssteuerung und -überwachung (internes Kontrollsystem im weiteren Sinne) in der K+S GRUPPE ist in Ergänzung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben in dem Kapitel "Unternehmenssteuerung und -überwachung" des Globalen Organisationshandbuches definiert. Darin ist auch festgelegt, mit welchen regulatorischen und organisatorischen Maßnahmen dieser Sollzustand zu erreichen bzw. aufrechtzuerhalten ist. Mit diesem System sollen:
| ― | die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu zählt auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
| ― | eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, |
| ― | die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| ― | die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Rechtsvorschriften sichergestellt werden. |
Die Ausgestaltung des Steuerungs- und Überwachungssystems im Einzelnen ist in ergänzenden internen Regelungen festgelegt, für deren Erarbeitung und Kommunikation einheitliche Standards vereinbart sind.
Die Einheit "Legal & GRC", deren Leiter dem Vorstandsvorsitzenden direkt berichtet, ist dafür verantwortlich, auf Gruppenebene die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines gleichermaßen effektiven wie gesetzeskonformen Unternehmenssteuerungs- und -überwachungssystems zu koordinieren.
Aufgabe des zentralen Ausschusses Governance, Risk, Compliance (GRC) ist es, die generelle Eignung des Steuerungs- und Überwachungssystems regelmäßig zu analysieren und bei erkannten Schwachstellen gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen.
STEUERUNG
Rahmenvorgaben und generelle Zielsetzungen für die Steuerung der K+S GRUPPE ergeben sich aus Mission und Vision, welche im Kapitel "Unternehmensstrategie" auf Seite 49 beschrieben sind.
Der Vorstand hat die Gruppenstrategie als Basis zur Erfüllung unserer Mission festgelegt. Zu deren Umsetzung werden auf der Grundlage eines regelmäßigen Dialogs des Vorstands mit den Leitern der ihm direkt unterstellten Zentralfunktionen sowie dem Management der operativen Einheiten Teilziele und -strategien, Prozesse und Maßnahmen festgelegt, die wiederum in einem kaskadierenden Prozess auf die jeweils nachgeordneten organisatorischen Ebenen heruntergebrochen werden. Deren jeweils relevanter Inhalt wird durch die Vorgesetzten an die betroffenen Mitarbeiter kommuniziert.
Die Qualität der Definition von Zielen ist entscheidend für ihre Erreichbarkeit und Überprüfbarkeit. Daher müssen sie spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sein und dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Zielen stehen.
Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen bedürfen der Zustimmung des Gesamtvorstands bzw. des für die betroffene Funktion/ Einheit zuständigen Vorstandsmitglieds.
Maßgebliche Steuerungsinstrumente sind die Mittelfristplanung, die Jahresplanung sowie die monatliche Hochschätzung. Die Mittelfristplanung der K+S GRUPPE umfasst einen Planungszeitraum von drei Jahren und setzt sich aus der Jahresplanung des kommenden Geschäftsjahres und der Planung der beiden Folgejahre zusammen. Hierbei werden in zahlreichen Teilprozessen und unter zentraler Vorgabe der wichtigsten Planungsprämissen wesentliche Kennzahlen durch die operativen Einheiten und Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT geplant. Das Controlling fasst die Mittelfristplanungen zur konsolidierten operativen Planung sowie zur Personal-, Investitions- und Finanzplanung der K+S GRUPPE zusammen und erläutert diese dem Vorstand. Nach erfolgter Billigung legt der Vorstand die Jahresplanung dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vor und erläutert die Planung der beiden Folgejahre. Nach Aufstellung des Konzernabschlusses erhalten Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen eines Plan-Ist-Vergleichs einen Überblick über die wesentlichen Abweichungen zur Jahresplanung des abgelaufenen Geschäftsjahres der K+S GRUPPE.
Die monatliche Hochschätzung setzt auf der genehmigten Jahresplanung auf. Hierbei werden in der Regel monatlich alle wichtigen Kennzahlen, wie z. B. Umsatz, Ergebnis, Finanzlage und Investitionen für das laufende Geschäftsjahr, von den in den Konzernabschluss einzubeziehenden Einheiten hochgeschätzt und vom Controlling konsolidiert. Dabei fließen sukzessive die vorliegenden Ist-Werte und neue Erkenntnisse über die Geschäftsentwicklung in die Hochschätzung ein. Wesentliche Prämissen werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Abweichungen werden im Rahmen der monatlichen Hochschätzung analysiert und bewertet und dienen der Steuerung des operativen Geschäfts. Vorstand und Aufsichtsrat wird die konsolidierte monatliche Hochschätzung der K+S GRUPPE in schriftlicher und mündlicher Form erläutert.
Im Rahmen unserer Strategie SHAPING 2030 wurden die bisherigen Planungs- und Hochschätzungsprozesse auf den Prüfstand gestellt, um mögliche Effizienzverbesserungen aufzudecken. Ab dem Geschäftsjahr 2020 werden die neu ausgestalteten Prozesse implementiert. Während bei der Mittelfristplanung eine stärkere Verzahnung mit der strategischen Planung sowie ein verkürzter Zeitrahmen für die Erstellung der Planung im Vordergrund stehen, wird die unterjährig aktualisierte Hochschätzung wesentlicher Finanzkennzahlen in einem schlankeren Prozess erfolgen.
FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLEN
Die Steuerung der Aktivitäten erfolgt anhand der folgenden wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen, bei denen es sich um die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Sinne des Deutschen Rechnungslegungs-Standards (DRS) 20 handelt:
| ― | EBITDA 1 (K+S GRUPPE, operative Einheiten) |
| ― | Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt (K+S GRUPPE) |
| ― | Investitionen (K+S GRUPPE) |
| ― | Bereinigter Freier Cashflow 2 (K+S GRUPPE) |
| ― | Return on Capital Employed (ROCE) 3 (K+S GRUPPE) |
| ― | Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA 1 (K+S GRUPPE) ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 246 ,Glossar', Seite 248 |
1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Die Berechnung der Kennzahl "EBITDA" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 61.
2 Die Berechnung der Kennzahl "Bereinigter Freier Cashflow" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 67.
3 Die Berechnung der Kennzahl "ROCE" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 64.
Seit dem Geschäftsjahr 2018 steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße EBITDA 1 . Eine Herleitung findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 61. Auch das sogenannte Short Term Incentive (STI) als variable Komponente der Vergütung von Vorstand und Mitarbeitern basiert seit Jahresbeginn 2018 auf einem Vergleich des geplanten mit dem tatsächlich erreichten EBITDA 1 der K+S GRUPPE. Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie SHAPING 2030 haben wir die EBITDA 1 -Ambition für das Jahr 2030 formuliert und als langfristige Wertperspektive für die Gruppe veröffentlicht. Dies unterstreicht die Bedeutung, die wir dem EBITDA 1 als vorrangige Steuerungsgröße beimessen.
Nachdem der Aufbau unserer kanadischen Produktionsstätte in Bethune als größtes Investitionsprojekt in der K+S-Unternehmensgeschichte erfolgreich abgeschlossen wurde, konzentrieren wir uns nun auch auf die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße bereinigter freier Cashflow einschließlich der hier einfließenden auszahlungswirksamen Investitionen. Eine Herleitung der beiden Größen findet sich im Wirtschaftsbericht auf den Seiten 66 und 67. Damit forcieren wir das Ziel der Reduzierung des Verschuldungsgrades (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA 1). Die Herleitung der Nettofinanzverbindlichkeiten findet sich auf Seite 69 des Wirtschaftsberichts. Die Leistungsindikatoren Investitionen und Nettofinanzverbindlichkeiten / EBITDA sind seit dem Geschäftsjahr 2019 bedeutsamste finanzielle Leistungsdikatoren.
,Vergütungsbericht', Seite 142
Zur Überprüfung der finanziellen Zielsetzung nutzen wir zudem die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE 3), deren Relevanz im Rahmen der Kommunikation zu SHAPING 2030 nochmals betont wurde. Die Herleitung findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 67. Aus dem ROCE 3 leiten wir mithilfe des gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab, der Eingang in die variable Vergütung von Vorstand und teilnahmeberechtigten Mitarbeitern findet. Auch die Kennzahl Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt, als Basis für die Dividendenvorschläge, ist wesentlich für die Steuerung des Unternehmens. Die Herleitung findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 63.
Der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf auf Seite 59 beinhaltet u. a. die genannten Steuerungskennzahlen.
Eine Darstellung und Beschreibung der Entwicklung der Ertragskennzahlen in den letzten fünf Jahren findet sich im Kapitel Ertragslage' auf Seite 63 und des Cashflows im Kapitel ,Finanzlage' auf Seite 71.
NICHTFINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLEN
Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements werden Anforderungen der bzw. an die K+S GRUPPE erfasst, analysiert und priorisiert, um spezifische Nachhaltigkeitsziele für Teilbereiche (Standorte, Gesellschaften, operative Einheiten etc.) festzulegen. So wurden für die K+S GRUPPE in 2018 Leistungsindikatoren und Zielwerte im Nachhaltigkeitsmanagement festgelegt. Ab dem Geschäftsjahr 2020 steuern wir das Unternehmen auch über die folgenden nichtfinanziellen Indikatoren. Diese bilden ab 2020 die Grundlage für einen Teil des Long Term Incentives (LTI) als variable Komponente der Vergütung des Vorstands. Sie sind die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Sinne des drs 20.
| ― | Lost Time Incident Rate (LTI-Rate) |
| ― | Salzhaltige Prozesswässer |
| ― | Nachhaltige Lieferketten, konkretisiert durch die Leistungsindikatoren "Anteil von kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben" und "Rate der Anerkennung des Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE" |
Die sogenannte LTI-Rate misst Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit bezogen auf eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Salzhaltiges Prozesswasser ist das in den bergbaulichen Aufbereitungsprozessen der Kaliproduktion entstehende salzhaltige Wasser, das nicht mehr weiter in den Aufbereitungsprozessen eingesetzt, anderweitig verwendet oder als Produkt verkauft werden kann und für das somit eine Entsorgungsnotwendigkeit besteht. Dies ist der zweite bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikator. Der "Anteil von kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben", in Prozent sowie die "Rate der Anerkennung des Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE" bezogen auf das Einkaufsvolumen in Prozent sind die Unterziele der dritten Steuerungsgröße "Nachhaltige Lieferketten". Eine detaillierte Beschreibung findet sich im Vergütungsbericht auf den Seiten 143 und 144.
,Nachhaltigkeitsprogramm', Seite 51
,Vergütungsbericht', Seite 142
Weitere für die K+S GRUPPE relevante finanzielle sowie nichtfinanzielle Kennzahlen sind die Umsatzerlöse, Absatzmengen, Durchschnittserlöse sowie die Zahl der Mitarbeiter. All diese Kennzahlen werden jedoch nicht als bedeutsamste finanzielle bzw. nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des drs 20 betrachtet.
ÜBERWACHUNG
Das Überwachungssystem soll die Erreichung der im Rahmen des Steuerungssystems entwickelten Vorgaben des Managements sowie die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen (internes Kontrollsystem im engeren Sinne) sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen.
Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen: Das für einen internen Prozess verantwortliche Management hat die für die gesetzeskonforme und den internen Regelungen entsprechende Zielerreichung bestehenden Risiken zu identifizieren und zu analysieren. In Abhängigkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos sind vorgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch welche der Eintritt des Risikos verhindert werden soll. Ferner sind nachgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch die aufgetretene Fehler/realisierte Risiken möglichst umgehend aufgedeckt werden sollen mit dem Ziel, entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen zu treffen. Abhängig von der Wesentlichkeit des jeweiligen Prozesses und seiner Risiken sind die durchgeführte Risikoanalyse, die festgelegten Kontrollen sowie die ausgeführten Maßnahmen zu dokumentieren.
Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen werden von der internen Revision durchgeführt. Über diese Prüfungen werden Berichte mit zusammengefassten Prüfungsergebnissen erstellt und dem jeweils verantwortlichen Management vorgelegt, um dieses bei der Beurteilung der generellen Eignung und tatsächlichen Wirksamkeit des Steuerungs- und Überwachungssystems zu unterstützen. Regelmäßig überprüft werden z. B. die Funktionsfähigkeit des Risiko- und Chancenmanagementsystems und des Compliance-Management-Systems.
Extern erfolgen prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen u. a. im Zusammenhang mit den Abschlussprüfungen sowie in Form von IT-Penetrationstests.
KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (§ 289 ABS. 4 BZW. § 315 ABS. 4 HGB)/ ABSCHLUSSPRÜFUNG
Für den Konzernabschluss der Gesellschaft werden die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS angewendet. Die Regelungen für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach IFRS geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor.
Zusätzlich stellen wir detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch eine interne Regelung in den Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Einzelabschlüsse der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und deren inländische Tochtergesellschaften nach den deutschen handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in Buchungsanweisungen dokumentiert. Alle Mitarbeiter werden ihren Aufgaben entsprechend ausgebildet und insbesondere bezüglich Änderungen in den Vorschriften oder den Prozessen regelmäßig geschult.
Wir verfügen über eine gruppenweite IT-Plattform für alle wesentlichen Gesellschaften, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und standardisierte maschinelle Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen und Kontrollmechanismen. Bilanzielle Bewertungen, wie z. B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, werden diese von externen Gutachtern durchgeführt.
Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten über eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt.
Außer durch die bestehende interne Überwachung werden die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss von unabhängigen Abschlussprüfern geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision. Darüber hinaus prüft der unabhängige Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems.
Die Abschlussprüfung für das Jahr 2019 wurde von der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, HANNOVER, durchgeführt. Sie bzw. ihre Vorgängergesellschaften führen die Abschlussprüfungen seit 1972 durch. Der unmittelbar verantwortliche Wirtschaftsprüfer war WP/StB Dr. Christian H. Meyer (Prüfer der K+S seit dem Jahresabschluss 2015). Das gesamte Mandat wurde von Herrn WP/StB Prof. Dr. Frank Beine als verantwortlichem Partner betreut. Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT hat die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erteilung des Prüfungsauftrags an den gewählten Abschlussprüfer erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses. Die Abschlussprüfung wird durch den Prüfungsausschuss begleitet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.
ANGABEN NACH § 289A ABS. 1 BZW. § 315A ABS. 1 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTG
ZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Das Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen.
ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN
Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt.
ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10 % AM KAPITAL
Uns sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10 % am Grundkapital gemeldet worden.
ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN
Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITAL
Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.
ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN
Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen.
Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i. V. m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen.
ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN
ERMÄCHTIGUNGEN ZUR SCHAFFUNG EINES NEUEN GENEHMIGTEN KAPITALS BZW. GENEHMIGTEN KAPITALS II MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE
Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapi tal). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 11). Bei Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital 11 ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
www.kpluss.com/hv2015;
www.kpluss.com/hv2016
Der Vorstand ist sowohl für das genehmigte Kapital als auch für das genehmigte Kapital 11 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils insgesamt 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien) in den folgenden Fällen auszuschließen:
| ― | Für Spitzenbeträge, die infolge des Bezugsrechts entstehen. |
| ― | Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. |
| ― | Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn die neuen Aktien beim Erwerb eines Unternehmens oder einer Unternehmensbeteiligung durch die Gesellschaft als Gegenleistung eingesetzt werden sollen. |
| ― | Zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (Scrip Dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch ganz oder teilweise als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien in die Gesellschaft einzubringen. |
Von den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand insgesamt nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet (10 %-Grenze), und zwar weder zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigungen noch zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des genehmigten Kapitals bzw. des genehmigten Kapitals 11 bis zu der jeweiligen Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10 %-Grenze anzurechnen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital 11 festzulegen.
Durch die dem Vorstand bis zum 11. Mai 2020 bzw. 10. Mai 2021 eingeräumte Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung mit begrenztem Bezugsrechtsausschluss durchzuführen (genehmigtes Kapital bzw. genehmigtes Kapital 11), wird der Gesellschaft ein weit verbreitetes Instrument an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe zum Beispiel sich bietende Gelegenheiten zur Durchführung von Akquisitionen schnell und flexibel genutzt werden können. Der Vorstand darf von dieser Möglichkeit nur dann Gebrauch machen, wenn der Wert der neuen Aktien und der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen.
ERMÄCHTIGUNG ZUR AUSGABE VON WANDEL- UND OPTIONSSCHULDVERSCHREIBUNGEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE NEBST GLEICHZEITIGER SCHAFFUNG EINES BEDINGTEN KAPITALS
Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/ oder auf Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 750.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der bei Wandlung auszugebenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen.
www.kpluss.com/hv2015
Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert bei Ausgabe der Schuldverschreibung - in der gesetzlichen Währung eines OEGD-Landes begeben werden. Schuldverschreibungen können auch durch Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, für die Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern bzw. Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren oder ihnen aufzuerlegen. Die Anleiheemissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden.
Den Aktionären der Gesellschaft steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht für die folgenden Fälle ganz oder teilweise auszuschließen:
| ― | Sofern die Schuldverschreibungen gegen bar ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Der Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer sonstigen Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 5 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung von der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. |
| ― | Sofern und soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustehen würde. |
| ― | U m Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. |
| ― | Soweit die Schuldverschreibungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen gegen Sachleistungen ausgegeben werden, sofern der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis zu dem Wert der Schuldverschreibungen steht. |
Die vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gelten insgesamt nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet.
Im Falle der Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht können die Gläubiger ihre Schuldverschreibungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umtauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft. Das Umtauschverhältnis kann sich auch durch Division des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft ergeben. Das Umtauschverhältnis kann in jedem Fall auf eine ganze Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung festgelegt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen.
Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Optionsschuldverschreibung nicht übersteigen.
Der jeweils festzusetzende Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft (Bezugspreis) muss entweder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der Tage, an denen die Bezugsrechte an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, mit Ausnahme der beiden letzten Börsenhandelstage des Bezugsrechtshandels, entsprechen.
Bei mit Optionsrechten bzw. Wandlungsrechten oder -pflichten verbundenen Schuldverschreibungen können im Fall der wirtschaftlichen Verwässerung des Werts der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG die Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen wertwahrend angepasst werden, soweit die Anpassung nicht schon durch Gesetz geregelt ist. Die Anleihebedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung oder anderer außerordentlicher Maßnahmen beziehungsweise Ereignisse (wie z. B. Kontrollerlangung durch Dritte, ungewöhnlich hohe Dividenden) eine wertwahrende Anpassung der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte/-pflichten vorsehen.
Die Anleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) begründen oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht verbundenen Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Anleihebedingungen können weiter jeweils festlegen, dass die Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden können oder das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann.
Schließlich können die Anleihebedingungen vorsehen, dass im Falle der Wandlung die Gesellschaft den Wandlungsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern einen Geldbetrag zahlt, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der K+S-Aktien im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der zehn Börsenhandelstage nach Erklärung der Wandlung oder der Optionsausübung entspricht.
Der Vorstand ist ermächtigt, im Rahmen der vorstehend beschriebenen Vorgaben mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und/ oder Optionsschuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutz, und den Wandlungs- bzw. Optionszeitraum festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen der die Wandel - und/oder Optionsschuldverschreibungen begebenden Beteiligungsgesellschaften festzulegen.
Bedingte Kapitalerhöhung
Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung bis zum 11. Mai 2020 von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden. Die Ausgabe der neuen Stückaktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis wie vorstehend beschrieben.
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegeben wurden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungspflicht ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen oder soweit die Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Stückaktien vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teilnehmen, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung einer bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.
Die Begebung von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen kann zusätzlich zu den klassischen Möglichkeiten der Fremd- und Eigenkapitalaufnahme die Möglichkeit bieten, je nach Marktlage attraktive Finanzierungsalternativen am Kapitalmarkt zu nutzen. Aus Sicht des Vorstands besteht ein Interesse der Gesellschaft, dass auch ihr diese Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Die Emission von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen ermöglicht die Aufnahme von Kapital zu attraktiven Konditionen. Die erzielten Wandel- bzw. Optionsprämien kommen der Kapitalbasis der Gesellschaft zugute und ermöglichen ihr so die Nutzung günstiger Finanzierungsmöglichkeiten. Die ferner vorgesehene Möglichkeit, neben der Einräumung von Wandel- und/oder Optionsrechten auch Wandelpflichten zu begründen, erweitert den Spielraum für die Ausgestaltung dieses Finanzierungsinstruments. Die Ermächtigung gibt der Gesellschaft die erforderliche Flexibilität, die Schuldverschreibungen selbst oder über unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaften zu platzieren. Durch die Möglichkeit, das Bezugsrecht auszuschließen, erhält die Gesellschaft die Möglichkeit, günstige Börsensituationen rasch wahrnehmen und eine Schuldverschreibung schnell und flexibel zu attraktiven Konditionen am Markt platzieren zu können.
ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB UND ZUR VERWENDUNG EIGENER AKTIEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10 % der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder im Wege einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots. Bei einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann das Volumen des Angebots bzw. der Aufforderung begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots bzw. die Verkaufsangebote dieses Volumen überschreiten, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
www.kpluss.com/hv2015
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden oder wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden:
| ― | Veräußerung gegen Zahlung eines Geldbetrags, der den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; |
| ― | Begebung der Aktien als Gegenleistung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― | Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung begeben worden sind. |
Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Sofern während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf die Summe der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen oder veräußerten Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten.
Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben werden oder wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 257 Abs. 5 Nr. 5 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 5 AktG erhöht. Der Vorstand ist gemäß § 257 Abs. 5 Nr. 5 zweiter Halbsatz AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z. B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermög licht werden, die Aktien auch zur Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen zu verwenden. Es kann zweckmäßig sein, anstelle neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung ganz oder teilweise eigene Aktien zur Erfüllung der Wandlungs- oder Optionsrechte einzusetzen. Durch die Verwendung eigener Aktien wird die Verwässerung der Anteile der Aktionäre, wie sie bei einem Einsatz des bedingten Kapitals eintreten würde, ausgeschlossen. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar.
ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN
K+S hat im Jahr 2019 eine syndizierte Kreditlinie über 800 Mio. € vereinbart. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Auch bei den von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT emittierten Anleihen sowie bei den begebenen Schuldscheindarlehen haben die jeweiligen Gläubiger im Fall eines Kontrollwechsels das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Anleihen bzw. Schuldscheindarlehen zu kündigen.
Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen.
ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND
Derartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf Seite 151 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre.
RISIKO- UND CHANCENBERiCHT
Als international agierendes Unternehmen wird K+S regelmäßig mit einer Vielzahl von Entwicklungen und Ereignissen konfrontiert, die das Erreichen der finanziellen und nichtfinanziellen Ziele beeinflussen können. Den Ausgangspunkt für das Risiko- und Chancenmanagement bei K+S stellen Strategie und Planung dar.
Risiken verstehen wir als negative und Chancen als positive Abweichungen möglicher künftiger Entwicklungen von einem Plan- oder Zielwert.
MANAGEMENTPROZESS
IDENTIFIKATION
Die Identifikation von Risiken und Chancen erfolgt regelmäßig in den jeweiligen Unternehmenseinheiten. Dafür stehen unterschiedliche Instrumente zur Verfügung. Wir beschäftigen uns intensiv im laufenden Geschäftsbetrieb und im Projektmanagement u. a. mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Auswertung verschiedenster externer Informationen, den relevanten Umsatz- und Kostengrößen, bergtechnischen Gegebenheiten sowie der Verfolgung von Risikoindikatoren und Erfolgsfaktoren aus dem gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen, rechtlichen und politischen Umfeld.
,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 99
BEWERTUNG VON FINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN UND STEUERUNG
Für das Management von Risiken und Chancen haben wir spezifische Prozesse etabliert und dokumentiert. Für jedes Risiko wird zunächst eine Bruttobewertung durchgeführt. Hierbei werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen quantitativ bewertet. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien. Ziel ist es, das Schadenspotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Die Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt auch die notwendigen Kosten. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten übertragen werden. Sofern Bruttoeintrittswahrscheinlichkeit und/ oder Bruttoschadenspotenzial durch wirksame und angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zuverlässig gemindert werden können, liegt der Fokus der Betrachtung auf der sich hieraus ergebenden Nettoeintrittswahrscheinlichkeit und auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenspotenzial.
Die interne Risikobewertung erfolgt hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial jeweils für einen kurz-, mittel- und langfristigen Betrachtungszeitraum, d. h. für die kommenden 12, 56 und 120 Monate ab dem Zeitpunkt der Identifikation bzw. Überprüfung. Die für bereits identifizierte Risiken durchgeführten Bewertungen sowie die erarbeiteten und ggf. umgesetzten Gegensteuerungsmaßnahmen werden laufend auf ihre Aktualität und Wirksamkeit überprüft, angepasst und bei wesentlichen Änderungen sowie bei Überschreitung definierter Schwellenwerte berichtet.
Zur Bewertung ihrer finanziellen Auswirkungen wird jede Chance auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und damit verbundene mögliche Risiken hin untersucht. Um Chancen effektiv nutzen zu können, werden geeignete Fördermaßnahmen gezielt gesucht, verfolgt und umgesetzt. Das Nutzenpotenzial bezieht sich nur auf die Nettoperspektive nach Durchführung von angemessenen Fördermaßnahmen. Die Bewertungszeiträume sind mit denen der Risikobewertung identisch.
BEWERTUNG VON NICHTFINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN
Identifizierte Risiken können auch negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben. Solche Auswirkungen können im Falle eines Risikoeintritts auch Reputationsrisiken nach sich ziehen, die sich nicht oder nur schwer quantifizieren lassen.
Die Identifikation und Bewertung der nichtfinanziellen Auswirkungen erfolgt auf der Grundlage unserer zentralen Nachhaltigkeitsanalysen sowie anhand des Schadenspotenzials und der Eintrittswahrscheinlichkeit.
Systeme und Konzepte zur Handhabung von Entwicklungen oder Ereignissen, die Einfluss auf die genannten Aspekte haben können, werden im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung beschrieben.
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 83
BERICHTERSTATTUNG
Der internen Risiko- und Chancenberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach berichten die Unternehmenseinheiten laufend über Risiken und Chancen, wenn definierte Schwellenwerte sowohl für die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch für das Schadens- bzw. das Nutzenpotenzial überschritten werden. Ferner wird darüber informiert, ob ein Risiko bzw. eine Chance in der Hochschätzung bzw. Planung berücksichtigt ist.
Risiken und Chancen, deren finanzielle Auswirkungen in der Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung durch entsprechende Ergebnisabschläge bzw. -zuschläge berücksichtigt werden, sind nicht Gegenstand der Risiko- und Chancenberichterstattung. Risiken im Zusammenhang mit den nichtfinanziellen Aspekten entsprechend der Definition des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes müssten mindestens das Schadensausmaß "wesentlich" und eine mit "wahrscheinlich" angenommene Eintrittswahrscheinlichkeit (> 50 %) haben. Solche Risiken wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht identifiziert. Sofern jedoch bei Eintritt der identifizierten Risiken wesentliche bzw. schwerwiegende nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung resultieren könnten, nennen wir diese im Rahmen der jeweiligen Risikobeschreibung.
