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K+S AG — Annual Report 2018
Apr 1, 2019
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Annual Report
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K+S Aktiengesellschaft Kassel
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018
GESCHÄFTSBERICHT 2018
Mit seinen mineralischen Produkten hilft K+S Landwirten bei der Sicherung der Welternährung, hält Industrien am Laufen, bereichert das tägliche Leben der Konsumenten und sorgt für Sicherheit im Winter. Eine stetig steigende Nachfrage bedienen wir im Wesentlichen aus Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika sowie über ein weltweites Vertriebsnetz. Wir streben nach Nachhaltigkeit, denn wir bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind.
UNSERE VISION:
Wir werden der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein und unser EBITDA bis 2030 auf 3 Mrd. € steigern. Hierzu werden wir...
- als ,One Company' denken und handeln
- Potenziale des Bestandsgeschäfts heben
- neue, angrenzende Wachstumsfelder entwickeln
- das Spezialitätengeschäft ausbauen
UNSERE MISSION:
Wir bereichern das Leben durch die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien zu unverzichtbaren Produkten für Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden.
UNSER GESCHÄFTSJAHR 2018 IN ZAHLEN:¹
¹ Eine umfassende Kennzahlenübersicht finden Sie im Umschlag am Ende dieses Geschäftsberichts.
² Eine vollständige Darstellung unserer Nachhaltigkeitsziele finden Sie auf Seite 47.
ÜBER DIESEN BERICHT
Der Berichtszeitraum umfasst die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018. Der vorliegende Geschäftsbericht kombiniert den Finanzbericht mit dem Nachhaltigkeitsbericht. Die Finanzberichterstattung erfolgt nach dem internationalen Standard IFRS, der Lagebericht ist nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 20 verfasst und enthält die Angaben gemäß CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (csr-rug). Bei der Darstellung zur Unternehmensführung folgen wir den Transparenzanforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (dcgk). Die Berichterstattung orientiert sich außerdem an den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI Standards) und den Empfehlungen des International Integrated Reporting Council (IIRC). Der Geschäftsbericht ist gleichzeitig der Fortschrittsbericht für den UN GLOBAL COMPACT. Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.
Veröffentlichung: 14. März 2019
LEGENDE STANDORTE
- H = Holding
- K = Kali- und Magnesiumprodukte
- S = Salz
- E = Ergänzende Aktivitäten
- X = Kali- und Steinsalzbergbau
K+S-Standorte in Kassel, Hessen
NORD-/SÜDAMERIKA
- Solbetrieb Lindbergh, Alberta, Kanada (S)
- K+S Potash Canada, Saskatoon, Saskatchewan, Kanada (K)
- Kaliwerk Bethune, Saskatchewan, Kanada (K)
- K+S Potash Canada, Hafen-/Logistikbüro, Vancouver, Kanada (K)
- Solbetrieb Regina, Regina, Kanada (S)
- Salzbergwerk Ojibway, Ontario, Kanada (S)
- K+S Windsor Salt-Zentrale, Pointe-Claire, Québec, Kanada (S)
- Salzbergwerk Mines Seleine, Québec, Kanada (S) X
- Siedesalzanlage Windsor, Ontario, Kanada (S)
- Salzbergwerk Pugwash, Nova Scotia, Kanada (S) X
- Siedesalzanlage Manistee, Michigan, USA (S)
- Siedesalzanlage Silver Springs, New York, USA (S)
- Salzbergwerk Fairport, Ohio, USA (S) X
- Morton Salt-Zentrale, Chicago, Illinois, USA (S)
- Siedesalzanlage Rittman, Ohio, USA (S)
- Solarsalzanlage Grantsville, Utah, USA (S)
- Siedesalzanlage Hutchinson, Kansas, USA (S)
- Salzbergwerk Grand Saline, Texas, USA (S) X
- Solarsalzanlage Glendale, Arizona, USA (S)
- Salzbergwerk Weeks Island, Louisiana, USA (S) X
- Verarbeitungsstandort Port Canaveral, Florida, USA (S)
- Meersalzanlage Inagua, Bahamas (S)
- Meersalzanlage Salina Diamante Branco, Galinhos, Brasilien (S)
- K+S Peru, Lima, Peru (S)
- Servicios Portuarios Patillos S.A. Port of Patillos, Iquique, Chile (S)
- Salztagebaubetrieb K+S Chile, Tarapacá, Atacama-Wüste, Chile (S)
- K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais, Vertriebsgesellschaft, São Paulo, Brasilien (K)
- K+S Chile-Zentrale, Santiago de Chile, Chile (S)
EUROPA
- K+S Transport GmbH, Hamburg (E)
- Solbetrieb Frisia Zout, Harlingen, Niederlande (S)
- Kaliwerk Sigmundshall, Niedersachsen (Produktionsbetrieb zum 31. Dezember 2018 eingestellt) (K) X
- K+S Polska, Vertriebsgesellschaft, Poznań, Polen (K)
- ESCO-Zentrale in Hannover, Niedersachsen (S)
- Salzbergwerk Braunschweig-Lüneburg, Niedersachsen (S) X
- K+S Baustoffrecycling GmbH, Sehnde, Niedersachsen (E)
- Kaliwerk Bergmannssegen-Hugo, Niedersachsen (K) X
- Kaliwerk Zielitz, Sachsen-Anhalt (K) X
- Granulierung von Tierhygieneprodukten, Bad Salzdetfurth, Niedersachsen (E)
- Salzbergwerk Bernburg, Sachsen-Anhalt (S) X
- Salzbergwerk Borth, Nordrhein-Westfalen (S) X
- MSW-Chemie GmbH, Langelsheim, Niedersachsen (E)
- ESCO Benelux, Vertriebsgesellschaft, Diegem, Belgien (S)
- K+S GRUPPE, Köln, Nordrhein-Westfalen (E)
- K+S Entsorgung GmbH, Kassel, Hessen (E)
- Kaliverbundwerk Werra, Hessen und Thüringen (Heringen/Merkers/Philippsthal/Unterbreizbach) (K) X
- K+S Czech Republic, Vertriebs- und Produktionsgesellschaft, Prag, Tschechische Republik (S)
- Kaliwerk Neuhof-Ellers, Hessen (K) X
- K+S KALI France-Zentrale, Reims, Frankreich (K)
- Saline Cérébos, Produktion und Abpackung von Salzprodukten, Levallois-Perret, Frankreich (S)
- K+S France, Dombasle-sur-Meurthe, Frankreich (S)
- K+S KALI Wittenheim, Produktionsstandort, Wittenheim, Frankreich (K)
- ESCO Spain-Zentrale, Barcelona, Spanien (S)
- Vatel - Companhia de Produtos Alimentares Zentrale, Alverca, Portugal (S)
AFRIKA-/ASIEN/PAZIFIK
- K+S (Huludao) Magnesium Products, Produktions- und Vertriebsgesellschaft, Huludao City, China (K)
- K+S Fertilizers (India), Vertriebsgesellschaft, Neu-Delhi, Indien (K)
- Al Biariq for Fertilizer Plant (Joint Venture), Riad, Saudi-Arabien (K)
- Shenzhen K+S Trading, Vertriebsgesellschaft, Shenzhen, China (K)
- Grainpulse Limited (Joint Venture), Kampala, Uganda (K)
- K+S Asia Pacific, Vertriebsgesellschaft, Singapur, Singapur (K)
- K+S Salt Australia, Perth, Australien (S)
VORWORT
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren, es ist ein grauer Dienstagmorgen in Kassel, an dem ich diesen Brief an Sie formuliere. Der erste Satz, den ich zu Papier brachte, lautete: "2018 war ein gutes Jahr für K+S." Der ein oder andere von Ihnen mag hier stutzen. Kann ein Geschäftsjahr, in dem wir unsere ursprünglichen Ergebniserwartungen nach unten korrigieren mussten und Ihr Investment in unser Unternehmen mehr als 25 % an Wert verloren hat, so beurteilt werden? Ja! Ich erläutere Ihnen im Folgenden, warum.
Ein turbulentes und arbeitsreiches Jahr liegt hinter uns. Die sich verlangsamende weltweite Konjunkturentwicklung und zurückgehende Aktienkurse haben auch bei uns die Stimmung getrübt. Hinzu kamen operative Herausforderungen und Sondereinflüsse wie die langanhaltende Hitzewelle und Trockenheit in Deutschland, die es so seit der Aufzeichnung von Wetterdaten noch nicht gegeben hat. Im September und zum Ende des Jahres mussten wir deshalb die Produktion in unserem Kaliwerk Werra unterbrechen. Noch vor wenigen Jahren hätten diese Effekte in ihrer geballten Kraft vermutlich zu signifikanten Ergebnisseinbrüchen geführt. Heute ist Ihre K+S so stabil, dass wir allem Gegenwind zum Trotz immerhin noch eine kleine Verbesserung des EBITDA gegenüber dem Vorjahr vermelden können. Dies belegt: Wir sind an vielen Stellen gut vorangekommen.
Die Umsetzung unserer Strategie SHAPING 2030 schreitet mit sichtbaren Ergebnissen voran: Im Jahr 2018 haben wir damit begonnen, die Effizienz unserer Verwaltung zu steigern und uns konsequent am Kundennutzen auszurichten. Auch im Einkauf, in der Produktion und im Bereich Verkauf und Marketing konnten bereits erste Synergien erzielt werden. Mit konsequenter Kostendisziplin, viel Augenmaß und deutlich geringeren Ausgaben für Investitionen sind wir auf Kurs, unseren Fahrplan zur Erreichung eines positiven freien Cashflows im Jahr 2019 und zur Halbierung des Verschuldungsgrades bis 2020 einzuhalten. Mehr noch: Wir werden die Zielsetzung, über 150 Mio. € jährliche Synergiepotenziale ab Ende 2020 zu heben, erreichen. Bis zum Ende des Jahres 2020 werden wir die Transformationsphase abschließen, um von einer soliden Basis aus in die anschließende Wachstumsphase zu starten.
Mit unserem neuen Kaliwerk in Bethune sind wir nach anfänglichen Schwierigkeiten vorangekommen. In Rekordzeit ist es uns gelungen, ein komplettes Werk neu zu errichten und in Betrieb zu nehmen. Wir haben uns damit die Basis an Rohstoffen gesichert, die wir für unser künftiges Wachstum benötigen. Im abgelaufenen Jahr haben wir dort bereits über 1,4 Mio. t Kali produziert. In Deutschland haben wir derweil mit dem erfolgreichen Start einer neuen Anlage zur weiteren Abwasserreduzierung sowie den umfangreichen Vorarbeiten und der Genehmigung zur Erweiterung der Halde Hattorf des Werkes Werra weitere wichtige Meilensteine erreicht. Die Fortführung der konstruktiven Gespräche mit der Flussgebietsgemeinschaft Weser zur langfristigen Entsorgung unserer Salzabwässer lässt uns ebenfalls optimistisch ins neue Jahr blicken.
Unsere Produktion unterliegt dem gleichen hohen Anspruch an die Nachhaltigkeit, der wir uns als Unternehmen verpflichtet haben. Dieser Anspruch findet seinen Ausdruck nicht nur in unseren Nachhaltigkeitszielen, sondern auch in unserem erneuten Bekenntnis zu den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen. Auch wenn im Rahmen der Transformation vor allem die finanzielle Konsolidierung im Vordergrund steht, haben wir mit ersten erfolgreichen Maßnahmen den Boden für zukünftiges Wachstum bereitet: Mit unserer Aquaponic-Versuchsstation sammeln wir seit März 2018 wichtige Erfahrungen im Bereich der Fertigation - der Flüssigdüngung. Wir sind fest davon überzeugt, dass diese Technologie für unsere Kunden aus der Landwirtschaft künftig von erheblicher Bedeutung sein wird. Auch in Afrika kommen wir gut voran.# K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Dieses langfristige Engagement hat mit der Unterzeichnung unserer Firmengründung in Uganda an Fahrt aufgenommen. Bereits 2019 werden wir anfangen, neue Käufergruppen zu gewinnen und unsere Präsenz in dieser Wachstumsregion der Zukunft mit mehr als einer Milliarde Menschen deutlich auszubauen. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Sie sehen, warum ich 2018 als gutes Jahr für K+S bewerte. Es ist uns gelungen, nach wichtigen - und richtigen - strategischen Weichenstellungen im Jahr 2017 auf unserem neuen Weg voranzukommen. Ich danke hierfür besonders allen Mitarbeitern der K+S, die diese Leistung erst ermöglicht haben und die sich mit bewundernswertem Engagement für unsere Strategie einsetzen. Wir haben keinen Zweifel daran, dass wir 2019 sicher die Spur halten und unseren ambitionierten Zielen erneut ein gutes Stück näher kommen werden. Dafür werden wir uns weiterhin beharrlich und konsequent einsetzen, auch wenn der ein oder andere von Ihnen im vergangenen Jahr verständlicherweise enttäuscht war. Ich danke Ihnen, auch im Namen meiner Vorstandskollegen, für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung, die Sie den Mitarbeitern der K+S und uns als Ihrem Vorstand entgegenbringen.
Kassel, 14. März 2019
Dr. Burkhard Lohr, Vorsitzender des Vorstands
UNSER VORSTAND
Dr. Thomas Nöcker ist am 1. September 2018 in den Ruhestand eingetreten.
DR. BURKHARD LOHR
VORSITZENDER DES VORSTANDS
ARBEITSDIREKTOR
Dr. Burkhard Lohr (geboren 1963 in Essen) wurde am 1. Juni 2012 in den Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT berufen und übernahm am 12. Mai 2017 dessen Vorsitz. Er ist Vorsitzender des Vorstands und Arbeitsdirektor. Die Bereiche Communications & Brands, Corporate Board Office, Corporate Secretary, Environmental & Regulatory Affairs, Health, Safety, Management Systems & Sustainability, Human Resources, Internal Auditing, Investor Relations, Legal & GRC und Strategy & Development gehören zu seiner Zuständigkeit.
THORSTEN BOECKERS
MITGLIED DES VORSTANDS
FINANZVORSTAND
Thorsten Boeckers (geboren 1975 in Würselen) ist seit 12. Mai 2017 Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und Chief Financial Officer. Er ist unter anderem verantwortlich für die Bereiche Controlling, Finance & Accounting, Insurance, IT, Procurement, Tax.
MARK ROBERTS
MITGLIED DES VORSTANDS
Mark Roberts (geboren 1963 in New Jersey/USA) ist seit 1. Oktober 2012 Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und Chief Operating Officer. Er verantwortet die operativen Einheiten Americas sowie Europe+. Ferner ist er zuständig für die Bereiche Global Marketing, Commercial und Supply Chain Excellence hinsichtlich der vier Segmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden, und er verantwortet die Funktionen Supply Chain Management Excellence und Operations Excellence mit der Einheit Technical Services.
SHAPING 2030 heißt unser Kompass für die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE. Vereint in einer klaren Mission und geleitet von einer ambitionierten Vision werden wir zu "ONE K+S", stellen den Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns und richten uns auf die vier Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden aus. Unsere große Erfahrung und unser weltweit anerkanntes Know-how in der Exploration und Verarbeitung von Mineralien werden wir nutzen, um unser Bestandsgeschäft konsequent weiterzuentwickeln und neue Geschäftsfelder zu erschließen. In der ersten Umsetzungsphase unserer Strategie - der Transformation - wollen wir durch organisatorische Veränderungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen ein stabiles Fundament für künftiges Wachstum schaffen. Für die darauf folgende Wachstumsphase bis zum Jahr 2030 haben wir einen Fahrplan mit verbindlichen Entwicklungszielen, auch finanzieller Natur, und vielversprechenden Wachstumsoptionen entwickelt. Erste Meilensteine für beide Phasen konnten wir 2018 bereits erreichen.
LANDWIRTSCHAFT
PFLANZNÄHRSTOFFE
QUALITÄT, DIE SÄTTIGT
Die Landwirtschaft steht vor der Herausforderung, im Jahr 2050 rund zehn Milliarden Menschen zu ernähren. Gesunde Böden mit einem ausgewogenen Nährstoffgehalt sind überall auf der Welt unabdingbar, um diese Aufgabe zu meistern. Doch häufig werden Böden nicht fachkundig genutzt. Die Folge: Sie erodieren und verlieren ihre Ertragskraft. Eine bedarfsgerechte und ausgewogene Düngung wirkt dem entgegen. Mit unserer großen Auswahl an Bodendüngern, Fertigations- und Blattdüngern sowie begleitender Beratung unterstützen wir Landwirte weltweit dabei, hohe Erträge und beste Qualitäten der Ernteprodukte zu erzielen - auch unter schwierigen Bedingungen. Unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" beteiligen wir uns zudem an zahlreichen Agrarhilfsprojekten wie zum Beispiel "Growth for Uganda".
INDUSTRIE
INDUSTRIELLE ANWENDUNGEN
SO LÄUFT ES
K+S bietet eine breite Palette an hochwertigen Kali-, Magnesium sowie Salzprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen beispielsweise bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie zum Einsatz. Unsere Produkte sind so Bestandteil verschiedener Kunststoffe. Aber auch bei der Herstellung von Glas, in der Mineralölindustrie, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechnologie oder bei der Öl- und Gasexploration sind sie unverzichtbarer Bestandteil der industriellen Wertschöpfung. Ergänzend steht ein Sortiment für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierernährungsindustrie bereit.
VERBRAUCHER
SPEISESALZE
GEMACHT FÜR UNBESCHWERTEN GENUSS
Ob als Gewürz oder Konservierungsmittel -Salz ist seit Jahrtausenden ein essenzieller Bestandteil unserer Ernährung. Ebendiese ist heutzutage mehr denn je Vertrauenssache. Vor allem industriell produzierten Lebensmitteln stehen viele Verbraucher zunehmend skeptisch gegenüber. Eine zertifizierte und garantierte Qualität ist deshalb unverzichtbar. Unsere Salze werden in modernsten Verfahren unter konsequenter Einhaltung höchster Qualitäts-, Hygiene- und Sicherheitsstandards hergestellt und verpackt. Auch wenn unser Speisesalz eines der bekanntesten Produkte ist, verbessern viele unserer Anwendungen, jeden Tag das Leben der Verbraucher. So machen beispielsweise Wasserenthärtungssalze Wasser weich und schützen so Kleidung oder Haushaltsgeräte, während unser Auftausalz hilft, dass beispielsweise Freunde und Familie im Winter nicht ausrutschen.
GEMEINDEN
AUFTAUSALZ
FEST IN DER SPUR
Wohl jeder kennt die Gefahren vereister Straßen und Gehwege zur Winterzeit. Mit unseren Auftausalzen sorgen wir in vielen Städten und Gemeinden für ein freies und sicheres Vorankommen. Dabei setzen wir auf eine besonders reine und wirksame Mischung aus feinen und groben Salzkristallen. Während die feinen Kristalle eine sofortige Tauwirkung entfalten, garantieren die gröberen die erforderliche Langzeitwirkung bei dickeren Eis- und Schneeschichten. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Zufriedenheit unserer öffentlichen Abnehmer: die reibungslose Logistik. Als großer Produzent liefern wir ausreichende Mengen nicht nur zuverlässig, sondern mit unserem dezentralen Logistikkonzept und einer verbrauchernahen Produktion auch umweltschonend.
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 war ein ereignisreiches Jahr für unsere K+S. Die Weltkonjunktur hat sich eingetrübt, Aktienkurse sind zum Teil erheblich zurückgegangen und die extreme Trockenheit in Deutschland hat deutliche Spuren hinterlassen - auch im Geschäft der K+S. In diesem schwierigen Umfeld haben wir dennoch konsequent an der Umsetzung unserer Strategie SHAPING 2030 gearbeitet: Wir haben unsere Strukturen vereinfacht, Kosten gesenkt und neue Geschäftsopportunitäten evaluiert. Im Namen des Aufsichtsrats bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz. Der Dank gilt gleichermaßen den Mitgliedern des Vorstands, die das Unternehmen erfolgreich durch ein schwieriges Umfeld geführt haben, sowie unseren Arbeitnehmervertretern und Betriebsräten, die die Entwicklung von K+S stets konstruktiv begleitet haben. Bei Ihnen, unseren Aktionärinnen und Aktionären, möchte ich mich besonders dafür bedanken, dass Sie auch in 2018 unserem Unternehmen, seinem Management, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unseren Produkten Ihr Vertrauen geschenkt haben. Im Aufsichtsrat haben wir uns 2018 insbesondere ausführlich mit der neuen Gruppenstrategie SHAPING 2030 und der darauf aufbauenden zukunftsorientierten Organisation befasst. Weitere Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit 2018 waren - neben der detaillierten Erörterung der Geschäftslage - potenzielle Wachstumsoptionen, die Umweltstrategie, die Durchführung von Finanzierungsmaßnahmen sowie die Auswahl von geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für Vorstands- und Aufsichtsratsmandate.
BERATUNG UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DES VORSTANDS
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl von Sachthemen wurde eingehend diskutiert, und es wurden Beschlüsse über zustimmungspflichtige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei dessen Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und bei der Leitung des Unternehmens beraten. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation, den Fortgang wichtiger Investitionsprojekte, die Planungen sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation sowie das Risikomanagement wurden dabei gewissenhaft beachtet. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsichtsrat jeweils schriftliche Berichte vom Vorstand.# Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance
Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in engem persönlichen Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge sowie anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben regelmäßig in gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten. Im Jahr 2018 fanden sechs Aufsichtsratssitzungen statt. Die Anwesenheitsquote der 16 Aufsichtsratsmitglieder lag bei diesen Sitzungen im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 91 %. Zwei Sitzungen fanden in vollständiger Besetzung statt, an zwei Sitzungen konnte ein Aufsichtsratsmitglied nicht teilnehmen, an einer Sitzung konnten drei Aufsichtsratsmitglieder nicht teilnehmen, und eine Sitzung fand ohne vier Mitglieder statt. Die Abwesenden waren immer entschuldigt. Ein Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer konnte im ersten Halbjahr an zwei – und damit an mehr als der Hälfte der für dieses Aufsichtsratsmitglied relevanten – Sitzungen nicht teilnehmen. Von den vier Präsenzsitzungen des Prüfungsausschusses wurden zwei mit vollständiger Besetzung abgehalten, bei zwei Sitzungen fehlte ein Mitglied entschuldigt. Der Nominierungsausschuss tagte viermal, wovon drei Sitzungen in vollständiger Besetzung stattfanden, bei einer Sitzung fehlte ein Mitglied entschuldigt. Von den vier Sitzungen des Personalausschusses wurden zwei Sitzungen in voller Besetzung abgehalten. Bei zwei Sitzungen fehlte jeweils ein Mitglied entschuldigt. Der Strategieausschuss tagte dreimal und immer in vollständiger Besetzung.
BESETZUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS
Im Vorstand gab es folgende Änderungen: Mit Ablauf des 31. August 2018 endete nach 15 Jahren im Vorstand die Amtszeit von Herrn Dr. Thomas Nöcker. Wir bedanken uns noch einmal bei Herrn Dr. Nöcker für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sowie sein Engagement für unsere K+S in den vergangenen Jahren.
Im Aufsichtsrat gab es 2018 folgende Änderungen: Zum 28. Februar 2018 ist Herr Dieter Kuhn nach Eintritt in den Ruhestand aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Am 10. April 2018 fanden die Wahlen der Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT statt. Ausgeschieden sind die Herren Harald Döll und Michael Vassiliadis. Gewählt wurden als Vertreter der Arbeitnehmer Frau Anke Roehr sowie die Herren Andre Bahn, Peter Bleckmann, Axel Hartmann und Michael Knackmuß. Als Vertreter der leitenden Angestellten wurde Herr Gerd Kübler gewählt. Als Vertreter der Gewerkschaft wurden Frau Petra Adolph und Herr Ralf Becker gewählt. Mit der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Mai 2018 sind die Aufsichtsratsmandate von Frau Jella Benner-Heinacher und Frau Dr. Annette Messemer sowie von den Herren Wesley Clark und Dr. Eckart Sünner ausgelaufen. Frau Jella Benner-Heinacher wurde wiedergewählt. Neu gewählt wurden Frau Dr. Elke Eller sowie die Herren Gerd Grimmig und Nevin McDougall. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben nach der ordentlichen Hauptversammlung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT den stellvertretenden Vorsitzenden gewählt sowie Nachwahlen zu den Ausschüssen vorgenommen:
- Als stellvertretender Vorsitzender wurde Herr Ralf Becker gewählt.
- Herr Ralf Becker ist gemäß MitbestG auch neues Mitglied im Vermittlungsausschuss. Als weitere Mitglieder wurden die Herren Axel Hartmann und Thomas Kölbl gewählt. Herr Ralf Becker wurde zudem in den Strategieausschuss gewählt.
- Als neue Prüfungsausschussmitglieder wurden Frau Petra Adolph und Frau Jella Benner-Heinacher sowie Herr Dr. Andreas Kreimeyer gewählt. Die Herren Ralf Becker und Axel Hartmann wurden wiedergewählt. Anschließend wurde Herr Thomas Kölbl zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses gewählt.
- In den Personalausschuss wurden Frau Dr. Elke Eller sowie die Herren Ralf Becker und Michael Knackmuß gewählt.
- Für den Nominierungsausschuss wurde Frau Jella Benner-Heinacher wiedergewählt.
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS
Im Geschäftsjahr 2018 fanden eine außerordentliche und fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. In der ordentlichen Sitzung am 14. März 2018 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte für das Geschäftsjahr 2017 geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und nach intensiver Diskussion beschlossen, sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands anzuschließen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert, zudem wurden die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2018 verabschiedet. Des Weiteren wurde das Ergebnis der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung mit den Prüfern erörtert. Darüber hinaus beschlossen wir die Festlegung von Altersgrenzen für Vorstand und Aufsichtsrat. Wir wurden ferner ausführlich über den Fortschritt der Unternehmensstrategie SHAPING 2030 und die Produktionssituation unseres neuen Werks in Bethune informiert.
In der ordentlichen Sitzung am 14. Mai 2018 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat unter anderem detailliert über die Entwicklung der Geschäftslage und das Ergebnis im ersten Quartal 2018. Des Weiteren wurden wir über die Akquisition von Grainpulse in Uganda und die Afrika-Strategie informiert. Zudem stimmten wir einer weiteren Finanzierungsmaßnahme zu. Abschließend ließen wir uns über den Stand der Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung bei K+S informieren. Im Anschluss an die Hauptversammlung fand am 15. Mai 2018 die konstituierende Sitzung des neuen Aufsichtsrats statt. Nach der Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden fanden die Wahlen des Vermittlungs-, Personal-, Prüfungs-, Nominierungs- und Strategieausschusses statt (siehe Abschnitt „Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats“).
In der ordentlichen Sitzung am 23. August 2018 befassten wir uns unter anderem ausführlich mit der neuen Strategie SHAPING 2030 der K+S GRUPPE. Außerdem wurden wir über die aktuelle Situation hinsichtlich der Umweltthemen informiert, und die Geschäftslage der K+S GRUPPE wurde erläutert. Darüber hinaus haben wir uns mit der Produktionssituation unserer Werke auseinandergesetzt.
In der letzten ordentlichen Sitzung des Jahres am 29. November 2018 erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage und gab einen Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz und das Ergebnis der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2018. Die Planung der K+S GRUPPE für das Jahr 2019, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens, wurde eingehend – auch auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen – geprüft und sodann gebilligt. Anschließend wurden wir über den Implementierungsstand der neuen Strategie SHAPING 2030 sowie die damit verbundenen Wachstumsoptionen informiert. Ferner erläuterte uns der Vorstandsvorsitzende die aktuellen Umweltthematiken. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete über dessen letzte Sitzung. Der Aufsichtsrat beschloss, die DELOITTE GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung zu beauftragen. Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2018/2019 von Vorstand und Aufsichtsrat wurde ebenfalls beschlossen.
In der außerordentlichen Sitzung am 18. Dezember 2018 ging es schwerpunktmäßig um die Behandlung einer potenziellen Wachstumsoption.
AUSSCHUSSSITZUNGEN
Zur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss vier weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss sowie den Strategieausschuss. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung findet sich auf der Seite 73 im Lagebericht und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik „Corporate Governance“. Dort finden Sie auch die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse.
Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2018 insgesamt sechsmal zusammen. Der Ausschuss prüfte am 2. März 2018 im Beisein des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Jahresabschluss 2017 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den Konzernabschluss 2017, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und sprach die Empfehlung aus, der Hauptversammlung erneut die Wahl der DELOITTE GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer vorzuschlagen. Am 23. August 2018 diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand umfassend das interne Kontrollsystem (IKS) der K+S GRUPPE. Ferner nahm der Ausschuss den Bericht des Chief Compliance Officers über den Status der Compliance-Organisation der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis. Des Weiteren wurde beschlossen, die Prüfung des Jahresabschlusses der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 auszuschreiben. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2018. In der Sitzung am 28. November 2018 berichtete der Leiter der internen Revision über seine Arbeit in der K+S GRUPPE. Der Vorstand berichtete über die Entwicklung von Beraterkosten und Spenden sowie über die Beauftragung des Abschlussprüfers mit zulässigen Nichtprüfungsleistungen. Schließlich empfahl der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsratsplenum die Beauftragung des Abschlussprüfers mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung. Zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand wurden am 8. Mai und 12. November per Telefonkonferenz sowie am 9. August 2018 in einer Präsenzsitzung die jeweils zur Veröffentlichung anstehende Quartalsmitteilung bzw. der Halbjahresfinanzbericht erörtert.
Der Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2018 viermal zusammen.# Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat befasste sich im Berichtszeitraum intensiv mit den wesentlichen Geschäftsvorfällen und der Lage der K+S GRUPPE sowie der K+S Aktiengesellschaft. Er hat seine Aufgaben im Einklang mit der Satzung und der Geschäftsordnung für die Mitglieder des Aufsichtsrats wahrgenommen. Er folgte den gesetzlichen Vorgaben und den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex.
Im Jahr 2018 kam der Aufsichtsrat zwölfmal zu Sitzungen zusammen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Andreas Kreimeyer, nahm an allen Sitzungen teil. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Durchschnitt an 11,6 Sitzungen beteiligt. Die Anwesenheitsquote der einzelnen Mitglieder lag durchweg über 80 %. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats besuchten darüber hinaus die ordentliche Hauptversammlung am 10. Mai 2018.
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung, die Rentabilität, die wesentlichen Kennzahlen sowie die wirtschaftliche Lage der K+S GRUPPE unterrichtet. Sofern erforderlich, wurden zusätzliche Informationen und Erläuterungen eingeholt.
Die Hauptthemen der Beratungen und Entscheidungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018 waren:
- Die strategische Ausrichtung und die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells der K+S GRUPPE im Rahmen der Strategie shaping 2030.
- Die operative Entwicklung, insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen im Verbundwerk Werra.
- Die finanzielle Lage und die Finanzplanung der K+S GRUPPE.
- Investitionsentscheidungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Aufbau von Lagerkapazitäten am Standort Hattorf (Zielplanung) sowie der Optimierung der Kaligewinnung.
- Die Überwachung des Risikomanagementsystems und der Compliance-Prozesse.
- Die Vergütung der Vorstandsmitglieder und die Zielvereinbarungen sowie Zielerreichungen.
- Die Empfehlung der Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung zur Gewinnverwendung.
- Personalentscheidungen im Vorstand.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat zur Unterstützung seiner Tätigkeit drei Ausschüsse gebildet: den Prüfungsausschuss, den Nominierungsausschuss und den Strategieausschuss. Der Vermittlungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss setzte sich im Berichtsjahr aus den Herren Dr. Hans-Joachim Grote (Vorsitzender), Dr. Veit H. Steiner und Dr. Christian W. E. Wagner zusammen. Er trat im Jahr 2018 viermal zusammen.
Der Prüfungsausschuss befasste sich mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Überwachungssystems bezüglich des Rechnungslegungsprozesses, der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie der Berichterstattung des Abschlussprüfers. Er befasste sich mit den Zielvereinbarungen und Zielerreichungen der Vorstandsmitglieder, der Angemessenheit der Vorstandsvergütung im Verhältnis zu den Führungskreisen und der Gesamtbelegschaft, der Geschlechterquote sowie mit der Weiterentwicklung des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat. Ferner wurde über eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder sowie einen Beratervertrag für Dr. Nöcker beraten. Darüber hinaus befasste er sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2018 sowie die Struktur des aktuellen Vergütungssystems finden Sie auf den Seiten 134-143.
Nominierungsausschuss
Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2018 ebenfalls viermal zusammen; Gegenstand der Beratungen war insbesondere die langfristige Nachfolgeplanung für den Aufsichtsrat. Ferner befasste er sich mit der Einführung einer Altersgrenze sowie der Begrenzung der Anzahl von Wahlperioden für Aufsichtsratsmitglieder.
Strategieausschuss
Der Strategieausschuss tagte im Jahr 2018 insgesamt dreimal. Er beriet hauptsächlich über die neue Unternehmensstrategie shaping 2030 sowie über die darauf aufbauende zukünftige Organisation und Wachstumsoptionen der K+S GRUPPE.
INTERESSENKONFLIKTE
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.
PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2018
Die DELOITTE GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards, wie sie in der eu anzuwenden sind, und den ergänzenden nach §315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 geprüft. Jahresabschluss und Konzernabschluss wurden jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Über die gesetzliche Abschlussprüfung hinaus hat der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT die DELOITTE GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung der Konformität mit begrenzter Sicherheit der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung gemäß dem CSR-RUG beauftragt. DELOITTE hat die Ergebnisse dem Prüfungsausschuss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in seiner Sitzung vom 1. März 2019 sowie dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 13. März 2019 berichtet. Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind DELOITTE keine Sachverhalte bekannt geworden, die DELOITTE zu der Auffassung gelangen lassen, dass die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung des Unternehmens für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c in Verbindung mit 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist.
Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der DELOITTE GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden jeweils in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Prüfungsausschusssitzung am 1. März 2019 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 13. März 2019 umfassend behandelt. In beiden Sitzungen wurden vom Vorstand und vom Abschlussprüfer alle Fragen zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung der vorgelegten Berichte keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und billigte auf Vorschlag des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2018. Der Jahresabschluss 2018 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wurde damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat folgte dem Vorschlag des Vorstands für die Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 67). Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde insbesondere im Hinblick auf die derzeitige und die künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S GRUPPE ebenfalls überprüft. Nach intensiver Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat auch diesem Vorschlag des Vorstands an.
Ein herzliches Glückauf!
Kassel, 13. März 2019
Für den Aufsichtsrat
Dr. Andreas Kreimeyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats
K+S AM KAPITALMARKT
Die K+S-Aktie verzeichnete in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018, im Wesentlichen bedingt durch steigende Kalipreise in Übersee, eine positive Entwicklung. Ab dem dritten Quartal belasteten witterungsbedingte Produktionsprobleme den Aktienkurs, dessen Abwärtsdynamik gegen Jahresende von einem zunehmend schwachen Aktienmarkt noch befördert wurde. Unsere Aktie notierte zum Ende des Geschäftsjahres in der Nähe ihres Jahrestiefststands bei 15,72 €.
KAPITALMARKTKENNZAHLEN
TAB 1.1
| | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
| :------------------ | :----- | :----- | :----- | :----- | :----- |
| Schlusskurs am 31.12. XETRA,€ | 22,92 | 23,62 | 22,69 | 20,76 | 15,72 |
| Höchstkurs XETRA,€ | 26,6 | 38,81 | 23,62 | 24,83 | 25,75 |
| Tiefstkurs XETRA, € | 19,44 | 22,4 | 16,06 | 19,11 | 15,03 |
| Durchschnittliche Anzahl Aktien Mio. | 191,4 | 191,4 | 191,4 | 191,4 | 191,4 |
| Marktkapitalisierung am 31.12. Mrd. € | 4,4 | 4,5 | 4,3 | 4,0 | 3,0 |
| Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag Mio. Stück | 1,92 | 2,21 | 1,74 | 1,26 | 0,89 |
| Unternehmenswert (EV) am 31.12. Mrd. € | 6,1 | 6,9 | 7,9 | 8,1 | 7,4 |
| Unternehmenswert zu Umsatz (EV/Umsatz) x-fach | 1,6 | 1,7 | 2,3 | 2,2 | 1,8 |
| Unternehmenswert zu EBITDA (EV/EBITDA) x-fach | 6,8 | 6,5 | 15,3 | 14,1 | 12,3 |
| Unternehmenswert zu EBIT I (EV/EBIT) x-fach | 9,5 | 8,8 | 34,6 | 30,1 | 32,8 |
| Buchwert je Aktie €/Aktie | 20,77 | 22,44 | 23,78 | 21,74 | 21,65 |
| Ergebnis je Aktie, bereinigt¹ €/Aktie | 1,92 | 2,83 | 0,68 | 0,76 | 0,45 |
| Dividende je Aktie² €/Aktie | 0,90 | 1,15 | 0,30 | 0,35 | 0,25 |
| Ausschüttungssumme 2 Mio. € | 172,3 | 220,1 | 57,4 | 67,0 | 47,9 |
| Ausschüttungsquote²,³ % | 47,0 | 40,6 | 44,0 | 46,2 | 55,6 |
| Dividendenrendite (Schlusskurs) ² % | 3,9 | 4,9 | 1,3 | 1,7 | 1,6 |
¹ Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 173). Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2018: 30,0 % (2017: 29,9 %).
² Im Jahr 2018 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag.
³ Bezogen auf das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern.
DIE AKTIE
INTERNATIONALE AKTIENMÄRKTE UNTER DRUCK
Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im Jahr 2018 von geopolitischen Konflikten und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt, was sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte in der Entwicklung vieler internationaler Aktienindizes widerspiegelte. Insbesondere der Handelskonflikt zwischen den großen Wirtschaftsmächten USA und China, aber auch die italienische Verschuldungskrise sowie die schleppenden Verhandlungen zum Austritt Großbritanniens aus der EU sorgten weltweit für ein gebremstes konjunkturelles Wachstum. Zusätzlich läutete die EZB mit ihrer Ankündigung, die Anleihekäufe zum Jahresende einzustellen, eine Wende in der europäischen Geldpolitik ein. In der Folge büßte der deutsche Leitindex DAX im Jahr 2018 rund 19 % seines Werts ein und schloss am Jahresende mit 10.558 Punkten. Auch der MDAX verzeichnete bei einem Schlussstand von 21.588 Punkten einen Verlust von gut 17 %. Der europäische Aktienindex DJ STOXX EUROPE 600 ging um rund 13 % auf 337 Punkte zurück. Der globale Index MSCI WORLD entwickelte sich ebenfalls negativ und verlor 11 % mit einem Jahresschlussstand von 1.883 Punkten.
PRODUKTIONSEINSCHRÄNKUNGEN IM ZWEITEN HALBJAHR BELASTETEN K+S-AKTIE
Im ersten Halbjahr 2018 entwickelte sich die im MDAX notierte K+S-Aktie überwiegend positiv und erzielte bis zur Jahreshälfte eine bessere Performance als sämtliche Vergleichsindizes. Mit 25,75 € erreichte die Aktie am 25. Mai ihren Höchststand. In der zweiten Jahreshälfte stand die Aktie dann jedoch insbesondere aufgrund der wetterbedingten Produktionsunterbrechungen am Verbundwerk Werra unter Druck. Am 27. November verzeichnete sie mit 15,03 € ihren niedrigsten Schlusskurs im Jahresverlauf. Die Anfang Dezember kommunizierte zurückkehrende Produktionssicherheit am Verbundwerk Werra verlieh der Aktie wieder leichten Auftrieb. Dennoch schloss sie in einem insgesamt schwachen Gesamtmarkt zum Ende des Berichtsjahres mit einem Kurs von 15,72 € in der Nähe des Jahrestiefststands (Jahresschlusskurs 2017: 20,76 €). Die Leerverkaufsquote ging derweil im Jahresverlauf von 12,6 % auf 8,4 % zurück (Quelle: Bloomberg).
AKTIENKURSE DER NORDAMERIKANISCHEN WETTBEWERBER
Wir verfolgen die Aktienkursentwicklung auch im Vergleich zu unseren börsennotierten Wettbewerbern. Hierzu gehören vor allem die Düngemittelproduzenten NUTRIEN aus Kanada und MOSAIC aus den USA sowie die überwiegend Salz produzierende US-amerikanische COMPASS MINERALS. Während sich NUTRIEN (-14 %) im Vergleich zum Gesamtmarkt nur leicht schwächer entwickelte, zeigte die Aktie von COMPASS MINERALS (-42 %) eine deutlich negative Entwicklung. Der Aktienkurs von MOSAIC (+14 %) konnte hingegen stärker von der positiven Entwicklung der internationalen Kalimärkte profitieren.
TAB 1.2
| | in % |
| :---------------------- | :-------- |
| K+S-Aktie | |
| DAX | |
| MDAX | |
| DJ STOXX 600 | |
| MSCI WORLD | |
| Quelle: Bloomberg | |
TAB 1.3
| | in % |
| :---------------------- | :-------- |
| NUTRIEN | -14 % |
| COMPASS MINERALS | -42 % |
| MOSAIC | +14 % |
| Quelle: Bloomberg | |
AKTIONÄRSSTRUKTUR
Nach der Streubesitzdefinition der DEUTSCHE BÖRSE AG beträgt der Freefloat 100 %. Bis Ende Februar 2019 haben uns folgende Aktionäre einen Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwellen mitgeteilt:
- DIMENSIONAL HOLDINGS INC.: 3,005 % (Meldung vom 27. Dezember 2018)
- DWS INVESTMENT GMBH: 5,69 % (Meldung vom 31.# AMERICAN DEPOSITARY RECEIPTS ZUM HANDEL IN NORDAMERIKA
In Nordamerika bieten wir ein American-Depositary-Receipts-(ADR-)Programm an, um den dortigen Investoren den Handel mit K+S-Wertpapieren zu erleichtern und so die internationale Aktionärsbasis auszubauen. Da die ADRS in US-Dollar notiert sind und auch die Dividenden in US-Dollar gezahlt werden, ähnelt die Ausgestaltung im Wesentlichen amerikanischen Aktien. Zwei ADRS liegt jeweils eine K+S-Aktie zugrunde. Die ADRS werden in Form eines "Level 1"-ADR-Programms außerbörslich am OTC-(over the counter-)Markt gehandelt. Die K+S-ADRS sind bei der Handelsplattform OTCQX gelistet.
www.k-plus-s.com/adr
www.otcmarkets.com
ANLEIHEN UND RATING
DIE K+S-ANLEIHEN
Aufgrund der anhaltend hohen Liquiditätsversorgung durch die großen Notenbanken blieben die Anleihekurse von Schuldnern guter Bonität am Kapitalmarkt weiterhin auf hohem Niveau - bei entsprechend niedrigen Renditen. Von dieser Situation konnten auch die K+S-Anleihen überwiegend partizipieren.
RATING
Nach einer Überprüfung der Bonitätsbewertung von K+S durch die Ratingagentur STANDARD & POOR'S erfolgte im August 2018 eine Bestätigung unseres Ratings BB. Gleichzeitig passte STANDARD & POOR'S seinen Ratingausblick jedoch auf "negativ" von zuvor "stabil" an. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem unsere operativen Herausforderungen, die die Erholung des EBITDA, des Verschuldungsgrads und des bereinigten Freien Cashflows erschwerten. Der neue Ratingausblick hatte keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanzierungsfähigkeit unseres Unternehmens.
INVESTOR RELATIONS
RESEARCH-COVERAGE ÜBER K+S
Die sehr umfangreiche Research-Coverage der K+S GRUPPE blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Das Spektrum der uns regelmäßig analysierenden Banken reicht dabei von der Investmentboutique mit regionaler Expertise bis hin zur Großbank mit internationalem Ansatz. Im Geschäftsjahr 2018 analysierten uns 28 Bankhäuser regelmäßig (2017: 29).
www.k-plus-s.com/analysten
Ende Februar 2019 stuften uns laut Bloomberg 12 Bankhäuser auf "Kaufen/Akkumulieren", 11 auf "Halten/Neutral" und 3 Bankhäuser auf "Reduzieren/Verkaufen". Das durchschnittliche Kursziel lag bei rund 20,00 €.
AKTIONÄRSSTRUKTUR
ABB. 1.3 in %
ANLEIHEKURSE UND RENDITEN
TAB. 1.2 scroll
| | 31.12.2018 in % | Kurs | Rendite |
| :------------------- | :-------------: | :--: | :-----: |
| K+S-Anleihe (Dezember 2021); Kupon: 4,125 % | 106,7 | 1,8 | - |
| K+S-Anleihe (Juni 2022); Kupon: 3,000 % | 102,4 | 2,3 | - |
| K+S-Anleihe (April 2023); Kupon: 2,625 % | 101,5 | 2,2 | - |
| K+S-Anleihe (Juli 2024); Kupon: 3,250 % | 96,0 | 4,1 | - |
K+S-INVESTOR RELATIONS BIETET UMFANGREICHES INFORMATIONSANGEBOT
Dem Informationsbedarf des Kapitalmarkts haben wir im vergangenen Jahr mit einem Angebot von 53 Roadshow- und Konferenztagen Rechnung getragen (2017: 52). So führten wir Investorengespräche in Europa, Nordamerika und Asien und veranstalteten im September einen Capital Markets Day in unserem kanadischen Kaliwerk Bethune. Darüber hinaus organisierten wir zahlreiche Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Den Kontakt zu Privataktionären intensivierten wir durch die Teilnahme an Privataktionärsveranstaltungen in ganz Deutschland. Neben einem umfangreichen Informationsangebot auf unserer Internetseite veröffentlichen wir im Rahmen der regelmäßigen Finanzberichterstattung Interviews mit Vorstandsmitgliedern zusätzlich auf YOUTUBE.
www.youtube.com/user/kplussag
Ziel unserer Investor-Relations-Arbeit ist eine transparente und faire Finanzkommunikation mit allen Marktteilnehmern, um das Vertrauen in die Qualität und Seriosität unserer Unternehmensführung zu erhalten bzw. zu stärken und umfassend, zeitnah und möglichst objektiv über unsere Strategie sowie über alle kapitalmarktrelevanten Geschehnisse rund um die K+S GRUPPE zu informieren.
Zusammengefasster Lagebericht
GESCHÄFTSMODELL
K+S versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten für die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir aus Produktionsstätten im Wesentlichen in Europa, Nord- und Südamerika sowie über ein weltweites Vertriebsnetz.
UNTERNEHMENSPROFIL
Im Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie shaping 2030 wollen wir verstärkt Synergiepotenziale heben und haben eine neue Struktur geschaffen, um die bisherige divisionale Organisation mit den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz im Sinne einer "One Company" stärker zu integrieren. Eine Übersicht über die wesentlichen Standorte von K+S finden Sie im Umschlag dieses Geschäftsberichts.
MATRIXSTRUKTUR
Aus unserer Sicht ist die beste Struktur für ONE K+S eine Matrixorganisation. In ihr verknüpfen wir regional orientierte operative Einheiten¹ mit marktorientierten Kundensegmenten² und zentralen Exzellenzfunktionen, um deren jeweilige Stärke in Projekten und Lösungen für unsere Kunden überall nutzbar zu machen. Damit wollen wir Silos aufbrechen und Teams über Bereichs- und Ländergrenzen hinweg stärker vernetzen. Am 1. Oktober 2018 haben wir mit der Umsetzung der neuen Struktur der "One Company" begonnen:
K+S-MATRIXSTRUKTUR
ABB. 2.1
¹ Segmente im Sinne des IFRS 8.
² Keine Segmente im Sinne des IFRS 8.
Während wir das operative Geschäft in den beiden operativen Einheiten Europe+ und Americas führen (siehe Abschnitt "Operative Einheiten"), bilden die Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden eine für K+S vollständig neue organisatorische Dimension. Ziel dieser organisatorischen Neuausrichtung sind die Bündelung gemeinsamer Kundeninteressen und die Entwicklung langfristiger Strategien. In den Kundensegmenten wollen wir Innovationen vorantreiben, Megatrends verfolgen, neue Märkte entwickeln und das gruppenweite Produktportfolio gestalten. Außerdem sind sie der Motor für Wachstumsinitiativen und Investitionen. Die neue Einheit "Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence" bündelt die vier Kundensegmente. Sie ist dafür verantwortlich, Strategien für diese zu entwickeln, kontinuierliche Prozess- und Technologieverbesserungen voranzutreiben, globale Leistungsindikatoren festzulegen und - in ihren jeweiligen Excellence-Funktionen - einen regionalübergreifenden Vergleich zu gewährleisten.
Die Einheit "Operations Excellence" ist ausgerichtet auf die strategische Entwicklung des weltweiten Produktionsnetzwerks und eine möglichst effektive Steuerung der Produktionsstandorte. Unter anderem definiert und erhebt sie Kennzahlen, standardisiert Instandhaltung und Prozesse sowie Materialien und ermöglicht Know-how-Transfer. Interne und externe Vergleiche gehören in diesen Verantwortungsbereich wie auch die bedarfsgerechte Weiterentwicklung unserer verfahrenstechnischen Kompetenzen.
Die Zentralfunktionen Communications & Brands, Controlling, Corporate Board Office, Corporate Secretary, Environmental & Regulatory Affairs, Finance & Accounting, Health, Safety, Management Systems & Sustainability, Human Resources, Investor Relations, Internal Auditing, Legal & GRC, Insurance, IT, Procurement, Strategy & Development und Tax verstehen sich als Business Partner der operativen Einheiten. Sie setzen Standards, definieren Prozesse und erheben Kennzahlen. Außerdem unterstützen sie den Vorstand und nehmen gruppenweit Governance-Aufgaben wahr.
OPERATIVE EINHEITEN
Wir führen das operative Geschäft in zwei Einheiten (Segmente im Sinne des IFRS 8), in die sich auch die Segmentberichterstattung ab dem Berichtsjahr 2019 gliedern wird:
― Operative Einheit Europe+, bestehend aus dem ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte inkl. Bethune, ESCO (bisher Teil des ehemaligen Geschäftsbereichs Salz) und den bisherigen Ergänzenden Aktivitäten (Entsorgung und Recycling, Tierhygieneprodukte, K+S TRANSPORT GMBH, K+S GRUPPE)
― Operative Einheit Americas, bestehend aus MORTON SALT, K+S WINDSOR SALT und K+S SALT LA (bisher Teile des ehemaligen Geschäftsbereichs Salz)
Diese operativen Einheiten folgen ebenfalls der Kundenlogik, denn das Geschäft der Kundensegmente Industrie, Verbraucher und Gemeinden ist regional geprägt, da die Produkte für diese Segmente transportkostenabhängig sind. In der Marktbearbeitung gibt es viele Synergien zwischen Süd- und Nordamerika, aber aufgrund der großen räumlichen Distanz nur wenige zwischen Amerika und Europa. Das Kundensegment Landwirtschaft hingegen agiert in einem globalen Umfeld. Wir liefern Kaliprodukte aus Deutschland und Kanada in die ganze Welt. Zwar gibt es bei der Marktbearbeitung wenig Synergien zwischen Landwirtschaft und den anderen Kundensegmenten; aufgrund der räumlichen Nähe der Kali- und Salzbergwerke innerhalb Deutschlands bestehen jedoch vielfältige Synergien in Bezug auf Produktion, Technik und Logistik, die wir verstärkt nutzen wollen.
Die operativen Einheiten haben den direkten, engen Draht zum Kunden. Für die optimale Marktbearbeitung haben beide Einheiten die Verantwortung für die gesamte Wertschöpfungskette von der Absatzplanung über die Produktion sowie Marketing und Vertrieb bis hin zur Auslieferung. Sie entwickeln auf Basis der zentralen Strategien mittelfristige Umsetzungskonzepte für ihre Märkte und implementieren zentrale Produktionsstandards. Die beiden operativen Einheiten denken und handeln in Kundensegmenten (keine Segmente im Sinne des IFRS 8) und diese werden gruppenweit betrachtet. Dabei konzentrieren wir uns in jedem dieser Segmente auf den Mehrwert, den wir von K+S bieten:
KUNDENSEGMENTE
LANDWIRTSCHAFT: WIR HELFEN LANDWIRTEN BEI DER SICHERUNG DER WELTERNÄHRUNG
Unsere Düngemittel sind auf nahezu allen Kontinenten dieser Welt im Einsatz - von den Weizenfeldern Europas, über die Reisterrassen Asiens, bis hin zu den Kaffeeplantagen Südamerikas. Das Kundensegment Landwirtschaft findet sich ausschließlich in der operativen Einheit Europe+ und war bisher im ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte abgebildet.# Produkte und Dienstleistungen
Die Produkte des Kundensegments werden als Pflanzennährstoff in der Landwirtschaft eingesetzt. Als Naturprodukte sind diese nach EU-Recht größtenteils auch für den ökologischen Landbau zugelassen.
ABB. 2.2 Kaliumchlorid:
Das universell einsetzbare mineralische Düngemittel Kaliumchlorid wird vor allem bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewendet. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf die Äcker gebracht, mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen zu sogenannten "bulk blends" gemischt oder alternativ als feinkörnige "Standard"-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet.
Düngemittelspezialitäten:
Die Düngemittelspezialitäten unterscheiden sich vom Kaliumchlorid entweder durch Chloridfreiheit, durch unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel, Natrium und Spurenelementen oder durch ihre Wasserlöslichkeit. Diese Produkte werden für Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z. B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchten, Wein oder Gemüse. Voll wasserlösliche Düngemittel werden z. B. im Bereich der Fertigation (Einsatz von Düngemitteln in Bewässerungssystemen) vor allem für Obst und Gemüse eingesetzt.
Die Düngemittelspezialitäten werden unter den folgenden Produktmarken vertrieben: kalisop(r), korn-kali(r), PATENTKALI(r), ESTA(r) KIESERIT, MAGNESIA-KAINIT(r), SOLUMOP(r), SOLUSOP(r), SOLUNOP(r), HORTISUL(r), EPSO TOP(r), EPSO MICROTOP(r), EPSO COMBITOP(r), EPSO BORTOP(r).
Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen
Die Hälfte des Umsatzes des Kundensegments Landwirtschaft wird in Europa erzielt. Hier profitieren wir von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Weitere Absatzschwerpunkte liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, und in Asien.
ABB. 2.3
K+S ist weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten. Mit dem neuen Werk in Bethune, Kanada konnte K+S den Anteil am Weltkaliabsatz auf rund 9 % steigern. Im Bereich der Düngemittelspezialitäten nimmt K+S weltweit Spitzenpositionen ein. Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanische NUTRIEN sowie MOSAIC. Weitere bedeutende Wettbewerber sind die russischen Produzenten URALKALI und EUROCHEM, die weißrussische BELARUSKALI, die israelische ICL, die jordanische APC sowie die chilenische SQM.
LANDWIRTSCHAFT - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN
ABB. 2.2
| in % | |
|---|---|
LANDWIRTSCHAFT - UMSATZ NACH REGIONEN
ABB. 2.3
| in % | |
|---|---|
INDUSTRIE: WIR BIETEN LÖSUNGEN, DIE INDUSTRIEN AM LAUFEN HALTEN
Haupteinsatzgebiet unserer Produkte im Industriebereich sind die Elektrolyse- und die Lebensmittelindustrien, wobei die Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten weit reicht - von pharmazeutischer Produktion bis hin zur Kupfergewinnung. Zum Beispiel wird bei der Elektrolyse Chlor gewonnen - ein wichtiger Stoff für viele Industrien. Ernährungslösungen sowie Kosmetik- und Pflegeprodukte beinhalten ebenfalls unsere Mineralien. Mit unseren Produkten und unserem technischen Know-how für die Lebensmittelindustrie leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Welternährung. Das Kundensegment Industrie findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher in beiden ehemaligen Geschäftsbereichen sowie den ehemaligen Ergänzenden Aktivitäten abgebildet.
Produkte und Dienstleistungen
K+S bietet eine breite Palette an höherwertigen Kali-, Magnesium- sowie Salzprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z. B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen, zur Verbesserung von Geschmack und Nährstoffgehalten von Nahrungsmitteln, bei der Herstellung von Glas, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechnologie, bei der Öl- und Gasexploration, in der Wasserenthärtung sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Ergänzend steht ein Sortiment für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierernährungsindustrie bereit.
Zu den Produktmarken im Kundensegment Industrieprodukte gehören z. B.: APISAL(r), AXAL(r), BÄCKERSTOLZ(r), KADD(r), KASA(r), K-DRILL(r), MORTON(r) PUREX(r), MORTON(r) STAR FLAKE(r) DENDRITIC, SOLSEL(r).
ABB. 2.4
Als Dienstleistung für Dritte und als ergänzende Aktivität nutzt K+S außerdem teilweise Hohlräume unter Tage, die durch die Rohsalzgewinnung entstanden sind. Einerseits werden Abfälle durch die Einlagerung in Untertagedeponien sicher der Biosphäre entzogen. Andererseits werden sie verwertet, indem Hohlräume mit Rückständen aus der Rauchgasreinigung als Versatzbaustoffe gefüllt werden. Die für diesen Zweck genutzten Salzlagerstätten sind vom laufenden Betrieb der Rohstoffgewinnung getrennt, nicht durchlässig für Gas und Flüssigkeiten und von den grundwasserführenden Schichten abgeschottet. Eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren gewährleistet höchstmögliche Sicherheit.
Für die Sekundäraluminiumindustrie bietet K+S eine Komplettleistung rund um das Recycling von Salzschlacken. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das Recycling über Tage von gering belasteten Baustoffen. Am Standort Salzdetfurth werden darüber hinaus große Teile der Infrastruktur über Tage eines stillgelegten Kaliwerks genutzt, um für die MARS GMBH u. a. das bekannte Markenprodukt CATSAN(r) für den Tierhygienebedarf zu granulieren. Die K+S TRANSPORT GMBH erbringt in Hamburg für K+S als eigener Logistikdienstleister vielfältige Transportleistungen. Die K+S GRUPPE (CFK) betreibt Handel mit einer Auswahl an Basischemikalien wie Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid.
Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen
In Europa und in Nordamerika werden jeweils 44 bzw. 39 % des Umsatzes des Kundensegments Industrie erzielt. Weitere Absatzregionen liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien.
ABB. 2.5
Mit kali- und magnesiumhaltigen Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Herstellern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter. Bei Salzprodukten für die Lebensmittelindustrie, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen ist ESCO neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE, GROUPE SALINS, WACKER CHEMIE und NOURYON (vorher: AKZONOBEL) führend in Europa. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON SALT und K+S WINDSOR SALT gehören neben CARGILL und COMPASS MINERALS zu den größten Salzproduzenten in Nordamerika. Die K+S ENTSORGUNG GMBH ist hauptsächlich in Europa tätig und dort führend bei der Untertageverwertung.
INDUSTRIE - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN
ABB. 2.4
| in % | |
|---|---|
INDUSTRIE - UMSATZ NACH REGIONEN
ABB. 2.5
| in % | |
|---|---|
VERBRAUCHER: WIR BEREICHERN DAS LEBEN DER ENDVERBRAUCHER BEI NAHRUNG UND WASSERENTHÄRTUNG
Wir sind weltweit mit verschiedenen Marken in unzähligen Einkaufsregalen vertreten, allen voran MORTON SALT. Unser "Umbrella Girl" kennt in den USA jedes Kind. Das Kundensegment Verbraucher findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher sowohl im ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im ehemaligen Geschäftsbereich Salz abgebildet.
Produkte und Dienstleistungen
Die K+S-Produkte für den Endverbraucher umfassen u. a. Tafelsalz, Salz zur Wasserenthärtung, Geschirrspülsalz und Auftausalz für Privathaushalte. Auch Premiumprodukte wie Meersalz, koscheres oder natriumreduziertes Salz gehören zum Portfolio. Haushaltspackungen mit Auftausalz für Endverbraucher runden die Produktpalette in diesem Segment ab.
Als Produktmarken werden z. B. BALANCE(r), BIOSAL(r), DIAMANTE BRANCO(r) , CEREBOS(r), LOBOS(r), MORTON(r), SALDORO(r), VATEL(r), WINDSOR(r) für Tafelsalze, CLEAN AND PROTECT(r), PURE AND NATURAL(r), REGENIT(r), SYSTEM SAVER(r) für die Wasserenthärtung sowie ACTION MELT(r), SAFE-T-PET(r), SAFE-T-POWER(r) für Auftausalze verwendet.
ABB. 2.6
Unsere deutsche Premium-Tafelsalzmarke SALDORO(r) haben wir im April 2018 einem Relaunch unterzogen. Auf Basis von repräsentativen Konsumenten-Studien haben wir die Marke strategisch neu aufgestellt, das Sortiment erweitert und das Design modernisiert, um sie stärker auf die Bedürfnisse der Verbraucher auszurichten.
Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen
Der Umsatz des Kundensegments wird im Wesentlichen in Nordamerika erzielt. Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen gehören Deutschland, Frankreich, Benelux, Skandinavien und Osteuropa.
ABB. 2.7
Bei Produkten für Verbraucher ist K+S in Europa neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE, GROUPE SALINS und NOURYON (vorher: AKZONOBEL) führend. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON SALT und K+S WINDSOR SALT gehören neben CARGILL und COMPASS MINERALS zu den größten Anbietern von Salzprodukten für Verbraucher in Nordamerika.
VERBRAUCHER - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN
ABB. 2.6
| in % | |
|---|---|
VERBRAUCHER - UMSATZ NACH REGIONEN
ABB. 2.7
| in % | |
|---|---|
GEMEINDEN: WIR SORGEN FÜR SICHERHEIT IM WINTER
Unsere Auftausalze verhindern Unfälle im Winter. K+S ist der einzige Anbieter, der in allen wichtigen Auftausalzmärkten dieser Welt vertreten ist. Das Kundensegment Gemeinden findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher im ehemaligen Geschäftsbereich Salz abgebildet.
Produkte und Dienstleistungen
Öffentliche Straßenbauverwaltungen, Winterdienstleister sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftausalz von K+S, zum Großteil über öffentliche Ausschreibungen. Zudem werden Premium-Auftaumittel angeboten, die z. B.# RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR
Die beschriebenen Änderungen in der Organisationsstruktur hatten in 2018 zunächst keine Auswirkungen auf die gesellschaftsrechtlichen Strukturen der einzelnen Tochtergesellschaften der K+S GRUPPE. Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der K+S GRUPPE und hält direkt und indirekt die Anteile ihrer Tochtergesellschaften im In- und Ausland, die maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert.
*,Anhang', Anteilsbesitzliste, Seite 212
GEMEINDEN - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN
ABB. 2.8
in %
GEMEINDEN - UMSATZ NACH REGIONEN
ABB. 2.9
in %
Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K+S KALI GMBH, K+S SALZ GMBH und K+S FINANCE BELGIUM BVBA. Unter der K+S SALZ GMBH sind die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG (ESCO), die K+S NETHERLANDS HOLDING B.V., die u. a. die Anteile an Konzerngesellschaften in Kanada und Brasilien hält, sowie die K+S BELGIUM HOLDING B.V. (seit 31. Dezember 2018: K+S BELGIUM HOLDING B.V.B.A.), die Anteile an Konzerngesellschaften in Chile hält, zusammengefasst. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S NETHERLANDS HOLDING B. V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der morton salt, inc. (MORTON SALT). Die K+S KALI GMBH und die K+S SALZ GMBH halten ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischen HOLDINGS. Die K+S ENTSORGUNGS GMBH, die K+S TRANSPORT GMBH sowie die K+S GRUPPE (CFK) werden direkt von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gehalten.
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2017 wie folgt verändert: Die K+S VERSCIHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH wird konsolidiert. Die INAGUA TRANSPORTS, INCORPORATED wurde per 21. Mai 2018 liquidiert. Per 1. September 2018 wurde die K+S belgium Holding b.v. (seit 31. Dezember 2018: K+S BELGIUM HOLDING B.V.B.A.) durch Abspaltung von der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. gegründet. Die konsolidierte Gesellschaft hält die Anteile an Konzerngesellschaften in Chile und ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der K+S SALZ GMBH (s. o.). Die K+S CONSULTING GMBH wurde am 14. September 2018 mit wirtschaftlicher Wirkung per 1. Januar 2018 auf die K+S AKTIENGESELLSCHAFT verschmolzen. Die KALI (UK) LIMITED wurde per 11. September 2018 liquidiert.
WERTSCHÖPFUNG
Im Folgenden stellen wir unser Geschäftsmodell anhand der Wertschöpfungskette dar, die sich über die folgenden sechs Abschnitte erstreckt: Exploration, Förderung, Produktion, Logistik, Vertrieb/ Marketing und Anwendung.
ABB. 2.10
EXPLORATION
Die Exploration liefert Erkenntnisse über Ausdehnung und Struktur der Lagerstätten sowie zur Mächtigkeit und zu deren Wertstoffgehalten. Die dabei gewonnenen Daten nutzen wir zur Vorratsberechnung nach internationalen Standards. Die Exploration unter Tage erfolgt weltweit vorrangig über Bohrungen und durch seismische Messungen, die eine räumliche Darstellung der geologischen Strukturen des Untergrunds ermöglichen.
RESERVEN UND RESSOURCEN
Unsere Kali- und Steinsalzlagerstätten befinden sich entweder im Eigentum der K+S GRUPPE oder wir verfügen über entsprechende Lizenzen bzw. ähnliche Rechte, die den Abbau oder die Solung (Solungsbergbau) der Rohstoffvorkommen ermöglichen und langfristig absichern.
*,Glossar', Seite 236
WERTSCHÖPFUNGSKETTE
ABB. 2.10
In unseren Kalilagerstätten in Deutschland befinden sich Reserven in Höhe von rund 1,1 Mrd. t Rohsalz sowie Ressourcen in Höhe von rund 1,4 Mrd. t Rohsalz. Reserven umfassen die als sicher oder wahrscheinlich nachgewiesenen und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Vorräte. Ressourcen sind Vorkommen, die aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden, aber noch nicht sicher nachgewiesen oder noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen überwiegend an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder es existiert ein Vorkaufsrecht.
Für unseren Standort Bethune in Kanada geben wir die Reserven und Ressourcen in Mrd. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt an. Die Reserven belaufen sich auf 0,2 Mrd. t, die Ressourcen auf rund 0,9 Mrd. t.
Die K+S GRUPPE verfügt über Reserven in ihren Steinsalzlagerstätten in Höhe von 0,2 Mrd. t Rohsalz in Europa sowie rund 1,3 Mrd. t in Nord- und Südamerika sowie über praktisch unendlich verfügbare Reserven für die Solarsalzgewinnung. Zusätzlich können Ressourcen in Höhe von rund 0,5 Mrd. t an Steinsalz in Europa sowie rund 1,0 Mrd. t in Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden.
FÖRDERUNG
Wir gewinnen Rohstoffe im konventionellen Bergbau unter und über Tage sowie durch Solung. Außerdem gewinnen wir Salz durch die Verdunstung von salzhaltigem Wasser, meist Meerwasser. Aufgrund weitgehend vergleichbarer Abbauverfahren lassen sich bei der Gewinnung von Kali- und Magnesiumprodukten sowie Salz Synergien erzielen. Dies betrifft den Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how ebenso wie eine koordinierte Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen.
Bei der Gewinnung unter Tage wird das Rohsalz in der Regel mittels Bohren und Sprengen abgebaut. Anschließend übernehmen Großschaufellader den Transport des Rohsalzes zu Brecheranlagen. Von dort gelangt das zerkleinerte Salz über Bandanlagen zum Förderschacht. Auf diese Weise werden Kaliumchlorid (KCl) und Magnesiumsulfat (MgSO4/Kieserit (MgSO4-H2O) in Deutschland sowie Steinsalz (NaCl) in Deutschland, den USA und Kanada gewonnen.
In Chile wird in der Atacama-Wüste in dem Salar Grande de Tarapacá, einem großen ehemaligen Salzsee, Steinsalz im Tagebau abgebaut. In Brasilien, auf den Bahamas sowie am Großen Salzsee in Utah und in Arizona/USA gewinnen wir außerdem Meer- bzw. Solarsalz. Darüber hinaus verfügt K+S über Solebetriebe in den USA und Kanada sowie jeweils einen Solebetrieb in den Niederlanden und in Deutschland zur Gewinnung von Siedesalz. Seit Sommer 2017 gewinnen wir im neuen Kaliwerk Bethune in Saskatchewan, Kanada, auch Kaliumchlorid durch Solung.
Im Jahr 2018 wurden 34,7 Mio. t Rohsalz aus Kalilagerstätten in Deutschland gefördert. Weiterhin wurden in Bethune 1,4 Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt produziert. Die Förderung aus Salzlagerstätten betrug 5,4 Mio. t in Europa sowie rund 17,2 Mio. t in Nord- und Südamerika.
LANGFRISTIGE PLANUNG VON BERGWERKEN
Wenn die Rohstoffe eines Bergbaubetriebs erschöpft sind oder deren Gewinnung unwirtschaftlich wird, werden Maßnahmen für dessen teilweise oder vollständige Stilllegung eingeleitet. In Deutschland ist die Stilllegung und Nachsorge u. a. im Bundesberggesetz geregelt. Am Standort Sigmundshall wurde die Kaliproduktion zum Ende des Jahres 2018 planmäßig eingestellt. Die technischen Maßnahmen zur Stilllegung der Produktion und zur Verwahrung des Bergwerkes, die noch einige Jahre in Anspruch nehmen werden, wurden im Rahmen eines umfangreichen Projektes erarbeitet und befinden sich zurzeit in Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Neben diesen Arbeiten möchte K+S den Standort zum Innovationszentrum für die Erprobung und Ansiedlung neuer Geschäftsfelder entwickeln.
*,Mitarbeiter', Seite 53
Die mögliche Wiederaufnahme der Kaliproduktion am 1987 stillgelegten Standort Siegfried-Giesen wurde im Januar 2019 per Planfeststellungsbeschluss genehmigt. K+S wird unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmen- und Marktbedingungen entscheiden, ob und wann das Projekt umgesetzt werden kann. www.kali-gmbh.com/siegfriedgieser
Für die Standorte in den USA, Kanada und Chile gibt es ebenfalls detaillierte Pläne, die den Ablauf einer Standortschließung sowie die Nachsorge enthalten. Ist eine sinnvolle Nachnutzung eines stillgelegten Bergwerks nicht möglich, sind wir in Niedersachsen in der Regel verpflichtet, die verbleibenden Grubenhohlräume zu fluten. Dort sind bereits 25 Gruben geflutet, bei zweien geschieht das zurzeit und eine Grube wurde "trocken" verwahrt. Momentan läuft in Niedersachsen an fünf Standorten die Verwahrung, an 23 Standorten ist dieser Prozess bereits abgeschlossen. Für Sigmundshall ist eine Flutung ab 1. Januar 2023 vorgesehen.
PRODUKTION
Die Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen gehört zu unseren Kernkompetenzen. Alle von uns abgebauten mineralischen Rohsalze durchlaufen zum Teil mehrstufige mechanische oder physikalische Prozesse, wobei ihre natürlichen Eigenschaften nicht verändert werden. Die jährliche Produktionskapazität von Kali- und Magnesiumprodukten betrug zum Jahresende 2018 bis zu 9 Mio. t.# K+S GRUPPE
Die Kalilagerstätten in Deutschland enthalten nicht nur das Mineral Kalium (11 bis 25 % Rohstoffgehalt Kaliumchlorid), sondern auch Magnesium und Schwefel (9 bis 24 % Rohstoffgehalt Magnesiumsulfat). Je nach Rohsalzqualität setzen wir für die Aufbereitung die Verfahren Heißverlösung, Flotation und, teils in Verbindung mit beiden, die elektrostatische Trennung (ESTA-Verfahren) ein. Bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen fallen feste Rückstände und salzhaltige Abwässer an. Eine ausführliche Beschreibung unserer Maßnahmen zum Haldenmanagement sowie zum Gewässerschutz finden Sie unter Umwelt in der Nichtfinanziellen Erklärung auf Seite 58.
Die Kalilagerstätte in Bethune, Kanada, enthält das Mineral Kalium (26 % Rohstoffgehalt Kaliumchlorid). Hier nutzen wir Solungsbergbau (Solution Mining). Dabei werden Mineralien mit Wasser gelöst. Die gesättigte Lösung (Sole genannt) wird an die Erdoberfläche gepumpt, wo die Mineralien anschließend daraus extrahiert werden. Da der Lösungsprozess wasser- und energieintensiv ist, unternehmen wir große Anstrengungen, um einen möglichst großen Teil der natürlichen Ressourcen zu erhalten und wiederzuverwenden.
K+S verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von etwa 9 Mio. t Salz in Europa und 22 Mio. t in Nord- und Südamerika. Unter Tage und im Tagebau gewonnenes Steinsalz wird über Tage auf die gewünschte Körnung gemahlen. Siedesalz entsteht, indem das Wasser der Sole verdampft und dadurch gelöstes Salz gewonnen wird. Bei der Gewinnung von Meer- bzw. Solarsalz wird salzhaltiges Wasser in Verdunstungsbecken eingeleitet, die in einem Gefälle hintereinander angeordnet sind. Auf ihrem Weg durch die Becken wird die Salzlösung durch Sonneneinstrahlung immer stärker konzentriert, bis schließlich eine mehrere Zentimeter dicke Salzschicht geerntet werden kann.
Zur Errichtung einer Solarsalzanlage in Westaustralien (Ashburton Salt Projekt) hat K+S bergbauliche Lizenzen von einer lokalen Investorengruppe erworben. Das Projekt befindet sich in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Nach Einleitung des Umweltgenehmigungsverfahrens im Oktober 2016 wurde im ersten Schritt der notwendige Studienumfang mit der Umweltbehörde abgestimmt. Im Anschluss haben wir nach Genehmigung dieses sogenannten "Scopings" mit den eigentlichen Umweltstudien begonnen und arbeiten an der Vervollständigung der Machbarkeitsstudie für das Projekt. Nach Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen wird K+S eine endgültige Investitionsentscheidung - frühestens im Jahr 2021 - für den Bau der Solarsalzproduktion treffen. Im Endausbau könnte der Standort eine jährliche Produktionskapazität von 4,5 Mio. t Salz haben.
OPERATIONS EXCELLENCE
Im Rahmen der Strategie SHAPING 2030 wurde das Projekt Operations Excellence zur Optimierung der Arbeitsprozesse in der Gewinnung, Produktion und Instandhaltung angestoßen. Ziel ist eine nachhaltige Effizienzsteigerung durch Kosteneinsparungen und Volumenerhöhungen. Vor allem die Abläufe in den Werken und die Technik stehen dabei im Fokus. Das beste Verfahren bzw. die sinnvollste Technik sollen der Standard werden, nach denen K+S weltweit Mineralien abbaut und veredelt. Denn so soll Doppel- und Verwaltungsarbeit reduziert werden. Dadurch werden Kapazitäten für weiteres Wachstum frei. Damit die Effekte nicht nur kurzfristig sind, ist Operations Excellence auch in der Organisationsstruktur verankert und wird die Gewinnung, Produktion und Instandhaltung auch zukünftig begleiten.
EINKAUF
K+S hat im Jahr 2018 bei rund 16.000 Lieferanten technische Güter, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen (inkl. Logistikdienstleistungen) für rund 2,5 Mrd. € eingekauft. Der Großteil unseres Einkaufsvolumens fällt in der Produktion an sowie bei Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Stoffe, die in unsere Produktion bzw. in unsere Produkte eingehen, machen nur einen vergleichsweise geringen Anteil des Einkaufsvolumens aus. Entsprechend der Verteilung unserer Standorte bezieht die K+S GRUPPE Materialien und Dienstleistungen zum größten Teil aus Deutschland (42 %) und den USA (22 %), aber auch aus Kanada (18 %), Chile (4 %), den Niederlanden (3 %) und dem Rest der Welt (11 %). Insgesamt stammen 99 % unserer Vertragspartner aus den OECD-Staaten.
Ein offenes und faires Miteinander ist der Anspruch unserer Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, die wir in einem systematischen, transparenten und IT-gestützten Prozess nicht nur nach rein wirtschaftlichen Kriterien auswählen. Mit unseren strategischen Lieferanten und Dienstleistern unterhalten wir langjährige Partnerschaften, nicht zuletzt um eine langfristige Versorgung und Frachtraumsicherung sicherzustellen.
LOGISTIK
Unser Supply Chain Management steuert und überwacht die gesamte Lieferkette, um die zuverlässige weltweite Belieferung unserer Kunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen sicherzustellen. Wir nutzen die verschiedenen Verkehrsträger unter Einbeziehung ihrer individuellen Vorteile und berücksichtigen, soweit möglich, die umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Schienen- und Wasserwege. Mithilfe gruppenweit gültiger Leistungskennzahlen überwachen wir die Kosten, messen die Leistungsfähigkeit der logistischen Systeme und verbessern diese in einem ständigen Prozess, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten bzw. zu erhöhen. Pro Jahr befördert K+S, inklusive Doppelzählungen bei der Nutzung verschiedener Verkehrsträger, durchschnittlich über 50 Mio. t Ware. Dafür steht weltweit ein Netzwerk von Lager-, Hafen- und Distributionsstandorten zur Verfügung.
EIGENE LOGISTIKAKTIVITÄTEN
Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg sowie der chilenischen EMPRESA MARÍTIMA s.a. verfügen wir über zwei eigene Logistikdienstleister. Die K+S TRANSPORT GMBH betreibt den Kalikai in Hamburg, eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgutexporte in Europa mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t. Über 3 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte werden hier jährlich umgeschlagen. Darüber hinaus organisiert die K+S TRANSPORT GMBH Container-Transporte mit dem Binnenschiff sowie der Bahn im Inland.
K+S CHILE S.A. (K+S CHILE) wickelt über die Reederei EMPRESA MARÍTIMA S.A. mit zwei eigenen sowie zusätzlich gecharterten Schiffen die Seelogistik ab. Unser größter Hafen ist Patillos in Chile, wo im Jahr 2018 6,5 Mio. t Salz auf Seeschiffe verladen wurden.
Die hochmoderne Umschlag- und Lageranlage für Kaliprodukte im Hafen von Vancouver (Port Moody) umfasst unter anderem eine Entladestation für Güterwaggons, 1.260 Meter an Förderbändern sowie einen 263 Meter langen Lagerschuppen für insgesamt 160.000 t Kaliprodukte. Güterzüge mit 18.000 t Produkt können hier entladen und Schiffe mit einer Kapazität von 70.000 t am Kai der Anlage beladen werden.
Für den Transport vom Werk Bethune zum Hafen verfügt K+S über 1.000 Güterwaggons, die speziell für den Bedarf von KSPC konzipiert wurden. Auch für unsere europäischen Bahnverkehre investieren wir in eine eigene Waggonflotte, die in der finalen Umsetzungsphase über mehr als 400 Güterwaggons verfügen kann.
LOGISTIKDIENSTLEISTER
Die langfristige Frachtraumsicherung spielt für uns eine wichtige Rolle. Der Großteil unseres internationalen Transportvolumens wird von Dienstleistern befördert, mit denen wir langjährige Partnerschaften unterhalten.
VERTRIEB/MARKETING
Im Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 wollen wir der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Wir streben eine größtmögliche Nähe zu unseren Kunden an und wollen ihnen maßgeschneiderte Produkte anbieten, die wir in unserem etablierten und kundennahen Vertriebsnetz weltweit vertreiben. Das im Rahmen von SHAPING 2030 gestartete Projekt Commercial Excellence hat die verbesserte Vermarktung unserer Produkte zum Ziel. Gesicherte Qualität, termingerechte Lieferung und fachgerechte Beratung sollen maßgeblich zur Kundenbindung beitragen.
Im Qualitätsmanagement wollen wir die Qualität unserer Produkte in allen Phasen der Wertschöpfungskette verbessern. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der DIN EN ISO 9001 und wird von externen, akkreditierten Zertifizierungsunternehmen geprüft. Wir bewerten unsere Produkte kontinuierlich in Bezug auf mögliche Risiken für Gesundheit und Sicherheit sowie auf ihre Umweltverträglichkeit und sorgen dafür, dass sie bei verantwortungsvoller und sachgerechter Nutzung für Mensch und Natur sicher sind. Unseren Kunden stellen wir umfangreiche Informationen zu Produkten und Dienstleistungen in Produkt- und Sicherheitsdatenblättern zur Verfügung. Da es sich bei dem Großteil unserer Produkte um chemisch nicht veränderte Naturstoffe handelt, sind sie von der Registrierpflicht im Rahmen der EUROPÄISCHEN CHEMIKALIENVERORDNUNG REACH ausgenommen. Alle anderen Stoffe sind den Vorschriften entsprechend registriert.
PATENT- UND MARKENPORTFOLIO
Weltweit gehören der K+S GRUPPE 71 Patentfamilien, die durch 306 nationale Rechte geschützt werden. Die Patente werden u. a. in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet.
Die Anzahl der K+S-Markenrechte erhöhte sich im Jahr 2018 leicht. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2018 insgesamt 2.743 (2017: 2.582) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 563 Basismarken (2017: 534) resultieren.
ANWENDUNG
Produkte und Dienstleistungen, deren Anwendung sowie wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbspositionen werden im Abschnitt "Unternehmensprofil" innerhalb der vier Kundensegmente beschrieben.
ANWENDUNGSBERATUNG
Im Kundensegment Landwirtschaft beraten professionell ausgebildete und weltweit agierende Agronomen unsere Kunden und entwickeln bedarfsgerechte Lösungen.# WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG
Die nachfolgende Wertschöpfungsrechnung zeigt den von uns erwirtschafteten Beitrag zum privaten sowie zum öffentlichen Einkommen. Die Wertschöpfung wird errechnet aus Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen nach Abzug von Materialaufwand, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen. In der Verteilungsrechnung wird ausgewiesen, welche Anteile der Wertschöpfung an Mitarbeiter, Aktionäre, Staat und Darlehensgeber zuflossen und welcher Anteil im Unternehmen verblieb (Rücklagen).
TAB. 2.1 Im Jahr 2018 betrug unsere Wertschöpfung 1.341,8 Mio. € (2017: 1.436,2 Mio. €).
Den größten Anteil (84 %) erhielten mit 1.122,5 Mio. € unsere Mitarbeiter (2017: 1.106,2 Mio. € (77 %)). Dieser Anteil setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge. Die Gemeinden haben Steuern und Abgaben in Höhe von 29,6 Mio. € (2 %) erhalten (2017: 99,5 Mio. € (7 %)). Für den Zinsaufwand gingen 104,2 Mio. € (8 %) an die Kreditgeber (2017: 85,5 Mio. € (6 %)). Es wird unterstellt, dass die Aktionäre die vorgeschlagene Dividende in Höhe von 47,9 Mio. € (3 %) erhalten (2017: 67,0 Mio. € (5 %)) und das Unternehmen in Form von Rücklagen und Sonstigem 37,6 Mio. € (3 %) (2017: 78,0 Mio. € (5 %)) einbehalten hat.
TAB. 2.2 WERTSCHÖPFUNG - ENTSTEHUNG
| scroll in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.627,0 | 4.039,1 |
| Sonstige Erträge | 272,3 | 136,4 |
| Materialaufwand | -1.434,8 | -1.629,1 |
| Abschreibungen | -331,3 | -385,0 |
| Sonstige Aufwendungen | -697,0 | -819,6 |
| Wertschöpfung | 1.436,2 | 1.341,8 |
WERTSCHÖPFUNG - VERTEILUNG
| TAB. 2.2 scroll in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| an Mitarbeiter (Löhne, Gehälter, Soziales) | 1.106,2 | 1.122,5 |
| an Staaten (Steuern, Abgaben) | 99,5 | 29,6 |
| an Kreditgeber (Zinsaufwand) | 85,5 | 104,2 |
| an Aktionäre (Dividende)¹ | 67,0 | 47,9 |
| an das Unternehmen (Rücklagen) | 78,0 | 37,6 |
| Wertschöpfung | 1.436,2 | 1.341,8 |
¹ Die Dividende bezieht sich jeweils auf das Berichtsjahr und wird im Folgejahr ausgezahlt. Im Jahr 2018 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag.
UNTERNEHMENSSTRATEGIE
Ein wesentlicher Fokus unserer Arbeit lag im Berichtsjahr auf der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2030. Wir haben bereits erste Meilensteine erreicht. Vor dem Hintergrund, dass sich Markt und Wettbewerb nachhaltig verändern und Megatrends immer größeren Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit gewinnen, haben wir im Jahr 2017 die strategische Neuausrichtung der K+S GRUPPE initiiert. Im intensiven Dialog und unter Berücksichtigung der Interessen unserer Stakeholder sind eine für uns ambitionierte Vision, unsere neue Mission und die Strategie SHAPING 2030 erarbeitet worden.
Unsere Vision zeigt als einprägsames Leitbild, wohin wir als Unternehmen gehen und wer wir im Jahr 2030 sein wollen: "Wir werden der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein und unser EBITDA¹ bis 2030 auf 3 Mrd. € steigern. Hierzu werden wir ― als "One Company" denken und handeln ― Potenziale des Bestandsgeschäfts heben ― neue, angrenzende Wachstumsfelder entwickeln ― das Spezialitätengeschäft ausbauen."
www.k-plus-s.com/vision
Unsere Mission fasst in Worte, was uns jeden Tag antreibt und welchen Beitrag wir durch unsere Tätigkeit leisten wollen: "Wir bereichern das Leben durch die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien zu unverzichtbaren Produkten für Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden."
Mit der strategischen Neuausrichtung ist auch ein Paradigmenwechsel verknüpft: Wir werden zu ONE K+S, die den Kunden in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen will. Während wir das operative Geschäft in zwei operativen Einheiten führen (Segmente im Sinne des IFRS 8), richten wir uns gleichzeitig auf unsere vier Kundensegmente aus (keine Segmente im Sinne des IFRS 8). Wir sind ein Unternehmen, das seine Rohstoff- und Produktionsbasis konsequent weiterentwickelt und unter Berücksichtigung der Megatrends sowohl organische als auch Wachstumsoptionen durch Akquisitionen nutzt. Es ist unsere feste Überzeugung, dass wir unseren Stakeholdern so langfristig das höchste Wertschöpfungspotenzial bieten können - bei einem ausgeglichenen Chancen- und Risikoprofil.
Ebenso wichtig ist es uns, den Erfolg unserer Strategie messbar zu machen. Deshalb haben wir folgende Ambitionen für das Jahr 2030 formuliert: 3 Mrd. € EBITDA bei einer Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 15 % und einem Portfolio, welches nach 2030 ein jährliches Umsatzwachstum von mindestens 4 % erzielen kann. Gut zwei Drittel des Wachstums wollen wir allein mit der Weiterentwicklung unseres bestehenden Geschäfts sowie der Optimierung von Organisation und Prozessen erreichen. Auf dem Weg dorthin wollen wir bis zum Ende des Jahres 2020 durch organisatorische Veränderungen, Effizienzsteigerungsmaßnahmen, eine Reduktion des Verschuldungsgrads sowie die Sicherung unserer Social-licence-to-operate ein stabiles Fundament für dieses künftige Wachstum schaffen. Zugleich haben wir unser Selbstverständnis als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen in unsere Strategie aufgenommen. Wir haben für uns ambitionierte Ziele in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik, die wir bis spätestens 2030 umsetzen und mit Kennzahlen überprüfbar machen wollen.
¹ Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95.
SHAPING 2030
SHAPING 2030 beschreibt den Weg vom Status quo hin zur Realisierung unserer Vision.
www.k-plus-s.com/vision
Die Umsetzung unserer Strategie erfolgt in zwei Phasen:
SHAPING 2030
ABB. 2.11 scroll
| PHASE 1: TRANSFORMATION 2017-2020 | PHASE 2: WACHSTUM 2021-2030 |
|---|---|
| MASSNAHMEN | MASSNAHMEN |
| -Verschuldungsgrad reduzieren | -Potenziale des Bestandsgeschäfts heben |
| -Synergien heben | -Neue, angrenzende Wachstumsfelder entwickeln |
| -Unternehmenskultur weiterentwickeln | -Anteil der Spezialitäten am Gesamtportfolio erhöhen |
| -Organisation anpassen und auf unsere Kunden fokussieren | |
| ZIELE | ZIELE |
| -Nettoverschuldung/EBITDA¹ halbiert vs. H1/2017 (8,1-fach) | -EBITDA¹-Ambition: 3 Mrd. € im Jahr 2030 |
| -Synergien:>150 Mio. € ab Ende 2020 | -ROCE:> 15 % im Jahr 2030 |
| -Voraussetzungen für Investment-Grade-Rating in 2023 erreicht | -Umsatzwachstum ab 2030:> 4 % p. a. |
¹ Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95.
TRANSFORMATIONSPHASE BIS 2020
In der Transformationsphase wollen wir durch organisatorische Veränderungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen ein stabiles Fundament für künftiges Wachstum schaffen. Die für K+S beste Struktur dafür ist die Matrixorganisation.In ihr verknüpfen wir die operativen Einheiten Europe+ und Americas (Segmente nach IFRS 8) mit den Kundensegmenten und globaler Produktionsexzellenz, um Silos aufzubrechen und Teams über Bereichs- und Ländergrenzen hinweg stärker zu vernetzen. Bis Ende 2020 werden wir uns auf unsere vier Kundensegmente - Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden - ausrichten. Herzstück ist die Integration unserer zwei bisherigen Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz im Sinne einer "One Company".
Geschäftsmodell, Seite 31
Die bisherigen Fortschritte in der Neuausrichtung der Organisation können sich durchaus sehen lassen: Unsere oberen Führungsebenen sind bereits auf das neue Modell überführt. Sukzessive werden nun die weiteren Ebenen folgen. Die im Kontext einer solchen Reorganisation selbstverständlichen Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen sollen im Jahr 2019 abgeschlossen werden. Die Matrixstruktur ist eine wichtige Voraussetzung für die stärkere Kundenorientierung. Sie soll uns darüber hinaus ermöglichen, unser Produktportfolio systematischer zu entwickeln und Synergien im Bestandsgeschäft zu heben. Diese wollen wir zum Großteil in den Bereichen Produktion, Verwaltung, Einkauf, Commercial Excellence und Logistik erzielen. So sollen im Rahmen der Reorganisation beispielsweise 10 % der Mitarbeiter (FTE) in der Verwaltung entfallen. Auch im Bereich der Produktion laufen die Planungen auf Hochtouren - Ende 2018 hatten wir dort bereits mehr als 1.000 konkrete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Standardisierung identifiziert. In Summe versprechen wir uns über alle Maßnahmen einen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € p. a. ab Ende 2020.
Die weiter ansteigende Produktion unseres neuen Kaliwerks in Bethune in Kanada sowie der zu erwartende Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra, ein normalisiertes Investitionsniveau sowie unsere Working-Capital-Disziplin sollten dazu führen, dass K+S ab dem Jahr 2019 wieder einen positiven freien Cashflow generieren wird. Unseren Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA) wollen wir bis Ende 2020 im Vergleich zur Jahresmitte 2017 halbieren. Nach Abschluss der Transformationsphase streben wir für das Jahr 2023 an, die Voraussetzungen für ein Investment-Grade-Rating wieder zu erfüllen.
Die konsequente Ausrichtung auf unsere Kunden und die Entwicklung des Unternehmens zur "One Company" stellt nicht nur eine organisatorische Herausforderung dar, sondern auch eine kulturelle. Schließlich soll sich die Art, wie wir unser Geschäft führen und miteinander arbeiten, deutlich verändern. Entsprechend wichtig ist es uns, den Transformationsprozess aktiv zu moderieren und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich einzubeziehen. Im Rahmen zahlreicher Kommunikationsveranstaltungen und -maßnahmen haben Vorstand, Bereichsleiter und Führungskräfte unsere Mannschaft im Berichtsjahr auf den gemeinsamen Weg eingeschworen und die damit verbundenen Veränderungen so transparent wie möglich erläutert.
WACHSTUMSPHASE 2020 BIS 2030
Für die Wachstumsphase bis zum Jahr 2030 haben wir einen Fahrplan mit Entwicklungszielen und aus unserer Sicht vielversprechenden Wachstumsoptionen entwickelt. Unser EBITDA wollen wir stärken und gleichzeitig seine Volatilität reduzieren. Daher zielen unsere Wachstumsoptionen darauf ab, das Spezialitätengeschäft sowie neue Geschäftsfelder, wie beispielsweise die Fertigation (Flüssigdüngung), auszubauen. Im Bereich Industrie wollen wir u. a. unser Produktportfolio stärken und unser Angebot für die Pharmaindustrie ausweiten. Zudem wollen wir unser Geschäft in wachstumsstarken Regionen wie Asien und Afrika - dort insbesondere in der Sub-Sahara-Region - erweitern. Erste Weichen dafür stellen wir bereits heute. So investieren wir derzeit in Uganda in den Aufbau einer Agrarinfrastruktur, zu der u. a. Düngermischanlagen sowie Anlagen für den Umschlag, die Verarbeitung und die Lagerung von Getreide und Kaffee zählen. In einem zweiten Schritt werden wir gemeinsam mit lokalen Partnern eine digitale Handelsplattform aufbauen. Unser Engagement in Uganda ist langfristig ausgelegt. Wenn sich dieses Geschäftsmodell als erfolgreich herausstellt, werden wir es später auch auf andere Länder in der Region Sub-Sahara ausdehnen.
NACHHALTIGKEITSPROGRAMM¹
Aus unserer 2017 neu formulierten Mission wird ersichtlich, dass Nachhaltigkeit in unserer Geschäftstätigkeit und für unseren unternehmerischen Erfolg eine große Rolle spielt. So verbindlich, wie wir im Rahmen von SHAPING 2030 mit unseren finanziellen Zielsetzungen sind, wollen wir auch bezüglich unserer wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen sein. Durch die Definition konkreter Ziele und entsprechender Leistungsindikatoren sowie die regelmäßige Berichterstattung zum jeweiligen Ist-Zustand machen wir unsere Fortschritte künftig mess- und nachvollziehbar.
¹ Dieser Abschnitt ist Teil der nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 28gb-28e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der Abschlussprüfung ist.
HANDLUNGSFELDER DER K+S GRUPPE
Das Nachhaltigkeitsprogramm der K+S GRUPPE greift die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen auf und geht in den Handlungsfeldern noch darüber hinaus. Relevante Themen und gesellschaftliche Trends für unser Unternehmen bewerten wir frühzeitig und systematisch. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der K+S GRUPPE haben wir zuletzt 2017 in einer onlinegestützten Umfrage ermittelt. Weltweit waren 690 interne und externe Stakeholder eingeladen, Nachhaltigkeitsaspekte aus der Leitlinie der global reporting INITIATIVE "GRI Standards" zu bewerten. Die Rücklaufquote betrug gute 56 %. Das Ergebnis zeigt einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich Umwelt mit den Themen "Abwässer", "Energie", "Emissionen" und "Wassereinsatz". Eine hohe Relevanz maßen unsere Stakeholder darüber hinaus den Themen "Gesundheit und Arbeitssicherheit" sowie "Compliance" bei.
KONKRETE NACHHALTIGKEITSZIELE BIS ZUM JAHR 2030¹
Im Berichtsjahr haben wir uns ambitionierte Ziele in den drei Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik gesetzt. Die vom Vorstand beschlossenen Ziele wurden von den Facheinheiten und der Nachhaltigkeitsabteilung erarbeitet. Jeder K+S-Vorstand ist persönlicher Sponsor einzelner Ziele und treibt deren Umsetzung aktiv voran.
,Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 55;,Corporate Governance', Seite 78
¹ Dieser Abschnitt ist Teil der nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 28b-28e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der Abschlussprüfung ist.
K+S HANDLUNGSFELDER
ABB. 2.12 K+S NACHHALTiGKEiTS-KPis UND ZiELSETZUNG 2030
| Ziel | KPI | Einheit | Zielwert | Termin |
|---|---|---|---|---|
| Menschen | ||||
| GESUNDHEIT & ARBEiTSSicHERHEiT: Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung um unsere Mitarbeiter zu schützen, die unser wertvollstes Kapital darstellen. | Verletzung mit Ausfallzeit (Lost time incident rate (LTI-Rate)) | 0 | Vision 2030 | |
| Vielfalt & Inklusion: Rekrutieren und Entwickeln einer Belegschaft, die das Umfeld unserer Geschäftsstandorte reflektiert. Förderung eines inklusiven Arbeitsumfeldes, das allen Mitarbeitern den eigenen Erfolg ermöglicht und zu Innovation und Geschäftsergebnissen beiträgt. | Positive Wahrnehmung eines inklusiven Arbeitsumfeldes durch die Mitarbeiter | Prozent | > 90 | 2030 |
| MENSCHENRECHTE: Beachtung der international anerkannten Menschenrechte an allen Standorten und Sicherstellung, dass dieser Grundwert global angewendet wird. | Standortabdeckung durch einen Due-Diligence-Prozess zu Menschenrechten | Prozent | 100 | 2030 |
| Umwelt | ||||
| WASSER: Einstellung der Versenkung von salzhaltigem Abwasser aus der Kaliproduktion in Deutschland bis Ende 2021, kein Antrag auf Erneuerung. Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser. | Versenkung von salzhaltigem Abwasser in Deutschland | m3 p.a. | 0 | Beginnend im Januar 2022 |
| Zusätzliche Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser aus der Kaliproduktion in Deutschland | m3 p.a. | -500,000 | 2030 | |
| ABFALL: Reduzierung der Umweltbelastung und Erhalt der natürlichen Ressourcen durch erneute Überprüfung des Potenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen. | Menge an Rückstand, der für andere Zwecke als zur Aufhaldung verwendet wird oder durch eine Erhöhung der Rohstoffausbeute vermieden wird | Millionen Tonnen p.a. | 3 | 2030 |
| Zusätzlich abgedeckte Haldenfläche | ha | 155 | 2030 | |
| ENERGIE & KLIMA: Reduzierung des CO2 -Fußabdrucks und Verbesserung der Energieeffizienz zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. | CO2 -Fußabdruck für genutzten Strom (kgCO2 /MWh) | Prozent | -20 | 2030 |
| Spezifische Treibhausgasemissionen (CO2) in der Logistik (kgCO2 e/t) | Prozent | -10 | 2030 | |
| Geschäftsethik | ||||
| nachhaltige lieferketten: Forderung der Einhaltung einer nachhaltigen Vorgehensweise unserer Lieferanten entlang der gesamten Lieferketten, um alle Geschäftsaktivitäten auf unsere Werte auszurichten. | Anteil der kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben | Prozent | 100 | Ende 2025 |
| Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE | Prozent | > 90 | Ende 2025 | |
| COMPLIANCE & ANTI-KORRUPTION: Festlegung einer Null-Toleranz-Politik gegen Korruption und Bestechung, um die Risiken der Haftung, der Strafbarkeit, des Reputationsverlustes sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden. | Alle Mitarbeiter mit Kommunikationsmaßnahmen erreicht und angemessen in Compliance-Themen geschult | Prozent | 100 | Ende 2019 |
¹ Das Basisjahr für alle unseren nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist 2017.
STAKEHOLDERDIALOG¹
Der Dialog mit unseren Kunden und Geschäftspartnern, dem Kapitalmarkt, Politikvertretern, Standortgemeinden und unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig. Wir begegnen unseren Stakeholdern mit Respekt und Fairness und stellen ihnen umfassende, wahrheitsgetreue und verständliche Informationen zur Verfügung.
¹ Dieser Abschnitt ist Teil der nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 28b-28e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der Abschlussprüfung ist.# ÜBERSICHT STAKEHOLDERDIALOG: INHALTE UND DIALOGFORMATE
Auf diese Weise pflegen und fördern wir den regelmäßigen Austausch. Als Stakeholder verstehen wir alle Personen oder Organisationen, die Einfluss auf Themen nehmen oder nehmen könnten, welche mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind oder durch diese beeinflusst werden könnten. Inwieweit eine gegenseitige Beeinflussung stattfindet oder stattfinden könnte, dient als Kriterium, um unsere Stakeholder zu identifizieren und in ihrer Bedeutung zu gewichten. So bot der Vorstand im Berichtsjahr beispielsweise im Rahmen mehrerer Mitarbeiterversammlungen an verschiedenen Standorten das direkte Gespräch zur neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 an und nutzte auch Dialogformate in kleineren Gruppen, u. a. das sogenannte "Breakfast with the Boss". Wir stehen in kontinuierlichem Austausch mit Vertretern des Kapitalmarkts, führen regelmäßig Gespräche mit politischen Repräsentanten auf Standort-, Landes- und Bundesebene und informierten bereits zum zweiten Mal auf dem Kali-Kolloquium in Thüringen. 2018 haben wir ferner den Stakeholderdialog im Bereich Umwelt - insbesondere mit Blick auf aktuelle Projekte und Vorhaben - mit Umweltverbänden, politischen Vertretern und Gemeinden verstärkt. In der sogenannten Brine Challenge, einem Crowdsourcing-Wettbewerb, haben wir nach neuen innovativen Ansätzen, Konzepten und Impulsen gesucht, um die stetig anfallenden Salzabwässer der Rückstandshalden, die durch Regen entstehen, deutlich zu reduzieren. Auf diese Weise wollen wir neue Denkansätze in unsere eigenen Verfahren, die in den letzten Jahren von hausinternen Experten entwickelt wurden, einfließen lassen. Zum Einsendeschluss im Dezember 2018 lagen insgesamt 44 eingereichte Ideen aus 16 Ländern vor. Unter den Einreichern waren Wissenschaftler, Unternehmen, Institute und Studenten, aber auch Laien aus aller Welt. Eine Jury aus externen und K+S-internen Experten bewertet die Vorschläge, von denen bis zu drei dann im April 2019 mit jeweils 20.000 € prämiert werden. www.k-plus-s.com/brine-challenge Bereits zum dritten Mal haben wir im Oktober 2018 zum Future Food Forum nach Berlin eingeladen. Internationale Experten und Vordenker, Stakeholder aus Politik, Wissenschaft und NGOs sowie Fachleute der Entwicklungszusammenarbeit und Vertreter von Start-up-Unternehmen diskutierten kontrovers zum Thema Welternährung. www.future-food-forum.de Im September 2018 hielten wir unseren vierten Kapitalmarkttag (Capital Markets Day) mit 20 Gästen in unserem neuen Werk Bethune in Kanada ab. Hier stellte sich der komplette Vorstand einer intensiven Diskussion mit Analysten, Investoren und Bankenvertretern zu kapitalmarktrelevanten Themen sowie insbesondere den Perspektiven aus SHAPING 2030. www.k-plus-s.com/cmd2018 1 Dieser Abschnitt ist Teil der nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289b-28e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der Abschlussprüfung ist.
MITARBEITER
Der Unternehmenserfolg gründet auf den Kompetenzen und dem Erfolg unserer Mitarbeiter. In regelmäßigen Betriebsversammlungen finden die Anliegen der Mitarbeiter Gehör. Über das Intranet werden der gegenseitige Austausch und der Informationstransfer gefördert.
- Hauptthemen: Personalpolitische Entscheidungen, Vergütung, Weiterbildung, Kommunikation, Beruf und Familie etc.
- Methoden: Treffen, Gremienarbeit, gemeinsame Projekte, Workshops/Konferenzen, Geschäftsbericht, Blogs und Social Media, Intranet und interne Kommunikation etc.
KUNDEN UND GESCHÄFTSPARTNER
Der Dialog mit unseren Kunden lässt uns ihre Bedürfnisse besser erkennen, um Produkte und Dienstleistungen darauf auszurichten. Viele Informationen stellen wir im Internet bereit. Neben persönlichen Gesprächen liefern uns Zufriedenheitsanalysen konkrete Hinweise für Verbesserungen.
- Hauptthemen: Qualitätssicherung, Produktionsbedingungen, Einhaltung von Regeln und Standards, Compliance etc.
- Methoden: Umfragen, Treffen, Anwenderschulungen, Messen, gemeinsame Projekte, Social Media, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc.
AKTIONÄRE/INVESTOREN/ANALYSTEN
In regelmäßigen Roadshows und auf Konferenzen erklären wir unser Geschäft, stellen uns den Fragen des Kapitalmarkts und nehmen Anregungen und Ideen auf.
- Hauptthemen: Unternehmensbewertung, Unternehmensstrategie, Ziele, Ergebnisse, Risiken/Chancen, Wettbewerb, Nachhaltigkeitsthemen etc.
- Methoden: Hauptversammlung, Geschäftsbericht, Quartalsberichterstattung, Capital Markets Day, Treffen mit ausgewählten Shareholdern, Umfragen, Telefonate, Konferenzen, Roadshows etc.
POLITIK UND VERWALTUNG
Im nationalen und internationalen Dialog mit Vertretern von Regierungen, Fachbehörden und Parlamenten bringen wir unsere Positionen direkt oder indirekt über Mitgliedschaften in Verbänden und Organisationen in die politische Diskussion ein.
- Hauptthemen: Social-licence-to-operate, Umweltthemen, Arbeitsplatzsicherung etc.
- Methoden: Treffen, Workshops, Gremienarbeit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc.
STANDORTGEMEINDEN
Gute Nachbarschaft mit unseren Standortgemeinden und -regionen ist uns wichtig. An den Standorten schaffen wir Vertrauen durch den Austausch mit den Standortgemeinden und Anwohnern.
- Hauptthemen: Social-licence-to-operate, Umweltthemen, Arbeitsplatzangebote etc.
- Methoden: Treffen mit ausgewählten Stakeholdern, Workshops, Informationsbüros, Tag der offenen Tür, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Werksführungen etc.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Im Sinne der Ressourceneffizienz und der kontinuierlichen Verbesserung unserer Gewinnungs- und Produktionsverfahren beforschen und entwickeln wir diese intern und gemeinsam mit externen Kooperationen und Forschungseinrichtungen. Globale Trends schaffen weitere Aufgabenfelder und Innovationsprojekte ergänzen unsere klassische Forschungs- und Entwicklungsarbeit für Salz- und Kaliprodukte. Weil Nachhaltigkeit und Kundenorientierung zentrale Anliegen sind, waren Schwerpunkte unserer Forschungsarbeiten neue Nachnutzungs-, Halden- und Entsorgungskonzepte zur Verringerung von Salzabwässern sowie die Produktentwicklung.
FORSCHUNGSKENNZAHLEN
Die Forschungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 15,9 Mio. €. und lagen somit leicht unter dem Wert des Vorjahres (2017: 16,5 Mio. €). Ein gleichbleibender Teil der Forschungskosten entfiel auf den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. Im Geschäftsbereich Salz ist eine leichte Reduzierung der Forschungsaufwendungen zu verzeichnen. Die Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) liegt mit 0,4 % auf dem Niveau der Vorjahre. Die aktivierten Entwicklungsinvestitionen stiegen im Berichtsjahr auf 1,4 Mio. € (2017: 0,5 Mio. €).
FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN UND KOOPERATIONEN
Wir nutzen für die Forschung und Entwicklung verschiedene eigene Forschungseinrichtungen, kooperieren in öffentlichprivaten Partnerschaften, initiieren Forschungsprojekte an Hochschulen und anderen Forschungsinstituten und kooperieren mit Industriepartnern.
K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUM
Das K+S Analytik- und Forschungszentrum (AFZ) in Unterbreizbach ist mit rund 100 Wissenschaftlern, Ingenieuren und Fachkräften die zentrale Forschungseinrichtung der K+S. Aufgaben des AFZ sind die Durchführung von Analysen, anwendungsorientierte Grundlagenforschung sowie die Prozess- und Produktentwicklung für alle Kundensegmente der K+S GRUPPE. Von der Standardanalytik bis hin zur aufwendigen Spezialanalytik werden alle relevanten Analysemethoden abgedeckt. Weiterhin unterstützt das AFZ die Produktionsstandorte bei verfahrenstechnischen Optimierungen vor Ort, einen wesentlichen Schwerpunkt bildete hier in 2018 die Zusammenarbeit mit unserem Standort in Bethune.
MORTON SALT-FORSCHUNG
Die Forschung und Entwicklung fokussiert sich auf Wachstum mithilfe kundenorientierter Plattformen für Produktneuheiten innerhalb der Hauptmarktsegmente. Das moderne Forschungs- und Entwicklungslabor in Elgin, Illinois, hat seine bestehende Präsenz weiter ausgebaut und Laboratorien, Technologien sowie technische Fähigkeiten verbessert, um bereits existente Produkte zu optimieren, indem Produktmerkmale modifiziert und neue Anwendungspotenziale identifiziert werden. K+S erhöht seine Investitionen zur Unterstützung der strategischen Innovationsziele und baut eine hochmoderne Forschungs- und Entwicklungseinrichtung in der Nähe des Hauptsitzes in Chicago auf. Das neue Innovationszentrum wird dazu beitragen, Produktinnovationen in den wichtigsten Kundensegmenten zu beschleunigen, die Nutzfläche für Forschung und Entwicklung zu verdoppeln und gleichzeitig Laboratorien, Technologien und technische Möglichkeiten auszubauen. In einem multifunktionalen Raum, in dem Kundentreffen, Marketing-Events und Verbraucherfokusgruppen mit Live-Demonstrationen und Verkostungen abgehalten werden können, wird das neue Innovationszentrum ein einzigartiges Morton-Markenerlebnis schaffen. Der neue Innovationsbereich ist zur Förderung offener Innovationschancen mit strategischen Kunden innerhalb der Stadt Chicago geeignet und wird ab dem Jahr 2020 vollständig nutzbar sein.
FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN
| in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Forschungskosten | 12,2 | 14,7 | 13,7 | 16,5 | 15,9 |
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 6,1 | 7,9 | 8,1 | 8,4 | 8,4 |
| Geschäftsbereich Salz | 3,1 | 3,7 | 3,9 | 4,5 | 3,8 |
| Sonstige Forschungskosten | 3,0 | 3,1 | 1,7 | 3,6 | 3,7 |
| Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) | 0,3 % | 0,4 % | 0,4 % | 0,5 % | 0,4 % |
| Aktivierte Entwicklungsinvestitionen | 3,5 | 2,0 | 1,4 | 0,5 | 1,4 |
INNOLABS
Die 2017 neugeschaffenen Innolabs ergänzen die etablierte Forschung und Entwicklung auf der Suche nach neuen Märkten und Geschäftsmodellen. Im Innolab "AgTech/Nutrition" werden u. a. übergreifende Fragestellungen der Suchfelder Ressourcenschonung, Wassereffizienz und Bodengesundheit bearbeitet. Das Innolab "Industrial Science" sucht in den Bereichen Health Care und Biotechnologie nach neuen Geschäftsszenarien.# FORSCHUNGSKOOPERATIONEN
ÖFFENTLICH-PRIVATE KOOPERATIONEN
Das Institute of applied plant nutrition (IAPN) wird als Public-Private-Partnership von K+S gemeinsam mit der georg-augustuniversität Göttingen betrieben. Im Mittelpunkt der Arbeit im vergangenen Jahr stand die Erforschung des Zusammenhangs von ressourcenschonenden Verfahren in der Landwirtschaft und einer optimierten Pflanzenernährung, vor allem in Bezug auf die Kalium- und Magnesiumversorgung der Pflanzen. Schwerpunkt waren hierbei die Erhöhung der Wassernutzungseffizienz und der umweltschonende Einsatz von Stickstoff. Gleichzeitig wurden Verfahren zur verbesserten Nährstoff-Bedarfsermittlung untersucht.
Das INTERNATIONAL MAGNESIUM INSTITUTE (IMl) mit Sitz in Fu Zhou in China ist eine Kooperation zwischen der K+S KALI GMBH und der FUJIAN AGRICULTURE AND FORESTRY UNIVERSITY. Um wissenschaftliches Know-how für China und Asien zu erlangen, wurde im vergangenen Jahr ein Forschungsnetzwerk in 15 Provinzen etabliert. Gemeinsames Ziel des Netzwerks ist es, die Umweltauswirkungen des Stickstoff- und Phosphat-Einsatzes durch eine ausgewogene Pflanzenernährung zu reduzieren. Bei diesen Untersuchungen stand der Nährstoff Magnesium im Vordergrund. Das IMI richtete das 3. Internationale Magnesiumsymposium in Guangzhou zum Thema Magnesium aus, bei dem sich Wissenschaftler zu den aktuellen Fragen der Wirkung von Magnesium auf Boden und Pflanze und die Ernährung von Mensch und Tier austauschten.
FORSCHUNGSKOOPERATIONEN MIT EXTERNEN INSTITUTEN UND FIRMEN
Exemplarisch wird hier die Zusammenarbeit mit einigen externen Unternehmen vorgestellt:
- Gemeinsam mit K-UTEC AG Salt Technologies wird an umsetzbaren Lösungen der Salzabwasserentsorgung und zur Produktentwicklung geforscht.
- In einem Projekt mit HAGER+ELSÄSSER forschen wir an Einsatzmöglichkeiten der Membranfiltration zur Aufbereitung von Salzwässern; in 2018 wurden Versuche in einer Pilotanlage erfolgreich durchgeführt.
- In einer Kooperationsvereinbarung mit dem Deutschen Geo-Forschungszentrum und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg werden geochemische Wechselwirkungen zwischen Salzgestein, Feuchtigkeit und Gasen erforscht. Im Projekt wird untertägiges Fluid-Monitoring mit Laborexperimenten und numerischen Simulationen kombiniert. Ziel ist ein verbessertes Prozessverständnis zur Erhöhung der Bergbausicherheit und optimierten Nutzung von Kavernen im Salz.
AUSGEWÄHLTE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROJEKTE SOWIE ERGEBNISSE
- Im Bereich der ökologischen Landwirtschaft wird die Entwicklung von nachhaltigen Lösungsansätzen für eine optimale Pflanzenernährung forciert.
- Unter dem Stichwort "Precision Agriculture" arbeiten wir an der besseren Düngemitteleffizienz durch die Entwicklung innovativer Applikationswege und Produkte.
- Wo ein Mangel an Mikronährstoffen im Pflanzenbestand festgestellt wird, können durch die Verwendung unserer mit qualitativ hochwertigen Mikroelementen angereicherten Produkte mögliche Defizite verhindert werden. Hier entwickeln wir marktorientiert nachhaltig unsere Düngemittel weiter.
- Neue und verbesserte Produkte für die Blattapplikation ergänzen das Spezialitätenportfolio und sind schnell wirksame Alternativen zur Bodenapplikation im Pflanzenbau.
- Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in der ersten Testkaverne auf dem kanadischen Solfeld wurden in 2018 abgeschlossen. Der anstehende Wechsel im Solution Mining-Prozess hin zum Secondary Mining und die Inbetriebnahme des Kühlponds werden wissenschaftlich begleitet und praxistaugliche Konzepte entwickelt und erprobt.
- Im Werk Neuhof-Ellers wurde eine erste optische Sortierung in der Kaliaufbereitung zur Rückgewinnung von Kaliwertstoff aus einer Rückstandsfraktion nach erfolgreichen Entwicklungsarbeiten des AFZ installiert und erfolgreich in Betrieb genommen.
- Im Kontext des Projektes "Arbeitsplatzgrenzwerte" wurden die chemischen Prozesse zwischen Stickoxiden in untertägigen Umgebungsbedingungen untersucht und deren Umwandlungsprozesse und Auswirkungen beschrieben.
- Nach Inbetriebnahme der Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) im Werk Werra werden nachfolgend weitere Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen unternommen, um noch verbleibende Prozessabwässer so zu konditionieren, dass diese verträglich in ortsnahe Grubenhohlräume eingestapelt werden könnten.
- Im Werk Werra wurde ein Pilotversuch zur Haldenabdeckung zur dünnschichtigen Abdeckung und Begrünung gestartet, der wissenschaftlich begleitet wird. Neben diesem Pilotversuch wird auch nach weiteren Alternativen der Haldenabdeckung gesucht. Hierzu wurden eigene interne Anstrengungen unternommen und ein "Crowdsourcing"-Projekt initialisiert. www.k-plus-s.com/brine-challenge
- Das Innolab testet in einer eigenen Pilotanlage die technische Machbarkeit einer Makroalgen-Aufzucht in artifiziellem Meerwasser. Derzeit werden verschiedene Meeresalgenarten kultiviert und im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit untersucht.
- Mit Eröffnung des Aquaponic-Containers und der Einführung einer Konsumenten-App wurde durch das Innolab erstmals "Urban Farming" thematisiert. Ziel ist es, über verschiedene Technologien zum innerstädtischen Anbau in geschlossenen Systemen zu informieren und diese zu testen.
PATENTPORTFOLIO
Weltweit gehören der K+S GRUPPE 71 Patentfamilien (2017: 70), die durch 306 nationale Rechte (2017: 304) geschützt werden. Die Patente werden u. a. in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet.
MITARBEITER
Mit der Unternehmensstrategie SHAPING 2030 findet ein Kulturwandel auf mehreren Ebenen statt: K+S transformiert sich zu "One Company". Damit dieser Wandel möglich ist, gilt es, jeden einzelnen Mitarbeiter angemessen und bestmöglich einzubeziehen.
HANDELN ALS "ONE COMPANY"
2018 wurde die Ausgestaltung der neuen Matrixorganisation der K+S GRUPPE erarbeitet, die unsere operativen Einheiten eng mit einigen zentralen Funktionen verknüpft, um die Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Dadurch sind unsere Führungskräfte mehr denn je gefragt, erfolgreiche Teamarbeit innerhalb der K+S GRUPPE zu ermöglichen und zu fördern. In diesem Sinne entwickeln wir unsere Personalstrategie hin zu einem umfassenden, globalen Ansatz.
UNSERE BELEGSCHAFT
Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 31. Dezember 2018 insgesamt 15.070 Mitarbeiter bzw. 14.931 FTE (2017: 14.925 Mitarbeiter bzw. 14.793 FTE).
TAB. 2.4
Von unserer Belegschaft sind 88,3 % (2017: 88,5 %) tarifliche Mitarbeiter, 7,6 % (2017: 7,7 %) außertarifliche Mitarbeiter und 4,0 % (2017: 3,8 %) Auszubildende. Im Durchschnitt sind unsere Mitarbeiter 42 Jahre alt und seit 15 Jahren bei uns beschäftigt. Die Fluktuationsrate, also das Verhältnis der Personalabgänge zur durchschnittlichen Belegschaftsstärke, liegt bei 8,4 % (2017: 7,4 %).
K+S respektiert die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Rund 76 % der Tarifmitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland sind gewerkschaftlich organisiert. Die Beziehung zu den Betriebsräten sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) ist durch eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt. In Chile sind 53 %, in den USA 59 % und bei KSPC keine Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert.
Mit Beginn der Umsetzung von SHAPING 2030 in 2018 haben wir mit den Sozialpartnern Interessensausgleichsverhandlungen begonnen. Den Mitarbeitern des Werkes Sigmundshall konnte mit dem zwischen Unternehmen und Betriebsrat vereinbarten Sozialplan im Einigungsstellenverfahren mehr Sicherheit für ihre persönliche Zukunft gegeben werden. Rund 250 Mitarbeiter bleiben weiterhin in Sigmundshall beschäftigt. Allen anderen Mitarbeitern wurde eine berufliche Perspektive auf einem anderen Standort der K+S GRUPPE angeboten.
VERGÜTUNG
Die K+S GRUPPE vergütet ihre Mitarbeiter weltweit marktgerecht, vergleichbar und leistungsbezogen. Im Jahr 2018 betrug der Personalaufwand 1.122,5 Mio. €; er lag damit gut 1 % über dem Niveau des Vorjahres (2017: 1.106,2 Mio. €). Der Personalaufwand je Mitarbeiter (FTE) betrug im Berichtsjahr 75.315 € (2017: 75.485 €) und liegt damit unverändert auf dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil im Personalaufwand enthaltener variabler Vergütungen, mit denen wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems am Unternehmenserfolg beteiligen, betrug im Jahr 2018 35,7 Mio. € bzw. etwa 3 % (2017: 45,0 Mio. € bzw. etwa 4 %).
MITARBEITER NACH BEREICHEN
TAB. 2.4
scroll in Full Time Equivalents per 31.12. (FTE)1
| 2017 | % | 2018 | % | |
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 8.708 | 58,9 | 8.797 | 58,9 |
| Geschäftsbereich Salz | 5.008 | 33,9 | 5.015 | 33,6 |
| Ergänzende Aktivitäten | 280 | 1,9 | 280 | 1,9 |
| Sonstige Bereiche | 797 | 5,3 | 839 | 5,6 |
| K+S GRUPPE | 14.793 | 100,0 | 14.931 | 100,0 |
1 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.
MITARBEITER ENTWICKELN UND FÖRDERN
Expertise und Innovationskraft der Belegschaft sind ein wesentlicher Treiber für den Unternehmenserfolg. Wir entwickeln daher die Potenziale der Mitarbeiter kontinuierlich weiter und wollen sie bestmöglich nutzen. Gleichzeitig sind wir ständig auf der Suche nach Talenten, die unseren stetigen Entwicklungsprozess mit frischen Ideen vorantreiben.
AUSBILDUNG
Für die Neuausrichtung unseres Unternehmens im Rahmen der Strategie SHAPING 2030 sind hervorragend ausgebildete und engagierte Fachkräfte unverzichtbar. In den deutschen Gesellschaften der K+S GRUPPE befanden sich zum 31. Dezember 2018 insgesamt 588 Frauen und Männer in einer qualifizierten Berufsausbildung oder in einem dualen Studienzweig (2017: 567). Mit 201 Neueinstellungen von Auszubildenden im Jahr 2018 richten wir uns auf den steigenden Bedarf an Fachkräften aus (2017: 179). Die Ausbildungsquote bezogen auf die Mitarbeiter in Deutschland lag zum Jahresende mit 5,6 % in etwa auf Vorjahresniveau (2017: 5,5 %). Die Übernahmequote für Auszubildende lag bei rund 85 % (2017: rund 89 %).# MITARBEITERENTWICKLUNG
Das globale K+S-Kompetenzmodell liefert im Rahmen der strategischen Personalentwicklung eine gruppenweit einheitliche Bemessungsgrundlage für die Personalentwicklung. Unseren Talentmanagement-Prozess haben wir 2018 auch für Tarifmitarbeiter geöffnet. Das Entwicklungsgespräch, bereits seit mehreren Jahren mit außertariflichen Mitarbeitern praktiziert, wird ab 2019 für alle tariflichen Mitarbeiter eingeführt. Es ist ein Austausch auf Augenhöhe über Wünsche und Erwartungen zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten hinsichtlich der fachlichen und persönlichen Entwicklung des Mitarbeiters. Unsere Management-Entwicklungsprogramme TRACK+S PROFESSIONAL und TRACK+S EXECUTIVE sind wichtige Bausteine zur Befähigung unserer Mitarbeiter zur Umsetzung der Strategie SHAPING 2030. ,Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 58
FORT- UND WEITERBILDUNG
K+S bietet Fach- und Führungskräften zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen zur Vermittlung von allgemeinen und unternehmensspezifischen Kenntnissen an. Abhängig vom Unternehmensbedarf vergeben wir Stipendien für Vollzeit-Bachelor- oder Masterstudiengänge. In den USA, Kanada und Chile unterstützen wir Mitarbeiter, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer von uns anerkannten Universität fortbilden, indem wir ihnen die Studiengebühren komplett oder teilweise erstatten. Die Investitionen in Fort- und Weiterbildung beliefen sich 2018 auf 13,4 Mio. € (2017: 12,8 Mio. €). Die Kostenerhöhung ist durch eine gestiegene Anzahl besuchter Weiterbildungstage in Deutschland (2018: 14.181 Tage, 2017: 13.212 Tage) sowie einen deutlichen Anstieg der geförderten Technikerausbildungen an der Fachschule für Wirtschaft und Technik in Clausthal-Zellerfeld begründet.
IDEENMANAGEMENT/KONTINUIERLICHER VERBESSERUNGSPROZESS
Mit dem Ideenmanagement/Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) ermöglichen wir den Mitarbeitern, sich aktiv in betriebliche Prozesse und Strukturen einzubringen und diese mitzugestalten. Zurzeit ist das Ideenmanagement/KVP in weiten Teilen in Deutschland und Nordamerika wirksam. Weitere Regionen der K+S werden im Rahmen von ONE K+S sukzessive hierin eingebunden. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 12.259 Ideen eingereicht (2017: 13.804). Der Nutzen über einen Zeitraum von 2,5 Jahren, also der generierte Wirtschaftlichkeitseffekt abzüglich der Kosten für das Ideenmanagement, lag auf hohem Niveau bei 13,8 Mio. € (2017: 13,8 Mio. €).
BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE
K+S unterstützt Mitarbeiter bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter. Jeder Mitarbeiter der teilnehmenden deutschen Gesellschaften, der eines der drei Modelle zur betrieblichen Altersvorsorge in Anspruch nimmt, wird durch K+S gefördert. K+S bezuschusst die Altersabsicherung mit zusätzlichen 13 % der Geldsumme, welche die Mitarbeiter selbst aus ihrem sozialversicherungspflichtigen Entgelt in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Die AltersvorsorgeProgramme für die Mitarbeiter der ausländischen Gesellschaften bestehen mehrheitlich aus einem beitragsorientierten Vorsorgesparplan, der vorwiegend vom Arbeitnehmer selbst finanziert und durch den Arbeitgeber gefördert wird. Wir haben im Jahr 2018 für die beitragsorientierten Vorsorgepläne insgesamt 20,4 Mio. € (2017: 26,2 Mio. €) aufgewendet. ,Anhang', Anmerkung (21) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen', Seite 188
NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG
Die vorliegende nichtfinanzielle Erklärung (NFE) ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben nach §§ 289b-289e HGB und §§ 315b und 315c HGB erstellt und nutzt die GRI Standards der Global Reporting Initiative als internationales Rahmenwerk. Alle in der Erklärung gemachten Angaben und dargestellten Kennzahlen beziehen sich auf die K+S GRUPPE einschließlich der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, soweit nicht anders ausgewiesen. Die folgende Übersicht dient der Auffindbarkeit der gesetzlich geforderten Informationen und ordnet diese den strategischen Handlungsfeldern der K+S GRUPPE zu.1
INDEX ZUR NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG
| NFE-Bestandteil | Enthalten in Kapitel | Verweis |
|---|---|---|
| Geschäftsmodell | Geschäftsmodell | Seite 31 |
| Unternehmensstrategie | Unternehmensstrategie | Seite 45-49 |
| Nachhaltigkeitsmanagement | Nachhaltigkeitsmanagement | Seite 78-79 |
| Risiken | Risiko- und Chancenbericht | Seite 110 |
| Aspekt | Handlungsfeld | Verweis |
| Umweltbelange | Wasser | Seite 60 |
| Abfall (Fester Rückstand) | Seite 62 | |
| Energie & Klima | Seite 63 | |
| Arbeitnehmerbelange | Gesundheit & Arbeitssicherheit | Seite 55 |
| Vielfalt & Inklusion | Seite 57 | |
| Sozialbelange | Stakeholderdialog | Seite 48-49 |
| Achtung von Menschenrechten | Seite 58 | |
| Bekämpfung von Korruption und Bestechung | Seite 65 | |
| Lieferkette (selbstbestimmt) | Seite 66 |
1 Der Abschnitt ,Nichtfinanzielle Erklärung', der die Angaben nach §§ 315b und 315c HGB enthält, ist gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.
Wir streben nach Nachhaltigkeit, denn wir bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind. Unsere Mission ist die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien. Dementsprechend ist das Nachhaltigkeitsprogramm Teil der Unternehmensstrategie SHAPING 2030. Wir haben uns ambitionierte Ziele in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik gesetzt und entsprechende Konzepte entwickelt, die wir bis spätestens 2030 umsetzen wollen. Dazu haben wir sie mit nichtfinanziellen Indikatoren überprüfbar gemacht. Eine tabellarische Darstellung unserer Handlungsfelder mit den zugehörigen Nachhaltigkeitszielen und nichtfinanziellen Indikatoren ist im Strategiekapitel verortet. Die Reihenfolge der Aspekte folgt unserer strategischen Logik der Handlungsfelder des K+S-Nachhaltigkeitsprogramms. ,Unternehmensstrategie', Seite 45
MENSCHEN
Wir arbeiten täglich für die Zufriedenheit unserer Kunden. Ihren Interessen und denen unserer wichtigen Stakeholder wollen wir mit ausgewählten Nachhaltigkeitsaktivitäten entsprechen. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Handlungsfeldern, die wir im Rahmen unseres Wesentlichkeitsprozesses definiert haben: "Gesundheit & Arbeitssicherheit" "Vielfalt & Inklusion" sowie "Menschenrechte" ,Mitarbeiter', Seite 53; ,Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 78 ,Unternehmensstrategie', Seite 43 www.k-plus-s.com/menschen
GESUNDHEIT & ARBEITSSICHERHEIT
Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter hat bei K+S höchste Priorität. Wir haben den Leitsatz: "Nichts ist wichtiger als Gesundheit und Sicherheit - nicht Produktion, nicht Umsatz, nicht Gewinn" und arbeiten kontinuierlich an der Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung zum effektiven Schutz unserer Mitarbeiter. Auf Grundlage der K+S Health, Safety & Environment-Policy bauen wir unsere Prozesse zum Schutz von Gesundheit und zur Gewährleistung von Arbeitssicherheit kontinuierlich aus und verbessern sie. So beginnt beispielsweise jede Vorstandssitzung mit dem Thema Gesundheit und Arbeitssicherheit. Überall, wo wir Gefährdungen sowie arbeitsbezogene Belastungen und Gesundheitsrisiken erkennen, führen wir Maßnahmen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes aktiv durch. Präventiv informieren wir unsere Mitarbeiter mittels Schulungen und Kampagnen. Die K+S GRUPPE wird an allen Produktionsstandorten ein Managementsystem nach ISO 45001 einführen. Ein globales Kompetenzzentrum "Managementsysteme" unterstützt die Koordination der Umsetzung und die Integration anderer Managementstandards. Darüber hinaus dient es als Best-Practice-Plattform. ,Umwelt', Seite 58; ,Mitarbeiter', Seite 53 Ein Austausch und Monitoring zu aktuellen Entwicklungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der K+S GRUPPE erfolgt in Komitees, Kompetenzzentren und Fachkreisen auf globaler und regionaler Ebene. In Deutschland beispielsweise berät der gemeinsame Ausschuss für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (HSE-Ausschuss), dem auch Betriebsratsmitglieder angehören, regelmäßig zu übergeordneten HSE-Themen. Auch 2018 haben wir für Führungskräfte und Mitarbeiter Schulungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz durchgeführt. Für 2019 planen wir, speziell für die Managementebene, ein global einheitliches und verbindliches Awareness-Training einzuführen.
ARBEITSSICHERHEIT
Zielsetzung: Die Vision von K+S ist es, Arbeitsunfälle gänzlich zu vermeiden. Bis 2030 wollen wir daher unsere Arbeitsunfälle von Mitarbeitern mit Ausfallzeit je einer Million geleisteter Arbeitsstunden (Lost Time Incident Rate (LTI-Rate)) auf null absenken. Im Jahr 2018 ereigneten sich an unseren Standorten weltweit 750 Arbeitsunfälle (2017: 794). Die LTI-Rate für die K+S GRUPPE im Jahr 2018 sank auf 7,9 gegenüber dem Basisjahr 2017 mit 8,5. Die Unfallrate (Arbeitsunfälle geteilt durch die geleisteten Arbeitsstunden, multipliziert mit einer Million) reduzierte sich auf 29,3 (2017: 31,5). Mit großer Betroffenheit haben wir jedoch im Jahr 2018 zwei tödliche Unfälle verzeichnen müssen. Ein Mitarbeiter verstarb nach einem Unfall unter Tage im Bergwerk unserer Tochtergesellschaft ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO in Bernburg, Deutschland. Ein Fremdmitarbeiter starb an den Folgen einer Verletzung am Standort Inagua, Bahamas. Unsere Prozesse zur Gefährdungsbeurteilung sollen sicherstellen, dass arbeitsbezogene Gesundheits- und Sicherheitsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden. Die Implementierung eines einheitlichen Systems zur Erfassung von Beinahe-Unfällen für die deutschen Kali- und Salzstandorte haben wir im Jahr 2018 abgeschlossen. Damit werden nun an allen K+S-Produktionsstandorten auf der Welt Beinahe-Unfälle erfasst. Daneben haben wir 2018 unterschiedliche Maßnahmen und Kampagnen durchgeführt mit dem Ziel, die individuellen Handlungs- und Entscheidungskompetenzen sowie ein verantwortliches Sicherheits- und Gesundheitsverhalten zu fördern. Dazu zählt u. a. die Einführung der allgemeinen Tragepflicht von Schutzbrillen an unseren Produktionsstandorten.# GESUNDHEIT
Unsere Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention ergänzen die Managementsysteme durch Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheitskompetenzen. Die Programme werden an den Standorten kommuniziert und stehen den Mitarbeitern zur Teilnahme offen. Die Maßnahmen reichen von klassischen Gesundheitskursen über Seminare bis zu Früherkennungsmaßnahmen und Beratungsangeboten. Die Planung der Programme und Maßnahmen erfolgt standortspezifisch. Sie orientiert sich am Bedarf und an den örtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Organisation. Die arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung in Deutschland wird durch Betriebsärzte gewährleistet. Sie unterstützen darüber hinaus bei der Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements und wirken mit bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung sowie bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen. Das in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene betriebliche Eingliederungsmanagement setzen wir engagiert um und fördern die Eingliederung schwerbehinderter Mitarbeiter in den Betrieb. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter in der K+S GRUPPE in Deutschland liegt mit 6,1 % (2017: 6,6 %) erneut über dem zuletzt publizierten Bundesdurchschnitt von knapp 5 % für das Jahr 2016. Die von K+S gestiftete Professur für Arbeitsmedizin und betriebliches Gesundheitsmanagement an der Universität Witten/ Herdecke wurde im Jahr 2018 mit Herrn Prof. Dr. Horst Christoph Broding besetzt, der über langjährige Erfahrungen im Bergbau verfügt. Ein wichtiger Aspekt des Gesundheitsschutzes ist die konsequente Einhaltung von Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW). Im Fall der in Deutschland vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales festgelegten AGW für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage ist unser breit angelegtes Umsetzungsprojekt für die deutschen Standorte erfolgreich angelaufen. So konnten zum Beispiel die begonnenen Vorhaben zum Einsatz modernster Dieselmotortechnik und Elektromobilität, zur Entwicklung alternativer Antriebstechnologien, zum Test emissionsärmerer Sprengstoffe sowie zur Optimierung der Bewetterung unter Tage ein gutes Stück vorangebracht werden. Zur Untersuchung der physiologischen Wirkungen der genannten Stoffe auf die Mitarbeiter haben wir darüber hinaus mit einer Gesundheitsstudie an zwei Werken begonnen.
(,Risiko- und Chancenbericht', Seite 121; ,Forschung und Entwicklung', Seite 50)
VIELFALT UND INKLUSION
Uns ist es wichtig, dass bei K+S alle Mitarbeiter Wertschätzung erfahren, unabhängig von z. B. Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Wir akzeptieren keine Diskriminierung. Die Anerkennung und Förderung von Vielfalt und Inklusion haben wir in unseren Grundwerten und Prinzipien (CODE OF CONDUCT) festgeschrieben. Als Unterzeichner des UN GLOBAL COMPACT und der CHARTA DER VIELFALT, einer deutschen Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen, bekräftigen wir unser Selbstverständnis in Form unternehmerischer Selbstverpflichtungen.
MITARBEITER NACH REGIONEN
(ABB.2.13 in %)
Vielfalt beschreibt die Zusammensetzung unserer Belegschaft. In einem inklusiven Arbeitsumfeld kann sich jeder mit seinem Potenzial einbringen, um den unterschiedlichen Anforderungen unserer Märkte zu begegnen. Unser klar beschriebener Wachstumskurs eröffnet darüber hinaus neue Entwicklungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Im Bergbau arbeiten traditionell mehr Männer als Frauen. Zum 31. Dezember 2018 waren gemessen an der Beschäftigtenanzahl in Personen für die Gesellschaften der K+S GRUPPE 87 % unserer Belegschaft Männer und 13 % Frauen.
( ,Zielgrößen für Frauen', Seite 76)
Zielsetzung:
Wir wollen eine Belegschaft rekrutieren und entwickeln, die das Umfeld unserer Geschäftsstandorte reflektiert. Wir fördern ein inklusives Arbeitsumfeld, das allen Mitarbeitern den eigenen Erfolg ermöglicht und zu Innovation und Geschäftsergebnissen beiträgt. Dieses Ziel ist erreicht, wenn bis spätestens 2030 mehr als 90 % unserer Mitarbeiter das Arbeitsumfeld als inklusiv wahrnehmen. Dies soll zukünftig im Rahmen von themenspezifischen Puls-Befragungen nachgehalten werden, also in Form von kurzen Befragungen zu Kernthemen, um ein aktuelles Stimmungsbild und Veränderungsprozesse zu evaluieren. Die Erkenntnisse aus den Befragungen werden wir nutzen, um Maßnahmenbedarfe zu erkennen und auszubauen. Bei der letzten gruppenweiten Mitarbeitervollbefragung 2015 lag die Zustimmungsrate dazu bei 68 % (Bewertungen auf einer Fünferskala liegen bei "stimme eher zu" bzw. "stimme zu"). Die aktive Nutzung von Vielfalt und Inklusion als wesentliche Bestandteile unserer Unternehmenskultur möchten wir weiter ausbauen und intensivieren. Vielfalt und Inklusion werden durch die Führungsebene eingefordert und unterstützt, von Personalfunktionen als Business Partner in allen Mitarbeiterprozessen gefördert und leben von der Wertschätzung aller Mitarbeiter. Die Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Inklusion sind Querschnittsaufgaben und werden an die Anforderungen der jeweiligen Standorte angepasst. Das beginnt bei der Talentgewinnung. Hier wollen wir sicherstellen, dass für alle Unternehmensbereiche die besten Talente gewonnen werden, trotz eines sich verschärfenden Arbeitsmarktes. In 2018 haben wir unseren Social Media-Auftritt erweitert. Um den Einstieg in unser Unternehmen zu erleichtern, haben wir unsere Stellenausschreibungen gendergerecht gestaltet. Zur Bindung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter werden u. a. jährliche Talentrunden auf lokaler, regionaler und globaler Ebene durchgeführt. Ziel der Runden ist es insbesondere, die individuelle Weiterbildung der Mitarbeiter zu unterstützen und beispielsweise die Mobilität innerhalb der Organisation zu fördern. Durch unsere Management-Entwicklungsprogramme TRACK+S PROFESSIONAL und TRACK+S EXECUTIVE fördern wir seit 2018 Mitarbeiter besonders und sichern gleichermaßen unsere Nachfolgeplanung. Allen Mitarbeitern weltweit wurde die Möglichkeit geboten, sich für die internationalen Entwicklungsprogramme zu bewerben. 2018 begannen 16 Mitarbeiter das einjährige Programm TRACK+S PROFESSIONAL. 2019 werden weitere sechs Mitarbeiter das Programm TRACK+S EXECUTIVE absolvieren. Zudem tragen wir gezielt über alle organisatorischen Bereiche und Ebenen hinweg zur Entwicklung einer vielfältigen Belegschaft bei und möchten mit Blick auf die Organisationsstruktur sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter in der Matrixorganisation über alle Kulturen hinweg zusammenarbeiten. Dies fördern wir u. a. ab 2019 durch einen stärkeren Methodenmix auf Basis des 70:20:10-Modells. So soll durch eine stärkere Fokussierung auf das Lernen bei der Arbeit als durch formelles Trainings u. a. der positive Austausch von K+S-Mitarbeitern in Projekten, Hospitationen in anderen Teams sowie durch Auslandserfahrungen verstärkt werden.
MENSCHENRECHTE
K+S respektiert die international anerkannten Menschenrechte und unterstützt deren Einhaltung. In unseren Grundwerten und Prinzipien (CODE OF CONDUCT) und unserem gruppenweiten Verhaltenskodex für Lieferanten (SUPPLIER CODE OF CONDUCT) sind u. a. die internationale Menschenrechtscharta und die Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verankert. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- oder Kinderarbeit ab.
Zielsetzung:
Unser gruppenweites Ziel ist die Beachtung der international anerkannten Menschenrechte an allen Standorten und die Sicherstellung, dass dieser Grundwert global angewendet wird. Dieses Ziel messen wir mit dem KPI "Standortabdeckung durch einen Due-Diligence-Prozess zu Menschenrechten" mit dem Zielwert 100 % bis zum Jahr 2030. Da unsere Methodik zurzeit entwickelt wird, stehen wir noch am Anfang unserer Aktivitäten. Der Wert im Sinne einer systematischen Abdeckung für 2018 liegt daher noch bei 0 %. Die Verantwortung für die Durchführung des Prozesses obliegt der "Nachhaltigkeitsabteilung" in Kooperation mit den operativen Einheiten Europe+ und Americas. Anfang Dezember 2018 nahm eine globale Arbeitsgruppe zur Einführung des Due-Diligence-Prozesses zu Menschenrechten die Arbeit auf. Eine erste Schulung der Arbeitsgruppe hat stattgefunden. Bei der Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht berücksichtigen wir die fünf Kernelemente: Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte, Verfahren, um die Auswirkungen auf die Menschenrechte zu erkennen, Ergreifen von Maßnahmen und Überprüfung der Wirksamkeit, Berichterstattung und Einrichtung von Beschwerdemechanismen. Zur Umsetzung unserer unternehmerischen Sorgfaltspflicht (Human Rights Due-Diligence) für Menschenrechte etablieren wir einen Prozess, der auf einer einheitlichen Methodik basiert und die länderspezifischen Gegebenheiten und unsere Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Grundlage sind die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, nationale Aktionspläne sowie weitere relevante Richtlinien und Gesetze. Unser Respekt gegenüber den Menschenrechten ist in unseren Grundwerten und Prinzipien (CODE OF CONDUCT) verankert. Im Frühjahr 2019 findet der erste Pilot für ein Human Rights Impact Assessment in Chile statt, ein weiterer Pilot soll im Laufe des Jahres 2019 durchgeführt werden. Dabei werden potenzielle menschenrechtliche Auswirkungen ermittelt, mögliche Konsequenzen abgeleitet und gleichzeitig das organisatorische Lernen gefördert. In Kooperation mit der Einheit Legal & GRC wurden Anforderungen an menschenrechtliche Beschwerdemechanismen im Rahmen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht identifiziert.
UMWELT
Die K+S GRUPPE arbeitet kontinuierlich daran, die Eingriffe in die Natur, die mit der Förderung und Aufbereitung von Rohstoffen verbunden sind, so gering wie möglich zu halten. Zur umweltverträglichen Produktion verwenden wir moderne Abbau- und Aufbereitungsverfahren und entwickeln diese ständig weiter.# Investitionen und Betriebskosten für den Umweltschutz
Die Investitionen für den Umweltschutz beliefen sich im Jahr 2018 auf insgesamt 99,1 Mio. €. Das im Vergleich zum Vorjahr (125,9 Mio. €) um 26,8 Mio. € niedrigere Niveau resultiert aus geringeren Investitionen im Bereich Gewässerschutz, nachdem das Großprojekt Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) am Standort Hattorf wie geplant fertiggestellt wurde. Während das Jahr 2017 den Investitionsschwerpunkt des 180 Mio. € umfassenden Projektes markierte, fielen im Jahr 2018 nur noch vergleichsweise geringe Investitionen für die bereits im Januar in Betrieb gegangene neue Anlage an. Dem standen in 2018 hohe Investitionen für die genehmigte Erweiterung der Rückstandshalde am Kalistandort Hattorf gegenüber. Die wertmäßig größten Teilprojekte entfielen dabei auf die Vorbereitung der Erweiterungsfläche einschließlich des Einbaus der Basisabdichtung sowie auf Sachanlagenzugänge im Bereich der Haldentechnik.
INVESTITIONEN IN DEN UMWELTSCHUTZ
TAB. 2.5
| 2017 | 2018 | Veränderung | % | |
|---|---|---|---|---|
| Gewässerschutz | 118,8 | 90,1 | -28,7 | -24,2 |
| Luftreinhaltung und Klimaschutz | 0,9 | 0,9 | 0 | 0 |
| Abfallwirtschaft | 2,7 | 2,1 | -0,6 | -22,2 |
| Naturschutz² und Bodensanierung | 3,4 | 5,1 | 1,7 | 50,0 |
| Sonstiges | 0,1 | 0,9 | 0,8 | > 100 |
| Gesamt | 125,9 | 99,1 | -26,8 | -21,3 |
¹ Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit.
² Einschließlich Landschaftspflege.
Einen weiteren Investitionsschwerpunkt bildete in 2018 der Erwerb von benötigten Grundstücksflächen für die beantragte Haldenerweiterung am Kalistandort Zielitz. Die gegenüber 2017 höheren Investitionen im Bereich Naturschutz und Bodensanierung sind auf weitere umgesetzte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Rahmen des laufenden Haldenerweiterungsverfahrens in Zielitz zurückzuführen.
BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ
TAB. 2.6
| 2017 | 2018 | Veränderung | % | |
|---|---|---|---|---|
| Gewässerschutz | 145,7 | 169,9 | 24,2 | 16,6 |
| Luftreinhaltung und Klimaschutz | 31,7 | 31,0 | -0,7 | -2,2 |
| Abfallwirtschaft | 14,3 | 16,5 | 2,2 | 15,4 |
| Naturschutz² und Bodensanierung | 2,0 | 2,1 | 0,1 | 5,0 |
| Sonstiges | 4,7 | 5,1 | 0,4 | 8,5 |
| Gesamt | 198,4 | 224,6 | 26,2 | 13,2 |
¹ Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit.
² Einschließlich Landschaftspflege.
Die Betriebskosten für den Umweltschutz stiegen im Jahr 2018 um 26,2 Mio. € auf 224,6 Mio. € (2017: 198,4 Mio. €). Ursächlich für den spürbaren Anstieg waren insbesondere höhere Kosten im Zusammenhang mit den Rückstandshalden der deutschen Kalistandorte, die im Bereich Gewässerschutz abgebildet sind. Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden mit zunehmender Beschüttung der Haldenflächen die darunter liegenden Grundstücke und damit verbundene Abdichtungsmaterialien planmäßig abgeschrieben, da eine Nachnutzung der Grundstücke ausgeschlossen ist. Darüber hinaus waren durch die zum Jahresende 2018 erfolgte Stilllegung der Kaliproduktion am Werk Sigmundshall höhere Aufwendungen im Rahmen von Rekultivierungsverpflichtungen zu berücksichtigen. Weitere Kostensteigerungen im Bereich Gewässerschutz erklären sich aus höheren Transporten zur standortfernen Entsorgung von Salzwässern des Werkes Werra in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Grund war die lang anhaltende Trockenheit und die damit verbundene, extrem niedrige Wasserführung der Werra, wodurch die Einleitung von Salzwässern nur sehr eingeschränkt bzw. gar nicht möglich war. Das höhere Kostenniveau im Bereich Abfallwirtschaft ist vor allem auf Preissteigerungen für die Deponierung von Böden und Bauschutt sowie den ganzjährigen Produktionsbetrieb des kanadischen Standorts Bethune nach der Inbetriebnahme in 2017 zurückzuführen.
Die Betriebskosten umfassen im Wesentlichen ergänzende Maßnahmen zum Umweltschutz. Diese Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Klimaschutz, Abfallwirtschaft sowie Naturschutz und Bodensanierung und betreffen vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Betriebskosten und Abschreibungen für Produktionsanlagen zum Gewässerschutz, die in die Produktionsprozesse integriert sind und die Herstellung zusätzlicher Verkaufsprodukte ermöglichen, werden nicht mit einbezogen. In ihrer Gesamtheit sind sowohl die Kosten für die ergänzenden Maßnahmen zum Umweltschutz als auch die hier nicht ausgewiesenen integrierten Umweltkosten Bestandteile der Produktionskosten und erhöhen damit die spezifischen Kosten je produzierter Tonne Produkt.
WASSER
Wasser ist auch für K+S eine sehr wichtige Ressource. In vielen Prozessen setzen wir Wasser in unterschiedlichen Qualitäten ein. Wir brauchen Wasser beim Abbau und zur Förderung an bestimmten Lagerstätten, in der Produktion und in der Anwendung bestimmter Produkte, zum Beispiel in der Landwirtschaft. Aus Meerwasser und anderen salzhaltigen Wässern gewinnen wir durch solare Eindampfung hochwertige Salzprodukte. Bei bestimmten Produktionsprozessen und im Bereich der Rückstandshalden entstehen dagegen salzhaltige Abwässer, die wir entsorgen müssen. Um Wasserrisiken zu identifizieren, die einen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit haben können, wurde im Jahr 2017 eine gruppenweite Wasserrisiko-Analyse für alle relevanten Produktionsstandorte durchgeführt. Die Ergebnisse hieraus werden weiterhin konzeptionell im Umweltmanagement der Standorte berücksichtigt. Unser Bestreben ist es, wasserbezogene Auswirkungen auf ein Minimum zu beschränken. Dazu hat sich die K+S GRUPPE konkrete Ziele gesetzt. Die Nutzung der Ressource Wasser wird im Folgenden durch die Kennzahlen der Wasserentnahme und der Abwasserentsorgung weiter dargestellt.
WASSERENTNAHME
TAB. 2.7
| 2017¹ | 2018 | |
|---|---|---|
| Meerwasser und anderes salzhaltiges Wasser | 256,1 | 276,2 |
| Flusswasser | 133,0 | 137,0 |
| Grundwasser | 8,2 | 8,3 |
| Trinkwasser und Wasser aus kommunalem Wasserversorger | 1,2 | 1,3 |
| Gesamte Wasserentnahme | 398,4 | 422,8 |
¹ Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund von Datennachmeldungen angepasst.
Im Jahr 2018 hat die K+S GRUPPE insgesamt 422,8 Mio. m³ Wasser (2017: 397,9 Mio. m³) aus unterschiedlichen Quellen zur Gewinnung und Herstellung von Produkten entnommen. In Folge der Produktionsaufnahme unseres kanadischen Werks Bethune stieg die Flusswasserentnahme im Jahr 2018 auf 137,0 Mio. m³ (2017: 133,0 Mio. m³). Die Entnahme von Salzwasser aus Meeren und anderen salzhaltigen Quellen sank 2017 aufgrund der Schäden durch den Hurrikan Irma an unserem Solarsalzstandort auf den Bahamas und kehrte 2018 auf ein normales Niveau zurück. Der größte Teil (89 %) unserer Wasserentnahme findet an Standorten ohne hohen Wasserstress statt.
ABWASSER
Bei der Förderung und Aufbereitung unserer Rohstoffe sowie durch die Aufbaldung des Rückstands entstehen salzhaltige Abwässer. K+S arbeitet auch weiterhin intensiv daran, die Menge an salzhaltigen Abwässern aus Produktion und Rückstandsentsorgung nachhaltig zu senken. Die Menge und die Zusammensetzung der Prozessabwässer sowie der Haldenwässer sind von vielen Faktoren, wie zum Beispiel der lokalen Rohsalzqualität, den verwendeten Aufbereitungsverfahren, den hergestellten Produkten und der erforderlichen Produktqualität abhängig. Die Salzabwässer unterscheiden sich daher auch in ihrem Gesamtsalzgehalt.
Gruppenweit betrug die Menge an Salzabwasser, welches in Oberflächengewässer eingeleitet wurde, im Jahr 2018 bei der Kaliproduktion 4,8 Mio. m³ (2017: 6,2 Mio. m³) und bei der Salzproduktion 6,0 Mio. m³ (2017: 7,4 Mio. m³). Weitere 8,0 Mio. m³ (2017: 3,9 Mio. m³) wurden durch die Einleitung in den Untergrund (Versenkung) entsorgt. Die Einleitmenge von Salzabwasser aus der Kaliindustrie in Oberflächengewässer sank aufgrund der niedrigen Wasserführung des Flusses Werra sowie der dadurch eingeschränkten Produktion am Werk Werra. Die erhöhten Zahlen zur Versenkung sind auf die gestiegene Produktion des Werks Bethune in Kanada zurückzuführen. Durch die Inbetriebnahme der Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) am Standort Hattorf des Werks Werra im Januar 2018 reduziert sich die Salzabwassermenge des Werks Werra zukünftig um rund 20 %.# ABFALLWIRTSCHAFT UND UMWELTSCHUTZ
Für die Entsorgung dieser Salzabwässer stehen weiterhin der Weg über die Einleitung in die Werra und die Versenkung zur Verfügung. Reichen in Zeiten mit längerer niedriger Wasserführung der Werra beide Entsorgungswege nicht aus, können Teilmengen der Salzabwässer per LKW und/oder Bahn zu geeigneten Gruben oder Gaskavernen transportiert und dort entsorgt bzw. für Verwahrungsarbeiten genutzt werden. Die temporären Speicherkapazitäten für Salzabwasser vor Ort sollen im Sommer 2019 um weitere 400.000 m³ auf insgesamt bis zu eine Million m³ erweitert werden.
ABWASSER
TAB. 2.8
| scroll in Mio. m³ | 2017² | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Abwässer | |||
| Abwasser an kommunale Kläranlagen | 0,6 | 0,7 | |
| Betriebswasser in Flusswasser | 110,6 | 112,1 | |
| Salzabwasser¹ | |||
| Versenkung | 3,9 | 8,0 | |
| Salzige Abwässer ins Meerwasser und andere salzhaltige Gewässer | 52,4 | 50,8 | |
| Salzige Abwässer ins Oberflächenwasser | 13,3 | 10,8 | |
| Salzabwässer in der Kaliproduktion | 6,2 | 4,8 | |
| Salzabwässer in der Salzproduktion | 7,1 | 6,0 |
¹ Gesamtmineralisation (TDS, total dissolved solids) > 1 g/l.
² Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer verbesserten Klassifizierung der Abwässer angepasst.
Die Produktion am Werk Werra im Jahr 2018 musste aufgrund der außergewöhnlichen Trockenheit und der damit einhergehenden niedrigen Wasserstände von Oberflächengewässern teilweise unterbrochen werden. An den Standorten Wintershall, Hattorf und Unterbreizbach kam es infolge der stark verringerten Einleitungsmöglichkeiten in den Monaten August, September und Dezember zu einer 38-tägigen, 23-tägigen bzw. 3-tägigen Produktionsunterbrechung.
‚Risiko- und Chancenbericht‘, Seite 116
Im Bereich Salzwasser hat sich K+S viel vorgenommen. Bis 2021 bzw. bis zum Jahr 2030 setzen wir uns folgende ambitionierte Ziele:
Zielsetzung: Ab Ende des Jahres 2021 will K+S in Deutschland kein Salzwasser mehr in den Untergrund versenken. Wir erfüllen damit auch eine zentrale Maßnahme der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser. Im Jahr 2018 hat die K+S GRUPPE 1,0 Mio. m³ (2017: 1,2 Mio. m³) salzhaltige Prozessabwässer am Standort Hattorf in den Untergrund versenkt. Entsprechend der Vereinbarung mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (bund) wollen wir bis 2021 insgesamt bis zu 1 Mio. m³ weniger Prozessabwasser versenken. Zur Entsorgung der Wässer nach Ende 2021 wird derzeit die Möglichkeit der Einstapelung von Prozesswässern unter Tage entwickelt. Unser Ziel ist es, in einem ersten Schritt 1,5 Mio. m³ pro Jahr in geeignete Hohlräume im Bergwerk an der Werra zu entsorgen.
www.fgg-weser.de/
Zielsetzung: Des Weiteren wollen wir bis 2030 in Deutschland die zu entsorgende Menge an Prozesswasser aus der Kaliproduktion um weitere 500.000 m³ reduzieren. Die Einsparung erfolgt zusätzlich zu den Mengen, die durch die KKF-Anlage eingespart wurden, und ohne Berücksichtigung der Einsparungen durch das Ende der Produktion unseres Werks in Sigmundshall 2018. Aus der Kaliproduktion sollen daher ab dem Jahr 2030 nur noch 2,2 Mio. m³ Prozesswasser entsorgt werden müssen. Die geplanten Einsparungen von 500.000 m³ Salzabwasser schließen unsere etablierten Kalistandorte in Deutschland ein.
Das kanadische K+S Werk Bethune befand sich 2018 in der Anlaufphase und ist nach dem Stand der Technik erbaut. Die Umweltauswirkungen des Werks wurden bereits vor Inbetriebnahme 2017 bewertet und umfassend berücksichtigt.
Im Jahr 2018 fielen an den Kalistandorten in Deutschland absolut 3,4 Mio. m³ (2017: 4,5 Mio. m³) an Prozessabwässern an. Die Menge lag damit um 1,1 Mio. m³ unter dem Vorjahr. Bezogen auf das bereinigte Basisjahr 2017, also bei Berücksichtigung des vollen Effekts der KKF-Anlage (-1,5 Mio. m³) sowie des Endes der Produktion in Sigmundshall (-0,3 Mio. m³), stieg der Prozesswasseranfall in 2018 zunächst um 0,4 Mio. m³ an. Um unser Ziel bis 2030 zu erreichen und die deutsche Kaliproduktion sicherzustellen, arbeitet K+S in Deutschland im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsvorhaben intensiv an der weiteren Optimierung der Gewinnungs- und Aufbereitungsprozesse sowie an Projekten zur Senkung der zu entsorgenden Prozesswassermenge.
‚Risiko- und Chancenbericht‘, Seite 116; ‚Forschung und Entwicklung‘, Seite 50
ABFALL (FESTE RÜCKSTÄNDE)
Bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen fallen regelmäßig feste bergbauliche Rückstände an. Diese bilden den überwiegenden Teil unserer festen Abfälle. Die Aufschüttung der Rückstände auf Halden erfolgt unter Beachtung der jeweiligen Standortbedingungen, der vorliegenden Genehmigungen und der Minimierung von Umweltauswirkungen durch Weiterentwicklung des Standes der Technik. Im Rahmen unserer umfangreichen und langjährigen Genehmigungsverfahren werden Umweltauswirkungen analysiert und die Vermeidungsoptionen optimiert. Unser betriebliches Umweltmanagement, die Einhaltung der behördlichen Anforderungen und der einschlägigen Gesetzgebung sowie der fachliche Austausch in unterschiedlichen Gremien gewährleisten eine kontinuierliche Überwachung und Verbesserung der Standards.
HALDENMANAGEMENT
Im Jahr 2018 hat die K+S KALI GMBH in Deutschland 27,6 Mio. t feste Rückstände aufgehaldet (2017: 27,5 Mio. t). Umfangreiche Monitoring-Programme umfassen z. B. Grundwasser-, Verformungs- und Staubmessungen und überwachen eventuelle Auswirkungen der Halden. Die daraus generierten Daten stehen den Genehmigungsbehörden jederzeit zur Verfügung. Daneben werden regelmäßige interne Befahrungen durch K+S durchgeführt. Zudem wird der Haldenbetrieb durch wiederkehrende Befahrungen der Genehmigungsbehörde überwacht. Über die Planung und Umsetzung von Maßnahmen stehen wir in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Zur langfristigen Sicherung der Kaliproduktion sind Erweiterungen der bestehenden Rückstandshalden erforderlich.
- Die Erweiterung der Halde Hattorf (Phase I) wurde 2018 genehmigt und wird derzeit bereits umgesetzt. Die erteilte Genehmigung bezieht sich auf eine rund 27 Hektar große Fläche, die sich nordwestlich an die bestehende Halde anschließt. Sie bietet Raum für fünf bis sechs Jahre. Darüber hinaus befindet sich die behördliche Prüfung des Antrages für die zweite Phase der Haldenerweiterung, die bis Anfang der 2040er Jahre reichen soll, in Bearbeitung.
- Für das Haldenerweiterungsverfahren am Standort Zielitz wurden im Oktober 2017 die Antragsunterlagen bei der zuständigen Behörde eingereicht. Die Öffentlichkeitsbeteiligung fand im Sommer 2018 statt. Ein Erörterungstermin ist für das erste Quartal 2019 vorgesehen.
- Für die geplante Haldenerweiterung am Standort Wintershall wurden die Antragsunterlagen im April 2018 eingereicht. Bereits im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens wurde die Öffentlichkeit im Rahmen mehrerer Informationsveranstaltungen, durch Flyer und Informationen auf der K+S-Website umfassend über das Vorhaben informiert.
Mit den Haldenerweiterungen sind umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen verbunden. Die Ausgleichsmaßnahmen umfassen langfristig und großflächig ausgerichtete Projekte mit dem Ziel, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen bzw. bestehende aufzuwerten. Ersatzaufforstungen werden vorrangig auf naturschutzfachlich minderwertigen Flächen durchgeführt, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu schonen. Des Weiteren werden vor Beginn der Eingriffe zeitlich vorgezogene Artenschutzmaßnahmen durchgeführt, die eine ökologisch-funktionale Kontinuität ohne zeitliche Unterbrechung gewährleisten.
Zielsetzung: Die weitere Reduzierung der Umweltauswirkungen und der Erhalt der natürlichen Ressourcen durch eine erneute Überprüfung des Potenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen ist unser gruppenweites Ziel. Ab dem Jahr 2030 wollen wir jährlich drei Millionen Tonnen Rückstand für andere Zwecke als für die Aufhaldung verwenden. Dieses Ziel wollen wir über eine alternative Verwertung des Haldenmaterials und eine Rückstandsvermeidung durch die Erhöhung der Rohstoffausbeute erreichen. Die Kennzahl erfassen wir projektbezogen nach Art der Rückstandsverwertung. Im Jahr 2018 konnten wir 1,0 Mio. t Rückstand für die Siedesalzproduktion der FRISIA ZOUT B.V. verwerten und durch technische Maßnahmen zur Erhöhung der Rohstoffausbeute Rückstand einsparen. 2018 haben wir verschiedene Projekte zur Rückstandsreduzierung initiiert. Dazu gehören die Verwendung von Löserückstand an alternativen Betriebsstandorten, Steinsalzvorabtrennungen und weitere optische Sortierungen unter Tage. 2019 werden wir zusätzlich intensiv an den Möglichkeiten zur Erhöhung der Rohstoffausbeute arbeiten.
Zielsetzung: Bis 2030 wollen wir weitere 155 ha Haldenfläche abdecken und somit den Anfall von Haldenwässern weiter reduzieren bzw. vermeiden. Dies betrifft die Abdeckung von großen und mittelgroßen Halden, die zusätzlich zur bereits bestehenden Abdeckung im Basisjahr 2017, ca. 70 ha, aufgebracht wird. Im Jahr 2030 haben wir so insgesamt 225 ha Haldenfläche abgedeckt. Die abgedeckte Haldenfläche bezieht sich auf die für die Reduzierung der Haldenwässer relevante Aufstandsfläche der Halde. Dafür wird die abgedeckte Fläche auf die Aufstandsfläche projiziert. Den Fortschritt überprüfen wir durch jährliche Messungen. Im Falle von zeitversetzten Messungen im Vergleich zur Berichtsperiode basieren die Jahreswerte auf Extrapolationen. Im Jahr 2018 konnten zusätzlich 5,9 ha Haldenfläche abgedeckt werden.
- Am Standort Hattorf haben wir den halbtechnischen Versuch zur Dünnschichtabdeckung auf einer Fläche von 0,5 ha fertiggestellt und erhalten zukünftig weitere Informationen über die technische Durchführbarkeit und das langfristige Materialverhalten. Zusätzlich haben wir die Fläche eines ehemaligen Schlammbeckens in der Größe von 4,2 ha abgedeckt. Auf dem Haldentop in Hattorf ist ein Polderbau begonnen worden. Dieser wird 2019 fortgesetzt. Weitere Abdeckungsmaßnahmen sind in bautechnischer Vorbereitung. Mit ihnen beginnen wir 2019, unter der Voraussetzung genehmigungsrechtlicher Zulassung. Dazu gehört die Abdeckung der Aufstandsfläche einer ehemaligen Kieserithalde mit dazugehörigen Becken.# ENERGIE & KLIMA
Als Rohstoffunternehmen betreiben wir viele energieintensive Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Abbau von Rohstoffen über die Produktion bis hin zum Transport des fertigen Produkts.
ENERGIE
Den Großteil unseres weltweiten Energiebedarfs an Strom und Wärme erzeugt die K+S GRUPPE in eigenen Kraftwerken durch den Einsatz von Primärenergieträgern. Darüber hinaus benötigte Energie kaufen wir am Markt zu. An einer möglichst energieeffizienten Rohstoffgewinnung und Fabrikproduktion arbeiten wir kontinuierlich.
Zielsetzung: Unseren spezifischen CO2 -Fußabdruck für die insgesamt verbrauchte Elektroenergie an unseren Produktionsstandorten wollen wir bis 2030 um 20 % reduzieren (Basisjahr 2017: 302,51 kgC02/Mwh). Das bedeutet, dass wir in der Energieumwandlung noch effizienter werden, unser Potenzial im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) umfangreicher nutzen und den Einsatz erneuerbarer Energien prüfen. Das Ziel bezieht sich auf unsere Scope 1 und 2-Emissionen aus selbstgenutztem Strom, die zum einen durch direkte Energieumwandlung und zum anderen durch indirekt bezogenen Strom entstehen.
Im Geschäftsjahr 2018 betrug unser c02-Fußabdruck für genutzten Strom 298,1 kgC02/Mwh (2017: 302,51 kgC02/Mwh), eine Veränderung von -1,5 % zum Basisjahr 2017. Die Reduktion ist auf eine zusätzliche KWK-Stromerzeugung in Deutschland und das erstmalige Erreichen der Nennauslastung unserer KKF-Anlage in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen.
ENERGIEEINSATZ NACH ENERGIETRÄGERN UND TREIBHAUSGASEMISSIONEN SCOPE 1, 2 UND 3
| 2017 | 2018 | ||
| Direkte Energieträger (Scope 1) | GWh | 8.716,9 | 11.403,1 |
| Mio. t CO2 e | 1,8 | 2,4 | |
| Erdgas | GWh | 8.063,6 | 10.683,9 |
| Kohle | GWh | 281,3 | 295,5 |
| Diesel | GWh | 343,8 | 406,2 |
| Heizöl | GWh | 13,8 | 1,3 |
| Flüssiggas (LPG) | GWh | 9,2 | 10,9 |
| Benzin | GWh | 5,2 | 5,3 |
| Indirekte Energieträger (Scope 2) | GWh | 2.119,5 | 2.231,8 |
| Mio. t CO2 e | 0,2 | 0,2 | |
| Extern bezogener Strom | GWh | 591,6 | 707,8 |
| Extern bezogener Dampf | GWh | 1.525,3 | 1.521,3 |
| Extern bezogene Wärme | GWh | 2,7 | 2,8 |
| Gesamtenergieverbrauch (Scope 1 & 2) | GWh | 10.836,4 | 13.634,9 |
| Mio. t CO2 e | 2,1 | 2,6 | |
| Verkaufter Strom (Scope 3) | GWh | 37,3 | 42,0 |
| Emissionen ausgehender Transporte (Logistikemissionen) | Mio. t CO2 e | 0,8 | 1,0 |
In allen deutschen Gesellschaften mit produzierenden Standorten nutzen wir ein nach DIN EN ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem. In allen anderen deutschen Gesellschaften führen wir regelmäßig Energieaudits nach DIN EN ISO16247 durch. Ein gruppenweites Konzept für das Energiemanagement ist erarbeitet und die Einführung der ISO 50001 auf unseren Standorten außerhalb Deutschlands hat begonnen.
Durch das K+S ENERGIEEFFIZIENZ-NETZWERK (KEEN) leistet K+S einen freiwilligen Beitrag zu dem Vorhaben der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, 500 Energieeffizienz-Netzwerke bis 2020 zu gründen. Teilnehmer im KEEN sind deutsche K+S-Werke und externe Unternehmen. Unsere 2018 gestartete interne Expertengruppe "KEEN global" nimmt die Ergebnisse der externen Initiative auf und prüft die Anwendbarkeit und Umsetzung auf globaler Ebene. Zudem steuert die Gruppe Maßnahmen zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels "Energie & Klima" bis zum Jahr 2030. www.effizienznetzwerke.org/initiative/unsere-netzwerke/
Aufgrund des erstmalig ganzjährigen Betriebs des Standorts Bethune in Kanada sowie der Inbetriebnahme der KKF-Anlage im Jahr 2018 stieg der Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2018 insgesamt auf 13.634,9 Gwh (2017: 10.836,4 GWh).
TAB. 2.9 Energieträger
Die verwendeten Energieträger sind je nach Standort der Bergwerke und Produktionsanlagen unterschiedlich. Die Dampf- und Stromerzeugung von K+S in Deutschland basiert zu 85 % auf dem Primärenergieträger Erdgas und zu 15 % auf dem Energiebezug aus einer Müllverbrennungsanlage. Sechs unserer sieben deutschen Kalistandorte in 2018 verfügen über eigene Kraftwerke, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden. Ihr Brennstoffnutzungsgrad liegt bei 90 %. Zwei von sieben Trocknungsanlagen betreiben wir ebenfalls nach dem KWK-Prinzip. Es erfolgte ein Ausbau der Energieumwandlung in KWK am Standort Hattorf zum Betrieb der KKF-Anlage. Infolge dieser Maßnahme können zusätzlich 15 MW Strom aus KWK erzeugt werden, was zu einer Reduzierung von Fremdstrom führt.
Unsere Gesellschaft MORTON SALT hat in den letzten Jahren zwei mit Steinkohle betriebene Standorte in den USA auf den emissionsärmeren Energieträger Erdgas umgerüstet. Diese Umstellung führt zu einer wesentlichen Reduzierung des gruppenweiten CO2 -Ausstoßes. Daneben untersuchen wir weiterhin die Möglichkeit der Nutzung regenerativer Energiequellen - Sonne und/oder Wind -an mehreren Produktionsstandorten in Nordamerika.
Aufgrund der Solung als Abbaumethode in unserem neuen Werk Bethune in Kanada sowie der stetig wachsenden Ausdehnung der anderen untertägigen Rohstoffabbaugebiete und der damit verbundenen höheren energetischen Aufwendungen rechnen wir tendenziell mit einem steigenden spezifischen Bedarf an Primärenergie.
Emissionen
Im Rahmen des Pariser Weltklimabkommens von 2016 hat sich die Weltgemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erderwärmung gegenüber der vorindustrialisierten Zeit möglichst auf 1,5°C zu begrenzen. Mit der UN-Klimakonferenz 2018 in Katowice, Polen, wurde die Umsetzung weiter konkretisiert. In Deutschland sollen die vertraglich im Pariser Klimaabkommen definierten Ziele mittels des Klimaschutzplans 2050 umgesetzt werden. Unter Beteiligung der Industrie ist das Ziel, Treibhausgasemissionen bis 2030 zunächst um 55 % zum Basisjahr 1990 zu senken. Zur Senkung von Treibhausgasemissionen in energieintensiven Industrien trat bereits im Jahr 2005 das europäische emissionshandelssystem (EU ETS) in Kraft. Ziel des Emissionshandels ist es, Emissionen dort zu senken, wo die Minderung am effizientesten ist.
Die K+S GRUPPE betreibt aktuell 13 emissionshandelspflichtige Kraftwerke und Trocknungsanlagen in Deutschland, deren Emissionen auf Basis geltender EU-Monitoring-Leitlinien erfasst und von externen Prüfungsorganisationen verifiziert werden. Im Rahmen der dritten Handelsperiode (bis 2020) erwarten wir keine zusätzlichen Kosten für den Emissionshandel. An einem kanadischen System zur Bewertung von Treibhausgasemissionen wird seitens der Regierung gearbeitet.
Wir berichten unsere Emissionen vollständig innerhalb der Betrachtungsräume Scope 1 und Scope 2 sowie Scope 3 für unsere Logistikemissionen ausgehender Transporte in C02 -Äquivalenten (C02 e). Diese geben das spezifische Erwärmungspotenzial der Treibhausgase verglichen mit dem von CO2 an. Die C02 e-Emissionen aus dem Verbrauch aller direkten und indirekten Energieträger im Jahr 2018 (Scope 1 und 2) betrugen 2,6 Mio. t C02 e (2017: 2,1 Mio. t C02 e). Die Berechnungsgrundlage der Menge an C02 e bilden die Emissionsfaktoren aus dem GREENHOUSE GAS PROTOCOL.
LOGISTIKEMISSIONEN
Unser internationales Logistiknetzwerk sorgt für einen reibungslosen Ablauf in der Lieferkette und transportiert unsere Produkte termingerecht und möglichst umweltschonend zu unseren Kunden in aller Welt. Unsere globalen Transportketten werden ganzheitlich gesteuert und regelmäßig optimiert, um eine hohe Effizienz sicherzustellen.
Zielsetzung: Die mit dem Transport unserer Produkte einhergehenden Umweltauswirkungen in Form von Treibhausgasemissionen möchten wir in Zukunft weiter vermeiden. Bis zum Jahr 2030 wird die K+S GRUPPE spezifische Treibhausgasemissionen in der Logistik um 10 % reduzieren. Dies gilt für die Emissionen unserer ausgehenden Transporte bemessen in Kilogramm CO2 -Äquivalente pro Tonne (Tank-to-Wheel).
Logistikemissionen machen einen bedeutenden Teil der Emissionen unserer Wertschöpfungskette aus und bilden den größten Teil unserer Scope 3-Emissionen ab. Die von uns berechneten Emissionen der ausgehenden Transporte entsprechen mit 1,0 Mio. t C02 e etwa der Hälfte unserer Scope 1 und 2-Emissionen. Der spezifische Wert pro Tonne lag im Jahr 2018 bei 17,9 kg-C02e/t (2017: 18,3 kg C02 e/t). Das entspricht einer Veränderung von -2,0 % zum Basisjahr 2017. Die Veränderung unserer spezifischen Emissionen wurde durch eine Verschiebung unserer logistischen Mengenströme verursacht. Insbesondere der Anstieg des Transportvolumens auf Kurzstrecken in Europa und Nordamerika führte dazu, dass im Verhältnis weniger Menge mit hoher Emission auf langer Strecke transportiert werden musste und somit der durchschnittliche Ausstoß pro Tonne gesenkt werden konnte.
Durch eine Optimierung unseres Logistiknetzwerks in Europa wollen wir Logistikemissionen vermeiden sowie eine höhere Auslastung unserer Transportmittel erreichen. Derzeit werden Emissionen auf Grundlage der DIN EN 16258 berechnet. Um zukünftig auch Technologieeffekte, zum Beispiel durch den Einkauf emissionsarmer Logistikdienstleistungen, abbilden zu können, planen wir langfristig in der Berechnung Default-Werte durch reale Verbrauchsdaten unserer Dienstleister zu ersetzen.
GESCHÄFTSETHIK
K+S ist ein zuverlässiger Partner für Kunden, Lieferanten und das gesellschaftliche Umfeld. Ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln unserer Mitarbeiter ist für uns selbstverständlich und das erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern.# Geschäftsethik
Im Bereich Geschäftsethik konzentrieren wir uns deshalb auf die Handlungsfelder "Compliance & AntiKorruption" und "Nachhaltige Lieferketten".
- ,Corporate Governance' Seite 67
- ,Geschäftsmodell', Seite 40
COMPLiANCE & ANTI-KORRUPTION
Compliance ist integraler Bestandteil der Unternehmenskultur bei K+S. Grundlage unseres Compliance-Management-Systems sind die jeweils anwendbaren gesetzlichen Vorschriften, unsere internen Regelungen sowie von uns anerkannte regulatorische Standards und zum Beispiel unser Bekenntnis zum UN GLOBAL COMPACT. Jeder Mitarbeiter wird mit unseren Grundwerten und Prinzipien (CODE OF CONDUCT) sowie den sich daraus ableitenden internen Regelungen vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden zielgruppenspezifische Schulungen für Mitarbeiter statt (z. B. Kartellrecht, Anti-Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Umgang mit sozialen Medien, Datenschutz, Umweltschutz, Arbeitssicherheit).
- ,Compliance-Management', Seite 77
Zielsetzung: K+S verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegen Korruption und Bestechung, um die Risiken der Haftung, der Strafbarkeit, des Reputationsverlusts sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden. Wir haben die Grundsätze unseres Compliance-Management-Systems in unseren Nachhaltigkeitszielen verankert und einen Leistungsindikator zur Messung der Zielerreichung definiert: Alle Mitarbeiter sind mit Kommunikationsmaßnahmen erreicht und angemessen in Compliance-Themen geschult.
Der Wert für 2018 liegt bei 71 %, wobei der Anteil Kommunikation 100 % und Schulungen 42 % beträgt (2017: 59 %, davon 100 % Kommunikation und 18 % Schulungen). Die Steigerung ist auf eine erhöhte Anzahl von Schulungen zurückzuführen. Wir wollen die hundertprozentige Erfüllung dieses Indikators bis Ende 2019 erreichen.
2018 informierten wir auf regionaler und globaler Ebene mittels verschiedener Kommunikationswege über Compliance-Maßnahmen. Im Sinne unserer Strategie, K+S als "One Company" weiterzuentwickeln, werden die bestehenden Kommunikations- und Schulungsmaßnahmen weiter ausgebaut. 2018 lag der Fokus vor allem darauf, zeitgemäße Systeme zu etablieren, Schulungen zielgruppenspezifischer durchzuführen und etwaige Compliance-Verstöße zu melden. 2019 werden die Compliance-Schulungen der Mitarbeiter intensiviert. Zum Beispiel werden wir allen Mitarbeitern eine Compliance-Grundlagen-Schulung zur Verfügung stellen. Weitere Compliance-Trainings werden 2019 erarbeitet und in den Trainingsplan aufgenommen.
Bei den Compliance-Beauftragten kann sich jeder Mitarbeiter zum Thema Compliance informieren oder persönlichen Rat einholen. Über Hotlines sind externe Ombudsleute erreichbar. Bei ihnen können Mitarbeiter und Dritte Compliance-Verstöße melden - bei Bedarf auch anonym. Ihre Kontaktdaten sind auf der K+S-Website und im Portal (Intranet) oder auf Aushängen zu finden. Selbstverständlich hat ein Meldender dabei keine Benachteiligungen durch eine Meldung zu befürchten (Non-Retaliation).
INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFGEWINNENDEN SEKTOR (EITI)
Wir engagieren uns für die "INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFSEKTOR" (EITI: EXTRACTIVE INDUSTRIES TRANSPARENCY INITIATIVE) mit der Zielsetzung der Korruptionsbekämpfung. K+S ist aktives Mitglied der Multi-Stakeholder-Gruppe von D-EITI.
- www.d-eiti.de
- www.rohstofftransparenz.de
SPENDEN UND SPONSORING
Wir unterstützen ausgewählte Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur finanziell. Der Vorstand hat einheitliche Bedingungen für Spenden und Sponsoring festgelegt. K+S spendet nicht an politische Parteien einschließlich ihnen nahestehender oder zugehöriger Organisationen oder Personen.
Die Spenden für wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke betrugen im Jahr 2018 insgesamt 1,9 Mio. € (2017: knapp 2,4 Mio. €).
- www.k-plus-s.com/gesellschaft
NACHHALTIGE LIEFERKETTEN
K+S fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforderungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE (Kodex) formuliert. Der Kodex verpflichtet Lieferanten zur Anerkennung und Einhaltung unserer Werte. Er basiert auf internationalen Standards wie den Grundsätzen des UN Global Compact, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den ILO-Kernarbeitsnormen und den Leitlinien für multinationale Unternehmen der OECD. Er umfasst die Themen Menschen- und Arbeitnehmerrechte, Gesundheit und Arbeitssicherheit, Umweltaspekte und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln.
- www.k-plus-s.com/verhaltenskodex
Zielsetzung: Die Abdeckung unseres Einkaufsvolumens durch den Kodex soll bis zum Jahr 2025 mehr als 90 % betragen. Ein weiteres Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100 % unserer "kritischen" Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben.
Im Jahr 2018 haben wir mit der globalen Einführung des Kodex begonnen. 29,4 % unseres Einkaufsvolumens werden bereits davon erfasst. 14,7 % unserer "kritischen" Lieferanten haben den Verhaltenskodex für Lieferanten anerkannt. Sie werden jährlich ermittelt. Berücksichtigt werden unter anderem der Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) sowie die Umweltverträglichkeit der vom Lieferanten hauptsächlich gelieferten Produkte bzw. Dienstleistungen.
Für den Fall des Bekanntwerdens eines Verstoßes gegen den Verhaltenskodex für Lieferanten sind klare Prozesse und Verantwortlichkeiten definiert. Im Jahr 2019 soll der Versand des Kodex ausgeweitet werden. In den darauffolgenden zwei Jahren ist die Entwicklung eines Monitoring-Konzepts geplant, das die lieferantenseitige Einhaltung der Prinzipien des Kodex überwacht. Für den Fall, dass Abweichungen festgestellt werden, soll ein Prozess zur Lieferantenentwicklung eingeführt werden.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE GOVERNANCE¹
Der Vorstand gibt gemäß §§ 289f sowie 315d HGB die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit der Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten:
Wir verfolgen das Ziel einer verantwortungsbewussten Unternehmenssteuerung und -überwachung, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse.
ORGANE
Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Kompetenzen und Aufgaben dieser Organe sind im Aktiengesetz, im Mitbestimmungsgesetz, in der Satzung und in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.
HAUPTVERSAMMLUNG
Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Gesellschaft durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und diesem Weisungen erteilen oder per Briefwahl abstimmen. Dies ist auch über ein elektronisches System möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse auch im Internet.
- www.k-plus-s.com/hv
AUFSICHTSRAT
Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt jeweils für rund fünf Jahre.
- www.k-plus-s.com/corporategovernance
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensstrategie, die Planung, den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation sowie über besondere unternehmerische Chancen und Risiken. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Beschlussvorlagen des Vorstands und - soweit erforderlich - zu weiteren Angelegenheiten Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert.
Der Aufsichtsrat führt in Form eines Fragebogens im Zweijahresturnus eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Plenum wie auch in den Ausschüssen zu erhalten.
- ,Bericht des Aufsichtsrats', Seite 18
¹ Die in der Erklärung zur Unternehmensführung enthaltenen Angaben nach § 289f sowie § 315d HGB sind nach § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.
Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder fünf Ausschüsse gebildet:
- Der Vermittlungsausschuss nimmt die in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG beschriebenen Aufgaben wahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Die vier Mitglieder des Ausschusses sind zu gleichen Teilen Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer.
- Der Strategieausschuss ist zuständig für die Beratung des Vorstands bei der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie deren Prüfung und die Berichterstattung darüber an den Aufsichtsrat. Zudem bereitet der Strategieausschuss zustimmungspflichtige Entscheidungen des Aufsichtsrats vor, die Akquisitionen, Devestitionen, Investitionen, organisatorische Veränderungen oder Restrukturierungen betreffen.# DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Der Strategieausschuss berät den Vorstand in Fragen der Unternehmensstrategie sowie bei Projekten mit strategischer Relevanz. Der Strategieausschuss besteht aus drei Mitgliedern: dem Aufsichtsratsvorsitzenden als Vorsitzendem des Ausschusses sowie je einem Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer.
Der Prüfungsausschuss nimmt die sich aus dem Aktiengesetz sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex ergebenden Aufgaben wahr. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Chancen- und Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance, der Vergabe von Aufträgen an den Abschlussprüfer der Gesellschaft sowie der Abschlussprüfung. Er erörtert auch den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen vor deren Veröffentlichung mit dem Vorstand. Herr Kölbl (unabhängiger Finanzexperte), Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verfügt aus seiner beruflichen Praxis als Finanzvorstand (CFO) der Südzucker AG über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt.
Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der langfristigen Nachfolgeplanung. Hinsichtlich der Festlegung der Gesamtvergütung für Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Vertragsangelegenheiten der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbreitet der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum Beschlussvorschläge. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt.
Der Nominierungsausschuss benennt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Aufsichtsratskandidaten. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt.
www.k-plus-s.com/corporategovernance
Gemäß der gesetzlichen Regelung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beträgt der Mindestanteil an Frauen und Männern im Aufsichtsrat jeweils 30 %. Dem Aufsichtsrat gehören zurzeit zwei Vertreterinnen der Anteilseigner und zwei Vertreterinnen der Arbeitnehmer an.
Kompetenzprofil und Diversität
Ziel der Besetzung des Aufsichtsrats ist, ein Kompetenzprofil und eine Diversität der Gremiumsmitglieder sicherzustellen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlich ist. Der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wird darin gefolgt, dass der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann. Die Hauptversammlung ist an diese Wahlvorschläge nicht gebunden, eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht dem Aufsichtsrat als Gesellschaftsorgan nicht zu.
Im Jahr 2017 hat der Nominierungsausschuss unter professioneller Begleitung eines Vergütungsexperten eine Kompetenzanalyse des Aufsichtsrats durchgeführt. Im Zuge dieser Analyse wurden alle Anteilseignervertreter bezüglich des Soll- und Ist-Profils befragt. In seiner November-Sitzung hat der Aufsichtsrat ausführlich über das Kompetenzprofil der Anteilseignervertreter beraten und ist davon überzeugt, dass die Leistung des Gremiums als Ganzes wesentlich von der Vielfalt im Expertenmix, der Qualifikation, Integrität und Unabhängigkeit abhängt. Die Kultur sollte von Professionalität und Wertschätzung geprägt sein.
Vor diesem Hintergrund umfasst das Anforderungsprofil insbesondere die nachfolgenden Aspekte:
- Die Mitglieder sollen über Kenntnisse bezüglich der Branche, Produktsegmenten, Produktion und relevanter Technologien verfügen.
- Kenntnisse über internationale und für K+S relevante Märkte sollten vorhanden sein.
- Erfahrung in der strategischen Führung eines Unternehmens ist eine wesentliche Anforderung.
- Eine angemessene Anzahl von Mitgliedern sollte über Finanzkompetenz, insbesondere hinsichtlich Rechnungslegung und Bilanzprüfung, verfügen.
- Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören.
- Kenntnisse in den Bereichen Recht, Compliance, HR inkl. Mitbestimmungsrecht sowie Restrukturierungs- und Krisenmanagement sollten in angemessenem Umfang vorhanden sein.
Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein.
Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die vorstehenden Zielsetzungen mit seiner aktuellen Zusammensetzung erfüllt sind.
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2018 (STAND DER ANGABEN ZU WEITEREN AUFSICHTSRATSMANDATEN UND KONROLLGREMIEN: 31. DEZEMBER 2018)
Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (Jahrgang 1955), Diplom-Biologe, Aufsichtsratsvorsitzender
- Anteilseignervertreter
- Unternehmer (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigshafen)
- Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
- Erstbestellung: 12. Mai 2015
- weitere Aufsichtsratsmandate:
- Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender)
- weitere Kontrollgremien:
- C.H. Boehringer Sohn AG & Co. KG, Ingelheim (Mitglied im Beraterkreis)
Ralf Becker (Jahrgang 1965), Gewerkschaftssekretär, Stellv. Vorsitzender
- Arbeitnehmervertreter
- Landesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
- Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
- Erstbestellung: 1. August 2009
- weitere Aufsichtsratsmandate:
- Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover (stellv. Vorsitzender)
- Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg
- Deutsche Shell GmbH, Hamburg
- Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg
Petra Adolph (Jahrgang 1964), Master in Politik- und Literaturwissenschaften
- Arbeitnehmervertreterin
- Vorstandssekretärin (Bereich Mitbestimmung/Sozialpolitik), IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
- Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
- Erstbestellung: 15. Mai 2018
- weitere Aufsichtsratsmandate:
- CEWE Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg
Andre Bahn (Jahrgang 1968), Elektromonteur
- Arbeitnehmervertreter
- Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
- Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra, K+S KALI GMBH, Kassel
- Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
- Erstbestellung: 15. Mai 2018
Jella Benner-Heinacher (Jahrgang 1960), Juristin
- Anteilseignervertreterin
- Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., Düsseldorf
- Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
- Erstbestellung: 7. Mai 2003
- weitere Kontrollgremien:
- A.S. Creation Tapeten AG, Gummersbach (stellv. Vorsitzende)
Peter Bleckmann (Jahrgang 1962), Kfz-Mechaniker
- Arbeitnehmervertreter
- Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
- Betriebsratsvorsitzender des Werks Borth, ESCO - european salt COMPANY GMBH & Co. KG, Hannover
- Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
- Erstbestellung: 15. Mai 2018
Philip Freiherr von dem Bussche (Jahrgang 1950), Diplom-Kaufmann
- Anteilseignervertreter
- Unternehmer/Landwirt
- Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
- Erstbestellung: 12. Mai 2015
- weitere Kontrollgremien:
- Bernard Krone Holding SE & Co. KG, Spelle (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
- DF World of Spices GmbH, Dissen (Mitglied des Beirats) + Grimme GmbH & Co. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats)
- Pfeifer und Langen IHKG, Köln (Mitglied des Gesellschafterausschusses) (bis 31. Dezember 2018)
- DLG e.V., Frankfurt am Main (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 22. Februar 2018)
George Cardona (Jahrgang 1951), Ökonom
- Anteilseignervertreter
- Ökonom
- Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2020
- Erstbestellung: 9. Oktober 2009
- weitere Kontrollgremien:
- Board der Banque Havilland (Monaco) S.A.M., Monaco (Director, seit 18. September 2018)
Dr. Elke Eller (Jahrgang 1962), Diplom-Volkswirtin
- Anteilseignervertreterin
- Mitglied des Vorstands der TUI Aktiengesellschaft, Hannover
- Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
- Erstbestellung: 15. Mai 2018
- weitere Aufsichtsratsmandate:
- Konzerngesellschaften der TUI Group
- TUI Deutschland GmbH, Hannover
- TUIfly GmbH, Langenhagen
- Konzerngesellschaften der TUI Group
- weitere Kontrollgremien:
- Konzerngesellschaften der TUI Group
- TUI Belgium N.V., Oostende
- TUI Nederland N.V., Rijswijk
- Konzerngesellschaften der TUI Group
Gerd Grimmig (Jahrgang 1953), Diplom-Bergingenieur
- Anteilseignervertreter
- Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel)
- Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
- Erstbestellung: 15. Mai 2018
Axel Hartmann (Jahrgang 1958), Einzelhandelskaufmann
- Arbeitnehmervertreter
- Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
- Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers, K+S KALI GMBH, Kassel
- Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
- Erstbestellung: 14.# AUFSICHTSRAT
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS (Stand der Angaben zu Mandaten, Berufsgruppen und -erfahrung, sofern nicht anders ausgewiesen: 31. Dezember 2018)
-
Dr. Andreas Kreimeyer (Jahrgang 1957), Diplom-Physiker
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 1. Januar 2016 -
Jella Benner-Heinacher (Jahrgang 1964), Diplom-Kauffrau
Anteilseignervertreterin
Erste Stellvertreterin des Aufsichtsratsvorsitzenden
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2022
Erstbestellung: 14. Mai 2013
weitere Kontrollgremien:
― K+S KALI GMBH, Kassel (Mitglied des Aufsichtsrats)
― Continental AG, Hannover (Mitglied des Aufsichtsrats) -
Petra Adolph (Jahrgang 1968), Diplom-Kauffrau
Arbeitnehmervertreterin
Betriebsratsvorsitzende der K+S Minerals and Agriculture GmbH, Heringen
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018 -
Ralf Becker (Jahrgang 1967), Bankkaufmann
Arbeitnehmervertreter
Betriebsratsvorsitzender der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018 -
Philip Freiherr von dem Bussche (Jahrgang 1950), Landwirtschaftsmeister
Anteilseignervertreter
Landwirt
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2022
Erstbestellung: 14. Mai 2013
weitere Aufsichtsratsmandate:
― K+S KALI GMBH, Kassel (Mitglied des Aufsichtsrats)
weitere Kontrollgremien:
― Benteler International GmbH & Co. KG, Bielefeld (Mitglied des Beirats) -
George Cardona (Jahrgang 1976), Master of Business Administration
Anteilseignervertreter
Managing Director, Advent International, London, Großbritannien
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018 -
Dr. Elke Eller (Jahrgang 1970), Diplom-Volkswirtin
Arbeitnehmervertreterin
Mitglied des Betriebsrats der K+S KALI GMBH, Kassel
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018 -
Axel Hartmann (Jahrgang 1965), Industriekaufmann
Arbeitnehmervertreter
Betriebsratsvorsitzender des Werks Heringen, K+S KALI GMBH, Kassel
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018 -
Michael Knackmuß (Jahrgang 1975), Kfz-Schlosser
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz, K+S KALI GMBH, Kassel
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 11. Juli 2014 -
Thomas Kölbl (Jahrgang 1962), Diplom-Kaufmann
Anteilseignervertreter
Finanzvorstand der Südzucker AG, Mannheim
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2022
Erstbestellung: 10. Mai 2017
weitere Aufsichtsratsmandate:
Konzerngesellschaften der Südzucker Group
― CropEnergies AG, Mannheim (stellv. Vorsitzender)
weitere Kontrollgremien:
Konzerngesellschaften der Südzucker Group
― AGRANA Stärke GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats)
― AGRANA Zucker GmbH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats)
― ED&F man HOLDINGS Limited, London/Großbritannien (Mitglied des Board of Directors (non-executive))
― Freiberger Holding GmbH, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats)
― PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland/Niederlande (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
― Raffinerie Tirlemontoise S. A., Brüssel/Belgien (Mitglied des Conseil d'Administration)
― Saint Louis Sucre S. A. S., Paris/Frankreich (Mitglied des Comite de Supervision)
― Südzucker Polska S. A., Wroctaw/Polen (Mitglied des Aufsichtsrats)
― Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender des Beirats) -
Gerd Kübler (Jahrgang 1967), Diplom-Ingenieur
Arbeitnehmervertreter
Leiter Mining, K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 1. Januar 2016 -
Nevin McDougall (Jahrgang 1967), Master of Agriculture (Agrarökonomie & Business)
Anteilseignervertreter
President & Chief Commercial Officer, a&l Canada Laboratories Inc., London, Kanada
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
weitere Kontrollgremien:
― Board Member der BioEnterprise Corporation (non-profit Canadian company) -
Anke Roehr (Jahrgang 1964), Industriekauffrau
Arbeitnehmervertreterin
Vorsitzende des Betriebsrats der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY &Co. KG, Hannover
Mitarbeiterin im Vertrieb
Auftaumittel der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & Co. KG, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2023
Erstbestellung: 1. April 2016
IM JAHR 2018 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER:
-
Wesley Clark (Jahrgang 1952), Master in Business Administration (Betriebswirtschaft)
Anteilseignervertreter
Operating Partner der Advent International Private Equity Group, Boston, Massachusetts, USA
Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 14. Mai 2013
weitere Kontrollgremien:
― Board der Patriot Supply HOLDINGS, Inc., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman) (bis 2. Juli 2018)
― Board der ABC Supply Corporation, Beloit, Wisconsin, USA
― Board der Distribution International, Inc., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman) -
Harald Döll (Jahrgang 1964), Energieanlagenelektroniker
Arbeitnehmervertreter
(Ehem. Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE und Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra, K+S KALI GMBH, Kassel)
Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 1. August 2009 -
Dieter Kuhn (Jahrgang 1958), Bergbaumaschinist
Arbeitnehmervertreter
Pensionär
(Ehem. erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE und Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg, ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY & Co. KG, Hannover)
Ausgeschieden zum 28. Februar 2018
Erstbestellung: 7. Mai 2003 -
Dr. Annette Messemer (Jahrgang 1964), Politikwissenschaftlerin
Anteilseignervertreterin
Bereichsvorstand der Commerzbank AG
Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 14. Mai 2013
weitere Kontrollgremien:
― Board of Directors der Essilor International S.A., Charenton-le-Pont, Frankreich -
Dr. Eckart Sünner (Jahrgang 1944), Jurist
Anteilseignervertreter
Selbstständiger Rechtsanwalt in Neustadt a. d. Weinstraße
Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 28. April 1992
weitere Aufsichtsratsmandate:
― Infineon Technologies AG, Neubiberg (Vorsitzender seit 22. Februar 2018) -
Michael Vassiliadis (Jahrgang 1964), Chemielaborant, Stellv. Vorsitzender
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Aufsichtsratsmandate:
― BASF SE, Ludwigshafen
― STEAG GmbH, Essen
― RAG Aktiengesellschaft, Essen (stellv. Vorsitzender)
― RAG DSK AG, Essen (stellv. Vorsitzender)
― RAG Stiftung, Essen
― Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf (seit 9. März 2018)
AUFSICHTSRATSAUSSCHÜSSE
VERMITTLUNGSAUSSCHUSS
- Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender)
- Ralf Becker (ab 15. Mai 2018)
- Axel Hartmann (ab 15. Mai 2018)
- Thomas Kölbl (ab 15. Mai 2018)
- Harald Döll (bis 15. Mai 2018)
- Dr. Eckart Sünner (bis 15. Mai 2018)
- Michael Vassiliadis (bis 15. Mai 2018)
STRATEGIEAUSSCHUSS
- Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender)
- Ralf Becker (ab 15. Mai 2018)
- Philip Freiherr von dem Bussche
- Michael Vassiliadis (bis 15. Mai 2018)
PRÜFUNGSAUSSCHUSS
- Thomas Kölbl (Vorsitzender, ab 15. Mai 2018)
- Petra Adolph (ab 15. Mai 2018)
- Ralf Becker
- Jella Benner-Heinacher (ab 15. Mai 2018)
- Axel Hartmann
- Dr. Andreas Kreimeyer (ab 15. Mai 2018)
- Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender, bis 15. Mai 2018)
- Dr. Annette Messemer (bis 15. Mai 2018)
- Michael Vassiliadis (bis 15. Mai 2018)
PERSONALAUSSCHUSS
- Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender)
- Ralf Becker (ab 15. Mai 2018)
- Dr. Elke Eller (ab 15. Mai 2018)
- Michael Knackmuß (ab 15. Mai 2018)
- Jella Benner-Heinacher (bis 15. Mai 2018)
- Harald Döll (bis 15. Mai 2018)
- Michael Vassiliadis (bis 15. Mai 2018)
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
- Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender)
- Jella Benner-Heinacher
- Philip Freiherr von dem Bussche
- George Cardona
VORSTAND
Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Zusammenarbeit seiner Mitglieder, die Geschäftsverteilung sowie die gegenseitige Vertretung. Maßnahmen, die auch andere Verantwortungsbereiche betreffen oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen gegebenenfalls dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen.
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BESETZUNG DES VORSTANDS, ANFORDERUNGSPROFIL UND DIVERSITÄT
Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die genaue Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Bis zum Ausscheiden von Herrn Dr. Nöcker am 31. August 2018 hatte der Vorstand vier männliche Mitglieder. Im Zeitraum vom 1. September bis zum 31. Dezember 2018 bestand der Vorstand aus drei männlichen Mitgliedern.
Kriterien bei der Besetzung von Vorstandspositionen sind die fachliche Eignung für die Leitung des jeweiligen Ressorts, nachgewiesene Leistungen auf dem bisherigen Berufsweg sowie eine ausgeprägte Führungskompetenz. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass Vielfalt auch im Vorstand wichtig ist. So sollte der Vorstand aus Personen bestehen, die sich in Bezug auf Berufs- und Lebenserfahrung ergänzen sowie unterschiedlichen Alters sind. Darüber hinaus sollte mindestens ein Vorstandsmitglied über ausgeprägte internationale Erfahrung verfügen.
Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen wurde der bis 31. Dezember 2020 vom Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT festgelegten Zielgröße von 0 % im Berichtszeitraum entsprochen.
MITGLIEDER DES VORSTANDS
(Stand der Angaben zu Zuständigkeiten und Mandaten, sofern nicht anders ausgewiesen: 31. Dezember 2018)
-
Dr. Burkhard Lohr (Jahrgang 1963), Diplom-Kaufmann, Vorsitzender, Arbeitsdirektor
― Communications & Brands
― Corporate Board Office
― Corporate Secretary
― Environmental & Regulatory Affairs
― Health, Safety, Management Systems & Sustainability
― Human Resources
― Internal Auditing
― Investor Relations
― Legal & GRC
― Strategy & Development
Mandat bis 31. Mai 2020
Erstbestellung: 1. Juni 2012
Aufsichtsratsmandate:
― K+S KALI GMBH (Vorsitzender), Kassel¹ -
Thorsten Boeckers (Jahrgang 1975), Bankkaufmann, Finanzvorstand
― Controlling + Finance & Accounting + Insurance
― IT
― Procurement + Tax
― Einheiten des Chief Financial Officers der operativen Einheiten Americas sowie Europe+ und für alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind
Mandat bis 11. Mai 2020
Erstbestellung: 12. Mai 2017
Aufsichtsratsmandate:
― K+S KALI GMBH, Kassel¹ -
Mark Roberts (Jahrgang 1963), Bachelor of Science (Marketing)
― Operative Einheit Americas
― Operative Einheit Europe+
― Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence mit den Untereinheiten Agriculture, Consumers, Industry, Communities und Supply Chain Management Excellence
― Operations Excellence mit der Untereinheit Technical Services
Mandat bis 30. September 2020
Erstbestellung: 1. Oktober 2012
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IM JAHR 2018 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER:
- Dr.# Thomas Nöcker (Jahrgang 1958), Jurist, Arbeitsdirektor + Corporate HR + Corporate IT + Corporate Health, Safety & Environment + Business Center mit Untereinheiten: ― Communication Services ― Financial Accounting ― Insurance ― IT Services ― Logistics Europe ― Procurement/Material Management Europe ― Project Management ― Real Estate & Facility Management + K+S TRANSPORT GMBH + K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH + WOHNBAU SALZDETFURTH GMBH
Ausgeschieden zum 31. August 2018
Erstbestellung: 1. August 2003
Aufsichtsratsmandate:
+ K+S KALI GMBH, Kassel 1 (bis 14. Mai 2018)
1 Konzernmandat
ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Beschäftigungssituation sowie der besonderen unternehmerischen Risiken und Chancen. Darüber hinaus steht der Aufsichtsratsvorsitzende über alle wichtigen Themen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; näheres regelt § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats.
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INTERESSENKONFLIKTE
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.
VERMÖGENSSCHADEN-HAFTPFLICHTVERSICHERUNG (D&O)
Es besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung u. a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung. Die D&O-Versicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung.
AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS
Nach Artikel 19 Marktmissbrauchsverordnung haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offenzulegen. Im Jahr 2018 haben wir für den Aufsichtsrat und für den Vorstand folgende Directors' Dealings-Meldungen veröffentlicht:
TAB. 2.10
www.k-plus-s.com/directorsdealings
DIRECTORS`DEALINGS VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATMITGLIEDER
TAB. 2.10
| Datum | Transaktion | ISIN | Betrag |
|---|---|---|---|
| 18.07.2018 | Kauf | Anleihe XS1854830889 | 99.880,00 € |
| 13.07.2018 | Kauf | Anleihe XS1591416679 | 10.133,50 € |
| 13.07.2018 | Kauf | Anleihe XS1854830889 | 20.000,00 € |
| 13.07.2018 | Kauf | Anleihe XS1854830889 | 200.000,00 € |
| 15.03.2018 | Kauf | Aktie DE000KSAG888 | 24.465,00 € |
| 15.03.2018 | Kauf | Aktie DE000KSAG888 | 141.120,00 € |
| 15.03.2018 | Kauf | Aktie DE000KSAG888 | 22.671,04 € |
| 15.03.2018 | Kauf | Aktie DE000KSAG888 | 106.860,72 € |
| 15.03.2018 | Kauf | Aktie DE000KSAG888 | 5.793,07 € |
| 15.03.2018 | Kauf | Aktie DE000KSAG888 | 6.598,35 € |
| 15.03.2018 | Kauf | ADR US48265W1080 | 36.525,00 $ |
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2018 zusammen einen Anteil von weniger als 1 % der Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bzw. sich darauf beziehender Finanzinstrumente.
ZIELGRÖSSEN 1. UND 2. EBENE UNTERHALB DES VORSTANDS
Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir Zielgrößen für den Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bis 31. Dezember 2021 festgelegt. Obwohl wir in der ersten Ebene unterhalb des Vorstands den Frauenanteil um über zwei Prozentpunkte steigern konnten, konnte per 31. Dezember 2018 die Zielgröße von 13 % noch nicht erreicht werden. Aufgrund von Fluktuation und einem leichten Anstieg der Gesamtzahl der Führungsfunktionen auf dieser Führungsebene beträgt der Anteil von Frauen zum Stichtag etwa 8 % (2017: 6 %). Erfreulicherweise konnte auf der zweiten Ebene unterhalb des Vorstands die Zielgröße von 11 % mit knapp 22 % per 31. Dezember 2018 übertroffen werden (2017: 19 %).
GOVERNANCE/ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Über die gesetzlichen Pflichten hinaus haben wir für uns Grundwerte und Prinzipien (CODE OF CONDUCT) definiert, die den Rahmen für unser Verhalten und unsere Entscheidungen verbindlich vorgeben und Orientierung für unser unternehmerisches Handeln sind.
Grundwerte und PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT)
Die hohe unternehmerische Kompetenz der K+S GRUPPE in ihren Geschäftsfeldern ist bei Geschäftspartnern und sonstigen Stakeholdern anerkannt. Dies gilt es zu bewahren und weiterzuentwickeln. Hierzu ist ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln eines jeden Mitarbeiters erforderlich.
Nachhaltigkeit
Wir wissen, dass langfristiger unternehmerischer Erfolg nicht allein auf der Einhaltung von Recht und Gesetz gründet, sondern auch das Grundvertrauen der Menschen benötigt. Wir werden wirtschaftlich auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir bei unserem unternehmerischen Handeln, welches auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet ist, auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigen. Wir nehmen sich bietende Chancen wahr und gehen dabei mit Risiken sorgfältig um.
Integrität
Wir respektieren und unterstützen die Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte und handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- und Kinderarbeit ab. Wir achten die Regeln des freien Wettbewerbs. Korruption in jeder Form wird von uns nicht toleriert. Wir vermeiden Interessenkollisionen und schützen das Vermögen des Unternehmens vor jedwedem Missbrauch. Wir respektieren die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen.
Respekt, Fairness und Vertrauen
Unseren Geschäftspartnern, Mitarbeitern und sonstigen Stakeholdern begegnen wir mit Respekt und Fairness. Chancengleichheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung sind für uns selbstverständlich. Wir fördern eine Arbeitsatmosphäre, die einen offenen Gedankenaustausch und einen vertrauensvollen Umgang miteinander ermöglicht.
Kompetenz und Kreativität
Wir ergreifen Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Motivation unserer Mitarbeiter. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, ihre Kreativität für den Erfolg des Unternehmens einzubringen. Wir vergüten unsere Mitarbeiter marktgerecht und leistungsbezogen auf der Basis von Gehaltsstrukturen, die sich am wirtschaftlichen Erfolg orientieren. Als weltweit tätiges Unternehmen haben wir erkannt, dass interkulturelle Kompetenz ein wichtiger Faktor für unseren dauerhaften Erfolg ist. Wir bauen interkulturelle Kompetenzen gezielt aus.
Transparenz
Wir stellen unseren Mitarbeitern, den Aktionären, dem Kapitalmarkt, den Medien und anderen Stakeholdern umfassende, wahrheitsgetreue und verständliche Informationen zur Verfügung.
Weitere wichtige gruppenweit geltende Regelungen sind unsere Leitlinien "Führung in der K+S GRUPPE ", "Organisation der K+S GRUPPE " und "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE ". Jede organisatorische Einheit der K+S GRUPPE ist verpflichtet, unter Beachtung der Regelungen übergeordneter Einheiten die zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Steuerung und Überwachung notwendigen konkretisierenden Regelungen für ihren Verantwortungsbereich zu erlassen. Die Inhalte von (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen sowie regulatorischen Standards (= Regelwerke Dritter, zu deren Beachtung und Umsetzung sich die K+S GRUPPE oder Teile davon verpflichtet haben) stehen internen Regelungen gleich; dies gilt u. a. für den Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit Vorstand und Aufsichtsrat nicht gemeinsam Abweichungen von dessen Empfehlungen oder Anregungen beschlossen haben.
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im Dezember 2018 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:
"Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex im Jahr 2018 wie folgt entsprochen wurde und im Jahr 2019 entsprochen wird:
Im Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 14. März 2018 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 2 (Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder sowie einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat) und ab dem 14. März 2018 in vollem Umfang.
Wir haben am 14. März 2018 beschlossen, Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat einzuführen. In der Vergangenheit hielten wir Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie Regelgrenzen für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat weder für notwendig noch für zweckmäßig, da die Eignung zur Ausübung der jeweiligen Organtätigkeit nicht per se mit dem Erreichen eines bestimmten Alters oder einer bestimmten Zugehörigkeitsdauer endet, sondern allein von den jeweiligen individuellen Fähigkeiten abhängig ist. Mit der Einführung von Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat haben wir nun einer allgemeinen Entwicklung entsprochen.
Kassel, im Dezember 2018"
COMPLIANCE-MANAGEMENT
Unser gruppenweites Compliance-Management-System schafft die Voraussetzungen dafür, dass das jeweils geltende Recht sowie unsere internen und diesen gleich stehende Regelungen gruppenweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann.# Nichtfinanzielle Erklärung
Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Strafbarkeits- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden.
Risiko- und Chancenbericht
Der Risiko von Compliance-Verstößen einschließlich Korruptionsrisiken wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses bei K+S berücksichtigt. Durch regelmäßige Prüfungen der Einheit Internal Audit zu Compliance-Themen können ebenfalls Compliance-Risiken identifiziert werden.
Der Vorstand hat den Leiter der Einheit "Legal & GRC" mit der Funktion des Chief Compliance Officers (CCO) und der Aufgabe betraut, für ein effektives und gesetzeskonformes Compliance-Management-System in der K+S GRUPPE Sorge zu tragen. Er berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und leitet den globalen Compliance-Ausschuss, dem die Compliance-Beauftragten der operativen Einheiten sowie die Leiter Compliance-relevanter Zentralfunktionen der Gesellschaft angehören (z. B. interne Revision, Recht, Personal). Der globale Compliance-Ausschuss hat zur Aufgabe, allgemeine Themen des Compliance-Managements zu beraten und gruppenweit abzustimmen sowie die generelle Eignung des Compliance-Management-Systems regelmäßig zu analysieren und bei erkanntem Handlungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen. Der Vorstand berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT regelmäßig über das Compliance-Management-System. Der CCO erhält bis zum Ende des ersten Quartals eines jeden Jahres eine Vollständigkeitsmeldung über gemeldete Compliance-Vorfälle aus der gesamten Organisation. Auch 2018 hatten wir keine Korruptionsvorfälle und mussten keine Strafzahlungen tätigen.
UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG
Der Sollzustand eines effektiven und gesetzeskonformen Systems zur Unternehmenssteuerung und -Überwachung (internes Kontrollsystem im weiteren Sinne) in der K+S GRUPPE ist in Ergänzung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben in der vom Vorstand verabschiedeten Leitlinie "Unternehmenssteuerung und -Überwachung in der K+S GRUPPE " definiert. Darin ist auch festgelegt, mit welchen regulatorischen und organisatorischen Maßnahmen dieser Sollzustand zu erreichen bzw. aufrechtzuerhalten ist. Mit diesem System sollen:
- die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu zählt auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
- eine verantwortungsvolle Unternehmensführung,
- die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
- die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Rechtsvorschriften sichergestellt werden.
Die Ausgestaltung des Steuerungs- und Überwachungssystems im Einzelnen ist in ergänzenden internen Regelungen festgelegt, für deren Erarbeitung und Kommunikation einheitliche Standards vereinbart sind. Die Einheit "Legal & GRC", deren Leiter dem Vorstandsvorsitzenden direkt berichtet, ist dafür verantwortlich, auf Gruppenebene die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines gleichermaßen effektiven wie gesetzeskonformen Unternehmenssteuerungs- und -überwachungssystems zu koordinieren. Aufgabe des zentralen Ausschusses Governance, Risk, Compliance (GRC) ist es, die generelle Eignung des Steuerungs- und Überwachungssystems regelmäßig zu analysieren und bei erkannten Schwachstellen gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen. Nachfolgend werden zunächst die sowohl für die Steuerungs- als auch die Überwachungskomponente des Systems maßgeblichen Teilsysteme Risiko- und Chancenmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement dargestellt. Diese ergänzen sich wechselseitig und überschneiden sich teilweise. Anschließend werden Steuerung und Überwachung erläutert.
RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT
Das Risiko- und Chancenmanagementsystem verfolgt das Ziel, in der gesamten K+S GRUPPE Risiken und Chancen rechtzeitig zu identifizieren, deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sowie etwaige nichtfinanzielle Auswirkungen zu bewerten, Maßnahmen zur Vermeidung/Verminderung der Risiken bzw. zur Nutzung der Chancen zu ergreifen und dadurch den nachhaltigen Unternehmenserfolg zu unterstützen. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne und externe Berichterstattung über Risiken und Chancen sichergestellt werden. Insoweit gelten folgende Grundsätze:
- Unternehmerisches Handeln ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Ziel ist es, die sich bietenden Chancen zu nutzen und dabei nur solche Risiken einzugehen, die zur Erschließung von Ertragspotenzialen unvermeidbar sind.
- Keine Handlung oder Entscheidung darf ein Risiko nach sich ziehen, das vorhersehbar zu einer Bestandsgefährdung führen kann.
Eine gruppenweit geltende Richtlinie regelt die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten sowie den Risiko- und Chancenmanagementprozess selbst und definiert die Anforderungen an die Risiko- und Chancenberichterstattung. Der zentrale Ausschuss Risiko- und Chancenmanagement hat die Aufgabe, allgemeine Themen des Risiko- und Chancenmanagements zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Weiterhin soll er die generelle Eignung des Risiko- und Chancenmanagementsystems regelmäßig analysieren und bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aussprechen. Eine detaillierte Beschreibung des Prozesses zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken und Chancen, eine Darstellung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente (IFRS 7) sowie der bedeutenden Risiken und Chancen finden sich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 110.
NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT¹
Das unternehmerische Handeln der K+S GRUPPE ist auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet. Um auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sind auch ökologische und soziale Aspekte angemessen zu berücksichtigen; daher sind sie integraler Bestandteil unserer Strategie.
¹ Dieser Abschnitt ist Teil der nichtfinanziellen Erklärung, die die Angaben nach §§ 289b-289e HGB und §§ 315b und 315c HGB enthält und gemäß § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Teil der Abschlussprüfung ist.
Die strategische Zielsetzung der K+S GRUPPE in Nachhaltigkeitsbelangen wird durch den Vorstand verantwortet. Je ein Vorstandsmitglied ist Sponsor der Ziele. Der Vorstand wird regelmäßig über die Entwicklung der zentralen nichtfinanziellen Indikatoren unterrichtet. Etwaige nichtfinanzielle Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements identifiziert und bewertet.
Nachhaltigkeitsziele
| Verantwortliches Vorstandsmitglied (Sponsor) | Ziel |
|---|---|
| Mark Roberts, COO | Gesundheit & Arbeitssicherheit |
| Mark Roberts, COO | Vielfalt & Inklusion |
| Mark Roberts, COO | Menschenrechte |
| Dr. Burkhard Lohr, CEO | Wasser |
| Dr. Burkhard Lohr, CEO | Abfall |
| Mark Roberts, COO | Energie & Klima |
| Thorsten Boeckers, CFO | Nachhaltige Lieferketten |
| Thorsten Boeckers, CFO | Compliance & Anti-Korruption |
Das Nachhaltigkeitsmanagement der K+S GRUPPE ist im Bereich "Health, Safety, Management Systems and Sustainability" verortet. Dessen Leiter berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und sitzt dem Nachhaltigkeitsausschuss vor. Aufgabe der Einheit ist es, effektive Strukturen zur Erfassung und Bearbeitung von Nachhaltigkeitsthemen in der K+S GRUPPE zu schaffen. Zudem erfasst, analysiert und priorisiert die Einheit Nachhaltigkeitsanforderungen von bzw. an die K+S GRUPPE. Sie erarbeitet Vorschläge an den Vorstand für die strategische Ausrichtung zu Nachhaltigkeitsthemen und berichtet entsprechende Leistungsindikatoren. Die Einheit verantwortet darüber hinaus die externe Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der zentrale Nachhaltigkeitsausschuss hat die Aufgabe, Nachhaltigkeitsthemen zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Er analysiert regelmäßig die generelle Eignung des Nachhaltigkeitsmanagementsystems und spricht bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aus. Im Jahr 2018 ist der Ausschuss dreimal zusammengekommen, um die K+S Nachhaltigkeitsziele zu konkretisieren und über entsprechende Leistungsindikatoren zu beraten sowie die interne und externe Berichterstattung zu diskutieren und zu verbessern. Die Führungskräfte der zentralen Facheinheiten sind eng in den Strategieprozess zu Nachhaltigkeitsthemen einbezogen und entwickeln in Kooperation mit den operativen Einheiten Maßnahmen zur Umsetzung der Zielvorgaben. Regelmäßig berichten sie den Fortschritt der Zielerreichung über das Nachhaltigkeitsmanagement an den Vorstand.
STEUERUNG
Rahmenvorgaben und generelle Zielsetzungen für die Steuerung der K+S GRUPPE ergeben sich aus Mission und Vision, welche im Kapitel "Unternehmensstrategie" auf Seite 43 beschrieben sind. Basis für die Erfüllung der Mission ist die durch den Vorstand festgelegte Gruppenstrategie. Zu deren Umsetzung werden auf der Grundlage eines regelmäßigen Dialogs des Vorstands mit den Leitern der ihm direkt unterstellten Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie dem Management der wesentlichen Gruppengesellschaften Teilziele und -strategien, Prozesse und Maßnahmen festgelegt, die wiederum in einem kaskadierenden Prozess auf die jeweils nachgeordneten organisatorischen Ebenen heruntergebrochen werden. Deren jeweils relevanter Inhalt wird durch die Vorgesetzten an die betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Qualität der Definition von Zielen ist entscheidend für ihre Erreichbarkeit und Überprüfbarkeit.# K+S Aktiengesellschaft
Daher müssen sie spezifiziert, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein und dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Zielen stehen. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen bedürfen der Zustimmung des Gesamtvorstands bzw. des für die betroffene Einheit/ Gruppengesellschaft zuständigen Vorstandsmitglieds. Maßgebliche Steuerungsinstrumente sind die Mittelfristplanung sowie die rollierende Monatsplanung. Die Mittelfristplanung der K+S GRUPPE umfasst einen Planungszeitraum von drei Jahren und setzt sich aus der Jahresplanung des kommenden Geschäftsjahres und der Planung der beiden Folgejahre zusammen. Hierbei werden in zahlreichen Teilprozessen und unter zentraler Vorgabe der wichtigsten Planungsprämissen wesentliche Kennzahlen durch die operativen Einheiten und Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT geplant. Das Controlling fasst die Mittelfristplanungen zur konsolidierten operativen Planung sowie zur Personal-, Investitions- und Finanzplanung der K+S GRUPPE zusammen und erläutert diese dem Vorstand. Nach erfolgter Billigung legt der Vorstand die Jahresplanung dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vor und erläutert die Planung der beiden Folgejahre. Nach Aufstellung des Konzernabschlusses erhalten Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen eines Plan-Ist-Vergleichs einen Überblick über die wesentlichen Abweichungen zur Jahresplanung des abgelaufenen Geschäftsjahres der K+S GRUPPE. Die rollierende Monatsplanung setzt auf der genehmigten Jahresplanung auf. Hierbei werden in der Regel monatlich alle wichtigen Kennzahlen, wie z. B. Umsatz, Ergebnis, Finanzlage und Investitionen für das laufende Geschäftsjahr, von den in den Konzernabschluss einzubeziehenden Einheiten hochgeschätzt und vom Controlling konsolidiert. Dabei fließen sukzessive die vorliegenden Ist-Werte und neue Erkenntnisse über die Geschäftsentwicklung in die Hochschätzung ein. Wesentliche Prämissen werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Abweichungen werden im Rahmen der rollierenden Monatsplanung analysiert und bewertet und dienen der Steuerung des operativen Geschäfts. Dem Vorstand wird die konsolidierte rollierende Monatsplanung der K+S GRUPPE in schriftlicher und mündlicher Form erläutert.
FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLEN
Die Steuerung der Aktivitäten erfolgt anhand der folgenden wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen:
* EBITDA1 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche, zukünftig operative Einheiten)
* Bereinigter Freier Cashflow2 (K+S GRUPPE)
* Return on Capital Employed (ROCE)3 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche, zukünftig operative Einheiten)
* Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt (K+S GRUPPE)
,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 234; ,Glossar', Seite 236
Seit dem Geschäftsjahr 2018 steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße EBITDA. Auch das sogenannte Short Term Incentive (STI) als variable Komponente der Vergütung von Vorstand und außertariflichen Mitarbeitern basiert seit Jahresbeginn 2018 auf einem Vergleich des geplanten mit dem tatsächlich erreichten EBITDA. Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie SHAPING 2030 haben wir die EBITDA-Ambition für das Jahr 2030 formuliert und als langfristige Wertperspektive für die Gruppe veröffentlicht. Dies unterstreicht die Bedeutung, die wir dem EBITDA als vorrangige Steuerungsgröße beimessen.
1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Die Berechnung der Kennzahl "EBITDA" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 95.
2 Die Berechnung der Kennzahl "Bereinigter Freier Cashflow" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 101.
3 Die Berechnung der Kennzahl "ROCE" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 97.
Nachdem der Aufbau unserer kanadischen Produktionsstätte in Bethune als größtes Investitionsprojekt in der K+S-Unternehmensgeschichte erfolgreich abgeschlossen wurde, konzentrieren wir uns nun auf die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße bereinigter Freier Cashflow. Damit verfolgen wir das Ziel der Reduzierung des Verschuldungsgrades (Nettoverschuldung/EBITDA).
,Vergütungsbericht', Seite 134
Zur Überprüfung der finanziellen Zielsetzung nutzen wir zudem die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE), deren Relevanz im Rahmen der Kommunikation zu SHAPING 2030 nochmals betont wurde. Aus dem ROCE leiten wir mithilfe des gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab, der Eingang in die variable Vergütung von Vorstand und außertariflichen Mitarbeitern findet. Auch die Kennzahl Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt, als Basis für die Dividendenvorschläge, ist wesentlich für die Steuerung des Unternehmens. Der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf auf Seite 90 beinhaltet u. a. die genannten Steuerungskennzahlen. Eine Darstellung und Beschreibung der Entwicklung der Ertragskennzahlen in den letzten fünf Jahren findet sich im Kapitel ,Ertragslage' auf Seite 97 und des Cashflows im Kapitel Finanzlage' auf Seite 103. Weitere für die K+S GRUPPE relevante finanzielle sowie nichtfinanzielle Kennzahlen sind neben den Umsatzerlösen und der Gesamtkapitalrendite auch Absatzmengen, Durchschnittserlöse sowie die Zahl der Mitarbeiter. Obwohl das operative Ergebnis EBIT I sowie die Investitionen nicht mehr als wesentliche finanzielle Steuerungskennzahlen fungieren, finden sie dennoch weitere Beachtung. All diese Kennzahlen werden jedoch nicht als wesentliche Steuerungskennzahlen im Sinne des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) 20 betrachtet.
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements werden Anforderungen der bzw. an die K+S GRUPPE erfasst, analysiert und priorisiert, um spezifische Nachhaltigkeitsziele für Teilbereiche (Standorte, Gesellschaften, operative Einheiten etc.) festzulegen. So wurden für die K+S GRUPPE in 2018 Leistungsindikatoren und Zielwerte im Nachhaltigkeitsmanagement festgelegt. ,Nachhaltigkeitsprogramm', Seite 47
ÜBERWACHUNG
Das Überwachungssystem soll die Erreichung der im Rahmen des Steuerungssystems entwickelten Vorgaben des Managements sowie die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen (internes Kontrollsystem im engeren Sinne) sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen.
Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen:
Das für einen internen Prozess verantwortliche Management hat die für die gesetzeskonforme und den internen Regelungen entsprechende Zielerreichung bestehenden Risiken zu identifizieren und zu analysieren. In Abhängigkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos sind vorgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch welche der Eintritt des Risikos verhindert werden soll. Ferner sind nachgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch die aufgetretene Fehler/realisierte Risiken möglichst umgehend aufgedeckt werden sollen mit dem Ziel, entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen zu treffen. Abhängig von der Wesentlichkeit des jeweiligen Prozesses und seiner Risiken sind die durchgeführte Risikoanalyse, die festgelegten Kontrollen sowie die ausgeführten Maßnahmen zu dokumentieren.
Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen
werden von der internen Revision durchgeführt. Über diese Prüfungen werden Berichte mit zusammengefassten Prüfungsergebnissen erstellt und dem jeweils verantwortlichen Management vorgelegt, um dieses bei der Beurteilung der generellen Eignung und tatsächlichen Wirksamkeit des Steuerungs- und Überwachungssystems zu unterstützen. Regelmäßig überprüft werden z. B. die Funktionsfähigkeit des Risiko- und Chancenmanagementsystems und des Compliance-Management-Systems. Extern erfolgen prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen u. a. im Zusammenhang mit den Abschlussprüfungen sowie in Form von IT-Penetrationstests.
KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (§ 289 ABS. 4 BZW. § 315 ABS. 4 HGB)/ ABSCHLUSSPRÜFUNG
Für den Konzernabschluss der Gesellschaft werden die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS angewendet. Die Regelungen für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach IFRS geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich stellen wir detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch eine interne Richtlinie in den Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Einzelabschlüsse der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und deren inländische Tochtergesellschaften nach den deutschen handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in Buchungsanweisungen dokumentiert. Alle Mitarbeiter werden ihren Aufgaben entsprechend ausgebildet und insbesondere bezüglich Änderungen in den Vorschriften oder den Prozessen regelmäßig geschult. Wir verfügen über eine gruppenweite IT-Plattform für alle wesentlichen Gesellschaften, einen einheitlichen KonzernKontenplan und standardisierte maschinelle Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen und Kontrollmechanismen. Bilanzielle Bewertungen, wie z. B.# Konzernabschluss der K+S GRUPPE
die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, werden diese von externen Gutachtern durchgeführt. Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten über eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt. Außer durch die bestehende interne Überwachung werden die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss von unabhängigen Abschlussprüfern geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision. Darüber hinaus prüft der unabhängige Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems.
Die Abschlussprüfung für das Jahr 2018 wurde von der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, HANNOVER, durchgeführt. Sie bzw. ihre Vorgängergesellschaften führt die Abschlussprüfungen seit 1972 durch. Der unmittelbar verantwortliche Wirtschaftsprüfer war WP/StB Dr. Christian H. Meyer (Prüfer der K+S seit dem Jahresabschluss 2015). Das gesamte Mandat wurde von Herrn WP/StB Heiner Kompenhans (Prüfer der K+S seit dem Jahresabschluss 2015) als verantwortlichem Partner betreut. Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT hat die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erteilung des Prüfungsauftrags an den gewählten Abschlussprüfer erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses. Die Abschlussprüfung wird durch den Prüfungsausschuss begleitet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.
ANGABEN NACH § 289A ABS. 1 BZW. § 315A ABS. 1 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTG
ZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Das Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen.
ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN
Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt.
ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10 % AM KAPITAL
Uns sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10 % am Grundkapital gemeldet worden.
ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN
Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITAL
Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.
ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN
Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen. Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i.V. m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen.
ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN ERMÄCHTIGUNGEN ZUR SCHAFFUNG EINES NEUEN GENEHMIGTEN KAPITALS BZW. GENEHMIGTEN KAPITALS II MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE
Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Bei Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital II ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
www.k-plus-s.c0m/hv2015einladung; www.k-plus-s.com/hv2016einladung
Der Vorstand ist sowohl für das genehmigte Kapital als auch für das genehmigte Kapital II ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils insgesamt 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien) in den folgenden Fällen auszuschließen:
* Für Spitzenbeträge, die infolge des Bezugsrechts entstehen.
* Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet.
* Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn die neuen Aktien beim Erwerb eines Unternehmens oder einer Unternehmensbeteiligung durch die Gesellschaft als Gegenleistung eingesetzt werden sollen.
* Zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (Scrip Dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch ganz oder teilweise als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien in die Gesellschaft einzubringen.
Von den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand insgesamt nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet (10 %-Grenze), und zwar weder zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigungen noch zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des genehmigten Kapitals bzw. des genehmigten Kapitals ii bis zu der jeweiligen Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10 %-Grenze anzurechnen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital II festzulegen.
Durch die dem Vorstand bis zum 11. Mai 2020 bzw. 10. Mai 2021 eingeräumte Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung mit begrenztem Bezugsrechtsausschluss durchzuführen (genehmigtes Kapital bzw. genehmigtes Kapital II), wird der Gesellschaft ein weit verbreitetes Instrument an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe zum Beispiel sich bietende Gelegenheiten zur Durchführung von Akquisitionen schnell und flexibel genutzt werden können. Der Vorstand darf von dieser Möglichkeit nur dann Gebrauch machen, wenn der Wert der neuen Aktien und der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen.# ERMÄCHTIGUNG ZUR AUSGABE VON WANDEL- UND OPTIONSSCHULDVERSCHREIBUNGEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE NEBST GLEICHZEITIGER SCHAFFUNG EINES BEDINGTEN KAPITALS
Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 750.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der bei Wandlung auszugebenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen. www.k-plus-s.c0m/hv2015einladung
Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert bei Ausgabe der Schuldverschreibung - in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden.
Schuldverschreibungen können auch durch Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, für die Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern bzw. Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren oder ihnen aufzuerlegen.
Die Anleiheemissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden.
Den Aktionären der Gesellschaft steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht für die folgenden Fälle ganz oder teilweise auszuschließen:
- Sofern die Schuldverschreibungen gegen bar ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Der Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer sonstigen Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung von der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden.
- Sofern und soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustehen würde.
- Um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
- Soweit die Schuldverschreibungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen gegen Sachleistungen ausgegeben werden, sofern der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis zu dem Wert der Schuldverschreibungen steht.
Die vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gelten insgesamt nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet.
Im Falle der Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht können die Gläubiger ihre Schuldverschreibungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umtauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft. Das Umtauschverhältnis kann sich auch durch Division des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft ergeben. Das Umtauschverhältnis kann in jedem Fall auf eine ganze Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung festgelegt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen.
Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Optionsschuldverschreibung nicht übersteigen.
Der jeweils festzusetzende Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft (Bezugspreis) muss entweder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandeloder Optionsschuldverschreibungen oder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der Tage, an denen die Bezugsrechte an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, mit Ausnahme der beiden letzten Börsenhandelstage des Bezugsrechtshandels, entsprechen.
Bei mit Optionsrechten bzw. Wandlungsrechten oder -pflichten verbundenen Schuldverschreibungen können im Fall der wirtschaftlichen Verwässerung des Werts der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG die Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen wertwahrend angepasst werden, soweit die Anpassung nicht schon durch Gesetz geregelt ist. Die Anleihebedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung oder anderer außerordentlicher Maßnahmen beziehungsweise Ereignisse (wie zum Beispiel Kontrollerlangung durch Dritte, ungewöhnlich hohe Dividenden) eine wertwahrende Anpassung der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte/-pflichten vorsehen.
Die Anleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) begründen oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht verbundenen Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Anleihebedingungen können weiter jeweils festlegen, dass die Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden können oder das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann. Schließlich können die Anleihebedingungen vorsehen, dass im Falle der Wandlung die Gesellschaft den Wandlungsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern einen Geldbetrag zahlt, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der K+S-Aktien im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der zehn Börsenhandelstage nach Erklärung der Wandlung oder der Optionsausübung entspricht.
Der Vorstand ist ermächtigt, im Rahmen der vorstehend beschriebenen Vorgaben mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutz und den Wandlungs- bzw. Optionszeitraum festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen der die Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen begebenden Beteiligungsgesellschaften festzulegen.
Bedingte Kapitalerhöhung
Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung bis zum 11.Mai 2020 von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden. Die Ausgabe der neuen Stückaktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis wie vorstehend beschrieben. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegeben wurden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen, oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungspflicht ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, oder soweit die Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Stückaktien vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teilnehmen, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung einer bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.
Die Begebung von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen kann zusätzlich zu den klassischen Möglichkeiten der Fremd- und Eigenkapitalaufnahme die Möglichkeit bieten, je nach Marktlage attraktive Finanzierungsalternativen am Kapitalmarkt zu nutzen. Aus Sicht des Vorstands besteht ein Interesse der Gesellschaft, dass auch ihr diese Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Die Emission von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen ermöglicht die Aufnahme von Kapital zu attraktiven Konditionen. Die erzielten Wandel- bzw. Optionsprämien kommen der Kapitalbasis der Gesellschaft zugute und ermöglichen ihr so die Nutzung günstiger Finanzierungsmöglichkeiten. Die ferner vorgesehene Möglichkeit, neben der Einräumung von Wandel- und/oder Optionsrechten auch Wandelpflichten zu begründen, erweitert den Spielraum für die Ausgestaltung dieses Finanzierungsinstruments. Die Ermächtigung gibt der Gesellschaft die erforderliche Flexibilität, die Schuldverschreibungen selbst oder über unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaften zu platzieren. Durch die Möglichkeit, das Bezugsrecht auszuschließen, erhält die Gesellschaft die Möglichkeit, günstige Börsensituationen rasch wahrnehmen und eine Schuldverschreibung schnell und flexibel zu attraktiven Konditionen am Markt platzieren zu können.
ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB UND ZUR VERWENDUNG EIGENER AKTIEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10 % der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten.
Der Erwerb erfolgt über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder im Wege einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten.
- Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse.
- Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots.
- Bei einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten.
Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann das Volumen des Angebots bzw. der Aufforderung begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots bzw. die Verkaufsangebote dieses Volumen überschreiten, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
www.k-plus-s.c0m/hv2015einladung
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden oder wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern.
Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden:
- Veräußerung gegen Zahlung eines Geldbetrags, der den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet;
- Begebung der Aktien als Gegenleistung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
- Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung begeben worden sind.
Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Sofern während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf die Summe der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen oder veräußerten Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten.
Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben werden oder wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 zweiter Halbsatz AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden.
Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z. B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermöglicht werden, die Aktien auch zur Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen zu verwenden. Es kann zweckmäßig sein, anstelle neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung ganz oder teilweise eigene Aktien zur Erfüllung der Wandlungs- oder Optionsrechte einzusetzen. Durch die Verwendung eigener Aktien wird die Verwässerung der Anteile der Aktionäre, wie sie bei einem Einsatz des bedingten Kapitals eintreten würde, ausgeschlossen. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar.
ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN
K+S hat im Jahr 2013 eine syndizierte Kreditlinie über 1 Mrd. € vereinbart.# Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Auch bei den von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT emittierten Anleihen sowie bei den begebenen Schuldscheindarlehen haben die jeweiligen Gläubiger im Fall eines Kontrollwechsels das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Anleihen bzw. Schuldscheindarlehen zu kündigen. Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen.
ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND
Derartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf Seite 140 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre.
WIRTSCHAFTSBERICHT
Im Geschäftsjahr 2018 haben wir sowohl unseren Umsatz als auch unser EBITDA¹ gesteigert. Der Umsatz der K+S GRUPPE erhöhte sich von 3.627,0 Mio. € im Vorjahr auf 4.039,1 Mio. €. Das EBITDA betrug 606,3 Mio. € und stieg damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum moderat an (2017: 576,7 Mio. €).
ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Das weltweite Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2018 um 3,7 % an, wobei die Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zwischen den Ländern bzw. Regionen zunahmen. Angetrieben von fiskalischen Impulsen konnte die Konjunktur der Vereinigten Staaten erneut an Schwung gewinnen. Im Euroraum und in Japan hingegen war das Expansionstempo merklich gedämpft: Neben dem starken Rückgang der Automobilproduktion entwickelten sich auch die jeweiligen Arbeitsmärkte nur schwach. Unter dem Eindruck verschlechterter finanzieller Rahmenbedingungen verlangsamte sich das Wachstum in den Schwellenländern, wenn auch in sehr unterschiedlichem Ausmaß. Russland, viele asiatische Länder und auch Teile Lateinamerikas erfuhren nur geringe Abschwächungen, Argentinien und die Türkei hingegen gerieten in schwere Turbulenzen und rutschten in eine Rezession.
Quellen: Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel, IWF
Die Notierungen wichtiger Agrarrohstoffe entwickelten sich im Verlauf des Jahres 2018 zunächst positiv. Während sie sich beispielsweise für Weizen im Jahresverlauf verbesserten, wurden bei Sojabohnen und Palmöl in der zweiten Jahreshälfte spürbare Preisrückgänge verzeichnet. Der DOW JONES-UBS AGRICULTURE SUBINDEX, der die Entwicklung der Preise von Mais, Sojabohnen, Zucker, Weizen, Sojaöl, Baumwolle und Kaffee abbildet, ging um rund 13 % zurück.
ABB. 2.14
¹ Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95.
Nach einer Erholung bis zum dritten Quartal des Jahres 2018 verzeichneten die Rohölnotierungen im letzten Quartal einen starken Rückgang. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent lag Ende Dezember bei rund 54 USD pro Barrel (31. Dezember 2017: 67 USD). Gründe für den Preisrückgang waren im Wesentlichen ein höheres Angebot durch Produktionssteigerungen in wichtigen Förderländern sowie hohe Lagerbestände in den Vereinigten Staaten. Der Durchschnittspreis lag 2018 mit rund 72 USD dennoch deutlich über dem Vorjahr (2017: 55 USD).
Der NCG-Natural-Gas-Year-Future, der schwerpunktmäßig die Regionen West- und Süddeutschland abbildet, verzeichnete nach einem Rückgang von rund 18 € /Mwh zu Jahresbeginn auf etwa 16 € /Mwh im ersten Quartal im weiteren Jahresverlauf einen Anstieg auf bis zu 26 € /Mwh und beendete das Jahr bei etwa 22 € /Mwh. Der Durchschnittswert erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr auf rund 21 € /Mwh (2017: 17 € /Mwh).
Der Henry Hub Natural Gas Future, der schwerpunktmäßig Nordamerika abbildet, verzeichnete einen leichten Rückgang von 3,0 USD/mmBtu zu Beginn des Jahres auf 2,8 USD/mmBtu Ende 2018. Zwischenzeitlich zog der Preis an und erreichte am 14. November ein Jahreshoch von 4,5 USD/mmBtu. Der Jahresdurchschnitt lag bei 3,1 USD/mmBtu.
Der Wert des US-Dollars lag im Jahresdurchschnitt bei 1,18 EUR/ USD und somit unter dem Niveau des Vorjahres (2017: 1,13 EUR/ USD).
ABB. 2.15
AUSWIRKUNGEN AUF K+S
Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:
- Die Energiekosten der K+S GRUPPE werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug von Erdgas beeinflusst. Im Berichtszeitraum sind diese vor allem aufgrund deutlich höherer Produktionsmengen durch das Hochfahren der Produktion am Standort Bethune leicht gestiegen. Unsere langfristig orientierten Einkaufsverträge mit günstigen Konditionen machen uns unabhängiger von kurzfristigen Marktpreisentwicklungen.
- Fremdwährungssicherungssystem: Durch die für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eingesetzten Sicherungsinstrumente lag der Umrechnungskurs im Jahr 2018 bei durchschnittlich 1,14 EUR/USD inkl. Sicherungskosten (2017: 1,12 EUR/USD). Für die in kanadischen Dollar zu zahlenden Investitionen für die Errichtung des Werks Bethune hatten wir im Geschäftsjahr 2017 zudem letztmals den Wechselkurs zum Euro gesichert. Aufgrund der in US-Dollar fakturierten Produkterlöse erfolgt die Währungssicherung des kanadischen Dollars fortan gegenüber dem US-Dollar. Der durchschnittliche Sicherungskurs lag im Berichtsjahr bei 1,31 USD/CAD (2017: 1,45 EUR/CAD).
,Finanzlage', Seite 98
- Die Preise wichtiger Agrarrohstoffe notierten im Jahresverlauf weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Trotz jüngster Preisanstiege, z. B. für Düngemittel, boten die daraus resultierenden Ertragsperspektiven Landwirten im Berichtsjahr weiterhin ausreichenden Anreiz, den Ertrag je Hektar durch den Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern.
PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖL IM JAHR 2018
ABB. 2.14
| in % | |
|---|---|
| Index: 31. Dezember 2017 Quelle: Bloomberg |
WÄHRUNGSENTWICKLUNG IM JAHR 2018
A BB. 2.15
| in % | |
|---|---|
| Index: 31. Dezember 2017 Quelle: Bloomberg |
BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Die Branchensituation für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war im Geschäftsjahr 2018 durch eine gute Nachfrage gekennzeichnet. Vor dem Hintergrund vergleichsweise später Vertragsabschlüsse zwischen den großen Kaliproduzenten und ihren chinesischen sowie indischen Abnehmern in 2017 wurden verbleibende Kontraktmengen noch bis in das erste Halbjahr 2018 ausgeliefert. Erst im Verlauf des dritten Quartals 2018 wurde ein neuer Preis für Kaliumchlorid einschließlich Fracht in Höhe von 290 USD/t sowohl in China als auch in Indien (2017: 230 bzw. 240 USD/t) vereinbart. Das globale durchschnittliche Preisniveau für Kaliumchlorid ist 2018 gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen und hat sich dabei kontinuierlich über den Jahresverlauf gefestigt. Die Preise für Düngemittelspezialitäten stiegen im Durchschnitt ebenfalls an, jedoch deutlich gemäßigter als die Preise für Kaliumchlorid.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
Ein außerordentlich starker Winter zu Beginn des Jahres 2018 führte zu niedrigen Lagerbeständen an Auftausalz bei US-amerikanischen Kunden im Mittleren Westen sowie in Kanada. In der Folge konnten hier Preissteigerungen für die Wintersaison 2018/19 realisiert werden. In Europa lagen die Preise auf dem Niveau der letzten Wintersaison. Lediglich an der Ostküste der USA lagen die Preise aufgrund des kompetitiven Umfelds unter Vorjahr. Gegenüber dem Vorjahr startete die Auftausalzsaison in Nordeuropa und Nordamerika nach einem guten Voreinlagerungsgeschäft im dritten Quartal in das vierte Quartal 2018 insgesamt etwas schwächer als im Vorjahr.
Die Rahmenbedingungen für den Verkauf von Verbraucherprodukten sowie von Salzen für die Lebensmittelindustrie haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. In Nordamerika waren höhere Preise bei Salzen für die Wasserenthärtung zu verzeichnen. In Europa zeigte sich, auch aufgrund einer verminderten Produktverfügbarkeit, eine vergleichbare Entwicklung bei Salzen für industrielle Anwendungen. Global war ein leicht erhöhter Bedarf an Salzen für pharmazeutische Anwendungen (z. B. Dialyse) zu spüren, welcher in erster Linie auf ein höheres Durchschnittsalter der Bevölkerung zurückzuführen sein dürfte. Das gesamte Geschäftsfeld sah sich jedoch gleichzeitig einer hohen Kosteninflation ausgesetzt, die hauptsächlich von gestiegenen Logistikkosten getrieben wurde.
WESENTLICHE, FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE
- Die Produktverfügbarkeit am Werk Werra war im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer. Aufgrund der extremen Trockenheit konnten die anfallenden salzhaltigen Produktionsabwässer, trotz zahlreicher Gegenmaßnahmen, nicht vollständig entsorgt werden. Daher mussten wir die Produktion am Verbundwerk Werra zeitweise unterbrechen.
- Die Produktion unseres 2017 eröffneten neuen Kaliwerks Bethune haben wir im Geschäftsjahr 2018 weiter hochgefahren. Nachdem im Jahr 2017 rund 0,5 Mio. t produziert worden waren, belief sich die Produktionsmenge 2018 bereits auf gut 1,4 Mio. t.# VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
ERGEBNISPROGNOSE
Mit Veröffentlichung der Finanzzahlen zum zweiten Quartal 2018 hatten wir unsere Ergebnisprognose auf 660-740 Mio. € festgelegt, die unter der damaligen Markterwartung von rund 800 Mio. € lag. Diese Prognose wurde, wie im Verlauf des dritten Quartals angekündigt, insbesondere aufgrund witterungsbedingter Stillstandstage im Rahmen unseres Berichts zum dritten Quartal und damit verbundener umfangreicher standortferner Entsorgungsmaßnahmen von salzhaltigen Abwässern im vierten Quartal am 15. November 2018 auf eine Spanne von 570-630 Mio. € angepasst. Darüber hinaus belastete ein starker Anstieg der Logistikkosten im Geschäftsbereich Salz das Ergebnis. Mit 606,3 Mio. € lag das EBITDA der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2018 zwar innerhalb dieser angepassten Spanne (2017: 576,7 Mio. €), entsprach jedoch nicht der Prognose eines deutlichen Anstiegs gemäß unseren Aussagen im Geschäftsbericht 2017.
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte konnten wir trotz der genannten Anpassungen im Berichtszeitraum ein EBITDA von 359,3 Mio. € erzielen (2017: 268,8 Mio. €) und damit, wie im Geschäftsbericht 2017 prognostiziert, noch einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr erreichen. Der Geschäftsbereich Salz erwirtschaftete ein EBITDA von 274,5 Mio. € (2017: 325,2 Mio. €) und verfehlte somit die erwartete spürbare Steigerung des EBITDA, die wir ursprünglich im Geschäftsbericht 2017 prognostiziert hatten. Zwar konnte der Absatz wie erwartet gesteigert werden, dem stand jedoch u. a. die oben beschriebene Kostenentwicklung gegenüber. (,Darstellung der Segmente', Seite 104)
Für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern hatten wir zur Q3/18-Quartalsmitteilung eine Bandbreite von 55-85 Mio. € prognostiziert. Mit 85,4 Mio. € erzielten wir ein Ergebnis am oberen Rand dieses Korridors. Allerdings mussten wir im Zuge der unterjährigen Anpassung unserer EBITDA-Prognose auch die Spanne für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern reduzieren. Ursprünglich hatten wir hier gemäß den Aussagen im Geschäftsbericht 2017 einen "deutlichen Anstieg" im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 erwartet (2017: 145,0 Mio. €).
SOLL-IST-VERGLEICH 2018
| Prognose Geschäftsbericht 2017 | Prognose Q1/18 | Prognose Q2/18 | Prognose Q3/18 | IST 2017 | IST 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| K+S GRUPPE | ||||||
| Umsatz Mrd. € | 3,63 spürbarer Anstieg | spürbarer Anstieg | 3,90-4,10 | 3,90-4,10 | 4,04 | |
| EBITDA¹ Mio. € | 576,7 deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | 660-740 | 570-630 | 606,3 | |
| Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt ² Mio. € | 145,0 deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | 110-160 | 55-85 | 85,4 | |
| Investitionen Mio. € | 810,8 deutlich unter Vorjahr | deutlich unter Vorjahr | deutlich unter Vorjahr | deutlich unter Vorjahr | 443,2 | |
| Bereinigter Freier Cashflow Mio. € | -389,8 deutliche Verbesserung, noch leicht negativ | deutliche Verbesserung, weiterhin negativ | deutliche Verbesserung, weiterhin negativ | deutliche Verbesserung, weiterhin negativ | -206,3 | |
| ROCE % | 3,2 deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | deutlicher Rückgang | 2,6 | |
| EUR/USD-Wechselkurs | 1,13 | 1,20 | 1,21 | 1,21 | 1,20 | 1,18 |
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | ||||||
| EBITDA¹ Mio. € | 268,8 deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | 359,3 | |
| ROCE % | 1,4 deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | 1,2 | |
| Geschäftsbereich Salz | ||||||
| EBITDA¹ Mio. € | 325,2 spürbarer Anstieg | moderater Anstieg | stabil | moderater Rückgang | 274,5 | |
| Absatzmenge Festsalz Mio. t | 20,3 spürbarer Anstieg | spürbarer Anstieg | spürbarer Anstieg | spürbarer Anstieg | 23,7 | |
| ROCE % | 8,9 deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | spürbarer Anstieg | spürbarer Anstieg | 8,1 |
¹ Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95.
² Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch "Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 173). Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2018: 30,0 % (2017: 29,9 %).
Der ROCE erreichte 2,6 % und lag damit, wie zuletzt erwartet, deutlich unter dem Vorjahr (2017: 3,2 %). Auch hier hatten wir die Prognose im Jahresverlauf aus den bereits genannten Gründen angepasst, nachdem wir zur Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2017 noch von einem "deutlichen Anstieg" ausgegangen waren. Auf Ebene unserer Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz ging der ROCE mit 1,2 % im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bzw. 8,1 % im Geschäftsbereich Salz ebenfalls spürbar bzw. moderat zurück (2017: 1,4 % bzw. 8,9 %).
CASHFLOWPROGNOSE
Unsere Prognose eines weiterhin negativen, jedoch deutlich verbesserten bereinigten Freien Cashflows für das Geschäftsjahr 2018 haben wir erfüllt. Die Prognose eines "leicht negativ" erwarteten Freien Cashflows wurde hingegen auf "negativ" angepasst. Er betrug im Berichtszeitraum -206,3 Mio. € (2017: -389,8 Mio. €). Die Prognose eines Investitionsvolumens "deutlich unter Vorjahr" wurde erreicht.
ERTRAGSLAGE
UMSATZ
Im Geschäftsjahr 2018 betrug der Umsatz der K+S GRUPPE 4.039,1 Mio. € nach 3.627,0 Mio. € im Vorjahr. Ein höherer Absatz von Kaliumchlorid aus dem Werk Bethune sowie gestiegene Marktpreise für Kali- und Magnesiumprodukte wirkten sich vorteilhaft auf die Umsatzentwicklung aus. Gestiegene Absatzmengen im Geschäftsbereich Salz in Verbindung mit höheren Preisen für Wasserenthärtungssalz sowie Auftausalz in Nordamerika trugen ebenfalls zu der positiven Umsatzentwicklung bei. Dem standen eine reduzierte Verfügbarkeit von Kali- und Magnesiumprodukten aus Deutschland, insbesondere aufgrund witterungsbedingter Produktionsausfälle am Verbundwerk Werra, sowie nachteilige Währungseffekte in beiden Geschäftsbereichen gegenüber. Unterjährig lässt sich an den Quartalsumsätzen in der Regel eine gewisse Saisonalität erkennen: Bei einer mengenmäßigen Betrachtung profitiert das erste Halbjahr im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte üblicherweise von der Frühjahrsdüngung in Europa. Das Auftausalzgeschäft konzentriert sich in der Regel auf das erste und vierte Quartal eines Jahres.
Mit Anteilen am Gesamtumsatz in Höhe von 49 % bzw. 47 % waren die Umsatzbeiträge der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz innerhalb der K+S GRUPPE erneut relativ ausgewogen. 4 % des Umsatzes entfielen auf die Ergänzenden Aktivitäten.
Im Hinblick auf die regionale Verteilung führte der höhere Anteil aus Bethune verkaufter Kaliprodukte zu prozentual gestiegenen Umsätzen in Südamerika und Asien. Entsprechend sank der Anteil der Region Europa. Dennoch erzielten wir hier mit nun knapp 41 % weiterhin den größten Anteil am Umsatz, gefolgt von Nordamerika mit rund 35 %. Auf Südamerika und Asien entfielen rund 13 % bzw. 9 % unseres Gesamtumsatzes.
AUFTRAGSENTWICKLUNG
Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Das Geschäft im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt. Im Geschäftsbereich Salz werden Auftausalzverträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir in der Regel ab dem zweiten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, zum Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Soweit die vertraglich vereinbarten Volumina - abhängig von der Witterung - rechtlich zulässigen Schwankungen unterliegen, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt ebenso, soweit Mengen bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können.
UMSATZ NACH BEREICHEN
| 2017 | Q1/18 | Q2/18 | Q3/18 | Q4/18 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 1.703,5 | 488,7 | 440,5 | 422,2 | 621,6 | 1.973,0 |
| Geschäftsbereich Salz | 1.762,0 | 635,6 | 326,9 | 375,0 | 553,3 | 1.890,8 |
| Ergänzende Aktivitäten | 159,9 | 44,9 | 43,9 | 41,7 | 41,9 | 172,4 |
| Überleitung | 1,6 | 0,6 | 0,6 | 1,2 | 0,5 | 2,9 |
| K+S GRUPPE | 3.627,0 | 1.169,8 | 811,9 | 840,1 | 1.217,3 | 4.039,1 |
| Anteil am Gesamtumsatz (%) | - | 29,0 | 20,1 | 20,8 | 30,1 | 100,0 |
| in Mio. € | % | |
|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | + 15,8 | - |
| Geschäftsbereich Salz | +7,3 | - |
| Ergänzende Aktivitäten | +7,8 | - |
| Überleitung | +81,2 | - |
| K+S GRUPPE | +11,4 | - |
| Anteil am Gesamtumsatz (%) | - | - |
UMSATZ NACH REGIONEN## ENTWICKLUNG WESENTLICHER KOSTEN
Im Berichtsjahr erhöhten sich die Herstellungskosten von 2.414,6 Mio. € auf 2.779,5 Mio. €. Außer durch den preisbedingten Anstieg, insbesondere bei Logistikdienstleistungen, sind die Herstellungskosten auch mengenbedingt durch das Anfahren der Produktion unseres Werks Bethune gestiegen. Außerdem sorgte eine umfangreiche Inanspruchnahme von Logistikdienstleistungen für die standortferne Entsorgung von Salzabwässern in Deutschland für einen Anstieg der Produktionskosten. Diese Transporte waren jedoch während der extremen Trockenheit notwendig, um die Produktion so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.
Die Vertriebskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf 779,8 Mio. € nach 704,5 Mio. € im Vorjahr. Dieser Anstieg resultiert ebenfalls insbesondere aus den höheren Absatzmengen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen auf 146,8 Mio. € (2017: 187,8 Mio. €) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 171.6 Mio. € (2017: 186,1 Mio. €) zurück.
Das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften verringerte sich in 2018 auf -49,5 Mio. € (2017: 61,2 Mio. €).
TAB. 2.13
| scroll in % | 2018 |
|---|---|
| Umsatzveränderung | +11,4 |
| - mengen-/strukturbedingt | +9,8 |
| - preis-/preisstellungsbedingt | +4,6 |
| - währungsbedingt | -3,0 |
| - konsolidierungsbedingt | - |
Die Kosten für Material, Personal, Energie und Frachten haben erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kosten. Mit 1.629,1 Mio. € stieg der Materialaufwand im Wesentlichen aufgrund einer höheren Produktionsmenge spürbar (2017: 1.434,8 Mio. €). Im Jahr 2018 betrug der Personalaufwand 1.122,5 Mio. €; er lag damit leicht über dem Wert des Vorjahres (2017: 1.106,2 Mio. €). Die Frachtkosten profitierten zwar teilweise von einem vergleichsweise niedrigen Preisniveau für Rohöl, lagen jedoch vor allem mengen- und preisbedingt mit 883,6 Mio. € spürbar über dem Vorjahr (2017: 714,8 Mio. €). Die Kosten für Energie betrugen 261.7 Mio. € nach 253,3 Mio. €, der Anstieg ist im Wesentlichen mengenbedingt.
ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHR
OPERATIVE ERGEBNISSE
EBITDA UND EBIT I
Seit dem Geschäftsjahr 2018 steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße EBITDA. Das EBIT I fungiert nicht mehr als wesentliche finanzielle Steuerungsgröße und wird in diesem Jahr letztmalig berichtet.
TAB. 2.14 EBITDA NACH BEREICHEN
| scroll in Mio. € | 2017 | Q1/18 | Q2/18 | Q3/18 | Q4/18 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 268,8 | 120,8 | 90,6 | 3,4 | 144,5 | 359,3 |
| Geschäftsbereich Salz | 325,2 | 120,9 | 23,3 | 41,5 | 88,8 | 274,5 |
| Ergänzende Aktivitäten | 30,3 | 9,8 | 8,0 | 6,2 | 7,2 | 31,3 |
| Überleitung2 | -47,6 | -14,7 | -16,8 | -14,7 | -12,6 | -58,8 |
| K+S GRUPPE | 576,7 | 236,8 | 105,1 | 36,4 | 228,0 | 606,3 |
| Anteil am Gesamt-EBITDA (%) | - | 39,1 | 17,3 | 6,0 | 37,6 | 100,0 |
| scroll in Mio. € | % |
|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | + 33,7 |
| Geschäftsbereich Salz | -15,6 |
| Ergänzende Aktivitäten | +3,3 |
| Überleitung2 | - |
| K+S GRUPPE | +5,1 |
| Anteil am Gesamt-EBITDA (%) | - |
- Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95.
- Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und ergänzenden Aktivitäten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" dargestellt.
Das EBITDA lag im Berichtsjahr mit 606,3 Mio. € moderat über dem Wert des Vorjahres (2017: 576,7 Mio. €). Ursächlich waren - wie bereits bei der Umsatzentwicklung beschrieben - Preis- und Absatzsteigerungen, denen vor allem Produktionseinschränkungen am Verbundwerk Werra wie aber auch Effekte aus dem Hochfahren unserer kanadischen Produktion mit den damit auch heute noch einhergehenden Bestrebungen, die Produktqualität zu verbessern, gegenüberstanden. Zusätzlich wirkten sich überproportional gestiegene Transportkosten negativ aus. Die Überleitung fiel im Wesentlichen durch Einmalkosten im Rahmen einer IT-Umstellung und externe Beratungskosten für SHAPING 2030 auf -58,8 Mio. € (2017: -47,6 Mio. €).
TAB. 2.14
- Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95.
TAB. 2.15 EBIT I NACH BEREICHEN
| scroll in Mio. € | 2017 | Q1/18 | Q2/18 | Q3/18 | Q4/18 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 81,4 | 52,5 | 21,1 | -68,5 | 64,5 | 69,6 |
| Geschäftsbereich Salz | 223,0 | 102,1 | 4,0 | 21,7 | 69,0 | 196,8 |
| Ergänzende Aktivitäten | 23,5 | 8,7 | 6,8 | 5,0 | 5,9 | 26,4 |
| Überleitung1 | -57,0 | -16,3 | -18,5 | -16,3 | -14,4 | -65,5 |
| K+S GRUPPE | 270,8 | 147,0 | 13,4 | -58,1 | 124,9 | 227,2 |
| Anteil am Gesamt-EBIT I (%) | - | 64,7 | 5,9 | -25,6 | 55,0 | 100,0 |
| scroll in Mio. € | % |
|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | -14,5 |
| Geschäftsbereich Salz | -11,7 |
| Ergänzende Aktivitäten | + 12,3 |
| Überleitungi | - |
| K+S GRUPPE | -16,1 |
| Anteil am Gesamt-EBIT I (%) | - |
- Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und Ergänzenden Aktivitäten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" dargestellt.
Das operative Ergebnis EBIT I betrug im Berichtsjahr 227,2 Mio. € nach 270,8 Mio. € im Vorjahr, dies entspricht einem Rückgang um rund 16 %. Im EBIT I sind Abschreibungen einschließlich Wertminderungen und Wertaufholungen (bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag an aktivierten Eigenleistungen) in Höhe von 379,1 Mio. € berücksichtigt. Diese erhöhten sich um rund 24 % gegenüber dem Vorjahr (2017: 305,9 Mio. €), vor allem wegen der nun ganzjährigen Abschreibungen am Standort Bethune in Kanada.
TAB. 2.15
ERGEBNIS NACH OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN (EBIT II)
Im Jahr 2018 haben wir ein Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften EBIT II von 165,3 Mio. € erwirtschaftet (2017: 327,3 Mio. €). Die Differenz zwischen dem EBIT I und EBIT II in Höhe von -61,9 Mio. € (2017: +56,5 Mio. €) resultierte überwiegend aus der negativen Veränderung der Marktwerte noch offener Sicherungsgeschäfte sowie aus der Ausbuchung von fällig gewordenen Geschäften mit positiven Marktwerten.
TAB. 2.16
| scroll in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II) | 327,3 | 165,3 |
| Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte | -37,2 | 25,7 |
| Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | -10,3 | 36,2 |
| Realisierter Ertrag (-)/Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada | -9,0 | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | 270,8 | 227,2 |
| Abschreibungen (+)/Wertminderungen (+)/Wertaufholungen (-) des Anlagevermögens | 330,0 | 385,0 |
| Erfolgsneutrale Aktivierung von Abschreibungen1 (-) | -24,1 | -5,9 |
| EBITDA | 576,7 | 606,3 |
- Es handelt sich um Abschreibungen von Vermögenswerten, die zur Herstellung anderer Vermögenswerte des Sachanlagevermögens eingesetzt werden. Die Abschreibungen werden als Teil der Herstellungskosten aktiviert und nicht ergebniswirksam erfasst.
HERLEITUNG DES BEREINIGTEN KONZERNERGEBNISSES NACH STEUERN
TAB. 2.17
| scroll in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis nach Steuern | 184,6 | 42,1 |
| Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte | -37,2 | 25,7 |
| Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | -10,3 | 36,2 |
| Eliminierung daraus resultierender latenter bzw. zahlungswirksamer Steuern | 16,9 | -18,6 |
| Realisierter Ertrag (-)/Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada | -9,0 | - |
| Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt | 145,0 | 85,4 |
Die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich nicht im EBIT I und II niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
FINANZERGEBNIS
Das Finanzergebnis reduzierte sich von -26,4 Mio. € auf -112,2 Mio. €. Ein wichtiger Grund für die Entwicklung war ein deutlich höherer Zinsaufwand, da nach der Inbetriebnahme des Werks Bethune nun weniger Fremdkapitalzinsen aktiviert werden und wir darüber hinaus zur Refinanzierung der im Dezember 2018 fälligen Anleihe in Höhe von 500 Mio. € bereits im Juli 2018 eine Unternehmensanleihe in Höhe von 600 Mio. € begeben hatten. Entsprechend fiel für diesen Zeitraum ein zusätzlicher Zinsaufwand an. Des Weiteren fiel der währungsbedingte sonstige Zinsertrag aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten aus dem Vorjahr weg.
KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIE
Das Konzernergebnis nach Steuern lag im Berichtsjahr bei 42,1 Mio. € (2017: 184,6 Mio. €). Während der Steueraufwand von 2017 in Höhe von 116,3 Mio. € einen einmaligen Steueraufwand von 28,3 Mio.# ERGEBNIS JE AKTIE
Im Zuge der US-Steuerreform enthielt, beinhaltet der Steueraufwand für 2018 in Höhe von 10,9 Mio. € einen positiven Effekt von 4,2 Mio. € aus der US-Steuerreform. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 30,0 % (2017: 29,9 %) zugrunde gelegt. Das Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 0,22 € (2017: 0,96 €). Die Berechnung beruht wie im Vorjahr auf einer durchschnittlichen Anzahl von ausstehenden Aktien in Höhe von 191,4 Mio. Stückaktien.
Anhang
Seite 179
ERGEBNIS JE AKTIE
| scroll | 2017 | Q1/18 | Q2/18 | Q3/18 | Q4/18 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,96 | 0,40 | -0,17 | -0,33 | 0,32 | 0,22 | |
| Ergebnis je Aktie, bereinigt (€)¹ | 0,76 | 0,44 | -0,05 | -0,32 | 0,38 | 0,45 | |
| Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 | |
| scroll | % | ||||||
| % Ergebnis je Aktie (€) | -77,1 | ||||||
| % Ergebnis je Aktie, bereinigt (€)¹ | -41,3 | ||||||
| Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) | - |
¹ Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2018: 30,0 % (2017: 29,9 %).
MARGENKENNZAHLEN
ABB. 2.18
in %
BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE
Als Basis für unsere Dividende weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert und gleichzeitig als interne Steuerungsgröße dient. Zugleich werden auch die entsprechenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern herausgerechnet, nicht jedoch die Auswirkungen der US-Steuerreform. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dient als Grundlage für die Berechnung der Dividende im Rahmen unserer Ausschüttungspolitik und wird in Tabelle 2.17 ermittelt.
TAB. 2.17
Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug 85,4 Mio. € (2017: 145,0 Mio. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich im Berichtsjahr auf 0,45 € nach 0,76 € im Vorjahr. Auch hierfür wurden 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2018 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende somit unverändert auf 191,4 Mio. Stückaktien.
TAB. 2.18
| KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGE | |||
|---|---|---|---|
| MARGENKENNZAHLEN | |||
| 2017 | 2018 |
Die Margenkennzahlen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: Unser EBITDA von 606,3 Mio. € führte zu einer EBITDA-Marge (Umsatz/EBITDA) von 15 % nach 16 % im Vergleichszeitraum. Die EBIT I-Marge (Umsatz/EBIT 1) erreichte knapp 6 % (2017: 8 %). Die Umsatzrendite (Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt/Umsatz) lag bei rund 2 % (2017: 4 %).
IBB. 2.18
', Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 234
HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN
Der gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE errechnet sich als Summe der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital nach dem Peergroup-Verfahren gemäß IAS 36. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert. Die Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber ergibt sich aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie. Als risikoloser Zinssatz wurde der barwertäquivalente Durchschnitt der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von 1 bis 30 Jahren gemäß Svensson-Methode herangezogen; zum 31. Dezember 2018 lag dieser bei 0,95 % (2017: 1,25 %). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 6,25 % (2017: 6,25 %) sowie mit dem aus der Peergroup abgeleiteten Betafaktor in Höhe von 1,12 gegenüber dem Vergleichsindex MSCI WORLD ermittelt. Daraus ermittelt sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 7,9 % (2017: 7,7 %). Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern lag bei 3,1 % (2017: 2,8 %) und ergibt sich aus dem Rating der Unternehmen der Peergroup und einem damit korrespondierenden Spread auf den risikolosen Basiszinssatz. Nach Berücksichtigung der bereinigten vorläufigen Konzernsteuerquote von 28,5 % folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 2,2 % (2017: 2,0 %).
HERLEITUNG DES ROCE
TAB. 2.19
| scroll | in Mio. € | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|
| ROCE = Operatives Ergebnis (EBIT I)/ Eingesetztes Kapital (Jahresdurchschnitt) | 3,2 % | 2,6 % | ||
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 1,4 % | 1,2 % | ||
| Geschäftsbereich Salz | 8,9 % | 8,1 % | ||
| Ergänzende Aktivitäten | 33,8 % | 35,3 % | ||
| EBIT I | 270,8 | 227,2 | ||
| Immaterielle Vermögenswerte¹ | 789,1 | 807,6 | ||
| Sachanlagen | 6.692,6 | 6.687,9 | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen | 20,6 | 88,8 | ||
| Operatives Anlagevermögen¹ | 7.502,3 | 7.584,3 | ||
| Vorräte | 690,9 | 691,5 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 714,9 | 836,7 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 338,8 | 316,8 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -288,4 | -239,7 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | -312,5 | -330,2 | ||
| Kurzfristige Rückstellungen | -292,3 | -314,6 | ||
| Bereinigungen | ||||
| Working Capital² | 116,7 | 166,3 | ||
| Working Capital | 968,1 | 1.126,7 | ||
| Eingesetztes Kapital | 8.470,4 | 8.711,0 |
¹ Bereinigt um die im Goodwill aus der Erstkonsolidierung enthaltenen latenten Steuern.
² Bereinigt um CTA-Planvermögensüberschüsse, Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Geldanlagen, Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
MEHRPERIODENÜBERSICHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN¹
TAB. 2.20
| Kennzahlen in % | scroll | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttomarge | 42,1 | 45,9 | 36,3 | 33,4 | 31,2 | |
| EBITDA-Marge | 23,4 | 25,3 | 15,0 | 15,9 | 15,0 | |
| EBIT I-Marge | 16,8 | 18,7 | 6,6 | 7,5 | 5,6 | |
| Umsatzrendite² | 9,6 | 13,0 | 3,8 | 4,0 | 2,1 | |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern ² ³ | 9,9 | 13,1 | 2,9 | 3,3 | 2,1 | |
| Gesamtkapitalrendite² ,³ | 9,0 | 10,4 | 2,7 | 3,1 | 2,4 | |
| Working Capital | 768,1 | 945,9 | 894,6 | 968,1 | 1.126,7 | |
| Operatives Anlagevermögen | 4.265,5 | 5.900,3 | 6.639,0 | 7.377,6 | 7.464,0 | |
| Return on Capital Employed (ROCE) | 12,7 | 12,5 | 3,0 | 3,2 | 2,6 | |
| Gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern | 8,4 | 8,3 | 8,2 | 8,5 | 8,4 | |
| Value Added (Mio. €) | 216,4 | 262,8 | -391,7 | -438,1 | -500,8 |
¹ Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
² Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2018: 30,0 % (2017: 29,9 %).
³ Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
HERLEITUNG EIGENKAPITALRENDITE
TAB. 2.21
| scroll | in Mio. € | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 4.160,7 | 4.144,1 | ||
| Effekte aus Marktwertschwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | -26,5 | 16,9 | ||
| Bereinigtes Eigenkapital zum 31.12. | 4.134,2 | 4.161,0 | ||
| Bereinigtes Eigenkapital (LTM) | 4.351,2 | 4.147,6 | ||
| Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt | 145,0 | 85,4 | ||
| Eigenkapitalrendite | 3,3 % | 2,1 % |
HERLEITUNG GESAMTKAPITALRENDITE
TAB. 2.22
| scroll | in Mio. € | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 9.754,4 | 9.966,2 | ||
| Effekte aus Marktwertschwankungen | -27,7 | 13,3 | ||
| Effekte aus latenten Steuern | -268,9 | -267,3 | ||
| Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen | -26,1 | -27,0 | ||
| Bereinigte Bilanzsumme zum 31.12. | 9.431,7 | 9.685,2 | ||
| Bereinigte Bilanzsumme (LTM) | 9.470,6 | 9.738,6 | ||
| Bereinigtes Ergebnis vor Steuern | 297,8 | 235,7 | ||
| Gesamtkapitalrendite | 3,1 % | 2,4 % |
Per 31. Dezember 2018 betrug der nach dem Peergroup-Verfahren ermittelte Verschuldungsgrad 48,5 % (2017: 40,7 %). In Summe resultiert hieraus ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE, wie auch für die einzelnen Geschäftsbereiche, von 6,0 % (2017: 6,0 %) nach Steuern. Hieraus ergaben sich auf Basis einer durchschnittlichen Kapitalbindung von 8.744,5 Mio. € (davon operativ gebunden: 8.590,8 Mio. €) für das Jahr 2018 Kapitalkosten in Höhe von 524,7 Mio. € (2017: 509,9 Mio. €). Der entsprechende Kapitalkostensatz vor Steuern betrug 8,4 % (2017: 8,5 %).
RENDITEKENNZAHLEN
Die Renditekennzahlen sind insbesondere aufgrund der negativen Entwicklung des EBIT I in beiden Geschäftsbereichen rückläufig. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug im Berichtsjahr 2,1 % (2017: 3,3 %) und die Gesamtkapitalrendite 2,4 % (2017: 3,1 %). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) der K+S GRUPPE ging im Berichtsjahr auf 2,6 % nach 3,2 % im Vorjahreszeitraum zurück. Der ROCE lag auch im Jahr 2018 unter unseren Kapitalkosten von 8,4 % vor Steuern. Damit hat die K+S GRUPPE im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Wertbeitrag (Value Added) in Höhe von -500,8 Mio. € verzeichnen müssen (2017: -438,1 Mio. €). Das EBIT I im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wurde durch den erstmalig ganzjährig anfallenden Abschreibungsbetrag belastet. Dies hatte auch einen entsprechenden Effekt auf den ROCE im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte (1,2 % nach 1,4 %).
', Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 234
Die Herleitung der Eigenkapitalrendite sowie der Gesamtkapitalrendite ist in den Tabellen 2.21 und 2.22 dargestellt.
TAB. 2.21, 2.22
FINANZLAGE
GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS DER K+S GRUPPE
FINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERT
Zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE gehört es,
― die Liquidität zu sichern und gruppenweit effizient zu steuern,
― die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten und zu optimieren sowie
― finanzielle Risiken auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten zu reduzieren.
Mit einem zentralen Cashmanagement steuern wir die Liquidität und optimieren die Zahlungsströme innerhalb der K+S GRUPPE. Um unsere Finanzierungsfähigkeit zu erhalten bzw.# K+S am Kapitalmarkt
Um günstige Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu erreichen, streben wir langfristig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein "Investment Grade"-Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Gegenwärtig liegt unser Rating im Wesentlichen aufgrund der Errichtung unseres neuen Kaliwerks Bethune in Kanada in den vergangenen Jahren im "Non-Investment Grade"-Bereich. Die Steuerung unserer Kapitalstruktur nehmen wir anhand folgender Kennzahlen vor:
TAB. 2.23 ,K+S am Kapitalmarkt'
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung/EBITDA | 1,8 | 2,3 | 6,9 | 7,2 | 7,3 |
| Nettoverschuldung/Eigenkapital (%) | 40,9 | 55,9 | 78,7 | 99,5 | 107,2 |
| Eigenkapitalquote (%) | 50,6 | 51,9 | 47,2 | 42,7 | 41,6 |
Das Währungs- und Zinsmanagement erfolgt zentral für alle wesentlichen Gruppengesellschaften. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen, zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt und kontinuierlich überwacht.
FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEM
Schwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euros zum US-Dollar und des kanadischen Dollars zum US-Dollar, wirken sich besonders im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe unserer Erlöse und Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden deshalb wesentliche Nettopositionen (d. h. Nettoumsatz in US-Dollar abzüglich Frachten und andere Kosten) mithilfe von Derivaten, in der Regel Optionen oder Termingeschäfte, gesichert. Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften im Rahmen der Transaktionssicherung sichern wir einen "worst case", erhalten zugleich aber die Chance, für einen Teil der Fremdwährungspositionen an einer für uns günstigen Kursentwicklung teilzuhaben. Im Jahr 2018 lag der realisierte Kurs des Euros zum US-Dollar im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bei durchschnittlich 1,14 EUR/USD inkl. Kosten (2017: 1,12 EUR/USD), der realisierte Kurs des kanadischen Dollars zum US-Dollar bei durchschnittlich 1,31 CAD/USD inkl. Kosten.
Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Letzteres kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Translationseffekte aus der Umrechnung des US-Dollars und des kanadischen Dollars treten im Geschäftsbereich Salz sowie im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf und werden nicht gesichert.
TAB. 2.24 WÄHRUNGSSICHERUNG GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
| 2017 | Q1/18 | Q2/18 | Q3/18 | Q4/18 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR/USD-Umrechnungskurs nach Prämien | 1,12 | 1,15 | 1,14 | 1,12 | 1,15 | 1,14 |
| Durchschnittlicher EUR/USD-Kassakurs | 1,13 | 1,23 | 1,19 | 1,16 | 1,14 | 1,18 |
INVESTITIONEN NACH BEREICHEN¹
TAB. 2.25
| in Mio. € | 2017 | Q1/18 | Q2/18 | Q3/18 | Q4/18 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- undMagnesiumprodukte | 680,4 | 48,1 | 70,0 | 89,4 | 109,2 | 316,7 | |
| Geschäftsbereich Salz | 118,8 | 13,5 | 18,9 | 31,1 | 47,7 | 111,2 | |
| Ergänzende Aktivitäten | 4,4 | 0,3 | 1,1 | 1,1 | 4,3 | 6,8 | |
| Übrige Investitionen | 7,2 | 0,6 | 1,2 | 2,8 | 4,0 | 8,6 | |
| K+S GRUPPE | 810,8 | 62,5 | 91,2 | 124,4 | 165,1 | 443,2 | |
| Anteil an den Investitionen (%) | - | 14,1 | 20,6 | 28,1 | 37,3 | 100,0 |
| in Mio. € | % | |
|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- undMagnesiumprodukte | -53,5 | - |
| Geschäftsbereich Salz | -6,4 | - |
| Ergänzende Aktivitäten | + 55,2 | - |
| Übrige Investitionen | + 19,7 | - |
| K+S GRUPPE | -45,3 | - |
| Anteil an den Investitionen (%) | - | - |
¹ Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement.
TAB. 2.24 INVESTITIONSANALYSE
Im Jahr 2018 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 443,2 Mio. €. und konnte somit das Investitionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzieren (2017: 810,8 Mio. €). Der Rückgang ist - wie erwartet - vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Investitionen für unser Werk Bethune zurückzuführen, das wir 2017 erfolgreich in Betrieb genommen hatten. Zudem unterlagen Investitionen im vergangenen Geschäftsjahr einer hohen Ausgabendisziplin. ABB. 2.19, TAB. 2.25 Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen für noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben und Verpflichtungen aus Operating-Leasing in Höhe von 397,1 Mio. €.
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte investierten wir 316,7 Mio. € und damit 363,7 Mio. € weniger als im Vorjahr (2017: 680,4 Mio. €), was sich auf die bereits genannten Gründe zurückführen lässt. Im Werk Bethune haben wir die Entwicklung der Kavernenfelder ("Pads") sowie die Erweiterung des Pipeline-Netzes weiter vorangetrieben. In Deutschland flossen unsere Investitionen insbesondere in den Kauf von neuen Schüttgutwaggons. Ein wesentliches Einzelprojekt war außerdem die Haldenkapazitätserweiterung am Standort Hattorf. ,Darstellung der Segmente', Seite 104; ,Umwelt', Seite 58
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
Im Jahr 2018 gingen die Investitionen im Geschäftsbereich Salz auf 111,2 Mio. € zurück (2017: 118,8 Mio. €). Die Erschließungen der jeweils nächsten Abbauhorizonte an den Standorten Ojibway, Kanada, und Weeks Island, USA, gehörten im Berichtsjahr zu den bedeutendsten Projekten.
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
Unsere Investitionsausgaben für die Ergänzenden Aktivitäten erhöhten sich auf 6,8 Mio. € (2017: 4,4 Mio. €). Der Großteil hiervon entfiel auf Investitionen zur Kapazitätserweiterung im Bereich der Tierhygieneprodukte am Standort Salzdetfurth.
Unsere Investitionen ermitteln wir wie folgt:
TAB. 2.26 INVESTITIONEN IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNGEN UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
| in Mio. € | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Zugänge sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 950,7 | 553,2 | |
| - Fremdkapitalzinsen | 51,4 | 17,5 | |
| - Aktivierung | |||
| Abschreibungen | 24,1 | 5,9 | |
| - Rekultivierung | 15,6 | 39,1 | |
| - Erstattungsansprüche und sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen | 48,8 | 47,5 | |
| Investitionen (CapEx) | 810,8 | 443,2 |
¹ Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement.
² Ergebniswirksame Abschreibungen (einschließlich Wertminderungen und Wertaufholungen) auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.
LIQUIDITÄTSANALYSE
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 308,7 Mio. € und war somit nahezu auf Vorjahresniveau (2017: 306,8 Mio. €). Einem gegenüber dem Vorjahr gestiegenen EBITDA standen unter anderem höhere Ertragsteuerzahlungen und eine leicht höhere Kapitalbindung im Working Capital gegenüber. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (bereinigt um Erwerbe/ Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich 2018 auf -515,0 Mio. € (2017: -696,6 Mio. €) und spiegelt den bereits erläuterten Investitionsrückgang wider. Der bereinigte Freie Cashflow (ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) verzeichnete mit -206,3 Mio. € eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2017: -389,8 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ging im Berichtsjahr auf 187,3 Mio. € zurück (2017: 411,5 Mio. €). Ursächlich hierfür war hauptsächlich eine höhere Tilgungsleistung im Vergleich zum Vorjahr. Zum 31. Dezember 2018 betrug der Nettofinanzmittelbestand 162,2 Mio. € (31. Dezember 2017: 175,7 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen sowie Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten von bis zu drei Monaten.
TAB. 2.27 FINANZIERUNGSANALYSE
Die Finanzierung erfolgte per 31. Dezember 2018 zu 87 % aus Eigen- und langfristigem Fremdkapital, das wiederum vorrangig aus Anleiheverbindlichkeiten besteht (31. Dezember 2017: 86 %). Auch Rückstellungen machen einen großen Teil des Fremdkapitals aus.
ABB. 2.20 EIGENKAPITAL AUF VORJAHRESNIVEAU
Das Eigenkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf 4.144,1 Mio. € nach 4.160,7 Mio. € im Vorjahr. Durch einen Anstieg des Fremdkapitals auf insgesamt 5.822,1 Mio. € (31. Dezember 2017: 5.593,7 Mio. €) verringerte sich die Eigenkapitalquote leicht auf 41,6 % (31. Dezember 2017: 42,7 %).
ÜBERLEITUNG INVESTITIONEN
TAB. 2.26
| in Mio. € | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Zugänge sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 950,7 | 553,2 | |
| - Fremdkapitalzinsen | 51,4 | 17,5 | |
| - Aktivierung | |||
| Abschreibungen | 24,1 | 5,9 | |
| - Rekultivierung | 15,6 | 39,1 | |
| - Erstattungsansprüche und sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen | 48,8 | 47,5 | |
| Investitionen (CapEx) | 810,8 | 443,2 |
CASHFLOW-ÜBERSICHT
TAB. 2.27
| in Mio. € | 2017 | Q1/18 | Q2/18 | Q3/18 | Q4/18 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit | 306,8 | 232,8 | 59,4 | -16,3 | 32,8 | 308,7 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -663,5 | -90,0 | -155,0 | -368,2 | 100,5 | -512,7 | |
| Freier Cashflow | -356,7 | 142,8 | -95,6 | -384,5 | 133,3 | -204,0 | |
| Anpassung um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | -33,1 | 0,0 | 47,0 | 230,7 | -280,0 | -2,3 | |
| Bereinigter Freier Cashflow | -389,8 | 142,8 | -48,6 | -153,8 | -146,7 | -206,3 |
| in Mio. € | % | |
|---|---|---|
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit | +0,6 | - |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | +22,7 | - |
| Freier Cashflow | +42,8 | - |
| Anpassung um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | +93,1 | - |
| Bereinigter Freier Cashflow | +47,1 | - |
PASSIVA
ABB. 2.20 FREMDKAPITALANTEIL GESTIEGEN
Das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 4.528,4 Mio. € (31. Dezember 2017: 4.240,2 Mio. €). Dadurch stieg der Anteil des langfristigen Fremdkapitals auf 45,4 % der Bilanzsumme (31. Dezember 2017: 43,4 %). Ursächlich hierfür waren in erster Linie höhere langfristige Finanzverbindlichkeiten. Das kurzfristige Fremdkapital betrug am Bilanzstichtag 1.293,7 Mio. € (31. Dezember 2017: 1.353,5 Mio. €). Damit reduzierte sich dessen Anteil an der Bilanzsumme auf 13,0 % zum 31. Dezember 2018 (31. Dezember 2017: 13,9 %).# Anhang
Seite 150
FINANZVERBINDLICHKEITEN
Finanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2018 in Höhe von 3.283,3 Mio. € (31. Dezember 2017: 3.021,7 Mio. €). Im Dezember 2018 haben wir eine Anleihe in Höhe von 500 Mio. € zurückgezahlt. Zur Refinanzierung wurde bereits im Juli 2018 eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von insgesamt 600 Mio. € begeben. Weitere große Teile unseres langfristigen Fremdkapitals entfallen auf die im Juni 2012, Dezember 2013 und März 2017 begebenen Unternehmensanleihen sowie die im Sommer 2016 emittierten Schuldscheindarlehen.
RÜCKSTELLUNGEN
Die langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen insbesondere bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen blieben mit 1.015,1 Mio. € zum Bilanzstichtag nahezu unverändert (31. Dezember 2017: 1.000,0 Mio. €). Der durchschnittliche Diskontierungssatz blieb ebenfalls bei 3,3 % (2017: 3,3 %). Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verzeichneten einen Anstieg auf 187,0 Mio. € (2017: 166,4 Mio. €). Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 3,1 % (31. Dezember 2017: 2,9 %). Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19.
Seite 150
BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Wir nutzen Operating-Leasing zum Beispiel von Fahrzeugen, Lagerkapazitäten und EDV-Zubehör. Der Umfang hat keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der K+S GRUPPE.
VERMÖGENSLAGE
VERMÖGENSSTRUKTURANALYSE
Die Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 9.966,2 Mio. € (31. Dezember 2017: 9.754,4 Mio. €). Das Sachanlagevermögen lag mit 6.687,9 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2017: 6.692,6 Mio. €). Insbesondere aufgrund gestiegener Produktverkäufe aus Bethune erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 836,7 Mio. € (31. Dezember 2017: 714,9 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren sowie sonstigen Finanzinvestitionen ging zurück und betrug zum Bilanzstichtag 185,8 Mio. € (31. Dezember 2017: 201,0 Mio. €). Das Verhältnis von langfristigen zu kurzfristigen Vermögenswerten war mit 80:20 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (2017: 81:19).
ABB. 2.21 AKTIVA
ABB. 2.21 in % MEHRPERIODENÜBERSICHT DER FINANZLAGE
TAB. 2.28
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 3.974,5 | 4.295,6 | 4.552,2 | 4.160,7 | 4.144,1 |
| Eigenkapitalquote (%) | 50,6 | 51,9 | 47,2 | 42,7 | 41,6 |
| Langfristiges Fremdkapital | 2.999,8 | 3.036,8 | 3.930,4 | 4.240,2 | 4.528,4 |
| - davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 162,8 | 166,1 | 186,7 | 166,4 | 187,0 |
| - davon Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | 872,5 | 870,1 | 996,0 | 1.000,0 | 1.015,1 |
| Anteil langfr. Rückstellungen an Bilanzsumme (%) | 15,2 | 12,5 | 12,3 | 12,0 | 12,1 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 880,9 | 941,2 | 1.162,9 | 1.353,5 | 1.293,7 |
| - davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 284,6 | 306,0 | 343,8 | 288,4 | 239,7 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.551,3 | 1.543,7 | 2.534,5 | 3.021,7 | 3.283,3 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 590,9 | 1.363,6 | 2.401,1 | 2.974,1 | 3.241,5 |
| Nettoverschuldung | 1.626,2 | 2.399,8 | 3.583,8 | 4.140,5 | 4.443,6 |
| Verschuldungsgrad I (%)¹ | 39,0 | 35,9 | 55,7 | 72,6 | 79,2 |
| Verschuldungsgrad II (%)² | 40,9 | 55,9 | 78,7 | 99,5 | 107,2 |
| Working Capital | 768,1 | 945,9 | 894,6 | 968,1 | 1.126,7 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 719,1 | 669,4 | 445,4 | 306,8 | 308,7 |
| Freier Cashflow | 134,2 | -106,4 | -756,0 | -356,7 | -204,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -787,8 | -151,5 | 769,1 | 411,5 | 187,3 |
¹ Finanzverbindlichkeiten/Eigenkapital.
² Nettoverschuldung/Eigenkapital.
NETTOVERSCHULDUNG
TAB. 2.29
| 31.12.2017 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Flüssige Mittel | 182,6 | 167,6 |
| Langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 7,0 | 7,0 |
| Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 11,4 | 11,2 |
| Finanzverbindlichkeiten | -3.021,7 | -3.283,3 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease | -173,0 | -164,2 |
| Langfristiger Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt | 19,6 | 20,2 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | -2.974,1 | -3.241,5 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | -166,4 | -187,0 |
| Langfristige Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | -1.000,0 | -1.015,1 |
| Nettoverschuldung | -4.140,5 | -4.443,6 |
MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGE
TAB. 2.30
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen, immaterielles Vermögen | 5.128,3 | 6.123,1 | 7.540,4 | 7.655,4 | 7.670,2 |
| Finanzanlagen, langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 47,0 | 14,1 | 34,4 | 28,0 | 96,1 |
| Vorräte | 578,8 | 705,3 | 710,4 | 690,9 | 691,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 732,9 | 708,6 | 656,5 | 714,9 | 836,7 |
| Flüssige Mittel, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 910,0 | 163,1 | 154,5 | 194,0 | 178,8 |
Per 31. Dezember 2018 ergab sich eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 4.443,6 Mio. € (31. Dezember 2017: 4.140,5 Mio. €). Die Nettofinanzverbindlichkeiten, ohne Berücksichtigung der langfristigen Rückstellungen, betrugen zum Stichtag 3.241,5 Mio. € (31. Dezember 2017: 2.974,1 Mio. €). Ursächlich für diese Anstiege war im Wesentlichen der negative Freie Cashflow. Der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA) betrug das 7,3-fache (31. Dezember 2017: 7,2-fach). Das Jahr 2018 war maßgeblich durch witterungsbedingte Produktionsunterbrechungen an unserem Verbundwerk Werra in Deutschland belastet. Wir gehen davon aus, dass das EBITDA witterungsbedingt insgesamt um rund 110 Mio. € niedriger ausgefallen ist. Unser Ziel bleibt jedoch weiterhin, den Verschuldungsgrad bis 2020 von seinerzeit 8,1-fach (H1/17) zu halbieren und dieses Ziel im Rahmen der Transformationsphase unserer Strategie SHAPING 2030 zu erreichen.
TAB. 2.29, 2.30
,Unternehmensstrategie', Seite 43
,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 234
ZWECKGEBUNDENES VERMÖGEN
Im Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) begonnen. Mit dieser Dotierung ist eine Zweckbindung von Finanzierungsmitteln verbunden. Das Gleiche gilt für das Planvermögen, welches zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen in Kanada dient. Darüber hinaus bestehen Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach IFRS zu qualifizieren sind. Solcherart behandelte Verpflichtungen werden gemäß IFRSbilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen zweckgebundene Vermögen lag im Jahr 2018 bei 399,0 Mio. € nach 441,3 Mio. € im Vorjahr. Zudem besteht zum Bilanzstichtag Planvermögen für Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 19,3 Mio. € (2017: 0 Mio. €), das bilanziell ebenfalls saldiert wurde.
,Anhang', Anmerkung (21), Seite 188
NICHT BILANZIERTES VERMÖGEN
Sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2018 auf 397,1 Mio. € (31. Dezember 2017: 388,3 Mio. €) und betreffen sowohl Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen als auch Leasingverhältnisse auf Basis von Operating-Leasingverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (z. B. Drucker, Kopiergeräte, EDV-Peripheriegeräte). Daneben sind beispielsweise Bahnwaggons, Fahrzeuge und Lagerkapazitäten gemietet. Ab dem Geschäftsjahr 2019 sind die Leasinggegenstände aufgrund des neu anzuwendenden Bilanzierungsstandards IFRS16 grundsätzlich zu aktivieren (siehe Konzernanhang "Neue oder geänderte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen" auf S. 167).
DARSTELLUNG DER SEGMENTE
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE DEUTLICHER UMSATZANSTIEG
Der Umsatz des Geschäftsbereichs betrug im Berichtsjahr 1.973,0 Mio. € nach 1.703,5 Mio. € im Vorjahr. Dieser deutliche Anstieg war insbesondere auf Absatzzuwächse dank der zusätzlichen Produktionsmengen unseres Werks Bethune in Kanada zurückzuführen. Darüber hinaus wirkten sich höhere Düngemittelpreise, besonders in Übersee, positiv aus. Dieser Entwicklung stand eine eingeschränkte Produktverfügbarkeit der deutschen Standorte vor allem aufgrund witterungsbedingter Produktionsunterbrechungen sowie einer geringeren operativen Leistung gegenüber. Insgesamt erhöhte sich der Absatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte dennoch spürbar auf rund 7,5 Mio. t (2017: 6,7 Mio. t).
TAB. 2.31, 2.32
,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 89
Der Anteil des in Europa erwirtschafteten Umsatzes betrug im Berichtsjahr etwa 53 %. Der Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde in Asien und Südamerika erzielt.
ABB. 2.22
Der Umsatz mit Kaliumchlorid (MOP) nahm im Geschäftsjahr 2018 insbesondere mengenbedingt im Zuge der Produktionssteigerung im Kaliwerk Bethune deutlich auf 1.004,0 Mio. € zu (2017: 733,4 Mio. €). Zusätzlich stiegen im Verlauf des Jahres die Preise teilweise spürbar. Dem stand eine negative Währungsentwicklung gegenüber. In Europa haben wir im Berichtsjahr rund 1,2 Mio. t Kaliumchlorid abgesetzt (2017: 1,2 Mio. t), in Übersee waren es mehr als 2,9 Mio. t nach 2,0 Mio. t im Vorjahr. Im Bereich der Düngemittelspezialitäten blieb der Umsatz im Vorjahresvergleich mit 727,4 Mio. € annähernd stabil (2017: 710,5 Mio. €). Die geringere Produktverfügbarkeit am Verbundwerk Werra konnte durch leicht gestiegene Preise kompensiert werden. Während das Absatzvolumen in Europa mit knapp 2,0 Mio. t konstant gehalten werden konnte, ging der Überseeabsatz von gut 0,7 Mio. t im Vorjahr auf nun 0,6 Mio. t zurück. Im Bereich Industrieprodukte ging der Umsatz moderat auf 241,6 Mio. € nach 259,5 Mio. € im Vorjahr zurück. Die Absatzmenge reduzierte sich verfügbarkeitsbedingt in Europa auf rund 0,5 Mio. t (2017: 0,6 Mio. t) und blieb in Übersee mit 0,2 Mio. t konstant (2017: 0,2 Mio. t).
ERHOLUNG DES OPERATIVEN ERGEBNISSES
Das EBITDA des Geschäftsbereichs betrug im Berichtsjahr 359,3 Mio. € und lag damit deutlich über dem Wert des Vorjahres (2017: 268,8 Mio. €).# KALI UND SALZ AG
BUSINESS SEGMENT POTASH
Ursächlich waren auch hier im Wesentlichen die beschriebenen Absatz- und Preissteigerungen. Unser kanadisches Werk Bethune konnte seinen Ergebnisbeitrag erwartungsgemäß deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessern und erwirtschaftete erstmals ein positives EBITDA. Dem standen vor allem die Produktionseinschränkungen am Verbundwerk Werra gegenüber.
VERBUNDWERK WERRA AUFGRUND EXTREMER TROCKENHEIT ZEITWEISE NICHT IN BETRIEB
Im dritten und vierten Quartal 2018 mussten wir die Produktion an den Werra-Standorten in Wintershall für 38 Tage, in Hattorf für 23 Tage sowie in Unterbreizbach für 3 Tage unterbrechen. Der witterungsbedingte negative EBITDA-Effekt im Jahr 2018 betrug inklusive aller verbundenen Kosten rund 110 Mio. €. Grund war die außergewöhnlich lang anhaltende Trockenheit in Deutschland und die damit verbundene, extrem niedrige Wasserführung der Werra. Dadurch war die Einleitung von Salzabwässern nur sehr eingeschränkt bzw. gar nicht möglich, obwohl wir dank unserer Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) die anfallenden Abwässer reduziert haben und uns aufgrund der Erweiterung unserer Speicherbecken sowie des vollumfänglichen Ausschöpfens von ergänzenden Maßnahmen zusätzliche Flexibilität verschaffen konnten. Zur temporären Abwasserentsorgung haben wir intensiv von zusätzlichen standortfernen Maßnahmen, wie zum Beispiel der Einleitung in das stillgelegte K+S-Bergwerk Bergmannssegen-Hugo (Region Hannover), Gebrauch gemacht.
'Umwelt', Seite 58
KENNZAHLEN
TAB. 2.31
| scroll in Mio. € | 2017 | Q1/18 | Q2/18 | Q3/18 | Q4/18 | 2018 |
| :-------------------------------- | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ |
| Umsatz | 1.703,5 | 488,7 | 440,5 | 422,2 | 621,6 | 1.973,0 |
| - davon Kaliumchlorid | 733,4 | 224,6 | 205,9 | 215,3 | 358,3 | 1.004,0 |
| - davon Düngemittelspezialitäten | 710,5 | 202,6 | 173,7 | 155,3 | 195,8 | 727,4 |
| - davon Industrieprodukte | 259,5 | 61,5 | 60,9 | 51,6 | 67,7 | 241,6 |
| EBITDA | 268,8 | 120,8 | 90,6 | 3,4 | 144,5 | 359,3 |
ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR
TAB. 2.32
| scroll in Mio. € | % |
| :--------------- | :-- |
| Umsatz | +15,8 |
| - davon Kaliumchlorid | +36,9 |
| - davon Düngemittelspezialitäten | +2,4 |
| - davon Industrieprodukte | -6,9 |
| EBITDA | +33,7 |
UMSATZ NACH REGIONEN
ABB. 2.22
| scroll in % | 2018 |
| :--------------- | :---- |
| Umsatzveränderung | +15,8 |
| - mengen-/strukturbedingt | +10,0 |
| - preis-/preisstellungsbedingt | +7,7 |
| - währungsbedingt | -1,9 |
| - konsolidierungsbedingt | - |
ENTWICKLUNG VON UMSATZ, ABSATZ UND DURCHSCHNITTSPREISEN NACH REGIONEN¹
TAB. 2.33
| scroll | 2017 | q1/18 | q2/18 | q3/18 | q4/18 | 2018 |
| :-------------------- | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ |
| Umsatz Mio. € | 1.703,5 | 488,7 | 440,5 | 422,2 | 621,6 | 1.973,0 |
| Europa Mio. € | 1.002,8 | 306,0 | 244,2 | 214,3 | 288,2 | 1.052,7 |
| Übersee Mio. USD | 791,5 | 224,7 | 233,6 | 242,0 | 386,5 | 1.086,8 |
| Absatz Mio. t eff. | 6,71 | 1,94 | 1,71 | 1,56 | 2,24 | 7,46 |
| Europa Mio. t eff. | 3,77 | 1,11 | 0,89 | 0,75 | 0,99 | 3,74 |
| Übersee Mio. t eff. | 2,94 | 0,84 | 0,83 | 0,81 | 1,25 | 3,72 |
| 0-Preis €/t eff. | 253,8 | 251,6 | 257,2 | 270,0 | 276,9 | 264,4 |
| Europa €/t eff. | 266,0 | 276,3 | 274,4 | 285,7 | 289,6 | 281,5 |
| Übersee USD/t eff. | 269,0 | 269,1 | 282,8 | 297,5 | 304,5 | 291,9 |
¹ Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht und basiert bei den Übersee-Umsätzen auf den jeweiligen EUR/USD-Kassakursen. Für den Großteil dieser Umsatzerlöse wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Preisangaben werden auch durch den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.
TAB. 2.33 (Fortsetzung)
| scroll in % | 2018 |
| :---------- | :--- |
| Umsatz | +15,8 |
| Europa | +5,0 |
| Übersee | +37,3 |
| Absatz | +11,2 |
| Europa | -0,8 |
| Übersee | +26,5 |
| 0-Preis | +4,2 |
| Europa | +5,8 |
| Übersee | +8,5 |
PRODUKTVERFÜGBARKEIT AUS DEUTSCHER PRODUKTION
Das Jahr 2018 hat gezeigt, dass wir mit Blick auf die effiziente Ausbeute unserer deutschen Lagerstätten noch besser werden müssen. Herausforderungen, die wir im Verlauf des Jahres identifiziert haben, waren unter anderem eine eingeschränkte Personal- und Maschinenverfügbarkeit am Werk Werra, niedrige Wertstoffgehalte (K2O) in Teilbereichen der Grube Unterbreizbach sowie bergtechnische Herausforderungen am Standort Neuhof. Aufgrund zahlreicher Maßnahmen, wie dem teilweisen Erneuern des Fuhrparks unter Tage, konnten wir bis Jahresende bereits erste Verbesserungen erzielen, verblieben jedoch weiterhin hinter der technisch möglichen Kapazität und konnten somit das marktseitig absetzbare Potenzial nicht ausschöpfen. Aus diesem Grund haben wir im Rahmen unserer neuen Strategie SHAPING 2030 das Projekt Operations Excellence ins Leben gerufen. Bis 2020 wollen wir die Effizienz an allen Standorten deutlich steigern.
'Geschäftsmodell', Seite 31
KALIWERK BETHUNE IN KANADA PRODUZIERT ERSTMALS MEHR ALS 1,4 MIO. T
Im Geschäftsjahr 2018 konnten wir an unserem neuen Standort Bethune erstmals mehr als 1,4 Mio. t Kaliumchlorid produzieren und damit unser zuletzt genanntes Produktionsziel erreichen. Wir befinden uns jedoch weiterhin in der sogenannten Anfahrphase (Ramp-Up). Wie im Sommer 2018 adressiert, arbeiten wir intensiv an den verschiedenen Herausforderungen, die mit dem Anfahren einer neuen Kalimine einhergehen. Bei der Produktqualität haben wir mehrere Ansatzpunkte identifiziert und sind auf dem richtigen Weg, sodass wir zuversichtlich sind, die Qualität bis Ende 2019 deutlich zu verbessern.
HALDENERWEITERUNG FÜR DEN KALISTANDORT HATTORF GENEHMIGT
Die Genehmigungsbehörden haben am 11. Oktober 2018 unseren Antrag auf Erweiterung der Rückstandshalde am Standort Hattorf genehmigt. Die damit bestehende Entsorgungssicherheit für feste Produktionsrückstände ist eine wesentliche Voraussetzung für den Betrieb des Kaliwerks. Der aktuelle Genehmigungsstatus bietet Raum für fünf bis sechs Jahre. Darüber hinaus befindet sich die behördliche Prüfung des Antrages für die zweite Phase der Haldenerweiterung, die bis Anfang der 2040er Jahre reichen soll, in Bearbeitung. Wir sind zudem zuversichtlich, die erforderlichen Genehmigungen für die Haldenerweiterungen an unseren Standorten Wintershall und Zielitz rechtzeitig zu erhalten.
'Risiko- und Chancenbericht', Seite 117
EINSTELLUNG DER PRODUKTION IM KALIBERGWERK SIGMUNDSHALL
Am 21. Dezember 2018 endete die Kaliproduktion des Bergwerks Sigmundshall (Region Hannover). Die zu gewinnenden Vorräte neigten sich dem Ende zu und die Bedingungen beim Abbau der Rohstoffe in mehr als 1.400 m Tiefe brachten Mensch und Technik an ihre Grenzen. Der gestiegene bergtechnische Aufwand hat dazu geführt, dass die Produktivität des Standorts trotz des großen Engagements der Mitarbeiter in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich abnahm.
BUSINESS SEGMENT SALT
UMSATZ MODERAT GESTIEGEN
Im Geschäftsjahr 2018 lag der Umsatz unseres Geschäftsbereichs Salz mit 1.890,8 Mio. € (2017: 1.762,0 Mio. €) rund 7 % über dem Wert des Vorjahres. Dies resultierte insbesondere aus einer mengenbedingten Umsatzsteigerung im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft.
ABB. 2.23, TAB. 2.34, 2.35
In Nordamerika stieg die Nachfrage nach Auftausalz infolge der winterlichen Witterung zu Beginn des Jahres deutlich und führte zu niedrigen Vorräten auf Seiten unserer Kunden. Das Jahresende war dagegen vergleichsweise mild. Die europäische Nachfrage verblieb 2018 auf dem Niveau des Vorjahres. Auf Jahressicht haben wir mit 13,5 Mio. t rund 27 % mehr Auftausalz abgesetzt (2017: 10,7 Mio. t). Der Durchschnittspreis blieb mit 55 € /t rund 4 % hinter dem Vorjahreswert zurück. Während sich im Mittleren Westen der USA und in Kanada das Preisniveau im Jahresverlauf erhöhte, reduzierten sich die Preise an der Ostküste sowie in Europa. Insgesamt erreichte der Umsatz mit Auftausalz im Jahr 2018 einen Wert von 739,8 Mio. € nach 613,2 Mio. € im Vorjahr.
Im Bereich der Verbraucherprodukte lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 411,9 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2017: 407,4 Mio. €). Höheren Preisen für Wasserenthärtungssalze stand eine nachteilige Währungsentwicklung gegenüber. Der Absatz blieb mit 1,5 Mio. t ebenfalls stabil.
Das Geschäft mit Gewerbesalzen, wie z. B. für die Tiernahrungs-, Erdöl-/Erdgas- und Pharmaindustrie, wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr um 5 %, der Umsatz betrug 334,4 Mio. € nach 318,4 Mio. € im Vorjahr. Dabei konnten negative Währungseffekte durch deutlich höhere Absatzmengen in Südamerika mehr als kompensiert werden. Insgesamt konnten wir in dieser Produktgruppe 4,3 Mio. t absetzen. Dies entspricht einer Steigerung um rund 19 % gegenüber dem Vorjahreswert (2017: 3,6 Mio. t).
KENNZAHLEN
TAB. 2.34
| scroll in Mio. € | 2017 | Q1/18 | Q2/18 | Q3/18 | Q4/18 | 2018 |
| :-------------------------------- | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ |
| Umsatz | 1.762,0 | 635,6 | 326,9 | 375,0 | 553,3 | 1.890,8 |
| - davon Auftausalz | 613,2 | 361,4 | 48,3 | 88,8 | 241,3 | 739,8 |
| - davon Verbraucherprodukte | 407,4 | 97,6 | 100,7 | 100,1 | 113,5 | 411,9 |
| - davon Gewerbesalz | 318,4 | 81,9 | 83,0 | 83,9 | 85,6 | 334,4 |
| - davon Lebensmittelindustrie | 242,5 | 52,1 | 53,9 | 56,2 | 55,7 | 217,9 |
| - davon Industriesalz | 144,6 | 30,8 | 33,9 | 37,1 | 43,0 | 144,8 |
| EBITDA | 325,2 | 120,9 | 23,3 | 41,5 | 88,9 | 274,5 |
ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR
TAB. 2.35
| scroll in Mio. € | % |
| :--------------- | :-- |
| Umsatz | +7,3 |
| - davon Auftausalz | +20,6 |
| - davon Verbraucherprodukte | +1,1 |
| - davon Gewerbesalz | +5,0 |
| - davon Lebensmittelindustrie | -10,1 |
| - davon Industriesalz | +0,1 |
| EBITDA | -15,6 |
Der Umsatz mit Salz für die Lebensmittelindustrie fiel mengen- sowie währungsbedingt um gut 10 % und lag bei 217,9 Mio. € (2017: 242,5 Mio. €). Das abgesetzte Volumen betrug im Jahr 2018 knapp 1,2 Mio. t (2017: 1,3 Mio. t).
Im Industriesalzgeschäft konnten wir den hohen Umsatz des Vorjahres bestätigen, er blieb mit 144,8 Mio. € knapp über dem Vorjahreswert (2017: 144,6 Mio. €). Der Absatz lag insgesamt mit 3,2 Mio. t leicht unter dem des Vorjahres (2017: 3,3 Mio. t).
Der Festsalzabsatz des Geschäftsbereichs betrug insgesamt 23,7 Mio. t, dies entspricht einer Steigerung um rund 17 % gegenüber dem Wert des Vorjahres (2017: 20,3 Mio. t).
ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE¹
TAB. 2.36
| scroll | 2017 | Q1/18 | Q2/18 | Q3/18 | Q4/18 |
| :-------------------------------------- | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ |
| Auftausalz | | | | | |
| Umsatz Mio. € | 613,2 | 361,4 | 48,3 | 88,8 | 241,3 |
| Absatz Mio. t | 10,66 | 6,89 | 0,94 | 1,59 | 4,11 |
| 0-Preis €/t | 57,5 | 52,5 | 51,4 | 55,9 | 58,7 |
| Verbraucherprodukte, Lebensmittelindustrie sowie Gewerbe- und Industriesalz | | | | | |
| Umsatz Mio. € | 1.108,3 | 262,4 | 271,5 | 277,4 | 297,7 |
| Absatz Mio. t | | | | | |# RISIKO- UND CHANCENBERICHT
Als international agierendes Unternehmen wird K+S regelmäßig mit einer Vielzahl von Entwicklungen und Ereignissen konfrontiert, die das Erreichen der finanziellen und nichtfinanziellen Ziele beeinflussen können. Den Ausgangspunkt für das Risiko- und Chancenmanagement bei K+S stellen Strategie und Planung dar. Risiken verstehen wir als negative und Chancen als positive Abweichungen möglicher künftiger Entwicklungen von einem Plan- oder Zielwert.
MANAGEMENTPROZESS IDENTIFIKATION
Die Identifikation von Risiken und Chancen erfolgt regelmäßig in den jeweiligen Unternehmenseinheiten. Dafür stehen unterschiedliche Instrumente zur Verfügung. Wir beschäftigen uns intensiv im laufenden Geschäftsbetrieb und im Projektmanagement u. a. mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Auswertung verschiedenster externer Informationen, den relevanten Umsatz- und Kostengrößen, bergtechnischen Gegebenheiten sowie der Verfolgung von Risikoindikatoren und Erfolgsfaktoren aus dem gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen, rechtlichen und politischen Umfeld. ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 67
BEWERTUNG VON FINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN UND STEUERUNG
Für das Management von Risiken und Chancen haben wir spezifische Prozesse etabliert und dokumentiert. Für jedes Risiko wird zunächst eine Bruttobewertung durchgeführt. Hierbei werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen quantitativ bewertet. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien. Ziel ist es, das Schadenspotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Die Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt auch die notwendigen Kosten. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten übertragen werden. Sofern Bruttoeintrittswahrscheinlichkeit und/oder Bruttoschadenspotenzial durch wirksame und angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zuverlässig gemindert werden können, liegt der Fokus der Betrachtung auf der sich hieraus ergebenden Nettoeintrittswahrscheinlichkeit und auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenspotenzial. Die interne Risikobewertung erfolgt hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial jeweils für einen kurz-, mittel- und langfristigen Betrachtungszeitraum, d. h. für die kommenden 12, 36 und 120 Monate ab dem Zeitpunkt der Identifikation bzw. Überprüfung. Die für bereits identifizierte Risiken durchgeführten Bewertungen sowie die erarbeiteten und ggf. umgesetzten Gegensteuerungsmaßnahmen werden laufend auf ihre Aktualität und Wirksamkeit überprüft, angepasst und bei wesentlichen Änderungen sowie bei Überschreitung definierter Schwellenwerte berichtet. Zur Bewertung ihrer finanziellen Auswirkungen wird jede Chance auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und damit verbundene mögliche Risiken hin untersucht. Um Chancen effektiv nutzen zu können, werden geeignete Fördermaßnahmen gezielt gesucht, verfolgt und umgesetzt. Das Nutzenpotenzial bezieht sich nur auf die Nettoperspektive nach Durchführung von angemessenen Fördermaßnahmen. Die Bewertungszeiträume sind mit denen der Risikobewertung identisch.
BEWERTUNG VON NICHTFINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN
Identifizierte Risiken können auch negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben. Solche Auswirkungen können im Falle eines Risikoeintritts auch Reputationsrisiken nach sich ziehen, die sich nicht oder nur schwer quantifizieren lassen. Die Identifikation und Bewertung der nichtfinanziellen Auswirkungen erfolgt auf der Grundlage unserer zentralen Nachhaltigkeitsanalysen sowie anhand der Dimensionen Schadenspotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit. Systeme und Konzepte zur Handhabung von Entwicklungen oder Ereignissen, die Einfluss auf die genannten Aspekte haben können, werden im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie in der nichtfinanziellen Erklärung beschrieben. ,Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 55
BERICHTERSTATTUNG
Der internen Risiko- und Chancenberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach berichten die Unternehmenseinheiten laufend an den Vorstand über Risiken und Chancen, wenn definierte Schwellenwerte sowohl für die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch für das Schadens- bzw. das Nutzenpotenzial überschritten werden. Ferner wird darüber informiert, ob ein Risiko bzw. eine Chance in der Hochschätzung bzw. Planung berücksichtigt ist. Risiken und Chancen, deren finanzielle Auswirkungen in der Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung durch entsprechende Ergebnisabschläge bzw. -zuschläge berücksichtigt werden, sind nicht Gegenstand der Risiko- und Chancenberichterstattung.# Risiken im Zusammenhang mit den nichtfinanziellen Aspekten entsprechend der Definition des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes müssten mindestens das Schadensausmaß "wesentlich" und eine mit "wahrscheinlich" angenommene Eintrittswahrscheinlichkeit haben; solche wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht identifiziert. Sofern jedoch bei Eintritt der identifizierten Risiken wesentliche bzw. schwerwiegende nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie Lieferkette resultieren könnten, nennen wir diese im Rahmen der jeweiligen Risikobeschreibung. Darüber hinaus sind bei der Festlegung der für die Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung maßgeblichen generellen Prämissen (z. B. Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze) die insoweit jeweils relevanten Risiken und Chancen auf Basis des wahrscheinlichsten Falls zu berücksichtigen. Zusätzlich ist für die einzelnen Planungsprämissen aufzuzeigen, welchen negativen/ positiven Einfluss bestimmte Abweichungen auf die einzelnen Planungsgrößen hätten ("Sensitivitäten"). Vorstand sowie Management haben in einem standardisierten Berichtswesen laufend einen Überblick über die aktuelle Risiko- und Chancensituation. Kurzfristig auftretende wesentliche Risiken werden bei Eilbedürftigkeit unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich, informiert.
RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN
Unser Ziel ist es, finanzwirtschaftliche Risiken (z. B. Wechselkursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein spezielles Management zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuern wir unsere Kapitalstruktur, um die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit jederzeit nachhaltig sicherzustellen. ,Finanzlage', Seite 98
Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Erlösrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hier zur Sicherung gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Partnern abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken erfolgt generell eine ausgewogene Verteilung der eingesetzten Finanzderivate auf verschiedene Kontrahenten. Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur ökonomischen Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i. d. R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte). ,Anhang', Seite 150
RISIKEN UND CHANCEN 2019-2021
Im Folgenden werden diejenigen Risiken und Chancen beschrieben, die innerhalb des Zeitraums der Mittelfristplanung (drei Jahre) Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S nehmen können und nicht bereits in der Planung mit entsprechenden Ergebnisabschlägen bzw. -zuschlägen berücksichtigt sind. Dabei wird hinsichtlich des kumulierten Nettoschadens- bzw. Nettonutzenpotenzials wie folgt unterschieden:
- wesentliche finanzielle Auswirkung: > 200 Mio. €
- moderate finanzielle Auswirkung: > 25-200 Mio. €
Bezüglich der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit wird wie folgt differenziert:
- wahrscheinlich: > 50 %
- möglich: 10-50 %
- unwahrscheinlich: <10 %
Die Veränderung der Einschätzung der Risiken und Chancen stellen wir gegenüber der Vorperiode wie folgt dar:
- höher als im Vorjahr: ↑
- niedriger als im Vorjahr: ↓
Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den unserer Mittelfristplanung zugrunde liegenden Annahmen kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung von Risiken und Chancen führen, die dann in unserer Zwischenberichterstattung entsprechend kommuniziert wird.
ÜBERSICHT DER RISIKEN
Tabelle 2.40 gibt für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren einen Überblick über die Risiken mit wesentlichem bzw. moderatem Nettoschadenspotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Risiken aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Risiken verstehen sich als mögliche negative Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern kein Geschäftsbereich hervorgehoben wird, betreffen die Risiken die gesamte K+S GRUPPE.
ÜBERSICHT DER CHANCEN
Tabelle 2.39 gibt für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren einen Überblick über die Chancen mit wesentlichem und moderatem Nettonutzenpotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Chancen aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Chancen verstehen sich als mögliche positive Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern kein Geschäftsbereich hervorgehoben wird, betreffen die Chancen die gesamte K+S GRUPPE.
TAB. 2.39 CHANCEN
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Nutzenpotenzial | |
|---|---|---|
| möglich | moderat | Externe und branchenspezifische Chancen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung |
| möglich | moderat | Preiserhöhung/Nachfrageanstieg |
| möglich | wesentlich | Witterungsbedingte Nachfrageschwankungen |
| möglich | moderat | Operative Chancen Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Kapazitätserweiterungen, Kostenoptimierung, Akquisitionen und/oder strategische Partnerschaften, Innovation |
| möglich | moderat | Hebung von Synergien |
| möglich | moderat | Ramp-Up-Phase am Standort Bethune |
| möglich | moderat | Rechtsstreitigkeiten |
| möglich | moderat | Energiekosten |
| möglich | wesentlich | Finanzwirtschaftliche Chancen Währung/Wechselkursschwankungen |
| möglich | moderat | Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus |
| möglich | moderat | Verbesserung des Unternehmensratings |
TAB. 2.40 RISIKEN
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Schadenspotenzial | |
|---|---|---|
| möglich | wesentlich | Externe und branchenspezifische Risiken Gesamtwirtschaftliche Entwicklung |
| möglich | wesentlich | Angebotsausweitung/Nachfragerückgang |
| möglich | wesentlich | Witterungsbedingte Nachfrageschwankungen |
| möglich | moderat | Witterungsbedingte Zusatzkosten |
| möglich | wesentlich | Risiken aus Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen Bewirtschaftungsplanung nach der Wasserrahmenrichtlinie und Veränderung, Versagung oder gerichtliche Aufhebung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen |
| möglich | wesentlich | Gestiegene Anforderungen an die Lagerung von Auftausalz in Nordamerika unter freiem Himmel |
| möglich | moderat | Bergrechtliche Sicherheitsleistungen |
| möglich | moderat | Restriktivere Auslegung bestehender Vorschriften zur Entsorgung bergbaulicher Abfälle unter Tage |
| möglich | moderat | Operative Risiken Hebung von Synergien |
| möglich | moderat | Ramp-Up-Phase am Standort Bethune |
| möglich | moderat | Prozessrisiken und Rechtsstreitigkeiten |
| möglich | moderat | Energiekosten und Energieversorgung |
| möglich | moderat | Frachtkosten und Transportverfügbarkeit |
| möglich | moderat | Produktionstechnik |
| neu | moderat | Veränderungen in der Rohsalzzusammensetzung |
| Kohlendioxideinschlüsse in Lagerstätten | ||
| unwahrscheinlich | wesentlich | Schäden durch Gebirgsschlag |
| unwahrscheinlich | wesentlich | Wasserzutritt |
| unwahrscheinlich | Compliance | |
| neu | wesentlich | Nichteinhaltung von Vorschriften zu Arbeitsplatzgrenzwerten unter Tage |
| neu | Lieferantenausfälle und Lieferengpässe | |
| unwahrscheinlich | moderat | Personal |
| unwahrscheinlich | moderat | Informationssicherheit |
| unwahrscheinlich | moderat | Reputation |
| möglich | wesentlich | Finanzwirtschaftliche Risiken Währung/Wechselkursschwankungen |
| möglich | moderat | Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus |
| möglich | moderat | Verschlechterung des Unternehmensratings |
| unwahrscheinlich | wesentlich | Liquidität |
| unwahrscheinlich | moderat | Ausfall von Forderungen an Kunden |
| unwahrscheinlich | moderat | Ausfall von Partnern bei Finanzgeschäften |
EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN UND CHANCEN
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Die Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten wird deutlich durch das Wirtschaftswachstum und die damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in den für uns relevanten Regionen, die Preisentwicklung für Agrarrohstoffe und zum Teil auch durch politische Entscheidungen in einigen Verbraucherländern beeinflusst. Die internationalen Preise für Kaliumchlorid stiegen im Jahr 2018 weiter an und setzten somit ihre positive Entwicklung seit Mitte 2016 fort. Insgesamt sollte das Agrarpreisniveau unserer Einschätzung nach weiterhin einen Anreiz für die Landwirtschaft darstellen, den Ertrag je Hektar auch durch einen verstärkten Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. Es besteht ein Risiko, dass sich das Wachstum der Schwellenländer entgegen den Erwartungen verlangsamt und/oder die Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder an Schärfe gewinnt.# Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrageverhalten nach Pflanzennährstoffen negativ beeinflussen. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität des jeweiligen Szenarios abhängig.
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftau- und Gewerbesalz sowie nach Verbraucherprodukten und Salz für die Lebensmittelindustrie ist von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist.
Unvorhersehbare Veränderungen in der US-Handelspolitik sind nicht auszuschließen. Diese sind möglich und werden laufend beobachtet. Ebenso sind Teile der US-Steuerreform noch nicht endgültig ausgestaltet. Entsprechende Auswirkungen sind derzeit nicht abschätzbar.
Ein harter oder weicher Brexit hätte für K+S nur geringe direkte Auswirkungen. Die indirekten Auswirkungen sind dagegen derzeit nicht abschätzbar.
Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als erwartet und das Wachstum insbesondere in unseren Hauptabsatzregionen Europa, Nordamerika, Brasilien und Südostasien höher ausfallen als allgemein prognostiziert, könnte das zu positiven Abweichungen gegenüber der Planung führen. Auf die oben beschriebenen Einflüsse würden wir mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren.
Die Planung von K+S basiert auf den im Prognosebericht wiedergegebenen Erwartungen; die Bewertung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation geht somit direkt in die Prognose für 2019 ein.
ANGEBOTSAUSWEITUNG/NACHFRAGERÜCKGANG
Vor allem die Produkte unseres Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte könnten durch äußere Einflüsse von erheblichen Rückgängen in der Nachfrage bedroht sein.
Auf der Nachfrageseite könnten makroökonomische Faktoren wie ungünstige Wechselkursveränderungen oder eine sinkende Liquidität landwirtschaftlicher Betriebe die Nachfrage in einzelnen Absatzregionen beeinflussen. Dies gilt auch für politische Markteingriffe beispielsweise durch regionale Subventionskürzungen, die Festlegung von Zöllen für Düngemittel und/oder Agrarprodukte oder die Einführung restriktiver Düngevorschriften. Umwelteinflüsse wie Krankheiten bei bestimmten Anbaukulturen, das Auftreten von Tierseuchen oder ungünstigen Witterungsbedingungen könnten ebenfalls zu einem Nachfragerückgang führen. Darüber hinaus könnte sich die Nachfrage auch aufgrund einer bewussten Kaufzurückhaltung unserer Kunden negativ entwickeln.
Auf der Angebotsseite könnten sich Veränderungen aufgrund von Kapazitätsausweitungen ergeben. Bestehende sowie neue Produzenten sind dabei, aufgrund ihrer Einschätzung des langfristigen Nachfragewachstums auf dem Weltkalimarkt Produktionskapazitäten auszubauen. Sollte der Markt für zusätzliche Angebotsmengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck für einen Übergangszeitraum erhöhen. Weiterhin könnten die Produzenten im Rahmen der gegebenen Kapazitäten versuchen, durch Angebotsausweitung Marktanteile dazu- bzw. verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen.
Zunehmender Wettbewerbsdruck könnte auch aus einem Nachfragerückgang resultieren. Erhebliche Erhöhungen der Kapazitäten und deren Ausnutzung, Angebotsausweitungen einzelner Produzenten im Rahmen gegebener Kapazitäten sowie längerfristige Nachfragerückgänge könnten sich erheblich auf die Preisbildung und/oder die Absatzmöglichkeiten auswirken. Dabei könnte die bestehende Struktur des gesamten Markts für Pflanzennährstoffe bis hin zu einem Verdrängungswettbewerb auf der Angebotsseite verändert werden. Daher kann ein Rückgang der Kalipreise und/oder der absetzbaren Mengen nicht ausgeschlossen werden. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität dieser Ereignisse abhängig.
Da die Erschließung neuer Kalikapazitäten sehr kapitalintensiv und in der Umsetzung langfristig ist, dürfte ein Anreiz für die Produzenten darin bestehen, eine attraktive Prämie auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Wir sehen die langfristigen Treiber als nach wie vor gültig an: Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Pflanzennährstoffen wird von Megatrends wie der wachsenden Weltbevölkerung und einem steigenden Lebensstandard in den Schwellenländern getragen. Pflanzennährstoffe mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung spielen daher in der Agrarproduktion auch künftig eine zentrale Rolle. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten wir unter anderem an der weiteren Verbesserung unserer Kosten- und Organisationsstrukturen sowie an dem Ausbau unserer Spezialitätenprodukte.
PREISERHÖHUNG/NACHFRAGEANSTIEG
Chancen mit wesentlichen positiven Effekten bestehen grundsätzlich bei der Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten. Die Branchensituation im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war im Jahr 2018 von einer guten Nachfrage geprägt. Die internationalen Preise für Kaliumchlorid stiegen in 2018 fast überall weiter an und setzten somit ihre Entwicklung seit Mitte 2016 fort.
Sofern Landwirte ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen nutzen oder die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung erhöhen, würde dies einen zusätzlichen Einsatz an Pflanzennährstoffen erfordern und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert.
Weiterhin könnte die Tendenz zu einem ausgewogeneren Einsatz der Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) (Balanced Fertilization) in wichtigen Absatzregionen wie Indien und China zu einem überproportionalen Wachstum der Kalinachfrage führen. Die finanziellen Auswirkungen des damit verbundenen Nachfrageanstiegs sind stark von dem Ausmaß der dadurch ausgelösten Erhöhung der Düngemittelpreise abhängig. Positive Preiseffekte mit moderaten Auswirkungen halten wir gegenüber den Annahmen unserer Mittelfristplanung für möglich, wesentliche Auswirkungen sehen wir aufgrund des erwarteten Wettbewerbs mittelfristig jedoch nicht.
WITTERUNGSBEDINGTE NACHFRAGESCHWANKUNGEN
Im Geschäftsbereich Salz hat die Witterung in den Auftausalzregionen Europas und Nordamerikas eine besondere Relevanz. Unsere Planung basiert dabei auf einem gleitenden Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre.
Überdurchschnittlich strenge Winter in den Auftausalzregionen von K+S können sich aufgrund einer witterungsbedingten Nachfrageerhöhung deutlich positiv auf den Absatz von Auftausalz auswirken. Dies wiederum könnte zu einer angespannten Situation bei den Lagerbeständen führen und in Preiserhöhungen resultieren.
Dagegen können milde Winter zu einem witterungsbedingten Nachfragerückgang führen und somit den Absatz erheblich verringern; hohe Lagerbestände an Auftausalz könnten die Folge sein und somit die Preise im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts und der Ausschreibungen für die kommende Wintersaison belasten. Beide Fälle würden, bezogen auf ein Jahr, einen moderaten finanziellen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens haben. Sollten sich solche für uns positive bzw. negative Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Chancen bzw. Risiken ergeben.
Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Strategische Lagerbestände sowie eine flexible Anpassung der Produktion von Auftausalz ermöglichen es uns, ggf. auch kurzfristig eine stark steigende Nachfrage zu bedienen.
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte könnte sich durch einen witterungsbedingten Nachfragerückgang ein Absatzrisiko ergeben. Beispielsweise könnte eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Pflanzennährstoffen führen. Dies gilt auch für Wetterphänomene wie El Niño, La Niña oder Dürren, die bedeutende Ertragseinbußen für die Landwirte in den betroffenen Regionen und einen reduzierten Einsatz von Pflanzennährstoffen zur Folge haben könnten.
WITTERUNGSBEDINGTE ZUSATZKOSTEN
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte spielen an einigen Produktionsstandorten die wasserrechtlichen Rahmenbedingungen eine besondere Rolle für die uneingeschränkte Nutzung der zur Verfügung stehenden technischen Produktionskapazitäten. Mit der Inbetriebnahme der Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) im Januar 2018 und unter der Annahme einer störungsfreien Nutzung der Versenkung gehen wir davon aus, dass das Werk Werra in einem hydrologischen Normaljahr Salzabwässer im Rahmen der bestehenden Genehmigungen standortnah entsorgen kann.
In einem trockenen Jahr müssten allerdings bestimmte Mengen an Salzabwässern standortfern entsorgt werden, wodurch zusätzliche Kosten für den Transport dieser Rückstände anfallen würden. Bei extremer Trockenheit (vergleichbar mit dem Sommer/Herbst 2018) mit einer über einen sehr langen Zeitraum außergewöhnlich geringen Wasserführung der Werra könnte es zu Produktionsunterbrechungen kommen, sofern alle verfügbaren Ressourcen für eine standortferne Entsorgung ausgeschöpft sind. Neben der geringen Wasserführung könnte unter extremen Bedingungen auch die Wassertemperatur die Produktion des Werks Werra beeinflussen, da die Einleitung der Kühlwässer in Werra und Ulster zusätzlich durch behördlich festgelegte Temperaturgrenzwerte limitiert wird.
Daher hat K+S weitere Maßnahmen zur Abwasserentsorgung erarbeitet. Für die temporäre Einstapelung von Salzlösungen im Grubenfeld Springen (Bergwerk Merkers) sowie zur Einleitung von Prozess- und Haldenwasser in das stillgelegte K+S-Bergwerk Bergmannssegen-Hugo (Region Hannover) liegen Genehmigungen vor.# RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN RECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGEN
Für die Ausübung unserer Tätigkeiten, insbesondere in den Bereichen Bergbau/Gewinnung/Aufbereitung und Rückstandsentsorgung, ist eine Vielzahl öffentlich-rechtlicher Zulassungen und Erlaubnisse Voraussetzung. Der Rahmen für die Erteilung dieser Zulassungen und Erlaubnisse wird für die Produktion in Deutschland und Europa ganz maßgeblich durch die europäischen und nationalen Vorgaben des Umwelt-, Wasser- und Bergrechts vorgegeben. Die Regelungsdichte wird nach unserer Einschätzung künftig weiter zunehmen. Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht nach Erteilung einer entsprechenden Zulassung oder Erlaubnis das Risiko, dass von dritter Seite Rechtsmittel gegen diese eingelegt und die Zulassung/Erlaubnis durch Gerichte aufgehoben wird. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Zulassungen und Erlaubnisse oder neu erteilte inhaltlich begrenzt, zeitlich befristet, dauerhaft verändert, versagt oder mit weiteren Auflagen versehen werden. Außerdem können Nebenbestimmungen einzelner Zulassungen/Erlaubnisse dazu führen, dass diese ausgesetzt oder aufgehoben werden.
BEWIRTSCHAFTUNGSPLANUNG NACH DER WASSERRAHMENRICHTLINIE UND VERÄNDERUNG, VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN UND FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN IN DEUTSCHLAND
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entstehen feste und flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Rückstandshalden. Die festen Rückstände werden entweder auf unsere Rückstandshalden verbracht oder unter Tage versetzt. Die Salzabwässer werden zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in begrenztem Umfang in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt. Ebenso werden damit stillgelegte Bergwerke zur langfristigen Sicherung geflutet. Darüber hinaus wird eine weitere Kaverne des Untergrundgasspeichers (UGS) Bernburg durch die Flutung mit gesättigtem Salzwasser aus der Kaliproduktion des Werks Werra verwahrt. Hinzu kommt der kontinuierliche Ausbau von Speicherbeckenkapazitäten vor Ort, um die Flexibilität des Abwassermanagements weiter zu erhöhen. Dabei streben wir an, die temporären Speicherkapazitäten für Salzabwässer vor Ort auf insgesamt bis zu 1 Mio. m3 zu erhöhen.
VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: EINLEITUNG
Für die genannten Entsorgungswege der o. g. Rückstände der deutschen Standorte legen die Bewirtschaftungspläne auf der Basis der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des deutschen Wasserrechts wesentliche Rahmenbedingungen fest. Für die nächsten Jahre sind dabei die Bewirtschaftungspläne für die zweite Bewirtschaftungsperiode 2015 bis 2021 der einzelnen Flussgebietsgemeinschaften (FGG) relevant. „Umwelt“, Seite 58.
Der zurzeit geltende Bewirtschaftungsplan bildet den regulatorischen Rahmen für die Zeit von 2015 bis 2021 und führt in diesem Zeitraum zu keinen unmittelbar nachteiligen Auswirkungen auf die Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Kalirevier. Weitere Maßnahmen und Zielwerte für die dritte Bewirtschaftungsperiode 2021 bis 2027 werden in den nächsten Jahren geprüft und festgelegt. Sollten sich die im Bewirtschaftungsplan 2015 bis 2021 enthaltenen Punkte (insbesondere die Zielwerte im Gewässer) auch im Plan für die Zeit ab 2021 wiederfinden, ohne dass weitere umsetzbare und verhältnismäßige Maßnahmen zur Verfügung stehen, sind erhebliche Risiken für die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen nicht auszuschließen. Infolgedessen könnten sowohl die Beschäftigungslage als auch die wirtschaftliche Lage der Region wesentlich negativ betroffen werden. In der genannten Zeitspanne 2015 bis 2021 werden weitere Maßnahmen der Salzabwasservermeidung und zusätzliche Entsorgungswege geprüft.
VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: VERSENKUNG
Für das Kaliwerk Werra besteht die Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigen Prozesswässern bis Ende 2021. Dabei besteht eine Begrenzung sowohl hinsichtlich der jährlichen Versenkmenge von 1,5 Mio. m3 als auch bezogen auf eine Tagesmenge von 5.000 m3. K+S wird keinen Antrag auf Fortsetzung der Versenkung stellen. Wenn wider Erwarten Sachverhalte eintreten, die zu einer nachteiligen Beeinflussung von nutzbaren Grundwasserressourcen führen könnten, Nebenbestimmungen nicht eingehalten werden könnten oder Klagen gegen die bestehende Erlaubnis erfolgreich wären, könnte diese Genehmigung eingeschränkt oder aufgehoben werden. Dies könnte zu Produktionsausfällen und/oder zu erheblichen Produktionseinschränkungen wegen fehlender Entsorgungsmöglichkeiten für Salzabwässer (Versenkmengen) an den betroffenen Standorten und/oder zu zusätzlichen Kosten für den Transport zu standortfernen Entsorgungsalternativen führen. Wir gehen davon aus, dass die Entscheidungen der Behörde Bestand haben und eine Kaliproduktion im Werk Werra unter den gegebenen Rahmenbedingungen weiterhin gewährleistet ist. Die Ergebnisse eines 3D-Grundwassermodells bestätigen zudem, dass nachteilige Auswirkungen der Versenkung auf das Grundwasser ausgeschlossen werden können. Trotzdem ist ein Widerruf möglich, sofern die Einhaltung von Grenzwerten an zwei Brunnen einer Trinkwassergewinnungsanlage nicht gewährleistet wird. K+S arbeitet weiterhin intensiv an Maßnahmen zur Verminderung des Anfalls salzhaltiger Abwässer und an alternativen Entsorgungsmöglichkeiten. Zusätzlich werden Forschung und Entwicklung sowie Innovationsaktivitäten gefördert. Damit soll zukünftig die Entsorgung anfallender Produktions- und Haldenwässer überwiegend durch die Einleiterlaubnis in die Werra gewährleistet werden. Ziel ist es, auch durch weitere erhebliche Investitionen die Wertschöpfung und die damit verbundenen Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten sowie Werra und Weser weiter zu entlasten und damit die Zukunftsfähigkeit der Kalistandorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern. „Umwelt“, Seite 58.
VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN
Sollten Genehmigungen zur Aufhaldung widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen zugelassen werden, würde den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für die festen Rückstände fehlen. Die vollständige Versagung bzw. die Aufhebung aller bestehenden Erlaubnisse und Zulassungen zur Aufhaldung halten wir für unwahrscheinlich, da die Erlaubnisse und Zulassungen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vereinbar sind, dem Stand der Technik entsprechen und sich die Regierungen und weite Teile der Politik in den für uns relevanten Bundesländern für den Erhalt des Kalibergbaus in Deutschland ausgesprochen haben. Einzelne Genehmigungen zu notwendigen Haldenerweiterungen könnten unter Umständen nicht gewährt bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies würde im ungünstigsten Fall eine Anpassung der Produktion und gegebenenfalls eine Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen wirtschaftlichen Folgen sowohl für das Unternehmen als auch für die Beschäftigungslage sowie die wirtschaftliche Lage der betroffenen Region nach sich ziehen. Dies könnte gegebenenfalls durch die Entwicklung weiterer Sicherungsmaßnahmen und Umplanungen vermieden werden, die jedoch zu einer deutlichen Kostenerhöhung führen würden. Die Genehmigungsbehörden haben am 11. Oktober 2018 den Antrag auf Erweiterung der Rückstandshalde am Standort Hattorf genehmigt. Der aktuelle Genehmigungsstatus bietet Raum für fünf bis sechs Jahre. Darüber hinaus befindet sich die behördliche Prüfung des Antrags für die zweite Phase der Haldenerweiterung, die bis Anfang der 2040 er Jahre reichen soll, in Bearbeitung. Wir sind zudem zuversichtlich, die erforderlichen Genehmigungen für die Haldenerweiterungen an den Standorten Wintershall und Zielitz rechtzeitig zu erhalten. „Haldenmanagement“, Seite 62.
ERHÖHUNG VON SCHWERMETALLWERTEN DES GRUND- UND OBERFLÄCHENWASSERS IM UMFELD DER RÜCKSTANDSHALDEN
Im Rahmen unserer umfangreichen, kontinuierlichen Beobachtung des Grund- und Oberflächenwassers wurde im Umfeld der Rückstandshalden an einigen Stellen eine Erhöhung von Schwermetallwerten festgestellt. Diese sind in ihrer Zusammensetzung und Konzentration aber nicht dem Haldenmaterial zuzuordnen. Für die Entstehung des Phänomens kommt nach derzeitigem Kenntnisstand eine größere Anzahl von Wirkfaktoren mit teilweise lokal unterschiedlicher Ausprägung und Wechselwirkung in Betracht. K+S hat deshalb gemeinsam mit externen Forschungseinrichtungen eine grundlegende, standortübergreifende Erforschung des Sachverhalts (umfangreiche Bestandsaufnahmen, ergänzende Monitoringmaßnahmen und Errichtung weiterer Messstellen) aufgenommen. Mit Zustimmung der Behörde hat K+S unter Berücksichtigung der individuellen Standortbedingungen jeweils ein Konzept entwickelt (u. a. Fassen, Ableiten und Reinigen austretender Quellwässer am Standort Hattorf sowie Dränagen und Abwehrbrunnen oder der Abtrag von Oberboden mit Schwermetallmobilisierungspotenzial) und umgesetzt, um dem beschriebenen Phänomen zu begegnen. Potenzielle Auswirkungen erhöhter Gehalte an Schwermetallen und Spurenstoffen auf im Einwirkungsbereich der Rückstandshalden liegende Schutzgüter (insbesondere Grundwasser und Trinkwasserschutzgebiete) werden so durch geeignete technische Maßnahmen unter Berücksichtigung der standortspezifischen Rahmenbedingungen ausgeschlossen. Einzelne Genehmigungen zur notwendigen Haldenerweiterung an den Standorten Werra und Zielitz könnten unter Umständen mit Nebenbestimmungen zur Durchführung weiterer Sicherungsmaßnahmen erteilt werden. Ein Versagen der Genehmigungen ist hingegen unwahrscheinlich.# ,Haldenmanagement', Seite 62
GESTIEGENE ANFORDERUNGEN AN DIE LAGERUNG VON AUFTAUSALZ IN NORDAMERIKA UNTER FREIEM HIMMEL
In der Vergangenheit gab es in Nordamerika keine speziellen Umweltschutzanforderungen an die Lagerung von Auftausalz im Freien. Mittlerweile gehen jedoch Bundesstaaten und Kommunen vermehrt dazu über, entsprechende verbindliche Standards festzulegen. Eine Verschärfung dieser lokalen Anforderungen könnte umfangreiche Maßnahmen erforderlich machen, u. a. auch die Lagerung in Hallen. In Zusammenarbeit mit Umweltexperten arbeiten wir weiterhin an Umweltaudits für die eigenen und angemieteten Lagerstandorte im Hinblick auf Übereinstimmung mit den neuen örtlichen Anforderungen.
BERGRECHTLICHE SICHERHEITSLEISTUNGEN
Die Festsetzung bergrechtlicher Sicherheitsleistungen steht im pflichtgemäßen Ermessen der handelnden Behörden; bestehende Sicherheitsleistungen erfolgen derzeit i. d. R. durch die Bildung entsprechender Rückstellungen sowie durch Patronatserklärungen oder Konzernbürgschaften. Sofern zusätzlich Sicherheiten geleistet werden müssten, könnte dies den finanziellen Spielraum des Unternehmens insbesondere dann einengen, wenn diese durch Bankbürgschaften oder die Hinterlegung finanzieller Mittel zu erbringen wären.
RESTRIKTIVERE AUSLEGUNG BESTEHENDER VORSCHRIFTEN ZUR ENTSORGUNG VON BERGBAULICHEN ABFÄLLEN UNTER TAGE
Bei der Abfallentsorgung unter Tage sind die Vorschriften des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und der allgemeinen Bundesbergverordnung (ABBergV) zu beachten. Die bestehenden Regelungen werden derzeit bundeslandabhängig unterschiedlich ausgelegt. Eine restriktivere Auslegung der Vorschriften könnte dazu führen, dass die Entsorgung von bergbaulichen Abfällen unter Tage kostenintensiver wird, da gegebenenfalls nur noch Abfälle mit mineralischen Eigenschaften unter Tage verbleiben dürfen. Das würde sowohl zu einem Anstieg der laufenden Entsorgungskosten als auch zu einer Erhöhung der bei Stilllegung der Bergwerksstandorte erforderlichen Aufwendungen führen.
OPERATIVE RISIKEN SOWIE CHANCEN
MARKTDURCHDRINGUNG, MARKTENTWICKLUNG, KAPAZITÄTSERWEITERUNGEN, KOSTENOPTIMIERUNG, AKQUISITIONEN UND/ODER STRATEGISCHE PARTNERSCHAFTEN, INNOVATION
In allen Kundensegmenten nutzen wir Wachstumspotenziale, um unseren Marktanteil durch die Steigerung des Absatzes bei unseren Bestandskunden auszubauen und/oder die Gewinnung von neuen Kunden zu erhöhen. Weiterhin prüfen wir, ob wir mit unseren Produkten neue Absatzregionen erschließen können. Ebenso wollen wir durch Investitionen in neue Produkte und Geschäftsansätze marktseitige Chancen nutzen. Der Unternehmenswert soll dabei stetig gesteigert werden. Dazu ist neben einer organisatorischen Neuausrichtung auch externes Wachstum erforderlich. Darüber hinaus werden permanent Möglichkeiten zur Kostenoptimierung (z. B. durch die Digitalisierung der Prozesse in den Bergwerken unter Tage oder durch die Effizienzsteigerung von Maschinen, Prozessen und Organisationsstrukturen) intensiv geprüft und so sinnvoll realisiert. Durch konsequente Umsetzung der in unserer Unternehmensstrategie im Detail definierten Wachstumsinitiativen wollen wir erfolgreich die sich bietenden Chancen nutzen und nachhaltig profitabel wachsen.
HEBUNG VON SYNERGIEN
Durch die Hebung von Synergien geht K+S von einem jährlichen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € ab Ende 2020 aus. Deutliche Abweichungen gegenüber den in der Planung berücksichtigten Effekten stellen sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar.
RAMP-UP-PHASE AM STANDORT BETHUNE
Im Jahr 2023 wird das neue Kaliwerk Bethune in Kanada die volle Produktionskapazität erreichen. Bei der Neueinrichtung eines Standorts dieser Größe lassen sich negative Einflüsse beim Übergang in den Regelbetrieb (Ramp-up-Phase) nicht völlig ausschließen. Umgekehrt können die geplanten qualitativen und quantitativen Ziele auch übertroffen werden. Weiterhin können technische und logistische Herausforderungen zu erhöhten Kosten oder geringeren Produktionsmengen führen. Mit konsequentem Kosten- und Qualitätsmanagement versuchen wir, negative Einflüsse zu begrenzen und Ergebnisbeiträge zu steigern.
PROZESSRISIKEN UND RECHTSSTREITIGKEITEN
K+S ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen wir entweder aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Es ist nicht auszuschließen, dass K+S im Zusammenhang mit im Rahmen des Investitionsprojekts zur Errichtung des neuen Kaliwerks Bethune bezogenen Lieferungen und Leistungen in weitere Gerichts- und Schiedsverfahren mit Lieferanten involviert wird. Wir haben unsererseits bereits Rückforderungsansprüche gegenüber am Projekt beteiligten Vertragspartnern geltend gemacht. Der Ausgang von möglichen Rechtsstreitigkeiten, deren Klärung oftmals einen langen Zeitraum benötigt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Hieraus können sich Zahlungsabflüsse bzw. Zahlungsrückflüsse ergeben, die die Wirtschaftlichkeit des Standorts negativ oder positiv beeinflussen können. Die Auswirkungen auf Liquiditäts- und Ergebnisebene unterscheiden sich deutlich. Durch die Implementierung eines Claim Management-Teams wird ein durchgehender Claim Management-Prozess sichergestellt mit dem Ziel, die bestehenden Forderungen von Lieferanten und Rückforderungen von K+S bestmöglich abzuwickeln.
Die K+S KALI GMBH unterhält als Bergwerkseigentümer die Grube Merkers und führt dort Verwahrmaßnahmen durch. Die Kosten der Verwahrmaßnahmen trägt derzeit der Freistaat Thüringen gemäß Freistellungsvertrag zur Altlastensanierung vom Oktober 1999, wobei das Land die Kostentragungsverpflichtung nach dem Freistellungsvertrag gerichtlich überprüfen lässt. Das Verwaltungsgericht (vg) Meinigen hat in erster Instanz entschieden, dass der Freistaat Thüringen den Vertrag uneingeschränkt einzuhalten und somit die Kosten der Altlastensanierung zu tragen hat. Dieser Vertrag verpflichtet das Land Thüringen, die Kosten für die durch den DDR-Kalibergbau im thüringisch-hessischen Grenzgebiet bis 1990 entstandenen Umweltschäden zu übernehmen. Hiergegen ist das Land in Berufung gegangen. Das Oberverwaltungsgericht (ovg) in Weimar hat die Berufung des Landes Thüringen gegen das Urteil des vg Meiningen zugelassen. Eine Entscheidung des Gerichts in der Sache steht noch aus. Wir sind weiter von der Richtigkeit der erstinstanzlichen Entscheidung überzeugt und halten daher wesentliche Auswirkungen für unwahrscheinlich.
Zur Finanzierung von Konzerngesellschaften nutzt die K+S AKTIENGESELLSCHAFT Tochtergesellschaften in Malta und Belgien. Im Rahmen der Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2013 erfolgte in diesem Zusammenhang eine erneute Überprüfung und erstmalig eine Beanstandung, die zur steuerlichen Hinzurechnung von ausländischen Einkünften führte. Es wurden entsprechende Steuernachzahlungen festgesetzt. Ferner drohen Steuernachzahlungen für Folgejahre. Gegen vorliegende Steuerbescheide wurden Rechtsbehelfe eingelegt. Die Vollziehung der Steuerbescheide wurde durch die Finanzbehörde antragsgemäß ausgesetzt. Die Rechtsbehelfsverfahren sind noch nicht abgeschlossen. Es wird als unwahrscheinlich angesehen, dass sich die Finanzverwaltung in einem gerichtlichen Verfahren mit ihrer Auffassung durchsetzt. Alle übrigen Prozessrisiken sind im Rahmen des jeweiligen Risikos dargestellt.
ENERGIEKOSTEN UND ENERGIEVERSORGUNG
Die Energiekosten von K+S werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas und Strom bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Unternehmenseinheiten. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche marktbedingte Energiepreissteigerungen gegenüber dem in der Planung berücksichtigten Preisniveau stellen ein Kostenrisiko dar und können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Ebenso kann eine Novellierung des Erneuerbare-EnergienGesetzes (EEG) oder eine Überprüfung der Kriterien zur Befreiung von der EEG-Umlage für stromkostenintensive Unternehmen zu Kostenerhöhungen führen. Eine positive Entwicklung bei Energiekosten gegenüber den Planansätzen bietet dagegen K+S eine Chance. Zur Begrenzung dieses Risikos haben wir den Erdgasbedarf unserer Kali- und Salzproduktion in Europa durch die Nutzung von Dampf aus Ersatzbrennstoff-Heizwerken reduziert. Darüber hinaus verfolgen wir weltweit eine Sicherungsstrategie, die es uns ermöglicht, durch den Abschluss fester Lieferverträge mittelfristig attraktive Erdgasbezugspreise zu sichern.
,Energie/Klima' ,Umwelt', Seite 63
FRACHTKOSTEN UND TRANSPORTVERFÜGBARKEIT
Unsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße von Frachtkosten beeinflusst. Ein mengenmäßig erheblicher Anteil unserer Produkte muss zum Teil über große Entfernungen zum Kunden transportiert werden. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Absatzmöglichkeiten und damit die Produktion einschränken. Unser Ziel ist es, erwartete Kostensteigerungen zu begrenzen und über langfristige Verträge Transportraum für die Unternehmensgruppe abzusichern.
PRODUKTIONSTECHNIK
Die Produktionsanlagen der K+S GRUPPE zeichnen sich durch eine hohe Komplexität und Leistungsfähigkeit aus. Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken, denen unsere Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie erhebliche Personen- und Sachschäden oder auch Umweltbelastungen entstehen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden diese Risiken durch den Abschluss geeigneter Versicherungen begrenzt. Gezielte Schulungen und die Weiterbildung der Mitarbeiter sollen zusätzlich die Arbeitssicherheit erhöhen.# VERÄNDERUNGEN IN DER ROHSALZZUSAMMENSETZUNG
Die Rohsalzgewinnung in unseren Grubenbetrieben ist die Basis für die Produktion von Düngemitteln und Industrieprodukten. Für die weitere Entwicklung der Grubenbetriebe und zur Erschließung neuer Rohsalzvorräte führen wir ein umfangreiches geologisches Untersuchungsprogramm durch. Trotzdem kann es zu signifikanten Abweichungen der Rohsalzvorräte in Menge und Qualität kommen. Nicht vorhergesehene geologische Störungen im Gewinnungssalz mit geringeren Wertstoffgehalten können zu Zusatzkosten und geringeren Produktionsmengen führen.
KOHLENDIOXIDEINSCHLÜSSE IN LAGERSTÄTTEN
Kohlendioxideinschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar. Trotz unserer umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen könnte es zu unkontrollierten Ausbrüchen dieser Einschlüsse kommen. Daher bestehen Risiken von Produktionseinschränkungen/-ausfällen sowie von Personen- und Sachschäden. Die Gewinnung unter Tage wird daher stets unter Beachtung von besonderen Sicherheitsrichtlinien für eventuelle CO2 -Ausbrüche durchgeführt.
SCHÄDEN DURCH GEBIRGSSCHLAG
An aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag). Sollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu Personenschäden sowie zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter kommen. Der Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit der Grubengebäude und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen dient unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der untertägigen Sicherheitspfeiler. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude soll rechtzeitig Hinweise liefern, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind.
WASSERZUTRITT
In Grubenbetrieben unter Tage bestehen hydrogeologische Risiken. Gefährdungspotenzial besteht im Zusammenhang mit Schächten, die wasserführende Gebirgsschichten durchörtern, und bei Salzlösungsvorkommen in Gebirgsschichten. Hydrogeologische Risiken werden aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen begrenzt, sie können jedoch, sofern nicht beherrschbar, erhebliche Schäden nach sich ziehen bis hin zum vollständigen Verlust des Bergwerks. In diesem Fall wären sowohl wesentliche negative Auswirkungen auf die Beschäftigung, die wirtschaftliche Lage der Region als auch Umwelt- und Sachschäden nahezu unvermeidbar. Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler sollen eine bestmögliche Grubensicherheit gewährleisten. Durch kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist ein Zuflussrisiko von Grundwasser im Normalfall nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen.
COMPLIANCE
Es besteht das generelle Risiko, dass Mitglieder von Leitungs-/ Überwachungsorganen oder Mitarbeiter der K+S-Gruppengesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen. Dadurch könnte K+S Vermögens- und/oder Imageschäden erleiden. Wir haben ein gruppenweites Compliance-Management etabliert, welches zur Sensibilisierung der Mitarbeiter beiträgt und Compliance-Verstößen u. a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z. B. Wettbewerbs- und Kartellrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt. Das Compliance-Management wird fortlaufend überprüft und bei Bedarf beispielsweise aufgrund aktueller Entwicklungen angepasst. ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 77
NICHTEINHALTUNG VON VORSCHRIFTEN ZU ARBEITSPLATZGRENZWERTEN UNTER TAGE
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die zukünftig anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage festgelegt. Diese gesetzlichen Vorgaben sind für unsere deutschen Grubenbetriebe ab dem 31. Oktober 2021 bzw. ab dem 31. Oktober 2022 einzuhalten. Zur Erfüllung dieser Vorgaben untersucht K+S zurzeit im Rahmen eines umfangreichen Projektes z. B. den Einsatz modernster Dieselmotortechnik, alternative Antriebstechnologien, die Entwicklung emissionsärmerer Sprengstoffe sowie die Optimierung der Bewetterung unter Tage. Es besteht zum einen das Risiko, dass die in der Planung berücksichtigten Investitionen nicht ausreichen. Zum anderen könnte auch die zur Verfügung stehende Zeit zur Erfüllung der Vorschriften nicht genügen (z. B. Maschinenverfügbarkeit). Gelingt die Einhaltung dieser Vorschriften dauerhaft nicht, droht an den deutschen Standorten im Extremfall die Stilllegung oder es ist mit erheblichen Produktionseinschränkungen zu rechnen.
LIEFERANTENAUSFÄLLE UND LIEFERENGPÄSSE
Die Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bergbauspezifische Maschinenausstattung und Ersatzteile ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten trotz bestehender Gegensteuerungsmaßnahmen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit dieser Materialien und damit zu einer deutlichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen. Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken.
PERSONAL
Der Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Der Verlust von Mitarbeitern in wichtigen Positionen stellt ein grundsätzliches Risiko dar. In Zukunft könnten außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zukommen. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zu finden. Die K+S GRUPPE will nicht nur für Berufsanfänger, sondern auch für qualifizierte Fach- und Führungskräfte ein attraktiver Arbeitgeber sein. Durch praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die berufliche Förderung von Leistungs- und Potenzialträgern gelingt es der K+S GRUPPE nach wie vor, Mitarbeiter dauerhaft zu motivieren und qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an sich zu binden. Darüber hinaus ermöglicht uns die Ausrichtung auf personelle Vielfalt (Diversität), das gesamte Arbeitsmarktpotenzial auszuschöpfen. Mit dieser Strategie und einer verstärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Fach- und Führungskräften vielversprechende berufliche Perspektiven. ,Mitarbeiter', Seite 53
INFORMATIONSSICHERHEIT
Unsere IT-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt primär in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität der Daten durch externe Angriffe (z. B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z. B. Technikausfall, Sabotage). Bei Risikoeintritt könnten gravierende Geschäftsunterbrechungen die Folge sein. Einen längeren Ausfall der IT-Systeme halten wir aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen allerdings für unwahrscheinlich. Mit einer permanenten Überprüfung des Umfangs und der Wirksamkeit unserer vielfältigen Sicherheitsmaßnahmen durch unabhängige Gutachter begrenzen wir solche Risiken. Ein Versicherungsschutz zur Abdeckung von Schäden aus dem Ausfall von EDV-Anlagen wurde für Cyberangriffe mit einer Schadenssumme in Höhe von 50 Mio. € abgeschlossen.
REPUTATION
Der Eintritt eines jeden Risikos könnte in Abhängigkeit von der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu Reputationsschäden mit nicht oder nur schwer quantifizierbaren finanziellen Auswirkungen für das Unternehmen führen. Dazu zählen besonders Risiken mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie das Nichterreichen von selbst definierten Zielen. Solchen Entwicklungen begegnen wir mit offener und frühzeitiger Kommunikation gegenüber unseren Stakeholdern.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND CHANCEN
WÄHRUNG/WECHSELKURSSCHWANKUNGEN
Ein Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir zwischen Transaktions- und Translationsrisiken. Während sich das Risiko auf negative Wechselkursentwicklungen bezieht, können sich dagegen positive Wechselkursentwicklungen vorteilhaft auf Ergebnis und Eigenkapital auswirken und bieten daher eine Chance.
TRANSAKTIONSRISIKEN
Die K+S GRUPPE hat einen maßgeblichen Umsatzanteil in US-Dollar. Daneben entstehen sowohl Umsätze als auch Kosten in anderen Landeswährungen (z. B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund). Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen. Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euros zum US-Dollar sowie des kanadischen Dollars zum US-Dollar, wirken sich vor allem im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe der Erlöse und Forderungen sowie Kosten und Verbindlichkeiten aus. ,Finanzlage', Seite 98 Um Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein.# Anhang
TRANSLATIONSRISIKEN
Im Rahmen der Transaktionssicherung werden signifikante Nettopositionen mithilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen "worst case"-Wechselkurs. Das zu sichernde Volumen wird anhand der Erlös- und Kostenplanung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden.
Außerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hingegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Diese Umrechnungssystematik könnte zu währungsbedingten Schwankungen im Ergebnis und Eigenkapital von K+S führen. Diese Translationseffekte betreffen die gesamte K+S GRUPPE und werden nicht gesichert.
VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUS
Aus Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen sowie andererseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten aus. Auswirkungen auf Festzinsaufnahmen ergeben sich, wenn die Zinsbindung ausläuft und eine Prolongation angestrebt wird. Hinzu kommen Effekte auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten. Aufgrund der derzeitigen Finanzierungsstruktur sind allerdings nur moderate Auswirkungen zu erwarten.
Die K+S GRUPPE hat langfristige Rückstellungen, insbesondere aus bergbaulichen Verpflichtungen sowie Pensionen, mit dem Barwert der zukünftig erwarteten Aufwendungen anzusetzen. Eine Veränderung des Marktzinsniveaus im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag könnte am aktuellen Bilanzstichtag zu Änderungen der Diskontierungssätze führen und somit zu einer Anpassung der Höhe der langfristigen Rückstellungen. Eine einmalige Anpassung um einen halben Prozentpunkt hätte moderate Auswirkungen auf die Bilanz sowie das Ergebnis der K+S GRUPPE.
Ein Großteil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen gedeckt, das aus festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen Vermögensanlagen besteht. Rückläufige Erträge aus diesen Anlagen können sich ungünstig auf den Marktwert des Planvermögens auswirken. Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens begegnen wir durch eine ausgewogene Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken.
VERSCHLECHTERUNG BZW. VERBESSERUNG DES UNTERNEHMENSRATINGS
Ratings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i. d. R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Veränderung der Bonitätsbeurteilung von K+S durch eine Ratingagentur erfolgt. Eine Herabstufung (Verschlechterung) könnte sich negativ auf die Kosten der Finanzierung von K+S auswirken. Eine Heraufstufung der Bonitätsbeurteilung und somit eine Verbesserung des Unternehmensratings wirkt dagegen positiv auf die Kosten und Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft. Im Jahr 2023 wollen wir wieder die Voraussetzungen für ein Investment-Grade-Rating erreichen; eine frühere Heraufstufung in diesen Bereich halten wir derzeit noch für unwahrscheinlich.
Finanzlage
LIQUIDITÄT
Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko der Liquiditätsbeschaffung bestehen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel, zugesagte Kreditlinien und weitere Finanzierungsinstrumente zu decken. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über Cashpool-Systeme durch die zentrale Treasury-Einheit.
Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2018 auf 1.187,0 Mio. €. und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie dem ungenutzten Teil unserer bis Mitte 2020 laufenden Konsortialkreditlinie. Damit lag die verfügbare Liquidität deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindestreserve von 300 Mio. €. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren.
Anhang
AUSFALL VON FORDERUNGEN AN KUNDEN
Wir unterhalten mit vielen Kunden umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Dies könnte die Finanzlage von K+S beeinträchtigen. Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung.
AUSFALL VON PARTNERN BEI FINANZGESCHÄFTEN
Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage von K+S führen. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Finanzinstituten bestehen nicht.
VERÄNDERUNGEN EINZELNER RISIKEN UND CHANCEN GEGENÜBER DER VORPERIODE
Die Einschätzungen in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die finanziellen Auswirkungen der schon in den Vorperioden berichteten Risiken und Chancen sind den Tabellen 2.39 und 2.40 auf den Seiten 112 und 113 zu entnehmen.
Die Risiken im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Zusammenhang mit der Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen haben weiterhin eine hohe Bedeutung. Das Risiko einer Versagung oder gerichtlichen Aufhebung behördlicher Genehmigungen sowohl für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen als auch für die Entsorgung von flüssigen Rückständen im Teilbereich Einleitung bleibt innerhalb der Risikowahrscheinlichkeit von 10 bis 50 %.
Der Antrag auf Erweiterung der Halde Hattorf wurde genehmigt. Damit verläuft das in 2011 begonnene Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Haldenkapazität weiterhin positiv. Die erteilte Genehmigung bezieht sich auf einen ersten Teilabschnitt, der Raum für fünf bis sechs Jahre bietet. Diesbezügliche Risiken für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen am Standort Hattorf haben sich für diesen Zeitraum deutlich reduziert.
Im Rahmen der steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2013 erfolgte eine Feststellung, die zu Steuerbelastungen führen kann. Es wurden Rechtsbehelfe eingelegt. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Weimar hat die Berufung des Landes Thüringen gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Meiningen zur Tragung der Kosten der Altlastensanierung durch den Freistaat Thüringen zugelassen. Wir sind weiterhin von der Richtigkeit der erstinstanzlichen Entscheidung überzeugt.
Risiken aus Veränderungen in der Rohsalzzusammensetzung wurden auf Basis unserer Explorationserkenntnisse aktualisiert und können insbesondere mit dem Vordringen in Randbereiche der Lagerstätten nicht ausgeschlossen werden.
Die Frist für die Einhaltung der neu anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage beginnt nach Ablauf des 31. Oktober 2021 bzw. 31. Oktober 2022. Daher rückt dieses Risiko wieder in den Betrachtungszeitraum der Mittelfristplanung. Unsere umfassenden Maßnahmen tragen dazu bei, diese Vorgaben einhalten zu können.
EINSCHÄTZUNG DER RISIKO- UND CHANCENLAGE DURCH DEN VORSTAND: KEINE BESTANDSGEFÄHRDENDEN RISIKEN
Die nachfolgende Einschätzung der Risiko- und Chancenlage erfolgt auf Grundlage der Erkenntnisse aus unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S führen könnten.
Die Risikolage von K+S ist aufgrund der positiven Entwicklung im Kalimarkt sowie der umweltrechtlichen Rahmenbedingungen trotz des Kostendrucks für Umwelt- und zusätzliche Entsorgungsmaßnahmen unverändert. Die Chancen, die sich K+S mittelfristig ergeben könnten, bieten eine positive Aussicht. Wir sind zuversichtlich, dass die operative Stärke von K+S eine solide Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen für eine Nutzung der Chancen zur Verfügung stehen. Im Gesamtbild ist die Risiko- bzw. Chancenlage im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert und bedarf aufgrund der Rahmenbedingungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte weiterhin hoher Aufmerksamkeit.
PROGNOSEBERICHT
Für das Jahr 2019 gehen wir von einer moderaten Umsatzsteigerung aus; das EBITDA1 wird in einer Bandbreite zwischen 700 und 850 Mio. € erwartet und dürfte damit gegenüber 2018 deutlich ansteigen.# Wesentliche Gründe hierfür sind die unterstellte höhere Produktionsmenge am Standort Bethune sowie der zu erwartende Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra.
Der Prognosebericht basiert auf der zukünftigen externen Berichterstattung in der neuen Struktur für das Geschäftsjahr 2019 mit den operativen Einheiten Europe+ und Americas als Segmente im Sinne des IFRS 8. ,Geschäftsmodell', Seite 31
KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION
Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (IFW) sowie des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF).
TAB. 2.41
Der INTERNATIONALE WÄHRUNGSFONDS sowie die Experten des IFW in Kiel prognostizieren, dass die Wachstumsrate für das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2019 auf 3,5 % bzw. 3,4 % zurückgeht (2018: 3,7 %). Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass die Kapazitätsauslastung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften kaum noch zunehmen wird und die Produktion in Schwellenländern lediglich mit moderater Dynamik expandiert. Für den Euroraum erwarten die Wirtschaftsforscher, dass das Expansionstempo stagniert. Mögliche Auswirkungen eines Brexits bremsen nicht nur die Konjunktur im Vereinigten Königreich. Aus dem bevorstehenden Austritt sind jedoch keine nennenswerten Auswirkungen auf unsere künftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu erwarten. Der Umsatzanteil Großbritanniens am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE liegt lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die konjunkturelle Dynamik in den Vereinigten Staaten von Amerika sollte aussagegemäß 2018 ihren Höhepunkt überschritten haben und der zehn Jahre andauernde Aufschwung könnte damit an Momentum verlieren. Ein sich verschlechterndes handelspolitisches Umfeld dürfte sich darüber hinaus bremsend auf das Wachstum des Welthandels auswirken. In China sollten die Wirkung der US-amerikanischen Strafzölle, aber auch eine rigidere Kreditvergabe nach Einschätzung der Experten in Kiel zu einem schwächeren Produktionswachstum führen. Ungeachtet einer weltweit voraussichtlich nur langsam zunehmenden Inflation unterstellen die Experten sowohl eine weitere Straffung der bislang expansiven Geldpolitik als auch nachlassende staatliche Wachstumsimpulse. Dies sollte sich perspektivisch ebenfalls dämpfend auf das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts auswirken.
PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS
TAB. 2.41
| scroll in %; real | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019e | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | +1,5 | +2,2 | +2,5 | +1,5 | +1,3 | |
| Euroraum | +1,6 | 1,9 | +2,4 | +1,8 | +1,6 | |
| Welt | +3,4 | 3,3 | +3,8 | +3,7 | +3,5 |
Quelle: IWF
1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95.
KÜNFTIGE BRANCHENSITUATION
LANDWIRTSCHAFT
Auch künftig kann der aufgrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und sich verändernder Ernährungsgewohnheiten steigende Bedarf an Agrarrohstoffen bei begrenzter Verfügbarkeit von Ackerflächen nur durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gedeckt werden. Ein ausgewogener Einsatz mineralischer Pflanzennährstoffe ist dabei unerlässlich. Selbst das nach einer teilweisen Erholung im Langfristvergleich noch niedrige Preisniveau für Agrarprodukte dürfte dem Landwirt weiterhin ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen ausgewogenen bzw. - bei Unterversorgung - höheren Düngemitteleinsatz zu steigern. Für 2019 erwarten wir eine Weltkalinachfrage, welche mindestens stabil gegenüber dem Berichtsjahr sein sollte (2018: gut 71 Mio. t einschließlich knapp 5 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Nach der deutlichen Erholung der Überseepreise für Kaliumchlorid (MOP) im Jahresverlauf 2018 sollten im Jahr 2019 auch die Preise für Düngemittelspezialitäten nachziehen. Das positive Umfeld aus dem Jahr 2018 sollte auch bei Kaliumchlorid (MOP) positiv in das Jahr 2019 hineinwirken.
INDUSTRIE
Die Nachfrage nach Kali-, Magnesium- sowie Salzprodukten des Kundensegments Industrie sollte sich insgesamt mittelfristig leicht steigend entwickeln. Global dürfte auch der Bedarf an Produkten für chemische Anwendungen merklich steigen. Zudem sollte die Nachfrage nach Pharmaprodukten im Zuge der zunehmend älter werdenden Bevölkerung weiterhin moderate Wachstumsraten ermöglichen. Während die Nachfrage nach Produkten für die Lebensmittelindustrie im Jahr 2019 in etwa stabil bleiben sollte, dürfte die Nachfrage nach Salzen zur Wasserenthärtung sowie nach Kali- und Salzprodukten zur Tierernährung insbesondere in Europa ansteigen. In der Öl- und Gasindustrie dürfte sowohl die Nachfrage nach Kaliprodukten in Europa als auch nach Salzprodukten in den Vereinigten Staaten trotz der kürzlich zu beobachtenden Volatilität des Ölpreises im Jahr 2019 über dem Vorjahresniveau liegen; in Kanada ist ein Nachfragerückgang bei Salzprodukten aufgrund prognostizierter Produktionsdrosselungen von Öl und Gas zu erwarten. In Südamerika ist auch in 2019 eine steigende Nachfrage nach Salz zur Extraktion von Kupfer aus gefördertem Roherz (Copper Leaching) zu erwarten.
VERBRAUCHER
Für das Geschäft mit Verbraucherprodukten gehört Nordamerika zu den bedeutendsten Absatzregionen; die Nachfrage sollte hier in 2019 in etwa stabil bleiben. In den Regionen Europa und Südamerika ist ebenfalls mit Verbräuchen auf Vorjahresniveau zu rechnen. Langfristig ist im Tafelsalzbereich allerdings ein globaler Trend hin zur vermehrten Verwendung hochwertiger Salze wie Meer- oder Koschersalz erkennbar.
GEMEINDEN
Im Kundensegment Gemeinden startete das Auftausalzgeschäft 2019 insgesamt durchschnittlich nach einem guten Vorjahr. Während in Europa die winterliche Witterung zu Beginn des Jahres für eine leicht überdurchschnittliche Nachfrage nach Auftausalz sorgte, lag das Geschäft am Jahresanfang in Nordamerika noch leicht unter dem langjährigen Durchschnitt.
ERWARTETE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG
Wir erwarten, dass der Umsatz der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2019 moderat steigt (2018: 4,04 Mrd. €). Das EBITDA der K+S GRUPPE sollte sich deutlich auf einen Wert zwischen 700 und 850 Mio. € verbessern2 (2018: 606,3 Mio. €).
2 Inklusive eines positiven Effektes aus IFRS 16.
In der operativen Einheit Europe+ (Segment nach IFRS 8) sollten sich insbesondere die weiter ansteigende Produktion unseres neuen Kaliwerks Bethune in Kanada sowie der zu erwartende Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra positiv auswirken, sodass hier der Umsatz moderat und das EBITDA deutlich steigen dürften (Umsatz 2018: 2,60 Mrd. €, EBITDA: 443,4 Mio. €). Umsatz und EBITDA der operativen Einheit Americas (Segment nach IFRS 8) dürften derweil annähernd stabil bleiben (Umsatz 2018: 1,46 Mrd. €, EBITDA: 221,7 Mio. €). Bei einem durchschnittlichen Auftausalzgeschäft sollten gestiegene Produktpreise durch Kosteninflation ausgeglichen werden.
Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2019 basiert im Wesentlichen auf den folgenden Annahmen:
- Einem positiven Marktumfeld im Kundensegment Landwirtschaft, das der operativen Einheit Europe+ zuzuordnen ist, wirkt ein veränderter Produktmix entgegen, sodass wir für 2019 insgesamt einen moderat steigenden Durchschnittspreis für Kali- und Magnesiumdüngemittel in unserem Produktportfolio erwarten (2018: 255 € /t).
- Die erwartete Absatzmenge aller Produkte im Kundensegment Landwirtschaft dürfte insbesondere aufgrund der höheren Produktionsmenge am Standort Bethune zwischen 6,9 und 7,2 Mio. t liegen (2018: 6,8 Mio. t). Unter der Annahme eines hydrologischen Normaljahres für 2019 ist nicht mit entsorgungsbedingten Produktionseinschränkungen aufgrund von längeren Niedrigwasser-Perioden in der Werra zu rechnen. Unsere bereits ergriffenen Maßnahmen, unser Abwassermanagement weiter zu verbessern, und unser Bestreben, die lokalen Speicherkapazitäten zu erweitern, sollten auch bei lang anhaltender Trockenheit das Risiko von Stillständen deutlich reduzieren. Unsere Herausforderungen an den Werken Werra und Neuhof werden angegangen und die Produktverfügbarkeit hat sich bereits verbessert. Dennoch erwarten wir, dass die deutschen Standorte in 2019 noch hinter der technisch möglichen Kapazität zurückbleiben werden.
- Vor allem aufgrund einer weiteren Nutzung der standortfernen Entsorgung von salzhaltigen Abwässern werden unsere Produktionskosten im Kundensegment Landwirtschaft im Jahr 2019 noch durch Logistikkosten in Höhe von rund 40 Mio. € belastet werden.
- Aufgrund des insgesamt witterungsbedingt durchschnittlichen Starts des Auftausalzgeschäfts erwarten wir im Kundensegment Gemeinden, das entsprechend der regionalen Aufteilung beiden operativen Einheiten zuzuordnen ist, für das Geschäftsjahr 2019 einen Absatz zwischen 12,5 und 13,0 Mio. t (2018: 13,3 Mio. t). Diese Prognose unterstellt wie üblich, dass sich unser Absatz von Auftausalz auf dem langjährigen Durchschnittsniveau bewegt.
- In Bezug auf die Euro-Dollar-Währungsrelation wird ein durchschnittlicher Kassakurs von 1,20 EUR/USD (2018: 1,18 EUR/ USD) unterstellt.
Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dürfte aufgrund der oben beschriebenen Effekte ebenfalls deutlich steigen (2018: 85,4 Mio. €).
ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONEN
Obwohl das Investitionsvolumen der K+S GRUPPE im Jahr 2019 insbesondere aufgrund weiterer Erweiterungen unserer Haldenkapazitäten in Deutschland über dem Vorjahr (443,2 Mio.€) liegen dürfte, sollte sich der bereinigte Freie Cashflow aufgrund unserer operativen Verbesserungen und eines aktiven Working Capital Managements gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern und erstmals seit dem Jahr 2013 wieder positiv ausfallen (2018: - 206,3 Mio. €). Trotz einer höheren Kapitalbindung wird die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) aufgrund der erwarteten signifikanten Ergebnisverbesserung voraussichtlich deutlich ansteigen (2018: 2,6 %). Auf Ebene der operativen Einheiten dürfte der ROCE für Europe+ deutlich steigen (2018: 2,0 %), während er für Americas deutlich unter Vorjahresniveau erwartet wird (2018: 7,9 %).
DIVIDENDENVORSCHLAG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019
Unsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern wider. Da wir wie beschrieben positiv auf das Jahr 2019 blicken, beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 eine Dividende in Höhe von 0,25 € je Aktie (Vorjahr: 0,35 € je Aktie) vorzuschlagen. Vor diesem Hintergrund liegt die Ausschüttungsquote mit 56 % (Vorjahr: 46 %) des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern leicht oberhalb der Bandbreite der beschriebenen Dividendenpolitik.
GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER K+S GRUPPE
Der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT blickt positiv auf das Jahr 2019 und erwartet, dass das EBITDA der K+S GRUPPE deutlich über dem des Vorjahres und in einer Bandbreite zwischen 700 und 850 Mio. € liegen sollte. Hierzu werden ein gutes Marktumfeld für Düngemittel, das weitere Hochfahren unseres Standorts Bethune sowie die Fortführung der Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Performance beitragen. Insgesamt dürfte sich der bereinigte Freie Cashflow der K+S GRUPPE erneut deutlich verbessern und im Jahr 2019 erstmals wieder seit 2013 einen positiven Wert erreichen.
K+S AKTIENGESELLSCHAFT (ERLÄUTERUNGEN AUF BASIS HGB)
Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB findet sich auf Seite 67.
ANGABEN NACH § 289A ABS. 1 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS
Die Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB sowie der erläuternde Bericht des Vorstands finden sich auf Seite 82.
VERGÜTUNGSBERICHT
Die Angaben nach § 289a Abs. 2 HGB sind im Vergütungsbericht auf Seite 134 enthalten.
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, UNTERNEHMENSSTRATEGIE, UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG, ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHAFTSVERLAUF
Angaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -überwachung sowie ein Überblick über den Geschäftsverlauf finden sich auf den Seiten 31-49 sowie 78-91.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT
TAB. 2.42
| scroll in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 136,3 | 137,8 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 141,8 | 152,4 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | -5,5 | -14,6 |
| Vertriebs-, allgemeine Verwaltungs- und Forschungskosten | 36,9 | 37,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 16,9 | -18,5 |
| Beteiligungsergebnis | 76,6 | 324,0 |
| Zinsergebnis | -138,7 | -168,7 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,2 | 0,1 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | - | - |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -87,9 | 84,8 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 24,5 | 10,3 |
| Jahresüberschuss/-verlust | -112,4 | 74,5 |
| Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen | 179,4 | - |
| Bilanzgewinn | 67,0 | 74,5 |
1 Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung findet sich im Jahresabschluss 2018 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT.
BILANZ DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - AKTIVA
TAB. 2.43
| scroll in Mio. € | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 8,4 | 9,9 |
| Sachanlagen | 61,4 | 61,4 |
| Finanzanlagen | 6.923,8 | 6.663,0 |
| Anlagevermögen | 6.993,7 | 6.734,3 |
| Vorräte | 1,7 | 4,8 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 427,4 | 754,1 |
| Wertpapiere | 6,2 | 6,1 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 46,5 | 78,9 |
| Umlaufvermögen | 481,8 | 843,9 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 14,3 | 10,3 |
| AKTIVA | 7.489,8 | 7.588,6 |
ERTRAGSLAGE
Der Umsatz der K+S AKTIENGESELLSCHAFT lag mit 137,8 Mio. € um 1,5 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (2017: 136,3 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Bereich Tierhygiene stiegen leicht über das Vorjahresniveau (+4 %) und im Bereich IT erhöhte sich der Umsatz um 2 %. Die sonstigen Umsatzerlöse verminderten sich vor allem aufgrund eines Rückgangs der konzerninternen Verrechnungen von Serviceleistungen an Gruppengesellschaften um 0,7 Mio. € auf 55,3 Mio. € (2017: 56,0 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich deutlich um 45,8 Mio. € auf 100,5 Mio. € (2017: 146,3 Mio. €). Wesentliche Ursache waren im Vergleich zum Vorjahr geringere Ergebnisse aus der Bewertung von USD- und CAD-Positionen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 129,5 Mio. € auf 119,0 Mio. € verringert. Dies ist vor allem auf den Rückgang von Kursverlusten zurückzuführen. Dem standen gestiegene Beratungskosten gegenüber. Die Erträge aus Beteiligungen sind von 76,6 Mio. € in 2017 auf 324,0 Mio. € in 2018 gestiegen. Die Ergebnisabführung der K+S KALI GMBH mit 217,5 Mio. € (2017: 58,4 Mio. €) und der K+S SALZ GMBH mit 44,1 Mio. € (2017: -) sowie Beteiligungserträge der K+S FINANCE BELGIUM BVBA mit 40,4 Mio. € (2017: -) haben im Wesentlichen zum Anstieg beigetragen. Weitere Beteiligungserträge ergaben sich u. a. aus den Gewinnabführungen der K+S ENTSORGUNGS GMBH mit 11,5 Mio. € (2017: 8,9 Mio. €) und der K+S TRANSPORT GMBH mit 9,4 Mio. € (2017: 7,4 Mio. €). Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge bewegten sich mit 10,5 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (10,9 Mio. €). Vor allem durch höhere Zinsaufwendungen, bedingt durch die im März 2017 und Juli 2018 begebenen Anleihen, negative Effekte aus der Bewertung des Planvermögens sowie gestiegene Zinsaufwendungen gegenüber Gruppengesellschaften erhöhten sich die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von 149,6 Mio. € auf 179,2 Mio. €. Gesunkene Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen hatten einen gegenläufigen Effekt. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 186,9 Mio. € auf 74,5 Mio. € (2017: -112,4 Mio. €).
TAB. 2.42 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Das Anlagevermögen hat sich um 259,4 Mio. € auf 6.734,3 Mio. € (2017: 6.993,7 Mio. €) verringert. Dies ist im Wesentlichen auf Kapitalrückführungen von verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Damit betrug der Anteil des Anlagevermögens 89 % an der Bilanzsumme (2017: 93 %). Insgesamt stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2018 um 98,8 Mio. € auf 7.588,6 Mio. €. Das Umlaufvermögen stieg um 362,1 Mio. € auf 843,9 Mio. € (2017: 481,8 Mio. €). Bedingt durch gestiegene Forderungen aus Ergebnisabführung sowie Forderungen aus dem Cashpool erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 372,4 Mio. € im Vorjahr auf 646,5 Mio. €. Rückläufig entwickelten sich Forderungen aus kurzfristigen Darlehen an Tochtergesellschaften.
TAB. 2.43, 2.44
Das Eigenkapital lag mit 1.973,9 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (2017: 1.966,4 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag unverändert 26 % (2017: 26 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.083,9 Mio. € (2017: 2.241,0 Mio. €) setzen sich im Wesentlichen aus Cashpool-Verbindlichkeiten sowie Darlehensverbindlichkeiten zusammen.
BILANZ DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - PASSIVA
TAB. 2.44
| scroll in Mio. € | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 191,4 | 191,4 |
| Kapitalrücklage | 701,6 | 701,6 |
| Gewinnrücklagen | 1.006,4 | 1.006,4 |
| Bilanzgewinn | 67,0 | 74,5 |
| Eigenkapital | 1.966,4 | 1.973,9 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2,6 | 24,5 |
| Steuerrückstellungen | 25,8 | 9,7 |
| Sonstige Rückstellungen | 208,2 | 224,6 |
| Rückstellungen | 236,6 | 258,8 |
| Verbindlichkeiten | 5.281,3 | 5.351,4 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 5,5 | 4,5 |
| PASSIVA | 7.489,8 | 7.588,6 |
Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich ein Anstieg aller Verbindlichkeiten um 70,1 Mio. € auf 5.351,4 Mio. € (2017: 5.281,3 Mio. €). Im Wesentlichen führten die Ablösung und Begebung von Anleihen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu dem Anstieg. Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft wies zum Stichtag Rückstellungen in Höhe von 258,8 Mio. € mit überwiegend langfristigem Charakter aus. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte in erheblichem Maße aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln.
MITARBEITER
Im Jahresdurchschnitt waren 1.029 Mitarbeiter (2017: 962 Mitarbeiter) bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt. Wie im Vorjahr betrug der Anteil von Frauen 35 % und von Männern 65 % (2017: 35 % Frauen, 65 % Männer). Davon waren 22 Auszubildende (2017: 20 Auszubildende). Der Personalaufbau ist vor allem auf die Eingliederung des IT-Service-Centers in die K+S AKTIENGESELLSCHAFT zurückzuführen. Die Zahl der Arbeitsunfälle betrug 16 (2017: 16), mit einer Unfallrate von 12,0 (2017: 12,8) sowie Unfällen mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeitsstunden von 1,5 (2017: 0,8). Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter lag im Jahr 2018 bei 4,6 % (2017: 4,7 %).
DIVIDENDE
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist für das Geschäftsjahr 2018 einen Bilanzgewinn von 74,5 Mio. € (2017: 67,0 Mio. €) aus. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 wie in Tabelle 2.45 dargestellt zu verwenden.
TAB. 2.45
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Umfassende Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der K+S GRUPPE, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden sich auf Seite 50.# RISIKEN UND CHANCEN
Die Geschäftsentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die K+S GRUPPE. An den Risiken und Chancen ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die K+S AKTIENGESELLSCHAFT entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden sich im ,Risiko- und Chancenbericht' ab Seite 110.
Die Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (§ 289 Abs. 4 HGB) findet sich auf Seite 81.
NACHTRAGSBERICHT
Der Nachtragsbericht für die K+S GRUPPE sowie die K+S AKTIENGESELLSCHAFT findet sich auf Seite 214.
PROGNOSEBERICHT
Die Ergebnisentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die für die K+S GRUPPE erwartete Geschäftsentwicklung findet sich im Prognosebericht ab Seite 126.
GEWINNVERWENDUNG
TAB. 2.45
| | 2017 (Mio. €) | 2018 (Mio. €) |
|:-------------------------|----------------:|----------------:|
| Dividende je Aktie (€) | 0,35 | 0,25 |
| Ausschüttungssumme bei | 67,0 | 47,9 |
| 191.400.000 | | |
| dividendenberechtigten | | |
| Stückaktien | | |
| Gewinnvortrag | - | 26,6 |
| Bilanzgewinn | 67,0 | 74,5 |
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss bzw. der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschrieben sind.
Kassel, 5. März 2019
K+S AKTIENGESELLSCHAFT
DER VORSTAND
ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN
Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
VERGÜTUNGSBERICHT
Im Folgenden werden die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten erläutert.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
VERGÜTUNGSSTRUKTUR
Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben und die Leistung des Vorstands, der Vergleich mit den oberen Führungskräften weltweit und der Gesamtbelegschaft, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds.
Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige-fixe-als auch erfolgsbezogene-variable-Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen. Der erfolgsbezogene variable Anteil besteht aus zwei Elementen: der Tantieme (STI) sowie zwei kennzahlenbasierten variablen Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannte Long Term Incentives (LT I und LT II). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen.
Die Vorstandsverträge enthalten keine Claw-Back Regelung (Rückzahlungsregelung), da die absolute Höhe der Vorstandsvergütung im Vergleich zu anderen Unternehmen - insbesondere im MDAX - aus Sicht von K+S sehr maßvoll ist.
Die fixe, erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen.
Die erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteile umfassen ab dem 1. Januar 2018 zwei Komponenten. Das sogenannte Short Term Incentive (STI) bezieht sich auf das laufende Geschäftsjahr und bildet - mit 40 % - den kleineren Teil der variablen Vergütung. Den wesentlicheren Teil - mit 60 % - bildet das Long Term Incentive (LTI) ab, das aus zwei gleichgewichtigen Komponenten besteht. Die eine Komponente knüpft an den Wertbeitrag (Value Added) an (LTI I) und die zweite bezieht sich auf die Aktienkursperformance (LTI II). Die Laufzeit beträgt bei beiden Komponenten drei Jahre.
¹ Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95.
BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES VORSTANDSMITGLIEDS
TAB. 2.46
| | Zielerreichung 100% (in €) | Zielerreichung 0% (in €) | Maximale Zielerreichung (in €) |
|:-------------------------------------------------------|---------------------------:|-------------------------:|--------------------------------:|
| Fixum | 485,0 | 485,0 | 485,0 |
| Tantieme | 380,0¹ | 0,0² | 912,0³ |
| Jahresvergütung | 865,0 | 485,0 | 1.397,0 |
| LTI II | 285,0⁷ | 0,0⁸ | 570,0⁹ |
| LTI II | 285,0¹⁰ | 0,0¹⁰ | 570,0¹⁰ |
| Gesamtvergütung | 1.435,0 | 485,0 | 2.537,0 |
¹ Ist-EBITDA = Plan-EBITDA; Performancefaktor 1,0.
² Ist-EBITDA = 0 %.
³ Ist-EBITDA = 200 %; Performancefaktor = 1,2.
⁴ Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) = Planwertbeiträge (Durchschnitt Vergleichswert).
⁵ Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) = 0 %.
⁶ Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) = 200 %.
⁷ K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = Performance MDAX (Durchschnitt Vergleichswert).
⁸ K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = 0 %.
⁹ K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = 200 %.
¹⁰ Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung.
ABB. 2.25
¹ Durchschnitt des Börsenjahres; bildet den Vergleichswert.
² Durchschnitt des Börsenjahres 2020, Basis für Performance-Abgleich gegenüber 2017.
Das STI wird an der Erreichung des EBITDA¹ der Jahresplanung gemessen. Wird der EBITDA-Wert der vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresplanung erreicht, beträgt der STI-Basisbetrag 100 %. Über- oder unterschreitet das Ist-EBITDA das Plan-EBITDA, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen. Eine diskretionäre Einflussnahme des Aufsichtsrats auf die Zielerreichung ist ausgeschlossen.
Anstelle der Tantieme bezogen auf den persönlichen Erfolg legt der Aufsichtsrat nach Ablauf des betreffenden Geschäftsjahres einen Performancefaktor für das gesamte Vorstandsteam fest. Dieser wirkt als Multiplikator auf den Basisbetrag des STI und liegt zwischen 0,8 und 1,2. Das Ergebnis des Performancefaktors richtet sich nach der Erreichung einer jährlichen, für den gesamten Vorstand geltenden Zielvereinbarung zwischen Aufsichtsrat und Gesamtvorstand. Für die Jahre 2018 bis 2020 ist insbesondere die Erreichung der Meilensteine aus der Strategie SHAPING 2030, z. B. die Rückführung des Verschuldungsgrades, konkrete Zielsetzung.
Beispielrechnung für die Anwendung des Performancefaktors:
Erfüllungsgrad des STI, z. B. 100 % x Performancefaktor, z. B. 1,1 = 110 %
Zur Ermittlung des LTI I legt der Aufsichtsrat grundsätzlich vor Beginn eines Performancezeitraums auf Basis der Mittelfristplanung Wertbeiträge (Value Added) für jedes Jahr des Performancezeitraums fest. Der Planwertbeitrag entspricht dem arithmetischen Mittel der drei Wertbeiträge des Performancezeitraums. Nach Ablauf des Performancezeitraums wird der Ist-Wertbeitrag mit dem Planwertbeitrag verglichen. Entspricht der Ist-Wertbeitrag dem Planwertbeitrag, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet der Ist-Wertbeitrag den Planwertbeitrag, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen.
Maßgeblich für das LTI II ist die Kursentwicklung der K+S-Aktie (inkl. gezahlter Dividenden) im Vergleich zur Entwicklung des mdax (Performance Index). Entspricht die Kursentwicklung der K+S-Aktie der Entwicklung des MDAX im Vergleichszeitraum, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet die Kursentwicklung der K+S-Aktie die Entwicklung des MDAX, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen. Da dieser LTI II - und damit 50 % der Long-Term-Vergütung - an die Performance der K+S-Aktie gekoppelt ist, gibt es darüber hinaus keine gesonderte "Ownership Guideline".
ABB. 2.25
Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.
LTI-ANSPRÜCHE AUS VORJAHREN - ALT-SYSTEM BIS 31. DEZEMBER 2017
Der Vorstand hat aus den Jahren 2015, 2016 und 2017 Ansprüche aus laufenden LTI-Programmen, das System wird im Folgenden beschrieben:
LTI-PROGRAMM
ABB. 2.26
| WERTBEITRÄGE (Mio. €) | VERGLEICHSZEITRAUM | PERFORMANCEZEITRAUM | |
|---|---|---|---|
| LTI-PROGRAMM 2015-2018 |
ABB. 2.27
¹ Im Jahr 2011 wurde aufgrund sehr guter Wertbeiträge (LTI bis 2017) die Kappungsgrenze erreicht.# ANHANG
2. WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDLAGEN UND ERLÄUTERUNGEN
2.1. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(fortlaufende Nummerierung wird fortgesetzt)
Für ein ordentliches Vorstandsmitglied; die Auszahlung erfolgt im April des dem Programmende folgenden Jahres. Das System beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge (LTI bis 2017). Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahreszeiträumen der Unternehmenserfolg ermittelt. Der Wertbeitrag (LTI bis 2017) ergibt sich folgendermaßen: Operatives Ergebnis (EBIT I) + Zinserträge des Geschäftsjahres - Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres = Wertbeitrag (LTI bis 2017) Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag (LTI bis 2017) besteht bei +/- 500 Mio. € pro Geschäftsjahr. Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTI-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTI-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTI-Laufzeit. In Abbildung 2.26 werden die Zeiträume des LTI-Programms schematisch dargestellt.
ABB. 2.26
Zu Beginn eines LTI-Zeitraums wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Performancezeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge (LTI bis 2017) wird an einer Skalierung von -200 bis +200 Mio. € prozentual gespiegelt. Entsprechen sich die Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Vergleichs- und des Performancezeitraums, werden 100 % des LTI ausgezahlt. In diesem Fall beträgt die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung für ein ordentliches Vorstandsmitglied 350.000 €. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0 %. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200 % (= 700.000 €). Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres. Wie in Abbildung 2.27 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performancezeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge unter denen des Vergleichszeitraums; infolgedessen ergab sich für das LTI-Programm 2015 kein positiver Wert.
VERGÜTUNGSHÖHE
Einzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 sind in individualisierter Form in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der Unterschied zwischen der Gewährungs- bzw. der Zuflusstabelle bezieht sich allein auf die variablen Vergütungsbestandteile. Die Gewährungstabelle bildet Beträge ab, die bei 100 %iger Zielerreichung in Aussicht gestellt wurden. Eine Ausnahme hiervon bildet als anteilsbasierte Vergütung der LTI II. Hier werden in der Gewährungstabelle die Beträge gezeigt, die den Vorstandsmitgliedern für die gesamte verbleibende Vertragslaufzeit zugesagt wurden. Die Zuflusstabelle zeigt hingegen die Beträge, die aufgrund der tatsächlich erreichten Ziele im Folgejahr zur Auszahlung kommen werden. Im Zuge der Verkleinerung des Vorstands im ersten Schritt von fünf auf vier Mitglieder und der damit einhergehenden größeren Verantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder hat der Aufsichtsrat die Vorstandsvergütung mit Wirkung zum 1. Januar 2018 um 2,5 % angehoben. Mark Roberts erhält seine Vergütung in Euro. Um die Wechselkursrisiken zu beschränken, wurde eine Klausel vereinbart, nach der nach Ablauf eines jeden Jahres ein Wechselkursausgleich für den Fall erfolgt, dass der Ist-Kurs der jeweiligen Überweisungen vom Kurs bei Unterschrift des Vertrages (EUR 1,00 = USD 1,30) um mehr als 10 % im Einzelfall oder um mehr als 5 % im Durchschnitt des ganzen Jahres abweicht. Durchschnittlich betrug das Gehalt des Vorstands im vergangenen Jahr damit das 5,2-fache (2017: 5,5-fache) des oberen Führungskreises weltweit sowie das 23,6-fache (2017: 21,0-fache) der Gesamtbelegschaft. Mit Ablauf des 31. August 2018 endete die Amtszeit von Herrn Dr. Thomas Nöcker. Die angekündigte Verkleinerung des Vorstands auf drei Personen wurde damit umgesetzt. Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen auf vier Mitglieder, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus fünf Mitgliedern, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt.
PENSIONSZUSAGEN
Die Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d. h., für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet. Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40 % der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (> 15 Jahre) zu vermeiden. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2018 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 9,0 und 18,0 %. Die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Die Obergrenze für den Vorstandsvorsitzenden beträgt 325.000 € und für die anderen Vorstandsmitglieder je 245.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus überprüft und ggf. angepasst - dies steht im Jahr 2019 regulär zur Überprüfung an. Rentenleistungen werden erst bei Auszahlung entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Für künftige Pensionsverträge gelten die gesetzlichen Regelungen zur Unverfallbarkeit von Pensionsansprüchen. Demnach tritt eine Unverfallbarkeit der Pensionsansprüche erst nach fünf Dienstjahren ein. Für das Vorstandsmitglied Mark Roberts wurde ein fixer Umrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar vereinbart.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS (GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN)
TAB. 2.47
| scroll Dr. Burkhard Lohr Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 06/2012 | Thorsten Boeckers Finanzvorstand Im Vorstand seit 05/2017 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2018 | 2018 (Min) | 2018 (Max) | 20173 | 2018 | |||
| in Tsd.€ | ||||||||
| Festvergütung | 584,8 | 727,5 | 727,5 | 727,5 | 269,3 | 485,0 | ||
| Nebenleistung1 | 26,9 | 28,5 | 28,5 | 28,5 | 12,7 | 20,1 | ||
| Summe | 611,7 | 756,0 | 756,0 | 756,0 | 282,0 | 505,1 | ||
| Einjährige variable Vergütung | 877,3 | 570,0 | 0,0 | 1.368,0 | 403,9 | 380,0 | ||
| Mehrjährige variable Vergütung4 | 487,3 | 950,1 | 0,0 | 1.900,2 | 57,8 | 613,4 | ||
| - LTI (bis 2017) | 487,3 | - | - | - | 57,8 | - | ||
| - LTI I (ab 2018) | - | 344,4 | 0,0 | 688,8 | - | 224,6 | ||
| - LTI II (2018-2020) | - | 344,4 | 0,0 | 688,8 | - | 224,6 | ||
| - LTI II (2019-2021) | - | 201,9 | 0,0 | 403,8 | - | 129,6 | ||
| - LTI II (2020-2022) | - | 59,4 | 0,0 | 118,8 | - | 34,6 | ||
| Summe | 1.976,3 | 2.276,1 | 756,0 | 4.024,2 | 743,7 | 1.498,5 | ||
| - Dienstzeitaufwand | 740,0 | 743,4 | 743,4 | 743,4 | 521,8 | 719,8 | ||
| Gesamtvergütung | 2.716,3 | 3.019,5 | 1.499,4 | 4.767,6 | 1.265,5 | 2.218,3 |
| scroll Thorsten Boeckers Finanzvorstand Im Vorstand seit 05/2017 | Mark Roberts2Im Vorstand seit 10/2012 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 (Min) | 2018 (Max) | 2017 | 2018 | 2018 (Min) | 2018 (Max) | |||
| in Tsd.€ | ||||||||
| Festvergütung | 485,0 | 485,0 | 420,0 | 485,0 | 485,0 | 485,0 | ||
| Nebenleistung1 | 20,1 | 20,1 | 55,4 | 53,6 | 53,6 | 53,6 | ||
| Summe | 505,1 | 505,1 | 475,4 | 538,6 | 538,6 | 538,6 | ||
| Einjährige variable Vergütung | 0,0 | 912,0 | 630,0 | 380,0 | 0,0 | 912,0 | ||
| Mehrjährige variable Vergütung4 | 0,0 | 1.226,8 | 350,0 | 760,2 | 0,0 | 1.520,4 | ||
| - LTI (bis 2017) | - | - | 350,0 | - | - | - | ||
| - LTI I (ab 2018) | 0,0 | 449,2 | - | 261,3 | 0,0 | 522,6 | ||
| - LTI II (2018-2020) | 0,0 | 449,2 | - | 261,3 | 0,0 | 522,6 | ||
| - LTI II (2019-2021) | 0,0 | 259,2 | - | 166,3 | 0,0 | 332,6 | ||
| - LTI II (2020-2022) | 0,0 | 69,2 | - | 71,3 | 0,0 | 142,6 | ||
| Summe | 505,1 | 2.643,9 | 1.455,4 | 1.678,8 | 538,6 | 2.971,0 | ||
| - Dienstzeitaufwand | 719,8 | 719,8 | 648,2 | 538,9 | 538,9 | 538,9 | ||
| Gesamtvergütung | 1.224,9 | 3.363,7 | 2.103,6 | 2.217,7 | 1.077,5 | 3.509,9 |
| scroll Dr. Thomas Nöcker Im Vorstand von 08/2003 bis 08/2018 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2018 | 2018 (Min) | 2018 (Max) | ||||
| in Tsd.€ | |||||||
| Festvergütung | 420,0 | 323,3 | 323,3 | 323,3 | |||
| Nebenleistung1 | 25,5 | 18,4 | 18,4 | 18,4 | |||
| Summe | 445,5 | 341,7 | 341,7 | 341,7 | |||
| Einjährige variable Vergütung | 630,0 | 253,3 | 0,0 | 608,0 | |||
| Mehrjährige variable Vergütung4 | 350,0 | 126,6 | 0,0 | 253,2 | |||
| - LTI (bis 2017) | 350,0 | - | - | - | |||
| - LTI I (ab 2018) | - | 63,3 | 0,0 | 126,6 | |||
| - LTI II (2018-2020) | - | 63,3 | 0,0 | 126,6 | |||
| - LTI II (2019-2021) | - | - | - | - | |||
| - LTI II (2020-2022) | - | - | - | - | |||
| Summe | 1.425,5 | 721,6 | 341,7 | 1.202,9 | |||
| - Dienstzeitaufwand | 432,2 | 283,3 | 283,3 | 283,3 | |||
| Gesamtvergütung | 1.857,7 | 1.004,9 | 625,0 | 1.486,2 |
1 Nebenleistungen sind auf 75.000 € gedeckelt.
2 Vor Wechselkursausgleich: Für die Umrechnung der Vergütung ist ein US-Dollarkurs festgeschrieben. Da die Auszahlungen zunächst mit aktuellen Kursen umgerechnet werden, kommt es nach Ablauf des Jahres ggf. zu einem Ausgleich.
3 Übernahme der Restlaufzeiten der LTI-Ansprüche, die Herr Boeckers als Leiter Investor Relations der K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten hat.
4 Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS (ZUFLUSS)
TAB. 2.48
| scroll Dr. Burkhard Lohr Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 06/2012 | Thorsten Boeckers Finanzvorstand Im Vorstand seit 05/2017 | Mark Roberts1Im Vorstand seit 10/2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | 20182 | 20172 | 2018 | 20171 | ||
| in Tsd.€ | |||||||
| Festvergütung | 727,5 | 584,8 | 485,0 | 269,3 | 536,8 | 481,1 | |
| Nebenleistungen | 28,5 | 26,9 | 20,1 | 12,7 | 53,6 | 55,4 | |
| Summe | 756,0 | 611,7 | 505,1 | 282,0 | 590,4 | 536,5 | |
| Einjährige variable Vergütung | 469,6 | 540,1 | 313,1 | 232,5 | 346,5 | 429,8 | |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| - LTI bis 2017 | 0,03 | 0,04 | 0,03 | 0,04 | 0,03 | 0,04 | |
| - LTI I ab 2018 | - | - | - | - | - | - | |
| Sonstiges | - | - | - | - | - | - | |
| Summe | 1.225,6 | 1.151,8 | 818,2 | 514,5 | 936,9 | 966,3 | |
| - Versorgungsaufwand | 743,4 | 740,0 | 719,8 | 521,8 | 538,9 | 648,2 | |
| Gesamtvergütung | 1.969,0 | 1.891,8 | 1.538,0 | 1.036,3 | 1.475,8 | 1.614,5 |
scroll Dr.# Thomas Nöcker Im Vorstand von 08/2003 bis 08/2018
| 2018 | 2017 | in Tsd.€ | |
|---|---|---|---|
| Festvergütung | 323,3 | 420,0 | |
| Nebenleistungen | 18,4 | 25,5 | |
| Summe | 341,7 | 445,5 | |
| Einjährige variable Vergütung | 208,7 | 362,6 | |
| Mehrjährige variable Vergütung | 28,7 | 0,0 | |
| - LTI bis 2017 | 0,03 | 0,04 | |
| - LTI I ab 2018 | 28,7 | - | |
| Sonstiges | - | - | |
| Summe | 550,4 | 808,1 | |
| Versorgungsaufwand | 283,3 | 432,2 | |
| Gesamtvergütung | 833,7 | 1.240,3 |
1 inkl. Währungskursausgleich.
2 Übernahme der Restlaufzeiten der LTI-Ansprüche, die Herr Boeckers als Leiter Investor Relations der K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten hat - Programm 2015-2018 ist wertlos.
3 Laufzeit 2015-2018.
4 Laufzeit 2014-2017.
ANGABEN NACH § 314 ABS. 1 NR. 6a HGB
TAB. 2.49
| Fixvergütung1 | STI | LTI bis 2017 | LTI I ab 2018 | LTI II ab 2018 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Burkhard Lohr | 756,0 | 469,6 | 0,0 | - | 605,7 | 1.831,3 |
| Thorsten Boeckers | 505,1 | 313,1 | 0,0 | - | 388,8 | 1.207,0 |
| Mark Roberts2 | 590,4 | 346,5 | 0,0 | - | 498,9 | 1.435,8 |
| Dr. Thomas Nöcker | 341,7 | 208,7 | 0,0 | 28,7 | 63,3 | 642,4 |
1 inklusive Nebenleistungen.
2 Inklusive Währungskursausgleich.
ANGABEN NACH IFRS
TAB. 2.50
| Aufwand | Rückstellungen | |
|---|---|---|
| LTI II | LTI II | |
| Dr. Burkhard Lohr | 238,0 | 238,0 |
| Thorsten Boeckers | 156,1 | 156,1 |
| Mark Roberts | 173,0 | 173,0 |
| Dr. Thomas Nöcker | 57,7 | 57,7 |
| Gesamt | 624,8 | 624,8 |
Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60 %, jede Vollwaise 30 % und jede Halbwaise 15 % der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100 % der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall werden sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, können die Ansprüche gemäß der Versorgungszusage zu diesem Zeitpunkt bereits geltend gemacht werden. Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2018 folgende Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt.
TAB. 2.51
Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2018 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg der Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen.
VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGE
Im Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags. Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der "Change of Control"-Klausel den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können. Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht.
SONSTIGES
Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Altersgrenze eingeführt, die auf das 65. Lebensjahr festgelegt wurde. Im Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt - dies beinhaltet auch keine Ausgabe von Darlehen. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2,1 Mio. € (2017: 2,1 Mio. €).
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
VERGÜTUNGSSTRUKTUR
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Ein Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der Vergütung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 €, die Mitglieder des Personalausschusses von jeweils 7.500 €. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 €, sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von je 750 €, bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer.
VERGÜTUNGSHÖHE
Einzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018 ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle.
TAB. 2.52
Zusätzlich wurden im Jahr 2018 an die Aufsichtsratsmitglieder Aufwandsentschädigungen von insgesamt 79,7 Tsd. € gezahlt (2017: 64,9 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2018 wurden den Aufsichtsratsmitgliedern keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt oder Vorteile gewährt. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. Ein Familienangehöriger eines Aufsichtsratsmitglieds ist im Angestelltenverhältnis bei der K+S GRUPPE beschäftigt. Die Vergütung erfolgt in Übereinstimmung mit den internen Vergütungsrichtlinien der K+S GRUPPE und entspricht der üblichen Vergütung von Personen in vergleichbarer Position.
ÜENSIONEN DER VORSTANDSMITGLIEDER1
TAB. 2.51
| Alter | Zeitwert zum 01.01. | Pensionsaufwand2 | Zeitwert zum 31.12. | |
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | ||||
| Dr. Burkhard Lohr | 2018 | 55 | 3.545,3 | 814,3 |
| 2017 | 2.923,8 | 792,7 | ||
| Norbert Steiner (Mitglied bis 11.05.2017) | 2018 | 64 | - | - |
| 2017 | 8.641,1 | 367,3 | ||
| Thorsten Boeckers3 (Mitglied seit 12.05.2017) | 2018 | 43 | 796,0 | 735,8 |
| 2017 | 279,9 | 526,8 | ||
| Dr. Thomas Nöcker (Mitglied bis 31.08.2018) | 2018 | 60 | 6.602,0 | 415,3 |
| 2017 | 6.279,6 | 545,3 | ||
| Mark Roberts | 2018 | 55 | 3.068,6 | 600,3 |
| 2017 | 2.867,2 | 699,8 | ||
| Dr. Otto Lose4 (Mitglied vom 01.01. bis 28.11.2017) | 2018 | 48 | - | - |
| 2017 | 0,0 | 593,4 | ||
| 2018 | 14.011,9 | 2.565,7 | ||
| Summe | 2017 | 20.991,6 | 3.525,3 |
1 Angaben nach IFRS.
2 Einschließlich Zinsaufwand.
3 Enthält Pensionsansprüche aus der Zeit als Leiter Investor Relations der K+S AKTIENGESELLSCHAFT
4 Dr. Otto Lose ist mit Wirkung zum 28. November 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete zum 31. Dezember 2017. Zusätzlich zum ausgewiesenen Pensionsaufwand entstand für die Restlaufzeit seines ursprünglichen Anstellungsvertrags vom 29. November 2017 bis zum 31. Dezember 2019 Versorgungsaufwand in Höhe von 1.270,1 Tsd. €, der den Zeitwert des Gesamtanspruchs zum 31. Dezember 2017 erhöht.
Anwesenheiten zu Sitzungen
In der folgenden Tabelle wird in individualisierter Form die Anwesenheit der Aufsichtsratsmitglieder an Gremiums- und Ausschusssitzungen 2018 dargestellt.
Altersgrenze und Anzahl von Wahlperioden
Kandidaten für den Aufsichtsrat dürfen bei Wahl das 72. Lebensjahr nicht überschritten haben. Darüber hinaus dürfen Mitglieder des Aufsichtsrats für maximal vier Wahlperioden - in Ausnahmefällen fünf Wahlperioden - im Amt sein. Die gesetzlichen Regelungen zur Mitbestimmung bleiben hiervon unberührt.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS1
TAB. 2.52
| Fixe Vergütung | Prüfungsausschuss | Personalausschuss | Nominierungsausschuss | Strategieausschuss5 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in € | ||||||
| Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender ab 10.05.2017) | 2018 | 200.000 | 10.000 | 15.000 | 15.000 | 0 |
| 2017 | 166.667 | - | 8.1252,3 | 10.6253 | 0 | |
| Michael Vassiliadis (bis 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) | 2018 | 62.500 | 6.250 | 3.125 | - | 0 |
| 2017 | 150.000 | 15.000 | 7.500 | - | 0 | |
| Ralf Becker (seit 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) | 2018 | 133.333 | 15.000 | 5.000 | - | 0 |
| 2017 | 100.000 | 15.000 | - | - | - | |
| Petra Adolph (seit 15.05.2018) | 2018 | 66.667 | 10.000 | - | - | - |
| 2017 | - | - | - | - | - | |
| Andre Bahn (seit 15.05.2018) | 2018 | 66.667 | - | - | - | - |
| 2017 | - | - | - | - | - | |
| Jella S. Benner-Heinacher | 2018 | 100.000 | 10.000 | 3.125 | 7.500 | - |
| 2017 | 100.000 | - | 7.500 | - | - | |
| Peter Bleckmann (seit 15.05.2018) | 2018 | 66.667 | - | - | - | - |
| 2017 | - | - | - | - | - | |
| George Cardona | 2018 | 100.000 | - | - | 7.500 | - |
| 2017 | 100.000 | - | - | 7.500 | - | |
| Wesley Clark (bis 15.05.2018) | 2018 | 41.667 | - | - | - | - |
| 2017 | 100.000 | - | - | - | - | |
| Harald Döll (bis 15.05.2018) | 2018 | 41.667 | - | 3.125 | - | - |
| 2017 | 100.000 | - | 7.500 | - | - | |
| Dr. | ||||||
| 2018 | 66.667 | - | 5.000 | - | - | |
| 2017 | - | - | - | - | - |
Gerd Grimmig (seit 15.05.2018)
2018 | 66.667 | - | - | - | -
2017 | - | - | - | - | -
Axel Hartmann
2018 | 100.000 | 15.000 | - | - | -
2017 | 100.000 | 15.000 | - | - | -
Michael Knackmuß
2018 | 100.000 | - | 5.000 | - | -
2017 | 100.000 | - | - | - | -
Thomas Kölbl (seit 10.05.2017)
2018 | 100.000 | 25.000 | - | - | -
2017 | 66.667 | 10.000 | - | - | -
Gerd Kübler
2018 | 100.000 | - | - | - | -
2017 | 100.000 | - | - | - | -
Dieter Kuhn (bis 28.02.2018)
2018 | 16.667 | - | - | - | -
2017 | 100.000 | - | - | - | -
Nevin McDougall (seit 15.05.2018)
2018 | 66.667 | - | - | - | -
2017 | - | - | - | - | -
Dr. Annette Messemer (bis 15.05.2018)
2018 | 41.667 | 6.250 | - | - | -
2017 | 100.000 | 15.000 | - | - | -
Anke Roehr
2018 | 100.000 | - | - | - | -
2017 | 100.000 | - | - | - | -
Dr. Eckart Sünner (bis 15.05.2018)
2018 | 41.667 | 12.500 | - | - | -
2017 | 100.000 | 30.000 | - | - | -
Philip Freiherr von dem Bussche
2018 | 100.000 | - | - | 7.500 | 0
2017 | 100.000 | - | - | 7.500 | 0
| | 2018 | 1.779.170 | 110.000 | 39.375 | 37.500 | 0
| Summe | 2017 | 1.766.667 | 106.250 | 36.875 | 36.875 | 0
scroll in €
Sitzungsgelder Gesamt
| | Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender ab 10.05.2017) | 8.250 | 248.250 | 10.500 | 195.917 |
| Michael Vassiliadis (bis 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) | 1.500 | 73.375 | 8.250 | 180.750 |
| Ralf Becker (seit 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) | 6.750 | 160.083 | 6.750 | 121.750 |
| Petra Adolph (seit 15.05.2018) | 1.500 | 78.167 | - | - |
| Andre Bahn (seit 15.05.2018) | 2.250 | 68.917 | - | - |
| Jella S. Benner-Heinacher | 8.250 | 128.875 | 11.250 | 123.750 |
| Peter Bleckmann (seit 15.05.2018) | 2.250 | 68.917 | 0 | 0 |
| George Cardona | 5.250 | 112.750 | 6.750 | 114.250 |
| Wesley Clark (bis 15.05.2018) | 1.500 | 43.167 | 3.750 | 103.750 |
| Harald Döll (bis 15.05.2018) | 0 | 44.792 | 5.250 | 112.750 |
| Dr. Elke Eller (seit 15.05.2018) | 1.500 | 73.167 | - | - |
| Gerd Grimmig (seit 15.05.2018) | 2.250 | 68.917 | - | - |
| Axel Hartmann | 6.000 | 121.000 | 6.750 | 121.750 |
| Michael Knackmuß | 4.500 | 109.500 | 3.750 | 103.750 |
| Thomas Kölbl (seit 10.05.2017) | 5.250 | 130.250 | 4.500 | 81.167 |
| Gerd Kübler | 3.750 | 103.750 | 3.750 | 103.750 |
| Dieter Kuhn (bis 28.02.2018) | 0 | 16.667 | 3.750 | 103.750 |
| Nevin McDougall (seit 15.05.2018) | 1.500 | 68.167 | - | - |
| Dr. Annette Messemer (bis 15.05.2018) | 2.250 | 50.167 | 6.750 | 121.750 |
| Anke Roehr | 3.750 | 103.750 | 3.750 | 103.750 |
| Dr. Eckart Sünner (bis 15.05.2018) | 2.250 | 56.417 | 6.750 | 136.750 |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 6.000 | 113.500 | 8.250 | 115.750 |
| | 76.500 | 2.042.545 | 105.000 | 2.051.667 |
1 Angaben ohne Entschädigung für die von Aufsichtsratsmitgliedern aufgrund ihrer Tätigkeit zu entrichtende Umsatzsteuer.
2 Seit 10. Mai 2017.
3 Vorsitzender seit 21. August 2017.
4 Ohne die in 2017 ausgeschiedenen Mitglieder.
5 Zurzeit ohne Vergütung; wird in 2019 überarbeitet.
SITZUNGSTEILNAHME DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRAT DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT IM GESCHÄFTSJAHR2018
TAB. 2.53
scroll
| Aufsichtsräte | Sitzungen inkl. Ausschusssitzungen | Gesamt Plenumssitzungen | Teilnahme Plenumssitzungen | Ausschusssitzungen | Gesamt Ausschusssitzungen | Teilnahme in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Andreas Kreimeyer | 20 | 6 | 6 | 14 | 14 | 100 % |
| Michael Vassiliadis (bis 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) | 5 | 2 | 1 | 3 | 2 | 60 % |
| Ralf Becker (seit 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) | 15 | 6 | 6 | 9 | 9 | 100 % |
| Petra Adolph (seit 15.05.2018) | 7 | 4 | 2 | 3 | 2 | 57 % |
| Andre Bahn (seit 15.05.2018) | 4 | 4 | 4 | - | - | 100 % |
| Jella S. Benner-Heinacher | 14 | 6 | 6 | 8 | 8 | 100 % |
| Peter Bleckmann (seit 15.05.2018) | 4 | 4 | 4 | - | - | 100 % |
| George Cardona | 10 | 6 | 5 | 4 | 3 | 80 % |
| Wesley Clark (bis 15.05.2018) | 2 | 2 | 2 | - | - | 100 % |
| Harald Döll (bis 15.05.2018) | 3 | 2 | - | 1 | 1 | 0 % |
| Dr. Elke Eller (seit 15.05.2018) | 7 | 4 | 3 | 3 | 2 | 71 % |
| Gerd Grimmig (seit 15.05.2018) | 4 | 4 | 4 | - | - | 100 % |
| Axel Hartmann | 10 | 6 | 6 | 4 | 4 | 100 % |
| Michael Knackmuß | 9 | 6 | 6 | 3 | 3 | 100 % |
| Thomas Kölbl | 10 | 6 | 5 | 4 | 4 | 90 % |
| Gerd Kübler | 6 | 6 | 6 | - | - | 100 % |
| Dieter Kuhn (bis 28.02.2018) | - | - | - | - | - | - |
| Nevin McDougall (seit 15.05.2018) | 4 | 4 | 3 | - | - | 75 % |
| Dr. Annette Messemer (bis 15.05.2018) | 3 | 2 | 2 | 1 | 1 | 100 % |
| Anke Roehr | 6 | 6 | 6 | - | - | 100 % |
| Dr. Eckart Sünner (bis 15.05.2018) | 3 | 2 | 2 | 1 | 1 | 100 % |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 13 | 6 | 6 | 7 | 7 | 100 % |
| Summe | 159 | 94 | | 65 | 92 % | 91 % |
KONZERNABSCHLUSS GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1
TAB. 3.1
scroll
in Mio. € | Anmerkung | 2017 | 2018
---|---|---|---
Umsatzerlöse (1) | | 3.627,0 | 4.039,1
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | | 2.414,6 | 2.779,5
Bruttoergebnis vom Umsatz | | 1.212,4 | 1.259,6
Vertriebskosten | | 704,5 | 779,8
Allgemeine Verwaltungskosten | | 231,4 | 228,5
Forschungs- und Entwicklungskosten | | 16,6 | 15,9
Sonstige betriebliche Erträge (2) | | 187,8 | 146,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen (3) | | 186,1 | 171,6
Beteiligungsergebnis (4) | | 4,5 | 4,2
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften (5) | | 61,2 | -49,5
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II)2 '3 | | 327,3 | 165,3
Zinserträge (6) | | 10,6 | 11,6
Zinsaufwendungen (6) | | 53,4 | 120,7
Sonstiges Finanzergebnis (7) | | 16,4 | -3,1
Finanzergebnis | | -26,4 | -112,2
Ergebnis vor Ertragsteuern | | 300,9 | 53,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8) | | 116,3 | 10,9
- davon latente Steuern | | -14,4 | -17,9
Jahresüberschuss | | 184,6 | 42,2
Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis | | - | 0,1
Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter | | 184,6 | 42,1
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) (11) | | 0,96 | 0,22
GESAMTERGEBNISRECHNUNG1
TAB. 3.2
scroll
in Mio. € | Anmerkung | 2017 | 2018
---|---|---|---
Jahresüberschuss | | 184,6 | 42,2
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | | -528,4 | -49,0
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | | -528,4 | -49,0
Neubewertung von Nettoschulden/Vermögenswerten aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | | 7,8 | -5,2
Bewertung Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert | | - | 10,7
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | | 7,8 | 5,5
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) (20) | | -520,6 | -43,5
Gesamtergebnis der Periode | | -336,0 | -1,3
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis | | - | 0,1
Konzerngesamtergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter | | -336,0 | -1,4
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2 Die Überleitung des EBIT II auf das operative Ergebnis (EBIT I) und das EBITDA wird im Anhang vorgenommen, siehe ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 173.
3 Es handelt sich um nicht im IFRS-Regelwerk definierte Kennzahlen.
Bilanz
TAB. 3.3
TAB. 3.4
scroll
in Mio. € | Anmerkung | 31.12.2017 | 31.12.2018
---|---|---|---
Immaterielle Vermögenswerte (12) | | 962,8 | 982,3
- davon Goodwill aus Unternehmenserwerben (12) | | 672,7 | 693,2
Sach anlagen | | 6.692,6 | 6.687,9
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (13) | | 5,3 | 6,4
Finanzanlagen (14) | | 21,0 | 89,1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (18, 19) | | 46,3 | 36,2
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | | 29,0 | 21,9
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen (15) | | 7,0 | 7,0
Latente Steuern (16) | | 95,2 | 92,6
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern | | - | 28,0
Langfristige Vermögenswerte | | 7.859,3 | 7.951,2
Vorräte (17) | | 690,9 | 691,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) | | 714,9 | 836,7
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (18, 19) | | 107,6 | 86,2
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | | 155,9 | 172,5
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern | | 31,7 | 49,3
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen (15) | | 11,4 | 11,2
Flüssige Mittel (30) | | 182,6 | 167,6
Kurzfristige Vermögenswerte | | 1.895,1 | 2.015,0
AKTIVA | | 9.754,4 | 9.966,2
| in Mio. € | Anmerkung | 31.12.2017 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital (20) | 191,4 | 191,4 | |
| Kapitalrücklage (20) | 645,7 | 645,7 | |
| Andere Rücklagen und Bilanzgewinn (20) | 3.322,1 | 3.305,4 | |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S AKTIENGESELLSCHAFT | 4.159,2 | 4.142,5 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1,5 | 1,6 | |
| Eigenkapital | 4.160,7 | 4.144,1 | |
| Finanzverbindlichkeiten (25) | 2.451,8 | 2.741,4 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (19, 25) | 154,2 | 154,9 | |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 10,2 | 13,2 | |
| Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 48,5 | 46,6 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (21) | 166,4 | 187,0 | |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (22) | 1.000,0 | 1.015,1 | |
| Sonstige Rückstellungen (22, 23) | 156,4 | 140,1 | |
| Latente Steuern (16) | 252,6 | 230,1 | |
| Langfristiges Fremdkapital | 4.240,2 | 4.528,4 | |
| Finanzverbindlichkeiten (25) | 569,9 | 541,9 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (25) | 288,4 | 239,7 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (19, 25) | 89,3 | 112,3 | |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 58,8 | 49,9 | |
| Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 54,6 | 35,3 | |
| Rückstellungen (22, 24) | 292,3 | 314,6 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.353,5 | 1.293,7 | |
| PASSIVA | 9.754,4 | 9.966,2 |
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
KAPITALFLUSSRECHNUNG1
TAB. 3.5
scroll
in Mio. € | Anmerkung | 2017 | 2018
---|---|---|---
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II) | (30) | 327,3 | 165,3
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte | | -37,2 | 25,7
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | | -10,3 | 36,2
Realisierter Ertrag (-)/Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada | | -9,0 | -
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen | | 305,9 | 379,1
Zunahme (+)/Abnahme (-) langfristiger Rückstellungen (ohne Zinseffekte) | | 5,4 | 5,7
Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge | | 10,6 | 8,3
Gewinne (+)/Verluste (-) aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten | | -20,2 | 27,9
Gezahlte Zinsen (-) | | -63,5 | -91,6
Gezahlte Ertragsteuern (-) | | -36,0 | -99,6
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) | | 2,0 | -0,1
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlagen- und Wertpapierabgängen | | -22,4 | 6,7
Zunahme (-)/Abnahme (+) Vorräte | | -31,1 | 6,8
Zunahme (-)/Abnahme (+) Forderungen und sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit | | -99,9 | -134,7
Zunahme (+)/Abnahme (-) Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit | | -34,0 | -37,6
Zunahme (+)/Abnahme (-) kurzfristiger Rückstellungen | | 22,9 | 32,1
Dotierung von Planvermögen | | -3,6 | -21,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | | 306,8 | 308,7
Einzahlungen aus Anlagenabgängen | | 60,0 | 6,4
Auszahlungen für immaterielles Anlagevermögen | | -11,3 | -10,0
Auszahlungen für Sach anlagevermögen | | -743,5 | -504,7
Auszahlungen für Finanzanlagen | | -7,6 | -6,7
Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen | | 5,8 | -
Einzahlungen aus dem Abgang von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | | 62,4 | 297,8
Auszahlungen für den Erwerb von| | | |
| :--------------------------------------------------------------- | :---- | :---- |
| Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | -29,3 | -295,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -663,5 | -512,7 |
| Dividendenzahlungen | -57,4 | -67,0 |
| Einzahlungen aus sonstigen Eigenkapitalzuführungen | 2,0 | - |
| Erwerb von eigenen Aktien | -2,4 | - |
| Verkauf von eigenen Aktien | 0,2 | - |
| Tilgung (-) von Finanzverbindlichkeiten | -385,4 | -754,3 |
| Aufnahme (+) von Finanzverbindlichkeiten | 854,5 | 1.008,6 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 411,5 | 187,3 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel | 54,8 | -16,7 |
| Wechselkursbedingte Veränderung des Bestands an Finanzmitteln | -17,7 | 3,2 |
| Konsolidierungsbedingte Veränderungen | 3,9 | - |
| Änderung des Bestands an Finanzmitteln | 41,0 | -13,5 |
| Nettofinanzmittelbestand am 01.01. | 134,7 | 175,7 |
| Nettofinanzmittelbestand am 31.12. | 175,7 | 162,2 |
| - davon Flüssige Mittel | 182,6 | 167,6 |
| - davon von verbundenen Unternehmen hereingenommene Gelder | -6,9 | -5,4 |
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS
TAB. 3.6
| Anmerkung | (20) | ||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| scroll in Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn/ Gewinnrücklagen | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn/ Gewinnrücklagen | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn/ Gewinnrücklagen | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn/ Gewinnrücklagen | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn/ Gewinnrücklagen | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn/ Gewinnrücklagen | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn/ Gewinnrücklagen | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage |
| Stand 01.01.2018 | 191,4 | 645,7 | 3.349,0 | ||||||||||||||||||||
| Anpassungen aus Erstanwendung IFRS 9 | 2 | ||||||||||||||||||||||
| Stand 01.01.2018 (angepasst) | 191,4 | 645,7 | 3.349,0 | ||||||||||||||||||||
| Jahresüberschuss | - | - | 42,1 | ||||||||||||||||||||
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | - | - | - | ||||||||||||||||||||
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | 42,1 | ||||||||||||||||||||
| Dividende des Vorjahres | - | - | -67,0 | ||||||||||||||||||||
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | 0,1 | ||||||||||||||||||||||
| Stand 31.12.2018 | 191,4 | 645,7 | 3.324,2 | ||||||||||||||||||||
| Stand 01.01.2017 | 191,4 | 645,7 | 3.219,9 | ||||||||||||||||||||
| Jahresüberschuss | - | - | 184,6 | ||||||||||||||||||||
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | - | - | - | ||||||||||||||||||||
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | 184,6 | ||||||||||||||||||||
| Dividende des Vorjahres | - | - | -57,4 | ||||||||||||||||||||
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | 1,9 | ||||||||||||||||||||||
| Stand 31.12.2017 | 191,4 | 645,7 | 3.349,0 |
| scroll in Mio. € | Unterschiede aus Währungsumrechnung | Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne | Bewertung Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2018 | 61,5 | -88,4 | - |
| Anpassungen aus Erstanwendung IFRS 9 2 | 51,6 | ||
| Stand 01.01.2018 (angepasst) | 61,5 | -88,4 | 51,6 |
| Jahresüberschuss | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | -49,0 | -5,2 | 10,7 |
| Gesamtergebnis der Periode | -49,0 | -5,2 | 10,7 |
| Dividende des Vorjahres | - | - | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | |||
| Stand 31.12.2018 | 12,5 | -93,6 | 62,3 |
| Stand 01.01.2017 | 589,9 | -96,2 | - |
| Jahresüberschuss | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | -528,4 | 7,8 | - |
| Gesamtergebnis der Periode | -528,4 | 7,8 | - |
| Dividende des Vorjahres | - | - | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | |||
| Stand 31.12.2017 | 61,5 | -88,4 | - |
| scroll in Mio. € | Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S AG | Anteile anderer Gesellschafter | Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2018 | 4.159,2 | 1,5 | 4.160,7 |
| Anpassungen aus Erstanwendung IFRS 9 2 | 51,6 | 51,6 | |
| Stand 01.01.2018 (angepasst) | 4.210,8 | 1,5 | 4.212,3 |
| Jahresüberschuss | 42,1 | 0,1 | 42,2 |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | -43,5 | - | -43,5 |
| Gesamtergebnis der Periode | -1,4 | 0,1 | -1,3 |
| Dividende des Vorjahres | -67,0 | - | -67,0 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | 0,1 | 0,1 | |
| Stand 31.12.2018 | 4.142,5 | 1,6 | 4.144,1 |
| Stand 01.01.2017 | 4.550,7 | 1,5 | 4.552,2 |
| Jahresüberschuss | 184,6 | - | 184,6 |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | -520,6 | -520,6 | |
| Gesamtergebnis der Periode | -336,0 | - | -336,0 |
| Dividende des Vorjahres | -57,4 | - | -57,4 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | 1,9 | 1,9 | |
| Stand 31.12.2017 | 4.159,2 | 1,5 | 4.160,7 |
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2 Details zur IFRS 9-Anpassung siehe ,Neue oder geänderte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen' auf Seite 167.
Anhang
SEGMENTIERUNGSBERICHTERSTATTUNG1
TAB. 3.6
| Anmerkung | Gesamtumsatz | davon Umsatz mit Dritten (37) | davon intersegmentäre Umsätze |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | |||
| 2017 | 2018 | 2017 | |
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 1.773,6 | 2.035,8 | 1.703,5 |
| Geschäftsbereich Salz | 1.771,6 | 1.898,7 | 1.762,0 |
| Ergänzende Aktivitäten | 188,6 | 202,5 | 159,9 |
| Überleitung2 (36) | -106,8 | -97,9 | 1,6 |
| K+S Gesamt | 3.627,0 | 4.039,1 | 3.627,0 |
| scroll | davon intersegmentäre Umsätze | EBIT | EBITDA3 |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2018 | 2017 | 2018 |
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 62,8 | 81,3 | 69,6 |
| Geschäftsbereich Salz | 7,9 | 223,0 | 196,8 |
| Ergänzende Aktivitäten | 30,1 | 23,5 | 26,4 |
| Überleitung2 | -100,8 | -57,0 | -65,5 |
| K+S Gesamt | - | 270,8 | 227,2 |
| scroll | Vermögen | Schulden | ROCE4 |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2017 | 2018 | 2017 |
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 6.400,1 | 6.544,8 | 1.415,2 |
| Geschäftsbereich Salz | 3.001,5 | 3.044,0 | 612,3 |
| Ergänzende Aktivitäten | 104,9 | 121,6 | 56,1 |
| Überleitung2 (36) | 247,9 | 255,8 | 3.510,1 |
| K+S Gesamt | 9.754,4 | 9.966,2 | 5.593,7 |
| scroll | ROCE4 | Investitionen5 | Abschreibungen6,7 |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | 2018 | 2017 | 2018 |
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 1,2 % | 680,4 | 316,7 |
| Geschäftsbereich Salz | 8,9 % | 8,1 % | 118,8 |
| Ergänzende Aktivitäten | 35,3 % | 4,4 | 6,8 |
| Überleitung2 | - | 7,2 | 8,6 |
| K+S Gesamt | 2,6 % | 810,8 | 443,2 |
1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2 Die Angaben zu den Geschäftsbereichen werden vor intersegmentärer Konsolidierung dargestellt. Aufwendungen und Erträge sowie Bilanzposten, die den Geschäftsbereichen nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst. Beide Effekte werden in der Zeile "Überleitung" zusammengefasst.
3 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95.
4 Return on Capital Employed (die Definition ist im Kapitel ,Weitere Informationen' auf Seite 234 aufgeführt).
5 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement.
6 Betrifft die planmäßigen Abschreibungen. Sofern wesentliche Wertminderungen oder Wertaufholungen vorliegen, werden diese in Anmerkung (35) aufgeführt.
7 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
20181
TAB. 3.7
| Bruttobuchwerte in Mio. € | |||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anmerkung | Stand am 01.01.2018 | Veränd. Kons.-Kreis | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Sonstige | Stand am 01.01.2018 | Veränd. Kons.-Kreis | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Sonstige | Stand am 01.01.2018 | Veränd. Kons.-Kreis | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Sonstige | Stand am 01.01.2018 | Veränd. Kons.-Kreis | Zugänge | Abgänge | |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 83,9 | - | 7,0 | 11,9 | 5,3 | 85,1 | 56,8 | - | 8,0 | 519,2 | - | 80,4 | |||||||||||
| Kundenbeziehungen | 231,2 | - | - | - | - | 238,8 | 138,8 | - | 10,9 | ||||||||||||||
| Marken | 119,6 | - | - | - | - | 123,8 | 11,8 | - | 0,2 | ||||||||||||||
| Hafenkonzessionen | 34,1 | - | - | - | - | 35,7 | 1,4 | - | 0,1 | ||||||||||||||
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | 672,7 | - | - | - | - | 693,2 | - | - | - | ||||||||||||||
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 31,1 | 0,1 | 0,1 | 26,0 | - | 2,0 | |||||||||||||||||
| Emissionsrechte | 15,2 | - | 0,2 | 0,2 | - | 15,2 | - | - | - | ||||||||||||||
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | 9,8 | 2,8 | - | - | - | 7,9 | |||||||||||||||||
| Immaterielle Vermögenswerte (12) | 1.197,6 | - | 10,0 | 12,2 | 0,6 | 1.230,8 | 234,7 | - | 21,3 | ||||||||||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.207,8 | 67,7 | 52,3 | 44,2 | 2.239,8 | 519,2 | - | 80,4 | |||||||||||||||
| Finanzierungsleasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 1,0 | - | - | - | - | 1,1 | 0,9 | - | 0,1 | ||||||||||||||
| Rohstoffvorkommen | 703,1 | - | - | - | - | 704,9 | 44,0 | - | 10,1 | ||||||||||||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.715,7 | 170,3 | 71,0 | 225,2 | 5.968,9 | 2.306,5 | - | 243,3 | |||||||||||||||
| Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen | 248,1 | 0,5 | 0,9 | 0,5 | 239,3 | 12,6 | - | 10,5 | |||||||||||||||
| Schiffe | 52,6 | - | - | 0,1 | - | 54,6 | 11,2 | - | 2,3 | ||||||||||||||
| Finanzierungsleasing für Schiffe | 1,9 | - | - | - | - | 1,8 | 1,1 | - | 0,1 | ||||||||||||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 465,7 | 18,4 | 85,2 | 9,6 | 407,0 | 364,9 | - | 16,8 | |||||||||||||||
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 557,0 | 286,3 | 1,3 | -281,5 | 553,4 | - | - | - | |||||||||||||||
| Sachanlagen | 9.952,9 | - | 543,2 | 210,8 | -1,8 | 10.170,9 | 3.260,3 | - | 363,6 | ||||||||||||||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (13) | 10,2 | 0,4 | 1,3 | 11,0 | 4,9 | - | 0,1 |
| scroll | Bruttobuchwerte | Abschreibungen und Wertminderungen | Abschreibungen und Wertminderungen |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | Stand am 31.12.2018 | Stand am 01.01.2018 | Veränd. Kons.-Kreis |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1,0 | 85,1 | 56,8 |
| Kundenbeziehungen | 7,6 | 238,8 | 138,8 |
| Marken | 4,1 | 123,8 | 11,8 |
| Hafenkonzessionen | 1,6 | 35,7 | 1,4 |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | 20,5 | 693,2 | - |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 31,1 | 26,0 | - |
| Emissionsrechte | - | 15,2 | - |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | 7,9 | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | 34,8 | 1.230,8 | 234,7 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | -27,7 | 2.239,8 | 519,2 |
| Finanzierungsleasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | - | 1,1 | 0,9 |
| Rohstoffvorkommen | 1,8 | 704,9 | 44,0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -71,4 | 5.968,9 | 2.306,5 |
| Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen | -8,9 | 239,3 | 12,6 |
| Schiffe | 2,1 | 54,6 | 11,2 |
| Finanzierungsleasing für Schiffe | -0,1 | 1,8 | 1,1 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -1,5 | 407,0 | 364,9 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | -7,0 | 553,4 | - |
| Sachanlagen | -112,6 | 10.170,9 | 3.260,3 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | 11,0 | 4,9 |
| scroll | Abschreibungen | Wertminderungen | Sonstige |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 8,0 | ||
| Kundenbeziehungen | 10,9 | ||
| Marken | 0,2 | ||
| Hafenkonzessionen | 0,1 | ||
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | - | ||
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 2,0 | ||
| Emissionsrechte | - | ||
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | - | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 21,3 | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 80,4 | ||
| Finanzierungsleasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 0,1 | ||
| Rohstoffvorkommen | 10,1 | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 243,3 | ||
| Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen | 10,5 | ||
| Schiffe | 2,3 | ||
| Finanzierungsleasing für Schiffe | 0,1 | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 16,8 | ||
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | ||
| Sachanlagen | 363,6 | ||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0,1 |
TAB. 3.7
Bruttobuchwerte in Mio. €
| Anmerkung | Stand am 01.01.2018 | Währungsdifferenzen | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 11,9 | 56,8 | 0,7 | - | - | 138,8 |
| Kundenbeziehungen | - | - | - | - | - | 3,7 |
| Marken | - | - | - | - | - | 11,8 |
| Hafenkonzessionen | - | - | - | - | - | 1,4 |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | - | - | - | - | - | - |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | - | - | 0,1 | - | 26,0 | - |
| Emissionsrechte | - | - | - | - | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | - | - | - | - | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | - | 12,1 | - | 234,7 | 4,6 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | - | - | 4,9 | - | 519,2 | 1,1 |
| Finanzierungsleasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | - | - | - | - | 0,9 | - |
| Rohstoffvorkommen | - | - | - | - | 44,0 | 0,4 |
| Technische Anlagen und Maschinen | - | - | 61,7 | - | 2.306,5 | 3,0 |
| Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen | - | - | - | - | 12,6 | -0,6 |
| Schiffe | - | - | 0,1 | - | 11,2 | 0,6 |
| Finanzierungsleasing für Schiffe | - | - | - | - | 1,1 | - |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | - | - | 77,5 | - | 364,9 | -1,0 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | - |
| Sachanlagen | - | - | 144,2 | - | 3.260,3 | 3,2 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | - | 0,4 | - | 4,9 | - |
(1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.)
Nettobuchwerte in Mio. €
| Stand am 31.12.2018 | Stand am 31.12.2018 |
|---|---|
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 53,6 |
| Kundenbeziehungen | 153,5 |
| Marken | 12,0 |
| Hafenkonzessionen | 1,6 |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | - |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 27,8 |
| Emissionsrechte | - |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | 248,5 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 595,8 |
| Finanzierungsleasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 1,0 |
| Rohstoffvorkommen | 54,3 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.491,0 |
| Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen | 22,4 |
| Schiffe | 14,0 |
| Finanzierungsleasing für Schiffe | 1,2 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 303,1 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - |
| Sachanlagen | 3.483,0 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 4,6 |
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 20171
TAB. 3.8
Bruttobuchwerte in Mio. €
| Anmerkung | Stand am 01.01.2017 | Veränd. Kons.-Kreis | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Sonstige | Stand am 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 72,1 | 0,6 | 16,3 | 1,1 | 1,0 | -5,0 | 83,9 |
| Kundenbeziehungen | 259,9 | - | - | - | - | -28,8 | 231,2 |
| Marken | 133,7 | - | - | - | - | -14,1 | 119,6 |
| Hafenkonzessionen | 38,8 | - | - | - | - | -4,7 | 34,1 |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | 753,4 | - | - | - | - | -80,7 | 672,7 |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 26,1 | - | 0,4 | 4,6 | - | 31,1 | 19,9 |
| Emissionsrechte | 15,2 | - | 0,2 | 0,1 | - | - | 15,2 |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | 9,5 | - | 5,6 | -5,3 | - | 9,8 | - |
| Immaterielle Vermögenswerte (12) | 1.308,8 | 0,6 | 22,5 | 1,3 | 0,3 | -133,3 | 1.197,6 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.396,7 | -6,2 | 124,8 | 51,3 | 797,0 | -53,1 | 2.207,8 |
| Finanzierungsleasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 2,4 | - | - | 1,1 | - | -0,3 | 1,0 |
| Rohstoffvorkommen | 768,8 | - | - | - | - | -65,8 | 703,1 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.451,4 | -5,2 | 400,8 | 61,9 | 2.055,1 | -124,6 | 5.715,7 |
| Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen | 43,4 | - | 139,6 | 0,1 | 70,7 | -5,6 | 248,1 |
| Schiffe | 58,8 | - | 0,7 | - | 0,3 | -7,2 | 52,6 |
| Finanzierungsleasing für Schiffe | 2,0 | - | - | - | - | -0,1 | 1,9 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 441,9 | -0,1 | 25,8 | 13,5 | 23,2 | -11,7 | 465,7 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.417,4 | -0,2 | 236,4 | 1,8 | -2.946,3 | -148,5 | 557,0 |
| Sachanlagen | 9.582,9 | -11,7 | 928,2 | 129,6 | - | -416,8 | 9.952,9 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (13) | 11,1 | - | - | 0,9 | - | - | 10,2 |
Abschreibungen und Wertminderungen in Mio. €
| Währungsdifferenzen | Stand am 01.01.2017 | Abschreibungen | Wertminderungen | Wertaufholungen | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | -5,0 | 83,9 | 52,1 | - | 8,9 | - | 56,8 |
| Kundenbeziehungen | -28,8 | 231,2 | 139,2 | - | 15,0 | - | 138,8 |
| Marken | -14,1 | 119,6 | 11,8 | - | 0,2 | - | 11,8 |
| Hafenkonzessionen | -4,7 | 34,1 | 1,4 | - | 0,1 | - | 1,4 |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | -80,7 | 672,7 | - | - | - | - | 672,7 |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 31,1 | 19,9 | - | 6,0 | - | - | 26,0 |
| Emissionsrechte | - | 15,2 | - | - | - | - | 15,2 |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | 9,8 | - | - | - | - | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | -133,3 | 1.197,6 | 224,4 | - | 30,4 | - | 234,7 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | -53,1 | 2.207,8 | 489,8 | -4,3 | 58,5 | - | 519,2 |
| Finanzierungsleasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | -0,3 | 1,0 | 2,1 | - | 0,1 | - | 0,9 |
| Rohstoffvorkommen | -65,8 | 703,1 | 40,8 | - | 6,5 | - | 44,0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -124,6 | 5.715,7 | 2.211,2 | -3,6 | 199,7 | - | 2.306,5 |
| Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen | -5,6 | 248,1 | 8,6 | - | 4,5 | - | 12,6 |
| Schiffe | -7,2 | 52,6 | 10,3 | - | 2,3 | - | 11,2 |
| Finanzierungsleasing für Schiffe | -0,1 | 1,9 | 1,0 | - | 0,1 | - | 1,1 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -11,7 | 465,7 | 363,1 | -0,5 | 24,2 | - | 364,9 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | -148,5 | 557,0 | - | - | - | - | - |
| Sachanlagen | -416,8 | 9.952,9 | 3.126,9 | -8,4 | 296,0 | - | 3.260,3 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | 10,2 | 4,9 | - | - | - | 4,9 |
Nettobuchwerte in Mio. €
| Stand am 31.12.2017 | Stand am 31.12.2017 |
|---|---|
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 56,8 |
| Kundenbeziehungen | 138,8 |
| Marken | 11,8 |
| Hafenkonzessionen | 1,4 |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | - |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 26,0 |
| Emissionsrechte | - |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | 234,7 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 519,2 |
| Finanzierungsleasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 0,9 |
| Rohstoffvorkommen | 44,0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.306,5 |
| Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen | 12,6 |
| Schiffe | 11,2 |
| Finanzierungsleasing für Schiffe | 1,1 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 364,9 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - |
| Sachanlagen | 3.260,3 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 4,9 |
(1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.)
ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGEN 20181
TAB. 3.9
in Mio. €
| Anmerkung | Stand am 01.01.2018 | Währungsdifferenzen | Zuführung | Zinsanteil | Verbrauch | Verfüllung | Stand am 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gruben und Schächte | 344,8 | -0,5 | 12,0 | 10,5 | 4,4 | - | 362,4 |
| Haldenverwahrung | 565,2 | -0,2 | 39,4 | 12,9 | 1,2 | - | 615,9 |
| Bergschädenwagnisse | 33,0 | - | 0,5 | 0,2 | 0,8 | - | 32,9 |
| Sonstige bergbauliche Verpflichtungen | 57,0 | - | 0,4 | 1,5 | 9,0 | - | 49,9 |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (22) | 1.000,0 | -0,7 | 52,3 | 25,1 | 15,4 | - | 1.061,1 |
| Jubiläen | 30,7 | - | 1,8 | 0,6 | 1,7 | - | 31,4 |
| Sonstige Personalverpflichtungen | 26,9 | 0,3 | 18,3 | 0,2 | 1,4 | - | 44,3 |
| Personalverpflichtungen (23) | 57,6 | 0,3 | 20,1 | 0,8 | 3,1 | - | 75,7 |
| Übrige Rückstellungen | 98,7 | 0,6 | 1,5 | 2,7 | 4,5 | - | 98,5 |
| Rückstellungen (langfristiges Fremdkapital) | 1.156,3 | 0,2 | 73,9 | 28,6 | 23,0 | - | 1.235,3 |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (22) | 22,4 | - | 0,4 | - | 1,5 | - | 21,3 |
| Personalverpflichtungen (24) | 112,2 | 0,9 | 78,0 | - | 83,6 | - | 107,5 |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften (24) | 38,8 | 0,2 | 51,5 | - | 25,6 | - | 65,0 |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus Einkaufsverträgen (24) | 78,8 | -1,3 | 89,1 | - | 64,3 | - | 102,3 |
| Übrige Rückstellungen | 40,1 | 0,1 | 25,8 | - | 17,4 | - | 48,6 |
| Rückstellungen (kurzfristiges Fremdkapital) | 292,3 | -0,1 | 244,8 | - | 192,4 | - | 344,7 |
| Rückstellungen | 1.448,6 | 0,1 | 318,7 | 28,6 | 215,4 | - | 1.580,0 |
Abschreibungen und Wertminderungen in Mio. €
| Währungsdifferenzen | Stand am 01.01.2017 | Abschreibungen | Wertminderungen | Wertaufholungen | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | - | - | 1,1 | - | 52,1 | -3,1 | 52,1 |
| Kundenbeziehungen | - | - | - | - | 139,2 | -15,4 | 139,2 |
| Marken | - | - | - | - | 11,8 | -0,2 | 11,8 |
| Hafenkonzessionen | - | - | - | - | 1,4 | -0,2 | 1,4 |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | - | - | - | - | - | - | - |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | - | - | - | - | 19,9 | - | 19,9 |
| Emissionsrechte | - | - | - | - | - | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | - | - | - | - | - | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | - | 1,1 | - | 224,4 | -18,9 | 224,4 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4,8 | - | 18,7 | - | 489,8 | -10,9 | 489,8 |
| Finanzierungsleasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | - | - | 1,1 | - | 2,1 | -0,2 | 2,1 |
| Rohstoffvorkommen | - | - | - | - | 40,8 | -3,3 | 40,8 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0,1 | 1,3 | 57,9 | 0,3 | 2.211,2 | -42,0 | 2.211,2 |
| Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen | 8,6 | - | 0,5 | - | - | - | 8,6 |
| Schiffe | - | - | - | - | 10,3 | -1,4 | 10,3 |
| Finanzierungsleasing für Schiffe | - | - | - | - | 1,0 | -0,1 | 1,0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | - | - | 13,1 | - | 363,1 | -8,9 | 363,1 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | - | - |
| Sachanlagen | 4,9 | 1,3 | 90,8 | 0,3 | 3.126,9 | -67,3 | 3.126,9 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | - | - | - | 4,9 | - | 4,9 |
Nettobuchwerte in Mio. €
| Stand am 31.12.2017 | Stand am 31.12.2017 |
|---|---|
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 56,8 |
| Kundenbeziehungen | 138,8 |
| Marken | 11,8 |
| Hafenkonzessionen | 1,4 |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | - |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 26,0 |
| Emissionsrechte | - |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | 234,7 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 519,2 |
| Finanzierungsleasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 0,9 |
| Rohstoffvorkommen | 44,0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.306,5 |
| Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen | 12,6 |
| Schiffe | 11,2 |
| Finanzierungsleasing für Schiffe | 1,1 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 364,9 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - |
| Sachanlagen | 3.260,3 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 4,9 |
(1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.)
ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGEN 20171
TAB. 3.9
in Mio. €
| Anmerkung | Stand am 01.01.2018 | Währungsdifferenzen | Zuführung | Zinsanteil | Verbrauch | Verfüllung | Stand am 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gruben und Schächte | 344,8 | -0,5 | 12,0 | 10,5 | 4,4 | - | 362,4 |
| Haldenverwahrung | 565,2 | -0,2 | 39,4 | 12,9 | 1,2 | - | 615,9 |
| Bergschädenwagnisse | 33,0 | - | 0,5 | 0,2 | 0,8 | - | 32,9 |
| Sonstige bergbauliche Verpflichtungen | 57,0 | - | 0,4 | 1,5 | 9,0 | - | 49,9 |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (22) | 1.000,0 | -0,7 | 52,3 | 25,1 | 15,4 | - | 1.061,1 |
| Jubiläen | 30,7 | - | 1,8 | 0,6 | 1,7 | - | 31,4 |
| Sonstige Personalverpflichtungen | 26,9 | 0,3 | 18,3 | 0,2 | 1,4 | - | 44,3 |
| Personalverpflichtungen (23) | 57,6 | 0,3 | 20,1 | 0,8 | 3,1 | - | 75,7 |
| Übrige Rückstellungen | 98,7 | 0,6 | 1,5 | 2,7 | 4,5 | - | 98,5 |
| Rückstellungen (langfristiges Fremdkapital) | 1.156,3 | 0,2 | 73,9 | 28,6 | 23,0 | - | 1.235,3 |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (22) | 22,4 | - | 0,4 | - | 1,5 | - | 21,3 |
| Personalverpflichtungen (24) | 112,2 | 0,9 | 78,0 | - | 83,6 | - | 107,5 |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften (24) | 38,8 | 0,2 | 51,5 | - | 25,6 | - | 65,0 |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus Einkaufsverträgen (24) | 78,8 | -1,3 | 89,1 | - | 64,3 | - | 102,3 |
| Übrige Rückstellungen | 40,1 | 0,1 | 25,8 | - | 17,4 | - | 48,6 |
| Rückstellungen (kurzfristiges Fremdkapital) | 292,3 | -0,1 | 244,8 | - | 192,4 | - | 344,7 |
| Rückstellungen | 1.448,6 | 0,1 | 318,7 | 28,6 | 215,4 | - | 1.580,0# ALLGEMEINE GRUNDLAGEN |
Der von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aufgestellte Konzernabschluss der K+S GRUPPE zum 31. Dezember 2018 ist nach den von dem International Accounting Standards Board (iasb) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt worden. Dabei wurden alle zum Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden IFRS, sofern diese von der Europäischen Union anerkannt wurden, sowie die zusätzlichen handelsrechtlichen Anforderungen des § 315e HGB berücksichtigt.
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist eine beim Amtsgericht Kassel unter der Registernummer HRB 2669 eingetragene börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Bertha-von-Suttner-Str. 7, 34131 Kassel, Deutschland. Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Im Interesse einer übersichtlichen Darstellung werden die einzelnen Posten des Konzernabschlusses in Millionen € (Mio. €) dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Der Konzernabschluss wurde durch den Vorstand am 5. März 2019 aufgestellt und dem Aufsichtsrat für dessen Sitzung am 13. März 2019 zur Billigung vorgelegt.
KONSOLIDIERUNGSKREIS
Die folgenden Gesellschaften wurden im Jahr 2018 in den Konsolidierungskreis aufgenommen:
- K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH
- K+S BELGIUM HOLDING B.V.B.A.
Die K.S. BELGIUM HOLDING B.V. (seit 31. Dezember 2018: K+S BELGIUM HOLDING B.V.B.A.) wurde am 1. September 2018 durch Abspaltung von der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. gegründet. Die Gesellschaft hält Anteile an der inversiones K+S SAL DE CHILE SPA einschließlich ihrer Tochtergesellschaften.
Folgende Gesellschaft ist im Jahr 2018 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden:
- INAGUA TRANSPORTS, INCORPORATED
Im Wege der Vollkonsolidierung sind 16 (2017: 15) inländische und 42 (2017: 42) ausländische Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen worden. 24 (2017: 27) Tochtergesellschaften wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen und gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert bewertet, da sie hinsichtlich Bilanzsumme, Umsatz und Ergebnis für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind.
Gemeinschaftsunternehmen und Gesellschaften, bei denen Unternehmen der K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben (assoziierte Unternehmen), werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bewertet. Die potenziellen Ergebnisauswirkungen einer Beteiligungsbilanzierung nach der Equity-Methode sind aus Konzernsicht allerdings als unwesentlich zu bezeichnen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden daher wie im Vorjahr wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung sämtliche Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Eine vollständige Übersicht der Beteiligungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT kann der Anteilsbesitzliste auf Seite 212 entnommen werden.
KONSOLIDIERUNGSMETHODEN
TOCHTERGESELLSCHAFTEN
Tochtergesellschaften sind diejenigen Gesellschaften, die von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beherrscht werden. Beherrschung ist gegeben, wenn die K+S AKTIENGESELLSCHAFT über bestehende Rechte verfügt, die ihr die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten zu lenken. Die maßgeblichen Tätigkeiten sind die Tätigkeiten, die die Renditen der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. In der Regel beruht die Beherrschungsmöglichkeit auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT.
Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die K+S AKTIENGESELLSCHAFT die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Die Abschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Tochtergesellschaften werden einheitlich nach den hier und in den folgenden Anmerkungen beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften werden voll eliminiert, soweit sie während der Zugehörigkeit der betreffenden Gesellschaften zur K+S GRUPPE entstanden sind. Ebenso werden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Nach der Zuordnung zu Vermögenswerten und Schulden verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Goodwill bilanziert. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sind unmittelbar ertragswirksam zu erfassen.
GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN, GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
Gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass eine vertragliche Vereinbarung besteht, gemäß der die K+S AKTIENGESELLSCHAFT mittelbar oder unmittelbar die jeweiligen Aktivitäten mit einer konzernfremden Gesellschaft gemeinschaftlich führt. Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, bei denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT mittelbar oder unmittelbar über einen maßgeblichen Einfluss verfügt.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
ERFASSUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGEN
Umsatzerlöse beinhalten bei der K+S GRUPPE Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen sowie Erlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen. In nahezu allen Geschäftsvorfällen handelt K+S als Prinzipal. Mehrkomponentengeschäfte liegen in Form von Güterlieferungen und nachfolgend erbrachten Transportdienstleistungen vor. Dabei wird der Transaktionspreis unter Berücksichtigung von etwaigen variablen Komponenten bestimmt und auf Basis der Einzelveräußerungspreise der jeweiligen Leistungsverpflichtungen auf diese verteilt. Sowohl für die gelieferten Güter, als auch für die erbrachten Transportdienstleistungen liegen keine unmittelbar beobachtbaren Einzelveräußerungspreise vor. Zur Ermittlung der Einzelveräußerungspreise für die erbrachten Transportdienstleistungen erfolgt daher ein Rückgriff auf die Adjusted-market-approach-Methode, zur Ermittlung der Einzelveräußerungspreise für die Güter wird auf die Residualmethode abgestellt.
Umsatzerlöse aus Güterverkäufen werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die Verfügungsgewalt über die Güter auf den Kunden übergeht (zeitpunktbezogene Erlösrealisierung). Im Regelfall entspricht der Zeitpunkt des Gefahrübergangs dem Zeitpunkt des Übergangs der Verfügungsgewalt.
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden über den Zeitraum der Erbringung der Leistungsverpflichtung erfasst. Erlöse aus Dienstleistungen werden linear über den Zeitraum der Erbringung der Dienstleistung erfasst. Erlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden anhand des Verhältnisses der angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst (inputorientierte Methode). Aufgrund der Art der erbrachten Dienstleistungen und der vorherrschenden kundenspezifischen Fertigungsaufträge ist diese Methode am geeignetsten, ein getreues Bild der Übertragung der Verfügungsgewalt auf den Kunden zu vermitteln. Kann der Leistungsfortschritt nicht verlässlich ermittelt werden, werden Umsatzerlöse nur in Höhe der angefallenen Kosten erfasst, deren Wiedererlangung vom Unternehmen erwartet wird.
Abgegrenzte Umsatzerlöse aus noch nicht (vollständig) erbrachten Leistungsverpflichtungen (Vertragsverbindlichkeiten) werden in der Bilanz unter den "sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten" im kurzfristigen Bereich ausgewiesen.
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sind Forderungen, für welche K+S einen bedingten Zahlungsanspruch gegenüber dem Kunden hat (sog. "Contract Assets" i. S. v. IFRS 15). Derartige Forderungen werden in der Bilanz unter den "sonstigen finanziellen Vermögenswerten" im kurzfristigen Bereich ausgewiesen.
Auflösungen von Rückstellungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen für Verkaufsgeschäfte werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen.
Verträge mit (explizit vereinbarten oder impliziten) bedeutenden Finanzierungskomponenten liegen i. d. R. derzeit nicht vor. Sollte dies auf künftige Kundenverträge zutreffen, wird von der Erleichterung, derartige Effekte erst ab einem Zahlungsziel größer 1 Jahr im Transaktionspreis zu berücksichtigen, Gebrauch gemacht. Vertragsanbahnungskosten für Verträge mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht aktiviert, sondern unmittelbar aufwandswirksam erfasst.
Sonstige betriebliche Erträge werden, sofern deren Höhe verlässlich bestimmt werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft oder Ereignis wahrscheinlich ist, zu dem Zeitpunkt periodengerecht erfasst, ab dem ein rechtlicher (vertraglicher oder gesetzlicher) Anspruch besteht.
Sonstige betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfolgswirksam erfasst.
Rückstellungen
| € Auflösung Umbuchung CTA-Umgliederung | Stand am 31.12.2018 | Verfüllung Gruben und Schächte | Haldenverwahrung | Bergschädenwagnisse | Sonstige bergbauliche Verpflichtungen | Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | Jubiläen | Sonstige Personalverpflichtungen | Personalverpflichtungen | Übrige Rückstellungen | Rückstellungen (langfristiges Fremdkapital) | Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | Personalverpflichtungen | Rückstellungen für Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften | Rückstellungen für Verpflichtungen aus Einkaufsverträgen | Übrige Rückstellungen | Rückstellungen (kurzfristiges Fremdkapital) | Rückstellungen | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 31.12.2018 | 4,6 | 15,5 | - | 373,3 | 52,3 | - | - | 563,8 | 2,8 | -1,5 | - | 28,6 | 0,5 | - | - | - | - | 49,4 | 60,2 |
| (Mio. €) | |||||||||||||||||||
| Verfüllung Gruben und Schächte | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | 4,6 | 15,5 | - | 373,3 | 52,3 | - | - | 563,8 | 2,8 | -1,5 | - | 28,6 | 0,5 | - | - | - | - | 49,4 | 60,2 |
| Haldenverwahrung | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | 4,6 | 15,5 | - | 373,3 | 52,3 | - | - | 563,8 | 2,8 | -1,5 | - | 28,6 | 0,5 | - | - | - | - | 49,4 | 60,2 |
| Bergschädenwagnisse | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | 4,6 | 15,5 | - | 373,3 | 52,3 | - | - | 563,8 | 2,8 | -1,5 | - | 28,6 | 0,5 | - | - | - | - | 49,4 | 60,2 |
| Sonstige bergbauliche Verpflichtungen | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | 4,6 | 15,5 | - | 373,3 | 52,3 | - | - | 563,8 | 2,8 | -1,5 | - | 28,6 | 0,5 | - | - | - | - | 49,4 | 60,2 |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | 4,6 | 15,5 | - | 373,3 | 52,3 | - | - | 563,8 | 2,8 | -1,5 | - | 28,6 | 0,5 | - | - | - | - | 49,4 | 60,2 |
| Jubiläen | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | 4,6 | 15,5 | - | 373,3 | 52,3 | - | - | 563,8 | 2,8 | -1,5 | - | 28,6 | 0,5 | - | - | - | - | 49,4 | 60,2 |
| Sonstige Personalverpflichtungen | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | 4,6 | 15,5 | - | 373,3 | 52,3 | - | - | 563,8 | 2,8 | -1,5 | - | 28,6 | 0,5 | - | - | - | - | 49,4 | 60,2 |
| Personalverpflichtungen | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | 4,6 | 15,5 | - | 373,3 | 52,3 | - | - | 563,8 | 2,8 | -1,5 | - | 28,6 | 0,5 | - | - | - | - | 49,4 | 60,2 |
| Übrige Rückstellungen | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | 4,6 | 15,5 | - | 373,3 | 52,3 | - | - | 563,8 | 2,8 | -1,5 | - | 28,6 | 0,5 | - | - | - | - | 49,4 | 60,2 |
| Rückstellungen (langfristiges Fremdkapital) | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | 4,6 | 15,5 | - | 373,3 | 52,3 | - | - | 563,8 | 2,8 | -1,5 | - | 28,6 | 0,5 | - | - | - | - | 49,4 | 60,2 |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | - | -14,0 | - | 7,3 | - | - | - | - | 6,6 | 11,7 | - | 112,6 | 9,9 | - | - | - | - | 55,0 | 9,3 |
| Personalverpflichtungen | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | - | -14,0 | - | 7,3 | - | - | - | - | 6,6 | 11,7 | - | 112,6 | 9,9 | - | - | - | - | 55,0 | 9,3 |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | - | -14,0 | - | 7,3 | - | - | - | - | 6,6 | 11,7 | - | 112,6 | 9,9 | - | - | - | - | 55,0 | 9,3 |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus Einkaufsverträgen | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | - | -14,0 | - | 7,3 | - | - | - | - | 6,6 | 11,7 | - | 112,6 | 9,9 | - | - | - | - | 55,0 | 9,3 |
| Übrige Rückstellungen | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | - | -14,0 | - | 7,3 | - | - | - | - | 6,6 | 11,7 | - | 112,6 | 9,9 | - | - | - | - | 55,0 | 9,3 |
| Rückstellungen (kurzfristiges Fremdkapital) | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | - | -14,0 | - | 7,3 | - | - | - | - | 6,6 | 11,7 | - | 112,6 | 9,9 | - | - | - | - | 55,0 | 9,3 |
| Rückstellungen | |||||||||||||||||||
| Stand am 31.12.2018 | 4,6 | 1,5 | 19,3 | 1.155,1 | 60,2 | 14,0 | - | 31,4 | 0,1 | -11,8 | 19,3 | 44,5 | 7,3 | 112,6 | 55,0 | 93,0 | 46,7 | 314,6 | 1.469,8 |
¹ Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.# BETEILIGUNGSERGEBNIS
Diese Position beinhaltet das Ergebnis (Ausschüttungen, Ergebnisabführungen) aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen.
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein mit dem immateriellen Vermögenswert verbundener künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuverlässig ermittelbar sind. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den auf sie entfallenden Entwicklungsausgaben (Herstellungskosten) angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen sowie, sofern erforderlich, Wertminderungsaufwendungen. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit einer Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert (bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen) wird kein Gebrauch gemacht. Immaterielle Vermögenswerte werden, sofern ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig abgeschrieben. Bei einer unbestimmten Nutzungsdauer wird keine Abschreibung vorgenommen, sondern, sofern erforderlich, ein Wertminderungsaufwand erfasst. Beim Goodwill wird grundsätzlich von einer unbestimmten Nutzungsdauer ausgegangen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Diesen Vermögenswerten liegen die folgenden konzerneinheitlich angesetzten Nutzungsdauern zugrunde:
TAB. 3.10 NUTZUNGSDAUERN FÜR IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MiT BESTiMMTER NUTZUNGSDAUER
| NUTZUNGSDAUER FÜR IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MiT BESTiMMTER NUTZUNGSDAUER |
|---|
| TAB. 3.10 scroll in Jahren |
| Kundenbeziehungen |
| 5-20 |
| Marken |
| 20 |
| Hafenkonzessionen |
| 250 |
| Übrige immaterielle Vermögenswerte |
| 2-50 |
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entsprechend der Nutzung der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
* Herstellungskosten
* Vertriebskosten + allgemeine Verwaltungskosten
* Forschungs- und Entwicklungskosten
* sonstige betriebliche Aufwendungen
Im Falle einer Wertminderung ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Entfallen die Gründe für einen zuvor erfassten Wertminderungsaufwand, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen. Ein für den Goodwill erfasster Wertminderungsaufwand darf nicht aufgeholt werden. Die Werthaltigkeit der Goodwills wird mindestens einmal pro Jahr überprüft. Sofern erforderlich, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein etwaiger Wertminderungsbedarf wird gemäß IAS 36 durch einen Vergleich der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, welche den Goodwills zugeordnet sind, mit deren erzielbarem Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und dem Nutzungswert. Der Nutzungswert wird anhand der diskontierten erwarteten künftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt, denen die entsprechenden Goodwill-Beträge zugeordnet sind. Die Erstbewertung von co2-Emissionsrechten erfolgt zu Anschaffungskosten. Unentgeltlich zugeteilte Rechte werden demnach mit einem Wert von null, entgeltlich erworbene Rechte zum jeweiligen Anschaffungswert aktiviert. Sinkt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag unter den Anschaffungswert, wird im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung der Buchwert der die Emissionsrechte haltenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem Nutzungswert dieser Einheit verglichen. Werden immaterielle Vermögenswerte verkauft oder stillgelegt, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös (Veräußerungserlös abzgl. Veräußerungskosten) und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
SACHANLAGEN
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein mit der Sachanlage verbundener künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuverlässig ermittelbar sind. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen, sofern relevant, auch künftige Rückbau- und Rekultivierungsaufwendungen, für welche eine Rückstellung gem. IAS 37 angesetzt wurde. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen sowie, sofern erforderlich, Wertminderungsaufwendungen. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit einer Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert (bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen) wird kein Gebrauch gemacht. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen im Regelfall nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Bestimmte Vermögenswerte der Gruppe "Finanzierungsleasing für Technische Anlagen und Maschinen" werden nach der leistungsabhängigen Methode abgeschrieben, da diese Methode in diesen Fällen geeigneter ist, den Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens widerzuspiegeln. Den Sachanlagen, welche nach der linearen Methode abgeschrieben werden, liegen die folgenden konzerneinheitlich angesetzten Nutzungsdauern zugrunde:
TAB. 3.11 NUTZUNGSDAUERN FÜR SACHANLAGEN
| NUTZUNGSDAUERN FÜR SACHANLAGEN |
|---|
| TAB 3.11 scroll in Jahren |
| Bauten |
| 15-50 |
| Rohstoffvorkommen |
| 17-250 |
| Technische Anlagen und Maschinen (Grubenbaue) |
| 4-122 |
| Technische Anlagen und Maschinen (Sonstige) |
| 8-39 |
| Schiffe |
| 25 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
| 7-11 |
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entsprechend der Nutzung der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
* Herstellungskosten
* Vertriebskosten
* allgemeine Verwaltungskosten
* Forschungs- und Entwicklungskosten
* sonstige betriebliche Aufwendungen
Die erworbenen Rohstoffvorkommen werden als Sachanlagevermögen erfasst. Die Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der erstmaligen Rohstoffgewinnung. Grubenbaue (Hauptwetterstrecken, Hauptbandstrecken, Hauptabwetterstrecken, Hauptfahrstrecken, Werkstätten, Bunker, Läger) werden, sofern diese länger als eine Periode genutzt werden, ebenfalls als Sachanlagevermögen ausgewiesen. Gehen Wertminderungen über die bereits vorgenommenen Abschreibungen hinaus, wird ein Wertminderungsaufwand als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die Ermittlung solcher Wertminderungen erfolgt gemäß IAS 36 durch den Vergleich der Buchwerte mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows der betreffenden Vermögenswerte. Sofern den betreffenden Vermögenswerten keine eigenen Cashflows zugeordnet werden können, werden stattdessen die Cashflows der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit zum Vergleich herangezogen. Bei Wegfall der Gründe für erfasste Wertminderungsaufwendungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen. Werden Sachanlagen verkauft oder stillgelegt, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös (Veräußerungserlös abzgl. Veräußerungskosten) und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
AKTiViERUNG VON FREMDKAPiTALKOSTEN
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts zu aktivieren. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn ein Zeitraum von mindestens einem Jahr erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Wird der qualifizierte Vermögenswert nachweisbar nicht aus Fremdmitteln finanziert, sind keine Fremdkapitalkosten zu aktivieren. In der Kapitalflussrechnung werden die aktivierten Fremdkapitalkosten in der Position "Gezahlte Zinsen" im "Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit" ausgewiesen.
LEASINGVERHÄLTNISSE
Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Leasingverhältnisse werden in Finanzierungsleasingverhältnisse und Operating-Leasingverhältnisse unterteilt. Ein Finanzierungsleasing liegt vor, wenn dem Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden und dieser folglich wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögenswertes ist. Ist dies der Fall, aktiviert der Leasingnehmer den Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. In gleicher Höhe ist eine Leasingverbindlichkeit zu passivieren. Die Abschreibung des Vermögenswerts unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Vorgehensweise bei vergleichbaren sich im rechtlichen Eigentum befindlichen Vermögenswerten. Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem erwarteten zeitlichen Nutzenverlauf. Bedingte Mietzahlungen im Rahmen eines Operating-Leasingverhältnisses werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.
ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Zuwendungen der öffentlichen Hand für die Anschaffung oder Herstellung von Sachanlagen (z. B. Investitionszuschüsse und -zulagen) mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden im laufenden Jahr mit den korrespondierenden Aufwendungen saldiert.# ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein mit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie verbundener künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuverlässig ermittelbar sind. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen sowie, sofern erforderlich, Wertminderungsaufwendungen. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit einer Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert (bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen) wird kein Gebrauch gemacht. Die Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Dabei wird im Regelfall von einer Nutzungsdauer von 50 Jahren ausgegangen. Abschreibungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus der Veräußerung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden im Finanzergebnis erfasst.
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN SOWIE AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE
Ein langfristiger Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) ist als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist der Fall, wenn der Vermögenswert (oder die Veräußerungsgruppe) im gegenwärtigen Zustand veräußerbar ist und eine solche Veräußerung höchst wahrscheinlich ist. Langfristige Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen), die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Eine Abschreibung dieser Vermögenswerte erfolgt nicht mehr. Ein Ausweis als aufgegebener Geschäftsbereich erfolgt bei einem Unternehmensbestandteil, der veräußert wurde oder als zur Veräußerung eingestuft wird und der ― einen gesonderten, wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt, ― Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs ist oder ― ein Tochterunternehmen darstellt, das ausschließlich mit der Absicht einer Weiterveräußerung erworben wurde.
FINANZINSTRUMENTE
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Vertragspartner zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten getrennt voneinander (unsaldiert) ausgewiesen. Die finanziellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen, Wertpapiere, Finanzinvestitionen sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten zählen insbesondere Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert.
KLASSIFIZIERUNG UND BEWERTUNG
Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ist u. a. abhängig vom Geschäftsmodell des Unternehmens. K+S verfolgt grundsätzlich das Ziel, die vertraglichen Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert zu vereinnahmen. Daher wird bei der Klassifizierung und Bewertung das Geschäftsmodell "Halten" zugrunde gelegt. Bei finanziellen Vermögenswerten in Form von Schuldinstrumenten hängt die Bilanzierung zudem von der Zahlungsstromeigenschaft ab. Stellen die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme ausschließlich eine Rückzahlung und Verzinsung des Nominalbetrags dar, erfolgt eine Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Ist die Zahlungsstrombedingung nicht erfüllt, wird eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Das betrifft insbesondere Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen. Diese werden grundsätzlich langfristig und nicht zu Handelszwecken gehalten. Daher wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen, ohne diese beim Abgang in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (OCI-Option). Die Bewertung der Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ausbuchung der Derivate erfolgt am Erfüllungstag. Die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) werden nicht angewandt. Finanzielle Verbindlichkeiten (mit Ausnahme von Derivaten mit negativem Marktwert) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
WERTMINDERUNGEN
Für finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind grundsätzlich Wertminderungen auf Basis der erwarteten Verluste vorzunehmen. Zum Zugangszeitpunkt ist grundsätzlich eine Wertminderung in Höhe des erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen. Die Zinsermittlung erfolgt auf Basis des Bruttobuchwerts. Sofern sich in den Folgeperioden das Ausfallrisiko signifikant erhöht, bemisst sich die Wertminderung nach der Höhe des erwarteten Verlusts über die Restlaufzeit des Instruments. Die Zinsermittlung basiert unverändert auf dem Bruttobuchwert. Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor (z. B. Insolvenz), ist ebenfalls eine Wertminderung in Höhe des erwarteten Verlusts über die Restlaufzeit des Instruments zu erfassen, allerdings basiert die Zinsermittlung in diesem Fall auf dem Nettobuchwert. Hauptanwendungsfall der Wertminderungsvorschriften bei K+S sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für diese werden nach dem vereinfachten Modell des IFRS 9 bereits bei Zugang die über die Restlaufzeit erwarteten Verluste berücksichtigt.
VORRÄTE
Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang vorgesehen sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung von Vermögenswerten oder im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt auf Basis der durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungspreis. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Dies gilt analog für Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie sonstige soziale Aufwendungen. Die Zuordnung der fixen Gemeinkosten erfolgt auf Basis der Normalkapazität. Der Nettoveräußerungspreis bestimmt sich als geschätzter Verkaufspreis abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten.
FLÜSSIGE MITTEL
Diese Position beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben. Zudem fallen hierunter Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt.
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Der Rechnungszins wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag vorliegenden Renditen für erstrangige Unternehmensanleihen ermittelt. Als erstrangig werden solche Unternehmensanleihen angesehen, die mit einem Rating von AA bewertet werden. Hierbei sind grundsätzlich solche Unternehmensanleihen heranzuziehen, die der voraussichtlichen Fristigkeit und Währung der Pensionsverpflichtungen entsprechen. Da entsprechend langfristige Unternehmensanleihen zum Bilanzstichtag zum Teil nur im unzureichenden Maße vorhanden waren, wurde der laufzeitkongruente Zins in diesen Fällen mittels Extrapolation ermittelt. Zudem werden z. B. die künftig zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen, Kostensteigerungen bei gesundheitsfürsorglichen Leistungszusagen sowie Sterbewahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Soweit Planvermögen vorliegt, erfolgt eine Saldierung dieses Vermögens mit den zugehörigen Verpflichtungen. Die Nettozinsen einer Berichtsperiode sind mittels Multiplikation der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) mit dem oben aufgeführten Rechnungszins zu ermitteln. Beide Faktoren werden zu Beginn der Berichtsperiode unter Berücksichtigung erwarteter Dotierungen/Auszahlungen festgelegt. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese umfassen:
― versicherungsmathematische Gewinne/Verluste,
― den Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) enthalten sind, und
― Veränderungen in den Auswirkungen der Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld von leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) enthalten sind.
BERGBAULICHE UND ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die aus einem vergangenen Ereignis resultieren. Die Inanspruchnahme muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen verlässlich schätzbar sein.# Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst, soweit der Zinseffekt von wesentlicher Bedeutung ist.
ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG
Das anteilsbasierte Vergütungsprogramm der K+S GRUPPE ist als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich ausgestaltet und stellt einen Baustein der erfolgsabhängigen Vergütung dar (sog. "LTI II-Programm"). Es erfolgt ein aufwandswirksamer anteiliger Ansatz des beizulegenden Zeitwerts der Verpflichtung über den Leistungszeitraum. Der beizulegende Zeitwert und einhergehend der Rückstellungsbedarf wird zu jedem Bilanzstichtag neu ermittelt. Etwaige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts und entsprechende Änderungen des zurückzustellenden Betrages werden erfolgswirksam erfasst. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt mittels eines anerkannten Optionspreismodells (CRR Option Pricing Model).
LATENTE STEUERN
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 auf der Grundlage der international üblichen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode). Danach werden Steuerabgrenzungsposten für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden jedoch nur berücksichtigt, soweit die Möglichkeit der Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die nach der derzeitigen Rechtslage künftig im wahrscheinlichen Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gelten werden. Die Auswirkungen von Steuergesetzänderungen auf aktive und passive latente Steuern werden in der Periode, in der die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen der Gesetzesänderung vorliegen, erfolgswirksam berücksichtigt. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nach Fristigkeiten innerhalb einzelner Gesellschaften bzw. innerhalb steuerlicher Organkreise saldiert.
UNTERNEHMENSERWERBE
Die Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses erfolgt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen der Neubewertung des erworbenen Unternehmens werden sämtliche stillen Reserven und stillen Lasten des übernommenen Unternehmens aufgedeckt und Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt (unter Berücksichtigung der in IFRS 3 geregelten Ausnahmen). Ein hieraus resultierender positiver Differenzbetrag zu den Anschaffungskosten des erworbenen Unternehmens wird als Goodwill aktiviert. Ein negativer Differenzbetrag wird unmittelbar ertragswirksam erfasst.
ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN
ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die Wertansätze der bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hängen mitunter von Ermessensentscheidungen in Bezug auf die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ab. Dies betrifft insbesondere die folgenden Sachverhalte:
- die Bestimmung des Konsolidierungskreises,
- die Bestimmung, ob ein Unternehmen im Rahmen eines Verkaufsgeschäfts mit einem Kunden als Prinzipal oder Agent handelt,
- die Bestimmung, ob ein Geschäftsvorfall als Operating-Leasingverhältnis oder als Finanzierungsleasingverhältnis i. S. d. IAS 17 einzustufen ist.
SCHÄTZUNGEN UND PRÄMISSEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Bestimmte Ansätze im IFRS-Abschluss beruhen dem Grunde und der Höhe nach zum Teil auf Schätzungen und der Festlegung bestimmter Prämissen. Dies ist insbesondere notwendig bei:
- der Bestimmung der Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens,
- der Festlegung der Bewertungsannahmen und der zukünftigen Ergebnisse im Rahmen von Werthaltigkeitstests, insbesondere für bilanzierte Goodwills,
- der Bestimmung des Nettoveräußerungspreises des Vorratsvermögens,
- der Bestimmung der für die Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen notwendigen Parameter (z. B. Rechnungszinssatz, künftige Entwicklung der Löhne/Gehälter und Renten, Sterbewahrscheinlichkeiten, Kostentrend Gesundheitswesen),
- der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zur Bewertung der Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütung gem. IFRS 2,
- der Bestimmung von Höhe, Erfüllungszeitpunkten und Rechnungszinssätzen für die Bewertung bergbaulicher Rückstellungen,
- der Wahl der Parameter im Rahmen der modellgestützten Bewertung der Derivate (z. B. Annahmen hinsichtlich der Volatilität und des Zinssatzes),
- der Abgrenzung von Erlösen und Aufwendungen gem. IFRS 15 für noch nicht (vollständig) erbrachte Leistungen zum Stichtag,
- der Bestimmung des Ergebnisses bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen nach dem Leistungsfortschritt (Schätzung des Auftragsfortschritts, der gesamten Auftragskosten, der bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, der gesamten Auftragserlöse und der Auftragsrisiken),
- der Bestimmung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen sowie
- der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Schulden sowie der Bestimmung der Nutzungsdauer der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen,
- der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zur Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen.
Trotz sorgfältiger Schätzung kann die tatsächliche Entwicklung von den Annahmen abweichen.
ABSCHREIBUNGSBEGINN BETHUNE
Ein Vermögenswert ist abzuschreiben, sobald er sich in dem vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand befindet. In Bezug auf das Werk Bethune wurde das Erreichen dieses Zustandes insbesondere anhand der folgenden Kriterien konkretisiert:
- Fähigkeit, eine fortlaufende Produktion des Produktes in verkaufsfähiger Form zu gewährleisten,
- Höhe der bereits getätigten Investitionen im Vergleich zu den geplanten Investitionen,
- Grad der physischen Fertigstellung des Werkes.
Auf Basis der genannten Kriterien ergab sich ein Abschreibungsbeginn des Werks Bethune zum 1. September 2017. Die fertiggestellten Anlagen wurden zu diesem Zeitpunkt von der Anlagenklasse "Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" in die jeweilige Anlagenklasse umgegliedert und entsprechend der Nutzungsdauer prospektiv abgeschrieben.
KALIBERGWERK SIGMUNDSHALL
Im Geschäftsjahr 2017 wurde beschlossen, die Einstellung der Kaliproduktion am Werk Sigmundshall aufgrund der Begrenzung der wirtschaftlich zu gewinnenden Vorräte bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2018 vorzunehmen. Die tatsächliche Schließung erfolgte im Dezember 2018. Ein Teil der Mitarbeiter wird über das Jahr 2018 hinaus für Verwahrtätigkeiten und den REKAL-Betrieb weiterbeschäftigt, ein weiterer Teil zu anderen Standorten der K+S GRUPPE versetzt. Den übrigen Mitarbeitern wurde zum 31. Dezember 2018 betriebsbedingt gekündigt. K+S hat mit dem Betriebsrat im Laufe des Geschäftsjahres einen Sozialplan abgeschlossen, der die Bedingungen für die von der Werksschließung betroffenen Mitarbeiter regelt. Wesentliche Aufwendungen aus der Werkschließung resultieren aus den Rückstellungen für Sozialplanaufwendungen, der Verkürzung der planmäßigen Nutzungsdauer sowie Anpassungen der bergbaulichen Rückstellungen für diesen Standort. Im Vorjahr führte dies insgesamt zu einer Ergebnisbelastung in Höhe von 43,0 Mio. €. Im aktuellen Geschäftsjahr waren weitere Aufwendungen in Höhe von 13,4 Mio. € zu verzeichnen. Die Aufwendungen sind vollumfänglich dem Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zuzuordnen.
WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Alle Gesellschaften betreiben ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Die funktionale Währung ist die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem die Gesellschaft tätig ist, und entspricht im Regelfall der lokalen Währung. Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen. Die sich ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst. Bei 13 Gesellschaften wird abweichend von der lokalen Währung der US-Dollar als funktionale Währung verwendet, da diese Gesellschaften ihre Zahlungsmittelzuflüsse bzw. -abflüsse überwiegend in dieser Währung generieren. Die Verwendung des US-Dollars erfolgt bei den Gesellschaften: COMPANIAMINERA PUNTA DE LOBOS LTDA., EMPRESA DE SERVICIOS LTDA., EMPRESA MARITIMA S.A., INAGUA GENERAL STORE, LTD., INVERSIONES COLUMBUS LTDA., INVERSIONES EMPRE-MAR LTDA., K+S ASIA PACIFIC PTE. LTD., K+S BELGIUM HOLDING B.V.B.A., K+S CHILE S.A., K+S FINANCE BELGIUM BVBA, MORTON BAHAMAS LTD., SERVICIOS MARITIMOS PATILLOS S.A. und SERVICIOS PORTUARIOS PATILLOS S.A. Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern wurden folgende Wechselkurse für einen Euro zugrunde gelegt:
TAB. 3.12
| Währung | Stichtagskurs zum 31.12. |
|---|---|
| scroll je 1€ |
Im Berichtsjahr wurden im Saldo Umrechnungsdifferenzen in Höhe von -25,2 Mio. € (2017: 34,1 Mio. €) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (z. B. Bewertung/Realisierung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung), die überwiegend in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen wurden.
3.13
WECHSELKURSE
- scroll je 1€
- Stichtagskurs zum 31.12.```markdown
WECHSELKURSE TAB. 3.13
| scroll je 1€ | Quartalsdurchschnittskurs Q1 | Quartalsdurchschnittskurs Q2 | Quartalsdurchschnittskurs Q3 | Quartalsdurchschnittskurs Q4 | Stichtagskurs zum 31.12. |
|---|---|---|---|---|---|
| US-Dollar (USD) | 1,145 | 1,229 | 1,163 | 1,141 | 1,199 |
| Kanadischer Dollar (CAD) | 1,561 | 1,554 | 1,521 | 1,506 | 1,504 |
| Tschechische Krone (CZK) | 25,724 | 25,402 | 25,718 | 25,864 | 25,535 |
| Brasilianischer Real (BRL) | 4,444 | 3,989 | 4,597 | 4,344 | 3,973 |
| Chilenischer Peso (CLP) | 794,630 | 740,029 | 771,088 | 776,494 | 738,085 |
| Britisches Pfund (GBP) | 0,895 | 0,883 | 0,892 | 0,887 | 0,887 |
| Quartalsdurchschnittskurs Q1 | Quartalsdurchschnittskurs Q2 | Quartalsdurchschnittskurs Q3 | Quartalsdurchschnittskurs Q4 | ||
| US-Dollar (USD) | 1,065 | 1,102 | 1,175 | 1,177 | |
| Kanadischer Dollar (CAD) | 1,410 | 1,482 | 1,473 | 1,496 | |
| Tschechische Krone (CZK) | 27,021 | 26,535 | 26,085 | 25,650 | |
| Brasilianischer Real (BRL) | 3,347 | 3,544 | 3,715 | 3,820 | |
| Chilenischer Peso (CLP) | 698,293 | 731,358 | 754,190 | 745,933 | |
| Britisches Pfund (GBP) | 0,860 | 0,861 | 0,898 | 0,887 |
NEUE ODER GEÄNDERTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN
IFRS 9 "FINANZINSTRUMENTE"
IFRS 9 ersetzt den aktuellen Standard für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten, IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". Er ist von K+S verpflichtend ab dem Geschäftsjahr 2018 anzuwenden, eine vorzeitige Anwendung erfolgte nicht. Neben neuen qualitativen und quantitativen Angabepflichten führte IFRS 9 zu folgenden Änderungen:
KLASSIFIZIERUNG UND BEWERTUNG
Die Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte hängt nun vom zugrunde liegenden Geschäftsmodell sowie von der Ausgestaltung der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme ab. Das Geschäftsmodell von K+S in Bezug auf finanzielle Vermögenswerte in Form von Schuldinstrumenten sieht grundsätzlich das Halten bis zur Endfälligkeit vor. Da die erhaltenen Zahlungsströme im Regelfall ausschließlich Zinsen und Tilgung der zugrunde liegenden Forderung darstellen, erfolgt für diese unverändert eine Bewertung zu "fortgeführten Anschaffungskosten" (insbes. bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten).
Änderungen ergeben sich bei der Bewertung von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen, die aufgrund von unwesentlicher Bedeutung nicht konsolidiert werden. Diese wurden bislang "zu Anschaffungskosten" bilanziert. Ab dem 1. Januar 2018 erfolgt eine Bewertung zum "beizulegenden Zeitwert". Die daraus resultierende Buchwerterhöhung von 51,6 Mio. € wurde zum 1. Januar 2018 in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte nicht. Vom Wahlrecht, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen, ohne diese beim Abgang in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (OCI-Option), wird Gebrauch gemacht. Derivate werden unverändert erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und emittierte Schuldinstrumente (z. B. Anleihen) unverändert zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
NEUE UND GEÄNDERTE RECHNUNGSSTANDRADS UND INTERPRETATIONEN TAB. 3.14
| scroll | Standard/Interpretation | Zeitpunkt verpflichtende Anwendung K+S GRUPPE1 |
|---|---|---|
| Neu | IFRS 9 Finanzinstrumente | 01.01.2018 |
| Neu | IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.2018 |
| Neu | IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen | 01.01.2018 |
| Änderung | IAS 40 Übertragungen in den und aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 01.01.2018 |
| Änderung | IFRS 2 Einstufung und Bewertung anteilsbasierter Vergütungen | 01.01.2018 |
| Änderung | IFRS 15 Klarstellungen zum IFRS 15 | 01.01.2018 |
| Änderung | Sammelstandard zur Änderung mehrerer IFRS Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards, Zyklus 2014-20162 | 01.01.2018 |
1 Erstanwendung für Unternehmen mit Sitz in der EU für Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Tag beginnen. Die Anwendung neuer oder geänderter IFRS bzw. deren Interpretationen für Unternehmen mit Sitz in der EU erfordert ein Endorsement durch die EU-Kommission. Mitunter kann der von der EU-Kommission bestimmte Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung von dem vom IASB vorgesehenen Erstanwendungsdatum abweichen.
2 Die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 sind auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden; die Änderungen an IFRS 12 waren bereits zum 1. Januar 2017 anzuwenden.
WERTMINDERUNGEN
Die neuen Regelungen des IFRS 9 zur Erfassung von Wertminderungen stellen auf erwartete Verluste ab. Bislang wurden Wertminderungen nur bei bereits eingetretenen Verlustereignissen erfasst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen die wesentlich betroffene Bilanzposition dar. Aufgrund des hohen Grads der Besicherung bzw. der guten Bonität der Vertragspartner bestehen erwartete Verluste nur in geringfügiger Höhe (Details siehe Anmerkung 18 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte"). Die Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" umfasst neben Sicherungsderivaten eine Vielzahl von Einzelsachverhalten (z. B. Erstattungsansprüche, Forderungen ggü. Versicherungen), für die keine wesentlichen Wertminderungen erwartet werden.
BEWERTUNGSKATEGORIEN UND BUCHWERTE NACH KLASSEN TAB. 3.15
| scroll in Mio. € | Bewertungskategorien | Buchwerte 31.12.2017/01.01.2018 | IAS 39 | IFRS 9 | Differenz |
|---|---|---|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | Zur Veräußerung verfügbar¹ | ||||
| Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 20,6 | 72,2 | 51,6 | ||
| Ausleihungen | Kredite und Forderungen | 0,4 | 0,4 | - | |
| Finanzanlagen | 21,0 | 72,6 | 51,6 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Kredite und Forderungen | 714,9 | 714,9 | - | |
| Derivate mit positivem Marktwert | Zu Handelszwecken gehalten | 45,0 | 45,0 | - | |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte | Kredite und Forderungen | 109,0 | 109,0 | - | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 154,0 | 154,0 | - | ||
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | Kredite und Forderungen | 11,4 | 11,4 | - | |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | Zur Veräußerung verfügbar | 7,0 | 7,0 | - | |
| Flüssige Mittel | Kredite und Forderungen | 182,6 | 182,6 | - | |
| Finanzverbindlichkeiten | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 3.021,7 | 3.021,7 | - | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 288,4 | 288,4 | - | |
| Derivate mit negativem Marktwert | Zu Handelszwecken gehalten | 7,6 | 7,6 | - | |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 62,9 | 62,9 | - | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | IFRS 7 | 173,0 | 173,0 | - | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 243,5 | 243,5 | - |
¹ Bis zum 31. Dezember 2017 wurde eine Anschaffungskostenbewertung gemäß IAS 39.46c vorgenommen.
Die Derivate werden unverändert zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und unterliegen nicht den Wertminderungsvorschriften. Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen sowie liquide Mittel enthalten aufgrund der hohen Bonität der Kontrahenten bzw. der kurzen Restlaufzeit nur geringe Wertminderungsrisiken. Insgesamt ergeben sich somit weder zum Erstanwendungszeitpunkt noch zum Abschlussstichtag wesentliche Effekte aus den geänderten Wertminderungsvorschriften. Die erfassten Wertminderungen beschränken sich daher im Geschäftsjahr unverändert auf bereits eingetretene Verlustereignisse. Zukünftig können sich bei geänderten Erwartungen entsprechende Auswirkungen hinsichtlich der Höhe der Wertminderungen ergeben.
SICHERUNGSBEZIEHUNGEN
Die geänderten Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen orientieren sich verstärkt an der Risikomanagementstrategie des Unternehmens. Die Neuregelung hat keine Auswirkungen, da die K+S GRUPPE derzeit keine bilanziellen Sicherungsbeziehungen bildet.
In der TAB. 3.15 sind die Klassen finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IFRS 9 mit ihren jeweiligen bisherigen und neuen Bewertungskategorien sowie Buchwerten dargestellt. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden wie folgt von der Bewertungskategorie nach IAS 39 auf die nach IFRS 9 übergeleitet:
ÜBERLEITUNG BUCHWERTE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE VON IAS 39 auf IFRS 9 TAB. 3.16
| scroll in Mio. € | Buchwert IAS 39 31.12.2017 | Umklassifizierung | Umbewertung | Buchwert IFRS 9 01.01.2018 | Effekt Eigenkapital 01.01.2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungskategorien IFRS 9 (31.12.2017: IAS 39) | |||||
| Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam (31.12.2017: zu Handelszwecken gehalten) | 45,0 | - | - | 45,0 | - |
| Derivate mit positivem Marktwert | 45,0 | - | - | 45,0 | - |
| Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis (31.12.2017: zur Veräußerung verfügbar) | 27,6 | - | 51,6 | 79,2 | 51,6 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen¹ | 20,6 | - | 51,6 | 72,2 | 51,6 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 7,0 | - | - | 7,0 | - |
| Fortgeführte Anschaffungskosten (31.12.2017: Kredite und Forderungen) | 1.018,3 | - | - | 1.018,3 | - |
| Ausleihungen | 0,4 | - | - | 0,4 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 714,9 | - | - | 714,9 | - |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte | 109,0 | - | - | 109,0 | - |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 11,4 | - | - | 11,4 | - |
| Flüssige Mittel | 182,6 | - | - | 182,6 | - |
¹ Bis zum 31. Dezember 2017 wurde eine Anschaffungskostenbewertung gemäß IAS 39.46c vorgenommen.
ÜBERLEITUNG BUCHWERTE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN VON IAS 39 AUF IFRS 9 TAB. 3.17
| scroll in Mio. € |
| :--------------- |
```# € Buchwert IAS 39 31.12.2017 Umklassifizierung Umbewertung Buchwert IFRS 9 01.01.2018 Effekt Eigenkapital 01.01.2018
Bewertungskategorien IFRS 9 (31.12.2017: IAS 39)
| Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam (31.12.2017: zu Handelszwecken gehalten) | Derivate mit negativem Marktwert | Fortgeführte Anschaffungskosten (31.12.2017: fortgeführte Anschaffungskosten) | Finanzverbindlichkeiten | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | Keine Bewertungskategorie IFRS 9/IAS 39 | Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert IAS 39 31.12.2017 | 7,6 | 7,6 | 3.373,0 | 3.021,7 | 288,4 | 62,9 | 173,0 | |
| Umklassifizierung/Umbewertung | - | - | - | - | - | - | - | |
| Buchwert IFRS 9 01.01.2018 | 7,6 | 7,6 | 3.373,0 | 3.021,7 | 288,4 | 62,9 | 173,0 | |
| Effekt Eigenkapital 01.01.2018 | - | - | - | - | - | - | - |
IFRS 15 "ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN"
IFRS 15 ersetzt die Standards IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 "Erlöse" sowie die dazugehörigen Interpretationen. Die Erstanwendung des IFRS 15 zum 1. Januar 2018 erfolgte bei der K+S GRUPPE nach der modifiziert retrospektiven Methode. Die K+S GRUPPE hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, IFRS 15 retrospektiv nur auf Verträge anzuwenden, welche zum 1. Januar 2018 noch nicht (vollständig) erfüllt waren. Die Anwendung von IFRS 15 führte zu einer geänderten Bilanzierung in Bezug auf sog. "Mehrkomponentengeschäfte". Mehrkomponentengeschäfte liegen in Form von Güterlieferungen und nachfolgend erbrachten Transportdienstleistungen vor. Ob eine Transportdienstleistung eine separate Leistungsverpflichtung darstellt, hängt von den jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen mit dem Kunden ab. Bislang wurden Erlöse aus Transportdienstleistungen zeitgleich mit den auf die Güterlieferung entfallenden Erlösen realisiert. Künftig werden die anteilig auf Transportdienstleistungen, welche als separate Leistungsverpflichtung identifiziert wurden, entfallenden Erlösanteile ratierlich über die Dauer des Transports der Güter realisiert (zeitraumbezogene Realisierung). Hieraus resultieren zeitliche Verschiebungen in der Realisierung von Erlösen und der Erfassung von hierzu korrespondierenden Vertriebskosten. Die quantitativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 sind aus Konzernsicht als gering zu bezeichnen. Die notwendige Abgrenzung von noch nicht erbrachten Erlösen aus Transportdienstleistungen führte zu einer Reduktion der Gewinnrücklage (Eigenkapital) und der Bildung einer Vertragsverbindlichkeit (sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeit) zum 1. Januar 2018 i. H.v. 4,3 Mio. €. In gleicher Höhe führten abgegrenzte Aufwendungen von noch nicht erbrachten Transportdienstleistungen (sonstiger nicht finanzieller Vermögenswert) zu einer Erhöhung der Gewinnrücklage (Eigenkapital). Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 in künftigen Perioden können aufgrund einer veränderten Geschäftsentwicklung (z. B. Preis- oder Mengenänderungen) oder einer Änderung des Geschäftsmodells auftreten.
ANPASSUNGEN AUS DER ERSTANWENDUNG VON IFRS 15 (BILANZ)
TAB. 3.18
| Buchwert zum 31.12.2018 | Anpassungsbetrag aufgrund von IFRS 15 | Buchwert ohne Anwendung von IFRS 15 | |
|---|---|---|---|
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 172,5 | 5,5 | 167,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.015,0 | 5,5 | 2.009,5 |
| AKTIVA | 9.966,2 | 5,5 | 9.960,7 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 49,9 | 5,5 | 44,4 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.293,7 | 5,5 | 1.288,2 |
| PASSIVA | 9.966,2 | 5,5 | 9.960,7 |
ANPASSUNGEN AUS DER ERSTANWENDUNG VON IFRS 15 /GESAMTERGEBNISRECHNUNG
TAB. 3.19
| Berichteter Wert zum 31.12.2018 | Anpassungsbetrag aufgrund von IFRS 15 | Berichteter Wert ohne Anwendung von IFRS 15 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 4.039,1 | -1,2 | 4.040,3 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.259,6 | -1,2 | 1.260,8 |
| Vertriebskosten | 779,8 | -1,2 | 781,0 |
Die Tabelle 3.18 zeigt den aus der Anwendung von IFRS 15 resultierenden Anpassungsbetrag für jeden betroffenen Abschlussposten in der Bilanz, der sich im Vergleich zu den vor der Änderung geltenden Bestimmungen ergibt.
Die Tabelle 3.19 zeigt den aus der Anwendung von IFRS 15 resultierenden Anpassungsbetrag für jeden betroffenen Abschlussposten in der Gesamtergebnisrechnung, der sich im Vergleich zu den vor der Änderung geltenden Bestimmungen ergibt.
Die übrigen Positionen in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung sind von der Erstanwendung des IFRS 15 nicht betroffen. Ebenso hatte IFRS 15 keine Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung.
NEUE ODER GEÄNDERTE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN
Die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag vom iasb veröffentlicht, sind aber von der K+S GRUPPE erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden.
TAB. 3.20
| Standard/Interpretation | Zeitpunkt verpflichtende Anwendung K+S GRUPPE¹ |
|---|---|
| Neu IFRS 16 Leasingverhältnisse | 01.01.2019 |
| Neu IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung | 01.01.2019 |
| Änderung IFRS 9 Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung | 01.01.2019 |
| Änderung IAS 1, IAS 8 Definition von "wesentlich" | offen |
| Änderung IAS 19 Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen | offen |
| Änderung IAS 28 Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 01.01.2019 |
| Änderung IFRS 3 Definition eines Geschäftsbetriebs | offen |
| Änderung Diverse Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards | offen |
| Änderung Sammelstandard zur Änderung mehrerer IFRS Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards, Zyklus 2015-2017 | offen |
¹ Erstanwendung für Unternehmen mit Sitz in der EU für Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Tag beginnen. Die Anwendung neuer oder geänderter IFRS bzw. deren Interpretationen für Unternehmen mit Sitz in der EU erfordert ein Endorsement durch die EU-Kommission. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt der Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung für Unternehmen mit Sitz in der EU offen.
IFRS 16 "LEASINGVERHÄLTNISSE"
IFRS 16 ersetzt den aktuellen Standard IAS 17 "Leasingverhältnisse" sowie die dazugehörigen Interpretationen IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreizvereinbarungen" und SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Kerngedanke des neuen Standards ist die einheitliche bilanzielle Erfassung sämtlicher Leasingverhältnisse seitens des Leasingnehmers. Die bisher erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnissen entfällt für den Leasingnehmer. Zukünftig sind sämtliche Rechte und Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen als Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz zu erfassen. Ausnahmen bestehen lediglich für kurzfristige Leasingverträge von bis zu einem Jahr (ohne Kaufoption) sowie für sogenannte Low-Value-Assets. Aufgrund der Bilanzverlängerung werden sich die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhen und die Eigenkapitalquote entsprechend verringern. Für Leasingverhältnisse, die derzeit als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert werden, erfasst der Leasingnehmer zukünftig Abschreibungen für das Nutzungsrecht und Zinsaufwand für die Fortschreibung der Leasingverbindlichkeit anstatt Leasingaufwand. Diese Änderung wird unter anderem zu einer Verbesserung der Kennzahlen EBIT I, EBIT II und EBITDA führen. Aus dem geänderten Ausweis der Leasingaufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen resultieren zudem eine Verbesserung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit und eine Verschlechterung der Cashflows aus Finanzierungstätigkeit. Des Weiteren führt der IFRS 16 zu neuen qualitativen und quantitativen Angabepflichten. Der neue Standard ist verpflichtend auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, anzuwenden. Die K+S GRUPPE wird die neuen Vorschriften ab dem 1. Januar 2019 modifiziert retrospektiv anwenden und auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen verzichten. Der kumulierte Effekt aus der Umstellung wird bei Übergang erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Hierbei werden nur unwesentliche Auswirkungen auf das Eigenkapital erwartet. K+S wird das Wahlrecht ausüben, bei kurzfristigen Leasingverträgen für alle Klassen von Vermögenswerten und Low-Value-Assets auf die bilanzielle Erfassung zu verzichten. Zudem wird bei einzelnen Klassen von Leasinggegenständen auf die Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten verzichtet. Zum Erstanwendungszeitpunkt wird teilweise von der Vereinfachung Gebrauch gemacht, Leasingverträge mit einem Vertragsende im Jahre 2019 als kurzfristige Leasingverträge zu behandeln und keinen Bilanzansatz vorzunehmen. Zur Beurteilung der Auswirkungen und zur Implementierung der neuen Vorschriften wurde ein konzernübergreifendes Projekt aufgesetzt um die bilanzierungsrelevanten Daten der bestehenden Leasingverhältnisse zu erheben. Die auf Basis dieser Analyse zum 31. Dezember 2018 identifizierten Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen sind dem Anhang auf S. 204 zu entnehmen. Zum 1. Januar 2019 werden diese Verpflichtungen unter Beachtung der Regelungen des IFRS 16 mit dem jeweiligen Grenzfremdkapitalzins diskontiert, um die Leasingverbindlichkeit zum Erstanwendungszeitpunkt zu bestimmen. Das zu aktivierende Nutzungsrecht entspricht der Leasingverbindlichkeit, gegebenenfalls wird dieses korrigiert um Vorauszahlungen und abgegrenzte Leasingverbindlichkeiten bzw. -rückstellungen. Zum 1. Januar 2019 werden zusätzliche Leasingverbindlichkeiten von rund 200-220 Mio. €, zusätzliche Nutzungsrechte von rund 190-210 Mio. € und eine Verringerung der Eigenkapitalquote um ca. 0,8 Prozentpunkte erwartet. Die zusätzlich anzusetzenden Leasingverbindlichkeiten beinhalten Nichtleasingkomponenten, für die aufgrund der Wahlrechtsausübung auf eine Trennung von der Leasingkomponente verzichtet wurde und die nicht in den Verpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen zum 31. Dezember 2018 enthalten sind.# ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung sind auf Seite 145 abgebildet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden. Die K+S GRUPPE setzt Derivate zur Sicherung von Risiken aus sich verändernden Marktpreisen ein. Die Sicherungsstrategie wird in der Anmerkung (19) näher erläutert. Zwischen den Derivaten und den beschriebenen Grundgeschäften werden keine Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 gebildet, sodass die Marktwertschwankungen der ausstehenden Derivate zu jedem Bilanzstichtag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen sind. Des Weiteren ergeben sich Ergebniswirkungen aus der Ausübung/Erfüllung, dem Verkauf oder dem Verfall von Sicherungsderivaten. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Effekte aus Sicherungsgeschäften in Abhängigkeit vom Sicherungszweck in den folgenden Positionen gezeigt:
A) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN
Sämtliche Ergebniseffekte, die aus der antizipativen Sicherung von in zukünftigen Perioden erfolgswirksam werdenden operativen Geschäftsvorfällen resultieren, werden in dieser Ergebniszeile zusammengefasst. "Antizipativ" meint dabei Grundgeschäfte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden, jedoch noch nicht in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Die Bezeichnung "operativ" stellt auf Grundgeschäfte ab, die zu EBIT-wirksamen Effekten führen. Wesentliche Anwendungsfälle sind:
* die Sicherung von erwarteten USD-Umsätzen,
* die Sicherung von erwarteten Zahlungsabflüssen (Investitionen, operative Aufwendungen) in kanadischen Dollar.
B) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN
In diesen Positionen werden Ergebniseffekte ausgewiesen, die aus der Sicherung bereits bestehender Fremdwährungsforderungen resultieren (z. B. Sicherung von USD-Forderungen gegen Währungsschwankungen mittels eines EUR/USD-Termingeschäfts).
C) FINANZERGEBNIS
Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im EBIT I und II niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen (z. B. Zinsderivate).
Die interne Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt u. a. auf Basis des EBITDA, das ausgehend vom operativen Ergebnis (EBIT I) ermittelt wird. Das EBIT I unterscheidet sich von dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen EBIT II durch die Nichtberücksichtigung von Marktwertschwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften, die sich aufgrund der nach IFRS 9 vorgeschriebenen Marktbewertung während der Laufzeit des Sicherungsinstruments ergeben. Folglich sind aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen EBIT II folgende Effekte zu eliminieren:
-
Ertrag/Aufwand aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte
Bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit sind die Sicherungsgeschäfte zu jedem Bilanzstichtag zum Marktwert zu bewerten. Die Abweichung vom Buchwert ist als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. -
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften
Zum Zeitpunkt der Realisierung ist der Buchwert des Sicherungsgeschäfts auszubuchen. Die Realisierung erfolgt durch Ausübung/Erfüllung, Verfall oder Verkauf des Sicherungsinstruments. Die Differenz aus dem Realisierungsbetrag und dem Buchwert ergibt den Ertrag bzw. Aufwand der laufenden Periode. Da das EBIT I ein Ergebnis frei von Einflüssen aus der Marktbewertung nach IFRS 9 zeigen soll, sind die im Buchwert enthaltenen Marktwertschwankungen aus Vorperioden zu eliminieren.
Das im EBIT I erfasste Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften entspricht - aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwertschwankungen während der Laufzeit - dem Wert des Sicherungsgeschäfts zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien. Sofern es sich um eine Kurssicherung der erwarteten Investitionen in kanadischen Dollar für das Werk Bethune handelt, werden nicht nur die o. g. Positionen, sondern sämtliche Ergebniseffekte bei der Ermittlung des EBIT I eliminiert. Da die gesicherten Grundgeschäfte (Investitionen in kanadischen Dollar) nur zeitverzögert mittels Abschreibungen zu EBIT I-wirksamen Effekten führen, würde - aufgrund der fehlenden Ergebniseffekte aus dem Grundgeschäft - ein Ausweis der zum Fälligkeitszeitpunkt entstehenden Ergebniseffekte dieser Sicherungsgeschäfte im EBIT I nicht zu einer aussagekräftigen Ergebnisermittlung führen.
TAB. 3.21 (1) UMSATZERLÖSE
Die Umsatzerlöse der K+S GRUPPE betragen 4.039,1 Mio. € (2017: 3.627,0 Mio. €) und lassen sich wie folgt aufteilen:
TAB. 3.22
Die gewählte Aufteilung der Umsatzerlöse spiegelt den Einfluss wirtschaftlicher Faktoren auf Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Zahlungsströmen wider. Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse ist in den Erläuterungen zur Segmentberichterstattung unter Anmerkung (37) angegeben.
ÜBERLEITUNG OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT I) UND EBITDA2
TAB. 3.21
| scroll in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II) | 327,3 | 165,3 |
| Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte | -37,2 | 25,7 |
| Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | -10,3 | 36,2 |
| Realisierter Ertrag (-)/Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada | -9,0 | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | 270,8 | 227,2 |
| Abschreibungen (+)/Wertminderungen (+)/Wertaufholungen (-) des Anlagevermögens | 330,0 | 385,0 |
| Erfolgsneutrale Aktivierung von Abschreibungen1 (-) | -24,1 | -5,9 |
| EBITDA2 | 576,7 | 606,3 |
1 Es handelt sich um Abschreibungen von Vermögenswerten, die zur Herstellung anderer Vermögenswerte des Sachanlagevermögens eingesetzt werden. Die Abschreibungen werden als Teil der Herstellungskosten aktiviert und nicht ergebniswirksam erfasst.
2 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95.
AUFTEILUNG UMSATZERLÖSE NACH SEGMENTEN/PRODUKTGRUPPEN
TAB. 3.22
| scroll in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 1.703,5 | 1.973,0 |
| - Kaliumchlorid | 733,4 | 1.004,0 |
| - Düngemittelspezialitäten | 710,5 | 727,4 |
| - Industrieprodukte | 259,5 | 241,6 |
| Geschäftsbereich Salz | 1.762,0 | 1.890,8 |
| - Auftausalz | 613,2 | 739,8 |
| - Verbraucherprodukte | 407,4 | 411,9 |
| - Gewerbesalz | 318,4 | 334,4 |
| - Lebensmittelindustrie | 242,5 | 217,9 |
| - Industriesalz | 144,6 | 144,8 |
| - Sonstiges | 35,9 | 42,0 |
| Ergänzende Aktivitäten | 159,9 | 172,4 |
| - Entsorgung & Recycling | 85,8 | 89,1 |
| - Dienstleistung & Handel | 74,1 | 83,3 |
| Überleitung1 | 1,6 | 2,9 |
| Summe | 3.627,0 | 4.039,1 |
1 Erlöse, die den Geschäftsbereichen nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" zusammengefasst.
Die nachfolgende Tabelle bildet die Eröffnungs- und Schlussbuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sowie der Vertragsverbindlichkeiten ab.
TAB. 3.23
Die aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 in der Eröffnungsbilanz abgegrenzten Umsatzerlöse i. H.v. 4,3 Mio. €, welche auf noch nicht erbrachte Transportdienstleistungen entfallen, wurden in der Berichtsperiode vollständig erfolgswirksam aufgelöst. In gleicher Höhe wurden in der Eröffnungsbilanz abgegrenzte Aufwendungen für noch nicht erbrachte Transportdienstleistungen in der Berichtsperiode erfolgswirksam aufgelöst. Der kumulierte Transaktionspreis aller noch zu erbringenden Leistungsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2018 5,5 Mio. €. Es wird erwartet, dass die hieraus resultierenden Erlöse innerhalb der nächsten Berichtsperiode vollständig realisiert werden. Des Weiteren enthalten die Umsatzerlöse zum 31. Dezember 2018 periodenfremde Erlöse i. H. v. 10,1 Mio. €, welche i. W. aus der erfolgswirksamen Auflösung von Rückstellungen für Verkaufsgeschäfte resultieren.
(2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche Posten enthalten:
TAB. 3.24
| ERÖFFNUNGS- UND SCHLUSSBUCHWERTE | TAB. 3.23 scroll in Mio. € | Eröffnungsbuchwert zum 01.01.2018 | Schlussbuchwert zum 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 714,9 | 836,7 | |
| Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen | 3,2 | 3,0 | |
| Vertragsverbindlichkeiten | 4,3 | 5,5 |
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
TAB. 3.24
scroll in Mio. €# (3) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche Posten enthalten:
TAB. 3.25
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Gewinne aus Kursdifferenzen/Kurssicherungsgeschäften | 37,4 | 50,0 |
| Auflösungen von Rückstellungen | 41,9 | 37,3 |
| Erhaltene Entschädigungen und Erstattungen | 49,5 | 17,7 |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 28,3 | 5,9 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 4,6 | 5,0 |
| - davon aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 1,5 | 1,3 |
| Auflösung von Wertberichtigungen für Forderungen | 0,3 | 0,5 |
| Übrige Erträge | 25,8 | 30,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 187,8 | 146,8 |
(4) BETEILIGUNGSERGEBNIS
Im Geschäftsjahr wurden Beteiligungserträge in Höhe von 4,3 Mio. € (2017: 4,5 Mio. €) erzielt, Aufwendungen fielen in Höhe von 0,1 Mio. € (2017: 0 Mio. €) an.
(5) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN
Weitere Informationen zum "Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften" sind in den "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 173 zu finden.
TAB. 3.26
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Verluste aus Kursdifferenzen/Kurssicherungsgeschäften | 47,5 | 56,6 |
| Aufwendungen für Beratungen, Gutachten und Rechtsanwaltshonorare | 1,4 | 23,8 |
| Investitionsnebenkosten | 16,7 | 23,4 |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 6,6 | 12,9 |
| Periodenfremder Aufwand | 10,7 | 10,5 |
| Abschreibungen | 8,3 | 3,5 |
| - davon Wertminderungsaufwendungen | 4,9 | |
| Aufwendungen Werk Bethune bis zum Produktionsstart | 30,4 | |
| Übrige Aufwendungen | 64,5 | 40,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 186,1 | 171,6 |
TAB. 3.26 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Ergebnis aus der Realisierung von Devisensicherungsgeschäften (erwartete USD-Umsätze) | 15,0 | -23,8 |
| - davon positive Ergebnisbeiträge | 24,0 | 11,2 |
| - davon negative Ergebnisbeiträge | -9,0 | -35,0 |
| Ergebnis aus der Realisierung von Devisensicherungsgeschäften (erwartete CAD-Investitionen) | 9,0 | |
| - davon positive Ergebnisbeiträge | 16,5 | |
| - davon negative Ergebnisbeiträge | -7,5 | |
| Ergebnis aus realisierten Sicherungsgeschäften | 24,0 | -23,8 |
| Marktwertschwankungen noch nicht fälliger Devisensicherungsgeschäfte (erwartete USD-Umsätze) | 37,2 | -25,7 |
| - davon positive Marktwertveränderungen | 38,2 | 1,5 |
| - davon negative Marktwertveränderungen | -1,0 | -27,2 |
| Marktwertschwankungen noch nicht fälliger Devisensicherungsgeschäfte (erwartete CAD-Investitionen) | ||
| - davon positive Marktwertveränderungen | ||
| - davon negative Marktwertveränderungen | ||
| Ergebnis aus Marktwertschwankungen noch nicht fälliger Sicherungsgeschäfte | 37,2 | -25,7 |
| Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | 61,2 | -49,5 |
(6) ZINSERGEBNIS
Bei der Ermittlung der zu aktivierenden Fremdkapitalkosten wurde ein gewichteter Finanzierungskostensatz von 2,7 % (2017: 2,6 %) zugrunde gelegt.
TAB. 3.27
Der "Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen" setzt sich als Saldo folgender Positionen zusammen:
TAB. 3.27 ZINSERGEBNIS
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Zins- und zinsähnliche Erträge aus Wertpapieren | 1,1 | 1,0 |
| Zinsen von Kreditinstituten | 3,7 | 6,6 |
| Zinsertrag Pensionsrückstellungen | 0,1 | 0,1 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Erträge | 5,7 | 3,9 |
| Zinserträge | 10,6 | 11,6 |
| Zinsaufwand Anleihen/Schuldscheindarlehen | -71,4 | -85,1 |
| Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen | -10,1 | -25,1 |
| Zinsaufwand Pensionsrückstellungen | -5,8 | -5,2 |
| Aktivierung Fremdkapitalkosten | 51,4 | 17,5 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -17,5 | -22,8 |
| Zinsaufwendungen | -53,4 | -120,7 |
| Zinsergebnis | -42,8 | -109,1 |
TAB. 3.28 ZINSANTEIL BERGBAULICHER RÜCKSTELLUNGEN
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Zinseffekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes der bergbaulichen Rückstellungen | -0,1 | |
| Erhöhung der bergbaulichen Rückstellungen aufgrund des Zeitablaufs (Aufzinsung) | -32,0 | -32,3 |
| Zinseffekt aus der Auflösung von bergbaulichen Rückstellungen | 22,0 | 7,2 |
| Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen | -10,1 | -25,1 |
(7) SONSTIGES FINANZERGEBNIS
TAB. 3.29 SONSTIGES FINANZERGEBNIS
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Ergebnis aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten | -20,1 | 28,3 |
| Ergebnis aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten | 36,5 | -31,4 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 16,4 | -3,1 |
(8) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 30,0 % (2017: 29,9 %) zugrunde gelegt. Neben einem unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem unveränderten Solidaritätszuschlag von 5,5 % wurde ein durchschnittlicher Gewerbesteuersatz von 14,2 % (2017: 14,1 %) berücksichtigt. Latente Steuern im Ausland werden mit den jeweiligen nationalen Thesaurierungsertragsteuersätzen berechnet.
TAB. 3.30
In der nachfolgenden Tabelle wird eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand vorgenommen. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 30,0 % (2017: 29,9 %) zugrunde gelegt.
TAB. 3.31
Die Auswirkungen aus Steuersatzänderungen betrafen im Vorjahr in Höhe von -26,0 Mio. € einen Sondereffekt aus der Umbewertung der latenten Steuern aufgrund der Verringerung des Körperschaftsteuersatzes von 35 % auf 21 % in den USA. Die sonstigen Auswirkungen aus Steuerrechtsänderungen betreffen die aufgrund der US-Steuerreform einmalig anfallende Repatriation Tax. Hintergrund ist der im Rahmen der Reform erfolgte Übergang vom bisherigen weltweiten Besteuerungssystem zu einem "territorialen" Besteuerungssystem, was zur Versteuerung von auf Ebene ausländischer Gesellschaften vorhandener, bisher unversteuerter, sogenannter "earnings & profits" führt. Aufgrund neuerer Erkenntnisse zur Gesetzgebung im Laufe des Jahres 2018 reduzierte sich die Repatriation Tax um 4,2 Mio. €.
TAB. 3.30 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 130,7 | 28,8 |
| - in Deutschland | 24,3 | 14,5 |
| - im Ausland | 106,4 | 14,3 |
| Latente Steuern | -14,4 | -17,9 |
| - in Deutschland | 16,4 | -12,0 |
| - im Ausland | -30,8 | -5,9 |
| - davon aus Verlustvorträgen und Tax Credits | -2,3 | 21,4 |
| - davon auf temporäre Differenzen zurückzuführen | -12,1 | -39,3 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 116,3 | 10,9 |
TAB. 3.31 ÜBERLEITUNGSRECHNUNG STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 300,9 | 53,1 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand (30,0 % Konzernsteuersatz; Vorjahr: 29,9 %) | 90,0 | 15,9 |
| Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge und sonstiger Posten | -11,7 | -8,9 |
| - davon steuerfreie Beteiligungserträge und Veräußerungsgewinne | -0,9 | -1,1 |
| - davon sonstige steuerfreie Erträge | -10,8 | -7,8 |
| Hinzurechnungen/Kürzungen für Gewerbesteuer | 4,1 | 5,2 |
| Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen und sonstiger Posten | 5,9 | 6,7 |
| Permanente Abweichungen | -0,9 | -0,1 |
| Steuermehrungen/-minderungen aufgrund der Bewertung aktiver latenter Steuern | -3,2 | -0,3 |
| Effekte aus Steuersatzdifferenzen | 6,4 | -5,1 |
| Auswirkungen von Steuersatzänderungen | -25,8 | 1,1 |
| Auswirkungen von sonstigen Steuerrechtsänderungen | 54,3 | -4,2 |
| Steuern für frühere Jahre | -2,0 | 0,5 |
| Sonstige Effekte | -0,8 | 0,1 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 116,3 | 10,9 |
| Steuerquote¹ | 38,7 % | 20,5 % |
| ¹ Bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern. |
(9) MATERIALAUFWAND
TAB. 3.33
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 523,6 | 532,2 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 657,9 | 835,2 |
| Energiekosten | 253,3 | 261,7 |
| Materialaufwand | 1.434,8 | 1.629,1 |
(10) PERSONALAUFWAND/ARBEITNEHMER
TAB. 3.34, 3.35 ,Mitarbeiter', Seite 53; ,Vergütungsbericht', Seite 134
TAB. 3.35 ARBEITNEHMER EINSCHLIESSLICH BEFRISTET BESCHÄFTIGTER
| Jahresdurchschnitt (FTE) | ||
|---|---|---|
| 2017 | 2018 | |
| Inland | 10.100 | 10.405 |
| Ausland | 4.554 | 4.499 |
| Gesamt | 14.654 | 14.904 |
| - davon Auszubildende | 505 | 524 |
TAB. 3.34 PERSONALAUFWAND
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 854,6 | 870,4 |
| Kosten der sozialen Sicherheit | 221,4 | 220,7 |
| Altersversorgung | 30,2 | 31,4 |
| Personalaufwand | 1.106,2 | 1.122,5 |
(11) ERGEBNIS JE AKTIE
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien berechnet. Da bei der K+S GRUPPE derzeit keine der Bedingungen erfüllt sind, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.
Im Falle einer Ausnutzung des genehmigten Kapitals oder einer bedingten Kapitalerhöhung (siehe Anmerkung (20), Seite 187) könnten die Ergebnisse je Aktie in Zukunft potenziell verwässert werden.
TAB. 3.36 ERGEBNIS JE AKTIE¹
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter | 184,6 | 42,1 |
| Durchschnittliche Anzahl Aktien (in Mio. Stück) | 191,4 | 191,4 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) | 0,96 | 0,22 |
| ¹ Das bereinigte Ergebnis je Aktie und dessen Ermittlung wird im Lagebericht auf Seite 96 dargestellt. |
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
Die Bilanz ist auf Seite 146 abgebildet. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert auf Seite 152 dargestellt.
(12) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Goodwill aus Unternehmenserwerben ist den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet:
TAB. 3.37
Der Geschäftsbereich Salz wird in die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Salz Amerika und Salz Europa unterteilt. Der Anstieg der Goodwills beruht auf Effekten aus der stichtagsbezogenen Währungsumrechnung. Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Goodwills wurden die Restbuchwerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit deren Nutzungswert verglichen. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wurden die Barwerte der erwarteten künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde gelegt.Der ZGE Salz Amerika liegt die Prämisse der fortlaufenden Nutzung zugrunde. Die Laufzeiten der zges Salz Europa und Kali- und Magnesiumprodukte sind durch die Rohstoffreserven und die jährliche Förderung determiniert. Die Prognose der Cashflows stützt sich auf die aktuelle mittelfristige Planung der K+S GRUPPE bzw. der jeweiligen Geschäftsbereiche, denen eine Planung der jeweiligen Gesellschaften zugrunde liegt. Die mittelfristige Planung basiert auf eigenen Einschätzungen hinsichtlich der Entwicklung des operativen Geschäfts, Marktstudien, den aktuellen Geschäftsergebnissen und der bestmöglichen Schätzung einzelner Einflussfaktoren, wie z. B. Energie- und Frachtkosten oder Wechselkursrelationen. Für die ZGE Salz Amerika und die ZGE Salz Europa wird auf Basis der mittelfristigen Planung der Detailprognosezeitraum der Jahre 2019 bis 2021 zugrunde gelegt. Für die ZGE Kali- und Magnesiumprodukte umfasst der Detailprognosezeitraum die Jahre 2019 bis 2030. Für die über den Detailprognosezeitraum hinausgehenden Jahre wurde zum Ausgleich der Inflation bei den Kosten und Umsätzen eine Wachstumsrate der nominellen Cashflows von 2,0 % (2017: 2,0 %) angenommen. Der Prognosezeitraum der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte bis zum Jahre 2030 berücksichtigt den sukzessiven Aufbau der Produktionskapazität im Rahmen der neuen Produktionsstätte Bethune in Kanada. Für die ZGE Kali- und Magnesiumprodukte geht die Prognose aufgrund der steigenden Produktion des neuen Standorts Bethune in Kanada von einem leichten Anstieg der Absatzmenge aus. Zudem wurden leicht steigende Preise für Kaliumchlorid unterstellt. Die Preis- und Absatzprognosen für die ZGE Salz Amerika und Salz Europa gehen von einer konstanten bzw. leicht steigenden Absatzmenge und leicht steigenden Preisen aus. Während die unterstellte Mengenentwicklung auf einer Normalisierung der Winterverhältnisse sowie unserer Strategie fußt, stellt die erwartete Preisentwicklung i. W. die Partizipation an der eingeschätzten Marktentwicklung dar. Tabelle 3.38 stellt die Abzinsungssätze zum Ende des Geschäftsjahres dar.
TAB. 3.38
Die Zinssätze der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen dem gewichteten Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE vor bzw. nach Steuern. ,Herleitung der Kapitalkosten', Seite 97
Die am Ende des Geschäftsjahres 2018 durchgeführten Werthaltigkeitstests bestätigten die Werthaltigkeit der bestehenden Goodwills. Nach unserer Einschätzung würden realistische Veränderungen der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung der Nutzungswerte basiert, nicht dazu führen, dass der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Nutzungswert übersteigt.
AUFTEILUNG GOODWILL NACH ZAHLUNGSMITTELGENERIERENDEN EINHEITEN
TAB. 3.37
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| ZGE Salz Amerika | 642.7 | 663.8 |
| ZGE Kali- und Magnesiumprodukte | 16.3 | 15.7 |
| ZGE Salz Europa | 13.7 | 13.7 |
| Goodwill Gesamt | 672.7 | 693.2 |
Markenrechte in Höhe von 110,3 Mio. € (2017: 106,3 Mio. €) sind aufgrund ihres Bekanntheitsgrads in den relevanten Absatzmärkten sowie ihrer strategischen Relevanz als Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer einzuordnen. Diese Markenrechte sind vollständig der ZGE Salz Amerika zugeordnet. Der jährlich durchzuführende Wertminderungstest der Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgte durch Vergleich des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung der Marken mit den Buchwerten. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung wurde auf Basis der Relief-from-royalty-Methode vorgenommen, die den Markenwert aus den ersparten Lizenzaufwendungen ableitet. Dazu wurden aus der Unternehmensplanung die markenspezifischen Umsätze für die Jahre 2019 bis 2022 ermittelt; für den Zeitraum ab dem Jahr 2023 wurde eine jährliche Wachstumsrate von 2,0 % (2017: 2,0 %) unterstellt. Die anzuwendenden Lizenzpreise der Marken wurden aus Drittvergleichen abgeleitet. Durch Diskontierung der ersparten Lizenzaufwendungen mit einem risikoadjustierten Vorsteuerzinssatz von 12,6 % (2017: 12,7 %) wurde anschließend der beizulegende Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung berechnet. Der auf dieser Basis durchgeführte Wertminderungstest der Marken zum Ende des Geschäftsjahres 2018 hat zu keinem Wertminderungsaufwand geführt. Einen wesentlichen immateriellen Vermögenswert stellen die Kundenbeziehungen aus der Akquisition der MORTON-Gruppe dar. Der Buchwert zum 31. Dezember 2018 beträgt 84,9 Mio. € (2017: 91,8 Mio. €), die Restnutzungsdauer zum Bilanzstichtag beträgt rund 8 Jahre (2017: 9 Jahre).
ABZINSUNGSSÄTZE WERTHALTIGKEITSTEST
TAB. 3.38
| Zinssätze in % | ||||
|---|---|---|---|---|
| Vor Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Nach Steuern | |
| 2017 | 2017 | 2018 | 2018 | |
| ZGE Salz Amerika | 8.5 | 6.0 | 8.4 | 6.0 |
| ZGE Kali- und Magnesiumprodukte | 8.5 | 6.0 | 8.4 | 6.0 |
| ZGE Salz Europa | 8.5 | 6.0 | 8.4 | 6.0 |
(13) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich überwiegend um vermietete Objekte. Zum 31. Dezember 2018 betrugen die beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 16,4 Mio. € (2017: 16,8 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte wurden durch interne Fachabteilungen unter Berücksichtigung lokaler Marktgegebenheiten geschätzt. Bei der Wertermittlung wurden insbesondere die lokalen Bodenrichtwerte berücksichtigt; teilweise wurde auch auf externe Wertgutachten zurückgegriffen. Die Bewertungsmethoden entsprechen der Stufe 3 der dreistufigen Bewertungshierarchie des IFRS 13.
(14) FINANZANLAGEN
Die Finanzanlagen beinhalten im Wesentlichen die Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht konsolidiert wurden.
(15) WERTPAPIERE UND SONSTIGE FINANZINVESTITIONEN
Diese Position enthält verschiedene Geldanlagen (z. B. Anleihen und Wertpapierpensionsgeschäfte).
TAB. 3.39
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen (langfristig) | 7.0 | 7.0 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen (kurzfristig) | 11.4 | 11.2 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 18.4 | 18.2 |
(16) LATENTE STEUERN
Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:
TAB. 3.40
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.7 | 2.8 | 64.3 | 62.7 |
| Sachanlagen | 47.6 | 51.9 | 468.9 | 451.7 |
| Vorräte | 5.7 | 7.0 | 3.3 | 1.8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0.7 | 0.5 | 1.6 | 4.6 |
| Sonstige Vermögenswerte | 5.2 | 4.6 | 11.1 | 10.4 |
| - davon derivative Finanzinstrumente | - | - | 0.1 | 0.4 |
| Rückstellungen | 234.1 | 248.8 | 3.7 | 8.1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | - | 0.1 | 2.9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 63.6 | 53.8 | 35.5 | 19.9 |
| - davon derivative Finanzinstrumente | 1.3 | 1.3 | - | - |
| Bruttobetrag | 358.6 | 369.4 | 588.5 | 562.1 |
| - davon langfristig | 317.3 | 336.6 | 560.0 | 534.5 |
| Wertberichtigungen | -1.6 | -1.0 | - | - |
| Steuerliche Verlustvorträge | 58.1 | 36.5 | - | - |
| Konsolidierungen | 13.9 | 16.6 | -2.1 | -3.1 |
| Saldierungen | -333.8 | -328.9 | -333.8 | -328.9 |
| Bilanzansatz (Nettobetrag) | 95.2 | 92.6 | 252.6 | 230.1 |
Insgesamt wurde in Höhe von 22,0 Mio. € (2017: 21,9 Mio. €) auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern verzichtet, da die Nutzung der zugrunde liegenden Verlustvorträge bzw. die Realisierung von zu versteuernden Einkommen als nicht wahrscheinlich angesehen wird. Die zugrunde liegenden Verlustvorträge betragen 216,0 Mio. € (2017: 216,3 Mio. €) und verfallen in den folgenden Zeiträumen.
TAB. 3.41
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Nicht angesetzte Verlustvorträge | 216.3 | 216.0 |
| - davon innerhalb eines Jahres verfallbare Verlustvorträge | - | 0.1 |
| - davon zwischen zwei und fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge | - | 0.4 |
| - davon in mehr als fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge | 159.8 | 163.8 |
| - davon unverfallbare Verlustvorträge | 56.5 | 51.7 |
Bei Gesellschaften mit steuerlich negativem Ergebnis im laufenden Jahr oder im Vorjahr bestand ein Überhang der aktiven latenten Steuern von 42,9 Mio. € (2017: 2,4 Mio. €). Grundlage für die Bildung dieser latenten Steuern ist die Einschätzung, dass in künftigen Geschäftsjahren positive steuerliche Ergebnisse erzielt werden. Im Berichtsjahr wurden im sonstigen Ergebnis latente Steuern in Höhe von 3,8 Mio. € (2017: -5,4 Mio. €) erfasst. Der Bilanzansatz der latenten Steuern hat sich zum 31. Dezember 2018 um -19,9 Mio. € (2017: -32,3 Mio. €) verändert; diese Veränderung setzt sich zusammen aus einem Abbau aktiver latenter Steuern von -2,6 Mio. € (2017: -22,2 Mio. €) sowie einem Abbau passiver latenter Steuern von -22,5 Mio. € (2017: -54,5 Mio. €).
(17) VORRÄTE
In der Berichtsperiode wurden Wertminderungen wegen des Ansatzes zum Nettoveräußerungswert in Höhe von 8,0 Mio. € (2017: 9,8 Mio. €) vorgenommen.
TAB. 3.42
(18) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten aus der Bilanzierung von kundenspezifischen Fertigungsaufträgen resultierende Forderungen und setzen sich wie folgt zusammen:
TAB. 3.43, 3.44
Kundenspezifische Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo lagen zum 31. Dezember 2018, ebenso wie im Vorjahr, nicht vor. In den kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind Vermögenswerte in Höhe von 23,0 Mio. € enthalten, die als Sicherheiten für Verpflichtungen hinterlegt wurden (2017: 16,9 Mio. €).# Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Verluste zu erfassen. Allerdings verfolgt K+S die Strategie, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen grundsätzlich durch geeignete Instrumente zu besichern. Zum Abschlussstichtag sind konzernweit 676,9 Mio. € = 95 % (2017: 556,5 Mio. € = 93 %) der absicherbaren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Kreditversicherungen oder anderweitige Sicherungsinstrumente gegen einen Ausfall gesichert. Aufgrund der hohen Bonität der Kreditversicherer ist das Risiko im Wesentlichen auf den geringen Selbstbehalt beschränkt. Die nicht absicherbaren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen überwiegend gegenüber der öffentlichen Hand. Für diese sowie den ungesicherten Teil der grundsätzlich absicherbaren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 39,0 Mio. € = 5 % (2017: 40,6 Mio. € = 7 %) sind auf Basis der historischen Ausfallraten keine wesentlichen Ausfälle zu erwarten. Es besteht keine Indikation, dass die zukünftigen Ausfallraten von den historischen signifikant abweichen werden. Daher wurden lediglich erwartete Verluste in den Fällen erfasst, bei denen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorlagen. Objektive Hinweise sind z. B. ein Insolvenzantrag, wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Kunden oder eine Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen, es sei denn, die Werthaltigkeit kann trotz Überfälligkeit begründet werden. Sofern es sich um versicherte Forderungen handelt, wurde eine Wertberichtigung maximal in Höhe des Selbstbehalts gebildet.
TAB. 3.42 VORRÄTE
| in Mio. € | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 254,2 | 275,4 | |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 23,9 | 46,4 | |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 412,8 | 369,7 | |
| Vorräte | 690,9 | 691,5 |
TAB. 3.43 KUNDENSPEZIFISCHE FERTIGUNGSAUFTRÄGE
| in Mio. € | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Auftragsgewinne | 40,1 | 49,3 | |
| abzüglich Erhaltener Anzahlungen | 36,9 | 46,3 | |
| Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen | 3,2 | 3,0 |
TAB. 3.44 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
| in Mio. € | 2017 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr | 2018 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr | |
|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 714,9 | - | 836,7 | - | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 154,0 | 46,3 | 122,4 | 36,2 | |
| davon Derivate | 45,0 | 3,0 | 13,0 | 7,6 | |
| davon Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt | 19,8 | 19,6 | 20,4 | 20,2 | |
| davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 6,7 | - | 6,5 | - | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 868,9 | 46,3 | 959,1 | 36,2 |
Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben. Am 31. Dezember 2018 betrug die maximale Ausfallsumme für den sehr unwahrscheinlichen gleichzeitigen Ausfall aller ungesicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 170,8 Mio. € (2017: 169,6 Mio. €). Die nachfolgende Tabelle leitet die auf Basis objektiver Hinweise erfassten Wertberichtigungen vom Jahresanfang auf den Bestand am Jahresende über. Erwartete Verluste wurden wegen Unwesentlichkeit nicht erfasst und werden daher in der Tabelle nicht aufgeführt. Ebenso wird aus Wesentlichkeitsgründen auf weitere Angaben zum Ausfallrisiko und erwarteten Kreditverlusten der betroffenen Bilanzpositionen verzichtet.
Die Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte betrugen 0,2 Mio. € zum Bilanzstichtag (2017: 0,2 Mio. €). Zudem sind in der Position sonstige finanzielle Vermögenswerte bereits bei Zugang wertgeminderte Vermögenswerte mit einem Buchwert von 2,8 Mio. € (2017: 0 Mio. €) und einem nominalen Rückzahlungsbetrag von 5,6 Mio. € (2017: 0 Mio. €) enthalten. Es entfielen keine Wertminderungen auf Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen (2017: 0 Mio. €). Soweit Forderungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, werden sie basierend auf den Zinssätzen zum Bilanzstichtag diskontiert.
TAB. 3.45 AUFTEILUNG BUCHWERTE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
| in Mio. € | 2017 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Abgesichert | 556,5 | 676,9 | |
| Absicherbar, aber ungesichert | 40,6 | 39,0 | |
| Summe absicherbare Forderungen | 597,1 | 715,9 | |
| Nicht absicherbar | 129,0 | 131,8 | |
| Summe Bruttobuchwerte | 726,1 | 847,7 | |
| Wertberichtigungen | 11,2 | 11,0 | |
| Nettobuchwerte | 714,9 | 836,7 |
TAB. 3.46 WERTBERICHTIGUNGEN FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
| in Mio. € | 2017 (IAS 39) | 2018 (IFRS 9) | |
|---|---|---|---|
| Stand am 01.01. | 10,1 | 11,2 | |
| Zuführung | 2,2 | 0,4 | |
| Auflösung | 0,3 | 0,5 | |
| Verbrauch | 0,8 | 0,1 | |
| Sonstige Veränderungen | - | - | |
| Stand am 31.12. | 11,2 | 11,0 |
TAB. 3.47 AUSFALLRISIKEN
| in Mio. € | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Buchwert | 836,7 | 714,9 | |
| davon zum Stichtag weder überfällig noch wertberichtigt | 776,0 | 662,1 | |
| davon zum Stichtag nicht wertberichtigt, allerdings überfällig seit | |||
| < 30 Tagen | 24,7 | 21,0 | |
| >31 und < 90 Tagen | 7,2 | 4,8 | |
| >91 und < 180 Tagen | 2,1 | 1,0 | |
| davon zum Stichtag nicht wertberichtigt, allerdings überfällig seit | |||
| >180 Tagen | 3,2 | 2,3 |
Zum 31. Dezember 2018 wurden keine Abzinsungen für un- bzw. unterverzinsliche Forderungen vorgenommen (2017: 0,5 Mio. €). Tabelle 3.47 gibt Informationen über das Ausmaß der in den Positionen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" enthaltenen Ausfallrisiken.
Zum Bilanzstichtag waren 2,4 Mio. € (2017: 0,7 Mio. €) der nicht wertgeminderten sonstigen finanziellen Vermögenswerte überfällig. Das Forderungsmanagement ist darauf ausgelegt, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie den Verlust von Forderungen zu vermeiden. Die Fakturierung erfolgt tagesaktuell, und die Fakturendaten werden online auf die Debitorenkonten übertragen. Die laufende Überwachung der Außenstände erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Diese belaufen sich überwiegend auf 10 bis 180 Tage; auf bestimmten Märkten sind auch längere Zahlungsziele üblich. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen zweiwöchigen Intervallen angemahnt.
(19) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Das Währungs- und Zinsmanagement wird für alle Konzerngesellschaften zentral vorgenommen. Dies gilt auch für den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, z. B. solcher, die die Begrenzung bestimmter Kosten zum Ziel haben. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch Leitlinien und Verfahrensanweisungen geregelt. Eine strikte Trennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt. Die derivativen Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität gehandelt, die mit geeigneten Instrumenten fortlaufend überwacht werden. Als Teil des Managements des Ausfallrisikos ist der Gesamtbestand an derivativen Finanzinstrumenten grundsätzlich auf mehrere Banken verteilt. Die Höhe des Ausfallrisikos beschränkt sich maximal auf die aktivische Bilanzposition der Derivate. Das Zinsmanagement verfolgt das Ziel, Risiken aus steigenden Zinsbelastungen für Finanzverbindlichkeiten sowie Risiken aus sinkenden Zinserträgen aus Finanzanlagen durch Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus zu begrenzen. Da die ausstehenden Schuldscheine teilweise variabel verzinst sind, wurden sogenannte Zinscaps erworben, um das Risiko höherer Zinsbelastungen größtenteils auszuschließen. Für die Finanzanlagen wird derzeit aufgrund der kurzen Restlaufzeit sowie des geringen Zinsniveaus und des damit verbundenen geringen Risikos sinkender Zinsen kein Handlungsbedarf gesehen. Der Einsatz von Derivaten zur Währungssicherung verfolgt das Ziel, Risiken, die für die operative Geschäftstätigkeit aus Wechselkursänderungen resultieren können, zu begrenzen. Die wesentlichen Wechselkursrisiken bestehen gegenüber dem US-Dollar und dem kanadischen Dollar sowie in geringerem Umfang gegenüber dem britischen Pfund und dem chilenischen Peso. Sicherungsgeschäfte werden auf fakturierte Forderungen sowie erwartete Nettopositionen auf der Grundlage geplanter Umsätze abgeschlossen. Die Nettopositionen werden hierbei anhand der Erlös- und Kostenplanung unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. Die Laufzeit der eingesetzten Sicherungsgeschäfte kann für die Absicherung erwarteter Positionen bis zu drei Jahre betragen. Das wesentliche Ziel ist eine "worst-case"-Absicherung. Hierzu werden Termingeschäfte und einfache Optionen (Plain Vanilla-Optionen) eingesetzt, wobei die Partizipation an einer günstigen Marktentwicklung in der Regel durch den Verkauf von einfachen Optionen begrenzt wird. Dies dient u. a. der Reduzierung der Prämienaufwendungen. Grundsätzlich können auch Compound-Optionen eingesetzt werden, die aus einer Option auf eine einfache Option bestehen, die zu einem späteren Zeitpunkt gegen einen festgelegten Betrag erworben werden kann. Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte auf fakturierte Forderungen betragen entsprechend den vereinbarten Zahlungszielen weniger als ein Jahr. Die beschriebenen Sicherungsgeschäfte auf erwartete Nettopositionen kommen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für US-Dollar-Positionen sowie für die Produktion in Kanada in kanadischen Dollar zum Einsatz. Sicherungsgeschäfte, die sich auf fakturierte Forderungen beziehen, werden im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte abgeschlossen. Der Handel mit allen vorgenannten Derivaten erfolgt ausschließlich im OTC-Geschäft. Bei Devisentermin- sowie Optionsgeschäften erfolgt der Abschluss grundsätzlich über eine Handelsplattform, über die Quotierungen von mehreren Banken eingeholt werden, um das Geschäft mit der am besten quotierenden Bank abschließen zu können.Bei Devisentermingeschäften besteht ein Marktwertrisiko zum jeweiligen Stichtag; diesem stehen jedoch bei zu Zwecken der Kurssicherung von Fremdwährungsforderungen eingesetzten Derivaten gegenläufige Effekte aus der währungsbedingten Forderungsbewertung gegenüber.
DERIVATIVE FINANZGESCHÄFTE
TAB. 3.48
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| in Mio. € | Nominalwerte¹ | Beizuleg. Zeitwerte |
| Devisentermingeschäfte GBP/EUR | ||
| — davon mit Fälligkeit in 2018 | 6,9 | - |
| — davon mit Fälligkeit in 2019 | - | - |
| Devisentermingeschäfte AUD/EUR | ||
| — davon mit Fälligkeit in 2018 | 1,0 | - |
| Devisentermingeschäfte CAD/EUR | ||
| — davon mit Fälligkeit in 2018 | 231,7 | 7,5 |
| — davon mit Fälligkeit in 2019 | - | - |
| Devisentermingeschäfte USD/EUR | ||
| — davon mit Fälligkeit in 2018 | 733,4 | 8,3 |
| — davon mit Fälligkeit in 2019 | 33,4 | 1,0 |
| — davon mit Fälligkeit in 2020 | - | - |
| Devisentermingeschäfte USD/CLP | ||
| — davon mit Fälligkeit in 2018 | 89,6 | -0,2 |
| — davon mit Fälligkeit in 2019 | - | - |
| — davon mit Fälligkeit in 2020 | - | - |
| Gekaufte einfache Devisenoptionen USD (gegen EUR) | ||
| — davon mit Fälligkeit in 2018 | 259,8 | 15,1 |
| — davon mit Fälligkeit in 2019 | - | - |
| — davon mit Fälligkeit in 2020 | - | - |
| Verkaufte einfache Devisenoptionen USD (gegen EUR) | ||
| — davon mit Fälligkeit in 2018 | 246,0 | -0,3 |
| — davon mit Fälligkeit in 2019 | - | - |
| — davon mit Fälligkeit in 2020 | - | - |
| Gekaufte einfache Devisenoptionen CAD (gegen USD) | ||
| — davon mit Fälligkeit in 2018 | 89,4 | 4,6 |
| — davon mit Fälligkeit in 2019 | 26,5 | 1,1 |
| — davon mit Fälligkeit in 2020 | - | - |
| Verkaufte einfache Devisenoptionen CAD (gegen USD) | ||
| — davon mit Fälligkeit in 2018 | 83,6 | -0,2 |
| — davon mit Fälligkeit in 2019 | 25,2 | -0,4 |
| — davon mit Fälligkeit in 2020 | - | - |
| Gekaufte Zinscaps | ||
| — davon mit Fälligkeit in 2019 | 140,0 | - |
| — davon mit Fälligkeit in 2021 | 118,0 | 0,9 |
| Derivate Finanzgeschäfte insgesamt | 2.084,5 | 37,4 |
¹ In Euro mit gewichteten Durchschnittskursen. Die ermittelten Marktwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Übertragung zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Bilanzstichtag geltenden Parameter zugrunde:
* die Devisenkassa- und Devisenterminkurse der betreffenden Währungen,
* das Zinsniveau,
* die vereinbarten Sicherungsniveaus bzw. Ausübungskurse,
* die gehandelten Volatilitäten und
* das Kontrahentenrisiko
Am 31. Dezember 2018 bestanden folgende derivative Devisenfinanzgeschäfte:
EIGENKAPITAL
TAB. 3.49
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals ist gesondert auf Seite 149 dargestellt.
GEZEICHNETES KAPITAL
Das gegenüber dem Vorjahr unveränderte gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien aufgeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt.
AKTIENRÜCKKAUF
Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2018 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
TAB. 3.49
| 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | |||
| Im Umlauf befindliche ausstehende Aktien | 191,4 | 191,4 | 191,4 |
| Gezeichnetes Kapital | 191,4 | 191,4 | 191,4 |
GENEHMIGTES KAPITAL
Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Im Geschäftsjahr 2018 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von den Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.
BEDINGTES KAPITAL
Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Im Geschäftsjahr 2018 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
KAPITALRÜCKLAGE
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das im Rahmen von Aktienemissionen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhaltene Agio.
ANDERE RÜCKLAGEN UND BILANZGEWINN
Unter dieser Position werden in der Konzernbilanz die Gewinnrücklagen, der Bilanzgewinn, die Unterschiede aus der Währungsumrechnung, die Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert und die Neubewertungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zusammengefasst. Die Gewinnrücklagen enthalten im Wesentlichen die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen abzüglich der an Anteilseigner ausgezahlten Dividenden. In der Position "Unterschiede aus Währungsumrechnung" werden im Wesentlichen Differenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Berichtswährung des Konzerns (Euro) ausgewiesen.
SONSTIGES ERGEBNIS
TAB. 3.50
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| in Mio. € | Vor Steuern | Steuereffekt |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -532,1 | 3,7 |
| — Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -532,1 | 3,7 |
| — davon Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste | -532,1 | 3,7 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 13,0 | -5,2 |
| — Bewertung Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert | - | 10,7 |
| — Neubewertung von Nettoschulden/Vermögenswerten aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | 13,0 | -5,2 |
| Sonstiges Ergebnis | -519,1 | -1,5 |
BILANZGEWINN K+S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)
Für die Ausschüttung der Dividende ist der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT maßgebend, der nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt wird. Es ist beabsichtigt, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 0,25 € pro Stückaktie (2017: 0,35 €), d. h. insgesamt 47,9 Mio. € (2017: 67,0 Mio. €), an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Betrag in Höhe von 26,6 Mio. € wird auf neue Rechnung vorgetragen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich folgender Bilanzgewinn im Einzelabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT:
TAB. 3.51
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| in Mio. € | ||
| Bilanzgewinn K+S AKTIENGESELLSCHAFT am 01.01. | 76,8 | 67,0 |
| Dividendenausschüttung für das Vorjahr | -57,4 | -67,0 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen (Beschluss der Hauptversammlung) | -19,4 | - |
| Jahresüberschuss K+S AKTIENGESELLSCHAFT | -112,4 | 74,5 |
| Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen | 179,4 | - |
| Bilanzgewinn K+S AKTIENGESELLSCHAFT am 31.12. | 67,0 | 74,5 |
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Die K+S GRUPPE hat eine Reihe von leistungsorientierten Versorgungszusagen erteilt. Der Großteil dieser Zusagen betrifft die Länder Deutschland und Kanada.
DEUTSCHLAND
Ein bedeutsamer Versorgungsplan in Deutschland ist die K+S-Versorgungsordnung, die im Wesentlichen aus der Grundversorgung, der Zusatzversorgung ii sowie Besitzstandsregelungen besteht. Die Grundversorgung ist ein Bausteinsystem, bei dem jährlich fiktive Beiträge in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des pensionsfähigen Einkommens erhoben werden. Der Rentenanspruch ermittelt sich aus einem festen Prozentsatz und der Summe aller fiktiven Beiträge. Die Zusatzversorgung II ist ein Endgehaltsplan, dessen Anspruch sich aus bestimmten Prozentsätzen von Gehaltsteilen oberhalb der gesetzlichen Renten- bzw. Knappschaftsversicherung multipliziert mit der Anzahl der pensionsfähigen Dienstjahre ergibt. Für die Dienstzeiten vor Einführung der Grund- und Zusatzversorgung ii wurden feste Euro-Beträge bzw. endgehaltsabhängige prozentuale Besitzstände gewährt. Mittlerweile wurde dieser Versorgungsplan geschlossen, sodass keine weiteren Arbeitnehmer Ansprüche erwerben können. Neben der K+S-Versorgungsordnung wurde eine Vielzahl von Einzelzusagen erteilt, insbesondere im Bereich der Vorstände und oberen Führungskräfte. Diese sehen im Regelfall ein Bausteinsystem vor, das einen bestimmten Prozentsatz des pensionsfähigen Jahreseinkommens mittels eines altersabhängigen Faktors in eine lebenslange Altersrente umwandelt. Der Gesamtanspruch ergibt sich als Summe der einzelnen jahresbezogenen Bausteine. Dabei darf ein definiertes Versorgungsniveau in einigen Verträgen nicht überschritten werden. Des Weiteren bestehen in Deutschland weitere gesellschaftsspezifische Versorgungszusagen, die bereits vor mehreren Jahren geschlossen wurden. Die Anspruchsberechtigten befinden sich zum überwiegenden Teil bereits in der Rentenphase. Die beschriebenen Pensionsverpflichtungen werden in Deutschland grundsätzlich über ein Contractual Trust Arrangement (CTA) gedeckt.# Versorgungszusagen
Als Vehikel dient der K+S Vermögenstreuhänder e.V., der die zur Bedienung der Pensionsverpflichtungen zweckgebundenen Vermögenswerte treuhänderisch verwaltet. Die Rentenzahlungen werden dabei weiterhin von der jeweiligen Gesellschaft geleistet, allerdings wird im Regelfall eine phasengleiche Erstattung dieser Zahlungen durch das cta vorgenommen. Es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen. Darüber hinaus bestehen Entgeltumwandlungszusagen (deferred compensation) sowie Zusagen, die über eine Unterstützungskasse durchgeführt werden. Diese Verpflichtungen sind weitestgehend durch Rückdeckungsversicherungen gedeckt.
KANADA
In Kanada bestehen neben leistungsorientierten Pensionszusagen weitere pensionsähnliche Pläne, die den Anspruchsberechtigten u. a. medizinische Leistungen nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zusagen. Die Pensionspläne sehen vom Grundsatz Leistungen vor, die als Prozentsatz der durchschnittlich fünf höchsten Jahreseinkommen unter Berücksichtigung der geleisteten Dienstzeit berechnet werden. Dabei sind gewisse Obergrenzen zu beachten. Ab dem 1. Januar 2016 können sich sämtliche aktiven Planmitglieder keine weiteren Ansprüche erdienen, im Gegenzug nehmen diese an einem beitragsorientierten Plan teil. Diese Umstellung der Zusage erfolgte prospektiv, sodass die bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Ansprüche unverändert fortbestehen. Die Pensionspläne in Kanada sind gesetzlich reguliert, beispielsweise durch die "Financial Services Commission" in Ontario und die "Canada Revenue Agency". Es bestehen Mindestdotierungsverpflichtungen nach dem "Pension Benefits Act (Ontario)". Zur Erfüllung dieser Vorgaben wird im Regelfall zur Jahresmitte eine eigenständige aktuarische Bewertung vorgenommen. Diese hat das Ziel, in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben den Finanzierungsstatus des Pensionsplans zu ermitteln. Ergibt sich eine Unterdeckung des Plans, ist diese grundsätzlich in Abhängigkeit von der Art der Unterdeckung innerhalb eines Zeitraums von 5 bis 10 Jahren auszugleichen. Diese Bewertung unterscheidet sich von der IFRS-Bewertung, beispielsweise durch die Verwendung eines abweichenden Diskontierungssatzes. Das kanadische Planvermögen wird treuhänderisch von einer externen Gesellschaft gehalten. Diese ist u. a. für die Auszahlungen der Renten an die Pensionäre sowie die Verwaltung des Planvermögens verantwortlich. Die Auswahl des Treuhänders obliegt dem "Morton Salt, Inc. Employee Benefits Committee", das sich aus Unternehmensvertretern und externen Beratern zusammensetzt. Es ist auch verantwortlich für die Festlegung der Anlagestrategie. Die pensionsähnlichen Versorgungszusagen umfassen Leistungen für die Lebens-, Zahn- und Krankenversicherung. Dabei hängt die Höhe der Leistungen für die Zahn- und Krankenversicherung von der durchschnittlichen Schadensquote der Pensionäre ab, bei der Lebensversicherung wird vom Grundsatz ein fixer Betrag zugesagt. Für die pensionsähnlichen Leistungszusagen wurde kein Planvermögen gebildet, es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen.
SONSTIGE LÄNDER
Die sonstigen Versorgungszusagen betreffen i. W. pensionsähnliche Pläne in den USA und auf den Bahamas, die Leistungen für Kranken- und Lebensversicherungen vorsehen. Für diese Zusagen wurde kein Planvermögen gebildet, es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen. Daneben bestehen im unwesentlichen Umfang Pensionszusagen im übrigen Ausland.
VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN - BEWERTUNG VERSORGUNGSZUSAGEN
TAB. 3.52
| Angaben in % (gewichteter Durchschnitt) | Inland | Ausland | Inland | Ausland |
|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2017 | 2018 | 2018 | |
| Pensionszusagen | ||||
| Rechnungszins | 2,0 | 3,7 | 2,0 | 3,8 |
| Erwartete jährliche Einkommenssteigerung | 1,8 | 3,0 | 1,8 | 3,0 |
| Erwa rtete jährliche Rentensteigerung | 1,6 | 1,0 | 1,6 | 1,0 |
| Sonstige pensionsähnliche Leistungszusagen | ||||
| Rechnungszins | - | 3,9 | - | 4,6 |
VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN - AUFWAND VERSORGUNGSZUSAGEN
TAB. 3.53
| Angaben in % (gewichteter Durchschnitt) | Inland | Ausland | Inland | Ausland |
|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2017 | 2018 | 2018 | |
| Pensionszusagen | ||||
| Rechnungszins | 1,8 | 3,9 | 2,0 | 3,7 |
| Erwartete jährliche Einkommenssteigerung | 1,8 | 3,0 | 1,8 | 3,0 |
| Erwa rtete jährliche Rentensteigerung | 1,6 | 1,0 | 1,6 | 1,0 |
| Sonstige pensionsähnliche Leistungszusagen | ||||
| Rechnungszins | -4,3 | - | -3,9 | - |
Die beschriebenen Pläne beinhalten eine Reihe von Risiken, insbesondere:
- Anlagerisiken: Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mit einem Diskontierungssatz auf Basis von Unternehmensanleihen mit einem Rating von AA berechnet worden. Liegt die Rendite des Planvermögens unter diesem Zinssatz, entsteht eine entsprechende Unterdeckung. Die Anlagen erfolgen weit gestreut überwiegend in Anleihen und Aktien, insbesondere Letztere unterliegen signifikanten Marktpreisschwankungen.
- Inflationsrisiken: In Deutschland ist gemäß BetrAVG grundsätzlich alle drei Jahre eine Überprüfung der Rentenhöhe vorzunehmen, die im Regelfall zu einer Inflationsanpassung der Renten führt. Die Pensionszusagen in Kanada werden jährlich in Höhe von 50 % des "Consumer Price Index (CPI)" angepasst. Ein Anstieg der jeweiligen Inflationsraten führt somit grundsätzlich zu einem entsprechenden Anstieg der jeweiligen Verpflichtungen.
- Zinsrisiken: Eine Absenkung der Renditen für Unternehmensanleihen und damit des Diskontierungszinses führt zu einer Erhöhung der Verpflichtungen, die nur teilweise durch eine entsprechende Wertveränderung des Planvermögens kompensiert wird.
- Kostentrend Gesundheitswesen (Nordamerika, insbesondere Kanada und Bahamas): Da die Leistungen für die medizinischen Versorgungszusagen grundsätzlich an den Kostentrend im Gesundheitswesen angepasst werden, führt ein Anstieg von Medikamentenpreisen, Krankenhauskosten etc. in dem jeweiligen Land zu einer Erhöhung der Verpflichtungen.
- Langlebigkeitsrisiken: Bei der Berechnung der Verpflichtungshöhe wird die Lebenserwartung anhand von Sterbetafeln mit in die Kalkulation einbezogen. Ein Anstieg der Lebenserwartung führt zu einer entsprechenden Erhöhung der Verpflichtungen.
- Gehaltsrisiken: Übersteigt die tatsächliche Gehaltsentwicklung die angenommene Gehaltsentwicklung, führt dies zu einem Anstieg der Verpflichtungshöhe.
Die K+S GRUPPE versucht die Risiken u. a. durch eine Umstellung von leistungsorientierten auf beitragsorientierte Pläne zu verringern. So erhält ein Großteil der Belegschaft in Deutschland mittlerweile ausschließlich beitragsorientierte Zusagen. Auch in Nordamerika wurden Leistungszusagen abgegolten bzw. eingefroren und in ein beitragsorientiertes System überführt.
Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum Bilanzstichtag wurden folgende Bewertungsannahmen getroffen:
TAB. 3.52
Für die Ermittlung des Pensionsaufwands für das Jahr 2018 wurden die zum Ende des Geschäftsjahres 2017 festgelegten versicherungsmathematischen Annahmen in Tabelle 3.53 verwendet:
TAB. 3.53
Zum 31. Dezember 2018 wurden folgende Sterbetafeln verwendet:
- Deutschland: Heubeck-Richttafeln 2018 G (2017: Heubeck-Richttafeln 2005 G)
- Kanada: CPM 2014 Private Scale B mit Anpassungsfaktor (2017: CPM 2014 Private Scale B mit Anpassungsfaktor)
- USA/Bahamas: RP 2014 Scale MP-2018 (2017: RP 2014 Scale MP-2017)
Bei den pensionsähnlichen Zusagen für gesundheitsfürsorgliche Leistungen wurden zudem folgende jährliche Kostensteigerungen unterstellt:
- Kanada (Medikamente): 6,1 %, absinkend auf 4,0 % ab 2040 (2017: 6,3 %/5,0 % ab 2024)
- Bahamas: 5,5 % (2017: 5,5 %)
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts und des Planvermögens:
TAB. 3.54, 3.55
ENTWICKLUNG ANWARTSCHAFTSBARWERT
TAB. 3.54
| Gesamt | Inland | Ausland | Ausland | Gesamt | Inland | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Pensionen | Pensionen | Pensionen | Pensionsähnliche Verpflichtungen | Pensionen | Pensionen | |
| 2017 | 2017 | 2017 | 2017 | 2018 | 2018 | |
| in Mio. € | ||||||
| Anwartschaftsbarwert am 01.01. | 617,3 | 277,4 | 228,8 | 111,1 | 602,9 | 276,1 |
| Änderung Konsolidierungskreis | -0,5 | - | -0,5 | - | - | - |
| Dienstzeitaufwand | 13,9 | 9,9 | 1,2 | 2,8 | 11,2 | 7,5 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -9,9 | 0,1 | -10,0 | 0,1 | 0,3 | - |
| Zinsaufwand | 17,7 | 4,9 | 8,3 | 4,5 | 17,3 | 5,4 |
| Neubewertungen1 | 14,1 | -2,0 | 3,2 | 12,9 | -16,1 | 2,8 |
| — davon versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen | -2,9 | -2,9 | 2,4 | 2,8 | - | - |
| — davon versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen | 17,4 | -3,2 | 5,6 | 15,0 | -20,2 | -1,5 |
| — davon versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen | -0,4 | 1,2 | -2,4 | 0,8 | 1,7 | 1,5 |
| Pensionszahlungen | -27,0 | -14,1 | -10,7 | -2,2 | -26,7 | -13,8 |
| Plananpassungen/-abgeltungen | - | - | - | - | -0,3 | - |
| Wechselkursänderungen | -22,7 | - | -13,0 | -9,7 | -6,4 | - |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 602,9 | 276,1 | 217,4 | 109,4 | 582,0 | 278,3 |
| Ausland | Ausland | |
|---|---|---|
| Pensionen | Pensionsähnliche Verpflichtungen | |
| 2018 | 2018 | |
| in Mio. € | ||
| Anwartschaftsbarwert am 01.01. | 217,4 | 109,4 |
| Änderung Konsolidierungskreis | - | - |
| Dienstzeitaufwand | 0,4 | 3,3 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,1 | -0,3 |
| Zinsaufwand | 7,6 | 4,3 |
| Neubewertungen1 | -0,3 | -18,6 |
| — davon versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen | -0,4 | - |
| — davon versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen | -2,5 | -16,2 |
| — davon versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen | 2,2 | -2,0 |
| Pensionszahlungen | -10,5 | -2,4 |
| Plananpassungen/-abgeltungen | -0,3 | - |
| Wechselkursänderungen | -7,5 | 1,1 |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 206,9 | 96,8 |
1 Die versicherungsmathematischen Verluste aus der Veränderung von finanziellen Annahmen im Inland enthalten im Vorjahr Effekte aus der erstmaligen bilanziellen Erfassung von Entgeltumwandlungszusagen (deferred compensation) in Höhe von 4,3 Mio. €.
Zur Überleitung auf die Bilanzwerte ist der Anwartschaftsbarwert mit dem Planvermögen zu saldieren:
TAB. 3.56
In der Gesamtergebnisrechnung wurden die Beträge in Tabelle 3.57 erfasst:
TAB. 3.57
Der Dienstzeitaufwand (einschließlich des nachzuverrechnenden) wird entsprechend der Zuordnung der Mitarbeiter im jeweiligen Funktionsbereich im EBIT erfasst. Der Nettozinsaufwand bzw.Der im Vorjahr ausgewiesene positive nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand für pensionsähnliche Verpflichtungen im Ausland ist auf die Einführung von Mindestdienstzeiten als Anspruchsvoraussetzung zurückzuführen. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens verteilt sich auf folgende Anlageklassen:
TAB. 3.58
Die über Investmentfonds gehaltenen Anlagen wurden in der obigen Aufstellung auf die einzelnen Anlageklassen aufgeteilt. Die Anleihen weisen zum Großteil ein Rating im "Investment Grade"-Bereich auf. Die Aktien werden regelmäßig an einem aktiven Markt gehandelt. Gleiches gilt grundsätzlich auch für die Anleihen, allerdings sind in dieser Position nicht an einem aktiven Markt gehandelte Schuldscheindarlehen mit einem Buchwert von 17,7 Mio. € (2017: 18,3 Mio. €) enthalten. Für die Rückdeckungsversicherungen existiert kein aktiver Markt. Eigene Finanzinstrumente werden in Höhe von 3,0 Mio. € (2017: 3,0 Mio. €) gehalten.
ENTWICKLUNG PLANVERMÖGEN
TAB. 3.55
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Gesamt | Inland | |
| in Mio. € | Pensionen | Pensionen |
| Planvermögen am 01.01. | 434,7 | 220,9 |
| Zinserträge | 11,9 | 4,0 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 3,6 | 3,0 |
| Gewinne (+)/Verluste (-) aus Neubewertung (ohne die im Zinsertrag erfassten Beträge)¹ | 27,1 | 16,7 |
| Pensionszahlungen | -23,9 | -14,1 |
| Wechselkursänderungen | -12,1 | - |
| Planvermögen am 31.12. | 441,3 | 230,5 |
¹ Der Neubewertungsgewinn im Inland enthält im Vorjahr Effekte aus der erstmaligen bilanziellen Erfassung von Entgeltumwandlungszusagen (deferred compensation) in Höhe von 4,3 Mio. €.
ÜBERLEITUNG BILANZWERTE PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
TAB. 3.56
| 2017 | 2018 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | |
| in Mio. € | Pensionen | Pensionen | Pensionsähnliche Verpflichtungen |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 602,9 | 276,1 | 217,4 |
| Planvermögen am 31.12. | 441,3 | 230,5 | 210,8 |
| Bilanzwerte am 31.12. | 161,6 | 45,6 | 6,6 |
| davon Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (+) | 166,4 | 50,4 | 6,6 |
| davon Vermögenswert (-) | -4,8 | -4,8 | - |
EFFEKTE GESAMTERGEBNISRECHNUNG
TAB. 3.57
| 2017 | 2018 | 2018 | |
|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | |
| in Mio. € | Pensionen | Pensionen | Pensionsähnliche Verpflichtungen |
| Dienstzeitaufwand | 13,9 | 9,9 | 1,2 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -9,9 | - | 0,1 |
| Nettozinsaufwand (+)/-ertrag (-) | 5,8 | 0,9 | 0,4 |
| Aufwand (+)/Ertrag (-) Plananpassungen/-abgeltungen | - | - | - |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge | 9,8 | 10,8 | 1,7 |
| Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Neubewertung des Planvermögens (ohne die im Zinsertrag erfassten Beträge) | -27,1 | -16,7 | -10,4 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen | -2,9 | -2,9 | 2,4 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen | 17,4 | -3,2 | 5,6 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen | -0,4 | 1,2 | -2,4 |
| Im sonstigen Gesamtergebnis erfasste Beträge¹ | -13,0 | -18,7 | -7,2 |
| Summe (in der Gesamtergebnisrechnung erfasste Beträge) | -3,2 | -7,9 | -5,5 |
¹ In den Inlandszahlen des Vorjahres sind aus der erstmaligen bilanziellen Erfassung der Entgeltumwandlungszusagen (deferred compensation) versicherungsmathematische Verluste aus der Veränderung von finanziellen Annahmen bzw. ein Neubewertungsgewinn des Planvermögens in Höhe von jeweils 4,3 Mio. € enthalten.
AUFTEILUNG PLANVERMÖGEN NACH ANLAGEKLASSEN
TAB. 3.58
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Gesamt | Inland | |
| in Mio. € | Pensionen | Pensionen |
| Anleihen | 190,9 | 102,6 |
| - öffentlich-rechtliche Anleihen | 66,5 | 1,7 |
| - Unternehmensanleihen | 124,4 | 100,9 |
| Aktien | 191,1 | 75,1 |
| Rückdeckungsversicherungen | 29,0 | 29,0 |
| Flüssige Mittel | 21,5 | 16,4 |
| Sonstiges | 8,8 | 7,4 |
| Planvermögen am 31.12. | 441,3 | 230,5 |
Die Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich der Barwert der Verpflichtung bei einer Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen verändern würde. Dabei wurden keine Korrelationen zwischen den einzelnen Annahmen berücksichtigt, d. h., bei der Variation einer Annahme wurden die übrigen Annahmen konstant gehalten. Das bei der Ermittlung der Bilanzwerte verwendete Anwartschaftsbarwertverfahren wurde auch bei der Sensitivitätsanalyse verwendet.
SENSITIVITÄTSANALYSE 31.12.2018
TAB. 3.59
| -73,3 | 91,7 | 1,6 | -1,6 | 26,4 | -23,5 | 7,9 | -7,0 | 21,2 | -21,1 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Änderung des Barwerts der Verpflichtungen | ||||||||||
| Gesamt | Inland | Ausland | Ausland | |||||||
| in Mio. € | Pensionen | Pensionen | Pensionsähnliche Verpflichtungen | Pensionen | Pensionsähnliche Verpflichtungen | |||||
| Änderung der Annahme | ||||||||||
| Rechnungszins +100 Basispunkte | -33,8 | -24,3 | -15,2 | |||||||
| Rechnungszins -100 Basispunkte | 42,9 | 30,0 | 18,8 | |||||||
| Erwartete jährliche Einkommenssteigerung +50 Basispunkte | 0,5 | 1,1 | - | |||||||
| Erwartete jährliche Einkommenssteigerung -50 Basispunkte | -0,5 | -1,1 | - | |||||||
| Erwartete jährliche Rentensteigerung +50 Basispunkte | 15,2 | 11,2 | - | |||||||
| Erwartete jährliche Rentensteigerung -50 Basispunkte | -13,8 | -9,7 | - | |||||||
| Medizinischer Kostentrend +50 Basispunkte | - | - | 7,9 | |||||||
| Medizinischer Kostentrend -50 Basispunkte | - | - | -7,0 | |||||||
| Lebenserwartung +1 Jahr | 10,9 | 5,7 | 4,6 | |||||||
| Lebenserwartung -1 Jahr | -10,7 | -5,8 | -4,6 |
SENSITIVITÄTSANALYSE 31.12.2017
TAB. 3.60
| -78,0 | 98,0 | 2,4 | -2,5 | 26,6 | -23,7 | 9,8 | -8,7 | 19,7 | -19,3 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Änderung des Barwerts der Verpflichtungen | ||||||||||
| Gesamt | Inland | Ausland | Ausland | |||||||
| in Mio. € | Pensionen | Pensionen | Pensionsähnliche Verpflichtungen | Pensionen | Pensionsähnliche Verpflichtungen | |||||
| Änderung der Annahme | ||||||||||
| Rechnungszins +100 Basispunkte | -34,0 | -25,7 | -18,3 | |||||||
| Rechnungszins -100 Basispunkte | 43,1 | 31,8 | 23,1 | |||||||
| Erwartete jährliche Einkommenssteigerung +50 Basispunkte | 1,0 | 1,4 | - | |||||||
| Erwartete jährliche Einkommenssteigerung -50 Basispunkte | -1,0 | -1,5 | - | |||||||
| Erwartete jährliche Rentensteigerung +50 Basispunkte | 14,9 | 11,7 | - | |||||||
| Erwartete jährliche Rentensteigerung -50 Basispunkte | -13,5 | -10,2 | - | |||||||
| Medizinischer Kostentrend +50 Basispunkte | - | - | 9,8 | |||||||
| Medizinischer Kostentrend -50 Basispunkte | - | - | -8,7 | |||||||
| Lebenserwartung +1 Jahr | 8,6 | 5,9 | 5,2 | |||||||
| Lebenserwartung -1 Jahr | -8,4 | -5,7 | -5,2 |
ERWARTETE ZAHLUNGEN FÜR PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
TAB. 3.61
| 31.12.2017 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| in Mio. € | ||
| Weniger als 1 Jahr | 28,4 | 28,6 |
| Zwischen 1 und 5 Jahre | 115,2 | 114,6 |
| Zwischen 5 und 10 Jahren | 148,2 | 145,0 |
| Mehr als 10 Jahre | 984,8 | 946,2 |
| Summe | 1.276,6 | 1.234,4 |
Im Geschäftsjahr 2019 ist aus Pensions- und pensionsähnlichen Zusagen ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 2,9 Mio. € (2018: 3,5 Mio. €) zu erwarten. Dieser umfasst Dotierungen in das Planvermögen sowie Rentenzahlungen, die nicht durch entsprechende Erstattungen aus dem Planvermögen gedeckt sind. Darüber hinaus bestehen weitere Altersversorgungssysteme, für die keine Rückstellungen zu bilden sind, da mit Zahlung der Beiträge keine weiteren Leistungsverpflichtungen bestehen (beitragsorientierte Pläne). Diese umfassen sowohl allein arbeitgeberfinanzierte Leistungen als auch Zuschüsse für Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer. Im Rahmen der inzwischen geschlossenen Altersversorgung über die BASF-Pensionskasse leisteten Arbeitgeber und Mitarbeiter Beiträge. In 2011 wurden die ordentlichen Mitgliedschaften der K+S-Mitarbeiter durch die BASF-Pensionskasse gekündigt, sodass seitdem nur noch außerordentliche Mitgliedschaften für die betroffenen Mitarbeiter bestehen, welche als unverfallbare Anwartschaften fortgeführt werden. Darüber hinaus werden laufende Pensionskassen-Rentenzahlungen an (ehemalige) K+S-Mitarbeiter durch die BASF-Pensionskasse geleistet. Der Anteil der Anwärter und Rentner von K+S-Gruppengesellschaften am Gesamtbestand der BASF-Pensionskasse beträgt weniger als 10 %. Die Versorgung über die BASF-Pensionskasse ist als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber i.# S. v. IAS 19.32 f.
Der Plan ist grundsätzlich als leistungsorientiert einzustufen. Da zuverlässige Informationen insbesondere über das Planvermögen nur für die Pensionskasse insgesamt vorliegen und nicht für die auf die K+S GRUPPE entfallenden Anteile, liegen keine ausreichenden Informationen für eine Bilanzierung des Plans vor. Deshalb wird dieser Plan gemäß IAS 19.34 als beitragsorientiert behandelt. Aufgrund der Beendigung der ordentlichen Mitgliedschaften sind grundsätzlich keine weiteren Beiträge an die BASF-Pensionskasse zu entrichten. Aufgrund einer Rechnungszinsabsenkung der BASF-Pensionskasse wurde 2017 der Bedarf für eine Sonderzuwendung festgestellt, die K+S gemäß dem technischen Geschäftsplan anteilig in Höhe von 5,7 Mio. € zu tragen hatte. Dieser Betrag wurde im Vorjahr ergebniswirksam im jeweiligen Funktionsbereich erfasst. Weitere Sonderzuwendungen in der Zukunft können nicht ausgeschlossen werden. Des Weiteren kann sich durch die im BetrAVG geregelte Subsidiärhaftung eine Einstandspflicht für K+S ergeben, insbesondere im Hinblick auf die Inflationsanpassung der laufenden Rentenzahlungen. Von der BASF-Pensionskasse nicht übernommene Rentenanpassungen sind von K+S zu tragen. Für das Jahr 2019 werden keine Beitragszahlungen an die BASF-Pensionskasse erwartet. Insgesamt ergibt sich für die Berichtsperiode folgender Altersversorgungsaufwand:
TAB. 3.62 AUFWAND ALTERSVERSORGUNG
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| in Mio. € | Gesamt Inland Ausland | Gesamt Inland Ausland |
| Aufwand beitragsorientierte Pläne | 26,2 7,7 18,5 | 20,4 2,1 18,3 |
| Aufwand leistungsorientierte Pläne | 4,0 9,9 -5,9 | 11,0 7,8 3,2 |
| Aufwand Altersversorgung (im EBIT erfasst) | 30,2 17,6 12,6 | 31,4 9,9 21,5 |
RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGEN
TAB. 3.63
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| in Mio. € | Gesamt davon kurzfristig | Gesamt davon kurzfristig |
| Gruben- und Schachtverfüllung | 361,1 16,2 | 373,9 0,6 |
| Haldenverwahrung | 565,2 - | 563,8 - |
| Bergschäden | 39,1 6,1 | 35,0 6,4 |
| Rückbau | 41,0 - | 42,1 - |
| Sonstige | 16,0 0,1 | 7,6 0,3 |
| Bergbauliche Rückstellungen | 1.022,4 22,4 | 1.022,4 7,3 |
Zudem wurden Beiträge in Höhe von 88,2 Mio. € (2017: 85,8 Mio. €) an staatliche Rentenversicherungsträger geleistet.
(22) RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGEN
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen sind aufgrund gesetzlicher, vertraglicher sowie behördlicher Auflagen zu bilden und werden vor allem in Betriebsplänen und wasserrechtlichen Erlaubnisbescheiden konkretisiert. Diese überwiegend öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen erfordern die Sicherung der Tagesoberfläche und Rekultivierungsmaßnahmen. Bergschäden können durch den untertägigen Abbau und die damit verbundene mögliche Absenkung der Erdoberfläche oder aufgrund von Schäden im Produktionsprozess durch Staub oder Versalzung entstehen. Mögliche Verpflichtungen daraus sind durch Rückstellungen gedeckt.
Die Höhe der zu bildenden Rückstellungen basiert auf den erwarteten Aufwendungen bzw. den geschätzten Schadensersatzleistungen. Die Ermittlung erfolgt durch interne Sachverständige und - sofern erforderlich - auch mithilfe von Gutachten Dritter auf Basis des aktuellen Standes der Technik und der gegenwärtigen rechtlichen Vorgaben. Da die Erfüllungszeitpunkte teilweise weit in der Zukunft liegen, können sich trotz sorgfältiger Methoden zur Ermittlung Abweichungen zwischen den tatsächlichen und geschätzten Aufwendungen ergeben. Diese können beispielsweise aus abweichenden Kostenentwicklungen, technologischen Neuerungen oder veränderten rechtlichen Vorgaben resultieren. Diesem Umstand wird durch eine regelmäßige Aktualisierung der Rückstellungskalkulation Rechnung getragen. Bergbaubedingte Rückstellungen sind überwiegend langfristige Rückstellungen, die auf Basis der zukünftig erwarteten Aufwendungen mit dem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert werden. Dabei wird eine künftige Preissteigerung in Höhe von 1,5 % (2017: 1,5 %) zugrunde gelegt. Der Abzinsungsfaktor für die bergbaulichen Verpflichtungen in den EU-Ländern beträgt 3,3 % (2017: 3,3 %). Als Abzinsungsfaktor für die bergbaulichen Verpflichtungen in Nordamerika wird ein Zinssatz von 5,0 % in den USA (2017: 4,7 %) und 4,1 % in Kanada (2017: 4,2 %) verwendet. Die erwarteten Erfüllungszeitpunkte sind im Wesentlichen abhängig von der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer der Standorte. Die Verpflichtungen reichen teilweise weit über das Jahr 2050 hinaus. Die Zuführung zu den bergbaulichen Rückstellungen im Berichtsjahr in Höhe von 77,8 Mio. € (2017: 46,5 Mio. €) beruht im Wesentlichen auf der jährlichen Aufzinsung der Rückstellungen sowie der Neubewertung von bestehenden Rückstellungen. Mit der Inanspruchnahme von bergbaulichen Rückstellungen in Höhe von 16,9 Mio. € (2017: 8,8 Mio. €) wurde im Wesentlichen der Verpflichtung zur Regulierung von Senkungsschäden und der Verwahrung Rechnung getragen. Die Rückstellungsauflösungen in Höhe von 60,2 Mio. € (2017: 30,3 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus den Rückstellungen für Haldenverwahrung sowie für Gruben- und Schachtverfüllung.
(23) LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGEN
Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder stellen mit einem Bilanzwert von 31,4 Mio. € (2017: 30,7 Mio. €) eine wesentliche Position der langfristigen Personalverpflichtungen dar. Sie werden für künftige Zahlungen anlässlich des 25-jährigen, 40-jährigen oder 50-jährigen Dienstjubiläums gebildet. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Berechnung wurde ein Rechnungszins von 2,0 % (2017: 2,0 %) sowie eine erwartete jährliche Einkommenssteigerung von 1,8 % (2017: 1,8 %) zugrunde gelegt. Zudem bestehen Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 20,1 Mio. € (2017: 9,4 Mio. €), die durch Planvermögen in Höhe von 19,3 Mio. € (2017: 0 Mio. €) weitestgehend ausfinanziert sind. Als Saldogröße beträgt die zum Bilanzstichtag ausgewiesene Rückstellung 0,8 Mio. € (2017: 9,4 Mio. €).
(24) KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften betreffen vor allem Rabatte und Preisnachlässe; aus Einkaufsverträgen resultieren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die kurzfristigen Personalverpflichtungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die erfolgsabhängige Vergütung sowie Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Freischichten. ,Mitarbeiter', Seite 53; ,Vergütungsbericht', Seite 134
(25) FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Die folgenden Tabellen zeigen die Liquiditätsanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten in Form der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zahlungsströme:
TAB. 3.64, 3.65 LIOUIDITÄTSANALYSE NICHT-DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2018
| TAB. 3.64 scroll | Cashflows in Mio. € | 2018 | 2018 | 2018 | 2018 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit >1 Jahr u. < 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 3.283,5 | 3.603,9 | 623,8 | 2.370,3 | 609,8 | |
| - davon Anleihen | 2.240,5 | 2.539,5 | 73,6 | 1.856,1 | 609,8 | |
| - davon Schuldscheindarlehen | 764,3 | 784,2 | 332,7 | 451,5 | - | |
| - davon Commercial Paper | 179,0 | 179,0 | 179,0 | - | - | |
| - davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 99,7 | 101,2 | 38,5 | 62,7 | - | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 239,7 | 239,7 | 238,6 | 0,5 | 0,6 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 164,2 | 187,7 | 16,9 | 119,7 | 51,1 | |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 70,5 | 70,5 | 70,5 | - | - | |
| Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 3.757,7 | 4.101,8 | 949,8 | 2.490,5 | 661,5 |
LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT-DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2017
| TAB. 3.65 scroll | Cashflows in Mio. € | 2017 | 2017 | 2017 | 2017 | 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit >1 Jahr u. < 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 3.021,7 | 3.310,0 | 648,4 | 1.991,9 | 669,7 | |
| - davon Anleihen | 2.142,4 | 2.401,1 | 569,6 | 1.202,4 | 629,1 | |
| - davon Schuldscheindarlehen | 763,8 | 791,9 | 7,7 | 743,6 | 40,6 | |
| - davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 115,5 | 117,0 | 71,1 | 45,9 | - | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 288,4 | 288,4 | 286,8 | 1,0 | 0,6 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 173,0 | 202,0 | 21,8 | 119,2 | 61,0 | |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 62,9 | 62,9 | 62,9 | - | - | |
| Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 3.546,0 | 3.863,3 | 1.019,9 | 2.112,1 | 731,3 |
Die emittierten Anleihen und Schuldscheindarlehen setzen sich wie folgt zusammen:
TAB. 3.66
| TAB. 3.66 scroll | 2017 | 2017 | 2018 | 2018 |
|---|---|---|---|---|
| Nominalwert in Mio. € | Nominalzins p.a. | Nominalwert in Mio. € | Nominalzins p.a. | |
| Anleihe 2012/22 | 500 | 3,000 % | 500 | 3,000 % |
| Anleihe 2013/18 | 500 | 3,125 % | - | - |
| Anleihe 2013/21 | 500 | 4,125 % | 500 | 4,125 % |
| Anleihe 2017/23 | 625 | 2,625 % | 625 | 2,625 % |
| Anleihe 2018/24 | - | - | 600 | 3,250 % |
| Schuldscheindarlehen (fix, Fälligkeit 2019-23) | 482 | Durchschnitt ca. 1 % | 482 | Durchschnitt ca. 1 % |
| Schuldscheindarlehen (variabel, Fälligkeit 2019-22) | 283 | Basis EURIBOR | 283 | Basis EURIBOR |
¹ Des Weiteren besteht eine in 2009 im Rahmen der Akquisition von MORTON SALT übernommene USD-Anleihe mit einem Nominalwert von 22,6 Mio. USD und einer Fälligkeit in 2020. Daraus resultierende Zins- und Tilgungsbeträge sind durch ROHM & HAAS zu leisten und vertraglich durch eine Bankgarantie gedeckt. Die aus dieser vertraglichen Konstruktion resultierenden Erstattungsansprüche für Zins- und Tilgungsbeträge werden unter der Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" im lang- bzw. kurzfristigen Bereich ausgewiesen.
LIOUIDITÄTSANALYSE DERIVATIVER FINANZVERBINDLICHKEITEN 2018
| TAB. 3.67 scroll | Cashflows in Mio. € | 2018 | 2018 | 2018 | 2018 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Gesamt | Restlaufzeit <1 Jahr | Restlaufzeit >1 Jahr u. < 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre | ||
| Devisenderivate | -26,6 | -7,8 | -7,7 | -0,2 | - | |
| Zahlungsverpflichtung¹ | -1.623,1 | -1.546,0 | -77,1 | - | - | |
| Zahlungsanspruch¹ | 1.615,3 | 1.538,4 | 76,9 | - | - |
¹ Umrechnung von Fremdwährungs-Zahlungstransaktionen zum Stichtagskurs.
LIOUIDITÄTSANALYSE DERIVATIVER FINANZVERBINDLICHKEITEN 2017
| TAB. 3.68 scroll | Cashflows in Mio. € |
|---|---|
| 2017 | |
| Buchwert |
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns dar:
TAB. 3.69 BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTEN
| 31.12.2017 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| in Mio. € | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Bewertungskategorie nach IFRS9 |
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | Zur Veräußerung verfügbar | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis |
| 20,6 | 20,6 | |
| 88,8 | ||
| 88,8 | ||
| Ausleihungen | Kredite und Forderungen | |
| 0,4 | 0,4 | |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | ||
| 0,3 | 0,3 | |
| Finanzanlagen | 21,0 | |
| 21,0 | ||
| 89,1 | ||
| 89,1 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Kredite und Forderungen | |
| 714,9 | 714,9 | |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | ||
| 836,7 | 836,7 | |
| Derivate mit positivem Marktwert | Zu Handelszwecken gehalten | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
| 45,0 | 45,0 | |
| 13,0 | ||
| 13,0 | ||
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte | Kredite und Forderungen | |
| 109,0 | 109,0 | |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | ||
| 109,4 | 109,4 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 154,0 | |
| 154,0 | ||
| 122,4 | ||
| 122,4 | ||
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | Kredite und Forderungen | |
| 11,4 | 11,4 | |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | ||
| 11,2 | 11,2 | |
| Zur Veräußerung verfügbar | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | |
| 7,0 | 7,0 | |
| 7,0 | ||
| 7,0 | ||
| Flüssige Mittel | Kredite und Forderungen | |
| 182,6 | 182,6 | |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | ||
| 167,6 | 167,6 | |
| Finanzverbindlichkeiten | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten A nschaffungskosten | Fortgeführte Anschaffungskosten |
| 3.021,7 | 3.153,6 | |
| 3.283,3 | ||
| 3.315,2 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | Fortgeführte Anschaffungskosten |
| 288,4 | 288,4 | |
| 239,7 | ||
| 239,7 | ||
| Derivate mit negativem Marktwert | Zu Handelszwecken gehalten | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam |
| 7,6 | 7,6 | |
| 32,3 | ||
| 32,3 | ||
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | Fortgeführte Anschaffungskosten |
| 62,9 | 62,9 | |
| 70,6 | ||
| 70,6 | ||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | IFRS 7 | IFRS 7 |
| 173,0 | 173,0 | |
| 164,2 | ||
| 164,2 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 243,5 | |
| 243,5 | ||
| 267,1 | ||
| 267,1 |
Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aggregiert nach den Bewertungskategorien des IAS 39/IFRS 9, stellen sich wie folgt dar:
TAB. 3.70 BUCHWERTE DER FINANZINSTRUMENTE AGGREGIERT NACH BEWERTNGSKATEGORIEN
| Bewertungskategorie nach IAS 39 | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | in Mio. € 2017 | in Mio. € 2018 |
|---|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 27,6 | ||
| Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 95,8 | ||
| Kredite und Forderungen | 1.018,3 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten (finanzielle Vermögenswerte) | 1.125,2 | ||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 45,0 | ||
| Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam (finanzielle Vermögenswerte) | 13,0 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 3.373,1 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten (finanzielle Verbindlichkeiten) | 3.593,6 | ||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | 7,6 | ||
| Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam (finanzielle Verbindlichkeiten) | 32,3 |
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden weitestgehend basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach IFRS 13 zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufe 1 zeichnen sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus. Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet. Die Tabellen 3.71 und 3.72 zeigen die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden:
TAB. 3.71 ZUM BEIZULEGNDEN ZEITWERT BEWERTETE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN
| Bewertungskategorie gem. IFRS 9 | 2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | |
| Aktiva | - | 20,0 | 88,8 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | - | - | 88,8 |
| Derivative Finanzinstrumente | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | - | 13,0 | - |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | - | 7,0 | - |
| Passiva | - | 32,3 | - | |
| Derivative Finanzinstrumente | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | - | 32,3 | - |
TAB. 3.72 ZUM BEIZULEGNDEN ZEITWERT BEWERTETE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN
| Bewertungskategorie gem. IAS 39 | 2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | |
| Aktiva | - | 52,0 | - | |
| Derivative Finanzinstrumente | Zu Handelszwecken gehalten | - | 45,0 | - |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | Zur Veräußerung verfügbar | - | 7,0 | - |
| Passiva | - | 7,6 | - | |
| Derivative Finanzinstrumente | Zu Handelszwecken gehalten | - | 7,6 | - |
Die in der Tabelle ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden aufgrund von unwesentlicher Bedeutung nicht konsolidiert. Diese werden grundsätzlich langfristig und nicht zu Handelszwecken gehalten. Daher wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen, ohne diese beim Abgang in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (OCI-Option). Der beizulegende Zeitwert wurde als Barwert der aktuellen dreijährigen Ergebnisplanung (Mittelfristplanung) und einer sich anschließenden ewigen Rente berechnet. Für die Diskontierung wurde der Kapitalkostensatz der Gesellschaft zugrunde gelegt. Änderungen der zukünftigen Ergebnisse bzw. des Kapitalkostensatzes haben entsprechende Auswirkungen auf die Barwertkalkulation. Die Entwicklung der beizulegenden Zeitwerte im aktuellen Geschäftsjahr wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.
TAB. 3.73 ÜBERLEITUNG ANTEILE NICHT KONSOLIDIERTE VERBUNDENE UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGEN (STUFE 3)
| in Mio. € | 2018 |
|---|---|
| Bestand zum 01.01. (angepasst an IFRS 9) | 72,2 |
| Zugänge | 6,7 |
| Abgänge | 0,8 |
| Bewertungsergebnis (sonstiges Ergebnis) | 10,7 |
| Abgangsergebnis (sonstiges Ergebnis) | - |
| Währungsdifferenzen | - |
| Transfers (von Stufe 3/zu Stufe 3) | - |
| Bestand zum 31.12. | 88,8 |
TAB. 3.74 AUFTEULNG NICHT KONSOLIDIERTE ANTEILE VERBUNDENE UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGEN
| in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Tochterunternehmen Deutschland | 5,9 | 8,1 |
| Tochterunternehmen Europa (ohne Deutschland) | 2,5 | 49,5 |
| Tochterunternehmen außerhalb Europas | 12,1 | 25,8 |
| Gemeinschafts-/assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen | 0,1 | 5,5 |
| Summe | 20,6 | 88,8 |
Die derivativen Finanzinstrumente bestehen im Wesentlichen aus Währungsderivaten (Devisentermingeschäfte, Optionen). Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts von Devisentermingeschäften erfolgt mittels einer Schätzung der künftigen Cashflows auf Basis der notierten Devisenterminkurse zum Bilanzstichtag und der vereinbarten Devisenterminkurse, die anschließend mit einem laufzeit- und währungsadäquaten Zinssatz diskontiert werden. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Währungsoptionen werden anerkannte Optionspreismodelle verwendet, in die am Markt beobachtbare Inputparameter zum Bilanzstichtag einfließen (insbesondere Devisenkurs, Zinssatz, Volatilität). Bei der Berechnung werden zudem Kontrahentenausfallrisiken berücksichtigt.
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerten sowie flüssigen Mitteln entsprechen die Buchwerte aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere und sonstigen Finanzinvestitionen entsprechen den Barwerten der mit diesen Bilanzpositionen verbundenen Zahlungen (Stufe 2).
Für die Finanzverbindlichkeiten wird der beizulegende Zeitwert bei vorliegenden aktiven Märkten durch Marktpreise bestimmt (Stufe 1), ansonsten wird auf den Barwert der zukünftigen Zahlungsströme abgestellt (Stufe 2). Zur Diskontierung werden marktübliche, fristadäquate Zinssätze verwendet. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen nicht-derivativen finanziellen Verbindlichkeiten wird aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten davon ausgegangen, dass die Buchwerte dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Für die Ausleihungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wird aufgrund unwesentlicher Abweichungen vom Markt- und Kalkulationszinssatz davon ausgegangen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Die Tabelle 3.75 stellt die aus Finanzinstrumenten resultierenden Nettoergebnisse dar:
TAB. 3.75 NETTOERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTEN
| Bewertungskategorie nach IAS 39 | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | in Mio. € 2017 | in Mio. € 2018 |
|---|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 4,5 | ||
| Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 14,9 | ||
| Kredite und Forderungen | -39,8 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten (finanzielle Vermögenswerte) | 4,5 | ||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten | 28,9 | ||
| Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | -36,7 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 71,8 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten (finanzielle Verbindlichkeiten) | -29,6 |
Das Nettoergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren bzw.zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bilanzierten finanziellen Vermögenswerten umfasst im Wesentlichen Ausschüttungen und ab 2018 Bewertungseffekte aus nicht konsolidierten Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Das Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte enthält hauptsächlich Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen in den Wertberichtigungen. Das Nettoergebnis aus zu Handelszwecken gehaltenen bzw. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beinhaltet überwiegend Effekte aus der Marktbewertung und Realisierung derivativer Finanzinstrumente. Das Nettoergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten besteht überwiegend aus Effekten der Währungsumrechnung. Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:
TAB. 3.76
LIQUIDITÄTSRISIKEN
Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko steigender Kosten der Liquiditätsbeschaffung bestehen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über ein gruppenweites Cashpool-System durch die zentrale Treasury-Einheit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt. Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2018 auf 1.187,0 Mio. € (2017: 1.141,0 Mio. €) und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie dem ungenutzten Teil unserer bis 2020 laufenden Konsortialkreditlinie.
,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 123
ZINSERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTEN
TAB. 3.76
scroll in Mio. € | 2017 | 2018
---|---|---
Zinserträge | 10,5 | 11,4
Zinsaufwendungen vor Aktivierung Fremdkapitalzinsen | 85,5 | 104,3
Aktivierte Fremdkapitalzinsen | 51,7 | 17,5
Zinsaufwendungen nach Aktivierung Fremdkapitalzinsen | 33,8 | 86,8
AUSFALLRISIKEN
Kundenforderungen werden weitestgehend durch entsprechende Versicherungen und anderweitige Sicherungsinstrumente gegen ein Ausfallrisiko abgesichert. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung. Der überwiegende Teil der nicht gesicherten Forderungen besteht gegenüber der öffentlichen Hand.
,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 123
Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage führen.
MARKTRISIKEN
Zinsrisiken entstehen durch eine Veränderung der Marktzinssätze, die eine Auswirkung auf zu erhaltende bzw. zu zahlende Zinsen und die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente haben können. Daraus können sich entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital ergeben. Gemäß IFRS 7 sind Zinsänderungsrisiken mittels einer Sensitivitätsanalyse darzustellen. Dieser liegen folgende Annahmen zugrunde:
- Die durch die Sensitivitätsanalyse ermittelte Auswirkung auf das Ergebnis bzw. Eigenkapital bezieht sich auf den Bestand zum Bilanzstichtag und zeigt den hypothetischen Effekt für ein Jahr,
- Marktzinssatzänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wirken sich auf das Zinsergebnis aus und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt,
- Marktzinssatzänderungen von originären fest verzinslichen Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wirken sich nicht auf das Ergebnis oder Eigenkapital aus und werden daher bei der Sensitivitätsanalyse nicht berücksichtigt. Diese unterliegen einem Zinsrisiko bei der Wiederanlage, das jedoch bei der stichtagsbezogenen Sensitivitätsanalyse nicht zu berücksichtigen ist.
,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 123
Zum Bilanzstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten. Eine Erhöhung des Referenzzinssatzes um 1 Prozentpunkt hätte für die langfristigen variabel verzinsten Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag zu einer weiteren Zinsbelastung in Höhe von 2,2 Mio. € geführt (2017: 2,1 Mio. €). Die erworbenen Zinscaps hätten diesen Effekt auf eine Zinsbelastung in Höhe von 0,2 Mio. € verringert. Eine Verringerung des Referenzzinssatzes um 1 Prozentpunkt hätte wie auch im Vorjahr keine Auswirkungen auf die Zinsaufwendungen der langfristigen variabel verzinsten Verbindlichkeiten.
Neben Forderungen und Verbindlichkeiten in der Konzernwährung Euro bestehen auch Positionen in Fremdwährungen. Gemäß IFRS 7 sind Währungsrisiken mittels einer Sensitivitätsanalyse darzustellen. Wäre der Euro gegenüber den Fremdwährungen (überwiegend US-Dollar) um 10 % stärker bzw. schwächer geworden, hätte sich eine erfolgswirksame Veränderung des Buchwerts der saldierten Position aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten um +/-32,1 Mio. € (2017: +/-16,8 Mio. €) ergeben.
Zum Bilanzstichtag bestanden zudem Geldanlagen, bei denen Sicherheitsleistungen von den Kontrahenten - i. d. R. Banken -gestellt wurden. Hierbei handelt es sich um sog. Repo-Geschäfte, die den Charakter einer besicherten Festgeldanlage aufweisen. Die nicht anderweitig verwendbaren Sicherheiten werden mit dem Kontrahenten dem Rahmen nach über einen sog. Basket, der sich im Wesentlichen nach Anlageklassen, Ratings, Ländern und Währungen definiert, vereinbart. Von den vorgenannten Kriterien hängt es ab, bis zu welchem Beleihungswert die Sicherheiten berücksichtigt werden; d. h., bei sinkendem Rating oder abnehmender Handelbarkeit der jeweiligen Sicherheiten sinkt der Beleihungswert und zusätzliche Sicherheiten müssen gestellt werden. Der jeweilige Rahmen der möglichen Sicherheiten richtet sich nach unserem internen Monitoring, welches grundsätzlich das Rating sowie die Höhe der jeweiligen Kreditausfallversicherungen (sog. Credit-Default-Swaps) berücksichtigt.
(27) ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT
Ziel des Kapitalmanagements der K+S GRUPPE ist die Sicherstellung und effiziente gruppenweite Steuerung der Liquidität, der Erhalt und die Optimierung der Finanzierungsfähigkeit sowie die Reduktion finanzieller Risiken.
,Finanzlage', Seite 98
KENNZAHLEN UND KAPITALSTRUKTUR1
TAB. 3.77
scroll in Mio. € | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018
---|---|---|---|---|---
Nettoverschuldung/EBITDA2-3 | 1,8 | 2,3 | 6,9 | 7,2 | 7,3
Nettoverschuldung/Eigenkapital (%) | 40,9 | 55,9 | 78,7 | 99,5 | 107,2
Eigenkapitalquote (%) | 50,6 | 51,9 | 47,2 | 42,7 | 41,6
1 Siehe "Definition verwendeter Finanzkennzahlen" auf Seite 234.
2 Das EBITDA wird in den "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung auf Seite 174 hergeleitet.
3 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar.
Die finanzpolitischen Instrumentarien zur Erreichung dieser Ziele umfassen grundsätzlich Finanzierungsmaßnahmen, die sowohl das Eigenkapital als auch das Fremdkapital betreffen können. Alle Finanzierungsmaßnahmen im Unternehmen, worunter unter anderem das Cash-, Währungs- und Zinsmanagement fällt, werden von der zentralen Treasury-Einheit koordiniert und gesteuert. Das Kapitalmanagement wird anhand von Finanzkennzahlen wie der Nettoverschuldung/EBITDA, Nettoverschuldung/Eigenkapital und der Eigenkapitalquote vorgenommen.
TAB. 3.77
Das gemanagte Kapital stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
TAB. 3.78
(28) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
In der K+S GRUPPE bestehen im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit verschiedene Risiken, für die Rückstellungen gebildet wurden, sofern die Voraussetzungen für einen Ansatz gemäß IAS 37 erfüllt wurden. Darüber hinaus besteht die Pflicht zur Angabe von Eventualverbindlichkeiten. Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, welche aufgrund einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme nicht zu einem Bilanzansatz führen. Im Jahr 2018 bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von rund 20,6 Mio. € (2017: rund 16,0 Mio. €), welche im Wesentlichen aus Rechtsrisiken resultieren.
,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 123
Die Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen beliefen sich im Jahr 2018 auf 178,3 Mio. € (2017: 148,1 Mio. €) und resultieren nahezu ausschließlich aus nicht abgeschlossenen Investitionen in das Sachanlagevermögen. Zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen verweisen wir auf die unter Anmerkung (29) gemachten Angaben.
(29) LEASINGVERHÄLTNISSE
Bestimmte technische Anlagen und Maschinen, wie z. B. Leitungsnetze, Gleisanschlüsse, Eisenbahngüterwaggons sowie Blockheizkraftwerke werden im Rahmen des Finanzierungsleasings genutzt und entsprechend aktiviert, da der K+S GRUPPE das wirtschaftliche Eigentum am geleasten Vermögenswert zuzurechnen ist. Im Einzelnen sind die folgenden Positionen betroffen:
TAB. 3.79
Tabelle 3.81 stellt die Fälligkeit der entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus Finanzierungsleasingverträgen dar:
TAB.# 3.81 Die K+S GRUPPE tritt nur in unwesentlichem Umfang als Leasinggeber auf.
GEMANAGTES KAPITAL
TAB. 3.78 scroll
| | in Mio. € | |
| :--------------- | :-------- | :- |
| | 2017 | 2018 |
| Eigenkapital | 4.160,7 | 4.144,1 |
| Langfristiges Fremdkapital | 4.240,2 | 4.528,4 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.353,5 | 1.293,7 |
GELEASTE VERMÖGENSWERTE
TAB. 3.79 scroll
| | in Mio. € | |
| :-------------------------------------- | :-------- | :- |
| | 2017 | 2018 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 0,2 | 0,1 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 235,5 | 216,9 |
| Schiffe | 0,8 | 0,7 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - |
| Gesamt | 236,5 | 217,7 |
VERPFLICHTUNGEN AUS OPERATIONG-LEASINGVERTRÄGEN (NOMINALWERT)
TAB. 3.80 scroll
| | in Mio. € | |
| :------------------- | :-------- | :- |
| | 2017 | 2018 |
| - fällig im Folgejahr | 45,2 | 40,0 |
| - fällig im 2. bis 5. Jahr | 102,7 | 101,3 |
| - fällig nach 5 Jahren | 92,3 | 78,8 |
| Gesamt | 240,2 | 220,0 |
LEASINGVERBINDLICHKEITEN
TAB. 3.81 scroll
| | Leasingverbindlichkeiten in Mio. € | | Enthaltener Zinsanteil | | | |
| :------------------------------------ | :--------------------------------- | :- | :--------------------- | :- | :-------------- | :- |
| | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 |
| Fälligkeit bis 1 Jahr | 21,8 | 16,9 | 2,6 | 1,2 | 19,2 | 15,7 |
| Fälligkeit 2-5 Jahre | 119,2 | 119,7 | 11,2 | 12,0 | 108,0 | 107,7 |
| Fälligkeit über 5 Jahre | 61,0 | 51,1 | 15,2 | 10,3 | 45,8 | 40,8 |
| Gesamt | 202,0 | 187,7 | 29,0 | 23,5 | 173,0 | 164,2 |
Zusätzlich ist die K+S GRUPPE Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasingverträgen. Diese Vermögenswerte sind aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. Der Aufwand aus Operating-Leasing belief sich im Jahr 2018 auf 53,2 Mio. € (2017: 54,2 Mio. €). Die Nominalwerte der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverträgen verteilen sich gemäß Tabelle 3.80 auf die künftigen Perioden:
TAB. 3.80
Die wesentlichen Operating-Leasingverhältnisse betreffen Fahrzeuge, Büroräume, Lagerkapazitäten, technische Anlagen und Maschinen sowie Eisenbahngüterwaggons. Sowohl Finanzierungsleasing- als auch Operating-Leasingverträge beinhalten teilweise Mietverlängerungs- und/oder Kaufoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Bei den Operating-Leasingverträgen ist der Ausübungspreis der Kaufoption nicht deutlich niedriger als der beizulegende Zeitwert der jeweiligen Vermögenswerte zum möglichen Optionsausübungszeitpunkt.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung ist auf der Seite 148 dargestellt. Zahlungswirksame Transaktionen aus nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten waren nicht zu berücksichtigen.
,Finanzlage', Seite 98
NETTOFINANZMITTELBESTAND
TAB. 3.82 scroll
| | in Mio. € | |
| :----------------------- | :-------- | :- |
| | 2017 | 2018 |
| Flüssige Mittel (laut Bilanz) | 182,6 | 167,6 |
| Von verbundenen Unternehmen hereingenommene Gelder | -6,9 | -5,4 |
| Nettofinanzmittelbestand | 175,7 | 162,2 |
ÜBERLEITUNG DES CASHFLOWS AUS FINAZIERUNGSTÄTIGKEIT
TAB. 3.83 scroll
| | Buchwert 01.01.2018 | Finanzierungscashflow (netto) | Änderung Konsolidierungskreis |
| :-------------------------------------- | :------------------ | :---------------------------- | :---------------------------- |
| Anleihen | 2.142,4 | 101,1 | - |
| Schuldscheindarlehen | 763,8 | - | - |
| Commercial Paper | - | 179,0 | - |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 115,5 | -15,9 | - |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) | 3.021,7 | 264,2 | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 173,0 | -9,8 | - |
| Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt | -19,6 | - | - |
| Summe | 3.175,1 | 254,4 | - |
scroll
| | Zugang Finanzierungsleasing | Wechselkursänderungen | Sonstige Effekte |
| :-------------------------------------- | :-------------------------- | :-------------------- | :--------------- |
| Anleihen | - | 0,9 | -3,9 |
| Schuldscheindarlehen | - | - | 0,5 |
| Commercial Paper | - | - | - |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | - | 0,1 | - |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) | - | 1,0 | -3,4 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0,5 | -6,1 | 6,6 |
| Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt | - | 0,9 | 0,3 |
| Summe | 0,5 | -6,0 | 3,5 |
scroll
| | Buchwert 31.12.2018 |
| :-------------------------------------- | :------------------ |
| Anleihen | 2.240,5 |
| Schuldscheindarlehen | 764,3 |
| Commercial Paper | 179,0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 99,7 |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) | 3.283,5 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 164,2 |
| Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt | -20,2 |
| Summe | 3.427,5 |
ÜBERLEITUNG DES CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
TAB. 3.84 scroll
| | Buchwert 01.01.2017 | Finanzierungscashflow (netto) | Änderung Konsolidierungskreis |
| :-------------------------------------- | :------------------ | :---------------------------- | :---------------------------- |
| Anleihen | 1.516,1 | 625,0 | - |
| Schuldscheindarlehen | 698,6 | 65,0 | - |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 319,8 | -204,3 | - |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) | 2.534,5 | 485,7 | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 50,7 | -16,6 | - |
| Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt | -22,6 | - | - |
| Summe | 2.562,6 | 469,1 | - |
scroll
| | Zugang Finanzierungsleasing | Wechselkursänderungen | Sonstige Effekte |
| :-------------------------------------- | :-------------------------- | :-------------------- | :--------------- |
| Anleihen | - | -2,7 | 4,0 |
| Schuldscheindarlehen | - | - | 0,2 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | - | - | - |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) | - | -2,7 | 4,2 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 139,6 | -6,2 | 5,4 |
| Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt | - | 2,7 | 0,3 |
| Summe | 139,6 | -6,2 | 9,9 |
scroll
| | Buchwert 31.12.2017 |
| :-------------------------------------- | :------------------ |
| Anleihen | 2.142,4 |
| Schuldscheindarlehen | 763,8 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 115,5 |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) | 3.021,7 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 173,0 |
| Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt | -19,6 |
| Summe | 3.175,1 |
(30) WEITERE ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die flüssigen Mittel beinhalten Kassenbestände und Bankguthaben sowie Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Diese Finanzinvestitionen beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Anlagen bei Kreditinstituten und sonstige liquiditätsnahe Geldanlagen. Die Ein- und Auszahlungen aus Wertpapiergeschäften im Cashflow aus Investitionstätigkeit resultieren aus der unterjährigen Anlage bzw. Rückzahlung von Geldanlagen mit Restlaufzeit > 3 Monate. Die Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen werden in der Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" im kurzfristigen Bereich ausgewiesen, die von den verbundenen Unternehmen hereingenommenen Gelder in der Position "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" im kurzfristigen Bereich. Die von nicht konsolidierten Gesellschaften erhaltenen Ausschüttungen und Gewinnabführungen betrugen in der Berichtsperiode 4,4 Mio. € (2017: 3,9 Mio. €). Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie aus Lieferungen und Leistungen bzw. kurzfristige Rückstellungen in Höhe von insgesamt 224,0 Mio. € (2017: 300,7 Mio. €), die aus nicht zahlungswirksamen Zugängen im Sachanlagevermögen resultieren. Diese sind im Wesentlichen auf das neue Werk Bethune zurückzuführen.
ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die Segmentberichterstattung ist auf Seite 150 dargestellt.
(31) SEGMENTABGRENZUNG
Die Segmentabgrenzung erfolgt produktorientiert. Dies entspricht der internen Organisations- und Berichtsstruktur der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2018. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sind die Produktion und Vermarktung von Kalidüngemitteln und Düngemittelspezialitäten sowie Kali- und Magnesiumverbindungen für technische, gewerbliche und pharmazeutische Anwendungen zusammengefasst. Der Geschäftsbereich Salz umfasst die Produktion und die Vermarktung von Verbraucherprodukten, Salz für die Lebensmittelindustrie, Gewerbe- und Industriesalzen, Auftausalz sowie Natriumchlorid-Sole. In den Ergänzenden Aktivitäten sind neben Recyclingaktivitäten und der Entsorgung bzw. Verwertung von Abfällen in Kali bzw. Steinsalzbergwerken sowie der Granulierung von CATSAN(r) und THOMAS(r) weitere für die K+S GRUPPE wichtige Aktivitäten gebündelt. Mit der K+S TRANSPORT GMBH verfügt die K+S GRUPPE über einen eigenen Logistik-Dienstleister. Die K+S GRUPPE handelt mit verschiedenen Basischemikalien. Die für die Ermittlung der Segmentinformationen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen grundsätzlich mit den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der K+S GRUPPE überein.
(32) GRUNDSÄTZE DER ZUORDNUNG VON SEGMENTVERMÖGEN UND -SCHULDEN
Vermögenswerte, Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden entsprechend ihrer Nutzung bzw. Entstehung den Segmenten zugeordnet. Bei Nutzung durch bzw. Entstehung in mehreren Segmenten erfolgt eine Zuordnung auf Basis sachgerechter Schlüssel. Finanzanlagen (außer Beteiligungen) sowie langfristige Finanzverbindlichkeiten werden den Segmenten nicht zugeordnet.
(33) GRUNDSÄTZE DER ZUORDNUNG VON SEGMENTERGEBNISSEN
Die Daten für die Ermittlung der Segmentergebnisse werden anhand von Gewinn- und Verlustrechnungen nach der internen Berichtsstruktur der K+S GRUPPE ermittelt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Gesellschaften werden den Segmenten im Rahmen der Profit-Center-Rechnungen zugeordnet. Als wichtigste interne Ergebnisgröße und als Indikator für die Ertragskraft wird in der K+S GRUPPE das EBITDA1 verwendet. Die Basis für die Ermittlung des EBITDA stellt das EBIT I dar. Neben der Nichtberücksichtigung des Zinsergebnisses und des Steueraufwands werden auch die sonstigen Erträge und Aufwendungen des Finanzergebnisses nicht berücksichtigt. Zudem werden bestimmte Ergebniseffekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften unter Berücksichtigung von Steuereffekten eliminiert (siehe auch "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 173). Zur Ermittlung des EBITDA werden ausgehend vom EBIT I die darin enthaltenen Abschreibungen hinzugerechnet, allerdings unter Bereinigung des erfolgsneutralen Abschreibungsbetrags im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen. Im Berichtsjahr beträgt der Bereinigungsbetrag der erfolgsneutralen Abschreibungen 5,9 Mio. € (2017: 24,1 Mio. €).
1 Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95.
ÜBERLEITUNG SEGMENTZAHLEN
TAB. 3.85 scroll
| | in Mio. |
| :------ | :------ |# ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
€ 2017 2018 Überleitung Segmentergebnisse (EBITDA)1,2
-47,6 -58,8
EBIT I vor Konsolidierung
20,7 214,8
Konsolidierungsbedingte Effekte
-77,7 -280,3
Abschreibungen
9,4 6,7
Überleitung Segmentvermögen
247,9 255,8
Anlagevermögen
88,3 110,6
Aktive latente Steuern
95,2 92,6
Marktwerte Derivate
29,0 -12,0
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern
31,7 77,3
Übrige Forderungen
91,4 110,5
Geld und Geldanlagen
67,3 98,7
Konsolidierungsbedingte Effekte
-155,0 -221,8
Überleitung Segmentschulden
3.510,1 3.607,2
Rückstellungen für Pensionen u. Ähnliches
28,5 44,7
Sonstige Rückstellungen
40,2 42,1
Passive latente Steuern
252,6 230,1
Marktwerte Derivate
-5,8 15,3
Finanzverbindlichkeiten
3.021,7 3.283,4
Übrige Verbindlichkeiten
256,6 241,8
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern
54,6 35,3
Konsolidierungsbedingte Effekte
-138,3 -285,5
1 Die Überleitung des EBIT II auf das operative Ergebnis (EBIT I) und das EBITDA wird im Anhang vorgenommen (siehe ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 174).
2 Das EBITDA wird definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar.
Die Darstellung der Ergebnisse der Geschäftsbereiche erfolgt auf konsolidierter Basis. Intrasegmentäre Liefer- und Leistungsbeziehungen werden konsolidiert.
(34) GRUNDSÄTZE FÜR DIE VERRECHNUNGSPREISE ZWISCHEN SEGMENTEN
Für Lieferungen und Leistungen zwischen Segmenten werden Verrechnungspreise festgelegt, welche in der jeweiligen konkreten Situation und unter gleichen Umständen von einem fremden Dritten zu zahlen wären. Die Methoden zur Bestimmung der Verrechnungspreise werden zeitnah dokumentiert und kontinuierlich beibehalten. Bei der Bestimmung von Verrechnungspreisen für Lieferungen und Leistungen kann die Preisvergleichsmethode, die Wiederverkaufspreismethode, die Kostenaufschlagsmethode oder eine Kombination dieser Methoden angewendet werden. Dabei wird die Methode gewählt, die den Verhältnissen am nächsten kommt, unter denen sich auf vergleichbaren Märkten Fremdpreise bilden.
(35) ZUSÄTZLICHE SEGMENTANGABEN
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
In der Berichtsperiode wurden für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 30,6 Mio. € (2017: 23,1 Mio. €) aufgelöst. Im Berichtsjahr wurden Versicherungsleistungen in Höhe von 8,7 Mio. € (2017: 33,4 Mio. €) vereinnahmt.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
In der Berichtsperiode wurden für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 4,8 Mio. € (2017: 13,6 Mio. €) aufgelöst. Im Berichtsjahr wurden Versicherungsleistungen in Höhe von 8,1 Mio. € (2017: 13,4 Mio. €) vereinnahmt.
Aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens resultierte in 2017 ein Gewinn von 28,1 Mio. €. Im Berichtsjahr wurden keine Wertminderungsaufwendungen erfasst (2017: 4,9 Mio. €).
(36) ERLÄUTERUNG DER ÜBERLEITUNGSPOSITIONEN
Die Überleitungen der Segmentzahlen auf die Abschlusszahlen der K+S GRUPPE betreffen Positionen, die den Zentralfunktionen zugerechnet werden, sowie konsolidierungsbedingte Effekte. Die wesentlichen Positionen sind:
TAB. 3.85
(Hier sollte eine Tabelle stehen, aber die Rohdaten sind nicht in Tabellenform verfügbar.)
(37) REGIONALE UMSATZVERTEILUNG
Die Umsatzerlöse der K+S GRUPPE gliedern sich nach Regionen wie folgt:
TAB. 3.86
Die Zuordnung orientiert sich an dem Sitz der Kunden. In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 entfielen auf keinen Einzelkunden mehr als 10 % der Gesamterlöse.
REGIONALE UMSATZVERTEILUNG
TAB. 3.86
| scroll in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Europa | 1.586,6 | 1.655,7 |
| - davon Deutschland | 592,7 | 602,8 |
| Nordamerika | 1.286,2 | 1.398,3 |
| - davon USA | 998,1 | 1.031,6 |
| Südamerika | 388,5 | 523,4 |
| Asien | 291,8 | 364,6 |
| Afrika, Ozeanien | 73,9 | 97,1 |
| Gesamtumsatz | 3.627,0 | 4.039,1 |
(38) REGIONALE VERTEILUNG DES LANGFRISTIGEN VERMÖGENS
Das langfristige Vermögen der K+S GRUPPE umfasst immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Investment Properties und gliedert sich wie folgt nach Regionen:
TAB. 3.87
Die Zuordnung wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen.
REGIONALE VERTEILUNG DES LANGFRISTIGEN VERMÖGENS
TAB. 3.87
| scroll in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Europa | 1.760,2 | 1.861,2 |
| - davon Deutschland | 1.700,4 | 1.803,4 |
| Nordamerika | 5.392,0 | 5.284,4 |
| - davon USA | 1.017,1 | 1.078,8 |
| - davon Kanada | 4.340,0 | 4.169,7 |
| Südamerika | 493,8 | 515,7 |
| - davon Chile | 485,6 | 502,8 |
| Asien | 10,9 | 10,6 |
| Afrika, Ozeanien | 3,8 | 4,7 |
| Gesamtvermögen | 7.660,7 | 7.676,6 |
SONSTIGE ANGABEN
ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Die erfassten Investitionszulagen/-zuschüsse betreffen Beträge im Fördergebiet der Bundesrepublik Deutschland und Nordamerika. Für erhaltene Investitionszulagen/-zuschüsse in Höhe von 0,5 Mio. € (2017: 0 Mio. €) sind die Bedingungen für die Vereinnahmung zum Stichtag noch nicht (vollständig) erfüllt.
TAB. 3.88
ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
| TAB. 3.88 scroll in Mio. € | 2017 | 2018 |
|---|---|---|
| Investitionszulagen/-zuschüsse | 1,7 | 0,7 |
| Zuwendungen der öffentlichen Hand | 1,7 | 0,7 |
ANTEILSBASIERTES VERGÜTUNGSPROGRAMM (IFRS 2)
Das anteilsbasierte Vergütungsprogramm der K+S GRUPPE ist als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich ausgestaltet und stellt einen Baustein der erfolgsabhängigen Vergütung dar (sog. "LTI II-Programm"). Das anteilsbasierte Vergütungsprogramm "LTI II" ist seit dem 1. Januar 2018 aktiv. Programmbeginn ist jeweils der 1. Januar eines jeden Jahres. Teilnahmeberechtigt am jeweiligen Programm sind bestimmte außertarifliche Fach- und Führungskräfte, welche sich zum jeweiligen 1. Januar in einem aktiven Beschäftigungsverhältnis befinden, sowie alle Mitglieder des Vorstands.
(Siehe ,Vergütungsbericht', Seite 134)
Das Programm sieht einen dreijährigen Betrachtungszeitraum vor. Maßgeblich für das LTI II ist die Kursentwicklung der K+S-Aktie (inkl. gezahlter Dividenden) im Vergleich zur Entwicklung des MDAX (Performance Index). Entspricht die Kursentwicklung der K+S-Aktie der Entwicklung des MDAX im Vergleichszeitraum, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet die Kursentwicklung der K+S-Aktie die Entwicklung des MDAX, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen. Die Höhe der Auszahlung ergibt sich aus der Multiplikation des individuellen Zielbetrags des Anspruchsberechtigten zum jeweiligen Programmbeginn mit dem Zielerreichungsgrad des jeweils beendeten Programms. Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres.
Für anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich (LTI II) bestehen zum 31. Dezember 2018 Rückstellungen i.H.v. 3,8 Mio. € (2017: 0 Mio. €). Der Personalaufwand aus der Zuführung zu Rückstellungen in 2018 betrug 3,8 Mio. € (2017: 0 Mio. €).
NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN
NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die K+S GRUPPE mit weiteren nahestehenden Unternehmen in Beziehungen; hierzu zählen nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen). Eine vollständige Übersicht aller nahestehenden Unternehmen kann der Zusammenstellung des gesamten Beteiligungsbesitzes (Anteilsbesitzliste) auf Seite 212 entnommen werden.
Die folgende Tabelle zeigt die in der Berichtsperiode erfolgten Transaktionen der K+S GRUPPE mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Die Abwicklung der Geschäfte erfolgte zu marktüblichen Konditionen.
TAB. 3.89
(Hier sollte eine Tabelle stehen, aber die Rohdaten sind nicht in Tabellenform verfügbar.)
Die Umsätze aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Warenverkäufen von konsolidierten Unternehmen an ausländische Vertriebsgesellschaften. Die empfangenen Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Lieferungen von Sprengmitteln und chemischen Produkten eines inländischen Tochterunternehmens sowie Provisionen, die von ausländischen Vertriebsgesellschaften in Rechnung gestellt wurden.
Am 31. Dezember 2018 wurden folgende ausstehende Salden mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen ausgewiesen:
TAB. 3.90
(Hier sollte eine Tabelle stehen, aber die Rohdaten sind nicht in Tabellenform verfügbar.)
Zum Bilanzstichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen. Ausfallversicherungen für Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen existieren nicht. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Bankverkehr resultieren aus der zentralen Aufnahme bzw. Anlage liquider Mittel bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (Cash-Pooling). Zum Bilanzstichtag bestanden keine Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen.
Gegenüber Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag langfristige Ausleihungen mit einem Buchwert von 2,8 Mio. € (2017: 0 Mio. €).
NAHESTEHENDE PERSONEN
Nahestehende Personen sind definiert als Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung eines Unternehmens verantwortlich sind. Hierzu zählen der Vorstand und der Aufsichtsrat. Die Vergütung der nahestehenden Personen ist im nachfolgenden Abschnitt sowie im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht dargestellt. Weitere wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Personen fanden nicht statt.
Das Vergütungssystem des Vorstands setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
* laufende monatliche Bezüge (Fixgehalt); hinzugerechnet werden Sachbezüge,
* erfolgsbezogene Einmalvergütung (STI inkl. Performance-Faktor),
* Long Term Incentive (LTI-Programm)
Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen im Berichtsjahr auf vier Mitglieder, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt.Im Vorjahr bestand der Vorstand aus fünf Mitgliedern, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt. Die Darstellung der individualisierten Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 erfolgt im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht auf Seite 138.
Das Vergütungssystem des Aufsichtsrats setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
― fixe jährliche Vergütung,
― zusätzliche fixe jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der Zugehörigkeit zu einem/mehreren Ausschüssen,
― Sitzungsgelder
Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. Ein Familienangehöriger eines Aufsichtsratsmitglieds ist im Angestelltenverhältnis bei der K+S GRUPPE beschäftigt. Die Vergütung erfolgt in Übereinstimmung mit den internen Vergütungsrichtlinien der K+S GRUPPE und entspricht der üblichen Vergütung von Personen in vergleichbarer Position.
Die Darstellung der individualisierten Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018 erfolgt im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht auf Seite 142.
TRANSAKTIONEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN
TAB. 3.89
scroll in Mio. €
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Umsätze aus Lieferungen und Leistungen | 29,8 | 24,4 |
| Empfangene Lieferungen und Leistungen | 20,5 | 25,7 |
| Erträge aus Ausschüttungen und Gewinnabführungen | 4,6 | 4,3 |
| Sonstige Erträge | 0,2 | 0,2 |
| Sonstige Aufwendungen | 1,4 | 1,4 |
SALDEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN
TAB. 3.90
scroll in Mio. €
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 6,7 | 6,5 |
| - davon aus Bankverkehr | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 11,0 | 10,6 |
| - davon aus Bankverkehr | 6,9 | 5,4 |
ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN (IAS 24)
TAB. 3.91
scroll in Mio. €
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 4,7 | 3,6 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 3,1 | 2,3 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | - | - |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 3,1 | |
| Anteilsbasierte Vergütung | - | 0,6 |
| Sonstige Transaktionen mit nahestehenden Personen | 2,0 | 2,0 |
ANGABEN ZUR VERGÜTUNG GEM. § 314 ABS. 1 NR. 6 a HGB
TAB. 3.92
scroll in Mio. €
| 2017 | 2018 | |
|---|---|---|
| Gesamtbezüge des Aufsichtsrats | 2,1 | 2,0 |
| - davon fix | 2,1 | 2,0 |
| Gesamtbezüge des Vorstands | 4,7 | 5,1 |
| - davon fix | 2,4 | 2,2 |
| - davon erfolgsbezogen | 2,1 | 1,4 |
| - davon anteilsbasierte Vergütung | - | 1,6 |
| Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen | 2,1 | 2,1 |
MITGLIEDER DES VORSTANDS
Eine Aufstellung der Mitglieder des Vorstands und seiner Zuständigkeiten befindet sich im Lagebericht auf Seite 74; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Anhangs zum Konzernabschluss.
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS
Eine Aufstellung der Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse befindet sich im Lagebericht auf Seite 69; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Anhangs zum Konzernabschluss.
BETEILIGUNGEN AN DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT
DIMENSIONAL HOLDINGS INC., Austin (USA), teilte uns am 27. Dezember 2018 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % überschritten hat und der Anteil an der Gesellschaft 3,005 % beträgt. DWS INVESTMENT GMBH, Frankfurt am Main (Deutschland), hält 5,69 % der Aktien (Meldung vom 31. Dezember 2018). Bis Ende Februar 2019 wurde uns kein weiterer Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3 % mitgeteilt.
ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS § 313 HGB
Die Werte der Tabelle 3.93 gelten grundsätzlich auch für das Vorjahr. Sofern sich Abweichungen ergeben, sind diese in einer Fußnote bei der jeweiligen Gesellschaft vermerkt.
TAB. 3.93 ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS § 313 HGB
| Sitz der Gesellschaft | Anteile am Kapital | Anteil Stimmrechte | |
|---|---|---|---|
| Voll konsolidierte inländische Gesellschaften (16 Gesellschaften) | |||
| K+S AKTIENGESELLSCHAFT | Kassel Deutschland | - | - |
| K+S GRUPPE | Köln Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| Deutscher Straßen-Dienst GmbH | Hannover Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| ESCO - european salt Company GmbH & Co. KG1,2 | Hannover Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| ESCO international GmbH2 | Hannover Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Bahamas Salt Asset Management GmbH & Co. KG1,7 | Kassel Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Baustoffrecycling GmbH3 | Sehnde Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Beteiligungs GmbH2,3 | Kassel Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Entsorgung GmbH2, 3 | Kassel Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Kali GmbH2,3 | Kassel Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S North America Asset Management GmbH2 | Kassel Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S North America Salt Asset Management GmbH & Co. KG1,7 | Kassel Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Salz GmbH2,3 | Hannover Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Transport GmbH2,3 | Hamburg Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Versicherungsvermittlungs GmbH | Kassel Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH2,3 | Kassel Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| Voll konsolidierte ausländische Gesellschaften (42 Gesellschaften) | |||
| Canadian Brine, Ltd. | Pointe-Claire Kanada | 100,00 % | 100,00 % |
| Compania Minera Punta de Lobos Ltda. | Santiago de Chile Chile | 100,00 % | 100,00 % |
| Empresa de Servicios Ltda. | Santiago de Chile Chile | 100,00 % | 100,00 % |
| Empresa Maritima S.A. | Santiago de Chile Chile | 99,59 % | 99,59 % |
| ESCO benelux N.V. | Diegem Belgien | 100,00 % | 100,00 % |
| ESCO france S.A.S. | Levallois-Perret Frankreich | 100,00 % | 100,00 % |
| ESCO Spain S.L. | Barcelona Spanien | 100,00 % | 100,00 % |
| Frisia Zout B.V. | Harlingen Niederlande | 100,00 % | 100,00 % |
| Glendale Salt Development, LLC | Chicago USA | 100,00 % | 100,00 % |
| Inagua General Store, Ltd. | Nassau Bahamas | 100,00 % | 100,00 % |
| Inversiones Columbus Ltda. | Santiago de Chile Chile | 100,00 % | 100,00 % |
| Inversiones Empremar Ltda. | Santiago de Chile Chile | 100,00 % | 100,00 % |
| Inversiones K+S Sal de Chile SpA | Santiago de Chile Chile | 100,00 % | 100,00 % |
| K plus S Salt Australia Pty Ltd | Perth Australien | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Asia Pacific Pte. Ltd. | Singapur Singapur | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Belgium Holding B.V.B.A. | Diegem Belgien | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Canada HOLDINGS Ltd. | Vancouver Kanada | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Chile S.A. | Santiago de Chile Chile | 99,64 % | 99,64 % |
| K+S Czech Republic a.s. | Prag Tschechische Republik | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Finance Belgium BVBA | Diegem Belgien | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Finance Ltd. | St. Julians Malta | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S France S.A.S. | Dombasle-sur-Meurthe Frankreich | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S (Huludao) Magnesium Products Co. Ltd. | Huludao China | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Investments Ltd. | St. Julians Malta | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S KALI France S.A.S. | Reims Frankreich | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S KALI Wittenheim S.A.S. | Wittenheim Frankreich | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Montana HOLDINGS, LLC | Chicago USA | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Netherlands Holding B.V. | Harlingen Niederlande | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S North America Corporation | Chicago USA | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Peru S.A.C. | Lima Peru | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Potash Canada General Partnership | Vancouver Kanada | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Salt LLC | Chicago USA | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Windsor Salt Ltd. | Vancouver Kanada | 100,00 % | 100,00 % |
| Montana US Parent Inc. | Chicago USA | 100,00 % | 100,00 % |
| Morton Bahamas Ltd. | Nassau Bahamas | 100,00 % | 100,00 % |
| Morton Salt, Inc. | Chicago USA | 100,00 % | 100,00 % |
| Salina Diamante Branco Ltda. | Rio de Janeiro Brasilien | 100,00 % | 100,00 % |
| Salines Cerebos S.A.S. | Levallois-Perret Frankreich | 100,00 % | 100,00 % |
| Servicios Maritimos Patillos S.A. | Santiago de Chile Chile | 100,00 % | 100,00 % |
| Servicios Portuarios Patillos S.A. | Santiago de Chile Chile | 99,89 % | 99,89 % |
| VATEL Companhia de Produtos Alimentares S.A. | Alverca Portugal | 100,00 % | 100,00 % |
| Weeks Island Landowner, LLC | Chicago USA | 100,00 % | 100,00 % |
| Nicht konsolidierte inländische Gesellschaften (7 Gesellschaften)4 | |||
| K+S Verwaltungs GmbH | Kassel Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| Beienrode Bergwerks-GmbH | Kassel Deutschland | 89,81 % | 89,81 % |
| ESCO Verwaltungs GmbH | Hannover Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| Ickenroth GmbH | Staudt Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S An-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH | Kassel Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| MSW-Chemie GmbH | Langelsheim Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| Wohnbau Salzdetfurth GmbH | Bad Salzdetfurth Deutschland | 100,00 % | 100,00 % |
| Nicht konsolidierte ausländische Gesellschaften (17 Gesellschaften)4 | |||
| Al Biariq for Fertilizer Plant Co. Ltd.8 | Riad Saudi-Arabien | 30,00 % | 30,00 % |
| Imperial Thermal Products, Inc. | Chicago USA | 100,00 % | 100,00 % |
| ISX Oil & Gas Inc. | Calgary Kanada | 100,00 % | 100,00 % |
| K plus S Africa (Pty) Ltd. | Johannesburg Südafrika | 100,00 % | 100,00 % |
| K plus S Middle East FZE | Jebel Ali, Dubai Vereinigte Arabische Emirate | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais Ltda. | Säo Paulo Brasilien | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Denmark Holding ApS | Hellerup Dänemark | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Entsorgung (Schweiz) AG | Delemont Schweiz | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Fertilizers (India) Private Limited | Neu-Delhi Indien | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Italia S.r.L. | Verona Italien | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Legacy GP Inc. | Vancouver Kanada | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Mining Argentina S.A. | Buenos Aires Argentinien | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S Polska Sp. z o.o. | Posen Polen | 100,00 % | 100,00 % |
| K+S UK & Eire Ltd. | Hertford Vereinigtes Königreich | 100,00 % | 100,00 % |
| Kali AG | Frauenkappelen Schweiz | 100,00 % | 100,00 % |
| OOO K+S Rus | Moskau Russ. Föderation | 100,00 % | 100,00 % |
| Shenzhen K+S Trading Co. Ltd. | Shenzhen China | 100,00 % | 100,00 % |
| Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (4 Gesellschaften)5 | |||
| Börde Container Feeder GmbH | Haldensleben Deutschland | 33,30 % | 33,30 % |
| Grainpulse Limited | Kampala Uganda | 44,00 % | 44,00 % |
| Morton China National Salt (Shanghai) Salt Co., Ltd. | Shanghai China | 45,00 % | 45,00 % |
| Werra Kombi Terminal Betriebsgesellschaft mbH | Philippsthal Deutschland | 50,00 % | 50,00 % |
| Sonstige Beteiligungen (6 Gesellschaften)6 | |||
| Fachschule f. Wirtschaft und Technik Gem. GmbH | Clausthal Deutschland | 9,40 % | 9,40 % |
| Lehrter Wohnungsbau GmbH | Lehrte Deutschland | 6,67 % | 6,67 % |
| Nieders. Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH | Hannover Deutschland | 0,10 % | 0,10 % |
| Poldergemeinschaft Hohe Schaar | Hamburg Deutschland | 8,66 % | 8,66 % |
| Pristav Pardubice a.s. | Pardubice Tschechische Republik | 0,41 % | 0,41 % |
| Zoll Pool Hamburg AG | Hamburg Deutschland | 1,43 % | 1,43 % |
1 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264b HGB.
2 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 291 HGB.
3 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB.
4 Keine Konsolidierung aufgrund untergeordneter Bedeutung.# HONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER
Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Gesellschaften. Die anderen Bestätigungsleistungen bestehen im Wesentlichen aus der Erteilung von Comfort Lettern, energierechtlichen Prüfungen und der EMIR-Prüfung. Der Abschlussprüfer hat Steuerberatungsleistungen in Höhe von 20 TEUR sowie sonstige Beratungsleistungen in Höhe von 10 TEUR erbracht.
HONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER
| Mio. € | |
|---|---|
| 2017 | |
| Abschlussprüfungsleistungen | 0,7 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0,4 |
| Honorar für den Abschlussprüfer | 1,1 |
ENTSPRECHUNGSERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ist für 2018/2019 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Internetauftritt der K+S GRUPPE (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden sowie im zusammengefassten Lagebericht auf Seite 77 veröffentlicht.
EREIGISSE NACH DEM BILANZTAG
Es ergaben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation.
Kassel, 5. März 2019
K+S AKTIENGESELLSCHAFT
DER VORSTAND
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS
PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben den Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und ― vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
- Bergbauliche Rückstellungen
- Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts "Salz Amerika"
- Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts "Kali- und Magnesiumprodukte"
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss)
b) Prüferisches Vorgehen
c) Gegebenenfalls wichtige Erkenntnisse
1. BERGBAULICHE RÜCKSTELLUNGEN
a) Im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2018 werden unter den langfristigen Rückstellungen bergbauliche Rückstellungen in Höhe von 1.015,1 Mio. € (d.s. 10,2 % der Konzernbilanzsumme) ausgewiesen (in den kurzfristigen Rückstellungen sind 7,3 Mio. € enthalten). Auf die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens können sich Zinssatzänderungen erheblich auswirken. Zudem basieren die Rückstellungen aufgrund ihrer Langfristigkeit in hohem Maße auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich zukünftiger Kostenentwicklungen und technologischer Neuerungen. Da bei geschätzten Werten ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht und die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf den Konzernabschluss haben, wurde der Sachverhalt von uns als besonders bedeutsam eingestuft. Die Angaben zu den bergbaulichen Rückstellungen sind in Abschnitt 22 des Konzernanhangs enthalten.
b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Fortentwicklung der im Vorjahr passivierten Rückstellungen kritisch gewürdigt und die Maßnahmen der gesetzlichen Vertreter zur Beurteilung der Vollständigkeit und Bewertung der bergbaulichen Verpflichtungen analysiert. In diesem Zusammenhang haben wir die Aufbau- und Ablauforganisation des Prozesses zur Bildung bergbaulicher Rückstellungen im Hinblick auf ihre Angemessenheit und die Wirksamkeit der prüfungsrelevanten Kontrollen geprüft. Dabei haben wir unsere Analysen auf unseren Kenntnissen der gesetzlichen, vertraglichen und behördlichen Auflagen, der Aktualität der jeweiligen Verwahrkonzepte und Kostensätze sowie unter Hinzuziehung unserer Prüfungsergebnisse aus dem Vorjahr aufgebaut sowie den aktuellen Stand der behördlichen Auflagen und Verwahrkonzepte anhand von Nachweisen in Form des Schriftverkehrs mit den Bergbaubehörden und von detaillierten Einzelsachverhaltsaufstellungen betragsmäßig geprüft. Bei der Prüfung des Diskontierungszinssatzes haben wir uns die herangezogenen Parameter belegen lassen.
2. WERTHALTIGKEIT DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTS "SALZ AMERIKA"
a) Im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2018 wird unter dem Bilanzposten "Goodwill aus Unternehmenserwerben" ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 663,8 Mio. € (d.s. 6,7 % der Konzernbilanzsumme) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) "Salz Amerika" ausgewiesen. Dieser wesentliche Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Ebene der ZGE zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Der dem jeweiligen Buchvermögen gegenüberzustellende Nutzungswert wird mittels eines Bewertungsmodells nach dem Discounted-Cash-flow-Verfahren ermittelt. Die Diskontierung der erwarteten künftigen Cashflows erfolgt mittels der gewichteten Kapitalkostensätze der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter in Bezug auf die künftigen Cashflows sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes und der Wachstumsrate abhängig, weswegen dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung war. Die Angaben zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in Abschnitt 12 des Konzernanhangs enthalten.# b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter Einbezug von Bewertungsspezialisten die Aufbau- und Ablauforganisation des Prozesses zur Bewertung des Goodwills im Hinblick auf ihre Angemessenheit und die Wirksamkeit der prüfungsrelevanten Kontrollen geprüft. Zur Prüfung der Angemessenheit der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem einen Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus den von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten Drei-Jahresplanungen sowie einen Vergleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen vorgenommen. Da bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des ermittelten Nutzungswerts haben können, haben wir uns auch die bei der Bestimmung des verwendeten Abzinsungssatzes zugrunde gelegten Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Beta-Faktor, einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") sowie die dem Modell zugrundeliegenden Annahmen belegen lassen und das Berechnungsschema des Nutzungswerts nachvollzogen. Aufgrund der Wesentlichkeit des der ZGE "Salz Amerika" zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bewertung desselben auch von der allgemeinen Preisentwicklung und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, die außerhalb der Einflussmöglichkeit des Konzerns liegen, haben wir anhand der durch uns durchgeführten Sensitivitätsanalysen geprüft, ob der Geschäfts- oder Firmenwert ausreichend durch die diskontierten Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt ist. Zudem haben wir die Vollständigkeit und Richtigkeit der nach IAS 36 geforderten Angaben im Konzernanhang geprüft.
c) Eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1 %-Punkt auf 7,0 % führt gemäß der durchgeführten Sensitivitätsanalyse nicht zu einer Unterschreitung des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts "Salz Amerika".
3. WERTHALTIGKEIT DES GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTS "KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE"
a) Im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2018 wird unter dem Bilanzposten "Goodwill aus Unternehmenserwerben" ein der ZGE "Kali- und Magnesiumprodukte" zugeordneter Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 15,7 Mio. € (d.s. 0,2 % der Konzernbilanzsumme) ausgewiesen. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Ebene der ZGE zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Der dem jeweiligen Buchvermögen gegenüberzustellende Nutzungswert wird mittels eines Bewertungsmodells nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von Unsicherheiten in Bezug auf die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig. Die Unsicherheiten bezüglich der Zahlungsmittelzuflüsse resultieren aus der aktuellen Verfassung im Kalimarkt und der Preisentwicklung, den rechtlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Versenkung von Salzabwasser des Werks Werra und den Risiken hinsichtlich der Anlaufphase des neuen Kali-Bergwerks Bethune. Deswegen war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. Die Angaben zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in Abschnitt 12 des Konzernanhangs enthalten.
b) Zur Prüfung der Angemessenheit der bei der Berechnung des Geschäfts- oder Firmenwerts verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem einen Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten Planung sowie einen Vergleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen vor dem Hintergrund der aktuellen Verfassung des Kalimarktes und der Preisentwicklung vorgenommen. Auch haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Folgen für den Konzern aus der Entsorgung von Salzabwasser kritisch gewürdigt. In Bezug auf das Werk Bethune haben wir die den sukzessiven Aufbau der Produktionskapazitäten berücksichtigende Prognose der Zahlungsmittelüberschüsse der ZGE bis 2030 an den Markterwartungen gespiegelt. In Anbetracht der Tatsache, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des ermittelten Nutzungswerts haben können, haben wir uns auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes zugrunde gelegten Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Beta-Faktor, einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") sowie die dem Modell zugrundeliegenden Annahmen belegen lassen und das Berechnungsschema des Nutzungswerts in Bezug auf Konsistenz und Rechensystematik nachvollzogen. Aufgrund der mit dem der ZGE "Kali- und Magnesiumprodukte" zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts verbundenen Unsicherheiten sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bewertung desselben auch von der allgemeinen Preisentwicklung und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, die außerhalb der Einflussmöglichkeit des Konzerns liegen, haben wir anhand von Sensitivitätsanalysen nachvollzogen, ob der Geschäfts- oder Firmenwert ausreichend durch die diskontierten Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt ist. Zudem haben wir die Vollständigkeit und Richtigkeit der nach IAS 36 geforderten Angaben im Konzernanhang geprüft.
c) Eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1 %-Punkt auf 7,0 Prozent führt gemäß der durchgeführten Sensitivitätsanalyse nicht zu einer Unterschreitung des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts "Kali- und Magnesiumprodukte".
SONSTIGE INFORMATIONEN
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
― die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts,
― die Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht nach §§ 297 Abs. 2 Satz 4 bzw. 315 Abs. 1 Satz 5 HGB und
― die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
― wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.# VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
- beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
ÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EU-APRVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 23. August 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1972 als Abschlussprüfer der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Christian H. Meyer.
Hannover, 5. März 2019
DELOITTE GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Heiner Kompenhans, Wirtschaftsprüfer
Dr. Christian H. Meyer, Wirtschaftsprüfer
ANLAGE ZUM BESTÄTIGUNGSVERMERK: NICHT INHALTLICH GEPRÜFTE BESTANDTEILE DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS
Folgende Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir nicht inhaltlich geprüft:
- die in dem Kapitel "Nichtfinanzielle Erklärung" sowie im Kapitel "Unternehmensstrategie" in den Abschnitten "Nachhaltigkeitsprogramm", "Handlungsfelder der K+S GRUPPE ", "Konkrete Nachhaltigkeitsziele bis zum Jahr 2030" und "Stakeholderdialog" und im Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance" in dem Abschnitt "Nachhaltigkeitsmanagement" enthaltene nichtfinanzielle Erklärung gemäß §§ 289 b bis 289e sowie 315b und 315c HGB,
- die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und 3i5d HGB.
VERMERK DES UNABHÄNGIGEN WIRTSCHAFTSPRÜFERS ÜBER EINE PRÜFUNG ZUR ERLANGUNG BEGRENZTER SICHERHEIT
An den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel
UNSER AUFTRAG
Wir haben die nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315b HGB der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel (im Folgenden "das Unternehmen"), die mit der nichtfinanziellen Erklärung des Mutterunternehmens nach § 289b HGB zusammengefasst ist (im Folgenden "zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung), für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Nicht Gegenstand unseres Auftrags waren Verweise auf Internetseiten.
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Die gesetzlichen Vertreter der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sind verantwortlich für die Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung in Übereinstimmung mit den §§289b bis 289e und §§ 315b, 315c i.V.m. §§ 289c bis 289e HGB. Die gesetzlichen Vertreter haben für die Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung die in den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (gri) in der Option "Core" genannten Grundsätze zugrunde gelegt und in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung angegeben.# VERANTWORTUNG DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung abzugeben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Unsere Prüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen zur Qualitätssicherung an, insbesondere die Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie den IDW Qualitätssicherungsstandard: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW qs1), die in Einklang mit dem vom International Auditing and Assurance Standards Board (iaasb) herausgegebenen International Standard on Quality Control 1 (ISQC 1) stehen.
Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (isae) 3000 (Revised) "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit aussagen können, dass uns keine Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i.V.m. §§ 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist.
Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.
Im Rahmen unserer Prüfung, die wir in den Monaten September 2018 bis März 2019 durchgeführt haben, haben wir u. a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
* Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Einbindung von Stakeholdern
* Befragung der gesetzlichen Vertreter und relevanter Mitarbeiter, die in die Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über die vorhandenen Maßnahmen und Vorkehrungen (System) zur Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung sowie über die Angaben in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung
* Identifikation von Risiken wesentlicher falscher Angaben in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung
* Analytische Beurteilung von Angaben der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung
* Einsichtnahme in ausgewählte interne und externe Dokumente
* Einschätzung der Datenerhebungs-, Validierungs- und Berichterstattungsprozesse sowie der Verlässlichkeit der gemeldeten Daten durch Stichprobenerhebungen
* Abgleich der Angaben in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung mit den entsprechenden Daten im Jahres- und Konzernabschluss sowie zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht
* Beurteilung der Darstellung der Angaben
PRÜFUNGSURTEIL
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung des Unternehmens für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist.
Unser Prüfungsurteil bezieht sich nicht auf Verweise auf Internetseiten.
VERWENDUNGSZWECK DES VERMERKS
Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage der mit dem Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT geschlossenen Auftragsvereinbarung. Die Prüfung wurde für Zwecke des Aufsichtsrats des Unternehmens durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT über das Ergebnis der Prüfung bestimmt.
HAFTUNG
Der Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gegenüber und ist auch nach Maßgabe der mit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT getroffenen Auftragsvereinbarung vom 21. Dezember 2018 sowie der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" vom 1. Januar 2017 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. beschränkt. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.
Hannover, den 5. März 2019
DELOITTE GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Kompenhans, Wirtschaftsprüfer
Dr. Meyer, Wirtschaftsprüfer
WEITERE INFORMATIONEN ÜBER DIESEN BERICHT
Der K+S Geschäftsbericht fasst die Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung zusammen. Die Informationen beziehen sich auf den Berichtszeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und werden jährlich aktuell berichtet.
ZUR NICHTFINANZIELLEN ERKLÄRUNG
Aussagen zu wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen sind nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (csr-rug) in der nichtfinanziellen Erklärung des zusammengefassten Lageberichts enthalten und werden durch Verweise auf andere Stellen im Lagebericht ergänzt. Verweise auf Angaben außerhalb des zusammengefassten Lageberichts sind weiterführende Informationen und nicht Bestandteil der nichtfinanziellen Erklärung.
PRÜFUNG
Die DELOITTE GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hannover) hat die nichtfinanzielle Erklärung gemäß §§ 315b, 315c i.V. m. §§ 289c bis 289e HGB der K+S AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 nach ISAE 3000 mit begrenzter Sicherheit geprüft. Die Ergebnisse der Prüfung wurden dem Aufsichtsrat vorgestellt und vom Aufsichtsrat erörtert. Der Aufsichtsrat hat das Votum der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in seine eigenständige Prüfung einbezogen und die nichtfinanzielle Erklärung freigegeben.
BERICHTSSTANDARDS
Der Geschäftsbericht 2018 ist gleichzeitig die sogenannte Fortschrittsmitteilung für den UN Global Compact, zu dem sich der Vorstand ausdrücklich bekennt. Als Mitglied des UN Global Compact unterstützt K+S die zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Die veröffentlichten Nachhaltigkeitsinformationen orientieren sich an den international anerkannten Leitlinien der global REPORTING INITIATIVE (GRi). Dieser Bericht wurde in Übereinstimmung mit den GRi-Standards, Option "Kern" erstellt. Außerdem berücksichtigt K+S die GRI G4 SECTOR DISCLOSURES: Mining and Metals.
GRI-Inhaltsindex und UN-GLOBAL-COMPACT-Prinzipien, Seiten 228-233
Die folgende Tabelle weist die wesentlichen Themen von K+S, die zugehörigen GRI-Standards sowie die jeweilige Abgrenzung des Themas bezüglich seiner ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen entsprechend GRI 103-1 aus.
TAB. 4.1 ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGs)
Zur Erreichung der siebzehn Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGS) sind Unternehmen ein wichtiger Partner. Auch K+S engagiert sich hier aktiv. Es geht um die "Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung". Die K+S GRUPPE bewertet die aktuellen Unternehmensaktivitäten hinsichtlich der SDGS und berücksichtigt die SDGS auch strategisch im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele. K+S erkennt an, dass die SDGs und Zielvorgaben integriert und unteilbar sind. Aus Transparenzgründen haben wir in der nachfolgenden Tabelle als Bezugsgröße für die sdgs die Ebene der 169 Zielvorgaben (und eingeschränkt die Ebene der 230 Indikatoren) genutzt. K+S leistet u. a. mit Produkten für das Kundensegment Landwirtschaft einen Beitrag für das Ziel 2 "Kein Hunger", insbesondere zu den Unterzielen 2.1, 2.3 und 2.4.
ABGRENZUNG DER K+S HANDLUNGSFELDER ENTLANG DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE (GRI 103-1)
| TAB 4.1 scroll | Abgrenzung K+S-Handlungsfelder | GRI-Standards | Exploration | Förderung | Produktion | Logistik | Vertrieb/ Marketing | Gesundheit & Arbeitssicherheit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2018; GRI 416: Kundengesundheit und -sicherheit 2016 | x | x | x | x | x | x | ||
| Vielfalt & Inklusion | GRI 405: Diversität und Chancengleichheit 2016; GRI 406: Diskriminierungsfreiheit 2016 | x | x | x | x | x | ||
| Menschenrechte | GRI 407: Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen 2016; GRI 408: Kinderarbeit 2016; GRI 409: Zwangs- oder Pflichtarbeit 2016; GRI 412: Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte 2016 | x | x | x | x | x | x | |
| Wasser | GRI 303: Wasser und Abwasser 2018 | x | x | x | ||||
| Abfall | GRI 306: Abwasser und Abfall 2016 | x | x | x | ||||
| Energie & Klima | GRI 302: Energie 2016; GRI 305: Emissionen 2016 | x | x | x | ||||
| Nachhaltige Lieferketten | GRI 308: Umweltbewertung der Lieferanten 2016; GRI 414: Soziale Bewertung der Lieferanten 2016 | x | x | x | x | x | x | |
| Compliance & Anti-Korruption | GRI 102: Allgemeine Angaben 2016; GRI 205: Korruptionsbekämpfung 2016; GRI 206: Wettbewerbswidriges Verhalten 2016; GRI 307: Umwelt-Compliance 2016; GRI 415: Politische Einflussnahme 2016; GRI 419: Sozioökonomische Compliance 2016 | x | x | x | x | x | x | |
| Stakeholderdialog | GRI 102: Allgemeine Angaben 2016; (40-44) | x | x | x | x | x | x | |
| scroll | Abgrenzung K+S-Handlungsfelder | Anwendung SDGs | Unterziele | |||||
| Gesundheit & Arbeitssicherheit | x | 8.8 | ||||||
| Vielfalt & Inklusion | x | 5.1 5.5 8.5 |
GRI-INHALTSINDEX UND UN-GLOBAL-COMPACT-PRINZIPIEN
| GRI-Standard | Seite | Kommentar und Online-Ergänzung | UN Global Compact |
|---|---|---|---|
| GRI 101: Grundlagen 2016 | |||
| GRI 102: Allgemeine Angaben 2016 | |||
| Organisationsprofil | |||
| 102-1 Name der Organisation | Umschlag hinten | ||
| 102-2 Aktivitäten, Marken, Produkte und Dienstleistungen | 31-42 | ||
| 102-3 Hauptsitz der Organisation | Umschlag hinten | ||
| 102-4 Betriebsstätten | Umschlag vorne | ||
| 102-5 Eigentumsverhältnisse und Rechtsform | 28, 36, 212-214 | ||
| 102-6 Belieferte Märkte | 32-37 | ||
| 102-7 Größe der Organisation | 243-244 | ||
| 102-8 Informationen zu Angestellten und sonstigen Mitarbeitern | 53-54 | Aus rechtlichen Gründen ist es uns nicht gestattet, die nicht veröffentlichten Informationen so wie von GRI gefordert zu veröffentlichen. | 6 |
| 102-9 Lieferkette | 40-41 | ||
| 102-10 Signifikante Änderungen in der Organisation und ihrer Lieferkette | 36-37, 212-214 | ||
| 102-11 Vorsorgeansatz oder Vorsorgeprinzip | 110-125 | ||
| 102-12 Externe Initiativen | 66, 225 | ||
| 102-13 Mitgliedschaft in Verbänden und Interessengruppen | Einzusehen unter: http://www.k-plus-s.com/de/nachhaltigkeits strategie/stakeholder/verbaende.html | ||
| Strategie | |||
| 102-14 Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers | 2-5 | ||
| 102-15 Wichtige Auswirkungen, Risiken und Chancen | 45-47, 110-125 | ||
| Ethik und Integrität | |||
| 102-16 Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen | 76 | 10 | |
| 102-17 Verfahren zu Beratung und Bedenken in Bezug auf die Ethik | 65-66, 77 | 10 | |
| Unternehmensführung | |||
| 102-18 Führungsstruktur | 67-77 | ||
| 102-19 Delegation von Befugnissen | 78-79 | ||
| 102-20 Zuständigkeit auf Vorstandsebene für ökonomische, ökologische und soziale Themen | 78-79 | ||
| 102-21 Dialog mit Stakeholdern zu ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen | 48-49 | ||
| 102-22 Zusammensetzung des höchsten Kontrollorgans und seiner Gremien | 67-73 | ||
| 102-23 Vorsitzender des höchsten Kontrollorgans | 18-25, 69 | ||
| 102-24 Nominierungs- und Auswahlverfahren für das höchste Kontrollorgan | 67-77 | ||
| 102-25 Interessenkonflikte | 67-77 | ||
| 102-26 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Festlegung von Zielen, Werten und Strategien | 18-25, 43-49 | ||
| 102-27 Gesammeltes Wissen des höchsten Kontrollorgans | 67-77 | ||
| 102-28 Bewertung der Leistung des höchsten Kontrollorgans | 67-77 | ||
| 102-29 Identifizierung und Umgang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen | 45-49, 78-79 | ||
| 102-30 Wirksamkeit der Verfahren zum Risikomanagement | 78, 110-125 | ||
| 102-31 Überprüfung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen | 55-66 | ||
| 102-32 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung | 21-25, 222-223 | ||
| 102-33 Übermittlung kritischer Anliegen | 77 | ||
| 102-34 Art und Gesamtanzahl kritischer Anliegen | 77 | ||
| 102-35 Vergütungspolitik | 134-143 | ||
| 102-36 Verfahren zur Festlegung der Vergütung | 134-143 | ||
| 102-37 Einbindung der Stakeholder bei Entscheidungen zur Vergütung | 134-143 | ||
| 102-38 Verhältnis der Jahresgesamtvergütung | 53, 134-143 | ||
| 102-39 Prozentualer Anstieg des Verhältnisses der Jahresgesamtvergütung | 134-143 | ||
| Einbindung von Stakeholdern | |||
| 102-40 Liste der Stakeholder-Gruppen | 49 | ||
| 102-41 Tarifverhandlungsvereinbarungen | 53-54 | 3 | |
| 102-42 Ermittlung und Auswahl der Stakeholder | 48-49 | ||
| 102-43 Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern | 48-49 | ||
| 102-44 Wichtige Themen und hervorgebrachte Anliegen | 48-49 | ||
| Vorgehensweise bei der Berichterstattung | |||
| 102-45 Im Konzernabschluss enthaltene Entitäten | 156-158, 212-214 | ||
| 102-46 Vorgehen zur Bestimmung des Berichtsinhalts und der Abgrenzung der Themen | 45-49, 225-227 | ||
| 102-47 Liste der wesentlichen Themen | 45-47 | ||
| 102-48 Neudarstellung von Informationen | 225-227 | ||
| 102-49 Änderungen bei der Berichterstattung | 225-227 | ||
| 102-50 Berichtszeitraum | 225 | ||
| 102-51 Datum des letzten Berichts | 15. März 2018 | ||
| 102-52 Berichtszyklus | 225 | ||
| 102-53 Ansprechpartner bei Fragen zum Bericht | Umschlag hinten | ||
| 102-54 Erklärung zur Berichterstattung in Übereinstimmung mit den GRI-Standards | 55, 225 | ||
| 102-55 GRI-Inhaltsindex | 228-233 | ||
| 102-56 Externe Prüfung | 55, 222-223, 225 | ||
| GRI 200: Ökonomie | |||
| GRI 103: Managementansatz 2016 | |||
| 103-1 Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzungen | 31-42, 45-49, 55-66, 78-79, 225-227 | ||
| 103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile | 45-49, 55-66, 78-79 | ||
| 103-3 Beurteilung des Managementansatzes | 45-47, 78-79 | ||
| GRI 201: Wirtschaftliche Leistung 2016 | |||
| 201-1 Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert | 42 | ||
| 201-2 Finanzielle Folgen des Klimawandels für die Organisation und andere mit dem Klimawandel verbundene Risiken und Chancen | Ergänzende Informationen stellen wir über die Teilnahme an CDP bereit: https://www.cdp.net/en/saml/new | 7 | |
| 201-3 Verbindlichkeiten für leistungsorientierte Pensionspläne und sonstige Vorsorgepläne | 188-196 | ||
| 201-4 Finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand | 209 | ||
| GRI 205: Korruptionsbekämpfung 2016 | |||
| 205-1 Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden | 47, 65-66, 77 | 10 | |
| 205-2 Kommunikation und Schulungen zu Richtlinien und Verfahren zur Korruptionsbekämpfung | 47, 65-66 | 10 | |
| GRI 206: Wettbewerbswidriges Verhalten 2016 | |||
| 206-1 Rechtsverfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten, Kartell- und Monopolbildung | 77 | 10 | |
| GRI 300: Ökologie | |||
| GRI 103: Managementansatz 2016 | |||
| 103-1 Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzungen | 45-49, 55-66, 78-79, 225-227 | ||
| 103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile | 45-49, 55-66, 78-79 | ||
| 103-3 Beurteilung des Managementansatzes | 45-47, 78-79 | ||
| GRI 302: Energie 2016 | |||
| 302-1 Energieverbrauch innerhalb der Organisation | 63-65 | 7,8 | |
| 302-2 Energieverbrauch außerhalb der Organisation | 65 | 7,8 | |
| GRI 303: Wasser 2018 | |||
| 303-1 Wasser als gemeinsam genutzte Ressource | 60-62 | Die Feststellung der ab- und prozesswasserbeding-ten Auswirkungen findet im Rahmen des wasserrechtlichen Zulassungsverfahrens statt. | 7,8 |
| 303-2 Umgang mit den Auswirkungen der Wasserrückführung | 60-62 | Wir halten uns an die geltenden Gesetze und betrieblichen Genehmigungen. Informationen zum Gewässerschutz finden Sie hier: http://www.k-plus-s.com/de/gewaesserschutz/ index-uebersicht.html | 7,8 |
| 303-3 Wasserentnahme | 60-62 | 7,8 | |
| 303-4 Wasserrückführung | 60-62 | 7,8 | |
| GRI 305: Emissionen 2016 | |||
| 305-1 Direkte THG-Emissionen (Scope 1) | 63-65 | 7,8 | |
| 305-2 Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2) | 63-65 | 7,8 | |
| 305-3 Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3) | 63-65 | Wir erfassen unsere Scope 3-Emissionen für den Bereich Upstream-Transport und -Verteilung. | 7,8 |
| GRI 306: Abwasser und Abfall 2016 | |||
| MM3 Gesamtmenge von Abraum, Gestein, Bergmaterial und Schlämmen sowie Art der damit verbundenen Risiken | 62-63 | ||
| GRI 307: Umwelt-Compliance 2016 | |||
| 307-1 Nichteinhaltung von Umweltschutzgesetzen und -verordnungen | 77 | 7,8 | |
| GRI 308: Umweltbewertung der Lieferanten 2016 | |||
| 308-1 Neue Lieferanten, die anhand von Umweltkriterien überprüft wurden | 66 | Ein Ziel der K+S GRUPPE ist es, bis 2025 mehr als 90 Prozent ihres Einkaufsvolumens durch den K+S Supplier Code of Conduct (SCoC) abzudecken. Dies schließt langfristig auch unsere neuen Lieferanten mit ein. Der SCoC enthält umfangreiche Anforderungen im Umweltbereich. | 7 |
| GRI 400: Soziales | |||
| GRI 103: Managementansatz 2016 | |||
| 103-1 Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzungen | 45-49, 55-66, 78-79, 225-227 | ||
| 103-2 Der Managementansatz und seine Bestandteile | 45-49, 55-66, 78-79 | ||
| 103-3 Beurteilung des Managementansatzes | 45-49, 78-79 | ||
| GRI 401: Beschäftigung 2016 | |||
| 401-1 Neu eingestellte Angestellte und Angestelltenfluktuation | 53 | Aus rechtlichen Gründen ist es uns nicht gestattet, die nicht veröffentlichten Informationen so wie von GRI gefordert zu veröffentlichen. | 6 |
| GRI 402: Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis 2016 | |||
| 402-1 Mindestmitteilungsfrist für betriebliche Veränderungen | 53 | 3 | |
| MM4 Streiks und Aussperrungen | 2018 gab es in den Betriebsstätten der K+S GRUPPE keine Streiks und Aussperrungen. |
DATENERFASSUNG UND BERICHTSGRENZEN
In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert.
Für die weltweite Erhebung von Finanzdaten werden weitgehend SAP-Systeme genutzt. Diese weisen wir im vorliegenden Geschäftsbericht für alle voll konsolidierten Gesellschaften aus. Auch unsere Personalkennzahlen erfassen wir weltweit weitestgehend über SAP-Systeme. Sie decken alle voll konsolidierten Gesellschaften ab. Kennzahlen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht werden derzeit über einzelne Datenblätter und für alle voll konsolidierten und nicht konsolidierten Gesellschaften der K+S GRUPPE zentral erfasst.
Die Erfassung von HSE-Kennzahlen erfolgt mehrheitlich über ein SAP-System für alle voll konsolidierten und nicht konsolidierten Gesellschaften, an denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist oder bei denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT unmittelbar oder mittelbar die gemeinsame Führung ausübt oder per Satzung oder (Gesellschafts-)Vertrag Einfluss auf Entscheidungen ausüben kann. Umweltdaten messen wir an allen voll konsolidierten Produktionsstandorten. Zur einheitlichen Erfassung nutzt K+S das Standortinformationssystem SoFi. Leistungsindikatoren im Sinne des CSR-RUC werden auf Basis gemessener und extrapolierter Werte berechnet und über einzelne Datenblätter erfasst. Vom Konsolidierungskreis abweichende Berichtsgrenzen werden im Abschnitt "Umwelt" entsprechend abgebildet.
Die Erfassung des über den Einkauf bestellten Beschaffungsvolumens erfolgt mehrheitlich über das SAP-System für alle voll konsolidierten Gesellschaften. Unsere Compliance-Kennzahlen erfassen wir derzeit über einzelne Datenblätter für voll konsolidierte und nicht konsolidierte Gesellschaften. Anteilsbesitzliste, Seite 211-214.# GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2018
- 403-1 Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: 55-56
- 403-2 Gefahrenidentifizierung, Risikobewertung und Untersuchung von Vorfällen: 55-57
- 403-3 Arbeitsmedizinische Dienste: 56-57
- 403-4 Mitarbeiterbeteiligung, Konsultation und Kommunikation zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: 55-57
- 403-5 Mitarbeiterschulungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz: 55-57
- 403-6 Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter: 55-57
- 403-7 Vermeidung und Abmilderung von direkt mit Geschäftsbeziehungen verbundenen Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz: 55-57, 66
- 403-8 Mitarbeiter, die von einem Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz abgedeckt sind: Die Einführung der ISO 45001 umfasst alle eigenen Mitarbeiter der K+S GRUPPE sowie Fremdfirmenmitarbeiter, deren Arbeitsplatz von der K+S GRUPPE kontrolliert wird.
- 403-9 Arbeitsbedingte Verletzungen: 56
GRI 404: Aus- und Weiterbildung 2016
- 404-1 Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestellten: 54
- 404-2 Programme zur Verbesserung der Kompetenzen der Angestellten und zur Übergangshilfe: 53-54
- 404-3 Prozentsatz der Angestellten, die eine regelmäßige Beurteilung ihrer Leistung und ihrer beruflichen Entwicklung erhalten: 54
GRI 405: Diversität und Chancengleichheit 2016
- 405-1 Diversität in Kontrollorganen und unter Angestellten: 57-58, 68-69, 76. Aus rechtlichen Gründen ist es uns nicht gestattet, die nicht veröffentlichten Informationen so wie von GRI gefordert zu veröffentlichen.
- 405-2 Verhältnis des Grundgehalts und der Vergütung von Frauen zum Grundgehalt und zur Vergütung von Männern: 53
GRI 406: Diskriminierungsfreiheit 2016
- 406-1 Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen: 57-58, 76
GRI 407: Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen 2016
- 407-1 Betriebsstätten und Lieferanten, bei denen das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen bedroht sein könnte: 76, 225. Im Rahmen unseres Compliance-Managements wurde kein Verstoß gegen die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit gemeldet.
GRI 408: Kinderarbeit 2016
- 408-1 Betriebsstätten und Lieferanten mit einem erheblichen Risiko für Vorfälle von Kinderarbeit: 76, 225. Im Rahmen unseres Compliance-Managements wurde kein Fall von Zwangs- oder Pflichtarbeit gemeldet.
GRI 409: Zwangs- oder Pflichtarbeit 2016
- 409-1 Betriebsstätten und Lieferanten mit einem erheblichen Risiko für Vorfälle von Zwangs- oder Pflichtarbeit: 76, 225. Im Rahmen unseres Compliance-Managements wurde kein Fall von Zwangs- oder Pflichtarbeit gemeldet.
GRI 412: Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte 2016
- 412-1 Betriebsstätten, an denen eine Prüfung auf die Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde: 47, 58
- 412-2 Schulungen für Angestellte zu Menschenrechtspolitik und -verfahren: 58, 65-66
GRI 414: Soziale Bewertung der Lieferanten 2016
- 414-1 Neue Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien überprüft wurden: 66. Ein Ziel der K+S GRUPPE ist es bis 2025 mehr als 90 Prozent ihres Einkaufsvolumens durch den K+S Supplier Code of Conduct (SCoC) abzudecken. Dies schließt langfristig auch unsere neuen Lieferanten mit ein. Der SCoC enthält umfangreiche Anforderungen im Sozialbereich.
GRI 415: Politische Einflussnahme 2016
- 415-1 Parteispenden: 66
GRI 416: Kundengesundheit und -sicherheit 2016
- 416-1 Beurteilung der Auswirkungen verschiedener Produkt- und Dienstleistungskategorien auf die Gesundheit und Sicherheit: 41
GRI 417: Marketing und Kennzeichnung 2016
- 417-1 Anforderungen für die Produkt- und Dienstleistungsinformationen und Kennzeichnung: 41
GRI 418: Schutz der Kundendaten 2016
- 418-1 Begründete Beschwerden in Bezug auf die Verletzung des Schutzes und den Verlust von Kundendaten: Im Rahmen unseres Compliance-Managements wurde kein Verstoß gemeldet. K+S beachtet strikt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
GRI 419: Sozioökonomische Compliance 2016
- 419-1 Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich: 77
GRI MM: Abschlussbetriebsplan
- MM10 Abschlussbetriebsplan: 38-39, 53, 107-108, 165
DEFINITION VERWENDETER FINANZKENNZAHLEN
- scroll Brutto-Cashflow: EBIT I + Abschreibungen/- Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen + Zunahme/- Abnahme langfristiger Rückstellungen (ohne Zinseffekte) + erhaltene Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge + Gewinne/- Verluste aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten - gezahlte Zinsen - gezahlte Ertragssteuern + sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen - sonstige zahlungsunwirksame Erträge
- BUCHWERT JE AKTIE: Eigenkapital Gesamtzahl / Aktien am 31.12.
- EBIT I-MARGE: Operatives Ergebnis (EBIT I) / Umsatz
- EBITDA-MARGE: EBITDA / Umsatz
- EIGENKAPITALRENDITE: Bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern / Bereinigtes Eigenkapital1, 2
- ENTERPRISE VALUE: Marktkapitalisierung + Nettoverschuldung
- GESAMTKAPITALRENDITE: Bereinigtes Ergebnis vor Steuern1 + Zinsaufwand / Bereinigte Bilanzsumme1, 2, 3
- NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN: Finanzverbindlichkeiten - flüssige Mittel - Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen
- NETTOVERSCHULDUNG: Finanzverbindlichkeiten + Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen + langfristige Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen - flüssige Mittel - Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen
- OPERATIVES ANLAGEVERMÖGEN: Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Anteile an verbundenen Unternehmen + Beteiligungen
- RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE): Operatives Ergebnis (EBIT I) / Operatives Anlagevermögen2 + Working Capital2, 4
- UMSATZRENDITE: Bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern1 / Umsatz
- VALUE ADDED: (ROCE - gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern) × (operatives Anlagevermögen2 + Working Capital2, 4)
- VERSCHULDUNGSGRAD I: Finanzverbindlichkeiten / Eigenkapital
- VERSCHULDUNGSGRAD II: Nettoverschuldung / Eigenkapital
-
WORKING CAPITAL: Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + sonstige Vermögenswerte5 - kurzfristige Rückstellungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - sonstige Verbindlichkeiten5
-
Bereinigt um die Effekte der Marktwertveränderungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften; beim bereinigten Konzernergebnis wurden ferner die daraus resultierenden Steuereffekte eliminiert.
- Jahresdurchschnitt.
- Bereinigt um Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen.
- Bereinigt um die den Goodwill beeinflussenden latenten Steuern aus der Erstkonsolidierung.
- Ohne Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, jedoch einschließlich gezahlter Prämien für operativ genutzte Derivate; ohne Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Geldanlagen; bereinigt um Erstattungsansprüche und CTA-Planvermögensüberschüsse.
GLOSSAR
- CASHFLOW: Der Cashflow gibt Aufschluss über die Ertrags- und Finanzkraft eines Unternehmens. Er ist der Saldo der Zahlungsein- und -ausgänge während eines Berichtszeitraums.
- CHLORALKALI-ELEKTROLYSE: Bei der Chloralkali-Elektrolyse werden durch das Zersetzen des Grundstoffs Natriumchlorid mithilfe von elektrischem Strom Chlor, Natronlauge und Wasserstoff erzeugt. Alternativ wird durch die Verwendung von Kaliumchlorid Kalilauge produziert. Die Grundchemikalien Chlor, Natronlauge, Wasserstoff und Kalilauge bilden die Basis für zahlreiche chemische Produkte.
- COMPLIANCE: Compliance (Regelkonformität) bezeichnet die Einhaltung zwingender gesetzlicher Vorschriften, interner Regelungen und vom Unternehmen anerkannter regulatorischer Standards. Ein Compliance-Managementsystem soll die Einhaltung sicherstellen und aus Compliance-Verstößen resultierende straf- und bußgeldrechtliche Sanktionen sowie Schadensersatzansprüche und sonstige direkte oder indirekte (insbesondere durch Imageschäden verursachte) negative Einflüsse vermeiden, indem Compliance-Risiken rechtzeitig identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Verminderung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihres Schadenspotenzials ergriffen werden. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne Compliance-Berichterstattung sichergestellt werden.
- EBIT I (EARNiNGS BEFORE INTEREST AND TAXES): Das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften entspricht - aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwertschwankungen während der Laufzeit - dem Wert des Sicherungsgeschäfts zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien.
- EBIT II: Nach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
- EBITDA (EARNiNGS BEFORE iNTERESTS, TAXES, DEPRECIATION and Amortisation): Das EBITDA soll Vergleiche der operativen Ertragskraft von Gesellschaften ermöglichen und beschreibt die Rentabilität von Unternehmen. K+S ermittelt das EBITDA auf Basis des operativen Ergebnisses EBIT I zuzüglich der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Das EBITDA ist bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar.# ESTA(r)-VERFAHREN
Das ESTA(r)-Verfahren ist ein von K+S patentiertes trockenes Aufbereitungsverfahren für Kalirohsalze. Bei diesem Verfahrensprozess werden die einzelnen Rohsalzelemente unterschiedlich aufgeladen, um schließlich mithilfe eines Spannungsfelds in die Bestandteile Natrium- und Kaliumchlorid getrennt zu werden. Im Vergleich zu klassischen nassen Aufbereitungsverfahren sind Energieaufwand und Produktionsrückstände deutlich vermindert.
FESTSALZ
Im Gegensatz zu flüssiger Sole ist Festsalz ein in fester Form vorliegendes Salz, wie z. B. Speisesalz und Auftausalz.
FLOTATiONSVERFAHREN
Das Flotationsverfahren trennt in der Produktion Steinsalz und Kali bzw. Kieserit ohne Wärmezufuhr aus dem Rohsalz heraus. Während des Verfahrensprozesses werden die Mineralien unter Luftzufuhr in einer gesättigten Salzlösung in ihre Bestandteile getrennt. An den zugeführten Luftblasen lagern sich unter der Zugabe von Flotationsmitteln die Wertstoffe an und können so nach dem Aufschwimmen abgeschöpft werden.
FREEFLOAT (STREUBESITZ)
Die Anzahl der Aktien, die sich nicht im Eigentum von Großaktionären befinden, die mehr als 5 % der Aktien einer Gesellschaft besitzen (Ausnahme: Aktien im Besitz von Investmentgesellschaften oder Vermögensverwaltern).
GRANULATHERSTELLUNG
Die Granulatherstellung bezeichnet die Herstellung von streufähigen Düngerkörnern, die mit einem landwirtschaftlichen Düngerstreuer ausgebracht werden können.
GRI - GLOBAL REPORTING iNiTiATiVE
Die GRI ist eine unabhängige internationale Multi-Stakeholder-Organisation, die auf dialogorientierte Weise einen Rahmen für die globale Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt hat. Der GRI-Berichtsleitfaden legt Prinzipien und Indikatoren fest, mit deren Hilfe Organisationen ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen messen können. Zielsetzung ist die Förderung von Transparenz und die Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsberichten.
INTEGRATED REPORTiNG
Die integrierte Berichterstattung (Integrated Reporting) ist ein ganzheitliches Konzept, das die klassische Finanzberichterstattung mit nichtfinanziellen Berichtselementen verbindet. Das Geschäftsmodell des Unternehmens und seine Strategie sollen im Mittelpunkt stehen. Ziel ist eine Berichterstattung, in der die Bedürfnisse aller Stakeholder Berücksichtigung finden. Die Absicht ist, u. a. die Wechselbeziehungen zwischen Umwelt-, sozialen, Governance- und finanziellen Faktoren von Entscheidungen widerzuspiegeln, die die langfristige Erfolgslage und Verfassung beeinflussen, indem die Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und ökonomischen Werten verdeutlicht wird.
KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATiONSANLAGE (KKF)
Die KKF (KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATiONSANLAGE) ist ein neues Verfahren zur Kaligewinnung, durch das die Salzabwassermenge deutlich reduziert und zugleich die Wertstoffausbeute erhöht wird. Unter Einsatz von Wärmeenergie wird Wasser verdampft. Dadurch kristallisiert ein Salzgemisch, welches unter anderem Kainit - ein kalium-/magnesiumhaltiges Salz -enthält. Der Kainit wird dann mithilfe eines Sortierverfahrens (Flotation) abgetrennt und anschließend zur Kaliumsulfat-Produktion verwendet.
KALIUMCHLORID
Kaliumchlorid (KCl) ist ein Kaliumsalz, das als Pflanzennährstoff in Düngemitteln Verwendung findet. Darüber hinaus ist es der Ausgangsrohstoff für sämtliche anorganische und organische Kaliumverbindungen.
KALIUMSULFAT (SOP)
Kaliumsulfat dient als Düngemittel. Die Herstellung von Kaliumsulfat kann aus bergmännisch gewonnenen mineralischen Rohstoffen erfolgen sowie mittels eines chemischen Prozesses durch die Reaktion von Kaliumchlorid mit Schwefelsäure.
KAPITALKOSTEN
Auch WACC (Weighted Average Cost of Capital) genannt, bezeichnet die Kosten für das zur Verfügung gestellte Kapital, also die Opportunitätskosten, die Eigen- und/oder Fremdkapitalgebern durch das dem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital entstehen. Der gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz ergibt sich als Summe des Verzinsungsanspruchs der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert.
KAVERNE
Eine Kaverne ist eine im Bergbau verwendete Bezeichnung für einen größeren, künstlich geschaffenen Hohlraum unter Tage.
KIESERIT
Mg[SO4 ]-H2 O, Kieserit, ist ein mineralischer Bestandteil von Rohsalz, der sich aus den wasserlöslichen Mineralien Magnesium und Schwefel zusammensetzt. Chemisch gesehen ist es wasserhaltiges Magnesiumsulfat. Kieserit dient als Ausgangsrohstoff für die Herstellung von Pflanzennährstoffen.
KOHLENSTOFFDIOXID
Kohlenstoffdioxid (CO2) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Es entsteht u. a. bei der Verbrennung von kohlestoffhaltigen Brennstoffen bzw. fossilen Energieträgern.
KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine Technik, die es ermöglicht, neben der Stromproduktion auch Nutzwärme zu erzeugen. Gegenüber getrennten Produktionsanlagen nutzen KWK-Anlagen den eingesetzten Brennstoff, z. B. Erdgas, effizienter. Die in dem Kopplungsprozess entstandene Wärme steht in Form von warmem Wasser oder unter Hochdruck stehendem Dampf zur Verfügung.
MEHRNÄHRSTOFFDÜNGER
Mehrnährstoffdünger enthalten mehr als einen Nährstoff, i. d. R. Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie - je nach Bedarf und Anwendung - Magnesium, Schwefel oder auch Spurenelemente. Durch die Zusammenführung der Rohstoffe im Produktionsprozess und die anschließende Granulierung enthält jedes einzelne Düngerkorn stets die exakt gleiche Nährstoffzusammensetzung, wodurch eine gleichmäßige Ausbringung der Nährstoffe auf dem Feld sichergestellt wird.
MISCHDÜNGERANLAGEN
In Mischdüngeranlagen (Bulk Blender) werden verschiedene Nährstoffe zusammengeführt.
NATRIUMCHLORID
Natriumchlorid (NaCl) bzw. Kochsalz ist ein kristallines Mineral, welches aus Steinsalz und Meersalz gewonnen wird. Als Speisesalz ist Natriumchlorid für den menschlichen Organismus ein unverzichtbarer Mineralstofflieferant. Auch für die Sicherheit im Straßenverkehr und als wichtiger Bestandteil für die Produktion von Glas, Papier und Kunststoff wird Natriumchlorid verwendet.
OECD-LEITSÄTZE FÜR MULTINATIONALE UNTERNEHMEN
Die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen sind Empfehlungen von Regierungen an die multinationalen Unternehmen, die in oder von den Teilnehmerstaaten aus operieren. Sie enthalten nicht rechtsverbindliche Grundsätze und Maßstäbe in den Bereichen Grundpflichten, Informationspolitik, Menschenrechte, Beschäftigungspolitik, Umweltschutz, Korruptionsbekämpfung, Verbraucherinteressen, Wissenschaft und Technologie, Wettbewerb und Besteuerung.
OPERATIVE, ANTIZIPATIVE SICHERUNGSGESCHÄFTE
Zur Sicherung künftiger Währungspositionen (im Wesentlichen US-Dollar) setzen wir operative Derivate in der Form von Optionen sowie Termingeschäften ein (s. auch Transaktionsrisiko).
PADS
Zum typischen Solungsbergbau gehören Solfelder und Aufbereitungsanlagen. Ein Solfeld selbst ist in Bohrplätze, sogenannte Pads, organisiert. Diese sind über unterirdische Rohrleitungen mit der Aufbereitungsanlage verbunden. Jeder Bohrplatz hat eine Fläche von ca. 100 x 100 Meter, auf der die Bohrungen durchgeführt werden. Zur anschließenden Solung benötigt man weitere Infrastruktur wie z. B. Speichertanks und Gebäude zur Verteilung der ein- und ausgehenden Flüssigkeiten.
PLANFESTSTELLUNGSVERFAHREN
Das Planfeststellungsverfahren ist ein Genehmigungsverfahren für definierte Bauprojekte/Infrastrukturmaßnahmen mit dem Ziel, einen Planfeststellungsbeschluss zu erreichen. Dieser Beschluss stellt als Verwaltungsakt eine Baugenehmigung mit Konzentrationswirkung dar. Dabei schließt also eine Genehmigung mehrere andere mit ein. Der Ablauf des Verfahrens ist in Deutschland im Verwaltungsverfahrensgesetz festgeschrieben. Das Verfahren beinhaltet immer eine Beteiligung der festgestellten Betroffenen mit einer Anhörung und Abwägung ihrer Belange.
PLATTENDOLOMIT
Das Plattendolomit (Leine-Karbonat) befindet sich über den Salzvorkommen im Werrarevier in ca. 400 bis 500 Meter Tiefe und wird durch Tonschichten beidseitig abgedeckt. Es ist ca. 10 Meter mächtig und besteht aus Kalk und Dolomitstein, der bereits natürlich mineralisiertes Wasser enthält.
RATING
Ratingagenturen vergeben Einschätzungen (Ratings) der Fähigkeit eines Unternehmens, zukünftig seine Zins- sowie Tilgungsverbindlichkeiten termingerecht zu erfüllen, in Form standardisierter Einstufungen.
RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE)
Return on Capital Employed (ROCE) ist die Rendite auf das eingesetzte Kapital.
SIEDESALZ
Die Herstellung von Siedesalz erfolgt durch Eindampfung gesättigter Sole, wobei das Natriumchlorid auskristallisiert wird.
SOLARSALZ
Für die Herstellung von Solarsalz wird Meerwasser durch große, offene Verdunstungsbecken geleitet. Nach mehreren Monaten der Sonneneinstrahlung kristallisiert das Salz in den Endbecken aus.
SOLE
Sole ist eine wässrige Steinsalzlösung. Natürliche Sole wird durch Anbohrung unterirdischer Solevorkommen oder durch kontrollierte Bohrlochsolung gewonnen oder durch Auflösen von bergmännisch gewonnenem Steinsalz hergestellt.
SOLUNGSBERGBAU
Beim Solungsbergbau (Solution Mining) wird durch ein Bohrloch Frischwasser in lösefähiges (Salz-)Gestein eingebracht, wodurch mit Wasser-Salz-Lösung gefüllte Kammern, sogenannte Kavernen, entstehen. Anschließend wird die gesättigte Sole über eine weitere Rohrleitung an die Erdoberfläche gefördert.
STAKEHOLDER
Stakeholder sind Anspruchsgruppen im Umfeld oder innerhalb einer Organisation, die von den unternehmerischen Tätigkeiten gegenwärtig oder in Zukunft direkt oder indirekt betroffen sind und somit in einer Wechselbeziehung stehen. Zu ihnen zählen u. a. Mitarbeiter, Kunden, Investoren, Lieferanten, Anwohner oder die Politik.SYNTHETISCHES MAGNESIUMSULFAT (SMS)
Das synthetische Magnesiumsulfat ist wasserlöslich und hat unter anderem einen positiven Einfluss auf Wurzelentwicklung, Wasseraufnahme, Ertrag und Qualitätsparameter der Pflanzen.
TAGEBAU
Unter Tagebau wird eine oberflächennahe Abbauform für mineralische Rohstoffe verstanden. Im Gegensatz zu anderen Bergbauformen entstehen dabei keine unterirdischen Stollen oder Schächte.
TRANSAKTIONSRISIKO
Ein Transaktionsrisiko ist ein Währungsrisiko, dass bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer Fremdwährung entstehen kann, wenn eine Transaktion in Fremdwährung in die Konzernwährung umgetauscht werden soll, und ist somit ein zahlungswirksames Risiko.
TRANSLATIONSRISIKO
Ein Translationsrisiko ist ein Währungsrisiko, dass aus der Umrechnung von Ergebnis-, Cashflow- oder Bilanzpositionen zu unterschiedlichen Perioden bzw. Stichtagen, die in einer anderen Währung als der Konzernwährung anfallen, entstehen kann. Es handelt sich somit um ein nicht zahlungswirksames Risiko.
TREIBHAUSGAS-PROTOKOLL/GREENHOUSE GAS (GHG) PROTOCOL
Das Treibhausgas-Protokoll ist ein Instrument zur Berechnung und zum Management von Treibhausgasemissionen von Unternehmen und Organisationen. Es umfasst direkte Emissionen der unternehmerischen Kernbereiche (Scope 1), indirekte Emissionen aus dem Verbrauch von zugekauftem Strom, Wärme und Dampf (Scope 2) sowie indirekte Emissionen, die der Unternehmenstätigkeit vorgelagert oder nachgelagert sind (Scope 3). Um das globale Erwärmungspotenzial unterschiedlicher Treibhausgase zu vergleichen, wird jedes Treibhausgas in C02-Äquivalente umgerechnet. Dabei hat ein C02-Äquivalent das gleiche globale Erwärmungspotenzial wie eine Einheit CO2 -Emissionen.
UNITED NATIONS GLOBAL COMPACT
Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine freiwillige strategische Initiative für Unternehmen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung und gesellschaftlichen Engagements. Die beteiligten Unternehmen erkennen die zehn universellen Prinzipien des Global Compact aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung an.
UNTERNEHMENSWERT
Der Unternehmenswert (Enterprise Value) ist eine häufig verwendete Kennzahl zur Ermittlung des Unternehmenswerts. Er wird häufig zu anderen Kennzahlen (z. B. Umsatz, EBIT) in Relation gesetzt.
VALUE ADDED
Diese Kennzahl basiert auf dem Ansatz, dass ein Unternehmen dann einen Mehrwert für den Investor schafft, wenn die Rendite auf das durchschnittlich gebundene Kapital die zugrunde liegenden Kapitalkosten übersteigt. Multipliziert man diese Überrendite mit dem durchschnittlich gebundenen Kapital (Jahresdurchschnitt des operativen Anlagevermögens + Working Capital), ergibt sich der im Berichtsjahr geschaffene Mehrwert des Unternehmens.
WASSERENTHÄRTUNGSSALZE
Wasserenthärtungssalze entfernen Härtebildner wie Kalzium und Magnesium durch ein Ionenaustauschverfahren aus dem Wasser. Weiches Wasser ist für zahlreiche industrielle Prozesse, aber auch in privaten Haushalten erforderlich bzw. vorteilhaft.
STICHWORTVERZEICHNIS
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A
Abfall 47, 62, 79
Absatzregionen 33, 34, 35, 36, 105, 107, 109
Abschreibungen 94, 95, 100, 151, 159, 160
Abwasser 47, 60, 90, 106, 116, 128
Agrarpreise 88, 114, 127
Aktie 26
Aktionärsstruktur 28
Altersvorsorge 54
Americas 32, 44, 126
Anleihen 28, 198
Anti-Korruption 47, 55, 65, 79
Anwendungsberatung 41
Arbeitssicherheit 47, 55, 79
Aufsichtsrat 18, 67, 140, 210
Auftausalz 35, 36, 90, 92, 108, 118, 127
Ausbildung 54
Ausblick 126
Ausschüsse 23, 68, 73, 140
B
Bergbauliche Rückstellungen 102, 164, 196
Bestätigungsvermerk 215
Bethune 38, 88, 106, 119, 126, 165
Betriebsrat 53
Bilanz 130, 146, 180
Branchensituation 89, 127
C
Cashflow 80, 91, 101, 128, 148, 205
Chemische Fabrik Kalk (cfk) 34, 109
Chancen 78, 110
Compliance 47, 65, 77, 79, 121
Corporate Governance 67
D
Derivative Finanzinstrumente 99, 123, 162, 185
Directors' Dealings 75
Diversität 57, 68, 73
Dividende 26, 128, 132, 188
Düngemittelspezialitäten 33, 89, 105
E
EBITDA 43, 80, 90, 93, 127, 174
EBITDA-Marge 96, 234
EBIT I-Marge 96, 234
Eigenkapital 97, 101, 149, 187
Eigenkapitalquote 99, 131, 204
Eigenkapitalrendite 98, 234
EITI-Initiative für Transparenz im Rohstoffsektor 66
Energiekosten 88, 120
Entsorgung und Recycling 32, 108
Entsprechenserklärung 77
Ergänzende Aktivitäten 34, 108
Ergebnis je Aktie 26, 95, 179
Erklärung zur Unternehmensführung 67
ESCO 35, 36, 37
Europe+ 31, 43, 126
F
Finanzergebnis 95, 145, 173
Forschung und Entwicklung 50
Fortbildung 54
Frachtkosten 93, 108, 120
G
Gemeinden 16, 36, 43, 127
Gesamtkapitalrendite 98, 234
Geschäftsethik 47, 65
Geschäftsmodell 31
Gesundheit 47, 55, 79
Gewässerschutz 59
Gewerbesalz 107
Gewerkschaften 53
Gewinn- und Verlustrechnung 130, 145, 173
Global Compact 57, 228
GRI-Inhaltsindex 228
Grundwerte und Prinzipien (code of conduct) 58, 65, 76
H
Haldenmanagement 62
Hauptversammlung 67
Industrie 12, 34, 43, 127
Industrieprodukte 34, 105
Industriesalz 107
Internes Kontrollsystem (iks) 78, 81
Investitionen 100, 128
K
K+S chile 35, 36, 40
K+S transport GMBH 34, 40, 108
Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) 52, 61, 106
Kali- und Magnesiumprodukte 31, 89, 104, 127, 150
Kaliumchlorid 33, 38, 89, 104, 127
Kaliumsulfat 127
Kapitalflussrechnung 148, 205
Kapitalkosten 97
Kapitalstruktur 99, 204
Klima 47, 63, 79
Konzernergebnis 80, 95, 128
Konzernsteuerquote 97
Kunden 31, 41, 49
Kundensegmente 9, 33, 43, 127
L
Landwirtschaft 10, 33, 43, 127
Lebensmittelindustrie 34, 35, 90, 108, 127
Lieferanten 40, 47, 66, 121
Liquidität 101, 124
Logistik 40, 65
Long-Term-Incentive-(LTI-) Programm 134
M
Marken 41
Marktkapitalisierung 26
Materialaufwand 42, 93, 179
Matrixorganisation 31, 44
Menschen 47, 55
Menschenrechte 47, 58, 79
Mission 43
Mitarbeiter 49, 53, 55, 122, 132
Morton salt 35, 36, 50
N
Nachhaltige Lieferketten 47, 66, 79
Nachhaltigkeit 45, 55, 78, 110, 225
Nettoverschuldung 44, 99, 104, 204, 234
Nichtfinanzielle Erklärung 55
O
OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen 58
Operative Einheiten 31, 43, 126
Operatives Ergebnis (EBIT I) 94, 136, 174
Organisationsstruktur 31, 44
P
Pensionsrückstellungen 102, 188
Personalaufwand 53, 93, 179
Personalentwicklung 54
Q
Qualitätsmanagement 41
R
Rating 28, 44, 98, 124
Rechtsstreitigkeiten 119
Research-Coverage 28
Reserven und Ressourcen 37
Return on Capital Employed (ROCE) 80, 97, 128, 234
Risiken 110
Risiko- und Chancenmanagementsystem 78
Rückstellungen 102, 147, 156, 188, 196
S
Saisonalität 92
Salz 31, 38, 90, 107, 127, 150
Segmentberichterstattung 150, 206
SHAPING 2030 9, 31, 43
Spenden und Sponsoring 66
Stakeholder 48, 55
Standorte Umschlag vorne
Strategie 43
T
Tierhygieneprodukte 34, 108
U
Umsatz 33, 34,35, 36, 92, 127, 145, 174
Umsatzrendite 96, 235
Umwelt 47, 58
Umweltmanagement 59
Unternehmenssteuerung 67, 78, 129
US-Dollar 88, 99, 123, 166
V
Value Added 98, 134, 235
Verbraucher 14, 35, 43, 127
Verbraucherprodukte 90, 107, 127
Vergütung 134
Verschuldungsgrad 43, 80, 103, 235
Versenkung 47, 61, 117
Vertriebskosten 93, 145
Verwaltungskosten 145
Vision 43
Vorstand 2, 6, 73, 134
W
Weiterbildung 54
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 103, 146, 181
Wettbewerber 27, 33, 35, 36
Working Capital 97, 128, 235
Z
Ziele 43, 46, 79
BEREICHE IM ÜBERBLICK
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
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| | Q1/18 | Q2/18 | H1/18 | Q3/18 | 9M/18 |
|-------|-------|-------|-------|-------|-------|
| Umsatz Mio. € | 488,7 | 440,5 | 929,2 | 422,2 | 1.351,4 |
| EBITDA¹ Mio. € | 120,8 | 90,6 | 211,4 | 3,4 | 214,8 |
| EBIT I Mio. € | 52,5 | 21,1 | 73,6 | -68,5 | 5,1 |
| Investitionen Mio. € | 48,1 | 70,0 | 118,1 | 89,4 | 207,5 |
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| | Q4/18 | FY/18 |
|-------|-------|-------|
| Umsatz | 621,6 | 1.973,0 |
| EBITDA¹ | 144,5 | 359,3 |
| EBIT I | 64,5 | 69,6 |
| Investitionen | 109,2 | 316,7 |
¹ Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
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| | Q1/18 | Q2/18 | H1/18 | Q3/18 | 9M/18 |
|-------|-------|-------|-------|-------|-------|
| Umsatz Mio. € | 635,6 | 326,9 | 962,5 | 375,0 | 1.337,5 |
| EBITDA Mio. € | 120,9 | 23,3 | 144,2 | 41,5 | 185,7 |
| EBIT I Mio. € | 102,1 | 4,0 | 106,1 | 21,7 | 127,9 |
| Investitionen Mio. € | 13,5 | 18,9 | 32,3 | 31,1 | 63,4 |
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| | Q4/18 | FY/18 |
|-------|-------|-------|
| Umsatz | 553,3 | 1.890,8 |
| EBITDA | 88,9 | 274,5 |
| EBIT I | 69,0 | 196,8 |
| Investitionen | 47,7 | 111,2 |
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
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| | Q1/18 | Q2/18 | H1/18 | Q3/18 | 9M/18 |
|-------|-------|-------|-------|-------|-------|
| Umsatz Mio. € | 44,9 | 43,9 | 88,7 | 41,7 | 130,4 |
| EBITDA Mio. € | 9,8 | 8,0 | 17,9 | 6,2 | 24,1 |
| EBIT I Mio. € | 8,7 | 6,8 | 15,4 | 5,0 | 20,4 |
| Investitionen Mio. € | 0,3 | 1,1 | 1,4 | 1,1 | 2,5 |
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| | Q4/18 | FY/18 |
|-------|-------|-------|
| Umsatz | 41,9 | 172,4 |
| EBITDA | 7,2 | 31,3 |
| EBIT I | 5,9 | 26,4 |
| Investitionen | 4,3 | 6,8 |
ÜBERLEITUNG
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| | Q1/18 | Q2/18 | H1/18 | Q3/18 | 9M/18 |
|-------|-------|-------|-------|-------|-------|
| Umsatz Mio. € | 0,6 | 0,6 | 1,2 | 1,2 | 2,4 |
| EBITDA Mio. € | -14,7 | -16,8 | -31,5 | -14,7 | -46,2 |
| EBIT I Mio. € | -16,3 | -18,5 | -34,8 | -16,3 | -51,1 |
| Investitionen Mio. € | 0,6 | 1,2 | 1,9 | 2,8 | 4,7 |
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| | Q4/18 | FY/18 |
|-------|-------|-------|
| Umsatz | 0,5 | 2,9 |
| EBITDA | -12,6 | -58,8 |
| EBIT I | -14,4 | -65,5 |
| Investitionen | 4,0 | 8,6 |
K+S GRUPPE
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| | Q1/18 | Q2/18 | H1/18 | Q3/18 | 9M/18 |
|-------|-------|-------|-------|-------|-------|
| Umsatz Mio. € | 1.169,8 | 811,9 | 1.981,7 | 840,1 | 2.821,8 |
| EBITDA Mio. € | 236,8 | 105,1 | 341,9 | 36,4 | 378,3 |
| EBIT I Mio. € | 147,0 | 13,4 | 160,4 | -58,1 | 102,3 |
| Investitionen Mio. € | 62,5 | 91,2 | 153,7 | 124,4 | 278,1 |
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| | Q4/18 | FY/18 |
|-------|-------|-------|
| Umsatz | 1.217,3 | 4.039,1 |
| EBITDA | 228,0 | 606,3 |
| EBIT I | 124,9 | 227,2 |
| Investitionen | 165,1 | 443,2 |
ZEHNJAHRESÜBERSICHT DER K+S GRUPPE
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| | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 |
|-------|---------|---------|---------|---------|---------|
| Gewinn- und Verlustrechnung | | | | | |
| Umsatz Mio. € | 3.573,8 | 4.632,7 | 3.996,8 | 3.935,3 | 3.950,4 |
| - davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € | 1.421,7 | 1.867,0 | 2.133,6 | 2.290,6 | 2.037,6 |
| - davon Geschäftsbereich Salz Mio. € | 1.014,6 | 1.728,8 | 1.710,1 | 1.484,8 | 1.751,4 |
| EBITDA² Mio. € | 411,8 | 953,0 | 1.146,0 | 1.033,3 | 907,2 |
| - davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € | 317,2 | 567,1 | 833,8 | 867,2 | 667,5 |
| - davon Geschäftsbereich Salz Mio. € | 200,3 | 369,7 | 337,9 | 179,5 | 235,9 |
| EBITDA-Marge % | 11,5 | 20,6 | 28,7 | 26,3 | 23,0 |
| - davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € | 22,3 | 30,4 | 39,1 | 37,9 | 32,8 |
| - davon Geschäftsbereich Salz Mio. € | 19,7 | 21,4 | 19,8 | 12,1 | 13,5 |
| Abschreibungen³ | 173,8 | 238,5 | 239,8 | 229,2 | 251,3 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) Mio. € | 238,0 | 714,5 | 906,2 | 804,1 | 655,9 |
| - davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € | 231,7 | 475,9 | 739,5 | 770,9 | 552,5 |
| - davon Geschäftsbereich Salz | | | | | |# FINANZKALENDER, ONLINE-SERVICE, IMPRESSUM
FINANZKALENDER
- Quartalsmitteilung zum 31. März 2019
- Hauptversammlung, Kassel
- Dividendenzahlung (vorbehaltlich Beschluss der Hauptversammlung)
- Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2019
- Quartalsmitteilung zum 30. September 2019
- Geschäftsbericht 2019
ONLINE-SERVICE
- Geschäftsbericht als PDF
- Hauptversammlung
- Weitere Publikationen
IMPRESSUM
- HERAUSGEBER: K+S AKTIENGESELLSCHAFT
- Bertha-von-Suttner-Str. 7
- 34131 Kassel
- www.k-plus-s.com
- Sitz der Gesellschaft: Kassel
- Handelsregister: Kassel HRB 2669
- REDAKTION/TEXT
- K+S Investor Relations
- K+S Sustainability
- KIRCHHOFF CONSULT AG, Hamburg
- Konzeption und Gestaltung: KIRCHHOFF CONSULT AG, Hamburg
- FOTOGRAFIE: Daniel George, Hannover
- DRUCK: Beisner Druck GmbH & Co. KG, Buchholz
KONTAKT
- K+S AKTIENGESELLSCHAFT
- Investor Relations
- Tel.: 0561/9301-1100
- Fax: 0561/9301-2425
- E-Mail: [email protected]
- Internet: www.k-plus-s.com/ir
- Sustainability
- Tel.: 0561/9301-1218
- E-Mail: [email protected]
- Internet: www.k-plus-s.com/nachhaltigkeit
- Investor Relations
Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.
(c) Copyright K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, Deutschland. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers und mit Textverweis "K+S AKTIENGESELLSCHAFT". Druckfehler und Irrtümer vorbehalten.
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|
| € 140,4 | 238,1 | 211,4 | 61,6 | 117,8 |
| 6,7 % | 15,4 % | 22,7 % | 20,4 % | 16,6 % |
| 93,6 Mio. € | 453,8 Mio. € | 625,6 Mio. € | 538,1 Mio. € | 437,1 Mio. € |
| 0,56 € | 2,37 € | 3,27 € | 2,81 € | 2,28 € |
| 534,8 Mio. € | 826,4 Mio. € | 633,4 Mio. € | 607,2 Mio. € | 755,7 Mio. € |
| 177,6 Mio. € | 188,6 Mio. € | 293,1 Mio. € | 465,5 Mio. € | 742,5 Mio. € |
| -811,1 Mio. € | 667,3 Mio. € | 216,6 Mio. € | 199,1 Mio. € | 48,7 Mio. € |
| 5.217,1 Mio. € | 5.573,7 Mio. € | 6.056,9 Mio. € | 6.596,6 Mio. € | 7.498,2 Mio. € |
| 2.094,6 Mio. € | 2.651,6 Mio. € | 3.084,6 Mio. € | 3.393,9 Mio. € | 3.396,6 Mio. € |
| 40,1 % | 47,6 % | 50,9 % | 51,4 % | 45,3 % |
| 1.351,3 Mio. € | 732,5 Mio. € | 610,8 Mio. € | 827,3 Mio. € | 1.037,0 Mio. € |
| 3,3 x-fach | 0,8 x-fach | 0,5 x-fach | 0,8 x-fach | 1,1 x-fach |
| 970,5 Mio. € | 959,4 Mio. € | 840,9 Mio. € | 1.025,7 Mio. € | 844,9 Mio. € |
| 9,3 % | 22,0 % | 25,2 % | 19,9 % | 15,2 % |
| 15.208 | 14.186 | 14.338 | 14.362 | 14.421 |
| 13.044 | 14.091 | 14.155 | 14.336 | 14.348 |
| 10,94 € | 13,85 € | 15,86 € | 17,73 € | 17,75 € |
| 0,20 € | 1,00 € | 1,30 € | 1,40 € | 0,25 € |
| 0,5 % | 1,8 % | 3,7 % | 4,0 % | 1,1 % |
| 39,99 € | 56,36 € | 34,92 € | 35,00 € | 22,38 € |
| 7,7 Mrd. € | 10,8 Mrd. € | 6,7 Mrd. € | 6,7 Mrd. € | 4,3 Mrd. € |
| 9,0 Mrd. € | 11,5 Mrd. € | 7,3 Mrd. € | 7,5 Mrd. € | 5,3 Mrd. € |
| 166,15 Mio. | 191,34 Mio. | 191,33 Mio. | 191,40 Mio. | 191,40 Mio. |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|
| 3.821,7 | 4.175,5 | 3.456,6 | 3.627,0 | 4.039,1 |
| davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 1.884,0 | 2.091,3 | 1.531,6 | 1.703,5 |
| davon Geschäftsbereich Salz | 1.778,5 | 1.925,2 | 1.762,2 | 1.762,0 |
| 895,5 | 1.057,5 | 519,1 | 576,7 | 606,3 |
| davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 618,5 | 689,2 | 184,8 | 268,8 |
| davon Geschäftsbereich Salz | 276,0 | 381,0 | 322,3 | 325,2 |
| 23,4 % | 25,3 % | 15,0 % | 15,9 % | 15,0 % |
| davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 32,8 % | 33,0 % | 12,1 % | 15,8 % |
| davon Geschäftsbereich Salz | 15,5 % | 19,8 % | 18,3 % | 18,5 % |
| 254,3 | 275,9 | 289,8 | 305,9 | 379,1 |
| 641,3 | 781,6 | 229,3 | 270,8 | 227,2 |
| davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 488,8 | 546,1 | 33,6 | 81,4 |
| davon Geschäftsbereich Salz | 172,9 | 266,3 | 203,7 | 223,0 |
| 16,8 % | 18,7 % | 6,6 % | 7,5 % | 5,6 % |
| 366,6 | 542,3 | 130,5 | 145,0 | 85,4 |
| 1,92 € | 2,83 € | 0,68 € | 0,76 € | 0,45 € |
Cashflow
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|
| 719,1 | 669,4 | 445,4 | 306,8 | 308,7 |
| 1.153,2 | 1.278,8 | 1.170,8 | 810,8 | 443,2 |
| -306,3 | -635,9 | -776,8 | -389,8 | -206,3 |
Bilanz
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|
| 7.855,2 | 8.273,6 | 9.645,5 | 9.754,4 | 9.966,2 |
| 3.974,5 | 4.295,6 | 4.552,2 | 4.160,7 | 4.144,1 |
| 50,6 % | 51,9 % | 47,2 % | 42,7 % | 41,6 % |
| 1.626,2 | 2.399,8 | 3.583,8 | 4.140,5 | 4.443,6 |
| 1,8 | 2,3 | 6,9 | 7,2 | 7,3 |
| 768,1 | 945,9 | 894,6 | 968,1 | 1.126,7 |
| 12,7 % | 12,5 % | 3,0 % | 3,2 % | 2,6 % |
Mitarbeiter
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|
| 14.295 | 14.383 | 14.530 | 14.793 | 14.931 |
| 14.295 | 14.276 | 14.446 | 14.654 | 14.904 |
Aktie
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 |
|---|---|---|---|---|
| 20,77 € | 22,44 € | 23,78 € | 21,74 € | 21,65 € |
| 0,90 € | 1,15 € | 0,30 € | 0,35 € | 0,25 € |
| 3,9 % | 4,9 % | 1,3 % | 1,7 % | 1,6 % |
| 22,92 € | 23,62 € | 22,69 € | 20,76 € | 15,72 € |
| 4,4 Mrd. € | 4,5 Mrd. € | 4,3 Mrd. € | 4,0 Mrd. € | 3,0 Mrd. € |
| 6,1 Mrd. € | 6,9 Mrd. € | 7,9 Mrd. € | 8,1 Mrd. € | 7,4 Mrd. € |
| 191,40 Mio. | 191,40 Mio. | 191,40 Mio. | 191,40 Mio. | 191,40 Mio. |
- Die Angaben beziehen sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Bis zum Jahr 2009 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des COMPO-Geschäfts und bis zum Jahr 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten. Die Bilanz und damit die Kennzahlen Working Capital, Nettoverschuldung, Nettoverschuldung/EBITDA und Buchwert je Aktie beinhalten im Jahr 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten des COMPO-Geschäfts und im Jahr 2011 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts.
- Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften und im Vorjahr das Ergebnis aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 95.
- Betrifft zahlungswirksame Investitionen und Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement.
- Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar eliminiert (siehe auch "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 173). Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2018: 30,0 % (2017: 29,9 %).
- FTE: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. Die Bezeichnung Mitarbeiter gilt für Frauen und Männer gleichermaßen und ist deshalb als geschlechtsneutral anzusehen.
- Im Jahr 2018 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag; Dividendenrendite bezogen auf Jahresschlusskurs.
- Der Kurs der K+S-Aktie handelt seit der Kapitalerhöhung im Dezember 2009 ex Bezugsrecht. Historische Werte wurden nicht angepasst.
- Gesamtanzahl Aktien abzgl. des durchschnittlichen Bestands der von K+S gehaltenen eigenen Aktien. Für den Geschäftsbericht gilt: Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.