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K+S AG Interim / Quarterly Report 2016

Aug 11, 2016

239_rns_2016-08-11_4fad5ce3-cfb8-4ce8-b3fa-d3922baccd48.html

Interim / Quarterly Report

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K+S Aktiengesellschaft

Kassel

Halbjahresfinanzbericht H1/16

Deutlicher Umsatz- und Ergebnisrückgang im zweiten Quartal
Niedrigerer Durchschnittspreis im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte
Fehlende Versenkgenehmigung und trockene Witterung führen zu erheblichen Produktionseinschränkungen
Auftausalznachfrage bleibt als Folge des milden Winters deutlich hinter der des Vorjahres zurück
Legacy Projekt steht trotz Zwischenfall kurz vor der Inbetriebnahme
"Fit für die Zukunft" und "Salz 2020" liefern erneut wichtige Beiträge
Ausblick 2016: EBIT I zwischen 200 und 300 Mio. € erwartet

ECKDATEN DER GESCHÄFTSENTWICKLUNG

KENNZAHLEN (IFRS)

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Q2/15 Q2/16 % H1/15 H1/16
Umsatz Mio. € 914,4 732,1 - 19,9 2.291,5 1.827,6
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € 500,5 370,9 - 25,9 1.108,9 831,4
- davon Geschäftsbereich Salz Mio. € 374,0 319,2 - 14,7 1.101,0 913,8
- davon Ergänzende Aktivitäten Mio. € 39,6 41,8 + 5,6 80,9 81,8
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 247,3 83,4 - 66,3 630,3 368,8
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € 179,0 50,4 - 71,8 396,2 187,4
- davon Geschäftsbereich Salz Mio. € 70,8 32,8 - 53,7 240,4 182,8
- davon Ergänzende Aktivitäten Mio. € 9,0 8,4 - 6,7 19,0 16,0
Operatives Ergebnis (EBIT I) Mio. € 179,2 15,0 - 91,6 495,9 233,3
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € 143,9 14,7 - 89,8 327,2 117,0
- davon Geschäftsbereich Salz Mio. € 42,6 4,9 - 88,5 184,5 127,4
- davon Ergänzende Aktivitäten Mio. € 6,7 6,2 - 7,5 14,4 11,6
EBIT I-Marge % 19,6 2,0 - 21,6 12,8
- Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte % 28,8 4,0 - 29,5 14,1
- Geschäftsbereich Salz % 11,4 1,5 - 16,8 13,9
- Ergänzende Aktivitäten % 16,9 14,8 - 17,8 14,2
Konzernergebnis, bereinigt1 Mio. € 118,7 - 0,2 - 317,0 147,7
Ergebnis je Aktie, bereinigt1 0,62 - - 1,66 0,77
Investitionen (CapEx)2 Mio. € 355,5 362,8 + 2,1 555,4 642,6
Abschreibungen2 Mio. € 68,1 68,4 + 0,4 134,4 135,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 124,3 65,4 - 47,4 423,2 359,2
Bereinigter Freier Cashflow3 Mio. € - 190,5 - 227,9 - - 92,9 - 177,5
Nettoverschuldung per 30.06. Mio. € - - - 1.967,8 2.860,4
Nettoverschuldung/EBITDA (LTM) - - - 1,9 3,6
Eigenkapitalquote % - - - 51,9 49,2
Return on Capital Employed (LTM) % - - - 13,8 7,6
Buchwert je Aktie per 30.06. - - - 22,54 22,82
Durchschnittliche Anzahl Aktien Mio. 191,4 191,4 - 191,4 191,4
Mitarbeiter am 30.06.4 Anzahl - - - 14.201 14.415
Marktkapitalisierung am 30.06. Mrd. € - - - 6,96 3,51
Unternehmenswert (EV) am 30.06. Mrd. € - - - 9,82 5,48

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%
Umsatz Mio. € - 20,2
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € - 25,0
- davon Geschäftsbereich Salz Mio. € - 17,0
- davon Ergänzende Aktivitäten Mio. € + 1,1
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) Mio. € - 41,5
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € - 52,7
- davon Geschäftsbereich Salz Mio. € - 24,0
- davon Ergänzende Aktivitäten Mio. € - 15,8
Operatives Ergebnis (EBIT I) Mio. € - 53,0
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € - 64,2
- davon Geschäftsbereich Salz Mio. € - 30,9
- davon Ergänzende Aktivitäten Mio. € - 19,4
EBIT I-Marge % -
- Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte % -
- Geschäftsbereich Salz % -
- Ergänzende Aktivitäten % -
Konzernergebnis, bereinigt1 Mio. € - 53,4
Ergebnis je Aktie, bereinigt1 - 53,4
Investitionen (CapEx)2 Mio. € + 15,7
Abschreibungen2 Mio. € + 0,8
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € - 15,1
Bereinigter Freier Cashflow3 Mio. € -
Nettoverschuldung per 30.06. Mio. € + 45,4
Nettoverschuldung/EBITDA (LTM) -
Eigenkapitalquote % -
Return on Capital Employed (LTM) % -
Buchwert je Aktie per 30.06. + 1,2
Durchschnittliche Anzahl Aktien Mio. -
Mitarbeiter am 30.06.4 Anzahl + 1,5
Marktkapitalisierung am 30.06. Mrd. € - 49,5
Unternehmenswert (EV) am 30.06. Mrd. € - 44,2

1 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Zudem werden die auf die Bereinigung entfallenden Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz Q2/16: 29,0 % (Q2/15: 28,6 %).

2 Investitionen in bzw. ergebniswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen des Anlagevermögens.

3 Ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen.

4 FTE: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. Die Bezeichnung Mitarbeiter gilt für Frauen und Männer gleichermaßen und ist deshalb als geschlechtsneutral anzusehen.

Für den Halbjahresfinanzbericht gilt: Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

1 LAGEBERICHT

1.1 KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Für eine ausführliche Darstellung der rechtlichen Konzernstruktur, der Organisationsstruktur und der Geschäftstätigkeit einschließlich unserer Produkte und Dienstleistungen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht 2015 ab Seite 24.

Der Abschnitt "Veränderungen des Konsolidierungskreises" ist im Anhang dieses Halbjahresfinanzberichts auf Seite 26 zu finden. Die im Geschäftsbericht 2015 beschriebene Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit blieb weitgehend unverändert.

1.2 UNTERNEHMENSSTRATEGIE UND -STEUERUNG

Im zweiten Quartal ergaben sich keine Änderungen der Unternehmensstrategie und -steuerung. Für eine umfassende Darstellung der Unternehmensstrategie und -steuerung verweisen wir auf die entsprechenden Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance" ab Seite 51 und "Unternehmensstrategie" ab Seite 71 im Geschäftsbericht 2015.

1.3 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Nachdem die Agrarrohstoffpreise zu Beginn des Jahres ihre Tiefstände erreicht hatten, stiegen sie im Verlauf des ersten Halbjahres aufgrund niedrigerer Ernteschätzungen teilweise wieder an. Der DOW JONES-UBS AGRICULTURE SUBINDEX, der die Entwicklung der Preise von Mais, Sojabohnen, Zucker, Weizen, Sojaöl, Baumwolle und Kaffee abbildet, legte im Berichtsquartal um rund 13 % zu.

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent stieg im Quartalsverlauf deutlich an und lag Ende Juni bei rund 50 USD pro Barrel. Der Durchschnittspreis des zweiten Quartals 2016 lag mit rund 47 USD allerdings erneut deutlich unter dem Vorjahreswert (Q2/15: 63 USD). Auch der Durchschnittswert des NCG-Natural-Gas-Year-Future, welcher schwerpunktmäßig West- und Süddeutschland abbildet, war nachfragebedingt im Vergleich zum Vorjahresquartal mit rund 13 €/MWh deutlich niedriger (Q2/15: 22 €/MWh).

PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖL ABB: 1.3.1

Quelle: Bloomberg

Der US-Dollar stieg im Verhältnis zum Euro im Verlauf des Berichtsquartals leicht an und notierte per 30. Juni bei 1,11 EUR/USD. Im Quartalsdurchschnitt entsprach der Wechselkurs mit 1,13 EUR/USD annähernd dem Vorjahrswert (Q2/15: 1,11 EUR/USD).

AUSWIRKUNGEN AUF K+S

Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten im Wesentlichen die folgenden Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:

Die Energiekosten der K+S GRUPPE werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug von Gas beeinflusst. Der Rückgang des Preisniveaus für den Bezug von Gas in Europa wirkte sich somit vorteilhaft auf die Kostenposition von K+S aus.
Fremdwährungssicherungssystem: Durch die für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eingesetzten Sicherungsinstrumente lag der Umrechnungskurs im zweiten Quartal wie auch im Vorjahreszeitraum bei durchschnittlich 1,21 EUR/USD inkl. Sicherungskosten.
Trotz zum Teil deutlicher Preisanstiege bei wichtigen Agrarrohstoffen notierten die Preise zum Ende des Berichtszeitraumes weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Gleichzeitig waren die Kosten für die Landbewirtschaftung, z. B. für Düngemittel, weiter rückläufig, wodurch die daraus resultierenden Ertragsperspektiven für die Landwirte ausreichenden Anreiz bieten sollten, den Ertrag je Hektar durch den Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern.

/ Weitere Informationen zum Fremdwährungssicherungssystem finden sich im Geschäftsbericht 2015 auf Seite 90.

BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die im Geschäftsbericht 2015 ab Seite 28 beschriebenen Gegebenheiten in den wesentlichen Absatzregionen und Wettbewerbspositionen blieben für die einzelnen Geschäftsbereiche nahezu unverändert.

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Die Branchensituation im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war zu Beginn des Jahres durch einen zunehmenden Preisdruck in Übersee beim Standardprodukt Kaliumchlorid (MOP) gekennzeichnet. Vor allem aufgrund weiterhin niedriger Agrarpreise, der ausbleibenden Vertragsabschlüsse mit chinesischen und indischen Abnehmern sowie einer regional teils verspätet eingesetzten Düngesaison zeigte sich die Nachfrage nach Kaliumchlorid verhalten und blieb hinter dem starken Vorjahr zurück. Diese Situation veranlasste verschiedene Kaliproduzenten, bestehende Kapazitäten teils deutlich zu reduzieren bzw. eine Produktionsreduktion für den Rest des Jahres anzukündigen. Zur Jahresmitte einigten sich öffentlichen Informationen zufolge große Kalilieferanten mit chinesischen und indischen Abnehmern auf einen Preis für Kaliumchlorid einschließlich Fracht in Höhe von 219 bzw. 227 USD je Tonne und konnten damit aus unserer Sicht die Markterwartungen leicht übertreffen. Auch das Preisniveau einiger Düngemittelspezialitäten konnte sich dem allgemein rückläufigen Preistrend nicht länger entziehen.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

In Nordamerika und Europa führte der milde Winter zu Beginn des Jahres zu einem Rückgang der Nachfrage, sodass die Preise für Auftausalz im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts und der laufenden Ausschreibungen für die kommende Wintersaison moderat nachgaben.

Im zweiten Quartal 2016 verursachten die hohen Lagerbestände bei europäischen und nordamerikanischen Produzenten einen verstärkten Wettbewerb im Bereich der Industriesalze. Dennoch blieb das Preisniveau in Europa stabil. In Südamerika war die Nachfrage aufgrund der anhaltenden Konjunkturschwäche gedämpft. Das Geschäft mit Verbraucherprodukten im Premiumsegment entwickelte sich weiterhin positiv. In Nordamerika konnten positive Entwicklungen in den Bereichen Lebensmittelindustrie und Verbraucherprodukte verzeichnet werden.

NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Für eine umfassende Darstellung der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang auf Seite 29.

1.4 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

AUFTRAGSENTWICKLUNG

Für den Großteil des Geschäfts der K+S GRUPPE bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise.

/ Weitere Informationen zur Auftragsentwicklung finden sich im Geschäftsbericht 2015 auf Seite 84.

ERTRAGSLAGE

KENNZAHLEN TAB: 1.4.1

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 % H1/15 H1/16 %
Umsatz 914,4 732,1 - 19,9 2.291,5 1.827,6 - 20,2
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 500,5 370,9 - 25,9 1.108,9 831,4 - 25,0
- davon Geschäftsbereich Salz 374,0 319,2 - 14,7 1.101,0 913,8 - 17,0
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 247,3 83,4 - 66,3 630,3 368,8 - 41,5
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 179,0 50,4 - 71,8 396,2 187,4 - 52,7
- davon Geschäftsbereich Salz 70,8 32,8 - 53,7 240,4 182,8 - 24,0
Operatives Ergebnis (EBIT I) 179,2 15,0 - 91,6 495,9 233,3 - 53,0
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 143,9 14,7 - 89,8 327,2 117,0 - 64,2
- davon Geschäftsbereich Salz 42,6 4,9 - 88,5 184,5 127,4 - 30,9
Return on Capital Employed (LTM, in %) - - - 13,8 7,6 -

UMSATZ DER K+S GRUPPE DEUTLICH UNTER VORJAHR

Im ersten Halbjahr 2016 musste die K+S GRUPPE einen deutlichen Umsatzrückgang auf 1.827,6 Mio. € verzeichnen (H1/15: 2.291,5 Mio. €); dies entspricht einem Minus von gut 20 %. Gründe hierfür waren niedrigere Durchschnittspreise im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, eine eingeschränkte Produktverfügbarkeit aufgrund von Produktionseinschränkungen am Werk Werra sowie nachfragebedingte Absatzeinbußen im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft. Der Umsatz des zweiten Quartals blieb aus den gleichen Gründen mit 732,1 Mio. € deutlich hinter dem Vorjahreswert von 914,4 Mio. € zurück.

/ Weitere Informationen zu den Produktionsausfällen finden sich auf Seite 11.

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 1.4.2

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in % Q2/16 H1/16
Umsatzveränderung - 19,9 - 20,2
- mengen-/strukturbedingt - 9,4 - 13,5
- preis-/preisstellungsbedingt - 9,1 - 6,3
- währungsbedingt - 1,4 - 0,4
- konsolidierungsbedingt - -

Detaillierte Aufstellungen der Durchschnittspreise und Absätze finden Sie in den Tabellen 1.5.3 und 1.5.6.

Im Berichtsquartal entfielen knapp 51 % des Umsatzes auf den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, gefolgt von Salz mit rund 43 % sowie den Ergänzenden Aktivitäten (6 %).

UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2016 (IN %) ABB: 1.4.1

Vorjahreszahlen in Klammern

ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTEN

Für K+S sind der Personalaufwand sowie die Fracht-, Material- und Energiekosten von besonderer Bedeutung. Im ersten Halbjahr 2016 betrug der Personalaufwand 503,7 Mio. €; er lag damit moderat unter dem Niveau des Vorjahres (H1/15: 555,5 Mio. €). Einer geringeren Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung sowie entfallenden Kosten für Einmalzahlungen im Tarifbereich stand ein höherer Aufwand aus Lohn- und Gehaltssteigerungen gegenüber. Die Frachtkosten blieben vor allem mengenbedingt mit 330,7 Mio. € deutlich unter dem Vorjahr (H1/15: 426,0 Mio. €). K+S konnte hier zudem von den gesunkenen Preisen für Treibstoffe profitieren. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (Materialkosten) gingen ebenfalls mengenbedingt um 13,5 % auf 257,2 Mio. € zurück. Für Energie entstanden K+S im Berichtszeitraum Kosten in Höhe von 110,5 Mio. €; dies ist ein Rückgang um 20,4 Mio. €, welcher im Wesentlichen preisbedingt ist.

"FIT FÜR DIE ZUKUNFT"

Im ersten Halbjahr 2016 hat K+S die erheblichen Anstrengungen fortgesetzt, die Kosten- und Organisationsstruktur der gesamten Gruppe effizienter zu gestalten. Wir streben an, in den Jahren 2014 bis 2016 Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio. € gegenüber einer früheren Planung für diesen Zeitraum einzusparen. Neben tatsächlichen Einsparungen enthält dieser Betrag auch Kosten, die ursprünglich geplant waren, aber vermieden wurden. Die für die Jahre 2014 und 2015 gesetzten Ziele haben wir übertroffen. Im ersten Halbjahr 2016 konnte erneut ein höherer Beitrag zum Ergebnis erzielt werden.

OPERATIVE ERGEBNISSE EBITDA UND EBIT I

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug nach den ersten sechs Monaten 368,8 Mio. € und lag damit mehr als 40 % unter dem Vorjahreswert (H1/15: 630,3 Mio. €). Das operative Ergebnis (EBIT I) der K+S GRUPPE erreichte lediglich 233,3 Mio. € nach 495,9 Mio. € im Vorjahr, ein Rückgang um 53 %. Dieser ist in erster Linie auf niedrigere Durchschnittspreise, einen nachteiligen Produktmix sowie eine geringere Absatzmenge in Folge der Produktionsausfälle im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zurückzuführen. Zudem ging das EBIT I im Geschäftsbereich Salz wegen der rückläufigen Auftausalznachfrage deutlich zurück. Die in den ersten sechs Monaten zu berücksichtigenden Abschreibungen lagen bei 135,5 Mio. € (H1/15: 134,4 Mio. €). Im Berichtsquartal betrug das EBITDA 83,4 Mio. € (Q2/15: 247,3 Mio. €), das EBIT I lag mit 15,0 Mio. € fast 92 % unter Vorjahr. Insbesondere im zweiten Quartal wirkten sich die Produktionsausfälle am Werk Werra deutlich negativ aus. Außerdem führte im Geschäftsbereich Salz der milde Winter 2015/2016 zu einer gewissen Kaufzurückhaltung im Auftausalzgeschäft.

Nach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich nicht im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

/ Weitere Informationen zum EBIT II sowie eine Überleitungsrechnung finden sich auf Seite 22.

FINANZERGEBNIS

Das Finanzergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2016 auf - 28,3 Mio. € nach - 54,2 Mio. € im Vorjahr. Die Verbesserung resultierte insbesondere aus dem Umstand, dass das Vorjahr durch eine Absenkung des Diskontierungssatzes für bergbauliche Rückstellungen belastet war (H1/15: - 23,6 Mio. €) und die in diesem Jahr höhere Aktivierung von Fremdkapitalzinsen (+ 17,4 Mio. €) den Rückgang des sonstigen Finanzergebnisses (- 10,7 Mio. €) überkompensieren konnte. Im Berichtsquartal betrug das Finanzergebnis - 15,0 Mio. € (Q2/15: - 13,7 Mio. €).

/ Weitere Angaben zum Finanzergebnis und Rechnungszinsen für Rückstellungen finden sich im Anhang auf Seite 27.

(BEREINIGTES) KONZERNERGEBNIS UND (BEREINIGTES) ERGEBNIS JE AKTIE

Der Entwicklung der operativen Ergebnisse folgend belief sich das Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter im ersten Halbjahr 2016 auf 201,4 Mio. € (H1/15: 316,9 Mio. €). Für das Ergebnis je Aktie bedeutet das im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 0,51 € auf 1,05 € (H1/15: 1,66 €). Für die Berechnung wurde eine durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien von 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt.

Besonders deutlich zeigten sich die zuvor genannten Effekte auf das Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter im zweiten Quartal, dieses betrug 0,2 Mio. € nach 153,3 Mio. € im Vorjahresquartal. Für das Ergebnis je Aktie ergibt sich ein Wert von 0,00 € (Q2/15: 0,80 €).

Das um die Marktwertveränderungen der Derivate bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug nach den ersten sechs Monaten 147,7 Mio. € (H1/15: 317,0 Mio. €); dies entspricht einem Rückgang um 169,3 Mio. € bzw. 53,4 %. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich im gleichen Zeitraum auf 0,77 nach 1,66 € im Vorjahr. Im zweiten Quartal ging das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern auf - 0,2 Mio. € zurück (Q2/15: 118,7 Mio. €); je Aktie resultiert daraus ein Wert von 0,00 € nach 0,62 € im Vorjahresquartal.

FINANZLAGE

INVESTITIONEN IM ZWEITEN QUARTAL LEICHT ÜBER VORJAHRESWERT

INVESTITIONEN1 TAB: 1.4.3

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 % H1/15 H1/16 %
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 330,8 334,6 + 1,1 515,5 601,2 + 16,6
Geschäftsbereich Salz 17,9 26,1 + 45,8 30,7 38,0 + 23,8
Ergänzende Aktivitäten 0,8 1,2 + 50,0 1,2 1,9 + 58,3
Überleitung 6,0 0,9 - 85,0 8,0 1,5 - 81,3
K+S Gruppe 355,5 362,8 + 2,1 555,4 642,6 + 15,7

1 Investitionen in den fortgeführten Geschäftstätigkeiten in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen.

2 Weitere Informationen zu künftigen Investitionen finden Sie auf Seite 18.

Im zweiten Quartal 2016 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 362,8 Mio. € (Q2/15: 355,5 Mio. €). Der Großteil der Investitionen erfolgte im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und entfiel im Wesentlichen auf das Legacy Projekt in Kanada. Darüber hinaus investierten wir in Maßnahmen zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier. Im Geschäftsbereich Salz lag der Schwerpunkt auf der Erweiterung des Werks Port Canaveral, USA, insbesondere um Produktionseinrichtungen für Meersalz und Lagerflächen. Zudem wurde die Einstellung des Betriebs des Salzwerks Perth Amboy, USA vorbereitet und ausgewählte Aktivitäten zum Standort Fairless Hills, USA verlagert, um dort die Produktionskapazität zu erweitern.

/ Weitere Informationen zum Legacy Projekt finden sich auf Seite 10 unter ,Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte'.

CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UNTER VORJAHRESWERT

CASHFLOWÜBERSICHT TAB: 1.4.4

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in Mio. € H1/151 H1/16
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit 423,2 359,2
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 158,2 - 519,9
Freier Cashflow 265,0 - 160,7
Anpassung um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen - 357,9 - 16,8
Bereinigter Freier Cashflow - 92,9 - 177,5

1 Die Vorjahreszahlen wurden angepasst. Weitere Erläuterungen zur Anpassung sind im Anhang auf Seite 30 zu finden.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 359,2 Mio. € (H1/15: 423,2 Mio. €). Der Rückgang resultiert vor allem aus einem geringeren operativen Ergebnis EBIT I. Dem stand eine geringere Mittelbindung im Working Capital im Vergleich zum Vorjahr gegenüber.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich auf - 536,7 Mio. € (H1/15: - 516,1 Mio. €). Der leichte Anstieg geht im Wesentlichen auf planmäßig höhere Investitionsausgaben für das Legacy Projekt zurück. Der bereinigte freie Cashflow erreichte - 177,5 Mio. € nach - 92,9 Mio. € im Vorjahr.

Die K+S GRUPPE hat im abgelaufenen Quartal ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von insgesamt 600 Mio. € begeben. Das Volumen verteilt sich auf fix und variabel verzinsliche Tranchen in Laufzeiten von drei bis sieben Jahren. Die durchschnittliche Verzinsung über alle Tranchen beläuft sich auf ca. 1,00 % p.a. Dem stand die Auszahlung der Dividende in Höhe von 220,1 Mio. € gegenüber. Vor diesem Hintergrund betrug der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 358,1 Mio. € (H1/15: - 173,7 Mio. €). Zum 30. Juni 2016 lag der Nettofinanzmittelbestand bei 316,7 Mio. € (30.06.2015: 472,1 Mio. €; 31.12.2015: 118,4 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen, im Wesentlichen Bankanlagen sowie um Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten bis zu drei Monaten.

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 30. Juni 2016 auf 8.871,8 Mio. € (31.12.2015: 8.273,6 Mio. €). Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund von Investitionen in das Legacy Projekt und wegen der Stärke des kanadischen Dollar im Vergleich zum Euro um 659,3 Mio. € auf 5.714,1 Mio. € (31.12.2015: 5.054,8 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen erhöhte sich aufgrund der Begebung des Schuldscheindarlehens auf 344,8 Mio. € (31.12.2015: 163,1 Mio. €).

AKTIVA (IN %) ABB: 1.4.2

Mit 4.367,7 Mio. € lag das Eigenkapital um 72,1 Mio. € über dem Wert zum 31. Dezember 2015 (4.295,6 Mio. €). Erhöhend wirkte sich vor allem das Konzernperiodenergebnis aus. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 49,2 %.

PASSIVA (IN %) ABB: 1.4.3

Finanzverbindlichkeiten bestanden per 30. Juni 2016 in Höhe von 2.122,6 Mio. € (31.12.2015: 1.543,7 Mio. €). Ursächlich für diese Entwicklung war insbesondere die Begebung des Schuldscheindarlehens. Die bedeutendsten Rückstellungen der K+S GRUPPE per 30. Juni 2016 betreffen bergbauliche Verpflichtungen in Höhe von 883,1 Mio. € (+ 13,0 Mio. € gegenüber dem 31. Dezember 2015) sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 216,2 Mio. € (+ 50,1 Mio. €, insbesondere aufgrund des niedrigeren inländischen Diskontierungssatzes in Höhe von 1,5 % gegenüber 2,2 % am 31. Dezember 2015).

/ Weitere Angaben zu wesentlichen Veränderungen einzelner Bilanzposten finden sich im Anhang auf Seite 28.

NETTOVERSCHULDUNG TAB: 1.4.5

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in Mio. € H1/15 H1/16
Flüssige Mittel am 30.06. 478,5 321,9
Langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen am 30.06. 84,5 7,0
Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen am 30.06. 124,4 15,9
Finanzverbindlichkeiten - 1.519,9 - 2.122,6
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease - 3,0 - 4,9
Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt 21,7 21,6
Nettofinanzverbindlichkeiten am 30.06. - 813,8 - 1.761,1
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen - 154,4 - 216,2
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen - 999,6 - 883,1
Nettoverschuldung am 30.06. - 1.967,8 - 2.860,4

1.5 DARSTELLUNG DER SEGMENTE

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

KENNZAHLEN TAB: 1.5.1

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 % H1/15 H1/16 %
Umsatz 500,5 370,9 - 25,9 1.108,9 831,4 - 25,0
- davon Kaliumchlorid 224,1 155,3 - 30,7 475,4 344,6 - 27,5
- davon Düngemittelspezialitäten 208,9 151,6 - 27,4 494,8 354,4 - 28,4
- davon Industrieprodukte 67,5 64,0 - 5,2 138,7 132,4 - 4,5
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 179,0 50,4 - 71,8 396,2 187,4 - 52,7
Operatives Ergebnis (EBIT I) 143,9 14,7 - 89,8 327,2 117,0 - 64,2

UMSATZ

Der Umsatz des Geschäftsbereichs lag im ersten Halbjahr 2016 mit 831,4 Mio. € preis- sowie mengenbedingt deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (H1/15: 1.108,9 Mio. €). Im Segment Kaliumchlorid waren insbesondere die deutlichen Preisrückgänge in Übersee dafür ursächlich. Auch bei den Verkäufen von Düngemittelspezialitäten mussten niedrigere Durchschnittserlöse hingenommen werden. Im zweiten Quartal wirkten sich zusätzlich die Produktionseinschränkungen am Werk Werra im Zusammenhang mit der Entsorgung salzhaltiger Reststoffe insbesondere auf das hochpreisige Spezialitätengeschäft negativ aus. Verkäufe aus den Lagerbeständen konnten diesen Effekt mildern.

/ Eine Beschreibung des Marktumfelds im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte findet sich auf Seite 3 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'.

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 1.5.2

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in % Q2/16 H1/16
Umsatzveränderung - 25,9 - 25,0
- mengen-/strukturbedingt - 8,1 - 10,9
- preis-/preisstellungsbedingt - 16,9 - 14,1
- währungsbedingt - 0,9 -
- konsolidierungsbedingt - -

UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2016 (IN %) ABB: 1.5.1

Vorjahreszahlen in Klammern

Das Absatzvolumen lag im ersten Halbjahr 2016 bei 3,17 Mio. t nach 3,55 Mio. t im Vorjahr. Im Berichtsquartal betrug es insgesamt 1,48 Mio. t und lag somit moderat unter dem Vorjahreswert (Q2/15: 1,61 Mio. t). Neben einer globalen Kaufzurückhaltung in Folge der im Verlauf des zweiten Quartals ausstehenden Vertragsabschlüsse mit Indien und China führte die deutlich verspätet eingesetzte Frühjahrsdüngung in Europa zu einem verminderten Kaufinteresse. Der Absatz von Kaliumchlorid reduzierte sich folglich um knapp 6 % auf 0,73 Mio. t im Vergleich zu 0,77 Mio. t im Vorjahreszeitraum. Die hingegen relativ robuste Nachfrage nach Düngemittelspezialitäten konnte aufgrund der Produktionseinschränkungen nicht vollständig bedient werden. Die Verkäufe fielen um mehr als 12 % auf 0,58 Mio. t (Q2/15: 0,66 Mio. t). Im Segment Industrieprodukte konnten wie im Vorjahr 0,18 Mio. t abgesetzt werden.

ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE NACH REGIONEN1 TAB: 1.5.3

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Q1/15 Q2/15 H1/15 Q3/15 Q4/15
Umsatz Mio. € 608,4 500,5 1.108,9 471,4 511,0
Europa Mio. € 363,3 283,6 646,9 221,9 274,3
Übersee Mio. US$ 276,1 239,4 515,6 277,2 259,4
Absatz Mio. t eff. 1,94 1,61 3,55 1,52 1,75
Europa Mio. t eff. 1,21 0,90 2,11 0,70 0,92
Übersee Mio. t eff. 0,73 0,72 1,45 0,82 0,82
Ø-Preis €/t eff. 313,6 310,4 312,2 309,8 291,5
Europa €/t eff. 301,4 315,1 307,3 317,7 297,7
Übersee US$/t eff. 375,6 336,3 356,3 337,0 315,8

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2015 Q1/16 Q2/16 H1/16
Umsatz Mio. € 2.091,3 460,5 370,9 831,4
Europa Mio. € 1.143,1 316,3 217,1 533,4
Übersee Mio. US$ 1.052,1 158,9 173,7 332,6
Absatz Mio. t eff. 6,82 1,69 1,48 3,17
Europa Mio. t eff. 3,73 1,05 0,78 1,82
Übersee Mio. t eff. 3,09 0,64 0,70 1,35
Ø-Preis €/t eff. 306,5 272,4 250,1 262,0
Europa €/t eff. 306,3 302,3 279,1 292,4
Übersee US$/t eff. 340,3 246,6 246,4 246,5

1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht und basiert bei den Übersee-Umsätzen auf den jeweiligen EUR/USD-Kassakursen. Für den Großteil dieser Umsatzerlöse wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Preisangaben werden auch durch den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.

ERGEBNISENTWICKLUNG

Im ersten Halbjahr 2016 betrug das operative Ergebnis EBIT I 117,0 Mio. € nach 327,2 Mio. € im Vorjahr; dies entspricht einem Rückgang von rund 64 %. Insbesondere das deutlich niedrigere Preisniveau für Pflanzennährstoffe sowie die Produktionseinschränkungen am Werk Werra führten zu dieser Entwicklung. Im Berichtsquartal lag das EBIT I aufgrund der genannten Effekte bei lediglich 14,7 Mio. € und somit knapp 90 % unter dem Vorjahreswert (Q2/15: 143,9 Mio. €). Erwartet höhere Anlaufkosten im Rahmen des Legacy Projekts wirkten sich zusätzlich belastend aus. Dem standen Einsparungen im Rahmen des Programms "Fit für die Zukunft" gegenüber.

LEGACY PROJEKT

Legacy ist ein Greenfield-Projekt zur Errichtung einer auf Solungsbergbau basierenden Kaliproduktion im Süden der kanadischen Provinz Saskatchewan. Das Werk wird langfristig auf eine Produktionskapazität von 2,86 Mio. t zurückgreifen und somit das deutsche Produktionsnetzwerk bedeutend ergänzen, die durchschnittlichen Produktionskosten reduzieren und die durchschnittliche Lebensdauer der K+S-Kalibergwerke verlängern. Zudem wird das neue Kaliwerk die internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich stärken, was im Ergebnis der gesamten K+S GRUPPE zugutekommt.

Im Berichtsquartal standen die Fertigstellung des Stahlbaus der Fabrik, Fassadenarbeiten, der Innenausbau einschließlich Rohrleitungsbau und Elektroinstallationen, sowie Arbeiten für die Bahnverbindung im Vordergrund. Darüber hinaus wurden vorbereitende Aktivitäten für die Inbetriebnahme begonnen. Die Arbeiten kamen gut voran. Am 17. Juli 2016 löste sich jedoch während eines Routinetests ein Prozessbehälter aus seiner Verankerung und stürzte zu Boden; dabei entstand erheblicher Sachschaden. Mitarbeiter wurden nicht verletzt. Gemeinsam mit den beteiligten Partnern (einschließlich Versicherungen) wird bereits intensiv an der Bewertung bzw. Behebung des Schadens gearbeitet.

Die Inbetriebnahme ist weiterhin für Ende August 2016 vorgesehen. Die Produktion der ersten Tonne Kali dürfte - auf der Basis der bisherigen Erkenntnisse - nun im zweiten Quartal 2017 und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, bereits zum Jahresende 2016 erfolgen. Ungeachtet dessen geht K+S weiterhin davon aus, die angestrebte Produktionskapazität von 2 Mio. t Ende 2017 erreichen zu können. Die Produktion wird im Zuge des verzögerten Anfahrens im kommenden Jahr unter dem erwarteten Volumen von bis zu 1 Mio. t liegen.

/ Weitere Informationen zum Legacy Projekt finden sich unter www.k-plus-s.com/de/legacy-project.

AUSBAU DES SPEZIALITÄTENGESCHÄFTS IN ASIEN

K+S hat am 14. Juli 2016 einen Vertrag zur Übernahme der Aktivitäten des chinesischen Herstellers von magnesiumsulfathaltigen Düngemitteln HULUDAO MAGPOWER FERTILIZERS CO., LTD. (MAGPOWER) für einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag abgeschlossen. MAGPOWER ist einer der größten chinesischen Hersteller von synthetischem Magnesiumsulfat (SMS), das unter anderem zur Düngung von Ölpalmen, Sojabohnen und Zuckerrohr sowie für industrielle Anwendungen eingesetzt wird. In Verfolgung der Spezialitätenstrategie konnte somit ein wichtiger Baustein für die Expansion nach Asien realisiert werden.

SALZABWASSERENTSORGUNG BLEIBT HERAUSFORDERND

Die Prüfung der von K+S im April 2015 beim Regierungspräsidium Kassel beantragten Fortsetzung der Versenkung bis Ende 2021 dauert weiter an. K+S hatte Ende des Jahres 2015 einen Abschluss der fachlichen Prüfung im Sommer dieses Jahres erwartet. Im Rahmen der aktuell bestehenden Übergangserlaubnis können Salzabwässer nur in sehr begrenztem Umfang im Untergrund versenkt werden. Die Entsorgung der Produktions- und Haldenabwässer ist daher eng an der Wasserführung der Werra ausgerichtet.

Insbesondere mit Beginn der niederschlagsärmeren Monate waren daher Produktionseinschränkungen an einzelnen Standorten des Verbundwerks Werra - trotz des effizienten Abwassermanagements unter Nutzung vorhandener Speicherbecken - unvermeidbar. Im ersten Halbjahr mussten die Standorte Unterbreizbach (Thüringen) und Hattorf (Hessen) an insgesamt bis zu 49 Tagen die Produktion einstellen. Auf Grundlage eines hydrologischen Normaljahres waren deutlich weniger Ausfalltage antizipiert. Die daraus resultierende Minderproduktion kann aus heutiger Sicht nicht aufgeholt werden.

Für die Mitarbeiter des Verbundwerks Werra, das für knapp die Hälfte der heimischen Kaliproduktion steht, wurde mit dem Gesamtbetriebsrat eine Betriebsvereinbarung über die Durchführung von Kurzarbeit abgeschlossen; bisher waren davon in der Spitze mehr als 1.000 Mitarbeiter betroffen. Die Situation ist insgesamt für alle Mitarbeiter sehr belastend.

MASSNAHMEN ZUR VERBESSERUNG DER PRODUKTIONSMÖGLICHKEITEN

Um die Produktion während der trockeneren Monate mit zu erwartender geringer Wasserführung der Werra und der nur noch in begrenztem Umfang zur Verfügung stehenden Versenkmengen aufrecht erhalten zu können, prüfen wir intensiv die Realisierung zusätzlicher Maßnahmen zur Abwasserentsorgung. Ein Schwerpunkt ist die temporäre sowie zum Teil auch dauerhafte Entsorgung in eigenen und fremden Bergwerken bzw. Kavernen sowohl im Umfeld der Standorte als auch weiter entfernteren Regionen mit entsprechenden LKW- und Bahntransporten.

Die sich abzeichnenden technischen Lösungen sind vielversprechend, bedürfen aus heutiger Sicht aber zahlreicher Genehmigungen und zum Teil noch einiger Zeit, um tatsächlich umgesetzt werden zu können. Ohne weitere Versenkmöglichkeiten ist eine volle Produktion im hessisch-thüringischen Kalirevier nicht möglich.

MEHR WERTSTOFFE, WENIGER ABWÄSSER

Zusätzlich setzt K+S die Großprojekte für den Gewässerschutz um: Nachdem das Ziel der Halbierung der Salzabwassermenge im Kaliwerk Werra auf 7 Mio. m3 pro Jahr bis Ende 2015 wie geplant erreicht wurde, entsteht derzeit am Standort Hattorf eine weitere Aufbereitungsanlage - die sogenannte Kainitkristallisation mit anschließender Flotation, kurz KKF-Anlage. Sie soll von 2018 an die Salzabwassermenge nochmals um 1,5 Mio. m3 jährlich reduzieren und auch bis zu 260.000 t zusätzliche Wertstoffe für die Produktion von Düngemitteln gewinnen.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

KENNZAHLEN TAB: 1.5.4

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 % H1/15 H1/16 %
Umsatz 374,0 319,2 - 14,7 1.101,0 913,8 - 17,0
- davon Auftausalz 79,7 33,8 - 57,6 529,0 346,9 - 34,4
- davon Verbraucherprodukte 111,6 110,6 - 0,9 212,9 214,2 + 0,6
- davon Gewerbesalz 81,9 77,7 - 5,1 163,7 156,1 - 4,6
- davon Lebensmittelindustrie 60,0 60,0 - 116,6 120,3 + 3,2
- davon Industriesalz 31,8 28,4 - 10,5 58,1 57,9 - 0,3
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 70,8 32,8 - 53,7 240,4 182,8 - 24,0
Operatives Ergebnis (EBIT I) 42,6 4,9 - 88,5 184,5 127,4 - 30,9

UMSATZ

Der Umsatz im Geschäftsbereich Salz lag im ersten Halbjahr mit 913,8 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert (H1/15: 1.101,0 Mio. €). Ursächlich für den Umsatzrückgang war vor allem ein deutlich geringerer Absatz im Auftausalzgeschäft aufgrund der milden Witterung in Nordamerika und Europa. Der hohe Vorjahreswert, der insbesondere von einem außerordentlich strengen Winter in Nordamerika begünstigt war, konnte nicht erreicht werden.

Der Umsatz der weiteren Produkte war mit 548,5 Mio. € nahezu stabil (H1/15: 551,2 Mio. €). Insgesamt blieb der Festsalzabsatz mit 10,02 Mio. t deutlich hinter dem hohen Wert des Vorjahres zurück (H1/15: 12,70 Mio. t).

/ Eine Beschreibung des Marktumfelds im Geschäftsbereich Salz findet sich auf Seite 3 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'.

Im Berichtsquartal fiel der Umsatz um rund 15 % auf 319,2 Mio. € nach 374,0 Mio. € im Vorjahr, da insbesondere der Absatz von Auftausalz an der nordamerikanischen Ostküste rückläufig war. Der Festsalzabsatz lag mit 2,89 Mio. t rund 20 % unter dem Vorjahreswert (Q2/15: 3,59 Mio. t).

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 1.5.5

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in % Q2/16 H1/16
Umsatzveränderung - 14,7 - 17,0
- mengen-/strukturbedingt - 13,2 - 17,4
- preis-/preisstellungsbedingt + 0,7 + 1,2
- währungsbedingt - 2,2 - 0,8
- konsolidierungsbedingt - -

UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2016 (IN %) ABB: 1.5.2

Vorjahreszahlen in Klammern

ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE NACH PRODUKTGRUPPEN1 TAB: 1.5.6

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Q1/15 Q2/15 H1/15 Q3/15 Q4/15
Auftausalz
Umsatz Mio. € 449,3 79,7 529,0 91,7 152,7
Absatz Mio. t 6,89 1,22 8,11 1,48 2,29
Ø-Preis €/t 65,2 65,3 65,2 61,9 66,7
Verbraucherprodukte, Lebensmittelindustrie sowie Gewerbe- und Industriesalz
Umsatz Mio. € 266,0 285,2 551,2 280,1 279,4
Absatz Mio. t 2,23 2,37 4,60 2,26 2,38
Ø-Preis €/t 119,4 120,5 120,0 124,1 117,5

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2015 Q1/16 Q2/16 H1/16
Auftausalz
Umsatz Mio. € 773,4 313,1 33,8 346,9
Absatz Mio. t 11,88 4,89 0,64 5,53
Ø-Preis €/t 65,1 64,0 52,8 62,7
Verbraucherprodukte, Lebensmittelindustrie sowie Gewerbe- und Industriesalz
Umsatz Mio. € 1.110,7 271,7 276,8 548,5
Absatz Mio. t 9,23 2,24 2,25 4,49
Ø-Preis €/t 120,3 121,5 123,1 122,2

1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht. Die Preisangaben werden auch durch Veränderungen von Wechselkursen sowie den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.

ERGEBNISENTWICKLUNG

Das operative Ergebnis EBIT I des Geschäftsbereichs Salz fiel im ersten Halbjahr auf 127,4 Mio. € nach 184,5 Mio. € im Vorjahr. Hierin sind Abschreibungen in Höhe von 55,4 Mio. € enthalten (H1/15: 55,9 Mio. €). Der Ergebnisrückgang resultierte im Wesentlichen aus einem geringeren Absatz- und Durchschnittspreisniveau im Auftausalzsegment.

Im Berichtsquartal führten neben dem erheblichen Mengen- und Preiseffekt auch höhere Aufwendungen für Marketingaktivitäten zu einem deutlichen Ergebnisrückgang, sodass in der Folge ein EBIT I in Höhe von 4,9 Mio. € erzielt wurde (Q2/15: 42,6 Mio. €). Die Marketingmaßnahmen sollten künftig der Markenstärke unserer Premiumprodukte zugutekommen.

K + S STARTET SALZPROJEKT "ASHBURTON SALT" IN AUSTRALIEN

Ende Mai begann K+S mit dem Planungsprozess zur Errichtung einer Salzproduktionsstätte in Westaustralien nahe Onslow. Für das Ashburton Salt Projekt erwarb K+S in einem ersten Schritt Bergbaulizenzen von einer lokalen Investorengruppe.

Das Ashburton Salt Projekt befindet sich aktuell noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase. K+S arbeitet derzeit an der Erstellung der Antragsunterlagen für die benötigten Umweltgenehmigungen und an der Vervollständigung der Machbarkeitsstudie für das Projekt. Im Endausbau könnte der Standort eine jährliche Produktionskapazität in Höhe von 3,5 Mio. Tonnen Solarsalz und etwa 75 direkte Arbeitsplätze aufweisen. Das dort produzierte Salz soll vorrangig an die chemische Industrie in Asien und vor allem nach China geliefert werden. Für die komplette Entwicklung des Projekts veranschlagt K+S ein voraussichtliches Investitionsvolumen in Höhe von rund 350 Mio. australische Dollar (ca. 225 Mio. €). Der Genehmigungsprozess dürfte aus heutiger Sicht bis zum Jahr 2019 andauern. Erst nach Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen sowie einer vollständigen Machbarkeitsstudie wird K+S eine endgültige Investitionsentscheidung für den Aufbau einer Produktion treffen.

STRATEGIE "SALZ 2020" AUF GUTEM WEG

Der Geschäftsbereich hat sich zum Ziel gesetzt, seine Effizienz deutlich zu steigern. Daneben konzentrieren wir uns darauf, in ausgewählten Regionen und Produktsegmenten weiter zu wachsen. Im Rahmen dessen erwarten wir, unter der Annahme eines normalisierten Wintergeschäfts, eine Steigerung des operativen Ergebnisses EBIT I bis zum Jahr 2020 auf mehr als 250 Mio. €. Dies entspricht einem EBITDA von mehr als 400 Mio. €.

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN

KENNZAHLEN TAB: 1.5.7

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 % H1/15 H1/16 %
Umsatz 39,6 41,8 + 5,6 80,9 81,8 + 1,1
- davon Entsorgung und Recycling 22,4 24,0 + 7,1 44,9 45,7 + 1,8
- davon K+S Transport GmbH 2,9 2,4 - 17,2 6,4 5,4 - 15,6
- davon Tierhygieneprodukte 9,7 9,8 + 1,0 20,2 19,9 -1,5
- davon CFK (Handel) 4,6 5,6 + 21,7 9,4 10,8 + 14,9
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 9,0 8,4 - 6,7 19,0 16,0 - 15,8
Operatives Ergebnis (EBIT I) 6,7 6,2 - 7,5 14,4 11,6 - 19,4

UMSATZ

Im ersten Halbjahr erzielten die Ergänzenden Aktivitäten einen Umsatz mit Dritten in Höhe von 81,8 Mio. € (H1/15: 80,9 Mio. €). Der Gesamtumsatz betrug 95,5 Mio. € (H1/15: 96,6 Mio. €). Im zweiten Quartal lag der Umsatz mit Dritten bei 41,8 Mio. € (Q2/15: 39,6 Mio. €), während sich der Gesamtumsatz auf 48,2 Mio. € (Q2/15: 46,7 Mio. €) belief.

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 1.5.8

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in % Q2/16 H1/16
Umsatzveränderung + 5,6 + 1,1
- mengen-/strukturbedingt + 7,6 + 2,0
- preis-/preisstellungsbedingt - 2,0 - 0,9
- währungsbedingt - -
- konsolidierungsbedingt - -

UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2016 (IN %) ABB: 1.5.3

Vorjahreszahlen in Klammern

ERGEBNISENTWICKLUNG

In den ersten sechs Monaten fiel das operative Ergebnis EBIT I deutlich auf 11,6 Mio. € (H1/15: 14,4 Mio. €); darin sind Abschreibungen von 4,4 Mio. € enthalten (H1/15: 4,6 Mio. €). Das operative Ergebnis EBIT I im Berichtsquartal belief sich auf 6,2 Mio. € nach 6,7 Mio. € im Vorjahr. Das EBIT I beinhaltete Abschreibungen in einer Höhe von 2,2 Mio. € (Q2/15: 2,3 Mio. €). Der Ergebnisrückgang ist vor allem auf einen geringeren Mengenumschlag bei der K+S TRANSPORT GMBH zurückzuführen.

1.6 MITARBEITER

PERSONALZAHL STABIL

Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 30. Juni 2016 insgesamt 14.415 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente). Gegenüber dem 30. Juni 2015 (14.201 Mitarbeiter) ist die Anzahl damit nahezu unverändert geblieben. Im Quartalsdurchschnitt waren 14.401 Mitarbeiter beschäftigt (Q2/15: 14.190). Knapp ein Drittel der Mitarbeiter ist außerhalb von Deutschland und mehr als ein Viertel außerhalb von Europa beschäftigt. Die Anzahl der Auszubildenden in Deutschland lag am 30. Juni 2016 bei 464 und damit leicht unter dem Vorjahreswert (30.06.2015: 479).

MITARBEITER NACH REGIONEN PER 30. JUNI 2016 (IN %) ABB: 1.6.1

Vorjahreszahlen in Klammern

1.7 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Forschungskosten beliefen sich im ersten Halbjahr auf 6,8 Mio. € nach 7,3 Mio. € im Vorjahr; die aktivierten Entwicklungsinvestitionen betrugen 0,2 Mio. € (H1/15: 0,9 Mio. €). Im Berichtsquartal fielen die Forschungskosten auf 3,5 Mio. € nach 4,3 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Am 30. Juni 2016 waren 82 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt (30.06.2015: 81).

Für eine umfassende Darstellung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht 2015 auf der Seite 32; die dort formulierten Ziele und Schwerpunkte haben weiterhin Bestand.

1.8 RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Für eine umfassende Darstellung des Risiko- und Chancenmanagementsystems sowie möglicher Risiken und Chancen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht 2015 ab Seite 51 und ab Seite 102. Die dort beschriebenen Risiken und Chancen bleiben zum 30. Juni 2016 im Wesentlichen unverändert.

Die Bewertung des im Geschäftsbericht 2015 auf Seite 107 für den Betrachtungszeitraum von 3 Jahren beschriebenen Risikos bezüglich der Versagung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von flüssigen Produktionsrückständen wurde überprüft; sie hat weiterhin Bestand. Eine Einschränkung der Entsorgung wurde zum damaligen Zeitpunkt als möglich (Wahrscheinlichkeit: 5-50%) mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen (>200 Mio. €) eingeschätzt. Die finanziellen Auswirkungen der diesjährigen Produktionsausfälle wegen fehlender Versenkmengen ist in unserer Prognose für das Jahr 2016 auf den Seiten 16-18 berücksichtigt.

Die im Geschäftsbericht 2015 auf Seite 109 enthaltene Risikobewertung bezüglich des Projekts Legacy hat auch nach dem Sachschaden vom 17. Juli 2016 Bestand. Wir gehen derzeit davon aus, dass sich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenausmaß zwar erhöht haben, jedoch weiterhin in den Bandbreiten (Wahrscheinlichkeit: 5-50%; finanzielle Auswirkungen: 10-200 Mio. €) liegen; die Prüfung des Schadenausmaßes ist noch in einem frühen Stadium.

Die Risiken der K+S GRUPPE sind, sowohl einzeln als auch in Wechselwirkung mit anderen Risiken, begrenzt und gefährden nach heutiger Einschätzung nicht den Fortbestand des Unternehmens.

Chancen und Risiken sowie deren positive und negative Veränderungen werden nicht gegeneinander aufgerechnet.

1.9 NACHTRAGSBERICHT

K+S hat am 14. Juli 2016 einen Vertrag zur Übernahme der Aktivitäten des chinesischen Herstellers von magnesiumsulfathaltigen Düngemitteln HULUDAO MAGPOWER FERTILIZERS CO., LTD. (MAGPOWER) abgeschlossen.

Am 17. Juli 2016 löste sich am Standort Legacy während eines Routinetests ein Prozessbehälter aus seiner Verankerung und stürzte zu Boden; dabei entstand ein erheblicher Sachschaden. Mitarbeiter wurden nicht verletzt. Gemeinsam mit den beteiligten Partnern (einschließlich Versicherungen) wird bereits intensiv an der Bewertung bzw. Behebung des Schadens gearbeitet.

Darüber hinaus ergaben sich nach Abschluss des Berichtsquartals für die K+S GRUPPE keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. deren Branchensituation oder zu berichtende Ereignissen von besonderer Bedeutung.

1.10 PROGNOSEBERICHT

KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL und des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS.

PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS TAB: 1.10.1

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in %; real 2012 2013 2014 2015 2016e
Deutschland + 0,6 + 0,4 + 1,6 + 1,5 + 1,6
Europäische Union (EU-28) - 0,4 + 0,3 + 1,5 + 2,0 + 1,8
Welt + 3,5 + 3,3 + 3,4 + 3,1 + 3,1

Quelle: IWF

Der INTERNATIONALE WÄHRUNGSFONDS prognostiziert für das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2016 ein Wachstum von 3,1 %. Das Expansionstempo in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften dürfte sich angesichts der weiterhin expansiven Geldpolitik und gesunkenen Energiekosten leicht erhöhen. In den Schwellenländern dürften das anhaltend geringe Rohstoffpreisniveau sowie strukturelle Probleme die Wachstumsperspektiven einschränken.

Im Falle eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union wären keine nennenswerten direkten Auswirkungen auf K+S zu erwarten. Der Umsatzanteil Großbritanniens am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

KÜNFTIGE BRANCHENSITUATION

Die im Geschäftsbericht 2015 auf den Seiten 114-115 beschriebenen mittel- bis langfristigen Trends, die die Nachfrage nach den Produkten der K+S GRUPPE positiv beeinflussen, behalten ihre Gültigkeit.

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Für 2016 erwarten wir eine Weltkalinachfrage, die leicht unter dem Wert von 2015 (rund 66 Mio. t einschließlich rund 4 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten) liegen dürfte. Die zur Jahresmitte abgeschlossenen Verträge der großen Kalilieferanten mit chinesischen und indischen Abnehmern dürften im zweiten Halbjahr zu einer Belebung der globalen Nachfrage führen. Die Erholung der Preise vieler Agrarprodukte dürfte zudem Anreize bieten, den Ertrag je Hektar durch einen höheren Düngemitteleinsatz mittel- und langfristig zu steigern. Dem gegenüber stehen eine anhaltende Konjunkturschwäche und eine weiterhin hohe Produktverfügbarkeit in einigen Überseeregionen. Die Preise für Düngemittelspezialitäten, wie z. B. Kaliumsulfat (SOP), befinden sich nach wie vor auf einem guten Niveau, können sich allerdings dem allgemein rückläufigen Preistrend bei Pflanzennährstoffen nicht mehr vollständig entziehen.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Aufgrund des milden Winters in der Saison 2015/2016 sind die Lagerbestände an Auftausalz in Nordamerika und Europa relativ hoch. Dies wirkte sich negativ auf die Nachfrage und Preise im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts und der laufenden Ausschreibungen für die kommende Wintersaison aus. In Nordamerika erwarten wir eine anhaltend positive Entwicklung in den Segmenten Verbraucherprodukte und Lebensmittelindustrie - vor allem im Premiumbereich. Der Absatz von Pharmasalzen sollte im Zuge der zunehmend älter werdenden Bevölkerung weiterhin wachsen. In Südamerika dürfte insbesondere die Nachfrage nach Industrie- und Gewerbesalzen steigen. Die hohe Produktverfügbarkeit von Auftausalz bei europäischen Produzenten dürfte hier zu einem verstärkten Wettbewerb im Bereich der Industriesalze führen. Insgesamt dürfte der Verbrauch von Salzen, die nicht für die Straßensicherheit eingesetzt werden, im Gesamtjahr leicht steigen.

KÜNFTIGE ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Die Prüfung der von K+S im April 2015 beim Regierungspräsidium Kassel beantragten Fortsetzung der Versenkung bis Ende 2021 dauert weiter an. K+S hatte Ende des Jahres 2015 einen Abschluss der fachlichen Prüfung im Sommer dieses Jahres erwartet. Im Rahmen der aktuell bestehenden Übergangserlaubnis können Salzabwässer nur in sehr begrenztem Umfang im Untergrund versenkt werden. Die Entsorgung der Produktions- und Haldenabwässer ist daher eng an der Wasserführung der Werra auszurichten. Wieviel zu welchem Zeitpunkt eingeleitet werden kann, wird durch die behördlich festgelegten Grenzwerte bestimmt. Bei niedriger Wasserführung der Werra kann somit weniger eingeleitet werden.

Insbesondere mit Beginn der niederschlagsärmeren Monate waren in der ersten Jahreshälfte Produktionseinschränkungen an einzelnen Standorten des Verbundwerks Werra - trotz des effizienten Abwassermanagements unter Nutzung vorhandener Speicherbecken - unvermeidbar und können auch für den Rest des Jahres nicht ausgeschlossen werden.

Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2016 basiert im Wesentlichen auf den folgenden allgemeingültigen Annahmen:

Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte

Nachdem der Durchschnittspreis in der ersten Jahreshälfte 2016 aufgrund hoher Produktverfügbarkeit insgesamt einen starken Rückgang erfuhr (2015: 307 €/t; Q2/16: 250 €/t), gehen wir für das Gesamtjahr von einer Stabilisierung auf dem nun erreichten Niveau aus. Produktmixeffekte, die sich auch aus den Produktionsunterbrechungen ergeben, können hierbei zu Abweichungen in den einzelnen Quartalen führen.
Für den Rest des Jahres wurde ein hydrologisches Normaljahr unterstellt und eine kurzfristige Umsetzbarkeit von Maßnahmen zur Verbesserung der Produktionsmöglichkeiten des Verbundwerks Werra angenommen.
In Abhängigkeit davon, ob bzw. wann eine Genehmigung zusätzlicher Versenkmengen erteilt wird, könnten sich Auswirkungen auf die Kosten des Geschäftsbereichs sowie die zu erwartenden Absatzmengen ergeben. Wir rechnen mit einem Absatzvolumen von rund 6,2 - 6,4 Mio. t.

Geschäftsbereich Salz

In 2016 dürfte die milde Witterung der vergangenen Wintersaison zu einer moderat rückläufigen Absatzmenge bei Auftausalz führen (2015: 12 Mio. t). Dabei unterstellen wir für den Rest des Jahres Absatzwerte, die auf dem langfristigen Durchschnitt basieren. Der leicht steigende Absatz mit Salzen, die nicht für die Straßensicherheit eingesetzt werden, dürfte dies nicht vollständig ausgleichen (2015: 9 Mio. t).

K+S GRUPPE

Jahresdurchschnittskurs von 1,11 EUR/USD (2015: 1,11 EUR/USD).

UMSATZ- UND ERGEBNISPROGNOSE

Der Umsatz der K+S GRUPPE dürfte im Geschäftsjahr 2016 einen Wert zwischen 3,5 und 3,7 Mrd. € erreichen (2015: 4,2 Mrd. €). Wir erwarten ein EBITDA in einer Spanne von 500 - 600 Mio. € und ein EBIT I zwischen 200 und 300 Mio. € (2015: 1,1 Mrd. € bzw. 782 Mio. €). Der Rückgang der operativen Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr betrifft insbesondere den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. Neben einem deutlichen Rückgang des Durchschnittspreises wirken sich die Produktionseinschränkungen aufgrund der bislang fehlenden, umfassenden Versenkerlaubnis ergebnismindernd aus. Im Geschäftsbereich Salz erwarten wir aufgrund der milden Witterung in der vorherigen Wintersaison einen spürbaren Rückgang.

Insbesondere vor dem Hintergrund der beschriebenen Herausforderungen rückt die Kostendisziplin im Konzern noch stärker in den Vordergrund. Wir setzen das Programm "Fit für die Zukunft" weiter um und arbeiten an der nachhaltigen Verbesserung der Kosten- und Organisationsstruktur mit dem Ziel, die Produktion sowie Verwaltungs- und Vertriebsfunktionen effizienter zu gestalten. Wir streben nach wie vor an, in den Jahren 2014 bis 2016 Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio. € gegenüber einer früheren Planung für diesen Zeitraum einzusparen. Das Programm sollte auch in 2016 einen über die ursprüngliche Planung hinausgehenden Beitrag leisten.

Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dürfte der Entwicklung der operativen Ergebnisse folgen und somit in einer Bandbreite zwischen 100 und 180 Mio. € liegen (2015: 542 Mio. €).

ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONEN

INVESTITIONEN MODERAT NIEDRIGER

Das Investitionsvolumen der K+S GRUPPE für das Jahr 2016 dürfte - trotz möglicher zusätzlicher Investitionen im Rahmen der Maßnahmen zur Produktionssicherung am Werk Werra und noch ungeklärter Auswirkungen des Zwischenfalls beim Legacy Projekt - moderat unter dem Vorjahr bleiben (2015: 1,3 Mrd. €). Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entfällt der überwiegende Teil erneut auf Ausgaben für die Fertigstellung des Legacy Projekts sowie auf Investitionen zur Reduzierung des Salzwasseraufkommens im hessisch-thüringischen Kalirevier; das Volumen dürfte insgesamt deutlich unter dem Vorjahr liegen (2015: 1,1 Mrd. €). Die Investitionen im Geschäftsbereich Salz sollten kräftig ansteigen, obgleich die absolute Veränderung in Relation zum Volumen der Gruppe gering ist (2015: 0,1 Mrd. €). Der bereinigte Freie Cashflow der K+S GRUPPE dürfte erneut deutlich negativ sein (2015: - 636 Mio. €). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) dürfte neben dem kräftigen Ergebnisrückgang auch aufgrund einer höheren Kapitalbindung deutlich unter dem Vorjahreswert liegen (2015: 12,5 %). Vor allem der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sollte aufgrund der beschriebenen Annahmen einen deutlich unter dem Vorjahr liegenden ROCE ausweisen (2015: 14,4 %), der Wert des Geschäftsbereichs Salz dürfte spürbar rückläufig sein (2015: 11,4 %).

VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER DIVIDENDEN

DEUTLICHER RÜCKGANG DER DIVIDENDE

Unsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern wider. Die Erwartung eines deutlich unter dem Vorjahr liegenden Konzernergebnisses dürfte sich in einer entsprechend deutlich niedrigeren Dividende bemerkbar machen (2015: 1,15 €).

MITTELFRISTPROGNOSE

ZIEL EINES EBITDA VON RUND 1,6 MRD. € IN 2020 BLEIBT BESTEHEN

Trotz der zahlreichen Herausforderungen im laufenden Jahr bleiben wir optimistisch, unser Ziel, ein Konzern-EBITDA von rund 1,6 Mrd. € im Jahr 2020 erreichen zu können.

Insbesondere das Legacy Projekt, aber auch die hohen Erwartungen an eine Steigerung der Profitabilität in unserem Salzgeschäft im Rahmen der "Salz 2020"-Strategie stimmen uns positiv.

Die derzeitige Abschwächung im Kalimarkt erachten wir als nicht nachhaltig, da die mittel- und langfristigen Wachstumstrends nach wie vor intakt sind. Daher unterstellen wir für unsere Mittelfristprognose neben einem ungestörten Betrieb unserer Kaliwerke in Deutschland und Kanada eine Rückkehr zu einem Kalipreisniveau, wie es im Sommer 2015 (Zeitpunkt der Prognoseerstellung) vorherrschte. Außerdem erwarten wir die Erreichung des EBITDA-Ziels im Rahmen der "Salz 2020"-Strategie des Geschäftsbereichs Salz von mehr als 400 Mio. €, welches auf der Annahme eines Normalwinters beruht.

ENTWICKLUNG DER PROGNOSEN FÜR DAS GESAMTJAHR 2016 TAB: 1.10.2

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IST 2015 Prognose Geschäftsbericht 2015 Prognose Q1/16 Prognose Q2/16
K+S Gruppe
Umsatz Mrd. € 4,18 moderater Rückgang moderater Rückgang 3,50 - 3,70
EBITDA Mio. € 1,06 deutlicher Rückgang deutlicher Rückgang 500 - 600
Operatives Ergebnis (EBIT I) Mio. € 781,6 deutlicher Rückgang deutlicher Rückgang 200 - 300
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt1 Mio. € 542,3 deutlicher Rückgang deutlicher Rückgang 100 - 180
Investitionen2 Mio. € 1.278,8 moderat unter Vorjahr moderat unter Vorjahr moderat unter Vorjahr
Bereinigter Freier Cashflow Mio. € - 635,9 deutlich negativ deutlich negativ deutlich negativ
ROCE % 12,5 spürbarer Rückgang spürbarer Rückgang deutlicher Rückgang
EUR/USD-Wechselkurs EUR/USD 1,11 1,10 1,10 1,11
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte
Absatzmenge Mio. t 6,8 leicht unter Vorjahr leicht unter Vorjahr 6,2 - 6,4
Geschäftsbereich Salz
Absatzmenge Festsalz Mio. t 21,1 moderater Rückgang moderater Rückgang moderater Rückgang
- davon Verbraucherprodukte, Lebensmittelindustrie sowie Gewerbe- und Industriesalz Mio. t 9,2 moderater Anstieg moderater Anstieg leichter Anstieg

1 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Zudem werden die auf die Bereinigung entfallenden Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz Q2/16: 29,0 % (Q2/15: 28,6 %).

2 Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.

1.11 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Kassel, 8. August 2016

K+S Aktiengesellschaft

Der Vorstand

2 FINANZTEIL

2.1 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1 TAB: 2.1.1

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 H1/15 H1/16 12M/15 LTM2 /16
Umsatzerlöse 914,4 732,1 2.291,5 1.827,6 4.175,5 3.711,6
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 478,2 464,3 1.207,1 1.038,0 2.260,5 2.091,4
Bruttoergebnis vom Umsatz 436,2 267,8 1.084,4 789,6 1.915,0 1.620,2
Vertriebskosten 183,1 165,1 432,1 377,0 824,5 769,4
Allgemeine Verwaltungskosten 54,5 49,7 105,6 101,2 218,1 213,7
Forschungs- und Entwicklungskosten 4,3 3,5 7,3 6,8 14,7 14,1
Sonstige betriebliche Erträge 34,4 23,8 88,7 51,7 180,6 143,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 33,9 48,8 103,1 100,0 200,6 197,5
Beteiligungsergebnis 2,3 0,6 2,6 1,5 5,7 4,6
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften 30,6 - 9,7 - 31,8 51,2 - 127,8 - 44,8
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II)3 227,7 15,4 495,8 309,0 715,6 528,8
Zinserträge 2,3 1,6 4,9 2,9 10,0 8,0
Zinsaufwendungen 15,6 13,1 61,4 22,8 52,5 13,9
Sonstiges Finanzergebnis - 0,4 - 3,5 2,3 - 8,4 8,8 - 1,9
Finanzergebnis - 13,7 - 15,0 - 54,2 - 28,3 - 33,7 - 7,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 214,0 0,3 441,6 280,7 681,9 521,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 60,6 0,1 124,5 79,2 186,5 141,2
- davon Latente Steuern 7,5 - 3,7 2,2 13,2 - 18,7 - 7,7
Jahresüberschuss 153,3 0,2 317,0 201,5 495,4 379,9
Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis 0,1 0,1 0,1 0,1 0,2 0,2
Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 153,3 0,1 316,9 201,4 495,2 379,7
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert ≙ verwässert) 0,80 - 1,66 1,05 2,59 1,98
Durchschnittliche Anzahl Aktien in Mio. Stück 191,4 191,4 191,4 191,4 191,4 191,4
Operatives Ergebnis (EBIT I) 179,2 15,0 495,9 233,3 781,6 519,0
Ergebnis vor Ertragsteuern, bereinigt4 165,5 - 0,2 441,7 205,0 747,9 511,2
Konzernergebnis, bereinigt4 118,7 - 0,2 317,0 147,7 542,3 373,0
Ergebnis je Aktie in €, bereinigt4 0,62 - 1,66 0,77 2,83 1,94

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

2 LTM = last twelve months = letzte zwölf Monate (Q3/15 + Q4/15 + Q1/16 + Q2/16).

3 Die Steuerung der K+S Gruppe erfolgt u.a. auf Basis des operativen Ergebnisses (EBIT I). Die Überleitung des EBIT II auf das operative Ergebnis (EBIT I) wird in der Tabelle 2.1.3 vorgenommen.

4 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz Q2/16: 29,0 % (Q2/15: 28,6 %).

GESAMTERGEBNISRECHNUNG1 TAB: 2.1.2

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 H1/15 H1/16 12M/15 LTM2 /16
Jahresüberschuss 153,3 0,2 317,0 201,5 495,4 379,9
Posten, die anschließend möglicherweise in

den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
- 101,9 140,8 183,3 123,3 - 1,9 - 61,9
Zur Veräußerung verfügbare

finanzielle Vermögenswerte
- 0,9 - - 0,6 - - 3,5 - 2,9
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung - 101,0 140,8 183,9 123,3 1,6 - 59,0
- davon Veränderung

der unrealisierten Gewinne / Verluste
- 101,0 140,8 183,9 123,3 1,6 - 59,0
- davon realisierte Gewinne / Verluste - - - - - -
Posten, die nicht in den Gewinn

oder Verlust umgegliedert werden
10,5 - 25,6 12,3 - 32,0 - 0,3 - 44,6
Neubewertung von Nettoschulden / Vermögenswerten

aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
10,5 - 25,6 12,3 - 32,0 - 0,3 - 44,6
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 91,4 115,2 195,6 91,3 - 2,2 - 106,5
Gesamtergebnis der Periode 61,9 115,4 512,6 292,8 493,2 273,4
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis - 0,1 0,1 0,1 0,2 0,2
Konzerngesamtergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 61,9 115,3 512,5 292,7 493,0 273,2

OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT I)1 TAB: 2.1.3

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 H1/15 H1/16 12M/15 LTM2 /16
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II) 227,7 15,4 495,8 309,0 715,6 528,8
Ertrag (-) / Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte - 39,2 18,0 16,7 - 41,3 85,5 27,5
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften - 6,8 - 14,8 - 12,4 - 30,8 - 22,0 - 40,4
Realisierter Ertrag (-) / Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada - 2,5 - 3,6 - 4,2 - 3,6 2,5 3,1
Operatives Ergebnis (EBIT I) 179,2 15,0 495,9 233,3 781,6 519,0

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

2 LTM = last twelve months = letzte zwölf Monate (Q3/15 + Q4/15 + Q1/16 + Q2/16).

2.2 KAPITALFLUSSRECHNUNG

KAPITALFLUSSRECHNUNG1 TAB: 2.2.1

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 H1/153 H1/16 12M/15 LTM2 /16
Ergebnis nach operativen

Sicherungsgeschäften (EBIT II)
227,7 15,4 495,8 309,0 715,6 528,8
Ertrag (-) / Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen

der noch ausstehenden operativen,

antizipativen Sicherungsgeschäfte
- 39,2 18,0 16,7 - 41,3 85,5 27,5
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten

Marktwertschwankungen von realisierten operativen,

antizipativen Sicherungsgeschäften
- 6,8 - 14,8 - 12,4 - 30,8 - 22,0 - 40,4
Realisierter Ertrag (-) / Aufwand (+)

Investitionssicherung Kanada
- 2,5 - 3,6 - 4,2 - 3,6 2,5 3,1
Operatives Ergebnis (EBIT I) 179,2 15,0 495,9 233,3 781,6 519,0
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-)

auf immaterielle Vermögenswerte,

Sachanlagen und Finanzanlagen
68,1 68,5 134,4 135,5 275,9 277,0
Zunahme (+) / Abnahme (-)

langfristiger Rückstellungen (ohne Zinseffekte)
- 15,7 - 2,9 - 13,7 - 0,4 - 25,5 - 12,2
Erhaltene Zinsen,

Dividenden und ähnliche Erträge
2,3 1,2 5,8 2,9 10,0 7,1
Gewinne (+) / Verluste (-)

aus der Realisierung finanzieller

Vermögenswerte/Verbindlichkeiten
- 0,9 - 11,4 14,4 - 17,2 37,6 6,0
Gezahlte Zinsen (-) - 15,5 - 17,3 - 16,3 - 17,9 - 54,0 - 55,6
Gezahlte Ertragsteuern (-) - 41,7 - 47,5 - 82,1 - 83,5 - 191,9 - 193,3
Sonstige zahlungsunwirksame

Aufwendungen (+) / Erträge (-)
1,4 - 1,3 0,6 - 0,9 1,6 0,1
Brutto-Cashflow 177,2 4,2 539,0 251,8 835,3 548,1
Gewinn (-) / Verlust (+) aus

Anlagen- und Wertpapierabgängen
- 1,3 - - 1,4 0,3 - 3,2 - 1,5
Zunahme (-) / Abnahme (+) Vorräte - 100,6 - 46,2 14,9 4,2 - 107,4 - 118,1
Zunahme (-) / Abnahme (+) Forderungen

und sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit
134,4 153,4 - 12,6 196,9 - 40,6 168,9
Zunahme (+) / Abnahme (-) Verbindlichkeiten

aus laufender Geschäftstätigkeit
- 0,8 12,4 - 96,1 - 51,4 - 44,0 0,7
Zunahme (+) / Abnahme (-)

kurzfristiger Rückstellungen
- 84,6 - 58,3 - 18,0 - 40,5 32,8 10,3
Dotierung von Planvermögen - - 0,1 - 2,6 - 2,1 - 3,5 - 3,0
Cashflow aus

laufender Geschäftstätigkeit
124,3 65,4 423,2 359,2 669,4 605,4
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 1,8 0,7 2,8 1,1 5,3 3,6
Auszahlungen für

immaterielles Anlagevermögen
- 0,8 - 0,6 - 1,6 - 1,2 - 5,6 - 5,2
Auszahlungen für Sachanlagevermögen - 321,8 - 289,0 - 517,1 - 532,2 - 1.303,9 - 1.319,0
Auszahlungen für Finanzanlagen - 0,2 - 4,4 - 0,2 - 4,4 - 1,1 - 5,3
Einzahlungen aus dem

Abgang von Wertpapieren und

sonstigen Finanzanlagen
295,9 0,2 518,3 24,1 725,3 231,1
Auszahlungen für den Erwerb

von Wertpapieren und

sonstigen Finanzinvestitionen
- 26,5 - 7,0 - 160,4 - 7,3 - 195,8 - 42,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 51,6 - 300,1 - 158,2 - 519,9 - 775,8 - 1.137,5
Freier Cashflow 72,7 - 234,7 265,0 - 160,7 - 106,4 - 532,1
Dividendenzahlungen - 172,3 - 220,1 - 172,3 - 220,1
Auszahlungen für den

Erwerb von nicht

beherrschenden Anteilen
- - - -
Einzahlungen aus

sonstigen Eigenkapitalzuführungen
2,6 2,4 2,6 2,4
Erwerb von eigenen Aktien 3,1 - 2,9 - 3,1 - 2,9
Verkauf von eigenen Aktien - 0,4 - 0,4
Tilgung (-) von Finanzverbindlichkeiten - 0,4 - 0,8 - 0,9 - 30,2
Aufnahme (+) von Finanzverbindlichkeiten - 499,1 - 608,5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 167,0 278,1 - 173,7 358,1
Zahlungswirksame Veränderung

der Finanzmittel
- 94,3 43,4 91,3 197,4
Wechselkursbedingte Veränderung

des Bestands an Finanzmitteln
- 7,0 1,2 10,5 0,8
Konsolidierungsbedingte

Veränderungen
- - - -
Änderung des Bestands

an Finanzmitteln
- 101,3 44,6 101,8 198,2
Nettofinanzmittelbestand am 01.01. - - 370,3 118,5
Nettofinanzmittelbestand am 30.06. - - 472,1 316,7
- davon Flüssige Mittel - - 478,5 321,9
- davon Geldanlagen bei

verbundenen Unternehmen
- - 0,5 0,1
- davon von verbundenen Unternehmen

hereingenommene Gelder
- - - 6,9 - 5,3

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

2 LTM = last twelve months = letzte zwölf Monate (Q3/15 + Q4/15 + Q1/16 + Q2/16).

3 Die Vorjahreszahlen wurden angepasst. Weitere Erläuterungen zur Anpassung sind im Anhang auf Seite 30 zu finden.

2.3 BILANZ

BILANZ - AKTIVA1 TAB: 2.3.1

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in Mio. € 30.06.20152 31.12.2015 30.06.2016
Immaterielle Vermögenswerte 1.070,8 1.068,3 1.045,2
- davon Goodwill aus Unternehmenserwerben 721,5 725,9 721,1
Sachanlagen 4.733,5 5.054,8 5.714,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 6,4 6,4 6,4
Finanzanlagen 13,8 14,1 18,5
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 137,0 112,1 111,3
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 0,1 3,8 -
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 84,5 - 7,0
Latente Steuern 54,4 98,9 75,0
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern 0,1 0,1 0,1
Langfristige Vermögenswerte 6.100,6 6.358,5 6.977,6
Vorräte 583,6 705,3 698,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 665,1 708,6 519,0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 160,4 101,2 130,9
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 130,3 160,1 143,3
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern 69,4 76,8 64,4
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 124,4 40,0 15,9
Flüssige Mittel 478,5 123,1 321,9
Kurzfristige Vermögenswerte 2.211,7 1.915,1 1.894,2
AKTIVA 8.312,3 8.273,6 8.871,8

BILANZ - PASSIVA1 TAB: 2.3.2

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in Mio. € 30.06.20152 31.12.2015 30.06.2016
Gezeichnetes Kapital 191,4 191,4 191,4
Kapitalrücklage 645,7 646,5 645,7
Andere Rücklagen und Bilanzgewinn 3.475,7 3.456,5 3.529,3
Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S Aktiengesellschaft 4.312,8 4.294,4 4.366,4
Anteile anderer Gesellschafter 1,1 1,2 1,3
Eigenkapital 4.313,9 4.295,6 4.367,7
Finanzverbindlichkeiten 1.513,9 1.514,9 2.113,2
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 28,2 40,7 14,2
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 5,1 6,3 7,3
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 154,4 166,1 216,2
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen 999,6 870,1 883,1
Sonstige Rückstellungen 147,9 144,2 144,1
Latente Steuern 276,3 294,5 274,4
Langfristiges Fremdkapital 3.125,4 3.036,8 3.652,5
Finanzverbindlichkeiten 6,0 28,8 9,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 231,6 306,0 252,4
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 98,2 94,9 75,5
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 33,4 24,9 40,6
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern 96,6 81,0 50,4
Rückstellungen 407,2 405,6 423,3
Kurzfristiges Fremdkapital 873,0 941,2 851,6
PASSIVA 8.312,3 8.273,6 8.871,8

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

2 Ausweisänderung der Rückbauverpflichtung Übertage: 54,3 Mio. € wurden von den langfristigen bergbaulichen Rückstellungen in die sonstigen langfristigen Rückstellungen umgegliedert.

2.4 ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS1 TAB: 2.4.1

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in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Bilanzgewinn/

Gewinnrücklagen
Unterschiede aus

Währungs-

umrechnung
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Neubewertung leistungs-

orientierter Versorgungspläne
Stand 01.01.2016 191,4 646,5 3.265,9 288,9 - - 98,3
Jahresüberschuss - - 201,4 - - -
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) - - - 123,3 - - 32,0
Gesamtergebnis der Periode - - 201,4 123,3 - - 32,0
Dividende des Vorjahres - - - 220,1 - - -
Bezug von Mitarbeiteraktien - - 0,8 - - - -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - 0,2 - - -
Stand 30.06.2016 191,4 645,7 3.247,4 412,2 - - 130,3
Stand 01.01.2015 191,4 646,5 2.939,0 287,3 3,5 - 98,0
Jahresüberschuss - - 316,9 - - -
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) - - - 183,9 - 0,6 12,3
Gesamtergebnis der Periode - - 316,9 183,9 - 0,6 12,3
Dividende des Vorjahres - - - 172,3 - - -
Bezug von Mitarbeiteraktien - - 0,8 - - - -
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - - 3,8 - - -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - - 0,1 - - -
Stand 30.06.2015 191,4 645,7 3.087,3 471,2 2,9 - 85,7

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in Mio. € Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S AG Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital
Stand 01.01.2016 4.294,4 1,2 4.295,6
Jahresüberschuss 201,4 0,1 201,5
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) 91,3 - 91,3
Gesamtergebnis der Periode 292,7 0,1 292,8
Dividende des Vorjahres - 220,1 - - 220,1
Bezug von Mitarbeiteraktien - 0,8 - - 0,8
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 0,2 - 0,2
Stand 30.06.2016 4.366,4 1,3 4.367,7
Stand 01.01.2015 3.969,7 4,8 3.974,5
Jahresüberschuss 316,9 0,1 317,0
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) 195,6 - 195,6
Gesamtergebnis der Periode 512,5 0,1 512,6
Dividende des Vorjahres - 172,3 - - 172,3
Bezug von Mitarbeiteraktien - 0,8 - - 0,8
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 3,8 - 3,8 -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - 0,1 - - 0,1
Stand 30.06.2015 4.312,8 1,1 4.313,9

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

2.5 ANHANG

ERLÄUTERNDE ANGABEN

Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2016 wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, sofern diese von der Europäischen Union anerkannt wurden. Die Aufstellung erfolgt als verkürzter Abschluss mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben nach Maßgabe des IAS 34. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Zwischenbericht angewendet werden, entsprechen denen, die im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 zur Anwendung kamen.

Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen.

PRÜFERISCHE DURCHSICHT

Eine prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts ist nicht erfolgt (§ 37w Absatz 5 Satz 1 WpHG).

VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Im zweiten Quartal 2016 ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises.

SAISONALE EINFLÜSSE

Beim Verkauf von Pflanzennährstoffen und Salzprodukten bestehen unterjährig saisonale Unterschiede. Bei Pflanzennährstoffen erzielen wir in den ersten sechs Monaten aufgrund der europäischen Frühjahrsdüngung in der Regel die höchsten Absätze. Die Verkäufe von Salzprodukten - speziell von Auftausalz - sind erheblich von der jeweiligen winterlichen Witterung während des ersten und vierten Quartals abhängig. In Summe führen beide Effekte dazu, dass das erste Halbjahr in der Regel umsatz- und besonders ergebnisseitig stärker ausfällt.

WICHTIGE KENNZAHLEN (LTM1 ) TAB: 2.5.1

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in Mio. € 2015 LTM 20161
Umsatz 4.175,5 3.711,6
EBITDA 810,2 795,9
EBIT I 781,6 519,0
Konzernergebnis, bereinigt 542,3 373,0

1 LTM = last twelve months = letzte zwölf Monate (Q3/15 + Q4/15 + Q1/16 + Q2/16).

ANGABEN ZU WESENTLICHEN EREIGNISSEN NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Diese Angaben finden sich in unserem Nachtragsbericht auf Seite 16.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN

In den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sind folgende wesentliche Posten enthalten:

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN TAB: 2.5.2

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 H1/15 H1/16
Kursgewinne/Kursverluste - 3,8 - 2,9 0,3 - 3,6
Veränderung Rückstellungen 19,2 8,2 20,1 11,4
Sonstiges - 14,9 - 30,4 - 34,7 - 56,2
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen 0,5 - 25,1 - 14,3 - 48,4

FINANZERGEBNIS

Im Finanzergebnis sind folgende wesentliche Posten enthalten:

FINANZERGEBNIS TAB: 2.5.3

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 H1/15 H1/16
Zinserträge 2,3 1,6 4,9 2,9
Zinsaufwand - 15,6 - 13,1 - 61,4 - 22,8
- davon: Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen - 1,3 - 1,3 - 2,6 - 2,6
- davon: Zinsaufwand für Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen - 7,4 - 7,0 - 38,4 - 14,0
Zinsergebnis - 13,3 - 11,5 - 56,5 - 19,9
Ergebnis aus der Realisation finanzieller Vermögenswerte/Schulden - 3,3 - 11,3 14,5 - 17,2
Ergebnis aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte/Schulden 2,9 7,8 - 12,2 8,8
Sonstiges Finanzergebnis - 0,4 - 3,5 2,3 - 8,4
Finanzergebnis - 13,7 - 15,0 - 54,2 - 28,3

RECHNUNGSZINS FÜR RÜCKSTELLUNGEN

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum Stichtag 2,8 % (30.06.2015: 3,2 %; 31.12.2015: 3,1 %). Der durchschnittliche gewichtete Diskontierungsfaktor für bergbauliche Verpflichtungen lag per 30. Juni 2016 bei 3,5 % (30.06.2015: 3,3 %; 31.12.2015: 3,5 %).

ERTRAGSTEUERN

In den Ertragsteuern sind folgende wesentliche Posten enthalten:

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG TAB: 2.5.4

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in Mio. € Q2/15 Q2/16 H1/15 H1/16
Körperschaftsteuer 24,5 - 1,2 53,4 20,5
Gewerbeertragsteuer 19,7 0,3 43,3 16,8
Ausländische Ertragsteuern 8,9 4,7 25,6 28,7
Latente Steuern 7,5 - 3,7 2,2 13,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 60,6 0,1 124,5 79,2

Die nicht zahlungswirksamen latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie anderen temporären steuerlichen Bewertungsdifferenzen.

FINANZINSTRUMENTE

Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns dar:

BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTEN TAB: 2.5.5

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30.06.2015 30.06.2016
in Mio. € Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert beizulegender Zeitwert Buchwert beizulegender Zeitwert
--- --- --- --- --- ---
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Zur Veräußerung verfügbar 13,2 13,2 18,1 18,1
Ausleihungen Kredite und Forderungen 0,5 0,5 0,4 0,4
Finanzanlagen 13,8 13,8 18,5 18,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen 665,1 665,1 519,0 519,0
Derivate Zu Handelszwecken gehalten 92,3 92,3 49,0 49,0
Sonstige nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen 205,2 205,2 193,2 193,2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 297,5 297,5 242,2 242,2
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen Kredite und Forderungen 155,1 155,3 15,9 16,8
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen Zur Veräußerung verfügbar 53,8 53,8 7,0 7,0
Flüssige Mittel Kredite und Forderungen 478,5 478,5 321,9 321,9
Finanzverbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.519,9 1.695,6 2.122,6 2.304,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 231,6 231,6 252,3 252,3
Derivate Zu Handelszwecken gehalten 75,2 75,2 35,5 35,5
Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 48,3 48,3 49,3 49,3
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing IFRS 7 3,0 3,0 4,9 4,9
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 126,5 126,5 89,7 89,7

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten gemäß IFRS 13 zuzuordnen.

Finanzinstrumente der Stufe 1 ergeben sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente mit Hilfe von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet. Zum 30. Juni 2016 sind zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 49,0 Mio. € und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 35,5 Mio. € der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" basieren auf Bewertungen der Stufe 1. Finanzinstrumente der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie liegen nicht vor.

WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN EINZELNER BILANZPOSTEN

Im Vergleich zum Jahresabschluss 2015 ist die Bilanzsumme zum 30. Juni 2016 um 598,2 Mio. € gestiegen.

Auf der Aktivseite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 619,0 Mio. €; das Umlaufvermögen sank um 20,8 Mio. €. Die Erhöhung des langfristigen Vermögens ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Sachanlagen aufgrund der gestiegenen Investitionen in das Legacy Projekt zurückzuführen. Die Abnahme des kurzfristigen Vermögens beruht weitestgehend auf der Verringerung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; demgegenüber steht eine Zunahme der Flüssigen Mittel.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 72,1 Mio. € erhöht. Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich um 615,7 Mio. €. Wesentliche Ursache ist die Begebung eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 600 Mio. €. Das kurzfristige Fremdkapital sank um 89,6 Mio. €. Die Abnahme ist auf eine Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern zurückzuführen.

WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN DES EIGENKAPITALS

Das Eigenkapital wird sowohl durch erfolgswirksame und erfolgsneutrale Geschäftsvorfälle als auch durch Kapitaltransaktionen mit den Anteilseignern beeinflusst. Im Vergleich zum Jahresabschluss 2015 haben sich der Bilanzgewinn und die anderen Rücklagen um 72,8 Mio. € erhöht. Der Anstieg beruht auf dem positiven Periodenergebnis des ersten Halbjahres 2016. Des Weiteren waren erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals zu berücksichtigen, die aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen in funktionaler Fremdwährung resultieren (im Wesentlichen CAD-Dollar). Unterschiede aus der Währungsumrechnung werden in einer gesonderten Währungsumrechnungsrücklage erfasst; diese hat sich zum 30. Juni 2016 aufgrund von Wechselkursschwankungen um 123,3 Mio. € erhöht. Eigenkapitalmindernd wirkte sich insbesondere die Auszahlung der Dividende in Höhe von 220,1 Mio. € aus.

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

Die Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresabschluss 2015 nicht signifikant verändert und sind insgesamt als nicht wesentlich einzustufen.

NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Innerhalb der K+S GRUPPE werden Liefer- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Neben Transaktionen zwischen konsolidierten Unternehmen der K+S GRUPPE bestehen Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen). Diese Beziehungen haben keinen signifikanten Einfluss auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. Die Gruppe der nahestehenden Personen umfasst bei der K+S GRUPPE im Wesentlichen den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Wesentliche Transaktionen mit diesem Personenkreis fanden nicht statt.

GESAMTUMSATZ Q2 TAB: 2.5.6

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in Mio. € Umsatz mit Dritten Intersegmentäre Umsätze Gesamtumsatz
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 370,9 22,0 392,9
Geschäftsbereich Salz 319,2 2,0 321,2
Ergänzende Aktivitäten 41,8 6,5 48,3
Überleitung 0,2 - 30,5 - 30,3
K+S Gruppe Q2/16 732,1 - 732,1
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 500,5 19,6 520,1
Geschäftsbereich Salz 374,0 1,5 375,5
Ergänzende Aktivitäten 39,6 7,2 46,7
Überleitung 0,3 - 28,3 - 28,0
K+S Gruppe Q2/15 914,4 - 914,3

GESAMTUMSATZ H1 TAB: 2.5.7

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in Mio. € Umsatz mit Dritten Intersegmentäre Umsätze Gesamtumsatz
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 831,4 43,2 874,6
Geschäftsbereich Salz 913,8 4,3 918,1
Ergänzende Aktivitäten 81,8 13,7 95,5
Überleitung 0,6 - 61,2 - 60,6
K+S Gruppe H1/16 1.827,6 - 1.827,6
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 1.108,9 40,1 1.149,0
Geschäftsbereich Salz 1.101,0 2,8 1.103,8
Ergänzende Aktivitäten 80,9 15,8 96,6
Überleitung 0,7 - 58,7 - 58,0
K+S Gruppe H1/15 2.291,5 - 2.291,4

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

AUSWEISÄNDERUNG KAPITALFLUSSRECHNUNG TAB: 2.5.8

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H1/2015 H1/2015 2015 H1/2016
in Mio. € neu alt Delta
--- --- --- --- ---
Gewinne (+) / Verluste (-) aus der

Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten
14,4 18,6 - 4,2 - 17,2
Brutto-Cashflow 539,0 543,2 - 4,2 251,8
Zunahme (-) / Abnahme (+) Forderungen und

sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit
- 12,6 - 0,5 - 12,1 196,9
Zunahme (+) / Abnahme (-) Verbindlichkeiten

aus laufender Geschäftstätigkeit
- 96,1 - 96,1 - - 51,4
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 423,2 439,5 - 16,3 359,2
Auszahlungen für Sachanlagevermögen - 517,1 - 533,4 16,3 - 532,2
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 158,2 - 174,5 16,3 - 519,9

2.6 QUARTALSÜBERSICHT

UMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNIS (IFRS) TAB: 2.6.1

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in Mio. € Q1/15 Q2/15 H1/15 Q3/15 Q4/15 2015
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 608,4 500,5 1.108,9 471,4 511,0 2.091,3
Geschäftsbereich Salz 727,0 374,0 1.101,0 381,8 442,4 1.925,2
Ergänzende Aktivitäten 41,3 39,6 80,9 38,0 38,8 157,7
Überleitung 0,4 0,3 0,7 0,2 0,4 1,3
Umsatz K+S Gruppe 1.377,1 914,4 2.291,5 891,4 992,6 4.175,5
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 217,2 179,0 396,2 127,2 165,8 689,2
Geschäftsbereich Salz 169,6 70,8 240,4 70,6 70,0 381,0
Ergänzende Aktivitäten 10,0 9,0 19,0 8,0 8,0 35,0
Überleitung - 13,7 - 11,5 - 25,3 - 6,5 - 16,0 - 47,7
EBITDA K+S Gruppe 383,1 247,3 630,3 199,3 227,8 1.057,5
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 183,2 143,9 327,2 92,5 126,5 546,1
Geschäftsbereich Salz 142,0 42,6 184,5 43,2 38,5 266,3
Ergänzende Aktivitäten 7,7 6,7 14,4 5,7 6,3 26,4
Überleitung - 16,2 - 14,0 - 30,2 - 9,3 - 17,7 - 57,2
EBIT I K+S Gruppe 316,7 179,2 495,9 132,1 153,6 781,6

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in Mio. € Q1/16 Q2/16 H1/16
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 460,5 370,9 831,4
Geschäftsbereich Salz 594,6 319,2 913,8
Ergänzende Aktivitäten 40,0 41,8 81,8
Überleitung 0,4 0,2 0,6
Umsatz K+S Gruppe 1.095,5 732,1 1.827,6
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 137,1 50,4 187,4
Geschäftsbereich Salz 150,0 32,8 182,8
Ergänzende Aktivitäten 7,5 8,4 16,0
Überleitung - 9,3 - 8,2 - 17,4
EBITDA K+S Gruppe 285,3 83,4 368,8
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 102,3 14,7 117,0
Geschäftsbereich Salz 122,5 4,9 127,4
Ergänzende Aktivitäten 5,3 6,2 11,6
Überleitung - 11,7 - 10,8 - 22,7
EBIT I K+S Gruppe 218,4 15,0 233,3

KENNZAHLEN TAB: 2.6.2

scroll

in Mio. € Q1/15 Q2/15 H1/15 Q3/15 Q4/15 2015
Umsatz 1.377,1 914,4 2.291,5 891,4 992,6 4.175,5
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II) 268,1 227,7 495,8 77,0 142,8 715,6
Finanzergebnis - 40,5 - 13,7 - 54,2 - 6,8 27,3 - 33,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 227,6 214,0 441,6 70,2 170,1 681,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 63,9 60,6 124,5 20,4 41,6 186,5
Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 163,6 153,3 316,9 49,9 128,4 495,2
Operatives Ergebnis (EBIT I) 316,7 179,2 495,9 132,1 153,6 781,6
Ergebnis vor Ertragsteuern, bereinigt1 276,2 165,5 441,7 125,3 180,9 747,9
Konzernergebnis, bereinigt1 198,3 118,7 317,0 89,2 136,1 542,3
Ergebnis je Aktie, bereinigt1 (€) 1,04 0,62 1,66 0,46 0,71 2,83
Investitionen2 199,8 355,5 555,4 349,9 373,6 1.278,8
Abschreibungen2 66,4 68,1 134,4 67,2 74,3 275,9
Working Capital 827,8 - 841,3 811,4 - 945,9
Nettoverschuldung 1.602,1 - 1.967,8 2.224,2 - 2.399,8

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in Mio. € Q1/16 Q2/16 H1/16
Umsatz 1.095,5 732,1 1.827,6
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II) 293,6 15,4 309,0
Finanzergebnis - 13,3 - 15,0 - 28,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 280,4 0,3 280,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 79,1 0,1 79,2
Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 201,3 0,1 201,4
Operatives Ergebnis (EBIT I) 218,4 15,0 233,3
Ergebnis vor Ertragsteuern, bereinigt1 205,2 - 0,2 205
Konzernergebnis, bereinigt1 147,9 - 0,2 147,7
Ergebnis je Aktie, bereinigt1 (€) 0,77 - 0,77
Investitionen2 279,8 362,8 642,6
Abschreibungen2 67,0 68,4 135,5
Working Capital 839,4 - 755,5
Nettoverschuldung 2.367,2 - 2.860,4

1 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Zudem werden die auf die Bereinigung entfallenden Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz Q2/16: 29,0 % (Q2/15: 28,6 %).

2 Investitionen in bzw. ergebniswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen des Anlagevermögens.

FINANZKALENDER

TERMINE TAB: 2.6.3

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2016/2017
Quartalsmitteilung zum 30. September 2016 10. November 2016
Geschäftsbericht 2016 16. März 2017
Quartalsmitteilung zum 31. März 2017 9. Mai 2017
Hauptversammlung, Kassel 10. Mai 2017
Dividendenzahlung 11. Mai 2017
Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2017 15. August 2017

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Veröffentlichung am 11. August 2016

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht des aktuellen Geschäftsberichts genannt werden -eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Bericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.