Darüber hinaus sind bei der Festlegung der für die Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung maßgeblichen generellen Prämissen (z. B. Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze) die insoweit jeweils relevanten Risiken und Chancen auf Basis des wahrscheinlichsten Falls zu berücksichtigen. Zusätzlich ist für die einzelnen Planungsprämissen aufzuzeigen, welchen negativen/ positiven Einfluss bestimmte Abweichungen auf die einzelnen Planungsgrößen hätten ("Sensitivitäten").
Vorstand sowie Management haben in einem standardisierten Berichtswesen laufend einen Überblick über die aktuelle Risiko- und Chancensituation. Kurzfristig auftretende wesentliche Risiken werden unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich, informiert.
RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN
Unser Ziel ist es, finanzwirtschaftliche Risiken (z. B. Wechselkursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein spezielles Management zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuern wir unsere Kapitalstruktur, um die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit jederzeit nachhaltig sicherzustellen.
,Finanzlage', Seite 65
Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Erlösrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hier zur Sicherung gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Partnern abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken erfolgt generell eine ausgewogene Verteilung der eingesetzten Finanzderivate auf verschiedene Kontrahenten.
Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur ökonomischen Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i. d. R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte).
,Anhang', Seite 196
RISIKEN UND CHANCEN 2020-2022
Im Folgenden werden diejenigen Risiken und Chancen beschrieben, die innerhalb der Mittelfristplanung (drei Jahre) Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S nehmen können und nicht bereits in der Planung mit entsprechenden Ergebnisabschlägen bzw. -zuschlägen berücksichtigt sind. Dabei wird hinsichtlich des kumulierten Nettoschadens- bzw. Nettonutzenpotenzials wie folgt unterschieden:
| ― | wesentliche finanzielle Auswirkung: > 200 Mio. € |
| ― | moderate finanzielle Auswirkung: > 25-200 Mio. € |
Bezüglich der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit wird wie folgt differenziert:
| ― | wahrscheinlich: > 50 % |
| ― | möglich: 10-50 % |
| ― | unwahrscheinlich: < 10 % |
Die Veränderung der Einschätzung der Risiken und Chancen stellen wir gegenüber der Vorperiode wie folgt dar:
| ― | höher als im Vorjahr: ↑ |
| ― | niedriger als im Vorjahr: ↓ |
Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den unserer Mittelfristplanung zugrunde liegenden Annahmen kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung von Risiken und Chancen führen, die dann in unserer Zwischenberichterstattung entsprechend kommuniziert wird.
ÜBERSICHT DER RISIKEN
Tabelle B.64 gibt für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren einen Überblick über die Risiken mit wesentlichem bzw. moderatem Nettoschadenspotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Risiken aus unterschiedlichen operativen Einheiten werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Risiken verstehen sich als mögliche negative Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern keine operative Einheit hervorgehoben wird, betreffen die Risiken die gesamte K+S GRUPPE.
ÜBERSICHT DER CHANCEN
Tabelle B.63 gibt für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren einen Überblick über die Chancen mit wesentlichem und moderatem Nettonutzenpotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Chancen aus unterschiedlichen operativen Einheiten werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Chancen verstehen sich als mögliche positive Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern keine operative Einheit hervorgehoben wird, betreffen die Chancen die gesamte K+S GRUPPE.
CHANCEN
B. 63
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Nutzenpotenzial | |
|---|---|---|
| Externe und branchenspezifische Chancen | ||
| Gesamtwirtschaftliche Entwicklung | möglich | moderat |
| Nachfrageanstieg/Preiserhöhung | möglich | wesentlich ↑ |
| Witterungsbedingte Nachfrageschwankungen | möglich | wesentlich |
| Operative Chancen | ||
| Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Kapazitätserweiterungen, Kostenoptimierung, Akquisitionen und/oder strategische Partnerschaften, Innovation | möglich | moderat |
| Hebung von Synergien | möglich | moderat |
| Ramp-Up-Phase am Standort Bethune | möglich | moderat |
| Rechtsstreitigkeiten | möglich | moderat |
| Energiekosten | möglich | moderat |
| Finanzwirtschaftliche Chancen | ||
| Währung/Wechselkursschwankungen | möglich | wesentlich |
| Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus | möglich | moderat |
| Verbesserung des Unternehmensratings | möglich | moderat |
| Externe und branchenspezifische Risiken | ||
| Gesamtwirtschaftliche Entwicklung | möglich | wesentlich |
| Nachfragerückgang/Angebotsausweitung/Preisverfall | möglich | wesentlich |
| Witterungsbedingte Nachfrageschwankungen | möglich | wesentlich |
| Witterungsbedingte Zusatzkosten | möglich | moderat |
| Risiken aus Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen | ||
| Bewirtschaftungsplanung nach der Wasserrahmenrichtlinie und Veränderung, Versagung oder gerichtliche Aufhebung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen in Deutschland | möglich | wesentlich |
| Gestiegene Anforderungen an die Lagerung von Auftausalz in Nordamerika unter freiem Himmel | möglich | wesentlich |
| Bergrechtliche Sicherheitsleistungen | möglich | moderat |
| Restriktivere Auslegung bestehender Vorschriften zur Entsorgung bergbaulicher Abfälle unter Tage | möglich | moderat |
| Operative Risiken | ||
| Hebung von Synergien | möglich | moderat |
| Ramp-Up-Phase am Standort Bethune | möglich | moderat |
| Prozessrisiken und Rechtsstreitigkeiten | möglich | moderat |
| Energiekosten und Energieversorgung | möglich | moderat |
| Frachtkosten und Transportverfügbarkeit | möglich | moderat |
| Produktionstechnik | möglich | moderat |
| Veränderungen in der Rohsalzzusammensetzung | möglich | moderat |
| Kohlendioxid-Einschlüsse in Lagerstätten | möglich | moderat |
| Schäden durch Gebirgsschlag | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Wasserzutritt | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Compliance | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Nichteinhaltung von Vorschriften zu Arbeitsplatzgrenzwerten unter Tage | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Lieferantenausfälle und Lieferengpässe | unwahrscheinlich | moderat |
| Personal | unwahrscheinlich | moderat |
| Informationssicherheit | unwahrscheinlich | moderat |
| Reputation | unwahrscheinlich | moderat |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||
| Währung/Wechselkursschwankungen | möglich | wesentlich |
| Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus | möglich | moderat |
| Verschlechterung des Unternehmensratings | möglich | moderat |
| Liquidität | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Ausfall von Forderungen an Kunden | unwahrscheinlich | moderat |
| Ausfall von Partnern bei Finanzgeschäften | unwahrscheinlich | moderat |
EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN UND CHANCEN
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Die Nachfrage nach mineralischen Düngemitteln und Düngemittelspezialitäten der operativen Einheit Europe+ wird deutlich durch das Wirtschaftswachstum und den damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in den für uns relevanten Regionen, die Preisentwicklung für Agrarrohstoffe und zum Teil auch durch politische Entscheidungen in einigen Verbraucherländern beeinflusst. Die internationalen Preise für Kaliumchlorid stiegen im Jahresverlauf 2018 deutlich an und setzten damit die seit Mitte 2016 anhaltende positive Entwicklung fort. Im ersten Halbjahr 2019 blieben die Preise weitgehend stabil. Seit September 2019 sind die Marktbedingungen insbesondere aufgrund des chinesischen Importstopps allerdings herausfordernd. Insgesamt sollte das Agrarpreisniveau im Mittelfristzeitraum unserer Einschätzung nach wieder einen Anreiz für die Landwirtschaft darstellen, den Ertrag je Hektar auch durch einen verstärkten Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. Es besteht ein Risiko, dass sich das Wachstum der Schwellenländer entgegen den Erwartungen verlangsamt und/oder die Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder an Schärfe gewinnt. Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrageverhalten nach Pflanzennährstoffen negativ beeinflussen. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität des jeweiligen Szenarios abhängig.
,Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen', Seite 56
Der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftausalz und Salzprodukten für industrielle Anwendungen sowie Salzprodukten für den Endverbraucher ist von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist.
Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als erwartet und das Wachstum insbesondere in unseren Hauptabsatzregionen Europa, Nordamerika, Brasilien und Südostasien höher ausfallen als allgemein prognostiziert, könnte das zu positiven Abweichungen gegenüber der Planung führen.
Auf die oben beschriebenen Einflüsse würden wir mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren.
Umwelt- und Industriepolitik sind weltweit weiter im Wandel. Die Auswirkungen des deutschen Klimapakets sind, soweit einschlägig, in unserer Planung oder im Rahmen des jeweiligen Risikos berücksichtigt. Die Folgen des Green Deal der EU, mit der Klimaneutralität und höhere Umweltstandards eingeführt werden sollen, können ambitionierter als die deutschen Ziele sein und sind noch nicht absehbar.
Die Planung von K+S basiert auf den im Prognosebericht wiedergegebenen Erwartungen; die Bewertung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation geht somit direkt in die Prognose für 2020 ein.
NACHFRAGERÜCKGANG/ANGEBOTSAUSWEITUNG/PREISVERFALL
Vor allem die Produkte im Kundensegment Landwirtschaft der operativen Einheit Europe+ könnten durch äußere Einflüsse von erheblichen Rückgängen in der Nachfrage bedroht sein. Diese führen oftmals zu empfindlichen Preisrückgängen.
Auf der Nachfrageseite könnten makroökonomische Faktoren wie ungünstige Wechselkursveränderungen oder eine sinkende Liquidität landwirtschaftlicher Betriebe die Nachfrage in einzelnen Absatzregionen beeinflussen. Dies gilt auch für politische Markteingriffe beispielsweise durch regionale Subventionskürzungen, die Festlegung von Zöllen für Düngemittel und/oder Agrarprodukte oder die Einführung restriktiver Düngevorschriften. So hat der seit September 2019 anhaltende Importstopp für Kaliumchlorid in China auch in anderen Absatzregionen für Kaufzurückhaltung und sinkende Preise gesorgt. Umwelteinflüsse wie Krankheiten bei bestimmten Anbaukulturen, das Auftreten von Tierseuchen oder ungünstigen Witterungsbedingungen könnten ebenfalls zu einem Nachfragerückgang mit gleichzeitigem Preisverfall führen. Darüber hinaus könnte sich auch eine bewusste Kaufzurückhaltung unserer Kunden negativ auf die Nachfrage und die Preise auswirken.
Auf der Angebotsseite könnten sich Veränderungen aufgrund von Kapazitätsausweitungen ergeben. Sollte der Markt für zusätzliche Angebotsmengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck für einen Übergangszeitraum erhöhen und zu sinkenden Preisen führen. Weiterhin könnten die Produzenten im Rahmen der gegebenen Kapazitäten versuchen, durch Angebotsausweitung Marktanteile dazu- bzw. verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Zunehmender Wettbewerbsdruck mit Preisverfall könnte auch aus einem Nachfragerückgang resultieren.
Erhebliche Erhöhungen der Kapazitäten und deren Ausnutzung, Angebotsausweitungen einzelner Produzenten im Rahmen gegebener Kapazitäten sowie längerfristige Nachfragerückgänge könnten sich erheblich auf die Preisbildung und/oder die Absatzmöglichkeiten auswirken. Dabei könnte die bestehende Struktur des gesamten Marktes für Pflanzennährstoffe verändert werden. Daher kann ein Rückgang der Kalipreise und/oder der absetzbaren Mengen nicht ausgeschlossen werden. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität dieser Ereignisse abhängig. Da die Erschließung neuer Kalikapazitäten sehr kapitalintensiv und in der Umsetzung langfristig ist, dürfte ein Anreiz für die Produzenten darin bestehen, eine attraktive Prämie auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Wir sehen die langfristigen Treiber als nach wie vor gültig an: Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Pflanzennährstoffen wird von Megatrends wie dem demografischen Wandel sowie dem Bevölkerungswachstum und aufstrebenden Volkswirtschaften getragen. Pflanzennährstoffe mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung spielen daher in der Agrarproduktion auch künftig eine zentrale Rolle.
Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten wir u. a. an der weiteren Verbesserung unserer Kosten- und Organisationsstrukturen sowie an dem Ausbau unserer Düngemittelspezialitäten.
NACHFRAGEANSTIEG/PREISERHÖHUNG
Chancen mit wesentlichen positiven Effekten bestehen grundsätzlich bei der Nachfrage nach mineralischen Düngemitteln und Düngemittelspezialitäten der operativen Einheit Europe+.
Die Branchensituation im Kundensegment Landwirtschaft der operativen Einheit Europe+ war bis September 2019 sowohl von einer guten Nachfrage als auch einem guten Preisniveau geprägt. Seit September 2019 sind die Marktbedingungen vor dem Hintergrund des chinesischen Importstopps allerdings herausfordernd. Sofern Landwirte ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen nutzen oder die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung erhöhen, würde dies einen zusätzlichen Einsatz an Pflanzennährstoffen erfordern und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert. Weiterhin könnte die Tendenz zu einem ausgewogeneren Einsatz der Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) (Balanced Fertilization) in wichtigen Absatzregionen wie Indien und China zu einem überproportionalen Wachstum der Kalinachfrage führen.
Die finanziellen Auswirkungen des damit verbundenen Nachfrageanstiegs sind stark von dem Ausmaß der dadurch ausgelösten Erhöhung der Düngemittelpreise abhängig. Positive Preiseffekte mit moderaten Auswirkungen halten wir gegenüber den Annahmen unserer Mittelfristplanung für möglich, wesentliche Auswirkungen sehen wir aufgrund des erwarteten Wettbewerbs mittelfristig jedoch nicht.
WITTERUNGSBEDINGTE NACHFRAGESCHWANKUNGEN
Im Kundensegment Gemeinden der operativen Einheiten Europe+ und Americas hat die Witterung besonders in den Auftausalzregionen Europas und Nordamerikas eine besondere Relevanz. Unsere Planung basiert dabei auf einem gleitenden Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre. Überdurchschnittlich strenge Winter in den Auftausalzregionen von K+S können sich aufgrund einer witterungsbedingten Nachfrageerhöhung deutlich positiv auf den Absatz von Auftausalz auswirken. Dies wiederum könnte zu einer angespannten Situation bei den Lagerbeständen führen und in Preiserhöhungen resultieren. Dagegen können milde Winter zu einem witterungsbedingten Nachfragerückgang führen und somit den Absatz erheblich verringern; hohe Lagerbestände an Auftausalz könnten die Folge sein und somit die Preise im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts und der Ausschreibungen für die kommende Wintersaison belasten. Beide Fälle würden, bezogen auf ein Jahr, einen moderaten finanziellen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens haben. Sollten sich solche für uns positive bzw. negative Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Chancen bzw. Risiken ergeben.
Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Strategische Lagerbestände sowie eine flexible Anpassung der Produktion von Auftausalz ermöglichen es uns, ggf. auch kurzfristig eine stark steigende Nachfrage zu bedienen.
In der operativen Einheit Europe+ könnte sich im Kundensegment Landwirtschaft durch einen witterungsbedingten Nachfragerückgang ein Absatzrisiko ergeben und sinkende Preise nach sich ziehen. Beispielsweise könnte eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Pflanzennährstoffen führen. Dies gilt auch für Wetterphänomene wie El Nino, La Nina oder Dürren, die bedeutende Ertragseinbußen für die Landwirte in den betroffenen Regionen und einen reduzierten Einsatz von Pflanzennährstoffen zur Folge haben könnten.
WITTERUNGSBEDINGTE ZUSATZKOSTEN
In der operativen Einheit Europe+ spielen an einigen Produktionsstandorten die wasserrechtlichen Rahmenbedingungen eine besondere Rolle für die uneingeschränkte Nutzung der zur Verfügung stehenden technischen Produktionskapazitäten. Daher hat K+S die Flexibilität im Abwassermanagement des Werkes Werra deutlich erhöht. Mit dem kontinuierlichen übertägigen Ausbau von Speicherbeckenkapazitäten, der Inbetriebnahme der Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) im Januar 2018, der Genehmigung untertägiger Zwischenspeicherkapazitäten im August 2019 und unter der Annahme einer störungsfreien Nutzung der Versenkung bzw. der zukünftig geplanten, dauerhaften Einstapelung unter Tage ab dem Jahr 2022 gehen wir davon aus, dass die Produktion im Werk Werra in einem hydrologischen Normaljahr im Rahmen der bestehenden Genehmigungen gesichert ist. In einem trockenen Jahr müssten allerdings größere Mengen an Salzabwässern standortfern entsorgt werden, wodurch zusätzliche Kosten für den Transport dieser Rückstände anfallen würden. Bei extremer Trockenheit (vergleichbar mit dem Sommer/Herbst 2018) mit einer über einen sehr langen Zeitraum außergewöhnlich geringen Wasserführung der Werra könnte es zu Produktionsunterbrechungen kommen, sofern alle verfügbaren Ressourcen für eine standortferne Entsorgung ausgeschöpft sind. Neben der geringen Wasserführung kann auch die Wassertemperatur die Produktion des Werks Werra beeinflussen, da die Einleitung der Kühlwässer in Werra und Ulster zusätzlich durch behördlich festgelegte Temperaturgrenzwerte limitiert wird.
RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN RECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGEN
Für die Ausübung unserer Tätigkeiten, insbesondere in den Bereichen Bergbau/Gewinnung/Aufbereitung und Rückstandsentsorgung, ist eine Vielzahl öffentlich-rechtlicher Zulassungen und Erlaubnisse Voraussetzung. Der Rahmen für die Erteilung dieser Zulassungen und Erlaubnisse wird für die Produktion in Deutschland und Europa ganz maßgeblich durch die europäischen und nationalen Vorgaben des Umwelt-, Wasser- und Bergrechts vorgegeben. Die Regelungsdichte wird nach unserer Einschätzung künftig weiter zunehmen.
Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht nach Erteilung einer entsprechenden Zulassung oder Erlaubnis das Risiko, dass von dritter Seite Rechtsmittel gegen diese eingelegt und die Zulassung/Erlaubnis durch Gerichte aufgehoben wird. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Zulassungen und Erlaubnisse oder neu erteilte inhaltlich be grenzt, zeitlich befristet, dauerhaft verändert, versagt oder mit weiteren Auflagen versehen werden. Außerdem können Nebenbestimmungen einzelner Zulassungen/Erlaubnisse dazu führen, dass diese ausgesetzt oder aufgehoben werden.
BEWIRTSCHAFTUNGSPLANUNG NACH DER WASSERRAHMENRICHTLINIE UND VERÄNDERUNG, VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN UND FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN IN DEUTSCHLAND
In der operativen Einheit Europe+ entstehen feste und flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Rückstandshalden. Die festen Rückstände werden entweder auf unsere Rückstandshalden verbracht oder unter Tage versetzt. Die Salzabwässer werden zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in begrenztem Umfang in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt. Ebenso werden damit stillgelegte Bergwerke zur langfristigen Sicherung geflutet.
VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: EINLEITUNG
Für die genannten Entsorgungswege der o. g. Rückstände der deutschen Standorte legen die Bewirtschaftungspläne auf der Basis der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des deutschen Wasserrechts wesentliche Rahmenbedingungen fest. Für die nächsten Jahre sind dabei die Bewirtschaftungspläne für die zweite Bewirtschaftungsperiode 2015 bis 2021 der einzelnen Flussgebietsgemeinschaften (FGG) relevant.
,Umwelt', Seite 88
Der zurzeit geltende Bewirtschaftungsplan bildet den regulatorischen Rahmen für die Zeit von 2015 bis 2021 und führt in diesem Zeitraum zu keinen unmittelbar nachteiligen Auswirkungen auf die Kaliproduktion. Weitere Maßnahmen und Zielwerte für die dritte Bewirtschaftungsperiode 2021 bis 2027 werden aktuell neu festgelegt. Sollten sich die im Bewirtschaftungsplan 2015 bis 2021 der FGG Weser enthaltenen Punkte (insbesondere die Zielwerte im Gewässer) auch im Plan für die Zeit ab 2022 wiederfinden, ohne dass weitere umsetzbare und verhältnismäßige Maßnahmen zur Verfügung stehen, sind erhebliche Risiken für die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen der Werke Werra und Neuhof nicht auszuschließen. Infolgedessen könnten sowohl die Beschäftigungslage als auch die wirtschaftliche Lage der Region wesentlich negativ betroffen werden.
In der genannten Zeitspanne 2015 bis 2021 werden weitere Maßnahmen der Salzabwasservermeidung und zusätzliche Entsorgungswege geprüft.
VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: VERSENKUNG
Für das Kaliwerk Werra besteht die Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigen Prozesswässern bis Ende 2021. Dabei besteht eine Begrenzung sowohl hinsichtlich der jährlichen Versenkmenge von 1,5 Mio. m 3 als auch bezogen auf eine Tagesmenge von 5.000 m 3 . K+S wird keinen Antrag auf Fortsetzung der Versenkung stellen. Wenn wider Erwarten Sachverhalte eintreten, die zu einer nachteiligen Beeinflussung von nutzbaren Grundwasserressourcen führen könnten, Nebenbestimmungen nicht eingehalten werden könnten oder Klagen gegen die bestehende Erlaubnis erfolgreich wären, könnte diese Genehmigung eingeschränkt oder aufgehoben werden.
Dies könnte zu Produktionsausfällen und/oder zu erheblichen Produktionseinschränkungen wegen fehlender Entsorgungsmöglichkeiten für Salzabwässer (Versenkmengen) an den betroffenen Standorten und/oder zu zusätzlichen Kosten für den Transport zu standortfernen Entsorgungsalternativen führen. Wir gehen davon aus, dass die Entscheidungen der Behörde Bestand haben und eine Kaliproduktion im Werk Werra unter den gegebenen Rahmenbedingungen weiterhin gewährleistet ist. Die Ergebnisse eines 3D-Grundwassermodells bestätigen zudem, dass nachteilige Auswirkungen der Versenkung auf das Grundwasser ausgeschlossen werden können. Trotzdem ist ein Widerruf möglich, sofern die Einhaltung von Grenzwerten an zwei Brunnen einer Trinkwassergewinnungsanlage nicht gewährleistet wird.
K+S arbeitet weiterhin intensiv an Maßnahmen zur Verminderung des Anfalls salzhaltiger Abwässer und an alternativen Entsorgungsmöglichkeiten. Eine zentrale Maßnahme stellt dabei die Einstapelung von Salzwässern unter Tage im Grubenfeld Springen (Bergwerk Merkers) ab dem Jahr 2022 dar. Mit dieser Maßnahme soll zukünftig die Versenkung, die Ende 2021 beendet wird, dauerhaft ersetzt werden. Bei der Einstapelung unter Tage ist eine Versalzung des Grundwassers ausgeschlossen. Das Genehmigungsverfahren ist im Zeitplan. Damit soll zukünftig die Entsorgung anfallender Produktions- und Haldenwässer durch die Einleitung in die Werra und die Einstapelung unter Tage gewährleistet werden. Zusätzlich werden Forschung und Entwicklung sowie Innovationsaktivitäten weiter fortgesetzt. Ziel ist es, die Wertschöpfung und die damit verbundenen Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten sowie Werra und Weser weiter zu entlasten und damit die Zukunftsfähigkeit der Kalistandorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern.
,Umwelt', Seite 88
VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN
Sollten Genehmigungen zur Aufhaldung widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen zugelassen werden, würde den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für die festen Rückstände fehlen. Die vollständige Versagung bzw. die Aufhebung aller bestehenden Erlaubnisse und Zulassungen zur Aufhaldung halten wir für unwahrscheinlich, da die Erlaubnisse und Zulassungen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vereinbar sind, dem Stand der Technik entsprechen und sich die Regierungen und weite Teile der Politik in den für uns relevanten Bundesländern für den Erhalt des Kalibergbaus in Deutschland ausgesprochen haben.
Einzelne Genehmigungen zu notwendigen Haldenerweiterungen könnten unter Umständen nicht gewährt bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies würde im ungünstigsten Fall eine Anpassung der Produktion und gegebenenfalls eine Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen wirtschaftlichen Folgen sowohl für das Unternehmen als auch für die Beschäftigungslage sowie die wirtschaftliche Lage der betroffenen Region nach sich ziehen. Dies könnte gegebenenfalls durch die Entwicklung weiterer Sicherungsmaßnahmen und Umplanungen vermieden werden, die jedoch zu einer deutlichen Kostenerhöhung führen würden.
Die Genehmigungsbehörden haben am 11. Oktober 2018 den Antrag auf Erweiterung der Rückstandshalde am Standort Hattorf genehmigt. Der aktuelle Genehmigungsstatus bietet in einem ersten Schritt Raum für fünf bis sechs Jahre. Darüber hinaus befindet sich die behördliche Prüfung des Antrags für die zweite Phase der Haldenerweiterung, die bis Anfang der 2040er Jahre reichen soll, in Bearbeitung.
Die Genehmigung für den "Vorzeitigen Beginn" von Teilmaßnahmen zur Erweiterung der Haldenkapazität des Kaliwerks Zielitz wurde am 1. Oktober 2019 erteilt. Damit hat das Werk die Möglichkeit, die für die Fortführung der Produktion am Standort Zielitz erforderlichen vorbereitenden infrastrukturellen Teilmaßnahmen durchzuführen. Mit der Aufhaldung des Rückstands auf der Erweiterungsfläche soll in 2021 begonnen werden. Voraussetzung dafür ist die Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses, der für Ende 2020 erwartet wird. In diesem Zusammenhang werden ebenfalls umfangreiche Investitionen in den Umweltschutz umgesetzt. Dazu gehören u. a. die Abdeckung der Althalden ab 2025 sowie weitere technische Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltsituation.
Das Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Haldenkapazität am Standort Wintershall entwickelt sich positiv. Der Antrag auf Zulassung des "Vorzeitigen Beginns" für die Flächenrodung wurde am 19. Dezember 2019 positiv beschieden. Wir sind zudem zuversichtlich, die erforderlichen weiteren Genehmigungen für die Haldenerweiterung am Standort Wintershall im Jahr 2020 zu erhalten.
,Haldenmanagement', Seite 92
GESTIEGENE ANFORDERUNGEN AN DIE LAGERUNG VON AUFTAUSALZ IN NORDAMERIKA UNTER FREIEM HIMMEL
In der Vergangenheit gab es in Nordamerika keine speziellen Umweltschutzanforderungen an die Lagerung von Auftausalz im Freien. Mittlerweile gehen jedoch Bundesstaaten und Kommunen vermehrt dazu über, entsprechende verbindliche Standards festzulegen. Eine Verschärfung dieser lokalen Anforderungen könnte umfangreiche Maßnahmen erforderlich machen, u. a. auch die Lagerung in Hallen.
In Zusammenarbeit mit Umweltexperten arbeiten wir weiterhin an Umweltaudits für die eigenen und angemieteten Lagerstandorte im Hinblick auf Übereinstimmung mit den neuen örtlichen Anforderungen.
BERGRECHTLICHE SICHERHEITSLEISTUNGEN
Die Festsetzung bergrechtlicher Sicherheitsleistungen steht im pflichtgemäßen Ermessen der handelnden Behörden; bestehende Sicherheitsleistungen erfolgen derzeit i. d. R. durch die Bildung entsprechender Rückstellungen sowie durch Patronatserklärungen oder Konzernbürgschaften. Sofern zusätzlich Sicherheiten geleistet werden müssten, könnte dies den finanziellen Spielraum des Unternehmens insbesondere dann einengen, wenn diese durch Bankbürgschaften oder die Hinterlegung finanzieller Mittel zu erbringen wären.
RESTRIKTIVERE AUSLEGUNG BESTEHENDER VORSCHRIFTEN ZUR ENTSORGUNG VON BERGBAULICHEN ABFALLEN UNTER TAGE
Bei den Abfällen unter Tage sind die Vorschriften des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und der allgemeinen Bundesbergverordnung (ABBergV) einzuhalten. Eine zunehmend restriktivere Auslegung des Begriffes "bergbaulicher Abfall" führt zur Einschränkung der Art und Menge an bergbaulichen Abfällen, die unter Tage verbleiben dürfen. Somit erhöhen sich Art und Menge an bergbaulichen Abfällen, die übertägig und damit kostenintensiver zu entsorgen sind. Das würde sowohl zu einem Anstieg der laufenden Entsorgungskosten als auch zu einer Erhöhung der bei Stilllegung der Bergwerksstandorte erforderlichen Aufwendungen führen.
OPERATIVE RISIKEN SOWIE CHANCEN
MARKTDURCHDRINGUNG, MARKTENTWICKLUNG, KAPAZITÄTSERWEITERUNGEN, KOSTENOPTIMIERUNG, AKQUISITIONEN UND/ODER STRATEGISCHE PARTNERSCHAFTEN, INNOVATION
In allen Kundensegmenten nutzen wir Wachstumspotenziale, um unseren Marktanteil durch die Steigerung des Absatzes bei unseren Bestandskunden auszubauen und/oder die Gewinnung von neuen Kunden zu erhöhen. Weiterhin prüfen wir, ob wir mit unseren Produkten neue Absatzregionen erschließen können. Ebenso wollen wir durch Investitionen in neue Produkte und Geschäftsansätze marktseitige Chancen nutzen. Der Unternehmenswert soll dabei stetig gesteigert werden. Dazu ist neben einer organisatorischen Neuausrichtung auch externes Wachstum erforderlich. Darüber hinaus werden permanent Möglichkeiten zur Kostenoptimierung (z. B. durch die Digitalisierung der Prozesse in den Bergwerken unter Tage oder durch die Effizienzsteigerung von Maschinen, Prozessen und Organisationsstrukturen) intensiv geprüft und - sofern sinnvoll - realisiert.
Durch konsequente Umsetzung der in unserer Gruppenstrategie SHAPING 2030 im Detail definierten Wachstumsinitiativen wollen wir erfolgreich die sich bietenden Chancen nutzen und nachhaltig profitabel wachsen.
,Unternehmensstrategie', Seite 49
HEBUNG VON SYNERGIEN
K+S geht von Synergien in Höhe von mindestens 150 Mio. € ab Ende 2020 vor Inflation im Vergleich zur Kostenbasis im Jahr 2017 aus. Deutliche Abweichungen gegenüber den in der Planung berücksichtigten Effekten stellen sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar.
RAMP-UP-PHASE AM STANDORT BETHUNE
Mitte der 2020er Jahre wird das neue Kaliwerk Bethune in Kanada seine volle Produktionskapazität erreichen. Bei der Neueinrichtung eines Standorts dieser Größe lassen sich negative Einflüsse beim Übergang in den Regelbetrieb (Ramp-up-Phase) nicht völlig ausschließen. Umgekehrt können die geplanten qualitativen und quantitativen Ziele auch übertroffen werden. Weiterhin können technische und logistische Herausforderungen zu erhöhten Kosten oder geringeren Produktionsmengen führen.
Mit konsequentem Kosten- und Qualitätsmanagement versuchen wir, negative Einflüsse zu begrenzen und Ergebnisbeiträge zu steigern.
PROZESSRISIKEN UND RECHTSSTREITIGKEITEN
K+S ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen wir entweder aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft ergeben könnten.
Es ist nicht auszuschließen, dass K+S im Zusammenhang mit im Rahmen des Investitionsprojekts zur Errichtung des neuen Kaliwerks Bethune bezogenen Lieferungen und Leistungen in weitere Gerichts- und Schiedsverfahren mit Lieferanten involviert wird. Wir haben unsererseits bereits Rückforderungsansprüche gegenüber am Projekt beteiligten Vertragspartnern geltend gemacht. Der Ausgang von möglichen Rechtsstreitigkeiten, deren Klärung oftmals einen langen Zeitraum benötigt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Hieraus können sich Zahlungsabflüsse bzw. Zahlungsrückflüsse ergeben, die die Wirtschaftlichkeit des Standorts negativ oder positiv beeinflussen können. Die Auswirkungen auf Liquiditäts- und Ergebnisebene unterscheiden sich deutlich. Durch interne Vorkehrungen wird ein durchgehender Claim-Management-Prozess sichergestellt mit dem Ziel, die bestehenden Forderungen von Lieferanten und Rückforderungen von K+S bestmöglich abzuwickeln.
Die K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH unterhält als Bergwerkseigentümer die Grube Merkers und führt dort Verwahrmaßnahmen durch. Die Kosten der Verwahrmaßnahmen trägt derzeit der Freistaat Thüringen gemäß Freistellungsvertrag zur Altlastensanierung vom Oktober 1999, wobei das Land die Kostentragungsverpflichtung nach dem Freistellungsvertrag gerichtlich überprüfen lässt. Das Verwaltungsgericht (vg) Meiningen hat in erster Instanz entschieden, dass der Freistaat Thüringen den Vertrag uneingeschränkt einzuhalten und somit die Kosten der Altlastensanierung zu tragen hat. Dieser Vertrag verpflichtet das Land Thüringen, die Kosten für die durch den DDR-Kalibergbau im thüringisch-hessischen Grenzgebiet bis 1990 entstandenen Umweltschäden zu übernehmen. Hiergegen ist das Land in Berufung gegangen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Weimar hat die Berufung des Landes Thüringen gegen das Urteil des VG Meiningen zugelassen. Eine Entscheidung des Gerichts in der Sache steht noch aus. Wir sind weiter von der Richtigkeit der erstinstanzlichen Entscheidung überzeugt und halten daher wesentliche Auswirkungen für unwahrscheinlich.
Zur Finanzierung von Konzerngesellschaften nutzt die K+S AKTIENGESELLSCHAFT Tochtergesellschaften in Malta und Belgien. Im Rahmen der Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2013 erfolgte in diesem Zusammenhang eine erneute Überprüfung und erstmalig eine Beanstandung, die zur steuerlichen Hinzurechnung von ausländischen Einkünften führte. Es wurden entsprechende Steuernachzahlungen festgesetzt. Ferner drohen Steuernachzahlungen für Folgejahre. Gegen vorliegende Steuerbescheide wurden Rechtsbehelfe eingelegt. Die Vollziehung der Steuerbescheide wurde durch die Finanzbehörde antragsgemäß ausgesetzt. Die Rechtsbehelfsverfahren sind noch nicht abgeschlossen. Es wird als unwahrscheinlich angesehen, dass sich die Finanzverwaltung in einem gerichtlichen Verfahren mit ihrer Auffassung durchsetzt.
Alle übrigen Prozessrisiken sind im Rahmen des jeweiligen Risikos dargestellt.
ENERGIEKOSTEN UND ENERGIEVERSORGUNG
Die Energiekosten von K+S werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas und Strom bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Unternehmenseinheiten. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche marktbedingte Energiepreissteigerungen gegenüber dem in der Planung berücksichtigten Preisniveau stellen ein Kostenrisiko dar und können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Ebenso kann eine Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) oder eine Überprüfung der Kriterien zur Befreiung von der EEG-Umlage für stromkostenintensive Unternehmen zu Kostenerhöhungen führen. Auswirkungen des Energiesammelgesetzes (EnSaG), des Gesetzesentwurfs zum Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) sowie der vierten Phase des europäischen Emissionsrechtehandels (EU ETS) wurden in der Planung berücksichtigt. Eine positive Entwicklung bei Energiekosten gegenüber den Planansätzen bietet K+S dagegen eine Chance.
Zur Begrenzung dieses Risikos haben wir den Erdgasbedarf unserer Kali- und Salzproduktion in Europa durch die Nutzung von Dampf aus Ersatzbrennstoff-Heizwerken reduziert. Darüber hinaus verfolgen wir weltweit eine Sicherungsstrategie, die es uns ermöglicht, durch den Abschluss fester Lieferverträge mittelfristig attraktive Erdgasbezugspreise zu sichern.
,Energie/Klima', Seite 94
,Umwelt', Seite 88
FRACHTKOSTEN UND TRANSPORTVERFÜGBARKEIT
Unsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße von Frachtkosten beeinflusst. Ein mengenmäßig erheblicher Anteil unserer Produkte muss zum Teil über große Entfernungen zum Kunden transportiert werden. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Absatzmöglichkeiten und damit die Produktion einschränken.
Unser Ziel ist es, erwartete Kostensteigerungen zu begrenzen und über langfristige Verträge Transportraum für die Unternehmensgruppe abzusichern.
PRODUKTIONSTECHNIK
Die Produktionsanlagen der K+S GRUPPE zeichnen sich durch eine hohe Komplexität und Leistungsfähigkeit aus. Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken und zunehmender Alterung, der unsere Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie erhebliche Personen- und Sachschäden oder auch Umweltbelastungen entstehen.
Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden diese Risiken durch den Abschluss geeigneter Versicherungen begrenzt. Gezielte Schulungen und die Weiterbildung der Mitarbeiter sollen zusätzlich die Arbeitssicherheit erhöhen. Es werden Programme durchgeführt, um die Verfügbarkeit der kritischen Anlagenteile, wie Fördereinrichtungen, Dampfproduktion, Gebäude etc. mit effizientem Kapitaleinsatz zu gewährleisten.
VERÄNDERUNGEN IN DER ROHSALZZUSAMMENSETZUNG
Die Rohsalzgewinnung in unseren Grubenbetrieben ist die Basis für die Produktion in allen Kundensegmenten und operativen Einheiten. Für die weitere Entwicklung der Grubenbetriebe und zur Erschließung neuer Rohsalzvorräte führen wir ein umfangreiches geologisches Untersuchungsprogramm durch. Trotzdem kann es zu signifikanten Abweichungen der Rohsalzvorräte in Menge und Qualität kommen. Nicht vorhergesehene geologische Störungen im Gewinnungssalz mit geringeren Wertstoffgehalten können zu Zusatzkosten und geringeren Produktionsmengen führen.
KOHLENDIOXID-EINSCHLÜSSE IN LAGERSTÄTTEN
Kohlendioxid-Einschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar. Trotz unserer umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen könnte es zu unkontrollierten Ausbrüchen dieser Einschlüsse kommen. Daher bestehen Risiken von Produktionseinschränkungen/-ausfällen sowie von Personen- und Sachschäden. Die Gewinnung unter Tage wird daher stets unter Beachtung von besonderen Sicherheitsrichtlinien für eventuelle co2-Ausbrüche durchgeführt.
SCHÄDEN DURCH GEBIRGSSCHLAG
An aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag). Sollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu Personenschäden sowie zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter kommen.
Der Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit der Grubengebäude und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen dient unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der untertägigen Sicherheitspfeiler. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude soll rechtzeitig Hinweise liefern, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind.
WASSERZUTRITT
In Grubenbetrieben unter Tage bestehen hydrogeologische Risiken. Gefährdungspotenzial besteht im Zusammenhang mit Schächten, die wasserführende Gebirgsschichten durchörtern, und bei Salzlösungsvorkommen in Gebirgsschichten. Hydrogeologische Risiken werden aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen begrenzt, sie können jedoch, sofern nicht beherrschbar, erhebliche Schäden nach sich ziehen bis hin zum vollständigen Verlust des Bergwerks. In diesem Fall wären sowohl wesentliche negative Auswirkungen auf die Beschäftigung, die wirtschaftliche Lage der Region als auch Umwelt- und Sachschäden nahezu unvermeidbar.
Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler sollen eine bestmögliche Grubensicherheit gewährleisten. Durch kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist das Risiko eines Zuflusses von Grundwasser im Normalfall nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen.
COMPLIANCE
Es besteht das generelle Risiko, dass Mitglieder von Leitungs-/ Überwachungsorganen oder Mitarbeiter der K+S-Gruppengesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen. Dadurch könnte K+S Vermögens- und/oder Imageschäden erleiden.
Wir haben ein gruppenweites Compliance-Management etabliert, welches zur Sensibilisierung der Mitarbeiter beiträgt und Compliance-Verstößen u. a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z. B. Wettbewerbs- und Kartellrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt. Im Jahr 2019 wurde zudem eine Basisschulung zu Compliance-Themen für alle Mitarbeiter durchgeführt und ein neues Meldesystem für Compliance-Verdachtsfälle eingeführt. Das Compliance-Management wird fortlaufend überprüft und bei Bedarf beispielsweise aufgrund aktueller Entwicklungen angepasst.
,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 99
NICHTEINHALTUNG VON VORSCHRIFTEN ZU ARBEITSPLATZGRENZWERTEN UNTER TAGE
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die zukünftig anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage festgelegt. Diese gesetzlichen Vorgaben sind für unsere deutschen Grubenbetriebe ab dem 31. Oktober 2021 bzw. ab dem 31. Oktober 2022 einzuhalten. Zur Erfüllung dieser Vorgaben hat K+S in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen zur Einhaltung der nach o. g. Übergangsfrist anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte unternommen. Im Rahmen eines umfangreichen Projektes wurden z. B. der Einsatz modernster Dieselmotortechnik, alternative Antriebstechnologien, die Entwicklung emissionsärmerer Sprengstoffe sowie die Optimierung der Bewetterung unter Tage untersucht. Es besteht zum einen das Risiko, dass die in der Planung berücksichtigten Investitionen nicht ausreichen. Zum anderen könnte auch die zur Verfügung stehende Zeit zur Erfüllung der Vorschriften nicht genügen (z. B. fehlende Marktverfügbarkeit von Maschinen, Sprengstoffen). Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass wir die gesetzlich geforderten technischen Vorgaben dauerhaft erreichen werden. Obwohl wir die Umsetzung der relevanten Maßnahmen konsequent vorantreiben, sehen wir den zur Verfügung stehenden Zeitraum zur Umsetzung der technischen Entwicklungen kritisch. Aufgrund des höheren Zeitbedarfs für die Umsetzung der Maßnahmen ergibt sich, dass die bisherigen Übergangsfristen nicht ausreichen werden und das Erfordernis einer angemessenen Verlängerung absehbar ist. Sofern diese nicht gewährt wird, droht an den deutschen Standorten im Extremfall die vorübergehende Stilllegung oder es ist mit erheblichen Produktionseinschränkungen zu rechnen.
LIEFERANTENAUSFÄLLE UND LIEFERENGPÄSSE
Die Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bergbauspezifische Maschinenausstattung und Ersatzteile ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten trotz bestehender Gegensteuerungsmaßnahmen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit dieser Materialien und damit zu einer deutlichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen.
Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken.
PERSONAL
Der Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Der potenzielle Verlust von Mitarbeitern in wichtigen Positionen stellt ein grundsätzliches Risiko dar. In Zukunft werden außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zukommen. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zu finden.
Die K+S GRUPPE will nicht nur für Berufsanfänger, sondern auch für qualifizierte Fach- und Führungskräfte ein attraktiver Arbeitgeber sein. Durch praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die berufliche Förderung von Leistungs- und Potenzialträgern wollen wir Mitarbeiter dauerhaft motivieren und qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an uns binden. Darüber hinaus wollen wir mit unserer Ausrichtung auf personelle Vielfalt (Diversität) das gesamte Arbeitsmarktpotenzial ausschöpfen. Mit dieser Strategie und einer verstärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Fach- und Führungskräften vielversprechende berufliche Perspektiven.
,Mitarbeiter', Seite 80
INFORMATIONSSICHERHEIT
Unsere IT-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt primär in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit von Informationen durch externe Angriffe (z. B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z. B. Technikausfall, Sabotage). Bei Risikoeintritt könnten gravierende Geschäftsunterbrechungen die Folge sein. Einen längeren Ausfall der IT-Systeme halten wir aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen allerdings für unwahrscheinlich.
Mit einer permanenten Überprüfung des Umfangs und der Wirksamkeit unserer vielfältigen Sicherheitsmaßnahmen durch unabhängige Gutachter wollen wir solche Risiken begrenzen. Ein Versicherungsschutz zur Abdeckung von Schäden aus dem Ausfall von EDV-Anlagen wurde für Cyberangriffe mit einer Schadenssumme in Höhe von 50 Mio. € abgeschlossen.
REPUTATION
Der Eintritt eines jeden Risikos könnte in Abhängigkeit von der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu Reputationsschäden mit nicht oder nur schwer quantifizierbaren finanziellen Auswirkungen für das Unternehmen führen. Dazu zählen besonders Risiken mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie das Nichterreichen von selbst definierten Zielen.
Solchen Entwicklungen begegnen wir mit offener und frühzeitiger Kommunikation gegenüber unseren Stakeholdern.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND CHANCEN
WÄHRUNG/WECHSELKURSSCHWANKUNGEN
Ein Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir zwischen Transaktions- und Translationsrisiken. Während sich das Risiko auf negative Wechselkursentwicklungen bezieht, können sich dagegen positive Wechselkursentwicklungen vorteilhaft auf Ergebnis und Eigenkapital auswirken und bieten daher eine Chance.
TRANSAKTIONSRISIKEN
Die K+S GRUPPE hat einen maßgeblichen Umsatzanteil in US-Dollar. Daneben entstehen sowohl Umsätze als auch Kosten in anderen Landeswährungen (z. B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund). Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen. Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euros zum US-Dollar sowie des kanadischen Dollars zum US-Dollar, wirken sich vor allem in der operativen Einheit Europe+ im Kundensegment Landwirtschaft auf die Höhe der Erlöse und Forderungen sowie Kosten und Verbindlichkeiten aus.
,Finanzlage', Seite 65
Um Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden signifikante Nettopositionen mithilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen "worst case"-Wechselkurs. Das zu sichernde Volumen wird anhand der Erlös- und Kostenplanung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden.
,Anhang', Seite 196
TRANSLATIONSRISIKEN
Außerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hingegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Diese Umrechnungssystematik könnte zu währungsbedingten Schwankungen im Ergebnis und Eigenkapital von K+S führen. Diese Translationseffekte betreffen die gesamte K+S GRUPPE und werden nicht gesichert.
VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUS
Aus Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen.
Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen sowie andererseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten aus. Auswirkungen auf Festzinsaufnahmen ergeben sich, wenn die Zinsbindung ausläuft und eine Prolongation angestrebt wird. Hinzu kommen Effekte auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten. Aufgrund der derzeitigen Finanzierungsstruktur sind allerdings nur moderate Auswirkungen zu erwarten.
Die K+S GRUPPE hat langfristige Rückstellungen, insbesondere aus bergbaulichen Verpflichtungen sowie Pensionen, mit dem Barwert der zukünftig erwarteten Aufwendungen anzusetzen. In 2019 standen insbesondere für die sehr langfristigen bergbaulichen Verpflichtungen am Kapitalmarkt keine laufzeitkongruenten Zinssätze zur Verfügung. Das bisher praktizierte Verfahren der Extrapolation der am Markt zum Stichtag verfügbaren Zinssätze für diese Verpflichtungen führte deshalb zu unsachgerechten Realzinsen. Aus diesem Grund wurden zur Schätzung des Zinssatzes für langfristige bergbauliche Verpflichtungen ergänzend durchschnittliche Renditen von Staatsanleihen herangezogen. Zukünftig könnte eine Veränderung des Marktzinsniveaus im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag zu Änderungen der Diskontierungssätze führen und somit zu einer Anpassung der Höhe der langfristigen Rückstellungen. Sowohl bei sinkendem als auch steigendem Zinsniveau sind moderate Auswirkungen auf die Bilanz sowie das Ergebnis der K+S GRUPPE möglich.
Ein Großteil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen gedeckt, das aus festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen Vermögensanlagen besteht. Rückläufige Erträge aus diesen Anlagen können sich ungünstig auf den Marktwert des Planvermögens auswirken. Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens begegnen wir durch eine ausgewogene Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken.
,Anhang', Seite 196
VERSCHLECHTERUNG BZW. VERBESSERUNG DES UNTERNEHMENSRATINGS
Ratings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i. d. R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Veränderung der Bonitätsbeurteilung von K+S durch eine Ratingagentur erfolgt.
Eine Herabstufung (Verschlechterung) könnte sich negativ auf die Kosten der Finanzierung von K+S auswirken. Eine Heraufstufung der Bonitätsbeurteilung und somit eine Verbesserung des Unternehmensratings wirkt dagegen positiv auf die Kosten und Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft.
,Finanzlage', Seite 65
LIQUIDITÄT
Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko der Liquiditätsbeschaffung bestehen.
Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel, zugesagte Kreditlinien und weitere Finanzierungsinstrumente zu decken.
Für einen Teil dieser zugesagten Kreditlinien ist daneben auch die Einhaltung einer marktüblichen finanziellen Kennzahl (Financial Covenant) vereinbart. Diese sieht für den jeweiligen Quartalsabschluss ein bestimmtes Verhältnis zwischen Nettofinanzverbindlichkeiten (inkl. aller Leasingverbindlichkeiten) und EBITDA vor. Bei Überschreitung dieser Kennzahl zum jeweils vereinbarten Stichtag besteht ein Recht zur Kündigung durch die Finanzierungsgeber. Die übrigen Finanzverbindlichkeiten sind im Regelfall über eine Cross-Default-Klausel in diesem Fall ebenfalls kündbar. Hieraus würden sich höhere Liquiditätsbeschaffungskosten ergeben.
In unserer Planung für den bereinigten Freien Cashflow sind Maßnahmen zur Verbesserung des Working Capital berücksichtigt. Sollten diese Maßnahmen entfallen oder nicht greifen, hätte dies negative Auswirkungen auf den erwarteten Freien Cashflow. Dieses Risiko verstehen wir als Teil des Liquiditätsrisikos.
Die Liquiditätssteuerung erfolgt über Cashpool-Systeme durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquidität belief sich per 51. Dezember 2019 auf 1.140,2 Mio. € und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie dem ungenutzten Teil unserer bis Mitte 2024 laufenden Konsortialkreditlinie. Damit lag die verfügbare Liquidität deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindestreserve von 300 Mio. €. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren. ,Anhang', Anmerkung (25) ,Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten', Seite 213
AUSFALL VON FORDERUNGEN AN KUNDEN
Wir unterhalten mit vielen Kunden umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Dies könnte die Finanzlage von K+S beeinträchtigen.
Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung.
AUSFALL VON PARTNERN BEI FINANZGESCHÄFTEN
Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage von K+S führen. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Finanzinstituten bestehen nicht.
VERÄNDERUNGEN EINZELNER RISIKEN UND CHANCEN GEGENÜBER DER VORPERIODE
Die Einschätzungen in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die finanziellen Auswirkungen der schon in den Vorperioden berichteten Risiken und Chancen sind den Tabellen B.63 und B.64 auf den Seiten 121 und 122 zu entnehmen.
Die Risiken in der operativen Einheit Europe+ im Zusammenhang mit der Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen haben weiterhin eine hohe Bedeutung. Das Risiko einer Versagung oder gerichtlichen Aufhebung behördlicher Genehmigungen sowohl für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen als auch für die Entsorgung von flüssigen Rückständen im Teilbereich Einleitung bleibt innerhalb der Risikowahrscheinlichkeit von 10 bis 50 %.
Maßnahmen zur Vorbereitung der Erweiterung der Halden Zielitz und Wintershall wurden genehmigt.
Aufgrund der aktuell volatilen Marktsituation halten wir Schwankungen bei der Nachfrage und den Düngemittelpreisen mit wesentlichen Auswirkungen für möglich.
Die Risikosituation bezüglich der Nichteinhaltung von Vorschriften zu Arbeitsplatzgrenzwerten unter Tage konkretisiert sich aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse unserer intensiven Untersuchungen. Wir gehen davon aus, dass wir die gesetzlich geforderten technischen Vorgaben dauerhaft erreichen werden. Kritisch sehen wir allerdings den zur Verfügung stehenden Zeitraum zur Umsetzung der technischen Entwicklungen.
Die Berichterstattung über die Erhöhung von Schwermetallwerten des Grund- und Oberflächenwassers im Umfeld der Rückstandshalden kann entfallen, da das erwartete Schadenspotenzial nunmehr deutlich unterhalb der Schwellenwerte für die Berichterstattung liegt.
EINSCHÄTZUNG DER RISIKO- UND CHANCENLAGE DURCH DEN VORSTAND: KEINE BESTANDSGEFÄHRDENDEN RISIKEN
Die nachfolgende Einschätzung der Risiko- und Chancenlage erfolgt auf Grundlage der Erkenntnisse aus unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen.
Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S führen könnten.
Die Risikolage von K+S hat sich insbesondere wegen der herausfordernden Entwicklung am Kalimarkt sowie des ausbleibenden Winters zu Beginn des Jahres 2020 verschlechtert.
Die Chancen, die sich für K+S mittelfristig ergeben könnten, bieten eine positive Aussicht. Wir sind zuversichtlich, dass die operative Stärke von K+S eine solide Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen für eine Nutzung der Chancen zur Verfügung stehen.
Im Gesamtbild ist die Risiko- bzw. Chancenlage im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert und bedarf aufgrund der Rahmenbedingungen in der operativen Einheit Europe+ weiterhin hoher Aufmerksamkeit.
