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K+S AG Annual Report 2019

Apr 9, 2020

239_rns_2020-04-09_bdbf897b-7b2d-4884-bffb-db714dc5c7c3.html

Annual Report

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Berichtigungsvermerk, hinzugefügt am 25.05.2020: Es handelt sich hier nicht um den „Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019“, sondern um den „Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019“.

K+S Aktiengesellschaft Kassel

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Geschäftsbericht 2019

Mit seinen mineralischen Produkten hilft K+S Landwirten bei der Sicherung der Welternährung, hält Industrien am Laufen, bereichert das tägliche Leben der Konsumenten und sorgt für Sicherheit im Winter. Im Mittelpunkt stehen der Kunde und seine Bedürfnisse. Um uns global langfristig erfolgreich zu positionieren, handeln wir verstärkt nach innovativen Zukunftskonzepten, mit denen wir uns neue Produkte und Wachstumsmärkte erschließen können. Durch diese Transformationsphase trägt uns unsere Erfahrung aus mehr als 130 Jahren. Sie lässt uns sicher durch die Herausforderungen der Neuausrichtung navigieren: K+S ist wandelbar.

K+S WELTWEIT

Die steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir im Wesentlichen aus Produktionsstätten in Europa, Nord - und Südamerika und über ein weltweites Vertriebsnetz.

ZEHNJAHRESÜBERSICHT DER K+S GRUPPE

2010 2011 2012 2013 2014
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatz Mio. € 4.632,7 3.996,8 3.935,3 3.950,4 3.821,7
EBITDA 2 Mio. € 953,0 1.146,0 1.033,3 907,2 895,5
EBITDA-Marge % 20,6 28,7 26,3 23,0 23,4
Abschreibungen 3 238,5 239,8 229,2 251,3 254,3
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt 4 Mio. € 453,8 625,6 538,1 437,1 366,6
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt 4 € 2,37 3,27 2,81 2,28 1,92
Cashflow
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 826,4 633,4 607,2 755,7 719,1
Investitionen 5 Mio. € 188,6 293,1 465,5 742,5 1.153,2
Bereinigter Freier Cashflow Mio. € 667,3 216,6 199,1 48,7 -306,3
Bilanz
Bilanzsumme Mio. € 5.573,7 6.056,9 6.596,6 7.498,2 7.855,2
Eigenkapital Mio. € 2.651,6 3.084,6 3.393,9 3.396,6 3.974,5
Eigenkapitalquote % 47,6 50,9 51,4 45,3 50,6
Nettofinanzverbindlichkeiten per 31.12. 6 Mio. € 19,3 -65,1 -39,4 190,4 590,9
Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA) 6 x-fach 0,0 -0,1 0,0 0,2 0,7
Working Capital Mio. € 959,4 840,9 1.025,7 844,9 768,1
Return on Capital Employed (ROCE) % 22,0 25,2 19,9 15,2 12,7
Mitarbeiter
Mitarbeiter per 31.12. 7 Anzahl 14.186 14.338 14.362 14.421 14.295
Mitarbeiter im Durchschnitt 7 Anzahl 14.091 14.155 14.336 14.348 14.295
Aktie
Buchwert je Aktie € 13,85 15,86 17,73 17,75 20,77
Dividende je Aktie 8 € 1,00 1,30 1,40 0,25 0,90
Dividendenrendite 8 % 1,8 3,7 4,0 1,1 3,9
Schlusskurs per 31.12. XETRA, € 56,36 34,92 35,00 22,38 22,92
Marktkapitalisierung Mrd. € 10,8 6,7 6,7 4,3 4,4
Unternehmenswert (EV) per 31.12. Mrd. € 11,5 7,3 7,5 5,3 6,1
Durchschnittliche Anzahl Aktien 9 Mio. 191,34 191,33 191,40 191,40 191,40
2015 2016 2017 2018 2019
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatz Mio. € 4.175,5 3.456,6 3.627,0 4.039,1 4.070,7
EBITDA 2 Mio. € 1.057,5 519,1 576,7 606,3 640,4
EBITDA-Marge % 25,3 15,0 15,9 15,0 15,7
Abschreibungen 3 275,9 289,8 305,9 379,1 431,9
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt 4 Mio. € 542,3 130,5 145,0 85,4 77,8
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt 4 € 2,83 0,68 0,76 0,45 0,41
Cashflow
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 669,4 445,4 306,8 308,7 639,8
Investitionen 5 Mio. € 1.278,8 1.170,8 810,8 443,2 493,3
Bereinigter Freier Cashflow Mio. € -635,9 -776,8 -389,8 -206,3 139,7
Bilanz
Bilanzsumme Mio. € 8.273,6 9.645,5 9.754,4 9.966,2 10.592,2
Eigenkapital Mio. € 4.295,6 4.552,2 4.160,7 4.144,1 4.495,1
Eigenkapitalquote % 51,9 47,2 42,7 41,6 42,4
Nettofinanzverbindlichkeiten per 31.12. 6 Mio. € 1.363,6 2.401,1 2.974,1 3.241,5 3.116,6
Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA) 6 x-fach 1,3 4,6 5,2 5,3 4,9
Working Capital Mio. € 945,9 894,6 968,1 1.126,7 1.037,9
Return on Capital Employed (ROCE) % 12,5 3,0 3,2 2,6 2,3
Mitarbeiter
Mitarbeiter per 31.12. 7 Anzahl 14.383 14.530 14.793 14.931 14.868
Mitarbeiter im Durchschnitt 7 Anzahl 14.276 14.446 14.654 14.904 14.693
Aktie
Buchwert je Aktie € 22,44 23,78 21,74 21,65 23,49
Dividende je Aktie 8 € 1,15 0,30 0,35 0,25 0,15
Dividendenrendite 8 % 4,9 1,3 1,7 1,6 1,3
Schlusskurs per 31.12. XETRA, € 23,62 22,69 20,76 15,72 11,12
Marktkapitalisierung Mrd. € 4,5 4,3 4,0 3,0 2,1
Unternehmenswert (EV) per 31.12. Mrd. € 6,9 7,9 8,1 7,4 6,7
Durchschnittliche Anzahl Aktien 9 Mio. 191,40 191,40 191,40 191,40 191,40

1 Die Angaben beziehen sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. Bis zum Jahr 2010 sind die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten. Die Bilanz und damit die Kennzahlen Working Capital, Nettofinanzverbindlichkeiten, Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA und Buchwert je Aktie beinhalten im Jahr 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten des COMPO-Geschäfts und im Jahr 2011 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts.
2 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibung, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitung findet sich auf Seite 61.
3 Betrifft die planmäßigen Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.
4 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2019: 30,0 % (2018: 30,0 %).
5 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019.
6 Beinhaltet ab 01.01.2019 Leasingverbindlichkeiten, die sich explizit aus abgeschlossenen Finanzierungsverträgen ergeben. Vorjahreswerte werden ohne entsprechende Anpassung berichtet.
7 FTE: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. Die Bezeichnung Mitarbeiter gilt für Frauen und Männer gleichermaßen und ist deshalb als geschlechtsneutral anzusehen.
8 Im Jahr 2019 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag; Dividendenrendite bezogen auf Jahresschlusskurs.
9 Gesamtanzahl Aktien abzgl. des durchschnittlichen Bestands der von K+S gehaltenen eigenen Aktien. Für den Geschäftsbericht gilt: Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

DREIJAHRESÜBERSICHT DER K+S GRUPPE ZU NACHHALTIGKEITSKENNZAHLEN

20171 2018 2019
Menschen
Verletzung mit Ausfallzeit LTI -Rate 8,6 8,5 10,3
Positive Wahrnehmung eines inklusiven Arbeitsumfeldes durch die Mitarbeiter 2 % - - 54,4
Standortabdeckung durch einen Due-Diligence- Prozess zu Menschenrechten 0/ % 0,0 0,0 7,8
Umwelt
Versenkung von salzhaltigem Abwasser in Deutschland Mio. m 3 p.a. 1,2 1,0 1,1
Zusätzliche Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser aus der Kaliproduktion in Deutschland 3 Mio. m3 p.a. 0,0 0,4 0,8
Menge an Rückstand, der für andere Zwecke als zur Aufhaldung verwendet wird oder durch eine Erhöhung der Rohstoffausbeute vermieden wird Mio. t p.a. 0,2 1,0 1,5
Zusätzlich abgedeckte Haldenfläche ha 0,0 5,9 8,7
CO2- Fußabdruck für genutzten Strom (kgCO2/MWh) % 0,0 -1,5 -1,7
Spezifische Treibhausgasemissionen (CO2) in der Logistik (kgCO2e/t) % 0,0 -2,0 -11,1
Geschäftsethik
Anteil der kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben % 0,0 14,7 23,2
Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S Gruppe % 0,0 29,4 44,9
Alle Mitarbeiter mit Kommunikationsmaßnahmen erreicht und angemessen in Compliance-Themen geschult % 59,1 70,9 100,0

1 Das Basisjahr für unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist 2017.
2 Abweichendes Basisjahr: 2019.
3 Exklusive einer Reduktion durch die KKF-Anlage und das Ende der Produktion in Sigmundshall 2018.

ÜBER DIESEN BERICHT

Der Berichtszeitraum umfasst die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019. Der vorliegende Geschäftsbericht kombiniert den Finanzbericht mit dem Nachhaltigkeitsbericht. Die Finanzberichterstattung erfolgt nach dem internationalen Standard IFRS , der Lagebericht ist nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 20 verfasst und enthält die Angaben gemäß CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG). Bei der Darstellung zur Unternehmensführung folgen wir den Transparenzanforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Die Berichterstattung orientiert sich außerdem an den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI Standards) und den Empfehlungen des International Integrated Reporting Council (IIRC). Der Geschäftsbericht ist gleichzeitig der Fortschrittsbericht für den un global compact. Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

Veröffentlichung: 12. März 2020

LEGENDE

  • Durch den Abschlussprüfer geprüfter Verweis innerhalb des Geschäftsberichts
  • Nicht durch den Abschlussprüfer geprüfter Verweis innerhalb des Geschäftsberichts
  • Nicht durch den Abschlussprüfer geprüfter Verweis in das Internet

VORWORT

Dr. Burkhard Lohr

Vorsitzender des Vorstands

Sehr Aktionärinnen und Aktionäre,
Sehr geehrte Damen und Herren,

"When it rains, it pours" - so lautet der Slogan unserer amerikanischen Tochtergesellschaft Morton Salt.# K+S Group – Annual Report 2019

Letter from the CEO

"A misfortune never comes alone." This was the original meaning of a saying that fits our current situation. The salt from Morton, for instance, flows clump-free even in high humidity. Unfortunately, the saying currently applies to us in other ways too. Its original meaning is: "Misfortune never comes alone." And that is a fitting description of the past two years at K+S. In 2018, it was extreme dryness, which burdened our results in the form of disposal bottlenecks. In the past fiscal year, the weakening of the potash market had a negative impact on our earnings. For the second time in a row, external factors have thus led to a disappointing year in terms of results and prompted us to readjust our strategy. But let’s take things one by one. I remain firmly convinced that the SHAPING 2030 strategy provides the right answers to the challenges of our markets and the megatrends relevant to us. We have also made good progress in its implementation over the past year. The transformation of the Group into a customer-oriented "One Company" has progressed further. For example, we have merged several K+S subsidiaries in Germany to realize synergies more easily and to serve customer demand even better. Our new corporate culture is now anchored in the Group-wide formulated ONE K+S values. Sustainability is one of these values and an integral part of SHAPING 2030. We have made good progress in implementing our sustainability program in 2019. We continue to consistently pursue our goals in the areas of People, Environment, and Business Ethics. We are measured by specific key figures, as described from page 52 onwards in this Annual Report. In the course of SHAPING 2030, we have already achieved synergies of more than €100 million in administration, purchasing, logistics, production, as well as sales and marketing in the past year. As promised, from the end of 2020, this will amount to more than €150 million in synergies annually. However, the deteriorating framework conditions for a large part of our business and the uncertainties of the global economy necessitate a fine-tuning of our strategy. The potash market has weakened since early autumn 2019. Weather-related events in important sales regions and a temporary import ban on potassium chloride in China led to a massive decline in demand and prices. Consequently, we had to significantly revise our original earnings expectations downwards. Nevertheless, in 2019, we still achieved an increase in EBITDA of 6% compared to the previous year, totaling €640 million. However, we delivered on free cash flow! For the first time since 2013, we again achieved a significant positive free cash flow of €140 million. This is all the more important as reducing our debt is not an alternative. Our debt increased significantly, partly due to the strategically important investments in the construction of our new potash plant in Canada. Furthermore, it reflects the high investments in environmental protection measures at our German production sites. In the last eight years, we have spent almost €1 billion in total for this purpose. Under the described market conditions, however, we are not able, through our operational strength alone, to generate sufficient free funds to significantly reduce our debt within the given timeframe. However, we need a solid financial foundation to enter the planned growth phase of our strategy. Additionally, it makes the company more robust. Therefore, in December 2019, together with the Supervisory Board, we decided to accelerate the implementation of SHAPING 2030 through a comprehensive package of measures. Our package of measures aims to divest parts of the company in the short term and thus realize value quickly. A key focus of these value-generating measures is on the operational unit Americas. For the salt business there, for example, we can imagine selling a stake. In the operational unit Europe+, the focus is on further efficiency and production increases as well as portfolio optimization. Our German production sites must generate sustainably positive free cash flows. This applies to every plant. A permanent "business as usual" is not possible in the current situation for cost reasons alone, otherwise we would jeopardize our international competitiveness. Furthermore, we want to sell assets that do not directly belong to our core business. If activities are not value-adding, we will restructure or discontinue them. In addition to debt reduction, we want to make the existing assets of K+S more visible so that they are reflected in an appropriate valuation on the capital market. The weakness in the potash market combined with our high level of debt has led to a decline in the K+S share price by almost 30% in the calendar year 2019. This is a development that, of course, we are also very dissatisfied with. This is particularly true because the value of our business continues not to be adequately reflected in the capital market. By announcing the package of measures, we have decided not to wait for the recovery of the potash market but to take matters into our own hands. Ladies and gentlemen, as you know, we are undertaking major changes in our company through our new strategy SHAPING 2030. We are aligning K+S even more strongly with our customers and their needs. This transformation involves great opportunities, which we have illustrated for you in this report from page 49 onwards. Anyone who knows me knows that I am an optimistic person for whom the glass is always half full. Despite the challenging past two years, I am also optimistic about our company. In our Canadian potash plant Bethune, we are already achieving positive operating cash flow contributions. The product quality has now reached the high level expected by our customers, as well as by ourselves. We are implementing the announced package of measures quickly and decisively, thereby making visible the values that actually reside in the company. Our business model is as intact as the markets in which we operate. We are excellently positioned everywhere with our products. And last but not least, with our corporate strategy SHAPING 2030, we are providing the right answers to the challenges ahead. I thank you for your continued loyalty to K+S in 2019, even if it was certainly not always easy. I can assure you that we are working with great urgency and determination on the tasks ahead to guide our company through this difficult phase. Kassel, March 12, 2020 Dr. Burkhard Lohr, Chairman of the Management Board

OUR MANAGEMENT BOARD

Sustainability is an integral part of the SHAPING 2030 corporate strategy. Each member of the Management Board acts as a personal sponsor for one of the three areas – Environment, People, and Business Ethics – and actively drives the implementation of the goals.

  • Dr. Burkhard Lohr
    Chairman of the Management Board, Labor Director
    Sustainability Area: Environment
    Dr. Burkhard Lohr is the sponsor for the Environment area and is responsible for implementing the goals in the fields of water, waste (solid residue), and energy. As part of the innovative crowdsourcing initiative "K+S Brine Challenge," K+S awarded two ideas for covering the residue heaps from potash production in 2019, thus further expanding its own expertise.
    Curriculum Vitae – Dr. Burkhard Lohr (born 1963 in Essen) was appointed to the Management Board of K+S AKTIENGESELLSCHAFT on June 1, 2012, and took over its Chairmanship on May 12, 2017. He is Chairman of the Management Board and Labor Director. He is responsible for the operational unit Europe+ as well as the central functions Communications & Brands, Corporate Board Office, Corporate Secretary, Environmental & Regulatory Affairs, Health, Safety, Management Systems & Sustainability, Human Resources, Investor Relations, Legal & GRC, Legal EUROPE, and Strategy & Development.

  • Mark Roberts
    Member of the Management Board
    Sustainability Area: People
    Mark Roberts is the sponsor for the People area. He is responsible for implementing the goals in the fields of Health & Occupational Safety, Diversity & Inclusion, and Human Rights. In 2019, K+S developed a comprehensive methodology for human rights due diligence and successfully applied it in an initial pilot project in Chile.
    Curriculum Vitae – Mark Roberts (born 1963 in New Jersey/USA) has been a member of the Management Board of K+S AKTIENGESELLSCHAFT since October 1, 2012. He is responsible for the operational unit Americas. He is also responsible for the central functions Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence with the sub-units AGRICULTURE, Consumers, Industry, Communities, Supply Chain Management Excellence, and Commercial Excellence, as well as the Operations and Technical Excellence Center.

  • Thorsten Boeckers
    Member of the Management Board
    Sustainability Area: Business Ethics
    Thorsten Boeckers is the sponsor for the Business Ethics area and is responsible for achieving the goals in the fields of Sustainable Supply Chains and Compliance. K+S achieved the first goal in the 2019 fiscal year: 100% of K+S employees were reached with communication measures and adequately trained in compliance topics.
    Curriculum Vitae – Thorsten Boeckers (born 1975 in Würselen) has been a member of the Management Board of K+S AKTIENGESELLSCHAFT and Chief Financial Officer since May 12, 2017.# Er ist unter anderem verantwortlich für die Zentralfunktionen Controlling, Finance & Accounting, Innovation & Digitalization, Insurance, Internal Auditing, it, Procurement und Tax.

Ressourcenschonung

Früchte aus der Wüste

Weltweit werden die Anbauflächen knapper, während der Bedarf an Agrarerzeugnissen steigt. Da kommt es darauf an, jeden Quadratmeter optimal zu nutzen -sogar dort, wo bislang noch gar keine Pflanzen angebaut wurden. In besonders heißen und trockenen Regionen setzen Landwirte auf die sogenannte "Fertigation", also auf die Kombination aus Bewässerung (Irrigation) und Düngung (Fertilisation).

Fertigation schont Ressourcen

Ernten, auch wenn das Wasser knapp ist

Bei diesem Verfahren kommen voll wasserlösliche Nährsalze zum Einsatz. Das Wasser-Dünger-Gemisch wird tröpfchenweise direkt bei der Pflanze in den Boden eingebracht. Selbst in Wüstenregionen gelangt die Flüssigkeit nahezu vollständig zu den Wurzeln, ohne vorher zu verdunsten. Und das Beste daran: Die Düngung erfolgt bedarfsgenau, damit die Pflanze zu jedem Zeitpunkt ihres Wachstums die richtigen Nährstoffe erhält. Fertigation bringt wortwörtlich die Wüste zum Blühen. Die Methode ist beispielsweise in Regionen des Mittleren Ostens und Nordafrikas gefragt, wo mittlerweile erfolgreich Gurken, Tomaten und Obst angebaut werden können. Aber nicht nur in trockenen und heißen Gegenden bietet sich Fertigation an - auch in Weinbauregionen kann dieses Verfahren die Erträge steigern. Unter dem Einfluss des Klimawandels muss die Welt sich auf immer extremere Hitze- und Dürreperioden einstellen. Fertigation ist ein Weg, um eine wachsende Weltbevölkerung auch unter diesen veränderten Bedingungen zu ernähren. Mit unseren zuverlässigen wasserlöslichen Düngern - darunter auch solche für den ökologischen Anbau - und unseren starken Marken tragen wir zum erwarteten Wachstum in diesem Bereich bei.

Chancen
* Ressourcenschonung
* Hocheffiziente Düngung
* Autonomie trockener Anbaugebiete
* Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion

Innovationen

Ertragreiche Ideen auf dem Feld und in der Stadt

Wer eine stetig wachsende Weltbevölkerung ernähren will, muss ideenreich sein. Vor allem, weil die verfügbaren Ackerflächen kleiner werden. Wir erforschen deshalb nicht nur, wie man mit Künstlicher Intelligenz ressourcenschonende Landwirtschaft fördert. Sondern auch, ob man Algen im Industriemaßstab wirtschaftlich sinnvoll anbauen kann.

Innovationen für unsere Zukunft

An neuen Ideen wachsen

Den gesamten Acker einheitlich düngen - das war gestern. Weil sich der Düngemittelbedarf innerhalb einer Nutzfläche alle paar Meter deutlich ändern kann, kommt es auf eine möglichst präzise Versorgung mit Nährstoffen an. Und hier kommen Satelliten und Smartphones ins Spiel: Gemeinsam mit dem Darmstädter Start-up Spacenus und dem Göttinger ForschungsinstitutI IAPN entwickeln wir den Agrar Nährstoff Assistenten ANA. Eine von Spacenus entwickelte Künstliche Intelligenz erkennt anhand von Smartphone-Fotos den Versorgungszustand einer einzelnen Pflanze - und anhand von Satellitenbildern die Nährstoffversorgung auf dem Feld. Damit daraus die korrekte Düngemenge berechnet wird, benötigt die Künstliche Intelligenz geeignete Daten zum Pflanzenwachstum. Diese Daten generieren wir gemeinsam mit dem IAPN in Versuchen mit Weizenpflanzen. Zur Düngesaison 2020 wird ANA bereits in der landwirtschaftlichen Praxis mit Pilotlandwirten getestet.

Meeresalgen stehen in vielen Teilen der Welt auf dem Speisezettel. Und das ist gut so, denn die Pflanzen sind reich an Proteinen. Außerdem enthalten viele Algenarten Carrageen -ein wichtiger Rohstoff für die Kosmetik-, Pharma-, Lebensmittel- und Futtermittelindustrie.

Makroalgen-Versuchsanlage im Innopark Sigmundshall.

Aktuell werden Algen hauptsächlich in Aquakulturen gezüchtet oder direkt aus dem Meer geerntet, was aber aus Qualitäts- und Verfügbarkeitsgründen langfristig nicht ausreichen wird. In dem Geschäftsfeld artenreiner Massenkultivierung von Meeresalgen sehen wir großes Potenzial. Nach einer einjährigen Machbarkeitsstudie, unter Beratung durch den Meeresbiologen und -botaniker Prof. Dr. Klaus Lüning, planen wir nun eine größere Versuchsanlage im Innopark Sigmundshall. In diesem Projekt können wir unsere Erfahrung in der Gewinnung, Veredelung und Vermarktung von Rohstoffen gemäß zertifizierter Qualitätsstandards für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle nutzen.

Pflanzenwachstum kennt keine Grenzen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert über einen Zeitraum von fünf Jahren das Innovationsprogramm NewFoodSystems (NFS) mit insgesamt bis zu 20 Mio. Euro. Wir haben erfolgreich an der Antragsformulierung mitgearbeitet und sind einer von mehreren deutschen Industriepartnern. Das Innovationsprogramm steht unter der Koordination des Max-Rubner-Instituts (MRI) in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) und vereint mehr als 50 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Ziel von NFS ist es, einen Beitrag zur nachhaltigen Ernährung und Gesundheit der Menschen zu leisten. Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen wissenschaftliche und technische Lösungen für neue Lebensmittel und Produktionsverfahren. Wir werden uns auf das Innovationsfeld Controlled Environment Cultivation (CEC) fokussieren. Hierbei steht die Kultivierung von Organismen, wie z. B. Pflanzen und Algen (Mikro- und Makroalgen), in geschlossenen und damit kontrollierbaren Systemen im Mittelpunkt. Was ein solches System sein kann? Der untertägige Bereich eines ehemaligen Bergwerks, zum Beispiel. Ob das in der Praxis die gewünschten Resultate bringt, wollen wir mit unserer bestehenden Infrastruktur in Sigmundshall untersuchen. Der potenzielle Nutzen ist jedenfalls enorm: CEC bietet die Möglichkeit, neue pflanzliche Produkte in Premium-Qualitäten zu erzeugen - unabhängig von Witterungsbedingungen und mit mehreren Ernten im Jahr. Der Prozess läuft fast ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ab und ermöglicht das Recycling von Wasser und Nährstoffen aus anfallenden Rest- und Abfallstoffen. Auch neue Proteinquellen werden hier erschlossen, die in der Lebens- und Futtermittelproduktion genauso eingesetzt werden können wie für die Gewinnung anderer hochwertiger Inhaltsstoffe, etwa spezielle Fettsäuren, Carotinoide und andere Farbstoffe, Aromakomponenten und Ballaststoffe.

Chancen
* Erschließung neuer Geschäftsfelder
* Synergien aus Partnerschaften mit anderen Unternehmen und Start-ups
* Arbeitsplätze in der Region
* Nachnutzung des bestehenden Betriebsgeländes

Produkte

Unsere alltägliche Vielseitigkeit

K+S gehört zum Alltag von Menschen überall auf der Welt. Viele unserer Produkte tragen bekannte Markennamen, andere bleiben eher im Hintergrund. Einige haben sich schon seit Jahrzehnten etabliert, andere sind Antworten auf neue Kundenbedürfnisse. Die Produkte in unserem Portfolio decken viele Anwendungsgebiete ab und haben doch eine Gemeinsamkeit: Sie werden unserem hohen Anspruch an Qualität und Nutzerfreundlichkeit gerecht.

Produkte für mehr Lebensqualität

Marken, die wirken

Wer an Speisesalz denkt, hat oftmals unsere Marken im Kopf. In den USA beispielsweise ist das "Umbrella Girl" von Morton Salt fast schon zum Synonym für Speisesalz geworden. Und in europäischen Märkten zählen die Markenprodukte von saldoro ebenfalls zum gewohnten Bild in der Küche. Kein Wunder also, dass das saldoro Meersalz von der Fachzeitschrift "Lebensmittel Praxis" mit dem Titel "Produkt des Jahres 2019" ausgezeichnet wurde und saldoro als Marke den German Brand Award 2019 gewonnen hat.

Aber auch für neue Konsumentenbedürfnisse bieten wir neue Marken an. So gibt es etwa in Nord- und Südamerika sowie in Asien eine wachsende Nachfrage nach natriumreduzierter Ernährung. Denn wer übermäßig viel Natrium konsumiert, riskiert gesundheitliche Schäden wie etwa Bluthochdruck. Studien erwarten, dass der Markt für Mineralsalze als Natriumersatz jährlich um 10 % wachsen wird. Gute Aussichten für uns, denn unter der Marke KaliSel bieten wir ein einzigartiges Produkt für diesen Bedarf an: lebensmittelzertifiziertes Kaliumchlorid. Es hilft, den Natriumgehalt von Speisen und Getränken zu senken, ohne den Geschmack zu beeinflussen. Schon jetzt exportieren wir KaliSel in 35 Länder, wo es bei der Herstellung von Brot- und Backwaren, Fleisch- und Wurstwaren, Fertiggerichten, Milchprodukten und von Baby- und Kindernahrung verwendet wird.

Wir stellen KaliSel am Standort Zielitz im Rahmen unserer industriellen Kaliproduktion her: Hochreine Kaliumchloridlösung wird gereinigt, gefiltert, gekühlt, auskristallisiert, entwässert, getrocknet und gesiebt. All das geschieht unter Reinraumbedingungen und unter Einhaltung der höchsten Qualitätsstandards, die bei der Herstellung von Lebensmittelprodukten angewendet werden können: den IFS (International Featured Standards). Eine Aufgabe für Spezialisten also - und vermutlich der Grund, warum wir Weltmarktführer für lebensmittelzertifiziertes Kaliumchlorid sind.

Unsere Produkte sind auch dort, wo man sie nicht vermutet

Wenn Sie das nächste Mal eine Paketlieferung erhalten, steckt vielleicht ein wenig K+S darin. Genauer gesagt: im Karton. Denn in der Papierindustrie kommt eines unserer Spezialprodukte zum Einsatz - Magnesiumsulfat wasserfrei. Es hilft dabei, die beiden Holzbestandteile Zellstoff und Lignin voneinander zu trennen und die anschließende Bleichung des Zellstoffs zu optimieren. Das funktioniert am besten, wenn das Magnesiumsulfat möglichst frei von Schwermetallen ist - und gut wasserlöslich. Zwei Eigenschaften, die unser Produkt in besonderem Maße auszeichnen. Und die dafür sorgen, dass Papierfabriken teilweise schon seit Jahrzehnten auf unsere Qualität setzen. Aber nicht nur in der Papierindustrie spielt Magnesiumsulfat wasserfrei seine Stärken aus: In vielen Herstellungsprozessen kommt das Multitalent zum Einsatz.# Chancen ― vielseitiges Produktportfolio ― hohe Qualitätsstandards ― Wachstumsmärkte

Unverändert stark: K+S-Kompetenzen

Nachhaltiges Wachstum braucht starke Wurzeln. Deshalb bauen wir in der Phase der Transformation auf unser Fundament. Eine 130-jährige Tradition der Expertise, der Werteorientierung und des Forscherdrangs sorgen dafür, dass wir die Neuausrichtung unseres Konzerns mutig und zielstrebig angehen.

Erprobte Expertise

ONE K+S: Viel Tradition. Mehr Zukunft. Geforscht haben wir bei K+S schon immer. Zum Beispiel zu der Frage, wie man KALI am besten gewinnt und einsetzt. Denn im Gegensatz zum "klassischen" Salz, das schon seit Jahrtausenden vom Menschen verwendet wird, ist KALI ein eher junger Rohstoff. So jung, dass 1919 in Staßfurt eine eigene Kaliforschungsanstalt gegründet wurde. Das hat sich gelohnt: Mittlerweile besteht kein Zweifel an der Bedeutung von KALI für Landwirtschaft und Industrie. Heute ist unser Analytik- und Forschungszentrum in Unterbreizbach der Ort, an dem innovative Produktionsverfahren oder -verbesserungen entwickelt werden. Mit modernen Instrumenten und einer ausgeklügelten Laborautomatisierung werden hier jährlich mehr als 30.000 Proben bearbeitet und über 400.000 Analysen erstellt. Dank dieser Expertise auf dem Gebiet der Kaliforschung blicken wir selbstbewusst nach vorn: Sie ist die Grundlage dafür, dass wir die Bedürfnisse unserer Kunden auch in Zukunft mit neuen Lösungen zielgerichtet bedienen können.

Fazit: Bei K+S sind wir aus Tradition innovativ. K+S ist heute weltweit der größte Anbieter von Salzprodukten, fünftgrößter Kaliproduzent der Welt und größter Anbieter von Kali- und Magnesiumprodukten in Westeuropa. Unsere Produktpalette ist vielfältig, und in vielen Industrien haben wir uns einen Ruf als verlässlicher Partner erarbeitet. Unsere Kaliforschung haben wir in den Dienst des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit gestellt. Unsere Forschungsarbeit und unsere Innovationsaktivitäten sind Ausdruck unserer Verantwortung als globaler Konzern und unsere Antwort auf die Themen, die die Welt heute beschäftigen: Wachsende Bevölkerungszahlen, der Klimawandel und ein weltweit verändertes Konsumverhalten rücken die nachhaltige Ernährungssicherung als drängende Herausforderung unserer Zeit immer stärker in den Fokus. Wir beschäftigen uns daher mit der Entwicklung von neuen Ideen für die Landwirtschaft und die Ernährung von morgen. K+S wandelt sich mit den Märkten und den Wünschen der Kunden. Auch in Zukunft machen wir das, worin wir richtig gut sind - wir fördern und veredeln Mineralien. Da wir langfristig denken, scheuen wir nicht die kritische Auseinandersetzung mit uns selbst. Unsere ambitionierte Strategie SHAPING 2030 setzen wir konsequent um. Mit dem Mut, etwas Neues zu entwickeln, investieren wir in die Kooperation mit Start-ups und erschließen uns angrenzende Geschäftsfelder. Volatilen Märkten und Preisschwankungen setzen wir unsere einzigartige Expertise und das Wissen entgegen, dass Qualität sich am Ende immer durchsetzt.

Unverhandelbar: unsere Werte

  • Sicher & nachhaltig
  • Partnerschaftlich
  • Unternehmerisch
  • AGIL
  • Innovativ
  • Optimistisch

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Dr. Andreas Kreimeyer

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 hat uns erneut vor große Herausforderungen gestellt und deutlich werden lassen, dass sich K+S derzeit auf einem schwierigen Pfad bewegt. Nach einem erfreulichen ersten Halbjahr haben geopolitische Verwerfungen und ein zunehmend schwieriger werdendes Geschäftsumfeld für Kalidüngemittel im Verlauf des zweiten Halbjahres zu steigenden Lagerbeständen bei unseren Kunden und in der Folge zu Preisdruck für unsere Produkte, reduzierten Produktionsmengen und zu geringerer Profitabilität geführt. Damit konnten wir unsere EBITDA-Ziele nicht erreichen und unsere Verschuldung nicht wie geplant abbauen. In Folge davon ist unser Aktienkurs eingebrochen.

Die hohe Verschuldung ist im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen:

ERSTENS auf die erfolgreiche Realisierung der neuen Kaliproduktion in Kanada. Dieses Investment wurde im Jahr 2011 genehmigt und war strategisch richtig und wichtig, um die Zukunftsfähigkeit der K+S zu sichern. Auch wenn die Erwartungen der Kalipreisentwicklung derzeit unter den ursprünglichen Planungen liegen, wird K+S nach dem vollständigen Hochfahren der Anlage mit den in Bethune produzierten Kaliumchlorid-Mengen eine gute Profitabilität erzielen. Bethune gehört zu den wettbewerbsfähigsten Anlagen auf der Welt!

ZWEITENS auf kaum mehr planbare, stetig steigende Forderungen nach hohen Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen an den deutschen Standorten. In den vergangenen acht Jahren hat K+S bereits rund 1 Mrd. € in Umweltmaßnahmen investiert, um die heimischen Standorte weiter betreiben zu können.

Es war uns immer klar, dass ein rascher Abbau der hohen Verschuldung ein zentrales Ziel der Strategie SHAPING 2030 sein muss. Vor diesem Hintergrund sind klare Ziele formuliert worden: K+S wollte bis 2020 den Verschuldungsgrad halbieren und bis 2023 wieder die Voraussetzungen für ein Investment Grade Rating schaffen. Bis Mitte 2019 waren wir hier auch auf dem richtigen Weg!

Das sich im Verlauf des zweiten Halbjahres, insbesondere durch den Handelskrieg zwischen USA und China sowie den Kali-Importstopp Chinas rasant eintrübende Geschäftsumfeld, hat dann allerdings deutlich werden lassen, dass die Erreichung dieser Ziele im gesteckten Zeitraum ohne weitergehende Maßnahmen nicht möglich sein wird.

Im Zentrum der in 2019 erarbeiteten und im Dezember 2019 kommunizierten, zusätzlichen Maßnahmen steht daher das Ziel, den Abbau der Verschuldung zu intensivieren und diese rasch und nachhaltig zurückzuführen. Dabei werden wir uns nicht auf die Selbstheilungskräfte des Marktes verlassen, sondern entschlossen handeln und eine Reihe von Projekten zur Wertgenerierung und Kostensenkung konsequent vorantreiben.

Im Namen des Aufsichtsrats bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz in diesem schwierigen Geschäftsumfeld. Unser Dank gilt ebenso den Mitgliedern des Vorstands, die K+S durch diese schwierige Phase führen und den Arbeitnehmervertretern und Betriebsräten, die konstruktiv und zukunftsorientiert an der Erreichung anspruchsvoller Zielsetzungen mitwirken.

Bei Ihnen, unseren Aktionärinnen und Aktionären, bedanke ich mich dafür, dass Sie uns auch im herausfordernden Jahr 2019 kritisch, aber stets konstruktiv begleitet haben.

BERATUNG UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DES VORSTANDS

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl von Sachthemen wurde eingehend diskutiert, und es wurden Beschlüsse über zustimmungspflichtige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei dessen Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und bei der Leitung des Unternehmens beraten. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden.

Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage, die Beschäftigungssituation, den Fortgang wichtiger Investitionsprojekte, die Planungen sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation sowie das Risikomanagement wurden dabei gewissenhaft beachtet. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsichtsrat jeweils schriftliche Berichte vom Vorstand. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende hielt auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand regelmäßigen engen persönlichen Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge sowie anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner und die Arbeitnehmervertreter haben regelmäßig in gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten.

Im Jahr 2019 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Die Anwesenheitsquote der 16 Aufsichtsratsmitglieder lag bei diesen Sitzungen im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 95 %. Eine Sitzung fand in vollständiger Besetzung statt, an vier Sitzungen konnte jeweils ein Aufsichtsratsmitglied nicht teilnehmen. Die Abwesenden waren immer entschuldigt.

Von den vier Präsenzsitzungen des Prüfungsausschusses wurden drei mit vollständiger Besetzung abgehalten, bei einer Sitzung fehlte ein Mitglied entschuldigt. Der Nominierungsausschuss tagte 3 Mal in vollständiger Besetzung. Von den 7 Sitzungen des Personalausschusses wurden 6 Sitzungen in voller Besetzung abgehalten. Bei einer Sitzung fehlte ein Mitglied entschuldigt. Der Strategieausschuss tagte zweimal und jeweils in vollständiger Besetzung.

BESETZUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 13. November 2019 Frau Fabiola Fernandez Grund in den Vorstand berufen. Frau Fernandez Grund wird ihre Aufgabe voraussichtlich im Laufe des zweiten Halbjahres 2020 antreten. Mit der Aufnahme ihrer Tätigkeit wird Frau Fernandez Grund auch die Arbeitsdirektorin der Gesellschaft. Im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine Änderungen.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS

Im Geschäftsjahr 2019 fanden eine außerordentliche und vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. In der ordentlichen Sitzung am 13. März 2019 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte für das Geschäftsjahr 2018 geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und nach intensiver Diskussion beschlossen, sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands anzuschließen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert, zudem wurden die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2019 verabschiedet.# Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance, Seite 99

Des Weiteren wurde das Ergebnis der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung mit den Prüfern erörtert. Zudem wurden die Zielvereinbarungen der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2019 und die Festlegung der Zielerreichung 2018 als auch die Anpassung der Pensionsobergrenzen beschlossen. Zuletzt haben wir mit dem Vorstand mögliche Akquisitionen besprochen.

In der ordentlichen Sitzung am 14. Mai 2019 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat unter anderem detailliert über die Entwicklung der Geschäftslage, das Ergebnis im ersten Quartal 2019, mögliche Akquisitionen sowie den Stand des Projekts "Operations Excellence". Zudem wurde die Geschlechterquote für den Vorstand neu festgelegt. Darüber hinaus wurde die Nominierung der Kandidaten zur Wahl in den Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung 2020 vorgenommen. Dem voraus haben die Anteilseignervertreter einen Antrag auf Getrennterfüllung gestellt und dem Aufsichtsratsvorsitzenden zugeleitet.

In der ordentlichen Sitzung am 22. August 2019 befassten wir uns unter anderem mit dem neuen Deutschen Corporate Governance Kodex, der aktuellen Geschäftslage und stimmten einer Finanzierungsmaßnahme zu. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über mögliche Akquisitionen und gab ein Update über die Strategie SHAPING 2030 der K+S GRUPPE. Zudem haben wir uns detailliert über den Stand der Digitalisierung informieren lassen und die langfristige Nachfolgeplanung im Vorstand diskutiert. Die Verlängerung der Vorstandsmandate von Herrn Dr. Lohr und Herrn Boeckers, die Einführung von Claw Back Klauseln in den Vorstandsverträgen, die Anpassung der Vergütungsstruktur des Vorstands sowie die Anpassung der Ausschussvergütung wurden beschlossen. Zudem wurde ein Beschluss über die Vergütung konzernexterner Mandate gefasst.

In der außerordentlichen Sitzung am 13. November 2019 haben wir uns detailliert über die anstehende Mittelfristplanung und über den Status des Werkes Bethune informiert sowie über ein Maßnahmenpaket zum raschen Abbau der Verschuldung beraten. Des Weiteren wurde über die Besetzung der zusätzlichen Vorstandsposition beraten und Frau Fernandez Grund in den Vorstand berufen.

In der letzten ordentlichen Sitzung des Jahres am 3. Dezember 2019 erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage und gab einen Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz und das Ergebnis der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2019. Die Planung der K+S GRUPPE für das Jahr 2020, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens, wurde eingehend - auch auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen - geprüft und sodann gebilligt. Anschließend erörterten wir mit dem Vorstand ausführlich das Maßnahmenpaket zur raschen Wertgenerierung und zum Abbau der Verschuldung. Das Vorstandsmandat von Herrn Roberts wurde verlängert. Des Weiteren wurden Anpassungen zu Altersgrenzen und Wahlperioden für Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Anpassung der Ausschussvergütung beschlossen. Zudem haben wir uns auf Vorschlag des Prüfungsausschusses nach Durchführung eines strukturieren Ausschreibungsverfahrens für einen Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 ausgesprochen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete über dessen letzte Sitzung. Der Aufsichtsrat beschloss, die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung zu beauftragen. Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2019/2020 von Vorstand und Aufsichtsrat wurde ebenfalls beschlossen.

AUSSCHUSSSITZUNGEN

Zur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss vier weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss sowie den Strategieausschuss. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung findet sich auf der Seite 104 im Lagebericht und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik "Über K+S". Dort finden Sie auch die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2019 insgesamt vier Mal zusammen. Der Ausschuss beschäftigte sich am 28. Februar gemeinsam mit dem Strategieausschuss mit möglichen Akquisitionen. Am 1. März 2019 prüfte der Ausschuss im Beisein des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Jahresabschluss 2018 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den Konzernabschluss 2018, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und sprach die Empfehlung aus, der Hauptversammlung erneut die Wahl der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT zum Abschlussprüfer vorzuschlagen. Zudem beschäftigte sich der Ausschuss mit der Ausschreibung der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2021. Am 22. August 2019 diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand umfassend das interne Kontrollsystem (IKS) der K+S GRUPPE, insbesondere Rechnungslegungs-, Rechungsprüfungs- und Buchhaltungsprozesse. Ferner nahm der Ausschuss den Bericht des Chief Compliance Officers über den Status des Compliance-Management-Systems der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis. Des Weiteren wurden Empfehlungen zweier Prüfungsgesellschaften an das Aufsichtsratsplenum für die Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 beschlossen. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2019. In der Sitzung am 3. Dezember 2019 berichtete der Leiter der internen Revision über seine Arbeit in der K+S GRUPPE. Der Vorstand berichtete über die Entwicklung von Beraterkosten und Spenden sowie über die Beauftragung des Abschlussprüfers mit zulässigen Nichtprüfungsleistungen. Schließlich empfahl der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsratsplenum die Beauftragung des Abschlussprüfers mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung. Darüber hinaus wurden der Verschuldungsgrad, die Liquidität sowie Maßnahmen zum Abbau der Verschuldung diskutiert. Zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand wurden am 8. Mai, 12. August und 12. November per Telefonkonferenz die jeweils abgelaufenen Quartale sowie die zur Veröffentlichung anstehenden Quartalsmitteilungen bzw. der Halbjahresfinanzbericht erörtert.

Personalausschuss

Der Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2019 siebenmal zusammen. Er befasste sich mit den Zielvereinbarungen und Zielerreichungen der Vorstandsmitglieder, der Angemessenheit der Vorstandsvergütung im Verhältnis zu den Führungskreisen und der Gesamtbelegschaft, der Höhe der Fixeinkommen der Vorstandsmitglieder, der Neufestlegung der Geschlechterquote, der Anpassung der Pensionsobergrenzen, der Einführung von Claw Back Klauseln, der Erweiterung des Vorstands und der damit einhergehenden Berufung von Frau Fernandez Grund in den Vorstand sowie mit der Weiterentwicklung des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat. Des Weiteren wurde über die Mandatsverlängerungen der Vorstandsmandate beraten. Ferner wurde über die Entwicklungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Veränderung der Gesetzgebung bezüglich der 2. Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) beraten. Darüber hinaus befasste er sich mit der kurz- und langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2019 sowie die Struktur des aktuellen Vergütungssystems finden Sie auf den Seiten 142-146.

Nominierungsausschuss

Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2019 viermal zusammen; Gegenstand der Beratungen war insbesondere die langfristige Nachfolgeplanung für den Aufsichtsrat. Ferner befasste er sich mit der Altersgrenze sowie der Begrenzung der Anzahl von Wahlperioden für Aufsichtsratsmitglieder.

Strategieausschuss

Der Strategieausschuss tagte im Jahr 2019 zweimal. Er beriet hauptsächlich über mögliche Akquisitionen sowie die Mittelfristplanung und das Maßnahmenpaket zur raschen Wertgenerierung und zum Abbau der Verschuldung.

Der Vermittlungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden.

INTERESSENKONFLIKTE

Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.

PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2019

Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 geprüft. Jahresabschluss und Konzernabschluss wurden jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Über die gesetzliche Abschlussprüfung hinaus hat der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT mit der Prüfung der Konformität mit begrenzter Sicherheit der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung gemäß dem CSR-RUG beauftragt. DELOITTE hat die Ergebnisse dem Prüfungsausschuss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in seiner Sitzung vom 2. März 2020 sowie dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 11. März 2020 berichtet. Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind DELOITTE keine Sachverhalte bekannt geworden, die DELOITTE zu der Auffassung gelangen lassen, dass die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung des Unternehmens für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31.# K+S AM KAPITALMARKT

Während sich die K+S-Aktie in der ersten Jahreshälfte 2019 zunächst positiv entwickelte, verzeichnete sie im zweiten Halbjahr infolge der eingetretenen Nachfrageschwäche auf dem Weltkalimarkt eine negative Entwicklung. Zum Ende des Geschäftsjahres notierte unsere Aktie bei 11,12 €.

KAPITALMARKTKENNZAHLEN

2015 2016 2017 2018 2019
Schlusskurs am 31.12. XETRA, € 23,62 22,69 20,76 15,72 11,12
Höchstkurs XETRA, € 38,81 23,62 24,83 25,75 18,61
Tiefstkurs XETRA, € 22,40 16,06 19,11 15,03 9,70
Durchschnittliche Anzahl Aktien Mio. 191,4 191,4 191,4 191,4 191,4
Marktkapitalisierung am 31.12. Mrd. € 4,5 4,3 4,0 3,0 2,1
Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag Mio. Stück 2,21 1,74 1,26 1,34 1,40
Unternehmenswert (EV) am 31.12. Mrd. € 6,9 7,9 8,1 7,4 6,7
Unternehmenswert zu Umsatz (EV/Umsatz) x-fach 1,7 2,3 2,2 1,8 1,6
Unternehmenswert zu EBITDA (EV/EBITDA) x-fach 6,5 15,3 14,1 12,3 10,5
Buchwert je Aktie €/Aktie 22,44 23,78 21,74 21,65 23,49
Ergebnis je Aktie, bereinigt 1 €/Aktie 2,83 0,68 0,76 0,45 0,41
Dividende je Aktie 2 €/Aktie 1,15 0,30 0,35 0,25 0,15
Ausschüttungssumme 2 Mio. € 220,1 57,4 67,0 47,9 28,7
Ausschüttungsquote 2, 3 % 40,6 44,0 46,2 55,6 36,9
Dividendenrendite (Schlusskurs) 2 % 4,9 1,3 1,7 1,6 1,3
  • Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 183). Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2019: 30,0 % (2018: 30,0 %).
  • Im Jahr 2019 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag.
  • Bezogen auf das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern.

DIE AKTIE

WELTKONJUNKTUR BLEIBT VORERST OHNE SCHWUNG

Das Wachstum der Weltwirtschaft verlor im Jahr 2019 weiter an Fahrt. Die Konjunktur wurde durch die Zuspitzung des Handelskonflikts zwischen den USA und China belastet, zudem dämpfte die lange fortbestehende Unsicherheit über den Zeitpunkt und die Ausgestaltung des Austritts Großbritanniens aus der EU die wirtschaftliche Aktivität. Stützend wirkte sich eine Lockerung der Geldpolitik aus, die aktuell in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wieder stark expansiv ausgerichtet ist. Der deutsche Leitindex DAX verzeichnete im Jahr 2019 eine positive Wertentwicklung von rund 25 % und schloss am Jahresende mit 13.249 Punkten. Auch der MDAX verzeichnete bei einem Schlussstand von 28.312 Punkten einen Zuwachs von gut 31 %. Der europäische Aktienindex DJ STOXX 600 gewann rund 23 % und schloss bei 416 Punkten. Der globale Index MSCI WORLD entwickelte sich ebenfalls positiv und gewann 25 % bei einem Jahresschlussstand von 2.358 Punkten.

MARKTSCHWÄCHE UND PRODUKTIONSKÜRZUNGEN IM ZWEITEN HALBJAHR BELASTETEN K+S-AKTIE

Im ersten Quartal 2019 entwickelte sich die im MDAX notierte K+S-Aktie leicht positiv. Mit 18,51 € erreichte die Aktie am 22. April ihren Höchststand. In der zweiten Jahreshälfte kam die K+S Aktie in erster Linie aufgrund der Nachfrageschwäche am Weltkalimarkt und den damit verbundenen Korrekturen der Ergebniserwartungen unter Druck. Am 10. Dezember verzeichnete sie mit 9,70 € untertägig ihren niedrigsten Kurs im Jahresverlauf. Die Aktie schloss zum Ende des Berichtsjahres mit einem Kurs von 11,12 € (Jahresschlusskurs 2018: 15,72 €). Die Leerverkaufsquote (nur meldepflichtige Leerverkäufe ab 0,5 % berücksichtigt) notierte am Jahresende mit 7,55 % relativ konstant auf dem Jahresanfangsniveau von 7,42 % (Quelle: Bundesanzeiger).

www.kpluss.com/aktie

AKTIENKURSE DER NORDAMERIKANISCHEN WETTBEWERBER

Wir verfolgen die Aktienkursentwicklung auch im Vergleich zu unseren börsennotierten Wettbewerbern. Hierzu gehören vor allem die Düngemittelproduzenten NUTRIEN aus Kanada und MOSAIC aus den USA sowie die überwiegend Salz produzierende US-amerikanische COMPASS MINERALS. Während NUTRIEN mit +2 % ein leichtes Plus erzielte, entwickelte sich der Aktienkurs von MOSAIC mit -27 % deutlich negativ. Die Aktie von COMPASS MINERALS (-42 %) zeigte eine noch deutlichere negative Entwicklung. Die K+S Aktie verlor im gleichen Zeitraum rund -29 % an Wert.

WERTENENTWICKLUNG DER K+S-AKTIEN IM VERGLEICH ZU DAX, MDAX, DJ STOXX 600 UND MSCI WORLD

WERTENENTWICKLUNG DER K+S-AKTIEN IM VERGLEICH ZU WETTBEWERN IM JAHR 2019

AKTIONÄRSSTRUKTUR

Nach der Streubesitzdefinition der deutsche BÖRSE AG beträgt der Freefloat 100 %. Bis Ende Februar 2020 haben uns folgende Aktionäre einen Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwellen mitgeteilt:

  • DWS Investment GMBH: 5,69 % (Meldung vom 31. Dezember 2018)
  • Dimensional Holdings InC.: 4,79 % (Meldung vom 8. November 2019)
  • BlackRock, Inc: 3,97 % (Meldung vom 10. Januar 2020)

AMERICAN DEPOSITARY RECEIPTS ZUM HANDEL IN NORDAMERIKA

In Nordamerika bieten wir ein American-Depositary-Receipts-(ADR-)Programm an, um den dortigen Investoren den Handel mit K+S-Wertpapieren zu erleichtern und so die internationale Aktionärsbasis auszubauen. Da die ADRS in US-Dollar notiert sind und auch die Dividenden in US-Dollar gezahlt werden, ähnelt die Ausgestaltung im Wesentlichen amerikanischen Aktien. Zwei ADRS liegt jeweils eine K+S-Aktie zugrunde. Die ADRS werden in Form eines "Level 1"-ADR-Programms außerbörslich am OTC-(over the counter-)Markt gehandelt. Die K+S-ADRS sind bei der Handelsplattform OTCQX gelistet.

www.kpluss.com/adr
www.otcmarkets.com

ANLEIHEN UND RATING

DIE K+S-ANLEIHEN

Aufgrund der anhaltend hohen Liquiditätsversorgung durch die großen Notenbanken blieben die Anleihekurse von Schuldnern guter Bonität am Kapitalmarkt weiterhin auf gutem Niveau - bei entsprechend niedrigen Renditen. Von dieser Situation konnten auch die K+S-Anleihen überwiegend partizipieren.

RATING

Nach einer Überprüfung der Bonitätsbewertung von K+S durch die Ratingagentur Standard & Poor's erfolgte im September 2019 eine Rücknahme unseres Ratings von BB auf BB- mit dem Ausblick "stabil" (zuvor "negativ"). Ausschlaggebend hierfür war vor allem die langsame Entschuldung vor dem Hintergrund des anhaltend schwachen Marktumfeldes. Der neue Ratingausblick hatte keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanzierungsfähigkeit unseres Unternehmens.

INVESTOR RELATIONS

RESEARCH-COVERAGE ÜBER K+S

Die sehr umfangreiche Research-Coverage der K+S GRUPPE blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Das Spektrum der uns regelmäßig analysierenden Banken reicht dabei von der Investmentboutique mit regionaler Expertise bis hin zur Großbank mit internationalem Ansatz. Im Geschäftsjahr 2019 analysierten uns 27 Bankhäuser regelmäßig (2018: 28).

www.kpluss.com/analysten

Ende Februar 2020 stuften uns laut Bloomberg 11 Bankhäuser auf "Kaufen/Akkumulieren", 9 auf "Halten/Neutral" und 7 Bankhäuser auf "Reduzieren/Verkaufen". Das durchschnittliche Kursziel lag bei rund 10,56 €.

K+S-INVESTOR RELATIONS BIETET UMFANGREICHES INFORMATIONSANGEBOT

Dem Informationsbedarf des Kapitalmarkts haben wir im vergangenen Jahr mit einem Angebot von 51 Roadshow- und Konferenztagen Rechnung getragen (2018: 53). So führten wir Investorengespräche in Europa, Nordamerika und Asien. Darüber hinaus organisierten wir zahlreiche Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Den Kontakt zu Privataktionären intensivierten wir durch die Teilnahme an Privataktionärsveranstaltungen in ganz Deutschland. Neben einem umfangreichen Informationsangebot auf unserer Internetseite veröffentlichen wir im Rahmen der regelmäßigen Finanzberichterstattung Interviews mit Vorstandsmitgliedern zusätzlich auf youtube.

www.youtube.com/user/kplussag

Ziel unserer Investor-Relations-Arbeit ist eine transparente und faire Finanzkommunikation mit allen Marktteilnehmern, um das Vertrauen in die Qualität und Seriosität unserer Unternehmensführung zu erhalten bzw. zu stärken und umfassend, zeitnah und möglichst objektiv über unsere Strategie sowie über alle kapitalmarktrelevanten Geschehnisse rund um die K+S GRUPPE zu informieren.# ANLEIHEKURSEN UND RENDITEN

B.3

Kurs Rendite in %
K+S-Anleihen (Dezember 2021); Kupon: 4,125 % 0,35
K+S-Anleinen (Juni 2022); Kupon: 3,000 % 0,91
K+S Anleihen (April 2023); Kupon: 2,625 % 1,01
K+S-Anleihe (Juli 2024); Kupon: 3,250 % 1,61

AKTIONÄRSSTRUKTUR

B.2 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

GESCHÄFTSMODELL

K+S versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten für die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir aus Produktionsstätten im Wesentlichen in Europa, Nord- und Südamerika sowie über ein weltweites Vertriebsnetz.

Unternehmensprofil

Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2030 haben wir eine neue Struktur im Sinne einer "One Company" geschaffen. Damit wollen wir verstärkt Synergiepotenziale heben.

MATRIXSTRUKTUR

In unserer Matrixorganisation verknüpfen wir regional orientierte operative Einheiten¹ mit marktorientierten Kundensegmenten ² und zentralen Exzellenzfunktionen, um deren jeweilige Stärke in Projekten und Lösungen für unsere Kunden überall nutzbar zu machen. Damit wollen wir Silos aufbrechen und Teams über Bereichs- und Ländergrenzen hinweg stärker vernetzen.

Während wir das operative Geschäft in den beiden operativen Einheiten Europe+ und Americas führen (siehe Abschnitt "Operative Einheiten"), sollen die Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden die gemeinsamen Kundeninteressen bündeln. Die Kundensegmente finden sich in den operativen Einheiten wieder und werden auch global betrachtet. In diesen wollen wir Innovationen vorantreiben, Megatrends verfolgen, neue Märkte entwickeln und das gruppenweite Produktportfolio gestalten. Außerdem sind sie der Motor für Wachstumsinitiativen und Investitionen.

Die Einheit "Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence" bündelt die vier Kundensegmente. Sie ist dafür verantwortlich, Strategien für diese zu entwickeln, kontinuierliche Prozess- und Technologieverbesserungen voranzutreiben, globale Leistungsindikatoren festzulegen und - in ihren jeweiligen Excellence-Funktionen -einen regionalübergreifenden Vergleich zu gewährleisten.

K+S-MATRIXSTRUKTUR

B.1

¹ Segmente im Sinne des IFRS 8.
² Keine Segmente im Sinne des IFRS 8.

Der Bereich "Operations and Technical Excellence Center" (OTEC) soll zur angewandten Forschung von K+S beitragen und das Wachstum durch die Einführung neuer Technologien, Prozessverbesserungen, neuer Produktentwicklungen und Anwendungen sichern.

Die Zentralfunktionen setzen als Business Partner der operativen Einheiten Standards, definieren Prozesse und erheben Kennzahlen. Außerdem unterstützen sie den Vorstand und nehmen gruppenweit Governance-Aufgaben wahr.

OPERATIVE EINHEITEN

Wir führen das operative Geschäft in zwei Einheiten (Segmente im Sinne des IFRS 8), in die sich auch die Segmentberichterstattung ab dem Berichtsjahr 2019 gliedert:

  • Operative Einheit Europe+, bestehend aus dem ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte inkl. dem Werk Bethune, die frühere ESCO und den bisherigen Ergänzenden Aktivitäten (Entsorgung und Recycling, Tierhygieneprodukte, K+S TRANSPORT, CHEMISCHE FABRIK KALK)
  • Operative Einheit Americas, bestehend aus MORTON SALT, K+S WINDSOR SALT und K+S SALT LA

Die beiden operativen Einheiten sind in Kundensegmenten (keine Segmente im Sinne des IFRS 8) strukturiert und diese werden auch gruppenweit betrachtet. Das Geschäft der Kundensegmente Industrie, Verbraucher und Gemeinden ist regional geprägt, da die Produkte für diese Segmente transportkostenabhängig sind. In der Marktbearbeitung gibt es viele Synergien zwischen Süd- und Nordamerika, aber aufgrund der großen räumlichen Distanz nur wenige zwischen Amerika und Europa. Diese Kundensegmente finden sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten.

Das Kundensegment Landwirtschaft, das ausschließlich der operativen Einheit Europe+ zuzuordnen ist, agiert in einem globalen Umfeld. Wir liefern Kaliprodukte aus Deutschland und Kanada in die ganze Welt. Zwar gibt es bei der Marktbearbeitung wenig Synergien zwischen Landwirtschaft und den anderen Kundensegmenten; aufgrund der räumlichen Nähe der Kali- und Salzbergwerke innerhalb Deutschlands bestehen jedoch vielfältige Synergien in Bezug auf Produktion, Technik und Logistik, die wir verstärkt nutzen wollen.

Die operativen Einheiten haben den direkten, engen Draht zum Kunden. Für die optimale Marktbearbeitung haben beide Einheiten die Verantwortung für die gesamte Wertschöpfungskette von der Absatzplanung über die Produktion sowie Marketing und Vertrieb bis hin zur Auslieferung. Sie entwickeln auf Basis der zentralen Strategien mittelfristige Umsetzungskonzepte für ihre Märkte und implementieren zentrale Produktionsstandards.

KUNDENSEGEMNT LANDWIRTSCHAFT: WIR WOLLEN LANDWIRTEN BEI DER SICHERUNG DER WELTERNÄHRUNG HELFEN

Wir verkaufen unsere Düngemittel auf nahezu allen Kontinenten dieser Welt. Sie werden beispielsweise zur Düngung auf den Weizenfeldern Europas, den Reisterrassen Asiens und den Kaffeeplantagen Südamerikas genutzt. Das Kundensegment Landwirtschaft findet sich ausschließlich in der operativen Einheit Europe+ und war zuvor im ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte abgebildet.

Produkte und Dienstleistungen

Die Produkte des Kundensegments werden als Pflanzennährstoff in der Landwirtschaft eingesetzt. Als Naturprodukte sind diese nach EU-Recht größtenteils auch für den ökologischen Landbau zugelassen.

  • Kaliumchlorid: Das universell einsetzbare mineralische Düngemittel Kaliumchlorid wird vor allem bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewendet. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf die Äcker gebracht, mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen zu sogenannten "bulk blends" gemischt oder alternativ als feinkörnige "Standard"-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet.
  • Düngemittelspezialitäten: Die Düngemittelspezialitäten unterscheiden sich vom Kaliumchlorid entweder durch Chloridfreiheit, durch unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel, Natrium und Spurenelementen oder durch ihre Wasserlöslichkeit. Diese Produkte werden für Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z. B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchten, Wein oder Gemüse. Voll wasserlösliche Düngemittel werden z. B. im Bereich der Fertigation (Einsatz von Düngemitteln in Bewässerungssystemen) vor allem für Obst und Gemüse eingesetzt.

Die Düngemittelspezialitäten werden unter den folgenden Produktmarken vertrieben: KALISOP(r), KORN-KALI(r), PATENTKALI(r), ESTA(r) KIESERIT, MAGNESIA-KAINIT(r), SOLUMOP(r), SOLUSOP(r), SOLUNOP(r), HORTISUL(r), EPSO TOP(r), EPSO MICROTOP(r), EPSO COMBITOP(r), EPSO BORTOP(r).

Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen

Die Hälfte des Umsatzes des Kundensegments Landwirtschaft wird in Europa erzielt. Hier profitieren wir von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Weitere Absatzschwerpunkte liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, und in Asien.

B.3

Gemessen an der Absatzmenge ist K+S weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten. Mit dem neuen Werk in Bethune, Kanada, konnte K+S den Anteil am Weltkaliabsatz auf rund 9 % steigern (Quelle: IFA, K+S). Auch Düngemittelspezialitäten spielen in unserem Produktportfolio eine wichtige Rolle. Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanische NUTRIEN sowie MOSAIC. Weitere bedeutende Wettbewerber sind die russischen Produzenten URALKALI und EUROCHEM, die weißrussische BELARUSKALI, die israelische ICL, die jordanische APC sowie die chilenische SQM.

LANDWIRTSCHAFT - UMSATZ NACH REGIONEN

B.3

LANDWIRTSCHAFT - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN

B.2

INDUSTRIE: WIR WOLLEN LÖSUNGEN BIETEN, DIE INDUSTRIEN AM LAUFEN HALTEN

Haupteinsatzgebiet unserer Produkte im Industriebereich sind die Elektrolyse- und die Lebensmittelindustrien, wobei die Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten weit reicht - von pharmazeutischer Produktion bis hin zur Kupfergewinnung. Ernährungslösungen sowie Kosmetik- und Pflegeprodukte beinhalten ebenfalls unsere Mineralien. Mit unseren Produkten und unserer technischen Expertise für die Lebensmittelindustrie wollen wir einen wichtigen Beitrag für die Welternährung leisten. Das Kundensegment Industrie findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher in beiden ehemaligen Geschäftsbereichen sowie den ehemaligen Ergänzenden Aktivitäten abgebildet.

Produkte und Dienstleistungen

K+S bietet eine breite Palette an höherwertigen Kali-, Magnesium- sowie Salzprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z. B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen, zur Verbesserung des Geschmacks und des Nährstoffgehalts von Nahrungsmitteln, bei der Herstellung von Glas, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der BIOTECHNOLOGIE, bei der Öl- und Gasexploration, in der Wasserenthärtung sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Ergänzend steht ein Sortiment für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierernährungsindustrie bereit.

Zu den Produktmarken im Kundensegment Industrieprodukte gehören z. B.: APISAL(r), AXAL(r), BÄCKERSTOLZ(r), KADD(r), KASA(r), K-DRILL(r), MORTON(r) PUREX(r), MORTON(r) STAR FLAKE(r) DENDRITIC, NUTRIKS(r), SOLSEL(r).

B.4

INDUSTRIE - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN

B.4

Als Dienstleistung für Dritte und als ergänzende Aktivität nutzt K+S außerdem teilweise Hohlräume unter Tage, die durch die Rohsalzgewinnung entstanden sind.# B.5 INDUSTRIE

Einerseits werden Abfälle durch die Einlagerung in Untertagedeponien sicher der Biosphäre entzogen. Andererseits werden sie verwertet, indem Hohlräume mit Rückständen aus der Rauchgasreinigung als Versatzbaustoffe gefüllt werden. Die für diesen Zweck genutzten Salzlagerstätten sind vom laufenden Betrieb der Rohstoffgewinnung getrennt, nicht durchlässig für Gas und Flüssigkeiten und von den grundwasserführenden Schichten abgeschottet. Eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren gewährleistet höchstmögliche Sicherheit. Für die Sekundäraluminiumindustrie bietet K+S eine Komplettleistung rund um das Recycling von Salzschlacken. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das Recycling über Tage von gering belasteten Baustoffen. Am Standort Salzdetfurth werden darüber hinaus große Teile der übertägigen Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks genutzt, um für die MARS GMBH u. a. das bekannte Markenprodukt CATSAN(r) für den Tierhygienebedarf zu granulieren. Die CHEMISCHE FABRIK KALK (CFK) betreibt Handel mit einer Auswahl an Basischemikalien wie Natronlauge, Salpetersäure, Natrium-carbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid.

Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen

In Europa und in Nordamerika werden jeweils 50 % bzw. 35 % des Umsatzes des Kundensegments Industrie erzielt. Weitere Absatzregionen liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien.

B.5 INDUSTRIE - UMSATZ NACH REGIONEN

Mit kali- und magnesiumhaltigen Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Herstellern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter. Bei Salzprodukten für die Lebensmittelindustrie, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen ist die K+S MINERALS AND AGRICULTURE neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE, GROUPE SALINS, WACKER CHEMIE und NOURYON (vorher: AKZONOBEL) führend in Europa. Bei der Untertageverwertung ist die K+S MINERALS AND AGRICULTURE (vormals K+S KALI GMBH) hauptsächlich in Europa tätig und dort führend. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON Salt und K+S WINDSOR SALT gehören neben CARGILL und COMPASS MINERALS zu den größten Salzproduzenten in Nordamerika.

VERBRAUCHER: WIE WOLLEN DAS LEBEN DER ENDVERBRAUCHER BEI NAHRUNG UND WASSERENTHÄRTUNG BEREICHERN

Wir sind weltweit mit verschiedenen Marken in Einkaufsregalen vertreten. Die Marke MORTON SALT hat dabei den größten Anteil in unserem Portfolio. Das Kundensegment Verbraucher findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher sowohl im ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im ehemaligen Geschäftsbereich Salz abgebildet.

B.6 VERBRAUCHER - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN

Unsere höherpreisige deutsche Tafelsalzmarke saldoro(r) haben wir im April 2018 einem Relaunch unterzogen. Im Jahr 2019 wurden bei der Einführung der Marke weitere Fortschritte erzielt: saldoro ist bundesweit im Produktsortiment von mehr als 10.000 Einzelhändlern vertreten.

Produkte und Dienstleistungen

Die K+S-Produkte für den Endverbraucher umfassen u. a. Tafelsalz, Salz zur Wasserenthärtung, Geschirrspülsalz und Auftausalz für Privathaushalte. Auch höherpreisige Produkte wie Meersalz, Himalayasalz, koscheres oder natriumreduziertes Salz gehören zum Portfolio. Haushaltspackungen mit Auftausalz für Endverbraucher runden die Produktpalette in diesem Segment ab. Als Produktmarken werden z. B. BIOSAL(r), DIAMANTE BRANCO(r), CEREBOS(r), LOBOS(r), MORTON(r), SALDORO(r), VATEL(r), WINDSOR(r) für Tafelsalze, CLEAN AND PROTECT(r), PURE AND NATURAL(r), REGENIT(r), SYSTEM SAVER(r) für die Wasserenthärtung sowie ACTION MELT(r), SAFE-T-PET(r), SAFE-T-POWER(r) für Auftausalze verwendet.

Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen

Der Umsatz des Kundensegments wird überwiegend in Nordamerika erzielt. Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen gehören Deutschland, Frankreich, Benelux, Skandinavien und Osteuropa.

B.7 VERBRAUCHER - UMSATZ NACH REGIONEN

Bei Produkten für Verbraucher ist K+S in Europa neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE, GROUPE SALINS und NOURYON (vorher: AKZONOBEL) führend. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON Salt und K+S WINDSOR SALT gehören neben CARGILL und COMPASS MINERALS zu den größten Anbietern von Salzprodukten für Verbraucher in Nordamerika.

GEMEINDEN: WIR WOLLEN FÜR SICHERHEIT GEMEINDEN IM WINTER SORGEN

Unsere Auftausalze sollen Unfälle im Winter verhindern. K+S ist der einzige Anbieter, der in allen wichtigen Auftausalzmärkten dieser Welt vertreten ist. Das Kundensegment Gemeinden findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher im ehemaligen Geschäftsbereich Salz abgebildet.

Produkte und Dienstleistungen

Öffentliche Straßenbauverwaltungen, Winterdienstleister sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftausalz von K+S zum Großteil über öffentliche Ausschreibungen. Zudem werden Premium-Auftaumittel angeboten, die z. B. durch den Zusatz von Calcium- oder Magnesiumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee Wärme erzeugen und vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen effizienter wirken als konventionelle Produkte. BLIZZARD WIZARD(r) wird für diese Produkte als Marke in den USA genutzt, die Marke DI-MIX(r) in Europa.

Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen

Der Umsatz des Kundensegments wird im Wesentlichen in Nordamerika erzielt. Dabei sind die Regionen Kanada, sowie in den USA der Mittlere Westen und die Ostküste von besonderer Bedeutung. Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen gehören Deutschland, Skandinavien, Osteuropa, Benelux und Frankreich.

B.8 GEMEINDEN - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN

B.9 GEMEINDEN - UMSATZ NACH REGIONEN

K+S ist gemessen an der Produktionskapazität der weltweit größte Anbieter von Salzprodukten. K+S MINERALS AND AGRICULTURE ist mit Auftausalzen neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE und GROUPE SALINS führend in Europa. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, und MORTON SALT sowie K+S WINDSOR SALT ist K+S neben CARGILL und COMPASS MINERALS einer der größten Salzanbieter für Nordamerika. Auf witterungsbedingte Schwankungen der Auftausalznachfrage können wir mithilfe unseres globalen Produktions- und Logistiknetzwerks in Europa, Nord- und Südamerika flexibel reagieren und so eine zuverlässige Belieferung unserer Kunden sicherstellen.

RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR

Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der K+S GRUPPE und hält direkt und indirekt die Anteile ihrer Tochtergesellschaften im In- und Ausland, die maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert.

,Anhang', Anteilsbesitzliste, Seite 222

Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, K+S HOLDING GMBH und K+S FINANCE BELGIUM BVBA. Unter der K+S HOLDING GMBH sind die K+S NETHERLANDS HOLDING B.V., die u. a. die Anteile an Konzerngesellschaften in Kanada hält, sowie die K+S BELGIUM HOLDING BVBA, die Anteile an Konzerngesellschaften in Chile und Brasilien hält, zusammengefasst. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON Salt, INC. (MORTON Salt). Die K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH hält ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings.

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2018 wie folgt verändert: Am 25. Juli 2019 wurde die Verschmelzung der K+S TRANSPORT GMBH sowie der K+S Entsorgung GMBH auf die K+S KALI GMBH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 ins Handelsregister eingetragen. Am 30. August 2019 verkaufte MORTON SALT, INC. ihre Kommanditanteile an der K+S NORTH AMERICA SALT ASSET MANAGEMENT GMBH & CO. KG sowie der K+S BAHAMAS SALT ASSET MANAGEMENT GMBH & CO. KG an die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ; K+S NORTH AMERICA ASSET MANAGEMENT GMBH tritt in diesem Zusammenhang als Komplementär aus den beiden Gesellschaften aus. Am 29. Oktober 2019 wurde die K+S salz GMBH gespalten und die K+S HOLDING GMBH gegründet, die nun die Anteile an der K+S NETHERLANDS HOLDING B. V. sowie an der K+S BELGIUM HOLDING BVBA hält. Am 31. Oktober 2019 wuchs die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG an die K+S SALZ GMBH; die K+S SALZ GMBH wurde mit der K+S KALI GMBH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 verschmolzen und die K+S KALI GMBH wurde in die K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH umfirmiert.

Wertschöpfung

Im Folgenden stellen wir unser Geschäftsmodell anhand der Wertschöpfungskette dar, die sich über die folgenden sechs Abschnitte erstreckt: Exploration, Förderung, Produktion, Logistik, Vertrieb / Marketing und Anwendung.

B.10 EXPLORATION

Die Exploration liefert Erkenntnisse über Ausdehnung und Struktur der Lagerstätten sowie zur Mächtigkeit und zu deren Wertstoffgehalten. Die dabei gewonnenen Daten nutzen wir zur Vorratsberechnung nach internationalen Standards. Die Exploration unter Tage erfolgt weltweit vorrangig über Bohrungen und durch seismische Messungen, die eine räumliche Darstellung der geologischen Strukturen des Untergrunds ermöglichen.

RESERVEN UND RESSOURCEN

Unsere Kali- und Steinsalzlagerstätten befinden sich entweder im Eigentum der K+S GRUPPE, oder wir verfügen über entsprechende Lizenzen bzw. ähnliche Rechte, die den Abbau oder die Solung (Solungsbergbau) der Rohstoffvorkommen ermöglichen und langfristig absichern.

,Glossar', Seite 248
1 Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.# WERTSCHÖPFUNGSKETTE

B.10

In unseren Kalilagerstätten in Deutschland befinden sich Reserven in Höhe von rund 0,9 Mrd. t Rohsalz sowie Ressourcen in Höhe von rund 1,5 Mrd. t Rohsalz. Reserven umfassen die als sicher oder wahrscheinlich nachgewiesenen und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Vorräte. Ressourcen sind Vorkommen, die aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden, aber noch nicht sicher nachgewiesen oder noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen überwiegend an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder es existiert ein Vorkaufsrecht.

Für unseren Standort Bethune in Kanada geben wir die Reserven und Ressourcen in Mrd. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt an. Die Reserven belaufen sich auf 0,2 Mrd. t, die Ressourcen auf rund 0,9 Mrd. t.

Die K+S GRUPPE verfügt über Reserven in ihren Steinsalzlagerstätten in Höhe von 0,2 Mrd. t Rohsalz in Europa sowie rund 1,2 Mrd. t in Nord- und Südamerika sowie über praktisch unendlich verfügbare Reserven für die Solarsalzgewinnung. Zusätzlich können Ressourcen in Höhe von rund 0,4 Mrd. t an Steinsalz in Europa sowie rund 0,9 Mrd. t in Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden.

FÖRDERUNG

Wir gewinnen Rohstoffe im konventionellen Bergbau unter und über Tage sowie durch Solung. Außerdem gewinnen wir Salz durch die Verdunstung von salzhaltigem Wasser, meist Meerwasser. Aufgrund weitgehend vergleichbarer Abbauverfahren lassen sich bei der Gewinnung von Kali- und Magnesiumprodukten sowie Salz Synergien erzielen. Dies betrifft den Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how ebenso wie eine koordinierte Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen.

Bei der Gewinnung unter Tage wird das Rohsalz in der Regel mittels Bohren und Sprengen abgebaut. Anschließend übernehmen Großschaufellader den Transport des Rohsalzes zu Brecheranlagen. Von dort gelangt das zerkleinerte Salz über Bandanlagen zum Förderschacht. Auf diese Weise werden Kaliumchlorid (KCL) und Magnesiumsulfat (MgSO4) / Kieserit (MgSO4:H2O) in Deutschland sowie Steinsalz (NaCl) in Deutschland, den USA und Kanada gewonnen.

In Chile wird in der Atacama-Wüste in dem Salar Grande de Tarapaca, einem großen ehemaligen Salzsee, Steinsalz im Tagebau abgebaut. In Brasilien, auf den Bahamas sowie am Großen Salzsee in Utah und in Arizona / USA gewinnen wir außerdem Meer- bzw. Solarsalz. Darüber hinaus verfügt K+S über Solebetriebe in den USA und Kanada sowie jeweils einen Solebetrieb in den Niederlanden und in Deutschland zur Gewinnung von Siedesalz.

Seit Sommer 2017 gewinnen wir im neuen Kaliwerk Bethune in Saskatchewan, Kanada, auch Kaliumchlorid durch Solung.

Im Jahr 2019 wurden 33,0 Mio. t Rohsalz aus Kalilagerstätten in Deutschland gefördert. Weiterhin wurden in Bethune 1,6 Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt produziert. Die Förderung aus Salzlagerstätten betrug 4,6 Mio. t in Europa sowie rund 21,1 Mio. t in Nord- und Südamerika.

LANGFRISTIGE PLANUNG VON BERGWERKEN

Wenn die Rohstoffe eines Bergbaubetriebes erschöpft sind oder deren Gewinnung unwirtschaftlich wird, werden Maßnahmen für dessen teilweise oder vollständige Stilllegung eingeleitet. In Deutschland ist die Stilllegung und Nachsorge u. a. im Bundesberggesetz geregelt.

Am Standort Sigmundshall wurde die Kaliproduktion zum Ende des Jahres 2018 planmäßig eingestellt. Die technischen Maßnahmen zur Verwahrung des Bergwerkes, die noch einige Jahre in Anspruch nehmen werden, wurden im Rahmen eines umfangreichen Projektes erarbeitet und befinden sich zurzeit in Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Neben diesen Arbeiten hat K+S im November 2019 den Innopark, ein Innovationszentrum für die Erprobung und Ansiedlung neuer Geschäftsfelder, am Standort Sigmundshall eröffnet.

Die mögliche Wiederaufnahme der Kaliproduktion am 1987 stillgelegten Standort Siegfried-Giesen wurde im Januar 2019 per Planfeststellungsbeschluss genehmigt. K+S wird unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmen- und Marktbedingungen entscheiden, ob und wann das Projekt umgesetzt werden kann.

Für die Standorte in den USA, Kanada und Chile gibt es ebenfalls detaillierte Pläne, die den Ablauf einer Standortschließung sowie die Nachsorge enthalten. Ist eine sinnvolle Nachnutzung eines stillgelegten Bergwerks nicht möglich, sind wir in Niedersachsen in der Regel verpflichtet, die verbleibenden Grubenhohlräume zu fluten. Dort sind bereits 25 Gruben geflutet, bei zweien geschieht das zurzeit und eine Grube wurde "trocken" verwahrt. Momentan läuft in Niedersachsen an fünf Standorten die Verwahrung, an 23 Standorten ist dieser Prozess bereits abgeschlossen. Für Sigmundshall ist eine Flutung ab 1. Juli 2021 vorgesehen.

Produktion

Die Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen gehört zu unseren Kernkompetenzen. Alle von uns abgebauten mineralischen Rohsalze durchlaufen zum Teil mehrstufige mechanische oder physikalische Prozesse, wobei ihre natürlichen Eigenschaften nicht verändert werden.

Die jährliche Produktionskapazität von Kali- und Magnesiumprodukten betrug zum Jahresende 2019 bis zu 8 Mio. t. Die Kalilagerstätten in Deutschland enthalten nicht nur das Mineral Kalium (11 bis 25 % Rohstoffgehalt Kaliumchlorid), sondern auch Magnesium und Schwefel (9 bis 24 % Rohstoffgehalt Magnesiumsulfat). Je nach Rohsalzqualität setzen wir für die Aufbereitung die Verfahren Heißverlösung, Flotation und, teils in Verbindung mit beiden, die elektrostatische Trennung (ESTA(r)-Verfahren) ein.

Bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen fallen feste Rückstände und salzhaltige Abwässer an. Eine ausführliche Beschreibung unserer Maßnahmen zum Haldenmanagement sowie zum Gewässerschutz finden Sie unter Umwelt in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung auf Seite 88.

Die Kalilagerstätte in Bethune, Kanada, enthält das Mineral Kalium (26 % Rohstoffgehalt Kaliumchlorid). Hier nutzen wir Solungsbergbau (Solution Mining). Dabei werden Mineralien mit Wasser gelöst. Die gesättigte Lösung (Sole genannt) wird an die Erdoberfläche gepumpt, wo die Mineralien anschließend daraus extrahiert werden. Da der Lösungsprozess wasser- und energieintensiv ist, unternehmen wir große Anstrengungen, um einen möglichst großen Teil der natürlichen Ressourcen zu erhalten und wiederzuverwenden.

K+S verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von etwa 9 Mio. t Salz in Europa und 22 Mio. t in Nord- und Südamerika. Unter Tage und im Tagebau gewonnenes Steinsalz wird über Tage auf die gewünschte Körnung gemahlen. Siedesalz entsteht, indem das Wasser der Sole verdampft und dadurch gelöstes Salz gewonnen wird. Bei der Gewinnung von Meer- bzw. Solarsalz wird salzhaltiges Wasser in Verdunstungsbecken eingeleitet, die in einem Gefälle hintereinander angeordnet sind. Auf ihrem Weg durch die Becken wird die Salzlösung durch Sonneneinstrahlung immer stärker konzentriert, bis schließlich eine mehrere Zentimeter dicke Salzschicht geerntet werden kann.

Zur Errichtung einer Solarsalzanlage in Westaustralien (Ash-burton Salt Projekt) hat K+S bergbauliche Lizenzen von einer lokalen Investorengruppe erworben. Das Projekt befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase. Nach Einleitung des Umweltgenehmigungsverfahrens im Oktober 20'6 wurde im ersten Schritt der notwendige Studienumfang mit der Umweltbehörde abgestimmt. Nach Genehmigung dieses sogenannten "Scopings" haben wir mit den eigentlichen Umweltstudien begonnen. Aktuell arbeiten wir an der Vervollständigung der Machbarkeitsstudie für das Projekt. Nach Vorliegen aller erforderlichen Genehmigungen wird K+S eine endgültige Investitionsentscheidung - frühestens im Jahr 2021 - für den Bau der Solarsalzproduktion treffen. Im Endausbau könnte der Standort eine jährliche Produktionskapazität von 4,5 Mio. t Salz haben.

OPERATIONS ESCELLENCE

Im Rahmen der Strategie SHAPING 2030 wurde das Projekt Operations Excellence zur Optimierung der Arbeitsprozesse in der Gewinnung, Produktion und Instandhaltung angestoßen. Ziel ist eine nachhaltige Effizienzsteigerung durch Kosteneinsparungen und Volumenerhöhungen. Vor allem die Abläufe in den Werken und die Technik stehen dabei im Fokus. Das beste Verfahren bzw. die sinnvollste Technik sollen der Standard werden, nach denen K+S weltweit Mineralien abbaut und veredelt. Damit die Effekte nicht nur kurzfristig sind, ist Operations Excellence auch in der Organisationsstruktur verankert und wird die Gewinnung, Produktion und Instandhaltung auch zukünftig begleiten.

EINKAUF

K+S hat im Jahr 2019 bei rund 16.000 Lieferanten technische Güter, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen (inkl. Logistikdienstleistungen) für rund 2,6 Mrd. € eingekauft (2,6 Mrd. 2,5 Mrd. €). Der Großteil unseres Einkaufsvolumens fällt in der Produktion an sowie bei Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Stoffe, die in unsere Produktion bzw. in unsere Produkte eingehen, machen nur einen vergleichsweise geringen Anteil des Einkaufsvolumens aus.

Entsprechend der Verteilung unserer Standorte bezieht die K+S GRUPPE Materialien und Dienstleistungen zum größten Teil aus Deutschland (40 %) und den USA (24 %), aber auch aus Kanada (19 %), Chile (4 %), den Niederlanden (3 %) und dem Rest der Welt (10 %). Insgesamt stammen 99 % unserer Vertragspartner aus den OECD-Staaten.

Ein offenes und faires Miteinander ist der Anspruch unserer Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, die wir in einem systematischen, transparenten und IT-gestützten Prozess nicht nur nach rein wirtschaftlichen Kriterien auswählen. Mit unseren strategischen Lieferanten und Dienstleistern unterhalten wir langjährige Partnerschaften, nicht zuletzt um eine langfristige Versorgung und Frachtraumsicherung zu gewährleisten.# LOGISTIK

Unser Supply Chain Management steuert und überwacht die gesamte Lieferkette, um die zuverlässige weltweite Belieferung unserer Kunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen sicherzustellen. Wir nutzen die verschiedenen Verkehrsträger unter Einbeziehung ihrer individuellen Vorteile und berücksichtigen, soweit möglich, die umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Schienen- und Wasserwege. Mithilfe gruppenweit gültiger Leistungskennzahlen überwachen wir die Kosten, messen die Leistungsfähigkeit der logistischen Systeme und verbessern diese in einem ständigen Prozess, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten bzw. zu erhöhen. Pro Jahr befördert K+S, inklusive Doppelzählungen bei der Nutzung verschiedener Verkehrsträger, durchschnittlich über 50 Mio. t Ware. Dafür steht weltweit ein Netzwerk von Lager-, Hafen- und Distributionsstandorten zur Verfügung.

EIGENE LOGISTIKAKTIVITÄTEN

Mit der chilenischen EMPRESA MARITIMA S.A verfügen wir über einen eigenen Logistikdienstleister. Die K+S TRANSPORT GMBH wurde im Rahmen von SHAPING 2030 auf die K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH verschmolzen. Mit unserem Kalikai am Standort Hamburg betreibt nun die K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgutexporte in Europa mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t. Über 3 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte werden hier jährlich umgeschlagen. Um den Weitertransport der Ware zu gewährleisten, hat die K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH mit der Beteiligung an der modal 3 LOGISTIK GMBH (ehemals BÖRDE CONTAINER FEEDER GMBH) Zugriff auf einen multimodalen Logistikanbieter, der umweltfreundliche Verkehrskonzepte für den Containerverkehr fördert. K+S CHILE S.A. (K+S CHILE) wickelt über die Reederei EMPRESA MARITIMA S.A. mit zwei eigenen sowie zusätzlich gecharterten Schiffen die Seelogistik ab. Unser größter Hafen ist Patillos in Chile, wo im Jahr 2019 6,3 Mio. t Salz auf Seeschiffe verladen wurden. Die hochmoderne Umschlag- und Lageranlage für Kaliprodukte im Hafen von Vancouver (Port Moody) umfasst u. a. eine Entladestation für Güterwaggons, 1.260 Meter an Förderbändern sowie einen 263 Meter langen Lagerschuppen für insgesamt 160.000 t Kaliprodukte. Güterzüge mit 18.000 t Produkt können hier entladen und Schiffe mit einer Kapazität von 70.000 t am Kai der Anlage beladen werden. Für den Transport vom Werk Bethune zum Hafen verfügt K+S über 1.000 Güterwaggons, die speziell für unseren Bedarf konzipiert wurden. Auch für unseren europäischen Bahnverkehr haben wir in eine eigene Waggonflotte investiert und können nunmehr ab März 2020 über 404 Güterwaggons verfügen.

LOGISTIKDIENSTLEISTER

Die langfristige Frachtraumsicherung spielt für uns eine wichtige Rolle. Der Großteil unseres internationalen Transportvolumens wird von Dienstleistern befördert, mit denen wir langjährige Partnerschaften unterhalten.

VERTRIEB / MARKETING

Im Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 wollen wir der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Wir streben eine größtmögliche Nähe zu unseren Kunden an und wollen ihnen maßgeschneiderte Produkte anbieten, die wir in unserem etablierten und kundennahen Vertriebsnetz weltweit vertreiben. Das im Rahmen von SHAPING 2030 gestartete Projekt Commercial Excellence hat die verbesserte Vermarktung unserer Produkte zum Ziel. Gesicherte Qualität, termingerechte Lieferung und fachgerechte Beratung sollen maßgeblich zur Kundenbindung beitragen.

Im Qualitätsmanagement wollen wir die Qualität unserer Produkte in allen Phasen der Wertschöpfungskette verbessern. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der DIN EN ISO 9001 und wird von externen, akkreditierten Zertifizierungsunternehmen geprüft. Wir bewerten unsere Produkte kontinuierlich in Bezug auf mögliche Risiken für Gesundheit und Sicherheit sowie auf ihre Umweltverträglichkeit und sorgen dafür, dass sie bei verantwortungsvoller und sachgerechter Nutzung für Mensch und Natur sicher sind. Unseren Kunden stellen wir umfangreiche Informationen zu Produkten und Dienstleistungen in Produkt- und Sicherheitsdatenblättern zur Verfügung. Da es sich bei dem Großteil unserer Produkte um chemisch nicht veränderte Naturstoffe handelt, sind sie von der Registrierpflicht im Rahmen der europäischen Chemikalienverordnung REACH ausgenommen. Alle anderen Stoffe sind den Vorschriften entsprechend registriert.

PATENT- UND MARKENPORTFOLIO

Weltweit gehören der K+S GRUPPE 65 Patentfamilien (2018: 71, die durch 282 nationale Rechte geschützt werden. Die Patente werden u. a. in den Bereichen Granulatherstellung und Flotation angewendet. Die Anzahl der K+S-Markenrechte erhöhte sich im Jahr 2019 leicht. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2019 insgesamt 2.769 (2018: 2.743) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 566 Basismarken (2018: 563) resultieren.

ANWENDUNG

Produkte und Dienstleistungen, deren Anwendung sowie wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbspositionen werden im Abschnitt "Unternehmensprofil" innerhalb der vier Kundensegmente beschrieben.

ANWENDUNGSBERATUNG

Im Kundensegment Landwirtschaft beraten professionell ausgebildete und weltweit agierende Agronomen unsere Kunden und entwickeln bedarfsgerechte Lösungen. Wir betreiben außerdem eigene Forschung und Feldversuche, um die Nährstoffversorgung durch ein angepasstes Produktportfolio optimieren zu können. Schwerpunktkulturen sind dabei Kartoffeln, Mais, Ölpalmen, Raps und Soja. Wir erstellen für unsere Kunden individuelle Düngungsempfehlungen, die Voraussetzungen für eine "gute fachliche Praxis" der landwirtschaftlichen Bodennutzung sind. Diese dienen der langfristigen Sicherung der Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit der Böden als natürlicher Ressource. Als Dienstleistung bieten wir eine fachlich fundierte Kundenberatung im Agrarbereich an. Wir antizipieren Trends und erforschen die veränderten Rahmenbedingungen mit Blick auf Wasser- und Ressourceneffizienz und im Zusammenhang mit der Bodenfruchtbarkeit. Unser Ziel ist es, die Versorgung von Kulturen mit Pflanzennährstoffen auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen zu optimieren.

Für unsere Industrieprodukte bieten wir weltweit technische Anwendungsberatung an. Im Jahr 2013 hat K+S begonnen, sich in Uganda über das Projekt "Growth for Uganda" in Kooperation mit der SASAKAWA AFRICA ASSOCIATION zu engagieren. Das Projekt zielte darauf ab, unter anderem durch Optimierung der Bodenfruchtbarkeit und Steigerung der Ernteerträge die Einkommensverhältnisse von Kleinbauern zu verbessern. In der zweiten Projektphase ging es um die Implementierung des Gedankens "Farming as a business". Die verschiedenen Maßnahmen sollten dazu führen, dass am Ende der fünfjährigen Projektzeit über 130.000 Kleinbauern in der Region geschult wurden und damit ein positiver Einkommenseffekt bei über 450.000 Menschen in der Region erreicht wurde. Seither arbeitet K+S daran, die Erkenntnisse und Kooperation in ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu überführen und eine Plattform für Kleinbauern aufzubauen. Als richtiger Partner für die Fortsetzung der Arbeit vor Ort wurde das Unternehmen GRAINPULSE LTD in der Hauptstadt Kampala identifiziert, in das K+S im Jahr 2018 investiert hat. Gemeinsam mit GRAINPULSE soll sichergestellt werden, dass Kleinbauern an allen relevanten Stellen entlang der Wertschöpfungskette einen guten und effizienten Marktzugang erhalten. So bietet GRAINPULSE pflanzenspezifische Düngemittelmischungen in kleineren Mengen an, die der Kleinbauer einfach entsprechend der Düngeempfehlungen ausbringen kann. Auf der anderen Seite kauft GRAINPULSE die Ernte wie Kaffee und Getreide von Kleinbauern auf, um sie im Anschluss weiterzuverarbeiten und schließlich an entsprechende Kunden zu verkaufen. Diese Handelsplattform soll gemeinsam mit weiteren Partnern ausgebaut werden, indem nach und nach digitale Lösungen für die größten Herausforderungen der Kleinbauern angeboten werden. Einen Ansatz hierfür bietet das lokale AGRITECH-STARTUP AKORION LTD, in das K+S und das südafrikanische Fintech-Unternehmen MFS AFRICA über ein gemeinsames Joint Venture im Jahr 2019 investiert haben. Dabei wird darauf abgezielt, die von AKORION entwickelte App "EZYAGRIC" weiter auszubauen. Über diese digitale Plattform erhalten sie Zugang zu landwirtschaftlichen Betriebsstoffen, zu einem Marktplatz für Ernteprodukte und auch zu Finanzierungen und Versicherungen oder landwirtschaftlichen Beratungsdienstleistungen.

Diese Partnerschaften stellen einen weiteren Schritt dar, um gemeinsam die führende landwirtschaftliche Plattform in der afrikanischen Sub-Sahara-Region zu werden. www.kpluss.com/uganda

WERTSCHÖPFUNG

B.11
| scroll in Mio. € | 2018 | 2019 |
| :--------------- | :------ | :------ |
| Umsatzerlöse | 4.039,1 | 4.070,7 |
| Sonstige Erträge | 136,4 | 199,4 |
| Materialaufwand | -1.629,1 | -1.694,7 |
| Abschreibungen | -385,0 | -438,1 |
| Sonstige Aufwendungen | -819,6 | -755,2 |
| Wertschöpfung | 1.341,8 | 1.382,1 |

WERTSCHÖPFUNGSKETTE

Die nachfolgende Wertschöpfungsrechnung zeigt den von uns erwirtschafteten Beitrag zum privaten sowie zum öffentlichen Einkommen. Die Wertschöpfung wird errechnet aus Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen nach Abzug von Materialaufwand, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen. In der Verteilungsrechnung wird ausgewiesen, welche Anteile der Wertschöpfung an Mitarbeiter, Aktionäre, Staat und Darlehensgeber zuflossen und welcher Anteil im Unternehmen verblieb (Rücklagen).

B.11
Im Jahr 2019 betrug unsere Wertschöpfung 1.382,1 Mio. € (2018: 1.341,8 Mio. €). Den größten Anteil (84 %) erhielten mit 1.161,9 Mio. € unsere Mitarbeiter (2018: 1.122,5 Mio. € (84 %)). Dieser Anteil setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge. Die Gemeinden haben Steuern und Abgaben in Höhe von 33,4 Mio. € (2 %) erhalten (2018: 29,6 Mio. € (2 %)). Für den Zinsaufwand gingen 109,0 Mio. € (8 %) an die Kreditgeber (2018: 104,2 Mio. € (8 %)).# UNTERNEHMENSSTRATEGIE

SHAPING 2030

Bei der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2050 kommen wir gut voran. Wir haben im Jahr 2019 weitere Meilensteine erreicht. Zum Ende des Jahres haben wir ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur kurzfristigen Wertgenerierung und zum schnellen Abbau der Verschuldung verabschiedet.

2017 startete die strategische Neuausrichtung der K+S GRUPPE. Im intensiven Dialog und unter Berücksichtigung der Interessen unserer Stakeholder haben wir die Strategie SHAPING 2030 entwickelt, um K+S auf einen ambitionierten, robusten und nachhaltigen Wachstumskurs zu bringen. Dabei bauen wir auf unsere Kompetenz bei der Förderung und Verarbeitung von Mineralien und wollen die Chancen globaler Megatrends nutzen. Im Zuge der Strategieentwicklung haben wir auch unsere Vision und Mission grundlegend überarbeitet.

Unsere Vision zeigt für uns als einprägsames Leitbild, wohin wir als Unternehmen gehen und wer wir im Jahr 2030 sein wollen: "Wir werden der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein und unser EBITDA¹ bis 2030 auf 3 Mrd. € steigern. Hierzu werden wir ― als "One Company" denken und handeln ― Potenziale des Bestandsgeschäfts heben ― neue, angrenzende Wachstumsfelder entwickeln ― das Spezialitätengeschäft ausbauen." www.kpluss.com/vision

Unsere Mission fasst in Worte, was uns jeden Tag antreibt und welchen Beitrag wir durch unsere Tätigkeit leisten wollen: "Wir bereichern das Leben durch die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien zu unverzichtbaren Produkten für Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden."

Mit der strategischen Neuausrichtung ist auch ein Paradigmenwechsel verknüpft: Wir stellen den Kunden in den Mittelpunkt, und wir denken und handeln als ein Unternehmen - als "One K+S". Dieses Selbstverständnis bringen wir beispielsweise auf unserer neu gestalteten Website www.kpluss.com zum Ausdruck. Auch das K+S Logo wurde in diesem Zug modernisiert. In der Kommunikation mit unseren Kunden stellen wir die vier Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden in den Vordergrund, z. B. bei Messeauftritten oder bei Produkteinführungen.

Ebenso wichtig ist es uns, den Erfolg unserer Strategie messbar zu machen. Deshalb haben wir folgende Ambitionen für das Jahr 2030 formuliert: 3 Mrd. € EBITDA¹ bei einer Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 15 % und einem Portfolio, welches nach 2030 ein jährliches Umsatzwachstum von mindestens 4 % erzielen kann. Einen Großteil des Wachstums wollen wir allein mit der Weiterentwicklung unseres bestehenden Geschäfts sowie der Optimierung von Organisation und Prozessen erreichen.

Zugleich haben wir unser Selbstverständnis als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen in unsere Strategie aufgenommen. Wir haben für uns messbare Ziele in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik festgelegt, die wir mit Kennzahlen überprüfbar gemacht haben und bis spätestens 2030 umsetzen wollen.

SHAPING 2030 unterliegt einer permanenten Überprüfung und Adjustierung. Der Erfolg der strategischen Maßnahmen wird laufend von uns evaluiert und wir nehmen bei Bedarf Anpassungen vor. So haben wir etwa ein Maßnahmenpaket beschlossen, um kurzfristig Werte in den operativen Einheiten zu realisieren und so unsere Verschuldung auch unter den aktuell schwierigen externen Rahmenbedingungen deutlich zu verringern. Das Maßnahmenpaket wird in den kommenden Monaten weiter ausgearbeitet und umgesetzt.

¹ Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativer Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.

SHAPING 2030

SHAPING 2030 beschreibt den Weg vom Status quo hin zur Realisierung unserer Vision. www.kpluss.com/shaping2030

Bei der Umsetzung unserer Strategie kommen wir gut voran. Beschlossene Maßnahmen arbeiten wir planmäßig und Schritt für Schritt a

B. Transformationsphase

In der Transformationsphase wollen wir durch organisatorische Veränderungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen ein stabiles Fundament für künftiges Wachstum schaffen. Wir sind davon überzeugt, dass die für K+S beste Struktur die Matrixorganisation ist. In ihr verknüpfen wir die operativen Einheiten Europe+ und Americas (Segmente nach IFRS 8) mit den Kundensegmenten und globaler Produktionsexzellenz. Damit sollen Silos aufgebrochen und Teams über Bereichs- und Ländergrenzen hinweg stärker vernetzt werden. Herzstück ist die Integration unserer zwei bisherigen Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu "One K+S" sowie die zusätzliche Ausrichtung auf unsere vier Kundensegmente - Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. ,Geschäftsmodell', Seite 37

Bei der Umsetzung der neuen Matrixorganisation sind wir im Berichtsjahr gut vorangekommen. Die wesentlichen Führungspositionen sind besetzt, die Teams aufgestellt und die neuen Prozesse erarbeitet. Die Matrixstruktur ist eine wichtige Voraussetzung für die stärkere Kundenorientierung. Sie soll uns darüber hinaus ermöglichen, unser Produktportfolio systematischer zu entwickeln und Synergien im Bestandsgeschäft zu heben. Diese wollen wir zum Großteil in den Bereichen Produktion und Technik, Verwaltungs- und Allgemeinkosten, Einkauf, Commercial Excellence sowie Supply Chain und Logistik erzielen. Für jeden dieser Bereiche ist ein Vorstand als "Sponsor" dafür verantwortlich, dass die geplanten Synergien gehoben werden. Schon jetzt verbessern diese Anstrengungen unser Ergebnis und wir erwarten einen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € pro Jahr vor Inflation ab Ende 2020.

2019 haben wir wichtige Meilensteine erreicht. So haben wir im ersten Schritt vier operative Gesellschaften zur K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH verschmolzen. Mit dieser vereinfachten Struktur machen wir einen großen Schritt hin zu "ONE K+S", wir wollen Abläufe vereinfachen, Synergien heben und noch näher an unsere Kunden heranrücken.

Auch der Verkauf des Baltic Train-Containerzugs an die modal 3 Logistik GMBH (ehemals: BÖRDE CONTAINER FEEDER GMBH) ist im Kontext von SHAPING 2030 zu sehen. Während sich der Baltic Train durch die Bündelung kombinierter Verkehrswege aus unserer Sicht als attraktives Angebot im Logistikmarkt etabliert hat, war sein Betrieb für uns mit einem hohen administrativen Aufwand verbunden. Mit dem Verkauf reduzieren wir die Komplexität im Konzern und bleiben gleichzeitig als Minderheitsgesellschafter von modal 3 Logistik mit dem Baltic Train verbunden.

Ein weiter Schritt ist die Einrichtung eines Shared-Service-Centers für die Operative Einheit Americas in Santiago, Chile, um standardisierte und prozessorientierte Aktivitäten an einem Standort zu bündeln. Dies soll nicht nur die Servicequalität dieser Prozesse verbessern, sondern auch die Kostensituation.

SHAPING 2030 stellt nicht nur eine organisatorische Herausforderung dar, sondern auch eine kulturelle. Schließlich soll sich die Art, wie wir unser Geschäft führen und miteinander arbeiten, deutlich verändern. Entsprechend wichtig ist es uns, den Transformationsprozess aktiv zu moderieren und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich einzubeziehen. Im Rahmen zahlreicher Kommunikationsveranstaltungen und -maßnahmen haben Vorstand, Bereichsleiter und Führungskräfte allen Mitarbeitern im Berichtsjahr die Veränderungen so transparent wie möglich erläutert.

Der Erfolg unserer Maßnahmen zeigt sich bereits in unseren Zahlen. Wie angekündigt können wir in diesem Jahr - auch in einem teilweise herausfordernden Umfeld (siehe Wirtschaftsbericht) - einen positiven freien Cashflow ausweisen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten konnten wir im Verhältnis zum EBITDA¹ ebenfalls reduzieren. Trotz der erzielten Fortschritte bei der Umsetzung von SHAPING 2030 erschweren die aktuell schwierigen externen Rahmenbedingungen jedoch die Erreichung der Finanzziele. Es wurde deutlich, dass wir allein aus operativer Kraft nicht in der Lage sein werden, ausreichend freie Mittel zu erwirtschaften, um unsere Ziele, den Verschuldungsgrad bis Ende 2020 zu halbieren und im Jahr 2023 wieder die Voraussetzungen für ein Investment Grade Rating zu erfüllen, erreichen zu können. Wir haben daher im Dezember 2019 ein Maßnahmenpaket mit rund 30 möglichen Einzelmaßnahmen erarbeitet, um die Umsetzung von SHAPING 2030 zu unterstützen. In diesem Zusammenhang sind auch neue Zielsetzungen zum Abbau der Verschuldung definiert worden.

Zusätzliches Maßnahmenpaket

Das Maßnahmenpaket zielt darauf ab, rasch Werte zu realisieren und die Verschuldung schnell abzubauen. Ein wesentlicher Schwerpunkt dieser Maßnahmen zur Wertgenerierung richtet sich auf die operative Einheit Americas. Für das dortige Salzgeschäft können wir uns beispielsweise einen Anteilsverkauf vorstellen.

B.12 WERTSCHÖPFUNG - VERTEILUNG
scroll in Mio. € | 2018 | 2019
---|---|---
an Mitarbeiter (Löhne, Gehälter, Soziales) | 1.122,5 | 1.161,9
an Staaten (Steuern, Abgaben) | 29,6 | 33,4
an Kreditgeber (Zinsaufwand) | 104,2 | 109,0
an Aktionäre (Dividende)¹ | 47,9 | 28,7
an das Unternehmen (Rücklagen) | 37,6 | 49,1
Wertschöpfung | 1.341,8 | 1.382,1

¹ Die Dividende bezieht sich jeweils auf das Berichtsjahr und wird im Folgejahr ausgezahlt. Im Jahr 2019 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag. Es wird unterstellt, dass die Aktionäre die vorgeschlagene Dividende in Höhe von 28,7 Mio. € (2 %) erhalten (2018: 47,9 Mio. € (3 %)) und das Unternehmen in Form von Rücklagen und Sonstigem 49,1 Mio. € (4 %) (2018: 37,6 Mio. € (3 %)) einbehalten hat.In der operativen Einheit Europe+ stehen weitergehende Effizienz- und Produktionssteigerungen sowie Portfoliooptimierungen im Mittelpunkt, um zu gewährleisten, dass unsere deutschen Produktionsstandorte nachhaltig positive freie Cashflows erwirtschaften. Unseren Umweltverpflichtungen wollen wir durch intelligente Lösungen nachkommen und gleichzeitig den Investitionsbedarf optimieren. Zudem wollen wir Vermögenswerte verkaufen, die nicht direkt zu unserem Kerngeschäft gehören. So wollen wir unsere absolute Verschuldung deutlich reduzieren, unsere Nettofinanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum EBiTDA 1 halbieren und ein solides Crossover-Rating erreichen. Der Zeitpunkt, wann wir diese Ziele erreichen, hängt davon ab, wann unsere Maßnahmen greifen.

Wachstumsphase

Für die Wachstumsphase bis zum Jahr 2030 haben wir einen Fahrplan mit Entwicklungszielen und aus unserer Sicht vielversprechenden Wachstumsoptionen entwickelt. Diese Wachstumsoptionen basieren auf unseren Einschätzungen zu Megatrends, die wir durch die Entwicklungen im Jahr 2019 bestätigt sehen: Wir erwarten weltweit bis 2030 eine wachsende Weltbevölkerung, eine erhöhte Durchschnittstemperatur, zunehmende Wasserknappheit sowie eine wachsende Mittelschicht. All diese Entwicklungen werden unser Geschäft prägen. Das gilt vor allem für die Landwirtschaft, die ihre Erträge pro Hektar steigern und ihre Pflanzen resistenter gegen Stress machen muss. Damit eröffnen sich Chancen im Spezialitätengeschäft, aber auch in neuen Geschäftsfeldern, wie etwa der Fertigation (Flüssigdüngung). Aber auch im Bereich der industriellen Anwendungen werden aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahlen vermehrt Salze benötigt. Deshalb wollen wir unser Produktportfolio im Kundensegment Industrie stärken und neue Angebote für die Pharmaindustrie entwickeln. Potenziale im Bestandsgeschäft ausschöpfen, das Spezialitätengeschäft ausbauen, neue Wachstumsfelder angrenzend an unsere bestehenden Aktivitäten entwickeln: Das sind die Schwerpunkte in der Wachstumsphase von SHAPING 2030. Wachstumsstarke Regionen wie Afrika oder Asien sollen dabei auch im Fokus stehen. All dies geschieht mit dem messbaren Ziel, unser EBITDAI bis 2030 auf 3 Mrd. € zu steigern.

Nachhaltigkeitsprogramm

Mit der Unternehmensstrategie SHAPING 2030 bekennt sich K+S klar zum Thema Nachhaltigkeit. Wir haben uns ambitionierte Ziele in drei Bereichen gesetzt: Menschen, Umwelt und Geschäftsethik. So verbindlich wie mit unseren finanziellen Zielsetzungen wollen wir auch bezüglich unserer wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen sein. Im Dialog mit unseren Stakeholdern entwickeln wir unser Nachhaltigkeitsmanagement ständig weiter - lokal an unseren Standorten und weltweit.

HANDLUNGSFELDER DER K+S GRUPPE

Relevante Themen und gesellschaftliche Entwicklungen für unser Unternehmen bewerten wir frühzeitig und systematisch. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der K+S GRUPPE haben wir zuletzt 2017 in einer onlinegestützten Umfrage ermittelt. Weltweit waren 690 interne und externe Stakeholder eingeladen, Nachhaltigkeitsaspekte aus der Leitlinie der global REPORTING INITIATIVE GRI STANDARDS zu bewerten. Die Rücklaufquote betrug gute 56 %. Das Ergebnis zeigt einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich Umwelt mit den Themen "Abwässer", "Energie", "Emissionen" und "Wassereinsatz". Eine hohe Relevanz maßen unsere Stakeholder darüber hinaus den Themen "Gesundheit und Arbeitssicherheit" sowie "Compliance" bei. Das Nachhaltigkeitsprogramm der K+S GRUPPE greift die wesentlichen Themen auf und geht in den Handlungsfeldern noch darüber hinaus.

1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativer Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.
2 Dieser Abschnitt ist Teil der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289c-289e HGB und §§ 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der inhaltlichen Prüfung im Rahmen der Abschlussprüfung ist.

K+S NACHHALTIGKEITS-KPIS UND ZIELSETZUNG 2030

B.13

Ziel KPI Einheit Zielwert 2019 Termin Zielerreichung
MENSCHEN
GESUNDHEIT & ARBEITSSICHERHEIT: Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung um unsere Mitarbeiter zu schützen, die unser wertvollstes Kapital darstellen. Verletzung mit Ausfallzeit LTI-Rate 0 Vision 2030 0 %
VIELFALT & INKLUSION: Rekrutieren und Entwickeln einer Belegschaft, die das Umfeld unserer Geschäftsstandorte reflektiert. Förderung eines inklusiven Arbeitsumfeldes, das allen Mitarbeitern den eigenen Erfolg ermöglicht und zu Innovation und Geschäftsergebnissen beiträgt. Positive Wahrnehmung eines inklusiven Arbeitsumfeldes durch die Mitarbeiter % 54,4 2030 0 %
MENSCHENRECHTE: Beachtung der international anerkannten Menschenrechte an allen Standorten und Sicherstellung, dass dieser Grundwert global angewendet wird. Standortabdeckung durch einen Due-Diligence-Prozess zu Menschenrechten % 7,8 2030 8 %
UMWELT
WASSER: Einstellung der Versenkung von salzhaltigem Abwasser aus der Kaliproduktion in Deutschland bis Ende 2021, kein Antrag auf Erneuerung. Versenkung von salzhaltigem Abwasser in Deutschland Mio. m³ p.a. 1,1 Ab Januar 2022
Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser. Zusätzliche Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser aus der Kaliproduktion in Deutschland Mio. m³ p.a. 0,8 2030 0 %
ABFALL: Reduzierung der Umweltbelastung und Erhalt der natürlichen Ressourcen durch erneute Überprüfung des Potenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen. Menge an Rückstand, der für andere Zwecke als zur Aufhaldung verwendet wird oder durch eine Erhöhung der Rohstoffausbeute vermieden wird Mio. t p.a. 1,5 2030 46 %
Zusätzlich abgedeckte Haldenfläche ha 8,7 2030 6 %
ENERGIE & KLIMA: Reduzierung des CO2-Fußabdrucks und Verbesserung der Energieeffizienz zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. CO2-Fußabdruck für genutzten Strom (kg CO2/ MWh) % -1,7 2030 9 %
Spezifische Treibhausgasemissionen (CO2) in der Logistik (kg CO2e/ t) % -11,1 2030 100 %
GESCHÄFTSETHIK
NACHHALTIGE LIEFERKETTEN: Forderung der Einhaltung einer nachhaltigen Vorgehensweise unserer Lieferanten entlang der gesamten Lieferketten, um alle Geschäftsaktivitäten auf unsere Werte auszurichten. Anteil der kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben % 23,2 Ende 2025 23 %
Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE % 44,9 Ende 2025 50 %
COMPLIANCE & ANTI-KORRUPTION: Festlegung einer Null-Toleranz-Politik gegen Korruption und Bestechung, um die Risiken der Haftung, der Strafbarkeit, des Reputationsverlustes sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden. Alle Mitarbeiter mit Kommunikationsmaßnahmen erreicht und angemessen in Compliance-Themen geschult % 100,0 Ende 2019 100 %

1 Das Basisjahr für unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist 2017.
2 Abweichendes Basisjahr: 2019
3 Exklusive einer Reduktion durch die KKF-Anlage und das Ende der Produktion in Sigmundshall.

DREIJAHRESÜBERSICHT DER K+S GRUPPE ZU NACHHALTIGKEITSKENNZAHLEN

UMSCHLAGINNENSEITE

B.14

KONKRETE NACHHALTIGKEITSZIELE BIS ZUM JAHR 2030

Die Definition konkreter Ziele bis zum Jahr 2030 und die regelmäßige Berichterstattung von Leistungsindikatoren machen unseren Fortschritt messbar. Die vom Vorstand beschlossenen Ziele wurden von den Facheinheiten und der Nachhaltigkeitsabteilung erarbeitet. Jeder K+S-Vorstand ist zudem persönlicher Sponsor bestimmter Ziele und treibt deren Umsetzung aktiv voran.

Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 83
'Corporate Governance', Seite 108

Stakeholder-Dialog

1 Als Stakeholder verstehen wir alle Personen oder Organisationen, die Einfluss auf Themen nehmen oder nehmen könnten, welche mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind oder durch diese beeinflusst werden könnten.

Die ONE K+S werte bilden die Grundlage unserer Zusammenarbeit und zeigen den Anspruch auf, den wir an unsere Arbeit haben. Wir setzen Arbeitssicherheit an erste Stelle und handeln stets nachhaltig zum Schutz der Umwelt, der Öffentlichkeit und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind (sicher & nachhaltig). Wir glauben an den Erfolg von K+S und setzen uns dafür ein, den Ruf von K+S als Branchenführer, Geschäftspartner und bevorzugter Arbeitgeber zu stärken (optimistisch). Wir gehen vertrauens- und respektvoll miteinander um, unterstützen uns gegenseitig und pflegen vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Geschäftspartnern, Kunden und der Öffentlichkeit (partnerschaftlich). Wir sind Unternehmer und nehmen Herausforderungen mutig an und stellen dabei den Kunden und seine Erfahrungen mit K+S in den Mittelpunkt unseres Handelns (unternehmerisch), handeln schnell, um den Markt- und Kundenanforderungen gerecht zu werden (AGIL), und sind veränderungsbereit und offen für andere Perspektiven (innovativ).

ONE K+S WERTE, Seite 107

1 Dieser Abschnitt ist Teil der zusammengefassten nichtfinanzieller Erklärung, die die Angaben nach §§ 289c-289e HGB und §§ 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der inhaltlichen Prüfung im Rahmen der Abschlussprüfung ist.

ÜBERSICHT STAKEHOLDERDIALOG: INHALTE UND DIALOGFORMATE

B.15

MITARBEITER

Der Unternehmenserfolg gründet auf den Kompetenzen und dem Erfolg unserer Mitarbeiter. In regelmäßigen Betriebsversammlungen finden die Anliegen der Mitarbeiter Gehör. Über das Intranet werden der gegenseitige Austausch und der Informationstransfer gefördert.

Hauptthemen: Personalpolitische Entscheidungen, Vergütung, Weiterbildung, Kommunikation, Beruf und Familie etc.# Methoden Treffen, Gremienarbeit, gemeinsame Projekte, Veranstaltungen / Konferenzen, Geschäftsbericht, Blogs und soziale Medien, Intranet, interne Kommunikation und Mitarbeiterversammlungen des Vorstands auf Standorten etc.

KUNDEN UND GESCHÄFTSPARTNER

Der Dialog mit unseren Kunden lässt uns ihre Bedürfnisse besser erkennen, um Produkte und Dienstleistungen darauf auszurichten. Viele Informationen stellen wir im Internet bereit. Neben persönlichen Gesprächen liefern uns Zufriedenheitsanalysen konkrete Hinweise für Verbesserungen.

Hauptthemen

Qualitätssicherung, Produktionsbedingungen, Einhaltung von Regeln und Standards, Compliance etc.

Methoden

Umfragen, Treffen, Anwenderschulungen, Messen, gemeinsame Projekte, soziale Medien, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc.

AKTIONÄRE / INVESTOREN / ANALYSTEN

In regelmäßigen Roadshows und auf Konferenzen erklären wir unser Geschäft, stellen uns den Fragen der Vertreter des Kapitalmarkts und nehmen Anregungen und Ideen auf.

Hauptthemen

Unternehmensbewertung, Unternehmensstrategie, Ziele, Ergebnisse, Risiken / Chancen, Wettbewerb, Nachhaltigkeitsthemen etc.

Methoden

Hauptversammlung, Geschäftsbericht, Quartalsberichterstattung, Capital Markets Day, Treffen mit Analysten / Investoren, Umfragen, Telefonate, Konferenzen, Roadshows etc.

POLITIK UND VERWALTUNG

Im nationalen und internationalen Dialog mit Vertretern von Regierungen, Fachbehörden und Parlamenten bringen wir unsere Positionen direkt oder indirekt über Mitgliedschaften in Verbänden und Organisationen in die politische Diskussion ein.

Hauptthemen

Gesellschaftliche Akzeptanz, Umweltthemen, Arbeitsplatzsicherung etc.

Methoden

Treffen, Workshops, Gremienarbeit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc.

STANDORTGEMEINDE

Gute Nachbarschaft mit unseren Standortgemeinden und -regionen ist uns wichtig. An den Standorten schaffen wir Vertrauen durch den Austausch mit den Standortgemeinden und Anwohnern.

Hauptthemen

Gesellschaftliche Akzeptanz, Umweltthemen, Arbeitsplatzangebote etc.

Methoden

Treffen mit ausgewählten Stakeholdern, Veranstaltungen, Informationsbüros, Tag der offenen Tür, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc.

NICHT REGIERUNGSORGANISATIONEN / BREITE ÖFFENTLICHKEIT

Das Wissen um den Kalibergbau in Deutschland unter den Rahmenbedingungen internationaler Wettbewerbsfähigkeit und internationaler wie nationaler Umweltgesetzgebung erläutern wir verständlich mittels verschiedener Formate.

Hauptthemen

Gesellschaftliche Akzeptanz, Kalibergbau, Projekte zur Verbesserung des Gewässerschutzes, Umweltthemen, Arbeitsplatzsicherung etc.

Methoden

Öffentliche Informationsveranstaltungen, Präsenz auf Messen und Fachtagungen, Werksführungen und Grubenfahrten, Informationsbüro, persönliches Gespräch etc.

Geschäftspartner und bevorzugter Arbeitgeber zu stärken (optimistisch). Wir gehen vertrauens- und respektvoll miteinander um, unterstützen uns gegenseitig und pflegen vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Geschäftspartnern, Kunden und der Öffentlichkeit (partnerschaftlich). Wir sind Unternehmer und nehmen Herausforderungen mutig an und stellen dabei den Kunden und seine Erfahrungen mit K+S in den Mittelpunkt unseres Handelns (unternehmerisch), handeln schnell, um den Markt- und Kundenanforderungen gerecht zu werden (AGIL), und sind veränderungsbereit und offen für andere Perspektiven (innovativ).

ONE K+S WERTE, Seite 107

Der Dialog mit unseren Kunden und Geschäftspartnern, dem Kapitalmarkt, Politikvertretern, Nichtregierungsorganisationen, Standortgemeinden und unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig. Ziel ist es, einen für beide Seiten gewinnbringenden Dialog zu führen, neue Entwicklungen aufzuspüren und Sichtweisen auszutauschen. K+S informiert seine Stakeholder mit unterschiedlichen Formaten und nutzt unterschiedliche Kanäle für den zielgruppenspezifischen Austausch und Dialog, wobei Veranstaltungen dabei eine besondere kommunikationsstrategische Bedeutung zukommt. Dem Dialog mit unseren Stakeholdern haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit unterschiedlichen Veranstaltungen Raum gegeben. So boten der Vorstand, die Leiter der Operativen Einheiten und Führungskräfte der Zentralfunktionen im Berichtsjahr beispielsweise im Rahmen mehrerer Mitarbeiterversammlungen und in Dialogformaten an unseren Standorten im In- und Ausland Gespräche zur Umsetzung der neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 an. Dabei nutzten sie auch den direkten Austausch in kleineren Gruppen, wie u. a. beim "Breakfast with the Boss" oder den KALI-Cafes. Hierbei standen Informationen und Gespräche über standortspezifische Herausforderungen, die neue Organisationsstruktur, die Geschäftsentwicklung des Unternehmens sowie aktuelle Projekte zur Effizienzsteigerung im Vordergrund. In einer ersten Kurzbefragung unserer Mitarbeiter (Puls-Befragung) wurden alle K+S-Mitarbeiter zu Vielfalt und Inklusion befragt. Die Umfrage soll Auskunft darüber geben, inwieweit K+S-Mitarbeiter das Arbeitsumfeld als positiv inklusiv wahrnehmen. ,Vielfalt und Inklusion' Seite 85

Mit der Strategie SHAPING 2030 hat sich K+S zum Ziel gesetzt, den Kundenfokus nochmals deutlich zu erhöhen. Hierzu gehört die bessere und einfachere Bereitstellung von Informationen. Auch aus diesem Grund hat K+S die Internetpräsenz grundlegend überarbeitet, um die Bedürfnisse der Zielgruppen noch besser zu bedienen. Zudem stehen wir in kontinuierlichem Austausch mit Vertretern des Kapitalmarkts.

www.kpluss.com; Kapitalmarkt', Seite 32

Darüber hinaus führen wir regelmäßig Gespräche mit politischen Repräsentanten auf Standort-, Landes- und Bundesebene. Auf Bundesebene kommt unserem Hauptstadtbüro in Berlin besondere Bedeutung zu, um politische Akteure, wie Regierungsvertreter oder Parlamentarier, über die aktuelle Geschäftsentwicklung zu informieren und den Dialog zu suchen. Bei Interesse ermöglicht das Büro Einblicke in die Arbeit unter Tage an K+S-Standorten. Dabei wird auf die Bedeutung der heimischen Rohstoffgewinnung aufmerksam gemacht, und die Rahmenbedingungen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit werden erläutert. Ergänzend zeigt K+S Präsenz auf den Sommerfesten der Ländervertretungen in Berlin, z. B. beim Hessenfest. Weiterhin lädt K+S alljährlich zum Austausch bei den traditionellen Barbarafeierlichkeiten an verschiedenen deutschen Standorten ein. Im Berichtsjahr haben wir ferner den Stakeholder-Dialog mit Umweltverbänden, politischen Vertretern, Gemeinden und der interessierten Öffentlichkeit, insbesondere mit Blick auf aktuelle Projekte und Vorhaben, fortgesetzt. Zu den Formaten zählten Informationsveranstaltungen, z. B. zur Haldenerweiterung und zur Einstapelung flüssiger Rückstände unter Tage, der Unterhalt eines öffentlichen Informationsbüros bis Oktober 2019 in Hofgeismar und das direkte, persönliche Gespräch sowie Dialogangebote auf lokalen und regionalen Kulturveranstaltungen. In der sogenannten Brine Challenge, einem Crowdsourcing-Wettbewerb, haben wir nach neuen innovativen Ansätzen, Konzepten und Impulsen gesucht, um die Salzabwässer der Rückstandshalden, die durch Regen entstehen, deutlich zu reduzieren. Eine Jury aus externen Experten und Fachleuten von K+S wählte im Juni 2019 zwei Sieger aus über 40 eingereichten Vorschlägen aus 16 Ländern aus: einen US-amerikanischen Chemie-Ingenieur und einen australischen Wissenschaftler. Ihre Ideen wurden mit jeweils 20.000 € prämiert. Eine der beiden Ideen werden wir demnächst im Rahmen eines bereits laufenden Projektes mit dem von K+S entwickelten Infiltrationsverfahren zur Haldenabdeckung testen. Den zweiten Vorschlag werden wir zunächst einer genaueren technischen und wirtschaftlichen Analyse unterziehen, um die Machbarkeit zu überprüfen. Mit dem Resultat der "Brine Challenge" sind wir überaus zufrieden. Auch künftig werden wir kollaborative Formate nutzen, um die Innovationskraft von K+S zu steigern. Gleichzeitig suchen wir auf diese Weise den Dialog mit Menschen, die mit uns gemeinsam an nachhaltigen Lösungen arbeiten möchten.

www.kpluss.com/brine-challenge

Absatzkontrolle

Ende November 2019 lud K+S unter dem Motto "Kompetenzen bündeln für Innovationen von morgen" zum Food Frontiers Inno-Day nach Sigmundshall ein. Rund 100 Teilnehmer diskutierten, welche Allianzen zwischen Industrie, Forschung und Start-up-Szene geknüpft werden sollen und welche innovativen Geschäftsmodelle erfolgsversprechend sind.

K+S engagiert sich für die "INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFSEKTOR" (EITI: EXTRACTIVE INDUSTRIES TRANSPARENCY INITIATIVE) mit der Zielsetzung der Korruptionsbekämpfung und ist deshalb aktives Mitglied der MULTI-Stakeholder-Gruppe von D-EITI.

www.d-eiti.de

Absatzkontrolle

www.rohstofftransparenz.de

SPENDEN UND SPONSORING

Wir unterstützen ausgewählte Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur finanziell. Der Vorstand hat einheitliche Bedingungen für Spenden und Sponsoring festgelegt. So spendet K+S nicht an politische Parteien einschließlich ihnen nahestehender oder zugehöriger Organisationen oder Personen. Die Spenden für wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke betrugen im Jahr 2019 insgesamt 1,4 Mio. € (2018: knapp 1,9 Mio. €).

www.kpluss.com/gesellschaft

WIRTSCHAFTSBERICHT

Im Geschäftsjahr 2019 haben wir sowohl unseren Umsatz als auch unser EBITDA 1 gesteigert. Der Umsatz der K+S GRUPPE erhöhte sich von 4.039,1 Mio. € im Vorjahr auf 4.070,7 Mio. €. Das EBITDA betrug 640,4 Mio. € und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum moderat (2018: 606,3 Mio. €).

Überblick über den Geschäftsverlauf

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Der weltweite Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2019 um 3,0 %, wobei die Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zwischen den Ländern bzw. Regionen zunahmen. Die konjunkturelle Lage in den USA trübte sich ein, insbesondere aufgrund des Handelskonfliktes mit China. Auch im Euroraum war das Expansionstempo gedämpft: Die Wertschöpfung im Bereich Industrie verlor merklich an Schwung.# ENTWICKLUNG DER ROHSTOFFE AUF MONATSBASIS IM JAHR 2019

B.16

Quelle: Weltbank

1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.

Die Notierungen wichtiger Agrarrohstoffe blieben im Verlauf des Jahres 2019 auf niedrigem Niveau stabil, mit Ausnahme von Palmöl. Die Preise für Palmöl stiegen insbesondere im letzten Quartal 2019 stark an. Insgesamt verteuerte sich der Rohstoff im Jahresverlauf 2019 um mehr als 40 %.

B.16 Der Preis für Rohöl der Sorte Brent lag im Dezember bei durchschnittlich rund 66 USD pro Barrel (31. Dezember 2018: 54 USD). Der Durchschnittspreis lag 2019 mit rund 64 USD spürbar unter dem Vorjahr (2018: 72 USD). Gründe für die Preiserholung insbesondere zum Ende des Jahres 2019 waren im Wesentlichen eine Reduktion des Angebots der OPEC-Länder und das Ausscheiden des Irans als Ölexporteur aufgrund der US-Sanktionen.

Der NCG-Natural-Gas-Year-Future, der schwerpunktmäßig die Regionen West- und Süddeutschland abbildet, stieg zu Jahresbeginn zunächst von rund 20 € / MWh auf rund 22 € / MWh; dies stellt den Höchstwert des Jahres dar. Im weiteren Verlauf des Jahres verzeichnete der Preis einen stetigen Verfall und notierte zum Jahresende bei 14 € / MWh. Der Durchschnittswert verringerte sich gegenüber dem Vorjahr spürbar auf rund 18 € / MWh (2018: 21 € / MWh).

Der Henry Hub Natural Gas Future, der schwerpunktmäßig Nordamerika abbildet, verzeichnete einen deutlichen Rückgang von 2,8 USD / mmBtu zu Beginn des Jahres auf 2,2 USD / mmBtu Ende 2019. Zwischenzeitlich zog der Preis leicht an und erreichte am 5. März 2019 ein Jahreshoch von 3,0 USD / mmBtu. Der Jahresdurchschnitt 2019 lag bei 2,7 USD / mmBtu und damit spürbar unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 3,1 USD / mmBtu).

Der Wert des US-Dollars lag im Jahresdurchschnitt bei 1,12 EUR / USD und notierte somit stärker als im Vorjahr (2018: 1,18 EUR / USD).

B.17

Quellen: Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel, IWF, Weltbank, Bloomberg

EUR / USD ENTWICKLUNG IM JAHR 2019
Index: 31. Dezember 2018
Quelle: Bloomberg

AUSWIRKUNG AUF K+S

Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:

  • Die Energiekosten der K+S GRUPPE werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug von Erdgas beeinflusst. Im Berichtszeitraum erhöhten sich diese leicht, vor allem wegen der gesteigerten Produktion am Standort Bethune. Unsere langfristig orientierten Einkaufsverträge mit aus unserer Sicht günstigen Konditionen machen uns unabhängiger von kurzfristigen Marktpreisentwicklungen.
  • Fremdwährungssicherungssystem: Durch die für die operative Einheit Europe+ eingesetzten Sicherungsinstrumente lag der Umrechnungskurs im Jahr 2019 bei durchschnittlich 1,16 EUR / USD inkl. Sicherungskosten (2018: 1,14 EUR / USD). Insgesamt wirkte sich der Wechselkurs dennoch positiv auf den Umsatz aus, allerdings leicht negativ auf das EBITDA. (Siehe 'Finanzlage', Seite 65)
  • Der Anstieg beim Palmöl und die aus gesunkenen Preisen verschiedener Einsatzstoffe resultierenden Ertragsperspektiven führten im Berichtsjahr zu erhöhtem Einsatz von Pflanzennährstoffen, um den Ertrag je Hektar zu steigern.

BRANCHANSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT

Die Branchensituation im Kundensegment Landwirtschaft war im ersten Halbjahr von einer guten Nachfrage geprägt. Abgesehen von saisonalen Besonderheiten in einigen Regionen (z. B. Staffelpreissystem für Düngemittelspezialitäten in Europa) blieben die internationalen Preise für Kaliumchlorid wie auch für unsere Spezialitäten nach den deutlichen Steigerungen im Jahresverlauf 2018 in unseren Hauptabsatzregionen Brasilien, Asien und Europa weitgehend stabil. Im dritten Quartal 2019 führte der chinesische Importstopp auch zu einer Kaufzurückhaltung in anderen Absatzregionen und einem Rückgang der Kaliumchloridpreise insbesondere in Übersee. Insgesamt belief sich die Weltkalinachfrage auf etwa 69 Mio. t (2018: knapp 72 Mio. t einschließlich knapp 5 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Die Produzenten von Kalidüngemitteln haben als Reaktion auf die Kaufzurückhaltung die Produktion im zweiten Halbjahr 2019 um schätzungsweise etwa 4 Mio. t gekürzt.

KUNDENSEGMENT INDUSTRIE

Die Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie in Europa entwickelte sich im Jahr 2019 insgesamt positiv. Auch in den Americas stieg die Nachfrage in allen Produktgruppen. Durch eine vorübergehend geringere Warenverfügbarkeit durch die Schließung des Werkes Sigmundshall Ende 2018 konnten wir nicht vollständig von der guten Nachfragesituation profitieren.

KUNDENSEGMENT VERBRAUCHER

In Europa entwickelte sich die Nachfrage nach Verbraucherprodukten insgesamt positiv. In den Americas stieg die Nachfrage, insbesondere nach Wasserenthärtungssalzen ebenfalls.

KUNDENSEGMENT GEMEINDEN

Während in Europa die winterliche Witterung zu Beginn des Jahres 2019 die Ausschreibungen für die kommende Wintersaison positiv beeinflusste, war die Nachfrage im vierten Quartal witterungsbedingt unter dem langjährigen Durchschnitt. Auch in Nordamerika wirkten sich vorteilhafte Wetterverhältnisse im späteren Verlauf des Winters 2018 / 2019, insbesondere im Mittleren Westen sowie in Kanada, zunächst positiv auf die Ausschreibungen aus. An der us-Ostküste blieb die Wettbewerbsintensität hoch. Die Nachfrage im vierten Quartal entsprach in Nordamerika insgesamt dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

WESENTLICHE FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE

  • Der seit September 2019 anhaltende Importstopp für Kaliumchlorid in China sorgte auch in anderen Absatzregionen für Zurückhaltung. Vor diesem Hintergrund nahmen die Kaliproduzenten im zweiten Halbjahr Produktionskürzungen vor. K+S berichtete bereits im September 2019, dass die Produktion von Kaliumchlorid bis zum Jahresende um bis zu 300.000 t reduziert wird. Die Produktionspause wurde für Instandhaltungsmaßnahmen genutzt. Der damit verbundene Effekt auf das EBITDA wurde mit bis zu 80 Mio. € beziffert. Parallel zu dieser Verminderung der Produktion hat K+S im Rahmen der Quartalsberichterstattung am 14. November 2019 über weitere Instandhaltungsmaßnahmen auch an deutschen Standorten im vierten Quartal 2019 berichtet. Dadurch reduzierte sich die Kaliproduktion im laufenden Jahr zusätzlich um etwa 200.000 t. Der Effekt auf das EBITDA belief sich auf weitere rund 50 Mio. €.
  • Die Produktion unseres 2017 eröffneten neuen Kaliwerks Bethune haben wir im Geschäftsjahr 2019 weiter erhöht. Während im Jahr 2017 rund 0,5 Mio. t und im Jahr 2018 rund 1,4 Mio. t produziert worden waren, belief sich die Produktionsmenge 2019 nach den beschriebenen Produktionskürzungen auf knapp 1,6 Mio. t.

VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEM GESCHÄFTSVERLAUF

ERGEBNISPROGNOSE

Das im Geschäftsbericht 2018 erwartete EBITDA-Niveau konnte nicht erreicht werden: Mit Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018 am 14. März 2019 hatten wir das EBITDA der K+S GRUPPE in einer Spanne zwischen 700 und 850 Mio. € erwartet. Diese Einschätzung haben wir mit Veröffentlichung unserer Finanzzahlen zum ersten Quartal bestätigt.

In unserem Halbjahresfinanzbericht H1 / 2019 haben wir die Ergebniserwartung auf eine Spanne zwischen 730 und 830 Mio. € angepasst: Dies basierte auf der Annahme, dass der positive Ergebniseffekt aus einer veränderten Euro-Dollar-Währungsrelation (Annahme eines durchschnittlichen Kassakurses von 1,15 EUR / USD für die offenen Monate statt davor 1,20 EUR / USD) eine temporär etwas vorsichtigere Einschätzung aufgrund des chinesischen Importstopps sowie Ergebniseffekte aus der um eine Woche verlängerten Instandhaltungspause in Bethune mehr als ausgleichen kann.

Der oben beschriebene Importstopp für Kaliumchlorid in China dauerte länger an als zunächst erwartet und sorgte auch in anderen Absatzregionen für Zurückhaltung. Vor diesem Hintergrund hat K+S im Rahmen der Berichterstattung zum dritten Quartal, unter Berücksichtigung dieser Effekte, nur noch eine Steigerung auf rund 650 Mio. € (2018: 606,3 Mio. €) erwartet. Mit 640,4 Mio. € erreichte das EBITDA der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2019 trotz eines unterdurchschnittlichen Auftausalzgeschäfts in Europa diesen Wert annähernd.

B.18 Für die operative Einheit Europe+ gingen wir mit Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018 von einer deutlichen Steigerung des EBITDA aus. Hier konnten wir nach den genannten Anpassungen im Berichtszeitraum ein EBITDA von 437,0 Mio. € erzielen (2018: 443,3 Mio. €). Damit lagen wir leicht unter dem Vorjahresniveau und haben aus den genannten Gründen die Prognose aus dem Geschäftsbericht 2018 nicht erreichen können. In der Quartalsmitteilung Q3 / 2019 waren wir noch von einem leichten Anstieg ausgegangen.

Die operative Einheit Americas erwirtschaftete ein EBITDA von 230,0 Mio. € (2018: 221,8 Mio. €) und entwickelte sich damit, wie bereits im Geschäftsbericht 2018 prognostiziert, weitgehend stabil. (Siehe 'Darstellung der Segmente', Seite 72)

Für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern hatten wir im Geschäftsbericht 2018 eine deutliche Steigerung gegenüber Vorjahr prognostiziert (2018: 85,4 Mio. €). Mit einem Rückgang auf 77,8 Mio. € haben wir diese Prognose nicht erfüllt.# ERTRAGSLAGE

Wir mussten bereits im Zuge der unterjährigen Anpassung unserer EBITDA-Prognose auch die Einschätzung für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern reduzieren: Zur Q3 /19-Quartalsmitteilung hatten wir eine in etwa stabile Entwicklung prognostiziert. Der ROCE erreichte 2,3 % und lag damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 2,6 %). Auch hier hatten wir die Prognose im Jahresverlauf aus den bereits genannten Gründen auf eine stabile Entwicklung angepasst, nachdem wir zur Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018 noch von einem "deutlichen Anstieg" ausgegangen waren.

CASHFLOW-PROGNOSE

Unsere Prognose eines positiven und gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten bereinigten freien Cashflows für das Geschäftsjahr 2019 aus dem Geschäftsbericht 2018 haben wir erfüllt. Selbst die Prognose eines bereinigten freien Cashflows von mindestens 100 Mio. € im Halbjahresfinanzbericht haben wir aufgrund unserer bis dato operativen Verbesserung, eines aktiven Working Capital Managements und unserer Investitionsdisziplin übertroffen. Er betrug im Berichtszeitraum +139,7 Mio. € (2018: -206,3 Mio. €) und lag damit 346,0 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Prognose eines Investitionsvolumens über dem des Vorjahres von 443,2 Mio. € hat sich mit 493,3 Mio. € bestätigt.

SOLL-IST-VERGLEICH 2019

B.18

IST 2018 Prognose Geschäftsbericht 2018 Prognose Q1/19 Prognose H1/19 Prognose 9M/19
K+S GRUPPE
Umsatz Mio. € 4.039,1 moderater Anstieg moderater Anstieg moderater Anstieg leichter Anstieg
- Operative Einheit Europe+ Mio. € 2.585,2 moderater Anstieg moderater Anstieg moderater Anstieg leichter Anstieg
- Operative Einheit Americas Mio. € 1.451,0 annähernd stabil annähernd stabil annähernd stabil annähernd stabil
EBITDA 1 Mio. € 606,3 700 bis 850 700 bis 850 730 bis 830 rund 650
- Operative Einheit Europe+ Mio. € 443,3 deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg moderater Anstieg
- Operative Einheit Americas Mio. € 221,8 annähernd stabil annähernd stabil annähernd stabil annähernd stabil
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 2 Mio. € 85,4 deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg stabil
Bereinigter Freier Cashflow Mio. € -206,3 deutlicher Anstieg, positiv deutlicher Anstieg, positiv mindestens 100 Mio. € deutlicher Anstieg, positiv
ROCE % 2,6 deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg stabil
EUR / USD-Wechselkurs EUR/ USD 1,18 1,20 1,19 1,16 1,14
Absatzmenge Kundensegment Landwirtschaft Mio. t 6,8 6,9 bis 7,2 6,9 bis 7,2 6,9 bis 7,1 rund 6,4
Durchschnittspreis Kundensegment Landwirtschaft €/t 254,2 moderater Anstieg moderater Anstieg moderater Anstieg moderater Anstieg
Absatzmenge Kundensegment Gemeinden Mio. t 13,3 12,5 bis 13,0 12,5 bis 13,0 12,5 bis 13,0 12,5 bis 13,0

scroll

IST 2019
K+S GRUPPE
Umsatz Mio. € 4.070,7
- Operative Einheit Europe+ Mio. € 2.535,9
- Operative Einheit Americas Mio. € 1.532,2
EBITDA 1 Mio. € 640,4
- Operative Einheit Europe+ Mio. € 437,0
- Operative Einheit Americas Mio. € 230,0
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 2 Mio. € 77,8
Bereinigter Freier Cashflow Mio. € 139,7
ROCE % 2,3
EUR / USD-Wechselkurs EUR/USD 1,14
Absatzmenge Kundensegment Landwirtschaft Mio. t 6,3
Durchschnittspreis Kundensegment Landwirtschaft €/t 272,4
Absatzmenge Kundensegment Gemeinden Mio. t 12,7

1 Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften (EBITDA).
2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2019: 30,0 %.
3 Prognose am 23. September 2019 bereits um 80 Mio. € reduziert.

ERTRAGSLAGE

UMSATZ

Im Geschäftsjahr 2019 betrug der Umsatz der K+S GRUPPE 4.070,7 Mio. € nach 4.039,1 Mio. € im Vorjahr. Beide operativen Einheiten profitierten vom vorteilhaften EUR /USD-Wechselkursniveau. Zusätzlich wirkten sich insbesondere in der operativen Einheit Europe+ positive Preiseffekte aus, denen negative Mengeneffekte gegenüberstanden. Nach dem erfolgreichen Ausbau der Speicherkapazitäten konnten in diesem Jahr abwasserbedingte Produktionsunterbrechungen am Werk Werra trotz eines überdurchschnittlich trockenen Sommers verhindert werden. Die Produktionskürzungen im zweiten Halbjahr führten jedoch trotz der verbesserten Produktverfügbarkeit zu einem insgesamt geringeren Absatz im Kundensegment Landwirtschaft.

B.21, B.22, Darstellung der Segmente', Seite 72, 'Segmentberichterstattung', Seite 162

Mit 62 % nahm der Umsatzbeitrag der operativen Einheit Europe+ den größeren Anteil am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE ein (operative Einheit Americas: 38 %).

B.19

UMSATZ NACH SEGMENTEN

B.19

UMSATZ NACH REGIONEN

B.20

Die regionale Umsatzverteilung blieb im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unverändert. Den größten Umsatzanteil erzielten wir mit gut 40 % weiterhin in Europa, gefolgt von Nordamerika mit rund 36 %. Auf Südamerika und Asien entfielen 13 % bzw. 9 % unseres Gesamtumsatzes.

B.20

K+S Gruppe: ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR

B.21

scroll in % 2019
Umsatzveränderung +0,8
- mengen- / strukturbedingt -5,4
- preis- / preisstellungsbedingt +3,2
- währungsbedingt +2,9
- konsolidierungsbedingt -

UMSATZ NACH SEGMENTEN 1

B.22

scroll in Mio. € 2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Operative Einheit Europe+ 2.585,2 691,8 626,8 621,1 596,2 2.535,9
Operative Einheit Americas 1.451,0 571,2 251,2 282,6 427,2 1.532,2
Überleitung 2,9 0,5 0,5 1,2 0,4 2,6
K+S GRUPPE 4.039,1 1.263,5 878,5 904,9 1.023,8 4.070,7
Anteil am Gesamtumsatz (%) - 31,0 21,6 22,2 25,1 100,0
in Mio. € %
Operative Einheit Europe+ -1,9
Operative Einheit Americas +5,6
Überleitung -
K+S GRUPPE +0,8
Anteil am Gesamtumsatz (%)

1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.

AUFTRAGSENTWICKLUNG

Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Das Geschäft in der operativen Einheit Europe+ ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt. Im Bereich des Auftausalzgeschäfts in beiden operativen Einheiten werden Verträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir in der Regel ab dem zweiten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, zum Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Soweit die vertraglich vereinbarten Volumina - abhängig von der Witterung - rechtlich zulässigen Schwankungen unterliegen, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt ebenso, soweit Mengen bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können. Ein Ausweis des Auftragsbestands ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung unserer kurz- und mittelfristigen Ertragskraft also nicht aussagekräftig.

Entwicklung wesentlicher kosten

Im Berichtsjahr gingen die Umsatzkosten von 3.410,4 Mio. € auf 3.372,6 Mio. € zurück; währungsbedingt höhere Kosten konnten durch Entlastungen infolge einer geringeren Absatzmenge in beiden operativen Einheiten mehr als ausgeglichen werden. Die Marketing- und allgemeinen Verwaltungskosten stiegen im Berichtsjahr insbesondere währungsbedingt auf 362,8 Mio. € nach 349,7 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 133,3 Mio. € (2018: 118,0 Mio. €) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 230,6 Mio. € (2018: 186,4 Mio. €). Das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften verbesserte sich in 2019 auf -16,9 Mio. € (2018: -49,5 Mio. €).

,Konzernabschluss', Seite 156

Die Kosten für Material, Personal, Energie und Frachten haben erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kosten. Mit 1.694,7 Mio. € stieg der Materialaufwand trotz einer geringeren Produktionsmenge währungsbedingt und aufgrund höherer Instandhaltungskosten leicht an (2018: 1.629,' Mio. €). Im Jahr 2019 betrug der Personalaufwand Mio. € und lag damit leicht über dem Wert des Vorjahres (2018: 1.122,5 Mio. €). Bei den Frachtkosten kam es währungs- und preisbedingt trotz einer geringeren Menge zu einer leichten Steigerung auf 888,2 Mio. € (2018: 883,6 Mio. €). Die Kosten für Energie betrugen 267,4 Mio. € nach 261,7 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen preis- und währungsbedingt.

,Anhang', Seite 186

ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHR

OPERATIVES ERGEBNIS

EBITDA

Seit dem Geschäftsjahr 2018 steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße EBITDA.

B.23

Das EBITDA lag im Berichtsjahr mit 640,4 Mio. € moderat über dem Wert des Vorjahres (2018: 606,3 Mio. €). Ursächlich waren, wie bereits bei der Umsatzentwicklung beschrieben, Preissteigerungen, denen jedoch Produktionskürzungen sowie insgesamt gestiegene Kosten, insbesondere für Instandhaltung und Logistik, gegenüberstanden. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte einen positiven Effekt auf das EBiTDA 1 in Höhe von 54,0 Mio. €. Aus der Entkonsolidierung der K+S REAL ES-TATE GMBH & CO. KG (siehe Angaben zum Konsolidierungskreis S. 191) ergab sich ein positiver Effekt auf das EBITDA in Höhe des Veräußerungsgewinns von 24,3 Mio. €. Dieser Effekt schlug sich positiv in der Überleitung nieder und war der maßgebliche Grund für die Ergebnisverbesserung auf -26,6 Mio. € (2018: -58,8 Mio. €).

B.24

ÜBERLEITUNG OPERATIVES ERGEBNIS UND EBITDA

B.23

| scroll | in Mio. € |
| ----------- | --------- |# B.24 ERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIE

€ 2018 2019
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften 165,3 224,3
Ertrag (-) / Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte 25,7 6,1
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften 36,2 -22,0
Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften 227,2 208,4
Abschreibungen (+) / Wertminderungen (+) / Wertaufholungen (-) des Anlagevermögens 385,0 438,1
Erfolgsneutrale Aktivierung von Abschreibungen (1) -5,9 -6,1
EBITDA 606,3 640,4

1 Es handelt sich um Abschreibungen von Vermögenswerten, die zur Herstellung anderer Vermögenswerte des Sachanlagevermögens eingesetzt werden. Die Abschreibungen werden als Teil der Herstellungskosten aktiviert und nicht ergebniswirksam erfasst.

EBITDA NACH SEGMENTEN 1, 2

B.24
scroll
in Mio. € | 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019
---|---|---|---|---|---|---
Operative Einheit Europe+ | 443,3 | 177,1 | 128,4 | 67,3 | 64,2 | 437,0
Operative Einheit Americas | 221,8 | 107,6 | 13,6 | 25,3 | 83,4 | 230,0
Überleitung 3 | -58,8 | -14,8 | -12,0 | -12,0 | 12,2 | -26,6
K+S GRUPPE | 606,3 | 269,9 | 130,1 | 80,6 | 159,8 | 640,4
Anteil am Gesamt-EBITDA (%) | - | 42,1 | 20,3 | 12,6 | 24,9 | 100,0

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in Mio. € | %
---|---
Operative Einheit Europe+ | -1,4
Operative Einheit Americas | 3,7
Überleitung 3 |
K+S GRUPPE | +5,6
Anteil am Gesamt-EBITDA (%) | -

1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.
2 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
3 Aufwendungen und Erträge, die den operativen Einheiten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" dargestellt.

FINANZERGEBNIS

Das Finanzergebnis verbesserte sich mit -97,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr deutlich (2018: -112,2 Mio. €). Die Differenz erklärt sich zum einen aus dem Wegfall der zusätzlichen Belastung durch die rechtzeitige Refinanzierung einer Anleihe in 2018, zum anderen aus positiven Währungseffekten im Rahmen der Liquiditätssteuerung. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte einen negativen Effekt auf das Finanzergebnis in Höhe von 15,3 Mio. €.

KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIE

Das Konzernergebnis nach Steuern konnte im Berichtsjahr aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses und eines verbesserten Ergebnisses aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften deutlich auf 88,9 Mio. € gesteigert werden (2018: 42,1 Mio. €). Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 30,0 % (2018: 30,0 %) zugrunde gelegt. Das Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 0,46 € (2018: 0,22 €). Die Berechnung beruht wie im Vorjahr auf einer durchschnittlichen Anzahl von ausstehenden Aktien in Höhe von 191,4 Mio. Stückaktien.

B.25
,Anhang', Seite 190

ERGEBNIS JE AKTIE 1

B.25
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| | 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019
---|---|---|---|---|---|---
Ergebnis je Aktie (€) | 0,22 | 0,57 | 0,07 | -0,30 | 0,12 | 0,46
Ergebnis je Aktie, bereinigt (€) 2 | 0,45 | 0,56 | 0,01 | -0,22 | 0,06 | 0,41
Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40

scroll
| | %
---|---
Ergebnis je Aktie (€) | + 111,1
Ergebnis je Aktie, bereinigt (€) 2 | -9,7
Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) | -

1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2019: 30,0 % (2018: 30,0 %).

1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.

HERLEITUNG DES BEREINIGTEN KONZERNERGEBNISSES NACH STEUERN

B.26
scroll
in Mio. € | 2018 | 2019
---|---|---
Konzernergebnis nach Steuern | 42,1 | 88,9
Ertrag (-) / Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte | 25,7 | 6,1
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | 36,2 | -22,0
Eliminierung daraus resultierender latenter bzw. zahlungswirksamer Steuern | -18,6 | 4,8
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt | 85,4 | 77,8

BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE

Als Basis für unsere Dividende weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert und gleichzeitig als interne Steuerungsgröße dient. Zugleich werden auch die entsprechenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern herausgerechnet. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dient als Grundlage für die Berechnung der Dividende im Rahmen unserer Ausschüttungspolitik und wird in Tabelle B.26 ermittelt. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug 77,8 Mio. € (2018: 85,4 Mio. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 0,41 € (2018: 0,45 €). Auch hierfür wurden 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2019 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende somit unverändert auf 191,4 Mio. Stückaktien.

KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGE

MARGENKENNZAHLEN

Die Margenkennzahlen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: Unser EBITDA von 640,4 Mio. € führte zu einer leicht verbesserten EBITDA-Marge (EBITDA / Umsatz) von 16 % nach 15 % im Vergleichszeitraum. Die Umsatzrendite (Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt / Umsatz) lag unverändert bei rund 2 % (2018: 2 %).

B.27
,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 246

HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN

Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE errechnet sich als Summe der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital nach dem Peergroup-Verfahren gemäß IAS 36. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert.

MEHRPERIODENÜBERSCIHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN 1

B.27
scroll
Kennzahlen in % | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019
---|---|---|---|---|---
Bruttomarge 2 | 45,9 | 36,3 | 33,4 | 15,6 | 17,1
EBITDA-Marge 2 | 5,3 | 15,0 | 15,9 | 15,0 | 15,7
Umsatzrendite 3 | 13,0 | 3,8 | 4,0 | 2,1 | 1,9
Eigenkapitalrendite nach Steuern 3, 4 | 13,1 | 2,9 | 3,3 | 2,1 | 1,8
Gesamtkapitalrendite 3, 4 | 10,4 | 2,7 | 3,1 | 2,4 | 2,6
Working Capital | 945,9 | 894,6 | 968,1 | 1.126,7 | 1.037,9
Operatives Anlagevermögen | 5.900,3 | 6.639,0 | 7.377,6 | 7.464,0 | 8.140,6
Return on Capital Employed (ROCE) | 12,5 | 3,0 | 3,2 | 2,6 | 2,3
Gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern | 8,3 | 8,2 | 8,5 | 8,4 | 8,6
Value Added (Mio. €) 5 | 262,8 | -391,7 | -438,1 | -500,8 | -575,5

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
2 Die GuV-Darstellung wurde entsprechend der internen Steuerungsstruktur und zur Verbesserung des Branchenvergleichs ab dem Geschäftsjahr 2019 geändert. Die Vorjahreszahl wurde, wie im Abschnitt "Änderungen an der Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung" dargestellt, angepasst.
3 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2019: 30,0 % (2018: 30,0 %).
4 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
5 Value Added= (ROCE - gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern) x (operatives Anlagevermögen + Working Capital).

Die Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber ergibt sich aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie. Als risikoloser Zinssatz wurde der barwertäquivalente Durchschnitt der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von 1 bis 30 Jahren gemäß der Svensson-Methode herangezogen. Zum 31. Dezember 2019 lag dieser bei 0,34 % (2018: 0,95 %). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 7,00 % (2018: 6,25 %) sowie mit dem aus der Peergroup abgeleiteten Betafaktor in Höhe von 1,14 gegenüber dem Vergleichsindex MSCI World ermittelt. Daraus ermittelt sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 8,3 % (2018: 7,9 %). Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern lag bei 2,2 % (2018: 3,1 %) und ergibt sich aus dem Rating der Unternehmen der Peergroup und einem damit korrespondierenden Spread auf den risikolosen Basiszinssatz. Nach Berücksichtigung der bereinigten vorläufigen Konzernsteuerquote von 30 % folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 1,5 % (2018: 2,2 %). Per 31. Dezember 2019 betrug der nach dem Peergroup-Verfahren ermittelte Verschuldungsgrad 5',8 % (2018: 48,5 %). In Summe resultiert hieraus ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE, wie auch für die einzelnen operativen Einheiten, von 6,0 % (2018: 6,0 %) nach Steuern. Hieraus ergaben sich auf Basis einer durchschnittlichen operativ gebundenen Kapitalbindung von 8.944,8 Mio. € für das Jahr 2019 Kapitalkosten in Höhe von 560,8 Mio. € (2018: 524,7 Mio. €).Der entsprechende Kapitalkostensatz vor Steuern betrug 8,6 % (2018: 8,4 %).

RENDITEKENNZAHLEN

Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug im Berichtsjahr 1,8 % (2018: 21 %) und die Gesamtkapitalrendite 2,6 % (2018: 2,4 %). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) der K+S GRUPPE ging im Berichtsjahr auf 2,3 % nach 2,6 % im Vorjahreszeitraum zurück. Der ROCE lag auch im Jahr 2019 unter unseren Kapitalkosten von 8,6 % vor Steuern. Damit musste die K+S GRUPPE im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Wertbeitrag (Value Added) in Höhe von -575,5 Mio. € verzeichnen (2018: -500,8 Mio. €).

Definition verwendeter Finanzkennzahlen

B.28 HERLEITUNG DES ROCE

scroll in Mio. € 2018 2019
ROCE = Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften / Eingesetztes Kapital (Jahresdurchschnitt) 2,6 % 2,3 %
Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften 227,2 208,4
Immaterielle Vermögenswerte 1 807,6 824,6
Sachanlagen 6.687,9 7.210,0
Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen 88,8 106,0
Operatives Anlagevermögen 1 7.584,3 8.140,6
Vorräte 691,5 789,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 836,7 724,7
Sonstige Vermögenswerte 316,8 294,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -239,7 -241,3
Sonstige Verbindlichkeiten -330,2 -560,7
Kurzfristige Rückstellungen -314,6 -329,0
Bereinigungen Working Capital 2 166,3 360,5
Working Capital 1.126,7 1.037,9
Eingesetztes Kapital 8.711,0 8.944,8

1 Bereinigt um die im Goodwill aus der Erstkonsolidierung enthaltenen latenten Steuern.
2 Bereinigt um CTA-Planvermögensüberschüsse, Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Geldanlagen, Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Die Herleitung der Eigenkapitalrendite sowie der Gesamtkapitalrendite ist in den Tabellen B.29 und B.30 dargestellt.

B.29 HERLEITUNG EIGENKAPITALRENDITE

scroll in Mio. € 2018 2019
Eigenkapital 4.144,1 4.495,1
Effekte aus Marktwertschwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften 16,9 5,8
Bereinigtes Eigenkapital zum 31.12. 4.161,0 4.500,9
Bereinigtes Eigenkapital (LTM) 4.147,6 4.330,9
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 85,4 77,8
Eigenkapitalrendite 2,1 % 1,8 %

B.30 HERLEITUNG GESAMTKAPITALRENDITE

scroll in Mio. € 2018 2019
Bilanzsumme 9.966,2 10.592,2
Effekte aus Marktwertschwankungen 13,3 7,9
Effekte aus latenten Steuern -267,3 -269,4
Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen -27,0 -23,2
Bereinigte Bilanzsumme zum 31.12. 9.685,2 10.307,5
Bereinigte Bilanzsumme (LTM) 9.738,6 9.978,7
Bereinigtes Ergebnis vor Zinsaufwand und Steuern 235,7 255,3
Gesamtkapitalrendite 2,4 % 2,6 %

Finanzlage

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANEMENTS DER K+S GRUPPE

FINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERT

Es gehört zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE, ― die Liquidität zu sichern und gruppenweit effizient zu steuern, ― die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten und zu optimieren sowie ― finanzielle Risiken auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten zu reduzieren. Mit einem zentralen Cashmanagement steuern wir die Liquidität und optimieren die Zahlungsströme innerhalb der K+S GRUPPE. Um unsere Finanzierungsfähigkeit zu erhalten bzw. günstige Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu erreichen, streben wir langfristig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein stabiles Crossover-Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Gegenwärtig liegt unser Rating im Wesentlichen aufgrund der Errichtung unseres neuen Kaliwerks Bethune in Kanada in den vergangenen Jahren im "Non-Investment Grade"-Bereich. Die Steuerung unserer Kapitalstruktur nehmen wir anhand der in Tabelle B.31 aufgeführten Kennzahlen vor.

'K+S am Kapitalmarkt', Seite 32

Das Währungs- und Zinsmanagement erfolgt zentral für alle wesentlichen Gruppengesellschaften. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen, zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt und kontinuierlich überwacht.

FREMDWÄHRUNGSSICHERUNG

Schwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euros zum US-Dollar, wirken sich besonders in der operativen Einheit Europe+ auf die Höhe unserer Erlöse und den Gegenwert unserer Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden deshalb wesentliche Nettopositionen (d. h. Nettoumsatz in US-Dollar abzüglich Frachten und andere Kosten in US-Dollar) mithilfe von Derivaten, in der Regel Optionen oder Termingeschäften, gesichert.

B.31 KENNZAHLEN DER KAPITALSTKUKTUR

scroll 2015 2016 2017 2018 2019
Nettofinanzverbindlichkeiten / EBITDA 1,3 4,6 5,2 5,3 4,9
Nettoverschuldung / Eigenkapital (%) 55,9 78,7 99,5 107,2 101,6
Eigenkapitalquote (%) 51,9 47,2 42,7 41,6 42,4

WÄHRUNGSSICHERUNG OPERATIVE EINHEIT EUROPE+

B.32

scroll 2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
EUR / USD-Umrechnungskurs nach Prämien 1,14 1,17 1,17 1,15 1,17 1,16
Durchschnittlicher EUR / USD-Kassakurs 1,18 1,14 1,12 1,11 1,11 1,12

1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.

Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften im Rahmen der Transaktionssicherung sichern wir uns gegen einen "worst case" ab, erhalten zugleich aber die Chance, an einer für uns günstigen Kursentwicklung teilzuhaben. Im Jahr 2019 lag der realisierte Kurs des Euros zum US-Dollar in der operativen Einheit Europe+ bei durchschnittlich 1,16 EUR / USD inkl. Sicherungskosten (2018: 1,14 EUR / USD).

B.32 Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Letzteres kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Translationseffekte aus der Umrechnung des US-Dollars treten in den operativen Einheiten Europe+ und Americas auf und werden nicht gesichert.

Investitionsanalyse

Im Jahr 2019 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 493,3 Mio. € (2018: 443,2 Mio. €). Dabei entfällt ein Großteil auf Instandhaltungsinvestitionen. Der planmäßige Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist vor allem auf Umweltinvestitionen in das Abwassermanagement des Werkes Werra und Ausgaben für Haldenerweiterungen sowie auf regulatorische Anforderungen zurückzuführen.

'Darstellung der Segmente', Seite 72
'Umwelt', Seite 88

Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen für noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben in Höhe von 210,3 Mio. €.

B.33 ÜBERLEITUNG INVESTITIONEN

scroll in Mio. € 2018 2019
Zugänge sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 553,2 705,0
- Leasingverträge 1 54,8
- Fremdkapitalzinsen 17,5 14,3
- Aktivierung Abschreibungen 5,9 6,1
- Rekultivierung 39,1 135,9
- Erstattungsansprüche und sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen 47,5 0,6
Investitionen (CapEx) 443,2 493,3

1 Unterjährig neu abgeschlossene Leasingvertrage, die gemäß IFRS 16 aktiviert werden müssen. Der Vorjahreswert wurde nicht angepasst.

LIQUIDITÄTSANALYSE

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 639,8 Mio. € und lag somit deutlich über dem Vorjahresniveau (2018: 308,7 Mio. €). Hierzu trugen die positive Geschäftsentwicklung, geringere Ertragsteuerzahlungen sowie ein aktives Working Capital Management bei. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (bereinigt um Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich 2019 auf -500,0 Mio. € (2018: -512,7 Mio. €). Der bereinigte Freie Cashflow (ohne Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) verzeichnete mit 139,7 Mio. € eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2018: -206,3 Mio. €). Der im EBITDA beschriebene positive Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 16 führte zu einem positiven Effekt im freien Cashflow in Höhe von 45,0 Mio. €.

INVESTITIONEN NACH SEGMENTEN

B.34

scroll in Mio. € 2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Operative Einheit Europe+ 351,5 57,8 74,0 125,2 147,1 404,1
Operative Einheit Americas 83,1 14,2 17,3 16,7 33,5 81,7
Überleitung 8,6 0,6 1,8 2,4 2,7 7,5
K+S GRUPPE 443,2 72,6 93,1 144,3 183,3 493,3
Anteil an den Investitionen (%) - 14,7 18,9 29,2 37,2 100,0
scroll in Mio. € %
Operative Einheit Europe+ 15,0
Operative Einheit Americas -1,7
Überleitung -12,8
K+S GRUPPE 11,3
Anteil an den Investitionen (%) -

1 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019.
2 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.

B.35 INVESTITION IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNG UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

1 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement.
2 Ergebniswirksame Abschreibungen (einschließlich Wertminderungen und Wertaufholungen) auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.

B.36 CASHFLOW-ÜBERSICHT

scroll in Mio. € 2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Cashflow aus lfd.

308,7 324,4 193,2 -7,8 130,0 639,8

Cashflow aus Investitionstätigkeit

-512,7 -91,3 -91,5 -123,4 -193,8 -500,0

Freier Cashflow

-204,0 233,1 101,7 -131,2 -63,8 139,8

Anpassung um Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen

-2,3 -0,2 0,1 -0,1

Bereinigter Freier Cashflow

-206,3 233,1 101,5 -131,1 -63,8 139,7

scroll in Mio. € %

Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit

  • 107,3

Cashflow aus Investitionstätigkeit

-2,5

Freier Cashflow

Anpassung um Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen

Bereinigter Freier Cashflow

1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ging im Berichtsjahr auf 11,0 Mio. € zurück (2018: 187,3 Mio. €). Ursächlich hierfür war hauptsächlich eine höhere Tilgungsleistung im Vergleich zum Vorjahr. Zum 31. Dezember 2019 betrug der Nettofinanzmittelbestand 316,3 Mio. € (31. Dezember 2018: 162,2 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen sowie Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten von bis zu drei Monaten.

B.36 FINANZANALYSE

Die Finanzierung erfolgte per 31. Dezember 2019 zu 87 % aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital, das wiederum vorrangig aus Anleiheverbindlichkeiten besteht (31. Dezember 2018: 87 %). Auch Rückstellungen machen einen großen Teil des Fremdkapitals aus.

EIGENKAPITAL ÜBER VORJAHR

Das Eigenkapital erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 4.495,1 Mio. € nach 4.144,1 Mio. € im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 42,4 % (31. Dezember 2018: 41,6 %). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf vorteilhafte Wechselkurseffekte zum Stichtag zurückzuführen.

FREMDKAPITAL LEICHT GESUNKEN

Auch das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 auf 4.721,1 Mio. € (31. Dezember 2018: 4.528,4 Mio. €). Trotzdem reduzierte sich der Anteil des langfristigen Fremdkapitals auf 44,6 % der Bilanzsumme (31. Dezember 2018: 45,4 %). Das kurzfristige Fremdkapital betrug am Bilanzstichtag 1.376,0 Mio. € (31. Dezember 2018: 1.293,7 Mio. €). Damit blieb der Anteil an der Bilanzsumme bei 13,0 % zum 31. Dezember 2019 (31. Dezember 2018: 13,0 %).

,Anhang', Seite 215

FINANZVERBINDLICHKEITEN

Finanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2019 in Höhe von 3.398,9 Mio. € (31. Dezember 2018: 3.283,3 Mio. €). Zuletzt wurde im Juli 2018 eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von insgesamt 600 Mio. € begeben. Weitere große Teile unseres langfristigen Fremdkapitals entfallen auf die im Juni 2012, Dezember 2013 und März 2017 begebenen Unternehmensanleihen sowie die im Sommer 2016 emittierten Schuldscheindarlehen.

RÜCKSTELLUNGEN

Die langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen insbesondere bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen sind mit 910,6 Mio. € zum Bilanzstichtag aufgrund einer Anpassung des durchschnittlichen Diskontierungssatzes von 3,3 % in 2018 auf 3,5 % in 2019 spürbar gesunken (31. Dezember 2018: 1.015,1 Mio. €). Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verzeichneten einen Anstieg auf 232,2 Mio. € (2018: 187,0 Mio. €). Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 2,2 % (31. Dezember 2018: 3,1 %). Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19.

,Anhang', Seite 168

B.37 PASSIVA

B.38 NETTOVERSCHULDUNG

B.39

scroll in Mio. € 31.12.2018 31.12.2019
Flüssige Mittel 167,6 321,8
Langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 7,0 7,0
Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 11,2 11,4
Finanzverbindlichkeiten -3.283,3 -3.398,9
Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen ¹ -164,2 -78,2
Langfristiger Erstattungsanspruch Anleihe MORTON Salt 20,2 20,3
Nettofinanzverbindlichkeiten -3.241,5 -3.116,6
Leasingverbindlichkeiten exklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen ¹ -306,3
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -187,0 -232,2
Langfristige Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen -1.015,1 -910,6
Nettoverschuldung -4.443,6 -4.565,7

¹ Ab dem Geschäftsjahr 2019 unterscheiden wir zwischen Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen, die mit Banken abgeschlossen wurden (Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen), und sonstigen Leasingverbindlichkeiten (Leasingverbindlichkeiten exklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen). Die Vorjahreswerte werden ohne entsprechende Anpassung berichtet.

BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Durch die Erstanwendung des IFRS 16 werden grundsätzlich alle Leasingverträge bilanzwirksam erfasst. Lediglich für Short-Term-, Low-Value- und variable Leasingverträge gibt es Ausnahmen. Diese haben keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der K+S GRUPPE.

MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGE

B.40

scroll in Mio. € 2015 2016 2017 2018 2019
Sach anlagen, immaterielles Vermögen 6.123,1 7.540,4 7.655,4 7.670,2 8.208,5
Finanzanlagen, langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 14,1 34,4 28,0 96,1 113,2
Vorräte 705,3 710,4 690,9 691,5 789,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 708,6 656,5 714,9 836,7 724,7
Flüssige Mittel, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 163,1 154,5 194,0 178,8 333,2

VERMÖGENSSTRUKTURANALYSE

Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 10.592,2 Mio. € (31. Dezember 2018: 9.966,2 Mio. €). Das Sachanlagevermögen erhöhte sich moderat auf 7.210,0 Mio. € (31. Dezember 2018: 6.687,9 Mio. €). Die Erstanwendung des IFRS 16 erhöhte das Sachanlagevermögen per 1. Januar 2019 um 206,3 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken auf 724,7 Mio. € (31. Dezember 2018: 836,7 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren sowie sonstigen Finanzinvestitionen erhöhte sich und betrug zum Bilanzstichtag 340,2 Mio. € (31. Dezember 2018: 185,8 Mio. €). Das Verhältnis von langfristigen zu kurzfristigen Vermögenswerten war mit 80:20 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

B.40 Per 31. Dezember 2019 ergab sich eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 4.565,7 Mio. € (31. Dezember 2018: 4.443,6 Mio. €). Die Erstanwendung des IFRS 16 erhöhte die Nettoverschuldung per 1. Januar 2019 um 216,1 Mio. €. Die Nettofinanzverbindlichkeiten, ohne Berücksichtigung der langfristigen Rückstellungen, betrugen zum Stichtag 3.116,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 3.241,5 Mio. €). Der Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten / EBITDA) betrug das 4,9-fache (31. Dezember 2018: 5,3-fach). Neben dem operativen Geschäft soll auch das auf Seite 51 beschriebene Maßnahmenpaket zur Wertgenerierung und zum Abbau der Verschuldung beitragen.

,Unternehmensstrategie', Seite 49
,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 246

ZWECKGEBUNDENES VERMÖGEN

Im Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) begonnen. Mit dieser Dotierung ist eine Zweckbindung von Finanzierungsmitteln verbunden. Das Gleiche gilt für das Planvermögen, welches zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen in Kanada dient. Darüber hinaus bestehen Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach IFRS zu qualifizieren sind. Derartige Verpflichtungen werden gemäß IFRS bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen zweckgebundene Vermögen lag im Jahr 2019 bei 448,1 Mio. € nach 399,0 Mio. € im Vorjahr. Zudem besteht zum Bilanzstichtag Planvermögen für Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 44,3 Mio. € (2018: 19,3 Mio. €), das bilanziell ebenfalls saldiert wurde.

,Anhang', Anmerkung (22), Seite 207

NICHT BILANZIERTES VERMÖGEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2019 auf 210,3 Mio. € (31. Dezember 2018: 397,1 Mio. €) und betreffen Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Neuregelung im IFRS 16 zurückzuführen, nach der Leasingverhältnisse grundsätzlich bilanzwirksam erfasst werden.

AUSWIRKUNG VON GEÄNDERTEN BILANZIERUNGS- UND BWERTUNGSMETHODEN

Seit dem Beginn des Geschäftsjahres 2019 wenden wir die Neuregelungen des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an. Entsprechend der von uns gewählten Übergangsmethode erfolgt keine Anpassung der Vorjahreszahlen. Die Neuregelungen führen dazu, dass grundsätzlich alle Leasingverhältnisse als Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz zu erfassen sind. Die Erhöhung der Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 auf 386,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 164,2 Mio. €) sowie der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen auf 437,0 Mio. € (31. Dezember 2018: Leasingvermögenswerte von 217,7 Mio. €) ist weitestgehend auf diese Rechnungslegungsänderung zurückzuführen. Der kurzfristige Anteil der Leasingverbindlichkeiten beträgt 91,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 15,7 Mio. €). Die Nutzungsrechte werden im Sachanlagevermögen, die Leasingverbindlichkeiten in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Erstanwendung des IFRS 16 führte zu keinen wesentlichen Veränderungen des Eigenkapitals.

,Konzernanhang' "Neue oder geänderte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen" Seite 180

MEHRPERIODENÜBERSCIHT DER FINANZLAGE

B.41

scroll in Mio. €# € 2015 2016 2017 2018 2019
Eigenkapital 4.295,6 4.552,2 4.160,7 4.144,1 4.495,1
Eigenkapitalquote (%) 51,9 47,2 42,7 41,6 42,4
Langfristiges Fremdkapital 3.036,8 3.930,4 4.240,2 4.528,4 4.721,1
- davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 166,1 186,7 166,4 187,0 232,2
- davon Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen 870,1 996,0 1.000,0 1.015,1 910,6
Anteil langfr. Rückstellungen an Bilanzsumme (%) 12,5 12,3 12,0 12,1 12,4
Kurzfristiges Fremdkapital 941,2 1.162,9 1.353,5 1.293,7 1.376,0
- davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 306,0 343,8 288,4 239,7 241,3
Finanzverbindlichkeiten 1.543,7 2.534,5 3.021,7 3.283,3 3.398,9
Nettofinanzverbindlichkeiten 1.363,6 2.401,1 2.974,1 3.241,5 3.116,6
Nettoverschuldung 2.399,8 3.583,8 4.140,5 4.443,6 4.565,7
Verschuldungsgrad (%) 1 35,9 55,7 72,6 79,2 75,6
Verschuldungsgrad II (%) 2 55,9 78,7 99,5 107,2 101,6
Working Capital 945,9 894,6 968,1 1.126,7 1.037,9
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 669,4 445,4 306,8 308,7 639,8
Freier Cashflow -106,4 -756,0 -356,7 -204,0 139,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -151,5 769,1 411,5 187,3 11,0

1 Finanzverbindlichkeiten / Eigenkapital.
2 Nettoverschuldung / Eigenkapital.

Darstellung der operativen Einheiten (Segmente nach IFRS 8)

OPERATIVE EINHEIT EUROPE+ UMSATZ LEICHT UNTER VORJAHR

In der operativen Einheit Europe+ lag der Umsatz im Berichtsjahr mit insgesamt 2.535,9 Mio. € leicht unter dem Vorjahreswert (2018: 2.585,2 Mio. €). Alle Kundensegmente profitierten von positiven Preis- und Währungseffekten. Im Kundensegment Landwirtschaft stand diesen positiven Effekten eine geringere Absatzmenge aufgrund der Produktionsdrosselungen gegenüber. Im Kundensegment Industrie lag der Absatz verfügbarkeitsbedingt unter Vorjahr. Im Kundensegment Verbraucher ging die Menge insgesamt leicht zurück, allerdings erreichten wir einen umsatz- und margenstärkeren Produktmix. Im Kundensegment Gemeinden sorgte ein unterdurchschnittlicher Winter im vierten Quartal für eine geringere Absatzmenge nach einem insgesamt starken Vorjahr.

B.42, B.43

AUFTEILUNG UMSATZERLÖSE NACH KUNDENSEGMENT

B.42 scroll in Mio. € 2018 2019
Operative Einheit Europe+ 2.585,2 2.535,9
- Kundensegment Landwirtschaft 1.741,3 1.715,6
- Kundensegment Industrie 649,3 635,9
- Kundensegment Verbraucher 66,2 64,2
- Kundensegment Gemeinden 128,4 120,2

ERGEBNIS LEICHT UNTER VORJAHR

Das EBITDA reduzierte sich im Jahr 2019 leicht auf 437,0 Mio. € (2018: 443,3 Mio. €). Während das EBITDA im Kundensegment Landwirtschaft gesteigert werden konnte, blieb es im Kundensegment Verbraucher stabil und ging im Kundensegment Industrie verfügbarkeitsbedingt und im Kundensegment Gemeinden witterungsbedingt zurück. Ursächlich waren auch hier die bei der Umsatzentwicklung genannten Effekte. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte einen positiven Effekt auf das EBITDA in Höhe von 22,2 Mio. €.

OPERATIVE EINHEIT EUROPE+: ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRA

B.43 scroll in % 2019
Umsatzveränderung -1,9
- mengen- / strukturbedingt -7,4
- preis- / preisstellungsbedingt +3,7
- währungsbedingt + 1,8
- konsolidierungsbedingt

INVESTITIONEN ÜBER VORJAHR

In der operativen Einheit Europe+ investierten wir im Jahr 2019 404,2 Mio. € und damit 52,7 Mio. € mehr als im Vorjahr (2018: 351,5 Mio. €). Der planmäßige Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist vor allem auf Umweltinvestitionen in das Abwassermanagement des Werkes Werra und Ausgaben für Haldenerweiterungen sowie auf regulatorische Anforderungen zurückzuführen. Im Werk Bethune haben wir die Entwicklung der Kavernenfelder ("Pads") sowie die Erweiterung des Pipeline-Netzes weiter forciert. In den Niederlanden haben wir beim Salzstandort Frisia ebenfalls die Erschließung eines neuen Solfeldes vorangetrieben. In Deutschland investierten wir in den Kauf von neuen Schüttgutwaggons.

REDUZIERTE KALIPRODUKTION

Neben der zunächst auf zwei Wochen verlängerten Instandhaltungspause in Bethune zur Verbesserung der Produktqualität hatte K+S vor dem Hintergrund der durch den Importstopp Chinas verursachten Kaufzurückhaltung am 23. September 2019 bekannt gegeben, dass die Produktion von Kaliumchlorid bis zum Jahresende um bis zu 300.000 t reduziert wird. Der damit verbundene Effekt auf das EBITDA wurde mit bis zu 80 Mio. € beziffert. Die Produktionsunterbrechung wurde für eine Verlängerung der Instandhaltungspause am Standort Bethune um eine weitere Woche auf insgesamt drei Wochen im September genutzt. Parallel zu dieser Verminderung der Produktion führte K+S weitere Instandhaltungsmaßnahmen an deutschen Standorten im vierten Quartal 2019 durch. Dadurch reduzierte sich die Kaliproduktion zusätzlich um 200.000 t.

ABWASSERMANAGEMENT

Anfang August hat das Regierungspräsidium Kassel erstmals die Genehmigung zur temporären Speicherung von bis zu 400.000 m 3 salzhaltiger Abwässer unter Tage erteilt. Damit haben wir wie geplant die Speichermöglichkeiten am Werk Werra auf insgesamt rund eine Million m 3 erhöht. Dadurch konnten wir abwasserbedingte Stillstände in der Produktion an der Werra trotz eines erneut sehr trockenen Sommers vermeiden. Dazu trug zusätzlich die Nutzung der Möglichkeiten zur standortfernen Entsorgung von salzhaltigen Abwässern bei. Ende 2021 werden wir die Versenkung von Salzwässern beenden und wollen neue Wege gehen. Unser Ziel ist es, Salzwässer unter Tage dauerhaft in nicht mehr genutzte Hohlräume verbringen zu können. Aus unserer Sicht ist die im Jahr 2019 erhaltene Genehmigung zur temporären Einstapelung ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin und die bisher vorliegenden Ergebnisse sind vielversprechend. Werra und Weser würden bei Nutzung dieser sogenannten Einstapelung unter Tage ab 2022 weiter entlastet.

VERBESSERUNG DER PRODUKTQUALITÄT IN BETHUNE

Wie seit längerem geplant, konnte K+S die Qualität der im neuen kanadischen Kaliwerk Bethune hergestellten Kaliprodukte im Berichtsjahr nochmals deutlich verbessern. Ferner haben wir die für den Monat September vorgesehene Instandhaltungspause verlängert. Die bestehenden Anlagen wurden um weitere Komponenten zur Aufmahlung, Absiebung und Kühlung der Produkte ergänzt.

PRODUKTVERFÜGBARKEIT AUS DEUTSCHER PRODUKTION

Das Jahr 2018 hat gezeigt, dass wir mit Blick auf die effizientere Nutzung unserer deutschen Lagerstätten noch besser werden müssen. Herausforderungen, die wir im Verlauf des Jahres 2018 identifiziert hatten, waren u. a. eine eingeschränkte Personal- und Maschinenverfügbarkeit am Werk Werra, niedrige Wertstoffgehalte (K2O) in Teilbereichen der Grube Unterbreizbach sowie bergtechnische Herausforderungen am Standort Neuhof. Aufgrund zahlreicher Maßnahmen, z. B. der teilweisen Erneuerung des Fuhrparks unter Tage, konnten wir die Situation im Jahresverlauf 2019 deutlich verbessern und können nun wieder im Rahmen der technisch möglichen Kapazitäten produzieren. Dazu trugen auch erste Erfolge aus dem im Rahmen unserer Strategie SHAPING 2030 ins Leben gerufenen Projekt Operations Excellence bei. Bis Ende 2020 wollen wir die Effizienz an allen Standorten deutlich steigern. ,Geschäftsmodell', Seite 37

KENNZAHLEN EUROPE+

1 B.44 scroll in Mio. € 2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 2.585,2 691,8 626,8 621,1 596,2 2.535,9
EBITDA 443,3 177,1 128,4 67,3 64,2 437,0
Investitionen 2 351,5 57,8 74,0 125,2 147,2 404,2
Mitarbeiter (FTE) 3 10.572 10.222 10.013 10.269 - 10.318
scroll in Mio. € %
Umsatz -1,9
EBITDA -1,4
Investitionen 2 + 15,0
Mitarbeiter (FTE) 3 -2,4

1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
2 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019.
3 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.

OPERATIVE EINHEIT AMERICAS: UMSATZ MODERAT GESTIEGEN

Der Umsatz in der operativen Einheit Americas konnte im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr insbesondere bedingt durch den Wechselkurs auf 1.532,2 Mio. € moderat gesteigert werden (2018: 1.451,0 Mio. €); dazu trugen alle Kundensegmente bei. In allen Kundensegmenten wirkten sich zusätzlich positive Preiseffekte und im Kundensegment Gemeinden negative Mengeneffekte aus.

B.45, B.47

AUFTEILUNG UMSATZERLÖSE NACH KUNDENSEGMENT

B.45 scroll in Mio. € 2018 2019
Operative Einheit Americas 1.451,0 1.532,2
- Kundensegment Industrie 483,4 512,0
- Kundensegment Verbraucher 387,6 420,5
- Kundensegment Gemeinden 580,0 599,7

EBITDA TROTZ HÖHERER LOGISTIK- UND INSTANDHAALTUNGSKOSTEN LEICHT ÜBER VORJAHR

Das EBITDA verbesserte sich leicht auf 230,0 Mio. € nach 221,8 Mio. € im Vorjahr; ein Ergebnisrückgang im Kundensegment Gemeinden konnte durch Ergebnisanstiege in den Kundensegmenten Industrie und Verbraucher mehr als ausgeglichen werden. Der beschriebenen Umsatzsteigerung standen insgesamt gestiegene Kosten, insbesondere für Instandhaltung und Logistik, gegenüber. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte einen positiven Effekt auf das EBITDA in Höhe von 30,0 Mio. €.

OPERATIVE EINHEIT AMERICAS: ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR

B.47 scroll in % 2019
Umsatzveränderung +5,6
- mengen- / strukturbedingt -1,5
- preis- / preisstellungsbedingt +2,0
- währungsbedingt +5,1
- konsolidierungsbedingt -

INVESTITIONEN STABIL

Im Jahr 2019 blieben die Investitionen in der operativen Einheit Americas mit 81,7 Mio. € etwa auf Vorjahresniveau (2018: 83,1 Mio. €). Die Erschließungen der jeweils nächsten Abbauhorizonte an den Standorten Ojibway, Kanada, und Weeks Island, USA, gehörten im Berichtsjahr zu den bedeutendsten mehrjährigen Projekten.

DARSTELLUNG DER KUNDENSEGMENTE (KEINE SEGMENTE NACH IFRS 8)

Die Ermittlung des Umsatzes und Absatzes in den Kundensegmenten erfolgt auf Basis einer vordefinierten Produktmatrix.# KENNZAHLEN AMERICAS

B.46

scroll in Mio. €

2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 1.451,0 571,2 251,2 282,6 427,2 1.532,2
EBITDA 221,8 107,6 13,6 25,3 83,9 230,0
Investitionen 2 83,1 14,2 17,3 16,7 33,5 81,7
Mitarbeiter (FTE) 3 3.520 3.602 3.575 3.665 - 3.715

scroll
| | |
| :------- | :--- |
| Umsatz | +5,6 |
| EBITDA | +3,7 |
| Investitionen 2 | -1,7 |
| Mitarbeiter (FTE) 3 | +5,5 |

1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
2 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019.
3 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.

KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT

Das Kundensegment Landwirtschaft ist der operativen Einheit Europe+ zugeordnet. Im Kundensegment Landwirtschaft lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 1.715,6 Mio. € leicht unter dem Vorjahreswert (2018: 1.741,3 Mio. €); sowohl höhere Preise als auch positive Währungseffekte konnten eine infolge der Produktionskürzungen geringere Absatzmenge annähernd ausgleichen. Der Umsatz in Europa lag im Jahr 2019 bei 874,6 Mio. € (2018: 875,1 Mio. €), in Übersee bei 841,0 Mio. € (2018: 866,2 Mio. €). Insgesamt entfielen 995,8 Mio. € des Umsatzes im Kundensegment Landwirtschaft auf Kaliumchlorid (2018: 974,9 Mio. €) und 719,8 Mio. € auf Düngemittelspezialitäten (2018: 766,4 Mio. €). B.48, B.49 ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 57

Das Absatzvolumen ging im Jahr 2019 auf insgesamt 6,30 Mio. t zurück (2018: 6,85 Mio. t). Hier wirkten sich insbesondere die Produktionskürzungen im zweiten Halbjahr aus. Im Berichtsjahr wurden 3,16 Mio. t in Europa (2018: 3,27 Mio. t) und 3,14 Mio. t in Übersee (2018: 3,58 Mio. t) abgesetzt. Insgesamt entfielen 3,88 Mio. t der Absatzmenge auf Kaliumchlorid (2018: 4,09 Mio. t) und 2,42 Mio. t auf Düngemittelspezialitäten (2018: 2,76 Mio. t). Der Absatzrückgang bei den Düngemittelspezialitäten ist auf geringere Verfügbarkeiten durch die Schließung des Standorts Sigmundshall zurückzuführen. Das EBITDA im Kundensegment Landwirtschaft konnte im Jahr 2019 moderat auf 294,9 Mio. € gesteigert werden (2018: 274,5 Mio. €). Ursächlich waren hierfür vor allem positive Preiseffekte.

LANDWIRTSCHAFT

B.48

scroll

2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 1.741,3 461,0 440,1 425,0 389,5 1.715,6
Absatz in Mio. t 6,85 1,64 1,61 1,52 1,53 6,30
EBITDA 274,5 124,2 95,3 46,1 29,3 294,9

scroll
| | |
| :-------- | :-- |
| Umsatz | -1,5 |
| Absatz in Mio. t | -8,1 |
| EBITDA | 7,4 |

1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.

ENTWICKLUNG VON UMSATZ, ABSATZT UND DURCHSCHNITTSPREISEN NACH REGIONEN

B.49

scroll

2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz Mio. € 1.741,3 461,0 440,1 425,0 389,5 1.715,6
Europa Mio. € 875,1 274,4 209,5 182,6 208,2 874,6
Übersee Mio. USD 1.022,1 211,9 259,2 269,6 200,8 941,5
Absatz Mio. t eff. 6,85 1,64 1,61 1,52 1,53 6,30
Europa Mio. t eff. 3,27 0,98 0,75 0,66 0,78 3,16
Übersee Mio. t eff. 3,58 0,66 0,87 0,86 0,75 3,14
0-Preis € / t eff. 254,2 281,7 272,6 279,7 254,9 272,4
Europa € / t eff. 267,6 281,2 280,5 277,5 267,9 277,0
Übersee USD / t eff. 285,5 320,8 298,7 312,9 267,5 299,8

scroll
| | 2019 | % |
| :---------------------- | :------ | :---- |
| Umsatz Mio. € | 1.715,6 | -1,5 |
| Europa Mio. € | 874,6 | -0,1 |
| Übersee Mio. USD | 941,5 | -7,9 |
| Absatz Mio. t eff. | 6,30 | -8,1 |
| Europa Mio. t eff. | 3,16 | -3,3 |
| Übersee Mio. t eff. | 3,14 | -12,2 |
| 0-Preis € / t eff. | 272,4 | +7,2 |
| Europa € / t eff. | 277,0 | +3,5 |
| Übersee USD / t eff. | 299,8 | +4,9 |

1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht und basiert bei den Übersee-Umsätzen auf den jeweiligen EUR /USD-Kassakursen. Für den Großteil dieser Umsatzerlöse wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Preisangaben werden auch durch den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.
2 Die Angaben sind nicht vergleichbar mit den Informationen zum Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Geschäftsbericht 2018. Das Kundensegment Landwirtschaft umfasst Kaliumchlorid und Düngemittelspezialitäten, wohingegen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zusätzlich noch Industrieprodukte abgebildet waren.
3 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.

INDUSTRIE

B.50

scroll

2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 1.132,8 281,8 282,5 292,9 290,8 1.148,0
Absatz in Mio. t 10,30 2,44 2,47 2,66 2,52 10,09
EBITDA 225,5 58,5 55,8 44,8 58,7 218,0

scroll
| | |
| :-------- | :-- |
| Umsatz | 1,3 |
| Absatz in Mio. t | -2,0 |
| EBITDA | -3,3 |

1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.

KUNDENSEGMENT INDUSTRIE

Das Kundensegment Industrie findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und wird sowohl dort als auch global betrachtet. Im Kundensegment Industrie konnte der Umsatz im Jahr 2019 insgesamt auf 1.148,0 Mio. € gesteigert werden (2018: 1.132,8 Mio. €); gestiegene Preise sowie positive Währungseffekte waren die Ursache. ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 57

Insgesamt lag der Absatz mit 10,09 Mio. t unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 10,30 Mio. t). Während die Absatzmenge von Produkten für die Lebensmittelindustrie in der operativen Einheit Americas gesteigert werden konnte, blieb sie in der operativen Einheit Europe+ in etwa stabil. Die Absätze für die Öl- und Gasindustrie konnten in der operativen Einheit Europe+ erhöht werden und lagen in der operativen Einheit Americas unter dem Vorjahresniveau. Der Absatz von Produkten für die Tierernährung blieb in der operativen Einheit Europe+ in etwa stabil und lag in der operativen Einheit Americas unter dem Vorjahresniveau. Die verfügbarkeitsbedingt geringere Absatzmenge von Produkten für die Chemieindustrie in Europa konnte durch eine höhere Nachfrage in Nord- und Südamerika nicht vollständig ausgeglichen werden. Das EBITDA betrug 218,0 Mio. € nach 225,5 Mio. € im Vorjahr. Der Umsatzanstieg konnte höhere Kosten, insbesondere höhere Logistikkosten, nicht vollständig ausgleichen. B.50

KUNDENSEGMENT VERBRAUCHER

Das Kundensegment Verbraucher findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und wird sowohl dort als auch global betrachtet. Im Kundensegment Verbraucher lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 484,7 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres (2018: 453,7 Mio. €); höhere Preise, insbesondere in Nordamerika, eine Änderung des Produktmixes hin zu höherwertigen Produkten sowie positive Währungseffekte konnten einen leicht negativen Mengeneffekt mehr als ausgleichen. ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 57

Der Absatz lag mit 1,79 Mio. t leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 1,81 Mio. t). Während die Absatzmengen für Tafelsalz in beiden operativen Einheiten in etwa stabil blieben, konnten sie bei Wasser- und Poolsalzen in der operativen Einheit Americas gesteigert werden und lagen in der operativen Einheit Europe+ etwa auf Vorjahresniveau. Der Absatz von Auftausalz für den Endverbraucher ging in beiden operativen Einheiten zurück. Das EBITDA konnte im Jahr 2019 deutlich auf 59,7 Mio. € gesteigert werden (2018: 43,3 Mio. €). Ursächlich waren hierfür vor allem positive Preiseffekte sowie ein vorteilhafterer Produktmix.

VERBRAUCHER

B.51

scroll

2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 453,7 119,6 108,5 117,7 138,9 484,7
Absatz in Mio. t 1,81 0,48 0,40 0,42 0,49 1,79
EBITDA 43,3 16,4 9,0 13,9 20,4 59,7

scroll
| | |
| :-------- | :-- |
| Umsatz | 6,8 |
| Absatz in Mio. t | -1,1 |
| EBITDA | 37,9 |

1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.

GEMEINDEN

B.52

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2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 708,4 400,6 47,0 68,2 204,1 719,9
Absatz in Mio. t 13,32 7,11 0,86 1,27 3,46 12,70
EBITDA 121,8 85,6 -18,1 -12,2 39,1 94,4

scroll
| | |
| :-------- | :-- |
| Umsatz | 1,6 |
| Absatz in Mio. t | -4,7 |
| EBITDA | -22,5 |

1 Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.

KUNDENSEGMENT GEMEINDEN

Das Kundensegment Gemeinden findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und wird sowohl dort als auch global betrachtet. Im Kundensegment Gemeinden konnte der Umsatz im Jahr 2019 auf 719,9 Mio. € gesteigert werden (2018: 708,4 Mio. €). Hier wirkten sich insbesondere positive Währungseffekte aus, die eine geringere Absatzmenge mehr als ausgleichen konnten. ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 57

Insgesamt lag der Absatz von Auftausalz mit 12,70 Mio. t im Berichtsjahr unter dem hohen Niveau des Vorjahres (2018: 13,32 Mio. t) und in etwa auf dem Niveau des Durchschnitts der letzten zehn Jahre. Während das Auftausalzgeschäft in der operativen Einheit Europe+ im ersten Quartal 2019 witterungsbedingt durchschnittlich und im vierten Quartal unterdurchschnittlich verlief, war das erste Quartal in der operativen Einheit Americas insgesamt über und das vierte Quartal in etwa auf dem langjährigen Durchschnitt. Das EBITDA ging auf 94,4 Mio. € nach 121,8 Mio. € im starken Vorjahr zurück. Hier wirkten sich neben geringeren Absatzmengen gestiegene Instandhaltungs- und Logistikkosten negativ aus.# B.52 BEURTEILUNG DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTAND

Trotz der erzielten Fortschritte bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie SHAPING 2030, der Verbesserung der operativen Performance, der Erhöhung der Produktionskapazität und Qualität in Bethune sowie des verbesserten Abwassermanagements haben erneut externe Faktoren zu einem ergebnismäßig enttäuschenden Jahr 2019 geführt: Seit Frühherbst 2019 hat sich der Kalimarkt abgeschwächt. Wetterkapriolen in wichtigen Absatzregionen sowie ein temporärer Importstopp für Kaliumchlorid in China sorgten für einen massiven Rückgang bei Nachfrage und Preisen. Vor diesem Hintergrund nahmen die Kaliproduzenten im zweiten Halbjahr Produktionskürzungen vor. Auch K+S hat die Produktion reduziert. In diesem Zusammenhang mussten wir unsere ursprünglichen Ergebniserwartungen deutlich nach unten korrigieren. Dennoch haben wir im Jahr 2019 immerhin einen Zuwachs beim EBITDA um 6 % gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 640,4 Mio. € erreicht. Beim freien Cashflow konnten wir unsere Prognose jedoch deutlich übertreffen: Erstmals seit 2013 haben wir wieder einen nennenswerten positiven bereinigten freien Cashflow in Höhe von 139,7 Mio. € erzielt. Der Verschuldungsgrad (Nettofinanzverschuldung / EBITDA) belief sich zum Jahresende 2019 auf das 4,9-fache (31. Dezember 2018: 5,3-fach). Unter den geschilderten Marktbedingungen sind wir allein aus operativer Kraft nicht in der Lage, ausreichend freie Mittel zu erwirtschaften, um unsere Verschuldung im ursprünglich geplanten Zeitrahmen deutlich zu reduzieren. Wir brauchen aber eine solide finanzielle Basis, um in die geplante Wachstumsphase unserer Strategie einzutreten. Zusätzlich macht es das Unternehmen robuster. Wir haben daher im Dezember 2019 gemeinsam mit dem Aufsichtsrat beschlossen, mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket Werte zu realisieren und durch den Abbau der Verschuldung die Umsetzung von SHAPING 2030 zu beschleunigen.

1 Stand: 4. März 2020

Forschung und Entwicklung

Unsere Gewinnungs- und Produktionsverfahren entwickeln wir intern und gemeinsam mit externen Kooperationspartnern und Forschungseinrichtungen aktiv weiter. Unser Anspruch dabei ist es, die Qualität der Produkte zu verbessern, die Effizienz der Verfahren zu steigern und die Aufbereitungsprozesse noch nachhaltiger zu gestalten. Ein klarer Fokus liegt auf der Entwicklung neuer, innovativer Produkte, um gezielt Kundenbedürfnisse zu befriedigen und Wachstum zu ermöglichen.

Forschungskennzahlen

Der Aufwand für Forschung betrug im Berichtszeitraum insgesamt 16,3 Mio. € und lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (2018: 15,9 Mio. €). Davon entfielen Forschungstätigkeiten im Umfang von 9,5 Mio. € auf die operative Einheit Europe+ und 2,6 Mio. € auf die operative Einheit Americas. Die Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) lag mit 0,4 % auf dem Niveau des Vorjahres. Die aktivierten Entwicklungsinvestitionen lagen im Berichtsjahr mit 0,4 Mio. € (2018: 1,4 Mio. €) deutlich unter dem Niveau des Vorjahres und fielen im Wesentlichen für ein Entwicklungsprojekt im Bereich Solungsbergbau im kanadischen Werk Bethune an.

B.53 FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGS AKTIVITÄTEN

Forschungseinrichtungen und Kooperationen

Für die Forschung und Entwicklung stehen uns eigene Forschungseinrichtungen zur Verfügung. Wir arbeiten außerdem in öffentlich-privaten Partnerschaften zusammen, initiieren Forschungsprojekte mit Hochschulen und weiteren Forschungsinstituten und kooperieren mit Industriepartnern.

scroll in Mio. € 2018 2019
Forschungskosten 15,9 16,3
Operative Einheit Europe+ 9,7 9,5
Operative Einheit Americas 2,5 2,6
Sonstige Bereiche 3,7 4,2
Forschungsintensität (Forschungskosten / Umsatz) 0,4 % 0,4 %
Aktivierte Entwicklungsinvestitionen 1,4 0,4

K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUM

Für K+S arbeiten im Analytik- und Forschungszentrum (AFZ) in Unterbeizbach, mitten im thüringischen/hessischen Kalirevier, über 100 Mitarbeiter. In Laboren und Versuchsanlagen forschen sie daran, bestehende Prozesse und Produkte zu optimieren sowie neues Wissen hervorzubringen und bis zur Praxistauglichkeit zu entwickeln. Aus dieser Arbeit resultieren neue Produkte, Verfahren und speziell adaptierte Analysemethoden. Im Zentrallabor des AFZ, welches nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert ist, wurden im Jahr 2019 rund 26.000 Proben bearbeitet und fast 350.000 Analysen-Parameter bestimmt.

MORTON-SALT-FORSCHUNG

Im Forschungs- und Entwicklungslabor mit Sitz in Elgin, Illinois, werden die technischen Fähigkeiten der Mitarbeiter weiter ausgebaut, um unsere bestehenden Salzprodukte durch Modifikationen von Produkteigenschaften und die Identifizierung neuer potenzieller Anwendungsbereiche zu differenzieren.

INNOLABS

Die beiden Innolabs AgTech und Industrial Science ergänzen die Forschung und Entwicklung auf der Suche nach neuen Märkten und Geschäftsmodellen. Im November 2019 wurde ferner am ehemaligen Kalistandort Sigmundshall der Innopark Sigmundshall eröffnet. Der Innopark ist ein Ort für Start-ups; dort werden Machbarkeitsstudien im Rahmen von Forschungsprojekten durchgeführt und Pilotanlagen gebaut. Eines der ersten Pilotprojekte ist die Planung und der Bau einer Versuchsanlage für die Kultivierung von Makroalgen.

ÖFFENTLICH-PRIVATE KOOPERATIONEN

Das INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION (IAPN) wird als Public-Private-Partnership von K+S gemeinsam mit der GEORG-AUGUST-UNIVERSITÄT GÖTTINGEN betrieben. Das INTERNATIONAL MAGNESIUM INSTITUTE (IMI) mit Sitz in Fuzhou in China ist eine Kooperation zwischen K+S und der FUJIAN AGRICULTURE AND FORESTRY UNIVERSITY. Im Mittelpunkt der Arbeit im vergangenen Jahr stand die Erforschung des Zusammenhangs von abiotischen Stressfaktoren in der Landwirtschaft und einer optimierten Pflanzenernährung, vor allem in Bezug auf die Kalium- und Magnesiumversorgung der Pflanzen.

Ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte

  • Im Rahmen des Projektes "Einstapelung von Salzlösungen in untertägigen Grubenhohlräume" wurden unterschiedliche Forschungsvorhaben zur effizienten Konfektionierung von Salzwässern und zur sicheren Flutung durchgeführt.
  • Weiterhin im Fokus stehen Themen zur Haldenabdeckung: Beispielsweise wurde das Verfahren der Infiltrationshemmschicht weiter optimiert. Bei diesem Verfahren wird die natürliche Ablaugung des Haldenkörpers zur Anreicherung einer verdunstungsstarken Abdeckschicht genutzt. Dazu werden in einer letzten Schüttung (ca. 10 Meter dicke Schicht) unlösliche Additive zugefügt. Die sich ausbildende Schicht auf der Haldenoberfläche zeichnet sich durch ein höheres Wasserrückhaltevermögen und eine höhere Verdunstungsleistung aus. Untersuchungen zur anschließenden Biokrusten-etablierung auf dieser Abdeckschicht werden in Kooperation mit der Universität Rostock durchgeführt.
  • Die zwei prämierten Ideen zur alternativen Haldenabdeckung aus dem Crowdsourcing-Projekt "Brine Challenge" befinden sich in der Machbarkeitsprüfung. www.kpluss.com/brine-challenge
  • Im AFZ wurden gemeinsam mit den Experten vor Ort Maßnahmen zur Qualitätsoptimierung der im neuen kanadischen Kaliwerk Bethune hergestellten Kaliprodukte entwickelt, die sich aktuell in der Umsetzung befinden.
  • Mit RollKALI wurde 2019 erstmals ein optimierter Kaliumdünger mit verbesserten Streueigenschaften auf den Markt gebracht, welcher auch für gezielte Düngermischungen geeignet ist. www.kpluss.com/rollkali
  • K+S ist der einzige Kaliproduzent, der den trockenen, K+S -patentierten Aufbereitungsprozess der elektrostatischen Trennung (esta(r)) einsetzt. Im Technikum des AFZ wurden neue, von K+S entwickelte Apparate erfolgreich getestet, die die Performance und Einsatzfähigkeit nochmals erweitern sollen.
  • Im Zuge des Projektes "Wertstoffoptimierung und -steuerung" arbeitet K+S mit der Universität Heidelberg an zwei geologischen Forschungsvorhaben. Sie dienen dazu, die chemische Zusammensetzung der Fluidphasen und das Bildungsalter salinarer Gesteine zu charakterisieren, um dadurch bessere geologische Prognosen zukünftiger Abba Übereiche im Hinblick auf das CO2-Gasgeschehen zu erhalten.
  • In Zusammenarbeit mit GHH Fahrzeuge entwickeln wir eine neue Generation von Elektro-Lader, der Bestandteil des Arbeitsplatzgrenzwert-Projekts zur Senkung der Schadstoffemissionen an den Arbeitsplätzen unter Tage ist. Ziel ist es, den Anteil der emissionsfreien Elektrolader an der Rohsalzförderung unter Tage zu erhöhen.
  • Den Nährstoffmangel einer Pflanze frühzeitig mit dem Smartphone erkennen und damit Ernteausfälle verhindern: Dies soll mit dem Agrar-Nährstoff-Assistenten (ANA) von Spacenus möglich werden und Landwirte bei der bedarfsgerechten Düngung von Pflanzen unterstützen. Zur Entwicklung dieser digitalen Technologie im Bereich Precision Farming haben K+S und Spacenus, ein Start-up-Unternehmen mit Sitz in Darmstadt, eine enge Zusammenarbeit vereinbart. www.kpluss.com/spacenus

Patentportfolio

Die K+S GRUPPE gehören weltweit 65 Patentfamilien (2018: 71), die durch 282 nationale Rechte geschützt werden. Die Patente werden u. a. in den Bereichen Granulatherstellung und Flotation angewendet. Die Anzahl der K+S-Markenrechte erhöhte sich im Jahr 2019 leicht. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2019 insgesamt 2.769 (2018: 2.743) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 565 Basismarken (2018: 563) resultieren.

MITARBEITER

Mit der Umsetzung der Unternehmensstrategie SHAPING 2030 findet eine umfassende Transformation auf mehreren Ebenen statt: K+S soll zur "One Company" zusammenwachsen und soll dadurch substanzielle Synergien nutzen. In beiden operativen Einheiten sowie in den Zentralfunktionen modernisieren, standardisieren und digitalisieren wir wichtige Geschäftsprozesse.

HANDELN ALS "ONE COMPANY"

Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu ONE K+S war die Verschmelzung von vier operativen Gesellschaften zur K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH, die im Herbst 2019 abgeschlossen wurde.# K+S GRUPPE

UNSERE BELEGSCHAFT

Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 31. Dezember 2019 insgesamt 15.011 Mitarbeiter bzw. 14.868 FTE (2018: 15.070 Mitarbeiter bzw. 14.931 fte). Der Rückgang der FTE ist unter anderem auf die Schließung des Werkes Sigmundshall zurückzuführen. B.54 Von unserer Belegschaft sind 87,7 % (2018: 88,3 %) tarifliche Mitarbeiter, 8,2 % (2018: 7,6 %) außertarifliche Mitarbeiter und 4,2 % (2018: 4,0 %) Auszubildende. Im Durchschnitt sind unsere Mitarbeiter 42 Jahre alt und seit 14 Jahren bei uns beschäftigt. Die Fluktuationsrate, also das Verhältnis der Personalabgänge zur durchschnittlichen Belegschaftsstärke, liegt bei 8,0 % (2018: 8,4 %). K+S respektiert die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kolle IV Verhandlungen. Rund 73 % der Tarifmitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland sind gewerkschaftlich organisiert. Aus unserer Sicht ist die Beziehung zu den Betriebsräten sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) durch eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt. In Chile sind 54 %, in den USA 57 % und in Kanada keine Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert. Im Juni 2019 wurde mit dem Betriebsrat in Deutschland eine Einigung auf einen Sozialplan zur Umsetzung der Maßnahmen aus SHAPING 2030 erzielt. Für die Mehrheit der Funktionsbereiche wurden Interessenausgleiche vereinbart. Die noch laufenden Verhandlungen zu Interessenausgleichen sollen bis Ende 2020 umgesetzt sein.

MITARBEITER NACH BEREICHEN B.54

scroll in Full Time Equivalents per 31.12. (FTE) 2018 % 2019 %
Operative Einheit Europe+ 10.572 70,8 10.318 69,4
Operative Einheit Americas 3.520 23,6 3.715 25,0
Sonstige Bereiche 839 5,6 835 5,6
K+S GRUPPE 14.931 100,0 14.868 100,0

1 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.

VERGÜTUNG

Im Jahr 2019 betrug der Personalaufwand 1.161,9 Mio. €. Er lag damit gut 4 % über dem Niveau des Vorjahres (2018: 1.122,5 Mio. €). Der Personalaufwand je Mitarbeiter (FTE) betrug im Berichtsjahr 79.076 € (2018: 75.315€) und liegt damit über dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der im Personalaufwand enthaltenen variablen Vergütungsbestandteile, mit denen wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems am Unternehmenserfolg beteiligen, betrug im Jahr 2019 42,6 Mio. € bzw. etwa 4 % (2018: 35,7 Mio. € bzw. etwa 3 %).

MITARBEITER ENTWICKELN UND FÖRDERN

Die Expertise und Innovationskraft der Belegschaft sind ein wesentlicher Treiber für den Unternehmenserfolg. Wir entwickeln daher die Potenziale der Mitarbeiter kontinuierlich weiter und nutzen sie bestmöglich. Gleichzeitig sind wir ständig auf der Suche nach Talenten, die unseren stetigen Entwicklungsprozess mit frischen Ideen vorantreiben.

AUSBILDUNG

Wir sind der Auffassung, dass zur erfolgreichen Umsetzung unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2030 hervorragend ausgebildete und engagierte Fachkräfte unverzichtbar sind. In den deutschen Gesellschaften der K+S GRUPPE befanden sich zum 31. Dezember 2019 insgesamt 595 Frauen und Männer in einer qualifizierten Berufsausbildung oder in einem dualen Studienzweig (2018: 588). Mit 173 Neueinstellungen von Auszubildenden im Jahr 2019 liegen wir leicht unter dem Vorjahreswert (2018: 201). Die Ausbildungsquote bezogen auf die Mitarbeiter in Deutschland lag zum Jahresende mit 5,8 % in etwa auf Vorjahresniveau (2018: 5,6 %). Die Übernahmequote für Auszubildende lag bei rund 80 % (2018: rund 85 %).

MITARBEITERENTWICKLUNG

Das globale K+S-Kompetenzmodell soll im Rahmen der strategischen Personalentwicklung ein gruppenweit einheitliches Vorgehen für die Personalentwicklung liefern. Im Rahmen unseres Talentmanagement-Prozesses finden jährliche Talentrunden in den Managementteams auf lokaler, regionaler und seit 2018 auch auf globaler Ebene statt. Ziel des Talentmanagement-Prozesses ist es vor allem, Mitarbeiter mit hohem Potenzial zu identifizieren und sie in ihrer Weiterentwicklung gezielt zu fördern. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, im Rahmen der Talentrunden konkrete Entwicklungsmaßnahmen zu erarbeiten, die insbesondere das Lernen im Rahmen der aktuellen Aufgaben und das Lernen voneinander fördern. Die Basis für diesen Prozess bildet das jährliche Entwicklungsgespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Dieses Gespräch bietet die Möglichkeit für die Gesprächspartner, sich auf Augenhöhe über Wünsche und Erwartungen hinsichtlich der fachlichen und persönlichen Entwicklung des Mitarbeiters auszutauschen und konkrete Maßnahmen zu vereinbaren. Zum jeweiligen Stand findet ein unterjähriger Austausch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem statt. Unsere Management-Entwicklungsprogramme TRACK+S PROFESSIONAL und TRACK+S EXECUTIVE sowie die K+S-Führungsakademie sind aus unserer Sicht wichtige Bausteine zur Befähigung unserer Mitarbeiter für die Umsetzung der Strategie SHAPING 2030.

Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, Seite 87

FORT- UND WEITERBILDUNG

K+S bietet Fach- und Führungskräften zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen zur Vermittlung von allgemeinen und unternehmensspezifischen Kenntnissen an. Abhängig vom Unternehmensbedarf vergeben wir Stipendien für Vollzeit-Bachelor- oder -Masterstudiengänge. In den USA, Kanada und Chile unterstützen wir Mitarbeiter, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer von uns anerkannten Universität fortbilden, indem wir ihnen die Studiengebühren komplett oder teilweise erstatten. Die Investitionen in Fort- und Weiterbildung beliefen sich mit 13,5 Mio. € in 2019 auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 13,4 Mio. €).

IDEENMANAGEMENT / KONTINUIERLICHER VERBESSERUNGSPROZESS

Mit dem Ideenmanagement / Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) wollen wir den Mitarbeitern ermöglichen, sich aktiv in betriebliche Prozesse und Strukturen einzubringen und diese mitzugestalten. Zurzeit ist das Ideenmanagement / KVP in weiten Teilen in Deutschland und Nordamerika wirksam. Weitere Regionen der K+S werden im Rahmen von ONE K+S sukzessive hierin eingebunden. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 12.852 Ideen eingereicht (2018: 12.259). Der Nutzen über einen Zeitraum von 2,5 1 Jahren, also der generierte Wirtschaftlichkeitseffekt abzüglich der Kosten für das Ideenmanagement, ist mit 18,5 Mio. € (2018: 13,8 Mio. €) ein neuer Rekord.

BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE

K+S will Mitarbeiter bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter unterstützen. Jeder Mitarbeiter der teilnehmenden deutschen Gesellschaften, der eines der drei Modelle zur betrieblichen Altersvorsorge in Anspruch nimmt, wird durch K+S gefördert. K+S bezuschusst die Altersabsicherung mit zusätzlichen 13 % der Geldsumme, welche die Mitarbeiter selbst aus ihrem sozialversicherungspflichtigen Entgelt in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Die Altersvorsorge-Programme für die Mitarbeiter der ausländischen Gesellschaften bestehen mehrheitlich aus einem beitragsorientierten Vorsorgesparplan, der vorwiegend vom Arbeitnehmer selbst finanziert und durch den Arbeitgeber gefördert wird. Wir haben im Jahr 2019 für die beitragsorientierten Vorsorgepläne insgesamt 22,4 Mio. € (2018: 20,4 Mio. €) aufgewendet.

,Anhang', Anmerkung (20) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen', Seite 199

1 Wir messen den Wirtschaftlichkeitseffekt auf Basis eines Durchschnittswertes aus einer 3-Jahres-Betrachtung, in der wir für quantifizierbare Ideen ermitteln, welche Ersparnisse durch diese Ideen erzielt wurden. Da diese Ersparnisse in der Regel jährlich wiederkehrend generiert werden, wurde dieser Wert mit dem Faktor 2,5 Jahre multipliziert abzüglich sämtlicher zugeordneter Kosten aus dem Ideenmanagement. Der Faktor 2,5 wurde von K+S festgelegt.

ZUSAMMENGEFASSTE NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG

1 Die vorliegende zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung (NFE) ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben nach §§ 289c-289e HGB und §§ 315c HGB erstellt und nutzt die GRI Standards der global REPORTING INITIATIVE, option "kern", als internationales Rahmenwerk. Alle in der Erklärung gemachten Angaben und dargestellten Kennzahlen beziehen sich auf die K+S GRUPPE einschließlich der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , soweit nicht anders ausgewiesen. Der folgende Index dient der Auffindbarkeit der gesetzlich geforderten Informationen. Er ordnet diese den strategischen Handlungsfeldern der K+S GRUPPE einschließlich der relevanten ziele für NACHHALTIGE ENTWICKLUNG, DEN SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS (SDGS), zu.

INDEX ZUR ZUSAMMENGEFASSTEN NICHTFINANZIELLE EN ERKLÄRUNG B.55

NFE-Bestandteil Enthalten in Kapitel SDG-relevante Informationen Verweis
Geschäftsmodell Geschäftsmodell S. 37
S. 49-53
Unternehmensstrategie S. 108-109
Nachhaltigkeitsmanagement S. 119
Risiken Risiko- und Chancenbericht
Aspekt Handlungsfeld Verweis
Umweltbelange Wasser SDG 12.2, 15.1 S. 90
Abfall (fester Rückstand) SDG 12.5 S. 92
Energie & Klima SDG 12.2, 13.1 S. 94
Arbeitnehmerbelange Gesundheit & Arbeitssicherheit SDG 8.8 S. 84
Vielfalt & Inklusion SDG 5.1, 5.5, 8.5 S. 85
Sozialbelange Stakeholderdialog SDG 16.7 S. 53-55
Achtung von Menschenrechten Menschenrechte, SDG 8.7 S. 87
Bekämpfung von Korruption und Bestechung Compliance & Anti-Korruption, SDG 16.5 S.

Lieferkette SDG 8.7

Wir streben nach Nachhaltigkeit und bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind. Unsere Mission ist die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien. Dementsprechend ist das K+S-Nachhaltigkeitsprogramm Teil der Unternehmensstrategie SHAPING 2030. Wir haben uns Ziele in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik gesetzt und entsprechende Konzepte entwickelt, die wir bis spätestens 2030 umsetzen wollen. Dazu haben wir sie mit nichtfinanziellen Indikatoren überprüfbar gemacht. Eine tabellarische Darstellung unserer Handlungsfelder mit den zugehörigen Nachhaltigkeitszielen und nichtfinanziellen Indikatoren ist im Kapitel Unternehmensstrategie verortet. Die Reihenfolge der Aspekte folgt der strategischen Logik der Handlungsfelder des K+S-Nachhaltigkeitsprogramms.

Im Kontext ihrer strategischen Unternehmensaktivitäten berücksichtigt die K+S GRUPPE auch die globalen ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGS). Insbesondere wollen wir mit der Erschließung neuer Wachstumsfelder und unserer Arbeit an innovativenProdukten im Kundensegment Landwirtschaft einen Beitrag zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung und zur Anpassung an den Klimawandel leisten. Auf die für die Geschäftstätigkeit von K+S relevanten SDGS nehmen wir auf Ebene der Unterziele in der o. g. Tabelle Bezug. Neben den strategischen Aktivitäten des Unternehmens schätzen wir das Engagement der K+S-Mitarbeiter. Auch in Zukunft ermutigen wir sie zu verantwortungsvollem Handeln.

  • ,Unternehmensstrategie', Seite 49

1 Dieser Abschnitt ist Teil der zusammengefassten nichtfinanzieller Erklärung, die die Angaben nach §§ 289c-289e HGB und §§ 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der inhaltlichen Prüfung im Rahmen der Abschlussprüfung ist.

Menschen

Wir arbeiten täglich für die Zufriedenheit unserer Kunden. Ihren Interessen und denen unserer wichtigen Stakeholder wollen wir mit ausgewählten Nachhaltigkeitsaktivitäten entsprechen und auch einen Beitrag zu den ZIELEN FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGS) leisten. Im Handlungsfeld "Gesundheit & Arbeitssicherheit" bieten wir sichere Arbeitsumgebungen für unsere Mitarbeiter (SDG 8.8). Unsere Aktivitäten im Handlungsfeld "Vielfalt & Inklusion" wirken Diskriminierung entgegen (SDG 5.1), ermöglichen die volle und wirksame Teilhabe von Frauen und ihre Chancengleichheit (SDG 5.5) sowie menschenwürdige Arbeit (SDG 8.5). Im Handlungsfeld "Menschenrechte" setzen wir uns u. a. gegen Zwangsarbeit und Kinderarbeit ein (SDG 8.7).

  • ,Mitarbeiter', Seite 80
  • ,Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 51
  • www.kpluss.com/menschen

GESUNDHEIT & ARBEITSSICHERHEIR

Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter hat bei K+S höchste Priorität. Wir haben den Leitsatz: "Nichts ist wichtiger als Gesundheit und Sicherheit - nicht Produktion, nicht Umsatz, nicht Gewinn" und arbeiten kontinuierlich an der Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung zum effektiven Schutz unserer Mitarbeiter. Unsere "Goldenen Regeln" umfassen die grundlegenden Pflichten für Sicherheit am Arbeitsplatz und gelten für das Verhalten aller Mitarbeiter und Geschäftspartner an den Standorten der K+S GRUPPE. Auf Grundlage der K+S-Politik für Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Energie und Qualität bauen wir unsere Prozesse zum Schutz von Gesundheit und zur Gewährleistung von Arbeitssicherheit kontinuierlich aus und verbessern sie. So beginnt beispielsweise jede Vorstandssitzung mit dem Thema Gesundheit und Arbeitssicherheit. Überall, wo wir Gefährdungen sowie arbeitsbezogene Belastungen und Gesundheitsrisiken erkennen, führen wir Maßnahmen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes aktiv durch. Präventiv informieren wir unsere Mitarbeiter mittels Schulungen und Kampagnen.

Die K+S GRUPPE führt mittelfristig an allen Produktionsstandorten Managementsysteme nach ISO 45001 ein. Ein konkreter Zeitplan ist in Abstimmung. Ein globales Kompetenzzentrum "Managementsysteme" unterstützt die Koordination der Umsetzung und die Integration anderer Standards. Darüber hinaus dient es zum Austausch von Maßnahmen und Methoden:

  • ,Umwelt', Seite 88
  • ,Mitarbeiter', Seite 80

Ein Austausch zu aktuellen Entwicklungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der K+S GRUPPE erfolgt in Komitees, Kompetenzzentren und Fachkreisen auf globaler und regionaler Ebene. In Deutschland beispielsweise berät der gemeinsame Ausschuss für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (HSE-Ausschuss), dem auch Betriebsratsmitglieder angehören, regelmäßig zu übergeordneten HSE-Themen. Auch 2019 haben wir für Führungskräfte und Mitarbeiter Schulungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz durchgeführt. Die geplante Einführung einer globalen einheitlichen Schulung zur Sensibilisierung für Arbeits- und Gesundheitsschutz für die Führungsebene wird 2020 mit Priorität verfolgt.

ARBEITSSICHERHEIT

Zielsetzung: Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung, um unsere Mitarbeiter zu schützen, die unser wertvollstes Kapital darstellen. Die Vision von K+S ist es, Arbeitsunfälle gänzlich zu vermeiden. Bis 2030 wollen wir daher unsere Arbeitsunfälle von Mitarbeitern mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeitsstunden (Lost Time Incident Rate (LTI-Rate)) auf null absenken.

Im Jahr 2019 ereigneten sich an unseren Standorten weltweit 822 Arbeitsunfälle (2018: 754), davon 260 Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (2018: 217)¹. Die LTI-Rate für die K+S GRUPPE im Jahr 2019 stieg auf 10,3 (2018: 8,5) gegenüber dem Basisjahr 2017 mit 8,6. Die Zunahme der Unfälle mit Ausfallzeit und der LTI-Rate ist auf eine Zunahme von Unfällen in Deutschland zurückzuführen. Im gleichen Zeitraum nahm die Anzahl der unfallbedingten Ausfalltage und damit auch die durchschnittliche Schwere der Unfälle weltweit a B. Wir führen dies u. a. auf die Einführung und Kommunikation unserer "Goldenen Regeln" zurück. Die Unfallrate (Arbeitsunfälle geteilt durch die geleisteten Arbeitsstunden, multipliziert mit einer Million) erhöhte sich auf 32,7 (2018: 29,5).

¹ Im Jahr 2019 hatten wir keinen tödlichen Unfall.
¹ Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund von Nachmeldungen geringfügig angepasst.

Unsere Prozesse zur Gefährdungsbeurteilung sollen sicherstellen, dass arbeitsbezogene Gesundheits- und Sicherheitsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden. Wie gesetzlich gefordert führen wir zur Prävention psychischer Fehlbelastungen am Arbeitsplatz speziell an unseren Standorten in Deutschland (seit 2019) und Chile (seit 2014) Gefährdungsbeurteilungen hinsichtlich psychischer Belastung durch. Eine Verfahrensanweisung regelt weltweit ab 1. Januar 2020 die Mindest-Sicherheitsanforderungen für gefährliche Arbeiten. Daneben haben wir 2019 unterschiedliche Maßnahmen und Kampagnen durchgeführt mit dem Ziel, die individuellen Handlungs- und Entscheidungskompetenzen sowie ein verantwortliches Sicherheits- und Gesundheitsverhalten zu fördern. Dazu zählt u. a. die Sensibilisierung zur Vermeidung von Handverletzungen im Rahmen eine Kampagne zum Thema Handsicherheit in Deutschland sowie Impfkampagnen in Deutschland und Chile.

GESUNDHEIT

Unsere Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention ergänzen die Managementsysteme durch Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheitskompetenzen. Die Programme werden an den Standorten kommuniziert und stehen den Mitarbeitern zur Teilnahme offen. Die Maßnahmen reichen von klassischen Gesundheitskursen über Seminare bis zu Früherkennungsmaßnahmen und Beratungsangeboten. Die Planung der Programme und Maßnahmen erfolgt standortspezifisch. Sie orientiert sich am Bedarf und an den örtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Organisation.

Die arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung in Deutschland wird durch Betriebsärzte gewährleistet. Sie unterstützen darüber hinaus bei der Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements und wirken mit bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung sowie bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen. Die von K+S gestiftete Professur für Arbeitsmedizin und betriebliches Gesundheitsmanagement an der Universität Witten/Herdecke ist seit dem Jahr 2018 mit Herrn Prof. Dr. Horst Christoph Broding besetzt. Er verfügt über langjährige Erfahrungen im Bergbau und unterstützt K+S bei der Analyse arbeitsmedizinischer Prozesse und der Entwicklung von Projekten auf Standortebene in Deutschland.

Ein wichtiger Aspekt des Gesundheitsschutzes ist die konsequente Einhaltung von Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW). Im Fall der in Deutschland vom BUNDESMINISTERIUM FÜR ARBEIT UND SOZIALES (BMAS) festgelegten AGW für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage haben wir unser breit angelegtes Umsetzungsprojekt für die deutschen Standorte weiter vorangetrieben. So konnten z. B. die begonnenen Vorhaben zum Einsatz modernster Dieselmotortechnik, zum Test emissionsärmerer Sprengstoffe sowie zur Optimierung der Bewetterung unter Tage vorangebracht werden. Mit der Präsentation eines entsprechenden Zwischenberichtes des untertägigen Bergbaus in Deutschland haben wir im Jahr 2019 der Auflage des AUSSCHUSSES FÜR GEFAHRSTOFFE DES BMAS entsprochen. Zur Untersuchung der physiologischen Wirkungen der genannten Stoffe auf die Mitarbeiter haben wir darüber hinaus eine Gesundheitsstudie an zwei Werken durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchung werden für das Jahr 2020 erwartet.

  • ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 119
  • ,Forschung und Entwicklung', Seite 78

VIELFALT UND INKLUSION

Bei K+S wollen wir Vielfalt und Inklusion als wesentliche Bestandteile unserer Unternehmenskultur weiter ausbauen und in der Zusammenarbeit intensiver nutzen. Wenn wir unsere unterschiedlichen Fähigkeiten, Sichtweisen und Erfahrungen zusammenbringen, hilft uns das bei der Suche nach Lösungen für unsere Kunden und fördert die Offenheit und die Kompetenzen im Team.# Vielfalt und Inklusion

Vielfalt und Inklusion werden deshalb durch die Führungsebene konsequent eingefordert und unterstützt und von Personalfunktionen als Business Partner in allen Mitarbeiterprozessen gefördert. Grundlage für Vielfalt und Inklusion ist die Wertschätzung aller Mitarbeiter. Bei K+S müssen alle Mitarbeiter diese Wertschätzung erfahren, unabhängig von z. B. Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Vielfalt definiert die Zusammensetzung unserer Belegschaft; Inklusion beschreibt die aktive Nutzung dieser Vielfalt im Arbeitsalltag. Wir akzeptieren keine Diskriminierung. Die Anerkennung und Förderung von Vielfalt und Inklusion haben wir in unseren ONE K+S werten festgeschrieben. Als Unterzeichner des UN global COMPACT und der CHARTA der VIELFALT bekräftigen wir unser Selbstverständnis in Form unternehmerischer Selbstverpflichtungen in Deutschland. www.unglobalcompact.org; www.charta-der-vielfalt.de

Absatzkontrolle

Zielsetzung:

Wir wollen eine Belegschaft rekrutieren und entwickeln, die das Umfeld unserer Geschäftsstandorte reflektiert. Wir fördern ein inklusives Arbeitsumfeld, das allen Mitarbeitern den eigenen Erfolg ermöglicht und zu Innovation und Geschäftsergebnissen beiträgt. Dieses Ziel ist erreicht, wenn bis spätestens 2030 mehr als 90 % unserer Mitarbeiter das Arbeitsumfeld als inklusiv wahrnehmen. Das Stimmungsbild wird unternehmensintern im Rahmen themenspezifischer Puls-Befragungen evaluiert. Weil sich das Verständnis von Vielfalt und Inklusion gewandelt hat, betrachten wir die Zusammenstellung des Indexes wie in den Mitarbeiterbefragungen 2012 und 2015 nicht mehr als zeitgemäß. Stand zunächst die Geschlechterfrage im Zentrum, werden inzwischen Themen wie das ausgewogene Verhältnis von Berufs- und Privatleben, die Pflege Angehöriger oder Heterogenität in der Migrationsgesellschaft diskutiert. Vielfalt und Inklusion sind Teil unserer Unternehmenskultur und stützen einen ganzheitlichen Ansatz im Hinblick auf alle Mitarbeiter und insbesondere auch Führungskräfte. Auf Grundlage der bisher genutzten gruppenweiten sowie spezifischen US-amerikanischen und kanadischen Fragenkataloge zielt der neue Fragenkatalog noch genauer auf die Wahrnehmung von Vielfalt und Inklusion in der K+S GRUPPE ab und umfasst insgesamt zwölf Fragen (davon elf quantitative, die den Index bilden, und eine qualitative Frage) zum Umgang, zu Vertrauen, Inklusion, Ideenfindung und Zusammenarbeit.

Im November 2019 führten wir die erste themenspezifische Puls-Befragung durch. Um alle Mitarbeiter erreichen zu können, haben wir neben einem Onlinetool auch Papierfragebögen angeboten (Nutzung online: 67 %, Papier: 33 %). Insgesamt nahmen 30 % der Belegschaft an der Befragung teil, davon 65 % in Europa, 20 % in Nordamerika, 12 % in Südamerika, 2 % andere und 2 % machten keine Angabe über ihre Herkunft. 79 % der Teilnehmer waren männlich, 18 % weiblich und 3 % machten keine Angabe. 52 % der Teilnehmer gaben an, 40 Jahre und älter zu sein. 68 % der Teilnehmer sind in der Produktion (über oder unter Tage) beschäftigt, während 29 % in administrativen Tätigkeiten arbeiten und 4 % keine Angabe gemacht haben. Insgesamt sind 37 % der Teilnehmer als Führungskraft tätig.

MITARBEITER NACH REGIONEN

B.56 Der in 2019 ermittelte Index zu Vielfalt und Inklusion der K+S GRUPPE auf Grundlage der teilnehmenden Mitarbeiter beträgt 54 % und berechnet sich aus der Zustimmungsquote "stimme eher zu" bzw. "stimme zu" auf einer Fünferskala. Ohne direkten Vergleichswert betrachten wir das Ergebnis als solide Ausgangsposition, die wir in den nächsten Jahren weiter verbessern wollen. Der Wert von 54 % bildet von nun an die Basis für den KPI zu Vielfalt und Inklusion. Die Befragungen zum Thema werden regelmäßig wiederholt. Die Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Inklusion sind Querschnittsaufgaben und werden an die Anforderungen der jeweiligen Standorte angepasst. Unsere 15.011 Mitarbeiter sind zu 69 % in Deutschland beschäftigt und zu einem guten Viertel in den Amerikas. Im Bergbau arbeiten traditionell mehr Männer als Frauen. Zum 31. Dezember 2019 waren gemessen an der Beschäftigtenanzahl in Personen für die Gesellschaften der K+S GRUPPE 87 % unserer Belegschaft Männer und 13 % Frauen. Das Durchschnittsalter unserer Belegschaft beträgt 42 Jahre. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter in der K+S GRUPPE in Deutschland liegt bei 6 % (2018: 6 %).

„Zielgrößen für Frauen', Seite 106

Mit der Talentgewinnung wollen wir sicherstellen, dass für alle Unternehmensbereiche die besten Talente gewonnen werden. K+S hat weltweit die Bemühungen intensiviert, die Anzahl an Bewerbern frei von Diskriminierung und unter Wahrung der Chancengleichheit zu erhöhen. So wurde beispielsweise eine Zusammenarbeit mit der Universität Saskatchewan initiiert, um Frauen in Ingenieurberufen zu fördern. In Deutschland unterstützt K+S u. a. den Zukunftstag, der Jungen und Mädchen die Möglichkeit bietet, verschiedene Berufe kennenzulernen, sowie die INITIATIVE KLISCHEEFREI. K+S fördert das Bewusstsein für Vielfalt und Inklusion u. a. durch die Teilnahme am deutschen DIVERSITY-TAG oder den gezielten Ausbau der Aktivitäten in sozialen Medien. Wir bekennen uns dort zu einem vorurteilsfreien Arbeitsumfeld und zu Arbeitsbedingungen ohne Diskriminierung. Wir laden unsere Mitarbeiter gezielt dazu ein, ihre persönlichen Erlebnisse und Perspektiven unserer offenen Unternehmenskultur zu teilen.

Zur Bindung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter werden u. a. jährliche Talentrunden innerhalb der Managementteams auf lokaler, regionaler und globaler Ebene durchgeführt. Sie dienen dem Ziel, Mitarbeiter mit besonders hohem Potenzial zu identifizieren und sie in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. Miteinander und voneinander zu lernen steht dabei im Vordergrund. Der so entstandene internationale K+S-Talentpool bietet eine vielfältige Mischung hinsichtlich Nationalität, Alter, Betriebszugehörigkeit und Geschlecht. Vor allem ist der Frauenanteil mit 33 % im Vergleich zum Anteil der Frauen in der Gesamtbelegschaft hoch.

Durch unsere Management-Entwicklungsprogramme TRACK+S PROFESSIONAL und TRACK+S EXECUTIVE fördern wir unsere Mitarbeiter und sichern gleichermaßen die Nachfolgeplanung. 16 Mitarbeiter unterschiedlicher Nationalitäten von verschiedenen Standorten weltweit und aus unterschiedlichen Funktionsbereichen absolvierten im Jahr 2019 erfolgreich das TRACK+S PROFESSIONAL Programm. Mit TRACK+S PROFESSIONAL werden die Mitarbeiter unterstützt, ihre Entwicklung bei K+S aus eigener Kraft voranzutreiben. Sie werden darin geschult, sich zu vernetzen und im Unternehmen sichtbar zu machen sowie eigenes Wissen und Kompetenzen auszubauen. Dafür stehen drei Hauptelemente zur Verfügung: (1) Mentoring, (2) globale interdisziplinäre Projektarbeit und (3) drei einwöchige Module, die durch die Frankfurt School of Finance & Management ausgestaltet wurden.

Ziel des TRACK+S EXECUTIVE Programms ist es, zukünftige Führungskräfte zu entwickeln, die über eine ganzheitliche Sicht für K+S sowie über vielfältiges unternehmerisches Denken und Handeln verfügen. Der erste Jahrgang 2019 bestand aus sieben Teilnehmern, die aus internen und externen Bewerbern ausgewählt worden sind. TRACK+S EXECUTIVE ist ein individuell ausgerichtetes Rotations- und Entwicklungsprogramm mit einer Dauer von 14 bis 18 Monaten. Dabei durchlaufen die Teilnehmer verschiedene Stationen im In- und Ausland in Verwaltungs- und Produktionsbereichen. Sie werden überwiegend in funktionsübergreifenden Bereichen eingesetzt.

Wir möchten organisatorisch sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter in der Matrixorganisation über alle Kulturen hinweg zusammenarbeiten. Dies fördern wir seit 2019 durch einen stärkeren Methodenmix auf Basis des 70:20:10-Modells. So soll durch eine stärkere Fokussierung auf das Lernen bei der Arbeit durch formelles Training u. a. der positive Austausch von K+S-Mitarbeitern in Projekten, Hospitationen in anderen Teams sowie durch Auslandserfahrungen verstärkt werden.

Über das unternehmensinterne soziale Netzwerk Yammer haben unsere Mitarbeiter weltweit die Möglichkeit, sich in Mentoring-Programmen zu vernetzen. Jeder potenzielle Teilnehmer, Mentor wie Mentee, bekundet sein Interesse an einem (internationalen) Austausch zu Fähigkeiten, Kompetenzen und zur beruflichen und persönlichen Entwicklung im System. Anhand dieser Einträge kann die selbstorganisierte Zuordnung beginnen.

MENSCHENRECHTE

Das Unternehmen führt seine Geschäfte in einer Weise, die die Menschenrechte und die Würde aller Menschen, die von unserer Geschäftstätigkeit betroffen sind, d. h. Mitarbeiter, Auftragnehmer und externe Interessengruppen, respektiert. Wir sind Unterzeichner des global COMPACT der VEREINTEN NATIONEN. Unser Engagement für die Menschenrechte basiert auf den UN-LEITPRINZIPIEN FÜR WIRTSCHAFT UND MENSCHENRECHTE der VEREINTEN NATIONEN und den OECD-LEITSÄTZEN FÜR MULTINATIONALE UNTERNEHMEN. Unser Ansatz wird durch die INTERNATIONALE MENSCHENRECHTSCHARTA und die ERKLÄRUNG ÜBER DIE GRUNDLEGENDEN PRINZIPIEN UND RECHTE BEI DER ARBEIT der INTERNATIONALEN ARBEITSORGANISATION geprägt. Wir haben im Jahr 2019 ein neues Kapitel im Globalen Organisationshandbuch von K+S zu Menschenrechten verabschiedet und die Achtung der Menschenrechte im neuen Verhaltenskodex verankert.

Zielsetzung:

Unser gruppenweites Ziel ist die Beachtung der international anerkannten Menschenrechte an allen Standorten und die Sicherstellung, dass dieser Grundwert global angewendet wird. Dieses Ziel messen wir mit dem KPI "Standortabdeckung durch einen Due-Diligence-Prozess zu Menschenrechten" mit dem Zielwert 100 % bis zum Jahr 2030. Nachdem wir im Jahr 2019 unsere Methodik entwickelt und das erste Pilotprojekt einer menschenrechtlichen Wirkungsanalyse (Impact Assessment) durchgeführt haben, haben wir nun 8 % abgedeckt (2018: 0 %) und die Grundlagen für das weitere Vorgehen geschaffen.# K+S SUSTAINABILITY ACTIVITIES

Sustainability

The Sustainability department leads and coordinates K+S's company-wide activities for respecting human rights. Implementation responsibility in the respective regions lies with the Operational Units. In practical implementation, representatives of the Operational Units and the Sustainability department work together in a global working group. We strive to implement our commitment through a due diligence process in line with the UN GUIDING PRINCIPLES and consider the following five core elements as defined in the German NATIONAL ACTION PLAN ON BUSINESS AND HUMAN RIGHTS: a corporate policy on respecting human rights, processes for identifying actual and potential human rights impacts, measures to mitigate impacts and assessing their effectiveness, reporting and establishing grievance mechanisms. To implement our corporate due diligence for human rights, we began in 2019 to establish a documented process based on a uniform methodology that considers country-specific conditions and our business activities. Our approach to due diligence and the key issues are anchored and described in the Human Rights chapter of the K+S Global Organizational Manual. In the spring of 2019, the first pilot for a Human Rights Impact Assessment took place in Chile. On-site in Chile, we spoke with more than 80 internal and external stakeholders at five locations. This allowed us to reach a large portion of stakeholders within the value chain, from the mine and port, through production/packaging, to the headquarters in Chile. Management was subsequently informed of the findings, and an action plan was developed by the Americas operational unit, the implementation of which has begun. Internally, we regularly report on the progress of activities, for example, in the Sustainability Committee, the company-wide network, or the employee newspaper "scoop". Externally, we report at events or in discussions with political representatives. Our "speak UP!" whistleblowing system offers stakeholders such as employees, contractors, and communities the opportunity to voice concerns, including those relating to human rights issues. They can do so anonymously and in various languages. "speak UP!" in "Compliance" Page 98 Environment The K+S GROUP continuously works to minimize the unavoidable interventions in nature associated with the extraction and processing of raw materials. Through our investments in research and development, we stay at the forefront and thus advance the state of the art. We are also breaking new ground in the disposal of our residues and setting standards for the state of the art. Within the scope of the K+S SUSTAINABILITY GOALS 2030, we have also set goals in the fields of "Water", "Mining Waste", and "Energy & Climate". www.kpluss.com/environmentProgress control We regularly monitor the progress of our environmental goals and make a measurable contribution to achieving the SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS (SDGs). We promote the efficient use of natural resources and waste prevention (SDG 12.2, SDG 12.5) as well as the sustainable use of land and freshwater ecosystems (SDG 15.1). We strengthen our adaptability to climate-related hazards and natural disasters operationally and strategically (SDG 13.1), for example, through an analysis of our product portfolio concerning megatrends. Our environmental management helps us achieve our goals. It is coordinated group-wide and across all topics. Requirements are specified by the companies, and the sites are supported in their implementation. Based on our integrated policy for health, safety, environment, energy, and quality, we strive for standardization and continuous improvement of our management systems and HSE performance through the ongoing global introduction of management systems according to DIN EN ISO 14001:2015 for environmental management and DIN EN ISO 50001:2015 for energy management for significant sites. National and international expert committees have been established to achieve efficiency gains and share experiences. Environmental data software implemented at all production sites is used to collect and evaluate environmental key figures at the plant and company level. We collect the reported environmental key figures for all significant consolidated potash and salt production sites. For the non-financial key figures defined within the scope of the SUSTAINABILITY GOALS, we separately report the type of data collection and the boundaries of reporting. "About this Report", page 236 ENVIRONMENTAL INVESTMENTS AND OPERATING COSTS Environmental protection investments in 2019 amounted to €97.6 million, which is approximately at the previous year's level (2018: €99.1 million). As in the previous year, the majority of investments were driven by projects in the area of water protection. While 2018 was largely shaped by the completion of the major Kainite Crystallization and Flotation Plant (KKF) at the Hattorf site and the acquisition of land for the requested tailings expansion at the Zielitz potash site, investments in 2019 focused on wastewater management at the Werra plant and tailings expansions. To be able to react more flexibly to the water levels of the Werra river and to maintain production even during longer dry periods, a new intermediate storage facility for salt wastewater was established in a disused mine field at the Werra plant in 2019. Its capacity is designed for the temporary storage of approximately 400,000 m³ of production wastewater. A total of 12 km of pipelines were installed solely within the mine for its operation. Another focus in 2019 was the initial measures for the planned stacking of process water from the Werra plant into the old mining area of the Springen mine, scheduled to begin in 2022. This included investments in pipelines, pumps, and electrical supply. The realization of this project is intended to permanently replace disposal into the Buntsandstein, remediate mining legacy, relieve the environment, and secure future production at the Werra. The significantly higher investment volume for tailings expansions in 2019 is distributed among the ongoing expansion of the tailings pile at the Hattorf potash site (Phase I) and the applied-for tailings expansions at the Wintershall and Zielitz sites. The largest sub-projects in terms of value were the new construction of a tailings pond for the collection and discharge of tailings water in Hattorf and the acquisition of fixed assets in the areas of energy supply and tailings technology. Further increases in the area of water protection resulted from the commencement of construction of a dividing wall for sealing the tailings area at the Canadian potash site of Bethune. The lower investments in nature conservation and soil remediation are due to the project implemented in 2018 for the surface sealing and drainage of a former construction waste landfill at the Neuhof-Ellers potash site. The deviations in the areas of air pollution control and climate protection or waste management are due to smaller projects that were completed or newly initiated. B.57 INVESTMENTS IN ENVIRONMENTAL PROTECTION | B.57 scroll in million € | 2018 | 2019 | Change % | |---|---|---|---| | Water protection | 90.1 | 90.9 | 0.8 | 0.9 | | Air pollution control and climate protection | 0.9 | 0.1 | -0.8 | -88.9 | | Waste management | 2.1 | 3.3 | 1.2 | 57.1 | | Nature conservation and soil remediation | 5.1 | 2.9 | -2.2 | -43.1 | | Other | 0.9 | 0.4 | -0.5 | -55.6 | | Total | 99.1 | 97.6 | -1.5 | -1.5 | 1 The reporting of environmental investments is based on the Environmental Statistics Act (UStatG) but also includes items from our global business activities. 2 Including landscape maintenance. OPERATING COSTS FOR ENVIRONMENTAL PROTECTION | B.58 scroll in million € | 2018 | 2019 | Change % | |---|---|---|---| | Water protection | 169.9 | 158.7 | -11.2 | -6.6 | | Air pollution control and climate protection | 31.0 | 29.2 | -1.8 | -5.8 | | Waste management | 16.5 | 15.4 | -1.1 | -6.7 | | Nature conservation and soil remediation | 2.1 | 1.9 | -0.2 | -9.5 | | Other | 5.1 | 5.1 | - | - | | Total | 224.6 | 210.3 | -14.3 | -6.4 | 1 The reporting of environmental investments is based on the Environmental Statistics Act (UStatG) but also includes items from our global business activities. 2 Including landscape maintenance. Operating costs for environmental protection decreased in the reporting year 2019 compared to the previous year (€224.6 million) by €14.3 million to €210.3 million. The moderately lower cost level is mainly due to special effects reflected in the area of water protection. Due to the cessation of potash production at the Sigmundshall site at the end of 2018, high expenses for recultivation obligations had to be considered in 2018, which were not incurred in 2019. Furthermore, the parameters for the remaining service life of the Neuhof-Ellers potash plant were reviewed and reassessed at the end of 2018. As part of an update of the cost calculation, the costs for tailings management after the closure of the site could also be reduced. In conjunction with the balance sheet life extended by five years, the newly calculated expenses for post-closure obligations for tailings management in Neuhof-Ellers are now spread over a longer period with lower annual amounts starting from 2019. In contrast, the Werra potash plant recorded a significant cost increase in the area of water protection. The reason for this was the higher expenses for the disposal of solid production residues in 2019.# Am Standort Unterbreizbach betraf dies die Kosten für den Betrieb einer Feuchtversatz-Anlage, die seit dem vierten Quartal 2019 zur Entsorgung von Fabrikrückständen in den Grubenhohlräumen genutzt wird. Das ebenfalls höhere Kostenniveau der Standorte Hattorf und Wintershall resultierte insbesondere aus Instandhaltungsarbeiten an der Haldentechnik bzw. den Haldenwasser-Randgräben der Bestandshalden sowie angefallenen Kosten im Zusammenhang mit den erforderlichen Erweiterungen der Rückstandshalden. Die seit 2018 laufende Erweiterung der Halde Hattorf (Phase I) führte zu einem Mehrbedarf an Personal und zusätzlichen Kosten für planmäßige Abschreibungen auf Basisabdichtung, Maschinen und Anlagen. Am Standort Wintershall lag der Grund in einer notwendigen Verlängerung der Haldenbänder, die für die beantragte Haldenerweiterung vorgesehen sind. Weitere Kostensteigerungen im Bereich Gewässerschutz sind auf die geplante vorzeitige Flutung der stillgelegten Grube Sigmundshall mit Salzabwässern des Werkes Werra zurückzuführen. Um den für Mitte 2021 vorgesehenen Flutungsbeginn vorzubereiten, waren in Sigmundshall bereits höhere Kosten für Personal, den Abbau der untertägigen Anlagen und den begonnenen Bau der Entladestelle über Tage zu verzeichnen. Der Kostenrückgang im Bereich Luftreinhaltung und Klimaschutz erklärt sich im Wesentlichen aus stillgelegten Belüftungs- und Filtereinrichtungen am ehemaligen Kaliwerk Sigmundshall. Die ebenfalls niedrigeren Kosten im Bereich Abfallwirtschaft resultierten aus dem in 2018 abgeschlossenen Projekt zur Abdeckung und Abdichtung von bergbaulichen Abfällen, die in der Vergangenheit beim Reinigen von Salzabwasser-Stapelbecken entfernt und im Althaldenbereich des Standorts Hattorf deponiert wurden. Die Betriebskosten umfassen im Wesentlichen ergänzende Maßnahmen zum Umweltschutz. Diese Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Klimaschutz, Abfallwirtschaft sowie Naturschutz und Bodensanierung und betreffen vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Betriebskosten und Abschreibungen für Produktionsanlagen zum Gewässerschutz, die in die Produktionsprozesse integriert sind und die Herstellung zusätzlicher Verkaufsprodukte ermöglichen, werden nicht mit einbezogen. In ihrer Gesamtheit sind sowohl die Kosten für die ergänzenden Maßnahmen zum Umweltschutz als auch die hier nicht ausgewiesenen integrierten Umweltkosten Bestandteile der Produktionskosten und erhöhen damit die spezifischen Kosten je produzierter Tonne Produkt.

B.58 WASSER

Wasser ist auch für K+S eine sehr wichtige Ressource. In vielen Prozessen setzen wir Wasser in unterschiedlichen Qualitäten ein. Wir brauchen Wasser beim Abbau und zur Förderung an bestimmten Lagerstätten, in der Produktion und in der Anwendung bestimmter Produkte, z. B. in der Landwirtschaft. Aus Meerwasser und anderen salzhaltigen Wässern gewinnen wir durch solare Eindampfung hochwertige Salzprodukte. Bei bestimmten Produktionsprozessen und im Bereich der Rückstandshalden entstehen dagegen salzhaltige Abwässer, die wir entsorgen müssen. Gruppenweit wollen wir wasserbezogene Auswirkungen auf ein Minimum beschränken. Dazu haben wir uns konkrete Ziele gesetzt.

WASSERENTNAHME

scroll in Mio. m³ 2018 2019
Meerwasser und anderes salzhaltiges Wasser 276,2 232,1
Flusswasser 137,0 133,9
Grundwasser 8,3 7,8
Trinkwasser und Wasser aus kommunalem Wasserversorger 1,3 1,5
Gesamte Wasserentnahme 422,8 375,3

Umweltrelevante Geschäftsrisiken bewerten wir im Rahmen unseres gruppenweiten Risiko- und Chancenmanagements. Im Jahr 2017 haben wir zudem eine gruppenweite Wasserrisiko-Analyse unter Berücksichtigung von Wasserstress für alle relevanten Produktionsstandorte durchgeführt. Die Ergebnisse hieraus werden konzeptionell im Umweltmanagement der Standorte berücksichtigt. Ein globaler Standard zum Wasserrisiko- und Chancenmanagement wird derzeit erarbeitet und soll zukünftig die standortbezogene Wasserrisikobetrachtung sowie die Priorisierung von wasserbezogenen Maßnahmen regeln. ,Chancen- und Risikobericht', Seite 119

WASSERENTNAHME

Im Jahr 2019 hat die K+S GRUPPE insgesamt 375,3 Mio. m³ (2018: 422,8 Mio. m³) Wasser aus unterschiedlichen Quellen zur Gewinnung und Herstellung von Produkten entnommen. Die Flusswasserentnahme im Jahr 2019 liegt mit 133,9 Mio. m³ (2018: 137,0 Mio. m³) etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Die Entnahme von Salzwasser aus Meeren und anderen salzhaltigen Quellen sank im Vergleich zum Vorjahr auf 232,1 Mio. m³ (2018: 276,2 Mio. m³). Der größte Teil (89 % (2018: 89 %)) unserer Wasserentnahme findet an Standorten ohne hohen Wasserstress statt.

ABWASSER

Bei der Förderung und Aufbereitung unserer Rohstoffe sowie durch die Aufhaldung des Rückstands entstehen salzhaltige Abwässer. K+S arbeitet auch weiterhin intensiv daran, die Menge an salzhaltigen Abwässern aus Produktion und Rückstandsentsorgung nachhaltig zu senken. Die Menge und die Zusammensetzung der Prozessabwässer sowie der Haldenwässer sind von vielen Faktoren, wie z. B. der lokalen Rohsalzqualität, den verwendeten Aufbereitungsverfahren, den hergestellten Produkten und der erforderlichen Produktqualität, abhängig. Die Salzabwässer unterscheiden sich daher auch in ihrem Gesamtsalzgehalt.

ABWASSER

scroll in Mio. m³ 2018² 2019
Abwässer
Abwasser an kommunale Kläranlagen 0,7 0,5
Betriebswasser in Flusswasser 112,1 111,5
Salzabwasser
1 Versenkung 8,0 9,0
Salzige Abwässer in Gruben oder Kavernen 1,1
Salzige Abwässer ins Meerwasser und andere salzhaltige Gewässer 50,8 48,6
Salzige Abwässer ins Oberflächenwasser 10,8 10,7
Salzabwässer in der Kaliproduktion 4,9 4,8
Salzabwässer in der Salzproduktion 5,9 5,8

¹ Gesamtmineralisation (TDS, total dissolved solids) > 1 g/l.
² Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer verbesserten Klassifizierung der Abwässer angepasst.

Gruppenweit betrug die Menge an Salzabwasser, welches in Oberflächengewässer eingeleitet wurde, im Jahr 2019 bei der Kaliproduktion 4,8 Mio. m³ (2018: 4,9 Mio. m³) und bei der Salzproduktion 5,8 Mio. m³ (2018: 5,9 Mio. m³). Weitere 9,0 Mio. m³ (2018: 8,0 Mio. m³) Salzabwasser wurden durch die Einleitung in den Untergrund (Versenkung) entsorgt. Die Versenkung in Deutschland blieb weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Durch die gestiegene Produktion des Werks Bethune in Kanada erhöht sich insgesamt die Menge zur Versenkung. Die Einleitmenge von Salzabwasser aus der Kaliindustrie in Oberflächengewässer in Deutschland lag aufgrund erneuter Trockenheit und einer damit verbundenen niedrigen Wasserführung der Werra auch im Jahr 2019 unter dem normalen Niveau. Durch eine Reihe von Maßnahmen, wie die unterjährige Erweiterung temporärer Speicherkapazitäten für Salzabwasser und Maßnahmen im Bereich der Rückstandshalden, konnte K+S die Entsorgung der Salzabwässer ohne Produktionsstillstand des Verbundwerkes Werra sicherstellen. Für die Entsorgung der Salzabwässer aus der Kaliindustrie stehen der Weg über die Einleitung in Oberflächengewässer und die Versenkung zur Verfügung. Zusätzlich haben wir im Jahr 2019 1,1 Mio. m³ Salzabwässer in geeignete Gruben oder Kavernen transportiert und dort entsorgt bzw. für Verwahrungsarbeiten genutzt. Im Bereich Salzwasser hat sich K+S viel vorgenommen. Bis Ende 2021 bzw. bis zum Jahr 2030 setzen wir uns folgende ambitionierte Ziele:

Zielsetzung: Ab Ende des Jahres 2021 wird K+S in Deutschland kein Salzwasser mehr in den Untergrund versenken. Wir erfüllen damit auch eine zentrale Maßnahme der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser. Im Jahr 2019 hat die K+S GRUPPE 1,1 Mio. m³ (2018: 1,0 Mio. m³) salzhaltige Prozessabwässer am Standort Hattorf in den Untergrund versenkt. Entsprechend der Vereinbarung mit dem BUND FÜR UMWELT UND NATURSCHUTZ DEUTSCHLAND E.V. (BUND) wollen wir bis 2021 insgesamt bis zu 1 Mio. m³ weniger Prozessabwasser im Vergleich zur genehmigten Menge versenken. Dieses Ziel haben wir im Jahr 2019 bereits zu mehr als 80 % erreicht. Insgesamt wurden seit 2018 rund 0,8 Mio. m³ weniger Prozessabwasser versenkt. Zur Entsorgung der Wässer nach Ende 2021 wird derzeit die Einstapelung von Prozesswässern unter Tage entwickelt. Unser Ziel ist es, in einem ersten Schritt rund 1,5 Mio. m³ pro Jahr in geeignete Hohlräume im Werk Werra zu entsorgen. Im Jahr 2019 haben wir erste Infrastrukturmaßnahmen über und unter Tage umgesetzt und befinden uns im Genehmigungsprozess für die Zulassung dieses Projektes. www.FGG-weser.de/

Zielsetzung: Bis 2030 wollen wir in Deutschland die zu entsorgende Menge an Prozesswasser aus der Kaliproduktion um weitere 500.000 m³ pro Jahr reduzieren. Die Einsparung erfolgt zusätzlich zu den Mengen, die durch die KKF-Anlage eingespart wurden, und ohne Berücksichtigung der Einsparungen durch das Ende der Produktion unseres Werks in Sigmundshall 2018. Aus der Kaliproduktion sollen daher ab dem Jahr 2030 nur noch 2,2 Mio. m³ Prozesswasser entsorgt werden. Die geplanten Einsparungen von 500.000 m³ Salzabwasser schließen unsere etablierten Kalistandorte in Deutschland ein. Das kanadische K+S-Werk Bethune befand sich 2018 in der Anlaufphase und ist nach dem Stand der Technik erbaut. Die Umweltauswirkungen des Werks wurden bereits vor Inbetriebnahme 2017 bewertet und umfassend berücksichtigt. Im Jahr 2019 fielen aus der Kaliproduktion in Deutschland absolut 3,5 Mio. m³ (2018: 3,4 Mio. m³) an Prozessabwässern an. Bezogen auf das bereinigte Basisjahr 2017, also bei Berücksichtigung des vollen Effekts der KKF-Anlage (-1,5 Mio. m³) sowie des Endes der Produktion in Sigmundshall (-0,3 Mio. m³), stieg der Prozesswasseranfall in 2019 um 0,8 Mio. m³ an. Dieser Effekt ist auf eine witterungsbedingt geringere Produktion im Basisjahr zurückzuführen.# RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Forschung und Entwicklung

Um unser Ziel bis 2030 zu erreichen und die deutsche Kaliproduktion sicherzustellen, arbeitet K+S in Deutschland im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsvorhaben intensiv an der weiteren Optimierung der Gewinnungs- und Aufbereitungsprozesse sowie an Projekten zur Senkung der zu entsorgenden Prozesswassermenge.

ABFALL (FESTE RÜCKSTÄNDE)

Bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen fallen regelmäßig feste bergbauliche Rückstände an. Diese bilden den überwiegenden Teil unserer festen Abfälle. Die Aufschüttung der Rückstände auf Halden erfolgt unter Beachtung der jeweiligen Standortbedingungen, der vorliegenden Genehmigungen und der Minimierung von Umweltauswirkungen durch Weiterentwicklung des Standes der Technik. Im Rahmen unserer umfangreichen und langjährigen Genehmigungsverfahren werden Umweltauswirkungen analysiert und die Vermeidungsoptionen optimiert. Unser betriebliches Umweltmanagement, die Einhaltung der behördlichen Anforderungen und der einschlägigen Gesetz sowie der fachliche Austausch in unterschiedlichen Gremien gewährleisten eine kontinuierliche Überwachung und Verbesserung der Standards.

HALDENMANAGEMENT

Im Jahr 2019 haben wir an unseren Kalistandorten 27,1 Mio. t (2018: 27,6 Mio. t) feste Rückstände aufgehaldet. Umfangreiche Monitoring-Programme umfassen z. B. Grundwasser-, Verformungs- und Staubmessungen und überwachen eventuelle Auswirkungen der Halden. Die daraus generierten Daten stehen den Genehmigungsbehörden jederzeit zur Verfügung. Daneben werden regelmäßige interne Befahrungen durch K+S durchgeführt. Zudem wird der Haldenbetrieb durch wiederkehrende Befahrungen der Genehmigungsbehörde überwacht. Über die Planung und Umsetzung von Maßnahmen stehen wir in engem Austausch mit den zuständigen Behörden.

Zur langfristigen Sicherung der Kaliproduktion sind Erweiterungen der bestehenden Rückstandshalden erforderlich.

  • Die Erweiterung der Halde Hattorf (Phase I) wurde 2018 genehmigt und wird derzeit umgesetzt. Die erteilte Genehmigung bezieht sich auf eine rund 27 Hektar große Fläche, die sich nordwestlich an die bestehende Halde anschließt. Sie bietet Raum für fünf bis sechs Jahre Beschüttung. Darüber hinaus befindet sich die Phase ii der Haldenerweiterung in Planung. Die Kapazität soll bis Anfang der 2040er Jahre reichen.
  • Für das Haldenerweiterungsverfahren am Werk Zielitz hat K+S im Oktober 2017 die Antragsunterlagen bei der zuständigen Behörde eingereicht. Die Öffentlichkeitsbeteiligung fand im Sommer 2018 statt. Der Erörterungstermin wurde im zweiten Quartal 2019 durchgeführt. Die Zulassung des vorzeitigen Beginns, u. a. für die Vorbereitung der benötigten Flächen und Errichtung von Infrastrukturmaßnahmen, erfolgte im Oktober 2019.
  • Für die geplante Haldenerweiterung am Standort Wintershall hat K+S die Antragsunterlagen im April 2018 eingereicht. Bereits im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens haben wir die Öffentlichkeit im Rahmen mehrerer Informationsveranstaltungen, durch Flyer und Informationen auf der K+S-Website umfassend über das Vorhaben informiert. Nach der Vollständigkeitserklärung der Antragsunterlagen durch das Regierungspräsidium Kassel fand der Erörterungstermin im November 2019 statt.

Mit den Haldenerweiterungen sind umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen verbunden. Die Ausgleichsmaßnahmen umfassen langfristig und großflächig ausgerichtete Projekte mit dem Ziel, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen bzw. bestehende Lebensräume aufzuwerten. Ersatzaufforstungen werden vorrangig auf naturschutzfachlich minderwertigen Flächen durchgeführt, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu schonen. Zusätzlich führen wir vor Beginn der Eingriffe zeitlich vorgezogene Artenschutzmaßnahmen durch, die eine ökologisch-funktionale Kontinuität ohne zeitliche Unterbrechung gewährleisten.

Zielsetzung: Die weitere Reduzierung der Umweltauswirkungen und der Erhalt der natürlichen Ressourcen durch eine erneute Überprüfung des Verwertungs- bzw. Vermarktungspotenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen sind unser gruppenweites Ziel. Ab dem Jahr 2030 wollen wir jährlich 3 Mio. t Rückstand für andere Zwecke verwenden, anstatt sie aufzuhalden. Dieses Ziel wollen wir über eine alternative Verwertung des Haldenmaterials und eine Rückstandsvermeidung durch die Erhöhung der Rohstoffausbeute erreichen. Die Kennzahl erfassen wir projektbezogen nach Art der Rückstandsverwertung. Im Jahr 2019 konnten wir 1,5 Mio. t (2018: 1,0 Mio. t) Rückstand für die Siedesalzproduktion der FRISIA ZOUT B.V. verwerten und durch technische Maßnahmen zur Erhöhung der Rohstoffausbeute Rückstand einsparen. Die im Jahr 2018 initiierten Maßnahmen zur Rückstandsreduzierung, wie eine verbesserte Wertstofferkundung, die Steinsalzvorabtrennung unter Tage und der Prozessschritt der optischen Sortierung, haben wir fortgeführt. 2020 arbeiten wir weiter intensiv an den Möglichkeiten zur Erhöhung der Rohstoffausbeute.

Zielsetzung: Bis 2030 wollen wir weitere 155 ha Haldenfläche abdecken und somit den Anfall von Haldenwässern weiter reduzieren bzw. vermeiden. Dies betrifft die Abdeckung von großen und mittelgroßen Halden, die zusätzlich zur bereits bestehenden Abdeckung im Basisjahr 2017 (ca. 70 ha) umgesetzt wird. Im Jahr 2030 werden wir so insgesamt 225 ha Haldenfläche abgedeckt haben. Die abgedeckte Haldenfläche bezieht sich auf die für die Reduzierung der Haldenwässer relevante Aufstandsfläche der Rückstandshalde. Dafür wird die abgedeckte Fläche auf die Aufstandsfläche projiziert. Den Fortschritt überprüfen wir durch jährliche Messungen. Im Falle von zeitversetzten Messungen im Vergleich zur Berichtsperiode basieren die Jahreswerte auf Extrapolationen. Im Jahr 2019 konnten zusätzlich 2,8 ha (2018: 5,9 ha) Haldenfläche abgedeckt werden. Seit dem Basisjahr 2017 haben wir damit eine Gesamtfläche von 8,7 ha abgedeckt.

  • Am Standort Hattorf haben wir bereits im Jahr 2018 einen halbtechnischen Versuch zur Dünnschichtabdeckung auf einer Fläche von 0,5 ha fertiggestellt. Seitdem werden Untersuchungsergebnisse und Informationen aus dem Versuch erfasst und ausgewertet. Dabei liegt der Fokus auf der technischen Durchführbarkeit und dem langfristigen Materialverhalten. Auf dem Haldentop der Halde Hattorf hat das Werk Werra Anfang 2019 einen Polder von 1,0 ha Größe errichtet. Weitere Abdeckungsmaßnahmen in Form von Poldern sind in bautechnischer Vorbereitung und sollen 2020 umgesetzt werden. Ebenso ist die Abdeckung der Aufstandsfläche der ehemaligen Kieserithalde geplant.
  • K+S hat am Werk Neuhof-Ellers 2019 auf dem Haldentop ein Probefeld zur Abdeckung mit dem INNOVATIVENEROSIONSSCHUTZ sowie ein dazugehöriges Lysimeterfeld errichtet. Dieses wird langfristige Erkenntnisse über Verdunstungsleistung und Materialverhalten liefern. Zurzeit läuft das Genehmigungsverfahren für eine Fläche von 1 ha INNOVATIVEM EROSIONSSCHUTZ auf dem Haldentop.
  • Parallel läuft in Zielitz seit dem Jahr 2013 ein Pilotvorhaben zur Entwicklung einer standortangepassten Abdeckvariante, der sogenannten Infiltrationshemmschicht. Dazu wurden und werden verschiedene Schüttversuche erfolgreich durchgeführt. Gemäß der Althaldenstrategie hat K+S die Abdeckung der Halde Friedrichshall wie geplant fortgeführt. Die verbleibende Restfläche steht vor der Fertigstellung. Der Abschluss der Haldenabdeckung inklusive aller Restarbeiten ist bis Ende 2021 geplant. Weiterhin beantragte K+S die Abdeckung der Halde Niedersachsen bei Wathlingen. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens fand der Erörterungstermin hierzu 2019 statt und der vorzeitige Beginn zum Bau des Recycling-Platzes wurde erteilt. K+S erwartet den Planfeststellungsbeschluss planmäßig 2020. Am Werk Sigmundshall führen wir die Haldenabdeckung fort und decken weitere Bereiche des Haldenplateaus sowie der Haldenflanken a B. In den kommenden Jahren wird das standortspezifische, bewährte Abdeckverfahren stetig weitergeführt.

ENERGIE & KLIMA

Als Rohstoffunternehmen betreiben wir viele energieintensive Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Abbau von Rohstoffen über die Produktion bis hin zum Transport des fertigen Produkts.

ENERGIE

Den Großteil unseres weltweiten Energiebedarfs an Strom und Wärme erzeugt die K+S GRUPPE in eigenen Kraftwerken durch den Einsatz von Primärenergieträgern. Darüber hinaus benötigte Energie kaufen wir am Markt zu. An einer möglichst energieeffizienten Rohstoffgewinnung und Fabrikproduktion arbeiten wir kontinuierlich.

Zielsetzung: Wir wollen den spezifischen CO2-Fußabdruck für die insgesamt verbrauchte Elektroenergie an unseren Produktionsstandorten bis 2030 um 20 % reduzieren (Basisjahr 2017: 302,51 kg CO2e/MWh). Das bedeutet, dass wir in der Energieumwandlung noch effizienter werden, unser Potenzial im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) umfangreicher nutzen und den Einsatz erneuerbarer Energien prüfen. Das Ziel bezieht sich auf unsere Scope 1 und 2 Emissionen aus selbstgenutztem Strom, die zum einen durch direkte Energieumwandlung und zum anderen indirekt durch bezogenen Strom entstehen. Im Geschäftsjahr 2019 betrug unser CO2-Fußabdruck für genutzten Strom 297,4 kg CO2e/MWh (2018: 298,1 kg CO2e/MWh), eine Veränderung von -1,7 % zum Basisjahr 2017. Die weitere Reduktion ist auf einen produktionsbedingt höheren Anteil von KWK-Eigenstromerzeugung am Gesamtstromverbrauch zurückzuführen. An einer langfristigen CO2-Strategie über den Zeitraum 2030 hinaus arbeiten wir zurzeit.

ENERGIEEINSATZ NACH ENERGIETRÄGERN UND TREIBHAUSGASEMISSIONEN SCOPE 1, 2 UND 3

2018 2019
Direkte Energieträger GWh 11.403,1 11.546,2
(Scope 1) Mio. t CO2e 2,4 2,4
Erdgas GWh 10.683,9 10.827,0
Kohle GWh 295,5 318,8
Diesel GWh 406,2 384,2
Heizöl GWh 1,3 1,3
Flüssiggas (LPG) GWh 10,9 10,2
Benzin GWh 5,3 4,7
Indirekte Energieträger GWh 2.231,8 2.138,5
(Scope 2)

In allen deutschen Gesellschaften mit produzierenden Standorten nutzen wir ein nach DIN EN ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem. In allen anderen deutschen Gesellschaften führen wir regelmäßig Energieaudits nach DIN EN ISO 16247 durch. Ein gruppenweites Konzept für das Energiemanagement ist erarbeitet und die Einführung der ISO 50001 auf unseren Standorten außerhalb Deutschlands mit einem Energiebedarf > 10 GWh haben wir weitergeführt. Bis zum Jahr 2019 haben wir etwa 52 % des weltweiten Energiebedarfs in Anlehnung an die ISO 50001 abgedeckt. Die Ambition des ENERGIEEFFIZIENZ-NETZWERKS (KEEN) nehmen wir in unserer 2018 gestarteten internen Expertengruppe "keen global" auf und prüfen die Anwendbarkeit und Umsetzung auf globaler Ebene. Zudem steuert die Gruppe Maßnahmen zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels "Energie & Klima" bis zum Jahr 2030. www.effizienznetzwerke.org/initiative/unsere-netzwerke

Der Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2019 mit 13.684,7 GWh blieb etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr (2018: 13.634,9 GWh).

Energieträger

Die verwendeten Energieträger sind je nach Standort der Bergwerke und Produktionsanlagen unterschiedlich. Die Dampf- und Stromerzeugung von K+S in Deutschland basiert zu 85 % auf dem Primärenergieträger Erdgas und zu 15 % auf dem Energiebezug aus einer Müllverbrennungsanlage. Sechs unserer sieben deutschen Kalistandorte in 2019 verfügen über eigene Kraftwerke, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden. Ihr Brennstoffnutzungsgrad liegt bei 90 %. Zwei von sieben Trocknungsanlagen betreiben wir ebenfalls nach dem KWK-Prinzip. Im Jahr 2018 erfolgte ein Ausbau der Energieumwandlung in KWK am Standort Hattorf zum Betrieb der KKF-Anlage. Infolge dieser Maßnahme können zusätzlich 15 MW Strom aus KWK erzeugt werden, was zu einer Reduzierung von Fremdstrom führte. Weitere Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung sind in der Umsetzung bis 2020 bzw. 2021: Erneuerung einer Gasturbine und eines Gaskessels an unseren deutschen Standorten. Beide Vorhaben sind förderfähig im Sinne der öffentlichen Energieeffizienzförderprogramme und leisten durch die Optimierung der Eigenenergieerzeugung einen signifikanten Beitrag zur Vermeidung von CO2-Emissionen. Wir untersuchen weiterhin die Möglichkeit der Nutzung regenerativer Energiequellen - Sonne und/oder Wind - an mehreren Produktionsstandorten in Nordamerika. Aufgrund der Solung als Abbaumethode in unserem neuen Werk Bethune in Kanada sowie der stetig wachsenden Ausdehnung der anderen untertägigen Rohstoffabbaugebiete und der damit verbundenen höheren energetischen Aufwendungen rechnen wir tendenziell mit einem steigenden spezifischen Bedarf an Primärenergie.

Emissionen

Im Rahmen des Pariser Weltklimaabkommens von 2016 hat sich die Weltgemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erderwärmung gegenüber der vorindustrialisierten Zeit möglichst auf 1,5 °C zu begrenzen. Mit der UN-KLIMAKONFERENZ 2019 in Madrid, Spanien, wurde die Umsetzung abschließend konkretisiert. In Deutschland sollen die vertraglich im PARISER abkommen definierten Ziele mittels des Klimaschutzplans 2050 umgesetzt werden. Unter Beteiligung der Industrie ist das Ziel, Treibhausgasemissionen bis 2030 zunächst um 55 % zum Basisjahr 1990 zu senken. Zur Senkung von Treibhausgasemissionen in energieintensiven Industrien trat bereits im Jahr 2005 das EUROPÄISCHE EMISSIONSHANDELSSYSTEM (EU ETS) in Kraft. Ziel des Emissionshandels ist es, Emissionen dort zu senken, wo die Minderung am effizientesten ist. Die K+S GRUPPE betreibt aktuell zwölf emissionshandelspflichtige Kraftwerke und Trocknungsanlagen in Deutschland, deren Emissionen auf Basis geltender EU-Monitoring-Leitlinien erfasst und von externen Prüfungsorganisationen verifiziert werden. Zudem wurde 2019 in Deutschland das Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen (Brennstoffemissionshandelsgesetz - BEHG) beschlossen mit Gültigkeit ab 2021. Unsere Anlagen im EU ETS erfahren dadurch keine zusätzliche Belastung. Lediglich ein Teil des Primärenergiebedarfs (13 %) der K+S in Deutschland wird vom BEHG betroffen sein. Die Bepreisung der Kraftstoffemissionen unserer Logistikdienstleister in Deutschland (Scope 3-Emissionen) berücksichtigen wir in unserer Mittelfristplanung. Im Rahmen der dritten Handelsperiode (bis zum Jahr 2020) erwarten wir keine zusätzlichen Kosten für den Emissionshandel. Ein kanadisches System zur Bewertung von Treibhausgasemissionen ist seitens der Regierung eingeführt. Unser Werk Bethune fällt unter das provinziale System und wird voraussichtlich ab dem Jahr 2021 betroffen sein. Gefordert wird eine Reduzierung der Emissionsintensität von 5 % bis zum Jahr 2030. Wir berichten unsere Emissionen vollständig innerhalb der Betrachtungsräume Scope 1 und Scope 2 sowie Scope 3 für unsere Logistikemissionen ausgehender Transporte in CO2-Äquivalenten (CO2e). Diese geben das spezifische Erwärmungspotenzial der Treibhausgase verglichen mit dem von CO2 an. Die co2e-Emissionen aus dem Verbrauch aller direkten und indirekten Energieträger im Jahr 2019 (Scope 1 und 2) betrugen 2,6 Mio. t CO2e (2018: 2,6 Mio. t CO2e). Die Berechnungsgrundlage der Menge an CO2e bilden die Emissionsfaktoren aus dem greenhouse gas protocol.

LOGISTIKEMISSIONEN

Unser internationales Logistiknetzwerk sorgt für einen reibungslosen Ablauf in der Lieferkette und transportiert unsere Produkte termingerecht und möglichst umweltschonend zu unseren Kunden in aller Welt. Unsere globalen Transportketten werden ganzheitlich gesteuert und regelmäßig optimiert, um eine hohe Effizienz sicherzustellen. Durch lokale und nationale Initiativen trägt K+S zur Optimierung der Emissionen in der Wertschöpfungskette bei. K+S beteiligt sich an der vom BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND REAKTORSICHERHEIT (BMU) geförderten Nachhaltigkeitsinitiative WIRTSCHAFT macht KLIMASCHUTZ und entwickelt gemeinsam mit anderen Unternehmen konkrete Klimaschutzmaßnahmen.

Zielsetzung: Unser Ziel ist es, die mit dem Transport unserer Produkte einhergehenden Umweltauswirkungen in Form von Treibhausgasemissionen auch in Zukunft weiter zu reduzieren. Bis zum Jahr 2030 will die K+S GRUPPE die spezifischen Treibhausgasemissionen im Logistikbereich um 10 % gegenüber dem Jahr 2017 senken. Dies gilt für die Emissionen unserer ausgehenden Transporte, gemessen in Kilogramm CO2-Äquivalente pro Tonne (Tank-To-Wheel).

Logistikemissionen machen einen bedeutenden Teil der Emissionen unserer Wertschöpfungskette und den größten Anteil unserer Scope 3 Emissionen aus. Die von uns berechneten Emissionen der ausgehenden Transporte entsprechen mit 0,9 Mio. t co2e (2018: 1,0 Mio. t CO2e) etwa der Hälfte unserer Scope 1 und 2 Emissionen. Der spezifische Wert pro Tonne lag im Jahr 2019 bei 16,3 kg CO2e/t (2018: 17,9 kg CO2e/t). Das entspricht einer Veränderung von -11,1 % zum Basisjahr 2017. Die Senkung unserer spezifischen Logistikemissionen wurde durch die veränderte Struktur unserer logistischen Warenströme verursacht und wesentlich durch externe Markt- und Umweltanforderungen beeinflusst. Auch verschiedene Maßnahmen, darunter die Erhöhung des Auslastungsgrades von Transportmitteln und Transportnetzwerkoptimierungen, haben insbesondere in unserer operativen Einheit Americas zur positiven Entwicklung der Emissionswerte beigetragen. In der operativen Einheit Europe+ konnten wir durch die Nutzung emissionsärmerer Transportmittel, so z. B. der Bahn anstelle des LKW, aber auch durch die Erhöhung des Auslastungsgrades der Transportmittel, positive Effekte erzielen. Durch die Optimierung unseres Logistiknetzes in Europa ab 2019 wollen wir die Logistikemissionen reduzieren und die Auslastung unserer Transportfahrzeuge erhöhen. Derzeit berechnen wir die Emissionen auf Basis der DIN EN 16258. Um zukünftig auch die Auswirkungen unseres Lieferantenengagements auf dem amerikanischen Kontinent und neuer Technologien, zum Beispiel durch den Einkauf emissionsarmer Logistikdienstleistungen, abbilden zu können, planen wir langfristig die Substitution von Standardwerten durch reale Verbrauchsdaten unserer Dienstleister. Bereits heute engagieren wir uns im SMARTWAY-PROGRAMM der US-UMWELTSCHUTZBEHÖRDE (US EPA). Das Programm unterstützt Unternehmen dabei, durch Messung, Benchmarking und Effizienzsteigerung im Güterverkehr die Nachhaltigkeit der Lieferkette voranzutreiben.

Geschäftsethik

K+S ist ein zuverlässiger Partner für Kunden, Lieferanten und das gesellschaftliche Umfeld. Ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln unserer Mitarbeiter ist für uns selbstverständlich und das erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern. Mit unseren strategischen Zielen und den Aktivitäten dazu leisten wir auch einen Beitrag zu den zielen FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGS): Im Handlungsfeld "Compliance & Anti-Korruption" tragen wir mit dazu bei, Korruption und Bestechung zu reduzieren (SDG 16.5). Im Handlungsfeld "Nachhaltige Lieferketten" tolerieren wir z. B. keine Zwangs- oder Kinderarbeit (SDG 8.7).

  • 'Vielfalt und Inklusion', Seite 85
  • 'Compliance-Management', Seite 107

www.kpluss.com/geschaeftsethik

NACHHALTIGE LIEFERKETTEN

K+S fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforderungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE (Kodex) formuliert. Der Kodex verpflichtet Lieferanten zur Anerkennung und Einhaltung unserer Werte. Er basiert auf internationalen Standards wie den Grundsätzen des UN global compact, der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den ILO-KERNARBEITSABKOMMEN und den leitlinien für multinationale UNTERNEHMEN der OECD.

CO2e CO2e
Extern bezogener Strom GWh 707,8 657,5
Extern bezogener Dampf GWh 1.521,3 1.477,9
Extern bezogene Wärme GWh 2,8 3,1
Gesamtenergieverbrauch GWh 13.634,9 13.684,7
(Scope 1 & 2) Mio. t CO2e 2,6 2,6
Verkaufter Strom GWh 42,0 65,1
(Scope 3) Emissionen ausgehender Transporte (Logistikemissionen) Mio. t CO2e 1,0 0,9

Absatzkontrolle

Zielsetzung: Die Abdeckung unseres Einkaufsvolumens durch den Kodex soll bis zum Jahr 2025 mehr als 90 % betragen. Ein weiteres Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100 % unserer "kritischen" Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben. Im Jahr 2019 haben wir die globale Einführung des Kodex deutlich ausgeweitet. 45 % (2018: 29 %) unseres Einkaufsvolumens werden bereits davon erfasst. 23 % (2018: 15 %) unserer "kritischen" Lieferanten haben den Verhaltenskodex für Lieferanten anerkannt. Sie werden jährlich ermittelt. Berücksichtigt werden u. a. der Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) sowie die Umweltverträglichkeit der vom Lieferanten hauptsächlich gelieferten Produkte bzw. Dienstleistungen. Für den Fall des Bekanntwerdens eines Verstoßes gegen den Verhaltenskodex für Lieferanten sind klare Prozesse und Verantwortlichkeiten definiert. Im Jahr 2020 soll "die Abdeckung durch" den Kodex ausgeweitet werden. Compliance sowie die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten sind uns bei der Auswahl all unserer Geschäftspartner wichtig. Wir arbeiten an einem Überwachungskonzept, welches sowohl Lieferanten als auch Kunden umfasst. Im Anschluss daran soll ein Konzept zur Lieferantenentwicklung aufgesetzt und eingeführt werden.

COMPLIANCE & ANTI-KORRUPTION

Compliance ist integraler Bestandteil der Unternehmenskultur bei K+S basierend auf unseren ONE K+S werten. Wichtig ist uns, dass "gute Unternehmensführung" auf allen Ebenen gelebt wird. Wir verstehen darunter mehr als die Einhaltung der jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften, behördlichen Genehmigungen, vom Unternehmen anerkannter regulatorischer Standards, wie zum Beispiel unser Bekenntnis zum UN global compact, und interner Regelungen. Wir wollen unternehmerisches Handeln innerhalb klar definierter Leitplanken fördern. Verstöße gegen Rechtsvorschriften und interne Regelungen sind weder rechtlich noch im Sinne unseres Compliance-Verständnisses akzeptabel. Hinweisen auf Verstöße gegen Rechtsvorschriften und interne Regelungen gehen wir deshalb umgehend nach und klären den Sachverhalt auf. Festgestellte Compliance-Verstöße werden unverzüglich abgestellt und, sofern erforderlich, konsequent und angemessen sanktioniert. Jeder Mitarbeiter wird mit unseren ONE K+S werten sowie den internen Regelungen vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden zielgruppenspezifische Schulungen für Mitarbeiter statt (z. B. Kartellrecht, Anti-Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfiinanzierung, Umgang mit sozialen Medien, Datenschutz, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Anti-Diskriminierung und sexuelle Belästigung).

,Compliance-Management', Seite 107

Zielsetzung: K+S verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegen Korruption und Bestechung, um die Risiken der Haftung, der Strafbarkeit, des Reputationsverlusts sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden. Wir haben die Grundsätze unseres Compliance-Management-Systems auch in unseren Nachhaltigkeitszielen verankert, mit einem Leistungsindikator versehen und mit Maßnahmen unterlegt. Unser Ziel, Ende 2019 alle Mitarbeiter durch Kommunikationsmaßnahmen erreicht und angemessen in Compliance-Themen geschult zu haben, konnten wir erreichen (2018: 71 %, davon 100 % Kommunikation und 42 % Schulungen). Damit haben wir in 2019 mehr als 14.900 Mitarbeiter in Compliance-Themen schulen können. Langzeiterkrankte Mitarbeiter oder Mitarbeiter in Elternzeit, die nicht erreicht werden konnten, sind nicht in die Berechnung eingeflossen. Den Wert konnten wir erreichen, da die Mitarbeiter der K+S GRUPPE eine verpflichtende Schulung absolviert haben. Über deren Einführung wurden alle Mitarbeiter durch Portalmeldungen, Beiträge in der Mitarbeiterzeitschrift sowie durch Plakate bzw. entsprechende Meldungen auf Monitoren in verschiedenen Unternehmensteilen informiert. Im Zuge der Schulung werden in einem dreijährigen Turnus verschiedene Compliance-Themen behandelt. In der ersten Periode wurde zu den Themen Geschäftsethik, Korruption und Bestechung, Interessenkonflikte und soziale Medien geschult. Ferner wurden die Mitarbeiter erneut mit den ONE K+S werten vertraut gemacht und über das Globale Organisationshandbuch informiert, welches alle global gültigen internen Regelungen der K+S GRUPPE enthält. Der neu entwickelte Verhaltenskodex fasst die Kernaussagen für alle Mitarbeiter verständlich zusammen. Ergänzend wurden weitere Compliance-Trainings zur Geschäftspartner-Compliance bzw. zu "Know Your Customer" (Kenne deinen Kunden) erarbeitet und in den Trainingsplan aufgenommen. Zudem wurde die neue weltweite Compliance-Hotline "speak up!" eingerichtet, um die Erreichbarkeit zu erhöhen und mögliche Hürden bei der Meldung von Verdachtsfällen zu verringern. Mitarbeiter haben grundsätzlich die Möglichkeit, sich Rat in Compliancerelevanten Angelegenheiten zu holen. Über unser Hinweisgebersystem "speak UP!" können Mitarbeiter und Dritte mögliche bzw. tatsächliche Verstöße gegen Gesetze oder Regelungen - auch anonym - melden sowie Fragen zu Compliance-Sachverhalten stellen. Die Kontaktdaten sind auf der K+S-Website und im Portal (Intranet) oder auf Aushängen zu finden. Selbstverständlich hat niemand, der einen Sachverhalt meldet, dadurch eine Benachteiligung zu befürchten (Non-Retaliation).

,Geschäftsmodell', Seite 37

www.kpluss.com/compliance-hotline

Absatzkontrolle

Telefon 0561 9301-1177
E-Mail: [email protected]

Im Sinne des Stellenwerts von Compliance im Unternehmen wollen wir das hohe Niveau der Schulungen halten und kontinuierlich zu Themen kommunizieren. Die Basisschulung mit weiteren Compliance-Themen wird auch 2020 für alle Mitarbeiter verpflichtend sein. Darüber hinaus werden die zielgruppenspezifischen Schulungen intensiviert. In Ergänzung dazu arbeiten wir an einem einheitlichen Geschäftspartner-Compliance-Prozess, mit dem die vorhandenen Prozesse harmonisiert werden, und an der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die vorgelagerten und nachgelagerten Lieferketten.

,Nachhaltige Lieferkette', Seite 97

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE GOVERNANCE

1 Der Vorstand gibt gemäß §§ 289f sowie 315d HGB die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit der Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten:

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

1 Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im Dezember 2019 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:

"Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 im Jahr 2019 in vollem Umfang entsprochen wurde und im Jahr 2020 in vollem Umfang entsprochen wird.

Kassel, im Dezember 2019"

Wir verfolgen das Ziel einer verantwortungsbewussten Unternehmenssteuerung und -überwachung, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse.

Organe

Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Kompetenzen und Aufgaben dieser Organe sind im Aktiengesetz, im Mitbestimmungsgesetz, in der Satzung und in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.

HAUPTVERSAMMLUNG

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Gesellschaft durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und diesem Weisungen erteilen oder per Briefwahl abstimmen. Dies ist auch über ein elektronisches System möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse auch im Internet.

www.kpluss.com/hv

1 Die in der Erklärung zur Unternehmensführung enthaltenen Angaben nach § 289f sowie § 315d HGB sind nach § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt jeweils für rund fünf Jahre.

www.kpluss.com/corporategovernance

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensstrategie, die Planung, den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation sowie über besondere unternehmerische Chancen und Risiken. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Beschlussvorlagen des Vorstands und - soweit erforderlich -zu weiteren Angelegenheiten Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert.# Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat führt im Zweijahresturnus eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Plenum wie auch in den Ausschüssen zu erhalten.

Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder fünf Ausschüsse gebildet:

  • Der Vermittlungsausschuss nimmt die in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG beschriebenen Aufgaben wahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Die vier Mitglieder des Ausschusses sind zu gleichen Teilen Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer.
  • Der Strategieausschuss ist zuständig für die Beratung des Vorstands bei der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie deren Prüfung und die Berichterstattung darüber an den Aufsichtsrat. Zudem bereitet der Strategieausschuss zustimmungspflichtige Entscheidungen des Aufsichtsrats vor, die Akquisitionen, Devestitionen, Investitionen, organisatorische Veränderungen oder Restrukturierungen betreffen. Der Strategieausschuss berät den Vorstand in Fragen der Unternehmensstrategie sowie bei Projekten mit strategischer Relevanz. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Strategieausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt.
  • Der Prüfungsausschuss nimmt die sich aus dem Aktiengesetz sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex ergebenden Aufgaben wahr. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Chancen- und Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance, der Vergabe von Aufträgen an den Abschlussprüfer der Gesellschaft sowie der Abschlussprüfung. Er erörtert auch den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen vor deren Veröffentlichung mit dem Vorstand. Herr Kölbl (unabhängiger Finanzexperte), Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verfügt aus seiner beruflichen Praxis als Finanzvorstand (CFO) der Südzucker AG über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt.
  • Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der langfristigen Nachfolgeplanung. Hinsichtlich der Festlegung der Gesamtvergütung für Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Vertragsangelegenheiten der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbreitet der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum Beschlussvorschläge. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt.
  • Der Nominierungsausschuss benennt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Aufsichtsratskandidaten. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt.

Absatzkontrolle

Gemäß der gesetzlichen Regelung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beträgt der Mindestanteil an Frauen und Männern im Aufsichtsrat jeweils 30 %. Dem Aufsichtsrat gehören zurzeit zwei Vertreterinnen der Anteilseigner und zwei Vertreterinnen der Arbeitnehmer an.

Kompetenzprofil und Diversität

Ziel der Besetzung des Aufsichtsrats ist, ein Kompetenzprofil und die Diversität der Gremiumsmitglieder sicherzustellen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlich ist. Der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Berichtsjahr darin gefolgt, dass der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann. Die Hauptversammlung ist an diese Wahlvorschläge nicht gebunden, eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht dem Aufsichtsrat als Gesellschaftsorgan nicht zu.

Im Jahr 2017 hat der Nominierungsausschuss unter professioneller Begleitung eines Vergütungsexperten eine Kompetenzanalyse des Aufsichtsrats durchgeführt. Im Zuge dieser Analyse wurden alle Anteilseignervertreter bezüglich des Soll- und Ist-Profils befragt. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass die Leistung des Gremiums als Ganzes wesentlich von der Vielfalt im Expertenmix, der Qualifikation, Integrität und Unabhängigkeit abhängt. Die Kultur sollte von Professionalität und Wertschätzung geprägt sein. Vor diesem Hintergrund umfasst das Anforderungsprofil insbesondere die nachfolgenden Aspekte:

  • Die Mitglieder sollen über Kenntnisse bezüglich der Branche, Produktsegmenten, Produktion und relevanter Technologien verfügen.
  • Kenntnisse über internationale und für K+S relevante Märkte sollten vorhanden sein.
  • Erfahrung in der strategischen Führung eines Unternehmens ist eine wesentliche Anforderung.
  • Eine angemessene Anzahl von Mitgliedern sollte über Finanzkompetenz, insbesondere hinsichtlich Rechnungslegung und Bilanzprüfung, verfügen.
  • Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören.
  • Kenntnisse in den Bereichen Recht, Compliance, HR inkl. Mitbestimmungsrecht sowie Restrukturierungs- und Krisenmanagement sollten in angemessenem Umfang vorhanden sein.

Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die vorstehenden Ziesetzungen mit seiner aktuellen Zusammensetzung erfüllt sind.

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2019 (Stand der Angaben zu weiteren Aufsichtsratsmandaten und Kontrollgremien: 31. Dezember 2019)

Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (Jahrgang 1955), Diplom-Biologe, Aufsichtsratsvorsitzender
Anteilseignervertreter
Unternehmer (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF AKTIENGESELLSCHAFT , Ludwigshafen (heute: BASF SE, Ludwigshafen))
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 12. Mai 2015

weitere Aufsichtsratsmandate:
* Karlsruher Institut für Technologie (kit), Karlsruhe (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) (bis 31. August 2019)

weitere Kontrollgremien:
* C.H. Boehringer Sohn AG & Co. KG, Ingelheim (Mitglied im Beraterkreis)

Ralf Becker (Jahrgang 1965), Gewerkschaftssekretär
Stellv. Vorsitzender
Arbeitnehmervertreter
Landesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 1. August 2009

weitere Aufsichtsratsmandate:
* Continental Reifen Deutschland GMBH, Hannover (stellv. Vorsitzender)
* Deutsche Shell Holding GMBH, Hamburg
* Deutsche Shell GMBH, Hamburg
* Shell Deutschland Oil GMBH, Hamburg

Petra Adolph (Jahrgang 1964), Master in Politik- und Literaturwissenschaften
Arbeitnehmervertreterin
Vorstandssekretärin (Bereich Mitbestimmung/Recht/Gesundheitsschutz), IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018

weitere Aufsichtsratsmandate:
* cewe Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg

Andre Bahn (Jahrgang 1968), Elektromonteur
Arbeitnehmervertreter
Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra, K+S MINERALS and GRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018

Jella Benner-Heinacher (Jahrgang 1960), Juristin
Anteilseignervertreterin
Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V., Düsseldorf
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 7. Mai 2003

weitere Kontrollgremien:
* A.S. Creation Tapeten AG, Gummersbach (stellv. Vorsitzende)

Peter Bleckmann (Jahrgang 1962), Kfz-Mechaniker
Arbeitnehmervertreter
Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Betriebsratsvorsitzender des Werks Borth, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, KASSEL (VORMALS: ESCO -EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, HANNOVER)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018

Philip Freiherr von dem Bussche (Jahrgang 1950), Diplom-Kaufmann
Anteilseignervertreter
Unternehmer/Landwirt
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 12. Mai 2015

weitere Kontrollgremien:
* Bernard Krone Holding SE & Co. KG, Spelle (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 31. Dezember 2019; ab 1. Januar 2020 ordentliches Mitglied)
* DF World of Spices GMBH, Dissen (Mitglied des Beirats)
* GRIMME GMBH & Co. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats)

George Cardona (Jahrgang 1951), Ökonom
Anteilseignervertreter
Ökonom
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 9. Oktober 2009

weitere Kontrollgremien:
* Board der Banque Havilland (Monaco) S.A.M., Monaco (Chairman, seit 5. Oktober 2019)# AUFSICHTSRAT

Elke Eller (Jahrgang 1962), Diplom-Volkswirtin
Anteilseignervertreterin
Mitglied des Vorstands der TUI AKTIENGESELLSCHAFT, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
weitere Aufsichtsratsmandate:
Konzerngesellschaften der TUI Group
― TUI Deutschland GMBH, Hannover
― TUIFLY GMBH, Langenhagen
weitere Kontrollgremien:
Konzerngesellschaften der TUI Group
― TUI Belgium N.V., Oostende/Belgien
― TUI Nederland N.V., Rijswijk/Niederlande

Gerd GRIMMING (Jahrgang 1953), Diplom-Bergingenieur
Anteilseignervertreter
Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018

Axel Hartmann (Jahrgang 1958), Einzelhandelskaufmann
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 14. Mai 2013

Michael Knackmuß (Jahrgang 1975), Kfz-Schlosser
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz, K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 11. Juli 2014

Thomas Kölbl (Jahrgang 1962), Diplom-Kaufmann
Anteilseignervertreter
Finanzvorstand der Südzucker AG, Mannheim
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2022
Erstbestellung: 10. Mai 2017
weitere Aufsichtsratsmandate:
Konzerngesellschaften der Südzucker Group
― CropEnergies AG, Mannheim (stellv. Vorsitzender)
weitere Kontrollgremien:
Konzerngesellschaften der Südzucker Group
― AGRANA Stärke GMBH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats)
― AGRANA Zucker GMBH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats)
― ED&F man Holdings Limited, London/Großbritannien (Mitglied des Board of Directors (non-executive))
― Freiberger Holding GMBH, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats)
― PortionPack EUROPE Holding B. V., Oud-Beijerland/Niederlande (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
― Raffinerie Tirlemontoise S. A., Brüssel/Belgien (Mitglied des Conseil d'Administration)
― Saint Louis Sucre S. A. S., Paris/Frankreich (Mitglied des Comite de Supervision) (bis 31. Juli 2019)
― Südzucker Polska S. A., Wroctaw/Polen (Mitglied des Aufsichtsrats)
― Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GMBH, Mannheim (Vorsitzender des Beirats)

Gerd Kübler (Jahrgang 1967), Diplom-Ingenieur
Arbeitnehmervertreter
Leiter Mining, K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 1. Januar 2016

Nevin McDougall (Jahrgang 1967), Master of AGRICULTURE (Agrarökonomie & Business)
Anteilseignervertreter
Selbständiger Berater/Unternehmer, NLM Management InC., London, Kanada
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
weitere Kontrollgremien:
― Board Member der BioEnterprise Corporation (non-profit Canadian company)

Anke Roehr (Jahrgang 1964), Industriekauffrau
Arbeitnehmervertreterin
Vorsitzende des Betriebsrats des Standorts Hannover, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover)
Mitarbeiterin im Kundensegment Communities, K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 1. April 2016

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AUFSICHTSRATSSCHÜSSE

VERMITTLUNGSAUSSCHUSS

  • Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender)
  • Ralf Becker
  • Axel Hartmann
  • Thomas Kölbl

STRATEGIEAUSSCHUSS

  • Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender)
  • Andre Bahn (seit 3. Dezember 2019)
  • Ralf Becker
  • Philip Freiherr von dem Bussche

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

  • Thomas Kölbl (Vorsitzender)
  • Petra Adolph
  • Ralf Becker
  • Jella Benner-Heinacher
  • Axel Hartmann
  • Dr. Andreas Kreimeyer

PERSONALAUSSCHUSS

  • Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender)
  • Ralf Becker
  • Dr. Elke Eller
  • Michael Knackmuß

NOMINIERUNGSAUSSCHUSS

  • Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender)
  • Jella Benner-Heinacher
  • Philip Freiherr von dem Bussche
  • George Cardona

VORSTAND

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Zusammenarbeit seiner Mitglieder, die Geschäftsverteilung sowie die gegenseitige Vertretung. Maßnahmen, die auch andere Verantwortungsbereiche betreffen oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen ggf. dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen.

www.kpluss.com/statuten

BESETZUNG DES VORSTANDS, ANFORDERUNGSPROFIL UND DIVERSITÄT

Die Anzahl der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach § 5 Abs. 1 der Satzung, wonach der Vorstand aus wenigstens zwei Mitgliedern besteht. Die genaue Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 bestand der Vorstand aus drei männlichen Mitgliedern.

Kriterien bei der Besetzung von Vorstandspositionen sind die fachliche Eignung für die Leitung des jeweiligen Ressorts, nachgewiesene Leistungen auf dem bisherigen Berufsweg sowie eine ausgeprägte Führungskompetenz. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass Vielfalt auch im Vorstand wichtig ist. So sollte der Vorstand aus Personen bestehen, die sich in Bezug auf Berufs- und Lebenserfahrung ergänzen sowie unterschiedlichen Alters sind. Darüber hinaus sollte mindestens ein Vorstandsmitglied über ausgeprägte internationale Erfahrung verfügen.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 14. Mai 2019 im Hinblick auf die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen eine neue Zielgröße von 25 % festgelegt. Diese soll bis zum 31. Dezember 2023 erreicht werden.

MITGLIEDER DES VORSTANDS

(Stand der Angaben zu Zuständigkeiten und Mandaten, sofern nicht anders ausgewiesen: 31. Dezember 2019)

Dr. Burkhard Lohr

(Jahrgang 1963), Diplom-Kaufmann, Vorsitzender, Arbeitsdirektor
― Operative Einheit EUROPE +
― Communications & Brands
― Corporate Board Office, Corporate Secretary
― Environmental & Regulatory Affairs
― Health, Safety, Management Systems & Sustainability
― Human Resources
― Investor Relations
― Legal & GRC
― Legal Europe
― Strategy & Development
Mandat bis 31. Mai 2025
Erstbestellung: 1. Juni 2012
Aufsichtsratsmandate:
― K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH (Vorsitzender), Kassel 1 (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)

Thorsten Boeckers

(Jahrgang 1975), Bankkaufmann, Finanzvorstand
― Controlling
― Finance & Accounting
― Innovation & Digitalization (seit 1. Februar 2020)
― Insurance
― Internal Auditing
― IT
― Procurement
― Tax
― Einheiten des Chief Financial Officers der operativen Einheiten Americas sowie Europe+ und für alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind
Mandat bis 11. Mai 2025
Erstbestellung: 12. Mai 2017
Aufsichtsratsmandate:
― K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH, Kassel 1 (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)

Mark Roberts

(Jahrgang 1963), Bachelor of Science (Marketing)
― Operative Einheit Americas
― Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence mit den Untereinheiten AGRICULTURE, Consumers, Industry, Communities, Supply Chain Management Excellence
― Operations and Technical Excellence Center
Mandat bis 30. September 2023
Erstbestellung: 1. Oktober 2012

www.kpluss.com/vorstand; www.kpluss.com/corporategovernance

VERGÜTUNG VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird im Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts ausgewiesen und kann auch auf der Website der Gesellschaft eingesehen werden. ,Vergütungsbericht', Seite 142 www.kpluss.com/corporategovernance

ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Beschäftigungssituation sowie der besonderen unternehmerischen Risiken und Chancen. Darüber hinaus steht der Aufsichtsratsvorsitzende über alle wichtigen Themen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; Näheres regelt § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. www.kpluss.com/statuten

INTERESSENKONFLIKTE

Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.

VERMÖGENSSCHADEN-HAFTPFLICHTVERSICHERUNG (D&O)

Es besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung u. a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung. Die D&O-Versicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung.

AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

Nach Artikel 19 Marktmissbrauchsverordnung haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offenzulegen.# Im Jahr 2019 haben wir für den Aufsichtsrat und für den Vorstand folgende Directors'-Dealings-Meldungen veröffentlicht: B.62 www.kpluss.com/directorsdealings

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2019 zusammen einen Anteil von weniger als 1 % der Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bzw. sich darauf beziehender Finanzinstrumente.

ZIELGRÖSSEN 1. UND 2. EBENE UNTERHALB DES VORSTANDS

Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir Zielgrößen für den Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bis 31. Dezember 2021 festgelegt. Obwohl wir in der ersten Ebene unterhalb des Vorstands den Frauenanteil um knapp einen Prozentpunkt steigern konnten, konnte per 31. Dezember 2019 die Zielgröße von 13 % noch nicht erreicht werden. Aufgrund eines leichten Rückgangs der Gesamtzahl der Führungsfunktionen auf dieser Führungsebene beträgt der Anteil von Frauen zum Stichtag 9 % (2018: 8 %). Erfreulicherweise konnte auf der zweiten Ebene unterhalb des Vorstands die Zielgröße von 11 % mit etwas mehr als 15 % per 31. Dezember 2019 übertroffen werden (2018: 22 %). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist auf einen Anstieg der Gesamtzahl der Führungsfunktionen zurückzuführen. ,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 87

DIRECTORS' DEALINGS VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSMITGLIEDER B.62

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Datum Transaktion ISIN Betrag
26.08.2019 Kauf DE000KSAG888 35.625,00 €
26.08.2019 Kauf DE000KSAG888 71.345,37 €
26.08.2019 Kauf DE000KSAG888 93.206,82 €

Thorsten Boeckers
Dr. Andreas Kreimeyer
Philip Freiherr von dem Bussche

GOVERNANCE

Jede organisatorische Einheit der K+S GRUPPE ist verpflichtet, unter Beachtung der Regelungen übergeordneter Einheiten die zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Steuerung und Überwachung notwendigen konkretisierenden Regelungen für ihren Verantwortungsbereich zu erlassen. Die Inhalte von (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen sowie regulatorischen Standards (= Regelwerke Dritter, zu deren Beachtung und Umsetzung sich die K+S GRUPPE oder Teile davon verpflichtet haben) stehen internen Regelungen gleich; dies gilt u. a. für den Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit Vorstand und Aufsichtsrat nicht gemeinsam Abweichungen von dessen Empfehlungen oder Anregungen beschlossen haben.

ONE K+S WERTE

Im zweiten Halbjahr 2019 wurde das neue globale Werteprogramm fertiggestellt: die ONE K+S Werte. Dieser unternehmensweite Wertekatalog unterstützt dabei, die Unternehmenskultur und das Verhalten am Arbeitsplatz weltweit aufeinander abzustimmen. Dies ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu "One Company" - ONE K+S. Die Identifikation der K+S GRUPPE mit gemeinsamen Werten ermöglicht den Aufbau einer stärkeren Unternehmenskultur:

  • SICHER & NACHHALTIG: Wir setzen Arbeitssicherheit an erste Stelle und handeln stets nachhaltig
  • PARTNERSCHAFTLICH: Wir gehen vertrauens- und respektvoll miteinander um und unterstützen uns gegenseitig
  • UNTERNEHMERISCH: Wir sind Unternehmer und nehmen Herausforderungen mutig an
  • AGIL: Wir arbeiten in schlanken und flexiblen Strukturen
  • INNOVATIVE: Wir fördern Innovation und sind veränderungsbereit
  • OPTIMISTISCH: Wir glauben an den Erfolg von K+S

www.kpluss.com/werte

VERHALTENSKODEX

Basierend auf dem Globalen Organisationshandbuch für die K+S GRUPPE sowie den ONE K+S Werten hat sich die K+S GRUPPE einen Verhaltenskodex gegeben. Dieser gibt Orientierung, um bei der täglichen Arbeit gute Entscheidungen zu treffen. Als ONE K+S ist es wichtig, überall auf der Welt respektvoll miteinander umzugehen und das Handeln an den ONE K+S Werten auszurichten. Die Zusammenarbeit ist wichtig, um einen gemeinsamen hohen ethischen Standard für die Art und Weise zu setzen, wie die Geschäfte bei K+S und darüber hinaus geführt werden.

www.kpluss.com/verhaltenskodexAbsatzkontrolle

Nachfolgend werden zunächst die sowohl für die Steuerungs- als auch die Überwachungskomponente des Systems maßgeblichen Teilsysteme Governance, Compliance-Management, Risiko- und Chancenmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement dargestellt. Diese ergänzen sich wechselseitig und überschneiden sich teilweise. Anschließend werden Steuerung und Überwachung erläutert.

COMPLIANCE-MANAGEMENT

Mit unserem Compliance-Management-System sorgen wir dafür, dass das jeweils geltende Recht sowie unsere internen und diesen gleich stehende Regelungen gruppenweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Strafbarkeits- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden. ,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 97

www.kpluss.com/compliance

Das Risiko von Compliance-Verstößen einschließlich Korruptionsrisiken wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses bei K+S berücksichtigt. Durch regelmäßige Prüfungen der Einheit Internal Audit zu Compliance-Themen können ebenfalls Compliance-Risiken identifiziert werden. ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 130

Der Vorstand hat den Leiter der Einheit "Legal & GRC " mit der Funktion des Chief Compliance Officers (CCO) und der Aufgabe betraut, für ein effektives und gesetzeskonformes Compliance-Management-System in der K+S GRUPPE Sorge zu tragen. Er berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und leitet den globalen Ausschuss Governance, Risk und Compliance (GRC-Ausschuss), dem die Compliance-Beauftragten der operativen Einheiten sowie die Leiter Compliance-relevanter Zentralfunktionen der Gesellschaft angehören (z. B. interne Revision, Recht, Personal). Der GRC -Ausschuss hat u. a. zur Aufgabe, allgemeine Themen des Compliance-Managements zu beraten und gruppenweit abzustimmen sowie die generelle Eignung des Compliance-Management-Systems regelmäßig zu analysieren und bei erkanntem Handlungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen. Der Vorstand berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT regelmäßig über das Compliance-Management-System. Der CCO erhält bis zum Ende des ersten Quartals eines jeden Jahres eine Vollständigkeitsmeldung über gemeldete Compliance-Vorfälle aus der gesamten Organisation. Auch 2019 hatten wir keine Korruptionsvorfälle und mussten keine Strafzahlungen tätigen. ,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 97

RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem verfolgt das Ziel, in der gesamten K+S GRUPPE Risiken und Chancen rechtzeitig zu identifizieren, deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sowie etwaige nichtfiinanzielle Auswirkungen zu bewerten, Maßnahmen zur Vermeidung/Verminderung der Risiken bzw. zur Nutzung der Chancen zu ergreifen und dadurch den nachhaltigen Unternehmenserfolg zu unterstützen. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne und externe Berichterstattung über Risiken und Chancen sichergestellt werden. Insoweit gelten folgende Grundsätze:

  • Unternehmerisches Handeln ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Ziel ist es, die sich bietenden Chancen zu nutzen und dabei nur solche Risiken einzugehen, die zur Erschließung von Ertragspotenzialen unvermeidbar sind.
  • Keine Handlung oder Entscheidung darf ein Risiko nach sich ziehen, das vorhersehbar zu einer Bestandsgefährdung führen kann.

Das Kapitel Risiko- und Chancenmanagement im Globalen Organisationshandbuch regelt die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten sowie den Risiko- und Chancenmanagementprozess selbst und definiert die Anforderungen an die Risiko- und Chancenberichterstattung. Der GRC -Ausschuss hat die Aufgabe, allgemeine Themen des Risiko- und Chancenmanagements zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Weiterhin soll er die generelle Eignung des Risiko- und Chancenmanagementsystems regelmäßig analysieren und bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aussprechen. Eine detaillierte Beschreibung des Prozesses zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken und Chancen, eine Darstellung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente (IFRS 7) sowie der bedeutenden Risiken und Chancen finden sich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 119. ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 119

NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT

1 Das unternehmerische Handeln der K+S GRUPPE ist auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet. Um auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sind auch ökologische und soziale Aspekte angemessen zu berücksichtigen; daher sind sie integraler Bestandteil unserer Strategie. ,Unternehmensstrategie', Seite 58

Die strategische Zielsetzung der K+S GRUPPE in Nachhaltigkeitsbelangen wird durch den Vorstand verantwortet. Je ein Vorstandsmitglied ist Sponsor der vom Vorstand beschlossenen Nachhaltigkeitsziele. Der Vorstand wird regelmäßig über die Entwicklung der zentralen nichtfinanziellen Indikatoren unterrichtet. Etwaige nichtfinanzielle Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements identifiziert und bewertet.

1 Dieser Abschnitt ist Teil der zusammengefassten nichtfinanzieller Erklärung, die die Angaben nach §§ 289b-289e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der Abschlussprüfung ist.

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Verantwortliches Vorstandsmitglied Nachhaltigkeitsziele (Sponsor)
Mark Roberts, Mitglied des Vorstands 2 Gesundheit & Arbeitssicherheit
Mark Roberts, Mitglied des Vorstands 2 Vielfalt & Inklusion
Mark Roberts, Mitglied des Vorstands 2 Menschenrechte
Dr. Burkhard Lohr, CEO Wasser
Abfall

Burkhard Lohr, CEO Energie & Klima
Mark Roberts, Mitglied des Vorstands
Nachhaltige Lieferketten
Thorsten Boeckers, CFO
Compliance & Anti-Korruption
Thorsten Boeckers, CFO

Mark Roberts fungierte bis Dezember 2019 als COO. Das Nachhaltigkeitsmanagement der K+S GRUPPE ist im Bereich "Health, Safety, Management Systems & Sustainability" verortet. Dessen Leiter berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und sitzt dem Nachhaltigkeitsausschuss vor. Aufgabe der Einheit ist es, effektive Strukturen zur Erfassung und Bearbeitung von Nachhaltigkeitsthemen in der K+S GRUPPE zu schaffen. Zudem erfasst, analysiert und priorisiert die Einheit Nachhaltigkeitsanforderungen von bzw. an die K+S GRUPPE. Sie erarbeitet Vorschläge an den Vorstand für die strategische Ausrichtung zu Nachhaltigkeitsthemen und berichtet entsprechende Leistungsindikatoren. Die Einheit verantwortet darüber hinaus die externe Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der zentrale Nachhaltigkeitsausschuss hat die Aufgabe, Nachhaltigkeitsthemen zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Er analysiert regelmäßig die generelle Eignung des Nachhaltigkeitsmanagementsystems und spricht bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aus. Im Jahr 2019 ist der Ausschuss dreimal zusammengekommen, um die Umsetzung des K+S-Nachhaltigkeitsprogramms 2030 zu verfolgen sowie konkrete Maßnahmen und Programme zu diskutieren. Für eine ganzheitliche Steuerung von Nachhaltigkeitsthemen hat der Ausschuss grundlegende Nachhaltigkeits-Governance-Prozesse beschlossen. Zudem erfolgte die Abstimmung von umfassenden Kommunikationsmaßnahmen und Mitarbeiterengagement mittels verschiedener Kommunikationskanäle und Informationen zu aktuellen Trendthemen und politischen Entwicklungen. Die Führungskräfte der zentralen Facheinheiten sind eng in den Strategieprozess zu Nachhaltigkeitsthemen einbezogen und entwickeln in Kooperation mit den operativen Einheiten Maßnahmen zur Umsetzung der Zielvorgaben. Quartalsweise berichten sie den Fortschritt der Zielerreichung über das Nachhaltigkeitsmanagement an den Vorstand.

UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG

Der Sollzustand eines effektiven und gesetzeskonformen Systems zur Unternehmenssteuerung und -überwachung (internes Kontrollsystem im weiteren Sinne) in der K+S GRUPPE ist in Ergänzung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben in dem Kapitel "Unternehmenssteuerung und -überwachung" des Globalen Organisationshandbuches definiert. Darin ist auch festgelegt, mit welchen regulatorischen und organisatorischen Maßnahmen dieser Sollzustand zu erreichen bzw. aufrechtzuerhalten ist. Mit diesem System sollen:

  • die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu zählt auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
  • eine verantwortungsvolle Unternehmensführung,
  • die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
  • die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Rechtsvorschriften sichergestellt werden.

Die Ausgestaltung des Steuerungs- und Überwachungssystems im Einzelnen ist in ergänzenden internen Regelungen festgelegt, für deren Erarbeitung und Kommunikation einheitliche Standards vereinbart sind. Die Einheit "Legal & GRC", deren Leiter dem Vorstandsvorsitzenden direkt berichtet, ist dafür verantwortlich, auf Gruppenebene die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines gleichermaßen effektiven wie gesetzeskonformen Unternehmenssteuerungs- und überwachungssystems zu koordinieren. Aufgabe des zentralen Ausschusses Governance, Risk, Compliance (GRC) ist es, die generelle Eignung des Steuerungs- und Überwachungssystems regelmäßig zu analysieren und bei erkannten Schwachstellen gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen.

STEUERUNG

Rahmenvorgaben und generelle Zielsetzungen für die Steuerung der K+S GRUPPE ergeben sich aus Mission und Vision, welche im Kapitel "Unternehmensstrategie" auf Seite 49 beschrieben sind. Der Vorstand hat die Gruppenstrategie als Basis zur Erfüllung unserer Mission festgelegt. Zu deren Umsetzung werden auf der Grundlage eines regelmäßigen Dialogs des Vorstands mit den Leitern der ihm direkt unterstellten Zentralfunktionen sowie dem Management der operativen Einheiten Teilziele und -strategien, Prozesse und Maßnahmen festgelegt, die wiederum in einem kaskadierenden Prozess auf die jeweils nachgeordneten organisatorischen Ebenen heruntergebrochen werden. Deren jeweils relevanter Inhalt wird durch die Vorgesetzten an die betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Qualität der Definition von Zielen ist entscheidend für ihre Erreichbarkeit und Überprüfbarkeit. Daher müssen sie spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sein und dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Zielen stehen. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen bedürfen der Zustimmung des Gesamtvorstands bzw. des für die betroffene Funktion/Einheit zuständigen Vorstandsmitglieds.

Maßgebliche Steuerungsinstrumente sind die Mittelfristplanung, die Jahresplanung sowie die monatliche Hochschätzung. Die Mittelfristplanung der K+S GRUPPE umfasst einen Planungszeitraum von drei Jahren und setzt sich aus der Jahresplanung des kommenden Geschäftsjahres und der Planung der beiden Folgejahre zusammen. Hierbei werden in zahlreichen Teilprozessen und unter zentraler Vorgabe der wichtigsten Planungsprämissen wesentliche Kennzahlen durch die operativen Einheiten und Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT geplant. Das Controlling fasst die Mittelfristplanungen zur konsolidierten operativen Planung sowie zur Personal-, Investitions- und Finanzplanung der K+S GRUPPE zusammen und erläutert diese dem Vorstand. Nach erfolgter Billigung legt der Vorstand die Jahresplanung dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vor und erläutert die Planung der beiden Folgejahre. Nach Aufstellung des Konzernabschlusses erhalten Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen eines Plan-Ist-Vergleichs einen Überblick über die wesentlichen Abweichungen zur Jahresplanung des abgelaufenen Geschäftsjahres der K+S GRUPPE.

Die monatliche Hochschätzung setzt auf der genehmigten Jahresplanung auf. Hierbei werden in der Regel monatlich alle wichtigen Kennzahlen, wie z. B. Umsatz, Ergebnis, Finanzlage und Investitionen für das laufende Geschäftsjahr, von den in den Konzernabschluss einzubeziehenden Einheiten hochgeschätzt und vom Controlling konsolidiert. Dabei fließen sukzessive die vorliegenden Ist-Werte und neue Erkenntnisse über die Geschäftsentwicklung in die Hochschätzung ein. Wesentliche Prämissen werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Abweichungen werden im Rahmen der monatlichen Hochschätzung analysiert und bewertet und dienen der Steuerung des operativen Geschäfts. Vorstand und Aufsichtsrat wird die konsolidierte monatliche Hochschätzung der K+S GRUPPE in schriftlicher und mündlicher Form erläutert. Im Rahmen unserer Strategie SHAPING 2030 wurden die bisherigen Planungs- und Hochschätzungsprozesse auf den Prüfstand gestellt, um mögliche Effizienzverbesserungen aufzudecken. Ab dem Geschäftsjahr 2020 werden die neu ausgestalteten Prozesse implementiert. Während bei der Mittelfristplanung eine stärkere Verzahnung mit der strategischen Planung sowie ein verkürzter Zeitrahmen für die Erstellung der Planung im Vordergrund stehen, wird die unterjährig aktualisierte Hochschätzung wesentlicher Finanzkennzahlen in einem schlankeren Prozess erfolgen.

FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLEN

Die Steuerung der Aktivitäten erfolgt anhand der folgenden wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen, bei denen es sich um die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Sinne des Deutschen Rechnungslegungs-Standards (DRS) 20 handelt:

  • EBITDA¹ (K+S gruppe, operative Einheiten)
  • Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt (K+S gruppe)
  • Investitionen (K+S gruppe)
  • Bereinigter Freier Cashflow² (K+S gruppe)
  • Return on Capital Employed (ROCE)³ (K+S gruppe)
  • Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA¹ (K+S gruppe)

Seit dem Geschäftsjahr 2018 steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße EBITDA¹. Eine Herleitung findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 61. Auch das sogenannte Short Term Incentive (STI) als variable Komponente der Vergütung von Vorstand und Mitarbeitern basiert seit Jahresbeginn 2018 auf einem Vergleich des geplanten mit dem tatsächlich erreichten EBITDA¹ der K+S GRUPPE. Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie SHAPING 2030 haben wir die EBITDA¹-Ambition für das Jahr 2030 formuliert und als langfristige Wertperspektive für die Gruppe veröffentlicht. Dies unterstreicht die Bedeutung, die wir dem EBITDA¹ als vorrangige Steuerungsgröße beimessen. Nachdem der Aufbau unserer kanadischen Produktionsstätte in Bethune als größtes Investitionsprojekt in der K+S-Unternehmensgeschichte erfolgreich abgeschlossen wurde, konzentrieren wir uns nun auch auf die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße bereinigter freier Cashflow einschließlich der hier einfließenden auszahlungswirksamen Investitionen. Eine Herleitung der beiden Größen findet sich im Wirtschaftsbericht auf den Seiten 66 und 67. Damit forcieren wir das Ziel der Reduzierung des Verschuldungsgrades (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA¹). Die Herleitung der Nettofinanzverbindlichkeiten findet sich auf Seite 69 des Wirtschaftsberichts. Die Leistungsindikatoren Investitionen und Nettofinanzverbindlichkeiten / EBITDA sind seit dem Geschäftsjahr 2019 bedeutsamste finanzielle Leistungsdikatoren.

Zur Überprüfung der finanziellen Zielsetzung nutzen wir zudem die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE)³, deren Relevanz im Rahmen der Kommunikation zu SHAPING 2030 nochmals betont wurde. Die Herleitung findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 67.# NICHTFINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLEN

Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements werden Anforderungen der bzw. an die K+S GRUPPE erfasst, analysiert und priorisiert, um spezifische NACHHALTIGKEITSZIELE für Teilbereiche (Standorte, Gesellschaften, operative Einheiten etc.) festzulegen. So wurden für die K+S GRUPPE in 2018 Leistungsindikatoren und Zielwerte im Nachhaltigkeitsmanagement festgelegt. Ab dem Geschäftsjahr 2020 steuern wir das Unternehmen auch über die folgenden nichtfinanziellen Indikatoren. Diese bilden ab 2020 die Grundlage für einen Teil des Long Term Incentives (LTI) als variable Komponente der Vergütung des Vorstands. Sie sind die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Sinne des DRS 20.

  • Lost Time Incident Rate (LTI-Rate)
  • Salzhaltige Prozesswässer
  • Nachhaltige Lieferketten, konkretisiert durch die Leistungsindikatoren "Anteil von kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben" und "Rate der Anerkennung des Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE"

Die sogenannte LTI-Rate misst Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit bezogen auf eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Salzhaltiges Prozesswasser ist das in den bergbaulichen Aufbereitungsprozessen der Kaliproduktion entstehende salzhaltige Wasser, das nicht mehr weiter in den Aufbereitungsprozessen eingesetzt, anderweitig verwendet oder als Produkt verkauft werden kann und für das somit eine Entsorgungsnotwendigkeit besteht. Dies ist der zweite bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikator. Der "Anteil von kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben", in Prozent sowie die "Rate der Anerkennung des Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE" bezogen auf das Einkaufsvolumen in Prozent sind die Unterziele der dritten Steuerungsgröße "Nachhaltige Lieferketten". Eine detaillierte Beschreibung findet sich im Vergütungsbericht auf den Seiten 143 und 144.

  • ,Nachhaltigkeitsprogramm', Seite 51
  • ,Vergütungsbericht', Seite 142

Weitere für die K+S GRUPPE relevante finanzielle sowie nichtfinanzielle Kennzahlen sind die Umsatzerlöse, Absatzmengen, Durchschnittserlöse sowie die Zahl der Mitarbeiter. All diese Kennzahlen werden jedoch nicht als bedeutsamste finanzielle bzw. nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des DRS 20 betrachtet.

ÜBERWACHUNG

Das Überwachungssystem soll die Erreichung der im Rahmen des Steuerungssystems entwickelten Vorgaben des Managements sowie die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen (internes Kontrollsystem im engeren Sinne) sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen.

prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen:

Das für einen internen Prozess verantwortliche Management hat die für die gesetzeskonforme und den internen Regelungen entsprechende Zielerreichung bestehenden Risiken zu identifizieren und zu analysieren. In Abhängigkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos sind vorgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch welche der Eintritt des Risikos verhindert werden soll. Ferner sind nachgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch die aufgetretene Fehler/realisierte Risiken möglichst umgehend aufgedeckt werden sollen mit dem Ziel, entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen zu treffen. Abhängig von der Wesentlichkeit des jeweiligen Prozesses und seiner Risiken sind die durchgeführte Risikoanalyse, die festgelegten Kontrollen sowie die ausgeführten Maßnahmen zu dokumentieren.

Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen

werden von der internen Revision durchgeführt. Über diese Prüfungen werden Berichte mit zusammengefassten Prüfungsergebnissen erstellt und dem jeweils verantwortlichen Management vorgelegt, um dieses bei der Beurteilung der generellen Eignung und tatsächlichen Wirksamkeit des Steuerungs- und Überwachungssystems zu unterstützen. Regelmäßig überprüft werden z. B. die Funktionsfähigkeit des Risiko- und Chancenmanagementsystems und des Compliance-Management-Systems. Extern erfolgen prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen u. a. im Zusammenhang mit den Abschlussprüfungen sowie in Form von IT-Penetrationstests.

KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (§ 289 ABS. 4 BZW. § 315 ABS. 4 HGB)/ ABSCHLUSSPRÜFUNG

Für den Konzernabschluss der Gesellschaft werden die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS angewendet. Die Regelungen für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach IFRS geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich stellen wir detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch eine interne Regelung in den Rechnungslegungsprozessen umgesetzt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Einzelabschlüsse der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und deren inländische Tochtergesellschaften nach den deutschen handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in Buchungsanweisungen dokumentiert. Alle Mitarbeiter werden ihren Aufgaben entsprechend ausgebildet und insbesondere bezüglich Änderungen in den Vorschriften oder den Prozessen regelmäßig geschult. Wir verfügen über eine gruppenweite IT-Plattform für alle wesentlichen Gesellschaften, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und standardisierte maschinelle Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen und Kontrollmechanismen. Bilanzielle Bewertungen, wie z. B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, werden diese von externen Gutachtern durchgeführt.

Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten über eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt.

Außer durch die bestehende interne Überwachung werden die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss von unabhängigen Abschlussprüfern geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision. Darüber hinaus prüft der unabhängige Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems.

Die Abschlussprüfung für das Jahr 2019 wurde von der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, HANNOVER, durchgeführt. Sie bzw. ihre Vorgängergesellschaften führen die Abschlussprüfungen seit 1972 durch. Der unmittelbar verantwortliche Wirtschaftsprüfer war WP/STB Dr. Christian H. Meyer (Prüfer der K+S seit dem Jahresabschluss 2015). Das gesamte Mandat wurde von Herrn WP/STB Prof. Dr. Frank Beine als verantwortlichem Partner betreut. Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT hat die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erteilung des Prüfungsauftrags an den gewählten Abschlussprüfer erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses.# Die Abschlussprüfung wird durch den Prüfungsausschuss begleitet.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.

ANGABEN NACH § 289A ABS. 1 BZW. § 315A ABS. 1 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTG

ZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS

Das Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen.

ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN

Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt.

ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10 % AM KAPITAL

Uns sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10 % am Grundkapital gemeldet worden.

ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN

Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITAL

Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.

ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN

Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen. Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i. V. m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen.

ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUERAUFEN

ERMÄCHTIGUNGEN ZUR SCHAFFUNG EINES NEUEN GENEHMIGTEN KAPITALS BZW. GENEHMIGTEN KAPITALS II MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE

Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Bei Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital II ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

www.kpluss.com/hv2015; www.kpluss.com/hv2016

Der Vorstand ist sowohl für das genehmigte Kapital als auch für das genehmigte Kapital II ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils insgesamt 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien) in den folgenden Fällen auszuschließen:

  • Für Spitzenbeträge, die infolge des Bezugsrechts entstehen.
  • Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet.
  • Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn die neuen Aktien beim Erwerb eines Unternehmens oder einer Unternehmensbeteiligung durch die Gesellschaft als Gegenleistung eingesetzt werden sollen.
  • Zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (Scrip Dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch ganz oder teilweise als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien in die Gesellschaft einzubringen.

Von den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand insgesamt nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet (10 %-Grenze), und zwar weder zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigungen noch zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des genehmigten Kapitals bzw. des genehmigten Kapitals II bis zu der jeweiligen Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10 %-Grenze anzurechnen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital II festzulegen. Durch die dem Vorstand bis zum 11. Mai 2020 bzw. 10. Mai 2021 eingeräumte Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung mit begrenztem Bezugsrechtsausschluss durchzuführen (genehmigtes Kapital bzw. genehmigtes Kapital II), wird der Gesellschaft ein weit verbreitetes Instrument an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe zum Beispiel sich bietende Gelegenheiten zur Durchführung von Akquisitionen schnell und flexibel genutzt werden können. Der Vorstand darf von dieser Möglichkeit nur dann Gebrauch machen, wenn der Wert der neuen Aktien und der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen.

ERMÄCHTIGUNG ZUR AUSGABE VON WANDEL- UND OPTIONSSCHULDVERSCHREIBUNGEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE NEBST GLEICHZEITIGER SCHAFFUNG EINES BEDINGTEN KAPITALS

Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und / oder auf Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 750.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der bei Wandlung auszugebenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen.

www.kpluss.com/hv2015

Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert bei Ausgabe der Schuldverschreibung - in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Schuldverschreibungen können auch durch Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, für die Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern bzw. Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren oder ihnen aufzuerlegen. Die Anleiheemissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden. Den Aktionären der Gesellschaft steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht für die folgenden Fälle ganz oder teilweise auszuschließen:

  • Sofern die Schuldverschreibungen gegen bar ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Der Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw.# Optionsanleihen und Wandelschuldverschreibungen

Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer sonstigen Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung von der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden.

  • Sofern und soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustehen würde.
  • Um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
  • Soweit die Schuldverschreibungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen gegen Sachleistungen ausgegeben werden, sofern der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis zu dem Wert der Schuldverschreibungen steht.

Die vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gelten insgesamt nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet.

Im Falle der Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht können die Gläubiger ihre Schuldverschreibungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umtauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft. Das Umtauschverhältnis kann sich auch durch Division des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft ergeben. Das Umtauschverhältnis kann in jedem Fall auf eine ganze Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung festgelegt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen.

Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Optionsschuldverschreibung nicht übersteigen.

Der jeweils festzusetzende Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft (Bezugspreis) muss entweder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der Tage, an denen die Bezugsrechte an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, mit Ausnahme der beiden letzten Börsenhandelstage des Bezugsrechtshandels, entsprechen.

Bei mit Optionsrechten bzw. Wandlungsrechten oder -pflichten verbundenen Schuldverschreibungen können im Fall der wirtschaftlichen Verwässerung des Werts der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG die Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen wertwahrend angepasst werden, soweit die Anpassung nicht schon durch Gesetz geregelt ist. Die Anleihebedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung oder anderer außerordentlicher Maßnahmen beziehungsweise Ereignisse (wie z. B. Kontrollerlangung durch Dritte, ungewöhnlich hohe Dividenden) eine wertwahrende Anpassung der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte/-pflichten vorsehen. Die Anleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) begründen oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht verbundenen Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Anleihebedingungen können weiter jeweils festlegen, dass die Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden können oder das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann. Schließlich können die Anleihebedingungen vorsehen, dass im Falle der Wandlung die Gesellschaft den Wandlungsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern einen Geldbetrag zahlt, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der K+S-Aktien im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der zehn Börsenhandelstage nach Erklärung der Wandlung oder der Optionsausübung entspricht.

Der Vorstand ist ermächtigt, im Rahmen der vorstehend beschriebenen Vorgaben mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutz, und den Wandlungs- bzw. Optionszeitraum festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen der die Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen begebenden Beteiligungsgesellschaften festzulegen.

Bedingte Kapitalerhöhung

Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung bis zum 11. Mai 2020 von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden. Die Ausgabe der neuen Stückaktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis wie vorstehend beschrieben.

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegeben wurden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungspflicht ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen oder soweit die Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden.

Die neuen Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Stückaktien vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teilnehmen, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung einer bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

Die Begebung von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen kann zusätzlich zu den klassischen Möglichkeiten der Fremd- und Eigenkapitalaufnahme die Möglichkeit bieten, je nach Marktlage attraktive Finanzierungsalternativen am Kapitalmarkt zu nutzen. Aus Sicht des Vorstands besteht ein Interesse der Gesellschaft, dass auch ihr diese Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Die Emission von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen ermöglicht die Aufnahme von Kapital zu attraktiven Konditionen. Die erzielten Wandel- bzw.# ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB UND ZUR VERWENDUNG EIGENER AKTIEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10 % der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder im Wege einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten.

Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse.

Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots.

Bei einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten.

Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann das Volumen des Angebots bzw. der Aufforderung begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots bzw. die Verkaufsangebote dieses Volumen überschreiten, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

www.kpluss.com/hv2015

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden oder wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern.

Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden:

  • Veräußerung gegen Zahlung eines Geldbetrags, der den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet;
  • Begebung der Aktien als Gegenleistung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
  • Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung begeben worden sind.

Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet.

Sofern während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf die Summe der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen oder veräußerten Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten.

Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben werden oder wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 zweiter Halbsatz AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.

Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden.

Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z. B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermöglicht werden, die Aktien auch zur Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen zu verwenden. Es kann zweckmäßig sein, anstelle neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung ganz oder teilweise eigene Aktien zur Erfüllung der Wandlungs- oder Optionsrechte einzusetzen. Durch die Verwendung eigener Aktien wird die Verwässerung der Anteile der Aktionäre, wie sie bei einem Einsatz des bedingten Kapitals eintreten würde, ausgeschlossen. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar.

ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN

K+S hat im Jahr 2019 eine syndizierte Kreditlinie über 800 Mio. € vereinbart. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Auch bei den von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT emittierten Anleihen sowie bei den begebenen Schuldscheindarlehen haben die jeweiligen Gläubiger im Fall eines Kontrollwechsels das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Anleihen bzw. Schuldscheindarlehen zu kündigen. Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen.

ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND

Derartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf Seite 151 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Als international agierendes Unternehmen wird K+S regelmäßig mit einer Vielzahl von Entwicklungen und Ereignissen konfrontiert, die das Erreichen der finanziellen und nichtfinanziellen Ziele beeinflussen können. Den Ausgangspunkt für das Risiko- und Chancenmanagement bei K+S stellen Strategie und Planung dar. Risiken verstehen wir als negative und Chancen als positive Abweichungen möglicher künftiger Entwicklungen von einem Plan- oder Zielwert.

MANAGEMENTPROZESS IDENTIFIKATION

Die Identifikation von Risiken und Chancen erfolgt regelmäßig in den jeweiligen Unternehmenseinheiten. Dafür stehen unterschiedliche Instrumente zur Verfügung. Wir beschäftigen uns intensiv im laufenden Geschäftsbetrieb und im Projektmanagement u. a. mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Auswertung verschiedenster externer Informationen, den relevanten Umsatz- und Kostengrößen, bergtechnischen Gegebenheiten sowie der Verfolgung von Risikoindikatoren und Erfolgsfaktoren aus dem gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen, rechtlichen und politischen Umfeld.

,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 99

BEWERTUNG VON FINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN UND STEUERUNG

Für das Management von Risiken und Chancen haben wir spezifische Prozesse etabliert und dokumentiert. Für jedes Risiko wird zunächst eine Bruttobewertung durchgeführt.# HIERARCHIE DER RISIKEN UND CHANCENBERICHTERSTATTUNG

Hierbei werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen quantitativ bewertet. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien. Ziel ist es, das Schadenspotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Die Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt auch die notwendigen Kosten. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten übertragen werden. Sofern Bruttoeintrittswahrscheinlichkeit und / oder Bruttoschadenspotenzial durch wirksame und angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zuverlässig gemindert werden können, liegt der Fokus der Betrachtung auf der sich hieraus ergebenden Nettoeintrittswahrscheinlichkeit und auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenspotenzial. Die interne Risikobewertung erfolgt hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial jeweils für einen kurz-, mittel- und langfristigen Betrachtungszeitraum, d. h. für die kommenden 12, 36 und 120 Monate ab dem Zeitpunkt der Identifikation bzw. Überprüfung. Die für bereits identifizierte Risiken durchgeführten Bewertungen sowie die erarbeiteten und ggf. umgesetzten Gegensteuerungsmaßnahmen werden laufend auf ihre Aktualität und Wirksamkeit überprüft, angepasst und bei wesentlichen Änderungen sowie bei Überschreitung definierter Schwellenwerte berichtet. Zur Bewertung ihrer finanziellen Auswirkungen wird jede Chance auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und damit verbundene mögliche Risiken hin untersucht. Um Chancen effektiv nutzen zu können, werden geeignete Fördermaßnahmen gezielt gesucht, verfolgt und umgesetzt. Das Nutzenpotenzial bezieht sich nur auf die Nettoperspektive nach Durchführung von angemessenen Fördermaßnahmen. Die Bewertungszeiträume sind mit denen der Risikobewertung identisch.

BEWERTUNG VON NICHTFINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN

Identifizierte Risiken können auch negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben. Solche Auswirkungen können im Falle eines Risikoeintritts auch Reputationsrisiken nach sich ziehen, die sich nicht oder nur schwer quantifizieren lassen. Die Identifikation und Bewertung der nichtfinanziellen Auswirkungen erfolgt auf der Grundlage unserer zentralen Nachhaltigkeitsanalysen sowie anhand des Schadenspotenzials und der Eintrittswahrscheinlichkeit. Systeme und Konzepte zur Handhabung von Entwicklungen oder Ereignissen, die Einfluss auf die genannten Aspekte haben können, werden im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung beschrieben.

,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 83

BERICHTERSTATTUNG

Der internen Risiko- und Chancenberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach berichten die Unternehmenseinheiten laufend über Risiken und Chancen, wenn definierte Schwellenwerte sowohl für die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch für das Schadens- bzw. das Nutzenpotenzial überschritten werden. Ferner wird darüber informiert, ob ein Risiko bzw. eine Chance in der Hochschätzung bzw. Planung berücksichtigt ist. Risiken und Chancen, deren finanzielle Auswirkungen in der Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung durch entsprechende Ergebnisabschläge bzw. -zuschläge berücksichtigt werden, sind nicht Gegenstand der Risiko- und Chancenberichterstattung. Risiken im Zusammenhang mit den nichtfinanziellen Aspekten entsprechend der Definition des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes müssten mindestens das Schadensausmaß "wesentlich" und eine mit "wahrscheinlich" angenommene Eintrittswahrscheinlichkeit (> 50 %) haben. Solche Risiken wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht identifiziert. Sofern jedoch bei Eintritt der identifizierten Risiken wesentliche bzw. schwerwiegende nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung resultieren könnten, nennen wir diese im Rahmen der jeweiligen Risikobeschreibung. Darüber hinaus sind bei der Festlegung der für die Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung maßgeblichen generellen Prämissen (z. B. Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze) die insoweit jeweils relevanten Risiken und Chancen auf Basis des wahrscheinlichsten Falls zu berücksichtigen. Zusätzlich ist für die einzelnen Planungsprämissen aufzuzeigen, welchen negativen/ positiven Einfluss bestimmte Abweichungen auf die einzelnen Planungsgrößen hätten ("Sensitivitäten"). Vorstand sowie Management haben in einem standardisierten Berichtswesen laufend einen Überblick über die aktuelle Risiko- und Chancensituation. Kurzfristig auftretende wesentliche Risiken werden unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich, informiert.

RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Unser Ziel ist es, finanzwirtschaftliche Risiken (z. B. Wechselkursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein spezielles Management zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuern wir unsere Kapitalstruktur, um die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit jederzeit nachhaltig sicherzustellen.

,Finanzlage', Seite 65

Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Erlösrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hier zur Sicherung gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Partnern abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken erfolgt generell eine ausgewogene Verteilung der eingesetzten Finanzderivate auf verschiedene Kontrahenten. Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur ökonomischen Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i. d. R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte).

,Anhang', Seite 196

RISIKEN UND CHANCEN 2020-2022

Im Folgenden werden diejenigen Risiken und Chancen beschrieben, die innerhalb der Mittelfristplanung (drei Jahre) Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S nehmen können und nicht bereits in der Planung mit entsprechenden Ergebnisabschlägen bzw. -zuschlägen berücksichtigt sind. Dabei wird hinsichtlich des kumulierten Nettoschadens- bzw. Nettonutzenpotenzials wie folgt unterschieden:

  • wesentliche finanzielle Auswirkung: > 200 Mio. €
  • moderate finanzielle Auswirkung: > 25-200 Mio. €

Bezüglich der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit wird wie folgt differenziert:

  • wahrscheinlich: > 50 %
  • möglich: 10-50 %
  • unwahrscheinlich: < 10 %

Die Veränderung der Einschätzung der Risiken und Chancen stellen wir gegenüber der Vorperiode wie folgt dar:

  • höher als im Vorjahr:
  • niedriger als im Vorjahr:

Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den unserer Mittelfristplanung zugrunde liegenden Annahmen kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung von Risiken und Chancen führen, die dann in unserer Zwischenberichterstattung entsprechend kommuniziert wird.

ÜBERSICHT DER RISIKEN

Tabelle B.64 gibt für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren einen Überblick über die Risiken mit wesentlichem bzw. moderatem Nettoschadenspotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Risiken aus unterschiedlichen operativen Einheiten werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Risiken verstehen sich als mögliche negative Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern keine operative Einheit hervorgehoben wird, betreffen die Risiken die gesamte K+S GRUPPE.

ÜBERSICHT DER CHANCEN

Tabelle B.63 gibt für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren einen Überblick über die Chancen mit wesentlichem und moderatem Nettonutzenpotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Chancen aus unterschiedlichen operativen Einheiten werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Chancen verstehen sich als mögliche positive Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern keine operative Einheit hervorgehoben wird, betreffen die Chancen die gesamte K+S GRUPPE.CHANCEN B.63

Eintrittswahrscheinlichkeit Nutzenpotenzial
Externe und branchenspezifische Chancen
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung möglich
Nachfrageanstieg/Preiserhöhung möglich
Witterungsbedingte Nachfrageschwankungen möglich
Operative Chancen
Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Kapazitätserweiterungen, Kostenoptimierung, Akquisitionen und/oder strategische Partnerschaften, Innovation möglich
Hebung von Synergien möglich
Ramp-Up-Phase am Standort Bethune möglich
Rechtsstreitigkeiten möglich
Energiekosten möglich
Finanzwirtschaftliche Chancen
Währung/Wechselkursschwankungen möglich
Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus möglich
Verbesserung des Unternehmensratings möglich

RISIKEN B.64

Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenspotenzial
Externe und branchenspezifische Risiken
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung möglich
Nachfragerückgang/Angebotsausweitung/Preisverfall möglich
Witterungsbedingte Nachfrageschwankungen möglich
Witterungsbedingte Zusatzkosten möglich
Risiken aus Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen
Bewirtschaftungsplanung nach der Wasserrahmenrichtlinie und Veränderung, Versagung oder gerichtliche Aufhebung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen in Deutschland möglich
Gestiegene Anforderungen an die Lagerung von Auftausalz in Nordamerika unter freiem Himmel möglich
Bergrechtliche Sicherheitsleistungen möglich
Restriktivere Auslegung bestehender Vorschriften zur Entsorgung bergbaulicher Abfälle unter Tage möglich
Operative Risiken
Hebung von Synergien möglich
Ramp-Up-Phase am Standort Bethune möglich
Prozessrisiken und Rechtsstreitigkeiten möglich
Energiekosten und Energieversorgung möglich
Frachtkosten und Transportverfügbarkeit möglich
Produktionstechnik möglich
Veränderungen in der Rohsalzzusammensetzung möglich
Kohlendioxid-Einschlüsse in Lagerstätten möglich
Schäden durch Gebirgsschlag unwahrscheinlich
Wasserzutritt unwahrscheinlich
Compliance unwahrscheinlich
Nichteinhaltung von Vorschriften zu Arbeitsplatzgrenzwerten unter Tage unwahrscheinlich
Lieferantenausfälle und Lieferengpässe unwahrscheinlich
Personal unwahrscheinlich
Informationssicherheit unwahrscheinlich
Reputation unwahrscheinlich
Finanzwirtschaftliche Risiken
Währung/Wechselkursschwankungen möglich
Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus möglich
Verschlechterung des Unternehmensratings möglich
Liquidität unwahrscheinlich
Ausfall von Forderungen an Kunden unwahrscheinlich
Ausfall von Partnern bei Finanzgeschäften unwahrscheinlich

EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN UND CHANCEN

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Die Nachfrage nach mineralischen Düngemitteln und Düngemittelspezialitäten der operativen Einheit Europe+ wird deutlich durch das Wirtschaftswachstum und den damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in den für uns relevanten Regionen, die Preisentwicklung für Agrarrohstoffe und zum Teil auch durch politische Entscheidungen in einigen Verbraucherländern beeinflusst. Die internationalen Preise für Kaliumchlorid stiegen im Jahresverlauf 2018 deutlich an und setzten damit die seit Mitte 2016 anhaltende positive Entwicklung fort. Im ersten Halbjahr 2019 blieben die Preise weitgehend stabil. Seit September 2019 sind die Marktbedingungen insbesondere aufgrund des chinesischen Importstopps allerdings herausfordernd. Insgesamt sollte das Agrarpreisniveau im Mittelfristzeitraum unserer Einschätzung nach wieder einen Anreiz für die Landwirtschaft darstellen, den Ertrag je Hektar auch durch einen verstärkten Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. Es besteht ein Risiko, dass sich das Wachstum der Schwellenländer entgegen den Erwartungen verlangsamt und/oder die Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder an Schärfe gewinnt. Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrageverhalten nach Pflanzennährstoffen negativ beeinflussen. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität des jeweiligen Szenarios abhängig.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen', Seite 56

Der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftausalz und Salzprodukten für industrielle Anwendungen sowie Salzprodukten für den Endverbraucher ist von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist. Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als erwartet und das Wachstum insbesondere in unseren Hauptabsatzregionen Europa, Nordamerika, Brasilien und Südostasien höher ausfallen als allgemein prognostiziert, könnte das zu positiven Abweichungen gegenüber der Planung führen. Auf die oben beschriebenen Einflüsse würden wir mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren. Umwelt- und Industriepolitik sind weltweit weiter im Wandel. Die Auswirkungen des deutschen Klimapakets sind, soweit einschlägig, in unserer Planung oder im Rahmen des jeweiligen Risikos berücksichtigt. Die Folgen des Green Deal der EU, mit der Klimaneutralität und höhere Umweltstandards eingeführt werden sollen, können ambitionierter als die deutschen Ziele sein und sind noch nicht absehbar. Die Planung von K+S basiert auf den im Prognosebericht wiedergegebenen Erwartungen; die Bewertung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation geht somit direkt in die Prognose für 2020 ein.

NACHFRAGERÜCKGANG/ANGEBOTSAUSWEITUNG/PREISVERGLEICH

Vor allem die Produkte im Kundensegment Landwirtschaft der operativen Einheit Europe+ könnten durch äußere Einflüsse von erheblichen Rückgängen in der Nachfrage bedroht sein. Diese führen oftmals zu empfindlichen Preisrückgängen. Auf der Nachfrageseite könnten makroökonomische Faktoren wie ungünstige Wechselkursveränderungen oder eine sinkende Liquidität landwirtschaftlicher Betriebe die Nachfrage in einzelnen Absatzregionen beeinflussen. Dies gilt auch für politische Markteingriffe beispielsweise durch regionale Subventionskürzungen, die Festlegung von Zöllen für Düngemittel und/oder Agrarprodukte oder die Einführung restriktiver Düngevorschriften. So hat der seit September 2019 anhaltende Importstopp für Kaliumchlorid in China auch in anderen Absatzregionen für Kaufzurückhaltung und sinkende Preise gesorgt. Umwelteinflüsse wie Krankheiten bei bestimmten Anbaukulturen, das Auftreten von Tierseuchen oder ungünstigen Witterungsbedingungen könnten ebenfalls zu einem Nachfragerückgang mit gleichzeitigem Preisverfall führen. Darüber hinaus könnte sich auch eine bewusste Kaufzurückhaltung unserer Kunden negativ auf die Nachfrage und die Preise auswirken. Auf der Angebotsseite könnten sich Veränderungen aufgrund von Kapazitätsausweitungen ergeben. Sollte der Markt für zusätzliche Angebotsmengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck für einen Übergangszeitraum erhöhen und zu sinkenden Preisen führen. Weiterhin könnten die Produzenten im Rahmen der gegebenen Kapazitäten versuchen, durch Angebotsausweitung Marktanteile dazu- bzw. verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Zunehmender Wettbewerbsdruck mit Preisverfall könnte auch aus einem Nachfragerückgang resultieren. Erhebliche Erhöhungen der Kapazitäten und deren Ausnutzung, Angebotsausweitungen einzelner Produzenten im Rahmen gegebener Kapazitäten sowie längerfristige Nachfragerückgänge könnten sich erheblich auf die Preisbildung und/oder die Absatzmöglichkeiten auswirken. Dabei könnte die bestehende Struktur des gesamten Marktes für Pflanzennährstoffe verändert werden. Daher kann ein Rückgang der Kalipreise und/oder der absetzbaren Mengen nicht ausgeschlossen werden. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität dieser Ereignisse abhängig. Da die Erschließung neuer Kalikapazitäten sehr kapitalintensiv und in der Umsetzung langfristig ist, dürfte ein Anreiz für die Produzenten darin bestehen, eine attraktive Prämie auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Wir sehen die langfristigen Treiber als nach wie vor gültig an: Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Pflanzennährstoffen wird von Megatrends wie dem demografischen Wandel sowie dem Bevölkerungswachstum und aufstrebenden Volkswirtschaften getragen. Pflanzennährstoffe mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung spielen daher in der Agrarproduktion auch künftig eine zentrale Rolle. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten wir u. a. an der weiteren Verbesserung unserer Kosten- und Organisationsstrukturen sowie an dem Ausbau unserer Düngemittelspezialitäten.

NACHFRAGEANSTIEG/PREISERHÖHUNG

Chancen mit wesentlichen positiven Effekten bestehen grundsätzlich bei der Nachfrage nach mineralischen Düngemitteln und Düngemittelspezialitäten der operativen Einheit Europe+. Die Branchensituation im Kundensegment Landwirtschaft der operativen Einheit Europe+ war bis September 2019 sowohl von einer guten Nachfrage als auch einem guten Preisniveau geprägt. Seit September 2019 sind die Marktbedingungen vor dem Hintergrund des chinesischen Importstopps allerdings herausfordernd. Sofern Landwirte ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen nutzen oder die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung erhöhen, würde dies einen zusätzlichen Einsatz an Pflanzennährstoffen erfordern und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert.# Weiterhin könnte die Tendenz zu einem ausgewogeneren Einsatz der Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) (Balanced Fertilization) in wichtigen Absatzregionen wie Indien und China zu einem überproportionalen Wachstum der Kalinachfrage führen. Die finanziellen Auswirkungen des damit verbundenen Nachfrageanstiegs sind stark von dem Ausmaß der dadurch ausgelösten Erhöhung der Düngemittelpreise abhängig. Positive Preiseffekte mit moderaten Auswirkungen halten wir gegenüber den Annahmen unserer Mittelfristplanung für möglich, wesentliche Auswirkungen sehen wir aufgrund des erwarteten Wettbewerbs mittelfristig jedoch nicht.

WITTERUNGSBEDINGTE NACHFRAGESCHWANKUNGEN

Im Kundensegment Gemeinden der operativen Einheiten Europe+ und Americas hat die Witterung besonders in den Auftausalzregionen Europas und Nordamerikas eine besondere Relevanz. Unsere Planung basiert dabei auf einem gleitenden Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre. Überdurchschnittlich strenge Winter in den Auftausalzregionen von K+S können sich aufgrund einer witterungsbedingten Nachfrageerhöhung deutlich positiv auf den Absatz von Auftausalz auswirken. Dies wiederum könnte zu einer angespannten Situation bei den Lagerbeständen führen und in Preiserhöhungen resultieren. Dagegen können milde Winter zu einem witterungsbedingten Nachfragerückgang führen und somit den Absatz erheblich verringern; hohe Lagerbestände an Auftausalz könnten die Folge sein und somit die Preise im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts und der Ausschreibungen für die kommende Wintersaison belasten. Beide Fälle würden, bezogen auf ein Jahr, einen moderaten finanziellen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens haben. Sollten sich solche für uns positive bzw. negative Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Chancen bzw. Risiken ergeben. Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Strategische Lagerbestände sowie eine flexible Anpassung der Produktion von Auftausalz ermöglichen es uns, ggf. auch kurzfristig eine stark steigende Nachfrage zu bedienen.

In der operativen Einheit Europe+ könnte sich im Kundensegment Landwirtschaft durch einen witterungsbedingten Nachfragerückgang ein Absatzrisiko ergeben und sinkende Preise nach sich ziehen. Beispielsweise könnte eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Pflanzennährstoffen führen. Dies gilt auch für Wetterphänomene wie El Nino, La Nina oder Dürren, die bedeutende Ertragseinbußen für die Landwirte in den betroffenen Regionen und einen reduzierten Einsatz von Pflanzennährstoffen zur Folge haben könnten.

WITTERUNGSBEDINGTE ZUSATZKOSTEN

In der operativen Einheit Europe+ spielen an einigen Produktionsstandorten die wasserrechtlichen Rahmenbedingungen eine besondere Rolle für die uneingeschränkte Nutzung der zur Verfügung stehenden technischen Produktionskapazitäten. Daher hat K+S die Flexibilität im Abwassermanagement des Werkes Werra deutlich erhöht. Mit dem kontinuierlichen übertägigen Ausbau von Speicherbeckenkapazitäten, der Inbetriebnahme der Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) im Januar 2018, der Genehmigung untertägiger Zwischenspeicherkapazitäten im August 2019 und unter der Annahme einer störungsfreien Nutzung der Versenkung bzw. der zukünftig geplanten, dauerhaften Einstapelung unter Tage ab dem Jahr 2022 gehen wir davon aus, dass die Produktion im Werk Werra in einem hydrologischen Normaljahr im Rahmen der bestehenden Genehmigungen gesichert ist. In einem trockenen Jahr müssten allerdings größere Mengen an Salzabwässern standortfern entsorgt werden, wodurch zusätzliche Kosten für den Transport dieser Rückstände anfallen würden. Bei extremer Trockenheit (vergleichbar mit dem Sommer/Herbst 2018) mit einer über einen sehr langen Zeitraum außergewöhnlich geringen Wasserführung der Werra könnte es zu Produktionsunterbrechungen kommen, sofern alle verfügbaren Ressourcen für eine standortferne Entsorgung ausgeschöpft sind. Neben der geringen Wasserführung kann auch die Wassertemperatur die Produktion des Werks Werra beeinflussen, da die Einleitung der Kühlwässer in Werra und Ulster zusätzlich durch behördlich festgelegte Temperaturgrenzwerte limitiert wird.

RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN RECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGEN

Für die Ausübung unserer Tätigkeiten, insbesondere in den Bereichen Bergbau/Gewinnung/Aufbereitung und Rückstandsentsorgung, ist eine Vielzahl öffentlich-rechtlicher Zulassungen und Erlaubnisse Voraussetzung. Der Rahmen für die Erteilung dieser Zulassungen und Erlaubnisse wird für die Produktion in Deutschland und Europa ganz maßgeblich durch die europäischen und nationalen Vorgaben des Umwelt-, Wasser- und Bergrechts vorgegeben. Die Regelungsdichte wird nach unserer Einschätzung künftig weiter zunehmen. Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht nach Erteilung einer entsprechenden Zulassung oder Erlaubnis das Risiko, dass von dritter Seite Rechtsmittel gegen diese eingelegt und die Zulassung/Erlaubnis durch Gerichte aufgehoben wird. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Zulassungen und Erlaubnisse oder neu erteilte inhaltlich begrenzt, zeitlich befristet, dauerhaft verändert, versagt oder mit weiteren Auflagen versehen werden. Außerdem können Nebenbestimmungen einzelner Zulassungen/Erlaubnisse dazu führen, dass diese ausgesetzt oder aufgehoben werden.

BEWIRTSCHAFTUNGSPLANUNG NACH DER WASSERRAHMENRICHTLINIEN UND VERANDERUNG, VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN UND FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDE IN DEUTSCHLAND

In der operativen Einheit Europe+ entstehen feste und flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Rückstandshalden. Die festen Rückstände werden entweder auf unsere Rückstandshalden verbracht oder unter Tage versetzt. Die Salzabwässer werden zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in begrenztem Umfang in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt. Ebenso werden damit stillgelegte Bergwerke zur langfristigen Sicherung geflutet.

VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: EINLEITUNG

Für die genannten Entsorgungswege der o. g. Rückstände der deutschen Standorte legen die Bewirtschaftungspläne auf der Basis der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des deutschen Wasserrechts wesentliche Rahmenbedingungen fest. Für die nächsten Jahre sind dabei die Bewirtschaftungspläne für die zweite Bewirtschaftungsperiode 2015 bis 2021 der einzelnen Flussgebietsgemeinschaften (FGG) relevant.

Der zurzeit geltende Bewirtschaftungsplan bildet den regulatorischen Rahmen für die Zeit von 2015 bis 2021 und führt in diesem Zeitraum zu keinen unmittelbar nachteiligen Auswirkungen auf die Kaliproduktion. Weitere Maßnahmen und Zielwerte für die dritte Bewirtschaftungsperiode 2021 bis 2027 werden aktuell neu festgelegt. Sollten sich die im Bewirtschaftungsplan 2015 bis 2021 der FGG Weser enthaltenen Punkte (insbesondere die Zielwerte im Gewässer) auch im Plan für die Zeit ab 2022 wiederfinden, ohne dass weitere umsetzbare und verhältnismäßige Maßnahmen zur Verfügung stehen, sind erhebliche Risiken für die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen der Werke Werra und Neuhof nicht auszuschließen. Infolgedessen könnten sowohl die Beschäftigungslage als auch die wirtschaftliche Lage der Region wesentlich negativ betroffen werden. In der genannten Zeitspanne 2015 bis 2021 werden weitere Maß -nahmen der Salzabwasservermeidung und zusätzliche Entsorgungswege geprüft.

VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTANDEN: VERSENKUNG

Für das Kaliwerk Werra besteht die Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigen Prozesswässern bis Ende 2021. Dabei besteht eine Begrenzung sowohl hinsichtlich der jährlichen Versenkmenge von 1,5 Mio. m 3 als auch bezogen auf eine Tagesmenge von 5.000 m 3 . K+S wird keinen Antrag auf Fortsetzung der Versenkung stellen. Wenn wider Erwarten Sachverhalte eintreten, die zu einer nachteiligen Beeinflussung von nutzbaren Grundwasserressourcen führen könnten, Nebenbestimmungen nicht eingehalten werden könnten oder Klagen gegen die bestehende Erlaubnis erfolgreich wären, könnte diese Genehmigung eingeschränkt oder aufgehoben werden. Dies könnte zu Produktionsausfällen und/oder zu erheblichen Produktionseinschränkungen wegen fehlender Entsorgungsmöglichkeiten für Salzabwässer (Versenkmengen) an den betroffenen Standorten und/oder zu zusätzlichen Kosten für den Transport zu standortfernen Entsorgungsalternativen führen. Wir gehen davon aus, dass die Entscheidungen der Behörde Bestand haben und eine Kaliproduktion im Werk Werra unter den gegebenen Rahmenbedingungen weiterhin gewährleistet ist. Die Ergebnisse eines 3D-Grundwassermodells bestätigen zudem, dass nachteilige Auswirkungen der Versenkung auf das Grundwasser ausgeschlossen werden können. Trotzdem ist ein Widerruf möglich, sofern die Einhaltung von Grenzwerten an zwei Brunnen einer Trinkwassergewinnungsanlage nicht gewährleistet wird. K+S arbeitet weiterhin intensiv an Maßnahmen zur Verminderung des Anfalls salzhaltiger Abwässer und an alternativen Entsorgungsmöglichkeiten. Eine zentrale Maßnahme stellt dabei die Einstapelung von Salzwässern unter Tage im Grubenfeld Springen (Bergwerk Merkers) ab dem Jahr 2022 dar. Mit dieser Maßnahme soll zukünftig die Versenkung, die Ende 2021 beendet wird, dauerhaft ersetzt werden. Bei der Einstapelung unter Tage ist eine Versalzung des Grundwassers ausgeschlossen. Das Genehmigungsverfahren ist im Zeitplan.# Umweltschutz

Umwelt

Damit soll zukünftig die Entsorgung anfallender Produktions- und Haldenwässer durch die Einleitung in die Werra und die Einstapelung unter Tage gewährleistet werden. Zusätzlich werden Forschung und Entwicklung sowie Innovationsaktivitäten weiter fortgesetzt. Ziel ist es, die Wertschöpfung und die damit verbundenen Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten sowie Werra und Weser weiter zu entlasten und damit die Zukunftsfähigkeit der Kalistandorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern.

VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN

Sollten Genehmigungen zur Aufhaldung widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen zugelassen werden, würde den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für die festen Rückstände fehlen. Die vollständige Versagung bzw. die Aufhebung aller bestehenden Erlaubnisse und Zulassungen zur Aufhaldung halten wir für unwahrscheinlich, da die Erlaubnisse und Zulassungen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vereinbar sind, dem Stand der Technik entsprechen und sich die Regierungen und weite Teile der Politik in den für uns relevanten Bundesländern für den Erhalt des Kalibergbaus in Deutschland ausgesprochen haben. Einzelne Genehmigungen zu notwendigen Haldenerweiterungen könnten unter Umständen nicht gewährt bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies würde im ungünstigsten Fall eine Anpassung der Produktion und gegebenenfalls eine Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen wirtschaftlichen Folgen sowohl für das Unternehmen als auch für die Beschäftigungslage sowie die wirtschaftliche Lage der betroffenen Region nach sich ziehen. Dies könnte gegebenenfalls durch die Entwicklung weiterer Sicherungsmaßnahmen und Umplanungen vermieden werden, die jedoch zu einer deutlichen Kostenerhöhung führen würden.

Die Genehmigungsbehörden haben am 11. Oktober 2018 den Antrag auf Erweiterung der Rückstandshalde am Standort Hattorf genehmigt. Der aktuelle Genehmigungsstatus bietet in einem ersten Schritt Raum für fünf bis sechs Jahre. Darüber hinaus befindet sich die behördliche Prüfung des Antrags für die zweite Phase der Haldenerweiterung, die bis Anfang der 2040er Jahre reichen soll, in Bearbeitung.

Die Genehmigung für den "Vorzeitigen Beginn" von Teilmaßnahmen zur Erweiterung der Haldenkapazität des Kaliwerks Zielitz wurde am 1. Oktober 2019 erteilt. Damit hat das Werk die Möglichkeit, die für die Fortführung der Produktion am Standort Zielitz erforderlichen vorbereitenden infrastrukturellen Teilmaßnahmen durchzuführen. Mit der Aufhaldung des Rückstands auf der Erweiterungsfläche soll in 2021 begonnen werden. Voraussetzung dafür ist die Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses, der für Ende 2020 erwartet wird. In diesem Zusammenhang werden ebenfalls umfangreiche Investitionen in den Umweltschutz umgesetzt. Dazu gehören u. a. die Abdeckung der Althalden ab 2025 sowie weitere technische Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltsituation.

Das Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Haldenkapazität am Standort Wintershall entwickelt sich positiv. Der Antrag auf Zulassung des "Vorzeitigen Beginns" für die Flächenrodung wurde am 19. Dezember 2019 positiv beschieden. Wir sind zudem zuversichtlich, die erforderlichen weiteren Genehmigungen für die Haldenerweiterung am Standort Wintershall im Jahr 2020 zu erhalten.

Haldenmanagement

GESTIEGENE ANFORDERUNGEN AN DIE LAGERUNG VON AUFTAUSALZ IN NORDAMERIKA UNTER FREIEM HIMMEL

In der Vergangenheit gab es in Nordamerika keine speziellen Umweltschutzanforderungen an die Lagerung von Auftausalz im Freien. Mittlerweile gehen jedoch Bundesstaaten und Kommunen vermehrt dazu über, entsprechende verbindliche Standards festzulegen. Eine Verschärfung dieser lokalen Anforderungen könnte umfangreiche Maßnahmen erforderlich machen, u. a. auch die Lagerung in Hallen. In Zusammenarbeit mit Umweltexperten arbeiten wir weiterhin an Umweltaudits für die eigenen und angemieteten Lagerstandorte im Hinblick auf Übereinstimmung mit den neuen örtlichen Anforderungen.

BERGRECHTLICHE SICHERHEITSLEISTUNGEN

Die Festsetzung bergrechtlicher Sicherheitsleistungen steht im pflichtgemäßen Ermessen der handelnden Behörden; bestehende Sicherheitsleistungen erfolgen derzeit i. d. R. durch die Bildung entsprechender Rückstellungen sowie durch Patronatserklärungen oder Konzernbürgschaften. Sofern zusätzlich Sicherheiten geleistet werden müssten, könnte dies den finanziellen Spielraum des Unternehmens insbesondere dann einengen, wenn diese durch Bankbürgschaften oder die Hinterlegung finanzieller Mittel zu erbringen wären.

RESTRUKTIVERE AUSLEGUNG BESTEHEBDER VORSCHRIFTEN ZUR ENTSORGUNG VON BERGBAULICHEN ABFALLEN UNTER TAGE

Bei den Abfällen unter Tage sind die Vorschriften des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und der allgemeinen Bundesbergverordnung (ABBERGV) einzuhalten. Eine zunehmend restriktivere Auslegung des Begriffes "bergbaulicher Abfall" führt zur Einschränkung der Art und Menge an bergbaulichen Abfällen, die unter Tage verbleiben dürfen. Somit erhöhen sich Art und Menge an bergbaulichen Abfällen, die übertägig und damit kostenintensiver zu entsorgen sind. Das würde sowohl zu einem Anstieg der laufenden Entsorgungskosten als auch zu einer Erhöhung der bei Stilllegung der Bergwerksstandorte erforderlichen Aufwendungen führen.

Operative Risiken sowie Chancen

MARKTDURCHDRINGUNG, MARKTENTWICKLUNG, KAPAZITÄTSERWEITERUNG, KOSTENOPTIMIERUNG, AKQUISITION UND/ODER STRATEGISCHE PARTNERSCHAFTEN, INNOVATION

In allen Kundensegmenten nutzen wir Wachstumspotenziale, um unseren Marktanteil durch die Steigerung des Absatzes bei unseren Bestandskunden auszubauen und/oder die Gewinnung von neuen Kunden zu erhöhen. Weiterhin prüfen wir, ob wir mit unseren Produkten neue Absatzregionen erschließen können. Ebenso wollen wir durch Investitionen in neue Produkte und Geschäftsansätze marktseitige Chancen nutzen. Der Unternehmenswert soll dabei stetig gesteigert werden. Dazu ist neben einer organisatorischen Neuausrichtung auch externes Wachstum erforderlich. Darüber hinaus werden permanent Möglichkeiten zur Kostenoptimierung (z. B. durch die Digitalisierung der Prozesse in den Bergwerken unter Tage oder durch die Effizienzsteigerung von Maschinen, Prozessen und Organisationsstrukturen) intensiv geprüft und - sofern sinnvoll - realisiert. Durch konsequente Umsetzung der in unserer Gruppenstrategie SHAPING 2030 im Detail definierten Wachstumsinitiativen wollen wir erfolgreich die sich bietenden Chancen nutzen und nachhaltig profitabel wachsen.

Unternehmensstrategie

HEBUNG VON SYNERGIEN

K+S geht von Synergien in Höhe von mindestens 150 Mio. € ab Ende 2020 vor Inflation im Vergleich zur Kostenbasis im Jahr 2017 aus. Deutliche Abweichungen gegenüber den in der Planung berücksichtigten Effekten stellen sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar.

RAMP-UP-PHASE AM STANDORT BETHUNE

Mitte der 2020er Jahre wird das neue Kaliwerk Bethune in Kanada seine volle Produktionskapazität erreichen. Bei der Neueinrichtung eines Standorts dieser Größe lassen sich negative Einflüsse beim Übergang in den Regelbetrieb (Ramp-up-Phase) nicht völlig ausschließen. Umgekehrt können die geplanten qualitativen und quantitativen Ziele auch übertroffen werden. Weiterhin können technische und logistische Herausforderungen zu erhöhten Kosten oder geringeren Produktionsmengen führen. Mit konsequentem Kosten- und Qualitätsmanagement versuchen wir, negative Einflüsse zu begrenzen und Ergebnisbeiträge zu steigern.

PROZESSRISIKEN UND RECHTSSTREITIGKEITEN

K+S ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen wir entweder aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Es ist nicht auszuschließen, dass K+S im Zusammenhang mit im Rahmen des Investitionsprojekts zur Errichtung des neuen Kaliwerks Bethune bezogenen Lieferungen und Leistungen in weitere Gerichts- und Schiedsverfahren mit Lieferanten involviert wird. Wir haben unsererseits bereits Rückforderungsansprüche gegenüber am Projekt beteiligten Vertragspartnern geltend gemacht. Der Ausgang von möglichen Rechtsstreitigkeiten, deren Klärung oftmals einen langen Zeitraum benötigt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Hieraus können sich Zahlungsabflüsse bzw. Zahlungsrückflüsse ergeben, die die Wirtschaftlichkeit des Standorts negativ oder positiv beeinflussen können. Die Auswirkungen auf Liquiditäts- und Ergebnisebene unterscheiden sich deutlich. Durch interne Vorkehrungen wird ein durchgehender Claim-Management-Prozess sichergestellt mit dem Ziel, die bestehenden Forderungen von Lieferanten und Rückforderungen von K+S bestmöglich abzuwickeln.

Die K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH unterhält als Bergwerkseigentümer die Grube Merkers und führt dort Verwahrmaßnahmen durch. Die Kosten der Verwahrmaßnahmen trägt derzeit der Freistaat Thüringen gemäß Freistellungsvertrag zur Altlastensanierung vom Oktober 1999, wobei das Land die Kostentragungsverpflichtung nach dem Freistellungsvertrag gerichtlich überprüfen lässt. Das Verwaltungsgericht (VG) Meiningen hat in erster Instanz entschieden, dass der Freistaat Thüringen den Vertrag uneingeschränkt einzuhalten und somit die Kosten der Altlastensanierung zu tragen hat. Dieser Vertrag verpflichtet das Land Thüringen, die Kosten für die durch den DDR-Kalibergbau im thüringisch-hessischen Grenzgebiet bis 1990 entstandenen Umweltschäden zu übernehmen. Hiergegen ist das Land in Berufung gegangen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Weimar hat die Berufung des Landes Thüringen gegen das Urteil des VG Meiningen zugelassen. Eine Entscheidung des Gerichts in der Sache steht noch aus. Wir sind weiter von der Richtigkeit der erstinstanzlichen Entscheidung überzeugt und halten daher wesentliche Auswirkungen für unwahrscheinlich.

Zur Finanzierung von Konzerngesellschaften nutzt die K+S AKTIENGESELLSCHAFT Tochtergesellschaften in Malta und Belgien.# Im Rahmen der Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2013 erfolgte in diesem Zusammenhang eine erneute Überprüfung und erstmalig eine Beanstandung, die zur steuerlichen Hinzurechnung von ausländischen Einkünften führte. Es wurden entsprechende Steuernachzahlungen festgesetzt. Ferner drohen Steuernachzahlungen für Folgejahre. Gegen vorliegende Steuerbescheide wurden Rechtsbehelfe eingelegt. Die Vollziehung der Steuerbescheide wurde durch die Finanzbehörde antragsgemäß ausgesetzt. Die Rechtsbehelfsverfahren sind noch nicht abgeschlossen. Es wird als unwahrscheinlich angesehen, dass sich die Finanzverwaltung in einem gerichtlichen Verfahren mit ihrer Auffassung durchsetzt. Alle übrigen Prozessrisiken sind im Rahmen des jeweiligen Risikos dargestellt.

ENERGIEKOSTEN UND ENERGIEVERSORGUNG

Die Energiekosten von K+S werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas und Strom bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Unternehmenseinheiten. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche marktbedingte Energiepreissteigerungen gegenüber dem in der Planung berücksichtigten Preisniveau stellen ein Kostenrisiko dar und können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Ebenso kann eine Novellierung des ErneuerbareEnergien-Gesetzes (EEG) oder eine Überprüfung der Kriterien zur Befreiung von der EEG-Umlage für stromkostenintensive Unternehmen zu Kostenerhöhungen führen. Auswirkungen des Energiesammelgesetzes (EnSaG), des Gesetzesentwurfs zum Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) sowie der vierten Phase des europäischen Emissionsrechtehandels (EU ETS) wurden in der Planung berücksichtigt. Eine positive Entwicklung bei Energiekosten gegenüber den Planansätzen bietet K+S dagegen eine Chance. Zur Begrenzung dieses Risikos haben wir den Erdgasbedarf unserer Kali- und Salzproduktion in Europa durch die Nutzung von Dampf aus Ersatzbrennstoff-Heizwerken reduziert. Darüber hinaus verfolgen wir weltweit eine Sicherungsstrategie, die es uns ermöglicht, durch den Abschluss fester Lieferverträge mittelfristig attraktive Erdgasbezugspreise zu sichern.
,Energie/Klima', Seite 94
,Umwelt', Seite 88

FRACHTKOSTEN UND TRANSPORTVERFÜGBARKEIT

Unsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße von Frachtkosten beeinflusst. Ein mengenmäßig erheblicher Anteil unserer Produkte muss zum Teil über große Entfernungen zum Kunden transportiert werden. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Absatzmöglichkeiten und damit die Produktion einschränken. Unser Ziel ist es, erwartete Kostensteigerungen zu begrenzen und über langfristige Verträge Transportraum für die Unternehmensgruppe abzusichern.

PRODUKTIONSTECHNIK

Die Produktionsanlagen der K+S GRUPPE zeichnen sich durch eine hohe Komplexität und Leistungsfähigkeit aus. Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken und zunehmender Alterung, der unsere Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie erhebliche Personen- und Sachschäden oder auch Umweltbelastungen entstehen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden diese Risiken durch den Abschluss geeigneter Versicherungen begrenzt. Gezielte Schulungen und die Weiterbildung der Mitarbeiter sollenAdditionally die Arbeitssicherheit erhöhen. Es werden Programme durchgeführt, um die Verfügbarkeit der kritischen Anlagenteile, wie Fördereinrichtungen, Dampfproduktion, Gebäude etc. mit effizientem Kapitaleinsatz zu gewährleisten.

VERÄNDERUNG IN DER ROHSALZZUSAMMENSETZUNG

Die Rohsalzgewinnung in unseren Grubenbetrieben ist die Basis für die Produktion in allen Kundensegmenten und operativen Einheiten. Für die weitere Entwicklung der Grubenbetriebe und zur Erschließung neuer Rohsalzvorräte führen wir ein umfangreiches geologisches Untersuchungsprogramm durch. Trotzdem kann es zu signifikanten Abweichungen der Rohsalzvorräte in Menge und Qualität kommen. Nicht vorhergesehene geologische Störungen im Gewinnungssalz mit geringeren Wertstoffgehalten können zu Zusatzkosten und geringeren Produktionsmengen führen.

KOHLENDIOXID-EINSCHLÜSSE IN LAGERSTÄTTEN

Kohlendioxid-Einschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar. Trotz unserer umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen könnte es zu unkontrollierten Ausbrüchen dieser Einschlüsse kommen. Daher bestehen Risiken von Produktionseinschränkungen/-ausfällen sowie von Personen- und Sachschäden. Die Gewinnung unter Tage wird daher stets unter Beachtung von besonderen Sicherheitsrichtlinien für eventuelle cO2-Ausbrüche durchgeführt.

SCHÄDEN DURCH GEBIRGSSCHLAG

An aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag). Sollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu Personenschäden sowie zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter kommen. Der Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit der Grubengebäude und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen dient unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der untertägigen Sicherheitspfeiler. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude soll rechtzeitig Hinweise liefern, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind.

WASSERZUTRITT

In Grubenbetrieben unter Tage bestehen hydrogeologische Risiken. Gefährdungspotenzial besteht im Zusammenhang mit Schächten, die wasserführende Gebirgsschichten durchörtern, und bei Salzlösungsvorkommen in Gebirgsschichten. Hydrogeologische Risiken werden aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen begrenzt, sie können jedoch, sofern nicht beherrschbar, erhebliche Schäden nach sich ziehen bis hin zum vollständigen Verlust des Bergwerks. In diesem Fall wären sowohl wesentliche negative Auswirkungen auf die Beschäftigung, die wirtschaftliche Lage der Region als auch Umwelt- und Sachschäden nahezu unvermeidbar. Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler sollen eine bestmögliche Grubensicherheit gewährleisten. Durch kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist das Risiko eines Zuflusses von Grundwasser im Normalfall nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen.

COMPLIANCE

Es besteht das generelle Risiko, dass Mitglieder von Leitungs-/ Überwachungsorganen oder Mitarbeiter der K+S-Gruppengesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen. Dadurch könnte K+S Vermögens- und/oder Imageschäden erleiden. Wir haben ein gruppenweites Compliance-Management etabliert, welches zur Sensibilisierung der Mitarbeiter beiträgt und Compliance-Verstößen u. a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z. B. Wettbewerbs- und Kartellrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt. Im Jahr 2019 wurde zudem eine Basisschulung zu Compliance-Themen für alle Mitarbeiter durchgeführt und ein neues Meldesystem für Compliance-Verdachtsfälle eingeführt. Das Compliance-Management wird fortlaufend überprüft und bei Bedarf beispielsweise aufgrund aktueller Entwicklungen angepasst.
,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 99

NICHTEINHALTUNG VON VORSCHRIFTEN ZU ARBEITSPLATZGRENZWERTEN UNTER TAGE

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die zukünftig anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage festgelegt. Diese gesetzlichen Vorgaben sind für unsere deutschen Grubenbetriebe ab dem 31. Oktober 2021 bzw. ab dem 31. Oktober 2022 einzuhalten. Zur Erfüllung dieser Vorgaben hat K+S in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen zur Einhaltung der nach o. g. Übergangsfrist anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte unternommen. Im Rahmen eines umfangreichen Projektes wurden z. B. der Einsatz modernster Dieselmotortechnik, alternative Antriebstechnologien, die Entwicklung emissionsärmerer Sprengstoffe sowie die Optimierung der Bewetterung unter Tage untersucht. Es besteht zum einen das Risiko, dass die in der Planung berücksichtigten Investitionen nicht ausreichen. Zum anderen könnte auch die zur Verfügung stehende Zeit zur Erfüllung der Vorschriften nicht genügen (z. B. fehlende Marktverfügbarkeit von Maschinen, Sprengstoffen). Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass wir die gesetzlich geforderten technischen Vorgaben dauerhaft erreichen werden. Obwohl wir die Umsetzung der relevanten Maßnahmen konsequent vorantreiben, sehen wir den zur Verfügung stehenden Zeitraum zur Umsetzung der technischen Entwicklungen kritisch. Aufgrund des höheren Zeitbedarfs für die Umsetzung der Maßnahmen ergibt sich, dass die bisherigen Übergangsfristen nicht ausreichen werden und das Erfordernis einer angemessenen Verlängerung absehbar ist. Sofern diese nicht gewährt wird, droht an den deutschen Standorten im Extremfall die vorübergehende Stilllegung oder es ist mit erheblichen Produktionseinschränkungen zu rechnen.

LIEFERANTENAUSFÄLLE UND LIEFERENGPÄSSE

Die Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bergbauspezifische Maschinenausstattung und Ersatzteile ist begrenzt.# Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte

Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten trotz bestehender Gegensteuerungsmaßnahmen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit dieser Materialien und damit zu einer deutlichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen. Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken.

PERSONAL

Der Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Der potenzielle Verlust von Mitarbeitern in wichtigen Positionen stellt ein grundsätzliches Risiko dar. In Zukunft werden außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zukommen. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zu finden. Die K+S GRUPPE will nicht nur für Berufsanfänger, sondern auch für qualifizierte Fach- und Führungskräfte ein attraktiver Arbeitgeber sein. Durch praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die berufliche Förderung von Leistungs- und Potenzialträgern wollen wir Mitarbeiter dauerhaft motivieren und qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an uns binden. Darüber hinaus wollen wir mit unserer Ausrichtung auf personelle Vielfalt (Diversität) das gesamte Arbeitsmarktpotenzial ausschöpfen. Mit dieser Strategie und einer verstärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Fach- und Führungskräften vielversprechende berufliche Perspektiven.

(Siehe auch: ,Mitarbeiter‘, Seite 80)

INFORMATIONSSICHERHEIT

Unsere IT-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt primär in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit von Informationen durch externe Angriffe (z. B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z. B. Technikausfall, Sabotage). Bei Risikoeintritt könnten gravierende Geschäftsunterbrechungen die Folge sein. Einen längeren Ausfall der IT-Systeme halten wir aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen allerdings für unwahrscheinlich. Mit einer permanenten Überprüfung des Umfangs und der Wirksamkeit unserer vielfältigen Sicherheitsmaßnahmen durch unabhängige Gutachter wollen wir solche Risiken begrenzen. Ein Versicherungsschutz zur Abdeckung von Schäden aus dem Ausfall von EDV-Anlagen wurde für Cyberangriffe mit einer Schadenssumme in Höhe von 50 Mio. € abgeschlossen.

REPUTATION

Der Eintritt eines jeden Risikos könnte in Abhängigkeit von der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu Reputationsschäden mit nicht oder nur schwer quantifizierbaren finanziellen Auswirkungen für das Unternehmen führen. Dazu zählen besonders Risiken mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie das Nichterreichen von selbst definierten Zielen. Solchen Entwicklungen begegnen wir mit offener und frühzeitiger Kommunikation gegenüber unseren Stakeholdern.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND CHANCEN

WÄHRUNG/WECHSELKURSSCHWANKUNGEN

Ein Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir zwischen Transaktions- und Translationsrisiken. Während sich das Risiko auf negative Wechselkursentwicklungen bezieht, können sich dagegen positive Wechselkursentwicklungen vorteilhaft auf Ergebnis und Eigenkapital auswirken und bieten daher eine Chance.

TRANSAKTIONSRISIKEN

Die K+S GRUPPE hat einen maßgeblichen Umsatzanteil in US-Dollar. Daneben entstehen sowohl Umsätze als auch Kosten in anderen Landeswährungen (z. B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund). Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen. Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euros zum US-Dollar sowie des kanadischen Dollars zum US-Dollar, wirken sich vor allem in der operativen Einheit Europe+ im Kundensegment Landwirtschaft auf die Höhe der Erlöse und Forderungen sowie Kosten und Verbindlichkeiten aus.

(Siehe auch: ,Finanzlage‘, Seite 65)

Um Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden signifikante Nettopositionen mithilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen "worst case"-Wechselkurs. Das zu sichernde Volumen wird anhand der Erlös- und Kostenplanung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden.

(Siehe auch: ,Anhang‘, Seite 196)

TRANSLATIONSRISIKEN

Außerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hingegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Diese Umrechnungssystematik könnte zu währungsbedingten Schwankungen im Ergebnis und Eigenkapital von K+S führen. Diese Translationseffekte betreffen die gesamte K+S GRUPPE und werden nicht gesichert.

VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUS

Aus Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen sowie andererseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten aus. Auswirkungen auf Festzinsaufnahmen ergeben sich, wenn die Zinsbindung ausläuft und eine Prolongation angestrebt wird. Hinzu kommen Effekte auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten. Aufgrund der derzeitigen Finanzierungsstruktur sind allerdings nur moderate Auswirkungen zu erwarten. Die K+S GRUPPE hat langfristige Rückstellungen, insbesondere aus bergbaulichen Verpflichtungen sowie Pensionen, mit dem Barwert der zukünftig erwarteten Aufwendungen anzusetzen. In 2019 standen insbesondere für die sehr langfristigen bergbaulichen Verpflichtungen am Kapitalmarkt keine laufzeitkongruenten Zinssätze zur Verfügung. Das bisher praktizierte Verfahren der Extrapolation der am Markt zum Stichtag verfügbaren Zinssätze für diese Verpflichtungen führte deshalb zu unsachgerechten Realzinsen. Aus diesem Grund wurden zur Schätzung des Zinssatzes für langfristige bergbauliche Verpflichtungen ergänzend durchschnittliche Renditen von Staatsanleihen herangezogen. Zukünftig könnte eine Veränderung des Marktzinsniveaus im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag zu Änderungen der Diskontierungssätze führen und somit zu einer Anpassung der Höhe der langfristigen Rückstellungen. Sowohl bei sinkendem als auch steigendem Zinsniveau sind moderate Auswirkungen auf die Bilanz sowie das Ergebnis der K+S GRUPPE möglich. Ein Großteil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen gedeckt, das aus festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen Vermögensanlagen besteht. Rückläufige Erträge aus diesen Anlagen können sich ungünstig auf den Marktwert des Planvermögens auswirken. Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens begegnen wir durch eine ausgewogene Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken.

(Siehe auch: ,Anhang‘, Seite 196)

VERSCHLECHTERUNG BZW. VERBESSERUNG DES UNTERNEHMENSRAITINGS

Ratings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i. d. R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Veränderung der Bonitätsbeurteilung von K+S durch eine Ratingagentur erfolgt. Eine Herabstufung (Verschlechterung) könnte sich negativ auf die Kosten der Finanzierung von K+S auswirken. Eine Heraufstufung der Bonitätsbeurteilung und somit eine Verbesserung des Unternehmensratings wirkt dagegen positiv auf die Kosten und Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft.

(Siehe auch: ,Finanzlage‘, Seite 65)

LIQUIDITÄT

Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko der Liquiditätsbeschaffung bestehen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel, zugesagte Kreditlinien und weitere Finanzierungsinstrumente zu decken. Für einen Teil dieser zugesagten Kreditlinien ist daneben auch die Einhaltung einer marktüblichen finanziellen Kennzahl (Financial Covenant) vereinbart. Diese sieht für den jeweiligen Quartalsabschluss ein bestimmtes Verhältnis zwischen Nettofinanzverbindlichkeiten (inkl. aller Leasingverbindlichkeiten) und EBITDA vor. Bei Überschreitung dieser Kennzahl zum jeweils vereinbarten Stichtag besteht ein Recht zur Kündigung durch die Finanzierungsgeber. Die übrigen Finanzverbindlichkeiten sind im Regelfall über eine Cross-Default-Klausel in diesem Fall ebenfalls kündbar. Hieraus würden sich höhere Liquiditätsbeschaffungskosten ergeben.In unserer Planung für den bereinigten Freien Cashflow sind Maßnahmen zur Verbesserung des Working Capital berücksichtigt. Sollten diese Maßnahmen entfallen oder nicht greifen, hätte dies negative Auswirkungen auf den erwarteten Freien Cashflow. Dieses Risiko verstehen wir als Teil des Liquiditätsrisikos. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über Cashpool-Systeme durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2019 auf 1.140,2 Mio. € und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie dem ungenutzten Teil unserer bis Mitte 2024 laufenden Konsortialkreditlinie. Damit lag die verfügbare Liquidität deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindestreserve von 300 Mio. €. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren.

Anhang

Anmerkung (25) Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten

AUSFALL VON FORDERUNGEN AN KUNDEN

Wir unterhalten mit vielen Kunden umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Dies könnte die Finanzlage von K+S beeinträchtigen. Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung.

AUSFALL VON PARTNERN BEI FINANZGESCHÄFTEN

Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage von K+S führen. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Finanzinstituten bestehen nicht.

VERÄNDERUNGEN EINZELNER RISIKEN UND CHANCEN GEGENÜBER DER VORPERIODE

Die Einschätzungen in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die finanziellen Auswirkungen der schon in den Vorperioden berichteten Risiken und Chancen sind den Tabellen B.63 und B.64 auf den Seiten 121 und 122 zu entnehmen. Die Risiken in der operativen Einheit Europe+ im Zusammenhang mit der Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen haben weiterhin eine hohe Bedeutung. Das Risiko einer Versagung oder gerichtlichen Aufhebung behördlicher Genehmigungen sowohl für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen als auch für die Entsorgung von flüssigen Rückständen im Teilbereich Einleitung bleibt innerhalb der Risikowahrscheinlichkeit von 10 bis 50 %. Maßnahmen zur Vorbereitung der Erweiterung der Halden Zielitz und Wintershall wurden genehmigt. Aufgrund der aktuell volatilen Marktsituation halten wir Schwankungen bei der Nachfrage und den Düngemittelpreisen mit wesentlichen Auswirkungen für möglich. Die Risikosituation bezüglich der Nichteinhaltung von Vorschriften zu Arbeitsplatzgrenzwerten unter Tage konkretisiert sich aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse unserer intensiven Untersuchungen. Wir gehen davon aus, dass wir die gesetzlich geforderten technischen Vorgaben dauerhaft erreichen werden. Kritisch sehen wir allerdings den zur Verfügung stehenden Zeitraum zur Umsetzung der technischen Entwicklungen. Die Berichterstattung über die Erhöhung von Schwermetallwerten des Grund- und Oberflächenwassers im Umfeld der Rückstandshalden kann entfallen, da das erwartete Schadenspotenzial nunmehr deutlich unterhalb der Schwellenwerte für die Berichterstattung liegt.

EINSCHÄTZUNG DER RISIKO- UND CHANCENLAGE DURCH DEN VORSTAND: KEINE BESTANDSGEFÄHRDENDEN RISIKEN

Die nachfolgende Einschätzung der Risiko- und Chancenlage erfolgt auf Grundlage der Erkenntnisse aus unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S führen könnten. Die Risikolage von K+S hat sich insbesondere wegen der herausfordernden Entwicklung am Kalimarkt sowie des ausbleibenden Winters zu Beginn des Jahres 2020 verschlechtert. Die Chancen, die sich für K+S mittelfristig ergeben könnten, bieten eine positive Aussicht. Wir sind zuversichtlich, dass die operative Stärke von K+S eine solide Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen für eine Nutzung der Chancen zur Verfügung stehen. Im Gesamtbild ist die Risiko- bzw. Chancenlage im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert und bedarf aufgrund der Rahmenbedingungen in der operativen Einheit Europe+ weiterhin hoher Aufmerksamkeit.

PROGNOSENBERICHT

Aufgrund der aktuell hohen Volatilität beim Preis für Kaliumchlorid in den Überseeregionen gestaltet sich eine Ergebnisprognose besonders schwierig; zusätzlich könnte die weitere Ausbreitung des Coronavirus die Unsicherheit nochmals verstärken. Vor diesem Hintergrund wird das EBITDA in einer Bandbreite zwischen 500 und 620 Mio. € erwartet (2019: 640,4 Mio. €). Dabei stehen im Kundensegment Landwirtschaft negative Preiseffekte einem höheren Absatz nach den Produktionskürzungen im Vorjahr gegenüber. Nach dem schwachen Start des Auftausalzgeschäfts im ersten Quartal rechnen wir im Kundensegment Gemeinden mit einer insgesamt geringeren Absatzmenge als im Vorjahr.

KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF) SOWIE DES INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (IFW).

B.65

Der INTERNATIONALE Währungsfonds sowie die Experten des IFW in Kiel prognostizieren, dass die Wachstumsrate für das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 mit 3,3 % bzw. 3,1 % leicht höher ausfällt als in 2019 (2018: 2,9 % bzw. 3,0 %). Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass die Weltwirtschaft, auch vor dem Hintergrund einer lockeren Finanzpolitik, allmählich wieder Tritt fassen sollte. Gegenläufig dazu wird erwartet, dass die bisher robuste US-Konjunktur zunächst noch an Fahrt verlieren wird und die wirtschaftliche Expansion in China sich weiterhin in der Grundtendenz leicht verlangsamt. Die Konjunktur im Euroraum dürfte sich hingegen leicht beleben. Eine nochmalige deutliche Verringerung des weltwirtschaftlichen Expansionstempos könnte dazu führen, dass sich die Rahmenbedingungen für den internationalen Handel weiter spürbar verschlechtern und das Investitionsklima zusätzlich belastet würde. Außerdem könnte die weitere Ausbreitung des Coronavirus das Expansionstempo drosseln. Ein Abschwung auf globaler Ebene könnte insbesondere dann eine negative Dynamik entwickeln, wenn sich die Schwäche in der Industrie in stärkerem Maße auf die Aktivität in der übrigen Wirtschaft auswirkt, als dies bisher der Fall war. Für die Inflation wird im Jahr 2020 davon ausgegangen, dass diese sich nur wenig verändert. Vonseiten der Energiepreise wird nicht mit substanziellen Beiträgen zur Entwicklung der Inflation gerechnet. Aus dem Brexit sind keine nennenswerten direkten Auswirkungen auf unsere künftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu erwarten. Der Umsatzanteil Großbritanniens am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE liegt lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

scroll in %; real 2016 2017 2018 2019e 2020e
Deutschland +2,2 +2,5 + 1,5 + 0,5 + 1,1
Euroraum + 1,9 +2,4 + 1,8 + 1,2 + 1,3
Welt +3,3 +3,8 +3,7 +2,9 + 3,3

Quelle: IWF

Künftige Branchensituation

LANDWIRTSCAHFT

Auch künftig kann der aufgrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und sich verändernder Ernährungsgewohnheiten steigende Bedarf an Agrarrohstoffen bei begrenzter Verfügbarkeit von Ackerflächen nur durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gedeckt werden. Ein ausgewogener Einsatz mineralischer Pflanzennährstoffe ist dabei unerlässlich. Auch das Preisniveau für Agrarprodukte dürfte dem Landwirt weiterhin ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen ausgewogenen bzw. - bei Unterversorgung - höheren Düngemitteleinsatz zu steigern. Zu Jahresbeginn 2020 hält die Kaufzurückhaltung bei Kaliumchlorid in den Überseeregionen maßgeblich aufgrund des nach wie vor ausbleibenden Vertragsabschlusses mit China weiter an. Einige Produzenten reagierten darauf erneut mit Produktionskürzungen. Die im Frühjahr in der nördlichen Hemisphäre anstehende Düngesaison sowie die verbesserte Ertragssituation der Landwirte in Südostasien sollten zu einer Nachfragebelebung und einem Abbau der in den Abnehmerregionen in 2019 aufgebauten Lagerbestände führen. Ein erwarteter neuer Vertragsabschluss zur Belieferung Chinas sollte auch dort eine Nachfragebelebung nach sich ziehen. Insgesamt rechnen wir im Gesamtjahr 2020 mit einer Zunahme des Weltkaliabsatzes um gut 3 Mio. t auf etwa 72 Mio. t (einschließlich knapp 5 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Bei der Düngemittelspezialität Kaliumsulfat gehen wir von einer stabilen Nachfrage aus. Ausgehend von der im vierten Quartal 2019 und zu Beginn des Jahres 2020 rückläufigen Preisentwicklung für Kaliumchlorid in Brasilien und Südostasien gehen wir von einer Bodenbildung im Verlauf des ersten Quartals, einer leichten Preisverbesserung während des zweiten Quartals und einer Preisstabilisierung auf einem spürbar höheren Niveau im zweiten Halbjahr aus. Bei den Düngemittelspezialitäten erwarten wir im Jahresdurchschnitt insgesamt ebenfalls ein niedrigeres Preisniveau, wenngleich in deutlich geringerem Ausmaß.# INDUSTRIE

Die Nachfrage nach Kali-, Magnesium- sowie Salzprodukten des Kundensegments Industrie, das entsprechend der regionalen Aufteilung beiden operativen Einheiten zuzuordnen ist, sollte sich insgesamt mittelfristig leicht steigend entwickeln. Global dürfte der Bedarf an Produkten für chemische Anwendungen spürbar steigen. Zudem sollte die Nachfrage nach Pharmaprodukten angesichts der zunehmend älter werdenden Bevölkerung weiterhin moderate Wachstumsraten ermöglichen. Im Jahr 2020 sollte sich die Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie für die operative Einheit Europe+ insgesamt positiv entwickeln. Trotz leichter Abkühlung des konjunkturellen Umfeldes wird die Nachfrage für chemische Anwendungen weiterhin auf gutem Niveau erwartet. Für die operative Einheit Americas rechnen wir in Nordamerika in 2020 insgesamt ebenfalls mit einer stabilen Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie. In Südamerika erwarten wir eine leicht steigende Nachfrage in der chemischen Industrie und eine stabile Entwicklung in den übrigen Sub-Segmenten.

VERBRAUCHER

Nordamerika ist die bedeutendste Region für das Geschäft mit Verbraucherprodukten, das entsprechend der regionalen Aufteilung beiden operativen Einheiten zuzuordnen ist. Im Tafelsalzbereich wird in beiden operativen Einheiten mit einem weiter anhaltenden Trend hin zu höherwertigen Produkten wie Meer- oder Koshersalz gerechnet. Bei Wasserenthärtungssalz schätzen wir die Nachfrage für die operative Einheit Europe+ regional leicht steigend und für die operative Einheit Americas als stabil ein. Bei verpacktem Auftausalz für Endverbraucher rechnen wir in Europa mit einer witterungsbedingt erneut schwachen Nachfrage, in Nordamerika im Durchschnitt der verschiedenen Regionen mit einer relativ stabilen Nachfrage.

GEMEINDEN

Aufgrund milder Temperaturen zum Jahresbeginn rechnen wir für die operative Einheit Europe+ im ersten Quartal insgesamt mit einer stark unterdurchschnittlichen Nachfrage nach Auftausalz. Dies dürfte sich ebenfalls auf das Frühbezugsgeschäft und selbst bei einem Normalwinter im vierten Quartal insgesamt auf die Absatzmengen auswirken. Auch in der operativen Einheit Americas gehen wir aufgrund des unterdurchschnittlichen ersten Quartals über alle Regionen betrachtet für den weiteren Verlauf des Jahres von einer Nachfrage unter dem gleitenden Durchschnitts der vergangenen zehn Jahre aus. Wie in 2019 erwarten wir an der us-Ostküste einen anhaltend hohen Wettbewer B.

Erwartete Ergebnisentwicklung, Finanzlage und geplante Investitionen

Aufgrund der aktuell hohen Volatilität beim Preis für Kaliumchlorid in den Überseeregionen gestaltet sich eine Ergebnisprognose besonders schwierig. Vor diesem Hintergrund erwarten wir ein EBITDA für die K+S GRUPPE zwischen 500 und 620 Mio. € (2019: 640,4 Mio. €).

Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2020 basiert im Wesentlichen auf den folgenden Annahmen:

  • Gemäß unserer Einschätzung des Marktumfelds im Kundensegment Landwirtschaft, das der operativen Einheit Europe+ zuzuordnen ist, gehen wir für 2020 insgesamt von einem leicht niedrigeren Durchschnittspreis für Kali- und Magnesiumdüngemittel in unserem Produktportfolio aus als im vierten Quartal 2019 (255 €). Dies setzt die in der künftigen Branchensituation für das Kundensegment Landwirtschaft beschriebene Preisentwicklung voraus.
  • Die erwartete Absatzmenge aller Produkte im Kundensegment Landwirtschaft dürfte insbesondere aufgrund der Rückkehr zur Normalproduktion in Deutschland sowie eines weiteren Hochfahrens der Produktion in Bethune (keine Produktionskürzungen) bei über 7 Mio. t liegen (2019: 6,30 Mio. t).
  • Aufgrund des insgesamt witterungsbedingt sehr schwachen Starts des Auftausalzgeschäfts erwarten wir im Kundensegment Gemeinden, das entsprechend der regionalen Aufteilung beiden operativen Einheiten zuzuordnen ist, für das Geschäftsjahr 2020 einen Absatz zwischen 8 und 9 Mio. t (Normaljahr: zwischen 12,5 und 13,0 Mio. t; 2018: 12,7 Mio. t).
  • In Bezug auf die EUR/USD-Währungsrelation wird ein durchschnittlicher Kassakurs von 1,12 EUR/USD (2019: 1,12 EUR/ USD) unterstellt.

In der operativen Einheit Europe+ (Segment nach IFRS 8) sollte der höhere Absatz im Kundensegment Landwirtschaft nach den Produktionskürzungen im Vorjahr negativen Preiseffekten gegenüberstehen. Das EBITDA sollte, abhängig von der weiteren Marktentwicklung in den Kundensegmenten Landwirtschaft und Gemeinden, spürbar zurückgehen bis stabil bleiben (EBITDA Europe+ 2019: 437,0 Mio. €). Das EBITDA der operativen Einheit Americas (Segment nach IFRS 8) dürfte aufgrund eines insgesamt unterdurchschnittlichen Auftausalzgeschäfts leicht bis spürbar zurückgehen (EBITDA Americas 2019: 230,0 Mio. €).

Die nachfolgenden Kennzahlen folgen der beschriebenen EBITDA-Entwicklung:

Wir erwarten beim bereinigten Konzernergebnis nach Steuern insbesondere aufgrund höherer Abschreibungen einen deutlichen Rückgang (2019: 77,8 Mio.

Obwohl das Investitionsvolumen der K+S GRUPPE im Jahr 2020 insbesondere aufgrund fortschreitender Erweiterungen unserer Haldenkapazitäten in Deutschland deutlich über dem Vorjahr (493,3 Mio. €) liegen dürfte, erwarten wir - unter der Annahme des Mittelwerts der EBITDA-Bandbreite - aufgrund weiterer geplanter Maßnahmen zur Verbesserung beim Working Capital einen in etwa ausgeglichenen bereinigten Freien Cashflow (2019: +139,7 Mio.€).

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) wird voraussichtlich deutlich zurückgehen (2019: 2,3 %).

Sollte sich die Höhe der Nettofinanzverbindlichkeiten im Vergleich zum Jahresende 2019 (3.116,6 Mio. €) nicht verändern, würde sich die Kennzahl der Nettofinanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum EBITDA abhängig von der beschriebenen EBITDA-Bandbreite zum Jahresende 2020 erhöhen bis annähernd stabil bleiben (2019: 4,9-fach). Die Höhe der Nettofinanzverbindlichkeiten zum Jahresende hängt jedoch davon ab, wann unser Maßnahmenpaket zum Abbau der Verschuldung greift.

(Siehe auch „Unternehmensstrategie“, Seite 49)

Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2019

Unsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten KONZERNERGEBNISSES nach Steuern wider. Vor dem Hintergrund des Rückgangs des bereinigten KONZERNERGEBNISSES nach Steuern, der Prognose für das Jahr 2020 und des Maßnahmenpakets zum Abbau der Verschuldung beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 12. Mai 2020 eine Dividende in Höhe von 0,15 € je Aktie (Vorjahr: 0,25 € je Aktie) vorzuschlagen. Damit liegt die Ausschüttungsquote mit 37 % (Vorjahr: 56 %) leicht unterhalb der Bandbreite der beschriebenen Dividendenpolitik.

Erwartete Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

Eine nachhaltige Unternehmensführung hat einen zunehmend starken Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens und daher hat der Aufsichtsrat beschlossen, einen wesentlichen Teil der Vergütung des Vorstands an NACHHALTIGKEITSZIELE zu koppeln. (Siehe auch „Vergütungsbericht“, Seite 142 und „Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung“, Seite 85)

LOST TIME INCIDENT RATE (LTI-RATE)

Die sogenannte LTI-Rate misst Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit bezogen auf eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Diese Rate soll in einem Dreijahreszeitraum um drei Punkte reduziert werden, um 100 % Zielerfüllung zu erreichen. Für das Jahr 2020 erwarten wir, dass sich die LTI-Rate aufgrund von uns ergriffenen Maßnahmen gegenüber 2019 deutlich reduziert (2019: 10,3).

REDUZIERUNG SALZHALTIGER RPROZESSWÄSSER

Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, die salzhaltigen Prozesswässer aus der Kali-Produktion in Deutschland um 500.000 m³ bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2017 zu reduzieren. Um 100 % Zielerfüllung zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Reduzierung von Prozesswässern um 115.385 m³ erreicht werden. Für das Jahr 2020 rechnen wir mit einer leichten Reduktion gegenüber 2019 (3,5 Mio. m³), womit wir auf einem guten Weg zur Zielerfüllung sind.

NACHHALTIGE LIEFERKETTEN

K+S fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforderungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE (Kodex) formuliert. Die erste Zielsetzung ist, dass die Anerkennungsrate unseres Einkaufsvolumens bezogen auf den Kodex bis zum Jahr 2025 mehr als 90 % beträgt. Um 100 % Zielerfüllung bei der Anerkennungsrate des Einkaufsvolumens zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine degressive Steigerung der Anerkennungsrate (siehe Grafik im Vergütungsbericht) erreicht werden. Wir erwarten, dass die für 2020 aus der Grafik ersichtliche angestrebte Anerkennungsrate (62,0 %) erreichbar sein sollte (Anerkennungsrate 2019: 44,9 %). Ein weiteres, gleichwertiges Unterziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100 % unserer "kritischen" Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben. Um 100 % Zielerfüllung bei der Anerkennungsrate der kritischen Lieferanten zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Steigerung der Anerkennungsrate um 33,3 Prozentpunkte erreicht werden. Demnach würden wir pro Jahr eine Steigerung der Anerkennungsrate der kritischen Lieferanten um 11,1 Prozentpunkte anstreben. Für das Jahr 2020 sollten wir diese Steigerung übertreffen können (Anerkennungsrate 2019: 23,2 %).

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der K+S Gruppe

Trotz der erzielten Fortschritte bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie SHAPING 2030, der Verbesserung der operativen Performance, der Erhöhung der Produktionskapazität und Qualität in Bethune sowie des verbesserten Abwassermanagements trüben das weiterhin schwierige Marktumfeld für Kaliumchlorid sowie der witterungsbedingt sehr schwache Start ins Auftausalzgeschäft die Prognose für das Jahr 2020. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT das EBITDA der K+S GRUPPE im Jahr 2020 in einer Bandbreite zwischen 500 und 620 Mio. €.Des Weiteren wird unter der Annahme des Mittelwerts der EBITDA-Bandbreite ein in etwa ausgeglichener bereinigter Freier Cashflow der K+S GRUPPE erwartet.

K+S AKTIENGESELLSCHAFT ERLÄUTERUNG AUF BASIS HGB

Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB findet sich auf Seite 99.

Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands

Die Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB sowie der erläuternde Bericht des Vorstands finden sich auf Seite 113.

Vergütungsbericht

Die Angaben nach § 289a Abs. 2 HGB sind im Vergütungsbericht ab Seite 142 enthalten.

Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -Überwachung, Überblick über den Geschäftsverlauf

Angaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -überwachung sowie ein Überblick über den Geschäftsverlauf finden sich auf den Seiten 37-59 sowie 109-118.

Ertragslage

Der Umsatz der K+S AKTIENGESELLSCHAFT lag mit 137,3 Mio. € marginal unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 137,8 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Bereich Tierhygiene, im Bereich IT und die sonstigen Umsatzerlöse lagen nahezu auf dem Vorjahresniveau. Vor allem höhere Kosten für IT-Reorganisation im Vorjahr führten zum Rückgang der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen von 152,4 Mio. € in 2018 auf 147,1 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen deutlich um 341,9 Mio. € auf 442,4 Mio. € (2018: 100,5 Mio. €). Wesentliche Ursachen waren die Realisierung von stillen Reserven im Rahmen einer Kapitalrückzahlung eines Beteiligungsunternehmens und gestiegene Erträge aus der Kostenverrechnung an Gruppengesellschaften. Dem stehen gesunkene Erträge aus Kurssicherungsgeschäften gegenüber.

GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG DERR K+S AKTIENGESELLSCHAFT

B.66 scroll in Mio. € 2018 2019
Umsatzerlöse 137,8 137,3
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 152,4 147,1
Bruttoergebnis vom Umsatz -14,6 -9,8
Vertriebs-, allgemeine Verwaltungs- und Forschungskosten 37,3 36,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge -18,5 348,1
Beteiligungsergebnis 324,0 147,2
Zinsergebnis -168,7 -135,5
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,1 0,0
Aufwendungen aus Verlustübernahme - -
Ergebnis vor Ertragsteuern 84,8 313,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10,3 25,2
Jahresüberschuss 74,5 288,2
Gewinnvortrag aus dem Ergebnis nach Steuern - 26,6
Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus Jahresüberschuss 0,0 144,1
Bilanzgewinn 74,5 170,7

¹ Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung findet sich im Jahresabschluss 2019 der K+S AKTI ENGESELLSCHAFT.

BILANZ DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - AKTIVA

B.67 scroll in Mio. € 31.12.2018 31.12.2019
Immaterielle Vermögensgegenstände 9,9 11,4
Sachanlagen 61,4 57,0
Finanzanlagen 6.663,0 6.206,6
Anlagevermögen 6.734,3 6.274,9
Vorräte 4,8 7,7
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 754,1 511,8
Wertpapiere 6,1 6,3
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 78,9 156,7
Umlaufvermögen 843,9 682,5
Rechnungsabgrenzungsposten 10,3 5,7
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung - 1,3
AKTIVA 7.588,6 6.964,5

BILANZ DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - PASSIVA

B.68 scroll in Mio. € 31.12.2018 31.12.2019
Gezeichnetes Kapital 191,4 191,4
Kapitalrücklage 701,6 701,6
Gewinnrücklagen 1.006,4 1.150,5
Bilanzgewinn 74,5 170,7
Eigenkapital 1.973,9 2.214,2
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 24,5 29,6
Steuerrückstellungen 9,7 5,2
Sonstige Rückstellungen 224,6 227,5
Rückstellungen 258,8 262,3
Verbindlichkeiten 5.351,4 4.484,1
Rechnungsabgrenzungsposten 4,5 3,8
PASSIVA 7.588,6 6.964,5

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 119,0 Mio. € auf 94,3 Mio. € verringert. Dies ist vor allem auf den Rückgang von Kursverlusten zurückzuführen. Gestiegene Beratungskosten zeigten einen gegenläufigen Effekt. Die Erträge aus Beteiligungen sind von 324,0 Mio. € in 2018 auf 147,2 Mio. € in 2019 gefallen. Im Vorjahr waren Erträge aus den Beteiligungen an der K+S salz GMBH mit 44,1 Mio. € sowie der K+S FINANCE BELGIUM BVBA mit 40,4 Mio. € enthalten. Die Ergebnisabführung der K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH (vormals K+S KALI GMBH) fiel von 217,5 Mio. € in 2018 auf 146,3 Mio. € in 2019. Weitere Beteiligungserträge ergaben sich aus der Gewinnabführung der K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH mit 0,8 Mio. € (2018: 1,0 Mio. €). Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge verringerten sich im Wesentlichen wegen gesunkener Zinserträge als Folge von im Vorjahresvergleich gesunkenen Steuererstattungsansprüchen von 10,5 Mio. € auf 8,4 Mio. €. Vor allem durch positive Effekte aus der Bewertung des Planvermögens, gesunkenen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen, verminderten Zinsaufwendungen gegenüber Gruppengesellschaften sowie geringeren Zinsaufwendungen für begebene Anleihen fielen die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von 179,2 Mio. € auf 143,8 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 213,7 Mio. € auf 288,2 Mio. € (2018: 74,5 Mio. €).

Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen hat sich um 459,4 Mio. € auf 6.274,9 Mio. € (2018: 6.734,3 Mio. €) verringert. Dies ist im Wesentlichen auf die Kapitalherabsetzung von verbundenen Unternehmen im Rahmen einer gesellschaftsrechtlichen Restrukturierung zurückzuführen. Damit betrug der Anteil des Anlagevermögens 90 % an der Bilanzsumme (2018: 89 %). Insgesamt verzeichnete die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2019 einen Rückgang um 624,1 Mio. € auf 6.964,5 Mio. €. Das Umlaufvermögen fiel um 161,4 Mio. € auf 682,5 Mio. € (2018: 843,9 Mio. €). Bedingt durch gesunkene Forderungen aus Ergebnisabführung sowie Forderungen aus dem Cashpool verminderten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 646,5 Mio. € im Vorjahr auf 419,6 Mio. € im laufenden Geschäftsjahr.

B.67 Das Eigenkapital liegt mit 2.214,2 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (2018: 1.973,9 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 32 % (2018: 26 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.067,8 Mio. € (2018: 2.083,9 Mio. €) setzten sich im Wesentlichen aus Cashpool-Verbindlichkeiten zusammen. Im Geschäftsjahr 2019 ergab sich ein Rückgang aller Verbindlichkeiten um 867,3 Mio. € auf 4.484,1 Mio. € (2018: 5.351,4 Mio. €), was im Wesentlichen auf die Ablösung von kurzfristigen Darlehen an Tochtergesellschaften zurückzuführen war. Die Gesellschaft wies zum Stichtag Rückstellungen in Höhe von 262,3 Mio. € mit überwiegend langfristigem Charakter aus. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte in erheblichem Maße aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln.

B.68 Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 1.033 Mitarbeiter (2018: 1.029 Mitarbeiter) bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt. Wie im Vorjahr betrug der Anteil von Frauen 35 % und von Männern 65 % (2018: 35 % Frauen, 65 % Männer). Davon waren 25 Auszubildende (2018: 22 Auszubildende). Die Zahl der Arbeitsunfälle betrug 31 (2018: 30), mit einer Unfallrate von 19,3 (2018: 18,2) sowie Unfällen mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeitsstunden von 1,9 (2018: 3,7). Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter lag im Jahr 2019 mit 4,6 % ebenfalls auf Vorjahresniveau (2018: 4,6 %).

Dividende

Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist für das Geschäftsjahr 2019 einen Bilanzgewinn von 170,7 Mio. € (2018: 74,5 Mio. €) aus. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 12. Mai 2020 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 wie in Tabelle B.69 dargestellt zu verwenden.

GEWINNVERWENDUNG

B.69 scroll in Mio. € 2018 2019
Dividende je Aktie (€) 0,25 0,15
Ausschüttungssumme bei 191.400.000 dividendenberechtigten Stückaktien 47,9 28,7
Einstellung in die Gewinnrücklagen - 142,0
Gewinnvortrag 26,6 -
Bilanzgewinn 74,5 170,7

Forschung und Entwicklung

Umfassende Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der K+S GRUPPE, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden sich auf Seite 78.

Risiken und Chancen

Die Geschäftsentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die K+S GRUPPE. An den Risiken und Chancen ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die K+S AKTIENGESELLSCHAFT entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden sich im "Risiko- und Chancenbericht" ab Seite 119. Die Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (§ 289 Abs. 4 HGB) findet sich auf Seite 112.

Prognosebericht

Die Ergebnisentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die für die K+S GRUPPE erwartete Geschäftsentwicklung findet sich im Prognosebericht ab Seite 134.

VERSCIHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss bzw. der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschrieben sind.

Kassel, 4.# K+S AKTIENGESELLSCHAFT

Der Vorstand

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

VERGÜTUNGSBERICHT

Im Folgenden werden die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten erläutert.

Vergütung des Vorstands

VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben und die Leistung des Vorstands, der Vergleich mit der Vergütung von oberen Führungskräften weltweit und der Gesamtbelegschaft, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds.

Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige - fixe - als auch erfolgsbezogene - variable - Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen.

Der erfolgsbezogene variable Anteil besteht aus zwei Elementen: der Tantieme (STI) sowie zwei kennzahlenbasierten variablen Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannte Long Term Incentives (LTI I und LTI II). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 enthalten die Vorstandsverträge Claw-Back-Klauseln (Rückzahlungsregelungen).

Die fixe, erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen.

Die erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteile umfassen zwei Komponenten. Das sogenannte Short Term Incentive (STI) bezieht sich auf das laufende Geschäftsjahr und bildet - mit 40 % - den kleineren Teil der variablen Vergütung. Den wesentlicheren Teil - mit 60 % - bildet das Long Term Incentive (LTI) ab, das aus zwei gleichgewichtigen Komponenten besteht. Die eine Komponente (LTI I) knüpft im Berichtsjahr an den sogenannten Wertbeitrag (Value Added) an und wird ab dem 1. Januar 2020 über NACHHALTIGKEITSZIELE bemessen. Die zweite Komponente (LTI II) bezieht sich weiterhin auf die Aktienkursperformance. Die Laufzeit beträgt bei beiden Komponenten drei Jahre.

BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES ORDENTLICHEN VORSTANDSMITGLIEDERS

Relative Struktur Jahresvergütung Relative Struktur Gesamtvergütung Zielerreichung 100 % Zielerreichung 0 % Maximale Zielerreichung
Fixum 60 % 37 % 550,0 550,0 550,0
Tantieme 40 % 25 % 380,0 0,0 912,0
Jahresvergütung 100 % 930,0 550,0 1.462,0
LTI I 285,0 0,0 570,0
LTI II 285,0 0,0 570,0
Gesamtvergütung 1.500,0 550,0 2.602,0

1 Ist-EBITDA = Plan EBITDA; Performancefaktor = 1,0.
2 Ist-EBITDA = 0 %.
3 Ist-EBITDA = 200 %; Performancefaktor = 1,2.
4 Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) = Planwertbeiträge (Durchschnitt Vergleichswert).
5 Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) = 0 %.
6 Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) = 200%.
7 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = Performance M DAX (Durchschnitt Vergleichswert).
8 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = 0 %.
9 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = 200 %.
10 Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung.

Das STI wird an der Erreichung des EBITDA¹ der K+S GRUPPE der Jahresplanung gemessen. Wird der EBITDA-Wert der vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresplanung erreicht, beträgt der STl-Basisbetrag 100 %. Über- oder unterschreitet das Ist-EBITDA das Plan-EBITDA, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen. Eine diskretionäre Einflussnahme des Aufsichtsrats auf die Zielerreichung ist ausgeschlossen.

Nach Ablauf des betreffenden Geschäftsjahres legt der Aufsichtsrat einen Performancefaktor für das gesamte Vorstandsteam fest. Dieser wirkt als Multiplikator auf den Basisbetrag des STI und liegt zwischen 0,8 und 1,2. Das Ergebnis des Performancefaktors richtet sich nach der Erreichung einer jährlichen, für den gesamten Vorstand geltenden Zielvereinbarung zwischen Aufsichtsrat und Gesamtvorstand. Für die Jahre bis 2020 ist insbesondere die Erreichung der Meilensteine aus der Strategie SHAPING 2030, z. B. die Rückführung des Verschuldungsgrades (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA) sowie die Identifizierung von Potenzialkandidaten, konkrete Zielsetzung.

Beispielrechnung für die Anwendung des Performancefaktors:
Erfüllungsgrad des STI, z. B. 100 % x Performancefaktor, z. B. 1,1 = 110 % oder 0,9 = 90 %

LTI I-PROGRAMM BIS 31. DEZEMBER 2019

Der Vorstand hat aus den Jahren 2018 und 2019 Ansprüche aus laufenden LTl-Programmen, das System wird im Folgenden beschrieben:

Zur Ermittlung des LTI I für die Jahre 2018 und 2019 hat der Aufsichtsrat vor Beginn eines Performancezeitraums auf Basis der Mittelfristplanung Wertbeiträge (Value Added) für jedes Jahr des Performancezeitraums festgelegt. Der Planwertbeitrag entspricht dem arithmetischen Mittel der drei Wertbeiträge des Performancezeitraums. Nach Ablauf des Performancezeitraums wird der Ist-Wertbeitrag mit dem Planwertbeitrag verglichen. Entspricht der Ist-Wertbeitrag dem Planwertbeitrag, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet der Ist-Wertbeitrag den Planwertbeitrag, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen.

LTI II-PROGRAMM

Maßgeblich für das LTI II ist die Kursentwicklung der K+S-Aktie (inkl. gezahlter Dividenden) im Vergleich zur Entwicklung des MDAX (Performance Index). Entspricht die Kursentwicklung der K+S-Aktie der Entwicklung des MDAX im Vergleichszeitraum, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet die Kursentwicklung der K+S-Aktie die Entwicklung des MDAX, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen.

Da dieser LTI II - und damit 50 % der Long-Term-Vergütung - an die Performance der K+S-Aktie gekoppelt ist, gibt es darüber hinaus keine gesonderte "Ownership Guideline" (Weisung zum Aktienbesitz).

LTI I-PROGRAMM (2018 - 2019)

WERTBEITRÄGE IN MIO. € Vergleichszeitraum

¹ Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativer Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.

LTI II -PRPROGR

¹ Durchschnitt des Börsenjahres; bildet den Vergleichswert.
² Durchschnitt des Börsenjahres 2021, Basis für Performance-Abgleich gegenüber 2018.

Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.

LT II PROGRAMM AB 1. JANUAR 2020

Eine nachhaltige Unternehmensführung hat einen zunehmend starken Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmen. Daher hat der Aufsichtsrat beschlossen einen wesentlichen Teil der Vergütung des Vorstands an NACHHALTIGKEITSZIELE zu koppeln. Das LT II, das 50 % des Long Term Incentives ausmacht, wurde in diesem Zuge neu geregelt. Wie im Geschäftsbericht auf Seite 52 beschrieben, hat sich das Unternehmen in drei Kategorien, nämlich "Menschen", "Umwelt" und "Geschäftsethik", NACHHALTIGKEITSZIELE gesetzt. Für das weiterhin dreijährige LT II wurde aus jeder Kategorie ein Ziel gewählt. Als Maßstab für die Zielerreichung wurden jeweils Plan-Werte festgelegt.

Für die Kategorie "Menschen" wurde das Ziel "Gesundheit & Arbeitssicherheit" mit der Reduzierung der Lost Time Incident Rate gewählt. Aus der Kategorie "Umwelt" wurde das Ziel "Wasser" mit der zusätzlichen Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser aus der Kaliproduktion in Deutschland gewählt und aus der Kategorie "Geschäftsethik" das Ziel "Nachhaltige Lieferketten" mit zwei Unterzielen:
1. den "Anteil von kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben" zu maximieren sowie
2. die "Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE" zu erhöhen.

Die drei Oberziele stehen gleichgewichtig nebeneinander.

I. Menschen: Gesundheit & Arbeitssicherheit - Lost Time Incident Rate (LT II-Rate)

Die sogenannte LTI II-Rate misst Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit bezogen auf eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Diese Rate soll in einem Dreijahreszeitraum um drei Punkte reduziert werden, um eine 100 %-Zielerfüllung zu erreichen. Wird das Ziel über- oder untererfüllt, steigt bzw. fällt der Prozentsatz linear auf 200 % bzw. auf 0 %.# MESCHEN - LOST TIME INCIDENT RATE (BIS 2024)

B.73 Schematische Darstellung Beispielrechnung LTI I-Programm (2020-2022):

  • LTI-Rate 5,8 = 100 % Zielerreichung
  • LTI-Rate 7,3 = 0 % Zielerreichung
  • LTI-Rate 4,3 = 200 % Zielerreichung

II. Umwelt: Wasser - Reduzierung salzhaltiger Prozesswässer

Das Unternehmen hat sich in dieser Kategorie das Ziel gesetzt, die salzhaltigen Prozesswasser aus der Kaliproduktion in Deutschland um 500.000 m³ p. a. bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2017 zu reduzieren. Um eine 100 %-Zielerfüllung zu erreichen, muss entsprechend in einem Dreijahreszeitraum - unter der Annahme der Produktionsmenge von 2017 - eine Reduzierung von Prozesswasser um 115.385 m³ erreicht werden (Plan-Wert). Wird das Ziel über- oder untererfüllt (Vergleich von Plan- und Ist-Wert), steigt bzw. fällt der Prozentsatz linear auf 200 % bzw. auf 0 %.

UMWELT - PROZESSWASSER (BIS 2024)

B.74 Schematische Darstellung Beispielrechnung LTI I-Programm (2020-2022)¹:

  • Prozesswasserreduzierung -115.385 m³ = 100 % Zielerreichung
  • Prozesswasserreduzierung -57.692 m³ = 0 % Zielerreichung
  • Prozesswasserreduzierung -173.078 m³ = 200 % Zielerreichung

III. Geschäftsethik: Nachhaltige Lieferketten - Verhaltenskodex für Lieferanten

K+S fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforderungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE (Kodex) formuliert. Die Zielsetzung ist, die Anerkennungsrate unseres Einkaufsvolumens (Anerkennungsrate II) durch den Kodex bis zum Jahr 2025 auf mehr als 90 % zu steigern. Ein weiteres Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100 % unserer "kritischen" Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben (Anerkennungsrate I). Die beiden Unterziele in dieser dritten Kategorie stehen gleichgewichtig nebeneinander. Um eine 100 %-Zielerfüllung bei der Anerkennungsrate der kritischen Lieferanten zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Steigerung der Anerkennungsrate um 33,3 Prozentpunkte erreicht werden (Plan-Wert). Wird das Ziel über- oder untererfüllt (Vergleich von Plan- und Ist-Wert), steigt bzw. fällt der Prozentsatz linear auf 200 % bzw. auf 0 %.

GESCHÄFTSETHIK - NACHHALTIGE LIEFERKETTEN (bis 2024)

KRITISCHE LIEFERANTEN

B.75 Schematische Darstellung Beispielrechnung LTI I-Programm (2020-2022):

  • Anerkennungsrate I 66,6 % = 100 % Zielerreichung
  • Anerkennungsrate I 50,0 % = 0 % Zielerreichung
  • Anerkennungsrate I 83,3 % = 200 % Zielerreichung

Um eine 100 %-Zielerfüllung bei der Abdeckung des Einkaufsvolumens zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Steigerung der Anerkennungsrate, die in der nachfolgenden Grafik dargestellt wird, erreicht werden (Plan-Wert). Da die Erwartung besteht, dass am Anfang eine schnellere Anerkennungsrate erreicht werden kann als im fortgeschrittenen Stadium, hat die Kurve einen degressiven Verlauf. Wird das Ziel über- oder untererfüllt (Vergleich von Plan- und Ist-Wert), steigt bzw. fällt der Prozentsatz auf 200 % bzw. auf 0 %.

GESCHÄFTSETHIK - NACHHALTIGE LIEFERKETTEN (bis 2024)

EINKAUFSVOLUMEN

B.76 Schematische Darstellung Beispielrechnung LTI I-Programm (2020-2022):
  • Anerkennungsrate II 79,0 % = 100 % Zielerreichung
  • Anerkennungsrate II 62,0 % = 0 % Zielerreichung
  • Anerkennungsrate II 96,1 % = 200 % Zielerreichung

BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES ORDENTLICHEN VORSTANDSMITGLIEDES AB 1. JANUAR 2020

B.77 scroll

Relative Struktur Jahresvergütung Relative Struktur Gesamtvergütung Zielerreichung 100 % Zielerreichung 0 % Maximale Zielerreichung in Tsd. €
Fixum 60 % 37 % 550,0 550,0
Tantieme 40 % 25 % 380,0 1 0,0
Jahresvergütung 100 % 930,0 550,0 1.462,0
LTI I 10 285,0 4 0,0 5 570,0
- Menschen 95,0 0,0 190,0
- Umwelt 95,0 0,0 190,0
- Geschäftsethik 38 % 47,5 0,0 95,0
LTI II 10 285,0 7 0,0 8 570,0
Gesamtvergütung 100 % 1.500,0 550,0 2.602,0

1 Ist-EBITDA = Plan EBITDA; Performancefaktor = 1,0.
2 Ist-EBITDA = 0 %.
3 Ist-EBITDA = 200 %; Performancefaktor = 1,2.
4 100 % Zielerreichung Nachhaltigkeits-KPI's.
5 0 % Zielerreichung Nachhaltigkeits-KPI's.
6 200 % Zielerreichung Nachhaltigkeits-KPI's.
7 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = Performance MDAX (Durchschnitt Vergleichswert).
8 Performance MDAX (Durchschnitt Vergleichswert).
9 K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = 200 %.
10 Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung.

ALTSYSTEM LTI PROGRAMM 2016-2017

B.78

1 Für ein ordentliches Vorstandsmitglied; die Auszahlung erfolgt im April des dem Programmende folgenden Jahres.

LTI-PROGRAMM BIS 31. DEZEMBER 2017

Der Vorstand hat aus den Jahren 2016 und 2017 Ansprüche aus laufenden LTI-Programmen, das System wird im Folgenden beschrieben: Das System beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe erzielter sog. Wertbeiträge (LTI bis 2017). Der Wertbeitrag (LTI bis 2017) ergibt sich folgendermaßen:

Operatives Ergebnis vor Sicherungsgeschäften
+ Zinserträge des Geschäftsjahres
- Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres
= Wertbeitrag (LTI bis 2017).

Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahreszeiträumen der Unternehmenserfolg ermittelt. Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag (LTI bis 2017) besteht bei +/-500 Mio. € pro Geschäftsjahr. Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTl-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTl-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTl-Laufzeit. Zu Beginn eines LTl-Zeitraums wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Performancezeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge (LTI bis 2017) wird an einer Skalierung von -200 bis +200 Mio. € prozentual gespiegelt. Entsprechen sich die Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Vergleichs- und des Performancezeitraums, werden 100 % des lti ausgezahlt. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0 %. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200 %. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres. Wie in Abbildung B.78 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performancezeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge unter denen des Vergleichszeitraums.

VERGÜTUNGSHÖHE

Einzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 sind in individualisierter Form in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der Unterschied zwischen der Gewährungs- bzw. der Zuflusstabelle bezieht sich allein auf die variablen Vergütungsbestandteile. Die Gewährungstabelle bildet Beträge ab, die bei 100%iger Zielerreichung in Aussicht gestellt wurden. Eine Ausnahme hiervon bildet als anteilsbasierte Vergütung der LTI II. Hier werden in der Gewährungstabelle die Beträge gezeigt, die den Vorstandsmitgliedern für die gesamte verbleibende Vertragslaufzeit zugesagt wurden. Die Zuflusstabelle zeigt hingegen die Beträge, die aufgrund der tatsächlich erreichten Ziele im Folgejahr zur Auszahlung kommen werden.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS (GEWÄHRTE ZUWENDUNG)

B.79 scroll

Dr. Burkhard Lohr Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 06/2012 Thorsten Boeckers Finanzvorstand Im Vorstand seit 05/2017 Mark Roberts² Im Vorstand seit 10/2012
in Tsd. €
2018 2019 2019 (Min.) 2019 (Max.) 2018 2019 2019 (Min.) 2019 (Max.)
Festvergütung 727,5 825,0 825,0 825,0 485,0 550,0 550,0 550,0
Nebenleistung ¹ 28,5 42,8 42,8 42,8 20,1 20,8 20,8 20,8
Summe 756,0 867,8 867,8 867,8 505,1 570,8 570,8 570,8
Einjährige variable Vergütung ³ 570,0 570,0 0,0 1.368,0 380,0 380,0 0,0 912,0
Mehrjährige variable Vergütung ³ 950,1 2.565,0 0,0 5.130,0 613,4 1.710,0 0,0 3.420,0
- LTI I (ab 2018) 344,4 427,5 0,0 855,0 224,6 285,0 0,0 570,0
- LTI II (2018-2020) 344,4 83,1 0,0 166,2 224,6 60,4 0,0 120,8
- LTI II (2019-2021) 201,9 225,6 0,0 451,2 129,6 155,4 0,0 310,8
- LTI II (2020-2022) 59,4 368,1 0,0 736,2 34,6 250,4 0,0 500,8
- LTI II (2021-2023) - 427,5 0,0 855,0 - 285,0 - 570,0
- LTI II (2022-2024) - 427,5 0,0 855,0 - 285,0 - 570,0
- LTI II (2023-2025) - 344,4 0,0 688,8 - 224,6 - 449,2
- LTI II (2024-2026) - 201,9 0,0 403,8 - 129,6 - 259,2
- LTI II (2025-2027) - 59,4 0,0 118,8 - 34,6 - 69,2
Summe 2.276,1 4.002,8 867,8 7.365,8 1.498,5 2.660,8 1.678,8 2.130,0
- Dienstzeitaufwand 743,4 957,1 957,1 957,1 719,8 936,6 538,9 717,1
Gesamtvergütung 3.019,5 4.959,9 1.824,9 8.322,9 2.218,3 3.597,4 1.327,1 4.519,1

¹ Nebenleistungen sind auf 75.000 € gedeckelt.
² Vor Wechselkursausgleich: Für die Umrechnung der Vergütung ist ein US-Dollarkurs festgeschrieben. Da die Auszahlungen zunächst mit aktuellen Kursen umgerechnet werden, kommt es nach Ablauf des Jahres ggf. zu einem Ausgleich.
³ Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung.# 4 Mandat endet am 30. September 2023.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS (ZUFLUSS)

B.80

Dr. Burkhard Lohr Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 06/2012 Thorsten Boeckers Finanzvorstand Im Vorstand seit 05/2017 Mark Roberts¹ Im Vorstand seit 10/2012
in Tsd. € 2019 2018
2019 2018
Festvergütung 825,0 727,5 550,0
Nebenleistungen 42,8 28,5 20,8
Summe 867,8 756,0 570,8
Einjährige variable Vergütung 383,7 469,6 255,9
Mehrjährige variable Vergütung 0,0 0,0 0,0
- LTI bis 2017 0,0 0,0 0,0
- LTI I ab 2018 - - -
Sonstiges - - -
Summe 1.251,5 1.225,6 826,7
- Versorgungsaufwand 957,1 743,4 936,6
Gesamtvergütung 2.208,6 1.969,0 1.763,3
  • ¹ Inklusive Währungskursausgleich.
  • ² Übernahme der Restlaufzeiten der LTI-Ansprüche, die Herr Boeckers als Leiter Investor Relations der K+S-AKTIENGESELLSCHAFT erhalten hat.
  • ³ Laufzeit 2016-2019.
  • ⁴ Laufzeit 2015-2018.
Fixvergütung¹ STI LTI bis 2017 LTI I ab 2018 LTI II ab 2018 Gesamt
Dr. Burkhard Lohr 867,8 383,7 0,0 - 2.137,5 3.389,0
Thorsten Boeckers 570,8 255,9 0,0 - 1.425,0 2.251,7
Mark Roberts 709,4 ² 302,3 ² 0,0 - 855,0 1.866,7
¹ Inklusive Nebenleistungen.
² Inklusive Währungskursausgleich.

ANGABEN NACH IFRS 2

B.82

Aufwand LTI II Rückstellungen LTI II
Dr. Burkhard Lohr 337,2 575,2
Thorsten Boeckers 224,0 380,1
Mark Roberts 120,0 293,0
Gesamt 681,2 1.248,3

Im Zuge der Verkleinerung des Vorstands von fünf auf drei Mitglieder und der damit einhergehenden größeren Verantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder hat der Aufsichtsrat die fixe Vorstandsvergütung mit Wirkung zum 1. Januar 2019 auf 550.000 € für ein ordentliches Mitglied angehoben. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache. Mark Roberts erhält seine Vergütung in Euro. Um die Wechselkursrisiken zu beschränken, wurde eine Klausel vereinbart, nach der nach Ablauf eines jeden Jahres ein Wechselkursausgleich für den Fall erfolgt, dass der Ist-Kurs der jeweiligen Überweisungen vom Kurs bei Unterschrift des Vertrages (EUR 1,00 = USD 1,30) um mehr als 10 % im Einzelfall oder um mehr als 5 % im Durchschnitt des ganzen Jahres abweicht. Durchschnittlich betrug das Gehalt des Vorstands im vergangenen Jahr damit das 6,0-fache (2018: 5,2-fache) des oberen Führungskreises weltweit sowie das 27,0-fache (2018: 23,6-fache) der Gesamtbelegschaft. Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen auf drei Mitglieder, die alle ganzjährig im Amt waren. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus vier Mitgliedern, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt.

PENSIONSZUSAGEN

Die Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d. h., für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet. Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40 % der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (> 15 Jahre) zu vermeiden. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2019 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 10,5 % und 17,5 %. Die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Die Obergrenze für den Vorstandsvorsitzenden beträgt 340.000 € nach regulärer Überprüfung in 2019 und für die anderen Vorstandsmitglieder je 255.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus überprüft und ggf. angepasst - dies steht im Jahr 2022 erneut zur Überprüfung an. Rentenleistungen werden erst bei Auszahlung entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Für künftige Pensionsverträge gelten die gesetzlichen Regelungen zur Unverfallbarkeit von Pensionsansprüchen. Demnach tritt eine Unverfallbarkeit der Pensionsansprüche erst nach fünf Dienstjahren ein. Für das Vorstandsmitglied Mark Roberts wurde ein fixer Umrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar vereinbart. Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60 %, jede Vollwaise 30 % und jede Halbwaise 15 % der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100 % der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall wird sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, können die Ansprüche gemäß der Versorgungszusage zu diesem Zeitpunkt bereits geltend gemacht werden.

PENSIONEN DER VORSTANDSMITGLIEDER ¹

B.83

Alter Zeitwert zum 01.01. Pensionsaufwand² Zeitwert zum 31.12.
Dr. Burkhard Lohr 2019 56 4.515,9 1.047,4
2018 3.545,3 814,3
Thorsten Boeckers ³ 2019 44 1.621,2 969,0
2018 796,0 735,8
Dr. Thomas Nöcker 2019 61 - -
(Mitglied bis 31.08.2018) 2018 6.602,0 415,3
Mark Roberts 2019 56 3.907,8 795,2
2018 3.068,6 600,3
Summe 2019 10.044,9 2.811,6
2018 14.011,9 2.565,7
  • ¹ Angaben nach IFRS.
  • ² Einschließlich Zinsaufwand.
  • ³ Enthält Pensionsansprüche aus der Zeit als Leiter Investor Relations der K+S-AKTIENGESELLSCHAFT.

Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2019 folgende Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt.

B.83

Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2019 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg der Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen.

VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGE

Im Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags. Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der "Change of Control"-Klausel den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können. Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht.

CLAW-BACK-KLAUSEL AB 1. JANUAR 2020

Die Dienstverträge aller Vorstandsmitglieder enthalten sogenannte Claw-Back-Klauseln. Im Falle eines schwerwiegenden Verstoßes gegen gesetzliche Pflichten oder solche Pflichten, die sich aus der Satzung der Gesellschaft oder aus dem Dienstvertrag des Vorstandsmitglieds ergeben, hat die Gesellschaft ein Rückforderungs- bzw. Einbehaltungsrecht in Bezug auf alle LT l -Tranchen LTI I und LTI II), die zum Zeitpunkt des Verstoßes laufen.

SONSTIGES

Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Altersgrenze eingeführt, die auf das 65. Lebensjahr festgelegt wurde. Im Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt - dies beinhaltet auch keine Ausgabe von Darlehen. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2,4 Mio. € (2018: 2,1 Mio. €).

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Ein Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das 1,5-fache der Vergütung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 €, die Mitglieder des Personalausschusses von jeweils 7.500 €. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 €, sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Der Aufsichtsrat wird der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2020 die Einführung einer Vergütung für den Strategieausschuss vorschlagen, der bisher ohne Vergütung gearbeitet hat. Dies erfolgt, um dem erheblichen Aufwand gerecht zu werden, so wie es auch der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vorsieht. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung.# VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von je 750 €, bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer.

VERGÜTUNGSHÖHE

Einzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle.

B.84

Die Aufwandsentschädigungen für das laufende Jahr 2019 betragen 48,9 Tsd. € (2018: 79,7 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2019 wurden den Aufsichtsratsmitgliedern keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt oder Vorteile gewährt. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. Ein Familienangehöriger eines Aufsichtsratsmitglieds ist im Angestelltenverhältnis bei der K+S GRUPPE beschäftigt. Die Vergütung erfolgt in Übereinstimmung mit den internen Vergütungsrichtlinien der K+S GRUPPE und entspricht der üblichen Vergütung von Personen in vergleichbarer Position.

ALTERSGRENZE UND ANZAHL VON WAHLPERIODEN

Kandidaten für den Aufsichtsrat dürfen bei Wahl nicht älter als 70 sein. Darüber hinaus dürfen Mitglieder des Aufsichtsrats für maximal zwei Wahlperioden - in Ausnahmefällen drei Wahlperioden - im Amt sein. Die gesetzlichen Regelungen zur Mitbestimmung bleiben hiervon unberührt.

ANWESENHEITEN ZU SITZUNGEN

In der Tabelle B.85 wird in individualisierter Form die Anwesenheit der Aufsichtsratsmitglieder an Gremiums- und Ausschusssitzungen 2019 dargestellt.

scroll in € Fixe Vergütung Prüfungsausschuss Personalausschuss Nominierungsausschuss Strategieausschuss³
Dr. Andreas Kreimeyer
2019 200.000 15.000 15.000 15.000 0
2018 200.000 10.000 15.000 15.000 0
Ralf Becker
2019 150.000 15.000 7.500 - 0
(seit 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender)
2018 133.333 15.000 5.000 - 0
Petra Adolph
2019 100.000 15.000 - - -
(seit 15.05.2018)
2018 66.667 10.000 - - -
Andre Bahn
2019 100.000 - - - 0
(seit 15.05.2018)
2018 66.667 - - - -
Jella S. Benner-Heinacher
2019 100.000 15.000 - 7.500 -
2018 100.000 10.000 3.125 7.500 -
Peter Bleckmann
2019 100.000 - - - -
(seit 15.05.2018)
2018 66.667 - - - -
George Cardona
2019 100.000 - - 7.500 -
2018 100.000 - - 7.500 -
Dr. Elke Eller
2019 100.000 - 7.500 - -
(seit 15.05.2018)
2018 66.667 - 5.000 - -
Gerd GRImmig
2019 100.000 - - - -
(seit 15.05.2018)
2018 66.667 - - - -
Axel Hartmann
2019 100.000 15.000 - - -
2018 100.000 15.000 - - -
Michael Knackmuß
2019 100.000 - 7.500 - -
2018 100.000 - 5.000 - -
Thomas Kölbl
2019 100.000 30.000 - - -
2018 100.000 25.000 - - -
Gerd Kübler
2019 100.000 - - - -
2018 100.000 - - - -
Nevin McDougall
2019 100.000 - - - -
(seit 15.05.2018)
2018 66.667 - - - -
Anke Roehr
2019 100.000 - - - -
2018 100.000 - - - -
Philip Freiherr von dem Bussche
2019 100.000 - - 7.500 0
2018 100.000 - - 7.500 0
Summe 1.750.000 105.000 37.500 37.500 0
2019
2018 1.533.335 85.000 33.125 37.500 0

scroll in € Sitzungsgelder⁴ Gesamt
Dr. Andreas Kreimeyer
2019 16.500 261.500
2018 8.250 248.250
Ralf Becker
2019 15.000 187.500
(seit 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender)
2018 6.750 160.083
Petra Adolph
2019 8.250 123.250
(seit 15.05.2018)
2018 1.500 78.167
Andre Bahn
2019 3.750 103.750
(seit 15.05.2018)
2018 2.250 68.917
Jella S. Benner-Heinacher
2019 11.250 133.750
2018 8.250 128.875
Peter Bleckmann
2019 3.750 103.750
(seit 15.05.2018)
2018 2.250 68.917
George Cardona
2019 6.000 113.500
2018 5.250 112.750
Dr. Elke Eller
2019 9.000 116.500
(seit 15.05.2018)
2018 1.500 73.167
Gerd GRImmig
2019 3.750 103.750
(seit 15.05.2018)
2018 2.250 68.917
Axel Hartmann
2019 7.500 122.500
2018 6.000 121.000
Michael Knackmuß
2019 8.250 115.750
2018 4.500 109.500
Thomas Kölbl
2019 8.250 138.250
2018 5.250 130.250
Gerd Kübler
2019 3.750 103.750
2018 3.750 103.750
Nevin McDougall
2019 3.750 103.750
(seit 15.05.2018)
2018 1.500 68.167
Anke Roehr
2019 3.000 103.000
2018 3.750 103.750
Philip Freiherr von dem Bussche
2019 7.500 115.000
2018 6.000 113.500
Summe 119.250 2.049.250
2019
2018 69.000 1.757.960

¹ Angaben ohne Entschädigung für die von Aufsichtsratsmitgliedern aufgrund ihrer Tätigkeit zu entrichtende Umsatzsteuer.
² Ohne die in 2018 ausgeschiedenen Mitglieder.
³ Zurzeit ohne Vergütung; Einführung einer Vergütung wird der HV 2020 zur Abstimmung gestellt.
⁴ Am 28. Februar 2019 fand eine gemeinsame Sitzung des Prüfungs- und Strategieausschusses statt, für die aber nur einmal Sitzungsgeld gezahlt wurde.


SITZUNGSTEILNAHME DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT IM GESCHÄFTSJAHR 2019

B.85

scroll Aufsichtsräte Sitzungen inkl. Ausschusssitzungen Plenumssitzungen Gesamt Plenumssitzungen Teilnahme Ausschusssitzungen Gesamt
Dr. Andreas Kreimeyer 24 5 5 19
Ralf Becker 21 5 5 16
Petra Adolph 12 5 4 7
Andre Bahn 5 5 5 -
Jella S. Benner-Heinacher 15 5 5 10
Peter Bleckmann 5 5 5 -
George Cardona 8 5 5 3
Dr. Elke Eller 12 5 5 7
Gerd GRImmig 5 5 5 -
Axel Hartmann 12 5 4 7
Michael Knackmuß 12 5 5 7
Thomas Kölbl 12 5 4 7
Gerd Kübler 5 5 5 -
Nevin McDougall 5 5 5 -
Anke Roehr 5 5 4 -
Philip Freiherr von dem Bussche 10 5 5 5
Summe 168 80 95% 88

scroll Aufsichtsräte Ausschusssitzungen Teilnahme Teilnahme in % Gesamt
Dr. Andreas Kreimeyer 19 100 %
Ralf Becker 16 100 %
Petra Adolph 7 92 %
Andre Bahn - 100 %
Jella S. Benner-Heinacher 10 100 %
Peter Bleckmann - 100 %
George Cardona 3 100 %
Dr. Elke Eller 7 100 %
Gerd GRImmig - 100 %
Axel Hartmann 6 83 %
Michael Knackmuß 6 92 %
Thomas Kölbl 7 92 %
Gerd Kübler - 100 %
Nevin McDougall - 100 %
Anke Roehr - 80 %
Philip Freiherr von dem Bussche 5 100 %
Summe 98 % 96 %

KONZERNABSCHLUSS GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG

C.1

scroll in Mio. € Anmerkung 2018 (angepasst) 2019
Umsatzerlöse (1) 4.039,1 4.070,7
Umsatzkosten 2 (2) 3.410,4 3.372,6
Bruttoergebnis vom Umsatz 628,7 698,1
Marketing - und allgemeine Verwaltungskosten 2 (2) 349,7 362,8
Sonstige betriebliche Erträge 2 (3) 118,0 133,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 (4) 186,4 230,6
Beteiligungsergebnis (5) 4,2 3,2
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften (6) -49,5 -16,9
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften 3 165,3 224,3
Zinserträge (7) 11,6 9,2
Zinsaufwendungen (7) 120,7 144,2
Sonstiges Finanzergebnis (8) -3,1 37,7
Finanzergebnis -112,2 -97,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 53,1 127,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (9) 10,9 38,1
- davon latente Steuern -17,9 -29,4
Jahresüberschuss 42,2 88,9
Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis 0,1 -
Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 42,1 88,9
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) (11) 0,22 0,46

¹ Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
² Die Vorjahreszahlen wurden, wie im Abschnitt "Änderungen an der Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung" dargestellt, angepasst.
³ Es handelt sich um nicht im IFRS -Regelwerk definierte Kennzahlen.


GESAMTERGEBNISRECHNUNG

C.2

scroll in Mio. € Anmerkung 2018 2019
Jahresüberschuss 42,2 88,9
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -49,0 317,4
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -49,0 317,4
Neubewertung von Nettoschulden /Vermögenswerten aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -5,2 -17,1
Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten 10,7 9,7
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 5,5 -7,4
Sonstiges Ergebnis nach Steuern (19) -43,5 310,0
Gesamtergebnis der Periode -1,3 398,9
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis 0,1 -
Konzerngesamtergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter -1,4 398,9

¹ Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.


BILANZ AKTIVA

C.3

scroll in Mio. € Anmerkung 31.12.2018 31.12.2019
Immaterielle Vermögenswerte (12) 982,3 998,5
- davon Goodwill aus Unternehmenserwerben (12) 693,2 712,4
Sachanlagen 6.687,9 7.210,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (13) 6,4 6,3
Finanzanlagen (14) 89,1 106,2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (17, 18) 36,2 6,0
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 21,9 30,2
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 7,0 7,0
Latente Steuern (15) 92,6 95,5
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern 28,0 -
Langfristige Vermögenswerte 7.951,2 8.459,6
Vorräte (16) 691,5 789,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (17) 836,7 724,7
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (17, 18) 86,2 141,6
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 172,5 116,6
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern 49,3 27,4
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 11,2 11,4
Flüssige Mittel (29) 167,6 321,8
Kurzfristige Vermögenswerte 2.015,0 2.132,6
AKTIVA 9.966,2 10.592,2

PASSIVA

in MIO.# Anmerkung 31.12.2018 31.12.2019

€ Anmerkung 31.12.2018 31.12.2019
Gezeichnetes Kapital (19) 191,4 191,4
Kapitalrücklage (19) 645,7 645,7
Andere Rücklagen und Bilanzgewinn (19) 3.305,4 3.656,4
Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S AKTIENGESELLSCHAFT 4.142,5 4.493,5
Anteile anderer Gesellschafter 1,6 1,6
Eigenkapital 4.144,1 4.495,1
Finanzverbindlichkeiten (24) 2.741,4 2.873,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (18, 24) 154,9 296,1
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 13,2 17,5
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern 46,6 22,8
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (20) 187,0 232,2
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (21) 1.015,1 910,6
Sonstige Rückstellungen (21, 22) 140,1 166,4
Latente Steuern (15) 230,1 202,4
Langfristiges Fremdkapital 4.528,4 4.721,1
Finanzverbindlichkeiten (24) 541,9 525,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (24) 239,7 241,3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (18, 24) 112,3 175,8
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 49,9 71,3
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern 35,3 32,7
Rückstellungen (21, 23) 314,6 329,0
Kurzfristiges Fremdkapital 1.293,7 1.376,0
PASSIVA 9.966,2 10.592,2

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

KAPITALFLUSSRECHNUNG

C.5 scroll in Mio. €

Anmerkung 2018 2019
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (29) 165,3 224,3
Ertrag (-) / Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte 25,7 6,1
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften 36,2 -22,0
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen 379,1 431,9
Zunahme (+) / Abnahme (-) langfristiger Rückstellungen (ohne Zinseffekte) 5,7 -14,1
Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge 8,3 13,4
Gewinne (+) / Verluste (-) aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte / Verbindlichkeiten 27,9 35,3
Gezahlte Zinsen und Ähnliches (-) -91,6 -113,6
Gezahlte Ertragsteuern (-) -99,6 -45,9
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -0,1 1,5
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlagen- und Wertpapierabgängen 6,7 -19,9
Zunahme (-) / Abnahme (+) Vorräte 6,8 -82,7
Zunahme (-) / Abnahme (+) Forderungen und sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit -134,7 205,3
Zunahme (+) / Abnahme (-) Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit -37,6 32,3
Zunahme (+) / Abnahme (-) kurzfristiger Rückstellungen 32,1 14,8
Dotierung von Planvermögen -21,5 -26,9
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 308,7 639,8
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 6,4 11,8
Auszahlungen für immaterielles Anlagevermögen -10,0 -12,6
Auszahlungen für Sachanlagevermögen -504,7 -493,3
Auszahlungen für Finanzanlagen -6,7 -4,9
Liquide Mittel im Geschäftsjahr entkonsolidierter Gesellschaften - -1,1
Einzahlungen aus dem Abgang von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen 297,8 15,2
Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen -295,5 -15,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -512,7 -500,0
Dividendenzahlungen -67,0 -47,9
Tilgung (-) von Finanzverbindlichkeiten -754,3 -1.416,2
Aufnahme (+) von Finanzverbindlichkeiten 1.008,6 1.475,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 187,3 11,0
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel -16,7 150,8
Wechselkursbedingte Veränderung des Bestands an Finanzmitteln 3,2 3,3
Änderung des Bestands an Finanzmitteln -13,5 154,1
Nettofinanzmittelbestand am 01.01. 175,7 162,2
Nettofinanzmittelbestand am 31.12. 162,2 316,3
- davon Flüssige Mittel 167,6 321,8
- davon Kontokorrentkredite - -0,7
- davon von verbundenen Unternehmen hereingenommene Gelder -5,4 -4,8

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

ENTWICKLUNG DES EINGENKAPITALS

C.6 scroll in Mio. €

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn/ Gewinnrücklagen Unterschiede aus Währungsumrechnung
Stand 01.01.2019 191,4 645,7 3.324,2 12,5
Jahresüberschuss - - 88,9 -
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) - - - 317,4
Gesamtergebnis der Periode - - 88,9 317,4
Dividende des Vorjahres - - -47,9 -
Stand 31.12.2019 191,4 645,7 3.365,2 329,9
Stand 01.01.2018 191,4 645,7 3.349,0 61,5
Anpassungen aus Erstanwendung IFRS 9 - - - -
Stand 01.01.2018 (angepasst) 191,4 645,7 3.349,0 61,5
Jahresüberschuss - - 42,1 -
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) - - - -49,0
Gesamtergebnis der Periode - - 42,1 -49,0
Dividende des Vorjahres - - -67,0 -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - 0,1 -
Stand 31.12.2018 191,4 645,7 3.324,2 12,5
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten
Stand 01.01.2019 -93,6 62,3
Jahresüberschuss - -
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) -17,1 9,7
Gesamtergebnis der Periode -17,1 9,7
Dividende des Vorjahres - -
Stand 31.12.2019 -110,7 72,0
Stand 01.01.2018 -88,4 -
Anpassungen aus Erstanwendung IFRS 9 - 51,6
Stand 01.01.2018 (angepasst) -88,4 51,6
Jahresüberschuss - -
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) -5,2 10,7
Gesamtergebnis der Periode -5,2 10,7
Dividende des Vorjahres - -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - -
Stand 31.12.2018 -93,6 62,3
Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S AG Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital
Stand 01.01.2019 4.142,5 1,6 4.144,1
Jahresüberschuss 88,9 - 88,9
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) 310,0 - 310,0
Gesamtergebnis der Periode 398,9 - 398,9
Dividende des Vorjahres -47,9 - -47,9
Stand 31.12.2019 4.493,5 1,6 4.495,1
Stand 01.01.2018 4.159,2 1,5 4.160,7
Anpassungen aus Erstanwendung IFRS 9 51,6 - 51,6
Stand 01.01.2018 (angepasst) 4.210,8 1,5 4.212,3
Jahresüberschuss 42,1 0,1 42,2
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) -43,5 - -43,5
Gesamtergebnis der Periode -1,4 0,1 -1,3
Dividende des Vorjahres -67,0 - -67,0
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 0,1 - 0,1
Stand 31.12.2018 4.142,5 1,6 4.144,1

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

ANHANG

Segmentberichterstattung

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

1 , 2 C.7 scroll

Anmerkung Gesamtumsatz davon Umsatz mit Dritten (35) davon intersegmen. Umsätze
in Mio. € 2018 2019 2018 2019 2018 2019
Operative Einheit Europe+ 2.597,8 2.549,1 2.585,2 2.535,9 12,7 13,2
Operative Einheit Americas 1.455,1 1.532,2 1.451,0 1.532,2 4,1 -
Summe der Segmente 4.052,9 4.081,3 4.036,2 4.068,1 16,8 13,2
Überleitung 3 (34) -13,8 -10,6 2,9 2,6 -16,8 -
K+S Gesamt (30-36) 4.039,1 4.070,7 4.039,1 4.070,7 - -
davon intersegmen. Umsätze EBITDA4
in Mio. € 2019 2018 2019
Operative Einheit Europe+ 13,2 443,3 437,0
Operative Einheit Americas - 221,8 230,0
Summe der Segmente 13,2 665,1 667,0
Überleitung 3 - -58,8 -26,6
K+S Gesamt - 606,3 640,4

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2 Seit dem Geschäftsjahr 2019 wird das operative Geschäft in den operativen Einheiten Europe+ und Americas geführt, welche somit auch die Segmente im Sinne des IFRS 8 darstellen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst, vgl. (30) Segmentabgrenzung.
3 Die Angaben zu den operativen Einheiten werden vor intersegmentärer Konsolidierung dargestellt. Aufwendungen und Erträge, die den operativen Einheiten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" zusammengefasst.
4 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte und in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 184.

Entwicklung des Anlagevermögens

ENTWKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

2019 1 scroll

in Mio. € Anmerkung Stand am 01.01.2019 Erstanwendung IFRS 16 Stand am 01.01.2019 (angepasst) Veränd. Kons.-Kreis Zugänge Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Kundenbeziehungen Marken Hafenkonzessionen Goodwill aus Unternehmenserwerben Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Emissionsrechte Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung Immaterielle Vermögenswerte (12) Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken Rohstoffvorkommen Technische Anlagen und Maschinen 2 Leasing für Technische Anlagen und Maschinen Schiffe Leasing für Schiffe Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen - davon Leasing Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (13)
Bruttobuchwerte in Mio. €
Abgänge
Umbuchungen
Währungsdifferenzen
Stand am 31.12.2019
Stand am 01.01.2019
Veränd. 85,1 - 85,1 - 4,8 238,8 123,8 35,7 693,2 31,1 15,2 7,9 1.230,8 2.239,8 704,9 5.968,9 239,3 54,6 1,8 407,0 - 553,4 11,0
Erstanwendung IFRS 16 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 12,0 - -
Stand am 01.01.2019 (angepasst) 85,1 - 85,1 - 4,8 238,8 123,8 35,7 693,2 31,1 15,2 7,9 1.230,8 2.239,8 704,9 5.968,9 239,3 54,6 1,8 407,0 12,0 553,4 11,0
Veränd. Kons.-Kreis - - - 42,5 - - - - - - - - - -42,5 - - - - - 0,5 - - -
Zugänge 4,8 - 4,8 151,1 - - - - - - 0,2 3,0 12,6 151,1 - 169,3 18,5 - - 23,8 7,0 293,4 0,1
Sonstige - - - - - - - - - - 4,6 - - - - - - - - - - - -
Stand am 31.12.2019 90,0 - 90,0 - 196,1 238,8 123,8 35,7 693,2 31,3 20,4 10,9 1.243,4 2.348,4 704,9 6.138,2 257,8 54,6 1,8 431,3 19,0 846,8 11,1 # ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

2019

Abschreibungen und Wertminderungen in Mio. €

Abschreibungen Wertminderungen Wertaufholungen Abgänge Umbuchungen Stand am 01.01.2019
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8,0 - - 8,3 - 53,6
Kundenbeziehungen 8,9 - - - - 153,5
Marken 0,2 - - - - 12,0
Hafenkonzessionen 0,1 - - - - 1,6
Goodwill aus Unternehmenserwerben - - - - - -
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 2,3 - - - - 27,8
Emissionsrechte - - - - - -
Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung - - - - - -
Immaterielle Vermögenswerte 19,5 - - 8,3 - 248,5
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 61,2 1,1 - 5,2 - 595,8
Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 17,3 - - 1,0 - 1,0
Rohstoffvorkommen 10,4 - - - - 54,3
Technische Anlagen und Maschinen 2 259,5 6,5 - 72,4 - 2.491,0
Leasing für Technische Anlagen und Maschinen 24,8 - - 4,2 - 22,4
Schiffe 2,4 - - - - 14,0
Leasing für Schiffe 8,7 - - 1,2 - 1,2
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19,7 - - 15,7 - 303,1
Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7,0 - - 0,3 - -
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - -
Sachanlagen 411,0 7,6 - 100,0 - 3.483,0
- davon Leasing 57,8 - - 6,7 - 24,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - - - - - 4,6

Nettobuchwerte in Mio. €

Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2019 Stand am 31.12.2019
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,9 54,2 30,1
Kundenbeziehungen 4,8 167,2 78,1
Marken - 12,3 114,3
Hafenkonzessionen - 1,8 34,6
Goodwill aus Unternehmenserwerben - - 712,4
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte - 30,0 2,6
Emissionsrechte - - 19,6
Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung - - 6,8
Immaterielle Vermögenswerte 5,8 265,5 998,5
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 5,7 639,9 1.586,7
Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken - 17,3 110,9
Rohstoffvorkommen 2,1 66,9 668,8
Technische Anlagen und Maschinen 2 26,8 2.711,3 3.891,0
Leasing für Technische Anlagen und Maschinen 1,7 44,7 280,4
Schiffe 0,2 16,7 38,9
Leasing für Schiffe 0,2 8,9 33,5
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,1 308,7 122,6
Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 6,7 12,2
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - 465,2
Sach anlagen 38,7 3.821,1 7.210,0
- davon Leasing 1,9 77,6 437,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 4,6 6,3

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2 Davon nicht im juristischen Eigentum befindliches Sachanlagevermögen in Höhe von 42,7 Mio. €.

2018

Bruttobuchwerte in Mio. €

Stand am 01.01.2018 Veränd. Kons.-Kreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2018
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83,9 - 7,0 11,9 5,3 56,8
Kundenbeziehungen 231,2 - - - - 138,8
Marken 119,6 - - - - 11,8
Hafenkonzessionen 34,1 - - - - 1,4
Goodwill aus Unternehmenserwerben 672,7 - - - - -
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 31,1 - 0,1 0,1 - 26,0
Emissionsrechte 15,2 - 0,2 0,2 - -
Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung 9,8 - 2,8 - -4,7 -
Immaterielle Vermögenswerte (12) 1.197,6 - 10,0 12,2 0,6 234,7
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2.207,8 - 67,7 52,3 44,2 519,2
Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2 1,0 - - - 0,9
Rohstoffvorkommen 703,1 - - - - 44,0
Technische Anlagen und Maschinen 5.715,7 - 170,3 71,0 225,2 2.306,5
Leasing für Technische Anlagen und Maschinen 2 248,1 - 0,5 0,9 0,5
Schiffe 52,6 - - 0,1 - 11,2
Leasing für Schiffe 2 1,9 - - - -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 465,7 - 18,4 85,2 9,6 364,9
Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - - - - -
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 557,0 - 286,3 1,3 -281,5 -
Sach anlagen 9.952,9 - 543,2 210,8 -1,8 3.260,3
- davon Leasing 251,0 - 0,5 0,9 0,5 14,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (13) 10,2 - - 0,4 1,3 4,9

Abschreibungen und Wertminderungen in Mio. €

Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2018 Stand am 01.01.2018 Veränd. Kons.-Kreis Abschreibungen Wertminderungen
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,0 85,1 56,8 - 8,0 -
Kundenbeziehungen 7,6 238,8 138,8 - 10,9 -
Marken 4,1 123,8 11,8 - 0,2 -
Hafenkonzessionen 1,6 35,7 1,4 - 0,1 -
Goodwill aus Unternehmenserwerben 20,5 693,2 - - - -
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte - 31,1 26,0 - 2,0 -
Emissionsrechte - 15,2 - - - -
Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung - 7,9 - - - -
Immaterielle Vermögenswerte 34,8 1.230,8 234,7 - 21,3 -
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken -27,7 2.239,8 519,2 - 80,4 -
Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2 - 1,1 0,9 - 0,1
Rohstoffvorkommen 1,8 704,9 44,0 - 10,1 -
Technische Anlagen und Maschinen -71,4 5.968,9 2.306,5 - 243,3 -
Leasing für Technische Anlagen und Maschinen 2 -8,9 239,3 12,6 - 10,5
Schiffe 2,1 54,6 11,2 - 2,3 -
Leasing für Schiffe 2 -0,1 1,8 1,1 - 0,1
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1,5 407,0 364,9 - 16,8 -
Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - - - - -
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -7,0 553,4 - - - -
Sach anlagen -112,6 10.170,9 3.260,3 - 363,6 -
- davon Leasing -9,0 242,2 14,6 - 10,7 -
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 11,0 4,9 - 0,1 -

Abschreibungen und Wertminderungen in Mio. €

Wertaufholungen Abgänge Umbuchungen Stand am 01.01.2018 Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2018
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 11,9 - 56,8 0,7 53,6
Kundenbeziehungen - - - 138,8 3,7 153,5
Marken - - - 11,8 0,1 12,0
Hafenkonzessionen - - - 1,4 0,1 1,6
Goodwill aus Unternehmenserwerben - - - - - -
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte - 0,1 - 26,0 - 27,8
Emissionsrechte - - - - - -
Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung - - - - - -
Immaterielle Vermögenswerte - 12,1 - 234,7 4,6 248,5
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken - 4,9 - 519,2 1,1 595,8
Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2 - - 0,9 - 1,0
Rohstoffvorkommen - - - 44,0 0,4 54,3
Technische Anlagen und Maschinen - 61,7 - 2.306,5 3,0 2.491,0
Leasing für Technische Anlagen und Maschinen 2 - - 12,6 -0,6 22,4
Schiffe - 0,1 - 11,2 0,6 14,0
Leasing für Schiffe 2 - - 1,1 - 1,2
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 77,5 - 364,9 -1,0 303,1
Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - - - - -
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - -
Sach anlagen - 144,2 - 3.260,3 3,2 3.483,0
- davon Leasing - - - 14,6 -0,6 24,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 0,4 - 4,9 - 4,6

Nettobuchwerte in Mio. €

Stand am 31.12.2018
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31,6
Kundenbeziehungen 85,3
Marken 111,7
Hafenkonzessionen 34,1
Goodwill aus Unternehmenserwerben 693,2
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 3,3
Emissionsrechte 15,2
Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung 7,9
Immaterielle Vermögenswerte 982,3
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.643,9
Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2
Rohstoffvorkommen 650,5
Technische Anlagen und Maschinen 3.477,9
Leasing für Technische Anlagen und Maschinen 2
Schiffe 40,6
Leasing für Schiffe 2
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103,9
Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 553,4
Sach anlagen 6.687,9
- davon Leasing 217,7
Als Finanzinvestition 11,0

scroll in Mio. €

Anmerkung Stand am 01.01.2019 Währungsdifferenzen Veränd. Kons.-Kreis Zuführung Zinsanteil Verfüllung
Gruben und Schächte 373,3 1,8 - 89,6 32,5
Haldenverwahrung 563,8 0,4 - 0,2 -1,9
Bergschädenwagnisse 28,6 - - 0,4 0,2
Sonstige bergbauliche Verpflichtungen 49,4 - - 19,5 1,1
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (21) 1.015,1 2,2 - 109,7 31,9
Jubiläen 31,4 - - 2,0 4,8
Sonstige Personalverpflichtungen 13,1 0,1 - 6,0 -
Personalverpflichtungen (22) 44,5 0,1 - 8,0 4,8
Übrige Rückstellungen (21) 95,6 1,1 - 33,9 -0,5
Rückstellungen (langfristiges Fremdkapital) 1.155,2 3,4 - 151,6 36,2
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (21) 7,3 - - 0,1 -
Personalverpflichtungen (23) 112,6 1,1 - 100,8 -
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften (23) 55,0 0,3 - 64,3 -
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Einkaufsverträgen (23) 93,0 2,3 - 77,6 -
Übrige Rückstellungen 46,7 0,8 - 47,4 -0,2
Rückstellungen (kurzfristiges Fremdkapital) 314,6 4,5 - 290,2 -0,2
Rückstellungen 1.469,8 7,9 441,8 36,0

scroll in Mio. €

Anmerkung Verbrauch Auflösung Umbuchung Stand am 31.12.2019
Gruben und Schächte 17,3 23,7 - 456,2
Haldenverwahrung 3,0 193,9 - 365,6
Bergschädenwagnisse 0,7 0,9 - 27,6
Sonstige bergbauliche Verpflichtungen 3,6 5,2 - 61,2
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (21) 24,6 223,7 - 910,6
Jubiläen 1,7 - - 36,5
Sonstige Personalverpflichtungen 0,2 0,3 -2,5 16,2
Personalverpflichtungen (22) 1,9 0,3 -2,5 52,7
Übrige Rückstellungen (21) 3,1 13,1 -0,2 113,7
Rückstellungen (langfristiges Fremdkapital) 29,6 237,1 -2,7 1.077,0
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (21) 1,1 0,2 - 6,1
Personalverpflichtungen (23) 96,6 6,2 1,7 113,4
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften (23) 38,0 12,5 - 69,1
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Einkaufsverträgen (23) 86,8 5,0 0,2 81,3
Übrige Rückstellungen 20,9 15,0 0,3 59,1
Rückstellungen (kurzfristiges Fremdkapital) 243,4 38,9 2,2 329,0
Rückstellungen 273,0 276,0 -0,5 1.406,0

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

ALLGEMEINE GRUNDLAGEN

Der von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aufgestellte Konzernabschluss der K+S GRUPPE zum 31. Dezember 2019 ist nach den von dem International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt worden. Dabei wurden alle zum Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden IFRS, sofern diese von der Europäischen Union anerkannt wurden, sowie die zusätzlichen handelsrechtlichen Anforderungen des § 3l5e HGB berücksichtigt. Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist eine beim Amtsgericht Kassel unter der Registernummer HRB 2669 eingetragene börsennotierte AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in der Bertha-von-Suttner-Str. 7, 34131 Kassel, Deutschland. Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Im Interesse einer übersichtlichen Darstellung werden die einzelnen Posten des Konzernabschlusses in Millionen € (Mio. €) dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Der Konzernabschluss wurde durch den Vorstand am 4. März 2020 aufgestellt und dem Aufsichtsrat für dessen Sitzung am 11. März 2020 zur Billigung vorgelegt.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die folgende Gesellschaft wurde 2019 in den Konsolidierungskreis aufgenommen:
― K+S Holding GMBH

Durch Verschmelzung und Anwachsung sind folgende Gesellschaften im Jahr 2019 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden:
― K+S North America Salt Asset Management GMBH & Co. KG
― K+S Bahamas Salt Asset Management GMBH & Co. KG
― K+S Transport GMBH + K+S Entsorgung GMBH
― K+S Salz GMBH
― ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & Co. KG

Im Rahmen von konzerninternen Umstrukturierungen von Gesellschaften in Deutschland wurden die K+S Transport GMBH und die K+S Entsorgung GMBH auf die K+S KALI GMBH verschmolzen. Die ESCO - european salt Company GMBH & Co. KG ist nach Austritt der ESCO Verwaltungs GMBH als Komplementär auf die K+S salz GMBH angewachsen. Die K+S salz GMBH wurde darauf auf die K+S KALI GMBH verschmolzen. Die K+S KALI GMBH firmiert nunmehr als K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH. Die K+S Holding GMBH hält die Anteile an der K+S NETHERLANDS Holding B.V. und an der K+S Belgium Holding bvba nach Abspaltung von der K+S Salz GMBH. Im Geschäftsjahr 2019 hat K+S die K+S Real Estate GMBH & Co. KG als hundertprozentige Tochtergesellschaft gegründet. An die neue Gesellschaft wurden von K+S selbst genutzte Verwaltungsgebäude samt Grundstücken (Grundvermögen) übertragen. Zum Jahresende 2019 wurden 89,9 % der Anteile an der K+S Real Estate GMBH & Co. KG an den K+S Vermögenstreuhänder e. V. zum Verkehrswert von 44,3 Mio. € veräußert. Die Zahlung des Kaufpreises erfolgt im Jahre 2020. Zwischen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der K+S Real Estate GMBH & Co. KG wurde ein Mietvertrag über das Grundvermögen zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Die zurückbehaltenen Anteile von 10,1 % wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und nunmehr als Beteiligung nach IFRS 9 bilanziert. Aus der Entkonsolidierung der K+S Real Estate GMBH & Co. KG resultiert der nachfolgend ermittelte Veräußerungsgewinn, der im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen wurde:

C.11 VERÄUSSERUNGSGEWINN

scroll in Mio. €

Veräußerungspreis
Anteile (89,9 %) 44,3
Beizulegender Zeitwert
zurückbehaltene Anteile (10,1 %) 5,0
Abgehende Vermögenswerte/Schulden -25,0
davon Sachanlagen (Grundvermögen) -23,9
davon Bankguthaben -1,1
Veräußerungsgewinn 24,3

Im Wege der Vollkonsolidierung sind 11 (2018: 16) inländische und 42 (2018: 42) ausländische Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen worden. 23 (2018: 24) Tochtergesellschaften wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen und gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert bewertet, da sie hinsichtlich Bilanzsumme, Umsatz und Ergebnis für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Gemeinschaftsunternehmen und Gesellschaften, bei denen Unternehmen der K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben (assoziierte Unternehmen), werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bewertet. Die potenziellen Ergebnisauswirkungen einer Beteiligungsbilanzierung nach der Equity-Methode sind aus Konzernsicht allerdings als unwesentlich zu bezeichnen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden daher wie im Vorjahr wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung sämtliche Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Eine vollständige Übersicht der Beteiligungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT kann der Anteilsbesitzliste auf Seite 222 entnommen werden.

KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

TOCHTERGESELLSCHAFTEN

Tochtergesellschaften sind diejenigen Gesellschaften, die von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beherrscht werden. Beherrschung ist gegeben, wenn die K+S AKTIENGESELLSCHAFT über bestehende Rechte verfügt, die ihr die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten zu lenken. Die maßgeblichen Tätigkeiten sind die Tätigkeiten, welche die Renditen der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. In der Regel beruht die Beherrschungsmöglichkeit auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die K+S AKTIENGESELLSCHAFT die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Die Abschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Tochtergesellschaften werden einheitlich nach den hier und in den folgenden Anmerkungen beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften werden voll eliminiert, soweit sie während der Zugehörigkeit der betreffenden Gesellschaften zur K+S GRUPPE entstanden sind. Ebenso werden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Nach der Zuordnung zu Vermögenswerten und Schulden verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Goodwill bilanziert. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sind unmittelbar ertragswirksam zu erfassen.

GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN; GEMEISCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass eine vertragliche Vereinbarung besteht, gemäß der die K+S AKTIENGESELLSCHAFT mittelbar oder unmittelbar die jeweiligen Aktivitäten mit einer konzernfremden Gesellschaft gemeinschaftlich führt. Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, bei denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT mittelbar oder unmittelbar über einen maßgeblichen Einfluss verfügt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

ERFASSUNG VON ERTRÄGEN UND ANWENDUNGEN

Umsatzerlöse beinhalten bei der K+S GRUPPE Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen sowie Erlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen. In nahezu allen Geschäftsvorfällen handelt K+S als Prinzipal. Mehrkomponentengeschäfte liegen in Form von Güterlieferungen und nachfolgend erbrachten Transportdienstleistungen vor. Dabei wird der Transaktionspreis unter Berücksichtigung von etwaigen variablen Komponenten bestimmt und auf Basis der Einzelveräußerungspreise der jeweiligen Leistungsverpflichtungen auf diese verteilt.# Umsatzerlöse

Sowohl für die gelieferten Güter als auch für die erbrachten Transportdienstleistungen liegen keine unmittelbar beobachtbaren Einzelveräußerungspreise vor. Zur Ermittlung der Einzelveräußerungspreise für die erbrachten Transportdienstleistungen erfolgt daher ein Rückgriff auf die Adjusted-Market-Approach-Methode, zur Ermittlung der Einzelveräußerungspreise für die Güter wird auf die Residualmethode abgestellt.

Umsatzerlöse aus Güterverkäufen werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die Verfügungsgewalt über die Güter auf den Kunden übergeht (zeitpunktbezogene Erlösrealisierung). Im Regelfall entspricht der Zeitpunkt des Gefahrübergangs dem Zeitpunkt des Übergangs der Verfügungsgewalt.

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden über den Zeitraum der Erbringung der Leistungsverpflichtung erfasst. Erlöse aus Dienstleistungen werden linear über den Zeitraum der Erbringung der Dienstleistung erfasst. Erlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden anhand des Verhältnisses der angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst (inputorientierte Methode). Aufgrund der Art der erbrachten Dienstleistungen und der vorherrschenden kundenspezifischen Fertigungsaufträge ist diese Methode am geeignetsten, ein getreues Bild der Übertragung der Verfügungsgewalt auf den Kunden zu vermitteln. Kann der Leistungsfortschritt nicht verlässlich ermittelt werden, werden Umsatzerlöse nur in Höhe der angefallenen Kosten erfasst, deren Wiedererlangung vom Unternehmen erwartet wird.

Abgegrenzte Umsatzerlöse aus noch nicht (vollständig) erbrachten Leistungsverpflichtungen (Vertragsverbindlichkeiten) werden in der Bilanz unter den "sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten" im kurzfristigen Bereich ausgewiesen. Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sind Forderungen, für welche K+S einen bedingten Zahlungsanspruch gegenüber dem Kunden hat (sog. "Vertragsvermögenswert" i. S. d. IFRS 15). Derartige Forderungen werden in der Bilanz unter den "sonstigen finanziellen Vermögenswerten" im kurzfristigen Bereich ausgewiesen.

Auflösungen von Rückstellungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen für Verkaufsgeschäfte werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Verträge mit (explizit vereinbarten oder impliziten) bedeutenden Finanzierungskomponenten liegen i. d. R. derzeit nicht vor. Sollte dies auf künftige Kundenverträge zutreffen, wird von der Erleichterung, derartige Effekte erst ab einem Zahlungsziel größer 1 Jahr im Transaktionspreis zu berücksichtigen, Gebrauch gemacht. Vertragsanbahnungskosten für Verträge mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht aktiviert, sondern unmittelbar aufwandswirksam erfasst.

Sonstige betriebliche Erträge werden, sofern deren Höhe verlässlich bestimmt werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft oder Ereignis wahrscheinlich ist, zu dem Zeitpunkt periodengerecht erfasst, ab dem ein rechtlicher (vertraglicher oder gesetzlicher) Anspruch besteht. Sonstige betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfolgswirksam erfasst.

BETEILIGUNGSERGEBNIS

Diese Position beinhaltet das Ergebnis (Ausschüttungen, Ergebnisabführungen) aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein mit dem immateriellen Vermögenswert verbundener künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuverlässig ermittelbar sind. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den auf sie entfallenden Entwicklungsausgaben (Herstellungskosten) angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen sowie, sofern erforderlich, Wertminderungsaufwendungen. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit einer Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert (bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen) wird kein Gebrauch gemacht.

Immaterielle Vermögenswerte werden, sofern ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig abgeschrieben. Bei einer unbestimmten Nutzungsdauer wird keine Abschreibung vorgenommen, sondern, sofern erforderlich, ein Wertminderungsaufwand erfasst. Immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, auch unterjährig, wird die Werthaltigkeit der entsprechenden Vermögenswerte überprüft. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Beim Goodwill wird grundsätzlich von einer unbestimmten Nutzungsdauer ausgegangen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Diesen Vermögenswerten liegen die folgenden konzerneinheitlich angesetzten Nutzungsdauern zugrunde:

C.12 NUTZUNGSDAUERN FÜR IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT BESTIMMTER NUTZUNGSDAUER

C.12 scroll in Jahren
Kundenbeziehungen 5-20
Marken 20
Hafenkonzessionen 250
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2-50

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entsprechend der Nutzung der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
― Umsatzkosten
― Marketing- und allgemeine Verwaltungskosten
― sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Falle einer Wertminderung ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Entfallen die Gründe für einen zuvor erfassten Wertminderungsaufwand, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen. Ein für den Goodwill erfasster Wertminderungsaufwand darf nicht aufgeholt werden.

Die Werthaltigkeit der Goodwills wird mindestens einmal pro Jahr und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, überprüft. Sofern erforderlich, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein etwaiger Wertminderungsbedarf wird gemäß IAS 36 durch einen Vergleich der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, welche den Goodwills zugeordnet sind, mit deren erzielbarem Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und dem Nutzungswert. Der Nutzungswert wird anhand der diskontierten erwarteten künftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt, denen die entsprechenden Goodwill-Beträge zugeordnet sind.

Die Erstbewertung von co2-Emissionsrechten erfolgt zu Anschaffungskosten. Unentgeltlich zugeteilte Rechte werden demnach mit einem Wert von null, entgeltlich erworbene Rechte zum jeweiligen Anschaffungswert aktiviert. Sinkt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag unter den Anschaffungswert, wird im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung der Buchwert der die Emissionsrechte haltenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem Nutzungswert dieser Einheit verglichen.

Werden immaterielle Vermögenswerte verkauft oder stillgelegt, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös (Veräußerungserlös abzgl. Veräußerungskosten) und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein mit der Sachanlage verbundener künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuverlässig ermittelbar sind. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen, sofern relevant, auch künftige Rückbau- und Rekultivierungsaufwendungen, für welche eine Rückstellung gem. IAS 37 angesetzt wurde. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen sowie, sofern erforderlich, Wertminderungsaufwendungen. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit einer Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert (bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen) wird kein Gebrauch gemacht.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Den Sachanlagen, welche nach der linearen Methode abgeschrieben werden, liegen die folgenden konzerneinheitlich angesetzten Nutzungsdauern zugrunde:

C.13 NUTZUNGSDAUER FÜR SACHANLAGEN

C.13 scroll in Jahren
Bauten 15-50
Rohstoffvorkommen 17-250
Technische Anlagen und Maschinen (Grubenbaue) 14-122
Technische Anlagen und Maschinen (Sonstige) 8-39
Schiffe 25
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7-11

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entsprechend der Nutzung der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
― Umsatzkosten
― Marketing- und allgemeine Verwaltungskosten
― sonstige betriebliche Aufwendungen

Die erworbenen Rohstoffvorkommen werden als Sachanlagevermögen erfasst. Die Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der erstmaligen Rohstoffgewinnung. Grubenbaue (Hauptwetterstrecken, Hauptbandstrecken, Hauptabwetterstrecken, Hauptfahrstrecken, Werkstätten, Bunker, Läger) werden, sofern diese länger als eine Periode genutzt werden, ebenfalls als Sachanlagevermögen ausgewiesen.

Immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, auch unterjährig, wird die Werthaltigkeit der entsprechenden Vermögenswerte überprüft. Gehen Wertminderungen über die bereits vorgenommenen Abschreibungen hinaus, wird ein Wertminderungsaufwand als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst.# H1

Die Ermittlung solcher Wertminderungen erfolgt gemäß IAS 36 durch den Vergleich der Buchwerte mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows der betreffenden Vermögenswerte. Sofern den betreffenden Vermögenswerten keine eigenen Cashflows zugeordnet werden können, werden stattdessen die Cashflows der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit zum Vergleich herangezogen. Bei Wegfall der Gründe für erfasste Wertminderungsaufwendungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen. Werden Sachanlagen verkauft oder stillgelegt, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös (Veräußerungserlös abzgl. Veräußerungskosten) und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

AKTIVIERUNG VON FREMDKAPITALKOSTEN

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts zu aktivieren. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn ein Zeitraum von mindestens einem Jahr erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Wird der qualifizierte Vermögenswert nachweisbar nicht aus Fremdmitteln finanziert, sind keine Fremdkapitalkosten zu aktivieren. In der Kapitalflussrechnung werden die aktivierten Fremdkapitalkosten in der Position "Gezahlte Zinsen und Ähnliches" im "Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit" ausgewiesen.

LEASINGSVERHÄLTNISSE

Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zur Nutzung eines Vermögenswerts berechtigt. Sämtliche Rechte und Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen sind als Nutzungsrechte an den zugrunde liegenden Vermögenswerten und Leasingverbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen. Die Leasingverbindlichkeit ist in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen zu bilden. Zur Bestimmung des Barwerts sind die Leasingzahlungen mit dem Zinssatz abzuzinsen, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt. Insofern dieser nicht bestimmbar ist, erfolgt die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers. Bei K+S kommt sowohl die Abzinsung mit dem Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, als auch die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz vor. Die Leasingverbindlichkeit wird in den Folgeperioden aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen getilgt. Der Ausweis der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in den Zinsaufwendungen. Die Leasingverbindlichkeiten werden in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist seitens K+S eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit und eine korrespondierende Anpassung des Nutzungsrechts vorzunehmen. Dabei handelt es sich um die nachfolgenden Fälle der Neubewertung und Modifikation:

  • Die Laufzeit des Leasingverhältnisses hat sich geändert oder es liegt ein wesentliches Ereignis oder eine Änderung der Umstände vor, die zu einer Änderung der Einschätzung der Ausübung oder Nichtausübung einer Kaufoption geführt haben. In diesen Fällen ist die Leasingverbindlichkeit basierend auf den geänderten Leasingraten, der ggf. geänderten Laufzeit des Leasingverhältnisses und einem neu bestimmten Diskontierungszinssatz neu zu bewerten.
  • Die Leasingraten ändern sich aufgrund von Änderungen eines Index oder basierend auf der Abhängigkeit von einem sonstigen Marktpreis oder aufgrund einer Änderung der voraussichtlich zu entrichtenden Beträge im Rahmen einer Restwertgarantie. In diesen Fällen ist die Leasingverbindlichkeit basierend auf den geänderten Leasingraten mit einem unveränderten Diskontierungssatz neu zu bewerten. Davon abweichend ist ein geänderter Diskontierungssatz zugrunde zu legen, wenn die Änderung der Leasingraten auf der Änderung eines variabel vereinbarten Zinssatzes beruht.
  • Ein Leasingvertrag wird modifiziert und die Modifikation des Leasingvertrags ist nicht als separates Leasingverhältnis zu behandeln. In diesen Fällen ist die Leasingverbindlichkeit basierend auf der Laufzeit des modifizierten Leasingverhältnisses, den geänderten Leasingraten und einem neuen Diskontierungszinssatz zum effektiven Zeitpunkt der Änderung neu zu bewerten.

Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Diese setzen sich aus der Leasingverbindlichkeit, bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Anreizzahlungen, anfänglichen direkten Kosten und Rückbauverpflichtungen zusammen. Die Nutzungsrechte werden i. d. R. über die Dauer des jeweiligen Leasingvertrags abgeschrieben, ggf. sind Wertminderungen zu erfassen. Davon abweichend erfolgt die Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts, wenn dieser am Ende des Leasingvertrags auf den Leasingnehmer übergeht oder mit hinreichender Sicherheit von der Ausübung einer Kaufoption hinsichtlich des zugrunde liegenden Vermögenswerts auszugehen ist. Die Abschreibung des Nutzungsrechts unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Vorgehensweise bei vergleichbaren sich im rechtlichen Eigentum befindlichen Vermögenswerten (lineare Abschreibungsmethode). Bestimmte Nutzungsrechte aus der Gruppe "Technische Anlagen und Maschinen" werden nach der leistungsabhängigen Methode abgeschrieben, da diese Methode in diesen Fällen geeigneter ist, den Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens widerzuspiegeln. Die Abschreibungen der Nutzungsrechte sind den Funktionskosten zugeordnet. Der Ausweis der Nutzungsrechte erfolgt unter demselben Posten im Sachanlagevermögen, unter dem der zugrunde liegende Vermögenswert im Falle eines Erwerbs ausgewiesen worden wäre. Für kurzfristige Leasingverträge von bis zu einem Jahr (ohne Kaufoption) sowie für sogenannte Low-Value-Assets besteht ein Wahlrecht, auf die Erfassung des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit zu verzichten. K+S übt diese Wahlrechte aus und verzichtet bei kurzfristigen Leasingverträgen für die meisten Klassen von Vermögenswerten sowie bei Low-Value-Assets auf die bilanzielle Erfassung. Die Leasingzahlungen werden stattdessen als operativer Aufwand erfasst. Zudem wird bei einzelnen Klassen zugrunde liegender Vermögenswerte auf die Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten verzichtet und die Gesamtzahlung bei der Bemessung der Leasingverbindlichkeit zugrunde gelegt. Eine Vielzahl der Leasingverträge enthält Verlängerungs- und/oder Kündigungsoptionen. Diese Vertragskonditionen bieten K+S eine größtmögliche betriebliche Flexibilität. Im Rahmen der Bestimmung der Laufzeit der jeweiligen Verträge werden alle Tatsachen und Umstände miteinbezogen, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Die Laufzeitoptionen werden in die Bestimmung der Laufzeit nur miteinbezogen, wenn ihre Ausübung bzw. Nicht-Ausübung hinreichend sicher ist. Die K+S GRUPPE tritt nur in unwesentlichem Umfang als Leasinggeber auf.

ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein mit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie verbundener künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird, und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuverlässig ermittelbar sind. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen sowie, sofern erforderlich, Wertminderungsaufwendungen. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit einer Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert (bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen) wird kein Gebrauch gemacht. Die Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Dabei wird im Regelfall von einer Nutzungsdauer von 50 Jahren ausgegangen. Abschreibungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus der Veräußerung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden im Finanzergebnis erfasst.

FINANZINSTRUMENTE

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Vertragspartner zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten getrennt voneinander (unsaldiert) ausgewiesen. Die finanziellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen, Wertpapiere, Finanzinvestitionen sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten zählen insbesondere Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert.

KLASSIFIZIERUNG UND BEWERTUNG

Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ist u. a. abhängig vom Geschäftsmodell des Unternehmens. K+S verfolgt grundsätzlich das Ziel, die vertraglichen Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert zu vereinnahmen. Daher wird bei der Klassifizierung und Bewertung das Geschäftsmodell "Halten" zugrunde gelegt. Bei finanziellen Vermögenswerten in Form von Schuldinstrumenten hängt die Bilanzierung zudem von der Zahlungsstromeigenschaft a B. Stellen die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme ausschließlich eine Rückzahlung und Verzinsung des Nominalbetrags dar, erfolgt eine Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Ist die Zahlungsstrombedingung nicht erfüllt, wird eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen.# Gehaltene Eigenkapitalinstrumente

Gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Das betrifft insbesondere Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen. Diese werden grundsätzlich langfristig und nicht zu Handelszwecken gehalten. Daher wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen, ohne diese beim Abgang in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (OCI-Option).

Die Bewertung der Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ausbuchung der Derivate erfolgt am Erfüllungstag. Die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) werden nicht angewandt.

Finanzielle Verbindlichkeiten (mit Ausnahme von Derivaten mit negativem Marktwert) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

WERTMINDERUNGEN

Für finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind grundsätzlich Wertminderungen auf Basis der erwarteten Verluste vorzunehmen. Zum Zugangszeitpunkt ist grundsätzlich eine Wertminderung in Höhe des erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen. Die Zinsermittlung erfolgt auf Basis des Bruttobuchwerts. Sofern sich in den Folgeperioden das Ausfallrisiko signifikant erhöht, bemisst sich die Wertminderung nach der Höhe des erwarteten Verlusts über die Restlaufzeit des Instruments. Die Zinsermittlung basiert unverändert auf dem Bruttobuchwert. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor (z. B. Insolvenz), ist ebenfalls eine Wertminderung in Höhe des erwarteten Verlusts über die Restlaufzeit des Instruments zu erfassen, allerdings basiert die Zinsermittlung in diesem Fall auf dem Nettobuchwert.

Hauptanwendungsfall der Wertminderungsvorschriften bei K+S sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für diese werden nach dem vereinfachten Modell des IFRS 9 bereits bei Zugang die über die Restlaufzeit erwarteten Verluste berücksichtigt.

VORRÄTE

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang vorgesehen sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung von Vermögenswerten oder im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).

Die Bewertung der Vorräte erfolgt auf Basis der durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungspreis. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Dies gilt analog für Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie sonstige soziale Aufwendungen. Die Zuordnung der fixen Gemeinkosten erfolgt auf Basis der Normalkapazität.

Der Nettoveräußerungspreis bestimmt sich als geschätzter Verkaufspreis abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten.

FLÜSSIGE MITTEL

Diese Position beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben. Zudem fallen hierunter Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Der Rechnungszins wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag vorliegenden Renditen für erstrangige Unternehmensanleihen ermittelt. Als erstrangig werden solche Unternehmensanleihen angesehen, die mit einem Rating von AA bewertet werden. Hierbei sind grundsätzlich solche Unternehmensanleihen heranzuziehen, die der voraussichtlichen Fristigkeit und Währung der Pensionsverpflichtungen entsprechen. Da entsprechend langfristige Unternehmensanleihen zum Bilanzstichtag zum Teil nur im unzureichenden Maße vorhanden waren, wurde der laufzeitkongruente Zins in diesen Fällen mittels Extrapolation ermittelt. Zudem werden z. B. die künftig zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen, Kostensteigerungen bei gesundheitsfürsorglichen Leistungszusagen sowie Sterbewahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Soweit Planvermögen vorliegt, erfolgt eine Saldierung dieses Vermögens mit den zugehörigen Verpflichtungen.

Die Nettozinsen einer Berichtsperiode sind mittels Multiplikation der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) mit dem oben aufgeführten Rechnungszins zu ermitteln. Beide Faktoren werden zu Beginn der Berichtsperiode unter Berücksichtigung erwarteter Dotierungen/Auszahlungen festgelegt.

Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese umfassen:
* versicherungsmathematische Gewinne/Verluste,
* den Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) enthalten sind, und
* Veränderungen in den Auswirkungen der Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld von leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) enthalten sind.

BERGBAULICHE UND ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die aus einem vergangenen Ereignis resultieren. Die Inanspruchnahme muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen verlässlich schätzbar sein. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst, soweit der Zinseffekt von wesentlicher Bedeutung ist.

ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG

Das anteilsbasierte Vergütungsprogramm der K+S GRUPPE ist als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich ausgestaltet und stellt einen Baustein der erfolgsabhängigen Vergütung dar (sog. "LTI II-Programm"). Es erfolgt ein aufwandswirksamer anteiliger Ansatz des beizulegenden Zeitwerts der Verpflichtung über den Leistungszeitraum. Der beizulegende Zeitwert und einhergehend der Rückstellungsbedarf wird zu jedem Bilanzstichtag neu ermittelt. Etwaige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts und entsprechende Änderungen des zurückzustellenden Betrages werden erfolgswirksam erfasst. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt mittels eines anerkannten Optionspreismodells (CRR Option Pricing Model).

LATENTE STEUERN

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 auf der Grundlage der international üblichen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode). Danach werden Steuerabgrenzungsposten für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden jedoch nur berücksichtigt, soweit die Möglichkeit der Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die nach der derzeitigen Rechtslage künftig im wahrscheinlichen Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gelten werden. Die Auswirkungen von Steuergesetzänderungen auf aktive und passive latente Steuern werden in der Periode, in der die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen der Gesetzesänderung vorliegen, erfolgswirksam berücksichtigt. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nach Fristigkeiten innerhalb einzelner Gesellschaften bzw. innerhalb steuerlicher Organkreise saldiert.

UNTERNEHMENSERWERBE

Die Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses erfolgt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen der Neubewertung des erworbenen Unternehmens werden sämtliche stillen Reserven und stillen Lasten des übernommenen Unternehmens aufgedeckt und Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt (unter Berücksichtigung der in IFRS 3 geregelten Ausnahmen). Ein hieraus resultierender positiver Differenzbetrag zu den Anschaffungskosten des erworbenen Unternehmens wird als Goodwill aktiviert. Ein negativer Differenzbetrag wird unmittelbar ertragswirksam erfasst.

ÄNDERUNG AN DER STRUKTUR DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung der K+S GRUPPE wurde im Rahmen von SHAPING 2030 zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 angepasst. Den Umsatzerlösen stehen nun sämtliche Umsatzkosten gegenüber, welche ihnen direkt zurechenbar sind, diese umfassten u. a. die Ausgangsfrachten. Diese strukturelle Änderung bringt die interne und externe Sichtweise in Übereinstimmung und erhöht überdies die Aussagekraft des "Bruttoergebnis vom Umsatz". Die verbleibenden Vertriebskosten (insbesondere Marketingkosten) werden mit den Verwaltungskosten in der Position "Marketing - und allgemeine Verwaltungskosten" zusammengefasst. Die strukturellen Änderungen an der Gewinn- und Verlustrechnung verbessern die Vergleichbarkeit innerhalb der Branche.

Aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die K+S GRUPPE werden die "Forschungs- und Entwicklungskosten" zukünftig nicht mehr einzeln in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Es erfolgt eine Verlagerung in die Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen".

Die Vorjahresperiode wurde angepasst, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die Anpassungsbeträge können der Tabelle C.14 entnommen werden:

C.14 ÄNDERUNG AN DER STRUKTUR DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

C.14 scroll Alte GuV-Struktur in Mio.# C.14 ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODE

Die Wertansätze der bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hängen mitunter von Ermessensentscheidungen in Bezug auf die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden a B. Dies betrifft insbesondere die folgenden Sachverhalte:

  • die Bestimmung des Konsolidierungskreises,
  • die Bestimmung, ob ein Unternehmen im Rahmen eines Verkaufsgeschäfts mit einem Kunden als Prinzipal oder Agent handelt,
  • die Bestimmung, ob es hinreichend sicher ist, dass Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen im Rahmen eines Leasingverhältnisses i. S. d. IFRS 16 ausgeübt bzw. nicht ausgeübt werden,
  • die Bestimmung, ob es hinreichend sicher ist, dass eine Kaufoption im Rahmen eines Leasingverhältnisses i. S. d. IFRS 16 ausgeübt wird.

SCHÄTZUNGEN UND PRÄMISSEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODE

Bestimmte Ansätze im IFRS -Abschluss beruhen dem Grunde und der Höhe nach zum Teil auf Schätzungen und der Festlegung bestimmter Prämissen. Dies ist insbesondere notwendig bei:

  • der Bestimmung der Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens,
  • der Festlegung der Bewertungsannahmen und der zukünftigen Ergebnisse im Rahmen von Werthaltigkeitstests, insbesondere für bilanzierte Goodwills,
  • der Bestimmung des Nettoveräußerungspreises des Vorratsvermögens,
  • der Bestimmung der für die Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen notwendigen Parameter (z. B. Rechnungszinssatz, künftige Entwicklung der Löhne/Gehälter und Renten, Sterbewahrscheinlichkeiten, Kostentrend Gesundheitswesen),
  • der Bestimmung der für die Bewertung von Leasingverbindlichkeiten notwendigen Parameter (Grenzfremdkapitalzinssatz),
  • der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zur Bewertung der Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütung gem. IFRS 2,
  • der Bestimmung von Höhe, Erfüllungszeitpunkten und Rechnungszinssätzen für die Bewertung bergbaulicher Rückstellungen,
  • der Wahl der Parameter im Rahmen der modellgestützten Bewertung der Derivate (z. B. Annahmen hinsichtlich der Volatilität und des Zinssatzes),
  • der Abgrenzung von Erlösen und Aufwendungen gem. IFRS 15 für noch nicht (vollständig) erbrachte Leistungen zum Stichtag,
  • der Bestimmung des Ergebnisses bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen nach dem Leistungsfortschritt (Schätzung des Auftragsfortschritts, der gesamten Auftragskosten, der bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, der gesamten Auftragserlöse und der Auftragsrisiken),
  • der Bestimmung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen,
  • der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Schulden sowie der Bestimmung der Nutzungsdauer der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sowie
  • der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zur Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen.

Trotz sorgfältiger Schätzung kann die tatsächliche Entwicklung von den Annahmen abweichen.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Alle Gesellschaften betreiben ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Die funktionale Währung ist die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem die Gesellschaft tätig ist, und entspricht im Regelfall der lokalen Währung. Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen. Die sich ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst. Bei 14 Gesellschaften wird abweichend von der lokalen Währung der US-Dollar als funktionale Währung verwendet, da diese Gesellschaften ihre Zahlungsmittelzuflüsse bzw. -abflüsse überwiegend in dieser Währung generieren. Die Verwendung des US-Dollars erfolgt bei den Gesellschaften: COCOMPANIA PUNTA DE LOBOS LTDA., EMPRESA DE SERVICIOS LTDA., EMPRESA MARI-TIMA S.A., INAGUA GENERAL STORE, LTD., INVERSIONES COLUMBUS LTDA., INVERSIONES EMPREMAR LTDA., K+S ASIA PACIFICPTE. LTD., K+S BELGIUM HOLDING B.V. B.A., K+S CHILE S.A., K+S FINANCE BELGIUM BVBA, K+S PERU S.A.C., MORTON Bahamas LTD., SERVICIOS MARITIMOS PATILLOS S.A. und SERVICIOS PORTUARIOS PATILLOS S.A. MINERA

C.15 Wechselkurse 2019 je 1 €

Stichtagskurs zum 31.12. Quartalsdurchschnittskurs Q1 Quartalsdurchschnittskurs Q2 Quartalsdurchschnittskurs Q3 Quartalsdurchschnittskurs Q4
US-Dollar (USD) 1,123 1,136 1,124 1,112 1,107
Kanadischer Dollar (CAD) 1,460 1,510 1,504 1,468 1,462
Tschechische Krone (CZK) 25,408 25,683 25,686 25,734 25,577
Brasilianischer Real (BRL) 4,516 4,278 4,407 4,408 4,559
Chilenischer Peso (CLP) 845,774 757,768 768,031 785,082 836,012
Britisches Pfund (GBP) 0,851 0,873 0,875 0,902 0,861

C.16 Wechselkurse 2018 je 1 €

Stichtagskurs zum 31.12. Quartalsdurchschnittskurs Q1 Quartalsdurchschnittskurs Q2 Quartalsdurchschnittskurs Q3 Quartalsdurchschnittskurs Q4
US-Dollar (USD) 1,145 1,229 1,191 1,163 1,141
Kanadischer Dollar (CAD) 1,561 1,554 1,538 1,521 1,506
Tschechische Krone (CZK) 25,724 25,402 25,599 25,718 25,864
Brasilianischer Real (BRL) 4,444 3,989 4,294 4,597 4,344
Chilenischer Peso (CLP) 794,630 740,029 741,107 771,088 776,494
Britisches Pfund (GBP) 0,895 0,883 0,876 0,892 0,887

Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern wurden folgende Wechselkurse für einen Euro zugrunde gelegt: C.15, C.16

Im Berichtsjahr wurden im Saldo Umrechnungsdifferenzen in Höhe von -2,2 Mio. € (2018: -25,2 Mio. €) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (z. B. Bewertung/Realisierung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung), die überwiegend in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen wurden.

NEUE ODER GEÄNDERTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN

IFRS 16 "LEASINGVERHÄLTNISSE"

IFRS 16 ersetzt den bisherigen Standard IAS 17 "Leasingverhältnisse" sowie die dazugehörigen Interpretationen IFRIC4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", Sic 15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreizvereinbarungen" und Sic 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Kerngedanke des neuen Standards ist die einheitliche bilanzielle Erfassung sämtlicher Leasingverhältnisse seitens des Leasingnehmers. Die bisher erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnissen entfällt für den Leasingnehmer. Zukünftig sind sämtliche Rechte und Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen als Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz zu erfassen. Ausnahmen bestehen lediglich für kurzfristige Leasingverträge von bis zu einem Jahr (ohne Kaufoption) sowie für sogenannte Low-Value-Assets.

Der neue Leasingstandard ist verpflichtend auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, anzuwenden. Die K+S GRUPPE hat die neuen Vorschriften ab dem 1. Januar 2019 modifiziert retrospektiv angewandt und auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet. Hierbei haben sich keine Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben. K+S übt das Wahlrecht aus, bei kurzfristigen Leasingverhältnissen für die meisten Klassen von Vermögenswerten und bei Low-Value-Assets auf die bilanzielle Erfassung zu verzichten und die Leasingzahlungen als operativen Aufwand auszuweisen. Zudem wird bei einzelnen Klassen von zugrunde liegenden Vermögenswerten auf die Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten verzichtet und die Gesamtzahlung bei der Bemessung der Leasingverbindlichkeit zugrunde gelegt.# NEUE ODER GEÄNDERTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATION

K+S hat von dem praktischen Behelf Gebrauch gemacht, zum Übergangszeitpunkt bestehende Verträge nicht nach IFRS 16 neu zu beurteilen, sondern die basierend auf IAS 17 und IFRIC4 getroffenen Einschätzungen hinsichtlich des Vorhandenseins eines Leasingverhältnisses zu übernehmen. Ferner hat K+S von der Vereinfachungsvorschrift zum Zeitpunkt der Erstanwendung Gebrauch gemacht, einen einheitlichen Diskontierungszinssatz auf ein Portfolio ähnlich ausgestalteter Leasingverträge anzuwenden. Zum Erstanwendungszeitpunkt wurde teilweise von der Vereinfachung Gebrauch gemacht, Leasingverträge mit einem

NEUE ODER GEÄNDERTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATION

Standard/Interpretation Zeitpunkt verpflichtende Anwendung
IFRS 16 Leasingverhältnisse 01.01.2019
IFRIC23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung 01.01.2019
Änderung IFRS 9 Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung 01.01.2019
Änderung IAS 19 Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen 01.01.2019
Änderung IAS 28 Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.2019
Änderung Sammelstandard zur Änderung mehrerer IFRS Jährliche Verbesserungen an den IFRS -Standards, Zyklus 2015-2017 01.01.2019

1 Erstanwendung für Unternehmen mit Sitz in der EU auf Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Tag beginnen. Die Anwendung neuer oder geänderter IFRS bzw. deren Interpretationen für Unternehmen mit Sitz in der EU erfordert ein Endorsement durch die EU-Kommission. Mitunter kann der vor der EU-Kommission bestimmte Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung von dem vom IASB vorgesehenen Erstanwendungsdatum abweichen.

Vertragsende im Jahr 2019 als kurzfristige Leasingverträge zu behandeln und keinen Bilanzansatz vorzunehmen. Anfängliche direkte Kosten wurden, entsprechend den gegebenen Vereinfachungsregelungen, bei der Bewertung des Nutzungsrechts zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung nicht berücksichtigt. Zum 1. Januar 2019 wurden die Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen unter Beachtung der Regelungen des IFRS 16 mit dem jeweiligen Grenzfremdkapitalzins diskontiert, um die Leasingverbindlichkeit zum Erstanwendungszeitpunkt zu bestimmen. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz betrug 4,17 %. Das zu aktivierende Nutzungsrecht entsprach i. d. R. der Leasingverbindlichkeit. In Einzelfällen wurde es insbesondere um abgegrenzte Leasingverbindlichkeiten korrigiert. Durch die Erstanwendung des IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 zusätzliche Nutzungsrechte an zugrunde liegenden Vermögenswerten i. H. v. 206,3 Mio. € und zusätzliche Leasingverbindlichkeiten i. H. v. 216,1 Mio. € erfasst. Die neu erfassten Nutzungsrechte betreffen überwiegend gemietete Immobilien und technische Anlagen und Maschinen. Die zusätzlich anzusetzenden Leasingverbindlichkeiten beinhalten Nichtleasingkomponenten, für die aufgrund der Wahlrechtsausübung auf eine Trennung von der Leasingkomponente verzichtet wurde und die nicht in den Verpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen zum 31. Dezember 2018 enthalten sind. Ausgehend von den operativen Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 ergibt sich die in Tabelle C.18 dargestellte Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019. Aufgrund der Bilanzverlängerung haben sich die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöht. Für Leasingverhältnisse, die zuvor als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert worden waren, erfasst der Leasingnehmer Abschreibungen für das Nutzungsrecht und Zinsaufwand für die Fortschreibung der Leasingverbindlichkeit anstatt des bisher erfassten Leasingaufwands. Diese Änderung hat im Geschäftsjahr 2019 zu einem Anstieg des EBITDA i. H. v. rund 54,0 Mio. € geführt. Aus dem geänderten Ausweis der Leasingaufwendungen aus ehemaligen Operating-Leasingverhältnissen resultiert zudem eine Verbesserung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit und eine Verschlechterung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit. Ferner führt der IFRS 16 zu neuen qualitativen und quantitativen Angabepflichten. Angaben zur Entwicklung der Nutzungsrechte können der "Entwicklung des Anlagevermögens" auf den Seiten 164 bis 167 entnommen werden. Angaben zur Fälligkeitsstruktur der Leasingverbindlichkeiten finden sich in Anmerkung (24). Weitere Erläuterungen finden sich unter den entsprechenden Posten im Anhang sowie in Anmerkung (28) - Leasingverhältnisse. Die sonstigen Änderungen an den Rechnungslegungsstandards und Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE.

ÜBERLEITUNG LEASINGSVERBINDLICHKEITEN

in Mio. €
Operative Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 224,0
Mindestleasingzahlungen (Nominalwert) der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 187,7
Anwendungserleichterung für kurzfristige Leasingverhältnisse -2,0
Anwendungserleichterung für Leasingverhältnisse über geringwertige Wirtschaftsgüter -5,7
Mietnahe Verpflichtungen (Service-Komponenten) 43,1
Brutto-Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 447,1
Abzinsung -66,8
Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 380,3
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 164,2
Zusätzliche Leasingverbindlichkeiten durch Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 216,1

NEUE ODER GEÄNDERTE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARTS UND INTERPRETATIONEN

Die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB veröffentlicht, sind aber von der K+S GRUPPE erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden. Die Änderungen an den Rechnungslegungsstandards und Interpretationen haben aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE.

NEUE ODER GEÄNDERTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARTS UND INTERPRETATION

Standard/Interpretation Zeitpunkt verpflichtende Anwendung
Änderung IAS 1, IAS 8 Definition von "wesentlich" 01.01.2020
Änderung IFRS 9, IAS 39, IFRS 7 Reform der Referenzzinssätze 01.01.2020
Änderung Diverse Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS -Standards 01.01.2020
Änderung IFRS 3 Definition eines Geschäftsbetriebs offen
Änderung IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig offen

1 Erstanwendung für Unternehmen mit Sitz in der EU auf Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Tag beginnen. Die Anwendung neuer oder geänderter IFRS bzw. deren Interpretationen für Unternehmen mit Sitz in der EU erfordert ein Endorsement durch die EU-Kommission. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt der Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung für Unternehmen mit Sitz in der EU offen. Die vorzeitige Anwendung eines IFRS bzw. dessen Interpretation (sofern vom IASB vorgesehen) steht unter dem Vorbehalt eines EU-Endorsement. Mitunter kann der von der EU-Kommission bestimmte Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung von dem vom IASB vorgesehenen Erstanwendungsdatum abweichen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung sind auf den Seiten 156-157 abgebildet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden. Die K+S GRUPPE setzt Derivate zur Sicherung von Risiken aus sich verändernden Marktpreisen ein. Die Sicherungsstrategie wird in der Anmerkung (18) näher erläutert. Zwischen den Derivaten und den beschriebenen Grundgeschäften werden keine Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 gebildet, sodass die Marktwertschwankungen der ausstehenden Derivate zu jedem Bilanzstichtag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen sind. Des Weiteren ergeben sich Ergebniswirkungen aus der Ausübung/Erfüllung, dem Verkauf oder dem Verfall von Sicherungsderivaten. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Effekte aus Sicherungsgeschäften in Abhängigkeit vom Sicherungszweck in den folgenden Positionen gezeigt:

A) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTE

Sämtliche Ergebniseffekte, die aus der antizipativen Sicherung von in zukünftigen Perioden erfolgswirksam werdenden operativen Geschäftsvorfällen resultieren, werden in dieser Ergebniszeile zusammengefasst. "Antizipativ" meint dabei Grundgeschäfte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden, jedoch noch nicht in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Die Bezeichnung "operativ" stellt auf Grundgeschäfte ab, die zu Effekten im Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften führen. Wesentliche Anwendungsfälle sind:

  • die Sicherung von erwarteten USD-Umsätzen,
  • die Sicherung von erwarteten Zahlungsabflüssen (Investitionen, operative Aufwendungen) in kanadischen Dollar.

B) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN

In diesen Positionen werden Ergebniseffekte ausgewiesen, die aus der Sicherung bereits bestehender Fremdwährungsforderungen resultieren (z. B. Sicherung von USD-Forderungen gegen Währungsschwankungen mittels eines EUR/USD-Termingeschäfts).

C) FINANZERGEBNIS

Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen (z. B. Zinsderivate).

Die interne Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt u. a. auf Basis des EBITDA. Neben der Korrektur um Abschreibungen unterscheidet sich dieses von dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften durch die Nichtberücksichtigung von Marktwertschwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften, die sich aufgrund der nach IFRS 9 vorgeschriebenen Marktbewertung während der Laufzeit des Sicherungsinstruments ergeben.# C.20 ÜBERLEITUNG AUF ERGEBNIS VON OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN UND EBITDA

Folglich sind aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften folgende Effekte zu eliminieren:

― Ertrag/Aufwand aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte
Bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit sind die Sicherungsgeschäfte zu jedem Bilanzstichtag zum Marktwert zu bewerten. Die Abweichung vom Buchwert ist als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen.

― Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften
Zum Zeitpunkt der Realisierung ist der Buchwert des Sicherungsgeschäfts auszubuchen. Die Realisierung erfolgt durch Ausübung/Erfüllung, Verfall oder Verkauf des Sicherungsinstruments. Die Differenz aus dem Realisierungsbetrag und dem Buchwert ergibt den Ertrag bzw. Aufwand der laufenden Periode. Da das EBITDA ein Ergebnis frei von Einflüssen aus der Marktbewertung nach IFRS 9 zeigen soll, sind die im Buchwert enthaltenen Marktwertschwankungen aus Vorperioden zu eliminieren. Das im EBITDA erfasste Ergebnis aus Sicherungsgeschäften entspricht - aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwertschwankungen während der Laufzeit - dem Wert der Sicherungsgeschäfte zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien.

Mio. € 2018 2019
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften 165,3 224,3
Ertrag (-) / Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte 25,7 6,1
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften 36,2 -22,0
Abschreibungen (+) / Wertminderungen (+) / Wertaufholungen (-) des Anlagevermögens 385,0 438,1
Erfolgsneutrale Aktivierung von Abschreibungen (-) 1 -5,9 -6,1
EBITDA 2 606,3 640,4

1 Es handelt sich um Abschreibungen von Vermögenswerten, die zur Herstellung anderer Vermögenswerte des Sachanlagevermögens eingesetzt werden. Die Abschreibungen werden als Teil der Herstellungskosten aktiviert und nicht ergebniswirksam erfasst.
2 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragssteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte und in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.

(1) UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse der K+S GRUPPE betragen 4.070,7 Mio. € (2018: 4.039,1 Mio. €) und lassen sich wie folgt aufteilen:

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse erfolgt zum einen anhand der marktorientierten Kundensegmente (Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden), welche gemeinsame Kundeninteressen bündeln, und zum anderen anhand der Produktgruppen. Die gewählten Aufteilungen der Umsatzerlöse spiegeln den Einfluss wirtschaftlicher Faktoren auf Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Zahlungsströmen wider. Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse ist in den Erläuterungen zur Segmentberichterstattung unter Anmerkung (35) angegeben.

AUFTEILUNG UMSATZERLÖSE NACH SEGMENTEN/KUNDENSEGMENTEN

Mio. € 2018 2019
Operative Einheit Europe+ 2.585,2 2.535,9
- Kundensegment Landwirtschaft 1.741,3 1.715,6
- Kundensegment Industrie 649,3 635,9
- Kundensegment Verbraucher 66,2 64,2
- Kundensegment Gemeinden 128,4 120,2
Operative Einheit Americas 1.451,0 1.532,2
- Kundensegment Industrie 483,4 512,0
- Kundensegment Verbraucher 387,6 420,5
- Kundensegment Gemeinden 580,0 599,7
Überleitung 2,9 2,6
Gesamt 4.039,1 4.070,7

AUFTEILUNG UMSATZERLÖSE NACH SEGMENTEN/PRODUKTGRUPPEN

Mio. € 2018 2019
Operative Einheit Europe+ 2.585,2 2.535,9
- Kaliumchlorid 974,9 995,8
- Düngemittelspezialitäten 766,4 719,7
- Chemieprodukte 195,0 159,4
- Auftausalz 134,3 125,8
- Ergänzende Tätigkeiten 101,8 113,0
- Lebensmittelindustrie 73,5 79,5
- Tierernährung 53,7 55,2
- Wasserenthärtung 45,6 46,3
- Salz für Wasser und Pool 30,7 30,4
- Tafelsalz 28,8 27,4
- Pharmaindustrie 26,8 26,5
- Öl und Gas 8,5 15,5
- Sonstiges 145,1 141,3
Operative Einheit Americas 1.451,0 1.532,2
- Auftausalz 612,2 637,2
- Salz für Wasser und Pool 204,0 220,9
- Lebensmittelindustrie 154,9 168,2
- Tafelsalz 145,4 157,1
- Chemieprodukte 91,9 104,5
- Pharmaindustrie 27,8 31,1
- Tierernährung 35,8
- Öl und Gas 13,8
- Sonstiges 165,2 213,2
Überleitung 2,9 2,6
Gesamt 4.039,1 4.070,7

ERÖFFNUNGS- UND SCHLUSSBUCHWERTE

Mio. € Eröffnungsbuchwert zum 01.01.2019 Schlussbuchwert zum 31.12.2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 836,7 724,7
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 3,0 2,1
Vertragsverbindlichkeiten 5,5 5,9

Die Tabelle C.23 bildet die Eröffnungs- und Schlussbuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sowie der Vertragsverbindlichkeiten a B.
Der kumulierte Transaktionspreis aller noch zu erbringenden Leistungsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2019 5,9 Mio. € (2018: 5,5 Mio. €). Es wird erwartet, dass die hieraus resultierenden Erlöse innerhalb der nächsten Berichtsperiode vollständig realisiert werden. Des Weiteren enthalten die Umsatzerlöse zum 31. Dezember 2019 periodenfremde Erlöse i. H. v. 12,5 Mio. € (2018: 10,1 Mio. €), welche i. W. aus der erfolgswirksamen Auflösung von Rückstellungen für Verkaufsgeschäfte resultieren.

(2) UMSATZKOSTEN UND MARKETING- UND ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Im Geschäftsjahr betragen die Umsatzkosten 3.372,6 Mio. € (2018: 3.410,4 Mio. €) und die Marketing- und allgemeine Verwaltungskosten 362,8 Mio. € (2018: 349,7 Mio. €). In den Umsatzkosten enthalten sind Frachtkosten in Höhe von 888,2 Mio. €. (2018: 883,6 Mio. €).

C.24 MATERIALAUFWAND

Mio. € 2018 2019
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 532,2 586,4
Aufwendungen für bezogene Leistungen 835,2 840,9
Energiekosten 261,7 267,4
Materialaufwand 1.629,1 1.694,7

(3) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche Posten enthalten:

Die Erträge aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen sind auf die Veräußerung der K+S Real Estate GMBH & Co. KG an den K+S Vermögenstreuhänder e. V. zurückzuführen (siehe Abschnitt "Konsolidierungskreis"). Der Ausweis der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen erfolgt verursachungsgerecht in der entsprechenden Kostenposition. Die Vorjahreszahlen wurden, wie im Abschnitt "Änderungen an der Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung" dargestellt, angepasst.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Mio. € 2018 (angepasst) 2019
Gewinne aus Kursdifferenzen/Kurssicherungsgeschäften 50,0 45,4
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 5,9 5,6
Ertrag aus Entkonsolidierung von Tochterunternehmen - 24,3
Auflösungen von Rückstellungen 8,5 8,5
Erhaltene Entschädigungen und Erstattungen 17,7 7,7
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 5,0 4,3
- davon aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1,3 0,9
Auflösung von Wertberichtigungen für Forderungen 0,5 0,3
Übrige Erträge 30,4 37,2
Sonstige betriebliche Erträge 118,0 133,3

(4) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentliche Posten enthalten:

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend der internen Steuerungsstruktur und zur Verbesserung des Branchenvergleichs ab dem Geschäftsjahr 2019 geändert. Die Vorjahreszahlen wurden, wie im Abschnitt "Änderungen an der Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung" dargestellt, angepasst. Dies hat auch Auswirkungen auf die Darstellung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahrs.

(5) BETEILIGUNGSERGEBNIS

Im Geschäftsjahr wurden Beteiligungserträge im Wesentlichen aus Dividendenzahlungen nicht konsolidierter Unternehmen in Höhe von 3,2 Mio. € (2018: 4,3 Mio. €) erzielt, davon entfielen 0,6 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €) auf im Geschäftsjahr abgehende Unternehmen. Aufwendungen aus Wertminderungen fielen nicht an (2018: 0,1 Mio. €).

(6) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN

Weitere Informationen zum "Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften" sind in den "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 183 zu finden.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Mio. € 2018 (angepasst) 2019
Verluste aus Kursdifferenzen/Kurssicherungsgeschäften 56,6 56,5
Periodenfremder Aufwand 10,5 29,8
Aufwendungen für Beratungen, Gutachten und Rechtsanwaltshonorare 23,8 29,3
Investitionsnebenkosten 23,4 17,9
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 12,9 11,5
Forschungs- und Entwicklungskosten 15,9 16,0
Abschreibungen 3,5 13,0
- davon Wertminderungsaufwendungen - 7,1
Übrige Aufwendungen 39,8 56,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 186,4 230,6

ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN

Mio. € 2018 2019
Ergebnis aus der Realisierung von Devisensicherungsgeschäften -23,8 -10,8
- davon positive Ergebnisbeiträge 11,2 17,0
- davon negative Ergebnisbeiträge -35,0 -27,8
Marktwertschwankungen noch nicht fälliger Devisensicherungsgeschäfte -25,7 -6,1
- davon positive Marktwertveränderungen 1,5 10,8
- davon negative Marktwertveränderungen -27,2 -16,9
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -49,5 -16,9

(7) ZINSERGEBNIS

Bei der Ermittlung der zu aktivierenden Fremdkapitalkosten wurde ein gewichteter Finanzierungskostensatz von 2,7 % (2018: 2,7 %) zugrunde gelegt.# C.28 Der "Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen" setzt sich als Saldo folgender Positionen zusammen:

C.29 ZINSERGEBNIS

C.28 scroll in Mio. € 2018 2019
Zinsen von Kreditinstituten 6,6 5,9
Übrige Zinsen und ähnliche Erträge 5,0 3,3
Zinserträge 11,6 9,2
Zinsaufwand
Anleihen/Schuldscheindarlehen -85,1 -79,8
Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen -25,1 -31,9
Zinsaufwand Pensionsrückstellungen -5,2 -6,6
Aktivierung Fremdkapitalkosten 17,5 14,3
Zinsaufwand Leasing -6,6 -15,1
Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -16,2 -25,1
Zinsaufwendungen -120,7 -144,2
Zinsergebnis -109,1 -135,0

ZINSANTEIL BERGBAULICHER RÜCKSTELLUNGEN

C.29 scroll in Mio. € 2018 2019
Zinseffekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes der bergbaulichen Rückstellungen - -23,2
Erhöhung der bergbaulichen Rückstellungen aufgrund des Zeitablaufs (Aufzinsung) -32,3 -11,4
Zinseffekt aus der Auflösung von bergbaulichen Rückstellungen 7,2 2,7
Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen -25,1 -31,9

(8) SONSTIGES FINANZERGEBNIS

C.30 SONSTIGES FINANZERGEBNIS

C.30 scroll in Mio. € 2018 2019
Ergebnis aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten 28,3 34,6
Ergebnis aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten -31,4 3,1
Sonstiges Finanzergebnis -3,1 37,7

(9) STEUERN vom EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 30,0 % (2018: 30,0 %) zugrunde gelegt. Neben einem unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem unveränderten Solidaritätszuschlag von 5,5 % wurde ein durchschnittlicher Gewerbesteuersatz von 14,2 % (2018: 14,2 %) berücksichtigt. Latente Steuern im Ausland werden mit den jeweiligen nationalen Thesaurierungsertragsteuersätzen berechnet.
C.31 In der nachfolgenden Tabelle wird eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand vorgenommen. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 30,0 % (2018: 30,0 %) zugrunde gelegt.
C.32 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
C.31 scroll in Mio. € | 2018 | 2019
---|---|---
Laufende Steuern | 28,8 | 67,5
- in Deutschland | 14,5 | 26,4
- im Ausland | 14,3 | 41,1
Latente Steuern | -17,9 | -29,4
- in Deutschland | -12,0 | 4,8
- im Ausland | -5,9 | -34,2
- davon aus Verlustvorträgen und Tax Credits | 21,4 | -15,2
- davon auf temporäre Differenzen zurückzuführen | -39,3 | -14,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 10,9 | 38,1

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

C.32 scroll in Mio. € 2018 2019
Ergebnis vor Ertragsteuern 53,1 127,0
Erwarteter Ertragsteueraufwand (Konzernsteuersatz: 30,0 %; Vorjahr: 30,0 %) 15,9 38,1
Veränderungen des erwarteten Steueraufwands:
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge und sonstiger Posten -8,9 -11,1
- davon steuerfreie Beteiligungserträge und Veräußerungsgewinne -1,1 -3,3
- davon sonstige Steuer freie Erträge -7,8 -7,8
Hinzurechnungen/Kürzungen für Gewerbesteuer 5,2 4,9
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen und sonstiger Posten 6,7 8,7
Permanente Abweichungen -0,1 -0,1
Steuermehrungen/-minderungen aufgrund der Bewertung aktiver latenter Steuern -0,3 1,5
Effekte aus Steuersatzdifferenzen -5,1 -2,6
Auswirkungen von Steuersatzänderungen 1,1 -0,3
Auswirkungen von sonstigen Steuerrechtsänderungen -4,2 -
Steuern für frühere Jahre 0,5 -0,7
Sonstige Effekte 0,1 -0,3
Tatsächlicher Steueraufwand 10,9 38,1
Steuerquote ¹ 20,5 % 30,0 %
¹ Bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern.

(10) PERSONALAUFWAND/ARBEITNEHMER

C.33, C.34 ,Mitarbeiter', Seite 80; ,Vergütungsbericht', Seite 142

PERSONALAUFWAND

C.33 scroll in Mio. € 2018 2019
Löhne und Gehälter 870,4 898,7
Kosten der sozialen Sicherheit 220,7 225,0
Altersversorgung 31,4 38,1
Personalaufwand 1.122,5 1.161,9

ARBEITNEHMER EINSCHLIESSLICH BEFRISTET BESCHÄFTIGTER

C.34 scroll | Jahresdurchschnitt (FTE) | 2018 | 2019
---|---|---
Inland | 10.405 | 10.097
Ausland | 4.499 | 4.596
Gesamt | 14.904 | 14.693
- davon Auszubildende | 524 | 557

(11) ERGEBNIS JE AKTIE

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien berechnet. Da bei der K+S GRUPPE derzeit keine der Bedingungen erfüllt sind, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.
C.35 Im Falle einer Ausnutzung des genehmigten Kapitals oder einer bedingten Kapitalerhöhung (siehe Anmerkung (19), Seite 198) könnten die Ergebnisse je Aktie in Zukunft potenziell verwässert werden.

ERGEBNIS JE AKTIE ¹

C.35 scroll in Mio. € 2018 2019
Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 42,1 88,9
Durchschnittliche Anzahl Aktien (in Mio. Stück) 191,4 191,4
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) 0,22 0,46
¹ Das bereinigte Ergebnis je Aktie und dessen Ermittlung wird im Lagebericht auf Seite 62 dargestellt.

ERLAUTERUNGEN ZUR BILANZ

Die Bilanz ist auf Seite 158 abgebildet. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert auf den Seiten 164-167 dargestellt.

(12) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Goodwill aus Unternehmenserwerben ist den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet:

C.36 AUFTEILUNG GOODWILL NACH ZAHLUNGSMITTELGENERIERENDEN EINHEITEN

C.36 scroll in Mio. € 2018 2019
ZGE Salz Amerika 663,8 681,9
ZGE Kali- und Magnesiumprodukte 15,7 16,8
ZGE Salz Europa 13,7 13,7
Goodwill Gesamt 693,2 712,4

Die operative Einheit Europe+ besteht weitestgehend aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Kali- und Magnesiumprodukte und Salz Europa. Die operative Einheit Americas umfasst, abgesehen von untergeordneten Holdingtätigkeiten, die zahlungsmittelgenerierende Einheit Salz Amerika. Der Anstieg der Goodwills beruht auf Effekten aus der stichtagsbezogenen Währungsumrechnung. Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Goodwills wurden die Restbuchwerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit deren Nutzungswert verglichen. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wurden die Barwerte der erwarteten künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde gelegt. Der ZGE Salz Amerika liegt die Prämisse der fortlaufenden Nutzung zugrunde. Die Laufzeiten der ZGEs Salz Europa und Kali- und Magnesiumprodukte sind durch die Rohstoffreserven und die jährliche Förderung determiniert. Die Prognose der Cashflows stützt sich auf die aktuelle mittelfristige Planung der K+S GRUPPE bzw. der jeweiligen operativen Einheiten, denen eine Planung der jeweiligen Gesellschaften zugrunde liegt. Die mittelfristige Planung basiert auf eigenen Einschätzungen hinsichtlich der Entwicklung des operativen Geschäfts, Marktstudien, den aktuellen Geschäftsergebnissen und der bestmöglichen Schätzung einzelner Einflussfaktoren, wie z. B. Absatzpreise und Absatzmengen, Energie- und Frachtkosten oder Wechselkursrelationen. Für die ZGE Salz Amerika und die ZGE Salz Europa wird auf Basis der mittelfristigen Planung der Detailprognosezeitraum der Jahre 2020 bis 2022 zugrunde gelegt. Für die ZGE Kali- und Magnesiumprodukte umfasst der Detailplanungszeitraum die Jahre 2020 bis 2030. Dieser Prognosezeitraum berücksichtigt den sukzessiven Aufbau der Produktionskapazität im Rahmen der neuen Produktionsstätte Bethune in Kanada. Für die jeweils über den Detailplanungszeitraum hinausgehenden Jahre wurde neben der Fortentwicklung des Werks Bethune zum Ausgleich der Inflation bei den Kosten und Umsätzen eine Wachstumsrate der nominalen Cashflows von 1,5 % (2018: 2,0 %) berücksichtigt. Tabelle C.37 stellt die Abzinsungssätze zum Ende des Geschäftsjahres dar.

C.37 ABZINSUNGSSÄTZE WERTHALTIGKEITSTEST

C.37 scroll | 2018 | | 2019 |
---|---|---|---|---
| Zinssätze in % | | Zinssätze in % |
| Vor Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Nach Steuern |
ZGE Salz Amerika | 8,4 | 6,0 | 8,6 | 6,0 |
ZGE Kali- und Magnesiumprodukte | 8,4 | 6,0 | 8,6 | 6,0 |
ZGE Salz Europa | 8,4 | 6,0 | 8,6 | 6,0 |

Die Zinssätze der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen dem gewichteten Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE vor bzw. nach Steuern. ,Herleitung der Kapitalkosten', Seite 63 Die Preis- und Absatzprognosen für die ZGE Salz Amerika und Salz Europa gehen von einer leicht steigenden Absatzmenge und von konstanten bzw. leicht steigenden Preisen aus. Während die unterstellte Mengenentwicklung auf einer Normalisierung der Winterverhältnisse sowie unserer Strategie fußt, stellt die erwartete Preisentwicklung i. W. die Partizipation an der eingeschätzten Marktentwicklung dar. Für die ZGE Kali- und Magnesiumprodukte geht die Prognose aufgrund der steigenden Produktion des neuen Standorts Bethune in Kanada von einem leichten Anstieg der Absatzmenge aus. Zudem wurden leicht steigende Preise für Kaliumchlorid unterstellt. Die am Ende des Geschäftsjahres 2019 durchgeführten Werthaltigkeitstests bestätigten die Werthaltigkeit der bestehenden Goodwills. Nach unserer Einschätzung würden realistische Veränderungen der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung der Nutzungswerte basiert, nicht dazu führen, dass die Buchwerte der ZGE Salz Amerika bzw. Salz Europa deren jeweiligen Nutzungswert übersteigt. Der Nutzungswert der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte übersteigt den korrespondierenden Buchwert um rund 1,6 Mrd. €. Eine Reduktion des geplanten Kalipreisniveaus um 5,5 % würde bei Konstanz der übrigen Parameter dazu führen, dass der Nutzungswert der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte deren Buchwert entspricht. Eine Verringerung der Wachstumsrate nach der Detailplanungsphase von 1,5 % auf 0,5 % p. a. bzw. eine Erhöhung des Abzinsungssatzes (nach Steuern) von 6,0 % auf 7,0 % hätten bei Konstanz der übrigen Parameter unverändert eine Überdeckung des Buchwerts zur Folge. Markenrechte in Höhe von 113,0 Mio. € (2018: 110,3 Mio.# (13) IMMOVABLE PROPERTIES HELD AS FINANCIAL INVESTMENTS

The immovable properties held as financial investments are predominantly rental properties. As of December 31, 2019, the fair values of immovable properties held as financial investments amounted to €15.4 million (2018: €16.4 million). The fair values were estimated by internal specialist departments, taking into account local market conditions. In particular, local land value benchmarks were considered in the valuation; external expert appraisals were also used in part. The valuation methods correspond to Level 3 of the three-level valuation hierarchy of IFRS 13.

(14) FINANCIAL INVESTMENTS

Financial investments primarily include shares in subsidiaries, joint ventures, and associated companies that were not consolidated due to their subordinate importance.

(15) DEFERRED TAXES

The following deferred tax assets and liabilities are recognized for recognition and measurement differences for individual balance sheet items and for tax loss carryforwards:

C.38

Overall, the activation of deferred tax assets in the amount of €35.4 million (2018: €22.0 million) was waived, as the utilization of the underlying loss carryforwards or the realization of taxable income is considered improbable. The underlying loss carryforwards amount to €262.7 million (2018: €216.0 million) and expire predominantly in the following periods. The expected tax result from the company's planning and the reversal of deferred tax liabilities were used to determine the deferred tax assets on loss carryforwards.

C.39

For companies with a tax loss in the current or previous year, there was an overhang of deferred tax assets of €43.8 million (2018: €42.9 million). The basis for the formation of these deferred taxes is the assessment that positive tax results will be achieved in future business years.

DEFERRED TAXES

C.38

in Mio. € 2018 2019 2018 2019
Aktive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 2.8 2.6 62.7 61.4
Sachanlagen 51.9 31.0 451.7 360.8
Vorräte 7.0 5.7 1.8 0.4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0.5 0.6 4.6 2.2
Sonstige Vermögenswerte 4.6 4.2 10.4 10.6
- davon derivative Finanzinstrumente - - 0.4 4.6
Rückstellungen 248.8 244.3 8.1 7.4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - 2.9 2.9
Sonstige Verbindlichkeiten 53.8 3.8 19.9 20.0
- davon derivative Finanzinstrumente 1.3 2.6 - -
Bruttobetrag 369.4 292.2 562.1 465.7
- davon langfristig 336.6 360.9 534.5 536.6
Wertberichtigungen -1.0 -0.9 - -
Steuerliche Verlustvorträge 36.5 51.8 - -
Konsolidierungen 16.6 12.7 -3.1 -3.0
Saldierungen -328.9 -260.3 -328.9 -260.3
Bilanzansatz (Nettobetrag) 92.6 95.5 230.1 202.4

EXPIRATION OF UNRECOGNIZED LOSS CARRYFORWARDS

C.39

in Mio. € 2018 2019
Nicht angesetzte Verlustvorträge 216.0 262.7
- davon innerhalb eines Jahres verfallbare Verlustvorträge 0.1 -
- davon zwischen zwei und fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge 0.4 -
- davon in mehr als fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge 163.8 207.0
- davon unverfallbare Verlustvorträge 51.7 55.7

In the reporting year, deferred taxes in the amount of +€8.6 million (2018: +€3.8 million) were recognized in other comprehensive income. As of December 31, 2019, the carrying amount of deferred taxes changed by -€30.5 million (2018: -€19.9 million), consisting of an increase in deferred tax assets of €2.9 million (2018: -€2.6 million) and a decrease in deferred tax liabilities of -€27.6 million (2018: -€22.5 million). Taking into account the deferred taxes recognized in other comprehensive income in the reporting year of €8.6 million (2018: €3.8 million) and currency effects of -€7.5 million (2018: -€1.8 million), the resulting deferred tax income reported in the income statement is €29.4 million (2018: €17.9 million). Temporary differences totaling €38.5 million (2018: €293.7 million) relate to interests in subsidiaries for which, according to IAS 12.39, no deferred tax liabilities are recognized.

(16) INVENTORIES

In the reporting period, impairments were recognized in the amount of €27.0 million (2018: €8.0 million) due to recognition at net realizable value.

INVENTORIES

C.40

in Mio. € 2018 2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 275.4 319.4
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 46.4 63.1
Fertige Erzeugnisse und Waren 369.7 406.8
Vorräte 691.5 789.3

(17) TRADE RECEIVABLES AND OTHER FINANCIAL ASSETS

Other financial assets include, among others, receivables arising from the accounting of customer-specific manufacturing orders and are composed as follows:

C.41

Customer-specific manufacturing orders with a negative balance did not exist as of December 31, 2019, nor in the previous year. Short-term and long-term other financial assets do not include any assets pledged as collateral for liabilities (2018: €23.0 million). Impairment losses for trade receivables are generally to be recognized in the amount of the expected losses over the remaining term. However, K+S pursues the strategy of generally securing trade receivables through appropriate instruments. As of the balance sheet date, €584.1 million = 93% (2018: €676.9 million = 95%) of the insurable trade receivables are secured against default through credit insurance or other security instruments. Due to the high creditworthiness of the credit insurers, the risk is essentially limited to the low deductible. The uninsurable trade receivables consist primarily of receivables from public authorities. For these and the unsecured portion of the generally insurable trade receivables of €46.7 million = 7% (2018: €39.0 million = 5%), no significant defaults are expected based on historical default rates. There is no indication that future default rates will significantly deviate from historical rates. Therefore, only expected losses were recognized in cases where there were objective indications of impairment. Objective indications include, for example, insolvency proceedings, significant financial difficulties of the customer, or an overdue period of more than 90 days, unless the recoverability can be justified despite the overdue period. For insured receivables, an impairment loss was recognized up to the amount of the deductible.

C.42

The maximum default risk of trade receivables and other financial assets is reflected by the carrying amount reported in the balance sheet. On December 31, 2019, the maximum default amount for the very unlikely simultaneous default of all unsecured trade receivables was €151.9 million (2018: €170.8 million).

TRADE RECEIVABLES AND OTHER FINANCIAL ASSETS

C.41

in Mio. € 2018 thereof remaining term > 1 year 2019 thereof remaining term > 1 year
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 836.7 - 724.7 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 122.4 36.2 147.6 6.0
- davon Derivate 13.0 7.6 18.5 3.2
- davon Kaufpreisforderung ggü. K+S Vermögenstreuhänder e.V. - - 44.3 -
- davon Erstattungsanspruch Anleihe MORTON Salt 20.4 20.2 20.4 -
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.5 - 18.6 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 959.1 36.2 872.3 6.0

BREAKDOWN OF CARRYING AMOUNTS OF TRADE RECEIVABLES

C.42

in Mio. € 2018 2019
Abgesichert 676.9 584.1
Absicherbar, aber ungesichert 39.0 46.7
Summe absicherbare Forderungen 715.9 630.8
Nicht absicherbar 131.8 105.2
Summe Bruttobuchwerte 847.7 736.0
Wertberichtigungen 11.0 11.3
Nettobuchwerte 836.7 724.7

The following table reconciles the impairment losses recognized based on objective indications from the beginning of the year to the balance at the end of the year. Expected losses were not recognized due to immateriality and are therefore not listed in the table. Similarly, for reasons of materiality, further details on default risk and expected credit losses of the affected balance sheet items are omitted.

C.43

The impairment losses on other financial assets amounted to €0.1 million as of the balance sheet date (2018: €0.2 million). Furthermore, other financial assets include impaired assets at acquisition with a carrying amount of €2.9 million (2018: €2.8 million) and a nominal repayment amount of €5.7 million (2018: €5.6 million). As in the previous year, no impairment losses were recognized on receivables from customer-specific manufacturing orders. To the extent that receivables have a remaining term of more than one year, they are discounted based on the interest rates as of the balance sheet date.

IMPAIRMENT LOSSES ON TRADE RECEIVABLES

C.43

in Mio. € 2018 2019
Stand am 1.

Das Währungs- und Zinsmanagement wird für alle Konzerngesellschaften zentral vorgenommen. Dies gilt auch für den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, z. B. solcher, die die Begrenzung bestimmter Kosten zum Ziel haben. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch Leitlinien und Verfahrensanweisungen geregelt. Eine strikte Trennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt. Die derivativen Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität gehandelt, die mit geeigneten Instrumenten fortlaufend überwacht werden. Als Teil des Managements des Ausfallrisikos ist der Gesamtbestand an derivativen Finanzinstrumenten grundsätzlich auf mehrere Banken verteilt. Die Höhe des Ausfallrisikos beschränkt sich maximal auf die aktivische Bilanzposition der Derivate.

Das Zinsmanagement verfolgt das Ziel, Risiken aus steigenden Zinsbelastungen für Finanzverbindlichkeiten sowie Risiken aus sinkenden Zinserträgen aus Finanzanlagen durch Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus zu begrenzen. Da die ausstehenden Schuldscheine teilweise variabel verzinst sind, wurden sogenannte Zinscaps erworben, um das Risiko höherer Zinsbelastungen größtenteils auszuschließen. Für die Finanzanlagen wird derzeit aufgrund der kurzen Restlaufzeit sowie des geringen Zinsniveaus und des damit verbundenen geringen Risikos sinkender Zinsen kein Handlungsbedarf gesehen.

Der Einsatz von Derivaten zur Währungssicherung verfolgt das Ziel, Risiken, die für die operative Geschäftstätigkeit aus Wechselkursänderungen resultieren können, zu begrenzen. Die wesentlichen Wechselkursrisiken bestehen gegenüber dem US-Dollar und dem kanadischen Dollar sowie in geringerem Umfang gegenüber dem britischen Pfund und dem chilenischen Peso. Sicherungsgeschäfte werden auf fakturierte Forderungen sowie erwartete Nettopositionen auf der Grundlage geplanter Umsätze abgeschlossen. Die Nettopositionen werden hierbei anhand der Erlös- und Kostenplanung unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. Die Laufzeit der eingesetzten Sicherungsgeschäfte kann für die Absicherung erwarteter Positionen bis zu drei Jahre betragen. Das wesentliche Ziel ist eine "worst-case"-Absicherung. Hierzu werden Termingeschäfte und einfache Optionen (Plain Vanilla-Optionen) eingesetzt, wobei die Partizipation an einer günstigen Marktentwicklung in der Regel durch den Verkauf von einfachen Optionen begrenzt wird. Dies dient u. a. der Reduzierung der Prämienaufwendungen. Grundsätzlich können auch Compound-Optionen eingesetzt werden, die aus einer Option auf eine einfache Option bestehen, die zu einem späteren Zeitpunkt gegen einen festgelegten Betrag erworben werden kann. Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte auf fakturierte Forderungen betragen entsprechend den vereinbarten Zahlungszielen weniger als ein Jahr.

Die beschriebenen Sicherungsgeschäfte auf erwartete Nettopositionen kommen in der operativen Einheit Europe+ für us-Dollar-Positionen sowie für die Produktion in Kanada in kanadischen Dollar zum Einsatz. Sicherungsgeschäfte, die sich auf fakturierte Forderungen beziehen, werden in der operativen Einheit Europe+ abgeschlossen. Der Handel mit allen vorgenannten Derivaten erfolgt ausschließlich im OTC-Geschäft. Bei Devisentermin- sowie Optionsgeschäften erfolgt der Abschluss grundsätzlich über eine Handelsplattform, über die Quotierungen von mehreren Banken eingeholt werden, um das Geschäft mit der am besten quotierenden Bank abschließen zu können. Bei Devisentermingeschäften besteht ein Marktwertrisiko zum jeweiligen Stichtag; diesem stehen jedoch bei zu Zwecken der Kurssicherung von Fremdwährungsforderungen eingesetzten Derivaten gegenläufige Effekte aus der währungsbedingten Forderungsbewertung gegenüber. Die ermittelten Marktwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Übertragung zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Bilanzstichtag geltenden Parameter zugrunde:

  • die Devisenkassa- und Devisenterminkurse der betreffenden Währungen,
  • das Zinsniveau,
  • die vereinbarten Sicherungsniveaus bzw. Ausübungskurse,
  • die gehandelten Volatilitäten und
  • das Kontrahentenrisiko.

Am 31. Dezember 2019 bestanden folgende derivative Devisenfinanzgeschäfte:

C.45 DERIVATE FINANZGESCHÄFTE

2018 2019
Nominalwert¹ Beizulegender Zeitwert Nominalwert¹ Beizulegender Zeitwert
in Mio. €
Devisentermingeschäfte GBP/EUR
- davon mit Fälligkeit in 2019 7,1 -
- davon mit Fälligkeit in 2020 - 6,4
Devisentermingeschäfte CAD/EUR
- davon mit Fälligkeit in 2019 124,2 -1,8
- davon mit Fälligkeit in 2020 - 145,9
Devisentermingeschäfte USD/EUR
- davon mit Fälligkeit in 2019 1.104,3 -6,6
- davon mit Fälligkeit in 2020 - 688,0
- davon mit Fälligkeit in 2021 - 35,3
Devisentermingeschäfte USD/CAD
- davon mit Fälligkeit in 2019 44,0 -1,1
- davon mit Fälligkeit in 2020 26,3 -0,4
Devisentermingeschäfte USD/CLP
- davon mit Fälligkeit in 2019 62,0 -1,5
- davon mit Fälligkeit in 2020 2,9 -0,1
- davon mit Fälligkeit in 2021 - 134,9
Gekaufte einfache Devisenoptionen USD (gegen EUR)
- davon mit Fälligkeit in 2019 356,0 1,9
- davon mit Fälligkeit in 2020 200,8 6,1
- davon mit Fälligkeit in 2021 - 69,0
Verkaufte einfache Devisenoptionen USD (gegen EUR)
- davon mit Fälligkeit in 2019 383,6 -6,1
- davon mit Fälligkeit in 2020 212,4 -3,5
- davon mit Fälligkeit in 2021 - 72,1
Gekaufte einfache Devisenoptionen CAD (gegen USD)
- davon mit Fälligkeit in 2019 275,0 1,1
- davon mit Fälligkeit in 2020 80,9 1,3
Verkaufte einfache Devisenoptionen CAD (gegen USD)
- davon mit Fälligkeit in 2019 258,6 -6,4
- davon mit Fälligkeit in 2020 77,1 -2,4
Gekaufte Zinscaps
- davon mit Fälligkeit in 2019 140,0 -
- davon mit Fälligkeit in 2021 118,0 0,2
Derivate Finanzgeschäfte insgesamt 3.473,2 -19,3
2.568,0 3,4

¹ In Euro mit gewichteten Durchschnittskursen.

(19) EIGENKAPITAL

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals ist gesondert auf Seite 161 dargestellt.

GETEICHNETES KAPITAL

Das gegenüber dem Vorjahr unveränderte gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien aufgeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt.

C.46 GETEICHNETES KAPITAL

31.12.2017 31.12.2018 31.12.2019
in Mio. €
Im Umlauf befindliche ausstehende Aktien 191,4 191,4 191,4
Gezeichnetes Kapital 191,4 191,4 191,4

*Angaben nach § 289a Abs. 1 und § 315a Abs. 1 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG, Seite 113

AKTIENRÜCKKAUF

Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2019 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

GENEHMIGTES KAPITAL

Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Im Geschäftsjahr 2019 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von den Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.

BEDINGSTES KAPITAL

Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/ oder auf Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw.# C.47 BILANZGEWINN EINZELABSCHLUSS K+S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)
Für die Ausschüttung der Dividende ist der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT maßgebend, der nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt wird. Es ist beabsichtigt, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 0,15 € pro Stückaktie (2018: 0,25 €), d. h. insgesamt 28,7 Mio. € (2018: 47,9 Mio. €), an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 142,0 Mio. € in die Gewinnrücklagen einzustellen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich folgender Bilanzgewinn im Einzelabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT :

C.48 SONSTIGES ERGEBNIS

C.47 scroll

in Mio. € Vor Steuern Steuereffekt Netto Vor Steuern Steuereffekt Netto
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -47,5 -1,5 -49,0 317,8 -0,4 317,4
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -47,5 -1,5 -49,0 317,8 -0,4 317,4
-- davon Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste -47,5 -1,5 -49,0 317,8 -0,4 317,4
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 1,7 3,9 5,5 -15,8 8,4 -7,4
Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten 10,7 10,7 9,7 9,7
Neubewertung von Nettoschulden/Vermögenswerten aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -9,0 3,8 -5,2 -25,5 8,4 -17,1
Sonstiges Ergebnis -45,8 2,3 -43,5 302,0 8,0 310,0

BILANZGEWINN K+S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

C.48 scroll

in Mio. € 2018 2019
Bilanzgewinn K+S AKTIENGESELLSCHAFT am 1. Januar 67,0 74,5
Dividendenausschüttung für das Vorjahr -67,0 -47,9
Jahresüberschuss K+S AKTIENGESELLSCHAFT 74,5 288,2
Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus dem Jahresüberschuss - -144,1
Bilanzgewinn K+S AKTIENGESELLSCHAFT am 31. Dezember 74,5 170,7

(20) RÜCKSTELLUNGE UND PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Die K+S GRUPPE hat eine Reihe von leistungsorientierten Versorgungszusagen erteilt. Der Großteil dieser Zusagen betrifft die Länder Deutschland und Kanada.

DEUTSCHLAND

Ein bedeutsamer Versorgungsplan in Deutschland ist die K+S-Versorgungsordnung, die im Wesentlichen aus der Grundversorgung, der Zusatzversorgung ii sowie Besitzstandsregelungen besteht. Die Grundversorgung ist ein Bausteinsystem, bei dem jährlich fiktive Beiträge in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des pensionsfähigen Einkommens erhoben werden. Der Rentenanspruch ermittelt sich aus einem festen Prozentsatz und der Summe aller fiktiven Beiträge. Die Zusatzversorgung ii ist ein Endgehaltsplan, dessen Anspruch sich aus bestimmten Prozentsätzen von Gehaltsteilen oberhalb der gesetzlichen Renten- bzw. Knappschaftsversicherung multipliziert mit der Anzahl der pensionsfähigen Dienstjahre ergibt. Für die Dienstzeiten vor Einführung der Grund- und Zusatzversorgung ii wurden feste Euro-Beträge bzw. endgehaltsabhängige prozentuale Besitzstände gewährt. Mittlerweile wurde dieser Versorgungsplan geschlossen, sodass keine weiteren Arbeitnehmer Ansprüche erwerben können. Neben der K+S-Versorgungsordnung wurde eine Vielzahl von Einzelzusagen erteilt, insbesondere im Bereich der Vorstände und oberen Führungskräfte. Diese sehen im Regelfall ein Bausteinsystem vor, das einen bestimmten Prozentsatz des pensionsfähigen Jahreseinkommens mittels eines altersabhängigen Faktors in eine lebenslange Altersrente umwandelt. Der Gesamtanspruch ergibt sich als Summe der einzelnen jahresbezogenen Bausteine. Dabei darf ein definiertes Versorgungsniveau in einigen Verträgen nicht überschritten werden. Des Weiteren bestehen in Deutschland weitere gesellschaftsspezifische Versorgungszusagen, die bereits vor mehreren Jahren geschlossen wurden. Die Anspruchsberechtigten befinden sich zum überwiegenden Teil bereits in der Rentenphase. Die beschriebenen Pensionsverpflichtungen werden in Deutschland grundsätzlich über ein Contractual Trust Arrangement (CTA) gedeckt. Als Vehikel dient der K+S Vermögenstreuhänder e. V., der die zur Bedienung der Pensionsverpflichtungen zweckgebundenen Vermögenswerte treuhänderisch verwaltet. Die Rentenzahlungen werden dabei weiterhin von der jeweiligen Gesellschaft geleistet, allerdings wird im Regelfall eine phasengleiche Erstattung dieser Zahlungen durch das CTA vorgenommen. Es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen. Darüber hinaus bestehen Entgeltumwandlungszusagen (deferred compensation) sowie Zusagen, die über eine Unterstützungskasse durchgeführt werden. Diese Verpflichtungen sind weitestgehend durch Rückdeckungsversicherungen gedeckt.

KANADA

In Kanada bestehen neben leistungsorientierten Pensionszusagen weitere pensionsähnliche Pläne, die den Anspruchsberechtigten u. a. medizinische Leistungen nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zusagen. Die Pensionspläne sehen vom Grundsatz Leistungen vor, die als Prozentsatz der durchschnittlich fünf höchsten Jahreseinkommen unter Berücksichtigung der geleisteten Dienstzeit berechnet werden. Dabei sind gewisse Obergrenzen zu beachten. Ab dem 1. Januar 2016 können sich sämtliche aktiven Planmitglieder keine weiteren Ansprüche erdienen, im Gegenzug nehmen diese an einem beitragsorientierten Plan teil. Diese Umstellung der Zusage erfolgte prospektiv, sodass die bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Ansprüche unverändert fortbestehen. Die Pensionspläne in Kanada sind gesetzlich reguliert, beispielsweise durch die "Financial Services Regulatory Authority" in Ontario und die "Canada Revenue Agency". Es bestehen Mindestdotierungsverpflichtungen nach dem "Pension Benefits Act (Ontario)". Zur Erfüllung dieser Vorgaben wird im Regelfall mindestens alle drei Jahre eine eigenständige aktuarische Bewertung vorgenommen. Diese hat das Ziel, in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben den Finanzierungsstatus des Pensionsplans zu ermitteln. Ergibt sich eine Unterdeckung des Plans, ist diese grundsätzlich in Abhängigkeit von der Art der Unterdeckung innerhalb eines Zeitraums von 5 bis 10 Jahren auszugleichen. Diese Bewertung unterscheidet sich von der IFRS -Bewertung, beispielsweise durch die Verwendung eines abweichenden Diskontierungssatzes. Das kanadische Planvermögen wird treuhänderisch von einer externen Gesellschaft gehalten. Diese ist u. a. für die Auszahlungen der Renten an die Pensionäre sowie die Verwaltung des Planvermögens verantwortlich. Die Auswahl des Treuhänders obliegt dem "MORTON Salt, InC. Employee Benefits Committee", das sich aus Unternehmensvertretern und externen Beratern zusammensetzt. Es ist auch verantwortlich für die Festlegung der Anlagestrategie. Die pensionsähnlichen Versorgungszusagen umfassen Leistungen für die Lebens-, Zahn- und Krankenversicherung. Dabei hängt die Höhe der Leistungen für die Zahn - und Krankenversicherung von der durchschnittlichen Schadensquote der Pensionäre ab, bei der Lebensversicherung wird vom Grundsatz ein fixer Betrag zugesagt. Für die pensionsähnlichen Leistungszusagen wurde kein Planvermögen gebildet, es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen.

SONSTIGE LÄNDER

Die sonstigen Versorgungszusagen betreffen i. W. pensionsähnliche Pläne in den USA und auf den Bahamas, die Leistungen für Kranken- und Lebensversicherungen vorsehen. Für diese Zusagen wurde kein Planvermögen gebildet, es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen. Daneben bestehen im unwesentlichen Umfang Pensionszusagen im übrigen Ausland.

Die beschriebenen Pläne beinhalten eine Reihe von Risiken, insbesondere:
* Anlagerisiken: Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mit einem Diskontierungssatz auf Basis von Unternehmensanleihen mit einem Rating von AA berechnet worden. Liegt die Rendite des Planvermögens unter diesem Zinssatz, entsteht eine entsprechende Unterdeckung. Die Anlagen erfolgen weit gestreut überwiegend in Anleihen und Aktien, insbesondere Letztere unterliegen signifikanten Marktpreisschwankungen.
* Inflationsrisiken: In Deutschland ist gemäß BetrAVG grundsätzlich alle drei Jahre eine Überprüfung der Rentenhöhe vorzunehmen, die im Regelfall zu einer Inflationsanpassung der Renten führt. Die Pensionszusagen in Kanada werden jährlich in Höhe von 50 % des "Consumer Price Index (CPI)" angepasst. Ein Anstieg der jeweiligen Inflationsraten führt somit grundsätzlich zu einem entsprechenden Anstieg der jeweiligen Verpflichtungen.
* Zinsrisiken: Eine Absenkung der Renditen für Unternehmensanleihen und damit des Diskontierungszinses führt zu einer Erhöhung der Verpflichtungen, die nur teilweise durch eine entsprechende Wertveränderung des Planvermögens kompensiert wird.# VERSICHERUNGSTHEMATISCHE ANNAHMEN - BEWERTUNG BEVORZUGSZUSAGEN C.49

2018 2019
Inland Ausland Inland Ausland
Pensionszusagen
Rechnungszins 2,0 3,8 1,0 3,1
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung 1,8 3,0 1,8 2,8
Erwartete jährliche Rentensteigerung 1,6 1,0 1,6 1,0
Sonstige pensionsähnliche Leistungszusagen
Rechnungszins - 4,6 - 3,9

VERSICHERUNGSTHEMATISCHE ANNAHMEN - AUFWAND VERSORGUNGSZUSAGEN C.50

2018 2019
Inland Ausland Inland Ausland
Pensionszusagen
Rechnungszins 2,0 3,7 2,0 3,8
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung 1,8 3,0 1,8 3,0
Erwartete jährliche Rentensteigerung 1,6 1,0 1,6 1,0
Sonstige pensionsähnliche Leistungszusagen
Rechnungszins - 3,9 - 4,6

― Kostentrend Gesundheitswesen (Nordamerika, insbesondere Kanada und Bahamas): Da die Leistungen für die medizinischen Versorgungszusagen grundsätzlich an den Kostentrend im Gesundheitswesen angepasst werden, führt ein Anstieg von Medikamentenpreisen, Krankenhauskosten etc. in dem jeweiligen Land zu einer Erhöhung der Verpflichtungen.
― Langlebigkeitsrisiken: Bei der Berechnung der Verpflichtungshöhe wird die Lebenserwartung anhand von Sterbetafeln mit in die Kalkulation einbezogen. Ein Anstieg der Lebenserwartung führt zu einer entsprechenden Erhöhung der Verpflichtungen.
― Gehaltsrisiken: Übersteigt die tatsächliche Gehaltsentwicklung die angenommene Gehaltsentwicklung, führt dies zu einem Anstieg der Verpflichtungshöhe.

Die K+S GRUPPE versucht die Risiken u. a. durch eine Umstellung von leistungsorientierten auf beitragsorientierte Pläne zu verringern. So erhält ein Großteil der Belegschaft in Deutschland mittlerweile ausschließlich beitragsorientierte Zusagen. Auch in Nordamerika wurden Leistungszusagen abgegolten bzw. eingefroren und in ein beitragsorientiertes System überführt.

Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum Bilanzstichtag wurden folgende Bewertungsannahmen getroffen:

C.49 Für die Ermittlung des Pensionsaufwands für das Jahr 2019 wurden die zum Ende des Geschäftsjahres 2018 festgelegten versicherungsmathematischen Annahmen in C.50 verwendet:

C.50 Zum 31. Dezember 2019 wurden folgende Sterbetafeln verwendet:
― Deutschland: Heubeck-Richttafeln 2018 G (2018: Heubeck-Richttafeln 2018 G)
― Kanada: CPM 2014 Private Scale B mit Anpassungsfaktor (2018: CPM 2014 Private Scale B mit Anpassungsfaktor)
― USA/Bahamas: PRI 2012 Scale MP-2019 (2018: RP 2014 Scale MP-2018)

Bei den pensionsähnlichen Zusagen für gesundheitsfürsorgliche Leistungen wurden zudem folgende jährliche Kostensteigerungen unterstellt:
― Kanada (Medikamente): 5,9 %, absinkend auf 4,0 % ab 2040 (2018: 6,1 %, absinkend auf 4,0 % ab 2040)
― Bahamas: 5,5 % (2018: 5,5 %)

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts und des Planvermögens:

C.51, C.52 Zur Überleitung auf die Bilanzwerte ist der Anwartschaftsbarwert mit dem Planvermögen zu saldieren:

C.53 In der Gesamtergebnisrechnung wurden die Beträge in Tabelle C.54 erfasst:

C.54

ENTWICKLUNG ANWARTSCHAFTSBARWERTE C.51

2018

in Mio. € Gesamt Inland Pensionen Ausland Pensionen Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen Gesamt Inland Pensionen
Anwartschaftsbarwert am 1. Januar 602,9 276,1 217,4 109,4 582,0 278,3
Dienstzeitaufwand 11,2 7,5 0,4 3,3 11,3 7,9
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,1 0,3 0,1 -0,3
Zinsaufwand 17,3 5,4 7,6 4,3 17,9 5,4
Neubewertungen -16,1 2,8 -0,3 -18,6 70,5 47,5
— davon versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen 2,4 2,8 -0,4 -5,1
— davon versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen -20,2 -1,5 -2,5 -16,2 84,3 51,8
— davon versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen 1,7 1,5 2,2 -2,0 -8,7 -4,3
Pensionszahlungen -26,7 -13,8 -10,5 -2,4 -27,0 -13,6
Plananpassungen/-abgeltungen -0,3 - -0,3 - 4,4 4,4
Wechselkursänderungen -6,4 - -7,5 1,1 18,1 -
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 582,0 278,3 206,9 96,8 677,2 329,9

2019

in Mio. € Ausland Pensionen Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen
Anwartschaftsbarwert am 1. Januar 206,9 96,8
Dienstzeitaufwand 0,6 2,8
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
Zinsaufwand 7,9 4,6
Neubewertungen 20,5 2,5
— davon versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen -3,7 -1,4
— davon versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen 19,3 13,2
— davon versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen 4,9 -9,3
Pensionszahlungen -11,0 -2,4
Plananpassungen/-abgeltungen - -
Wechselkursänderungen 13,8 4,3
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 238,7 108,6

ENTWICKLUNG PLANVERMÖGEN C.52

2018 2019
in Mio. € Gesamt Inland Pensionen Ausland Pensionen
Planvermögen am 1. Januar 441,3 230,5 210,8
Zinserträge 12,1 4,6 7,5
Beiträge des Arbeitgebers 2,2 1,9 0,3
Gewinne (+) / Verluste (-) aus Neubewertung (ohne die im Zinsertrag erfassten Beträge) -25,3 -15,9 -9,4
Pensionszahlungen -23,8 -13,8 -10,0
Wechselkursänderungen -7,5 - -7,5
Planvermögen am 31. Dezember 399,0 207,3 191,7

ÜBERLEITUNG BILANZWERTE PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN C.53

2018

in Mio. € Gesamt Inland Pensionen Ausland Pensionen Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen Gesamt Inland Pensionen
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 582,0 278,3 206,9 96,8 677,2 329,9
Planvermögen am 31. Dezember 399,0 207,3 191,7 - 448,1 221,3
Bilanzwerte am 31. Dezember 183,0 71,0 15,2 96,8 229,1 108,6
— davon Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (+) 187,0 75,0 15,2 96,8 232,2 111,7
— davon Vermögenswert (-) -4,0 -4,0 - - -3,1 -3,1

2019

in Mio. € Ausland Pensionen Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 238,7 108,6
Planvermögen am 31. Dezember 226,8 -
Bilanzwerte am 31. Dezember 11,9 108,6
— davon Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (+) 11,9 108,6
— davon Vermögenswert (-) - -

EFFEKTE GESAMTERGEBNISRECHNUNG C.54

2018

in Mio. € Gesamt Inland Pensionen Ausland Pensionen Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen Gesamt Inland Pensionen
Dienstzeitaufwand 11,2 7,5 0,4 3,3 11,3 7,9
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,1 0,3 0,1 -0,3
Nettozinsaufwand (+) / -ertrag (-) 5,2 0,8 0,1 4,3 6,4 1,4
Aufwand (+) / Ertrag (-) Plananpassungen/-abgeltungen -0,3 - -0,3 - 4,4 4,4
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge 16,2 8,6 0,3 7,3 22,1 13,7
Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Neubewertung des Planvermögens (ohne die im Zinsertrag erfassten Beträge) 25,3 15,9 9,4 - -45,0 -20,0
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen 2,4 2,8 -0,4 -5,1
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen -20,2 -1,5 -2,5 -16,2 84,3 51,8
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen 1,7 1,5 2,2 -2,0 -8,7 -4,3
Im sonstigen Gesamtergebnis erfasste Beträge 9,2 18,7 9,1 -18,6 25,5 27,5
Summe (in der Gesamtergebnisrechnung erfasste Beträge) 25,4 27,3 9,4 -11,3 47,6 41,2

2019

in Mio. € Ausland Pensionen Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen
Dienstzeitaufwand 0,6 2,8
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
Nettozinsaufwand (+) / -ertrag (-) 0,4 4,6
Aufwand (+) / Ertrag (-) Plananpassungen/-abgeltungen - -
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge 1,0 7,4
Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Neubewertung des Planvermögens (ohne die im Zinsertrag erfassten Beträge) -25,0
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen -3,7 -1,4
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen 19,3 13,2
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen 4,9 -9,3
Im sonstigen Gesamtergebnis erfasste Beträge -4,5 2,5
Summe (in der Gesamtergebnisrechnung erfasste Beträge) -3,5 9,9

AUFTEILUNG PLANVERMÖGEN NACH ANLAGEKLASSE C.55

2018 2019
in Mio. € Gesamt Inland Pensionen Ausland Pensionen
Anleihen 220,4 89,9 130,5
— öffentlich-rechtliche Anleihen 96,3 2,3 94,0
— Unternehmensanleihen 124,1 87,6 36,5
Aktien 127,8 73,6 54,2
Anteile Immobiliengesellschaft - - -
— Rückdeckungsversicherungen 31,3 31,3 -
Flüssige Mittel 10,6 5,2 5,4
Verbindlichkeiten - - -
Sonstiges 8,9 7,3 1,6
Planvermögen am 31. Dezember 399,0 207,3 191,7

Der Dienstzeitaufwand (einschließlich des nachzuverrechnenden) wird entsprechend der Zuordnung der Mitarbeiter im jeweiligen Funktionsbereich im Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften erfasst. Der Nettozinsaufwand bzw. -ertrag wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens verteilt sich auf folgende Anlageklassen:

C.55 Die über Investmentfonds gehaltenen Anlagen wurden in der obigen Aufstellung auf die einzelnen Anlageklassen aufgeteilt. Die Anleihen weisen zum Großteil ein Rating im "Investment Grade"-Bereich auf. Die Aktien werden regelmäßig an einem aktiven Markt gehandelt. Gleiches gilt grundsätzlich auch für die Anleihen, allerdings sind in dieser Position nicht an einem aktiven Markt gehandelte Papiere mit einem Buchwert von 21,0 Mio. € (2018: 17,7 Mio. €) enthalten. Für die Rückdeckungsversicherungen und die Anteile an der Immobiliengesellschaft existiert kein aktiver Markt.

Der K+S Vermögenstreuhänder e. V.# C.56 ERWARTETE ZAHLUNGEN FÜR PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

scroll in Mio. € 31.12.2018 31.12.2019
Weniger als 1 Jahr 28,6 29,3
Zwischen 1 und 5 Jahren 114,6 117,7
Zwischen 5 und 10 Jahren 145,0 149,9
Mehr als 10 Jahre 946,2 884,1
Summe 1.234,4 1.181,0

C.57 SENSITIVITÄTSANALYSE 31.12.2019

scroll Änderung des Barwerts der Verpflichtungen in Mio. € Änderung der Annahme Gesamt Inland Pensionen Ausland Pensionen Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen
Rechnungszins + 100 Basispunkte -94,3 -47,5 -29,2 -17,6
Rechnungszins - 100 Basispunkte 120,9 62,4 36,4 22,1
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung + 50 Basispunkte 1,7 0,5 1,2 -
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung -50 Basispunkte -1,8 -0,5 -1,3 -
Erwartete jährliche Rentensteigerung + 50 Basispunkte 33,6 19,9 13,7 -
Erwartete jährliche Rentensteigerung -50 Basispunkte -29,7 -18,0 -11,7 -
Medizinischer Kostentrend + 50 Basispunkte 9,1 - - 9,1
Medizinischer Kostentrend -50 Basispunkte -8,1 - - -8,1
Lebenserwartung +1 Jahr 26,6 14,3 7,3 5,0
Lebenserwartung -1 Jahr -26,3 -14,0 -7,3 -5,0

C.58 SENSITIVITÄTSANALYSE 31.12.2018

scroll Änderung des Barwerts der Verpflichtungen in Mio. € Änderung der Annahme Gesamt Inland Pensionen Ausland Pensionen Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen
Rechnungszins + 100 Basispunkte -73,3 -33,8 -24,3 -15,2
Rechnungszins - 100 Basispunkte 91,7 42,9 30,0 18,8
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung + 50 Basispunkte 1,6 0,5 1,1 -
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung -50 Basispunkte -1,6 -0,5 -1,1 -
Erwartete jährliche Rentensteigerung + 50 Basispunkte 26,4 15,2 11,2 -
Erwartete jährliche Rentensteigerung -50 Basispunkte -23,5 -13,8 -9,7 -
Medizinischer Kostentrend + 50 Basispunkte 7,9 - - 7,9
Medizinischer Kostentrend -50 Basispunkte -7,0 - - -7,0
Lebenserwartung +1 Jahr 21,2 10,9 5,7 4,6
Lebenserwartung -1 Jahr -21,1 -10,7 -5,8 -4,6

Die durchschnittliche gewichtete Duration der Verpflichtungen zum 31. Dezember 2019 beträgt im Inland 16 Jahre (2018: 14 Jahre), für Pensionsverpflichtungen im Ausland 14 Jahre (2018: 13 Jahre) und für pensionsähnliche Verpflichtungen im Ausland 19 Jahre (2018: 18 Jahre). Die Duration und das Fälligkeitsprofil der Verpflichtungen weichen zwischen den Einzelgesellschaften zum Teil deutlich ab. Bei der Vermögensallokation wird diesem Umstand insbesondere im Inland grundsätzlich Rechnung getragen. Ziel ist es, die Rentenzahlungen aus den laufenden Erträgen des Planvermögens bedienen zu können. Im Geschäftsjahr 2020 ist aus Pensions- und pensionsähnlichen Zusagen ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 2,8 Mio. € (2019: 2,9 Mio. €) zu erwarten. Dieser umfasst Dotierungen in das Planvermögen sowie Rentenzahlungen, die nicht durch entsprechende Erstattungen aus dem Planvermögen gedeckt sind. Darüber hinaus bestehen weitere Altersversorgungssysteme, für die keine Rückstellungen zu bilden sind, da mit Zahlung der Beiträge keine weiteren Leistungsverpflichtungen bestehen (beitragsorientierte Pläne). Diese umfassen sowohl allein arbeitgeberfinanzierte Leistungen als auch Zuschüsse für Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer. Im Rahmen der inzwischen geschlossenen Altersversorgung über die BASF-Pensionskasse leisteten Arbeitgeber und Mitarbeiter Beiträge. In 2011 wurden die ordentlichen Mitgliedschaften der K+S-Mitarbeiter durch die BASF Pensionskasse gekündigt, sodass seitdem nur noch außerordentliche Mitgliedschaften für die betroffenen Mitarbeiter bestehen, welche als unverfallbare Anwartschaften fortgeführt werden. Darüber hinaus werden laufende Pensionskassen-Rentenzahlungen an (ehemalige) K+S-Mitarbeiter durch die BASF Pensionskasse geleistet. Der Anteil der Anwärter und Rentner von K+S-Gruppengesellschaften am Gesamtbestand der BASF Pensionskasse beträgt weniger als 10 %. Die Versorgung über die BASF-Pensionskasse ist als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber i. S. v. IAS 19.32 f. zu qualifizieren. Der Plan ist grundsätzlich als leistungsorientiert einzustufen. Da zuverlässige Informationen insbesondere über das Planvermögen nur für die Pensionskasse insgesamt vorliegen und nicht für die auf die K+S GRUPPE entfallenden Anteile, liegen keine ausreichenden Informationen für eine Bilanzierung des Plans vor. Deshalb wird dieser Plan gemäß IAS 19.34 als beitragsorientiert behandelt. Aufgrund der Beendigung der ordentlichen Mitgliedschaften sind grundsätzlich keine weiteren Beiträge an die BASF Pensionskasse zu entrichten. In der Vergangenheit wurden vereinzelt Sonderzuwendungen erhoben (z. B. aufgrund einer Rechnungszinsabsenkung der BASF-Pensionskasse). Weitere Sonderzuwendungen in der Zukunft können nicht ausgeschlossen werden. Des Weiteren kann sich durch die im BetrAVG geregelte Subsidiärhaftung eine Einstandspflicht für K+S ergeben, insbesondere im Hinblick auf die Inflationsanpassung der laufenden Rentenzahlungen. Von der BASF Pensionskasse nicht übernommene Rentenanpassungen sind von K+S zu tragen. Für das Jahr 2020 werden keine Beitragszahlungen an die BASF Pensionskasse erwartet. Insgesamt ergibt sich für die Berichtsperiode folgender Altersversorgungsaufwand:

C.59 AUFWAND ALTERSVERSORGUNG

scroll 2018 2019
in Mio. € Gesamt Inland
Aufwand beitragsorientierte Pläne 20,4 2,1
Aufwand leistungsorientierte Pläne 11,0 7,8
Aufwand Altersversorgung (im Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften erfasst) 31,4 9,9

Zudem wurden Beiträge in Höhe von 86,9 Mio. € (2018: 88,2 Mio. €) an staatliche Rentenversicherungsträger geleistet.

(21) RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGEN

Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen sind aufgrund gesetzlicher, vertraglicher sowie behördlicher Auflagen zu bilden und werden vor allem in Betriebsplänen und wasserrechtlichen Erlaubnisbescheiden konkretisiert. Diese überwiegend öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen erfordern die Sicherung der Tagesoberfläche und Rekultivierungsmaßnahmen. Bergschäden können durch den untertägigen Abbau und die damit verbundene mögliche Absenkung der Erdoberfläche oder aufgrund von Schäden im Produktionsprozess durch Staub oder Versalzung entstehen. Mögliche Verpflichtungen daraus sind durch Rückstellungen gedeckt.

C.60 RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGEN

scroll 2018 2019
in Mio. € Gesamt davon kurzfristig
Gruben- und Schachtverfüllung 373,9 0,6
Haldenverwahrung 563,8 -
Bergschäden 35,0 6,4
Rückbau 42,1 -
Sonstige 7,6 0,3
Bergbauliche Rückstellungen 1.022,4 7,3

Die Höhe der zu bildenden Rückstellungen basiert auf den erwarteten Aufwendungen bzw. den geschätzten Schadensersatzleistungen. Die Ermittlung erfolgt durch interne Sachverständige und - sofern erforderlich - auch mithilfe von Gutachten Dritter auf Basis des aktuellen Standes der Technik und der gegenwärtigen rechtlichen Vorgaben. Die erwarteten Erfüllungszeitpunkte sind im Wesentlichen abhängig von der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer der Standorte. Da diese teilweise weit in der Zukunft liegen, können sich trotz sorgfältiger Methoden zur Ermittlung Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den geschätzten Aufwendungen ergeben. Diese können beispielsweise aus abweichenden Kostenentwicklungen, technologischen Neuerungen oder veränderten rechtlichen Vorgaben resultieren. Diesem Umstand wird durch eine regelmäßige Aktualisierung der Rückstellungskalkulation Rechnung getragen.

Die bergbaulichen Rückstellungen betreffen zum weit überwiegenden Teil die deutschen Standorte. Die Rückstellungshöhe ergibt sich aus den auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbeträgen. Dabei wird eine künftige Preissteigerung in Höhe von 1,5 % (2018: 1,5 %) zugrunde gelegt. Bei der Ermittlung des Abzinsungsfaktors für Europa ist zu berücksichtigen, dass den bergbaulichen Rückstellungen sehr langfristige, teilweise unendlich laufende Verpflichtungen (Ewigkeitslasten) zugrunde liegen. Für diese stehen am Kapitalmarkt keine laufzeitkongruenten EUR-Zinssätze zur Verfügung. Das bislang praktizierte Verfahren der Extrapolation der am Markt verfügbaren, gemessen an den Ewigkeitslasten, sehr kurzfristigen EUR-Zinssätze würde zu einem nicht sachgerechten Realzins (Abzinsungsfaktor abzgl. Preissteigerungsrate) nahe null Prozent führen. Daher wurde das Zinsermittlungsverfahren zum 31. Dezember 2019 modifiziert. Nunmehr werden für Restlaufzeiten bis 30 Jahre die am Kapitalmarkt verfügbaren Renditen von deutschen Staatsanleihen verwendet. Für den sehr langfristigen Teil der EUR-Verpflichtungen ohne verfügbare Kapitalmarktzinsen (Restlaufzeiten größer 30 Jahre) wird ein langfristiger Durchschnitt der Renditen von deutschen Staatsanleihen zur Diskontierung herangezogen.Der über sämtliche Auszahlungszeitpunkte retrograd ermittelte einheitliche EUR-Abzinsungsfaktor über alle Restlaufzeiten beträgt für die bergbaulichen Verpflichtungen in den EU-Ländern 3,5 % (2018: 3,3 %). Der Anstieg des Abzinsungsfaktors im Vergleich zum Vorjahr ist auf eine Erhöhung der mittleren Fälligkeit der Verpflichtungen (Duration) zurückzuführen. Eine Erhöhung bzw. Absenkung des Abzinsungsfaktors um 0,1 Prozentpunkte würde den Barwert der Rückstellung um rund 30 Mio. € reduzieren bzw. um rund 32 Mio. € erhöhen.

(22) LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGEN
Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder stellen mit einem Bilanzwert von 36,4 Mio. € (2018: 31,4 Mio. €) eine wesentliche Position der langfristigen Personalverpflichtungen dar. Sie werden für künftige Zahlungen anlässlich des 25-jährigen, 40-jährigen oder 50-jährigen Dienstjubiläums gebildet. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Berechnung wurde ein Rechnungszins von 0,8 % (2018: 2,0 %) sowie eine erwartete jährliche Einkommenssteigerung von 1,8 % (2018: 1,8 %) zugrunde gelegt. Zudem bestehen Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 35,2 Mio. € (2018: 20,1 Mio. €), die durch Planvermögen in Höhe von 44,3 Mio. € (2018: 19,3 Mio. €) ausfinanziert sind.

(23) KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften betreffen vor allem Rabatte und Preisnachlässe; aus Einkaufsverträgen resultieren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die kurzfristigen Personalverpflichtungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die erfolgsabhängige Vergütung sowie Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Freischichten. " ,Mitarbeiter', Seite 80; ,Vergütungsbericht', Seite 142

(24) FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Die folgenden Tabellen zeigen die Liquiditätsanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten in Form der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zahlungsströme: C.61, C.62
Die emittierten Anleihen und Schuldscheindarlehen setzen sich wie folgt zusammen: C.63

LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT-DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2019

C.61

Cashflows in Mio. € 2019 Buchwert 2019 Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr und < 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 3.399,0 3.636,4 603,5 3.032,9 -
davon Anleihen 2.241,7 2.465,9 92,2 2.373,7 -
davon Schuldscheindarlehen 439,2 451,5 5,1 446,4 -
davon Commercial Paper 434,9 435,0 435,0 - -
davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 269,7 270,5 57,7 212,8 -
davon Sonstige Finanzverbindlichkeiten 13,5 13,5 13,5 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 241,4 241,4 239,8 1,0 0,6
Verbindlichkeiten aus Leasing 386,6 446,5 98,6 217,4 130,5
Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten 70,2 70,2 70,2 - -
Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten 4.097,2 4.394,5 1.012,1 3.251,3 131,1

LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT-DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2018

C.62

Cashflows in Mio. € 2018 Buchwert 2018 Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr und < 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 3.283,5 3.603,9 623,8 2.370,3 609,8
davon Anleihen 2.240,5 2.539,5 73,6 1.856,1 609,8
davon Schuldscheindarlehen 764,3 784,2 332,7 451,5 -
davon Commercial Paper 179,0 179,0 179,0 - -
davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 99,7 101,2 38,5 62,7 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 239,7 239,7 238,6 0,5 0,6
Verbindlichkeiten aus Leasing 1 164,2 187,7 16,9 119,7 51,1
Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten 70,5 70,5 70,5 - -
Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten 3.757,7 4.101,8 949,8 2.490,5 661,5

1 Die Verbindlichkeiten aus Leasing im Geschäftsjahr 2018 resultieren aus Finanzierungsleasingverträgen im Sinne des IAS 17.

EMITIERTE ANLEIHEN UND SCHULDSCHEINDARLEHEN

C.63

2018 2019
Nominalwert in Mio. € Nominalzins p.a. Nominalwert in Mio. € Nominalzins p.a.
Anleihe 2012/22 500 3,000 % 500 3,000 %
Anleihe 2013/21 500 4,125 % 500 4,125 %
Anleihe 2017/23 625 2,625 % 625 2,625 %
Anleihe 2018/24 600 3,250 % 600 3,250 %
Schuldscheindarlehen (fix, Fälligkeit 2019-23) 482 Durchschnitt ca. 1 % 327 Durchschnitt ca. 1,2 %
Schuldscheindarlehen (variabel, Fälligkeit 2019-22) 283 Basis EURIBOR 113 Basis EURIBOR

1 Des Weiteren besteht eine in 2009 im Rahmen der Akquisition von MORTON Salt übernommene USD-Anleihe mit einem Nominalwert von 22,6 Mio. USD und einer Fälligkeit in 2020. Daraus resultierende Zins- und Tilgungsbeträge sind durch ROHM & HAAS zu leisten und vertraglich durch eine Bankgarantie gedeckt. Die aus dieser vertraglichen Konstruktion resultierenden Erstattungsansprüche für Zins- und Tilgungsbeträge werden unter der Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" im lang- bzw. kurzfristigen Bereich ausgewiesen.

Die Tabellen C.64 und C.65 zeigen die Liquiditätsanalyse des Konzerns für derivative Finanzverbindlichkeiten. Die Tabellen basieren auf undiskontierten Bruttozahlungsströmen für derivative Finanzinstrumente, die brutto ausgeglichen werden. C.64, C.65
Für Bankverbindlichkeiten in Höhe von 160 Mio. € und die Konsortialkreditlinie in Höhe von 800 Mio. € wurde neben anderen Pflichten auch die Einhaltung einer marktüblichen finanziellen Kennzahl (Financial Covenant) vereinbart. Diese sieht für den jeweiligen Quartalsabschluss ein bestimmtes Verhältnis zwischen Nettofinanzverbindlichkeiten (inkl. aller Leasingverbindlichkeiten) und EBITDA vor. Bei Überschreitung dieser Kennzahl zum jeweils vereinbarten Stichtag besteht ein Recht zur Kündigung durch die Finanzierungsgeber. Die übrigen Finanzverbindlichkeiten sind im Regelfall über eine Cross-Default-Klausel in diesem Fall ebenfalls kündbar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Kennzahl durchgängig eingehalten.

LIQUIDITÄSANALYSE DERIVATIVER FINANZVERBINDLICHKEITEN 2019

C.64

Cashflows in Mio. € 2019 Buchwert 2019 Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr und < 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
Devisenderivate -12,3 -11,1 -10,8 -0,3 -
Zahlungsverpflichtung 1 -673,9 -668,4 -5,5 - -
Zahlungsanspruch 1 662,8 657,6 5,3 - -

1 Umrechnung von Fremdwährungs-Zahlungstransaktionen zum Stichtagskurs.

LIQUIDITÄSANALYSE DERIVATIVER FINANZVERBINDLICHKEITEN 2018

C.65

Cashflows in Mio. € 2018 Buchwert 2018 Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr und < 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
Devisenderivate -26,6 -7,8 -7,7 -0,2 -
Zahlungsverpflichtung 1 -1.623,1 -1.546,0 -77,1 - -
Zahlungsanspruch 1 -1.615,3 -1.538,4 -76,9 - -

1 Umrechnung von Fremdwährung-Zahlungstransaktionen zum Stichtagskurs.

(25) WEITERE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns dar: C.66

BUCHWERTE UND BEIZULEGENDER ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTEN

C.66

31.12.2018 31.12.2019
Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 88,8 88,8 101,0 101,0
Beteiligungen - - 5,0 5,0
Ausleihungen 0,3 0,3 0,2 0,2
Finanzanlagen 89,1 89,1 106,2 106,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 836,7 836,7 724,7 724,7
Derivate mit positivem Marktwert 13,0 13,0 18,5 18,5
Sonstige nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte 109,4 109,4 147,5 147,5
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 122,4 122,4 166,0 166,0
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 11,2 11,2 11,4 11,4
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 7,0 7,0 7,0 7,0
Flüssige Mittel 167,6 167,6 321,8 321,8
Finanzverbindlichkeiten 3.283,3 3.315,2 3.398,9 3.535,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 239,7 239,7 241,3 241,3
Derivate mit negativem Marktwert 32,3 32,3 15,0 15,0
Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten 70,6 70,6 70,2 70,2
Verbindlichkeiten aus Leasing 1 164,2 164,2 386,6 386,6
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 267,1 267,1 471,9 471,9

1 Die Verbindlichkeiten aus Leasing im Geschäftsjahr 2018 resultieren aus Finanzierungsleasingverträgen im Sinne des IAS 17.

Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aggregiert nach den Bewertungskategorien des IFRS 9, stellen sich wie folgt dar: C.67

BUCHWERTE DER FINANZINSTRUMENTEN AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN

C.67

in Mio. € 2018 2019
Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis 95,8 108,0
Fortgeführte Anschaffungskosten (finanzielle Vermögenswerte) 1.125,2 1.205,6
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam (finanzielle Vermögenswerte) 13,0 23,5
Fortgeführte Anschaffungskosten (finanzielle Verbindlichkeiten) 3.593,6 3.710,4
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam (finanzielle Verbindlichkeiten) 32,3 15,0

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden weitestgehend basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach IFRS 13 zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufe 1 zeichnen sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus. Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet. Die Tabellen C.68 und C.69 zeigen die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden.## ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERTS BEWERTETE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN

C.68

Bewertungskategorie nach IFRS 9 2019 in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Aktiva - 25,5 106,0 131,5
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis - - 101,0 101,0
Beteiligungen Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam - - 5,0 5,0
Derivative Finanzinstrumente Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam - 18,5 - 18,5
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis 7,0 7,0 - -
Passiva - 15,0 - 15,0
Derivative Finanzinstrumente Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam - 15,0 - 15,0

C.69

Bewertungskategorie nach IFRS 9 2018 in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Aktiva - 20,0 88,8 108,8
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis - - 88,8 88,8
Derivative Finanzinstrumente Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam - 13,0 - 13,0
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis - 7,0 - 7,0
Passiva - 32,3 - 32,3
Derivative Finanzinstrumente Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam - 32,3 - 32,3

Die in den Tabellen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden aufgrund von unwesentlicher Bedeutung nicht konsolidiert. Diese werden grundsätzlich langfristig und nicht zu Handelszwecken gehalten. Daher wurde soweit zulässig von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen, ohne diese beim Abgang in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (OCI-Option).

Der beizulegende Zeitwert wurde als Barwert der aktuellen dreijährigen Ergebnisplanung (Mittelfristplanung) und einer sich anschließenden ewigen Rente berechnet. Für die Diskontierung wurde der Kapitalkostensatz der Gesellschaft zugrunde gelegt. Änderungen der zukünftigen Ergebnisse bzw. des Kapitalkostensatzes haben entsprechende Auswirkungen auf die Barwertkalkulation.

Die Entwicklung der beizulegenden Zeitwerte im aktuellen Geschäftsjahr wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

C.70

ÜBERLEITUNG ANTEILE NICHT KONSOLIDIERTE VERBUNDENE UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGEN (STUFE 3)

in Mio. € 2018 2019
Bestand zum 1. Januar 72,2 88,8
Zugänge 6,7 9,9
Abgänge 0,8 2,4
Bewertungsergebnis (sonstiges Ergebnis) 10,7 16,3
Abgangsergebnis (sonstiges Ergebnis) - -6,6
Währungsdifferenzen - -
Transfers (von Stufe 3/zu Stufe 3) - -
Bestand zum 31. Dezember 88,8 106,0

Die beizulegenden Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen teilen sich wie folgt auf:

C.71

AUFTEILUNG NICHT KONSOLIDIERTE VERBUNDENE UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGEN

in Mio. € 2018 2019
Tochterunternehmen Deutschland 8,1 7,1
Tochterunternehmen Europa (ohne Deutschland) 49,5 29,6
Tochterunternehmen außerhalb Europas 25,8 53,7
Gemeinschafts-/assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen 5,5 15,6
Summe 88,8 106,0

Die derivativen Finanzinstrumente bestehen im Wesentlichen aus Währungsderivaten (Devisentermingeschäfte, Optionen). Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts von Devisentermingeschäften erfolgt mittels einer Schätzung der künftigen Cashflows auf Basis der notierten Devisenterminkurse zum Bilanzstichtag und der vereinbarten Devisenterminkurse, die anschließend mit einem laufzeit- und währungsadäquaten Zinssatz diskontiert werden. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Währungsoptionen werden anerkannte Optionspreismodelle verwendet, in die am Markt beobachtbare Inputparameter zum Bilanzstichtag einfließen (insbesondere Devisenkurs, Zinssatz, Volatilität). Bei der Berechnung werden zudem Kontrahentenausfallrisiken berücksichtigt.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerten sowie flüssigen Mitteln entsprechen die Buchwerte aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere und sonstigen Finanzinvestitionen entsprechen den Barwerten der mit diesen Bilanzpositionen verbundenen Zahlungen (Stufe 2). Für die Finanzverbindlichkeiten wird der beizulegende Zeitwert bei vorliegenden aktiven Märkten durch Marktpreise bestimmt (Stufe 1), ansonsten wird auf den Barwert der zukünftigen Zahlungsströme abgestellt (Stufe 2). Zur Diskontierung werden marktübliche, fristadäquate Zinssätze verwendet. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen nicht-derivativen finanziellen Verbindlichkeiten wird aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten davon ausgegangen, dass die Buchwerte dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Für die Ausleihungen und Verbindlichkeiten aus Leasing wird aufgrund unwesentlicher Abweichungen vom Markt- und Kalkulationszinssatz davon ausgegangen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Die Tabelle C.72 stellt die aus Finanzinstrumenten resultierenden Nettoergebnisse dar:

C.72

NETTOERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTEN

Bewertungskategorie nach IFRS 9 2018 in Mio. € 2019 in Mio. €
Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis 14,9 12,9
Fortgeführte Anschaffungskosten (finanzielle Vermögenswerte) 4,5 5,1
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam -36,7 2,6
Fortgeführte Anschaffungskosten (finanzielle Verbindlichkeiten) -29,6 -9,4

Das Nettoergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bilanzierten finanziellen Vermögenswerten umfasst im Wesentlichen Ausschüttungen und Bewertungseffekte aus nicht konsolidierten Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Das Nettoergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten enthält hauptsächlich Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen in den Wertberichtigungen. Das Nettoergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beinhaltet überwiegend Effekte aus der Marktbewertung und Realisierung derivativer Finanzinstrumente. Das Nettoergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten besteht überwiegend aus Effekten aus der Währungsumrechnung.

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:

C.73

ZINSERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTEN

in Mio. € 2018 2019
Zinserträge 11,4 8,9
Zinsaufwendungen vor Aktivierung
Fremdkapitalzinsen 104,3 109,1
Aktivierte Fremdkapitalzinsen 17,5 14,3
Zinsaufwendungen nach Aktivierung
Fremdkapitalzinsen 86,8 94,8

LIQUIDITÄTSRISIKEN

Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko steigender Kosten der Liquiditätsbeschaffung bestehen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über ein gruppenweites Cashpool-System durch die zentrale Treasury-Einheit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt.

Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2019 auf 1.140,2 Mio. € (2018: 1.187,0 Mio. €) und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie dem ungenutzten Teil unserer bis 2024 laufenden Konsortialkreditlinie.

& ,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 131

AUSFALLRISIKEN

Kundenforderungen werden weitestgehend durch entsprechende Versicherungen und anderweitige Sicherungsinstrumente gegen ein Ausfallrisiko abgesichert. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung. Der überwiegende Teil der nicht gesicherten Forderungen besteht gegenüber der öffentlichen Hand.

^ ,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 131

Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage führen.

MARKTRISIKEN

Zinsrisiken entstehen durch eine Veränderung der Marktzinssätze, die eine Auswirkung auf zu erhaltende bzw. zu zahlende Zinsen und die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente haben können. Daraus können sich entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital ergeben.

Gemäß IFRS 7 sind Zinsänderungsrisiken mittels einer Sensitivitätsanalyse darzustellen. Dieser liegen folgende Annahmen zugrunde:

  • Die durch die Sensitivitätsanalyse ermittelte Auswirkung auf das Ergebnis bzw. Eigenkapital bezieht sich auf den Bestand zum Bilanzstichtag und zeigt den hypothetischen Effekt für ein Jahr.
  • Marktzinssatzänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wirken sich auf das Zinsergebnis aus und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.
  • Marktzinssatzänderungen von originären fest verzinslichen Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wirken sich nicht auf das Ergebnis oder Eigenkapital aus und werden daher bei der Sensitivitätsanalyse nicht berücksichtigt. Diese unterliegen einem Zinsrisiko bei der Wiederanlage, das jedoch bei der stichtagsbezogenen Sensitivitätsanalyse nicht zu berücksichtigen ist.

,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 131

Zum Bilanzstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten.# ANGABE ZUM KAPITALMANAGEMENT

Ziel des Kapitalmanagements der K+S GRUPPE sind die Sicherstellung und effiziente gruppenweite Steuerung der Liquidität, der Erhalt und die Optimierung der Finanzierungsfähigkeit sowie die Reduktion finanzieller Risiken.

"Finanzlage", Seite 65

Die finanzpolitischen Instrumentarien zur Erreichung dieser Ziele umfassen grundsätzlich Finanzierungsmaßnahmen, die sowohl das Eigenkapital als auch das Fremdkapital betreffen können. Alle Finanzierungsmaßnahmen im Unternehmen, worunter unter anderem das Cash-, Währungs- und Zinsmanagement fällt, werden von der zentralen Treasury-Einheit koordiniert und gesteuert. Das Kapitalmanagement wird anhand von Finanzkennzahlen wie der Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA, Nettoverschuldung/Eigenkapital und der Eigenkapitalquote vorgenommen.

C.74 KENNZAHLEN DER KAPITALSTRUKTUR

2015 2016 2017 2018 2019
Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA 2, 3 1,3 4,6 5,2 5,3 4,9
Nettoverschuldung/Eigenkapital (%) 55,9 78,7 99,5 107,2 101,6
Eigenkapitalquote 51,9 47,2 42,7 41,6 42,4

1 Siehe "Definition verwendeter Finanzkennzahlen" auf Seite 246.
2 Das EBITDA wird in den "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 184 hergeleitet.
3 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragssteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmer von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften.

Das gemanagte Kapital stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

C.75 GEMANAGTES KAPITAL

2018 2019
Eigenkapital 4.144,1 4.495,1
Langfristiges Fremdkapital 4.528,4 4.721,1
Kurzfristiges Fremdkapital 1.293,7 1.376,0

(27) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANAZIELLE VERPFLICHTUNGEN

In der K+S GRUPPE bestehen im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit verschiedene Risiken, für die Rückstellungen gebildet wurden, sofern die Voraussetzungen für einen Ansatz gemäß IAS 37 erfüllt wurden. Darüber hinaus besteht die Pflicht zur Angabe von Eventualverbindlichkeiten. Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, welche aufgrund einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme nicht zu einem Bilanzansatz führen. Im Jahr 2019 bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von rund 17,3 Mio. € (2018: rund 20,6 Mio. €), welche im Wesentlichen aus Rechtsrisiken resultieren.

"Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen", Seite 131

Die Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen beliefen sich im Jahr 2019 auf 210,3 Mio. € (2018: 178,3 Mio. €) und resultieren nahezu ausschließlich aus nicht abgeschlossenen Investitionen in das Sachanlagevermögen. Zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen verweisen wir auf die unter Anmerkung (28) gemachten Angaben.

(28) LEASINGVERHÄLTNISSE

Die K+S GRUPPE tritt in unterschiedlichen Leasingverhältnissen als Leasingnehmer auf. Die wesentlichen Leasingverhältnisse betreffen technische Anlagen und Maschinen - wie z. B. Leitungsnetze, Gleisanschlüsse, Eisenbahngüterwaggons sowie Blockheizkraftwerke - Schiffe, Fahrzeuge, Büroräume und Lagerkapazitäten. Die Entwicklung der aus diesen Leasingverhältnissen resultierenden Nutzungsrechte kann der "Entwicklung des Anlagevermögens" auf den Seiten 164 bis 165 entnommen werden. Im Zugang des Geschäftsjahres sind 23,3 Mio. € für den neu abgeschlossenen Mietvertrag über Verwaltungsgebäude mit dem K+S Vermögenstreuhänder e. V. enthalten. Die Fälligkeitsstruktur der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten wird in Anmerkung (24) aufgegliedert. Die sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahrs 2019 ergebenden Effekte sind in Tabelle C.76 zusammengefasst:

C.76 AUSWIRKUNG DES LEASINGS AUF DIE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2019
Abschreibungen auf Nutzungsrechte 57,8
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 15,3
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse (short-term leases) 12,6
Aufwendungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte (low-value leases) 0,5
Aufwendungen für variable Leasingverhältnisse 3,0

Im Geschäftsjahr 2019 belaufen sich die Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse auf insgesamt 87,2 Mio. €. Die K+S GRUPPE ist zudem ein Leasingverhältnis eingegangen, welches noch nicht begonnen hat, aber in der Zukunft zu nominalen Zahlungsmittelabflüssen in Höhe von rund 8,3 Mio. € über einen Vertragszeitraum von 15 Jahren führen wird. Die Fälligkeitsstruktur, der aus diesem Leasingverhältnis resultierenden, Zahlungsmittelabflüsse ist in Tabelle C.77 aufgegliedert:

C.77 ZAHLUNGSABFLÜSSE AUS WESENTLICHEN KÜNFTIGEN LEASINGSVERHÄLTNISSEN (NOMINALWERTE)

2019
- fällig im Folgejahr -
- fällig im 2. bis 5. Jahr 1,7
- fällig nach 5 Jahren 6,5
Gesamt 8,3

Darüber hinaus bestehen zukünftige Leasingverpflichtungen für kurzfristige Leasingverhältnisse (short-term leases). K+S unterhält Leasingverhältnisse mit variablen Leasingraten, welche aufwandswirksam erfasst werden. Das Volumen der variablen Leasingzahlungen entspricht 4,17 % des Volumens der fixen Leasingzahlungen. Leasingverhältnisse mit variablen Leasingraten werden seitens K+S insbesondere im Hinblick auf Lagerkapazitäten und Transporte abgeschlossen. Mögliche Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von rund 22,7 Mio. € wurden bei der Ermittlung der Leasingverbindlichkeiten im Sinne des IFRS 16 nicht berücksichtigt, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die zugrunde liegenden Leasingverträge verlängert werden, oder da es hinreichend sicher ist, dass die zugrunde liegenden Leasingverträge gekündigt werden.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden bestimmte technische Anlagen und Maschinen, wie z. B. Leitungsnetze, Gleisanschlüsse, Eisenbahngüterwaggons sowie Blockheizkraftwerke, im Rahmen des Finanzierungsleasings im Sinne des damals gültigen IAS 17 genutzt und entsprechend aktiviert, da der K+S GRUPPE das wirtschaftliche Eigentum an den geleasten Vermögenswerten zuzurechnen war. Die betroffenen Positionen können der Entwicklung des Anlagevermögens auf den Seiten 166-167 entnommen werden. Tabelle C.78 stellt die Fälligkeit der entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus Finanzierungsleasingverträgen im Sinne des IAS 17 zum Ende des Geschäftsjahrs 2018 dar:

C.78 LEASINGSVERBINDLICHKEITEN AUS FINANZIERUNGSLEASINGVERTRÄGE

Mindestleasingzahlungen Enthaltener Zinsanteil Leasingverbindlichkeiten
- fällig im Folgejahr 16,9 1,2 15,7
- fällig im 2. bis 5. Jahr 119,7 12,0 107,7
- fällig nach 5 Jahren 51,1 10,3 40,8
Gesamt 187,7 23,5 164,2

Zusätzlich war die K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2018 Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasingverträgen im Sinne des IAS 17. Die diesen Leasingverträgen zugrunde liegenden Vermögenswerte waren aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. Der Aufwand aus Operating-Leasing belief sich im Jahr 2018 auf 53,2 Mio. €. Die Nominalwerte der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverträgen verteilten sich zum Ende des Geschäftsjahrs 2018 gemäß Tabelle C.79 auf die künftigen Perioden:

C.79 VEREPFLICHTUNGEN AUS OPERATING-LEASINGVERTRÄGEN (NOMINALWERT)
2018
- fällig im Folgejahr 42,3
- fällig im 2. bis 5. Jahr 103,0
- fällig nach 5 Jahren 78,8
Gesamt 224,0

1 Die Verpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen (Nominalwerte) des Geschäftsjahrs 2018 wurden im Zuge der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 um 4,0 Mio. € angepasst.

Die wesentlichen Operating-Leasingverhältnisse betrafen Fahrzeuge, Büroräume, Lagerkapazitäten, technische Anlagen und Maschinen sowie Eisenbahngüterwaggons. Sowohl Finanzierungsleasing- als auch Operating-Leasingverträge haben teilweise Mietverlängerungs- und/oder Kaufoptionen sowie Preisanpassungsklauseln beinhaltet.# ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung ist auf der Seite 160 dargestellt. Zahlungswirksame Transaktionen aus nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten waren nicht zu berücksichtigen. ,Finanzlage', Seite 65

(29) WEITERE ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die flüssigen Mittel beinhalten Kassenbestände und Bankguthaben sowie Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Diese Finanzinvestitionen beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Anlagen bei Kreditinstituten und sonstige liquiditätsnahe Geldanlagen. Die Ein- und Auszahlungen aus Wertpapiergeschäften im Cashflow aus Investitionstätigkeit resultieren aus der unterjährigen Anlage bzw. Rückzahlung von Geldanlagen mit Restlaufzeit > 3 Monate. Die gezahlten Zinsen betrugen in der Berichtsperiode 102,2 Mio. € (2018: 91,6 Mio. €). Die Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen werden in der Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" im kurzfristigen Bereich ausgewiesen, die von den verbundenen Unternehmen hereingenommenen Gelder in der Position "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" im kurzfristigen Bereich.

ÜBERLEITUNG DES CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

C.80

scroll in Mio. € Buchwert 01.01.2019 Erstanwendung IFRS 16 Buchwert 01.01.2019 (angepasst) Finanzierungscashflow (netto) Änderung Konsolidierungskreis Zugang/ Abgang Leasing Anleihen
Anleihen 2.240,5 - 2.240,5 - - - -
Schuldscheindarlehen 764,3 - 764,3 -325,5 - - -
Commercial Paper 179,0 - 179,0 256,0 - - -
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 99,7 - 99,7 170,6 - - -
Sonstige Finanzverbindlichkeiten - - - 13,5 - - -
Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) 3.283,5 - 3.283,5 114,6 - - -
Verbindlichkeiten aus Leasing 164,2 216,1 380,3 -55,8 - 45,1 -
Erstattungsanspruch Anleihe MORTON Salt -20,2 - -20,2 - - - -
Summe 3.427,5 216,1 3.643,6 58,8 - 45,1 -
scroll in Mio. € Wechselkursänderungen Sonstige Effekte Buchwert 31.12.2019
Anleihen 0,4 0,8 2.241,7
Schuldscheindarlehen - 0,4 439,2
Commercial Paper - -0,1 434,9
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0,1 -0,6 269,7
Sonstige Finanzverbindlichkeiten - - 13,5
Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) 0,5 0,5 3.399,0
Verbindlichkeiten aus Leasing 11,6 5,4 386,6
Erstattungsanspruch Anleihe MORTON Salt -0,4 0,2 -20,4
Summe 11,7 6,1 3.765,2

ÜBERLEITUNG DES CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

C.81

scroll in Mio. € Buchwert 01.01.2018 Finanzierungscashflow (netto) Änderung Konsolidierungskreis Anleihen
Anleihen 2.142,4 101,1 - -
Schuldscheindarlehen 763,8 - - -
Commercial Paper - 179,0 - -
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 115,5 -15,9 - -
Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) 3.021,7 264,2 - -
Verbindlichkeiten aus Leasing 1 173,0 -9,8 - -
Erstattungsanspruch Anleihe MORTON Salt -19,6 - - -
Summe 3.175,1 254,4 - -
scroll in Mio. € Zugang/ Abgang Leasing¹ Wechselkursänderungen Sonstige Effekte Buchwert 31.12.2018
Anleihen - 0,9 -3,9 2.240,5
Schuldscheindarlehen - - 0,5 764,3
Commercial Paper - - - 179,0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten - 0,1 - 99,7
Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) - 1,0 -3,4 3.283,5
Verbindlichkeiten aus Leasing 1 0,5 -6,1 6,6 164,2
Erstattungsanspruch Anleihe MORTON Salt - -0,9 0,3 -20,2
Summe 0,5 -6,0 3,5 3.427,5

¹ Die Verbindlichkeiten aus Leasing im Geschäftsjahr 2018 resultieren aus Finanzierungsleasingverträgen im Sinne des IAS 17.

NETTOFINANZMITTELBESTAND

C.82

scroll in Mio. € 2018 2019
Flüssige Mittel (laut Bilanz) 167,6 321,8
Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen - -
Kontokorrentkredite -0,7 -
Von verbundenen Unternehmen hereingenommene Gelder -5,4 -4,8
Nettofinanzmittelbestand 162,2 316,3

Die von nicht konsolidierten Gesellschaften erhaltenen Ausschüttungen und Gewinnabführungen betrugen in der Berichtsperiode 3,1 Mio. € (2018: 4,4 Mio. €). Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Leasing sowie aus Lieferungen und Leistungen bzw. kurzfristige Rückstellungen in Höhe von insgesamt 344,4 Mio. € (2018: 224,0 Mio. €), die aus nicht zahlungswirksamen Zugängen im Sachanlagevermögen resultieren. Diese sind im Wesentlichen auf die Erstanwendung des IFRS 16 zurückzuführen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentberichterstattung ist auf Seite 162 dargestellt.

(30) SEGMENTABGRENZUNG

Seit dem Geschäftsjahr 2019 wird das operative Geschäft in den operativen Einheiten Europe+ und Americas gesteuert. Somit stellen diese operativen Einheiten seit diesem Geschäftsjahr die Segmente im Sinne des IFRS 8 dar. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Die operative Einheit Europe+ besteht aus dem ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte inkl. Bethune, der früheren ESCO und den bisherigen Ergänzenden Aktivitäten (Entsorgung und Recycling, Tierhygieneprodukte, der ehemaligen K+S TRANSPORT, chemische FABRIK kalk). In der operativen Einheit sind die Produktion und die Vermarktung von Kalidüngemitteln und Düngemittelspezialitäten sowie Kali- und Magnesiumverbindungen für technische, gewerbliche und pharmazeutische Anwendungen zusammengefasst. Zudem beinhaltet die operative Einheit die Produktion und Vermarktung von Salz für Verbraucherprodukte und die Lebensmittelindustrie, Gewerbe- und Industriesalze sowie Auftausalz und Natriumchlorid-Sole. Darüber hinaus finden sich in der operativen Einheit Recyclingaktivitäten bzw. die Verwertung von Abfällen in Bergwerken, die Granulierung von CATSAN und THOMAS, der Handel mit Basischemikalien sowie die Erbringung von Logistikdienstleistungen. Die operative Einheit Americas umfasst im Wesentlichen MORTON Salt, K+S WINDSOR SALT und K+S SALT LA. In der operativen Einheit erfolgt die Produktion und Vermarktung von Salz für Verbraucherprodukte, Salz für die Lebensmittelindustrie, Gewerbe- und Industriesalze, Auftausalz sowie Natriumchlorid-Sole. Die für die Ermittlung der Segmentinformationen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen grundsätzlich mit den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der K+S GRUPPE überein.

(31) GRUNDSÄTZE DER ZUORDNUNG VON SEGMENTERGEBNISSEN

Die Daten für die Ermittlung der Segmentergebnisse werden anhand von Gewinn- und Verlustrechnungen nach der internen Berichtsstruktur der K+S GRUPPE ermittelt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Gesellschaften werden den Segmenten im Rahmen der Profit-Center-Rechnungen zugeordnet. Als wichtigste interne Ergebnisgröße und als Indikator für die Ertragskraft wird in der K+S GRUPPE das EBITDA verwendet. Das EBITDA ist definiert als das Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte und die in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften (siehe auch "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 183). Die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt auf konsolidierter Basis. Intrasegmentäre Liefer- und Leistungsbeziehungen werden konsolidiert.

(32) GRUNDSÄTZE FÜR DIE VERRECHNUNGSPREISE FÜR DIE VERRECHNUNGSPREISE ZWISCHEN SEGMENTEN

Für Lieferungen und Leistungen zwischen Segmenten werden Verrechnungspreise festgelegt, welche in der jeweiligen konkreten Situation und unter gleichen Umständen von einem fremden Dritten zu zahlen wären. Die Methoden zur Bestimmung der Verrechnungspreise werden zeitnah dokumentiert und kontinuierlich beibehalten. Bei der Bestimmung von Verrechnungspreisen für Lieferungen und Leistungen kann die Preisvergleichsmethode, die Wiederverkaufspreismethode, die Kostenaufschlagsmethode oder eine Kombination dieser Methoden angewendet werden. Dabei wird die Methode gewählt, die den Verhältnissen am nächsten kommt, unter denen sich auf vergleichbaren Märkten Fremdpreise bilden.

(33) ZUSÄTZLICHE SEGMENTANGABEN

OPERATIVE EINHEIT EUROPE +

In der Berichtsperiode wurden für nicht in anspruch genommene Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 45,0 Mio. € (2018: 37,5 Mio. €) aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 7,6 Mio. € vorgenommen, die im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen wurden. Im Vorjahr lagen keine Wertminderungen vor.

OPERATIVE EINHEIT AMERICAS

In der Berichtsperiode wurden für nicht in anspruch genommene Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 12,5 Mio. € (2018: 8,0 Mio. €) aufgelöst.

(34) ERLÄUTERUNG DER ÜBERLEITUNG

EBITDA
Die Überleitung der Summe der Segmente auf die Abschlusszahlen der K+S GRUPPE gliedert sich wie folgt:
C.83

ÜBERLEITUNG EBITDA¹
scroll in Mio. € 2018 2019
Summe der Segmente 665,1 667,0
Holdingtätigkeiten 221,5 102,7
Konsolidierungsbedingte Effekte -280,3 -129,3
K+S Gesamt 606,3 640,4

¹ Das EBITDA wird definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften.

(35) REGIONALE UMSATZERTEILUNG

Die Umsatzerlöse der K+S GRUPPE gliedern sich nach Regionen wie folgt:
C.84

REGIONALE UMSATZVERTEILUNG
C.84 scroll in Mio.

REGIONALE VERTEILUNG DES GESAMTUMSATZES

Die Zuordnung orientiert sich an dem Sitz der Kunden. In den Geschäftsjahren 2019 und 2018 entfielen auf keinen Einzelkunden mehr als 10 % der Gesamterlöse.

2018 2019
Europa 1.655,7 1.635,6
- davon Deutschland 602,8 586,8
Nordamerika 1.398,3 1.453,0
- davon USA 1.031,6 1.118,0
Südamerika 523,4 531,7
Asien 364,6 347,5
Afrika, Ozeanien 97,1 102,9
Gesamtumsatz 4.039,1 4.070,7

(scroll in Mio. €)

REGIONALE VERTEILUNG DES LANGFRISTIGEN VERMÖGENS

Das langfristige Vermögen der K+S GRUPPE umfasst immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Investment Properties und gliedert sich wie folgt nach Regionen:

Die Zuordnung wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen.

2018 2019
REGIONALE VERTEILUNG DES LANGFRISTIGEN VERMÖGENS
Europa 1.861,2 1.977,1
- davon Deutschland 1.803,4 1.903,1
Nordamerika 5.284,4 5.685,5
- davon USA 1.078,8 1.160,0
- davon Kanada 4.169,7 4.482,4
Südamerika 515,7 535,7
- davon Chile 502,8 518,8
Asien 10,6 10,0
Afrika, Ozeanien 4,7 6,5
Gesamtvermögen 7.676,6 8.214,8

(scroll in Mio. €)

SONSTIGE ANGABEN

ANTEILSBASIERTES VERGÜTUNGSPROGRAMM (IFRS 2)

Das anteilsbasierte Vergütungsprogramm der K+S GRUPPE ist als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich ausgestaltet und stellt einen Baustein der erfolgsabhängigen Vergütung dar (sog. "LTI II-Programm").

Das anteilsbasierte Vergütungsprogramm "LTI II" ist seit dem 1. Januar 2018 aktiv. Programmbeginn ist jeweils der 1. Januar eines jeden Jahres. Teilnahmeberechtigt am jeweiligen Programm sind bestimmte außertarifliche Fach- und Führungskräfte, welche sich zum jeweiligen 1. Januar in einem aktiven Beschäftigungsverhältnis befinden, sowie alle Mitglieder des Vorstands.

(„Vergütungsbericht“, Seite 142)

Das Programm sieht einen dreijährigen Betrachtungszeitraum vor. Maßgeblich für das LTI II ist die Kursentwicklung der K+S-Aktie (inkl. gezahlter Dividenden) im Vergleich zur Entwicklung des MDAX (Performance Index). Entspricht die Kursentwicklung der K+S-Aktie der Entwicklung des MDAX im Vergleichszeitraum, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet die Kursentwicklung der K+S-Aktie die Entwicklung des MDAX, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen.

Die Höhe der Auszahlung ergibt sich aus der Multiplikation des individuellen Zielbetrags des Anspruchsberechtigten zum jeweiligen Programmbeginn mit dem Zielerreichungsgrad des jeweils beendeten Programms. Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres.

Für anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich (LTI II) bestehen zum 31. Dezember 2019 Rückstellungen i. H. v. 7,0 Mio. € (2018: 3,8 Mio. €). Der Personalaufwand aus der Zuführung zu Rückstellungen in 2019 betrug 3,4 Mio. € (2018: 3,8 Mio. €).

VERMEHRTE TRANSAKTIONEN MIT DRITTSTAATLERN

  • Verkauf von Vorprodukten und Dienstleistungen für die Umsetzung eines Großprojekts zur Wasseraufbereitung in Marokko (2018: 1,2 Mio. €).
  • Erhöhung der Kapazitäten für die Lieferung von Rohstoffen für die chemische Industrie (2018: 1,8 Mio. €).
  • Verkauf von chemischen Erzeugnissen an einen neuen Kunden in Indien (2018: 2,0 Mio. €).
  • Erschließung neuer Märkte in Südamerika für das Kali- und Salzgeschäft (2018: 0,6 Mio. €).
  • Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Optimierung von Produktionsverfahren (2018: 3,9 Mio. €).
  • Abschluss von langfristigen Lieferverträgen mit Abnehmern aus dem Nahen Osten (2018: 1,5 Mio. €).

NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die K+S GRUPPE mit weiteren nahestehenden Unternehmen in Beziehungen; hierzu zählen nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen). Eine vollständige Übersicht aller nahestehenden Unternehmen kann der Zusammenstellung des gesamten Beteiligungsbesitzes (Anteilsbesitzliste) auf Seite 222 entnommen werden.

Die folgende Tabelle zeigt die in der Berichtsperiode erfolgten Transaktionen der K+S GRUPPE mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Die Abwicklung der Geschäfte erfolgte zu marktüblichen Konditionen.

2018 2019
TRANSAKTIONEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN
Umsätze aus Lieferungen und Leistungen 24,4 47,1
Empfangene Lieferungen und Leistungen 25,7 22,1
Erträge aus Ausschüttungen und Gewinnabführungen 4,3 3,2
Sonstige Erträge 0,2 0,1
Sonstige Aufwendungen 1,4 3,3

(scroll in Mio. €)

Die Umsätze aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Warenverkäufen von konsolidierten Unternehmen an ausländische Vertriebsgesellschaften. Die empfangenen Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Lieferungen von Sprengmitteln und chemischen Produkten eines inländischen Tochterunternehmens sowie Provisionen, die von ausländischen Vertriebsgesellschaften in Rechnung gestellt wurden.

Am 31. Dezember 2019 wurden folgende ausstehende Salden mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen ausgewiesen:

2018 2019
SALDEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6,5 18,6
- davon aus Bankverkehr - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10,6 10,9
- davon aus Bankverkehr 5,4 4,8

(scroll in Mio. €)

Zum Bilanzstichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen. Ausfallversicherungen für Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen existieren nicht. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Bankverkehr resultieren aus der zentralen Aufnahme bzw. Anlage liquider Mittel bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (Cash-Pooling). Zum Bilanzstichtag bestanden keine Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen. Gegenüber Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag langfristige Ausleihungen mit einem Buchwert von 2,9 Mio. € (2018: 2,8 Mio. €).

NAHESTEHENDE PERSONEN

Nahestehende Personen sind definiert als Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung eines Unternehmens verantwortlich sind. Hierzu zählen der Vorstand und der Aufsichtsrat. Die Vergütung der nahestehenden Personen ist im nachfolgenden Abschnitt sowie im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht dargestellt. Weitere wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Personen fanden nicht statt.

2018 2019
ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN (IAS 24)
Kurzfristig fällige Leistungen 3,6 3,1
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2,3 2,6
Andere langfristig fällige Leistungen - -
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - -
Anteilsbasierte Vergütung 0,6 0,7
Sonstige Transaktionen mit nahestehenden Personen 2,0 2,0

(scroll in Mio. €)

Das Vergütungssystem des Vorstands setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
* laufende monatliche Bezüge (Fixgehalt); hinzugerechnet werden Sachbezüge,
* erfolgsbezogene Einmalvergütung (STI inkl. Performance-Faktor),
* Long Term Incentive (LTI-Programm)

Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen im Berichtsjahr auf drei Mitglieder, die alle ganzjährig im Amt waren. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus vier Mitgliedern, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt. Die Darstellung der individualisierten Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2019 erfolgt im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht auf Seite 138.

Das Vergütungssystem des Aufsichtsrats setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
* fixe jährliche Vergütung,
* zusätzliche fixe jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der Zugehörigkeit zu einem/mehreren Ausschüssen,
* Sitzungsgelder

Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. Ein Familienangehöriger eines Aufsichtsratsmitglieds ist im Angestelltenverhältnis bei der K+S GRUPPE beschäftigt. Die Vergütung erfolgt in Übereinstimmung mit den internen Vergütungsrichtlinien der K+S GRUPPE und entspricht der üblichen Vergütung von Personen in vergleichbarer Position. Die Darstellung der individualisierten Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 erfolgt im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht auf Seite 153.

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Eine Aufstellung der Mitglieder des Vorstands und seiner Zuständigkeiten befindet sich im Lagebericht auf Seite 105; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Anhangs zum Konzernabschluss.

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Eine Aufstellung der Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse befindet sich im Lagebericht auf Seite 101; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Anhangs zum Konzernabschluss.

BETEILIGUNGEN AN DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT

Dimensional Holdings INC., Austin (USA), teilte uns am 11. November 2019 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % überschritten hat und der Anteil an der Gesellschaft 3,01 % beträgt. DWS Investment GMBH, Frankfurt am Main (Deutschland), hält 5,69 % der Aktien (Meldung vom 2. Januar 2019). Bis Ende Februar 2020 wurde uns kein weiterer Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3 % mitgeteilt.

2018 2019
ANGABEN ZUR VERGÜTUNG GEM. § 314 ABS. 1 NR. 6 A) HGB
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 2,0 2,0
- davon fix 2,0 2,0
Gesamtbezüge des Vorstands 5,1 7,5
- davon fix 2,2 2,2
- davon erfolgsbezogen 1,4 0,9
- davon anteilsbasierte Vergütung 1,6 4,4
Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen 2,1 2,4

(scroll in Mio. €)

ANTEILSBESITZLISTE GEM. § 313 HGB

Die Werte der Tabelle C.90 gelten grundsätzlich auch für das Vorjahr. Sofern sich Abweichungen ergeben, sind diese in einer Fußnote bei der jeweiligen Gesellschaft vermerkt.

C.90 ANTEILSBESITZLISTE GEM.# C.90

Voll konsolidierte inländische Gesellschaften (11 Gesellschaften)

Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte
K+S AKTIENGESELLSCHAFT Kassel Deutschland - -
Chemische Fabrik Kalk GMBH Köln Deutschland 100,00 100,00
Deutscher Straßen-Dienst GMBH Hannover Deutschland 100,00 100,00
ESCO international GMBH Hannover Deutschland 100,00 100,00
K+S Baustoffrecycling GMBH Sehnde Deutschland 100,00 100,00
K+S Beteiligungs GMBH Kassel Deutschland 100,00 100,00
K+S Holding GMBH Kassel Deutschland 100,00 100,00
K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH Kassel Deutschland 100,00 100,00
K+S North America Asset Management GMBH Kassel Deutschland 100,00 100,00
K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH Kassel Deutschland 100,00 100,00
Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH Kassel Deutschland 100,00 100,00

Voll konsolidierte ausländische Gesellschaften (42 Gesellschaften)

Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte
Canadian Brine, Ltd. Pointe-Claire Kanada 100,00 100,00
Compania Minera Punta de Lobos Ltda. Santiago de Chile Chile 100,00 100,00
Empresa de Servicios Ltda. Santiago de Chile Chile 100,00 100,00
Empresa Maritima S.A. Santiago de Chile Chile 99,59 99,59
ESCO benelux N.V. Diegem Belgien 100,00 100,00
ESCO france S.A.S. Levallois-Perret Frankreich 100,00 100,00
ESCO Spain S.L. Barcelona Spanien 100,00 100,00
Frisia Zout B.V. Harlingen Niederlande 100,00 100,00
Glendale Salt Development, LLC Chicago USA 100,00 100,00
Inagua General Store, Ltd. Nassau Bahamas 100,00 100,00
Inversiones Columbus Ltda. Santiago de Chile Chile 100,00 100,00
Inversiones Empremar Ltda. Santiago de Chile Chile 100,00 100,00
Inversiones K+S Sal de Chile SpA Santiago de Chile Chile 100,00 100,00
K plus S Salt Australia Pty Ltd Perth Australien 100,00 100,00
K+S Asia Pacific Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00 100,00
K+S Belgium Holding B.V. B.A. Diegem Belgien 100,00 100,00
K+S Canada Holdings Ltd. Vancouver Kanada 100,00 100,00
K+S Chile S.A. Santiago de Chile Chile 99,64 99,64
K+S Czech Republic a.s. Prag Tschechische Republik 100,00 100,00
K+S FINANCE BELGIUM BVBA Diegem Belgien 100,00 100,00
K+S Finance Ltd. St. Julians Malta 100,00 100,00
K+S France S.A.S. Dombaslesur-Meurthe Frankreich 100,00 100,00
K+S (Huludao) Magnesium Products Co. Ltd. Huludao China 100,00 100,00
K+S Investments Ltd. St. Julians Malta 100,00 100,00
K+S KALI France S.A.S. Reims Frankreich 100,00 100,00
K+S KALI Wittenheim S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,00 100,00
K+S Montana Holdings, LLC Chicago USA 100,00 100,00
K+S NETHERLANDS Holding B.V. Harlingen Niederlande 100,00 100,00
K+S North America Corporation Chicago USA 100,00 100,00
K+S Peru S.A.C. Lima Peru 100,00 100,00
K+S Potash Canada General Partnership Vancouver Kanada 100,00 100,00
K+S Salt LLC Chicago USA 100,00 100,00
K+S WINDSOR Salt Ltd. Vancouver Kanada 100,00 100,00
Montana US Parent InC. Chicago USA 100,00 100,00
MORTON Bahamas Ltd. Nassau Bahamas 100,00 100,00
MORTON Salt, InC. Chicago USA 100,00 100,00
Salina Diamante Branco Ltda. Rio de Janeiro Brasilien 100,00 100,00
Salines Cerebos S.A.S. Levallois-Perret Frankreich 100,00 100,00
Servicios Maritimos Patillos S.A. Santiago de Chile Chile 100,00 100,00
Servicios Portuarios Patillos S.A. Santiago de Chile Chile 99,89 99,89
VATEL Companhia de Produtos Alimentares S.A. Alverca Portugal 100,00 100,00
Weeks Island Landowner, LLC Chicago USA 100,00 100,00

Nicht konsolidierte inländische Gesellschaften (7 Gesellschaften)

Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte
K+S Verwaltungs GMBH Kassel Deutschland 100,00 100,00
Beienrode Bergwerks-GMBH Kassel Deutschland 89,81 89,81
ESCO Verwaltungs GMBH Hannover Deutschland 100,00 100,00
Ickenroth GMBH Staudt Deutschland 100,00 100,00
K+S An-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH Kassel Deutschland 100,00 100,00
MSW-Chemie GMBH Langelsheim Deutschland 100,00 100,00
Wohnbau Salzdetfurth GMBH Bad Salzdetfurth Deutschland 100,00 100,00

Nicht konsolidierte ausländische Gesellschaften (16 Gesellschaften)

Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte
Ezyagric B.V. Harlingen Niederlande 51,00 51,00
Imperial Thermal Products, InC. Chicago USA 100,00 100,00
K plus S Africa (Pty) Ltd. Johannesburg Südafrika 100,00 100,00
K plus S Middle East FZE Jebel Ali, Dubai Vereinigte Arabische Emirate 100,00 100,00
K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais Ltda. Sao Paulo Brasilien 100,00 100,00
K+S Denmark Holding ApS Hellerup Dänemark 100,00 100,00
K+S Fertilizers (India) Private Limited Neu-Delhi Indien 100,00 100,00
K+S Italia S.r.L. Verona Italien 100,00 100,00
K+S Legacy GP InC. Vancouver Kanada 100,00 100,00
K+S MINERALS and AGRICULTURE (Panama) S.A. Panama City Panama 100,00 100,00
K+S Mining Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 100,00 100,00
K+S Polska Sp. z o.o. Posen Polen 100,00 100,00
K+S UK & Eire Ltd. Hertford Vereinigtes Königreich 100,00 100,00
KALI AG Frauenkappelen Schweiz 100,00 100,00
OOO K+S Rus Moskau Russ. Föderation 100,00 100,00
Shenzhen K+S Trading Co. Ltd. Shenzhen China 100,00 100,00

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (5 Gesellschaften)

Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte
Al Biariq for Fertilizer Plant Co. Ltd. Riad Saudi-Arabien 30,00 30,00
Grainpulse Limited Kampala Uganda 44,00 44,00
modal 3 Logistik GMBH Hamburg Deutschland 33,30 33,30
MORTON China National Salt (Shanghai) Salt Co., Ltd. Shanghai China 45,00
Werra Kombi Terminal Betriebsgesellschaft mbH Philippsthal Deutschland 50,00 50,00

Sonstige Beteiligungen (7 Gesellschaften)

Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte
Fachschule f. Wirtschaft und Technik gGMBH Clausthal Deutschland 9,40 9,40
K+S Real Estate GMBH & Co. KG Kassel Deutschland 10,10 10,10
Lehrter Wohnungsbau GMBH Lehrte Deutschland 6,67 6,67
Nieders. Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH Hannover Deutschland 0,10 0,10
Poldergemeinschaft Hohe Schaar Hamburg Deutschland 8,66 8,66
Pristav Pardubice a.s. Pardubice Tschechische Republik 0,41 0,41
Zoll Pool Hamburg AG Hamburg Deutschland 1,43 1,43

1 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 291 HGB.
2 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB.
3 Keine Konsolidierung aufgrund untergeordneter Bedeutung.
4 Verzicht auf Equity-Methode aufgrund untergeordneter Bedeutung.

HONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Gesellschaften. Die anderen Bestätigungsleistungen bestehen im Wesentlichen aus der Erteilung von energierechtlichen Prüfungen und den EMIR-Prüfungen. Der Abschlussprüfer hat Steuerberatungsleistungen in Höhe von 5 TEUR (2018: Steuerberatungsleistungen in Höhe von 20 TEUR sowie sonstige Beratungsleistungen in Höhe von 10 TEUR) erbracht.

C.91 ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ist für 2019/2020 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Internetauftritt der K+S GRUPPE (www.kpluss.com) zugänglich gemacht worden sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance aus Seite 99 veröffentlicht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es ergaben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation.

Kassel, 4. März 2020
K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand

HONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

scroll in Mio. € 2018 2019
Abschlussprüfungsleistungen 0,8 0,8
Andere Bestätigungsleistungen 0,4 0,4
Honorar für den Abschlussprüfer 1,2 1,2

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS , wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und ― vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.# Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrvo") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrvo, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APRVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

  1. Bergbauliche Rückstellungen
  2. Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts "Salz Amerika"
  3. Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts "Kali- und Magnesiumprodukte"

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss)
b) Prüferisches Vorgehen
c) gegebenenfalls wichtige Erkenntnisse

1. BERGBAULICHE RÜCKSTELLUNGEN

a) Sachverhaltsbeschreibung

Im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2019 werden unter den langfristigen Rückstellungen bergbauliche Rückstellungen in Höhe von 910,6 Mio. € (d. s. 8,6 % der Konzernbilanzsumme) ausgewiesen (in den kurzfristigen Rückstellungen sind 6,1 Mio. € enthalten). Auf die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens können sich Zinssatzänderungen erheblich auswirken. Zudem basieren die Rückstellungen aufgrund ihrer Langfristigkeit in hohem Maße auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich zukünftiger Kostenentwicklungen und technologischer Neuerungen. Da bei geschätzten Werten ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht und die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf den Konzernabschluss haben, wurde der Sachverhalt von uns als besonders bedeutsam eingestuft. Die Angaben zu den bergbaulichen Rückstellungen sind in Abschnitt 21 des Konzernanhangs enthalten.

b) Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Fortentwicklung der im Vorjahr passivierten Rückstellungen kritisch gewürdigt und die Maßnahmen der gesetzlichen Vertreter zur Beurteilung der Vollständigkeit und Bewertung der bergbaulichen Verpflichtungen analysiert. In diesem Zusammenhang haben wir die Aufbau- und Ablauforganisation des Prozesses zur Bildung bergbaulicher Rückstellungen im Hinblick auf ihre Angemessenheit und die Wirksamkeit der prüfungsrelevanten Kontrollen geprüft. Dabei haben wir unsere Analysen auf unseren Kenntnissen der gesetzlichen, vertraglichen und behördlichen Auflagen, der Aktualität der jeweiligen Verwahrkonzepte und Kostensätze sowie unter Hinzuziehung unserer Prüfungsergebnisse aus dem Vorjahr aufgebaut sowie den aktuellen Stand der behördlichen Auflagen und Verwahrkonzepte anhand von Nachweisen in Form des Schriftverkehrs mit den Bergbaubehörden und von detaillierten Einzelsachverhaltsaufstellungen betragsmäßig geprüft. Bei der Prüfung des Diskontierungszinssatzes haben wir uns die herangezogenen Parameter belegen lassen.

2. WERTHALTIGKEIT DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTS "SALZ AMERIKA"

a) Sachverhaltsbeschreibung

Im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2019 wird unter dem Bilanzposten "Goodwill aus Unternehmenserwerben" ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 681,9 Mio. € (d.s. 6,4 % der Konzernbilanzsumme) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) "Salz Amerika" ausgewiesen. Dieser wesentliche Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Ebene der ZGE zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Der dem jeweiligen Buchvermögen gegenüberzustellende Nutzungswert wird mittels eines Bewertungsmodells nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt. Die Diskontierung der erwarteten künftigen Cashflows erfolgt mittels der gewichteten Kapitalkostensätze der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter in Bezug auf die künftigen Cashflows sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes und der Wachstumsrate abhängig, weswegen dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung war. Die Angaben zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in Abschnitt 12 des Konzernanhangs enthalten.

b) Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter Einbezug von Bewertungsspezialisten die Aufbau- und Ablauforganisation des Prozesses zur Bewertung des Goodwills im Hinblick auf ihre Angemessenheit und die Wirksamkeit der prüfungsrelevanten Kontrollen geprüft. Zur Prüfung der Angemessenheit der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem einen Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus den von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten Drei-Jahresplanungen sowie einen Vergleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen vorgenommen. Da bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des ermittelten Nutzungswerts haben können, haben wir uns auch die bei der Bestimmung des verwendeten Abzinsungssatzes zugrunde gelegten Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Beta-Faktor, einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") sowie die dem Modell zugrundeliegenden Annahmen belegen lassen und das Berechnungsschema des Nutzungswerts in Bezug auf Konsistenz und Rechensystematik nachvollzogen. Aufgrund der Wesentlichkeit des der ZGE "Salz Amerika" zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bewertung desselben auch von der allgemeinen Preisentwicklung und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, die außerhalb der Einflussmöglichkeit des Konzerns liegen, haben wir anhand der durch uns durchgeführten Sensitivitätsanalysen geprüft, ob der Geschäfts- oder Firmenwert ausreichend durch die diskontierten Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt ist. Zudem haben wir die Vollständigkeit und Richtigkeit der nach IAS 36 geforderten Angaben im Konzernanhang geprüft.

c) Wichtige Erkenntnisse

Eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1 %-Punkt auf 7,0 % führt gemäß der durchgeführten Sensitivitätsanalyse nicht zu einer Unterschreitung des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts "Salz Amerika".

3. WERTHALTIGKEIT DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTS "KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE"

a) Sachverhaltsbeschreibung

Im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2019 wird unter dem Bilanzposten "Goodwill aus Unternehmenserwerben" ein der ZGE "Kali- und Magnesiumprodukte" zugeordneter Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 16,8 Mio. € (d.s. 0,2 % der Konzernbilanzsumme) ausgewiesen. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert und damit auch das Nettovermögen der gesamten ZGE, das durch die Investition in das Kaliwerk Bethune in Kanada maßgeblich geprägt ist, wird zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Der dem jeweiligen Buchvermögen der ZGE gegenüberzustellende Nutzungswert wird mittels eines Bewertungsmodells nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von Unsicherheiten in Bezug auf die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig. Die Unsicherheiten bezüglich der Zahlungsmittelzuflüsse resultieren aus der aktuellen Verfassung im Kalimarkt und der Preisentwicklung, den rechtlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Entsorgung von Salzabwasser des Werks Werra und den Risiken hinsichtlich der Qualitäts- und Kapazitätsentwicklung am Standort Bethune. Deswegen war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. Die Angaben zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in Abschnitt 12 des Konzernanhangs enthalten.

b) Prüferisches Vorgehen

Zur Prüfung der Angemessenheit der bei der Berechnung des Geschäfts- oder Firmenwerts verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem einen Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten Planung sowie einen Vergleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen vor dem Hintergrund der aktuellen Verfassung des Kalimarktes und der Preisentwicklung vorgenommen. Auch haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Folgen für den Konzern aus der Entsorgung von Salzabwasser kritisch gewürdigt.# SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

  • die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts,
  • die zusammengefasste Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Jahresabschluss bzw. zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht nach §§ 264 Abs. 2 Satz 3 bzw. 297 Abs. 2 Satz 4 HGB und §§ 289 Abs. 1 Satz 5 sowie 315 Abs. 1 Satz 5 HGB und
  • die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu a B.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS , wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APRVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.# VERMERK DES UNABHÄNGIGEN WIRTSCHAFTSPRÜFERS

An die K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel

UNSER AUFTRAG

Wir haben die nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315b HGB der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel (im Folgenden "das Unternehmen"), die mit der nichtfinanziellen Erklärung des Mutterunternehmens nach § 289b HGB zusammengefasst ist (im Folgenden "zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung"), für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Nicht Gegenstand unseres Auftrags war die inhaltliche Prüfung von Verweisen auf Internetseiten.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Die gesetzlichen Vertreter der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, sind verantwortlich für die Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung in Übereinstimmung mit den §§ 289b bis 289e und §§ 315b, 315c i. V. m. §§ 289c bis 289e HGB. Die gesetzlichen Vertreter haben für die Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung die in den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI) in der Option "Core" genannten Grundsätze zugrunde gelegt und in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung angegeben. Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter des Unternehmens umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung einer zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Die Genauigkeit und Vollständigkeit der Umweltdaten in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung unterliegen inhärent vorhandenen Grenzen, welche aus der Art und Weise der Datenerhebung und -berechnung sowie getroffenen Annahmen resultieren.

VERANTWORTUNG DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung abzugeben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Unsere Prüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen zur Qualitätssicherung an, insbesondere die Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie den IDW Qualitätssicherungsstandard: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1), die in Einklang mit dem vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) herausgegebenen International Standard on Quality Control 1 (ISQC 1) stehen. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit aussagen können, dass uns keine Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315 b, 315c i. V. m. §§ 289 c bis 289e HGB aufgestellt worden ist. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers. Im Rahmen unserer Prüfung, die wir in den Monaten September 2018 bis März 2019 durchgeführt haben, haben wir u. a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:

  • Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Einbindung von Stakeholdern
  • Befragung der gesetzlichen Vertreter und relevanter Mitarbeiter, die in die Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über die vorhandenen Maßnahmen und Vorkehrungen (System) zur Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung sowie über die Angaben in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung
  • Identifikation von Risiken wesentlicher falscher Angaben in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung
  • Analytische Beurteilung von Angaben der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung
  • Abgleich der Angaben in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung mit den entsprechenden Daten im Jahres- und Konzernabschluss sowie zusammengefassten Lagebericht
  • Beurteilung der Darstellung der Angaben

PRÜFUNGSURTEIL

Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns

― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS , wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
― holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
― beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

ÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EU-APRVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. August 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1972 als Konzernabschlussprüfer der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APRVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Christian H. Meyer.

Hannover, 4. März 2020

DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Prof. Dr. Frank Beine, Wirtschaftsprüfer

Dr. Christian H. Meyer, Wirtschaftsprüfer

Anlage zum Bestätigungsvermerk: nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts

Folgende Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir nicht inhaltlich geprüft:

  • die in dem Kapitel "Nichtfinanzielle Erklärung" sowie im Kapitel "Unternehmensstrategie" in den Abschnitten "Nachhaltigkeitsprogramm", und "Stakeholder-Dialog" und im Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance" in dem Abschnitt "Nachhaltigkeitsmanagement" enthaltene zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung gemäß §§ 289b bis 289e sowie 315 b und 315c hgb,
  • die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und 315d HGB und
  • die anderen als ungeprüft gekennzeichneten Teile des zusammengefassten Lageberichts.# keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung des Unternehmens für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist. Nicht Gegenstand unseres Auftrag war die inhaltliche Prüfung von Verweisen auf Internetseiten.

VERWENDUNGSZWECK DES VERMERKS

Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage der mit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, geschlossenen Auftragsvereinbarung. Die Prüfung wurde für Zwecke des Unternehmens durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, über das Ergebnis der Prüfung bestimmt.

HAFTUNG

Der Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, gegenüber und ist auch nach Maßgabe der mit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, getroffenen Auftragsvereinbarung vom 12. Dezember 2019 sowie der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFTEN" vom 1. Januar 2017 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. beschränkt. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.

Hannover, den 4. März 2020
DELOITTE GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Prof. Dr. Frank Beine, Wirtschaftsprüfer
Dr. Christian H. Meyer, Wirtschaftsprüfer

ÜBER DIESEN BERICHT

Der K+S Geschäftsbericht fasst die Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung zusammen. Die Informationen beziehen sich auf den Berichtszeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und werden jährlich aktuell berichtet.

Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung

Aussagen zu wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen sind nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung des zusammengefassten Lageberichts enthalten und werden durch Verweise auf andere Stellen im Lagebericht ergänzt. Verweise auf Angaben außerhalb des zusammengefassten Lageberichts sind weiterführende Informationen und nicht Bestandteil der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung.

PRÜFUNG

Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT hat die nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315b HGB der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, die mit der nichtfinanziellen Erklärung des Mutterunternehmens nach § 289 b HGB zusammengefasst wurde (im Folgenden "zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung"), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 nach ISAE 3000 rev. mit begrenzter Sicherheit geprüft. Die Ergebnisse der Prüfung wurden dem Aufsichtsrat vorgestellt und vom Aufsichtsrat erörtert. Der Aufsichtsrat hat das Votum der WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT in seine eigenständige Prüfung einbezogen und die zusammengefasste nichtfinanziellen Erklärung freigegeben.

Berichtsstandards

Der Geschäftsbericht 2019 ist gleichzeitig die sogenannte Fortschrittsmitteilung für den UN Global Compact, zu dem sich der Vorstand ausdrücklich bekennt. Als Mitglied des UN global compact unterstützt K+S die zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Die veröffentlichten Nachhaltigkeitsinformationen sind gemäß der international anerkannten Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) in der Version GRI-Standards, Option "Kern" erstellt. Außerdem berücksichtigt K+S die GRI G4 Sector Disclosures: Mining and Metals.

GRI-Inhaltsindex und UN-GLOBAL-COMPACT-PRINZIPIEN, Seite 239

Die folgende Tabelle weist die wesentlichen Themen von K+S, die zugehörigen GRI-Standards sowie die jeweilige Abgrenzung des Themas bezüglich seiner ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen entsprechend GRI 103-1 aus.

Abgrenzung K+S-Handlungsfelder GRI-Standards Exploration Förderung Produktion Logistik Vertrieb/ Marketing Gesundheit & Arbeitssicherheit
GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2018; GRI 416: Kundengesundheit und -sicherheit 2016 X X X X
Vielfalt & Inklusion GRI 405: Diversität und Chancengleichheit 2016; GRI 406: Diskriminierungsfreiheit 2016 X X X X
Menschenrechte GRI 407: Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen 2016; GRI 408: Kinderarbeit 2016; GRI 409: Zwangs- oder Pflichtarbeit 2016; GRI 412: Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte 2016 X X X X X
Wasser GRI 303: Wasser und Abwasser 2018 X X
Abfall GRI 306: Abwasser und Abfall 2016 X
Energie & Klima GRI 302: Energie 2016; GRI 305: Emissionen 2016 X X X
Nachhaltige Lieferketten GRI 308: Umweltbewertung der Lieferanten 2016; GRI 414: Soziale Bewertung der Lieferanten 2016 X X X X X
Compliance & AntiKorruption GRI 102: Allgemeine Angaben 2016; GRI 205: Korruptionsbekämpfung 2016; GRI 206: Wettbewerbswidriges Verhalten 2016; GRI 307: Umwelt-Compliance 2016; GRI 415: Politische Einflussnahme 2016; GRI 419: Sozioökonomische Compliance 2016 X X X X X
Stakeholderdialog GRI 102: Allgemeine Angaben 2016; (40 -44) X X X X X
Abgrenzung K+S-Handlungsfelder GRI-Standards Anwendung SDGS Unterziele
Gesundheit & Arbeitssicherheit GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2018; GRI 416: Kundengesundheit und -sicherheit 2016 X 8.8
Vielfalt & Inklusion GRI 405: Diversität und Chancengleichheit 2016; GRI 406: Diskriminierungsfreiheit 2016 X 5.1, 5.5, 8.5
Menschenrechte GRI 407: Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen 2016; GRI 408: Kinderarbeit 2016; GRI 409: Zwangs- oder Pflichtarbeit 2016; GRI 412: Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte 2016 X 8.7
Wasser GRI 303: Wasser und Abwasser 2018 X 12.2, 15.1
Abfall GRI 306: Abwasser und Abfall 2016 12.5
Energie & Klima GRI 302: Energie 2016; GRI 305: Emissionen 2016 X 12.2, 13.1
Nachhaltige Lieferketten GRI 308: Umweltbewertung der Lieferanten 2016; GRI 414: Soziale Bewertung der Lieferanten 2016 8.7
Compliance & AntiKorruption GRI 102: Allgemeine Angaben 2016; GRI 205: Korruptionsbekämpfung 2016; GRI 206: Wettbewerbswidriges Verhalten 2016; GRI 307: Umwelt-Compliance 2016; GRI 415: Politische Einflussnahme 2016; GRI 419: Sozioökonomische Compliance 2016 X 16.5
Stakeholderdialog GRI 102: Allgemeine Angaben 2016; (40 -44) X 16.7

ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGS)

Zur Erreichung der siebzehn Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGS) sind Unternehmen ein wichtiger Partner. Auch K+S engagiert sich hier aktiv. Es geht um die "Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung". Die K+S GRUPPE bewertet die aktuellen Unternehmensaktivitäten hinsichtlich der SDGS und berücksichtigt die SDGS auch strategisch im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele. K+S erkennt an, dass die SDGS und Zielvorgaben integriert und unteilbar sind. Aus Transparenzgründen haben wir in der nachfolgenden Tabelle als Bezugsgröße für die SDGS die Ebene der 169 Zielvorgaben (und eingeschränkt die Ebene der 230 Indikatoren) genutzt. K+S leistet u. a. mit Produkten für das Kundensegment Landwirtschaft einen Beitrag für das Ziel 2 "Kein Hunger", insbesondere zu den Unterzielen 2.1, 2.3 und 2.4.

Datenerfassung und Berichtsgrenzen

In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert. Für die weltweite Erhebung von Finanzdaten werden weitgehend SAP-Systeme genutzt. Diese weisen wir im vorliegenden Geschäftsbericht für alle voll konsolidierten Gesellschaften aus. Auch unsere Personalkennzahlen erfassen wir weltweit weitestgehend über SAP-Systeme. Sie decken alle voll konsolidierten Gesellschaften ab. Die Erfassung der Kennzahl zur positiven Wahrnehmung eines inklusiven Arbeitsumfeldes durch die Mitarbeiter wird im Abschnitt "Vielfalt & Inklusion" entsprechend abgebildet. Kennzahlen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht werden derzeit über einzelne Datenblätter und für alle voll konsolidierten und nicht konsolidierten Gesellschaften der K+S GRUPPE zentral erfasst. Die Erfassung von HSE-Kennzahlen erfolgt mehrheitlich über ein SAP-System für alle voll konsolidierten und nicht konsolidierten Gesellschaften, an denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist oder bei denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT unmittelbar oder mittelbar die gemeinsame Führung ausübt oder per Satzung oder (Gesellschafts-)Vertrag Einfluss auf Entscheidungen ausüben kann. Umweltdaten messen wir an allen wesentlichen voll konsolidierten Kali- und Salzproduktionsstandorten. Zur einheitlichen Erfassung nutzt K+S das Standortinformationssystem SoFi. Leistungsindikatoren im Sinne des CSR-RUG werden auf Basis gemessener und extrapolierter Werte berechnet und über einzelne Datenblätter erfasst. Vom Konsolidierungskreis abweichende Berichtsgrenzen werden im Abschnitt "Umwelt" entsprechend abgebildet. Die Erfassung des über den Einkauf bestellten Beschaffungsvolumens erfolgt mehrheitlich über das SAP-System für alle voll konsolidierten Gesellschaften. Unsere Compliance-Kennzahlen erfassen wir derzeit über einzelne Datenblätter für voll konsolidierte und nichtkonsolidierte Gesellschaften.

Anteilsbesitzliste, Seite 222-224

GRI-INHALTSINDEX UND UN-GLOBAL-COMPACT-PRINZIPIEN

GRI-Standard Seite Kommentar und Online-Ergänzung UN Global Compact
GRI 101: Grundlagen 2016
GRI 102: Allgemeine Angaben 2016
Organisationsprofil
102-1 Name der Organisation Umschlag hinten
102-2 Aktivitäten, Marken, Produkte und Dienstleistungen 37-48
102-3 Hauptsitz der Organisation Umschlag hinten
102-4 Betriebsstätten Umschlag vorne
102-5 Eigentumsverhältnisse und Rechtsform 33-34, 42-43, 222-224
102-6 Belieferte Märkte 38-43
102-7 Größe der Organisation Umschlag vorne
102-8 Informationen zu Angestellten und sonstigen Mitarbeitern 80-81 Aus rechtlichen Gründen ist es uns nicht gestattet, die nicht veröffentlichten Informationen so wie von GRI gefordert zu veröffentlichen.

UN global Compact

Unternehmensführung

  • 102-18 Führungsstruktur: 99-105
  • 102-19 Delegation von Befugnissen: 99-118
  • 102-20 Zuständigkeit auf Vorstandsebene für ökonomische, ökologische und soziale Themen: 108-109
  • 102-21 Dialog mit Stakeholdern zu ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen: 53-55
  • 102-22 Zusammensetzung des höchsten Kontrollorgans und seiner Gremien: 99-105
  • 102-23 Vorsitzender des höchsten Kontrollorgans: 24-31, 101
  • 102-24 Nominierungs- und Auswahlverfahren für das höchste Kontrollorgan: 99-105
  • 102-25 Interessenkonflikte: 99-105
  • 102-26 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Festlegung von Zielen, Werten und Strategien: 24-31, 49-55
  • 102-27 Gesammeltes Wissen des höchsten Kontrollorgans: 99-105
  • 102-28 Bewertung der Leistung des höchsten Kontrollorgans: 99-105
  • 102-29 Identifizierung und Umgang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen: 51-55, 108-109
  • 102-30 Wirksamkeit der Verfahren zum Risikomanagement: 108, 119-133
  • 102-31 Überprüfung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen: 83-98
  • 102-32 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung: 24-31, 234-235, 236
  • 102-33 Übermittlung kritischer Anliegen: 107-108
  • 102-34 Art und Gesamtanzahl kritischer Anliegen: 107-108
  • 102-35 Vergütungspolitik: 142-154
  • 102-36 Verfahren zur Festlegung der Vergütung: 142-154
  • 102-37 Einbindung der Stakeholder bei Entscheidungen zur Vergütung: 142-154
  • 102-38 Verhältnis der Jahresgesamtvergütung: 81, 147
  • 102-39 Prozentualer Anstieg des Verhältnisses der Jahresgesamtvergütung: 142-154

Einbindung von Stakeholdern

  • 102-40 Liste der Stakeholder-Gruppen: 54
  • 102-41 Tarifverhandlungsvereinbarungen: 80-81
  • 102-42 Ermittlung und Auswahl der Stakeholder: 53-55
  • 102-43 Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern: 53-55
  • 102-44 Wichtige Themen und hervorgebrachte Anliegen: 53-55

Vorgehensweise bei der Berichterstattung

  • 102-45 Im Konzernabschluss enthaltene Entitäten: 169-170, 222-224
  • 102-46 Vorgehen zur Bestimmung des Berichtsinhalts und der Abgrenzung der Themen: 51-55, 236-238
  • 102-47 Liste der wesentlichen Themen: 51-55
  • 102-48 Neudarstellung von Informationen: 236-238
  • 102-49 Änderungen bei der Berichterstattung: 236-238
  • 102-50 Berichtszeitraum: 236
  • 102-51 Datum des letzten Berichts: 14. März 2019
  • 102-52 Berichtszyklus: 236
  • 102-53 Ansprechpartner bei Fragen zum Bericht: Umschlag hinten
  • 102-54 Erklärung zur Berichterstattung in Übereinstimmung mit den GRI-Standards: 83, 236
  • 102-55 GRI-Inhaltsindex: 239-245
  • 102-56 Externe Prüfung: 83, 234-235

GRI 200: Ökonomie

GRI 103: Managementansatz 2016

  • 103-1 Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzungen: 37-48, 51-55, 83-98, 108-109, 236-238
  • 103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile: 51-55, 83-98, 108-109
  • 103-3 Beurteilung des Managementansatzes: 51-55, 108-109

GRI 201: Wirtschaftliche Leistung 2016

  • 201-1 Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert: 48
  • 201-2 Finanzielle Folgen des Klimawandels für die Organisation und andere mit dem Klimawandel verbundene Risiken und Chancen: Ergänzende Informationen stellen wir über die Teilnahme an CDP bereit: https://www.cdp.net/en/responses
  • 201-3 Verbindlichkeiten für leistungsorientierte Pensionspläne und sonstige Vorsorgepläne: 176

GRI 205: Korruptionsbekämpfung 2016

  • 205-1 Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden: 52, 97-98, 107-108
  • 205-2 Kommunikation und Schulungen zu Richtlinien und Verfahren zur Korruptionsbekämpfung: 52, 97-98, 10

GRI 206: Wettbewerbswidriges Verhalten 2016

  • 206-1 Rechtsverfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten, Kartell- und Monopolbildung: 107-108

GRI 207: Steuern 2019

  • 207-1 Vorgehensweise bei der Betreuung: 107-108
  • 207-2 Kontrolle und Risikomanagement von Steuern: 119-133
  • 207-3 Einbindung von Stakeholdern und Management bei Anliegen in Bezug auf Steuern: 53-55
  • 207-4 Berichterstattung nach Ländern: www.kpluss.com/konzernzahlungsbericht

GRI 300: Ökologie

GRI 103: Managementansatz 2016

  • 103-1 Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzungen: 51-55, 83-98, 108-109, 236-238
  • 103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile: 51-55, 83-98, 108-109
  • 103-3 Beurteilung des Managementansatzes: 51-55, 108-109

GRI 302: Energie 2016

  • 302-1 Energieverbrauch innerhalb der Organisation: 94-96
  • 302-2 Energieverbrauch außerhalb der Organisation: 96

GRI 303: Wasser 2018

  • 303-1 Wasser als gemeinsam genutzte Ressource: 90-92
    Die Feststellung der ab- und prozesswasserbedingten Auswirkungen findet im Rahmen des wasserrechtlichen Zulassungsverfahrens statt.
  • 303-2 Umgang mit den Auswirkungen der Wasserrückführung: 90-92
    Wir halten uns an die geltenden Gesetze und betrieblichen Genehmigungen. Informationen zum Gewässerschutz finden Sie hier: www.kpluss.com/gewaesserschutz
  • 303-3 Wasserentnahme: 90-92
  • 303-4 Wasserrückführung: 90-92

GRI 305: Emissionen 2016

  • 305-1 Direkte THG-Emissionen (Scope 1): 94-96
  • 305-2 Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2): 94-96
  • 305-3 Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3): 94-96
    Wir erfassen unsere Scope 3-Emissionen für den Bereich Upstream-Transport und -Verteilung.
  • 305-4 Intensität der THG-Emissionen: 94

GRI 306: Abwasser und Abfall 2016

  • MM3 Gesamtmenge von Abraum, Gestein, Bergmaterial und Schlämmen sowie Art der damit verbundenen Risiken: 92-94

GRI 307: Umwelt-Compliance 2016

  • 307-1 Nichteinhaltung von Umweltschutzgesetzen und -verordnungen: 107-108

GRI 308: Umweltbewertung der Lieferanten 2016

  • 308-1 Neue Lieferanten, die anhand von Umweltkriterien überprüft wurden: 97
    Ein Ziel der K+S GRUPPE ist es, bis 2025 mehr als 90 Prozent ihres Einkaufsvolumens durch den K+S Supplier Code of Conduct (SCOC) abzudecken. Dies schließt langfristig auch unsere neuen Lieferanten mit ein. Der SCOC enthält umfangreiche Anforderungen im Umweltbereich.

GRI 400: Soziales

GRI 103: Managementansatz 2016

  • 103-1 Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzungen: 51-55, 83-98, 108-109, 236-238
  • 103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile: 51-55, 83-98, 108-109
  • 103-3 Beurteilung des Managementansatzes: 51-55, 108-109

GRI 401: Beschäftigung 2016

  • 401-1 Neu eingestellte Angestellte und Angestelltenfluktuation: 80-81
    Aus rechtlichen Gründen ist es uns nicht gestattet, die nicht veröffentlichten Informationen so wie von GRI gefordert zu veröffentlichen.

GRI 402: Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis 2016

  • 402-1 Mindestmitteilungsfrist für betriebliche Veränderungen: 80-81
  • MM4 Streiks und Aussperrungen: 2019 gab es in den Betriebsstätten der K+S GRUPPE keine Streiks und Aussperrungen.

GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2018

  • 403-1 Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: 84-85
  • 403-2 Gefahrenidentifizierung, Risikobewertung und Untersuchung von Vorfällen: 84-85
  • 403-3 Arbeitsmedizinische Dienste: 84-85
  • 403-4 Mitarbeiterbeteiligung, Konsultation und Kommunikation zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: 84-85
  • 403-5 Mitarbeiterschulungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: 84-85
  • 403-6 Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter: 84-85
  • 403-7 Vermeidung und Abmilderung von direkt mit Geschäftsbeziehungen verbundenen Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz: 84-85
  • 403-8 Mitarbeiter, die von einem Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz abgedeckt sind: Die Einführung der ISO 45001 umfasst alle eigenen Mitarbeiter der K+S GRUPPE sowie Fremdfirmenmitarbeiter, deren Arbeitsplatz von der K+S GRUPPE kontrolliert wird.
  • 403-9 Arbeitsbedingte Verletzungen: 84-85

GRI 404: Aus- und Weiterbildung 2016

  • 404-1 Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestellten: 81
  • 404-2 Programme zur Verbesserung der Kompetenzen der Angestellten und zur Übergangshilfe: 81
  • 404-3 Prozentsatz der Angestellten, die eine regelmäßige Beurteilung ihrer Leistung und ihrer beruflichen Entwicklung erhalten: 81

GRI 405: Diversität und Chancengleichheit 2016

  • 405-1 Diversität in Kontrollorganen und unter Angestellten: 85-87, 107-108
    Aus rechtlichen Gründen ist es uns nicht gestattet, die nicht veröffentlichten Informationen so wie von GRI gefordert zu veröffentlichen.
  • 405-2 Verhältnis des Grundgehalts und der Vergütung von Frauen zum Grundgehalt und zur Vergütung von Männern: 81

GRI 406: Diskriminierungsfreiheit 2016

  • 406-1 Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen: 85-87, 97-98, 107-108

GRI 407: Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen 2016

  • 407-1 Betriebsstätten und Lieferanten, bei denen das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen bedroht sein könnte: 107-108, 236
    Im Rahmen unseres Compliance-Managements wurde kein Verstoß gegen die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit gemeldet.

GRI 408: Kinderarbeit 2016

  • 408-1 Betriebsstätten und Lieferanten mit einem erheblichen Risiko für Vorfälle von Kinderarbeit: 107-108, 236
    Im Rahmen unseres Compliance-Managements wurde kein Fall von Zwangs- oder Pflichtarbeit gemeldet.

GRI 409: Zwangs- oder Pflichtarbeit 2016

  • 409-1 Betriebsstätten und Lieferanten mit einem erheblichen Risiko für Vorfälle von Zwangs- oder Pflichtarbeit: 107-108, 236
    Im Rahmen unseres Compliance-Managements wurde kein Fall von Zwangs- oder Pflichtarbeit gemeldet.# GRI 412: Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte 2016

  • 412-1 Betriebsstätten, an denen eine Prüfung auf die Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde 52, 87-88

  • 412-2 Schulungen für Angestellte zu Menschenrechtspolitik und -verfahren 87-88, 97-98

GRI 414: Soziale Bewertung der Lieferanten 2016

  • 414-1 Neue Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien überprüft wurden 97

Ein Ziel der K+S GRUPPE ist es bis 2025 mehr als 90 Prozent ihres Einkaufsvolumens durch den K+S Supplier Code of Conduct (SCOC) abzudecken. Dies schließt langfristig auch unsere neuen Lieferanten mit ein. Der SCOC enthält umfangreiche Anforderungen im Sozialbereich.

GRI 415: Politische Einflussnahme 2016

  • 415-1 Parteispenden 55

GRI 416: Kundengesundheit und -sicherheit 2016

  • 416-1 Beurteilung der Auswirkungen verschiedener Produkt- und Dienstleistungskategorien auf die Gesundheit und Sicherheit 47

GRI 417: Marketing und Kennzeichnung 2016

  • 417-1 Anforderungen für die Produkt- und Dienstleistungsinformationen und Kennzeichnung 47

GRI 418: Schutz der Kundendaten 2016

  • 418-1 Begründete Beschwerden in Bezug auf die Verletzung des Schutzes und den Verlust von Kundendaten Im Rahmen unseres Compliance-Managements wurde kein Verstoß gemeldet. K+S beachtet strikt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

GRI 419: Sozioökonomische Compliance 2016

  • 419-1 Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich 107-108

GRI MM: Abschlussbetriebsplan

  • MM10 Abschlussbetriebsplan 44-45

DEFINITION VERWENDETER FINANZKENNZAHLEN

  • BRUTTO-CASHFLOW = Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften + Abschreibungen/- Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen + Zunahme/- Abnahme langfristiger Rückstellungen (ohne Zinseffekte) + erhaltene Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge + Gewinne/- Verluste aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten - gezahlte Zinsen - gezahlte Ertragssteuern + sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen - sonstige zahlungsunwirksame Erträge
  • BUCHWERT JE AKTIE = Eigenkapital/Gesamtzahl Aktien am 31.12.
  • EBITDA-MARGE = EBITDA / Umsatz
  • EIGENKAPITALRENDITE = Bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern / Bereinigtes Eigenkapital
  • ENTERPRISE VALUE = Marktkapitalisierung + Nettoverschuldung
  • GESAMTKAPITALRENDITE = Bereinigtes Ergebnis vor Steuern 1 + Zinsaufwand / Bereinigte Bilanzsumme 1,2,3
  • NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN = Finanzverbindlichkeiten - flüssige Mittel - Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen
  • NETTOVERSCHULDUNG = Finanzverbindlichkeiten + Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen + langfristige Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen - flüssige Mittel - Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen
  • OPERATIVES ANLAGEVERMÖGEN = Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Anteile an verbundenen Unternehmen + Beteiligungen
  • RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE) = Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften / Operatives Anlagevermögen 2 + Working Capital 2,4
  • UMSATZRENDITE = Bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern 1 / Umsatz
  • VALUE ADDED (WERTBEITRAG) = (ROCE - gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern) x (operatives Anlagevermögen 2 + Working Capital 2,4)
  • VERSCHULDUNGSGRAD I = Finanzverbindlichkeiten / Eigenkapital
  • VERSCHULDUNGSGRAD II = Nettoverschuldung / Eigenkapital
  • WORKING CAPITAL = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + sonstige Vermögenswerte 5 - kurzfristige Rückstellungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - sonstige Verbindlichkeiten 5

  • Bereinigt um die Effekte der Marktwertveränderungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften; beim bereinigten Konzernergebnis wurden ferner die daraus resultierenden Steuereffekte eliminiert.

  • Jahresdurchschnitt.
  • Bereinigt um Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen.
  • Bereinigt um die den Goodwill beeinflussenden latenten Steuern aus der Erstkonsolidierung.
  • Ohne Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, jedoch einschließlich gezahlter Prämien für operativ genutzte Derivate; ohne Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Geldanlagen; bereinigt um Erstattungsansprüche und CTA-Planvermögensüberschüsse.

GLOSSAR

  • CASHFLOW
    Der Cashflow gibt Aufschluss über die Ertrags- und Finanzkraft eines Unternehmens. Er ist der Saldo der Zahlungsein- und -ausgänge während eines Berichtszeitraums.

  • CHLORALKALI-ELEKTROLYSE
    Bei der Chloralkali-Elektrolyse werden durch das Zersetzen des Grundstoffs Natriumchlorid mithilfe von elektrischem Strom Chlor, Natronlauge und Wasserstoff erzeugt. Alternativ wird durch die Verwendung von Kaliumchlorid Kalilauge produziert. Die Grundchemikalien Chlor, Natronlauge, Wasserstoff und Kalilauge bilden die Basis für zahlreiche chemische Produkte.

  • COMPLIANCE
    Compliance (Regelkonformität) bezeichnet die Einhaltung zwingender gesetzlicher Vorschriften, interner Regelungen und vom Unternehmen anerkannter regulatorischer Standards. Ein Compliance-Managementsystem soll die Einhaltung sicherstellen und aus Compliance-Verstößen resultierende straf- und bußgeldrechtliche Sanktionen sowie Schadensersatzansprüche und sonstige direkte oder indirekte (insbesondere durch Imageschäden verursachte) negative Einflüsse vermeiden, indem Compliance-Risiken rechtzeitig identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Verminderung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihres Schadenspotenzials ergriffen werden. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne Compliance-Berichterstattung sichergestellt werden.

  • EBITDA (EARNINGS BEFORE INTERESTS, TAXES, DEPRECIATION AND AMORTIZATION)
    Das EBITDA soll Vergleiche der operativen Ertragskraft von Gesellschaften ermöglichen und beschreibt die Rentabilität von Unternehmen. K+S ermittelt das EBITDA auf Basis des operativen Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften zuzüglich der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Das EBITDA ist bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften.

  • ERGEBNIS NACH OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN (EBIT - EARNINGS BEFORE INTEREST AND TAXES)
    Das Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten.

  • ERGEBNIS VOR OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN
    Das Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften entspricht dem operativen Ergebnis, inklusive dem Ergebnis aus realisierten operativen Sicherungsgeschäften, bereinigt um die Marktwertschwankungen von noch nicht fällig gewordenen Sicherungsgeschäften. Marktwertschwankungen von noch nicht fällig gewordenen Sicherungsgeschäften während der Laufzeit werden somit eliminiert.

  • ESTA(r)-VERFAHREN ELEKTROSTATISCHES AUFBEREITUNGSVERFAHREN
    Das ESTA(r)-Verfahren ist ein von K+S patentiertes trockenes Aufbereitungsverfahren für Kalirohsalze. Bei diesem Verfahrens-prozess werden die einzelnen Rohsalzelemente unterschiedlich aufgeladen, um schließlich mithilfe eines Spannungsfelds in die Bestandteile Natrium- und Kaliumchlorid getrennt zu werden. Im Vergleich zu klassischen nassen Aufbereitungsverfahren sind Energieaufwand und Produktionsrückstände deutlich vermindert.

  • FESTSALZ
    Im Gegensatz zu flüssiger Sole ist Festsalz ein in fester Form vorliegendes Salz, wie z. B. Speisesalz und Auftausalz.

  • FLOTATIONSVERFAHREN
    Das Flotationsverfahren trennt in der Produktion Steinsalz und KALI bzw. Kieserit ohne Wärmezufuhr aus dem Rohsalz heraus. Während des Verfahrensprozesses werden die Mineralien unter Luftzufuhr in einer gesättigten Salzlösung in ihre Bestandteile getrennt. An den zugeführten Luftblasen lagern sich unter der Zugabe von Flotationsmitteln die Wertstoffe an und können so nach dem Aufschwimmen abgeschöpft werden.

  • FREEFLOAT (STEUERBESITZ)
    Die Anzahl der Aktien, die sich nicht im Eigentum von Großaktionären befinden, die mehr als 5 % der Aktien einer Gesellschaft besitzen (Ausnahme: Aktien im Besitz von Investmentgesellschaften oder Vermögensverwaltern).

  • GRANULATHERSTELLUNG
    Die Granulatherstellung bezeichnet die Herstellung von streufähigen Düngerkörnern, die mit einem landwirtschaftlichen Düngerstreuer ausgebracht werden können.

  • GRI - GLOBAL REPORTING INITIATIVE
    Die GRI ist eine unabhängige internationale MULTI-STAKEHOLDER-Organisation, die auf dialogorientierte Weise einen Rahmen für die globale Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt hat. Der GRI-Berichtsleitfaden legt Prinzipien und Indikatoren fest, mit deren Hilfe Organisationen ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen messen können. Zielsetzung ist die Förderung von Transparenz und die Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsberichten.

  • INTEGRATED REPORTING
    Die integrierte Berichterstattung (Integrated Reporting) ist ein ganzheitliches Konzept, das die klassische Finanzberichterstattung mit nichtfinanziellen Berichtselementen verbindet. Das Geschäftsmodell des Unternehmens und seine Strategie sollen im Mittelpunkt stehen. Ziel ist eine Berichterstattung, in der die Bedürfnisse aller Stakeholder Berücksichtigung finden. Die Absicht ist, u. a. die Wechselbeziehungen zwischen Umwelt-, sozialen, Governance- und finanziellen Faktoren von Entscheidungen widerzuspiegeln, die die langfristige Erfolgslage und Verfassung beeinflussen, indem die Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und ökonomischen Werten verdeutlicht wird.

  • KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF)
    Die KKF (KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE) ist ein neues Verfahren zur Kaligewinnung, durch das die Salzabwassermenge deutlich reduziert und zugleich die Wertstoffausbeute erhöht wird.# Glossar

Unter Einsatz von Wärmeenergie wird Wasser verdampft. Dadurch kristallisiert ein Salzgemisch, welches unter anderem Kainit - ein kalium-/magnesiumhaltiges Salz - enthält. Der Kainit wird dann mithilfe eines Sortierverfahrens (Flotation) abgetrennt und anschließend zur Kaliumsulfat-Produktion verwendet.

KALIUMCHLORID

Kaliumchlorid (KCl) ist ein Kaliumsalz, das als Pflanzennährstoff in Düngemitteln Verwendung findet. Darüber hinaus ist es der Ausgangsrohstoff für sämtliche anorganische und organische Kaliumverbindungen.

KALIUMSULFAT (SOP)

Kaliumsulfat dient als Düngemittel. Die Herstellung von Kaliumsulfat kann aus bergmännisch gewonnenen mineralischen Rohstoffen erfolgen sowie mittels eines chemischen Prozesses durch die Reaktion von Kaliumchlorid mit Schwefelsäure.

KAPITALKOSTEN

Auch WACC (Weighted Average Cost of Capital) genannt, bezeichnet die Kosten für das zur Verfügung gestellte Kapital, also die Opportunitätskosten, die Eigen- und/oder Fremdkapitalgebern durch das dem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital entstehen. Der gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz ergibt sich als Summe des Verzinsungsanspruchs der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert.

KAVERNE

Eine Kaverne ist eine im Bergbau verwendete Bezeichnung für einen größeren, künstlich geschaffenen Hohlraum unter Tage.

KIESERIT

Mg[SO4]-H2O, Kieserit, ist ein mineralischer Bestandteil von Rohsalz, der sich aus den wasserlöslichen Mineralien Magnesium und Schwefel zusammensetzt. Chemisch gesehen ist es wasserhaltiges Magnesiumsulfat. Kieserit dient als Ausgangsrohstoff für die Herstellung von Pflanzennährstoffen.

KOHLENSTOFFDIOXID

Kohlenstoffdioxid (CO2) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Es entsteht u. a. bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen bzw. fossilen Energieträgern.

KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine Technik, die es ermöglicht, neben der Stromproduktion auch Nutzwärme zu erzeugen. Gegenüber getrennten Produktionsanlagen nutzen KWK-Anlagen den eingesetzten Brennstoff, z. B. Erdgas, effizienter. Die in dem Kopplungsprozess entstandene Wärme steht in Form von warmem Wasser oder unter Hochdruck stehendem Dampf zur Verfügung.

MEHRNÄHRSTOFFDÜNGER

Mehrnährstoffdünger enthalten mehr als einen Nährstoff, i. d. R. Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie - je nach Bedarf und Anwendung - Magnesium, Schwefel oder auch Spurenelemente. Durch die Zusammenführung der Rohstoffe im Produktionsprozess und die anschließende Granulierung enthält jedes einzelne Düngerkorn stets die exakt gleiche Nährstoffzusammensetzung, wodurch eine gleichmäßige Ausbringung der Nährstoffe auf dem Feld sichergestellt wird.

MISCHDÜNGERANLAGEN

In Mischdüngeranlagen (Bulk Blender) werden verschiedene Nährstoffe zusammengeführt.

NATRIUMCHLORID

Natriumchlorid (NaCl) bzw. Kochsalz ist ein kristallines Mineral, welches aus Steinsalz und Meersalz gewonnen wird. Als Speisesalz ist Natriumchlorid für den menschlichen Organismus ein unverzichtbarer Mineralstofflieferant. Auch für die Sicherheit im Straßenverkehr und als wichtiger Bestandteil für die Produktion von Glas, Papier und Kunststoff wird Natriumchlorid verwendet.

OECD-LEITSÄTZE FÜR MULTINATIONALE UNTERNEHMEN

Die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen sind Empfehlungen von Regierungen an die multinationalen Unternehmen, die in oder von den Teilnehmerstaaten aus operieren. Sie enthalten nicht rechtsverbindliche Grundsätze und Maßstäbe in den Bereichen Grundpflichten, Informationspolitik, Menschenrechte, Beschäftigungspolitik, Umweltschutz, Korruptionsbekämpfung, Verbraucherinteressen, Wissenschaft und Technologie, Wettbewerb und Besteuerung.

OPERATIVE, ANTIZIPATIVE SICHERUNGSGESCHÄFTE

Zur Sicherung künftiger Währungspositionen (im Wesentlichen US-Dollar) setzen wir operative Derivate in der Form von Optionen sowie Termingeschäften ein (s. auch Transaktionsrisiko).

PADS

Zum typischen Solungsbergbau gehören Solfelder und Aufbereitungsanlagen. Ein Solfeld selbst ist in Bohrplätze, sogenannte Pads, organisiert. Diese sind über unterirdische Rohrleitungen mit der Aufbereitungsanlage verbunden. Jeder Bohrplatz hat eine Fläche von ca. 100 x 100 Meter, auf der die Bohrungen durchgeführt werden. Zur anschließenden Solung benötigt man weitere Infrastruktur wie z. B. Speichertanks und Gebäude zur Verteilung der ein- und ausgehenden Flüssigkeiten.

PLANFESTSTELLUNGSVERFAHREN

Das Planfeststellungsverfahren ist ein Genehmigungsverfahren für definierte Bauprojekte/Infrastrukturmaßnahmen mit dem Ziel, einen Planfeststellungsbeschluss zu erreichen. Dieser Beschluss stellt als Verwaltungsakt eine Baugenehmigung mit Konzentrationswirkung dar. Dabei schließt also eine Genehmigung mehrere andere mit ein. Der Ablauf des Verfahrens ist in Deutschland im Verwaltungsverfahrensgesetz festgeschrieben. Das Verfahren beinhaltet immer eine Beteiligung der festgestellten Betroffenen mit einer Anhörung und Abwägung ihrer Belange.

PLATTENDOLOMIT

Das Plattendolomit (Leine-Karbonat) befindet sich über den Salzvorkommen im Werrarevier in ca. 400 bis 500 Meter Tiefe und wird durch Tonschichten beidseitig abgedeckt. Es ist ca. 10 Meter mächtig und besteht aus Kalk und Dolomitstein, der bereits natürlich mineralisiertes Wasser enthält.

RATING

Ratingagenturen vergeben Einschätzungen (Ratings) der Fähigkeit eines Unternehmens, zukünftig seine Zins- sowie Tilgungsverbindlichkeiten termingerecht zu erfüllen, in Form standardisierter Einstufungen.

RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE)

Return on Capital Employed (ROCE) ist die Rendite auf das eingesetzte Kapital.

SIEDESALZ

Die Herstellung von Siedesalz erfolgt durch Eindampfung gesättigter Sole, wobei das Natriumchlorid auskristallisiert wird.

SALZHALTIGES PROZESSWASSER

Salzhaltiges Prozesswasser ist das in den bergbaulichen Aufbereitungsprozessen der Kali-Produktion entstehende salzhaltige Wasser, das nicht mehr weiter in den Aufbereitungsprozessen eingesetzt, anderweitig verwendet oder als Produkt verkauft werden kann und für das somit eine Entsorgungsnotwendigkeit besteht.

SOLARSALZ

Für die Herstellung von Solarsalz wird Meerwasser durch große, offene Verdunstungsbecken geleitet. Nach mehreren Monaten der Sonneneinstrahlung kristallisiert das Salz in den Endbecken aus.

SOLE

Sole ist eine wässrige Steinsalzlösung. Natürliche Sole wird durch Anbohrung unterirdischer Solevorkommen oder durch kontrollierte Bohrlochsolung gewonnen oder durch Auflösen von bergmännisch gewonnenem Steinsalz hergestellt.

SOLUNGSBERGBAU

Beim Solungsbergbau (Solution Mining) wird durch ein Bohrloch Frischwasser in lösefähiges (Salz-)Gestein eingebracht, wodurch mit Wasser-Salz-Lösung gefüllte Kammern, sogenannte Kavernen, entstehen. Anschließend wird die gesättigte Sole über eine weitere Rohrleitung an die Erdoberfläche gefördert.

STAKEHOLDER

Stakeholder sind Anspruchsgruppen im Umfeld oder innerhalb einer Organisation, die von den unternehmerischen Tätigkeiten gegenwärtig oder in Zukunft direkt oder indirekt betroffen sind und somit in einer Wechselbeziehung stehen. Zu ihnen zählen u. a. Mitarbeiter, Kunden, Investoren, Lieferanten, Anwohner oder die Politik.

SYNTHETISCHES MAGNESIUMSULFAT (SMS)

Das synthetische Magnesiumsulfat ist wasserlöslich und hat unter anderem einen positiven Einfluss auf Wurzelentwicklung, Wasseraufnahme, Ertrag und Qualitätsparameter der Pflanzen.

TAGEBAU

Unter Tagebau wird eine oberflächennahe Abbauform für mineralische Rohstoffe verstanden. Im Gegensatz zu anderen Bergbauformen entstehen dabei keine unterirdischen Stollen oder Schächte.

TRANSAKTIONSRISIKO

Ein Transaktionsrisiko ist ein Währungsrisiko, dass bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer Fremdwährung entstehen kann, wenn eine Transaktion in Fremdwährung in die Konzernwährung umgetauscht werden soll, und ist somit ein zahlungswirksames Risiko.

TRANSLATIONSRISIKO

Ein Translationsrisiko ist ein Währungsrisiko, dass aus der Umrechnung von Ergebnis-, Cashflow- oder Bilanzpositionen zu unterschiedlichen Perioden bzw. Stichtagen, die in einer anderen Währung als der Konzernwährung anfallen, entstehen kann. Es handelt sich somit um ein nicht zahlungswirksames Risiko.

TREIBHAUS-PROTOKOLL/GREENHOUSE GAS (GHG) PROTOCOL

Das Treibhausgas-Protokoll ist ein Instrument zur Berechnung und zum Management von Treibhausgasemissionen von Unternehmen und Organisationen. Es umfasst direkte Emissionen der unternehmerischen Kernbereiche (Scope 1), indirekte Emissionen aus dem Verbrauch von zugekauftem Strom, Wärme und Dampf (Scope 2) sowie indirekte Emissionen, die der Unternehmenstätigkeit vorgelagert oder nachgelagert sind (Scope 3). Um das globale Erwärmungspotenzial unterschiedlicher Treibhausgase zu vergleichen, wird jedes Treibhausgas in CO2-Äquivalente umgerechnet. Dabei hat ein CO2-Äquivalent das gleiche globale Erwärmungspotenzial wie eine Einheit CO2-Emissionen.

UNITED NATIONS GLOBAL COMPACT

Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine freiwillige strategische Initiative für Unternehmen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung und gesellschaftlichen Engagements. Die beteiligten Unternehmen erkennen die zehn universellen Prinzipien des Global Compact aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung an.

UNTERNEHMENSWERT

Der Unternehmenswert (Enterprise Value) ist eine häufig verwendete Kennzahl zur Ermittlung des Unternehmenswerts. Er wird häufig zu anderen Kennzahlen (z. B. Umsatz, EBIT) in Relation gesetzt.

VALUE ADDED

Diese Kennzahl basiert auf dem Ansatz, dass ein Unternehmen dann einen Mehrwert für den Investor schafft, wenn die Rendite auf das durchschnittlich gebundene Kapital die zugrunde liegenden Kapitalkosten übersteigt.# K+S GRUPPE

BEREICHE IM ÜBERBLICK

Multipliziert man diese Überrendite mit dem durchschnittlich gebundenen Kapital (Jahresdurchschnitt des operativen Anlagevermögens + Working Capital), ergibt sich der im Berichtsjahr geschaffene Mehrwert des Unternehmens.

WASSERENTHÄRTUNGSSALZE

Wasserenthärtungssalze entfernen Härtebildner wie Kalzium und Magnesium durch ein Ionenaustauschverfahren aus dem Wasser. Weiches Wasser ist für zahlreiche industrielle Prozesse, aber auch in privaten Haushalten erforderlich bzw. vorteilhaft.

STICHWORTVERZEICHNIS

  • A
    • Abfall 83, 92, 108
    • Absatzregionen 39, 40, 41, 42, 57, 123, 127
    • Abschreibungen 61, 67, 138, 160, 184
    • Abwasser 52, 73, 90, 91, 125
    • Agrarpreise 123
    • Aktie 32
    • Aktionärsstruktur 33
    • Altersvorsorge 82
    • Americas 37, 50, 135, 136
    • Anleihen 34, 204, 208, 209
    • Anti-Korruption 52, 83, 97, 108
    • Anwendungsberatung 47
    • Arbeitsplatzgrenzwerte 79, 85, 130
    • Arbeitssicherheit 52, 84, 107
    • Aufsichtsrat 24, 77, 99, 101, 113, 142, 153
    • Auftausalz 41, 42, 76, 124, 127, 134
    • Ausbildung 81
    • Ausblick 134
    • Ausschüsse 27, 100, 109, 152
  • B
    • Bergbauliche Rückstellungen 207, 227
    • Bestätigungsvermerk 226
    • Bethune 38, 72, 73, 127, 191, 218
    • Betriebsrat 80
    • Bilanz 139, 159, 191
    • Branchensituation 57, 135
  • C
    • Cashflow 67, 71, 110, 160, 208
    • Chancen 51, 119
    • Chemische Fabrik Kalk (CFK) 38, 40, 218
    • Compliance 51, 83, 97, 107, 130
    • Corporate Governance 99
  • D
    • Derivative Finanzinstrumente 120, 175, 196
    • Directors' Dealings 106
    • Diversität 100, 130
    • Dividende 32, 136, 140, 187
    • Düngemittelspezialitäten 39, 75, 124
  • E
    • ebitda 49, 56, 62, 134, 163, 184
    • EBITDA-Marge 63
    • Eigenkapital 64, 68, 139, 159
    • Eigenkapitalquote 65, 71, 214
    • Eigenkapitalrendite 63, 64
    • Einstapelung unter Tage 125, 126
    • Energiekosten 121, 128, 186
    • Entsprechenserklärung 99
    • Ergebnis je Aktie 32, 62, 190
    • Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften 61, 184
    • Erklärung zur Unternehmensführung 99
    • Europe+ 37, 60, 161
  • F
    • Finanzergebnis 62, 156, 183
    • Forschung und Entwicklung 78
    • Fortbildung 81
    • Frachtkosten 61, 129, 186
  • G
    • Gemeinden 37, 42, 72, 77, 135
    • Gesamtkapitalrendite 65
    • Geschäftsethik 7, 49, 52, 97
    • Geschäftsmodell 37
    • Gesundheit 47, 85
    • Gewässerschutz 90
    • Gewerkschaften 80
    • Gewinn- und Verlustrechnung 156, 172, 183
    • GRI-Inhaltsindex 236
    • Grundwerte und Prinzipien (Code of Conduct) 58, 65, 76
  • H
    • Haldenmanagement, Haldenerweiterung 45, 89, 92
    • Hauptversammlung 113
  • I
    • Industrie 18, 37, 40, 135
    • Industrieprodukte 40, 47
    • Industriesalz 218
    • Internes Kontrollsystem (IKS) 29
    • Investitionen 66, 67, 89
    • Innopark 44, 78
  • K
    • K+S Chile 41, 46, 180
    • Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) 92, 95, 125
    • Kali- und Magnesiumprodukte 38, 39, 41, 50, 191
    • Kaliumchlorid 18, 39, 57, 75, 134
    • Kaliumsulfat 135
    • Kapitalflussrechnung 160, 216
    • Kapitalkosten 63
    • Kapitalstruktur 65, 120
    • Klima 52, 83, 108
    • Konzernergebnis 62, 156, 190
    • Konzernsteuerquote 64, 189
    • Kunden 25, 37, 39
    • Kundensegmente 38, 60, 72, 134
  • L
    • Landwirtschaft 37, 57, 75, 135
    • Lebensmittelindustrie 40, 76, 185, 218
    • Lieferanten 46, 52, 97, 136
    • Liquidität 65, 132
    • Logistik 46, 74
    • Long-Term-Incentive-(LTl-)Programm 143
    • Lost Time Incident Rate (LTl-Rate) 52, 84, 111, 137, 144
  • M
    • Marken 18, 41
    • Marktkapitalisierung 32
    • Materialaufwand 48, 61, 186
    • Matrixorganisation 37, 50
    • Menschen 49, 53, 84
    • Menschenrechte 50, 87, 108
    • Mission 49
    • Mitarbeiter 48, 73, 80, 140
    • MORTON Salt 38, 43, 78, 200
    • Maßnahmenpaket 4, 28, 49, 70, 136
  • N
    • Nachhaltige Lieferketten 7, 52, 97, 145
    • Nachhaltigkeit 6, 51, 83, 96, 249
    • Nettofinanzverbindlichkeiten 69, 70
  • O
    • OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen 250
    • Operative Einheiten (Segmente nach IFRS 8) 37, 58, 135
    • Organisationsstruktur 46, 55
  • P
    • Pensionsrückstellungen 68, 151
    • Personalaufwand 61, 81, 190
    • Personalentwicklung 81
    • Produktionskürzung 33, 58, 134
    • Produktqualität 47, 72, 91
  • Q
    • Qualitätsmanagement 47, 128
  • R
    • Rating 25, 34, 65, 132
    • Rechtsstreitigkeiten 121, 128
    • Research-Coverage 34
    • Reserven und Ressourcen 43
    • Return on Capital Employed (ROCE) 49, 59, 64, 136
    • Risiken 140
    • Risiko- und Chancenmanagementsystem 108
    • Rückstellungen 64, 68, 139, 159, 168, 199
  • S
    • Salz 33, 40, 44
    • Segmentberichterstattung 162, 218
    • SHAPING 2030 3, 25, 37, 46, 50
    • Spenden und Sponsoring 55
    • Stakeholder 49, 53
    • Standorte 7
    • Strategie 49
  • T
    • Tierhygieneprodukte 38, 218
  • U
    • Umsatz 32, 39, 48, 56, 138, 156, 183
    • Umsatzrendite 63
    • Umwelt 53, 88
    • Umweltmanagement 88
    • UN GLOBAL COMPACT 236, 239
    • Unternehmenssteuerung 99, 109, 138
    • US-Dollar 34, 56, 65, 131, 179
  • V
    • Value Added 63, 111, 142, 247
    • Verbraucher 7, 37, 41, 49, 76, 135
    • Verbraucherprodukte 57, 135, 218
    • Vergütung 138
    • Verschuldung/Verschuldungsgrad 25, 49, 64, 69, 143, 214
    • Versenkung 52, 73, 91, 126
    • Vertriebskosten 177
    • Verwaltungskosten 168
    • Vision 49
    • Vorstand 6, 26, 37, 77, 104
  • W
    • Wasser 90
    • Weiterbildung 81
    • Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 69, 158, 210
    • Wettbewerber 33, 39, 41, 42
    • Working Capital 58, 63, 71, 135
  • Z
    • Ziele 49, 53, 65
    • Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGS) 83, 236, 237
    • Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung 83

2019

2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 4.039,1 1.263,5 878,5 904,9 1.023,8 4.070,7
EBITDA² 606,3 269,9 130,1 80,6 159,8 640,4
Investitionen³ 443,2 72,6 93,1 144,3 183,3 493,3
Mitarbeiter (FTE)⁴ 14.931 14.655 14.535 14.780 14.868 14.868

Operative Einheiten (Segmente nach IFRS 8)

EUROPE+

2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 2.585,2 691,8 626,8 621,1 596,2 2.535,9
EBITDA² 443,3 177,1 128,4 67,3 64,2 437,0
Investitionen³ 351,5 57,8 74,0 125,2 147,2 404,2
Mitarbeiter (FTE)⁴ 10.572 10.222 10.013 10.269 10.318 10.318

AMERICAS

2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 1.451,0 571,2 251,2 282,6 427,2 1.532,2
EBITDA² 221,8 107,6 13,6 25,3 83,9 230,0
Investitionen³ 83,1 14,2 17,3 16,7 33,5 81,7
Mitarbeiter (FTE)⁴ 3.520 3.602 3.575 3.665 3.715 3.715

Kundensegmente (keine Segmente nach IFRS 8)

LANDWIRTSCHAFT

2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 1.741,3 461,0 440,1 425,0 389,5 1.715,6
Absatz in Mio. t 6,85 1,64 1,61 1,52 1,53 6,30
EBITDA² 274,5 124,2 95,3 46,1 29,3 294,9

INDUSTRIE

2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 1.132,8 281,8 282,5 292,9 290,8 1.148,0
Absatz in Mio. t 10,30 2,44 2,47 2,66 2,52 10,09
EBITDA² 225,5 58,5 55,8 44,8 58,7 218,0

VERBRAUCHER

2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 453,7 119,6 108,5 117,7 138,9 484,7
Absatz in Mio. t 1,81 0,48 0,40 0,42 0,49 1,79
EBITDA² 43,3 16,4 9,0 13,9 20,4 59,7

GEMEINDEN

2018 Q1/19 Q2/19 Q3/19 Q4/19 2019
Umsatz 708,4 400,6 47,0 68,2 204,1 719,9
Absatz in Mio. t 13,32 7,11 0,86 1,27 3,46 12,70
EBITDA² 121,8 85,6 -18,1 -12,2 39,1 94,4

1 in Mio. €, die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren.
2 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen vor aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 61.
3 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive der Leasingzugänge gem. IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019.
4 FTE: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.

FINANZKALENDER, ONLINE-SERVICE, IMPRESSUM

FINANZKALENDER

  • Quartalsmitteilung zum 31. März 2020: 11. Mai 2020
  • Hauptversammlung, Kassel: 12. Mai 2020
  • Dividendenzahlung (vorbehaltlich Beschluss der Hauptversammlung): 15. Mai 2020
  • Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2020: 13. August 2020
  • Quartalsmitteilung zum 30. September 2020: 12. November 2020
  • Geschäftsbericht 2020: 11. März 2021

ONLINE-SERVICE

  • Geschäftsbericht als PDF: www.kpluss.com/gb2019
  • Hauptversammlung: www.kpluss.com/hv
  • Weitere Publikationen: www.kpluss.com/publikationen

IMPRESSUM

Herausgeber
K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Bertha-von-Suttner-Str. 7
34131 Kassel
www.kpluss.com

Sitz der Gesellschaft: Kassel
Handelsregister: Kassel HRB 2669

Redaktion/Text
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K+S Sustainability
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Konzeption und Gestaltung
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Fotografie
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Druck
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Kontakt
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Investor Relations
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Fax: 0561/9301-2425
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Sustainability
Tel.: 0561/9301-1218
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Internet: www.kpluss.com/nachhaltigkeit

Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

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