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K+S AG — Management Reports 2019
Apr 12, 2019
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Management Reports
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K+S Aktiengesellschaft Kassel Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 Zusammengefasster Lagebericht GESCHÄFTSMODELL K+S versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten für die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir aus Produktionsstätten im Wesentlichen in Europa, Nord- und Südamerika sowie über ein weltweites Vertriebsnetz. UNTERNEHMENSPROFIL Im Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 wollen wir verstärkt Synergiepotenziale heben und haben eine neue Struktur geschaffen, um die bisherige divisionale Organisation mit den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz im Sinne einer "One Company" stärker zu integrieren. MATRIXSTRUKTUR Aus unserer Sicht ist die beste Struktur für ONE K+S eine Matrixorganisation. In ihr verknüpfen wir regional orientierte operative Einheiten1mit marktorientierten Kundensegmenten2und zentralen Exzellenzfunktionen, um deren jeweilige Stärke in Projekten und Lösungen für unsere Kunden überall nutzbar zu machen. Damit wollen wir Silos aufbrechen und Teams über Bereichs- und Ländergrenzen hinweg stärker vernetzen. Am 1. Oktober 2018 haben wir mit der Umsetzung der neuen Struktur der "One Company" begonnen: K+S-MATRIXSTRUKTUR ABB. 2.1 1 Segmente im Sinne des IFRS 8. 2 Keine Segmente im Sinne des IFRS 8. Während wir das operative Geschäft in den beiden operativen Einheiten Europe+ und Americas führen (siehe Abschnitt "Operative Einheiten"), bilden die Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden eine für K+S vollständig neue organisatorische Dimension. Ziel dieser organisatorischen Neuausrichtung sind die Bündelung gemeinsamer Kundeninteressen und die Entwicklung langfristiger Strategien. In den Kundensegmenten wollen wir Innovationen vorantreiben, Megatrends verfolgen, neue Märkte entwickeln und das gruppenweite Produktportfolio gestalten. Außerdem sind sie der Motor für Wachstumsinitiativen und Investitionen. Die neue Einheit "Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence" bündelt die vier Kundensegmente. Sie ist dafür verantwortlich, Strategien für diese zu entwickeln, kontinuierliche Prozess- und Technologieverbesserungen voranzutreiben, globale Leistungsindikatoren festzulegen und - in ihren jeweiligen Excellence-Funktionen - einen regionalübergreifenden Vergleich zu gewährleisten. Die Einheit "Operations Excellence" ist ausgerichtet auf die strategische Entwicklung des weltweiten Produktionsnetzwerks und eine möglichst effektive Steuerung der Produktionsstandorte. Unter anderem definiert und erhebt sie Kennzahlen, standardisiert Instandhaltung und Prozesse sowie Materialien und ermöglicht Know-how-Transfer. Interne und externe Vergleiche gehören in diesen Verantwortungsbereich wie auch die bedarfsgerechte Weiterentwicklung unserer verfahrenstechnischen Kompetenzen. Die Zentralfunktionen Communications & Brands, Controlling, Corporate Board Office, Corporate Secretary, Environmental & Regulatory Affairs, Finance & Accounting, Health, Safety, Management Systems & Sustainability, Human Resources, Investor Relations, Internal Auditing, Legal & GRC, Insurance, IT, Procurement, Strategy & Development und Tax verstehen sich als Business Partner der operativen Einheiten. Sie setzen Standards, definieren Prozesse und erheben Kennzahlen. Außerdem unterstützen sie den Vorstand und nehmen gruppenweit Governance-Aufgaben wahr. OPERATIVE EINHEITEN Wir führen das operative Geschäft in zwei Einheiten (Segmente im Sinne des IFRS 8), in die sich auch die Segmentberichterstattung ab dem Berichtsjahr 2019 gliedern wird: ― Operative Einheit Europe+, bestehend aus dem ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte inkl. Bethune, ESCO (bisher Teil des ehemaligen Geschäftsbereichs Salz) und den bisherigen Ergänzenden Aktivitäten (Entsorgung und Recycling, Tierhygieneprodukte, K+S TRANSPORT GMBH, CHEMISCHE FABRIK KALK GmbH) ― Operative Einheit Americas, bestehend aus MORTON SALT, K+S WINDSOR SALT und K+S SALT LA (bisher Teile des ehemaligen Geschäftsbereichs Salz) Diese operativen Einheiten folgen ebenfalls der Kundenlogik, denn das Geschäft der Kundensegmente Industrie, Verbraucher und Gemeinden ist regional geprägt, da die Produkte für diese Segmente transportkostenabhängig sind. In der Marktbearbeitung gibt es viele Synergien zwischen Süd- und Nordamerika, aber aufgrund der großen räumlichen Distanz nur wenige zwischen Amerika und Europa. Das Kundensegment Landwirtschaft hingegen agiert in einem globalen Umfeld. Wir liefern Kaliprodukte aus Deutschland und Kanada in die ganze Welt. Zwar gibt es bei der Marktbearbeitung wenig Synergien zwischen Landwirtschaft und den anderen Kundensegmenten; aufgrund der räumlichen Nähe der Kali- und Salzbergwerke innerhalb Deutschlands bestehen jedoch vielfältige Synergien in Bezug auf Produktion, Technik und Logistik, die wir verstärkt nutzen wollen. Die operativen Einheiten haben den direkten, engen Draht zum Kunden. Für die optimale Marktbearbeitung haben beide Einheiten die Verantwortung für die gesamte Wertschöpfungskette von der Absatzplanung über die Produktion sowie Marketing und Vertrieb bis hin zur Auslieferung. Sie entwickeln auf Basis der zentralen Strategien mittelfristige Umsetzungskonzepte für ihre Märkte und implementieren zentrale Produktionsstandards. Die beiden operativen Einheiten denken und handeln in Kundensegmenten (keine Segmente im Sinne des IFRS 8) und diese werden gruppenweit betrachtet. Dabei konzentrieren wir uns in jedem dieser Segmente auf den Mehrwert, den wir von K+S bieten: KUNDENSEGMENTE LANDWIRTSCHAFT: WIR HELFEN LANDWIRTEN BEI DER SICHERUNG DER WELTERNÄHRUNG Unsere Düngemittel sind auf nahezu allen Kontinenten dieser Welt im Einsatz - von den Weizenfeldern Europas, über die Reisterrassen Asiens, bis hin zu den Kaffeeplantagen Südamerikas. Das Kundensegment Landwirtschaft findet sich ausschließlich in der operativen Einheit Europe+ und war bisher im ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte abgebildet. Produkte und Dienstleistungen Die Produkte des Kundensegments werden als Pflanzennährstoff in der Landwirtschaft eingesetzt. Als Naturprodukte sind diese nach EU-Recht größtenteils auch für den ökologischen Landbau zugelassen. ABB. 2.2 Kaliumchlorid: Das universell einsetzbare mineralische Düngemittel Kaliumchlorid wird vor allem bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewendet. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf die Äcker gebracht, mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen zu sogenannten "bulk blends" gemischt oder alternativ als feinkörnige "Standard"-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet. Düngemittelspezialitäten: Die Düngemittelspezialitäten unterscheiden sich vom Kaliumchlorid entweder durch Chloridfreiheit, durch unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel, Natrium und Spurenelementen oder durch ihre Wasserlöslichkeit. Diese Produkte werden für Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z. B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchten, Wein oder Gemüse. Voll wasserlösliche Düngemittel werden z. B. im Bereich der Fertigation (Einsatz von Düngemitteln in Bewässerungssystemen) vor allem für Obst und Gemüse eingesetzt. Die Düngemittelspezialitäten werden unter den folgenden Produktmarken vertrieben: KALISOP(r),KORN-KALI(r), PATENTKALI(r), ESTA(r) KIESERIT, MAGNESIA-KAINIT(r), SOLUMOP(r), SOLUSOP(r), SOLUNOP(r), HORTISUL(r), EPSO TOP(r), EPSO MICROTOP(r), EPSO COMBITOP(r), EPSO BORTOP(r). Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen Die Hälfte des Umsatzes des Kundensegments Landwirtschaft wird in Europa erzielt. Hier profitieren wir von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Weitere Absatzschwerpunkte liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, und in Asien. ABB. 2.3 K+S ist weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten. Mit dem neuen Werk in Bethune, Kanada konnte K+S den Anteil am Weltkaliabsatz auf rund 9 % steigern. Im Bereich der Düngemittelspezialitäten nimmt K+S weltweit Spitzenpositionen ein. Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanische NUTRIEN sowie MOSAIC. Weitere bedeutende Wettbewerber sind die russischen Produzenten URALKALI und EUROCHEM, die weißrussische BELARUSKALI, die israelische ICL, die jordanische APC sowie die chilenische SQM. LANDWIRTSCHAFT - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN ABB. 2.2 LANDWIRTSCHAFT - UMSATZ NACH REGION ABB. 2.3 INDUSTRIE: WIR BIETEN LÖSUNGEN, DIE INDUSTRIEN AM LAUFEN HALTEN Haupteinsatzgebiet unserer Produkte im Industriebereich sind die Elektrolyse- und die Lebensmittelindustrien, wobei die Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten weit reicht - von pharmazeutischer Produktion bis hin zur Kupfergewinnung. Zum Beispiel wird bei der Elektrolyse Chlor gewonnen - ein wichtiger Stoff für viele Industrien. Ernährungslösungen sowie Kosmetik- und Pflegeprodukte beinhalten ebenfalls unsere Mineralien. Mit unseren Produkten und unserem technischen Know-how für die Lebensmittelindustrie leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Welternährung. Das Kundensegment Industrie findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher in beiden ehemaligen Geschäftsbereichen sowie den ehemaligen Ergänzenden Aktivitäten abgebildet. Produkte und Dienstleistungen K+S bietet eine breite Palette an höherwertigen Kali-, Magnesium- sowie Salzprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z. B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen, zur Verbesserung von Geschmack und Nährstoffgehalten von Nahrungsmitteln, bei der Herstellung von Glas, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechnologie, bei der Öl- und Gasexploration, in der Wasserenthärtung sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Ergänzend steht ein Sortiment für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierernährungsindustrie bereit. Zu den Produktmarken im Kundensegment Industrieprodukte gehören z. B.: APISAL(r), AXAL(r), BÄCKERSTOLZ(r), KADD(r), KASA(r), K-DRILL(r), MORTON(r) PUREX(r), MORTON(r), STAR FLAKE(r), DENDRITIC(r), SOLSEL(r). ABB. 2.4 Als Dienstleistung für Dritte und als ergänzende Aktivität nutzt K+S außerdem teilweise Hohlräume unter Tage, die durch die Rohsalzgewinnung entstanden sind. Einerseits werden Abfälle durch die Einlagerung in Untertagedeponien sicher der Biosphäre entzogen. Andererseits werden sie verwertet, indem Hohlräume mit Rückständen aus der Rauchgasreinigung als Versatzbaustoffe gefüllt werden. Die für diesen Zweck genutzten Salzlagerstätten sind vom laufenden Betrieb der Rohstoffgewinnung getrennt, nicht durchlässig für Gas und Flüssigkeiten und von den grundwasserführenden Schichten abgeschottet. Eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren gewährleistet höchstmögliche Sicherheit. Für die Sekundäraluminiumindustrie bietet K+S eine Komplettleistung rund um das Recycling von Salzschlacken. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das Recycling über Tage von gering belasteten Baustoffen. Am Standort Salzdetfurth werden darüber hinaus große Teile der Infrastruktur über Tage eines stillgelegten Kaliwerks genutzt, um für die MARS GmbH u.a. das bekannte Markenprodukt CATSAN(r) für den Tierhygienebedarf zu granulieren. Die K+S TRANSPORT GMBH erbringt in Hamburg für K+S als eigener Logistikdienstleister vielfältige Transportleistungen. Die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK) betreibt Handel mit einer Auswahl an Basischemikalien wie Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid. Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen In Europa und in Nordamerika werden jeweils 44 bzw. 39 % des Umsatzes des Kundensegments Industrie erzielt. Weitere Absatzregionen liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien. ABB. 2.5 INDUSTRIE - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN ABB. 2.4 INDUSTRIE - UMSATZ NACH REGION ABB. 2.5 Mit kali- und magnesiumhaltigen Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Herstellern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter. Bei Salzprodukten für die Lebensmittelindustrie, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen ist ESCO neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE, GROUPE SALINS, WACKER CHEMIE und NOURYON (vorher: AKZONOBEL) führend in Europa. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON SALT und K+S WINDSOR SALT gehören neben CARGILL und COMPAS MINERALS zu den größten Salzproduzenten in Nordamerika. Die K+S ENTSORGUNG GMBH ist hauptsächlich in Europa tätig und dort führend bei der Untertageverwertung. VERBRAUCHER: WIR BEREICHERN DAS LEBEN DER ENDVERBRAUCHER BEI NAHRUNG UND WASSERENTHÄRTUNG Wir sind weltweit mit verschiedenen Marken in unzähligen Einkaufsregalen vertreten, allen voran MORTON SALT. Unser "Umbrella Girl" kennt in den USA jedes Kind. Das Kundensegment Verbraucher findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher sowohl im ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im ehemaligen Geschäftsbereich Salz abgebildet. Produkte und Dienstleistungen Die K+S-Produkte für den Endverbraucher umfassen u.a. Tafelsalz, Salz zur Wasserenthärtung, Geschirrspülsalz und Auftausalz für Privathaushalte. Auch Premiumprodukte wie Meersalz, koscheres oder natriumreduziertes Salz gehören zum Portfolio. Haushaltspackungen mit Auftausalz für Endverbraucher runden die Produktpalette in diesem Segment ab. Als Produktmarken werden z. B. BALANCE(r), BIOSAL(r), DIAMANTE BRANCO(r) , CÉRÉBOS(r), LOBOS(r), MORTON(r), SALDORO(r), VATEL(r), WINDSOR(r) für Tafelsalze, CLEAN AND PROTECT(r), PURE AND NATURAL(r), REGENIT(r), SYSTEM SAVER(r) für die Wasserenthärtung sowie ACTION MELT(r), SAFE-T-PET(r), SAFE-T-POWER(r) für Auftausalze verwendet. ABB. 2.6 Unsere deutsche Premium-Tafelsalzmarke SALDORO(r) haben wir im April 2018 einem Relaunch unterzogen. Auf Basis von repräsentativen Konsumenten-Studien haben wir die Marke strategisch neu aufgestellt, das Sortiment erweitert und das Design modernisiert, um sie stärker auf die Bedürfnisse der Verbraucher auszurichten. Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen Der Umsatz des Kundensegments wird im Wesentlichen in Nordamerika erzielt. Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen gehören Deutschland, Frankreich, Benelux, Skandinavien und Osteuropa. ABB. 2.7 Bei Produkten für Verbraucher ist K+S in Europa neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE, GROUPE SALINS und NOURYON (vorher: AKZONOBEL) führend. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON SALT und K+S WINDSOR SALT gehören neben CARGILL und COMPASS MINERALS zu den größten Anbietern von Salzprodukten für Verbraucher in Nordamerika. VERBRAUCHER - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN ABB. 2.6 VERBRAUCHER - UMSATZ NACH REGION ABB. 2.7 GEMEINDEN: WIR SORGEN FÜR SICHERHEIT IM WINTER Unsere Auftausalze verhindern Unfälle im Winter. K+S ist der einzige Anbieter, der in allen wichtigen Auftausalzmärkten dieser Welt vertreten ist. Das Kundensegment Gemeinden findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher im ehemaligen Geschäftsbereich Salz abgebildet. Produkte und Dienstleistungen Öffentliche Straßenbauverwaltungen, Winterdienstleister sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftausalz von K+S, zum Großteil über öffentliche Ausschreibungen. Zudem werden Premium-Auftaumittel angeboten, die z. B. durch den Zusatz von Calcium- oder Magnesiumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee Wärme erzeugen und vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen effizienter wirken als konventionelle Produkte. BLIZZARD WIZARD(r) wird für diese Produkte als Marke in den USA genutzt, die Marke DI-MIX(r) in Europa. ABB. 2.8 Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen Der Umsatz des Kundensegments wird im Wesentlichen in Nordamerika erzielt. Dabei sind die Regionen Kanada, Mittlerer Westen der USA sowie die Ostküste der USA von besonderer Bedeutung. Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen gehören Deutschland, Skandinavien, Osteuropa, Benelux und Frankreich. ABB. 2.9 K+S ist gemessen an der Produktionskapazität der weltweit größte Anbieter von Salzprodukten. ESCO ist mit Auftausalzen neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE und GROUPE SALINS führend in Europa. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, und MORTON SALT sowie K+S WINDSOR SALT ist K+S neben CARGILL und COMPASS MINERALS einer der größten Salzanbieter für Nordamerika. Um die zuverlässige Belieferung unserer Kunden sicherzustellen, können wir aufgrund unseres Produktions- und Logistiknetzwerks in Europa, Nord- und Südamerika flexibler auf witterungsbedingte Schwankungen der Auftausalznachfrage reagieren als lokale Wettbewerber. RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR Die beschriebenen Änderungen in der Organisationsstruktur hatten in 2018 zunächst keine Auswirkungen auf die gesellschaftsrechtlichen Strukturen der einzelnen Tochtergesellschaften der K+S GRUPPE. Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der K+S GRUPPE und hält direkt und indirekt die Anteile ihrer Tochtergesellschaften im In- und Ausland, die maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert. 'Anhang', Anteilsbesitzliste, Seite 212 GEMEINDE - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN ABB. 2.8 GEMEINDE - UMSATZ NACH REGION ABB. 2.9 Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K+S KALI GMBH, K+S SALZ GMBH und K+S FINANCE BELGIUM BVBA. Unter der K+S SALZ GMBH sind die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG (ESCO), die K+S NETHERLANDS HOLDING B.V., die u.a. die Anteile an Konzerngesellschaften in Kanada und Brasilien hält, sowie die K+S BELGIUM HOLDING B.V. (seit 31. Dezember 2018: K+S BELGIUM HOLDING B.V.B.A), die Anteile an Konzerngesellschaften in CHILE hält, zusammengefasst. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON SALT, INC. (MORTON SALT). Die K+S KALI GMBH und die K+S SALZ GMBH halten ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings. Die K+S ENTSORGUNG GMBH, die K+S TRANSPORT GMBH sowie die CHEMISCHE FABRIK KALK GmbH (CFK) werden direkt von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gehalten. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2017 wie folgt verändert: Die K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH wird konsolidiert. Die INAGUA TRANSPORTS, INCORPORATED wurde per 21. Mai 2018 liquidiert. Per 1. September 2018 wurde die K+S BELGIUM HOLDING B.V. (seit 31. Dezember 2018: K+S BELGIUM HOLDING B.V. B.A.) durch Abspaltung von der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. gegründet. Die konsolidierte Gesellschaft hält die Anteile an Konzerngesellschaften in Chile und ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der K+S SALZ GMBH (s. o.). Die K+S CONSULTING GMBH wurde am 14. September 2018 mit wirtschaftlicher Wirkung per 1. Januar 2018 auf die K+S AKTIENGESELLSCHAFT verschmolzen. Die KALI (UK) LIMITED wurde per 11. September 2018 liquidiert. WERTSCHÖPFUNG Im Folgenden stellen wir unser Geschäftsmodell anhand der Wertschöpfungskette dar, die sich über die folgenden sechs Abschnitte erstreckt: Exploration, Förderung, Produktion, Logistik, Vertrieb/ Marketing und Anwendung. ABB. 2.10 EXPLORATION Die Exploration liefert Erkenntnisse über Ausdehnung und Struktur der Lagerstätten sowie zur Mächtigkeit und zu deren Wertstoffgehalten. Die dabei gewonnenen Daten nutzen wir zur Vorratsberechnung nach internationalen Standards. Die Exploration unter Tage erfolgt weltweit vorrangig über Bohrungen und durch seismische Messungen, die eine räumliche Darstellung der geologischen Strukturen des Untergrunds ermöglichen. RESERVEN UND RESSOURCEN Unsere Kali- und Steinsalzlagerstätten befinden sich entweder im Eigentum der K+S GRUPPE oder wir verfügen über entsprechende Lizenzen bzw. ähnliche Rechte, die den Abbau oder die Solung (Solungsbergbau) der Rohstoffvorkommen ermöglichen und langfristig absichern. 'Glossar', Seite 236 WERTSCHÖPFUNGSKETTE ABB. 2.10 www.k-plus-s.com/wertschoepfung In unseren Kalilagerstätten in Deutschland befinden sich Reserven in Höhe von rund 1,1 Mrd. t Rohsalz sowie Ressourcen in Höhe von rund 1,4 Mrd. t Rohsalz. Reserven umfassen die als sicher oder wahrscheinlich nachgewiesenen und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Vorräte. Ressourcen sind Vorkommen, die aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden, aber noch nicht sicher nachgewiesen oder noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen überwiegend an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder es existiert ein Vorkaufsrecht. Für unseren Standort Bethune in Kanada geben wir die Reserven und Ressourcen in Mrd. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt an. Die Reserven belaufen sich auf 0,2 Mrd. t, die Ressourcen auf rund 0,9 Mrd. t. Die K+S GRUPPE verfügt über Reserven in ihren Steinsalzlagerstätten in Höhe von 0,2 Mrd. t Rohsalz in Europa sowie rund 1,3 Mrd. t in Nord- und Südamerika sowie über praktisch unendlich verfügbare Reserven für die Solarsalzgewinnung. Zusätzlich können Ressourcen in Höhe von rund 0,5 Mrd. t an Steinsalz in Europa sowie rund 1,0 Mrd. t in Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden. FÖRDERUNG Wir gewinnen Rohstoffe im konventionellen Bergbau unter und über Tage sowie durch Solung. Außerdem gewinnen wir Salz durch die Verdunstung von salzhaltigem Wasser, meist Meerwasser. Aufgrund weitgehend vergleichbarer Abbauverfahren lassen sich bei der Gewinnung von Kali- und Magnesiumprodukten sowie Salz Synergien erzielen. Dies betrifft den Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how ebenso wie eine koordinierte Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen. Bei der Gewinnung unter Tage wird das Rohsalz in der Regel mittels Bohren und Sprengen abgebaut. Anschließend übernehmen Großschaufellader den Transport des Rohsalzes zu Brecheranlagen. Von dort gelangt das zerkleinerte Salz über Bandanlagen zum Förderschacht. Auf diese Weise werden Kaliumchlorid (KCl) und Magnesiumsulfat (MgSO4)/Kieserit (MgSO4-H2O) in Deutschland sowie Steinsalz (NaCl) in Deutschland, den USA und Kanada gewonnen. In Chile wird in der Atacama-Wüste in dem Salar Grande de Tarapacá, einem großen ehemaligen Salzsee, Steinsalz im Tagebau abgebaut. In Brasilien, auf den Bahamas sowie am Großen Salzsee in Utah und in Arizona/USA gewinnen wir außerdem Meer- bzw. Solarsalz. Darüber hinaus verfügt K+S über Solebetriebe in den USA und Kanada sowie jeweils einen Solebetrieb in den Niederlanden und in Deutschland zur Gewinnung von Siedesalz. Seit Sommer 2017 gewinnen wir im neuen Kaliwerk Bethune in Saskatchewan, Kanada, auch Kaliumchlorid durch Solung. Im Jahr 2018 wurden 34,7 Mio. t Rohsalz aus Kalilagerstätten in Deutschland gefördert. Weiterhin wurden in Bethune 1,4 Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt produziert. Die Förderung aus Salzlagerstätten betrug 5,4 Mio. t in Europa sowie rund 17,2 Mio. t in Nord- und Südamerika. LANGFRISTIGE PLANUNG VON BERGWERKEN Wenn die Rohstoffe eines Bergbaubetriebs erschöpft sind oder deren Gewinnung unwirtschaftlich wird, werden Maßnahmen für dessen teilweise oder vollständige Stilllegung eingeleitet. In Deutschland ist die Stilllegung und Nachsorge u.a. im Bundesberggesetz geregelt. Am Standort Sigmundshall wurde die Kaliproduktion zum Ende des Jahres 2018 planmäßig eingestellt. Die technischen Maßnahmen zur Stilllegung der Produktion und zur Verwahrung des Bergwerkes, die noch einige Jahre in Anspruch nehmen werden, wurden im Rahmen eines umfangreichen Projektes erarbeitet und befinden sich zurzeit in Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Neben diesen Arbeiten möchte K+S den Standort zum Innovationszentrum für die Erprobung und Ansiedlung neuer Geschäftsfelder entwickeln. 'Mitarbeiter', Seite 53 Die mögliche Wiederaufnahme der Kaliproduktion am 1987 stillgelegten Standort Siegfried-Giesen wurde im Januar 2019 per Planfeststellungsbeschluss genehmigt. K+S wird unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmen- und Marktbedingungen entscheiden, ob und wann das Projekt umgesetzt werden kann. www.kali-GmbH.com/siegfriedgieser Für die Standorte in den USA, Kanada und Chile gibt es ebenfalls detaillierte Pläne, die den Ablauf einer Standortschließung sowie die Nachsorge enthalten. Ist eine sinnvolle Nachnutzung eines stillgelegten Bergwerks nicht möglich, sind wir in Niedersachsen in der Regel verpflichtet, die verbleibenden Grubenhohlräume zu fluten. Dort sind bereits 25 Gruben geflutet, bei zweien geschieht das zurzeit und eine Grube wurde "trocken" verwahrt. Momentan läuft in Niedersachsen an fünf Standorten die Verwahrung, an 23 Standorten ist dieser Prozess bereits abgeschlossen. Für Sigmundshall ist eine Flutung ab 1. Januar 2023 vorgesehen. PRODUKTION Die Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen gehört zu unseren Kernkompetenzen. Alle von uns abgebauten mineralischen Rohsalze durchlaufen zum Teil mehrstufige mechanische oder physikalische Prozesse, wobei ihre natürlichen Eigenschaften nicht verändert werden. Die jährliche Produktionskapazität von Kali- und Magnesiumprodukten betrug zum Jahresende 2018 bis zu 9 Mio. t. Die Kalilagerstätten in Deutschland enthalten nicht nur das Mineral Kalium (11 bis 25 % Rohstoffgehalt Kaliumchlorid), sondern auch Magnesium und Schwefel (9 bis 24% Rohstoffgehalt Magnesiumsulfat). Je nach Rohsalzqualität setzen wir für die Aufbereitung die Verfahren Heißverlösung, Flotation und, teils in Verbindung mit beiden, die elektrostatische Trennung (ESTA-Verfahren) ein. Bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen fallen feste Rückstände und salzhaltige Abwässer an. Eine ausführliche Beschreibung unserer Maßnahmen zum Haldenmanagement sowie zum Gewässerschutz finden Sie unter Umwelt in der Nichtfinanziellen Erklärung auf Seite 58. 'Glossar', Seite 236 Die Kalilagerstätte in Bethune, Kanada, enthält das Mineral Kalium (26% Rohstoffgehalt Kaliumchlorid). Hier nutzen wir Solungsbergbau (Solution Mining). Dabei werden Mineralien mit Wasser gelöst. Die gesättigte Lösung (Sole genannt) wird an die Erdoberfläche gepumpt, wo die Mineralien anschließend daraus extrahiert werden. Da der Lösungsprozess wasser- und energieintensiv ist, unternehmen wir große Anstrengungen, um einen möglichst großen Teil der natürlichen Ressourcen zu erhalten und wiederzuverwenden. K+S verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von etwa 9 Mio. t Salz in Europa und 22 Mio. t in Nord- und Südamerika. Unter Tage und im Tagebau gewonnenes Steinsalz wird über Tage auf die gewünschte Körnung gemahlen. Siedesalz entsteht, indem das Wasser der Sole verdampft und dadurch gelöstes Salz gewonnen wird. Bei der Gewinnung von Meer- bzw. Solarsalz wird salzhaltiges Wasser in Verdunstungsbecken eingeleitet, die in einem Gefälle hintereinander angeordnet sind. Auf ihrem Weg durch die Becken wird die Salzlösung durch Sonneneinstrahlung immer stärker konzentriert, bis schließlich eine mehrere Zentimeter dicke Salzschicht geerntet werden kann. 'Glossar', Seite 236 Zur Errichtung einer Solarsalzanlage in Westaustralien (Ashburton SALT Projekt) hat K+S bergbauliche Lizenzen von einer lokalen Investorengruppe erworben. Das Projekt befindet sich in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Nach Einleitung des Umweltgenehmigungsverfahrens im Oktober 2016 wurde im ersten Schritt der notwendige Studienumfang mit der Umweltbehörde abgestimmt. Im Anschluss haben wir nach Genehmigung dieses sogenannten "Scopings" mit den eigentlichen Umweltstudien begonnen und arbeiten an der Vervollständigung der Machbarkeitsstudie für das Projekt. Nach Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen wird K+S eine endgültige Investitionsentscheidung - frühestens im Jahr 2021 - für den Bau der Solarsalzproduktion treffen. Im Endausbau könnte der Standort eine jährliche Produktionskapazität von 4,5 Mio. t Salz haben. OPERATIONS EXCELLENCE Im Rahmen der Strategie SHAPING 2030 wurde das Projekt Operations Excellence zur Optimierung der Arbeitsprozesse in der Gewinnung, Produktion und Instandhaltung angestoßen. Ziel ist eine nachhaltige Effizienzsteigerung durch Kosteneinsparungen und Volumenerhöhungen. Vor allem die Abläufe in den Werken und die Technik stehen dabei im Fokus. Das beste Verfahren bzw. die sinnvollste Technik sollen der Standard werden, nach denen K+S weltweit Mineralien abbaut und veredelt. Denn so soll Doppel- und Verwaltungsarbeit reduziert werden. Dadurch werden Kapazitäten für weiteres Wachstum frei. Damit die Effekte nicht nur kurzfristig sind, ist Operations Excellence auch in der Organisationsstruktur verankert und wird die Gewinnung, Produktion und Instandhaltung auch zukünftig begleiten. EINKAUF K+S hat im Jahr 2018 bei rund 16.000 Lieferanten technische Güter, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen (inkl. Logistikdienstleistungen) für rund 2,5 Mrd. € eingekauft. Der Großteil unseres Einkaufsvolumens fällt in der Produktion an sowie bei Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Stoffe, die in unsere Produktion bzw. in unsere Produkte eingehen, machen nur einen vergleichsweise geringen Anteil des Einkaufsvolumens aus. Entsprechend der Verteilung unserer Standorte bezieht die K+S GRUPPE Materialien und Dienstleistungen zum größten Teil aus Deutschland (42 %) und den USA (22 %), aber auch aus Kanada (18%), Chile (4%), den Niederlanden (3%) und dem Rest der Welt (11 %). Insgesamt stammen 99 % unserer Vertragspartner aus den OECD-Staaten. 'Nichtfinanzielle Erklärung', Geschäftsethik, Seite 65 Ein offenes und faires Miteinander ist der Anspruch unserer Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, die wir in einem systematischen, transparenten und IT-gestützten Prozess nicht nur nach rein wirtschaftlichen Kriterien auswählen. Mit unseren strategischen Lieferanten und Dienstleistern unterhalten wir langjährige Partnerschaften, nicht zuletzt um eine langfristige Versorgung und Frachtraumsicherung sicherzustellen. LOGISTIK Unser Supply Chain Management steuert und überwacht die gesamte Lieferkette, um die zuverlässige weltweite Belieferung unserer Kunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen sicherzustellen. Wir nutzen die verschiedenen Verkehrsträger unter Einbeziehung ihrer individuellen Vorteile und berücksichtigen, soweit möglich, die umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Schienen- und Wasserwege. Mithilfe gruppenweit gültiger Leistungskennzahlen überwachen wir die Kosten, messen die Leistungsfähigkeit der logistischen Systeme und verbessern diese in einem ständigen Prozess, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten bzw. zu erhöhen. Pro Jahr befördert K+S, inklusive Doppelzählungen bei der Nutzung verschiedener Verkehrsträger, durchschnittlich über 50 Mio. t Ware. Dafür steht weltweit ein Netzwerk von Lager-, Hafen- und Distributionsstandorten zur Verfügung. EIGENE LOGISTIKAKTIVITÄTEN Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg sowie der chilenischen EMPRESA MARÍTIMA S.A. verfügen wir über zwei eigene Logistikdienstleister. Die K+S TRANSPORT GMBH betreibt den Kalikai in Hamburg, eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgutexporte in Europa mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t. Über 3 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte werden hier jährlich umgeschlagen. Darüber hinaus organisiert die K+S TRANSPORT GMBH Container-Transporte mit dem Binnenschiff sowie der Bahn im Inland. K+S CHILE S.A. (K+S CHILE) wickelt über die Reederei EMPRESA MARITIMA S.A. mit zwei eigenen sowie zusätzlich gecharterten Schiffen die Seelogistik ab. Unser größter Hafen ist Patillos in Chile, wo im Jahr 2018 6,5 Mio. t Salz auf Seeschiffe verladen wurden. Die hochmoderne Umschlag- und Lageranlage für Kaliprodukte im Hafen von Vancouver (Port Moody) umfasst unter anderem eine Entladestation für Güterwaggons, 1.260 Meter an Förderbändern sowie einen 263 Meter langen Lagerschuppen für insgesamt 160.000 t Kaliprodukte. Güterzüge mit 18.000 t Produkt können hier entladen und Schiffe mit einer Kapazität von 70.000 t am Kai der Anlage beladen werden. Für den Transport vom Werk Bethune zum Hafen verfügt K+S über 1.000 Güterwaggons, die speziell für den Bedarf von KSPC konzipiert wurden. Auch für unsere europäischen Bahnverkehre investieren wir in eine eigene Waggonflotte, die in der finalen Umsetzungsphase über mehr als 400 Güterwaggons verfügen kann. LOGISTIKDIENSTLEISTER Die langfristige Frachtraumsicherung spielt für uns eine wichtige Rolle. Der Großteil unseres internationalen Transportvolumens wird von Dienstleistern befördert, mit denen wir langjährige Partnerschaften unterhalten. VERTRIEB/MARKETING Im Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 wollen wir der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Wir streben eine größtmögliche Nähe zu unseren Kunden an und wollen ihnen maßgeschneiderte Produkte anbieten, die wir in unserem etablierten und kundennahen Vertriebsnetz weltweit vertreiben. Das im Rahmen von SHAPING 2030 gestartete Projekt Commercial Excellence hat die verbesserte Vermarktung unserer Produkte zum Ziel. Gesicherte Qualität, termingerechte Lieferung und fachgerechte Beratung sollen maßgeblich zur Kundenbindung beitragen. Im Qualitätsmanagement wollen wir die Qualität unserer Produkte in allen Phasen der Wertschöpfungskette verbessern. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der DIN EN ISO 9001 und wird von externen, akkreditierten Zertifizierungsunternehmen geprüft. Wir bewerten unsere Produkte kontinuierlich in Bezug auf mögliche Risiken für Gesundheit und Sicherheit sowie auf ihre Umweltverträglichkeit und sorgen dafür, dass sie bei verantwortungsvoller und sachgerechter Nutzung für Mensch und Natur sicher sind. Unseren Kunden stellen wir umfangreiche Informationen zu Produkten und Dienstleistungen in Produkt- und Sicherheitsdatenblättern zur Verfügung. Da es sich bei dem Großteil unserer Produkte um chemisch nicht veränderte Naturstoffe handelt, sind sie von der Registrierpflicht im Rahmen der EUROPÄISCHEN CHEMIKALIENVERORDNUNG REACH ausgenommen. Alle anderen Stoffe sind den Vorschriften entsprechend registriert. PATENT- UND MARKENPORTFOLIO Weltweit gehören der K+S GRUPPE 71 Patentfamilien, die durch 306 nationale Rechte geschützt werden. Die Patente werden u. a. in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet. Die Anzahl der K+S-Markenrechte erhöhte sich im Jahr 2018 leicht. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2018 insgesamt 2.743 (2017: 2.582) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 563 Basismarken (2017: 534) resultieren. ANWENDUNG Produkte und Dienstleistungen, deren Anwendung sowie wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbspositionen werden im Abschnitt "Unternehmensprofil" innerhalb der vier Kundensegmente beschrieben. ANWENDUNGSBERATUNG Im Kundensegment Landwirtschaft beraten professionell ausgebildete und weltweit agierende Agronomen unsere Kunden und entwickeln bedarfsgerechte Lösungen. Wir betreiben außerdem eigene Forschung und Feldversuche, um die Nährstoffversorgung durch ein angepasstes Produktportfolio optimieren zu können. Schwerpunktkulturen sind dabei Kartoffeln, Mais, Ölpalmen, Raps und Soja. Wir erstellen für unsere Kunden individuelle Düngungsempfehlungen, die Voraussetzungen für eine "gute fachliche Praxis" der landwirtschaftlichen Bodennutzung sind. Diese dienen der langfristigen Sicherung der Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit der Böden als natürlicher Ressource. Als Dienstleistung bieten wir eine fachlich fundierte Kundenberatung im Agrarbereich an. Wir antizipieren Trends und erforschen die veränderten Rahmenbedingungen mit Blick auf Wasser- und Ressourceneffizienz und im Zusammenhang mit der Bodenfruchtbarkeit. Unser Ziel ist es, die Versorgung von Kulturen mit Pflanzennährstoffen auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen zu optimieren. Für unsere Industrieprodukte bieten wir weltweit technische Anwendungsberatung an. Das 2013 ins Leben gerufene Projekt "Growth for Uganda" der K+S KALI GMBH in Kooperation mit der SASAKAWA AFRICA ASSOCIATION hat seither etwa 131.000 Kleinbauern darin geschult, bessere Techniken in der Landwirtschaft anzuwenden, Nachernteverluste zu reduzieren und Düngemittel richtig einzusetzen. Insbesondere in der zweiten Projektphase ging es - neben der Basisarbeit -stark um den geschäftlichen Aspekt "Farming as a Business". In einem Umfeld, in dem kleinbäuerliche Strukturen dominieren, soll eine Infrastruktur für den Düngemittelabsatz ausgebaut werden, Düngemittel in Kleingrößen angeboten und Händler geschult werden. Die Versorgung mit selbst angebauter Nahrung wurde zuverlässiger und die Erträge sind erheblich gestiegen. Nachdem das Projekt im Jahr 2018 wie geplant abgeschlossen wurde, arbeitet K+S daran, die Lehren und Kerntätigkeiten in ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu überführen. In diesem Rahmen hat die K+S GRUPPE im Jahr 2018 in ugandische Agrarinfrastruktur investiert, wie beispielsweise in Düngermischanlagen sowie in Anlagen für Umschlag, Verarbeitung und Lagerung von Getreide in der Nähe der Hauptstadt Ugandas, Kampala. Unser lokaler Partner Grainpulse Limited kann so zum einen pflanzenspezifische Düngemittel für Kleinbauern in praktischen Mengen anbieten und zum anderen nach der Ernte fertige Produkte wie Kaffee oder Getreide von Kleinbauern aufkaufen und weiterverarbeiten. Ziel ist es, diese Handelsplattform gemeinsam mit unseren Partnern weiter auszubauen und in einem zweiten Schritt zu digitalisieren. www.kali-GmbH.com/uganda WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG Die nachfolgende Wertschöpfungsrechnung zeigt den von uns erwirtschafteten Beitrag zum privaten sowie zum öffentlichen Einkommen. Die Wertschöpfung wird errechnet aus Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen nach Abzug von Materialaufwand, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen. In der Verteilungsrechnung wird ausgewiesen, welche Anteile der Wertschöpfung an Mitarbeiter, Aktionäre, Staat und Darlehensgeber zuflossen und welcher Anteil im Unternehmen verblieb (Rücklagen). TAB. 2.1 Im Jahr 2018 betrug unsere Wertschöpfung 1.341,8 Mio. € (2017: 1.436,2 Mio. €). Den größten Anteil (84%) erhielten mit 1.122,5 Mio. € unsere Mitarbeiter (2017: 1.106,2 Mio. € (77%)). Dieser Anteil setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge. Die Gemeinden haben Steuern und Abgaben in Höhe von 29,6 Mio. € (2 %) erhalten (2017: 99,5 Mio. € (7%)). Für den Zinsaufwand gingen 104,2 Mio. € (8 %) an die Kreditgeber (2017: 85,5 Mio. € (6 %)). Es wird unterstellt, dass die Aktionäre die vorgeschlagene Dividende in Höhe von 47,9 Mio. € (3 %) erhalten (2017: 67,0 Mio. € (5%)) und das Unternehmen in Form von Rücklagen und Sonstigem 37,6 Mio. € (3%) (2017: 78,0 Mio. € (5%)) einbehalten hat. TAB. 2.2 WERTSCHÖPFUNG - ENTSTEHUNG TAB. 2.1 scroll in Mio. € 2017 2018 Umsatzerlöse 3.627,0 4.039,1 Sonstige Erträge 272,3 136,4 Materialaufwand -1.434,8 -1.629,1 Abschreibungen -331,3 -385,0 Sonstige Aufwendungen -697,0 -819,6 Wertschöpfung 1.436,2 1.341,8 WERTSCHÖPFUNG - VERTEILUNG TAB. 2.2 scroll in Mio. € 2017 2018 an Mitarbeiter (Löhne, Gehälter, Soziales) 1.106,2 1.122,5 an Staaten (Steuern, Abgaben) 99,5 29,6 an Kreditgeber (Zinsaufwand) 85,5 104,2 an Aktionäre (Dividende)1 67,0 47,9 an das Unternehmen (Rücklagen) 78,0 37,6 Wertschöpfung 1.436,2 1.341,8 1 Die Dividende bezieht sich jeweils auf das Berichtsjahr und wird im Folgejahr ausgezahlt. Im Jahr 2018 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag. UNTERNEHMENSSTRATEGIE Ein wesentlicher Fokus unserer Arbeit lag im Berichtsjahr auf der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2030. Wir haben bereits erste Meilensteine erreicht. Vor dem Hintergrund, dass sich Markt und Wettbewerb nachhaltig verändern und Megatrends immer größeren Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit gewinnen, haben wir im Jahr 2017 die strategische Neuausrichtung der K+S GRUPPE initiiert. Im intensiven Dialog und unter Berücksichtigung der Interessen unserer Stakeholder sind eine für uns ambitionierte Vision, unsere neue Mission und die Strategie SHAPING 2030 erarbeitet worden. Unsere Vision zeigt als einprägsames Leitbild, wohin wir als Unternehmen gehen und wer wir im Jahr 2030 sein wollen: "Wir werden der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein und unser EBITDA1bis 2030 auf 3 Mrd. € steigern. Hierzu werden wir ― als "One Company" denken und handeln ― Potenziale des Bestandsgeschäfts heben ― neue, angrenzende Wachstumsfelder entwickeln ― das Spezialitätengeschäft ausbauen." www.k-plus-s.com/vision Unsere Mission fasst in Worte, was uns jeden Tag antreibt und welchen Beitrag wir durch unsere Tätigkeit leisten wollen: "Wir bereichern das Leben durch die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien zu unverzichtbaren Produkten für Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden." Mit der strategischen Neuausrichtung ist auch ein Paradigmenwechsel verknüpft: Wir werden zu ONE K+S, die den Kunden in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen will. Während wir das operative Geschäft in zwei operativen Einheiten führen (Segmente im Sinne des IFRS 8), richten wir uns gleichzeitig auf unsere vier Kundensegmente aus (keine Segmente im Sinne des IFRS 8). Wir sind ein Unternehmen, das seine Rohstoff- und Produktionsbasis konsequent weiterentwickelt und unter Berücksichtigung der Megatrends sowohl organische als auch Wachstumsoptionen durch Akquisitionen nutzt. Es ist unsere feste Überzeugung, dass wir unseren Stakeholdern so langfristig das höchste Wertschöpfungspotenzial bieten können - bei einem ausgeglichenen Chancen- und Risikoprofil. Ebenso wichtig ist es uns, den Erfolg unserer Strategie messbar zu machen. Deshalb haben wir folgende Ambitionen für das Jahr 2030 formuliert: 3 Mrd. € EBITDA bei einer Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 15 % und einem Portfolio, welches nach 2030 ein jährliches Umsatzwachstum von mindestens 4% erzielen kann. Gut zwei Drittel des Wachstums wollen wir allein mit der Weiterentwicklung unseres bestehenden Geschäfts sowie der Optimierung von Organisation und Prozessen erreichen. Auf dem Weg dorthin wollen wir bis zum Ende des Jahres 2020 durch organisatorische Veränderungen, Effizienzsteigerungsmaßnahmen, eine Reduktion des Verschuldungsgrads sowie die Sicherung unserer Social-licence-to-operate ein stabiles Fundament für dieses künftige Wachstum schaffen. Zugleich haben wir unser Selbstverständnis als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen in unsere Strategie aufgenommen. Wir haben für uns ambitionierte Ziele in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik, die wir bis spätestens 2030 umsetzen und mit Kennzahlen überprüfbar machen wollen. 1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95. SHAPING 2030 SHAPING 2030 beschreibt den Weg vom Status quo hin zur Realisierung unserer Vision. www.k-pius-s.com/vision Die Umsetzung unserer Strategie erfolgt in zwei Phasen: SHAPING 2030 ABB. 2.11 scroll PHASE 1: TRANSFORMATION 2017-2020 PHASE 2: WACHSTUM 2021-2030 MASSNAHMEN -Verschuldungsgrad reduzieren -Synergien heben -Unternehmenskultur weiterentwickeln -Organisation anpassen und auf unsere Kunden fokussieren -Potenziale des Bestandsgeschäfts heben -Neue, angrenzende Wachstumsfelder entwickeln -Anteil der Spezialitäten am Gesamtportfolio erhöhen ZIELE -Nettoverschuldung/EBITDA1halbiert vs. Hl/2017 (8,1-fach) -Synergien:> 150 Mio. € ab Ende 2020 -Voraussetzungen für Investment-Grade-Rating in 2023 erreicht -EBITDA1Ambition: 3 Mrd. € im Jahr 2030 -ROCE:> 15 % im Jahr 2030 -Umsatzwachstum ab 2030:> 4 % p. a. 1 Das EBITDA ist definiert ais Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Doiiar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95. TRANSFORMATIONSPHASE BIS 2020 In der Transformationsphase wollen wir durch organisatorische Veränderungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen ein stabiles Fundament für künftiges Wachstum schaffen. Die für K+S beste Struktur dafür ist die Matrixorganisation. In ihr verknüpfen wir die operativen Einheiten Europe+ und Americas (Segmente nach IFRS 8) mit den Kundensegmenten und globaler Produktionsexzellenz, um Silos aufzubrechen und Teams über Bereichs- und Ländergrenzen hinweg stärker zu vernetzen. Bis Ende 2020 werden wir uns auf unsere vier Kundensegmente - Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden - ausrichten. Herzstück ist die Integration unserer zwei bisherigen Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz im Sinne einer "One Company". Geschäftsmodell, Seite 31 Die bisherigen Fortschritte in der Neuausrichtung der Organisation können sich durchaus sehen lassen: Unsere oberen Führungsebenen sind bereits auf das neue Modell überführt. Sukzessive werden nun die weiteren Ebenen folgen. Die im Kontext einer solchen Reorganisation selbstverständlichen Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen sollen im Jahr 2019 abgeschlossen werden. Die Matrixstruktur ist eine wichtige Voraussetzung für die stärkere Kundenorientierung. Sie soll uns darüber hinaus ermöglichen, unser Produktportfolio systematischer zu entwickeln und Synergien im Bestandsgeschäft zu heben. Diese wollen wir zum Großteil in den Bereichen Produktion, Verwaltung, Einkauf, Commercial Excellence und Logistik erzielen. So sollen im Rahmen der Reorganisation beispielsweise 10 % der Mitarbeiter (FTE) in der Verwaltung entfallen. Auch im Bereich der Produktion laufen die Planungen auf Hochtouren - Ende 2018 hatten wir dort bereits mehr als 1.000 konkrete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Standardisierung identifiziert. In Summe versprechen wir uns über alle Maßnahmen einen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € p. a. ab Ende 2020. Die weiter ansteigende Produktion unseres neuen Kaliwerks in Bethune in Kanada sowie der zu erwartende Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra, ein normalisiertes Investitionsniveau sowie unsere Working-Capital-Disziplin sollten dazu führen, dass K+S ab dem Jahr 2019 wieder einen positiven freien Cashflow generieren wird. Unseren Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA) wollen wir bis Ende 2020 im Vergleich zur Jahresmitte 2017 halbieren. Nach Abschluss der Transformationsphase streben wir für das Jahr 2023 an, die Voraussetzungen für ein Investment-Grade-Rating wieder zu erfüllen. Die konsequente Ausrichtung auf unsere Kunden und die Entwicklung des Unternehmens zur "One Company" stellt nicht nur eine organisatorische Herausforderung dar, sondern auch eine kulturelle. Schließlich soll sich die Art, wie wir unser Geschäft führen und miteinander arbeiten, deutlich verändern. Entsprechend wichtig ist es uns, den Transformationsprozess aktiv zu moderieren und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich einzubeziehen. Im Rahmen zahlreicher Kommunikationsveranstaltungen und -maßnahmen haben Vorstand, Bereichsleiter und Führungskräfte unsere Mannschaft im Berichtsjahr auf den gemeinsamen Weg eingeschworen und die damit verbundenen Veränderungen so transparent wie möglich erläutert. WACHSTUMSPHASE 2020 BIS 2030 Für die Wachstumsphase bis zum Jahr 2030 haben wir einen Fahrplan mit Entwicklungszielen und aus unserer Sicht vielversprechenden Wachstumsoptionen entwickelt. Unser EBITDA wollen wir stärken und gleichzeitig seine Volatilität reduzieren. Daher zielen unsere Wachstumsoptionen darauf ab, das Spezialitätengeschäft sowie neue Geschäftsfelder, wie beispielsweise die Fertigation (Flüssigdüngung), auszubauen. Im Bereich Industrie wollen wir u. a. unser Produktportfolio stärken und unser Angebot für die Pharmaindustrie ausweiten. Zudem wollen wir unser Geschäft in wachstumsstarken Regionen wie Asien und Afrika - dort insbesondere in der Sub-Sahara-Region - erweitern. Erste Weichen dafür stellen wir bereits heute. So investieren wir derzeit in Uganda in den Aufbau einer Agrarinfrastruktur, zu der u.a. Düngermischanlagen sowie Anlagen für den Umschlag, die Verarbeitung und die Lagerung von Getreide und Kaffee zählen. In einem zweiten Schritt werden wir gemeinsam mit lokalen Partnern eine digitale Handelsplattform aufbauen. Unser Engagement in Uganda ist langfristig ausgelegt. Wenn sich dieses Geschäftsmodell als erfolgreich herausstellt, werden wir es später auch auf andere Länder in der Region Sub-Sahara ausdehnen. NACHHALTIGKEITSPROGRAMM1 Aus unserer 2017 neu formulierten Mission wird ersichtlich, dass Nachhaltigkeit in unserer Geschäftstätigkeit und für unseren unternehmerischen Erfolg eine große Rolle spielt. So verbindlich, wie wir im Rahmen von SHAPING 2030 mit unseren finanziellen Zielsetzungen sind, wollen wir auch bezüglich unserer wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen sein. Durch die Definition konkreter Ziele und entsprechender Leistungsindikatoren sowie die regelmäßige Berichterstattung zum jeweiligen Ist-Zustand machen wir unsere Fortschritte künftig mess- und nachvollziehbar. 1 Dieser Abschnitt ist Teil der nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289b-289e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der Abschlussprüfung ist. HANDLUNGSFELDER DER K+S GRUPPE1 Das Nachhaltigkeitsprogramm der K+S GRUPPE greift die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen auf und geht in den Handlungsfeldern noch darüber hinaus. Relevante Themen und gesellschaftliche Trends für unser Unternehmen bewerten wir frühzeitig und systematisch. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der K+S GRUPPE haben wir zuletzt 2017 in einer onlinegestützten Umfrage ermittelt. Weltweit waren 690 interne und externe Stakeholder eingeladen, Nachhaltigkeitsaspekte aus der Leitlinie der GLOBAL REPORTING INITIATIVE "GRI Standards" zu bewerten. Die Rücklaufquote betrug gute 56%. Das Ergebnis zeigt einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich Umwelt mit den Themen "Abwässer", "Energie", "Emissionen" und "Wassereinsatz". Eine hohe Relevanz maßen unsere Stakeholder darüber hinaus den Themen "Gesundheit und Arbeitssicherheit" sowie "Compliance" bei. KONKRETE NACHHALTIGKEITSZIELE BIS ZUM JAHR 20301 Im Berichtsjahr haben wir uns ambitionierte Ziele in den drei Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik gesetzt. Die vom Vorstand beschlossenen Ziele wurden von den Facheinheiten und der Nachhaltigkeitsabteilung erarbeitet. Jeder K+S-Vorstand ist persönlicher Sponsor einzelner Ziele und treibt deren Umsetzung aktiv voran. 'Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 55; 'Corporate Governance', Seite 78 1 Dieser Abschnitt ist Teil der nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289b-289e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der Abschlussprüfung ist. K+S HANDLUNGSFELDER ABB. 2.12 K+S NACHHALTIGKEITS-KPIs UND ZIELSETZUNG 2030 scroll Ziel KPI1 Einheit Zielwert Termin Menschen GESUNDHEIT & ARBEITSSICHERHEIT : Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung um unsere Mitarbeiter zu schützen, die unser wertvollstes Kapital darstellen. Verletzung mit Ausfallzeit Lost time incident rate (LTI-Rate) 0 Vision 2030 VIELFALT & INKLUSION: Rekrutieren und Entwickeln einer Belegschaft, die das Umfeld unserer Geschäftsstandorte reflektiert. Förderung eines inklusiven Arbeitsumfeldes, das allen Mitarbeitern den eigenen Erfolg ermöglicht und zu Innovation und Geschäftsergebnissen beiträgt. Positive Wahrnehmung eines inklusiven Arbeitsumfeldes durch die Mitarbeiter Prozent > 90 2030 MENSCHENRECHTE : Beachtung der international anerkannten Menschenrechte an allen Standorten und Sicherstellung, dass dieser Grundwert global angewendet wird. Standortabdeckung durch einen Due-Diligence-Prozess zu Menschenrechten Prozent 100 2030 Umwelt WASSER: Einstellung der Versenkung von salzhaltigem Abwasser aus der Kaliproduktion in Deutschland bis Ende 2021, kein Antrag auf Erneuerung. Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser. Versenkung von salzhaltigem Abwasser in Deutschland Zusätzliche Reduzierung von salzhaltigem m3 p. a. 0 Beginnend im Januar 2022 Prozesswasser aus der Kaliproduktion in Deutschland m3 p. a. -500,000 (exklusive einer Reduktion durch die KKF-Anlage und das Ende der Produktion in Sigmundshall) 2030 ABFALL: Reduzierung der Umweltbelastung und Erhalt der natürlichen Ressourcen durch erneute Überprüfung des Potenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen. Menge an Rückstand, der für andere Zwecke als zur Aufhaldung verwendet wird oder durch eine Erhöhung der Rohstoffausbeute vermieden wird Millionen Tonnen p. a. 3 2030 Zusätzlich abgedeckte Haldenfläche ha 155 2030 ENERGIE & KLIMA: Reduzierung des CO2-Fußabdrucks und Verbesserung der Energieeffizienz zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. CO2-Fußabdruck für genutzten Strom (kgCO2/MWh) Prozent -20 2030 Spezifische Treibhausgasemissionen (CO2) in der Logistik (kgCO₂e/t) Prozent -10 2030 Geschäftsethik NACHHALTIGE LIEFERKETTEN: Forderung der Einhaltung einer nachhaltigen Vorgehensweise unserer Lieferanten entlang der gesamten Lieferketten, um alle Geschäftsaktivitäten auf unsere Werte auszurichten. Anteil der kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S Gruppe anerkannt haben Prozent 100 Ende 2025 Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S Gruppe Prozent > 90 Ende 2025 COMPLIANCE & ANTI-KORRUPTION: Festlegung einer Null-Toleranz-Politik gegen Korruption und Bestechung, um die Risiken der Haftung, der Strafbarkeit, des Reputationsverlustes sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden. Alle Mitarbeiter mit Kommunikationsmaßnahmen erreicht und angemessen in Compliance-Themen geschult Prozent 100 Ende 2019 1 Das Basisjahr für alle unseren nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist 2017. STAKEHOLDERDIALOG1 Der Dialog mit unseren Kunden und Geschäftspartnern, dem Kapitalmarkt, Politikvertretern, Standortgemeinden und unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig. Wir begegnen unseren Stakeholdern mit Respekt und Fairness und stellen ihnen umfassende, wahrheitsgetreue und verständliche Informationen zur Verfügung. Auf diese Weise pflegen und fördern wir den regelmäßigen Austausch. Als Stakeholder verstehen wir alle Personen oder Organisationen, die Einfluss auf Themen nehmen oder nehmen könnten, welche mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind oder durch diese beeinflusst werden könnten. Inwieweit eine gegenseitige Beeinflussung stattfindet oder stattfinden könnte, dient als Kriterium, um unsere Stakeholder zu identifizieren und in ihrer Bedeutung zu gewichten. So bot der Vorstand im Berichtsjahr beispielsweise im Rahmen mehrerer Mitarbeiterversammlungen an verschiedenen Standorten das direkte Gespräch zur neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 an und nutzte auch Dialogformate in kleineren Gruppen, u. a. das sogenannte "Breakfast with the Boss". Wir stehen in kontinuierlichem Austausch mit Vertretern des Kapitalmarkts, führen regelmäßig Gespräche mit politischen Repräsentanten auf Standort-, Landes- und Bundesebene und informierten bereits zum zweiten Mal auf dem Kali-Kolloquium in Thüringen. 2018 haben wir ferner den Stakeholderdialog im Bereich Umwelt - insbesondere mit Blick auf aktuelle Projekte und Vorhaben - mit Umweltverbänden, politischen Vertretern und Gemeinden verstärkt. In der sogenannten Brine Challenge, einem Crowdsourcing-Wettbewerb, haben wir nach neuen innovativen Ansätzen, Konzepten und Impulsen gesucht, um die stetig anfallenden Salzabwässer der Rückstandshalden, die durch Regen entstehen, deutlich zu reduzieren. Auf diese Weise wollen wir neue Denkansätze in unsere eigenen Verfahren, die in den letzten Jahren von hausinternen Experten entwickelt wurden, einfließen lassen. Zum Einsendeschluss im Dezember 2018 lagen insgesamt 44 eingereichte Ideen aus 16 Ländern vor. Unter den Einreichern waren Wissenschaftler, Unternehmen, Institute und Studenten, aber auch Laien aus aller Welt. Eine Jury aus externen und K+S-internen Experten bewertet die Vorschläge, von denen bis zu drei dann im April 2019 mit jeweils 20.000 € prämiert werden. www.k-plus-s.com/brine-challenge Bereits zum dritten Mal haben wir im Oktober 2018 zum Future Food Forum nach Berlin eingeladen. Internationale Experten und Vordenker, Stakeholder aus Politik, Wissenschaft und NGOs sowie Fachleute der Entwicklungszusammenarbeit und Vertreter von Start-up-Unternehmen diskutierten kontrovers zum Thema Welternährung. www.future-food-forum.de Im September 2018 hielten wir unseren vierten Kapitalmarkttag (Capital Markets Day) mit 20 Gästen in unserem neuen Werk Bethune in Kanada ab. Hier stellte sich der komplette Vorstand einer intensiven Diskussion mit Analysten, Investoren und Bankenvertretern zu kapitalmarktrelevanten Themen sowie insbesondere den Perspektiven aus SHAPING 2030. www.k-plus-s.com/cmd2018 1 Dieser Abschnitt ist Teil der nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289b-289e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der Abschlussprüfung ist. ÜBERSICHT STAKEHOLDERDIALOG: INHALTE UND DIALOGFORMATE scroll MITARBEITER Der Unternehmenserfolg gründet auf den Kompetenzen und dem Erfolg unserer Mitarbeiter. In regelmäßigen Betriebsversammlungen finden die Anliegen der Mitarbeiter Gehör. Über das Intranet werden der gegenseitige Austausch und der Informationstransfer gefördert. Hauptthemen Personalpolitische Entscheidungen, Vergütung, Weiterbildung, Kommunikation, Beruf und Familie etc. Methoden Treffen, Gremienarbeit, gemeinsame Projekte, Workshops/Konferenzen, Geschäftsbericht, Blogs und Social Media, Intranet und interne Kommunikation etc. KUNDEN UND GESCHÄFTSPARTNER Der Dialog mit unseren Kunden lässt uns ihre Bedürfnisse besser erkennen, um Produkte und Dienstleistungen darauf auszurichten. Viele Informationen stellen wir im Internet bereit. Neben persönlichen Gesprächen liefern uns Zufriedenheitsanalysen konkrete Hinweise für Verbesserungen. Hauptthemen Qualitätssicherung, Produktionsbedingungen, Einhaltung von Regeln und Standards, Compliance etc. Methoden Umfragen, Treffen, Anwenderschulungen, Messen, gemeinsame Projekte, Social Media, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc. AKTIONÄRE /INVESTOREN /ANALYSTEN In regelmäßigen Roadshows und auf Konferenzen erklären wir unser Geschäft, stellen uns den Fragen des Kapitalmarkts und nehmen Anregungen und Ideen auf. Hauptthemen Unternehmensbewertung, Unternehmensstrategie, Ziele, Ergebnisse, Risiken/Chancen, Wettbewerb, Nachhaltigkeitsthemen etc. Methoden Hauptversammlung, Geschäftsbericht, Quartalsberichterstattung, Capital Markets Day, Treffen mit ausgewählten Shareholdern, Umfragen, Telefonate, Konferenzen, Roadshows etc. POLITIK UND VERWALTUNG Im nationalen und internationalen Dialog mit Vertretern von Regierungen, Fachbehörden und Parlamenten bringen wir unsere Positionen direkt oder indirekt über Mitgliedschaften in Verbänden und Organisationen in die politische Diskussion ein. Hauptthemen Social-licence-to-operate, Umweltthemen, Arbeitsplatzsicherung etc. Methoden Treffen, Workshops, Gremienarbeit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc. STANDORTGEMEINDEN Gute Nachbarschaft mit unseren Standortgemeinden und -regionen ist uns wichtig. An den Standorten schaffen wir Vertrauen durch den Austausch mit den Standortgemeinden und Anwohnern. Hauptthemen Social-licence-to-operate, Umweltthemen, Arbeitsplatzangebote etc. Methoden Treffen mit ausgewählten Stakeholdern, Workshops, Informationsbüros, Tag der offenen Tür, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Im Sinne der Ressourceneffizienz und der kontinuierlichen Verbesserung unserer Gewinnungs- und Produktionsverfahren beforschen und entwickeln wir diese intern und gemeinsam mit externen Kooperationen und Forschungseinrichtungen. Globale Trends schaffen weitere Aufgabenfelder und Innovationsprojekte ergänzen unsere klassische Forschungs- und Entwicklungsarbeit für Salz- und Kaliprodukte. Weil Nachhaltigkeit und Kundenorientierung zentrale Anliegen sind, waren Schwerpunkte unserer Forschungsarbeiten neue Nachnutzungs-, Halden- und Entsorgungskonzepte zur Verringerung von Salzabwässern sowie die Produktentwicklung. FORSCHUNGSKENNZAHLEN Die Forschungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 15,9 Mio. € und lagen somit leicht unter dem Wert des Vorjahres (2017: 16,5 Mio. €). Ein gleichbleibender Teil der Forschungskosten entfiel auf den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. Im Geschäftsbereich Salz ist eine leichte Reduzierung der Forschungsaufwendungen zu verzeichnen. Die Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) liegt mit 0,4% auf dem Niveau der Vorjahre. Die aktivierten Entwicklungsinvestitionen stiegen im Berichtsjahr auf 1,4 Mio. € (2017: 0,5 Mio. €). FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN UND KOOPERATIONEN Wir nutzen für die Forschung und Entwicklung verschiedene eigene Forschungseinrichtungen, kooperieren in öffentlichprivaten Partnerschaften, initiieren Forschungsprojekte an Hochschulen und anderen Forschungsinstituten und kooperieren mit Industriepartnern. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN TAB. 2.3 scroll in Mio. € 2014 2015 2016 2017 2018 Forschungskosten 12,2 14,7 13,7 16,5 15,9 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 6,1 7,9 8,1 8,4 8,4 Geschäftsbereich Salz 3,1 3,7 3,9 4,5 3,8 Sonstige Forschungskosten 3,0 3,1 1,7 3,6 3,7 Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) 0,3% 0,4% 0,4% 0,5% 0,4% Aktivierte Entwicklungsinvestitionen 3,5 2,0 1,4 0,5 1,4 K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUM Das K+S Analytik- und Forschungszentrum (AFZ) in Unterbreizbach ist mit rund 100 Wissenschaftlern, Ingenieuren und Fachkräften die zentrale Forschungseinrichtung der K+S. Aufgaben des AFZ sind die Durchführung von Analysen, anwendungsorientierte Grundlagenforschung sowie die Prozess- und Produktentwicklung für alle Kundensegmente der K+S GRUPPE. Von der Standardanalytik bis hin zur aufwendigen Spezialanalytik werden alle relevanten Analysemethoden abgedeckt. Weiterhin unterstützt das AFZ die Produktionsstandorte bei verfahrenstechnischen Optimierungen vor Ort, einen wesentlichen Schwerpunkt bildete hier in 2018 die Zusammenarbeit mit unserem Standort in Bethune. MORTON SALT-FORSCHUNG Die Forschung und Entwicklung fokussiert sich auf Wachstum mithilfe kundenorientierter Plattformen für Produktneuheiten innerhalb der Hauptmarktsegmente. Das moderne Forschungs- und Entwicklungslabor in Elgin, Illinois, hat seine bestehende Präsenz weiter ausgebaut und Laboratorien, Technologien sowie technische Fähigkeiten verbessert, um bereits existente Produkte zu optimieren, indem Produktmerkmale modifiziert und neue Anwendungspotenziale identifiziert werden. K+S erhöht seine Investitionen zur Unterstützung der strategischen Innovationsziele und baut eine hochmoderne Forschungs- und Entwicklungseinrichtung in der Nähe des Hauptsitzes in Chicago auf. Das neue Innovationszentrum wird dazu beitragen, Produktinnovationen in den wichtigsten Kundensegmenten zu beschleunigen, die Nutzfläche für Forschung und Entwicklung zu verdoppeln und gleichzeitig Laboratorien, Technologien und technische Möglichkeiten auszubauen. In einem multifunktionalen Raum, in dem Kundentreffen, Marketing-Events und Verbraucherfokusgruppen mit Live-Demonstrationen und Verkostungen abgehalten werden können, wird das neue Innovationszentrum ein einzigartiges Morton-Markenerlebnis schaffen. Der neue Innovationsbereich ist zur Förderung offener Innovationschancen mit strategischen Kunden innerhalb der Stadt Chicago geeignet und wird ab dem Jahr 2020 vollständig nutzbar sein. INNOLABS Die 2017 neugeschaffenen Innolabs ergänzen die etablierte Forschung und Entwicklung auf der Suche nach neuen Märkten und Geschäftsmodellen. Im Innolab "AgTech/Nutrition" werden u.a. übergreifende Fragestellungen der Suchfelder Ressourcenschonung, Wassereffizienz und Bodengesundheit bearbeitet. Das Innolab "Industrial Science" sucht in den Bereichen Health Care und Biotechnologie nach neuen Geschäftsszenarien. FORSCHUNGSKOOPERATIONEN ÖFFENTLICH-PRIVATE KOOPERATIONEN Das INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION (IAPN) wird als Public-Private-Partnership von K+S gemeinsam mit der GEORG-AUGUSTUNIVERSITÄT GÖTTINGEN betrieben. Im Mittelpunkt der Arbeit im vergangenen Jahr stand die Erforschung des Zusammenhangs von ressourcenschonenden Verfahren in der Landwirtschaft und einer optimierten Pflanzenernährung, vor allem in Bezug auf die Kalium- und Magnesiumversorgung der Pflanzen. Schwerpunkt waren hierbei die Erhöhung der Wassernutzungseffizienz und der umweltschonende Einsatz von Stickstoff. Gleichzeitig wurden Verfahren zur verbesserten Nährstoff-Bedarfsermittlung untersucht. Das INTERNATIONAL MAGNESIUM INSTITUTE (IMl) mit Sitz in Fu Zhou in China ist eine Kooperation zwischen der K+S KALI GMBH und der FUJIAN AGRICULTURE AND FORESTRY UNIVERSITY. Um wissenschaftliches Know-how für China und Asien zu erlangen, wurde im vergangenen Jahr ein Forschungsnetzwerk in 15 Provinzen etabliert. Gemeinsames Ziel des Netzwerks ist es, die Umweltauswirkungen des Stickstoff- und Phosphat-Einsatzes durch eine ausgewogene Pflanzenernährung zu reduzieren. Bei diesen Untersuchungen stand der Nährstoff Magnesium im Vordergrund. Das IMI richtete das 3. Internationale Magnesiumsymposium in Guangzhou zum Thema Magnesium aus, bei dem sich Wissenschaftler zu den aktuellen Fragen der Wirkung von Magnesium auf Boden und Pflanze und die Ernährung von Mensch und Tier austauschten. FORSCHUNGSKOOPERATIONEN MIT EXTERNEN INSTITUTEN UND FIRMEN Exemplarisch wird hier die Zusammenarbeit mit einigen externen Unternehmen vorgestellt: ― Gemeinsam mit K-UTEC AG Salt Technologies wird an umsetzbaren Lösungen der Salzabwasserentsorgung und zur Produktentwicklung geforscht. ― In einem Projekt mit HAGER+ELSÄSSER forschen wir an Einsatzmöglichkeiten der Membranfiltration zur Aufbereitung von Salzwässern; in 2018 wurden Versuche in einer Pilotanlage erfolgreich durchgeführt. ― In einer Kooperationsvereinbarung mit dem Deutschen Geo-ForschungsZentrum und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg werden geochemische Wechselwirkungen zwischen Salzgestein, Feuchtigkeit und Gasen erforscht. Im Projekt wird untertägiges Fluid-Monitoring mit Laborexperimenten und numerischen Simulationen kombiniert. Ziel ist ein verbessertes Prozessverständnis zur Erhöhung der Bergbausicherheit und optimierten Nutzung von Kavernen im Salz. AUSGEWÄHLTE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROJEKTE SOWIE ERGEBNISSE ― Im Bereich der ökologischen Landwirtschaft wird die Entwicklung von nachhaltigen Lösungsansätzen für eine optimale Pflanzenernährung forciert. ― Unter dem Stichwort "Precision Agriculture" arbeiten wir an der besseren Düngemitteleffizienz durch die Entwicklung innovativer Applikationswege und Produkte. ― Wo ein Mangel an Mikronährstoffen im Pflanzenbestand festgestellt wird, können durch die Verwendung unserer mit qualitativ hochwertigen Mikroelementen angereicherten Produkte mögliche Defizite verhindert werden. Hier entwickeln wir marktorientiert nachhaltig unsere Düngemittel weiter. ― Neue und verbesserte Produkte für die Blattapplikation ergänzen das Spezialitätenportfolio und sind schnell wirksame Alternativen zur Bodenapplikation im Pflanzenbau. ― Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in der ersten Testkaverne auf dem kanadischen Solfeld wurden in 2018 abgeschlossen. Der anstehende Wechsel im Solution Mining-Prozess hin zum Secondary Mining und die Inbetriebnahme des Kühlponds werden wissenschaftlich begleitet und praxistaugliche Konzepte entwickelt und erprobt. ― Im Werk Neuhof-Ellers wurde eine erste optische Sortierung in der Kaliaufbereitung zur Rückgewinnung von Kaliwertstoff aus einer Rückstandsfraktion nach erfolgreichen Entwicklungsarbeiten des AFZ installiert und erfolgreich in Betrieb genommen. ― Im Kontext des Projektes "Arbeitsplatzgrenzwerte" wurden die chemischen Prozesse zwischen Stickoxiden in unter-tägigen Umgebungsbedingungen untersucht und deren Umwandlungsprozesse und Auswirkungen beschrieben. ― Nach Inbetriebnahme der Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) im Werk Werra werden nachfolgend weitere Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen unternommen, um noch verbleibende Prozessabwässer so zu konditionieren, dass diese verträglich in ortsnahe Grubenhohlräume eingestapelt werden könnten. ― Im Werk Werra wurde ein Pilotversuch zur Haldenabdeckung zur dünnschichtigen Abdeckung und Begrünung gestartet, der wissenschaftlich begleitet wird. Neben diesem Pilotversuch wird auch nach weiteren Alternativen der Haldenabdeckung gesucht. Hierzu wurden eigene interne Anstrengungen unternommen und ein "Crowdsourcing"-Projekt initialisiert. www.k-plus-s.com/brine-challenge ― Das Innolab testet in einer eigenen Pilotanlage die technische Machbarkeit einer Makroalgen-Aufzucht in artifiziellem Meerwasser. Derzeit werden verschiedene Meeresalgenarten kultiviert und im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit untersucht. ― Mit Eröffnung des Aquaponic-Containers und der Einführung einer Konsumenten-App wurde durch das Innolab erstmals "Urban Farming" thematisiert. Ziel ist es, über verschiedene Technologien zum innerstädtischen Anbau in geschlossenen Systemen zu informieren und diese zu testen. PATENTPORTFOLIO Weltweit gehören der K+S GRUPPE 71 Patentfamilien (2017: 70), die durch 306 nationale Rechte (2017: 304) geschützt werden. Die Patente werden u.a. in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet. MITARBEITER Mit der Unternehmensstrategie SHAPING 2030 findet ein Kulturwandel auf mehreren Ebenen statt: K+S transformiert sich zu "One Company". Damit dieser Wandel möglich ist, gilt es, jeden einzelnen Mitarbeiter angemessen und bestmöglich einzubeziehen. HANDELN ALS "ONE COMPANY" 2018 wurde die Ausgestaltung der neuen Matrixorganisation der K+S GRUPPE erarbeitet, die unsere operativen Einheiten eng mit einigen zentralen Funktionen verknüpft, um die Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Dadurch sind unsere Führungskräfte mehr denn je gefragt, erfolgreiche Teamarbeit innerhalb der K+S GRUPPE zu ermöglichen und zu fördern. In diesem Sinne entwickeln wir unsere Personalstrategie hin zu einem umfassenden, globalen Ansatz. UNSERE BELEGSCHAFT Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 31. Dezember 2018 insgesamt 15.070 Mitarbeiter bzw. 14.931 FTE (2017: 14.925 Mitarbeiter bzw. 14.793 FTE). TAB. 2.4 Von unserer Belegschaft sind 88,3 % (2017: 88,5%) tarifliche Mitarbeiter, 7,6 % (2017: 7,7 %) außertarifliche Mitarbeiter und 4,0 % (2017: 3,8 %) Auszubildende. Im Durchschnitt sind unsere Mitarbeiter 42 Jahre alt und seit 15 Jahren bei uns beschäftigt. Die Fluktuationsrate, also das Verhältnis der Personalabgänge zur durchschnittlichen Belegschaftsstärke, liegt bei 8,4% (2017: 7,4%). K+S respektiert die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Rund 76 % der Tarifmitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland sind gewerkschaftlich organisiert. Die Beziehung zu den Betriebsräten sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) ist durch eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt. In Chile sind 53%, in den USA 59% und bei KSPC keine Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert. Mit Beginn der Umsetzung von SHAPING 2030 in 2018 haben wir mit den Sozialpartnern Interessensausgleichsverhandlungen begonnen. Den Mitarbeitern des Werkes Sigmundshall konnte mit dem zwischen Unternehmen und Betriebsrat vereinbarten Sozialplan im Einigungsstellenverfahren mehr Sicherheit für ihre persönliche Zukunft gegeben werden. Rund 250 Mitarbeiter bleiben weiterhin in Sigmundshall beschäftigt. Allen anderen Mitarbeitern wurde eine berufliche Perspektive auf einem anderen Standort der K+S GRUPPE angeboten. VERGÜTUNG Die K+S GRUPPE vergütet ihre Mitarbeiter weltweit marktgerecht, vergleichbar und leistungsbezogen. Im Jahr 2018 betrug der Personalaufwand 1.122,5 Mio. €; er lag damit gut 1 % über dem Niveau des Vorjahres (2017: 1.106,2 Mio. €). Der Personalaufwand je Mitarbeiter (FTE) betrug im Berichtsjahr 75.315 € (2017: 75.485 €) und liegt damit unverändert auf dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil im Personalaufwand enthaltener variabler Vergütungen, mit denen wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems am Unternehmenserfolg beteiligen, betrug im Jahr 2018 35,7 Mio. € bzw. etwa 3 % (2017: 45,0 Mio. € bzw. etwa 4%). MITARBEITER NACH BEREICHEN TAB. 2.4 scroll in Full Time Equivalents per 31.12. (FTE)1 2017 % 2018 % Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 8.708 58,9 8.797 58,9 Geschäftsbereich Salz 5.008 33,9 5.015 33,6 Ergänzende Aktivitäten 280 1,9 280 1,9 Sonstige Bereiche 797 5,3 839 5,6 K+S Gruppe 14.793 100,0 14.931 100,0 1 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. MITARBEITER ENTWICKELN UND FÖRDERN Expertise und Innovationskraft der Belegschaft sind ein wesentlicher Treiber für den Unternehmenserfolg. Wir entwickeln daher die Potenziale der Mitarbeiter kontinuierlich weiter und wollen sie bestmöglich nutzen. Gleichzeitig sind wir ständig auf der Suche nach Talenten, die unseren stetigen Entwicklungsprozess mit frischen Ideen vorantreiben. AUSBILDUNG Für die Neuausrichtung unseres Unternehmens im Rahmen der Strategie SHAPING 2030 sind hervorragend ausgebildete und engagierte Fachkräfte unverzichtbar. In den deutschen Gesellschaften der K+S GRUPPE befanden sich zum 31. Dezember 2018 insgesamt 588 Frauen und Männer in einer qualifizierten Berufsausbildung oder in einem dualen Studienzweig (2017: 567). Mit 201 Neueinstellungen von Auszubildenden im Jahr 2018 richten wir uns auf den steigenden Bedarf an Fachkräften aus (2017: 179). Die Ausbildungsquote bezogen auf die Mitarbeiter in Deutschland lag zum Jahresende mit 5,6 % in etwa auf Vorjahresniveau (2017: 5,5%). Die Übernahmequote für Auszubildende lag bei rund 85% (2017: rund 89 %). MITARBEITERENTWICKLUNG Das globale K+S-Kompetenzmodell liefert im Rahmen der strategischen Personalentwicklung eine gruppenweit einheitliche Bemessungsgrundlage für die Personalentwicklung. Unseren Talentmanagement-Prozess haben wir 2018 auch für Tarifmitarbeiter geöffnet. Das Entwicklungsgespräch, bereits seit mehreren Jahren mit außertariflichen Mitarbeitern praktiziert, wird ab 2019 für alle tariflichen Mitarbeiter eingeführt. Es ist ein Austausch auf Augenhöhe über Wünsche und Erwartungen zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten hinsichtlich der fachlichen und persönlichen Entwicklung des Mitarbeiters. Unsere Management-Entwicklungsprogramme TRACK+S PROFESSIONAL und TRACK+S EXECUTIVE sind wichtige Bausteine zur Befähigung unserer Mitarbeiter zur Umsetzung der Strategie SHAPING 2030. 'Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 58 FORT- UND WEITERBILDUNG K+S bietet Fach- und Führungskräften zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen zur Vermittlung von allgemeinen und unternehmensspezifischen Kenntnissen an. Abhängig vom Unternehmensbedarf vergeben wir Stipendien für Vollzeit-Bachelor- oder Masterstudiengänge. In den USA, Kanada und Chile unterstützen wir Mitarbeiter, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer von uns anerkannten Universität fortbilden, indem wir ihnen die Studiengebühren komplett oder teilweise erstatten. Die Investitionen in Fort- und Weiterbildung beliefen sich 2018 auf 13,4 Mio. € (2017: 12,8 Mio. €). Die Kostenerhöhung ist durch eine gestiegene Anzahl besuchter Weiterbildungstage in Deutschland (2018: 14.181 Tage, 2017: 13.212 Tage) sowie einen deutlichen Anstieg der geförderten Technikerausbildungen an der Fachschule für Wirtschaft und Technik in Clausthal-Zellerfeld begründet. IDEENMANAGEMENT/ KONTINUIERLICHER VERBESSERUNGSPROZESS Mit dem Ideenmanagement/Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) ermöglichen wir den Mitarbeitern, sich aktiv in betriebliche Prozesse und Strukturen einzubringen und diese mitzugestalten. Zurzeit ist das Ideenmanagement/KVP in weiten Teilen in Deutschland und Nordamerika wirksam. Weitere Regionen der K+S werden im Rahmen von ONE K+S sukzessive hierin eingebunden. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 12.259 Ideen eingereicht (2017: 13.804). Der Nutzen über einen Zeitraum von 2,5 Jahren, also der generierte Wirtschaftlichkeitseffekt abzüglich der Kosten für das Ideenmanagement, lag auf hohem Niveau bei 13,8 Mio. € (2017: 13,8 Mio. €). BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE K+S unterstützt Mitarbeiter bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter. Jeder Mitarbeiter der teilnehmenden deutschen Gesellschaften, der eines der drei Modelle zur betrieblichen Altersvorsorge in Anspruch nimmt, wird durch K+S gefördert. K+S bezuschusst die Altersabsicherung mit zusätzlichen 13 % der Geldsumme, welche die Mitarbeiter selbst aus ihrem sozialversicherungspflichtigen Entgelt in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Die Altersvorsorge-Programme für die Mitarbeiter der ausländischen Gesellschaften bestehen mehrheitlich aus einem beitragsorientierten Vorsorgesparplan, der vorwiegend vom Arbeitnehmer selbst finanziert und durch den Arbeitgeber gefördert wird. Wir haben im Jahr 2018 für die beitragsorientierten Vorsorgepläne insgesamt 20,4 Mio. € (2017: 26,2 Mio. €) aufgewendet. 'Anhang', Anmerkung (21) 'Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen', Seite 188 NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG Die vorliegende nichtfinanzielle Erklärung (NFE) ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben nach §§ 289b-289e HGB und §§ 315b und 315c HGB erstellt und nutzt die GRI Standards der GLOBAL REPORTING INITIATIVE als internationales Rahmenwerk. Alle in der Erklärung gemachten Angaben und dargestellten Kennzahlen beziehen sich auf die K+S GRUPPE einschließlich der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, soweit nicht anders ausgewiesen. Die folgende Übersicht dient der Auffindbarkeit der gesetzlich geforderten Informationen und ordnet diese den strategischen Handlungsfeldern der K+S GRUPPE zu.1 INDEX ZUR NICHTFINANZIELLEN ERKLÄRUNG scroll NFE-Bestandteil Enthalten in Kapitel Verweis Geschäftsmodell Geschäftsmodell Seite 31 Unternehmensstrategie Seite 45-49 Nachhaltigkeitsmanagement Seite 78-79 Risiken Risiko- und Chancenbericht Seite 110 Aspekt Handlungsfeld Verweis Umweltbelange Wasser Seite 60 Abfall (Fester Rückstand) Seite 62 Energie & Klima Seite 63 Arbeitnehmerbelange Gesundheit & Arbeitssicherheit Seite 55 Vielfalt & Inklusion Seite 57 Sozialbelange Stakeholderdialog Seite 48-49 Achtung von Menschenrechten Menschenrechte Seite 58 Bekämpfung von Korruption und Bestechung Compliance & Anti-Korruption Seite 65 Lieferkette (selbstbestimmt) Lieferkette Seite 66 Wir streben nach Nachhaltigkeit, denn wir bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind. Unsere Mission ist die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien. Dementsprechend ist das Nachhaltigkeitsprogramm Teil der Unternehmensstrategie SHAPING 2030. Wir haben uns ambitionierte Ziele in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik gesetzt und entsprechende Konzepte entwickelt, die wir bis spätestens 2030 umsetzen wollen. Dazu haben wir sie mit nichtfinanziellen Indikatoren überprüfbar gemacht. Eine tabellarische Darstellung unserer Handlungsfelder mit den zugehörigen Nachhaltigkeitszielen und nichtfinanziellen Indikatoren ist im Strategiekapitel verortet. Die Reihenfolge der Aspekte folgt unserer strategischen Logik der Handlungsfelder des K+S-Nachhaltigkeitsprogramms. 'Unternehmensstrategie', Seite 45 1 Der Abschnitt ,Nichtfinanzielle Erklärung', der die Angaben nach §§ 315b und 315c HGB enthält, ist gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. MENSCHEN Wir arbeiten täglich für die Zufriedenheit unserer Kunden. Ihren Interessen und denen unserer wichtigen Stakeholder wollen wir mit ausgewählten Nachhaltigkeitsaktivitäten entsprechen. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Handlungsfeldern, die wir im Rahmen unseres Wesentlichkeitsprozesses definiert haben: "Gesundheit & Arbeitssicherheit" "Vielfalt & Inklusion" sowie "Menschenrechte". 'Mitarbeiter', Seite 53; 'Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 78 'Unternehmensstrategie', Seite 43 www.k-plus-s.com/menschen GESUNDHEIT & ARBEITSSICHERHEIT Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter hat bei K+S höchste Priorität. Wir haben den Leitsatz: "Nichts ist wichtiger als Gesundheit und Sicherheit - nicht Produktion, nicht Umsatz, nicht Gewinn" und arbeiten kontinuierlich an der Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung zum effektiven Schutz unserer Mitarbeiter. Auf Grundlage der K+S Health, Safety & Environment-Policy bauen wir unsere Prozesse zum Schutz von Gesundheit und zur Gewährleistung von Arbeitssicherheit kontinuierlich aus und verbessern sie. So beginnt beispielsweise jede Vorstandssitzung mit dem Thema Gesundheit und Arbeitssicherheit. Überall, wo wir Gefährdungen sowie arbeitsbezogene Belastungen und Gesundheitsrisiken erkennen, führen wir Maßnahmen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes aktiv durch. Präventiv informieren wir unsere Mitarbeiter mittels Schulungen und Kampagnen. Die K+S GRUPPE wird an allen Produktionsstandorten ein Managementsystem nach ISO 45001 einführen. Ein globales Kompetenzzentrum "Managementsysteme" unterstützt die Koordination der Umsetzung und die Integration anderer Managementstandards. Darüber hinaus dient es als Best-Practice-Plattform. 'Umwelt', Seite 58; 'Mitarbeiter', Seite 53 Ein Austausch und Monitoring zu aktuellen Entwicklungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der K+S GRUPPE erfolgt in Komitees, Kompetenzzentren und Fachkreisen auf globaler und regionaler Ebene. In Deutschland beispielsweise berät der gemeinsame Ausschuss für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (HSE-Ausschuss), dem auch Betriebsratsmitglieder angehören, regelmäßig zu übergeordneten HSE-Themen. Auch 2018 haben wir für Führungskräfte und Mitarbeiter Schulungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz durchgeführt. Für 2019 planen wir, speziell für die Managementebene, ein global einheitliches und verbindliches Awareness-Training einzuführen. ARBEITSSICHERHEIT Zielsetzung: Die Vision von K+S ist es, Arbeitsunfälle gänzlich zu vermeiden. Bis 2030 wollen wir daher unsere Arbeitsunfälle von Mitarbeitern mit Ausfallzeit je einer Million geleisteter Arbeitsstunden (Lost Time Incident Rate (LTI-Rate)) auf null absenken. Im Jahr 2018 ereigneten sich an unseren Standorten weltweit 750 Arbeitsunfälle (2017: 794). Die LTI-Rate für die K+S GRUPPE im Jahr 2018 sank auf 7,9 gegenüber dem Basisjahr 2017 mit 8,5. Die Unfallrate (Arbeitsunfälle geteilt durch die geleisteten Arbeitsstunden, multipliziert mit einer Million) reduzierte sich auf 29,3 (2017: 31,5). Mit großer Betroffenheit haben wir jedoch im Jahr 2018 zwei tödliche Unfälle verzeichnen müssen. Ein Mitarbeiter verstarb nach einem Unfall unter Tage im Bergwerk unserer Tochtergesellschaft ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO in Bernburg, Deutschland. Ein Fremdmitarbeiter starb an den Folgen einer Verletzung am Standort Inagua, Bahamas. Unsere Prozesse zur Gefährdungsbeurteilung sollen sicherstellen, dass arbeitsbezogene Gesundheits- und Sicherheitsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden. Die Implementierung eines einheitlichen Systems zur Erfassung von Beinahe-Unfällen für die deutschen Kali- und Salzstandorte haben wir im Jahr 2018 abgeschlossen. Damit werden nun an allen K+S-Produktionsstandorten auf der Welt Beinahe-Unfälle erfasst. Daneben haben wir 2018 unterschiedliche Maßnahmen und Kampagnen durchgeführt mit dem Ziel, die individuellen Handlungs- und Entscheidungskompetenzen sowie ein verantwortliches Sicherheits- und Gesundheitsverhalten zu fördern. Dazu zählt u.a. die Einführung der allgemeinen Tragepflicht von Schutzbrillen an unseren Produktionsstandorten. GESUNDHEIT Unsere Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention ergänzen die Managementsysteme durch Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheitskompetenzen. Die Programme werden an den Standorten kommuniziert und stehen den Mitarbeitern zur Teilnahme offen. Die Maßnahmen reichen von klassischen Gesundheitskursen über Seminare bis zu Früherkennungsmaßnahmen und Beratungsangeboten. Die Planung der Programme und Maßnahmen erfolgt standortspezifisch. Sie orientiert sich am Bedarf und an den örtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Organisation. Die arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung in Deutschland wird durch Betriebsärzte gewährleistet. Sie unterstützen darüber hinaus bei der Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements und wirken mit bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung sowie bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen. Das in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene betriebliche Eingliederungsmanagement setzen wir engagiert um und fördern die Eingliederung schwerbehinderter Mitarbeiter in den Betrieb. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter in der K+S GRUPPE in Deutschland liegt mit 6,1 % (2017: 6,6 %) erneut über dem zuletzt publizierten Bundesdurchschnitt von knapp 5 % für das Jahr 2016. Die von K+S gestiftete Professur für Arbeitsmedizin und betriebliches Gesundheitsmanagement an der Universität Witten/ Herdecke wurde im Jahr 2018 mit Herrn Prof. Dr. Horst Christoph Broding besetzt, der über langjährige Erfahrungen im Bergbau verfügt. Ein wichtiger Aspekt des Gesundheitsschutzes ist die konsequente Einhaltung von Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW). Im Fall der in Deutschland vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales festgelegten AGW für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage ist unser breit angelegtes Umsetzungsprojekt für die deutschen Standorte erfolgreich angelaufen. So konnten zum Beispiel die begonnenen Vorhaben zum Einsatz modernster Dieselmotortechnik und Elektromobilität, zur Entwicklung alternativer Antriebstechnologien, zum Test emissionsärmerer Sprengstoffe sowie zur Optimierung der Bewetterung unter Tage ein gutes Stück vorangebracht werden. Zur Untersuchung der physiologischen Wirkungen der genannten Stoffe auf die Mitarbeiter haben wir darüber hinaus mit einer Gesundheitsstudie an zwei Werken begonnen. 'Risiko- und Chancenbericht', Seite 121; ,Forschung und Entwicklung', Seite 50 VIELFALT UND INKLUSION Uns ist es wichtig, dass bei K+S alle Mitarbeiter Wertschätzung erfahren, unabhängig von z. B. Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Wir akzeptieren keine Diskriminierung. Die Anerkennung und Förderung von Vielfalt und Inklusion haben wir in unseren Grundwerten und Prinzipien (CODE OF CONDUCT) festgeschrieben. Als Unterzeichner des UN Global Compact und der charta der Vielfalt, einer deutschen Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen, bekräftigen wir unser Selbstverständnis in Form unternehmerischer Selbstverpflichtungen. MITARBEITER NACH REGION ABB. 2.13 Vielfalt beschreibt die Zusammensetzung unserer Belegschaft. In einem inklusiven Arbeitsumfeld kann sich jeder mit seinem Potenzial einbringen, um den unterschiedlichen Anforderungen unserer Märkte zu begegnen. Unser klar beschriebener Wachstumskurs eröffnet darüber hinaus neue Entwicklungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Im Bergbau arbeiten traditionell mehr Männer als Frauen. Zum 31. Dezember 2018 waren gemessen an der Beschäftigtenanzahl in Personen für die Gesellschaften der K+S GRUPPE 87% unserer Belegschaft Männer und 13 % Frauen. 'Zielgrößen für Frauen', Seite 76 Zielsetzung: Wir wollen eine Belegschaft rekrutieren und entwickeln, die das Umfeld unserer Geschäftsstandorte reflektiert. Wir fördern ein inklusives Arbeitsumfeld, das allen Mitarbeitern den eigenen Erfolg ermöglicht und zu Innovation und Geschäftsergebnissen beiträgt. Dieses Ziel ist erreicht, wenn bis spätestens 2030 mehr als 90 % unserer Mitarbeiter das Arbeitsumfeld als inklusiv wahrnehmen. Dies soll zukünftig im Rahmen von themenspezifischen Puls-Befragungen nachgehalten werden, also in Form von kurzen Befragungen zu Kernthemen, um ein aktuelles Stimmungsbild und Veränderungsprozesse zu evaluieren. Die Erkenntnisse aus den Befragungen werden wir nutzen, um Maßnahmenbedarfe zu erkennen und auszubauen. Bei der letzten gruppenweiten Mitarbeitervollbefragung 2015 lag die Zustimmungsrate dazu bei 68% (Bewertungen auf einer Fünferskala liegen bei "stimme eher zu" bzw. "stimme zu"). Die aktive Nutzung von Vielfalt und Inklusion als wesentliche Bestandteile unserer Unternehmenskultur möchten wir weiter ausbauen und intensivieren. Vielfalt und Inklusion werden durch die Führungsebene eingefordert und unterstützt, von Personalfunktionen als Business Partner in allen Mitarbeiterprozessen gefördert und leben von der Wertschätzung aller Mitarbeiter. Die Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Inklusion sind Querschnittsaufgaben und werden an die Anforderungen der jeweiligen Standorte angepasst. Das beginnt bei der Talentgewinnung. Hier wollen wir sicherstellen, dass für alle Unternehmensbereiche die besten Talente gewonnen werden, trotz eines sich verschärfenden Arbeitsmarktes. In 2018 haben wir unseren Social Media-Auftritt erweitert. Um den Einstieg in unser Unternehmen zu erleichtern, haben wir unsere Stellenausschreibungen gendergerecht gestaltet. Zur Bindung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter werden u. a. jährliche Talentrunden auf lokaler, regionaler und globaler Ebene durchgeführt. Ziel der Runden ist es insbesondere, die individuelle Weiterbildung der Mitarbeiter zu unterstützen und beispielsweise die Mobilität innerhalb der Organisation zu fördern. Durch unsere Management-Entwicklungsprogramme TRACK+S PROFESSIONAL und TRAC K+S EXECUTIVE fördern wir seit 2018 Mitarbeiter besonders und sichern gleichermaßen unsere Nachfolgeplanung. Allen Mitarbeitern weltweit wurde die Möglichkeit geboten, sich für die internationalen Entwicklungsprogramme zu bewerben. 2018 begannen 16 Mitarbeiter das einjährige Programm TRACK+S PROFESSIONAL. 2019 werden weitere sechs Mitarbeiter das Programm TRACK+S EXECUTIVE absolvieren. Zudem tragen wir gezielt über alle organisatorischen Bereiche und Ebenen hinweg zur Entwicklung einer vielfältigen Belegschaft bei und möchten mit Blick auf die Organisationsstruktur sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter in der Matrixorganisation über alle Kulturen hinweg zusammenarbeiten. Dies fördern wir u.a. ab 2019 durch einen stärkeren Methodenmix auf Basis des 70:20:10-Modells. So soll durch eine stärkere Fokussierung auf das Lernen bei der Arbeit als durch formelles Trainings u. a. der positive Austausch von K+S-Mitarbeitern in Projekten, Hospitationen in anderen Teams sowie durch Auslandserfahrungen verstärkt werden. MENSCHENRECHTE K+S respektiert die international anerkannten Menschenrechte und unterstützt deren Einhaltung. In unseren Grundwerten und Prinzipien (CODE OF CONDUCT) und unserem gruppenweiten Verhaltenskodex für Lieferanten (SUPPLIER CODE OF CONDUCT) sind u. a. die INTERNATIONALE MENSCHENRECHTSCHARTA und die Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verankert. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- oder Kinderarbeit ab. Zielsetzung: Unser gruppenweites Ziel ist die Beachtung der international anerkannten Menschenrechte an allen Standorten und die Sicherstellung, dass dieser Grundwert global angewendet wird. Dieses Ziel messen wir mit dem KPI "Standortabdeckung durch einen Due-Diligence-Prozess zu Menschenrechten" mit dem Zielwert 100 % bis zum Jahr 2030. Da unsere Methodik zurzeit entwickelt wird, stehen wir noch am Anfang unserer Aktivitäten. Der Wert im Sinne einer systematischen Abdeckung für 2018 liegt daher noch bei 0%. Die Verantwortung für die Durchführung des Prozesses obliegt der "Nachhaltigkeitsabteilung" in Kooperation mit den operativen Einheiten Europe+ und Americas. Anfang Dezember 2018 nahm eine globale Arbeitsgruppe zur Einführung des Due-Diligence-Prozesses zu Menschenrechten die Arbeit auf. Eine erste Schulung der Arbeitsgruppe hat stattgefunden. Bei der Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht berücksichtigen wir die fünf Kernelemente: Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte, Verfahren, um die Auswirkungen auf die Menschenrechte zu erkennen, Ergreifen von Maßnahmen und Überprüfung der Wirksamkeit, Berichterstattung und Einrichtung von Beschwerdemechanismen. Zur Umsetzung unserer unternehmerischen Sorgfaltspflicht (Human Rights Due-Diligence) für Menschenrechte etablieren wir einen Prozess, der auf einer einheitlichen Methodik basiert und die länderspezifischen Gegebenheiten und unsere Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Grundlage sind die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, nationale Aktionspläne sowie weitere relevante Richtlinien und Gesetze. Unser Respekt gegenüber den Menschenrechten ist in unseren Grundwerten und Prinzipien (CODE OF CONDUCT) verankert. Im Frühjahr 2019 findet der erste Pilot für ein Human Rights Impact Assessment in Chile statt, ein weiterer Pilot soll im Laufe des Jahres 2019 durchgeführt werden. Dabei werden potenzielle menschenrechtliche Auswirkungen ermittelt, mögliche Konsequenzen abgeleitet und gleichzeitig das organisatorische Lernen gefördert. In Kooperation mit der Einheit Legal & GRC wurden Anforderungen an menschenrechtliche Beschwerdemechanismen im Rahmen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht identifiziert. UMWELT UMWELT Die K+S GRUPPE arbeitet kontinuierlich daran, die Eingriffe in die Natur, die mit der Förderung und Aufbereitung von Rohstoffen verbunden sind, so gering wie möglich zu halten. Zur umweltverträglichen Produktion verwenden wir moderne Abbau- und Aufbereitungsverfahren und entwickeln diese ständig weiter. Durch Investitionen in Forschung und Entwicklung bleiben wir am Puls der Zeit. Auch im Bereich der Entsorgung unserer Rückstände gehen wir zukünftig neue Wege und setzen Maßstäbe für den Stand der Technik. Gleichzeitig müssen wir wirtschaftlich effizient bleiben. Im Rahmen der K+S-Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir uns ambitionierte Ziele in den Bereichen "Wasser", "Bergbaulicher Abfall" und "Energie & Klima" gesetzt. Unser Umweltmanagement hilft uns bei der Erreichung unserer Ziele und wird gruppenweit und themenübergreifend koordiniert. Durch die Gesellschaften werden Erfordernisse spezifiziert und die Standorte bei der Umsetzung unterstützt. Auf Basis unserer integrierten Health, Safety & Environment (HSE-)Policy streben wir durch die laufende, weltweite Einführung von Managementsystemen nach DIN EN ISO 14001:2015 für Umweltmanagement und DIN EN ISO 50001:2015 für Energiemanagement für wesentliche Standorte eine Standardisierung und kontinuierliche Verbesserung unserer Managementsysteme und HSE-Performance an. Zum Erreichen der Effizienzsteigerung und für den Erfahrungsaustausch sind nationale und internationale Expertengremien eingerichtet. Mit einer an allen Produktionsstandorten eingeführten Umweltdatensoftware werden Umweltkennzahlen auf Werks- und Gesellschaftsebene gesammelt und ausgewertet. Die berichteten Umweltkennzahlen erheben wir für alle wesentlichen konsolidierten Produktionsstandorte. Sie beziehen sich überwiegend auf direkt gemessene Werte. Für die im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele definierten nichtfinanziellen Kennzahlen weisen wir die Art der Erfassung sowie die Grenzen der Berichterstattung separat aus. 'Über diesen Bericht' Seite 227 INVESTITIONEN UND BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ Die Investitionen für den Umweltschutz beliefen sich im Jahr 2018 auf insgesamt 99,1 Mio. €. Das im Vergleich zum Vorjahr (125,9 Mio. €) um 26,8 Mio. € niedrigere Niveau resultiert aus geringeren Investitionen im Bereich Gewässerschutz, nachdem das Großprojekt Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) am Standort Hattorf wie geplant fertiggestellt wurde. Während das Jahr 2017 den Investitionsschwerpunkt des 180 Mio. € umfassenden Projektes markierte, fielen im Jahr 2018 nur noch vergleichsweise geringe Investitionen für die bereits im Januar in Betrieb gegangene neue Anlage an. Dem standen in 2018 hohe Investitionen für die genehmigte Erweiterung der Rückstandshalde am Kalistandort Hattorf gegenüber. Die wertmäßig größten Teilprojekte entfielen dabei auf die Vorbereitung der Erweiterungsfläche einschließlich des Einbaus der Basisabdichtung sowie auf Sachanlagenzugänge im Bereich der Haldentechnik. INVESTITIONEN IN DEN UMWELTSCHUTZ1TAB. 2.5 scroll in Mio. € 2017 2018 Veränderung % Gewässerschutz 118,8 90,1 -28,7 -24,2 Luftreinhaltung und Klimaschutz 0,9 0,9 0 0 Abfallwirtschaft 2,7 2,1 -0,6 -22,2 Naturschutz2und Bodensanierung 3,4 5,1 1,7 50,0 Sonstiges 0,1 0,9 0,8 > 100 Gesamt 125,9 99,1 -26,8 -21,3 1 Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit. 2 Einschließlich Landschaftspflege. BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ1TAB. 2.6 scroll in Mio. € 2017 2018 Veränderung % Gewässerschutz 145,7 169,9 24,2 16,6 Luftreinhaltung und Klimaschutz 31,7 31,0 -0,7 -2,2 Abfallwirtschaft 14,3 16,5 2,2 15,4 Naturschutz2 und Bodensanierung 2,0 2,1 0,1 5,0 Sonstiges 4,7 5,1 0,4 8,5 Gesamt 198,4 224,6 26,2 13,2 1 Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit. 2 Einschließlich Landschaftspflege. Einen weiteren Investitionsschwerpunkt bildete in 2018 der Erwerb von benötigten Grundstücksflächen für die beantragte Haldenerweiterung am Kalistandort Zielitz. Die gegenüber 2017 höheren Investitionen im Bereich Naturschutz und Bodensanierung sind auf weitere umgesetzte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Rahmen des laufenden Haldenerweiterungsverfahrens in Zielitz zurückzuführen. TAB. 2.5 Die Betriebskosten für den Umweltschutz stiegen im Jahr 2018 um 26,2 Mio. € auf 224,6 Mio. € (2017: 198,4 Mio. €). Ursächlich für den spürbaren Anstieg waren insbesondere höhere Kosten im Zusammenhang mit den Rückstandshalden der deutschen Kalistandorte, die im Bereich Gewässerschutz abgebildet sind. Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden mit zunehmender Beschüttung der Haldenflächen die darunter liegenden Grundstücke und damit verbundene Abdichtungsmaterialien planmäßig abgeschrieben, da eine Nachnutzung der Grundstücke ausgeschlossen ist. Darüber hinaus waren durch die zum Jahresende 2018 erfolgte Stilllegung der Kaliproduktion am Werk Sigmundshall höhere Aufwendungen im Rahmen von Rekultivierungsverpflichtungen zu berücksichtigen. Weitere Kostensteigerungen im Bereich Gewässerschutz erklären sich aus höheren Transporten zur standortfernen Entsorgung von Salzwässern des Werkes Werra in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Grund war die lang anhaltende Trockenheit und die damit verbundene, extrem niedrige Wasserführung der Werra, wodurch die Einleitung von Salzwässern nur sehr eingeschränkt bzw. gar nicht möglich war. Das höhere Kostenniveau im Bereich Abfallwirtschaft ist vor allem auf Preissteigerungen für die Deponierung von Böden und Bauschutt sowie den ganzjährigen Produktionsbetrieb des kanadischen Standorts Bethune nach der Inbetriebnahme in 2017 zurückzuführen. Die Betriebskosten umfassen im Wesentlichen ergänzende Maßnahmen zum Umweltschutz. Diese Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Klimaschutz, Abfallwirtschaft sowie Naturschutz und Bodensanierung und betreffen vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Betriebskosten und Abschreibungen für Produktionsanlagen zum Gewässerschutz, die in die Produktionsprozesse integriert sind und die Herstellung zusätzlicher Verkaufsprodukte ermöglichen, werden nicht mit einbezogen. In ihrer Gesamtheit sind sowohl die Kosten für die ergänzenden Maßnahmen zum Umweltschutz als auch die hier nicht ausgewiesenen integrierten Umweltkosten Bestandteile der Produktionskosten und erhöhen damit die spezifischen Kosten je produzierter Tonne Produkt. TAB. 2.6 WASSER Wasser ist auch für K+S eine sehr wichtige Ressource. In vielen Prozessen setzen wir Wasser in unterschiedlichen Qualitäten ein. Wir brauchen Wasser beim Abbau und zur Förderung an bestimmten Lagerstätten, in der Produktion und in der Anwendung bestimmter Produkte, zum Beispiel in der Landwirtschaft. Aus Meerwasser und anderen salzhaltigen Wässern gewinnen wir durch solare Eindampfung hochwertige Salzprodukte. Bei bestimmten Produktionsprozessen und im Bereich der Rückstandshalden entstehen dagegen salzhaltige Abwässer, die wir entsorgen müssen. Um Wasserrisiken zu identifizieren, die einen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit haben können, wurde im Jahr 2017 eine gruppenweite Wasserrisiko-Analyse für alle relevanten Produktionsstandorte durchgeführt. Die Ergebnisse hieraus werden weiterhin konzeptionell im Umweltmanagement der Standorte berücksichtigt. Unser Bestreben ist es, wasserbezogene Auswirkungen auf ein Minimum zu beschränken. Dazu hat sich die K+S GRUPPE konkrete Ziele gesetzt. Die Nutzung der Ressource Wasser wird im Folgenden durch die Kennzahlen der Wasserentnahme und der Abwasserentsorgung weiter dargestellt. WASSERENTNAHME Im Jahr 2018 hat die K+S GRUPPE insgesamt 422,8 Mio. m3Wasser (2017: 397,9 Mio. m3) aus unterschiedlichen Quellen zur Gewinnung und Herstellung von Produkten entnommen. In Folge der Produktionsaufnahme unseres kanadischen Werks Bethune stieg die Flusswasserentnahme im Jahr 2018 auf 137,0 Mio. m3 (2017: 133,0 Mio. m3). Die Entnahme von Salzwasser aus Meeren und anderen salzhaltigen Quellen sank 2017 aufgrund der Schäden durch den Hurrikan Irma an unserem Solarsalzstandort auf den Bahamas und kehrte 2018 auf ein normales Niveau zurück. Der größte Teil (89 %) unserer Wasserentnahme findet an Standorten ohne hohen Wasserstress statt. ABWASSER Bei der Förderung und Aufbereitung unserer Rohstoffe sowie durch die Aufbaldung des Rückstands entstehen salzhaltige Abwässer. K+S arbeitet auch weiterhin intensiv daran, die Menge an salzhaltigen Abwässern aus Produktion und Rückstandsentsorgung nachhaltig zu senken. Die Menge und die Zusammensetzung der Prozessabwässer sowie der Haldenwässer sind von vielen Faktoren, wie zum Beispiel der lokalen Rohsalzqualität, den verwendeten Aufbereitungsverfahren, den hergestellten Produkten und der erforderlichen Produktqualität abhängig. Die Salzabwässer unterscheiden sich daher auch in ihrem Gesamtsalzgehalt. WASSERENTNAHME TAB. 2.7 scroll in Mio. m3 20171 2018 Meerwasser und anderes salzhaltiges Wasser 256,1 276,2 Flusswasser 133,0 137,0 Grundwasser 8,2 8,3 Trinkwasser und Wasser aus kommunalem Wasserversorger 1,2 1,3 Gesamte Wasserentnahme 398,4 422,8 1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund von Datennachmeldungen angepasst. Gruppenweit betrug die Menge an Salzabwasser, welches in Oberflächengewässer eingeleitet wurde, im Jahr 2018 bei der Kaliproduktion 4,8 Mio. m3(2017: 6,2 Mio. m3) und bei der Salzproduktion 6,0 Mio. m3 (2017: 7,4 Mio. m3). Weitere 8,0 Mio. m3 (2017: 3,9 Mio. m3) wurden durch die Einleitung in den Untergrund (Versenkung) entsorgt. Die Einleitmenge von Salzabwasser aus der Kaliindustrie in Oberflächengewässer sank aufgrund der niedrigen Wasserführung des Flusses Werra sowie der dadurch eingeschränkten Produktion am Werk Werra. Die erhöhten Zahlen zur Versenkung sind auf die gestiegene Produktion des Werks Bethune in Kanada zurückzuführen. Durch die Inbetriebnahme der Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) am Standort Hattorf des Werks Werra im Januar 2018 reduziert sich die Salzabwassermenge des Werks Werra zukünftig um rund 20 %. Für die Entsorgung dieser Salzabwässer stehen weiterhin der Weg über die Einleitung in die Werra und die Versenkung zur Verfügung. Reichen in Zeiten mit längerer niedriger Wasserführung der Werra beide Entsorgungswege nicht aus, können Teilmengen der Salzabwässer per lkw und/oder Bahn zu geeigneten Gruben oder Gaskavernen transportiert und dort entsorgt bzw. für Verwahrungsarbeiten genutzt werden. Die temporären Speicherkapazitäten für Salzabwasser vor Ort sollen im Sommer 2019 um weitere 400.000 m3 auf insgesamt bis zu eine Million m3 gesteigert werden. ABWASSER TAB. 2.8 scroll in Mio. m3 20172 2018 Abwässer Abwasser an kommunale Kläranlagen 0,6 0,7 Betriebswasser in Flusswasser 110,6 112,1 Salzabwasser1 Versenkung 3,9 8,0 Salzige Abwässer ins Meerwasser und andere salzhaltige Gewässer 52,4 50,8 Salzige Abwässer ins Oberflächenwasser 13,3 10,8 Salzabwässer in der Kaliproduktion 6,2 4,8 Salzabwässer in der Salzproduktion 7,1 6,0 1 Gesamtmineralisation (TDS, total dissolved solids) > 1 g/l. 2 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer verbesserten Klassifizierung der Abwässer angepasst. Die Produktion am Werk Werra im Jahr 2018 musste aufgrund der außergewöhnlichen Trockenheit und der damit einhergehenden niedrigen Wasserstände von Oberflächengewässern teilweise unterbrochen werden. An den Standorten Wintershall, Hattorf und Unterbreizbach kam es infolge der stark verringerten Einleitungsmöglichkeiten in den Monaten August, September und Dezember zu einer 38-tägigen, 23-tägigen bzw. 3-tägigen Produktionsunterbrechung. 'Risiko- und Chancenbericht', Seite 116 Im Bereich Salzwasser hat sich K+S viel vorgenommen. Bis 2021 bzw. bis zum Jahr 2030 setzen wir uns folgende ambitionierte Ziele: Zielsetzung: Ab Ende des Jahres 2021 will K+S in Deutschland kein Salzwasser mehr in den Untergrund versenken. Wir erfüllen damit auch eine zentrale Maßnahme der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser. Im Jahr 2018 hat die K+S GRUPPE 1,0 Mio. m3 (2017: 1,2 Mio. m3) salzhaltige Prozessabwässer am Standort Hattorf in den Untergrund versenkt. Entsprechend der Vereinbarung mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wollen wir bis 2021 insgesamt bis zu 1 Mio. m3 weniger Prozessabwasser versenken. Zur Entsorgung der Wässer nach Ende 2021 wird derzeit die Möglichkeit der Einstapelung von Prozesswässern unter Tage entwickelt. Unser Ziel ist es, in einem ersten Schritt 1,5 Mio. m3 pro Jahr in geeignete Hohlräume im Bergwerk an der Werra zu entsorgen. www.fgg-weser.de/ Zielsetzung: Des Weiteren wollen wir bis 2030 in Deutschland die zu entsorgende Menge an Prozesswasser aus der Kaliproduktion um weitere 500.000 m3reduzieren. Die Einsparung erfolgt zusätzlich zu den Mengen, die durch die KKF-Anlage eingespart wurden, und ohne Berücksichtigung der Einsparungen durch das Ende der Produktion unseres Werks in Sigmundshall 2018. Aus der Kaliproduktion sollen daher ab dem Jahr 2030 nur noch 2,2 Mio. m3 Prozesswasser entsorgt werden müssen. Die geplanten Einsparungen von 500.000 m3 Salzabwasser schließen unsere etablierten Kalistandorte in Deutschland ein. Das kanadische K+S Werk Bethune befand sich 2018 in der Anlaufphase und ist nach dem Stand der Technik erbaut. Die Umweltauswirkungen des Werks wurden bereits vor Inbetriebnahme 2017 bewertet und umfassend berücksichtigt. Im Jahr 2018 fielen an den Kalistandorten in Deutschland absolut 3,4 Mio. m3 (2017: 4,5 Mio. m3) an Prozessabwässern an. Die Menge lag damit um 1,1 Mio. m3 unter dem Vorjahr. Bezogen auf das bereinigte Basisjahr 2017, also bei Berücksichtigung des vollen Effekts der KKF-Anlage (-1,5 Mio. m3) sowie des Endes der Produktion in Sigmundshall (-0,3 Mio. m3), stieg der Prozesswasseranfall in 2018 zunächst um 0,4 Mio. m3 an. Um unser Ziel bis 2030 zu erreichen und die deutsche Kaliproduktion sicherzustellen, arbeitet K+S in Deutschland im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsvorhaben intensiv an der weiteren Optimierung der Gewinnungs- und Aufbereitungsprozesse sowie an Projekten zur Senkung der zu entsorgenden Prozesswassermenge. 