PROGNOSEBERICHT
Aufgrund der aktuell hohen Volatilität beim Preis für Kaliumchlorid in den Überseeregionen gestaltet sich eine Ergebnisprognose besonders schwierig; zusätzlich könnte die weitere Ausbreitung des Coronavirus die Unsicherheit nochmals verstärken. Vor diesem Hintergrund wird das EBITDA in einer Bandbreite zwischen 500 und 620 Mio. € erwartet (2019: 640,4 Mio. €). Dabei stehen im Kundensegment Landwirtschaft negative Preiseffekte einem höheren Absatz nach den Produktionskürzungen im Vorjahr gegenüber. Nach dem schwachen Start des Auftausalzgeschäfts im ersten Quartal rechnen wir im Kundensegment Gemeinden mit einer insgesamt geringeren Absatzmenge als im Vorjahr.
Künftige gesamtwirtschaftliche Situation
Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF) sowie des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (IFW). B.65
Der internationale Währungsfonds sowie die Experten des IFW in Kiel prognostizieren, dass die Wachstumsrate für das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 mit 3,3 % bzw. 3,1 % leicht höher ausfällt als in 2019 (2018: 2,9 % bzw. 3,0 %). Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass die Weltwirtschaft, auch vor dem Hintergrund einer lockeren Finanzpolitik, allmählich wieder Tritt fassen sollte. Gegenläufig dazu wird erwartet, dass die bisher robuste US-Konjunktur zunächst noch an Fahrt verlieren wird und die wirtschaftliche Expansion in China sich weiterhin in der Grundtendenz leicht verlangsamt. Die Konjunktur im Euroraum dürfte sich hingegen leicht beleben.
Eine nochmalige deutliche Verringerung des weltwirtschaftlichen Expansionstempos könnte dazu führen, dass sich die Rahmenbedingungen für den internationalen Handel weiter spürbar verschlechtern und das Investitionsklima zusätzlich belastet würde. Außerdem könnte die weitere Ausbreitung des Coronavirus das Expansionstempo drosseln. Ein Abschwung auf globaler Ebene könnte insbesondere dann eine negative Dynamik entwickeln, wenn sich die Schwäche in der Industrie in stärkerem Maße auf die Aktivität in der übrigen Wirtschaft auswirkt, als dies bisher der Fall war.
Für die Inflation wird im Jahr 2020 davon ausgegangen, dass diese sich nur wenig verändert. Vonseiten der Energiepreise wird nicht mit substanziellen Beiträgen zur Entwicklung der Inflation gerechnet.
Aus dem Brexit sind keine nennenswerten direkten Auswirkungen auf unsere künftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu erwarten. Der Umsatzanteil Großbritanniens am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE liegt lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS
B. 65
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| in %; real | 2016 | 2017 | 2018 | 2019e | 2020e |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | +2,2 | +2,5 | + 1,5 | + 0,5 | +1,1 |
| Euroraum | + 1,9 | +2,4 | + 1,8 | + 1,2 | +1,3 |
| Welt | +3,3 | +3,8 | +3,7 | +2,9 | +3,3 |
Quelle: IWF
Künftige Branchensituation
LANDWIRTSCHAFT
Auch künftig kann der aufgrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und sich verändernder Ernährungsgewohnheiten steigende Bedarf an Agrarrohstoffen bei begrenzter Verfügbarkeit von Ackerflächen nur durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gedeckt werden. Ein ausgewogener Einsatz mineralischer Pflanzennährstoffe ist dabei unerlässlich. Auch das Preisniveau für Agrarprodukte dürfte dem Landwirt weiterhin ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen ausgewogenen bzw. - bei Unterversorgung - höheren Düngemitteleinsatz zu steigern.
Zu Jahresbeginn 2020 hält die Kaufzurückhaltung bei Kaliumchlorid in den Überseeregionen maßgeblich aufgrund des nach wie vor ausbleibenden Vertragsabschlusses mit China weiter an. Einige Produzenten reagierten darauf erneut mit Produktionskürzungen. Die im Frühjahr in der nördlichen Hemisphäre anstehende Düngesaison sowie die verbesserte Ertragssituation der Landwirte in Südostasien sollten zu einer Nachfragebelebung und einem Abbau der in den Abnehmerregionen in 2019 aufgebauten Lagerbestände führen. Ein erwarteter neuer Vertragsabschluss zur Belieferung Chinas sollte auch dort eine Nachfragebelebung nach sich ziehen. Insgesamt rechnen wir im Gesamtjahr 2020 mit einer Zunahme des Weltkaliabsatzes um gut 3 Mio. t auf etwa 72 Mio. t (einschließlich knapp 5 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Bei der Düngemittelspezialität Kaliumsulfat gehen wir von einer stabilen Nachfrage aus.
Ausgehend von der im vierten Quartal 2019 und zu Beginn des Jahres 2020 rückläufigen Preisentwicklung für Kaliumchlorid in Brasilien und Südostasien gehen wir von einer Bodenbildung im Verlauf des ersten Quartals, einer leichten Preisverbesserung während des zweiten Quartals und einer Preisstabilisierung auf einem spürbar höheren Niveau im zweiten Halbjahr aus. Bei den Düngemittelspezialitäten erwarten wir im Jahresdurchschnitt insgesamt ebenfalls ein niedrigeres Preisniveau, wenngleich in deutlich geringerem Ausmaß.
INDUSTRIE
Die Nachfrage nach Kali-, Magnesium- sowie Salzprodukten des Kundensegments Industrie, das entsprechend der regionalen Aufteilung beiden operativen Einheiten zuzuordnen ist, sollte sich insgesamt mittelfristig leicht steigend entwickeln. Global dürfte der Bedarf an Produkten für chemische Anwendungen spürbar steigen. Zudem sollte die Nachfrage nach Pharmaprodukten angesichts der zunehmend älter werdenden Bevölkerung weiterhin moderate Wachstumsraten ermöglichen.
Im Jahr 2020 sollte sich die Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie für die operative Einheit Europe+ insgesamt positiv entwickeln. Trotz leichter Abkühlung des konjunkturellen Umfeldes wird die Nachfrage für chemische Anwendungen weiterhin auf gutem Niveau erwartet.
Für die operative Einheit Americas rechnen wir in Nordamerika in 2020 insgesamt ebenfalls mit einer stabilen Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie. In Südamerika erwarten wir eine leicht steigende Nachfrage in der chemischen Industrie und eine stabile Entwicklung in den übrigen Sub-Segmenten.
VERBRAUCHER
Nordamerika ist die bedeutendste Region für das Geschäft mit Verbraucherprodukten, das entsprechend der regionalen Aufteilung beiden operativen Einheiten zuzuordnen ist. Im Tafelsalzbereich wird in beiden operativen Einheiten mit einem weiter anhaltenden Trend hin zu höherwertigen Produkten wie Meer- oder Koshersalz gerechnet. Bei Wasserenthärtungssalz schätzen wir die Nachfrage für die operative Einheit Europe+ regional leicht steigend und für die operative Einheit Americas als stabil ein. Bei verpacktem Auftausalz für Endverbraucher rechnen wir in Europa mit einer witterungsbedingt erneut schwachen Nachfrage, in Nordamerika im Durchschnitt der verschiedenen Regionen mit einer relativ stabilen Nachfrage.
GEMEINDEN
Aufgrund milder Temperaturen zum Jahresbeginn rechnen wir für die operative Einheit Europe+ im ersten Quartal insgesamt mit einer stark unterdurchschnittlichen Nachfrage nach Auftausalz. Dies dürfte sich ebenfalls auf das Frühbezugsgeschäft und selbst bei einem Normalwinter im vierten Quartal insgesamt auf die Absatzmengen auswirken. Auch in der operativen Einheit Americas gehen wir aufgrund des unterdurchschnittlichen ersten Quartals über alle Regionen betrachtet für den weiteren Verlauf des Jahres von einer Nachfrage unter dem gleitenden Durchschnitts der vergangenen zehn Jahre aus. Wie in 2019 erwarten wir an der US-Ostküste einen anhaltend hohen Wettbewerb.
Erwartete Ergebnisentwicklung, Finanzlage und geplante Investitionen
Aufgrund der aktuell hohen Volatilität beim Preis für Kaliumchlorid in den Überseeregionen gestaltet sich eine Ergebnisprognose besonders schwierig. Vor diesem Hintergrund erwarten wir ein EBITDA für die K+S GRUPPE zwischen 500 und 620 Mio. € (2019: 640,4 Mio. €).
Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2020 basiert im Wesentlichen auf den folgenden Annahmen:
| ― | Gemäß unserer Einschätzung des Marktumfelds im Kundensegment Landwirtschaft, das der operativen Einheit Europe+ zuzuordnen ist, gehen wir für 2020 insgesamt von einem leicht niedrigeren Durchschnittspreis für Kali- und Magnesiumdüngemittel in unserem Produktportfolio aus als im vierten Quartal 2019 (255 €). Dies setzt die in der künftigen Branchensituation für das Kundensegment Landwirtschaft beschriebene Preisentwicklung voraus. |
| ― | Die erwartete Absatzmenge aller Produkte im Kundensegment Landwirtschaft dürfte insbesondere aufgrund der Rückkehr zur Normalproduktion in Deutschland sowie eines weiteren Hochfahrens der Produktion in Bethune (keine Produktionskürzungen) bei über 7 Mio. t liegen (2019: 6,30 Mio. t). |
| ― | Aufgrund des insgesamt witterungsbedingt sehr schwachen Starts des Auftausalzgeschäfts erwarten wir im Kundensegment Gemeinden, das entsprechend der regionalen Aufteilung beiden operativen Einheiten zuzuordnen ist, für das Geschäftsjahr 2020 einen Absatz zwischen 8 und 9 Mio. t (Normaljahr: zwischen 12,5 und 13,0 Mio. t; 2018: 12,7 Mio. t). |
| ― | In Bezug auf die EUR/USD-Währungsrelation wird ein durchschnittlicher Kassakurs von 1,12 EUR/USD (2019: 1,12 EUR/USD) unterstellt. |
In der operativen Einheit Europe+ (Segment nach IFRS 8) sollte der höhere Absatz im Kundensegment Landwirtschaft nach den Produktionskürzungen im Vorjahr negativen Preiseffekten gegenüberstehen. Das EBITDA sollte, abhängig von der weiteren Marktentwicklung in den Kundensegmenten Landwirtschaft und Gemeinden, spürbar zurückgehen bis stabil bleiben (EBITDA Europe+ 2019: 437,0 Mio. €). Das EBITDA der operativen Einheit Americas (Segment nach IFRS 8) dürfte aufgrund eines insgesamt unterdurchschnittlichen Auftausalzgeschäfts leicht bis spürbar zurückgehen (EBITDA Americas 2019: 230,0 Mio. €).
Die nachfolgenden Kennzahlen folgen der beschriebenen EBITDA-Entwicklung:
Wir erwarten beim bereinigten Konzernergebnis nach Steuern insbesondere aufgrund höherer Abschreibungen einen deutlichen Rückgang (2019: 77,8 Mio. €).
Obwohl das Investitionsvolumen der K+S GRUPPE im Jahr 2020 insbesondere aufgrund fortschreitender Erweiterungen unserer Haldenkapazitäten in Deutschland deutlich über dem Vorjahr (493,3 Mio. €) liegen dürfte, erwarten wir - unter der Annahme des Mittelwerts der EBITDA-Bandbreite - aufgrund weiterer geplanter Maßnahmen zur Verbesserung beim Working Capital einen in etwa ausgeglichenen bereinigten Freien Cashflow (2019: +139,7 Mio.€). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) wird voraussichtlich deutlich zurückgehen (2019: 2,3 %).
Sollte sich die Höhe der Nettofinanzverbindlichkeiten im Vergleich zum Jahresende 2019 (3.116,6 Mio. €) nicht verändern, würde sich die Kennzahl der Nettofinanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum EBITDA abhängig von der beschriebenen EBITDA-Bandbreite zum Jahresende 2020 erhöhen bis annähernd stabil bleiben (2019: 4,9-fach). Die Höhe der Nettofinanzverbindlichkeiten zum Jahresende hängt jedoch davon ab, wann unser Maßnahmenpaket zum Abbau der Verschuldung greift.
,Unternehmensstrategie', Seite 49
Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2019
Unsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern wider. Vor dem Hintergrund des Rückgangs des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern, der Prognose für das Jahr 2020 und des Maßnahmenpakets zum Abbau der Verschuldung beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 12. Mai 2020 eine Dividende in Höhe von 0,15 € je Aktie (Vorjahr: 0,25 € je Aktie) vorzuschlagen. Damit liegt die Ausschüttungsquote mit 37 % (Vorjahr: 56 %) leicht unterhalb der Bandbreite der beschriebenen Dividendenpolitik.
Erwartete Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren
Eine nachhaltige Unternehmensführung hat einen zunehmend starken Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens und daher hat der Aufsichtsrat beschlossen, einen wesentlichen Teil der Vergütung des Vorstands an Nachhaltigkeitsziele zu koppeln.
,Vergütungsbericht', Seite 142
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 83
LOST TIME INCIDENT RATE (LTI-RATE)
Die sogenannte LTI-Rate misst Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit bezogen auf eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Diese Rate soll in einem Dreijahreszeitraum um drei Punkte reduziert werden, um 100 % Zielerfüllung zu erreichen. Für das Jahr 2020 erwarten wir, dass sich die LTI-Rate aufgrund von uns ergriffener Maßnahmen gegenüber 2019 deutlich reduziert (2019: 10,3).
REDUZIERUNG SALZHALTIGER PROZESSWÄSSER
Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, die salzhaltigen Prozesswässer aus der Kali-Produktion in Deutschland um 500.000 m 3 bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2017 zu reduzieren. Um 100 % Zielerfüllung zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Reduzierung von Prozesswässern um 115.385 m 3 erreicht werden. Für das Jahr 2020 rechnen wir mit einer leichten Reduktion gegenüber 2019 (3,5 Mio. m 3), womit wir auf einem guten Weg zur Zielerfüllung sind.
NACHHALTIGE LIEFERKETTEN
K+S fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforderungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE (Kodex) formuliert.
Die erste Zielsetzung ist, dass die Anerkennungsrate unseres Einkaufsvolumens bezogen auf den Kodex bis zum Jahr 2025 mehr als 90 % beträgt. Um 100 % Zielerfüllung bei der Anerkennungsrate des Einkaufsvolumens zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine degressive Steigerung der Anerkennungsrate (siehe Grafik im Vergütungsbericht) erreicht werden. Wir erwarten, dass die für 2020 aus der Grafik ersichtliche angestrebte Anerkennungsrate (62,0 %) erreichbar sein sollte (Anerkennungsrate 2019: 44,9 %).
Ein weiteres, gleichwertiges Unterziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100 % unserer "kritischen" Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben. Um 100 % Zielerfüllung bei der Anerkennungsrate der kritischen Lieferanten zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Steigerung der Anerkennungsrate um 33,3 Prozentpunkte erreicht werden. Demnach würden wir pro Jahr eine Steigerung der Anerkennungsrate der kritischen Lieferanten um 11,1 Prozentpunkte anstreben. Für das Jahr 2020 sollten wir diese Steigerung übertreffen können (Anerkennungsrate 2019: 23,2 %).
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der K+S GRUPPE
Trotz der erzielten Fortschritte bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie SHAPING 2030, der Verbesserung der operativen Performance, der Erhöhung der Produktionskapazität und Qualität in Bethune sowie des verbesserten Abwassermanagements trüben das weiterhin schwierige Marktumfeld für Kaliumchlorid sowie der witterungsbedingt sehr schwache Start ins Auftausalzgeschäft die Prognose für das Jahr 2020. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT das EBITDA der K+S GRUPPE im Jahr 2020 in einer Bandbreite zwischen 500 und 620 Mio. €. Des Weiteren wird unter der Annahme des Mittelwerts der EBITDA-Bandbreite ein in etwa ausgeglichener bereinigter Freier Cashflow der K+S GRUPPE erwartet.
K+S AKTIENGESELLSCHAFT (ERLÄUTERUNGEN AUF BASIS HGB)
Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB findet sich auf Seite 99.
Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands
Die Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB sowie der erläuternde Bericht des Vorstands finden sich auf Seite 113.
Vergütungsbericht
Die Angaben nach § 289a Abs. 2 HGB sind im Vergütungsbericht ab Seite 142 enthalten.
Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -Überwachung, Überblick über den Geschäftsverlauf
Angaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -überwachung sowie ein Überblick über den Geschäftsverlauf finden sich auf den Seiten 37-59 sowie 109-118.
Ertragslage
Der Umsatz der K+S AKTIENGESELLSCHAFT lag mit 137,3 Mio. € marginal unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 137,8 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Bereich Tierhygiene, im Bereich IT und die sonstigen Umsatzerlöse lagen nahezu auf dem Vorjahresniveau.
Vor allem höhere Kosten für IT-Reorganisation im Vorjahr führten zum Rückgang der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen von 152,4 Mio. € in 2018 auf 147,1 Mio. €.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen deutlich um 341,9 Mio. € auf 442,4 Mio. € (2018: 100,5 Mio. €). Wesentliche Ursachen waren die Realisierung von stillen Reserven im Rahmen einer Kapitalrückzahlung eines Beteiligungsunternehmens und gestiegene Erträge aus der Kostenverrechnung an Gruppengesellschaften. Dem stehen gesunkene Erträge aus Kurssicherungsgeschäften gegenüber.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT 1
B. 66
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 137,8 | 137,3 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 152,4 | 147,1 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | -14,6 | -9,8 |
| Vertriebs-, allgemeine Verwaltungs- und Forschungskosten | 37,3 | 36,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -18,5 | 348,1 |
| Beteiligungsergebnis | 324,0 | 147,2 |
| Zinsergebnis | -168,7 | -135,5 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,1 | 0,0 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | - | - |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 84,8 | 313,3 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 10,3 | 25,2 |
| Jahresüberschuss | 74,5 | 288,2 |
| Gewinnvortrag aus dem Ergebnis nach Steuern | - | 26,6 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus Jahresüberschuss | 0,0 | 144,1 |
| Bilanzgewinn | 74,5 | 170,7 |
1 Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung findet sich im Jahresabschluss 2019 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT.
BILANZ
DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT
B. 67
AKTIVA
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| in Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 9,9 | 11,4 |
| Sachanlagen | 61,4 | 57,0 |
| Finanzanlagen | 6.663,0 | 6.206,6 |
| Anlagevermögen | 6.734,3 | 6.274,9 |
| Vorräte | 4,8 | 7,7 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 754,1 | 511,8 |
| Wertpapiere | 6,1 | 6,3 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 78,9 | 156,7 |
| Umlaufvermögen | 843,9 | 682,5 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 10,3 | 5,7 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung | - | 1,3 |
| AKTIVA | 7.588,6 | 6.964,5 |
| PASSIVA | ||
| in MIO. € | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
| Gezeichnetes Kapital | 191,4 | 191,4 |
| Kapitalrücklage | 701,6 | 701,6 |
| Gewinnrücklagen | 1.006,4 | 1.150,5 |
| Bilanzgewinn | 74,5 | 170,7 |
| Eigenkapital | 1.973,9 | 2.214,2 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 24,5 | 29,6 |
| Steuerrückstellungen | 9,7 | 5,2 |
| Sonstige Rückstellungen | 224,6 | 227,5 |
| Rückstellungen | 258,8 | 262,3 |
| Verbindlichkeiten | 5.351,4 | 4.484,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4,5 | 3,8 |
| PASSIVA | 7.588,6 | 6.964,5 |
B. 68
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 119,0 Mio. € auf 94,3 Mio. € verringert. Dies ist vor allem auf den Rückgang von Kursverlusten zurückzuführen. Gestiegene Beratungskosten zeigten einen gegenläufigen Effekt.
Die Erträge aus Beteiligungen sind von 324,0 Mio. € in 2018 auf 147,2 Mio. € in 2019 gefallen. Im Vorjahr waren Erträge aus den Beteiligungen an der K+S salz gmbh mit 44,1 Mio. € sowie der K+S FINANCE BELGIUM BVBA mit 40,4 Mio. € enthalten. Die Ergebnisabführung der K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH (vormals K+S KALI GMBH) fiel von 217,5 Mio. € in 2018 auf 146,3 Mio. € in 2019. Weitere Beteiligungserträge ergaben sich aus der Gewinnabführung der K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH mit 0,8 Mio. € (2018: 1,0 Mio. €).
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge verringerten sich im Wesentlichen wegen gesunkener Zinserträge als Folge von im Vorjahresvergleich gesunkenen Steuererstattungsansprüchen von 10,5 Mio. € auf 8,4 Mio. €.
Vor allem durch positive Effekte aus der Bewertung des Planvermögens, gesunkenen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen, verminderten Zinsaufwendungen gegenüber Gruppengesellschaften sowie geringeren Zinsaufwendungen für begebene Anleihen fielen die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von 179,2 Mio. € auf 143,8 Mio. €.
Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 213,7 Mio. € auf 288,2 Mio. € (2018: 74,5 Mio. €). B.66
Vermögens- und Finanzlage
Das Anlagevermögen hat sich um 459,4 Mio. € auf 6.274,9 Mio. € (2018: 6.734,3 Mio. €) verringert. Dies ist im Wesentlichen auf die Kapitalherabsetzung von verbundenen Unternehmen im Rahmen einer gesellschaftsrechtlichen Restrukturierung zurückzuführen. Damit betrug der Anteil des Anlagevermögens 90 % an der Bilanzsumme (2018: 89 %). Insgesamt verzeichnete die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2019 einen Rückgang um 624,1 Mio. € auf 6.964,5 Mio. €. Das Umlaufvermögen fiel um 161,4 Mio. € auf 682,5 Mio. € (2018: 843,9 Mio. €). Bedingt durch gesunkene Forderungen aus Ergebnisabführung sowie Forderungen aus dem Cashpool verminderten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 646,5 Mio. € im Vorjahr auf 419,6 Mio. € im laufenden Geschäftsjahr. B.67
Das Eigenkapital liegt mit 2.214,2 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (2018: 1.973,9 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 32 % (2018: 26 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.067,8 Mio. € (2018: 2.083,9 Mio. €) setzten sich im Wesentlichen aus Cashpool-Verbindlichkeiten zusammen.
Im Geschäftsjahr 2019 ergab sich ein Rückgang aller Verbindlichkeiten um 867,3 Mio. € auf 4.484,1 Mio. € (2018: 5.351,4 Mio. €), was im Wesentlichen auf die Ablösung von kurzfristigen Darlehen an Tochtergesellschaften zurückzuführen war. Die Gesellschaft wies zum Stichtag Rückstellungen in Höhe von 262,3 Mio. € mit überwiegend langfristigem Charakter aus. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte in erheblichem Maße aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln. B.68
Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt waren 1.033 Mitarbeiter (2018: 1.029 Mitarbeiter) bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt. Wie im Vorjahr betrug der Anteil von Frauen 35 % und von Männern 65 % (2018: 35 % Frauen, 65 % Männer). Davon waren 25 Auszubildende (2018: 22 Auszubildende). Die Zahl der Arbeitsunfälle betrug 31 (2018: 30), mit einer Unfallrate von 19,3 (2018: 18,2) sowie Unfällen mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeitsstunden von 1,9 (2018: 3,7). Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter lag im Jahr 2019 mit 4,6 % ebenfalls auf Vorjahresniveau (2018: 4,6 %).
Dividende
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist für das Geschäftsjahr 2019 einen Bilanzgewinn von 170,7 Mio. € (2018: 74,5 Mio. €) aus.
Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 12. Mai 2020 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 wie in Tabelle B.69 dargestellt zu verwenden.
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Dividende je Aktie (€) | 0,25 | 0,15 |
| Ausschüttungssumme bei 191.400.000 dividendenberechtigten Stückaktien | 47,9 | 28,7 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | 142,0 |
| Gewinnvortrag | 26,6 | - |
| Bilanzgewinn | 74,5 | 170,7 |
Forschung und Entwicklung
Umfassende Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der K+S GRUPPE, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden sich auf Seite 78.
Risiken und Chancen
Die Geschäftsentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die K+S GRUPPE. An den Risiken und Chancen ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die K+S AKTIENGESELLSCHAFT entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden sich im "Risiko- und Chancenbericht" ab Seite 119.
Die Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (§ 289 Abs. 4 HGB) findet sich auf Seite 112.
Prognosebericht
Die Ergebnisentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die für die K+S GRUPPE erwartete Geschäftsentwicklung findet sich im Prognosebericht ab Seite 134.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss bzw. der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschrieben sind.
Kassel, 4. März 2020
K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand
Zukunftsbezogene Aussagen
Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
VERGÜTUNGSBERICHT
Im Folgenden werden die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten erläutert.
Vergütung des Vorstands
VERGÜTUNGSSTRUKTUR
Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben und die Leistung des Vorstands, der Vergleich mit der Vergütung von oberen Führungskräften weltweit und der Gesamtbelegschaft, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds.
Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige - fixe - als auch erfolgsbezogene - variable - Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen. Der erfolgsbezogene variable Anteil besteht aus zwei Elementen: der Tantieme (STI) sowie zwei kennzahlenbasierten variablen Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannte Long Term Incentives (LTI I und LTI II)). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 enthalten die Vorstandsverträge Claw-Back-Klauseln (Rückzahlungsregelungen).
Die fixe, erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen.
Die erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteile umfassen zwei Komponenten. Das sogenannte Short Term Incentive (STI) bezieht sich auf das laufende Geschäftsjahr und bildet - mit 40 % - den kleineren Teil der variablen Vergütung. Den wesentlicheren Teil - mit 60 % - bildet das Long Term Incentive (LTI) ab, das aus zwei gleichgewichtigen Komponenten besteht. Die eine Komponente (LTI I) knüpft im Berichtsjahr an den sogenannten Wertbeitrag (Value Added) an und wird ab dem 1. Januar 2020 über Nachhaltigkeitsziele bemessen. Die zweite Komponente (LTI II) bezieht sich weiterhin auf die Aktienkursperformance. Die Laufzeit beträgt bei beiden Komponenten drei Jahre.
BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES ORDENTLICHEN VORSTANDSMITGLIEDS
B. 70
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| in Tsd. € | Relative Struktur Jahresvergütung | Relative Struktur Gesamtvergütung | Zielerreichung 100 % |
Zielerreichung 0 % |
Maximale Zielerreichung |
|---|---|---|---|---|---|
| Fixum | 60 % | 37 % | 550,0 | 550,0 | 550,0 |
| Tantieme 10 | 40 % | 25 % | 380,0 1 | 0,0 2 | 912,0 3 |
| Jahresvergütung | 100 % | 930,0 | 550,0 | 1.462,0 | |
| LTI I 10 | 285,0 4 | 0,0 5 | 570,0 6 | ||
| LTI II 10 | 285,0 7 | 0,0 8 | 570,0 9 | ||
| Gesamtvergütung | 100 % | 1.500,0 | 550,0 | 2.602,0 |
1 Ist-EBITDA ≙ Plan EBITDA; Performancefaktor ≙ 1,0.
2 Ist-EBITDA ≙ 0 %.
3 Ist-EBITDA ≙ 200 %; Performancefaktor ≙ 1,2.
4 Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) ≙ Planwertbeiträge (Durchschnitt Vergleichswert).
5 Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) ≙ 0 %.
6 Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) ≙ 200 %.
7 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) ≙ Performance M DAX (Durchschnitt Vergleichswert).
8 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) ≙ 0 %.
9 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) ≙ 200 %.
10 Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung.
Das STI wird an der Erreichung des EBITDA 1 der K+S GRUPPE der Jahresplanung gemessen. Wird der EBITDA-Wert der vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresplanung erreicht, beträgt der STI-Basisbetrag 100 %. Über- oder unterschreitet das Ist-EBITDA das Plan-EBITDA, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen. Eine diskretionäre Einflussnahme des Aufsichtsrats auf die Zielerreichung ist ausgeschlossen.
Nach Ablauf des betreffenden Geschäftsjahres legt der Aufsichtsrat einen Performancefaktor für das gesamte Vorstandsteam fest. Dieser wirkt als Multiplikator auf den Basisbetrag des STI und liegt zwischen 0,8 und 1,2. Das Ergebnis des Performancefaktors richtet sich nach der Erreichung einer jährlichen, für den gesamten Vorstand geltenden Zielvereinbarung zwischen Aufsichtsrat und Gesamtvorstand. Für die Jahre bis 2020 ist insbesondere die Erreichung der Meilensteine aus der Strategie SHAPING 2030, z. B. die Rückführung des Verschuldungsgrades (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA) sowie die Identifizierung von Potenzialkandidaten, konkrete Zielsetzung.
Beispielrechnung für die Anwendung des Performancefaktors:
Erfüllungsgrad des STI, z. B.
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| 100 % x Performancefaktor, z. B. | 1,1 = 110 % | oder 0,9 = 90 % |
LTI I-PROGRAMM BIS 31. DEZEMBER 2019
Der Vorstand hat aus den Jahren 2018 und 2019 Ansprüche aus laufenden LTI-Programmen, das System wird im Folgenden beschrieben:
Zur Ermittlung des LTI I für die Jahre 2018 und 2019 hat der Aufsichtsrat vor Beginn eines Performancezeitraums auf Basis der Mittelfristplanung Wertbeiträge (Value Added) für jedes Jahr des Performancezeitraums festgelegt. Der Planwertbeitrag entspricht dem arithmetischen Mittel der drei Wertbeiträge des Performancezeitraums. Nach Ablauf des Performancezeitraums wird der Ist-Wertbeitrag mit dem Planwertbeitrag verglichen. Entspricht der Ist-Wertbeitrag dem Planwertbeitrag, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet der Ist-Wertbeitrag den Planwertbeitrag, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen.
LTI II-PROGRAMM
Maßgeblich für das LTI II ist die Kursentwicklung der K+S-Aktie (inkl. gezahlter Dividenden) im Vergleich zur Entwicklung des MDAX (Performance Index). Entspricht die Kursentwicklung der K+S-Aktie der Entwicklung des MDAX im Vergleichszeitraum, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet die Kursentwicklung der K+S-Aktie die Entwicklung des MDAX, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen. Da dieser LTI II - und damit 50 % der Long-Term-Vergütung - an die Performance der K+S-Aktie gekoppelt ist, gibt es darüber hinaus keine gesonderte "Ownership Guideline" (Weisung zum Aktienbesitz).
LTI I-RROGRAMM (2018 - 2019)
B. 71

1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.
LTI II-PROGRAMM
B. 72

1 Durchschnitt des Börsenjahres; bildet den Vergleichswert.
2 Durchschnitt des Börsenjahres 2021, Basis für Performance-Abgleich gegenüber 2018.
Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.
LTI I-PROGRAMM AB 1. JANUAR 2020
Eine nachhaltige Unternehmensführung hat einen zunehmend starken Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmen. Daher hat der Aufsichtsrat beschlossen einen wesentlichen Teil der Vergütung des Vorstands an Nachhaltigkeitsziele zu koppeln. Das LTI I, das 50 % des Long Term Incentives ausmacht, wurde in diesem Zuge neu geregelt.
Wie im Geschäftsbericht auf Seite 52 beschrieben, hat sich das Unternehmen in drei Kategorien, nämlich "Menschen", "Umwelt" und "Geschäftsethik", Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Für das weiterhin dreijährige LTI I wurde aus jeder Kategorie ein Ziel gewählt. Als Maßstab für die Zielerreichung wurden jeweils Plan-Werte festgelegt.
Für die Kategorie "Menschen" wurde das Ziel "Gesundheit & Arbeitssicherheit" mit der Reduzierung der Lost Time Incident Rate gewählt. Aus der Kategorie "Umwelt" wurde das Ziel "Wasser" mit der zusätzlichen Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser aus der Kaliproduktion in Deutschland gewählt und aus der Kategorie "Geschäftsethik" das Ziel "Nachhaltige Lieferketten" mit zwei Unterzielen:
1. den "Anteil von kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben" zu maximieren sowie
2. die "Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE" zu erhöhen.
Die drei Oberziele stehen gleichgewichtig nebeneinander.
I. Menschen: Gesundheit & Arbeitssicherheit - Lost Time Incident Rate (LTI-Rate)
Die sogenannte LTI-Rate misst Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit bezogen auf eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Diese Rate soll in einem Dreijahreszeitraum um drei Punkte reduziert werden, um eine 100 %-Zielerfüllung zu erreichen. Wird das Ziel über- oder untererfüllt, steigt bzw. fällt der Prozentsatz linear auf 200 % bzw. auf 0 %.
MENSCHEN - LOST TIME INCIDENT RATE (BIS 2024)
B. 73

Schematische Darstellung
Beispielrechnung LTl l-Programm (2020-2022):
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| LTI-Rate | 5,8 = | 100 % Zielerreichung |
| LTI-Rate | 7,3 = | 0 % Zielerreichung |
| LTI-Rate | 4,3 = | 200 % Zielerreichung |
ll. Umwelt: Wasser - Reduzierung salzhaltiger Prozesswässer
Das Unternehmen hat sich in dieser Kategorie das Ziel gesetzt, die salzhaltigen Prozesswasser aus der Kaliproduktion in Deutschland um 500.000 m 3 p. a. bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2017 zu reduzieren. Um eine 100 %-Zielerfüllung zu erreichen, muss entsprechend in einem Dreijahreszeitraum - unter der Annahme der Produktionsmenge von 2017 - eine Reduzierung von Prozesswasser um 115.385 m3 erreicht werden (Plan-Wert). Wird das Ziel über- oder untererfüllt (Vergleich von Plan- und Ist-Wert), steigt bzw. fällt der Prozentsatz linear auf 200 % bzw. auf 0 %.
UMWELT - PROZESSWASSER (BIS 2024)
B.74

Schematische Darstellung
Beispielrechnung LTI I-Programm (2020-2022) 1:
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| Prozesswasserreduzierung | -115.385 m 3 = | 100 % Zielerreichung |
| Prozesswasserreduzierung | -57.692 m 3 = | 0 % Zielerreichung |
| Prozesswasserreduzierung | -173.078 m 3 = | 200 % Zielerreichung |
III. Geschäftsethik: Nachhaltige Lieferketten - Verhaltenskodex für Lieferanten
K+S fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforderungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE (Kodex) formuliert. Die Zielsetzung ist, die Anerkennungsrate unseres Einkaufsvolumens (Anerkennungsrate ll) durch den Kodex bis zum Jahr 2025 auf mehr als 90 % zu steigern. Ein weiteres Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100 % unserer "kritischen" Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben (Anerkennungsrate I).
Die beiden Unterziele in dieser dritten Kategorie stehen gleichgewichtig nebeneinander.
Um eine 100 %-Zielerfüllung bei der Anerkennungsrate der kritischen Lieferanten zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Steigerung der Anerkennungsrate um 33,3 Prozentpunkte erreicht werden (Plan-Wert). Wird das Ziel über- oder untererfüllt (Vergleich von Plan- und Ist-Wert), steigt bzw. fällt der Prozentsatz linear auf 200 % bzw. auf 0 %.
GESCHÄFTSETHIK - NACHHALTIGE LIEFERKETTEN (BIS 2024) KRITISCHE LIEFERANTEN
B. 75

Schematische Darstellung
Beispielrechnung Ltl l-Programm (2020-2022):
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| Anerkennungsrate I | 66,6 % = | 100 % Zielerreichung |
| Anerkennungsrate I | 50,0 % = | 0 % Zielerreichung |
| Anerkennungsrate I | 83,3 % = | 200 % Zielerreichung 1 |
1 Annahme: Produktionsmenge von 2017.
Um eine 100 %-Zielerfüllung bei der Abdeckung des Einkaufsvolumens zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Steigerung der Anerkennungsrate, die in der nachfolgenden Grafik dargestellt wird, erreicht werden (Plan-Wert). Da die Erwartung besteht, dass am Anfang eine schnellere Anerkennungsrate erreicht werden kann als im fortgeschrittenen Stadium, hat die Kurve einen degressiven Verlauf. Wird das Ziel über- oder untererfüllt (Vergleich von Plan - und Ist-Wert), steigt bzw. fällt der Prozentsatz auf 200 % bzw. auf 0 %.
GESCHÄFTSETHIK - NACHHALTIGE LIEFERKETTEN (BIS 2024) EINKAUFSVOLUMEN
B. 76

Schematische Darstellung
Beispielrechnung LTI I-Programm (2020-2022):
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| Anerkennungsrate II | 79,0 % = | 100 % Zielerreichung |
| Anerkennungsrate II | 62,0 % = | 0 % Zielerreichung |
| Anerkennungsrate II | 96,1 % = | 200 % Zielerreichung |
BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES ORDENTLICHEN VORSTANDSMITGLIEDS AB 1. JANUAR 2020
B. 77
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| in Tsd. € | Relative Struktur Jahresvergütung | Relative Struktur Gesamtvergütung | Zielerreichung 100 % |
Zielerreichung 0 % |
Maximale Zielerreichung |
|---|---|---|---|---|---|
| Fixum | 60 % | 37 % | 550,0 | 550,0 | 550,0 |
| Tantieme 10 | 40 % | 25 % | 380,0 1 | 0,0 2 | 912,0 3 |
| Jahresvergütung | 100% | 930,0 | 550,0 | 1.462,0 | |
| LTI I 10 | 38 % | 285,0 4 | 0,0 5 | 570,0 6 | |
| - Menschen | 95,0 | 0,0 | 190,0 | ||
| - Umwelt | 95,0 | 0,0 | 190,0 | ||
| - Geschäftsethik | 47,5 | 0,0 | 95,0 | ||
| 47,5 | 0,0 | 95,0 | |||
| LTI II 10 | 285,0 7 | 0,0 8 | 570,0 9 | ||
| Gesamtvergütung | 100 % | 1.500,0 | 550,0 | 2.602,0 |
1 Ist-EBITDA = Plan EBITDA; Performancefaktor = 1,0.
2 Ist-EBITDA = 0 %.
3 Ist-EBITDA = 200 %; Performancefaktor = 1,2.
4 100 % Zielerreichung Nachhaltigkeits-KPI's.
5 0 % Zielerreichung Nachhaltigkeits-KPI's.
6 200 % Zielerreichung Nachhaltigkeits-KPI's.
7 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = Performance M DAX (Durchschnitt Vergleichswert).
8 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = 0 %.
9 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = 200%.
10 Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung.
ALTSYSTEM LTI PROGRAMM 2016-2017
B. 78

1 Für ein ordentliches Vorstandsmitglied; die Auszahlung erfolgt im April des dem Programmende folgenden Jahres.
LTI-PROGRAMM BIS 31. DEZEMBER 2017
Der Vorstand hat aus den Jahren 2016 und 2017 Ansprüche aus laufenden LTI-Programmen, das System wird im Folgenden beschrieben:
Das System beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe erzielter sog. Wertbeiträge (LTI bis 2017). Der Wertbeitrag (LTI bis 2017) ergibt sich folgendermaßen:
Operatives Ergebnis vor Sicherungsgeschäften
+ Zinserträge des Geschäftsjahres
- Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres
\= Wertbeitrag (LTI bis 2017)
Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahreszeiträumen der Unternehmenserfolg ermittelt. Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag (LTI bis 2017) besteht bei +/-500 Mio. € pro Geschäftsjahr.
Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTI-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTI-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTI-Laufzeit.
Zu Beginn eines LTI-Zeitraums wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Performancezeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge (LTI bis 2017) wird an einer Skalierung von -200 bis +200 Mio. € prozentual gespiegelt. Entsprechen sich die Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Vergleichs- und des Performancezeitraums, werden 100 % des LTI ausgezahlt. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0 %. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200 %. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.
Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres.
Wie in Abbildung B.78 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performancezeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge unter denen des Vergleichszeitraums.
VERGÜTUNGSHÖHE
Einzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 sind in individualisierter Form in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der Unterschied zwischen der Gewährungs- bzw. der Zuflusstabelle bezieht sich allein auf die variablen Vergütungsbestandteile. Die Gewährungstabelle bildet Beträge ab, die bei 100%iger Zielerreichung in Aussicht gestellt wurden. Eine Ausnahme hiervon bildet als anteilsbasierte Vergütung der LTI II. Hier werden in der Gewährungstabelle die Beträge gezeigt, die den Vorstandsmitgliedern für die gesamte verbleibende Vertragslaufzeit zugesagt wurden. Die Zuflusstabelle zeigt hingegen die Beträge, die aufgrund der tatsächlich erreichten Ziele im Folgejahr zur Auszahlung kommen werden.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS (GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN)
B. 79
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| Dr. Burkhard Lohr Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 06/2012 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 2018 | 2019 | 2019 (Min.) | 2019 (Max.) | 2018 | 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 727,5 | 825,0 | 825,0 | 825,0 | 485,0 | 550,0 |
| Nebenleistung 1 | 28,5 | 42,8 | 42,8 | 42,8 | 20,1 | 20,8 |
| Summe | 756,0 | 867,8 | 867,8 | 867,8 | 505,1 | 570,8 |
| Einjährige variable Vergütung 3 | 570,0 | 570,0 | 0,0 | 1.368,0 | 380,0 | 380,0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 3 | 950,1 | 2.565,0 | 0,0 | 5.130,0 | 613,4 | 1.710,0 |
| - LTI I (ab 2018) | 344,4 | 427,5 | 0,0 | 855,0 | 224,6 | 285,0 |
| - LTI II (2018-2020) | 344,4 | 83,1 | 0,0 | 166,2 | 224,6 | 60,4 |
| - LTI II (2019-2021) | 201,9 | 225,6 | 0,0 | 451,2 | 129,6 | 155,4 |
| - LTI II (2020-2022) | 59,4 | 368,1 | 0,0 | 736,2 | 34,6 | 250,4 |
| - LTI II (2021-2023) | - | 427,5 | 0,0 | 855,0 | - | 285,0 |
| - LTI II (2022-2024) | - | 427,5 | 0,0 | 855,0 | - | 285,0 |
| - LTI II (2023-2025) | - | 344,4 | 0,0 | 688,8 | - | 224,6 |
| - LTI II (2024-2026) | - | 201,9 | 0,0 | 403,8 | - | 129,6 |
| - LTI II (2025-2027) | - | 59,4 | 0,0 | 118,8 | - | 34,6 |
| Summe | 2.276,1 | 4.002,8 | 867,8 | 7.365,8 | 1.498,5 | 2.660,8 |
| - Dienstzeitaufwand | 743,4 | 957,1 | 957,1 | 957,1 | 719,8 | 936,6 |
| Gesamtvergütung | 3.019,5 | 4.959,9 | 1.824,9 | 8.322,9 | 2.218,3 | 3.597,4 |
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| Thorsten Boeckers Finanzvorstand Im Vorstand seit 05/2017 | Mark Roberts2 Im Vorstand seit 10/2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 2019 (Min.) | 2019 (Max.) | 2018 | 2019 | 2019 (Min.) | 2019 (Max.) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 550,0 | 550,0 | 485,0 | 550,0 | 550,0 | 550,0 |
| Nebenleistung 1 | 20,8 | 20,8 | 53,6 | 60,0 | 60,0 | 60,0 |
| Summe | 570,8 | 570,8 | 538,6 | 610,0 | 610,0 | 610,0 |
| Einjährige variable Vergütung 3 | 0,0 | 912,0 | 380,0 | 380,0 | 0,0 | 912,0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 3 | 0,0 | 3.420,0 | 760,2 | 1.140,0 | 0,0 | 2.280,0 |
| - LTI I (ab 2018) | 0,0 | 570,0 | 261,3 | 285,0 | 0,0 | 570,0 |
| - LTI II (2018-2020) | 0,0 | 120,8 | 261,3 | 23,7 | 0,0 | 47,4 |
| - LTI II (2019-2021) | 0,0 | 310,8 | 166,3 | 118,7 | 0,0 | 237,4 |
| - LTI II (2020-2022) | 0,0 | 500,8 | 71,3 | 213,7 | 0,0 | 427,4 |
| - LTI II (2021-2023) | 0,0 | 570,0 | - | 261,3 | 0,0 | 522,6 |
| - LTI II (2022-2024) | 0,0 | 570,0 | - | 166,3 | 0,0 | 332,6 |
| - LTI II (2023-2025) | 0,0 | 449,2 | - | 71,3 | 0,0 | 142,6 |
| - LTI II (2024-2026) | 0,0 | 259,2 | - | 0,0 4 | 0,0 4 | 0,0 4 |
| - LTI II (2025-2027) | 0,0 | 69,2 | - | 0,0 4 | 0,0 4 | 0,0 4 |
| Summe | 570,8 | 4.902,8 | 1.678,8 | 2.130,0 | 610,0 | 3.802,0 |
| - Dienstzeitaufwand | 936,6 | 936,6 | 538,9 | 717,1 | 717,1 | 717,1 |
| Gesamtvergütung | 1.507,4 | 5.839,4 | 2.217,7 | 2.847,1 | 1.327,1 | 4.519,1 |
1 Nebenleistungen sind auf 75.000 € gedeckelt.
2 Vor Wechselkursausgleich: Für die Umrechnung der Vergütung ist ein US-Dollarkurs festgeschrieben. Da die Auszahlungen zunächst mit aktuellen Kursen umgerechnet werden, kommt es nach Ablauf des Jahres ggf. zu einem Ausgleich.
3 Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung.
4 Mandat endet am 30. September 2023.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS (ZUFLUSS)
B. 80
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| Dr. Burkhard Lohr Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 06/2012 | Thorsten Boeckers Finanzvorstand Im Vorstand seit 05/2017 | Mark Roberts1 Im Vorstand seit 10/2012 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 2019 | 2018 | 20192 | 20182 | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 825,0 | 727,5 | 550,0 | 485,0 | 649,4 | 536,8 |
| Nebenleistungen | 42,8 | 28,5 | 20,8 | 20,1 | 60,0 | 53,6 |
| Summe | 867,8 | 756,0 | 570,8 | 505,1 | 709,4 | 590,4 |
| Einjährige variable Vergütung | 383,7 | 469,6 | 255,9 | 313,1 | 302,3 | 346,5 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| - LTI bis 2017 | 0,0 3 | 0,0 4 | 0,0 3 | 0,0 4 | 0,03 | 0,0 4 |
| - LTI I ab 2018 | - | - | - | - | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 1.251,5 | 1.225,6 | 826,7 | 818,2 | 1.011,7 | 936,9 |
| - Versorgungsaufwand | 957,1 | 743,4 | 936,6 | 719,8 | 717,1 | 538,9 |
| Gesamtvergütung | 2.208,6 | 1.969,0 | 1.763,3 | 1.538,0 | 1.728,8 | 1.475,8 |
1 Inklusive Währungskursausgleich.
2 Übernahme der Restlaufzeiten der LTI-Ansprüche, die Herr Boeckers als Leiter Investor Relations der K+S-AKTIENGESELLSCHAFT erhalten hat.
3 Laufzeit 2016-2019.
4 Laufzeit 2015 - 2018.
ANGABEN NACH § 314 ABS. 1 NR. 6A HGB
B. 81
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| Fixvergütung1 | STI | LTI bis 2017 | LTI I ab 2018 | LTI II ab 2018 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Burkhard Lohr | 867,8 | 383,7 | 0,0 | - | 2.137,5 | 3.389,0 |
| Thorsten Boeckers | 570,8 | 255,9 | 0,0 | - | 1.425,0 | 2.251,7 |
| Mark Roberts | 709,4 2 | 302,3 2 | 0,0 | - | 855,0 | 1.866,7 |
1 Inklusive Nebenleistungen.
2 Inklusive Währungskursausgleich.
ANGABEN NACH IFRS 2
B. 82
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| Aufwand LTI II | Rückstellungen LTI II | |
|---|---|---|
| Dr. Burkhard Lohr | 337,2 | 575,2 |
| Thorsten Boeckers | 224,0 | 380,1 |
| Mark Roberts | 120,0 | 293,0 |
| Gesamt | 681,2 | 1.248,3 |
Im Zuge der Verkleinerung des Vorstands von fünf auf drei Mitglieder und der damit einhergehenden größeren Verantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder hat der Aufsichtsrat die fixe Vorstandsvergütung mit Wirkung zum 1. Januar 2019 auf 550.000 € für ein ordentliches Mitglied angehoben. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache.
Mark Roberts erhält seine Vergütung in Euro. Um die Wechselkursrisiken zu beschränken, wurde eine Klausel vereinbart, nach der nach Ablauf eines jeden Jahres ein Wechselkursausgleich für den Fall erfolgt, dass der Ist-Kurs der jeweiligen Überweisungen vom Kurs bei Unterschrift des Vertrages (EUR 1,00 = USD 1,30) um mehr als 10 % im Einzelfall oder um mehr als 5 % im Durchschnitt des ganzen Jahres abweicht.
Durchschnittlich betrug das Gehalt des Vorstands im vergangenen Jahr damit das 6,0-fache (2018: 5,2-fache) des oberen Führungskreises weltweit sowie das 27,0-fache (2018: 23,6-fache) der Gesamtbelegschaft.
Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen auf drei Mitglieder, die alle ganzjährig im Amt waren. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus vier Mitgliedern, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt.
PENSIONSZUSAGEN
Die Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d. h., für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet.
Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40 % der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (> 15 Jahre) zu vermeiden. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2019 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 10,5 % und 17,5 %. Die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Die Obergrenze für den Vorstandsvorsitzenden beträgt 340.000 € nach regulärer Überprüfung in 2019 und für die anderen Vorstandsmitglieder je 255.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus überprüft und ggf. angepasst - dies steht im Jahr 2022 erneut zur Überprüfung an.
Rentenleistungen werden erst bei Auszahlung entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Für künftige Pensionsverträge gelten die gesetzlichen Regelungen zur Unverfallbarkeit von Pensionsansprüchen. Demnach tritt eine Unverfallbarkeit der Pensionsansprüche erst nach fünf Dienstjahren ein. Für das Vorstandsmitglied Mark Roberts wurde ein fixer Umrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar vereinbart.
Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder
PENSIONEN DER VORSTANDSMITGLIEDER 1
B. 83
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| in Tsd. € | Alter | Zeitwert zum 01.01. | Pensionsaufwand2 | Zeitwert zum 31.12. | |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Burkhard Lohr | 2019 | 56 | 4.515,9 | 1.047,4 | 6.799,0 |
| 2018 | 3.545,3 | 814,3 | 4.515,9 | ||
| Thorsten Boeckers 3 | 2019 | 44 | 1.621,2 | 969,0 | 3.494,3 |
| 2018 | 796,0 | 735,8 | 1.621,2 | ||
| Dr. Thomas Nöcker | 2019 | 61 | - | - | - |
| (Mitglied bis 31.08.2018) | 2018 | 6.602,0 | 415,3 | 7.326,0 | |
| Mark Roberts | 2019 | 56 | 3.907,8 | 795,2 | 5.940,1 |
| 2018 | 3.068,6 | 600,3 | 3.907,8 | ||
| Summe | 2019 | 10.044,9 | 2.811,6 | 16.233,4 | |
| 2018 | 14.011,9 | 2.565,7 | 17.370,9 |
1 Angaben nach IFRS.
2 Einschließlich Zinsaufwand.
3 Enthält Pensionsansprüche aus der Zeit als Leiter Investor Relations der K+S-AKTIENGESELLSCHAFT.
Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60 %, jede Vollwaise 30 % und jede Halbwaise 15 % der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100 % der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall wird sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, können die Ansprüche gemäß der Versorgungszusage zu diesem Zeitpunkt bereits geltend gemacht werden.
Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2019 folgende Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt. B.83
Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2019 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg der Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen.
VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGE
Im Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags.
Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der "Change of Control"-Klausel den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können. Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht.
CLAW-BACK-KLAUSEL AB 1. JANUAR 2020
Die Dienstverträge aller Vorstandsmitglieder enthalten sogenannte Claw-Back-Klauseln. Im Falle eines schwerwiegenden Verstoßes gegen gesetzliche Pflichten oder solche Pflichten, die sich aus der Satzung der Gesellschaft oder aus dem Dienstvertrag des Vorstandsmitglieds ergeben, hat die Gesellschaft ein Rückforderungs- bzw. Einbehaltungsrecht in Bezug auf alle LTI-Tranchen (LTI I und LTI II), die zum Zeitpunkt des Verstoßes laufen.
SONSTIGES
Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Altersgrenze eingeführt, die auf das 65. Lebensjahr festgelegt wurde.
Im Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt - dies beinhaltet auch keine Ausgabe von Darlehen. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen.
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2,4 Mio. € (2018: 2,1 Mio. €).
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
VERGÜTUNGSSTRUKTUR
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Ein Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das 1,5-fache der Vergütung.
Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 €, die Mitglieder des Personalausschusses von jeweils 7.500 €. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 €, sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Der Aufsichtsrat wird der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2020 die Einführung einer Vergütung für den Strategieausschuss vorschlagen, der bisher ohne Vergütung gearbeitet hat. Dies erfolgt, um dem erheblichen Aufwand gerecht zu werden, so wie es auch der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vorsieht. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von je 750 €, bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer.
VERGÜTUNGSHÖHE
Einzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle. B.84
Die Aufwandsentschädigungen für das laufende Jahr 2019 betragen 48,9 Tsd. € (2018: 79,7 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2019 wurden den Aufsichtsratsmitgliedern keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt oder Vorteile gewährt.
Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen.
Ein Familienangehöriger eines Aufsichtsratsmitglieds ist im Angestelltenverhältnis bei der K+S GRUPPE beschäftigt. Die Vergütung erfolgt in Übereinstimmung mit den internen Vergütungsrichtlinien der K+S GRUPPE und entspricht der üblichen Vergütung von Personen in vergleichbarer Position.
