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K+S AG Interim / Quarterly Report 2021

Nov 11, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 29223394

K+S Aktiengesellschaft

Kassel

Q3/​21 Quartalsmitteilung

Zahlen zu Q3 (fortgeführte Geschäftstätigkeit):

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Umsatz der K+S GRUPPE steigt im dritten Quartal auf 746 Mio. € (Q3/​2020: 566 Mio. €)
EBITDA mit 121 Mio. € deutlich über dem Wert des Vorjahres (Q3/​2020: 81 Mio. €, Vorjahreswert begünstigt durch nicht zahlungswirksamen Einmalertrag in Höhe von 56 Mio. €)
Bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern durch Wertaufholung deutlich positiv beeinflusst; nicht zahlungswirksame Wertminderung des Vorjahres vollständig wieder aufgeholt
Bereinigter Freier Cashflow von -152 Mio. € in den ersten neun Monaten (9M/​2020: -10 Mio. €)

Ausblick 2021:

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EBITDA-Prognose auf rund 630 Mio. € angehoben (bisher: 500 bis 600 Mio. €; ohne REKS-Transaktion)
Erwartung eines ausgeglichenen Freien Cashflows für 2021 (bisher: -180 Mio. €; ohne REKS-Transaktion)
Kartellrechtliches Freigabeverfahren der REKS-Transaktion dauert an

KENNZAHLEN DER FPRGEFÜHRTEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

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Q3/​2020 Q3/​2021 % 9M/​2020 9M/​2021
K+S GRUPPE
Umsatz Mio. € 566,1 746,3 +31,8 1.803,4 2.143,7
EBITDA 1 Mio. € 80,6 120,7 +49,8 232,6 358,1
EBITDA- Marge % 14,2 16,2 + 13,6 12,9 16,7
Abschreibungen 2 Mio. € 87,3 74,2 -15,0 262,0 206,3
Kundensegment Landwirtschaft 3
Umsatz Mio. € 373,0 529,1 +41,8 1.231,3 1.471,7
Absatzmenge Mio. t 1,66 1,76 +6,0 5,31 5,67
Kundensegment Industrie+ 3
Umsatz Mio. € 193,1 217,2 + 12,5 572,1 672,0
Absatzmenge Mio. t 1,35 1,73 +28,4 3,89 5,69
- davon Auftausalz Mio. t 0,24 0,65 > +100 0,67 2,29
Investitionen (CapEx) 4 Mio. € 113,7 87,8 -22,8 287,7 222,6
Eigenkapitalquote % - - - 28,0 54,8
Return on Capital Employed (LTM) 5 % - - - -31,7 31,0
ROCE (LTM) ohne Effekte aus der Wertminderung/​ Wertaufholung der langfristigen Vermögenswerte % - - - -0,8 0,1
Buchwert je Aktie per 30.09. - - - 12,05 24,24
Durchschnittliche Anzahl Aktien Mio. 191,4 191,4 - 191,4 191,4
Mitarbeiter am 30.09. 6 Anzahl - - - 11.189 10.738

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%
K+S GRUPPE
Umsatz +18,9
EBITDA 1 +54,0
EBITDA- Marge +29,5
Abschreibungen 2 -21,2
Kundensegment Landwirtschaft 3
Umsatz +19,5
Absatzmenge +6,7
Kundensegment Industrie+ 3
Umsatz +17,5
Absatzmenge +46,2
- davon Auftausalz > +100
Investitionen (CapEx) 4 -22,6
Eigenkapitalquote +95,4
Return on Capital Employed (LTM) 5 -
ROCE (LTM) ohne Effekte aus der Wertminderung/​ Wertaufholung der langfristigen Vermögenswerte -
Buchwert je Aktie per 30.09. > +100
Durchschnittliche Anzahl Aktien -
Mitarbeiter am 30.09. 6 -4,0

KENNZAHLEN DER FORTGEFÜHRTEN UND NICHTFORTGEFÜHRTEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

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Q3/​2020 Q3/​2021 % 9M/​2020 9M/​2021
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 7 Mio. € - 1.767,2 1.278,9 - - 1.772,7 2.548,2
- davon fortgeführte Geschäftstätigkeit Mio. € - 1.757,3 1.285,1 - - 1.825,0 1.671,9
- davon Wertminderung (-) /​ Wertaufholung (+) der langfristigen Vermögenswerte Mio. € - 1.791,7 1.420,0 - - 1.791,7 1.746,7
- davon nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit Mio. € -9,9 -6,2 +37,5 52,3 876,3
Ergebnis je Aktie, bereinigt 7 -9,23 6,68 - -9,26 13,31
- davon fortgeführte Geschäftstätigkeit -9,18 6,71 - -9,53 8,74
- davon Wertminderung (-) /​ Wertaufholung (+) der langfristigen Vermögenswerte -9,35 7,42 - -9,37 9,13
- davon nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit -0,05 -0,03 +37,5 0,27 4,57
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 5,0 13,6 > +100 328,0 82,8
- davon fortgeführte Geschäftstätigkeit Mio. € 57,8 14,2 -75,4 227,0 94,8
- davon nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit Mio. € -52,8 -0,6 +98,9 101,0 - 12,0
Bereinigter Freier Cashflow Mio. € - 116,2 -69,0 +40,6 45,0 2.479,9
- davon fortgeführte Geschäftstätigkeit Mio. € -41,8 -68,6 -64,1 - 10,4 - 152,1
- davon nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit Mio. € -74,4 -0,4 +99,4 55,4 2.632,0
Nettofinanzverbindlichkeiten per 30.09. Mio. € - - - -3.108,7 8 -784,4
Nettofinanzverbindlichkeiten/​EBITDA (LTM) 5 x-fach - - - 5,7 8 2,0
Marktkapitalisierung am 30.09. Mrd. € - - - 1,13 2,67
Unternehmenswert (EV) am 30.09. Mrd. € - - - 5,68 8 4,63

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%
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 7 -
- davon fortgeführte Geschäftstätigkeit -
- davon Wertminderung (-) /​ Wertaufholung (+) der langfristigen Vermögenswerte -
- davon nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit > +100
Ergebnis je Aktie, bereinigt 7 -
- davon fortgeführte Geschäftstätigkeit -
- davon Wertminderung (-) /​ Wertaufholung (+) der langfristigen Vermögenswerte -
- davon nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit > +100
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -74,8
- davon fortgeführte Geschäftstätigkeit -58,2
- davon nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit < -100
Bereinigter Freier Cashflow > +100
- davon fortgeführte Geschäftstätigkeit < -100
- davon nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit > +100
Nettofinanzverbindlichkeiten per 30.09. +74,8
Nettofinanzverbindlichkeiten/​EBITDA (LTM) 5 -64,9
Marktkapitalisierung am 30.09. > +100
Unternehmenswert (EV) am 30.09. - 18,5

1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibung, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften.

2 Betrifft die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.

3 Keine Segmente im Sinne des IFRS 8.

4 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16.

5 LTM = last twelve months = letzte zwölf Monate

6 FTE: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. Die Bezeichnung Mitarbeiter gilt für Frauen und Männer gleichermaßen und ist deshalb als geschlechtsneutral anzusehen.

7 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz Q3/​2021: 30,1 % (Q3/​2020: 30,0 %).

8 Bezogen auf die fortgeführte und nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit, da keine rückwirkende Anpassung der Bilanz zum 30.09.2020 erfolgt ist.

UNSERE NEUE UNTERNEHMENSSTRATEGIE

Unser strategischer Fokus ist auf das Kerngeschäft mit Kali- und Magnesium produkten gerichtet. Drei Schwerpunkte prägen unsere Unternehmensstrategie: Wir wollen das Bestandsgeschäft optimieren, unser Kerngeschäft ausbauen und weiterentwickeln sowie neue Geschäftsfelder aufbauen.

Unverändert gilt: Wir haben Umwelt, Natur und Klimaschutz fest im Blick. Jede unternehmerische Entscheidung muss im Einklang mit unserer Klimastrategie und unseren Nachhaltigkeitszielen stehen.

Wir haben ein gemeinsames Verständnis dafür entwickelt, wie wir unsere Managementressourcen auf diese Ziele fokussieren. Mit dem Verkauf der Operativen Einheit Americas, der deutlichen Entschuldung und der Neustrukturierung unserer Organisation haben wir entscheidende Meilensteine auf dem Weg zur strategischen Neuausrichtung bereits erreicht. Aber wir müssen weiter an unserer Wettbewerbsfähigkeit arbeiten, effizienter werden und kostenbewusst handeln. Deshalb werden wir zunächst den Großteil unserer Kraft darauf verwenden, unser Bestandsgeschäft zu optimieren. Damit schaffen wir die Basis dafür, unsere K+S erfolgreich weiterzuentwickeln, dabei bleibt eine gesunde Bilanz das übergeordnete Ziel.

OPTIMIERUNG DES BESTANDSGESCHÄFTS

An unseren Standorten Bethune und Zielitz stellen wir das Standardprodukt Kaliumchlorid auf effiziente Weise her. Wir verbessern alle Prozesse an diesen Standorten gemäß dem strategischen Prinzip der Kostenführerschaft. Unser Ziel ist es, die Produktionskosten kontinuierlich zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Spezialitäten produzieren wir an unseren Standorten Werra und Neuhof. Das Produktportfolio werden wir laufend optimieren, um unsere Kunden bestmöglich zu bedienen. Gleichzeitig setzen wir uns zum Ziel, den ökologischen Fußabdruck im Herstellungsprozess deutlich zu reduzieren.

Im Salzgeschäft konzentrieren wir uns auf operative Verbesserungen. Strategisches Wachstum steht hier nicht im Fokus. Optimierung des Bestandsgeschäfts bedeutet für uns auch, entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Digitalisierung und Automatisierung zu setzen. Potenziale hierfür sehen wir insbesondere in den Bereichen Produktion, Vertrieb und Supply Chain.

AUSBAU UND WEITERENTWICKLUNG UNSERES KERNGESCHÄFTS

Unsere Produkte sind wichtig für einen Planeten im Wandel. Ertragreiche Anbauflächen sind die Voraussetzung, um eine wachsende Weltbevölkerung auch unter veränderten klimatischen Bedingungen zu versorgen. Schon heute bieten wir der Agrarwirtschaft viele Produkte an, die den Ertrag wirksam steigern und dem Landwirt helfen, Herausforderungen zu meistern. Wir wollen unser Portfolio noch weiter entwickeln. Dabei denken wir an angrenzende Nährstoffe und sogenannte Biostimulanzien, aber auch an den stärkeren Ausbau der Flüssigdüngung. Wo es auf der Erde heiß und trocken ist, ermöglichen unsere wasserlöslichen Produkte bereits heute den Anbau von Pflanzenkulturen - selbst in Wüstenregionen. Und auch bei der Bewässerung unter Folie und Glas sind unsere Nährstoffe ein wichtiger Wachstumsmotor. Ein umfangreiches Beratungs- und Serviceangebot komplettiert unser Geschäftsmodell. Insbesondere digitale Dienstleistungen werden in unserem Geschäft zukünftig eine noch stärkere Rolle spielen. Daneben werden wir unsere Präsenz beim Kunden direkt vor Ort in ausgewählten Märkten intensivieren. Beim Ausbau unseres Kerngeschäfts setzen wir primär auf organisches Wachstum und auf die Kooperation mit starken Partnern.

NEUE GESCHÄFTSFELDER

Für nachhaltige Entsorgungslösungen gibt es einen wachsenden Markt. Deshalb wollen wir den Betrieb und die einzigartige Infrastruktur unserer hochmodernen Entsorgungsanlagen mit dem Vertriebsnetz unseres neuen Partners, einer Tochter der REMonDIS GRuppE, im Gemeinschaftsunternehmen REKS vereinen. Außerdem eröffnet uns dieses Geschäftsmodell den bestmöglichen Zugang zu Materialien, die wir künftig für die Abdeckung unserer Halden benötigen. Darüber hinaus prüfen wir alternative Nutzungsmöglichkeiten für unsere Infrastruktur. So bieten etwa unsere unterirdischen Kavernen mittel- bis langfristig das Potenzial zur Speicherung von Co 2 oder Wasserstoff.

UNSERE AMBITIONIERTE KLIMASTRATEGIE

Seit 1990 haben wir unsere Co2-Emissionen absolut bereits um 80 % reduziert - eine große Kraftanstrengung für ein energieintensives Unternehmen. Und wir wollen die Energiewende auch weiter aktiv voranbringen. Dazu haben wir einen Klimaschutzfonds eingeführt. Konkret haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere Co 2-Emissionen nochmals zu senken, und zwar bis 2030 um 10 % gegenüber 2020. Darüber hinaus unterstützen wir die Ziele des Pariser Klimaabkommens. Wir sind der Überzeugung, dass Klimaneutralität bis 2050 erreicht werden kann. Dazu bedarf es aber seitens der Politik dringend energiewirtschaftlicher und energiepolitischer Nachbesserungen. Denn Energie muss für alle bezahlbar bleiben und ihr Preis darf unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht negativ beeinflussen.

UNSERE FINANZIELLEN ZIELE

Mit unserer Unternehmensstrategie sichern wir den wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft. Unsere finanziellen Ziele streben wir auf der Basis einer soliden Bilanz an, um den Ansprüchen und Rendite-Erwartungen unserer Kapitalgeber gerecht zu werden.

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Wir wollen über einen 5-Jahres-Zyklus unsere Kapitalkosten verdienen (ROCE > WACC).
Ebenfalls streben wir über diesen Zyklus eine EBITDA-Marge von mehr als 20 % an.
Ab 2023 erzielt jedes Werk sowie die Gruppe insgesamt einen positiven Freien Cashflow - selbst bei einem niedrigen Kalipreis. + Unsere neue Dividendenpolitik sieht grundsätzlich eine Basisdividende von 15 cent je Aktie vor. Diese kann bei guter wirtschaftlicher Entwicklung um einen diskretionären Betrag erhöht werden. Dabei werden zusätzlich mehrere Faktoren berücksichtigt, insbesondere die Bilanzstruktur, die erwartete Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung des bereinigten Freien Cashflows.

Mit unserer Strategie haben wir den Kurs für die kommenden Jahre gesetzt. Wir werden innerhalb dieser Leitplanken eine Vielzahl von Maßnahmen und Projekten weiter vorantreiben und anstoßen. Mit Leidenschaft und Engagement!

Mehr Informationen finden Sie unter www.kpluss.com/​strategie

WESENTLICHE EREIGNISSE IN DER BERICHTSPERIODE

Nachdem die EU-KOMISSION das Verfahren zur kartellrechtlichen Freigabe an das BUNDESKARTELLAMT verwiesen hatte, dauert die Prüfung der REKS-Transaktion weiter an. K+S geht nach wie vor davon aus, dass eine Freigabe erteilt werden kann, diese jedoch möglicherweise nicht mehr wie bisher angenommen im Jahr 2021 erfolgen könnte (bisherige Prognose: viertes Quartal 2021). Vor diesem Hintergrund bezieht K+S in die Prognose zum Gesamtjahr 2021 nur das operative Geschäft ein.

Die DEUTSCHE PRÜFSTELLE FÜR RECHNUNGSLEGUNG E.V. (DPR) hat in dem Verfahren zur Prüfung des Konzernabschlusses der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2019 nebst zugehörigem Konzernlagebericht sowie des verkürzten Abschlusses zum 30. Juni 2020 nebst zugehörigem Zwischenlagebericht am 6. und 14. September 2021 vorläufige Prüfungsfeststellungen an K+S übersandt. K+S hält diese nach umfassender eigener Prüfung sowie unter Einbeziehung externer Berater für unbegründet. Das Unternehmen hat daher ausführlich zu den vorläufigen Prüfungsfeststellungen schriftlich Stellung genommen und der DpR ein Gutachten renommierter IFRS-Experten übergeben. Am 2. November 2021 hat das Unternehmen seine abweichenden Auffassungen gegenüber der DpR in einem sogenannten Unternehmensgespräch erläutert. K+S hat der DpR weitere Informationen übermittelt. Das Verfahren dauert an.

Weitere Informationen finden Sie in der am 11. November 2021 veröffentlichten Ad-hoc Mitteilung

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

ERTRAGSLAGE

KENNZAHLEN DER ERTRAGSLAGE DER FORTGEFÜHRTEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

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in Mio. € Q3/​2020 Q3/​2021 % 9M/​2020 9M/​2021 %
Umsatz 566,1 746,3 +31,8 1.803,4 2.143,7 +18,9
EBITDA 80,6 120,7 + 49,8 232,6 358,1 +54,0
Abschreibungen 1 87,3 74,2 -15,0 262,0 206,3 -21,2
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 2 -1.757,3 1.285,1 - -1.825,0 1.671,9 -
- davon Wertminderung (-) /​ Wertaufholung (+) der langfristigen Vermögenswerte -1.791,7 1.420,0 - - 1.791,7 1.746,7 -

1 Betrifft die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.

2 Beinhaltet das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz Q3/​2021: 30,1 % (Q3/​2020: 30,0 %).

Im Berichtsquartal stieg der Umsatz der K+S GRUPPE um rund 32 % von 566,1 Mio. € im Vorjahr auf 746,3 Mio. €. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen höhere Durchschnittspreise und Absatzmengen im Kundensegment Landwirtschaft sowie höhere Absatzmengen im Kundensegment Industrie+. In den ersten neun Monaten lag der Umsatz mit 2.143,7 Mio. € deutlich über dem Niveau des Vorjahres (9M/​2020: 1.803,4 Mio. €).

Insgesamt erreichte das EBITDA der K+S GRUPPE im dritten Quartal 120,7 Mio. € und lag damit knapp 50 % über dem Niveau des Vorjahres (Q3/​2020: 80,6 Mio. €), das durch einen nicht zahlungswirksamen Einmalertrag in Höhe von 55,6 Mio. € begünstigt war. Ohne Berücksichtigung des Einmaleffekts im Vorjahr hat sich das EBITDA sogar mehr als vervierfacht. Die für die Umsatzentwicklung ursächlichen Effekte konnten höhere Kosten für Logistik und Energie mehr als ausgleichen.

Nach den ersten neun Monaten belief sich das EBITDA auf 358,1 Mio. € (9M/​2020: 232,6 Mio. €). Auch in diesem Betrachtungszeitraum konnten höhere Durchschnittspreise im Kundensegment Landwirtschaft sowie höhere Absatzmengen in beiden Kundensegmenten, insbesondere bei Auftausalz, höhere Logistik- und Energiekosten mehr als ausgleichen. Zusätzlich wirkte sich eine verbesserte operative Performance positiv aus.

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR

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in % Q3/​2021 9M/​2021
Umsatzveränderung + 31,8 + 18,9
- mengen-/​strukturbedingt + 7,1 + 10,8
- preis-/​preisstellungsbedingt + 25,0 + 10,0
- währungsbedingt - 0,3 - 1,9

UMSATZ NACH REGIONEN

Die Anwendung der IFRS-Standards kann aufgrund der regelmäßig durchzuführenden Prüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte zu deutlichen Wertveränderungen aufgrund veränderter Schätzungen einzelner Einflussfaktoren, wie z. B. Absatzpreise und Absatzmengen, Kapitalkostensatz, Energie- und Frachtkosten oder Wechselkursrelationen, führen. Diese Wertänderungen beeinflussen das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sowie den ROCE, führen aber nicht zu einer Liquiditätsveränderung und beeinflussen nicht das EBITDA. Im dritten Quartal 2021 wurde das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern entsprechend mit 1.420,0 Mio. € durch eine Wertaufholung positiv beeinflusst. Dies beruht insbesondere auf einer langfristig deutlich optimistischeren Erwartung für das Kaligeschäft und der damit verbundenen Preisentwicklung. In den ersten neun Monaten 2021 war das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern mit 1.746,7 Mio. € durch die Wertaufholung positiv beeinflusst. Damit wurde die nicht zahlungswirksame Wertminderung des dritten Quartals 2020 vollständig wieder aufgeholt.

Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit lag im Berichtszeitraum aufgrund der beschriebenen Wertaufholung mit 1.285,1 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von -1.757,3 Mio. €, welcher insbesondere durch die erstmalige Wertminderung auf Vermögenswerte belastet war. Je Aktie resultiert daraus für das dritte Quartal 2021 ein Wert von 6,71 € (Q3/​2020: -9,18 €). Ohne Berücksichtigung der nicht zahlungswirksamen Wertaufholung der langfristigen Vermögenswerte und der damit zusammenhängenden Effekte auf die latenten Steuern hätte das bereinigte Konzernergebnis -3,80 Mio. € (-0,02 € je Aktie) betragen.

In den ersten neun Monaten lag das bereinigte Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit bei 1.671,9 Mio. € (9M/​2020:- 1.825,0 Mio. €) beziehungsweise bei 8,74 € je Aktie (9M/​2020: -9,53 €). Ohne Berücksichtigung der nicht zahlungswirksamen Wertaufholung der langfristigen Vermögenswerte und der damit zusammenhängenden Effekte auf die latenten Steuern hätte das bereinigte Konzernergebnis 56,3 Mio. € (0,29 € je Aktie) betragen.

Das bereinigte Konzernergebnis der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit lag insbesondere aufgrund von Kaufpreisanpassungen im Rahmen des Verkaufs der Operativen Einheit Americas im Berichtszeitraum bei -6,2 Mio. € (Q3/​2020: -9,9 Mio. €). Je Aktie resultiert daraus für das dritte Quartal 2021 ein Wert von -0,03 € (Q3/​2020: -0,05 €). In den ersten neun Monaten lag das bereinigte Konzernergebnis der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit bei 876,3 Mio. € (9M/​2020: -52,3 Mio. €) beziehungsweise bei 4,57 € je Aktie (9M/​2020: -0,27 €).

Das bereinigte Konzernergebnis der fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit lag im Berichtszeitraum bei 1.278,9 Mio. € (Q3/​2020: -1.767,2 Mio. €). Je Aktie resultiert daraus für das dritte Quartal 2021 ein Wert von 6,68 € (Q3/​2020: -9,23 €). Ohne Berücksichtigung der nicht zahlungswirksamen Wertaufholung der langfristigen Vermögenswerte und der damit zusammenhängenden Effekte auf die latenten Steuern hätte das bereinigte Konzernergebnis der fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit im dritten Quartal -10,0 Mio. € (-0,05 € je Aktie) betragen. In den ersten neun Monaten lag das bereinigte Konzernergebnis der fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit bei 2.548,2 Mio. € (9M/​2020: -1.772,7 Mio. €) beziehungsweise bei 13,31 € je Aktie (9M/​2020: -9,26 €). Ohne Berücksichtigung der nicht zahlungswirksamen Wertaufholung der langfristigen Vermögenswerte und der damit zusammenhängenden Effekte auf die latenten Steuern hätte das bereinigte Konzernergebnis der fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit in den ersten neun Monaten 932,6 Mio. € (4,87 € je Aktie) betragen.

FINANZLAGE

FINANZLAGE DER FORTGEFÜHRTEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

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in Mio. € Q3/​2020 Q3/​2021 % 9M/​2020 9M/​2021 %
Investitionen 1 113,7 87,8 -22,8 287,7 222,6 -22,6
Cashflow aus Ifd. Geschäftstätigkeit 57,8 14,2 -75,4 227,0 94,8 -58,2
Cashflow aus Investitionstätigkeit 2 -99,6 -82,8 + 16,9 -237,4 -246,8 -4,0
Bereinigter Freier Cashflow 2 -41,8 -68,6 -64,1 -10,4 -152,0 < -100

1 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16.

2 Bereinigt um Erwerbe/​Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen.

Im dritten Quartal investierte die K+S GRUPPE insgesamt 87,8 Mio. € (Q3/​2020: 113,7 Mio. €). Bei erneut hohen Umweltinvestitionen lagen die Investitionen für den laufenden Betrieb aufgrund von längeren Lieferzeiten für benötigte Materialien deutlich unter Vorjahresniveau.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ging im dritten Quartal auf 14,2 Mio € nach 57,8 Mio. € im Vorjahr zurück. In den ersten neun Monaten 2021 reduzierte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 94,8 Mio. € nach 227,0 Mio. € im Vorjahr. Hier konnte die Verbesserung beim EBITDA die höhere Mittelbindung im Working Capital, den Barmittelabfluss im Rahmen der Restrukturierung der Verwaltung in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe sowie Zahlungen im Zusammenhang mit dem Anleiherückkauf nicht vollständig ausgleichen. Zudem war der Vorjahreszeitraum durch die erstmalige Nutzung des Factoringprogramms begünstigt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im dritten Quartal auf - 82,8 Mio. € nach -99,6 Mio. € im Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten 2021 betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit -246,8 Mio. € nach -237,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum, da dieser durch den Erhalt der Kaufpreiszahlung aus der Entkonsolidierung der K+S REAl ESTATE GMBh & Co. KG begünstigt war.

Der bereinigte Freie Cashflow ging im dritten Quartal auf -68,6 Mio. € nach -41,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum zurück. In den ersten neun Monaten 2021 sank der bereinigte Freie Cashflow auf -152,0 Mio. € nach -10,4 Mio. € in der Vergleichsperiode.

VERMÖGENSLAGE

NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN UND NETTOVERSCHULDUNG

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in Mio. € 30.09.2020 1 31.12.2020 30.09.2021
Flüssige Mittel 212,5 142,3 600,4
Langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen - 6,0 18,3
Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 12,9 7,0 329,1
Finanzverbindlichkeiten -3.263,4 -3.369,2 - 1.664,5
Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen -70,7 -66,3 -67,6
Nettofinanzverbindlichkeiten -3.108,7 -3.280,3 -784,4
Leasingverbindlichkeiten exklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen -274,7 - 174,9 - 160,9
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -223,6 - 110,3 -76,7
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen -946,5 -926,0 -936,5
Nettoverschuldung -4.553,6 -4.491,4 -1.958,5

1 Die Werte der Bilanz zum 30.09.2020 wurden nicht angepasst und beinhalten die fortgeführte und nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit.

Zum 30. September 2021 lag der Nettofinanzmittelbestand bei 611,1 Mio. € (31. Dezember 2020: 197,4 Mio. €; 30. September 2020: 205,2 Mio. €).

Zum Stichtag ergaben sich für die K+S GRUPPE Nettofinanzverbindlichkeiten von 784,4 Mio. € (31. Dezember 2020: 3.280,3 Mio. €; 30. September 2020: 3.108,7 Mio. €).

DARSTELLUNG DER KUNDENSEGMENTE (KEINE SEGMENTE NACH IFRS 8)

KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT

KENNZAHLEN IM KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT

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in Mio. € Q3/​2020 Q3/​2021 % 9M/​2020 9M/​2021 %
Umsatz 373,0 529,1 + 41,8 1.231,3 1.471,7 + 19,5
- davon Kaliumchlorid 212,7 324,4 + 52,5 691,4 855,0 + 23,7
- davon Düngemittelspezialitäten 160,3 204,7 + 27,7 539,9 616,8 + 14,2
Absatzmenge (in Mio. t) 1,66 1,76 + 6,0 5,31 5,67 + 6,7
- davon Kaliumchlorid 1,07 1,09 + 2,2 3,44 3,54 + 3,0
- davon Düngemittelspezialitäten 0,58 0,67 + 14,9 1,87 2,12 + 13,6

Im Kundensegment Landwirtschaft stieg der Umsatz im dritten Quartal insbesondere preis- wie auch mengenbedingt deutlich auf 529,1 Mio. € (Q3/​2020: 373,0 Mio. €) an. Im Berichtsquartal lag der Umsatz in Europa bei 200,5 Mio. € (Q3/​2020: 176,2 Mio. €), in Übersee bei 328,6 Mio. € (Q3/​2020: 196,8 Mio. €). Insgesamt entfielen 324,4 Mio. € des Umsatzes auf Kaliumchlorid (Q3/​2020: 212,7 Mio. €) und 204,7 Mio. € auf Düngemittelspezialitäten (Q3/​2020: 160,3 Mio. €). Während der Durchschnittspreis in Europa gegenüber dem dritten Quartal 2020 spürbar gesteigert werden konnte, verzeichneten die Preise in Übersee sogar einen Anstieg von mehr als 50 %.

In den ersten neun Monaten konnte der Umsatz auf 1.471,7 Mio. € nach 1.231,3 Mio. € im Vorjahr gesteigert werden.

Das Absatzvolumen stieg im dritten Quartal moderat auf insgesamt 1,76 Mio. t nach 1,66 Mio. t im Vorjahresquartal; hier wirkte sich neben dem weiteren Hochfahren der Produktion in Bethune auch die gute operative Performance der deutschen Standorte aus, die trotz der üblichen Instandhaltungspausen eine höhere Warenverfügbarkeit ermöglichte. Im Berichtsquartal wurden 0,69 Mio. t in Europa (Q3/​2020: 0,69 Mio. t) und 1,07 Mio. t in Übersee (Q3/​2020: 0,97 Mio. t) abgesetzt. Insgesamt entfielen 1,09 Mio. t der Absatzmenge auf Kaliumchlorid (Q3/​2020: 1,07 Mio. t) und 0,67 Mio. t auf Düngemittelspezialitäten (Q3/​2020: 0,58 Mio. t). Die Absatzsteigerung bei Düngemittelspezialitäten war sowohl auf eine sehr gute Nachfrage in Europa als auch auf das Hochfahren des Spezialitätengeschäfts der K+S ShEnzhEn zurückzuführen.

In den ersten neun Monaten betrug der Absatz insgesamt 5,67 Mio. t nach 5,31 Mio. t im Vorjahr.

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR

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in % Q3/​2021 9M/​2021
Umsatzveränderung + 41,8 + 19,5
- mengen-/​strukturbedingt + 4,8 + 7,2
- preis-/​preisstellungsbedingt + 37,4 + 14,8
- währungsbedingt -0,4 -2,5

KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT: ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE NACH REGIONEN

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Q1/​2020 Q2/​2020 Q3/​2020 9M/​2020 Q4/​2020
Umsatz Mio. € 453,7 404,6 373,0 1.231,3 470,2
Europa Mio. € 263,6 195,6 176,2 635,4 196,2
Übersee Mio. US$ 209,7 230,2 229,9 678,0 326,8
Absatz Mio. t eff. 1,90 1,75 1,66 5,30 1,99
Europa Mio. t eff. 0,93 0,76 0,69 2,38 0,78
Übersee Mio. t eff. 0,97 0,99 0,97 2,93 1,21
ø-Preis €/​t eff. 239,2 230,9 225,0 232,2 235,5
Europa €/​t eff. 283,8 258,5 255,4 267,5 251,2
Übersee US$/​t eff. 216,6 231,1 237,7 231,7 268,8

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2020 Q1/​2021 Q2/​2021 Q3/​2021 9M/​2021
Umsatz 1.701,5 469,0 473,7 529,1 1.471,7
Europa 831,6 250,6 202,1 200,5 653,1
Übersee 996,6 263,1 327,5 387,4 978,0
Absatz 7,30 2,01 1,89 1,76 5,67
Europa 3,16 0,97 0,77 0,69 2,43
Übersee 4,14 1,04 1,12 1,07 3,24
ø-Preis 233,1 233,3 250,0 300,6 259,7
Europa 263,2 258,4 263,8 289,9 269,0
Übersee 240,3 253,0 292,8 362,6 301,9

KUNDENSEGMENT INDUSTRIE+

KENNZAHLEN IM KUNDENSEGMENT INDUSTRIE+

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in Mio. € Q3/​2020 Q3/​2021 % 9M/​2020 9M/​2021 %
Umsatz 193,1 217,2 + 12,5 572,1 672,0 + 17,5
Absatzmenge (in Mio. t) 1,35 1,73 + 28,4 3,89 5,69 + 46,2
- davon Auftausalz 0,24 0,65 > +100 0,67 2,29 > +100

Im Kundensegment Industrie+ lag der Umsatz im Berichtsquartal mit 217,2 Mio. € spürbar über dem Wert des Vorjahresquartals (Q3/​2020: 193,1 Mio. €). Insbesondere das Auftausalzgeschäft verzeichnete einen starken Umsatzanstieg aufgrund eines überdurchschnittlich guten Frühbezugsgeschäftes. Die Umsätze mit Produkten für die Chemie- und Pharmaindustrie konnten nach dem aufgrund von CoVID-19 schwächeren Vergleichsquartal ebenfalls deutlich gesteigert werden; hierzu trugen auch höhere Preise für KCl 99 bei. Auch bei Industrieanwendungen konnte der Umsatz moderat gesteigert werden; ursächlich hierfür war unter anderem ein Nachfrageanstieg der Öl- und Gasindustrie. Die Umsätze mit Verbraucherprodukten kehrten nach einem CoVID-19-bedingt starken Vergleichsquartal wieder auf ein Normalniveau zurück.

In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz im Wesentlichen aufgrund des guten Auftausalzgeschäfts und einem Anstieg der Nachfrage, nachdem der Vorjahreszeitraum durch Einflüsse von CoVID-19 belastet war, auf 672,0 Mio. € an (9M/​2020: 572,1 Mio. €).

Insgesamt lag der Absatz mit 1,73 Mio. t deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Q3/​2020: 1,35 Mio. t). Maßgeblich hierfür war neben dem starken Auftausalzgeschäft die beschriebene Normalisierung des Bedarfs für Chemie- und Pharmasalze. Der Absatz von Industrieprodukten lag in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, während der Absatz im Verbraucherbereich analog zur Umsatzentwicklung rückläufig war.

In den ersten neun Monaten betrug die Absatzmenge 5,69 Mio. t und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (9M/​2020: 3,89 Mio. t).

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR

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in % Q3/​2021 9M/​2021
Umsatzveränderung 12,5 17,5
- mengen-/​strukturbedingt 11,6 18,2
- preis-/​preisstellungsbedingt 1,0 -0,2
- währungsbedingt -0,1 -0,5

UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN

in Mio. €

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Für eine umfassende Darstellung des Risiko- und Chancenmanagementsystems sowie möglicher Risiken und Chancen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht 2020 ab Seite 106. Darüber hinaus verweisen wir auf unsere Ausführungen im Halbjahresfinanzbericht H1/​2021.

Die dort beschriebenen Risiken und Chancen haben sich zum 30. September 2021 wie folgt verändert:

K+S und die REMEX GMBh, eine Tochter der REMONDIS-GRUPPE, bündeln ihre Entsorgungsaktivitäten in dem neuen Gemeinschaftsunternehmen "REKS". Nachdem die EU-KOMISSION das Verfahren zur kartellrechtlichen Freigabe an das BUNDESKARTELLAMT verwiesen hatte, dauert die Prüfung der REKS-Transaktion weiter an. K+S geht nach wie vor davon aus, dass eine Freigabe erteilt werden kann, diese jedoch möglicherweise nicht mehr wie bisher angenommen im Jahr 2021 erfolgen könnte. Vor diesem Hintergrund bezieht K+S in die Prognose zum Gesamtjahr 2021 nur das operative Geschäft ein.

Wie im Geschäftsbericht 2020 ab Seite 113 erläutert, arbeitet K+S weiterhin intensiv an Maßnahmen zur Verminderung des Anfalls salzhaltiger Abwässer und an alternativen Entsorgungsmöglichkeiten. Eine zentrale Maßnahme stellt dabei die Einstapelung von Salzwässern unter Tage im Grubenfeld Springen (Bergwerk Merkers) ab dem Jahr 2022 dar. Nach aktuellem Stand des laufenden Genehmigungsverfahrens gehen wir weiterhin davon aus, dass mit der Einstapelung im 1. Halbjahr 2022 begonnen werden kann. Auswirkungen auf die Produktion des Werks Werra erwarten wir vor diesem Hintergrund nicht. Ein Ausbleiben der Genehmigung halten wir für unwahrscheinlich, dies kann jedoch bei Eintritt zu höheren Kosten für den Transport zu standortfernen Entsorgungsalternativen und/​oder zu erheblichen Produktionseinschränkungen wegen fehlender Entsorgungsmöglichkeiten für Salzabwässer des Werkes Werra führen.

Die Risiken der K+S GRUPPE sind, sowohl einzeln als auch in Wechselwirkung mit anderen Risiken, begrenzt und gefährden nach heutiger Einschätzung nicht den Fortbestand des Unternehmens. Chancen und Risiken sowie deren positive und negative Veränderungen werden nicht gegeneinander aufgerechnet.

AUSBLICK 2021

Die im Geschäftsbericht 2020 auf der Seite 123 beschriebenen mittel- bis langfristigen Trends zur künftigen Branchensituation behalten weitgehend ihre Gültigkeit. Darüber hinaus verweisen wir auf unsere Ausführungen im Halbjahresfinanzbericht H1/​2021 zu den branchenspezifischen Rahmenbedingungen in den Kundensegmenten.

Im Kundensegment Landwirtschaft gehen wir von einer sehr guten Nachfrage im Jahr 2021 aus. Insgesamt rechnen wir damit, dass im Gesamtjahr 2021 der Rekordweltkaliabsatz aus dem Jahr 2020 von etwa 76 Mio. t verfügbarkeitsbedingt nur leicht übertroffen werden kann (einschließlich etwa 5 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten; bisherige Prognose: etwa 76 Mio. t). Nachdem die hohe Nachfrage im Jahr 2020 neben den zur Verfügung stehenden Produktionsmengen auch aus Lagerbeständen bedient wurde, erachten wir eine weitere Steigerung der weltweiten Absatzmenge im Jahr 2021 kapazitätsseitig kaum für möglich. Bei der Düngemittelspezialität Kaliumsulfat gehen wir von einer weiter leicht steigenden Nachfrage aus.

Nachdem die guten Marktbedingungen in den ersten neun Monaten zu einem Anstieg der Kaliumchloridpreise in allen Absatzregionen geführt haben, gehen wir im Jahresdurchschnitt weiterhin von einem stark höheren Überseepreis für Kaliumchlorid im Vergleich zum Vorjahr und in Europa von einem spürbar (bisher: moderat) höheren Kaliumchloridpreis aus. Auch bei den Düngemittelspezialitäten erwarten wir im Jahresdurchschnitt eine moderate (bisher: leichte) Steigerung.

Der Preisanstieg bei Kaliumchlorid, das überdurchschnittliche Auftausalzgeschäft und unsere Maßnahmen zur Verschlankung der Verwaltung sollten zu einer deutlichen Verbesserung des EBITDA aus fortgeführter Geschäftstätigkeit führen. Basierend auf der operativen Geschäftsentwicklung - und ohne den Einmalertrag von rund 200 Mio. € aus der REKS Transaktion - gehen wir mittlerweile von einer Ergebnisverbesserung auf rund 630 Mio. € aus (bisherige Prognose: 500 bis 600 Mio. € ohne REKS-Transaktion; 2020: 266,9 Mio. €).

Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2021 basiert im Wesentlichen auf den folgenden Annahmen:

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Nachdem die Eu-Kommission das Verfahren zur kartellrechtlichen Freigabe der REKS-Transaktion an das Bundeskartellamt verwiesen hatte, dauert die Prüfung weiter an. K+S geht nach wie vor davon aus, dass eine Freigabe erteilt werden kann, diese jedoch möglicherweise nicht mehr, wie bisher angenommen, im Jahr 2021 erfolgen könnte (bisherige Prognose: viertes Quartal 2021). Vor diesem Hintergrund bezieht K+S in die Prognose zum Gesamtjahr 2021 nur das operative Geschäft ein.
Gemäß unserer Einschätzung des Marktumfelds im Kundensegment Landwirtschaft gehen wir mittlerweile für 2021 insgesamt von einem spürbar höheren Durchschnittspreis für Kali- und Magnesiumdüngemittel in unserem Produktportfolio aus als in den ersten neun Monaten 2021 (9M/​2021: 260 €; bisherige Prognose: deutlich höherer Durchschnittspreis als im Jahr 2020 in Höhe von 233 €). Dies setzt die oben beschriebene Marktpreisentwicklung für das Kundensegment Landwirtschaft voraus.
Die erwartete Absatzmenge aller Produkte im Kundensegment Landwirtschaft dürfte insbesondere aufgrund des weiteren Hochfahrens der Produktion in Bethune bei über 7,5 Mio. t liegen (2020: 7,3 Mio. t).
Aufgrund des guten Starts des Auftausalzgeschäfts erwarten wir für das Geschäftsjahr 2021 einen Absatz von über 2,6 Mio. t nach dem historisch milden Winter im Vorjahr (2020: 0,9 Mio. t; Normaljahr: 2,0 bis 2,5 Mio. t).
In Bezug auf die EUR/​USD-Währungsrelation wird ein durchschnittlicher Kassakurs von 1,20 EuR/​uSD (2020: 1,14 EUR/​USD) unterstellt. Unter Einbeziehung der Währungssicherung entspricht dies einem Jahresdurchschnittskurs von 1,15 EUR/​USD (2020: 1,15 EUR/​USD).

ENTWICKLUNG DER PROGNOSEN ZUR FOTRGEFÜHRTEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT FÜR DAS GESAMTJAHR 2021

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IST 2020 Prognose Geschäftsbericht 2020 Prognose Q1/​2021 Prognose H1/​2021 Prognose 9M/​2021
K+S GRUPPE
EBITDA 1 Mio. € 266,9 440 bis 540; davon rund 200 REKS (einmalig) 500 bis 600; davon rund 200 REKS (einmalig) 700 bis 800; davon rund 200 REKS (einmalig) rund 630; ohne 200 REKS (einmalig)
Investitionen 2 Mio. € 427,6 unverändert unverändert unverändert < 400
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 3 Mio. € -1.920,9 starker Anstieg, positive Zahl starker Anstieg, positive Zahl starker Anstieg auf einen Wert im mittleren dreistelligen Millionenbereich gut 1,7 Mrd. €
Konzernergebnis nach Steuern, inklusive nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt Mio. € -1.802,5 starker Anstieg auf einen Wert im mittleren dreistelligen Millionenbereich starker Anstieg auf einen Wert im mittleren dreistelligen Millionenbereich starker Anstieg auf deutlich mehr als 1 Mrd. € gut 2,6 Mrd. €
Bereinigter Freier Cashflow Mio. € -109,9 deutlich negativ, unter dem Niveau von 2020 negativ, unter dem Niveau von 2020 negativ, annährend auf dem Niveau von 2020 in etwa ausgeglichen; ohne REKS
Bereinigter Freier Cashflow, inklusive nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit Mio. € -42,2 > 2 Mrd. € deutlich > 2 Mrd. € deutlich > 2 Mrd. € deutlich > 2 Mrd. €
ROCE % -33,5 deutlicher Anstieg, positiv deutlicher Anstieg, positiv deutlicher Anstieg, positiv > 30 %
EUR/​USD-Wechselkurs EUR/​USD 1,14 1,20 1,20 1,20 1,20
Absatzmenge Kundensegment Landwirtschaft Mio. t 7,3 > 7,5 > 7,5 > 7,5 > 7,5
Durchschnittspreis Kundensegment Landwirtschaft €/​t 233,1 leichter Anstieg ggü. FY 2020 moderater Anstieg ggü. FY 2020 deutlicher Anstieg ggü. FY 2020 spürbarer Anstieg ggü. 9M/​2021 (260)
Absatzmenge Kundensegment Gemeinden Mio. t 0,93 > 2,5 > 2,6 > 2,6 > 2,6

1 Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften.

2 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16.

3 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2020: 30,1 %.

Wir erwarten beim bereinigten Konzernergebnis nach Steuern aus fortgeführter und nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit aufgrund der Wertaufholung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte sowie des Veräußerungsgewinns aus dem Verkauf der Operativen Einheit Americas weiterhin einen starken Anstieg auf gut 2,6 Mrd. € (2020: -1.920,9 Mio. €, davon -1.863,0 Mio. € Wertminderung der langfristigen Vermögenswerte; bisherige Prognose: starker Anstieg auf deutlich mehr als 1 Mrd. €). Auch beim bereinigten Konzernergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit wird ein starker Anstieg auf gut 1,7 Mrd. € erwartet (2020: -1.802,5 Mio. €; bisherige Prognose: starker Anstieg auf einen Wert im mittleren dreistelligen Millionenbereich).

Das Investitionsvolumen der K+S GRUPPE wird im Jahr 2021 aufgrund der andauernden Erweiterungen unserer Haldenkapazitäten in Deutschland über dem Normalniveau erwartet. Insbesondere durch Verzögerungen in den Logistikketten sollte das Investitionsvolumen jedoch bei unter 400 Mio. € und damit unter unserer bisherigen Prognose (auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 427,6 Mio. €) liegen. Bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) der fortgeführten Geschäftstätigkeit erwarten wir aufgrund der signifikanten Wertaufholung der langfristigen Vermögenswerte einen starken Anstieg auf über 30 % (2020: -33,5 %, belastet durch Wertminderung der langfristigen Vermögenswerte; bisherige Prognose: deutlicher Anstieg, positiv).

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Kassel, 11. November 2021

K+S Aktiengesellschaft

Der Vorstand

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG¹

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in Mio. € Q3/​2020 Q3/​2021 9M/​2020 9M/​2021 12M/​2020 LTM 2
Umsatzerlöse 566,1 746,3 1.803,4 2.143,7 2.432,1 2.772,4
Umsatzkosten 2.377,2 - 778,0 3.481,2 116,7 4.158,9 794,4
Bruttoergebnis vom Umsatz -1.811,1 1.524,3 -1.677,8 2.027,0 -1.726,8 1.978,0
Marketing- und allgemeine Verwaltungskosten 39,5 41,0 134,2 116,8 197,1 179,7
Sonstige betriebliche Erträge 88,4 18,3 123,7 79,2 176,3 131,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 44,5 38,3 129,8 123,5 191,4 185,1
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen - 0,3 - - 2,0 - -2,0
- davon Wertaufholungen /​ Wertminderungen - 0,3 - - 1,7 - -1,7
Beteiligungsergebnis 0,8 0,1 3,6 3,5 3,2 3,1
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften 22,0 - 18,1 9,1 - 22,3 42,4 11,0
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften 3 -1.783,9 1.445,6 -1.805,4 1.845,1 -1.893,4 1.757,1
Zinserträge - 1,5 - 10,4 - 10,4
Zinsaufwendungen 25,9 17,7 73,8 71,9 100,0 101,9
Sonstiges Finanzergebnis 0,5 - 5,4 - 8,8 16,7 -5,7 19,8
Finanzergebnis -25,4 -21,6 -82,6 -44,8 -105,7 -67,9
Ergebnis vor Ertragsteuern -1.809,2 1.423,9 -1.888,0 1.800,3 -1.999,1 1.689,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 62,1 153,6 - 74,0 164,4 - 108,2 130,2
- davon latente Steuern -63,3 149,6 - 75,9 148,6 - 113,2 111,3
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit -1.747,1 1.270,3 -1.814,0 1.635,9 -1.890,8 1.559,0
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit -8,1 - 6,1 52,8 821,5 176,1 944,8
Jahresergebnis - 1.755,2 1.264,2 - 1.761,2 2.457,4 - 1.714,7 2.503,8
Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis - - - - 0,1 0,1
Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter - 1.755,2 1.264,2 - 1.761,2 2.457,4 - 1.714,8 2.503,7
- davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit - 1.747,1 1.270,3 - 1.814,0 1.635,9 - 1.890,8 1.559,0
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit - 8,1 - 6,1 52,8 821,5 176,0 944,7
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) -9,17 6,61 -9,20 12,84 -8,96 13,08
- davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit - 9,13 6,64 - 9,48 8,55 -9,88 8,14
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit - 0,04 - 0,03 0,28 4,29 0,92 4,94

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

2 LTM = last twelve months = letzte zwölf Monate.

3 Es handelt sich um nicht im IFRS-Regelwerk definierte Kennzahlen.

ÜBERLEITUNG OPERATIVES ERGEBNIS UND EBITDA¹ ³

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in Mio. € Q3/​2020 Q3/​2021 9M/​2020 9M/​2021 12M/​2020 LTM 2
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften -1.783,9 1.445,6 -1.805,4 1.845,1 -1.893,4 1.757,1
Ertrag (-) /​ Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte -13,8 13,5 -9,0 16,8 -37,3 -11,5
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -0,7 7,5 -6,7 34,7 -5,7 35,7
Abschreibungen (+) /​ Wertminderungen (+) /​ Wertaufholungen (-) des Anlagevermögens 1.880,8 -1.344,4 2.058,7 -1.536,3 2.209,6 -1.385,4
Erfolgsneutrale Aktivierung von Abschreibungen (-) 4 -1,8 -1,2 -5,0 -3,9 -6,3 -5,2
Wertminderungen (+) /​ Wertaufholungen (-) von at- equity bewerteten Beteiligungen - -0,3 - 1,7 - 1,7
EBITDA 80,6 120,7 232,6 358,1 266,9 392,4

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

2 LTM = last twelve months = letzte zwölf Monate.

3 Es handelt sich um nicht im IFRS-Regelwerk definierte Kennzahlen.

4 Es handelt sich um Abschreibungen von Vermögenswerten, die zur Herstellung anderer Vermögenswerte des Sachanlagevermögens eingesetzt werden. Die Abschreibungen werden als Teil der Herstellungskosten aktiviert und nicht ergebniswirksam erfasst.

BILANZ

AKTIVA¹

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in Mio. € 30.09.2020 31.12.2020 30.09.2021
Immaterielle Vermögenswerte 920,5 83,2 79,3
- davon Goodwill aus Unternehmenserwerben 664,7 13,7 13,7
Sachanlagen 5.205,4 4.109,9 6.046,7
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4,6 4,6 4,6
Finanzanlagen 58,1 41,9 44,3
Anteile an at- equity bewerteten Beteiligungen 27,9 27,8 25,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 9,2 6,1 6,6
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 25,0 19,9 21,4
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen - 6,0 18,3
Latente Steuern 129,2 176,0 53,4
Langfristige Vermögenswerte 6.380,0 4.475,5 6.300,6
Vorräte 865,5 483,5 478,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 476,0 272,7 413,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 111,3 203,7 95,5
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 141,6 128,5 185,3
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern 24,5 10,8 35,2
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 12,9 7,0 329,1
Flüssige Mittel 212,5 142,3 600,4
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - 2.663,3 27,4
Kurzfristige Vermögenswerte 1.844,4 3.911,9 2.165,6
AKTIVA 8.224,4 8.387,4 8.466,2

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

PASSIVA¹

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in Mio. € 30.09.2020 31.12.2020 30.09.2021
Gezeichnetes Kapital 191,4 191,4 191,4
Kapitalrücklage 645,7 645,7 645,7
Andere Rücklagen und Bilanzgewinn 1.467,7 1.383,8 3.802,6
Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S Aktiengesellschaft 2.304,8 2.220,9 4.639,7
Anteile anderer Gesellschafter 1,6 1,7 -
Eigenkapital 2.306,4 2.222,6 4.639,7
Finanzverbindlichkeiten 2.532,5 2.031,5 978,9
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 226,4 139,3 142,1
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 20,9 16,5 14,8
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern 23,1 - -
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 223,6 110,3 76,7
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen 946,5 926,0 936,5
Sonstige Rückstellungen 184,2 140,3 148,9
Latente Steuern 145,0 63,9 153,0
Langfristiges Fremdkapital 4.302,2 3.427,8 2.451,0
Finanzverbindlichkeiten 730,9 1.337,7 685,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 231,8 187,3 123,5
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 222,2 206,6 186,5
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 81,5 77,2 96,5
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern 28,2 22,7 28,5
Rückstellungen 321,3 248,5 253,3
Schulden in Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten - 657,0 1,6
Kurzfristiges Fremdkapital 1.615,8 2.737,0 1.375,5
PASSIVA 8.224,4 8.387,4 8.466,2

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

KAPITALFLUSSRECHNUNG¹

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in Mio. € Q3/​2020 Q3/​2021 9M/​2020 9M/​2021
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (aus fortgeführter Geschäftstätigkeit) -1.783,9 1.445,6 -1.805,4 1.845,1
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) 3,2 - 87,8 90,9
Ertrag (-) /​ Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte -15,6 13,5 -7,2 16,8
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -1,5 7,5 -9,7 35,8
Realisierter Ertrag (-) /​ Aufwand (+) Investitionssicherung - - 0,3 -
Abschreibungen (+) /​ Zuschreibungen (-) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen 1.893,7 -1.345,9 2.119,0 -1.538,5
Zunahme (+) /​ Abnahme (-) langfristiger Rückstellungen (ohne Zinseffekte) 1,8 1,6 -1,3 1,4
Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge 0,4 0,1 2,6 0,8
Gewinne (+) /​ Verluste (-) aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte /​Verbindlichkeiten -19,2 31,3 -17,1 72,1
Gezahlte Zinsen und Ähnliches (-) -31,7 -20,0 -82,5 -106,9
Gezahlte Ertragsteuern (-) -8,4 0,4 -16,8 -73,1
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) /​ Erträge (-) 0,9 -8,9 3,7 -108,3
Gewinn (-) /​ Verlust (+) aus Anlagen - und Wertpapierabgängen -54,8 0,5 -51,5 3,1
Zunahme (-) /​ Abnahme (+) Vorräte -23,7 2,2 -99,2 70,6
Zunahme (-) /​ Abnahme (+) Forderungen und sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit -14,3 -134,8 174,2 -145,8
Zunahme (+) /​ Abnahme (-) Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit 19,8 -26,4 24,4 -74,0
Zunahme (+) /​ Abnahme (-) kurzfristiger Rückstellungen 38,4 46,8 6,7 -7,2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 5,0 13,6 328,0 82,8
- davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 57,8 14,2 227,0 94,8
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit -52,8 -0,6 101,0 -12,0
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 4,5 0,6 21,3 8,9
Auszahlungen für immaterielles Anlagevermögen -1,2 -1,2 -8,6 -12,2
Auszahlungen für Sachanlagevermögen -124,5 -82,1 -339,9 -257,4
Auszahlungen für Finanzanlagen - - -0,1 -3,4
Einzahlungen (+) aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen - - 44,3 2.661,2
Einzahlungen aus dem Abgang von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen - 50,1 5,0 50,1
Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen - -50,5 - -384,2
Cashflow aus Investitionstätigkeit -121,2 -83,1 -278,0 2.063,0
- davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit -99,6 -83,2 -232,4 -580,9
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit -21,6 0,1 -45,6 2.643,9
Dividendenzahlungen - - -7,7 -
Tilgung (-) von Finanzverbindlichkeiten -46,3 -19,8 -1.029,4 -3.180,1
Aufnahme (+) von Finanzverbindlichkeiten 193,8 - 871,7 1.440,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 147,5 -19,8 -165,4 -1.740,1
- davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 115,3 -19,8 4,6 -1.676,7
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit 32,2 - -170,0 -63,4
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel 31,3 -89,3 -115,4 405,7
Wechselkursbedingte Veränderung des Bestands an Finanzmitteln -3,9 -11,2 -0,7 8,0
Konsolidierungsbedingte Veränderungen - - 5,0 -
Änderung des Bestands an Finanzmitteln 27,4 -100,6 -111,1 413,7
Nettofinanzmittelbestand am 01.01. 316,3 197,4
Nettofinanzmittelbestand am 30.09. 205,2 611,1
- davon Flüssige Mittel 2 212,5 618,0
- davon von verbundenen Unternehmen hereingenommene Gelder -7,3 -6,9

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1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2 In 2021 weichen die flüssigen Mittel in der Kapitalflussrechnung vom Wert in der Bilanz ab, da dort 2021 die flüssigen Mittel aus Veräußerungsgruppen (17,6 Mio. €) in die Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" umgegliedert wurden.

FINANZKALENDER

TERMINE

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2022
Geschäftsbericht 2021 10. März 2022
Quartalsmitteilung zum 31. März 2022 11. Mai 2022
Hauptversammlung 12. Mai 2022
Dividendenzahlung 17. Mai 2022
Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2022 11. August 2022
Quartalsmitteilung zum 30. September 2022 10. November 2022

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Veröffentlichung am 11. November 2021

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Diese Quartalsmitteilung enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht des aktuellen Geschäftsberichts genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in dieser Quartalsmitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.