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K+S AG — Interim / Quarterly Report 2023
Aug 10, 2023
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Interim / Quarterly Report
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H1/2023 Halbjahresfinanzbericht
Zahlen zu Q2 und H1/2023:
-
- Q2-Umsatz: 826 Mio. € (Q2/22: 1.510 Mio. €); H1: 2.018 Mio. € (H1/22: 2.722 Mio. €)
-
- Q2-EBITDA: 24 Mio. € (Q2/22: 706 Mio. €); H1: 478 Mio. € (H1/22: 1.230 Mio. €)
-
- Durchschnittspreis im Kundensegment Landwirtschaft deutlich unter Rekordjahr 2022; Absatzmengen im Kundensegment Landwirtschaft bei 1,67 Mio. t (Q2/22: 1,87 Mio. t)
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- Bereinigter Freier Cashflow erreicht in den ersten sechs Monaten +274 Mio. € (H1/2022: +234 Mio. €)
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- Bodenbildung der Kaliumchloridpreise im wichtigen Überseemarkt Brasilien am Ende des zweiten Quartals 2023
Beteiligung der Aktionäre am Erfolg des Unternehmens:
-
- Zahlung der Dividende in Höhe von 191,4 Mio. € (1,00 € pro Aktie) für das Geschäftsjahr 2022 im Mai erfolgt
-
- Start des Aktienrückkaufprogramms, mit dem K+S insgesamt rund 200 Mio. € Kapital an ihre Aktionäre zurückführen wird: Bereits im Q2/2023 Erwerb von 3,0 Mio. Stückaktien mit Volumen von 46,7 Mio. € erfolgt
Ausblick 2023:
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- EBITDA zwischen 600 und 800 Mio. € erwartet (bisherige Prognose vom 9. Mai 2023, deren Erreichbarkeit mit Ad-hoc-Meldung vom 14. Juni 2023 als unwahrscheinlich eingestuft wurde: 1,15 bis 1,35 Mrd. €; Rekordjahr 2022: 2,4 Mrd. €)
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- Bereinigter Freier Cashflow zwischen 300 und 450 Mio. € erwartet (bisherige Prognose vom 9. Mai 2023, deren Erreichbarkeit mit Ad-hoc-Meldung vom 14. Juni 2023 als unwahrscheinlich eingestuft wurde: 650 bis 850 Mio. €; Rekordjahr 2022: 932 Mio. €)
KENNZAHLEN DER FORTGEFÜHRTEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
| Q2/2022 | Q2/2023 | % | H1/2022 | H1/2023 | % | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| K+S Gruppe | |||||||
| Umsatz | Mio. € | 1.509,9 | 825,8 | —45,3 | 2.722,2 | 2.017,8 | —25,9 |
| EBITDA 1 | Mio. € | 706,4 | 24,3 | —96,6 | 1.230,4 | 478,1 | —61,1 |
| EBITDA-Marge | % | 46,8 | 2,9 | —93,7 | 45,2 | 23,7 | —47,6 |
| Abschreibungen 2 | Mio. € | 114,5 | 102,4 | —10,6 | 215,9 | 210,3 | —2,6 |
| Kundensegment Landwirtschaft 3 | |||||||
| Umsatz | Mio. € | 1.244,2 | 557,0 | —55,2 | 2.188,3 | 1.418,3 | —35,2 |
| Absatzmenge | Mio. t | 1,87 | 1,67 | –10,7 | 3,66 | 3,40 | —7,2 |
| Kundensegment Industrie+ 3 | |||||||
| Umsatz | Mio. € | 265,7 | 268,7 | +1,1 | 533,9 | 599,4 | +12,3 |
| Absatzmenge | Mio. t | 1,46 | 1,39 | —4,9 | 3,28 | 3,18 | —3,7 |
| — davon Auftausalz | Mio. t | 0,31 | 0,32 | +2,7 | 0,92 | 0,91 | —1,4 |
| Investitionen (CapEx) 4 | Mio. € | 76,0 | 121,3 | +59,6 | 125,2 | 198,7 | +58,7 |
| Eigenkapitalquote | % | — | — | — | 64,8 | 71,2 | +9,8 |
| Return on Capital Employed (LTM) 5 | % | — | — | — | 47,0 | 15,2 | — |
| Nettofinanzverbindlichkeiten (—)/ Nettovermögensposition (+) per 30.06. |
Mio. € | — | — | — | —425,7 | 261,3 | — |
| Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA (LTM) 5 | x-fach | — | — | — | 0,2 | — | — |
| Marktkapitalisierung am 30.06. | Mrd. € | — | — | — | 4,44 | 3,01 | —32,3 |
| Unternehmenswert (EV) am 30.06. | Mrd. € | — | — | — | 5,95 | 3,92 | —34,2 |
| Buchwert je Aktie per 30.06. | € | — | — | — | 32,28 | 35,58 | +10,2 |
| Gesamtanzahl Aktien am 30.06. | Mio. | — | — | — | 191,4 | 191,4 | — |
| Ausstehende Aktien am 30.06. 6 | Mio. | — | — | — | 191,4 | 188,4 | —1,5 |
| Durchschnittliche Anzahl Aktien 7 | Mio. | 191,4 | 190,6 | —0,4 | 191,4 | 191,0 | —0,2 |
| Mitarbeiter am 30.06. 8 | Anzahl | — | — | — | 10.802 | 11.150 | +3,2 |
KENNZAHLEN DER FORTGEFÜHRTEN UND NICHT FORTGEFÜHRTEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
| Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 9 | Mio. € | 436,3 | —54,9 | — | 749,0 | 177,5 | —76,3 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie, bereinigt 9 | € | 2,28 | —0,29 | — | 3,91 | 0,93 | —76,3 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. € | 231,9 | 263,0 | +13,4 | 484,7 | 480,4 | —0,9 |
| — davon fortgeführte Geschäftstätigkeit | Mio. € | 232,5 | 263,0 | +13,1 | 486,2 | 483,6 | —0,5 |
| — davon nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit | Mio. € | —0,6 | — | — | —1,5 | —3,2 | > —100 |
| Bereinigter Freier Cashflow aus fortgeführter Geschäftstätigkeit |
Mio. € | 130,8 | 160,4 | +22,6 | 233,8 | 273,6 | +17,0 |
1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibung, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften.
2 Betrifft die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte und von at-equity bewerteten Beteiligungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.
3 Keine Segmente im Sinne des IFRS 8.
4 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16.
5 LTM = last twelve months = letzte zwölf Monate.
6 Gesamtanzahl Aktien abzgl. des Bestands der von K+S am Stichtag gehaltenen eigenen Aktien.
7 Gesamtanzahl Aktien abzgl. des durchschnittlichen Bestands der von K+S in der Periode gehaltenen eigenen Aktien.
8 FTE: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. Die Bezeichnung Mitarbeiter gilt für Frauen und Männer gleichermaßen und ist deshalb als geschlechtsneutral anzusehen.
9 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz Q2/2023: 30,2% (Q2/2022: 30,2%).
lagebericht
Inhalt
- 4 Unternehmensstrategie
- 4 Wesentliche Ereignisse in der Berichtsperiode
- 5 Überblick über den Geschäftsverlauf
- 8 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
- 13 Darstellung der Kundensegmente
- 15 Mitarbeiter
- 16 Risiko- und Chancenbericht
- 16 Prognosebericht
Die Gesundheit und die Sicherheit unserer Mitarbeiter haben bei K+S höchste Priorität. Wir haben den Leitsatz: "Nichts ist wichtiger als Gesundheit und Sicherheit — nicht Produktion, nicht Umsatz, nicht Gewinn" und arbeiten kontinuierlich an der Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung zum effektiven Schutz unserer Mitarbeiter. Auf Grundlage der Unternehmenspolitik zu Sicherheit, Gesundheit, Umweltschutz, Qualität und Nachhaltigkeit der K+S Gruppe bauen wir unsere Prozesse zum Schutz von Gesundheit und zur Gewährleistung von Arbeitssicherheit kontinuierlich aus und verbessern sie. Vorstandssitzungen behandeln in der Regel jedes Mal das Thema Gesundheit & Arbeitssicherheit.
UNTERNEHMENSSTRATEGIE
Für eine umfassende Darstellung der Unternehmensstrategie und -steuerung verweisen wir auf die entsprechenden Kapitel "Unternehmensstrategie" ab Seite 39 sowie "Unternehmenssteuerung und -überwachung" ab Seite 110 im Geschäftsbericht 2022.
WESENTLICHE EREIGNISSE IN DER BERICHTSPERIODE
ENTWICKLUNGEN DES OPERATIVEN GESCHÄFTS:
Am 6. Juni 2023 hat Canpotex (Exportorganisation der nordamerikanischen Mitbewerber Nutrien und Mosaic) öffentlich bekanntgegeben, dass mit chinesischen Abnehmern ein neuer Vertrag über die Lieferung von Kaliumchlorid bis zum Jahresende 2023 zu einem Preis von 307 USD/t vereinbart wurde. China spielt im Regionalportfolio von K+S eine nachrangige Rolle. Für die Ertragssituation der K+S ist allerdings entscheidend, welches Preisniveau sich daraufhin weltweit herausbildet, wie schnell sich von diesem Preisniveau eine Erholung einstellt und welche Mengen zu den jeweiligen Preisen nachgefragt werden. Aus diesem Grund hat K+S die Erreichbarkeit der bis dahin prognostizierten Kennzahlenbandbreiten bereits mit Ad-hoc-Meldung vom 14. Juni 2023 als unwahrscheinlich eingestuft und für den Fall, dass der chinesische Kaliumchloridpreis entsprechend in die anderen Märkte ausstrahlt und bis Jahresende 2023 noch keine Preiserholung in diesen Märkten von den dann erreichten Niveaus eintritt, ein EBITDA von rund 0,8 Mrd. € für das Jahr 2023 kalkuliert. Nachdem der Kaliumchlorid-Verkaufspreis im brasilianischen Markt danach absatzbedingt zunächst deutlicher gefallen ist als erwartet, und die Bodenbildung erst zum Quartalsende eingesetzt hat, wurden per Ad-hoc-Meldung vom 26. Juli 2023 bereits die Eckdaten des zweiten Quartals 2023 sowie der neuen Prognose dieses Halbjahresfinanzberichts vorab veröffentlicht: Auf Gesamtjahressicht lässt sich das fehlende EBITDA des zweiten Quartals, an dessen Ende die Bodenbildung der Preise in wichtigen Überseemärkten eintrat, nicht aufholen. Hinzu kommt, dass eine absatzbedingte Optimierung des Produktportfolios Auswirkungen auf die Produktionsmenge hat. Außerdem sind infolge des Hafenstreiks in Kanada negative Effekte aus der noch andauernden Normalisierung der Lieferketten nicht auszuschließen. Sollten im weiteren Verlauf des Jahres die derzeit zu beobachtenden positiven Nachfrageimpulse und Preistendenzen anhalten, würde das EBITDA das obere Ende der Bandbreite von 600 bis 800 Mio. € erreichen. Die Kennzahlen für das zweite Quartal 2023 befinden sich im Abschnitt "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" ab Seite 8. Die Gesamtjahresprognose der K+S Gruppe wird im Prognosebericht ab Seite 16 näher erläutert.
RECHTLICHE GENEHMIGUNGSLAGE:
Das Regierungspräsidium Kassel hat K+S mit Planfeststellungsbeschluss vom 3. April 2023 die Genehmigung für die zweite Phase der Haldenerweiterung am Verbundwerk Werra, Standort Hattorf, erteilt. Bei der Erweiterung werden die höchsten technischen Standards angewandt, um Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten.
Der Ausschuss für Gefahrstoffe im Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat am 9. Mai 2023 die Übergangsfrist zur Einhaltung der Arbeitsplatzgrenzwerte im untertägigen Bergbau bis zum 21. August 2025 verlängert. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auch auf die Ausführungen im Risiko- und Chancenbericht auf Seite 16.
ENTWICKLUNG DER FINANZLAGE:
Wie bereits Mitte März angekündigt, hat K+S im Anschluss an die diesjährige Hauptversammlung mit ihrem Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 200 Mio. € am 16. Mai 2023 begonnen. Mit Settlement per 30. Juni wurden bereits 3,0 Mio. Stückaktien mit einem Volumen von 46,7 Mio. € am Markt zurückgekauft. Der durchschnittliche Rückkaufkurs betrug hierfür rund 15,80 € pro Aktie. Das Rückkaufprogramm wird bis spätestens 15. Februar 2024 abgeschlossen sein. Im Anschluss an den Rückkauf sollen die Aktien eingezogen werden.
Eine Übersicht der erfolgten Aktienrückkäufe finden Sie unter www.kpluss.com/aktienrueckkauf
Am 5. Juni 2023 hat Standard & Poor's das Langfristrating von K+S von zuletzt BB+ auf BBB– (Ausblick: stabil) angehoben. Damit hat K+S nach der deutlichen Entschuldung in den letzten beiden Jahren einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht und befindet sich wieder im Investment Grade Bereich. Dies ist bereits die vierte Rating-Anhebung seit Herbst 2021.
Anfang Juni 2023 hat K+S ihre revolvierende Kreditlinie frühzeitig erneuert. Aufgrund der positiven Liquiditätsposition des Unternehmens wird diese aktuell nicht in Anspruch genommen, steht allerdings für einen mittelfristigen Zeitraum für allgemeine Unternehmenszwecke im Bedarfsfall zur Verfügung. Die Kreditlinie enthält erstmals zusätzlich eine Nachhaltigkeitskomponente, welche Kennzahlen aus den Bereichen CO2-Emissionen, Unfallzahlen und nachhaltige Lieferketten umfasst. Sollte K+S die formulierten Ziele in diesen Kategorien verfehlen, wird das Unternehmen einen definierten Betrag für einen nachhaltigen Zweck spenden. Erreicht K+S die Ziele, verringert sich die vom Unternehmen zu zahlende Zinsmarge. K+S hat sich freiwillig selbstverpflichtet, diesen Betrag ebenfalls zu spenden.
Am 14. Dezember 2022 wurde der 3-Monats-Par-Call der K+S Anleihe mit Fälligkeit im April 2023 in Anspruch genommen und die Anleihe per 6. Januar 2023 fällig gestellt. Der Nominalbetrag der Anleihe am 31. Dezember 2022 betrug 396,4 Mio. €, inklusive aufgelaufener Zinsen wurden 404,2 Mio. € zu Beginn des Jahres 2023 gezahlt.
VORSTAND:
Der Aufsichtsrat der K+S Aktiengesellschaft und Herr Riemensperger haben sich im Februar 2023 einvernehmlich auf eine Trennung verständigt, da Herr Riemensperger im zweiten Quartal 2023 eine neue Herausforderung in einem anderen Unternehmen übernommen hat. Er hat K+S verlassen. Frau Dr. Carin-Martina Tröltzsch hat ihre Arbeit bei K+S am 20. Februar 2023 im Vorstand der K+S Aktiengesellschaft aufgenommen. Darüber hinaus hat Herr Dr. Christian H. Meyer am 15. März 2023 seine Tätigkeit als Finanzvorstand bei der K+S Aktiengesellschaft aufgenommen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf Seite 137 im Geschäftsbericht 2022. Die aktuelle Ressortverteilung finden Sie unter www.kpluss.com/vorstand
ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
ENTWICKLUNG DER ROHSTOFFPREISE AUF MONATSBASIS IM JAHR 2023

Quelle: World Bank Group
Die Preise wichtiger Agrarrohstoffe notierten zum Ende des zweiten Quartals auf einem niedrigeren Niveau als zu Jahresbeginn. Während die Preise für Weizen, Mais und Palmöl um 11%, 12% bzw. 13% zurückgingen, fiel der Preis für Sojabohnen nur um 8%; damit liegen die Preise aber nach wie vor auf einem historisch hohen Niveau.
Der Preis für Rohöl der Sorte Brent verzeichnete im Verlauf des ersten Halbjahres einen moderaten Rückgang. Ende Juni lag der Preis mit rund 75USD pro Barrel etwa 7% unter dem Niveau zu Jahresbeginn, aber mit 38% deutlich unter dem Niveau zum 30. Juni 2022. Der Durchschnittswert des THE-Natural-Gas-Year-Future, welcher schwerpunktmäßig West- und Süddeutschland abbildet, normalisierte sich gegenüber dem noch deutlich erhöhten Wert von knapp 100€/MWh zu Beginn des Jahres weiter auf rund 51€/MWh nach Preisen von über 200€/MWh im Sommer 2022. Der Henry Hub Natural Gas Future, der im Wesentlichen die Preissituation in Nordamerika widerspiegelt, verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Rückgang von 4,2USD/mmBtu zu Beginn des Jahres auf 2,8USD/mmBtu Ende Juni 2023.
AUSWIRKUNGEN AUF K+S
Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten im Wesentlichen folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:
- + Trotz des Rückgangs der Preise wichtiger Agrarrohstoffe boten die daraus resultierenden Ertragsperspektiven für Landwirte im Berichtszeitraum, auch vor dem Hintergrund gesunkener Inputkosten, weiterhin den Anreiz, den Ertrag je Hektar durch den Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern sowie die Anbaufläche insgesamt zu erweitern.
- + Die Energiekosten der K+S Gruppe werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug von Erdgas beeinflusst. Unsere langfristig orientierten Einkaufsverträge machen uns jedoch unabhängiger von kurzfristigen Marktpreisentwicklungen. Insgesamt konnten damit die Energiekosten der K+S Gruppe im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich preisbedingt in etwa stabil gehalten werden, nachdem sie im ersten Quartal aufgrund höherer Raten im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich angestiegen waren.
- + Die Frachtkosten der K+S Gruppe sind maßgeblich durch die Preise für Seefracht, Bahnfracht, Binnenschifffahrt und Lkw-Ladungsverkehre beeinflusst. Aufgrund rückläufiger Rohölpreise und einer verbesserten Angebots- und Nachfragesituation von Frachtraum, im Wesentlichen bei Übersee-Containern und Bulk-Schiffen, setzte eine Normalisierung der Frachtraten ein. Im zweiten Quartal lagen die Frachtkosten der K+S Gruppe preis- und mengenbedingt spürbar unter dem Niveau des Vorjahres, nachdem sie im ersten Quartal insbesondere preisbedingt moderat höher waren als im Vorjahresquartal.
- + Fremdwährungssicherungssystem: Durch die eingesetzten Sicherungsinstrumente lag der Umrechnungskurs im zweiten Quartal 2023 inkl. Sicherungskosten bei durchschnittlich 1,11 EUR/USD, nachdem er im ersten Quartal 2023 bei durchschnittlich 1,10 EUR/USD gelegen hatte. Der durchschnittliche Kassakurs betrug im zweiten Quartal 1,09 EUR/USD (Q2/2022: Umrechnungskurs 1,16 EUR/USD bei einem durchschnittlichen Kassakurs von 1,06 EUR/USD); im ersten Quartal 1,07 EUR/USD (Q1/2022: Umrechnungskurs 1,17 EUR/USD bei einem durchschnittlichen Kassakurs von 1,12 EUR/USD).
- Weitere Informationen zum Fremdwährungssicherungssystem finden sich im Geschäftsbericht 2022 auf Seite 55.
BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
Die im Geschäftsbericht 2022 auf Seite 32 beschriebenen wesentlichen Absatzregionen und Wettbewerbspositionen blieben für die einzelnen Kundensegmente weitgehend unverändert.
KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT
Auch im ersten Halbjahr 2023 war das weltweite Angebot von Kalidüngemitteln stark eingeschränkt. Obwohl Kalidüngemittel größtenteils nicht von europäischen und US-Sanktionen gegen Russland betroffen sind, liegen die Kaliexporte Russlands weiterhin deutlich unter den historischen Absatzmengen. Ursächlich hierfür dürften insbesondere die Unsicherheit einiger Logistikpartner sowie Einschränkungen im Zahlungsverkehr vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen gewesen sein, die sich vornehmlich auf die Verfügbarkeit von Seeschiffen ausgewirkt haben. Neben umfangreichen Sanktionen ist Belaruskali auch ihr früherer Absatzweg über den litauischen Hafen in Klaipeda versperrt, sodass nach wie vor nur geringere Mengen per Bahn nach Asien oder über russische Häfen abgesetzt werden konnten, deren Kapazitäten mit den russischen Anbietern geteilt werden müssen.
Die bereits ab Sommer 2022 verzeichnete Kaufzurückhaltung auf Kundenseite setzte sich in diesem Jahr in den meisten Absatzregionen fort. Während entsprechend im ersten Halbjahr 2023 die Preise in allen wichtigen Märkten weiter rückläufig waren, stieg der Preis für Kaliumchlorid in Nordamerika mit Beginn der Düngemittelsaison moderat an und blieb über weite Teile des zweiten Quartals stabil auf diesem Niveau.

ENTWICKLUNG DER KALIPREISE AUF WOCHENBASIS IM JAHR 2023
Quelle: Argus FMB
Anfang Juni 2023 hat Canpotex (Exportorganisation der nordamerikanischen Mitbewerber Nutrien und Mosaic) den Abschluss des Vertrags zur Lieferung von Kaliumchlorid (MOP) mit chinesischen Abnehmern öffentlich bekannt gegeben. Der Vertragspreis, welcher bis Jahresende gelten soll, liegt bei 307 USD/t. Damit gab es kurz vor Beginn der Düngemittelsaison in Brasilien einen Referenzpreis im Kalimarkt, welcher zusammen mit der wieder ansteigenden Nachfrage Ende Juni zu der erwarteten Bodenbildung der Preise in der bedeutenden Absatzregion Brasilien führte.
KUNDENSEGMENT INDUSTRIE+
Die Nachfrage nach Auftausalz verzeichnete im ersten Halbjahr witterungsbedingt einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr, wobei das Frühbezugsgeschäft im zweiten Quartal gut anlief. Bei Verbraucherprodukten ist die Nachfrage moderat gestiegen und auf einem weiterhin hohen Niveau. Die Salzprodukte verzeichneten in den meisten Industriebranchen durchschnittlich einen deutlichen Preisanstieg. Die geringe Produktionsauslastung in der europäischen Chemieindustrie führte zu einer niedrigeren Nachfrage im zweiten Quartal 2023. Bei Preisen für kalihaltige Produkte wirkte sich dies zusätzlich zur allgemeinen rückläufigen Entwicklung der Kaliumchloridpreise deutlich negativ aus. Im ersten Halbjahr blieb die Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie+ insgesamt konjunkturbedingt leicht unter dem sehr hohen Vorjahreswert.
NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Für eine umfassende Darstellung der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang auf Seite 34.
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
ERTRAGSLAGE
UMSATZ
KENNZAHLEN DER ERTRAGSLAGE
| in Mio. € | Q2/2022 | Q2/2023 | % | H1/2022 | H1/2023 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.509,9 | 825,8 | —45,3 | 2.722,2 | 2.017,8 | —25,9 |
| EBITDA | 706,4 | 24,3 | —96,6 | 1.230,4 | 478,1 | —61,1 |
| Abschreibungen 1 | 114,5 | 102,4 | —10,6 | 215,9 | 210,3 | —2,6 |
| Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 2 | 436,3 | —54,9 | — | 749,0 | 177,5 | —76,3 |
1 Betrifft die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und von at-equity bewerteten Beteiligungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.
2 Beinhaltet das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz Q2/2023: 30,2% (Q2/2022: 30,2%).
Im Berichtsquartal erreichte der Umsatz der K+S Gruppe 825,8 Mio. € nach einem Rekordwert im Vorjahresquartal in Höhe von 1.509,9 Mio. €. Nach 2.722,2 Mio. € im ersten Halbjahr 2022 belief sich der Umsatz der K+S Gruppe im Berichtszeitraum auf 2.017,8 Mio. €. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen der Preisrückgang im Kundensegment Landwirtschaft von den Rekordwerten aus 2022 sowie geringere Absatzmengen, welche nur teilweise durch preisbedingt höhere Umsätze im Kundensegment Industrie+ und positive Währungseffekte ausgeglichen werden konnten. Aufgrund des China-Abschlusses notwendige periodenfremde nachträgliche Preisanpassungen, insbesondere für China-Lieferungen, belasteten den Umsatz im Kundensegment Landwirtschaft im zweiten Quartal mit einem mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR
| in % | Q2/2023 | H1/2023 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzveränderung | —45,3 | —25,9 | |
| — mengen-/strukturbedingt | —15,0 | —11,6 | |
| — preis-/preisstellungsbedingt | —29,4 | —14,8 | |
| — währungsbedingt | —0,9 | +0,5 | |
| — konsolidierungsbedingt | — | — |
ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTEN
Die Umsatzkosten erhöhten sich im zweiten Quartal 2023 auf 828,6 Mio. € (Q2/2022: 802,9 Mio. €). Ursächlich hierfür waren insbesondere höhere Instandhaltungskosten, unter anderem für die geplante Wartungspause in Bethune, Kanada, sowie höhere Personalaufwendungen, deren Auswirkung durch geringere Frachtkosten abgemildert werden konnte. Die Marketing- und allgemeinen Verwaltungskosten blieben stabil bei 45,1 Mio. € gegenüber 45,2 Mio. € im Vorjahresquartal. Im ersten Halbjahr 2023 betrugen die Umsatzkosten 1.585,3 Mio. € nach 1.510,5 Mio. € im Vorjahr. Die Marketing- und allgemeinen Verwaltungskosten gingen im Berichtszeitraum auf 93,7 Mio. € zurück (H1/2022: 94,9 Mio. €).
Für K+S sind insbesondere Personalaufwendungen sowie die Kosten für Frachten, Material und Energie von Bedeutung. Der Personalaufwand stieg im zweiten Quartal 2023 auf 237,1 Mio. € (Q2/2022: 207,8 Mio. €). Im ersten Halbjahr belief sich der Personalaufwand auf 487,6 Mio. € (H1/2022: 450,8 Mio. €). Die Frachtkosten lagen sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr 2023 mit 140,5 Mio. € bzw. 297,6 Mio. € sowohl aufgrund niedrigerer Frachtraten als auch aufgrund geringerer Mengen jeweils unter dem Vorjahreswert (Q2/2022: 164,8 Mio. €; H1/2022: 310,7 Mio. €). Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (Materialkosten) reduzierten sich im zweiten Quartal 2023 auf 156,4 Mio. € (Q2/2022: 179,0 Mio. €) und über das gesamte erste Halbjahr auf 308,7 Mio. € (H1/2022: 337,3 Mio. €). Für Energie stiegen die Kosten im zweiten Quartal leicht auf 105,9 Mio. € (Q2/2022: 103,8 Mio. €), im ersten Halbjahr erhöhten sich die Energiekosten insbesondere preisbedingt auf 239,4 Mio. € nach 208,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Dies ist trotz langfristiger Einkaufsverträge auf höhere Raten im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen, die jedoch weit unter dem durchschnittlichen Spotpreis des Jahres 2022 liegen.
ÜBERLEITUNG OPERATIVES ERGEBNIS UND EBITDA
| in Mio. € | Q2/2022 | Q2/2023 | H1/2022 | H1/2023 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften | 497,3 | –64,2 | 917,4 | 326,1 |
| Ertrag (—) / Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte |
103,2 | 2,6 | 116,6 | —25,0 |
| Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften |
—8,6 | —16,5 | —19,5 | —33,3 |
| Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften | 591,9 | —78,1 | 1.014,5 | 267,8 |
| Abschreibungen (+) / Wertminderungen (+) / Wertaufholungen (—) des Anlagevermögens |
110,4 | 105,3 | 213,5 | 211,7 |
| Erfolgsneutrale Aktivierung von Abschreibungen (—) 1 | —2,0 | —1,6 | —3,7 | —3,2 |
| Wertminderungen (+) / Wertaufholung (—) von at-equity bewerteten Beteiligungen |
6,1 | —1,3 | 6,1 | 1,8 |
| EBITDA | 706,4 | 24,3 | 1.230,4 | 478,1 |
1 Es handelt sich um Abschreibungen von Vermögenswerten, die zur Herstellung anderer Vermögenswerte des Sachanlagevermögens eingesetzt werden. Die Abschreibungen werden als Teil der Herstellungskosten aktiviert und nicht ergebniswirksam erfasst.
ERGEBNISENTWICKLUNG
Das EBITDA der K+S Gruppe erreichte im Berichtsquartal 24,3 Mio. € nach 706,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Zusätzlich zu den bei der Umsatzveränderung beschriebenen Effekten aus geringeren Absatzpreisen und -mengen, insbesondere im Kundensegment Landwirtschaft, belasteten inflationsbedingte Zuführungen zu bergbaulichen Rückstellungen in Höhe von rund 18 Mio. € das EBITDA wie bereits im ersten Quartal 2023.
Das Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften betrug im Berichtsquartal –64,2 Mio. € (Q2/022: 497,3 Mio. €). Nach der starken Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro im Vorjahresquartal war das Ergebnis im zweiten Quartal 2023 leicht positiv durch Marktwertveränderungen aus Sicherungsgeschäften beeinflusst, nachdem das Vorjahr deutlich belastet war.
Im ersten Halbjahr belief sich das EBITDA auf 478,1 Mio. € nach 1.230,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften ging insbesondere durch Erträge aus Marktwertveränderung im ersten Halbjahr 2023 nicht im selben Umfang zurück und betrug 326,1 Mio. € (H1/2022: 917,4 Mio. €).
Die regelmäßig durchzuführende Prüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz gemäß IFRS wird im Geschäftsbericht ab Seite 194 beschrieben. Im Berichtsquartal ergab sich kein Anpassungsbedarf.
Weitere Angaben zum Wertminderungstest finden sich im Anhang ab Seite 32.
FINANZERGEBNIS
Das Finanzergebnis des Berichtsquartals betrug +0,2 Mio. € (Q2/2022: +25,3 Mio. €). Im Vorjahresquartal war das Finanzergebnis insbesondere durch positive Zinseffekte aufgrund deutlich gestiegener Diskontierungssätze bei den bergbaulichen Rückstellungen begünstigt, welche für den Langfristzeitraum seit Beginn des Jahres 2023 leicht rückläufig sind. Niedrigeren Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten standen im Berichtsquartal daher höhere Zinsaufwendungen aus der Bewertung der bergbaulichen Rückstellungen gegenüber. Das Finanzergebnis im ersten Halbjahr 2023 belief sich auf – 17,6 Mio. € (H1/2022: +46,2 Mio. €); hier wirkten ebenfalls die für das zweite Quartal beschriebenen Effekte.
Weitere Angaben zum Finanzergebnis und Rechnungszinsen für Rückstellungen finden sich im Anhang ab Seite 28.
(BEREINIGTES) KONZERNERGEBNIS UND (BEREINIGTES) ERGEBNIS JE AKTIE
Das Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter betrug im zweiten Quartal 2023 –45,3 Mio. € (Q2/2022: 370,3 Mio. €). Für das Ergebnis je Aktie ergibt sich daraus ein Wert von –0,24 € (Q2/2022: 1,93 €). Für die Berechnung wurde infolge des begonnenen Aktienrückkaufs eine durchschnittliche Anzahl von 190,6 Mio. ausstehender Stückaktien im zweiten Quartal 2023 zugrunde gelegt (Q2/2022: 191,4 Mio. Aktien). Im ersten Halbjahr belief sich das Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter auf 218,2 Mio. € (H1/2022: 681,2 Mio. €). Für das Ergebnis je Aktie resultiert daraus ein Wert von 1,14 € (H1/2022: 3,56 €). Im ersten Halbjahr 2023 betrug die durchschnittliche Anzahl ausstehender Stückaktien 191,0 Mio. (H1/2022: 191,4 Mio. Aktien).
Das um die Marktwertveränderungen der Derivate bereinigte Konzernergebnis nach Steuern belief sich im zweiten Quartal 2023 auf –54,9 Mio. € nach 436,3 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Je Aktie resultiert daraus ein Wert von –0,29 € (Q2/2022: 2,28 €). Nach den ersten sechs Monaten erreichte das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern 177,5 Mio. € (H1/2022: 749,0 Mio. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich im gleichen Zeitraum auf 0,93 € nach 3,91 € im Vorjahr.
RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE)
Die Rendite auf das eingesetzte Kapital per 30. Juni 2023 (LTM) betrug 15,2% nach 47,0% im Vorjahreszeitraum. Der Vorjahreswert war aufgrund der LTM-Betrachtung maßgeblich durch Wertaufholungen im zweiten Halbjahr 2021 in Höhe von rund 1,5 Mrd. € positiv beeinflusst. Ohne Berücksichtigung der Wertaufholung ergibt sich zum 30. Juni 2022 (LTM) ein ROCE von 25,0%.
FINANZLAGE
KENNZAHLEN DER FINANZLAGE
| in Mio. € | Q2/2022 | Q2/2023 | % | H1/2022 | H1/2023 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Investitionen 1 | 76,0 | 121,3 | +59,6 | 125,2 | 198,7 | +58,7 |
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit | 232,5 | 263,0 | +13,1 | 486,2 | 483,6 | —0,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | —130,9 | 14,7 | — | —299,3 | 73,6 | — |
| Freier Cashflow | 101,6 | 277,7 | > +100 | 186,9 | 557,2 | > +100 |
| Anpassung um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen |
29,2 | —117,3 | — | 46,9 | —283,6 | — |
| Bereinigter Freier Cashflow | 130,8 | 160,4 | +22,6 | 233,8 | 273,6 | +17,0 |
1 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16.
ANSTIEG DER INVESTITIONEN IM ZWEITEN QUARTAL GEGENÜBER VORJAHR
Im zweiten Quartal 2023 investierte die K+S Gruppe insgesamt 121,3 Mio. € (Q2/2022: 76,0 Mio. €). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Errichtung und Weiterentwicklung der Pads in Bethune, Investitionen für die Reduzierung der Arbeitsplatzgrenzwerte sowie Maßnahmen zur Energiesicherheit zurückzuführen.
Auch im ersten Halbjahr 2023 erhöhten sich die Investitionen aufgrund der genannten Projekte von 125,2 Mio. € im Vergleichszeitraum auf 198,7 Mio. €.
OPERATIVER UND FREIER CASHFLOW ÜBER VORJAHR
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit blieb im ersten Halbjahr 2023 stabil bei 483,6 Mio. € nach 486,2 Mio. € im ersten Halbjahr 2022. Hier konnten die niedrigere Mittelbindung im Working Capital, nachdem dieses im Vorjahr auch durch die Rückführung des Factorings belastet war, sowie geringere Zinszahlungen den Rückgang im EBITDA ausgleichen. Die Steuerzahlungen lagen leicht unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Aufgrund der Entwicklung der Ergebniserwartung für 2023 sollten die Zahlungen für laufende Ertragsteuern bereits vollständig im ersten Halbjahr erfolgt sein und voraussichtlich zu keinen weiteren nennenswerten Mittelabflüssen im zweiten Halbjahr führen.
Der um die Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen bereinigte Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr auf –210,0 Mio. € nach – 252,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Dieser war in 2022 durch Ausgaben für den Erwerb von CO2-Zertifikaten in Höhe von 111,2 Mio. € belastet.
Der bereinigte Freie Cashflow erreichte aufgrund der geringeren Mittelbindung im Working Capital, welche insbesondere aus dem beginnenden Abbau des per Ende des ersten Quartals 2023 noch hohen Forderungsbestands resultierte, im ersten Halbjahr 273,6 Mio. € nach 233,8 Mio. € im Vorjahr. Am Stichtag 30. Juni 2023 lagen die ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit rund 800 Mio. € weiterhin auf einem überdurchschnittlichen Niveau.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum im Wesentlichen aufgrund der Tilgung einer Anleihe sowie der Rückführung von Kapital an unsere Aktionäre zur Beteiligung am Unternehmenserfolg für das Geschäftsjahr 2022 auf –688,2 Mio. € (H1/2022: –380,5 Mio. €). Dieser enthält die Dividendenzahlung in Höhe von insgesamt 191,4 Mio. € sowie 46,7 Mio. € für den Rückkauf eigener Aktien per 30. Juni 2023.
Eine Übersicht der erfolgten Aktienrückkäufe finden Sie unter www.kpluss.com/aktienrueckkauf
VERMÖGENSLAGE
NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN UND NETTOVERSCHULDUNG
| in Mio. € | 30.06.2022 | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
|---|---|---|---|
| Flüssige Mittel | 208,5 | 320,0 | 185,9 |
| Langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 20,8 | 14,8 | 18,9 |
| Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 257,9 | 665,8 | 376,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | —886,7 | —730,6 | —314,4 |
| Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen | —26,2 | —25,1 | —5,4 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten (—) / Nettovermögensposition (+) | —425,7 | 244,9 | 261,3 |
| Leasingverbindlichkeiten exklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen |
—162,5 | —144,0 | —140,4 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten (—) / Nettovermögensposition (+) (inkl. aller Leasingverbindlichkeiten) |
—588,2 | 100,9 | 120,9 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | —3,5 | —2,7 | —2,9 |
| Langfristige Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | —923,4 | —932,4 | —1.028,8 |
| Nettoverschuldung | —1.515,1 | —834,2 | —910,8 |
Zum 30. Juni 2023 lag der Nettofinanzmittelbestand bei 176,5 Mio. € (31.12.2022: 312,9 Mio. €; 30.06.2022: 202,3 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen, im Wesentlichen Bankeinlagen sowie um Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten bis zu drei Monaten. Der Rückgang des Nettofinanzmittelbestands begründet sich insbesondere durch die Dividendenzahlung sowie den Beginn des Aktienrückkaufs.
Die Bilanzsumme der K+S Gruppe belief sich zum 30. Juni 2023 auf 9.417,0 Mio. € (31.12.2022: 9.890,0 Mio. €). Das Sachanlagevermögen stieg auf 6.376,8 Mio. € an (31.12.2022: 6.292,8 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren sowie sonstigen Finanzinvestitionen reduzierte sich aufgrund der Anleihetilgung und Kapitalrückführung an unsere Aktionäre auf 581,1 Mio. € (31.12.2022: 1.000,6 Mio. €).
Mit 6.705,4 Mio. € lag das Eigenkapital auf dem Niveau vom 31. Dezember 2022 (6.720,0 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 71,2% nach 67,9% zum 31. Dezember 2022.
Während am 30. Juni 2022 noch Nettofinanzverbindlichkeiten in Höhe von –425,7 Mio. € und ein Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA) vom 0,2-Fachen (LTM) bestanden, konnte zum 30. Juni 2023 eine Nettovermögensposition in Höhe von +261,3 Mio. € (31. Dezember 2022: +244,9 Mio. €) ausgewiesen werden.

Weitere Angaben zu wesentlichen Veränderungen einzelner Bilanzposten und des Eigenkapitals finden sich im Anhang ab Seite 33.
DARSTELLUNG DER KUNDENSEGMENTE (KEINE SEGMENTE NACH IFRS 8)
KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT
KENNZAHLEN KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT
| in Mio. € | Q2/2022 | Q2/2023 | % | H1/2022 | H1/2023 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.244,2 | 557,0 1 | —55,2 | 2.188,3 | 1.418,3 | —35,2 |
| — davon Kaliumchlorid | 849,2 | 348,0 | —59,0 | 1.474,5 | 893,6 | —39,4 |
| — davon Düngemittelspezialitäten | 395,0 | 208,9 | —47,1 | 713,8 | 524,7 | —26,5 |
| Absatzmenge (in Mio. t eff.) | 1,87 | 1,67 | —10,9 | 3,66 | 3,40 | —7,1 |
| — davon Kaliumchlorid | 1,18 | 1,11 | —6,3 | 2,29 | 2,21 | —3,5 |
| — davon Düngemittelspezialitäten | 0,69 | 0,56 | —18,7 | 1,37 | 1,19 | —13,0 |
1 Aufgrund des China-Abschlusses notwendige periodenfremde nachträgliche Preisanpassungen, insbesondere für China-Lieferungen, belasteten den Umsatz im Kundensegment Landwirtschaft im zweiten Quartal mit einem mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag
Eine Beschreibung des Marktumfelds im Kundensegment Landwirtschaft findet sich ab Seite 6 unter 'Branchenspezifische Rahmenbedingungen'.
Im Kundensegment Landwirtschaft sank der Umsatz im zweiten Quartal insbesondere preisbedingt auf 557,0 Mio. € (Q2/2022: 1.244,2 Mio. €). Im Berichtsquartal lag der Umsatz in Europa bei 231,9 Mio. € (Q2/2022: 543,0 Mio. €), in Übersee bei 325,1 Mio. € (Q2/2022: 701,2 Mio. €). Insgesamt entfielen 348,0 Mio. € des Umsatzes auf Kaliumchlorid (Q2/2022: 849,2 Mio. €) und 208,9 Mio. € auf Düngemittelspezialitäten (Q2/2022: 395,0 Mio. €). Aufgrund des China-Abschlusses notwendige periodenfremde nachträgliche Preisanpassungen, insbesondere für China-Lieferungen, belasteten den Umsatz sowie die Durchschnittspreise im zweiten Quartal mit einem mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Nach den Rekordergebnissen im letzten Geschäftsjahr erreichte der Umsatz im ersten Halbjahr 2023 einen Wert von 1.418,3 Mio. € (H1/2022: 2.188,3 Mio. €).
Das Absatzvolumen betrug im zweiten Quartal 1,67 Mio. t nach 1,87 Mio. t im Vorjahresquartal. Ursächlich für diesen Rückgang war insbesondere die weiter abwartende Haltung auf Kundenseite in einigen Absatzregionen. Im Berichtsquartal wurden 0,59 Mio. t in Europa (Q2/2022: 0,84 Mio. t) und 1,08 Mio. t in Übersee (Q2/2022: 1,03 Mio. t) abgesetzt. Insgesamt entfielen 1,11 Mio. t der Absatzmenge auf Kaliumchlorid (Q2/2022: 1,18 Mio. t) und 0,56 Mio. t auf Düngemittelspezialitäten (Q2/2022: 0,69 Mio. t). Im ersten Halbjahr betrug der Absatz 3,40 Mio. t nach 3,66 Mio. t im Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die für das zweite Quartal genannten Gründe zurückzuführen.
ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR
| in % | Q2/2023 | H1/2023 |
|---|---|---|
| Umsatzveränderung | —55,2 | —35,2 |
| — mengen-/strukturbedingt | —15,6 | —11,2 |
| — preis-/preisstellungsbedingt | —38,6 | —24,6 |
| — währungsbedingt | —1,0 | +0,6 |
| — konsolidierungsbedingt | — | — |
| Q1/2022 | Q2/2022 | H1/2022 | Q3/2022 | Q4/2022 | 2022 | Q1/2023 | Q2/2023 | H1/2023 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. € | 944,1 | 1.244,2 | 2.188,3 | 1.162,8 | 1.114,6 | 4.465,6 | 861,4 | 557,0 | 1.418,3 |
| Europa | Mio. € | 349,9 | 543,0 | 892,9 | 372,0 | 406,8 | 1.671,6 | 340,1 | 231,9 | 572,0 |
| Übersee | Mio. US\$ | 666,5 | 746,5 | 1.413,0 | 796,3 | 722,3 | 2.931,6 | 559,3 | 353,9 | 913,2 |
| Absatz | Mio. t eff. | 1,79 | 1,87 | 3,66 | 1,56 | 1,89 | 7,11 | 1,73 | 1,67 | 3,40 |
| Europa | Mio. t eff. | 0,76 | 0,84 | 1,60 | 0,55 | 0,66 | 2,81 | 0,62 | 0,59 | 1,21 |
| Übersee | Mio. t eff. | 1,03 | 1,03 | 2,06 | 1,01 | 1,23 | 4,30 | 1,11 | 1,08 | 2,19 |
| Ø-Preis 1 | €/t eff. | 527,0 | 663,9 | 597,0 | 744,5 | 592,2 | 628,1 | 498,91 | 333,51 | 417,6 |
| Europa | €/t eff. | 462,1 | 648,4 | 556,4 | 675,9 | 617,7 | 594,1 | 548,3 | 390,5 | 471,1 |
| Übersee | US\$/t eff. | 644,3 | 727,2 | 685,6 | 787,6 | 585,6 | 682,4 | 505,6 | 328,9 | 416,5 |
KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT: ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE NACH REGIONEN
1 Aufgrund des China-Abschlusses notwendige periodenfremde nachträgliche Preisanpassungen, insbesondere für China-Lieferungen, belasteten den Umsatz sowie die Durchschnittspreise im zweiten Quartal mit einem mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Korrigiert um diesen Effekt hätte der Durchschnittspreis im zweiten Quartals 2023 rund 358 €/t eff. und der des ersten Quartals 2023 rund 475 €/t eff. betragen.
KUNDENSEGMENT INDUSTRIE+
KENNZAHLEN KUNDENSEGMENT INDUSTRIE+
| in Mio. € | Q2/2022 | Q2/2023 | % | H1/2022 | H1/2023 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 265,7 | 268,7 | +1,1 | 533,9 | 599,4 | +12,3 |
| Absatzmenge (in Mio. t) | 1,46 | 1,39 | —4,9 | 3,28 | 3,18 | —3,3 |
| — davon Auftausalz | 0,31 | 0,32 | +4,0 | 0,92 | 0,91 | —1,3 |
Eine Beschreibung des Marktumfelds im Kundensegment Industrie+ findet sich ab Seite 7 unter 'Branchenspezifische Rahmenbedingungen'.
Im Kundensegment Industrie+ konnte der Umsatz im Berichtsquartal mit 268,7 Mio. € gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals (Q2/2022: 265,7 Mio. €) trotz insgesamt schwächerer Nachfrage preisbedingt leicht erhöht werden. Spürbar niedrigere Absatzmengen für Industrieanwendungen und deutlich geringere Preise für kalihaltige Chemieprodukte konnten durch deutliche Preissteigerungen, insbesondere für Salzprodukte, ausgeglichen werden. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz im Wesentlichen aufgrund der Preiserhöhung von Produkten für industrielle Anwendungen spürbar auf 599,4 Mio. € an (H1/2022: 533,9 Mio. €).
Insgesamt erreichte der Absatz im zweiten Quartal 1,39 Mio. t gegenüber 1,46 Mio. t im Vorjahresquartal. Leicht bzw. moderat höheren Absatzmengen für Auftausalz und Verbraucherprodukte standen dabei spürbar geringere Absätze bei Industrieprodukten gegenüber. Im ersten Halbjahr betrug die Absatzmenge 3,18 Mio. t (H1/2022: 3,28 Mio. t).
ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR
| in % | Q2/2023 | H1/2023 |
|---|---|---|
| Umsatzveränderung | +1,1 | +12,3 |
| — mengen-/strukturbedingt | —12,1 | —12,9 |
| — preis-/preisstellungsbedingt | +13,4 | +25,0 |
| — währungsbedingt | —0,2 | +0,2 |
| — konsolidierungsbedingt | — | — |


MITARBEITER
PERSONALZAHL LEICHT ÜBER VORJAHR
Die K+S Gruppe beschäftigte zum 30. Juni 2023 insgesamt 11.150 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente). Gegenüber dem 30. Juni 2022 (10.802 Mitarbeiter) ist die Anzahl damit leicht gestiegen. Im Quartalsdurchschnitt waren 11.160 Mitarbeiter beschäftigt (Q2/2022: 10.779), mehr als 90% davon innerhalb von Deutschland. Die Anzahl der Auszubildenden in Deutschland lag am 30. Juni 2023 mit 457 auf Vorjahresniveau (30.06.2022: 458).
RISIKO- UND CHANCENBERICHT
Für eine umfassende Darstellung des Risiko- und Chancenmanagementsystems sowie möglicher Risiken und Chancen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht 2022 ab Seite 120. Die dort beschriebenen Risiken und Chancen haben sich zum 30. Juni 2023 wie folgt verändert:
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hatte den Ablauf der Übergangsfrist für die Anwendung der neuen Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen im untertägigen Bergbau bisher auf den 21. August 2023 festgelegt. Die Einhaltung der Arbeitsplatzgrenzwerte hängt maßgeblich von der Komplettierung der Beschaffung und Inbetriebnahme der neuen mobilen Maschinen und Fahrzeuge sowie von der Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlage für den neuen emissionsarmen Sprengstoff ab. Mit der Bauausführung wurde bereits im Jahr 2022 begonnen. Aufgrund der angespannten Situation auf den Beschaffungsmärkten sowie der geopolitischen Entwicklungen war die Einhaltung dieser Frist nicht möglich. Am 9. Mai 2023 wurde der Antrag auf Fristverlängerung vom Ausschuss für Gefahrstoffe beim BMAS positiv beschieden und die Übergangsfrist damit bis zum 21. August 2025 verlängert. Gemäß der aktuellen Planung kann ab Sommer 2024 mit der schrittweisen Umstellung der Bergwerke auf den neuen granularen Sprengstoff begonnen werden. Die volle Kapazität soll bis Mitte 2025 erreicht werden. Es verbleibt ein Restrisiko bei der Errichtung und Inbetriebnahme der Fabrik. Die Einstufung der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadenpotenzials bleiben unverändert, ihre Werte haben sich jedoch innerhalb der Bandbreiten deutlich verringert.
Die Risiken der K+S Gruppe sind, sowohl einzeln als auch in Wechselwirkung mit anderen Risiken, begrenzt und gefährden nach heutiger Einschätzung nicht den Fortbestand des Unternehmens. Chancen und Risiken sowie deren positive und negative Veränderungen werden nicht gegeneinander aufgerechnet.
PROGNOSEBERICHT
KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION
Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Der Internationale Währungsfonds prognostiziert ein Wachstum für das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 von 3,0% nach dem Zuwachs in Höhe von 3,5% in 2022. Ursächlich für das geringer erwartete Wachstum sind insbesondere die durch weiterhin hohe Inflationswerte ausgelösten Anhebungen der Leitzinsen durch die Zentralbanken. Nach den niedrigen Produktionsmengen der deutschen Industrie sowie des Konjunkturabschwungs im ersten Quartal 2023 erwartet der IWF für Deutschland mittlerweile einen Rückgang von –0,3% in 2023.
PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS
| in %; real | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023e |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | +1,1 | –3,7 | +2,6 | +1,8 | –0,3 |
| Euroraum | +1,6 | –6,1 | +5,3 | +3,5 | +0,9 |
| Welt | +2,8 | –2,8 | +6,3 | +3,5 | +3,0 |
Quelle: IWF; e = erwartet.
KÜNFTIGE BRANCHENSITUATION
Die im Geschäftsbericht 2022 auf der Seite 139 beschriebenen mittel- bis langfristigen Trends zur künftigen Branchensituation behalten weitgehend ihre Gültigkeit.
KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT
Auch künftig kann der aufgrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und sich verändernder Ernährungsgewohnheiten steigende Bedarf an Agrarrohstoffen bei begrenzter Verfügbarkeit von Ackerflächen nur durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gedeckt werden. Ein ausgewogener Einsatz mineralischer Pflanzennährstoffe ist daher unerlässlich. Die weiterhin überdurchschnittlich hohen Agrarrohstoffpreise sollten attraktive Ertragsperspektiven in der Landwirtschaft und damit einen Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen ausgewogenen bzw. höheren Düngemitteleinsatz bei Unterversorgung zu steigern. Vor diesem Hintergrund sowie einer intakten Profitabilität der Landwirtschaft erwarten wir einen Weltkaliabsatzanstieg im Jahr 2023, der durch ein nach wie vor begrenztes Angebot aus Russland und Belarus bestimmt werden wird (2022: bis zu 65 Mio. t; einschließlich etwa 5 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten).
Nachdem der für die Orientierung des MOP-Marktes wichtige Vertragsabschluss zweier Mitbewerber mit Indien erst Anfang April erfolgte, hielt die abwartende Haltung auf Kundenseite länger als zunächst erwartet an. Dies führte in der nördlichen Hemisphäre teilweise dazu, dass Lieferungen im Markt nicht rechtzeitig zur Frühjahrsausbringung abgefragt wurden. Nach dem MOP-Vertragsabschluss zwischen China und Canpotex Anfang Juni zeichnet sich mit Beginn der Düngemittelsaison in Südamerika der erwartete Nachfrageanstieg ab. Dieser Anstieg ist auf das weiterhin begrenzte Angebot aus Russland und Belarus sowie ab Anfang Juli auf zusätzliche Lieferengpässe aufgrund des Hafenstreiks in Kanada getroffen und resultierte in einer Bodenbildung der Kaliumchloridpreise in wichtigen Überseemärkten. Sollten im weiteren Verlauf des Jahres die derzeit zu beobachtenden positiven Nachfrageimpulse und Preistendenzen anhalten, würde der Durchschnittspreis im Kundensegment Landwirtschaft im Gesamtjahr 2023 spürbar über dem des zweiten Quartals 2023 liegen. Insgesamt sehen wir daher für den Verlauf des zweiten Halbjahres 2023, dass die positiven Impulse überwiegen. Ohne weitere Erholung wäre auf Gesamtjahressicht mit einem moderat höheren Durchschnittspreis als im zweiten Quartal (334 €/t) zu rechnen (bisherige Prognose: spürbar unter dem Wert des ersten Quartals 2023: 499 €/t).
KUNDENSEGMENT INDUSTRIE+
Im Jahr 2023 sollte die Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie+ insgesamt stabil bleiben. Bei der Nachfrage nach Produkten für die Chemieindustrie erwarten wir für das Gesamtjahr einen moderaten Anstieg. Ebenso gehen wir bei Produkten für industrielle und pharmazeutische Anwendungen von einer Erholung der Nachfrage aus. Die Nachfrage nach Verbraucherprodukten sollte auch in der zweiten Jahreshälfte moderat über dem Vorjahreswert auf einem attraktiven Niveau liegen. Witterungsbedingt war die Nachfrage nach Auftausalz im ersten Quartal unterdurchschnittlich. Für die zweite Jahreshälfte gehen wir von winterlichen Witterungsbedingungen im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre aus. Während sich die Preise für kalihaltige Produkte stabilisieren dürften, sollten die Durchschnittspreise der natriumchloridhaltigen Produkte im Jahresvergleich deutlich höher liegen.
ERWARTETE ERGEBNISENTWICKLUNG
Auf Gesamtjahressicht lässt sich das fehlende EBITDA des zweiten Quartals, an dessen Ende die Bodenbildung der Preise in wichtigen Überseemärkten eintrat, nicht aufholen. Hinzu kommt, dass eine absatzbedingte Optimierung des Produktportfolios Auswirkungen auf die Produktionsmenge hat. Außerdem sind infolge des Hafenstreiks in Kanada negative Effekte aus der noch andauernden Normalisierung der Lieferketten nicht auszuschließen. Sollten im weiteren Verlauf des Jahres die derzeit zu beobachtenden positiven Nachfrageimpulse und Preistendenzen anhalten, würde das EBITDA mit rund 800 Mio. € das obere Ende der Bandbreite erreichen. Sollte jedoch in wichtigen Absatzregionen erneut Kaufzurückhaltung eintreten, könnte dies zu negativen Mengen- und Preiseffekten führen. Für diesen Fall könnte das EBITDA am unteren Ende der Bandbreite bei rund 600 Mio. € liegen (bisherige Prognose vom 9. Mai 2023, deren Erreichbarkeit mit Ad-hoc-Meldung vom 14. Juni 2023 als unwahrscheinlich eingestuft wurde: 1,15 bis 1,35 Mrd. €; Rekordjahr 2022: 2,4 Mrd. €).
Vor dem Hintergrund der bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der Belieferung Europas mit Erdgas aus Russland verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts 2022. Sollte es zu einer Gasmangellage kommen, würde das zu Beeinträchtigungen bei der Energieversorgung der deutschen Standorte und somit zu Produktionseinschränkungen führen.
Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2023 basiert im Wesentlichen auf den folgenden Annahmen:
- + Gemäß unserer Einschätzung des Marktumfelds im Kundensegment Landwirtschaft unterstellen wir mittlerweile insgesamt einen Jahresdurchschnittspreis im Kundensegment Landwirtschaft, der moderat bis spürbar über dem Wert des zweiten Quartals 2023 liegen sollte (334 €/t; bisherige Prognose: spürbar unter dem Wert des ersten Quartals 2023: 499 €/t).
- + Für das Gesamtjahr 2023 sind Kostensteigerungen in niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Höhe gegenüber dem Kostenniveau im Jahr 2022 unterstellt, insbesondere für Personal, Energie und Material (bisherige Prognose: niedrige bis mittlere dreistellige Millionen-Euro-Höhe).
- + Die erwartete Absatzmenge aller Produkte im Kundensegment Landwirtschaft dürfte bei 7 bis 7,4 Mio. t liegen (bisherige Prognose: 7,2 bis 7,4 Mio. t; 2022: 7,11 Mio. t). Am oberen Ende gehen wir von einer Absatzverbesserung im zweiten Halbjahr 2023 aus. Sollte jedoch in wichtigen Absatzregionen erneut Kaufzurückhaltung eintreten, könnte dies zu der Absatzmenge am unteren Ende der Bandbreite führen.
- + Für das Auftausalzgeschäft erwarten wir im Geschäftsjahr 2023 unverändert einen Absatz von rund 2 Mio. t (2022: 2,1 Mio. t; Normaljahr: 2,0 bis 2,3 Mio. t).
- + In Bezug auf die EUR/USD-Währungsrelation wird für den Rest des Jahres ein durchschnittlicher Kassakurs von 1,08 EUR/USD (bisherige Prognose: 1,08 EUR/USD; 2022: 1,05 EUR/USD) unterstellt. Unter Einbeziehung der Währungssicherung entspricht dies einem Jahresdurchschnittskurs von 1,09 EUR/USD (2022: 1,13 EUR/USD).
Wir erwarten beim bereinigten Konzernergebnis nach Steuern einen Wert im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich (bisherige Prognose: mittlerer dreistelliger Millionen-Euro-Betrag; 2022: 1.494,0 Mio. €).
ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONEN
Im weiteren Jahresverlauf erwarten wir einen weiteren Abbau des Working Capitals mit positiver Cashflow-Wirkung. Aufgrund der Entwicklung der Ergebniserwartung für 2023 sollten die Zahlungen für laufende Ertragsteuern bereits vollständig im ersten Halbjahr erfolgt sein und voraussichtlich zu keinen weiteren nennenswerten Mittelabflüssen im zweiten Halbjahr führen. Für das Investitionsvolumen der K+S Gruppe im Jahr 2023 gehen wir aufgrund zeitlicher Verschiebungen aus dem Jahr 2022 infolge von Lieferverzögerungen, erster Investitionen für das Projekt Werra 2060 sowie der beschleunigten Energietransformation unverändert von einem Anstieg auf 550 Mio. € aus (2022: 403,8 Mio. €). Vor diesem Hintergrund wird der bereinigte Freie Cashflow zwischen 300 und 450 Mio. € (bisherige Prognose vom 9. Mai 2023, deren Erreichbarkeit mit Ad-hoc-Meldung vom 14. Juni 2023 als unwahrscheinlich eingestuft wurde: zwischen 650 und 850 Mio. €; 2022: 932,0 Mrd. €) erwartet.
Unter Berücksichtigung der Auszahlungen für die Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg sollte die Nettovermögensposition am Jahresende gegenüber dem 31. Dezember 2022 in etwa stabil bleiben (bisherige Prognose: Erhöhung auf einen mittleren bis höheren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag; 2022: 244,9 Mio. €). Die Nettoverschuldung sollte sich vor dem Hintergrund der steigenden Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen moderat erhöhen.
Bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) sollte im Jahr 2023 ein niedriger einstelliger Prozentwert erreicht werden können (bisherige Prognose: hoher einstelliger bis niedriger zweistelliger Prozentwert; 2022: 25,7%).
ENTWICKLUNG DER PROGNOSEN FÜR DAS GESAMTJAHR 2023
| K+S Gruppe | IST 2022 | Prognose 2023 Geschäftsbericht 2022 |
Prognose 2023 Q1/2023 |
Prognose 2023 Q2/2023 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| EBITDA 1 | Mrd. € | 2,4 | 1,3 bis 1,5 | 1,15 bis 1,35 2 | 0,6 bis 0,8 2 |
| Investitionen (CapEx) 3 | Mio. € | 403,8 | mittlerer dreistelliger Millionen-Euro-Betrag |
mittlerer dreistelliger Millionen-Euro-Betrag |
550 |
| Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 4 | Mio. € | 1.494,0 | höherer dreistelliger Millionen-Euro-Betrag |
mittlerer dreistelliger Millionen-Euro-Betrag |
niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Betrag |
| Bereinigter Freier Cashflow | Mio. € | 932,0 | 700 bis 900 | 650 bis 850 | 300 bis 450 |
| ROCE | % | 25,7 | niedriger zwei stelliger Prozentsatz |
hoher einstelliger bis niedriger zwei stelliger Prozentsatz |
niedriger einstelliger Prozentsatz |
| EUR/USD-Wechselkurs für verbleibende Monate |
EUR/USD | 1,05 | 1,08 | 1,08 | 1,08 |
| Absatzmenge Kundensegment Landwirtschaft | Mio. t | 7,1 | 7,3 bis 7,5 | 7,2 bis 7,4 | 7 bis 7,4 |
| Durchschnittspreis Kundensegment Landwirtschaft im Gesamtjahr |
€/t | 628,1 | Rückgang um mehr als 20% ggü. dem GJ 2022 |
spürbar unter Q1/2023 (499) |
moderat bis spürbar über Q2/2023 (334) |
| Absatzmenge Auftausalz | Mio. t | 2,1 | gut 2 | rund 2 | rund 2 |
1 Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften.
2 Beinhaltet negative Bewertungseffekte aus bergbaulichen Rückstellungen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
3 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16.
4 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2022: 30,2%.
Abschluss
Inhalt
- 21 Gewinn- und Verlustrechnung
- 22 Gesamtergebnisrechnung
- 23 Bilanz
- 25 Kapitalflussrechnung
- 26 Entwicklung des Eigenkapitals
- 27 Anhang
- 35 Versicherung der gesetzlichen Vertreter der K+S Aktiengesellschaft
- 36 Quartalsübersicht
GEWINN– UND VERLUSTRECHNUNG
| in Mio. € | Q2/2022 | Q2/2023 | H1/2022 | H1/2023 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.509,9 | 825,8 | 2.722,2 | 2.017,8 |
| Umsatzkosten | —802,9 | —828,6 | —1.510,5 | —1.585,3 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 707,0 | —2,8 | 1.211,7 | 432,5 |
| Marketing- und allgemeine Verwaltungskosten | —45,2 | —45,1 | —94,9 | —93,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 75,3 | 28,1 | 116,7 | 68,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | —101,3 | —53,7 | —159,2 | —115,5 |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen | —6,6 | 2,0 | —7,1 | —1,5 |
| — davon Wertaufholungen/Wertminderungen | —6,1 | 1,3 | —6,1 | —1,8 |
| Beteiligungsergebnis | 1,7 | 0,6 | 2,0 | 0,7 |
| Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | —133,6 | 6,7 | —151,8 | 35,1 |
| Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften1 | 497,3 | —64,2 | 917,4 | 326,1 |
| Zinserträge | 32,8 | 7,1 | 54,1 | 11,0 |
| Zinsaufwendungen | —7,5 | —2,9 | —16,1 | —22,6 |
| Sonstiges Finanzergebnis | — | —4,0 | 8,2 | —6,0 |
| Finanzergebnis | 25,3 | 0,2 | 46,2 | —17,6 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 522,6 | —64,0 | 963,7 | 308,5 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | —152,3 | 18,8 | —282,4 | —90,4 |
| — davon latente Steuern | —27,5 | 23,3 | —41,0 | —3,6 |
| Ergebnis nach Steuern | 370,3 | —45,3 | 681,2 | 218,2 |
| Jahresergebnis | 370,3 | —45,3 | 681,2 | 218,2 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis | — | — | — | — |
| Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter | 370,3 | —45,3 | 681,2 | 218,2 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) | 1,93 | —0,24 | 3,56 | 1,14 |
1 Es handelt sich um nicht im IFRS-Regelwerk definierte Kennzahlen.
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
| in Mio. € | Q2/2022 | Q2/2023 | H1/2022 | H1/2023 |
|---|---|---|---|---|
| Jahresergebnis | 370,3 | —45,3 | 681,2 | 218,2 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | 140,6 | 75,4 | 269,1 | 4,5 |
| Erfolgswirksame Umgliederungen realisierter Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung |
— | — | — | — |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden |
140,6 | 75,4 | 269,1 | 4,5 |
| Neubewertung von Nettoschulden/Vermögenswerten aus leistungsorientierten Versorgungsplänen |
23,0 | 1,2 | 42,1 | 0,8 |
| Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten |
— | — | — | — |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 23,0 | 1,2 | 42,1 | 0,8 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 163,6 | 76,6 | 311,2 | 5,3 |
| Gesamtergebnis der Periode | 533,9 | 31,3 | 992,4 | 223,5 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis | — | — | — | — |
| Konzerngesamtergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter | 533,9 | 31,3 | 992,4 | 223,5 |
BILANZ — AKTIVA1
| in Mio. € | 30.06.2022 | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 179,2 | 181,4 | 155,4 |
| — davon Goodwill aus Unternehmenserwerben | 13,7 | 13,7 | 13,7 |
| Sachanlagen | 6.495,2 | 6.292,8 | 6.376,8 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 4,6 | 4,5 | 4,5 |
| Finanzanlagen | 39,3 | 42,9 | 42,9 |
| Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen | 168,8 | 166,4 | 165,0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6,1 | 27,1 | 14,0 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 69,9 | 67,0 | 62,0 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 20,8 | 14,8 | 18,9 |
| Latente Steuern | 58,2 | 43,9 | 57,6 |
| Langfristige Vermögenswerte | 7.042,2 | 6.840,9 | 6.897,1 |
| Vorräte | 623,3 | 675,1 | 776,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.142,0 | 1.143,7 | 797,7 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 99,6 | 101,8 | 169,9 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 114,3 | 106,6 | 163,9 |
| Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 40,8 | 36,2 | 50,2 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 257,9 | 665,8 | 376,3 |
| Flüssige Mittel | 208,5 | 320,0 | 185,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.486,4 | 3.049,1 | 2.519,9 |
| AKTIVA | 9.528,6 | 9.890,0 | 9.417,0 |
1 Das Vorjahr wurde angepasst. Siehe Angaben zu "Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Anpassung von Vorjahreswerten und der Bilanzstruktur" im Geschäftsbericht 2022.
BILANZ — PASSIVA1
| in Mio. € | 30.06.2022 | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 191,4 | 191,4 | 191,4 |
| Kapitalrücklage | 646,0 | 646,0 | 646,0 |
| Andere Rücklagen und Bilanzgewinn | 5.341,7 | 5.882,6 | 5.868,0 |
| Eigenkapital | 6.179,1 | 6.720,0 | 6.705,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 456,2 | 319,3 | 295,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 136,1 | 102,0 | 103,7 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 14,7 | 14,7 | 14,1 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 3,5 | 2,7 | 2,9 |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | 923,4 | 932,4 | 1.028,8 |
| Sonstige Rückstellungen | 143,4 | 145,0 | 146,3 |
| Latente Steuern | 236,5 | 382,7 | 393,4 |
| Langfristiges Fremdkapital | 1.913,9 | 1.898,8 | 1.984,2 |
| Finanzverbindlichkeiten | 430,5 | 411,3 | 19,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 255,6 | 312,9 | 256,1 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 257,5 | 197,2 | 125,0 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 94,9 | 60,5 | 71,7 |
| Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 186,7 | 26,1 | 21,3 |
| Rückstellungen | 210,4 | 263,2 | 233,9 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.435,6 | 1.271,2 | 727,4 |
| PASSIVA | 9.528,6 | 9.890,0 | 9.417,0 |
1 Das Vorjahr wurde angepasst. Siehe Angaben zu "Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Anpassung von Vorjahreswerten und der Bilanzstruktur" im Geschäftsbericht 2022.
KAPITALFLUSSRECHNUNG
| in Mio. € | Q2/2022 | Q2/2023 | H1/2022 | H1/2023 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften | 497,3 | —64,2 | 917,4 | 326,1 |
| Ertrag (—)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte |
103,1 | 2,5 | 116,6 | —25,0 |
| Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften |
—8,6 | —16,4 | —19,5 | —33,3 |
| Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (—) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen |
114,4 | 102,3 | 215,8 | 210,2 |
| Zunahme (+)/Abnahme (—) langfristiger Rückstellungen | 43,6 | 1,3 | 40,3 | 7,7 |
| Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge | 1,6 | 6,4 | 2,4 | 10,0 |
| Gewinne (+)/Verluste (—) aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten | 13,6 | 2,5 | 16,7 | —3,5 |
| Gezahlte Zinsen und Ähnliches (—) | —23,8 | —4,0 | —29,8 | —16,5 |
| Gezahlte Ertragsteuern (—) | —98,5 | —46,0 | —115,2 | —112,4 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) | —9,5 | 0,3 | —12,0 | 0,3 |
| Gewinn (—)/Verlust (+) aus Anlagen- und Wertpapierabgängen | 1,1 | —0,7 | 2,5 | 1,1 |
| Zunahme (—)/Abnahme (+) Vorräte | —61,8 | 2,5 | —117,4 | —100,6 |
| Zunahme (—)/Abnahme (+) Forderungen und sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit |
—360,2 | 305,3 | —582,9 | 260,0 |
| Zunahme (+)/Abnahme (—) Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit | 51,3 | 30,4 | 50,1 | —40,5 |
| Zunahme (+)/Abnahme (—) kurzfristiger Rückstellungen | —31,7 | —59,2 | —0,2 | —3,2 |
| Dotierung von Planvermögen | — | — | — | — |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 231,9 | 263,0 | 484,7 | 480,4 |
| — davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit | 232,5 | 263,0 | 486,2 | 483,6 |
| — davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit | —0,6 | — | —1,5 | —3,2 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 0,7 | 1,8 | 1,1 | 2,5 |
| Auszahlungen für immaterielles Anlagevermögen | —30,3 | —1,1 | —113,1 | —1,9 |
| Auszahlungen für Sachanlagevermögen | —70,1 | —103,2 | —138,2 | —210,5 |
| Ausschüttungen von at-equity bewerteten Anteilen | — | — | — | — |
| Auszahlungen für Finanzanlagen / at-equity bewertete Anteile | —2,0 | —0,1 | —2,0 | —0,1 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen | — | — | — | — |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen | — | — | — | — |
| Liquide Mittel im Geschäftsjahr entkonsolidierter Gesellschaften | — | — | —0,2 | — |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | 236,3 | 368,6 | 296,3 | 763,3 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | —265,5 | —251,3 | —343,2 | —479,7 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | —130,9 | 14,7 | —299,3 | 73,6 |
| — davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit | —130,9 | 14,7 | —299,3 | 73,6 |
| — davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit | — | — | — | — |
| Dividendenzahlungen | —38,3 | —191,4 | —38,3 | —191,4 |
| Sonstige Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 1,6 | —0,0 | 1,6 | —0,0 |
| Erwerb von eigenen Aktien | —2,1 | —46,7 | —2,1 | —46,7 |
| Verkauf von eigenen Aktien | 0,4 | – | 0,4 | – |
| Tilgung (—) von Finanzverbindlichkeiten | —267,7 | —20,2 | —359,8 | —450,1 |
| Aufnahme (+) von Finanzverbindlichkeiten | 7,7 | – | 17,7 | – |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | —298,4 | —258,3 | —380,5 | —688,2 |
| — davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit | —298,4 | —258,3 | —380,5 | —688,2 |
| — davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit | — | — | — | — |
| Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel | —197,4 | 19,4 | —195,1 | —134,2 |
| Wechselkursbedingte Veränderung des Bestands an Finanzmitteln | 4,2 | —2,1 | 11,3 | —2,2 |
| Konsolidierungsbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands | — | — | 3,4 | — |
| Änderung des Bestands an Finanzmitteln | —193,2 | 17,3 | —180,4 | —136,4 |
| Nettofinanzmittelbestand am 01.01. | 382,7 | 312,9 | ||
| Nettofinanzmittelbestand am 30.06. | 202,3 | 176,5 | ||
| — davon Flüssige Mittel | 208,5 | 185,9 | ||
| — davon von verbundenen Unternehmen hereingenommene Gelder | —6,2 | —9,4 |
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS
| in Mio. € | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Bilanz gewinn/ Gewinn rücklagen |
Unter schiede aus Währungs umrechnung |
Neu bewertung leistungs orientierter Versorgungs pläne |
Abgang/ Bewertung Eigenkapital instrumente zum beizu legenden Zeitwert |
Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S AG |
Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2023 | 191,4 | 646,0 | 6.062,4 | —170,1 | —22,5 | 12,8 | 6.720,0 | — | 6.720,0 |
| Jahres überschuss |
— | — | 218,2 | — | — | — | 218,2 | — | 218,2 |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) |
— | — | — | 4,5 | 0,8 | — | 5,3 | — | 5,3 |
| Gesamtergebnis der Periode |
— | — | 218,2 | 4,5 | 0,8 | — | 223,5 | — | 223,5 |
| Dividende des Vorjahres |
— | — | —191,4 | — | — | — | —191,4 | — | —191,4 |
| Rückerwerb eigener Anteile |
— | — | —46,7 | — | — | — | —46,7 | — | —46,7 |
| Stand 30.06.2023 |
191,4 | 646,0 | 6.042,5 | —165,6 | —21,7 | 12,8 | 6.705,4 | — | 6.705,4 |
| Stand 01.01.2022 | 191,4 | 645,7 | 4.630,2 | —146,5 | —68,8 | 45,4 | 5.297,4 | — | 5.297,4 |
| Jahres überschuss |
— | — | 681,2 | — | — | — | 681,2 | — | 681,2 |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) |
— | — | — | 269,1 | 42,1 | — | 311,2 | — | 311,2 |
| Gesamtergebnis der Periode |
— | — | 681,2 | 269,1 | 42,1 | — | 992,4 | — | 992,4 |
| Dividende des Vorjahres |
— | — | —38,3 | — | — | — | —38,3 | — | —38,3 |
| Bezug von Mitarbeiteraktien |
— | 0,3 | — | — | — | — | 0,3 | — | 0,3 |
| Änderung Konsolidierungs kreis und Sonstige Eigenkapitalver änderungen |
— | — | 1,3 | — | — | —35,8 | —34,5 | — | —34,5 |
| Stand 30.06.2022 |
191,4 | 646,0 | 5.274,4 | 122,6 | —26,7 | 9,6 | 6.217,3 | — | 6.217,3 |
ANHANG
ERLÄUTERNDE ANGABEN
Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2023 wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, sofern diese von der Europäischen Union anerkannt wurden. Die Aufstellung erfolgt als verkürzter Abschluss mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben nach Maßgabe des IAS 34. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Zwischenbericht angewendet werden, entsprechen denen, die im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 zur Anwendung kamen. In der aktuellen Berichtsperiode traten einige Änderungen an Standards in Kraft, aus denen sich jedoch keine Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden des Konzerns oder die Notwendigkeit rückwirkender Anpassungen ergeben.
K+S verfügt über ein einziges Geschäftssegment. Der Vorstand nimmt die wirtschaftliche Analyse und Beurteilung vor, trifft die operativen Entscheidungen und allokiert die Ressourcen für diese Gesamtheit. Somit gibt es keinen Teil des Unternehmens, der ein Geschäftssegment nach IFRS 8 darstellt.
Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen.
Eine prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts nach § 115 Abs. 5 WpHG ist nicht erfolgt.
VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES
Im ersten Halbjahr 2023 ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises.
UMSATZERLÖSE
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse erfolgt auf Basis der marktorientierten Kundensegmente (Landwirtschaft und Industrie+). Industrie+ ist anhand der Kundeninteressen in die Bereiche Industrie, Verbraucher und Gemeinden untergliedert. Der größte Bereich, Industrie, ist zudem in Produktgruppen aufgegliedert.
UMSATZERLÖSE
| in Mio. € | Q2/2022 | Q2/2023 | H1/2022 | H1/2023 |
|---|---|---|---|---|
| Landwirtschaft | 1.244,2 | 557,0 | 2.188,3 | 1.418,3 |
| — davon Kaliumchlorid | 849,2 | 348,0 | 1.474,5 | 893,6 |
| — davon Düngemittelspezialitäten | 395,0 | 208,9 | 713,8 | 524,7 |
| Industrie+ | 265,7 | 268,7 | 533,9 | 599,4 |
| — davon Verbraucher | 15,1 | 19,6 | 31,6 | 39,8 |
| — davon Gemeinden | 17,6 | 21,9 | 56,7 | 66,3 |
| — davon Industrie | 233,0 | 227,3 | 445,5 | 493,3 |
| — davon Wasserenthärtung | 12,8 | 18,0 | 27,2 | 38,1 |
| — davon Industrieanwendungen | 33,9 | 33,4 | 64,4 | 72,9 |
| — davon Lebensmittelindustrie | 27,2 | 38,1 | 54,6 | 78,1 |
| — davon Chemie | 80,9 | 50,4 | 144,2 | 122,9 |
| — davon Tierernährung | 18,2 | 22,1 | 36,9 | 46,1 |
| — davon Pharma | 8,4 | 10,9 | 15,4 | 22,7 |
| — davon Ergänzende Aktivitäten | 49,2 | 46,7 | 90,6 | 100,8 |
| — davon Sonstiges | 2,3 | 7,7 | 12,3 | 11,8 |
| Gesamt | 1.509,9 | 825,8 | 2.722,2 | 2.017,8 |
Weitergehende Informationen zu den Umsätzen finden Sie im Lagebericht ab Seite 8.
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN
In den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sind folgende wesentliche Posten enthalten:
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN
| in Mio. € | Q2/2022 | Q2/2023 | H1/2022 | H1/2023 |
|---|---|---|---|---|
| Kursgewinne/Kursverluste | —1,8 | —3,3 | —8,5 | —5,9 |
| Veränderung Rückstellungen | —20,5 | —7,8 | —22,1 | —18,0 |
| Sonstiges | —3,8 | —14,4 | —11,9 | —23,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | —26,1 | —25,5 | —42,5 | —46,9 |
FINANZERGEBNIS
Aus dem Rückkauf von emittierten Anleihen mit einem Nominalwert von rund 6,1 Mio. € (H1/2022: 104,5 Mio. €, inklusive Rückkäufen von Schuldscheindarlehen) resultierte zum 30. Juni 2023 kein wesentlicher Aufwand (H1/2022: Aufwand von 2,1 Mio. €, der im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen wurde).
Im Finanzergebnis sind folgende wesentliche Posten enthalten:
FINANZERGEBNIS
| in Mio. € | Q2/2022 | Q2/2023 | H1/2022 | H1/2023 |
|---|---|---|---|---|
| Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen | 23,5 | — | 38,7 | — |
| Zinsanteil und Bewertungsergebnis aus der Bewertung von Rückstellungen für Jubiläen/Langzeitkonten |
8,0 | — | 13,4 | — |
| Übrige Zinsen und ähnliche Erträge | 1,3 | 7,1 | 2,0 | 11,0 |
| Zinserträge | 32,8 | 7,1 | 54,1 | 11,0 |
| Zinsaufwand Anleihen/Schuldscheindarlehen | —7,8 | —2,5 | —16,0 | —5,0 |
| Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen | — | —2,7 | — | —18,1 |
| Zinsaufwand Pensionsrückstellungen | — | — | —0,4 | — |
| Aktivierung Fremdkapitalkosten | 3,6 | 5,0 | 6,9 | 9,2 |
| Zinsaufwand Leasing | —1,7 | —1,5 | —3,5 | —3,4 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | —1,6 | —1,2 | —3,1 | —5,3 |
| Zinsaufwendungen | —7,5 | —2,9 | —16,1 | —22,6 |
| Zinsergebnis | 25,3 | 4,2 | 38,0 | —11,6 |
| Ergebnis aus Derivaten | 8,5 | —1,2 | 14,0 | —5,0 |
| Ergebnis aus Fremdwährungspositionen | —7,4 | —0,6 | —2,9 | 1,5 |
| Rückkaufergebnis emittierte Anleihen/Schuldscheindarlehen | —0,7 | — | —2,1 | — |
| Sonstige Finanzerträge | — | 0,8 | 0,1 | 0,8 |
| Sonstige Finanzaufwendungen | —0,4 | —3,0 | —0,9 | —3,3 |
| Sonstiges Finanzergebnis | — | —4,0 | 8,2 | —6,0 |
| Finanzergebnis | 25,3 | 0,2 | 46,2 | —17,6 |
Weitere Informationen zum Finanzergebnis finden sich im Lagebericht auf Seite 10.
Der Zinsaufwand aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen ist auf die Aufzinsung des Jahresanfangsbestands der bergbaulichen Rückstellungen und geringere Diskontierungssätze zurückzuführen. Der im Vorjahr ausgewiesene Zinsertrag aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen sowie von Rückstellungen für Jubiläen/Langzeitkonten resultierte aus dem Anstieg der zur Diskontierung verwendeten Zinssätze.
STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind folgende wesentliche Posten enthalten:
STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
| in Mio. € | Q2/2022 | Q2/2023 | H1/2022 | H1/2023 |
|---|---|---|---|---|
| Körperschaftsteuer | 62,7 | –0,4 | 123,0 | 46,3 |
| Gewerbesteuer | 61,4 | –0,2 | 115,6 | 41,0 |
| Ausländische Ertragsteuern | 0,7 | 5,2 | 2,8 | 6,7 |
| Latente Steuern | 27,5 | –23,3 | 41,0 | –3,6 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 152,3 | –18,8 | 282,4 | 90,4 |
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Die versicherungsmathematische Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. Der durchschnittliche Rechnungszins betrug zum Stichtag 4,0% (31.12.2022: 4,2%; 30.06.2022: 3,4%).
RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGEN
Für die Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen wurde eine Preissteigerung von 2,0% p.a. (31.12.2022: 1,7% p.a.; 30.06.2022: 1,5%) unterstellt. Aus der gestiegenen Preissteigerungsrate im Vergleich zum 31. Dezember 2022 resultierte eine Rückstellungserhöhung von 116,5 Mio. €, die in Höhe von 31,8 Mio. € ergebniswirksam erfasst wurde und in Höhe von 84,7 Mio. € das Sachanlagevermögen erhöht hat (Konstanz aller übrigen Parameter vorausgesetzt).
Der ab 50 Jahren Restlaufzeit verwendete Ewigkeitszins ist auf rund 3,8% gesunken (31.12.2022: 3,9%; 30.06.2022: 4,0%). Bei einer unveränderten Zinskurve im Vergleich zum 31.12.2022 (einschließlich der Laufzeiten kleiner 50 Jahre) und Konstanz aller übrigen Parameter wären die bergbaulichen Rückstellungen um 29,6 Mio. € niedriger ausgefallen. Davon hätten 25,6 Mio. € zu einer Verringerung des Sachanlagevermögens geführt, 4,0 Mio. € wären ergebniswirksam zu erfassen gewesen.
FINANZINSTRUMENTE
BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE WERTE VON FINANZINSTRUMENTEN
| 31.12.2022 | 30.06.2023 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert | beizu legender Zeitwert |
Buchwert | beizu legender Zeitwert |
| Aktiva | 2.316,1 | 2.316,1 | 1.605,6 | 1.605,6 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis |
37,5 | 37,5 | 37,5 | 37,5 |
| Beteiligungen | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
5,3 | 5,3 | 5,3 | 5,3 |
| Ausleihungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,2 |
| Finanzanlagen | 42,9 | 42,9 | 42,9 | 42,9 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | 727,4 | 727,4 | 462,1 | 462,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis (mit Recycling) |
416,3 | 416,3 | 335,6 | 335,6 |
| Derivate mit positivem Marktwert | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
73,4 | 73,4 | 66,2 | 66,2 |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte | Fortgeführte Anschaffungskosten | 55,5 | 55,5 | 117,7 | 117,7 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 128,9 | 128,9 | 183,9 | 183,9 | |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | Fortgeführte Anschaffungskosten | 673,6 | 673,6 | 88,8 | 88,8 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis |
7,0 | 7,0 | 7,0 | 7,0 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
— | — | 299,4 | 299,4 |
| Flüssige Mittel | Fortgeführte Anschaffungskosten | 320,0 | 320,0 | 185,9 | 185,9 |
| Passiva | 1.342,6 | 1.338,8 | 799,3 | 797,2 | |
| Finanzverbindlichkeiten | Fortgeführte Anschaffungskosten | 730,6 | 726,8 | 314,5 | 312,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | 312,9 | 312,9 | 256,1 | 256,1 |
| Derivate mit negativem Marktwert | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
49,1 | 49,1 | 15,2 | 15,2 |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | Fortgeführte Anschaffungskosten | 80,8 | 80,8 | 67,7 | 67,7 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | Eigene Kategorie (IFRS 7) | 169,2 | 169,2 | 145,8 | 145,8 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 299,1 | 299,1 | 228,7 | 228,7 |
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten gemäß IFRS 13 zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufe 1 ergeben sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente mit Hilfe von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet.
ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN
| 30.06.2023 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Aktiva | — | 372,6 | 378,4 | 751,0 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis |
— | — | 37,5 | 37,5 |
| Beteiligungen | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | — | — | 5,3 | 5,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis (mit Recycling) |
— | — | 335,6 | 335,6 |
| Derivative Finanzinstrumente | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | — | 66,2 | — | 66,2 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen |
Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis |
— | 7,0 | — | 7,0 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen |
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | — | 299,4 | — | 299,4 |
| Passiva | — | 15,2 | — | 15,2 | |
| Derivative Finanzinstrumente | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | — | 15,2 | — | 15,2 |
ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN
| 31.12.2022 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Aktiva | — | 80,4 | 459,1 | 539,5 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis |
— | — | 37,5 | 37,5 |
| Beteiligungen | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | — | — | 5,3 | 5,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis (mit Recycling) |
— | — | 416,3 | 416,3 |
| Derivative Finanzinstrumente | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | — | 73,4 | — | 73,4 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen |
Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis |
— | 7,0 | — | 7,0 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen |
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | — | — | — | — |
| Passiva | — | 49,1 | — | 49,1 | |
| Derivative Finanzinstrumente | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | — | 49,1 | — | 49,1 |
ÜBERLEITUNG ANTEILE NICHT KONSOLIDIERTE VERBUNDENE UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGEN (STUFE 3)
| in Mio. € | H1/2022 | H1/2023 |
|---|---|---|
| Bestand zum 1. Januar | 76,4 | 42,9 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | —39,5 | — |
| Zugänge | 2,4 | — |
| Abgänge | — | — |
| Bewertungsergebnis (sonstiges Ergebnis) | — | — |
| Abgangsergebnis (sonstiges Ergebnis) | — | — |
| Transfers (von Stufe 3/zu Stufe 3) | — | — |
| Bestand zum 30. Juni | 39,3 | 42,9 |
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden aufgrund von unwesentlicher Bedeutung nicht konsolidiert. Der beizulegende Zeitwert wurde als Barwert der aktuellen dreijährigen Ergebnisplanung (Mittelfristplanung) und einer sich anschließenden ewigen Rente berechnet. Für die Diskontierung wurde der Kapitalkostensatz der Gesellschaft zugrunde gelegt. Änderungen der zukünftigen Ergebnisse bzw. des Kapitalkostensatzes haben entsprechende Auswirkungen auf die Barwertkalkulation. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich langfristig und nicht zu Handelszwecken gehalten. Daher wurde, soweit zulässig, von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen, ohne diese beim Abgang in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (OCI-Option).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die potenziell im Rahmen der bestehenden Factoringverträge verkauft werden könnten, sind der Bewertungskategorie "Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis (mit Recycling)" zuzuordnen. Aufgrund der kurzfristigen Zahlungsziele entspricht der Buchwert annahmegemäß dem beizulegenden Zeitwert. Die zum Jahresanfang ausgewiesenen Bestände dieser Kategorie sind in der Regel im ersten Halbjahr beglichen bzw. verkauft worden.
WERTMINDERUNGSTEST
Für alle Vermögenswerte im Anwendungsbereich von IAS 36 ist eine Werthaltigkeitsprüfung durchzuführen, sofern zum Abschlussstichtag Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung vorliegen. Der für den Werthaltigkeitstest zu verwendende Diskontierungssatz nach Steuern ist im Vergleich zum 31. Dezember 2022 per 30. Juni 2023 von 8,0% auf 8,7% gestiegen. Des Weiteren haben sich die Marktpreise der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte kurz- bis mittelfristig deutlich im Vergleich zu den bisherigen Annahmen reduziert. Vor diesem Hintergrund wurde geprüft, ob hieraus abgeleitet die Notwendigkeit für Wertminderungen für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) Kali- und Magnesiumprodukte und Salz vorliegt.
Sowohl die kurz- bis mittelfristig gesunkenen Kalipreise als auch die negativen Auswirkungen aus dem Zinseffekt können durch gegenüber den bisherigen Annahmen langfristig deutlich verbesserte Kalipreise sowie eine gestiegene Wachstumsrate von 2,0% (31. Dezember 2022: 1,7%) teilweise kompensiert werden. Hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklungen haben wir keine Anhaltspunkte für eine deutliche Verschlechterung gegenüber den bisherigen Annahmen.
Der Buchwert der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte ist gegenüber dem 31. Dezember 2022 im Wesentlichen unverändert. Auf dieser Basis wurde der erzielbare Betrag der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte im Einklang mit den zum 31. Dezember 2022 verwendeten Methoden ermittelt. Wir verweisen dazu auf den Geschäftsbericht 2022, Anhangangabe (12) – Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und Wertminderungstest.
Auf dieser Grundlage ergab sich kein Wertminderungsbedarf für die ZGE Kali- und Magnesiumprodukte, der erzielbare Betrag ist im Vergleich zum 31. Dezember 2022 gesunken. Die Überdeckung im Vergleich zum Buchwert liegt bei 309,1 Mio. € (31. Dezember 2022: 452,5 Mio. €).
Zur Berücksichtigung von Schätzungsunsicherheiten wurden Sensitivitätsrechnungen durchgeführt. Dabei wurde jeweils die Änderung einer Annahme berücksichtigt, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben.
- + Eine Verringerung (Erhöhung) des geplanten MOP-Preises im gesamten Planungszeitraum um 5% würde dazu führen, dass der erzielbare Betrag der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte um 1,2 Mrd. € sinkt (1,1 Mrd. € steigt).
- + Eine Erhöhung (Verringerung) des Abzinsungssatzes um 0,5 Prozentpunkte würde zu einem um 0,7 Mrd. € geringeren (0,8 Mrd. € höheren) erzielbaren Betrag führen.
- + Eine Verringerung (Erhöhung) der Wachstums- bzw. Inflationsrate im gesamten Planungszeitraum um 0,5 Prozentpunkte würde zu einem um 0,8 Mrd. € geringeren (1,0 Mrd. € höheren) erzielbaren Betrag führen.
- + Eine Verringerung (Erhöhung) der Laufzeit der deutschen Kaliwerke um fünf Jahre würde zu einem um 0,4 Mrd. € geringeren (0,3 Mrd. € höheren) erzielbaren Betrag führen.
- + Um 5 Cent höhere (geringere) USD/EUR-Wechselkurse würden zu einem um 0,8 Mrd. € geringeren (0,9 Mrd. € höheren) erzielbaren Betrag führen (ohne jeweils gegenläufige Effekte aus der Währungssicherung).
Korrespondierend zur Änderung des erzielbaren Betrages würde sich unter Beachtung der obigen Sensitivitäten bei jeweils negativer Entwicklung für alle Faktoren eine Wertminderung ergeben (alle Angaben ohne Einbezug positiver Effekte aus Werra 2060).
In der ZGE Salz sind neben den positiven Effekten aus der gestiegenen Wachstumsrate von 2,0% (31. Dezember 2022: 1,7%) steigende Preise, die zu einer Erhöhung der EBITDA-Marge führen, zu erwarten, die die negativen Auswirkungen aus dem Zinseffekt kompensieren. Wie bei der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags der ZGE Salz im Einklang mit den zum 31. Dezember 2022 verwendeten Methoden.
Der auf der Basis des Nutzungswertes durchgeführte Werthaltigkeitstest bestätigt die Werthaltigkeit des der ZGE Salz zugeordneten Goodwills.
Zur Berücksichtigung von Schätzungsunsicherheiten wurden Sensitivitätsrechnungen durchgeführt. Dabei wurde jeweils die Änderung einer Annahme berücksichtigt, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben.
- + Eine Erhöhung (Verringerung) des Abzinsungssatzes um 0,5 Prozentpunkte würde zu einem um 20 Mio. € geringeren (22 Mio. € höheren) erzielbaren Betrag führen.
- + Eine Verringerung (Erhöhung) der Wachstums- bzw. Inflationsrate im gesamten Planungszeitraum um 0,5 Prozentpunkte würde zu einem um 13 Mio. € geringeren (14 Mio. € höheren) erzielbaren Betrag führen.
- + Eine um 0,5 Prozentpunkte geringere nachhaltige EBITDA-Marge ab 2025 würde zu einem um 22 Mio. € geringeren (22 Mio. € höheren) erzielbaren Betrag führen.
Korrespondierend zur Änderung des erzielbaren Betrages würde sich unter Beachtung der obigen Sensitivitäten bei jeweils negativer Entwicklung für alle Faktoren eine Wertminderung, teilweise über den Goodwill hinaus, ergeben.
ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Der für den Rückkauf von Anleihen und Schuldscheindarlehen gezahlte Betrag, der über den nominalen Rückzahlungsbetrag hinausgeht, wird in der Kapitalflussrechnung in der Zeile "gezahlte Zinsen und Ähnliches" ausgewiesen. Die gezahlten Zinsen betrugen in der Berichtsperiode 12,1 Mio. € (H1/2022: 26,5 Mio. €).
WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN EINZELNER BILANZPOSTEN IM ERSTEN HALBJAHR 2023
Auf der Aktivseite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 56,2 Mio. €. Die Erhöhung beruht im Wesentlichen auf einem Anstieg des Sachanlagevermögens um 84,0 Mio. €. Gegenläufig wirkt sich der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte um 26,0 Mio. € aus, der im Wesentlichen aus der Abgabe von Emissionszertifikaten hervorgeht.
Das Umlaufvermögen sank um 529,2 Mio. €, wobei die Veränderung im Wesentlichen aus einem Rückgang des Forderungsbestands aus Lieferungen und Leistungen um 346,0 Mio. € resultiert. Zudem verringerten sich die flüssigen Mittel um 134,1 Mio. € und die Wertpapiere und sonstigen Finanzinvestitionen um 289,5 Mio. €. Die Liquidität wurde im Wesentlichen zur Tilgung der Anleihe im Januar 2023 genutzt. Die Vorräte nahmen in Wesentlichen absatzbedingt um 100,9 Mio. € zu. Gegenläufig wirkten sich Wertminderungen wegen des Ansatzes zum Nettoveräußerungswert in Höhe von 26,0 Mio. € aus.
Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen im Wesentlichen aufgrund eines Anstiegs der langfristigen Inflationsrate sowie einem Rückgang der zur Diskontierung verwendeten Zinssätze um 96,4 Mio. €. Gegenläufig verringerten sich die Finanzverbindlichkeiten durch Tilgung bzw. Rückkauf um 416,2 Mio. €.
WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN DES EIGENKAPITALS IM ERSTEN HALBJAHR 2023
Das Eigenkapital wird sowohl durch erfolgswirksame und erfolgsneutrale Geschäftsvorfälle als auch durch Kapitaltransaktionen mit den Anteilseignern beeinflusst. Im Vergleich zum Jahresabschluss 2022 haben sich der Bilanzgewinn und die anderen Rücklagen um 14,6 Mio. € vermindert. Der Rückgang beruht vor allem auf der Auszahlung der Dividende in Höhe von 191,4 Mio. € sowie auf Effekten aus dem Rückkauf eigener Anteile in Höhe von 46,7 Mio. €. Gegenläufig zeigten sich das positive Periodenergebnis der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 218,2 Mio. € und die erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals, die aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen in funktionaler Fremdwährung resultieren (im Wesentlichen CAD). Unterschiede aus der Währungsumrechnung werden in einer gesonderten Währungsumrechnungsrücklage erfasst; diese hat sich zum 30. Juni 2023 um 4,5 Mio. € erhöht.
Auf Basis der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 10. Juni 2020, bis zu 10% des Grundkapitals zurückkaufen zu können, hat der Vorstand am 9. März 2023 beschlossen, bis zu 19.140.000 eigene Aktien bis zu einem maximalen Gesamtbetrag in Höhe von 200 Mio. € zurückzukaufen und anschließend einzuziehen.
Der Rückkauf der Aktien über die Börse begann am 16. Mai 2023 und endet spätestens am 15. Februar 2024. Insgesamt wurden zum Stichtag 30. Juni 2023 aus dem Aktienrückkaufprogramm Aktien für 46,7 Mio. € (ohne Transaktionskosten) zurückerworben. Dies entspricht einem gewichteten durchschnittlichen Börsenpreis von 15,80 € je Aktie. Damit hält K+S zum 30. Juni 2023 insgesamt 2.955.136 eigene Aktien (31.12.2022: 0). Dies entspricht 1,54% des Grundkapitals. Der Anschaffungspreis (zuzüglich Transaktionskosten) der eigenen Aktien wurde vollständig mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Der Erwerb erfolgt über die Börse im XETRA-Handel der Deutschen Börse AG sowie über europäische multilaterale Handelssysteme unter Führung eines durch K+S beauftragten Kreditinstituts.
EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Aus Unternehmenstransaktionen und grenzüberschreitenden Sachverhalten ist von Eventualverbindlichkeiten für Steuern in Höhe von bis zu 173,4 Mio. € auszugehen (31.12.2022: 176,4 Mio. €), deren Eintritt für nicht gänzlich unwahrscheinlich gehalten wird. Die übrigen Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresabschluss 2022 nicht signifikant verändert.
Die Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen beliefen sich in der Berichtsperiode auf 421,7 Mio. € (31.12.2022: 304,9 Mio. €) und resultieren nahezu ausschließlich aus nicht abgeschlossenen Investitionen in das Sachanlagevermögen.
NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Innerhalb der K+S Gruppe werden Liefer- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die K+S Gruppe mit weiteren nahestehenden Unternehmen in Beziehung; hierzu zählen nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie Unternehmen, auf die die K+S Gruppe einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen). Diese Beziehungen haben keinen signifikanten Einfluss auf den Konzernabschluss der K+S Gruppe.
Die Gruppe der nahestehenden Personen umfasst bei der K+S Gruppe im Wesentlichen den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S Aktiengesellschaft. Wesentliche Transaktionen mit diesem Personenkreis fanden nicht statt.
EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Am 3. Juli 2023 wurde der Erwerb von 75 Prozent des Düngemittelgeschäfts der südafrikanischen Handelsgesellschaft Industrial Commodities Holdings (Pty) Ltd (ICH) durch die Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH, eine mittelbare 100 prozentige Tochter der K+S Aktiengesellschaft, abgeschlossen (Closing). Das erworbene Düngemittelgeschäft wird unter dem Namen Fertiva (Pty) Ltd geführt. Der vorläufige Kaufpreis der Transaktion belief sich auf rund 13,6 Mio. €. Mit dem Erwerb treibt K+S den Ausbau des Kerngeschäfts weiter voran und stärkt zugleich die Aktivitäten im Süden und Osten Afrikas. Fertiva wird künftig mit den bereits bestehenden K+S Gesellschaften in Kenia und Uganda ein Vertriebsnetzwerk bilden, mit dem K+S die Präsenz in der Sub-Sahara-Region weiter stärken wird. Die verbleibenden 25 Prozent der Anteile an der neuen Vertriebsgesellschaft werden von zwei ehemaligen ICH-Aktionären gehalten, die bislang das Düngemittelgeschäft bei ICH geleitet haben und nun auch Teil des Management-Teams von Fertiva (Pty) Ltd sind.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Kassel, 7. August 2023
K+S Aktiengesellschaft
Der Vorstand
KENNZAHLEN - FORTGEFÜHRTE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 1
| Q1/2022 | Q2/2022 | H1/2022 | Q1/2023 | Q2/2023 | H1/2023 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| K+S Gruppe | |||||||
| Umsatz | Mio. € | 1.212,3 | 1.509,9 | 2.722,2 | 1.192,0 | 825,8 | 2.017,8 |
| EBITDA 2 | Mio. € | 524,1 | 706,4 | 1.230,4 | 453,8 | 24,3 | 478,1 |
| Abschreibungen 3 | Mio. € | 101,4 | 114,5 | 215,9 | 107,9 | 102,4 | 210,3 |
| Kundensegment Landwirtschaft 4 | |||||||
| Umsatz | Mio. € | 944,1 | 1.244,2 | 2.188,3 | 861,4 | 557,0 | 1.418,3 |
| Absatzmenge | Mio. t | 1,79 | 1,87 | 3,66 | 1,73 | 1,67 | 3,40 |
| Kundensegment Industrie+4 | |||||||
| Umsatz | Mio. € | 268,2 | 265,7 | 533,9 | 330,6 | 268,7 | 599,4 |
| Absatzmenge | Mio. t | 1,83 | 1,46 | 3,28 | 1,79 | 1,39 | 3,18 |
| — davon Auftausalz | Mio. t | 0,61 | 0,31 | 0,92 | 0,59 | 0,32 | 0,91 |
| Investitionen (CapEx) 5 | Mio. € | 49,2 | 76,0 | 125,2 | 77,5 | 121,3 | 198,7 |
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit | Mio. € | 253,7 | 232,5 | 486,2 | 220,5 | 263,0 | 483,6 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | Mio. € | —168,4 | —130,9 | —299,3 | 59,0 | 14,7 | 73,6 |
| Bereinigter Freier Cashflow | Mio. € | 103,0 | 130,8 | 233,8 | 113,2 | 160,4 | 273,6 |
| Working Capital | Mio. € | 930,6 | 1.349,3 | 1.349,3 | 1.505,2 | 1.235,7 | 1.235,7 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten (—)/ Nettovermögensposition (+) |
Mio. € | —520,4 | —425,7 | —425,7 | 347,0 | 261,3 | 261,3 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA (LTM) 6 | x-fach | 0,4 | 0,2 | 0,2 | — | — | — |
| Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 7 | Mio. € | 312,7 | 436,3 | 749,0 | 232,4 | —54,9 | 177,5 |
| Ergebnis je Aktie, bereinigt 7 | € | 1,63 | 2,28 | 3,91 | 1,21 | —0,29 | 0,93 |
| Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften | Mio. € | 420,1 | 497,3 | 917,4 | 390,3 | —64,2 | 326,1 |
| Finanzergebnis | Mio. € | 20,9 | 25,3 | 46,2 | —17,8 | 0,2 | —17,6 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | Mio. € | 441,1 | 522,6 | 963,7 | 372,6 | —64,0 | 308,5 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | Mio. € | 130,1 | 152,3 | 282,4 | 109,1 | —18,8 | 90,4 |
| Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter | Mio. € | 310,9 | 370,3 | 681,2 | 263,4 | —45,3 | 218,2 |
1 Bei Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibung, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften.
3 Betrifft die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und von at-equity bewerteten Beteiligungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.
4 Keine Segmente im Sinne des IFRS 8.
5 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16.
6 LTM = last twelve months = letzte zwölf Monate.
7 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz Q2/2023: 30,2% (Q2/2022: 30,2%).
FINANZKALENDER
TERMINE
| 2023/2024 | |
|---|---|
| Quartalsmitteilung zum 30. September 2023 | 14. November 2023 |
| Geschäftsbericht 2023 | 14. März 2024 |
| Quartalsmitteilung zum 31. März 2024 | 13. Mai 2024 |
| Hauptversammlung | 14. Mai 2024 |
| Dividendenzahlung | 17. Mai 2024 |
| Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2024 | 14. August 2024 |
KONTAKT
K+S Aktiengesellschaft
Bertha-von-Suttner-Str. 7 34131 Kassel Tel.: 0561/9301-0 Internet: www.kpluss.com
Investor Relations
Tel.: 0561/9301-1100 Fax: 0561/9301-2425 E-Mail: [email protected]
IMPRESSUM
Redaktion/Text K+S Investor Relations Layout und Umsetzung Kirchhoff Consult AG, Hamburg
Veröffentlichung am 10. August 2023
ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN
Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht des aktuellen Geschäftsberichts genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Halbjahresfinanzbericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.