ALTERSGRENZE UND ANZAHL VON WAHLPERIODEN
Kandidaten für den Aufsichtsrat dürfen bei Wahl nicht älter als 70 sein. Darüber hinaus dürfen Mitglieder des Aufsichtsrats für maximal zwei Wahlperioden - in Ausnahmefällen drei Wahlperioden - im Amt sein. Die gesetzlichen Regelungen zur Mitbestimmung bleiben hiervon unberührt.
ANWESENHEITEN ZU SITZUNGEN
In der Tabelle B.85 wird in individualisierter Form die Anwesenheit der Aufsichtsratsmitglieder an Gremiums- und Ausschusssitzungen 2019 dargestellt.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS 1
B. 84
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| in € | Fixe Vergütung | Prüfungsausschuss | Personalausschuss | Nominierungsausschuss | Strategieausschuss3 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Andreas Kreimeyer | 2019 | 200.000 | 15.000 | 15.000 | 15.000 | 0 |
| 2018 | 200.000 | 10.000 | 15.000 | 15.000 | 0 | |
| Ralf Becker (seit 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) | 2019 | 150.000 | 15.000 | 7.500 | - | 0 |
| 2018 | 133.333 | 15.000 | 5.000 | - | 0 | |
| Petra Adolph (seit 15.05.2018) | 2019 | 100.000 | 15.000 | - | - | - |
| 2018 | 66.667 | 10.000 | - | - | - | |
| Andre Bahn (seit 15.05.2018) | 2019 | 100.000 | - | - | - | 0 |
| 2018 | 66.667 | - | - | - | - | |
| Jella S. Benner-Heinacher | 2019 | 100.000 | 15.000 | - | 7.500 | - |
| 2018 | 100.000 | 10.000 | 3.125 | 7.500 | - | |
| Peter Bleckmann (seit 15.05.2018) | 2019 | 100.000 | - | - | - | - |
| 2018 | 66.667 | - | - | - | - | |
| George Cardona | 2019 | 100.000 | - | - | 7.500 | - |
| 2018 | 100.000 | - | - | 7.500 | - | |
| Dr. Elke Eller (seit 15.05.2018) | 2019 | 100.000 | - | 7.500 | - | - |
| 2018 | 66.667 | - | 5.000 | - | - | |
| Gerd Grimmig (seit 15.05.2018) | 2019 | 100.000 | - | - | - | - |
| 2018 | 66.667 | - | - | - | - | |
| Axel Hartmann | 2019 | 100.000 | 15.000 | - | - | - |
| 2018 | 100.000 | 15.000 | - | - | - | |
| Michael Knackmuß | 2019 | 100.000 | - | 7.500 | - | - |
| 2018 | 100.000 | - | 5.000 | - | - | |
| Thomas Kölbl | 2019 | 100.000 | 30.000 | - | - | - |
| 2018 | 100.000 | 25.000 | - | - | - | |
| Gerd Kübler | 2019 | 100.000 | - | - | - | - |
| 2018 | 100.000 | - | - | - | - | |
| Nevin McDougall (seit 15.05.2018) | 2019 | 100.000 | - | - | - | - |
| 2018 | 66.667 | - | - | - | - | |
| Anke Roehr | 2019 | 100.000 | - | - | - | - |
| 2018 | 100.000 | - | - | - | - | |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 2019 | 100.000 | - | - | 7.500 | 0 |
| 2018 | 100.000 | - | - | 7.500 | 0 | |
| Summe | 2019 | 1.750.000 | 105.000 | 37.500 | 37.500 | 0 |
| 2018 2 | 1.533.335 | 85.000 | 33.125 | 37.500 | 0 |
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| in € | Sitzungsgelder4 | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Dr. Andreas Kreimeyer | 2019 | 16.500 | 261.500 |
| 2018 | 8.250 | 248.250 | |
| Ralf Becker (seit 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) | 2019 | 15.000 | 187.500 |
| 2018 | 6.750 | 160.083 | |
| Petra Adolph (seit 15.05.2018) | 2019 | 8.250 | 123.250 |
| 2018 | 1.500 | 78.167 | |
| Andre Bahn (seit 15.05.2018) | 2019 | 3.750 | 103.750 |
| 2018 | 2.250 | 68.917 | |
| Jella S. Benner-Heinacher | 2019 | 11.250 | 133.750 |
| 2018 | 8.250 | 128.875 | |
| Peter Bleckmann (seit 15.05.2018) | 2019 | 3.750 | 103.750 |
| 2018 | 2.250 | 68.917 | |
| George Cardona | 2019 | 6.000 | 113.500 |
| 2018 | 5.250 | 112.750 | |
| Dr. Elke Eller (seit 15.05.2018) | 2019 | 9.000 | 116.500 |
| 2018 | 1.500 | 73.167 | |
| Gerd Grimmig (seit 15.05.2018) | 2019 | 3.750 | 103.750 |
| 2018 | 2.250 | 68.917 | |
| Axel Hartmann | 2019 | 7.500 | 122.500 |
| 2018 | 6.000 | 121.000 | |
| Michael Knackmuß | 2019 | 8.250 | 115.750 |
| 2018 | 4.500 | 109.500 | |
| Thomas Kölbl | 2019 | 8.250 | 138.250 |
| 2018 | 5.250 | 130.250 | |
| Gerd Kübler | 2019 | 3.750 | 103.750 |
| 2018 | 3.750 | 103.750 | |
| Nevin McDougall (seit 15.05.2018) | 2019 | 3.750 | 103.750 |
| 2018 | 1.500 | 68.167 | |
| Anke Roehr | 2019 | 3.000 | 103.000 |
| 2018 | 3.750 | 103.750 | |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 2019 | 7.500 | 115.000 |
| 2018 | 6.000 | 113.500 | |
| Summe | 2019 | 119.250 | 2.049.250 |
| 2018 2 | 69.000 | 1.757.960 |
1 Angaben ohne Entschädigung für die von Aufsichtsratsmitgliedern aufgrund ihrer Tätigkeit zu entrichtende Umsatzsteuer.
2 Ohne die in 2018 ausgeschiedenen Mitglieder.
3 Zurzeit ohne Vergütung; Einführung einer Vergütung wird der HV 2020 zur Abstimmung gestellt.
4 Am 28. Februar 2019 fand eine gemeinsame Sitzung des Prüfungs- und Strategieausschusses statt, für die aber nur einmal Sitzungsgeld gezahlt wurde.
SITZUNGSTEILNAHME DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT IM GESCHÄFTSJAHR 2019
B. 85
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| Aufsichtsräte | Sitzungen inkl. Ausschusssitzungen | Plenumssitzungen Gesamt | Plenumssitzungen Teilnahme | Ausschusssitzungen Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Andreas Kreimeyer | 24 | 5 | 5 | 19 |
| Ralf Becker | 21 | 5 | 5 | 16 |
| Petra Adolph | 12 | 5 | 4 | 7 |
| Andre Bahn | 5 | 5 | 5 | - |
| Jella S. Benner-Heinacher | 15 | 5 | 5 | 10 |
| Peter Bleckmann | 5 | 5 | 5 | - |
| George Cardona | 8 | 5 | 5 | 3 |
| Dr. Elke Eller | 12 | 5 | 5 | 7 |
| Gerd Grimmig | 5 | 5 | 5 | - |
| Axel Hartmann | 12 | 5 | 4 | 7 |
| Michael Knackmuß | 12 | 5 | 5 | 7 |
| Thomas Kölbl | 12 | 5 | 4 | 7 |
| Gerd Kübler | 5 | 5 | 5 | - |
| Nevin McDougall | 5 | 5 | 5 | - |
| Anke Roehr | 5 | 5 | 4 | - |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 10 | 5 | 5 | 5 |
| Summe | 168 | 80 | 95% | 88 |
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| Aufsichtsräte | Ausschusssitzungen Teilnahme | Teilnahme in % Gesamt |
|---|---|---|
| Dr. Andreas Kreimeyer | 19 | 100% |
| Ralf Becker | 16 | 100% |
| Petra Adolph | 7 | 92 % |
| Andre Bahn | - | 100 % |
| Jella S. Benner-Heinacher | 10 | 100 % |
| Peter Bleckmann | - | 100 % |
| George Cardona | 3 | 100 % |
| Dr. Elke Eller | 7 | 100 % |
| Gerd Grimmig | - | 100 % |
| Axel Hartmann | 6 | 83 % |
| Michael Knackmuß | 6 | 92 % |
| Thomas Kölbl | 7 | 92 % |
| Gerd Kübler | - | 100 % |
| Nevin McDougall | - | 100 % |
| Anke Roehr | - | 80 % |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 5 | 100 % |
| Summe | 98 % | 96 % |
Jahresabschluss 2019 *
* Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 sind im Geschäftsbericht 2019 zusammengefasst. Die Gesellschaft ist von der Pflicht zur Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung gem. §§ 289b ff. HGB befreit.
Gewinn- und Verlustrechnung
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| Angaben in T€ |
Anhang | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1 | 137.788 | 137.289 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 152.411 | 147.109 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | - 14.623 | - 9.820 | |
| Vertriebskosten | 4.617 | 2.028 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 30.239 | 31.795 | |
| Forschungskosten | 2.399 | 2.871 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2 | 100.450 | 442.399 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3 | 118.951 | 94.258 |
| Erträge aus Beteiligungen | 4 | 323.978 | 147.175 |
| davon aus Gewinnabführungen | 283.503 | 147.171 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 5 | 10.537 | 8.352 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 4.380 | 4.649 | |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | 90 | 25 | |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | 4 | 31 | 18 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5 | 179.189 | 143.804 |
| davon an verbundene Unternehmen | 48.614 | 41.127 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 6 | 10.339 | 25.155 |
| Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss | 74.487 | 288.152 | |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus Jahresüberschuss | 15 | - | 144.076 |
| Gewinnvortrag aus dem Ergebnis nach Steuern | 15 | - | 26.637 |
| Bilanzgewinn | 15 | 74.487 | 170.713 |
Bilanz
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| Angaben in T€ |
Anhang | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 9.938 | 11.355 | |
| Sachanlagen | 61.418 | 56.959 | |
| Finanzanlagen | 10 | 6.662.959 | 6.206.606 |
| Anlagevermögen | 9 | 6.734.315 | 6.274.920 |
| Vorräte | 11 | 4.800 | 7.661 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 12 | 754.143 | 511.777 |
| Wertpapiere | 6.070 | 6.337 | |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 78.924 | 156.713 | |
| Umlaufvermögen | 843.937 | 682.488 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 13 | 10.327 | 5.714 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung | 14 | 41 | 1.344 |
| AKTIVA | 7.588.620 | 6.964.466 | |
| Gezeichnetes Kapital | 191.400 | 191.400 | |
| Kapitalrücklage | 701.616 | 701.616 | |
| Gewinnrücklagen | 1.006.413 | 1.150.489 | |
| Bilanzgewinn | 74.487 | 170.713 | |
| Eigenkapital | 15 | 1.973.916 | 2.214.218 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 16 | 24.514 | 29.601 |
| Steuerrückstellungen | 9.734 | 5.236 | |
| Sonstige Rückstellungen | 17 | 224.580 | 227.458 |
| Rückstellungen | 258.828 | 262.295 | |
| Verbindlichkeiten | 18 | 5.351.423 | 4.484.148 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4.453 | 3.805 | |
| PASSIVA | 7.588.620 | 6.964.466 |
Anhang
ALLGEMEINE GRUNDLAGEN
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist eine beim Amtsgericht Kassel unter der Registernummer HRB 2669 eingetragene börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Bertha-von-Suttner-Str. 7, 34131 Kassel.
Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2019 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Im Interesse einer übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die einzelnen Posten des Jahresabschlusses werden in Tausend € (T€) dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht auf. Dieser ist im Internetauftritt der K+S GRUPPE (www.kpluss.com) zugänglich.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
ERFASSUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGEN
Erträge werden erfasst, wenn die Lieferungen und Leistungen erbracht wurden und der Gefahrenübergang erfolgt ist.
ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND UND PRIVATE ZUWENDUNGEN
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte (z. B. Investitionszuschüsse, Investitionszulagen) werden direkt an den Buchwerten gekürzt (Nettomethode). Bei privaten Zuwendungen für Vermögenswerte (z. B. Baukostenzuschüsse, Werkzeugkostenzuschüsse) wird die Bruttomethode angewandt.
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten.
SACHANLAGEN
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.
Bewegliche Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2010 erworben wurden, werden überwiegend degressiv abgeschrieben. Bewegliche Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2009 erworben wurden, sowie unbewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben.
Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt überwiegend für Bauten 14 bis 33 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Anlagengegenstände, welche 800 € netto nicht überschreiten, werden im Jahr ihrer Anschaffung oder Herstellung voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagengegenstände, welche 800 € netto überschreiten, werden über die jeweilige unternehmensspezifische Nutzungsdauer abgeschrieben.
Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Strecken und Grubenbaue werden nicht aktiviert.
Vom Wahlrecht der Buchwertfortführung für übernommene Vermögenswerte wird Gebrauch gemacht.
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.
Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder bei unverzinslichen oder niedrig verzinslichen Darlehen zum Barwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen Rechnung getragen.
Vom Wahlrecht, außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung zu erfassen, wird kein Gebrauch gemacht.
VORRÄTE
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen sowie Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit diese durch die Herstellung verursacht sind.
FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Forderungen werden entsprechend ihrer Fristigkeit zum Nenn- oder Barwert angesetzt. Einzelrisiken werden durch Abschreibungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.
Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
WERTPAPIERE DES UMLAUFVERMÖGENS
Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs bzw. beizulegendem Wert am Abschlussstichtag bewertet.
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
Das Wahlrecht gemäß § 250 Abs. 3 HGB zur aktivischen Abgrenzung von Disagien aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten wird ausgeübt.
VERMÖGENS- UND SCHULDENVERRECHNUNG, ERTRAGS- UND AUFWANDSVERRECHNUNG
Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen sowie von Erfüllungsrückständen aus Verpflichtungen aus Langzeitkonten dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und der Saldo im Zinsergebnis ausgewiesen. In der Bilanz werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Die sich ergebenden Verpflichtungsüberhänge werden unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Verpflichtungen aus Pensionszusagen) und unter den sonstigen Rückstellungen (Erfüllungsrückstände aus Langzeitkonten) ausgewiesen. Bei einem Überhang der Vermögensgegenstände erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Der Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen wird unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zum Abschlussstichtag ergibt sich ein Rechnungszins in Höhe von 2,71 %. Der Ausweis von Effekten aus Änderungen des Zinssatzes erfolgt im Finanzergebnis.
Der angenommene Gehalts- bzw. Rententrend beträgt jeweils 1,8 %. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (RT 2018 G).
ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN
Übrige Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen zum Gruben- und Schachtversatz werden mit dem Barwert der zukünftig zu erwartenden Aufwendungen bewertet. Für Verpflichtungen mit einer Laufzeit unter 50 Jahren werden bei der Barwertermittlung die von der Bundesbank veröffentlichten fristenkongruenten Diskontierungssätze verwendet und eine jährliche Preissteigerungsrate in Höhe von 1,5 % zu Grunde gelegt. Bergbauliche Verpflichtungen für Haldenverwahrung mit einer Laufzeit von mehr als 50 Jahren werden wie im Vorjahr weiterhin mit dem zum 31. Dezember 2017 nach der zuvor beschriebenen Methode ermittelten Zinssatz in Höhe von 2,75 % diskontiert. Diese Vorgehensweise trägt dem Umstand Rechnung, dass die gesetzliche in § 253 Abs. 2 HGB i. V. m. der RückAbzinsV normierte Regelung ihren Sinn und Zweck nach bei anhaltender Niedrigzinsphase nicht mehr sinnvoll auf so genannte Ewigkeitslasten anwendbar ist. Parallel dazu wird jährlich auf Basis der von der Bundesbank veröffentlichten Zinssätze mit 50-jähriger Restlaufzeit seit Beginn der Veröffentlichungen deren langfristiger Zinsdurchschnitt ermittelt. Eine Anpassung erfolgt, sofern der langfristige Zinsdurchschnitt unter den Zinssatz vom 31. Dezember 2017 sinkt. Rückstellungen für Bergschädenwagnisse werden auf Basis von Schadenfällen der Vergangenheit ermittelt, um dem tatsächlichen Risiko Rechnung zu tragen.
Die Rückstellungen für Dienstjubiläen werden für die zurückgelegten Dienstzeiten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage des modifizierten Teilwertverfahrens ermittelt.
Die Ermittlung des Erfüllungsbetrags von Verpflichtungen aus Langzeitkonten erfolgt nach dem Barwertverfahren. Zum Abschlussstichtag ergibt sich ein Rechnungszins in Höhe von 2,00 %. Der Ausweis von Effekten aus Änderungen des Zinssatzes für Verpflichtungen aus Langzeitkonten erfolgt im Finanzergebnis. Der angenommene Gehalts- und Rententrend beträgt 1,8 %. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (RT 2018 G).
VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
LATENTE STEUERN
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Hierbei werden bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT neben Unterschieden bei eigenen Bilanzpositionen auch Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei Organgesellschaften berücksichtigt. Verlust- und Zinsvorträge werden berücksichtigt, insoweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der kombinierte Ertragsteuersatz des Organkreises der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 30,0 % zu Grunde gelegt. Dieser enthält neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % und dem darauf zu entrichtenden Solidaritätszuschlag von 5,5 % den durchschnittlichen Gewerbesteuersatz in Höhe von 14,2 %.
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer insgesamt bestehenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.
Passive Unterschiedsbeträge ergeben sich zum Abschlussstichtag insbesondere aus Bewertungsunterschieden bei Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen. Aktive Unterschiedsbeträge resultieren im Wesentlichen aus Buchwertunterschieden bei den Pensionsverpflichtungen, sonstigen Rückstellungen (insbesondere: bergbaulichen Rückstellungen), den immateriellen Vermögensgegenständen und innerhalb des Sachanlagevermögens. Nach Saldierung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge verbleibt im Berichtsjahr ein Aktivüberhang, der in der Bilanz nicht angesetzt wurde.
BEWERTUNGSEINHEITEN UND DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Es wurden im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt in Übereinstimmung mit den allgemeinen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen imparitätisch. Aktivische derivative Finanzinstrumente werden maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei negativem beizulegenden Zeitwert wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Passivische derivative Finanzinstrumente werden mindestens in Höhe der erhaltenen Stillhalterprämie angesetzt. Soweit der negative beizulegende Zeitwert die passivierte Verbindlichkeit übersteigt, wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.
UMSTRUKTURIERUNGEN
Im Geschäftsjahr sind im Wege der Anwachsung Vermögenswerte und Schulden der K+S BAHAMAS SALT ASSET MANAGEMENT GMBH & CO. KG und K+S NORTH AMERICA SALT ASSET MANAGEMENT GMBH & CO. KG auf die K+S AKTIENGESELLSCHAFT übergegangen. Die Anwachsung erfolgte zu Buchwerten.
UMRECHNUNG VON FREMDWÄHRUNGSBETRÄGEN
Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu Euro-Referenzkursen im Zeitpunkt der Entstehung erfasst.
Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.
Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(1) UMSATZERLÖSE
UMSATZ NACH TÄTIGKEITSGEBIETEN
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| IT | 40.049 | 40.054 |
| Tierhygiene | 42.484 | 40.711 |
| Sonstiges | 55.255 | 56.524 |
| 137.788 | 137.289 |
UMSATZ NACH REGIONEN
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Inland | 118.868 | 116.319 |
| Übriges Europa | 1.940 | 2.244 |
| Übersee | 16.980 | 18.726 |
| 137.788 | 137.289 |
(2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Erträge aus Kapitalherabsetzung von Beteiligungen | - | 312.556 |
| Erträge aus Kurssicherungsgeschäften | 63.332 | 38.680 |
| Erträge aus dem Teilabgang von Beteiligungen | - | 32.749 |
| Erträge aus Kostenverrechnung an Gruppengesellschaften | 17.225 | 37.649 |
| Erträge aus Währungsumrechnung | 12.981 | 10.913 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 2.888 | 4.904 |
| Erträge aus Abgängen von Sachanlagen | 382 | 1.621 |
| Buchgewinne aus dem Abgang von Wertpapieren | 120 | - |
| Übrige Erträge | 3.522 | 3.329 |
| 100.450 | 442.399 |
Erträge in Höhe von 8.718 T€ (Vorjahr: 5.299 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträgen aus dem Abgang von Sachanlagen.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Grundstücke mit aufstehenden Verwaltungsgebäuden (Grundvermögen) von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT an die neu gegründete K+S REAL ESTATE GMBH & CO. KG zu einem unter dem Verkehrswert liegenden Kaufpreis von 9.860 T€ veräußert. Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT war zum Veräußerungszeitpunkt als Kommanditistin zu 100% am Kapital der K+S REAL ESTATE GMBH & CO. KG beteiligt. Zwischen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der K+S REAL ESTATE GMBH & CO. KG wurde ein Mietvertrag über das Grundvermögen zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.
Zu einem späteren Zeitpunkt hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT 89,9 % ihrer Kommanditanteile an der K+S REAL ESTATE GMBH & CO. KG an den K+S VERMÖGENSTREUHÄNDER E. V. zum Verkehrswert von 44.321 T€ veräußert. Aus den Transaktionen ergab sich im Geschäftsjahr 2019 insgesamt ein Abgangsgewinn von 32.749 T€, der im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen wurde.
(3) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Beratungskosten | 21.836 | 31.742 |
| Aufwendungen aus Währungsumrechnung | 37.183 | 20.343 |
| Aufwendungen aus Kurssicherungsgeschäften | 30.148 | 8.137 |
| Aufwendungen für IT-Projektkosten | 351 | 5.974 |
| Aufwendungen für Altersvorsorge | 4.375 | 4.434 |
| Aufwendungen für drohende Verluste aus Sicherungsgeschäften | 4.487 | 2.552 |
| Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen | - | 2.293 |
| Aufwendungen für Genehmigungsverfahren | 103 | 1.516 |
| Saldo aus Zuführungen/Verbräuchen/Aufwendungen für stillgelegte Werke | 6.922 | 806 |
| Aufwendungen für Wohnungswirtschaft | 384 | 390 |
| Steuern für Vorjahre | 1.407 | 31 |
| Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren | 4 | 18 |
| Übrige Aufwendungen | 11.751 | 16.021 |
| 118.951 | 94.258 |
Aufwendungen in Höhe von 8.108 T€ (Vorjahr: 3.908 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und resultieren hauptsächlich aus Beratungskosten und Aufwendungen für Altersvorsorge.
(4) BETEILIGUNGSERGEBNIS
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Erträge aus Gewinnabführung | 283.503 | 147.171 |
| Übrige Beteiligungserträge | 40.475 | 4 |
| Erträge aus Beteiligungen | 323.978 | 147.175 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen | - 31 | - 18 |
| 323.947 | 147.157 |
Die Erträge aus der Gewinnabführung setzen sich aus der Ergebnisabführung der K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH und der K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH zusammen. Die übrigen Beteiligungserträge resultieren im Berichtsjahr mit 4 T€ (Vorjahr: 40.471 T€) aus verbundenen Unternehmen.
(5) ZINSERGEBNIS
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 10.537 | 8.352 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 4.380 | 4.649 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 1 | - |
| davon aus verbundenen Unternehmen | - | - |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 10.537 | 8.352 |
| Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen saldiert mit Erträgen/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen | - 17.753 | - 3.143 |
| davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen | - 10.546 | - 11.451 |
| davon Ertrag/Aufwand aus dem Deckungsvermögen für Pensionsrückstellungen | - 7.197 | 8.307 |
| Zinsaufwand in den Zuführungen zu Rückstellungen für Langzeitkonten saldiert mit Erträgen/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen | - | 1 |
| davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Rückstellungen für Langzeitkonten | - | - 115 |
| davon Ertrag/Aufwand aus dem Deckungsvermögen für Rückstellungen für Langzeitkonten | - | 116 |
| Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen | - 14.840 | - 6.352 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 146.606 | - 134.310 |
| davon an verbundene Unternehmen | - 48.614 | - 41.127 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 179.189 | 143.804 |
| - 168.652 | - 135.452 |
(6) STEUERN
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 10.339 | 25.155 |
| Sonstige Steuern | 2.004 | 690 |
| 12.343 | 25.845 |
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge in Höhe von 1.968 T€ enthalten, die Vorjahre betreffen (Vorjahr: Aufwendungen: 9.885 T€).
Die sonstigen Steuern sind den betrieblichen Funktionsbereichen zugeordnet.
(7) MATERIALAUFWAND
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 26.418 | 27.193 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 56.849 | 55.325 |
| 83.267 | 82.518 |
(8) PERSONALAUFWAND
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 79.863 | 81.515 |
| Soziale Abgaben | 12.812 | 13.647 |
| Altersversorgung | 5.601 | 5.631 |
| Unterstützung | 21 | 20 |
| 98.297 | 100.813 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Dieser wird als Zinsaufwand im Zinsergebnis ausgewiesen.
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
(9) ANLAGEVERMÖGEN
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| Bruttobuchwerte | Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ |
Stand am 01.01.2019 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2019 | Stand am 01.01.2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 23.590 | 2.172 | 7.125 | 1.352 | 19.989 | 15.493 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.841 | 2.468 | - | - 1.352 | 2.957 | - |
| 25.431 | 4.640 | 7.125 | - | 22.946 | 15.493 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 81.717 | 45 | 42.719 | - | 39.043 | 46.534 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 48.184 | 610 | 311 | 890 | 49.373 | 33.231 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 59.680 | 2.605 | 3.188 | 194 | 59.291 | 52.748 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 4.350 | 11.437 | 18 | - 1.084 | 14.685 | - |
| 193.931 | 14.697 | 46.236 | - | 162.392 | 132.513 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.689.995 | 25 | 457.651 | - | 6.232.369 | 27.115 |
| Beteiligungen | 66 | 1.300 | - | - | 1.366 | - |
| Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen | 13 | - | 2 | - | 11 | - |
| 6.690.074 | 1.325 | 457.653 | - | 6.233.746 | 27.115 | |
| Anlagevermögen | 6.909.436 | 20.662 | 511.014 | - | 6.419.084 | 175.121 |
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| Abschreibungen | Nettobuchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Zuschreibung | Stand am 31.12.2019 | Stand am 31.12.2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.223 | 7.125 | - | - | 11.591 | 8.398 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - | 2.957 |
| 3.223 | 7.125 | - | - | 11.591 | 11.355 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.446 | 31.004 | - | - | 16.976 | 22.067 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.846 | 269 | - | - | 35.808 | 13.565 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.056 | 3.155 | - | - | 52.649 | 6.642 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | 14.685 |
| 7.348 | 34.428 | - | - | 105.433 | 56.959 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 25 | - | - | - | 27.140 | 6.205.229 |
| Beteiligungen | - | - | - | - | - | 1.366 |
| Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen | - | - | - | - | - | 11 |
| 25 | - | - | - | 27.140 | 6.206.606 | |
| Anlagevermögen | 10.596 | 41.553 | - | - | 144.164 | 6.274.920 |
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| Angaben in T€ |
Nettobuchwerte Stand am 31.12.2018 |
|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 8.097 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.841 |
| 9.938 | |
| Sachanlagen | |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 35.183 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 14.953 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.932 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 4.350 |
| 61.418 | |
| Finanzanlagen | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.662.880 |
| Beteiligungen | 66 |
| Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen | 13 |
| 6.662.959 | |
| Anlagevermögen | 6.734.315 |
(10) FINANZANLAGEN
Die Aufstellung über den Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11b HGB ist gesondert in der Anmerkung "Aufstellung des Anteilsbesitzes" dargestellt.