'Risiko- und Chancenbericht', Seite 116; 'Forschung und Entwicklung', Seite 50 ABFALL (FESTE RÜCKSTÄNDE) Bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen fallen regelmäßig feste bergbauliche Rückstände an. Diese bilden den überwiegenden Teil unserer festen Abfälle. Die Aufschüttung der Rückstände auf Halden erfolgt unter Beachtung der jeweiligen Standortbedingungen, der vorliegenden Genehmigungen und der Minimierung von Umweltauswirkungen durch Weiterentwicklung des Standes der Technik. Im Rahmen unserer umfangreichen und langjährigen Genehmigungsverfahren werden Umweltauswirkungen analysiert und die Vermeidungsoptionen optimiert. Unser betriebliches Umweltmanagement, die Einhaltung der behördlichen Anforderungen und der einschlägigen Gesetzgebung sowie der fachliche Austausch in unterschiedlichen Gremien gewährleisten eine kontinuierliche Überwachung und Verbesserung der Standards. HALDENMANAGEMENT Im Jahr 2018 hat die K+S KALI GMBH in Deutschland 27,6 Mio. t feste Rückstände aufgehaldet (2017: 27,5 Mio. t). Umfangreiche Monitoring-Programme umfassen z. B. Grundwasser-, Verformungs- und Staubmessungen und überwachen eventuelle Auswirkungen der Halden. Die daraus generierten Daten stehen den Genehmigungsbehörden jederzeit zur Verfügung. Daneben werden regelmäßige interne Befahrungen durch K+S durchgeführt. Zudem wird der Haldenbetrieb durch wiederkehrende Befahrungen der Genehmigungsbehörde überwacht. Über die Planung und Umsetzung von Maßnahmen stehen wir in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Zur langfristigen Sicherung der Kaliproduktion sind Erweiterungen der bestehenden Rückstandshalden erforderlich. ― Die Erweiterung der Halde Hattorf (Phase I) wurde 2018 genehmigt und wird derzeit bereits umgesetzt. Die erteilte Genehmigung bezieht sich auf eine rund 27 Hektar große Fläche, die sich nordwestlich an die bestehende Halde anschließt. Sie bietet Raum für fünf bis sechs Jahre. Darüber hinaus befindet sich die behördliche Prüfung des Antrages für die zweite Phase der Haldenerweiterung, die bis Anfang der 2040er Jahre reichen soll, in Bearbeitung. ― Für das Haldenerweiterungsverfahren am Standort Zielitz wurden im Oktober 2017 die Antragsunterlagen bei der zuständigen Behörde eingereicht. Die Öffentlichkeitsbeteiligung fand im Sommer 2018 statt. Ein Erörterungstermin ist für das erste Quartal 2019 vorgesehen. ― Für die geplante Haldenerweiterung am Standort Wintershall wurden die Antragsunterlagen im April 2018 eingereicht. Bereits im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens wurde die Öffentlichkeit im Rahmen mehrerer Informationsveranstaltungen, durch Flyer und Informationen auf der K+S-Website umfassend über das Vorhaben informiert. Mit den Haldenerweiterungen sind umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen verbunden. Die Ausgleichsmaßnahmen umfassen langfristig und großflächig ausgerichtete Projekte mit dem Ziel, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen bzw. bestehende aufzuwerten. Ersatzaufforstungen werden vorrangig auf naturschutzfachlich minderwertigen Flächen durchgeführt, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu schonen. Des Weiteren werden vor Beginn der Eingriffe zeitlich vorgezogene Artenschutzmaßnahmen durchgeführt, die eine ökologisch-funktionale Kontinuität ohne zeitliche Unterbrechung gewährleisten. Zielsetzung: Die weitere Reduzierung der Umweltauswirkungen und der Erhalt der natürlichen Ressourcen durch eine erneute Überprüfung des Potenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen ist unser gruppenweites Ziel. Ab dem Jahr 2030 wollen wir jährlich drei Millionen Tonnen Rückstand für andere Zwecke als für die Aufhaldung verwenden. Dieses Ziel wollen wir über eine alternative Verwertung des Haldenmaterials und eine Rückstandsvermeidung durch die Erhöhung der Rohstoffausbeute erreichen. Die Kennzahl erfassen wir projektbezogen nach Art der Rückstandsverwertung. Im Jahr 2018 konnten wir 1,0 Mio. t Rückstand für die Siedesalzproduktion der FRISIA ZOUT B.V. verwerten und durch technische Maßnahmen zur Erhöhung der Rohstoffausbeute Rückstand einsparen. 2018 haben wir verschiedene Projekte zur Rückstandsreduzierung initiiert. Dazu gehören die Verwendung von Löserückstand an alternativen Betriebsstandorten, Steinsalzvorabtrennungen und weitere optische Sortierungen unter Tage. 2019 werden wir zusätzlich intensiv an den Möglichkeiten zur Erhöhung der Rohstoffausbeute arbeiten. Zielsetzung: Bis 2030 wollen wir weitere 155 ha Haldenfläche abdecken und somit den Anfall von Haldenwässern weiter reduzieren bzw. vermeiden. Dies betrifft die Abdeckung von großen und mittelgroßen Halden, die zusätzlich zur bereits bestehenden Abdeckung im Basisjahr 2017, ca. 70 ha, aufgebracht wird. Im Jahr 2030 haben wir so insgesamt 225 ha Haldenfläche abgedeckt. Die abgedeckte Haldenfläche bezieht sich auf die für die Reduzierung der Haldenwässer relevante Aufstandsfläche der Halde. Dafür wird die abgedeckte Fläche auf die Aufstandsfläche projiziert. Den Fortschritt überprüfen wir durch jährliche Messungen. Im Falle von zeitversetzten Messungen im Vergleich zur Berichtsperiode basieren die Jahreswerte auf Extrapolationen. Im Jahr 2018 konnten zusätzlich 5,9 ha Haldenfläche abgedeckt werden. ― Am Standort Hattorf haben wir den halbtechnischen Versuch zur Dünnschichtabdeckung auf einer Fläche von 0,5 ha fertiggestellt und erhalten zukünftig weitere Informationen über die technische Durchführbarkeit und das langfristige Materialverhalten. Zusätzlich haben wir die Fläche eines ehemaligen Schlammbeckens in der Größe von 4,2 ha abgedeckt. Auf dem Haldentop in Hattorf ist ein Polderbau begonnen worden. Dieser wird 2019 fortgesetzt. Weitere Abdeckungsmaßnahmen sind in bautechnischer Vorbereitung. Mit ihnen beginnen wir 2019, unter der Voraussetzung genehmigungsrechtlicher Zulassung. Dazu gehört die Abdeckung der Aufstandsfläche einer ehemaligen Kieserithalde mit dazugehörigen Becken. ― Am Standort Neuhof wurden bereits die ersten Maßnahmen zur Abdeckung der Halde mit einem sogenannten innovativen Erosionsschutz umgesetzt. Ein Polderbau auf dem Haldentop ist zurzeit in Planung. ― Parallel läuft in Zielitz seit dem Jahr 2013 ein Pilotvorhaben zur Entwicklung einer weiteren standortangepassten Abdeckvariante, der sogenannten Infiltrationshemmschicht. Gemäß der Althaldenstrategie haben wir die Abdeckung der Halde Friedrichshall fortgeführt. Der Plan ist, diese bis Ende 2021 inklusive aller Restarbeiten fertigzustellen. Am Standort Sigmundshall wurden Bereiche des Haldenplateaus und weitere Bereiche der Haldenflanken abgedeckt. In den kommenden Jahren wird das standortspezifische, bewährte Abdeckverfahren stetig weitergeführt. 'Risiko- und Chancenbericht', Seite 117 ENERGIE & KLIMA Als Rohstoffunternehmen betreiben wir viele energieintensive Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Abbau von Rohstoffen über die Produktion bis hin zum Transport des fertigen Produkts. ENERGIE Den Großteil unseres weltweiten Energiebedarfs an Strom und Wärme erzeugt die K+S GRUPPE in eigenen Kraftwerken durch den Einsatz von Primärenergieträgern. Darüber hinaus benötigte Energie kaufen wir am Markt zu. An einer möglichst energieeffizienten Rohstoffgewinnung und Fabrikproduktion arbeiten wir kontinuierlich. Zielsetzung: Unseren spezifischen CO2-Fußabdruck für die insgesamt verbrauchte Elektroenergie an unseren Produktionsstandorten wollen wir bis 2030 um 20% reduzieren (Basisjahr 2017: 302,51 kgC02/MWh). Das bedeutet, dass wir in der Energieumwandlung noch effizienter werden, unser Potenzial im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) umfangreicher nutzen und den Einsatz erneuerbarer Energien prüfen. Das Ziel bezieht sich auf unsere Scope 1 und 2-Emissionen aus selbstgenutztem Strom, die zum einen durch direkte Energieumwandlung und zum anderen durch indirekt bezogenen Strom entstehen. Im Geschäftsjahr 2018 betrug unser C02-Fußabdruck für genutzten Strom 298,1 kgC02/ MWh (2017: 302,51 kgC02/MWh), eine Veränderung von -1,5 % zum Basisjahr 2017. Die Reduktion ist auf eine zusätzliche KWK-Stromerzeugung in Deutschland und das erstmalige Erreichen der Nennauslastung unserer KKF-Anlage in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen. ENERGIEEINSATZ NACH ENERGIETRÄGERN UND TREIBHAUSGASEMISSIONEN SCOPE 1, 2 UND 3 TAB. 2.9 scroll 2017 2018 Direkte Energieträger GWh 8.716,9 11.403,1 (Scope 1) Mio. t CO2e 1,8 2,4 Erdgas GWh 8.063,6 10.683,9 Kohle GWh 281,3 295,5 Diesel GWh 343,8 406,2 Heizöl GWh 13,8 1,3 Flüssiggas (LPG) GWh 9,2 10,9 Benzin GWh 5,2 5,3 Indirekte Energieträger GWh 2.119,5 2.231,8 (Scope 2) Mio. t CO2e 0,2 0,2 Extern bezogener Strom GWh 591,6 707,8 Extern bezogener Dampf GWh 1.525,3 1.521,3 Extern bezogene Wärme GWh 2,7 2,8 Gesamtenergieverbrauch GWh 10.836,4 13.634,9 (Scope 1 & 2) Mio. t CO2e 2,1 2,6 Verkaufter Strom GWh 37,3 42,0 (Scope 3) Emissionen ausgehender Mio. t Transporte (Logistikemissionen) CO2e 0,8 1,0 Energieverbrauch In allen deutschen Gesellschaften mit produzierenden Standorten nutzen wir ein nach DIN EN ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem. In allen anderen deutschen Gesellschaften führen wir regelmäßig Energieaudits nach DIN EN ISO 16247 durch. Ein gruppenweites Konzept für das Energiemanagement ist erarbeitet und die Einführung der ISO 50001 auf unseren Standorten außerhalb Deutschlands hat begonnen. Durch das K+S ENERGIEEFFIZIENZ-NETZWERK (KEEN) leistet K+S einen freiwilligen Beitrag zu dem Vorhaben der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, 500 Energieeffizienz-Netzwerke bis 2020 zu gründen. Teilnehmer im KEEN sind deutsche K+S-Werke und externe Unternehmen. Unsere 2018 gestartete interne Expertengruppe "KEEN GLOBAL" nimmt die Ergebnisse der externen Initiative auf und prüft die Anwendbarkeit und Umsetzung auf globaler Ebene. Zudem steuert die Gruppe Maßnahmen zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels "Energie & Klima" bis zum Jahr 2030. www.effizienznetzwerke.org/initiative/unsere-netzwerke/ Aufgrund des erstmalig ganzjährigen Betriebs des Standorts Bethune in Kanada und der Inbetriebnahme der KKF-Anlage im Jahr 2018 stieg der Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2018 insgesamt auf 13.634,9 GWh (2017: 10.836,4 GWh). TAB. 2.9 Energieträger Die verwendeten Energieträger sind je nach Standort der Bergwerke und Produktionsanlagen unterschiedlich. Die Dampf- und Stromerzeugung von K+S in Deutschland basiert zu 85% auf dem Primärenergieträger Erdgas und zu 15% auf dem Energiebezug aus einer Müllverbrennungsanlage. Sechs unserer sieben deutschen Kalistandorte in 2018 verfügen über eigene Kraftwerke, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden. Ihr Brennstoffnutzungsgrad liegt bei 90 %. Zwei von sieben Trocknungsanlagen betreiben wir ebenfalls nach dem KWK-Prinzip. Es erfolgte ein Ausbau der Energieumwandlung in KWK am Standort Hattorf zum Betrieb der KKF-Anlage. Infolge dieser Maßnahme können zusätzlich 15 MW Strom aus KWK erzeugt werden, was zu einer Reduzierung von Fremdstrom führt. Unsere Gesellschaft MORTON SALT hat in den letzten Jahren zwei mit Steinkohle betriebene Standorte in den USA auf den emissionsärmeren Energieträger Erdgas umgerüstet. Diese Umstellung führt zu einer wesentlichen Reduzierung des gruppenweiten CO2-Ausstoßes. Daneben untersuchen wir weiterhin die Möglichkeit der Nutzung regenerativer Energiequellen - Sonne und/oder Wind -an mehreren Produktionsstandorten in Nordamerika. Aufgrund der Solung als Abbaumethode in unserem neuen Werk Bethune in Kanada sowie der stetig wachsenden Ausdehnung der anderen untertägigen Rohstoffabbaugebiete und der damit verbundenen höheren energetischen Aufwendungen rechnen wir tendenziell mit einem steigenden spezifischen Bedarf an Primärenergie. Emissionen Im Rahmen des Pariser Weltklimaabkommens von 2016 hat sich die Weltgemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erderwärmung gegenüber der vorindustrialisierten Zeit möglichst auf 1,5°C zu begrenzen. Mit der UN-Klimakonferenz 2018 in Katowice, Polen, wurde die Umsetzung weiter konkretisiert. In Deutschland sollen die vertraglich im Pariser Klimaabkommen definierten Ziele mittels des Klimaschutzplans 2050 umgesetzt werden. Unter Beteiligung der Industrie ist das Ziel, Treibhausgasemissionen bis 2030 zunächst um 55 % zum Basisjahr 1990 zu senken. Zur Senkung von Treibhausgasemissionen in energieintensiven Industrien trat bereits im Jahr 2005 das EUROPÄISCHE EMISSIONSHANDELSSYSTEM (EU ETS) in Kraft. Ziel des Emissionshandels ist es, Emissionen dort zu senken, wo die Minderung am effizientesten ist. Die K+S GRUPPE betreibt aktuell 13 emissionshandelspflichtige Kraftwerke und Trocknungsanlagen in Deutschland, deren Emissionen auf Basis geltender EU-Monitoring-Leitlinien erfasst und von externen Prüfungsorganisationen verifiziert werden. Im Rahmen der dritten Handelsperiode (bis 2020) erwarten wir keine zusätzlichen Kosten für den Emissionshandel. An einem kanadischen System zur Bewertung von Treibhausgasemissionen wird seitens der Regierung gearbeitet. Wir berichten unsere Emissionen vollständig innerhalb der Betrachtungsräume Scope 1 und Scope 2 sowie Scope 3 für unsere Logistikemissionen ausgehender Transporte in C02-Äquivalenten (C02e). Diese geben das spezifische Erwärmungspotenzial der Treibhausgase verglichen mit dem von CO2an. Die CO2e-Emissionen aus dem Verbrauch aller direkten und indirekten Energieträger im Jahr 2018 (Scope 1 und 2) betrugen 2,6 Mio. t C02e (2017: 2,1 Mio. t C02e). Die Berechnungsgrundlage der Menge an C02e bilden die Emissionsfaktoren aus dem GREENHOUSE GAS PROTOCOL. LOGISTIKEMISSIONEN Unser internationales Logistiknetzwerk sorgt für einen reibungslosen Ablauf in der Lieferkette und transportiert unsere Produkte termingerecht und möglichst umweltschonend zu unseren Kunden in aller Welt. Unsere globalen Transportketten werden ganzheitlich gesteuert und regelmäßig optimiert, um eine hohe Effizienz sicherzustellen. Zielsetzung: Die mit dem Transport unserer Produkte einhergehenden Umweltauswirkungen in Form von Treibhausgasemissionen möchten wir in Zukunft weiter vermeiden. Bis zum Jahr 2030 wird die K+S GRUPPE spezifische Treibhausgasemissionen in der Logistik um 10 % reduzieren. Dies gilt für die Emissionen unserer ausgehenden Transporte bemessen in Kilogramm CO2-Äquivalente pro Tonne (Tank-to-Wheel). Logistikemissionen machen einen bedeutenden Teil der Emissionen unserer Wertschöpfungskette aus und bilden den größten Teil unserer Scope 3-Emissionen ab. Die von uns berechneten Emissionen der ausgehenden Transporte entsprechen mit 1,0 Mio. t C02e etwa der Hälfte unserer Scope 1 und 2-Emissionen. Der spezifische Wert pro Tonne lag im Jahr 2018 bei 17,9 kg-C02e/t (2017: 18,3 kg C02e/t). Das entspricht einer Veränderung von -2,0 % zum Basisjahr 2017. Die Veränderung unserer spezifischen Emissionen wurde durch eine Verschiebung unserer logistischen Mengenströme verursacht. Insbesondere der Anstieg des Transportvolumens auf Kurzstrecken in Europa und Nordamerika führte dazu, dass im Verhältnis weniger Menge mit hoher Emission auf langer Strecke transportiert werden musste und somit der durchschnittliche Ausstoß pro Tonne gesenkt werden konnte. Durch eine Optimierung unseres Logistiknetzwerks in Europa wollen wir Logistikemissionen vermeiden sowie eine höhere Auslastung unserer Transportmittel erreichen. Derzeit werden Emissionen auf Grundlage der DIN EN 16258 berechnet. Um zukünftig auch Technologieeffekte, zum Beispiel durch den Einkauf emissionsarmer Logistikdienstleistungen, abbilden zu können, planen wir langfristig in der Berechnung Default-Werte durch reale Verbrauchsdaten unserer Dienstleister zu ersetzen. GESCHÄFTSETHIK K+S ist ein zuverlässiger Partner für Kunden, Lieferanten und das gesellschaftliche Umfeld. Ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln unserer Mitarbeiter ist für uns selbstverständlich und das erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern. Im Bereich Geschäftsethik konzentrieren wir uns deshalb auf die Handlungsfelder "Compliance & Anti-Korruption" und "Nachhaltige Lieferketten". ,Corporate Governance' Seite 67, ,Geschäftsmodell', Seite 40 COMPLIANCE & ANTI-KORRUPTION Compliance ist integraler Bestandteil der Unternehmenskultur bei K+S. Grundlage unseres Compliance-Management-Systems sind die jeweils anwendbaren gesetzlichen Vorschriften, unsere internen Regelungen sowie von uns anerkannte regulatorische Standards und zum Beispiel unser Bekenntnis zum UN GLOBAL COMPACT. Jeder Mitarbeiter wird mit unseren Grundwerten und Prinzipien (CODE OF CONDUCT) sowie den sich daraus ableitenden internen Regelungen vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden zielgruppenspezifische Schulungen für Mitarbeiter statt (z. B. Kartellrecht, Anti-Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Umgang mit sozialen Medien, Datenschutz, Umweltschutz, Arbeitssicherheit). 'Compliance-Management', Seite 77 Zielsetzung: K+S verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegen Korruption und Bestechung, um die Risiken der Haftung, der Strafbarkeit, des Reputationsverlusts sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden. Wir haben die Grundsätze unseres Compliance-Management-Systems in unseren Nachhaltigkeitszielen verankert und einen Leistungsindikator zur Messung der Zielerreichung definiert: Alle Mitarbeiter sind mit Kommunikationsmaßnahmen erreicht und angemessen in Compliance-Themen geschult. Der Wert für 2018 liegt bei 71 %, wobei der Anteil Kommunikation 100% und Schulungen 42 % beträgt (2017: 59 %, davon 100 % Kommunikation und 18 % Schulungen). Die Steigerung ist auf eine erhöhte Anzahl von Schulungen zurückzuführen. Wir wollen die hundertprozentige Erfüllung dieses Indikators bis Ende 2019 erreichen. 2018 informierten wir auf regionaler und globaler Ebene mittels verschiedener Kommunikationswege über Compliance-Maßnahmen. Im Sinne unserer Strategie, K+S als "One Company" weiterzuentwickeln, werden die bestehenden Kommunikations- und Schulungsmaßnahmen weiter ausgebaut. 2018 lag der Fokus vor allem darauf, zeitgemäße Systeme zu etablieren, Schulungen zielgruppenspezifischer durchzuführen und etwaige Compliance-Verstöße zu melden. 2019 werden die Compliance-Schulungen der Mitarbeiter intensiviert. Zum Beispiel werden wir allen Mitarbeitern eine Compliance-Grundlagen-Schulung zur Verfügung stellen. Weitere Compliance-Trainings werden 2019 erarbeitet und in den Trainingsplan aufgenommen. Bei den Compliance-Beauftragten kann sich jeder Mitarbeiter zum Thema Compliance informieren oder persönlichen Rat einholen. Über Hotlines sind externe Ombudsleute erreichbar. Bei ihnen können Mitarbeiter und Dritte Compliance-Verstöße melden - bei Bedarf auch anonym. Ihre Kontaktdaten sind auf der K+S-Website und im Portal (Intranet) oder auf Aushängen zu finden. Selbstverständlich hat ein Meldender dabei keine Benachteiligungen durch eine Meldung zu befürchten (Non-Retaliation). INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFGEWINNENDEN SEKTOR (EITI) Wir engagieren uns für die "initiative für Transparenz im ROHSTOFF-SEKTOR" (EITI: EXTRACTIVE INDUSTRIES TRANSPARENCY INITIATIVE) mit der Zielsetzung der Korruptionsbekämpfung. K+S ist aktives Mitglied der Multi-Stakeholder-Gruppe von D-EITI. www.d-eiti.de; www.rohstofftransparenz.de SPENDEN UND SPONSORING Wir unterstützen ausgewählte Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur finanziell. Der Vorstand hat einheitliche Bedingungen für Spenden und Sponsoring festgelegt. K+S spendet nicht an politische Parteien einschließlich ihnen nahestehender oder zugehöriger Organisationen oder Personen. Die Spenden für wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke betrugen im Jahr 2018 insgesamt 1,9 Mio. € (2017: knapp 2,4 Mio. €). www.k-plus-s.com/gesellschaft NACHHALTINGE LIEFERKETTEN K+S fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforderungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE (Kodex) formuliert. Der Kodex verpflichtet Lieferanten zur Anerkennung und Einhaltung unserer Werte. Er basiert auf internationalen Standards wie den Grundsätzen des UN Global Compact, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den ILO-Kernarbeitsnormen und den Leitlinien für multinationale Unternehmen der OECD. Er umfasst die Themen Menschen- und Arbeitnehmerrechte, Gesundheit und Arbeitssicherheit, Umweltaspekte und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln. www.k-plus-s.com/verhaltenskodex Zielsetzung: Die Abdeckung unseres Einkaufsvolumens durch den Kodex soll bis zum Jahr 2025 mehr als 90 % betragen. Ein weiteres Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100 % unserer "kritischen" Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben. Im Jahr 2018 haben wir mit der globalen Einführung des Kodex begonnen. 29,4% unseres Einkaufsvolumens werden bereits davon erfasst. 14,7% unserer "kritischen" Lieferanten haben den Verhaltenskodex für Lieferanten anerkannt. Sie werden jährlich ermittelt. Berücksichtigt werden unter anderem der Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) sowie die Umweltverträglichkeit der vom Lieferanten hauptsächlich gelieferten Produkte bzw. Dienstleistungen. Für den Fall des Bekanntwerdens eines Verstoßes gegen den Verhaltenskodex für Lieferanten sind klare Prozesse und Verantwortlichkeiten definiert. Im Jahr 2019 soll der Versand des Kodex ausgeweitet werden. In den darauffolgenden zwei Jahren ist die Entwicklung eines Monitoring-Konzepts geplant, das die lieferantenseitige Einhaltung der Prinzipien des Kodex überwacht. Für den Fall, dass Abweichungen festgestellt werden, soll ein Prozess zur Lieferantenentwicklung eingeführt werden. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE GOVERNANCE 1 Der Vorstand gibt gemäß §§ 289f sowie 315d HGB die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit der Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten: Wir verfolgen das Ziel einer verantwortungsbewussten Unternehmenssteuerung und -überwachung, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse. ORGANE Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Kompetenzen und Aufgaben dieser Organe sind im Aktiengesetz, im Mitbestimmungsgesetz, in der Satzung und in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat geregelt. HAUPTVERSAMMLUNG Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Gesellschaft durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und diesem Weisungen erteilen oder per Briefwahl abstimmen. Dies ist auch über ein elektronisches System möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse auch im Internet. www.k-plus-s.com/hv AUFSICHTSRAT Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt jeweils für rund fünf Jahre. www.k-plus-s.com/corporategovernance Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensstrategie, die Planung, den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation sowie über besondere unternehmerische Chancen und Risiken. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Beschlussvorlagen des Vorstands und - soweit erforderlich - zu weiteren Angelegenheiten Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Der Aufsichtsrat führt in Form eines Fragebogens im Zweijahresturnus eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Plenum wie auch in den Ausschüssen zu erhalten. 'Bericht des Aufsichtsrats', Seite 18 1 Die in der Erklärung zur Unternehmensführung enthaltenen Angaben nach § 289f sowie § 315d HGB sind nach § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder fünf Ausschüsse gebildet: ― Der Vermittlungsausschuss nimmt die in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG beschriebenen Aufgaben wahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Die vier Mitglieder des Ausschusses sind zu gleichen Teilen Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. ― Der Strategieausschuss ist zuständig für die Beratung des Vorstands bei der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie deren Prüfung und die Berichterstattung darüber an den Aufsichtsrat. Zudem bereitet der Strategieausschuss zustimmungspflichtige Entscheidungen des Aufsichtsrats vor, die Akquisitionen, Devestitionen, Investitionen, organisatorische Veränderungen oder Restrukturierungen betreffen. Der Strategieausschuss berät den Vorstand in Fragen der Unternehmensstrategie sowie bei Projekten mit strategischer Relevanz. Der Strategieausschuss besteht aus drei Mitgliedern: dem Aufsichtsratsvorsitzenden als Vorsitzendem des Ausschusses sowie je einem Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. ― Der Prüfungsausschuss nimmt die sich aus dem Aktiengesetz sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex ergebenden Aufgaben wahr. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Chancen- und Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance, der Vergabe von Aufträgen an den Abschlussprüfer der Gesellschaft sowie der Abschlussprüfung. Er erörtert auch den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen vor deren Veröffentlichung mit dem Vorstand. Herr Kölbl (unabhängiger Finanzexperte), Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verfügt aus seiner beruflichen Praxis als Finanzvorstand (CFO) der Südzucker AG über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. ― Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der langfristigen Nachfolgeplanung. Hinsichtlich der Festlegung der Gesamtvergütung für Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Vertragsangelegenheiten der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbreitet der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum Beschlussvorschläge. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. ― Der Nominierungsausschuss benennt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Aufsichtsratskandidaten. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. www.k-plus-s.com/corporategovernance Gemäß der gesetzlichen Regelung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beträgt der Mindestanteil an Frauen und Männern im Aufsichtsrat jeweils 30 %. Dem Aufsichtsrat gehören zurzeit zwei Vertreterinnen der Anteilseigner und zwei Vertreterinnen der Arbeitnehmer an. KOMPETENZPROFIL UND DIVERSITÄT Ziel der Besetzung des Aufsichtsrats ist, ein Kompetenzprofil und eine Diversität der Gremiumsmitglieder sicherzustellen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlich ist. Der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wird darin gefolgt, dass der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann. Die Hauptversammlung ist an diese Wahlvorschläge nicht gebunden, eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht dem Aufsichtsrat als Gesellschaftsorgan nicht zu. Im Jahr 2017 hat der Nominierungsausschuss unter professioneller Begleitung eines Vergütungsexperten eine Kompetenzanalyse des Aufsichtsrats durchgeführt. Im Zuge dieser Analyse wurden alle Anteilseignervertreter bezüglich des Soll- und Ist-Profils befragt. In seiner November-Sitzung hat der Aufsichtsrat ausführlich über das Kompetenzprofil der Anteilseignervertreter beraten und ist davon überzeugt, dass die Leistung des Gremiums als Ganzes wesentlich von der Vielfalt im Expertenmix, der Qualifikation, Integrität und Unabhängigkeit abhängt. Die Kultur sollte von Professionalität und Wertschätzung geprägt sein. Vor diesem Hintergrund umfasst das Anforderungsprofil insbesondere die nachfolgenden Aspekte: ― Die Mitglieder sollen über Kenntnisse bezüglich der Branche, Produktsegmenten, Produktion und relevanter Technologien verfügen. ― Kenntnisse über internationale und für K+S relevante Märkte sollten vorhanden sein. ― Erfahrung in der strategischen Führung eines Unternehmens ist eine wesentliche Anforderung. ― Eine angemessene Anzahl von Mitgliedern sollte über Finanzkompetenz, insbesondere hinsichtlich Rechnungslegung und Bilanzprüfung, verfügen. ― Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören. ― Kenntnisse in den Bereichen Recht, Compliance, HR inkl. Mitbestimmungsrecht sowie Restrukturierungs- und Krisenmanagement sollten in angemessenem Umfang vorhanden sein. Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die vorstehenden Zielsetzungen mit seiner aktuellen Zusammensetzung erfüllt sind. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2018 (STAND DER ANGABEN ZU WEITEREN AUFSICHTSRATSMANDATEN UND KONROLLGREMIEN: 31. DEZEMBER 2018) Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (Jahrgang 1955), Diplom-Biologe, Aufsichtsratsvorsitzender Anteilseignervertreter Unternehmer (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigshafen) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2015 weitere Aufsichtsratsmandate: ― Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) weitere Kontrollgremien: ― C.H. Boehringer Sohn AG & Co. KG, Ingelheim (Mitglied im Beraterkreis) Ralf Becker (Jahrgang 1965), Gewerkschaftssekretär Stellv. Vorsitzender Arbeitnehmervertreter Landesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 1. August 2009 weitere Aufsichtsratsmandate: ― Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover (stellv. Vorsitzender) ― Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg ― Deutsche Shell GmbH, Hamburg ― Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg Petra Adolph (Jahrgang 1964), Master in Politik- und Literaturwissenschaften Arbeitnehmervertreterin Vorstandssekretärin (Bereich Mitbestimmung/Sozialpolitik), IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 weitere Aufsichtsratsmandate: ― CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg André Bahn (Jahrgang 1968), Elektromonteur Arbeitnehmervertreter Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra, K+S KALI GMBH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 Jella Benner-Heinacher (Jahrgang 1960), Juristin Anteilseignervertreterin Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., Düsseldorf Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Kontrollgremien: ― A.S. Création Tapeten AG, Gummersbach (stellv. Vorsitzende) Peter Bleckmann (Jahrgang 1962), Kfz-Mechaniker Arbeitnehmervertreter Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Betriebsratsvorsitzender des Werks Borth, ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 Philip Freiherr von dem Bussche (Jahrgang 1950), Diplom-Kaufmann Anteilseignervertreter Unternehmer/Landwirt Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2015 weitere Kontrollgremien: ― Bernard Krone Holding SE & Co. KG, Spelle (Vorsitzender des Aufsichtsrats) ― DF World of Spices GmbH, Dissen (Mitglied des Beirats) ― Grimme GmbH & Co. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats) ― Pfeifer und Langen IHKG, Köln (Mitglied des Gesellschafterausschusses) (bis 31. Dezember 2018) ― DLG e.V., Frankfurt am Main (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 22. Februar 2018) George Cardona (Jahrgang 1951), Ökonom Anteilseignervertreter Ökonom Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2020 Erstbestellung: 9. Oktober 2009 weitere Kontrollgremien: ― Board der Banque Havilland (Monaco) S.A.M., Monaco (Director, seit 18. September 2018) Dr. Elke Eller (Jahrgang 1962), Diplom-Volkswirtin Anteilseignervertreterin Mitglied des Vorstands der TUI Aktiengesellschaft, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 weitere Aufsichtsratsmandate: Konzerngesellschaften der TUI Group ― TUI Deutschland GmbH, Hannover ― TUIfly GmbH, Langenhagen weitere Kontrollgremien: Konzerngesellschaften der TUI Group ― TUI Belgium N.V., Oostende ― TUI Nederland N.V., Rijswijk Gerd Grimmig (Jahrgang 1953), Diplom-Bergingenieur Anteilseignervertreter Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 Axel Hartmann (Jahrgang 1958), Einzelhandelskaufmann Arbeitnehmervertreter Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers, K+S KALI GMBH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 14. Mai 2013 Michael Knackmuß (Jahrgang 1975), Kfz-Schlosser Arbeitnehmervertreter Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz, K+S KALI GMBH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 11. Juli 2014 Thomas Kölbl (Jahrgang 1962), Diplom-Kaufmann Anteilseignervertreter Finanzvorstand der Südzucker AG, Mannheim Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2022 Erstbestellung: 10. Mai 2017 weitere Aufsichtsratsmandate: Konzerngesellschaften der Südzucker Group ― CropEnergies AG, Mannheim (stellv. Vorsitzender) weitere Kontrollgremien: Konzerngesellschaften der Südzucker Group ― AGRANA Stärke GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) ― AGRANA Zucker GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) ― ED&f MAN Holdings Limited, London/Großbritannien (Mitglied des Board of Directors (non-executive)) ― Freiberger Holding GmbH, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats) ― PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland/ Niederlande (Vorsitzender des Aufsichtsrats) ― Raffinerie Tirlemontoise S. A., Brüssel/Belgien (Mitglied des Conseil d'Administration) ― Saint Louis Sucre S. A. S., Paris/Frankreich (Mitglied des Comite de Supervision) ― Südzucker Polska S. A., Wroctaw/Polen (Mitglied des Aufsichtsrats) ― Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender des Beirats) Gerd Kübler (Jahrgang 1967), Diplom-Ingenieur Arbeitnehmervertreter Leiter Mining, K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 1. Januar 2016 Nevin McDougall (Jahrgang 1967), Master of Agriculture (Agrarökonomie & Business) Anteilseignervertreter President & Chief Commercial Officer, A&L Canada Laboratories Inc., London, Kanada Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 weitere Kontrollgremien: ― Board Member der BioEnterprise Corporation (non-profit Canadian company) Anke Roehr (Jahrgang 1964), Industriekauffrau Arbeitnehmervertreterin Vorsitzende des Betriebsrats der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover Mitarbeiterin im Vertrieb Auftaumittel der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung:1. April 2016 www.k-plus-s.com/aufsichtsrat IM JAHR 2018 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER: Wesley Clark (Jahrgang 1952), Master in Business Administration (Betriebswirtschaft) Anteilseignervertreter Operating Partner der Advent International Private Equity Group, Boston, Massachusetts, USA Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 weitere Kontrollgremien: ― Board der Patriot Supply Holdings, Inc., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman) (bis 2. Juli 2018) ― Board der ABC Supply Corporation, Beloit, Wisconsin, USA ― Board der Distribution International, Inc., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman) Harald Döll (Jahrgang 1964), Energieanlagenelektroniker Arbeitnehmervertreter (Ehem. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE und Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra, K+S KALI GMBH, Kassel) Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. August 2009 Dieter Kuhn (Jahrgang 1958), Bergbaumaschinist Arbeitnehmervertreter Pensionär (Ehem. erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE und Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg, ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover) Ausgeschieden zum 28. Februar 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 Dr. Annette Messemer (Jahrgang 1964), Politikwissenschaftlerin Anteilseignervertreterin Bereichsvorstand der Commerzbank AG Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 weitere Kontrollgremien: ― Board of Directors der Essilor International S.A., Charenton-le-Pont, Frankreich Dr. Eckart Sünner (Jahrgang 1944), Jurist Anteilseignervertreter Selbstständiger Rechtsanwalt in Neustadt a. d. Weinstraße Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 28. April 1992 weitere Aufsichtsratsmandate: ― Infineon Technologies AG, Neubiberg (Vorsitzender seit 22. Februar 2018) Michael Vassiliadis (Jahrgang 1964), Chemielaborant, Stellv. Vorsitzender Arbeitnehmervertreter Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate: ― BASF SE, Ludwigshafen ― STEAG GmbH, Essen ― RAG Aktiengesellschaft, Essen (stellv. Vorsitzender) ― RAG DSK AG, Essen (stellv. Vorsitzender) ― RAG Stiftung, Essen ― Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf (seit 9. März 2018) AUFSICHTSRATSAUSSCHÜSSE VERMITTLUNGSAUSSCHUSS ― Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) ― Ralf Becker (ab 15. Mai 2018) ― Axel Hartmann (ab 15. Mai 2018) ― Thomas Kölbl (ab 15. Mai 2018) ― Harald Döll (bis 15. Mai 2018) ― Dr. Eckart Sünner (bis 15. Mai 2018) ― Michael Vassiliadis (bis 15. Mai 2018) STRATEGIEAUSSCHUSS ― Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) ― Ralf Becker (ab 15. Mai 2018) ― Philip Freiherr von dem Bussche ― Michael Vassiliadis (bis 15. Mai 2018) PRÜFUNGSAUSSCHUSS ― Thomas Kölbl (Vorsitzender, ab 15. Mai 2018) ― Petra Adolph (ab 15. Mai 2018) ― Ralf Becker ― Jella Benner-Heinacher (ab 15. Mai 2018) ― Axel Hartmann ― Dr. Andreas Kreimeyer (ab 15. Mai 2018) ― Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender, bis 15. Mai 2018) ― Dr. Annette Messemer (bis 15. Mai 2018) ― Michael Vassiliadis (bis 15. Mai 2018) PERSONALAUSSCHUSS ― Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) ― Ralf Becker (ab 15. Mai 2018) ― Dr. Elke Eller (ab 15. Mai 2018) ― Michael Knackmuß (ab 15. Mai 2018) ― Jella Benner-Heinacher (bis 15. Mai 2018) ― Harald Döll (bis 15. Mai 2018) ― Michael Vassiliadis (bis 15. Mai 2018) NOMINIERUNGSAUSSCHUSS ― Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) ― Jella Benner-Heinacher ― Philip Freiherr von dem Bussche ― George Cardona VORSTAND Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Zusammenarbeit seiner Mitglieder, die Geschäftsverteilung sowie die gegenseitige Vertretung. Maßnahmen, die auch andere Verantwortungsbereiche betreffen oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen gegebenenfalls dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen. www.k-plus-s.com/corporategovernance BESETZUNG DES VORSTANDS, ANFORDERUNGSPROFIL UND DIVERSITÄT Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die genaue Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Bis zum Ausscheiden von Herrn Dr. Nöcker am 31. August 2018 hatte der Vorstand vier männliche Mitglieder. Im Zeitraum vom 1. September bis zum 31. Dezember 2018 bestand der Vorstand aus drei männlichen Mitgliedern. Kriterien bei der Besetzung von Vorstandspositionen sind die fachliche Eignung für die Leitung des jeweiligen Ressorts, nachgewiesene Leistungen auf dem bisherigen Berufsweg sowie eine ausgeprägte Führungskompetenz. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass Vielfalt auch im Vorstand wichtig ist. So sollte der Vorstand aus Personen bestehen, die sich in Bezug auf Berufs- und Lebenserfahrung ergänzen sowie unterschiedlichen Alters sind. Darüber hinaus sollte mindestens ein Vorstandsmitglied über ausgeprägte internationale Erfahrung verfügen. Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen wurde der bis 31. Dezember 2020 vom Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT festgelegten Zielgröße von 0 % im Berichtszeitraum entsprochen. MITGLIEDER DES VORSTANDS (Stand der Angaben zu Zuständigkeiten und Mandaten, sofern nicht anders ausgewiesen: 31. Dezember 2018) Dr. Burkhard Lohr (Jahrgang 1963), Diplom-Kaufmann, Vorsitzender, Arbeitsdirektor ― Communications & Brands ― Corporate Board Office ― Corporate Secretary ― Environmental & Regulatory Affairs ― Health, Safety, Management Systems & Sustainability ― Human Resources ― Internal Auditing ― Investor Relations ― Legal & GRC ― Strategy & Development Mandat bis 31. Mai 2020 Erstbestellung: 1. Juni 2012 Aufsichtsratsmandate: ― K+S KALI GMBH (Vorsitzender), Kassel1 Thorsten Boeckers (Jahrgang 1975), Bankkaufmann, Finanzvorstand ― Controlling ― Finance & Accounting ― Insurance ― IT ― Procurement ― Tax ― Einheiten des Chief Financial Officers der operativen Einheiten Americas sowie Europe +und für alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind Mandat bis 11. Mai 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2017 Aufsichtsratsmandate: ― K+S KALI GMBH, Kassel Mark Roberts (Jahrgang 1963), Bachelor of Science (Marketing) ― Operative Einheit Americas ― Operative Einheit Europe+ ― Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence mit den Untereinheiten Agriculture, Consumers, Industry, Communities und Supply Chain Management Excellence ― Operations Excellence mit der Untereinheit Technical Services Mandat bis 30. September 2020 Erstbestellung: 1. Oktober 2012 www.k-plus-s.com/vorstand; www.k-plus-s.com/corporategovernance IM JAHR 2018 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER: Dr. Thomas Nöcker (Jahrgang 1958), Jurist, Arbeitsdirektor ― Corporate HR ― Corporate IT ― Corporate Health, Safety & Environment ― Business Center mit Untereinheiten: ― Communication Services ― Financial Accounting ― Insurance ― IT Services ― Logistics Europe ― Procurement/Material Management Europe ― Project Management ― Real Estate & Facility Management ― K+S TRANSPORT GMBH ― K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH ― WOHNBAU SALZDETFURTH GmbH Ausgeschieden zum 31. August 2018 Erstbestellung: 1. August 2003 Aufsichtsratsmandate: ― K+S KALI GMBH, Kassel 1 (bis 14. Mai 2018) 1 Konzernmandat. ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Beschäftigungssituation sowie der besonderen unternehmerischen Risiken und Chancen. Darüber hinaus steht der Aufsichtsratsvorsitzende über alle wichtigen Themen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; näheres regelt § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. www.k-plus-s.com/satzung INTERESSENKONFLIKTE Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. VERMÖGENSSCHADEN-HAFTPFLICHTVERSICHERUNG (D&O) Es besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung u.a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung. Die D&O-Versicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung. AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS Nach Artikel 19 Marktmissbrauchsverordnung haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offenzulegen. Im Jahr 2018 haben wir für den Aufsichtsrat und für den Vorstand folgende Directors' Dealings-Meldungen veröffentlicht: TAB. 2.10 www.k-plus-s.com/directorsdealings DIRECTORS' DEALINGS VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSMITGLIEDER TAB. 2.10 scroll Datum Transaktion ISIN Betrag Dr. Andreas Kreimeyer 18.07.2018 Kauf Anleihe XS1854830889 99.880,00 € Dr. Susanne Nöcker/Dr. Thomas Nöcker 13.07.2018 Kauf Anleihe XS1591416679 10.133,50 € Dr. Thomas Nöcker 13.07.2018 Kauf Anleihe XS1854830889 20.000,00 € Dr. Burkhard Lohr 13.07.2018 Kauf Anleihe XS1854830889 200.000,00 € Thorsten Boeckers 15.03.2018 Kauf Aktie DE000KSAG888 24.465,00 € Dr. Burkhard Lohr 15.03.2018 Kauf Aktie DE000KSAG888 141.120,00 € Dr. Thomas Nöcker 15.03.2018 Kauf Aktie DE000KSAG888 22.671,04 € Dr. Thomas Nöcker 15.03.2018 Kauf Aktie DE000KSAG888 106.860,72 € Dr. Thomas Nöcker 15.03.2018 Kauf Aktie DE000KSAG888 5.793,07 € Dr. Thomas Nöcker 15.03.2018 Kauf Aktie DE000KSAG888 6.598,35 € Mark Roberts 15.03.2018 Kauf ADR US48265W1080 36.525,00 $ Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2018 zusammen einen Anteil von weniger als 1 % der Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bzw. sich darauf beziehender Finanzinstrumente. ZIELGRÖSSEN 1. UND 2. EBENE UNTERHALB DES VORSTANDS Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir Zielgrößen für den Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bis 31. Dezember 2021 festgelegt. Obwohl wir in der ersten Ebene unterhalb des Vorstands den Frauenanteil um über zwei Prozentpunkte steigern konnten, konnte per 31. Dezember 2018 die Zielgröße von 13 % noch nicht erreicht werden. Aufgrund von Fluktuation und einem leichten Anstieg der Gesamtzahl der Führungsfunktionen auf dieser Führungsebene beträgt der Anteil von Frauen zum Stichtag etwa 8 % (2017: 6 %). Erfreulicherweise konnte auf der zweiten Ebene unterhalb des Vorstands die Zielgröße von 11 % mit knapp 22 % per 31. Dezember 2018 übertroffen werden (2017: 19 %). GOVERNANCE/ENTSPRECHENSERKLÄRUNG Über die gesetzlichen Pflichten hinaus haben wir für uns Grundwerte und Prinzipien (CODE OF CONDUCT) definiert, die den Rahmen für unser Verhalten und unsere Entscheidungen verbindlich vorgeben und Orientierung für unser unternehmerisches Handeln sind. Grundwerte und PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT) Die hohe unternehmerische Kompetenz der K+S GRUPPE in ihren Geschäftsfeldern ist bei Geschäftspartnern und sonstigen Stakeholdern anerkannt. Dies gilt es zu bewahren und weiterzuentwickeln. Hierzu ist ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln eines jeden Mitarbeiters erforderlich. Nachhaltigkeit Wir wissen, dass langfristiger unternehmerischer Erfolg nicht allein auf der Einhaltung von Recht und Gesetz gründet, sondern auch das Grundvertrauen der Menschen benötigt. Wir werden wirtschaftlich auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir bei unserem unternehmerischen Handeln, welches auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet ist, auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigen. Wir nehmen sich bietende Chancen wahr und gehen dabei mit Risiken sorgfältig um. Integrität Wir respektieren und unterstützen die Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte und handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- und Kinderarbeit ab. Wir achten die Regeln des freien Wettbewerbs. Korruption in jeder Form wird von uns nicht toleriert. Wir vermeiden Interessenkollisionen und schützen das Vermögen des Unternehmens vor jedwedem Missbrauch. Wir respektieren die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen. Respekt, Fairness und Vertrauen Unseren Geschäftspartnern, Mitarbeitern und sonstigen Stakeholdern begegnen wir mit Respekt und Fairness. Chancengleichheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung sind für uns selbstverständlich. Wir fördern eine Arbeitsatmosphäre, die einen offenen Gedankenaustausch und einen vertrauensvollen Umgang miteinander ermöglicht. Kompetenz und Kreativität Wir ergreifen Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Motivation unserer Mitarbeiter. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, ihre Kreativität für den Erfolg des Unternehmens einzubringen. Wir vergüten unsere Mitarbeiter marktgerecht und leistungsbezogen auf der Basis von Gehaltsstrukturen, die sich am wirtschaftlichen Erfolg orientieren. Als weltweit tätiges Unternehmen haben wir erkannt, dass interkulturelle Kompetenz ein wichtiger Faktor für unseren dauerhaften Erfolg ist. Wir bauen interkulturelle Kompetenzen gezielt aus. Transparenz Wir stellen unseren Mitarbeitern, den Aktionären, dem Kapitalmarkt, den Medien und anderen Stakeholdern umfassende, wahrheitsgetreue und verständliche Informationen zur Verfügung. Weitere wichtige gruppenweit geltende Regelungen sind unsere Leitlinien "Führung in der K+S GRUPPE", "Organisation der K+S GRUPPE" und "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE". Jede organisatorische Einheit der K+S GRUPPE ist verpflichtet, unter Beachtung der Regelungen übergeordneter Einheiten die zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Steuerung und Überwachung notwendigen konkretisierenden Regelungen für ihren Verantwortungsbereich zu erlassen. Die Inhalte von (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen sowie regulatorischen Standards (= Regelwerke Dritter, zu deren Beachtung und Umsetzung sich die K+S GRUPPE oder Teile davon verpflichtet haben) stehen internen Regelungen gleich; dies gilt u.a. für den Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit Vorstand und Aufsichtsrat nicht gemeinsam Abweichungen von dessen Empfehlungen oder Anregungen beschlossen haben. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im Dezember 2018 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben: "Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex im Jahr 2018 wie folgt entsprochen wurde und im Jahr 2019 entsprochen wird: Im Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 14. März 2018 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 2 (Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder sowie einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat) und ab dem 14. März 2018 in vollem Umfang. Wir haben am 14. März 2018 beschlossen, Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat einzuführen. In der Vergangenheit hielten wir Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie Regelgrenzen für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat weder für notwendig noch für zweckmäßig, da die Eignung zur Ausübung der jeweiligen Organtätigkeit nicht per se mit dem Erreichen eines bestimmten Alters oder einer bestimmten Zugehörigkeitsdauer endet, sondern allein von den jeweiligen individuellen Fähigkeiten abhängig ist. Mit der Einführung von Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat haben wir nun einer allgemeinen Entwicklung entsprochen. Kassel, im Dezember 2018" COMPLIANCE-MANAGEMENT Unser gruppenweites Compliance-Management-System schafft die Voraussetzungen dafür, dass das jeweils geltende Recht sowie unsere internen und diesen gleich stehende Regelungen gruppenweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Strafbarkeits- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden. 'Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 65 www.k-plus-s.com/corporategovernance Das Risiko von Compliance-Verstößen einschließlich Korruptionsrisiken wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses bei K+S berücksichtigt. Durch regelmäßige Prüfungen der Einheit Internal Audit zu Compliance-Themen können ebenfalls Compliance-Risiken identifiziert werden. 'Risiko- und Chancenbericht', Seite 121 Der Vorstand hat den Leiter der Einheit "Legal & GRC" mit der Funktion des Chief Compliance Officers (CCO) und der Aufgabe betraut, für ein effektives und gesetzeskonformes Compliance-Management-System in der K+S GRUPPE Sorge zu tragen. Er berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und leitet den globalen Compliance-Ausschuss, dem die Compliance-Beauftragten der operativen Einheiten sowie die Leiter Compliance-relevanter Zentralfunktionen der Gesellschaft angehören (z. B. interne Revision, Recht, Personal). Der globale Compliance-Ausschuss hat zur Aufgabe, allgemeine Themen des Compliance-Managements zu beraten und gruppenweit abzustimmen sowie die generelle Eignung des Compliance-Management-Systems regelmäßig zu analysieren und bei erkanntem Handlungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen. Der Vorstand berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT regelmäßig über das Compliance-Management-System. Der CCO erhält bis zum Ende des ersten Quartals eines jeden Jahres eine Vollständigkeitsmeldung über gemeldete Compliance-Vorfälle aus der gesamten Organisation. Auch 2018 hatten wir keine Korruptionsvorfälle und mussten keine Strafzahlungen tätigen. 'Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 65 UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG Der Sollzustand eines effektiven und gesetzeskonformen Systems zur Unternehmenssteuerung und -überwachung (internes Kontrollsystem im weiteren Sinne) in der K+S GRUPPE ist in Ergänzung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben in der vom Vorstand verabschiedeten Leitlinie "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE" definiert. Darin ist auch festgelegt, mit welchen regulatorischen und organisatorischen Maßnahmen dieser Sollzustand zu erreichen bzw. aufrechtzuerhalten ist. Mit diesem System sollen: ― die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu zählt auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), ― eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, ― die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie ― die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Rechtsvorschriften sichergestellt werden. Die Ausgestaltung des Steuerungs- und Überwachungssystems im Einzelnen ist in ergänzenden internen Regelungen festgelegt, für deren Erarbeitung und Kommunikation einheitliche Standards vereinbart sind. Die Einheit "Legal & GRC", deren Leiter dem Vorstandsvorsitzenden direkt berichtet, ist dafür verantwortlich, auf Gruppenebene die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines gleichermaßen effektiven wie gesetzeskonformen Unternehmenssteuerungs- und -überwachungssystems zu koordinieren. Aufgabe des zentralen Ausschusses Governance, Risk, Compliance (GRC) ist es, die generelle Eignung des Steuerungs- und Überwachungssystems regelmäßig zu analysieren und bei erkannten Schwachstellen gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen. Nachfolgend werden zunächst die sowohl für die Steuerungs- als auch die Überwachungskomponente des Systems maßgeblichen Teilsysteme Risiko- und Chancenmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement dargestellt. Diese ergänzen sich wechselseitig und überschneiden sich teilweise. Anschließend werden Steuerung und Überwachung erläutert. RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT Das Risiko- und Chancenmanagementsystem verfolgt das Ziel, in der gesamten K+S GRUPPE Risiken und Chancen rechtzeitig zu identifizieren, deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sowie etwaige nichtfinanzielle Auswirkungen zu bewerten, Maßnahmen zur Vermeidung/Verminderung der Risiken bzw. zur Nutzung der Chancen zu ergreifen und dadurch den nachhaltigen Unternehmenserfolg zu unterstützen. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne und externe Berichterstattung über Risiken und Chancen sichergestellt werden. Insoweit gelten folgende Grundsätze: ― Unternehmerisches Handeln ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Ziel ist es, die sich bietenden Chancen zu nutzen und dabei nur solche Risiken einzugehen, die zur Erschließung von Ertragspotenzialen unvermeidbar sind. ― Keine Handlung oder Entscheidung darf ein Risiko nach sich ziehen, das vorhersehbar zu einer Bestandsgefährdung führen kann. Eine gruppenweit geltende Richtlinie regelt die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten sowie den Risiko- und Chancenmanagementprozess selbst und definiert die Anforderungen an die Risiko- und Chancenberichterstattung. Der zentrale Ausschuss Risiko- und Chancenmanagement hat die Aufgabe, allgemeine Themen des Risiko- und Chancenmanagements zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Weiterhin soll er die generelle Eignung des Risiko- und Chancenmanagementsystems regelmäßig analysieren und bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aussprechen. Eine detaillierte Beschreibung des Prozesses zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken und Chancen, eine Darstellung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente (IFRS 7) sowie der bedeutenden Risiken und Chancen finden sich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 110. NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT1 Das unternehmerische Handeln der K+S GRUPPE ist auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet. Um auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sind auch ökologische und soziale Aspekte angemessen zu berücksichtigen; daher sind sie integraler Bestandteil unserer Strategie. 'Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 55 1 Dieser Abschnitt ist Teil der nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289b-289e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der Abschlussprüfung ist. Die strategische Zielsetzung der K+S GRUPPE in Nachhaltigkeitsbelangen wird durch den Vorstand verantwortet. Je ein Vorstandsmitglied ist Sponsor der Ziele. Der Vorstand wird regelmäßig über die Entwicklung der zentralen nichtfinanziellen Indikatoren unterrichtet. Etwaige nichtfinanzielle Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements identifiziert und bewertet. scroll Nachhaltigkeitsziele Verantwortliches Vorstandsmitglied (Sponsor) Gesundheit & Arbeitssicherheit Mark Roberts, COO Vielfalt & Inklusion Mark Roberts, COO Menschenrechte Mark Roberts, COO Wasser Dr. Burkhard Lohr, CEO Abfall Dr. Burkhard Lohr, CEO Energie & Klima Mark Roberts, COO Nachhaltige Lieferketten Thorsten Boeckers, CFO Compliance & Anti-Korruption Thorsten Boeckers, CFO Das Nachhaltigkeitsmanagement der K+S GRUPPE ist im Bereich "Health, Safety, Management Systems and Sustainability" verortet. Dessen Leiter berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und sitzt dem Nachhaltigkeitsausschuss vor. Aufgabe der Einheit ist es, effektive Strukturen zur Erfassung und Bearbeitung von Nachhaltigkeitsthemen in der K+S GRUPPE zu schaffen. Zudem erfasst, analysiert und priorisiert die Einheit Nachhaltigkeitsanforderungen von bzw. an die K+S GRUPPE. Sie erarbeitet Vorschläge an den Vorstand für die strategische Ausrichtung zu Nachhaltigkeitsthemen und berichtet entsprechende Leistungsindikatoren. Die Einheit verantwortet darüber hinaus die externe Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der zentrale Nachhaltigkeitsausschuss hat die Aufgabe, Nachhaltigkeitsthemen zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Er analysiert regelmäßig die generelle Eignung des Nachhaltigkeitsmanagementsystems und spricht bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aus. Im Jahr 2018 ist der Ausschuss dreimal zusammengekommen, um die K+S Nachhaltigkeitsziele zu konkretisieren und über entsprechende Leistungsindikatoren zu beraten sowie die interne und externe Berichterstattung zu diskutieren und zu verbessern. Die Führungskräfte der zentralen Facheinheiten sind eng in den Strategieprozess zu Nachhaltigkeitsthemen einbezogen und entwickeln in Kooperation mit den operativen Einheiten Maßnahmen zur Umsetzung der Zielvorgaben. Regelmäßig berichten sie den Fortschritt der Zielerreichung über das Nachhaltigkeitsmanagement an den Vorstand. 'Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 55 STEUERUNG Rahmenvorgaben und generelle Zielsetzungen für die Steuerung der K+S GRUPPE ergeben sich aus Mission und Vision, welche im Kapitel "Unternehmensstrategie" auf Seite 43 beschrieben sind. Basis für die Erfüllung der Mission ist die durch den Vorstand festgelegte Gruppenstrategie. Zu deren Umsetzung werden auf der Grundlage eines regelmäßigen Dialogs des Vorstands mit den Leitern der ihm direkt unterstellten Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie dem Management der wesentlichen Gruppengesellschaften Teilziele und -strategien, Prozesse und Maßnahmen festgelegt, die wiederum in einem kaskadierenden Prozess auf die jeweils nachgeordneten organisatorischen Ebenen heruntergebrochen werden. Deren jeweils relevanter Inhalt wird durch die Vorgesetzten an die betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Qualität der Definition von Zielen ist entscheidend für ihre Erreichbarkeit und Überprüfbarkeit. Daher müssen sie spezifiziert, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein und dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Zielen stehen. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen bedürfen der Zustimmung des Gesamtvorstands bzw. des für die betroffene Einheit/ Gruppengesellschaft zuständigen Vorstandsmitglieds. Maßgebliche Steuerungsinstrumente sind die Mittelfristplanung sowie die rollierende Monatsplanung. Die Mittelfristplanung der K+S GRUPPE umfasst einen Planungszeitraum von drei Jahren und setzt sich aus der Jahresplanung des kommenden Geschäftsjahres und der Planung der beiden Folgejahre zusammen. Hierbei werden in zahlreichen Teilprozessen und unter zentraler Vorgabe der wichtigsten Planungsprämissen wesentliche Kennzahlen durch die operativen Einheiten und Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT geplant. Das Controlling fasst die Mittelfristplanungen zur konsolidierten operativen Planung sowie zur Personal-, Investitions- und Finanzplanung der K+S GRUPPE zusammen und erläutert diese dem Vorstand. Nach erfolgter Billigung legt der Vorstand die Jahresplanung dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vor und erläutert die Planung der beiden Folgejahre. Nach Aufstellung des Konzernabschlusses erhalten Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen eines Plan-Ist-Vergleichs einen Überblick über die wesentlichen Abweichungen zur Jahresplanung des abgelaufenen Geschäftsjahres der K+S GRUPPE. Die rollierende Monatsplanung setzt auf der genehmigten Jahresplanung auf. Hierbei werden in der Regel monatlich alle wichtigen Kennzahlen, wie z. B. Umsatz, Ergebnis, Finanzlage und Investitionen für das laufende Geschäftsjahr, von den in den Konzernabschluss einzubeziehenden Einheiten hochgeschätzt und vom Controlling konsolidiert. Dabei fließen sukzessive die vorliegenden Ist-Werte und neue Erkenntnisse über die Geschäftsentwicklung in die Hochschätzung ein. Wesentliche Prämissen werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Abweichungen werden im Rahmen der rollierenden Monatsplanung analysiert und bewertet und dienen der Steuerung des operativen Geschäfts. Dem Vorstand wird die konsolidierte rollierende Monatsplanung der K+S GRUPPE in schriftlicher und mündlicher Form erläutert. FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLEN Die Steuerung der Aktivitäten erfolgt anhand der folgenden wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen: ― EBITDA1(K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche, zukünftig operative Einheiten) ― Bereinigter Freier Cashflow2(K+S GRUPPE) ― Return on Capital Employed (ROCE)3(K+S GRUPPE,Geschäftsbereiche, zukünftig operative Einheiten) ― Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt (K+S GRUPPE) 'Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 234; 'Glossar', Seite 236 1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Die Berechnung der Kennzahl "EBITDA" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 95. 2 Die Berechnung der Kennzahl "Bereinigter Freier Cashflow" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 101. 3 Die Berechnung der Kennzahl "ROCE" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 97. Seit dem Geschäftsjahr 2018 steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße EBITDA. Auch das sogenannte Short Term Incentive (STI) als variable Komponente der Vergütung von Vorstand und außertariflichen Mitarbeitern basiert seit Jahresbeginn 2018 auf einem Vergleich des geplanten mit dem tatsächlich erreichten EBITDA. Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie SHAPING 2030 haben wir die EBITDA-Ambition für das Jahr 2030 formuliert und als langfristige Wertperspektive für die Gruppe veröffentlicht. Dies unterstreicht die Bedeutung, die wir dem EBITDA als vorrangige Steuerungsgröße beimessen. Nachdem der Aufbau unserer kanadischen Produktionsstätte in Bethune als größtes Investitionsprojekt in der K+S-Unternehmensgeschichte erfolgreich abgeschlossen wurde, konzentrieren wir uns nun auf die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße bereinigter Freier Cashflow. Damit verfolgen wir das Ziel der Reduzierung des Verschuldungsgrades (Nettoverschuldung/EBITDA). 'Vergütungsbericht', Seite 134 Zur Überprüfung der finanziellen Zielsetzung nutzen wir zudem die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE), deren Relevanz im Rahmen der Kommunikation zu SHAPING 2030 nochmals betont wurde. Aus dem ROCE leiten wir mithilfe des gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab, der Eingang in die variable Vergütung von Vorstand und außertariflichen Mitarbeitern findet. Auch die Kennzahl Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt, als Basis für die Dividendenvorschläge, ist wesentlich für die Steuerung des Unternehmens. Der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf auf Seite 90 beinhaltet u. a. die genannten Steuerungskennzahlen. Eine Darstellung und Beschreibung der Entwicklung der Ertragskennzahlen in den letzten fünf Jahren findet sich im Kapitel Ertragslage' auf Seite 97 und des Cashflows im Kapitel Finanzlage' auf Seite 103. Weitere für die K+S GRUPPE relevante finanzielle sowie nichtfinanzielle Kennzahlen sind neben den Umsatzerlösen und der Gesamtkapitalrendite auch Absatzmengen, Durchschnittserlöse sowie die Zahl der Mitarbeiter. Obwohl das operative Ergebnis EBIT I sowie die Investitionen nicht mehr als wesentliche finanzielle Steuerungskennzahlen fungieren, finden sie dennoch weitere Beachtung. All diese Kennzahlen werden jedoch nicht als wesentliche Steuerungskennzahlen im Sinne des Deutschen Rechnungslegungs-Standards (DRS) 20 betrachtet. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements werden Anforderungen der bzw. an die K+S GRUPPE erfasst, analysiert und priorisiert, um spezifische Nachhaltigkeitsziele für Teilbereiche (Standorte, Gesellschaften, operative Einheiten etc.) festzulegen. So wurden für die K+S GRUPPE in 2018 Leistungsindikatoren und Zielwerte im Nachhaltigkeitsmanagement festgelegt. 'Nachhaltigkeitsprogramm', Seite 47 ÜBERWACHUNG Das Überwachungssystem soll die Erreichung der im Rahmen des Steuerungssystems entwickelten Vorgaben des Managements sowie die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen (internes Kontrollsystem im engeren Sinne) sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen. Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen: Das für einen internen Prozess verantwortliche Management hat die für die gesetzeskonforme und den internen Regelungen entsprechende Zielerreichung bestehenden Risiken zu identifizieren und zu analysieren. In Abhängigkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos sind vorgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch welche der Eintritt des Risikos verhindert werden soll. Ferner sind nachgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch die aufgetretene Fehler/realisierte Risiken möglichst umgehend aufgedeckt werden sollen mit dem Ziel, entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen zu treffen. Abhängig von der Wesentlichkeit des jeweiligen Prozesses und seiner Risiken sind die durchgeführte Risikoanalyse, die festgelegten Kontrollen sowie die ausgeführten Maßnahmen zu dokumentieren. Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen werden von der internen Revision durchgeführt. Über diese Prüfungen werden Berichte mit zusammengefassten Prüfungsergebnissen erstellt und dem jeweils verantwortlichen Management vorgelegt, um dieses bei der Beurteilung der generellen Eignung und tatsächlichen Wirksamkeit des Steuerungs- und Überwachungssystems zu unterstützen. Regelmäßig überprüft werden z. B. die Funktionsfähigkeit des Risiko- und Chancenmanagementsystems und des Compliance-Management-Systems. Extern erfolgen prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen u.a. im Zusammenhang mit den Abschlussprüfungen sowie in Form von IT-Penetrationstests. KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (§ 289 ABS. 4 BZW. § 315 ABS. 4 HGB)/ ABSCHLUSSPRÜFUNG Für den Konzernabschluss der Gesellschaft werden die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS angewendet. Die Regelungen für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach IFRS geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich stellen wir detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch eine interne Richtlinie in den Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Einzelabschlüsse der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und deren inländische Tochtergesellschaften nach den deutschen handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in Buchungsanweisungen dokumentiert. Alle Mitarbeiter werden ihren Aufgaben entsprechend ausgebildet und insbesondere bezüglich Änderungen in den Vorschriften oder den Prozessen regelmäßig geschult. Wir verfügen über eine gruppenweite IT-Plattform für alle wesentlichen Gesellschaften, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und standardisierte maschinelle Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen und Kontrollmechanismen. Bilanzielle Bewertungen, wie z. B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, werden diese von externen Gutachtern durchgeführt. Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten über eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt. Außer durch die bestehende interne Überwachung werden die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss von unabhängigen Abschlussprüfern geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision. Darüber hinaus prüft der unabhängige Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems. Die Abschlussprüfung für das Jahr 2018 wurde von der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, HANNOVER, durchgeführt. Sie bzw. ihre Vorgängergesellschaften führt die Abschlussprüfungen seit 1972 durch. Der unmittelbar verantwortliche Wirtschaftsprüfer war WP/StB Dr. Christian H. Meyer (Prüfer der K+S seit dem Jahresabschluss 2015). Das gesamte Mandat wurde von Herrn WP/StB Heiner Kompenhans (Prüfer der K+S seit dem Jahresabschluss 2015) als verantwortlichem Partner betreut. Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT hat die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erteilung des Prüfungsauftrags an den gewählten Abschlussprüfer erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses. Die Abschlussprüfung wird durch den Prüfungsausschuss begleitet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind. ANGABEN NACH § 289A ABS. 1 BZW. § 315A ABS. 1 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTG ZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS Das Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen. ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt. ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10 % AM KAPITAL Uns sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10% am Grundkapital gemeldet worden. ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITAL Es existieren keine Stimmrechtskontrollen. ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen. Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i.V. m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen. ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN ERMÄCHTIGUNGEN ZUR SCHAFFUNG EINES NEUEN GENEHMIGTEN KAPITALS BZW. GENEHMIGTEN KAPITALS II MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Bei Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital II ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). www.k-plus-s.com/hv2015einladung; www.k-plus-s.com/hv2016einladung Der Vorstand ist sowohl für das genehmigte Kapital als auch für das genehmigte Kapital II ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils insgesamt 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien) in den folgenden Fällen auszuschließen: ― Für Spitzenbeträge, die infolge des Bezugsrechts entstehen. ― Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. ― Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn die neuen Aktien beim Erwerb eines Unternehmens oder einer Unternehmensbeteiligung durch die Gesellschaft als Gegenleistung eingesetzt werden sollen. ― Zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (Scrip Dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch ganz oder teilweise als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien in die Gesellschaft einzubringen. Von den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand insgesamt nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 10% des Grundkapitals nicht überschreitet (10%-Grenze), und zwar weder zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigungen noch zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des genehmigten Kapitals bzw. des genehmigten Kapitals ii bis zu der jeweiligen Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10 %-Grenze anzurechnen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital II festzulegen. Durch die dem Vorstand bis zum 11. Mai 2020 bzw. 10. Mai 2021 eingeräumte Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung mit begrenztem Bezugsrechtsausschluss durchzuführen (genehmigtes Kapital bzw. genehmigtes Kapital II), wird der Gesellschaft ein weit verbreitetes Instrument an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe zum Beispiel sich bietende Gelegenheiten zur Durchführung von Akquisitionen schnell und flexibel genutzt werden können. Der Vorstand darf von dieser Möglichkeit nur dann Gebrauch machen, wenn der Wert der neuen Aktien und der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen. ERMÄCHTIGUNG ZUR AUSGABE VON WANDEL- UND OPTIONSSCHULDVERSCHREIBUNGEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE NEBST GLEICHZEITIGER SCHAFFUNG EINES BEDINGTEN KAPITALS Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/ oder auf Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 750.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der bei Wandlung auszugebenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen. www.k-plus-s.com/hv2015einladung Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert bei Ausgabe der Schuldverschreibung - in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Schuldverschreibungen können auch durch Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, für die Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern bzw. Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren oder ihnen aufzuerlegen. Die Anleiheemissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden. Den Aktionären der Gesellschaft steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht für die folgenden Fälle ganz oder teilweise auszuschließen: ― Sofern die Schuldverschreibungen gegen bar ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Der Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer sonstigen Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung von der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. ― Sofern und soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustehen würde. ― Um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. ― Soweit die Schuldverschreibungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen gegen Sachleistungen ausgegeben werden, sofern der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis zu dem Wert der Schuldverschreibungen steht. Die vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gelten insgesamt nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Im Falle der Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht können die Gläubiger ihre Schuldverschreibungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umtauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft. Das Umtauschverhältnis kann sich auch durch Division des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft ergeben. Das Umtauschverhältnis kann in jedem Fall auf eine ganze Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung festgelegt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen. Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Optionsschuldverschreibung nicht übersteigen. Der jeweils festzusetzende Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft (Bezugspreis) muss entweder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der Tage, an denen die Bezugsrechte an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, mit Ausnahme der beiden letzten Börsenhandelstage des Bezugsrechtshandels, entsprechen. Bei mit Optionsrechten bzw. Wandlungsrechten oder -pflichten verbundenen Schuldverschreibungen können im Fall der wirtschaftlichen Verwässerung des Werts der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG die Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen wertwahrend angepasst werden, soweit die Anpassung nicht schon durch Gesetz geregelt ist. Die Anleihebedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung oder anderer außerordentlicher Maßnahmen beziehungsweise Ereignisse (wie zum Beispiel Kontrollerlangung durch Dritte, ungewöhnlich hohe Dividenden) eine wertwahrende Anpassung der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte/-pflichten vorsehen. Die Anleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) begründen oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht verbundenen Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Anleihebedingungen können weiter jeweils festlegen, dass die Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden können oder das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann. Schließlich können die Anleihebedingungen vorsehen, dass im Falle der Wandlung die Gesellschaft den Wandlungsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern einen Geldbetrag zahlt, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der K+S-Aktien im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der zehn Börsenhandelstage nach Erklärung der Wandlung oder der Optionsausübung entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt, im Rahmen der vorstehend beschriebenen Vorgaben mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutz und den Wandlungs- bzw. Optionszeitraum festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen der die Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen begebenden Beteiligungsgesellschaften festzulegen. Bedingte Kapitalerhöhung Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung bis zum 11. Mai 2020 von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden. Die Ausgabe der neuen Stückaktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis wie vorstehend beschrieben. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegeben wurden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen, oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungspflicht ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, oder soweit die Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Stückaktien vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teilnehmen, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung einer bedingten Kapitalerhöhung festzulegen. Die Begebung von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen kann zusätzlich zu den klassischen Möglichkeiten der Fremd- und Eigenkapitalaufnahme die Möglichkeit bieten, je nach Marktlage attraktive Finanzierungsalternativen am Kapitalmarkt zu nutzen. Aus Sicht des Vorstands besteht ein Interesse der Gesellschaft, dass auch ihr diese Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Die Emission von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen ermöglicht die Aufnahme von Kapital zu attraktiven Konditionen. Die erzielten Wandel- bzw. Optionsprämien kommen der Kapitalbasis der Gesellschaft zugute und ermöglichen ihr so die Nutzung günstiger Finanzierungsmöglichkeiten. Die ferner vorgesehene Möglichkeit, neben der Einräumung von Wandel- und/oder Optionsrechten auch Wandelpflichten zu begründen, erweitert den Spielraum für die Ausgestaltung dieses Finanzierungsinstruments. Die Ermächtigung gibt der Gesellschaft die erforderliche Flexibilität, die Schuldverschreibungen selbst oder über unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaften zu platzieren. Durch die Möglichkeit, das Bezugsrecht auszuschließen, erhält die Gesellschaft die Möglichkeit, günstige Börsensituationen rasch wahrnehmen und eine Schuldverschreibung schnell und flexibel zu attraktiven Konditionen am Markt platzieren zu können. ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB UND ZUR VERWENDUNG EIGENER AKTIEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10 % der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder im Wege einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots. Bei einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann das Volumen des Angebots bzw. der Aufforderung begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots bzw. die Verkaufsangebote dieses Volumen überschreiten, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. www.k-plus-s.com/hv2015einladung Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden oder wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden: ― Veräußerung gegen Zahlung eines Geldbetrags, der den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; ― Begebung der Aktien als Gegenleistung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; ― Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung begeben worden sind. Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Sofern während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf die Summe der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen oder veräußerten Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben werden oder wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 zweiter Halbsatz AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z. B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermöglicht werden, die Aktien auch zur Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen zu verwenden. Es kann zweckmäßig sein, anstelle neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung ganz oder teilweise eigene Aktien zur Erfüllung der Wandlungs- oder Optionsrechte einzusetzen. Durch die Verwendung eigener Aktien wird die Verwässerung der Anteile der Aktionäre, wie sie bei einem Einsatz des bedingten Kapitals eintreten würde, ausgeschlossen. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar. ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN K+S hat im Jahr 2013 eine syndizierte Kreditlinie über 1 Mrd. € vereinbart. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Auch bei den von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT emittierten Anleihen sowie bei den begebenen Schuldscheindarlehen haben die jeweiligen Gläubiger im Fall eines Kontrollwechsels das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Anleihen bzw. Schuldscheindarlehen zu kündigen. Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen. ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND Derartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf Seite 140 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre. WIRTSCHAFTSBERICHT Im Geschäftsjahr 2018 haben wir sowohl unseren Umsatz als auch unser EBITDA1gesteigert. Der Umsatz der K+S GRUPPE erhöhte sich von 3.627,0 Mio. € im Vorjahr auf 4.039,1 Mio. €. Das EBITDA betrug 606,3 Mio. € und stieg damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum moderat an (2017: 576,7 Mio. €). ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Das weltweite Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2018 um 3,7% an, wobei die Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zwischen den Ländern bzw. Regionen zunahmen. Angetrieben von fiskalischen Impulsen konnte die Konjunktur der Vereinigten Staaten erneut an Schwung gewinnen. Im Euroraum und in Japan hingegen war das Expansionstempo merklich gedämpft: Neben dem starken Rückgang der Automobilproduktion entwickelten sich auch die jeweiligen Arbeitsmärkte nur schwach. Unter dem Eindruck verschlechterter finanzieller Rahmenbedingungen verlangsamte sich das Wachstum in den Schwellenländern, wenn auch in sehr unterschiedlichem Ausmaß. Russland, viele asiatische Länder und auch Teile Lateinamerikas erfuhren nur geringe Abschwächungen, Argentinien und die Türkei hingegen gerieten in schwere Turbulenzen und rutschten in eine Rezession. Quellen: Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel, IWF Die Notierungen wichtiger Agrarrohstoffe entwickelten sich im Verlauf des Jahres 2018 zunächst positiv. Während sie sich beispielsweise für Weizen im Jahresverlauf verbesserten, wurden bei Sojabohnen und Palmöl in der zweiten Jahreshälfte spürbare Preisrückgänge verzeichnet. Der DOW JONES-UBS AGRICULTURE SUBINDEX, der die Entwicklung der Preise von Mais, Sojabohnen, Zucker, Weizen, Sojaöl, Baumwolle und Kaffee abbildet, ging um rund 13 % zurück. ABB. 2.14 Nach einer Erholung bis zum dritten Quartal des Jahres 2018 verzeichneten die Rohölnotierungen im letzten Quartal einen starken Rückgang. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent lag Ende Dezember bei rund 54 USD pro Barrel (31. Dezember 2017: 67 USD). Gründe für den Preisrückgang waren im Wesentlichen ein höheres Angebot durch Produktionssteigerungen in wichtigen Förderländern sowie hohe Lagerbestände in den Vereinigten Staaten. Der Durchschnittspreis lag 2018 mit rund 72 USD dennoch deutlich über dem Vorjahr (2017: 55 USD). Der NCG-Natural-Gas-Year-Future, der schwerpunktmäßig die Regionen West- und Süddeutschland abbildet, verzeichnete nach einem Rückgang von rund 18 €/MWh zu Jahresbeginn auf etwa 16 €/MWh im ersten Quartal im weiteren Jahresverlauf einen Anstieg auf bis zu 26 €/MWh und beendete das Jahr bei etwa 22 €/MWh. Der Durchschnittswert erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf rund 21 €/MWh (2017: 17 €/MWh). Der Henry Hub Natural Gas Future, der schwerpunktmäßig Nordamerika abbildet, verzeichnete einen leichten Rückgang von 3,0 USD/mmBtu zu Beginn des Jahres auf 2,8 USD/mmBtu Ende 2018. Zwischenzeitlich zog der Preis an und erreichte am 14. November ein Jahreshoch von 4,5 USD/mmBtu. Der Jahresdurchschnitt lag bei 3,1 USD/mmBtu. Der Wert des US-Dollars lag im Jahresdurchschnitt bei 1,18 EUR/ USD und somit unter dem Niveau des Vorjahres (2017: 1,13 EUR/ USD). ABB. 2.15 1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95. PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖL IM JAHR 2018 ABB. 2.14 Quelle: Bloomberg WÄHRUNGSENTWICKLUNG IM JAHR 2018 ABB. 2.15 Quelle: Bloomberg AUSWIRKUNGEN AUF K+S Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S: ― Die Energiekosten der K+S GRUPPE werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug von Erdgas beeinflusst. Im Berichtszeitraum sind diese vor allem aufgrund deutlich höherer Produktionsmengen durch das Hochfahren der Produktion am Standort Bethune leicht gestiegen. Unsere langfristig orientierten Einkaufsverträge mit günstigen Konditionen machen uns unabhängiger von kurzfristigen Marktpreisentwicklungen. ― Fremdwährungssicherungssystem: Durch die für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eingesetzten Sicherungsinstrumente lag der Umrechnungskurs im Jahr 2018 bei durchschnittlich 1,14 EUR/ USD inkl. Sicherungskosten (2017: 1,12 EUR/ USD). Für die in kanadischen Dollar zu zahlenden Investitionen für die Errichtung des Werks Bethune hatten wir im Geschäftsjahr 2017 zudem letztmals den Wechselkurs zum Euro gesichert. Aufgrund der in US-Dollar fakturierten Produkterlöse erfolgt die Währungssicherung des kanadischen Dollars fortan gegenüber dem US-Dollar. Der durchschnittliche Sicherungskurs lag im Berichtsjahr bei 1,31 USD/CAD (2017: 1,45EUR/ CAD). ― Die Preise wichtiger Agrarrohstoffe notierten im Jahresverlauf weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Trotz jüngster Preisanstiege, z. B. für Düngemittel, boten die daraus resultierenden Ertragsperspektiven Landwirten im Berichtsjahr weiterhin ausreichenden Anreiz, den Ertrag je Hektar durch den Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE Die Branchensituation für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war im Geschäftsjahr 2018 durch eine gute Nachfrage gekennzeichnet. Vor dem Hintergrund vergleichsweise später Vertragsabschlüsse zwischen den großen Kaliproduzenten und ihren chinesischen sowie indischen Abnehmern in 2017 wurden verbleibende Kontraktmengen noch bis in das erste Halbjahr 2018 ausgeliefert. Erst im Verlauf des dritten Quartals 2018 wurde ein neuer Preis für Kaliumchlorid einschließlich Fracht in Höhe von 290 USD/t sowohl in China als auch in Indien (2017: 230 bzw. 240 USD/t) vereinbart. Das globale durchschnittliche Preisniveau für Kaliumchlorid ist 2018 gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen und hat sich dabei kontinuierlich über den Jahresverlauf gefestigt. Die Preise für Düngemittelspezialitäten stiegen im Durchschnitt ebenfalls an, jedoch deutlich gemäßigter als die Preise für Kaliumchlorid. GESCHÄFTSBEREICH SALZ Ein außerordentlich starker Winter zu Beginn des Jahres 2018 führte zu niedrigen Lagerbeständen an Auftausalz bei US-amerikanischen Kunden im Mittleren Westen sowie in Kanada. In der Folge konnten hier Preissteigerungen für die Wintersaison 2018/19 realisiert werden. In Europa lagen die Preise auf dem Niveau der letzten Wintersaison. Lediglich an der Ostküste der USA lagen die Preise aufgrund des kompetitiven Umfelds unter Vorjahr. Gegenüber dem Vorjahr startete die Auftausalzsaison in Nordeuropa und Nordamerika nach einem guten Voreinlagerungsgeschäft im dritten Quartal in das vierte Quartal 2018 insgesamt etwas schwächer als im Vorjahr. Die Rahmenbedingungen für den Verkauf von Verbraucherprodukten sowie von Salzen für die Lebensmittelindustrie haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. In Nordamerika waren höhere Preise bei Salzen für die Wasserenthärtung zu verzeichnen. In Europa zeigte sich, auch aufgrund einer verminderten Produktverfügbarkeit, eine vergleichbare Entwicklung bei Salzen für industrielle Anwendungen. Global war ein leicht erhöhter Bedarf an Salzen für pharmazeutische Anwendungen (z. B. Dialyse) zu spüren, welcher in erster Linie auf ein höheres Durchschnittsalter der Bevölkerung zurückzuführen sein dürfte. Das gesamte Geschäftsfeld sah sich jedoch gleichzeitig einer hohen Kosteninflation ausgesetzt, die hauptsächlich von gestiegenen Logistikkosten getrieben wurde. WESENTLICHE, FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE ― Die Produktverfügbarkeit am Werk Werra war im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer. Aufgrund der extremen Trockenheit konnten die anfallenden salzhaltigen Produktionsabwässer, trotz zahlreicher Gegenmaßnahmen, nicht vollständig entsorgt werden. Daher mussten wir die Produktion am Verbundwerk Werra zeitweise unterbrechen. + Die Produktion unseres 2017 eröffneten neuen Kaliwerks Bethune haben wir im Geschäftsjahr 2018 weiter hochgefahren. Nachdem im Jahr 2017 rund 0,5 Mio. t produziert worden waren, belief sich die Produktionsmenge 2018 bereits auf gut 1,4 Mio. t. ― Die Vertragsabschlüsse mit chinesischen und indischen Abnehmern in der zweiten Jahreshälfte 2018 wirkten sich stabil bis leicht positiv auf die Weltkalinachfrage aus und spiegeln die anhaltende Preiserholung von Kaliumchlorid wider. ― K+S musste 2018, insbesondere in Nordamerika, höhere Preise für Frachten akzeptieren. Ein weiterer preisbedingter Anstieg der Logistikkosten wird auch für das Jahr 2019 erwartet. Zum Teil können diese Anstiege durch Weitergabe an Kunden und andere Maßnahmen kompensiert werden. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF ERGEBNISPROGNOSE Mit Veröffentlichung der Finanzzahlen zum zweiten Quartal 2018 hatten wir unsere Ergebnisprognose auf 660-740 Mio. € festgelegt, die unter der damaligen Markterwartung von rund 800 Mio. € lag. Diese Prognose wurde, wie im Verlauf des dritten Quartals angekündigt, insbesondere aufgrund witterungsbedingter Stillstandstage im Rahmen unseres Berichts zum dritten Quartal und damit verbundener umfangreicher standortferner Entsorgungsmaßnahmen von salzhaltigen Abwässern im vierten Quartal am 15. November 2018 auf eine Spanne von 570-630 Mio. € angepasst. Darüber hinaus belastete ein starker Anstieg der Logistikkosten im Geschäftsbereich Salz das Ergebnis. Mit 606,3 Mio. € lag das EBITDA der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2018 zwar innerhalb dieser angepassten Spanne (2017: 576,7 Mio. €), entsprach jedoch nicht der Prognose eines deutlichen Anstiegs gemäß unseren Aussagen im Geschäftsbericht 2017. TAB. 2.11 Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte konnten wir trotz der genannten Anpassungen im Berichtszeitraum ein EBITDA von 359,3 Mio. € erzielen (2017: 268,8 Mio. €) und damit, wie im Geschäftsbericht 2017 prognostiziert, noch einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr erreichen. Der Geschäftsbereich Salz erwirtschaftete ein EBITDA von 274,5 Mio. € (2017: 325,2 Mio. €) und verfehlte somit die erwartete spürbare Steigerung des EBITDA, die wir ursprünglich im Geschäftsbericht 2017 prognostiziert hatten. Zwar konnte der Absatz wie erwartet gesteigert werden, dem stand jedoch u.a. die oben beschriebene Kostenentwicklung gegenüber. 'Darstellung der Segmente', Seite 104 Für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern hatten wir zur Q3/18-Quartalsmitteilung eine Bandbreite von 55-85 Mio. € prognostiziert. Mit 85,4 Mio. € erzielten wir ein Ergebnis am oberen Rand dieses Korridors. Allerdings mussten wir im Zuge der unterjährigen Anpassung unserer EBITDA-Prognose auch die Spanne für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern reduzieren. Ursprünglich hatten wir hier gemäß den Aussagen im Geschäftsbericht 2017 einen "deutlichen Anstieg" im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 erwartet (2017: 145,0 Mio. €). SOLL-IST-VERGLEICH 2018 TAB. 2.11 scroll IST 2017 Prognose Geschäftsbericht 2017 Prognose Q1/18 Prognose Q2/18 Prognose Q3/18 K+S GRUPPE Umsatz Mrd. € 3,63 spürbarer Anstieg spürbarer Anstieg 3,90-4,10 3,90-4,10 EBITDA1 Mio. € 576,7 deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg 660-740 570-630 Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt2 Mio. € 145,0 deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg 110-160 55-85 Investitionen Mio. € 810,8 deutlich unter Vorjahr deutlich unter Vorjahr deutlich unter Vorjahr deutlich unter Vorjahr Bereinigter Freier Cashflow Mio. € -389,8 deutliche Verbesserung, noch leicht negativ deutliche Verbesserung, weiterhin negativ deutliche Verbesserung, weiterhin negativ deutliche Verbesserung, weiterhin negativ ROCE % 3,2 deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg deutlicher Rückgang EUR/USD-Wechselkurs EUR/USD 1,13 1,20 1,21 1,21 1,20 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte EBITDA1 Mio. € 268,8 deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg ROCE % 1,4 deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg Geschäftsbereich Salz EBITDA1 Mio. € 325,2 spürbarer Anstieg moderater Anstieg stabil moderater Rückgang Absatzmenge Festsalz Mio. t 20,3 spürbarer Anstieg spürbarer Anstieg spürbarer Anstieg spürbarer Anstieg ROCE % 8,9 deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg spürbarer Anstieg spürbarer Anstieg scroll IST 2018 K+S GRUPPE Umsatz 4,04 EBITDA1 606,3 Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt2 85,4 Investitionen 443,2 Bereinigter Freier Cashflow -206,3 ROCE 2,6 EUR/USD-Wechselkurs 1,18 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte EBITDA1 359,3 ROCE 1,2 Geschäftsbereich Salz EBITDA1 274,5 Absatzmenge Festsalz 23,7 ROCE 8,1 1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95. 2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 173). Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2018: 30,0 % (2017: 29,9 %). Der ROCE erreichte 2,6 % und lag damit, wie zuletzt erwartet, deutlich unter dem Vorjahr (2017: 3,2 %). Auch hier hatten wir die Prognose im Jahresverlauf aus den bereits genannten Gründen angepasst, nachdem wir zur Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2017 noch von einem "deutlichen Anstieg" ausgegangen waren. Auf Ebene unserer Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz ging der ROCE mit 1,2 % im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bzw. 8,1 % im Geschäftsbereich Salz ebenfalls spürbar bzw. moderat zurück (2017: 1,4% bzw. 8,9 %). CASHFLOWPROGNOSE Unsere Prognose eines weiterhin negativen, jedoch deutlich verbesserten bereinigten Freien Cashflows für das Geschäftsjahr 2018 haben wir erfüllt. Die Prognose eines "leicht negativ" erwarteten Freien Cashflows wurde hingegen auf "negativ" angepasst. Er betrug im Berichtszeitraum -206,3 Mio. € (2017: -389,8 Mio. €). Die Prognose eines Investitionsvolumens "deutlich unter Vorjahr" wurde erreicht. ERTRAGSLAGE UMSATZ Im Geschäftsjahr 2018 betrug der Umsatz der K+S GRUPPE 4.039,1 Mio. € nach 3.627,0 Mio. € im Vorjahr. Ein höherer Absatz von Kaliumchlorid aus dem Werk Bethune sowie gestiegene Marktpreise für Kali- und Magnesiumprodukte wirkten sich vorteilhaft auf die Umsatzentwicklung aus. Gestiegene Absatzmengen im Geschäftsbereich Salz in Verbindung mit höheren Preisen für Wasserenthärtungssalz sowie Auftausalz in Nordamerika trugen ebenfalls zu der positiven Umsatzentwicklung bei. Dem standen eine reduzierte Verfügbarkeit von Kali- und Magnesiumprodukten aus Deutschland, insbesondere aufgrund witterungsbedingter Produktionsausfälle am Verbundwerk Werra, sowie nachteilige Währungseffekte in beiden Geschäftsbereichen gegenüber. Unterjährig lässt sich an den Quartalsumsätzen in der Regel eine gewisse Saisonalität erkennen: Bei einer mengenmäßigen Betrachtung profitiert das erste Halbjahr im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte üblicherweise von der Frühjahrsdüngung in Europa. Das Auftausalzgeschäft konzentriert sich in der Regel auf das erste und vierte Quartal eines Jahres. TAB. 2.12, 2.13 'Darstellung der Segmente', Seite 104; 'Segmentberichterstattung', Seite 150 Mit Anteilen am Gesamtumsatz in Höhe von 49 % bzw. 47 % waren die Umsatzbeiträge der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz innerhalb der K+S GRUPPE erneut relativ ausgewogen. 4% des Umsatzes entfielen auf die Ergänzenden Aktivitäten. ABB. 2.16 Im Hinblick auf die regionale Verteilung führte der höhere Anteil aus Bethune verkaufter Kaliprodukte zu prozentual gestiegenen Umsätzen in Südamerika und Asien. Entsprechend sank der Anteil der Region Europa. Dennoch erzielten wir hier mit nun knapp 41 % weiterhin den größten Anteil am Umsatz, gefolgt von Nordamerika mit rund 35 %. Auf Südamerika und Asien entfielen rund 13% bzw. 9 % unseres Gesamtumsatzes. ABB. 2.17 AUFTRAGSENTWICKLUNG Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Das Geschäft im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt. Im Geschäftsbereich Salz werden Auftausalzverträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir in der Regel ab dem zweiten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, zum Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Soweit die vertraglich vereinbarten Volumina - abhängig von der Witterung - rechtlich zulässigen Schwankungen unterliegen, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt ebenso, soweit Mengen bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können. UMSATZ NACH BEREICHEN TAB. 2.12 scroll in Mio. € 2017 Q1/18 Q2/18 Q3/18 Q4/18 2018 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 1.703,5 488,7 440,5 422,2 621,6 1.973,0 Geschäftsbereich Salz 1.762,0 635,6 326,9 375,0 553,3 1.890,8 Ergänzende Aktivitäten 159,9 44,9 43,9 41,7 41,9 172,4 Überleitung 1,6 0,6 0,6 1,2 0,5 2,9 K+S GRUPPE 3.627,0 1.169,8 811,9 840,1 1.217,3 4.039,1 Anteil am Gesamtumsatz (%) - 29,0 20,1 20,8 30,1 100,0 scroll in Mio. € % Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte + 15,8 Geschäftsbereich Salz +7,3 Ergänzende Aktivitäten +7,8 Überleitung +81,2 K+S GRUPPE +11,4 Anteil am Gesamtumsatz (%) - UMSATZ NACH BEREICHEN ABB. 2.16 Ein Ausweis des Auftragsbestands ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung unserer kurz- und mittelfristigen Ertragskraft also nicht aussagekräftig. ENTWICKLUNG WESENTLICHER KOSTEN Im Berichtsjahr erhöhten sich die Herstellungskosten von 2.414,6 Mio. € auf 2.779,5 Mio. €. Außer durch den preisbedingten Anstieg, insbesondere bei Logistikdienstleistungen, sind die Herstellungskosten auch mengenbedingt durch das Anfahren der Produktion unseres Werks Bethune gestiegen. Außerdem sorgte eine umfangreiche Inanspruchnahme von Logistikdienstleistungen für die standortferne Entsorgung von Salzabwässern in Deutschland für einen Anstieg der Produktionskosten. Diese Transporte waren jedoch während der extremen Trockenheit notwendig, um die Produktion so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Die Vertriebskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf 779,8 Mio. € nach 704,5 Mio. € im Vorjahr. Dieser Anstieg resultiert ebenfalls insbesondere aus den höheren Absatzmengen. Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen auf 146,8 Mio. € (2017: 187,8 Mio. €) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 171,6 Mio. € (2017: 186,1 Mio. €) zurück. Das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften verringerte sich in 2018 auf -49,5 Mio. € (2017: 61,2 Mio. €). 'Konzernabschluss', Seite 145 ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB. 2.13 scroll in % 2018 Umsatzveränderung +11,4 - mengen-/strukturbedingt +9,8 - preis-/preisstellungsbedingt +4,6 - währungsbedingt -3,0 - konsolidierungsbedingt - UMSATZ NACH REGIONEN ABB. 2.17 Die Kosten für Material, Personal, Energie und Frachten haben erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kosten. Mit 1.629,1 Mio. € stieg der Materialaufwand im Wesentlichen aufgrund einer höheren Produktionsmenge spürbar (2017: 1.434,8 Mio. €). Im Jahr 2018 betrug der Personalaufwand 1.122,5 Mio. €; er lag damit leicht über dem Wert des Vorjahres (2017: 1.106,2 Mio. €). Die Frachtkosten profitierten zwar teilweise von einem vergleichsweise niedrigen Preisniveau für Rohöl, lagen jedoch vor allem mengen- und preisbedingt mit 883,6 Mio. € spürbar über dem Vorjahr (2017: 714,8 Mio. €). Die Kosten für Energie betrugen 261,7 Mio. € nach 253,3 Mio. €, der Anstieg ist im Wesentlichen mengenbedingt. 'Anhang', Seite 150 ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHR OPERATIVE ERGEBNISSE EBITDA UND EBIT I Seit dem Geschäftsjahr 2018 steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße EBITDA. Das EBIT I fungiert nicht mehr als wesentliche finanzielle Steuerungsgröße und wird in diesem Jahr letztmalig berichtet. EBITDA NACH BEREICHEN1TAB. 2.14 scroll in Mio. € 2017 Q1/18 Q2/18 Q3/18 Q4/18 2018 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 268,8 120,8 90,6 3,4 144,5 359,3 Geschäftsbereich Salz 325,2 120,9 23,3 41,5 88,8 274,5 Ergänzende Aktivitäten 30,3 9,8 8,0 6,2 7,2 31,3 Überleitung2 -47,6 -14,7 -16,8 -14,7 -12,6 -58,8 K+S GRUPPE 576,7 236,8 105,1 36,4 228,0 606,3 Anteil am Gesamt-EBITDA (%) - 39,1 17,3 6,0 37,6 100,0 scroll in Mio. € % Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte + 33,7 Geschäftsbereich Salz -15,6 Ergänzende Aktivitäten +3,3 Überleitung2 - K+S GRUPPE +5,1 Anteil am Gesamt-EBITDA (%) - 1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95. 2 Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und ergänzenden Aktivitäten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" dargestellt. EBIT I NACH BEREICHEN TAB. 2.15 scroll in Mio. € 2017 Q1/18 Q2/18 Q3/18 Q4/18 2018 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 81,4 52,5 21,1 -68,5 64,5 69,6 Geschäftsbereich Salz 223,0 102,1 4,0 21,7 69,0 196,8 Ergänzende Aktivitäten 23,5 8,7 6,8 5,0 5,9 26,4 Überleitung1 -57,0 -16,3 -18,5 -16,3 -14,4 -65,5 K+S GRUPPE 270,8 147,0 13,4 -58,1 124,9 227,2 Anteil am Gesamt-EBIT I (%) - 64,7 5,9 -25,6 55,0 100,0 scroll in Mio. € % Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte -14,5 Geschäftsbereich Salz -11,7 Ergänzende Aktivitäten + 12,3 Überleitung1 - K+S GRUPPE -16,1 Anteil am Gesamt-EBIT I (%) - 1 Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und Ergänzenden Aktivitäten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" dargestellt. Das EBITDA i lag im Berichtsjahr mit 606,3 Mio. € moderat über dem Wert des Vorjahres (2017: 576,7 Mio. €). Ursächlich waren - wie bereits bei der Umsatzentwicklung beschrieben - Preis- und Absatzsteigerungen, denen vor allem Produktionseinschränkungen am Verbundwerk Werra wie aber auch Effekte aus dem Hochfahren unserer kanadischen Produktion mit den damit auch heute noch einhergehenden Bestrebungen, die Produktqualität zu verbessern, gegenüberstanden. Zusätzlich wirkten sich überproportional gestiegene Transportkosten negativ aus. Die Überleitung fiel im Wesentlichen durch Einmalkosten im Rahmen einer IT-Umstellung und externe Beratungskosten für SHAPING 2030 auf -58,8 Mio. € (2017: -47,6 Mio. €). TAB. 2.14 Das operative Ergebnis EBIT I betrug im Berichtsjahr 227,2 Mio. € nach 270,8 Mio. € im Vorjahr, dies entspricht einem Rückgang um rund 16 %. Im EBIT I sind Abschreibungen einschließlich Wertminderungen und Wertaufholungen (bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag an aktivierten Eigenleistungen) in Höhe von 379,1 Mio. € berücksichtigt. Diese erhöhten sich um rund 24% gegenüber dem Vorjahr (2017: 305,9 Mio. €), vor allem wegen der nun ganzjährigen Abschreibungen am Standort Bethune in Kanada. TAB. 2.15 ERGEBNIS NACH OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN (EBIT II) Im Jahr 2018 haben wir ein Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften EBIT II von 165,3 Mio. € erwirtschaftet (2017: 327,3 Mio. €). Die Differenz zwischen dem EBIT I und EBIT II in Höhe von -61,9 Mio. € (2017: +56,5 Mio. €) resultierte überwiegend aus der negativen Veränderung der Marktwerte noch offener Sicherungsgeschäfte sowie aus der Ausbuchung von fällig gewordenen Geschäften mit positiven Marktwerten. TAB. 2.16 'Konzernabschluss', Seite 145; 'Glossar', Seite 236 1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95. ÜBERLEITUNG OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT I) UND EBITDA TAB. 2.16 scroll in Mio. € 2017 2018 Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II) 327,3 165,3 Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte -37,2 25,7 Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -10,3 36,2 Realisierter Ertrag (-)/Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada -9,0 - Operatives Ergebnis (EBIT I) 270,8 227,2 Abschreibungen (+)/Wertminderungen (+)/Wertaufholungen (-) des Anlagevermögens 330,0 385,0 Erfolgsneutrale Aktivierung von Abschreibungen1(-) -24,1 -5,9 EBITDA 576,7 606,3 1 Es handelt sich um Abschreibungen von Vermögenswerten, die zur Herstellung anderer Vermögenswerte des Sachanlagevermögens eingesetzt werden. Die Abschreibungen werden als Teil der Herstellungskosten aktiviert und nicht ergebniswirksam erfasst. HERLEITUNG DES BEREINIGTEN KONZERNERGEBNISSES NACH STEUERN TAB. 2.17 scroll in Mio. € 2017 2018 Konzernergebnis nach Steuern 184,6 42,1 Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte -37,2 25,7 Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -10,3 36,2 Eliminierung daraus resultierender latenter bzw. zahlungswirksamer Steuern 16,9 -18,6 Realisierter Ertrag (-)/Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada -9,0 Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 145,0 85,4 Die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich nicht im EBIT I und ii niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. FINANZERGEBNIS Das Finanzergebnis reduzierte sich von -26,4 Mio. € auf -112,2 Mio. €. Ein wichtiger Grund für die Entwicklung war ein deutlich höherer Zinsaufwand, da nach der Inbetriebnahme des Werks Bethune nun weniger Fremdkapitalzinsen aktiviert werden und wir darüber hinaus zur Refinanzierung der im Dezember 2018 fälligen Anleihe in Höhe von 500 Mio. € bereits im Juli 2018 eine Unternehmensanleihe in Höhe von 600 Mio. € begeben hatten. Entsprechend fiel für diesen Zeitraum ein zusätzlicher Zinsaufwand an. Des Weiteren fiel der währungsbedingte sonstige Zinsertrag aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten aus dem Vorjahr weg. KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIE Das Konzernergebnis nach Steuern lag im Berichtsjahr bei 42,1 Mio. € (2017: 184,6 Mio. €). Während der Steueraufwand von 2017 in Höhe von 116,3 Mio. € einen einmaligen Steueraufwand von 28,3 Mio. € im Zuge der US-Steuerreform enthielt, beinhaltet der Steueraufwand für 2018 in Höhe von 10,9 Mio. € einen positiven Effekt von 4,2 Mio. € aus der US-Steuerreform. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 30,0% (2017: 29,9 %) zugrunde gelegt. Das Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 0,22 € (2017: 0,96 €). Die Berechnung beruht wie im Vorjahr auf einer durchschnittlichen Anzahl von ausstehenden Aktien in Höhe von 191,4 Mio. Stückaktien. 'Anhang', Seite 179 ERGEBNIS JE AKTIE TAB. 2.18 scroll 2017 Q1/18 Q2/18 Q3/18 Q4/18 2018 Ergebnis je Aktie (€) 0,96 0,40 -0,17 -0,33 0,32 0,22 Ergebnis je Aktie, bereinigt (€)1 0,76 0,44 -0,05 -0,32 0,38 0,45 Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) 191,40 191,40 191,40 191,40 191,40 191,40 scroll % Ergebnis je Aktie (€) -77,1 Ergebnis je Aktie, bereinigt (€)1 -41,3 Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) - 1 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2018: 30,0 % (2017: 29,9%). MARGENKENNZAHLEN ABB. 2.18 BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE Als Basis für unsere Dividende weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert und gleichzeitig als interne Steuerungsgröße dient. Zugleich werden auch die entsprechenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern herausgerechnet, nicht jedoch die Auswirkungen der US-Steuerreform. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dient als Grundlage für die Berechnung der Dividende im Rahmen unserer Ausschüttungspolitik und wird in Tabelle 2.17 ermittelt. TAB. 2.17 Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug 85,4 Mio. € (2017: 145,0 Mio. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich im Berichtsjahr auf 0,45 € nach 0,76 € im Vorjahr. Auch hierfür wurden 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2018 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende somit unverändert auf 191,4 Mio. Stückaktien. TAB. 2.18 KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGE MARGENKENNZAHLEN Die Margenkennzahlen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: Unser EBITDA von 606,3 Mio. € führte zu einer EBITDA-Marge (Umsatz/EBITDA) von 15 % nach 16 % im Vergleichszeitraum. Die EBIT I-Marge (Umsatz/EBIT I) erreichte knapp 6 % (2017: 8 %). Die Umsatzrendite (Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt/Umsatz) lag bei rund 2 % (2017: 4%). ABB. 2.18 'Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 234 HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN Der gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE errechnet sich als Summe der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital nach dem Peergroup-Verfahren gemäß IAS 36. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert. Die Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber ergibt sich aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie. Als risikoloser Zinssatz wurde der barwertäquivalente Durchschnitt der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von 1 bis 30 Jahren gemäß Svensson-Methode herangezogen; zum 31. Dezember 2018 lag dieser bei 0,95 % (2017: 1,25 %). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 6,25 % (2017: 6,25 %) sowie mit dem aus der Peergroup abgeleiteten Betafaktor in Höhe von 1,12 gegenüber dem Vergleichsindex MSCI WORLD ermittelt. Daraus ermittelt sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 7,9% (2017: 7,7 %). Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern lag bei 3,1 % (2017: 2,8 %) und ergibt sich aus dem Rating der Unternehmen der Peergroup und einem damit korrespondierenden Spread auf den risikolosen Basiszinssatz. Nach Berücksichtigung der bereinigten vorläufigen Konzernsteuerquote von 28,5 % folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 2,2% (2017: 2,0%). HERLEITUNG DES ROCE TAB. 2.19 scroll in Mio. € 2017 2018 ROCE = Operatives Ergebnis (EBIT I)/ Eingesetztes Kapital (Jahresdurchschnitt) 3,2 % 2,6% Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 1,4% 1,2% Geschäftsbereich Salz 8,9% 8,1% Ergänzende Aktivitäten 33,8% 35,3% EBIT I 270,8 227,2 Immaterielle Vermögenswerte! 789,1 807,6 Sachanlagen 6.692,6 6.687,9 Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen 20,6 88,8 Operatives Anlagevermögen1 7.502,3 7.584,3 Vorräte 690,9 691,5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 714,9 836,7 Sonstige Vermögenswerte 338,8 316,8 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -288,4 -239,7 Sonstige Verbindlichkeiten -312,5 -330,2 Kurzfristige Rückstellungen -292,3 -314,6 Bereinigungen Working Capital2 116,7 166,3 Working Capital 968,1 1.126,7 Eingesetztes Kapital 8.470,4 8.711,0 1 Bereinigt um die im Goodwill aus der Erstkonsolidierung enthaltenen latenten Steuern. 2 Bereinigt um CTA-Planvermögensüberschüsse, Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Geldanlagen, Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. MEHRPERIODENÜBERSICHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN1TAB. 2.20 scroll Kennzahlen in % 2014 2015 2016 2017 2018 Bruttomarge 42,1 45,9 36,3 33,4 31,2 EBITDA-Marge 23,4 25,3 15,0 15,9 15,0 EBIT I-Marge 16,8 18,7 6,6 7,5 5,6 Umsatzrendite2 9,6 13,0 3,8 4,0 2,1 Eigenkapitalrendite nach Steuern2,3 9,9 13,1 2,9 3,3 2,1 Gesamtkapitalrendite2,3 9,0 10,4 2,7 3,1 2,4 Working Capital 768,1 945,9 894,6 968,1 1.126,7 Operatives Anlagevermögen 4.265,5 5.900,3 6.639,0 7.377,6 7.464,0 Return on Capital Employed (ROCE) 12,7 12,5 3,0 3,2 2,6 Gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern 8,4 8,3 8,2 8,5 8,4 Value Added (Mio. €) 216,4 262,8 -391,7 -438,1 -500,8 1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. 2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2018: 30,0 % (2017: 29,9%). 3 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. HERLEITUNG EIGENKAPITALRENDITE TAB. 2.21 scroll in Mio. € 2017 2018 Eigenkapital 4.160,7 4.144,1 Effekte aus Marktwertschwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -26,5 16,9 Bereinigtes Eigenkapital zum 31.12. 4.134,2 4.161,0 Bereinigtes Eigenkapital (LTM) 4.351,2 4.147,6 Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 145,0 85,4 Eigenkapitalrendite 3,3% 2,1% HERLEITUNG GESAMTKAPITALRENDITE TAB. 2.22 scroll in Mio. € 2017 2018 Bilanzsumme 9.754,4 9.966,2 Effekte aus Marktwertschwankungen -27,7 13,3 Effekte aus latenten Steuern -268,9 -267,3 Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen -26,1 -27,0 Bereinigte Bilanzsumme zum 31.12. 9.431,7 9.685,2 Bereinigte Bilanzsumme (LTM) 9.470,6 9.738,6 Bereinigtes Ergebnis vor Steuern 297,8 235,7 Gesamtkapitalrendite 3,1% 2,4% Per 31. Dezember 2018 betrug der nach dem Peergroup-Verfahren ermittelte Verschuldungsgrad 48,5 % (2017: 40,7 %). In Summe resultiert hieraus ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE, wie auch für die einzelnen Geschäftsbereiche, von 6,0% (2017: 6,0%) nach Steuern. Hieraus ergaben sich auf Basis einer durchschnittlichen Kapitalbindung von 8.744,5 Mio. € (davon operativ gebunden: 8.590,8 Mio. €) für das Jahr 2018 Kapitalkosten in Höhe von 524,7 Mio. € (2017: 509,9 Mio. €). Der entsprechende Kapitalkostensatz vor Steuern betrug 8,4% (2017: 8,5%). RENDITEKENNZAHLEN Die Renditekennzahlen sind insbesondere aufgrund der negativen Entwicklung des EBIT I in beiden Geschäftsbereichen rückläufig. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug im Berichtsjahr 2,1% (2017: 3,3%) und die Gesamtkapitalrendite 2,4% (2017: 3,1 %). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) der K+S GRUPPE ging im Berichtsjahr auf 2,6% nach 3,2% im Vorjahreszeitraum zurück. Der ROCE lag auch im Jahr 2018 unter unseren Kapitalkosten von 8,4% vor Steuern. Damit hat die K+S GRUPPE im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Wertbeitrag (Value Added) in Höhe von -500,8 Mio. € verzeichnen müssen (2017: -438,1 Mio. €). Das EBIT I im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wurde durch den erstmalig ganzjährig anfallenden Abschreibungsbetrag belastet. Dies hatte auch einen entsprechenden Effekt auf den ROCE im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte (1,2% nach 1,4%). 'Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 234 Die Herleitung der Eigenkapitalrendite sowie der Gesamtkapitalrendite ist in den Tabellen 2.21 und 2.22 dargestellt. Tab . 2.21, 2.22 FINANZLAGE GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS DER K+S GRUPPE FINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERT Zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE gehört es, ― die Liquidität zu sichern und gruppenweit effizient zu steuern, ― die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten und zu optimieren sowie ― finanzielle Risiken auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten zu reduzieren. Mit einem zentralen Cashmanagement steuern wir die Liquidität und optimieren die Zahlungsströme innerhalb der K+S GRUPPE. Um unsere Finanzierungsfähigkeit zu erhalten bzw. günstige Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu erreichen, streben wir langfristig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein "Investment Grade"-Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Gegenwärtig liegt unser Rating im Wesentlichen aufgrund der Errichtung unseres neuen Kaliwerks Bethune in Kanada in den vergangenen Jahren im "Non-Investment Grade"-Bereich. Die Steuerung unserer Kapitalstruktur nehmen wir anhand folgender Kennzahlen vor: TAB. 2.23 'K+S am Kapitalmarkt', Seite 26 Das Währungs- und Zinsmanagement erfolgt zentral für alle wesentlichen Gruppengesellschaften. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen, zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt und kontinuierlich überwacht. FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEM Schwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euros zum US-Dollar und des kanadischen Dollars zum US-Dollar, wirken sich besonders im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe unserer Erlöse und Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden deshalb wesentliche Nettopositionen (d. h. Nettoumsatz in US-Dollar abzüglich Frachten und andere Kosten) mithilfe von Derivaten, in der Regel Optionen oder Termingeschäfte, gesichert. Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften im Rahmen der Transaktionssicherung sichern wir einen "worst case", erhalten zugleich aber die Chance, für einen Teil der Fremdwährungspositionen an einer für uns günstigen Kursentwicklung teilzuhaben. Im Jahr 2018 lag der realisierte Kurs des Euros zum US-Dollar im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bei durchschnittlich 1,14 EUR/ USD inkl. Kosten (2017: 1,12 EUR/ USD), der realisierte Kurs des kanadischen Dollars zum US-Dollar bei durchschnittlich 1,31 CAD/USD inkl. Kosten. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Letzteres kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Translationseffekte aus der Umrechnung des US-Dollars und des kanadischen Dollars treten im Geschäftsbereich Salz sowie im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf und werden nicht gesichert. TAB. 2.24 KENNZAHLEN DER KAPITALSTRUKTUR TAB. 2.23 scroll 2014 2015 2016 2017 2018 Nettoverschuldung/EBITDA 1,8 2,3 6,9 7,2 7,3 Nettoverschuldung/Eigenkapital (%) 40,9 55,9 78,7 99,5 107,2 Eigenkapitalquote (%) 50,6 51,9 47,2 42,7 41,6 WÄHRUNGSSICHERUNG GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE TAB. 2.24 scroll 2017 Q1/18 Q2/18 Q3/18 Q4/18 2018 EUR/USD-Umrechnungskurs nach Prämien 1,12 1,15 1,14 1,12 1,15 1,14 Durchschnittlicher EUR/USD-Kassakurs 1,13 1,23 1,19 1,16 1,14 1,18 INVESTITIONEN NACH BEREICHEN1TAB. 2.25 scroll in Mio. € 2017 Q1/18 Q2/18 Q3/18 Q4/18 2018 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 680,4 48,1 70,0 89,4 109,2 316,7 Geschäftsbereich Salz 118,8 13,5 18,9 31,1 47,7 111,2 Ergänzende Aktivitäten 4,4 0,3 1,1 1,1 4,3 6,8 Übrige Investitionen 7,2 0,6 1,2 2,8 4,0 8,6 K+S GRUPPE 810,8 62,5 91,2 124,4 165,1 443,2 Anteil an den Investitionen (%) - 14,1 20,6 28,1 37,3 100,0 scroll in Mio. € % Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte -53,5 Geschäftsbereich Salz -6,4 Ergänzende Aktivitäten + 55,2 Übrige Investitionen + 19,7 K+S GRUPPE -45,3 Anteil an den Investitionen (%) - 1 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement. INVESTITIONSANALYSE Im Jahr 2018 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 443,2 Mio. € und konnte somit das Investitionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzieren (2017: 810,8 Mio. €). Der Rückgang ist - wie erwartet - vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Investitionen für unser Werk Bethune zurückzuführen, das wir 2017 erfolgreich in Betrieb genommen hatten. Zudem unterlagen Investitionen im vergangenen Geschäftsjahr einer hohen Ausgabendisziplin. ABB. 2.19, TAB. 2.25 Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen für noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben und Verpflichtungen aus Operating-Leasing in Höhe von 397,1 Mio. €. GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte investierten wir 316,7 Mio. € und damit 363,7 Mio. € weniger als im Vorjahr (2017: 680,4 Mio. €), was sich auf die bereits genannten Gründe zurückführen lässt. Im Werk Bethune haben wir die Entwicklung der Kavernenfelder ("Pads") sowie die Erweiterung des Pipeline-Netzes weiter vorangetrieben. In Deutschland flossen unsere Investitionen insbesondere in den Kauf von neuen Schüttgutwaggons. Ein wesentliches Einzelprojekt war außerdem die Haldenkapazitätserweiterung am Standort Hattorf. ,Darstellung der Segmente', Seite 104; ,Umwelt', Seite 58 GESCHÄFTSBEREICH SALZ Im Jahr 2018 gingen die Investitionen im Geschäftsbereich Salz auf 111,2 Mio. € zurück (2017: 118,8 Mio. €). Die Erschließungen der jeweils nächsten Abbauhorizonte an den Standorten Ojibway, Kanada, und Weeks Island, USA, gehörten im Berichtsjahr zu den bedeutendsten Projekten. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN Unsere Investitionsausgaben für die Ergänzenden Aktivitäten erhöhten sich auf 6,8 Mio. € (2017: 4,4 Mio. €). Der Großteil hiervon entfiel auf Investitionen zur Kapazitätserweiterung im Bereich der Tierhygieneprodukte am Standort Salzdetfurth. Unsere Investitionen ermitteln wir wie folgt: TAB. 2.26 INVESTITIONEN IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNGEN UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ABB. 2.19 1 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement. 2 Ergebniswirksame Abschreibungen (einschließlich Wertminderungen und Wertaufholungen) auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen. LIQUIDITÄTSANALYSE Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 308,7 Mio. € und war somit nahezu auf Vorjahresniveau (2017: 306,8 Mio. €). Einem gegenüber dem Vorjahr gestiegenen EBITDA standen unter anderem höhere Ertragsteuerzahlungen und eine leicht höhere Kapitalbindung im Working Capital gegenüber. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (bereinigt um Erwerbe/ Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich 2018 auf -515,0 Mio. € (2017: -696,6 Mio. €) und spiegelt den bereits erläuterten Investitionsrückgang wider. Der bereinigte Freie Cashflow (ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) verzeichnete mit -206,3 Mio. € eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2017: -389,8 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ging im Berichtsjahr auf 187,3 Mio. € zurück (2017: 411,5 Mio. €). Ursächlich hierfür war hauptsächlich eine höhere Tilgungsleistung im Vergleich zum Vorjahr. Zum 31. Dezember 2018 betrug der Nettofinanzmittelbestand 162,2 Mio. € (31. Dezember 2017: 175,7 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen sowie Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten von bis zu drei Monaten. TAB. 2.27 FINANZIERUNGSANALYSE Die Finanzierung erfolgte per 31. Dezember 2018 zu 87 % aus Eigen- und langfristigem Fremdkapital, das wiederum vorrangig aus Anleiheverbindlichkeiten besteht (31. Dezember 2017: 86%). Auch Rückstellungen machen einen großen Teil des Fremdkapitals aus. ABB. 2.20 EIGENKAPITAL AUF VORJAHRESNIVEAU Das Eigenkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf 4.144,1 Mio. € nach 4.160,7 Mio. € im Vorjahr. Durch einen Anstieg des Fremdkapitals auf insgesamt 5.822,1 Mio. € (31. Dezember 2017: 5.593,7 Mio. €) verringerte sich die Eigenkapitalquote leicht auf 41,6 % (31. Dezember 2017: 42,7%). ÜBERLEITUNG INVESTITIONEN TAB. 2.26 scroll in Mio. € 2017 2018 Zugänge sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 950,7 553,2 - Fremdkapitalzinsen 51,4 17,5 - Aktivierung Abschreibungen 24,1 5,9 - Rekultivierung 15,6 39,1 - Erstattungsansprüche und sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen 48,8 47,5 Investitionen (CapEx) 810,8 443,2 CASHFLOW-ÜBERSICHT TAB. 2.27 scroll in Mio. € 2017 Q1/18 Q2/18 Q3/18 Q4/18 2018 Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit 306,8 232,8 59,4 -16,3 32,8 308,7 Cashflow aus Investitionstätigkeit -663,5 -90,0 -155,0 -368,2 100,5 -512,7 Freier Cashflow -356,7 142,8 -95,6 -384,5 133,3 -204,0 Anpassung um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen -33,1 0,0 47,0 230,7 -280,0 -2,3 Bereinigter Freier Cashflow -389,8 142,8 -48,6 -153,8 -146,7 -206,3 scroll in Mio. € % Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit +0,6 Cashflow aus Investitionstätigkeit +22,7 Freier Cashflow +42,8 Anpassung um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen +93,1 Bereinigter Freier Cashflow +47,1 PASSIVA ABB. 2.20 FREMDKAPITALANTEIL GESTIEGEN Das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 4.528,4 Mio. € (31. Dezember 2017: 4.240,2 Mio. €). Dadurch stieg der Anteil des langfristigen Fremdkapitals auf 45,4% der Bilanzsumme (31. Dezember 2017: 43,4%). Ursächlich hierfür waren in erster Linie höhere langfristige Finanzverbindlichkeiten. Das kurzfristige Fremdkapital betrug am Bilanzstichtag 1.293,7 Mio. € (31. Dezember 2017: 1.353,5 Mio. €). Damit reduzierte sich dessen Anteil an der Bilanzsumme auf 13,0 % zum 31. Dezember 2018 (31. Dezember 2017: 13,9 %). ,Anhang', Seite 150 FINANZVERBINDLICHKEITEN Finanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2018 in Höhe von 3.283,3 Mio. € (31. Dezember 2017: 3.021,7 Mio. €). Im Dezember 2018 haben wir eine Anleihe in Höhe von 500 Mio. € zurückgezahlt. Zur Refinanzierung wurde bereits im Juli 2018 eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von insgesamt 600 Mio. € begeben. Weitere große Teile unseres langfristigen Fremdkapitals entfallen auf die im Juni 2012, Dezember 2013 und März 2017 begebenen Unternehmensanleihen sowie die im Sommer 2016 emittierten Schuldscheindarlehen. RÜCKSTELLUNGEN Die langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen insbesondere bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen blieben mit 1.015,1 Mio. € zum Bilanzstichtag nahezu unverändert (31. Dezember 2017: 1.000,0 Mio. €). Der durchschnittliche Diskontierungssatz blieb ebenfalls bei 3,3 % (2017: 3,3 %). Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verzeichneten einen Anstieg auf 187,0 Mio. € (2017: 166,4 Mio. €). Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 3,1% (31. Dezember 2017: 2,9%). Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. 'Anhang', Seite 150 BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE Wir nutzen Operating-Leasing zum Beispiel von Fahrzeugen, Lagerkapazitäten und EDV-Zubehör. Der Umfang hat keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der K+S GRUPPE. VERMÖGENSLAGE VERMÖGENSSTRUKTURANALYSE Die Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 9.966,2 Mio. € (31. Dezember 2017: 9.754,4 Mio. €). Das Sachanlagevermögen lag mit 6.687,9 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2017: 6.692,6 Mio. €). Insbesondere aufgrund gestiegener Produktverkäufe aus Bethune erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 836,7 Mio. € (31. Dezember 2017: 714,9 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren sowie sonstigen Finanzinvestitionen ging zurück und betrug zum Bilanzstichtag 185,8 Mio. € (31. Dezember 2017: 201,0 Mio. €). Das Verhältnis von langfristigen zu kurzfristigen Vermögenswerten war mit 80:20 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (2017: 81:19). ABB. 2.21 AKTIVA ABB. 2.21 MEHRPERIODENÜBERSICHT DER FINANZLAGE TAB. 2.28 scroll in Mio. € 2014 2015 2016 2017 2018 Eigenkapital 3.974,5 4.295,6 4.552,2 4.160,7 4.144,1 Eigenkapitalquote (%) 50,6 51,9 47,2 42,7 41,6 Langfristiges Fremdkapital 2.999,8 3.036,8 3.930,4 4.240,2 4.528,4 - davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 162,8 166,1 186,7 166,4 187,0 - davon Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen 872,5 870,1 996,0 1.000,0 1.015,1 Anteil langfr. Rückstellungen an Bilanzsumme (%) 15,2 12,5 12,3 12,0 12,1 Kurzfristiges Fremdkapital 880,9 941,2 1.162,9 1.353,5 1.293,7 - davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 284,6 306,0 343,8 288,4 239,7 Finanzverbindlichkeiten 1.551,3 1.543,7 2.534,5 3.021,7 3.283,3 Nettofinanzverbindlichkeiten 590,9 1.363,6 2.401,1 2.974,1 3.241,5 Nettoverschuldung 1.626,2 2.399,8 3.583,8 4.140,5 4.443,6 Verschuldungsgrad I (%)1 39,0 35,9 55,7 72,6 79,2 Verschuldungsgrad II (%)2 40,9 55,9 78,7 99,5 107,2 Working Capital 768,1 945,9 894,6 968,1 1.126,7 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 719,1 669,4 445,4 306,8 308,7 Freier Cashflow 134,2 -106,4 -756,0 -356,7 -204,0 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -787,8 -151,5 769,1 411,5 187,3 1 Finanzverbindlichkeiten/Eigenkapital. 2 Nettoverschuldung/Eigenkapital. NETTOVERSCHULDUNG TAB. 2.29 scroll in Mio. € 31.12.2017 31.12.2018 Flüssige Mittel 182,6 167,6 Langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 7,0 7,0 Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 11,4 11,2 Finanzverbindlichkeiten -3.021,7 -3.283,3 Verbindlichkeiten aus Finance-Lease -173,0 -164,2 Langfristiger Erstattungsanspruch Anleihe MORTON SALT 19,6 20,2 Nettofinanzverbindlichkeiten -2.974,1 -3.241,5 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -166,4 -187,0 Langfristige Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen -1.000,0 -1.015,1 Nettoverschuldung -4.140,5 -4.443,6 MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGE TAB. 2.30 scroll in Mio. € 2014 2015 2016 2017 2018 Sachanlagen, immaterielles Vermögen 5.128,3 6.123,1 7.540,4 7.655,4 7.670,2 Finanzanlagen, langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 47,0 14,1 34,4 28,0 96,1 Vorräte 578,8 705,3 710,4 690,9 691,5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 732,9 708,6 656,5 714,9 836,7 Flüssige Mittel, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 910,0 163,1 154,5 194,0 178,8 Per 31. Dezember 2018 ergab sich eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 4.443,6 Mio. € (31. Dezember 2017: 4.140,5 Mio. €). Die Nettofinanzverbindlichkeiten, ohne Berücksichtigung der langfristigen Rückstellungen, betrugen zum Stichtag 3.241,5 Mio. € (31. Dezember 2017: 2.974,1 Mio. €). Ursächlich für diese Anstiege war im Wesentlichen der negative Freie Cashflow. Der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA) betrug das 7,3-fache (31. Dezember 2017: 7,2-fach). Das Jahr 2018 war maßgeblich durch witterungsbedingte Produktionsunterbrechungen an unserem Verbundwerk Werra in Deutschland belastet. Wir gehen davon aus, dass das EBITDA witterungsbedingt insgesamt um rund 110 Mio. € niedriger ausgefallen ist. Unser Ziel bleibt jedoch weiterhin, den Verschuldungsgrad bis 2020 von seinerzeit 8,1-fach (H1/17) zu halbieren und dieses Ziel im Rahmen der Transformationsphase unserer Strategie SHAPING 2030 zu erreichen. TAB. 2.29, 2.30 'Unternehmensstrategie', Seite 43 'Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 234 ZWECKGEBUNDENES VERMÖGEN Im Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) begonnen. Mit dieser Dotierung ist eine Zweckbindung von Finanzierungsmitteln verbunden. Das Gleiche gilt für das Planvermögen, welches zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen in Kanada dient. Darüber hinaus bestehen Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach IFRS zu qualifizieren sind. Solcherart behandelte Verpflichtungen werden gemäß IFRS bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen zweckgebundene Vermögen lag im Jahr 2018 bei 399,0 Mio. € nach 441,3 Mio. € im Vorjahr. Zudem besteht zum Bilanzstichtag Planvermögen für Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 19,3 Mio. € (2017: 0 Mio. €), das bilanziell ebenfalls saldiert wurde. 'Anhang', Anmerkung (21), Seite 188 NICHT BILANZIERTES VERMÖGEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2018 auf 397,1 Mio. € (31. Dezember 2017: 388,3 Mio. €) und betreffen sowohl Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen als auch Leasingverhältnisse auf Basis von Operating-Leasingverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (z. B. Drucker, Kopiergeräte, EDV-Peripheriegeräte). Daneben sind beispielsweise Bahnwaggons, Fahrzeuge und Lagerkapazitäten gemietet. Ab dem Geschäftsjahr 2019 sind die Leasinggegenstände aufgrund des neu anzuwendenden Bilanzierungsstandards IFRS 16 grundsätzlich zu aktivieren (siehe Konzernanhang "Neue oder geänderte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen" auf S. 167). DARSTELLUNG DER SEGMENTE GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE DEUTLICHER UMSATZANSTIEG Der Umsatz des Geschäftsbereichs betrug im Berichtsjahr 1.973,0 Mio. € nach 1.703,5 Mio. € im Vorjahr. Dieser deutliche Anstieg war insbesondere auf Absatzzuwächse dank der zusätzlichen Produktionsmengen unseres Werks Bethune in Kanada zurückzuführen. Darüber hinaus wirkten sich höhere Düngemittelpreise, besonders in Übersee, positiv aus. Dieser Entwicklung stand eine eingeschränkte Produktverfügbarkeit der deutschen Standorte vor allem aufgrund witterungsbedingter Produktionsunterbrechungen sowie einer geringeren operativen Leistung gegenüber. Insgesamt erhöhte sich der Absatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte dennoch spürbar auf rund 7,5 Mio. t (2017: 6,7 Mio. t). TAB. 2.31, 2.32 ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 89 Der Anteil des in Europa erwirtschafteten Umsatzes betrug im Berichtsjahr etwa 53%. Der Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde in Asien und Südamerika erzielt. ABB. 2.22 Der Umsatz mit Kaliumchlorid (MOP) nahm im Geschäftsjahr 2018 insbesondere mengenbedingt im Zuge der Produktionssteigerung im Kaliwerk Bethune deutlich auf 1.004,0 Mio. € zu (2017: 733,4 Mio. €). Zusätzlich stiegen im Verlauf des Jahres die Preise teilweise spürbar. Dem stand eine negative Währungsentwicklung gegenüber. In Europa haben wir im Berichtsjahr rund 1,2 Mio. t Kaliumchlorid abgesetzt (2017: 1,2 Mio. t), in Übersee waren es mehr als 2,9 Mio. t nach 2,0 Mio. t im Vorjahr. Im Bereich der Düngemittelspezialitäten blieb der Umsatz im Vorjahresvergleich mit 727,4 Mio. € annähernd stabil (2017: 710,5 Mio. €). Die geringere Produktverfügbarkeit am Verbundwerk Werra konnte durch leicht gestiegene Preise kompensiert werden. Während das Absatzvolumen in Europa mit knapp 2,0 Mio. t konstant gehalten werden konnte, ging der Überseeabsatz von gut 0,7 Mio. t im Vorjahr auf nun 0,6 Mio. t zurück. Im Bereich Industrieprodukte ging der Umsatz moderat auf 241,6 Mio. € nach 259,5 Mio. € im Vorjahr zurück. Die Absatzmenge reduzierte sich verfügbarkeitsbedingt in Europa auf rund 0,5 Mio. t (2017: 0,6 Mio. t) und blieb in Übersee mit 0,2 Mio. t konstant (2017: 0,2 Mio. t). ERHOLUNG DES OPERATIVEN ERGEBNISSES Das EBITDA des Geschäftsbereichs betrug im Berichtsjahr 359,3 Mio. € und lag damit deutlich über dem Wert des Vorjahres (2017: 268,8 Mio. €). Ursächlich waren auch hier im Wesentlichen die beschriebenen Absatz- und Preissteigerungen. Unser kanadisches Werk Bethune konnte seinen Ergebnisbeitrag erwartungsgemäß deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessern und erwirtschaftete erstmals ein positives EBITDA. Dem standen vor allem die Produktionseinschränkungen am Verbundwerk Werra gegenüber. VERBUNDWERK WERRA AUFGRUND EXTREMER TROCKENHEIT ZEITWEISE NICHT IN BETRIEB Im dritten und vierten Quartal 2018 mussten wir die Produktion an den Werra-Standorten in Wintershall für 38 Tage, in Hattorf für 23 Tage sowie in Unterbreizbach für 3 Tage unterbrechen. Der witterungsbedingte negative EBITDA-Effekt im Jahr 2018 betrug inklusive aller verbundenen Kosten rund 110 Mio. €. Grund war die außergewöhnlich lang anhaltende Trockenheit in Deutschland und die damit verbundene, extrem niedrige Wasserführung der Werra. Dadurch war die Einleitung von Salzabwässern nur sehr eingeschränkt bzw. gar nicht möglich, obwohl wir dank unserer Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) die anfallenden Abwässer reduziert haben und uns aufgrund der Erweiterung unserer Speicherbecken sowie des vollumfänglichen Ausschöpfens von ergänzenden Maßnahmen zusätzliche Flexibilität verschaffen konnten. Zur temporären Abwasserentsorgung haben wir intensiv von zusätzlichen standortfernen Maßnahmen, wie zum Beispiel der Einleitung in das stillgelegte K+S-Bergwerk Bergmannssegen-Hugo (Region Hannover), Gebrauch gemacht. 'Umwelt', Seite 58 KENNZAHLEN TAB. 2.31 scroll in Mio. € 2017 Q1/18 Q2/18 Q3/18 Q4/18 2018 Umsatz 1.703,5 488,7 440,5 422,2 621,6 1.973,0 - davon Kaliumchlorid 733,4 224,6 205,9 215,3 358,3 1.004,0 - davon Düngemittelspezialitäten 710,5 202,6 173,7 155,3 195,8 727,4 - davon Industrieprodukte 259,5 61,5 60,9 51,6 67,7 241,6 EBITDA 268,8 120,8 90,6 3,4 144,5 359,3 scroll in Mio. € % Umsatz + 15,8 - davon Kaliumchlorid + 36,9 - davon Düngemittelspezialitäten +2,4 - davon Industrieprodukte -6,9 EBITDA + 33,7 UMSATZ NACH REGIONEN ABB. 2.22 ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB. 2.32 scroll in % 2018 Umsatzveränderung +15,8 - mengen-/strukturbedingt + 10,0 - preis-/preisstellungsbedingt +7,7 - währungsbedingt -1,9 - konsolidierungsbedingt - ENTWICKLUNG VON UMSATZ, ABSATZ UND DURCHSCHNITTSPREISEN NACH REGIONEN1TAB. 2.33 scroll 2017 Q1/18 Q2/18 Q3/18 Q4/18 Umsatz Mio. € 1.703,5 488,7 440,5 422,2 621,6 Europa Mio. € 1.002,8 306,0 244,2 214,3 288,2 Übersee Mio. USD 791,5 224,7 233,6 242,0 386,5 Absatz Mio. t eff. 6,71 1,94 1,71 1,56 2,24 Europa Mio. t eff. 3,77 1,11 0,89 0,75 0,99 Übersee Mio. t eff. 2,94 0,84 0,83 0,81 1,25 Ø-Preis €/t eff. 253,8 251,6 257,2 270,0 276,9 Europa €/t eff. 266,0 276,3 274,4 285,7 289,6 Übersee USD/t eff. 269,0 269,1 282,8 297,5 304,5 scroll 2018 % Umsatz 1.973,0 +15,8 Europa 1.052,7 +5,0 Übersee 1.086,8 + 37,3 Absatz 7,46 +11,2 Europa 3,74 -0,8 Übersee 3,72 +26,5 Ø-Preis 264,4 +4,2 Europa 281,5 +5,8 Übersee 291,9 +8,5 1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht und basiert bei den Übersee-Umsätzen auf den jeweiligen EUR/USD-Kassakursen. Für den Großteil dieser Umsatzerlöse wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Preisangaben werden auch durch den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen. PRODUKTVERFÜGBARKEIT AUS DEUTSCHER PRODUKTION Das Jahr 2018 hat gezeigt, dass wir mit Blick auf die effiziente Ausbeute unserer deutschen Lagerstätten noch besser werden müssen. Herausforderungen, die wir im Verlauf des Jahres identifiziert haben, waren unter anderem eine eingeschränkte Personal- und Maschinenverfügbarkeit am Werk Werra, niedrige Wertstoffgehalte (K2O) in Teilbereichen der Grube Unterbreizbach sowie bergtechnische Herausforderungen am Standort Neuhof. Aufgrund zahlreicher Maßnahmen, wie dem teilweisen Erneuern des Fuhrparks unter Tage, konnten wir bis Jahresende bereits erste Verbesserungen erzielen, verblieben jedoch weiterhin hinter der technisch möglichen Kapazität und konnten somit das marktseitig absetzbare Potenzial nicht ausschöpfen. Aus diesem Grund haben wir im Rahmen unserer neuen Strategie SHAPING 2030 das Projekt Operations Excellence ins Leben gerufen. Bis 2020 wollen wir die Effizienz an allen Standorten deutlich steigern. 'Geschäftsmodell', Seite 31 KALIWERK BETHUNE IN KANADA PRODUZIERT ERSTMALS MEHR ALS 1,4 MIO. T Im Geschäftsjahr 2018 konnten wir an unserem neuen Standort Bethune erstmals mehr als 1,4 Mio. t Kaliumchlorid produzieren und damit unser zuletzt genanntes Produktionsziel erreichen. Wir befinden uns jedoch weiterhin in der sogenannten Anfahrphase (Ramp-Up). Wie im Sommer 2018 adressiert, arbeiten wir intensiv an den verschiedenen Herausforderungen, die mit dem Anfahren einer neuen Kalimine einhergehen. Bei der Produktqualität haben wir mehrere Ansatzpunkte identifiziert und sind auf dem richtigen Weg, sodass wir zuversichtlich sind, die Qualität bis Ende 2019 deutlich zu verbessern. HALDENERWEITERUNG FÜR DEN KALISTANDORT HATTORF GENEHMIGT Die Genehmigungsbehörden haben am 11. Oktober 2018 unseren Antrag auf Erweiterung der Rückstandshalde am Standort Hattorf genehmigt. Die damit bestehende Entsorgungssicherheit für feste Produktionsrückstände ist eine wesentliche Voraussetzung für den Betrieb des Kaliwerks. Der aktuelle Genehmigungsstatus bietet Raum für fünf bis sechs Jahre. Darüber hinaus befindet sich die behördliche Prüfung des Antrages für die zweite Phase der Haldenerweiterung, die bis Anfang der 2040er Jahre reichen soll, in Bearbeitung. Wir sind zudem zuversichtlich, die erforderlichen Genehmigungen für die Haldenerweiterungen an unseren Standorten Wintershall und Zielitz rechtzeitig zu erhalten. 'Risiko- und Chancenbericht', Seite 117 EINSTELLUNG DER PRODUKTION IM KALIBERGWERK SIGMUNDSHALL Am 21. Dezember 2018 endete die Kaliproduktion des Bergwerks Sigmundshall (Region Hannover). Die zu gewinnenden Vorräte neigten sich dem Ende zu und die Bedingungen beim Abbau der Rohstoffe in mehr als 1.400 m Tiefe brachten Mensch und Technik an ihre Grenzen. Der gestiegene bergtechnische Aufwand hat dazu geführt, dass die Produktivität des Standorts trotz des großen Engagements der Mitarbeiter in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich abnahm. GESCHÄFTSBEREICH SALZ UMSATZ MODERAT GESTIEGEN Im Geschäftsjahr 2018 lag der Umsatz unseres Geschäftsbereichs Salz mit 1.890,8 Mio. € (2017: 1.762,0 Mio. €) rund 7 % über dem Wert des Vorjahres. Dies resultierte insbesondere aus einer mengenbedingten Umsatzsteigerung im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft. ABB. 2.23, TAB. 2.34, 2.35 In Nordamerika stieg die Nachfrage nach Auftausalz infolge der winterlichen Witterung zu Beginn des Jahres deutlich und führte zu niedrigen Vorräten auf Seiten unserer Kunden. Das Jahresende war dagegen vergleichsweise mild. Die europäische Nachfrage verblieb 2018 auf dem Niveau des Vorjahres. Auf Jahressicht haben wir mit 13,5 Mio. t rund 27 % mehr Auftausalz abgesetzt (2017: 10,7 Mio. t). Der Durchschnittspreis blieb mit 55 €/t rund 4% hinter dem Vorjahreswert zurück. Während sich im Mittleren Westen der USA und in Kanada das Preisniveau im Jahresverlauf erhöhte, reduzierten sich die Preise an der Ostküste sowie in Europa. Insgesamt erreichte der Umsatz mit Auftausalz im Jahr 2018 einen Wert von 739,8 Mio. € nach 613,2 Mio. € im Vorjahr. Im Bereich der Verbraucherprodukte lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 411,9 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2017: 407,4 Mio. €). Höheren Preisen für Wasserenthärtungssalze stand eine nachteilige Währungsentwicklung gegenüber. Der Absatz blieb mit 1,5 Mio. t ebenfalls stabil. Das Geschäft mit Gewerbesalzen, wie z. B. für die Tiernahrungs-, Erdöl-/Erdgas- und Pharmaindustrie, wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5 %, der Umsatz betrug 334,4 Mio. € nach 318,4 Mio. € im Vorjahr. Dabei konnten negative Währungseffekte durch deutlich höhere Absatzmengen in Südamerika mehr als kompensiert werden. Insgesamt konnten wir in dieser Produktgruppe 4,3 Mio. t absetzen. Dies entspricht einer Steigerung um rund 19 % gegenüber dem Vorjahreswert (2017: 3,6 Mio. t). KENNZAHLEN TAB. 2.34 scroll in Mio. € 2017 Q1/18 Q2/18 Q3/18 Q4/18 2018 Umsatz 1.762,0 635,6 326,9 375,0 553,3 1.890,8 - davon Auftausalz 613,2 361,4 48,3 88,8 241,3 739,8 - davon Verbraucherprodukte 407,4 97,6 100,7 100,1 113,5 411,9 - davon Gewerbesalz 318,4 81,9 83,0 83,9 85,6 334,4 - davon Lebensmittelindustrie 242,5 52,1 53,9 56,2 55,7 217,9 - davon Industriesalz 144,6 30,8 33,9 37,1 43,0 144,8 EBITDA 325,2 120,9 23,3 41,5 88,9 274,5 scroll in Mio. € % Umsatz +7,3 - davon Auftausalz +20,6 - davon Verbraucherprodukte +1,1 - davon Gewerbesalz +5,0 - davon Lebensmittelindustrie -10,1 - davon Industriesalz +0,1 EBITDA -15,6 UMSATZ NACH REGIONEN ABB. 2.23 ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB. 2.35 scroll in % 2018 Umsatzveränderung +7,3 - mengen-/strukturbedingt + 10,0 - preis-/preisstellungsbedingt +1,5 - währungsbedingt -4,3 - konsolidierungsbedingt - ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE1TAB. 2.36 scroll 2017 Q1/18 Q2/18 Q3/18 Q4/18 Auftausalz Umsatz Mio. € 613,2 361,4 48,3 88,8 241,3 Absatz Mio. t 10,66 6,89 0,94 1,59 4,11 Ø-Preis €/t 57,5 52,5 51,4 55,9 58,7 Verbraucherprodukte, Lebensmittelindustrie sowie Gewerbe- und Industriesalz Umsatz Mio. € 1.108,3 262,4 271,5 277,4 297,7 Absatz Mio. t 9,66 2,45 2,51 2,54 2,65 Ø-Preis €/t 114,8 107,1 108,2 109,4 112,3 scroll 2018 % Auftausalz Umsatz 739,8 +20,6 Absatz 13,53 +26,9 Ø-Preis 54,7 -4,9 Verbraucherprodukte, Lebensmittelindustrie sowie Gewerbe- und Industriesalz Umsatz 1.109,0 +0,1 Absatz 10,15 +5,1 Ø-Preis 109,3 -4,9 1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht. Die Preisangaben werden auch durch Veränderungen von Wechselkursen sowie den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen. Der Umsatz mit Salz für die Lebensmittelindustrie fiel mengen- sowie währungsbedingt um gut 10 % und lag bei 217,9 Mio. € (2017: 242,5 Mio. €). Das abgesetzte Volumen betrug im Jahr 2018 knapp 1,2 Mio. t (2017: 1,3 Mio. t). Im Industriesalzgeschäft konnten wir den hohen Umsatz des Vorjahres bestätigen, er blieb mit 144,8 Mio. € knapp über dem Vorjahreswert (2017: 144,6 Mio. €). Der Absatz lag insgesamt mit 3,2 Mio. t leicht unter dem des Vorjahres (2017: 3,3 Mio. t). Der Festsalzabsatz des Geschäftsbereichs betrug insgesamt 23,7 Mio. t, dies entspricht einer Steigerung um rund 17% gegenüber dem Wert des Vorjahres (2017: 20,3 Mio. t). TAB. 2.36 EBITDA DURCH LOGISTIKKOSTEN BELASTET Das EBITDA betrug 274,5 Mio. € nach 325,2 Mio. € im Vorjahr. Grund für den deutlichen Rückgang waren neben negativen Währungseffekten insbesondere die im Jahresverlauf zunehmenden Logistikkosten. Aufgrund zeitweise gestiegener Treibstoffpreise sowie eines Anstiegs der Kosten für Frachtraum bei LKW erhöhten sich unsere Logistikaufwendungen, die für etwa ein Drittel der Gesamtkosten dieses Geschäftsbereichs stehen, vor allem in Nordamerika deutlich. Die Trockenheit in Deutschland und damit verbunden niedrige Pegelstände der Flüsse führten zudem zu höheren Frachtkosten für die Binnenschifffahrt in Europa. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN UMSATZ ÜBER VORJAHR Der Umsatz der Ergänzenden Aktivitäten erhöhte sich moderat auf 172,4 Mio. € (2017: 159,9 Mio. €). Der Innenumsatz aus den gegenüber K+S-Gruppengesellschaften erbrachten Leistungen ist in diesen Zahlen nicht enthalten. Einschließlich dieser Innenumsätze betrug der Gesamtumsatz im Berichtsjahr 202,5 Mio. € (2017: 188,6 Mio. €). ABB. 2.24, TAB. 2.37, 2.38 KENNZAHLEN TAB. 2.37 scroll in Mio. € 2017 Q1/18 Q2/18 Q3/18 Q4/18 2018 Umsatz 159,9 44,9 43,9 41,7 41,9 172,4 - Entsorgung und Recycling 85,8 23,7 22,7 21,2 21,5 89,1 - K+S TRANSPORT GMBH 9,7 2,6 2,6 2,1 2,6 9,9 - Tierhygieneprodukte 40,1 10,9 10,4 10,8 10,2 42,3 - CFK Handel 24,3 7,7 8,1 7,6 7,7 31,1 EBITDA 30,3 9,8 8,0 6,2 7,2 31,3 scroll in Mio. € % Umsatz +7,8 - Entsorgung und Recycling +3,8 -K+S TRANSPORT GMBH +2,1 - Tierhygieneprodukte +5,5 - CFK Handel +28,0 EBITDA +3,3 Im Bereich Entsorgung und Recycling stieg der Umsatz im Berichtsjahr vor allem mengenbedingt von 85,8 Mio. € auf 89,1 Mio. €. Der Drittumsatz der K+S TRANSPORT GMBH war mit 9,9 Mio. € in etwa auf Niveau des Vorjahres (2017: 9,7 Mio. €). Im Bereich Tierhygiene stieg der Umsatz mengenbedingt auf 42,3 Mio. € (2017: 40,1 Mio. €). Das CFK-Handelsgeschäft verzeichnete einen deutlichen preisbedingten Umsatzanstieg auf 31,1 Mio. € (2017: 24,3 Mio. €). EBITDA AUF VORJAHRESNIVEAU Das EBITDA der Ergänzenden Aktivitäten lag im Berichtsjahr mit 31,3 Mio. € annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (2017: 30,3 Mio. €). Preis- und mengenbedingte Steigerungen wurden dabei durch zumeist kostenbedingte Rückgänge nahezu kompensiert. UMSATZ NACH REGIONEN ABB. 2.24 ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB. 2.38 scroll in % 2018 Umsatzveränderung +7,8 - mengen-/strukturbedingt + 3,0 - preis-/preisstellungsbedingt +4,8 - währungsbedingt - - konsolidierungsbedingt - BEURTEILUNG DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTAND1 Das Jahr 2018 war für die K+S GRUPPE von besonderen Herausforderungen geprägt. Insbesondere die lang anhaltende Hitzewelle mit extremer Trockenheit resultierte in niedrigen Pegelständen der Werra und machte somit Produktionsunterbrechungen im zweiten Halbjahr des Jahres mit einem witterungsbedingten negativen EBITDA-Effekt in Höhe von rund 110 Mio. € unvermeidbar. Und das, obwohl wir dank der Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) die anfallenden Abwässer reduziert haben und uns aufgrund der Erweiterung unserer Speicherbecken sowie des vollumfänglichen Ausschöpfens von ergänzenden Maßnahmen zusätzliche Flexibilität verschaffen konnten. Aber auch Herausforderungen wie eine eingeschränkte Personal- und Maschinenverfügbarkeit am Werk Werra, niedrige Wertstoffgehalte (K2O) am Standort Unterbreizbach sowie bergtechnische Herausforderungen am Standort Neuhof haben gezeigt, dass wir mit Blick auf die effiziente Ausbeute unserer deutschen Lagerstätten noch besser werden müssen. Noch vor wenigen Jahren hätten diese Effekte in ihrer geballten Kraft vermutlich zu signifikanten Ergebniseinbrüchen geführt. Heute ist die K+S GRUPPE so stabil, dass allem Gegenwind zum Trotz das EBITDA mit 606,3 Mio. € immerhin noch um 5 % verbessert werden konnte. Dafür waren das positive Marktumfeld für Kali- und Magnesiumprodukte, ein gutes Auftausalzgeschäft im ersten Quartal, das Hochfahren der Produktion an unserem kanadischen Kalistandort Bethune sowie unsere Anstrengungen und Weichenstellungen hinsichtlich der operativen Performance verantwortlich. Der bereinigte Freie Cashflow war mit -206,3 Mio. € zwar weiterhin negativ, verbesserte sich allerdings deutlich gegenüber dem Vorjahr (2017: -389,8 Mio. €). Der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/ EBITDA) belief sich im Jahr 2018 auf das 7,3-fache (31. Dezember 2017: 7,2-fach). 1 Stand: 5. März 2019. RISIKO- UND CHANCENBERICHT Als international agierendes Unternehmen wird K+S regelmäßig mit einer Vielzahl von Entwicklungen und Ereignissen konfrontiert, die das Erreichen der finanziellen und nichtfinanziellen Ziele beeinflussen können. Den Ausgangspunkt für das Risiko- und Chancenmanagement bei K+S stellen Strategie und Planung dar. Risiken verstehen wir als negative und Chancen als positive Abweichungen möglicher künftiger Entwicklungen von einem Plan- oder Zielwert. MANAGEMENTPROZESS IDENTIFIKATION Die Identifikation von Risiken und Chancen erfolgt regelmäßig in den jeweiligen Unternehmenseinheiten. Dafür stehen unterschiedliche Instrumente zur Verfügung. Wir beschäftigen uns intensiv im laufenden Geschäftsbetrieb und im Projektmanagement u. a. mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Auswertung verschiedenster externer Informationen, den relevanten Umsatz- und Kostengrößen, bergtechnischen Gegebenheiten sowie der Verfolgung von Risikoindikatoren und Erfolgsfaktoren aus dem gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen, rechtlichen und politischen Umfeld. 'Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 67 BEWERTUNG VON FINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN UND STEUERUNG Für das Management von Risiken und Chancen haben wir spezifische Prozesse etabliert und dokumentiert. Für jedes Risiko wird zunächst eine Bruttobewertung durchgeführt. Hierbei werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen quantitativ bewertet. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien. Ziel ist es, das Schadenspotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Die Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt auch die notwendigen Kosten. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten übertragen werden. Sofern Bruttoeintrittswahrscheinlichkeit und/oder Bruttoschadenspotenzial durch wirksame und angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zuverlässig gemindert werden können, liegt der Fokus der Betrachtung auf der sich hieraus ergebenden Nettoeintrittswahrscheinlichkeit und auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenspotenzial. Die interne Risikobewertung erfolgt hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial jeweils für einen kurz-, mittel- und langfristigen Betrachtungszeitraum, d. h. für die kommenden 12, 36 und 120 Monate ab dem Zeitpunkt der Identifikation bzw. Überprüfung. Die für bereits identifizierte Risiken durchgeführten Bewertungen sowie die erarbeiteten und ggf. umgesetzten Gegensteuerungsmaßnahmen werden laufend auf ihre Aktualität und Wirksamkeit überprüft, angepasst und bei wesentlichen Änderungen sowie bei Überschreitung definierter Schwellenwerte berichtet. Zur Bewertung ihrer finanziellen Auswirkungen wird jede Chance auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und damit verbundene mögliche Risiken hin untersucht. Um Chancen effektiv nutzen zu können, werden geeignete Fördermaßnahmen gezielt gesucht, verfolgt und umgesetzt. Das Nutzenpotenzial bezieht sich nur auf die Nettoperspektive nach Durchführung von angemessenen Fördermaßnahmen. Die Bewertungszeiträume sind mit denen der Risikobewertung identisch. BEWERTUNG VON NICHTFINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN Identifizierte Risiken können auch negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben. Solche Auswirkungen können im Falle eines Risikoeintritts auch Reputationsrisiken nach sich ziehen, die sich nicht oder nur schwer quantifizieren lassen. Die Identifikation und Bewertung der nichtfinanziellen Auswirkungen erfolgt auf der Grundlage unserer zentralen Nachhaltigkeitsanalysen sowie anhand der Dimensionen Schadenspotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit. Systeme und Konzepte zur Handhabung von Entwicklungen oder Ereignissen, die Einfluss auf die genannten Aspekte haben können, werden im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie in der nichtfinanziellen Erklärung beschrieben. 'Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 55 BERICHTERSTATTUNG Der internen Risiko- und Chancenberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach berichten die Unternehmenseinheiten laufend an den Vorstand über Risiken und Chancen, wenn definierte Schwellenwerte sowohl für die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch für das Schadens- bzw. das Nutzenpotenzial überschritten werden. Ferner wird darüber informiert, ob ein Risiko bzw. eine Chance in der Hochschätzung bzw. Planung berücksichtigt ist. Risiken und Chancen, deren finanzielle Auswirkungen in der Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung durch entsprechende Ergebnisabschläge bzw. -zuschläge berücksichtigt werden, sind nicht Gegenstand der Risiko- und Chancenberichterstattung. Risiken im Zusammenhang mit den nichtfinanziellen Aspekten entsprechend der Definition des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes müssten mindestens das Schadensausmaß "wesentlich" und eine mit "wahrscheinlich" angenommene Eintrittswahrscheinlichkeit haben; solche wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht identifiziert. Sofern jedoch bei Eintritt der identifizierten Risiken wesentliche bzw. schwerwiegende nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie Lieferkette resultieren könnten, nennen wir diese im Rahmen der jeweiligen Risikobeschreibung. Darüber hinaus sind bei der Festlegung der für die Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung maßgeblichen generellen Prämissen (z. B. Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze) die insoweit jeweils relevanten Risiken und Chancen auf Basis des wahrscheinlichsten Falls zu berücksichtigen. Zusätzlich ist für die einzelnen Planungsprämissen aufzuzeigen, welchen negativen/ positiven Einfluss bestimmte Abweichungen auf die einzelnen Planungsgrößen hätten ("Sensitivitäten"). Vorstand sowie Management haben in einem standardisierten Berichtswesen laufend einen Überblick über die aktuelle Risiko- und Chancensituation. Kurzfristig auftretende wesentliche Risiken werden bei Eilbedürftigkeit unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich, informiert. RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Unser Ziel ist es, finanzwirtschaftliche Risiken (z. B. Wechselkursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein spezielles Management zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuern wir unsere Kapitalstruktur, um die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit jederzeit nachhaltig sicherzustellen. 'Finanzlage', Seite 98 Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Erlösrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hier zur Sicherung gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Partnern abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken erfolgt generell eine ausgewogene Verteilung der eingesetzten Finanzderivate auf verschiedene Kontrahenten. Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur ökonomischen Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i. d. R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte). 'Anhang', Seite 150 RISIKEN UND CHANCEN 2019-2021 Im Folgenden werden diejenigen Risiken und Chancen beschrieben, die innerhalb des Zeitraums der Mittelfristplanung (drei Jahre) Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S nehmen können und nicht bereits in der Planung mit entsprechenden Ergebnisabschlägen bzw. -zuschlägen berücksichtigt sind. Dabei wird hinsichtlich des kumulierten Nettoschadens- bzw. Nettonutzenpotenzials wie folgt unterschieden: ― wesentliche finanzielle Auswirkung: > 200 Mio. € ― moderate finanzielle Auswirkung: > 25-200 Mio. € Bezüglich der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit wird wie folgt differenziert: ― wahrscheinlich: > 50 % ― möglich: 10-50 % ― unwahrscheinlich: <10% Die Veränderung der Einschätzung der Risiken und Chancen stellen wir gegenüber der Vorperiode wie folgt dar: ― höher als im Vorjahr:↑ ― niedriger als im Vorjahr: ↓ Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den unserer Mittelfristplanung zugrunde liegenden Annahmen kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung von Risiken und Chancen führen, die dann in unserer Zwischenberichterstattung entsprechend kommuniziert wird. ÜBERSICHT DER RISIKEN Tabelle 2.40 gibt für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren einen Überblick über die Risiken mit wesentlichem bzw. moderatem Nettoschadenspotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Risiken aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Risiken verstehen sich als mögliche negative Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern kein Geschäftsbereich hervorgehoben wird, betreffen die Risiken die gesamte K+S GRUPPE. TAB. 2.40 ÜBERSICHT DER CHANCEN Tabelle 2.39 gibt für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren einen Überblick über die Chancen mit wesentlichem und moderatem Nettonutzenpotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Chancen aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Chancen verstehen sich als mögliche positive Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern kein Geschäftsbereich hervorgehoben wird, betreffen die Chancen die gesamte K+S GRUPPE. TAB. 2.39 CHANCEN TAB. 2.39 scroll Eintrittswahrscheinlichkeit Nutzenpotenzial Externe und branchenspezifische Chancen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung möglich moderat Preiserhöhung/Nachfrageanstieg möglich moderat Witterungsbedingte Nachfrageschwankungen möglich wesentlich Operative Chancen Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Kapazitätserweiterungen, Kostenoptimierung, Akquisitionen und/oder strategische Partnerschaften, Innovation möglich moderat Hebung von Synergien möglich moderat Ramp-Up-Phase am Standort Bethune möglich moderat Rechtsstreitigkeiten möglich moderat Energiekosten möglich moderat Finanzwirtschaftliche Chancen Währung/Wechselkursschwankungen möglich wesentlich Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus möglich moderat Verbesserung des Unternehmensratings möglich moderat RISIKEN TAB. 2.40 scroll Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenspotenzial Externe und branchenspezifische Risiken Gesamtwirtschaftliche Entwicklung möglich wesentlich Angebotsausweitung/Nachfragerückgang möglich wesentlich Witterungsbedingte Nachfrageschwankungen möglich wesentlich Witterungsbedingte Zusatzkosten möglich moderat Risiken aus Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen Bewirtschaftungsplanung nach der Wasserrahmenrichtlinie und Veränderung, Versagung oder gerichtliche Aufhebung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen möglich wesentlich Gestiegene Anforderungen an die Lagerung von Auftausalz in Nordamerika unter freiem Himmel möglich wesentlich Bergrechtliche Sicherheitsleistungen möglich moderat Restriktivere Auslegung bestehender Vorschriften zur Entsorgung bergbaulicher Abfälle unter Tage möglich moderat Operative Risiken Hebung von Synergien möglich moderat Ramp-Up-Phase am Standort Bethune möglich moderat Prozessrisiken und Rechtsstreitigkeiten möglich moderat Energiekosten und Energieversorgung möglich moderat Frachtkosten und Transportverfügbarkeit möglich moderat Produktionstechnik möglich moderat Veränderungen in der Rohsalzzusammensetzung möglich neu moderat neu Kohlendioxideinschlüsse in Lagerstätten möglich moderat Schäden durch Gebirgsschlag unwahrscheinlich wesentlich Wasserzutritt unwahrscheinlich wesentlich Compliance unwahrscheinlich wesentlich Nichteinhaltung von Vorschriften zu Arbeitsplatzgrenzwerten unter Tage unwahrscheinlich neu wesentlich neu Lieferantenausfälle und Lieferengpässe unwahrscheinlich moderat Personal unwahrscheinlich moderat Informationssicherheit unwahrscheinlich moderat Reputation unwahrscheinlich moderat Finanzwirtschaftliche Risiken Währung/Wechselkursschwankungen möglich wesentlich Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus möglich moderat Verschlechterung des Unternehmensratings möglich moderat Liquidität unwahrscheinlich wesentlich Ausfall von Forderungen an Kunden unwahrscheinlich moderat Ausfall von Partnern bei Finanzgeschäften unwahrscheinlich moderat EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN UND CHANCEN GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Die Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten wird deutlich durch das Wirtschaftswachstum und die damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in den für uns relevanten Regionen, die Preisentwicklung für Agrarrohstoffe und zum Teil auch durch politische Entscheidungen in einigen Verbraucherländern beeinflusst. Die internationalen Preise für Kaliumchlorid stiegen im Jahr 2018 weiter an und setzten somit ihre positive Entwicklung seit Mitte 2016 fort. Insgesamt sollte das Agrarpreisniveau unserer Einschätzung nach weiterhin einen Anreiz für die Landwirtschaft darstellen, den Ertrag je Hektar auch durch einen verstärkten Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. Es besteht ein Risiko, dass sich das Wachstum der Schwellenländer entgegen den Erwartungen verlangsamt und/oder die Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder an Schärfe gewinnt. Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrageverhalten nach Pflanzennährstoffen negativ beeinflussen. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität des jeweiligen Szenarios abhängig. 'Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen', Seite 88 Der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftau- und Gewerbesalz sowie nach Verbraucherprodukten und Salz für die Lebensmittelindustrie ist von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist. Unvorhersehbare Veränderungen in der US-Handelspolitik sind nicht auszuschließen. Diese sind möglich und werden laufend beobachtet. Ebenso sind Teile der US-Steuerreform noch nicht endgültig ausgestaltet. Entsprechende Auswirkungen sind derzeit nicht abschätzbar. Ein harter oder weicher Brexit hätte für K+S nur geringe direkte Auswirkungen. Die indirekten Auswirkungen sind dagegen derzeit nicht abschätzbar. Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als erwartet und das Wachstum insbesondere in unseren Hauptabsatzregionen Europa, Nordamerika, Brasilien und Südostasien höher ausfallen als allgemein prognostiziert, könnte das zu positiven Abweichungen gegenüber der Planung führen. Auf die oben beschriebenen Einflüsse würden wir mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren. Die Planung von K+S basiert auf den im Prognosebericht wiedergegebenen Erwartungen; die Bewertung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation geht somit direkt in die Prognose für 2019 ein. ANGEBOTSAUSWEITUNG/NACHFRAGERÜCKGANG Vor allem die Produkte unseres Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte könnten durch äußere Einflüsse von erheblichen Rückgängen in der Nachfrage bedroht sein. Auf der Nachfrageseite könnten makroökonomische Faktoren wie ungünstige Wechselkursveränderungen oder eine sinkende Liquidität landwirtschaftlicher Betriebe die Nachfrage in einzelnen Absatzregionen beeinflussen. Dies gilt auch für politische Markteingriffe beispielsweise durch regionale Subventionskürzungen, die Festlegung von Zöllen für Düngemittel und/oder Agrarprodukte oder die Einführung restriktiver Düngevorschriften. Umwelteinflüsse wie Krankheiten bei bestimmten Anbaukulturen, das Auftreten von Tierseuchen oder ungünstigen Witterungsbedingungen könnten ebenfalls zu einem Nachfragerückgang führen. Darüber hinaus könnte sich die Nachfrage auch aufgrund einer bewussten Kaufzurückhaltung unserer Kunden negativ entwickeln. Auf der Angebotsseite könnten sich Veränderungen aufgrund von Kapazitätsausweitungen ergeben. Bestehende sowie neue Produzenten sind dabei, aufgrund ihrer Einschätzung des langfristigen Nachfragewachstums auf dem Weltkalimarkt Produktionskapazitäten auszubauen. Sollte der Markt für zusätzliche Angebotsmengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck für einen Übergangszeitraum erhöhen. Weiterhin könnten die Produzenten im Rahmen der gegebenen Kapazitäten versuchen, durch Angebotsausweitung Marktanteile dazu- bzw. verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Zunehmender Wettbewerbsdruck könnte auch aus einem Nachfragerückgang resultieren. Erhebliche Erhöhungen der Kapazitäten und deren Ausnutzung, Angebotsausweitungen einzelner Produzenten im Rahmen gegebener Kapazitäten sowie längerfristige Nachfragerückgänge könnten sich erheblich auf die Preisbildung und/oder die Absatzmöglichkeiten auswirken. Dabei könnte die bestehende Struktur des gesamten Markts für Pflanzennährstoffe bis hin zu einem Verdrängungswettbewerb auf der Angebotsseite verändert werden. Daher kann ein Rückgang der Kalipreise und/oder der absetzbaren Mengen nicht ausgeschlossen werden. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität dieser Ereignisse abhängig. Da die Erschließung neuer Kalikapazitäten sehr kapitalintensiv und in der Umsetzung langfristig ist, dürfte ein Anreiz für die Produzenten darin bestehen, eine attraktive Prämie auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Wir sehen die langfristigen Treiber als nach wie vor gültig an: Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Pflanzennährstoffen wird von Megatrends wie der wachsenden Weltbevölkerung und einem steigenden Lebensstandard in den Schwellenländern getragen. Pflanzennährstoffe mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung spielen daher in der Agrarproduktion auch künftig eine zentrale Rolle. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten wir unter anderem an der weiteren Verbesserung unserer Kosten- und Organisationsstrukturen sowie an dem Ausbau unserer Spezialitätenprodukte. PREISERHÖHUNG/NACHFRAGEANSTIEG Chancen mit wesentlichen positiven Effekten bestehen grundsätzlich bei der Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten. Die Branchensituation im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war im Jahr 2018 von einer guten Nachfrage geprägt. Die internationalen Preise für Kaliumchlorid stiegen in 2018 fast überall weiter an und setzten somit ihre Entwicklung seit Mitte 2016 fort. Sofern Landwirte ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen nutzen oder die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung erhöhen, würde dies einen zusätzlichen Einsatz an Pflanzennährstoffen erfordern und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert. Weiterhin könnte die Tendenz zu einem ausgewogeneren Einsatz der Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) (Balanced Fertilization) in wichtigen Absatzregionen wie Indien und China zu einem überproportionalen Wachstum der Kalinachfrage führen. Die finanziellen Auswirkungen des damit verbundenen Nachfrageanstiegs sind stark von dem Ausmaß der dadurch ausgelösten Erhöhung der Düngemittelpreise abhängig. Positive Preiseffekte mit moderaten Auswirkungen halten wir gegenüber den Annahmen unserer Mittelfristplanung für möglich, wesentliche Auswirkungen sehen wir aufgrund des erwarteten Wettbewerbs mittelfristig jedoch nicht. WITTERUNGSBEDINGTE NACHFRAGESCHWANKUNGEN Im Geschäftsbereich Salz hat die Witterung in den Auftausalzregionen Europas und Nordamerikas eine besondere Relevanz. Unsere Planung basiert dabei auf einem gleitenden Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre. Überdurchschnittlich strenge Winter in den Auftausalzregionen von K+S können sich aufgrund einer witterungsbedingten Nachfrageerhöhung deutlich positiv auf den Absatz von Auftausalz auswirken. Dies wiederum könnte zu einer angespannten Situation bei den Lagerbeständen führen und in Preiserhöhungen resultieren. Dagegen können milde Winter zu einem witterungsbedingten Nachfragerückgang führen und somit den Absatz erheblich verringern; hohe Lagerbestände an Auftausalz könnten die Folge sein und somit die Preise im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts und der Ausschreibungen für die kommende Wintersaison belasten. Beide Fälle würden, bezogen auf ein Jahr, einen moderaten finanziellen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens haben. Sollten sich solche für uns positive bzw. negative Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Chancen bzw. Risiken ergeben. Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Strategische Lagerbestände sowie eine flexible Anpassung der Produktion von Auftausalz ermöglichen es uns, ggf. auch kurzfristig eine stark steigende Nachfrage zu bedienen. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte könnte sich durch einen witterungsbedingten Nachfragerückgang ein Absatzrisiko ergeben. Beispielsweise könnte eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Pflanzennährstoffen führen. Dies gilt auch für Wetterphänomene wie El Niño, La Niña oder Dürren, die bedeutende Ertragseinbußen für die Landwirte in den betroffenen Regionen und einen reduzierten Einsatz von Pflanzennährstoffen zur Folge haben könnten. WITTERUNGSBEDINGTE ZUSATZKOSTEN Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte spielen an einigen Produktionsstandorten die wasserrechtlichen Rahmenbedingungen eine besondere Rolle für die uneingeschränkte Nutzung der zur Verfügung stehenden technischen Produktionskapazitäten. Mit der Inbetriebnahme der Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) im Januar 2018 und unter der Annahme einer störungsfreien Nutzung der Versenkung gehen wir davon aus, dass das Werk Werra in einem hydrologischen Normaljahr Salzabwässer im Rahmen der bestehenden Genehmigungen standortnah entsorgen kann. In einem trockenen Jahr müssten allerdings bestimmte Mengen an Salzabwässern standortfern entsorgt werden, wodurch zusätzliche Kosten für den Transport dieser Rückstände anfallen würden. Bei extremer Trockenheit (vergleichbar mit dem Sommer/Herbst 2018) mit einer über einen sehr langen Zeitraum außergewöhnlich geringen Wasserführung der Werra könnte es zu Produktionsunterbrechungen kommen, sofern alle verfügbaren Ressourcen für eine standortferne Entsorgung ausgeschöpft sind. Neben der geringen Wasserführung könnte unter extremen Bedingungen auch die Wassertemperatur die Produktion des Werks Werra beeinflussen, da die Einleitung der Kühlwässer in Werra und Ulster zusätzlich durch behördlich festgelegte Temperaturgrenzwerte limitiert wird. Daher hat K+S weitere Maßnahmen zur Abwasserentsorgung erarbeitet. Für die temporäre Einstapelung von Salzlösungen im Grubenfeld Springen (Bergwerk Merkers) sowie zur Einleitung von Prozess- und Haldenwasser in das stillgelegte K+S-Bergwerk Bergmannssegen-Hugo (Region Hannover) liegen Genehmigungen vor. Darüber hinaus wird eine weitere Kaverne des Untergrundgasspeichers (UGS) Bernburg durch die Flutung mit gesättigtem Salzwasser aus der Kaliproduktion des Werks Werra verwahrt. Hinzu kommt der kontinuierliche Ausbau von Speicherbeckenkapazitäten vor Ort, um die Flexibilität des Abwassermanagements weiter zu erhöhen. Dabei streben wir an, die temporären Speicherkapazitäten für Salzabwässer vor Ort auf insgesamt bis zu 1 Mio. m3zu erhöhen. RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN RECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGEN Für die Ausübung unserer Tätigkeiten, insbesondere in den Bereichen Bergbau/Gewinnung/Aufbereitung und Rückstandsentsorgung, ist eine Vielzahl öffentlich-rechtlicher Zulassungen und Erlaubnisse Voraussetzung. Der Rahmen für die Erteilung dieser Zulassungen und Erlaubnisse wird für die Produktion in Deutschland und Europa ganz maßgeblich durch die europäischen und nationalen Vorgaben des Umwelt-, Wasser- und Bergrechts vorgegeben. Die Regelungsdichte wird nach unserer Einschätzung künftig weiter zunehmen. Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht nach Erteilung einer entsprechenden Zulassung oder Erlaubnis das Risiko, dass von dritter Seite Rechtsmittel gegen diese eingelegt und die Zulassung/Erlaubnis durch Gerichte aufgehoben wird. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Zulassungen und Erlaubnisse oder neu erteilte inhaltlich begrenzt, zeitlich befristet, dauerhaft verändert, versagt oder mit weiteren Auflagen versehen werden. Außerdem können Nebenbestimmungen einzelner Zulassungen/Erlaubnisse dazu führen, dass diese ausgesetzt oder aufgehoben werden. BEWIRTSCHAFTUNGSPLANUNG NACH DER WASSERRAHMENRICHTLINIE UND VERÄNDERUNG, VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN UND FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN IN DEUTSCHLAND Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entstehen feste und flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Rückstandshalden. Die festen Rückstände werden entweder auf unsere Rückstandshalden verbracht oder unter Tage versetzt. Die Salzabwässer werden zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in begrenztem Umfang in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt. Ebenso werden damit stillgelegte Bergwerke zur langfristigen Sicherung geflutet. VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: EINLEITUNG Für die genannten Entsorgungswege der o. g. Rückstände der deutschen Standorte legen die Bewirtschaftungspläne auf der Basis der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des deutschen Wasserrechts wesentliche Rahmenbedingungen fest. Für die nächsten Jahre sind dabei die Bewirtschaftungspläne für die zweite Bewirtschaftungsperiode 2015 bis 2021 der einzelnen Flussgebietsgemeinschaften (FGG) relevant. ,Umwelt', Seite 58 Der zurzeit geltende Bewirtschaftungsplan bildet den regulatorischen Rahmen für die Zeit von 2015 bis 2021 und führt in diesem Zeitraum zu keinen unmittelbar nachteiligen Auswirkungen auf die Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Kalirevier. Weitere Maßnahmen und Zielwerte für die dritte Bewirtschaftungsperiode 2021 bis 2027 werden in den nächsten Jahren geprüft und festgelegt. Sollten sich die im Bewirtschaftungsplan 2015 bis 2021 enthaltenen Punkte (insbesondere die Zielwerte im Gewässer) auch im Plan für die Zeit ab 2021 wiederfinden, ohne dass weitere umsetzbare und verhältnismäßige Maßnahmen zur Verfügung stehen, sind erhebliche Risiken für die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen nicht auszuschließen. Infolgedessen könnten sowohl die Beschäftigungslage als auch die wirtschaftliche Lage der Region wesentlich negativ betroffen werden. In der genannten Zeitspanne 2015 bis 2021 werden weitere Maßnahmen der Salzabwasservermeidung und zusätzliche Entsorgungswege geprüft. VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: VERSENKUNG Für das Kaliwerk Werra besteht die Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigen Prozesswässern bis Ende 2021. Dabei besteht eine Begrenzung sowohl hinsichtlich der jährlichen Versenkmenge von 1,5 Mio. m3 als auch bezogen auf eine Tagesmenge von 5.000 m3. K+S wird keinen Antrag auf Fortsetzung der Versenkung stellen. Wenn wider Erwarten Sachverhalte eintreten, die zu einer nachteiligen Beeinflussung von nutzbaren Grundwasserressourcen führen könnten, Nebenbestimmungen nicht eingehalten werden könnten oder Klagen gegen die bestehende Erlaubnis erfolgreich wären, könnte diese Genehmigung eingeschränkt oder aufgehoben werden. Dies könnte zu Produktionsausfällen und/oder zu erheblichen Produktionseinschränkungen wegen fehlender Entsorgungsmöglichkeiten für Salzabwässer (Versenkmengen) an den betroffenen Standorten und/oder zu zusätzlichen Kosten für den Transport zu standortfernen Entsorgungsalternativen führen. Wir gehen davon aus, dass die Entscheidungen der Behörde Bestand haben und eine Kaliproduktion im Werk Werra unter den gegebenen Rahmenbedingungen weiterhin gewährleistet ist. Die Ergebnisse eines 3D-Grundwassermodells bestätigen zudem, dass nachteilige Auswirkungen der Versenkung auf das Grundwasser ausgeschlossen werden können. Trotzdem ist ein Widerruf möglich, sofern die Einhaltung von Grenzwerten an zwei Brunnen einer Trinkwassergewinnungsanlage nicht gewährleistet wird. K+S arbeitet weiterhin intensiv an Maßnahmen zur Verminderung des Anfalls salzhaltiger Abwässer und an alternativen Entsorgungsmöglichkeiten. Zusätzlich werden Forschung und Entwicklung sowie Innovationsaktivitäten gefördert. Damit soll zukünftig die Entsorgung anfallender Produktions- und Haldenwässer überwiegend durch die Einleiterlaubnis in die Werra gewährleistet werden. Ziel ist es, auch durch weitere erhebliche Investitionen die Wertschöpfung und die damit verbundenen Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten sowie Werra und Weser weiter zu entlasten und damit die Zukunftsfähigkeit der Kalistandorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern. ,Umwelt', Seite 58 VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN Sollten Genehmigungen zur Aufhaldung widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen zugelassen werden, würde den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für die festen Rückstände fehlen. Die vollständige Versagung bzw. die Aufhebung aller bestehenden Erlaubnisse und Zulassungen zur Aufhaldung halten wir für unwahrscheinlich, da die Erlaubnisse und Zulassungen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vereinbar sind, dem Stand der Technik entsprechen und sich die Regierungen und weite Teile der Politik in den für uns relevanten Bundesländern für den Erhalt des Kalibergbaus in Deutschland ausgesprochen haben. Einzelne Genehmigungen zu notwendigen Haldenerweiterungen könnten unter Umständen nicht gewährt bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies würde im ungünstigsten Fall eine Anpassung der Produktion und gegebenenfalls eine Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen wirtschaftlichen Folgen sowohl für das Unternehmen als auch für die Beschäftigungslage sowie die wirtschaftliche Lage der betroffenen Region nach sich ziehen. Dies könnte gegebenenfalls durch die Entwicklung weiterer Sicherungsmaßnahmen und Umplanungen vermieden werden, die jedoch zu einer deutlichen Kostenerhöhung führen würden. Die Genehmigungsbehörden haben am 11. Oktober 2018 den Antrag auf Erweiterung der Rückstandshalde am Standort Hattorf genehmigt. Der aktuelle Genehmigungsstatus bietet Raum für fünf bis sechs Jahre. Darüber hinaus befindet sich die behördliche Prüfung des Antrags für die zweite Phase der Haldenerweiterung, die bis Anfang der 2040er Jahre reichen soll, in Bearbeitung. Wir sind zudem zuversichtlich, die erforderlichen Genehmigungen für die Haldenerweiterungen an den Standorten Wintershall und Zielitz rechtzeitig zu erhalten. ,Haldenmanagement', Seite 62 ERHÖHUNG VON SCHWERMETALLWERTEN DES GRUND- UND OBERFLÄCHENWASSERS IM UMFELD DER RÜCKSTANDSHALDEN Im Rahmen unserer umfangreichen, kontinuierlichen Beobachtung des Grund- und Oberflächenwassers wurde im Umfeld der Rückstandshalden an einigen Stellen eine Erhöhung von Schwermetallwerten festgestellt. Diese sind in ihrer Zusammensetzung und Konzentration aber nicht dem Haldenmaterial zuzuordnen. Für die Entstehung des Phänomens kommt nach derzeitigem Kenntnisstand eine größere Anzahl von Wirkfaktoren mit teilweise lokal unterschiedlicher Ausprägung und Wechselwirkung in Betracht. K+S hat deshalb gemeinsam mit externen Forschungseinrichtungen eine grundlegende, standortübergreifende Erforschung des Sachverhalts (umfangreiche Bestandsaufnahmen, ergänzende Monitoringmaßnahmen und Errichtung weiterer Messstellen) aufgenommen. Mit Zustimmung der Behörde hat K+S unter Berücksichtigung der individuellen Standortbedingungen jeweils ein Konzept entwickelt (u. a. Fassen, Ableiten und Reinigen austretender Quellwässer am Standort Hattorf sowie Dränagen und Abwehrbrunnen oder der Abtrag von Oberboden mit Schwermetallmobilisierungspotenzial) und umgesetzt, um dem beschriebenen Phänomen zu begegnen. Potenzielle Auswirkungen erhöhter Gehalte an Schwermetallen und Spurenstoffen auf im Einwirkungsbereich der Rückstandshalden liegende Schutzgüter (insbesondere Grundwasser und Trinkwasserschutzgebiete) werden so durch geeignete technische Maßnahmen unter Berücksichtigung der standortspezifischen Rahmenbedingungen ausgeschlossen. Einzelne Genehmigungen zur notwendigen Haldenerweiterung an den Standorten Werra und Zielitz könnten unter Umständen mit Nebenbestimmungen zur Durchführung weiterer Sicherungsmaßnahmen erteilt werden. Ein Versagen der Genehmigungen ist hingegen unwahrscheinlich. ,Haldenmanagement', Seite 62 GESTIEGENE ANFORDERUNGEN AN DIE LAGERUNG VON AUFTAUSALZ IN NORDAMERIKA UNTER FREIEM HIMMEL In der Vergangenheit gab es in Nordamerika keine speziellen Umweltschutzanforderungen an die Lagerung von Auftausalz im Freien. Mittlerweile gehen jedoch Bundesstaaten und Kommunen vermehrt dazu über, entsprechende verbindliche Standards festzulegen. Eine Verschärfung dieser lokalen Anforderungen könnte umfangreiche Maßnahmen erforderlich machen, u.a. auch die Lagerung in Hallen. In Zusammenarbeit mit Umweltexperten arbeiten wir weiterhin an Umweltaudits für die eigenen und angemieteten Lagerstandorte im Hinblick auf Übereinstimmung mit den neuen örtlichen Anforderungen. BERGRECHTLICHE SICHERHEITSLEISTUNGEN Die Festsetzung bergrechtlicher Sicherheitsleistungen steht im pflichtgemäßen Ermessen der handelnden Behörden; bestehende Sicherheitsleistungen erfolgen derzeit i. d. R. durch die Bildung entsprechender Rückstellungen sowie durch Patronatserklärungen oder Konzernbürgschaften. Sofern zusätzlich Sicherheiten geleistet werden müssten, könnte dies den finanziellen Spielraum des Unternehmens insbesondere dann einengen, wenn diese durch Bankbürgschaften oder die Hinterlegung finanzieller Mittel zu erbringen wären. RESTRIKTIVERE AUSLEGUNG BESTEHENDER VORSCHRIFTEN ZUR ENTSORGUNG VON BERGBAULICHEN ABFÄLLEN UNTER TAGE Bei der Abfallentsorgung unter Tage sind die Vorschriften des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und der allgemeinen Bundesbergverordnung (ABBergV) zu beachten. Die bestehenden Regelungen werden derzeit bundeslandabhängig unterschiedlich ausgelegt. Eine restriktivere Auslegung der Vorschriften könnte dazu führen, dass die Entsorgung von bergbaulichen Abfällen unter Tage kostenintensiver wird, da gegebenenfalls nur noch Abfälle mit mineralischen Eigenschaften unter Tage verbleiben dürfen. Das würde sowohl zu einem Anstieg der laufenden Entsorgungskosten als auch zu einer Erhöhung der bei Stilllegung der Bergwerksstandorte erforderlichen Aufwendungen führen. OPERATIVE RISIKEN SOWIE CHANCEN MARKTDURCHDRINGUNG, MARKTENTWICKLUNG, KAPAZITÄTSERWEITERUNGEN, KOSTENOPTIMIERUNG, AKQUISITIONEN UND/ODER STRATEGISCHE PARTNERSCHAFTEN, INNOVATION In allen Kundensegmenten nutzen wir Wachstumspotenziale, um unseren Marktanteil durch die Steigerung des Absatzes bei unseren Bestandskunden auszubauen und/oder die Gewinnung von neuen Kunden zu erhöhen. Weiterhin prüfen wir, ob wir mit unseren Produkten neue Absatzregionen erschließen können. Ebenso wollen wir durch Investitionen in neue Produkte und Geschäftsansätze marktseitige Chancen nutzen. Der Unternehmenswert soll dabei stetig gesteigert werden. Dazu ist neben einer organisatorischen Neuausrichtung auch externes Wachstum erforderlich. Darüber hinaus werden permanent Möglichkeiten zur Kostenoptimierung (z. B. durch die Digitalisierung der Prozesse in den Bergwerken unter Tage oder durch die Effizienzsteigerung von Maschinen, Prozessen und Organisationsstrukturen) intensiv geprüft und so sinnvoll realisiert. Durch konsequente Umsetzung der in unserer Unternehmensstrategie im Detail definierten Wachstumsinitiativen wollen wir erfolgreich die sich bietenden Chancen nutzen und nachhaltig profitabel wachsen. HEBUNG VON SYNERGIEN Durch die Hebung von Synergien geht K+S von einem jährlichen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € ab Ende 2020 aus. Deutliche Abweichungen gegenüber den in der Planung berücksichtigten Effekten stellen sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar. RAMP-UP-PHASE AM STANDORT BETHUNE Im Jahr 2023 wird das neue Kaliwerk Bethune in Kanada die volle Produktionskapazität erreichen. Bei der Neueinrichtung eines Standorts dieser Größe lassen sich negative Einflüsse beim Übergang in den Regelbetrieb (Ramp-up-Phase) nicht völlig ausschließen. Umgekehrt können die geplanten qualitativen und quantitativen Ziele auch übertroffen werden. Weiterhin können technische und logistische Herausforderungen zu erhöhten Kosten oder geringeren Produktionsmengen führen. Mit konsequentem Kosten- und Qualitätsmanagement versuchen wir, negative Einflüsse zu begrenzen und Ergebnisbeiträge zu steigern. PROZESSRISIKEN UND RECHTSSTREITIGKEITEN K+S ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen wir entweder aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Es ist nicht auszuschließen, dass K+S im Zusammenhang mit im Rahmen des Investitionsprojekts zur Errichtung des neuen Kaliwerks Bethune bezogenen Lieferungen und Leistungen in weitere Gerichts- und Schiedsverfahren mit Lieferanten involviert wird. Wir haben unsererseits bereits Rückforderungsansprüche gegenüber am Projekt beteiligten Vertragspartnern geltend gemacht. Der Ausgang von möglichen Rechtsstreitigkeiten, deren Klärung oftmals einen langen Zeitraum benötigt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Hieraus können sich Zahlungsabflüsse bzw. Zahlungsrückflüsse ergeben, die die Wirtschaftlichkeit des Standorts negativ oder positiv beeinflussen können. Die Auswirkungen auf Liquiditäts- und Ergebnisebene unterscheiden sich deutlich. Durch die Implementierung eines Claim Management-Teams wird ein durchgehender Claim Management-Prozess sichergestellt mit dem Ziel, die bestehenden Forderungen von Lieferanten und Rückforderungen von K+S bestmöglich abzuwickeln. Die K+S KALI GMBH unterhält als Bergwerkseigentümer die Grube Merkers und führt dort Verwahrmaßnahmen durch. Die Kosten der Verwahrmaßnahmen trägt derzeit der Freistaat Thüringen gemäß Freistellungsvertrag zur Altlastensanierung vom Oktober 1999, wobei das Land die Kostentragungsverpflichtung nach dem Freistellungsvertrag gerichtlich überprüfen lässt. Das Verwaltungsgericht (VG) Meinigen hat in erster Instanz entschieden, dass der Freistaat Thüringen den Vertrag uneingeschränkt einzuhalten und somit die Kosten der Altlastensanierung zu tragen hat. Dieser Vertrag verpflichtet das Land Thüringen, die Kosten für die durch den DDR-Kalibergbau im thüringisch-hessischen Grenzgebiet bis 1990 entstandenen Umweltschäden zu übernehmen. Hiergegen ist das Land in Berufung gegangen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Weimar hat die Berufung des Landes Thüringen gegen das Urteil des VG Meiningen zugelassen. Eine Entscheidung des Gerichts in der Sache steht noch aus. Wir sind weiter von der Richtigkeit der erstinstanzlichen Entscheidung überzeugt und halten daher wesentliche Auswirkungen für unwahrscheinlich. Zur Finanzierung von Konzerngesellschaften nutzt die K+S AKTIENGESELLSCHAFT Tochtergesellschaften in Malta und Belgien. Im Rahmen der Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2013 erfolgte in diesem Zusammenhang eine erneute Überprüfung und erstmalig eine Beanstandung, die zur steuerlichen Hinzurechnung von ausländischen Einkünften führte. Es wurden entsprechende Steuernachzahlungen festgesetzt. Ferner drohen Steuernachzahlungen für Folgejahre. Gegen vorliegende Steuerbescheide wurden Rechtsbehelfe eingelegt. Die Vollziehung der Steuerbescheide wurde durch die Finanzbehörde antragsgemäß ausgesetzt. Die Rechtsbehelfsverfahren sind noch nicht abgeschlossen. Es wird als unwahrscheinlich angesehen, dass sich die Finanzverwaltung in einem gerichtlichen Verfahren mit ihrer Auffassung durchsetzt. Alle übrigen Prozessrisiken sind im Rahmen des jeweiligen Risikos dargestellt. ENERGIEKOSTEN UND ENERGIEVERSORGUNG Die Energiekosten von K+S werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas und Strom bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Unternehmenseinheiten. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche marktbedingte Energiepreissteigerungen gegenüber dem in der Planung berücksichtigten Preisniveau stellen ein Kostenrisiko dar und können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Ebenso kann eine Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) oder eine Überprüfung der Kriterien zur Befreiung von der EEG-Umlage für stromkostenintensive Unternehmen zu Kostenerhöhungen führen. Eine positive Entwicklung bei Energiekosten gegenüber den Planansätzen bietet dagegen K+S eine Chance. Zur Begrenzung dieses Risikos haben wir den Erdgasbedarf unserer Kali- und Salzproduktion in Europa durch die Nutzung von Dampf aus Ersatzbrennstoff-Heizwerken reduziert. Darüber hinaus verfolgen wir weltweit eine Sicherungsstrategie, die es uns ermöglicht, durch den Abschluss fester Lieferverträge mittelfristig attraktive Erdgasbezugspreise zu sichern. 'Energie/Klima' ,Umwelt', Seite 63 FRACHTKOSTEN UND TRANSPORTVERFÜGBARKEIT Unsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße von Frachtkosten beeinflusst. Ein mengenmäßig erheblicher Anteil unserer Produkte muss zum Teil über große Entfernungen zum Kunden transportiert werden. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Absatzmöglichkeiten und damit die Produktion einschränken. Unser Ziel ist es, erwartete Kostensteigerungen zu begrenzen und über langfristige Verträge Transportraum für die Unternehmensgruppe abzusichern. PRODUKTIONSTECHNIK Die Produktionsanlagen der K+S GRUPPE zeichnen sich durch eine hohe Komplexität und Leistungsfähigkeit aus. Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken, denen unsere Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie erhebliche Personen- und Sachschäden oder auch Umweltbelastungen entstehen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden diese Risiken durch den Abschluss geeigneter Versicherungen begrenzt. Gezielte Schulungen und die Weiterbildung der Mitarbeiter sollen zusätzlich die Arbeitssicherheit erhöhen. VERÄNDERUNGEN IN DER ROHSALZZUSAMMENSETZUNG Die Rohsalzgewinnung in unseren Grubenbetrieben ist die Basis für die Produktion von Düngemitteln und Industrieprodukten. Für die weitere Entwicklung der Grubenbetriebe und zur Erschließung neuer Rohsalzvorräte führen wir ein umfangreiches geologisches Untersuchungsprogramm durch. Trotzdem kann es zu signifikanten Abweichungen der Rohsalzvorräte in Menge und Qualität kommen. Nicht vorhergesehene geologische Störungen im Gewinnungssalz mit geringeren Wertstoffgehalten können zu Zusatzkosten und geringeren Produktionsmengen führen. KOHLENDIOXIDEINSCHLÜSSE IN LAGERSTÄTTEN Kohlendioxideinschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar. Trotz unserer umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen könnte es zu unkontrollierten Ausbrüchen dieser Einschlüsse kommen. Daher bestehen Risiken von Produktionseinschränkungen/-ausfällen sowie von Personen- und Sachschäden. Die Gewinnung unter Tage wird daher stets unter Beachtung von besonderen Sicherheitsrichtlinien für eventuelle CO2-Ausbrüche durchgeführt. SCHÄDEN DURCH GEBIRGSSCHLAG An aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag). Sollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu Personenschäden sowie zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter kommen. Der Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit der Grubengebäude und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen dient unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der untertägigen Sicherheitspfeiler. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude soll rechtzeitig Hinweise liefern, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind. WASSERZUTRITT In Grubenbetrieben unter Tage bestehen hydrogeologische Risiken. Gefährdungspotenzial besteht im Zusammenhang mit Schächten, die wasserführende Gebirgsschichten durchörtern, und bei Salzlösungsvorkommen in Gebirgsschichten. Hydrogeologische Risiken werden aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen begrenzt, sie können jedoch, sofern nicht beherrschbar, erhebliche Schäden nach sich ziehen bis hin zum vollständigen Verlust des Bergwerks. In diesem Fall wären sowohl wesentliche negative Auswirkungen auf die Beschäftigung, die wirtschaftliche Lage der Region als auch Umwelt- und Sachschäden nahezu unvermeidbar. Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler sollen eine bestmögliche Grubensicherheit gewährleisten. Durch kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist ein Zuflussrisiko von Grundwasser im Normalfall nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen. COMPLIANCE Es besteht das generelle Risiko, dass Mitglieder von Leitungs-/ Überwachungsorganen oder Mitarbeiter der K+S-Gruppengesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen. Dadurch könnte K+S Vermögens- und/oder Imageschäden erleiden. Wir haben ein gruppenweites Compliance-Management etabliert, welches zur Sensibilisierung der Mitarbeiter beiträgt und Compliance-Verstößen u.a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z. B. Wettbewerbs- und Kartellrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt. Das Compliance-Management wird fortlaufend überprüft und bei Bedarf beispielsweise aufgrund aktueller Entwicklungen angepasst. 'Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 77 NICHTEINHALTUNG VON VORSCHRIFTEN ZU ARBEITSPLATZGRENZWERTEN UNTER TAGE Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die zukünftig anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage festgelegt. Diese gesetzlichen Vorgaben sind für unsere deutschen Grubenbetriebe ab dem 31. Oktober 2021 bzw. ab dem 31. Oktober 2022 einzuhalten. Zur Erfüllung dieser Vorgaben untersucht K+S zurzeit im Rahmen eines umfangreichen Projektes z. B. den Einsatz modernster Dieselmotortechnik, alternative Antriebstechnologien, die Entwicklung emissionsärmerer Sprengstoffe sowie die Optimierung der Bewetterung unter Tage. Es besteht zum einen das Risiko, dass die in der Planung berücksichtigten Investitionen nicht ausreichen. Zum anderen könnte auch die zur Verfügung stehende Zeit zur Erfüllung der Vorschriften nicht genügen (z. B. Maschinenverfügbarkeit). Gelingt die Einhaltung dieser Vorschriften dauerhaft nicht, droht an den deutschen Standorten im Extremfall die Stilllegung oder es ist mit erheblichen Produktionseinschränkungen zu rechnen. LIEFERANTENAUSFÄLLE UND LIEFERENGPÄSSE Die Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bergbauspezifische Maschinenausstattung und Ersatzteile ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten trotz bestehender Gegensteuerungsmaßnahmen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit dieser Materialien und damit zu einer deutlichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen. Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken. PERSONAL Der Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Der Verlust von Mitarbeitern in wichtigen Positionen stellt ein grundsätzliches Risiko dar. In Zukunft könnten außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zukommen. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zu finden. Die K+S GRUPPE will nicht nur für Berufsanfänger, sondern auch für qualifizierte Fach- und Führungskräfte ein attraktiver Arbeitgeber sein. Durch praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die berufliche Förderung von Leistungs- und Potenzialträgern gelingt es der K+S GRUPPE nach wie vor, Mitarbeiter dauerhaft zu motivieren und qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an sich zu binden. Darüber hinaus ermöglicht uns die Ausrichtung auf personelle Vielfalt (Diversität), das gesamte Arbeitsmarktpotenzial auszuschöpfen. Mit dieser Strategie und einer verstärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Fach- und Führungskräften vielversprechende berufliche Perspektiven. 'Mitarbeiter', Seite 53 INFORMATIONSSICHERHEIT Unsere IT-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt primär in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität der Daten durch externe Angriffe (z. B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z. B. Technikausfall, Sabotage). Bei Risikoeintritt könnten gravierende Geschäftsunterbrechungen die Folge sein. Einen längeren Ausfall der IT-Systeme halten wir aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen allerdings für unwahrscheinlich. Mit einer permanenten Überprüfung des Umfangs und der Wirksamkeit unserer vielfältigen Sicherheitsmaßnahmen durch unabhängige Gutachter begrenzen wir solche Risiken. Ein Versicherungsschutz zur Abdeckung von Schäden aus dem Ausfall von EDV-Anlagen wurde für Cyberangriffe mit einer Schadenssumme in Höhe von 50 Mio. € abgeschlossen. REPUTATION Der Eintritt eines jeden Risikos könnte in Abhängigkeit von der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu Reputationsschäden mit nicht oder nur schwer quantifizierbaren finanziellen Auswirkungen für das Unternehmen führen. Dazu zählen besonders Risiken mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie das Nichterreichen von selbst definierten Zielen. Solchen Entwicklungen begegnen wir mit offener und frühzeitiger Kommunikation gegenüber unseren Stakeholdern. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND CHANCEN WÄHRUNG/WECHSELKURSSCHWANKUNGEN Ein Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir zwischen Transaktions- und Translationsrisiken. Während sich das Risiko auf negative Wechselkursentwicklungen bezieht, können sich dagegen positive Wechselkursentwicklungen vorteilhaft auf Ergebnis und Eigenkapital auswirken und bieten daher eine Chance. TRANSAKTIONSRISIKEN Die K+S GRUPPE hat einen maßgeblichen Umsatzanteil in US-Dollar. Daneben entstehen sowohl Umsätze als auch Kosten in anderen Landeswährungen (z. B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund). Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen. Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euros zum US-Dollar sowie des kanadischen Dollars zum US-Dollar, wirken sich vor allem im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe der Erlöse und Forderungen sowie Kosten und Verbindlichkeiten aus. 'Finanzlage', Seite 98 Um Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden signifikante Nettopositionen mithilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen "worst case"-Wechselkurs. Das zu sichernde Volumen wird anhand der Erlös- und Kostenplanung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. 'Anhang', Seite 150 TRANSLATIONSRISIKEN Außerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hingegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Diese Umrechnungssystematik könnte zu währungsbedingten Schwankungen im Ergebnis und Eigenkapital von K+S führen. Diese Translationseffekte betreffen die gesamte K+S GRUPPE und werden nicht gesichert. VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUS Aus Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen sowie andererseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten aus. Auswirkungen auf Festzinsaufnahmen ergeben sich, wenn die Zinsbindung ausläuft und eine Prolongation angestrebt wird. Hinzu kommen Effekte auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten. Aufgrund der derzeitigen Finanzierungsstruktur sind allerdings nur moderate Auswirkungen zu erwarten. Die K+S GRUPPE hat langfristige Rückstellungen, insbesondere aus bergbaulichen Verpflichtungen sowie Pensionen, mit dem Barwert der zukünftig erwarteten Aufwendungen anzusetzen. Eine Veränderung des Marktzinsniveaus im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag könnte am aktuellen Bilanzstichtag zu Änderungen der Diskontierungssätze führen und somit zu einer Anpassung der Höhe der langfristigen Rückstellungen. Eine einmalige Anpassung um einen halben Prozentpunkt hätte moderate Auswirkungen auf die Bilanz sowie das Ergebnis der K+S GRUPPE. Ein Großteil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen gedeckt, das aus festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen Vermögensanlagen besteht. Rückläufige Erträge aus diesen Anlagen können sich ungünstig auf den Marktwert des Planvermögens auswirken. Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens begegnen wir durch eine ausgewogene Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken. 'Anhang', Seite 150 VERSCHLECHTERUNG BZW. VERBESSERUNG DES UNTERNEHMENSRATINGS Ratings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i. d. R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Veränderung der Bonitätsbeurteilung von K+S durch eine Ratingagentur erfolgt. Eine Herabstufung (Verschlechterung) könnte sich negativ auf die Kosten der Finanzierung von K+S auswirken. Eine Heraufstufung der Bonitätsbeurteilung und somit eine Verbesserung des Unternehmensratings wirkt dagegen positiv auf die Kosten und Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft. Im Jahr 2023 wollen wir wieder die Voraussetzungen für ein Investment-Grade-Rating erreichen; eine frühere Heraufstufung in diesen Bereich halten wir derzeit noch für unwahrscheinlich. 'Finanzlage', Seite 98 LIQUIDITÄT Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko der Liquiditätsbeschaffung bestehen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel, zugesagte Kreditlinien und weitere Finanzierungsinstrumente zu decken. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über Cashpool-Systeme durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2018 auf 1.187,0 Mio. € und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie dem ungenutzten Teil unserer bis Mitte 2020 laufenden Konsortialkreditlinie. Damit lag die verfügbare Liquidität deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindestreserve von 300 Mio. €. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren. 'Anhang', Anmerkung (25) 'Finanzielle Verbindlichkeiten', Seite 197 AUSFALL VON FORDERUNGEN AN KUNDEN Wir unterhalten mit vielen Kunden umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Dies könnte die Finanzlage von K+S beeinträchtigen. Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung. AUSFALL VON PARTNERN BEI FINANZGESCHÄFTEN Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage von K+S führen. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Finanzinstituten bestehen nicht. VERÄNDERUNGEN EINZELNER RISIKEN UND CHANCEN GEGENÜBER DER VORPERIODE Die Einschätzungen in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die finanziellen Auswirkungen der schon in den Vorperioden berichteten Risiken und Chancen sind den Tabellen 2.39 und 2.40 auf den Seiten 112 und 113 zu entnehmen. Die Risiken im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Zusammenhang mit der Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen haben weiterhin eine hohe Bedeutung. Das Risiko einer Versagung oder gerichtlichen Aufhebung behördlicher Genehmigungen sowohl für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen als auch für die Entsorgung von flüssigen Rückständen im Teilbereich Einleitung bleibt innerhalb der Risikowahrscheinlichkeit von 10 bis 50%. Der Antrag auf Erweiterung der Halde Hattorf wurde genehmigt. Damit verläuft das in 2011 begonnene Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Haldenkapazität weiterhin positiv. Die erteilte Genehmigung bezieht sich auf einen ersten Teilabschnitt, der Raum für fünf bis sechs Jahre bietet. Diesbezügliche Risiken für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen am Standort Hattorf haben sich für diesen Zeitraum deutlich reduziert. Im Rahmen der steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2013 erfolgte eine Feststellung, die zu Steuerbelastungen führen kann. Es wurden Rechtsbehelfe eingelegt. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Weimar hat die Berufung des Landes Thüringen gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Meiningen zur Tragung der Kosten der Altlastensanierung durch den Freistaat Thüringen zugelassen. Wir sind weiterhin von der Richtigkeit der erstinstanzlichen Entscheidung überzeugt. Risiken aus Veränderungen in der Rohsalzzusammensetzung wurden auf Basis unserer Explorationserkenntnisse aktualisiert und können insbesondere mit dem Vordringen in Randbereiche der Lagerstätten nicht ausgeschlossen werden. Die Frist für die Einhaltung der neu anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage beginnt nach Ablauf des 31. Oktober 2021 bzw. 31. Oktober 2022. Daher rückt dieses Risiko wieder in den Betrachtungszeitraum der Mittelfristplanung. Unsere umfassenden Maßnahmen tragen dazu bei, diese Vorgaben einhalten zu können. EINSCHÄTZUNG DER RISIKO- UND CHANCENLAGE DURCH DEN VORSTAND: KEINE BESTANDSGEFÄHRDENDEN RISIKEN Die nachfolgende Einschätzung der Risiko- und Chancenlage erfolgt auf Grundlage der Erkenntnisse aus unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S führen könnten. Die Risikolage von K+S ist aufgrund der positiven Entwicklung im Kalimarkt sowie der umweltrechtlichen Rahmenbedingungen trotz des Kostendrucks für Umwelt- und zusätzliche Entsorgungsmaßnahmen unverändert. Die Chancen, die sich K+S mittelfristig ergeben könnten, bieten eine positive Aussicht. Wir sind zuversichtlich, dass die operative Stärke von K+S eine solide Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen für eine Nutzung der Chancen zur Verfügung stehen. Im Gesamtbild ist die Risiko- bzw. Chancenlage im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert und bedarf aufgrund der Rahmenbedingungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte weiterhin hoher Aufmerksamkeit. PROGNOSEBERICHT Für das Jahr 2019 gehen wir von einer moderaten Umsatzsteigerung aus; das EBITDAI wird in einer Bandbreite zwischen 700 und 850 Mio. € erwartet und dürfte damit gegenüber 2018 deutlich ansteigen. Wesentliche Gründe hierfür sind die unterstellte höhere Produktionsmenge am Standort Bethune sowie der zu erwartende Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra. Der Prognosebericht basiert auf der zukünftigen externen Berichterstattung in der neuen Struktur für das Geschäftsjahr 2019 mit den operativen Einheiten Europe+ und Americas als Segmente im Sinne des IFRS 8. KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (IFW) sowie des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF). TAB. 2.41 Der internationale Währungsfonds sowie die Experten des IFW in Kiel prognostizieren, dass die Wachstumsrate für das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2019 auf 3,5% bzw. 3,4% zurückgeht (2018: 3,7 %). Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass die Kapazitätsauslastung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften kaum noch zunehmen wird und die Produktion in Schwellenländern lediglich mit moderater Dynamik expandiert. Für den Euroraum erwarten die Wirtschaftsforscher, dass das Expansionstempo stagniert. Mögliche Auswirkungen eines Brexits bremsen nicht nur die Konjunktur im Vereinigten Königreich. Aus dem bevorstehenden Austritt sind jedoch keine nennenswerten Auswirkungen auf unsere künftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu erwarten. Der Umsatzanteil Großbritanniens am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE liegt lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die konjunkturelle Dynamik in den Vereinigten Staaten von Amerika sollte aussagegemäß 2018 ihren Höhepunkt überschritten haben und der zehn Jahre andauernde Aufschwung könnte damit an Momentum verlieren. Ein sich verschlechterndes handelspolitisches Umfeld dürfte sich darüber hinaus bremsend auf das Wachstum des Welthandels auswirken. In China sollten die Wirkung der US-amerikanischen Strafzölle, aber auch eine rigidere Kreditvergabe nach Einschätzung der Experten in Kiel zu einem schwächeren Produktionswachstum führen. Ungeachtet einer weltweit voraussichtlich nur langsam zunehmenden Inflation unterstellen die Experten sowohl eine weitere Straffung der bislang expansiven Geldpolitik als auch nachlassende staatliche Wachstumsimpulse. Dies sollte sich perspektivisch ebenfalls dämpfend auf das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts auswirken. prozentuale Veränderung des Bruttoinlandsprodukts TAB. 2.41 scroll in %; real 2015 2016 2017 2018 2019e Deutschland +1,5 +2,2 +2,5 +1,5 +1,3 Euroraum +1,6 + 1,9 +2,4 +1,8 +1,6 Welt +3,4 + 3,3 +3,8 +3,7 +3,5 Quelle: IWF 1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95. KÜNFTIGE BRANCHENSITUATION LANDWIRTSCHAFT Auch künftig kann der aufgrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und sich verändernder Ernährungsgewohnheiten steigende Bedarf an Agrarrohstoffen bei begrenzter Verfügbarkeit von Ackerflächen nur durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gedeckt werden. Ein ausgewogener Einsatz mineralischer Pflanzennährstoffe ist dabei unerlässlich. Selbst das nach einer teilweisen Erholung im Langfristvergleich noch niedrige Preisniveau für Agrarprodukte dürfte dem Landwirt weiterhin ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen ausgewogenen bzw. - bei Unterversorgung - höheren Düngemitteleinsatz zu steigern. Für 2019 erwarten wir eine Weltkalinachfrage, welche mindestens stabil gegenüber dem Berichtsjahr sein sollte (2018: gut 71 Mio. t einschließlich knapp 5 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Nach der deutlichen Erholung der Überseepreise für Kaliumchlorid (MOP) im Jahresverlauf 2018 sollten im Jahr 2019 auch die Preise für Düngemittelspezialitäten nachziehen. Das positive Umfeld aus dem Jahr 2018 sollte auch bei Kaliumchlorid (MOP) positiv in das Jahr 2019 hineinwirken. INDUSTRIE Die Nachfrage nach Kali-, Magnesium- sowie Salzprodukten des Kundensegments Industrie sollte sich insgesamt mittelfristig leicht steigend entwickeln. Global dürfte auch der Bedarf an Produkten für chemische Anwendungen merklich steigen. Zudem sollte die Nachfrage nach Pharmaprodukten im Zuge der zunehmend älter werdenden Bevölkerung weiterhin moderate Wachstumsraten ermöglichen. Während die Nachfrage nach Produkten für die Lebensmittelindustrie im Jahr 2019 in etwa stabil bleiben sollte, dürfte die Nachfrage nach Salzen zur Wasserenthärtung sowie nach Kali- und Salzprodukten zur Tierernährung insbesondere in Europa ansteigen. In der Öl- und Gasindustrie dürfte sowohl die Nachfrage nach Kaliprodukten in Europa als auch nach Salzprodukten in den Vereinigten Staaten trotz der kürzlich zu beobachtenden Volatilität des Ölpreises im Jahr 2019 über dem Vorjahresniveau liegen; in Kanada ist ein Nachfragerückgang bei Salzprodukten aufgrund prognostizierter Produktionsdrosselungen von Öl und Gas zu erwarten. In Südamerika ist auch in 2019 eine steigende Nachfrage nach Salz zur Extraktion von Kupfer aus gefördertem Roherz (Copper Leaching) zu erwarten. VERBRAUCHER Für das Geschäft mit Verbraucherprodukten gehört Nordamerika zu den bedeutendsten Absatzregionen; die Nachfrage sollte hier in 2019 in etwa stabil bleiben. In den Regionen Europa und Südamerika ist ebenfalls mit Verbräuchen auf Vorjahresniveau zu rechnen. Langfristig ist im Tafelsalzbereich allerdings ein globaler Trend hin zur vermehrten Verwendung hochwertiger Salze wie Meer- oder Koschersalz erkennbar. GEMEINDEN Im Kundensegment Gemeinden startete das Auftausalzgeschäft 2019 insgesamt durchschnittlich nach einem guten Vorjahr. Während in Europa die winterliche Witterung zu Beginn des Jahres für eine leicht überdurchschnittliche Nachfrage nach Auftausalz sorgte, lag das Geschäft am Jahresanfang in Nordamerika noch leicht unter dem langjährigen Durchschnitt. ERWARTETE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG Wir erwarten, dass der Umsatz der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2019 moderat steigt (2018: 4,04 Mrd. €). Das EBITDA der K+S GRUPPE sollte sich deutlich auf einen Wert zwischen 700 und 850 Mio. € verbessern2(2018: 606,3 Mio. €). In der operativen Einheit Europe+ (Segment nach IFRS 8) sollten sich insbesondere die weiter ansteigende Produktion unseres neuen Kaliwerks Bethune in Kanada sowie der zu erwartende Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra positiv auswirken, sodass hier der Umsatz moderat und das EBITDA deutlich steigen dürften (Umsatz 2018: 2,60 Mrd. €, EBITDA: 443,4 Mio. €). Umsatz und EBITDA der operativen Einheit Americas (Segment nach IFRS 8) dürften derweil annähernd stabil bleiben (Umsatz 2018: 1,46 Mrd. €, EBITDA: 221,7 Mio. €). Bei einem durchschnittlichen Auftausalzgeschäft sollten gestiegene Produktpreise durch Kosteninflation ausgeglichen werden. Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2019 basiert im Wesentlichen auf den folgenden Annahmen: ― Einem positiven Marktumfeld im Kundensegment Landwirtschaft, das der operativen Einheit Europe+ zuzuordnen ist, wirkt ein veränderter Produktmix entgegen, sodass wir für 2019 insgesamt einen moderat steigenden Durchschnittspreis für Kali- und Magnesiumdüngemittel in unserem Produktportfolio erwarten (2018: 255 €/t). ― Die erwartete Absatzmenge aller Produkte im Kundensegment Landwirtschaft dürfte insbesondere aufgrund der höheren Produktionsmenge am Standort Bethune zwischen 6,9 und 7,2 Mio. t liegen (2018: 6,8 Mio. t). Unter der Annahme eines hydrologischen Normaljahres für 2019 ist nicht mit entsorgungsbedingten Produktionseinschränkungen aufgrund von längeren Niedrigwasser-Perioden in der Werra zu rechnen. Unsere bereits ergriffenen Maßnahmen, unser Abwassermanagement weiter zu verbessern, und unser Bestreben, die lokalen Speicherkapazitäten zu erweitern, sollten auch bei lang anhaltender Trockenheit das Risiko von Stillständen deutlich reduzieren. Unsere Herausforderungen an den Werken Werra und Neuhof werden angegangen und die Produktverfügbarkeit hat sich bereits verbessert. Dennoch erwarten wir, dass die deutschen Standorte in 2019 noch hinter der technisch möglichen Kapazität zurückbleiben werden. ― Vor allem aufgrund einer weiteren Nutzung der standortfernen Entsorgung von salzhaltigen Abwässern werden unsere Produktionskosten im Kundensegment Landwirtschaft im Jahr 2019 noch durch Logistikkosten in Höhe von rund 40 Mio. € belastet werden. ― Aufgrund des insgesamt witterungsbedingt durchschnittlichen Starts des Auftausalzgeschäfts erwarten wir im Kundensegment Gemeinden, das entsprechend der regionalen Aufteilung beiden operativen Einheiten zuzuordnen ist, für das Geschäftsjahr 2019 einen Absatz zwischen 12,5 und 13,0 Mio. t (2018: 13,3 Mio. t). Diese Prognose unterstellt wie üblich, dass sich unser Absatz von Auftausalz auf dem langjährigen Durchschnittsniveau bewegt. ― In Bezug auf die Euro-Dollar-Währungsrelation wird ein durchschnittlicher Kassakurs von 1,20 EUR/ USD (2018: 1,18 EUR/ USD) unterstellt. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dürfte aufgrund der oben beschriebenen Effekte ebenfalls deutlich steigen (2018: 85,4 Mio. €). ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONEN Obwohl das Investitionsvolumen der K+S GRUPPE im Jahr 2019 insbesondere aufgrund weiterer Erweiterungen unserer Haldenkapazitäten in Deutschland über dem Vorjahr (443,2 Mio. €) liegen dürfte, sollte sich der bereinigte Freie Cashflow aufgrund unserer operativen Verbesserungen und eines aktiven Working Capital Managements gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern und erstmals seit dem Jahr 2013 wieder positiv ausfallen (2018: - 206,3 Mio. €). Trotz einer höheren Kapitalbindung wird die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) aufgrund der erwarteten signifikanten Ergebnisverbesserung voraussichtlich deutlich ansteigen (2018: 2,6 %). Auf Ebene der operativen Einheiten dürfte der ROCE für Europe+ deutlich steigen (2018: 2,0 %), während er für Americas deutlich unter Vorjahresniveau erwartet wird (2018: 7,9%). DIVIDENDENVORSCHLAG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019 Unsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50% des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern wider. Da wir wie beschrieben positiv auf das Jahr 2019 blicken, beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 eine Dividende in Höhe von 0,25 € je Aktie (Vorjahr: 0,35 € je Aktie) vorzuschlagen. Vor diesem Hintergrund liegt die Ausschüttungsquote mit 56 % (Vorjahr: 46%) des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern leicht oberhalb der Bandbreite der beschriebenen Dividendenpolitik. GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER K+S GRUPPE Der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT blickt positiv auf das Jahr 2019 und erwartet, dass das EBITDA der K+S GRUPPE deutlich über dem des Vorjahres und in einer Bandbreite zwischen 700 und 850 Mio. € liegen sollte. Hierzu werden ein gutes Marktumfeld für Düngemittel, das weitere Hochfahren unseres Standorts Bethune sowie die Fortführung der Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Performance beitragen. Insgesamt dürfte sich der bereinigte Freie Cashflow der K+S GRUPPE erneut deutlich verbessern und im Jahr 2019 erstmals wieder seit 2013 einen positiven Wert erreichen. K+S AKTIENGESELLSCHAFT (ERLÄUTERUNGEN AUF BASIS HGB) Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB findet sich auf Seite 67. ANGABEN NACH § 289A ABS. 1 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS Die Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB sowie der erläuternde Bericht des Vorstands finden sich auf Seite 82. VERGÜTUNGSBERICHT Die Angaben nach § 289a Abs. 2 HGB sind im Vergütungsbericht auf Seite 134 enthalten. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, UNTERNEHMENSSTRATEGIE, UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG, ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF Angaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -überwachung sowie ein Überblick über den Geschäftsverlauf finden sich auf den Seiten 31-49 sowie 78-91. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT 1 TAB. 2.42 scroll in Mio. € 2017 2018 Umsatzerlöse 136,3 137,8 Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 141,8 152,4 Bruttoergebnis vom Umsatz -5,5 -14,6 Vertriebs-, allgemeine Verwaltungs- und Forschungskosten 36,9 37,3 Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge 16,9 -18,5 Beteiligungsergebnis 76,6 324,0 Zinsergebnis -138,7 -168,7 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,2 0,1 Aufwendungen aus Verlustübernahme - - Ergebnis vor Ertragsteuern -87,9 84,8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24,5 10,3 Jahresüberschuss/-verlust -112,4 74,5 Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 179,4 - Bilanzgewinn 67,0 74,5 1 Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung findet sich im Jahresabschluss 2018 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. BILANZ DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - AKTIVA TAB. 2.43 scroll in Mio. € 31.12.2017 31.12.2018 Immaterielle Vermögensgegenstände 8,4 9,9 Sachanlagen 61,4 61,4 Finanzanlagen 6.923,8 6.663,0 Anlagevermögen 6.993,7 6.734,3 Vorräte 1,7 4,8 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 427,4 754,1 Wertpapiere 6,2 6,1 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 46,5 78,9 Umlaufvermögen 481,8 843,9 Rechnungsabgrenzungsposten 14,3 10,3 AKTIVA 7.489,8 7.588,6 ERTRAGSLAGE Der Umsatz der K+S AKTIENGESELLSCHAFT lag mit 137,8 Mio. € um 1,5 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (2017: 136,3 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Bereich Tierhygiene stiegen leicht über das Vorjahresniveau (+4%) und im Bereich IT erhöhte sich der Umsatz um 2 %. Die sonstigen Umsatzerlöse verminderten sich vor allem aufgrund eines Rückgangs der konzerninternen Verrechnungen von Serviceleistungen an Gruppengesellschaften um 0,7 Mio. € auf 55,3 Mio. € (2017: 56,0 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich deutlich um 45,8 Mio. € auf 100,5 Mio. € (2017: 146,3 Mio. €). Wesentliche Ursache waren im Vergleich zum Vorjahr geringere Ergebnisse aus der Bewertung von USD- und CAD-Positionen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 129,5 Mio. € auf 119,0 Mio. € verringert. Dies ist vor allem auf den Rückgang von Kursverlusten zurückzuführen. Dem standen gestiegene Beratungskosten gegenüber. Die Erträge aus Beteiligungen sind von 76,6 Mio. € in 2017 auf 324,0 Mio. € in 2018 gestiegen. Die Ergebnisabführung der K+S KALI GMBH mit 217,5 Mio. € (2017: 58,4 Mio. €) und der K+S SALZ GMBH mit 44,1 Mio. € (2017: -) sowie Beteiligungserträge der K+S FINANCE BELGIUM BVBA mit 40,4 Mio. € (2017: -) haben im Wesentlichen zum Anstieg beigetragen. Weitere Beteiligungserträge ergaben sich u. a. aus den Gewinnabführungen der K+S Entsorgung GmbH mit 11,5 Mio. € (2017: 8,9 Mio. €) und der K+S TRANSPORT GMBH mit 9,4 Mio. € (2017: 7,4 Mio. €). Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge bewegten sich mit 10,5 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (10,9 Mio. €). Vor allem durch höhere Zinsaufwendungen, bedingt durch die im März 2017 und Juli 2018 begebenen Anleihen, negative Effekte aus der Bewertung des Planvermögens sowie gestiegene Zinsaufwendungen gegenüber Gruppengesellschaften erhöhten sich die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von 149,6 Mio. € auf 179,2 Mio. €. Gesunkene Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen hatten einen gegenläufigen Effekt. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 186,9 Mio. € auf 74,5 Mio. € (2017: -112,4 Mio. €). TAB. 2.42 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Das Anlagevermögen hat sich um 259,4 Mio. € auf 6.734,3 Mio. € (2017: 6.993,7 Mio. €) verringert. Dies ist im Wesentlichen auf Kapitalrückführungen von verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Damit betrug der Anteil des Anlagevermögens 89 % an der Bilanzsumme (2017: 93 %). Insgesamt stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2018 um 98,8 Mio. € auf 7.588,6 Mio. €. Das Umlaufvermögen stieg um 362,1 Mio. € auf 843,9 Mio. € (2017: 481,8 Mio. €). Bedingt durch gestiegene Forderungen aus Ergebnisabführung sowie Forderungen aus dem Cashpool erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 372,4 Mio. € im Vorjahr auf 646,5 Mio. €. Rückläufig entwickelten sich Forderungen aus kurzfristigen Darlehen an Tochtergesellschaften. TAB. 2.43, 2.44 Das Eigenkapital lag mit 1.973,9 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (2017: 1.966,4 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag unverändert 26 % (2017: 26 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.083,9 Mio. € (2017: 2.241,0 Mio. €) setzen sich im Wesentlichen aus Cashpool-Verbindlichkeiten sowie Darlehensverbindlichkeiten zusammen. BILANZ DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - PASSIVA TAB. 2.44 scroll in Mio. € 31.12.2017 31.12.2018 Gezeichnetes Kapital 191,4 191,4 Kapitalrücklage 701,6 701,6 Gewinnrücklagen 1.006,4 1.006,4 Bilanzgewinn 67,0 74,5 Eigenkapital 1.966,4 1.973,9 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2,6 24,5 Steuerrückstellungen 25,8 9,7 Sonstige Rückstellungen 208,2 224,6 Rückstellungen 236,6 258,8 Verbindlichkeiten 5.281,3 5.351,4 Rechnungsabgrenzungsposten 5,5 4,5 PASSIVA 7.489,8 7.588,6 Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich ein Anstieg aller Verbindlichkeiten um 70,1 Mio. € auf 5.351,4 Mio. € (2017: 5.281,3 Mio. €). Im Wesentlichen führten die Ablösung und Begebung von Anleihen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu dem Anstieg. Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft wies zum Stichtag Rückstellungen in Höhe von 258,8 Mio. € mit überwiegend langfristigem Charakter aus. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte in erheblichem Maße aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln. MITARBEITER Im Jahresdurchschnitt waren 1.029 Mitarbeiter (2017: 962 Mitarbeiter) bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt. Wie im Vorjahr betrug der Anteil von Frauen 35 % und von Männern 65 % (2017: 35 % Frauen, 65 % Männer). Davon waren 22 Auszubildende (2017: 20 Auszubildende). Der Personalaufbau ist vor allem auf die Eingliederung des IT-Service-Centers in die K+S AKTIENGESELLSCHAFT zurückzuführen. Die Zahl der Arbeitsunfälle betrug 16 (2017: 16), mit einer Unfallrate von 12,0 (2017: 12,8) sowie Unfällen mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeitsstunden von 1,5 (2017: 0,8). Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter lag im Jahr 2018 bei 4,6 % (2017: 4,7%). DIVIDENDE Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist für das Geschäftsjahr 2018 einen Bilanzgewinn von 74,5 Mio. € (2017: 67,0 Mio. €) aus. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 wie in Tabelle 2.45 dargestellt zu verwenden. TAB. 2.45 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Umfassende Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der K+S GRUPPE, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden sich auf Seite 50. RISIKEN UND CHANCEN Die Geschäftsentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die K+S GRUPPE. An den Risiken und Chancen ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die K+S AKTIENGESELLSCHAFT entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden sich im ,Risiko- und Chancenbericht' ab Seite 110. Die Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (§ 289 Abs. 4 HGB) findet sich auf Seite 81. NACHTRAGSBERICHT Der Nachtragsbericht für die K+S GRUPPE sowie die K+S AKTIENGESELLSCHAFT findet sich auf Seite 214. PROGNOSEBERICHT Die Ergebnisentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die für die K+S GRUPPE erwartete Geschäftsentwicklung findet sich im Prognosebericht ab Seite 126. GEWINNVERWENDUNG TAB. 2.45 scroll in Mio. € 2017 2018 Dividende je Aktie (€) 0,35 0,25 Ausschüttungssumme bei 191.400.000 dividendenberechtigten Stückaktien 67,0 47,9 Gewinnvortrag - 26,6 Bilanzgewinn 67,0 74,5 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss bzw. der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschrieben sind. Kassel, 5. März 2019 K+S AKTIENGESELLSCHAFT DER VORSTAND ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. VERGÜTUNGSBERICHT Im Folgenden werden die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten erläutert. VERGÜTUNG DES VORSTANDS VERGÜTUNGSSTRUKTUR Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben und die Leistung des Vorstands, der Vergleich mit den oberen Führungskräften weltweit und der Gesamtbelegschaft, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige-fixe-als auch erfolgsbezogene-variable-Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen. Der erfolgsbezogene variable Anteil besteht aus zwei Elementen: der Tantieme (STI) sowie zwei kennzahlenbasierten variablen Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannte Long Term Incentives (LTI I und LTI II). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen. Die Vorstandsverträge enthalten keine Claw-Back Regelung (Rückzahlungsregelung), da die absolute Höhe der Vorstandsvergütung im Vergleich zu anderen Unternehmen - insbesondere im MDAX - aus Sicht von K+S sehr maßvoll ist. Die fixe, erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen. Die erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteile umfassen ab dem 1. Januar 2018 zwei Komponenten. Das sogenannte Short Term Incentive (STI) bezieht sich auf das laufende Geschäftsjahr und bildet - mit 40 % - den kleineren Teil der variablen Vergütung. Den wesentlicheren Teil - mit 60% - bildet das Long Term Incentive (LTI) ab, das aus zwei gleichgewichtigen Komponenten besteht. Die eine Komponente knüpft an den Wertbeitrag (Value Added) an (LTI I) und die zweite bezieht sich auf die Aktienkursperformance (LTI II). Die Laufzeit beträgt bei beiden Komponenten drei Jahre. 1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95. BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES VORSTANDSMITGLIEDS TAB. 2.46 scroll in € Zielerreichung 100 % Zielerreichung 0 % Maximale Zielerreichung Fixum 485,0 485,0 485,0 Tantieme 380,01 0,02 912,03 Jahresvergütung 865,0 485,0 1.397,0 LTI I10 285,04 0,05 570,06 LTI II 10 285,07 0,08 570,09 Gesamtvergütung 1.435,0 485,0 2.537,0 1 Ist-EBITDA = Plan-EBITDA; Performancefaktor 1,0. 2 Ist-EBITDA = 0%. 3 Ist-EBITDA = 200 %; Performancefaktor = 1,2. 4 Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) = Planwertbeiträge (Durchschnitt Vergleichswert), 5 Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) = 0%. 6 Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) = 200 %. 7 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = Performance MDAX (Durchschnitt Vergleichswert). 8 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = 0%. 9 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = 200 %. 10 Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung. LTI-PROGRAMM II ABB. 2.25 1 Durchschnitt des Börsenjahres; bildet den Vergleichswert. 2 Durchschnitt des Börsenjahres 2020, Basis für Performance-Abgleich gegenüber 2017. Das STI wird an der Erreichung des EBITDA1der Jahresplanung gemessen. Wird der EBITDA-Wert der vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresplanung erreicht, beträgt der STI-Basisbetrag 100 %. Über- oder unterschreitet das Ist-EBITDA das Plan-EBITDA, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0% betragen. Eine diskretionäre Einflussnahme des Aufsichtsrats auf die Zielerreichung ist ausgeschlossen. Anstelle der Tantieme bezogen auf den persönlichen Erfolg legt der Aufsichtsrat nach Ablauf des betreffenden Geschäftsjahres einen Performancefaktor für das gesamte Vorstandsteam fest. Dieser wirkt als Multiplikator auf den Basisbetrag des STI und liegt zwischen 0,8 und 1,2. Das Ergebnis des Performancefaktors richtet sich nach der Erreichung einer jährlichen, für den gesamten Vorstand geltenden Zielvereinbarung zwischen Aufsichtsrat und Gesamtvorstand. Für die Jahre 2018 bis 2020 ist insbesondere die Erreichung der Meilensteine aus der Strategie SHAPING 2030, z. B. die Rückführung des Verschuldungsgrades, konkrete Zielsetzung. Beispielrechnung für die Anwendung des Performancefaktors: Erfüllungsgrad des STI, z. B. 100 % x Performancefaktor, z. B. 1,1 = 110 % Zur Ermittlung des LTI I legt der Aufsichtsrat grundsätzlich vor Beginn eines Performancezeitraums auf Basis der Mittelfristplanung Wertbeiträge (Value Added) für jedes Jahr des Performancezeitraums fest. Der Planwertbeitrag entspricht dem arithmetischen Mittel der drei Wertbeiträge des Performancezeitraums. Nach Ablauf des Performancezeitraums wird der Ist-Wertbeitrag mit dem Planwertbeitrag verglichen. Entspricht der Ist-Wertbeitrag dem Planwertbeitrag, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet der Ist-Wertbeitrag den Planwertbeitrag, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200% und minimal 0% betragen. Maßgeblich für das LTI II ist die Kursentwicklung der K+S-Aktie (inkl. gezahlter Dividenden) im Vergleich zur Entwicklung des MDAX (Performance Index). Entspricht die Kursentwicklung der K+S-Aktie der Entwicklung des MDAX im Vergleichszeitraum, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet die Kursentwicklung der K+S-Aktie die Entwicklung des MDAX, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200% und minimal 0% betragen. Da dieser LTI II - und damit 50 % der Long-Term-Vergütung - an die Performance der K+S-Aktie gekoppelt ist, gibt es darüber hinaus keine gesonderte "Ownership Guideline". ABB. 2.25 Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. LTI-ANSPRÜCHE AUS VORJAHREN - ALT-SYSTEM BIS 31. DEZEMBER 2017 Der Vorstand hat aus den Jahren 2015, 2016 und 2017 Ansprüche aus laufenden LTI-Programmen, das System wird im Folgenden beschrieben: LTI-PROGRAMM ABB. 2.26 LTI-PROGRAMM 2015-2018 ABB. 2.27 1 Im Jahr 2011 wurde aufgrund sehr guter Wertbeiträge (LTI bis 2017) die Kappungsgrenze erreicht. 2 Für ein ordentliches Vorstandsmitglied; die Auszahlung erfolgt im April des dem Programmende folgenden Jahres. Das System beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge (LTI bis 2017). Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahreszeiträumen der Unternehmenserfolg ermittelt. Der Wertbeitrag (LTI bis 2017) ergibt sich folgendermaßen: Operatives Ergebnis (EBIT I) Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag (LTI bis 2017) besteht bei +/- 500 Mio. € pro Geschäftsjahr. Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTI-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTI-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTI-Laufzeit. In Abbildung 2.26 werden die Zeiträume des LTI-Programms schematisch dargestellt. ABB. 2.26 Zu Beginn eines LTI-Zeitraums wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Performancezeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge (LTI bis 2017) wird an einer Skalierung von -200 bis +200 Mio. € prozentual gespiegelt. Entsprechen sich die Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Vergleichs- und des Performancezeitraums, werden 100 % des LTI ausgezahlt. In diesem Fall beträgt die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung für ein ordentliches Vorstandsmitglied 350.000 €. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0 %. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200% (= 700.000 €). Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres. Wie in Abbildung 2.27 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performancezeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge unter denen des Vergleichszeitraums; infolgedessen ergab sich für das LTI-Programm 2015 kein positiver Wert. VERGÜTUNGSHÖHE Einzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 sind in individualisierter Form in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der Unterschied zwischen der Gewährungs- bzw. der Zuflusstabelle bezieht sich allein auf die variablen Vergütungsbestandteile. Die Gewährungstabelle bildet Beträge ab, die bei 100%iger Zielerreichung in Aussicht gestellt wurden. Eine Ausnahme hiervon bildet als anteilsbasierte Vergütung der LTI II. Hier werden in der Gewährungstabelle die Beträge gezeigt, die den Vorstandsmitgliedern für die gesamte verbleibende Vertragslaufzeit zugesagt wurden. Die Zuflusstabelle zeigt hingegen die Beträge, die aufgrund der tatsächlich erreichten Ziele im Folgejahr zur Auszahlung kommen werden. Im Zuge der Verkleinerung des Vorstands im ersten Schritt von fünf auf vier Mitglieder und der damit einhergehenden größeren Verantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder hat der Aufsichtsrat die Vorstandsvergütung mit Wirkung zum 1. Januar 2018 um 2,5 % angehoben. Mark Roberts erhält seine Vergütung in Euro. Um die Wechselkursrisiken zu beschränken, wurde eine Klausel vereinbart, nach der nach Ablauf eines jeden Jahres ein Wechselkursausgleich für den Fall erfolgt, dass der Ist-Kurs der jeweiligen Überweisungen vom Kurs bei Unterschrift des Vertrages (EUR 1,00 = USD 1,30) um mehr als 10% im Einzelfall oder um mehr als 5% im Durchschnitt des ganzen Jahres abweicht. Durchschnittlich betrug das Gehalt des Vorstands im vergangenen Jahr damit das 5,2-fache (2017: 5,5-fache) des oberen Führungskreises weltweit sowie das 23,6-fache (2017: 21,0-fache) der Gesamtbelegschaft. Mit Ablauf des 31. August 2018 endete die Amtszeit von Herrn Dr. Thomas Nöcker. Die angekündigte Verkleinerung des Vorstands auf drei Personen wurde damit umgesetzt. Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen auf vier Mitglieder, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus fünf Mitgliedern, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt. PENSIONSZUSAGEN Die Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d. h., für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet. Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40 % der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (> 15 Jahre) zu vermeiden. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2018 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 9,0 und 18,0 %. Die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Die Obergrenze für den Vorstandsvorsitzenden beträgt 325.000 € und für die anderen Vorstandsmitglieder je 245.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus überprüft und ggf. angepasst - dies steht im Jahr 2019 regulär zur Überprüfung an. Rentenleistungen werden erst bei Auszahlung entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Für künftige Pensionsverträge gelten die gesetzlichen Regelungen zur Unverfallbarkeit von Pensionsansprüchen. Demnach tritt eine Unverfallbarkeit der Pensionsansprüche erst nach fünf Dienstjahren ein. Für das Vorstandsmitglied Mark Roberts wurde ein fixer Umrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar vereinbart. VERGÜTUNG DES VORSTANDS (GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN) TAB. 2.47 scroll Dr. Burkhard Lohr Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 06/2012 Thorsten Boeckers Finanzvorstand Im Vorstand seit 05/2017 in Tsd.€ 2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max) 20173 2018 Festvergütung 584,8 727,5 727,5 727,5 269,3 485,0 Nebenleistung1 26,9 28,5 28,5 28,5 12,7 20,1 Summe 611,7 756,0 756,0 756,0 282,0 505,1 Einjährige variable Vergütung 877,3 570,0 0,0 1.368,0 403,9 380,0 Mehrjährige variable Vergütung4 487,3 950,1 0,0 1.900,2 57,8 613,4 - LTI (bis 2017) 487,3 - - - 57,8 - - LTI I (ab 2018) - 344,4 0,0 688,8 - 224,6 - LTI II (2018-2020) - 344,4 0,0 688,8 - 224,6 - LTI II (2019-2021) - 201,9 0,0 403,8 - 129,6 - LTI II (2020-2022) - 59,4 0,0 118,8 - 34,6 Summe 1.976,3 2.276,1 756,0 4.024,2 743,7 1.498,5 - Dienstzeitaufwand 740,0 743,4 743,4 743,4 521,8 719,8 Gesamtvergütung 2.716,3 3.019,5 1.499,4 4.767,6 1.265,5 2.218,3 scroll Thorsten Boeckers Finanzvorstand Im Vorstand seit 05/2017 Mark Roberts2Im Vorstand seit 10/2012 in Tsd.€ 2018 (Min) 2018 (Max) 2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max) Festvergütung 485,0 485,0 420,0 485,0 485,0 485,0 Nebenleistung1 20,1 20,1 55,4 53,6 53,6 53,6 Summe 505,1 505,1 475,4 538,6 538,6 538,6 Einjährige variable Vergütung 0,0 912,0 630,0 380,0 0,0 912,0 Mehrjährige variable Vergütung4 0,0 1.226,8 350,0 760,2 0,0 1.520,4 - LTI (bis 2017) - - 350,0 - - - - LTI I (ab 2018) 0,0 449,2 - 261,3 0,0 522,6 - LTI II (2018-2020) 0,0 449,2 - 261,3 0,0 522,6 - LTI II (2019-2021) 0,0 259,2 - 166,3 0,0 332,6 - LTI II (2020-2022) 0,0 69,2 - 71,3 0,0 142,6 Summe 505,1 2.643,9 1.455,4 1.678,8 538,6 2.971,0 - Dienstzeitaufwand 719,8 719,8 648,2 538,9 538,9 538,9 Gesamtvergütung 1.224,9 3.363,7 2.103,6 2.217,7 1.077,5 3.509,9 scroll Dr. Thomas Nöcker Im Vorstand von 08/2003 bis 08/2018 in Tsd.€ 2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max) Festvergütung 420,0 323,3 323,3 323,3 Nebenleistung1 25,5 18,4 18,4 18,4 Summe 445,5 341,7 341,7 341,7 Einjährige variable Vergütung 630,0 253,3 0,0 608,0 Mehrjährige variable Vergütung4 350,0 126,6 0,0 253,2 - LTI (bis 2017) 350,0 - - - - LTI I (ab 2018) - 63,3 0,0 126,6 - LTI II (2018-2020) - 63,3 0,0 126,6 - LTI II (2019-2021) - - - - - LTI II (2020-2022) - - - - Summe 1.425,5 721,6 341,7 1.202,9 - Dienstzeitaufwand 432,2 283,3 283,3 283,3 Gesamtvergütung 1.857,7 1.004,9 625,0 1.486,2 1 Nebenleistungen sind auf 75.000 € gedeckelt. 2 Vor Wechselkursausgleich: Für die Umrechnung der Vergütung ist ein US-Dollarkurs festgeschrieben. Da die Auszahlungen zunächst mit aktuellen Kursen umgerechnet werden, kommt es nach Ablauf des Jahres ggf. zu einem Ausgleich. 3 Übernahme der Restlaufzeiten der LTI-Ansprüche, die Herr Boeckers als Leiter Investor Relations der K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten hat. 4 Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung. Vergütung des Vorstands (Zufluss) TAB. 2.48 scroll Dr. Burkhard Lohr Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 06/2012 Thorsten Boeckers Finanzvorstand Im Vorstand seit 05/2017 in Tsd.€ 2018 2017 20182 2017 2 Festvergütung 727,5 584,8 485,0 269,3 Nebenleistungen 28,5 26,9 20,1 12,7 Summe 756,0 611,7 505,1 282,0 Einjährige variable Vergütung 469,6 540,1 313,1 232,5 Mehrjährige variable Vergütung 0,0 0,0 0,0 0,0 - LTI bis 2017 0,03 0,04 0,03 0,04 - LTI I ab 2018 - - - - Sonstiges - - - - Summe 1.225,6 1.151,8 818,2 514,5 - Versorgungsaufwand 743,4 740,0 719,8 521,8 Gesamtvergütung 1.969,0 1.891,8 1.538,0 1.036,3 scroll Mark Roberts1Im Vorstand seit 10/2012 Dr. Thomas Nöcker Im Vorstand von 08/2003 bis 08/2018 in Tsd.€ 2018 20171 2018 2017 Festvergütung 536,8 481,1 323,3 420,0 Nebenleistungen 53,6 55,4 18,4 25,5 Summe 590,4 536,5 341,7 445,5 Einjährige variable Vergütung 346,5 429,8 208,7 362,6 Mehrjährige variable Vergütung 0,0 0,0 28,7 0,0 - LTI bis 2017 0,03 0,04 0,03 0,0 4 - LTI I ab 2018 - - 28,7 - Sonstiges - - - - Summe 936,9 966,3 550,4 808,1 - Versorgungsaufwand 538,9 648,2 283,3 432,2 Gesamtvergütung 1.475,8 1.614,5 833,7 1.240,3 1 Inkl. Währungskursausgleich. 2 Übernahme der Restlaufzeiten der LTI-Ansprüche, die Herr Boeckers als Leiter Investor Relations der K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten hat - Programm 2015-2018 ist wertlos. 3 Laufzeit 2015-2018. 4 Laufzeit 2014-2017. ANGABEN NACH § 314 ABS. 1 NR. 6A HGBTAB. 2.49 scroll Fixvergütung1 STI LTI bis 2017 LTI I ab 2018 LTI II ab 2018 Gesamt Dr. Burkhard Lohr 756,0 469,6 0,0 - 605,7 1.831,3 Thorsten Boeckers 505,1 313,1 0,0 - 388,8 1.207,0 Mark Roberts2 590,4 346,5 0,0 - 498,9 1.435,8 Dr. Thomas Nöcker 341,7 208,7 0,0 28,7 63,3 642,4 1 Inklusive Nebenleistungen. 2 Inklusive Währungskursausgleich. ANGABEN NACH IFRS 2 TAB. 2.50 scroll Aufwand LTI II Rückstellungen LTI II Dr. Burkhard Lohr 238,0 238,0 Thorsten Boeckers 156,1 156,1 Mark Roberts 173,0 173,0 Dr. Thomas Nöcker 57,7 57,7 Gesamt 624,8 624,8 Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60%, jede Vollwaise 30 % und jede Halbwaise 15% der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100 % der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall werden sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, können die Ansprüche gemäß der Versorgungszusage zu diesem Zeitpunkt bereits geltend gemacht werden. Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2018 folgende Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt. TAB. 2.51 Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2018 jeweils verdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg der Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen. VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGE Im Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags. Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der "Change of Control"-Klausel den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können. Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht. SONSTIGES Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Altersgrenze eingeführt, die auf das 65. Lebensjahr festgelegt wurde. Im Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt - dies beinhaltet auch keine Ausgabe von Darlehen. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2,1 Mio. € (2017: 2,1 Mio. €). VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS VERGÜTUNGSSTRUKTUR Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Ein Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der Vergütung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 €, die Mitglieder des Personalausschusses von jeweils 7.500 €. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 €, sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von je 750 €, bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer. PENSIONEN DER VORSTANDSMITGLIEDER 1 TAB. 2.51 scroll in Tsd. € Alter Zeitwert zum 01.01. Pensionsaufwand2 Zeitwert zum 31.12. 2018 55 3.545,3 814,3 4.515,9 Dr. Burkhard Lohr 2017 2.923,8 792,7 3.545,3 Norbert Steiner 2018 64 - - - (Mitglied bis 11.05.2017) 2017 8.641,1 367,3 8.519,0 Thorsten Boeckers3 2018 43 796,0 735,8 1.621,2 (Mitglied seit 12.05.2017) 2017 279,9 526,8 796,0 Dr. Thomas Nöcker 2018 60 6.602,0 415,3 7.326,0 (Mitglied bis 31.08.2018) 2017 6.279,6 545,3 6.602,0 2018 55 3.068,6 600,3 3.907,8 Mark Roberts 2017 2.867,2 699,8 3.068,6 Dr. Otto Lose4 2018 48 - - - (Mitglied vom 01.01. bis 28.11.2017) 2017 0,0 593,4 593,4 2018 14.011,9 2.565,7 17.370,9 Summe 2017 20.991,6 3.525,3 23.124,3 1 Angaben nach IFRS. 2 Einschließlich Zinsaufwand. 3 Enthält Pensionsansprüche aus der Zeit als Leiter Investor Relations der K+S AKTIENGESELLSCHAFT 4 Dr. Otto Lose ist mit Wirkung zum 28. November 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete zum 31. Dezember 2017. Zusätzlich zum ausgewiesenen Pensionsaufwand entstand für die Restlaufzeit seines ursprünglichen Anstellungsvertrags vom 29. November 2017 bis zum 31. Dezember 2019 Versorgungsaufwand in Höhe von 1.270,1 Tsd. €, der den Zeitwert des Gesamtanspruchs zum 31. Dezember 2017 erhöht. VERGÜTUNGSHÖHE Einzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018 ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle. TAB. 2.52 Zusätzlich wurden im Jahr 2018 an die Aufsichtsratsmitglieder Aufwandsentschädigungen von insgesamt 79,7 Tsd. € gezahlt (2017: 64,9 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2018 wurden den Aufsichtsratsmitgliedern keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt oder Vorteile gewährt. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. Ein Familienangehöriger eines Aufsichtsratsmitglieds ist im Angestelltenverhältnis bei der K+S GRUPPE beschäftigt. Die Vergütung erfolgt in Übereinstimmung mit den internen Vergütungsrichtlinien der K+S GRUPPE und entspricht der üblichen Vergütung von Personen in vergleichbarer Position. Anwesenheiten zu Sitzungen In der folgenden Tabelle wird in individualisierter Form die Anwesenheit der Aufsichtsratsmitglieder an Gremiums- und Ausschusssitzungen 2018 dargestellt. Altersgrenze und Anzahl von Wahlperioden Kandidaten für den Aufsichtsrat dürfen bei Wahl das 72. Lebensjahr nicht überschritten haben. Darüber hinaus dürfen Mitglieder des Aufsichtsrats für maximal vier Wahlperioden - in Ausnahmefällen fünf Wahlperioden - im Amt sein. Die gesetzlichen Regelungen zur Mitbestimmung bleiben hiervon unberührt. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS1 TAB. 2.52 scroll in € Fixe Vergütung Prüfungsausschuss Personalausschuss Nominierungsausschuss Strategieausschuss5 Dr. Andreas Kreimeyer 2018 200.000 10.000 15.000 15.000 0 (Vorsitzender ab 10.05.2017) 2017 166.667 - 8.1252'3 10.6253 0 Michael Vassiliadis 2018 62.500 6.250 3.125 - 0 (bis 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) 2017 150.000 15.000 7.500 - 0 Ralf Becker 2018 133.333 15.000 5.000 - 0 (seit 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) 2017 100.000 15.000 - - - Petra Adolph 2018 66.667 10.000 - - - (seit 15.05.2018) 2017 - - - - - André Bahn 2018 66.667 - - - - (seit 15.05.2018) 2017 - - - - - 2018 100.000 10.000 3.125 7.500 - Jella S. Benner-Heinacher 2017 100.000 - 7.500 - Peter Bleckmann 2018 66.667 - - - - (seit 15.05.2018) 2017 - - - - - 2018 100.000 - - 7.500 - George Cardona 2017 100.000 - - 7.500 - Wesley Clark 2018 41.667 - - - - (bis 15.05.2018) 2017 100.000 - - - - Harald Döll 2018 41.667 - 3.125 - - (bis 15.05.2018) 2017 100.000 - 7.500 - - Dr. Elke Eller 2018 66.667 - 5.000 - - (seit 15.05.2018) 2017 - - - - - Gerd Grimmig 2018 66.667 - - - - (seit 15.05.2018) 2017 - - - - - 2018 100.000 15.000 - - - Axel Hartmann 2017 100.000 15.000 - - - 2018 100.000 - 5.000 - - Michael Knackmuß 2017 100.000 - - - - Thomas Kölbl 2018 100.000 25.000 - - - (seit 10.05.2017) 2017 66.667 10.000 - - - 2018 100.000 - - - - Gerd Kübler 2017 100.000 - - - - Dieter Kuhn 2018 16.667 - - - - (bis 28.02.2018) 2017 100.000 - - - - Nevin McDougall 2018 66.667 - - - - (seit 15.05.2018) 2017 - - - - - Dr. Annette Messemer 2018 41.667 6.250 - - - (bis 15.05.2018) 2017 100.000 15.000 - - - 2018 100.000 - - - - Anke Roehr 2017 100.000 - - - - Dr. Eckart Sünner 2018 41.667 12.500 - - - (bis 15.05.2018) 2017 100.000 30.000 - - - 2018 100.000 - - 7.500 0 Philip Freiherr von dem Bussche 2017 100.000 - - 7.500 0 2018 1.779.170 110.000 39.375 37.500 0 Summe 2017" 1.766.667 106.250 36.875 36.875 0 scroll in € Sitzungsgelder Gesamt Dr. Andreas Kreimeyer 8.250 248.250 (Vorsitzender ab 10.05.2017) 10.500 195.917 Michael Vassiliadis 1.500 73.375 (bis 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) 8.250 180.750 Ralf Becker 6.750 160.083 (seit 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) 6.750 121.750 Petra Adolph 1.500 78.167 (seit 15.05.2018) - - André Bahn 2.250 68.917 (seit 15.05.2018) - - 8.250 128.875 Jella S. Benner-Heinacher 11.250 123.750 Peter Bleckmann 2.250 68.917 (seit 15.05.2018) 0 0 5.250 112.750 George Cardona 6.750 114.250 Wesley Clark 1.500 43.167 (bis 15.05.2018) 3.750 103.750 Harald Döll 0 44.792 (bis 15.05.2018) 5.250 112.750 Dr. Elke Eller 1.500 73.167 (seit 15.05.2018) - - Gerd Grimmig 2.250 68.917 (seit 15.05.2018) - - 6.000 121.000 Axel Hartmann 6.750 121.750 4.500 109.500 Michael Knackmuß 3.750 103.750 Thomas Kölbl 5.250 130.250 (seit 10.05.2017) 4.500 81.167 3.750 103.750 Gerd Kübler 3.750 103.750 Dieter Kuhn 0 16.667 (bis 28.02.2018) 3.750 103.750 Nevin McDougall 1.500 68.167 (seit 15.05.2018) - - Dr. Annette Messemer 2.250 50.167 (bis 15.05.2018) 6.750 121.750 3.750 103.750 Anke Roehr 3.750 103.750 Dr. Eckart Sünner 2.250 56.417 (bis 15.05.2018) 6.750 136.750 6.000 113.500 Philip Freiherr von dem Bussche 8.250 115.750 76.500 2.042.545 Summe 105.000 2.051.667 1 Angaben ohne Entschädigung für die von Aufsichtsratsmitgliedern aufgrund ihrer Tätigkeit zu entrichtende Umsatzsteuer. 2 Seit 10. Mai 2017. 3 Vorsitzender seit 21. August 2017. 4 Ohne die in 2017 ausgeschiedenen Mitglieder. 5 Zurzeit ohne Vergütung; wird in 2019 überarbeitet. SITZUNGSTEILNAHME DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT IM GESCHÄFTSJAHR 2018 TAB. 2.53 scroll Aufsichtsräte Sitzungen inkl. Ausschusssitzungen Plenumssitzungen Gesamt Plenumssitzungen Teilnahme Ausschusssitzungen Gesamt Ausschusssitzungen Teilnahme Teilnahme in % Gesamt Dr. Andreas Kreimeyer 20 6 6 14 14 100 % Michael Vassiliadis (bis 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) 5 2 1 3 2 60 % Ralf Becker (seit 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) 15 6 6 9 9 100 % Petra Adolph (seit 15.05.2018) 7 4 2 3 2 57 % André Bahn (seit 15.05.2018) 4 4 4 100 % Jella S. Benner-Heinacher 14 6 6 8 8 100 % Peter Bleckmann (seit 15.05.2018) 4 4 4 100 % George Cardona 10 6 5 4 3 80 % Wesley Clark (bis 15.05.2018) 2 2 2 100 % Harald Döll (bis 15.05.2018) 3 2 1 0 % Dr. Elke Eller (seit 15.05.2018) 7 4 3 3 2 71 % Gerd Grimmig (seit 15.05.2018) 4 4 4 100 % Axel Hartmann 10 6 6 4 4 100 % Michael Knackmuß 9 6 6 3 3 100 % Thomas Kölbl 10 6 5 4 4 90 % Gerd Kübler 6 6 6 100 % Dieter Kuhn (bis 28.02.2018) Nevin McDougall (seit 15.05.2018) 4 4 3 75 % Dr. Annette Messemer (bis 15.05.2018) 3 2 2 1 1 100 % Anke Roehr 6 6 6 100 % Dr. Eckart Sünner (bis 15.05.2018) 3 2 2 1 1 100 % Philip Freiherr von dem Bussche 13 6 6 7 7 100 % Summe 159 94 90 % 65 92 % 91 % Jahresabschluss 2018 * K+S AKTIENGESELLSCHAFT * Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sind im Geschäftsbericht 2018 zusammengefasst. Die Gesellschaft ist von der Pflicht zur Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung gem. §§ 289b ff. HGB befreit. Gewinn- und Verlustrechnung scroll Angaben in T€ Anhang 2017 2018 Umsatzerlöse 1 136.263 137.788 Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 141.761 152.411 Bruttoergebnis vom Umsatz -5.498 -14.623 Vertriebskosten 1.934 4.617 Allgemeine Verwaltungskosten 32.723 30.239 Forschungskosten 2.278 2.399 Sonstige betriebliche Erträge 2 146.328 100.450 Sonstige betriebliche Aufwendungen 3 129.470 118.951 Erträge aus Beteiligungen 4 76.628 323.978 davon aus Gewinnabführungen 76.331 283.503 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5 10.921 10.537 davon aus verbundenen Unternehmen 5.987 4.380 Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 223 90 Aufwendungen aus Verlustübernahme 4 81 31 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5 149.609 179.189 davon aus verbundenen Unternehmen 40.731 48.614 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6 24.454 10.339 Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss/-fehlbetrag -112.393 74.487 Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 179.383 - Bilanzgewinn 15 66.990 74.487 Bilanz scroll Angaben in T€ Anhang 31.12.2017 31.12.2018 Immaterielle Vermögensgegenstände 8.447 9.938 Sachanlagen 61.443 61.418 Finanzanlagen 10 6.923.797 6.662.959 Anlagevermögen 9 6.993.687 6.734.315 Vorräte 11 1.677 4.800 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12 427.435 754.143 Wertpapiere 6.170 6.070 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 46.506 78.924 Umlaufvermögen 481.788 843.937 Rechnungsabgrenzungsposten 13 14.348 10.327 Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 14 - 41 AKTIVA 7.489.823 7.588.620 Gezeichnetes Kapital 191.400 191.400 Kapitalrücklage 701.616 701.616 Gewinnrücklagen 1.006.413 1.006.413 Bilanzgewinn 66.990 74.487 Eigenkapital 15 1.966.419 1.973.916 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16 2.568 24.514 Steuerrückstellungen 25.827 9.734 Sonstige Rückstellungen 17 208.207 224.580 Rückstellungen 236.602 258.828 Verbindlichkeiten 18 5.281.299 5.351.423 Rechnungsabgrenzungsposten 5.503 4.453 PASSIVA 7.489.823 7.588.620 Anhang ALLGEMEINE GRUNDLAGEN Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist eine beim Amtsgericht Kassel unter der Registernummer HRB 2669 eingetragene börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Bertha-von-Suttner-Str. 7, 34131 Kassel. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2018 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Im Interesse einer übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die einzelnen Posten des Jahresabschlusses werden in Tausend € (T€) dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht auf. Dieser ist im Internetauftritt der K+S GRUPPE (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE ERFASSUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGEN Erträge werden erfasst, wenn die Lieferungen und Leistungen erbracht wurden und der Gefahrenübergang erfolgt ist. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND UND PRIVATE ZUWENDUNGEN Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte (z. B. Investitionszuschüsse, Investitionszulagen) werden direkt an den Buchwerten gekürzt (Nettomethode). Bei privaten Zuwendungen für Vermögenswerte (z. B. Baukostenzuschüsse, Werkzeugkostenzuschüsse) wird die Bruttomethode angewandt. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten SACHANLAGEN Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bewegliche Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2010 erworben wurden, werden überwiegend degressiv abgeschrieben. Bewegliche Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2009 erworben wurden, sowie unbewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt überwiegend für Bauten 14 bis 33 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Anlagengegenstände, welche 800 € netto nicht überschreiten, werden im Jahr ihrer Anschaffung oder Herstellung voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagengegenstände, welche 800 € netto überschreiten, werden über die jeweilige unternehmensspezifische Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Strecken und Grubenbaue werden nicht aktiviert. FINANZANLAGEN Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder bei unverzinslichen oder niedrig verzinslichen Darlehen zum Barwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen Rechnung getragen. Vom Wahlrecht, außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung zu erfassen, wird kein Gebrauch gemacht. VORRÄTE Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen sowie Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit diese durch die Herstellung verursacht FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Forderungen werden entsprechend ihrer Fristigkeit zum Nenn- oder Barwert angesetzt. Einzelrisiken werden durch Abschreibungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. WERTPAPIERE DES UMLAUFVERMÖGENS Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs bzw. beizulegendem Wert am Abschlussstichtag bewertet. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Das Wahlrecht gemäß § 250 Abs. 3 HGB zur aktivischen Abgrenzung von Disagien aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten wird ausgeübt. VERMÖGENS- UND SCHULDENVERRECHNUNG, ERTRAGS- UND AUFWANDSVERRECHNUNG Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen sowie von Erfüllungsrückständen aus Verpflichtungen aus Langzeitkonten dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und der Saldo im Zinsergebnis ausgewiesen. In der Bilanz werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Die sich ergebenden Verpflichtungsüberhänge werden unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Verpflichtungen aus Pensionszusagen) und unter den sonstigen Rückstellungen (Erfüllungsrückstände aus Langzeitkonten) ausgewiesen. Bei einem Überhang der Vermögensgegenstände erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN Der Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen wird unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zum Abschlussstichtag ergibt sich ein Rechnungszins in Höhe von 3,21 %. Der Ausweis von Effekten aus Änderungen des Zinssatzes erfolgt im Finanzergebnis. Der angenommene Gehalts- bzw. Rententrend beträgt jeweils 1,8 %. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (RT 2018 G.Vorjahr: 2005 G). ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN Übrige Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen zum Gruben- und Schachtversatz werden mit dem Barwert der zukünftig zu erwartenden Aufwendungen bewertet. Für Verpflichtungen mit einer Laufzeit unter 50 Jahren wird der Barwertermittlung ein Durchschnittsdiskontierungssatz in Höhe von 2,13 % und eine jährliche Preissteigerungsrate in Höhe von 1,5 % zu Grunde gelegt. Der Diskontierungssatz basiert auf dem der Restlaufzeit entsprechend gewichteten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt. Bergbauliche Verpflichtungen für Haldenverwahrung mit einer Laufzeit von mehr als 50 Jahren werden abweichend zum Vorjahr weiterhin mit dem zum 31. Dezember 2017 nach der zuvor beschriebenen Methode ermittelten Zinssatz in Höhe von 2,75 % diskontiert. Diese Vorgehensweise trägt dem Umstand Rechnung, dass die gesetzliche in § 253 Abs. 2 HGB i.V. m. der RückAbzinsV normierte Regelung ihren Sinn und Zweck nach bei anhaltender Niedrigzinsphase nicht mehr sinnvoll auf so genannte Ewigkeitslasten anwendbar ist. Parallel dazu wird jährlich auf Basis der von der Bundesbank veröffentlichten Zinssätze mit 50-jähriger Restlaufzeit seit Beginn der Veröffentlichungen deren langfristiger Zinsdurchschnitt ermittelt. Eine Anpassung erfolgt, sofern der langfristige Zinsdurchschnitt unter den Zinssatz vom 31. Dezember 2017 sinkt. Auf Basis der Vorjahresmethode wären die bergbaulichen Verpflichtungen mit einem um rd. 35 Mio. € höheren Betrag ausgewiesen worden. Rückstellungen für Bergschädenwagnisse werden auf Basis von Schadenfällen der Vergangenheit ermittelt, um dem tatsächlichen Risiko Rechnung zu tragen. Die Rückstellungen für Dienstjubiläen werden für die zurückgelegten Dienstzeiten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage des modifizierten Teilwertverfahrens ermittelt. Die Ermittlung des Erfüllungsbetrags von Verpflichtungen aus Langzeitkonten erfolgt nach dem Barwertverfahren. Zum Abschlussstichtag ergibt sich ein Rechnungszins in Höhe von 2,32 %. Der Ausweis von Effekten aus Änderungen des Zinssatzes für Verpflichtungen aus Langzeitkonten erfolgt im Finanzergebnis. Der angenommene Gehalts- und Rententrend beträgt 1,8 %. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (RT 2018 G). VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. LATENTE STEUERN Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Hierbei werden bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT neben Unterschieden bei eigenen Bilanzpositionen auch Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei Organgesellschaften berücksichtigt. Verlust- und Zinsvorträge werden berücksichtigt, insoweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der kombinierte Ertragsteuersatz des Organkreises der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 30,0 % zu Grunde gelegt. Dieser enthält neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % und dem darauf zu entrichtenden Solidaritätszuschlag von 5,5 % den durchschnittlichen Gewerbesteuersatz in Höhe von 14,2 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer insgesamt bestehenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Passive Unterschiedsbeträge ergeben sich zum Abschlussstichtag insbesondere aus Bewertungsunterschieden bei Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen. Aktive Unterschiedsbeträge resultieren im Wesentlichen aus Buchwertunterschieden bei sonstigen Rückstellungen (insbesondere: bergbaulichen Rückstellungen), den immateriellen Vermögensgegenständen und innerhalb des Sachanlagevermögens. Nach Saldierung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge verbleibt im Berichtsjahr ein Aktivüberhang, der in der Bilanz nicht angesetzt wurde. BEWERTUNGSEINHEITEN UND DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE Es wurden im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt in Übereinstimmung mit den allgemeinen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen imparitätisch. Aktivische derivative Finanzinstrumente werden maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei negativem beizulegenden Zeitwert wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Passivische derivative Finanzinstrumente werden mindestens in Höhe der erhaltenen Stillhalterprämie angesetzt. Soweit der negative beizulegende Zeitwert die passivierte Verbindlichkeit übersteigt, wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. UMRECHNUNG VON FREMDWÄHRUNGSBETRÄGEN Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu Euro-Referenzkursen im Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (1) UMSATZERLÖSE UMSATZ NACH TÄTIGKEITSGEBIETEN scroll Angaben in T€ 2017 2018 IT 39.292 40.049 Tierhygiene 40.986 42.484 Sonstiges 55.985 55.255 136.263 137.788 UMSATZ NACH REGIONEN scroll Angaben in T€ 2017 2018 Inland 115.901 118.868 Übriges Europa 1.759 1.940 Übersee 18.603 16.980 136.263 137.788 (2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE scroll Angaben in T€ 2017 2018 Erträge aus Währungsumrechnung 90.330 12.981 Erträge aus Kurssicherungsgeschäften 38.511 63.332 Erträge aus Leistungsverrechnung an Gruppengesellschaften 242 17.225 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 13.615 2.888 Erträge aus Abgängen von Sachanlagen 1.334 382 Buchgewinne aus dem Abgang von Wertpapieren 65 120 Übrige Erträge 2.231 3.522 146.328 100.450 Erträge in Höhe von 5.299 T€ (Vorjahr: 15.510 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. (3) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN scroll Angaben in T€ 2017 2018 Aufwendungen aus Währungsumrechnung 44.405 37.183 Aufwendungen aus Kurssicherungsgeschäften 51.006 30.148 Aufwendungen für Beratungskosten 643 21.836 Saldo aus Zuführungen/Verbräuchen/Aufwendungen für stillgelegte Werke 2.111 6.922 Aufwendungen für drohende Verluste aus Sicherungsgeschäften 4.256 4.487 Aufwendungen für Altersvorsorge 3.760 4.375 Steuern für Vorjahre 1.252 1.407 Aufwendungen für Wohnungswirtschaft 412 384 Aufwendungen für Genehmigungsverfahren 2.367 103 Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren 2.584 4 Übrige Aufwendungen 16.674 12.102 129.470 118.951 Aufwendungen in Höhe von 3.908 T€ (Vorjahr: 1.500 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und resultieren hauptsächlich aus Steuern für Vorjahre. (4) BETEILIGUNGSERGEBNIS scroll Angaben in T€ 2017 2018 Erträge aus Gewinnabführung 76.331 283.503 Übrige Beteiligungserträge 297 40.475 Erträge aus Beteiligungen 76.628 323.978 Aufwendungen aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen -81 -31 76.547 323.947 Die Erträge aus der Gewinnabführung setzen sich im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung der K+S KALI GMBH, der K+S SALZ GMBH, der K+S ENTSORGUNG GmbH, der K+S TRANSPORT GMBH sowie der K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH zusammen. Die übrigen Beteiligungserträge resultieren im Berichtsjahr mit 40.471 T€ (Vorjahr: 293 T€) aus verbundenen Unternehmen. (5) ZINSERGEBNIS scroll Angaben in T€ 2017 2018 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.320 10.537 davon aus verbundenen Unternehmen 5.987 4.380 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1 1 davon aus verbundenen Unternehmen - - Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen saldiert mit Erträgen/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen 600 - davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen -8.435 - davon Ertrag/Aufwand aus dem Deckungsvermögen für Pensionsrückstellungen 9.035 - Zinsen und ähnliche Erträge 10.921 10.537 Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen saldiert mit Erträgen/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen - -17.743 davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen - -10.546 davon Ertrag/Aufwand aus dem Deckungsvermögen für Pensionsrückstellungen - -7.197 Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen -26.695 -14.840 Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -122.915 -146.606 davon an verbundene Unternehmen -40.731 -48.614 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 149.609 179.189 -138.688 -168.652 (6) STEUERN scroll Angaben in T€ 2017 2018 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24.454 10.339 Sonstige Steuern 1.034 2.004 25.488 12.343 In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen in Höhe von 9.885 T€ enthalten, die Vorjahre betreffen (Vorjahr: Erträge: 5.272 T€). Die sonstigen Steuern sind den betrieblichen Funktionsbereichen zugeordnet. (7) MATERIALAUFWAND scroll Angaben in T€ 2017 2018 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 23.816 26.418 Aufwendungen für bezogene Leistungen 45.869 56.849 69.685 83.267 (8) PERSONALAUFWAND scroll Angaben in T€ 2017 2018 Löhne und Gehälter 73.155 79.863 Soziale Abgaben 12.725 12.812 Altersversorgung 5.879 5.601 Unterstützung 17 21 91.776 98.297 Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Dieser wird als Zinsaufwand im Zinsergebnis ausgewiesen. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ (9) ANLAGEVERMÖGEN scroll Bruttobuchwerte Abschreibungen Angaben in T€ Stand am 01.01.2018 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2018 Stand am 01.01.2018 Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.053 3.304 11.784 1.017 23.590 24.519 Geleistete Anzahlungen 1.913 945 -1.017 1.841 32.966 4.249 11.784 25.431 24.519 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 82.015 94 391 81.717 45.436 Technische Anlagen und Maschinen 48.518 546 899 18 48.184 31.238 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.992 3.267 1.026 448 59.680 50.598 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.189 3.627 -466 4.350 188.714 7.534 2.316 193.931 127.272 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 6.950.781 49 260.835 6.689.995 27.066 Beteiligungen 66 - 66 Wertpapiere des Anlagevermögens . Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen 17 4 13 6.950.864 49 260.839 6.690.074 27.066 Anlagevermögen 7.172.544 11.832 274.939 - 6.909.436 178.857 scroll Nettobuchwerte Angaben in T€ Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibung Stand am 31.12.2018 Stand am 31.12.2018 Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.758 11.784 15.493 8.097 Geleistete Anzahlungen - - 1.841 2.758 11.784 - 15.493 9.938 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.487 389 46.534 35.183 Technische Anlagen und Maschinen 2.429 436 33.231 14.953 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.146 996 52.748 6.932 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.350 7.062 1.821 - 132.513 61.418 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 49 27.115 6.662.880 Beteiligungen - - 66 Wertpapiere des Anlagevermögens Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen 13 49 - - 27.115 6.662.959 Anlagevermögen 9.869 13.605 - - 175.121 6.734.315 scroll Angaben in T€ Stand am 31.12.2017 Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.534 Geleistete Anzahlungen 1.913 8.447 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.579 Technische Anlagen und Maschinen 17.280 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.394 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.189 61.442 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 6.923.715 Beteiligungen 66 Wertpapiere des Anlagevermögens - Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen 17 6.923.798 Anlagevermögen 6.993.687 (10) FINANZANLAGEN Die Aufstellung über den Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11b HGB ist gesondert in der Anmerkung "Aufstellung des Anteilsbesitzes" dargestellt. UMLAUFVERMÖGEN (11) VORRÄTE scroll Angaben in T€ 2017 2018 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.535 1.977 Unfertige Erzeugnisse 142 2.823 1.677 4.800 (12) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE scroll Angaben in T€ 2017 2018 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.694 15.295 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 372.377 646.505 Sonstige Vermögensgegenstände 40.364 92.343 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 213 5 427.435 754.143 Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 240.079 T€ (Vorjahr: 101.462 T€) auf Forderungen aus dem konzerninternen Zahlungsverkehr und 283.503 T€ (Vorjahr: 76.331 T€) auf Forderungen aus Ergebnisabführung. Auf Forderungen aus Beteiligungserträgen entfallen 40.471 T€ (Vorjahr: 293 T€). Darüber hinaus entfallen 53.277 T€ auf Forderungen aus der Begebung eines kurzfristigen Darlehens an eine Tochtergesellschaft. Im Übrigen betreffen sie in Höhe von 29.473 T€ (Vorjahr: 11.502 T€) vornehmlich Lieferungen und Leistungen. (13) AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft in Höhe von 1.850 T€ (Vorjahr: 2.636 T€) Disagien i.S.v. § 250 Abs. 3 HGB. (14) AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG UND RÜCKSTELLUNGEN FÜR LANGZEITKONTEN scroll Angaben in T€ 2017 2018 Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Langzeitkonten 633 1.288 Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 1.328 Nettowert der Verpflichtungen aus Langzeitkonten (Rückstellung) 633 41 Das Deckungsvermögen umfasst Guthaben bei Kreditinstituten. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert zum Abschlussstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 1.328 T€. (15) EIGENKAPITAL GEZEICHNETES KAPITAL Das gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Der rechnerische Wert beträgt 1,00 € je Aktie. GENEHMIGTES KAPITAL Zum 31. Dezember 2018 verfügte die Gesellschaft über genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 38,28 Mio. €, das in Teilbeträgen und durch Ausgabe von bis zu 38,28 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien ausgegeben werden kann. Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). ANGABEN ZU EIGENEN ANTEILEN Im Geschäftsjahr hielt die Gesellschaft keine eigenen Anteile. Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Falle des Erwerbs über die Börse als auch eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. KAPITALRÜCKLAGE scroll Angaben in T€ 2017 2018 Stand am 1. Januar 701.616 701.616 Stand am 31. Dezember 701.616 701.616 ANDERE GEWINNRÜCKLAGEN scroll Angaben in T€ 2017 2018 Stand am 1. Januar 1.166.444 1.006.413 Differenzbetrag aus der Veräußerung eigener Anteile -9 - Einstellung gemäß Beschluss der Hauptversammlung 19.361 - Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen -179.383 - Stand am 31. Dezember 1.006.413 1.006.413 BILANZGEWINN scroll Angaben in T€ 2017 2018 Bilanzgewinn am 1. Januar 76.781 66.990 Dividendenausschüttung für das Vorjahr -57.420 -66.990 Einstellung in andere Gewinnrücklagen (Beschluss der Hauptversammlung) -19.361 - Jahresüberschuss -112.393 74.487 Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 179.383 - Bilanzgewinn am 31. Dezember 66.990 74.487 (16) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen keine Fehlbeträge. Im Rahmen des Bilanzausweises werden Pensionsrückstellungen mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen, verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum Abschlussstichtag 123.370 T€ (ohne Berücksichtigung von Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern). Verrechnet mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von 98.856 T€ ergibt sich ein Bilanzansatz als Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 24.514 T€. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern ("deferred compensation") in Höhe von 2.168 T€, die durch kongruente Versicherungsverträge rückgedeckt sind. Der Erfüllungsbetrag wurde vollständig mit dem beizulegenden Zeitwert der Versicherungsverträge (2.168 T€) verrechnet. Aufgrund einer Gesetzesänderung im März 2016 ist der Durchschnittszeitraum, der für die Ermittlung der Höhe des Rechnungszinses bei Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen maßgebend ist, von 7 auf 10 Jahre angehoben worden. Der Unterschiedsbetrag beträgt 14.090 T€. Das Deckungsvermögen umfasst Wertpapiere, Rückdeckungsversicherungsverträge und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Wertpapiere sind mit ihren Marktpreisen und Guthaben bei Kreditinstituten mit ihrem Nennwert zum Abschlussstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungsverträge wurde anhand des geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals der Verträge zuzüglich eines ggf. vorhandenen Guthabens aus Überschussbeteiligung ermittelt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 110.258 T€. (17) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie ergeben sich hauptsächlich aus bergbaulichen Verpflichtungen. Daneben bestehen vornehmlich Rückstellungen für Personalverpflichtungen und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. (18) VERBINDLICHKEITEN scroll Angaben in T€ 2017 2018 Anleihen 2.125.000 2.225.000 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 822.000 945.950 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.869 16.328 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.240.991 2.083.950 Sonstige Verbindlichkeiten 78.439 80.196 davon entfallen auf Steuerverbindlichkeiten 1.127 1.522 davon entfallen auf Sozial-Verbindlichkeiten 221 1 5.281.299 5.351.423 Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 2.052.493 T€ (Vorjahr: 2.213.263 T€) auf Verbindlichkeiten aus der konzerninternen Finanzierung. Im Übrigen betreffen die Verbindlichkeiten Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen: scroll Angaben in T€ 2017 2018 Anleihen 500.000 - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 60.000 466.450 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.869 16.328 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.501.467 2.083.950 Sonstige Verbindlichkeiten 30.273 75.084 2.106.609 2.641.812 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beziehen sich auf: scroll Angaben in T€ 2017 2018 Anleihen 1.625.000 2.225.000 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 762.000 479.500 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 739.524 - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen-Fällig nach einem Jahr 739.385 - FW-Bewertung 139 - Sonstige Verbindlichkeiten 48.166 5.111 3.174.690 2.709.611 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren entfallen auf: scroll Angaben in T€ 2017 2018 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.000 - Sonstige Verbindlichkeiten - - 40.000 - SONSTIGE ANGABEN Nach Ende des Geschäftsjahres ergaben sich keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation. (19) HAFTUNSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN HAFTUNGSVERHÄLTNISSE scroll Angaben in T€ 2017 2018 Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und sonstigen Garantien 730.396 739.142 davon für verbundene Unternehmen 723.921 730.664 730.396 739.142 Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen als gering eingestuft. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN scroll Angaben in T€ 2017 2018 Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen 1.046 13.242 Verpflichtungen aus langfristigen Miet-, Leasing- und Serviceverträgen fällig im Folgejahr 16.299 15.481 davon an verbundene Unternehmen - - fällig im 2. bis 5. Jahr 39.511 30.646 davon an verbundene Unternehmen - - 56.856 59.369 Es bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit verbundenen Unternehmen, die auch eine Verlustübernahme beinhalten. (20) ARBEITNEHMER scroll 2017 2018 Tarifliche Mitarbeiter 553 593 Außertarifliche Mitarbeiter 389 414 Auszubildende 20 22 962 1.029 (21) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE Es wurden im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet. Am 31. Dezember 2018 wurden folgende Derivate gehalten: scroll Angaben in T€ Nominalwerte11 Beizulegende Zeitwerte Buchwerte2' Devisentermingeschäfte USD-EUR mit Fälligkeit in 219 - positive beizulegende Zeitwerte 94.666 1.274 - - negative beizulegende Zeitwerte 556.539 -3.552 -3.552 Devisentermingeschäfte CAD-EUR mit Fälligkeit in 2019 - positive beizulegende Zeitwerte - - - negative beizulegende Zeitwerte 56.885 -935,4 -935,4 Devisentermingeschäfte CBP-EUR mit Fälligkeit in 2019 - positive beizulegende Zeitwerte 6.003 15 - - negative beizulegende Zeitwerte - - - Cross-currency-Swap - positive beizulegende Zeitwerte 17.991 3.480 - - negative beizulegende Zeitwerte - - - Zinscaps mit Fälligkeit in 2019 - positive beizulegende Zeitwerte 140.000 - - - negative beizulegende Zeitwerte - - - Zinscaps mit Fälligkeit in 2021 - positive beizulegende Zeitwerte 118.000 164 - - negative beizulegende Zeitwerte - - - 1 Umgerechnet in Euro mit gewichteten Sicherungskursen. 2 Ausgewiesen in der Position sonstige Rückstellungen. Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Auflösung zum Abschlussstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter, finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Abschlussstichtag geltenden Parameter zugrunde: ― die Devisenkassakurse der betreffenden Währungen ― das Zinsniveau ― die vereinbarten Sicherungsniveaus bzw. Ausübungskurse und ― die gehandelten Volatilitäten (22) ANGABEN ZU AUSSCHÜTTUNGSGESPERRTEN BETRÄGEN Aus der Bewertung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert (Deckungsvermögen) besteht zum Abschlussstichtag ein Ausschüttungssperrbetrag gem. § 268 Abs. 8 HGB sowie § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 25.688 T€ (Vorjahr: 29.152 T€). Die frei verfügbaren Rücklagen übersteigen den ausschüttungsgesperrten Betrag. Eine Ausschüttungssperre bezüglich des Bilanzgewinns besteht nicht. (23) HONORARE FÜR ABSCHLUSSPRÜFER Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist in der entsprechenden Anmerkungen im Anhang im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT enthalten. Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Gesellschaften. Die anderen Bestätigungsleistungen bestehen im Wesentlichen aus der Erteilung von Comfort Lettern, energierechtlichen Prüfungen und der EMIR-Prüfung. Der Abschlussprüfer hat Steuerberatungsleistungen sowie sonstige Beratungsleistungen in geringfügigem Umfang erbracht. (24) GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS scroll Angaben in T€ 2017 2018 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 2.052 2.043 davon fix 1.947 1.966 Gesamtbezüge des Vorstands 4.653 5.117 davon fix 2.396 2.193 davon erfolgsbezogen 2.099 1.338 davon LTI Programm - 1.585 Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen 2.062 2.112 Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen 19.455 28.472 Weitere Angaben sind im Vergütungsbericht im Zusammengefassten Lagebericht der K+S GRUPPE enthalten. (25) ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ist für 2018/2019 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Internetauftritt der K+S GRUPPE (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden. (26) AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES Aufstellung des Anteilsbesitzes der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gemäß § 285 Nr. 11 und Hb HGB (Angaben in Tausend): Stand 31.12.2018 scroll Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil Währung Kurs Eigenkapital 4. K+S Verwaltungs GmbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 308 Al Biariq for Fertilizer Plant Co. Ltd. Riad Saudi-Arabien 30,00% SAR 4,2954 49.122 Beienrode Bergwerks-GmbH Kassel Deutschland 89,81% EUR 1.354 Börde Container Feeder GmbH Haldensleben Deutschland 33,30% EUR 884 Canadian Brine, Ltd. Pointe Ciaire Kanada 100,00% CAD 1,5605 525 CHEMISCHE FABRIK KALK GmbH Köln Deutschland 100,00% EUR 10.442 Compania Minera Punta de Lobos Ltda. Santiago de Chile Chile 100,00% USD 1,145 6.164 Deutscher Straßen-Dienst GmbH Hannover Deutschland 100,00% EUR 60 Empresa de Servicios Ltda. Santiago de Chile Chile 100,00% USD 1,145 418 EMPRESA MARÍTIMA S.A. Santiago de Chile Chile 99,59% USD 1,145 33.853 ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG Hannover Deutschland 100,00% EUR 110.057 ESCO benelux N.V. Diegem Belgien 100,00% EUR 9.591 ESCO france S.A.S. Levallois-Perret Frankreich 100,00% EUR 10.011 ESCO international GmbH Hannover Deutschland 100,00% EUR 40.902 ESCO Spain S.L. Barcelona Spanien 100,00% EUR 3.023 ESCO Verwaltungs GmbH Hannover Deutschland 100,00% EUR 63 Fachschule f. Wirtschaft und Technik Gem. GmbH Clausthal Deutschland 9,40% EUR 560 FRISIA ZOUT B.V. Harlingen Niederlande 100,00% EUR 10.570 Glendale Salt Development, LLC Chicago USA 100,00% USD 1,145 3.886 Grainpulse Limited Kampala Uganda 44,00% UGX 4.224,2 10.976.838 Ickenroth GmbH Staudt Deutschland 100,00% EUR 1.790 Imperial Thermal Products, Inc. Chicago USA 100,00% USD 1,145 0 Inagua General Store, Ltd. Nassau Bahamas 100,00% USD 1,145 -1.080 Inversiones Columbus Ltda. Santiago de Chile Chile 100,00% USD 1,145 8.580 Inversiones Empremar Ltda. Santiago de Chile Chile 100,00% USD 1,145 18.912 Inversiones K+S Sal de Chile SpA Santiago de Chile Chile 100,00% CLP 794,63 71.798.256 ISXOil &Gas Inc. Calgary Kanada 100,00% CAD 1,5605 -519 K plus S Africa (Pty) Ltd. Johannesburg Südafrika 100,00% ZAR 16,485 59 K plus S Middle East FZE Jebel Ali, Dubai Vereinigte Arabische Emirate 100,00% AED 4,2005 1072 K plus S Salt Australia Pty Ltd Perth Australien 100,00% AUD 1,622 9.409 K+S AN-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 12 K+S Asia Pacific Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00% SGD 1,5591 25.605 K+S Bahamas Salt Asset Management GmbH & Co. KG Kassel Deutschland 100,00% EUR 51.272 K+S Baustoffrecycling GmbH Sehnde Deutschland 100,00% EUR 81 K+S BELGIUM HOLDING B.V.B.A. Diegem Belgien 100,00% USD 1,145 56.155 K+S Beteiligungs GmbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 210.751 K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais Ltda. Sao Paulo Brasilien 100,00% BRL 4,444 3.775 K+S Canada Holdings Ltd. Vancouver Kanada 100,00% CAD 1,5605 5.740.006 K+S CHILE S.A. Santiago de Chile Chile 99,64% USD 1,145 499.673 K+S Czech Republic a.s. Prag Tschechische Republik 100,00% CZK 25,724 177.994 K+S Denmark Holding ApS Hellerup Dänemark 100,00% DKK 7,4655 4.854 K+S Entsorgung (Schweiz) AG Delemont Schweiz 100,00% CHF 1,1269 1.110 K+S Entsorgung GmbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 7.506 K+S Fertilizers (India) Private Limited Neu Delhi Indien 100,00% INR 79,73 15.671 K+S FINANCE BELGIUM BVBA Diegem Belgien 100,00% USD 1,145 2.734.054 K+S Finance Ltd. St. Julians Malta 100,00% EUR 374.054 K+S France S.A.S. Dombasle sur Meurthe Frankreich 100,00% EUR 21.266 K+S (Huludao) Magnesium Products Co. Ltd. Huludao China 100,00% CNY 7,8751 13.348 K+S Investments Ltd. St. Julians Malta 100,00% EUR 381.050 K+S Italia S.r.L. Verona Italien 100,00% EUR 1.475 K+S KALI France S.A.S. Reims Frankreich 100,00% EUR 2.588 K+S KALI GMBH Kassel Deutschland 100,00% EUR 383.760 K+S KALI Wittenheim S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,00% EUR 2.535 K+S Legacy GP Inc. Vancouver Kanada 100,00% CAD 1,5605 50 K+S Mining Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 100,00% ARS 43,145 22 K+S Montana Holdings, LLC Chicago USA 100,00% USD 1,145 844.692 K+S NETHERLANDS HOLDING B.V Harlingen Niederlande 100,00% EUR 4.408.948 K+S North America Asset Management GmbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 119 K+S North America Corporation Chicago USA 100,00% USD 1,145 12.895 K+S North America Salt Asset Management GmbH & Co. KG Kassel Deutschland 100,00% EUR 684.689 K+S Peru S.A.C. Lima Peru 100,00% PEN 3,8575 20.370 K+S Polska Sp. z o.o. Poznan Polen 100,00% PLN 4,3014 7.165 K+S Potash Canada General Partnership Vancouver Kanada 100,00% CAD 1,5605 5.329.888 K+S SALZ GMBH Hannover Deutschland 100,00% EUR 4.614.035 K+S Salt LLC Chicago USA 100,00% USD 1,145 1.602.678 K+S TRANSPORT GMBH Hamburg Deutschland 100,00% EUR 2.698 K+S UK & Eire Ltd. Hertford Großbritannien 100,00% GBP 0,8945 453 K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH Kassel Deutschland 100,00% EUR 25 K+S WINDSOR SALT Ltd. Vancouver Kanada 100,00% CAD 1,5605 6.311.214 Kali AG Frauenkappelen Schweiz 100,00% CHF 1,1269 1.416 Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 23.969 Lehrter Wohnungsbau GmbH Lehrte Deutschland 6,67% EUR 12.566 Montana US Parent Inc. Chicago USA 100,00% USD 1,145 -1 Morton Bahamas Ltd. Nassau Bahamas 100,00% USD 1,145 22.678 Morton China National Salt (Shanghai) Salt Co., Ltd. Shanghai China 45,00% CNY 7,8751 22.901 MORTON SALT, INC. Chicago USA 100,00% USD 1,145 1.642.406 MSW -Chemie GmbH Langelsheim Deutschland 100,00% EUR 725 Nieders. Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH Hannover Deutschland 0,10% EUR 10.022 000 K+S Rus Moskau Russ. Föderation 100,00% RUB 79,326 4 Poldergemeinschaft Hohe Schaar Hamburg Deutschland 8,66% EUR 0 Pristav Pardubice a.s. Pardubice Tschechische Republik 0,41% CZK 25,724 15.837 Salina Diamante Branco Ltda. Rio de Janeiro Brasilien 100,00% BRL 4,444 14.479 Saline Cerebos S.A.S. Levallois-Perret Frankreich 100,00% EUR 5.064 Servicios Maritimos Patillos S.A. Santiago de Chile Chile 100,00% USD 1,145 4.514 Servicios Portuarios Patillos S.A. Santiago de Chile Chile 99,89% USD 1,145 46.694 Shenzhen K+STrading Co. Ltd. Shenzhen China 100,00% CNY 7,8751 51.492 VATEL Companhia de Produtos Alimentäres S.A. Alverca Portugal 100,00% EUR 133 Weeks Island Landowner, LLC Chicago USA 100,00% USD 1,145 980 Werra Kombi Terminal Betriebsgesellschaft mbH Philippsthal Deutschland 50,00% EUR 407 Wohnbau Salzdetfurth GmbH Bad Salzdetfurth Deutschland 100,00% EUR 1.820 Zoll Pool Hamburg AG Hamburg Deutschland 1,43% EUR 350 scroll Name der Gesellschaft Jahresergebnis 4. K+S Verwaltungs GmbH 0 Al Biariq for Fertilizer Plant Co. Ltd. -2.955 5) Beienrode Bergwerks-GmbH 2 Börde Container Feeder GmbH 317 5) Canadian Brine, Ltd. -3 10) CHEMISCHE FABRIK KALK GmbH -907 Compania Minera Punta de Lobos Ltda. 2.701 10) Deutscher Straßen-Dienst GmbH 2.383 1) Empresa de Servicios Ltda. -3 10) EMPRESA MARITIMA S.A. 2.700 10) ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG 16.553 ESCO benelux N.V. 383 10) ESCO france S.A.S. 1.374 10) ESCO international GmbH 17.292 1) ESCO Spain S.L. 894 10) ESCO Verwaltungs GmbH 3 Fachschule f. Wirtschaft und Technik Gem. GmbH 22 2) FRISIA ZOUT B.V. -999 10) Glendale Salt Development, LLC 131 10) Grainpulse Limited -829.566 3) Ickenroth GmbH -54 1) Imperial Thermal Products, Inc. 0 9) Inagua General Store, Ltd. -898 10) Inversiones Columbus Ltda. 7 10) Inversiones Empremar Ltda. 24 10) Inversiones K+S Sal de Chile SpA 109.751 10) ISXOil &Gas Inc. -519 10) K plus S Africa (Pty) Ltd. -6 5) K plus S Middle East FZE 223 10) K plus S Salt Australia Pty Ltd -1.872 10) K+S AN-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH -13 K+S Asia Pacific Pte. Ltd. 6.358 10) K+S Bahamas Salt Asset Management GmbH & Co. KG 1.402 K+S Baustoffrecycling GmbH -19 1) K+S BELGIUM HOLDING B.V.B.A. -11 K+S Beteiligungs GmbH -31 1) K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais Ltda. -3.879 5) K+S Canada Holdings Ltd. 429 10) K+S CHILE S.A. 32.106 10) K+S Czech Republic a.s. 10.975 10) K+S Denmark Holding ApS 1.106 5) K+S Entsorgung (Schweiz) AG 376 5) K+S Entsorgung GmbH 11.510 1) K+S Fertilizers (India) Private Limited 2.981 4) K+S FINANCE BELGIUM BVBA 63.492 10) K+S Finance Ltd. 14 10) K+S France S.A.S. 2.046 10) K+S (Huludao) Magnesium Products Co. Ltd. 880 10) K+S Investments Ltd. 919 10) K+S Italia S.r.L. 1.106 5) K+S KALI France S.A.S. 905 10) K+S KALI GMBH 154.186 1) K+S KALI Wittenheim S.A.S. 590 10) K+S Legacy GP Inc. 0 10) K+S Mining Argentina S.A. -889 5) K+S Montana Holdings, LLC 5.546 10) K+S NETHERLANDS HOLDING B.V -41.366 10) K+S North America Asset Management GmbH -1 K+S North America Corporation 2.644 10) K+S North America Salt Asset Management GmbH & Co. KG 32.558 K+S Peru S.A.C. -9.939 10) K+S Polska Sp. z o.o. 2.772 5) K+S Potash Canada General Partnership -162.021 10) K+S SALZ GMBH 44.146 1) K+S Salt LLC 61.667 10) K+S TRANSPORT GMBH 8.753 1) K+S UK & Eire Ltd. 253 5) K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH 980 1) K+S WINDSOR SALT Ltd. 84.059 10) Kali AG 499 5) Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH 6.106 1) Lehrter Wohnungsbau GmbH -1.755 5) Montana US Parent Inc. 0 10) Morton Bahamas Ltd. 9.059 10) Morton China National Salt (Shanghai) Salt Co., Ltd. 2.414 5) MORTON SALT, INC. 14.965 10) MSW -Chemie GmbH -25 Nieders. Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH 1.361 7) 000 K+S Rus -3 5) Poldergemeinschaft Hohe Schaar 0 5) Pristav Pardubice a.s. -756 S) Salina Diamante Branco Ltda. -11.662 10) Saline Cerebos S.A.S. 296 10) Servicios Maritimos Patillos S.A. 1.716 10) Servicios Portuarios Patillos S.A. 3.114 10) Shenzhen K+STrading Co. Ltd. 746 5) VATEL Companhia de Produtos Alimentäres S.A. -274 10) Weeks Island Landowner, LLC -4 10) Werra Kombi Terminal Betriebsgesellschaft mbH 195 5) Wohnbau Salzdetfurth GmbH 0 1) Zoll Pool Hamburg AG 55 6) 1 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Muttergesellschaft (Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisabführung). 2 Geschäftsjahr vom 01.08. bis 31.07. - Jahresabschluss per 31.07.2018. 3 Jahresabschluss per 30. Juni 2018. 4 Jahresabschluss per 31. März 2018. 5 Jahresabschluss per 31. Dezember 2017. 6 Jahresabschluss per 31. Dezember 2016. 7 Jahresabschluss per 31. Dezember 2015. 8 Jahresabschluss per 31. Dezember 2014. 9 Inaktive Gesellschaften. 10 Angaben gem. IFRS.. (27) MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2018 (STAND DER ANGABEN ZU WEITEREN AU FSIC HTS RATSMAN DATE N UND KON ROLLG REMI E N: 31. DEZEMBER 2018) DR. RER. NAT. ANDREAS KREIMEYER (JAHRGANG 1955), DIPLOM-BIOLOGE, AUFSICHTSRATSVORSITZENDER ANTEILSEIGNERVERTRETER Unternehmer (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigshafen) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2015 weitere Aufsichtsratsmandate: Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe (Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) weitere Kontrollgremien: C.H. Boehringer Sohn AG & Co. KG, Ingelheim (Mitglied im Beraterkreis) RALF BECKER (JAHRGANG 1965), GEWERKSCHAFTSSEKRETÄR, STELLV. VORSITZENDER ARBEITNEHMERVERTRETER Landesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 1. August 2009 weitere Aufsichtsratsmandate: Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover (stellv. Vorsitzender) Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg Deutsche Shell GmbH, Hamburg Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg PETRA ADOLPH (JAHRGANG 1964), MASTER IN POLITIK- UND LITERATURWISSENSCHAFTEN ARBEITNEHMERVERTRETERIN Vorstandssekretärin (Bereich Mitbestimmung/Sozialpolitik), IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 weitere Aufsichtsratsmandate: CEWE Stiftung & Co. KGaA,Oldenburg ANDRÉ BAHN (JAHRGANG 1968), ELEKTROMONTEUR ARBEITNEHMERVERTRETER Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Betriebsratsvorsitzender des Werks Werra, K+S KALI GMBH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 JELLA BENNER-HEINACHER (JAHRGANG 1960), JURISTIN ANTEILSEIGNERVERTRETERIN Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., Düsseldorf Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate: A.S. Creation Tapeten AG, Gummersbach (stellv. Vorsitzende) PETER BLECKMANN (JAHRGANG 1962), KFZ-MECHANIKER ARBEITNEHMERVERTRETER Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Betriebsratsvorsitzender des Werks Borth, ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 PHILIP FREIHERR VON DEM BUSSCHE (JAHRGANG 1950), DI PLOM-KAUFMANN ANTEILSEIGNERVERTRETER Unternehmer/Landwirt Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2015 weitere Kontrollgremien: Bernard Krone Holding SE & Co. KG, Spelle (Vorsitzender des Aufsichtsrats) DF World of Spices GmbH, Dissen (Mitglied des Beirats) Grimme GmbH & Co. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats) Pfeifer und Langen IHKG, Köln (Mitglied des Gesellschafterausschusses) (bis 31. Dezember 2018) DLG e.V. Frankfurt am Main (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 22. Februar 2018) GEORGE CARDONA (JAHRGANG 1951), ÖKONOM ANTEILSEIGNERVERTRETER Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2020 Erstbestellung: 9. Oktober 2009 weitere Kontrollgremien: Board der Banque Havilland (Monaco) S.A.M., Monaco (Director seit 18. September 2018) DR. ELKE ELLER (JAHRGANG 1962), DIPLOM-VOLKSWIRTIN ANTEILSEIGNERVERTRETERIN Mitglied des Vorstands der TUI Aktiengesellschaft, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 weitere Aufsichtsratsmandate: Konzerngesellschaften der TUI Group TUI Deutschland GmbH, Hannover TUlfly GmbH, Langenhagen weitere Kontrollgremien: Konzerngesellschaften der TUI Group TUI Belgium N.V., Oostende TUI Nederland N.V., Rijswijk GERD GRIMMIG (JAHRGANG 1953), DIPLOM-BERGINGENIEUR ANTEILSEIGNERVERTRETER Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 AXEL HARTMANN (JAHRGANG 1958), EINZELHANDELSKAUFMANN ARBEITNEHMERVERTRETER Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers der K+S KALI GMBH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 14. Mai 2013 MICHAEL KNACKMUß (JAHRGANG 1975), KFZ-SCHLOSSER ARBEITNEHMERVERTRETER Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S KALI GMBH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 11. Juli 2014 THOMAS KÖLBL (JAHRGANG 1962), DIPLOM-KAUFMANN ANTEILSEIGNERVERTRETER Finanzvorstand der Südzucker AG, Mannheim Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2022 Erstbestellung: 10. Mai 2017 weitere Aufsichtsratsmandate: Konzerngesellschaften der Südzucker Group CropEnergies AG, Mannheim (stellv. Vorsitzender) weitere Kontrollgremien: Konzerngesellschaften der Südzucker Group AGRANA Stärke GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) AGRANA Zucker GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) ED&F MAN Holdings Limited, London/Großbritannien (Mitglied des Board of Directors (non-executive)) Freiberger Holding GmbH, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats) PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland/Niederlande (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Raffinerie Tirlemontoise S. A., Brüssel/Belgien (Mitglied des Conseild'Administration) Saint Louis Sucre S. A. S., Paris/Frankreich (Mitglied des Comité de Supervision) Südzucker Polska S. A., Wroclaw/Polen (Mitglied des Aufsichtsrats) Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender des Beirats) GERD KÜBLER (JAHRGANG 1967), DIPLOM-1 NGENIEUR ARBEITNEHMERVERTRETER Leiter Mining, K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 1. Januar 2016 NEVIN MCDOUGALL (JAHRGANG 1967), MASTER OF AGRICULTURE (AGRARÖKONOMIE & BUSINESS) ANTEILSEIGNERVERTRETER President & Chief Commercial Officer, A&L Canada Laboratories Inc., London, Kanada Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 weitere Kontrollgremien: Board Member der BioEnterprise Corporation (non-profit Canadian Company) ANKE ROEHR (JAHRGANG 1964), INDUSTRIEKAUFFRAU ARBEITNEHMERVERTRETERIN Vorsitzende des Betriebsrats der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover Mitarbeiterin im Vertrieb Auftaumittel der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023 Erstbestellung: 1. April 2016 IM JAHR 2018 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER: WESLEY CLARK (JAHRGANG 1952), MASTER IN BUSINESS ADMINISTRATION (BETRIEBSWIRTSCHAFT) ANTEILSEIGNERVERTRETER Operating Partner der Advent International Private Equity Group, Boston, Massachusetts, USA Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 weitere Kontrollgremien: Board der Patriot Supply Holdings, Inc., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman) (bis 2. Juli 2018) Board der ABC Supply Corporation, Beloit, Wisconsin, USA Board der Distribution International, Inc., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman) HARALD DÖLL (JAHRGANG 1964), EN ERGI EAN LAGENELEKTRONIKER ARBEITNEHMERVERTRETER (Ehem. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE und Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH) Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. August 2009 DIETER KUHN (JAHRGANG 1958), BERGBAUMASCHINIST ARBEITNEHMERVERTRETER Pensionär (Ehem. erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE und Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG) Ausgeschieden zum 28. Februar 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 DR. ANNETTE MESSEMER (JAHRGANG 1964), POLITlKWISSENSCHAFTLERlN ANTEILSEIGNERVERTRETERIN Bereichsvorstand der Commerzbank AG Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 weitere Kontrollgremien: Board of Directors der Essilor International S.A., Charenton-Ie-Pont, Frankreich DR. ECKART SUNNER (JAHRGANG 1944), JURIST ANTEILSEIGNERVERTRETER Selbständiger Rechtsanwalt in Neustadt a. d. Weinstraße Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 28. April 1992 weitere Aufsichtsratsmandate: Infineon Technologies AG, Neubiberg (Vorsitzender seit 22. Februar 2018) MICHAEL VASSILIADIS (JAHRGANG 1964), CHEMIELABORANT, STELLV. VORSITZENDER ARBEITNEHMERVERTRETER Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate: BASF SE, Ludwigshafen STEAG GmbH, Essen RAG Aktiengesellschaft, Essen (stellv. Vorsitzender) RAG DSKAG, Essen (stellv. Vorsitzender) RAG Stiftung, Essen Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf (seit 9. März 2018) AUFSICHTRATSAUSSCHÜSSE VERMITTLUNGSAUSSCHUSS ― Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) ― Ralf Becker (ab 15. Mai 2018) ― Axel Hartmann (ab 15. Mai 2018) ― Thomas Kölbl (ab 15. Mai 2018) ― Harald Doli (bis 15. Mai 2018) ― Dr. Eckart Sünner (bis 15. Mai 2018) ― Michael Vassiliadis (bis 15. Mai 2018) STRATEGIEAUSSCHUSS ― Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) ― Ralf Becker (ab 15. Mai 2018) ― Philip Freiherr von dem Bussche ― Michael Vassiliadis (bis 15. Mai 2018) PRÜFUNGSAUSSCHUSS ― Thomas Kölbl (Vorsitzender, ab 15. Mai 2018) ― Petra Adolph (ab 15. Mai 2018) ― Ralf Becker ― Jella Benner-Heinacher (ab 15. Mai 2018) ― Axel Hartmann ― Dr. Andreas Kreimeyer (ab 15. Mai 2018) ― Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender, bis 15. Mai 2018) ― Dr. Annette Messemer (bis 15. Mai 2018) ― Michael Vassiliadis (bis 15. Mai 2018) PERSONALAUSSCHUSS ― Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) ― Ralf Becker (ab 15. Mai 2018) ― Dr. Elke Eller (ab 15. Mai 2018) ― Michael Knackmuß (ab 15. Mai 2018) ― Jella Benner-Heinacher (bis 15. Mai 2018) ― Harald Doli (bis 15. Mai 2018) ― Michael Vassiliadis (bis 15. Mai 2018) NOMINIERUNGSAUSSCHUSS ― Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) ― Jella Benner-Heinacher ― Philip Freiherr von dem Bussche ― George Cardona (28) MITGLIEDER DES VORSTANDS (STAND DER ANGABEN ZU ZUSTÄNDIGKEITEN UND MANDATEN, SOFERN NICHT ANDERS AUSGEWIESEN: 31. DEZEMBER 2018) DR. BURKHARD LOHR (JAHRGANG 1963), DIPLOM-KAUFMANN, VORSITZENDER, ARBEITSDIREKTOR Communications & Brands Corporate Board Office Corporate Secretary Environmental & Regulatory Affairs Health, Safety, Management Systems & Sustainability Human Resources Internal Auditing Investor Relations Legal &GRC Strategy&Development Mandat bis 31. Mai 2020 Erstbestellung: 1. Juni 2012 Aufsichtsratsmandate: K+S kau GmbH (Vorsitzender), Kassel1 THORSTEN BOECKERS (JAHRGANG 1975), BANKKAUFMANN, FINANZVORSTAND Controlling Finance & Accounting Insurance IT Procurement Tax Einheiten des CFO der Operativen Einheiten Americas sowie Europe+ und für alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind Mandat bis 11. Mai 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2017 Aufsichtsratsmandate: K+S KAU GmbH, Kassel1 MARK ROBERTS (JAHRGANG 1963), BACHELOR OF SCIENCE (MARKETING) Operative Einheit Americas Operative Einheit Europe+ Global Marketing-, Commercial- and Supply Chain-Excellence mit den Untereinheiten Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher, Gemeinden und Supply Chain Management Excellence Operations-Excellence mit der Untereinheit Technical Services Mandat bis 30. September 2020 Erstbestellung: 1. Oktober 2012 1 Konzernmandat IM JAHR 2018 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER: DR. THOMAS NÖCKER (JAHRGANG 1958), JURIST, ARBEITSDIREKTOR Corporate HR Corporate IT Corporate Health, Safetv & Environment Business Center mit Untereinheiten: Communication Services Financial Accounting Insurance IT Services Logistics Europe Procurement/Material Management Europe Project Management Real Estate & Facility Management K+S TRANSPORT GMBH K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH WOHNBAU SALZDETFURTH GmbH Ausgeschieden zum 31. August 2018 Erstbestellung: 1. August 2003 Aufsichtsratsmandate: K+S KALI GMBH, Kassel1(bis 14. Mai 2018) 1 Konzernmandat (29) BETEILIGUNGEN AN DER GESELLSCHAFT Dimensional Holdings Inc., Austin (USA), teilte uns am 27. Dezember 2018 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % überschritten hat und der Anteil an der Gesellschaft 3,005 % beträgt. DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main (Deutschland), hält 5,69 % der Aktien (Meldung vom 31. Dezember 2018). Bis Ende Februar 2019 wurde uns kein Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3 % mitgeteilt. (30) GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG Der im Geschäftsjahr 2018 erzielte Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beläuft sich auf 74.487 T€. Der Vorstand beabsichtigt, auf der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 die Ausschüttung einer Dividende von 0,25 € je nennwertloser Stückaktie (47.850 T€) vorzuschlagen. Der verbleibende Betrag in Höhe von 26.637 T€ wird auf neue Rechnung vorgetragen Kassel, 5. März 2019 K+S AKTIENGESELLSCHAFT Der Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und ― vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des Lageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir mit der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert: a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Jahresabschluss) b) Prüferisches Vorgehen Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen a) Unter den Finanzanlagen weist die K+S AKTIENGESELLSCHAFT in ihrem handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 6.662,9 Mio. € aus. Das entspricht 87,8 % der Bilanzsumme. Die Anteile werden mindestens einmal jährlich von den gesetzlichen Vertretern auf Werthaltigkeit überprüft. Die Ableitung der beizulegenden Werte erfolgte im Rahmen eines Ertragswertverfahrens unter Berücksichtigung des Capital-Asset-Pricing-Model (CAPM) zur Ermittlung der Eigenkapitalkosten. Für die Ermittlung der Unternehmenswerte werden die geplanten Nettoausschüttungen aus der Mittelfristplanung für den Prognosezeitraum 2019 bis 2021 abgeleitet. Die geplanten Nettoausschüttungen außerhalb des Prognosezeitraums werden auf Basis des für 2021 erwarteten Ergebnisses mit einer Wachstumsrate von 1 % p.a. kalkuliert. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung und Beurteilung der gesetzlichen Vertreter in Bezug auf die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, die langfristige Wachstumsrate sowie den verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig. Entsprechend ist die Bewertung mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund ist dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu Anteilen an verbundenen Unternehmen sind im Anhang in dem Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" sowie in den Abschnitten 10 und 26 enthalten. b) Wir haben uns im Rahmen unserer Prüfung mit dem Prozess zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen auseinandergesetzt und eine Prüfung der darin enthaltenen prüfungsrelevanten Kontrollen vorgenommen. Wir haben uns von der Angemessenheit der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse überzeugt. Hierzu haben wir u.a. einen Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat jeweils gebilligten Drei-Jahresplanung sowie eine Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen vorgenommen. Da bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes zugrunde gelegten Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz und die Marktrisikoprämie, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen und das Berechnungsschema nachvollzogen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen ― die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts, ― die Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht nach § 264 Abs. 2 Satz 3 bzw. § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB und ― die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. ― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. ― beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 23. August 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1972 als Abschlussprüfer der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Christian H. Meyer. Hannover, 5. März 2019 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Heiner Kompenhans, Wirtschaftsprüfer Dr. Christian H. Meyer, Wirtschaftsprüfer 113810/fi Anlage zum Bestätigungsvermerk: nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts Folgende Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir nicht inhaltlich geprüft: ― die in dem Kapitel "Nichtfinanzielle Erklärung" sowie im Kapitel "Unternehmensstrategie" in den Abschnitten "Nachhaltigkeitsprogramm", "Handlungsfelder der K+S GRUPPE", "Konkrete Nachhaltigkeitsziele bis zum Jahr 2030" und "Stakeholderdialog" und im Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance" in dem Abschnitt "Nachhaltigkeitsmanagement" enthaltene nichtfinanzielle Erklärung gemäß §§ 289b bis 289e sowie 315b und 315c HGB, ― die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und 315d HGB. Bericht des Aufsichtsrats DR. ANDREAS KREIMEYER VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 war ein ereignisreiches Jahr für unsere K+S. Die Weltkonjunktur hat sich eingetrübt, Aktienkurse sind zum Teil erheblich zurückgegangen und die extreme Trockenheit in Deutschland hat deutliche Spuren hinterlassen - auch im Geschäft der K+S. In diesem schwierigen Umfeld haben wir dennoch konsequent an der Umsetzung unserer Strategie SHAPING 2030 gearbeitet: Wir haben unsere Strukturen vereinfacht, Kosten gesenkt und neue Geschäftsopportunitäten evaluiert. Im Namen des Aufsichtsrats bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz. Der Dank gilt gleichermaßen den Mitgliedern des Vorstands, die das Unternehmen erfolgreich durch ein schwieriges Umfeld geführt haben, sowie unseren Arbeitnehmervertretern und Betriebsräten, die die Entwicklung von K+S stets konstruktiv begleitet haben. Bei Ihnen, unseren Aktionärinnen und Aktionären, möchte ich mich besonders dafür bedanken, dass Sie auch in 2018 unserem Unternehmen, seinem Management, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unseren Produkten Ihr Vertrauen geschenkt haben. Im Aufsichtsrat haben wir uns 2018 insbesondere ausführlich mit der neuen Gruppenstrategie SHAPING 2030 und der darauf aufbauenden zukunftsorientierten Organisation befasst. Weitere Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit 2018 waren - neben der detaillierten Erörterung der Geschäftslage - potenzielle Wachstumsoptionen, die Umweltstrategie, die Durchführung von Finanzierungsmaßnahmen sowie die Auswahl von geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für Vorstands- und Aufsichtsratsmandate. BERATUNG UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DES VORSTANDS Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl von Sachthemen wurde eingehend diskutiert, und es wurden Beschlüsse über zustimmungspflichtige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei dessen Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und bei der Leitung des Unternehmens beraten. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation, den Fortgang wichtiger Investitionsprojekte, die Planungen sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation sowie das Risikomanagement wurden dabei gewissenhaft beachtet. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsichtsrat jeweils schriftliche Berichte vom Vorstand. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in engem persönlichen Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge sowie anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben regelmäßig in gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten. Im Jahr 2018 fanden sechs Aufsichtsratssitzungen statt. Die Anwesenheitsquote der 16 Aufsichtsratsmitglieder lag bei diesen Sitzungen im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 91 %. Zwei Sitzungen fanden in vollständiger Besetzung statt, an zwei Sitzungen konnte ein Aufsichtsratsmitglied nicht teilnehmen, an einer Sitzung konnten drei Aufsichtsratsmitglieder nicht teilnehmen, und eine Sitzung fand ohne vier Mitglieder statt. Die Abwesenden waren immer entschuldigt. Ein Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer konnte im ersten Halbjahr an zwei - und damit an mehr als der Hälfte der für dieses Aufsichtsratsmitglied relevanten - Sitzungen nicht teilnehmen. Von den vier Präsenzsitzungen des Prüfungsausschusses wurden zwei mit vollständiger Besetzung abgehalten, bei zwei Sitzungen fehlte ein Mitglied entschuldigt. Der Nominierungsausschuss tagte viermal, wovon drei Sitzungen in vollständiger Besetzung stattfanden, bei einer Sitzung fehlte ein Mitglied entschuldigt. Von den vier Sitzungen des Personalausschusses wurden zwei Sitzungen in voller Besetzung abgehalten. Bei zwei Sitzungen fehlte jeweils ein Mitglied entschuldigt. Der Strategieausschuss tagte dreimal und immer in vollständiger Besetzung. BESETZUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS Im Vorstand gab es folgende Änderungen: Mit Ablauf des 31. August 2018 endete nach 15 Jahren im Vorstand die Amtszeit von Herrn Dr. Thomas Nöcker. Wir bedanken uns noch einmal bei Herrn Dr. Nöcker für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sowie sein Engagement für unsere K+S in den vergangenen Jahren. Im Aufsichtsrat gab es 2018 folgende Änderungen: Zum 28. Februar 2018 ist Herr Dieter Kuhn nach Eintritt in den Ruhestand aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Am 10. April 2018 fanden die Wahlen der Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT statt. Ausgeschieden sind die Herren Harald Döll und Michael Vassiliadis. Gewählt wurden als Vertreter der Arbeitnehmer Frau Anke Roehr sowie die Herren André Bahn, Peter Bleckmann, Axel Hartmann und Michael Knackmuß. Als Vertreter der leitenden Angestellten wurde Herr Gerd Kübler gewählt. Als Vertreter der Gewerkschaft wurden Frau Petra Adolph und Herr Ralf Becker gewählt. Mit der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Mai 2018 sind die Aufsichtsratsmandate von Frau Jella Benner-Heinacher und Frau Dr. Annette Messemer sowie von den Herren Wesley Clark und Dr. Eckart Sünner ausgelaufen. Frau Jella Benner-Heinacher wurde wiedergewählt. Neu gewählt wurden Frau Dr. Elke Eller sowie die Herren Gerd Grimmig und Nevin McDougall. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben nach der ordentlichen Hauptversammlung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT den stellvertretenden Vorsitzenden gewählt sowie Nachwahlen zu den Ausschüssen vorgenommen: ― Als stellvertretender Vorsitzender wurde Herr Ralf Becker gewählt. ― Herr Ralf Becker ist gemäß MitbestG auch neues Mitglied im Vermittlungsausschuss. Als weitere Mitglieder wurden die Herren Axel Hartmann und Thomas Kölbl gewählt. Herr Ralf Becker wurde zudem in den Strategieausschuss gewählt. ― Als neue Prüfungsausschussmitglieder wurden Frau Petra Adolph und Frau Jella Benner-Heinacher sowie Herr Dr. Andreas Kreimeyer gewählt. Die Herren Ralf Becker und Axel Hartmann wurden wiedergewählt. Anschließend wurde Herr Thomas Kölbl zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses gewählt. ― In den Personalausschuss wurden Frau Dr. Elke Eller sowie die Herren Ralf Becker und Michael Knackmuß gewählt. ― Für den Nominierungsausschuss wurde Frau Jella Benner-Heinacher wiedergewählt. SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS Im Geschäftsjahr 2018 fanden eine außerordentliche und fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. In der ordentlichen Sitzung am 14. März 2018 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte für das Geschäftsjahr 2017 geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und nach intensiver Diskussion beschlossen, sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands anzuschließen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert, zudem wurden die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2018 verabschiedet. Des Weiteren wurde das Ergebnis der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung mit den Prüfern erörtert. Darüber hinaus beschlossen wir die Festlegung von Altersgrenzen für Vorstand und Aufsichtsrat. Wir wurden ferner ausführlich über den Fortschritt der Unternehmensstrategie SHAPING 2030 und die Produktionssituation unseres neuen Werks in Bethune informiert. In der ordentlichen Sitzung am 14. Mai 2018 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat unter anderem detailliert über die Entwicklung der Geschäftslage und das Ergebnis im ersten Quartal 2018. Des Weiteren wurden wir über die Akquisition von Grainpulse in Uganda und die Afrika-Strategie informiert. Zudem stimmten wir einer weiteren Finanzierungsmaßnahme zu. Abschließend ließen wir uns über den Stand der Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung bei K+S informieren. Im Anschluss an die Hauptversammlung fand am 15. Mai 2018 die konstituierende Sitzung des neuen Aufsichtsrats statt. Nach der Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden fanden die Wahlen des Vermittlungs-, Personal-, Prüfungs-, Nominierungs- und Strategieausschusses statt (siehe Abschnitt "Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats"). In der ordentlichen Sitzung am 23. August 2018 befassten wir uns unter anderem ausführlich mit der neuen Strategie SHAPING 2030 der K+S GRUPPE. Außerdem wurden wir über die aktuelle Situation hinsichtlich der Umweltthemen informiert, und die Geschäftslage der K+S GRUPPE wurde erläutert. Darüber hinaus haben wir uns mit der Produktionssituation unserer Werke auseinandergesetzt. In der letzten ordentlichen Sitzung des Jahres am 29. November 2018 erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage und gab einen Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz und das Ergebnis der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2018. Die Planung der K+S GRUPPE für das Jahr 2019, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens, wurde eingehend - auch auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen - geprüft und sodann gebilligt. Anschließend wurden wir über den Implementierungsstand der neuen Strategie SHAPING 2030 sowie die damit verbundenen Wachstumsoptionen informiert. Ferner erläuterte uns der Vorstandsvorsitzende die aktuellen Umweltthematiken. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete über dessen letzte Sitzung. Der Aufsichtsrat beschloss, die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung zu beauftragen. Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2018/2019 von Vorstand und Aufsichtsrat wurde ebenfalls beschlossen. 'Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 77 In der außerordentlichen Sitzung am 18. Dezember 2018 ging es schwerpunktmäßig um die Behandlung einer potenziellen Wachstumsoption. AUSSCHUSSSITZUNGEN Zur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss vier weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss sowie den Strategieausschuss. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung findet sich auf der Seite 73 im Lagebericht und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik "Corporate Governance". Dort finden Sie auch die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse. Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2018 insgesamt sechsmal zusammen. Der Ausschuss prüfte am 2. März 2018 im Beisein des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Jahresabschluss 2017 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den Konzernabschluss 2017, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und sprach die Empfehlung aus, der Hauptversammlung erneut die Wahl der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT zum Abschlussprüfer vorzuschlagen. Am 23. August 2018 diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand umfassend das interne Kontrollsystem (IKS) der K+S GRUPPE. Ferner nahm der Ausschuss den Bericht des Chief Compliance Officers über den Status der Compliance-Organisation der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis. Des Weiteren wurde beschlossen, die Prüfung des Jahresabschlusses der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 auszuschreiben. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2018. In der Sitzung am 28. November 2018 berichtete der Leiter der internen Revision über seine Arbeit in der K+S GRUPPE. Der Vorstand berichtete über die Entwicklung von Beraterkosten und Spenden sowie über die Beauftragung des Abschlussprüfers mit zulässigen Nichtprüfungsleistungen. Schließlich empfahl der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsratsplenum die Beauftragung des Abschlussprüfers mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung. Zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand wurden am 8. Mai und 12. November per Telefonkonferenz sowie am 9. August 2018 in einer Präsenzsitzung die jeweils zur Veröffentlichung anstehende Quartalsmitteilung bzw. der Halbjahresfinanzbericht erörtert. Der Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2018 viermal zusammen. Er befasste sich mit den Zielvereinbarungen und Zielerreichungen der Vorstandsmitglieder, der Angemessenheit der Vorstandsvergütung im Verhältnis zu den Führungskreisen und der Gesamtbelegschaft, der Geschlechterquote sowie mit der Weiterentwicklung des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat. Ferner wurde über eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder sowie einen Beratervertrag für Dr. Nöcker beraten. Darüber hinaus befasste er sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2018 sowie die Struktur des aktuellen Vergütungssystems finden Sie auf den Seiten 134-143. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2018 ebenfalls viermal zusammen; Gegenstand der Beratungen war insbesondere die langfristige Nachfolgeplanung für den Aufsichtsrat. Ferner befasste er sich mit der Einführung einer Altersgrenze sowie der Begrenzung der Anzahl von Wahlperioden für Aufsichtsratsmitglieder. Der Strategieausschuss tagte im Jahr 2018 insgesamt dreimal. Er beriet hauptsächlich über die neue Unternehmensstrategie SHAPING 2030 sowie über die darauf aufbauende zukünftige Organisation und Wachstumsoptionen der K+S GRUPPE. Der Vermittlungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. INTERESSENKONFLIKTE Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2018 Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 geprüft. Jahresabschluss und Konzernabschluss wurden jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Über die gesetzliche Abschlussprüfung hinaus hat der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT mit der Prüfung der Konformität mit begrenzter Sicherheit der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung gemäß dem CSR-RUG beauftragt. DELOITTE hat die Ergebnisse dem Prüfungsausschuss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in seiner Sitzung vom 1. März 2019 sowie dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 13. März 2019 berichtet. Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind DELOITTE keine Sachverhalte bekannt geworden, die DELOITTE zu der Auffassung gelangen lassen, dass die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung des Unternehmens für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c in Verbindung mit 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden jeweils in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Prüfungsausschusssitzung am 1. März 2019 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 13. März 2019 umfassend behandelt. In beiden Sitzungen wurden vom Vorstand und vom Abschlussprüfer alle Fragen zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung der vorgelegten Berichte keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und billigte auf Vorschlag des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2018. Der Jahresabschluss 2018 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wurde damit festgestellt. Der Aufsichtsrat folgte dem Vorschlag des Vorstands für die Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 67). Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde insbesondere im Hinblick auf die derzeitige und die künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S GRUPPE ebenfalls überprüft. Nach intensiver Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat auch diesem Vorschlag des Vorstands an. Ein herzliches Glückauf Kassel, 13. März 2019 Für den Aufsichtsrat Dr. Andreas Kreimeyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats