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K+S AG — Annual Report 2021
Apr 5, 2022
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Download source fileK+S Aktiengesellschaft ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT b 30 Zusammengefasster Lagebericht 31 Geschäftsmodell 39 Unternehmensstrategie 44 Wirtschaftsbericht 66 Forschung und Entwicklung 69 Mitarbeiter 74 Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung 96 Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance 107 Unternehmenssteuerung und -überwachung 117 Risiko- und Chancenbericht 132 Nachtragsbericht 133 Prognosebericht 137 K+S Aktiengesellschaft (Erläuterungen auf Basis HGB) 141 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 142 Vergütungsbericht k+s geschäftsbericht 2021 30 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss geschäftsmodell Wir fördern Leben für Generationen. k+s leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag: Landwirten helfen wir bei der Sicherung der Welternährung. Mit unseren Produkten halten wir zahlreiche Industrien am Laufen. Wir bereichern das tägliche Leben von Konsumenten und sorgen für Sicherheit im Winter. Mit rund 11.000 Mitarbeitern, Produktionsstätten auf zwei Kontinenten und einem weltweiten Vertriebs- netz sind wir ein verlässlicher Partner für unsere Kunden. Gleichzeitig richten wir uns neu aus: Wir setzen noch stärker als bisher auf Düngemittel und Spezialitäten. Wir wollen schlanker, kosteneffizienter, nach- haltiger, digitaler und leistungsorientierter werden. Auf einer soliden finanziellen Basis streben wir an, uns neue Märkte und Geschäftsmodelle zu erschließen. Wir bekennen uns zu unserer gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung in allen Regionen, in denen wir tätig sind. Das vorliegende Kapitel bezieht sich auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit. unternehmensprofil Managementebene, die direkt an den Vorstand berichtet, deut- lich gestrafft. Der Vorstand nimmt die wirtschaftliche Analyse und Beurteilung vor, trifft die operativen Entscheidungen und allokiert die Ressourcen für diese Gesamtheit. Somit berichtet k+s ab dem Geschäftsjahr 2021 nach einem einzigen Segment im Sinne des ifrs 8. Am 5. Oktober 2020 hat k+s eine Vereinbarung zur Veräußerung der bisherigen Operativen Einheit Americas (Segment im Sinne des ifrs 8) mit stone canyon industries holdings llc, mark demetree und partner unterzeichnet. Der Verkaufspreis (Unternehmenswert) betrug 3,2 Mrd. usd. Im Rahmen des Abschlusses der Transaktion am 30. April 2021 erhielt k+s einen Nettobarmittelzufluss in Höhe von umgerechnet rund 2,6 Mrd. €. Demzufolge ist die bisherige Operative Einheit Americas gemäß ifrs 5 kein berichtspflichtiges Segment mehr und wird seit dem Geschäftsbericht 2020 sowie rückwirkend für das Jahr 2019 als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Die fort- geführte Geschäftstätigkeit umfasst das globale Geschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten aus unseren Werken in Deutschland und unserem kanadischen Standort Bethune sowie die europäischen Salzaktivitäten. Darüber hinaus gehören in Deutschland das Entsorgungs- und Recyclinggeschäft, das seit dem Closing am 22. Dezember 2021 zusammen mit remex im Gemeinschaftsunternehmen reks betrieben wird, die Granu- lierung von Tierhygieneprodukten sowie der Handel mit einer Auswahl von Basischemikalien dazu. Diese Geschäftstätig- keit, bis zum Jahresende 2020 in der bisherigen Operativen Einheit Europe+ abgebildet, und die übrigen Aktivitäten der k+s aktiengesellschaft wurden im Zuge der Verschlankung zu einer leistungsfähigeren Organisation zusammengefasst. Im Zuge dessen wurden Hierarchieebenen abgebaut und die k+s verfügt über eine breite Produktpalette und ist als einziger Kaliproduzent mit Produktionsstätten auf zwei Kontinenten ver- treten. Dies ist eine gute Ausgangsbasis, um auch zukünftig zahl- reichen Industrien systemrelevante Produkte zu liefern und einen entscheidenden Beitrag zur Sicherstellung der Welternährung zu leisten. Zudem hat k+s auch während der covid-19-Pandemie unter Beweis gestellt, dass das Geschäftsmodell externe Schocks gut verkraften kann. Die Megatrends, die dieses Geschäftsmodell in die Zukunft tragen, wie beispielsweise die stetig wachsende Weltbe- völkerung, sind weiterhin intakt. Die Interessen unserer Kunden bündeln wir in den Kunden- segmenten Landwirtschaft und Industrie+ (unverändert keine Segmente im Sinne des ifrs 8, da nicht nach diesen Segmenten gesteuert wird bzw. keine vollständige interne Berichterstattung für diese Segmente vorliegt). Im Kundensegment Industrie+ ist das Geschäft mit Kunden aus den Bereichen Industrie, Ver- braucher und Gemeinden zusammengefasst. k+s geschäftsbericht 2021 31 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss landwirtschaft – umsatz nach produktgruppen b.1 landwirtschaft – umsatz nach regionen b.2 in % in % 6 Sonstige 17 Asien 41 59 Kaliumchlorid 42 Europa Düngemittelspezialitäten 11 27 davon Deutschland Südamerika 8 Nordamerika kundensegmente landwirtschaft: wir wollen landwirten bei der sicherung der welternÄhrung helfen Wir verkaufen unsere Düngemittel auf nahezu allen Kontinenten. Sie werden beispielsweise zur Düngung auf den Weizen- feldern Europas, den Reisterrassen Asiens und auch den Kaffeeplantagen Südamerikas genutzt. Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z. B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchten, Wein oder Gemüse. Voll wasserlösliche Düngemittel werden z. B. im Bereich der Fertigation (Einsatz von Düngemitteln in Bewässerungssystemen) vor allem für Obst und Gemüse eingesetzt. Die Düngemittelspezialitäten werden unter den folgenden Produktmarken vertrieben: kalisop®, korn-kali®, patentkali®, esta® kieserit, magnesia-kainit®, solumop®, solusop®, solunop®, solumap®, solumkp®, epso top®, epso microtop®, epso combitop®, epso profitop®, epso bortop®. Produkte und Dienstleistungen Die Produkte des Kundensegments werden als Pflanzennähr- stoff in der Landwirtschaft eingesetzt. Als Naturprodukte sind diese nach eu-Recht zu großen Teilen auch für den ökologischen Landbau zugelassen. b.1 Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen Knapp die Hälfte des Umsatzes des Kundensegments Land- wirtschaft wird in Europa erzielt. Hier profitieren wir von der logistisch günstigen Lage unserer Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Weitere Absatzschwerpunkte liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, und in Asien. b.2 Kaliumchlorid: Das universell einsetzbare mineralische Düngemittel Kalium- chlorid wird vor allem bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewendet. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf die Äcker gebracht, mit anderen Einzel- düngern in Mischdüngeranlagen gemischt oder alternativ als feinkörnige „Standard“-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoff- düngern weiterverarbeitet. Gemessen an der Absatzmenge ist k+s weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten. Mit dem neuen Werk in Bethune, Kanada, konnte k+s den Anteil am Weltkaliabsatz auf rund 9% steigern (Quelle: ifa, k+s). Auch die Düngemittelspezialitäten spielen in unserem Produktportfolio eine wichtige Rolle. Bedeutende Wettbewerber sind die nord- amerikanischen Unternehmen nutrien und mosaic sowie die russischen Produzenten uralkali und eurochem, die weiß- russische belaruskali, die israelische icl, die jordanische apc sowie die chilenische sqm. Düngemittelspezialitäten: Die Düngemittelspezialitäten unterscheiden sich vom Kalium- chlorid entweder durch Chloridfreiheit, durch unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel, Natrium und Spurenelementen oder durch ihre Wasserlöslichkeit. Diese Produkte werden für Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten k+s geschäftsbericht 2021 32 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierernährungsindustrie bereit. Zu den Produktmarken im Kundensegment Industrieprodukte gehören z. B.: apisal®, axal®, bÄckerstolz®, kasa®, k-drill®, nutriks®, solsel®. b.3 industrie+ – umsatz nach produktgruppen b.3 in % 21 6 73 Gemeinden Verbraucher Industrie davon Wasserenthärtung: 8 Als Dienstleistung für Dritte im Entsorgungsbereich und als ergänzende Aktivität nutzt k+s gemeinsam mit remex im Joint Venture reks außerdem ausgewählte Hohlräume unter Tage, die durch die Rohsalzgewinnung entstanden sind. Einerseits werden Abfälle durch die Einlagerung in diesen Untertage- deponien sicher der Biosphäre entzogen; andererseits werden sie verwertet, indem diese Hohlräume mit Rückständen aus der Rauchgasreinigung als Versatzbaustoffe gefüllt werden. Die für diesen Zweck genutzten Salzlagerstätten sind vom laufenden Betrieb der Rohstoffgewinnung getrennt, nicht durchlässig für Gas und Flüssigkeiten und von den grundwasserführenden Schichten abgeschottet. Eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren gewährleistet höchstmögliche Sicherheit. Für die Sekundäraluminiumindustrie bietet k+s eine Komplettleistung rund um das Recycling von Salzschlacken. Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Verwertung über Tage von gering belasteten Baustoffen. davon Industrieanwendung: 13 davon Lebensmittel- industrie: 14 davon Sonstiges: 4 davon Chemie: 24 davon Ergänzende Aktivitäten: 24 davon Tierernährung: 9 davon Pharma: 4 industrie+: wir wollen lÖsungen bieten, die industrien am laufen halten, das leben der endverbraucher bei nahrung und wasserenthÄrtung bereichern und im winter für sicherheit sorgen In diesem Kundensegment wird unser Geschäft mit Industrie- produkten, Produkten für Endverbraucher und Auftausalzen für Städte und Gemeinden zusammengefasst. k+s aktiengesellschaft und remex gmbh, eine 100%ige Tochter der remondis se & co. kg, haben am 18. Dezember 2020 verein- bart, ihre Entsorgungsaktivitäten in einem neuen Gemeinschafts- unternehmen, der reks gmbh & co. kg, zu bündeln, an dem beide Partner gleichberechtigt mit jeweils 50% beteiligt sind. k+s bringt den Vertrieb für die Entsorgung von Abfällen in die Partnerschaft ein. Die untertägigen Entsorgungsanlagen von k+s stehen dem Gemeinschaftsunternehmen exklusiv zur Verfügung. remex bringt seine Vertriebsaktivitäten mit breitem Marktzugang sowie seine 100%ige Tochtergesellschaft aurec, die am k+s Standort Bern- burg mineralische Abfälle für den Bergversatz aufbereitet, ein. Damit wird dem Gemeinschaftsunternehmen aus unserer Sicht ein noch besserer Marktzugang bei der Abfallentsorgung und -aufbereitung eröffnet. Zudem ermöglicht es k+s den bestmög- lichen Zugang zu den Materialien, die künftig für die Abdeckung von großen Halden an den deutschen Kalistandorten gebraucht werden. Der Abschluss der Transaktion (Closing) erfolgte am 22. Dezember 2021. Haupteinsatzgebiet unserer Produkte im Industriebereich sind die Elektrolyse- und Lebensmittelindustrien, wobei die Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten von pharmazeutischer Produktion für die Verdünnung von Impfstoffen und Dialyse bis hin zu Bohrspüllösungen reicht. Ernährungslösungen sowie Kosmetik- und Pflegeprodukte enthalten ebenfalls unsere Mineralien. Wir sind mit Produkten für Endverbraucher in Einkaufsregalen in Europa vertreten. Unsere Auftausalze sollen Unfälle im Winter verhindern. Produkte und Dienstleistungen k+s bietet in Europa eine breite Palette an höherwertigen Kali-, Magnesium- sowie Salzprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z.B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemi- schen Industrie als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen, zur Verbesserung des Geschmacks und des Nährstoffgehalts von Nahrungsmitteln, bei der Herstellung von Glas, in metal- lurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechno- logie, bei der Öl- und Gasexploration, in der Wasserenthärtung sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Ergänzend steht ein Sortiment für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Am Standort Salzdetfurth werden darüber hinaus große Teile der übertägigen Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks genutzt, um für die mars gmbh u.a. das bekannte Markenprodukt catsan® für den Tierhygienebedarf zu granulieren. Die chemische fabrik kalk gmbh (cfk) betreibt Handel mit einer Auswahl an Basischemikalien wie Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid. k+s geschäftsbericht 2021 33 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Die k+s-Produkte für den Endverbraucher umfassen u. a. Tafelsalz, Salz zur Wasserenthärtung sowie Geschirrspülsalz. Haushaltspackungen mit Auftausalz für Endverbraucher runden die Produktpalette in diesem Segment ab. Als Produktmarken werden z. B. cÉrÉbos®, saldoro®, vatel® für Tafelsalze sowie regenit® und axal® für die Wasserenthärtung verwendet. Bei Produkten für Verbraucher ist k+s in Europa neben den Wettbewerbern sÜdwestdeutsche salzwerke, groupe salins und nouryon (vorher: akzonobel) führend. Der Umsatz von Auftausalz für Gemeinden wird im Wesentlichen in Deutschland, Skandinavien, Osteuropa, Benelux und Frank- reich erzielt. Obwohl sich die Nachfrage nach dem coronabedingt sehr star- ken Jahr 2020 im Berichtsjahr normalisiert hat, entwickelte sich unsere deutsche Tafelsalzmarke saldoro® im Premium-Segment am besten. In Portugal ist unsere Tafelsalzmarke vatel® erneut gewachsen und weiterhin Marktführer. In Frankreich verzeichnet die Marke cÉrÉbos® ein positives Marktwachstum. Darüber hinaus sind wir mit unserer Marke axal® zur Wasserenthärtung Marktführer in Frankreich. Witterungsbedingt gab es eine star- ke Nachfrage von Handel und Verbrauchern nach verpacktem Auftausalz. k+s minerals and agriculture gmbh ist mit Auftausalzen neben den Wettbewerbern sÜdwestdeutsche salzwerke und groupe salins führend in Europa. rechtliche konzernstruktur Die k+s aktiengesellschaft hält direkt und indirekt die Anteile ihrer Tochtergesellschaften im In- und Ausland, die maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. In den Konzern- abschluss der k+s gruppe sind neben der k+s aktiengesellschaft alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert. Öffentliche Straßenbauverwaltungen, Winterdienstleister sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftausalz von k+s zum Großteil über öffentliche Ausschreibungen. Zudem werden Premium-Auftaumittel angeboten, die z. B. durch den Zusatz von Calcium- oder Magnesiumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee Wärme erzeugen und vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen effizienter wirken als konventionelle Produkte. Die Marke di-mix® wird für diese Produkte in Europa genutzt. Anhang, Anteilsbesitzliste Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen k+s minerals and agriculture gmbh sowie die k+s holding gmbh. Die k+s holding gmbh ist die Muttergesellschaft der k+s netherlands holding b.v., die u.a. die Anteile an Konzern- gesellschaften in Kanada hält. Die k+s minerals and agriculture gmbh hält ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings. Die Tochtergesellschaft k+s finance belgium b.v., die bis zur Veräußerung der Opera- tiven Einheit Americas gemeinsam mit der k+s netherlands holding b.v. über Tochtergesellschaften die Anteile an der morton salt, inc. (morton salt) gehalten hat, gehört noch zum Konsolidierungskreis und ihre Bilanzsumme spiegelt einen großen Teil des Veräußerungserlöses wider. Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen Nach Veräußerung der Operativen Einheit Americas wird der Großteil des Umsatzes dieses Kundensegments in Europa erzielt. Mit kali- und magnesiumhaltigen Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört k+s zu den leistungsstärksten Herstellern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter. Bei Salzprodukten für die Lebensmittelindustrie sowie Salzen für industrielle bzw. gewerb- liche Anwendungen ist die k+s minerals and agriculture gmbh neben den Wettbewerbern sÜdwestdeutsche salzwerke, groupe salins, wacker chemie und nouryon (vorher: akzonobel) führend in Europa. Bei der Untertagebeseitigung und -verwertung ist die k+s minerals and agriculture gmbh (seit 22. Dezember 2021 das reks Joint Venture) hauptsächlich in Europa tätig und gehört dort zu den führenden Anbietern. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2020 wie folgt verändert: Im Rahmen der Veräußerung der Operativen Einheit Americas gehört mit Wirkung zum 30. April 2021 die k+s belgium holding b.v., die Anteile an Konzerngesellschaften in Chile und Brasilien hielt, nicht mehr zum Konsolidierungskreis. Auch ein Teil der Konzern- gesellschaften in Kanada, die Konzerngesellschaft in Peru sowie die Anteile an morton salt, inc. und deren Tochtergesellschaften fallen unter die Veräußerung der Operativen Einheit Americas und gehören dementsprechend mit Wirkung zum 30. April 2021 nicht mehr zum Konsolidierungskreis. Die Anteile an der chemischen fabrik kalk gmbh wurden zum 28. Juni 2021 von der k+s aktiengesellschaft an die k+s minerals and agriculture gmbh übertragen. Der Umsatz mit Produkten für Endverbraucher wird über- wiegend in Deutschland, Frankreich, Benelux, Skandinavien und Osteuropa erzielt. k+s geschäftsbericht 2021 34 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Im Rahmen des Closings des reks Joint Ventures am 22. Dezem- ber 2021 wurden 50% der Anteile der reks verwaltungs gmbh sowie zunächst 38 % der Anteile an der reks gmbh & co. kg an die remex gmbh verkauft. Damit einhergehend wird die reks gmbh & co. kg endkonsolidiert und als Joint Venture in den Konzernabschluss einbezogen. Weiterhin hat die reks gmbh & co. kg ihren Firmensitz nach Düsseldorf verlegt. Am 10. Februar 2022 wurden die übrigen 12% der Anteile an der reks gmbh & co. kg an die remex gmbh gegen Sacheinbringung übertragen. (Solungsbergbau) der Rohstoffvorkommen ermöglichen und langfristig absichern. Bei den Rohstoffvorkommen unterscheidet man zwischen Reserven und Ressourcen, deren Ermittlung sich an international anerkannten Standards orientiert und regel- mäßig erfolgt. In unseren Kalilagerstätten in Deutschland befinden sich Reser- ven in Höhe von rund 1,1 Mrd. t Rohsalz sowie Ressourcen in Höhe von rund 1,5 Mrd. t Rohsalz. Für unseren Standort Bethune in Kanada geben wir die Reserven und Ressourcen in Mrd. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt an. Die Reserven belaufen sich auf 0,2 Mrd. t, die Ressourcen auf rund 0,9 Mrd. t. wertschöpfung1 Im Folgenden stellen wir unser Geschäftsmodell anhand der Wertschöpfungskette dar, die sich über die folgenden sechs Abschnitte erstreckt: Exploration, Förderung, Produktion, Logistik, Vertrieb/Marketing und Anwendung. Alle Angaben beziehen sich auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit. b.4 Die k+s gruppe verfügt über Reserven in ihren Steinsalzlager- stätten in Höhe von 0,1 Mrd. t Rohsalz in Europa. Zusätzlich können Ressourcen in Höhe von knapp 0,3 Mrd. t an Steinsalz ausgewiesen werden. förderung exploration Wir gewinnen Rohstoffe im konventionellen Bergbau unter Tage sowie durch Solung. Aufgrund weitgehend vergleich- barer Abbauverfahren lassen sich bei der Gewinnung von Kali- und Magnesiumprodukten sowie Salz Synergien erzielen. Dies betrifft den Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how ebenso wie eine koordinierte Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen. Die Exploration liefert Erkenntnisse über Ausdehnung und Struktur der Lagerstätten sowie zu deren Mächtigkeit und zu Wertstoffgehalten. Die dabei gewonnenen Daten nutzen wir zur Vorratsberechnung nach internationalen Standards. Die Exploration unter Tage erfolgt weltweit vorrangig über Boh- rungen und durch seismische Messungen, die eine räumliche Darstellung der geologischen Strukturen des Untergrunds ermöglichen. Bei der Gewinnung unter Tage wird das Rohsalz in der Regel mittels Bohren und Sprengen abgebaut. Anschließend über- nehmen Großschaufellader den Transport des Rohsalzes zu Brecheranlagen. Von dort gelangt das zerkleinerte Salz über Bandanlagen zum Förderschacht. Auf diese Weise werden Kaliumchlorid (KCl) und Magnesiumsulfat (MgSO4) / Kieserit (MgSO4-H2O) sowie Steinsalz (NaCl) in Deutschland gewonnen. reserven und ressourcen Unsere Kali- und Steinsalzlagerstätten befinden sich entweder im Eigentum der k+s gruppe oder wir verfügen über entsprechende Lizenzen bzw. ähnliche Rechte, die den Abbau oder die Solung 1 Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Angaben, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren. wertschöpfungskette b.4 EXPLORATION FÖRDERUNG PRODUKTION LOGISTIK VERTRIEB/MARKETING ANWENDUNG k+s geschäftsbericht 2021 35 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Darüber hinaus verfügt k+s über einen Solebetrieb in den Niederlanden und in Deutschland zur Gewinnung von Siedesalz. Seit Sommer 2017 gewinnen wir im neuen Kaliwerk Bethune in Saskatchewan, Kanada, auch Kaliumchlorid durch Solung. oder physikalische Prozesse, wobei ihre natürlichen Eigen- schaften nicht verändert werden. Die jährliche Produktionskapazität von Kali- und Magnesium- produkten betrug zum Jahresende 2021 gut 8 Mio. t. Im Jahr 2021 wurden 33,5 Mio. t Rohsalz aus Kalilagerstätten in Deutschland gefördert. Weiterhin wurden in Bethune 1,9 Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt produziert. Die Förderung aus Salzlagerstätten in Europa betrug 5,2 Mio. t. Die Kalilagerstätten in Deutschland enthalten nicht nur das Mineral Kalium (11 bis 25 % Rohstoffgehalt Kaliumchlorid), sondern auch Magnesium und Schwefel (9 bis 24% Rohstoff- gehalt Magnesiumsulfat). Je nach Rohsalzqualität setzen wir für die Aufbereitung die Verfahren Heißverlösung, Flotation und, teils in Verbindung mit beiden, die elektrostatische Trennung (esta®-Verfahren) ein. Bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen fallen feste Rückstände und salzhaltige Abwässer an. Eine ausführliche Beschreibung unserer Maßnahmen zum Haldenmanagement sowie zum Gewässerschutz finden Sie unter „Umwelt & Ressourcen“ in der zusammengefassten nicht- finanziellen Erklärung ab Seite 82. langfristige planung von bergwerken Wenn die Rohstoffe eines Bergbaubetriebes erschöpft sind oder deren Gewinnung unwirtschaftlich wird, werden Maßnahmen für dessen teilweise oder vollständige Stilllegung eingeleitet. In Deutschland ist die Stilllegung und Nachsorge u. a. im Bundes- berggesetz geregelt. Am Standort Sigmundshall wurde die Kaliproduktion zum Ende des Jahres 2018 planmäßig eingestellt. Die technischen Maßnahmen zur Verwahrung des Bergwerkes, die noch eini- ge Jahre in Anspruch nehmen werden, wurden im Rahmen eines umfangreichen Projektes erarbeitet und sind mit den zuständigen Behörden weitgehend abgestimmt. Neben diesen Arbeiten hat k+s im November 2019 entschieden, einen Inno- park, ein Innovationszentrum für die Erprobung und Ansiedlung neuer Geschäftsfelder, am Standort Sigmundshall zu etablieren, der die Forschung und Entwicklung auf der Suche nach neuen Märkten und Geschäftsmodellen ergänzen soll. Auch potenzielle Nachnutzungsoptionen stehen hier im Fokus. Die Kalilagerstätte in Bethune, Kanada, enthält das Mineral Kalium (26 % Rohstoffgehalt Kaliumchlorid). Hier nutzen wir Solungsbergbau (Solution Mining). Dabei werden Mineralien mit Wasser gelöst. Die gesättigte Lösung (Sole genannt) wird an die Erdoberfläche gepumpt, wo die Mineralien extrahiert werden. Da der Lösungsprozess wasser- und energieintensiv ist, unternehmen wir große Anstrengungen, um einen mög- lichst hohen Anteil der natürlichen Ressourcen zu erhalten und wiederzuverwenden. Forschung und Entwicklung k+s verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von etwa 9 Mio. t Salz in Europa. Unter Tage gewonnenes Steinsalz wird über Tage auf die gewünschte Körnung gemahlen. Siedesalz entsteht, indem das Wasser der Sole verdampft und dadurch gelöstes Salz gewonnen wird. Die mögliche Wiederaufnahme der Kaliproduktion am 1987 still- gelegten Standort Siegfried-Giesen wurde im Januar 2019 per Planfeststellungsbeschluss genehmigt. k+s wird unter Berück- sichtigung der aktuellen Rahmen- und Marktbedingungen entscheiden, ob und wann das Projekt umgesetzt werden kann. Zur Errichtung einer Solarsalzanlage in Westaustralien (Ashburton Salt Projekt) hat k+s bergbauliche Lizenzen von einer lokalen Investorengruppe erworben. Das Projekt befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase. Nach Einleitung des Umweltgenehmigungsverfahrens im Oktober 2016 wurde im ersten Schritt der notwendige Studienumfang mit der Umwelt- behörde abgestimmt. Nach Genehmigung dieses sogenannten „Scopings“ haben wir mit den eigentlichen Umweltstudien begonnen. Ende 2020 wurden die Antragsunterlagen mit den Resultaten der Studien bei der Umweltbehörde eingereicht, die in 2021 mit weiteren Studienergebnissen aktualisiert wurden. Parallel zum laufenden Genehmigungsverfahren arbeiten wir weiter an der Vervollständigung der Machbarkeitsstudie für das Projekt. Sowohl die Genehmigungen als auch die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollten kurzfristig vorliegen. Sobald dies In Niedersachsen sind wir in der Regel verpflichtet, die ver- bleibenden Grubenhohlräume zu fluten, sofern eine sinnvolle Nachnutzung eines stillgelegten Bergwerks nicht möglich ist. Dort sind bereits 25 Gruben geflutet, bei dreien geschieht das zurzeit und eine Grube wurde „trocken“ verwahrt. Die Flutung von Sigmundshall wurde in 2021 aufgenommen. Momentan läuft in Niedersachsen an vier Standorten die Verwahrung, an 23 Standorten ist dieser Prozess bereits abgeschlossen. produktion Die Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen gehört zu unseren Kernkompetenzen. Alle von uns abgebauten minerali- schen Rohsalze durchlaufen zum Teil mehrstufige mechanische k+s geschäftsbericht 2021 36 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss der Fall ist, wird entsprechend der strategischen Einordnung des Salzgeschäfts entschieden, wie es mit dem Projekt, das im End- ausbau eine jährliche Produktionskapazität von 4,7 Mio. t haben könnte, weitergehen soll: Investieren oder das Projekt mit Gewinn veräußern. Pro Jahr befördert k+s bezogen auf die fortgeführte Geschäfts- tätigkeit, inklusive Doppelzählungen bei der Nutzung ver- schiedener Verkehrsträger, durchschnittlich über 25 Mio. t Ware. Dafür steht weltweit ein Netzwerk von Lager-, Hafen- und Distributionsstandorten zur Verfügung. einkauf eigene logistikaktivitÄten k+s hat im Jahr 2021 bei rund 8.600 Lieferanten technische Güter, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen (inkl. Logistikdienstleistungen) für rund 1,6 Mrd. € eingekauft (2020: 1,6 Mrd. €). Der Großteil unseres Einkaufsvolumens fällt in der Produktion sowie bei Instandhaltungs- und Erweiterungs- maßnahmen an. Stoffe, die in unsere Produktion bzw. in unsere Produkte eingehen, machen nur einen vergleichsweise geringen Anteil des Einkaufsvolumens aus. Mit unserem Kalikai am Standort Hamburg betreibt die k+s mine- rals and agriculture gmbh eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgutexporte in Europa mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t. Über 3 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte werden hier jährlich umgeschlagen. Um den Weitertransport der Ware zu gewährleisten, hat die k+s minerals and agriculture gmbh mit der Beteiligung an der modal 3 logistik gmbh (ehemals börde container feeder gmbh) Zugriff auf einen multimodalen Logistikanbieter, der umweltfreundliche Verkehrskonzepte für den Containerverkehr anbietet. Entsprechend der Verteilung unserer Standorte bezieht die k+s gruppe Materialien und Dienstleistungen zum größten Teil aus Deutschland (69 %). Darüber hinaus werden Materialien und Dienstleistungen aus Kanada (12 %), den Niederlanden (3%), Frankreich (2%), den usa (1%) und dem Rest der Welt (13%) bezogen. Insgesamt stammen 99% unserer Vertragspartner aus den oecd-Staaten. Die hochmoderne Umschlag- und Lageranlage für Kaliproduk- te im kanadischen Hafen von Vancouver (Port Moody) umfasst u.a. eine Entladestation für Güterwaggons, 1.260 m an Förder- bändern sowie einen 263 m langen Lagerschuppen für insgesamt 160.000 t Kaliprodukte. Güterzüge mit 18.000 t Produkt können hier entladen und Schiffe mit einer Kapazität von 70.000 t am Kai der Anlage beladen werden. Für den Transport vom Werk Bethune zum Hafen verfügt k+s über 1.200 Güterwaggons, die speziell für unseren Bedarf konzipiert wurden. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Geschäftsethik & Menschenrechte Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit Auch für unseren europäischen Bahnverkehr haben wir in eine eigene Waggonflotte investiert und verfügen nunmehr über 404 Güterwaggons. Ein offenes und faires Miteinander ist der Anspruch unserer Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern. Diese wählen wir in einem systematischen, transparenten und it- gestützten Prozess nicht nur nach rein wirtschaftlichen Kriterien aus. Mit unseren strategischen Lieferanten und Dienstleistern unterhalten wir langjährige Partnerschaften, nicht zuletzt um u.a. eine langfristige Versorgung und Frachtraumsicherung zu gewährleisten. logistikdienstleister Die langfristige Frachtraumsicherung spielt für uns eine wichtige Rolle. Der Großteil unseres internationalen Transportvolumens wird von Dienstleistern befördert, mit denen wir langjährige Partnerschaften unterhalten. logistik vertrieb/marketing Unser Supply Chain Management steuert und überwacht die gesamte Lieferkette, um die zuverlässige weltweite Belieferung unserer Kunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen sicher- zustellen. Wir nutzen die verschiedenen Verkehrsträger unter Einbeziehung ihrer individuellen Vorteile und berücksichtigen, soweit möglich, die umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Schienen- und Wasserwege. Mithilfe gruppenweit gültiger Leistungskennzahlen überwachen wir die Kosten, messen die Leistungsfähigkeit der logistischen Systeme und verbessern diese in einem ständigen Prozess, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten bzw. zu erhöhen. Unser Anspruch ist, der am stärksten auf den Kunden fokus- sierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten zu sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Wir streben eine größt- mögliche Nähe zu unseren Kunden an und wollen ihnen maß- geschneiderte Produkte anbieten, die wir in unserem etablierten und kundennahen Vertriebsnetz weltweit vertreiben. Gesicherte Qualität, termingerechte Lieferung und fachgerechte Beratung sollen maßgeblich zur Kundenbindung beitragen. Im Qualitätsmanagement wollen wir die Qualität unserer k+s geschäftsbericht 2021 37 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Produkte in allen Phasen der Wertschöpfungskette stetig verbessern. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der din en iso 9001 und wird von externen, akkreditierten Zertifizierungsunternehmen geprüft. Wir bewerten unsere Produkte kontinuierlich in Bezug auf mögliche Risiken für Gesundheit und Sicherheit sowie auf ihre Umweltverträglichkeit. Wir sorgen dafür, dass sie bei verantwortungsvoller und sach- gerechter Nutzung für Mensch und Natur sicher sind. Unseren Kunden stellen wir umfangreiche Informationen zu Produkten und Dienstleistungen in Produkt- und Sicherheitsdatenblättern zur Verfügung. Da es sich bei dem Großteil unserer Produkte um chemisch nicht veränderte Naturstoffe handelt, sind sie von der Registrierpflicht im Rahmen der europÄischen chemikalienverordnung reach ausgenommen. Alle anderen Stoffe sind den Vorschriften entsprechend registriert. mit Pflanzennährstoffen auch unter sich verändernden Rahmen- bedingungen zu optimieren. Für unsere Industrieprodukte bieten wir weltweit technische Anwendungsberatung an. wertschöpfungsrechnung Die nachfolgende Wertschöpfungsrechnung zeigt den von uns erwirtschafteten Beitrag zum privaten sowie zum öffentlichen Einkommen. Die Wertschöpfung wird errechnet aus Umsatz- erlösen und sonstigen Erträgen nach Abzug von Material- aufwand, Abschreibungen (einschließlich Wertminderung / -aufholung) und sonstigen Aufwendungen. In der Verteilungs- rechnung wird ausgewiesen, welche Anteile der Wertschöpfung an Mitarbeiter, Aktionäre, Staat und Darlehensgeber flossen und welcher Anteil dem Unternehmen zuzurechnen ist. Die Wertschöpfungsrechnung bezieht sich auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit. b.5 anwendung Produkte und Dienstleistungen, deren Anwendung sowie wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbspositionen wer- den im Abschnitt „Unternehmensprofil“ innerhalb der Kunden- segmente beschrieben. Im Jahr 2021 war unsere Wertschöpfung aufgrund der auf Seite 47 beschriebenen nicht zahlungswirksamen Wertaufholung der langfristigen Vermögenswerte deutlich positiv und belief sich auf 3.305,1 Mio. € (2020: –925,0 Mio. €, belastet durch nicht zahlungswirksame Wertminderung der langfristigen Ver- mögenswerte). Ohne die Effekte aus der nicht zahlungswirk- samen Wertaufholung hätte die Wertschöpfung 1.608,8 Mio. € im Jahr 2021 betragen (2020: 836,5 Mio. €; ohne Effekte aus der Wertminderung). Unsere Mitarbeiter erhielten 885,3 Mio. € (2020: 895,2 Mio. €, beeinflusst durch eine einmalige Rück- stellungszuführung im Zusammenhang mit dem Projekt zur Restrukturierung der Verwaltungsfunktionen). Dieser Betrag setzt sich aus Löhnen und Gehältern, Sozialabgaben und Auf- wendungen für die Altersvorsorge zusammen. Gegenüber den Gemeinden wurden Steuern und Abgaben in Höhe von 100,1 Mio. € geleistet (2020: 5,0 Mio. €). Für den Zinsaufwand gingen 98,4 Mio. € an die Kreditgeber (2020: 95,7 Mio. €). Bei der vorgeschlagenen Dividende von 0,20 € je Aktie erhalten die Aktionäre eine Ausschüttungssumme von 38,3 Mio. € (2020: 0 Mio. €). Das Unternehmen trägt einen Gewinn, einschließlich Sonstigem, von 2.183,0 Mio. € vor (2020: Verlustvortrag und Sonstiges in Höhe von –1.920,9 Mio. €). b.6 anwendungsberatung Im Kundensegment Landwirtschaft beraten professionell aus- gebildete und weltweit agierende Agronomen unsere Kunden und entwickeln bedarfsgerechte Lösungen. Wir betreiben außer- dem Forschung und eigene Feldversuche, um die Nährstoffver- sorgung durch ein angepasstes Produktportfolio optimieren zu können. Schwerpunktkulturen sind dabei Kartoffeln, Mais, Ölpalmen, Raps und Soja. Wir erstellen für unsere Kunden indivi- duelle Düngungsempfehlungen, die Voraussetzung für eine „gute fachliche Praxis“ der landwirtschaftlichen Bodennutzung ist. Sie dienen der langfristigen Sicherung der Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit der Böden als natürliche Ressource. Als Dienstleistung bieten wir eine fachlich fundierte Kunden- beratung im Agrarbereich an. Wir antizipieren Trends und erforschen die veränderten Rahmenbedingungen mit Blick auf Wasser- und Ressourceneffizienz und im Zusammenhang mit der Bodenfruchtbarkeit. Unser Ziel ist es, die Versorgung von Kulturen wertschöpfung – entstehung b.5 wertschöpfung – verteilung b.6 in Mio. € 2020 2.432,1 184,0 2021 3.213,1 332,2 in Mio. € 2020 895,2 5,0 2021 885,3 100,1 98,4 Umsatzerlöse an Mitarbeiter (Löhne, Gehälter, Soziales) an Staaten (Steuern, Abgaben) an Kreditgeber (Zinsaufwand) an Aktionäre (Dividende)1 Sonstige Erträge Materialaufwand Abschreibungen Sonstige Aufwendungen Wertschöpfung –1.038,5 –2.209,6 –292,9 –1.163,8 1.514,6 –591,0 95,7 – 38,3 an das Unternehmen (Gewinnrücklage/ Verlustvortrag und Sonstiges) –1.920,9 2.183,0 –925,0 3.305,1 Wertschöpfung –925,0 3.305,1 1 Im Jahr 2021 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag. k+s geschäftsbericht 2021 38 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss unternehmensstrategie Wir haben im Herbst 2020 ein neues Unternehmensleitbild entwickelt und mit der entsprechenden Überarbeitung der Unternehmensstrategie begonnen. Dieser Prozess erfolgte im Wesentlichen ohne externe Berater. Die neue Strategie wurde durch den Aufsichtsrat im Spätsommer 2021 freigegeben und in den darauf folgenden Wochen intern kommuniziert. Im Rahmen des Capital Markets Days haben wir unsere Strategie ausführlich extern vorgestellt: Unser strategischer Fokus ist auf das Kerngeschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten gerichtet. Drei Schwerpunkte prägen unsere Unternehmensstrategie: Wir wollen das Bestandsgeschäft optimieren, unser Kerngeschäft ausbauen und weiterentwickeln sowie neue Geschäftsfelder aufbauen. Unverändert gilt: Wir haben Umwelt, Natur und Klimaschutz fest im Blick. Jede unternehmerische Entscheidung muss im Einklang mit unserer Klimastrategie und unseren Nachhaltig- keitszielen stehen. b.7 leitplanken der strategie und managementfokus b.7 10 % 70 % 20% optimierung des bestandsgeschäfts neue geschäftsfelder + Operations Excellence + Ramp-up Bethune + reks/Nutzung Infrastruktur + Werksstrategien + Ökologischer Fußabdruck + Kreislaufwirtschaft + Dekarbonisierung + Digitalisierung/ Automatisierung ausbau/weiter- entwicklung unseres kerngeschäfts + Fertigation + Mikronährstoffe + Biostimulanzien + Bodengesundheit Klimastrategie Nachhaltigkeitsziele k+s geschäftsbericht 2021 39 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss optimierung des bestandsgeschäfts neue geschäftsfelder An unseren Standorten Bethune und Zielitz stellen wir das Standardprodukt Kaliumchlorid auf effiziente Weise her. Wir verbessern alle Prozesse an diesen Standorten gemäß dem strategischen Prinzip der Kostenführerschaft. Unser Ziel ist es, die Produktionskosten kontinuierlich zu senken und die Wett- bewerbsfähigkeit zu erhöhen. Für nachhaltige Entsorgungslösungen gibt es einen wachsen- den Markt. Deshalb haben wir den Betrieb und die einzigartige Infrastruktur unserer hochmodernen Entsorgungsanlagen mit dem Vertriebsnetz unseres neuen Partners, einer Tochter der remondis gruppe, im Gemeinschaftsunternehmen reks vereint. Außerdem eröffnet uns dieses Geschäftsmodell den bestmög- lichen Zugang zu Materialien, die wir künftig für die Abdeckung unserer Halden benötigen. Darüber hinaus prüfen wir alternative Nutzungsmöglichkeiten für unsere Infrastruktur. So bieten etwa unsere unterirdischen Kavernen das Potenzial zur Speicherung Spezialitäten produzieren wir an unseren Werken Werra und Neuhof. Das Produktportfolio werden wir laufend optimieren, um unsere Kunden bestmöglich zu bedienen. Gleichzeitig setzen wir uns zum Ziel, den ökologischen Fußabdruck im Herstellungs- prozess deutlich zu reduzieren. b.8 von co oder Wasserstoff. 2 unsere finanziellen ziele Im Salzgeschäft konzentrieren wir uns auf operative Ver- besserungen. Strategisches Wachstum steht hier nicht im Fokus. Optimierung des Bestandsgeschäfts bedeutet für uns auch, entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Digitalisierung und Automatisierung zu setzen. Potenziale hierfür sehen wir ins- besondere in den Bereichen Produktion, Vertrieb und Supply Chain. Mit unserer Unternehmensstrategie sichern wir den wirtschaft- lichen Erfolg in der Zukunft. Unsere finanziellen Ziele streben wir auf Basis einer soliden Bilanz an, um den Ansprüchen und Rendite-Erwartungen unserer Kapitalgeber gerecht zu werden. + + + Wir wollen im Durchschnitt über einen 5-Jahres-Zyklus unsere Kapitalkosten verdienen (roce > wacc). Ebenfalls über diesen Zyklus streben wir eine durchschnitt- liche ebitda-Marge von mehr als 20% an. ausbau und weiterentwicklung unseres kerngeschäfts Ab 2023 erzielt die k+s gruppe insgesamt sowie jedes Werk einen positiven Freien Cashflow – selbst bei einem vorüber- gehend niedrigen Kalipreis. Unsere Produkte sind wichtig für einen Planeten im Wandel. Ertragreiche Anbauflächen sind die Voraussetzung, um eine wachsende Weltbevölkerung auch unter veränderten klimati- schen Bedingungen zu versorgen. Schon heute bieten wir der Agrarwirtschaft viele Produkte an, die den Ertrag wirksam stei- gern und dem Landwirt helfen, Herausforderungen zu meistern. + Unsere neue Dividendenpolitik sieht grundsätzlich eine Basisdividende von 15 Cent je Aktie vor. Sie kann bei guter wirtschaftlicher Entwicklung um einen diskretionären Betrag erhöht werden. Dabei werden zusätzlich mehrere Faktoren berücksichtigt, insbesondere die Bilanzstruktur, die erwartete Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung des bereinigten Freien Cashflows. Wir wollen unser Portfolio noch weiter entwickeln. Dabei denken wir an angrenzende Nährstoffe und Biostimulanzien, aber auch an den stärkeren Ausbau der Flüssigdüngung. Wo es auf der Erde heiß und trocken ist, ermöglichen unsere wasserlöslichen Produkte bereits heute den Anbau von Pflanzenkulturen – selbst in Wüstenregionen. Auch bei der Bewässerung unter Folie und Glas sind unsere Nährstoffe ein wichtiger Wachstumsmotor. Ein umfangreiches Beratungs- und Serviceangebot komplettiert unser Geschäftsmodell. Insbesondere digitale Dienstleistungen, wie zum Beispiel digitale Plattformen mit Partnern, die den Direktverkauf zum Landwirt ermöglichen, unser Onlineshop und agronomische Beratung über Webinare werden zukünftig in unserem Geschäft eine noch stärkere Rolle spielen. Daneben werden wir unsere Präsenz beim Kunden direkt in ausgewählten Märkten vor Ort intensivieren. Beim Ausbau unseres Kern- geschäfts setzen wir primär auf organisches Wachstum und auf die Kooperation mit starken Partnern. Mit unserer Strategie haben wir den Kurs für die kommenden Jahre gesetzt. Wir werden innerhalb dieser Leitplanken eine Vielzahl von Maßnahmen und Projekten weiter vorantreiben und anstoßen. Mit Leidenschaft und Engagement! www.kpluss.com/strategie k+s geschäftsbericht 2021 40 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss werksstrategien bethune b.8 zielitz Commodity-Standort mit Kostenführerschaft Klarer Fokus auf Kali-Produkte + Wachstum auf dem Weg zu 4 Mio. Tonnen pro Jahr erfolgt + Fokus auf innovative, strategische Zukunftsprojekte und -konzepte: durch Secondary Mining und Cooling-Pond-Technologie Effizienzverbesserungen durch Automatisierung, Aufnahme des Secondary Mining und Verringerung des Energieeinsatzes je Tonne Endprodukt + • • • Operations Excellence (Reduktion der Cash-Kosten) Autonomer Bergbau und Fabriksteuerung Erneuerbare Energien, H - und CO -Infrastruktur 2 2 • Verringerung von Energie- und Wasserverbrauch (Einführung von Technologien mit niedrigem Treibhausgasausstoß) Erhöhte Solekonzentration + + + Ausbau von KCl 99 zum Branchenführer bei diesem Industrieprodukt • • • Machbarkeitsstudien für die Ausweitung auf andere Kali-Produkte Verbesserung von Anlagenteilen in Fabrik und Verladung Verbesserung Anlagenleistung, Verfügbarkeit und Aus- lastung (Gesamtanlageneffektivität) Haldenabdeckung • Senkung der Kosten pro Kaverne werra neuhof Weltweit größtes Werk für Kali-, Magnesium- und Sulfatspezialitäten Spezialitäten-Werk für den europäischen Markt Verlängerung der Laufzeit des Werkes + Optimierung des Portfolios + Effizienz • • • • Maximierung CMS (Bittersalz) Erhöhung der Menge granulierter Produkte Optimierung der Produktion von SOP Neue Spezialitäten • • • • Erhöhung Extraktionsrate Verringerung Chemikalienverbrauch Erhöhung Eigenstromerzeugung Reduzierung Energieeinsatz + Zukunftssicher + + Optimierung des Portfolios • • • • • Erhöhung Extraktionsrate Reduzierung Prozesswasser Verringerung fester Nebenprodukte Senkung Energieverbrauch • • Erhöhung Kieseritproduktion Erhöhung Menge granulierter Produkte Zukunftssicher Verringerung CO -Emissionen 2 • • Verringerung CO -Emissionen 2 + Licence to operate Haldenabdeckung • • Verbesserung Genehmigungssituation Haldenabdeckung nachhaltigkeitsprogramm1 In darunter liegenden Themenfeldern haben wir uns konkrete Nachhaltigkeitsziele & kpis gesetzt. Im Dialog mit unseren Stake- holdern entwickeln wir unser Nachhaltigkeitsmanagement stän- dig weiter – lokal an unseren Standorten und weltweit. k+s bekennt sich klar zum Thema Nachhaltigkeit. Wir engagieren uns in den drei Handlungsbereichen Gesellschaft & Mitarbeiter, Umwelt & Ressourcen sowie Geschäftsethik & Menschenrechte. handlungsbereiche der k+s gruppe 1 Dieser Abschnitt ist Teil der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289c–289e HGB und § 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der inhaltlichen Prüfung im Rahmen der Abschlussprüfung ist, jedoch nach ISAE 3000 rev. mit begrenzter Sicherheit geprüft wurde. Für unser Unternehmen relevante Themen und gesellschaftliche Trends bewerten wir frühzeitig und systematisch. Das Nach- haltigkeitsprogramm der k+s gruppe greift die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen auf und geht in den übergeordneten k+s geschäftsbericht 2021 41 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Handlungsbereichen darüber hinaus. Aufgrund der Veräußerung der Operativen Einheit Americas haben wir die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der k+s gruppe aus Sicht unserer Stake- holder in 2021 neu identifiziert. Hierbei wurden die Nachhaltig- keitsaspekte aus der Leitlinie der Global Reporting Initiative „gri-Standards“ bewertet. Das Ergebnis zeigt einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich Umwelt & Ressourcen mit den Themen „Bergbauliche Rückstände flüssig & fest“ sowie „Energie & Klima“. Eine hohe Relevanz haben unsere Stakeholder darüber hinaus den Themen „Gesundheit & Arbeitssicherheit“ sowie „Compliance“ beigemessen. Basierend auf den Ergebnissen der aktualisierten Wesentlichkeitsanalyse haben wir unsere Nachhaltigkeitsziele & kpis in 2021 angepasst. Unser Nachhaltig- keitsrad zeigt im Inneren des Kreises die wesentlichen Themen- felder, innerhalb derer k+s sich konkrete Ziele & kpis gesetzt hat. Übergeordnet sind im äußeren Rand die Handlungsbereiche benannt, in denen sich k+s engagiert. b.9 (kwk) und den damit verbundenen Umstieg von Kohle auf Erdgas sowie umfangreiche Energieeffizienzmaßnahmen und Kapazitätsabbau haben wir unsere direkten co -Emissionen in 2 den letzten drei Jahrzehnten bereits wesentlich reduziert. Wir sind der Überzeugung, dass Klimaneutralität bis 2050 erreicht werden kann. Für k+s ist dieses Ziel sehr herausfordernd und nur unter bestimmten Bedingungen zu erreichen. Hierzu bedarf es seitens der Politik dringend energiewirtschaftlicher und energiepolitischer Nachbesserungen. Denn Energie muss für alle bezahlbar bleiben und ihr Preis darf unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht negativ beeinflussen. konkrete nachhaltigkeitsziele bis zum jahr 2030 Die Definition konkreter Ziele bis zum Jahr 2030 und die regel- mäßige Berichterstattung von Leistungsindikatoren machen unseren Fortschritt messbar. Die vom Vorstand beschlossenen Ziele wurden von den Facheinheiten und der Einheit Nachhaltig- keitsmanagement erarbeitet und auf Basis der aktualisierten Wesentlichkeitsanalyse 2021 angepasst. Jedes k+s-Vorstands- mitglied ist zudem persönlicher kpi-Sponsor bestimmter Ziele und treibt deren Umsetzung aktiv voran. Über den aktuellen Stand der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele wird intern quartalsweise berichtet. b.10 unsere ambitionierte klimastrategie Wir wollen die Energiewende weiter aktiv voranbringen und unterstützen die Ziele des Pariser Klimaabkommens. Dazu haben wir einen Klimaschutzfonds eingeführt. Konkret haben wir es uns zum Ziel gesetzt, unsere co -Emissionen weiterhin zu senken, und 2 zwar bis 2030 um 10% gegenüber 2020. Durch den umfassenden Einsatz hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung Corporate Governance k+s-nachhaltigkeitsrad b.9 k+s geschäftsbericht 2021 42 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss k+s-nachhaltigkeits-kpis und zielsetzung 2030 b.10 Ziel- Ziel KPI1 Einheit Zielwert 2 0 2 1 T e r m i n e r r e i c h u n g gesellschaft & mitarbeiter Gesundheit & Arbeitssicherheit: Verletzung mit Ausfallzeit LTI-Rate 0 1 1 , 3 V i s i o n 2 % Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeits- umgebung, um unsere Mitarbeiter zu schützen, die unser wertvollstes Kapital darstellen. 2 0 3 0 Vielfalt & Inklusion: Positive Wahrnehmung eines inklusiven Arbeitsumfeldes durch die Mitarbeiter2 % > 90 5 4 , 4 2 0 3 0 6 0 % Rekrutieren und Entwickeln einer Belegschaft, die das Umfeld unserer Geschäftsstandorte reflektiert. Förderung eines inklusiven Arbeitsumfeldes, das allen Mitarbeitern den eigenen Erfolg ermöglicht und zu Innovation und Geschäftsergebnissen beiträgt. umwelt & ressourcen Ressourceneffizienz: Versenkung von salzhaltigem Abwasser in Deutschland3 Mio. m p.a. 0 1 , 0 Ab 100% Januar 2022 ³ Einstellung der Versenkung von salzhaltigem Abwasser aus der Kaliproduktion in Deutschland bis Ende 2021, kein Antrag auf Erneuerung. Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser. Zusätzliche Reduzierung von zu entsorgendem salzhaltigen Prozess- wasser aus der Kaliproduktion in Deutschland4 Mio. m p.a. –0,5 0,6 0,2 2030 0% 2030 6% 2030 7% ³ Reduzierung der Umweltbelastung und Erhalt der natürlichen Ressourcen durch erneute Überprüfung des Potenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen. Menge an Rückstand, der für andere Mio. t p.a. Zwecke als zur Aufhaldung verwendet oder durch eine Erhöhung der 3 Rohstoffausbeute vermieden wird5 Zusätzlich abgedeckte Haldenfläche ha 155 –10 –10 10,1 –0,5 5% 2030 Energie & Klima: Absolute CO -Emissionen in der % % 2 K+S Gruppe weltweit6 Reduzierung des CO -Fußabdrucks und 2 Verbesserung der Energieeffizienz zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Spezifische Treibhausgasemissionen –11,6 2 0 3 0 1 0 0 % (CO ) in der Logistik (kg CO e/t) 2 2 geschäftsethik & menschenrechte Nachhaltige Lieferketten: Anteil der kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S Gruppe anerkannt haben % % % 100 > 90 100 86,6 80,7 25 Ende 87% 2025 Forderung der Einhaltung einer nachhaltigen Vorgehensweise unserer Lieferanten entlang der gesamten Lieferketten, um alle Geschäftsaktivitäten auf unsere Werte auszurichten. 9 0 % Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S Gruppe Ende 2 0 2 5 Compliance & Anti-Korruption: Abdeckung der K+S-Gesellschaften mit einer standardisierten Compliance-Risiko-Analyse6 Ende 25% 2023 Sicherstellung unserer Null-Toleranz-Politik gegen Korruption und Bestechung, unter Anwendung einer weltweit standardisierten und regelmäßigen Compliance-Risiko-Analyse und Ableitung daraus resultierender Maßnahmen bei allen K+S-Gesellschaften. 1 Das Basisjahr für unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist 2017. 2 Die erste Erhebung erfolgte im Jahr 2019 (abweichendes Basisjahr). Die nächste Erhebung ist für 2022 geplant. 3 Mit Ende des Jahres 2021 wurde in Deutschland die Versenkung salzhaltiger Wässer in den Untergrund eingestellt. 4 Exklusive einer Reduktion durch die KKF-Anlage und das Ende der Produktion in Sigmundshall. 5 Exklusive einer Reduktion durch die bestehende Maßnahme des Sofortversatzes. 6 Abweichendes Basisjahr: 2020. Vierjahresübersicht der k+s gruppe zu Nachhaltigkeitskennzahlen k+s geschäftsbericht 2021 43 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss wirtschaftsbericht Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die k+s gruppe einen Umsatz aus fortgeführter Geschäftstätigkeit in Höhe von 3.213,1 Mio. € (2020: 2.432,1 Mio. €). Das ebitda1 aus fortgeführter Geschäftstätigkeit betrug aufgrund spürbar höherer Durchschnittserlöse für Kali- und Magnesiumprodukte sowie eines überdurchschnitt- lichen Auftausalzgeschäfts 969,1 Mio. € (2020: 266,9 Mio. €); davon entfielen rund 220 Mio. € auf den Einmaleffekt im Zusammenhang mit der reks-Transaktion. Der bereinigte freie Cashflow aus fortgeführter Geschäftstätigkeit erreichte 92,7 Mio. € (2020: –109,9 Mio. €). Der Überblick über den Geschäftsverlauf sowie die Beschreibung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beziehen sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der k+s gruppe. Die bisherige Operative Einheit Americas wird aufgrund der Veräußerung mit Closing zum 30. April 2021 bereits seit der Berichterstattung über das vierte Quartal 2020 gemäß ifrs 5 als „nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit“ ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Kapitalfluss- rechnung waren im Geschäftsbericht 2020 sowohl für 2020 als auch für 2019 bereits dahingehend angepasst. Während in der Bilanz zum 31. Dezember 2020 die entsprechenden Vermögens- werte und Schulden erstmals als zur Veräußerung ausgewiesen wurden, bildete nach dem Closing der Transaktion am 30. April 2021 die Bilanz zum 30. Juni 2021 dann erstmals alle damit zusammenhängenden Effekte ab. Neben den Belastungen durch die Pandemie direkt haben auch damit einhergehende, anhaltende Lieferengpässe zu Beschränkungen und Verteuerung der Warenproduktion geführt und somit den Inflationsdruck verstärkt. An den Energiemärkten war das Geschehen von einem deut- lichen Anstieg des Gaspreises gekennzeichnet, der in Europa besonders ausgeprägt war. Hier reichten Lieferungen aus Russland im Sommer nicht aus, um die Lagerbestände vor der Heizsaison wieder auf ein übliches Niveau aufzufüllen, so dass mit wachsenden Zweifeln an der Versorgungssicherheit die Preise stark stiegen. Die hohen Gaspreise strahlten auch auf den Ölpreis ab, der am Jahresende mit rund 74 usd pro Fass Rohöl der Sorte Brent etwa 50% über dem Stand des Vorjahres notierte (31. Dezember 2020: 50 usd). Der Durchschnittspreis lag 2021 mit rund 70 usd deutlich über dem des Vorjahres (2020: 42usd). Überblick Über den geschäftsverlauf entwicklung der rohstoffpreise auf monatsbasis im jahr 2021 b.11 gesamtwirtschaftliche rahmenbedingungen Die Weltkonjunktur wurde auch im Jahr 2021 spürbar von der covid-19-Pandemie beeinflusst. Die wirtschaftlichen Effekte waren in verschiedenen Ländern allerdings sehr unterschiedlich. in % 160 140 120 100 80 So wurden in Ländern mit hoher Impfquote während der Som- mermonate teils höhere Inzidenzen toleriert, ohne dass mit konjunkturschwächenden Eindämmungsmaßnahmen seitens der Politik eingegriffen wurde. In vielen asiatischen Ländern – wie beispielsweise China – führte ein erneuter Anstieg der Infektionszahlen dagegen zu einer deutlichen Verlangsamung der Konjunktur. Die Auswirkungen auf die Produktion in den Vereinigten Staaten und in Europa waren eher gering. Jan. März Juni Sept. Dez. Index: 31. Dezember 2020 Palmöl Rohöl (Brent) Weizen Mais Sojabohnen Quelle: Weltbank 1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungs- betrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Markt- wertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 52. k+s geschäftsbericht 2021 44 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Die Notierungen wichtiger Agrarrohstoffe stiegen seit Jahres- beginn 2021 teils kräftig. Der Preis für Mais verzeichnete über das Gesamtjahr einen Anstieg von knapp 33%, Weizen von knapp 31% und Sojabohnen von 8%. Der Preis für Palmöl notierte am Jahresende 25% über dem Jahresanfangsniveau und stieg damit das dritte Jahr in Folge. b.11 Minimierung der Ansteckungsrisiken durch covid-19 ver- bundenen Effizienzverluste, Kosten für Tests sowie die k+s Impf- kampagnen an deutschen Standorten ähnlich wie im Vorjahr mit einem mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag belastet. Weiterhin hatten folgende Veränderungen der gesamtwirt- schaftlichen Rahmenbedingungen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von k+s: eur/usd-entwicklung im jahr 2021 b.12 + + Der teils kräftige Anstieg der Preise wichtiger Agrarrohstoffe sowie die daraus resultierenden Ertragsperspektiven, auch vor dem Hintergrund günstiger Währungsverhältnisse in bestimmten Regionen, erhöhten für Landwirte im Berichts- zeitraum den Anreiz, den Ertrag je Hektar durch den Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern sowie die Anbaufläche insgesamt zu erhöhen. 1,30 1,20 1,10 1,00 Die Energiekosten der k+s gruppe werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug von Erdgas beeinflusst. Unsere langfristig orientierten Einkaufsverträge mit günstigen Konditionen machen uns jedoch grundsätzlich unabhängiger von kurzfristigen Marktpreisentwicklungen. Insgesamt lagen die Energiekosten der k+s gruppe aus Primärbezug im Geschäftsjahr 2021 aufgrund der starken Preisanstiege in den Spotmärkten preis- und mengen- bedingt deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Frachtkosten der k+s gruppe sind maßgeblich durch die Preise für Seefracht, Bahnfracht, Binnenschifffahrt und Lkw- Ladungsverkehre beeinflusst. Aufgrund gestiegener Rohöl- preise und einer geringeren Verfügbarkeit von Frachtraum, im Wesentlichen bei Übersee-Containern und Bulk-Schiffen, sind die Frachtraten deutlich angestiegen. Im Geschäftsjahr 2021 lagen die Frachtkosten der k+s gruppe ebenfalls sowohl preis- als auch mengenbedingt deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Jan. März Juni Sept. Dez. Quelle: Bloomberg Der Wert des us-Dollars bewegte sich bis zur Mitte des Jahres um 1,20 eur/usd, wurde im Jahresverlauf stärker und schloss bei 1,13 eur/usd (31. Dezember 2020: 1,23 eur/usd). Im Jahres- durchschnitt notierte er mit 1,18 eur/usd jedoch schwächer als im Vorjahr (2020: 1,14 eur/usd). b.12 + auswirkungen auf k+s Auch im zweiten Jahr der covid-19-Pandemie hat k+s Krisen- stäbe (Task Forces) eingesetzt, die die aktuelle Situation per- manent beobachten, bewerten und erforderliche Maßnahmen koordinieren. An den produzierenden Standorten behielten wir die 2020 eingeführten, umfangreichen Maßnahmen zur Minimierung der Ansteckungsrisiken bei. So erfolgten die Seilfahrten der Belegschaft in die Bergwerke mit deutlich weniger Personen, um einen größeren Abstand zwischen den Bergleuten zu gewährleisten. Auch wurden Schichten verkürzt beziehungsweise zeitlich verschoben, um ein Aufeinandertreffen von zu vielen Mitarbeitern zu verhindern. In relevanten Bereichen kommen medizinische Mund-Nasen-Schutzmasken zum Einsatz, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Im Rahmen der k+s Impfkampagnen sind bisher mehrere Tausend Impfdosen an Mitarbeiter und Angehörige an den deutschen Standorten ver- abreicht worden. Damit leistet k+s einen wichtigen gesellschaft- lichen Beitrag zur Immunisierung der Bevölkerung. Insgesamt wurde die Produktion nicht nennenswert beeinträchtigt und die Lieferketten waren dank großer Anstrengung und guter Zusammenarbeit des Einkaufs mit den Standorten stabil. Im Berichtsjahr wurde das ebitda aus fortgeführter Geschäfts- tätigkeit durch die mit den umfangreichen Maßnahmen zur + Fremdwährungssicherungssystem: Durch die eingesetzten Sicherungsinstrumente lag der Umrechnungskurs im Geschäftsjahr 2021 inkl. Sicherungskosten bei durchschnitt- lich 1,15 eur/usd. Der durchschnittliche Kassakurs betrug 1,18 eur/usd (2020: Umrechnungskurs 1,15 eur/usd bei einem durchschnittlichen Kassakurs von 1,14 eur/usd). Finanzlage branchenspezifische rahmenbedingungen kundensegment landwirtschaft Die Nachfrage im Kundensegment Landwirtschaft war im Berichtszeitraum in allen Absatzregionen sehr gut. Die Produzen- ten berichteten über hohe Kapazitätsauslastungen. Vorzeitige Schachtschließungen des nordamerikanischen Wettbewerbers mosaic Anfang Juni 2021 führten zu einer bis März 2022 um 1 Mio. t geringeren Produktionsmenge. Zusätzlich stärkend k+s geschäftsbericht 2021 45 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss wirkten sich die Mitte des Jahres verhängten bzw. angekündigten eu- und us-Sanktionen gegen Weißrussland aus. Die Kalipreise stiegen im Verlauf der zweiten Jahreshälfte stark auf ein 13-Jah- res-Hoch. Der stärkste Anstieg war in Brasilien und Nordamerika zu verzeichnen, gefolgt von anderen Überseemärkten, wie z. B. Südostasien. Auch in Europa stiegen die Absatzpreise spürbar an. Die Preise für unsere Düngemittelspezialitäten konnten mit einem gewissen Zeitverzug ebenfalls spürbar gesteigert werden. Obwohl sich auch die Preise für andere Einsatzstoffe der Landwirte seit Anfang 2021 deutlich erhöhten, blieb die Weltkalinachfrage aufgrund der guten Gewinnsituation für Land- wirte auch in der zweiten Jahreshälfte hoch. Insgesamt gehen wir davon aus, dass im Gesamtjahr 2021 der Rekordweltkaliabsatz aus dem Jahr 2020 von rund 77 Mio. t in etwa wieder erreicht werden kann (einschließlich etwa 5 Mio. t Kaliumsulfat und Kali- sorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Nachdem die hohe Nachfrage im Jahr 2020 neben den zur Verfügung stehenden Produktionsmengen auch aus Lagerbeständen bedient wurde, war eine weitere Steigerung der weltweiten Absatzmenge im Jahr 2021 kapazitätsseitig kaum möglich. Produktportfolio des Kundensegments Landwirtschaft gesorgt (Durchschnittspreis 2021: 298 €/t; Durchschnitts- preis 2020: 233 €/t). + Die k+s aktiengesellschaft hat am 30. April 2021 die Veräußerung ihres amerikanischen und in der bisherigen Operativen Einheit Americas gebündelten Salzgeschäfts an stone canyon industries holdings llc („scih“), mark demetree und partner erfolgreich abgeschlossen. Der Nettoerlös betrug 2,6 Mrd. €, der Buchgewinn 742 Mio. €. Damit ist der bedeutendste Meilenstein aus dem Maß- nahmenpaket zur raschen und deutlichen Entschuldung der k+s erreicht worden. Bereits unmittelbar nach dem Closing und dem Erhalt der Kaufpreiszahlung hat k+s Finanz- verbindlichkeiten in Höhe von über 1,1 Mrd. € getilgt. Durch ein Anleiherückkaufprogramm sowie die Rückzahlung der im Dezember 2021 fälligen Anleihe konnten die ausstehenden Finanzverbindlichkeiten per 31. Dezember 2021 um eine weitere Milliarde Euro reduziert werden. Die Nettofinanz- verschuldung zum ebitda verbesserte sich deutlich auf das 0,6-fache (2020: 7,2-fach; basierend auf der fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit). Bereinigt um die Effekte aus dem reks Joint Venture, würde sich ein Verhältnis in Höhe von 0,9 ergeben. kundensegment industrie+ Das Kundensegment Industrie+ mit vielfältigen Einsatzgebieten der Produkte war insgesamt von einer guten Nachfrageent- wicklung geprägt. Die Nachfrage der Chemieindustrie stieg kon- junkturbedingt deutlich. Auch bei Produkten für die Lebens- und Futtermittelindustrie, für sonstige gewerbliche Anwendungen sowie im Bereich Entsorgung übertraf die Nachfrage das Vorjahr. Bei Produkten für die Öl- und Gas- sowie die Pharmaindustrie verbesserte sich die Nachfrage nach dem pandemiebedingt schwächeren Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage nach Ver- braucherprodukten blieb nach dem starken Vorjahr auf hohem Niveau. + Mit dem am 22. Dezember 2021 erfolgten Closing des reks Joint Venture zielen k+s und remex, eine Tochter der remondis-Gruppe, auf die Erschließung des attraktiven und stark wachsenden europäischen Marktes der Verwertung und Beseitigung von Abfällen sowie der Realisierung nachhaltiger Entsorgungslösungen. Durch den Verkauf der k+s-Anteile an dem „at equity“ zu konsolidierenden Unternehmen reks erzielte k+s einen Einmalertrag in Höhe von 219,2 Mio. € im vierten Quartal 2021. Gleichzeitig wurde ein Barmittelzufluss von insgesamt rund 90 Mio. € vor Steuern generiert. + Inzwischen vorliegende Machbarkeitsstudien für geplante Haldenabdeckungsverfahren haben zu einer ergebniswirk- samen Auflösung bergbaulicher Rückstellungen in Höhe von 57,9 Mio. € geführt. Gegenläufig wirkten sich die üblichen Zuführungen aus, sodass die ebitda-Wirkung aus der Ver- änderung bei bergbaulichen Rückstellungen insgesamt +9 Mio. € betrug. Im Finanzergebnis konnten positive Zins- effekte aus der Auflösung von bergbaulichen Rückstellungen negative Einflüsse aus der Änderung des Abzinsungssatzes der bergbaulichen Rückstellungen mehr als ausgleichen. Der Effekt auf das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern lag bei rund +48 Mio. €. Das Auftausalzgeschäft verzeichnete einen starken Absatz- anstieg. Der schneereiche Winter zu Beginn des Jahres in Europa beeinflusste die Nachfrage des gesamten Jahres positiv und wirkte sich auch auf die Ausschreibungen für die Wintersaison 2021/2022 positiv aus; auch die Witterung im vierten Quartal sorgte für ein überdurchschnittliches Auftausalzgeschäft. wesentliche, fÜr den geschäftsverlauf ursächliche ereignisse + Die unter branchenspezifische rahmenbedingungen beschriebene Entwicklung der Agrar-, Kalimärkte sowie -preise hat sich auch auf die Absatzmenge im Kunden- segment Landwirtschaft positiv ausgewirkt (Absatzmenge 2021: 7,6 Mio. t; Absatzmenge 2020: 7,3 Mio. t) und für einen deutlich höheren Durchschnittspreis in unserem + Auswirkungen der covid-19-Pandemie: Die auf Seite 45 beschriebenen Effizienzverluste, Kosten für Tests sowie die k+s Impfkampagnen hatten insgesamt eine negative ebitda-Auswirkung in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. k+s geschäftsbericht 2021 46 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Bei der Ermittlung der Effizienzverluste wurden Produktions- mengenverluste einbezogen. Insgesamt wurde die Produk- tion nicht nennenswert beeinträchtigt und die Lieferketten waren stabil. Abschlüssen. In Bezug auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 lauten die Feststellungen der dpr wie folgt: „Im Konzernabschluss der K+S AG zum 31.12.2019 wurde über wesentliche Annahmen, Annahmeänderungen, Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten im Zusammenhang mit der Werthaltigkeitsprüfung der zahlungs- mittelgenerierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte (ZGE Kali) nicht angemessen berichtet. Das Nettovermögen der ZGE Kali i.H.v. 5.428,3 Mio. € (51,3% der Konzernbilanz- summe) besteht im Wesentlichen aus Sachanlagevermögen des Kaliwerks Bethune in Kanada. Es wurde insbesondere nicht angegeben, dass für dieses Werk erstmalig nicht nur die ausgewiesenen Reserven, sondern zu 40% auch Ressourcen bei der Nutzungswertermittlung herangezogen wurden, die – anders als Reserven – zum Betrachtungszeitpunkt noch nicht hinreichend sicher nachgewiesen oder noch nicht wirtschaft- lich förderbar sind. Es wurde ferner auf die Verlängerung der für dieses Werk zugrunde gelegten Laufzeit nicht hin- gewiesen, die sich in Folge der Ressourcenberücksichtigung auf ca. 150 Jahre (ewige Rente) mehr als verdoppelt hat. Die stattdessen im Konzernanhang enthaltene Aussage, dass die Laufzeiten der ZGE durch die Rohstoffreserven determiniert sind, lässt nicht auf die Berücksichtigung von Ressourcen schließen. Auch über die erstmalig im Werthaltigkeits- test unterstellte zukünftige Ausweitung der maximalen Produktionskapazität in Bethune von 2,86 mt/a auf 4,0 mt/a wurde nicht berichtet. Auf diese Weise wird nicht die von einem IFRS-Abschluss gemäß IAS 1.1 geforderte Vergleich- barkeit hergestellt. Es liegt ein Verstoß gegen IAS 1.122 und IAS 1.125 vor, wonach die mit den angewandten Bilanzierungs- methoden einhergehenden Ermessensentscheidungen sowie wesentliche Annahmen und Schätzungsunsicherheiten im Konzernanhang anzugeben sind. Zudem fordern auch IAS 1.31 i.V.m. IAS 36.132, dass ein Unternehmen zusätzliche Angaben in Betracht zu ziehen hat, wenn anderenfalls die Auswirkungen von Ereignissen und Bedingungen auf die Vermögenslage für die Abschlussadressaten nicht ver- ständlich wären.“ In Bezug auf den verkürzten Konzernab- schluss zum 30. Juni 2020 lauten die Feststellungen der dpr wie folgt: „1. Für den Zwischenabschluss der K+S AG zum 30.06.2020 wurde keine Wertminderungsprüfung für den Nettobuchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte (i.H.v. 5.196,8 Mio. €, 51,7% der Konzernbilanzsumme) durchgeführt, obwohl Anhaltspunkte dafür vorlagen, dass das Nettovermögen wertgemindert sein könnte. Anhaltspunkte waren insbesondere die nega- tive Kalipreisentwicklung sowie der weitere Rückgang der Marktkapitalisierung unterhalb des Nettovermögens des Unternehmens. Die unterlassene Wertminderungsprüfung verstößt gegen IAS 36.9 i.V.m. IAS 36.12 und IAS 34.28. 2. Im + + Aufgrund der winterlichen Witterung im ersten und vierten Quartal erhöhte sich die Absatzmenge von Auftausalz im Geschäftsjahr 2021 auf 3,18 Mio. t nach dem historisch milden Winter im Vorjahr (Absatzmenge 2020: 0,9 Mio. t; Normaljahr: 2,0 bis 2,5 Mio. t) und wirkte sich auch auf die Ausschreibungen der Wintersaison 2021/2022 positiv aus. Der bereinigte Freie Cashflow aus fortgeführter Geschäfts- tätigkeit war im Geschäftsjahr 2021 von einer Reihe von Sondereffekten belastet: Zahlungen im Zusammenhang mit den Anleiherückkäufen, mit der Restrukturierung der Verwaltung verbundene Barmittelabflüsse in mittlerer zwei- stelliger Millionenhöhe, Reduktion des Factoringvolumens sowie ein höheres gebundenes Kapital aufgrund der rasant gestiegenen Preise für Kalidüngemittel. Dennoch konnte mit 92,7 Mio. € ein nennenswert positiver Betrag generiert werden; dieser beinhaltet den Barmittelzufluss aus der reks- Transaktion in Höhe von rund 90 Mio €. + Die regelmäßig durchzuführende Prüfung der Wert- haltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte gemäß ifrs kann aufgrund veränderter Schätzungen einzelner Einflussfaktoren, wie z. B. Absatz- preise und Absatzmengen, Kapitalkostensatz, Energie- und Frachtkosten oder Wechselkursrelationen, zu deutlich unter- schiedlichen Werten führen. Diese Wertänderungen beein- flussen das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sowie den roce, führen aber nicht zu einer Liquiditätsveränderung und beeinflussen nicht das ebitda. Im Geschäftsjahr 2021 wurde das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern entsprechend mit 1,70 Mrd. € durch eine Wertaufholung positiv beeinflusst. Dies beruht insbesondere auf einer langfristig deutlich optimistischeren Erwartung für das Kali- geschäft und der damit verbundenen Preisentwicklung, die negative Effekte infolge eines höheren Kapitalkostensatzes gegenüber dem 31. Dezember 2020 mehr als ausgleichen konnten. Damit wurde die nicht zahlungswirksame Wert- minderung des Jahres 2020 vollständig wieder aufgeholt. Die deutsche prÜfstelle fÜr rechnungslegung e.v. („dpr“) hat in dem Verfahren zur Prüfung des Konzernabschlusses von k+s zum 31. Dezember 2019 nebst zugehörigem Konzern- lagebericht sowie des verkürzten Konzernabschlusses zum 30. Juni 2020 nebst zugehörigem Zwischenlagebericht am 25. November 2021 ihre endgültigen Prüfungsfeststellungen an k+s übersandt. Aus den endgültigen Feststellungen folgt nach Auffassung von k+s kein Anpassungsbedarf für die Wertansätze der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte („zge Kali“) in den genannten + k+s geschäftsbericht 2021 47 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Zwischenlagebericht der K+S AG für das 1. Halbjahr 2020 wur- den wesentliche Ereignisse und deren Auswirkungen auf die Finanzlage und deren Entwicklung nicht ausreichend deut- lich dargestellt. Insbesondere kommt nicht zum Ausdruck, dass der im 1. Halbjahr 2020 erzielte Freie Cashflow von 166,2 Mio. € in voller Höhe auf nicht operative Maßnahmen, im Wesentlichen auf das in 2020 als Working Capital Manage- ment Maßnahme eingeführte Factoring, zurückzuführen ist. Dies verstößt gegen §115 (4) WpHG i. V.m. DRS 16.40 ff. (z.B. DRS 16.41, interne Ereignisse g)).“ Das Verfahren ist mittler- weile bei dpr und BaFin beendet. Für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern aus fort- geführter Geschäftstätigkeit wurde im Geschäftsbericht 2020 für das Jahr 2021 ein starker Anstieg auf einen positiven Wert pro- gnostiziert (2020: –1.920,9 Mio. €). Im Jahr 2020 war dieser Wert vor dem Hintergrund der Wertminderung auf Vermögenswerte deutlich negativ. Bereits im Halbjahresfinanzbericht konnten wir aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung sowie erfolgter Wertaufholungen in den ersten beiden Quartalen diese Prog- nose auf einen Wert im mittleren dreistelligen Millionenbereich anheben. Aufgrund der positiven Entwicklung des Kaligeschäfts und der damit verbundenen Preisentwicklung konnte die nicht zahlungswirksame Wertminderung des dritten Quartals 2020 per 30. September 2021 wieder vollständig aufgeholt werden, so dass wir dann in der Quartalsmitteilung q3/21 ein bereinigtes Konzern- ergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit in Höhe von gut 1,7 Mrd. € prognostizierten. Das bereinigte Konzern- ergebnis nach Steuern betrug im Berichtsjahr 2.221,3 Mio. € und konnte diesen Wert sogar noch übertreffen. vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten geschäftsverlauf ergebnisprognose Das im Geschäftsbericht 2020 erwartete ebitda-Niveau für das Jahr 2021 konnte deutlich übertroffen werden: Aufgrund ver- besserter Rahmenbedingungen zu Beginn des Jahres sowie der Maßnahmen zur Verschlankung der Verwaltung hatten wir das ebitda aus fortgeführter Geschäftstätigkeit der k+s gruppe – ohne den prognostizierten Ergebniseffekt aus dem reks Joint Venture in Höhe von rund 200 Mio. € – im März zunächst in einer Spanne zwischen 240 und 340 Mio. € erwartet (2020: 267 Mio. €). Diese Einschätzung haben wir am 11. Mai 2021 auf- grund der im ersten Quartal bereits zu beobachtenden Erholung der Kaliumchloridpreise in Übersee, eines witterungsbedingt starken Auftausalzgeschäfts und der Erwartung eines daraus resultierenden verbesserten Frühbezugsgeschäfts auf eine ebitda-Spanne von 300 bis 400 Mio. € angehoben. Die weiterhin positive Preisentwicklung im Kundensegment Landwirtschaft hat im Laufe des Jahres dazu geführt, dass wir die ebitda-Prognose im August auf 500 bis 600 Mio. € und im November auf rund 630 Mio. € (ohne reks-Transaktion) anheben konnten. Den Effekt im Zusammenhang mit der reks-Transaktion, deren Closing am 22. Dezember 2021 erfolgte, prognostizierten wir mit rund 200 Mio. €, so dass einschließlich dieses Effekts von einem ebitda in Höhe von 830 Mio. € auszugehen war. Nachdem der Ergebniseffekt aus der reks-Transaktion rund 20 Mio. € höher ausfiel, erreichte das ebitda der fortgeführten Geschäftstätigkeit insgesamt einen Wert in Höhe von 969,1 Mio. € einschließlich der reks-Transaktion bzw. einen Wert in Höhe von 749,9 Mio. € ohne Einbeziehung der reks-Transaktion und konnte somit die zuletzt gegebene Prognose aufgrund höherer Durchschnittspreise im vierten Quartal 2021 im Kundensegment Landwirtschaft sowie witterungsbedingt höherer Absatzmengen von Auftausalz zum Ende des Jahres erneut übertreffen. Darin enthalten waren auch ergebniswirksame Auflösungseffekte bei bergbaulichen Rückstellungen aufgrund inzwischen vorliegender Machbarkeits- studien für geplante Haldenabdeckungsverfahren. Dies haben wir mit Ad-hoc-Mitteilung am 4. Februar 2022 kommuniziert. Für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern einschließ- lich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit hatten wir im Rahmen des erfolgreichen Verkaufs der Operativen Einheit Americas zum 30. April 2021, der mit einem Veräußerungsgewinn von 742 Mio. € und einem Barmittelzufluss von rund 2,6 Mrd. € zu Buche schlug, zunächst einen starken Anstieg auf einen Wert im mittleren dreistelligen Millionenbereich prognostiziert. In der Quartalsmitteilung q3/21 konnten wir diese Prognose ana- log zum bereinigten Konzernergebnis nach Steuern aus fort- geführter Geschäftstätigkeit auf gut 2,6 Mrd. € erhöhen. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern einschließlich der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 3.086,5 Mio. € und konnte diesen Wert sogar noch übertreffen. Wesentliche, für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse Bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital (roce) der fort- geführten Geschäftstätigkeit haben wir im März 2021 nach der Wertminderung im Jahr 2020 einen starken Anstieg auf einen wieder positiven Wert erwartet (2020: –33,5%). Diese Erwartung konnte nach der vollständigen Wertaufholung per 30. Septem- ber 2021 auf eine Prognose von mehr als 30 % konkretisiert werden. Der roce betrug im Berichtsjahr 41,3%. b.13 k+s geschäftsbericht 2021 48 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss soll-ist-vergleich der fortgefÜhrten geschäftstätigkeit 2021 Prognose b.13 Geschäftsbericht Prognose Prognose H1/2021 (inkl. REKS) Prognose 9M/2021 2 0 2 0 Q1/2021 IST 2021 IST 2020 (inkl. REKS) (inkl. REKS) (ohne REKS) (inkl. REKS) K+S Gruppe EBITDA1 Mio. € 2 6 6 , 9 4 4 0 b i s 5 4 0 ; 5 0 0 b i s 6 0 0 ; 7 0 0 b i s 8 0 0 ; rund 630; 969; davon 219 REKS (einmalig) davon: 200 REKS davon 200 REKS davon rund 200 ohne 200 REKS (einmalig) (einmalig) REKS (einmalig) (einmalig) < 400 Investitionen2 Mio. € Mio. € 4 2 7 , 6 u n v e r ä n d e r t unverändert unverändert 3 3 4 , 3 Konzernergebnis nach Steuern, –1.920,9 starker Anstieg, starker Anstieg, starker Antieg gut 1,7 Mrd. € 2 . 2 2 1 , 3 bereinigt3 positive Zahl positive Zahl auf einen Wert im mittleren dreistelligen Millionenbereich Konzernergebnis nach Steuern, inklusive nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt Mio. € Mio. € –1.802,5 starker Anstieg auf einen Wert starker Anstieg auf einen Wert im mittleren starker Anstieg auf deutlich gut 2,6 Mrd. € 3.086,5 92,7 im mittleren mehr als 1 Mrd. € dreistelligen dreistelligen Millionenbereich Millionenbereich –109,9 deutlich negativ, negativ, Bereinigter Freier Cashflow negativ, in etwa unter dem unter dem annähernd ausgeglichen; ohne REKS Niveau von 2020 Niveau von 2020 auf dem Niveau von 2020 deutlich Bereinigter Freier Cashflow, inklusive nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit Mio. € % –42,2 > 2 Mrd. € deutlich deutlich 2.691,0 41,3 > 2 Mrd. € > 2 Mrd. € > 2 Mrd. € ROCE –33,5 deutlicher deutlicher deutlicher > 30 Anstieg, positiv Anstieg, positiv Anstieg, positiv EUR/USD-Wechselkurs EUR/USD Mio. t 1,14 1,20 7,3 > 7,5 1 , 2 0 1 , 2 0 1 , 2 0 1,18 7,6 Absatzmenge Kundensegment Landwirtschaft > 7,5 > 7,5 > 7,5 Durchschnittspreis Kunden- segment Landwirtschaft €/t 2 3 3 , 1 l e i c h t e r A n s t i e g m o d e r a t e r deutlicher Anstieg s p ü r b a r e r 2 9 8 ggü. FY 2020 Anstieg Anstieg ggü. 9M/2021 (260) ggü. FY 2020 ggü. FY 2020 Absatzmenge Auftausalz Mio. t 0 , 9 1 > 2 , 5 > 2,6 > 2,6 > 2,6 3 , 2 1 Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. 2 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16. 3 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2021: 30,2%. k+s geschäftsbericht 2021 49 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss cashflow-prognose Reduzierung salzhaltiger Prozesswässer in Deutschland Wir erwarteten für das Geschäftsjahr 2021 eine leichte Reduktion der zu entsorgenden salzhaltigen Prozesswässer in Deutsch- land im Vergleich zu 2020 (2,9 Mio. m³). Mit 3,3 Mio. m³ ist uns dies aufgrund einer gesteigerten Produktionsleistung, einer anders als erwarteten Rohsalzzusammensetzung sowie eines veränderten Produktmixes nicht gelungen. Insgesamt hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, die zu entsorgenden salz- haltigen Prozesswässer aus der Kaliproduktion in Deutschland um 500.000 m³ bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2017 (2,7 Mio. m³) zu reduzieren. Gegenüber dem Vergleichsjahr 2017 haben sich die zu entsorgenden salzhaltigen Prozesswässer allerdings auf- grund von Produktionssteigerungen zunächst moderat erhöht. Wir halten dennoch an unserem Ziel fest und sind optimistisch, die Reduktion erreichen zu können. Unser Ziel ist es, auch in vorübergehenden Phasen niedriger Kalipreise und unterdurchschnittlicher Winter jedes Werk so zu optimieren, dass dennoch ein positiver Freier Cashflow für die k+s gruppe insgesamt sowie für jedes einzelne Werk erwirt- schaftet werden kann. Während zu Beginn des Jahres 2021 ein noch deutlich negativer bereinigter Freier Cashflow aus fort- geführter Geschäftstätigkeit (2020: –109,9 Mio. €) erwartet wurde, konnte diese Prognose aufgrund der deutlich positiven Marktentwicklung immer wieder angepasst werden, so dass wir mit Bekanntgabe der q3/21-Zahlen von einem ausgeglichenen Freien Cashflow für 2021 ohne den Barmittelzufluss aus der reks- Transaktion ausgegangen sind. Der bereinigte Freie Cashflow betrug im Berichtsjahr 92,7 Mio. €; davon entfielen 88,6 Mio. € auf die reks-Transaktion (vor Steuern, deren Zahlung erst für das Jahr 2022 erwartet wird). Somit konnte auch hier die letzte Prog- nose noch übertroffen werden. Dabei wurden geringere Mittel - Nachhaltige Lieferketten abflüsse für Investitionen durch eine geringere Nutzung des Factoring-Programms ausgeglichen. Das Investitionsvolumen lag mit 334,3 Mio. € auch aufgrund von Lieferverzögerungen niedriger als im Vorjahr (2020: 427,6 Mio. €), wobei wir in unserer anfänglichen Prognose noch von einem unveränderten Niveau und im November von weniger als 400 Mio. € ausgegangen waren. Wir erwarteten im Geschäftsbericht 2020, dass die Anerkennungs- rate des Verhaltenskodex durch unsere Lieferanten bezogen auf unser Einkaufsvolumen im Jahr 2021 in etwa stabil bleiben sollte (Anerkennungsrate 66,8%, nur fortgeführte Geschäftstätigkeit). Sie betrug im Jahr 2021 schließlich 80,7% und konnte damit sogar erneut deutlich verbessert werden. Für das Jahr 2021 haben wir im Geschäftsbericht 2020 in Aussicht gestellt, dass wir die Anerkennungsrate des Kodex durch unsere kritischen Lieferanten erneut verbessern können (Anerkennungs- rate 2020: 77,4%, bezogen auf fortgeführte Geschäftstätigkeit). Dies ist mit einer Anerkennungsrate von 86,6% erfüllt worden. prognose der nichtfinanziellen leistungsindikatoren Lost Time Incident Rate (lti-Rate) Für das Jahr 2021 hatten wir im Geschäftsbericht 2020 prognos- tiziert, dass die lti-Rate gegenüber 2020 in etwa stabil bleiben sollte (2020: 8,8; nur fortgeführte Geschäftstätigkeit). Trotz einer Vielzahl eingeleiteter Maßnahmen hat sich der Wert allerdings auf 11,3 erhöht. k+s geschäftsbericht 2021 50 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss ertragslage auftragsentwicklung Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine länger- fristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Das Geschäft ist vielmehr durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbind- lichen Mengen- und Preisindikationen geprägt. umsatz Im Geschäftsjahr 2021 betrug der Umsatz der k+s gruppe aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 3.213,1 Mio. € nach 2.432,1 Mio. € im Vorjahr. Deutlich gestiegene Durchschnittspreise und leicht höhere Absatzmengen bei Kali- und Magnesiumprodukten sowie ein starker Nachfrageanstieg im Auftausalzgeschäft sorgten für diese Entwicklung. b.14, b.15, b.16 Im Bereich des Auftausalzgeschäfts werden Verträge für die öffentliche Hand in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir in der Regel ab dem zweiten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, zum Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Soweit die vertraglich vereinbarten Volumina – abhängig von der Witterung – rechtlich zulässigen Schwankungen unterliegen, können sie nicht als Auf- tragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt ebenso, soweit Men- gen bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können. Die regionale Umsatzverteilung veränderte sich aufgrund von Mengenverschiebungen aus China und Indien nach Brasilien und in die usa. Den größten Umsatzanteil erzielten wir mit knapp 57% weiterhin in Europa, gefolgt von Südamerika mit rund 19%. Auf Asien und Nordamerika entfielen 13% bzw. 7% unseres Gesamt- umsatzes. b.14 umsatz nach regionen b.14 in % Ein Ausweis des Auftragsbestands ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung unserer kurz- und mittelfristigen Ertragskraft also nicht aussagekräftig. 4,8/5,0 Afrika, Ozeanien 6,5/3,7 Nordamerika 12,9/17,0 Asien entwicklung wesentlicher kosten 56,5/61,7 Europa Im Berichtsjahr sanken die Umsatzkosten der fortgeführten Geschäftstätigkeit von 4.158,9 Mio. € auf 734,0 Mio. €; bereinigt um die in den Umsatzkosten erfassten Anteile der nicht zahlungswirksamen Wertminderung im Vorjahr (1.847,3 Mio. €) bzw. der in 2021 erfolgten Wertaufholung der langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 1.811,3 Mio. € ergibt sich ein Anstieg von 233,7 Mio. € auf 2.545,3 Mio. €. Hier wirkten sich insbesondere die höhere Absatzmenge von Produkten im Kundensegment Landwirtschaft, von Auftausalz sowie höhere Logistik- und Energiekosten aus, die Einsparung im Rahmen der Restrukturierung der Verwaltung deutlich übertroffen haben. Die Marketing- und allgemeinen Verwaltungskosten konnten im Berichtsjahr aufgrund der Restrukturierung der Verwaltung auf 175,9 Mio. € nach 197,1 Mio. € im Vorjahr reduziert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich aufgrund des erfolgreichen Abschlusses der reks-Transaktion auf 351,3 Mio. € 20,8/21,8 davon Deutschland 19,3/12,6 Südamerika 2021/2020 abweichung gegenÜber vorjahr b.15 in % 2021 +32,1 +14,0 +19,4 –1,3 Umsatzveränderung – mengen-/strukturbedingt – preis-/preisstellungsbedingt – währungsbedingt – konsolidierungsbedingt – umsatz der fortgefÜhrten geschäftstätigkeit nach quartalen1 b.16 in Mio. € 2020 2.432,1 – Q1/2021 733,3 Q2/2021 664,2 Q3/2021 746,3 Q4/2021 1.069,4 33,3 2021 3.213,1 100,0 % +32,1 – K+S Gruppe Anteil am Gesamtumsatz (%) 2 2 , 8 2 0 , 7 2 3 , 2 1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren. k+s geschäftsbericht 2021 51 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss (2020: 176,3 Mio. €, begünstigt durch einmaligen Einbringungs- gewinn infolge der Entkonsolidierung der k+s baustoffrecycling gmbh in Höhe von 55,6 Mio. €) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 196,0 Mio. € (2020: 191,4 Mio. €). Anhang (3), (4) mengenbedingt zu einem Anstieg auf 529,6 Mio. € (2020: 404,8 Mio. €). Die Kosten für Energie lagen insbesondere preis- bedingt mit 294,0 Mio. € über dem Wert des Vorjahres (2020: 236,6 Mio. €). Anhang (2) Das Beteiligungsergebnis betrug 5,0 Mio. € (2020: 3,2 Mio. €). Das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften reduzierte sich in 2021 aufgrund der im Vergleich zum eur/usd- Kassakurs auf ungünstigerem Niveau abgeschlossenen Geschäfte auf –43,1 Mio. € (2020: 42,4 Mio. €). ergebnisentwicklung im abgelaufenen geschäftsjahr operatives ergebnis ebitda Seit dem Geschäftsjahr 2018 steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße ebitda. Die Kosten für Material, Personal, Energie und Frachten haben erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Gesamtkosten. Mit 1.163,8 Mio. € stieg der Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr sowohl preis- als auch mengenbedingt an (2020: 1.038,5 Mio. €). Im Jahr 2021 betrug der Personalaufwand 885,3 Mio. € und lag damit unter dem Wert des Vorjahres (2020: 895,2 Mio. €, davon 36,3 Mio. € für einmalige Rückstellungszuführung im Zusammenhang mit dem Projekt zur Restrukturierung der Ver- waltungsfunktionen). Bei den Frachtkosten kam es preis- und Das ebitda übertraf im Berichtsjahr mit 969,1 Mio. € deutlich den Wert des Vorjahres (2020: 266,9 Mio. €) und enthält einen Ein- malertrag aus dem reks Joint Venture in Höhe von 219,2 Mio. €. Ursächlich waren, wie bereits bei der Umsatzentwicklung beschrieben, deutlich gestiegene Durchschnittspreise sowie ein starker Nachfrageanstieg im Auftausalzgeschäft. Negativ wirkten sich höhere Energie- und Frachtkosten aus. b.17, b.18 ebitda der fortgefÜhrten geschäftstätigkeit nach quartalen1, 2 b.17 in Mio. € 2020 266,9 – Q1/2021 126,0 Q2/2021 111,4 Q3/2021 120,7 Q4/2021 611,0 2021 969,1 100,0 % > +100 – K+S Gruppe Anteil am Gesamt-EBITDA (%) 1 3 , 0 1 1 , 5 1 2 , 5 6 3 , 0 1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. 2 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren. Überleitung operatives ergebnis und ebitda1 b.18 in Mio. € 2 0 2 0 2 0 2 1 Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften –1.893,4 2.418,8 Ertrag (–)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte –37,3 3 1 , 0 Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften –5,7 –1.936,4 2.209,6 –6,3 38,1 2.487,9 –1.514,6 –5,5 Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften Abschreibungen (+)/Wertminderungen (+)/Wertaufholungen (–) des Anlagevermögens Erfolgsneutrale Aktivierung von Abschreibungen2 (–) Wertminderungen (+)/Wertaufholung (–) von at-equity bewerteten Beteiligungen EBITDA – 1 , 3 266,9 969,1 1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. 2 Es handelt sich um Abschreibungen von Vermögenswerten, die zur Herstellung anderer Vermögenswerte des Sachanlagevermögens eingesetzt werden. Die Abschreibungen werden als Teil der Herstellungskosten aktiviert und nicht ergebniswirksam erfasst. k+s geschäftsbericht 2021 52 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss herleitung des bereinigten konzern- ergebnisses nach steuern aus fortgefÜhrter geschäftstätigkeit finanzergebnis Das Finanzergebnis betrug 7,0 Mio. € (2020: –105,7 Mio. €) und war durch die Reduzierung der Nettoverschuldung positiv beein- flusst. Des Weiteren wirkten sich Wechselkurseffekte im sonsti- gen Finanzergebnis im Rahmen der Liquiditätssteuerung sowie Zinseffekte aus der Auflösung von bergbaulichen Rückstellungen positiv aus. All dies konnte negative Einflüsse aus der Änderung des Abzinsungssatzes der bergbaulichen Rückstellungen sowie negative Effekte im Rahmen des Anleiherückkaufs mehr als ausgleichen. b.20 in Mio. € 2 0 2 0 2 0 2 1 Ergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit –1.890,8 2.173,0 Ertrag (–)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte –37,3 3 1 , 0 Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften konzernergebnis und ergebnis je aktie aus fortgeführter geschÄftstÄtigkeit –5,7 12,9 38,1 –20,8 Das Konzernergebnis nach Steuern konnte im Berichtsjahr aufgrund der auf Seite 47 beschriebenen einmaligen, nicht zahlungswirksamen Wertaufholung von Vermögenswerten in Höhe von 1.811,3 Mio. € stark auf 2.173,0 Mio. € gesteigert wer- den (2020: –1.890,8 Mio. €). Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 30,2% (2020: 30,1%) zugrunde gelegt. Das Ergebnis je Aktie betrug im Berichtsjahr dementsprechend 11,35 € (2020: –9,88 €). Die Berechnung beruht wie im Vorjahr auf einer durchschnitt- lichen Anzahl von ausstehenden Aktien in Höhe von 191,4 Mio. Stückaktien. b.19, b.20 Eliminierung daraus resultierender latenter bzw. zahlungswirksamer Steuern Konzernergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt –1.920,9 2.221,3 Das bereinigte Ergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit betrug 2.221,3 Mio. € (2020: –1.920,9 Mio. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäfts- tätigkeit erreichte im Berichtsjahr 11,61 € (2020: –10,04 €). Auch hierfür wurden 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt. Anhang (11) Zum 31. Dezember 2021 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der k+s aktiengesellschaft belief sich am Jahresende somit unver- ändert auf 191,4 Mio. Stückaktien. Ohne Berücksichtigung der einmaligen, nicht zahlungswirksamen Wertaufholung im Jahr 2021 und der damit zusammenhängenden Effekte auf die latenten Steuern hätte das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 525,0 Mio. € und das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 2,74 € betragen (2020: –159,4 Mio. € bzw. –0,83 € je Aktie; ohne Berück- sichtigung der Effekte aus der Wertminderung in 2020). b.19 bereinigtes konzernergebnis und bereinigtes ergebnis je aktie aus fortgeführter geschÄftstÄtigkeit Wir weisen zusätzlich ein bereinigtes Ergebnis nach Steuern aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungs- geschäften eliminiert und gleichzeitig als interne Steuerungsgröße dient. Zugleich werden auch die entsprechenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern herausgerechnet. ergebnis je aktie b.19 2 0 2 0 Q1/2021 Q2/2021 Q3/2021 Q4/2021 2 0 2 1 % Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt, ohne Berücksichtigung von Impairment- effekten (€) –0,83 –9,88 0,26 1,13 0,05 0,78 –0,02 6,64 2,45 2,80 2 , 7 4 – – Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit (€) 1 1 , 3 5 Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt (€)1 –10,04 –8,96 –9,42 191,4 1,20 0,95 0,82 5,28 6,71 6,61 2,88 2,75 11,61 15,59 16,13 191,4 – – – – Ergebnis je Aktie (€) Ergebnis je Aktie, bereinigt (€)1 Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) 1 , 4 7 5 , 1 7 6 , 6 8 2 , 8 1 1 9 1 , 4 1 9 1 , 4 1 9 1 , 4 1 9 1 , 4 1 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2021: 30,2% (2020: 30,1%). k+s geschäftsbericht 2021 53 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss geschäftsverlauf der kundensegmente (keine segmente nach ifrs 8) abweichung gegenÜber vorjahr b.21 in % 2021 +33,5 +8,7 +26,5 –1,7 Umsatzveränderung – mengen-/strukturbedingt – preis-/preisstellungsbedingt – währungsbedingt kundensegment landwirtschaft Im Kundensegment Landwirtschaft stieg der Umsatz im Berichts- jahr aufgrund deutlich gestiegener Durchschnittspreise und leicht höherer Absatzmengen stark auf 2.272,1 Mio. € an (2020: 1.701,5 Mio. €). Der Umsatz in Europa lag im Jahr 2021 bei 956,1 Mio. € (2020: 831,6 Mio. €) und in Übersee bei 1.316,0 Mio. € (2020: 869,9 Mio. €). Insgesamt entfielen 1.349,3 Mio. € des Umsatzes im Kundensegment Landwirtschaft auf Kaliumchlorid (2020: 956,8 Mio. €) und 922,8 Mio. € auf Düngemittelspeziali- täten (2020: 744,7 Mio. €). b.21, b.22, b.23 – konsolidierungsbedingt – Das Absatzvolumen stieg im Jahr 2021 auf insgesamt 7,62 Mio. t (2020: 7,30 Mio. t). Hierzu trugen sowohl eine erneut sehr gute Produktionsleistung an allen Standorten, das Hochfahren des Spezialitätengeschäfts der shenzhen k+s trading co. ltd. sowie die gute Nachfrage bei. Im Berichtsjahr wurden 3,23 Mio. t in Europa (2020: 3,16 Mio. t) und 4,39 Mio. t in Übersee (2020: 4,14 Mio. t) abgesetzt. Insgesamt entfielen 4,69 Mio. t der Absatz- menge auf Kaliumchlorid (2020: 4,68 Mio. t) und 2,94 Mio. t auf Düngemittelspezialitäten (2020: 2,62 Mio. t). Branchenspezifische Rahmenbedingungen kennzahlen kundensegment landwirtschaft1 b.22 Mio. € 2020 1.701,5 956,8 744,7 7,30 Q1/2021 469,0 252,5 216,5 2,01 Q2/2021 473,7 278,1 195,6 1,89 Q3/2021 529,1 324,4 204,7 1,76 Q4/2021 800,3 494,3 306,0 1,96 2021 2.272,1 1.349,3 922,8 7,62 % +33,5 +41,0 +23,9 +4,4 Umsatz – davon Kaliumchlorid – davon Düngemittelspezialitäten Absatzmenge (in Mio. t) – davon Kaliumchlorid – davon Düngemittelspezialitäten 4 , 6 8 1 , 2 4 1 , 2 1 1 , 0 9 1 , 1 4 4 , 6 9 +0,1 2 , 6 2 0 , 7 7 0 , 6 8 0 , 6 7 0 , 8 1 2 , 9 4 +12,1 1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren. entwicklung von umsatz, absatz und durchschnittspreisen nach regionen1, 2 b.23 2 0 2 0 Q1/021 Q2/2021 Q3/2021 Q4/2021 2 0 2 1 % Umsatz Mio. € 1.701,5 469,0 473,7 529,1 800,3 2.272,1 +33,5 Europa Mio. € 831,6 996,6 250,6 263,1 202,1 327,5 200,5 387,4 302,9 568,7 9 5 6 , 1 +15,0 +55,2 Ü b e r s e e Mio. USD 1 . 5 4 6 , 7 Absatz Europa Übersee Mio. t eff. Mio. t eff. Mio. t eff. 7,30 3,16 4,14 2,01 0,97 1,04 1,89 0,77 1,12 1,76 0,69 1,07 1,96 0,80 1,16 7,62 3,23 4,39 +4,4 +2,3 +6,0 Ø-Preis Europa Übersee €/t eff. 233,1 263,2 240,3 233,3 258,4 253,0 250,0 263,8 292,8 300,6 289,9 362,6 407,6 376,8 490,4 298,0 295,7 352,4 +27,9 +12,3 +46,6 €/t eff. USD/t eff. 1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht und basiert bei den Übersee-Umsätzen auf den jeweiligen EUR /USD-Kassakursen. Für den Großteil dieser Umsatzerlöse wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Preisangaben werden auch durch den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen. 2 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren. k+s geschäftsbericht 2021 54 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss kennzahlen im kundensegment industrie+1 b.24 in Mio. € 2020 730,6 5,31 Q1/2021 Q2/2021 190,5 1,53 Q3/2021 217,2 1,73 Q4/2021 269,1 2,22 2021 941,0 7,91 % +28,8 Umsatz 264,3 2,43 1,35 Absatzmenge (in Mio. t) – davon Auftausalz +48,9 0 , 9 1 0 , 2 9 0 , 6 5 0 , 8 9 3 , 1 8 > +100 1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren. kundensegment industrie+ Im Kundensegment Industrie+ stieg der Umsatz im Jahr Vorjahr auf einem hohen Niveau in etwa stabil blieb, stieg die Absatzmenge von Produkten für die Lebensmittel- und Chemieindustrie sowie in den Bereichen Tierernährung und Industrieanwendungen an. Der Absatz von Produkten für die Öl- und Gas- sowie Pharmaindustrie konnte gegenüber dem covid-19-bedingt schwächeren Vorjahreszeitraum moderat gesteigert werden. b.25 2021 deutlich auf insgesamt 941,0 Mio. € (2020: 730,6 Mio. €); ursächlich war insbesondere die starke Nachfrage im Auftausalz - geschäft und der Chemieindustrie sowie positive Preiseffekte bei Industriekali. b.24 Branchenspezifische Rahmenbedingungen abweichung gegenÜber vorjahr b.25 kennzahlen zur ertragslage margenkennzahlen in % 2 0 2 1 Die Margenkennzahlen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: Unser ebitda von 969,1 Mio. € führte zu einer ebitda-Marge (ebitda/Umsatz) von 30,2% nach 12,0% im Vergleichszeitraum. Die Umsatzrendite (bereinigtes Konzernergebnis nach Steu- ern/Umsatz) betrug aufgrund der einmaligen, nicht zahlungswirk- samen Wertaufholung von Vermögenswerten 69,1% (2020: –48,7% aufgrund einmaliger, nicht zahlungswirksamer Wertminderung von Vermögenswerten). Ohne Berücksichtigung dieser Effekte in den Jahren 2021 und 2020 und der damit zusammenhängenden Einflüsse auf die latenten Steuern hätte die Umsatzrendite 16,3% betragen (2020: –6,6%). b.26 Umsatzveränderung +28,8 – mengen-/strukturbedingt – preis-/preisstellungsbedingt – währungsbedingt +26,2 +2,9 –0,3 – – konsolidierungsbedingt Insgesamt lag der Absatz mit 7,91 Mio. t deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2020: 5,31 Mio. t); maßgeblich war hier wie bei der Umsatzentwicklung beschrieben im Wesentlichen der starke Nachfrageanstieg im Auftausalzgeschäft. Während die Absatzmenge der Verbraucherprodukte nach dem starken mehrperiodenÜbersicht der margen- und renditekennzahlen1 b.26 Kennzahlen in % 2017 33,4 15,9 4,0 2018 15,6 2019 17,1 2020 –37,9 2021 77,2 Bruttomarge2 EBITDA-Marge 1 5 , 0 1 5 , 7 1 2 , 0 3 0 , 2 Umsatzrendite3 2 , 1 1 , 9 –48,7 6 9 , 1 Eigenkapitalrendite nach Steuern3 Gesamtkapitalrendite3 3 , 3 2 , 1 1 , 8 –54,3 4 1 , 8 3 , 1 2 , 4 2 , 6 –20,1 2 8 , 9 Working Capital 968,1 7.377,6 3,2 1.126,7 7.464,0 2,6 1.037,9 8.140,6 2,3 747,4 6.090,6 –22,8 647,4 6.738,6 41,3 Operatives Anlagevermögen (Mio. €) Return on Capital Employed (ROCE) Gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern Value Added (Mio. €) 8 , 5 8 , 4 8 , 6 9 , 4 9 , 7 –438,1 –500,8 –560,9 –2.576,5 1.903,4 1 Die Angaben beziehen sich für die Jahre 2017 bis 2020 auf die fortgeführte und nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. Für das Jahr 2021 beziehen sich die Angaben auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. 2 Die GuV-Darstellung wurde entsprechend der internen Steuerungsstruktur und zur Verbesserung des Branchenvergleichs ab dem Geschäftsjahr 2018 geändert. 3 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2021: 30,2% (2020: 30,1%). k+s geschäftsbericht 2021 55 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss herleitung der kapitalkosten der normalisierten vorläufigen Konzernsteuerquote von 30% folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 2,33% (2020: 1,65%). Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz der k+s gruppe (einschließlich fortgeführter Geschäftstätigkeit) errechnet sich als Summe der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den ver- zinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital nach dem Peer- group-Verfahren gemäß ias 36. Da es sich um eine Nachsteuer- betrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert. Per 31. Dezember 2021 betrug der nach dem Peergroup-Verfahren ermittelte Verschuldungsgrad 35,8% (2020: 40,8%). In Summe resultiert hieraus ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz der k+s gruppe, wie auch für die einzelnen operativen Einheiten, von 6,8 % (2020: 6,7 %) nach Steuern. Der entsprechende Kapitalkostensatz vor Steuern betrug Die Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber ergibt sich aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie. Als risikoloser Zinssatz wurde der barwertäquivalente Durchschnitt der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von 1 bis 30 Jahren gemäß der Svensson-Methode herangezogen. Zum 31. Dezember 2021 lag dieser bei 0,1 % (2020: –0,20 %). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 7,75% (2020: 7,75%) sowie mit dem aus der Peergroup abgeleiteten Betafaktor in Höhe von 1,07 gegenüber dem Vergleichsindex msci world ermittelt. Daraus ermittelt sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 8,4 % (2020: 8,7%). 9,7% (2020: 9,4%). Hieraus ergaben sich auf Basis eines durch - schnittlich eingesetzten Kapitals von 6.025,8 Mio. € für das Jahr 2021 Kapitalkosten vor Steuern in Höhe von 584,5 Mio. € (2020: 542,7 Mio. €). renditekennzahlen Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug im Berichtsjahr aufgrund der einmaligen, nicht zahlungswirksamen Wertauf- holung von Vermögenswerten 41,8% und die Gesamtkapital- rendite 28,9% (Renditewerte 2020 nicht vergleichbar, da nur inklusive nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit ausgewiesen). Ohne Berücksichtigung dieses Effekts und der damit zusammen- hängenden Einflüsse auf die latenten Steuern hätte die Eigen- kapitalrendite 9,9% und die Gesamtkapitalrendite 9,4% betragen. Die Herleitung der Eigenkapitalrendite sowie der Gesamtkapital- rendite ist in den Tabellen b.27 und b.28 dargestellt. Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern lag bei 3,3% (2020: 2,3%) und ergibt sich aus dem Rating der Unter- nehmen der Peergroup und einem damit korrespondierenden Spread auf den risikolosen Basiszinssatz. Nach Berücksichtigung herleitung eigenkapitalrendite1 b.27 herleitung gesamtkapitalrendite1 b.28 in Mio. € 2 0 2 1 in Mio. € 2021 8.736,2 8,8 Eigenkapital 5 . 2 9 7 , 4 Bilanzsumme Effekte aus Marktwertschwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften Effekte aus Marktwertschwankungen Effekte aus latenten Steuern 2 1 , 6 –30,2 Bereinigtes Eigenkapital zum 31.12. 5 . 3 1 9 , 0 Erstattungsansprüche und korrespondierende Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt, Verpflichtungen – ohne Berücksichtigung von Impairmenteffekten 5 2 5 , 0 Bereinigte Bilanzsumme zum 31.12. 8 . 7 1 4 , 8 Eigenkapitalrendite ohne Berücksichtigung von Impairmenteffekten Bereinigtes Konzernergebnis vor Zinsaufwand und 9,9% 2.221,3 41,8% Steuern, ohne Berücksichtigung von Impairmenteffekten 8 2 2 , 4 Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt Eigenkapitalrendite2 Gesamtkapitalrendite ohne Berücksichtigung von Impairmenteffekten 9,4% 2.518,7 28,9% Bereinigtes Ergebnis vor Zinsaufwand und Steuern Gesamtkapitalrendite2 1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. 2 Die Angabe der Eigenkapitalrendite bezieht sich abweichend zur Berichterstattung der letzten Geschäftsjahre auf das bereinigte Eigenkapital zum 31.12., um Verzerrungen der Kennzahl aufgrund der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte zu vermeiden. 1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. 2 Die Angabe der Gesamtkapitalrendite bezieht sich abweichend zur Berichterstattung der letzten Geschäftsjahre auf die bereinigte Bilanzsumme zum 31.12., um Verzerrungen der Kennzahl aufgrund der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte zu vermeiden. k+s geschäftsbericht 2021 56 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (roce) der k+s gruppe betrug im Berichtsjahr 41,3 % und war ebenfalls positiv von der Wertaufholung beeinflusst (2020: –33,5 %). Ohne deren Berücksichtigung betrug der roce im Berichtsjahr 11,2 % und lag damit über unseren Kapitalkosten von 9,7 %. Damit erzielte die k+s gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Wertbeitrag (Value Added) in Höhe von 1.903,4 Mio. €. Ohne Berücksichtigung der Wertaufholung betrug der Wertbeitrag 92,1 Mio. €. b.29 herleitung des roce b.29 in Mio. € 2 0 2 0 2 0 2 1 ROCE = Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften/Eingesetztes Kapital (Jahresdurchschnitt) –33,5% –1,5% 41,3% 11,2% ROCE, ohne Berücksichtigung von Impairmenteffekten Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften –1.936,4 2.487,9 Ergebnis vor operativen Sicherungs- geschäften, ohne Berücksichtigung von Impairmenteffekten –89,1 83,2 676,6 79,9 Immaterielle Vermögenswerte1 Sachanlagen 4 . 1 0 9 , 9 6 . 4 0 6 , 5 Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen 4 1 , 7 7 6 , 3 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 27,9 4.262,7 483,5 175,9 6.738,6 496,5 Operatives Anlagevermögen1 Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 272,7 358,2 569,5 230,0 Sonstige Vermögenswerte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –187,3 –439,6 –248,5 163,7 –186,9 –409,4 –286,7 234,3 Sonstige Verbindlichkeiten Kurzfristige Rückstellungen Bereinigungen Working Capital1 Working Capital 402,8 647,4 Eingesetztes Kapital (LTM)2 5.773,2 6.025,8 1 Bereinigt um CTA-Planvermögensüberschüsse, Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Geldanlagen, Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. 2 LTM = last twelve months = Durchschnittswert von Anfangsbestand und Endbestand der letzten zwölf Monate. k+s geschäftsbericht 2021 57 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss finanzlage fremdwÄhrungssicherungssystem Schwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, ins- besondere des us-Dollars zum Euro, wirken sich auf die Höhe unserer Erlöse und den Gegenwert unserer Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden deshalb wesent- liche Nettopositionen (d.h. Nettoumsatz in us-Dollar abzüglich Frachten und anderer Kosten in us-Dollar) mithilfe von Derivaten, in der Regel Optionen oder Termingeschäften, gesichert. grundsätze und ziele des finanzmanagements der k+s gruppe finanzmanagement wird zentral gesteuert Es gehört zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der k+s gruppe, + + + die Liquidität zu sichern und gruppenweit effizient zu steuern, die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten und zu optimieren sowie finanzielle Risiken auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten zu reduzieren. Mit diesen Sicherungsinstrumenten sichern wir uns gegen einen „worst case“ ab, erhalten zugleich aber die Chance, an einer für uns günstigen Kursentwicklung teilzuhaben. Im Jahr 2021 lag der realisierte Kurs des Euros zum us-Dollar bei durchschnittlich 1,15 eur/usd inkl. Sicherungskosten (2020: 1,15 eur/usd). b.31 Mit einem zentralen Cashmanagement steuern wir die Liquidität und optimieren die Zahlungsströme innerhalb der k+s gruppe. Um unsere Finanzierungsfähigkeit zu erhalten bzw. günstige Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu erreichen, streben wir langfristig ein Investment Grade Rating im unteren Bereich an. Mit der Veräußerung der bisherigen Operativen Einheit Americas konnten wir die Finanzverbindlichkeiten bereits erheblich reduzieren und so bei standard & poor’s eine erste Ratingverbesserung auf b+ (Ausblick: stabil) erzielen. Die Steue- rung unserer Kapitalstruktur nehmen wir anhand der in Tabelle b.30 aufgeführten Kennzahlen vor. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochter- gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Die Umrechnungen können zu währungsbedingten Schwankungen im Eigen- kapital der k+s gruppe führen. Diese Translationsrisiken aus der Umrechnung der Fremdwährung werden nicht gesichert. k+s am Kapitalmarkt Das Währungs- und Zinsmanagement erfolgt zentral für alle wesentlichen Gruppengesellschaften. Derivative Finanzinstru- mente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen, zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt und kontinuierlich überwacht. kennzahlen der kapitalstruktur1 b.30 2017 5,2 2018 5,3 2019 4,9 2020 7,2 2021 0,6 Nettofinanzverschuldung/EBITDA Nettofinanzverbindlichkeiten (inkl. aller Leasingverbindlichkeiten)/EBITDA Nettoverschuldung/Eigenkapital (%) 5 , 2 5 , 3 5 , 4 7 , 8 0 , 8 99,5 42,7 107,2 41,6 101,6 42,4 209,5 26,5 34,1 60,6 Eigenkapitalquote (%) 1 Die Angaben beziehen sich für die Jahre 2017 bis 2020 auf die fortgeführte und nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. Für das Jahr 2021 beziehen sich die Angaben auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. transaktionssicherung1 b.31 2020 1,15 1,14 Q1/2021 1,14 Q2/2021 1,12 Q3/2021 1,13 Q4/2021 1,18 2021 1,15 1,18 EUR/USD-Umrechnungskurs nach Prämien Durchschnittlicher EUR/USD-Kassakurs 1 , 2 0 1 , 2 1 1 , 1 8 1 , 1 4 1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren. k+s geschäftsbericht 2021 58 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss investitionsanalyse Unsere Investitionen ermitteln wir wie folgt: b.32 Die Investitionen von k+s lagen im Jahr 2021 mit insgesamt 334,3 Mio. € auch aufgrund von längeren Lieferzeiten für benötigte Materialien deutlich unter dem Vorjahresniveau (2020: 427,6 Mio. €). Dabei entfällt ein Großteil auf Instandhaltungsinvestitionen, die kontinuierliche Kavernenentwicklung in Bethune sowie Ausgaben für Haldenerweiterungen und Umweltinvestitionen. Darüber hinaus investierte k+s wie im Vorjahreszeitraum nennenswerte Beträge, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Zur Einhaltung der Arbeitsplatzgrenzwerte in den untertägigen Grubenbetrieben werden z.B. mobile Maschinen mit modernster Abgasreinigung und zum Teil mit elektrischen Antrieben angeschafft, die ältere Fahrzeuge mit höheren Emissionen ersetzen. Des Weiteren wurde in die Entwicklung eines emissionsarmen Emulsionssprengstoffs und die Verbesserung der Bewetterung unter Tage investiert. Im operativen Geschäft stand eine zusätzliche Heißverlöseanlage für Industriekali im Vordergrund. b.33, b.34 Überleitung investitionen1 b.32 in Mio. € 2 0 2 0 2 0 2 1 Zugänge sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – Emissionsrechte 559,7 609,5 10,7 28,4 12,1 5,8 27,0 19,7 11,2 6,1 – Leasingverträge – Fremdkapitalzinsen – Aktivierung Abschreibungen – Rekultivierung 68,1 – 218,2 – – Sonstiges Investitionen (CapEx) 427,6 334,3 1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Umwelt & Ressourcen Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Gesundheit & der K+S Gruppe. Arbeitssicherheit investitionen nach quartalen1,2,3 b.33 in Mio. € 2020 427,6 Q1/2021 48,1 Q2/2021 86,7 Q3/2021 87,8 Q4/2021 111,7 2021 334,3 100,0 % –21,8 – K+S Gruppe Anteil an den Investitionen (%) – 1 4 , 4 2 5 , 9 2 6 , 3 3 3 , 4 1 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16 (Überleitung siehe B.32). 2 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren. 3 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. investitionen im vergleich zu abschreibungen und cashflow aus laufender geschäftstätigkeit1 b.34 in % 334,3 2021 2020 2019 2018 2017 292,5 347,3 427,6 339,6 271,4 411,6 347,9 456,3 443,2 379,1 308,7 810,8 305,9 308,7 0 200 400 600 800 1.000 Investitionen² Abschreibungen³ Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ¹ Die Angaben beziehen sich für die Jahre 2019 bis 2021 auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. Für die Jahre 2017 bis 2018 beziehen sich die Angaben auf die fortgeführte und nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. ² Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16 (Überleitung siehe B.32) ³ Betrifft die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen. k+s geschäftsbericht 2021 59 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsver- pflichtungen für noch nicht abgeschlossene Investitionsvor- haben in Höhe von 117,1 Mio. €. Zum 31. Dezember 2021 betrug der Nettofinanzmittelbestand 382,6 Mio. € (31. Dezember 2020: 197,4 Mio. €). finanzierungsanalyse liquiditätsanalyse Die Finanzierung erfolgte per 31. Dezember 2021 zu 89% aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital, das wiederum vor- rangig aus Anleiheverbindlichkeiten besteht (31. Dezember 2020: 72 %). Auch Rückstellungen machen einen großen Teil des Fremdkapitals aus. In Geschäftsjahr 2021 konnte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 347,3 Mio. € nach 271,4 Mio. € im Vorjahr gesteigert werden. Hier konnte die Verbesserung beim ebitda die höhere Mittelbindung im Working Capital, den Barmittel- abfluss im Rahmen der Restrukturierung der Verwaltung in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe sowie Zahlungen im Zusammenhang mit dem Anleiherückkauf mehr als ausgleichen. Zudem war der Vorjahreszeitraum durch die erstmalige Nut- zung des Factoringprogramms begünstigt, das im Berichtsjahr in geringerem Umfang genutzt wurde (31. Dezember 2021: 120,7 Mio. €; 31. Dezember 2020: 191,2 Mio. €). wertaufholung auf vermÖgenswerte erhÖht eigenkapital deutlich Das Eigenkapital erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 5.297,4 Mio. € nach 2.222,6 Mio. € im Vorjahr. Auch die Eigen- kapitalquote erhöhte sich vor dem Hintergrund der einmaligen, nicht zahlungswirksamen Wertaufholung auf Vermögenswerte auf 60,6% (31. Dezember 2020: 26,5%). Im Berichtsjahr betrug der bereinigte Cashflow aus Investitions- tätigkeit –254,6 Mio. € nach –381,3 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Neben geringeren Investitionen aufgrund von Lieferver- zögerungen wirkte sich der Barmittelzufluss aus der reks-Trans- aktion mit 88,6 Mio. € (Steuerzahlung noch ausstehend) positiv aus, nachdem der Vorjahreszeitraum durch den Erhalt der Kaufpreiszahlung aus der Entkonsolidierung der k+s real estate gmbh & co. kg begünstigt war. fremdkapitalanteil deutlich gesunken Das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen reduzierte sich im Rahmen der deutlichen Entschuldung nach der Veräußerung der Operativen Ein- heit Americas zum 31. Dezember 2021 auf 2.443,3 Mio. € (31. Dezember 2020: 3.427,8 Mio. €). Somit betrug der Anteil des langfristigen Fremdkapitals 28,0 % der Bilanzsumme (31. Dezember 2020: 40,9%). Der Deckungsgrad ii (Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital im Verhältnis zu den langfristigen Vermögenswerten) betrug zum Jahresende 113%. b.37, b.38 Insgesamt konnte ein bereinigter Freier Cashflow (ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanz- investitionen) in Höhe von 92,7 Mio. € nach –109,9 Mio. € in der Vergleichsperiode erzielt werden. Das kurzfristige Fremdkapital reduzierte sich per 31. Dezember 2021 auf 995,5 Mio. € (31. Dezember 2020: 2.330,1 Mio. €). Im Vorjahr wurden die „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ im Rahmen der Veräußerung der bisherigen Operativen Einheit Americas voll- ständig dem kurzfristigen Fremdkapital zugeordnet. Damit verringert sich der Anteil an der Bilanzsumme auf 11,4 % zum 31. Dezember 2021 (31. Dezember 2020: 32,6%). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführter Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr infolge der umfangreichen Rückführung der Finanzverbindlichkeiten aus dem Veräußerungserlös der Operativen Einheit Americas auf –2.190,9 Mio. € (2020: 77,1 Mio. €). b.35 Anhang, Bilanz cashflow-Übersicht1 b.35 in Mio. € 2020 271,4 2021 347,3 % +28,0 +38,0 +64,1 Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit Cashflow aus Investitionstätigkeit Freier Cashflow –376,3 –104,9 –519,4 –172,1 Anpassung um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen Bereinigter Freier Cashflow –5,0 2 6 4 , 8 – –109,9 92,7 – 1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. k+s geschäftsbericht 2021 60 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss nettoverschuldung1 b.36 in Mio. € 3 1 . 1 2 . 2 0 2 0 3 1 . 1 2 . 2 0 2 1 Flüssige Mittel 142,3 6,0 390,8 18,4 Langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen Finanzverbindlichkeiten 7 , 0 2 1 3 , 5 –3.369,2 –66,3 –1.191,0 –38,0 Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen Nettofinanzverbindlichkeiten –3.280,3 –174,9 –3.455,2 –110,3 –926,0 –4.491,4 –606,3 –168,3 –774,6 –16,0 Leasingverbindlichkeiten exklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen Nettofinanzverbindlichkeiten (inkl. aller Leasingverbindlichkeiten) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Langfristige Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen Nettoverschuldung –1.017,4 –1.808,0 1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. finanzverbindlichkeiten werden. Unser verbleibendes langfristiges Fremdkapital ent- fällt zu großen Teilen auf die noch ausstehenden Anteile der im Juni 2012, März 2017 und Juli 2018 begebenen Unternehmens- anleihen. b.36 Finanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2021 in Höhe von 1.191,0 Mio. € (31. Dezember 2020: 3.369,2 Mio. €). Nach Erhalt des Barmittelzuflusses aus der Veräußerung unserer bis- herigen Operativen Einheit Americas konnten die Finanzverbind- lichkeiten insbesondere im Rahmen eines Anleiherückkaufs im Sommer 2021, durch die planmäßige Tilgung der im Dezember 2021 fälligen Anleihe sowie die Rückzahlung von Bankkrediten und weiterer Schuldscheindarlehen maßgeblich reduziert rückstellungen Die langfristigen Rückstellungen der fortgeführten Geschäfts- tätigkeit der k+s gruppe betreffen insbesondere bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. aktiva1 b.37 in % 78,1 21,9 46,6 2021 2020 53,4 0 20 40 60 80 100 Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte 1 Im Geschäftsjahr 2020 wurden die Vermögenswerte der bisherigen Operativen Einheit Americas als „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. passiva1 b.38 in % 60,6 28,0 11,4 32,6 2021 2020 26,5 40,9 0 20 40 60 80 100 0 20 40 60 80 100 Eigenkapital Langfristiges Fremdkapital Kurzfristiges Fremdkapital 1 Im Geschäftsjahr 2020 wurden die Schulden der bisherigen Operativen Einheit Americas als „Schulden in Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ im kurzfristigen Fremdkapital ausgewiesen. k+s geschäftsbericht 2021 61 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss mehrperiodenÜbersicht der finanzlage1 b.39 in Mio. € 2017 4.160,7 42,7 2018 4.144,1 41,6 2019 4.495,1 42,4 2020 2.222,6 26,5 2021 5.297,4 60,6 Eigenkapital Eigenkapitalquote (%) Langfristiges Fremdkapital 4.240,2 166,4 4.528,4 187,0 4.721,1 232,2 910,6 12,4 3.834,7 224,9 946,9 16,1 2.443,3 16,0 – davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – davon Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen Anteil langfr. Rückstellungen an Bilanzsumme (%) Kurzfristiges Fremdkapital 1.000,0 12,0 1.015,1 12,1 1.017,4 13,7 1.353,5 288,4 1.293,7 239,7 1.376,0 241,3 3.398,9 3.116,6 4.565,7 75,6 2.330,1 305,6 3.369,2 3.217,4 4.656,8 151,6 209,5 747,4 428,5 –42,2 995,5 186,9 1.191,0 606,3 1.808,0 22,5 – davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Finanzverbindlichkeiten 3.021,7 2.974,1 4.140,5 72,6 3.283,3 3.241,5 4.443,6 79,2 Nettofinanzverbindlichkeiten Nettoverschuldung Verschuldungsgrad (%)2 Verschuldungsgrad II (%)3 9 9 , 5 1 0 7 , 2 101,6 1.037,9 639,8 139,7 11,0 3 4 , 1 Working Capital 9 6 8 , 1 1.126,7 308,7 647,4 347,3 92,7 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Bereinigter Freier Cashflow 3 0 6 , 8 –356,7 411,5 –204,0 187,3 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –79,9 –2.190,9 1 Die Angaben beziehen sich für die Jahre 2017 bis 2020 auf die fortgeführte und nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. Für das Jahr 2021 beziehen sich die Angaben auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. 2 Finanzverbindlichkeiten/Eigenkapital. 3 Nettoverschuldung/Eigenkapital. Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen haben sich zum Bilanzstichtag insbesondere aufgrund von Zinssatz- anpassungseffekten auf 1.017,4 Mio. € erhöht (31. Dezember 2020: 926,0 Mio. €). Gegenläufig wirkte sich die Auflösung von Rück- stellungen aufgrund inzwischen vorliegender Machbarkeitsstudien für geplante Haldenabdeckungsverfahren aus. bedeutung ausserbilanzieller finanzierungsinstrumente für die finanz- und vermÖgenslage Durch die Anwendung des ifrs 16 werden grundsätzlich alle Leasingverträge bilanzwirksam erfasst. Lediglich für Short-Term-, Low-Value- und variable Leasingverträge gibt es Ausnahmen. Diese haben keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der k+s gruppe. Anhang (23) Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Ver- pflichtungen verzeichneten aufgrund positiver Zinseffekte und eines Anstiegs im Planvermögen einen Rückgang auf 16,0 Mio. € (2020: 110,3 Mio. €). Der durchschnittliche gewichtete Rechnungs- zins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 1,3% (31. Dezember 2020: 0,6%). Die ver- sicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß ias 19. Anhang (22) vermögenslage vermögensstrukturanalyse Die Bilanzsumme der k+s gruppe belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 8.736,2 Mio. € (31. Dezember 2020: 8.387,4 Mio. €). Das Sachanlagevermögen stieg aufgrund der auf Seite 47 beschriebenen einmaligen, nicht zahlungswirk- samen Wertaufholung auf 6.406,5 Mio. € (31. Dezember 2020: 4.109,9 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistun- gen stiegen aufgrund der deutlich gestiegenen Kalipreise auf 569,5 Mio. € (31. Dezember 2020: 272,7 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren sowie sonstigen Finanzinvestitionen betrug zum Bilanzstichtag k+s geschäftsbericht 2021 62 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss mehrperiodenÜbersicht zur vermögenslage1 b.40 in Mio. € 2017 7.655,4 28,0 2018 7.670,2 96,1 2019 8.208,5 113,2 2020 6.155,5 47,9 2021 6.486,4 94,8 Sachanlagen, immaterielles Vermögen Finanzanlagen, langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen Vorräte 690,9 714,9 194,0 691,5 836,7 178,8 7 8 9 , 3 832,5 475,8 212,2 496,5 569,5 604,3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Flüssige Mittel, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 7 2 4 , 7 3 3 3 , 2 1 Die Angaben beziehen sich für die Jahre 2017 bis 2020 auf die fortgeführte und nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. Für das Jahr 2021 beziehen sich die Angaben auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der K+S Gruppe. 622,7 Mio. € und lag damit infolge des Barmittelzuflusses aus der Veräußerung der Operativen Einheit Americas deutlich über dem Wert des Vorjahres (31. Dezember 2020: 155,3 Mio. €). Das Verhältnis von langfristigen zu kurzfristigen Vermögenswerten betrug 78:22 (2020: 53:47). b.39 zweckgebundenes vermögen Im Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensions- verpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (cta-Modell) begonnen. Mit dieser Dotierung ist eine Zweckbindung von Finanzierungs- mitteln verbunden. Darüber hinaus bestehen Rückdeckungs- versicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach ifrs zu qualifizieren sind. Derartige Verpflichtungen werden gemäß ifrs bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen zweckgebundene Vermögen lag im Jahr 2021 bei 300,3 Mio. € nach 244,2 Mio. € im Vorjahr. Zudem besteht zum Bilanzstichtag Planvermögen für Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 51,7 Mio. € (2020: 46,2 Mio. €), das bilanziell ebenfalls saldiert wurde. Per 31. Dezember 2021 konnte die Nettoverschuldung der k+s gruppe im Zuge der Veräußerung der Operativen Ein- heit Americas deutlich auf 1.808,0 Mio. € reduziert werden (31. Dezember 2020: 4.491,4 Mio. €). Die Nettofinanzverbindlich - keiten, ohne Berücksichtigung der langfristigen Rückstellungen, betrugen zum Stichtag 606,3 Mio. € (31. Dezember 2020: 3.280,3 Mio. €). Der Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbind- lichkeiten/ebitda aus fortgeführter Geschäftstätigkeit) betrug das 0,6-fache (31. Dezember 2020: 7,2-fach; basierend auf der fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit). Bereinigt um die Effekte aus dem reks Joint Venture, würde sich ein Verhältnis in Höhe von 0,9 ergeben. Anhang (22) nicht bilanziertes vermögen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlos- senen Investitionen beliefen sich per 31. Dezember 2021 auf 117,1 Mio. € (31. Dezember 2020: 119,9 Mio. €). k+s geschäftsbericht 2021 63 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss herleitung des bereinigten konzern- ergebnisses nach steuern aus nicht fortgefÜhrter geschäftstätigkeit kennzahlen der nicht fortgefÜhrten geschäftstätigkeit b.42 Der Verkauf der bisherigen Operativen Einheit Americas erfolgte zum 30. April 2021, so dass die berichteten Werte für 2021 im Wesentlichen auf die ersten vier Monate entfallen, wohingegen die Vorjahreswerte das Gesamtjahr umfassen. in Mio. € 2 0 2 0 2 0 2 1 Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit 176,0 810,3 Ertrag (–)/Aufwand (+) aus Markt- wertschwankungen der noch aus- stehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte umsatz –79,0 – Der Umsatz in der bisherigen Operativen Einheit Americas betrug in den ersten vier Monaten 544,5 Mio. € (Gesamtjahr 2020: 1.266,3 Mio. €). b.41 Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften –3,8 0,3 78,6 – ebitda Realisierter Ertrag (–)/Aufwand (+) Investitionssicherung Das ebitda der bisherigen Operativen Einheit Americas betrug nach Zuordnung der Projektkosten im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäfts in den ersten vier Monaten 88,5 Mio. € (Gesamtjahr 2020: 177,9 Mio. €). Eliminierung daraus resultierender latenter bzw. zahlungswirksamer Steuern 2 4 , 8 –23,7 Konzernergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt (bereinigtes) konzernergebnis und (bereinigtes) ergebnis je aktie 118,3 865,2 Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäfts- tätigkeit betrug im Berichtszeitraum aufgrund des Veräußerungs- gewinns 810,3 Mio. € (Gesamtjahr 2020: 176,0 Mio. €). Das bereinigte Konzernergebnis aus nicht fortgeführter Geschäftstätig- keit lag in diesem Zeitraum bei 865,2 Mio. € (Gesamtjahr 2020: 118,3 Mio. €) und wird in Tabelle b.42 ermittelt. Das Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit erreichte im Berichtszeit- raum 4,23 € (Gesamtjahr 2020: 0,92 €), das bereinigte Ergebnis je Aktie lag in diesem Zeitraum bei 4,52 € (Gesamtjahr 2020: 0,62 €). liquiditätsanalyse Der Cashflow aus laufender, nicht fortgeführter Geschäftstätig- keit betrug in den ersten vier Monaten –20,4 Mio. € (Gesamtjahr 2020: 157,1 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit belief sich infolge der Ein- zahlung aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen in Höhe von 2.636,3 Mio. € auf insgesamt 2.618,7 Mio. € im Berichtszeit- raum nach –89,4 Mio. € im Gesamtjahr 2020. Der Freie Cashflow aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit erreichte im Berichts- zeitraum 2.598,3 Mio. € (2020: 67,7 Mio. €). margen- und renditekennzahlen Die ebitda-Marge der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 16,3% nach 14,0% im Gesamtjahr 2020 und die Umsatzrendite aufgrund des Veräußerungsgewinns 158,9% (Gesamtjahr 2020: 9,3%). kennzahlen der nicht fortgefÜhrten geschäftstätigkeit1 b.41 in Mio. € 2020 1.266,3 177,9 118,3 157,1 –89,4 Q1/2021 458,7 72,7 Q2/2021 85,8 Q3/2021 Q4/2021 – 2021 544,5 88,5 % –57,0 –50,2 > +100 – Umsatz – – EBITDA 1 5 , 8 – Ergebnis nach Steuern, bereinigt2 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Cashflow aus Investitionstätigkeit Bereinigter Freier Cashflow 5 1 , 5 8 3 1 , 1 –6,2 –0,6 – –11,2 –8,4 865,2 –20,4 6 4 , 8 –76,2 –12,4 52,4 2.656,3 2.580,1 –25,2 –33,6 2.618,7 2.598,3 – 6 7 , 7 –0,6 > +100 1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren. 2 Beinhaltet das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2021: 30,2% (2020: 30,1%). k+s geschäftsbericht 2021 64 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss beurteilung der aktuellen wirtschaft- lichen lage durch den vorstand1 Kurz vor Ende des Jahres 2021 ist der Zusammenschluss der Ent- sorgungsaktivitäten im neuen Gemeinschaftsunternehmen reks erfolgreich abgeschlossen worden. Daraus ergab sich ein nicht zahlungswirksamer Einmalertrag in Höhe von rund 220 Mio. €. Die neue Partnerschaft verbindet die intelligente Nutzung der einzigartigen Infrastruktur von k+s mit dem weitreichenden und engmaschigen Vertriebsnetz von remex. Damit heben wir dieses Geschäft vor allem vertriebsseitig auf ein neues Level. Außerdem ermöglicht uns das Joint Venture reks die Erschließung neuer Chancen bei der künftigen Haldenabdeckung, indem wir den bestmöglichen Zugang zu den benötigten Materialien erhalten. Im Geschäftsjahr 2021 konnte eine erneut sehr gute Produktions- leistung die höhere Nachfrage unserer Kunden bedienen und eine Steigerung der Absatzmenge ermöglichen. Die gute ope- rative Performance, verknüpft mit einem deutlichen Anstieg der Kalipreise, sowie das starke Wintergeschäft zu Beginn und zum Ende des Jahres haben in 2021 zu einem höheren Ergebnis und Cashflow geführt. Im Jahresverlauf haben wir mehrfach die Ergebnisprognose angehoben und erwirtschafteten im Gesamt- jahr ein deutlich höheres ebitda aus fortgeführter Geschäftstätig- keit in Höhe von 969,1 Mio. € (einschließlich reks-Transaktion) nach 266,9 Mio. € im Jahr 2020. Auch der Freie Cashflow erreichte mit 92,7 Mio. € einen Wert, der deutlich über unseren Erwartungen lag. Zudem konnten wir aufgrund einer langfristig deutlich optimistischeren Erwartung für das Kaligeschäft und der damit verbundenen Preisentwicklung die nicht zahlungs- wirksame Wertminderung im Anlagevermögen aus dem dritten Quartal 2020 wieder vollständig aufholen. Diese auf Seite 47 beschriebene Wertaufholung begünstigte ent- sprechend das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sowie den roce, führte aber nicht zu einem Barmittelzufluss. Das Verfahren zur Prüfung des Konzernabschlusses von k+s zum 31. Dezember 2019 nebst zugehörigem Konzernlage- bericht sowie des verkürzten Konzernabschlusses zum 30. Juni 2020 nebst zugehörigem Zwischenlagebericht ist sowohl bei der dpr als auch der BaFin ohne Anpassungsbedarf für die Wert- ansätze beendet. Wir haben am 30. April 2021 die Veräußerung des amerika- nischen und in der bisherigen Operativen Einheit Americas gebündelten Salzgeschäfts an stone canyon industries holdings llc (scih), mark demetree und partner erfolgreich abgeschlossen. Damit ist der bedeutendste Meilenstein aus dem Maßnahmenpaket zur raschen und deutlichen Ent- schuldung der k+s erreicht worden. Bereits unmittelbar nach dem Closing und dem Erhalt der Kaufpreiszahlung haben wir Finanzverbindlichkeiten in Höhe von über 1,1 Mrd. € getilgt. Durch ein Anleiherückkaufprogramm sowie die Tilgung weiterer Finanzinstrumente konnten die ausstehenden Finanzverbindlich- keiten per 31. Dezember 2021 erneut um rund 1,1 Mrd. € reduziert werden. Die Nettofinanzverschuldung zum ebitda verbesserte sich deutlich von 7,2-fach (basierend auf der fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit) auf das 0,6-fache. Unsere neue Unternehmensstrategie setzt die Leitplanken zur erfolgreichen Weiterentwicklung von k+s. Drei Schwer- punkte prägen unsere Unternehmensstrategie: Wir wollen das Bestandsgeschäft optimieren, unser Kerngeschäft ausbauen und weiterentwickeln sowie neue Geschäftsfelder aufbauen. Unver- ändert gilt: Wir haben Umwelt, Natur und Klimaschutz fest im Blick. Jede unternehmerische Entscheidung muss im Einklang mit unserer Klimastrategie stehen. So sorgen wir auch für eine breite gesellschaftliche Akzeptanz unseres Handelns. Mit dem erfolgreichen Verkauf der Operativen Einheit Americas, der deutlichen Entschuldung und der Neustrukturierung unserer Organisation haben wir entscheidende Meilensteine auf dem Weg zur strategischen Neuausrichtung bereits erreicht. ¹ Stand: 8. März 2022. k+s geschäftsbericht 2021 65 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss forschung und entwicklung Dieses Kapitel bezieht sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der k+s gruppe. Unser Anspruch an Forschung und Entwicklung ist es, die sich verändernden Markt- und Kundenbedürfnisse durch die Entwicklung neuer Produkte zu erfüllen. Dabei wird die Umsetzung der k+s Strategie durch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unterstützt. Um sich in neue Geschäftsfelder zu wagen, braucht es das interne Know-how aus Forschung und Entwicklung. Dieses Wissen werden wir verstärkt mit innovativen Ideen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen abgleichen und auch in einem partnerschaftlichen Austausch mit anderen Unternehmen einbringen. Im Bereich der Optimierung des Bestandsgeschäfts gibt es kontinuierlichen Entwicklungsbedarf, um neue Erkenntnisse für den Einsatz an den Standorten verfügbar zu machen und auf veränderte Rohsalzbedingungen zu reagieren. Nach wie vor werden wir unsere Verfahren effizienter machen und die Qualität bestehender Produkte weiter verbessern. Hinsichtlich der Weiterentwicklung des Kerngeschäfts arbeitet die Forschung und Ent- wicklung sehr eng mit den Kundensegmenten Industrie+ und Landwirtschaft an neuen und endkunden- nahen Lösungen zusammen, um das Produktportfolio zu erweitern. Wir streben an, in Zusammenarbeit mit Dritten z.B. Entsorgungsprozesse noch nachhaltiger zu gestalten und neue Ansätze zu entwickeln. forschungskennzahlen forschungseinrichtungen und kooperationen Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Berichtszeitraum insgesamt 10,0 Mio. € (2020: 11,1 Mio. €). Die Forschungsintensität lag mit 0,3% insbesondere aufgrund des deutlich gestiegenen Umsatzes unter dem Niveau des Vorjahres. Die aktivierten Entwicklungsinvestitionen reduzierten sich im Berichtsjahr auf 0,6 Mio. € (2020: 0,8 Mio. €) und entfielen im Wesentlichen auf ein Entwicklungsprojekt zur Sortierung unter Tage sowie für den Aufbau einer Pilotanlage. b.43 Ein wesentlicher Teil unserer Forschung und Entwicklung fand 2021 in der eigenen Forschungseinrichtung statt. Zusätzlich gibt es Kooperationen mit Industrieunternehmen und öffentlichen Forschungseinrichtungen bzw. Hochschulen auf nationaler und internationaler Ebene. Die Auftragsforschung mit Forschungs- instituten und Industriepartnern ergänzt diese Aktivitäten. Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten k+s analytik- und forschungszentrum Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit Das k+s Analytik- und Forschungszentrum (afz) am Standort Unterbreizbach dient der internen Forschung in der gesamten k+s gruppe. Hier arbeiteten Ende 2021 98 Mitarbeiter. In Labo- ren und Versuchsanlagen forschen sie daran, neue Ideen bis zur Praxistauglichkeit oder Marktreife zu entwickeln. Ein enger Austausch mit unseren Marketing- und Vertriebseinheiten und den Produktionswerken ist sichergestellt. Aus dieser Arbeit resultieren neue Produkte, optimierte Verfahren und speziell adaptierte Analysemethoden. Im Zentrallabor des afz, welches nach der din en iso/iec 17025 akkreditiert ist, wurden im Jahr 2021 rund 31.000 Proben bearbeitet und etwa 350.000 Analyse- Parameter bestimmt. forschungs- und entwicklungsaktivitäten b.43 in Mio. € 2 0 2 0 2 0 2 1 Forschungs- und Entwicklungskosten 11,1 10,0 Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) 0,5% 0,8 0,3% 0,6 Aktivierte Entwicklungsinvestitionen k+s geschäftsbericht 2021 66 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss innovation bei k+s ausgewählte forschungs- und Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung von k+s wurde entwicklungsprojekte 2021 unter anderem die Abteilung „Innovation & Digitale Trans- formation“ geschaffen. Diese arbeitet fokussiert in definierten Zielfeldern entsprechend der strategischen Ausrichtung des ope- rativen Geschäfts. Die Abteilung steuert darüber hinaus auch das im Jahr 2020 in Kooperation mit der spinlab accelerator gmbh neu gegründete Inkubatorprogramm rootcamp in Hannover. Im rootcamp konnten 2021 erfolgreich erste Kooperationsprojekte mit ausgewählten Start-ups umgesetzt werden. + Im afz wurde für unser kanadisches Kaliwerk Bethune ein Modell zur Vorhersage der Produktmengen und -qualitäten aus dem Cooling Pond entwickelt, das mittlerweile erfolg- reich zum Einsatz kommt. + Die Forschungsergebnisse aus dem Projekt „Wertstoff- optimierung und -steuerung“ brachten wichtige Erkenntnisse über die zeitliche Einordnung der in unseren Lagerstätten des Werkes Werra vorkommenden Magmatite. Durch deren geochemische Differenzierung lassen sich weitere öffentlich-private kooperationen Das institute of applied plant nutrition (iapn) wird als Public-Private-Partnership von k+s gemeinsam mit der georg-august-universitÄt göttingen betrieben. Es betreibt wissenschaftliche Forschung zur Pflanzenernährung und ver- bindet diese mit der Pflanzen- und Ertragsphysiologie, um Aus- wirkungen des Ernährungszustandes detailliert zu erfassen und unsere Kompetenz im Bereich Düngung zu vertiefen. Rückschlüsse auf das CO -Gasgeschehen ziehen. Um die 2 künftige bergmännische Gewinnungstätigkeit im Werra- Fulda-Kalirevier noch besser prognostizieren zu können, soll die Forschung hierzu fortgesetzt werden. Außerdem konnten durch weiteren Ausbau und Optimierung der Roboter-Röntgendiffraktometrie 2021 erstmals mehr als 14.000 Mineralphasenanalysen unserer Grubenbetriebe für das Projekt durchgeführt werden. Dies ermöglicht eine effizientere Exploration und damit höhere Wertstoffgehalte im Rohsalz. In einem Projekt beschäftigt sich das Institut mit den Auswirkungen des Magnesiumstatus auf die Photosynthese- und Wasser- nutzungseffizienz in Weizen unter Trockenheit. Des Weiteren finden Aktivitäten zur Magnesium-induzierten Stickstoffaufnahme in Getreide statt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Bedeutung einer optimierten Kaliumdüngung von versalzten Böden, denn Salzstress ist ein globales Problem für die Pflanzenentwicklung. + Zur Haldenabdeckung wurden im Laufe des Jahres Unter- suchungen zur Eignung potenzieller Abdeckmaterialien und zur Optimierung und Entwicklung von Materialmischungen durchgeführt. Gleichzeitig wurden unterschiedliche Boden- verbesserer für die Haldenbegrünung in Gewächshaus- und geotechnischen Laborversuchen getestet. Die umfang- reichen Untersuchungen an unseren Großversuchsflächen zur Haldenabdeckung wurden weitergeführt und analytisch begleitet. Die Ergebnisse und Erkenntnisse bei den bereits durchgeführten sowie aktuell laufenden Versuchen im Labor, Gewächshaus und auf Freilandflächen sind in die Machbar- keitsstudien der Halden Neuhof und Hugo eingeflossen. Sie zeigen, dass eine Abdeckung der beiden Halden technisch umsetzbar ist. Das international magnesium institute (imi) mit Sitz in Fuzhou in China ist eine Kooperation zwischen k+s und der fujian agriculture and forestry university. Ziel der Kooperation ist es, insbesondere das Wissen über die wichtigen Pflanzennährstoffe Magnesium, aber auch über Kalium, in der Lehre und Beratung tiefer zu verankern. + k+s beteiligt sich an dem vom bundesministerium fÜr bildung und forschung geförderten Kooperationsprojekt zur Aufbereitung industrieller Wässer: Recycling durch Ionentrennung, Konzentrierung und Monitoring von salz- haltigen Wässern (rikovery). Im Rahmen des Projektes wird untersucht, inwieweit durch geschickte Kombination unter- schiedlicher Membrantechniken eine Aufbereitung von Salzabwässern möglich ist. k+s geschäftsbericht 2021 67 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss + + Zur Identifizierung potenzieller Geschäftsmodelle haben wir eine Studie zum Thema „Carbon Farming“ gestartet. Zur Erweiterung des Produktportfolios werden Blattdünger entwickelt, die Spurennährstoffe mit unterschiedlicher Auf- nahme- und Transportfähigkeit enthalten. Die Produkte werden beispielsweise am Nährstoffbedarf oder an ver- schiedenen Wachstumsstadien der Kulturen sowie an den Anforderungen lokaler Märkte ausgerichtet. marken- und patentportfolio Der k+s gruppe gehören weltweit 52 Patentfamilien (2020: 64), die durch 167 nationale Rechte geschützt werden. Die Patente werden u.a. in den Bereichen Granulatherstellung und Flotation angewendet. Die Anzahl der nationalen bzw. regionalen Markenrechte in der k+s gruppe beträgt 1.892 zum Ende des Jahres 2021; sie resultieren aus 356 Basismarken (2020: 1.974 Markenrechte und 324 Basismarken). + Für das Segment der Bodendünger werden neue Produkte in Kombination mit Mikronährstoffen und Biostimulan- zien entwickelt. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Beschleunigung der Nährstoffaufnahme, der kontinuier- lichen Verfügbarkeit der Nährstoffe, synergistischen Effekten zwischen Mikro- und Makronährstoffen mit Biostimulanzien sowie der Abschwächung des abiotischen Stresses über die gesamte Wachstumsphase der Pflanze. Nach der Ent- wicklung eines neuartigen Granulierverfahrens zur Her- stellung von schwefelhaltigen Kalidüngern im afz befindet sich derzeit eine Pilotanlage am Standort Bergmannssegen- Hugo im Aufbau. Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit + Es wurden Laborversuche durchgeführt, um den positiven Einfluss unseres Produktes GranuAid® (Granulierungsbei- stoff auf Basis von wasserfreiem Magnesiumsulfat) auf die Qualität von Ammoniumnitratdüngern zu demonstrieren. Die Ergebnisse unterstützen unsere Marketingaktivitäten und die technische Kundenberatung. + + Für die Lebensmittelindustrie wird auf Basis von wissen- schaftlichen Erkenntnissen und Anwendungsversuchen an der Produktanpassung im „Low Sodium“-Bereich gearbeitet. Im Futtermittelsektor arbeiten wir gemeinsam mit mehreren Einrichtungen der Tierernährungsforschung intensiv an der Optimierung des bestehenden Produktportfolios, um wissen - s c h a f t l i c h f u n d i e r t e E r k e n n t n i s s e i n d e r A n w e n d u n g s b e r a t u n g und dem Produktmarketing nutzen zu können. k+s geschäftsbericht 2021 68 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss mitarbeiter Dieses Kapitel bezieht sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der k+s gruppe. Unsere Mitarbeiter tragen maßgeblich zum Erfolg von k+s bei. Zugleich bieten wir ihnen eine Arbeitsumgebung, die inspiriert und verbindet. Basis dafür ist eine Führungskultur, die auf gegen- seitigem Vertrauen, Respekt und Leistungsbereitschaft beruht. Mit der gruppenweiten Einführung eines integrierten Personalmanagementsystems modernisieren, standardisieren und digitalisieren wir zudem wichtige Geschäftsabläufe. erneut ein herausforderndes jahr Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten, war am Standort Kassel ohnehin seit Beginn der covid-19-Pandemie übliche Praxis und wurde seitdem vom Großteil der rund 800 Mitarbeiter genutzt. Nur in betriebsbedingt notwendigen Fällen oder wenn Gründe des Mitarbeiters dagegensprachen (z. B. schlechtes Internet, keine Arbeitsmöglichkeit zu Hause, usw.), arbeiteten die Mit- arbeiter vom Büro aus. An den Produktionsstandorten war Home-Office aufgrund der betrieblichen Notwendigkeiten und Abläufe nur in geringem Umfang möglich. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben war im Sommer eine schrittweise Rück- kehr ins Büro mit entsprechenden Schutzmaßnahmen möglich. Seit 24. November 2021 haben wir erneut die Home-Office-Pflicht sowie 3G am Arbeitsplatz konsequent umgesetzt. Das Jahr 2021 war bedingt durch die anhaltende covid-19-Pan- demie bei allen Gruppengesellschaften, an allen Standorten und für unsere Mitarbeiter erneut ein herausforderndes Jahr. Dem hohen Einsatz unserer Mitarbeiter ist es zu verdanken, dass es nicht zu wesentlichen Produktionseinschränkungen durch die Pandemie kam. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter hat bei k+s oberste Priorität. Daher arbeiten wir täglich an der Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung zum effektiven Schutz unserer Mitarbeiter. Dazu zählt neben umfangreichen Präventionsmaßnahmen im Zuge der anhaltenden covid-19-Pan- demie auch die Unterstützung der landesweiten Impfkampagne. So haben wir ab Frühjahr 2021 zahlreiche Aktionen zur betrieb- lichen Impfung der Belegschaft sowie der Familienangehörigen gegen covid-19 angeboten. An nahezu allen Standorten des Unternehmens in Deutschland fanden Impfaktionstage statt. Die Impfungen wurden teils durch die lokalen Impfzentren und teils durch die jeweiligen Betriebsärzte durchgeführt, unterstützt durch Helfer des betrieblichen Gesundheitsmanagements und des arbeitsmedizinischen Dienstes. Damit waren wir in der Lage, jedem Mitarbeiter sowie deren Angehörigen ein Impfangebot zu unterbreiten. Ab Dezember 2021 führten wir darüber hinaus weitere Aktionen für Boosterimpfungen an unseren Standorten durch. Insgesamt wurden 2021 mehrere Tausend Impfdosen an Mitarbeiter und Angehörige an den deutschen Standorten ver- abreicht. Damit leistete k+s einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zur Immunisierung der Bevölkerung. Am Standort Kassel besteht nach der erfolgreichen Restruktu- rierung der Verwaltung seit 1. Januar 2021 eine nach Zentral- funktionen gegliederte Organisation. Einheiten wurden dabei in Bezug auf Aufgaben und Zusammensetzung verändert, so dass sich Abläufe und Prozesse im Berichtsjahr zunächst neu einspielen mussten. k+s hat im Vorjahr erste Teile eines modernen Personal- managementsystems weltweit eingeführt. Dies führte zu deutlichen Veränderungen der hr-Prozesse und -Abläufe in allen Gesellschaften und bietet Führungskräften zeitgemäße Instrumente für ein effektives Performance- und Potenzial- management. Daneben wird die Effizienz administrativer Abläufe erhöht. Diese Einführung setzte sich in 2021 schrittweise fort. Alte Verfahren wurden und werden nach und nach abgelöst. Die im Echtbetrieb gewonnenen ersten Erkenntnisse fanden bei der weiteren Einführung Berücksichtigung, so dass Abläufe nochmals überprüft und teilweise angepasst wurden. Anfang 2022 wird dieses Tool dann zum führenden hr-System. Bei k+s haben wir die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Home- Office-Pflicht im Frühjahr 2021 erfolgreich und zügig umgesetzt. Unsere Betriebsabläufe konnten wir nahtlos sicherstellen. Die k+s geschäftsbericht 2021 69 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss unsere belegschaft mitarbeiter nach regionen b.45 in % 4/4 Nordamerika 1/1 Asien Die k+s gruppe beschäftigte zum 31. Dezember 2021 insgesamt 10.840 Mitarbeiter bzw. 10.711 fte (2020: 11.273 Mitarbeiter bzw. 11.135 fte). b.44 4/4 Übriges Europa mitarbeiter der k+s gruppe b.44 91/91 Deutschland in FTE1 per 31.12. 2 0 2 0 2 0 2 1 K+S Gruppe 1 1 . 1 3 5 1 0 . 7 1 1 2021/2020 1 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. im rahmen der mitarbeiterbindung fördern wir ... neue talente Von unserer Belegschaft sind 84,6% (2020: 83,6%) tarifliche Mitarbeiter, 9,7% (2020: 10,9%) außertarifliche Mitarbeiter und 5,7% (2020: 5,5%) Auszubildende. Im Durchschnitt sind unsere Mitarbeiter 42 Jahre alt und seit 15 Jahren bei uns beschäftigt. Die Fluktuationsrate, also das Verhältnis der Personalabgänge zur durchschnittlichen Belegschaftsstärke, lag im Berichts- jahr ausnahmsweise bei 9,2% (2020: 6,0%). Ursache war das im Jahr 2020 begonnene und 2021 abgewickelte Projekt zur Restrukturierung der Verwaltungsfunktionen am Standort Kassel, das zu einer umfassenden Straffung und Verschlankung der Orga- nisation und zu einem Personalabbau von etwa 300 Mitarbeitern führte. Dieser konnte fast vollständig mit einem dafür aufgelegten Freiwilligenprogramm realisiert werden. Wir denken schon heute an morgen. Deshalb bereiten wir unseren Nachwuchs auf die Herausforderungen der Zukunft vor. Mit unserer Fach- und Führungskräfteentwicklung führen wir talentierte Mitarbeiter zielgerichtet an neue Aufgaben heran und begleiten sie auf ihrem Weg. So stellen wir eine langfristige Nachfolgeplanung sicher und eröffnen unseren Mitarbeitern neue Chancen. Mitarbeiter entwickeln und fördern ... die ideen unserer mitarbeiter Ideen sind der Motor für Innovationen. Dank unseres preis- gekrönten Ideenmanagements verbessern wir Prozesse sowie Produkte und stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit von k+s. Das Beste daran ist: Mitmachen kann hier jeder. Unsere Mitarbeiter tragen maßgeblich zu unserem Unter- nehmenserfolg bei. Zentrale Aufgabe des Personal- managements und auch der Führungskräfte ist es deshalb, die besten Mitarbeiter für uns zu gewinnen, ihre individuelle Ent- wicklung im Unternehmen zu fördern und sie letztlich langfristig an das Unternehmen zu binden. Unsere Mitarbeiter in diversen Teams bei der vollen Entfaltung ihres Potenzials zu unterstützen, ist uns sehr wichtig. Dabei bilden unsere Werte die Grundsätze der täglichen Zusammenarbeit. Ideenmanagement, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess ... die persönliche entwicklung unserer mitarbeiter Weiterbildung bringt uns alle weiter. In Mitarbeitergesprächen beraten Vorgesetzte und Mitarbeiter gemeinsam, welche Weiter- bildung sinnvoll ist. Neben gesetzlich und unternehmensintern verpflichtenden Maßnahmen bieten wir auch die Möglichkeit, fachspezifische und fachübergreifende Schulungen, it- und Sprachlehrgänge sowie spezielle Seminarreihen für Führungs- kräfte zu absolvieren. Corporate Governance Als international agierendes Unternehmen sind Vielfalt (Diversity) und Inklusion bei k+s elementare Bestandteile der Unternehmenskultur. Einmal im Jahr definieren Vorgesetzte und Mitarbeiter gemein- sam Ziele und Fördermaßnahmen für die folgenden zwölf Monate. Die Mitarbeiter erhalten dabei Feedback zu ihrer Leistung. Daneben soll im Jahresgespräch ein Austausch zur gemeinsamen Zusammenarbeit erfolgen. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Vielfalt und Inklusion Von unseren 10.840 Mitarbeitern sind 91 % in Deutschland beschäftigt. b.45 Mitarbeiter entwickeln und fördern k+s geschäftsbericht 2021 70 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss ... vereinbarkeit von beruf und familie arbeitnehmervertretung/gewerkschaft k+s will die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern und unterstützen. Familienfreundliche Arbeitsstrukturen, Raum für Vielfalt und individuelle Angebote zur Vereinbarkeit sollen unseren Mitarbeitern eine gute Balance zwischen beruflichen und familiären Aufgaben ermöglichen. k+s respektiert die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Rund 76 % der Tarif- mitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland sind gewerkschaftlich organisiert. Aus unserer Sicht ist die Beziehung zu den Betriebsräten sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (ig bce) durch eine langjährige vertrauens- volle Zusammenarbeit geprägt. In Deutschland wurden mit dem Betriebsrat Verhandlungen über eine Anpassung des Vergütungssystems für außertarifliche Angestellte und die Erhöhung des variablen Anteils der tariflichen Vergütung sowie der Weiterentwicklung des tariflichen Leistungsentgeltes auf- genommen. Daneben wurde das Zukunftskonzept 2026, mit dem die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesichert werden soll, mit der Arbeitnehmervertretung verhandelt und abgeschlossen. Es beinhaltet u.a. die Festlegung der tariflichen wöchentlichen Arbeitszeit auf durchschnittlich 39 Stunden und eine Beteiligung der tariflichen Arbeitnehmer am Unternehmens- erfolg, die an die Höhe der Dividende je k+s Aktie geknüpft ist. Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten unterstützen wir unsere Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Beruf und Fami- lie u. a. mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Home-Office und bedarfsgerechten Betreuungsangeboten, sowohl für Kinder als auch im Bereich der Pflege von Angehörigen. ... die gesundheit und sicherheit unserer mitarbeiter Gesundheit ist das wichtigste Gut des Menschen. Mit unseren Programmen zur Gesundheitsförderung unterstützen wir die gesunde Lebensweise unserer Mitarbeiter. Neben Beratungs- und Präventionsangeboten bieten wir unseren Mitarbeitern eine entsprechend ausgerichtete Gestaltung der Arbeitsplätze und -abläufe. Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Die Sicherheit unserer Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität. Deshalb nutzen wir an allen Standorten Arbeitssicherheits- programme, welche die lokalen Gegebenheiten und standort- spezifischen Herausforderungen optimal miteinander verbinden. Natürlich prüfen wir den Erfolg regelmäßig mithilfe interner Audits. Geschäftstätigkeit vergÜtungssystem In der k+s gruppe verfolgen wir das Ziel, unsere Mitarbeiter marktgerecht, vergleichbar und leistungsbezogen zu vergüten. Für unser deutsches Tarifwerk wurde dessen Entgeltgleichheit von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes bestätigt. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Gesundheit & Arbeitssicherheit ... das wir-gefÜhl Seit 2020 ist der k+s Fanshop online. Hier können k+s Werbe- mittel aus den Bereichen Kleidung, Haushalt, Hobby und Elekt- ronik und auch eigene Salzprodukte für den privaten Gebrauch erworben werden. Mitarbeiter, Kunden und Fans von k+s können die Artikel im Shop kaufen und ganz bequem nach Hause liefern lassen. Die im Entgeltrahmenvertrag enthaltene Komponente der Leistungsbewertung wurde für alle deutschen Standorte ein- heitlich erstmals ab Mai 2017 angewendet, womit die Einführung des Tarifwerks abgeschlossen ist. Im Rahmen der Regelungen zu unserem außertariflichen Vergütungssystem werden die außertariflichen Funktionen anhand gruppenweit einheitlicher Kriterien bewertet. Durch regelmäßige Marktvergleiche stellen wir Leistungsgerechtigkeit und Marktkonformität sicher. www.ks-fanshop.de k+s geschäftsbericht 2021 71 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss vergÜtung mitarbeiterentwicklung Das globale k+s-Kompetenzmodell soll im Rahmen der stra- tegischen Personalentwicklung ein gruppenweit einheitliches Vorgehen für die Personalentwicklung liefern. Im Jahr 2021 betrug der Personalaufwand 885,3 Mio. €. Er lag damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2020: 895,2 Mio. €, davon 36,3 Mio. € für einmalige Rückstellungszuführung im Zusammenhang mit dem Projekt zur Restrukturierung der Ver- waltungsfunktionen). Der Personalaufwand je Mitarbeiter (fte) betrug im Berichtsjahr 82.154 € (20201: 77.064 €) und lag damit aufgrund einer höheren erfolgsabhängigen Vergütung über dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der im Personalaufwand enthaltenen variablen Vergütungsbestandteile, mit denen wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines erfolgsabhängigen Ver- gütungssystems am Unternehmenserfolg beteiligen, betrug im Jahr 2021 56,0 Mio. € bzw. etwa 6% (2020: 21,7 Mio. € bzw. etwa 2%). Zur Bindung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter werden unter anderem regelmäßig Potenzialrunden durchgeführt. Diese finden auf unterschiedlichen Ebenen der Organisation statt. Ziel des Potenzialmanagement-Prozesses ist es vor allem, Mit- arbeiter mit hohem Potenzial zu identifizieren und sie in ihrer Weiterentwicklung gezielt zu fördern. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, im Rahmen der Talentrunden konkrete Entwicklungs- maßnahmen zu erarbeiten, die insbesondere das Lernen im Rahmen der aktuellen Aufgaben und das Lernen voneinander fördern. Die Basis für diesen Prozess bildet das jährliche Ent- wicklungsgespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Die- ses Gespräch bietet die Möglichkeit für die Gesprächspartner, sich auf Augenhöhe über Wünsche und Erwartungen hinsichtlich der fachlichen und persönlichen Entwicklung des Mitarbeiters auszutauschen und konkrete Maßnahmen zu vereinbaren. Hier- zu findet ein unterjähriger Austausch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem statt. Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit mitarbeiter entwickeln und fördern Die Expertise und Innovationskraft der Belegschaft sind für uns wesentliche Treiber für den Unternehmenserfolg. Wir entwickeln daher die Potenziale der Mitarbeiter kontinuierlich weiter und nutzen sie bestmöglich. Gleichzeitig sind wir ständig auf der Suche nach Talenten, die unseren stetigen Entwicklungsprozess mit frischen Ideen vorantreiben. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung fort- und weiterbildung Um unseren Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern langfristig sicherzustellen, werden Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt und gefördert. ausbildung Wir sind der Auffassung, dass gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte für unseren Erfolg unverzichtbar sind, und bilden deshalb in erster Linie für unseren eigenen Bedarf aus. In den deutschen Gesellschaften der k+s gruppe befanden sich zum 31. Dezember 2021 insgesamt 598 Frauen und Männer in einer qualifizierten Berufsausbildung oder in einem dualen Studienzweig (2020: 596). Mit 162 Neueinstellungen von Auszu- bildenden im Jahr 2021 liegen wir leicht unter dem Vorjahreswert (2020: 167). Die Ausbildungsquote bezogen auf die Mitarbeiter in Deutschland lag zum Jahresende mit 6,1% leicht oberhalb des Vorjahresniveaus (2020: 5,9%). In den meisten Fällen bieten wir den Ausgebildeten eine Festübernahme an. Die Übernahme- quote für Auszubildende lag bei rund 83% (2020: rund 84%). Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Entsprechende Maßnahmen werden durch das Unter- nehmen bedarfsgerecht geplant und durchgeführt oder ver- anlasst. So bieten wir Fach- und Führungskräften zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen zur Vermittlung von allgemeinen und unternehmensspezifischen Kenntnissen an. Abhängig vom Unternehmensbedarf vergeben wir Stipendien für Vollzeit- Bachelor- oder Masterstudiengänge. In Kanada unterstützen wir Mitarbeiter, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer von uns anerkannten Universität fortbilden, indem wir ihnen die Studiengebühren komplett oder teilweise erstatten. Die Investitionen in Fort- und Weiterbildung betrugen 6,6 Mio. € (2020: 5,9 Mio. €). Ursächlich hierfür war insbesondere eine höhere Anzahl von E-Learnings. Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit 1 Die einmalige Rückstellungszuführung in Höhe von 36,3 Mio. € im Zusammenhang mit dem Projekt zur Restrukturierung der Verwaltungsfunktionen aus dem Vorjahr wurde für die Berechnung nicht berücksichtigt. k+s geschäftsbericht 2021 72 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss ideenmanagement/kontinuierlicher verbesserungsprozess Mit dem Ideenmanagement/Kontinuierlichen Verbesserungs- prozess (kvp) wollen wir den Mitarbeitern ermöglichen, sich aktiv in betriebliche Prozesse und Strukturen einzubringen und diese mitzugestalten. Zurzeit ist das Ideenmanagement/kvp in Deutschland und an weiteren Standorten in Europa wirksam. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 9.707 Ideen eingereicht (2020: 11.396). Der Nutzen über einen Zeitraum von 2,51 Jahren, also der generierte Wirtschaftlichkeitseffekt abzüglich der Kosten für das Ideenmanagement, ist mit 10,9 Mio. € (2020: 12,6 Mio. €) auf einem weiterhin sehr hohen Niveau. betriebliche altersvorsorge k+s will Mitarbeiter bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter unterstützen. Jeder Mitarbeiter der teilnehmenden deutschen Gesellschaften, der eines der drei Modelle zur betrieblichen Altersvorsorge in Anspruch nimmt, wird durch k+s gefördert. k+s bezuschusst die Altersabsicherung mit zusätz- lichen 13% der Geldsumme, welche die Mitarbeiter selbst aus ihrem sozialversicherungspflichtigen Entgelt in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Die Altersvorsorge-Programme für die Mitarbeiter der ausländischen Gesellschaften bestehen mehrheitlich aus einem beitragsorientierten Vorsorgesparplan, der vorwiegend vom Arbeitnehmer selbst finanziert und durch den Arbeitgeber gefördert wird. Wir haben im Jahr 2021 für die beitragsorientierten Vorsorgepläne insgesamt 4,1 Mio. € (2020: 4,9 Mio. €) aufgewendet. Anhang (22) 1 Wir messen den Wirtschaftlichkeitseffekt auf Basis eines Durchschnitts- wertes aus einer 3-Jahres-Betrachtung, in der wir für quantifizierbare Ideen ermitteln, welche Ersparnisse durch diese Ideen erzielt wurden. Da diese Ersparnisse in der Regel jährlich wiederkehrend generiert werden, wurde dieser Wert mit dem Faktor 2,5 Jahre multipliziert abzüglich sämtlicher zugeordneter Kosten aus dem Ideenmanagement. Der Faktor 2,5 wurde von K+S festgelegt. k+s geschäftsbericht 2021 73 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss zusammengefasste nichtfinanzielle erklÄrung1 Die vorliegende zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung (nfe) ist entsprechend den gesetz- lichen Vorgaben nach §§ 289c–289e hgb, § 315c hgb und Verordnung (eu) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (eu) 2019/2088 (im folgenden eu-sf- Taxonomie-vo) erstellt und nutzt die Standards der Global Reporting Initiative (gri), Option „Kern”, als internationales Rahmenwerk. Die bisherige Operative Einheit Americas wird aufgrund der Veräußerung mit Closing zum 30. April 2021 bereits seit der Berichterstattung über das vierte Quartal 2020 gemäß ifrs 5 als „nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit“ ausgewiesen. Aus dem Verkauf der bisherigen Ope- rativen Einheit Americas ergibt sich kein wesentlicher Einfluss auf die in der nfe berichteten Inhalte. Alle in der nfe gemachten Angaben und dargestellten Kennzahlen inklusive Vorjahreswerten beziehen sich auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit der k+s gruppe einschließlich der k+s aktiengesellschaft, soweit nicht anders ausgewiesen. Darüber hinaus wird eine Übersicht bereitgestellt, in welcher die Kennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s aktiengesellschaft sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit differenziert ausgewiesen werden. Die unten stehende Übersicht ordnet die in der nichtfinanziellen Erklärung berichteten, gesetzlich geforderten Informationen den Kapiteln zu, in denen die Nachhaltigkeitsaktivitäten der k+s gruppe beschrieben werden. Darüber hinaus erfolgt eine Zuordnung zu den Sustainable Development Goals (sdgs) auf Ebene der Unterziele. Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit Über diesen Bericht ¹ Dieser Abschnitt ist Teil der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289c–289e HGB und § 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der inhaltlichen Prüfung im Rahmen der Abschlussprüfung ist, jedoch nach ISAE 3000 rev. mit begrenzter Sicherheit geprüft wurde. index zur zusammengefassten nichtfinanziellen erklÄrung b.46 NFE-Bestandteil Enthalten in Kapitel SDG-relevante Informationen1 Verweis Geschäftsmodell Geschäftsmodell – S. 31 Unternehmensstrategie Nachhaltigkeitsmanagement S. 39–43 S. 105–106 Risiken Risiko- und Chancenbericht EU-Taxonomie – – S. 117 EU-SF-Taxonomie-VO S. 93–95 Aspekt Umweltbelange Ressourceneffizienz Energie & Klima S. 84–87 S. 88–90 SDG 12.2, 12.5, 15.1 SDG 12.2, 13.1 Arbeitnehmerbelange Gesundheit & Arbeitssicherheit Vielfalt & Inklusion S. 75–77 S. 78–79 SDG 8.8 SDG 5.1, 5.5, 8.5 Sozialbelange Stakeholder-Dialog S. 79–81 S. 92–93 S. 91–92 SDG 16.7 SDG 8.7 SDG 16.5 Achtung von Menschenrechten Menschenrechte Bekämpfung von Korruption und Bestechung Compliance & Anti-Korruption Lieferkette (selbstbestimmt) Lieferkette S. 91 SDG 8.7 1 Hierbei handelt es sich um eine Zusatzinformation. Diese Angabe ist nicht Bestandteil der nach ISAE 3000 rev. durchgeführten Prüfung mit begrenzter Sicherheit. k+s geschäftsbericht 2021 74 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Wir streben nach Nachhaltigkeit und bekennen uns zu unserer gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Ver- antwortung in allen Regionen, in denen wir tätig sind. In unserem Leitbild haben wir Nachhaltigkeit fest verankert und wie folgt formuliert: „Wir sind Vorreiter für umweltschonenden und nachhaltigen Bergbau.“ Dies unterstreichen wir durch die Berücksichtigung der von der eu formulierten Grundsätze für die nachhaltige Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen (eu principles for sustainable raw materials). Entwickelt und abgestimmt wurden die Grundsätze von der Raw Materials Supply Group (rmsg), der eu-Kommission sowie weiteren Behörden und Institutionen. Die Grundsätze ermöglichen eine bessere Vermittlung, unter welchen Bedingungen nachhaltige Rohstoff- gewinnung und -verarbeitung in Europa stattfindet. Bei festgestellten Abweichungen legt der kpi-Representer Maß- nahmen zur Gegensteuerung in Rücksprache mit dem jeweiligen kpi-Owner fest, der wiederum über die zu treffenden Maß- nahmen, ggf. in Rücksprache mit dem kpi-Sponsor, entscheidet. k+s leistet einen Beitrag zu den globalen Zielen für nachhaltige Ent- wicklung (sdgs) einerseits durch den Wertbeitrag ihrer Produkte entlang der Produktlebenszyklen und andererseits durch die unter- nehmenseigenen Prozesse entlang der Wertschöpfungskette. Über diesen Bericht www.kpluss.com/produktverantwortung Darüber hinaus berücksichtigt die k+s gruppe die sdgs strate- gisch im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements. Entlang der Handlungsbereiche, in denen sich k+s im Bereich Nachhaltigkeit engagiert, werden im Folgenden Informationen gemäß csr-rug unter Bezugnahme auf die sdgs inkl. Unterzielen beschrieben. www.kpluss.com/eu-grundsätze Das k+s-Nachhaltigkeitsprogramm ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und greift die wesentlichen Nach- haltigkeitsthemen der k+s gruppe auf. Wir haben uns Ziele in den Handlungsbereichen Gesellschaft & Mitarbeiter, Umwelt & Ressourcen und Geschäftsethik & Menschenrechte gesetzt und entsprechende Konzepte entwickelt, die wir bis spätestens 2030 umsetzen wollen. Dazu haben wir sie mit nichtfinanziellen Indikatoren überprüfbar gemacht und teilweise an das Ver- gütungssystem auf Managementebene gekoppelt. Aufgrund der Veräußerung der Operativen Einheit Americas haben wir die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der k+s gruppe aus Sicht unserer Stakeholder in 2021 neu identifiziert und unsere Ziele anhand der Ergebnisse in den Handlungsbereichen angepasst. Eine tabellarische Darstellung unserer Handlungsbereiche mit den dazugehörigen Nachhaltigkeitszielen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist im Kapitel Unternehmensstrategie verortet. gesellschaft & mitarbeiter Wir arbeiten täglich für die Zufriedenheit unserer Kunden. Ihren Interessen und denen unserer wichtigen Stakeholder wollen wir mit ausgewählten Nachhaltigkeitsaktivitäten entsprechen und auch einen Beitrag zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (sdgs) leisten. Im Themenfeld „Gesundheit & Arbeitssicherheit“ bieten wir sichere Arbeitsumgebungen für unsere Mitarbeiter (sdg 8.8). Unsere Aktivitäten im Themenfeld „Vielfalt & Inklusion“ wirken Diskriminierung entgegen (sdg 5.1) und streben nach Chancengleichheit von Frauen (sdg 5.5) sowie Gleichbehandlung in der Entlohnung (sdg 8.5). Mitarbeiter Nachhaltigkeitsmanagement Unternehmensstrategie, Nachhaltigkeitsprogramm www.kpluss.com/gesellschaft-und-mitarbeiter Jedes Nachhaltigkeitsziel hat einen Sponsor auf Vorstands- ebene, welcher notwendige Ressourcen zur Verfügung stellt. Auf der unterstellten Leitungsebene sind sogenannte kpi-Owner für die Erreichung des Ziels und des kpis verantwortlich. Die Prozesse und Maßnahmen zur Erreichung werden wiederum in einem kaskadierenden Prozess auf die jeweils nachgeordneten organisatorischen Ebenen, die kpi-Representer und die kpi- Manager, heruntergebrochen: gesundheit & arbeitssicherheit Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter hat bei k+s höchste Priorität. Wir haben den Leitsatz: „Nichts ist wichtiger als Gesundheit und Sicherheit – nicht Produktion, nicht Umsatz, nicht Gewinn“ und arbeiten kontinuierlich an der Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung zum effektiven Schutz unserer Mitarbeiter. Unsere „Goldenen Regeln“ umfassen die grundlegenden Pflichten für Sicherheit am Arbeitsplatz und gelten für das Verhalten aller Mitarbeiter und Geschäfts- partner an den Standorten der k+s gruppe. Auf Grundlage der Unternehmenspolitik zu Sicherheit, Gesundheit, Umweltschutz, Qualität und Nachhaltigkeit der k+s gruppe bauen wir unsere Prozesse zum Schutz von Gesundheit und zur Gewährleistung von Arbeitssicherheit kontinuierlich aus und verbessern sie. So beginnt durchschnittlich eine Vorstandssitzung pro Monat mit dem Thema Gesundheit und Arbeitssicherheit. + + + + kpi-Sponsor: Verantwortlicher der strategischen Zielsetzung, stellt notwendige Ressourcen zur Verfügung kpi-Owner: Verantwortlicher für Ziel und kpi und deren Erreichung kpi-Representer: Delegierter für die fachliche Betreuung der kpi-Steuerung kpi-Manager: Management der Maßnahmen, Erhebung des kpis und dessen Reporting k+s geschäftsbericht 2021 75 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Überall, wo wir Gefährdungen sowie arbeitsbezogene Belastungen und Gesundheitsrisiken erkennen, führen wir Maßnahmen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes aktiv durch. Präventiv informieren wir unsere Mitarbeiter mittels Schulungen und Kampagnen. Die k+s gruppe hat bereits an den großen Produktionsstandorten ein Managementsystem nach dem Gütesiegel der bg rci „Sicher mit System“ in Anlehnung an die din iso 45001 eingeführt. Bis Ende des 2. Quartals 2022 soll die gesamte k+s gruppe erfolgreich die Matrix-Zertifizierung „Sicher mit System“ (Verbundzertifizierung) durchlaufen haben. Informationsgremien unterstützen die Koordination der Umsetzung und die Integration anderer Managementstandards. Umwelt & Ressourcen arbeitssicherheit Zielsetzung: Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung, um unsere Mitarbeiter zu schützen, die unser wertvollstes Kapital darstellen. Die Vision von k+s ist es, Arbeits- unfälle gänzlich zu vermeiden. Bis 2030 wollen wir unsere Arbeitsunfälle von Mitarbeitern mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeitsstunden (Lost Time Incident Rate (lti-Rate)) auf null absenken. Um dies zu erreichen, entwickeln wir eine gemeinsame Arbeits- und Gesundheitsschutzstrategie zur stufenweisen Reduzierung der lti-Rate und schaffen eine verbesserte Sicherheitskultur bis 2025. Mitarbeiter Im Jahr 2021 ereigneten sich an unseren Standorten weltweit 749 Arbeitsunfälle (2020: 667), davon 185 Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (2020: 154). Die lti-Rate für die k+s gruppe im Jahr 2021 lag bei 11,3 (2020: 8,8; Basisjahr 2017: 11,51). Die Steigerung der Unfälle mit Ausfallzeit und der lti-Rate gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf eine Steigerung von Unfällen in Deutschland zurückzuführen. Im gleichen Zeitraum bewegte sich die Anzahl der unfallbedingten Ausfalltage und auch die durchschnittliche Schwere der Unfälle weltweit etwa auf dem Vorjahresniveau. Durch eine verbesserte Ursachenanalyse der Unfälle soll insbesondere der operative Bereich dabei unter- stützt werden, zukünftig die Anzahl der Unfälle zu reduzieren. Ein Austausch und Monitoring zu aktuellen Entwicklungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der k+s gruppe erfolgt in Komitees und Fachgremien auf globaler und nationaler Ebene. In Deutschland beispielsweise berät der gemeinsame Ausschuss für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (hse-Ausschuss), dem neben Arbeitgeber-Mitgliedern auch Betriebsratsmitglieder angehören, regelmäßig zu übergeordneten hse-Themen. Aufgrund der covid-19-Pandemie wurde eine hierfür speziell vorgesehene Taskforce eingerichtet, die sich intensiv mit Maßnahmen zum Schutz unserer Mitarbeiter beschäftigt und diese umsetzt. Dadurch konnten wir unsere Mitarbeiter vor Ansteckungen weitgehend schützen und den Betrieb sicher- stellen. Außerdem wurden lokale Test- und Impfaktionen organisiert. Die Verbandbuchrate (Arbeitsunfälle geteilt durch die geleisteten Arbeitsstunden, multipliziert mit einer Million) beläuft sich auf 45,8 (2020: 38,1). Im Jahr 2021 ereignete sich kein tödlicher Unfall. Auch 2021 haben wir für Führungskräfte und Mitarbeiter Schu- lungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz durchgeführt. Bis zum Jahr 2025 soll unsere Sicherheitskultur durch die Umsetzung von vielzähligen Einzelmaßnahmen weiter verbessert werden. Führungskräfte werden zu den Themen Sicherheit und Gesund- heit stärker eingebunden, indem beispielsweise themen- spezifische Zielvereinbarungen verfolgt werden. Wir führen unsere Kampagne „Handle sicher“ weiter und entwickeln neue Kampagnen, um unsere Mitarbeiter für die Themen Sicherheit und Gesundheit zu sensibilisieren. Darüber hinaus haben wir ab dem Jahr 2021 die Kriterien für unseren Preis für Arbeits- und Gesundheitsschutz „Heilige Barbara“ überarbeitet und Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitskultur als neues Bewertungskriterium integriert. Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit Unsere Prozesse zur Gefährdungsbeurteilung sollen sicher- stellen, dass arbeitsbezogene Gefährdungen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden. Zur Prä- vention psychischer Gefährdungsbelastung am Arbeitsplatz führen wir an unseren Standorten entsprechende Gefährdungs- beurteilungen durch. Aufgrund der covid-19-Pandemie können wir das Ziel, alle operativen Betriebe hinsichtlich psychischer Gefährdungen zu beurteilen, erst Ende 2022 erreichen. 1 Basisjahr wurde in 2021 bereinigt. k+s geschäftsbericht 2021 76 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Daneben haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unterschied- liche Maßnahmen und Kampagnen mit dem Ziel durchgeführt, die individuellen Handlungs- und Entscheidungskompetenzen sowie ein verantwortliches Sicherheits- und Gesundheitsver- halten zu fördern. Dazu zählt unteranderem die Sensibilisierung zur Vermeidung von Hand-Arm-Verletzungen durch über- geordnete, verhaltensorientierte Maßnahmen und Konzepte. Für 2022 planen wir darüber hinaus die Ausarbeitung eines Konzeptes zur Analyse von Unfallschwerpunkten sowie die systematische Aufnahme von Beinaheunfällen. arbeit und soziales (bmas) neu festgelegten agw für Stick- oxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage haben wir unser breit angelegtes Umsetzungsprojekt für die deutschen Standorte weiter vorangetrieben. So konnten z. B. die begonnenen Vorhaben zum Einsatz modernster Diesel- motortechnik und E-Technik, die Entwicklung emissionsärmerer Sprengstoffe sowie die Optimierung der Bewetterung unter Tage weiter vorangebracht werden. Obwohl wir die Umsetzung der relevanten Maßnahmen konsequent vorantreiben, stellte es sich als unlösbare Aufgabe heraus, die technischen Ent- wicklungen so umzusetzen, dass die neuen Grenzwerte bereits ab Ende 2021 vollumfänglich ohne Produktionseinschränkungen eingehalten werden können. Aus diesem Grund wurde im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres ein Antrag auf Fristverlängerung eingereicht. Das Projekt kann nun durch die genehmigte rund zweijährige Verlängerung der Übergangsfrist erfolgreich zum Ziel geführt werden, sodass ab August 2023 die neuen Arbeitsplatzgrenzwerte eingehalten werden können. Wirtschaftsbericht, Investitionsanalyse gesundheit Unsere Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention ergänzen die Managementsysteme durch Maß- nahmen zur Verbesserung von Gesundheitskompetenzen. Die Maßnahmen reichen von klassischen Gesundheitskursen über Seminare bis zu Früherkennungsmaßnahmen und Beratungs- angeboten. Die Planung der Programme und Maßnahmen erfolgt standortspezifisch. Sie orientiert sich am Bedarf und an den örtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Standorte. Zur Untersuchung gesundheitlicher Effekte der genannten Stoffe wurde darüber hinaus durch die ramboll deutschland gmbh in Kooperation mit dem institut für prävention und arbeits- medizin der dguv (ipa) für die berufsgenossenschaft rohstoffe und chemische industrie (bg rci) an zwei Werken eine groß angelegte wissenschaftliche Gesundheitsstudie durchgeführt, die im Jahr 2020 abgeschlossen wurde. Ziel der Studie war zu bestimmen, ob Expositionen gegenüber Emissionsstoffen, denen Beschäftigte im Kalibergbau ausgesetzt sind, zu gesund- heitlichen Effekten führen (akute wie chronische). Zu den Expositionen zählen Stickstoffmonoxid (no), Stickstoffdioxid (no2) und Kohlenstoffmonoxid (co). Die arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung in Deutsch- land wird durch Betriebsärzte gewährleistet. Sie unterstützen darüber hinaus bei der Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements und wirken bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung sowie bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen mit. Während der covid-19-Pandemie unterstützen uns die Betriebsärzte unter anderem bei der Fest- legung der Inhalte der unterschiedlichen Hygienekonzepte sowie dem Erkennen und Durchbrechen von Infektionsketten durch den gezielten Einsatz von Antigen-Tests. Ebenso haben wir die landesweite Impfkampagne unterstützt und ab Frühjahr 2021 zahlreiche Aktionen zur betrieblichen Impfung der Beleg- schaft angeboten. Insgesamt haben 1.303 Mitarbeiter an der Gesundheitsstudie an den Werken Zielitz und Werra teilgenommen. Davon waren 1.040 unter Tage und 263 über Tage tätig. Die Auswertung der ärztlich erhobenen medizinischen Daten ergab keine relevanten Unterschiede zwischen den Vergleichsgruppen Fabrik und Grube und auch insgesamt keinerlei Hinweise auf gesundheit- liche Beeinträchtigungen. Diese Ergebnisse wurden dem Aus- schuss für Gefahrstoffe schriftlich zur Verfügung gestellt und in einer Sitzung ausführlich erläutert. Somit haben wir im Jahr 2020 der Auflage des Ausschusses für Gefahrstoffe des bmas entsprochen. Die von k+s gestiftete Professur für Arbeitsmedizin und betriebliches Gesundheitsmanagement an der Universität Witten / Herdecke ist seit dem Jahr 2018 mit Herrn Prof. Dr. Horst Christoph Broding besetzt. Er verfügt über langjährige Erfahrungen im Bergbau und unterstützt k+s bei der Analyse arbeitsmedizinischer Prozesse und der Entwicklung von Projek- ten auf Standortebene in Deutschland. Ein Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Analyse der k+s Krankheitsquote und das Ableiten von Maßnahmen zu einer Reduzierung. Risiko- und Chancenbericht Ein wichtiger Aspekt des Gesundheitsschutzes ist die konse- quente Einhaltung von Arbeitsplatzgrenzwerten (agw) unter Tage. Im Fall der in Deutschland vom bundesministerium für Forschung und Entwicklung k+s geschäftsbericht 2021 77 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss vielfalt und inklusion1 Index zu Vielfalt und Inklusion der k+s gruppe auf Grundlage der teilnehmenden Mitarbeiter beträgt 54% und bildet die Basis für den kpi Vielfalt und Inklusion. Der Index stellt für k+s eine solide Ausgangsbasis dar und bietet die Chance, das Thema Vielfalt und Inklusion durch geeignete Maßnahmen kontinuier- lich weiterzuentwickeln. Die Befragungen zum Thema werden alle 3–5 Jahre wiederholt. Eine erneute themenspezifische Puls- umfrage ist für 2022 geplant. Vielfalt und Inklusion werden bei k+s als wesentliche Bestand- teile unserer Unternehmenskultur weiter ausgebaut und gefördert. Das Zusammenbringen unterschiedlicher Fähig- keiten, Sichtweisen und Erfahrungen ist für unseren Erfolg und bei der Suche nach Lösungen für unsere Kunden von zentraler Bedeutung. Vor diesem Hintergrund werden Vielfalt und Inklusion durch die Führungsebene konsequent eingefordert und unterstützt sowie von Personalfunktionen als Business Partner in allen Mitarbeiterprozessen gefördert. Die Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Inklusion sind Querschnittsaufgaben und werden an die Anforderungen der jeweiligen Standorte angepasst. Grundlage für Vielfalt und Inklusion ist die Wertschätzung aller Mitarbeiter. Bei k+s erfahren alle Mitarbeiter diese Wert- schätzung, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, sozialer Herkunft, körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Vielfalt definiert die Zusammen- setzung unserer Belegschaft. Inklusion beschreibt die aktive Nutzung dieser Vielfalt im Arbeitsalltag. k+s akzeptiert keine Diskriminierung und bekräftigt dieses u. a. in der Gesamt- betriebsvereinbarung (gbv) mit dem Titel „Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz“. Die Vereinbarung ist ein klares Bekenntnis zu Toleranz und Respekt am Arbeitsplatz. Im Bergbau arbeiten traditionell mehr Männer als Frauen. Zum 31. Dezember 2021 waren gemessen an der Beschäftigtenanzahl in den Gesellschaften der k+s gruppe 89 % unserer Beleg- schaft Männer und 11% Frauen. Das Durchschnittsalter unserer Belegschaft beträgt 42 Jahre. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter in der k+s gruppe in Deutschland liegt bei 5,1 % (2020: 5,3%). Mitarbeiter Corporate Governance, Zielgrößen 1. und 2. Ebene unterhalb des Vorstands Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit Die Anerkennung und Förderung von Vielfalt und Inklusion haben wir in unseren Werten festgeschrieben. Als Unterzeichner des un global compact, einer Initiative der vereinten nationen zur verantwortungsvollen Unternehmensführung, und der charta der vielfalt bekräftigen wir unser Selbstverständnis in Form unternehmerischer Selbstverpflichtungen in Deutschland. www.unglobalcompact.org k+s will sicherstellen, dass in einem schwieriger werdenden Arbeitsmarkt die benötigten Mitarbeiter für alle Bereiche gewonnen werden können. k+s hat weltweit die Bemühungen intensiviert, die Anzahl von Bewerbern frei von Diskriminierung und unter Wahrung der Chancengleichheit zu erhöhen. In Deutschland unterstützt k+s u.a. den zukunftstag, der Heran- wachsenden die Möglichkeit bietet, verschiedene Berufe kennenzulernen, sowie die bundesweite Initiative „mint Zukunft schaffen“ (mint = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, Schüler für mint-Berufe zu interessieren und auf die mint-Fachkräftelücke in Deutschland aufmerksam zu machen. Im Rahmen dieser Initiative engagieren sich k+s mint Botschafter, die den direkten Kontakt zu Schulen suchen, um die Schüler im Rahmen von Vorträgen, Messen, Projekten etc. für das Thema zu begeistern. www.charta-der-vielfalt.de Zielsetzung: Wir wollen eine Belegschaft rekrutieren und entwickeln, die das Umfeld unserer Geschäftsstandorte reflek- tiert. Wir fördern ein inklusives Arbeitsumfeld, das allen Mit- arbeitern den eigenen Erfolg ermöglicht und zu Innovation und Geschäftsergebnissen beiträgt. Dieses Ziel ist erreicht, wenn bis spätestens 2030 mehr als 90% unserer Mitarbeiter das Arbeits- umfeld als inklusiv wahrnehmen. Das Stimmungsbild wird unternehmensintern im Rahmen themenspezifischer Puls-Befragungen evaluiert. Vielfalt und Inklusion sind Teil unserer Unternehmenskultur und stützen einen ganzheitlichen Ansatz im Hinblick auf alle Mitarbeiter und insbesondere auf Führungskräfte. Der in 2019 ermittelte k+s fördert das Bewusstsein für Vielfalt und Inklusion u. a. durch die Teilnahme am deutschen diversity-tag oder den gezielten Ausbau der Aktivitäten in sozialen Medien. Wir bekennen uns zu einem vorurteilsfreien Arbeitsumfeld und zu Arbeitsbedingungen ohne Diskriminierung. Wir laden unsere Mitarbeiter gezielt dazu ein, ihre persönlichen Erlebnisse und Perspektiven unserer offenen Unternehmenskultur zu teilen. 1 Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird hier nur die Bezeichnung Mitarbeiter verwendet. Hierin sind jedoch alle Geschlechter gleicher- maßen mit eingeschlossen. k+s geschäftsbericht 2021 78 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss In 2021 hat k+s den diversity-tag zu einer diversity-woche stakeholder-dialog erweitert. In dieser Woche haben wir uns an den deutschen Standorten dem Vielfaltsgedanken mit dem Fokus auf das Thema „Menschen mit Behinderung“ gewidmet und den Mitarbeitern Informationen rund um das Thema Vielfalt und Inklusion zur Ver- fügung gestellt. Um das Thema an den Standorten in Deutsch- land noch präsenter zu machen und weiter zu fördern, wurde in 2021 eine Arbeitsgruppe Vielfalt & Inklusion mit Vertretern der Standorte eingesetzt. Unser Standort in Kanada hat ein Inclusion + Diversity Commitee eingerichtet, das zunächst eine Baseline-Bewertung des aktuellen Stands von Inklusion und Diversität bei k+s potash canada gp durchgeführt hat. Diese dient als Grundlage und Benchmark für die weitere Strategie des Standorts. Als Stakeholder verstehen wir alle Personen oder Organisatio- nen, die Einfluss auf Themen nehmen oder nehmen könnten, welche mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind oder durch diese beeinflusst werden könnten. Der Dialog mit unseren Kunden und Geschäftspartnern, dem Kapitalmarkt, Politikver- tretern, Nichtregierungsorganisationen, Standortgemeinden und unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig. Ziel ist es, einen für alle Seiten gewinnbringenden Dialog zu führen, neue Ent- wicklungen aufzuspüren und Sichtweisen auszutauschen. k+s informiert seine Stakeholder mit unterschiedlichen Formaten und nutzt unterschiedliche Kanäle für den zielgruppen- spezifischen Austausch. b.47 Zur Bindung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter werden u. a. regelmäßig Potenzialrunden durchgeführt. Diese finden auf unterschiedlichen Ebenen der Organisa- tion statt. Sie dienen dem Ziel, Mitarbeiter mit Potenzial zu identifizieren und sie in ihrer Weiterentwicklung zu unter- stützen. Miteinander und voneinander zu lernen steht dabei im Vordergrund. Bei der Weiterentwicklung von Potenzial- kandidaten streben wir eine ausgewogene Mischung hinsichtlich Nationalität, Alter, Betriebszugehörigkeit und Geschlecht an. Vielfalt und Inklusion sind darüber hinaus ein fester Bestand- teil in der Führungskräfteentwicklung bei k+s, wie u.a. in der führungsakademie. In diesem Entwicklungsprogramm über- tragen die Teilnehmer unsere Werte auf ihre eigene Führungs- rolle. Sie interagieren in verschiedenen Führungssituationen und entwickeln hierbei ein Bewusstsein für die Schaffung eines wertschätzenden sowie vorurteils- und diskriminierungsfreien Arbeitsumfeldes. Dem Dialog mit unseren Stakeholdern haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr mit unterschiedlichen Ver- anstaltungen Raum geben können – aufgrund der Ein- schränkungen im Zusammenhang mit der covid-19-Pandemie jedoch überwiegend in digitaler Form. So boten der Vorstand, die Leiter der Kundensegmente und die Führungskräfte der Zentralfunktionen im Berichtsjahr digitale Betriebsver- sammlungen zur Information unserer Mitarbeiter an und traten mit ihnen zu aktuellen Themen der Geschäftsentwicklung und laufenden Projekten in den Dialog. Dazu zählten insbesondere Informationen und Gespräche über das neue Leitbild sowie die neue Strategie von k+s. Im Oktober fand hierzu ein virtuelles Town Hall Meeting für alle Mitarbeiter der deutschen Standorte statt, in dem die neue Strategie vom Vorstand umfassend vor - gestellt wurde. Im Anschluss wurden auf allen Standorten weiter- führende Veranstaltungen des Vorstands mit den Management- teams und Betriebsräten angeboten, um spezifische Fragen der einzelnen Standorte zu beantworten. In 2021 war die Einbindung aller Mitarbeiter in den Kommuni- kationsfluss eine besondere Herausforderung. Die covid- 19-Pandemie und die damit einhergehenden Kontakt- beschränkungen brachten neue Dialogformate hervor und führten zu einer stärkeren Nutzung der internen digitalen Kommunikationskanäle und Formate wie das interne k+s Portal sowie das interne digitale Magazin, die scoop+. Hinzu kamen digitale Vortragsveranstaltungen unter dem Titel #verbunden- bleiben sowie die intensivere Nutzung der digitalen Monitore (k+s live), die an allen deutschen Standorten eingesetzt werden. Die Führungskräftekommunikation wurde ausgebaut. Den Top-Führungskräften wurden regelmäßig Wirtschaftsupdates in Form von Präsentationen zur Verfügung gestellt, um so alle Mitarbeiter der k+s auf denselben Kenntnisstand bringen zu können. Unternehmensstrategie Nachdem bereits im August 2020 eine Puls-Befragung aller k+s Mitarbeiter am Standort Kassel zu den Erfahrungen im Umgang mit der Arbeit aus dem Home-Office vor dem Hintergrund der anhaltenden covid-19-Pandemie durchgeführt worden war, ist eine zweite Umfrage im August 2021 durchgeführt worden. Die Ergebnisse der Umfrage bestätigten erneut, dass sich die ersten positiven Erfahrungen zur Arbeitsweise im Home-Office bestätigen und dass Zusammenarbeit und Informationsaus- tausch sehr gut funktionieren. Aufgrund der covid-19-Pandemie wurde auch die Haupt- versammlung der k+s aktiengesellschaft zum Schutz der Gesundheit unserer Aktionäre und unserer Mitarbeiter erneut in einem virtuellen Format durchgeführt. Aktionäre konnten ihre k+s geschäftsbericht 2021 79 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Fragen vorab einreichen. Neben telefonischen Aktionärs- und Unsere Werte (im Folgenden jeweils in Klammern angegeben) Investorengesprächen wurden darüber hinaus weiterhin vor- bilden die Grundlage unserer Zusammenarbeit und zeigen wiegend virtuelle Roadshows, Konferenzen und Privataktionärs- den Anspruch, den wir an unsere Arbeit haben. Wir setzen veranstaltungen durchgeführt. Im November fand auch wieder Arbeitssicherheit an erste Stelle und handeln stets nachhaltig ein Capital Markets Day (cmd) statt. Die Durchführung erfolgte als zum Schutz der Umwelt, der Öffentlichkeit und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind (sicher & nachhaltig). Wir Hybrid-Veranstaltung. Man konnte also direkt vor Ort teilnehmen oder digital dabei sein. Außerdem konnte man den Videomit- glauben an den Erfolg von k+s und setzen uns dafür ein, den Ruf schnitt live oder im Nachgang verfolgen. Im Fokus stand die Vor- stellung der neuen k+s-Strategie, die Präsentation der aktuellen Zahlen zur Geschäftsentwicklung per 30. September 2021 sowie von k+s als Branchenführer, Geschäftspartner und bevorzugter Arbeitgeber zu stärken (optimistisch). Wir gehen vertrauens- und respektvoll miteinander um, unterstützen uns gegenseitig und der Ausblick. Mit insgesamt 25 physischen und 35 virtuellen Teil- pflegen vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Geschäfts- nehmern sowie 90 Live-Zuschauern des Videomitschnitts wurde der cmd sehr gut angenommen und bestärkte uns darin, dieses Format auch künftig zu nutzen. partnern, Kunden und der Öffentlichkeit (partnerschaftlich). Wir sind Unternehmer und nehmen Herausforderungen mutig an und stellen dabei den Kunden und seine Erfahrungen mit k+s in den Mittelpunkt unseres Handelns (unternehmerisch), handeln schnell, um den Markt- und Kundenanforderungen gerecht zu werden (agil), und sind veränderungsbereit sowie offen für andere Perspektiven (innovativ). k+s am Kapitalmarkt Neben unserer Internetpräsenz mit besonderer Ausrichtung auf unsere Kunden sind wir regelmäßig im Austausch mit politischen Repräsentanten auf Standort-, Landes-, eu- und Bundesebene. Auf Bundesebene kommt unserem Hauptstadtbüro in Berlin Corporate Governance, Unsere Werte dabei besondere Bedeutung zu, um politische Akteure in Regie- stakeholder-dialog an deutschen standorten rung, Ministerien, Parlament, Verbänden und anderen gesell- Die Standorte haben im Berichtsjahr 2021 den Stakeholder- schaftspolitischen Gruppierungen über wichtige politikrelevante Themen zu informieren und den Dialog zu suchen. Dialog mit der Bevölkerung und politischen Vertretern vor Ort im Rahmen der Möglichkeiten wieder intensiviert. Beispiels- weise hat das Werk Werra die Öffentlichkeit vor allem über Bedingt durch die covid-19-Pandemie fand ein Teil der die geplante Einstapelung salzhaltiger Produktionswässer im Gespräche in einem digitalen Format statt. Die jährliche Bar- Grubenfeld Springen informiert. Das geschah auf drei Bürger- barafeier in Berlin – der Parlamentarische Abend, um mit bundes- politischen Stakeholdern ins Gespräch zu kommen – wurde pandemiebedingt abgesagt. Gleiches galt für die Barbarafeiern an unseren Werksstandorten. informationsveranstaltungen in umliegenden Gemeinden, die von einer intensiven Medienarbeit begleitet wurden, sowie durch mehrere Befahrungen im Grubenfeld Springen für interessierte Bürger und Politiker. Das Werk Neuhof-Ellers hat zur Information lokaler Politiker und regionaler Abgeordneter über verschiedene Im Berichtsjahr 2021 haben wir außerdem den Stakeholder- Themen einen regelmäßigen Umweltdialog ins Leben gerufen. Dialog mit Umweltverbänden, politischen Vertretern, Gemeinden Das Salzwerk Borth bietet der interessierten Öffentlichkeit und der interessierten Öffentlichkeit, insbesondere mit Blick regelmäßige virtuelle Informationsveranstaltungen an, da auf aktuelle Projekte und Vorhaben, fortgesetzt, soweit es uns Präsenzveranstaltungen durch die Pandemie lange Zeit nicht während der Pandemie möglich war. Die Formate fanden weit- möglich waren. Dadurch soll der Dialog mit der Bevölkerung gehend virtuell statt. der umliegenden Kommunen intensiviert werden. k+s ist Mitglied der initiative für transparenz im rohstoff- spenden und sponsoring sektor (eiti: extractive industries transparency initiative) mit der Wir unterstützen ausgewählte Projekte in den Bereichen Bil- Zielsetzung der Korruptionsbekämpfung in der internationalen dung, Soziales und Kultur finanziell. Der Vorstand hat einheit- Rohstoffgewinnung und ist deshalb aktives Mitglied der Multi- liche Bedingungen für Spenden und Sponsoring festgelegt. So Stakeholder-Gruppe in der deutschen vom bundesministerium spendet k+s nicht an politische Parteien einschließlich ihnen für wirtschaft und klimaschutz koordinierten d-eiti-Initiative. www.d-eiti.de nahestehender oder zugehöriger Organisationen oder Personen. Die Spenden für wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke betrugen im Jahr 2021 insgesamt 0,7 Mio. € (2020: 1,0 Mio. €). www.rohstofftransparenz.de k+s geschäftsbericht 2021 80 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Der Rückgang um rund 0,3 Mio. € ist auf die im Berichtsjahr entfallenen Corona-Spenden zurückzuführen, nachdem der Aufsichtsrat der k+s aktiengesellschaft auf einen Teil seiner jährlichen Vergütung für das Jahr 2019 verzichtet hatte. In diesem Zusammenhang waren 2020 karitative Einrichtungen im Umfeld der Standorte und weitere Hilfsorganisationen unterstützt worden, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten waren. www.kpluss.com/gesellschaft-und-mitarbeiter Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit Übersicht stakeholder-dialog: inhalte und dialogformate b.47 Mitarbeiter Hauptthemen Personalpolitische Entscheidungen, Vergütung, Weiter- bildung, Kommunikation, Unternehmensentwicklung, Investitionsprojekte und Initiativen, Strategie etc. Der Unternehmenserfolg gründet auf den Kompetenzen und dem Erfolg unserer Mitarbeiter. In regelmäßigen Betriebs- versammlungen finden die Anliegen der Mitarbeiter Gehör. Methoden Treffen, Gremienarbeit, gemeinsame Projekte, Über das Intranet und das digitale Mitarbeitermagazin werden der gegenseitige Austausch und der Informationstransfer gefördert. Veranstaltungen/Konferenzen (digital oder in Präsenz), Geschäftsbericht, Blogs und soziale Medien, Intranet, Mitarbeitermagazin, interne Kommunikation und Mit- arbeiterversammlungen des Vorstands auf Standorten etc. Kunden und Geschäftspartner Hauptthemen Qualitätssicherung, Produktionsbedingungen, Einhaltung von Regeln und Standards, Compliance etc. Der Dialog mit unseren Kunden lässt uns ihre Bedürfnisse besser erkennen, um Produkte und Dienstleistungen darauf auszu- richten. Viele Informationen stellen wir im Internet bereit. Neben persönlichen Gesprächen liefern uns Zufriedenheitsanalysen konkrete Hinweise für Verbesserungen. Methoden Umfragen, Treffen, Anwenderschulungen, Messen, gemeinsame Projekte, soziale Medien, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc. Aktionäre/Investoren/Analysten/Banken Hauptthemen Unternehmensbewertung, Unternehmensstrategie, Ziele, Finanzierung, Ergebnisse, Risiken/Chancen, Wettbewerb, Nachhaltigkeitsthemen etc. In regelmäßigen Roadshows und auf Konferenzen erklären wir unser Geschäft, stellen uns den Fragen der Vertreter des Kapitalmarkts und nehmen Anregungen und Ideen auf. Methoden Hauptversammlung, Geschäftsbericht, Quartalsbericht- erstattung, Capital Markets Day, Gespräche mit Analysten/ Investoren/Banken/Ratingagenturen, Umfragen, Tele- fonate, Konferenzen, Roadshows etc. Politik und Verwaltung Hauptthemen Gesellschaftliche Akzeptanz, Social Licence to Operate, Umweltthemen, Klima- und Energiethemen, Industrie- und Rohstoffthemen, wirtschaftliche Entwicklungen, Im nationalen und europäischen Dialog mit Vertretern von Regierungen, Fachbehörden und Parlamenten bringen wir unsere Positionen direkt oder indirekt über Mitglied- schaften in Verbänden und Organisationen in die politische Diskussion ein. strategische Ausrichtung, Arbeitsplatzsicherung etc. Methoden Vertrauliche Direktgespräche (online und in Präsenz), Treffen, Workshops, Gremienarbeit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc. Standortgemeinden Hauptthemen Gesellschaftliche Akzeptanz, Umweltthemen, Projekte zur Verbesserung des Gewässerschutzes, wirtschaftliche Entwicklung, Arbeitsplatzangebote, Strukturwandel etc. Gute Nachbarschaft mit unseren Standortgemeinden und -regionen ist uns wichtig. An den Standorten schaffen wir Vertrauen durch den Austausch mit den Standortgemeinden und Anwohnern. Methoden Treffen mit ausgewählten Stakeholdern, Veranstaltungen, Informationsbüros, Tag der offenen Tür, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc. Nichtregierungsorganisationen/Breite Öffentlichkeit Das Wissen über den Kalibergbau in Deutschland unter den Rahmenbedingungen internationaler Wettbewerbsfähigkeit und internationaler wie nationaler Umweltgesetzgebung erläutern wir verständlich mittels verschiedener Formate. Hauptthemen Systemrelevanz, gesellschaftliche Akzeptanz, Kalibergbau, Projekte zur Verbesserung des Gewässerschutzes, Umwelt- themen, Arbeitsplatzsicherung etc. Methoden Öffentliche Informationsveranstaltungen, Präsenz auf Messen und Fachtagungen, Werksführungen und Gruben- fahrten, Informationsbüro, persönliches Gespräch etc. k+s geschäftsbericht 2021 81 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss umwelt & ressourcen investitionen und betriebskosten fÜr den umweltschutz Die k+s gruppe arbeitet kontinuierlich daran, die unvermeid- lichen Eingriffe in die Natur und Landschaft, die mit der Förderung und Aufbereitung von Rohstoffen verbunden sind, so gering wie möglich zu halten. Durch unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung bleiben wir am Puls der Zeit. Auch im Bereich der Entsorgung unserer Rückstände gehen wir zukünftig neue Wege und setzen dabei Maßstäbe für den Stand der Technik. Im Rahmen der k+s nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir uns darüber hinaus Ziele in den Themenfeldern „Ressourceneffizienz“ und „Energie & Klima“ gesetzt. Die Investitionen für den Umweltschutz verringerten sich im Jahr 2021 in der Gruppe um 13,7 Mio. € auf 114,4 Mio. € (2020: 128,1 Mio. €). Das spürbar niedrigere Niveau ist auf projekt- bedingt geringere Investitionen im Bereich Gewässerschutz zurückzuführen. Schwerpunktmäßig betraf dies in 2021 reali- sierte Teilprojekte im Zuge der weiteren Projektfortschritte bei den laufenden Haldenerweiterungen an den Kalistandorten Hattorf und Zielitz. Nachdem in 2020 die Basisabdichtung der Erweiterungsfläche in Hattorf fertiggestellt werden konnte, fielen in 2021 nur noch Investitionen für Abdichtungsmaterialien am Übergang zwischen neuer und alter Halde an. Am Stand- ort Zielitz lag ein Investitionsschwerpunkt des Jahres 2020 im Neubau von Haldenwasserbecken und der Installation eines Rohrleitungssystems zur Fassung bzw. Ableitung der Halden- wässer. Nach der Fertigstellung der Projekte waren im Jahr 2021 lediglich Investitionen für offene Restarbeiten erforderlich. Auf hohem Niveau fortgeführt wurden in Zielitz und am Stand- ort Wintershall die Arbeiten zum Einbau der Basisabdichtung auf den in 2020 genehmigten Haldenerweiterungsflächen. Im Vorjahresvergleich rückläufig waren hingegen die Projekt- Investitionen für die Flutung der stillgelegten Grube Sigmunds- hall. Die erforderlichen Anlagen zur Beladung und Annahme der Salzabwässer des Werkes Werra wurden fertiggestellt und mit dem Flutungsbeginn zur Jahresmitte 2021 in Betrieb genommen. www.kpluss.com/umwelt-und-ressourcen Den Fortschritt unserer Umweltziele verfolgen wir regelmäßig. In den Themenfeldern „Ressourceneffizienz“ sowie „Energie & Klima“ fördern wir die effiziente Nutzung von natürlichen Ressourcen und die Vermeidung von bergbaulichem Abfall (sdg 12.2, sdg 12.5) ebenso wie eine nachhaltige Nutzung der Land- und Binnen- süßwasser-Ökosysteme (sdg 15.1). Unsere Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen stärken wir operativ durch die Entwicklung von Anpassungs- lösungen und strategisch (sdg 13.1), z.B. durch eine ganzheitliche Portfoliooptimierung bei gleichzeitiger Reduzierung des öko- logischen Fußabdrucks im Einklang mit unserer Klimastrategie. Unser Umweltmanagement hilft uns bei der Erreichung unserer Ziele. Die Standorte werden bei der Umsetzung unterstützt, um unsere hse-Performance kontinuierlich zu verbessern. Dieses wird durch die laufende Einführung von Managementsystemen in Anlehnung an die din en iso 14001:2015 für Umweltmanagement und die din en iso 50001:2015 für Energiemanagement für wesent- liche Standorte erfüllt. Zum Erreichen der Effizienzsteigerung und für den Erfahrungsaustausch sind nationale und internationale Expertengremien eingerichtet. k+s arbeitet weiterhin intensiv an Maßnahmen zur Verringerung der flüssigen Produktionsrückstände und an alternativen Entsorgungsmöglichkeiten für die anfallenden salzhaltigen Abwässer. Einen zentralen Baustein bildet dabei die vor- gesehene Einstapelung von hochkonzentrierten Salzabwässern unter Tage im Grubenfeld Springen in Thüringen. Das 2021 deut- lich gestiegene Investitionsvolumen des Großprojektes umfasste vor allem den Bau der übertägigen Konfektionierungsanlagen, in denen die Salzabwässer hoch gesättigt werden, die Errichtung der verfahrenstechnischen Anlagen über Tage sowie die Ver- legung von Rohrleitungen für den über- und untertägigen Transport der Einstapellösung. Nachdem die Versenkung von Salzabwässern zum Jahresende 2021 endgültig eingestellt wurde, soll das Projekt als neuer Entsorgungsweg für die Salz- abwässer aus der Kaliproduktion des Werkes Werra dienen, die Gewässerqualität von Werra und Weser weiter verbessern und zur Sanierung einer Bergbau-Altlast beitragen. Wir erwarten die Genehmigung für die dauerhafte Einstapelung unter Tage im Laufe des Jahres 2022. Ebenfalls verstärkt wurden in 2021 die Investitionen in prozesswasserreduzierende Maßnahmen am Standort Hattorf. Die Projekte konzentrieren sich auf die Wieder- verwertung von Prozesslösungen in bestehenden Prozess- schritten, um dadurch die Menge an zu entsorgenden Wässern zu reduzieren. Die berichteten Umweltkennzahlen werden mit der Umwelt- datenmanagement-Software „Corporate Sustainability“ für unsere Kali- und Salzproduktionsstandorte erfasst, analysiert, bewertet und konsolidiert. Für die Umweltkennzahlen sowie die im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele definierten nichtfinanziellen Kennzahlen weisen wir die Art der Erfassung sowie die Grenzen der Berichterstattung separat aus. Über diesen Bericht k+s geschäftsbericht 2021 82 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Der Anstieg der Investitionen im Bereich Luftreinhaltung und Klimaschutz ist auf berücksichtigte Projekte zurückzuführen, die unter die Nachhaltigkeitsaktivitäten im Sinne der eu-Taxonomie fallen. Neu aufgenommen wurden Investitionen in elektro- betriebene Lader und Fahrzeuge zur Einhaltung der künftigen Vorgaben zu den Arbeitsplatzgrenzwerten unter Tage sowie Investitionen in eichrechtskonforme Strom-Messkonzepte gemäß den Regelungen des Energiesammelgesetztes. Die im Vorjahresvergleich höheren Investitionen im Bereich Naturschutz und Bodensanierung erklären sich aus den 2021 umgesetzten höheren Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Rahmen der Haldenerweiterungen in Wintershall und Zielitz. b.48 Flutung der stillgelegten Grube Sigmundshall in Niedersachsen zurückzuführen. Mit dem neuen Entsorgungsweg für salzhaltige Wässer sind erstmalig Kosten für die Laugenannahme in Sig- mundshall und die Eisenbahninfrastruktur vor Ort angefallen. Kostensteigerungen waren ebenfalls im Zusammenhang mit der Entsorgung von festen Produktionsrückständen zu ver- zeichnen. Am Standort Unterbreizbach lagen die Gründe in der Erschließung eines neuen Versatzfeldes für die untertägige Einbringung der Fabrikrückstände. Wesentliche Kostenfaktoren waren erforderliche bergmännische Vorarbeiten in den Gruben- hohlräumen und der Aufbau von Bandanlagen für den Anschluss des Grubenfeldes. Die übrigen Standorte verzeichneten vor allem preisbedingte Materialkostensteigerungen und höhere Instandhaltungsaufwendungen für den Betrieb der Rückstands- halden bzw. beim esta-Produktionsverfahren zur trockenen Aufbereitung der Kalirohsalze. Weitere Kostensteigerungen resultierten aus den geplanten Haldenabdeckungen und betrafen insbesondere Betriebskosten für Vorversuche und Planungsleistungen. In den laufenden Erweiterungen der Rückstandshalden standen einem Mehrbedarf an Personal und höheren Kosten für die aufgebrachte Basisabdichtung entfallene Einmalkosten gegenüber, die für den positiven Abschluss der Genehmigungsverfahren in 2020 an den Standorten Winters- hall und Zielitz zu tragen waren. Projektbedingt geringere Kosten entfielen ebenfalls auf die in der stillgelegten Grube Sigmundshall durchgeführten Vorarbeiten für die Flutung mit Salzabwässern des Werkes Werra. Mit dem zur Jahresmitte 2021 erfolgten Flutungsbeginn kam der höhere Personal- und Maschineneinsatz für die Demontage der im Flutungs- bereich befindlichen untertägigen Anlagen zum Abschluss. In 2020 waren die Arbeiten dagegen noch ganzjährig angefallen. Einen weiteren zentralen Bestandteil im Abwassermanagement des Werkes Werra bildet die vorgesehene Einstapelung von hochkonzentrierten Salzabwässern im Grubenfeld Springen, Neben den beschriebenen Umweltinvestitionen bestehen weitere Investitionsprojekte zur Erfüllung von regulatorischen Anforderungen zur Einhaltung der Arbeitsplatzgrenzwerte. Gesundheit Wirtschaftsbericht, Investitionsanalyse Aufgrund höherer Kosten in den Bereichen Gewässerschutz sowie Luftreinhaltung und Klimaschutz stiegen die Betriebs- kosten für den Umweltschutz im Berichtsjahr spürbar um 22,9 Mio. € auf 252,4 Mio. € (2020: 229,5 Mio. €). Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit Das gestiegene Kostenniveau im Bereich Gewässerschutz begründet sich aus höheren Aufwendungen für die Ent- sorgung von Produktionsrückständen unter und über Tage. Einen Schwerpunkt bildeten dabei Kostensteigerungen für die standortferne Entsorgung von Salzabwässern des Werkes Werra. Neben höheren Transportkosten für die Flutung einer Kaverne in Sachsen-Anhalt war dies auf die Mitte 2021 begonnene investitionen in den umweltschutz1 b.48 in Mio. € 2020 125,0 0,4 2021 106,2 3,9 Veränderung % –15,0 > +100 +30,8 +100,0 – Gewässerschutz Luftreinhaltung und Klimaschutz Abfallwirtschaft –18,8 3,5 1,3 1,7 0,4 Naturschutz2 und Bodensanierung Sonstiges 1,3 2,6 1,3 – – – Gesamt 128,1 114,4 –13,7 –10,7 1 Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit. Die im Bericht erfassten Kennzahlen sind kaufmännisch gerundet, dementsprechend können Rundungsdifferenzen auftreten, sodass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren. 2 Einschließlich Landschaftspflege. k+s geschäftsbericht 2021 83 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss einem Teil der stillgelegten Grube Merkers in Thüringen. Im Zuge der Projektumsetzung wurden die bergmännischen Vorarbeiten in Thüringen in 2021 fortgesetzt und auf hessischer Seite bis zur geologischen Barriere zwischen den Gruben Wintershall und Merkers abgeschlossen. die Kosten für die ergänzenden Maßnahmen zum Umweltschutz als auch die hier nicht ausgewiesenen integrierten Umweltkosten Bestandteile der Produktionskosten und erhöhen damit die spezi- fischen Kosten je produzierter Tonne Produkt. b.49 SDG 12.2, 12.5, 15.1 ressourceneffizienz Der Kostenanstieg im zusammengefassten Bereich Klimaschutz und Luftreinhaltung resultiert insbesondere aus dem 2021 in Deutschland in Kraft getretenen nationalen co2-Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen (Brennstoffemissionshandelsgesetz – behg) und höheren Kosten für den Verbrauch kostenpflichtiger co2-Zertifikate, die im Rahmen des europäischen Emissions- rechtehandels für den Regelbetrieb der deutschen Kalistandorte erworben wurden. Weitere Zuwächse entfielen auf produktions- und preisbedingte Kostensteigerungen bei Konditionierungs- mitteln, mit denen die Staubbildung bei Umschlag und Aus- bringung der Fertigprodukte vermieden wird, sowie auf höhere Energiekosten für den Betrieb von Entstaubungsanlagen. Eine effiziente Nutzung unserer Ressourcen spielt für k+s eine bedeutende Rolle. Als Bergbauunternehmen steht die effiziente Nutzung unserer Rohstoffe im Fokus, insbesondere der Umgang mit flüssigen und festen bergbaulichen Rückständen. Die hierbei gesetzten Ziele wurden unter dem Themenfeld Ressourcen- effizienz zusammengefasst. wasser Wasser ist für k+s eine sehr wichtige Ressource. In vielen Prozessen setzen wir Wasser in unterschiedlichen Qualitäten ein. Wir benötigen Wasser beim Abbau und zur Förderung an bestimmten Lagerstätten und in Produktionsprozessen. Aus bestimmten Produktionsprozessen und im Bereich der Rückstandshalden entstehen salzhaltige Abwässer, die wir entsorgen müssen. Gruppenweit wollen wir wasserbezogene Auswirkungen auf ein Minimum beschränken. Dazu haben wir uns konkrete Ziele gesetzt. Der Kostenrückgang im Bereich Abfallwirtschaft ist auf den geringeren Anfall von zu entsorgenden Erdmaterialien aus den Bohrtätigkeiten zur Kavernen-Entwicklung am kanadischen Kalistandort Bethune zurückzuführen. Die Betriebskosten umfassen im Wesentlichen ergänzende Maß- nahmen zum Umweltschutz. Diese Maßnahmen beziehen sich ins- besondere auf Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Klimaschutz, Abfallwirtschaft sowie Naturschutz und Bodensanierung und betreffen vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Betriebskosten und Abschreibungen für Produktionsanlagen zum Gewässerschutz, die in die Produktionsprozesse integriert sind und die Herstellung zusätzlicher Verkaufsprodukte ermöglichen, werden nicht mit einbezogen. In ihrer Gesamtheit sind sowohl Umweltrelevante Geschäftsrisiken bewerten wir im Rahmen unseres gruppenweiten Risiko- und Chancenmanagements. Im Jahr 2021 haben wir unsere gruppenweite Wasserstress- Analyse aktualisiert und den standortspezifischen Wasserstress identifiziert. Die Auswahl und Priorisierung wasserbezogener Maßnahmen obliegt unter Berücksichtigung der standort- spezifischen Voraussetzungen den Standorten. Risiko- und Chancenbericht betriebskosten fÜr den umweltschutz1 b.49 in Mio. € 2020 172,0 39,6 12,0 1,0 2021 187,2 48,6 10,5 1,0 Veränderung % +8,8 +22,7 –12,5 – Gewässerschutz 15,2 9,0 –1,5 – Luftreinhaltung und Klimaschutz2 Abfallwirtschaft Naturschutz3 und Bodensanierung Sonstiges 4,9 5,1 0,2 22,9 +4,1 +10,0 Gesamt 229,5 252,4 1 Die Berichterstattung der Betriebskosten für den Umweltschutz orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit. Die im Bericht erfassten Kennzahlen sind kaufmännisch gerundet, dementsprechend können Rundungsdifferenzen auftreten, sodass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren. 2 Nachträgliche Scope-Erweiterung 2020. 3 Einschließlich Landschaftspflege. k+s geschäftsbericht 2021 84 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss wasserentnahme b.50 abwasser b.51 in Mio. m3 2020 2021 in Mio. m3 2020 2021 Meerwasser und anderes salzhaltiges Wasser Abwässer 28,0 105,7 4,7 30,9 107,8 4,8 Abwasser an kommunale Kläranlagen1 Betriebswasser in Flusswasser 0,2 0,2 Flusswasser 89,1 87,7 Grundwasser Wasser und Abwasser in Gruben oder Kavernen Trinkwasser und Wasser aus 0,1 0,4 kommunalem Wasserversorger 1,1 1,1 Salzabwasser2 Gesamte Wasserentnahme 139,5 144,6 Versenkung 8,5 0,8 8,2 0,6 Salzige Abwässer in Gruben oder Kavernen wasserentnahme Salzige Abwässer ins Meerwasser und andere salzhaltige Gewässer Im Jahr 2021 hat die k+s gruppe insgesamt 144,6 Mio. m³ (2020: 139,5 Mio. m³) Wasser aus unterschiedlichen Quellen zur Gewinnung und Herstellung von Produkten entnommen. Die Flusswasserentnahme im Jahr 2021 liegt mit 107,8 Mio. m³ (2020: 105,7 Mio. m³) etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Die Entnahme von Salzwasser aus Meeren und anderen salz- haltigen Quellen stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 30,9 Mio. m³ (2020: 28,0 Mio. m³) leicht an. Der Großteil (87,1% (2020: 86,6%)) unserer Wasserentnahme findet an Standorten ohne hohen Wasserstress statt. b.50 26,7 4,7 29,6 6,0 Salzige Abwässer ins Oberflächenwasser Salzabwässer in der Kaliproduktion Salzabwässer in der Salzproduktion 4,5 5,8 0,3 0,2 1 Aktualisierung Niederschlagsmengen Frisia Zout B.V. 2020. 2 Gesamtmineralisation (TDS, total dissolved solids) > 1 g/l. einem niedrigen Niveau von 1,0 Mio. m³ (2020: 1,3 Mio. m³) und wurde zum Ende des Jahres 2021 eingestellt. b.51 Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit flüssiger bergbaulicher rückstand (abwasser) Bei der Förderung und Aufbereitung unserer Rohstoffe sowie durch die Aufhaldung des festen Rückstands entstehen salz- haltige Abwässer. k+s arbeitet intensiv daran, diese Mengen dauerhaft zu senken. Die Menge und die Zusammensetzung der Prozessabwässer sowie der Haldenwässer sind von vielen Faktoren wie z.B. der lokalen Rohsalzqualität, den verwendeten Aufbereitungsverfahren und dem Produktportfolio abhängig. Daher unterscheiden sich die Salzabwässer in ihrem Salzgehalt und in ihrer Zusammensetzung. Neben der Einleitung in Oberflächengewässer und der Ver- senkung können Prozessabwässer auch in geeignete Gruben oder Kavernen eingeleitet werden. Im Jahr 2021 haben wir 0,6 Mio. m³ (2020: 0,8 Mio. m³) Salzabwässer in geeignete Gruben oder Kavernen transportiert und dort verbracht bzw. für Verwahrungsarbeiten genutzt. Aufgrund der guten Ein- leitmöglichkeiten in Oberflächengewässer wurden im Jahr 2021 weniger salzhaltige Abwässer in Gruben und Kavernen ver- bracht. Im Bereich Salzwasser haben wir uns bis Ende 2021 bzw. bis zum Jahr 2030 folgende ambitionierte Ziele gesetzt: Gruppenweit betrug die Menge an Salzabwasser, welches in Oberflächengewässer eingeleitet wurde, im Jahr 2021 bei der Kaliproduktion 5,8 Mio. m³ (2020: 4,5 Mio. m³) und bei der Salzproduktion 0,2 Mio. m³ (2020: 0,3 Mio. m³) und stieg damit insgesamt im Vergleich zum Vorjahr an. Die Einleitung als Entsorgungsweg von Salzabwasser aus der Kaliproduktion in Oberflächengewässer erfolgte aufgrund höherer Flusspegel auf gewohntem Niveau im Gegensatz zum vergleichsweise trocke- nen Vorjahr. Weitere 8,2 Mio. m³ (2020: 8,5 Mio. m³) Salzabwasser wurden durch die Einleitung in den Untergrund verbracht (Ver- senkung). Die Versenkung in Deutschland blieb weiterhin auf Zielsetzung: Mit Ende des Jahres 2021 wurde in Deutschland die Versenkung salzhaltiger Wässer in den Untergrund ein- gestellt. Wir haben damit eine zentrale Anforderung der fluss- gebietsgemeinschaft (fgg) weser erfüllt. Im Jahr 2021 hat die k+s gruppe 1,0 Mio. m³ (2020: 1,3 Mio. m³) salzhaltige Prozess- abwässer am Standort Hattorf in den Untergrund versenkt. In Summe wurden somit in den Jahren 2018 bis 2021 rund 1,5 Mio. m³ weniger Prozessabwässer versenkt als für diesen Zeitraum genehmigt war. k+s geschäftsbericht 2021 85 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Ab 2022 werden wir die Möglichkeit der Einstapelung von Prozesswässern unter Tage nutzen. Im ersten Schritt werden bis zu 1,5 Mio. m³ pro Jahr in geeignete Hohlräume in der Nähe des Werkes Werra (Grube Springen) eingestapelt. Die Einleitung von salzhaltigen Abwässern wird im Rahmen der erteilten wasserrechtlichen Erlaubnis vom 23. Dezember 2021 des regierungspräsidiums kassel und unter Einhaltung der Vorgaben der fgg weser mit niedrigeren Zielwerten für die 3. Bewirtschaftungsperiode (2021–2027) weiterhin erfolgen. www.fgg-weser.de fester bergbaulicher rückstand (abfall) Bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen fallen regelmäßig feste bergbauliche Rückstände an. Die Aufschüttung der Rückstände auf Halden erfolgt unter Beachtung der jeweili- gen Standortbedingungen, der vorliegenden Genehmigungen und der Minimierung von Umweltauswirkungen durch Weiter- entwicklung des Standes der Technik. Im Rahmen unserer umfangreichen und langjährigen Genehmigungsverfahren werden Umweltauswirkungen analysiert und Vermeidungs- optionen optimiert. Zielsetzung: Bis 2030 wollen wir in Deutschland die zu ent- sorgende Menge an Prozesswasser aus der Kaliproduktion um weitere 500.000 m³ im Vergleich zum Jahr 2017 reduzieren. Die Einsparung erfolgt ohne Berücksichtigung der Effekte, die sich aus der Inbetriebnahme der kkf-Anlage und des Endes der Pro- duktion unseres Werkes in Sigmundshall im Jahr 2018 ergeben haben. Aus der deutschen Kaliproduktion sollen daher ab dem Jahr 2030 nur noch 2,2 Mio. m³ Prozesswasser pro Jahr entsorgt werden. haldenmanagement Im Jahr 2021 haben wir an unseren Kalistandorten 30,1 Mio. t (2020: 29,3 Mio. t) feste Rückstände aufgehaldet. Umfangreiche Monitoring-Programme umfassen z.B. Grundwasser-, Verfor- mungs- und Staubmessungen und vegetationsökologische Auf- nahmen. Sie überwachen eventuelle Auswirkungen der Halden. Die daraus generierten Daten stehen den Genehmigungs- behörden zur Verfügung. Zudem wird der Haldenbetrieb durch regelmäßig wiederkehrende Befahrungen der Genehmigungs- behörde überwacht. Über die Planung und Umsetzung von Maß- nahmen stehen wir in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Die bestehenden Aufhaldungskapazitäten sind jeweils abhängig von der Menge der Rohsalzförderung und der Rohsalzzusammensetzung. Zur langfristigen Sicherung der Kaliproduktion sind je nach Standort Erweiterungen der bestehenden Rückstandshalden erforderlich. Das kanadische k+s-Werk Bethune befand sich 2018 in der Anlaufphase und ist nach dem Stand der Technik erbaut. Die Umweltauswirkungen des Werks wurden bereits vor Inbetrieb- nahme 2017 bewertet und umfassend berücksichtigt. Im Jahr 2021 fielen aus der Kaliproduktion in Deutschland absolut 3,3 Mio. m³ (2020: 2,9 Mio. m³) zu entsorgendes Prozesswasser an. Bezogen auf das bereinigte Basisjahr 2017, also bei Berücksichtigung des vollen Effekts der kkf-Anlage (–1,5 Mio. m³) sowie des Endes der Produktion in Sigmundshall (–0,3 Mio. m³), lag der zu entsorgende Prozesswasseranfall in 2021 um 0,6 Mio. m³ (2020: 0,2 Mio. m³) höher. Dies ist auf einen Anstieg der Produktion zurückzuführen. + Der Antrag zur Erweiterung der Halde Hattorf (Phase 2) wurde 2021 eingereicht. Mit Zulassung vom 23.12.2021 wurde der vorzeitige Beginn zur Fällung und Rodung des Wald- bestands genehmigt und wird derzeit umgesetzt. + + Mit dem positiven Planfeststellungsbeschluss zur Halden- erweiterung Zielitz im Jahr 2020 ist die Rückstands- entsorgung bis in die 2050er Jahre hinein gewährleistet. Die Haldenerweiterung am Standort Wintershall wurde 2020 ebenfalls mit einem positiven Planfeststellungs- beschluss beschieden. Damit stehen Aufhaldungskapazi- täten für ca. neun Jahre zur Verfügung. Ein kontinuierlicher Produktionsbetrieb ist damit gesichert. Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit Um unser Ziel bis 2030 zu erreichen und um die deutsche Kaliproduktion sicherzustellen, arbeitet k+s in Deutschland im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsvorhaben intensiv an der weiteren Optimierung der Gewinnungs- und Aufbereitungs- prozesse sowie an standortbezogenen operativen Projekten zur Senkung der zu entsorgenden Prozesswassermenge. Risiko- und Chancenbericht Im Zuge der Genehmigungsverfahren der Haldenerweiterungen sind wir verpflichtet, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu erbringen. Dabei versuchen wir aber möglichst über die Forde- rungen hinaus die Maßnahmen so zu gestalten, dass sie für die Umwelt einen hohen Mehrwert erbringen. Diese umfassen langfristig und großflächig ausgerichtete Projekte mit dem Ziel, Biodiversität zu fördern, indem neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen bzw. bestehende Lebensräume aufgewertet werden. Ersatzaufforstungen werden vorrangig Forschung und Entwicklung k+s geschäftsbericht 2021 86 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss auf naturschutzfachlich minderwertigen Flächen durchgeführt, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu schonen. Des Weiteren führen wir vor Beginn der Eingriffe zeitlich vorgezogene Arten- schutzmaßnahmen durch, die eine ökologisch-funktionale Kontinuität ohne zeitliche Unterbrechung gewährleisten. Im Jahr 2021 konnten zusätzlich 1,2 ha (2020: 0,2 ha) Haldenfläche abgedeckt werden. Seit dem Jahr 2017 haben wir damit eine Gesamtfläche von 10,1 ha abgedeckt. Viele Standorte befinden sich derzeit in Planungs- und Genehmigungsverfahren für die Haldenabdeckung. Zielsetzung: Die weitere Reduzierung der Umweltaus- wirkungen und der Erhalt der natürlichen Ressourcen durch eine erneute Überprüfung des Potenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen sind unser gruppenweites Ziel. Ab dem Jahr 2030 wollen wir jährlich drei Millionen Tonnen Rückstand für andere Zwecke als die Aufhaldung verwenden. Dieses Ziel wollen wir über eine alternative Verwertung des Haldenmaterials und eine Rückstandsvermeidung durch die Erhöhung der Roh- stoffausbeute erreichen. Die Kennzahl erfassen wir projekt- bezogen nach Art der Rückstandsverwertung bzw. Rückstands- vermeidung. Sie bezieht sich auf die Standorte, an denen fester Rückstand anfällt. Dies sind die Werke Werra, Zielitz und Neuhof- Ellers. Im Jahr 2021 wurden die internen Kriterien für die Anerkennung von Maßnahmen geschärft. Dadurch findet die Maßnahme des Sofortversatzes für das Jahr 2021 keine Berücksichtigung. + Die am Standort Hattorf geplante Oberflächenabdichtung (mso) wurde aufgrund genehmigungsrechtlicher Rahmen- bedingungen nochmals optimiert. Der Haldenplateau- bereich wird aktuell mit einer Bodenabdeckung mit unterlagernder Kunststoffdichtungsbahn geplant. Der Antrag wurde Ende 2021 bei der Genehmigungsbehörde eingereicht. Auf den Haldenflanken wird eine Dünnschicht- abdeckung geplant und umgesetzt. Ebenfalls aufgrund genehmigungsrechtlicher Rahmenbedingungen wird auf dem Haldenplateau noch ein weiterer temporärer Polder errichtet. Die Planung für die Haldenabdeckung am Standort Wintershall erfolgt analog zu Hattorf. Es werden lediglich keine zusätzlichen Polderflächen errichtet. + Für die am Werk Neuhof-Ellers geplante Dickschicht- abdeckung liegt die Machbarkeitsstudie vor. Auf dieser Grundlage wird die technische Planung und die Antrags- stellung vorbereitet. Die vorgesehene begrünte Dickschicht- abdeckung reduziert die salzhaltigen Haldenwässer lang- fristig bis zu einer nahezu kompletten Vermeidung. Mit der dauerhaften Dickschichtabdeckung werden Ewigkeitslasten und Langzeitfolgen vermieden. Auch für die Halde Hugo zeigt die Machbarkeitsstudie auf Basis der Ergebnisse und Erkenntnisse bei den bereits durchgeführten sowie aktuell laufenden Versuchen im Labor, Gewächshaus und auf Frei- landflächen, dass eine Abdeckung der Halde technisch umsetzbar ist. Im Jahr 2021 konnten wir 0,2 Mio. t (2020: 0,3 Mio. t ohne Sofortversatz und 1,2 Mio. t inklusive Berücksichtigung des Sofortversatzes) Rückstand durch technische Maßnahmen zur Erhöhung der Rohstoffausbeute einsparen bzw. einer betrieb- lichen Verwendung zuführen. Die im Jahr 2018 initiierten Maß- nahmen zur Rückstandsreduzierung wie eine verbesserte Wert- stofferkundung, die Steinsalzvorabtrennung unter Tage und den Prozessschritt der optischen Sortierung haben wir fortgeführt und weitere Optimierungen von betrieblichen Abläufen an den Standorten eingeführt. www.kpluss.com/reks Zielsetzung: Bis 2030 wollen wir weitere 155 ha Haldenfläche abdecken und somit den Anfall von Haldenwässern weiter redu- zieren bzw. vermeiden. Dies betrifft die Abdeckung von großen und mittelgroßen Halden, die zusätzlich zur bereits bestehenden Abdeckung im Basisjahr 2017 (ca. 70 ha) umgesetzt wird. Dazu zählen Halden der aktiven Standorte Wintershall, Hattorf, Neu- hof-Ellers sowie Zielitz und der inaktiven Standorte Sigmunds- hall, Niedersachsen, Friedrichshall, Hugo und Siegfried-Giesen. Im Jahr 2030 werden wir so insgesamt 225 ha Haldenfläche abgedeckt haben. Die abgedeckte Haldenfläche bezieht sich auf die für die Reduzierung der Haldenwässer relevante Auf- standsfläche der Rückstandshalde. Dafür wird die abgedeckte Fläche auf die Aufstandsfläche projiziert. Den Fortschritt über- prüfen wir durch jährliche Messungen. Im Falle zeitversetzter Messungen im Vergleich zur Berichtsperiode basieren die Jahreswerte auf Extrapolationen. + Am Standort Zielitz wird durch Verpflichtungen aus dem Haldenerweiterungsverfahren eine Infiltrationshemmschicht erprobt und voraussichtlich 2025 in die Umsetzung gehen. Darüber hinaus werden noch weitere Abdeckvarianten untersucht. + + Die Abdeckung der Halde Friedrichshall wird in 2022 mit abschließenden Renaturierungsmaßnahmen und dem Rück- bau von Infrastruktureinrichtungen finalisiert. Weiterhin beantragte k+s die Abdeckung der Halde Nieder- sachsen bei Wathlingen. Bisher wurde die Erlaubnis zum vor- zeitigen Beginn hinsichtlich des Baus des Recyclingplatzes erteilt. Ein positiver Planfeststellungsbeschluss wird voraus- sichtlich im 2. Halbjahr 2022 erwartet. + Am Werk Sigmundshall wird die Haldenabdeckung im Regelbetrieb fortgeführt und es werden weitere Bereiche des Haldenplateaus sowie der Haldenflanken abgedeckt. Risiko- und Chancenbericht k+s geschäftsbericht 2021 87 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss energie & klima Zur Unterstützung unseres neuen Ziels haben wir in 2021 einen unternehmensinternen „Klimaschutzfonds“ verabschiedet. Diesen nutzen wir ab dem Jahr 2022 zur Finanzierung und Förderung von Projekten, welche zur Senkung unserer Treib- hausgasemissionen beitragen. In 2021 haben wir bereits mit der Planung von Klimaschutzmaßnahmen wie einer pv-Anlage, eines Biomasseprojekts und einer Wärmerückgewinnung begonnen. Unternehmensstrategie Als Rohstoffunternehmen betreiben wir viele energieintensive Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Abbau von Rohstoffen über die Produktion bis hin zum Transport des fertigen Produkts. energie Den Großteil unseres weltweiten Energiebedarfs an Strom und Wärme erzeugt die k+s gruppe in eigenen Kraftwerken durch den Einsatz von Primärenergieträgern. Darüber hinaus benötigte Energie kaufen wir am Markt zu. Geringfügig über- schüssig eigenerzeugten Strom verkaufen wir am Markt. An einer möglichst energieeffizienten Rohstoffgewinnung und Fabrik- produktion arbeiten wir kontinuierlich. Herausforderungen bei der Dekarbonisierung Durch den umfassenden Einsatz hocheffizienter Kraft-Wärme- Kopplungs-Technologie (kwk) und den damit verbundenen Umstieg von Kohle auf Erdgas sowie umfangreiche Energie- effizienzmaßnahmen und Kapazitätsabbau haben wir unsere direkten co2-Emissionen in den letzten drei Jahrzehnten wesent- lich reduziert. Als langfristiges Commitment unterstützt k+s die Ziele des Pariser Klimaabkommens, Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Für k+s ist dieses Ziel sehr herausfordernd und nur unter bestimmten Bedingungen zu erreichen. Im Jahr 2021 haben wir für unser Da unsere Branche energiewirtschaftlich bereits weitgehend optimiert ist, ist eine weitere Dekarbonisierung nur mit umfassender politischer und finanzieller Unterstützung mög- lich. Es bedarf daher jetzt umfassender Förderungen und zielgerichteter Entlastungen, um den Weg einer wettbewerbs- fähigen Dekarbonisierung beschreiten zu können. Unternehmen eine Klimastrategie verabschiedet. Unter Berück - sichtigung der Neuausrichtung des Unternehmens sowie im Rahmen der Klimastrategie wurde die Zielsetzung der k+s angepasst und der spezifische co2-Fußabdruck, den wir bis 2020 berichtet haben, durch ein absolutes co2-Einsparziel abgelöst. Für die zukünftige Weiterentwicklung der Klima- strategie sollen die Möglichkeiten zur Dekarbonisierung der Scope 3 Emissionen stärker berücksichtigt werden. Emissionen Die vollständige Dekarbonisierung erfordert den Einsatz von grünem Strom statt fossiler Heiz- und Kraftstoffe. Dazu müssen die Erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden. Klima- neutralität kann nur erreicht werden, wenn von politischer Seite große Mengen an grünem Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen bereitgestellt werden. Zielsetzung: Wir wollen die absoluten co2-Emissionen der k+s gruppe weltweit bis 2030 um 10% reduzieren (Basisjahr 2020: 2,17 Mio. t co2e1). Hierbei beziehen wir uns auf unsere Scope 1 und 2 Emissionen (berechnet mit market-based Ansatz) für alle eingesetzten Energieträger, die zum einen durch direkte Energieumwandlung und zum anderen durch indirekt bezogene Klar ist, dass kurzfristig der notwendige Bedarf an Erneuerbaren Energien und grünem Strom nicht in ausreichendem Maß zur Ver- fügung stehen wird. Es ist daher erforderlich, dass hocheffiziente gasbetriebene kwk-Anlagen, wie wir sie betreiben, als Brücken- technologie weiter anerkannt bleiben und gefördert werden. Energie entstehen. Im Geschäftsjahr 2021 betrug unser co2-Fuß - abdruck 2,16 Mio. t co2e, eine Veränderung von –0,5 % zum Basisjahr 2020. Energieverbrauch Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit In allen deutschen Gesellschaften mit produzierenden Stand- orten nutzen wir ein nach din en iso 50001 zertifiziertes Energie- managementsystem. In allen anderen Gesellschaften führen wir entsprechend der Verpflichtung aus der europäischen Energie- effizienzrichtlinie (Energy Efficiency Directive) regelmäßig Energieaudits nach din en iso 16247 durch. Zur Zielerreichung werden wir unsere Effizienzpotenziale nutzen (Wärmerückgewinnung), die Kraft-Wärme-Kopplung (kwk) weiter ausbauen, den Einsatz Erneuerbarer Energien (Photovoltaik und Biomasse) prüfen und sukzessive auf E-Mobilität unter Tage umstellen. Der Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2021 mit 12.323 GWh blieb etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr (2020: 12.278 GWh). Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit 1 Emissionswert des Basisjahres wird bei wesentlichen Produktions- mengenänderungen angepasst, bei gleichbleibender Ambition zur Dekarbonisierung. k+s geschäftsbericht 2021 88 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Energieträger Emissionen Die verwendeten Energieträger sind je nach Standort der Berg- werke und Produktionsanlagen unterschiedlich. Die Dampf- und Stromerzeugung von k+s in Deutschland basiert zu 86% auf dem Primärenergieträger Erdgas und zu 14% auf dem Energiebezug aus einer Müllverbrennungsanlage. Im Jahr 2021 verfügten fünf deutsche kaliproduzierende Standorte über eigene hoch- effiziente Kraftwerke, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme- Kopplung (kwk) betrieben werden. Zwei von sieben Trocknungs- anlagen betreiben wir ebenfalls nach dem kwk-Prinzip. Im Rahmen des Pariser Weltklimaabkommens von 2016 hat sich die Weltgemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erderwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit möglichst auf 1,5 °C zu begrenzen. Mit der un-Klimakonferenz 2019 in Madrid, Spanien, wurde die Umsetzung abschließend konkretisiert. Im Rahmen des europäischen Green Deals wurde das eu- Klimagesetz zur Verankerung des Ziels der Klimaneutralität bis 2050 verabschiedet. Angestrebt wird, die Treibhaus- gasemissionen bis 2030 zunächst um mindestens 55 % zum Basisjahr 1990 zu senken. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung eine Reduzierung von 30 % des Primär- energieverbrauchs bis 2030 (gegenüber 2008) als nationales Energieeffizienzziel festgelegt. Mit der Änderung des Klima- schutzgesetzes, welches am 31. August 2021 in Kraft getreten ist, verschärft die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben der eu und verankert das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045. Bereits bis 2030 sollen die Emissionen um 65% gegenüber 1990 sinken. Aufgrund der Solung als Abbaumethode in unserem Werk Bethune in Kanada sowie der stetig wachsenden Ausdehnung der anderen untertägigen Rohstoffabbaugebiete und der damit verbundenen höheren energetischen Aufwendungen rechnen wir tendenziell mit einem steigenden spezifischen Bedarf an Primärenergie. energieeinsatz nach energietrÄgern und treibhausgasemissionen scope 1, 2 und 31 b.52 2020 2021 10.351,3 1,9 Zur Senkung von Treibhausgasemissionen in energie- intensiven Industrien trat bereits im Jahr 2005 das europäische emissionshandelssystem (eu ets) in Kraft. Ziel des Emissions- handels ist es, Emissionen dort zu senken, wo die Minderung am effizientesten ist. Die k+s gruppe betreibt aktuell zwölf emissionshandelspflichtige Kraftwerke und Trocknungs- anlagen in Deutschland, deren Emissionen auf Basis geltender eu-Monitoring-Leitlinien erfasst und von externen Prüfungs- organisationen verifiziert werden. Zudem wurde 2019 in Deutschland das Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen (Brennstoffemissionshandelsgesetz – behg) beschlossen, das ab 2021 in Kraft getreten ist. Unsere Anlagen im eu ets erfahren dadurch keine zusätzliche Belastung. Lediglich ein Teil des Primärenergiebedarfs (30%) der k+s in Deutschland war in 2021 vom behg betroffen. Für handels- und emissionsintensive Unternehmen wie k+s, die vor einem erheb- lichen Risiko der Verlagerung von co2-Emissionen (Carbon Leakage) geschützt werden, ist eine finanzielle Kompensation für anfallende behg-Kosten vorgesehen. Die Bepreisung der Kraft- stoffemissionen unserer Logistikdienstleister in Deutschland (Scope-3-Emissionen) berücksichtigen wir in unserer Mittelfrist- planung. Im Jahr 2021 hat die vierte Handelsperiode begonnen, die bis 2030 andauert. k+s erwartet weiterhin eine kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten auf Basis unserer energie- und handelsintensiven Situation. Aufgrund der vorgenommenen Kürzungen erfolgte eine geringere Zuteilung von kostenfreien Zertifikaten gegenüber der letzten Handelsperiode. Dadurch entstehen für k+s höhere Kosten, die ebenfalls bereits in der Mittelfristplanung berücksichtigt sind. Direkte Energieträger (Scope 1)2 GWh 10.367,4 1,9 Mio. t CO2e GWh Erdgas3 10.116,3 – 10.100,5 – Kohle GWh Diesel GWh 246,6 – 244,4 1,3 Heizöl GWh Flüssiggas (LPG) Benzin GWh 1,7 1,5 GWh 2,8 3,5 Indirekte Energieträger (Scope 2)4 GWh 1.910,1 0,3 1.971,4 0,2 Mio. t CO2e GWh Extern bezogener Strom Extern bezogener Dampf Extern bezogene Wärme Gesamtenergieverbrauch (Scope 1 & 2)2,4 (Scope 3)1 445,6 1.461,7 2,8 437,1 1.529,8 4,5 GWh GWh GWh 12.277,5 2,2 12.322,7 2,2 Mio. t CO2e Mio. t CO2e 0,5 0,5 1 Ausgewählter Teil der Scope 3 Emissionen für nachgelagerte Transporte (GHG Protocol, Category 9: Downstream transportation and distribution). 2 Umstellung auf brennwertbezogenen Emissionsfaktor für Erdgas. 3 Aktualisierung der Erdgasmengen Bethune 2020. 4 Scope 2 berichtet nach market-based Methode. k+s geschäftsbericht 2021 89 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Ein kanadisches System zur Bewertung von Treibhausgas- emissionen ist seitens der Regierung eingeführt. Unser Werk Bethune fällt unter das provinziale System und ist seit dem Jahr 2021 betroffen. Gefordert ist eine Reduzierung der Emissions- intensität von 5% gegenüber 2020 bis zum Jahr 2030. Durch den steigenden Anteil des Secondary Mining während der Hochfahr- phase des Werkes Bethune wird die Reduktion der Emissions- intensität pro produzierter Tonne Produkt das geforderte Ziel von 5% nach heutigem Kenntnisstand übererfüllen. Die Logistikemissionen verursachen einen bedeutenden Teil der Gesamtemissionen unserer Wertschöpfungskette und den größten Anteil unserer Scope-3-Emissionen. Die von uns berechneten Emissionen der ausgehenden Transporte ent- sprechen mit 0,5 Mio. t co2e (2017: 0,6 Mio. t co2e) etwa einem Viertel unserer Scope-1- und -2-Emissionen. Der spezifische Wert pro transportierte Tonne lag im Jahr 2021 bei 21,3 kg co2e/t (2017: 24,1 kg co2e/t). Das entspricht einer Veränderung von –11,6% im Vergleich zum Basisjahr 2017. b.52 Wir berichten unsere Emissionen vollständig innerhalb der Betrachtungsräume Scope 1 und Scope 2 sowie Scope 3 für unsere Logistikemissionen ausgehender Transporte in co2- Äquivalenten (co2e). Diese geben das spezifische Erwärmungs- potenzial der Treibhausgase verglichen mit dem von co2 an. Die co2e-Emissionen aus dem Verbrauch aller direkten und indirekten Energieträger im Jahr 2021 (Scope 1 und 2) betrugen 2,16 Mio. t co2e (2020: 2,17 Mio. t co2e). Grundlage für die Berechnung der Menge an co2e bilden seit diesem Jahr im Bereich Scope 2 standortspezifische market-based Emissions- faktoren für Elektrizität. Zusätzlich weisen wir die Menge an co2e nach dem location-based Ansatz aus. b.52 Das Basisjahr 2017 wurde in diesem Jahr aufgrund der ver- änderten Transportstruktur infolge der vollständigen Inbetrieb- nahme unseres kanadischen Produktionsstandortes Bethune konsolidiert. Der kpi beinhaltet zudem nur noch die Treibhaus- gasemissionen, die durch die Transporte der fortgeführten Geschäftstätigkeit verursacht werden. Die Treibhausgasemissionen, die durch die Transporte der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit verursacht wurden, werden gesondert für die Monate bis zum Verkauf ausgewiesen. Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit Die Senkung unserer spezifischen Logistikemissionen gegen- über dem Basisjahr 2017 wurde durch die veränderte Struktur unserer logistischen Warenströme bewirkt und wesentlich durch externe Markt- und Umweltanforderungen beeinflusst. Durch die Nutzung emissionsärmerer Transportmittel, z.B. der Bahn anstelle des lkw, einhergehend mit Anpassungen der Distributionsstruktur, konnten wir positive Effekte erzielen. Die permanente Optimierung unseres Logistiknetzes und die optimierte Auslastung der Transportmittel tragen dazu bei, die Treibhausgasemissionen weiter zu reduzieren. Derzeit berechnen wir die Emissionen auf Basis der din en 16258. Um zukünftig auch die Auswirkungen unseres Lieferantenmanagements und neuer Technologien, z.B. durch den Einkauf emissionsarmer Logistik- dienstleistungen, abbilden zu können, streben wir mittelfristig die Substitution von Standardwerten durch reale Verbrauchsdaten unserer Dienstleister an. Um hierbei Fortschritte zu erzielen, beteiligen wir uns unter anderem an den Programmen „Aligning global shipping with society’s goals“ von sea cargo chartering sowie „Road to net zero – Carbon Footprint Calculation“ von transporeon. Diese Programme unterstützen Unternehmen dabei, durch Messung, Benchmarking und Effizienzsteigerung im Güterverkehr die Nachhaltigkeit der Lieferkette voranzutreiben. logistikemissionen Das internationale Logistiknetzwerk der k+s sorgt für einen reibungslosen Ablauf in der Lieferkette und transportiert die Produkte termingerecht und möglichst umweltschonend zu den Kunden weltweit. Um eine hohe Effizienz sicherzustellen, werden unsere globalen Transportketten ganzheitlich gesteuert und permanent optimiert. Durch lokale und nationale Initiativen trägt k+s zur Reduktion der Emissionen in der Wertschöpfungs- kette bei. k+s beteiligt sich an der vom bundesministerium für umwelt, naturschutz, nukleare sicherheit und verbraucher- schutz (bmuv) geförderten Nachhaltigkeitsinitiative „Wirtschaft macht Klimaschutz“ und entwickelt gemeinsam mit anderen Unternehmen konkrete Klimaschutzmaßnahmen. Zielsetzung: Unser Ziel ist es, die mit dem Transport unserer Produkte einhergehenden Treibhausgasemissionen auch in Zukunft weiter zu reduzieren. Bis zum Jahr 2030 will die k+s gruppe ihren kpi der spezifischen Treibhausgasemissionen in der Logistik um 10 % gegenüber dem Jahr 2017 senken. Dies gilt für die Emissionen unserer ausgehenden Transporte (Kunden-, Lager- lieferungen und interne Umlagerungen), gemessen in Kilo- gramm co2e pro Tonne (Tank-To-Wheel). k+s geschäftsbericht 2021 90 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss geschÄftsethik & menschenrechte Im Jahr 2022 soll die Abdeckung durch den Kodex ausgeweitet werden. Compliance sowie die Berücksichtigung von Nach- haltigkeitsaspekten bleiben uns bei der Auswahl all unserer Geschäftspartner wichtig. Das System zur Ermittlung der „kriti- schen“ Lieferanten werden wir im Jahr 2022 erneut betrachten und ggf. im Hinblick auf Anforderungen aus dem Lieferketten- sorgfaltspflichtengesetz (LkSG) anpassen. k+s ist ein zuverlässiger Partner für Kunden, Lieferanten und das gesellschaftliche Umfeld. Ein von Integrität und Verantwortungs- bewusstsein geprägtes Handeln unserer Mitarbeiter ist für uns selbstverständlich. Gleiches erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern. Mit unseren strategischen Zielen und den Aktivitäten dazu leisten wir auch einen Beitrag zu den un-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (sdg). Im Themenfeld „Com- pliance & Anti-Korruption“ tragen wir dazu bei, Korruption und Bestechung zu reduzieren (sdg 16.5). Im Themenfeld „Nach- haltige Lieferketten“ sowie im Bereich der „Menschenrechte“ tolerieren wir u.a. keine Zwangs- oder Kinderarbeit (sdg 8.7). Vielfalt und Inklusion compliance & anti-korruption Compliance ist ein integraler Bestandteil unserer Unternehmens- kultur, basierend auf unseren Werten. Wichtig ist uns, dass „gute Unternehmensführung“ auf allen Ebenen gelebt wird. Wir ver- stehen darunter mehr als die Einhaltung der jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften, behördlichen Genehmigungen, vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards, wie zum Beispiel unser Bekenntnis zum un global compact, und internen Regelungen. Corporate Governance, Compliance-Management www.kpluss.com/geschaeftsethik-und-menschenrechte nachhaltige lieferketten k+s fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforde- rungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der k+s gruppe (Kodex) formuliert. Der Kodex verpflichtet Lieferanten zur Anerkennung und Einhaltung unserer Werte. Er basiert auf internationalen Standards wie den Grundsätzen des un global compact, der allgemeinen erklärung der menschenrechte, den ilo-kernarbeitsnormen und den leitlinien für multinationale unternehmen der oecd. Der Kodex umfasst die Themen Menschen- und Arbeitnehmerrechte, Gesundheit und Arbeits- sicherheit, Umweltaspekte und verantwortungsvolles unter- nehmerisches Handeln. Wir wollen das unternehmerische Handeln innerhalb klar defi- nierter Leitplanken fördern. Bewusste Verstöße gegen Rechts- vorschriften und interne Regelungen sind weder rechtlich noch im Sinne unseres Compliance-Verständnisses akzeptabel. Hin- weisen auf bewusste Verstöße gegen Rechtsvorschriften und interne Regelungen gehen wir umgehend nach und klären den Sachverhalt auf. Festgestellte Compliance-Verstöße werden sofort abgestellt und, sofern erforderlich, konsequent und angemessen sanktioniert. Jeder Mitarbeiter wird mit unseren Werten, dem Verhaltens- kodex sowie den sich daraus ableitenden internen Rege- lungen vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden zielgruppenspezifische Schulungen für Mitarbeiter statt (z. B. Kartellrecht, Anti-Korruption, Geldwäsche und Terrorismus- finanzierung, Umgang mit sozialen Medien, Datenschutz, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Anti-Diskriminierung und sexuelle Belästigung). www.kpluss.com/verhaltenskodex Zielsetzung: Die Abdeckung unseres Einkaufsvolumens durch den Kodex soll bis zum Jahr 2025 mehr als 90% betragen. Ein weiteres Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100 % unserer „kriti- schen“ Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben. Corporate Governance, Compliance-Management Im Jahr 2021 haben wir die globale Einführung des Kodex weiter ausgeweitet. 81 % (2020: 67 %) unseres Einkaufsvolumens Zielsetzung: k+s verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegen Korruption und Bestechung, um die Risiken der Haftung, der Strafbarkeit, des Reputationsverlusts sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden. Wir haben die Grundsätze unseres Compliance- Management-Systems auch in unseren Nachhaltigkeitszielen werden bereits davon erfasst. 87% (2020: 77%) unserer „kriti - schen“ Lieferanten haben den Verhaltenskodex für Lieferanten anerkannt. Sie werden jährlich ermittelt. Berücksichtigt werden der Korruptionswahrnehmungsindex (cpi), die Umweltverträg- lichkeit der vom Lieferanten hauptsächlich gelieferten Produkte bzw. Dienstleistungen sowie der Umsatz, den die Lieferanten mit uns erzielen. Für den Fall des Bekanntwerdens eines Verstoßes gegen den Verhaltenskodex für Lieferanten sind klare Prozesse und Verantwortlichkeiten definiert. verankert, mit einem Leistungsindikator versehen und mit Maß nahmen unterlegt. - Um unsere selbst gesetzte Null-Toleranz-Politik gegen Korrup- tion und Bestechung sicherstellen zu können, haben wir uns das Ziel gesetzt, bis Ende 2023 alle k+s-Gesellschaften mit einer weltweit standardisierten und regelmäßigen Compliance-Risiko- Analyse abzudecken. Die aus den Ergebnissen der Analyse abgeleiteten Maßnahmen sind die Basis des spezifischen Nachhaltigkeitskennzahlen auf Ebene der fortgeführten Geschäftstätigkeit, der k+s ag sowie der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit k+s geschäftsbericht 2021 91 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Compliance-Programms der jeweiligen Gesellschaft. Diese Maßnahmen stellen eine zielorientierte Compliance sowie Risikosteuerung bei all unseren k+s-Gesellschaften sicher. Nach der Konzeptionierung und Entwicklung der Compliance- Risiko-Analyse in 2020 haben wir in 2021 mit der Umsetzung der standardisierten Compliance-Risiko-Analyse bei unseren Gesellschaften begonnen. Für das Jahr 2021 hatten wir uns zum Ziel gesetzt, 20% unserer Gesellschaften mit der initialen Risiko- analyse abzudecken. Im Ergebnis haben wir die Analyse bereits bei 25% der Gesellschaften durchführen können. menschenrechte Das Unternehmen führt seine Geschäfte in einer Weise, die die Menschenrechte und die Würde aller Menschen, die von unserer Geschäftstätigkeit betroffen sind, d. h. Mitarbeiter, Auftragnehmer und externe Interessengruppen, respektiert. Wir sind Unterzeichner des global compact der vereinten nationen. Unser Engagement für die Menschenrechte basiert auf den un-leitprinzipien für wirtschaft und menschen- rechte der vereinten nationen und den oecd-leitsätzen für multinationale unternehmen. Unser Ansatz wird durch die internationale Menschenrechtscharta und die Erklärung über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit der Internationalen Arbeitsorganisation geprägt. In unserem Ver- haltenskodex ist die Achtung der Menschenrechte verankert. Dem Stellenwert von Compliance in unserem Unternehmen entsprechend wollen wir ein hohes Niveau an Compliance- Schulungen halten und kontinuierlich zu Compliance-Themen kommunizieren. Dazu haben wir den dritten Teil unserer Basis- schulung Geschäftsethik und Compliance für unsere Mitarbeiter entwickelt, der in 2022 starten wird. Darüber hinaus haben wir die zielgruppenspezifischen Schulungen weiter intensiviert. Aufgrund der Veräußerung der Operativen Einheit Americas haben wir die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der k+s gruppe aus Sicht unserer Stakeholder in 2021 neu identi- fiziert. Die Ergebnisse der aktualisierten Wesentlichkeits- analyse zeigen deutlich, dass aus Sicht unserer Stakeholder das Thema Menschenrechte nicht mehr im engeren Fokus steht. Nicht zuletzt liegt dies an der neuen Unternehmensstruktur: verschlankt und mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Europa. Unser Engagement im Bereich der Menschenrechte basiert auf dem Handlungsfeld Geschäftsethik & Menschenrechte mit den Themenfeldern „Nachhaltige Lieferketten“ und „Compliance & Anti-Korruption“. Des Weiteren wurde ein einheitlicher Geschäftspartner-Com- pliance-Prozess erarbeitet, mit dem die vorhandenen Prozesse harmonisiert und die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die vorgelagerten und nachgelagerten Lieferketten voran- getrieben wurden. Über unser weltweites Hinweisgebersystem „speak up!“ können Mitarbeiter sowie Dritte mögliche bzw. tatsächliche Verstöße gegen Gesetze oder Regelungen – auch anonym – melden. Die Kontaktdaten sind auf der k+s-Website und im Portal (Intranet) oder auf Aushängen zu finden. In 2021 wurden insgesamt 31 Mel- dungen (davon k+s aktiengesellschaft 4) in verschiedenen Kategorien abgegeben. Alle Meldungen wurden mit der erforderlichen Sorgfalt behandelt, untersucht und Maßnahmen ergriffen, sofern diese erforderlich waren. Selbstverständlich hat niemand, der einen Sachverhalt meldet, eine Benachteiligung zu befürchten (Non-Retaliation). Unternehmensstrategie, Nachhaltigkeitsprogramm Unser Engagement für die Menschenrechte erstreckt sich wie bisher auf alle international anerkannten Menschenrechte. Ver- deutlicht wird dies beispielsweise durch unsere Unterzeichnung des global compact der vereinten nationen. Wir kommen weiterhin gesetzlichen Anforderungen nach. Wir sind bestrebt, unser Engagement durch einen Sorgfaltspflichten-Prozess im Einklang mit den un-leitprinzipien umzusetzen, und berück- sichtigen die folgenden Kernelemente, wie sie im deutschen nationalen aktionsplan wirtschaft und menschenrechte benannt sind: www.kpluss.com/compliance-hotline, Telefon 0561 9301-1177 E-Mail: [email protected] Unsere seit 2020 bestehende Mitgliedschaft im dico (deutsches institut für compliance e.v.) bietet uns die Möglichkeit des Austausches über die Ausgestaltung von Compliance im Unter- nehmen mit anderen Mitgliedern im Rahmen von verschiedenen Arbeitskreisen. + + Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte Verfahren, um die Auswirkungen auf die Menschenrechte zu erkennen + + Ergreifen von Maßnahmen und Überprüfung von deren Wirksamkeit Berichterstattung sowie Einrichtung von Beschwerdemechanismen www.kpluss.com/grundsatzerklärung k+s geschäftsbericht 2021 92 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Durch die Integration des Themas Menschenrechte in unsere Compliance-Risiko-Analyse adressieren wir die menschenrecht- lichen Sorgfaltspflichten an unsere Gruppengesellschaften und steuern bei erkannten Risiken mit entsprechenden Maßnahmen gegen. Mit unserem Verhaltenskodex für Lieferanten veranlassen wir unsere Lieferanten, auch in ihrem Bereich die menschen- rechtlichen Sorgfaltspflichten zu beachten. Darüber hinaus werden wir das Thema Menschenrechte bis 2023 in unsere Lieferanten-Risiko-Analyse integrieren. Menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken gemäß dem Gesetz über die unter- nehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten (LkSG) können somit zukünftig durch einen dokumentierten Prozess bei unseren Gesellschaften sowie bei unseren Lieferanten ermittelt und früh- zeitig erkannt werden. harm, dnsh) und die Mindestvorschriften für Arbeitssicherheit und Menschenrechte müssen eingehalten werden (minimum safeguards). Im ersten Berichtsjahr nutzen wir die Option der freiwilligen Erleichterung (simplified reporting). Dies erfordert ausschließlich die Berichterstattung zu taxonomie-fähigen Aktivitäten (eligible activities). Hierbei handelt es sich um Wirtschaftstätigkeiten, die durch die eu-sf-Taxonomie-vo abgedeckt sind, aber noch nicht die relevanten technischen Screening-Kriterien (technical screening criteria) erfüllen. Der aktuell erlassene erste delegierte Rechtsakt der eu-sf- Taxonomie-vo definiert ein erstes Set an Aktivitäten für die zwei Umweltziele Klimaschutz (Annex i) und Anpassung an den Klimawandel (Annex ii). Der Großteil der Aktivitäten unter dem Ziel Klimaschutz bezieht sich ebenfalls auf Anpassungen an den Klimawandel. Wir als Bergbauunternehmen gehören nicht zu den von der eu-sf-Taxonomie-vo adressierten Fokusbranchen. Die Herstellung bergbaulicher Produkte und Leistungen, welche für die Versorgung der Bevölkerung in den Bereichen Medizin, Pharma, Lebensmittelproduktion, Landwirtschaft und Futter- mittel unverzichtbar sind, werden in der eu-sf-Taxonomie-vo noch nicht berücksichtigt. Daher weisen wir keine ökologisch- nachhaltigen Umsätze aus. Deshalb beziehen sich die von uns ausgewiesenen Investitionen (CapEx) und operativen Kosten (OpEx) nicht auf taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten, sondern auf individuelle Maßnahmen bzw. den Erwerb von Produktion aus taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten. Compliance & Anti-Korruption Nachhaltige Lieferketten Unser Hinweisgebersystem „speak up!” bietet Stakeholdern, z.B. Mitarbeitern, Auftragnehmern und Gemeinden, die Möglichkeit, ihre Bedenken, u.a. auch zu Menschenrechtsthemen, zu äußern. Sie können dies anonym und in verschiedenen Sprachen tun. Compliance & Anti-Korruption, speak up! eu-taxonomie Der European Green Deal hat das Ziel, Europa bis 2050 klima- neutral zu machen. Um die Transformation zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft zu schaffen, hat die eu kommission im Rahmen ihrer Sustainable- Finance-Strategie die eu-Sustainable-Finance-Taxonomie, ein Klassifizierungssystem zur Definition ökologisch nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten, im Rahmen einer Verordnung [eu Sustain- able Finance Taxonomie Verordnung (eu-sf-Taxonomie-vo)] erlassen. Sie bildet erstmalig einen gesetzlichen Rahmen für die Definition nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten, um auf dieser Grundlage nachhaltige Finanzprodukte zu entwickeln. Konkret definiert die eu-sf-Taxonomie-vo sechs Umweltziele: (1) Klimaschutz, (2) Anpassung an den Klimawandel, (3) nach- haltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen, (4) Übergang zur Kreislaufwirtschaft, (5) Vermeidung und Ver- minderung der Umweltverschmutzung und (6) Schutz und Wiederherstellung von Biodiversität und der Ökosysteme. Als Bergbauunternehmen stehen wir mit der Förderung von Rohstoffen am Anfang der Wertschöpfungskette und stellen die Grundlage für viele weitere Aktivitäten bereit. In die Betrachtung werden grundsätzlich alle vollkonsolidierten Konzerngesellschaften hinsichtlich ihrer Umsatzerlöse, Investi- tions- und Betriebsausgaben einbezogen. Geschäftsmodell Im Rahmen einer umfassenden Betroffenheitsanalyse wurden die für das Jahr 2021 zu berichtenden taxonomiefähigen Aktivi- täten (eligible activities) ermittelt. Für eine erste Identifikation der Betroffenheit wurde zunächst geprüft, welche unserer nace-Codes in Verbindung mit den in der eu-sf-Taxonomie-vo aufgeführten Aktivitäten aus Annex i (Klimaschutz) und Annex ii (Anpassung an den Klimawandel) stehen. Anschließend wurde nach der Top-Down Methodik die Betroffenheit je Aktivität geprüft. Hierbei wurden die Beschreibung je Aktivität, die aktuelle Aktivitätendurchführung bei k+s sowie die finanzielle Betroffenheit geprüft und ermittelt. Zur Dokumentation wurden identifizierte taxonomiefähige Aktivitäten (eligible activities) in Anhand detaillierter technischer Screening-Kriterien (technical screening criteria) wird innerhalb dieser Ziele definiert, welche Aktivitäten als ökologisch-nachhaltig gelten. Als Taxonomie- konform (aligned activities) gilt eine Wirtschaftsaktivität, wenn sie einen wesentlichen Beitrag zu einem Umweltziel (substantial contribution) leistet. Gleichzeitig dürfen weitere eu-Umwelt- ziele nicht erheblich beeinträchtigt werden (do no significant k+s geschäftsbericht 2021 93 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss einem vorgefertigten Template detailliert beschrieben. In der Berichterstattung weisen wir nur jene Aktivitäten aus, bei denen auch „substantial contribution“ erreicht werden kann. Zur Sicher- stellung der Vollständigkeit wurden bestehende k+s Aktivitäten bzgl. des Beitrags zu den Umweltzielen der eu-sf-Taxonomie-vo geprüft. Dieser Prozessschritt ergab keine weiteren taxonomie- fähigen Aktivitäten (eligible activities). Vermögenswerten des Sachanlagevermögens durch das Unter- nehmen (inkl. direkt zuordenbarer Personalkosten) oder Dritte beziehen, an die Tätigkeiten ausgelagert werden, die notwendig sind, um die kontinuierliche und effektive Funktionsfähigkeit dieser Vermögenswerte sicherzustellen [Anwendung von ifrs (ias 16, 38, 40, ifrs 16)]. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, Forschungs- und Entwicklungskosten Anhand einer Wesentlichkeitsschwelle wurde festgelegt, welche taxonomiefähigen Aktivitäten (eligible activities) berichtet werden. Auswirkungen des Leasings auf die Gewinn- und Verlustrechnung, Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse (short-term leases) Die taxonomiefähigen Anteile an Umsätzen, CapEx und OpEx werden berechnet als Zähler geteilt durch den Nenner gemäß eu-sf-Taxonomie-vo. Sonstige betriebliche Aufwendungen, Investitionsnebenkosten Der Zähler ist die Summe der CapEx bzw. OpEx aus den nach- folgend aufgeführten wesentlich identifizierten taxonomie- fähigen Aktivitäten (eligible activities). Die Kennzahlenzähler lassen sich z.B. durch Auftragsnummern eindeutig identifizieren und den taxonomiefähigen Aktivitäten (eligible activities) zuordnen. Das Verhältnis von Zähler zu Nenner ergibt die in Abbildung b.54 aufgeführten Prozentangaben. Allgemeine Grundlagen k+s definiert den Nenner der Umsatzerlöse gemäß ifrs 15. Details unter Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Erfassung von Erträgen und Aufwendungen Der Nenner für den ausgewiesenen CapEx umfasst die Zugänge an Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten wäh- rend des betrachteten Geschäftsjahres vor Abschreibungen und Neubewertungen einschließlich solcher, die sich aus Neubewertungen und Wertminderungen für das betreffende Geschäftsjahr und ohne Änderungen des beizulegenden Zeit- werts ergeben [Anwendung von ifrs (ias 16, 38, 40, ifrs 16)]. Entwicklung des Anlagevermögens, Zugänge Immaterielle Alle unsere identifizierten taxonomiefähigen Aktivitäten (eligi- ble activities) zahlen auf das Ziel Klimaschutz (Climate change mitigation) ein. Die Einzelaktivitäten finden sich in den Sektoren Herstellung, Bau & Immobilien sowie Forschung & Entwicklung. Unsere Aktivitäten beziehen sich nicht auf taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten, sondern auf individuelle Maßnahmen bzw. den Erwerb von Produktion aus taxonomiekonformen Wirt- schaftstätigkeiten. b.53 Vermögenswerte und Sachanlagen Der Nenner des ausgewiesenen OpEx umfasst direkte, nicht kapitalisierte Kosten, die sich auf Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur sowie sämtliche anderen direkten Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von + k+s betreibt in den Bergwerken aktuell eine Flotte von ca. 1.000 Befahrungsfahrzeugen. Dafür werden Serienfahrzeuge wie Geländewagen, Pick-ups und Transporter eingesetzt. Durch den Wandel zur E-Mobilität ist zu erwarten, dass mittel- bis langfristig keine Fahrzeuge mit für unter Tage Übersicht der als wesentlich identifizierten taxonomiefÄhigen aktivitÄten (eligible activities) b.53 Aktivität nach EU-SF-Taxonomie-VO Taxonomieziel Klimaschutz (Annex I) Aktivität bei K+S 3.3. Manufacture of low carbon technologies for transport Erwerb von E-Fahrzeugen für den unter Tage Betrieb 7.5. Installation, maintenance and repair of instruments and devices for measuring, regulation and controlling energy performance of buildings Klimaschutz (Annex I) Klimaschutz (Annex I) Installation von Smart Meters 9.1. Close to market research, development and innovation Entwicklung neuer E-Lader-Generation k+s geschäftsbericht 2021 94 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss geeigneten Verbrennungsmotoren mehr zur Verfügung stehen werden. In der Grube Hattorf-Wintershall wurden in 2021 fünf Elektrofahrzeuge für die Nutzung unter Tage in Betrieb genommen (3.3, Annex i). Dafür wurde eine erforderliche Ladeinfrastruktur errichtet. Die Errichtung von Ladeinfrastruktur ist eine taxonomiefähige Aktivität (eligible activity) (7.4, Annex i). Das Investitionsvolumen hierbei lag jedoch unter unserer Wesentlichkeitsschwelle. Mittelfristig werden voraussichtlich alle Standorte mit bergbaulichen Aktivitäten Elektrofahrzeuge einführen. Die Tabelle b.54 stellt die Anteile der Umsätze dar, die mit Pro- dukten oder Dienstleistungen erwirtschaftet wurden, welche mit wirtschaftlichen Tätigkeiten verbunden sind, die als ökologisch nachhaltig gelten. Wir weisen keine ökologisch-nachhaltigen Umsätze aus, da die Herstellung bergbaulicher Produkte und Leistungen, noch nicht in der eu-sf-Taxonomie-vo berück- sichtigt werden. Außerdem werden die Anteile der CapEx aus individuellen Maßnahmen bzw. den Erwerb von Produktion aus taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten dargestellt. Hier- bei wurden keine wesentlichen OpEx für die Berichtsperiode identifiziert. + Für eine detaillierte Visualisierung, Dokumentation und Analyse der Energiebedarfs- und Verbrauchsstruktur wurden moderne Stromzähler-Messtechniken (Smart Meters) installiert (7.5, Annex i). Dies liefert eine höhere Auflösung der Energieverbräuche durch zusätzliche Messstellen. Diese ermöglichen es, Verbrauchs-Hotspots zu erkennen, und bilden die Voraussetzung für eine stromsparende und energieeffiziente Produktionsfahrweise. Übersicht der anteile von umsatz- erlösen, capex und opex aus taxonomie-fÄhigen aktivitÄten b.54 Anteil aus nicht taxonomie-fähigen Aktivitäten (non eligible activities), 2021 Anteil aus taxonomie- fähigen Aktivitäten (eligible activities), 2021 + Im Auftrag und in Zusammenarbeit mit k+s wurde vom hersteller ghh fahrzeuge gmbh ein neuer Elektrofahrlader entwickelt, der durch die Kombination der Stromversorgung über eine Kabeltrommel mit einer zusätzlichen Batterie eine höhere Antriebsleistung ermöglicht (9.1, Annex i). Daraus resultiert eine im Vergleich zu den vorhandenen E-Ladern höhere Förderleistung sowie die Möglichkeit, die Maschine im Batteriebetrieb einfacher umsetzen zu können. Beides erhöht die Einsetzbarkeit der Maschine. Der Prototyp wurde in 2021 an das Werk Zielitz geliefert und befindet sich im Probebetrieb. Nach erfolgreicher Erprobung des Prototyps ist die weitere Beschaffung von Elektrofahrladern für weitere Standorte vorgesehen. in % Umsatzerlöse CapEx 0 0,6 0 100 99,4 100 OpEx Mit Blick auf die zukünftige Ausweisung taxonomie-konformer Aktivitäten bleibt die weitere Regulatorik abzuwarten. Ins- besondere eine mögliche „Social Taxonomy“ könnte für k+s die Möglichkeit bieten, den gesellschaftlichen Beitrag der k+s Produkte in den Fokus nehmen zu können. www.kpluss.com/produktverantwortung Forschung und Entwicklung k+s geschäftsbericht 2021 95 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss erklÄrung zur unternehmensfÜhrung und corporate governance1 Der Vorstand gibt gemäß §§ 289f sowie 315d hgb die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit der Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten: erklÄrung zur unternehmensfÜhrung1 Zum 1. Januar 2020 haben wir allerdings im Hinblick auf die Aktualität und Bedeutung dieser Thematik Nachhaltigkeits- ziele stärker in den Fokus der variablen Vergütung gerückt: Die Erreichung definierter Nachhaltigkeitsziele bildet nun die Grundlage für die Berechnung von 50% des gesamten Long Term Incentive (lti I). Wir halten es zudem für geboten, im Falle der Beendigung eines Vorstandsvertrags einzelfallabhängig über die Modalitäten der Auszahlung noch offener variabler Vergütungsbestandteile entscheiden zu können, unabhängig von den ursprünglich vereinbarten Fälligkeitszeitpunkten. Mit Ausscheiden ist ein Vorstandsmitglied nicht mehr für Erfolg oder Misserfolg des operativen Geschäfts verantwortlich. Wir halten es zudem für geboten, über die Höhe einer Abfindungs- zahlung und Karenzentschädigung abhängig vom Einzelfall und unter Beachtung der jeweiligen vertraglichen Regelungen zu entscheiden. entsprechenserklÄrung Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im Dezember 2021 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben: „Wir erklären, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklä- rung vom 10. Mai 2021 den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 16. Dezember 2019 ent- sprochen wurde und im Jahr 2022 entsprochen wird, mit fol- genden Ausnahmen: + Empfehlung G.10 Sätze 1 und 2 – Gewährung der lang- fristig variablen Vergütungsbestandteile überwiegend in Aktien und Verfügung über die Gewährungsbeträge Empfehlung G.12 – Auszahlung offener variabler Vergütungsbestandteile Kassel, im Dezember 2021“ + + Wir verfolgen das Ziel einer verantwortungsbewussten Unter- nehmenssteuerung und -überwachung, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse. Empfehlung G.13 Satz 2 – Anrechnung einer Abfindungs- zahlung auf die Karenzentschädigung Der Aufsichtsrat hat zum 1. Januar 2018 ein neues Vorstands- vergütungssystem eingeführt, verbunden mit einer Umstellung des Long Term Incentive-Programms. Da Long Term Incentive organe Programme unseres Erachtens eine gewisse Laufzeit und Stabili- tät benötigen, ist es nicht vorgesehen, das seit 1. Januar 2018 gel- tende Long Term Incentive Programm aus Anlass des Inkraft- tretens der neuen Empfehlungen des Kodex vom 16. Dezember 2019 nochmals grundlegend zu ändern. Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Kompetenzen und Aufgaben dieser Organe sind im Aktiengesetz, im Mitbestimmungsgesetz, in der Satzung und in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat geregelt. hauptversammlung Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Gesellschaft durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie 1 Die in der Erklärung zur Unternehmensführung enthaltenen Angaben nach § 289f sowie § 315d HGB sind nach § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). k+s geschäftsbericht 2021 96 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und diesem Weisungen erteilen oder per Briefwahl abstimmen. Dies ist auch über ein elektronisches System möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergeb- nisse auch im Internet. + + Der Vermittlungsausschuss nimmt die in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG beschriebenen Aufgaben wahr. Der Auf- sichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Die vier Mitglieder des Ausschusses sind zu gleichen Teilen Vertreter der Anteilseigner und der Arbeit- nehmer. Der Strategieausschuss ist zuständig für die Beratung des Vorstands bei der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie deren Prüfung und die Bericht- erstattung darüber an den Aufsichtsrat. Zudem bereitet der Strategieausschuss zustimmungspflichtige Entscheidungen des Aufsichtsrats vor, die Akquisitionen, Devestitionen, Investitionen, organisatorische Veränderungen oder Restrukturierungen betreffen. Der Strategieausschuss berät den Vorstand in Fragen der Unternehmensstrategie sowie bei Projekten mit strategischer Relevanz. Der Aufsichtsrats- vorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Strategieausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmer- vertreter besetzt. www.kpluss.com/hv aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der k+s gruppe in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt in der Regel jeweils für vier bzw. fünf Jahre. www.kpluss.com/corporategovernance + Der Prüfungsausschuss nimmt die sich aus dem Aktien- gesetz sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex ergebenden Aufgaben wahr. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Chancen- und Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance, der Vergabe von Aufträgen an den Abschlussprüfer der Gesellschaft sowie der Abschluss- prüfung. Er erörtert auch den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen vor deren Veröffentlichung mit dem Vorstand. Herr Kölbl (unabhängiger Finanzexperte), Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verfügt aus seiner beruflichen Praxis als Finanzvorstand (cfo) der südzucker ag über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren und ist zudem mit der Abschlussprüfung vertraut. Frau Benner-Heinacher (Finanzexpertin) verfügt über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich der Rechnungslegung. Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteils- eigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensstrategie, die Planung, den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation sowie über besondere unter- nehmerische Chancen und Risiken. Zur Vorbereitung der Sit- zungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Beschlussvorlagen des Vorstands und – soweit erforderlich – zu weiteren Angelegenheiten Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Bericht des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder fünf Ausschüsse gebildet. Anlassbezogen wurde darüber hinaus im Geschäftsjahr 2021 die temporäre Gründung eines Adhoc-Sonderausschusses beschlossen, der sich mit der dpr-Prüfung auseinandergesetzt hat: + Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der langfristigen Nachfolgeplanung. Hinsichtlich der Festlegung der Gesamtvergütung für Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Vertragsangelegenheiten der einzelnen Vorstands- mitglieder unterbreitet der Ausschuss dem Aufsichtsrats- plenum Beschlussvorschläge. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Personal- ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. k+s geschäftsbericht 2021 97 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss + + Der Nominierungsausschuss benennt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Aufsichtsratskandidaten. Der Aufsichtsrats- vorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist aus- schließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. Der Adhoc-Sonderausschuss dpr-Prüfung setzte sich intensiv mit den Anforderungen und der Umsetzung der im Rahmen der dpr-Prüfung notwendigen Maßnahmen auseinander. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vor- sitzender dieses Ausschusses. Er besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. Der Ausschuss wurde mit Beendigung der Prüfung wieder aufgelöst. + Eine angemessene Anzahl von Mitgliedern soll über Kennt- nisse bezüglich der Branche, Produktsegmenten, Produktion und relevanter Technologien verfügen. + + + Kenntnisse über internationale und für k+s relevante Märkte sollten vorhanden sein. Erfahrung in der strategischen Führung eines Unternehmens ist eine wesentliche Anforderung. Eine angemessene Anzahl von Mitgliedern sollte über Finanzkompetenz, insbesondere hinsichtlich Rechnungs- legung und Bilanzprüfung, verfügen. + + Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanz- experte angehören. Kenntnisse in den Bereichen Recht, Compliance, hr inkl. Mitbestimmungsrecht sowie Restrukturierungs- und Krisen- management sollten in angemessenem Umfang vorhanden sein. www.kpluss.com/corporategovernance Gemäß der gesetzlichen Regelung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beträgt der Mindestanteil an Frauen und Männern im Aufsichts- rat jeweils 30%. Dem Aufsichtsrat gehören zum Stichtag zwei Vertreterinnen der Anteilseigner und zwei Vertreterinnen der Arbeitnehmer an. Auch im Bezugszeitraum wurde der Mindest- anteil stets erreicht. Darüber hinaus hat jeder Anteilseignervertreter ein spezielles Themengebiet um das er sich kümmert, wie z.B. Nachhaltigkeit oder Digitalisierung. Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteils- eignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Liefe- ranten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesent- lichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vor- geschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein. besetzung des aufsichtsrats, kompetenzprofil und diversitÄt Ziel der Besetzung des Aufsichtsrats ist, ein Kompetenzprofil und die Diversität der Gremiumsmitglieder sicherzustellen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlich ist. Dieses Ziel wird im Rahmen des Auswahlprozesses und der Nominierung von Kandidaten für den Aufsichtsrat konsequent verfolgt. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hin- wirken kann. Die Hauptversammlung ist an diese Wahlvorschläge nicht gebunden, eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht dem Aufsichtsrat als Gesell- schaftsorgan nicht zu. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die vorstehenden Ziel- setzungen, die in einer unter professioneller Begleitung eines Vergütungsexperten durchgeführten Kompetenzanalyse des Aufsichtsrats im Jahr 2017 sowie einer Befragung der Anteils- eigner bezüglich des Soll- und Ist-Profils erarbeitet und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wurden, mit seiner aktuellen Zusammensetzung erfüllt sind. Kandidaten für den Aufsichtsrat dürfen bei Wahl nicht älter als 70 Jahre sein. Darüber hinaus dürfen Mitglieder des Aufsichts- rats für maximal zwei Wahlperioden – in Ausnahmefällen drei Wahlperioden – im Amt sein. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass die Leistung des Gremiums als Ganzes wesentlich von der Vielfalt im Expertenmix, der Qualifikation, Integrität und Unabhängigkeit abhängt. Die Kultur sollte von Professionalität und Wertschätzung geprägt sein. Vor diesem Hintergrund umfasst das Anforderungsprofil insbesondere die nachfolgenden Aspekte: selbstbeurteilung des aufsichtsrats Der Aufsichtsrat führt im Zweijahresturnus eine Effizienzprüfung durch, um zu beurteilen, wie wirksam der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse ihre Aufgaben erfüllen, und um Anregungen für k+s geschäftsbericht 2021 98 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss die künftige Arbeit im Plenum wie auch in den Ausschüssen zu erhalten. Im Jahr 2020 hat unter Einbeziehung von externen Beratern eine intensive Auseinandersetzung der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder mit der Effizienz ihrer Arbeit sowie ihrer Performance stattgefunden. Mit den Ergebnissen, die eine konstruktive, offene und stets professionelle Zusammen- arbeit bestätigten, hat sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 26. August 2020 intensiv befasst. Wesentliche Defizite wurden nicht identifiziert. Anregungen zur weiteren Professionalisierung der Arbeit wurden aufgenommen und bereits umgesetzt, z. B. die Einführung einer Executive Session in jeder Aufsichtsrats- sitzung in Abwesenheit des Vorstands. Die nächste Überprüfung ist im Jahr 2022 geplant. Weitere Aufsichtsratsmandate: + Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover (stellv. Vorsitzender) + + + Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg Deutsche Shell GmbH, Hamburg Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg Petra Adolph (Jahrgang 1964), Master in Politik- und Literaturwissenschaften Arbeitnehmervertreterin Leiterin des Vorstandsbüros Berlin der IG Bergbau, Chemie, Energie Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 mitglieder des aufsichtsrats im geschÄftsjahr 2021 (Stand der Angaben zu weiteren Aufsichtsratsmandaten und Kontrollgremien, sofern nicht anders ausgewiesen: 31. Dezember 2021) Weitere Aufsichtsratsmandate: + CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg1 Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (Jahrgang 1955), Diplom-Biologe, Aufsichtsratsvorsitzender Anteilseignervertreter (unabhängiges Mitglied) Unternehmer (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigshafen) Mandat bis zum Ende der ordentlichen André Bahn (Jahrgang 1968), Elektromonteur Arbeitnehmervertreter 1. stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S Gruppe Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra, K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Hauptversammlung im Jahr 2025 Erstbestellung: 12. Mai 2015 Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 Weitere Aufsichtsratsmandate: + K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel (Vorsitzender) (seit 20. Oktober 2021; Mitglied seit 1. Oktober 2021) Jella Benner-Heinacher (Jahrgang 1960), Juristin Anteilseignervertreterin (Finanzexpertin) Weitere Kontrollgremien: Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutz- vereinigung für Wertpapierbesitz e.V., Düsseldorf + DAL Deutsche Afrika-Linien GmbH & Co. KG, Hamburg (Mitglied des Beirats) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 7. Mai 2003 Ralf Becker (Jahrgang 1965), Gewerkschaftssekretär Stellv. Vorsitzender Arbeitnehmervertreter Landesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Weitere Aufsichtsratsmandate: + K+S Minerals and Agriculture GmbH (seit 1. Oktober 2021) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 1. August 2009 Weitere Kontrollgremien: + A.S. Création Tapeten AG, Gummersbach1 (stellv. Vorsitzende) (bis 6. Mai 2021) 1 Börsennotiert. k+s geschäftsbericht 2021 99 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Philip Freiherr von dem Bussche (Jahrgang 1950), Diplom-Kaufmann Axel Hartmann (Jahrgang 1958), Einzelhandelskaufmann Arbeitnehmervertreter Anteilseignervertreter (unabhängiges Mitglied) Unternehmer/Landwirt Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S Gruppe Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers, K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2025 Erstbestellung: 12. Mai 2015 Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 14. Mai 2013 Weitere Kontrollgremien: + Bernard Krone Holding SE & Co. KG, Spelle (Mitglied des Aufsichtsrats) Markus Heldt (Jahrgang 1958), Industriekaufmann Anteilseignervertreter (unabhängiges Mitglied) Management Consultant + + DF World of Spices GmbH, Dissen (Mitglied des Beirats) Grimme GmbH & Co. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2025 Erstbestellung: 12. Mai 2021 Dr. Elke Eller (Jahrgang 1962), Diplom-Volkswirtin Anteilseignervertreterin (unabhängiges Mitglied) Entrepreneur/Beraterin/Coach (ehemaliges Mitglied des Vorstands der TUI Aktiengesellschaft, Hannover) Weitere Aufsichtsratsmandate: + K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel (seit 1. Oktober 2021) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 Weitere Kontrollgremien: + Biotalys N.V., Gent/Belgien1 (Mitglied des Board of Directors (non-executive)) (seit 6. Juli 2021) Weitere Aufsichtsratsmandate: + K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Michael Knackmuß (Jahrgang 1975), Kfz-Mechaniker Arbeitnehmervertreter (seit 1. Oktober 2021) Konzerngesellschaften der TUI Group 2. stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S Gruppe + + TUI Deutschland GmbH, Hannover (bis 30. Juni 2021) TUI fly GmbH, Langenhagen (bis 30. Juni 2021) Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz, K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Weitere Kontrollgremien: Konzerngesellschaften der TUI Group Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 11. Juli 2014 + + TUI Belgium N.V., Oostende/Belgien (bis 15. Juli 2021) TUI Nederland N.V., Rijswijk/Niederlande (bis 15. Juli 2021) Gerd Grimmig (Jahrgang 1953), Diplom-Bergingenieur Anteilseignervertreter (unabhängiges Mitglied) Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft, Kassel) Thomas Kölbl (Jahrgang 1962), Diplom-Kaufmann Anteilseignervertreter (unabhängiger Finanzexperte) Finanzvorstand der Südzucker AG, Mannheim Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2022 Erstbestellung: 10. Mai 2017 Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 Weitere Aufsichtsratsmandate: Weitere Aufsichtsratsmandate: Konzerngesellschaften der Südzucker Group + K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel + CropEnergies AG, Mannheim1 (Mitglied des Aufsichtsrats (seit 1. Januar 2021) seit 25. Juni 2021; zuvor stellv. Vorsitzender) 1 Börsennotiert. k+s geschäftsbericht 2021 100 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Weitere Kontrollgremien: Konzerngesellschaften der Südzucker Group Brigitte Weitz (Jahrgang 1963), Personalfachkauffrau Arbeitnehmervertreterin + + + + AGRANA Stärke GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) (bis 31. Mai 2021) AGRANA Zucker GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) (bis 31. Mai 2021) Vorsitzende des Betriebsrats ZT_Süd, K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 26. August 2020 Freiberger Holding GmbH, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats) PortionPack Europe Holding B.V., Oud-Beijerland/ Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats) (bis 10. Oktober 2021) www.kpluss.com/aufsichtsrat + Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender des Beirats) im jahr 2021 ausgeschiedene mitglieder: Nevin McDougall (Jahrgang 1967), Master of Agriculture (Agrarökonomie & Business) Gerd Kübler (Jahrgang 1967), Diplom-Ingenieur Arbeitnehmervertreter Anteilseignervertreter (ehem. unabhängiges Mitglied) President & Chief Commercial Officer, A&L Canada Laboratories Inc., London, Kanada Leiter Mining, K+S Aktiengesellschaft, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 1. Januar 2016 Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2021 Erstbestellung: 15. Mai 2018 Dr. Rainier van Roessel (Jahrgang 1957), Diplom-Kaufmann Anteilseignervertreter (unabhängiges Mitglied) Selbstständiger Berater (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der LANXESS AG, Köln) Anke Roehr (Jahrgang 1964), Industriekauffrau Arbeitnehmervertreterin Ehem. Vorsitzende des Betriebsrats des Standorts Hannover, K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Ehem. Mitarbeiterin im Kundensegment Communities, K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2025 Erstbestellung: 10. Juni 2020 Ausgeschieden zum 31. Mai 2021 Erstbestellung: 1. April 2016 Weitere Aufsichtsratsmandate: + K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel (seit 1. Oktober 2021) aufsichtsratsausschÜsse und ihre mitglieder Peter Trotha (Jahrgang 1983), Industriemechaniker Arbeitnehmervertreter vermittlungsausschuss + + + + Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg, K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Ralf Becker Axel Hartmann Thomas Kölbl Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 17. August 2021 strategieausschuss + + + + Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) André Bahn Ralf Becker Philip Freiherr von dem Bussche k+s geschäftsbericht 2021 101 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss prüfungsausschuss Mitgliedern. Ab dem Mandatsantritt von Herrn Holger Riemen- sperger am 1. April bis zum Ausscheiden von Herrn Mark Roberts am 30. April 2021 bestand der Vorstand aus vier männlichen Mit- gliedern. Im Zeitraum vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2021 bestand der Vorstand aus drei männlichen Mitgliedern. + + + + + + Thomas Kölbl (Vorsitzender, unabhängiger Finanzexperte) Petra Adolph Ralf Becker Jella Benner-Heinacher (Finanzexpertin) Axel Hartmann Dr. Andreas Kreimeyer Kriterien bei der Besetzung von Vorstandspositionen sind die fachliche Eignung für die Leitung des jeweiligen Zuständigkeits- bereichs, nachgewiesene Leistungen auf dem bisherigen Berufs- weg sowie eine ausgeprägte Führungskompetenz. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass Vielfalt (Diversität) auch im Vorstand wichtig ist. So sollte der Vorstand aus Personen bestehen, die sich in Bezug auf Berufs- und Lebenserfahrung ergänzen sowie unterschiedlichen Alters sind. Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Altersgrenze eingeführt, die auf das 65. Lebensjahr festgelegt wurde. Die Erstbestellung von Vor- standsmitgliedern soll für längstens drei Jahre erfolgen. Darüber hinaus sollte mindestens ein Vorstandsmitglied über ausgeprägte internationale Erfahrung verfügen. Die aktuelle Zusammensetzung des Vorstands erfüllt mit Ausnahme des angestrebten Frauen- anteils die vom Aufsichtsrat definierten Kriterien. personalausschuss + + + + Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) Ralf Becker Dr. Elke Eller Michael Knackmuß nominierungsausschuss + + + + Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) Jella Benner-Heinacher Philip Freiherr von dem Bussche Gerd Grimmig dpr-sonderausschuss + + + + Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) Petra Adolph Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 14. Mai 2019 im Hin- blick auf die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen eine neue Zielgröße von 25 % fest- gelegt. Diese soll bis zum 31. Dezember 2023 erreicht werden. Ralf Becker Jella Benner-Heinacher vorstand Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäfts- ordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand auf Emp- fehlung des Personalausschusses für die langfristige Nachfolge- planung für Vorstandspositionen. Unter Berücksichtigung konkre- ter Qualifikationsanforderungen und der vorgenannten Kriterien wird vom Personalausschuss eine engere Auswahl verfügbarer Kandidaten vorgenommen. Mit diesen Kandidaten werden struk- turierte Gespräche geführt und anschließend dem Aufsichtsrats- gremium eine Empfehlung zur Beschlussfassung unterbreitet. Bei Bedarf werden der Aufsichtsrat bzw. der Personalausschuss bei der Entwicklung der Anforderungsprofile und der Auswahl der Kandidaten von externen Beratern unterstützt. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Zusammenarbeit seiner Mitglieder, die Geschäftsverteilung sowie die gegenseitige Vertretung. Maßnahmen, die auch andere Verantwortungs- bereiche betreffen oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tages- geschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen ggf. dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen. mitglieder des vorstands (Stand der Angaben zu Mandaten, sofern nicht anders ausgewiesen: 31. Dezember 2021) www.kpluss.com/statuten Dr. Burkhard Lohr (Jahrgang 1963), Diplom-Kaufmann, Chief Executive Officer (CEO), Arbeitsdirektor Mandat bis 31. Mai 2025 besetzung des vorstands, anforderungsprofil, diversitÄt und langfristige nachfolgeplanung Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus wenigs- tens zwei Mitgliedern. Die genaue Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. März 2021 bestand der Vorstand aus drei männlichen Erstbestellung: 1. Juni 2012 Aufsichtsratsmandate: + K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel1 (Vorsitzender) (bis 30. September 2021) k+s geschäftsbericht 2021 102 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Thorsten Boeckers (Jahrgang 1975), Bankkaufmann, Chief Financial Officer (CFO) zusammenwirken von vorstand und aufsichtsrat Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Beschäftigungs- situation sowie der besonderen unternehmerischen Risiken und Chancen. Darüber hinaus steht der Aufsichtsratsvorsitzende über alle wichtigen Themen in engem Kontakt mit dem Vor- sitzenden des Vorstands. Wesentliche Geschäfte und Maß- nahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; Näheres regelt § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. Mandat bis 11. Mai 2025 Erstbestellung: 12. Mai 2017 Aufsichtsratsmandate: + K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel1 (bis 30. September 2021) Holger Riemensperger (Jahrgang 1970), Diplom-Ingenieur der Verfahrenstechnik, Chief Operating Officer (COO) Mandat bis 31. März 2024 www.kpluss.com/statuten Erstbestellung: 1. April 2021 interessenkonflikte im jahr 2021 ausgeschiedene mitglieder: Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmit- gliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. Mark Roberts (Jahrgang 1963), Bachelor of Science (Marketing) Mandatsende zum 30. April 2021 Erstbestellung: 1. Oktober 2012 vermögensschaden-haftpflichtversicherung (d&o) Es besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung u.a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflicht- verletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-Fachen der festen jährlichen Vergütung. Die d&o-Versicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung. Immer aktuelle Informationen zu den Verantwortlichkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder entnehmen Sie bitte unserer Geschäftsordnung des Vorstands, die Sie auch auf der Website der k+s finden. www.kpluss.com/vorstand www.kpluss.com/corporategovernance vergÜtung von vorstand und aufsichtsrat Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird im Ver- gütungsbericht nach § 162 Aktiengesetz im Lagebericht aus- gewiesen und kann auch auf der Website der Gesellschaft eingesehen werden. aktiengeschÄfte von mitgliedern des aufsichtsrats und des vorstands Nach Artikel 19 Marktmissbrauchsverordnung haben die Mit- glieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offenzulegen. Vergütungsbericht www.kpluss.com/corporategovernance Im Jahr 2021 haben wir für den Aufsichtsrat und für den Vorstand folgende Directors’-Dealings-Meldungen veröffentlicht: b.55 www.kpluss.com/directorsdealings 1 Konzernmandat. directors‘ dealings vorstands- und aufsichtsratsmitglieder b.55 Datum 30.06.2021 30.06.2021 30.06.2021 15.06.2021 07.06.2021 11.03.2021 Transaktion Verkauf Anleihe Verkauf Anleihe Verkauf Anleihe ISIN XS1854830889 XS1854830889 XS1591416679 Betrag 104.350,00 € 208.700,00 € 205.900,00 € 11.940,00 € 24.085,60 € 9.984,64 € Dr. Andreas Kreimeyer Dr. Burkhard Lohr Dr. Burkhard Lohr Holger Riemensperger Holger Riemensperger Thorsten Boeckers Kauf Aktie DE000KSAG888 Kauf Aktie DE000KSAG888 Kauf Aktie DE000KSAG888 k+s geschäftsbericht 2021 103 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss zielgrössen 1. und 2. ebene unterhalb des vorstands + + Partnerschaftlich: Wir gehen vertrauens- und respektvoll miteinander um und unterstützen uns gegenseitig Unternehmerisch: Wir sind Unternehmer und nehmen Herausforderungen mutig an Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir Zielgrößen für den Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der k+s aktiengesellschaft bis 31. Dezember 2021 festgelegt. In der ersten Ebene unterhalb des Vorstands wurde die Zielgröße von 13 % per 31. Dezem- ber 2021 erreicht. Der Frauenanteil liegt zum Stichtag bei knapp über 13% (2020: 9%). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist auf einen Rückgang der Gesamtzahl der Führungspositionen in + + Agil: Wir arbeiten in schlanken und flexiblen Strukturen Innovativ: Wir fördern Innovation und sind veränderungsbereit + Optimistisch: Wir glauben an den Erfolg von k+s www.kpluss.com/werte dieser Ebene bei gleichbleibender absoluter Anzahl der Frauen verhaltenskodex zurückzuführen. Erfreulicherweise wurde auf der zweiten Ebene unterhalb des Vorstands die Zielgröße von 11 % zum Stichtag mit einem Frauenanteil von etwas mehr als 20% erneut deutlich übertroffen (2020: 20%). Basierend auf dem Globalen Organisationshandbuch für die k+s gruppe sowie unseren Werten hat sich die k+s gruppe einen Verhaltenskodex gegeben. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung Dieser gibt Orientierung, um bei der täglichen Arbeit gute Ent- scheidungen zu treffen. Für k+s ist es wichtig, überall auf der Welt respektvoll miteinander umzugehen und das Handeln an den k+s Werten auszurichten. Die Zusammenarbeit ist wichtig, um einen gemeinsamen hohen ethischen Standard für die Art und Weise zu setzen, wie die Geschäfte bei k+s und darüber hinaus geführt werden. governance Jede organisatorische Einheit der k+s gruppe ist verpflichtet, unter Beachtung der Regelungen übergeordneter Einheiten die zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Steuerung und Überwachung notwendigen konkretisierenden Regelungen für ihren Verantwortungsbereich zu erlassen. www.kpluss.com/verhaltenskodex Nachfolgend werden zunächst die sowohl für die Steuerungs- als auch für die Überwachungskomponente des Systems maßgeblichen Teilsysteme Governance, Compliance-Manage- ment, Risiko- und Chancenmanagement und Nachhaltigkeits- management dargestellt. Diese ergänzen sich wechselseitig und überschneiden sich teilweise. Anschließend werden Steuerung und Überwachung erläutert. Die Inhalte von (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen sowie regula- torischen Standards (= Regelwerke Dritter, zu deren Beachtung und Umsetzung sich die k+s gruppe oder Teile davon verpflichtet haben) stehen internen Regelungen gleich; dies gilt u.a. für den Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit Vorstand und Aufsichtsrat nicht gemeinsam Abweichungen von dessen Emp- fehlungen oder Anregungen beschlossen haben. compliance-management unsere werte Mit unserem Compliance-Management-System sorgen wir dafür, dass das jeweils geltende Recht sowie unsere internen und diesen gleichstehende Regelungen gruppenweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Strafbarkeits- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden. Als internationales Team unterscheiden wir uns durch unsere Sprache, Herkunft und Unternehmensbereiche. Doch es gibt etwas, das wir alle gemeinsam haben. Etwas, das uns mit- einander verbindet: unsere Werte. Sie bilden die Grundlage unserer Zusammenarbeit und zeigen den Anspruch auf, den wir an unsere Arbeit haben. Die Identifikation der k+s gruppe mit gemeinsamen Werten ermög- licht zugleich den Aufbau einer stärkeren Unternehmenskultur: Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung + Sicher & Nachhaltig: Wir setzen Arbeitssicherheit an erste Stelle und handeln stets nachhaltig www.kpluss.com/compliance k+s geschäftsbericht 2021 104 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Das Risiko von Compliance-Verstößen einschließlich Korruptions- risiken wird u.a. im Rahmen des Risikomanagementprozesses bei k+s sowie der Compliance-Risiko-Analyse berücksichtigt. Verschiedenste Gegensteuerungsmaßnahmen, wie z. B. Schulungen, sollen die Eintrittswahrscheinlichkeit reduzieren. Durch regelmäßige Prüfungen der Einheit Internal Audit zu Compliance-Themen können ebenfalls Compliance-Risiken identifiziert werden. den nachhaltigen Unternehmenserfolg zu unterstützen. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne und externe Bericht- erstattung über Risiken und Chancen sichergestellt werden. Insoweit gelten folgende Grundsätze: + Unternehmerisches Handeln ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Ziel ist es, die sich bietenden Chancen zu nutzen und dabei nur solche Risiken einzugehen, die zur Erschließung von Ertragspotenzialen unvermeidbar sind. Keine Handlung oder Entscheidung darf ein Risiko nach sich ziehen, das vorhersehbar zu einer Bestandsgefährdung führen kann. Der Vorstand hat den Leiter der Einheit „Compliance, Risk & Internal Auditing“ mit der Funktion des Chief Compliance Officers (cco) und der Aufgabe betraut, für ein effektives und gesetzeskonformes Compliance-Management-System in der k+s gruppe Sorge zu tragen. Er berichtet direkt an den Vorstands- vorsitzenden und leitet den globalen Ausschuss Governance, Risk und Compliance (grc-Ausschuss), dem die Compliance- und Risikomanagement-Beauftragten der k+s minerals and agriculture gmbh sowie die Leiter der Zentralbereiche der Gesellschaft angehören (z. B. Interne Revision, Recht, Per- sonal). Der grc-Ausschuss hat u. a. zur Aufgabe, allgemeine Themen des Compliance-Managements zu beraten und gruppenweit abzustimmen sowie die generelle Eignung des Compliance-Management-Systems regelmäßig zu analysieren und bei erkanntem Schwachstellen gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aus- zusprechen. Der Vorstand berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der k+s aktiengesellschaft regelmäßig über das Compliance-Management-System. + Das Kapitel Risiko- und Chancenmanagement im Globalen Organisationshandbuch regelt die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten sowie den Risiko- und Chancenmanagementprozess selbst und definiert die Anfor- derungen an die Risiko- und Chancenberichterstattung. Der grc-Ausschuss hat die Aufgabe, allgemeine Themen des Risiko- und Chancenmanagements zu beraten und gruppen- weit abzustimmen. Weiterhin soll er die generelle Eignung des Risiko- und Chancenmanagementsystems regelmäßig ana- lysieren und bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aussprechen. Eine detaillierte Beschreibung des Prozesses zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken und Chancen, eine Darstellung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente (ifrs 7) sowie der bedeutenden Risiken und Chancen finden sich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 117. Risiko- und Chancenbericht Der cco erhält bis zum Ende des ersten Quartals eines jeden Jahres eine Vollständigkeitsmeldung über gemeldete Compli- ance-Vorfälle aus der gesamten Organisation. Auch 2021 hatten wir keine Korruptionsvorfälle. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung nachhaltigkeitsmanagement1 risiko- und chancenmanagement Das unternehmerische Handeln der k+s gruppe ist auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet. Um auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sind auch öko- logische und soziale Aspekte angemessen zu berücksichtigen; daher sind sie integraler Bestandteil unserer Strategie. Unternehmensstrategie Das Risiko- und Chancenmanagementsystem verfolgt das Ziel, in der gesamten k+s gruppe Risiken und Chancen rechtzeitig zu identifizieren, deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sowie etwaige nichtfinanzielle Auswirkungen zu bewerten, Maßnahmen zur Vermeidung/Verminderung der Risiken bzw. zur Nutzung der Chancen zu ergreifen und dadurch 1 Dieser Abschnitt ist Teil der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289b-289e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der Abschlussprüfung ist, jedoch nach ISAE 3000 rev. mit begrenzter Sicherheit geprüft wurde. k+s geschäftsbericht 2021 105 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Die strategische Zielsetzung der k+s gruppe in Nachhaltigkeits- belangen wird durch den Vorstand verantwortet. Je ein Vorstandsmitglied ist sogenannter kpi-Sponsor unserer Nach- haltigkeitsziele. Der Vorstand und künftig auch der Aufsichtsrat werden regelmäßig über die Entwicklung der nichtfinanziellen Indikatoren und die Zielerreichung unterrichtet. Darüber hinaus kümmert sich im Aufsichtsrat ein Anteilseignervertreter speziell um das Thema Nachhaltigkeit. b.56 wir über verschiedene Kanäle kommuniziert. Unsere Ziele in den Handlungsbereichen Gesellschaft & Mitarbeiter, Umwelt & Ressourcen und Geschäftsethik & Menschenrechte haben wir auf Grundlage der Ergebnisse teilweise angepasst. Unternehmensstrategie, Nachhaltigkeitsprogramm Die Koordination der kpi Steuerung sowie die quartalsweise Berichterstattung bezüglich Leistungsindikatoren an den Vor- stand erfolgen im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung b.57 Im Rahmen des Risiken- und Chancenmanagements erfolgt die Bewertung nichtfinanzieller Auswirkungen von Risiken entlang der Aspekte nach csr-rug. Themenfelder, innerhalb derer sich K+S Nachhaltigkeitsziele und KPIs gesetzt hat Verantwortliches Risiko- und Chancenbericht Vorstandsmitglied (Sponsor) Gesundheit & Arbeitssicherheit Vielfalt & Inklusion Holger Riemensperger, COO Dr. Burkhard Lohr, CEO Holger Riemensperger, COO Dr. Burkhard Lohr, CEO Thorsten Boeckers, CFO Thorsten Boeckers, CFO Das Nachhaltigkeitsgremium hat die Aufgabe, Nachhaltigkeits- themen zu beraten und gruppenweit abzustimmen und bildet somit die Governance des Nachhaltigkeitsmanagements. Zwei- mal jährlich tagt das Nachhaltigkeitsgremium auf Arbeitsebene und analysiert regelmäßig die generelle Eignung des Nachhaltig- keitsmanagementsystems. Bei erkanntem Anpassungsbedarf spricht das Gremium gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aus. Im Jahr 2021 kam das Gremium in Quartal zwei und vier zusammen, um aktuelle Themen, konkrete Maßnahmen und Programme zu diskutieren und Entscheidungsvorschläge zu erarbeiten. Ressourceneffizienz Energie & Klima Nachhaltige Lieferketten Compliance & Anti-Korruption Das Nachhaltigkeitsmanagement der k+s gruppe ist unter der neu geschaffenen Funktion des Chief Sustainability Officers (cso) verortet. Dieser berichtet direkt an den Vorstand und sitzt dem Nachhaltigkeitsgremium vor. Aufgabe des Nachhaltigkeits- managements ist es, effektive Strukturen zur Erfassung und Bearbeitung von Nachhaltigkeitsthemen in der k+s gruppe zu schaffen und deren Umsetzung an den produzierenden Stand- orten zu konzeptionieren und zu koordinieren. Das Nachhaltig- keitsmanagement erarbeitet Vorschläge zu einer strategischen Nachhaltigkeitsausrichtung und berichtet entsprechende Vor- schläge an den Vorstand. Die eu-sf-Taxonomie-vo ist in 2021 in Kraft gesetzt worden. Die Umsetzung dieser gesetzlichen Anforderungen und die Imple- mentierung entsprechender Prozesse erfolgten durch das Nach- haltigkeitsmanagement in Zusammenarbeit mit Accounting und Controlling. Weitere Konkretisierungen der eu-sf-Taxonomie-vo werden auch zukünftig wesentlicher Bestandteil im Nachhaltig- keitsmanagement sein. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, eu-Taxonomie Das Nachhaltigkeitsmanagement folgt der pdca-Logik (plan– do–check–act) und ist entlang der Einzelprozesse in unserer Software für Geschäftsprozesse abgebildet. Nachhaltigkeits- anforderungen von bzw. an die k+s gruppe werden erfasst, analysiert und priorisiert und dann in entsprechende Prozesse integriert bzw. neue Prozesse implementiert. Die Gesamtentwicklung des Nachhaltigkeitsmanagements wird jährlich in der nichtfinanziellen Erklärung (nfe) zusammengefasst und berichtet. In 2021 haben wir auf Basis der Produktkostenkalkulation die Product-Carbon-Footprints (pcf) unserer Hauptproduktgruppen berechnet. Hierbei wurden unsere Scope 1 und Scope 2 Emis- sionen entlang unserer Förderungs- und Produktionsprozesse berücksichtigt. Die pcf-Werte stellen wir unseren Kunden und anderen interessierten Stakeholdern auf Anfrage bereit. Die wesentlichen Themen der k+s gruppe werden in regel- mäßigen Abständen identifiziert. Aufgrund der Veräußerung der Operativen Einheit Americas wurde die Wesentlichkeits- analyse in 2021 aus Sicht der Stakeholder aktualisiert. Die identifizierten k+s spezifischen wesentlichen Themen haben k+s geschäftsbericht 2021 106 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss unternehmenssteuerung und -Überwachung Der Sollzustand eines effektiven und gesetzeskonformen Systems zur Unternehmenssteuerung und -überwachung (internes Kontrollsystem im weiteren Sinne) in der k+s gruppe ist in Ergänzung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben in dem Kapitel „Unternehmenssteuerung und -überwachung“ des Globalen Organisationshandbuches definiert. Darin ist auch festgelegt, mit welchen regulatorischen und organisatorischen Maßnahmen dieser Sollzustand zu erreichen bzw. aufrechtzu- erhalten ist. Mit diesem System sollen: Grundsätzlich ergeben sich die Rahmenvorgaben und die generelle Zielsetzungen für die Steuerung der k+s gruppe aus dem Unternehmensleitbild. Die Unternehmensstrategie definiert aufbauend auf dem Unternehmensleitbild den strategischen Fokus, die finanziellen Ziele sowie die Leitplanken für die Strategieumsetzung. Der Vorstand legt die Unternehmensstrategie als Basis zur Erreichung unseres Leitbildes fest. Dabei werden auf der Grundlage eines regelmäßigen Dialogs des Vorstands mit den Leitern der ihm direkt unterstellten Funktionen Prozesse und Maßnahmen festgelegt, die wiederum in einem kaskadierenden Prozess auf die jeweils nachgeordneten organisatorischen Ebenen heruntergebrochen werden. Deren jeweils relevanter Inhalt wird durch die Vorgesetzten an die betroffenen Mit- arbeiter kommuniziert. + die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu zählt auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögens- schädigungen), + + eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie + die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Rechtsvorschriften sichergestellt werden. Die Qualität der Definition von Zielen ist entscheidend für ihre Erreichbarkeit und Überprüfbarkeit. Daher müssen sie spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sein und dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Zielen stehen. Die Ausgestaltung des Steuerungs- und Überwachungssystems im Einzelnen ist in ergänzenden internen Regelungen festgelegt, für deren Erarbeitung und Kommunikation einheitliche Stan- dards vereinbart sind. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen bedürfen der Zustimmung des Gesamtvorstands bzw. des für die betroffene Funktion zuständigen Vorstandsmitglieds. Die Einheit „Compliance, Risk & Internal Auditing“, deren Leiter dem Vorstandsvorsitzenden direkt berichtet, ist dafür verantwortlich, auf Gruppenebene die Entwicklung und Auf- rechterhaltung eines gleichermaßen effektiven wie gesetzes- konformen Unternehmenssteuerungs- und Überwachungs- systems zu koordinieren. Maßgebliche Steuerungsinstrumente sind die Mittelfristplanung, die Jahresplanung sowie die quartalsweise Hochschätzung. Die Mittelfristplanung der k+s gruppe umfasst einen Planungszeit- raum von drei Jahren und setzt sich aus der Jahresplanung des kommenden Geschäftsjahres und der Planung der beiden Folge- jahre zusammen. Hierbei werden in zahlreichen Teilprozessen und unter zentraler Vorgabe der wichtigsten Planungsprämissen wesentliche Kennzahlen durch die zuständigen Einheiten der k+s gruppe geplant. Das Controlling erstellt daraus eine konso- lidierte operative Planung der k+s gruppe sowie eine Personal-, Investitions- und Finanzplanung und erläutert die Mittelfrist- Aufgabe des Ausschusses Governance, Risk, Compliance (grc) ist es, die generelle Eignung des Unternehmenssteuerungs- und Überwachungssystems regelmäßig zu analysieren und bei erkannten Schwachstellen gegenüber dem jeweils verantwort- lichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen. planung dem Vorstand. Nach erfolgter Billigung legt der Vor - stand die Jahresplanung dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vor und erläutert die Planung der beiden Folgejahre. Nach Aufstellung des Konzernabschlusses erhalten Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen eines Plan-Ist-Vergleichs einen Überblick über die wesentlichen Abweichungen zur Jahresplanung des abgelaufenen Geschäftsjahres der k+s gruppe. steuerung Nach dem Verkauf der Operativen Einheit Americas und der Neustrukturierung unserer Organisation ist k+s deutlich ver- schlankt. Um dieser Veränderung Rechnung zu tragen, wurde ein neues Unternehmensleitbild entwickelt und die Unternehmens- strategie adjustiert. Unternehmensstrategie k+s geschäftsbericht 2021 107 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Die quartalsweise Hochschätzung setzt auf der genehmigten Jahresplanung bzw. im weiteren Jahresverlauf auf der voran- gegangenen Hochschätzung auf. Hierbei werden in der Regel alle wichtigen Kennzahlen für das laufende Geschäftsjahr von den zuständigen Einheiten aktualisiert und vom Controlling in eine konsolidierte Hochschätzung für die k+s gruppe über- führt. Dabei fließen sukzessive die vorliegenden Ist-Werte und neue Erkenntnisse über die Geschäftsentwicklung sowie Ent- wicklungen wesentlicher Prämissen ein. Abweichungen werden im Rahmen der Hochschätzung analysiert und bewertet und dienen der Steuerung des operativen Geschäfts. Vorstand und Aufsichtsrat wird die Hochschätzung der k+s gruppe erläutert. Zusätzlich konzentrieren wir uns auf die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße bereinigter Freier Cashflow einschließlich der hier einfließenden auszahlungswirksamen Investitionen. Eine Herleitung der beiden Größen findet sich im Wirtschaftsbericht auf den Seiten 59 und 60. Damit unterstützen wir das Ziel, den Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten/ebitda1) in dem angestrebten Bereich zu halten. Die Herleitung der Nettofinanzver- bindlichkeiten findet sich auf Seite 61 des Wirtschaftsberichts. Die Kennzahlen Investitionen und Nettofinanzverbindlichkeiten/ebitda sind ebenfalls wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren. Vergütungsbericht Zur Überprüfung der finanziellen Zielsetzung nutzen wir zudem die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (roce3). Aus dem roce3 leiten wir mithilfe des gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab. Auch die Kennzahl Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt, ist wesent- lich für die Steuerung des Unternehmens. Die Herleitung findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 57. finanzielle steuerungskennzahlen Die Steuerung der Aktivitäten erfolgt anhand der folgenden wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen, bei denen es sich um die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Sinne des Deutschen Rechnungslegungs Standards (drs) 20 handelt: + + + + + + ebitda1 Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt Investitionen Bereinigter Freier Cashflow2 Return on Capital Employed (roce)3 Nettofinanzverbindlichkeiten (inklusive finanzieller Leasingverbindlichkeiten)/ebitda1 Der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf ab Seite 48 beinhaltet u. a. die genannten Steuerungskennzahlen. Eine Darstellung und Beschreibung der Entwicklung der Ertragskennzahlen in den letzten fünf Jahren findet sich im Kapitel „Ertragslage“ auf Seite 55 und des Cashflows im Kapitel „Finanzlage“ auf Seite 62. Seit dem Geschäftsjahr 2018 steuern wir das Unternehmen ins- besondere über die Ergebnisgröße ebitda1. Eine Herleitung findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 52. Auch das sogenannte Short Term Incentive (sti) als variable Komponente der Vergütung von Vorstand und Mitarbeitern basiert seit Jahresbeginn 2018 auf einem Vergleich des geplanten mit dem tatsächlich erreichten ebitda1 der k+s gruppe. Mit der Einführung der neuen Strategie wurden ebenfalls von den Steuerungskennzahlen abgeleitete finanzielle Ziele definiert, welche wir auf Basis einer soliden Bilanz anstreben, um den Ansprüchen und Rendite-Erwartungen unserer Kapitalgeber gerecht zu werden. + + + Wir wollen im Durchschnitt über einen 5-Jahres-Zyklus unsere Kapitalkosten verdienen (roce3 > wacc). Ebenfalls über diesen Zyklus streben wir eine durchschnitt- liche ebitda1-Marge von mehr als 20% an. 1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungs- betrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwert- schwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungs- geschäften. Die Berechnung der Kennzahl „EBITDA“ findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 52. Ab 2023 erzielen wir einen positiven bereinigten Freien Cashflow – auch bei vorübergehend niedrigen Kalipreisen und grünen Wintern. nichtfinanzielle steuerungskennzahlen Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements werden Anfor- derungen der bzw. an die k+s gruppe erfasst, analysiert und priorisiert, um spezifische Nachhaltigkeitsziele für Teilbereiche (Standorte, Gesellschaften etc.) festzulegen. So wurden für die k+s gruppe in 2018 Leistungsindikatoren und Zielwerte im 2 Die Berechnung der Kennzahl „Bereinigter Freier Cashflow“ findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 60. 3 Die Berechnung der Kennzahl „ROCE“ findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 57. k+s geschäftsbericht 2021 108 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Nachhaltigkeitsmanagement festgelegt. Seit dem Geschäfts - Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen: Das für einen internen Prozess verantwortliche Management hat die für die gesetzeskonforme und den internen Regelungen entsprechende Zielerreichung bestehenden Risiken zu identifizieren und zu analysieren. In Abhängigkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos sind vorgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzu- legen, durch welche der Eintritt des Risikos verhindert werden soll. Ferner sind nachgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch die aufgetretene Fehler/realisierte Risiken möglichst umgehend aufgedeckt werden sollen mit dem Ziel, entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen zu treffen. Abhängig von der Wesentlichkeit des jeweiligen Prozesses und seiner Risiken sind die durchgeführte Risikoanalyse, die festgelegten Kontrollen sowie die ausgeführten Maßnahmen zu dokumentieren. jahr 2020 steuern wir das Unternehmen auch über die folgen- den nichtfinanziellen Indikatoren. Diese bilden seit 2020 die Grundlage für einen Teil des Long Term Incentives (lti) als variable Komponente der Vergütung des Vorstands sowie aller lti-berechtigten Mitarbeiter. Sie sind die wesentlichsten nicht- finanziellen Leistungsindikatoren im Sinne des drs 20. + + + Lost Time Incident Rate (lti-Rate) Salzhaltige Prozesswässer in Deutschland Nachhaltige Lieferketten, konkretisiert durch die Leistungs- indikatoren „Anteil von kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der k+s gruppe anerkannt haben“ und „Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Verhaltenskodex für Lieferanten der k+s gruppe“ Die sogenannte lti-Rate misst Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit bezogen auf eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Salzhaltiges Prozesswasser ist das in den bergbaulichen Aufbereitungs- prozessen der Kaliproduktion in Deutschland entstehende salzhaltige Wasser, das nicht mehr weiter in den Aufbereitungs- prozessen eingesetzt, anderweitig verwendet oder als Produkt verkauft werden kann und für das somit eine Entsorgungsnot- wendigkeit besteht. Der „Anteil von kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der k+s gruppe anerkannt haben“ in Prozent sowie die „Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Verhaltenskodex für Lieferanten der k+s gruppe“ bezogen auf das Einkaufsvolumen in Prozent sind die Unterziele der dritten Steuerungsgröße „Nachhaltige Lieferketten“. Eine detaillierte Beschreibung findet sich im Vergütungsbericht auf den Seiten 146–148. Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen werden von der Internen Revision durchgeführt. Über diese Prüfungen werden Berichte mit zusammengefassten Prüfungsergeb- nissen erstellt und dem jeweils verantwortlichen Management vorgelegt, um dieses bei der Beurteilung der generellen Eignung und tatsächlichen Wirksamkeit des Steuerungs- und Überwachungssystems zu unterstützen. Regelmäßig überprüft werden z. B. die Funktionsfähigkeit des Risiko- und Chancen- managementsystems, des Compliance-Management-Systems und des Internen Kontrollsystems. Extern erfolgen prozessunabhängige Überwachungsmaß- nahmen u.a. im Zusammenhang mit den Abschlussprüfungen sowie in Form von it-Penetrationstests. Unternehmensstrategie, Nachhaltigkeitsprogramm Vergütungsbericht konzernrechnungslegungsprozess (§ 289 abs. 4 bzw. § 315 abs. 4 hgb)/ Weitere für die k+s gruppe relevante finanzielle sowie nicht- abschlussprÜfung finanzielle Kennzahlen sind die Umsatzerlöse, Absatzmengen, Durchschnittserlöse sowie die Zahl der Mitarbeiter. All diese Kennzahlen werden jedoch nicht als bedeutsamste finanzielle bzw. nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des drs 20 betrachtet. Für den Konzernabschluss der Gesellschaft werden die inter- nationalen Rechnungslegungsgrundsätze ifrs angewendet. Die Regelungen für die Rechnungslegung und Berichterstattung der k+s gruppe nach ifrs geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss ein- bezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich stellen wir detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungs- legung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch eine interne Regelung in den Rechnungslegungsprozessen integriert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Jahres- abschlüsse der k+s aktiengesellschaft und deren inländische Überwachung Das Überwachungssystem soll die Erreichung der im Rahmen des Steuerungssystems entwickelten Vorgaben des Manage- ments sowie die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvor- schriften sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen (internes Kontrollsystem im engeren Sinne) sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen. k+s geschäftsbericht 2021 109 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Tochtergesellschaften nach den deutschen handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in Buchungs- anweisungen dokumentiert. Alle Mitarbeiter werden ihren Auf- gaben entsprechend ausgebildet und insbesondere bezüglich Änderungen in den Vorschriften oder den Prozessen regelmäßig geschult. erfolgt durch die Interne Revision. Darüber hinaus prüft der unabhängige Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems. Die Abschlussprüfung für das Jahr 2021 wurde von der pricewaterhousecoopers gmbh wirtschaftsprüfungsgesell- schaft, Frankfurt am Main, durchgeführt. Sie führt die Abschluss- prüfungen in 2021 erstmals durch. Die verantwortlichen Prüfungspartner des Konzernabschlusses der k+s gruppe waren wp/StB Michael Conrad und wp Thorsten Neumann. Herr wp/StB Michael Conrad war dabei verantwortlicher Wirtschaftsprüfer für die Konzernabschlussprüfung der k+s aktiengesellschaft. Herr wp Thorsten Neumann war verantwortlicher Wirtschafts- prüfer für den Einzelabschluss der k+s aktiengesellschaft sowie die Einzelabschlüsse der deutschen Tochtergesell- schaften mit Prüfungsauftrag. Die pricewaterhousecoopers gmbh wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat eine Erklärung abgegeben, dass keine Zweifel an ihrer Unabhängigkeit bestehen. Die Erteilung des Prüfungsauftrags an den gewählten Abschlussprüfer erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses. Die Abschlussprüfung wird durch den Prüfungsausschuss begleitet. Der Vorsitzende des Aufsichts- rats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkomm- nisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu ver- merken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen fest- stellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind. Wir verfügen über eine gruppenweite it-Plattform für alle wesent- lichen Gesellschaften, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und standardisierte maschinelle Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sicher- gestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen und Kontroll- mechanismen. Bilanzielle Bewertungen, wie z. B. die Über- prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, werden diese von externen Gutachtern durchgeführt. Zur Erstellung des Konzernabschlusses der k+s gruppe werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der it-Plattform der k+s gruppe geführt wird, direkt in ein it-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten über eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesell- schaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungs- relevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und voll- ständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sicher- gestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem it-Konsolidierungssystem angaben nach § 289a abs. 1 bzw. durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzern- § 315a abs. 1 hgb sowie erlÄuternder abschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den bericht des vorstands gemÄss § 176 Anhang werden hieraus entwickelt. abs. 1 satz 1 aktg Außer durch die bestehende interne Überwachung werden die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss von unabhängigen Abschluss- prüfern geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzern- rechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften ziffer 1: zusammensetzung des gezeichneten kapitals Das Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen. k+s geschäftsbericht 2021 110 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss ziffer 2: beschrÄnkungen der stimmrechte oder der Übertragung von aktien Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschrän- kungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Über- tragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschafter- vereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt. Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 38.280.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 38.280.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 12. Mai 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2026 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 38.280.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 38.280.000 neuen, auf Namen lautenden Stück- aktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital ii). Bei Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital ii ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzu- bieten (mittelbares Bezugsrecht). ziffer 3: direkte oder indirekte beteiligungen Über 10% am kapital Uns sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10% am Grundkapital gemeldet worden. ziffer 4: inhaber von aktien mit sonderrechten, die kontrollbefugnisse verleihen Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. www.kpluss.com/hv2020 ziffer 5: stimmrechtskontrolle bei beteiligung von arbeitnehmern am kapital www.kpluss.com/hv2021 Es existieren keine Stimmrechtskontrollen. Der Vorstand ist sowohl für das genehmigte Kapital als auch für das genehmigte Kapital ii ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils insgesamt 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien) in den folgenden Fällen auszuschließen: ziffer 6: gesetzliche vorschriften und bestimmungen der satzung Über die ernennung und abberufung der vorstandsmitglieder und Über satzungsÄnderungen Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der k+s aktiengesellschaft aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstands- vorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen. + + Für Spitzenbeträge, die infolge des Bezugsrechts entstehen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn der Ausgabe- betrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabe preises nicht wesentlich unterschreitet. - + Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn die neuen Aktien beim Erwerb eines Unternehmens, von Unter- nehmensteilen oder einer Unternehmensbeteiligung durch die Gesellschaft als Gegenleistung eingesetzt werden sollen. Für das genehmigte Kapital zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (Scrip Dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch ganz oder teilweise als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien in die Gesellschaft einzubringen. Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der ein- fachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i.V.m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen. ziffer 7: befugnisse des vorstands hinsichtlich der möglichkeit, aktien auszugeben oder zurÜckzukaufen ermÄchtigungen zur schaffung eines neuen genehmigten kapitals bzw. genehmigten kapitals ii mit der mÖglichkeit zum ausschluss des bezugsrechts der aktionÄre Der Vorstand wurde am 10. Juni 2020 von der Hauptver- sammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. Juni 2025 gegen + + Für das genehmigte Kapital ii, soweit dies erforderlich ist, um Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten oder den zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften begeben wurden oder noch k+s geschäftsbericht 2021 111 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesell- schaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der bei Wandlung auszugebenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen. Von den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Aus- schluss des Bezugsrechts darf der Vorstand insgesamt nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts aus- gegebenen Aktien 10% des Grundkapitals nicht überschreitet (10%-Grenze), und zwar weder zum Zeitpunkt der Beschluss- fassung über diese Ermächtigungen noch zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des genehmigten Kapitals bzw. des genehmigten Kapitals ii bis zu der jeweiligen Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10%-Grenze anzurechnen. www.kpluss.com/hv2020 Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch – unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert bei Ausgabe der Schuldverschreibung – in der gesetzlichen Währung eines oecd-Landes begeben werden. Schuldverschreibungen können auch durch Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, für die Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern bzw. Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren oder ihnen aufzuerlegen. Die Anleiheemissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen ein- geteilt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichts- rats die weiteren Einzelheiten von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital ii festzulegen. Den Aktionären der Gesellschaft steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Die Schuldver- schreibungen können auch von einem oder mehreren Kredit- instituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten. Durch die dem Vorstand bis zum 9. Juni 2025 bzw. 11. Mai 2026 eingeräumte Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichts- rats eine Kapitalerhöhung mit begrenztem Bezugsrechtsaus- schluss durchzuführen (genehmigtes Kapital bzw. genehmigtes Kapital ii), wird der Gesellschaft ein weit verbreitetes Instrument an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe zum Beispiel sich bietende Gelegenheiten zur Durchführung von Akquisitionen schnell und flexibel genutzt werden können. Der Vorstand darf von dieser Möglichkeit nur dann Gebrauch machen, wenn der Wert der neuen Aktien und der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Auf- sichtsrats das Bezugsrecht für die folgenden Fälle ganz oder teilweise auszuschließen: + Sofern die Schuldverschreibungen gegen bar ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theore- tischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Der Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungs- rechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – sofern dieser Betrag niedriger ist – zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung. Bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag des Grundkapitals abzusetzen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. ermÄchtigung zur ausgabe von wandel- und optionsschuldverschreibungen mit der mÖglichkeit zum ausschluss des bezugsrechts der aktionÄre nebst gleichzeitiger schaffung eines bedingten kapitals Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 9. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 600.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. k+s geschäftsbericht 2021 112 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss + Sofern und soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesell- schaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspflichten aus- gestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustehen würde. oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht verbundenen Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrages Aktien der Gesellschaft zu gewähren. + + Um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhält- nisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszu- nehmen. Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Options- scheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Optionsschuldverschreibung nicht übersteigen. Soweit die Schuldverschreibungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unter- nehmen oder Unternehmensteilen gegen Sachleistungen ausgegeben werden, sofern der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis zu dem Wert der Schuld- verschreibungen steht. Der jeweils festzusetzende Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft (Bezugspreis) muss mit Aus- nahme der Fälle, in denen eine Ersetzungsbefugnis oder eine Wandlungspflicht vorgesehen ist, entweder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der Aktie der Gesellschaft im Computer-Handelssystem xetra (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleich- baren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder – für den Fall der Einräumung eines Bezugsrechts – mindestens 80% des volumengewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der Aktie der Gesellschaft im Computer-Handelssystem xetra (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolge- system) der Frankfurter Wertpapierbörse während der Tage, an denen die Bezugsrechte an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, mit Ausnahme der Börsenhandelstage, die erforderlich sind, damit der Wandlungs- und Optionspreis gemäß § 186 Abs. 2 Satz 2 AktG fristgerecht bekannt gemacht werden kann, entsprechen. In den Fällen der Ersetzungsbefugnis und der Wandlungspflicht muss der Wandlungs- oder Options- preis nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen mindes- tens entweder den oben genannten Mindestpreis betragen oder dem volumengewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft im Computer-Handelssystem xetra (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor dem Tag der Endfälligkeit oder dem anderen festgelegten Zeitpunkt entsprechen, auch wenn dieser Durchschnittskurs unterhalb des oben genannten Mindestpreises (80 %) liegt. §§ 9 Abs. 1, 199 AktG bleiben unberührt. Die vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Aus- schluss des Bezugsrechts gelten insgesamt nur für Schuld- verschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – sofern dieser Betrag niedriger ist – zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung. Sofern während der Laufzeit der Ermächtigung bis zu ihrer Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10%-Grenze anzurechnen. Im Falle der Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht können die Gläubiger ihre Schuldverschrei- bungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umtauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft. Das Umtauschverhältnis kann sich auch durch Division des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabe- betrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft ergeben. Das Umtauschverhältnis kann in jedem Fall auf eine ganze Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leisten- de Zuzahlung festgelegt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und / oder in Geld ausgeglichen werden. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen. Die Anleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) begründen k+s geschäftsbericht 2021 113 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Bei mit Optionsrechten bzw. Wandlungsrechten oder -pflichten verbundenen Schuldverschreibungen können im Fall der wirtschaftlichen Verwässerung des Werts der Options- rechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG die Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen wertwahrend angepasst werden, soweit die Anpassung nicht schon durch Gesetz geregelt ist. Die Anleihebedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung oder anderer außerordentlicher Maßnahmen beziehungsweise Ereignisse (wie z.B. Kontrollerlangung durch Dritte) eine wert- wahrende Anpassung der Optionsrechte bzw. Wandlungs- rechte/-pflichten vorsehen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 10. Juni 2020 bis zum 9. Juni 2025 ausgegeben wurden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von einer Konzerngesellschaft auf- grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 10. Juni 2020 bis zum 9. Juni 2025 ausgegebenen Wandel- schuldverschreibungen mit Wandlungspflicht ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen oder soweit die Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 10. Juni 2020 bis zum 9. Juni 2025 ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungs- pflichten entstehen; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Stückaktien vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teilnehmen, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wand- lungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungs- pflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durch- führung einer bedingten Kapitalerhöhung festzulegen. Die Anleihebedingungen können weiter jeweils festlegen, dass die Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden können oder das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann. Schließlich können die Anleihebedingungen vorsehen, dass im Falle der Wandlung die Gesellschaft den Wandlungsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern einen Geldbetrag zahlt, der für die Anzahl der anderen- falls zu liefernden Aktien dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft im xetra-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der zehn Börsenhandelstage nach Erklärung der Wandlung oder der Optionsausübung entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt, im Rahmen der vorstehend beschriebenen Vorgaben mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, insbesondere Zins- satz, Ausgabekurs, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutz, und den Wandlungs- bzw. Optionszeitraum festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen der die Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen begebenden Beteiligungs- gesellschaften festzulegen. Die Begebung von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen kann zusätzlich zu den klassi- schen Möglichkeiten der Fremd- und Eigenkapitalaufnahme die Möglichkeit bieten, je nach Marktlage attraktive Finanzierungs- alternativen am Kapitalmarkt zu nutzen. Aus Sicht des Vorstands besteht ein Interesse der Gesellschaft, dass auch ihr diese Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Die Emission von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuld- verschreibungen ermöglicht die Aufnahme von Kapital zu attrak- tiven Konditionen. Die erzielten Wandel- bzw. Optionsprämien kommen der Kapitalbasis der Gesellschaft zugute und ermög- lichen ihr so die Nutzung günstiger Finanzierungsmöglichkeiten. Die ferner vorgesehene Möglichkeit, neben der Einräumung von Wandel- und/oder Optionsrechten auch Wandelpflichten zu begründen, erweitert den Spielraum für die Ausgestaltung dieses Finanzierungsinstruments. Die Ermächtigung gibt der Gesellschaft die erforderliche Flexibilität, die Schuldver- schreibungen selbst oder über unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaften zu platzieren. Durch die Möglichkeit, Bedingte Kapitalerhöhung Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläu- biger von Schuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung bis zum 9. Juni 2025 von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden. Die Ausgabe der neuen Stückaktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis wie vorstehend beschrieben. k+s geschäftsbericht 2021 114 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss das Bezugsrecht auszuschließen, erhält die Gesellschaft die Möglichkeit, günstige Börsensituationen rasch wahrnehmen und eine Schuldverschreibung schnell und flexibel zu attraktiven Konditionen am Markt platzieren zu können. sowie zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien eine Rundung nach kaufmännischen Gesichtspunkten vorgesehen werden. Bei einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeb- licher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft im Computer-Handels- system xetra (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapier- börse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Der Kaufpreis oder die Kaufpreisspanne kann angepasst werden, wenn sich während der Angebotsfrist erhebliche Kursabweichungen vom Kurs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Aufforderung zur Abgabe von Verkaufs- angeboten ergeben. In diesem Fall bestimmt sich der maßgeb- liche Betrag nach dem entsprechenden Kurs am letzten Handels- tag vor der Veröffentlichung der Anpassung; die 10%-Grenze für das Über- oder Unterschreiten ist auf diesen Betrag anzuwenden. Das Volumen der Aufforderung kann begrenzt werden. Sofern von mehreren gleichartigen Verkaufsangeboten wegen der Volumenbegrenzung nicht sämtliche angenommen werden können, kann unter insoweit partiellem Ausschluss eines even- tuellen Andienungsrechts der Erwerb nach dem Verhältnis der Andienungsquoten statt nach Beteiligungsquoten erfolgen. Dar- über hinaus können unter insoweit partiellem Ausschluss eines eventuellen Andienungsrechts eine bevorrechtigte Annahme geringerer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär sowie zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien eine Rundung nach kaufmännischen Grundsätzen vor- gesehen werden. ermÄchtigung zum erwerb und zur verwendung eigener aktien mit der mÖglichkeit zum ausschluss des bezugsrechts der aktionÄre Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 9. Juni 2025 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10% der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der k+s aktiengesellschaft zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder im Wege einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der Aktie der Gesell- schaft im Computer-Handelssystem xetra (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der Aktie der Gesell- schaft im Computer-Handelssystem xetra (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots. Ergeben sich nach Veröffentlichung eines öffentlichen Kauf- angebots erhebliche Kursabweichungen vom gebotenen Kauf- preis oder den Grenzwerten der gebotenen Kaufpreisspanne, so kann das Angebot angepasst werden. In diesem Fall bestimmt sich der maßgebliche Betrag nach dem entsprechenden Kurs am letzten Handelstag vor der Veröffentlichung der Anpassung; die 10%-Grenze für das Über- oder Unterschreiten ist auf diesen Betrag anzuwenden. Das Volumen des Angebots kann begrenzt werden. Sofern bei einem öffentlichen Kaufangebot das Volumen der angebotenen Aktien das vorhandene Rückkaufvolumen überschreitet, kann unter insoweit partiellem Ausschluss eines eventuellen Andienungsrechts der Erwerb nach dem Verhältnis der angedienten Aktien (Andienungsquoten) statt nach dem Verhältnis der Beteiligung der andienenden Aktionäre an der Gesellschaft (Beteiligungsquote) erfolgen. Darüber hinaus können unter insoweit partiellem Ausschluss eines eventuellen Andienungsrechts eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär www.kpluss.com/hv2020 Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Auf- sichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden oder wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Im Falle der Ver- äußerung der eigenen Aktien durch Angebot an alle Aktionäre ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden: + + Veräußerung gegen Zahlung eines Geldbetrags, der den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; Begebung der Aktien als Gegenleistung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; k+s geschäftsbericht 2021 115 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss + Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung begeben worden sind. aus einer Kapitalerhöhung ganz oder teilweise eigene Aktien zur Erfüllung der Wandlungs- oder Optionsrechte einzusetzen. Durch die Verwendung eigener Aktien wird die Verwässerung der Anteile der Aktionäre, wie sie bei einem Einsatz des bedingten Kapitals eintreten würde, ausgeschlossen. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesell- schaft und ihrer Aktionäre dar. Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschluss- fassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Sofern während der Laufzeit der vor- liegenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugs- recht ausgeschlossen wird, darf die Summe der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen oder veräußerten Aktien 10% des Grundkapitals nicht überschreiten. ziffer 8: wesentliche vereinbarungen, die unter der bedingung eines kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen k+s verfügt aktuell über eine syndizierte Kreditlinie von 600 Mio. €. Das Kreditvolumen wurde mit erfolgreichem Abschluss des Verkaufs der Operativen Einheit Americas von zuvor 800 Mio. € entsprechend dem wirtschaftlichen Bedarf reduziert und die in 2020 aufgrund der covid-19-Pandemie vorsorglich unter dem covid-19-Programm der KfW „Direkt- beteiligung für Konsortialfinanzierungen“ beantragte zusätzliche revolvierende Konsortialkreditfazilität gekündigt. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich han- delnde Personen die Kontrolle über die k+s aktiengesellschaft erhalten. Auch bei den von der k+s aktiengesellschaft emittier- ten Anleihen sowie bei den begebenen Schuldscheindarlehen haben die jeweiligen Gläubiger im Fall eines Kontrollwechsels das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Anleihen bzw. Schuld- scheindarlehen zu kündigen. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Auf- sichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben werden oder wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 zweiter Halbsatz AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen. Die Einziehung kann auch mit einer Kapitalherabsetzung ver- bunden werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um den auf die eingezogenen Aktien ent- fallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals herabzusetzen und die Angabe der Zahl der Aktien und des Grundkapitals in der Satzung entsprechend anzupassen. Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen. ziffer 9: entschÄdigungsvereinbarungen, die fÜr den fall eines Übernahmeangebots mit den mitgliedern des vorstands oder arbeitnehmern getroffen sind Derartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der k+s aktiengesellschaft und sind auf Seite 153 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesell- schaft und ihrer Aktionäre. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt wer- den. Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z. B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermöglicht werden, die Aktien auch zur Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen zu verwenden. Es kann zweckmäßig sein, anstelle neuer Aktien k+s geschäftsbericht 2021 116 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss risiko- und chancenbericht Als international agierendes Unternehmen wird k+s regelmäßig mit einer Vielzahl von Entwick- lungen und Ereignissen konfrontiert, die das Erreichen der finanziellen und nichtfinanziellen Ziele beeinflussen können. Den Ausgangspunkt für das Risiko- und Chancenmanagement bei k+s stellen Strategie und Planung dar. Risiken verstehen wir als negative und Chancen als positive Abweichungen möglicher künftiger Entwicklungen von einem Plan- oder Zielwert. kurz-, mittel- und langfristigen Betrachtungszeitraum, d. h. für die kommenden 12, 36 und 120 Monate ab dem Zeitpunkt der Identifikation bzw. Überprüfung. Die für bereits identifizierte Risiken durchgeführten Bewertungen sowie die erarbeiteten und ggf. umgesetzten Gegensteuerungsmaßnahmen werden laufend auf ihre Aktualität überprüft, angepasst und bei wesentlichen Änderungen sowie bei Überschreitung definierter Schwellenwerte berichtet. managementprozess identifikation Die Identifikation von Risiken und Chancen erfolgt regelmäßig in den jeweiligen Funktionen. Dafür stehen unterschiedliche Instru- mente zur Verfügung. Wir beschäftigen uns intensiv im laufenden Geschäftsbetrieb und im Projektmanagement u.a. mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Auswertung verschiedenster externer Informationen, den relevanten Umsatz- und Kostengrößen, berg- technischen Gegebenheiten sowie der Verfolgung von Risiko- indikatoren und Erfolgsfaktoren aus dem gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen, rechtlichen und politischen Umfeld. Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance Zur Bewertung ihrer finanziellen Auswirkungen wird jede Chance auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und damit verbundene mögliche Risiken hin untersucht. Um Chancen effektiv nutzen zu können, werden geeignete Fördermaßnahmen gezielt gesucht, verfolgt und umgesetzt. Das Nutzenpotenzial bezieht sich nur auf die Nettoperspektive nach Durchführung von angemessenen Fördermaßnahmen. Die Bewertungszeiträume sind mit denen der Risikobewertung identisch. bewertung von nichtfinanziellen auswirkungen Identifizierte Risiken können auch negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte gemäß csr-Richtlinie-Umsetzungs- gesetz haben, insbesondere auf Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Im Falle eines Risikoeintritts können zusätzlich zu den Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte auch daraus resultierende Reputationsrisiken ent- stehen, welche sich nicht oder nur schwer quantifizieren lassen. bewertung von finanziellen auswirkungen und steuerung Für das Management von Risiken und Chancen haben wir spezi- fische Prozesse etabliert und dokumentiert. Für jedes Risiko wird zunächst eine Bruttobewertung durchgeführt. Hierbei werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial hin- sichtlich der finanziellen Auswirkungen quantitativ bewertet. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von geeigneten Gegen- steuerungsmaßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risiko- szenarien. Ziel ist es, das Schadenspotenzial bzw. die Ein- trittswahrscheinlichkeit zu verringern. Die Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt auch die notwendigen Kosten. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten übertragen werden. Sofern Bruttoeintrittswahrschein- lichkeit und/oder Bruttoschadenspotenzial durch wirksame und angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zuverlässig gemindert werden können, liegt der Fokus der Betrachtung auf der sich hieraus ergebenden Nettoeintrittswahrscheinlichkeit und auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenspotenzial. Die Identifikation und qualitative Bewertung der nichtfinanziellen Auswirkungen erfolgt auf der Grundlage unserer zentralen Nachhaltigkeitsanalysen sowie anhand des Schadenspotenzials und der Eintrittswahrscheinlichkeit. Es wurden keine Risiken identifiziert, bei denen die nichtfinanziellen Auswirkungen eine Berichtspflicht gemäß csr-Richtlinie-Umsetzungsgesetz auslösen. Systeme und Konzepte zur Handhabung von Entwicklungen oder Ereignissen, die Einfluss auf die oben genannten Aspekte haben können, sind Bestandteil unseres Nachhaltigkeitsmanagements und werden in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung beschrieben. Die interne Risikobewertung erfolgt hinsichtlich Eintritts- wahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial jeweils für einen Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung k+s geschäftsbericht 2021 117 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss berichterstattung risikomanagement in bezug auf die Der internen Risiko- und Chancenberichterstattung liegt verwendung von finanzinstrumenten ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach berichten die Gesellschaften und Zentralfunktionen laufend über Risiken und Chancen, wenn definierte Schwellenwerte sowohl für die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch für das Schadens- bzw. das Nutzenpotenzial überschritten werden. Ferner wird darüber informiert, ob ein Risiko bzw. eine Chance in der Hochschätzung bzw. Planung berücksichtigt ist. Unser Ziel ist es, finanzwirtschaftliche Risiken (z.B. Wechselkurs- änderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditäts- risiko) durch ein spezielles Management zu begrenzen. Dazu ist in der k+s aktiengesellschaft ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuern wir unsere Kapitalstruktur, um die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investi- tionstätigkeit jederzeit nachhaltig sicherzustellen. Risiken und Chancen, deren finanzielle Auswirkungen in der Mittelfristplanung bzw. Hochschätzung durch entsprechende Ergebnisabschläge bzw. -zuschläge berücksichtigt werden, sind nicht Gegenstand der Risiko- und Chancenberichterstattung. Risiken im Zusammenhang mit den nichtfinanziellen Aspekten entsprechend der Definition des csr-Richtlinie-Umsetzungs- gesetzes müssen mindestens das Schadensausmaß „wesent- lich“ und eine mit „wahrscheinlich“ angenommene Eintritts- wahrscheinlichkeit (>50%) haben. Solche Risiken wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht identifiziert. Sofern jedoch bei Eintritt der identifizierten und nicht bereits in Planung bzw. Hochschätzung berücksichtigten Risiken wesentliche bzw. schwerwiegende nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung resultieren könnten, nennen wir diese im Rahmen der jeweiligen Risikobewertung. Wirtschaftsbericht, Finanzlage Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Erlösrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständig- keiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreis- risiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hier zur Sicherung gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit geeigneten Partnern abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken erfolgt generell eine ausgewogene Verteilung der eingesetzten Finanz- derivate auf verschiedene Kontrahenten. Darüber hinaus sind bei der Festlegung der für die Mittelfrist- planung bzw. Hochschätzung maßgeblichen generellen Prämissen (z. B. Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zins- sätze) die insoweit jeweils relevanten Risiken und Chancen auf Basis des wahrscheinlichsten Falls zu berücksichtigen. Zusätzlich ist für die einzelnen Planungsprämissen aufzuzeigen, welchen negativen/positiven Einfluss bestimmte Abweichungen auf die einzelnen Planungsgrößen hätten („Sensitivitäten“). Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur ökonomi- schen Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i.d.R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belast- barer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte). Vorstand sowie Management haben in einem standardisierten Berichtswesen laufend einen Überblick über die aktuelle Risiko- und Chancensituation. Kurzfristig auftretende wesentliche Risiken werden unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich, informiert. Anhang (19) k+s geschäftsbericht 2021 118 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss risiken und chancen 2022–2024 Die Veränderung der Einschätzung der Risiken und Chancen stellen wir gegenüber der Vorperiode wie folgt dar: Im Folgenden werden diejenigen Risiken und Chancen beschrieben, die innerhalb der Mittelfristplanung (drei Jahre) Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von k+s nehmen können und nicht bereits in der Planung mit ent- sprechenden Ergebnisabschlägen bzw. -zuschlägen berück- sichtigt sind. Dabei wird hinsichtlich des Nettoschadens- bzw. Nettonutzenpotenzials wie folgt unterschieden: + + höher als im Vorjahr: niedriger als im Vorjahr: Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den unserer Mittelfristplanung zugrunde liegenden Annahmen kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung von Risiken und Chancen führen, die dann in unserer Zwischenberichterstattung ent- sprechend kommuniziert wird. + + wesentliche finanzielle Auswirkung: >200 Mio. € moderate finanzielle Auswirkung: >25–200 Mio. € Tabelle b.57 gibt einen Überblick über die Bewertung der Chancen sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Bezüglich der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit wird wie folgt differenziert: + + + wahrscheinlich: >50% möglich: 10–50% Tabelle b.58 gibt einen Überblick über die Bewertung der Risiken sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. unwahrscheinlich: <10% chancen 2022–2024 b.57 klima- Netto- Netto- bezogen1 eintrittswahrscheinlichkeit nutzenpotenzial Externe und branchenspezifische Chancen (Kali-)Preiserhöhung möglich wesentlich Nachfrageanstieg/Angebotseinschränkung Gesamtwirtschaftliche Entwicklung möglich möglich moderat moderat Witterungsbedingte Nachfrageschwankungen X Operative Chancen Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Kapazitäts- erweiterungen, Kostenoptimierung, Akquisitionen und/oder strategische Partnerschaften, Innovation möglich möglich möglich möglich moderat moderat moderat moderat Ramp-up-Phase am Standort Bethune Rechtsstreitigkeiten Energiekosten Finanzwirtschaftliche Chancen Währung/Wechselkursschwankungen Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus Verbesserung des Unternehmensratings möglich möglich möglich wesentlich moderat moderat 1 Klimabezogene Chancen enthalten. Diese wirken sich teilweise auf diese Chance aus. k+s geschäftsbericht 2021 119 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss risiken 2022–2024 b.58 klima- Netto- Netto- bezogen1 eintrittswahrscheinlichkeit schadenspotenzial Externe und branchenspezifische Risiken (Kali-)Preisverfall möglich wesentlich Nachfragerückgang/Angebotsausweitung Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Witterungsbedingte Nachfrageschwankungen Witterungsbedingte Zusatzkosten Pandemien möglich möglich möglich möglich wesentlich wesentlich moderat X X moderat Risiken aus Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen Bewirtschaftungsplanung nach der Wasserrahmenrichtlinie und Veränderung, Versagung oder gerichtliche Aufhebung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen in Deutschland möglich möglich wesentlich moderat Bergrechtliche Sicherheitsleistungen Operative Risiken Ramp-up-Phase am Standort Bethune Prozessrisiken und Rechtsstreitigkeiten Energiekosten und Energieversorgung Frachtkosten und Transportverfügbarkeit Produktionstechnik möglich möglich moderat moderat moderat moderat moderat moderat moderat wesentlich wesentlich moderat moderat moderat moderat moderat moderat X möglich möglich X2 möglich Veränderungen in der Rohsalzzusammensetzung Kohlendioxid-Einschlüsse in Lagerstätten Schäden durch Gebirgsschlag Wasserzutritt möglich möglich unwahrscheinlich unwahrscheinlich unwahrscheinlich möglich X3 Compliance Nichteinhaltung von Vorschriften zu Arbeitsplatzgrenzwerten unter Tage Lieferantenausfälle und Lieferengpässe Personal möglich unwahrscheinlich unwahrscheinlich unwahrscheinlich Informationssicherheit Reputation Finanzwirtschaftliche Risiken Währung/Wechselkursschwankungen Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus Verschlechterung des Unternehmensratings Liquidität möglich möglich moderat moderat moderat wesentlich moderat moderat unwahrscheinlich unwahrscheinlich unwahrscheinlich unwahrscheinlich X4 Ausfall von Forderungen an Kunden Ausfall von Partnern bei Finanzgeschäften 1 Klimabezogene Risiken enthalten. Diese wirken sich teilweise auf dieses Risiko aus. 2 Risiken im Zusammenhang mit schwerem Sturm und Sturmflut. 3 Risiken im Zusammenhang mit extremem Hochwasser. 4 Versicherungsrisiken aus den physikalischen Folgen des Klimawandels. k+s geschäftsbericht 2021 120 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss externe und branchenspezifische risiken und chancen Mengen nicht ausgeschlossen werden. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität dieser Ereignisse abhängig. Allerdings sehen wir die langfristigen Treiber als nach wie vor gültig an: Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Pflanzennährstoffen wird von Megatrends, wie z.B. dem Bevölkerungswachstum und sich verändernden Konsumgewohn- heiten (höhere Kalorienaufnahme, steigender Fleischkonsum), in aufstrebenden Volkswirtschaften getragen. Pflanzennährstoffe mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung spielen daher in der Agrarproduktion auch künftig eine zentrale Rolle. (kali-)preisverfall nachfragerÜckgang/angebotsausweitung Vor allem die Produkte im Kundensegment Landwirtschaft könnten durch äußere Einflüsse von erheblichen Rückgängen in der Nachfrage bedroht sein. Diese führen oftmals zu empfind- lichen Preisrückgängen. Neben einem wesentlichen Einfluss auf unser operatives Geschäft können niedrigere Kalipreisannahmen aufgrund der regelmäßig durchzuführenden Prüfung der Wert- haltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte zu deutlichen, nicht zahlungswirksamen Wertminderungen der langfristigen Vermögenswerte führen. Anhang (12) Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten wir u.a. an der weiteren Verbesserung unserer Kosten- und Organisations- strukturen sowie an dem Ausbau unserer Düngemittelspezialitäten. (kali-)preiserhÖhung Auf der Nachfrageseite könnten makroökonomische Faktoren wie ungünstige Wechselkursveränderungen oder eine sinkende Liquidität landwirtschaftlicher Betriebe, z.B. aufgrund gestiegener Kosten für Einsatzfaktoren (Düngemittel, Energie, Saatgut etc.), die Nachfrage in einzelnen Absatzregionen beeinflussen. Dies gilt auch für politische Markteingriffe beispielsweise durch regionale Subventionskürzungen, die Festlegung von Zöllen für Düngemittel und/oder Agrarprodukte oder die Einführung restriktiver Dünge- vorschriften. Umwelteinflüsse wie Krankheiten bei bestimmten Anbaukulturen oder das Auftreten von Tierseuchen könnten ebenfalls zu einem Nachfragerückgang mit gleichzeitigem Preis- verfall führen. Darüber hinaus könnte sich auch eine bewusste Kaufzurückhaltung unserer Kunden, z.B. aufgrund eines unaus- gewogenen Verhältnisses der Kosten für einzelne Einsatzfaktoren, negativ auf die Nachfrage und die Preise auswirken. nachfrageanstieg/angebotseinschränkung Chancen mit wesentlichen positiven Effekten auf unser operati- ves Geschäft bestehen grundsätzlich bei der Preisentwicklung von mineralischen Düngemitteln, insbesondere unserer Kali- düngemittel, sowie bei deren Nachfrage. Die Branchensituation im Kundensegment Landwirtschaft hat sich aufgrund höherer Durchschnittspreise für unsere Produkte und gestiegener Nachfrage deutlich positiv entwickelt. Sofern Landwirte ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen nutzen oder die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung erhöhen, würde dies einen zusätz- lichen Einsatz von Pflanzennährstoffen erfordern und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert. Weiterhin könnte die Tendenz zu einem ausgewogeneren Einsatz der Haupt- nährstoffe Stickstoff (n), Phosphor (p) und Kalium (k) (Balanced Fertilization) in wichtigen Absatzregionen wie Indien und China zu einem überproportionalen Wachstum der Kalinachfrage führen. Die finanziellen Auswirkungen des damit verbundenen Nachfrageanstiegs sind stark von dem Ausmaß der dadurch aus- gelösten Erhöhung der Düngemittelpreise abhängig. Auf der Angebotsseite könnten sich Veränderungen aufgrund von Kapazitätsausweitungen ergeben. Sollte der Markt für zusätzliche Angebotsmengen nicht in voller Höhe aufnahme- bereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck für einen Übergangszeitraum erhöhen und zu sinkenden Preisen führen. Weiterhin könnten die Produzenten im Rahmen der gegebenen Kapazitäten versuchen, durch Angebotsausweitung Marktanteile dazu- bzw. verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Zunehmender Wettbewerbsdruck mit Preisverfall könnte auch aus einem Nachfragerückgang resultieren. Die Auswirkungen der aktuellen Sanktionen der usa und eu gegen Weißrussland und damit gegen belaruskali und bela- rusian potash company (bpc) lassen sich nur schwer abschätzen, doch sind eine Verknappung des globalen Angebots und damit einhergehende Preiserhöhungen möglich. Erhebliche Erhöhungen der Kapazitäten und deren Ausnutzung, Angebotsausweitungen einzelner Produzenten im Rahmen gegebener Kapazitäten sowie längerfristige Nachfragerückgänge könnten sich erheblich auf die Preisbildung und/oder die Absatz- möglichkeiten auswirken. Dabei könnte die bestehende Struktur des Marktes für Pflanzennährstoffe verändert werden. Daher kann ein Rückgang der Kalipreise und/oder der absetzbaren gesamtwirtschaftliche entwicklung Die Nachfrage nach mineralischen Düngemitteln wird deutlich durch das Wirtschaftswachstum und dem damit einhergehenden steigenden Lebensstandard in den für uns relevanten Regionen, die Preisentwicklung für Agrarrohstoffe und zum Teil auch durch k+s geschäftsbericht 2021 121 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss politische Entscheidungen in einigen Verbraucherländern beein- flusst. Insgesamt sollte das Agrarpreisniveau im Mittelfristzeitraum nach unserer Einschätzung einen Anreiz für die Landwirtschaft darstellen, den Ertrag je Hektar auch durch einen verstärkten Ein- satz von Pflanzennährstoffen zu steigern. Es besteht ein Risiko, dass sich das Wachstum der Schwellenländer entgegen den Erwartungen verlangsamt und/oder die Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder an Schärfe gewinnt. Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrage nach Pflanzennährstoffen negativ beein- flussen. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität des jeweiligen Szenarios abhängig. kommende Wintersaison belasten. Beide Fälle könnten moderate finanzielle Auswirkungen zur Folge haben. Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Strategische Lagerbestände sowie eine flexible Anpassung der Produktion von Auftausalz ermöglichen es uns, ggf. auch kurzfristig eine stark steigende Nachfrage zu bedienen. Im Kundensegment Landwirtschaft könnte ein witterungs- bedingter Nachfragerückgang ein Absatzrisiko und sinkende Preise nach sich ziehen. Dies könnte wesentliche finanzielle Aus- wirkungen zur Folge haben. Beispielsweise könnte eine dauer- haft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Pflanzennährstoffen führen. Dies gilt auch für Wetterphänomene wie El Niño, La Niña oder Dürren, die bedeu- tende Ertragseinbußen für die Landwirte in den betroffenen Regionen und einen reduzierten Einsatz von Pflanzennährstoffen zur Folge haben könnten. Wirtschaftsbericht, Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als erwartet und das Wachstum insbesondere in unseren Hauptabsatzregionen Europa, Brasilien und China höher ausfallen als allgemein prog- nostiziert, könnte das zu positiven Abweichungen gegenüber der Planung führen. Der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftausalz sowie Salzprodukten für den Endverbraucher ist von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig kon- junkturabhängig ist. Bei Produkten für industrielle Anwendungen ist der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nach- frage einzelner Produkte ebenfalls von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft aufgrund der Vielzahl und Breite ihrer Anwendungen sehr diversifiziert und damit robust ist. witterungsbedingte zusatzkosten Bei einigen deutschen Kali-Produktionsstandorten sind die wasserrechtlichen Rahmenbedingungen von besonderer Bedeutung für die uneingeschränkte Nutzung der zur Verfügung stehenden technischen Produktionskapazitäten. Daher hat k+s insbesondere die Flexibilität im Abwassermanagement des Wer- kes Werra deutlich erhöht. Mit dem kontinuierlichen übertägigen Ausbau von Speicherbeckenkapazitäten, der Inbetriebnahme der Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (kkf-Anlage) im Januar 2018, der Genehmigung untertägiger Zwischenspeicher- kapazitäten (temporäre Einstapelung unter Tage) im August 2019 sowie dem Beginn der in Niedersachsen gesetzlich vor- geschriebenen Flutung des Grubengebäudes Sigmundshall, die unter anderem mit Salzlösungen des Werkes Werra erfolgen darf, im Sommer 2021 und unter der Annahme einer störungs- freien Nutzung sowohl der Einleitung als auch der Transport- kapazitäten sowie mit dem Beginn der zukünftig geplanten, dauerhaften Einstapelung unter Tage gehen wir davon aus, dass die Produktion im Werk Werra in einem hydrologischen Normal- jahr im Rahmen der bestehenden Genehmigungen gesichert ist. Wir erwarten die Genehmigung für die dauerhafte Einstapelung unter Tage im Laufe des Jahres 2022. In einem trockenen Jahr müssten allerdings größere Mengen an Salzabwässern standort- Auf die oben beschriebenen Einflüsse würden wir mit bedarfs- orientierter Produktionssteuerung und/oder Preisanpassungen reagieren. Die Bewertung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation wird im Prognosebericht für 2022 wiedergegeben. witterungsbedingte nachfrageschwankungen Die Witterung in den Auftausalzregionen Europas hat für uns eine besondere Relevanz. Unsere Planung basiert dabei auf einem gleitenden Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre. Überdurchschnittlich strenge Winter können sich aufgrund einer witterungsbedingten Nachfrageerhöhung deutlich positiv auf den Absatz von Auftausalz auswirken. Dies wiederum könnte zu einer angespannten Situation bei den Lagerbeständen führen und in Preiserhöhungen resultieren. Dagegen können milde Winter zu einem witterungsbedingten Nachfragerückgang führen und somit den Absatz erheblich verringern; hohe Lagerbestände an Auftausalz könnten die Folge sein und somit die Preise im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts und der Ausschreibungen für die fern entsorgt werden, wodurch zusätzliche Kosten für den Trans - port dieser Rückstände anfallen würden. Bei extremer Trocken- heit (vergleichbar mit dem Sommer/Herbst 2018) mit einer über einen sehr langen Zeitraum außergewöhnlich geringen Wasser- führung der Werra könnte es zu Produktionsunterbrechungen k+s geschäftsbericht 2021 122 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss kommen, sofern alle verfügbaren Ressourcen für eine standort- risiken aus veränderungen rechtlicher ferne Entsorgung sowie die standortnahen Speicherkapazitäten rahmenbedingungen ausgeschöpft sein sollten. Neben der geringen Wasserführung kann auch die Wassertemperatur die Produktion des Werkes Werra beeinflussen, da die Einleitung der Kühlwässer in Werra und Ulster zusätzlich durch behördlich festgelegte Temperatur- grenzwerte limitiert wird. Dieses Produktionsausfallrisiko ist durch die Verfügbarkeit von Kühlanlagen deutlich reduziert worden. Für die Ausübung unserer Tätigkeiten, insbesondere in den Bereichen Bergbau/Gewinnung/Aufbereitung und Rückstands - entsorgung, ist eine Vielzahl öffentlich-rechtlicher Zulassungen und Erlaubnisse Voraussetzung. Der Rahmen für die Erteilung dieser Zulassungen und Erlaubnisse wird für die Produktion in Deutschland und Europa ganz maßgeblich durch die euro- päischen und nationalen Vorgaben des Umwelt-, Wasser- und Bergrechts vorgegeben. Die Regelungsdichte wird nach unserer Einschätzung künftig weiter zunehmen. pandemien Die weltweite Ausbreitung von covid-19 wurde am 11. März 2020 von der who zu einer Pandemie erklärt. Pandemien können genauso wie Naturkatastrophen erhebliche, jedoch nur schwer kalkulierbare Produktions- und Absatzrisiken nach sich ziehen. Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht nach Erteilung einer entsprechenden Zulassung oder Erlaubnis das Risiko, dass von dritter Seite Rechtsmittel gegen diese eingelegt und die Zulassung / Erlaubnis durch Gerichte aufgehoben wird. Hiervon wurde teilweise, insbesondere von Umwelt- verbänden, bereits Gebrauch gemacht. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Zulassungen und Erlaubnisse oder neu erteilte inhaltlich begrenzt, zeitlich befristet, dauer- haft verändert, versagt oder mit weiteren Auflagen versehen werden. Außerdem können Nebenbestimmungen einzelner Zulassungen/Erlaubnisse dazu führen, dass diese ausgesetzt oder aufgehoben werden. k+s hat unmittelbar Krisenstäbe eingerichtet, die die aktuelle Situation im Zuge der covid-19-Pandemie permanent beob- achten, bewerten und erforderliche Maßnahmen koordinieren. Dieses Vorgehen erlaubt es, alle Maßnahmen für Mitarbeiter und Geschäftspartner aufeinander abzustimmen. Der Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter und die Sicherstellung der Belieferung unserer Kunden haben dabei oberste Priorität. k+s hat an allen Standorten umfangreiche Maßnahmen zur Minimierung der Ansteckungsrisiken und zum Schutz unserer Mitarbeiter umgesetzt und optimiert. So erfolgen die Seilfahrten der Belegschaft in die Bergwerke mit deutlich weniger Perso- nen, um einen größeren Abstand zwischen den Bergleuten zu gewährleisten. Auch wurden Schichten verkürzt bzw. zeitlich ver- schoben, um ein Aufeinandertreffen von zu vielen Mitarbeitern zu verhindern. In relevanten Bereichen kommen medizinische Mund-Nasen-Schutzmasken zum Einsatz. Darüber hinaus haben wir den Mitarbeitern Corona-Schutzimpfungen angeboten. Dadurch ist es gelungen, die Produktion an allen Standorten sicherzustellen. Zudem arbeiten die Verwaltungsangestellten von k+s bei Bedarf im Home-Office. Auch hier sehen wir, dass die Zusammenarbeit in allen Bereichen gut gelingt. bewirtschaftungsplanung nach der wasserrahmenrichtlinie und veränderung, versagung oder gerichtliche aufhebung behÖrdlicher genehmigungen fÜr die entsorgung von flÜssigen und festen produktionsrÜckständen in deutschland Feste und flüssige Rückstände (Salzabwässer) entstehen sowohl bei der Kaliproduktion als auch durch Niederschläge auf unsere Rückstandshalden. Die festen Rückstände werden entweder auf unsere Rückstandshalden verbracht oder unter Tage versetzt. Die Salzabwässer werden in Flüsse eingeleitet oder sollen zukünftig dauerhaft unter Tage eingestapelt werden, nachdem die Versenkung wie geplant zum 31. Dezember 2021 endgültig eingestellt worden ist. Ebenso werden damit stillgelegte Berg- werke zur langfristigen Sicherung geflutet. Das Ergebnis des Jahres 2021 wurde durch Effizienzverluste gering belastet. Es bestanden keine Einschränkungen bei der Produktion und unsere Märkte waren stabil. Dagegen bestanden und bestehen bei unseren Logistikketten Herausforderungen bei der Buchung und Abwicklung von Containeraufträgen. Die Lage auf dem Beschaffungsmarkt ist insbesondere für eine große Mehrzahl von Instandhaltungs- und Produktionsmaterialien weiterhin sehr angespannt. Da die weitere Entwicklung unsicher ist, sind zusätzliche Belastungen zukünftig nicht auszuschließen. versagung oder gerichtliche aufhebung behörd- licher genehmigungen für die entsorgung von flüssigen produktionsrückständen: einleitung Für die genannten Entsorgungswege der o.g. Rückstände der deutschen Standorte legen die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme auf der Basis der europäischen Wasser- rahmenrichtlinie und des deutschen Wasserrechts wesentliche Rahmenbedingungen fest. Für die nächsten Jahre sind dabei k+s geschäftsbericht 2021 123 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme für die dritte Bewirtschaftungsperiode 2021 bis 2027 der einzelnen Flussgebietsgemeinschaften (fgg) relevant. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Umwelt & Ressourcen versagung behördlicher genehmigungen für die entsorgung von flüssigen produktions- rückständen: einstapelung Die Entsorgung flüssiger Produktionsrückstände des Werkes Werra erfolgte 2021 durch Einleitung in die Werra und durch Ver- senkung in unterirdische Gesteinsschichten. Die Versenkung von salzhaltigen Produktionswässern wurde Ende 2021 eingestellt. Mit der Einstellung der Versenkung zum Ende des Jahres 2021, der Realisierung der Kainit-Kristallisations-Flotationsanlage (kkf- Anlage), dem Ausbau der Transportkapazitäten, dem geplanten Beginn der Haldenabdeckungen und der bevorstehenden Einstapelung von Prozesswässern unter Tage wurden bereits umfangreiche Maßnahmen aus dem bisherigen Bewirtschaftungs- plan der Flussgebietsgemeinschaft Weser auf den Weg gebracht. k+s arbeitet weiterhin intensiv an Maßnahmen zur Verminderung des Anfalls salzhaltiger Abwässer und an alternativen Ent- sorgungsmöglichkeiten. Eine zentrale Maßnahme stellt dabei die Einstapelung von hochkonzentrierten Salzwässern unter Tage im Grubenfeld Springen (Bergwerk Merkers) dar. Nach aktuellem Stand des laufenden Verfahrens gehen wir davon aus, dass wir die Genehmigung im Laufe des Jahres 2022 erhalten werden. Damit soll zukünftig die Entsorgung von zunächst ca. 1,5 Mio. m3 salz- haltiger Produktionswässer gewährleistet werden. Auswirkungen auf die Produktion des Werkes Werra erwarten wir vor diesem Hintergrund nicht. Ein Ausbleiben der Genehmigung halten wir für unwahrscheinlich, dies kann jedoch bei Eintritt zu höheren Kosten für den Transport zu standortfernen Entsorgungsalter- nativen und/oder zu erheblichen Produktionseinschränkungen wegen fehlender Entsorgungsmöglichkeiten für Salzabwässer des Werkes Werra führen. Auch bei einer Verzögerung der Zulassung Mit dem Beschluss der Umweltminister der Anrainerstaaten von Weser und Werra vom 18. November 2021 haben wir nun langfristige Planungssicherheit in Bezug auf die zukünftige Ent- sorgung von Salzabwässern der Werke Werra und Neuhof-Ellers. Festgelegt wurde u.a. eine stufenweise Absenkung der Zielwerte zur Reduzierung der Salzbelastung von heute 2.310 auf 1.880 im Jahr 2022, auf 1.700 im Jahr 2023 und auf 1.580 mg Chlorid pro Liter ab dem Jahr 2024. Diese Festlegungen waren auch die Grundlage für die Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis vom 23. Dezember 2021 durch das Regierungspräsidium Kassel, mit der die Werke Werra und Neuhof-Ellers flüssige Rückstände von insgesamt bis zu fünf Mio. m³ pro Jahr bis Ende des Jahres 2027 in die Werra durch Einleitung entsorgen können. zur Einstapelung kann es in Abhängigkeit von den Durchfluss - mengen der Werra und den daraus resultierenden Einleitmöglich- keiten für Prozessabwässer zu Entsorgungsengpässen kommen. Im Herbst 2024 soll geprüft werden, ob für die Jahre 2026 und 2027 eine weitere Absenkung der Zielwerte möglich ist. Darauf verständigten sich die für den Gewässerschutz zuständigen Ministerien der sieben Bundesländer Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thü- ringen, die an der Flussgebietsgemeinschaft Weser beteiligt sind. Zusätzlich werden Forschung und Entwicklung sowie Innova- tionsaktivitäten weiter fortgesetzt. Ziel ist es, die Wertschöpfung und die damit verbundenen Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten sowie Werra und Weser weiter zu entlasten und damit die Zukunftsfähigkeit der Kalistandorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Umwelt & Ressourcen Die nun festgelegten Zielwerte für die gesamte Bewirtschaftungs- periode sind anspruchsvoll. Wir werden aber alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um diese einzuhalten, und stehen fest zu unserem Ziel, ab 2028 keine Prozessabwässer aus der Kali- produktion mehr in die Werra einzuleiten. Insbesondere in der Einstapelung und Haldenabdeckung sehen wir die beiden zentralen Bausteine, um die umweltgerechte Entsorgung im Werra-Fulda-Kalirevier langfristig sicherzustellen und kontinuierlich zu einer Verbesserung der Gewässerqualität von Werra und Weser beizutragen. Mit einer unzureichenden technischen Umsetzbarkeit dieser Bausteine wären erhebliche Risiken für die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen der Werke Werra und Neuhof-Ellers mit nachteiligen Auswirkungen auf die Kaliproduktion verbunden. Infolgedessen könnten sowohl die Beschäftigungslage als auch die wirtschaftliche Lage der Region wesentlich negativ betroffen werden. versagung oder gerichtliche aufhebung behördlicher genehmigungen für die entsorgung von festen produktionsrückständen Sollten Genehmigungen zur Aufhaldung widerrufen oder not- wendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen zugelassen werden, würde den Werken die Entsorgungsmöglichkeit für die festen Rückstände fehlen. Die vollständige Versagung bzw. die Aufhebung aller bestehenden Erlaubnisse und Zulassungen zur Aufhaldung halten wir für unwahrscheinlich, da die Aufhaldung mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vereinbar ist und dem Stand der Technik entspricht. Zudem haben sich die Regierungen und weite Teile der Politik in den für uns relevanten Bundesländern für den lang- fristigen Erhalt des Kalibergbaus in Deutschland ausgesprochen. k+s geschäftsbericht 2021 124 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Einzelne Genehmigungen zu notwendigen Haldenerweiterungen könnten unter Umständen nicht gewährt bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies würde im ungünstigsten Fall eine Anpassung der Produktion und gegebenenfalls eine Schließung der betroffenen Standorte mit wesentlichen negativen wirtschaft- lichen Folgen sowohl für das Unternehmen als auch für die Beschäftigungslage sowie die wirtschaftliche Lage der betrof- fenen Region nach sich ziehen. Dies könnte gegebenenfalls durch die Entwicklung weiterer Sicherungsmaßnahmen und Umplanungen vermieden werden, die jedoch zu einer deutlichen Kostenerhöhung führen würden. und positive Ergebniseffekte nach sich ziehen. Mit dem reks Joint Venture haben wir einen hervorragenden Marktzugang zu der großen Menge der für die Abdeckung benötigten Materialien. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Haldenmanagement bergrechtliche sicherheitsleistungen Die Festsetzung bergrechtlicher Sicherheitsleistungen steht im pflichtgemäßen Ermessen der handelnden Behörden; bestehende Sicherheitsleistungen erfolgen derzeit i. d. R. durch die Bildung entsprechender Rückstellungen sowie durch Patronatserklärungen oder Konzernbürgschaften. Sofern zusätz- lich Sicherheiten geleistet werden müssten, könnte dies den finanziellen Spielraum des Unternehmens insbesondere dann moderat einengen, wenn diese durch Bankbürgschaften oder die Hinterlegung finanzieller Mittel zu erbringen wären. Die Genehmigungsbehörden haben am 11. Oktober 2018 den Antrag auf Erweiterung der Rückstandshalde am Standort Hat- torf genehmigt. Der aktuelle Genehmigungsstatus ermöglicht in einem ersten Schritt die Aufhaldung bis voraussichtlich 2023. Darüber hinaus läuft das Genehmigungsverfahren für die sich anschließenden Phasen zwei und drei der Haldenerweiterung, die bis Ende der 2030er Jahre reichen sollen. Im September operative risiken sowie chancen 2021 fand die öffentliche Auslegung der umfangreichen Antrags- unterlagen für die zweite Phase statt. Ziel ist eine Inbetrieb- nahme der Erweiterungsflächen im Sommer 2023, um die Produktion kontinuierlich fortsetzen zu können. Nach aktueller Planung ist davon auszugehen, dass die Erweiterungsfläche der ersten Phase dann erschöpft sein wird. Die Genehmigung des vorzeitigen Beginns der zweiten Phase ist bereits erteilt und mit der Rodung der Fläche konnte begonnen werden. marktdurchdringung, marktentwicklung, kapazitätserweiterungen, kostenoptimierung, akquisitionen und/oder strategische partnerschaften, innovation In allen Kundensegmenten nutzen wir Wachstumspotenziale, um unseren Marktanteil durch die Steigerung des Absatzes bei unseren Bestandskunden auszubauen und/oder die Gewinnung von neuen Kunden zu erhöhen. Weiterhin prüfen wir, ob wir mit unseren Produkten neue Absatzregionen erschließen können. Ebenso wollen wir durch die Weiterentwicklung unseres Produkt- portfolios, unterstützt durch ein umfangreiches Beratungs- und Serviceangebot, marktseitige Chancen nutzen. Der Ausbau digi- taler Dienstleistungen bietet weitere Chancen. Zusätzlich prüfen wir die Nutzungsmöglichkeiten unserer Infrastruktur und arbeiten an neuen Geschäftsfeldern. Der Unternehmenswert soll dabei stetig gesteigert werden. Darüber hinaus werden permanent Möglichkeiten zur Kostenoptimierung (z.B. durch die Digitalisie- rung der Prozesse in den Bergwerken unter Tage oder durch die Effizienzsteigerung von Maschinen, Prozessen und Organisations- strukturen) intensiv geprüft und – sofern sinnvoll – realisiert. Unternehmensstrategie Die Genehmigungsbehörden haben am 10. September 2020 den Antrag auf Erweiterung der Rückstandshalde am Standort Wintershall genehmigt. Der aktuelle Genehmigungsstatus ermöglicht eine Beschüttung der Halde bis voraussichtlich 2029. Am 16. Dezember 2020 ist der Planfeststellungsbeschluss zur Zulassung des Rahmenbetriebsplans zur Erweiterung der Haldenkapazität am Standort Zielitz sowie die wasserrechtliche Erlaubnis zur Einleitung der anfallenden Salzabwässer in die Elbe erteilt worden. Dieser Genehmigungsstatus ermöglicht eine Beschüttung für voraussichtlich weitere 35 Jahre. Mit der Aufhaldung des Rückstands auf der Erweiterungsfläche konnte daher in 2021 begonnen werden. Im Rahmen der Umsetzung der vorgenannten Maßnahmen wer- den ebenfalls umfangreiche Investitionen getätigt. Vorliegende Machbarkeitsstudien für die geplante Abdeckung der Halden Neuhof und Hugo haben die grundsätzliche Genehmigungs- fähigkeit bestätigt und zu ergebniswirksamen Auflösungen von Rückstellungen im vierten Quartal in Höhe von 57,9 Mio. € geführt. Sollte sich die technische Machbarkeit und wirtschaftliche Zumut- barkeit auch für weitere abzudeckende Halden konkretisieren, könnte dies, auch im Zusammenhang mit den für die Annahme von Abfällen erzielbaren Erlösen, die Rückstellungen reduzieren ramp-up-phase am standort bethune Das neue Kaliwerk Bethune in Kanada befindet sich weiterhin planmäßig im Aufbau. Bei der Neueinrichtung eines Standorts dieser Größe lassen sich negative Einflüsse beim Übergang in den Regelbetrieb (z.B. durch Projektverzögerungen) nicht voll- ständig ausschließen. Umgekehrt können die geplanten qualita- tiven und quantitativen Ziele auch übertroffen werden. Weiter- hin können technische und logistische Herausforderungen zu erhöhten Kosten oder geringeren Produktionsmengen führen. k+s geschäftsbericht 2021 125 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Mit konsequentem Kosten- und Qualitätsmanagement versuchen wir, negative Einflüsse zu begrenzen und Ergebnisbeiträge zu steigern. Alle übrigen Prozessrisiken sind im Rahmen des jeweiligen Risikos dargestellt. energiekosten und energieversorgung prozessrisiken und rechtsstreitigkeiten k+s ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren aus- gesetzt, an denen wir entweder aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Die Energiekosten von k+s werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas und Strom bestimmt. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche markt- bedingte Energiepreissteigerungen gegenüber dem in der Planung berücksichtigten Preisniveau stellen ein Kostenrisiko dar und können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Zur Begrenzung dieses Risikos haben wir den Erdgasbedarf unserer Kali- und Salzproduktion in Europa durch die Nutzung von Dampf aus Ersatzbrennstoff-Heizwerken reduziert. Es ist nicht auszuschließen, dass k+s im Zusammenhang mit den im Rahmen des Aufbaus des neuen Kaliwerks Bethune bezogenen Lieferungen und Leistungen in weitere Gerichts- und Schiedsverfahren mit Lieferanten involviert wird. Wir haben unsererseits bereits Rückforderungsansprüche gegenüber am Projekt beteiligten Vertragspartnern geltend gemacht. Der Ausgang von möglichen Rechtsstreitigkeiten, deren Klärung oftmals einen langen Zeitraum benötigt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Hieraus können sich Zahlungsabflüsse bzw. Zahlungsrückflüsse ergeben, die die Wirtschaftlichkeit des Standorts negativ oder positiv beeinflussen können. Die Aus- wirkungen auf Liquiditäts- und Ergebnisebene unterscheiden sich deutlich. Durch interne Vorkehrungen wird ein durch- gehender Claim-Management-Prozess sichergestellt mit dem Ziel, die bestehenden Forderungen von Lieferanten und Rück- forderungen von k+s bestmöglich abzuwickeln. Aktuell berücksichtigen wir in unserer Planung die Auswirkungen des Energiesammelgesetzes (EnSaG), des Brennstoffemissions- handelsgesetzes (behg), der eeg-Umlage sowie der vierten Phase des europäischen Emissionshandelssystems (eu ets) und setzen, wo möglich, risikominimierende Maßnahmen um. Für handels- und emissionsintensive Unternehmen wie k+s, die vor einem erheblichen Carbon-Leakage-Risiko geschützt werden, ist eine finanzielle Kompensation für anfallende behg- Kosten vorgesehen (becv), die eine Chance darstellen könnte. Die neue Bundesregierung plant, die eeg-Umlage spätestens ab 2023 abzuschaffen. Derzeit profitiert k+s von der (Teil-)Befreiung von der eeg-Umlage. Ebenso kann eine Überprüfung der Krite- rien zur Befreiung von der eeg-Umlage für stromkostenintensive Unternehmen zu Kostenerhöhungen führen. In unserer aktuellen Risikobewertung betrachten wir einen möglichen Wegfall der eeg-Umlagebefreiung daher als Risiko. Durch die Abschaffung der eeg-Umlage entfällt dieses Risiko. Es ist weiterhin geplant, die Gegenfinanzierung auf den Bundeshaushalt umzustellen. Die Ausgestaltung sowie daraus resultierende Belastungen sind derzeit noch offen. Am 30. April 2021 haben wir unsere amerikanischen Salzaktivi- täten erfolgreich verkauft. Wie bei derartigen Transaktionen üblich, bestehen Risiken wie beispielsweise Risiken aus Haftungsklauseln und Steuerrisiken. Die k+s minerals and agriculture gmbh unterhält als Berg- werkseigentümer die Grube Merkers und führt dort Verwahr- maßnahmen durch. Die Kosten der Verwahrmaßnahmen trägt derzeit der Freistaat Thüringen gemäß Freistellungsvertrag zur Altlastensanierung vom Oktober 1999, wobei das Land die Kostentragungsverpflichtung nach dem Freistellungsver- trag gerichtlich überprüfen lässt. Das Verwaltungsgericht (vg) Meiningen hat in erster Instanz entschieden, dass der Freistaat Thüringen den Vertrag uneingeschränkt einzuhalten und somit die Kosten der Altlastensanierung zu tragen hat. Dieser Vertrag verpflichtet das Land Thüringen, die Kosten für die durch den ddr-Kalibergbau im thüringisch-hessischen Grenzgebiet bis 1990 entstandenen Umweltschäden zu übernehmen. Hiergegen ist das Land in Berufung gegangen. Das Oberverwaltungsgericht (ovg) in Weimar hat die Berufung des Landes Thüringen gegen das Urteil des vg Meiningen im Dezember 2021 zurückgewiesen und das Urteil des vg Meiningen somit bestätigt. Wir sind weiter von der Richtigkeit beider Entscheidungen überzeugt und halten daher wesentliche Auswirkungen für unwahrscheinlich. Eine positive Entwicklung bei Energiekosten gegenüber den Plan- ansätzen bietet k+s zudem eine Chance. Darüber hinaus verfolgen wir weltweit eine Sicherungsstrategie, die es uns ermöglicht hat, durch den Abschluss fester Lieferverträge mittelfristig attraktive Erdgasbezugspreise und co2-Zertifikatepreise zu sichern. So haben wir den Erdgasbedarf für 2022 bereits zu mehr als 80% eingedeckt und für die Jahre 2023 und 2024 zu jeweils mehr als der Hälfte. Für die erste Hälfte der aktuellen Handelsperiode (von 2021 bis 2030) haben wir den Bedarf an co2-Zertifikaten bereits abgesichert. Diese Beschaffungsstrategie werden wir auch für den Rest der aktuellen Handelsperiode fortsetzen, für die wir von einer abschmelzenden kostenlosen Zuteilung von Zertifikaten ausgehen. Beim derzeit hohen Preisniveau könnte der Zukauf von co2-Zertifikaten zu einem deutlichen Barmittelabfluss führen. k+s geschäftsbericht 2021 126 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Da Deutschland bis 2045 Klimaneutralität erreichen will, reicht es zukünftig nicht mehr aus, nur die Produktionsprozesse energieeffizienter zu gestalten. Unser Ziel ist es, den Umstieg auf erneuerbare Brennstoffe zu bewältigen. Deshalb ist unsere Klimastrategie ein wichtiger Bestandteil der neuen Unter- nehmensstrategie. Wir haben im Rahmen einer Klimastudie verschiedene Alternativen geprüft und einen Pfad gewählt, der realisierbar und finanzierbar erscheint. Auf dem Weg zur Klima- neutralität haben wir uns das mittelfristige Ziel (2030) gesteckt, unsere co2-Emissionen nochmals zu senken, und zwar um 10% gegenüber 2020. Als langfristiges Commitment unterstützen wir die Ziele des Pariser Klimaabkommens, Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Zur Finanzierung klimaschutzfördernder Projekte haben wir den k+s Klimaschutzfond aufgesetzt. Die Energiewende werden wir jedoch nur mit Unterstützung des Staates schaffen. Wir brauchen eine ausreichende und belast- bare Energie-Infrastruktur sowie eine Förderung der Umstellung und bezahlbare erneuerbare Energien. Programme durchgeführt, um die Verfügbarkeit der kritischen Anlagenteile, wie Fördereinrichtungen, Dampfproduktion, Gebäude etc., mit effizientem Kapitaleinsatz zu gewährleisten. veränderungen in der rohsalzzusammensetzung Die Rohsalzgewinnung in unseren Grubenbetrieben ist die Basis für unsere Produktion. Für die weitere Entwicklung der Gruben- betriebe und zur Erschließung neuer Rohsalzvorräte führen wir ein umfangreiches geologisches Untersuchungsprogramm durch. Trotzdem kann es zu signifikanten Abweichungen der Rohsalzvorräte in Menge und Qualität kommen. Nicht vor- hergesehene geologische Störungen im Gewinnungssalz mit geringeren Wertstoffgehalten können zu Zusatzkosten und geringeren Produktionsmengen führen. kohlendioxid-einschlÜsse in lagerstätten Kohlendioxid-Einschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar. Trotz unserer umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen könnte es zu unkontrollierten Aus- brüchen dieser Einschlüsse kommen. Daher bestehen Risiken von Produktionseinschränkungen/-ausfällen sowie von Perso- nen- und Sachschäden. Die Gewinnung unter Tage wird daher stets unter Beachtung von besonderen Sicherheitsrichtlinien für eventuelle co2-Ausbrüche durchgeführt. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Energie & Klima Unternehmensstrategie, Nachhaltigkeitsprogramm frachtkosten und transportverfÜgbarkeit Unsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße von Fracht- kosten beeinflusst. Ein mengenmäßig erheblicher Anteil unserer Produkte muss zum Teil über große Entfernung zum Kunden trans- portiert werden. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infra- strukturellen Gegebenheiten wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Absatzmöglichkeiten und damit die Produktion einschränken. schäden durch gebirgsschlag An aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag). Sollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu Personenschäden sowie zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter kommen. Unser Ziel ist es, erwartete Kostensteigerungen zu begrenzen und über langfristige Verträge Transportraum für die Unter- nehmensgruppe abzusichern. Der Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Stand- festigkeit der Grubengebäude und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen dient unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der untertägigen Sicherheitspfeiler. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude soll rechtzeitig Hinweise liefern, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Gruben- gebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind. produktionstechnik Die Produktionsanlagen der k+s gruppe zeichnen sich durch eine hohe Komplexität und Leistungsfähigkeit aus. Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken und zunehmender Alterung unserer Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen können Betriebsstörungen eintreten sowie wesentliche Personen- und Sachschäden oder auch Umweltbelastungen entstehen. wasserzutritt Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden diese Risiken durch den Abschluss geeigneter Versicherungen begrenzt. Gezielte Schulungen und die Weiterbildung der Mitarbeiter sollen zusätzlich die Arbeitssicherheit erhöhen. Es werden In Grubenbetrieben unter Tage bestehen hydrogeologische Risiken. Gefährdungspotenzial besteht im Zusammenhang mit Schächten, die wasserführende Gebirgsschichten durch- örtern, und bei Salzlösungsvorkommen in Gebirgsschichten. k+s geschäftsbericht 2021 127 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Hydrogeologische Risiken werden aufgrund unserer umfang- reichen Vorsorgemaßnahmen begrenzt, sie können jedoch, sofern nicht beherrschbar, erhebliche Schäden nach sich ziehen bis hin zum vollständigen Verlust des Bergwerks. In diesem Fall wären sowohl wesentliche negative Auswirkungen auf die Beschäftigung, die wirtschaftliche Lage der Region als auch Umwelt- und Sachschäden nahezu unvermeidbar. partikelförmige Dieselemissionen unter Tage festgelegt. Diese gesetzlichen Vorgaben sind für unsere deutschen Gruben- betriebe durch eine gewährte Fristverlängerung ab dem 21. August 2023 einzuhalten. Zur Erfüllung dieser Vorgaben hat k+s in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen zur Einhaltung der nach o.g. Übergangsfrist anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte unternommen. Im Rahmen eines umfangreichen Projektes wurden z.B. der Einsatz modernster Dieselmotortechnik, alter- native Antriebstechnologien, die Entwicklung emissionsärmerer Sprengstoffe sowie die Optimierung der Bewetterung unter Tage untersucht und teilweise bereits umgesetzt. Der größte Hebel zur Erreichung der neuen Grenzwerte liegt dabei in emissionsarmen Fahrzeugen und Großmaschinen sowie dem Wechsel von konventionellem Sprengstoff zu einem neu ent- wickelten granularen Sprengstoff mit niedrigen Emissionen. Im November 2021 wurde eine Versuchsanlage in Betrieb genommen, um die Herstellung des neuen Sprengstoffes zur Betriebsreife zu entwickeln. Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler sollen eine bestmög- liche Grubensicherheit gewährleisten. Durch kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist das Risiko eines Zuflusses von Grundwasser im Normalfall nahezu auszu- schließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächen- wässern in die Grubengebäude zu rechnen. compliance Es besteht das generelle Risiko, dass Mitglieder von Leitungs- /Überwachungsorganen oder Mitarbeiter der k+s Gruppen- gesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen. Dadurch könnte k+s Vermögens- und / oder Imageschäden erleiden. Es besteht zum einen das Risiko, dass die in der Planung berücksichtigten Investitionen nicht ausreichen. Zum anderen könnte auch die zur Verfügung stehende Zeit zur Erfüllung der Vorschriften nicht genügen (z. B. wegen fehlender Marktver- fügbarkeit von Maschinen und Rohstoffen oder Qualitäts- und Verfügbarkeitsproblemen beim neu entwickelten Sprengstoff). Wir haben ein gruppenweites Compliance-Management etabliert, welches zur Sensibilisierung der Mitarbeiter beiträgt und Com- pliance-Verstößen u.a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z.B. Geschäftsethik und Compliance, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt. Im Jahr 2019 wurde ein neues Meldesystem für Compliance- Verdachtsfälle eingeführt. Das Compliance-Management wird fortlaufend überprüft und bei Bedarf, beispielsweise aufgrund aktueller Entwicklungen, angepasst. Die Ergebnisse unserer gruppenweiten Compliance-Risikoanalyse sowie die abgeleiteten Handlungsempfehlungen sind die Basis des spezifischen Com- pliance-Programms der jeweiligen k+s Gruppengesellschaft. Diese Maßnahmen stellen eine zielorientierte Compliance- sowie Risikosteuerung bei allen unseren Gesellschaften sicher. Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Compliance & Anti-Korruption Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass wir die gesetzlich geforderten technischen Vorgaben dauerhaft erreichen werden. Wir treiben die Umsetzung der relevanten Maßnahmen konsequent voran und gehen daher davon aus, dass ab August 2023 die neuen Arbeitsplatzgrenzwerte eingehalten werden können. lieferantenausfälle und lieferengpässe Die Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bergbauspezifische Maschinen- und Anlagenausstattung und Ersatzteile ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boy- kotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten trotz bestehender Gegensteuerungsmaßnahmen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit dieser Materialien und damit zu einer deutlichen Kostensteigerung oder einer erheb- lichen Produktionsbeeinträchtigung führen. nichteinhaltung von vorschriften zu arbeitsplatzgrenzwerten unter tage Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die zukünftig Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitäts- standards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken. anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickoxide und k+s geschäftsbericht 2021 128 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss personal finanzwirtschaftliche risiken und chancen Der Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Der potenzielle Verlust von Mitarbeitern in wichtigen Positionen und die demogra- fischen Herausforderungen stellen ein grundsätzliches Risiko dar. währung/wechselkursschwankungen Ein Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir zwischen Trans- aktions- und Translationsrisiken. Während sich das Risiko auf nega- tive Wechselkursentwicklungen bezieht, können sich dagegen positive Wechselkursentwicklungen vorteilhaft auf Ergebnis und Eigenkapital auswirken und bieten daher eine Chance. k+s will sowohl für Berufsanfänger als auch für qualifizierte Fach- und Führungskräfte ein attraktiver Arbeitgeber sein. Durch praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die berufliche Förderung von Leistungs- und Potenzialträgern wollen wir Mitarbeiter dauerhaft motivieren und qualifizierte Fach- und Führungskräfte lang- fristig an uns binden. Darüber hinaus wollen wir mit unserer Ausrichtung auf personelle Vielfalt im Hinblick auf Religion und Weltanschauung, Geschlecht und geschlechtliche Identität, Alter, sexuelle Orientierung, körperliche und geistige Fähig- keiten sowie ethnische Herkunft und Nationalität das gesamte Arbeitsmarktpotenzial nutzen. Mit dieser Strategie und einer ver- stärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Fach- und Führungskräften vielversprechende berufliche Perspektiven. transaktionsrisiken Die k+s gruppe hat einen maßgeblichen Umsatzanteil in us-Dollar. Daneben entstehen sowohl Umsätze als auch Kosten in ande- ren Landeswährungen (z.B. kanadischer Dollar und britisches Pfund). Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen. Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euros zum us-Dollar sowie des kanadischen Dollars zum us-Dollar, wirken sich vor allem im Kundensegment Landwirtschaft auf die Höhe der Erlöse und Forderungen sowie Kosten und Ver- bindlichkeiten aus. Mitarbeiter informationssicherheit Unsere it-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt primär in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität und Vertrau- lichkeit von Informationen durch externe Angriffe (z.B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z.B. Technikausfall, Sabotage). Bei Risikoeintritt könnten gravierende Geschäftsunterbrechungen die Folge sein. Einen längeren Ausfall der it-Systeme halten wir aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen allerdings für unwahrscheinlich. Wirtschaftsbericht, Finanzlage Um Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden signifikante Nettopositionen mit- hilfe von Derivaten, i.d.R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen „worst case“-Wechselkurs. Das zu sichernde Volumen wird anhand der Erlös- und Kosten- planung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. Mit einer regelmäßigen Überprüfung des Umfangs und der Wirksamkeit unserer vielfältigen Sicherheitsmaßnahmen durch unabhängige Gutachter wollen wir solche Risiken begrenzen. Ein Versicherungsschutz zur Abdeckung von Schäden aus dem Ausfall von edv-Anlagen wurde für Cyberangriffe abgeschlossen. Anhang (19) translationsrisiken reputation Außerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochter- gesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesell- schaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hin- gegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Diese Umrech- nungssystematik könnte zu währungsbedingten Schwankungen im Ergebnis und Eigenkapital von k+s führen. Diese Translations- effekte betreffen im Wesentlichen die k+s potash canada gp und werden nicht gesichert. Der Eintritt eines jeden Risikos könnte zu Reputationsschäden mit nicht oder nur schwer quantifizierbaren finanziellen Auswirkungen für das Unternehmen führen. Dazu zählen besonders Risiken mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie das Nichterreichen von selbst definierten Zielen. Mit offener und frühzeitiger Kommunikation gegenüber unseren Stakeholdern begegnen wir aktiv diesen Risiken. k+s geschäftsbericht 2021 129 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss veränderung des allgemeinen zinsniveaus Aus Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen. Eine Herabstufung (Verschlechterung) könnte sich für k+s negativ auf die Kosten der Finanzierung auswirken. Eine Heraufstufung der Bonitätsbeurteilung und somit eine Verbesserung des Unter- nehmensratings wirkt dagegen positiv auf die Kosten und Ver- fügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf Zins- erträge für variabel verzinsliche Geldanlagen sowie andererseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbind- lichkeiten aus. Auswirkungen auf Festzinsaufnahmen ergeben sich, wenn die Zinsbindung ausläuft und eine Prolongation angestrebt wird. Hinzu kommen Effekte auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten. Aufgrund der derzeitigen Finanzierungs- struktur sowie der Zinspolitik der europäischen zentralbank (ezb) sind allerdings nur moderate Auswirkungen zu erwarten. Der Verkauf der amerikanischen Salzaktivitäten hat zu einem deutlichen Abbau der Verschuldung und zur Neuausrichtung des Unternehmens geführt und das Rating der k+s gruppe positiv beeinflusst. Wirtschaftsbericht, Finanzlage liquidität Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, ins- besondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko der Liquiditätsbeschaffung bestehen. Die k+s gruppe hat langfristige Rückstellungen, insbesondere aus bergbaulichen Verpflichtungen sowie Pensionen, mit dem Barwert der zukünftig erwarteten Aufwendungen anzusetzen. Bei dem von uns verwendeten Zinsermittlungsverfahren werden zur Schätzung des Zinssatzes für langfristige bergbauliche Verpflichtungen durchschnittliche Renditen von Staatsanleihen herangezogen. Zukünftig könnte eine Veränderung des Marktzinsniveaus im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag zu Änderungen der Diskontierungssätze führen und somit zu einer Anpassung der Höhe der langfristigen Rückstellungen. Sowohl bei sinkendem als auch steigendem Zinsniveau sind moderate Auswirkungen auf die Bilanz sowie das Ergebnis der k+s gruppe möglich. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquidi- tätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungs- fähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditäts- planung ermittelt und ist über flüssige Mittel, zugesagte Kreditlinien und weitere Finanzierungsinstrumente zu decken. Unsere Pensionsverpflichtungen machen weniger als 5% der langfristigen Rückstellungen aus. Ein Großteil dieser Pensions- verpflichtungen ist durch Planvermögen gedeckt, das aus fest- verzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen Vermögens- anlagen besteht. Rückläufige Erträge aus diesen Anlagen können sich ungünstig auf den Marktwert des Planvermögens auswirken. Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens begegnen wir durch eine ausgewogene Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken. Für einen Teil dieser zugesagten Kreditlinien ist daneben auch die Einhaltung marktüblicher finanzieller Kennzahlen (Financial Covenants) vereinbart. Bei Nichteinhaltung der Kennzahlen besteht ein Recht zur Kündigung durch die Finanzierungsgeber. Die übrigen Finanzverbindlichkeiten sind im Regelfall über eine Cross-Default-Klausel in diesem Fall ebenfalls kündbar. Hieraus würden sich höhere Liquiditätsbeschaffungskosten ergeben. Mit der Veräußerung der amerikanischen Salzaktivitäten haben wir die Verschuldung deutlich reduziert. Der Nettoerlös in Höhe von umgerechnet rund 2,6 Mrd. € hat maßgeblich zur Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten beigetragen. So haben wir u. a. im Juni 2021 den Rückkauf von Anleihen und im Dezember 2021 die planmäßige Rückführung einer Anleihe erfolgreich abgeschlossen und die Finanzverbindlichkeiten entsprechend reduziert. Anhang (27) verschlechterung bzw. verbesserung des unternehmensratings Ratings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i. d. R. von externen Ratingagenturen durch- geführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Es kann nicht aus- geschlossen werden, dass eine Veränderung der Bonitäts- beurteilung von k+s durch eine Ratingagentur erfolgt. k+s arbeitet weiterhin an Maßnahmen zur Verbesserung des Wor- king Capital, um den erwarteten Freien Cashflow zu verbessern. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über Cashpool-Systeme durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquidität belief k+s geschäftsbericht 2021 130 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss sich per 31. Dezember 2021 auf 1.445 Mio. € und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie ungenutzten Kredit- und Factoringlinien. Zusätzlich steht ein Commercial Paper Programm zur Liquiditätssteuerung zur Verfügung. Damit lag die verfügbare Liquidität deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindestreserve von 300 Mio. €. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren. Anhang (27) Mit dem Beschluss der Umweltminister der Anrainerstaaten von Weser und Werra vom 18. November 2021 haben wir in den Werken Werra und Neuhof-Ellers nun langfristige Planungs- sicherheit in Bezug auf die zukünftige Entsorgung von Salz- abwässern durch Einleitung in die Werra. Am 30. April 2021 haben wir unsere amerikanischen Salzaktivi- täten erfolgreich verkauft. Einzelne Chancen und Risiken, die für die Zeit bis zum Closing von Relevanz waren, sind entfallen. Der Verkauf hat zum geplanten Abbau der Verschuldung beigetragen und damit das Liquiditätsrisiko und die Möglichkeit zur Ver- besserung des Unternehmensratings positiv beeinflusst. Wie bei derartigen Transaktionen üblich, bestehen nunmehr Risiken wie beispielsweise Risiken aus Vertragsklauseln und Steuerrisiken. ausfall von forderungen an kunden Wir unterhalten mit vielen Kunden umfangreiche Geschäfts- beziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegen- über zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Dies könnte die Finanzlage von k+s beeinträchtigen. Die deutsche prüfstelle für rechnungslegung (dpr) hat im Feb- ruar 2021 auf anlassbezogenes Verlangen der bundesanstalt für finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Prüfung zur Richtig- keit der vorgenommenen Wertberichtigung angekündigt. Die dpr hat k+s im Rahmen der Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019 sowie des verkürzten Konzernabschlusses zum 30. Juni 2020 am 25. November 2021 ihre endgültigen Prüfungsfeststellungen übersandt. Diese lösen keine Wertan- passungen aus. k+s hat der dpr am 2. Dezember 2021 fristgerecht mitgeteilt, dass das Unternehmen gemäß § 342b Abs. 5 hgb mit dem Prüfungsergebnis der dpr einverstanden ist. Nach Weiter- leitung des Prüfungsergebnisses und des Einverständnisses von k+s durch die dpr an die BaFin ist das Verfahren bei der dpr beendet. Die BaFin hat die Prüfungsfeststellungen der dpr unverändert übernommen. Das Verfahren bei der BaFin ist damit ebenfalls beendet. Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Ein Verzicht auf eine Forderungs- sicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung. ausfall von partnern bei finanzgeschäften Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage von k+s füh- ren. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Finanzinstituten bestehen nicht. veränderungen einzelner risiken und chancen gegenÜber der vorperiode k+s und die remex gmbh, eine Tochter der remondis gruppe, bündeln ihre Entsorgungsaktivitäten in dem neuen Gemein- schaftsunternehmen reks. Nachdem die eu-Kommission das Ver- fahren zur kartellrechtlichen Freigabe an das Bundeskartellamt verwiesen und das Bundeskartellamt die Freigabe erteilt hatte, erfolgte der Abschluss der Transaktion nach Erfüllung aller Voll- zugsbedingungen am 22. Dezember 2021. Daraus resultierte ein Einmalertrag von rund 220 Mio. €, der Barmittelzufluss betrug rund 90 Mio. € vor Steuern. Die Einschätzungen in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die finanziellen Auswirkungen der schon in den Vor- perioden berichteten Risiken und Chancen sind den Tabellen b.57 und b.58 auf den Seiten 119 und 120 zu entnehmen. Die Marktbedingungen haben sich aufgrund stark höherer Durch- schnittspreise und gestiegener Absatzmengen insbesondere im Kundensegment Landwirtschaft deutlich positiv entwickelt. Zur Finanzierung von Konzerngesellschaften nutzt die k+s aktiengesellschaft Tochtergesellschaften in Malta und Belgien. Im Rahmen der Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2016 erfolgte in diesem Zusammenhang eine erneute Über- prüfung und erstmalig eine Beanstandung, die zur steuer- lichen Hinzurechnung von ausländischen Einkünften führte. Es wurden entsprechende Steuernachzahlungen festgesetzt. Ferner drohen Steuernachzahlungen für Folgejahre. Gegen Die Versenkung von salzhaltigen Prozesswässern des Werkes Werra wurde Ende 2021 eingestellt. Damit verbundene Risiken sind entfallen. Daher gewinnt die Genehmigung für die dauer- hafte Einstapelung unter Tage im Grubenfeld Springen (Berg- werk Merkers) als zentrale Maßnahme zur Entsorgung von hochkonzentrierten Salzwässern weiter an Bedeutung. k+s geschäftsbericht 2021 131 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss vorliegende Steuerbescheide wurden Rechtsbehelfe eingelegt. Anfang 2021 gab es eine neue bundesweite Verfügung der Finanzverwaltung, wonach eine Hinzurechnungsbesteuerung für Gewerbesteuer bis einschließlich 2015 nicht mehr zur Anwendung kommt. Das verbleibende Risiko ist unterhalb der Schwellenwerte für die Berichterstattung. Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen sowie mit dem Abbau der Verschuldung deutlich verbessert. Die Chancen, die sich für k+s mittelfristig ergeben könnten, bieten eine positive Aussicht. Wir sind zuversichtlich, dass die operative Stärke von k+s eine solide Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen für eine Nutzung der Chancen zur Verfügung stehen. Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass wir die gesetzlich geforderten technischen Vorgaben zur Ein- haltung der Vorschriften zu Arbeitsplatzgrenzwerten unter Tage dauerhaft erreichen werden. Es verbleibt ein mögliches, aber nur noch moderates Risiko, dass die in der Planung berücksichtigten Investitionen nicht ausreichen oder die zur Verfügung stehende Zeit bis zur Erfüllung der Vorschriften nicht genügt. Im Gesamtbild ist die Risiko- bzw. Chancenlage im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Es bedarf aber aufgrund der Rahmenbedingungen weiterhin hoher Aufmerksamkeit. nachtragsbericht Aufgrund der regelmäßig stattfindenden Neubewertung ist das Schadenspotenzial der Compliance-Risiken nunmehr moderat und bei den Risiken aus Lieferantenausfällen bzw. Liefereng- pässen die Eintrittswahrscheinlichkeit möglich. Der Aufsichtsrat der k+s aktiengesellschaft hat sich in beider- seitigem Einvernehmen mit dem bisherigen Finanzvorstand Herrn Thorsten Boeckers gemeinsam darauf verständigt, das Vertragsverhältnis von Herrn Boeckers Ende Februar 2022 auf- zuheben. Zwischen Herrn Boeckers und der k+s aktiengesell- schaft wurde in diesem Zusammenhang ein Aufhebungsvertrag geschlossen, in dem die Abgeltung seiner vertraglichen Ansprüche geregelt wurde. Die Abfindung beläuft sich in etwa auf das 3-fache der üblichen Jahreszielvergütung zuzüglich Pensionszusagen. Dr. Burkhard Lohr, Vorsitzender des Vorstands, wird übergangsweise auch die Funktion des Finanzvorstands übernehmen. Der Aufsichtsrat der k+s aktiengesellschaft hat zugleich Herrn Dr. Christian H. Meyer zum neuen Finanz- vorstand bestellt. Er wird im Frühjahr 2023 die Steuerung und Weiterentwicklung des Finanzbereichs bei k+s übernehmen. Vor diesem Hintergrund weisen wir darauf hin, dass die Gesellschaft am 9. März 2022 eine Aktualisierung der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG beschließen und veröffentlichen wird. einschätzung der risiko- und chancenlage durch den vorstand: keine bestandsgefährdenden risiken Die nachfolgende Einschätzung der Risiko- und Chancenlage erfolgt auf Grundlage der Erkenntnisse aus unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beein- trächtigung der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von k+s führen könnten. Die gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 sowie deren Auswirkungen auf die k+s gruppe sind der- zeit noch nicht abschätzbar. k+s hat ein engmaschiges Moni- toring, insbesondere im Hinblick auf sich abzeichnende bzw. eintretende Veränderungen bei der Energieverfügbarkeit, von Sanktionen, im Forderungsmanagement, den Lieferketten, der Cybersicherheit, Agrarpreisveränderungen sowie den Kali- angebots- und -nachfragesituation eingerichtet. Die Risiken im Zusammenhang mit der Entsorgung von flüssi- gen und festen Produktionsrückständen sowie der Einhaltung der Arbeitsplatzgrenzwerte unter Tage haben weiterhin eine sehr hohe Bedeutung. Sollten die in Umsetzung befindlichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung unwirksam sein oder die rechtlichen Anforderungen an Genehmigungen eine technisch bzw. ökonomisch unlösbare Aufgabe darstellen, wäre die Unter- nehmensfortführung wesentlich beeinträchtigt. Darüber hinaus ergaben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmen- bedingungen bzw. der Branchensituation und zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung für die k+s gruppe oder die k+s aktiengesellschaft. Die Risikolage von k+s hat sich (im Vergleich zur Einschätzung im Vorjahr) insbesondere wegen der positiven Entwicklung am Kalimarkt und einer verbesserten Planungssicherheit bei der Bezüglich möglicher Veränderungen der Risiko- und Chancen- lage im Hinblick auf die Ukraine-Krise verweisen wir auf den Nachtragsbericht. k+s geschäftsbericht 2021 132 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss prognosebericht Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2022 ein ebitda aus fortgeführter Geschäftstätigkeit zwischen 1,6 Mrd. € und 1,9 Mrd. € (2021: 969,1 Mio. €, einschließlich des Einmaleffekts im Zusammenhang mit der reks-Transaktion in Höhe von rund 220 Mio. €). Damit würde k+s das beste Ergebnis der Unternehmens- geschichte erreichen. Der bereinigte Freie Cashflow aus fortgeführter Geschäftstätigkeit sollte ebenfalls stark ansteigen und zwischen 600 und 800 Mio. € liegen (2021: 92,7 Mio. €). künftige gesamtwirtschaftliche situation geringer werden, weil entweder die Impfquoten hoch sind oder ein hoher Anteil der Bevölkerung bereits in Kontakt mit dem Virus gekommen ist und die gesundheitlichen Folgen dadurch begrenzt sind. Nachlassende Belastungen durch die Pandemie werden auch das Defizit der öffentlichen Haushalte in Deutsch- land im kommenden Jahr sinken lassen – es wird aber dennoch ein Defizit bleiben. In der Zeit der Pandemie haben die privaten Haushalte in Deutschland ihren Konsum deutlich zurückgefahren und seit dem Beginn der Pandemie etwa 200 Mrd. € an zusätz- licher Ersparnis angehäuft. Die Zahlungsbereitschaft sollte hier entsprechend hoch sein. Die gestiegene Teuerung in Deutsch- land wird vorerst hoch bleiben, und die Inflationsrate dürfte im nächsten Jahr bei 3,1 % liegen und die Zahlungsfreude in Anbetracht hoher Preise – vor allem im Energiebereich – eventuell trüben. Für Deutschland wird daher ein Wachstum des Brutto- inlandsprodukts von 3,8% nach 2,7% in 2021 erwartet. Während in Deutschland der Wert im Jahresvergleich steigt, werden bei den Wachstumsraten in vielen anderen Ländern wie den usa oder dem Euroraum geringere Werte erwartet als im Vorjahr. Am deutlichsten wird der Rückgang wohl in China ausfallen, wo die Wirtschaft um 4,1% nach 7,8% in 2021 wachsen sollte. Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirt- schaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des internationalen wÄhrungsfonds (iwf) sowie des kiel instituts fÜr weltwirtschaft kiel (ifw). b.59 Die Experten prognostizieren ein Wachstum für das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 von 4,4% bzw. 4,6%. Basis dieser Prognose ist eine Verlangsamung der begonnenen Erholung der Weltwirtschaft durch covid-19: Das Infektions- geschehen im Winterhalbjahr hemmt analog zur Saison 2020/2021 besonders die Aktivität in den kontaktintensiven Dienstleistungsbranchen. Eine Entspannung wird für das Früh- jahr erwartet, wenn die Belastungen seitens der Pandemie sowie die Lieferengpässe, die die Industrieproduktion deutlich belasten, nachlassen sollten. In den kommenden Monaten wird es weiterhin zu Infektionswellen kommen, zumal mit Omikron eine neue, ansteckendere Variante aufgetreten ist. Die kon- junkturellen Auswirkungen dürften aber mit der Zeit immer prozentuale veränderung des bruttoinlandsprodukts b.59 in %; real Deutschland Euroraum Welt 2018 +1,5 +1,9 +3,6 2019 +0,6 +1,3 +2,9 2020 –4,6 –6,3 –3,1 2021e +2,7 +5,2 +5,9 2022e +3,8 +3,9 +4,4 Quelle: IWF k+s geschäftsbericht 2021 133 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss künftige branchensituation Im Jahr 2022 sollte sich die Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie+ insgesamt positiv entwickeln. Auf - landwirtschaft grund des Wachstums des Bruttoinlandsproduktes wird die Nachfrage nach Industrieprodukten bei allen Anwendungs- gebieten auf gutem Niveau erwartet. Auch künftig kann der aufgrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und sich verändernder Ernährungsgewohn- heiten steigende Bedarf an Agrarrohstoffen bei begrenzter Verfügbarkeit von Ackerflächen nur durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gedeckt werden. Ein ausgewogener Ein- satz mineralischer Pflanzennährstoffe ist dabei unerlässlich. Der teils deutliche Anstieg der Preise für Agrarrohstoffe sollte trotz gestiegener Preise verschiedener Einsatzstoffe attraktive Ertragsperspektiven in der Landwirtschaft und damit einen Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen ausgewogenen bzw. höheren Düngemitteleinsatz bei Unterversorgung zu steigern. Im Tafelsalzbereich wird mit einem weiter anhaltenden Trend hin zu höherwertigen Produkten gerechnet. Bei Wasserent- härtungssalz schätzen wir die Nachfrage als leicht steigend ein. Bei verpacktem Auftausalz für Endverbraucher rechnen wir unter der Annahme durchschnittlicher winterlicher Witterung mit einer geringeren Nachfrage nach dem starken Vorjahr. Nachdem die winterliche Witterung zu Jahresbeginn hinter dem langjährigen Durchschnitt zurückblieb, rechnen wir im ersten Quartal insgesamt mit einer unterdurchschnittlichen Nachfrage nach Auftausalz nach dem witterungsbedingt sehr starken Vorjahr. Dies dürfte sich ebenfalls in einem schwächeren Früh- bezugsgeschäft auswirken; für das vierte Quartal gehen wir von Absatzmengen im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre aus. Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine erneut sehr gute Nachfrage im Jahr 2022. Insgesamt gehen wir im Gesamtjahr 2022 davon aus, dass mit einem Weltkaliabsatz in Höhe von bis zu 77 Mio. t (einschließlich knapp 5 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten) erneut das hohe Niveau aus den Jahren 2020 und 2021 erreicht werden kann. Während sich in Europa eine gewisse Kaufzurückhaltung einstellen könnte, erwartete ergebnisentwicklung, finanz- sollte diese durch eine höhere Nachfrage in China und Indien lage und geplante investitionen ausgeglichen werden. Bei der Düngemittelspezialität Kalium- sulfat gehen wir von einer leicht steigenden Nachfrage aus. Der starke Anstieg des Durchschnittspreises im Kundenseg- ment Landwirtschaft sollte erwartete Kostensteigerungen, insbesondere für Energie, Logistik und Material, deutlich über- treffen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir im Geschäftsjahr 2022 eine starke Steigerung des ebitda auf 1,6 bis 1,9 Mrd. € (2021: 969,1 Mio. €, einschließlich 219,2 Mio. € Einmaleffekt aus der reks-Transaktion). Damit würde k+s das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erreichen. Im Vergleich zum Vorjahr (ohne reks-Einmaleffekt) entspricht dies mehr als einer Ver- dopplung des Ergebnisses. Während die Visibilität für das erste Halbjahr 2022 hoch ist, ergibt sich die Bandbreite der Prognose insbesondere aus unterschiedlichen Szenarien (Preise, Kosten, Logistikverfügbarkeit, Witterung) für den Verlauf des zweiten Halbjahres. Eine weitere Steigerung der weltweiten Absatzmenge im Jahr 2022 halten wir kapazitätsseitig kaum für möglich, insbesondere da weiterhin nicht absehbar ist, inwiefern Sanktionen gegen Weißrussland Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Kalium- chlorid aus der Produktion von belaruskali auf dem Weltkali- markt haben könnten. Nachdem die guten Marktbedingungen im Jahr 2021 zu einem starken Anstieg der Kaliumchloridpreise in allen Absatzregionen geführt haben, gehen wir im Jahresdurch- schnitt 2022 sowohl in Übersee als auch in Europa von einem stark höheren Durchschnittspreis für Kaliumchlorid im Ver- gleich zum Vorjahr aus. Auch bei den Düngemittelspezialitäten erwarten wir im Jahresdurchschnitt eine deutliche Steigerung. industrie+ Auch beim bereinigten Konzernergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit wird ohne Berücksichtigung von Impairmenteffekten ein starker Anstieg erwartet (2021: 525,0 Mio. €). Die Nachfrage nach Kali-, Magnesium- sowie Salzprodukten des Kundensegments Industrie+ sollte sich insgesamt mittelfristig leicht steigend entwickeln. Der Bedarf an Produkten für chemi- sche Anwendungen dürfte spürbar steigen. Zudem sollte die Nachfrage nach Pharmaprodukten angesichts der zunehmend älter werdenden Bevölkerung weiterhin moderate Wachstums- raten ermöglichen. Der bereinigte Freie Cashflow aus fortgeführter Geschäftstätigkeit wird zwischen 600 und 800 Mio. € (2021: 92,7 Mio. €) erwartet. Das Investitionsvolumen der k+s gruppe im Jahr 2022 sollte auf- grund zeitlicher Verschiebungen aus dem Jahr 2021 infolge von k+s geschäftsbericht 2021 134 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Lieferverzögerungen bei 400 Mio. € liegen (2021: 334,2 Mio. €). Bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital (roce) der fort- geführten Geschäftstätigkeit wird ohne Berücksichtigung von Impairmenteffekten im Jahr 2022 ein starker Anstieg erwartet (2021: 11,2%). gewesen wäre, des daraus resultierenden Bilanzgewinns der k+s aktiengesellschaft sowie der erfreulichen Prognose für das Jahr 2022 beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der Haupt - versammlung am 12. Mai 2022 für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende in Höhe von 0,20 € je Aktie vorzuschlagen (Vorjahr: 0 € je Aktie). In Abhängigkeit der Höhe des erzielten Freien Cash Flows wird sich die Kennzahl der Nettofinanzverbindlichkeiten (inklusive finanzieller Leasingverbindlichkeiten) im Verhältnis zum ebitda erwartete entwicklung der nicht- auf null reduzieren (2021: 0,6-fach) oder die Nettofinanzverbind- finanziellen leistungsindikatoren lichkeiten kehren sich sogar in Nettofinanzvermögen um. Eine nachhaltige Unternehmensführung ist ein elementarer Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2022 basiert im Wesent- Bestandteil für den Erfolg eines Unternehmens und daher hat der Aufsichtsrat beschlossen, einen wesentlichen Teil der Ver- gütung des Vorstands an Nachhaltigkeitsziele zu koppeln. Vergütungsbericht lichen auf den folgenden Annahmen: + Gemäß unserer Einschätzung des Marktumfelds im Kunden- segment Landwirtschaft gehen wir für 2022 im Vergleich zu 2021 insgesamt von einem starken Anstieg des Durch- schnittspreises in unserem Produktportfolio aus (2021: 298 €). Dies setzt die in der künftigen Branchensituation für das Kundensegment Landwirtschaft beschriebene Preisent- wicklung voraus. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung lost time incident rate (lti-rate) Die sogenannte lti-Rate misst Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit bezogen auf eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Für das Jahr 2022 erwarten wir eine lti-Rate von unter 10 (2021: 11,3). + + Die erwartete Absatzmenge aller Produkte im Kundenseg- ment Landwirtschaft dürfte insbesondere aufgrund des weiteren Hochfahrens der Produktion in Bethune bei gut 7,7 Mio. t liegen (2021: 7,62 Mio. t). salzhaltige prozesswässer in deutschland Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, die zu entsorgenden salzhaltigen Prozesswässer aus der Kaliproduktion in Deutsch- land um 500.000 m³ bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2017 zu reduzieren. Auch im Jahr 2022 werden dafür weitere Maßnahmen zur Reduzierung des Prozesswassers umgesetzt. Wir rechnen daher mit einem moderat geringeren Prozesswasseranfall gegenüber dem Jahr 2021 (3,3 Mio. m³). Aufgrund des witterungsbedingt unterdurchschnitt- lichen Starts des Auftausalzgeschäfts erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 einen Absatz von gut 2,0 Mio. t nach dem überdurchschnittlichen Wintergeschäft im Vorjahr (2021: 3,18 Mio. t; Normaljahr: 2,0 bis 2,5 Mio. t). + In Bezug auf die eur/usd-Währungsrelation wird ein durch- schnittlicher Kassakurs von 1,16 eur/usd (2021: 1,18 eur/usd) unterstellt. nachhaltige lieferketten k+s fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Liefer- ketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforderungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der k+s gruppe (Kodex) formuliert. dividende für das geschäftsjahr 2021 Unsere neue Dividendenpolitik sieht grundsätzlich eine Basisdividende von 15 cent je Aktie vor. Diese kann bei guter wirtschaftlicher Entwicklung um einen diskretionären Betrag erhöht werden. Dabei werden zusätzlich mehrere Faktoren berücksichtigt, insbesondere die Bilanzstruktur, die erwartete Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung des bereinigten Freien Cashflows. Aufgrund des erfolgreichen Verkaufs der bisherigen Operativen Einheit Americas, der daraus resultie- renden umfangreichen Entschuldung, des im Jahr 2021 durch die Wertaufholung stark positiven bereinigten Konzernergeb- nisses nach Steuern, das auch ohne diese Wertminderung positiv Bis zum Jahr 2025 sollen 100% unserer „kritischen“ Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben. Im Jahr 2021 haben wir bereits eine Steigerung auf 86,6% erreicht. Wir werden in 2022 daran arbeiten, diesen Wert weiter zu verbessern. Eine weitere Zielsetzung ist, dass die Anerkennungsrate des Kodex bezogen auf unser Einkaufsvolumen bis zum Jahr 2025 mehr als 90% beträgt. Die im Jahr 2021 bereits erreichte Anerkennungsrate von 80,7% sollte im Jahr 2022 in etwa stabil bleiben. k+s geschäftsbericht 2021 135 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss gesamtaussage zur voraussichtlichen entwicklung der k+s gruppe Die Teams an unseren Standorten arbeiten bereits engagiert an der Umsetzung der Strategie. Die Ziele auf Basis einer soliden Bilanz sind klar definiert: Ab dem Jahr 2023 soll die k+s gruppe insgesamt sowie jedes unserer Werke auch bei vorübergehend niedrigen Kalipreisen einen positiven Freien Cashflow erwirt- schaften. Über einen 5-Jahres-Zyklus wollen wir im Durchschnitt unsere Kapitalkosten verdienen und streben über diesen Zeit- raum eine durchschnittliche ebitda -Marge von mehr als 20% an. Für das Jahr 2022 gehen wir von einer erneut sehr guten Nach- frage nach Kalidüngemitteln aus. Eine weitere Steigerung der weltweiten Absatzmenge (2021: rund 77 Mio. t) im Jahr 2022 halten wir aufgrund begrenzter Kapazitäten jedoch kaum für möglich, insbesondere da es weiterhin unklar ist, inwiefern Sanktionen gegen Weißrussland Auswirkungen auf die Verfüg- barkeit von Kaliumchlorid aus der Produktion von belaruskali auf dem Weltkalimarkt haben. Der starke Anstieg des Durchschnitts- preises im Kundensegment Landwirtschaft sollte erwartete Kostensteigerungen, insbesondere für Energie, Logistik und Material, deutlich übertreffen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir im Geschäftsjahr 2022 eine starke Steigerung des ebitda auf 1,6 bis 1,9 Mrd. € (2021: 969,1 Mio. €, einschließlich 219,2 Mio. € Einmaleffekt aus der reks-Transaktion). Damit würde k+s das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erreichen. Im Vergleich zum Vorjahr (ohne reks-Einmaleffekt) entspricht dies mehr als einer Verdopplung des Ergebnisses. Die Megatrends unterstützen uns hierbei: Das Bevölkerungs- wachstum wird sich fortsetzen. Die global zur Verfügung stehenden Anbauflächen werden sich auch durch klimatische Veränderungen weiter verknappen. Eine dauerhaft ausreichende Produktion von Lebensmitteln ist ohne eine hocheffiziente Land- wirtschaft und den Einsatz von Düngemitteln nicht vorstellbar. Unter der Annahme von Investitionen in Höhe von rund 400 Mio. € wird der bereinigte Freie Cashflow zwischen 600 und 800 Mio. € erwartet und damit den Vorjahreswert (92,7 Mio. €) ebenfalls stark übertreffen. Unsere neue Unternehmensstrategie setzt die Leitplanken zur erfolgreichen Weiterentwicklung von k+s. Drei Schwer- punkte prägen unsere Unternehmensstrategie: Wir wollen das Bestandsgeschäft optimieren, unser Kerngeschäft ausbauen und weiterentwickeln sowie neue Geschäftsfelder aufbauen. Unver- ändert gilt: Wir haben Umwelt, Natur und Klimaschutz fest im Blick. Jede unternehmerische Entscheidung muss im Einklang mit unserer Klimastrategie stehen. So sorgen wir auch für eine breite gesellschaftliche Akzeptanz unseres Handelns. k+s geschäftsbericht 2021 136 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss k+s aktiengesellschaft vergütungsbericht (erläuterungen auf basis hgb) Die Angaben nach § 289a Abs. 2 hgb sind im Vergütungsbericht ab Seite 142 enthalten. Der Lagebericht der k+s aktiengesellschaft und der Konzern- lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der k+s aktiengesellschaft nach hgb und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim geschäftstätigkeit, unternehmens- Bundesanzeiger veröffentlicht. strategie, unternehmenssteuerung und -überwachung, überblick über den geschäftsverlauf erklärung zur unternehmensführung Angaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unter- nehmenssteuerung und -überwachung sowie ein Überblick über den Geschäftsverlauf finden sich auf den Seiten 31–50 sowie 107–116. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f hgb findet sich auf Seite 96. angaben nach § 289a abs. 1 hgb sowie erläuternder bericht des vorstands Die Angaben nach § 289a Abs. 1 hgb sowie der erläuternde Bericht des Vorstands finden sich ab Seite 110. gewinn- und verlustrechnung der k+s aktiengesellschaft1 b.60 in Mio. € 2020 154,3 181,1 –26,9 2,7 2021 146,6 145,3 1,3 Umsatzerlöse Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Bruttoergebnis vom Umsatz Vertriebskosten 3,2 Allgemeine Verwaltungskosten 44,7 1,7 27,6 Forschungskosten 0,5 Sonstige betriebliche Erträge 119,3 174,9 541,6 13,4 5,1 176,4 292,6 1.479,8 1.478,8 4,4 Sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Beteiligungen davon aus Gewinnabführungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens Aufwendungen aus Verlustübernahme Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis nach Steuern/Jahresfehlbetrag/ -überschuss Verlustvortrag 4,4 2,7 0,3 0,5 895,4 122,4 2,4 – 116,8 – 0,3 68,2 –603,4 – 1.152,4 –603,4 –274,5 274,5 Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus Jahresüberschuss Bilanzverlust/ -gewinn – –603,4 1 Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung findet sich im Jahresabschluss 2021 der K+S Aktiengesellschaft. k+s geschäftsbericht 2021 137 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss bilanz der k+s aktiengesellschaft – aktiva b.61 in Mio. € 31.12.2020 31.12.2021 Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen 13,0 60,8 10,2 64,1 Finanzanlagen 6.246,7 6.320,5 2,4 6.288,8 6.363,1 3,7 Anlagevermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Wertpapiere 1.058,5 6,0 1.745,3 274,5 55,1 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Umlaufvermögen 109,9 1.176,7 4,2 2.078,7 3,1 Rechnungsabgrenzungsposten Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 1,0 12,6 AKTIVA 7.502,5 8.457,5 bilanz der k+s aktiengesellschaft – passiva b.62 in Mio. € 31.12.2020 31.12.2021 Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage 191,4 701,6 1.313,5 –603,4 1.603,2 38,1 191,4 701,6 1.588,1 274,5 2.755,6 – Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/ -verlust Eigenkapital Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Rückstellungen 3,6 47,1 322,1 363,8 5.532,3 3,1 353,0 400,1 5.300,3 1,5 Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten PASSIVA 7.502,5 8.457,5 ertragslage Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen deutlich um 57,1 Mio. € auf 176,4 Mio. € (2020: 119,3 Mio. €). Wesentliche Ursachen waren höhere Erträge aus Kurssicherungsgeschäften und gestiegene Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Dem stehen gesunkene Erträge aus der Kostenverrechnung an Gruppengesellschaften und geringere Erträge aus der Währungsumrechnung gegenüber. Der Umsatz der k+s aktiengesellschaft lag mit 146,6 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (2020: 154,3 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Bereich Tierhygiene verzeichneten einen Rückgang von 9%. Die Umsatzerlöse im Bereich it erhöhten sich um 13% und die sonstigen Umsatzerlöse zeigten eine Verminderung um 14%. Vor allem geringere Kosten für die Unternehmensreorganisation und gesunkene it-Kosten führten zum Rückgang der Her- stellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen von 181,1 Mio. € in 2020 auf 145,3 Mio. €. Zudem verringerten sich im Geschäftsjahr die Herstellungskosten im Bereich Tierhygiene. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 174,9 Mio. € auf 292,6 Mio. €. Dies ist vor allem auf den Anstieg von Aufwendungen für stillgelegte Werke und Aufwendungen aus Währungsumrechnung. Gegenläufig entwickelten sich Auf- wendungen aus der Kurssicherung und Beratungskosten. k+s geschäftsbericht 2021 138 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Die Erträge aus Beteiligungen sind von 541,6 Mio. € in 2020 auf 1.479,8 Mio. € in 2021 gestiegen. Im Geschäftsjahr sind Erträge aus der Beteiligung an der k+s holding gmbh mit 1.361,4 Mio. € enthalten (Vorjahr: Erträge aus der Beteiligung an der k+s finance belgium b.v. in Höhe von 527,6 Mio. €). Die Ergeb- nisabführung der k+s minerals and agriculture gmbh stieg von 12,2 Mio. € in 2020 auf 114,9 Mio. € in 2021. Weitere Beteiligungs- erträge ergaben sich aus der Gewinnabführung der k+s versicherungsvermittlungs gmbh mit 1,4 Mio. € (2020: 1,1 Mio. €), der k+s beteiligungs gmbh & co. kg mit 1,1 Mio. € (2020: –) sowie der msw chemie gmbh mit 0,9 Mio. € (2020: 0,4 Mio. €). 4 . 0 6 7 , 4 M i o . € ( 2 0 2 0 : 2 . 0 9 3 , 2 M i o . € ) s e t z t e n s i c h i m W e s e n t l i c h e n aus Cashpool-Verbindlichkeiten zusammen. Im Geschäftsjahr 2021 ergab sich ein Rückgang aller Verbindlich- keiten um 232,0 Mio. € auf 5.300,3 Mio. € (2020: 5.532,3 Mio. €), was im Wesentlichen auf die Rückführung von Anleihen und Ver - bindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und dem Anstieg der Cashpool-Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Verkauf der bisherigen Operativen Einheit Americas zurückzuführen war. Die Gesellschaft wies zum Stichtag Rückstellungen in Höhe von 400,1 Mio. € mit überwiegend langfristigem Charakter aus. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte in erheblichem Maße aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln. b.62 Als Teil der sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge führten vor allem Negativzinsen von 0,6 Mio. € in 2021 zu einem Rückgang von 5,1 Mio. € in 2020 auf 4,4 Mio. € in 2021. mitarbeiter Vor allem durch verminderte Zinsaufwendungen für begebene Anleihen fielen die Zinsen und ähnliche Aufwendungen trotz der Effekte aus Anleiherückkäufen von 122,4 Mio. € auf 116,8 Mio. €. Zudem führten positive Effekte aus der Bewertung des Planver- mögens und geringere Zinsaufwendungen gegenüber Kredit- instituten zu dem Rückgang. Gestiegene Zinsaufwendungen für Steuern sowie gestiegene Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen hatten einen gegenläufigen Effekt. Im Jahresdurchschnitt waren 814 Mitarbeiter (2020: 985 Mit- arbeiter) bei der k+s aktiengesellschaft beschäftigt. Der Anteil von Frauen betrug 37% und der Anteil von Männern 63% (2020: 36 % Frauen, 64 % Männer). Davon waren 32 Auszubildende (2020: 30 Auszubildende). Die Zahl der Arbeitsunfälle betrug 6 (2020: 151), mit einer Verbandbuchrate von 5,5 (2020: 11,21) sowie Unfällen mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeits- stunden von 0,9 (2020: 0,7). Der Anteil schwerbehinderter Mit- arbeiter lag im Jahr 2021 mit 5,3% über dem Vorjahresniveau (2020: 4,9%). Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 1.755,8 Mio. € auf 1.152,4 Mio. € (2020: –603,4 Mio. €). b.60 vermögens- und finanzlage dividende Das Anlagevermögen hat sich um 42,6 Mio. € auf 6.363,1 Mio. € (2020: 6.320,5 Mio. €) erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Kapitalerhöhung bei verbundenen Unternehmen zurückzu- führen. Damit betrug der Anteil des Anlagevermögens 75 % an der Bilanzsumme (2020: 84 %). Insgesamt verzeichnete die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2021 einen Anstieg um 955,0 Mio. € auf 8.457,5 Mio. €. Das Umlaufvermögen stieg um 902,0 Mio. € auf 2.078,7 Mio. € (2020: 1.176,7 Mio. €). Vor allem durch gestiegene Forderungen aus Ergebnisabführung erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unter- nehmen von 964,0 Mio. € im Vorjahr auf 1.626,3 Mio. € im laufen- den Geschäftsjahr. Die Forderungen aus dem Cashpool zeigten innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen einen Rückgang. b.61 Die k+s aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2021 einen Bilanzgewinn von 274,5 Mio. € aus (2020: Bilanzverlust von –603,4 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2021 beabsichtigen Vor- stand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 12. Mai 2022 eine Dividende in Höhe von 0,20 € je Aktie vorzuschlagen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 236,2 Mio. € in die Gewinnrücklage einzustellen. b.63 gewinnverwendung b.63 in Mio. € 2020 – 2021 0,20 Dividende je Aktie (€) Ausschüttungssumme bei 191.400.000 dividendenberechtigten Stückaktien – – 38,3 236,2 – Einstellung in die Gewinnrücklagen Verlust-/Gewinnvortrag in das Folgejahr Bilanzverlust/-gewinn –603,4 –603,4 Das Eigenkapital liegt mit 2.755,6 Mio. € deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2020: 1.603,2 Mio. €). Die Eigenkapital- quote betrug zum Stichtag 33% (2020: 21%). Die Verbindlich- keiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 274,5 ¹ Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund von Nachmeldungen und einer veränderten Zuordnung geringfügig angepasst. k+s geschäftsbericht 2021 139 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss forschung und entwicklung Umfassende Informationen zu den Forschungs- und Ent- wicklungsaktivitäten der k+s gruppe, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden sich ab Seite 66. risiken und chancen Die Geschäftsentwicklung der k+s aktiengesellschaft unter- liegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die k+s gruppe. An den Risiken und Chancen ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die k+s aktiengesellschaft entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden sich im „Risiko- und Chancenbericht” ab Seite 117. Die Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der k+s aktiengesellschaft (§ 289 Abs. 4 hgb) findet sich auf Seite 109. nachtragsbericht Der Nachtragsbericht für die k+s gruppe sowie die k+s aktien- gesellschaft findet sich auf Seite 132. prognosebericht Die Ergebnisentwicklung der k+s aktiengesellschaft hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die für die k+s gruppe erwartete Geschäftsentwicklung findet sich im Prognosebericht ab Seite 133. k+s geschäftsbericht 2021 140 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss versicherung der gesetzlichen vertreter der k+s aktiengesellschaft Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzu- zukunftsbezogene aussagen wendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernab- schluss bzw. der Jahresabschluss der k+s aktiengesellschaft ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der k+s aktiengesellschaft vermittelt und im zusammen- gefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der k+s aktiengesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsäch- lichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der k+s aktiengesellschaft beschrieben sind. Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der k+s gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. Kassel, 8. März 2022 k+s aktiengesellschaft der vorstand k+s geschäftsbericht 2021 141 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss vergÜtungsbericht Im folgenden Vergütungsbericht werden die gewährte und geschuldete Vergütung der gegenwärtigen und früheren Mitglieder des Vorstands sowie des Aufsichtsrats der k+s aktiengesellschaft im Geschäfts- jahr 2021 individuell dargestellt. Zum klareren Verständnis und zur besseren Einordnung der nach- folgenden Angaben werden die Grundzüge der Vergütungssysteme sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten erläutert. Der Bericht entspricht den Anforderungen des § 162 AktG. Der Aufsichtsrat der k+s aktiengesellschaft hat entschieden, den Vergütungsbericht durch den Abschluss- prüfer über die Anforderungen des § 162 Abs. 3 Satz 1 und 2 hinaus inhaltlich prüfen zu lassen. Aus- führliche Informationen zu den Vergütungssystemen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der k+s aktiengesellschaft finden Sie auch auf der Internetseite der Gesellschaft. www.kpluss.com/verguetung rÜckblick auf das geschäftsjahr beschlussfassung Über die billigung des systems zur vergÜtung der vorstandsmitglieder veränderungen im vorstand und im aufsichtsrat Am 1. April 2021 trat Herr Holger Riemensperger sein Vorstands- mandat bei der k+s aktiengesellschaft an. Herr Mark Roberts hat im Zuge des Verkaufs der Operativen Einheit Americas das Unternehmen als Vorstand der k+s gruppe mit Ablauf des 30. April 2021 verlassen. Die für das Geschäftsjahr dargestellte an Herrn Riemensperger und Herrn Roberts gewährte und geschuldete Vergütung für ihre aktive Dienstzeit wurde zeit- anteilig berechnet. Der Aufsichtsrat der k+s aktiengesellschaft hat sich in beiderseitigem Einvernehmen mit dem bisherigen Finanzvorstand Herrn Thorsten Boeckers gemeinsam darauf verständigt, das Vertragsverhältnis von Herrn Boeckers Ende Februar 2022 aufzuheben. Zwischen Herrn Boeckers und der k+s aktiengesellschaft wurde in diesem Zusammenhang ein Aufhebungsvertrag geschlossen, in dem die Abgeltung seiner vertraglichen Ansprüche geregelt wurde. Die Abfindung beläuft sich in etwa auf das 3-fache der üblichen Jahreszielvergütung zzgl. Pensionszusagen. Das aktuelle System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder der k+s aktiengesellschaft wurde vom Aufsichtsrat – nach Vor- bereitung durch den Personalausschuss – in Übereinstimmung mit §§ 87 Abs. 1, 87a Abs. 1 AktG beschlossen und von der Haupt - versammlung am 12. Mai 2021 mit der erforderlichen Mehrheit (78,85%) gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen der Analyse der Abstimm- ergebnisse der Hauptversammlung sowie unter Berück- sichtigung von Rückmeldungen vereinzelter Investorenvertreter erneut intensiv mit dem Vergütungssystem des Vorstands auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang wurde auch die Einführung einer „Ownership Guideline“ (Weisung zum Aktienbesitz) erneut diskutiert. Da insbesondere das Long Term Incentive in den vergangenen Jahren aufgrund von Investoren- wünschen und Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex mehrfach angepasst wurde, hat sich der Aufsichtsrat zum jetzigen Zeitpunkt gegen eine erneute Anpassung des Vorstandsvergütungssystems entschieden. Stattdessen soll mit interessierten Investorenvertretern und Stimmrechtsberatern in Kontakt getreten und die Hintergründe des Systems erläutert werden. Eine Änderung des Long Term Incentive würde sich zudem bis in mittlere Managementebenen auswirken. Mit der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai 2021 hat Herr Nevin McDougall sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Herr Markus Heldt. Mit Wirkung zum 17. August 2021 wurde Herr Peter Trotha gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Er trat die Nachfolge von Frau Anke Roehr an, die ihr Mandat im Aufsichtsrat der k+s aktiengesellschaft zum 31. Mai 2021 niederlegte. k+s geschäftsbericht 2021 142 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss beschlussfassung Über die änderung von § 12 der satzung und die vergÜtung der aufsichtsratsmitglieder Deutschland1 und der Gesamtbelegschaft in Deutschland, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichs- umfelds (mdax). Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der k+s aktiengesellschaft geregelt. Der Hauptversammlung wurde im Mai 2021 die Einführung einer geänderten Vergütung für den Aufsichtsrat vorgeschlagen, die sich an der neuen Dimension der k+s nach erfolgreichem Verkauf der Opera- tiven Einheit Americas ausrichtet. Die Änderung des § 12 der Satzung der k+s aktiengesellschaft beinhaltete im Wesent- lichen die Herabsetzung der Fixvergütung der Aufsichtsrats- mitglieder, Anpassungen von Ausschussvergütungen sowie die Abschaffung von Sitzungsgeldern. Das angepasste Vergütungs- system wurde von der Hauptversammlung am 12. Mai 2021 mit der erforderlichen Mehrheit (94,02%) beschlossen. vergÜtungsstruktur und vergÜtungsbestandteile Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungs- bestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige – fixe – als auch erfolgsbezogene – variable – Komponenten. Die erfolgs- unabhängigen Teile bestehen aus der Festvergütung, Sach- und sonstigen Bezügen sowie Pensionszusagen. Der erfolgsbezogene variable Anteil besteht aus zwei Elementen: der Tantieme (sti und Performancefaktor) sowie zwei kennzahlenbasierten variablen Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreiz- wirkung (sogenannte Long Term Incentives (lti ı und lti ii)). vergÜtung des vorstands Überblick Über das vergÜtungssystem Die Festvergütung hat einen Anteil von 37%, die kurzfristige variable Vergütung (sti) einen Anteil von 25 % und die lang- fristige variable Vergütung (lti) einen Anteil von 38% an der Ziel- Gesamtvergütung (Festvergütung + Tantieme (sti) + Long Term Incentives (lti ı und lti ii)). Damit ist sichergestellt, dass der Anteil der variablen Vergütung, der sich an der Erreichung langfristig orientierter Ziele bemisst, den Anteil der variablen Vergütung mit kurzfristig orientierten Zielen übersteigt. Der relative Anteil der variablen Vergütung an der Ziel-Jahresvergütung (Fest- vergütung + Tantieme (sti)) beträgt 40%, der Anteil der Fest- vergütung beträgt 60%. Das Vorstandsvergütungssystem der k+s aktiengesellschaft trägt wesentlich zur Förderung der Unternehmensstrategie bei und leistet einen Beitrag zur langfristigen Entwicklung der k+s gruppe. Unser Ziel ist, die erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung von k+s zu unterstützen, indem Teile der Vergütung der Vorstandsmitglieder an das Erreichen sowohl kurz- als auch langfristiger Ziele gekoppelt werden, die sich an der Entwicklung des Unternehmens bemessen. Für die Gewährung der variablen Vergütungsbestandteile sind sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Leistungskriterien maßgeblich. So wird beim Short Term Incentive (sti) über den Performancefaktor, der als Multiplikator auf den sti wirkt und sich zu wesentlichen Teilen an dem Erreichen von Meilensteinen aus der Unternehmensstrategie bemisst, Einfluss genommen. Beim Long Term Incentive (lti), welches zu 50% an die Erreichung von nichtfinanziellen Nachhaltigkeitszielen gekoppelt ist, wurde die langfristige Unternehmensführung mehr in den Fokus gerückt. Die verbleibenden 50% des Long Term Incentives bemessen sich an der Entwicklung des Aktienkurses, wodurch ein Anreiz geschaffen wird, den Unternehmenswert langfristig und nach- haltig zu steigern. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 enthalten die Vorstands- verträge aller Vorstandsmitglieder Clawback-Klauseln (Rückzahlungsregelungen). Tabelle b.64 zeigt die individuelle Zielvergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr sowie die relativen Anteile der jeweiligen Vergütungsbestandteile an der Zielvergütung und die relativen Anteile der variablen Vergütung an der Jahres- vergütung. Bei unterjährigen Ein- und Austritten werden die Vergütungsbestandteile zeitanteilig berücksichtigt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden ins- besondere die Aufgaben und die Leistung des Vorstands, der Vergleich mit der Vergütung des oberen Führungskreises in 1 Aufgrund des Verkaufs der Operativen Einheit Americas beschäftigt die K+S Gruppe fast ausschließlich obere Führungskräfte in Deutschland. Daher wird ab 2021 auf diesen Personenkreis abgestellt. k+s geschäftsbericht 2021 143 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss zielvergÜtung b.64 Zum 31.12.2021 amtierende Mitglieder des Vorstands Dr. Burkhard Lohr Chief Executive Officer Im Vorstand seit 06/2012 Thorsten Boeckers Chief Financial Officer Im Vorstand seit 05/2017 Holger Riemensperger Chief Operating Officer Im Vorstand seit 04/2021 2021 2021 20211 in Tsd. € in % in % in Tsd. € in % in % in Tsd. € in % in % Festvergütung 825,0 37 60 550,0 37 60 412,5 34 60 Einjährige variable Vergütung – STI (2021) 570,0 25 40 380,0 25 40 285,0 23 40 Jahresvergütung 1.395,0 100 930,0 100 697,5 100 Mehrjährige variable Vergütung – LTI (2021–2023) 855,0 38 570,0 38 522,5 43 Zielvergütung 2021 2.250,0 100 1.500,0 100 1.220,0 100 Im Geschäftsjahr 2021 ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands festvergÜtung und nebenleistungen Die fixe, erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Neben- leistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen. Ferner besteht für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtver- sicherung (d&o-Versicherung) mit dem gesetzlich vorgesehenen Selbstbehalt sowie Versicherungsschutz in einer Unfallver- sicherung. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. Mark Roberts Im Vorstand von 10/2012 bis 04/2021 20211 in Tsd. € in % in % Festvergütung2 220,0 54 63 Einjährige variable Vergütung – STI (2021) 126,7 31 37 Jahresvergütung 346,7 100 erfolgsbezogene vergÜtungsbestandteile Mehrjährige variable Die erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteile umfassen zwei Komponenten. Das sogenannte Short Term Incentive (sti) bezieht sich auf das laufende Geschäftsjahr und bildet – mit 40% – den kleineren Teil der variablen Vergütung. Es bemisst sich am Erreichen des Plan-ebitda1 der k+s gruppe sowie zwischen Gesamtvorstand und Aufsichtsrat vereinbarter Ziele. Den wesentlicheren Teil – mit 60% – bildet das Long Term Incentive (lti) ab, das aus zwei gleichgewichtigen Komponenten besteht. Die eine Komponente (lti ı) wird seit dem 1. Januar 2020 an der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen bemessen. Die zweite Komponente (lti ii) bezieht sich auf die Aktienkursperformance. Die Laufzeit beträgt bei beiden Komponenten drei Jahre. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. Vergütung – LTI (2021–2023) 63,3 15 Zielvergütung 2021 410,0 100 1 Zeitanteilig. 2 Seit 1. März 2020 Zusatzvergütung (110 Tsd. € p.a.) aufgrund der zusätzlichen Funktion als CEO der Morton Salt, Inc. und der damit einhergehenden Doppelverantwortung. 1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungs- betrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. k+s geschäftsbericht 2021 144 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss short term incentive (sti) zielsetzung und zielerreichung performancefaktor b.65 Das sti wird an der Erreichung des ebitda der k+s gruppe der Jahresplanung sowie zwischen Gesamtvorstand und Aufsichtsrat vereinbarter Ziele gemessen. Das ebitda dient als wichtige Kenn- zahl zur Beurteilung der Profitabilität der k+s gruppe und trägt als Leistungskriterium zur Förderung der Geschäftsstrategie des Unternehmens bei. Wird der ebitda-Wert der vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresplanung erreicht, beträgt der Erfüllungs- grad dieser ersten sti-Komponente 100%. Über- oder unter- schreitet das Ist-ebitda das Plan-ebitda, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200% und minimal 0% betragen. Eine diskretionäre Einflussnahme des Aufsichts- rats auf die Zielerreichung ist ausgeschlossen. zielsetzung zielerreichung Erfolgreicher Verkauf der Operativen Einheit Americas bis Ende Q2/2021 übererfüllt; das Closing erfolgte im April 2021 Gründung des Joint Ventures mit REMEX zur Bündelung der Entsorgungsaktivitäten bis Ende Q2/2021 übererfüllt; alle Bedingungen für ein Closing wurden seitens K+S bereits im zweiten Quartal erfüllt; Gründung des Joint Ventures verzögerte sich aufgrund ausstehender kartellrechtlicher Genehmigungen, auf die die Mitglieder des Vorstands keine Einflussnahme hatten Entwicklung eines Leitbilds und einer Strategie für die K+S Gruppe nach erfolgreichem Verkauf der Operativen Einheit Americas bis Ende August 2021 erfüllt Als zweite Komponente im sti schließt der Aufsichtsrat zu Beginn eines Geschäftsjahres mit dem Gesamtvorstand eine Zielverein- barung. Die für das Geschäftsjahr wesentlichen Ziele finden Sie in Tabelle b.65. Nach Ablauf des betreffenden Geschäftsjahres wird vom Aufsichtsrat ein Performancefaktor für das gesamte Vorstandsteam festgelegt. Dieser wirkt als Multiplikator auf den sti. Der Performancefaktor liegt zwischen 0,8 und 1,2. Bei unterjährigen Austritten wird, sofern es noch keine belastbare Hochschätzung gibt, in der Regel eine 100%-ige Zielerreichung unterstellt. Die Zielvereinbarungen mit dem Vorstand enthalten auch strategische Ziele, wie z. B. die Entwicklung einer neuen Strategie, die auch eine Klimastrategie beinhaltet. Identifizierung und Umsetzung kurz- und langfristiger Maß- nahmen zur nachhaltigen Stärkung und Optimierung der K+S Produktionsstandorte übererfüllt Professionelle Begleitung der DPR-Prüfung erfüllt short term incentive – zielerreichung Der Vergleich des Plan-ebitda der vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2021 (503,0 Mio. €) mit dem tatsächlich im Geschäftsjahr 2021 erzielten Ist-ebitda (969,1 Mio. €) resultiert in einer Zielerreichung in Höhe von 192,7%. Der Performancefaktor für das Geschäftsjahr wurde vom Aufsichtsrat in der Gesamtschau auf 1,2 festgelegt. Die Auszahlung des sti für das betreffende Geschäftsjahr erfolgt jeweils im April des Folgejahres. ermittlung des sti-auszahlungsbetrags: sti-Basisbetrag x Erfüllungsgrad gemessen am ebitda der k+s gruppe x Performancefaktor Tabelle b.66 zeigt die sich hieraus im Geschäftsjahr ergebenden individuellen Auszahlungsbeträge. zielerreichung und auszahlungsbetrag short term incentive (2021) b.66 Auszahlungs- betrag Basisbetrag Zielerreichung Zum 31.12.2021 amtierende Mitglieder des Vorstands Dr. Burkhard Lohr in Tsd. € in % 231,2 2 231,2 2 231,2 2 in Tsd. € 570,0 1.318,1 878,7 Thorsten Boeckers 380,0 Holger Riemensperger 285,0 659,0 Im Geschäftsjahr 2021 ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands Mark Roberts1 126,7 100,0 126,7 1 Herr Roberts hat das Unternehmen mit Wirkung zum 30. April 2021 verlassen. In diesem Zuge wurden seine Ansprüche ausgezahlt. Da zum Zeitpunkt des Ausscheidens die Zielerreichungsgrade des EBITDA der K+S Gruppe sowie des Performancefaktors noch nicht feststanden, wurde eine Zielerreichung von 100% vereinbart. 2 EBITDA Plan-Ist-Vergleich 192,7% x Performancefaktor 1,2 = 231,2%. k+s geschäftsbericht 2021 145 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss long term incentive i (lti i) Im Zuge des Verkaufs der Operativen Einheit Americas im Geschäftsjahr 2021 wurden die Ausgangs- und Zielwerte der Lost Time Incident Rate um die Arbeitsunfälle der Operativen Einheit Americas bereinigt. Hieraus ergaben sich notwendige Anpassungen in den Vorstandsdienstverträgen. Eine nachhaltige Unternehmensführung hat einen zunehmend starken Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens. Daher hat der Aufsichtsrat im Jahr 2019 beschlossen, einen wesentlichen Teil der Vergütung des Vorstands an Nachhaltigkeitsziele zu koppeln. Das lti i, das 50% des Long Term Incentives ausmacht, wurde in diesem Zuge neu geregelt. gesellschaft&mitarbeiter – lost time incident rate (bis 2024) b.67 Wie im Geschäftsbericht auf Seite 43 beschrieben, hat sich das Unternehmen in drei Handlungsbereichen, nämlich „Gesell- schaft & Mitarbeiter“, „Umwelt & Ressourcen“ und „Geschäfts- ethik & Menschenrechte“, Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Für das weiterhin dreijährige lti i wurde aus jedem Handlungsbereich ein Ziel gewählt. Als Maßstab für die Zielerreichung wurden jeweils Plan-Werte festgelegt. 10 8 Zielerreichung 0 % 6 icmm jeweils aktueller Stand Für den Handlungsbereich „Gesellschaft & Mitarbeiter“ wurde mit der Reduzierung der Lost Time Incident Rate ein Ziel aus dem Themenfeld „Gesundheit & Arbeitssicherheit“ gewählt. Aus dem Handlungsbereich „Umwelt & Ressourcen“ wurde aus dem Themenfeld „Ressourceneffizienz“ das Ziel der zusätzlichen Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser aus der Kali- produktion in Deutschland festgelegt und aus dem Handlungs- bereich „Geschäftsethik & Menschenrechte“ das Themenfeld „Nachhaltige Lieferketten“ mit zwei Unterzielen: 3,8 icmm 2018 4 2 0 Zielerreichung 200 % Vision: 0 Unfälle 2020 2021 2022 2023 2024 … 2030 Schematische Darstellung. * International Council on Mining and Metals. Beispielrechnung lti i-Programm: 1. den „Anteil der kritischen Lieferanten, die den Verhaltens- kodex für Lieferanten der k+s gruppe anerkannt haben“ zu maximieren sowie lti-Rate 8,7 = 100% Zielerreichung lti-Rate 10,2 = 0% Zielerreichung lti-Rate 7,2 = 200% Zielerreichung 2. die „Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Verhaltens- kodex für Lieferanten der k+s gruppe“ zu erhöhen. ii. Umwelt & Ressourcen: Ressourceneffizienz – Reduzierung salzhaltiger Prozesswasser Die drei Oberziele aus den drei Handlungsbereichen stehen gleichgewichtig nebeneinander. Das Unternehmen hat sich in diesem Handlungsbereich das Ziel gesetzt, ab dem Jahr 2030 jährlich 500.000 m³ weniger salzhaltige Prozesswasser aus der Kaliproduktion in Deutsch- land zu generieren als im Vergleich zum Jahr 2017. Die Vergütung bemisst sich hierbei am Ratio „Kubikmeter pro Tonne Produkt“. Um eine 100 %-Zielerfüllung zu erreichen, muss entsprechend in einem Dreijahreszeitraum – unter der Annahme der Produktionsmenge von 2017 – eine Reduzierung von Prozesswasser um 115.385 m³ erreicht werden (Plan-Wert). i. Gesellschaft & Mitarbeiter: Gesundheit & Arbeitssicherheit – Lost Time Incident Rate (lti-Rate) Die sogenannte lti-Rate misst Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit bezogen auf eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Diese Rate soll in einem Dreijahreszeitraum um drei Punkte reduziert werden, um eine 100%-Zielerfüllung zu erreichen. Wird das Ziel über- oder untererfüllt, steigt bzw. fällt der Prozentsatz linear auf maximal 200% bzw. minimal 0%. b.67 k+s geschäftsbericht 2021 146 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Wird das Ziel über- oder untererfüllt (Vergleich von Plan- und Ist-Wert), steigt bzw. fällt der Prozentsatz linear auf maximal 200% bzw. minimal 0%. b.68 Die beiden Unterziele in dieser dritten Kategorie stehen gleich- gewichtig nebeneinander. Um eine 100%-Zielerfüllung bei der Anerkennungsrate der kritischen Lieferanten zu erreichen, muss in einem Dreijahres- zeitraum eine Steigerung der Anerkennungsrate um 33,3 Pro- zentpunkte erreicht werden (Plan-Wert). Wird das Ziel über- oder untererfüllt (Vergleich von Plan- und Ist-Wert), steigt bzw. fällt der Prozentsatz linear auf maximal 200% bzw. minimal 0%. b.69 umwelt&ressourcen – prozesswasser (bis 2024) b.68 Zielerreichung 0 % geschäftsethik&menschenrechte – nachhaltige lieferketten (bis 2024) kritische lieferanten b.69 Zielerreichung 200 % Zielerreichung 200 % 100 % –500.000 m³ 90 % 80 % 70 % 60 % 50 % 40 % 30 % 20 % 10 % 0 % 2020 2021 2022 2023 2024 … 2030 Schematische Darstellung. Zielerreichung 0 % Beispielrechnung lti i-Programm1: Prozesswasserreduzierung –115.385 m³ = 100% Zielerreichung Prozesswasserreduzierung –57.692 m³ = 0%Zielerreichung Prozesswasserreduzierung –173.078 m³ = 200% Zielerreichung 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Schematische Darstellung. iii. Geschäftsethik & Menschenrechte: Nachhaltige Lieferketten – Verhaltenskodex für Lieferanten Beispielrechnung lti i-Programm: k+s fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforde- rungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der k+s gruppe (Kodex) formuliert. Die Zielsetzung ist, die Anerkennungsrate des Kodex bezogen auf unser Einkaufsvolumen (Anerkennungs- rate ii) bis zum Jahr 2025 auf mehr als 90% zu steigern. Ein wei- teres Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100% unserer „kritischen“ Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltig- keitsrisiko, den Kodex anerkannt haben (Anerkennungsrate I). Anerkennungsrate i 66,6% = 100% Zielerreichung Anerkennungsrate i 50,0% = 0% Zielerreichung Anerkennungsrate i 83,3% = 200% Zielerreichung Um eine 100%-Zielerfüllung bei der Abdeckung des Einkaufs- volumens zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Steigerung der Anerkennungsrate, die in der nach- folgenden Grafik dargestellt wird, erreicht werden (Plan-Wert). Da die Erwartung besteht, dass am Anfang eine schnellere Anerkennungsrate erreicht werden kann als im fortgeschrittenen Stadium, hat die Kurve einen degressiven Verlauf. Wird das Ziel 1 Annahme: Produktionsmenge von 2017. k+s geschäftsbericht 2021 147 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss über- oder untererfüllt (Vergleich von Plan- und Ist-Wert), steigt bzw. fällt der Prozentsatz auf maximal 200% bzw. minimal 0%. b.70 Die Auszahlung des lti i erfolgt jeweils im April des dem Pro- grammende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauf folgenden Jahres. geschäftsethik&menschenrechte – nachhaltige lieferketten (bis 2024) einkaufsvolumen b.70 long term incentive ii (lti ii) Maßgeblich für das lti ii ist die Kursentwicklung der k+s-Aktie im Vergleich zur Entwicklung des mdax. Für die Berechnung wird beim mdax der Performance Index herangezogen und die Vergleichbarkeit dazu sichergestellt. Entspricht die Kurs- entwicklung der k+s-Aktie der Entwicklung des mdax im Vergleichszeitraum, beträgt die Zielerreichung 100%. Über- oder unterschreitet die Kursentwicklung der k+s-Aktie die Entwicklung des mdax, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200% und minimal 0% betragen b.71. Da dieses lti ii und damit 50% der Long Term Vergütung an die Performance der k+s-Aktie gekoppelt sind, gibt es darüber hinaus keine gesonderte „Ownership Guideline“ (Weisung zum Aktienbesitz). Zielerreichung 200 % 100 % 90 % 80 % 70 % 60 % 50 % 40 % 30 % 20 % 10 % 0 % Zielerreichung 0 % 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Schematische Darstellung. Beispielrechnung lti i-Programm: Die Auszahlung des lti ii erfolgt jeweils im April des dem Pro- grammende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauf folgenden Jahres. Anerkennungsrate ii 79,0% = 100% Zielerreichung Anerkennungsrate ii 62,0% = 0% Zielerreichung Anerkennungsrate ii 96,1% = 200% Zielerreichung long term incentive ii-programm b.71 Vergleichszeitraum Performancezeitraum 2020 2021 2022 2023 MDAX 20201 MDAX 20232 K+S-Aktie 20201 K+S-Aktie 20232 Programmbeginn Programmende 1 Durchschnitt des Börsenjahres; bildet den Vergleichswert. 2 Durchschnitt des Börsenjahres 2023, Basis für Performance-Abgleich gegenüber 2020. k+s geschäftsbericht 2021 148 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss zielerreichung und auszahlungsbetrag long term incentive ii (2019–2021) b.72 Auszahlungs- Basisbetrag Zielerreichung betrag Zum 31.12.2021 amtierende Mitglieder des Vorstands Dr. Burkhard Lohr in Tsd. € 427,5 285,0 – in % 43,3 43,3 – in Tsd. € 185,1 123,4 – Thorsten Boeckers Holger Riemensperger Im Geschäftsjahr 2021 ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands Mark Roberts1 221,7 100,0 221,7 1 Herr Mark Roberts hat das Unternehmen mit Wirkung zum 30. April 2021 verlassen. In diesem Zuge wurden seine Ansprüche ausgezahlt. Da im Zeitpunkt des Ausscheidens der Zielerreichungsgrad des LTI II-Programms (2019–2021) noch nicht endgültig feststand, wurde eine Zielerreichung von 100% vereinbart. zielerreichung long term incentive ii (2019–2021) Der Zielwert der k+s Aktie für eine 100%-Zielerreichung lag bei 27,58 €/Aktie. Der Kurs der k+s Aktie betrug im Durchschnitt 11,93 €/Aktie, was in einer Zielerreichung in Höhe von 43,3 % resultierte. Tabelle b.72 zeigt die sich hieraus im Geschäftsjahr ergebenden individuellen Auszahlungsbeträge. Die Auszahlung des lti i (2019–2021) erfolgt im April 2022. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauf folgenden Jahres. zielerreichung long term incentive i (2019–2021) Der Vergleich des Plan-Wertbeitrags (–123 Mio. €) mit dem Ist- Wertbeitrag (–411 Mio. €) resultiert in einer Zielerreichung in Höhe von 0%. Für Herrn Dr. Burkhard Lohr und Herrn Thorsten Boeckers ergeben sich hieraus keine Auszahlungsbeträge. Herr Mark Roberts hat das Unternehmen mit Wirkung zum 30. April 2021 verlassen. In diesem Zuge wurden seine Ansprüche aus- altprogramm lti i-programm bis 31. dezember 2019 Herr Dr. Burkhard Lohr, Herr Thorsten Boeckers und Herr Mark Roberts haben Ansprüche aus dem zum 31. Dezember 2021 geendeten lti i-Programm (2019–2021), das System wird im Folgenden beschrieben: gezahlt. Da im Zeitpunkt des Ausscheidens der Zielerreichungs - Zur Ermittlung des lti i für das Jahr 2019 hat der Aufsichtsrat vor Beginn des Performancezeitraums auf Basis der Mittel- fristplanung Wertbeiträge (Value Added) für jedes Jahr des Performancezeitraums festgelegt, die sich wie folgt ermitteln: grad des lti i Programms (2019–2021) noch nicht endgültig fest- stand, wurde eine Zielerreichung von 33,3% vereinbart, die zu einer Auszahlung in Höhe von 73,8 Tsd.€ führte. gewährte und geschuldete vergÜtung Value Added = (roce – gewichteter durchschnittlicher Kapital- kostensatz vor Steuern) x (operatives Anlagevermögen1 + Wor- Die folgende Tabelle b.73 zeigt die den gegenwärtigen und im Geschäftsjahr ausgeschiedenen Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr gewährte und geschuldete Vergütung, sofern die Leistung am 31. Dezember bereits vollständig erbracht wurde. king Capital1,2 ) Der Plan-Wertbeitrag entspricht dem arithmetischen Mittel der drei Wertbeiträge des Performancezeitraums. Nach Ablauf des Performancezeitraums wird der Ist-Wertbeitrag mit dem Plan-Wertbeitrag verglichen. Entspricht der Ist-Wertbeitrag dem Plan-Wertbeitrag, beträgt die Zielerreichung 100%. Über- oder unterschreitet der Ist-Wertbeitrag den Plan-Wertbeitrag, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200% und minimal 0% betragen. Mark Roberts, der das Unternehmen zum 30. April 2021 ver- lassen hat, erhielt seine Vergütung in Euro. Um die Wechselkurs- risiken zu beschränken, wurde eine Klausel vereinbart, dass ein Wechselkursausgleich für den Fall erfolgt, dass der Ist-Kurs der jeweiligen Überweisungen vom Kurs bei Unterschrift des Ver- trages (eur 1,00 = usd 1,30) um mehr als 10% im Einzelfall oder um mehr als 5% im Durchschnitt des ganzen Jahres abweicht. 1 Jahresdurchschnitt. 2 Bereinigt um die den Goodwill beeinflussenden latenten Steuern aus der Erstkonsolidierung. k+s geschäftsbericht 2021 149 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss gewährte und geschuldete vergÜtung des vorstands b.73 Zum 31.12.2021 amtierende Mitglieder des Vorstands Dr. Burkhard Lohr Chief Executive Officer Im Vorstand seit 06/2012 Thorsten Boeckers Chief Financial Officer Im Vorstand seit 05/2017 Holger Riemensperger Chief Operating Officer Im Vorstand seit 04/2021 2021 in Tsd. € 2020 in % in Tsd. € 2021 in % in Tsd. € 2020 in % in Tsd. € 2021 2020 in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % Festvergütung Nebenleistungen Summe 825,0 46,9 35 2 825,0 64 4 550,0 35 1 550,0 65 2 412,5 38 1 – – – – – – 46,1 16,0 18,2 12,7 871,9 871,1 566,0 568,2 425,2 Einjährige variable Vergütung – STI (2021) – STI (2020)1 1.318,1 55 – – 878,7 56 – – 659,0 61 – – – – – – 285,0 22 – – 190,0 22 – – Mehrjährige variable Vergütung – LTI (2019–2021) – LTI (2018–2020) – LTI (2017–2020) Sonstiges 185,1 8 – – – 0 123,4 8 – – – 0 – – – – – – – – – – – – – – – – – 133,4 – – – – – – – – – – – 10 0 88,9 – 10 0 0 0 0 2.375,1 100 1.289,5 100 1.568,1 100 847,1 100 1.084,2 100 Gesamt Im Geschäftsjahr 2021 ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands 1 Der Vorstand hat im Jahr 2020 im Rahmen des KfW-Darlehens auf den Teil seiner Tantieme verzichtet, der die Zielerreichung von 50% übersteigt. 2 Inkl. Währungskursausgleich. 3 Seit 1. März 2020 Zusatzvergütung (110 Tsd. € p.a.) aufgrund der zusätzlichen Funktion als CEO der Morton Salt, Inc. und der damit einhergehenden Doppelverantwortung. 4 Herr Mark Roberts ist mit Wirkung zum 30. April 2021 aus dem Vorstand ausgeschieden. In diesem Zuge wurden seine Ansprüche ausgezahlt. Da im Zeitpunkt des Ausscheidens die Zielerreichungsgrade der LTI- Programme LTI (2020–2022) und LTI (2021–2023) noch nicht feststanden, wurde eine Zielerreichung von 100% vereinbart. Hieraus resultierten die folgenden Auszahlungen: LTI (2020–2022) in Höhe von 267,4 Tsd. € und LTI (2021–2023) in Höhe von 63,3 Tsd. €. Zudem wurde mit Herrn Roberts eine Incentivierungs-Prämie im Falle eines erfolgreichen Verkaufs der Operativen Einheit Americas vereinbart, die vom gezahlten Kaufpreis abhängig war. So war ein Sonderbonus in Höhe von 500 Tsd. € zu zahlen, wenn mindestens ein Kaufpreis in Höhe von 2,3 Mrd. € erzielt werden würde, was mit einem Ist-Kaufpreis in Höhe von 2,6 Mrd. € deutlich über- erfüllt wurde. Zudem wurden 144,7 Tsd. € für die Abgeltung des Urlaubsanspruchs gezahlt. Mark Roberts Im Vorstand von 10/2012 bis 04/2021 20212 in Tsd. € 20202 in % in Tsd. € in % 66 6 Festvergütung3 235,9 18,4 14 1 732,4 Nebenleistungen 65,3 Summe 254,3 797,7 Einjährige variable Vergütung – STI (2021) 135,8 8 – – – STI (2020)1 – – 216,9 19 Mehrjährige variable Vergütung – LTI (2019–2021) – LTI (2018–2020) – LTI (2017–2020) Sonstiges4 316,8 19 – – – 0 9 0 – – – 101,5 – – 975,4 58 Gesamt 1.682,4 100 1.116,1 100 k+s geschäftsbericht 2021 150 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss maximalvergütung vergleichende darstellung der vergütungs- und ertragsentwicklung Die Maximalvergütung gemäß § 87a Absatz 1 Satz 2 Nr. 1 AktG errechnet sich als Summe aller maximalen Vergütungsbestand- teile und umfasst das Festgehalt, das Cap für die Neben- leistungen, das Cap für die Tantieme (sti), das Cap für die langfristigen variablen Vergütungskomponenten (lti i und lti ii) sowie eine Schätzung für den Dienstzeitaufwand. Die Höchst- grenze der variablen Vergütungselemente (sti und lti) liegt bei jeweils 200 % des Basisbetrags. Für nach dem 8. Dezember 2020 geschlossene Dienstverträge wurde die Maximalvergütung vom Aufsichtsrat für ein ordentliches Mitglied auf 3.500 Tsd. € und für einen Vorstandsvorsitzenden auf 5.250 Tsd. € fest- gelegt. Die Dienstverträge für Herrn Dr. Burkhard Lohr, Herrn Thorsten Boeckers und Herrn Mark Roberts wurden vor diesem Datum geschlossen. Die im Geschäftsjahr an Herrn Holger Riemensperger gewährte und geschuldete Vergütung inkl. Dienstzeitaufwand betrug 1.340,9 Tsd. €, die Maximalvergütung wurde folglich unterschritten. Die folgende vergleichende Darstellung stellt die jährliche Veränderung der gewährten und geschuldeten Vergütung der gegenwärtigen und im Geschäftsjahr ausgeschiedenen Mit- glieder des Vorstands, die Ertragslage der k+s aktiengesell- schaft sowie die jährliche Veränderung der durchschnittlichen Vergütung der Arbeitnehmer in Deutschland auf Vollzeitäqui- valenzbasis der vergangenen fünf Jahre dar. b.74 vergleichende darstellung der vergÜtungs- und ertragsentwicklung fÜr die mitglieder des vorstands b.74 Gewährte und geschuldete geschuldete Gewährte und Vergütung Vergütung Veränderung Veränderung Veränderung Veränderung Veränderung 2021 2020 2021 ggü. 2020 2020 ggü. 2019 2019 ggü. 2018 2018 ggü. 2017 2017 ggü. 2016 in Tsd. € in Tsd. € in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % Zum 31.12.2021 amtierende Mitglieder des Vorstands Dr. Burkhard Lohr Thorsten Boeckers 2.375,1 1.568,1 1.289,5 1.085,6 84 85 38,0 20,4 3 2 25,9 8,5 2 1 73,8 6 187,2 514,5 19 847,1 721,0 303,7 59 – Holger Riemensperger (seit 04/2021) 1.084,2 – 1.084,2 – – – – – – – – – Im Geschäftsjahr 2021 ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands Mark Roberts (bis 04/2021) 1.682,4 1.116,1 566,3 51 104,4 10 74,8 8 –29,4 –3 –26,8 –3 Arbeitnehmer Durchschnittliche Vergütung Arbeit- nehmer in Deutschland (in Tsd. €) 78,3 73,0 5,3 7 –0,4 0 3,5 5 –0,1 0 6,4 10 Ertragsentwicklung Jahresüberschuss der K+S AG (in Mio. €) 1.152,4 969,1 –603,4 1.755,8 – –891,6 – 213,7 287 186,9 29,6 – –189,2 57,6 – EBITDA der K+S Gruppe (in Mio. €) 266,9 702,2 263 –143,5 –35 –195,9 –32 5 11 k+s geschäftsbericht 2021 151 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss versorgungszusagen Für Versorgungsansprüche, die nicht durch den Pensions- sicherungsverein abgesichert sind, schließt die Gesellschaft Rückdeckungsversicherungen für die betreffenden Vorstands- mitglieder ab, die für den Insolvenzfall an sie verpfändet sind. Die Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d.h., für jedes Jahr der Vorstands- tätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet. Für nach dem 8. Dezember 2020 geschlossene Vorstands- verträge werden die Pensionsbausteine auf der Basis von 20 % der Festvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Für vor diesem Datum geschlossene Verträge erfolgt die Berechnung auf der Basis von 40% der Festvergütung. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren ver- rentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2021 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 9,5 % und 16,5%. Die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Ver- sorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (> 15 Jahre) zu vermeiden. Die Obergrenze beträgt nach regulärer Überprüfung in 2019 für den Vorstandsvor- sitzenden 340.000 € und für die anderen Vorstandsmitglieder je 255.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus überprüft und ggf. angepasst – dies steht im Jahr 2022 erneut an. Rentenleistungen werden erst bei Auszahlung entsprechend der Veränderung des „Verbraucherpreisindex für Deutschland“ angepasst. Für Pensionsverträge gelten die gesetzlichen Rege- lungen zur Unverfallbarkeit von Pensionsansprüchen. Demnach tritt eine Unverfallbarkeit der Pensionsansprüche erst nach fünf Dienstjahren ein. Endet ein Vorstandsmandat vor dem Erreichen des 60. Lebens- jahres, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenen- pension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähig- keit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60%, jede Vollwaise 30% und jede Halbwaise 15% der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinter- bliebenenleistung kann 100% der Versorgungsleistung nicht überschreiten – in diesem Fall wird sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebens- jahr aus, können die Ansprüche gemäß der Versorgungszusage zu diesem Zeitpunkt bereits geltend gemacht werden. Mit Herrn Mark Roberts, der das Unternehmen im Rahmen des Verkaufs der Operativen Einheit Americas verlassen hat, wurde vereinbart, dass der Pensionsvertrag unabhängig von der durch das Closing der Americas-Transaktion bedingten Beendigung des Vorstandsamts und des Dienstverhältnisses fortbesteht. Es wurde unterstellt, dass die pensionsfähige Dienstzeit bis zum Ablauf seines ursprünglichen Dienstvertrags mit Ablauf des 30. September 2023 fortbesteht und der Berechnung der Rentenbausteine zugrunde gelegt. k+s geschäftsbericht 2021 152 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2021 die in b.75 dargestellten Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt. Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der „Change of Control“-Klausel bestehender Dienstverträge den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können. Diese Regelung wurde dahingehend geändert, dass für nach dem 8. Dezember 2020 geschlossene Dienstverträge der Wert von zwei Jahresvergütungen die Obergrenze bildet. Die Vor- standsmitglieder haben bei einem „Change of Control“-Fall kein Sonderkündigungsrecht. Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2021 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungs- mathematisch berechnet wird. beendigung von vorstandsverträgen Im Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung in der Regel eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags. Für die Dauer des Dienstvertrags und der darauf folgenden zwei Jahre nach dessen Beendigung verpflichtet sich das Vor- standsmitglied, ohne Zustimmung von k+s in keiner Weise für ein Konkurrenzunternehmen von k+s oder ein mit diesem verbundenes Unternehmen tätig zu werden oder sich mittelbar oder unmittelbar an einem solchen zu beteiligen oder Geschäfte für eigene oder fremde Rechnung auf den Arbeitsgebieten von k+s zu machen. Das nachvertragliche Wettbewerbsverbot gilt nicht für untergeordnete Tätigkeiten für ein Wettbewerbs- unternehmen ohne Bezug zur vorherigen Vorstandsposition. Das nachvertragliche Wettbewerbsverbot wird vergütet, Ein- künfte aus selbstständiger, unselbstständiger oder sonstiger Erwerbstätigkeit werden angerechnet. k+s kann vor Vertrags- ablauf mit einer Ankündigungsfrist von sechs Monaten auf das Wettbewerbsverbot verzichten. Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls („Change of Control“) erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen recht- fertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine pensionen der vorstandsmitglieder1 b.75 Barwert Pensions- Barwert in Tsd. € Alter zum 01.01. aufwand² zum 31.12. Zum 31.12.2021 amtierende Mitglieder des Vorstand Dr. Burkhard Lohr 2021 2021 2021 58 46 51 8.666,6 5.373,4 – 1.165,7 1.385,9 256,7 8.669,3 5.413,7 344,4 Thorsten Boeckers3 Holger Riemensperger Im Geschäftsjahr 2021 ausgeschiedene Mitglieder des Vorstand Mark Roberts 2021 58 7.060,0 279,1 8.610,2 1 Angaben nach IFRS. 2 Entspricht dem Dienstzeitaufwand. 3 Enthält Pensionsansprüche aus der Zeit als Leiter Investor Relations der K+S Aktiengesellschaft (Gesamtzusage). k+s geschäftsbericht 2021 153 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss clawback-klausel gewährte und geschuldete vergÜtung der frÜheren mitglieder des vorstands b.76 2021 in % Die Dienstverträge aller Vorstandsmitglieder enthalten sogenannte Clawback-Klauseln. Im Falle eines schwerwiegenden Verstoßes gegen gesetzliche Pflichten oder solche Pflichten, die sich aus der Satzung der Gesellschaft oder aus dem Dienst- vertrag des Vorstandsmitglieds ergeben, hat die Gesellschaft ein Rückforderungs- bzw. Einbehaltungsrecht in Bezug auf alle lti-Tranchen (lti i und lti ii), die zum Zeitpunkt des Verstoßes laufen. Im Geschäftsjahr 2021 wurde nicht von der Clawback- Möglichkeit Gebrauch gemacht. in Tsd.€ Mark Roberts1 Mitglied des Vorstands bis 04/2021 3.600,4 285,1 345,7 225,3 147,4 Dr. Thomas Nöcker Mitglied des Vorstands bis 08/2018 100 100 100 100 Norbert Steiner Vorstandsvorsitzender bis 05/2017 Gerd Grimmig Mitglied des Vorstands bis 09/2014 sonstiges Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Alters- Joachim Felker Mitglied des Vorstands bis 09/2012 grenze eingeführt, die auf das 65. Lebensjahr festgelegt wurde. Dr. Ralf Bethke Vorstandsvorsitzender bis 06/2007/ Aufsichtsratsvorsitzender bis 05/2017 Im Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistun- gen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt – dies beinhaltet auch keine Ausgabe von Darlehen. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen. 278,6 100 1 Herr Mark Roberts ist mit Wirkung zum 30. April 2021 aus dem Vorstand der K+S Aktiengesellschaft ausgeschieden. Für die Restlaufzeit seines ursprünglichen Anstellungsvertrags vom 1. Mai 2021 bis zum 30. Septem- ber 2023 erhielt er folgende Vergütung: Festvergütung in Höhe von 1.329,2 Tsd. € (rund 37%), einjährige variable Vergütung (STI) in Höhe von 918,3 Tsd. € (rund 25%), Long Term Incentive Programme 1.352,9 Tsd. € (rund 38%). gewährte und geschuldete vergÜtung an frÜhere mitglieder des vorstands Die nachfolgende Tabelle b.76 zeigt die den früheren Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2021 gewährte und geschuldete Vergütung gemäß § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG. Hierbei wurden in Übereinstimmung mit § 162 Abs. 5 AktG personenbezogene Angaben derjenigen Vorstandsmitglieder unterlassen, deren letzte Organtätigkeit bei der k+s aktiengesellschaft vor dem Geschäftsjahr 2012 endete. Zwischen Herrn Roberts und der k+s aktiengesellschaft wurde eine Abfindungsvereinbarung geschlossen, in der die Abgeltung der Restlaufzeit seines ursprünglichen Anstellungsvertrags vom 1. Mai 2021 bis zum 30. September 2023 geregelt wurde. k+s geschäftsbericht 2021 154 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss vergleichende darstellung der vergÜtungs- und ertragsentwicklung Die folgende vergleichende Darstellung stellt die jährliche Veränderung der gewährten und geschuldeten Vergütung der früheren Mitglieder des Vorstands, die Ertragslage der k+s aktiengesellschaft sowie die jährliche Veränderung der durchschnittlichen Vergütung der Arbeitnehmer in Deutschland auf Vollzeitäquivalenzbasis der vergangenen fünf Jahre dar. b.77 vergleichende darstellung der vergÜtungs- und ertragsentwicklung fÜr die frÜheren mitglieder des vorstands b.77 Gewährte Gewährte und und geschuldete geschuldete Vergütung Vergütung Veränderung Veränderung Veränderung Veränderung Veränderung 2021 2020 2021 ggü. 2020 2020 ggü. 2019 2019 ggü. 2018 2018 ggü. 2017 2017 ggü. 2016 in Tsd. € in Tsd. € in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % Frühere Mitglieder des Vorstands Mark Roberts (bis 04/2021) 3.600,4 285,1 345,7 225,3 147,4 278,6 – 3.600,4 – – – –18 –1 1 – 420,6 6,7 – 202 2 – 208,5 131,7 2,4 – – – – – – Dr. Thomas Nöcker (bis 08/2018) 518,4 –233,3 –45 –110,7 Norbert Steiner (bis 05/2017) 356,3 224,2 158,0 277,2 –10,6 1,1 –3 0 –4,8 3,1 4,2 3,9 59 1 222,7 4,4 – Gerd Grimmig (bis 09/2014) –20,8 –4,8 –9 2 8 1 Joachim Felker (bis 09/2012) –10,6 1,4 –7 1 3 –3 –37,6 4,7 –19 2 14,7 1,6 Dr. Ralf Bethke (bis 06/2007/05/2017) 1 5,0 2 Arbeitnehmer Durchschnittliche Vergütung Arbeit- nehmer in Deutschland (in Tsd. €) 78,3 73,0 5,3 7 –0,4 0 3,5 5 –0,1 0 6,4 10 Ertragsentwicklung Jahresüberschuss der K+S AG (in Mio. €) 1.152,4 969,1 –603,4 1.755,8 – –891,6 – 213,7 287 186,9 29,6 – –189,2 57,6 – EBITDA der K+S Gruppe (in Mio. €) 266,9 702,2 263 –143,5 –35 –195,9 –32 5 11 k+s geschäftsbericht 2021 155 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss vergÜtung des aufsichtsrats Herr Gerd Grimmig wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2021 als ordentliches Mitglied in den Aufsichtsrat der Konzerntochter k+s minerals and agriculture gmbh berufen. Seit dem 1. Oktober 2021 sind auch Frau Jella Benner-Heinacher, Frau Dr. Elke Eller, Herr Markus Heldt und Herr Dr. Rainier van Roessel ordentliche Mitglieder in diesem Gremium. Herr Dr. Andreas Kreimeyer übernahm mit Wirkung zum 20. Oktober 2021 den Vorsitz im Aufsichtsrat der k+s minerals and agriculture gmbh. Überblick Über das vergÜtungssystem Die Regelungen des in § 12 der Satzung der k+s aktiengesell- schaft verankerten Vergütungssystems für den Aufsichtsrat wurden von der Hauptversammlung am 12. Mai 2021 beschlossen und in der Zeit ab dem 1. Januar 2021 vollständig angewandt. vergÜtungsstruktur und vergÜtungsbestandteile Für eine Tätigkeit im Aufsichtsrat der Konzerntochter k+s minerals and agriculture gmbh erhält ein ordentliches Mitglied eine jähr- liche Vergütung in Höhe von 5 Tsd. €. Ein Vorsitzender erhält das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder Sitzungsgeld in Höhe von 400 € pro Sitzung. Ein ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine jähr- liche fixe Vergütung von 65 Tsd. €. Die zusätzliche Vergütung für die Teilnahme an Sitzungen entfällt. Ein Vorsitzender erhält das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine wei- tere jährliche Vergütung von 20 Tsd. €. Die Mitgliedschaft im Personalausschuss wird mit 5 Tsd. € vergütet. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses erhalten eine weitere jährliche Ver- gütung von 2,5 Tsd. €, sofern im Geschäftsjahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Die Mitgliedschaft im Strategie- ausschuss wird mit 15 Tsd. € vergütet. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Im Geschäftsjahr wurde die temporäre Gründung eines Sonderausschusses beschlossen, der sich mit der dpr-Prüfung auseinandergesetzt hat. Die Arbeit in diesem Ausschuss erfolgte ohne zusätzliche Vergütung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben not- wendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer, sofern relevant. Für beide Aufsichtsratsgremien gilt, dass ein Mitglied, welches dem Aufsichtsrat bzw. einem seiner Ausschüsse nur für einen Teil des Jahres angehört hat, für jeden angefangenen Monat seiner Mitgliedschaft ein Zwölftel der jeweiligen Jahresver- gütung erhält. Die Aufsichtsratsvergütung wird am Ende des ersten, auf den Abschluss des Geschäftsjahres folgenden Monats ausgezahlt. k+s geschäftsbericht 2021 156 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss gewährte und geschuldete vergÜtung 12 Tsd. € an Herrn Markus Heldt gezahlt, dieser endete vor Eintritt in den Aufsichtsrat der k+s aktiengesellschaft. Darüber hinaus wurden den Aufsichtsratsmitgliedern keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt oder Vorteile gewährt. Die folgende Tabelle b.78 zeigt die den gegenwärtigen und im Geschäftsjahr ausgeschiedenen Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr gewährte und geschuldete Vergütung, sofern die zugrunde liegende Leistung zum 31. Dezember bereits vollständig erbracht wurde. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeit- nehmervertreter, die Arbeitnehmer der k+s gruppe sind, Ent- geltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. Die Aufwandsentschädigungen das Jahr 2021 betreffend betragen Corona-bedingt 10,3 Tsd. € (2020: 31,8 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Rahmen eines Beratervertrages gewährte und geschuldete vergÜtung des aufsichtsrats b.78 Adhoc-Sonder- ausschuss DPR-Prüfung Vergütungen von Tochter- unternehmen Prüfungs- ausschuss Personal- ausschuss Nominierungs- Strategie- ausschuss Gesamt- vergütung Fixe Vergütung in Tsd. € ausschuss in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % Zum 31.12.2021 amtierende Mitglieder des Aufsichtsrats Dr. Andreas 198,3 137,5 85,0 100 100 100 100 Kreimeyer 130,0 97,5 65,0 65,0 66 71 76 81 20,0 20,0 20,0 10 15 24 10,0 5,0 5 3 5,0 2 30,0 15,0 15 11 – – – – – – 3,3 2,1 2 Ralf Becker Petra Adolph André Bahn 80,0 15,0 19 Jella S. Benner– Heinacher 89,6 100 65,0 73 20,0 22 2,5 3 – – 2 Philip Freiherr von dem 82,5 72,1 74,1 85,0 100 100 100 100 Bussche 65,0 65,0 65,0 65,0 79 90 88 76 2,5 2,5 3 3 15,0 18 Dr. Elke Eller 5,0 5,0 7 7 2,1 6,6 3 9 Gerd Grimmig Axel Hartmann 20,0 40,0 24 38 Markus Heldt (seit 12.05.2021) 45,4 100 43,3 95 2,1 5 Michael Knackmuß 70,0 105,0 65,0 100 100 100 65,0 65,0 65,0 93 62 Thomas Kölbl Gerd Kübler 100 Dr. Rainier van Roessel 67,1 100 65,0 97 2,1 3 Peter Trotha 27,1 65,0 100 100 (seit 17.08.2021) 27,1 65,0 100 100 Brigitte Weitz 1.348,7 Summe 1.077,9 140,0 25,0 12,5 75,0 – 18,3 Im Geschäftsjahr 2021 ausgeschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats Nevin McDougall (bis 12.05.2021) 27,1 100 100 27,1 100 100 Anke Roehr (bis 31.05.2021) 27,1 27,1 Summe 54,2 – – – – – – 54,2 k+s geschäftsbericht 2021 157 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss Ein Familienangehöriger eines Aufsichtsratsmitglieds ist im Angestelltenverhältnis bei der k+s gruppe beschäftigt. Die Vergütung erfolgt in Übereinstimmung mit den internen Vergütungsrichtlinien der k+s gruppe und entspricht der üblichen Vergütung von Personen in vergleichbarer Position. vergleichende darstellung der vergÜtungs- und ertragsentwicklung Die folgende vergleichende Darstellung stellt die jährliche Veränderung der gewährten und geschuldeten Vergütung der gegenwärtigen und früheren Mitglieder des Aufsichtsrats, die Ertragslage der k+s aktiengesellschaft sowie die jährliche Ver- änderung der durchschnittlichen Vergütung der Arbeitnehmer in Deutschland auf Vollzeitäquivalenzbasis der vergangenen fünf Jahre dar. b.79 vergleichende darstellung der vergÜtungs- und ertragsentwicklung fÜr die mitglieder des aufsichtsrats b.79 Gewährte Gewährte und und geschuldete geschuldete Vergütung Vergütung Veränderung 2021 ggü. 2020 Veränderung Veränderung Veränderung 2018 ggü. 2017 Veränderung 2017 ggü. 2016 2021 2020 2020 ggü. 20191 20191 ggü. 2018 in Tsd. € in Tsd. € in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % in Tsd. € in % Zum 31.12.2021 amtierende Mitglieder des Aufsichtsrats Dr. Andreas Kreimeyer Ralf Becker 198,3 137,5 85,0 273,3 205,0 128,5 125,0 –75,0 –67,5 –43,5 –45,0 –27 –33 –34 –36 51,8 47,5 25,3 41,3 23 30 24 49 –26,8 –2,6 –11 –2 52,3 38,3 78,2 68,9 27 31 – 80,9 70 0 – – – – Petra Adolph 25,1 14,8 32 22 André Bahn 80,0 – – Jella S. Benner–Heinacher 89,6 130,8 –41,2 –32 17,0 15 –15,1 –12 5,1 4 8,0 7 Philip Freiherr von dem Bussche 82,5 72,1 74,1 85,0 125,8 120,3 109,8 129,3 –43,3 –48,2 –35,7 –44,3 –34 –40 –32 –34 30,8 23,8 26,0 26,8 32 25 31 26 –18,5 23,3 –16 32 –2,3 73,2 68,9 –0,8 –2 – 2,3 – 2 – Dr. Elke Eller Gerd Grimmig Axel Hartmann 14,8 22 – – – –18,5 –15 –1 0,8 1 Markus Heldt (seit 12.05.2021) 45,4 70,0 – 121,8 144,3 109,8 45,4 –51,8 –39,3 –44,8 – –43 –27 –41 – 26,0 26,0 6,0 – 27 22 6 – –13,8 –12,0 – – –13 –9 – 5,8 49,1 – – 6 – – – 0 Michael Knackmuß Thomas Kölbl Gerd Kübler 105,0 65,0 60 0 81,2 –0,8 – 0 –1 Dr. Rainier van Roessel (seit 10.06.2020) 67,1 27,1 65,0 63,6 – 3,5 27,1 19,6 5 – 63,6 – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – Peter Trotha (seit 17.08.2021) Brigitte Weitz (seit 26.08.2020) 45,4 43 45,4 Im Geschäftsjahr 2021 ausgeschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats Nevin McDougall (bis 12.05.2021) 27,1 109,0 –81,9 –75 25,3 26,0 30 31 15,6 23 68,2 – – – Anke Roehr (bis 31.05.2021) 27,1 109,0 –81,9 –75 –20,8 –20 – 0 25,8 33 Arbeitnehmer Durchschnittliche Vergütung Arbeit- nehmer in Deutschland (in Tsd. €) 78,3 73,0 5,3 7 –0,4 0 3,5 5 –0,1 0 6,4 10 Ertragsentwicklung Jahresüberschuss der K+S AG (in Mio. €) 1.152,4 969,1 –603,4 1.755,8 266,9 702,2 – –891,6 – 213,7 287 186,9 29,6 – –189,2 57,6 – EBITDA der K+S Gruppe (in Mio. €) 263 –143,5 –35 –195,9 –32 5 11 1 Nach Berücksichtigung des Verzichts auf 20% der Fixvergütung. k+s geschäftsbericht 2021 158 an die aktionäre k+s am kapitalmarkt zusammengefasster lagebericht konzernabschluss altersgrenze und anzahl von wahlperioden Kandidaten für den Aufsichtsrat dürfen bei Wahl nicht älter als 70 sein. Darüber hinaus dürfen Mitglieder des Aufsichts- rats für maximal zwei Wahlperioden – in Ausnahmefällen drei Wahlperioden – im Amt sein. Die gesetzlichen Regelungen zur Mitbestimmung bleiben hiervon unberührt. anwesenheiten zu sitzungen In der Tabelle b.80 wird in individualisierter Form die Anwesen- heit der Aufsichtsratsmitglieder bei Gremiums- und Ausschuss- sitzungen 2021 dargestellt. sitzungsteilnahme der mitglieder des aufsichtsrats der k+s aktiengesellschaft im geschäftsjahr 2021 b.80 Sitzungen inkl. Ausschuss- sitzungen Plenums- sitzungen Gesamt Plenums- sitzungen Teilnahme Ausschuss- sitzungen Gesamt Ausschuss- sitzungen Teilnahme Teilnahme in % Gesamt Aufsichtsräte Dr. Andreas Kreimeyer Ralf Becker 32 29 22 11 25 14 14 12 15 4 9 9 9 23 20 13 2 23 100% 100% 91% 9 20 Petra Adolph 9 8 12 André Bahn 9 9 2 100% 100% 93% Jella S. Benner–Heinacher Philip Freiherr von dem Bussche Dr. Elke Eller 9 9 16 5 16 9 8 5 9 8 5 4 86% Gerd Grimmig 9 9 3 3 100% 100% 100% 79% Axel Hartmann 9 9 6 6 Markus Heldt (seit 12.05.) Michael Knackmuß Thomas Kölbl 4 4 – – 14 15 9 9 8 5 3 9 9 6 6 100% 100% 100% 100% 100% 100% 100% 97% Gerd Kübler 9 9 – – Nevin McDougall (bis 12.05.) Anke Roehr (bis 31.05.) Dr. Rainier van Roessel Peter Trotha (seit 17.08.) Brigitte Weitz 5 5 5 – – 5 5 5 – – 9 9 9 4 – – 4 4 – – – 9 9 9 – Summe 248 144 97% 104 96% k+s geschäftsbericht 2021 159 Jahresabschluss 2021* K+S Aktiengesellschaft * Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 sind im Geschäfts- bericht 2021 zusammengefasst. Die nichtfinanzielle Erklärung der K+S Aktiengesellschaft und die nichtfinanzielle Kon- zernerklärung werden ebenfalls im Geschäftsbericht 2021 zusammengefasst. Inhaltsverzeichnis Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz 1 2 Anhang 3 Allgemeine Grundlagen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Bilanz Sonstige Angaben 3 3 6 7 10 15 26 26 Weitere Informationen Hinweise 1 Gewinn- und Verlustrechnung Anhang 2020 2021 Angaben in T€ Umsatzerlöse 1 154.251 146.564 Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 181.105 –26.854 2.728 145.312 1.252 Bruttoergebnis vom Umsatz Vertriebskosten 3.210 Allgemeine Verwaltungskosten 44.725 1.729 27.599 479 Forschungskosten Sonstige betriebliche Erträge 2 3 4 119.315 174.901 541.629 13.358 5.053 176.365 292.595 Sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Beteiligungen 1.479.777 1.478.837 4.407 davon aus Gewinnabführungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens Aufwendungen aus Verlustübernahme Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ergebnis nach Steuern / Jahresfehlbetrag/-überschuss Verlustvortrag 5 4.446 2.708 349 530 4 5 895.370 122.386 2.353 - 116.817 24 6 321 68.169 1.152.403 –603.366 –274.518 274.519 –603.366 - 15 15 15 Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus Jahresüberschuss Bilanzverlust/-gewinn - –603.366 2 Bilanz Anhang 31.12.2020 31.12.2021 Angaben in T€ Immaterielle Vermögensgegenstände 12.988 60.754 10.200 64.060 Sachanlagen Finanzanlagen 10 9 6.246.721 6.320.463 2.353 6.288.841 6.363.101 3.740 Anlagevermögen Vorräte 11 12 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Wertpapiere 1.058.549 5.968 1.745.333 274.490 55.119 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Umlaufvermögen 109.876 1.176.746 4.235 2.078.682 3.129 Rechnungsabgrenzungsposten Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung AKTIVA 13 14 1.022 12.589 7.502.466 8.457.501 Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage 191.400 701.616 1.313.547 –603.366 1.603.197 38.127 191.400 701.616 1.588.065 274.519 2.755.600 - Gewinnrücklagen Bilanzverlust/-gewinn Eigenkapital 15 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Rückstellungen 3.582 47.085 16 322.091 363.800 5.532.329 3.140 352.976 400.061 5.300.329 1.511 Verbindlichkeiten 17 Rechnungsabgrenzungsposten PASSIVA 18 7.502.466 8.457.501 3 Anhang ALLGEMEINE GRUNDLAGEN Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist eine beim Amtsgericht Kassel unter der Registernummer HRB 2669 eingetragene börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Bertha-von-Suttner-Str. 7, 34131 Kassel. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Das Geschäftsjahr ent- spricht dem Kalenderjahr. Im Interesse einer übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlust- rechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufge- führt und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Das Gliederungsschema wurde um den Posten "Forschungskosten" erweitert. Die einzelnen Posten des Jahresabschlusses werden in Tausend € (T€) dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss und einen Kon- zernlagebericht (kleinster und größter Konsolidierungskreis) auf. Dieser ist im Internetauftritt der K+S Gruppe (www.kpluss.com) zugänglich. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE ERFASSUNG VON ERTRÄGEN Erträge werden erfasst, wenn die Lieferungen und Leistungen erbracht wurden und der Gefahren- übergang erfolgt ist. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND UND PRIVATE ZUWENDUNGEN Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte (z. B. Investitionszuschüsse, Investitions- zulagen) werden direkt an den Buchwerten gekürzt (Nettomethode). Bei privaten Zuwendungen für Vermögenswerte (z. B. Baukostenzuschüsse, Werkzeugkostenzuschüsse) wird die Bruttome- thode angewandt. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Diese beträgt für Software 1 bis 5 Jahre. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermö- gens werden nicht aktiviert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmä- ßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Sind die Gründe für eine außerplan- mäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- kosten. SACHANLAGEN Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Ab- schreibungen bewertet. Die Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt überwiegend für Bauten 14 bis 33 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Anlagengegen- stände, welche 800 € netto nicht überschreiten, werden im Jahr ihrer Anschaffung oder Herstel- lung voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagengegenstände, welche 800 € netto überschreiten, werden über die jeweilige unternehmensspezifische Nutzungsdauer abgeschrieben. 4 Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vor- genommen. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Zu- schreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Strecken und Grubenbaue werden nicht aktiviert. Vom Wahlrecht der Buchwertfortführung für übernommene Vermögensgegenstände im Rahmen von Umwandlungen wird Gebrauch gemacht. FINANZANLAGEN Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zum niedri- geren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder bei unverzinslichen oder niedrig verzinslichen Darlehen zum Barwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Vornahme außerplanmäßi- ger Abschreibungen Rechnung getragen. Vom Wahlrecht, außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung zu erfassen, wird kein Gebrauch gemacht. VORRÄTE Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederst- wertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen sowie Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit diese durch die Herstellung verursacht sind. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Forderungen werden entsprechend ihrer Fristigkeit zum Nenn- oder Barwert angesetzt. Einzelrisi- ken werden durch Abschreibungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichti- gung berücksichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizule- genden Wert angesetzt. WERTPAPIERE DES UMLAUFVERMÖGENS Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsen- kurs bzw. beizulegendem Wert am Abschlussstichtag bewertet. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Das Wahlrecht gemäß § 250 Abs. 3 HGB zur aktivischen Abgrenzung von Disagien aus der Auf- nahme von Verbindlichkeiten wird ausgeübt. Sofern der Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit ge- ringer als der Ausgabebetrag ist, erfolgt eine passivische Abgrenzung des Agios. VERMÖGENS- UND SCHULDENVERRECHNUNG, ERTRAGS- UND AUFWANDSVERRECHNUNG Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszu- sagen sowie von Erfüllungsrückständen aus Verpflichtungen aus Langzeitkonten dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit dem Aufwand aus der Aufzin- sung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und der Saldo im Zinsergebnis ausgewiesen. In der Bilanz werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Die sich ergebenden Verpflichtungsüberhänge werden unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Verpflichtungen aus Pensionszusagen) und unter den sonstigen Rückstellungen (Erfüllungsrückstände aus Langzeitkonten) ausgewiesen. Bei einem 5 Überhang der Vermögensgegenstände erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN Der Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen wird unter Anwendung versicherungsmathema- tischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Pensionsverpflichtungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abge- zinst, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zum Ab- schlussstichtag ergibt sich ein Rechnungszins in Höhe von 1,86 % p.a. (Vorjahr: 2,3 % p.a.). Der Ausweis von Effekten aus Änderungen des Zinssatzes erfolgt im Finanzergebnis. Der angenommene Gehaltstrend beträgt 1,8 % p.a. (Vorjahr: 1,8 % p.a.). Zusätzlich wird bis zum Alter von 50 Jahren ein Karrieretrend von 1 % p.a. (Vorjahr: 0 % p.a.) berücksichtigt. Der Renten- trend beträgt 1,8 % p.a. (Vorjahr: 1,8 % p.a.) und die Fluktuation 0,55 % p.a. (Vorjahr: 0,32 % p.a.). Die Sterbewahrscheinlichkeiten und Fluktuation basieren (unverändert zum Vorjahr) auf den Heu- beck’schen Sterbetafeln (RT 2018 G). ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN Übrige Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenstei- gerungen gebildet. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünf- tiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzude- cken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem durchschnitt- lichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen zum Gruben- und Schachtversatz werden mit dem Barwert der zukünftig zu erwartenden Aufwendungen bewertet. Für Verpflichtungen mit ei- ner Laufzeit unter 50 Jahren werden bei der Barwertermittlung die von der Bundesbank veröffent- lichten fristenkongruenten Diskontierungssätze verwendet und eine jährliche Preissteigerungsrate in Höhe von 1,5 % zu Grunde gelegt. Bergbauliche Verpflichtungen für Haldenverwahrung mit ei- ner Laufzeit von mehr als 50 Jahren werden wie im Vorjahr weiterhin mit dem so zum 31. Dezem- ber 2017 ermittelten Zinssatz in Höhe von 2,75 % p.a. diskontiert. Diese Vorgehensweise trägt dem Umstand Rechnung, dass die gesetzliche in § 253 Abs. 2 HGB i. V. m. der RückAbzinsV normierte Regelung ihren Sinn und Zweck nach bei anhaltender Niedrigzinsphase nicht mehr sinnvoll auf so genannte Ewigkeitslasten anwendbar ist. Parallel dazu wird jährlich auf Basis der von der Bundes- bank veröffentlichten Zinssätze mit 50-jähriger Restlaufzeit seit Beginn der Veröffentlichungen de- ren langfristiger Zinsdurchschnitt ermittelt. Eine Anpassung erfolgt, sofern der langfristige Zins- durchschnitt unter den Zinssatz vom 31. Dezember 2017 sinkt. Rückstellungen für Bergschäden- wagnisse werden auf Basis von Schadenfällen der Vergangenheit ermittelt, um dem tatsächlichen Risiko Rechnung zu tragen. Die Rückstellungen für Dienstjubiläen werden für die zurückgelegten Dienstzeiten nach versiche- rungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage des modifizierten Teilwertverfahrens ermit- telt. Die Ermittlung des Erfüllungsbetrags von Verpflichtungen aus Langzeitkonten erfolgt nach dem Barwertverfahren. Die Verpflichtungen für Langzeitkonten und Jubiläen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre ab- gezinst, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zum Ab- schlussstichtag ergibt sich ein Rechnungszins in Höhe von 1,35 % p.a. (Vorjahr: 1,6 % p.a.). Der Ausweis von Effekten aus Änderungen des Zinssatzes für Verpflichtungen aus Langzeitkonten er- folgt im Finanzergebnis. Der angenommene Gehaltstrend beträgt 1,8 % p.a. (Vorjahr: 1,8 % p.a.) und bis zum Alter von 50 Jahren wird zusätzlich ein erwarteter Karrieretrend von 1 % p.a. (Vorjahr: 6 0 % p.a.) berücksichtigt. Der Rententrend beträgt 1,8 % p.a. (Vorjahr: 1,8 % p.a.) und die Fluktua- tion 4,73 % p.a. (Vorjahr: 3,4 % p.a.). Die Sterbewahrscheinlichkeiten und Fluktuation basieren (un- verändert zum Vorjahr) auf den Heubeck’schen Sterbetafeln (RT 2018 G). VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. PASSIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Agien aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten. LATENTE STEUERN Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebil- det. Hierbei werden bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT neben Unterschieden bei eigenen Bilanzpo- sitionen auch Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei Organgesellschaften berücksichtigt. Ver- lust- und Zinsvorträge werden berücksichtigt, insoweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der kombinierte Ertragsteuersatz des Organkreises der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 30,2 % zu Grunde gelegt. Dieser enthält neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % und dem darauf zu entrichtenden Solidaritätszuschlag von 5,5 % den durchschnittlichen Gewerbesteu- ersatz in Höhe von 14,4 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ange- setzt. Im Falle einer insgesamt bestehenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Passive Unterschiedsbeträge ergeben sich zum Abschlussstichtag insbesondere aus Bewertungsun- terschieden bei Forderungen gegen verbundene Unternehmen und steuerlichen Rücklagen. Aktive Unterschiedsbeträge resultieren im Wesentlichen aus Buchwertunterschieden bei den Pensions- verpflichtungen, sonstigen Rückstellungen (insbesondere: bergbaulichen Rückstellungen). Nach Saldierung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge verbleibt im Berichtsjahr ein Aktivüber- hang, der in der Bilanz nicht angesetzt wurde. BEWERTUNGSEINHEITEN UND DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE Es wurden im Geschäftsjahr – wie im Vorjahr - keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebil- det. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt in Übereinstimmung mit den all- gemeinen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen imparitätisch. Aktivische derivative Finan- zinstrumente werden maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei negativem beizulegenden Zeitwert wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Pas- sivische derivative Finanzinstrumente werden mindestens in Höhe der erhaltenen Stillhalterprä- mie angesetzt. Soweit der negative beizulegende Zeitwert die passivierte Verbindlichkeit über- steigt, wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. UMRECHNUNG VON FREMDWÄHRUNGSBETRÄGEN Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu Euro-Referenzkursen im Zeitpunkt der Ent- stehung erfasst. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbind- lichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem höheren Devisenkassa- mittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. 7 Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforde- rungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem niedrigeren Devisenkassa- mittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG (1) UMSATZERLÖSE UMSATZ NACH TÄTIGKEITSGEBIETEN 2020 2021 Angaben in T€ IT 44.236 53.479 56.536 154.251 49.975 48.789 47.800 146.564 Tierhygiene Sonstiges UMSATZ NACH REGIONEN 2020 2021 Angaben in T€ Inland 133.803 1.889 132.176 2.024 Übriges Europa Übersee 18.559 154.251 12.364 146.564 (2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE 2020 2021 Angaben in T€ Erträge aus Kurssicherungsgeschäften Erträge aus dem Teilabgang von Beteiligungen Erträge aus Kostenverrechnung an Gruppengesellschaften Erträge aus Währungsumrechnung Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Erträge aus Abgängen von Sachanlagen Übrige Erträge 26.002 - 71.159 2.401 28 11.968 74.089 5.563 209 62.390 31.573 217 1.484 119.315 4.881 176.365 Erträge in Höhe von 33.113 T€ (Vorjahr: 6.166 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. (3) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN 2020 2021 Angaben in T€ Aufwendungen für stillgelegte Werke Aufwendungen aus Währungsumrechnung Aufwendungen aus Kurssicherungsgeschäften Aufwendungen für Beratungskosten 12.627 15.551 42.853 38.689 2.972 137.008 87.108 30.947 17.475 4.049 Aufwendungen für Altersvorsorge Aufwendungen für IT-Projektkosten 8.042 2.196 Aufwendungen für Wohnungswirtschaft Aufwendungen für drohende Verluste aus Sicherungsgeschäften Übrige Aufwendungen 388 402 40.638 13.141 174.901 112 13.297 292.595 Aufwendungen in Höhe von 1.357 T€ (Vorjahr: 1.503 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurech- nen und resultieren hauptsächlich aus erfolgsabhängiger Vergütung. 8 (4) BETEILIGUNGSERGEBNIS 2020 2021 Angaben in T€ Erträge aus Gewinnabführung 13.358 528.271 1.478.837 940 Übrige Beteiligungserträge Erträge aus Beteiligungen 541.629 1.479.777 - Aufwendungen aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen –895.370 –353.741 1.479.777 Es bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit verbundenen Unternehmen, die eine Ergebnisübernahme beinhalten. Die Erträge aus der Gewinnabführung setzen sich aus der Ergebnisabführung der K+S HOLDING GMBH, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, der K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH und der K+S BETEILIGUNGS GMBH zusammen. Die übrigen Beteiligungserträge resultieren im Berichtsjahr mit 940 T€ (Vorjahr: 528.271 T€) aus verbundenen Unternehmen (MSW CHEMIE GMBH, LEHRTER WOH- NUNGSBAU GMBH). Die Aufwendungen aus Verlustübernahme resultierten im Vorjahr in Höhe von 895.341 T€ aus der K+S HOLDING GMBH (außergewöhnlicher Aufwand nach § 285 Nr. 31 HGB). In der Position „Erträge aus Gewinnabführung“ sind außergewöhnliche Erträge aus der Vereinnah- mung des Ergebnisses der K+S HOLDING GMBH in Höhe von 1.361.441 T€ nach § 285 Nr. 31 HGB ent- halten. (5) ZINSERGEBNIS 2020 2021 Angaben in T€ Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen davon negative Habenszinsen 5.053 4.446 - 4.407 2.708 633 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.053 4.407 Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen saldiert mit Aufwendungen/Erträgen aus dem Deckungsvermögen –8.078 –10.218 2.140 864 –11.019 11.883 davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen davon Ertrag aus dem Deckungsvermögen für Pensionsrückstellungen Zinsaufwand in den Zuführungen zu Rückstellungen für Langzeitkonten saldiert mit Erträgen/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen –73 74 davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Rückstellungen für Langzeitkonten –147 –108 davon Ertrag/Aufwand aus dem Deckungsvermögen für Rückstellungen für Langzeitkonten 74 –10.382 - 182 –12.646 –21.410 –83.700 –24 Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen Aufwendungen aus Rückkäufen von Anleihen und Schuldscheinen Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen –103.853 –2.353 122.386 –117.334 davon an verbundene Unternehmen Zinsen und ähnliche Aufwendungen 116.817 –112.410 (6) STEUERN 2020 2021 Angaben in T€ Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern 321 393 714 68.169 327 68.495 In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind insgesamt Aufwendungen in Höhe von 6.921 T€ enthalten, die Vorjahre betreffen (Vorjahr: insgesamt Erträge: 885 T€). Die sonstigen Steuern in Höhe von 327 T€ (Vorjahr: 393 T€) sind den betrieblichen Funktionsberei- chen zugeordnet. 9 (7) MATERIALAUFWAND 2020 2021 Angaben in T€ Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren Aufwendungen für bezogene Leistungen 29.965 67.066 97.031 31.645 52.827 84.472 (8) PERSONALAUFWAND 20201 2021 Angaben in T€ Löhne und Gehälter Soziale Abgaben Altersversorgung Unterstützung 100.771 10.955 4.099 71.999 13.874 4.658 54 21 115.846 90.585 1 Der Personalaufwand des Vorjahres wurde angepasst. Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pen- sionsrückstellungen. Dieser wird als Zinsaufwand im Zinsergebnis ausgewiesen. 10 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ (9) ANLAGEVERMÖGEN Bruttobuchwerte Abschreibungen Nettobuchwerte Stand am 01.01.2021 Stand am Umbuchungen 31.12.2021 Stand am 01.01.2021 Stand am Zuschreibung 31.12.2021 Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020 Angaben in T€ Zugänge Abgänge Zugänge Abgänge Umbuchungen Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.641 3.032 1.073 325 3.422 81 2.698 –2.574 124 22.990 702 12.685 - 3.978 - 3.171 - - - - - - - 13.492 - 9.498 702 9.956 3.032 Geleistete Anzahlungen 25.673 1.398 3.503 23.692 12.685 3.978 3.171 13.492 10.200 12.988 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45.541 56.466 54.807 1.680 477 32 589 1.315 375 48.504 56.729 56.150 17.707 38.846 47.361 793 2.392 3.600 31 553 - - - - - - 18.469 40.685 49.626 30.035 16.044 6.524 27.834 17.620 7.446 Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.310 1.396 429 1.335 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.853 5.910 64 –2.243 –124 11.456 - - - - - - 11.456 7.853 164.667 10.377 2.081 172.839 103.914 6.785 1.919 - - 108.780 64.060 60.754 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 6.272.509 1.366 1.800 - 27.165 - - - 6.247.144 1.366 27.165 - - - 27.165 - - - - - - - 6.247.144 1.366 6.245.344 1.366 Beteiligungen Wertpapiere des Anlagevermögens - 185.684 145.282 - 40.402 - 72 - - - 72 40.330 - Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen 11 6.273.886 6.464.226 - 187.484 199.259 11 172.458 178.042 - - - - 6.288.912 6.485.443 - 27.165 - 72 - 27.165 32.255 - - - - - - - 72 - 6.288.841 6.363.101 11 6.246.721 6.320.463 Anlagevermögen 143.764 10.835 122.344 11 (10) FINANZANLAGEN Die Aufstellung über den Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11b HGB ist gesondert in der Anmer- kung „Aufstellung des Anteilsbesitzes“ dargestellt. Die Anteile werden mindestens einmal jährlich von den gesetzlichen Vertretern auf Werthaltigkeit überprüft. Die Ableitung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt unter Verwendung von Ertragswert- oder Discounted Cash Flow-Verfahren. Soweit es sich um Anteile an Holdinggesellschaften handelt, basieren deren beizulegende Zeitwerte auf den entsprechend ermittelten Werten der von diesen Gesellschaf- ten gehaltenen Beteiligungen. Im Fall von zur Veräußerung bestimmten Beteiligungen wird der beizule- gende Zeitwert aus vereinbarten Verkaufspreisen abgeleitet. UMLAUFVERMÖGEN (11) VORRÄTE 2020 2021 Angaben in T€ Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Unfertige Erzeugnisse 2.007 346 2.170 1.570 3.740 2.353 (12) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENS GEGENSTÄNDE 2020 2021 Angaben in T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr Forderungen gegen verbundene Unternehmen davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr Sonstige Vermögensgegenstände 18.048 23.395 - 54 963.968 1.626.344 - - 9 - - 76.524 5 - 95.594 5 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 1.058.549 1.745.333 Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 31.877 T€ (Vorjahr: 330.404 T€) auf Forderungen aus dem konzerninternen Zahlungsverkehr und 1.478.837 T€ (Vorjahr: 13.358 T€) auf For- derungen aus Ergebnisabführung. Auf Forderungen aus Beteiligungserträgen entfallen 940 T€ (Vorjahr: 528.271 T€). Darüber hinaus entfallen 105.015 T€ (Vorjahr: 68.307 T€) auf Forderungen aus der Bege- bung eines Darlehens an eine Tochtergesellschaft. Im Übrigen betreffen sie in Höhe von 9.676 T€ (Vor- jahr: 27.109 T€) vornehmlich Lieferungen und Leistungen. (13) AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft in Höhe von 36 T€ (Vorjahr: 694 T€) Disagien i.S.v. § 250 Abs. 3 HGB. (14) AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG , RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN UND RÜCKSTELLUNGEN FÜR LANGZEITKONTEN Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen keine Fehlbeträge. Im Rahmen des Bilanzausweises werden Pensionsrückstellungen mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen die- nen, verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum Abschlussstichtag 141.235 T€ (ohne Berücksichtigung von Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitneh- mern). Verrechnet mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von 153.011 T€ ergibt sich ein Bilanzansatz als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 12 11.776 T€. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern („deferred compensation“) in Höhe von 2.696 T€, die durch kongruente Versicherungsverträge rückge- deckt sind. Der Erfüllungsbetrag wurde vollständig mit dem beizulegenden Zeitwert der Versicherungs- verträge (2.696 T€) verrechnet. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge sind in Punkt (5) Zinser- gebnis dargestellt. Aufgrund einer Gesetzesänderung im März 2016 ist der Durchschnittszeitraum, der für die Ermittlung der Höhe des Rechnungszinses bei Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen maßgebend ist, von 7 auf 10 Jahre angehoben worden. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 10.397 T€. Das Deckungsvermögen umfasst Wertpapiere, Rückdeckungsversicherungsverträge und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Wertpapiere sind mit ihren Marktpreisen und Guthaben bei Kreditinstituten mit ihrem Nennwert zum Abschlussstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversi- cherungsverträge wurde anhand des geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals der Verträge zuzüglich eines ggf. vorhandenen Guthabens aus Überschussbeteiligung ermittelt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 172.257 T€. 2020 2021 Angaben in T€ Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Langzeitkonten Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung für Langzeitkonten 2.368 3.390 1.022 2.779 3.591 812 Das Deckungsvermögen für Langzeitkonten umfasst Guthaben bei Kreditinstituten und Wertpapiere. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert in Höhe von 1.969 T€ (Vorjahr: 1.959 T€) zum Abschlussstichtag bewertet. Die zum Marktpreis bewerteten Wertpapiere betragen zum Ab- schlussstichtag 1.622 T€ (Vorjahr: 1.431). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt 3.591 T€ (Vorjahr: 3.390 T€). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 3.307 T€. (15) EIGENKAPITAL GEZEICHNETES KAPITAL Das gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € (Vorjahr: 191,4 Mio. €) und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Der rechnerische Wert be- trägt 1,00 € je Aktie. GENEHMIGTES KAPITAL Zum 31. Dezember 2021 verfügte die Gesellschaft über genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 76,56 Mio. €, das in Teilbeträgen und durch Ausgabe von bis zu 76,56 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien ausgegeben werden kann. Am 12. Mai 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2026 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 38.280.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 38.280.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Der Vorstand wurde am 10. Juni 2020 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. Juni 2025 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 38.280.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 38.280.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). BEDINGTES KAPITAL Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lau- tenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). 13 Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 9. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschrei- bungen (Schuldverschreibungen) zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschrei- bungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € zu gewähren bzw. aufzuerle- gen. ANGABEN ZU EIGENEN ANTEILEN Im Geschäftsjahr hielt die Gesellschaft keine eigenen Anteile. Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2020 wurde der Vorstand ermäch- tigt, bis zum 9. Juni 2025 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Falle des Erwerbs über die Börse als auch eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufange- bots darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maß- geblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. KAPITALRÜCKLAGE 2020 2021 Angaben in T€ Stand am 1. Januar 701.616 701.616 701.616 701.616 Stand am 31. Dezember ANDERE GEWINNRÜCKLAGEN 2020 2021 Angaben in T€ Stand am 1. Januar 1.150.489 - 1.313.547 274.518 - Einstellung aus dem Jahresüberschuss Einstellung gemäß Beschluss der Hauptversammlung Stand am 31. Dezember 163.058 1.313.547 1.588.065 BILANZGEWINN/-VERLUST 2020 2021 Angaben in T€ Bilanzgewinn/-verlust am 1. Januar 170.713 –7.655 –163.058 - –603.366 Dividendenausschüttung für das Vorjahr Einstellung in andere Gewinnrücklagen (Beschluss der Hauptversammlung) Gewinnvortrag - - - Jahresverlust / -gewinn –603.366 - 1.152.403 –274.518 274.519 Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus dem Jahresüberschuss Bilanzverlust / -gewinn am 31. Dezember –603.366 (16) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie ergeben sich hauptsächlich aus bergbauli- chen Verpflichtungen. Daneben bestehen vornehmlich Rückstellungen für Personalverpflichtungen und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. 14 (17) VERBINDLICHKEITEN 2020 2021 Angaben in T€ Anleihen 2.225.000 1.125.007 18.750 2.093.249 - 1.135.198 52.712 8.821 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Sonstige Verbindlichkeiten 4.067.438 10 9.627 8.825 60.696 1.871 27.325 2.467 davon aus Steuern davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 1 5.532.329 5.300.329 Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 4.031.792 T€ (Vorjahr: 1.145.568 T€) auf Verbindlichkeiten aus der konzerninternen Finanzierung und 0 T€ (Vorjahr: 895.370 T€) auf Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme. Im Übrigen betreffen die Verbindlichkeiten in Höhe von 35.646 T€ (Vorjahr: 52.311 T€) Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen: 2020 2021 Angaben in T€ Anleihen 500.000 823.245 18.750 2.093.249 - 207.100 1.779 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Sonstige Verbindlichkeiten 8.821 4.067.438 10 9.627 8.825 50.496 3.495.367 20.924 4.314.897 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beziehen sich auf: 2020 2021 Angaben in T€ Anleihen 1.725.000 301.762 10.200 928.098 50.933 6.400 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Sonstige Verbindlichkeiten 2.036.962 985.431 Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen zum Stichtag nicht. (18) PASSIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft in Höhe von 1.095 T€ (Vorjahr: 2.359 T€) Disagien aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten. 15 SONSTIGE ANGABEN Nach Ende des Geschäftsjahres ergaben sich keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rah- menbedingungen bzw. der Branchensituation. (19) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN HAFTUNGSVERHÄLTNISSE 2020 2021 Angaben in T€ Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und sonstigen Garantien davon für verbundene Unternehmen 680.127 656.681 680.127 497.207 495.110 497.207 Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse über die wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der aktu- ellen Mittelfristplanung der Tochterunternehmen als gering eingestuft. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN 2020 2021 Angaben in T€ Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen Verpflichtungen aus langfristigen Miet-, Leasing- und Serviceverträgen fällig im Folgejahr 3.877 3.391 16.987 15.239 davon an verbundene Unternehmen - 57.059 - - 44.499 - fällig im 2. bis 5. Jahr davon an verbundene Unternehmen 77.923 63.129 Bei den Mietverträgen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbin- dung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Es bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit verbundenen Unternehmen, die auch eine Verlustübernahme beinhalten. (20) ARBEITNEHMER 2020 2021 Jahresdurchschnitt Tarifliche Mitarbeiter 521 434 955 30 424 358 782 32 Außertarifliche Mitarbeiter Auszubildende 985 814 16 (21) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE Es wurden – wie im Vorjahr - im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet. Am 31. Dezember 2021 wurden folgende Derivate gehalten: Beizulegende Nominalwerte1) Zeitwerte Buchwerte2) Angaben in T€ Devisentermingeschäfte USD-EUR mit Fälligkeit in 2022 - positive beizulegende Zeitwerte - - - - negative beizulegende Zeitwerte Devisentermingeschäfte GBP-EUR mit Fälligkeit in 2022 - positive beizulegende Zeitwerte 3.513 –17 –17 - - - - negative beizulegende Zeitwerte 6.245 –95 –95 1 Umgerechnet in Euro mit gewichteten Sicherungskursen. Ausgewiesen in der Position sonstige Rückstellungen. 2 Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Auflösung zum Abschlussstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicher- weise angewandter, finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Abschlussstichtag geltenden Parameter zugrunde: + die Devisenkassakurse der betreffenden Währungen + das Zinsniveau + die vereinbarten Sicherungsniveaus bzw. Ausübungskurse und + die gehandelten Volatilitäten (22) ANGABEN ZU AUSSCHÜTTUNGSGESPERRTEN BETRÄGEN Aus der Bewertung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert (Deckungsvermögen) besteht zum Abschlussstichtag ein Ausschüttungssperrbetrag gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 6.753 T€ (Vorjahr: 8.277 T€). Aus der Differenz zwischen der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zum 7-jährigen und zum 10-jährigen Durchschnittssatz gem. § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich ein Ausschüt- tungssperrbetrag in Höhe von 10.397 T€ (Vorjahr: 13.203 T€). Die frei verfügbaren Rücklagen überstei- gen den ausschüttungsgesperrten Betrag. (23) HONORARE FÜR ABSCHLUSSPRÜFER Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist in der entsprechenden Anmerkung im Anhang im Konzernabschluss der K+S Aktiengesellschaft enthalten. Die Abschlussprü- fungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der einbezo- genen inländischen Gesellschaften. Die erbrachten Steuerberatungsleistungen umfassen die Beratung bei der Erstellung von Steuererklärungen, Unterstützung hinsichtlich (der Vorbereitung) von Steuer- prüfungen sowie die Erbringung von Steuerberatungsleistungen, insbesondere im Hinblick auf die Ver- äußerung der Operativen Einheit Americas. (24) GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS 2020 2021 Angaben in T€ Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 2.159 1.943 3.253 2.237 692 1.403 1.403 6.708 2.117 2.990 625 davon fix Gesamtbezüge des Vorstands davon fix davon erfolgsbezogen davon LTI Programm 324 davon Sonstiges - 975 Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen 2.276 37.202 1.902 45.435 17 (25) ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deut- scher Corporate Governance Kodex“ ist für 2021/2022 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGE- SELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Internetauftritt der K+S Gruppe (www.kpluss.com) zu- gänglich gemacht worden. (26) AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES Aufstellung des Anteilsbesitzes der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gemäß § 285 Nr. 11 und 11b HGB (Angaben in Tausend €): Stand 31. Dezember 2021 Sitz der Gesellschaft Kapital- anteil Eigen- kapital Jahres- ergebnis Name der Gesellschaft 4. K+S Verwaltungs GmbH Akorion Company Limited Al Biariq for Fertilizer Plant Co. Ltd. Beienrode Bergwerks-GmbH Chemische Fabrik Kalk GmbH Deutscher Straßen-Dienst GmbH esco international GmbH EzyAgric B.V. Kassel Deutschland Uganda 100,00% 65,25% 30,00% 89,81% 100,00% 100,00% 100,00% 51,00% 307 48 –1 –419 –1.937 - 9) 7) Kampala Riad Saudi-Arabien 9.426 1.361 10.315 60 Kassel Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland Niederlande Köln Kassel 176 1) 1) 6) 1.596 2.789 - Kassel 80.903 25 Amsterdam Fachschule f. Wirtschaft und Technik Gem. GmbH 2) 9) 3) 1) Clausthal Harlingen Kampala Deutschland Niederlande Uganda 9,40% 100,00% 75,00% 521 50.270 8.937 1.790 3 44 Frisia Zout B.V. –12.013 Grainpulse Limited –3.850 Ickenroth GmbH Staudt Deutschland Südafrika Kenia 100,00% 100,00% 100,00% 599 K plus S Africa (Pty) Ltd. KplusS Fertilizers Kenya Limited Johannesburg Mombasa - - 8) - Vereinigte Arabische Emirate 9) 9) 9) K plus S Middle East FZE DMCC K plus S Minerals Spain S.L. K plus S Salt Australia Pty Ltd Dubai Barcelona Perth 100,00% 100,00% 100,00% 8.385 930 2.150 –1.046 –1.099 Spanien Australien 11.200 K+S AN-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH Kassel Singapur Sehnde Diegem Kassel Deutschland Singapur 100,00% 100,00% 50,00% 102 26.361 744 45 7.422 647 9) K+S Asia Pacific Pte. Ltd. K+S Baustoffrecycling GmbH K+S Benelux NV/SA Deutschland Belgien 9) 1) 100,00% 100,00% 9.148 1.048 1.117 K+S Beteiligungs GmbH Deutschland 210.751 K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais Ltda. 5) 9) 9) Sao Paulo Vancouver Vancouver Brasilien Kanada Kanada 100,00% 100,00% 100,00% 1.224 3.272.582 4.542.202 –302 261 K+S Canada Holdings Ltd. K+S Canadian Potash Holding Ltd. –17.729 Tschechische Republik 9) 4) 9) 9) 9) 1) 9) 9) 5) 9) 1) K+S Czech Republic a.s. Prag Neu Delhi Diegem 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 8.943 97 2.344 13 K+S Fertilizers (India) Private Limited K+S Finance Belgium BVBA K+S Finance Ltd. Indien Belgien 1.179.396 374.055 15.873 4.453.304 825 53.707 - St. Julians Reims Malta K+S France S.A.S. Frankreich Deutschland China 4.109 1.361.440 –253 15.738 1.252 –3 K+S Holding GmbH Kassel K+S (Huludao) Magnesium Products Co. Ltd. K+S Investments Ltd. Huludao St. Julians Verona Malta 410.854 1.621 K+S Italia S.r.L. Italien K+S Legacy GP Inc. Vancouver Kassel Kanada 38 K+S Minerals and Agriculture GmbH K+S Minerals and Agriculture (Panama) S.A. Deutschland Panama 596.482 665 114.916 449 Panama City 18 6) 9) K+S Mining Argentina S.A. Buenos Aires Harlingen Argentinien Niederlande 100,00% 100,00% –24 –37 K+S Netherlands Holding B.V. 4.446.752 39.357 K+S North America Asset Management GmbH Kassel Aurora Deutschland USA 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 10,10% 105 18.435 1.143 –3 6.122 189 9) 5) 9) K+S North America Corporation K+S Polska Sp. z o.o. Poznan Polen K+S Potash Canada General Partnership K+S Real Estate GmbH & Co KG K+S Transição Gestão de Imóveis Ltda Vancouver Kassel Kanada 2.841.743 13.815 - 337.475 2.725 - Deutschland Brasilien 8) Sao Paulo 100,00% Großbritannie n 5) 1) 5) 1) 6) 5) K+S UK & Eire Ltd. Hertford Kassel 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% 6,67% 227 25 4 1.364 240 K+S Versicherungsvermittlungs GmbH Kali AG in Liquidation Deutschland Schweiz Aeschi 625 Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH Lehrter Wohnungsbau GmbH modal 3 Logistik GmbH Kassel Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland Deutschland 32.759 10.315 1.325 –1.340 - 3.336 711 Lehrte Hamburg Langelsheim Hamburg 33,33% 100,00% 8,66% 115 MSW -Chemie GmbH –2.090 371 5) 6) Poldergemeinschaft Hohe Schaar Tschechische Republik Pristav Pardubice a.s. Pardubice Düsseldorf Hannover Shenzhen 0,41% 61,99% 50,00% 100,00% 731 24.409 24 –31 6.297 –1 REKS GmbH & Co. KG Deutschland Deutschland China REKS Verwaltungs GmbH Shenzhen K+S Trading Co. Ltd. 9) 12.818 2.956 VATEL Companhia de Produtos Alimentares S.A. 9) 1) 5) Alverca Bad Salzdetfurth Hamburg Portugal Deutschland Deutschland 100,00% 100,00% 1,43% 715 1.820 785 128 - Wohnbau Salzdetfurth GmbH Zoll Pool Hamburg AG 28 1 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Muttergesellschaft (Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisabführung). 2 Geschäftsjahr vom 01.08. bis 31.07. - Jahresabschluss per 31.07.2020. 3 Jahresabschluss per 30. Juni 2020. 4 Jahresabschluss per 31. März 2020. 5 Jahresabschluss per 31. Dezember 2020. 6 Jahresabschluss per 31. Dezember 2019. 7 Jahresabschluss per 31. Dezember 2018. 8 Inaktive Gesellschaften. 9 Angaben gem. IFRS. 19 (27) MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2021 (STAND DER ANGABEN ZU WEITEREN AUFSICHTSRATSMANDATEN UND KONROLLGREMIEN , SOFERN NICHT ANDERS AUSGEWIESEN: 31. DEZEMBER 2021) DR. RER. NAT. ANDREAS KREIMEYER (JAHRGANG 1955), DIPLOM-BIOLOGE, AUFSICHTSRATSVORSITZENDER ANTEILSEIGNE RVE RTRETER (UNABHÄNGIGES MITGLIED) Unternehmer (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigsha- fen) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2025 Erstbestellung: 12. Mai 2015 weitere Aufsichtsratsmandate: weitere Kontrollgremien: K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel (Vorsitzender) (seit 20. Oktober 2021; Mitglied seit 1. Oktober 2021) DAL Deutsche Afrika-Linien GmbH & Co. KG, Hamburg (Mitglied des Beirats) RALF BECKER (JAHRGANG 1965), GEWERKSCHAFTSSEKRETÄR, STELLV. VORSITZENDER ARBEITNEHME RVE RTRETER Landesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 1. August 2009 weitere Aufsichtsratsmandate: Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover (stellv. Vorsitzen- der) Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg Deutsche Shell GmbH, Hamburg Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg PETRA ADOLPH (JAHRGANG 1964), MASTER IN POLITIK- UND LITERATURWISSENSCHAF- TEN ARBEITNEHME RVE RTRETERIN Leiterin des Vorstandsbüros Berlin der IG Bergbau, Chemie, Energie Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 weitere Aufsichtsratsmandate: CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg ANDRÉ BAHN (JAHRGANG 1968), ELEKTROMONTEUR ARBEITNEHME RVE RTRETER 1. stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S Gruppe Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra, K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 20 JELLA BENNER-HEINACHER (JAHRGANG 1960), JURISTIN ANTEILSEIGNE RVE RTRETERIN (FINANZEXPERTIN) Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., Düssel- dorf Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate: weitere Kontrollgremien: K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel (seit 1. Oktober 2021) A.S. Création Tapeten AG, Gummersbach (stellv. Vorsitzende) (bis 6. Mai 2021) PHILIP FREIHERR VON DEM BUSSCHE (JAHRGANG 1950), DIPLOM-KAUFMANN ANTEILSEIGNE RVE RTRETER (UNABHÄNGIGES MITGLIED) Unternehmer/Landwirt Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2025 Erstbestellung: 12. Mai 2015 weitere Kontrollgremien: Bernard Krone Holding SE & Co. KG, Spelle (Mitglied des Aufsichts- rats) DF World of Spices GmbH, Dissen (Mitglied des Beirats) Grimme GmbH & Co. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats) DR. ELKE ELLER (JAHRGANG 1962), DIPLOM-VOLKSWIRTIN ANTEILSEIGNE RVE RTRETERIN (UNA BHÄNGIGES MITGLIE D) Entrepreneur/Beraterin/Coach (ehemaliges Mitglied des Vorstands der TUI Aktiengesellschaft, Hanno- ver) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 weitere Aufsichtsratsmandate: weitere Kontrollgremien: K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel (seit 1. Oktober 2021) Konzerngesellschaften der TUI Group TUI Deutschland GmbH, Hannover (bis 30. Juni 2021) TUIfly GmbH, Langenhagen (bis 30. Juni 2021) Konzerngesellschaften der TUI Group: TUI Belgium N.V., Oostende/Belgien (bis 15. Juli 2021) TUI Nederland N.V., Rijswijk/Niederlande (bis 15. Juli 2021) GERD GRIMMIG (JAHRGANG 1953), DIPLOM-BERGINGENIEUR ANTEILSEIGNE RVE RTRETER (UNABHÄNGIGES MITGLIED) Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft, Kassel) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 15. Mai 2018 weitere Aufsichtsratsmandate: K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel (ab 1. Januar 2021) 21 AXEL HARTMANN (JAHRGANG 1958), EINZELHANDELSKAUFMANN ARBEITNEHME RVE RTRETER Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers, K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 14. Mai 2013 MARKUS HELDT (JAHRGANG 1958), INDUSTRIEKAUFMANN ANTEILSEIGNE RVE RTRETER (UNABHÄNGIGES MITGLIED) Management Consultant Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 12. Mai 2021 weitere Aufsichtsratsmandate: weitere Kontrollgremien: K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel (seit 1. Oktober 2021) Biotalys N.V., Ghent/Belgien (Mitglied des Board of Directors (non- executive)) (seit 6. Juli 2021) MICHAEL KNACKMUß (JAHRGANG 1975), KFZ-MECHANIKER ARBEITNEHME RVE RTRETER 2. stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S Gruppe Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz, K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 11. Juli 2014 THOMAS KÖLBL (JAHRGANG 1962), DIPLOM-KAUFMANN ANTEILSEIGNE RVE RTRETER (UNABHÄNGIGE R FINA NZEXPERTE ) Finanzvorstand der Südzucker AG, Mannheim Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2022 Erstbestellung: 10. Mai 2017 weitere Aufsichtsratsmandate: Konzerngesellschaften der Südzucker Group: CropEnergies AG, Mannheim (Mitglied des Aufsichtsrats seit 25. Juni 2021, zuvor stellv. Vorsitzender) weitere Kontrollgremien: Konzerngesellschaften der Südzucker Group: AGRANA Stärke GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) (bis 31. Mai 2021) AGRANA Zucker GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) (bis 31. Mai 2021) Freiberger Holding GmbH, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats) PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland/Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats) (bis 10. Oktober 2021) Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsit- zender des Beirats) 22 GERD KÜBLER (JAHRGANG 1967), DIPLOM -INGENIEUR ARBEITNEHME RVE RTRETER Leiter Mining, K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 1. Januar 2016 DR. RAINIER VAN ROESSEL (JAHRGANG 1957), DIPLOM-KAUFMANN ANTEILSEIGNE RVE RTRETER (UNABHÄNGIGES MITGLIED) Selbstständiger Berater (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor der Lanxess AG, Köln) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2025 Erstbestellung: 10. Juni 2020 weitere Aufsichtsratsmandate: K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel (seit 1. Oktober 2021) PETER TROTHA (JAHRGANG 1983), INDUSTRIEMECHANIKER ARBEITNEHME RVE RTRETERIN Vorsitzende des Betriebsrats des Werks Bernburg, K+S Minerals & Agriculture GmbH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 17. August 2021 BRIGITTE WEITZ (JAHRGANG 1963), PERSONALFACHKAUFFRAU ARBEITNEHME RVE RTRETERIN Vorsitzende des Betriebsrats ZT_Süd, K+S Minerals & Agriculture GmbH, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 26. August 2020 IM JAHR 2021 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER: NEVIN MCDOUGALL (JAHRGANG 1967), MASTER OF AGRICULTURE (AGRARÖKONOMIE & BUSINESS) ANTEILSEIGNE RVE RTRETER (E HEM. UNA BHÄNGIGES MITGLIED) President & Chief Commercial Officer, A&L Canada Laboratories Inc., London, Kanada Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2021 Erstbestellung: 15. Mai 2018 ANKE ROEHR (JAHRGANG 1964), INDUSTRIEKAUFFRAU ARBEITNEHME RVE RTRETER IN Ehem. Vorsitzende des Betriebsrats des Standorts Hannover, K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Ehem. Mitarbeiterin im Kundensegment Communities, K+S Minerals and Agriculture GmbH, Kassel Ausgeschieden zum 31. Mai 2021 Erstbestellung: 1. April 2016 23 AUFSICHTRATSAUSSCHÜSSE UND IHRE MITGLIEDER VERMITTLUNGSAUSSCHUSS + Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) + Ralf Becker + Axel Hartmann + Thomas Kölbl STRATEGIEAUSSCHUSS + Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) + André Bahn + Ralf Becker + Philip Freiherr von dem Bussche PRÜFUNGSAUSSCHUSS + Thomas Kölbl (Vorsitzender) + Petra Adolph + Ralf Becker + Jella Benner-Heinacher + Axel Hartmann + Dr. Andreas Kreimeyer PERSONALAUSSCHUSS + Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) + Ralf Becker + Dr. Elke Eller + Michael Knackmuß NOMINIERUNGSAUSSCHUSS + Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) + Jella Benner-Heinacher + Philip Freiherr von dem Bussche + Gerd Grimmig DPR-SONDERAUSSCHUSS + Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) + Ralf Becker + Petra Adolph + Jella Benner-Heinacher 24 (28) MITGLIEDER DES VORSTANDS (STAND DER ANGABEN ZU ZUSTÄNDIGKEITEN UND MANDATEN, SOFERN NICHT ANDERS AUSGEWIESEN: 31. DEZEMBER 2021) DR. BURKHARD LOHR (JAHRGANG 1963), DIPLOM -KAUFMANN, CHIEF EXECUTIVE OFFICER (CEO), ARBEITSDIREKTOR Mandat bis 31. Mai 2025 Erstbestellung: 1. Juni 2012 Aufsichtsratsmandate: K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel1 (Vorsitzender) (bis 30. September 2021) THORSTEN BOECKERS (JAHRGANG 1975), BANKKAUFMANN, CHIEF FINANCIAL OFFICER (CFO) Mandat bis 11. Mai 2025 Erstbestellung: 12. Mai 2017 Aufsichtsratsmandate: K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel1 (Vorsitzender) (bis 30. September 2021) HOLGER RIEMENSPERGER (JAHRGANG 1970), DIPLOM-INGENIEUR DER VERFAHRENS- TECHNIK, CHIEF OPERATING OFFICER (COO) Mandat bis 31. März 2024 Erstbestellung: 1. April 2021 IM JAHR 2021 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER: MARK ROBERTS (JAHRGANG 1963), BACHELOR OF SCIENCE (MARKETING) Mandatsende zum 30. April 2021 Erstbestellung: 1. Oktober 2012 Immer aktuelle Informationen zu den Verantwortlichkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder entneh- men Sie bitte unserer Geschäftsordnung des Vorstands, die Sie auch auf der Website der K+S finden. www.kpluss.com/vorstand www.kpluss.com/corporategovernance 1 Konzernmandat. 25 (29) BETEILIGUNGEN AN DER GESELLSCHAFT Dimensional Holdings Inc., Austin (USA), teilte uns am 3. März 2021 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % überschritten hat und der Anteil an der Gesellschaft 3,49 % beträgt. Mit der Mittei- lung vom 18. Juni 2021 teilte BlackRock, Inc., Wilmington (USA) mit, dass der Stimmrechtsanteil 3,25 % beträgt. The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington (USA), teilte am 8. Juni 2021 einen Stimmrechts- anteil von 4,84 % mit. Bis Ende Februar 2021 wurde uns kein weiterer Anteilsbesitz oberhalb der ge- setzlichen Meldeschwelle von 3% mitgeteilt. (30) GEWINVERWENDUNGSVORSCHLAG Der im Geschäftsjahr 2021 erzielte Jahresüberschuss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beläuft sich auf 1.152.403 T€. Unter Berücksichtigung des Verlustvortrags in Höhe von -603.366 T€ und der Einstellung in die Gewinnrücklage in Höhe von 274.518 T€ ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 274.519 T€. Der Vorstand beabsichtigt, auf der Hauptversammlung am 12. Mai 2022 die Ausschüttung einer Divi- dende in Höhe von 0,20 € je nennwertloser Stückaktie (38.280 T€) vorzuschlagen und den verbleiben- den Betrag in Höhe von 236.239 T€ in die Gewinnrücklagen einzustellen. (31) EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat sich in beiderseitigem Einvernehmen mit dem bisheri- gen Finanzvorstand Herrn Thorsten Boeckers gemeinsam darauf verständigt, das Vertragsverhältnis von Herrn Boeckers Ende Februar 2022 aufzuheben. Zwischen Herrn Boeckers und der K+S AKTIENGE- SELLSCHAFT wurde in diesem Zusammenhang ein Aufhebungsvertrag geschlossen, in dem die Abgel- tung seiner vertraglichen Ansprüche geregelt wurde. Die Abfindung beläuft sich auf 4,8 Mio. € zzgl. Pensionszusagen. Dr. Burkhard Lohr, Vorsitzender des Vorstands, wird übergangsweise auch die Funk- tion des Finanzvorstands übernehmen. Der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat zugleich Herrn Dr. Christian H. Meyer zum neuen Finanzvorstand bestellt. Er wird im Frühjahr 2023 die Steuerung und Weiterentwicklung des Finanzbereichs bei K+S übernehmen. Vor diesem Hintergrund weisen wir da- rauf hin, dass die Gesellschaft am 9. März 2022 eine Aktualisierung der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG beschließen und veröffentlichen wird. Die gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen nach dem Angriff Russlands auf die Uk- raine am 24. Februar sowie deren Auswirkungen auf die K+S AKTIENGESELLSCHAFT sind derzeit noch nicht abschätzbar. K+S hat ein engmaschiges Monitoring, insbesondere im Hinblick auf sich abzeich- nende bzw. eintretende Veränderungen bei der Energieverfügbarkeit, von Sanktionen, im Forderungs- management, den Lieferketten, der Cybersicherheit, Agrarpreisveränderungen sowie der Kaliangebots- und -nachfragesituation eingerichtet. Darüber hinaus ergaben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine wesentlichen Änderungen der wirt- schaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation. Kassel, 8. März 2022 K+S Aktiengesellschaft Der Vorstand 26 Weitere Informationen HINWEISE Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.