UMLAUFVERMÖGEN
(11) VORRÄTE
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.977 | 2.163 |
| Unfertige Erzeugnisse | 2.823 | 5.498 |
| 4.800 | 7.661 |
(12) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15.295 | 16.817 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 646.505 | 419.637 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 92.343 | 75.323 |
| davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr | 5 | 5 |
| 754.143 | 511.777 |
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 193.779 T€ (Vorjahr: 240.079 T€) auf Forderungen aus dem konzerninternen Zahlungsverkehr und 147.171 T€ (Vorjahr: 283.503 T€) auf Forderungen aus Ergebnisabführung. Auf Forderungen aus Beteiligungserträgen entfallen 4 T€ (Vorjahr: 40.471 T€). Darüber hinaus entfallen 54.030 T€ (Vorjahr: 53.277 T€) auf Forderungen aus der Begebung eines Darlehens an eine Tochtergesellschaft. Im Übrigen betreffen sie in Höhe von 24.662 T€ (Vorjahr: 29.473 T€) vornehmlich Lieferungen und Leistungen.
(13) AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft in Höhe von 1.273 T€ (Vorjahr: 1.850 T€) Disagien i.S.v. § 250 Abs. 3 HGB.
(14) AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG UND RÜCKSTELLUNGEN FÜR LANGZEITKONTEN
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Langzeitkonten | 1.288 | 1.999 |
| Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens | 1.328 | 3.343 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung für Langzeitkonten | 41 | 1.344 |
Das Deckungsvermögen umfasst Guthaben bei Kreditinstituten und Wertpapiere. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert in Höhe von 1.986 T€ (Vorjahr: 1.328 T€) zum Abschlussstichtag bewertet. Die zum Marktpreis bewerteten Wertpapiere betragen zum Abschlussstichtag 1.357 T€ (Vorjahr: -). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 3.343 T€ (Vorjahr: 1.328 T€).
(15) EIGENKAPITAL
GEZEICHNETES KAPITAL
Das gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Der rechnerische Wert beträgt 1,00 € je Aktie.
GENEHMIGTES KAPITAL
Zum 31. Dezember 2019 verfügte die Gesellschaft über genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 38,28 Mio. €, das in Teilbeträgen und durch Ausgabe von bis zu 38,28 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien ausgegeben werden kann.
Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II).
ANGABEN ZU EIGENEN ANTEILEN
Im Geschäftsjahr hielt die Gesellschaft keine eigenen Anteile.
Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Falle des Erwerbs über die Börse als auch eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
KAPITALRÜCKLAGE
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar | 701.616 | 701.616 |
| Stand am 31. Dezember | 701.616 | 701.616 |
ANDERE GEWINNRÜCKLAGEN
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar | 1.006.413 | 1.006.413 |
| Einstellung aus Jahresüberschuss | - | 144.076 |
| Stand am 31. Dezember | 1.006.413 | 1.150.489 |
BILANZGEWINN
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Bilanzgewinn am 1. Januar | 66.990 | 74.487 |
| Dividendenausschüttung für das Vorjahr | - 66.990 | - 47.850 |
| Jahresüberschuss | 74.487 | 288.152 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus dem Jahresüberschuss | - | - 144.076 |
| Bilanzgewinn am 31. Dezember | 74.487 | 170.713 |
(16) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen keine Fehlbeträge. Im Rahmen des Bilanzausweises werden Pensionsrückstellungen mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen, verrechnet.
Der Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum Abschlussstichtag 130.441 T€ (ohne Berücksichtigung von Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern). Verrechnet mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von 100.840 T€ ergibt sich ein Bilanzansatz als Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 29.601 T€. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern ("deferred compensation") in Höhe von 2.433 T€, die durch kongruente Versicherungsverträge rückgedeckt sind. Der Erfüllungsbetrag wurde vollständig mit dem beizulegenden Zeitwert der Versicherungsverträge (2.433 T€) verrechnet.
Aufgrund einer Gesetzesänderung im März 2016 ist der Durchschnittszeitraum, der für die Ermittlung der Höhe des Rechnungszinses bei Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen maßgebend ist, von 7 auf 10 Jahre angehoben worden. Der Unterschiedsbetrag beträgt 12.990 T€.
Das Deckungsvermögen umfasst Wertpapiere, Rückdeckungsversicherungsverträge und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Wertpapiere sind mit ihren Marktpreisen und Guthaben bei Kreditinstituten mit ihrem Nennwert zum Abschlussstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungsverträge wurde anhand des geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals der Verträge zuzüglich eines ggf. vorhandenen Guthabens aus Überschussbeteiligung ermittelt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 112.579 T€.
(17) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie ergeben sich hauptsächlich aus bergbaulichen Verpflichtungen. Daneben bestehen vornehmlich Rückstellungen für Personalverpflichtungen und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.
(18) VERBINDLICHKEITEN
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Anleihen | 2.225.000 | 2.225.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 945.950 | 1.123.317 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16.328 | 16.113 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.083.950 | 1.067.797 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 9 | 15.029 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 80.187 | 36.892 |
| davon entfallen auf Steuerverbindlichkeiten | 1.522 | 1.422 |
| davon entfallen auf Sozial-Verbindlichkeiten | 1 | 1 |
| 5.351.423 | 4.484.148 |
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 1.027.339 T€ (Vorjahr: 2.052.493 T€) auf Verbindlichkeiten aus der konzerninternen Finanzierung. Im Übrigen betreffen die Verbindlichkeiten in Höhe von 40.458 T€ (Vorjahr: 31.456 T€) Lieferungs- und Leistungsbeziehungen.
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen:
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 466.450 | 482.290 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16.328 | 16.113 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.083.950 | 1.067.797 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 9 | 15.029 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 75.074 | 28.837 |
| 2.641.812 | 1.610.066 |
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beziehen sich auf:
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Anleihen | 2.225.000 | 2.225.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 479.500 | 641.027 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.111 | 8.055 |
| 2.709.611 | 2.874.082 |
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen zum Stichtag nicht.
SONSTIGE ANGABEN
Nach Ende des Geschäftsjahres ergaben sich keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation.
(19) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und sonstigen Garantien | 739.142 | 757.068 |
| davon für verbundene Unternehmen | 730.664 | 748.155 |
| 739.142 | 757.068 |
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen als gering eingestuft.
SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen | 13.242 | 4.720 |
| Verpflichtungen aus langfristigen Miet-, Leasing- und Serviceverträgen | ||
| fällig im Folgejahr | 15.481 | 26.303 |
| davon an verbundene Unternehmen | - | - |
| fällig im 2. bis 5. Jahr | 30.646 | 77.062 |
| davon an verbundene Unternehmen | - | - |
| 59.369 | 108.085 |
Es bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit verbundenen Unternehmen, die auch eine Verlustübernahme beinhalten.
(20) ARBEITNEHMER
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| Jahresdurchschnitt | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Tarifliche Mitarbeiter | 593 | 574 |
| Außertarifliche Mitarbeiter | 414 | 434 |
| 1.007 | 1.008 | |
| Auszubildende | 22 | 25 |
| 1.029 | 1.033 |
(21) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Es wurden im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet.
Am 31. Dezember 2019 wurden folgende Derivate gehalten:
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| Angaben in T€ |
Nominalwerte1) | Beizulegende Zeitwerte | Buchwerte2) |
|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte USD-EUR mit Fälligkeit in 2020 | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 132.467 | 3.008 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | 275.115 | - 2.520 | - 2.520 |
| Devisentermingeschäfte CAD-EUR mit Fälligkeit in 2020 | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 98.251 | 2.396 | |
| - negative beizulegende Zeitwerte | 3.390 | - 32 | - 32 |
| Devisentermingeschäfte GBP-EUR mit Fälligkeit in 2020 | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 6.376 | 106 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | - | - | - |
| Cross-currency-Swap | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 12.821 | 2.690 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | - | - | - |
| Zinscaps mit Fälligkeit in 2021 | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 118.000 | 3 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | - | - | - |
1 Umgerechnet in Euro mit gewichteten Sicherungskursen.
2 Ausgewiesen in der Position sonstige Rückstellungen.
Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Auflösung zum Abschlussstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter, finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Abschlussstichtag geltenden Parameter zugrunde:
| ― | die Devisenkassakurse der betreffenden Währungen |
| ― | das Zinsniveau |
| ― | die vereinbarten Sicherungsniveaus bzw. Ausübungskurse und |
| ― | die gehandelten Volatilitäten |
(22) ANGABEN ZU AUSSCHÜTTUNGSGESPERRTEN BETRÄGEN
Aus der Bewertung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert (Deckungsvermögen) besteht zum Abschlussstichtag ein Ausschüttungssperrbetrag gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 8.575 T€ (Vorjahr: 11.598 T€). Aus der Differenz zwischen der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 7-jährigen und zum 10-jährigen Durchschnittssatz gem. § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich ein Ausschüttungssperrbetrag in Höhe von 12.990 (Vorjahr: 14.090 T€). Die frei verfügbaren Rücklagen übersteigen den ausschüttungsgesperrten Betrag. Eine Ausschüttungssperre bezüglich des Bilanzgewinns besteht nicht.
(23) HONORARE FÜR ABSCHLUSSPRÜFER
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist in der entsprechenden Anmerkung im Anhang im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT enthalten. Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Gesellschaften. Die anderen Bestätigungsleistungen bestehen im Wesentlichen aus der Erteilung von Comfort Lettern, energierechtlichen Prüfungen und der EMIR-Prüfung. Der Abschlussprüfer hat Steuerberatungsleistungen in geringfügigem Umfang erbracht.
(24) GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS
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| Angaben in T€ |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Gesamtbezüge des Aufsichtsrats | 2.043 | 2.049 |
| davon fix | 1.966 | 1.930 |
| Gesamtbezüge des Vorstands | 5.117 | 7.507 |
| davon fix | 2.193 | 2.148 |
| davon erfolgsbezogen | 1.338 | 942 |
| davon LTI Programm | 1.585 | 4.417 |
| Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen | 2.112 | 2.347 |
| Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen | 28.472 | 36.261 |
Weitere Angaben sind im Vergütungsbericht im Zusammengefassten Lagebericht der K+S GRUPPE enthalten.
(25) ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ist für 2019/2020 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Internetauftritt der K+S GRUPPE (www.kpluss.com) zugänglich gemacht worden.
(26) AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES
Aufstellung des Anteilsbesitzes der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gemäß § 285 Nr. 11 und 11b HGB (Angaben in Tausend):
Stand 31. Dezember 2019
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| Sitz der Gesellschaft | Kapitalanteil | Währung | Kurs | Eigenkapital | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Name der Gesellschaft | ||||||
| 4. K+S Verwaltungs GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 307 | |
| Al Biariq for Fertilizer Plant Co. Ltd. | Riad | Saudi-Arabien | 30,00% | SAR | 4,1984 | 40.397 |
| Beienrode Bergwerks-GmbH | Kassel | Deutschland | 89,81% | EUR | 1.356 | |
| Canadian Brine, Ltd. | Pointe Claire | Kanada | 100,00% | CAD | 1,4598 | 521 |
| Chemische Fabrik Kalk GmbH | Köln | Deutschland | 100,00% | EUR | 10.813 | |
| Compania Minera Punta de Lobos Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 100,00% | USD | 1,1234 | 10.145 |
| Deutscher Straßen-Dienst GmbH | Hannover | Deutschland | 100,00% | EUR | 60 | |
| Empresa de Servicios Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 100,00% | USD | 1,1234 | 422 |
| Empresa Maritima S.A. | Santiago de Chile | Chile | 99,59% | USD | 1,1234 | 38.633 |
| esco benelux N.V. | Diegem | Belgien | 100,00% | EUR | 10.724 | |
| esco france S.A.S. | Levallois-Perret | Frankreich | 100,00% | EUR | 10.290 | |
| esco international GmbH | Hannover | Deutschland | 100,00% | EUR | 40.903 | |
| esco Spain S.L. | Barcelona | Spanien | 100,00% | EUR | 2.884 | |
| esco Verwaltungs GmbH | Hannover | Deutschland | 100,00% | EUR | 65 | |
| EzyAgric B.V. | Harlingen | Niederlande | 51,00% | EUR | n.a. | |
| Fachschule f. Wirtschaft und Technik Gem. GmbH | Clausthal | Deutschland | 9,40% | EUR | 478 | |
| Frisia Zout B.V. | Harlingen | Niederlande | 100,00% | EUR | - 8.455 | |
| Glendale Salt Development, LLC | Chicago | USA | 100,00% | USD | 1,1234 | 4.059 |
| Grainpulse Limited | Kampala | Uganda | 44,00% | UGX | 4.067,3 | - 829.564 |
| Ickenroth GmbH | Staudt | Deutschland | 100,00% | EUR | 1.790 | |
| Imperial Thermal Products, INC. | Chicago | USA | 100,00% | USD | 1,1234 | |
| Inagua General Store, Ltd. | Nassau | Bahamas | 100,00% | USD | 1,1234 | - 986 |
| Inversiones Columbus Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 100,00% | USD | 1,1234 | 8.564 |
| Inversiones Empremar Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 100,00% | USD | 1,1234 | 18.900 |
| Inversiones K+S Sal de Chile SpA | Santiago de Chile | Chile | 100,00% | CLP | 845,77 | 71.878.043 |
| K plus S Africa (Pty) Ltd. | Johannesburg | Südafrika | 100,00% | ZAR | 15,733 | 53 |
| K plus S Middle East FZE | Jebel Ali, Dubai | Vereinigte Arabische Emirate | 100,00% | AED | 4,1126 | 1.073 |
| K plus S Salt Australia Pty Ltd | Perth | Australien | 100,00% | AUD | 1,5995 | 7.596 |
| K+S AN-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 30 | |
| K+S Asia Pacific Pte. Ltd. | Singapur | Singapur | 100,00% | USD | 1,1234 | 18.174 |
| K+S Baustoffrecycling GmbH | Sehnde | Deutschland | 100,00% | EUR | 87 | |
| K+S Belgium Holding BVBA | Diegem | Belgien | 100,00% | USD | 1,1234 | 54.425 |
| K+S Beteiligungs GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 210.571 | |
| K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais Ltda. | Sao Paulo | Brasilien | 100,00% | BRL | 4,5157 | 9.642 |
| K+S Canada Holdings Ltd. | Vancouver | Kanada | 100,00% | CAD | 1,4598 | 5.740.416 |
| K+S Chile S.A. | Santiago de Chile | Chile | 99,64% | USD | 1,1234 | 508.094 |
| K+S Czech Republic a.s. | Prag | Tschechische Republik | 100,00% | CZK | 25,408 | 199.320 |
| K+S Denmark Holding ApS | Hellerup | Dänemark | 100,00% | DKK | 7,4694 | 594 |
| K+S Fertilizers (India) Private Limited | Neu Delhi | Indien | 100,00% | INR | 80,187 | 19.460 |
| K+S Finance Belgium BVBA | Diegem | Belgien | 100,00% | USD | 1,1234 | 1.939.903 |
| K+S Finance Ltd. | St. Julians | Malta | 100,00% | EUR | 374.073 | |
| K+S France S.A.S. | Dombasle sur Meurthe | Frankreich | 100,00% | EUR | 21.644 | |
| K+S Holding GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 4.453.304 | |
| K+S (Huludao) Magnesium Products Co. Ltd. | Huludao | China | 100,00% | CNY | 7,8205 | 11.026 |
| K+S Investments Ltd. | St. Julians | Malta | 100,00% | EUR | 389.524 | |
| K+S Italia S.r.L. | Verona | Italien | 100,00% | EUR | 1.405 | |
| K+S KALI France S.A.S. | Reims | Frankreich | 100,00% | EUR | 2.320 | |
| K+S KALI Wittenheim S.A.S. | Wittenheim | Frankreich | 100,00% | EUR | 2.275 | |
| K+S Legacy GP INC. | Vancouver | Kanada | 100,00% | CAD | 1,4598 | 58 |
| K+S Minerals and Agriculture GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 554.682 | |
| K+S Minerals and Agriculture (Panama) S.A. | Panama City | Panama | 100,00% | USD | n.a. | |
| K+S Mining Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | 100,00% | ARS | 67,261 | 563 |
| K+S Montana Holdings, LLC | Chicago | USA | 100,00% | USD | 1,1234 | 1.676.335 |
| K+S Netherlands Holding B.V. | Harlingen | Niederlande | 100,00% | EUR | 4.409.458 | |
| K+S North America Asset Management GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 116 | |
| K+S North America Corporation | Chicago | USA | 100,00% | USD | 1,1234 | 13.341 |
| K+S Perú S.A.C. | Lima | Peru | 100,00% | PEN | 3,721 | 2.397 |
| K+S Polska Sp. z o.o. | Poznan | Polen | 100,00% | PLN | 4,2568 | 6.736 |
| K+S Potash Canada General Partnership | Vancouver | Kanada | 100,00% | CAD | 1,4598 | 5.155.105 |
| K+S Real Estate GmbH & Co KG | Kassel | Deutschland | 10,10% | EUR | 10.996 | |
| K+S Salt LLC | Chicago | USA | 100,00% | USD | 1,1234 | 784.385 |
| K+S UK & Eire Ltd. | Hertford | Großbritannien | 100,00% | GBP | 0,8508 | 327 |
| K+S Versicherungsvermittlungs GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 25 | |
| K+S Windsor Salt Ltd. | Vancouver | Kanada | 100,00% | CAD | 1,4598 | 6.433.182 |
| Kali AG | Frauenkappelen | Schweiz | 100,00% | CHF | 1,0874 | 1.133 |
| Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 28.959 | |
| Lehrter Wohnungsbau GmbH | Lehrte | Deutschland | 6,67% | EUR | 12.566 | |
| modal 3 Logistik GmbH | Hamburg | Deutschland | 33,33% | EUR | 967 | |
| Montana US Parent INC. | Chicago | USA | 100,00% | USD | 1,1234 | - 1 |
| Morton Bahamas Ltd. | Nassau | Bahamas | 100,00% | USD | 1,1234 | 28.142 |
| Morton China National Salt (Shanghai) Salt Co., Ltd. | Shanghai | China | 45,00% | CNY | 7,8205 | 22.467 |
| Morton Salt, Inc. | Chicago | USA | 100,00% | USD | 1,1234 | 1.437.643 |
| MSW -Chemie GmbH | Langelsheim | Deutschland | 100,00% | EUR | 1.146 | |
| Nieders. Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH | Hannover | Deutschland | 0,10% | EUR | 10.022 | |
| OOO K+S Rus | Moskau | Russ. Föderation | 100,00% | RUB | 69,368 | 8.511 |
| Poldergemeinschaft Hohe Schaar | Hamburg | Deutschland | 8,66% | EUR | n.a. | |
| Pristav Pardubice a.s. | Pardubice | Tschechische Republik | 0,41% | CZK | 25,408 | 19 |
| Salina Diamante Branco Ltda. | Rio de Janeiro | Brasilien | 100,00% | BRL | 4,5157 | 25.628 |
| Saline Cerebos S.A.S. | Levallois-Perret | Frankreich | 100,00% | EUR | 4.582 | |
| Servicios Maritimos Patillos S.A. | Santiago de Chile | Chile | 100,00% | USD | 1,1234 | 5.847 |
| Servicios Portuarios Patillos S.A. | Santiago de Chile | Chile | 99,89% | USD | 1,1234 | 45.712 |
| Shenzhen K+S Trading Co. Ltd. | Shenzhen | China | 100,00% | CNY | 7,8205 | 62.967 |
| VATEL Companhia de Produtos Alimentares S.A. | Alverca | Portugal | 100,00% | EUR | 284 | |
| Weeks Island Landowner, LLC | Chicago | USA | 100,00% | USD | 1,1234 | 1.314 |
| Werra Kombi Terminal Betriebsgesellschaft mbH | Philippsthal | Deutschland | 50,00% | EUR | 372 | |
| Wohnbau Salzdetfurth GmbH | Bad Salzdetfurth | Deutschland | 100,00% | EUR | 1.820 | |
| Zoll Pool Hamburg AG | Hamburg | Deutschland | 1,43% | EUR | 704 |
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| Jahresergebnis | ||
|---|---|---|
| Name der Gesellschaft | ||
| 4. K+S Verwaltungs GmbH | - 1 | |
| Al Biariq for Fertilizer Plant Co. Ltd. | - 8.300 | 5) |
| Beienrode Bergwerks-GmbH | 3 | |
| Canadian Brine, Ltd. | 3 | 9) |
| Chemische Fabrik Kalk GmbH | 371 | |
| Compania Minera Punta de Lobos Ltda. | 4.034 | 9) |
| Deutscher Straßen-Dienst GmbH | 1.340 | 1) |
| Empresa de Servicios Ltda. | 4 | 9) |
| Empresa Maritima S.A. | 4.844 | 9) |
| esco benelux N.V. | 1.133 | 9) |
| esco france S.A.S. | 1.635 | 9) |
| esco international GmbH | 3.422 | 1) |
| esco Spain S.L. | - 134 | 9) |
| esco Verwaltungs GmbH | 3 | |
| EzyAgric B.V. | n.a. | 10) |
| Fachschule f. Wirtschaft und Technik Gem. GmbH | - 82 | 2) |
| Frisia Zout B.V. | - 19.025 | 9) |
| Glendale Salt Development, LLC | 173 | 9) |
| Grainpulse Limited | 10.976.839 | 4) |
| Ickenroth GmbH | - 16 | 1) |
| Imperial Thermal Products, INC. | 8) | |
| Inagua General Store, Ltd. | 94 | 9) |
| Inversiones Columbus Ltda. | - 16 | 9) |
| Inversiones Empremar Ltda. | - 13 | 9) |
| Inversiones K+S Sal de Chile SpA | 79.787 | 9) |
| K plus S Africa (Pty) Ltd. | - 6 | 5) |
| K plus S Middle East FZE | - 1.327 | 5) |
| K plus S Salt Australia Pty Ltd | - 1.734 | 9) |
| K+S AN-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH | 17 | |
| K+S Asia Pacific Pte. Ltd. | 3.988 | 9) |
| K+S Baustoffrecycling GmbH | 1.999 | 1) |
| K+S Belgium Holding BVBA | - 18 | |
| K+S Beteiligungs GmbH | - 18 | 1) |
| K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais Ltda. | 5.866 | 5) |
| K+S Canada Holdings Ltd. | 410 | 9) |
| K+S Chile S.A. | 8.556 | 9) |
| K+S Czech Republic a.s. | 30.812 | 9) |
| K+S Denmark Holding ApS | 90 | 5) |
| K+S Fertilizers (India) Private Limited | 3.789 | 3) |
| K+S Finance Belgium BVBA | 55.849 | 9) |
| K+S Finance Ltd. | 19 | 9) |
| K+S France S.A.S. | 2.454 | 9) |
| K+S Holding GmbH | - 12 | |
| K+S (Huludao) Magnesium Products Co. Ltd. | - 2.273 | 9) |
| K+S Investments Ltd. | 8.474 | 9) |
| K+S Italia S.r.L. | 1.036 | 5) |
| K+S KALI France S.A.S. | 668 | 9) |
| K+S KALI Wittenheim S.A.S. | 129 | 9) |
| K+S Legacy GP INC. | 0 | 5) |
| K+S Minerals and Agriculture GmbH | 146.334 | 1) |
| K+S Minerals and Agriculture (Panama) S.A. | n.a. | 10) |
| K+S Mining Argentina S.A. | - 1.069 | 5) |
| K+S Montana Holdings, LLC | 831.643 | 9) |
| K+S Netherlands Holding B.V. | 510 | 9) |
| K+S North America Asset Management GmbH | - 2 | |
| K+S North America Corporation | 446 | 9) |
| K+S Perú S.A.C. | - 3.890 | 9) |
| K+S Polska Sp. z o.o. | 2.342 | 5) |
| K+S Potash Canada General Partnership | - 174.783 | 9) |
| K+S Real Estate GmbH & Co KG | - 4 | |
| K+S Salt LLC | 46.510 | 9) |
| K+S UK & Eire Ltd. | 127 | 5) |
| K+S Versicherungsvermittlungs GmbH | 837 | 1) |
| K+S Windsor Salt Ltd. | 91.908 | 9) |
| Kali AG | 417 | 5) |
| Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH | 13.095 | 1) |
| Lehrter Wohnungsbau GmbH | - 1.755 | 6) |
| modal 3 Logistik GmbH | 306 | 5) |
| Montana US Parent INC. | 0 | 9) |
| Morton Bahamas Ltd. | 2.938 | 9) |
| Morton China National Salt (Shanghai) Salt Co., Ltd. | 4.970 | 5) |
| Morton Salt, Inc. | - 204.322 | 9) |
| MSW -Chemie GmbH | 422 | |
| Nieders. Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH | 1.361 | 7) |
| OOO K+S Rus | - 2.170 | 5) |
| Poldergemeinschaft Hohe Schaar | n.a. | 10) |
| Pristav Pardubice a.s. | - 738 | 5) |
| Salina Diamante Branco Ltda. | - 7.671 | 9) |
| Saline Cerebos S.A.S. | - 408 | 9) |
| Servicios Maritimos Patillos S.A. | 1.333 | 9) |
| Servicios Portuarios Patillos S.A. | - 982 | 9) |
| Shenzhen K+S Trading Co. Ltd. | 6.994 | 9) |
| VATEL Companhia de Produtos Alimentares S.A. | 151 | 9) |
| Weeks Island Landowner, LLC | 2 | 9) |
| Werra Kombi Terminal Betriebsgesellschaft mbH | 160 | 5) |
| Wohnbau Salzdetfurth GmbH | 0 | 1) |
| Zoll Pool Hamburg AG | 41 | 5) |
1 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Muttergesellschaft (Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisabführung).
2 Geschäftsjahr vom 01.08. bis 31.07. - Jahresabschluss per 31.07.2019.
3 Jahresabschluss per 31. März 2019.
4 Jahresabschluss per 30. Juni 2018.
5 Jahresabschluss per 31. Dezember 2018.
6 Jahresabschluss per 31. Dezember 2017.
7 Jahresabschluss per 31. Dezember 2015.
8 Inaktive Gesellschaften.
9 Angaben gem. IFRS.
10 keine Angaben verfügbar.
(27) MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2019 (STAND DER ANGABEN ZU WEITEREN AUFSICHTSRATSMANDATEN UND KONROLLGREMIEN: 31. DEZEMBER 2019)
DR. RER. NAT. ANDREAS KREIMEYER (JAHRGANG 1955), DIPLOM-BIOLOGE, AUFSICHTSRATSVORSITZENDER
ANTEILSEIGNERVERTRETER
Unternehmer (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF AKTIENGESELLSCHAFT, Ludwigshafen (heute BASF SE, Ludwigshafen))
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 12. Mai 2015
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) (bis 31. August 2019) |
weitere Kontrollgremien:
| ― | C.H. Boehringer Sohn AG & CO. KG, Ingelheim (Mitglied im Beraterkreis) |
RALF BECKER (JAHRGANG 1965), GEWERKSCHAFTSSEKRETÄR, STELLV. VORSITZENDER
ARBEITNEHMERVERTRETER
Landesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 1. August 2009
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover (stellv. Vorsitzender) |
| ― | Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg |
| ― | Deutsche Shell GmbH, Hamburg |
| ― | Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg |
PETRA ADOLPH (JAHRGANG 1964), MASTER IN POLITIK- UND LITERATURWISSENSCHAFTEN
ARBEITNEHMERVERTRETERIN
Vorstandssekretärin (Bereich Mitbestimmung/Recht/Gesundheitsschutz), IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
weitere Aufsichtsratsmandate: CEWE Stiftung & CO. KGaA, Oldenburg
ANDRÉ BAHN (JAHRGANG 1968), ELEKTROMONTEUR
ARBEITNEHMERVERTRETER
Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
JELLA BENNER-HEINACHER (JAHRGANG 1960), JURISTIN
ANTEILSEIGNERVERTRETERIN
Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., Düsseldorf
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Kontrollgremien:
| ― | A.S. Création Tapeten AG, Gummersbach (stellv. Vorsitzende) |
PETER BLECKMANN (JAHRGANG 1962), KFZ-MECHANIKER
ARBEITNEHMERVERTRETER
Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Betriebsratsvorsitzender des Werks Borth, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH (vormals: ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
PHILIP FREIHERR VON DEM BUSSCHE (JAHRGANG 1950), DIPLOM-KAUFMANN
ANTEILSEIGNERVERTRETER
Unternehmer/Landwirt
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 12. Mai 2015
weitere Kontrollgremien:
| ― | Bernard Krone Holding SE & CO. KG, Spelle (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 31. Dezember 2019, ab 1. Januar 2020 ordentliches Mitglied) |
| ― | DF World of Spices GmbH, Dissen (Mitglied des Beirats) |
| ― | Grimme GmbH & CO. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats) |
GEORGE CARDONA (JAHRGANG 1951), ÖKONOM
ANTEILSEIGNERVERTRETER
Ökonom
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2020
Erstbestellung: 9. Oktober 2009
weitere Kontrollgremien:
| ― | Board der Banque Havilland (Monaco) S.A.M., Monaco (Chairman) (seit 5. Oktober 2019)) |
DR. ELKE ELLER (JAHRGANG 1962), DIPLOM-VOLKSWIRTIN
ANTEILSEIGNERVERTRETERIN
Mitglied des Vorstands der TUI Aktiengesellschaft, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | Konzerngesellschaften der TUI Group: |
| ― | TUI Deutschland GmbH, Hannover |
| ― | TUIfly GmbH, Langenhagen weitere Kontrollgremien: |
| ― | Konzerngesellschaften der TUI Group: |
| ― | TUI Belgium N.V., Oostende/Belgien |
| ― | TUI Nederland N.V., Rijswijk/Niederlande |
GERD GRIMMIG (JAHRGANG 1953), DIPLOM-BERGINGENIEUR
ANTEILSEIGNERVERTRETER
Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
AXEL HARTMANN (JAHRGANG 1958), EINZELHANDELSKAUFMANN
ARBEITNEHMERVERTRETER
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers der K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 14. Mai 2013
MICHAEL KNACKMUß (JAHRGANG 1975), KFZ-SCHLOSSER
ARBEITNEHMERVERTRETER
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 11. Juli 2014
THOMAS KÖLBL (JAHRGANG 1962), DIPLOM-KAUFMANN
ANTEILSEIGNERVERTRETER
Finanzvorstand der Südzucker AG, Mannheim
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2022
Erstbestellung: 10. Mai 2017
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | Konzerngesellschaften der Südzucker Group: |
| ― | CropEnergies AG, Mannheim (stellv. Vorsitzender) |
weitere Kontrollgremien:
| ― | Konzerngesellschaften der Südzucker Group: |
| ― | AGRANA Stärke GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― | AGRANA Zucker GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― | ED&F MAN Holdings Limited, London/Großbritannien (Mitglied des Board of Directors (non-executive)) |
| ― | Freiberger Holding GmbH, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― | PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland/Niederlande (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| ― | Raffinerie Tirlemontoise S. A., Brüssel/Belgien (Mitglied des Conseil d'Administration) |
| ― | Saint Louis Sucre S. A. S., Paris/Frankreich (Mitglied des Comité de Supervision) (bis 31. Juli 2019) |
| ― | Südzucker Polska S. A., Wroclaw/Polen (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― | Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender des Beirats) |
GERD KÜBLER (JAHRGANG 1967), DIPLOM-INGENIEUR
ARBEITNEHMERVERTRETER
Leiter Mining, K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 1. Januar 2016
NEVIN MCDOUGALL (JAHRGANG 1967), MASTER OF AGRICULTURE (AGRARÖKONOMIE & BUSINESS)
ANTEILSEIGNERVERTRETER
Selbstständiger Berater/Unternehmer, NLM Management Inc., London, Kanada
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
weitere Kontrollgremien:
| ― | Board Member der BioEnterprise Corporation (non-profit Canadian company) |
ANKE ROEHR (JAHRGANG 1964), INDUSTRIEKAUFFRAU
ARBEITNEHMERVERTRETERIN
Vorsitzende des Betriebsrats des Standorts Hannover
K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover
Mitarbeiterin im Kundensegment Gemeinden, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 1. April 2016
AUFSICHTRATSAUSSCHÜSSE
VERMITTLUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) + Ralf Becker |
| ― | Axel Hartmann |
| ― | Thomas Kölbl |
STRATEGIEAUSSCHUSS
| ― | Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) + Andre Bahn (seit 3. Dezember 2019) + Ralf Becker |
| ― | Philip Freiherr von dem Bussche |
PRÜFUNGSAUSSCHUSS
| ― | Thomas Kölbl (Vorsitzender) |
| ― | Petra Adolph |
| ― | Ralf Becker |
| ― | Jella Benner-Heinacher |
| ― | Axel Hartmann |
| ― | Dr. Andreas Kreimeyer |
PERSONALAUSSCHUSS
| ― | Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) + Ralf Becker |
| ― | Dr. Elke Eller |
| ― | Michael Knackmuß |
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) |
| ― | Jella Benner-Heinacher |
| ― | Philip Freiherr von dem Bussche |
| ― | George Cardona |
(28) MITGLIEDER DES VORSTANDS (STAND DER ANGABEN ZU ZUSTÄNDIGKEITEN UND MANDATEN, SOFERN NICHT ANDERS AUSGEWIESEN: 31. DEZEMBER 2019)
DR. BURKHARD LOHR (JAHRGANG 1963), DIPLOM-KAUFMANN, VORSITZENDER, ARBEITSDIREKTOR
Operative Einheit Europe+
Communications & Brands
Corporate Board Office, Corporate Secretary
Environmental & Regulatory Affairs
Health, Safety, Management Systems & Sustainability
Human Resources
Investor Relations
Legal & GRC
Legal Europe
Strategy &Development
Mandat bis 31. Mai 2025
Erstbestellung: 1. Juni 2012
Aufsichtsratsmandate:
| ― | K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH (Vorsitzender), Kassel 1 (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel) |
THORSTEN BOECKERS (JAHRGANG 1975), BANKKAUFMANN, FINANZVORSTAND
Controlling
Finance & Accounting
Innovation & Digitalization
Insurance
Internal Auditing
IT
Procurement
Tax
Einheiten des Chief Financial Officers der operativen Einheiten Americas sowie Europe+ und für alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind
Mandat bis 11. Mai 2025
Erstbestellung: 12. Mai 2017
Aufsichtsratsmandate:
| ― | K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel 1 (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel) |
MARK ROBERTS (JAHRGANG 1963), BACHELOR OF SCIENCE (MARKETING)
Operative Einheit Americas
Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence mit den Untereinheiten Agriculture, Consumers, Industry, Communities, Supply Chain Mngt. Excellence und Commercial Exellence, Operations and Technical Excellence Center
Mandat bis 30. September 2023
Erstbestellung: 1. Oktober 2012
1 Konzernmandat
(29) BETEILIGUNGEN AN DER GESELLSCHAFT
Dimensional Holdings INC., Austin (USA), teilte uns am 11. November 2019 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % überschritten hat und der Anteil an der Gesellschaft 3,01 % beträgt. DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main (Deutschland), hält 5,69 % der Aktien (Meldung vom 2. Januar 2019). Bis Ende Februar 2020 wurde uns kein weiterer Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3 % mitgeteilt.
(30) GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG
Der im Geschäftsjahr 2019 erzielte Jahresüberschuss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beläuft sich auf 288.152 T€. Unter Berücksichtigung der Einstellung in die Gewinnrücklage in Höhe von 144.076 Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 170.713 Mio. €. Der Vorstand beabsichtigt, auf der Hauptversammlung am 12. Mai 2020 die Ausschüttung einer Dividende von 0,15 € je nennwertloser Stückaktie (28.710 T€) vorzuschlagen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 142.003 T€ in Gewinnrücklagen einzustellen.
Kassel, 4. März 2020
K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand
Weitere Informationen
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― | vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir mit der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
a. Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Jahresabschluss)
b. Prüferisches Vorgehen
Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen
a) Unter den Finanzanlagen weist die K+S AKTIENGESELLSCHAFT in ihrem handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 6.205,2 Mio. € aus. Das entspricht 89,1 % der Bilanzsumme.
Die Anteile werden mindestens einmal jährlich von den gesetzlichen Vertretern auf Werthaltigkeit überprüft. Die Ableitung der beizulegenden Werte erfolgte im Rahmen eines Ertragswertverfahrens unter Berücksichtigung des Capital-Asset-Pricing-Model (CAPM) zur Ermittlung der Eigenkapitalkosten. Für die Ermittlung der Unternehmenswerte werden die geplanten Nettoausschüttungen aus der Mittelfristplanung für den Prognosezeitraum 2020 bis 2022 abgeleitet. Die geplanten Nettoausschüttungen außerhalb des Prognosezeitraums werden auf Basis des für 2022 erwarteten Ergebnisses mit einer Wachstumsrate von 1,0 % p.a. kalkuliert.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung und Beurteilung der gesetzlichen Vertreter in Bezug auf die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, die langfristige Wachstumsrate sowie den verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig.
Entsprechend ist die Bewertung mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund ist dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu Anteilen an verbundenen Unternehmen sind im Anhang in dem Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" sowie in den Abschnitten 10 und 26 enthalten.
b) Wir haben uns im Rahmen unserer Prüfung mit dem Prozess zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen auseinandergesetzt und eine Prüfung der darin enthaltenen prüfungsrelevanten Kontrollen vorgenommen.
Wir haben uns von der Angemessenheit der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse überzeugt. Hierzu haben wir u.a. einen Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat jeweils gebilligten Drei-Jahresplanung sowie eine Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen vorgenommen.
Da bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes zugründe gelegten Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz und die Marktrisikoprämie, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen und das Berechnungsschema nachvollzogen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
| ― | die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts und |
| ― | die zusammengefasste Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Jahresabschluss bzw. zum Konzernabschlss und zum zusammengefassten Lagebericht nach §§ 264 Abs. 2 Satz 3 bzw. 297 Abs. 2 Satz 4 HGB und §§ 289 Abs. 1 Satz 5 sowie 315 Abs. 1 Satz 5 HGB. |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
ÜBRIGE ANGABEN GEMÄß ARTIKEL 10 EU-APRVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. August 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1972 als Abschlussprüfer der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Christian H. Meyer.
Hannover, den 4. März 2020
**Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Prof. Dr. Frank Beine, Wirtschaftsprüfer
Dr. Christian H. Meyer, Wirtschaftsprüfer
HINWEISE
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Dr. Andreas Kreimeyer
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 hat uns erneut vor große Herausforderungen gestellt und deutlich werden lassen, dass sich K+S derzeit auf einem schwierigen Pfad bewegt.
Nach einem erfreulichen ersten Halbjahr haben geopolitische Verwerfungen und ein zunehmend schwieriger werdendes Geschäftsumfeld für Kalidüngemittel im Verlauf des zweiten Halbjahres zu steigenden Lagerbeständen bei unseren Kunden und in der Folge zu Preisdruck für unsere Produkte, reduzierten Produktionsmengen und zu geringerer Profitabilität geführt. Damit konnten wir unsere EBITDA-Ziele nicht erreichen und unsere Verschuldung nicht wie geplant abbauen. In Folge davon ist unser Aktienkurs eingebrochen.
Die hohe Verschuldung ist im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen:
ERSTENS
auf die erfolgreiche Realisierung der neuen Kaliproduktion in Kanada. Dieses Investment wurde im Jahr 2011 genehmigt und war strategisch richtig und wichtig, um die Zukunftsfähigkeit der K+S zu sichern. Auch wenn die Erwartungen der Kalipreisentwicklung derzeit unter den ursprünglichen Planungen liegen, wird K+S nach dem vollständigen Hochfahren der Anlage mit den in Bethune produzierten Kaliumchlorid-Mengen eine gute Profitabilität erzielen. Bethune gehört zu den wettbewerbsfähigsten Anlagen auf der Welt!
ZWEITENS
auf kaum mehr planbare, stetig steigende Forderungen nach hohen Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen an den deutschen Standorten. In den vergangenen acht Jahren hat K+S bereits rund 1 Mrd. € in Umweltmaßnahmen investiert, um die heimischen Standorte weiter betreiben zu können.
Es war uns immer klar, dass ein rascher Abbau der hohen Verschuldung ein zentrales Ziel der Strategie SHAPING 2030 sein muss. Vor diesem Hintergrund sind klare Ziele formuliert worden: K+S wollte bis 2020 den Verschuldungsgrad halbieren und bis 2023 wieder die Voraussetzungen für ein Investment Grade Rating schaffen.
Bis Mitte 2019 waren wir hier auch auf dem richtigen Weg! Das sich im Verlauf des zweiten Halbjahres, insbesondere durch den Handelskrieg zwischen USA und China sowie den Kali-Importstopp Chinas rasant eintrübende Geschäftsumfeld, hat dann allerdings deutlich werden lassen, dass die Erreichung dieser Ziele im gesteckten Zeitraum ohne weitergehende Maßnahmen nicht möglich sein wird.
Im Zentrum der in 2019 erarbeiteten und im Dezember 2019 kommunizierten, zusätzlichen Maßnahmen steht daher das Ziel, den Abbau der Verschuldung zu intensivieren und diese rasch und nachhaltig zurückzuführen. Dabei werden wir uns nicht auf die Selbstheilungskräfte des Marktes verlassen, sondern entschlossen handeln und eine Reihe von Projekten zur Wertgenerierung und Kostensenkung konsequent vorantreiben.
Im Namen des Aufsichtsrats bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz in diesem schwierigen Geschäftsumfeld. Unser Dank gilt ebenso den Mitgliedern des Vorstands, die K+S durch diese schwierige Phase führen und den Arbeitnehmervertretern und Betriebsräten, die konstruktiv und zukunftsorientiert an der Erreichung anspruchsvoller Zielsetzungen mitwirken.
Bei Ihnen, unseren Aktionärinnen und Aktionären, bedanke ich mich dafür, dass Sie uns auch im herausfordernden Jahr 2019 kritisch, aber stets konstruktiv begleitet haben.
BERATUNG UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DES VORSTANDS
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl von Sachthemen wurde eingehend diskutiert, und es wurden Beschlüsse über zustimmungspflichtige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei dessen Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und bei der Leitung des Unternehmens beraten. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage, die Beschäftigungssituation, den Fortgang wichtiger Investitionsprojekte, die Planungen sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation sowie das Risikomanagement wurden dabei gewissenhaft beachtet. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsichtsrat jeweils schriftliche Berichte vom Vorstand. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende hielt auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand regelmäßigen engen persönlichen Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge sowie anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner und die Arbeitnehmervertreter haben regelmäßig in gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten.
Im Jahr 2019 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Die Anwesenheitsquote der 16 Aufsichtsratsmitglieder lag bei diesen Sitzungen im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 95 %. Eine Sitzung fand in vollständiger Besetzung statt, an vier Sitzungen konnte jeweils ein Aufsichtsratsmitglied nicht teilnehmen. Die Abwesenden waren immer entschuldigt. Von den vier Präsenzsitzungen des Prüfungsausschusses wurden drei mit vollständiger Besetzung abgehalten, bei einer Sitzung fehlte ein Mitglied entschuldigt. Der Nominierungsausschuss tagte 3 Mal in vollständiger Besetzung. Von den 7 Sitzungen des Personalausschusses wurden 6 Sitzungen in voller Besetzung abgehalten. Bei einer Sitzung fehlte ein Mitglied entschuldigt. Der Strategieausschuss tagte zweimal und jeweils in vollständiger Besetzung.
BESETZUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 13. November 2019 Frau Fabiola Fernandez Grund in den Vorstand berufen. Frau Fernandez Grund wird ihre Aufgabe voraussichtlich im Laufe des zweiten Halbjahres 2020 antreten. Mit der Aufnahme ihrer Tätigkeit wird Frau Fernandez Grund auch die Arbeitsdirektorin der Gesellschaft.
Im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine Änderungen.
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS
Im Geschäftsjahr 2019 fanden eine außerordentliche und vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt.
In der ordentlichen Sitzung am 13. März 2019 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte für das Geschäftsjahr 2018 geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und nach intensiver Diskussion beschlossen, sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands anzuschließen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert, zudem wurden die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2019 verabschiedet. Des Weiteren wurde das Ergebnis der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung mit den Prüfern erörtert. Zudem wurden die Zielvereinbarungen der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2019 und die Festlegung der Zielerreichung 2018 als auch die Anpassung der Pensionsobergrenzen beschlossen. Zuletzt haben wir mit dem Vorstand mögliche Akquisitionen besprochen.
In der ordentlichen Sitzung am 14. Mai 2019 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat unter anderem detailliert über die Entwicklung der Geschäftslage, das Ergebnis im ersten Quartal 2019, mögliche Akquisitionen sowie den Stand des Projekts "Operations Excellence". Zudem wurde die Geschlechterquote für den Vorstand neu festgelegt. Darüber hinaus wurde die Nominierung der Kandidaten zur Wahl in den Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung 2020 vorgenommen. Dem voraus haben die Anteilseignervertreter einen Antrag auf Getrennterfüllung gestellt und dem Aufsichtsratsvorsitzenden zugeleitet.
In der ordentlichen Sitzung am 22. August 2019 befassten wir uns unter anderem mit dem neuen Deutschen Corporate Governance Kodex, der aktuellen Geschäftslage und stimmten einer Finanzierungsmaßnahme zu. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über mögliche Akquisitionen und gab ein Update über die Strategie SHAPING 2030 der K+S GRUPPE. Zudem haben wir uns detailliert über den Stand der Digitalisierung informieren lassen und die langfristige Nachfolgeplanung im Vorstand diskutiert. Die Verlängerung der Vorstandsmandate von Herrn Dr. Lohr und Herrn Boeckers, die Einführung von Claw Back Klauseln in den Vorstandsverträgen, die Anpassung der Vergütungsstruktur des Vorstands sowie die Anpassung der Ausschussvergütung wurden beschlossen. Zudem wurde ein Beschluss über die Vergütung konzernexterner Mandate gefasst.
In der außerordentlichen Sitzung am 13. November 2019 haben wir uns detailliert über die anstehende Mittelfristplanung und über den Status des Werkes Bethune informiert sowie über ein Maßnahmenpaket zum raschen Abbau der Verschuldung beraten. Des Weiteren wurde über die Besetzung der zusätzlichen Vorstandsposition beraten und Frau Fernandez Grund in den Vorstand berufen.
In der letzten ordentlichen Sitzung des Jahres am 3. Dezember 2019 erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage und gab einen Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz und das Ergebnis der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2019. Die Planung der K+S GRUPPE für das Jahr 2020, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens, wurde eingehend - auch auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen - geprüft und sodann gebilligt. Anschließend erörterten wir mit dem Vorstand ausführlich das Maßnahmenpaket zur raschen Wertgenerierung und zum Abbau der Verschuldung. Das Vorstandsmandat von Herrn Roberts wurde verlängert . Des Weiteren wurden Anpassungen zu Altersgrenzen und Wahlperioden für Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Anpassung der Ausschussvergütung beschlossen. Zudem haben wir uns auf Vorschlag des Prüfungsausschusses nach Durchführung eines strukturieren Ausschreibungsverfahrens für einen Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 ausgesprochen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete über dessen letzte Sitzung. Der Aufsichtsrat beschloss, die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung zu beauftragen. Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2019/2020 von Vorstand und Aufsichtsrat wurde ebenfalls beschlossen.
Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance, Seite 99
AUSSCHUSSSITZUNGEN
Zur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss vier weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss sowie den Strategieausschuss. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung findet sich auf der Seite 104 im Lagebericht und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik "Über K+S". Dort finden Sie auch die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse.
Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2019 insgesamt vier Mal zusammen. Der Ausschuss beschäftigte sich am 28. Februar gemeinsam mit dem Strategieausschuss mit möglichen Akquisitionen. Am 1. März 2019 prüfte der Ausschuss im Beisein des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Jahresabschluss 2018 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den Konzernabschluss 2018, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und sprach die Empfehlung aus, der Hauptversammlung erneut die Wahl der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT zum Abschlussprüfer vorzuschlagen. Zudem beschäftigte sich der Ausschuss mit der Ausschreibung der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2021. Am 22. August 2019 diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand umfassend das interne Kontrollsystem (iks) der K+S GRUPPE, insbesondere Rechnungslegungs- , Rechungsprüfungs- und Buchhaltungsprozesse. Ferner nahm der Ausschuss den Bericht des Chief Compliance Officers über den Status des Compliance-Management-Systems der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis. Des Weiteren wurden Empfehlungen zweier Prüfungsgesellschaften an das Aufsichtsratsplenum für die Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 beschlossen. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2019. In der Sitzung am 3. Dezember 2019 berichtete der Leiter der internen Revision über seine Arbeit in der K+S GRUPPE. Der Vorstand berichtete über die Entwicklung von Beraterkosten und Spenden sowie über die Beauftragung des Abschlussprüfers mit zulässigen Nichtprüfungsleistungen. Schließlich empfahl der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsratsplenum die Beauftragung des Abschlussprüfers mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung. Darüber hinaus wurden der Verschuldungsgrad, die Liquidität sowie Maßnahmen zum Abbau der Verschuldung diskutiert.
Zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand wurden am 8. Mai, 12. August und 12. November per Telefonkonferenz die jeweils abgelaufenen Quartale sowie die zur Veröffentlichung anstehenden Quartalsmitteilungen bzw. der Halbjahresfinanzbericht erörtert.
Der Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2019 siebenmal zusammen. Er befasste sich mit den Zielvereinbarungen und Zielerreichungen der Vorstandsmitglieder, der Angemessenheit der Vorstandsvergütung im Verhältnis zu den Führungskreisen und der Gesamtbelegschaft, der Höhe der Fixeinkommen der Vorstandsmitglieder, der Neufestlegung der Geschlechterquote, der Anpassung der Pensionsobergrenzen, der Einführung von Claw Back Klauseln, der Erweiterung des Vorstands und der damit einhergehenden Berufung von Frau Fernandez Grund in den Vorstand sowie mit der Weiterentwicklung des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat. Des Weiteren wurde über die Mandatsverlängerungen der Vorstandsmandate beraten. Ferner wurde über die Entwicklungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Veränderung der Gesetzgebung bezüglich der 2. Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) beraten. Darüber hinaus befasste er sich mit der kurz- und langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2019 sowie die Struktur des aktuellen Vergütungssystems finden Sie auf den Seiten 142-146.
Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2019 viermal zusammen; Gegenstand der Beratungen war insbesondere die langfristige Nachfolgeplanung für den Aufsichtsrat. Ferner befasste er sich mit der Altersgrenze sowie der Begrenzung der Anzahl von Wahlperioden für Aufsichtsratsmitglieder.
Der Strategieausschuss tagte im Jahr 2019 zweimal. Er beriet hauptsächlich über mögliche Akquisitionen sowie die Mittelfristplanung und das Maßnahmenpaket zur raschen Wertgenerierung und zum Abbau der Verschuldung.
Der Vermittlungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden.
INTERESSENKONFLIKTE
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.
PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2019
Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 geprüft. Jahresabschluss und Konzernabschluss wurden jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Über die gesetzliche Abschlussprüfung hinaus hat der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT mit der Prüfung der Konformität mit begrenzter Sicherheit der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung gemäß dem CSR-RUG beauftragt. DELOITTE hat die Ergebnisse dem Prüfungsausschuss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in seiner Sitzung vom 2. März 2020 sowie dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 11. März 2020 berichtet. Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind DELOITTE keine Sachverhalte bekannt geworden, die DELOITTE zu der Auffassung gelangen lassen, dass die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung des Unternehmens für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c in Verbindung mit §§ 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden jeweils in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Prüfungsausschusssitzung am 2. März 2020 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 11. März 2020 umfassend behandelt. In beiden Sitzungen wurden vom Vorstand und vom Abschlussprüfer alle Fragen zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung der vorgelegten Berichte keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und billigte auf Vorschlag des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2019. Der Jahresabschluss 2019 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wurde damit festgestellt. Der Aufsichtsrat folgte dem Vorschlag des Vorstands für die Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 99). Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde insbesondere in Hinblick auf die derzeitige und die künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S GRUPPE ebenfalls überprüft. Nach intensiver Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat auch diesem Vorschlag des Vorstands an.
Kassel, 11. März 2020
Ein herzliches Glückauf!
Für den Aufsichtsrat
Dr. Andreas Kreimeyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats