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K+S AG — Annual Report 2016
Mar 31, 2017
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Annual Report
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K+S Aktiengesellschaft
Kassel
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT
1.1 UNTERNEHMENSPROFIL
RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der K+S GRUPPE und hält direkt und indirekt die Anteile ihrer Tochtergesellschaften im In- und Ausland, die maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen, über die die K+S AKTIENGESELLSCHAFT Beherrschung ausübt. Die Beherrschungsmöglichkeit beruht in der Regel auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert.
◊ ,Anhang', Anteilsbesitzliste, Seite 189
Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K+S KALI GMBH, K+S SALZ GMBH und K+S FINANCE BELGIUM BVBA. Unter der K+S SALZ GMBH sind die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG (ESCO) sowie die K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. zusammengefasst, die u. a. die Anteile an Konzerngesellschaften in Kanada, Brasilien und Chile hält. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON SALT, INC. (MORTON SALT). Die K+S KALI GMBH und die K+S SALZ GMBH halten ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings. Die K+S ENTSORGUNG GMBH, die K+S TRANSPORT GMBH sowie die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK) werden direkt von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gehalten.
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2015 wie folgt verändert: Am 4. Mai 2016 wurde die K PLUS S SALT AUSTRALIA PTY LTD, PERTH, in Australien erworben. Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der ESCO INTERNATIONAL GMBH, Hannover.
K PLUS S SALT AUSTRALIA PTY LTD betreibt das Ashburton Salt Projekt zur künftigen Gewinnung von Solarsalz in Westaustralien. Im Rahmen von konzerninternen Umstrukturierungen von Gesellschaften in Frankreich wurde die K+S KALI FRANCE S.A.S. auf die ESCO HOLDING FRANCE S.A.S. verschmolzen. In diesem Zuge wurde die K+S KALI REIMS S.A.S. gegründet, die das operative Geschäft der verschmolzenen K+S KALI FRANCE S.A.S. übernimmt. Die K+S HOLDING FRANCE S.A.S. wurde liquidiert.
HOLDING
Auf Gruppenebene erfolgt die Unternehmenssteuerung und -überwachung durch die K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Der Vorstand wird dabei durch Corporate Funktionen unterstützt. Gruppenweite Servicefunktionen sind größtenteils im Business bzw. Technical Center innerhalb der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gebündelt.
GESCHÄFTSBEREICHE
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT umfasst die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte, Salz sowie die Ergänzenden Aktivitäten.
Ξ www.k-plus-s.com/geschaeft
WESENTLICHE STANDORTE
Die nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen Standorte der K+S GRUPPE im In- und Ausland:
/ ABB: 1.1.1
◊ ,Wertschöpfung', Seite 24; ◊ ,Anwendung', Seite 30
WESENTLICHE STANDORTE
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| Standort | |
|---|---|
| K+S-Standorte in Kassel, Hessen | H |
| Kaliverbundwerk Werra, Hessen und Thüringen (Heringen/Merkers/Philippsthal/Unterbreizbach) | K1 |
| Kaliwerk Zielitz, Sachsen-Anhalt | K2 |
| Kaliwerk Sigmundshall, Niedersachsen | K3 |
| Kaliwerk Neuhof-Ellers, Hessen | K4 |
| Kaliwerk Bergmannssegen-Hugo, Niedersachsen | K5 |
| K+S KALI France-Zentrale, Reims, Frankreich | K6 |
| K+S KALI Wittenheim, Produktionsstandort, Wittenheim, Frankreich | K7 |
| K+S Polska, Vertriebsgesellschaft, Poznan, Polen | K8 |
| K+S Potash Canada, Saskatoon/Legacy Projekt, Saskatchewan, Kanada | K9 |
| K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais; Vertriebsgesellschaft, São Paulo, Brasilien | K10 |
| Shenzhen K+S Trading, Vertriebsgesellschaft, Shenzhen, China | K11 |
| K+S (Huludao) Magnesium Products, Produktions- und Vertriebsgesellschaft, Huludao City, China | K12 |
| K+S Asia Pacific, Vertriebsgesellschaft, Singapur, Singapur | K13 |
| K+S Fertilizers, Vertriebsgesellschaft, New Delhi, Indien | K14 |
| esco-Zentrale in Hannover, Niedersachsen | S1 |
| Salzbergwerk Borth, Nordrhein-Westfalen | S2 |
| Salzbergwerk Braunschweig-Lüneburg, Niedersachsen | S3 |
| Salzbergwerk Bernburg, Sachsen-Anhalt | S4 |
| Solbetrieb Frisia Zout B.V., Harlingen, Niederlande | S5 |
| esco Benelux, Vertriebsgesellschaft, Diegem, Belgien | S6 |
| K+S Czech Republic, Vertriebs- und Produktionsgesellschaft, Prag, Tschechische Republik | S7 |
| esco Holding France, Dombasle-sur-Meurthe, Frankreich | S8 |
| Saline Cérébos, Produktion und Abpackung von Salzprodukten, Levallois-Perret, Frankreich | S9 |
| esco Spain-Zentrale, Barcelona, Spanien | S10 |
| Vatel - Companhia de Produtos Alimentares Zentrale, Alverca, Portugal | S11 |
| Morton Salt-Zentrale, Chicago, Illinois, USA | S12 |
| Siedesalzanlage Rittman, Ohio, USA | S13 |
| Salzbergwerk Fairport, Ohio, USA | S14 |
| Salzbergwerk Grand Saline, Texas, USA | S15 |
| Salzbergwerk Weeks Island, Louisiana, USA | S16 |
| Siedesalzanlage Hutchinson, Kansas, USA | S17 |
| Siedesalzanlage Silver Springs, New York, USA | S18 |
| Solarsalzanlage Grantsville, Utah, USA | S19 |
| Siedesalzanlage Manistee, Michigan, USA | S20 |
| Siedesalz- und Meersalzanlage Newark, Kalifornien, USA | S21 |
| Verarbeitungsstandort Port Canaveral, Florida, USA | S22 |
| Solarsalzanlage Glendale, Arizona, USA | S23 |
| Meersalzanlage Inagua, Bahamas | S24 |
| K+S Windsor Salt-Zentrale, Pointe-Claire, Quebec, Kanada | S25 |
| Salzbergwerk Mines Seleine, Quebec, Kanada | S26 |
| Salzbergwerk Ojibway, Ontario, Kanada | S27 |
| Siedesalzanlage Windsor, Ontario, Kanada | S28 |
| Salzbergwerk Pugwash, Nova Scotia, Kanada | S29 |
| Solbetrieb Lindbergh, Alberta, Kanada | S30 |
| Meersalzanlage Salina Diamante Branco, Galinhos, Brasilien | S31 |
| Servicios Portuarios Patillos S.A. Port of Patillos, Iquique, Chile | S32 |
| Salztagebaubetrieb K+S Chile, Tarapaca, Atacama-Wüste, Chile | S33 |
| K+S Chile-Zentrale, Santiago de Chile, Chile | S34 |
| K+S Entsorgung GmbH, Kassel, Hessen | E1 |
| Granulierung von Tierhygieneprodukten, Bad Salzdetfurth, Niedersachsen | E2 |
| K+S Transport GmbH, Hamburg | E3 |
| Chemische Fabrik Kalk GmbH, Köln, Nordrhein-Westfalen | E4 |
| MSW-Chemie GmbH, Langelsheim, Niedersachsen | E5 |
ABB: 1.1.1

WERTSCHÖPFUNG
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
ABB: 1.1.2
Umsatz 2016
1.531,6 Mio. €
EBIT I 2016
33,6 Mio. €
Mitarbeiter
8.502
Produktionskapazität
derzeit rund 7 Mio. t
Fünftgrößter Kaliproduzent weltweit
Produktkategorien
Kaliumchlorid
Düngemittelspezialitäten
Industrieprodukte
Anwendungsbereiche
Landwirtschaft
Chemieindustrie
Öl- und Gasexploration
Pharmaindustrie
Kosmetikindustrie
Lebensmittelindustrie
Futtermittelindustrie
Produktion in Europa
Der Geschäftsbereich gewinnt in sechs Bergwerken in Deutschland Kali- und Magnesiumrohsalze, die dort und an einem ehemaligen Bergwerksstandort zu End- und Zwischenprodukten weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus hat der Geschäftsbereich drei Weiterverarbeitungsstandorte in Frankreich.
Greenfield Projekt Legacy, Kanada
Entwicklung des Legacy Projektes in Kanada. Langfristig zusätzliche Produktionskapazität von 2,86 Mio. t. Produktionsstart im zweiten Quartal 2017.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
ABB: 1.1.3
Umsatz 2016
1.762,2 Mio. €
EBIT I 2016
203,7 Mio. €
Mitarbeiter
5.001
Produktionskapazität
gut 32 Mio. t
Weltweit größter Anbieter von Salzprodukten
Produktkategorien
Verbraucherprodukte Salz für die Lebensmittelindustrie
Gewerbesalz
Industriesalz
Auftausalz
Anwendungsbereiche
Nahrungsmittelindustrie, Fischindustrie, Textil- und Lederindustrie, Öl- und Gasindustrie, Kunststoffindustrie, Glasindustrie, Pharmaindustrie, Wasserenthärtung und -desinfektion, Trinkwasseraufbereitung, Futtermittelindustrie, Elektrolyse, Winterdienst
Regionalportfolio
Das ausgewogene Regionalportfolio ermöglicht unter anderem den Ausgleich von wetterbedingten Schwankungen im Auftausalzgeschäft in Europa und Nordamerika.
Produktion in Europa
Drei Steinsalzbergwerke, zwei Solbetriebe sowie mehrere Siedesalzanlagen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Portugal und Spanien, ein Salzverarbeitungsunternehmen in der Tschechischen Republik.
Produktion in Nordamerika
Sechs Steinsalzbergwerke, neun Siedesalzanlagen, drei Solarproduktionen sowie vier Standorte, an denen Solarsalz weiterverarbeitet wird, in den USA, in Kanada sowie auf den Bahamas
Produktion in Südamerika
Ein Steinsalz-Tagebau im Salar Grande der chilenischen Atacama-Wüste, eine Meersalzanlage im Nordosten von Brasilien.
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
ABB: 1.1.4
Umsatz 2016
161,1 Mio. €
EBIT I 2016
21,9 Mio. €
Mitarbeiter
276
Entsorgung und Recycling
Entsorgung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken und Recyclingaktivitäten
K+S Transport GmbH
Eigener Logistikdienstleister
Tierhygieneprodukte
Granulierung von CATSAN® und THOMAS®
CFK (Handel)
Die Chemische Fabrik Kalk GmbH (CFK) handelt mit verschiedenen Basischemikalien.
Rohstoffe stehen am Anfang vieler Wertschöpfungsketten: Unsere Pflanzennährstoffe tragen dazu bei, die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung zu sichern. Unsere Pharmasalze sind wichtig für die Gesundheit. Unsere Salze zur Nahrungsergänzung versorgen Menschen und Tiere mit unverzichtbaren Mineralstoffen. Unsere Industrieprodukte leisten auf der ganzen Welt einen bedeutenden Beitrag zur Sicherheit, zum Fortschritt und zum Wohlstand.
Wir stellen im Folgenden unsere Wertschöpfungskette im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und im Geschäftsbereich Salz dar, die sich jeweils über die folgenden sechs Abschnitte erstreckt: Exploration, Förderung, Produktion, Logistik, Vertrieb/Marketing und Anwendung. / ABB: 1.1.5
Ξ www.k-plus-s.com/wertschoepfung
EXPLORATION
Die Exploration liefert Erkenntnisse über Ausdehnung und Struktur der Lagerstätten sowie zur Mächtigkeit und zu deren Wertstoffgehalten. Die dabei gewonnenen Daten werden zur Vorratsberechnung nach internationalen Standards genutzt. Die Exploration unter Tage erfolgt weltweit vorrangig über Bohrungen und durch seismische Messungen, die eine räumliche Darstellung der geologischen Strukturen des Untergrunds ermöglichen.
RESERVEN UND RESSOURCEN
Unsere Kali- und Steinsalzlagerstätten befinden sich entweder in unserem Eigentum oder wir verfügen über entsprechende Lizenzen bzw. ähnliche Rechte, die den Abbau oder die Solung der Rohstoffvorräte ermöglichen und langfristig absichern.
In unseren Kalilagerstätten in Deutschland befinden sich Reserven in Höhe von rund 1,1 Mrd. t Rohsalz sowie Ressourcen in Höhe von rund 1,3 Mrd. t Rohsalz. Reserven umfassen die als sicher oder wahrscheinlich nachgewiesenen und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Vorräte. Ressourcen sind Vorkommen, die aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden, aber noch nicht sicher nachgewiesen oder noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind. Die Angabe der Reserven berücksichtigt bereits Abbau- und Vertaubungsverluste. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen überwiegend an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder es existiert ein Vorkaufsrecht.
DIE K+S-WERTSCHÖPFUNGSKETTE
ABB: 1.1.5

Für das Konzessionsgebiet KLSA 009 in der kanadischen Provinz Saskatchewan, in dem sich das Legacy Projekt befindet, geben wir die Reserven und Ressourcen in Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt an. Die entsprechenden Abzüge für Verluste bei der Gewinnung und der Aufbereitung sind dabei berücksichtigt. Die Reserven belaufen sich auf 160 Mio. t, die Ressourcen auf rund 982 Mio. t. Von diesen Ressourcen können gemäß den Anforderungen des kanadischen Standards NI 43-101 insgesamt 88 Mio. t als "indicated" eingestuft werden. Das bedeutet, die zugrunde liegenden Explorationsergebnisse erlauben einen entsprechend hohen Grad an Zuverlässigkeit. Die übrigen 894 Mio. t werden als "inferred" klassifiziert. Informationen zu Ausdehnung und Struktur der Lagerstätte sowie Mächtigkeit und Wertstoffinhalten basieren auf geologischen Analogieschlüssen und vereinzelten Probebohrungen, sind jedoch noch nicht durch konkrete Explorationsergebnisse verifiziert.
Im Geschäftsbereich Salz verfügt K+S über Reserven in Höhe von 1,1 Mrd. t Rohsalz sowie über praktisch unendlich verfügbare Reserven für die Solarsalzgewinnung. Zusätzlich können Ressourcen in Höhe von rund 1,3 Mrd. t an Steinsalz in Europa sowie Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden.
FÖRDERUNG
Wir gewinnen Rohstoffe im konventionellen Bergbau unter und über Tage sowie durch Solung (Solungsbergbau). Außerdem gewinnen wir Salz durch die Verdunstung von salzhaltigem Wasser, meist Meerwasser. Aufgrund weitgehend vergleichbarer Abbauverfahren lassen sich zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz Synergien erzielen. Dies betrifft den Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how ebenso wie eine koordinierte Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen.
◊ ,Glossar', Seite 196
Bei der bergmännischen Gewinnung unter Tage wird das Rohsalz in der Regel mittels Bohren und Sprengen abgebaut. Anschließend übernehmen Großschaufellader den Transport des Rohsalzes zu Brecheranlagen. Von dort gelangt das zerkleinerte Salz über Bandanlagen zum Förderschacht. Auf diese Weise gewinnt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte in Deutschland Kaliumchlorid (KCl) und Magnesiumsulfat (MgSO4 /Kieserit (MgSO4 H2O) und der Geschäftsbereich Salz in Deutschland, den USA und Kanada Steinsalz (NaCl). In Chile baut der Geschäftsbereich Salz in der Atacama-Wüste in dem Salar Grande de Tarapacá, einem großen ehemaligen Salzsee, Salz im Tagebau ab. In Brasilien, auf den Bahamas sowie am großen Salzsee in Utah, in Kalifornien und in Arizona/ USA gewinnt er außerdem Meer- bzw. Solarsalz.
Darüber hinaus verfügt der Geschäftsbereich Salz über Solebetriebe in den USA und Kanada, sowie jeweils einen Solebetrieb in den Niederlanden und in Deutschland zur Gewinnung von Siedesalz. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wird nach Fertigstellung des neuen Kaliwerks in Saskatchewan, Kanada, ebenfalls durch Solung Kaliumchlorid gewinnen. Ende August 2016 erfolgte die symbolische Inbetriebnahme der Anlagen des Legacy Projekts. Die erste Tonne Kali wird im 2. Quartal 2017 erwartet.
EXKURS: RESERVEBERGWERK SIEGFRIED-GIESEN
Die Antragsunterlagen für das bergrechtliche Planfeststellungsverfahren zur Wiederinbetriebnahme des 1987 stillgelegten Standorts Siegfried-Giesen sind Anfang 2015 bei der zuständigen Bergbehörde eingereicht worden. Ergänzende Planunterlagen wurden im November 2016 vorgelegt. Mit einer behördlichen Entscheidung über das beantragte Vorhaben wird aus heutiger Sicht für Mitte 2017 gerechnet. Vor dem Hintergrund aktueller Marktanalysen und der Bewertung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist gegenwärtig nicht davon auszugehen, dass eine Wiederinbetriebnahme des Standorts unmittelbar im Nachgang zu einem positiven Planfeststellungsbeschluss erfolgen wird. Dessen ungeachtet werden die Marktgegebenheiten mit Blick auf eine Wiederinbetriebnahme auch in Zukunft fortlaufend überprüft.
◊ www.kali-gmbh.com/siegfriedgiesen
Im Jahr 2016 wurden im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 31,6 Mio. t Rohsalz gefördert, die Förderung im Geschäftsbereich Salz betrug 20,4 Mio. t. Insgesamt haben wir im Jahr 2016 52,0 Mio. t Rohstoffe gewonnen (2015: 59,5 Mio. t).
LANGFRISTIGE PLANUNG VON BERGWERKEN
Wenn die Rohstoffe eines Bergbaubetriebs erschöpft sind, werden Maßnahmen für dessen teilweise oder vollständige Stilllegung eingeleitet. In Deutschland ist die Stilllegung und Nachsorge u. a. im Bundesberggesetz geregelt.
Für die Standorte in den USA, Kanada und Chile gibt es ebenfalls detaillierte Pläne, die den Ablauf einer Standortschließung sowie die Nachsorge enthalten.
Ist eine sinnvolle Nachnutzung der stillgelegten Bergwerke nicht möglich, sind wir in der Regel verpflichtet, die verbleibenden Grubenhohlräume, deren Flöze steil gelagert sind, zu fluten. In Niedersachsen sind bereits 24 Gruben geflutet, bei dreien geschieht das zurzeit und eine Grube wurde "trocken" verwahrt. Momentan läuft in Niedersachsen an sechs Standorten die Verwahrung, bei 21 Standorten ist dieser Prozess bereits abgeschlossen.
PRODUKTION
Die Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen gehört zu unseren Kernkompetenzen. Alle von uns abgebauten mineralischen Rohsalze durchlaufen zum Teil mehrstufige mechanische oder physikalische Prozesse, ohne deren natürliche Eigenschaften zu verändern.
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte beträgt die jährliche Produktionskapazität derzeit rund 7 Mio. t. Das Legacy Werk in Kanada soll die Produktionskapazität von zunächst 2 Mio. t Ende 2017 erreichen.
Die Kalilagerstätten der K+S KALI GMBH in Deutschland enthalten nicht nur das Mineral Kalium (13 bis 27 % Rohstoffgehalt Kaliumchlorid), sondern auch Magnesium und Schwefel (11 bis 27 % Rohstoffgehalt Magnesiumsulfat). Je nach Rohsalzqualität setzen wir für die Aufbereitung die Verfahren Heißverlösung, Flotation und, teils in Verbindung mit beiden, die elektrostatische Trennung (ESTA-Verfahren) ein.
◊ ,Glossar', Seite 196; ◊ ,Umwelt', Seite 41;
◊ ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 99
Mit der Übernahme der Düngemittel-Aktivitäten des chinesischen Herstellers von synthetischem Magnesiumsulfat (SMS), der HULUDAO MAGPOWER FERTILIZERS CO., LTD. (MAGPOWER), ergänzt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sein Produktportfolio im Spezialitätengeschäft. Die Kapazität des Standorts liegt aktuell bei 90.000 t und kann in überschaubarer Zeit verdoppelt werden. Der Abschluss der Transaktion erfolgte im Januar 2017. Mit dem Erwerb eines Anteils in Höhe von 30 % am Düngemittelproduzenten AL-BIARIQ FOR FERTILIZER PLANT CO., LTD. (AL-BIARIQ) aus Saudi-Arabien im Dezember 2016 baut K+S das Geschäft mit voll wasserlöslichem Kaliumsulfat aus, das in der hochmodernen Produktionsstätte von AL-BIARIQ am Roten Meer im Mannheim-Verfahren hergestellt wird. Die Jahreskapazität liegt bei 20.000 t SOP wasserlöslich und soll in 2017 verdoppelt werden. Der Abschluss der Transaktion (Closing) ist für das zweite Quartal 2017 vorgesehen.
◊ ,Glossar', Seite 196
Im Geschäftsbereich Salz verfügt K+S über eine jährliche Produktionskapazität von gut 32 Mio. t Salz. Unter Tage und im Tagebau gewonnenes Steinsalz wird über Tage auf die gewünschte Körnung gemahlen. Siedesalz entsteht, indem das Wasser der Sole verdampft und dadurch gelöstes Salz gewonnen wird. Bei der Gewinnung von Meer- bzw. Solarsalz wird salzhaltiges Wasser in Verdunstungsbecken eingeleitet, die in einem Gefälle hintereinander angeordnet sind. Auf ihrem Weg durch die Becken wird die Salzlösung durch Sonneneinstrahlung immer stärker konzentriert, bis schließlich eine mehrere Zentimeter dicke Salzschicht geerntet werden kann.
Zur Errichtung einer Solarsalzanlage in Westaustralien (Ashburton Salt Projekt) hat K+S bergbauliche Lizenzen von einer lokalen Investorengruppe erworben. Das Projekt befindet sich in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Nach der erfolgten Eröffnung des Umweltgenehmigungsverfahrens im Oktober 2016 arbeitet K+S derzeit an der Erstellung der notwendigen Unterlagen und an der Vervollständigung der Machbarkeitsstudie für das Projekt. Nach Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen wird K+S eine endgültige Investitionsentscheidung - frühestens im Jahre 2019 - für den Bau der Solarsalzproduktion treffen. Im Endausbau könnte der Standort eine jährliche Produktionskapazität in Höhe von 3,5 Mio. t Salz haben.
EINKAUF
K+S hat im Jahr 2016 bei rund 19.900 Lieferanten technische Güter, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen für rund 2,3 Mrd. € (2015: 2,7 Mrd. €) eingekauft. Der Großteil unseres Einkaufsvolumens entfällt auf Investitionsgüter, insbesondere auf die Anlagen im Rahmen des Legacy Projekts, sowie Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Stoffe, die in unsere Produktion bzw. in unsere Produkte eingehen, machen nur einen geringen Anteil des Einkaufsvolumens aus.
Ein offenes und faires Miteinander prägt die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, die wir in einem systematischen, transparenten und IT-gestützten Prozess nicht nur nach rein wirtschaftlichen Kriterien auswählen. Wir erwarten darüber hinaus neben gesetzestreuem Verhalten, dass sie u. a. die Menschenrechte sowie die Kernarbeitsnormen der INTERNATIONALEN ARBEITSORGANISATION (ILO) beachten. Im Rahmen des Handlungsfelds "Nachhaltige Lieferketten", das einen Bestandteil des Nachhaltigkeitsprogramms 2016 - 2018 bildet, wird die Betrachtung der Nachhaltigkeit und Einhaltung von unseren Wertevorstellungen und die Weiterentwicklung eines umfassenden Lieferantenmanagements samt Risikobetrachtung noch stärker in den Fokus rücken. Unser Ziel ist es, in der Zusammenarbeit langfristige Partnerschaften fortzuführen und aufzubauen. Wir beurteilen dabei den gesamten Beschaffungsprozess von der Anfrage über die Lieferung der Leistung bis hin zur Abrechnung. Hierbei berücksichtigen wir sowohl Qualitäts- als auch Umwelt- und Sicherheitsstandards. Ergänzt wird diese Beurteilung durch eine Selbsteinschätzung, die jeder neue Lieferant abzugeben hat. Sollte sich herausstellen, dass ein Lieferant unsere Kriterien nicht erfüllt, werden die unternehmensintern in der Lieferkette Beteiligten sofort benachrichtigt. Fast alle unsere Vertragspartner stammen aus OECD-Staaten.
◊ ,Nachhaltigkeitsstrategie', Seite 74
LOGISTIK
Unser Supply Chain-Management steuert und überwacht die gesamte Lieferkette, um die zuverlässige weltweite Belieferung unserer Kunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen sicherzustellen. Wir nutzen die verschiedenen Verkehrsträger unter Einbeziehung ihrer individuellen Vorteile und berücksichtigen, soweit möglich, die umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Schienen- und Wasserwege. Mithilfe gruppenweit gültiger Leistungskennzahlen überwachen wir die Kosten, messen die Leistungsfähigkeit der logistischen Systeme und verbessern diese in einem ständigen Prozess, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten bzw. zu erhöhen.
Pro Jahr befördert K+S, inklusive Doppelzählungen bei der Nutzung verschiedener Verkehrsträger, durchschnittlich über 50 Mio. t Ware. Dafür steht weltweit ein Netzwerk von Lager-, Hafen- und Distributionsstandorten zur Verfügung.
EIGENE LOGISTIKAKTIVITÄTEN
Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg sowie der chilenischen EMPRESA MARÍTIMA S.A. verfügen wir über zwei eigene Logistikdienstleister. Die K+S TRANSPORT GMBH betreibt den Kalikai in Hamburg, eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgutexporte in Europa mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t. Durchschnittlich 3,5 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte werden hier jährlich umgeschlagen. Darüber hinaus organisiert die K+S TRANSPORT GMBH Container-Transporte mit dem Binnenschiff sowie der Bahn im Inland.
In Port Moody im Hafen von Vancouver baut K+S POTASH CANADA (KSPC) derzeit mit Partnern das modernste Kali-Terminal der Welt. Mithilfe dieser Anlage werden zukünftig die Kaliprodukte des Legacy Projekts in Kanada auf Schiffe verladen und zu den Kunden befördert.
Für den Transport vom Werk zum Hafen wird KSPC über 500 Güterwaggons verfügen, die speziell für den Bedarf von KSPC konzipiert wurden. Mit steigender Produktionsmenge soll die Waggonflotte später vergrößert werden.
K+S CHILE S.A. (K+S CHILE) wickelt über die Reederei EMPRESA MARÍTIMA S.A. mit zwei eigenen sowie zusätzlich gecharterten Schiffen die Seelogistik ab. Unser größter Hafen ist Patillos in Chile, wo im Jahr 2016 4,5 Mio. t Salz auf Seeschiffe verladen wurden.
LOGISTIKDIENSTLEISTER
Die langfristige Frachtraumsicherung spielt für uns eine wichtige Rolle. Der Großteil unseres internationalen Transportvolumens wird von Dienstleistern befördert, mit denen wir langjährige Partnerschaften unterhalten. Bei unseren Logistikdienstleistern initiieren wir Abfragen, in denen wir sowohl soziale als auch umweltrelevante Aspekte einbeziehen, um so Nachhaltigkeitspotenziale zu identifizieren.
VERTRIEB/MARKETING
Wir möchten der bevorzugte Partner unserer Kunden sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Wir streben eine größtmögliche Nähe zu unseren Kunden an und bieten ihnen maßgeschneiderte Produkte, die wir in unserem effizienten und kundennahen Vertriebsnetz weltweit vertreiben. Wir bieten ein umfassendes Leistungsangebot für Landwirtschaft, Industrie, öffentliche Abnehmer und private Verbraucher.
KUNDENINTERESSEN
Wir stehen im kontinuierlichen Dialog mit unseren Kunden, um deren Erwartungen und Bedürfnisse zu verstehen und um das Vertrauen in unsere Produkte und Dienstleistungen zu stärken. Hierbei suchen wir das direkte Kundengespräch bei Kundenbesuchen oder nutzen Messen und Konferenzen. Periodisch, so auch im Jahr 2016, hat die K+S KALI GMBH eine Kundenzufriedenheitsanalyse durchgeführt, um Änderungen im Kaufverhalten der Kunden und mögliche neue Einflussfaktoren auf die Kundenzufriedenheit frühzeitig zu erkennen. Die Kundenzufriedenheitsanalyse wird zudem helfen, die Marktpräsenz durch Informationen über die Markenwahrnehmung und das Markenimage noch besser auf die Kundenerwartungen abzustimmen. Die Ergebnisse der Befragung werden in 2017 vorliegen.
Gesicherte Qualität, termingerechte Lieferung und fachgerechte Beratung tragen maßgeblich zur Kundenbindung bei. Im Qualitätsmanagement der einzelnen Gesellschaften wollen wir die Qualität unserer Produkte in allen Phasen der Wertschöpfungskette verbessern. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der DIN EN ISO 9001 und wird von externen, akkreditierten Zertifizierungsunternehmen geprüft. Wir überprüfen unsere Produkte kontinuierlich auf mögliche Risiken für Gesundheit und Sicherheit sowie auf ihre Umweltverträglichkeit und sorgen dafür, dass sie bei verantwortungsvoller und sachgerechter Nutzung für Mensch und Natur sicher sind. Unseren Kunden stellen wir umfangreiche Informationen zu Produkten und Dienstleistungen in Produkt- und Sicherheitsdatenblättern zur Verfügung. Da es sich bei dem Großteil unserer Produkte um chemisch nicht veränderte Naturstoffe handelt, sind sie von der Registrierpflicht im Rahmen der europäischen Chemikalienverordnung reach ausgenommen. Alle anderen Stoffe sind den Vorschriften entsprechend registriert.
WESENTLICHE ABSATZREGIONEN UND WETTBEWERBSPOSITIONEN - GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Mehr als die Hälfte des Umsatzes des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte wird in Europa erzielt. Hier profitieren wir von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Weitere Absatzschwerpunkte liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien. / ABB: 1.1.6
Zusätzlich zum Standardprodukt Kaliumchlorid - und im Unterschied zu den wesentlichen Konkurrenten - bietet K+S kalium-, schwefel- und magnesiumhaltige Düngemittelspezialitäten an und nimmt in diesen Produktsegmenten weltweit Spitzenpositionen ein. Auch mit den Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Herstellern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter. K+S ist weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten und hatte im Jahr 2016 einen Anteil von rund 8% am Weltkaliabsatz.
Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanischen Unternehmen POTASHCORP, MOSAIC und AGRIUM. Sie unterhalten mit der CANPOTEX eine gemeinsame Exportorganisation. Weitere bedeutende Wettbewerber sind die russische URALKALI und die weißrussische BELARUSKALI, die israelische ICL, die jordanische APC sowie die chilenische SQM.
KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE - ABSATZ NACH REGIONEN
ABB: 1.1.6

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| in % | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| 1 Europa | 54,7 | 56,5 |
| - davon Deutschland | 16,3 | 15,9 |
| 2 Nordamerika | 1,7 | 1,9 |
| 3 Südamerika | 21,6 | 21,4 |
| 4 Asien | 18,2 | 15,7 |
| 5 Afrika, Ozeanien | 3,8 | 4,5 |
WESENTLICHE ABSATZREGIONEN UND WETTBEWERBSPOSITIONEN - GESCHÄFTSBEREICH SALZ
Der Umsatz des Geschäftsbereichs wird im Wesentlichen auf dem amerikanischen Kontinent erzielt. Dabei sind die USA, Kanada, Brasilien und Chile von besonderer Bedeutung. Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen gehören Deutschland, Benelux, Frankreich, Skandinavien, die iberische Halbinsel, Tschechien, Polen und das Baltikum. / ABB: 1.1.7
SALZ - ABSATZ NACH REGIONEN
ABB: 1.1.7

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| in % | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| 1 Europa | 20,3 | 23,5 |
| - davon Deutschland | 6,8 | 8,2 |
| 2 Nordamerika | 71,2 | 66,7 |
| 3 Südamerika | 8,2 | 9,6 |
| 4 Sonstige Regionen | 0,3 | 0,2 |
K+S ist gemessen an der Produktionskapazität der weltweit größte Anbieter von Salzprodukten. Bei Produkten für den Lebensmittelbereich, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen und Auftausalzen ist ESCO neben den Wettbewerbern südwestdeutsche SALZWERKE, SALINS DU MIDI und AKZONOBEL führend in Europa. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. Morton SALT ist neben CARGILL und COMPASS MINERALS einer der größten Salzproduzenten in Nordamerika.
Wir können aufgrund unseres einzigartigen Netzwerks von Produktionsanlagen in Europa, Nord- und Südamerika flexibler auf Schwankungen der Auftausalznachfrage, die von Witterungsbedingungen abhängig ist, reagieren als lokale Wettbewerber und die zuverlässige Belieferung unserer Kunden sicherstellen. In den übrigen Segmenten besteht eine verhältnismäßig stabile Nachfragesituation. Während der Markt für Salz in Westeuropa und Nordamerika überwiegend nur niedrige Wachstumsraten aufweist, ist in den Schwellenländern ein tendenziell stärkerer Nachfrageanstieg zu verzeichnen. So kann MORTON SALT seit dem Jahr 2015 dank einer Kooperation mit chinesischen Partnern dort auch hochwertige Speisesalze anbieten. MORTON SALT reagiert damit auf die steigende Beliebtheit seiner Produkte in China und den Umstand, dass die wachsende chinesische Mittelschicht zunehmend importierte Qualitätsprodukte nachfragt.
MARKENPORTFOLIO
Die Anzahl der K+S Markenrechte erhöhte sich im Jahr 2016 leicht. Als Dachmarken nutzt die K+S GRUPPE u. a. CEREBOS® , ESCO® , K+S-LOGO® , MORTON® , STIER® , UMBRELLA GIRL® , VATEL® und WINDSOR® . Als Produktmarken werden z. B. AXAL® , REGENIT® , SALDORO® , ACTION MELT® , SEASON-ALL® , SYSTEM SAVER® , BioSAL® , LOBOS® , KADD® , KORN-KALI® , PATENTKALI® und KALI- SEL® verwendet. BLIZZARD WIZARD® wird als Marke für Auftausalz in den USA genutzt. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2016 insgesamt 2.550 (2015: 2.426) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 558 Basismarken (2015: 558) resultieren.
ANWENDUNG
PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN DES GESCHÄFTSBEREICHS KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE:
Der Großteil der Produkte des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte wird als Pflanzennährstoff in der Landwirtschaft eingesetzt. Als Naturprodukte sind diese nach EU-Recht größtenteils auch für den ökologischen Landbau zugelassen. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden Produkte für industrielle Anwendungen, hochreine Kalium- und Magnesiumsalze für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie Bestandteile für die Herstellung von Futtermitteln.
◊ www.k-plus-s.com/kali
Kaliumchlorid
Das universell einsetzbare mineralische Düngemittel Kaliumchlorid wird insbesondere bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewendet. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf den Äckern ausgebracht, mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen zu sogenannten "Bulk Blends" gemischt oder als feinkörnige "Standard"-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet.
Düngemittelspezialitäten
Die Düngemittelspezialitäten unterscheiden sich vom klassischen Kaliumchlorid entweder durch Chloridfreiheit oder unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel, Natrium und Spurenelementen. Diese Produkte werden für Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z. B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchte, Wein oder Gemüse.
Industrieprodukte
Außerdem bieten wir eine breite Palette an hochwertigen Kalium- und Magnesiumprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z. B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie, bei der Herstellung von Glas und Kunststoffen, in der Mineralölindustrie, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechnologie, bei der Öl- und Gasexploration sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz.
Health Care & Nutrition
Ergänzend stellt der Geschäftsbereich ein Sortiment für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierfuttermittelindustrie bereit.
Als Dienstleistung bietet der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte insbesondere die fachliche Kundenberatung im Agrarbereich. Wir antizipieren Trends und erforschen die veränderten Rahmenbedingungen mit Blick auf Wasser- und Ressourceneffizienz und im Zusammenhang mit der Bodenfruchtbarkeit. Unser Ziel ist es, die Versorgung von Kulturen mit Pflanzennährstoffen auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen zu optimieren. Für unsere Industrieprodukte bieten wir weltweit technische Anwendungsberatung an.
Im Agrarbereich beraten wir unsere Kunden durch weltweit agierende Agraringenieure und entwickeln bedarfsgerechte Lösungen. Wir betreiben außerdem eigene Forschung und Feldversuche, um die Nährstoffversorgung durch ein angepasstes Produktportfolio optimieren zu können. Im Jahr 2016 betreuten wir mehr als 100 Versuche weltweit. Schwerpunktkulturen waren dabei Kartoffeln, Mais, Ölpalmen, Raps und Soja. Wir erstellten für unsere Kunden individuelle Düngungsempfehlungen, die Voraussetzungen für eine "gute fachliche Praxis" der landwirtschaftlichen Bodennutzung sind. Diese dienen der langfristigen Sicherung der Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit der Böden als natürlicher Ressource. / ABB: 1.1.8
ABSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN (ABSATZVOLUMEN IN MIO. T IM JAHR 2016)
ABB: 1.1.8

Ξ www.kali-gmbh.com/uganda
Das 2013 ins Leben gerufene Projekt "Growth for Uganda" der K+S KALI GMBH in Kooperation mit der SASAKAWA AFRICA ASSOCIATION hat bisher fast 100.000 Bauern darin geschult, bessere Techniken in der Landwirtschaft anzuwenden sowie Nachernteverluste zu reduzieren. Die Versorgung mit selbst angebauter Nahrung wurde zuverlässiger und die Erträge sind erheblich gestiegen. In der zweiten Projektphase geht es - neben der Basisarbeit - nun stärker um den geschäftlichen Aspekt "Farming as a Business". In einem Umfeld, in dem kleinbäuerliche Strukturen dominieren, soll eine Infrastruktur für den Düngemittelabsatz ausgebaut werden, Düngemittel in Kleingrößen angeboten und Händler geschult werden.
EXKURS: FUTURE FOOD FORUM
Alle zwei Jahre - zuletzt im Oktober 2016 - veranstaltet K+S im Vorfeld des Welternährungstags das Future Food Forum in Berlin. Es bietet eine internationale Plattform für den Austausch von Ideen zur Bekämpfung des Hungers und bringt Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Schwerpunkt des Dialogs ist die Frage, wie die Land- und Ernährungswirtschaft vor Ort Produktionsmethoden und Distributionskanäle verbessern kann. Auch die Rolle der internationalen Zusammenarbeit in Ernährungsfragen wird thematisiert.
Ξ www.k-plus-s.com/future-food-forum
PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN DES GESCHÄFTSBEREICHS SALZ
Der Geschäftsbereich Salz bietet seinen Kunden verschiedene Salzprodukte an. Abhängig von den jeweiligen Anwendungen unterscheiden sich die Produkte vor allem durch die Körnung, den Reinheitsgrad, die Darreichungsform und eventuelle Zusatzstoffe.
Ξ www.k-plus-s.com/salz
Verbraucherprodukte
Im Produktsegment Verbraucherprodukte stellt K+S u. a. Tafelsalz sowie Salz zur privaten Wasserenthärtung sowie Geschirrspülsalz für Endverbraucher her. Ebenso gehören Premiumprodukte wie koscheres oder natriumreduziertes Salz zum Portfolio.
Salz für die Lebensmittelindustrie
Zum Produktsegment Salz für die Lebensmittelindustrie zählen u. a. Brezel- sowie Pökelsalz.
Gewerbesalz
Gewerbesalze werden in der Textilindustrie, bei der Futtermittelproduktion, in der Fischkonservierung, in Bohrspülungen für die Erdöl- und Erdgasförderung sowie in vielen anderen gewerblichen Bereichen eingesetzt. Pharmasalze sind wesentlicher Bestandteil von Infusions- und Dialyselösungen.
Industriesalz
Industriesalz ist einer der wichtigsten Rohstoffe der chemischen Industrie. In Elektrolyseanlagen werden daraus Chlor, Natronlauge und Wasserstoff produziert. Zum Endverbraucher gelangt es zum Beispiel als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen (z. B. PVC).
Auftausalz
Winterdienste, öffentliche und private Straßenbauverwaltungen und Straßenmeistereien sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftaumittel von K+S. Zudem werden Auftausalze angeboten, die durch den Zusatz von Calcium- oder Magnesiumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee mehr Wärme erzeugen als konventionelle Produkte und deswegen vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen schneller wirken. Haushaltspackungen für Endverbraucher runden die Produktpalette in diesem Segment ab. / ABB: 1.1.9
ABSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN (ABSATZVOLUMEN IN MIO. T IM JAHR 2016)
ABB: 1.1.9

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
ENTSORGUNG UND RECYCLING
Der Bereich Entsorgung und Recycling nutzt Teile der durch die Rohsalzgewinnung entstandenen untertägigen Hohlräume zur langzeitsicheren Beseitigung und Verwertung von Abfällen. Die von der K+S ENTSORGUNG GMBH für diesen Zweck genutzten Salzlagerstätten sind gas- sowie flüssigkeitsdicht und von den grundwasserführenden Schichten abgeschottet. Dies wird durch eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren erreicht, die eine höchstmögliche Sicherheit gewährleisten.
Der Bereich betreibt zwei Untertagedeponien, die dort eingelagerten Abfälle werden der Biosphäre dauerhaft entzogen. Daneben verfügt er über fünf Anlagen zur Untertage-Verwertung von Abfällen. Zugelassene Abfälle werden hier zur Verfüllung von Hohlräumen verwendet. Solche Abfälle sind bspw. Rückstände aus der Rauchgasreinigung. Für die Sekundäraluminiumindustrie bietet die K+S ENTSORGUNG GMBH das Recycling von Salzschlacken an. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das übertägige Recycling von gering belasteten Baustoffen durch die Tochtergesellschaft K+S BAUSTOFFRECYCLING GMBH.
Der Tätigkeitsschwerpunkt des Bereichs liegt in Europa. Im wettbewerbsintensiven Markt der untertägigen Entsorgung ist K+S führend. Mit der Vielzahl an Standorten, Techniken und Verfahren und einem umfassenden Service wird den Kunden ein spezifischer Mehrwert geboten.
TIERHYGIENEPRODUKTE
Am Standort Salzdetfurth werden große Teile der übertägigen Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks genutzt, um für die MARS GMBH u. a. das bekannte Markenprodukt CATSAN® für den Tierhygienebedarf zu granulieren.
K+S TRANSPORT GMBH
Die K+S TRANSPORT GMBH erledigt in Hamburg für K+S als eigener Logistikdienstleister vielfältige Transportleistungen.
CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK)
Die CFK betreibt Handel mit einer Auswahl an Basischemikalien wie Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid.
WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG
Die nachfolgende Wertschöpfungsrechnung zeigt den von uns erwirtschafteten Beitrag zum privaten sowie zum öffentlichen Einkommen. Die Wertschöpfung wird errechnet aus Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen nach Abzug von Materialaufwand, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen. In der Verteilungsrechnung wird ausgewiesen, welche Anteile der Wertschöpfung an Mitarbeiter, Aktionäre, Staaten und Darlehensgeber flossen und welcher Anteil im Unternehmen verblieb.
Im Jahr 2016 betrug unsere Wertschöpfung 1.253,5 Mio. € (2015: 1.890,1 Mio. €). Den größten Anteil (81 %) erhielten mit 1.011,0 Mio. € unsere Mitarbeiter (2015: 1.080,0 Mio. € (57%)). Dieser Anteil setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge; auf den Anteil der erfolgsabhängigen Vergütung am Unternehmenserfolg entfielen 23,5 Mio. € (2015: 97,2 Mio. €). Die Gemeinden haben Steuern und Abgaben in Höhe von 46,6 Mio. € (4%) erhalten (2015: 205,4 Mio. € (11%)). Für den Zinsaufwand gingen 65,4 Mio. € (5%) an die Kreditgeber (2015: 62,4 Mio. € (3 %)). Es wird unterstellt, dass die Aktionäre die vorgeschlagene Dividende in Höhe von 57,4 Mio. € (4%) erhalten (2015: 220,1 Mio. € (12%)) und das Unternehmen in Form von Rücklagen und Sonstigem 73,1 Mio. € (6%) (2015: 322,2 Mio. € (17%)) einbehalten hat. / TAB: 1.1.1, 1.1.2
WERTSCHÖPFUNG - ENTSTEHUNG
TAB: 1.1.1
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| in Mio. € | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 4.175,5 | 3.456,6 |
| Sonstige Erträge | 314,4 | 157,9 |
| Materialaufwand | -1.468,7 | -1.247,8 |
| Abschreibungen | -320,7 | -328,5 |
| Sonstige Aufwendungen | -810,4 | -784,7 |
| Wertschöpfung | 1.890,1 | 1.253,5 |
WERTSCHÖPFUNG - VERTEILUNG
TAB: 1.1.2
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| in Mio. € | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| an Mitarbeiter (Löhne, Gehälter, Soziales) | 1.080,0 | 1.011,0 |
| an Staaten (Steuern, Abgaben) | 205,4 | 46,6 |
| an Kreditgeber (Zinsaufwand) | 62,4 | 65,4 |
| an Aktionäre (Dividende)1 | 220,1 | 57,4 |
| an das Unternehmen (Rücklagen und Sonstiges) | 322,2 | 73,1 |
| Wertschöpfung | 1.890,1 | 1.253,5 |
1 Die Dividende bezieht sich jeweils auf das Berichtsjahr und wird im Folgejahr ausgezahlt. Im Jahr 2016 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
ZIELE UND FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgen wir drei gleichwertige Ziele:
| ― | Die Erhöhung des Kundennutzens |
| ― | Einen möglichst effektiven und effizienten Einsatz von Rohstoffen, Kapital, Energie und Personal |
| ― | Die Schonung der Umwelt durch nachhaltige Nutzung der Ressourcen und stetige Verringerung von Produktionsrückständen |
Wir überprüfen kontinuierlich unsere Gewinnungs- und Produktionsverfahren hinsichtlich des Einsatzes der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen und entwickeln unsere Verfahren und Produkte weiter.
FORSCHUNGSKENNZAHLEN
Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 13,7 Mio. € und lagen somit moderat unter dem Wert des Vorjahres (2015: 14,7 Mio. €), bewegen sich aber auf dem Niveau der Vorjahre. Die aktivierten Entwicklungsinvestitionen lagen im Berichtsjahr mit 1,4 Mio. € planmäßig unter dem Niveau des Vorjahres (2015: 2,0 Mio. €). Die wesentliche Position war nach wie vor die Entwicklung innovativer Kavernentechnologien für Legacy.
/ TAB: 1.1.3, 1.1.4
FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN1 TAB: 1.1.3
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| in Mio. € | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 7,9 | 8,1 |
| Geschäftsbereich Salz | 3,7 | 3,9 |
| Sonstige Forschungskosten | 3,1 | 1,7 |
| Gesamt | 14,7 | 13,7 |
1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.
FORSCHUNGSKENNZAHLEN1
TAB: 1.1.4
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 19,4 | 13,9 | 12,2 | 14,7 | 13,7 |
| Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) | 0,5% | 0,4% | 0,3% | 0,4% | 0,4% |
| Aktivierte Entwicklungsinvestitionen | 14,2 | 5,0 | 3,5 | 2,0 | 1,4 |
1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.
Ein Großteil der Forschungs- und Entwicklungskosten im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entfiel auf Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Verbesserung der Produktionsverfahren zur Verringerung fester und flüssiger Produktionsrückstände aus der Kaliproduktion.
Im Geschäftsbereich Salz lag der Schwerpunkt in der Lebensmitteltechnologie mit dem Fokus auf der Natriumreduktion in der verarbeitenden Industrie sowie in der Produktentwicklung für Auftausalze.
FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN UND KOOPERATIONEN
Wir nutzen bei Forschung und Entwicklung gruppenweit vorhandene Synergien und kooperieren in speziellen Forschungsprojekten mit Hochschulen, anderen externen Instituten und Industriepartnern. / ABB: 1.1.10
K+S FORSCHUNGSVERBUND
ABB: 1.1.10

K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUM
Zentrale Aufgaben des 2015 eröffneten K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUMS (AFZ) in Unterbreizbach sind die Durchführung von vielfältigen Analysen und anwendungsorientierter Grundlagenforschung sowie die Prozess- und Produktentwicklung für alle Geschäftsbereiche der K+S GRUPPE. So ist beispielhaft das AFZ in die Produktentwicklung des synthetischen Magnesiumsulfat (SMS) im Rahmen der MAGPOWER Akquisition oder in die Qualitätsoptimierung für das Legacy Projekt involviert. Außerdem wird im AFZ für die K+S KALI GMBH das Gewässermonitoring und die Umweltanalytik durchgeführt.
MORTON SALT RESEARCH LABORATORY
MORTON SALT betreibt ein modernes Forschungs- und Entwicklungslabor in Elgin, Illinois, USA, das sich auf vier Schlüsselbereiche konzentriert: Prozess- und Produktentwicklung, Lebensmittel-Technologie und Analytik. Die Schwerpunkte dienen den Zielen der Produktinnovation: der Bereitstellung neuer Produkte und der Verbesserung bestehender Produkte durch Modifikationen von Produkteigenschaften.
EXTERNE FORSCHUNGSKOOPERATIONEN
Das INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION (lAPN) wird als PUBLIC-PRIVATE-PARTNERSHIP (PPP) von der K+S KALI GMBH gemeinsam mit der GEORG-AUGUSTUNIVERSITÄT GÖTTINGEN seit Ende des Jahres 2010 in Göttingen betrieben. Im Sommer 2016 wurde die Kooperation verlängert. Als etablierte Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft greift das Institut aktuelle Fragen aus der Praxis auf und gibt neue Erkenntnisse an die Landwirtschaft weiter.
◊ www.iapn-goettingen.de
Das IAPN forscht zu Fragen der Ressourceneffizienz. Der Klimawandel führt weltweit zu längeren und extremeren Trockenperioden. Die für die landwirtschaftliche Praxis bedeutende Frage, wie Pflanzen unter anderem in Bezug auf die Nährstoffe Kalium und Magnesium das knappe Wasser besser nutzen können, stand im Mittelpunkt der ersten Forschungsjahre. Es wurden neue Methoden entwickelt, mit denen die Wassernutzungseffizienz landwirtschaftlicher Kulturen untersucht werden kann.
Die K+S KALI GMBH hat im September 2016 mit der FUJIAN AGRICULTURE AND FORESTRY UNIVERSITY einen Gründungsvertrag für ein international MAGNESIUM INSTITUTE (IMI) mit Sitz in Fu Zhou in China abgeschlossen. Die Kooperation sieht den Aufbau von wissenschaftlichem Know-how für die Anwendung des Pflanzennährstoffs Magnesium in der Landwirtschaft in Asien vor.
AUSGEWÄHLTE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROJEKTE SOWIE ERGEBNISSE
| ― | Im Jahr 2016 bietet die K+S KALI GMBH ihren Kunden erstmalig ein SOP-Rollgranulat u. a. als Einsatzstoff für das Segment der Premium "Bulk Blends" an. |
| ― | Im AFZ wurden mit der eigenentwickelten Software "PROPHET" ("PROCESS MODELLING WITH PHASE EQUILIBRIA TOOLS") verschiedene Prozessvarianten zur Salzwasserreduktion modelliert. |
| ― | Für das Projekt Legacy wurden unterschiedliche Prozess-Analysen-Technologien (PAT) entwickelt, erprobt und zur Umsetzungsreife gebracht. Die Implementierung in unserem Werk in Kanada hat Anfang des Jahres 2017 begonnen. |
| ― | Arbeiten zur Weiterentwicklung der ESTA-Technologie wurden initiiert, um die Ausbeute zu verbessern und Wertstoffanteile im anfallenden Rückstand weiter zu reduzieren. |
| ― | Auf unserer Rückstandshalde in Wintershall konnte nach drei Jahren der "Lysimeter-Versuch" zur Haldenabdeckung im Dünnschichtverfahren erfolgreich abgeschlossen werden. Ein Großversuch zur Beschüttung einer kompletten Flankenlänge an der Halde in Wintershall wird derzeit geplant. |
| ― | In Chile wurde in Kooperation mit der UNIVERSIDAD TÉCNICA FEDERICO SANTA MARÍA in Valparaíso ein neuer 3-Phasen-Reaktor für die Kupfererzaufbereitung entwickelt. Der Reaktor verbessert die Auslaugung von Kupfer im Produktionsprozess mithilfe von Salz. |
PATENTPORTFOLIO
Weltweit gehören der K+S GRUPPE 62 Patentfamilien (2015: 53), die durch 258 nationale Rechte geschützt werden (2015: 234). Die Patente werden u. a. in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet. Lizenzeinnahmen wurden nur in geringem Umfang erzielt.
MITARBEITER
ARBEITEN BEI K+S
Unsere Mitarbeiter tragen mit ihrem Können, ihrer Leistungsbereitschaft und ihren Ideen entscheidend dazu bei, den Erfolg und das Wachstum von K+S langfristig zu sichern. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter gezielt, sich mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten einzubringen, und unterstützen und motivieren sie dabei.
In allen Regionen, in denen wir tätig sind, herrscht ein intensiver Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte. Die Gewinnung, die erfolgreiche Integration und die dauerhafte Bindung der Mitarbeiter ist ein maßgeblicher Erfolgsfaktor für uns. Wir arbeiten an einer integrativen und umfassenden globalen Personalstrategie, um zu einem langfristigen Wachstum der K+S GRUPPE beizutragen. In den nachfolgenden Abschnitten beschreiben wir unsere Arbeitsschwerpunkte.
EXKURS: ERGEBNISSE DER MITARBEITERUMFRAGE
Als Antwort auf die Ergebnisse der Mitarbeiterumfrage im Jahr 2015 wurden Maßnahmen für mehr Transparenz und eine bessere Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Führungskräften umgesetzt. "Breakfast with the Boss" bietet Teilnehmern an verschiedenen Standorten auf beiden Seiten des Atlantiks die Möglichkeit für Gespräche auf Augenhöhe mit Vorstandsmitgliedern, Geschäftsführern oder Werksleitern, um Unternehmensentscheidungen zu diskutieren sowie Meinungen und Ideen auszutauschen. "Gute Frage! Das K+S-Forum für Mitarbeiter" wird gut angenommen. Mitarbeiter stellen im Intranet Fragen zu Themen, die sie beschäftigen, ihnen unklar sind oder zu denen sie sich noch weitere Informationen wünschen, und entsprechende Facheinheiten antworten ihnen.
IDEENMANAGEMENT/KONTINUIERLICHER VERBESSERUNGSPROZESS
Mit dem Ideenmanagement/Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, sich aktiv in betriebliche Prozesse und Strukturen einzubringen und diese mitzugestalten. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 12.430 Ideen eingereicht (2015: 14.707). Den Rückgang führen wir auf die Produktionsunterbrechungen am Werk Werra im Jahr 2016 zurück. Hier hatten die Mitarbeiter aufgrund von Kurzarbeit weniger Gelegenheit, Ideenvorschläge einzureichen. 52% (2015: 55%) der Ideen wurden umgesetzt und lieferten 5,3 Mio. € (2015: 6,5 Mio. €) Ergebnisbeitrag, ausgedrückt im Erstjahresnutzen. Der Nutzen über einen Zeitraum von 2,5 Jahren, also der generierte Wirtschaftlichkeitseffekt abzüglich der Kosten für das Ideenmanagement, lag bei 11,4 Mio. € (2015: 14,2 Mio. €).
MITARBEITER GEWINNEN
K+S betreibt eine zukunftsorientierte Personalpolitik. Wir möchten ein attraktiver Arbeitgeber sein, bei dem Mitarbeiter ihre Stärken entfalten können und erleben, dass ihre Leistung anerkannt wird. Unsere Führungskultur basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Wir gestalten Veränderungen aktiv. Dabei fördern wir unsere Mitarbeiter und fordern sie.
Mitarbeitern und Bewerbern bieten wir vielfältige Aufgaben, sachgerechte Bezahlung sowie umfangreiche Weiterbildungs- und internationale Entwicklungsmöglichkeiten. Wir bieten vielfältige interessante Arbeitsmöglichkeiten von der Ausbildung über den Berufsstart direkt nach dem Studium, als Trainees für unser internationales zweijähriges Traineeprogramm, bis zum Einstieg als erfahrene Fach- und Führungskräfte.
BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG
Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 31. Dezember 2016 insgesamt 14.653 Mitarbeiter bzw. 14.530 FTE (2015: 14.497 Mitarbeiter bzw. 14.383 FTE). Insbesondere durch die Besetzung offener Planstellen kam es zu einem Personalaufbau. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gab es ebenfalls einen geringen Personalaufbau, der im Wesentlichen projektbezogen in Kanada erfolgte. Im Geschäftsbereich Salz hat sich die Anzahl der Mitarbeiter leicht reduziert, was insbesondere auf Effizienzsteigerungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen ist. / TAB: 1.1.5
MITARBEITER NACH BEREICHEN
TAB: 1.1.5
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| 2015 | % | 2016 | % | |
|---|---|---|---|---|
| in Full Time Equivalents per 31.12. (FTE)1 | ||||
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 8.404 | 58,4 | 8.502 | 58,5 |
| Geschäftsbereich Salz | 5.054 | 35,1 | 5.001 | 34,4 |
| Ergänzende Aktivitäten | 281 | 2,0 | 276 | 1,9 |
| Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT | 644 | 4,5 | 751 | 5,2 |
| K+S Gruppe | 14.383 | 100,0 | 14.530 | 100,0 |
1 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.
Von unserer Belegschaft sind 7,7% (2015: 7,4%) außertarifliche Mitarbeiter, 88,5% (2015: 88,6%) tarifliche Mitarbeiter und 3,8% (2015: 4,0 %) Auszubildende. / ABB: 1.1.11
BELEGSCHAFTSSTRUKTUR ZUM 31.12.2016
ABB: 1.1.11

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| in % | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| 1 AT (außer Tarif) | 7,4 | 7,7 |
| 2 Tarif | 88,6 | 88,5 |
| 3 Auszubildende | 4,0 | 3,8 |
MENSCHENRECHTE/ANTI-DISKRIMINIERUNG/ DIVERSITÄT
K+S fördert eine Arbeitsatmosphäre für einen offenen Gedankenaustausch und einen vertrauensvollen Umgang miteinander. Chancengleichheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung sind für uns selbstverständlich. Dies haben wir in unseren GRUNDWERTEN UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT) festgeschrieben. Als Unterzeichner des un global compact und der Charta der Vielfalt, einer deutschen Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen, bekräftigen wir diese Einstellung. Wir respektieren und unterstützen die Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte und handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- oder Kinderarbeit ab. Wir fördern gezielt interkulturelle Kompetenzen u. a. durch Auslandsentsendungen. Wir schätzen die vielfältigen Erfahrungen und Sichtweisen unserer Mitarbeiter. / ABB: 1.1.12
◊ ,Nachhaltigkeitsstrategie', Seite 74
MITARBEITER NACH REGIONEN
ABB: 1.1.12

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| in % | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| 1 Deutschland | 70 | 69 |
| 2 Übriges Europa | 3 | 3 |
| 3 Nordamerika | 22 | 23 |
| 4 Südamerika | 5 | 5 |
Im Bergbau haben traditionell stets mehr Männer als Frauen gearbeitet. Zum 31. Dezember waren 88 % unserer Belegschaft Männer, 12% Frauen (gemessen an der Beschäftigtenanzahl in Personen). Wir bekennen uns zur Chancengleichheit. Die entsprechend der deutschen gesetzlichen Regelung festgelegten Zielgrößen für Frauen in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung auf Seite 49.
Unseren Mitarbeitern in Deutschland bieten wir individuelle Teilzeitmodelle an und unterstützen sie mit familienfreundlichen Maßnahmen dabei, berufliche und private Anforderungen miteinander zu vereinbaren. Hierzu gehören zusätzliche Freistellungszeiten für Betreuungsnotfälle, Weiterbildungsangebote während der Elternzeit oder ein Beratungsservice für Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen. Am Firmensitz in Kassel bieten wir außerdem eine betriebsnahe Kindertagesstätte an.
Seit mehr als zehn Jahren gilt für Mitarbeiter der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie ihrer Tochtergesellschaften am Standort Kassel die Vertrauensarbeitszeit. Im Oktober 2016 wurde der Rahmentarifvertrag zur Demografie geschlossen. Durch diesen soll eine nachhaltige und vorausschauende Personalpolitik am Standort Deutschland gefördert und Anreize für eine längere Beschäftigung gesetzt werden. Im Anschluss an eine qualifizierte Demografieanalyse sollen bedarfsgerechte Maßnahmen vereinbart werden.
Im Rahmen des "Employee Assistance Program" werden den Mitarbeitern in den USA unterschiedliche Services angeboten, die die Balance zwischen Arbeits- und Privatleben unterstützen sollen. Diese Angebote erstrecken sich von einer Haushaltshilfe bis zur häuslichen Pflege von Angehörigen. Am Standort Chicago gibt es zudem zentrale Angebote für flexible Arbeitszeiten sowie die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten.
In den kanadischen Gesellschaften werden Mitarbeiter über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus nach individueller Absprache und standortabhängig mit flexiblen Arbeitszeiten, komprimierten Arbeitswochen oder Telearbeit unterstützt.
Die chilenischen Gesellschaften bieten Mitarbeitern mit Kleinkindern flexible Arbeitszeiten an, finanzieren außerbetriebliche Krippenplätze und übernehmen einen Teil der Schulgebühren für Mitarbeiterkinder.
EXKURS: INCHARGE-MENTORENPROGRAMM UND BERUFSORIENTUNG
K+S ist Partner der Initiative InCharge mit dem Ziel, Asylberechtigte an den deutschen Arbeitsmarkt heranzuführen. K+S Mitarbeiter übernehmen dabei die Aufgabe des Mentors und arbeiten jeweils mit ihrem Mentee ganz individuell an Fragestellungen zum Berufseinstieg. Mit einem Angebot zur Berufsorientierung leistet K+S zudem einen Beitrag zur Integration ausbildungssuchender Flüchtlinge. Ziel des Programms zur Einstiegsqualifizierung ist es, junge Flüchtlinge ebenso wie deutsche Jugendliche so vorzubereiten, dass sie eine Ausbildung bei K+S beginnen können. In Ausbildungszentren lernen die jungen Menschen Inhalte und Möglichkeiten einer Ausbildung bei K+S kennen. Zugleich werden sie unterstützt, ihre beruflichen Interessen sowie Stärken und Schwächen festzustellen.
MITARBEITER ENTWICKELN UND FÖRDERN
K+S will die Potenziale ihrer Mitarbeiter bestmöglich entwickeln und einsetzen, Fach- und Führungspositionen gruppenweit vorrangig aus den eigenen Reihen besetzen und ihren Mitarbeitern eine langfristig attraktive Karriere ermöglichen. Kontinuierliches Lernen dient der Mitarbeiterentwicklung und fördert die Mitarbeiterbindung.
AUSBILDUNG
Die Berufsausbildung ist eine wichtige Investition in die Zukunftsfähigkeit der K+S GRUPPE. Wir werben in Deutschland deshalb verstärkt um motivierte Schulabgänger, insbesondere für die zunehmend schwerer zu besetzenden Ausbildungsberufe im gewerblich-technischen Bereich.
Zum 31. Dezember 2016 waren bei den Gesellschaften der K+S GRUPPE in Deutschland insgesamt 561 junge Menschen (2015: 573) in einer Ausbildung; 172 (2015: 163) Auszubildende wurden im Jahr 2016 neu eingestellt. Die Ausbildungsquote, bezogen auf die Mitarbeiter in Deutschland, lag zum Jahresende mit 5,6% etwas unter dem Niveau des Vorjahres (2015: 5,7%). Wir haben im vergangenen Jahr rund 91 % der Auszubildenden übernommen.
KOMPETENZMODELL UND TALENTMANAGEMENT
Das K+S-Kompetenzmodell definiert, welche Kompetenzen Mitarbeiter in unterschiedlichen Funktionen benötigen. Es ist u. a. die Grundlage für die Personalentwicklung und wurde im Jahr 2016 als gruppenweites HR-Instrument eingeführt. Daraus wurden Schulungen und Seminare abgeleitet, welche K+S zur Unterstützung der Kompetenzentwicklung anbietet. Führungskräfte und Mitarbeiter können sich z. B. im Jahresgespräch unter Zuhilfenahme des K+S-Kompetenzmodells gezielt über Entwicklungsfelder des Mitarbeiters austauschen.
Im Talentmanagement-Prozess werden weltweit für alle außertariflichen Mitarbeiter jährlich Leistung und Potenzial erhoben. Hierdurch werden Informationen für Handlungsmöglichkeiten hinsichtlich zu besetzender Stellen bereitgestellt. Aus dem Talentmanagement-Prozess heraus werden Mitarbeiter identifiziert, die aufgrund ihrer herausragenden Performance- und Potenzialbewertung an dem globalen Entwicklungsprogramm TRACK+S teilnehmen können, um so Karrieren zielgerichtet zu fördern und die Teilnehmer auf Führungs- oder Expertenfunktionen vorzubereiten.
Das Projekt K+S-Karrierelaufbahnen hat zum Ziel, verschiedene Perspektiven für die berufliche Zukunft von Mitarbeitern aufzuzeigen und Entwicklungsmöglichkeiten transparenter zu gestalten.
FORT- UND WEITERBILDUNG
K+S bietet ihren Fach- und Führungskräften zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen zur Vermittlung von allgemeinen und unternehmensspezifischen Kenntnissen an. Ferner vergeben wir, abhängig vom Unternehmensbedarf, Stipendien für Vollzeit-Bachelor- oder Masterstudiengänge. In den USA, Kanada und Chile unterstützen wir Mitarbeiter, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer von uns anerkannten Universität fortbilden, indem wir ihnen die Studiengebühren komplett oder teilweise erstatten.
Die Investitionen in Fort- und Weiterbildung beliefen sich auf 14,7 Mio. € (2015: 14,7 Mio. €). Einem leichten Anstieg der besuchten Weiterbildungstage in Deutschland auf 16.630 Tage (2015: 15.438 Tage) steht ein mode-rater Rückgang der Fort- und Weiterbildungskosten der K+S Auslandsgesellschaften gegenüber.
MITARBEITER AN UNS BINDEN
Wir sind stolz auf die bergmännischen Traditionen. Im Durchschnitt sind unsere Mitarbeiter 43 Jahre alt und seit 15 Jahren bei uns beschäftigt. Die Fluktuationsrate, also das Verhältnis der Personalabgänge zur durchschnittlichen Belegschaftsstärke, liegt bei 5,9% (2015: 6,3 %); betrachtet man nur die Eigenkündigungen, liegt sie bei 2,1% (2015: 2,2%). Neben Aus- und Weiterbildung ist K+S bestrebt, Mitarbeiter durch leistungsgerechte Vergütung und Belegschaftsaktienprogramme langfristig an das Unternehmen zu binden.
GESUNDHEIT/ARBEITSSICHERHEIT
Gesundheits- und Arbeitsschutz stehen im Rahmen des K+S Nachhaltigkeitsprogramms 2016 - 2018 im Mittelpunkt der Weiterentwicklung. Verbesserungen in diesen Bereichen gehören zu den zentralen Querschnittsaufgaben in der K+S GRUPPE. Wir wollen die weltweiten Aktivitäten bei Gesundheit und Arbeitssicherheit miteinander vernetzen. Dazu haben wir u. a. im Juni 2016 das Projekt foKuS ("Focus on integrating HSE systems together") aufgesetzt. Das globale Projekt zielt auf eine Weiterentwicklung unserer Gesundheits-, Arbeitssicherheits- sowie Umwelt (Health, Safty, Environment; kurz HSE) -Aktivitäten und -Prozesse. Kernziele von foKuS sind die Definition einer HSE Strategie, die Schaffung eines globalen Organisationsrahmens für HSE sowie die Festlegung gemeinsamer Mindeststandards. Das Projekt soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein.
◊ ,Nachhaltigkeitsstrategie', Seite 74; ◊ ,Umwelt', Seite 41
Unser Ziel ist es, Unfälle zu vermeiden, arbeitsbezogene Gesundheitsrisiken zu verringern und das Bewusstsein für sicheres und gesundheitsgerechtes Verhalten am Arbeitsplatz zu stärken. Im Bereich Gesundheit und Arbeitssicherheit beurteilen wir kontinuierlich Gefährdungen sowie arbeitsbezogene Belastungen und Gesundheitsrisiken. Werden Abweichungen oder Verbesserungspotenziale erkannt, werden wir mit Maßnahmen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes aktiv.
Gesundheit
Wir haben die LUXEMBURGER DEKLARATION ZUR BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSFÖRDERUNG unterzeichnet und bekräftigen so unseren Einsatz für gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen. Wir sind bestrebt, die Arbeitsbedingungen und -prozesse gesundheitsgerecht zu gestalten. Unsere Mitarbeiter sollen - auch bei längerer Lebensarbeitszeit - gesund und motiviert arbeiten können. Unsere Programme zur Gesundheitsförderung orientieren sich am individuellen Bedarf, an der betrieblichen Situation sowie an landesspezifischen Gegebenheiten und Gesetzen. Unsere betriebliche Gesundheitsförderung ergänzt die Managementsysteme mit Prävention und Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheitskompetenzen. Die arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung für die Mitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland wird durch Betriebsärzte gewährleistet. Das in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene betriebliche Eingliederungsmanagement setzen wir engagiert um und fördern die Eingliederung schwerbehinderter Mitarbeiter in den Betrieb. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter an der K+S-Belegschaft in Deutschland liegt mit 7,1% (2015: 7,4%) erneut über dem Bundesdurchschnitt von knapp 5%.
In Nordamerika hat MORTON SALT im Jahr 2016 das "Dash Well-Being Program" als ganzheitliches Konzept weitergeführt. Das umfassende Programm berücksichtigt verschiedene Dimensionen von Mitarbeiterzufriedenheit wie z. B. Gesundheit, soziale und gesellschaftliche Aspekte.
Ein wichtiger Aspekt des Gesundheitsschutzes ist die sichere Einhaltung von Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW). Im Fall der neuen AGW für Stickstoffmonoxid nehmen wir diese Herausforderung in einem breit angelegten Umsetzungsprojekt entschlossen an. Gegenstand ist die Prüfung, ob es technisch möglich ist, durch die Entwicklung emissionsärmerer Sprengstoffe, eine Optimierung der Wetterführung, den Einsatz alternativer Antriebstechnologien sowie den weitgehenden Ersatz dieselgetriebener Maschinen nach Ablauf der Übergangsfrist von fünf Jahren die ambitionierten Grenzwerte einzuhalten. Darüber hinaus soll eine epidemiologische Studie dazu beitragen, das Grundlagenwissen zu den gesundheitlichen Effekten zu erweitern.
◊ ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 99
Arbeitssicherheit
Arbeitssicherheit ist für uns von zentraler Bedeutung. Auch wenn die Unfallzahlen bei uns nicht höher sind als im Industrievergleich, haben wir uns zum Ziel gesetzt, noch besser zu werden, und streben in allen unseren Geschäftstätigkeiten das Ziel "null Unfälle" an. Zu den Erfolgsfaktoren für Arbeitssicherheit gehören fortschrittliche Systeme und Prozesse. Unsere Arbeitssicherheitsprogramme berücksichtigen standortspezifische Herausforderungen und lokale Gesetzgebungen.
Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte hat sich mit der Kampagne "VISION ZERO. NULL UNFÄLLE - GESUND ARBEITEN!", einer Initiative der BERUFSGENOSSENSCHAFT ROHSTOFFE UND CHEMISCHE INDUSTRIE (BG RCI) und der dort versicherten Unternehmen, angeschlossen. (VISION ZERO) ist auf einen längeren Zeitraum ausgerichtet. Einzelne Ziele wie die mittelfristige Senkung spezifischer Unfallkennzahlen und konkrete Maßnahmen, wie z. B. Weiterqualifizierung von Führungskräften im Arbeits- und Gesundheitsschutz, wurden verbindlich fixiert. Die K+S KALI GMBH hat sich zudem in einem gemeinsamen Kooperationsvertrag dazu verpflichtet, in den nächsten Jahren die Zertifizierung nach dem BG RCI Gütesiegel "Sicher mit System" an allen Standorten vornehmen zu lassen.
MORTON SALT lebt das Credo: "Für uns ist nichts wichtiger als Gesundheit und Arbeitssicherheit" - weder Produktion, noch Verkäufe, noch Gewinn - und hat deshalb ebenfalls ein "MISSION ZERO" Ziel ausgegeben.
Im Jahr 2016 ereigneten sich auf unseren weltweiten Standorten 772 Arbeitsunfälle (2015: 8761 ). Die Unfallrate (Arbeitsunfälle geteilt durch die geleisteten Arbeitsstunden, multipliziert mit einer Million) reduzierte sich auf 31,9 (2015: 35,6). Die Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit je einer Million geleisteter Arbeitsstunden erhöhten sich im Jahr 2016 auf 8,2 (2015: 7,7). Die Unfallschwere (Ausfalltage geteilt durch die geleisteten Arbeitsstunden, multipliziert mit einer Million) betrug im Berichtsjahr 593,8 (2015: 214,5).
Im Juni 2016 ereignete sich ein tödlicher Arbeitsunfall eines Fremdmitarbeiters auf einem unser deutschen Standorte.
VERGÜTUNGSSYSTEM UND PERSONALAUFWAND
In der K+S GRUPPE verfolgen wir das Ziel, unsere Mitarbeiter weltweit marktgerecht und leistungsbezogen zu vergüten. Die Einführung eines neuen Entgelttarifvertrages wurde in 2015 an allen deutschen Standorten abgeschlossen. Dadurch werden gewerbliche, kaufmännische und technische Berufe erstmals in einem System vergleichbar. Alle Tarifmitarbeiter, für die der Manteltarifvertrag für den Kali- und Steinsalzbergbau Anwendung findet, wurden vom vorherigen Lohn- und Gehaltstarifvertrag in den neuen Entgelttarifvertrag überführt. Die im Tarifwerk enthaltene Komponente der Leistungsbewertung wird für alle Standorte einheitlich erstmals ab Mai 2017 angewendet.
Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung unseres Vergütungssystems wurden die außertariflichen Funktionen im Jahr 2016 anhand gruppenweit einheitlicher Kriterien bewertet. Im nächsten Schritt wird der notwendige Anpassungsbedarf im Rahmen eines Marktvergleichs der außertariflichen Vergütung bezüglich Leistungsgerechtigkeit und Marktkonformität ermittelt. Ergebnisse werden im Laufe des Jahres 2017 erwartet.
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund von Datennachmeldungen angepasst.
Im Jahr 2016 betrug der Personalaufwand 1.011,0 Mio. €; er lag damit gut 6% unter dem Niveau des Vorjahres (2015: 1.080,0 Mio. €). Der Personalaufwand je Mitarbeiter (FTE) betrug im Berichtsjahr 69.987 € (2015: 75.653 €) und ist damit um gut 7% gesunken. Der Personalaufwand verringerte sich im Wesentlichen durch eine geringere Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung.
Der Anteil im Personalaufwand enthaltener variabler Vergütungen, mit denen wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems am Unternehmenserfolg beteiligen, betrug im Jahr 2016 23,5 Mio. € bzw. etwa 2% (2015: 97,2 Mio. € bzw. etwa 9%).
MITBESTIMMUNG
K+S respektiert die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Die Sozialpartner werden gemäß dem rechtlichen Rahmen in wesentliche Entscheidungen einbezogen. Wir sind davon überzeugt, dass informierte Mitarbeiter motivierter und eher bereit sind, auch schwierige Entscheidungen mitzutragen. Mitbestimmung fördert und fordert die Übernahme von Verantwortung mit einer mittel- und langfristigen Perspektive. Circa 83 % der Tarifmitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland sind gewerkschaftlich organisiert. Die Beziehung zu den Betriebsräten sowie der INDUSTRIEGEWERKSCHAFT BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE (IG BCE) ist durch eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt. In Chile sind circa die Hälfte der Mitarbeiter, bei MORTON SALT etwa zwei Drittel, gewerkschaftlich organisiert.
EXKURS: MENSCHENKETTE
Unter dem Motto "Wenn das Kaliwerk Werra stirbt, stirbt eine ganze Region" haben mehr als 12.000 Menschen im September 2016 ein Zeichen für den deutschen Kalibergbau im Werratal gesetzt. Organisiert durch den Betriebsrat und die IG BCE bildeten Mitarbeiter mit Familien, Freunden, Partnerfirmen, Vereinen sowie Vertretern aus der Politik und viele Unterstützer aus der Region eine 13 Kilometer lange Menschenkette und verbanden die drei K+S Produktionsstandorte des Verbundwerks Werra in Hessen und Thüringen miteinander.
ALTERSVORSORGE
K+S unterstützt ihre Mitarbeiter bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter, indem sie ihnen verschiedene lokal angepasste Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge anbietet. Jeder Mitarbeiter der teilnehmenden deutschen Gesellschaften erhält eine Arbeitgeberförderung; diese beträgt 13 % der Summe, die er aus seinem sozialversicherungspflichtigen Entgelt in eines von drei angebotenen Modellen zur betrieblichen Altersvorsorge einzahlt. Die Altersvorsorge-Programme für die Mitarbeiter der ausländischen Gesellschaften bestehen mehrheitlich aus einem beitragsorientierten Vorsorgesparplan, der vorwiegend vom Arbeitnehmer selbst finanziert und durch den Arbeitgeber gefördert wird. Wir haben im Jahr 2016 für die beitragsorientierten Vorsorgepläne insgesamt 21,7 Mio. € (2015: 20,6 Mio. €) aufgewendet.
UMWELT
Die Förderung und Aufbereitung von Rohstoffen ist mit Eingriffen in die Natur verbunden. Wir arbeiten kontinuierlich daran, diese Auswirkungen möglichst gering zu halten und Lösungen für ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen zu finden. Zur umweltverträglichen Produktion bei gleichzeitig hoher wirtschaftlicher Effizienz verwenden wir ausgereifte Abbau- und Aufbereitungsverfahren. Auf Gruppenebene haben wir die Umweltthemen Wasser, Abfall, Energie/Klima als wesentlich identifiziert. Nachfolgend wird der Umgang mit diesen Themen dargestellt. Die berichteten Umweltkennziffern werden für alle wesentlichen konsolidierten Standorte erhoben und beruhen zum überwiegenden Teil auf Messungen (92 - 100 %, abgesehen von den Abfalldaten, die zum Großteil auf Berechnungen beruhen).
◊ ,Nachhaltigkeitsstrategie', Seite 74
Unser Umweltmanagement erfasst und bewertet systematisch die Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns auf die Umwelt, um Maßnahmen oder Ziele hieraus abzuleiten. Das Umweltmanagement berücksichtigt grundsätzlich standortspezifische Herausforderungen, wird jedoch themenspezifisch standort- und geschäftsbereichsübergreifend oder gruppenweit koordiniert. In regelmäßigen Abständen treffen sich unsere Umweltexperten in Gremien, Kompetenzzentren oder Arbeitsgruppen, um Erfahrungen und Best Practices auszutauschen sowie Standards zu entwickeln.
Mit einer auf allen Produktionsstandorten eingeführten Umweltmanagementsoftware werden Umweltkennzahlen auf Werks- und Geschäftsbereichsebene gesammelt. Mit den hieraus generierten Berichten verfolgen wir die Entwicklung unserer Umweltleistungen sowie die Erreichung unserer standortspezifischen Ziele.
Die K+S KALI GMBH betreibt seit 2014 am Werk Werra ein Umweltmanagementsystem für die Haldenbewirtschaftung, welches sich an ISO 14001 orientiert. Für weitere Standorte sollen zukünftig vergleichbare Systeme etabliert werden.
MORTON SALT wird bis Ende 2020 alle Produktionsstandorte nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 betreiben und von unabhängiger Seite zertifizieren lassen. Um dies zu erreichen, erhielten im Jahr 2016 zu den zwei bereits zertifizierten Standorten weitere drei Standorte die entsprechende Zertifizierung. Vier wurden für die Zertifizierung im Jahr 2017 vorbereitet.
INVESTITIONEN UND BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ
Die Investitionen für den Umweltschutz beliefen sich im Jahr 2016 auf 92,7 Mio. € (2015: 104,8 Mio. €). Das insgesamt etwas niedrigere Niveau betrifft die Investitionen in den Bereichen Gewässerschutz sowie Luftreinhaltung und Klimaschutz. Nachdem die Modernisierung der Kieseritflotation am Standort Wintershall im Rahmen der Umsetzung des Maßnahmenpaketes zum Gewässerschutz in 2015 weitgehend abgeschlossen wurde, fielen für die Anfang 2016 in Betrieb genommene Anlage nur noch vergleichsweise geringe Investitionen im vergangenen Jahr an. Weitere Rückgänge im Bereich der Gewässerschutz-Investitionen resultierten aus den zur Jahresmitte 2016 begonnenen, aber noch laufenden Arbeiten zum Bau weiterer Salzabwasser-Stapelbecken und dem noch nicht abgeschlossenen Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung der Rückstandshalde am Standort Hattorf. Demgegenüber wurden in 2015 die Investitionen in zwei weitere Stapelbecken vollständig abgeschlossen und erste technische Investitionen im Vorgriff auf die notwendige Haldenkapazitätserweiterung umgesetzt. Der derzeit schwerpunktmäßig vorangetriebene Bau der KKF-Anlage am Standort Hattorf verläuft planmäßig - ein Großteil der Investitionen wird im Jahr 2017 erwartet. Die neu entwickelte Anlage mit einem Investitionsumfang von insgesamt rund 180 Mio. € soll 2018 in Betrieb gehen, die Salzabwassermenge nochmals um rund 20 % bzw. 1,5 Mio. m3 jährlich verringern und zusätzliche Wertstoffe für die Produktion von Düngemitteln gewinnen.
Das Projekt markiert einen weiteren Meilenstein in den Maßnahmen von K+S, das Flusssystem Werra-Weser im Sinne der Umwelt nachhaltig zu entlasten und zugleich die Zukunftsfähigkeit der Arbeitsplätze und Standorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern.
Die geringeren Investitionen in den Bereichen Luftreinhaltung und Klimaschutz sind auf die bereits in 2015 erfolgte, weitgehende Umsetzung von Projekten an zwei nordamerikanischen Salzstandorten zurückzuführen, die der umweltfreundlichen Dampferzeugung auf Basis von Gas dienen.
Ursächlich für die höheren Investitionen in den Bereichen Naturschutz und Bodensanierung waren weitere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Rahmen des noch laufenden Genehmigungsverfahrens zur Haldenkapazitätserweiterung am Standort Hattorf.
/ TAB: 1.1.6
INVESTITIONEN IN DEN UMWELTSCHUTZ1
TAB: 1.1.6
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| in Mio. € | 2015 | 2016 | absolute Abweichung | % |
|---|---|---|---|---|
| Gewässerschutz | 88,4 | 80,3 | -8,1 | -9,2 |
| Luftreinhaltung und Klimaschutz | 10,1 | 3,4 | -6,7 | -66,3 |
| Abfallwirtschaft | 5,4 | 5,3 | -0,1 | -1,9 |
| Naturschutz2 und Bodensanierung | 0,8 | 3,5 | 2,7 | >100 |
| Sonstiges | 0,1 | 0,2 | 0,1 | 100,0 |
| Gesamt | 104,8 | 92,7 | -12,1 | -11,5 |
1 Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit.
2 Einschließlich Landschaftspflege.
Die Betriebskosten für den Umweltschutz verringerten sich im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 13,3 Mio. € auf 163,5 Mio. € (2015: 176,8 Mio. €). Der Rückgang ist insbesondere auf die eingeschränkten Möglichkeiten zur Salzabwasserentsorgung im Werk Werra und die damit verbundenen unvermeidbaren Produktionsstillstände zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund blieben sowohl die Betriebskosten im Fabrikbetrieb als auch der Einsatz von Produktkonditionierungsmitteln zur Vermeidung von Staubbildung deutlich hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Kosten für die Beseitigung fester und flüssiger Produktionsrückstände des Werks Werra bewegten sich - trotz produktionsbedingt geringerem Mengenanfall - hingegen annähernd auf Vorjahreshöhe, da zusätzliche Aufwendungen für ergänzende Maßnahmen zur Salzabwasserentsorgung (Einstapelung im Bergwerk Merkers, Einleitung im stillgelegten K+S-Bergwerk Bergmannssegen-Hugo) sowie Betriebskosten für das Auffangen salzhaltiger Sickerwässer im Randbereich der Rückstandshalde Hattorf angefallen sind.
Weitere wesentliche Kostenrückgänge resultierten aus den in 2016 entfallenen Maßnahmen, die in 2015 für den Abschluss der Haldenkapazitätserweiterung am Kalistandort Sigmundshall und die Vorbereitung der Haldenfläche am Standort Neuhof-Ellers umgesetzt wurden. / TAB: 1.1.7
BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ1
TAB: 1.1.7
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| in Mio. € | 2015 | 2016 | absolute Abweichung | % |
|---|---|---|---|---|
| Gewässerschutz | 123,6 | 117,1 | -6,5 | -5,3 |
| Luftreinhaltung und Klimaschutz | 34,9 | 31,1 | -3,8 | -10,9 |
| Abfallwirtschaft | 10,2 | 9,1 | -1,1 | -10,8 |
| Naturschutz2 und Bodensanierung | 2,3 | 2,0 | -0,3 | -13,0 |
| Sonstiges | 5,8 | 4,2 | -1,6 | -27,6 |
| Gesamt | 176,8 | 163,5 | -13,3 | -7,5 |
1 Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit.
2 Einschließlich Landschaftspflege.
Die Betriebskosten umfassen im Wesentlichen ergänzende Maßnahmen zum Umweltschutz. Diese Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Klimaschutz, Abfallwirtschaft sowie Naturschutz und Bodensanierung und betreffen vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Betriebskosten und Abschreibungen für Produktionsanlagen des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz, die in die Produktionsprozesse des Werks Werra integriert sind, werden nicht mit einbezogen. In ihrer Gesamtheit sind sowohl die Kosten für die ergänzenden Maßnahmen zum Umweltschutz als auch die hier nicht ausgewiesenen integrierten Kosten Bestandteile der Produktionskosten und erhöhen damit die spezifischen Kosten je produzierter Tonne Produkt.
WASSER
Wasser wird in vielen Förderungs- und Produktionsprozessen eingesetzt.
WASSERENTNAHME
Eine effiziente Wassernutzung ist unser gruppenweites Ziel. MORTON SALT hat konkrete Ziele zur Reduktion des Frischwasserbedarfs um 10 % bis 2020 im Vergleich zum Basisjahr 2013 formuliert. Wir nutzen Wasser unterschiedlicher Herkunft und Qualität, darunter Meerwasser, Flusswasser, Grundwasser und Trinkwasser.
/ TAB: 1.1.8
WASSERENTNAHME
TAB: 1.1.8
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| in Mio. m3 | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Salzwasser | ||
| Meerwasser und anderes salzhaltiges Wasser | 267,2 | 263,0 |
| Süßwasser | ||
| Flusswasser | 126,9 | 111,8 |
| Grundwasser | 7,5 | 6,5 |
| Trinkwasser | 1,1 | 1,1 |
| Gesamt Süßwasserentnahme | 135,5 | 119,4 |
Meerwasser und Wasser aus salzhaltigen Binnenseen nutzen wir zur Herstellung von Solarsalz. Standorte in Meeresnähe verwenden Meerwasser auch als Kühlwasser. Im Jahr 2016 haben wir 119,4 Mio. m3 Süßwasser eingesetzt (2015: 135,5 Mio. m3 ). Die Entnahme von Meerwasser und salzhaltigem Wasser aus Binnensalzseen betrug 263,0 Mio. m3 (2015: 267,2 Mio. m3 ).
Flusswasser wird in den Produktionsprozessen und als Betriebswasser (zum größten Teil Kühlwasser) eingesetzt; hiervon wurden 106,8 Mio. m3 (2015: 108,7 Mio. m3 ) wieder in Oberflächengewässer eingeleitet. Sofern hygienische Vorgaben oder Qualitätsanforderungen den Einsatz von Wasser mit Trinkwasserqualität vorsehen, wird auch dieses in der Produktion verwendet. Es wird hierzu entweder aus der kommunalen Wasserversorgung bezogen oder teilweise in eigenen Anlagen aus dem Grundwasser gewonnen.
ABWASSER
Im Jahr 2016 betrugen die anfallenden Salzabwässer weltweit 6,6 Mio. m3 (2015: 8,5 Mio. m3 ). Die Volumina und die chemische Zusammensetzung von Prozessabwässern sind von vielen Faktoren wie z. B. der Rohsalzqualität, den verwendeten Aufbereitungsverfahren, den hergestellten Produkten und der erforderlichen Produktqualität abhängig. Die Haldenwässer werden durch Dichtungs- und Entwässerungssysteme aufgefangen. Die nicht verwerteten flüssigen Rückstände werden auf Basis bestehender Genehmigungen unter Einhaltung der festgelegten Grenzwerte durch Einleitung in Fließgewässer und Versenkung in tiefere Gesteinsschichten entsorgt.
Im Jahr 2016 wurden 5,7 Mio. m3 (20151 : 4,8 Mio. m3 ) in Fließgewässer eingeleitet, davon der Großteil in die Werra. Aufgrund der begrenzten Übergangsregelung und des zeitweiligen Stillstands von Teilen des Werks Werra wurden im Jahr 2016 nur 0,9 Mio. m3 (2015: 3,7 Mio. m3 ) in den Plattendolomit versenkt. Zusätzlich wurden 0,54 Mio. m3 sanitäres Abwasser (2015: 0,53 Mio. m3 ) entweder in kommunale Kläranlagen eingeleitet oder in eigenen Abwasserreinigungsanlagen geklärt.
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund von Datennachmeldungen angepasst.
MASSNAHMENPAKET ZUM GEWÄSSERSCHUTZ UMGESETZT - SALZABWÄSSER HALBIERT
Die Zielsetzungen bei der Umsetzung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz in den Jahren 2011 bis 2015 waren sehr anspruchsvoll: Halbierung des Salzabwasseraufkommens am Werk Werra durch Investitionen von rund 400 Mio. € in neue und von K+S entwickelte Anlagen. Mit den im Frühjahr 2014 fertiggestellten Komponenten des Maßnahmenpakets,
| ― | der ESTA-Anlage am Standort Philippsthal, |
| ― | der Eindampfanlage in Heringen, |
| ― | der KVZ (Kalte Vorzersetzung)- und Dickstoff-Anlage in Unterbreizbach sowie |
| ― | der nach nur kurzer Anfahrphase Anfang 2016 in den Vollbetrieb genommenen Kieseritflotation, |
hat K+S dieses Etappenziel erreicht. Das Abwasservolumen wurde insgesamt um 50 % auf 7 Mio. m3 weiter reduziert. Zum Vergleich: Im Jahr 1997 lag die Menge noch bei über 20 Mio. m3 und im Jahr 2006, dem Basisjahr des Maßnahmenpakets, bei 14 Mio. m3 pro Jahr.
◊ ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 99;
Ξ www.k-plus-s.com/gewaesserschutz
Mit einer weiteren Aufbereitungsanlage, der sogenannten Kainitkristallisation mit anschließender Flotation, kurz KKF-Anlage, soll, wie zuvor erläutert, das Salzabwasservolumen am Werk Werra nochmals um rund 20% bzw. 1,5 Mio. m3 jährlich reduziert werden.
SALZABWASSERENTSORGUNG BLEIBT HERAUSFORDERND
Das Regierungspräsidium Kassel hat am 23. Dezember 2016 die Fortführung der Versenkung von Salzabwässern aus der Kaliproduktion des Werks Werra genehmigt. Die lang erwartete wasserrechtliche Erlaubnis gilt vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2021 und ermöglicht eine jährliche Versenkmenge von 1,5 Mio. m3 , begrenzt auf 5.000 m3 pro Tag - beantragt waren 2 Mio. m3 im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2021. Die Erlaubnis enthält darüber hinaus eine Reihe von Nebenbestimmungen. In Niedrigwasserperioden dürfte die Entsorgung von Salzabwässern deshalb eine große Herausforderung bleiben. Zu Beginn des Jahres 2017 hat der Standort Hattorf bereits die Produktion aus diesem Grund unterbrechen müssen. Ab dem Jahr 2018 wird sich die Inbetriebnahme der neuen KKF-Anlage positiv auf die Entsorgungssituation auswirken.
ERGÄNZENDE MASSNAHMEN ZUR ABWASSERENTSORGUNG
Um Produktionseinschränkungen bei anhaltend niedrigen Pegelständen in der Werra zu vermeiden, arbeitet K+S intensiv an der Realisierung zusätzlicher Maßnahmen zur Abwasserentsorgung. Für die Einstapelung von Salzlösungen im Grubenfeld Springen (Bergwerk Merkers) sowie zur Einleitung von Haldenwasser in das stillgelegte K+S-Bergwerk Bergmannssegen-Hugo (Region Hannover) sind im Jahr 2016 Genehmigungen erteilt worden. Seit Februar 2017 wird darüber hinaus eine Kaverne des Untergrundgasspeichers (UGS) Bernburg durch die Flutung mit gesättigtem Salzwasser aus der Kaliproduktion des Werks Werra verwahrt. Hinzu kommt der Ausbau von Beckenkapazitäten vor Ort, mit denen die Flexibilität des Abwassermanagements weiter erhöht wird. Weitere Maßnahmen sind in Vorbereitung. Dafür sind in der Regel technische Fragen zu klären, Genehmigungen einzuholen sowie danach infrastrukturelle Anpassungen vorzunehmen.
LANGFRISTIGE FORTFÜHRUNG DES HEIMISCHEN KALIBERGBAUS
Mit Blick auf den im März 2016 von der Flussgebietsgemeinschaft Weser verabschiedeten Bewirtschaftungsplan Salz wird von K+S neben kontinuierlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit derzeit auch die Abdeckung von Rückstandshalden erprobt. Dabei kann auf langjährige Erfahrungen am niedersächsischen Standort Sigmundshall zurückgegriffen werden. Verlaufen die Versuche zur standortangepassten Abdeckung und Begrünung positiv, könnte die Maßnahme an den Halden des Werks Werra ab etwa 2025 umgesetzt werden, sodass langfristig sehr viel weniger Salzabwässer anfallen würden.
Weiterhin geht eine Projektgruppe der Frage nach, ob salzhaltige Abwässer unter Tage eingestapelt werden können, um so gegebenenfalls die Einleitmengen noch weiter zu reduzieren. Ein Ergebnis für dieses Projekt, für das es bisher weltweit in dieser Größenordnung noch keine Erfahrungen gibt, soll 2018 vorliegen.
Außerdem wird das Planungs- und Genehmigungsverfahren für eine mögliche Fernleitung an die Oberweser fortgesetzt, die ab 2022 in Betrieb gehen könnte.
Die Verwirklichung all dieser Projekte wird weitere hohe Investitionen erfordern. Unser Ziel: Die langfristig wirtschaftliche Fortführung der Kaliproduktion in Deutschland unter den im internationalen Vergleich hohen Umweltstandards.
ABFALL (FESTE RÜCKSTÄNDE)
Der größte Teil unserer festen Abfälle ist den bergbaulichen Abfällen zuzuordnen. Diese fallen bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen an und werden nach dem Stand der Technik in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften aufgehaldet oder in Hohlräumen unter Tage versetzt. Die in erheblich geringerem Umfang anfallenden nicht-bergbaulichen Abfälle werden ebenfalls vorschriftsgemäß entsorgt.
HALDENMANAGEMENT
Weltweit gehört die Aufhaldung von festen Rückständen aus der Kaliproduktion zum Stand der Technik. Je nach Lagerstättentyp kann ggf. ein bestimmter Anteil als Versatzmaterial wieder unter Tage verbracht werden, der Rest wird über Tage aufgehaldet. Im Jahr 2016 hat die K+S KALI GMBH 23,7 Mio. t feste Rückstände aufgehaldet (2015: 27,3 Mio. t) und 1,6 Mio. t als Versatzmaterial wieder nach unter Tage verbracht (2015: 1,9 Mio. t). Die Aufschüttung und Ausgestaltung von Halden erfolgt unter Beachtung der jeweiligen Standortbedingungen. Durch die Genehmigungsbehörden sind umfangreiche Monitoring-Programme für die Halden festgelegt. Neben zahlreichen Messstellen zur Grund- und Oberflächenwasserbeobachtung umfasst das Monitoring auch Staubmessungen sowie Bemessungen zur Standsicherheit der Halden. Außerdem erfolgen ständige Befahrungen zur Überwachung der Haldeninfrastruktur und des Haldenbetriebs. / ABB: 1.1.13
ENTSORGUNG FESTER/FLÜSSIGER RÜCKSTÄNDE
ABB: 1.1.13

An einigen Grundwassermessstellen und Quellen, überwiegend im östlichen Umfeld der Halde Hattorf, wurden erhöhte Schwermetallgehalte gemessen. Diese sind in ihrer Zusammensetzung und Konzentration nicht dem Haldenmaterial zuzuordnen. Unsere Experten gehen davon aus, dass durch salzhaltige Sickerwässer die in diesem Untergrund natürlich vorkommenden Schwermetalle gelöst wurden. Die Ursachenforschung erfolgt in Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungszentren. Um die Auswirkungen auf die Umwelt kurzfristig zu mindern, wurden Maßnahmen eingeleitet und teilweise, wie das Auffangen und Aufbereiten des an den Quellen austretenden Wassers, bereits umgesetzt. K+S kommuniziert transparent und übermittelt den Behörden die aktuellen Sachstände unmittelbar. Auch über die Planung und Umsetzung der Maßnahmen werden die Behörden jeweils ausführlich informiert.
◊ ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 99
Um die Kaliproduktion langfristig zu sichern, sind Erweiterungen der bestehenden Rückstandshalden unvermeidbar. Unser Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres 2017 das Planfeststellungsverfahren für die Halde Hattorf abzuschließen.
Im Jahr 2017 wird die K+S KALI GMBH auch die Genehmigungsunterlagen für die Haldenerweiterungsverfahren in Zielitz und Wintershall bei den zuständigen Behörden einreichen. Im Vorfeld der Genehmigungsverfahren wurde die Öffentlichkeit im Rahmen von mehreren Informationsveranstaltungen umfassend über die Vorhaben informiert. Die Planfeststellungsverfahren beinhalten ebenfalls eine Öffentlichkeitsbeteiligung.
Im Zusammenhang mit den Haldenerweiterungen sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gesetzlich vorgesehen; diese wurden zum Teil schon vorab umgesetzt. Sie werden mit den Naturschutzbehörden sowie betroffenen Grundeigentümern und Gemeinden abgestimmt und teilweise in Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden geplant und verwirklicht. Die Ausgleichsmaßnahmen umfassen langfristig ausgerichtete Projekte mit dem Ziel, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Die ebenfalls durchzuführenden Ersatzaufforstungen werden auf naturschutzfachlich minderwertigen Flächen durchgeführt, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu schonen. Im Vorfeld der Erweiterung werden außerdem neue Habitate in angrenzenden Gebieten geschaffen.
Stillgelegte mittelgroße Althalden werden im Rahmen unserer Althaldenstrategie abgedeckt, um langfristige Auswirkungen auf Natur und Umwelt zu vermeiden bzw. zu verringern. Insgesamt werden zurzeit 41 Althalden in Niedersachsen und zwei in Baden-Württemberg betreut. Davon sind 15 begrünt, weitere sechs befinden sich in Begrünung, elf kleinere Halden wurden abgetragen, drei weitere teilweise zurückgebaut. Die Antragsunterlagen zur Abdeckung der Halde "Niedersachsen" in Wathlingen werden derzeit erarbeitet und sollen voraussichtlich im ersten Quartal 2017 eingereicht werden. Die Halde des Werks Sigmundshall wird bereits während der Betriebsphase mit dem von K+S eigens entwickelten Dünnschichtverfahren sukzessive abgedeckt und begrünt.
Zur Verringerung der Flächeninanspruchnahme und des damit verbundenen Haldenwasseranfalls sowie der Auswirkungen auf Schutzgüter wie Böden oder Gewässer werden die aktiven Halden auf Höhen von bis zu 200 m mit steilen Böschungen aufgeschüttet. Unter Berücksichtigung dieser Haldenform laufen derzeit umfangreiche Forschungsarbeiten und Pilotversuche zur Auswahl und Optimierung von geeigneten und begrünbaren Abdeckmaterialien. Langfristig soll damit der Anfall salzhaltiger Haldenwässer stark reduziert werden.
Für die Rückstandshalden der Standorte des Werks Werra ist im Rahmen des Masterplans Salz der FGG Weser langfristig eine Haldenabdeckung vorgesehen. Auf unserer Rückstandshalde in Wintershall konnte nach drei Jahren der "Lysimeter-Versuch" zur Haldenabdeckung im Dünnschichtverfahren erfolgreich abgeschlossen werden. Ein halbtechnischer Versuch zur Haldenabdeckung befindet sich aktuell im Genehmigungsverfahren. Des Weiteren finden auf der Halde Neuhof seit Herbst 2016 Versuche zum "Innovativen Erosionsschutz" statt, die ebenfalls das anfallende Haldenwasser reduzieren sollen. Der Standort Zielitz erprobt auf einer Pilothalde eine sogenannte "Infiltrationshemmschicht" zur Verminderung des anfallenden Haldenwassers.
WEITERE ABFÄLLE
In Deutschland sind wir zur Erfassung gefährlicher Abfälle verpflichtet. Die übrigen nicht gefährlichen Abfälle erfassen wir freiwillig, um Potenziale für Kosteneinsparungen und Mengenreduktionen zu identifizieren. MORTON SALT arbeitet mit einem externen Abfallberatungsunternehmen zusammen, um sein Abfallmanagement auf den nordamerikanischen Produktionsstandorten zu optimieren. MORTON SALT hat sich das Ziel gesetzt, Deponieabfälle um 50% (verglichen mit dem Basisjahr 2013) bis zum Jahr 2020 zu reduzieren. Im Jahr 2016 lag die angefallene Abfallmenge (ohne Bauabfälle) der K+S GRUPPE bei 42.589,0 t (2015: 64.412,6 t). Dabei konnten 52,3% der Abfälle einer Verwertung zugeführt werden. Von der Gesamtabfallmenge (ohne Bauabfälle) wurden 4,4% als gefährlich eingestuft und entsprechend den einschlägigen Vorschriften entsorgt (2015: 4,5%).
ENERGIE/KLIMA
Wir wollen Energie effizient nutzen. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit ist es wichtig, die Energieverbräuche zu optimieren. Neben positiven Effekten für die Wirtschaftlichkeit von K+S soll ein effektives Energiemanagement zur Reduzierung von energiebedingten Umweltbelastungen wie Treibhausgasemissionen beitragen.
ENERGIEEFFIZIENZ
Aufgrund der geringeren Produktion in den Geschäftsbereichen sank der Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2016 insgesamt auf 9.030,8 GWh (2015: 9.805,2 GWh). / TAB: 1.1.9
Im Jahr 2016 haben wir in allen deutschen Gesellschaften mit produzierenden Standorten ein nach DIN EN ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem betrieben. In allen anderen Gesellschaften führen wir regelmäßig Energieaudits nach DIN EN 16247 durch.
Das Energiemanagementsystem trägt zu einer effizienteren Nutzung aller eingesetzten Energieträger und zu einer kontinuierlichen Optimierung der Energiekosten der K+S bei. Neben der Vielzahl umgesetzter Maßnahmen trägt auch das gestiegene Bewusstsein der Mitarbeiter für einen sparsamen Umgang mit Energie dazu bei.
Die eingesetzten Energiequellen sind je nach Standort der Bergwerke und Produktionsanlagen unterschiedlich. Die für den Betrieb unserer Kraftwerke, Trocknungs- und Siedesalzanlagen erforderliche Energie in Form von Strom und Dampf wird in Deutschland zu circa 85% auf Basis von Erdgas erzeugt. Sechs unserer sieben deutschen Kalistandorte verfügen über eigene Kraftwerke, die ausschließlich nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden. Ihr Brennstoffnutzungsgrad liegt bei 90 %.
ENERGIEEINSATZ NACH ENERGIEQUELLEN
TAB: 1.1.9
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| in GWh | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Direkte Energieträger | 7.618,6 | 6.887,5 |
| Erdgas | 6.110,7 | 5.962,2 |
| Kohle | 1.059,7 | 558,2 |
| Diesel | 405,2 | 342,6 |
| Heizöl | 32,3 | 14,3 |
| Flüssiggas (LPG) | 8,0 | 7,8 |
| Benzin | 2,7 | 2,4 |
| Indirekte Energieträger | 2.186,6 | 2.143,3 |
| Extern bezogener Strom | 464,4 | 501,4 |
| Extern bezogener Dampf | 1.719,0 | 1.638,9 |
| Extern bezogene Wärme | 3,2 | 3,0 |
| Gesamtenergieverbrauch | 9.805,2 | 9.030,8 |
| Verkaufter Strom | 32,8 | 25,5 |
Durch eine Leistungssteigerung im Abhitzekessel eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD-Block) des Standorts Hattorf wurde im Jahr 2016 neben der Erhöhung der Dampftonnage der Brennstoffnutzungsgrad des Blocks verbessert.
An Standorten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, der ESCO und der K+S KALI GMBH wurden Untersuchungen zur Nutzung weiterer Blockheizkrafteinheiten zur Energieeffizienzsteigerung und CO2-Einsparung fortgeführt und an zwei Standorten mögliche Projekte konkretisiert.
MORTON SALT hat sich zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch bis 2020 um 20 % im Vergleich zum Basisjahr 2013 zu senken. So wurden im Jahr 2016 zwei mit Kohle betriebene Standorte in den USA auf den emissionsärmeren Energieträger Gas umgerüstet. Diese Umstellung führt zur gruppenweiten Verringerung des Kohleeinsatzes. MORTON SALT untersucht daneben die Möglichkeit der Nutzung regenerativer Energiequellen - Sonne und/ oder Wind - an drei Produktionsstandorten in Nordamerika und einem auf den Bahamas.
Aufgrund der stetig wachsenden Ausdehnung unserer untertägigen Rohstoffabbaugebiete rechnen wir insgesamt mit einem steigenden spezifischen Bedarf an Primärenergie. Denn unter sonst gleichen Bedingungen bedarf es eines kontinuierlich höheren Einsatzes sowohl von Erdgas zur Produktion der notwendigen Energie für die Bewetterung der Grubengebäude und den Betrieb der Förderbänder unter Tage als auch von Dieselkraftstoff für den Personentransport. Hinzu kommt, dass die durchschnittlichen Wertstoffgehalte der deutschen Lagerstätten tendenziell sinken, was den spezifischen Energieeinsatz ebenfalls ansteigen lässt.
Mit dem Ziel, durch den Einsatz von Primärenergie weitere Einsparungen zu ermöglichen, wird der Ausbau der Brennwerttechnik im industriellen Maßstab an mehreren Standorten untersucht.
KLIMA
Der ZWISCHENSTAATLICHE AUSSCHUSS FÜR KLIMAÄNDERUNGEN (IPCC) der VEREINTEN NATIONEN fasst den Stand der weltweiten Klimaforschung dahingehend zusammen, dass sich die globale Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche seit dem Beginn der Industrialisierung erhöht hat. Der IPCC führt diese Entwicklung auf die zunehmende Emission von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten zurück. Der Klimawandel werde sich fortsetzen, verbunden mit häufiger auftretenden Witterungsextremen.
Auf politischer Ebene werden in unterschiedlichen Kontexten regional, national bis global Folgen und Anpassungsmechanismen diskutiert. Um die Erderwärmung gegenüber der vorindustrialisierten Zeit möglichst auf 1,5°C zu begrenzen, haben sich 195 Teilnehmerstaaten im Pariser Klimaabkommen auf einen Weltklimavertrag geeinigt. In der Bundesrepublik Deutschland sollen die vertraglich im Pariser Klimaabkommen definierten Ziele mittels des Klimaschutzplans 2050 umgesetzt werden. Die Ergebnisse des Pariser Vertrags und die Umsetzung in Deutschland mittels des Klimaschutzplanes 2050 werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf K+S analysiert.
Zur Regulierung von Treibhausgasemissionen in energieintensiven Industrien trat im Jahr 2005 das EUROPÄISCHE EMISSIONSHANDELSSYSTEM (EU ETS) in Kraft. Emissionen sollen dort gesenkt werden, wo die Minderung am effizientesten ist. Die Verknappung der Rechte auf dem Markt soll zu einer Senkung des Kohlendioxidausstoßes führen. Dieses System befindet sich derzeit in der dritten Handelsperiode und wurde mehrfach überarbeitet. An einer erneuten Novellierung für die Zeit nach 2020 wird auf EU-Ebene gearbeitet. Wir betreiben aktuell 13 emissionshandelspflichtige Kraftwerke und Trocknungsanlagen in Deutschland, deren Emissionen auf Basis geltender EU-Monitoring-Leitlinien erfasst und von externen Prüfungsorganisationen verifiziert werden.
Wir berichten in diesem Jahr vollständig Scope 1- und Scope 2-Emissionen. Zusätzlich berichten wir neben CO2 auch die CO2 -Äquivalente (CO2 e), die sich aus anderen Treibhausgasen als CO2 zusammensetzen, bspw. Methan (CH4). Die CO2 e-Emissionen aus dem Verbrauch aller direkten und indirekten Energieträger im Jahr 2016 (Scope 1 und 2) betrugen 1,7 Mio. t und lagen damit auf Berechnungsgrundlage mit Emissionsfaktoren aus dem GREENHOUSE GAS PROTOCOL niedriger als im Vorjahr (2,0 Mio. t1 ) entsprechend dem Energieverbrauch.
1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund von Datennachmeldungen angepasst.
1.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE GOVERNANCE2
Der Vorstand gibt gemäß §§ 289a sowie 315 HGB die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit der Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten:
Wir verfolgen das Ziel einer verantwortungsbewussten Unternehmenssteuerung und -überwachung, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse.
Wir unterrichten unsere Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Finanzanalysten, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit durch regelmäßige, offene und aktuelle Kommunikation gleichzeitig und gleichberechtigt über die Lage sowie über bedeutende geschäftliche Veränderungen des Unternehmens. Alle wesentlichen Informationen wie z. B. über die Hauptversammlung, Presse-, Ad-hoc- und Stimmrechtsmitteilungen, die gesamte Geschäftsberichterstattung, aber auch Analystenempfehlungen und Konsensschätzungen sowie Unternehmenspräsentationen veröffentlichen wir im Internet.
2 Die in den Abschnitten "Organe", "Governance/Entsprechenserklärung" sowie "Compliancemanagement" enthaltenen Angaben nach § 289 a HGB sind nach § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.
Der Finanzkalender befindet sich sowohl im Geschäftsbericht, in den Zwischenberichten als auch auf der Internetseite der Gesellschaft. Die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat sind ebenso auf dieser Internetseite abrufbar wie detaillierte Informationen zur Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ein E-Mail-Newsletter informiert über aktuelle Nachrichten aus der K+S GRUPPE.
ORGANE
Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Kompetenzen und Aufgaben dieser Organe sind im Aktiengesetz, im Mitbestimmungsgesetz, in der Satzung und in den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.
HAUPTVERSAMMLUNG
Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Gesellschaft durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und diesem Weisungen erteilen oder per Briefwahl abstimmen. Die Erteilung einer Vollmacht bzw. von Weisungen ist auch über ein elektronisches System auf unserer Internetseite möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse auch im Internet.
Ξ www.k-plus-s.com/hv
AUFSICHTSRAT
Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt für jeweils rund fünf Jahre.
Ξ www.k-plus-s.com/corporategovernance
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensstrategie, die Planung, den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation sowie über besondere unternehmerische Chancen und Risiken. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Beschlussvorlagen des Vorstands und - soweit erforderlich - zu weiteren Angelegenheiten Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Der Aufsichtsrat führt in Form eines Fragebogens im Zweijahresturnus eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Plenum wie auch in den Ausschüssen zu erhalten.
◊ ,Bericht des Aufsichtsrats', Seite 12
Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet:
| ― | Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) nimmt die sich aus dem Aktiengesetz sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex ergebenden Aufgaben wahr. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Chancen- und Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance, der Vergabe von Aufträgen an den Abschlussprüfer der Gesellschaft sowie der Abschlussprüfung. Er erörtert auch den Zwischenbericht sowie die Quartalsmitteilungen vor deren Veröffentlichung mit dem Vorstand. Herr Dr. Sünner (unabhängiger Finanzexperte), Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verfügt aus seiner beruflichen Praxis als ehemaliger Leiter des Zentralbereichs Recht, Steuern und Versicherung sowie als ehemaliger Chief Compliance Officer der BASF SE über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. |
| ― | Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der langfristigen Nachfolgeplanung. Hinsichtlich der Festlegung der Gesamtvergütung und der Vertragsangelegenheiten der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbreitet der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum Beschlussvorschläge. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. |
| ― | Der Nominierungsausschuss empfiehlt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Aufsichtsratskandidaten. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. |
| ― | Der Vermittlungsausschuss nimmt die in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG beschriebenen Aufgaben wahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Die vier Mitglieder des Ausschusses sind zu gleichen Teilen Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. |
Ξ www.k-plus-s.com/satzung
Gemäß der gesetzlichen Regelung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beträgt der Mindestanteil an Frauen und Männern im Aufsichtsrat jeweils 30% (zu beachten bei erforderlich werdenden Neuwahlen und Entsendungen ab dem 1. Januar 2016). Dem Aufsichtsrat gehören bereits jetzt zwei Vertreterinnen der Anteilseignerseite und eine Vertreterin der Arbeitnehmerseite an. Die nächste unter diese gesetzliche Neuregelung fallende Wahl des Aufsichtsrats findet für die Anteilseignerseite im Jahr 2017 und für die Arbeitnehmerseite im Jahr 2018 statt.
Aus der letzten Entsprechenserklärung der Gesellschaft ergibt sich, dass der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex insoweit gefolgt wird, als der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann; eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht ihm als Gesellschaftsorgan nicht zu.
Eingedenk dessen hat der Aufsichtsrat Folgendes beschlossen:
"Der Aufsichtsrat wird sich dafür einsetzen, dass seine Mitglieder integre, der sozialen Marktwirtschaft verbundene Persönlichkeiten sind und über Kompetenz und langjährige Erfahrung in der Führung und/oder Beratung von Wirtschaftsunternehmen oder wirtschaftsnahen Institutionen verfügen. Wünschenswert sind dabei Erfahrungen und spezielle Kenntnisse in den Haupttätigkeitsfeldern des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören. Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das der gewachsenen Internationalität des Unternehmens aufgrund seiner Staatsangehörigkeit oder beruflichen Erfahrung in besonderem Maße Rechnung trägt. Dabei erscheinen Erfahrungen bezüglich der Regionen, in denen die K+S GRUPPE verstärkt präsent ist, besonders wünschenswert.
Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein."
Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass gegenwärtig die vorstehenden Zielsetzungen erfüllt sind.
MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2016
(Stand der Angaben zu weiteren Aufsichtsratsmandaten und Konrollgremien: 31. Dezember 2016)
Dr. Ralf Bethke (Jahrgang 1942), Diplom-Kaufmann, Aufsichtsratsvorsitzender Anteilseignervertreter
Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten)
Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2017
Erstbestellung: 1. Juli 2007
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | BENTELER INTERNATIONAL AG, Salzburg (Vorsitzender)1 |
| ― | DJE KAPITAL AG, Pullach (Vorsitzender)1 |
Michael Vassiliadis (Jahrgang 1964), Chemielaborant, Stellv. Vorsitzender Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | BASF SE, Ludwigshafen |
| ― | EVONIK INDUSTRIES AG, Essen (stellv. Vorsitzender) (bis 18. Mai 2016) |
| ― | STEAG GMBH, Essen (stellv. Vorsitzender)1 |
| ― | RAG AKTIENGESELLSCHAFT, Herne (stellv. Vorsitzender)1 |
| ― | RAG DSK AG, Herne (stellv. Vorsitzender)1 |
| ― | RAG STIFTUNG, Essen1 |
Ralf Becker (Jahrgang 1965), Gewerkschaftssekretär Arbeitnehmervertreter
Landesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 1. August 2009
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH, |
| ― | DEUTSCHE SHELL HOLDING GMBH, Hamburg1 |
| ― | DEUTSCHE SHELL GMBH, Hamburg1 |
| ― | SHELL DEUTSCHLAND OIL GMBH, Hamburg1 |
Jella S. Benner-Heinacher (Jahrgang 1960), Juristin Anteilseignervertreterin
Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der DEUTSCHEN SCHUTZVEREINIGUNG FÜR WERTPAPIERBESITZ E.V., Düsseldorf
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | A.S. CRÉATION TAPETEN AG, Gummersbach |
1 Nicht börsennotiert.
Philip Freiherr von dem Bussche (Jahrgang 1950), Diplom-Kaufmann Anteilseignervertreter
Unternehmer/Landwirt
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 12. Mai 2015
weitere Kontrollgremien:
| ― | BERNARD KRONE HOLDING SE & co. KG, Spelle (Vorsitzender des Aufsichtsrats)1 |
| ― | DF WORLD OF SPICES GMBH, Dissen (Mitglied des Beirats)1 |
| ― | GRIMME GMBH & CO. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats)1 |
| ― | DLG E.V., Frankfurt am Main (Vorsitzender des Aufsichtsrats)1 |
George Cardona (Jahrgang 1951), Ökonom Anteilseignervertreter
Ökonom
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2020
Erstbestellung: 9. Oktober 2009
weitere Kontrollgremien:
| ― | Board der WISHBONE GOLD PLC., Gibraltar |
Wesley Clark (Jahrgang 1952), Master in Business Administration (Betriebswirtschaft) Anteilseignervertreter
Operating Partner der ADVENT INTERNATIONAL PRIVATE EQUITY GROUP, Boston, Massachusetts, USA
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 14. Mai 2013
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | Board der PATRIOT SUPPLY HOLDINGS, INC., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman)1 |
| ― | Board der ABC SUPPLY CORPORATION, Beloit, Wisconsin, USA1 |
| ― | Board der CLARCOR INC., Franklin, Tennessee, USA |
| ― | Board der DISTRIBUTION INTERNATIONAL, INC., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman)1 |
| ― | Board der ULINE INC., Pleasant Prairie, Wisconsin, USA (bis 15. Dezember 2016)1 |
Harald Döll (Jahrgang 1964), Energieanlagenelektroniker Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 1. August 2009
Axel Hartmann (Jahrgang 1958), Einzelhandelskaufmann Arbeitnehmervertreter
Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 14. Mai 2013
Rüdiger Kienitz (Jahrgang 1960), Bergbautechnologe Arbeitnehmervertreter
Mitglied des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH (bis 31. März 2016)
Ausgeschieden zum 31. März 2016
Erstbestellung: 26. März 1998
Michael Knackmuß (Jahrgang 1975), Kfz-Schlosser Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 11. Juli 2014
Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (Jahrgang 1955), Diplom-Biologe Anteilseignervertreter
Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigshafen)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 12. Mai 2015
weitere Kontrollgremien:
| ― | ACATECH - DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN E.V., München, Präsidiumsmitglied1 |
| ― | C.H. BOEHRINGER SOHN AG & CO. KG, Ingelheim (Mitglied im Beraterkreis)1 |
| ― | KARLSRUHER INSTITUT FÜR TECHNOLOGIE (KIT), Karlsruhe (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender)1 |
Gerd Kübler (Jahrgang 1967), Diplom-Ingenieur Arbeitnehmervertreter
Leiter Mining, K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 1. Januar 2016
Dieter Kuhn (Jahrgang 1958), Bergbaumaschinist Arbeitnehmervertreter
Erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 7. Mai 2003
Dr. Annette Messemer (Jahrgang 1964), Politikwissenschaftlerin Anteilseignervertreterin
Bereichsvorstand der Commerzbank AG
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 14. Mai 2013
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | COMMERZ REAL AG, Eschborn (bis 28. Februar 2016)1 |
| ― | Board of Directors der ESSILOR INTERNATIONAL S.A., Charenton-le-Pont, Frankreich (seit 11. Mai 2016) |
Anke Roehr (Jahrgang 1964), Industriekauffrau Arbeitnehmervertreterin
Vorsitzende des Betriebsrats der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover
Mitarbeiterin im Vertrieb Auftaumittel der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 1. April 2016
Dr. Eckart Sünner (Jahrgang 1944), Jurist Anteilseignervertreter
Selbständiger Rechtsanwalt in Neustadt a. d. Weinstraße
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 28. April 1992
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | INFINEON TECHNOLOGIES AG, Neubiberg |
Ξ www.k-plus-s.com /aufsichtsrat
1 Nicht börsennotiert.
AUFSICHTSRATSAUSSCHÜSSE
PRÜFUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender) |
| ― | Ralf Becker |
| ― | Dr. Ralf Bethke |
| ― | Axel Hartmann |
| ― | Dr. Annette Messemer |
| ― | Michael Vassiliadis |
PERSONALAUSSCHUSS
| ― | Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) |
| ― | Jella S. Benner-Heinacher |
| ― | Harald Döll |
| ― | Michael Vassiliadis |
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) |
| ― | Philip Freiherr von dem Bussche |
| ― | George Cardona |
| ― | Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer |
VERMITTLUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) |
| ― | Harald Döll |
| ― | Dr. Eckart Sünner |
| ― | Michael Vassiliadis |
VORSTAND
Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die genaue Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Nach dem Ausscheiden von Herrn Dr. Radmacher am 29. Februar 2016 reduzierte sich die Anzahl der Vorstandsmitglieder vorübergehend von fünf auf vier. Seit der Berufung von Herrn Dr. Lose in den Vorstand ab dem 1. Januar 2017 hat der Vorstand fünf männliche Mitglieder. Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen ist für den ersten Zeitraum, den der Aufsichtsrat auf den 31. Dezember 2016 festgelegt hat, für den Frauenanteil im Vorstand der festgelegten Zielgröße von 0% entsprochen worden. Für den Zeitraum bis 31. Dezember 2020 hat der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT für den Frauenanteil im Vorstand erneut eine Zielgröße von 0% festgelegt.
Entsprechend der gesetzlichen Regelung haben wir Zielgrößen für den Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGSELLSCHAFT festgelegt. Für den ersten Zeitraum, den der Vorstand auf den 31. Dezember 2016 festgelegt hat, war für den Führungskreis I der K+S AKTIENGSELLSCHAFT eine Zielgröße von 13 % und für den Führungskreis II eine Zielgröße von 10 % festgelegt worden. Damit bildeten wir den Status quo zum Zeitpunkt der Zielformulierung ab. Per 31. Dezember 2016 wurde der Zielgröße für den Frauenanteil im Führungskreis I mit 13 % entsprochen und die Zielgröße für den Frauenanteil im Führungskreis II mit 11% leicht übertroffen. Für den Zeitraum bis 31. Dezember 2021 hat der Vorstand für den Führungskreis I eine Zielgröße von 13 % und für den Führungskreis II eine Zielgröße von 11% festgelegt und bildet damit erneut den Status quo ab.
Die Geschäftsordnung regelt die Zusammenarbeit des Vorstands, die Geschäftsverteilung sowie die gegenseitige Vertretung. Über Angelegenheiten von ressortübergreifender Bedeutung sind die betroffenen Vorstandsmitglieder zu informieren; Maßnahmen, die auch andere Ressorts berühren oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen gegebenenfalls dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen.
Ξ www.k-plus-s.com/corporategovernance
MITGLIEDER DES VORSTANDS
(Stand der Angaben zu Zuständigkeiten und Mandaten, sofern nicht anders ausgewiesen: 31. Dezember 2016)
Norbert Steiner (Jahrgang 1954), Jurist, Vorsitzender
| ― | Corporate Communications |
| ― | Corporate Development |
| ― | Corporate Executive HR |
| ― | Internal Auditing |
| ― | Investor Relations |
| ― | Legal, GRC, Corporate Secretary |
1. März bis 31. Dezember 20161:
| ― | Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte |
| ― | Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling |
Mandat bis 11. Mai 2017
Erstbestellung: 12. Mai 2000
Aufsichtsratsmandate:
| ― | TALANX AG, Hannover |
| ― | HDI V.A.G., Hannover2 |
| ― | K+S KALI GMBH (Vorsitzender), Kassel3 |
Dr. Burkhard Lohr (Jahrgang 1963), Diplom-Kaufmann
―
Corporate Controlling
―
Corporate Finance and Accounting
―
Corporate Procurement
―
Corporate Tax
―
Technical Center mit Untereinheiten:
| ― | Geology |
| ― | Mining |
| ― | Research and Development |
| ― | Technics/Energy |
―
Alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind
Mandat bis 31. Mai 2020
Erstbestellung: 1. Juni 2012
Aufsichtsratsmandate:
| ― | K+S KALI GMBH, Kassel3 |
Kontrollgremien:
| ― | HDI-GERLING INDUSTRIE VERSICHERUNG AG, Hannover, Beiratsmitglied Region Süd2 |
| ― | COMMERZBANK AG, Frankfurt/Main, Mitglied Regionalbeirat-Nordwest |
Dr. Otto Lose (Jahrgang 1971), Jurist und Ökonom
seit 1. Januar 20171 :
| ― | Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte |
| ― | Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling |
Mandat bis 31. Dezember 2019
Erstbestellung: 1. Januar 2017
Aufsichtsratsmandate seit 1. Januar 2017:
| ― | K+S KALI GMBH, Kassel3 |
Dr. Thomas Nöcker (Jahrgang 1958), Jurist, Arbeitsdirektor
―
Corporate HR
―
Corporate IT
―
Corporate Health, Safety & Environment
―
Business Center mit Untereinheiten:
| ― | Communication Services |
| ― | Financial Accounting |
| ― | HR Services |
| ― | Insurance |
| ― | IT Services |
| ― | Logistics Europe |
| ― | Procurement/Materials Management Europe |
| ― | Project Management |
| ― | Real Estate & Facility Management |
―
K+S TRANSPORT GMBH
―
K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH
―
WOHNBAU SALZDETFURTH GMBH
Mandat bis 31. August 2018
Erstbestellung: 1. August 2003
Aufsichtsratsmandate:
| ― | K+S KALI GMBH, Kassel3 |
Dr. Andreas Radmacher (Jahrgang 1965)1 Diplom-Ingenieur
bis 29. Februar 20161 :
| ― | Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte |
| ― | Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling |
Ausgeschieden zum 29. Februar 2016
Erstbestellung: 1. September 2013
Aufsichtsratsmandate bis 29. Februar 2016:
| ― | K+S KALI GMBH, Kassel3 |
Mark Roberts (Jahrgang 1963), Bachelor of Science (Marketing)
| ― | Geschäftsbereich Salz |
| ― | Tierhygieneprodukte |
Mandat bis 30. September 2020
Erstbestellung: 1. Oktober 2012
Ξ www.k-plus-s.com/vorstand
Ξ www.k-plus-s.com/corporategovernance
1 Der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und Dr. Andreas Radmacher haben sich einvernehmlich darauf verständigt, das bis 31. August 2016 laufende Mandat von Dr. Radmacher nicht zu verlängern. Er hat das Unternehmen mit Wirkung zum 29. Februar 2016 verlassen. Norbert Steiner hat vorübergehend bis zum 31. Dezember 2016 die Aufgaben von Herrn Dr. Radmacher mit übernommen. Seit 1. Januar 2017 ist Herr Dr. Otto Lose für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Entsorgung und Recycling zuständig.
2 nicht börsennotiert.
3 Konzernmandat.
ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Beschäftigungssituation sowie der besonderen unternehmerischen Risiken und Chancen. Darüber hinaus steht der Aufsichtsratsvorsitzende über alle wichtigen Themen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; weitere Informationen hierzu finden sich in § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats.
INTERESSENKONFLIKTE
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.
VERMÖGENSSCHADEN-HAFTPFLICHTVERSICHERUNG (D&O)
Wir unterhalten eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) u. a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung. Die D&O-Versicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung.
AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS
Nach Artikel 19 Marktmissbrauchsverordnung (Veröffentlichung von Eigengeschäften von Führungskräften; vormals § 15a WpHG) haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offenzulegen.
Im Jahr 2016 haben wir folgende Directors' Dealings-Meldungen veröffentlicht: / TAB: 1.2.1, 1.2.2
Ξ www.k-plus-s.com/directorsdealings
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2016 zusammen einen Anteil von weniger als 1% der Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bzw. sich darauf beziehender Finanzinstrumente.
DIRECTORS' DEALINGS VORSTANDSMITGLIEDER
TAB: 1.2.1
scroll
| Datum | Transaktion | Stückzahl | Kurs | Betrag | |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Thomas Nöcker | 12.09.2016 | Kauf von Aktien | 3.000 | 18,045 € | 54.135,00 € |
| Dr. Thomas Nöcker | 01.09.2016 | Kauf von Aktien | 2.500 | 19,042 € | 47.605,95 € |
| Mark Roberts | 24.03.2016 | Kauf von ADRs | 2.500 | 11,57 $ | 28.925,00 $ |
| Dr. Thomas Nöcker | 11.03.2016 | Kauf von Aktien | 1.000 | 20,495 € | 20.495,13 € |
| Dr. Thomas Nöcker | 10.03.2016 | Kauf von Aktien | 1.500 | 21,419 € | 32.128,50 € |
DIRECTORS' DEALINGS AUFSICHTSRATSMITGLIEDER
TAB: 1.2.2
scroll
| Datum | Transaktion | Stückzahl | Kurs | Betrag | |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Annette Messemer | 21.01.2016 | Kauf von Aktien | 2.555 | 19,499 € | 49.822,00 € |
UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG
Der Sollzustand eines effektiven und gesetzeskonformen Systems zur Unternehmenssteuerung und -überwachung (Internes Kontrollsystem im weiteren Sinne) in der K+S GRUPPE ist in Ergänzung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben durch eine vom Vorstand verabschiedete Leitlinie "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE" definiert worden. Darin wird auch festgelegt, mit welchen regulatorischen und organisatorischen Maßnahmen die Erreichung bzw. Aufrechterhaltung dieses Sollzustands sicherzustellen ist. Mit diesem System sollen
| ― | die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu zählt auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
| ― | eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, |
| ― | die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| ― | die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Rechtsvorschriften sichergestellt werden. |
Die Ausgestaltung des Steuerungs- und Überwachungssystems im Einzelnen wird durch ergänzende interne Regelungen festgelegt, für deren Erarbeitung und Kommunikation einheitliche Standards vereinbart sind.
Die Einheit "Legal, GRC, Corporate Secretary", deren Leiter dem Vorstandsvorsitzenden direkt berichtet, ist dafür verantwortlich, auf Gruppenebene die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines effektiven und gesetzeskonformen Unternehmenssteuerungs und -überwachungssystems zu koordinieren.
Aufgabe des zentralen Ausschusses Governance, Risk, Compliance (GRC) ist es, die generelle Eignung des Steuerungs- und Überwachungssystems regelmäßig zu analysieren und bei erkannten Schwachstellen gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen.
Nachfolgend werden zunächst die sowohl für die Steuerungs- als auch die Überwachungskomponente des Systems maßgeblichen Teilsysteme Governance, Compliancemanagement, Risiko- und Chancenmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement dargestellt. Diese ergänzen sich wechselseitig und überschneiden sich teilweise. Anschließend werden Steuerung und Überwachung erläutert.
GOVERNANCE/ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Über die gesetzlichen Pflichten hinaus haben wir für uns Grundwerte und Prinzipien (Code of Conduct) definiert, die den Rahmen für unser Verhalten und unsere Entscheidungen verbindlich vorgeben und Orientierung für unser unternehmerisches Handeln sind.
GRUNDWERTE UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT)
Die hohe unternehmerische Kompetenz der K+S GRUPPE in ihren Geschäftsfeldern ist bei Geschäftspartnern und sonstigen Stakeholdern anerkannt. Dies gilt es zu bewahren und weiter zu entwickeln. Hierzu ist ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln eines jeden Mitarbeiters erforderlich.
Nachhaltigkeit
Wir wissen, dass langfristiger unternehmerischer Erfolg nicht allein auf der Einhaltung von Recht und Gesetz gründet, sondern auch das Grundvertrauen der Menschen benötigt. Wir werden wirtschaftlich auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir bei unserem unternehmerischen Handeln, welches auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet ist, auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigen.
Wir nehmen sich bietende Chancen wahr und gehen dabei mit Risiken sorgfältig um.
Integrität
Wir respektieren und unterstützen die Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte und handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- und Kinderarbeit ab.
Wir achten die Regeln des freien Wettbewerbs. Korruption in jeder Form wird von uns nicht toleriert. Wir vermeiden Interessenkollisionen und schützen das Vermögen des Unternehmens vor jedwedem Missbrauch. Wir respektieren die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen.
Respekt, Fairness und Vertrauen
Unseren Geschäftspartnern, Mitarbeitern und sonstigen Stakeholdern begegnen wir mit Respekt und Fairness. Chancengleichheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung sind für uns selbstverständlich. Wir fördern eine Arbeitsatmosphäre, die einen offenen Gedankenaustausch und einen vertrauensvollen Umgang miteinander ermöglicht.
Kompetenz und Kreativität
Wir ergreifen Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Motivation unserer Mitarbeiter. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, ihre Kreativität für den Erfolg des Unternehmens einzubringen. Wir vergüten unsere Mitarbeiter marktgerecht und leistungsbezogen auf der Basis von Gehaltsstrukturen, die sich am wirtschaftlichen Erfolg orientieren.
Als weltweit tätiges Unternehmen haben wir erkannt, dass interkulturelle Kompetenz ein wichtiger Faktor für unseren dauerhaften Erfolg ist. Wir bauen interkulturelle Kompetenzen gezielt aus.
Transparenz
Wir stellen unseren Mitarbeitern, den Aktionären, dem Kapitalmarkt, den Medien und anderen Stakeholdern umfassende, wahrheitsgetreue und verständliche Informationen zur Verfügung.
Weitere wichtige gruppenweit geltende Regelungen sind unsere Leitlinien "Führung in der K+S GRUPPE", "Organisation der K+S GRUPPE" und "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE".
Jede organisatorische Einheit der K+S GRUPPE ist verpflichtet, unter Beachtung der Regelungen übergeordneter Einheiten die zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Steuerung und Überwachung notwendigen konkretisierenden Regelungen für ihren Verantwortungsbereich zu erlassen.
Die Inhalte von (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen sowie regulatorischen Standards (= Regelwerke Dritter, zu deren Beachtung und Umsetzung sich die K+S GRUPPE oder Teile davon verpflichtet haben) stehen internen Regelungen gleich; dies gilt u. a. für den Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit Vorstand und Aufsichtsrat nicht gemeinsam Abweichungen von dessen Empfehlungen oder Anregungen beschlossen haben.
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im Dezember 2016 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:
"Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 (Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder sowie einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat) im Jahr 2016 entsprochen wurde bzw. im Jahr 2017 entsprochen werden wird. Wir halten die Festlegung von starren Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie von Regelgrenzen für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat weder für notwendig noch für zweckmäßig, da die Eignung zur Ausübung der jeweiligen Organtätigkeit nicht per se mit dem Erreichen eines bestimmten Alters oder einer bestimmten Zugehörigkeitsdauer endet, sondern allein von den jeweiligen individuellen Fähigkeiten abhängig ist. Auch angesichts der demografischen Entwicklung stehen insbesondere Altersgrenzen im Widerspruch zu dem generellen Interesse der Gesellschaft, ihre Organe bestmöglich zu besetzen.
Kassel, im Dezember 2016"
Von den zahlreichen Anregungen des Kodex werden von K+S lediglich die folgenden nicht vollständig umgesetzt:
| ― | Die Hauptversammlung wird nicht in voller Länge live im Internet übertragen (Kodex Ziffer 2.3.3), sondern nur bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden. |
| ― | Die Anregung der Ziffer 3.7 Absatz 3 wird nur insoweit übernommen, als im Falle eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Hauptversammlung nur in angezeigten Fällen einberufen werden sollte. |
Ξ www.k-plus-s.com/corporategovernance
COMPLIANCEMANAGEMENT
Unser gruppenweites Compliancemanagementsystem schafft die Voraussetzungen dafür, dass das jeweils geltende Recht sowie unsere internen und diesen gleich stehenden Regelungen gruppenweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Strafbarkeits- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden.
Der Vorstand hat den Leiter der Einheit "Legal, GRC, Corporate Secretary" mit der Funktion des Chief Compliance Officers und der Aufgabe betraut, für das Vorliegen eines effektiven und gesetzeskonformen Compliancemanagementsystems in der K+S GRUPPE Sorge zu tragen. Er berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und leitet den zentralen Compliance-Ausschuss, dem die Compliance-Beauftragten der Geschäftsbereiche sowie die Leiter compliance-relevanter Zentralfunktionen der Gesellschaft angehören (z. B. Interne Revision, Recht, Personal). Dieser hat zur Aufgabe, allgemeine Themen des Compliance-Managements zu beraten und gruppenweit abzustimmen sowie die generelle Eignung des Compliancemanagementsystems regelmäßig zu analysieren und bei erkanntem Handlungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen.
Jeder Mitarbeiter wird mit den gruppenweit geltenden Grundwerten und Prinzipien sowie den sich daraus ableitenden internen Regelungen (z. B. "Compliance-Management in der K+S GRUPPE", "Spenden und Sponsoring in der K+S GRUPPE" und "Gewährung und Annahme von Geschenken, Einladungen und sonstigen Zuwendungen") vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden Schulungen für potenziell betroffene Mitarbeiter statt (z. B. Kartellrecht, Antikorruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Umweltschutz, Arbeitssicherheit).
Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich intern Rat in compliance-relevanten Angelegenheiten zu holen (z. B. bei den Rechtsabteilungen oder Compliance-Beauftragten). Außerdem haben wir externe Hotlines (Ombudsleute) zur - wenn gewünscht, auch anonymen - Meldung von Compliance-Verstößen eingerichtet.
RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT
Das Risiko- und Chancenmanagementsystem verfolgt das Ziel, in der gesamten K+S GRUPPE die Risiken und Chancen, die direkt oder indirekt Einfluss auf die Vermögens- , Finanz- oder Ertragslage haben können, rechtzeitig zu identifizieren und zu bewerten und Maßnahmen zur Vermeidung/Verminderung der Risiken bzw. zur Nutzung der Chancen zu ergreifen und dadurch die Sicherung des nachhaltigen Unternehmenserfolgs unterstützen zu können. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne und externe Berichterstattung über Risiken und Chancen sichergestellt werden. Insoweit gelten folgende Grundsätze:
| ― | Unternehmerisches Handeln ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Ziel ist es, die sich bietenden Chancen zu nutzen und dabei nur solche Risiken einzugehen, die zur Erschließung von Ertragspotenzialen unvermeidbar sind. |
| ― | Keine Handlung oder Entscheidung darf ein Risiko nach sich ziehen, das vorhersehbar zu einer Bestandsgefährdung führen kann. |
Eine gruppenweit geltende Richtlinie regelt die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten, den Risiko- und Chancenmanagementprozess selbst und definiert die Anforderungen an die Risiko- und Chancenberichterstattung.
Der zentrale Ausschuss Risiko- und Chancenmanagement hat die Aufgabe, allgemeine Themen des Risiko- und Chancenmanagements zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Weiterhin soll er die generelle Eignung des Risiko- und Chancenmanagementsystems regelmäßig analysieren und bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aussprechen.
Eine detaillierte Beschreibung des Prozesses zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken und Chancen, eine Darstellung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente (IFRS 7) sowie der bedeutenden Risiken und Chancen befinden sich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 99.
NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT
Das unternehmerische Handeln von K+S ist auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet. Um auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich zu sein, müssen auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigt werden. Daher werden im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements ökologische und soziale Themen sowie gesellschaftliche Trends frühzeitig und systematisch identifiziert und bewertet. Die Einbeziehung der als relevant erachteten Aspekte in die Managementprozesse soll helfen, das bestehende Geschäft zu fördern, neue Geschäftschancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren.
Einem ganzheitlichen Ansatz folgend, ist das Nachhaltigkeitsmanagement in die Einheit "Legal, GRC, Corporate Secretary" integriert. Aufgabe der Einheit ist es insoweit, effektive Strukturen zur Erfassung und Bearbeitung von Nachhaltigkeitsthemen bei K+S zu schaffen, ferner generelle Nachhaltigkeitsanforderungen von bzw. an K+S zu erfassen, zu analysieren und zu priorisieren sowie Vorschläge an den Vorstand für die Festlegung von gruppenweiten Nachhaltigkeitszielen zu erarbeiten.
Der zentrale Nachhaltigkeitsausschuss hat die Aufgabe, Nachhaltigkeitsthemen zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Er analysiert regelmäßig die generelle Eignung des Nachhaltigkeitsmanagement-Systems zur Erreichung der beschriebenen Zielsetzungen und spricht bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aus. Im Jahr 2016 ist er zweimal zusammengekommen, um unter anderem über die Materialitätsanalyse zu beraten sowie das K+S-Nachhaltigkeitsprogramm 2016 - 2018 voranzubringen. Darüber hinaus fanden zur Bearbeitung der Handlungsfelder Workshops mit den jeweiligen Facheinheiten statt.
◊ ,Nachhaltigkeitsstrategie', Seite 74
STEUERUNG
Rahmenvorgabe und generelle Zielsetzung für die Steuerung der K+S GRUPPE ergeben sich aus Vision und Mission, welche im Kapitel "Unternehmensstrategie" auf der Seite 69 beschrieben sind.
Basis für die Erfüllung der Mission ist die durch den Vorstand festgelegte Gruppenstrategie. Zu deren Umsetzung werden auf der Grundlage eines regelmäßigen Dialogs des Vorstands mit den Leitern der ihm direkt unterstellten Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie dem Management der wesentlichen Gruppengesellschaften Teilziele und -strategien, Prozesse und Maßnahmen festgelegt, die wiederum in einem kaskadierenden Prozess auf die jeweils nachgeordneten organisatorischen Ebenen heruntergebrochen werden. Deren jeweils relevanter Inhalt ist durch die Vorgesetzten an die betroffenen Mitarbeiter zu kommunizieren.
Die Qualität der Definition von Zielen ist entscheidend für ihre Erreichbarkeit und Überprüfbarkeit. Daher müssen sie spezifiziert, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein und dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Zielen stehen.
Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen bedürfen der Zustimmung des Gesamtvorstands bzw. des für die betroffene Einheit/Gruppengesellschaft zuständigen Vorstandsmitglieds.
Wesentliche Steuerungsinstrumente sind die Mittelfristplanung sowie die rollierende Monatsplanung. Die Mittelfristplanung der K+S GRUPPE umfasst einen Planungszeitraum von drei Jahren und setzt sich aus der Jahresplanung des kommenden Geschäftsjahres und der Planung der beiden Folgejahre zusammen. Hierbei werden in zahlreichen Teilprozessen und unter zentraler Vorgabe der wichtigsten Planungsprämissen wesentliche Kennzahlen durch die Geschäftsbereiche und Einheiten geplant. Vom Zentralcontrolling werden die Mittelfristplanungen der Einheiten zur konsolidierten operativen Planung sowie zur Personal-, Investitions- und Finanzplanung der K+S GRUPPE zusammengefasst und dem Vorstand erläutert. Nach erfolgter Billigung legt der Vorstand die Jahresplanung dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vor und erläutert die Planung der beiden Folgejahre. Nach Aufstellung des Konzernabschlusses erhalten Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen eines Plan-/Ist-Vergleichs einen detaillierten Überblick über die wesentlichen Abweichungen zur Jahresplanung des abgelaufenen Geschäftsjahres der K+S GRUPPE.
Die rollierende Monatsplanung setzt auf der genehmigten Jahresplanung auf. Hierbei werden monatlich alle wesentlichen Kennzahlen, wie z. B. Umsatz, Ergebnis, Finanzlage und Investitionen für das laufende Geschäftsjahr von den in den Konzernabschluss einzubeziehenden Einheiten hochgeschätzt und vom Zentralcontrolling konsolidiert. Dabei fließen sukzessive die vorliegenden Ist-Werte und neue Erkenntnisse über die Geschäftsentwicklung in die Hochschätzung ein. Wesentliche Prämissen werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Abweichungen werden im Rahmen der rollierenden Monatsplanung analysiert und bewertet und dienen der Steuerung des operativen Geschäfts. Dem Vorstand wird die konsolidierte rollierende Monatsplanung der K+S GRUPPE in schriftlicher und mündlicher Form erläutert.
FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLEN
Die Steuerung erfolgt anhand der folgenden wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen:
| ― | Operatives Ergebnis EBIT I (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche) |
| ― | EBITDA1 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche) |
| ― | EBITDA1 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche) + Investitionen2 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche) |
| ― | Bereinigter Freier Cashflow3 (K+S GRUPPE) |
| ― | Return on Capital Employed "ROCE"4 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche) |
| ― | Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt (K+S GRUPPE) |
◊ ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 193;
◊ ,Glossar', Seite 196
Der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf auf Seite 80 beinhaltet u. a. die genannten Steuerungskennzahlen.
Die Steuerung der Aktivitäten unserer operativen Einheiten erfolgt auf Basis der genannten Steuerungskennzahlen; dabei kommt den Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT I eine besondere Bedeutung zu, da diese aus unserer Sicht die geeigneten Größen zur Beurteilung der Ertragskraft sind. Kennzahlen zur Steuerung der Kapitalstruktur, deren Zielgrößen sowie deren tatsächlich erreichte Werte finden sich auf Seite 86. Auch die Ausgaben für Investitionen sind sowohl auf Ebene der operativen Einheiten als auch auf Gruppenebene eine wichtige Steuerungsgröße, um eine gezielte Zuteilung unserer finanziellen Mittel zu erreichen. Bei der Betrachtung der Kapitalflussgrößen ist insbesondere die Kennzahl "bereinigter Freier Cashflow" aufgrund der hohen Investitionen im Jahr 2016 von Relevanz.
1 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierter Eigenleistungen.
2 Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen des Anlagevermögens.
3 Die Berechnung der Kennzahl "bereinigter Freier Cashflow" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 89.
4 Die Berechnung der Kennzahl "ROCE" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 86.
Zur Überprüfung der finanziellen Zielsetzung nutzen wir die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE) und leiten daraus mithilfe des gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab. Auch die Kennzahl ,Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt', die Basis für die Dividendenvorschläge, überwachen wir kontinuierlich.
Eine Darstellung und Beschreibung der Entwicklung von Ertragskennzahlen in den letzten fünf Jahren befindet sich im Kapitel Ertragslage' auf Seite 80, von Cashflow und Investitionen im Kapitel ,Finanzlage' auf Seite 86.
Weitere für die K+S GRUPPE relevante finanzielle sowie nicht-finanzielle Kennzahlen sind neben den Umsatzerlösen und der Gesamtkapitalrendite auch Absatzmengen, Durchschnittserlöse sowie die Zahl der Mitarbeiter. Diese werden jedoch nicht als wesentliche Steuerungskennzahlen im Sinne des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 20 betrachtet.
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements werden Anforderungen der bzw. an K+S erfasst, analysiert und priorisiert, um spezifische Nachhaltigkeitsziele für Teilbereiche (Standorte, Gesellschaften, Produktsegmente etc.) festzulegen. So sind unter anderem die effiziente Nutzung von Wasser und Energie generelle Ziele im Bereich Umwelt.
◊ ,Nachhaltigkeitsstrategie', Seite 74
ÜBERWACHUNG
Das Überwachungssystem soll die Erreichung der im Rahmen des Steuerungssystems entwickelten Vorgaben des Managements sowie die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen (Internes Kontrollsystem im engeren Sinne) sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen.
Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen: Das für einen internen Prozess verantwortliche Management hat die für die gesetzeskonforme und den internen Regelungen entsprechende Zielerreichung bestehenden Risiken zu analysieren. In Abhängigkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos sind vorgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch welche der Eintritt des Risikos verhindert werden soll. Ferner sind nachgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch die aufgetretene Fehler/realisierte Risiken möglichst umgehend aufgedeckt werden sollen mit dem Ziel, entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen zu treffen. Abhängig von der Wesentlichkeit des jeweiligen Prozesses und seiner Risiken sind die durchgeführte Risikoanalyse, die festgelegten Kontrollen sowie die ausgeführten Maßnahmen zu dokumentieren.
Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen werden von der internen Revision durchgeführt. Über diese Prüfungen werden Berichte mit zusammengefassten Prüfungsergebnissen erstellt und dem jeweils verantwortlichen Management vorgelegt, um dieses bei der Beurteilung der generellen Eignung und tatsächlichen Wirksamkeit des Steuerungs- und Überwachungssystems zu unterstützen. Regelmäßig überprüft werden z. B. die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und des Compliancemanagementsystems.
Extern erfolgen prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen u. a. im Zusammenhang mit den Abschlussprüfungen sowie in Form von IT-Penetrationstests.
KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (§ 289 ABS. 5 BZW. § 315 ABS. 2 NR. 5 HGB)/ABSCHLUSSPRÜFUNG
Für den Konzernabschluss der Gesellschaft werden die INTERNATIONALEN RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE IFRS angewendet. Die Regelungen für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach IFRS geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich stellen wir detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch interne Regelungen in den Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Einzelabschlüsse der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und deren inländische Tochtergesellschaften nach den deutschen handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in zusätzlichen Richtlinien und Buchungsanweisungen dokumentiert. Alle Mitarbeiter werden ihren Aufgaben entsprechend ausgebildet und insbesondere bezüglich Änderungen in den Vorschriften oder den Prozessen regelmäßig geschult.
Wir verfügen über eine gruppenweite IT-Plattform für alle wesentlichen Gesellschaften, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und standardisierte maschinelle Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen und Kontrollmechanismen. Bilanzielle Bewertungen, wie z. B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, werden diese durch externe Gutachter durchgeführt.
Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten über eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt.
Neben der bestehenden internen Überwachung werden die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision. Darüber hinaus prüft der unabhängige Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems im engeren Sinne.
Die Abschlussprüfung für das Jahr 2016 wurde von der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, Hannover, (vormals DELOITTE & TOUCHE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, Hannover) durchgeführt. Sie bzw. ihre Vorgängergesellschaften, führt die Abschlussprüfungen seit 1972 durch. Der unmittelbar verantwortliche Wirtschaftsprüfer war WP/STB Dr. Christian H. Meyer. Das gesamte Mandat wurde von Herrn WP/STB Heiner Kompenhans als verantwortlicher Partner betreut. Die DELOITTE GMBH hat die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erteilung des Prüfungsauftrags erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses an den gewählten Abschlussprüfer. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.
ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 BZW. § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTG
ZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Das Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen.
ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN
Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt.
ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10% AM KAPITAL
Uns sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10 % am Grundkapital gemeldet worden.
ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN
Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITAL
Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.
ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN
Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG.
Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen.
Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i.V.m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen.
ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN
ERMÄCHTIGUNGEN ZUR SCHAFFUNG EINES NEUEN GENEHMIGTEN KAPITALS BZW. GENEHMIGTEN KAPITALS II MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE
Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital ii). Bei Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital ii ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
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Der Vorstand ist sowohl für das genehmigte Kapital als auch für das genehmigte Kapital ii ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils insgesamt 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien) in den folgenden Fällen auszuschließen:
| ― | Für Spitzenbeträge, die infolge des Bezugsrechts entstehen. |
| ― | Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. |
| ― | Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn die neuen Aktien beim Erwerb eines Unternehmens oder einer Unternehmensbeteiligung durch die Gesellschaft als Gegenleistung eingesetzt werden sollen. |
| ― | Zur Durchführung einer so genannten Aktiendividende (Scrip Dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch ganz oder teilweise als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien in die Gesellschaft einzubringen. |
Von den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand insgesamt nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet (10 %-Grenze), und zwar weder im Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigungen noch im Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des genehmigten Kapitals bzw. des genehmigten Kapitals II bis zu der jeweiligen Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10 %-Grenze anzurechnen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital II festzulegen.
Durch die dem Vorstand bis zum 11. Mai 2020 bzw. 10. Mai 2021 eingeräumte Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung mit begrenztem Bezugsrechtsausschluss durchzuführen (genehmigtes Kapital bzw. genehmigtes Kapital II), wird der Gesellschaft ein weit verbreitetes Instrument an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe zum Beispiel sich bietende Gelegenheiten zur Durchführung von Akquisitionen schnell und flexibel genutzt werden können. Der Vorstand darf von dieser Möglichkeit nur dann Gebrauch machen, wenn der Wert der neuen Aktien und der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen.
ERMÄCHTIGUNG ZUR AUSGABE VON WANDEL- UND OPTIONSSCHULDVERSCHREIBUNGEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE NEBST GLEICHZEITIGER SCHAFFUNG EINES BEDINGTEN KAPITALS
Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 750.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der bei Wandlung auszugebenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen.
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Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert bei Ausgabe der Schuldverschreibung - in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Schuldverschreibungen können auch durch Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, für die Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern bzw. Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren oder ihnen aufzuerlegen. Die Anleiheemissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden.
Den Aktionären der Gesellschaft steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht für die folgenden Fälle ganz oder teilweise auszuschließen:
| ― | Sofern die Schuldverschreibungen gegen bar ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Der Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer sonstigen Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung von der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. |
| ― | Sofern und soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustehen würde. |
| ― | Um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. |
| ― | Soweit die Schuldverschreibungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen gegen Sachleistungen ausgegeben werden, sofern der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis zu dem Wert der Schuldverschreibungen steht. |
Die vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gelten insgesamt nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet.
Im Falle der Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht können die Gläubiger ihre Schuldverschreibungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umtauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft. Das Umtauschverhältnis kann sich auch durch Division des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft ergeben. Das Umtauschverhältnis kann in jedem Fall auf eine ganze Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung festgelegt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen.
Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Optionsschuldverschreibung nicht übersteigen.
Der jeweils festzusetzende Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft (Bezugspreis) muss entweder mindestens 80% des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der Tage, an denen die Bezugsrechte an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, mit Ausnahme der beiden letzten Börsenhandelstage des Bezugsrechtshandels, entsprechen.
Bei mit Optionsrechten bzw. Wandlungsrechten oder -pflichten verbundenen Schuldverschreibungen können im Fall der wirtschaftlichen Verwässerung des Werts der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG die Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen wertwahrend angepasst werden, soweit die Anpassung nicht schon durch Gesetz geregelt ist. Die Anleihebedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung oder anderer außerordentlicher Maßnahmen beziehungsweise Ereignisse (wie zum Beispiel Kontrollerlangung durch Dritte, ungewöhnlich hohe Dividenden) eine wertwahrende Anpassung der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte/-pflichten vorsehen.
Die Anleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) begründen oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht verbundenen Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Anleihebedingungen können weiter jeweils festlegen, dass die Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden können oder das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann.
Schließlich können die Anleihebedingungen vorsehen, dass im Falle der Wandlung die Gesellschaft den Wandlungsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern einen Geldbetrag zahlt, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der K+S-Aktien im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der zehn Börsenhandelstage nach Erklärung der Wandlung oder der Optionsausübung entspricht.
Der Vorstand ist ermächtigt, im Rahmen der vorstehend beschriebenen Vorgaben mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutz und den Wandlungs- bzw. Optionszeitraum festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen der die Wandel- und/ oder Optionsschuldverschreibungen begebenden Beteiligungsgesellschaften festzulegen.
Bedingte Kapitalerhöhung
Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung bis zum 11. Mai 2020 von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden. Die Ausgabe der neuen Stückaktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis, wie vorstehend beschrieben.
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegeben wurden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen, oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungspflicht ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, oder soweit die Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Stückaktien vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teilnehmen, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung einer bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.
Die Begebung von Wandelschuldverschreibungen und/ oder Optionsschuldverschreibungen kann zusätzlich zu den klassischen Möglichkeiten der Fremd- und Eigenkapitalaufnahme die Möglichkeit bieten, je nach Marktlage attraktive Finanzierungsalternativen am Kapitalmarkt zu nutzen. Aus Sicht des Vorstands besteht ein Interesse der Gesellschaft, dass auch ihr diese Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Die Emission von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen ermöglicht die Aufnahme von Kapital zu attraktiven Konditionen. Die erzielten Wandel- bzw. Optionsprämien kommen der Kapitalbasis der Gesellschaft zugute und ermöglichen ihr so die Nutzung günstiger Finanzierungsmöglichkeiten. Die ferner vorgesehene Möglichkeit, neben der Einräumung von Wandel- und/oder Optionsrechten auch Wandelpflichten zu begründen, erweitert den Spielraum für die Ausgestaltung dieses Finanzierungsinstruments. Die Ermächtigung gibt der Gesellschaft die erforderliche Flexibilität, die Schuldverschreibungen selbst oder über unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaften zu platzieren. Durch die Möglichkeit, das Bezugsrecht auszuschließen, erhält die Gesellschaft die Möglichkeit, günstige Börsensituationen rasch wahrnehmen und eine Schuldverschreibung schnell und flexibel zu attraktiven Konditionen am Markt platzieren zu können.
ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB UND ZUR VERWENDUNG EIGENER AKTIEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10 % der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder im Wege einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse. Im Falle des Erwerbsmittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots. Bei einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann das Volumen des Angebots bzw. der Aufforderung begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots bzw. die Verkaufsangebote dieses Volumen überschreiten, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
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Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden oder wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden:
| ― | Veräußerung gegen Zahlung eines Geldbetrags, der den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; |
| ― | Begebung der Aktien als Gegenleistung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― | Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung begeben worden sind. |
Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Sofern während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf die Summe der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen oder veräußerten Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten.
Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben werden oder wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 zweiter Halbsatz AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z. B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermöglicht werden, die Aktien auch zur Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen zu verwenden. Es kann zweckmäßig sein, anstelle neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung ganz oder teilweise eigene Aktien zur Erfüllung der Wandlungs- oder Optionsrechte einzusetzen. Durch die Verwendung eigener Aktien wird die Verwässerung der Anteile der Aktionäre, wie sie bei einem Einsatz des bedingten Kapitals eintreten würde, ausgeschlossen. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar.
ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN
K+S hat im Jahr 2013 eine syndizierte Kreditlinie über 1 Mrd. € vereinbart. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Auch bei den drei von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in 2012 und 2013 emittierten Anleihen sowie bei den in 2016 begebenen Schuldscheindarlehen haben die jeweiligen Gläubiger im Fall eines Kontrollwechsels das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Anleihen bzw. Schuldscheindarlehen zu kündigen.
Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen.
ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND
Derartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf Seite 127 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Das im Jahr 2010 für Vorstand und Führungskräfte eingeführte Programm mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) enthält keine Entschädigungsvereinbarungen.
Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre.
1.3 UNTERNEHMENSSTRATEGIE
Als Rohstoffunternehmen denken und handeln wir langfristig. Für uns bedeutet nachhaltige Entwicklung Zukunftsfähigkeit. Wir werden wirtschaftlich auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir bei unserem unternehmerischen Handeln, welches auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet ist, auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigen. Daher identifizieren und bewerten wir frühzeitig und systematisch relevante Themen und gesellschaftliche Trends, um sie in unsere Managementprozesse einzubeziehen und Maßnahmen abzuleiten.
Megatrends wie Ressourcenknappheit, Globalisierung, der demografische Wandel, Klimawandel oder Innovationszyklen prägen global das ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Umfeld, zum Teil mit unterschiedlicher regionaler Wirkung, und haben Einfluss auf unsere langfristige strategische Orientierung.
VISION UND MISSION
Unsere Vision und Mission stecken den Rahmen für unsere Geschäftstätigkeit und die strategische Ausrichtung der Gruppe ab. Sie sollen unseren Mitarbeitern, Aktionären, Fremdkapitalgebern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit die Grundlage für unser Denken und Handeln näherbringen und erläutern.
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VISION
Quelle für Wachstum und Leben durch Nährstoffe und Mineralien
MISSION
Unter Beachtung unserer Grundwerte und Prinzipien (Code of Conduct) und in Umsetzung unserer Vision wollen wir:
| ― | Nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg erzielen und bei unserem unternehmerischen Handeln auch die damit verbundenen sozialen und ökologischen Aspekte berücksichtigen, |
| ― | Rohstoffe fördern und veredeln und mit unseren Produkten und Leistungen Ernährung, Gesundheit sowie Lebensqualität verbessern, |
| ― | in den Märkten führende Positionen einnehmen, |
| ― | für unsere Kunden der bevorzugte Partner sein, |
| ― | unsere Rohstoff- und Produktionsbasis stärken und weltweit ausbauen, |
| ― | durch die Entwicklung neuer Produkte und effizienterer Verfahren die Wertschöpfung weiter erhöhen, |
| ― | für Mitarbeiter aus aller Welt ein attraktiver Arbeitgeber sein. |
WACHSTUMSSTRATEGIE
Im Jahr 2016 hat sich unsere Zwei-Säulen-Strategie erneut bewährt. In einem Umfeld niedriger Preise für kalihaltige Produkte, einem vergleichsweise unterdurchschnittlichen Wintergeschäft und trotz signifikanter Produktionseinschränkungen am Werk Werra konnten wir aufgrund unserer starken Position in Europa, unseren Spezialitäten-Produkten und dem wachstumsorientierten Nicht-Auftausalzgeschäft ein ordentliches Ergebnis erzielen.
◊ ,Darstellung der Segmente', Seite 93
Wir wollen in beiden Säulen weiter wachsen und haben uns deshalb im Jahr 2015 das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2020 ein Konzern-EBITDA von rund 1,6 Mrd. € (2016: 0,5 Mrd. €) zu erreichen. Dieses Ziel haben wir trotz der derzeitigen Herausforderungen fest im Blick. Zu diesem Zweck haben wir uns eine Agenda gegeben, deren Umsetzung wir bereits im Jahr 2016 mit den Akquisitionen in China und Saudi-Arabien konsequent fortgesetzt haben. Die Schwerpunkte lauten:
| ― | Erfolgreiche Inbetriebnahme der neuen Kaliproduktion in Kanada (Legacy Projekt) |
| ― | Bewältigung umweltbezogener Herausforderungen insbesondere in Deutschland |
| ― | Optimierung des Portfolios durch höhermargige Produkte |
| ― | Erfolgreiche Umsetzung der Strategie "Salz 2020" |
| ― | Beibehaltung der Kostendisziplin über das Programm "FIT FÜR DIE ZUKUNFT" hinaus |
Im Zentrum unserer finanziellen Ziele steht weiterhin die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts in Form einer Prämie auf die Kapitalkosten vor Steuern in Höhe von mindestens 15 %. Diese Marke wollen wir spätestens im Jahr 2020 wieder erreichen.
Die einzelnen Bestandteile der langfristig ausgerichteten K+S-Wachstumsstrategie werden in der nachfolgenden Abbildung dargestellt und anschließend erläutert. / ABB: 1.3.1
BESTANDTEILE DER K+S-WACHSTUMSSTRATEGIE
ABB: 1.3.1
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| Differenzierung und nachhaltiges Margenwachstum durch Spezialisierung | Ausbau der strategischen Geschäftsbereiche durch Akquisitionen und Kooperationen | |
| Ausbau eines ausgewogenen Regionalportfolios | Setzen von Standards für Qualität, Zuverlässigkeit und Service | Effizienzsteigerung und Nutzung von Synergien |
DIFFERENZIERUNG UND NACHHALTIGES MARGENWACHSTUM DURCH SPEZIALISIERUNG
K+S strebt den Ausbau der Marktpositionen in ihren Geschäftsbereichen insbesondere über die Vermarktung ihrer vielfältigen Spezialprodukte an. Die Veredelung der geförderten Rohsalze ermöglicht die Realisierung höherer Margen und ein gegenüber Marktschwankungen robusteres Geschäft.
STRATEGISCHE AUSRICHTUNG DER GESCHÄFTSBEREICHE
K+S verfügt mit den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz über zwei in vielen Teilen der Wertschöpfung synergetisch verbundene und sich komplementär ergänzende Arbeitsgebiete mit attraktiven Wachstumsperspektiven.
KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zielt auf eine ausgewogene Präsenz in den wichtigen Agrarregionen Europa, Südamerika, Nordamerika und Asien ab, um so einen Ausgleich der saisonalen Unterschiede und eine Verminderung von konjunkturell bedingten, regionalen Nachfrageschwankungen zu ermöglichen.
STRATEGIE KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
ABB: 1.3.2

Im Einzelnen ergeben sich folgende strategische Handlungsfelder: / ABB: 1.3.2
Im Jahr 2016 hat der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte seine Marktstrategie überarbeitet. Der Ausbau von kundengerechten Spezialitäten-Produkten steht hierbei im Vordergrund. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet der neu erworbene Produktionsstandort in Huludao (China). Mit dieser Akquisition wurde das Produktportfolio des Geschäftsbereichs um synthetisches Magnesiumsulfat (SMS) ergänzt. Daneben baut der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sein Produktangebot im Fertigationsbereich mit einer Beteiligung am SOP-Produzenten AL-BIARIQ (Saudi-Arabien) konsequent aus. Den Einsatz von Düngemittelspezialitäten in wassersparenden Mikro-Bewässerungssystemen sehen wir als künftiges Wachstumsfeld.
◊ ,Darstellung der Segmente', Seite 93
Eine entscheidende Rolle in der neuen Marktstrategie spielt außerdem das Vorantreiben von Innovationen. Der Geschäftsbereich ist davon überzeugt, dass sich - nicht zuletzt durch die zunehmenden Möglichkeiten der Digitalisierung - die Agrarbranche wandeln wird. Der Geschäftsbereich sieht dies als Chance und hat entsprechende Konzepte entwickelt und Strukturen geschaffen mit dem Ziel, den Wandel mitzugestalten.
Sehr bedeutsam ist für uns die Bewältigung umweltbezogener Herausforderungen. Wir wollen die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen bestmöglich nutzen und dabei den Eingriff in die Natur möglichst gering halten. K+S hat in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel unternommen, um die Umweltsituation an Werra und Weser zu verbessern. Wir haben die Salzabwässer von 1997 bis 2015 um fast zwei Drittel reduziert. Allein zwischen 2011 und 2015 haben wir dafür im Rahmen des "Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz" rund 400 Mio. € in modernste technische Anlagen und Verfahren investiert. Mit dem bereits begonnenen Bau einer KKF-Anlage werden wir weitere ca. 180 Mio. € in die Hand nehmen; so wird das Salzabwasseraufkommen ab 2018 nochmals um gut 20 % reduziert.
◊ ,Umwelt', Seite 41
Ein weiterer zentraler Meilenstein wird der Start der Produktion des Legacy Projekts in der kanadischen Provinz Saskatchewan im zweiten Quartal 2017 sein. In den Folgejahren soll die Produktionskapazität sukzessive bis auf jährlich 2,86 Mio. t im Jahr 2023 ausgebaut werden. Mit Abschluss der Bauphase werden dauerhaft mehr als 400 Arbeitsplätze geschaffen. Das Legacy Projekt wird das bestehende Produktionsnetzwerk von K+S um einen bedeutenden nordamerikanischen Standort ergänzen.
Im Geschäftsjahr 2016 wurde als Ergänzung zum gruppenweiten Programm "FIT FÜR DIE ZUKUNFT" das Projekt "KALI 2.0" im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte erfolgreich abgeschlossen. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zielte das Programm neben Kosteneinsparungen auf die Weiterentwicklung von Geschäftsprozessen und die Einführung einer neuen Aufbau- und Ablauforganisation.
Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verfolgt das Ziel, im Jahr 2020 ein EBITDA von mindestens 1,2 Mrd. € zu erzielen.
SALZ
Der Geschäftsbereich Salz zielt insbesondere darauf ab, in ausgewählten Regionen und Produktsegmenten weiter zu wachsen.
Für den Geschäftsbereich Salz sehen wir folgende strategische Handlungsfelder: / ABB: 1.3.3
STRATEGIE SALZ
ABB: 1.3.3

Bei unserer europäischen Tochtergesellschaft ESCO werden die Geschäfts- und Werksprozesse optimiert und die organisatorischen Strukturen angepasst, um flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu können. Im Rahmen der Wachstumsstrategie erhöht ESCO die Produktionskapazitäten für Steinsalz in den deutschen Steinsalzbergwerken. Darüber hinaus setzt ESCO auf Wachstum in hochmargigen Segmenten, wie beispielsweise bei Pharmasalzen. Mit diesen Maßnahmen wird die Wettbewerbsfähigkeit langfristig gesteigert.
Für unsere US-amerikanische Tochter MORTON SALT liegt der Fokus weiterhin auf der Optimierung des nordamerikanischen Produktions- und Distributionsnetzwerks. An der Erreichung der selbst gesetzten, ambitionierten Effektivitäts- und Effizienzziele im Rahmen der Initiative "score" hält der Geschäftsbereich weiter fest. Ein aktuelles Beispiel stellt die Neuordnung unserer Solarsalz-Aktivitäten dar. Als Teil dieser Initiative wird MORTON SALT das Werk Newark im Bundesstaat Kalifornien im Jahr 2017 schließen und die Kapazitätsauslastung an zwei anderen Solarsalz-Standorten entsprechend erhöhen. Dieser Schritt hin zu einer effizienteren Nutzung bestehender Ressourcen wird sich vorteilhaft auf die Position der Gesellschaft auswirken und zu unseren Wachstumszielen beitragen. Die Optimierung des nordamerikanischen Distributionsnetzwerks soll insbesondere durch eine Konsolidierung unserer Logistikstandorte sowie durch die Rationalisierung des Transportmanagements erfolgen. Im Jahr 2016 hat MORTON SALT zudem eine "Masterbrand"-Kampagne unter dem Titel "Walk her Walk" begonnen, mit der - auch durch soziale Aktivitäten - das Markenimage nachhaltig gestärkt werden soll. MORTON SALT setzt dabei insbesondere auf Innovation und eine Premium-Markenstrategie über alle Produkte und Regionen hinweg.
In Chile und Peru konnten wir im Jahr 2016 weitere Erfolge mit den Retail-Speisesalzmarken "LOBOS" und "BIOSAL" erzielen. Der Absatz konnte im Jahresverlauf unterstützt durch Werbekampagnen kontinuierlich gesteigert werden. Der Ausbau dieses Geschäfts sowie die Optimierung der Logistikkette werden in den kommenden Jahren weiterhin im Fokus stehen, um in dieser Region die vorhandenen Wachstumspotenziale zu erschließen.
Zusätzlich zum avisierten Wachstum in bestehenden Regionen will der Geschäftsbereich die Expansion nach Asien durch den Ausbau der Lieferungen von Salz für Anwendungen in der chemischen Industrie vorantreiben. Mit Blick darauf konnte der Geschäftsbereich mit dem Erwerb des Solarsalz Projekts "Ashburton Salt" im Westen Australiens einen wichtigen Meilenstein in Richtung Asien-Expansion erreichen. Die Erteilung erforderlicher Genehmigungen sowie den erfolgreichen Abschluss einer Machbarkeitsstudie vorausgesetzt, wird K+S eine endgültige Investitionsentscheidung voraussichtlich im Jahre 2019 treffen. Daneben soll MORTON SALT dort stärker in ausgewählten Regionen und Segmenten etabliert werden. Über Personal vor Ort soll sowohl das strategische Ziel der Absatzsteigerung und Festigung der Kundenbindung in den bereits bedienten Produkt- und Kundensegmenten als auch die Erschließung neuer Segmente erreicht werden.
Unsere Strategie "Salz 2020", zu der die zuvor genannten Initiativen gehören, nimmt somit weiter an Fahrt auf. Wir befinden uns trotz des insgesamt milden Winters im Jahr 2016 auf einem guten Weg zu unserem Ziel, das operative Ergebnis (EBIT I) des Geschäftsbereichs Salz bis zum Jahr 2020 auf Basis eines Normalwinters auf über 250 Mio. € zu steigern; dies würde einem EBITDA von rund 400 Mio. € entsprechen. Insbesondere mit dem Verkauf von witterungsunabhängigen Salzen wie Verbraucherprodukte, Gewerbe- und Industriesalz sowie Salz für die Lebensmittelindustrie konnten wir seit dem Start unserer Initiative "Salz 2020" ein deutliches Margenwachstum verzeichnen und in 2016 erstmals mehr als die Hälfte des operativen Ergebnisses hier erzielen.
AUSBAU EINES AUSGEWOGENEN REGIONALPORTFOLIOS
Weltweit sind sowohl Kali- als auch Salzmärkte durch saisonale wie auch regionale Nachfrageschwankungen gekennzeichnet. K+S zielt auf ein ausgewogenes Regionalportfolio ab, das eine Abfederung zyklischer Markttrends sowie einen Ausgleich von anderen, z. B. wetterbedingten, Schwankungen ermöglichen soll.
SETZEN VON STANDARDS FÜR QUALITÄT, ZUVERLÄSSIGKEIT UND SERVICE
Ziel von K+S ist es, im Markt der bevorzugte Partner ihrer Kunden zu sein. Konsequente Kundenorientierung und hohe Produktqualität sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Die individuelle Beratung der Kunden ermöglicht, bedarfsgerechte Lösungen zu identifizieren und anzubieten.
EFFIZIENZSTEIGERUNG UND NUTZUNG VON SYNERGIEN
Die Kosten stellen im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz einen zentralen Erfolgsfaktor dar. Unser Fokus liegt dabei auf der konsequenten Verfolgung von Kostensenkungs- und Flexibilisierungsinitiativen über die gesamten Prozessketten hinweg.
Weiteres Potenzial sehen wir in Bezug auf die Realisierung von Synergien zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz beim Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how sowie durch Skaleneffekte bei der Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen. Darüber hinaus haben wir im Geschäftsjahr gute Fortschritte beim geschäftsbereichsübergreifenden Marktauftritt in ausgewählten Regionen (Cross-Selling) verzeichnen können.
STRATEGISCHE FINANZIERUNGSMASSNAHMEN
Mit unseren Finanzierungsmaßnahmen verfolgen wir grundsätzlich folgende Ziele:
| ― | Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit |
| ― | Gewährleistung einer ausgewogenen Kapitalstruktur |
| ― | Begrenzung von Refinanzierungsrisiken durch Diversifizierung der Finanzierungsquellen und -instrumente sowie des Fälligkeitsprofils |
| ― | Kostenoptimierung durch Kapitalbeschaffung zu nachhaltig günstigen Konditionen |
Zur Umsetzung dieser Zielsetzung haben wir drei Anleihen im Volumen von insgesamt 1,5 Mrd. € ausgegeben. Im Berichtsjahr haben wir zusätzlich Schuldscheindarlehen von insgesamt 700 Mio. € mit unterschiedlichen Laufzeiten und Zinsbindungen platziert. Zudem verfügen wir über eine Kreditlinie in Höhe von 1 Mrd. €, die eine Laufzeit bis Juni 2020 hat. Diese Liquiditätsversorgung sowie die künftigen operativen Cashflows dienen der Finanzierung allgemeiner Unternehmenszwecke und des Legacy Projekts.
Die Liquiditätssteuerung erfolgt durch die zentrale Treasury-Einheit. Dabei streben wir eine ständige Liquiditätsreserve für die K+S GRUPPE von mindestens 300 Mio. € an. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln in einem ausgewogenen Chance-/Risikoverhältnis zu optimieren.
NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE
Wir wissen, dass sich nachhaltige Unternehmensführung auszahlt. Daher identifizieren und bewerten wir frühzeitig und systematisch relevante Themen und gesellschaftliche Trends, um sie in unsere Managementprozesse einzubeziehen und Maßnahmen abzuleiten. Das hilft, unser bestehendes Geschäft zu fördern, neue Geschäftschancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren.
Ξ www.k-plus-s.com/de/nachhaltigkeit
K+S NACHHALTIGKEITSPROGRAMM 2016 - 2018
Als Ergebnis des "Fahrplan Nachhaltigkeit" wurde Anfang 2016 das Nachhaltigkeitsprogramm 2016 - 2018 beschlossen, in dem folgende gruppenweite Handlungsfelder zur Bearbeitung festgelegt sind:
Anti-Diskriminierung/Diversität
Wir schaffen ein Umfeld der Chancengleichheit und lehnen jede Form von Diskriminierung ab. Die zurzeit in Entwicklung befindliche Personalstrategie bildet die Basis für davon abgeleitete Teilstrategien, inklusive der Analyse von Anti-Diskriminierungsaktivitäten und Diversitätsansätzen. Im Jahr 2016 wurde eine globale Umfrage durchgeführt, um den Status quo zu ermitteln.
◊ ,Menschenrechte/Anti-Diskriminierung/Diversität', Seite 37
Gesundheit/Arbeitssicherheit
Arbeitssicherheit ist für uns von zentraler Bedeutung, weshalb wir in allen unseren Geschäftstätigkeiten das Ziel "null Unfälle" anstreben. Unsere Gesundheits- und Arbeitssicherheits-Managementansätze wollen wir global ausbauen und weiterentwickeln.
◊ ,Gesundheit/Arbeitssicherheit', Seite 39
Umwelt
Wir bemühen uns, Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten, um umweltverträglich zu produzieren - bei gleich hoher wirtschaftlicher Effizienz. Innerhalb des Projekts "foKuS" beschäftigen wir uns mit dem globalen Organisationsrahmen von Umweltaktivitäten und Prozessen.
◊ ,Umwelt', Seite 41
Menschenrechte
Wir respektieren die international anerkannten Menschenrechte und unterstützen deren Einhaltung. Wir handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- und Kinderarbeit ab. Im Themenbereich Menschenrechte wurden verschiedene Schritte definiert, um eine menschenrechtliche Sorgfaltspflichtprüfung in einem Pilotland zu beginnen. Das Verfahren dient dazu, tatsächliche und potenzielle menschenrechtliche Auswirkungen zu ermitteln, die sich daraus ergebenden Erkenntnisse zu berücksichtigen, Maßnahmen zu ergreifen und deren Umsetzung nachzuhalten.
◊ ,Menschenrechte/Anti-Diskriminierung/Diversität', Seite 37
Nachhaltige Lieferketten
Die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern ist durch ein offenes und faires Miteinander geprägt. Im Themenbereich "Nachhaltige Lieferketten" wurde ein gemeinsames Verständnis über den jetzigen Stand und die zukünftigen Anforderungen aus Nachhaltigkeitssicht erarbeitet. Unter Federführung der Einkaufsabteilungen und in Zusammenarbeit mit den wesentlichen Gesellschaften soll die Weiterentwicklung eines umfassenden Lieferantenmanagements samt Risikobetrachtung noch stärker in den Fokus rücken.
◊ ,Einkauf, Seite 27
AKTUALISIERUNG DER MATERIALITÄTSANALYSE IN 2016
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat im Jahr 2016 ihre Materialitätsanalyse aus dem Jahr 2014 aktualisiert. Für die Themenauswahl wurden die maßgeblichen international anerkannten Leitlinien für das Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen berücksichtigt: Die Prinzipien des GLOBAL COMPACT der Vereinten Nationen, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, der Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung (DIN ISO 26.000: 2010) und der Leitfaden der GLOBAL REPORTING INITIATIVE. Die Auswahl der zu beurteilenden Themen baute auf den Ergebnissen der früheren Analyse auf und fasste einzelne Themen zusammen. Dazu wurden Fragebögen erstellt, in denen gesetzliche Vorgaben sowie Auswirkungen der Unternehmensaktivitäten auf das jeweilige Thema und umgekehrt die Bedeutung des Themas für den Geschäftserfolg berücksichtigt wurden. Abgefragt wurden Mitarbeiter aus Fachabteilungen und aus allen wesentlichen K+S Gesellschaften. Parallel dazu wurden die Anforderungen von Stakeholdern an die K+S GRUPPE durch die Sichtung mehrerer hundert uns vorliegender Einzeldokumente aufbereitet. Anschließend haben der Governance Risk Compliance-Ausschuss und das Nachhaltigkeitskomittee die Ergebnisse analysiert. Deutlich wurde die Verbundenheit der Themen, die für die integrierte Betrachtungsweise sinnvoll ist, um ihre Zusammenhänge und deren Wirkungen auf die Geschäftstätigkeit angemessen zu berücksichtigen.
In der Matrix sind die zusammengefassten Themenbereiche nach ihrer Relevanz für die K+S GRUPPE und ihre Stakeholder positioniert, dazu gehören das "Nachhaltigkeitsmanagement", "Governance, Risiko, Compliance", "Stakeholderdialog", "Wirtschaftliche Auswirkungen", "Nachhaltige Lieferketten", "Menschenrechte", "Mitarbeiter" und "Gesundheit, Arbeitssicherheit, Umwelt". / ABB: 1.3.4
MATERIALITÄTSANALYSE: INTERNE UND EXTERNE PERSPEKTIVE
ABB: 1.3.4

AUSGEWÄHLTE STAKEHOLDERDIALOGE
Ein wesentliches Instrument, relevante Themen und gesellschaftliche Trends zu identifizieren, ist der Austausch mit unseren Stakeholdern.
Ξ www.k-plus-s.com/stakeholderdialog
Unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern und sonstigen Stakeholdern begegnen wir mit Respekt und Fairness. Je nach Anlass tauschen wir uns aus, um eigene Positionen und Sichtweisen zu verdeutlichen - aber auch, um die Anliegen anderer zu verstehen, das eigene Handeln immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls alternative Lösungen zu entwickeln. So erhöhen wir das Verständnis in einem komplexen Umfeld, bringen neue unternehmerische Trends in Erfahrung und gestalten damit die Geschäftsentwicklung. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick. / TAB: 1.3.1
ÜBERSICHT STAKEHOLDERDIALOG
TAB: 1.3.1
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| K+S WESENTLICHE THEMEN Wirtschaftliche Auswirkungen; Nachhaltigkeitsmanagement; Governance, Risiko, Compliance; Stakeholderdialog; Mitarbeiter inkl. Gesundheit, Arbeitssicherheit und Anti-Diskriminierung/Diversität sowie Umwelt; Menschenrechte; Nachhaltige Lieferketten | ||
|---|---|---|
| MITARBEITER Unser Unternehmenserfolg gründet auf der Kompetenz und dem Leistungswillen unserer Mitarbeiter. Der Austausch mit ihnen nimmt daher eine besonders wichtige Rolle ein. An vielen Standorten gibt es regelmäßige Betriebsversammlungen und wir nutzen das Intranet, um aktuelle Informationen zu teilen. | Hauptthemen | Personalpolitische Entscheidungen, Vergütung, Kommunikation, Beruf und Familie etc. |
| Methoden | Treffen mit ausgewählten Stakeholdern, gemeinsame Projekte, Workshops/Konferenzen | |
| Häufigkeit | Häufig - kontinuierlich | |
| KUNDEN UND GESCHÄFTSPARTNER Der Dialog mit unseren Kunden hilft uns, deren Bedürfnisse noch besser zu erkennen, um Produkte und Dienstleistungen darauf ausrichten zu können. Neben persönlichen Gesprächen liefern uns zum Beispiel Zufriedenheitsanalysen konkrete Ansatzpunkte für weitere Verbesserungen. Viele Informationen stellen wir im Internet bereit. | Hauptthemen | Qualitätssicherung, Produktionsbedingungen, Einhaltung von Regeln und Standards, Compliance |
| Methoden | Umfragen, Treffen mit ausgewählten Stakeholdern | |
| Häufigkeit | Gelegentlich - häufig | |
| AKTIONÄRE / INVESTOREN / ANALYSTEN In zahlreichen Roadshows und Konferenzen erläutern wir unser Geschäft, stellen uns den Nachfragen des Kapitalmarkts und nehmen Anregungen und Ideen auf. | Hauptthemen | Unternehmensbewertung, strategische Orientierung, Transparenz, Ziele, Ergebnisse, Risiken/Chancen, Wettbewerb, Lizenzbedingungen, Umweltthemen, Finanzen |
| Methoden | Treffen mit ausgewählten Stakeholdern, Workshops | |
| Häufigkeit | Gelegentlich | |
| POLITIK UND VERWALTUNG Im nationalen und internationalen Dialog mit Vertretern von Regierungen, Fachbehörden und Parlamenten bringen wir unsere Positionen direkt oder über die Mitgliedschaften in diversen Verbänden und Organisationen in die politische Diskussion ein. | Hauptthemen | Genehmigungsverfahren, Rahmenbedingungen, Infrastrukturfragen, ökonomische Wirkungen, Lobbying, Transparenz, Arbeitsplatzsicherung |
| Methoden | Treffen mit ausgewählten Stakeholdern, Workshops | |
| Häufigkeit | Kontinuierlich | |
| STANDORT-GEMEINDEN Gute Nachbarschaft mit unseren Standortgemeinden und -regionen ist uns wichtig. An den Standorten pflegen wir den Austausch mit den Standortgemeinden und den Anwohnern. | Hauptthemen | Umweltschutz, Arbeitsplätze, Engagement in den Regionen, Lobbying, Transparenz, Produktionsbedingungen, Umweltfragen, Arbeitsschutz |
| Methoden | Treffen mit ausgewählten Stakeholdern, Workshops | |
| Häufigkeit | Gelegentlich |
MITARBEIT IN GLOBALEN NACHHALTIGKEITSINITIATIVEN
Die Rolle von Unternehmen als wichtiger Partner zur Erreichung der siebzehn Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGS) wird in dem von der UN im September 2015 verabschiedeten Abschlussdokument mit dem Titel "Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" betont. Zur Analyse von potenziell sinnvollen Verknüpfungspunkten gleicht die K+S GRUPPE im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements die aktuellen Unternehmensaktivitäten mit den SDGS ab.
Mit unserem Engagement in globalen Nachhaltigkeitsinitiativen möchten wir den Austausch zwischen unterschiedlichen Stakeholdern fördern, aktuell informiert sein sowie die internationale Nachhaltigkeitsdiskussion mitgestalten.
Ξ www.k-plus-s.com/stakeholderdialog
INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFGEWINNENDEN SEKTOR
Um den Wertbeitrag des deutschen Rohstoffsektors transparent zu machen und diesem so zu mehr Bekanntheit zu verhelfen, engagieren wir uns in der deutschen INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFGEWINNENDEN SEKTOR (EXTRACTIVE INDUSTRIES TRANSPARENCY INITIATIVE - EITI). Zusammen mit weiteren Vertretern der Wirtschaft, gemeinnützigen Organisationen und der Politik diskutieren und gestalten wir die Umsetzung dieses internationalen Standards in Deutschland.
Ξ www.d-eiti.de
GLOBAL COMPACT DER VEREINTEN NATIONEN
K+S bekennt sich ausdrücklich zu den zehn Prinzipien des global compact der Verantwortung in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Diese spiegeln sich in den GRUNDWERTEN UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT) wider, die für alle Mitarbeiter verbindlich sind.
Ξ www.unglobalcompact.org
NACHHALTIGKEITSRATINGS UND -RANKINGS
Unsere Aktivitäten und Maßnahmen zu Nachhaltigkeitsthemen werden in verschiedenen Nachhaltigkeits-Rankings von unabhängiger Seite bewertet. In 2016 erreichten wir bei SUSTAINALYTICS eine Gesamtpunktzahl von 63 (2015: 59). Bei MSCI wurden wir nach einer neuen Bewertungsgrundlage mit G (2015: A) bewertet.
SPENDEN, SPONSORING, EHRENAMT
Zur Steigerung der Attraktivität unserer Standortregionen unterstützen wir ausgewählte Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur. In einer internen Richtlinie sind die Bedingungen für Spenden und Sponsoring geregelt. So spendet K+S nicht an politische Parteien einschließlich ihnen nahestehender oder zugehöriger Organisationen oder Personen. Spenden für wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke wurden im Jahr 2016 insgesamt in Höhe von knapp 958.000 € geleistet. Neben Geldspenden engagieren wir uns auch mit Sachgütern und fördern den freiwilligen Einsatz unserer Mitarbeiter für gemeinnützige Zwecke.
Ξ www.k-plus-s.com/sponsoring
1.4 WIRTSCHAFTSBERICHT
ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Die nachfolgenden Ausführungen zur gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (IFW) und des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF).
Das weltweite Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2016 um 3,1%. In den Industrienationen, insbesondere in den Vereinigten Staaten, entwickelten sich die Expansionsraten zu Jahresbeginn eher verhalten und gewannen erst im zweiten Halbjahr wieder an Dynamik. Während in einigen lateinamerikanischen Schwellenländern die anhaltende Rezession die Wirtschaftsleistung belastete, setzte sich die moderate konjunkturelle Expansion in der EUROPÄISCHEN UNION im Jahresverlauf fort.
Bis auf wenige Ausnahmen stabilisierten sich die Preise wichtiger Agrarrohstoffe im Jahresverlauf auf einem niedrigen Niveau. Der DOW JONES-UBS AGRICULTURE SUBINDEX, der die Entwicklung der Preise von Mais, Sojabohnen, Zucker, Weizen, Sojaöl, Baumwolle und Kaffee abbildet, verzeichnete im Jahresverlauf ein Wachstum von rund 2%. / ABB: 1.4.1
PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖL
ABB: 1.4.1

Nach seinem Einbruch im Jahr 2015 erholte sich der Ölpreis im Verlauf des Berichtsjahres deutlich. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent lag Ende Dezember bei rund 57 US$ pro Barrel (31.12.2015: 37 US$). Der Beschluss der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die Fördermengen zu verringern, gab dem Ölpreis insbesondere zum Jahresende Auftrieb. Der Durchschnittspreis des Gesamtjahres war mit rund 45 US$ dennoch niedriger als im Vorjahr (2015: 54 US$).
Auch der NCG-Natural-Gas-Year-Future, der schwerpunktmäßig die Regionen West- und Süddeutschland abbildet, verzeichnete im Berichtsjahr einen Anstieg von rund 15 €/MWh auf 18 € /MWh. Der Durchschnittswert ging gegenüber dem Vorjahr allerdings auf rund 16 €/ MWh zurück (2015: 20 €/MWh).
Die Entwicklung an den Devisenmärkten war im Jahr 2016 von einer weiteren Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar geprägt. Nachdem dieser zunächst im Verhältnis zum Euro auf 1,15 EUR/USD abwertete, bewegte er sich nach der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl zunächst Richtung Parität. Im Jahresdurchschnitt lag der Wert des US-Dollars allerdings bei 1,11 EUR/USD und somit auf Vorjahresniveau (2015: 1,11 EUR/USD). / ABB: 1.4.2
WÄHRUNGSENTWICKLUNG
ABB: 1.4.2

AUSWIRKUNGEN AUF K+S
Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S :
| ― | Die Energiekosten der K+S GRUPPE werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug von Gas beeinflusst. Das trotz jüngster Preisanstiege vergleichsweise niedrige Preisniveau für den Bezug von Gas in Europa wirkte sich anhaltend vorteilhaft auf die Kostenposition von K+S im Berichtsjahr aus. |
| ― | Fremdwährungssicherungssystem: Durch die für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eingesetzten Sicherungsinstrumente lag der Umrechnungskurs im Jahr 2016 wie im Vorjahr unverändert bei durchschnittlich 1,20 EUR/USD inkl. Sicherungskosten. Für die in kanadischen Dollar zu zahlenden Investitionen bei Legacy sichern wir zudem den Wechselkurs zum Euro. Der durchschnittliche Sicherungskurs lag im Berichtsjahr bei 1,49 EUR/CAD (2015: 1,47 EUR/CAD). |
| ― | Trotz zum Teil deutlicher Preisanstiege bei wichtigen Agrarrohstoffen notierten diese zum Ende des Berichtsjahres weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Gleichzeitig folgten die Kosten für die Landbewirtschaftung, z. B. für Düngemittel, dieser Entwicklung. Die daraus resultierenden Ertragsperspektiven sollten für die Landwirte weiterhin ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch den Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. |
BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Die Branchensituation im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war in der ersten Jahreshälfte durch einen zunehmenden Preisdruck in Übersee beim Standardprodukt Kaliumchlorid (MOP) gekennzeichnet. Vor allem aufgrund hoher Lagerbestände auf Seiten der Kunden, anhaltend niedriger Agrarpreise, ausbleibender Vertragsabschlüsse mit chinesischen und indischen Abnehmern sowie einer regional teils verspätet einsetzenden Düngesaison zeigte sich die Nachfrage nach Kaliumchlorid verhalten und blieb hinter der des starken Vorjahreszeitraums zurück. Dies veranlasste verschiedene Kaliproduzenten, bestehende Kapazitäten teils deutlich zu reduzieren.
Zur Jahresmitte einigten sich große Kalilieferanten mit chinesischen und indischen Abnehmern auf einen Preis für Kaliumchlorid einschließlich Fracht in Höhe von 219 bzw. 227 USD je Tonne. In der Folge war eine deutliche Absatzerholung im zweiten Halbjahr zu verzeichnen, wodurch es gegen Jahresende teilweise sogar zu einer geringen Produktverfügbarkeit kam; erste leichte Preiserholungen waren in fast allen Regionen erkennbar. Im Jahresdurchschnitt blieb das Preisniveau dennoch deutlich hinter dem des Vorjahres zurück.
Das Segment Düngemittelspezialitäten konnte sich dem allgemein rückläufigen Preistrend für kalihaltige Pflanzennährstoffe nicht länger entziehen, da die Kunden aufgrund hoher Lagerbestände und in der Erwartung nachgebender Preise eine spürbare Kaufzurückhaltung zeigten. Dennoch fiel der Rückgang der Preise in diesem Segment prozentual geringer aus. Landwirte, die chloridempfindliche Kulturen wie z. B. Gemüse oder Wein anbauen, reagieren aufgrund der attraktiven Erträge, die mit diesen Kulturen erzielt werden können, tendenziell weniger sensitiv auf die Kosten für den Düngemitteleinsatz.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
In Nordamerika und Europa führte der milde Winter sowohl zu einem Rückgang der Nachfrage nach Auftausalz als auch zu hohen Lagerbeständen und einem verstärkten Wettbewerb, sodass dessen Preise beim Voreinlagerungsgeschäft für die Wintersaison 2016/17 moderat nachgaben. Aufgrund einer höheren Anzahl an Schneetagen im vierten Quartal 2016 gegenüber dem außergewöhnlich milden Vorjahreszeitraum konnten Lagerbestände zum Jahresende teilweise abgebaut werden; vor allem in Kanada war eine stärkere Nachfrage zu verzeichnen.
Das Geschäft mit Verbraucherprodukten entwickelte sich insbesondere im Premiumsegment weiterhin positiv. Weiteres Wachstum konnte in Nordamerika bei der Nachfrage nach Meer- und Koschersalz verzeichnet werden. In Europa blieben Volumina und Preise annähernd stabil.
Die Rahmenbedingungen für den Verkauf von Gewerbesalzen sowie Salzen für die Lebensmittelindustrie haben sich im Verlauf des Jahres 2016 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert; sowohl die Nachfrage als auch das Preisniveau waren in Europa und Südamerika weitgehend unverändert. Global war ein leicht höherer Bedarf an Salzen für pharmazeutische Anwendungen zu verzeichnen, welcher in erster Linie auf den allgemeinen Trend einer alternden Bevölkerungsstruktur zurückzuführen sein sollte.
Im Segment Industriesalz führten hohe Lagerbestände bei europäischen und nordamerikanischen Kunden zu Jahresbeginn zu einem verstärkten Wettbewerb. Die Auswirkungen auf das Preisniveau in Europa waren allerdings gering, da vor allem in der zweiten Jahreshälfte eine verminderte Produktverfügbarkeit zu verzeichnen war. In Südamerika blieb die Nachfrage aufgrund der andauernden Konjunkturschwäche gedämpft.
WESENTLICHE, FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE
| ― | Hohe Bestände in den Lägern unserer Kunden und eine milde Witterung haben zu einem deutlichen Absatzrückgang des Auftausalzgeschäfts in Nordamerika und Europa geführt. |
| ― | Aufgrund der für das Jahr 2016 stark begrenzten Versenkmenge für salzhaltige Abwässer und des niedrigen Wasserdurchflusses der Werra kam es zu erheblichen Produktionseinschränkungen am Verbundwerk Werra. |
| ― | Die Vertragsabschlüsse mit chinesischen und indischen Abnehmern im Sommer 2016 führten zu einer deutlichen Absatzerholung bei Kaliumchlorid im zweiten Halbjahr. |
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
UMSATZPROGNOSE
Die im Rahmen des Geschäftsberichts 2015 formulierte Umsatzprognose ging für das Jahr 2016 von einem moderaten Umsatzrückgang gegenüber der Vorperiode aus. Mit 3,46 Mrd. € blieb der im Jahr 2016 erwirtschaftete Umsatz der K+S GRUPPE hingegen deutlich hinter dem des Vorjahres zurück (2015: 4,18 Mrd. €). Dies lag an einem stärker als erwartet eingetretenen Rückgang des Durchschnittspreisniveaus bei Kali sowie an einer höheren Anzahl an Ausfalltagen am Verbundwerk Werra infolge der begrenzten Versenkerlaubnis für salzhaltige Abwässer, aber auch an nachfragebedingten Absatzeinbußen im Auftausalzgeschäft aufgrund der milden Witterung.
ERGEBNISPROGNOSE
Mit 519,1 Mio. € bzw. 229,3 Mio. € entsprachen die operativen Ergebnisse EBITDA und EBIT I der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2016 dem prognostizierten Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Im März 2016 gingen wir zudem für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ebenfalls von einem deutlichen Rückgang aus. Beide Werte trafen mit 184,8 Mio. € bzw. 33,6 Mio. € zwar diese qualitative Prognose, blieben jedoch deutlich hinter unseren Erwartungen zurück. Im Geschäftsbereich Salz konnten 322,3 Mio. € EBITDA bzw. 203,7 Mio. € EBIT I erwirtschaftet werden, dies entsprach der im Geschäftsbericht 2015 abgegebenen Erwartung eines deutlichen Rückgangs. Das Gleiche gilt für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern mit 130,5 Mio. € und den ROCE mit 3,0% (2015: 12,5%). Auf Ebene des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte wurde die Prognose eines deutlichen niedrigeren ROCE mit 0,7% (2015: 14,4%) eingehalten; für den Geschäftsbereich Salz ergab sich ebenfalls ein deutlicher Rückgang um 11,4% auf 8,1%. Der milde Winter in Europa und Nordamerika im Jahr 2016 führte zu der Abweichung gegenüber der formulierten Erwartung eines lediglich spürbaren Rückgangs.
CASHFLOWPROGNOSE
Die im Geschäftsbericht 2015 enthaltene Prognose eines deutlich negativen Freien Cashflows (bereinigt) für das Geschäftsjahr 2016 bestätigte sich, er betrug im Berichtszeitraum -776,8 Mio. € (2015: -635,9 Mio. €).
INVESTITIONSPROGNOSE
Im Geschäftsbericht 2015 rechneten wir für das Geschäftsjahr 2016 mit einem moderat unter dem Vorjahr liegenden Investitionsvolumen (2015: 1,3 Mrd. €). Der tatsächliche Wert lag bei 1.170,8 Mio. € und entsprach somit unserer Prognose. Mit 1.009,8 Mio. € im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und 148,8 Mio. € im Geschäftsbereich Salz stimmten die Investitionen im Berichtsjahr mit unserer im März 2016 aufgestellten Prognose (spürbarer Rückgang bzw. deutlicher Anstieg) überein.
ERTRAGSLAGE
UMSATZ DEUTLICH UNTER VORJAHR
Im Geschäftsjahr 2016 reduzierte sich der Umsatz deutlich auf 3.456,6 Mio. € nach 4.175,5 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang ist im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte insbesondere auf ein niedrigeres Durchschnittspreisniveau sowie die Produktionseinschränkungen am Verbundwerk Werra zurückzuführen. Im Geschäftsbereich Salz führte vor allem die milde Witterung im Jahr 2016 zu einem negativen Mengeneffekt. Unterjährig lässt sich an den Quartalsumsätzen in der Regel eine gewisse Saisonalität erkennen; bei einer mengenmäßigen Betrachtung profitiert das erste Halbjahr im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte üblicherweise von der Frühjahrsdüngung in Europa. Das Auftausalzgeschäft konzentriert sich in der Regel auf das erste und vierte Quartal eines Jahres. / TAB: 1.4.1, 1.4.2
ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR
TAB: 1.4.1
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| in % | 2016 |
|---|---|
| Umsatzveränderung | -17,2 |
| - mengen-/strukturbedingt | -9,5 |
| - preis-/preisstellungsbedingt | -7,6 |
| - währungsbedingt | -0,1 |
| - konsolidierungsbedingt | - |
UMSATZ NACH BEREICHEN
TAB: 1.4.2
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| in Mio. € | 2015 | Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 2.091,3 | 460,5 | 370,9 | 301,7 | 398,5 | 1.531,6 |
| Geschäftsbereich Salz | 1.925,2 | 594,6 | 319,2 | 346,4 | 502,0 | 1.762,2 |
| Ergänzende Aktivitäten | 157,7 | 40,0 | 41,8 | 39,0 | 40,3 | 161,1 |
| Überleitung | 1,3 | 0,4 | 0,2 | 0,5 | 0,6 | 1,7 |
| K+S Gruppe | 4.175,5 | 1.095,5 | 732,1 | 687,6 | 941,4 | 3.456,6 |
| Anteil am Gesamtumsatz (%) | - | 31,7 | 21,2 | 19,9 | 27,2 | 100,0 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | -26,8 |
| Geschäftsbereich Salz | -8,5 |
| Ergänzende Aktivitäten | + 2,2 |
| Überleitung | + 30,8 |
| K+S Gruppe | -17,2 |
| Anteil am Gesamtumsatz (%) | - |
◊ ,Darstellung der Segmente', Seite 93;
◊ ,Segmentberichterstattung', Seite 136
Mit einem Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von 51% war der Geschäftsbereich Salz in diesem Geschäftsjahr der umsatzstärkste innerhalb der K+S GRUPPE, gefolgt vom Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und den Ergänzenden Aktivitäten. / ABB: 1.4.3
Bei der regionalen Verteilung führten niedrige Kalipreise und fehlende Mengen aufgrund der Produktionseinschränkungen am Verbundwerk Werra zu prozentual gesunkenen Umsätzen in Südamerika, welches eine der wichtigsten Überseeregionen des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte ist. Entsprechend stieg der Anteil der Hauptabsatzregionen des Geschäftsbereichs Salz - Nordamerika sowie Europa. Demgemäß erzielten wir auch weiterhin in Europa mit nun knapp 43 % den größten Anteil am Umsatz. Nordamerika erreichte etwa 38%. Auf Asien entfielen rund 6% des Gesamtumsatzes. / ABB: 1.4.4
K+S GRUPPE - UMSATZ NACH BEREICHEN
ABB: 1.4.3

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| in % | 2015 | 2016 | |
|---|---|---|---|
| 1 | Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 50,1 | 44,3 |
| 2 | Geschäftsbereich Salz | 46,1 | 51,0 |
| 3 | Ergänzende Aktivitäten | 3,8 | 4,7 |
UMSATZ NACH REGIONEN
ABB: 1.4.4

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| in % | 2015 | 2016 | |
|---|---|---|---|
| 1 | Europa | 39,8 | 42,9 |
| - davon Deutschland | 14,2 | 15,6 | |
| 2 | Nordamerika | 36,1 | 38,1 |
| 3 | Südamerika | 12,8 | 10,4 |
| 4 | Asien | 8,8 | 6,1 |
| 5 | Afrika, Ozeanien | 2,5 | 2,5 |
AUFTRAGSENTWICKLUNG
Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise.
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist der Anteil des Auftragsbestands am Jahresende im Verhältnis zum Umsatz mit weniger als 10 % gering. Das Geschäft ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt.
Im Geschäftsbereich Salz werden Auftausalzverträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir in der Regel ab dem zweiten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, zum Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Soweit die vertraglich vereinbarten Volumina - abhängig von der Witterung - rechtlich zulässigen Schwankungen unterliegen, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt ebenso, soweit Mengen bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können.
Ein Ausweis des Auftragsbestands ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragskraft nicht aussagekräftig.
ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTEN
Für uns sind der Material- und Personalaufwand sowie die Fracht- und Energiekosten von übergeordneter Bedeutung. Mit 1.247,8 Mio. € reduzierte sich der Materialaufwand vor allem mengen- und preisbedingt spürbar (2015: 1.468,7 Mio. €). Im Jahr 2016 betrug der Personalaufwand 1.011,0 Mio. €; er lag damit moderat unter dem Niveau des Vorjahres (2015: 1.080,0 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen auf die deutlich niedrigere erfolgsabhängige Vergütung zurückzuführen. Die Frachtkosten profitierten zum einen von den gesunkenen Preisen für Rohöl, lagen zum anderen aber vor allem mengenbedingt mit 637,5 Mio. € deutlich unter dem Vorjahr (2015: 808,9 Mio. €). Die Kosten für Energie betrugen 212,4 Mio. € nach 246,8 Mio. €, der Rückgang ist vor allem preis- sowie mengenbedingt.
◊ ,Anhang', Seite 136
EBITDA NACH BEREICHEN1
TAB: 1.4.3
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| in Mio. € | 2015 | Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 689,2 | 137,1 | 50,4 | 5,2 | - 7,8 | 184,8 |
| Geschäftsbereich Salz | 381,0 | 150,0 | 32,8 | 46,9 | 92,6 | 322,3 |
| Ergänzende Aktivitäten | 35,0 | 7,5 | 8,4 | 5,4 | 9,4 | 30,8 |
| Überleitung2 | -47,7 | -9,3 | -8,2 | -1,6 | 0,3 | -18,8 |
| K+S Gruppe | 1.057,5 | 285,3 | 83,4 | 55,9 | 94,4 | 519,1 |
| Anteil am Gesamt-EBITDA (%) | - | 55,0 | 16,1 | 10,8 | 18,2 | 100,0 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | -73,2 |
| Geschäftsbereich Salz | -15,4 |
| Ergänzende Aktivitäten | -12,0 |
| Überleitung2 | + 60,6 |
| K+S Gruppe | - 50,9 |
| Anteil am Gesamt-EBITDA (%) | - |
1 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.
2 Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und ergänzenden Aktivitäten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile ,Überleitung' dargestellt.
ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHR
"FIT FÜR DIE ZUKUNFT" ERFOLGREICH ABGESCHLOSSEN
Ende 2016 haben wir das Programm "FIT FÜR DIE ZUKUNFT" erfolgreich zum Abschluss gebracht. Ziel war es, die Kosten- und Organisationsstruktur der gesamten Gruppe noch effizienter zu gestalten und in den Jahren 2014 bis 2016 Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio. € gegenüber einer früheren Planung für diesen Zeitraum einzusparen. Neben tatsächlichen Einsparungen enthält dieser Betrag auch Kosten, die ursprünglich geplant waren, aber vermieden wurden. Mit rund 600 Mio. € haben wir unser selbst gestecktes Ziel deutlich übertroffen.
Die Schwerpunkte der Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen konzentrierten sich auf die Bereiche Produktion, Materialwirtschaft, Logistik und it. Wir haben beispielsweise ein IT-gestütztes System zur zentralen Produktionssteuerung eingeführt, neue hydrostatische Maschinen mit geringeren Betriebskosten für den Untertageeinsatz in Betrieb genommen, Einsparungen bei Verpackungsmaterialien erzielt, das Logistiknetzwerk in Europa und Nordamerika optimiert sowie unsere chilenische Reederei EMPRESA MARITIMA, S.A. reorganisiert.
EBIT I NACH BEREICHEN
TAB: 1.4.4
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| in Mio. € | 2015 | Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 546,1 | 102,3 | 14,7 | -48,9 | -34,6 | 33,6 |
| Geschäftsbereich Salz | 266,3 | 122,5 | 4,9 | 18,4 | 57,9 | 203,7 |
| Ergänzende Aktivitäten | 26,4 | 5,3 | 6,2 | 3,2 | 7,1 | 21,9 |
| Überleitung1 | -57,2 | -11,7 | -10,8 | -4,1 | -3,0 | -29,8 |
| K+S Gruppe | 781,6 | 218,4 | 15,0 | -31,4 | 27,5 | 229,3 |
| Anteil am Gesamt-EBIT I (%) | - | 95,2 | 6,5 | -13,7 | 12,0 | 100,0 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | -93,8 |
| Geschäftsbereich Salz | -23,5 |
| Ergänzende Aktivitäten | -17,0 |
| Überleitung1 | + 47,9 |
| K+S Gruppe | -70,7 |
| Anteil am Gesamt-EBIT I (%) | - |
1 Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und Ergänzenden Aktivitäten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile ,Überleitung' dargestellt.
OPERATIVE ERGEBNISSE EBITDA UND EBIT I
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), welches um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag an aktivierten Eigenleistungen (38,6 Mio. €) bereinigt wurde, lag im Berichtsjahr mit 519,1 Mio. € deutlich unter dem hohen Wert des Vorjahres (2015: 1.057,5 Mio. €). / TAB: 1.4.3
Das operative Ergebnis EBIT I erreichte aus den bereits genannten Gründen im Berichtsjahr 229,3 Mio. € nach 781,6 Mio. € im Vorjahr, dies entspricht einem Rückgang um rund 70%. Einsparungen aus dem Programm "FIT FÜR DIE ZUKUNFT" sowie unser starkes Nicht-Auftausalzgeschäft wirkten dieser Entwicklung entgegen. / TAB: 1.4.4
Im EBIT I sind Abschreibungen (bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag an aktivierten Eigenleistungen) in Höhe von 289,8 Mio. € berücksichtigt, diese erhöhten sich um rund 5% gegenüber dem Vorjahr (2015: 275,9 Mio. €) vor allem wegen weiterer Investitionen in den Gewässerschutz.
ERGEBNIS NACH OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN (EBIT II)
Im Jahr 2016 wurde ein Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften EBIT II von 291,0 Mio. € erwirtschaftet (2015: 715,6 Mio. €). Die Differenz zwischen dem EBIT I und EBIT II ergibt sich aus Ergebniseffekten aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften in Höhe von +61,7 Mio. € (2015: -66,0 Mio. €). Dieser positive Effekt resultierte überwiegend aus der Ausbuchung von fällig gewordenen Geschäften mit negativen Marktwerten sowie aus der positiven Veränderung der Marktwerte noch offener Sicherungsgeschäfte aufgrund günstiger durchschnittlicher Sicherungskurse.
◊ ,Konzernabschluss', Seite 131; ,Glossar', Seite 196
Nach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich nicht im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
FINANZERGEBNIS
Im Jahr 2016 betrug das Finanzergebnis -51,9 Mio. € nach -33,7 Mio. € im Vorjahr. Dabei konnte die in diesem Jahr höhere Aktivierung von Fremdkapitalzinsen (+27,2 Mio. €) den negativen Effekt aus der Bewertung bergbaulicher Rückstellungen (2016: -36,4 Mio. €; 2015: -10,5 Mio. €), den Rückgang des sonstigen Finanzergebnisses (-12,5 Mio. €) sowie einen höheren Zinsaufwand in Folge der Begebung von Schuldscheindarlehen (-4,5 Mio. €) nicht kompensieren. Im Finanzergebnis wird zudem der Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen (2016: -6,0 Mio. €; 2015: -5,6 Mio. €) ausgewiesen.
KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIE
Das Konzernergebnis nach Steuern lag im Berichtsjahr bei 174,1 Mio. € (2015: 495,2 Mio. €). Der Steueraufwand betrug 64,7 Mio. € (2015: 186,5 Mio. €) und setzte sich aus zahlungswirksamen Steuern in Höhe von 79,5 Mio. € (2015: 205,2 Mio. €) sowie nicht zahlungswirksamen latenten Steuern in Höhe von -14,8 Mio. € (2015: -18,7 Mio. €) zusammen. Der Rückgang der zahlungswirksamen Steuern folgte dem niedrigeren operativen Ergebnis im Inland. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 29,3% (2015: 28,7%) zugrunde gelegt; der Anstieg gegenüber dem Vorjahr geht vornehmlich auf Erhöhungen von Gewerbesteuerhebesätzen zurück.
Das Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 0,91 €. Es lag damit knapp 65% unter dem Vorjahreswert von 2,59 €. Die Berechnung beruht wie im Vorjahr auf einer durchschnittlichen Anzahl an ausstehenden Aktien in Höhe von 191,4 Mio. Stückaktien.
BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE
Zur besseren Vergleichbarkeit weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert; zugleich werden auch die entsprechenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern herausgerechnet. Das bereinigte Konzernergebnis dient als Grundlage für die Berechnung der Dividende im Rahmen unserer Ausschüttungspolitik und wird wie folgt ermittelt: / TAB: 1.4.5
Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug 130,5 Mio. € (2015: 542,3 Mio. €). Unter Berücksichtigung eines bereinigten Vorsteuerergebnisses in Höhe von 177,4 Mio. € resultierte im Berichtsjahr eine bereinigte Konzernsteuerquote von 26,5% nach 27,5% im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich im Berichtsjahr auf 0,68 € (2015: 2,83 €). Auch hierfür wurden 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt.
Zum 31. Dezember 2016 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende somit auf 191,4 Mio. Stückaktien. / TAB: 1.4.6
HERLEITUNG DES BEREINIGTEN KONZERNERGEBNISSES
TAB: 1.4.5
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| in Mio. € | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 495,2 | 174,1 |
| Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte | 85,5 | -4,4 |
| Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | -22,0 | -43,6 |
| Eliminierung daraus resultierender latenter bzw. zahlungswirksamer Steuern | -18,9 | 18,1 |
| Realisierter Ertrag (-)/Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada | 2,5 | -13,7 |
| Bereinigtes Konzernergebnis | 542,3 | 130,5 |
ERGEBNIS JE AKTIE
TAB: 1.4.6
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| 2015 | Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | 2016 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie (€) | 2,59 | 1,05 | - | -0,15 | 0,01 | 0,91 |
| Ergebnis je Aktie, bereinigt (€)1 | 2,83 | 0,77 | - | -0,14 | 0,05 | 0,68 |
| Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 |
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| % | |
|---|---|
| Ergebnis je Aktie (€) | -64,8 |
| Ergebnis je Aktie, bereinigt (€)1 | -75,9 |
| Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) | - |
1 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2016: 29,3% (2015: 28,7%).
KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGE
MARGENKENNZAHLEN
Auch die Margenkennzahlen verschlechterten sich im Berichtsjahr merklich: Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) von 519,1 Mio. € im Jahr 2016 führte zu einer EBITDA-Marge von rund 15% nach gut 25% im Vergleichszeitraum, die EBIT I-Marge erreichte lediglich knapp 7% (2015: 19%). Die Umsatzrendite lag bei rund 4% (2015: 13%). / ABB: 1.4.5
◊ ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 193
MARGENKENNZAHLEN
ABB: 1.4.5

HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN
Der gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE errechnet sich als Summe der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital nach dem Peer-Group-Verfahren gemäß IAS 36. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert.
Die Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber wird aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie abgeleitet. Als risikoloser Zinssatz wurde der barwertäquivalente Durchschnitt der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von 1 bis 30 Jahren gemäß der Svensson-Methode herangezogen; Ende 2016 lag dieser bei 1,0% (2015: 1,5%). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 6,3% (2015: 6,0%) sowie mit dem aus der Peer-Group abgeleiteten gültigen Betafaktor in Höhe von 0,97 (2015: 0,91) gegenüber dem Vergleichsindex MSCI WORLD ermittelt. Daraus ergab sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 7,1% (2015: 6,9%).
Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern lag bei 3,4% (2015: 3,0 %) und basierte auf dem Rating der Unternehmen der Peer-Group und einem damit korrespondierenden Spread auf den risikolosen Basiszinssatz. Nach Berücksichtigung der bereinigten Konzernsteuerquote von 26,5% folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 2,5% (2015: 2,2%). Der nach dem Peer-Group-Verfahren ermittelte Verschuldungsgrad betrug 31,5% (2015: 22,1%).
In Summe führte dies zu einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE von 6,0% (2015: 6,0%) nach Steuern. Hieraus ergaben sich auf Basis einer durchschnittlichen Kapitalbindung von 7.702,6 Mio. € (davon operativ gebunden: 7.533,6 Mio. €) für das Jahr 2016 Kapitalkosten in Höhe von 462,2 Mio. € (2015: 409,0 Mio. €). Der entsprechende Kapitalkostensatz vor Steuern betrug 8,2% (2015: 8,3 %).
HERLEITUNG DES ROCE
TAB: 1.4.7
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| in Mio. € | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| EBIT I | 781,6 | 229,3 |
| Immaterielle Vermögenswerte1 | 831,9 | 843,3 |
| Sachanlagen | 5.054,8 | 6.456,0 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen | 13,6 | 27,0 |
| Operatives Anlagevermögen | 5.900,3 | 7.326,3 |
| Vorräte | 705,3 | 710,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 708,6 | 656,5 |
| Sonstige Vermögenswerte | 377,2 | 357,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -306,0 | -343,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -166,8 | - 193,7 |
| Kurzfristige Rückstellungen | -405,6 | -322,5 |
| Bereinigungen Working Capital2 | 33,4 | 30,3 |
| Working Capital | 945,9 | 894,6 |
| Eingesetztes Kapital | 6.846,2 | 8.220,9 |
| ROCE = Operatives Ergebnis (EBIT I)/Eingesetztes Kapital (Jahresdurchschnitt) | 12,5% | 3,0% |
| - Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 14,4°% | 0,7% |
| - Geschäftsbereich Salz | 11,4°% | 8,1% |
| - Ergänzende Aktivitäten | 27,6% | 28,2% |
1 Bereinigt um die im Goodwill aus der Erstkonsolidierung enthaltenen latenter Steuern.
2 Bereinigt um CTA-Planvermögensüberschüsse, Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Geldanlagen, Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
MEHRPERIODENÜBERSICHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN1
TAB: 1.4.8
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| 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen in % | |||||
| Bruttomarge | 45,1 | 43,2 | 42,1 | 45,9 | 38,9 |
| EBITDA-Marge | 26,3 | 23,0 | 23,4 | 25,3 | 15,0 |
| EBIT-Marge | 20,4 | 16,6 | 16,8 | 18,7 | 6,6 |
| Umsatzrendite2 | 13,7 | 11,1 | 9,6 | 13,0 | 3,8 |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern2, 3 | 19,6 | 12,8 | 9,9 | 13,1 | 2,9 |
| Gesamtkapitalrendite2,3 | 16,1 | 10,9 | 9,0 | 10,4 | 2,7 |
| Return on Capital Employed (ROCE) | 19,9 | 15,2 | 12,7 | 12,5 | 3,0 |
| Gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern | 8,7 | 8,2 | 8,4 | 8,3 | 8,2 |
| Value Added (Mio. €) | 452,4 | 302,3 | 216,4 | 262,8 | -391,7 |
1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.
2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2016: 29,3% (2015: 28,7%).
3 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.
RENDITEKENNZAHLEN
Auch die Renditekennzahlen entwickelten sich insbesondere aufgrund der negativen Preis- und Mengeneffekte im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte rückläufig. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug im Berichtsjahr 2,9% (2015: 13,1%) und die Gesamtkapitalrendite 2,7% (2015: 10,4%). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) der K+S GRUPPE fiel im Berichtsjahr auf 3,0% nach 12,5% im Vorjahreszeitraum. Gründe waren der deutliche Rückgang im EBIT I sowie eine höhere operative Kapitalbindung, im Wesentlichen durch Legacy. Der ROCE lag folglich unter unseren Kapitalkosten von 8,2% vor Steuern. Damit hat die K+S GRUPPE im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Wertbeitrag (Value Added) in Höhe von - 391,7 Mio. € verzeichnen müssen. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte folgte aus den bereits genannten Gründen dieser Entwicklung; der ROCE betrug 0,7%. Der Geschäftsbereich Salz erreichte einen Wert von 8,1%. / TAB: 1.4.7, 1.4.8
◊ ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 193
FINANZLAGE
GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS DER K+S GRUPPE
FINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERT
Zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE gehört es,
| ― | die Liquidität zu sichern und gruppenweit effizient zu steuern, |
| ― | die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten und zu optimieren sowie |
| ― | finanzielle Risiken auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten zu reduzieren. |
Durch ein zentralisiertes Cashmanagement steuern wir die Liquidität und optimieren die Zahlungsströme innerhalb der K+S GRUPPE. Um die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten bzw. günstige Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu erreichen, streben wir ungeachtet des gegenwärtigen "Non-Investment Grade"-Ratings langfristig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein "Investment Grade"-Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Die Steuerung der Kapitalstruktur wird anhand folgender Kennzahlen vorgenommen: / TAB: 1.4.9
◊ ,K+S am Kapitalmarkt', Seite 16
Das Währungs- und Zinsmanagement erfolgt zentral für alle wesentlichen Gruppengesellschaften. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen, zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt und regelmäßig überwacht.
KENNZAHLEN UND STEUERUNG DER KAPITALSTRUKTUR
TAB: 1.4.9
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| Zielkorridor | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung/EBITDA | 1,0 bis 1,5 | 0,8 | 1,2 | 1,8 | 2,3 | 6,9 |
| Nettoverschuldung/Eigenkapital (%) | max. 100 | 24,4 | 30,5 | 40,9 | 55,9 | 78,7 |
| Eigenkapitalquote (%) | 40 bis 50 | 51,4 | 45,3 | 50,6 | 51,9 | 47,2 |
FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEM
Schwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich besonders im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden hier wesentliche Nettopositionen (d. h. Nettoumsatz in US-Dollar abzüglich Frachten und Investitionen für das Legacy Projekt in US-Dollar) mit Hilfe von Derivaten, in der Regel durch Optionen oder Termingeschäfte, gesichert. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Letzteres kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Translationseffekte aus der US-Dollar-Umrechnung treten derzeit hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf und werden zukünftig auch im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für die kanadische-Dollar-Umrechnung eine zunehmend größere Rolle spielen.
Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften im Rahmen der Transaktionssicherung wird ein "worst case" abgesichert, zugleich aber die Chance erhalten, für einen Teil der Fremdwährungspositionen an einer für uns günstigen Kursentwicklung teilzuhaben.
Im Jahr 2016 lag der realisierte Kurs des US-Dollars im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bei 1,20 EUR/USD inkl. Kosten und somit auf Vorjahresniveau (2015: 1,20 EUR/USD). / TAB: 1.4.10
WÄHRUNGSSICHERUNG GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
TAB: 1.4.10
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| 2015 | Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | 2016 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR/USD-Umrechnungskurs nach Prämien | 1,20 | 1,20 | 1,21 | 1,20 | 1,15 | 1,20 |
| Durchschnittlicher EUR/USD-Kassakurs | 1,11 | 1,10 | 1,13 | 1,12 | 1,08 | 1,11 |
Für die Errichtung von Legacy werden während der Hauptinvestitionsphase bis zum zweiten Quartal 2017 Zahlungen vornehmlich in kanadischen Dollar (CAD) und zum Teil auch in US-Dollar getätigt. Für die Investitionen in kanadischen Dollar besteht teilweise eine natürliche Gegenposition durch Überschüsse aus dem Salzgeschäft in Kanada. Die verbleibende CAD-Nettoposition ist zum Großteil durch den Einsatz von Termingeschäften gesichert, die einen "worst case" festschreiben. Für das Jahr 2016 betrug der durchschnittliche Sicherungskurs 1,49 EUR/CAD (2015: 1,47 EUR/CAD). Die Investitionen in US-Dollar werden in die USD-Nettoposition des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte einbezogen; dies führt während der Investitionsphase zu einer Reduzierung des insgesamt zu sichernden US-Dollar-Volumens. In der anschließenden Betriebsphase wird sich die Nettoposition aufgrund der erwarteten zusätzlichen USD-Umsätze erhöhen.
Ξ www.k-plus-s.com/legacy
INVESTITIONSANALYSE
Im Jahr 2016 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 1.170,8 Mio. € (2015: 1.278,8 Mio. €). Der Rückgang ist wie erwartet vor allem auf das im Vergleich zum Vorjahr geringere Investitionsvolumen für unser Legacy Projekt in Kanada zurückzuführen, welches weiterhin den Großteil der Gesamtinvestitionen darstellt. Aufgrund der Havarie und der sich daraus ergebenden Verzögerungen im Ablauf haben sich zudem Investitionen in das Jahr 2017 verschoben. / TAB: 1.4.11
INVESTITIONEN NACH BEREICHEN1
TAB: 1.4.11
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| in Mio. € | 2015 | Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 1.145,0 | 266,8 | 334,6 | 224,4 | 184,1 | 1.009,8 |
| Geschäftsbereich Salz | 118,1 | 12,2 | 26,1 | 33,9 | 76,5 | 148,8 |
| Ergänzende Aktivitäten | 6,5 | 0,5 | 1,2 | 1,5 | 2,6 | 5,8 |
| Übrige Investitionen | 9,2 | 0,3 | 0,9 | 1,4 | 3,8 | 6,4 |
| K+S Gruppe | 1.278,8 | 279,8 | 362,8 | 261,2 | 267,0 | 1.170,8 |
| Anteil an den Investitionen (%) | - | 23,9 | 31,0 | 22,3 | 22,8 | 100,0 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | -11,8 |
| Geschäftsbereich Salz | + 26,0 |
| Ergänzende Aktivitäten | -11,1 |
| Übrige Investitionen | -30,5 |
| K+S Gruppe | -8,4 |
| Anteil an den Investitionen (%) | - |
1 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus demNachforderungsmanagement.
INVESTITIONEN IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNGEN UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
ABB: 1.4.6

1 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement.
2 Ergebniswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen in Höhe von 287,1 Mio. €; diese beziehen sich auf noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben aus 2016 und den Vorjahren. / ABB: 1.4.6
GESCHÄFTSBEREICH
KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte investierten wir 1.009,8 Mio. € und damit 135,2 Mio. € weniger als im Vorjahr (2015: 1.145,0 Mio. €). Der Großteil der Investitionen entfiel im Wesentlichen auf das Legacy Projekt in Kanada. Die Bauarbeiten sind mit Ausnahme der durch die Havarie betroffenen Bereiche weitestgehend abgeschlossen. Sechs Pads wurden gebaut, an die Fabrik angeschlossen und stehen für die Produktion zur Verfügung. Die Gleise für die Bahnanbindung sind vollständig verlegt und die ersten Eisenbahnwaggons wurden produziert und angeliefert. Auch die Bauaktivitäten an den Lager- und Umschlagsanlagen am Standort in Vancouver sind weitestgehend abgeschlossen. Darüber hinaus investierten wir erheblich in Maßnahmen zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier, insbesondere in die Errichtung der KKF-Anlage.
◊ ,Darstellung der Segmente', Seite 93;
◊ ,Umwelt', Seite 41
GESCHÄFTSBEREICH
SALZ
Im Jahr 2016 stiegen die Investitionen im Geschäftsbereich Salz auf 148,8 Mio. € an (2015: 118,1 Mio. €). Produktionssicherungsmaßnahmen an den Standorten Borth und Frisia, die Erweiterung des Standorts Port Canaveral in Florida, USA, um Produktionseinrichtungen und Lagerflächen sowie Maßnahmen zur Beseitigung von Sturmschäden am Standort Inagua, Bahamas, gehörten im Berichtsjahr zu den bedeutendsten Projekten.
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
Die Investitionsausgaben der Ergänzenden Aktivitäten gingen auf 5,8 Mio. € zurück (2015: 6,5 Mio. €). Im Bereich Entsorgung und Recycling wurde am deutschen Standort Bernburg die Erschließung eines weiteren untertägigen Einlagerungsfelds vorangetrieben.
LIQUIDITÄTSANALYSE
Im Geschäftsjahr 2016 belief sich der Brutto-Cashflow auf 368,5 Mio. € nach 835,3 Mio. € im Vorjahr. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 445,4 Mio. € (2015: 669,4 Mio. €). Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus dem geringeren operativen Ergebnis EBIT I. Dem stand eine rückläufige Mittelbindung im Working Capital gegenüber. / TAB: 1.4.12
CASHFLOWÜBERSICHT
TAB: 1.4.12
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| in Mio. € | 2015 | Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit | 669,4 | 293,8 | 65,4 | 31,1 | 55,1 | 445,4 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -775,8 | -219,8 | -300,1 | -315,0 | -366,5 | -1.201,4 |
| Freier Cashflow | -106,4 | 74,0 | -234,7 | -283,9 | -311,4 | -756,0 |
| Anpassung um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | -529,5 | -23,6 | 6,8 | 5,1 | -9,1 | -20,8 |
| Bereinigter Freier Cashflow | -635,9 | 50,4 | -227,9 | -278,8 | -320,5 | -776,8 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit | -33,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -54,9 |
| Freier Cashflow | - |
| Anpassung um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | + 96,1 |
| Bereinigter Freier Cashflow | -22,2 |
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (ohne Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich 2016 auf -1.222,2 Mio. € (2015: -1.305,3 Mio. €) und spiegelt im Wesentlichen die Investitionen in das Legacy Projekt wider. Der bereinigte Freie Cashflow (ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) betrug -776,8 Mio. € (2015: -635,9 Mio. €).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verzeichnete im Berichtsjahr einen Anstieg auf 769,1 Mio. € (2015: -151,5 Mio. €). Ursächlich hierfür war die Begebung von Schuldscheindarlehen im Sommer 2016 mit einem Volumen von insgesamt 700 Mio. €.
Zum 31. Dezember 2016 betrug der Nettofinanzmittelbestand 134,7 Mio. € (31.12.2015: 118,5 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen sowie Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten von bis zu drei Monaten.
/ TAB: 1.4.13
MEHRPERIODENÜBERSICHT DER FINANZLAGE
TAB: 1.4.13
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 3.393,9 | 3.396,6 | 3.974,5 | 4.295,6 | 4.552,2 |
| Eigenkapitalquote (%) | 51,4 | 45,3 | 50,6 | 51,9 | 47,2 |
| Langfristiges Fremdkapital | 2.555,3 | 2.686,8 | 2.999,8 | 3.036,8 | 3.930,4 |
| - davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 160,1 | 102,6 | 162,8 | 166,1 | 186,7 |
| - davon Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | 706,6 | 743,9 | 872,5 | 870,1 | 996,0 |
| Anteil langfr. Rückstellungen an Bilanzsumme (%) | 15,1 | 12,9 | 15,2 | 12,5 | 12,3 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 647,4 | 1.414,8 | 880,9 | 941,2 | 1.162,9 |
| - davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 289,2 | 271,5 | 284,6 | 306,0 | 343,8 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.265,8 | 2.255,2 | 1.551,3 | 1.543,7 | 2.534,5 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | -39,4 | 190,5 | 590,9 | 1.363,6 | 2.401,1 |
| Nettoverschuldung | 827,3 | 1.037,0 | 1.626,2 | 2.399,8 | 3.583,8 |
| Verschuldungsgrad I (%) | 37,3 | 66,4 | 39,0 | 35,9 | 55,7 |
| Verschuldungsgrad II (%) | 24,4 | 30,5 | 40,9 | 55,9 | 78,7 |
| Working Capital | 1.025,7 | 844,9 | 768,1 | 945,9 | 894,6 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 607,2 | 755,7 | 719,1 | 669,4 | 445,4 |
| Freier Cashflow | -359,4 | -53,6 | 134,2 | -106,4 | -756,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 243,0 | 721,3 | -787,8 | -151,5 | 769,1 |
FINANZIERUNGSANALYSE
Die Finanzierungsstruktur der K+S GRUPPE zeigte sich im Berichtsjahr weiter stabil. Die Finanzierung erfolgte per 31. Dezember 2016 zu 88% aus Eigen- und langfristigem Fremdkapital, das sich wiederum vorrangig aus Anleiheverbindlichkeiten und Rückstellungen zusammensetzt (31.12.2015: 89%). / ABB: 1.4.7
PASSIVA
ABB: 1.4.7

EIGENKAPITALANTEIL UNTER VORJAHR
Das Eigenkapital stieg im Berichtsjahr auf 4.552,2 Mio. € nach 4.295,6 Mio. € im Vorjahr. Durch einen verhältnismäßig stärkeren Anstieg des Fremdkapitals auf insgesamt 5.093,3 Mio. € (2015: 3.978,0 Mio. €) verringerte sich indessen die Eigenkapitalquote auf 47,2% (2015: 51,9 %).
FREMDKAPITALANTEIL GESTIEGEN
Das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 3.930,4 Mio. € (2015: 3.036,8 Mio. €). Dadurch stieg der Anteil des langfristigen Fremdkapitals auf 40,7% der Bilanzsumme (31.12.2015: 36,7%). Ursächlich hierfür waren in erster Linie höhere langfristige Finanzverbindlichkeiten sowie ein Anstieg der Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen.
Das kurzfristige Fremdkapital betrug am Bilanzstichtag 1.162,9 Mio. € (31.12.2015: 941,2 Mio. €). Damit erhöhte sich dessen Anteil an der Bilanzsumme auf 12,1% zum 31. Dezember 2016 (2015: 11,4%).
◊ ,Anhang', Seite 136
FINANZVERBINDLICHKEITEN
Finanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2016 in Höhe von 2.534,5 Mio. € (2015: 1.543,7 Mio. €). Der Anstieg beruht vor allem auf der Begebung von Schuldscheindarlehen im Sommer 2016 mit einem Volumen von insgesamt 700 Mio. € sowie der Inanspruchnahme eines Konsortialkredits. Der Großteil des langfristigen Fremdkapitals entfällt weiterhin auf die im Juni 2012 sowie im Dezember 2013 begebenen Unternehmensanleihen.
Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährungen bestehen überwiegend in US-Dollar. Sie beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf umgerechnet 22,6 Mio. €.
RÜCKSTELLUNGEN
Die langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen insbesondere bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.
Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen erhöhten sich auf 996,0 Mio. € (2015: 870,1 Mio. €). Der durchschnittliche Diskontierungssatz reduzierte sich auf 3,3% (2015: 3,5%).
Auch die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verzeichneten einen leichten Anstieg auf 186,7 Mio. € (2015: 166,1 Mio. €). Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 3,0% (2015: 3,1%). Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19.
◊ ,Anhang', Seite 136
BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Wir nutzen operatives Leasing zum Beispiel von Fahrzeugen, Lagerkapazitäten und EDV-Zubehör; der Umfang hat keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der K+S GRUPPE.
VERMÖGENSLAGE
VERMÖGENSSTRUKTURANALYSE
Die Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 9.645,5 Mio. € (31.12.2015: 8.273,6 Mio. €). Das Sachanlagevermögen wuchs im Wesentlichen durch Investitionen in das Legacy Projekt auf 6.456,0 Mio. € (31.12.2015: 5.054,8 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen verblieb mit 161,5 Mio. € auf Vorjahresniveau (31.12.2015: 163,1 Mio. €), wohingegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 656,5 Mio. € zurückgingen (2015: 708,6 Mio. €). Das Verhältnis von langfristigen zu kurzfristigen Vermögenswerten verschob sich auf 81:19
(2015: 77:23). / ABB: 1.4.8
AKTIVA
ABB: 1.4.8

Per 31. Dezember 2016 ergab sich eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 3.583,8 Mio. € (31.12.2015: 2.399,8 Mio. €). Die Nettofinanzverbindlichkeiten, ohne Berücksichtigung der Rückstellungen, betrugen zum Stichtag 2.401,1 Mio. € (2015: 1.363,6 Mio. €). / TAB: 1.4.14, 1.4.15
◊ ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 193
NETTOVERSCHULDUNG
TAB: 1.4.14
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| in Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Flüssige Mittel | 123,1 | 140,2 |
| Langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | - | 7,0 |
| Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 40,0 | 14,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | -1.543,7 | -2.534,5 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease | -5,2 | -50,7 |
| Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt | 22,2 | 22,6 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | -1.363,6 | -2.401,1 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | -166,1 | -186,7 |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | -870,1 | -996,0 |
| Nettoverschuldung | - 2.399,8 | -3.583,8 |
MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGE
TAB: 1.4.15
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| in Mio. € | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen, immaterielles Vermögen | 3.528,2 | 3.868,9 | 5.128,3 | 6.123,1 | 7.540,4 |
| Finanzanlagen, langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 515,4 | 193,2 | 47,0 | 14,1 | 34,4 |
| Vorräte | 687,9 | 552,6 | 578,8 | 705,3 | 710,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 770,3 | 737,9 | 732,9 | 708,6 | 656,5 |
| Flüssige Mittel, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 786,8 | 1.867,5 | 910,0 | 163,1 | 154,5 |
ZWECKGEBUNDENES VERMÖGEN
Im Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) begonnen. Mit dieser Dotierung ist eine Zweckbindung von Finanzierungsmitteln verbunden. Das Gleiche gilt für Planvermögen, das zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen in Kanada dient. Darüber hinaus bestehen Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach IFRS zu qualifizieren sind. Solcher Art behandelte Verpflichtungen werden gemäß IFRS bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Personalverpflichtungen zweckgebundene Vermögen lag im Jahr 2016 bei 434,7 Mio. € nach 417,9 Mio. € im Vorjahr.
◊ ,Anhang', Anmerkung (21), Seite 168
NICHT BILANZIERTES VERMÖGEN
Sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2016 auf 550,3 Mio. € (31.12.2015: 778,3 Mio. €) und betreffen sowohl Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen als auch Leasingverhältnisse auf Basis von Operating-Leasingverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (z. B. Drucker, Kopiergeräte, EDV-Peripheriegeräte). Daneben sind Fahrzeuge geleast und Lagerkapazitäten gemietet. Diese Gegenstände sind aufgrund der gewählten Vertragsstrukturen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren.
ERLÄUTERUNG VON UNTERNEHMENSKÄUFEN UND -VERKÄUFEN
Im Berichtsjahr hat die K+S GRUPPE den Planungsprozess zur Errichtung einer Produktionsstätte für Solarsalz in Westaustralien nahe Onslow gestartet. Für das Ashburton Salt Projekt hat die K+S GRUPPE in einem ersten Schritt bergbauliche Lizenzen von einer lokalen Investorengruppe erworben.
Zudem hat die K+S GRUPPE die Produktionsstätten samt vorhandener Patente des chinesischen Düngemittelherstellers HULUDAO MAGPOWER FERTILIZERS CO., LTD. (MAGPOWER) übernommen. Der Vollzug der Transaktion fand im Januar 2017 im Rahmen eines Asset-Deals statt und hatte daher keine Auswirkungen auf die Vermögenslage im Berichtsjahr.
Darüber hinaus hat die K+S GRUPPE einen Vertrag zur Übernahme eines Anteils in Höhe von 30 % am Düngemittelproduzenten AL-BIARIQ FOR FERTILIZER PLANT CO., LTD. (AL-BIARIQ) aus Saudi-Arabien unterzeichnet. Der Vollzug der Transaktion soll im Laufe des Geschäftsjahres 2017 stattfinden und hatte bisher keine Auswirkungen auf die Vermögenslage.
DARSTELLUNG DER SEGMENTE
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
UMSATZ DEUTLICH UNTER VORJAHR
Im Berichtsjahr 2016 führten im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ein niedrigeres Preisniveau sowie Produktionseinschränkungen am Verbundwerk Werra im Zusammenhang mit der Entsorgung salzhaltiger Reststoffe zu einem Umsatzrückgang auf 1.531,6 Mio. € (2015: 2.091,3 Mio. €). Ursächlich für den Rückgang des Absatzvolumens auf rund 6,1 Mio. t (2015: 6,8 Mio. t) war neben der Minderproduktion auch die Kaufzurückhaltung im ersten Halbjahr 2016 aufgrund einer teils verspätet eingesetzten Frühjahrsdüngung und vergleichsweise späten Vertragsabschlüssen großer Kaliproduzenten mit indischen und chinesischen Abnehmern.
/ ABB: 1.4.9 / TAB: 1.4.16, 1.4.17
◊ ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 79
UMSATZ NACH REGIONEN
ABB: 1.4.9

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| in % | 2015 | 2016 | |
|---|---|---|---|
| 1 | Europa | 54,7 | 61,7 |
| - davon Deutschland | 15,6 | 16,7 | |
| 2 | Nordamerika | 3,3 | 3,3 |
| 3 | Südamerika | 19,7 | 16,5 |
| 4 | Asien | 17,5 | 13,5 |
| 5 | Afrika, Ozeanien | 4,8 | 5,0 |
KENNZAHLEN
TAB: 1.4.16
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| in Mio. € | 2015 | Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 2.091,3 | 460,5 | 370,9 | 301,7 | 398,5 | 1.531,6 |
| - davon davon Kaliumchlorid | 891,6 | 189,3 | 155,3 | 135,9 | 166,3 | 646,8 |
| - davon Düngemittelspezialitäten | 928,5 | 202,8 | 151,6 | 110,5 | 171,4 | 636,3 |
| - davon Industrieprodukte | 271,2 | 68,4 | 64,0 | 55,3 | 60,8 | 248,5 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)1 | 689,2 | 137,1 | 50,4 | 5,2 | -7,8 | 184,8 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | 546,1 | 102,3 | 14,7 | -48,9 | -34,6 | 33,6 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Umsatz | -26,8 |
| - davon davon Kaliumchlorid | -27,5 |
| - davon Düngemittelspezialitäten | -31,5 |
| - davon Industrieprodukte | - 8,4 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)1 | -73,2 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | -93,8 |
1 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.
ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR
TAB: 1.4.17
scroll
| in % | 2016 |
|---|---|
| Umsatzveränderung | -26,8 |
| - mengen-/strukturbedingt | -11,3 |
| - preis-/preisstellungsbedingt | -15,6 |
| - währungsbedingt | +0,1 |
| - konsolidierungsbedingt | - |
ENTWICKLUNG VON UMSATZ, ABSATZ UND DURCHSCHNITTSPREISEN NACH REGIONEN1
TAB: 1.4.18
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| 2015 | Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. € | 2.091,3 | 460,5 | 370,9 | 301,7 | 398,5 |
| Europa | Mio. € | 1.143,1 | 316,3 | 217,1 | 167,5 | 244,2 |
| Übersee | Mio. US$ | 1.052,1 | 158,9 | 173,7 | 149,8 | 166,8 |
| Absatz | Mio. t eff. | 6,82 | 1,69 | 1,48 | 1,26 | 1,62 |
| Europa | Mio. t eff. | 3,73 | 1,05 | 0,78 | 0,65 | 0,95 |
| Übersee | Mio. t eff. | 3,09 | 0,64 | 0,70 | 0,61 | 0,67 |
| ∅-Preis | € /t eff. | 306,5 | 272,4 | 250,1 | 238,8 | 246,1 |
| Europa | €/t eff. | 306,3 | 302,3 | 279,1 | 258,2 | 256,5 |
| Übersee | US$/t eff. | 340,3 | 246,6 | 246,4 | 243,7 | 250,0 |
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| 2016 | % | |
|---|---|---|
| Umsatz | 1.531,6 | -26,8 |
| Europa | 945,1 | -17,3 |
| Übersee | 649,2 | -38,3 |
| Absatz | 6,06 | -11,2 |
| Europa | 3,42 | -8,2 |
| Übersee | 2,63 | -14,9 |
| ∅-Preis | 252,9 | -17,5 |
| Europa | 276,0 | -9,9 |
| Übersee | 246,7 | -27,5 |
1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht und basiert bei den Übersee-Umsätzen auf den jeweiligen EUR/USD-Kassakursen. Für den Großteil dieser Umsatzerlöse wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Preisangaben werden auch durch den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.
Im Berichtsjahr betrug der Anteil des in Europa erwirtschafteten Umsatzes etwa 62%. Der Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde in Südamerika und Asien erzielt. / TAB: 1.4.18
Der Umsatz mit Kaliumchlorid ging im Geschäftsjahr 2016 preis- und mengenbedingt auf 646,8 Mio. € zurück (2015: 891,6 Mio. €). Vor allem in den Überseeregionen gaben die Preise im Jahresverlauf deutlich nach. In Europa lag die Absatzmenge für Kaliumchlorid im Berichtsjahr mit 1,1 Mio. t auf Vorjahresniveau (2015: 1,1 Mio. t), während in Übersee mit rund 1,9 Mio. t verfügbarkeitsbedingt spürbar weniger Kaliumchlorid verkauft wurde als im Vergleichszeitraum (2015: 2,1 Mio. t).
Die entsorgungsbedingten Produktionseinschränkungen am Verbundwerk Werra wirkten sich insbesondere auf das hochmargige Spezialitätengeschäft aus. Dadurch konnte die Nachfrage nach diesen Produkten nicht vollständig bedient werden. Der Umsatz mit Düngemittelspezialitäten ging von 928,5 Mio. € im Vorjahr auf 636,3 Mio. € im Berichtsjahr deutlich zurück. Das Absatzvolumen in Europa fiel von 2,2 Mio. t auf 1,8 Mio. t, auch der Überseeabsatz lag mit knapp 0,6 Mio. t deutlich unter dem Vorjahreswert (2015: 0,8 Mio. t).
Im Bereich Industrieprodukte sank der Umsatz insbesondere preisbedingt auf 248,5 Mio. € (2015: 271,2 Mio. €).
Der Absatz war sowohl in Europa (0,5 Mio. t) als auch in Übersee (0,2 Mio. t) stabil.
EBITDA UND EBIT I STARK BELASTET
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsbereichs betrug im Berichtsjahr 184,8 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Wert des Vorjahres (2015: 689,2 Mio. €). Auch im operativen Ergebnis EBIT I musste ein deutlicher Rückgang auf 33,6 Mio. € hingenommen werden (2015: 546,1 Mio. €). Hauptursachen waren auch hier das deutlich niedrigere Preisniveau für kalihaltige Pflanzennährstoffe (327,5 Mio. €) sowie die Produktionseinschränkungen am Verbundwerk Werra (198,0 Mio. €). Geplante höhere Anlaufkosten im Rahmen des Legacy Projekts wirkten sich zusätzlich ergebnismindernd aus. Dagegen hatten Einsparungen in den Energie- und Frachtkosten sowie aus dem Programm "FIT FÜR DIE ZUKUNFT" einen positiven Effekt.
LEGACY: PRODUKTION DER ERSTEN TONNE KALI IM ZWEITEN QUARTAL 2017 ERWARTET
Legacy ist ein Greenfield-Projekt zur Errichtung einer auf Solungsbergbau basierenden Kaliproduktion im Süden der kanadischen Provinz Saskatchewan. Das Werk wird bis 2023 eine Produktionskapazität von 2,86 Mio. t erreichen und somit das deutsche Produktionsnetzwerk bedeutsam ergänzen, die durchschnittlichen Produktionskosten reduzieren und die durchschnittliche Lebensdauer der K+S-Kalibergwerke verlängern. Damit wird das neue Kaliwerk die internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich stärken, was der gesamten K+S GRUPPE zugutekommt.
Im Berichtsjahr stand die Fertigstellung des Stahlbaus, des Innenausbaus der Fabrikgebäude und der Verladeanlagen sowie der Infrastruktur im Vordergrund. Sechs Pads wurden gebaut, an die Fabrik angeschlossen und stehen für die Produktion zur Verfügung. Die Gleise für die Bahnanbindung sind vollständig verlegt und die ersten Eisenbahnwaggons wurden produziert und angeliefert. Auch die Bauaktivitäten an den Lager- und Umschlagsanlagen am Standort in Vancouver sind weitestgehend abgeschlossen.
Im Juli 2016 löste sich während eines Routinetests ein Prozessbehälter aus seiner Verankerung und stürzte zu Boden, wobei erheblicher Sachschaden entstand. Mitarbeiter wurden nicht verletzt. Ende August 2016 wurde -wie geplant - die Inbetriebnahme offiziell gestartet, die Arbeiten zur Beseitigung des Schadens schritten im zweiten Halbjahr 2016 planmäßig voran. Die Bauarbeiten sind mit Ausnahme der durch die Havarie betroffenen Bereiche weitestgehend abgeschlossen; demnach dürfte die Produktion der ersten Tonne Kali im zweiten Quartal 2017 erfolgen. Wir gehen weiterhin davon aus, die angestrebte Produktionskapazität von 2 Mio. t Ende 2017 erreichen zu können. Die Produktion wird im Zuge des verzögerten Anfahrens für das Geschäftsjahr 2017 unter dem ursprünglich erwarteten Volumen von bis zu 1 Mio. t liegen.
Aufgrund des Schadens ist davon auszugehen, dass das Budget von 4,1 Mrd. CAD moderat überschritten wird. Aufgrund der vorteilhaften Währungsentwicklung (insbesondere hinsichtlich des kanadischen Dollars gegenüber dem Euro) dürfte das in 2013 geplante Euro-Budget in Höhe von rund 3,1 Mrd. € weiterhin Bestand haben.
SALZABWASSERENTSORGUNG HERAUSFORDERND
Die Prüfung der von K+S im April 2015 beim Regierungspräsidium Kassel beantragten Fortsetzung der Versenkung bis Ende 2021 dauerte im vergangenen Jahr bis Ende Dezember und damit länger als zunächst erwartet. Im Rahmen der bis dahin geltenden Übergangserlaubnis konnten Salzabwässer nur in sehr begrenztem Umfang im Untergrund versenkt werden. Die Entsorgung war daher im Jahresverlauf 2016 eng an der Wasserführung der Werra ausgerichtet. Die Folge: Unvermeidbare Produktionseinschränkungen an einzelnen Standorten des Werks Werra in den niederschlagsärmeren Monaten trotz eines effizienten Abwassermanagements, der Nutzung und Erweiterung von Speicherbecken vor Ort sowie der Etablierung zusätzlicher temporärer Entsorgungswege. Im Gesamtjahr musste die Produktion an den Standorten Unterbreizbach und Hattorf teilweise eingestellt werden. Hieraus resultierte eine Minderproduktion von rund 0,8 Mio. t. Die im Dezember 2016 erteilte Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigen Abwässern aus der Kaliproduktion des Werks Werra ermöglicht eine jährliche Versenkmenge von 1,5 Mio. m3 , begrenzt auf 5.000 m3 pro Tag - beantragt waren 2 Mio. m3 im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2021. Sie enthält darüber hinaus eine Reihe von Nebenbestimmungen. Dadurch werden weitere Produktionseinschränkungen in längeren Perioden von Niedrigwasser in der Werra - wie es in den ersten Monaten 2017 bereits der Fall war - auch im weiteren Verlauf des Jahres nicht auszuschließen sein.
◊ ,Umwelt', Seite 41
AUSBAU DES SPEZIALITÄTENGESCHÄFTS
K+S hat im Juli 2016 die Übernahme der Aktivitäten des chinesischen Herstellers von magnesiumsulfathaltigen Düngemitteln HULUDAO MAGPOWER FERTILIZERS CO., LTD. (MAGPOWER) für einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag bekannt gegeben. MAGPOWER ist einer der größten chinesischen Hersteller von synthetischem Magnesiumsulfat (SMS), das unter anderem zur Düngung von Ölpalmen, Sojabohnen und Zuckerrohr sowie für industrielle Anwendungen eingesetzt wird. Die moderne und kostengünstige Produktionsstätte in Huludao City verfügt derzeit über eine Kapazität von 90.000 t mit der Möglichkeit, diese in überschaubarer Zeit auf 180.000 t zu verdoppeln. Im Januar 2017 wurde die Transaktion erfolgreich abgeschlossen.
Im Dezember 2016 unterzeichnete K+S einen Vertrag zum Erwerb eines Anteils in Höhe von 30 % am saudi-arabischen Düngemittelproduzenten AL-BIARIQ FOR FERTILIZER PLANT CO., LTD. (AL-BIARIQ) für einen höheren einstelligen Millionen-Euro-Betrag. AL-BIARIQ ist ein Hersteller von voll wasserlöslichem Kaliumsulfat, das unter anderem zur Flüssigdüngung von Obst und Gemüse verwendet wird. Die hochmoderne Produktionsstätte am Roten Meer hat eine jährliche Kapazität von 20.000 t SOP wasserlöslich, die in 2017 auf 40.000 t verdoppelt werden soll. Gemäß der Vereinbarung soll K+S den Vertrieb und das Marketing der bei AL-BIARIQ hergestellten Düngemittel übernehmen.
Beide Zukäufe folgen der Management-Agenda von K+S, stärken die Wettbewerbsposition im Bereich der Düngemittelspezialitäten und sind wichtige Bausteine für die Expansion in Asien.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
UMSATZ WITTERUNGSBEDINGT UNTER VORJAHR
Im Geschäftsbereich Salz wurde zu Beginn des Jahres eine neue Produktsegmentierung mit einem stärkeren Fokus auf Anwendungsgebiete und Kunden eingeführt, diese gilt insbesondere für die Verbraucherprodukte und Produkte für die Lebensmittelindustrie. Die neue Darstellung ermöglicht uns eine verbesserte Analyse des operativen Geschäfts sowie der Marktentwicklungen und unterstützt die Umsetzung unserer strategischen Ziele.
◊ ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 79
Im Berichtsjahr erwirtschaftete der Geschäftsbereich Salz einen Umsatz von 1.762,2 Mio. €, dieser lag damit gut 8% unter Vorjahr (2015: 1.925,2 Mio. €). Der Rückgang ist vor allem auf die fehlende Nachfrage nach Auftausalz aufgrund der milden Temperaturen im Berichtsjahr zurückzuführen. Auf Jahressicht wurde mit 10,1 Mio. t deutlich weniger Auftausalz abgesetzt (2015: 11,9 Mio. t). Der Durchschnittspreis des Produktsegments blieb rund 7% hinter dem Vorjahreswert zurück. Vor allem im mittleren Westen der USA reduzierten sich die Preise für die Saison 2016/17 spürbar. In der Folge lag der Umsatz mit Auftausalz im Jahr 2016 bei 609,9 Mio. € und somit deutlich unter dem Wert des Vorjahres (2015: 773,4 Mio. €).
Der Umsatz mit Verbraucherprodukten wie Speise- oder Wasserenthärtungssalzen verblieb im Berichtsjahr mit 426,9 Mio. € auf Vorjahresniveau. Einem moderaten Mengenrückgang standen höhere Durchschnittserlöse insbesondere auf dem amerikanischen Kontinent gegenüber. Der Absatz reduzierte sich von 1,7 Mio. t auf 1,6 Mio. t. Aufgrund der neuen Produktsegmentierung (z. B. Umklassifizierung von Wasserenthärtungssalz für private Zwecke in das Segment Verbraucherprodukte) ergaben sich Änderungen gegenüber der bisherigen Berichterstattung. / ABB: 1.4.10 / TAB: 1.4.19, 1.4.20
KENNZAHLEN
TAB: 1.4.19
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| in Mio. € | 2015 | Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.925,2 | 594,6 | 319,2 | 346,4 | 502,0 | 1.762,2 |
| - davon Auftausalz | 773,4 | 313,1 | 33,8 | 54,1 | 208,9 | 609,9 |
| - davon Verbraucherprodukte | 427,2 | 103,6 | 110,6 | 104,9 | 107,8 | 426,9 |
| - davon Gewerbesalz | 322,3 | 78,4 | 77,7 | 78,6 | 80,1 | 314,8 |
| - davon Lebensmittelindustrie | 237,8 | 60,3 | 60,0 | 64,2 | 61,8 | 246,3 |
| - davon Industriesalz | 123,5 | 29,5 | 28,4 | 35,2 | 31,8 | 124,9 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 381,0 | 150,0 | 32,8 | 46,9 | 92,6 | 322,3 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | 266,3 | 122,5 | 4,9 | 18,4 | 57,9 | 203,7 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Umsatz | -8,5 |
| - davon Auftausalz | -21,1 |
| - davon Verbraucherprodukte | -0,1 |
| - davon Gewerbesalz | -2,3 |
| - davon Lebensmittelindustrie | + 3,6 |
| - davon Industriesalz | + 1,1 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | -15,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | -23,5 |
UMSATZ NACH REGIONEN
ABB: 1.4.10

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| in % | 2015 | 2016 | |
|---|---|---|---|
| 1 | Europa | 18,7 | 21,4 |
| - davon Deutschland | 7,0 | 8,5 | |
| 2 | Nordamerika | 74,6 | 71,9 |
| 3 | Südamerika | 6,3 | 6,3 |
| 4 | Asien | 0,2 | 0,2 |
| 5 | Afrika, Ozeanien | 0,2 | 0,2 |
ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR
TAB: 1.4.20
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| in % | 2016 |
|---|---|
| Umsatzveränderung | -8,5 |
| - mengen-/strukturbedingt | -8,7 |
| - preis-/preisstellungsbedingt | + 0,5 |
| - währungsbedingt | -0,3 |
| - konsolidierungsbedingt | - |
Das Geschäft mit Gewerbesalzen, wie z. B. für die Fischerei-, Futtermittel-, Erdöl-/Erdgas- und Pharmaindustrie, ging im abgelaufenen Geschäftsjahr mengenbedingt leicht zurück, der Umsatz betrug 314,8 Mio. € nach 322,3 Mio. € im Vorjahr. Vor allem in Nordamerika führten weiterhin niedrige Öl- und Gaspreise zu einer rückläufigen Nachfrage nach Salz als Bohrspüllösung. Insgesamt konnte der Geschäftsbereich in diesem Segment 3,4 Mio. t absetzen, dies entspricht einem Rückgang um rund 3% gegenüber dem Vorjahreswert (3,5 Mio. t).
Der Umsatz mit Salz für die Lebensmittelindustrie nahm insbesondere in Nordamerika mengen- sowie preisbedingt zu; insgesamt lag er mit 246,3 Mio. € leicht über dem Vorjahr (2015: 237,8 Mio. €). Das abgesetzte Volumen betrug knapp 1,3 Mio. t nach gut 1,2 Mio. t im Jahr 2015.
Im Industriesalzgeschäft blieb der Umsatz mit 124,9 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (2015: 123,5 Mio. €). Während in Nord- und Südamerika die Preise leicht rückläufig waren, stieg die Absatzmenge in Europa deutlich, da wir Marktanteile hinzugewinnen konnten. Der Absatz lag insgesamt mit 3,0 Mio. t moderat über dem des Vorjahres (2,9 Mio. t).
Der Festsalzabsatz des Geschäftsbereichs blieb mit insgesamt 19,4 Mio. t witterungsbedingt rund 8 % hinter dem Wert des Vorjahres zurück (2015: 21,1 Mio. t). / TAB: 1.4.21
ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE1
TAB: 1.4.21
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| 2015 | Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftausalz | ||||||
| Umsatz | Mio. € | 773,4 | 313,1 | 33,8 | 54,1 | 208,9 |
| Absatz | Mio. t | 11,88 | 4,89 | 0,64 | 1,04 | 3,53 |
| 0-Preis | €/t | 65,1 | 64,0 | 52,8 | 52,3 | 59,2 |
| Verbraucherprodukte, Lebensmittelindustrie sowie Gewerbe- und Industriesalz | ||||||
| Umsatz | Mio. € | 1.110,7 | 271,7 | 276,8 | 283,0 | 281,4 |
| Absatz | Mio. t | 9,23 | 2,24 | 2,25 | 2,50 | 2,27 |
| 0-Preis | €/t | 120,3 | 121,5 | 123,1 | 113,3 | 124,1 |
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| 2016 | % | |
|---|---|---|
| Auftausalz | ||
| Umsatz | 609,9 | -21,1 |
| Absatz | 10,10 | -15,0 |
| 0-Preis | 60,4 | -7,2 |
| Verbraucherprodukte, Lebensmittelindustrie sowie Gewerbe- und Industriesalz | ||
| Umsatz | 1.112,9 | + 0,2 |
| Absatz | 9,26 | + 0,3 |
| 0-Preis | 120,2 | - |
1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht. Die Preisangaben werden auch durch Veränderungen von Wechselkursen sowie den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.
OPERATIVE ERGEBNISSE EBITDA UND EBIT I DEUTLICH UNTER VORJAHR
Nach einem starken Vorjahr ging das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) insbesondere aufgrund des geringeren Absatz- und Durchschnittspreisniveaus im Auftausalzsegment deutlich auf 322,3 Mio. € zurück (2015: 381,0 Mio. €). Das operative Ergebnis EBIT I folgte dieser Entwicklung und betrug im Berichtsjahr 203,7 Mio. €; dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert um rund 24% (2015: 266,3 Mio. €). Trotz der Schwäche im Auftausalzsegment zeigte sich das Geschäft mit Salzen, die nicht für die Straßensicherheit eingesetzt werden, erneut kraftvoll; aufgrund unseres starken Markenportfolios konnte erstmals in der Geschichte von K+S mehr als die Hälfte des operativen Ergebnisses mit diesen Produkten erzielt werden. Darüber hinaus wirkten sich die Kosteneinsparungen im Rahmen von "FIT FÜR DIE ZUKUNFT" und strukturelle Initiativen im Zusammenhang mit der Strategie "Salz 2020" positiv auf das Ergebnis aus. Die genannten Aspekte konnten allerdings die negativen Mengen- und Preiseffekte bei Auftausalz sowie höhere Aufwendungen für Marketingaktivitäten, die künftig der Markenstärke unserer Premiumprodukte zugutekommen werden, nicht kompensieren.
K+S STARTET SALZPROJEKT "ASHBURTON SALT" IN AUSTRALIEN
Ende Mai 2016 begann K+S mit dem Planungsprozess zur Errichtung einer Salzproduktionsstätte in Westaustralien nahe Onslow. Für das Ashburton Salt Projekt erwarb K+S in einem ersten Schritt Bergbaulizenzen von einer lokalen Investorengruppe.
Das Ashburton Salt Projekt befindet sich aktuell noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase. K+S arbeitet derzeit an der Erstellung der Antragsunterlagen für die benötigten Umweltgenehmigungen und an der Vervollständigung der Machbarkeitsstudie für das Projekt. Im Endausbau könnte der Standort über eine jährliche Produktionskapazität in Höhe von 3,5 Mio. t Solarsalz verfügen und etwa 75 Mitarbeiter beschäftigen. Das dort produzierte Salz dürfte vorrangig an die chemische Industrie in Asien und vor allem nach China geliefert werden. Für die komplette Entwicklung des Projekts wird ein voraussichtliches Investitionsvolumen in Höhe von rund 350 Mio. AUD veranschlagt. Der Genehmigungsprozess dürfte aus heutiger Sicht bis zum Jahr 2019 andauern. Erst nach Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen sowie einer vollständigen Machbarkeitsstudie wird K+S eine endgültige Investitionsentscheidung für den Aufbau einer Produktion treffen.
STRATEGIE "SALZ 2020" AUF GUTEM WEG
Der Geschäftsbereich hat sich zum Ziel gesetzt, seine Effizienz und Profitabilität deutlich zu steigern. Daneben konzentrieren wir uns darauf, in ausgewählten Regionen und Produktsegmenten weiter zu wachsen. Im Rahmen dessen erwarten wir, unter der Annahme eines normalisierten Wintergeschäfts, eine Steigerung des operativen Ergebnisses EBIT I bis zum Jahr 2020 auf mehr als 250 Mio. €. Dies entspricht einem EBITDA von mehr als 400 Mio. €.
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
UMSATZ BEI 161,1 MIO. € (+2,2%)
Der Umsatz der Ergänzenden Aktivitäten lag mit 161,1 Mio. € rund 2% über dem Wert des Vorjahres (2015: 157,7 Mio. €). Gemäß IFRS ist der Innenumsatz aus den gegenüber K+S-Gruppengesellschaften erbrachten Leistungen in diesen Zahlen nicht enthalten. Einschließlich dieser Innenumsätze betrug der Gesamtumsatz im Berichtsjahr 187,6 Mio. € (2015: 188,7 Mio. €).
/ ABB: 1.4.11 / TAB: 1.4.22, 1.4.23
KENNZAHLEN
TAB: 1.4.22
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| in Mio. € | 2015 | Q1/16 | Q2/16 | Q3/16 | Q4/16 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 157,7 | 40,0 | 41,8 | 39,0 | 40,3 | 161,1 |
| - Entsorgung und Recycling | 88,0 | 21,7 | 24,0 | 21,5 | 22,3 | 89,6 |
| - K+S Transport GmbH | 11,9 | 3,0 | 2,4 | 2,2 | 2,5 | 10,1 |
| - Tierhygieneprodukte | 39,0 | 10,2 | 10,1 | 10,2 | 9,6 | 40,0 |
| - CFK Handel | 18,9 | 5,2 | 5,6 | 5,3 | 5,4 | 21,5 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 35,0 | 7,5 | 8,4 | 5,4 | 9,4 | 30,8 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | 26,4 | 5,3 | 6,2 | 3,2 | 7,1 | 21,9 |
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| in Mio. € | % |
|---|---|
| Umsatz | + 2,2 |
| - Entsorgung und Recycling | + 1,7 |
| - K+S Transport GmbH | -15,1 |
| - Tierhygieneprodukte | + 2,8 |
| - CFK Handel | + 13,8 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | -12,0 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | -17,0 |
UMSATZ NACH REGIONEN IM JAHR 2016
ABB: 1.4.11

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| in % | 2015 | 2016 | |
|---|---|---|---|
| 1 | Deutschland | 83,0 | 83,5 |
| 2 | Übriges Europa | 16,8 | 16,2 |
| 3 | Asien | 0,1 | 0,2 |
| 4 | Afrika/Ozeanien | 0,1 | 0,1 |
ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR
TAB: 1.4.23
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| in % | 2016 |
|---|---|
| Umsatzveränderung | + 2,2 |
| - mengen-/strukturbedingt | + 2,9 |
| - preis-/preisstellungsbedingt | -0,7 |
| - währungsbedingt | - |
| - konsolidierungsbedingt | - |
Im Bereich Entsorgung und Recycling stieg der Umsatz im Berichtsjahr vor allem mengenbedingt von 88,0 Mio. € auf 89,6 Mio. €. Der Umsatz der K+S TRANSPORT GMBH ging im Vergleich zum Vorjahr auf 10,1 Mio. € zurück (2015: 11,9 Mio. €). Im Bereich Tierhygiene übertraf der Umsatz mit 40,0 Mio. € das Niveau des Vorjahres (2015: 39,0 Mio. €). Das CFK-Handelsgeschäft verzeichnete einen mengenbedingten Umsatzanstieg auf 21,5 Mio. € (2015: 18,9 Mio. €).
EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Ergänzenden Aktivitäten lag im Berichtsjahr mit 30,8 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres (2015: 35,0 Mio. €). Das operative Ergebnis EBIT I betrug 21,9 Mio. € und lag damit rund 17% unter dem Wert des Vorjahres (2015: 26,4 Mio. €). Während das operative Ergebnis der Bereiche Tierhygieneprodukte und CFK (Handel) vor allem mengenbedingt anstieg, verzeichneten die Bereiche Entsorgung und Recycling sowie K+S TRANSPORT GMBH einen kosten- bzw. mengenbedingten Rückgang.
SONSTIGE EREIGNISSE
Am 13. September 2016 hat das Landgericht Meiningen die Eröffnung des Hauptverfahrens wegen angeblicher Straftaten bei der Versenkung in der Gerstunger Mulde in den Jahren 1999 bis 2007 abgelehnt. Des Weiteren hat das Landgericht festgestellt, dass die Durchsuchungen von Geschäfts- und Wohnräumen rechtswidrig gewesen sind. Die Beschlagnahmebeschlüsse wurden aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft Meiningen hat Beschwerde gegen den Beschluss des Landgerichts eingelegt, über die das Thüringer Oberlandesgericht in Jena nun zu entscheiden hat.
BEURTEILUNG DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LÄGE DURCH DEN VORSTAND1
Die hohe Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte 2016 hat zu einer Bodenbildung bei den Preisen für Kaliumchlorid geführt, während sich die Preise für Düngemittelspezialitäten, wie z. B. Kaliumsulfat SOP), auf einem guten Niveau gehalten haben. Im Jahresdurchschnitt blieb das Preisniveau dennoch deutlich hinter dem des Vorjahres zurück. Zusätzlich hat die für 2016 nur begrenzt zur Verfügung gestandene Versenkmenge für salzhaltige Abwässer und der niedrige Wasserdurchfluss der Werra zu deutlichen Produktionseinschränkungen am Werk Werra geführt. Im Geschäftsbereich Salz konnten Einsparungen aus dem Programm "FIT FÜR DIE ZUKUNFT" sowie unser starkes Nicht-Auftausalzgeschäft die negativen Preis- und Mengeneffekte aufgrund der milden Witterung nicht ausgleichen. Das operative Ergebnis EBIT I lag bei 229,3 Mio. € und war somit deutlich rückläufig (2015: 781,6 Mio. €). Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA stieg aus den zuvor genannten Gründen und aufgrund der erneut hohen, geplanten Investitionen in das Legacy Projekt auf das 6,9-fache (inkl. Rückstellungen) an; damit sollte der Höhepunkt markiert sein (2015: 2,3-fach).
1 Stand: 3. März 2017.
1.5 RISIKO- UND CHANCENBERICHT
K+S wird regelmäßig mit Entwicklungen und Ereignissen konfrontiert, die sich sowohl positiv als auch negativ auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage auswirken können. Unter Risiken verstehen wir das mögliche Eintreten von Entwicklungen und Ereignissen, die das Erreichen unserer kurz- und mittelfristigen sowie strategischen Ziele negativ beeinflussen können. Als Chancen werden mögliche künftige interne und externe Entwicklungen oder Ereignisse angesehen, die das Erreichen unserer Geschäfts- und Finanzziele positiv beeinflussen können. Sowohl Risiken als auch Chancen können somit zu Abweichungen gegenüber unserer Planung führen.
MANAGEMENTPROZESS
IDENTIFIKATION
Die Identifikation von möglichen Risiken und Chancen erfolgt regelmäßig in den jeweiligen Unternehmenseinheiten. Dafür stehen unterschiedliche Instrumente zur Verfügung. Wir beschäftigen uns intensiv im laufenden Geschäftsbetrieb und im Projektmanagement u. a. mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Auswertung von Informationen unserer Kunden, Lieferanten sowie von Institutionen, den relevanten Umsatz- und Kostengrößen, bergtechnischen Gegebenheiten sowie der Verfolgung von Risikoindikatoren und Erfolgsfaktoren aus dem wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Umfeld.
◊ ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 49
BEWERTUNG UND STEUERUNG
Identifizierte Risiken und Chancen werden nach einer einheitlichen Methodik hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen finanziellen Auswirkungen quantitativ bewertet. Das ermöglicht eine angemessene Prioritätensetzung und Zuweisung von Ressourcen, z. B. Kapital und/oder Personal für Maßnahmen zur Gegensteuerung bei Risiken und Förderung bei Chancen.
Für jedes Risiko wird zunächst eine Bruttobewertung durchgeführt. Hierbei werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bewertet. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien. Ziel ist es, das Schadenspotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Die Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt auch die notwendigen Kosten. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten (z. B. durch Abschluss einer Versicherung) übertragen werden. Sofern Bruttoeintrittswahrscheinlichkeit und/oder Bruttoschadenspotenzial durch wirksame und angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zuverlässig gemindert werden können, liegt der Fokus der Betrachtung auf der Nettoeintrittswahrscheinlichkeit und auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenspotenzial. Die interne Risikobewertung erfolgt hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial jeweils für einen kurz-, mittel- und langfristigen Betrachtungszeitraum, d. h. für die kommenden 12, 36 und 120 Monate ab dem Zeitpunkt der Identifikation bzw. Überprüfung. Die für bereits identifizierte Risiken durchgeführten Bewertungen sowie die beschriebenen und ggf. durchgeführten Gegensteuerungsmaßnahmen sind bei wesentlichen Änderungen sowie bei Überschreitung definierter Schwellenwerte laufend zu berichten und auf ihre Aktualität und Wirksamkeit zu überprüfen und ggf. anzupassen.
Zur Bewertung ihrer finanziellen Auswirkungen wird jede Chance auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und damit verbundene mögliche Risiken hin untersucht. Um Chancen nutzen zu können, werden geeignete Fördermaßnahmen gezielt gesucht, verfolgt und umgesetzt. Das Nutzenpotenzial bezieht sich nur auf die Nettoperspektive nach Durchführung von angemessenen Fördermaßnahmen. Die Bewertungszeiträume sind mit denen der Risikobewertung identisch.
BERICHTERSTATTUNG
Der internen Risiko- und Chancenberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde, das in 2016 überprüft und angepasst wurde. Danach berichten die Unternehmenseinheiten laufend an den Vorstand über Risiken und Chancen, wenn definierte Schwellenwerte sowohl für die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch für das Schadens- bzw. das Nutzenpotenzial erreicht werden. Ferner ist darüber zu informieren, ob ein Risiko bzw. eine Chance in der Hochschätzung bzw. Planung berücksichtigt ist.
Risiken und Chancen, die in der Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung durch entsprechende Ergebnisabschläge bzw. -zuschläge berücksichtigt werden, sind nicht Gegenstand der Risiko- und Chancenberichterstattung.
Darüber hinaus sind bei der Festlegung der für die Mittelfristplanung bzw. rollierenden Planung maßgeblichen generellen Prämissen (z. B. Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze) die insoweit jeweils relevanten Risiken und Chancen bestmöglich zu berücksichtigen. Dabei ist für die einzelnen Planungsprämissen aufzuzeigen, welchen negativen/positiven Einfluss bestimmte Abweichungen auf die einzelnen Planungsgrößen hätten ("Sensitivitäten").
Vorstand sowie relevantes Management haben in einem standardisierten Berichtswesen laufend einen Überblick über die aktuelle Risiko- und Chancensituation. Kurzfristig auftretende wesentliche Risiken werden bei Eilbedürftigkeit unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich, informiert.
RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN (IFRS 7)
Unser Ziel ist es, finanzielle Risiken (z. B. Kursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein spezielles Management zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuern wir unsere Kapitalstruktur, um die Finanzierung des operativen Geschäfts- und der Investitionstätigkeit jederzeit nachhaltig sicherzustellen.
◊ ,Finanzlage', Seite 86
Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Erlösrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hier zur Sicherung gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Partnern abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken erfolgt generell eine ausgewogene Verteilung der eingesetzten Finanzderivate auf verschiedene Kontrahenten.
◊ ,Anhang', Seite 136
Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur ökonomischen Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i. d. R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte).
RISIKEN UND CHANCEN 2017 - 2019
Im Folgenden werden diejenigen Risiken und Chancen beschrieben, die innerhalb des Zeitraums der Mittelfristplanung (3 Jahre) Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S nehmen können und nicht bereits in der Planung berücksichtigt sind. Wir haben die Wertgrenzen gegenüber dem Vorjahr aktualisiert. Dabei wird hinsichtlich des Nettoschadens- bzw. Nutzenpotenzials wie folgt unterschieden:
| ― | wesentliche finanzielle Auswirkung: > 200 Mio. € |
| ― | moderate finanzielle Auswirkung: > 25 - 200 Mio. € (bisher> 10 - 200 Mio. €) |
Bezüglich der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit wird wie folgt differenziert:
| ― | wahrscheinlich: > 50 % |
| ― | möglich: 10 - 50% (bisher 5 - 50%) |
| ― | unwahrscheinlich: < 10% (bisher < 5%) |
Die Veränderung der Einschätzung der Risiken und Chancen stellen wir gegenüber der Vorperiode wie folgt dar:
| ― | höher als im Vorjahr: ↑ |
| ― | niedriger als im Vorjahr: ↓ |
Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den unserer Mittelfristplanung zugrunde liegenden Annahmen kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung von Risiken und Chancen führen, die dann in unserer Zwischenberichterstattung entsprechend kommuniziert wird.
ÜBERSICHT DER RISIKEN
Die nachfolgende Tabelle gibt, für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren, einen Überblick über die Risiken mit wesentlichem bzw. moderatem Nettoschadenspotenzial mit deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit und deren finanziellen Auswirkungen sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Die aufgeführten Risiken verstehen sich als mögliche negative Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse). / TAB: 1.5.1
ÜBERSICHT DER CHANCEN
Die nachfolgende Tabelle gibt, für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren, einen Überblick über die Chancen mit wesentlichem und moderatem Nettonutzenpotenzial mit deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit und deren finanziellen Auswirkungen sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Die aufgeführten Chancen verstehen sich als mögliche positive Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse). / TAB: 1.5.2
RISIKEN
TAB: 1.5.1
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Schadenspotenzial | |||
|---|---|---|---|---|
| Externe und branchenspezifische Risiken | ||||
| Gesamtwirtschaftliche Entwicklung | möglich | wesentlich | ||
| Angebotsausweitung/Nachfragerückgang | möglich | wesentlich | ||
| Witterungsbedingter Nachfragerückgang | möglich | wesentlich | ||
| Witterungsbedingte Produktionseinschränkung | möglich | neu | moderat | neu |
| Risiken aus Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen | ||||
| Bewirtschaftungsplanung nach der Wasserrahmenrichtlinie und Veränderung, Versagung oder gerichtliche Aufhebung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen | möglich | wesentlich | ||
| Gestiegene Anforderungen an die Lagerung von Auftausalz in Nordamerika unter freiem Himmel | möglich | wesentlich | ||
| Forderung nach bergrechtlichen Sicherheitsleistungen | möglich | moderat | ||
| Restriktivere Auslegung bestehender Vorschriften zur Entsorgung bergbaulicher Abfälle unter Tage | möglich | moderat | ||
| Operative Risiken | ||||
| Projekt Legacy | möglich | moderat | ||
| Energiekosten und Energieversorgung | möglich | moderat | ||
| Frachtkosten und Transportverfügbarkeit | möglich | moderat | ||
| Produktionstechnik | möglich | moderat | ||
| Kohlendioxid-Einschlüsse in Lagerstätten | möglich | moderat | ||
| Schäden durch Gebirgsschlag | unwahrscheinlich | wesentlich | ||
| Wasserzutritt | unwahrscheinlich | wesentlich | ||
| Compliance | unwahrscheinlich | wesentlich | ||
| Prozessrisiken | unwahrscheinlich | neu | wesentlich | neu |
| Lieferantenausfälle und Lieferengpässe | unwahrscheinlich | moderat | ||
| Personal | unwahrscheinlich | moderat | ||
| Informationssicherheit | unwahrscheinlich | moderat | ||
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||||
| Währung/Wechselkursschwankungen | möglich | wesentlich | ||
| Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus | möglich | moderat |
RISIKEN (FORTSETZUNG)
TAB: 1.5.1
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Schadenspotenzial | |
|---|---|---|
| Verschlechterung des Unternehmensratings | möglich | moderat |
| Liquidität | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Ausfall von Forderungen an Kunden | unwahrscheinlich | moderat |
| Ausfall von Partnern bei Finanzgeschäften | unwahrscheinlich | moderat |
CHANCEN
TAB: 1.5.2
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Nutzenpotenzial | |||
|---|---|---|---|---|
| Externe und branchenspezifische Chancen | ||||
| Gesamtwirtschaftliche Entwicklung | möglich | moderat | ↓ | |
| Preiserhöhung | möglich | moderat | ↓ | |
| Witterungsbedingte Nachfrageerhöhung | möglich | wesentlich | ||
| Operative Chancen | ||||
| Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Kapazitätserweiterungen, Kostenoptimierung, Akquisitionen und/oder strategische Partnerschaften, Innovation | möglich | moderat | ↓ | |
| Energiekosten | unwahrscheinlich | ↓ | moderat | |
| Finanzwirtschaftliche Chancen | ||||
| Währung/Wechselkursschwankungen | möglich | wesentlich | ||
| Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus | möglich | moderat | ||
| Verbesserung des Unternehmensratings | möglich | moderat |
EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN UND CHANCEN
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftau- und Gewerbesalz sowie Salz für Verbraucherprodukte und die Lebensmittelindustrie ist von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist, im Gegensatz zu Industriesalzen.
Die Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten wird dagegen deutlich durch das Wirtschaftswachstum und die damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in den für uns relevanten Regionen, die Preisentwicklung für Agrarrohstoffe und zum Teil auch durch politische Entscheidungen in einigen Verbraucherländern beeinflusst. Die internationalen Preise für Agrarprodukte haben sich im Jahr 2016 auf einem anhaltend niedrigen Preisniveau stabilisiert (FAO Food-Price-Index), wobei die Entwicklung uneinheitlich war. Produktabhängig sind z. T. auch positive Preisentwicklungen erkennbar. Insgesamt sollten die Agrarpreise unserer Einschätzung nach weiterhin ein Niveau erreichen, das einen Anreiz für die Landwirtschaft darstellt, den Ertrag je Hektar auch durch einen verstärkten Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern.
Es besteht ein Risiko, dass sich das Wachstum der Schwellenländer entgegen der Erwartungen verlangsamt und/oder die Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder an Schärfe gewinnt. Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrageverhalten nach Pflanzennährstoffen negativ beeinflussen. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität des jeweiligen Szenarios abhängig.
Das Szenario eines Austritts Großbritanniens aus der EU haben wir analysiert. Danach wären keine nennenswerten Auswirkungen für K+S zu erwarten. Der Umsatzanteil Großbritanniens am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Veränderungen in der US-Handelspolitik sind möglich und werden laufend beobachtet. Entsprechende Auswirkungen sind derzeit nicht abschätzbar.
Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als erwartet und das Wachstum insbesondere in unseren Hauptabsatzregionen Europa, Nordamerika, Brasilien und Südostasien höher ausfallen als allgemein prognostiziert, könnte das zu positiven Abweichungen gegenüber der Planung führen.
Auf die oben beschriebenen Einflüsse würden wir mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren.
Die künftige gesamtwirtschaftliche Situation hat Einfluss auf unser Geschäft. Die Planung von K+S basiert auf den im Prognosebericht wiedergegebenen Erwartungen; die Bewertung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation geht somit direkt in die Prognose für 2017 ein.
◊ 'Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen', Seite 77
ANGEBOTSAUSWEITUNG/ NACHFRAGERÜCKGANG
Vor allem die Produkte unseres Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte könnten durch äußere Einflüsse von erheblichen Rückgängen in der Nachfrage bedroht sein.
Auf der Angebotsseite könnten sich Veränderungen aufgrund von Kapazitätsausweitungen ergeben. Bestehende sowie neue Produzenten sind dabei, aufgrund ihrer Einschätzung des langfristigen Nachfragewachstums auf dem Weltkalimarkt Produktionskapazitäten auszubauen. Auch eine Zersplitterung von Wettbewerbern könnte zu einer Ausweitung des Angebots führen.
Auf der Nachfrageseite könnten makroökonomische Faktoren wie ungünstige Wechselkursveränderungen oder eine sinkende Liquidität landwirtschaftlicher Betriebe die Nachfrage in einzelnen Absatzmärkten beeinflussen. Dies gilt auch für politische Markteingriffe beispielsweise durch regionale Subventionskürzungen oder die Festlegung von Zöllen für Düngemittel. Umwelteinflüsse wie Krankheiten bei bestimmten Anbaukulturen oder das Auftreten von Tierseuchen könnten ebenfalls zu einem Nachfragerückgang führen. Darüber hinaus könnte sich die Nachfrage auch aufgrund einer bewussten Kaufzurückhaltung unserer Kunden negativ entwickeln.
Sollte der Markt für zusätzliche Angebotsmengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck zunächst für einen Übergangszeitraum erhöhen. Weiterhin könnten die Produzenten im Rahmen der gegebenen Kapazitäten versuchen, durch Angebotsausweitung Marktanteile dazu- bzw. verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Zunehmender Wettbewerbsdruck könnte auch aus einem Nachfragerückgang resultieren.
Erhebliche Veränderungen der Kapazitäten und deren Ausnutzung, Angebotsausweitungen einzelner Produzenten im Rahmen gegebener Kapazitäten sowie längerfristige Nachfragerückgänge könnten sich erheblich auf die Preisbildung und/oder die Absatzmöglichkeiten auswirken. Dabei könnte die bestehende Struktur des gesamten Markts für Pflanzennährstoffe empfindlich gestört werden bis hin zu einem Verdrängungswettbewerb auf der Angebotsseite. Daher kann ein Rückgang der Kalipreise und/oder der absetzbaren Mengen nicht ausgeschlossen werden.
Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität dieser Ereignisse abhängig. Da die Erschließung neuer Kali-Kapazitäten sehr kapitalintensiv und in der Umsetzung langfristig ist, dürfte ein Anreiz für die Produzenten darin bestehen, eine attraktive Prämie auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Wir sehen die langfristigen Treiber als nach wie vor gültig an: Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Pflanzennährstoffen wird von Megatrends wie der wachsenden Weltbevölkerung, einem steigenden Lebensstandard in den Schwellenländern und der Entwicklung des Bioenergiesektors getragen. Pflanzennährstoffe mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung spielen daher in der Agrarproduktion auch künftig eine zentrale Rolle.
Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten wir unter anderem an der weiteren Verbesserung unserer Kosten- und Organisationsstrukturen sowie an dem Ausbau unserer Spezialitätenprodukte.
PREISERHÖHUNG
Chancen mit wesentlichen positiven Effekten bestehen grundsätzlich bei der Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten.
Sofern Landwirte ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen nutzen oder die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung erhöhen, würde dies einen höheren Einsatz an Pflanzennährstoffen erfordern und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert. Weiterhin könnte die Tendenz zu einem ausgewogeneren Einsatz der Hauptnährstoffe N, P und K (Balanced Fertilization) in wichtigen Absatzregionen wie Indien und China zu einem überproportionalen Wachstum der Kalinachfrage führen.
Die finanziellen Auswirkungen des damit verbundenen Nachfrageanstiegs sind stark von dem Ausmaß der dadurch ausgelösten Erhöhung der Düngemittelpreise abhängig. Positive Preiseffekte mit moderaten Auswirkungen halten wir gegenüber den Annahmen unserer Mittelfristplanung für möglich, wesentliche Auswirkungen sehen wir aufgrund des sich verstärkenden Wettbewerbs mittelfristig jedoch nicht.
WITTERUNGSBEDINGTE NACHFRAGEERHÖHUNG
Im Geschäftsbereich Salz hat die Witterung in den Auftausalzregionen Europas und Nordamerikas eine besondere Relevanz. Unsere Planung basiert dabei auf einem gleitenden Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre.
Überdurchschnittlich strenge Winter in den Auftausalzregionen von K+S könnten bezogen auf ein Jahr einen moderaten positiven finanziellen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens haben. Sollten sich solche für uns positive Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Chancen ergeben.
WITTERUNGSBEDINGTER NACHFRAGERÜCKGANG
Ein Absatzrisiko für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz könnte sich aufgrund der Witterungsabhängigkeit ergeben.
Beispielsweise könnte eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Pflanzennährstoffen führen. Dies gilt auch für Wetterphänomene wie El Niño oder Dürren, die großflächige Ertragseinbußen für die Landwirte in den betroffenen Regionen und einen reduzierten Einsatz von Pflanzennährstoffen zur Folge haben könnten.
Ebenso könnten milde Winter in den Hauptabsatzgebieten für Auftausalz (Europa, Nordamerika) den Absatz in dieser Produktgruppe erheblich verringern. Beeinträchtigungen würden sich bezogen auf ein Jahr moderat auf die erwarteten Ergebnisse auswirken. Sollten sich solche für uns negative Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Beeinträchtigungen ergeben.
Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen.
WITTERUNGSBEDINGTE PRODUKTIONSEINSCHRÄNKUNG
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte spielen die wasserrechtlichen Rahmenbedingungen an den Produktionsstandorten eine besondere Rolle. Die aktuelle wasserrechtliche Erlaubnis zur Versenkung in den Plattendolomit am Standort Werra ermöglicht bis Ende des Jahres 2021 eine jährliche Versenkmenge von 1,5 Mio. m3 salzhaltige Abwässer aus der Produktion. Längere Niedrigwasserperioden an der Werra könnten insbesondere im Jahr 2017 zu Produktionseinschränkungen führen, weil dieser bis Ende 2021 genehmigte Entsorgungsweg dann nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung steht.
Zu Beginn des Jahres hat der Standort Hattorf bereits die Produktion aus diesem Grund unterbrechen müssen. Ab dem Jahr 2018 wird sich die Inbetriebnahme der neuen Aufbereitungsanlage KKF positiv auf die Entsorgungssituation auswirken.
◊ ,Umwelt', Seite 41
Um Produktionseinschränkungen zu vermeiden, arbeitet K+S darüber hinaus intensiv an der Realisierung zusätzlicher Maßnahmen zur Abwasserentsorgung. Für die Einstapelung von Salzlösungen im Grubenfeld Springen (Bergwerk Merkers) sowie zur Einleitung von Haldenwasser in das stillgelegte K+S-Bergwerk Bergmannssegen-Hugo (Region Hannover) liegen Genehmigungen vor. Seit Februar 2017 wird darüber hinaus eine Kaverne des Untergrundgasspeichers (UGS) Bernburg durch die Flutung mit gesättigtem Salzwasser aus der Kaliproduktion des Werks Werra verwahrt. Hinzu kommt der Ausbau von Speicherbeckenkapazitäten vor Ort, um die Flexibilität des Abwassermanagements weiter zu erhöhen. Die Umsetzung der zurzeit geprüften weiteren Maßnahmen bedarf aus heutiger Sicht aber noch einiger Zeit. Es sind technische Fragen zu klären, Genehmigungen einzuholen sowie danach infrastrukturelle Anpassungen vorzunehmen.
RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN
RECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGEN
Für die Ausübung unserer Tätigkeiten, insbesondere in den Bereichen Bergbau/Gewinnung/Aufbereitung und Rückstandsentsorgung, ist eine Vielzahl öffentlich-rechtlicher Zulassungen und Erlaubnisse Voraussetzung. Der Rahmen für die Erteilung dieser Zulassungen und Erlaubnisse wird für die Produktion in Deutschland und Europa ganz maßgeblich durch die europäische und nationale Umwelt-, Wasser- und Bergrechtsgesetzgebung gesteckt. Die Bedeutung dieser rechtlichen Rahmenbedingungen wird künftig weiter zunehmen.
Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht nach Erteilung einer entsprechenden Zulassung oder Erlaubnis das Risiko, dass von dritter Seite Rechtsmittel gegen diese eingelegt und die Zulassung/Erlaubnis durch Gerichte aufgehoben werden. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Zulassungen und Erlaubnisse oder neu erteilte inhaltlich begrenzt, zeitlich befristet, dauerhaft verändert, versagt oder mit weiteren Auflagen versehen werden.
BEWIRTSCHAFTUNGSPLANUNG NACH DER WASSERRAHMENRICHTLINIE UND VERÄNDERUNG, VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN UND FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entstehen neben festen auch flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Niederschläge auf die Rückstandshalden. Die festen Rückstände werden entweder auf unsere Rückstandshalden verbracht oder unter Tage versetzt.
Die Salzabwässer werden zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt.
VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: EINLEITUNG
Für die genannten Entsorgungswege der o. g. Rückstände der deutschen Standorte legen die Bewirtschaftungspläne auf der Basis der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des deutschen Wasserrechts wesentliche Rahmenbedingungen fest. Für die nächsten Jahre sind dabei die Bewirtschaftungspläne für die zweite Bewirtschaftungsperiode 2015 bis 2021 der einzelnen Flussgebietsgemeinschaften (FGG) relevant.
◊ ,Umwelt', Seite 41
Im März 2016 haben die Umweltminister der an der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser beteiligten Bundesländer den detaillierten Bewirtschaftungsplan (BWP) Salz und ein detailliertes Maßnahmenprogramm (MNP) Salz 2015 bis 2021 nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie verabschiedet.
Der beschlossene Bewirtschaftungsplan bildet den regulatorischen Rahmen für die Zeit von 2015 bis 2021 und führt in diesem Zeitraum zu keinen unmittelbar nachteiligen Auswirkungen auf die Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Kalirevier. Die Festlegung von Zielwerten und weiteren Maßnahmen für die dritte Bewirtschaftungsperiode 2021 bis 2027 werden vor deren Erlass überprüft und ggf. angepasst. Sollten sich die im Bewirtschaftungsplan 2015 bis 2021 enthaltenen Punkte (insbesondere die Zielwerte und die Beschränkung der Durchsatzleistung einer Fernleitung) auch im Plan für die Zeit ab 2021 wiederfinden, sind erhebliche Risiken für die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen nicht auszuschließen.
In der genannten Zeitspanne 2015 bis 2021 sind weitere Maßnahmen der Salzabwasservermeidung und zusätzliche Entsorgungswege zu untersuchen und zu prüfen.
VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: VERSENKUNG
Das Regierungspräsidium Kassel hat die Fortführung der Versenkung von Salzabwässern aus der Kaliproduktion des Werks Werra am 23. Dezember 2016 genehmigt. Die wasserrechtliche Erlaubnis gilt vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2021 und ermöglicht eine jährliche Versenkmenge von 1,5 Mio. m3 , begrenzt auf 5.000 m3 pro Tag - beantragt waren 2 Mio. m3 im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2021. Die Erlaubnis enthält darüber hinaus eine Reihe von Nebenbestimmungen, die beachtet und umgesetzt werden müssen. Mit der erteilten Erlaubnis steht ein wichtiger Entsorgungsweg wieder zur Verfügung. Die Gemeinde Gerstungen hat Anfechtungsklage gegen die Genehmigung vor dem Verwaltungsgericht Kassel erhoben und die Wiederherstellung der anfechtenden Wirkung beantragt. Der BUND hat angekündigt, ebenfalls gegen die wasserrechtliche Erlaubnis zu klagen.
◊ ,Umwelt', Seite 41
Wenn wider Erwarten Sachverhalte eintreten, die zu einer nachteiligen Beeinflussung von nutzbaren Grundwasserressourcen führen könnten, oder Klagen gegen bestehende Erlaubnisse und Zulassungen erfolgreich wären, könnten diese dadurch eingeschränkt oder widerrufen werden.
Dies könnte zu Produktionsausfällen und/oder zu erheblichen Produktionseinschränkungen wegen fehlender Versenkmengen an den betroffenen Standorten führen. Wir gehen davon aus, dass die Entscheidung der Behörde Bestand hat und eine Kali-Produktion im Werk Werra unter den gegebenen Rahmenbedingungen möglich ist.
K+S arbeitet weiterhin intensiv an Maßnahmen zur Verminderung des Anfalls salzhaltiger Abwässer und an alternativen Entsorgungsmöglichkeiten. Deren Ziel ist es, durch erhebliche weitere Investitionen die Wertschöpfung und die damit verbundenen Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten sowie Werra und Weser weiter zu entlasten und damit die Zukunftsfähigkeit der Kali-Standorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern. Darüber hinaus hat K+S im Januar 2017 eine Konzept- und Machbarkeitsstudie mit dem Ziel der Gewinnung weiterer Produkte aus der Aufbereitung von Salzabwässern beauftragt.
VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN
Sollten Genehmigungen zur Aufhaldung widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen zugelassen werden, würde den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für die festen Rückstände fehlen. Die vollständige Versagung bzw. die Aufhebung aller bestehenden Erlaubnisse und Zulassungen zur Aufhaldung halten wir für unwahrscheinlich, da diese mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vereinbar sind, dem Stand der Technik entsprechen und sich die Regierungen und weite Teile der Politik in den für uns relevanten Bundesländern für den Erhalt des Kali-Bergbaus in Deutschland ausgesprochen haben.
◊ ,Haldenmanagement', Seite 45
Einzelne Genehmigungen zu notwendigen Haldenerweiterungen könnten unter Umständen nicht gewährt bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies würde im ungünstigsten Fall eine Anpassung der Produktion und gegebenenfalls eine Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen wirtschaftlichen Folgen und Personalauswirkungen nach sich ziehen. Dies könnte gegebenenfalls durch die Entwicklung weiterer Sicherungsmaßnahmen und Umplanungen vermieden werden, die zu einer deutlichen Kostenerhöhung führen würden.
Die Behörde hat im laufenden Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung der Halde Hattorf neue Anforderungen an unser ursprünglich beantragtes Entsorgungskonzept gestellt. Wir überarbeiten derzeit das Konzept zur Haldenerweiterung. Sofern das überarbeitete Konzept von der Behörde nicht anerkannt werden sollte, könnte die erforderliche Genehmigung nur verspätet erteilt werden. Bedingt durch die erforderliche Umplanungssphase einer Haldenerweiterung könnte das zu temporärer Einschränkung der Produktion führen.
ERHÖHUNG VON SCHWERMETALLWERTEN DES GRUND- UND OBERFLÄCHENWASSERS IM UMFELD DER RÜCKSTANDSHALDEN
Im Rahmen unserer umfangreichen, kontinuierlichen Beobachtung des Grund- und Oberflächenwassers wurde im Umfeld der Rückstandshalden, insbesondere im Umfeld der Halde Hattorf, eine Erhöhung von Schwermetallwerten festgestellt. Diese sind in ihrer Zusammensetzung und Konzentration nicht dem Haldenmaterial zuzuordnen. Wir gehen davon aus, dass natürlich vorkommende Schwermetalle in den Lehm- und Tonschichten des Erdreichs unter der Halde Hattorf durch salzhaltige Sickerwässer in Verbindung mit einem niedrigen pH-Wert des Bodens gelöst werden. Die Schwermetalle werden in Thüringen, lokal begrenzt, durch Quellen an die Oberfläche ausgetragen. Mit Zustimmung der Behörde hat K+S ein Konzept entwickelt, um bis zum Spätherbst 2017 nachhaltige Maßnahmen für die Halde Hattorf zu erreichen. Erste Maßnahmen (z. B. Fassen, Ableiten und Reinigen der austretenden Quellwässer) wurden umgesetzt. Nachhaltige Maßnahmen wie Dränagen und Abwehrbrunnen sind in der Planungs- und Umsetzungsphase. Die Ursachenforschung erfolgt in Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungszentren.
◊ ,Haldenmanagement', Seite 45
Es wird momentan geprüft, wie sich die Situation an weiteren Standorten darstellt und ob der Sachverhalt Einfluss auf künftige Genehmigungen für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen haben könnte.
GESTIEGENE ANFORDERUNGEN AN DIE LAGERUNG VON AUFTAUSALZ IN NORDAMERIKA UNTER FREIEM HIMMEL
In der Vergangenheit gab es in Nordamerika keine speziellen Umweltschutzanforderungen an die Lagerung von Auftausalz im Freien. Mittlerweile gehen jedoch Bundesstaaten und Kommunen vermehrt dazu über, entsprechende verbindliche Standards festzulegen. Eine Verschärfung dieser lokalen Anforderungen könnte umfangreiche Maßnahmen erforderlich machen, u. a. auch die Lagerung in Hallen.
Wir haben daher in Zusammenarbeit mit Umweltexperten ein internes Programm aufgesetzt, das Umweltaudits für die eigenen und angemieteten Lagerstandorte im Hinblick auf Übereinstimmung mit den neuen örtlichen Anforderungen beinhaltet.
FORDERUNG NACH BERGRECHTLICHEN SICHERHEITSLEISTUNGEN
Die Forderung nach bergrechtlichen Sicherheitsleistungen steht im pflichtgemäßen Ermessen der handelnden Behörden; bestehende Sicherheitsleistungen erfolgen derzeit i. d. R. durch die Bildung entsprechender Rückstellungen sowie durch Patronatserklärungen oder Konzernbürgschaften. Sofern zusätzlich Sicherheiten geleistet werden müssten, könnte dies den finanziellen Spielraum des Unternehmens insbesondere dann einengen, wenn diese durch Bankbürgschaften oder die Hinterlegung finanzieller Mittel zu erbringen wären.
RESTRIKTIVERE AUSLEGUNG BESTEHENDER VORSCHRIFTEN ZUR ENTSORGUNG VON BERGBAULICHEN ABFÄLLEN UNTER TAGE
Bei der Abfallentsorgung unter Tage sind die Vorschriften des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und der allgemeinen Bundesbergverordnung (ABBergV) zu beachten. Die bestehenden Regelungen werden derzeit bundeslandabhängig unterschiedlich ausgelegt. Eine restriktivere Auslegung der Vorschriften könnte dazu führen, dass die Entsorgung von bergbaulichen Abfällen unter Tage kostenintensiver wird, da gegebenenfalls nur noch Abfälle mit mineralischen Eigenschaften unter Tage verbleiben dürfen. Das würde sowohl zu einem Anstieg der laufenden Entsorgungskosten als auch zu einer Erhöhung der bei Stilllegung der Bergwerksstandorte erforderlichen Aufwendungen führen.
OPERATIVE RISIKEN SOWIE CHANCEN
MARKTDURCHDRINGUNG, MARKTENTWICKLUNG, KAPAZITÄTSERWEITERUNGEN, KOSTENOPTIMIERUNG, AKQUISITIONEN UND/ ODER STRATEGISCHE PARTNERSCHAFTEN, INNOVATION
Vor dem Hintergrund der intakten Wachstumspotenziale und einer damit einhergehenden langfristig gesteigerten Nachfrage ist für die Erhaltung bzw. den Ausbau aktueller Marktanteile auch externes Wachstum erforderlich. Entsprechende Chancen ergeben sich durch Akquisitionen und/oder strategische Partnerschaften. Für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte haben wir in 2016 ein neues Strategiekonzept für eine erfolgreiche Zukunft entwickelt. Ebenso verfolgen wir im Geschäftsbereich Salz unsere etablierte Strategie "Salz 2020" und setzen diese weiterhin erfolgreich um. Es ist Ziel, das Ergebnis und den Unternehmenswert stetig zu steigern.
Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wird durch Investitionen in neue Produkte und Geschäftsansätze - z. T. gemeinsam mit externen Partnern -marktseitige Chancen nutzen. So werden wir durch die Akquisition der Aktivitäten des chinesischen Unternehmens MAGPOWER am wachsenden Bedarf an Magnesiumsulfat in Asien teilhaben. Besondere Chancen sehen wir im Fertigations-Segment. Das Ausbringen von flüssigen oder in Wasser aufgelösten Düngemitteln ist das am schnellsten wachsende Segment im Düngemittelmarkt. Hier werden wir durch die angestrebte Beteiligung am Produzenten AL-BIARIQ in Saudi-Arabien das Produktportfolio erweitern können. Weiterhin rechnen wir mit einem starken Anstieg bei Dialyse-Produkten außerhalb von Europa. Mit Servicequalität in der Erdölbohrung wollen wir überzeugen und erfolgreich sein. Des Weiteren arbeiten wir an neuen Geschäftsmodellen, die sich durch die digitale Transformation unserer Märkte ergeben.
Im Geschäftsbereich Salz wollen wir einerseits unseren Marktanteil durch die Steigerung des Absatzes bei unseren Bestandskunden und/oder die Gewinnung von neuen Kunden erhöhen. Andererseits prüfen wir, ob wir mit unseren Produkten neue Absatzregionen erschließen können. So bietet Asien langfristig großes Potenzial insbesondere im Bereich der Pharma- und Chemieindustrie. Schätzungen zufolge wird aus dieser Region ab 2018 die Hälfte der weltweiten Salznachfrage stammen. Wir prüfen mehrere Optionen, um an diesem Wachstum zukünftig partizipieren zu können.
In beiden Geschäftsbereichen werden darüber hinaus permanent Möglichkeiten zur Kostenoptimierung (z. B. durch die Digitalisierung der Prozesse in den Bergwerken unter Tage oder durch die Effizienzsteigerung von Maschinen, Prozessen und Organisationsstrukturen) intensiv geprüft.
PROJEKT LEGACY
K+S POTASH CANADA baut derzeit in der kanadischen Provinz Saskatchewan ein neues Solungsbergwerk. Das Projekt, das den Namen Legacy trägt, ist weit fortgeschritten und die Bautätigkeit nahezu abgeschlossen. Die vollständige Inbetriebnahme steht somit unmittelbar bevor.
Aufgrund der Havarie eines großen Prozessbehälters im Juli 2016 ist davon auszugehen, dass das Budget von 4,1 Mrd. kanadischen Dollar moderat überschritten wird. Vor dem Hintergrund einer vorteilhaften Währungsentwicklung (insbesondere hinsichtlich des kanadischen Dollars gegenüber dem Euro) dürfte das in 2013 geplante Euro-Budget in Höhe von rund 3,1 Mrd. € weiterhin Bestand haben. Mit der Inbetriebnahme der Anlage wurde planmäßig im August 2016 begonnen. Dagegen dürfte die erste Tonne Kali nun im zweiten Quartal 2017 produziert werden und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, bereits zum Jahresende 2016. Ungeachtet dessen geht K+S weiterhin davon aus, die angestrebte Produktionskapazität von 2 Mio. t Ende 2017 erreichen zu können. Entsprechende Auswirkungen haben wir in unserer Planung berücksichtigt.
Mit erheblichem zusätzlichen Kapitalbedarf wird derzeit nicht gerechnet. Bis zum endgültigen Produktionsbeginn lassen sich jedoch weitere negative Einflüsse (z. B. Sachschäden- oder Probleme beim Anfahren der Anlagen) grundsätzlich nicht ausschließen. Darüber hinaus wird derzeit geprüft, ob Rückforderungsansprüche gegenüber Lieferanten wegen mangelbehafteter Leistungserstellung bestehen; dies ist bei Investitionsprojekten der Größenordnung von Legacy nicht unüblich.
Die aufgezeigten Einflüsse würden die Wirtschaftlichkeit verschlechtern, sofern nicht durch Einsparungen bei den operativen Kosten oder ein verbessertes operatives Geschäft gegengesteuert werden kann. Darüber hinaus können dadurch entstehender Zeitverzug oder genehmigungsrechtliche Einflüsse dazu führen, dass die erwartete Produktionsmenge erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung steht.
Sofern beide Risikoeinflüsse in Kombination eintreten, könnte dies in Abhängigkeit von der Länge des Zeitverzugs und der Höhe des zusätzlich benötigten Kapitalbedarfs eine wesentliche Auswirkung haben. Dieses Szenario halten wir derzeit aufgrund des Projektfortschritts für unwahrscheinlich. Eine Verwirklichung des Risikos mit moderaten Auswirkungen ist aufgrund der Projektgröße nicht auszuschließen und daher möglich.
Die planmäßige Umsetzung des Projekts wird durch ein erfahrenes Projektteam sowie eine effiziente Projektorganisation sichergestellt. Ein durchgehender Controllingprozess und eine regelmäßige Berichterstattung stellen sicher, dass Abweichungen frühzeitig erkannt und zeitnah entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet werden können.
ENERGIEKOSTEN UND ENERGIEVERSORGUNG
Die Energiekosten von K+S werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Unternehmenseinheiten. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche Energiepreissteigerungen gegenüber dem in der Planung berücksichtigten Preisniveau stellen ein Kostenrisiko dar und können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Eine positive Entwicklung bei Energiekosten gegenüber den Planansätzen bietet dagegen K+S eine Chance; diese erwarten wir aufgrund des derzeit niedrigen Preisniveaus jedoch nicht.
◊ ,Energie/Klima', Seite 47
Zur Begrenzung dieses Risikos haben wir den Erdgasbedarf unserer Kali- und Salzproduktion in Europa durch die Nutzung von Dampf aus Ersatzbrennstoff-Heizwerken reduziert. Darüber hinaus verfolgen wir weltweit eine Sicherungsstrategie, die es uns ermöglicht, durch den Abschluss fester Lieferverträge mittelfristig attraktive Erdgasbezugspreise zu sichern. Sofern es die Wettbewerbssituation zulässt, würden wir versuchen, Kostensteigerungen an die Abnehmer weiterzugeben.
FRACHTKOSTEN UND TRANSPORTVERFÜGBARKEIT
Unsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße auch von Frachtkosten beeinflusst. Ein mengenmäßig erheblicher Anteil unserer Produkte muss zum Teil über große Entfernungen zum Kunden transportiert werden. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten, wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Absatzmöglichkeiten und damit die Produktion einschränken.
Sofern es die Wettbewerbssituation zulässt, würden wir versuchen, Kostensteigerungen an die Abnehmer weiterzugeben.
PRODUKTIONSTECHNIK
Die Produktionsanlagen der K+S GRUPPE zeichnen sich durch eine hohe Komplexität und Leistungsfähigkeit aus. Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken, denen unsere Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie Personen- und Sachschäden oder auch Umweltbelastungen entstehen.
Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden diese Risiken durch den Abschluss geeigneter Versicherungen begrenzt.
KOHLENDIOXID-EINSCHLÜSSE IN LAGERSTÄTTEN
Kohlendioxid-Einschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar. Trotz unserer umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen könnte es zu unkontrollierten Ausbrüchen dieser Einschlüsse kommen. Daher bestehen Risiken von Produktionseinschränkungen/-ausfällen sowie von Personen- und Sachschäden. Die Gewinnung unter Tage wird daher stets unter Beachtung von besonderen Sicherheitsrichtlinien für eventuelle CO2 -Ausbrüche durchgeführt.
SCHÄDEN DURCH GEBIRGSSCHLAG
An aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag). Sollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter sowie zu Personenschäden kommen.
Der Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit der Grubengebäude und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen dient unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der untertägigen Sicherheitspfeiler. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude soll rechtzeitig Hinweise liefern, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind.
WASSERZUTRITT
In Grubenbetrieben unter Tage bestehen hydrogeologische Risiken. Durch kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist ein Zuflussrisiko von Grundwasser im Normalfall nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen. Hydrogeologische Risiken werden aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen begrenzt, sie können jedoch, sofern nicht beherrschbar, erhebliche Schäden nach sich ziehen bis hin zum vollständigen Verlust des Bergwerks.
Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler gewährleisten eine bestmögliche Grubensicherheit.
COMPLIANCE
Es besteht das generelle Risiko, dass Mitglieder von Leitungs-/Überwachungsorganen oder Mitarbeiter der K+S-Gruppengesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen. Dadurch könnte K+S Vermögens- und/oder Imageschäden erleiden.
◊ ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance' Seite 49
Wir haben ein gruppenweites Compliance-Management, welches Compliance-Verstößen u. a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z. B. Kartell- und Wettbewerbsrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt.
PROZESSRISIKEN
Das Landgericht Meiningen hat im September 2016 die Eröffnung des Hauptverfahrens wegen angeblicher Straftaten der Verantwortlichen von K+S bei der Versenkung von Salzwässern in der Gerstunger Mulde in den Jahren 1999 bis 2007 abgelehnt und zugleich den Antrag der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen, die K+S AKTIENGESELLSCHAFT als Nebenbeteiligte zuzulassen. Die Staatsanwaltschaft Meiningen hat Beschwerde gegen den Beschluss des Landgerichts eingelegt, über die das Thüringer Oberlandesgericht in Jena nun zu entscheiden hat.
Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass sich Verantwortliche der K+S AKTIENGESELLSCHAFT oder der K+S KALI GMBH tatsächlich strafbar gemacht haben. Im Falle einer Verurteilung verantwortlicher Mitarbeiter könnten bei den Gesellschaften (K+S AKTIENGESELLSCHAFT, K+S KALI GMBH) etwaige aus der Straftat erlangte Vorteile abgeschöpft werden. Es ist jedoch weder ersichtlich, welchen finanziellen Vorteil die Gesellschaften aus der angeblichen Straftat erlangt haben sollten, noch ist die von der Staatsanwaltschaft angestellte Berechnung dem Grunde und der Höhe nach nachvollziehbar. Gutachten von unabhängigen Dritten haben keine Anhaltspunkte für unrechtmäßiges Handeln der damaligen Verantwortlichen ergeben.
Soweit andere Prozessrisiken bestehen, sind diese im Rahmen des jeweiligen Risikos dargestellt.
LIEFERANTENAUSFÄLLE UND LIEFERENGPÄSSE
Die Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bergbauspezifischer Maschinenausstattung und Ersatzteile ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten trotz bestehender Gegensteuerungsmaßnahmen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit dieser Materialien und damit zu einer deutlichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen.
Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken.
PERSONAL
Der Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Der Verlust von Mitarbeitern in wichtigen Positionen könnte ein Risiko darstellen. In Zukunft kommen außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zu. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zu finden.
Die K+S GRUPPE will nicht nur für Berufsanfänger, sondern auch für qualifizierte Fach- und Führungskräfte ein attraktiver Arbeitgeber sein. Durch praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die berufliche Förderung von Leistungs- und Potenzialträgern gelingt es der K+S GRUPPE nach wie vor, qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an sich zu binden. Mit dieser Strategie und einer verstärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Fach- und Führungskräften vielversprechende berufliche Perspektiven.
INFORMATIONSSICHERHEIT
Unsere IT-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität der Daten durch externe Angriffe (z. B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z. B. Technikausfall, Sabotage). Bei Risikoeintritt könnten gravierende Geschäftsunterbrechungen die Folge sein. Einen längeren Ausfall der IT-Systeme halten wir aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen allerdings für unwahrscheinlich.
Mit einer permanenten Überprüfung des Umfangs und der Wirksamkeit unserer vielfältigen Sicherheitsmaßnahmen durch unabhängige Gutachter begrenzen wir solche Risiken.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND CHANCEN
WÄHRUNG/WECHSELKURSSCHWANKUNGEN
Ein Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir zwischen Transaktions- und Translationsrisiken.
TRANSAKTIONSRISIKEN
Die K+S GRUPPE hat einen maßgeblichen Umsatzanteil in US-Dollar. Daneben wurden Umsätze auch in anderen Landeswährungen (z. B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund) erzielt. Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies könnte dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen. Wechselkursschwankungen, insbesondere bei Euro zum US-Dollar, wirken sich bisher vor allem im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte besonders auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Zukünftig entstehen aufgrund der Inbetriebnahme des Projekts Legacy in Kanada auch nennenswerte Risiken aus der Entwicklung des Wechselkurses des kanadischen Dollars zum US-Dollar bzw. zum Euro.
Um Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden signifikante Nettopositionen mit Hilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen "worst case"-Wechselkurs. Das zu sichernde Volumen wird anhand der Erlös- und Kostenplanung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden.
TRANSLATIONSRISIKEN
Außerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hingegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Dies könnte zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital von K+S führen. Diese Translationseffekte treten sowohl im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im Geschäftsbereich Salz auf und werden nicht gesichert.
◊ ,Finanzlage', Seite 86; ◊ ,Anhang', Seite 136
Günstige Wechselkursentwicklungen können sich dagegen positiv auf Ergebnis und Cashflow auswirken und bieten daher eine Chance.
VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUS
Aus Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten aus sowie auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen. Hinzu kommen Effekte auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten. Aufgrund der derzeitigen Finanzierungsstruktur sind allerdings nur moderate Auswirkungen zu erwarten.
Die K+S GRUPPE hat langfristige Rückstellungen, insbesondere aus bergbaulichen Verpflichtungen sowie Pensionen, mit dem Barwert der zukünftig erwarteten Aufwendungen anzusetzen. Eine Veränderung des Marktzinsniveaus im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag könnte am aktuellen Bilanzstichtag zu Änderungen der Diskontierungssätze führen und somit zu einer Anpassung der Höhe der langfristigen Rückstellungen. Eine einmalige Anpassung um einen halben Prozentpunkt hätte moderate Auswirkungen auf die Bilanz sowie das Ergebnis der K+S GRUPPE.
◊ ,Anhang', Seite 136
VERSCHLECHTERUNG BZW. VERBESSERUNG DES UNTERNEHMENSRATINGS
Ratings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i. d. R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Herabstufung der Bonitätsbeurteilung von K+S durch eine Ratingagentur erfolgt.
Eine solche Herabstufung (Verschlechterung) könnte sich negativ auf die Kosten der Finanzierung von K+S auswirken. Eine Heraufstufung der Bonitätsbeurteilung und somit eine Verbesserung des Unternehmensratings wirkt dagegen positiv auf die Kosten und Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft.
ENTWICKLUNG DES KREDITRATINGS
TAB: 1.5.3
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| Datum | Rating | Ausblick |
|---|---|---|
| Standard & Poor's | ||
| 21. Oktober 2016 | BB+ | negativ |
| 8. August 2016 | BBB- | negativ |
| 12. April 2016 | BBB- | stabil |
| 28. August 2015 | BBB | negativ |
K+S hat derzeit die Ratingagentur STANDARD & POOR'S beauftragt, Ratingeinschätzungen zu publizieren.
/ TAB: 1.5.3
LIQUIDITÄT
Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko steigender Kosten der Liquiditätsbeschaffung bestehen.
Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel, zugesagte Kreditlinien und weitere Finanzierungsinstrumente zu decken.
◊ ,Anhang', Anmerkung (25) finanzielle Verbindlichkeiten', Seite 177
Die Liquiditätssteuerung erfolgt über Cashpool-Systeme durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2016 auf 851,5 Mio. € und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie dem ungenutzten Teil unserer bis 2020 laufenden Konsortialkreditlinie. Damit lag die verfügbare Liquidität deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindestreserve von 300 Mio. €. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren.
AUSFALL VON FORDERUNGEN AN KUNDEN
Wir unterhalten mit vielen Kunden umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Dies könnte die Finanzlage von K+S beeinträchtigen.
Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung.
AUSFALL VON PARTNERN BEI FINANZGESCHÄFTEN
Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage von K+S führen. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Finanzinstituten bestehen nicht.
VERÄNDERUNGEN EINZELNER RISIKEN UND CHANCEN GEGENÜBER DER VORPERIODE
Die Einschätzungen in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die möglichen Auswirkungen der schon in den Vorperioden berichteten Risiken und Chancen sind den Tabellen auf den Seiten 102 und 103 zu entnehmen.
Die Risiken im Zusammenhang mit der Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen haben weiterhin eine hohe Bedeutung; dazu gehören nun auch Risiken aufgrund von witterungsbedingten Produktionseinschränkungen am Standort Werra. Aufgrund des Projektfortschritts unserer neuen Produktionsstätte Legacy nehmen diesbezügliche Risiken ab; wegen der Projektgröße bleiben jedoch negative Einflüsse mit moderaten Auswirkungen möglich. Als neues Risiko ist das Prozessrisiko im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren wegen angeblicher Gewässerverunreinigung identifiziert worden.
Das Risiko der Verschärfung von Arbeitsplatzgrenzwerten ist für unsere deutschen Grubenbetriebe eingetreten. Der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) hat im Mai 2016 die zukünftig anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2 ) neu festgelegt. Die gesetzlichen Vorgaben für Stickoxide sind entsprechend in der für den Bergbau gültigen Übergangsfrist von fünf Jahren (bis zum 31.10.2021) zu erfüllen und ziehen bereits im Betrachtungszeitraum von drei Jahren Investitionen nach sich, die wir in der Planung berücksichtigt haben. Über diesen Sachverhalt wird daher an dieser Stelle nicht mehr berichtet.
Aufgrund der neu entwickelten Strategie im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und der etablierten Strategie "Salz 2020" im Geschäftsbereich Salz sehen wir mittel- bis langfristig gute Wachstumschancen. Chancen aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und aus Preiserhöhungen für Kali- und Magnesiumprodukte mit moderaten finanziellen Auswirkungen halten wir gegenüber den Annahmen unserer Mittelfristplanung nunmehr für möglich.
EINSCHÄTZUNG DER RISIKO- UND CHANCENLAGE DURCH DEN VORSTAND
Die nachfolgende Einschätzung der Risiko- und Chancenlage erfolgt auf Grundlage der Erkenntnisse aus unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen.
Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S führen könnten. Die Risikolage von K+S ist aufgrund der Entwicklung im Kalimarkt, der Unsicherheiten bezüglich der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie des Kostendrucks für Umwelt- und zusätzliche Entsorgungsmaßnahmen unverändert.
Die Chancen, die sich K+S mittelfristig bieten, sind gegenüber dem Vorjahr leicht abgeschwächt. Wir sind dennoch zuversichtlich, dass die operative Kraft von K+S eine solide Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen für eine Nutzung der Chancen zur Verfügung stehen.
Im Gesamtbild ist die Risiko- bzw. Chancenlage aufgrund der Rahmenbedingungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Vergleich zum Vorjahr weiterhin herausfordernd.
1.6 PROGNOSEBERICHT
KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION
Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (IFW) SOWIE DES INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF). / TAB: 1.6.1
PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS
TAB: 1.6.1
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| in %; real | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017e |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | + 0,6 | + 1,6 | + 1,5 | + 1,7 | + 1,5 |
| Europäische Union (EU-28) | + 0,3 | + 1,6 | + 2,0 | + 1,7 | + 1,6 |
| Welt | + 3,3 | + 3,4 | + 3,2 | + 3,1 | + 3,4 |
Quelle: IWF
Der INTERNATIONALE WÄHRUNGSFONDS prognostiziert für das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2017 ein Wachstum von 3,4 %. Die Experten gehen trotz politischer Unsicherheiten davon aus, dass sich die Konjunkturbelebung in den Industrienationen angesichts einer insgesamt weiterhin expansiven Geldpolitik, Impulsen aus der Finanzpolitik sowie einer allmählichen Beschleunigung des Lohnanstiegs fortsetzen wird. Auch in vielen Schwellenländern dürfte sich die wirtschaftliche Expansion schrittweise beleben; das anhaltend niedrige Rohstoffpreisniveau sowie vielfach ungelöste strukturelle Probleme dürften die Wachstumsperspektiven allerdings teilweise einschränken.
Aus dem bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EUROPÄISCHEN UNION sind keine nennenswerten Auswirkungen auf K+S zu erwarten. Der Umsatzanteil Großbritanniens am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
KÜNFTIGE BRANCHENSITUATION
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Auch künftig kann der aufgrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und sich verändernder Ernährungsgewohnheiten steigende Bedarf an Agrarrohstoffen bei begrenzter Verfügbarkeit von Ackerflächen nur durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gedeckt werden. Ein ausgewogener Einsatz mineralischer Pflanzennährstoffe ist dabei unerlässlich und dürfte tendenziell zu einer erhöhten Nachfrage nach Kali führen. Selbst das derzeitige Preisniveau für Agrarprodukte dürfte dem Landwirt weiterhin ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen ausgeglichenen bzw. - bei Unterversorgung - höheren Düngemitteleinsatz zu steigern.
Für 2017 erwarten wir eine Weltkalinachfrage, welche leicht über der des Berichtsjahres liegen dürfte (2016: rund 64 Mio. t einschließlich rund 4 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Während sich die Preise für Düngemittelspezialitäten, wie z. B. Kaliumsulfat (SOP), auf einem guten Niveau halten sollten, dürften sich die Preise für Standardkali (MOP) insbesondere in einigen Überseeregionen nur allmählich erholen.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
Im Segment Auftausalz startete die Wintersaison 2016/2017 besser als im schwachen Vorjahr, der Absatz blieb bis Redaktionsschluss jedoch hinter dem langjährigen Durchschnitt zurück. Lediglich in Europa kam es zu Jahresbeginn zu einem vergleichsweise hohen Abbau der Lagerbestände.
Für das Geschäft mit Verbraucherprodukten und Salzen für die Lebensmittelindustrie gehört Nordamerika zu den bedeutendsten Absatzregionen; die Nachfrage sollte hier in 2017 in etwa stabil bleiben. In den Regionen Europa und Südamerika ist ebenfalls mit Verbräuchen auf Vorjahresniveau zu rechnen. Langfristig ist allerdings ein globaler Trend hin zur vermehrten Verwendung hoch wertiger Produkte wie Meer- oder Koschersalz sowie natriumreduzierter Produkte erkennbar.
In den Segmenten Industrie- und Gewerbesalz dürfte sich die Nachfrage stabil bis leicht steigend entwickeln, insbesondere der Bedarf an Pharmasalzen sollte im Zuge der zunehmend älter werdenden Bevölkerung weiterhin moderate Wachstumsraten erwarten lassen. In Südamerika ist eine steigende Nachfrage nach Industriesalzen zur Extraktion von Kupfer aus dem geförderten Roherz (Copper Leaching) zu verzeichnen. Diese Entwicklung dürfte sich auch im Jahr 2017 fortsetzen. Die Nachfrage der Chemieindustrie, z. B. zur Produktion von Kunststoffen, dürfte im Zuge der robusten US-amerikanischen Konjunktur und anhaltend niedriger Energiekosten ebenfalls zunehmen. Die weiterhin angespannte wirtschaftliche Lage in Teilen Europas dürfte sich hingegen dämpfend auswirken.
Als weltweit größter Salzproduzent sind wir für die in unserem Marktumfeld entstehenden Herausforderungen gut gerüstet. Mit unseren Produktionsstandorten in Nordamerika und Europa bedienen wir unsere Kunden in allen Bereichen, in denen Natriumchlorid zur Anwendung kommt. In Chile und Brasilien sind wir sehr gut in der Lage, weiterhin am Wachstum in Süd- und Mittelamerika teilzuhaben. Vor allem im Bereich der Industrie- und Gewerbesalze rechnen wir hier mit einem zunehmenden Verbrauch.
ERWARTETE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG
Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2017 basiert im Wesentlichen auf den folgenden Annahmen:
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
| ― | Die im Dezember 2016 erteilte Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigen Abwässern aus der Kaliproduktion des Werks Werra ermöglicht eine jährliche Versenkmenge von 1,5 Mio. m3 , begrenzt auf 5.000 m3 pro Tag. Sie enthält darüber hinaus eine Reihe von Nebenbestimmungen. Dadurch werden Produktionseinschränkungen in längeren Perioden von Niedrigwasser in der Werra - wie es in den ersten Monaten 2017 bereits der Fall war - auch im weiteren Verlauf des Jahres nicht auszuschließen sein. |
| ― | Unter der Annahme durchschnittlicher Witterungsverhältnisse für den Rest des Jahres gehen wir derzeit von einer deutlich höheren Absatzmenge (2016: 6,1 Mio. t) aus, da wir erste Mengen von Legacy aus Kanada und von MAGPOWER aus China erwarten. |
| ― | Der unterjährige Produktionsbeginn von Legacy mit den damit einsetzenden Abschreibungen dürfte sich durch eine höhere Belastung im EBIT I bemerkbar machen (2016: -93 Mio. €). |
| ― | Wir arbeiten intensiv an der Realisierung zusätzlicher Maßnahmen zur Abwasserentsorgung, um die Produktionsmöglichkeiten des Verbundwerks Werra zu verbessern. Ab dem Jahr 2018 wird sich die Inbetriebnahme der neuen Aufbereitungsanlage KKF positiv auf die Entsorgungssituation des Werks Werra auswirken. |
| ― | Auch im Jahr 2017 rechnen wir mit einem intensiven Wettbewerb bei weiterhin niedrigen Preisen für Agrarrohstoffe. Die hohe Nachfrage insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2016 nach Kaliumchlorid hat zu einer Bodenbildung bei den Preisen geführt. Wir erwarten für das Gesamtjahr einen leichten Anstieg des Durchschnittspreises (2016: 253 €/t). |
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
| ― | Die bis zum Aufstellungszeitpunkt vorherrschende winterliche Witterung und ein moderat steigender Absatz von Nicht-Auftausalzen dürfte zu einer insgesamt moderat höheren Absatzmenge führen (2016: 19,4 Mio. t). |
K+S GRUPPE
| ― | Durchschnittlicher Kassakurs von 1,10 EUR/USD (2016: 1,11 EUR/USD). |
UMSATZ- UND ERGEBNISPROGNOSE
Vor dem Hintergrund der zuvor beschriebenen Annahmen dürften der Umsatz und die operativen Ergebnisse EBITDA und EBIT I der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2017 spürbar über den Werten des Vorjahres liegen (2016: 3.457 Mio. €; 519 Mio. €; 229 Mio. €). Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte (2016: 185 Mio. € bzw. 34 Mio. €) gehen wir derzeit ebenso wie im Geschäftsbereich Salz (2016: 322 Mio. € bzw. 204 Mio. €) von einer spürbaren Erhöhung der operativen Ergebnisse aus. Weitere Produktionseinschränkungen in längeren Perioden von Niedrigwasser in der Werra sind im weiteren Verlauf des Jahres nicht auszuschließen und könnten zu erheblichen Abweichungen von unserer Einschätzung führen. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dürfte gegenüber der Vorperiode ebenso spürbar steigen (2016: 131 Mio. €).
ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONEN
Das erwartete Investitionsvolumen der K+S GRUPPE für das Jahr 2017 dürfte aufgrund geringerer Investitionen in das Legacy Projekt deutlich unter dem Vorjahr bleiben (2016: 1,2 Mrd. €). Während sich dies insbesondere in deutlich rückläufigen Investitionen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte niederschlagen dürfte (2016: 1,0 Mrd. €), sollte das Niveau im Geschäftsbereich Salz nahezu unverändert bleiben (2016: 149 Mio. €). Der bereinigte Freie Cashflow der K+S GRUPPE dürfte sich gegenüber dem Vorjahr spürbar verbessern (2016: -777 Mio. €), jedoch nach wie vor negativ sein. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) sollte aufgrund der Ergebnisverbesserung trotz einer höheren Kapitalbindung spürbar ansteigen (2016: 3,0 %). Auch auf Geschäftsbereichsebene dürfte der ROCE jeweils eine spürbare Verbesserung erfahren (2016: Kali- und Magnesiumprodukte 0,7%; Salz 8,1%).
DIVIDENDENVORSCHLAG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016
Unsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern wider. Infolgedessen beabsichtigt der Vorstand der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 eine Dividende in Höhe von 0,30 € je Aktie (Vorjahr: 1,15 € je Aktie) vorzuschlagen; dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 44% (Vorjahr: 41%).
MITTELFRISTPROGNOSE
Trotz der zahlreichen Herausforderungen bleiben wir optimistisch, unser Ziel, ein Konzern-EBITDA von rund 1,6 Mrd. € im Jahr 2020, erreichen zu können. Unsere "Salz 2020"-Strategie befindet sich bereits auf einem sehr guten Weg, das EBITDA-Ziel von mehr als 400 Mio. € unter der Annahme eines Normalwinters zu erreichen. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gehen wir von einem ungestörten Betrieb unserer Kaliwerke in Deutschland aus; daneben stimmt uns insbesondere das Legacy Projekt positiv, welches zu diesem Zeitpunkt bereits deutliche Ergebnisbeiträge liefern wird. Die derzeitige Schwäche im Kalimarkt, die eine große Herausforderung auf dem Weg zur Erreichung des Ziels bis 2020 darstellt, erachten wir als nicht nachhaltig, da die mittel- und langfristigen Wachstumstrends nach wie vor intakt sind. Daher rechnen wir im Rahmen unserer Mittelfristprognose mit einem höheren Kalipreisniveau, als es heute vorherrscht. Darüber hinaus erarbeiten wir eine Vielzahl strategischer Initiativen, die zur Erreichung des Ziels beitragen sollen.
GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER K+S GRUPPE
Der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT erwartet, dass die operativen Ergebnisse EBITDA und EBIT I der K+S GRUPPE für das Geschäftsjahr 2017 spürbar über denen des Vorjahres liegen. Die im Dezember 2016 erteilte Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigen Abwässern aus der Kaliproduktion des Werks Werra enthält neben einer geringer als beantragt genehmigten Versenkmenge auch eine Reihe von Nebenbestimmungen. Dadurch sind im Geschäftsbereich Kali und Magnesiumprodukte weitere Produktionseinschränkungen in längeren Perioden von Niedrigwasser in der Werra -wie es in den ersten Monaten 2017 bereits der Fall war -im weiteren Verlauf des Jahres nicht auszuschließen; dies könnte zu erheblichen Abweichungen von dieser Einschätzung führen. Der erwartete spürbare Anstieg des operativen Ergebnisses im Geschäftsbereich Salz dürfte dies nicht in jedem Fall ausgleichen können. Die Investitionen für das Jahr 2017 sollten insbesondere aufgrund geringerer Ausgaben für das Legacy Projekt deutlich zurück gehen, dennoch sollte der bereinigte Freie Cashflow erneut negativ ausfallen.
1.7 K+S AKTIENGESELLSCHAFT (ERLÄUTERUNGEN AUF BASIS HGB)
Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf Seite 49 enthalten.
VERGÜTUNGSBERICHT
Die Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB sind im Vergütungsbericht auf Seite 121 enthalten.
ANGABEN NACH §289 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS
Die Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB sowie der erläuternde Bericht des Vorstands finden sich auf Seite 63.
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, UNTERNEHMENSSTRATEGIE, UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG, ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF
Angaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -überwachung sowie ein Überblick über den Geschäftsverlauf finden sich auf den Seiten 21 - 80.
ERTRAGSLAGE
Der Umsatz der K+S AKTIENGESELLSCHAFT lag mit 138,2 Mio. € um 19,6 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (118,6 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Bereich Tierhygiene haben sich leicht über Vorjahresniveau (+ 3 %) und im Bereich IT spürbar über Vorjahresniveau (+6%) bewegt.
Die sonstigen Umsatzerlöse erhöhten sich zum einen aufgrund eines Anstiegs der konzerninternen Verrechnungen von Serviceleistungen an Gruppengesellschaften und zum anderen aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und der damit verbundenen Neudefinition der Umsatzerlöse um 16,2 Mio. € auf 53,5 Mio. € (2015: 37,3 Mio. €). / TAB: 1.7.1
Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich deutlich um 56,6 Mio. € auf 124,8 Mio. € (2015: 181,4 Mio. €). Wesentliche Ursache waren rückläufige Ergebnisse aus Kurssicherungsgeschäften für USD- und CAD-Positionen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 173,7 Mio. € auf 137,6 Mio. € verringert. Dies ist u. a. auf den Rückgang von Kursverlusten, niedrigere Aufwendungen für Kurssicherungsgeschäfte sowie gesunkene Beratungskosten zurückzuführen.
Die Erträge aus Beteiligungen sind von 578,6 Mio. € in 2015 auf 243,1 Mio. € in 2016 gefallen. Hauptgrund dafür ist der Wegfall der Ergebnisabführung der K+S KALI GMBH (von 505,1 Mio. € in 2015 auf -4,3 Mio. € im Jahr 2016). Gegenläufig wirkten sich die gestiegenen Erträge aus den Beteiligungen an K+S SALZ GMBH von 97,3 Mio. € (2015: 50,0 Mio. €), K+S Investments limited von 81,3 Mio. € (2015: -) und K+S FINANCE BELGIUM BVBA von 45,5 Mio. € (2015: -) aus. Weitere Beteiligungserträge ergaben sich u. a. aus den Gewinnabführungen der K+S ENTSORGUNG GMBH mit 10,9 Mio. € (2015: 11,6 Mio. €) und der K+S TRANSPORT GMBH mit 7,1 Mio. € (2015: 10,6 Mio. €).
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge verringerten sich im Wesentlichen wegen geringerer Erträge aus Wertpapieren von 4,1 Mio. € auf 3,2 Mio. €.
Vor allem durch höhere Zinsaufwendungen für Schuldscheindarlehen erhöhten sich die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von 120,1 Mio. € auf 125,0 Mio. €. Dem stehen geringere Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen gegenüber.
Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich um 196,7 Mio. € auf 76,8 Mio. € (2015: 273,5 Mio. €).
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT1
TAB: 1.7.1
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| in Mio. € | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 118,6 | 138,2 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 123,0 | 122,7 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | -4,3 | 15,5 |
| Vertriebs-, allgemeine Verwaltungs- und Forschungskosten | 36,7 | 26,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 7,7 | -12,8 |
| Beteiligungsergebnis | 578,6 | 243,1 |
| Zinsergebnis | -115,8 | -121,8 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | 2,5 | 1,1 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | - | 4,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 426,8 | 91,8 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 153,4 | 15,1 |
| Jahresüberschuss | 273,5 | 76,8 |
| Gewinnvortrag | - | - |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | - |
| Bilanzgewinn | 273,5 | 76,8 |
1 Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung findet sich im Jahresabschluss 2016 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT.
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Das Anlagevermögen hat sich um 1.017,2 Mio. € auf 6.643,1 Mio. € (2015: 5.625,9 Mio. €) erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf Kapitalzuführungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen. Damit betrug der Anteil des Anlagevermögens 92% an der Bilanzsumme (2015: 87%). Insgesamt stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2016 um 819,3 Mio. € auf 7.250,0 Mio. €. Das Umlaufvermögen fiel um 192,7 Mio. € auf 588,7 Mio. € (2015: 781,5 Mio. €). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich von 696,7 Mio. € im Vorjahr auf 482,5 Mio. €. Ursächlich für diesen Rückgang waren vor allem gesunkene Forderungen aus Ergebnisabführung. Gegenläufig entwickelten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen. / TAB: 1.7.2
Ein aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung, der aus einem Überhang der Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens über Verpflichtungen aus Pensionszusagen resultiert, bestand im Geschäftsjahr 2016 nicht (2015: 0,9 Mio. €). / TAB: 1.7.3
Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 143,3 Mio. € auf 2.136,2 Mio. € vermindert (2015: 2.279,5 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 30 % (2015: 35%). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.388,9 Mio. € (2015: 2.373,5 Mio. €) setzen sich im Wesentlichen aus Cashpooling-Verbindlichkeiten sowie Darlehensverbindlichkeiten zusammen.
Durch die Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der Begebung von Schuldscheindarlehen ergab sich ein Anstieg aller Verbindlichkeiten um 1.003,0 Mio. € auf 4.926,4 Mio. € (2015: 3.923,4 Mio. €). Die Gesellschaft wies zum Stichtag Rückstellungen in Höhe von 187,4 Mio. € mit überwiegend langfristigem Charakter aus. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte in erheblichem Maße aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln.
BILANZ DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - AKTIVA
TAB: 1.7.2
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| in Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 11,1 | 8,8 |
| Sachanlagen | 64,0 | 63,5 |
| Finanzanlagen | 5.550,8 | 6.570,8 |
| Anlagevermögen | 5.625,9 | 6.643,1 |
| Vorräte | 1,8 | 1,6 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 751,9 | 544,5 |
| Wertpapiere | 10,2 | 8,9 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 17,6 | 33,8 |
| Umlaufvermögen | 781,5 | 588,7 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 22,5 | 18,2 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung | 0,9 | - |
| AKTIVA | 6.430,8 | 7.250,0 |
BILANZ DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - PASSIVA
TAB: 1.7.3
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| in Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 191,4 | 191,4 |
| Kapitalrücklage | 701,6 | 701,6 |
| Gewinnrücklagen | 1.113,1 | 1.166,4 |
| Bilanzgewinn | 273,5 | 76,8 |
| Eigenkapital | 2.279,5 | 2.136,2 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | - | 1,4 |
| Steuerrückstellungen | 28,6 | 5,0 |
| Sonstige Rückstellungen | 198,7 | 181,0 |
| Rückstellungen | 227,3 | 187,4 |
| Verbindlichkeiten | 3.923,4 | 4.926,4 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,6 | - |
| PASSIVA | 6.430,8 | 7.250,0 |
ANGABEN ZU EIGENEN ANTEILEN
Die Angaben nach § 160 Absatz 1 Nummer 2 des Aktiengesetzes sind im Anhang zum Jahresabschluss 2016 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT enthalten.
MITARBEITER
Im Jahresdurchschnitt waren 900 Mitarbeiter (2015: 809 Mitarbeiter) bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt. Davon waren 16 Auszubildende (2015: 17 Auszubildende). Der Personalaufbau ist vor allem auf Personalverschiebungen aus dem Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte in die K+S AKTIENGESELLSCHAFT zurückzuführen.
DIVIDENDE
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist für das Geschäftsjahr 2016 einen Bilanzgewinn von 76,8 Mio. € (2015: 273,5 Mio. €) aus.
Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt zu verwenden. / TAB: 1.7.4
GEWINNVERWENDUNG1
TAB: 1.7.4
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| in Mio. € | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Dividende je Aktie (€) | 1,15 | 0,30 |
| Ausschüttungssumme bei 191.400.000 dividendenberechtigten Stückaktien | 220,1 | 57,4 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen | 53,4 | 19,4 |
| Gewinnvortrag | - | - |
| Bilanzgewinn | 273,5 | 76,8 |
1 Beträge sind gerundet.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Umfassende Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der K+S GRUPPE, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden sich auf Seite 34.
RISIKEN UND CHANCEN
Die Geschäftsentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die K+S GRUPPE. An den Risiken und Chancen ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die K+S AKTIENGESELLSCHAFT entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden sich im ,Risiko- und Chancenbericht' ab Seite 99.
Die Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (§ 289 Abs. 5 HGB) findet sich auf Seite 61.
NACHTRAGSBERICHT
Der ,Nachtragsbericht' für die K+S GRUPPE sowie die K+S AKTIENGESELLSCHAFT findet sich auf Seite 187.
PROGNOSEBERICHT
Die Ergebnisentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die für die K+S GRUPPE erwartete Geschäftsentwicklung findet sich im ,Prognosebericht' ab Seite 114.
1.8 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss bzw. der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschrieben sind.
Kassel, 3. März 2017
K+S AKTIENGESELLSCHAFT
DER VORSTAND
ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN
Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden -eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
1.9 VERGÜTUNGSBERICHT
Im Folgenden erläutern wir die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
VERGÜTUNGSSTRUKTUR
Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die des Gesamtvorstands, der Vergleich mit den Oberen Führungskräften weltweit und der Gesamtbelegschaft sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds.
Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige als auch erfolgsbezogene Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen; die Tantieme ist der erfolgsbezogene Anteil. Außerdem besteht eine kennzahlenbasierte variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter "Long Term Incentive" (LTI)). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen.
Die fixe Vergütung als erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen.
Um die Interessen der Anteilseigner mit denen des Vorstands im hohen Maße in Übereinstimmung zu bringen, bestimmt sich ein Teil der Tantieme nach der Gesamtkapitalrendite des Konzerns. Außerdem wird die persönliche Leistung der Mitglieder des Vorstands bei der Berechnung der Tantieme berücksichtigt; die Auszahlung erfolgt im jeweils folgenden Geschäftsjahr.
Die Struktur der Jahresvergütung sieht in einem Normaljahr eine fixe Vergütung von 40 % sowie variable, kurzfristige Erfolgsbausteine von 60% vor. Der variable Anteil ist wiederum zu 80 % an die Unternehmensperformance, d. h. an die erzielte Gesamtkapitalrendite, gebunden; die übrigen 20% sind von der persönlichen Leistung abhängig. Eine variable Vergütung von 100 % wird dann erreicht, wenn zum einen die erzielte Gesamtkapitalrendite mindestens 115% des jeweiligen Kapitalkostensatzes erreicht und zum anderen die persönliche Leistung mit 100 % bewertet wurde. Die Vergütung auf Basis der Gesamtkapitalrendite ist bei einer Obergrenze von 21 Prozentpunkten über der Mindestrendite gedeckelt. Die Zielerreichungsspannen beider variabler Vergütungsbestandteile bewegen sich zwischen 0 und rund 150 %. Zudem sind seit dem Jahr 2013 auch die Nebenleistungen gedeckelt.
Der Finanzvorstand erhielt in 2016 das 1,2-fache, der Vorstandsvorsitzende das 1,7-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.
Zusätzlich bietet das kennzahlenbasierte "Long Term Incentive"-Programm die Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter, Einkommen zu beziehen. Das System beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahreszeiträumen der Unternehmenserfolg ermittelt. Der Wertbeitrag ergibt sich folgendermaßen:
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| Operatives Ergebnis (EBIT I) | |
|---|---|
| + | Zinserträge des Geschäftsjahres |
| - | Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres |
| \= | Wertbeitrag |
Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag besteht bei +/-500 Mio. € pro Geschäftsjahr.
Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTI-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTI-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTI-Laufzeit. In der folgenden Grafik werden die Zeiträume des LTI-Programms schematisch dargestellt: / ABB: 1.9.1
Zu Beginn eines LTI wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Performancezeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge wird an einer Skalierung von - 200 bis +200 Mio. € prozentual gespiegelt. Entsprechen sich die Wertbeiträge des Vergleichs- und des Performancezeitraums, werden 100 % des LTI ausgezahlt. In diesem Fall beträgt die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung für ein ordentliches Vorstandsmitglied 350.000 €. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0%. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200% (= 700.000 €). Für den Finanzvorstand beträgt die Vergütungskomponente gegenwärtig das 1,2-fache, für den Vorstandsvorsitzenden das 1,7-fache eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.
LTI-PROGRAMM
ABB: 1.9.1
Wertbeiträge in Mio. €

LTI-PROGRAMME 2013 - 2016
ABB: 1.9.2

1 Im Jahr 2011 wurde aufgrund sehr guter Wertbeitrage die Kappungsgrenze erreicht.
2 Für ein ordentliches Vorstandsmitglied; die Auszahlung erfolgt im April des dem Programmende folgenden Jahres.
Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres. / ABB: 1.9.2
Das dargestellte Vorstandsvergütungssystem wurde von der Hauptversammlung 2010 mit großer Mehrheit gebilligt und vom Verband der Aktionärsvereinigungen in Europa, EUROSHAREHOLDERS, als besonders aktionärsfreundliches Vergütungssystem ausgezeichnet.
Im Folgenden ist eine Beispielrechnung für die Jahresvergütung eines Vorstandsmitglieds dargestellt. / TAB: 1.9.1
BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES VORSTANDSMITGLIEDS
TAB: 1.9.1
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| in € | Zielerreichung 100% | Zielerreichung 0% | Maximale Zielerreichung |
|---|---|---|---|
| Fixum: 40% | 420.000 | 420.000 | 420.000 |
| Tantieme: 60% | 630.0001 | 02 | 938.0003 |
| - davon Unternehmensperformance: 80% | 504.000 | 0 | 749.000 |
| - davon persönliche Zielerreichung: 20% | 126.000 | 0 | 189.000 |
| Jahresvergütung | 1.050.000 | 420.000 | 1.358.000 |
| LTI-Programm | 350.0004 | 05 | 700.0006 |
| Gesamtvergütung | 1.400.000 | 420.000 | 2.058.000 |
1 Gesamtkapitalrendite = Mindestrendite; persönliche Zielerreichung = 100%.
2 Gesamtkapitalrendite = 0%; persönliche Zielerreichung = 0%.
3 Gesamtkapitalrendite > Mindestrendite + 21 Prozentpunkte; persönliche Zielerreichung = rund 150%.
4 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum = 0 Mio. € = 100%.
5 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum < -200 Mio. € = 0%.
6 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum > +200 Mio. € = 200%.
VERGÜTUNGSHÖHE
Einzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 sind in individualisierter Form in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der Unterschied zwischen der "Gewährungs-" bzw. der "Zufluss"-Tabelle bezieht sich allein auf die variablen Vergütungsbestandteile. Die Gewährungstabelle bildet Beträge ab, die bei 100 %iger Zielerreichung in Aussicht gestellt wurden. Die Zuflusstabelle zeigt hingegen die Beträge, die aufgrund der tatsächlich erreichten Ziele im Folgejahr zur Auszahlung kommen werden. / TAB: 1.9.2, 1.9.3
Mark Roberts erhält seine Vergütung in Euro. Um die Wechselkursrisiken zu beschränken, wurde eine Klausel vereinbart, nach der nach Ablauf eines jeden Jahres ein Wechselkursausgleich für den Fall erfolgt, dass der IST-Kurs der jeweiligen Überweisungen vom Kurs bei Unterschrift des Vertrages (EUR 1,00 = USD 1,30) um mehr als 10 % im Einzelfall oder um mehr als 5 % im Durchschnitt des ganzen Jahres abweicht.
Durchschnittlich betrug das Gehalt des Vorstands im vergangenen Jahr damit das 6,8-fache (2015: 5,0-fache) des Oberen Führungskreises weltweit sowie das 22,3fache (2015: 24,7-fache) der Gesamtbelegschaft. Der Anstieg des Verhältnisses zwischen Vorstand und Oberem Führungskreis gegenüber Vorjahr ist in den unterschiedlichen Vergütungssystemen begründet. Das Vergütungssystem des Oberen Führungskreises der K+S GRUPPE reagiert nach oben wie nach unten deutlich volatiler. Für dieses Jahr beträgt die einjährige variable Vergütung dieses Personenkreises bezogen auf den Unternehmenserfolg 0%.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS (GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN)
TAB: 1.9.2
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| Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 05/2000 | Dr. Burkhard Lohr, Finanzvorstand Im Vorstand seit 06/2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) | 2015 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 680,0 | 714,0 | 714,0 | 714,0 | 460,0 | 504,0 |
| Nebenleistung1 | 26,8 | 27,2 | 27,2 | 27,2 | 23,4 | 25,5 |
| Summe | 706,8 | 741,2 | 741,2 | 741,2 | 483,4 | 529,5 |
| Einjährige variable Vergütung | 1.020,0 | 1.071,0 | 0,0 | 1.594,6 | 690,0 | 756,0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 595,0 | 595,0 | 0,0 | 1.190,0 | 402,5 | 420,0 |
| - LTI | 595,0 | 595,0 | 0,0 | 1.190,0 | 402,5 | 420,0 |
| Summe | 2.321,8 | 2.407,2 | 741,2 | 3.525,8 | 1.575,9 | 1.705,5 |
| - Dienstzeitaufwand | 581,8 | 601,6 | 601,6 | 601,6 | 586,1 | 597,4 |
| Gesamtvergütung | 2.903,6 | 3.008,8 | 1.342,8 | 4.127,4 | 2.162,0 | 2.302,9 |
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| Dr. Burkhard Lohr, Finanzvorstand Im Vorstand seit 06/2012 | Dr. Andreas Radmacher Im Vorstand seit 09/2013 bis 02/2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 2016 (Min) | 2016 (Max) | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 504,0 | 504,0 | 400,0 | 70,0 | 70,0 | 70,0 |
| Nebenleistung1 | 25,5 | 25,5 | 25,8 | 4,4 | 4,4 | 4,4 |
| Summe | 529,5 | 529,5 | 425,8 | 74,4 | 74,4 | 74,4 |
| Einjährige variable Vergütung | 0,0 | 1.125,6 | 600,0 | - | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0,0 | 840,0 | 350,0 | - | - | - |
| - LTI | 0,0 | 840,0 | 350,0 | - | - | - |
| Summe | 529,5 | 2.495,1 | 1.375,8 | 74,4 | 74,4 | 74,4 |
| - Dienstzeitaufwand | 597,4 | 597,4 | 541,7 | 86,0 | 86,0 | 86,0 |
| Gesamtvergütung | 1.126,9 | 3.092,5 | 1.917,5 | 160,4 | 160,4 | 160,4 |
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| Mark Roberts2Im Vorstand seit 10/2012 | Dr. Thomas Nöcker Im Vorstand seit 08/2003 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 20153 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) | 2015 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 400,0 | 420,0 | 420,0 | 420,0 | 400,0 | 420,0 |
| Nebenleistung1 | 52,2 | 51,3 | 51,3 | 51,3 | 27,3 | 25,0 |
| Summe | 452,2 | 471,3 | 471,3 | 471,3 | 427,3 | 445,0 |
| Einjährige variable Vergütung | 600,0 | 630,0 | 0,0 | 938,0 | 600,0 | 630,0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 350,0 | 350,0 | 0,0 | 700,0 | 350,0 | 350,0 |
| - LTI | 350,0 | 350,0 | 0,0 | 700,0 | 350,0 | 350,0 |
| Summe | 1.402,2 | 1.451,3 | 471,3 | 2.109,3 | 1.377,3 | 1.425,0 |
| - Dienstzeitaufwand | 526,5 | 592,9 | 592,9 | 592,9 | 419,3 | 410,8 |
| Gesamtvergütung | 1.928,7 | 2.044,2 | 1.064,2 | 2.702,2 | 1.796,6 | 1.835,8 |
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| Dr. Thomas Nöcker Im Vorstand seit 08/2003 | ||
|---|---|---|
| in Tsd. € | 2016 (Min) | 2016 (Max) |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung | 420,0 | 420,0 |
| Nebenleistung1 | 25,0 | 25,0 |
| Summe | 445,0 | 445,0 |
| Einjährige variable Vergütung | 0,0 | 938,0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0,0 | 700,0 |
| - LTI | 0,0 | 700,0 |
| Summe | 445,0 | 2.083,0 |
| - Dienstzeitaufwand | 410,8 | 410,8 |
| Gesamtvergütung | 855,8 | 2.493,8 |
1 Nebenleistungen sind auf 75.000 € gedeckelt.
2 Vor Wechselkursausgleich: Für die Umrechnung der Vergütung ist ein US-Dollarkurs festgeschrieben. Da die Auszahlungen zunächst mit aktuellen Kursen umgerechnet werden, kommt es nach Ablauf des Jahres ggf. zu einem Ausgleich.
3 Übernahme der Restlaufzeiten der LTI-Ansprüche, die Herr Roberts als CEO der Morton Salt erhalten hat.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS (ZUFLUSS)
TAB: 1.9.3
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| Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 05/2000 | Dr. Burkhard Lohr, Finanzvorstand Im Vorstand seit 06/2012 | Dr. Andreas Radmacher5Im Vorstand seit 09/2013 bis 02/2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 680,0 | 714,0 | 460,0 | 504,0 | 400,0 | 70,0 |
| Nebenleistungen | 26,8 | 27,2 | 23,4 | 25,5 | 25,8 | 4,4 |
| Summe | 706,8 | 741,2 | 483,4 | 529,5 | 425,8 | 74,4 |
| Einjährige variable Vergütung | 1.016,01 | 637,8 | 687,31 | 435,1 | 597,71 | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | 320,7 | 0,0 | - | 0,0 | - | - |
| Planbezeichnung (Planlaufzeit) | 2012 - 2015 | 2013 - 2016 | - | 2013 - 2016 | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | - | - | - |
| Summe2 | 2.043,51 | 1.379,0 | 1.170,71 | 964,6 | 1.023,51 | 74,4 |
| - Versorgungsaufwand | 581,8 | 601,6 | 586,1 | 597,4 | 541,7 | 86,0 |
| Gesamtvergütung | 2.625,31 | 1.980,6 | 1.756,81 | 1.562,0 | 1.565,21 | 160,4 |
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| Mark Roberts Im Vorstand seit 10/2012 | Dr. Thomas Nöcker Im Vorstand seit 08/2003 | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | 20153 | 20163 | 2015 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 452,9 | 513,7 | 400,0 | 420,0 |
| Nebenleistungen | 52,2 | 51,3 | 27,3 | 25,0 |
| Summe | 505,1 | 565,0 | 427,3 | 445,0 |
| Einjährige variable Vergütung | 678,61 | 428,1 | 597,71 | 350,0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 122,1 | 0,0 | 188,7 | 0,0 |
| Planbezeichnung (Planlaufzeit) | 2012 - 2015 | 2013 - 2016 | 2012 - 2015 | 2013 - 2016 |
| Sonstiges | -15,14 | - | - | - |
| Summe2 | 1.290,71 | 993,1 | 1.213,71 | 795,0 |
| - Versorgungsaufwand | 526,5 | 592,9 | 419,3 | 410,8 |
| Gesamtvergütung | 1.817,21 | 1.586,0 | 1.633,01 | 1.205,8 |
1 Inkl. Rückzahlung des nicht verbrauchten Volumens für die Aufstockung von Kurzarbeitergeld, wie im Geschäftsbericht 2015 beschrieben.
2 Summe entspricht den Angaben nach §314 HGB sowie DRS 17.
3 Inkl. Währungskursausgleich.
4 Rückforderung Währungskursausgleich nach Abgleich des Ist-Steuersatzes aus 2016.
5 Dr. Andreas Radmacher ist mit Wirkung zum 29. Februar 2016 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete zum 31. August 2016. Zusätzlich zur ausgewiesenen Gesamtvergütung als Mitglied des Vorstands erhielt Herr Dr. Radmacher für die Restlaufzeit seines Anstellungsvertrages vom 1. März bis zum 31. August folgende Vergütung: Festvergütung in Höhe von 210,0 Tsd. € Nebenleistungen 28,9 Tsd. €, einjährige variable Vergütung 386,7 Tsd. €, pauschale Abgeltung der Long-Term-Incentive Programme für die Perioden 2014 - 2017, 2015 - 2018 sowie 2016 - 2019 95,0 Tsd. €, Versorgungsaufwand in Höhe von 258,1 Tsd. € sowie Karenzentschädigung gemäß Wettbewerbsverbot für 24 Monate nach Ausscheiden in Höhe von monatlich 27,0 Tsd. €.
Der Aufsichtsrat und Dr. Andreas Radmacher haben sich einvernehmlich darauf verständigt, das bis 31. August 2016 laufende Mandat von Dr. Radmacher nicht zu verlängern. Er hat das Unternehmen am 29. Februar 2016 verlassen. Die vertraglichen Ansprüche für die Zeit vom 1. März bis zum 31. August 2016 wurden abgegolten und sind in der Fußnote 5 der Zuflusstabelle dargestellt.
Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen auf fünf Mitglieder, davon waren vier Mitglieder ganzjährig im Amt. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus fünf Mitgliedern, alle Mitglieder waren ganzjährig im Amt. Sämtliche Bestandteile der Vorstandsvergütung werden alle drei Jahre überprüft - dieser Turnus war bereits zum 1. Januar 2015 abgelaufen. Aufgrund des laufenden Sparprogramms "FIT FÜR DIE ZUKUNFT" hatte der Aufsichtsrat - im Einvernehmen mit dem Vorstand - die Überprüfung um ein Jahr auf den 1. Januar 2016 verschoben. Dementsprechend wurde die Vorstandsvergütung erst zu diesem Zeitpunkt und zwar um 5% angehoben. Wie in Abbildung 1.9.2 auf Seite 123 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performancezeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge unter denen des Vergleichszeitraums; infolgedessen ergab sich für das LTI-Programm 2013 kein positiver Wert.
PENSIONSZUSAGEN
Die Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d. h. für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet.
Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40 % der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (>15 Jahre) zu vermeiden. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2016 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 8,5 und 13,0%. Die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Die Obergrenze für den Vorstandsvorsitzenden beträgt 325.000 € und für die anderen Vorstandsmitglieder je 245.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus überprüft und ggf. angepasst.
Rentenleistungen werden erst bei Auszahlung entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Für das Vorstandsmitglied Mark Roberts wurde im Rahmen der Verlängerung seines Mandats ein fixer Umrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar vereinbart.
PENSIONEN1
TAB: 1.9.4
scroll
| in Tsd. € | Alter | Zeitwert zum 1.1. | Pensionsaufwand2 | Zeitwert zum 31.12. | |
|---|---|---|---|---|---|
| Norbert Steiner | 2016 | 62 | 7.323,4 | 762,7 | 8.641,1 |
| 2015 | 6.709,9 | 722,7 | 7.323,4 | ||
| Dr. Thomas Nöcker | 2016 | 58 | 5.306,2 | 527,6 | 6.279,6 |
| 2015 | 4.886,9 | 521,9 | 5.306,2 | ||
| Dr. Burkhard Lohr | 2016 | 53 | 2.041,7 | 642,3 | 2.923,8 |
| 2015 | 1.496,1 | 617,5 | 2.041,7 | ||
| Mark Roberts | 2016 | 53 | 1.951,5 | 635,9 | 2.867,2 |
| 2015 | 1.210,3 | 551,9 | 1.951,5 | ||
| Dr. Andreas Radmacher | 2016 | 51 | 1.233,6 | 92,8 | 1.747,2 |
| (Mitglied bis 29. Februar 2016) | 2015 | 735,9 | 557,2 | 1.233,6 | |
| Summe | 2016 | 17.856,4 | 2.661,3 | 22.458,9 | |
| 2015 | 20.549,9 | 2.971,2 | 17.856,4 |
1 Angaben nach IFRS.
2 Einschließlich Zinsaufwand.
Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60%, jede Vollwaise 30% und jede Halbwaise 15% der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100% der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall werden sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, können die Ansprüche gemäß der Versorgungszusage zu diesem Zeitpunkt bereits geltend gemacht werden.
Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2016 folgende Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt: / TAB: 1.9.4
Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2016 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg der Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen.
VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGE
Im Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags.
Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der "Change of Control"-Klausel den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können. Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht.
SONSTIGES
Im Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen.
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 1,8 Mio. € (2015: 1,5 Mio. €). Der Anstieg begründet sich in der Karenzentschädigung, die Herr Dr. Radmacher für die Laufzeit seines Wettbewerbsverbots, also für 24 Monate nach seinem Ausscheiden, bezieht.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
VERGÜTUNGSSTRUKTUR
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Ein Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der Vergütung.
Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 €, die Mitglieder des Personalausschusses von jeweils 7.500 €. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 €, sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von je 750 €, bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer.
VERGÜTUNGSHÖHE
Einzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle: / TAB: 1.9.5
Zusätzlich wurden im Jahr 2016 an die Aufsichtsratsmitglieder Aufwandsentschädigungen von insgesamt 128,5 Tsd. € gezahlt (2015: 68,8 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Vergütungen für Tätigkeiten im Aufsichtsrat von Tochterunternehmen gezahlt, auch Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden den Aufsichtsratsmitgliedern nicht gewährt.
Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS1
TAB: 1.9.5
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| in € | Fixe Vergütung | Prüfungsausschuss | Personalausschuss | Nominierungsausschuss3 | Sitzungsgelder | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Ralf Bethke | 2016 | 200.000 | 15.000 | 15.000 | 15.000 | 14.250 | 259.250 |
| (Vorsitzender) | 2015 | 200.000 | 15.000 | 15.000 | - | 10.500 | 240.500 |
| Michael Vassiliadis | 2016 | 150.000 | 15.000 | 7.500 | - | 6.750 | 179.250 |
| (Stellvertretender Vorsitzender) | 2015 | 150.000 | 15.000 | 7.500 | - | 6.750 | 179.250 |
| Ralf Becker | 2016 | 100.000 | 15.000 | - | - | 6.750 | 121.750 |
| 2015 | 100.000 | 15.000 | - | - | 7.500 | 122.500 | |
| Jella S. Benner-Heinacher | 2016 | 100.000 | - | 7.500 | - | 8.250 | 115.750 |
| 2015 | 100.000 | - | 7.500 | - | 6.750 | 114.250 | |
| George Cardona | 2016 | 100.000 | - | - | 7.500 | 6.750 | 114.250 |
| 2015 | 100.000 | - | - | - | 6.000 | 106.000 | |
| Wesley Clark | 2016 | 100.000 | - | - | - | 3.000 | 103.000 |
| 2015 | 100.000 | - | - | - | 3.000 | 103.000 | |
| Harald Döll | 2016 | 100.000 | - | 7.500 | - | 6.000 | 113.500 |
| 2015 | 100.000 | - | 7.500 | - | 6.750 | 114.250 | |
| Axel Hartmann | 2016 | 100.000 | 15.000 | - | - | 6.000 | 121.000 |
| 2015 | 100.000 | 15.000 | - | - | 7.500 | 122.500 | |
| Rüdiger Kienitz | 2016 | 25.000 | - | - | - | 750 | 25.750 |
| (bis 31.3.2016) | 2015 | 100.000 | - | - | - | 5.250 | 105.250 |
| Michael Knackmuß | 2016 | 100.000 | - | - | - | 3.750 | 103.750 |
| 2015 | 100.000 | - | - | - | 4.500 | 104.500 | |
| Dr. Andreas Kreimeyer | 2016 | 100.000 | - | - | 7.500 | 7.500 | 115.000 |
| (seit 12.5.2015) | 2015 | 66.667 | - | - | -2 | 3.750 | 70.417 |
| Gerd Kübler | 2016 | 100.000 | - | - | - | 4.500 | 104.500 |
| (seit 1.1.2016) | 2015 | - | - | - | - | - | - |
| Dieter Kuhn | 2016 | 100.000 | - | - | - | 4.500 | 104.500 |
| 2015 | 100.000 | - | - | - | 4.500 | 104.500 | |
| Dr. Annette Messemer | 2016 | 100.000 | 15.000 | - | - | 6.750 | 121.750 |
| 2015 | 100.000 | 15.000 | - | - | 5.250 | 120.250 | |
| Anke Roehr | 2016 | 75.000 | - | - | - | 3.000 | 78.000 |
| (seit 1.4.2016) | 2015 | - | - | - | - | - | - |
| Dr. Eckart Sünner | 2016 | 100.000 | 30.000 | - | - | 6.750 | 136.750 |
| 2015 | 100.000 | 30.000 | - | - | 7.500 | 137.500 | |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 2016 | 100.000 | - | - | 7.500 | 6.000 | 113.500 |
| (seit 12.5.2015) | 2015 | 66.667 | - | - | -2 | 4.500 | 71.167 |
| Summe | 2016 | 1.750.000 | 105.000 | 37.500 | 37.500 | 101.250 | 2.031.250 |
| 20154 | 1.583.333 | 105.000 | 37.500 | -3 | 90.000 | 1.815.833 |
1 Angaben ohne Entschädigung für die von Aufsichtsratsmitgliedern aufgrund ihrer Tätigkeit zu entrichtende Umsatzsteuer.
2 Mitglied des Ausschusses seit 12.5.2015.
3 Keine Vergütung gemäß Satzung aufgrund zu geringer Anzahl an Sitzungen in 2015.
4 Ohne die in 2015 ausgeschiedenen Mitglieder.
Jahresabschluss 2016*
K+S AKTIENGESELLSCHAFT
* Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind im Finanzbericht 2016 zusammengefasst.
Gewinn- und Verlustrechnung
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| Angaben in T€ |
Anhang | 20151 | 2016 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1 | 118.608 | 138.199 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 122.951 | 122.697 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | -4.343 | 15.502 | |
| Vertriebskosten | 3.693 | 2.759 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 29.640 | 22.711 | |
| Forschungskosten | 3.406 | 1.258 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2 | 181.418 | 124.780 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3 | 173.749 | 137.626 |
| Erträge aus Beteiligungen | 4 | 578.599 | 243.113 |
| davon aus Gewinnabführungen | 578.515 | 116.270 | |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 121 | 1 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 5 | 4.126 | 3.225 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 902 | 1.331 | |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | 2.491 | 1.119 | |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | 4 | - | 4.272 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5 | 120.094 | 125.040 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 36.584 | 37.266 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 6 | 153.382 | 15.055 |
| Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss | 273.466 | 76.781 |
1 Vorjahreszahlen auf Basis der alten Rechtslage. Weitere Erläuterungen sind in der Anmerkung "Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG)" auf Seite 6 zu finden. Zum 31.12.2015 hätten die Umsatzerlöse 124.912 T€ betragen, wenn die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz geänderte Definition der Umsatzerlöse des § 271 Abs. 1 Handelsgesetzbuch bereits ab 1.1.2015 angewendet worden wäre.
Bilanz
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| Angaben in T€ |
Anhang | 31.12.2015 | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 11.090 | 8.788 | |
| Sachanlagen | 64.010 | 63.468 | |
| Finanzanlagen | 5.550.809 | 6.570.844 | |
| Anlagevermögen | 9 | 5.625.909 | 6.643.100 |
| Vorräte | 11 | 1.779 | 1.574 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 12 | 751.900 | 544.473 |
| Wertpapiere | 10.164 | 8.894 | |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 17.620 | 33.776 | |
| Umlaufvermögen | 781.463 | 588.717 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 13 | 22.466 | 18.216 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung | 14 | 932 | - |
| AKTIVA | 6.430.770 | 7.250.033 | |
| Angaben in T€ |
Anhang | 31.12.2015 | 31.12.2016 |
| Gezeichnetes Kapital | 191.400 | 191.400 | |
| Kapitalrücklage | 701.616 | 701.616 | |
| Gewinnrücklagen | 1.113.057 | 1.166.444 | |
| Bilanzgewinn | 273.466 | 76.781 | |
| Eigenkapital | 15 | 2.279.539 | 2.136.241 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | - | 1.409 | |
| Steuerrückstellungen | 28.555 | 5.038 | |
| Sonstige Rückstellungen | 16 | 198.732 | 180.989 |
| Rückstellungen | 227.287 | 187.436 | |
| Verbindlichkeiten | 17 | 3.923.394 | 4.926.356 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 550 | - | |
| PASSIVA | 6.430.770 | 7.250.033 |
Anhang
ALLGEMEINE GRUNDLAGEN
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist eine beim Amtsgericht Kassel unter der Registernummer HRB 2669 eingetragene börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Bertha-von-Suttner-Str. 7, 34131 Kassel.
Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2016 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Im Interesse einer übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die einzelnen Posten des Jahresabschlusses werden in Tausend € (T€) dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht auf. Dieser ist im Internetauftritt der K+S Gruppe (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
ERFASSUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGEN
Erträge werden erfasst, wenn die Lieferungen und Leistungen erbracht wurden und der Gefahrenübergang erfolgt ist.
ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND UND PRIVATE ZUWENDUNGEN
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte (z. B. Investitionszuschüsse, Investitionszulagen) werden direkt an den Buchwerten gekürzt (Nettomethode). Bei privaten Zuwendungen für Vermögenswerte (z. B. Baukostenzuschüsse, Werkzeugkostenzuschüsse) wird die Bruttomethode angewandt.
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten.
SACHANLAGEN
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.
Bewegliche Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2010 erworben wurden, werden überwiegend degressiv abgeschrieben. Bewegliche Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2009 erworben wurden, sowie unbewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben.
Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt überwiegend für Bauten 14 bis 33 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Anlagengegenstände, welche 410 € netto nicht überschreiten, werden im Jahr ihrer Anschaffung oder Herstellung voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagengegenstände, welche 410 € netto überschreiten, werden über die jeweilige unternehmensspezifische Nutzungsdauer abgeschrieben.
Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Strecken und Grubenbaue werden nicht aktiviert.
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.
Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder bei unverzinslichen oder niedrig verzinslichen Darlehen zum Barwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen Rechnung getragen.
Vom Wahlrecht, außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung zu erfassen, wird kein Gebrauch gemacht.
VORRÄTE
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen sowie Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit diese durch die Herstellung verursacht sind.
FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Forderungen werden entsprechend ihrer Fristigkeit zum Nenn- oder Barwert angesetzt. Einzelrisiken werden durch Abschreibungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.
Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
WERTPAPIERE DES UMLAUFVERMÖGENS
Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs bzw. beizulegendem Wert am Abschlussstichtag bewertet.
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
Das Wahlrecht gemäß § 250 Abs. 3 HGB zur aktivischen Abgrenzung von Disagien aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten wird ausgeübt.
VERMÖGENS- UND SCHULDENVERRECHNUNG, ERTRAGS- UND AUFWANDSVERRECHNUNG
Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und der Saldo im Zinsergebnis ausgewiesen. In der Bilanz werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Die sich ergebenden Verpflichtungsüberhänge werden unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Verpflichtungen aus Pensionszusagen) und unter den sonstigen Rückstellungen (Erfüllungsrückstände aus Altersteilzeitverpflichtungen) ausgewiesen. Bei einem Überhang der Vermögensgegenstände erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Der Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen wird unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zum Abschlussstichtag ergibt sich ein Rechnungszins in Höhe von 4,01%. Der Ausweis von Effekten aus Änderungen des Zinssatzes erfolgt im Finanzergebnis.
Der angenommene Gehalts- bzw. Rententrend beträgt jeweils 1,8%. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005G).
Bedingt durch eine Änderung des § 253 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr 2016 ändert sich der für die Ermittlung des Abzinsungssatzes betrachtete Zeitraum von sieben auf zehn Jahre.
ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN
Übrige Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen zum Gruben- und Schachtversatz werden mit dem Barwert der zukünftig zu erwartenden Aufwendungen bewertet. Der Barwertermittlung werden dabei der aktuelle Durchschnittsdiskontierungssatz für bergbauliche Verpflichtungen in Höhe von 3,1% und eine jährliche Preissteigerungsrate in Höhe von 1,5% zu Grunde gelegt. Der Diskontierungssatz basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der durch die Bundesbank veröffentlichten Diskontierungssätze. Rückstellungen für Bergschädenwagnisse werden auf Basis von Schadenfällen der Vergangenheit ermittelt, um dem tatsächlichen Risiko Rechnung zu tragen. Die Rückstellungen für Dienstjubiläen werden für die zurückgelegten Dienstzeiten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage des modifizierten Teilwertverfahrens ermittelt. Die Ermittlung des Erfüllungsbetrags von Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt nach dem Barwertverfahren. Der Ausweis von Effekten aus Änderungen des Zinssatzes für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt im Finanzergebnis.
Soweit sich i.R..d. Erstanwendung des BilMoG am 1. Januar 2010 aus der Neubewertung von Rückstellungen ein Auflösungsbetrag ergeben hätte, der bis spätestens zum 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste, wurden die zum 31. Dezember 2009 gebildeten Rückstellungsbeträge in Übereinstimmung mit Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB vollständig beibehalten. Der Betrag der Überdeckung zum Abschlussstichtag ist bei den Erläuterungen zu den Sonstigen Rückstellungen angegeben.
VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
LATENTE STEUERN
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Hierbei werden bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT neben Unterschieden bei eigenen Bilanzpositionen auch Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei Organgesellschaften berücksichtigt. Verlust- und Zinsvorträge werden berücksichtigt, insoweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der kombinierte Ertragsteuersatz des Organkreises der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 29,3 % zu Grunde gelegt. Dieser enthält neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % und dem darauf zu entrichtenden Solidaritätszuschlag von 5,5 % den durchschnittlichen Gewerbesteuersatz in Höhe von 13,48 %.
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer insgesamt bestehenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.
Passive Unterschiedsbeträge ergeben sich insbesondere zum Abschlussstichtag aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Aktive Unterschiedsbeträge resultieren im Wesentlichen aus Buchwertunterschieden bei sonstigen Rückstellungen (insbesondere: bergbaulichen Rückstellungen), den immateriellen Vermögensgegenständen und innerhalb des Sachanlagevermögens. Nach Saldierung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge verbleibt im Berichtsjahr ein Aktivüberhang, der in der Bilanz nicht angesetzt wurde.
BEWERTUNGSEINHEITEN UND DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Es wurden im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt in Übereinstimmung mit den allgemeinen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen imparitätisch. Aktivische derivative Finanzinstrumente werden maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei negativem beizulegenden Zeitwert wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Passivische derivative Finanzinstrumente werden mindestens in Höhe der erhaltenen Stillhalterprämie angesetzt. Soweit der negative beizulegende Zeitwert die passivierte Verbindlichkeit übersteigt, wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.
UMRECHNUNG VON FREMDWÄHRUNGSBETRÄGEN
Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu Euro-Referenzkursen im Zeitpunkt der Entstehung erfasst.
Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.
Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.
BILANZRICHTLINIE-UMSETZUNGSGESETZ (BILRUG)
Mit dem Inkrafttreten des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) im Juli 2015 erfolgt nebst einer Vielzahl kleinerer Änderungen eine Neudefinition der Umsatzerlöse im Sinne des § 277 Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB). Durch die Neuregelung des BilRUG entfällt die Unterteilung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge anhand des Abgrenzungsmerkmals "gewöhnliche Geschäftstätigkeit". Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat die geänderte Definition erstmalig auf den Jahresabschluss zum 31.12.2016 angewendet. Infolge dessen sind die zum 31.12.2015 ausgewiesenen Beträge der von der Änderung betroffenen Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz nicht mit den Beträgen zum 31.12.2016 vergleichbar.
Folgende Positionen sind von der Änderung betroffen:
| ― | Umsatzerlöse |
| ― | Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
| ― | Sonstige betriebliche Erträge |
| ― | Sonstige betriebliche Aufwendungen |
| ― | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
| ― | Sonstige Vermögensgegenstände |
Durch das BilRUG entfallen zudem die Positionen "außerordentliche Erträge" und "außerordentliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung. Bislang als außerordentliche Erträge und Aufwendungen klassifizierte Sachverhalte werden künftig im Regelfall in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(1) UMSATZERLÖSE
UMSATZ NACH TÄTIGKEITSGEBIETEN
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| IT | 42.286 | 44.655 |
| Tierhygiene | 38.981 | 40.052 |
| Sonstiges | 37.341 | 53.492 |
| 118.608 | 138.199 |
UMSATZ NACH REGIONEN
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Inland | 105.286 | 119.480 |
| Übriges Europa | 1.570 | 1.855 |
| Übersee | 11.752 | 16.864 |
| 118.608 | 138.199 |
(2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Erträge aus Kurssicherungsgeschäften | 113.247 | 68.045 |
| Erträge aus Währungsumrechnung | 44.483 | 37.390 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 6.723 | 12.453 |
| Erträge aus Leistungsverrechnung an Gruppengesellschaften | 4.002 | 541 |
| Erträge aus Abgängen von Sachanlagen | 775 | 334 |
| Buchgewinne aus dem Abgang von Wertpapieren | 5.511 | 45 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 2.711 | - |
| Erträge aus der Zuschreibung von Sachanlagen | 1.000 | - |
| Übrige Erträge | 2.966 | 5.972 |
| 181.418 | 124.780 |
Die Erträge aus Vermietung und Verpachtung werden, als Folge des Inkrafttretens des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes, ab dem Geschäftsjahr 2016 in den Umsatzerlösen ausgewiesen (Vorjahr: 2.711 T€).
Erträge in Höhe von 16.968 T€ (Vorjahr: 9.602 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.
(3) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus Währungsumrechnung | 70.891 | 57.206 |
| Aufwendungen aus Kurssicherungsgeschäften | 51.095 | 48.276 |
| Aufwendungen für drohende Verluste aus Sicherungsgeschäften | 14.972 | 4.326 |
| Steuern für Vorjahre | - | 3.877 |
| Aufwendungen für Genehmigungsverfahren | 4.203 | 3.559 |
| Aufwendungen für Altersvorsorge | 3.675 | 2.190 |
| Aufwendungen für Beratungskosten | 7.175 | 1.908 |
| Aufwendungen für Wohnungswirtschaft | 649 | 319 |
| Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren | 2.940 | 66 |
| Aufwendungen / Erstattungen für stillgelegte Werke | 4.828 | - 1.245 |
| Übrige Aufwendungen | 13.321 | 17.143 |
| 173.749 1 | 137.626 |
Aufwendungen in Höhe von 3.888 T€ (Vorjahr: 877 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und resultieren im Wesentlichen aus Umsatzsteuern für Vorjahre.
(4) BETEILIGUNGSERGEBNIS
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Erträge aus Gewinnabführung | 578.514 | 116.270 |
| Übrige Beteiligungserträge | 85 | 126.843 |
| Erträge aus Beteiligungen | 578.599 | 243.113 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen | - | - 4.272 |
| 578.599 | 238.841 |
Die Erträge aus der Gewinnabführung setzen sich im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung der K+S SALZ GMBH, der K+S ENTSORGUNG GMBH, der K+S TRANSPORT GMBH sowie der K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH zusammen. Die übrigen Beteiligungserträge resultieren aus der K+S INVESTMENTS LIMITED und der K+S FINANCE BELGIUM BVBA.
(5) ZINSERGEBNIS
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4.127 | 3.225 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 902 | 1.331 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 120 | 1 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | - | - |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 4.247 | 3.226 |
| Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensions- u. Altersteilzeitrückstellungen saldiert mit Erträgen/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen | -5.910 | -1.993 |
| davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen | -12.444 | -2.993 |
| davon Ertrag/Aufwand aus dem Deckungsvermögen für Pensionsrückstellungen | 6.553 | 1.000 |
| davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Altersteilzeitrückstellungen | -19 | - |
| Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen | -19.045 | -20.479 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -95.139 | -102.568 |
| davon an verbundene Unternehmen | -36.584 | -37.266 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -120.094 | -125.040 |
| -115.847 | -121.815 |
(6) STEUERN
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 153.382 | 15.055 |
| Sonstige Steuern | 837 | 4.470 |
| 154.219 | 19.525 |
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen in Höhe von 3.823 T€ enthalten, die Vorjahre betreffen (Vorjahr: Erträge: 5.941 T€).
Die sonstigen Steuern sind den betrieblichen Funktionsbereichen zugeordnet.
(7) MATERIALAUFWAND
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 22.943 | 23.525 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 47.889 | 40.935 |
| 70.832 | 64.460 |
(8) PERSONALAUFWAND
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 70.277 | 61.085 |
| Soziale Abgaben | 9.502 | 11.447 |
| Altersversorgung | 4.812 | 3.114 |
| Unterstützung | 49 | 54 |
| 84.640 | 75.700 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Dieser wird als Zinsaufwand im Zinsergebnis ausgewiesen.
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
(9) ANLAGEVERMÖGEN
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| Bruttobuchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ |
Stand am 01.01.2016 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 26.568 | 1.384 | 669 | 75 | 27.358 |
| Geleistete Anzahlungen | 148 | 1.156 | - | -75 | 1.229 |
| 26.716 | 2.540 | 669 | - | 28.587 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 82.682 | 484 | 318 | - | 82.848 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 43.176 | 1.722 | 149 | - | 44.749 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 54.552 | 2.046 | 341 | 61 | 56.318 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 202 | 2.328 | - | -61 | 2.469 |
| 180.612 | 6.580 | 808 | - | 186.384 | |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.577.730 | 1.020.092 | - | - | 6.597.822 |
| Beteiligungen | 66 | - | - | - | 66 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | - | - | - | - | - |
| Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen | 27 | 1 | 6 | - | 22 |
| 5.577.823 | 1.020.093 | 6 | - | 6.597.910 | |
| Anlagevermögen | 5.785.151 | 1.029.213 | 1.483 | - | 6.812.881 |
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| Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ |
Stand am 01.01.2016 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Zuschreibung | Stand am 31.12.2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 15.627 | 4.841 | 669 | - | - | 19.799 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - | - | - |
| 15.627 | 4.841 | 669 | - | - | 19.799 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 42.844 | 1.472 | 316 | - | - | 44.000 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 27.137 | 2.000 | 149 | - | - | 28.988 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 46.621 | 3.643 | 336 | - | - | 49.928 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | - |
| 116.602 | 7.115 | 801 | - | - | 122.916 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 27.014 | 52 | - | - | - | 27.066 |
| Beteiligungen | - | - | - | - | - | - |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen | - | - | - | - | - | - |
| 27.014 | 52 | - | - | - | 27.066 | |
| Anlagevermögen | 159.243 | 12.008 | 1.470 | - | - | 169.781 |
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| Nettobuchwerte | Nettobuchwerte | |
|---|---|---|
| Angaben in T€ |
Stand am 31.12.2016 | Stand am 31.12.2015 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.559 | 10.941 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.229 | 148 |
| 8.788 | 11.090 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 38.848 | 39.838 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 15.761 | 16.039 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.390 | 7.931 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.469 | 202 |
| 63.468 | 64.010 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.570.756 | 5.550.717 |
| Beteiligungen | 66 | 66 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | - | - |
| Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen | 22 | 26 |
| 6.570.844 | 5.550.809 | |
| Anlagevermögen | 6.643.100 | 5.625.909 |
(10) FINANZANLAGEN
Die Aufstellung über den Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11b HGB ist gesondert in der Anmerkung "Aufstellung des Anteilsbesitzes" dargestellt.
UMLAUFVERMÖGEN
(11) VORRÄTE
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.607 | 1.540 |
| Unfertige Erzeugnisse | 172 | 34 |
| 1.778 | 1.574 |
(12) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14.146 | 15.448 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 696.676 | 482.451 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 41.078 | 46.574 |
| davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr | 91 | 202 |
| 751.900 | 544.473 |
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 128.746 T€ (Vorjahr: 97.959 T€) auf Forderungen aus dem konzerninternen Zahlungsverkehr und 116.270 T€ (Vorjahr: 578.515 T€) auf Forderungen aus Ergebnisabführung. Auf Forderungen aus Beteiligungserträgen entfallen 126.839 T€ (Vorjahr: 85 T€). Darüber hinaus entfallen 92.742 T€ auf kurzfristige Forderungen aus der Begebung eines kurzfristigen Darlehens an eine Tochtergesellschaft. Im Übrigen betreffen sie in Höhe von 17.854 T€ (Vorjahr: 10.069 T€) vornehmlich Lieferungen und Leistungen.
(13) AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft in Höhe von 3.436 T€ (Vorjahr: 4.236 T€) Disagien i.S.v. § 250 Abs. 3 HGB.
(14) AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG UND RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen keine Fehlbeträge. Im Rahmen des Bilanzausweises werden Pensionsrückstellungen mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen, verrechnet.
Der Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum Abschlussstichtag 114.190 T€ (ohne Berücksichtigung von Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern). Verrechnet mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von 112.782 T€ ergibt sich ein Bilanzansatz als Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 1.408 T€. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern ("deferred compensation") in Höhe von 1.935 T€, die durch kongruente Versicherungsverträge rückgedeckt sind. Der Erfüllungsbetrag wurde vollständig mit dem beizulegenden Zeitwert der Versicherungsverträge (1.935 T€) verrechnet.
Aufgrund einer Gesetzesänderung im März 2016 ist der Durchschnittszeitraum, der für die Ermittlung der Höhe des Rechnungszinses bei Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen maßgebend ist, von 7 auf 10 Jahre angehoben worden. Der Unterschiedsbetrag beträgt 9.723 T€.
Das Deckungsvermögen umfasst Wertpapiere, Rückdeckungsversicherungsverträge und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Wertpapiere sind mit ihren Marktpreisen und Guthaben bei Kreditinstituten mit ihrem Nennwert zum Abschlussstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungsverträge wurde anhand des geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals der Verträge zuzüglich eines ggf. vorhandenen Guthabens aus Überschussbeteiligung ermittelt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 119.285 T€.
(15) EIGENKAPITAL
GEZEICHNETES KAPITAL
Das gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt.
GENEHMIGTES KAPITAL
Zum 31. Dezember 2016 verfügte die Gesellschaft über genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 38,28 Mio. €, das in Teilbeträgen und durch Ausgabe von bis zu 38,28 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien ausgegeben werden kann.
Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II).
ANGABEN ZU EIGENEN ANTEILEN
Im Geschäftsjahr 2016 hat die Gesellschaft 165.000 eigene Aktien für Belegschaftsaktienprogramme zu einem durchschnittlichen Kurs von 19,99 € erworben. Der rechnerisch maximale Anteil der erworbenen Aktien am Grundkapital betrug 0,09 % und der auf die erworbenen Anteile entfallende Betrag des Grundkapitals belief sich auf 165 T€. Die Veräußerung der nicht an Mitarbeiter ausgegebenen Aktien am freien Markt erfolgte zu einem Kurs von 21,99 €. Der resultierende Differenzbetrag in Höhe von 31 T€ ist entsprechend § 272 Abs. 1b S. 3 HGB mit den Gewinnrücklagen verrechnet worden. Zum Abschlussstichtag hält die Gesellschaft keine eigenen Anteile.
Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Falle des Erwerbs über die Börse als auch eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.
KAPITALRÜCKLAGE
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar | 701.616 | 701.616 |
| Stand am 31. Dezember | 701.616 | 701.616 |
ANDERE GEWINNRÜCKLAGEN
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar | 1.103.000 | 1.113.057 |
| Differenzbetrag aus der Veräußerung eigener Anteile | -16 | 31 |
| Einstellung gemäß Beschluss der Hauptversammlung | 10.073 | 53.356 |
| Stand am 31. Dezember | 1.113.057 | 1.166.444 |
BILANZGEWINN
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Bilanzgewinn am 1. Januar | 182.333 | 273.466 |
| Dividendenausschüttung für das Vorjahr | -172.260 | -220.110 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen (Beschluss der Hauptversammlung) | -10.073 | -53.356 |
| Jahresüberschuss | 273.466 | 76.781 |
| Bilanzgewinn am 31. Dezember | 273.466 | 76.781 |
(16) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie ergeben sich hauptsächlich aus bergbaulichen Verpflichtungen. Daneben bestehen vornehmlich Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und für Personalverpflichtungen.
Ein auf Grund der BilMoG-Umstellung sich ergebender Überdeckungsbetrag der sonstigen Rückstellungen i.S.v. Art. 67 Abs. 1 S. 4 EGHB besteht zum Abschlussstichtag nicht (Vorjahr: -T€).
Im Rahmen des Bilanzausweises wurden Rückstellungen für Erfüllungsrückstände aus Altersteilzeitverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersteilzeitverpflichtungen dienen, verrechnet.
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen | 295 | - |
| Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens | 211 | - |
| Nettowert der Altersteilzeitverpflichtungen (Rückstellung) | 84 | - |
| Anschaffungskosten des Deckungsvermögens | 211 | - |
Das Deckungsvermögen umfasste Guthaben bei Kreditinstituten. Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nennwert zum Abschlussstichtag bewertet.
(17) VERBINDLICHKEITEN
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Anleihen | 1.500.000 | 1.500.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 28.000 | 970.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.017 | 8.332 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.373.453 | 2.388.929 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 12.923 | 59.094 |
| davon entfallen auf Steuerverbindlichkeiten | 1.045 | 899 |
| davon entfallen auf Sozial-Verbindlichkeiten | 332 | 277 |
| 3.923.394 | 4.926.356 |
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 2.360.264 T€ (Vorjahr: 2.347.602 T€) auf Verbindlichkeiten aus der konzerninternen Finanzierung.
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen:
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 28.000 | 310.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.017 | 8.332 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.633.955 | 1.651.296 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 12.415 | 18.643 |
| 1.683.387 | 1.988.271 |
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beziehen sich auf:
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Anleihen | 1.500.000 | 1.500.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | 620.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 739.498 | 737.633 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 452 | 40.451 |
| 2.239.950 | 2.898.084 |
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren entfallen auf:
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | 40.000 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 55 | - |
| 55 | 40.000 |
SONSTIGE ANGABEN
Nach Ende des Geschäftsjahres ergaben sich keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation.
Im Berichtsjahr bestanden keine Erträge oder Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung.
(18) HAFTUNSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 423.321 | 592.488 |
| davon für verbundenen Unternehmen | 416.919 | 586.038 |
| 423.321 | 592.488 |
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen als gering eingestuft.
SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen | 2.789 | 1.837 |
| Verpflichtungen aus langfristigen Miet-, Leasing- und Serviceverträgen | ||
| fällig im Folgejahr | 14.509 | 21.352 |
| davon an verbundene Unternehmen | - | - |
| fällig im 2. bis 5. Jahr | 50.904 | 61.669 |
| davon an verbundene Unternehmen | - | - |
| 68.202 | 84.858 |
Es bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit verbundenen Unternehmen, die auch eine Verlustübernahme beinhalten.
(19) ARBEITNEHMER
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| Jahresdurchschnitt | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Tarifliche Mitarbeiter | 458 | 515 |
| Außertarifliche Mitarbeiter | 334 | 369 |
| Auszubildende | 17 | 16 |
| 809 | 900 |
(20) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Es wurden im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet.
Am 31. Dezember 2016 wurden folgende Derivate gehalten:
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| Angaben in T€ |
Nominalwerte1 | Beizulegende Zeitwerte | Buchwerte2 |
|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte USD-EUR mit Fälligkeit in 2017 | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 338.643 | 16.863 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | 157.342 | -2.318 | -2.318 |
| Devisentermingeschäfte CAD-EUR mit Fälligkeit in 2017 | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 97.266 | 1.433 | |
| - negative beizulegende Zeitwerte | 179.814 | -2.009 | -2.009 |
| Devisentermingeschäfte GBP-EUR mit Fälligkeit in 2017 | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 6.490 | 116 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | - | - | - |
| Cross-currency-Swap | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 28.333 | 8.141 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | - | - | - |
| Zinscaps mit Fälligkeit in 2019 | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 140.000 | 182 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | - | - | - |
| Zinscaps mit Fälligkeit in 2021 | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 118.000 | 1.260 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | - | - | - |
1 Umgerechnet in Euro mit gewichteten Sicherungskursen.
2 Ausgewiesen in der Position sonstige Rückstellungen.
Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Auflösung zum Abschlussstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter, finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Abschlussstichtag geltenden Parameter zugrunde:
| ― | die Devisenkassakurse der betreffenden Währungen |
| ― | das Zinsniveau |
| ― | die vereinbarten Sicherungsniveaus bzw. Ausübungskurse |
| ― | die gehandelten Volatilitäten und |
| ― | das Kontrahentenrisiko |
(21) ANGABEN ZU AUSSCHÜTTUNGSGESPERRTEN BETRÄGEN
Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert (Deckungsvermögen) besteht zum Abschlussstichtag ein Ausschüttungssperrbetrag gem. § 268 Abs. 8 HGB sowie § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 23.075 T€ (Vorjahr: 14.426 T€). Die frei verfügbaren Rücklagen übersteigen den ausschüttungsgesperrten Betrag. Eine Ausschüttungssperre bezüglich des Bilanzgewinns besteht nicht.
(22) HONORARE FÜR ABSCHLUSSPRÜFER
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist in der entsprechenden Anmerkungen im Anhang im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT enthalten.
(23) GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS
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| Angaben in T€ |
2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Gesamtbezüge des Aufsichtsrats | 2.007 | 2.031 |
| davon fix | 1.909 | 1.930 |
| davon erfolgsbezogen | - | - |
| Gesamtbezüge des Vorstands | 6.732 | 4.206 |
| davon fix | 2.388 | 2.222 |
| davon erfolgsbezogen | 3.570 | 1.851 |
| davon LTI Programm | 619 | - |
| Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen | 1.498 | 1.771 |
| Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen | 19.855 | 18.155 |
Dr. Andreas Radmacher ist mit Wirkung zum 29. Februar 2016 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete zum 31. August 2016. Zusätzlich zur ausgewiesenen Gesamtvergütung als Mitglied des Vorstands erhielt Herr Dr. Radmacher für die Restlaufzeit seines Anstellungsvertrages vom 1. März bis zum 31. August folgende Vergütung: Festvergütung in Höhe von 210,0 T€, Nebenleistungen 28,9 T€ einjährige variable Vergütung 386,7 T€, pauschale Abgeltung der Long-Term-Incentive Programme für die Perioden 2014 bis 2017, 2015 bis 2018 sowie 2016 bis 2019 95,0 T€, Versorgungsaufwand in Höhe von 258,1 T€ sowie Karenzentschädigung gemäß Wettbewerbsverbot für 24 Monate nach Ausscheiden in Höhe von monatlich 27,0 T€
(24) ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ist für 2016/2017 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Internetauftritt der K+S Gruppe (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden.
(25) AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES
Aufstellung des Anteilsbesitzes der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gemäß § 285 Nr. 11 und 11b HGB (Angaben in Tausend):
Stand 31.12.2016
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| Name der Gesellschaft | Sitz der Gesellschaft | Kapitalanteil | Währung | Kurs | Eigenkapital | Jahresergebnis | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. K+S Verwaltungs GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 24 | 0 | ||
| 1. K+S Verwaltungs GmbH & Co. Erwerbs KG | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 10 | 0 | ||
| 3. K+S Verwaltungs GmbH & Co. Erwerbs KG | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 9 | 0 | ||
| 4. K+S Verwaltungs GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 309 | 0 | ||
| Beienrode Bergwerks-GmbH | Kassel | Deutschland | 89,80% | EUR | 1.347 | 3 | ||
| Börde Container Feeder GmbH | Haldensleben | Deutschland | 33,30% | EUR | 928 | 228 | 4 | |
| Canadian Brine, Ltd. | Pointe Claire | Kanada | 100,00% | CAD | 1,42 | 532 | - 34 | 6 |
| Chemische Fabrik Kalk GmbH | Köln | Deutschland | 100,00% | EUR | 11.708 | 484 | ||
| Compania Minera Punta de Lobos Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 99,64% | USD | 1,05 | 1.898 | 2.113 | 6 |
| Deutscher Straßen-Dienst GmbH | Hannover | Deutschland | 100,00% | EUR | 60 | 1.093 | 1 | |
| Empresa de Servicios Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 99,65% | USD | 1,05 | 419 | 0 | 6 |
| Empresa Maritima S.A. | Santiago de Chile | Chile | 99,59% | USD | 1,05 | 27.689 | 3.786 | 6 |
| esco - european salt company GmbH & Co. KG | Hannover | Deutschland | 100,00%% | EUR | 111.407 | -39.655 | ||
| esco benelux N.V. | Diegem | Belgien | 100,00%% | EUR | 12.871 | 174 | 6 | |
| esco france S.A.S. | Levallois-Perret | Frankreich | 100,00%% | EUR | 11.022 | 2.006 | 6 | |
| esco Holding France S.A.S. | Dombasle sur Meurthe | Frankreich | 100,00%% | EUR | 22.145 | 2.781 | 6 | |
| esco international GmbH | Hannover | Deutschland | 100,00%% | EUR | 40.903 | 2.056 | 1 | |
| esco Nordic AB | Göteborg | Schweden | 100,00%% | SEK | 9,55 | 5.020 | 3.281 | 4 |
| esco Spain S.L. | Barcelona | Spanien | 100,00%% | EUR | 1.681 | 634 | 6 | |
| esco Verwaltungs GmbH | Hannover | Deutschland | 100,00%% | EUR | 60 | 3 | ||
| Fachschule f. Wirtschaft und Technik Gem. GmbH | Clausthal | Deutschland | 9,40%% | EUR | 544 | 13 | 2 | |
| Frisia Zout B.V. | Harlingen | Niederlande | 100,00%% | EUR | 16.380 | 5748 | 6 | |
| Glendale Salt Development, LLC | Chicago | USA | 100,00%% | USD | 1,05 | 3.134 | 141 | 6 |
| Ickenroth GmbH | Staudt | Deutschland | 100,00%% | EUR | 1.790 | 688 | 1 | |
| Imperial Thermal Products, Inc. | Chicago | USA | 100,00%% | USD | 1,05 | 0 | 0 | 5 |
| Inagua General Store, Ltd. | Nassau | Bahamas | 100,00%% | USD | 1,05 | -144 | 709 | 6 |
| Inagua Transports Inc. | Chicago | USA | 100,00%% | USD | 1,05 | -1.666 | 0 | 6 |
| Inversiones Columbus Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 2,00%% | USD | 1,05 | 8.661 | 7.658 | 6 |
| Inversiones Empremar Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 48,87%% | USD | 1,05 | 18.913 | 15.304 | 6 |
| Inversiones K+S Sal de Chile SpA | Santiago de Chile | Chile | 100,00%% | CLP | 706,67 | 71.734.764 | 41.001.399 | 6 |
| ISX Oil & Gas Inc. | Calgary | Kanada | 100,00%% | CAD | 1,42 | -511 | -4 | |
| K plus S Africa (Pty) Ltd. | Johannesburg | Südafrika | 100,00%% | ZAR | 14,38 | 68 | - 62 | 4 |
| K plus S Salt Australia Pty Ltd | Perth | Australien | 100,00%% | AUD | 1,46 | 1.997 | - 1.221 | 6 |
| K+S AN-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH | Kassel | Deutschland | 100,00%% | EUR | 238 | 7 | ||
| K+S Asia Pacific Pte. Ltd. | Singapur | Singapur | 100,00%% | SGD | 1,52 | 23.995 | 2.033 | |
| K+S Bahamas Salt Asset Management GmbH & Co. KG | Kassel | Deutschland | 100,00%% | EUR | 51.272 | 1.404 | ||
| K+S Baustoffrecycling GmbH | Sehnde | Deutschland | 100,00%% | EUR | 87 | 3.606 | 1 | |
| K+S Beteiligungs GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00%% | EUR | 210.751 | 82 | 1 | |
| K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais Ltda. | Sao Paulo | Brasilien | 100,00%% | BRL | 3,43 | 12.117 | 4.823 | 4 |
| K+S Canada Holdings Ltd. | Vancouver | Kanada | 100,00%% | CAD | 1,42 | 5.229.179 | 268 | 6 |
| K+S Chile S.A. | Santiago de Chile | Chile | 99,64%% | USD | 1,05 | 462.812 | 62.944 | 6 |
| K+S Consulting GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00%% | EUR | 810 | 74 | 1 | |
| K+S Czech Republic a.s. | Prag | Tschechische Republik | 100,00%% | CZK | 27,02 | 179.717 | 15.999 | 6 |
| K+S Denmark Holding ApS | Hellerup | Dänemark | 100,00%% | EUR | 425 | - 24 | 4 | |
| K+S Entsorgung (Schweiz) AG | Delemont | Schweiz | 100,00%% | CHF | 1,0739 | 1.177 | 453 | 4 |
| K+S Entsorgung GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00%% | EUR | 7.506 | 10.934 | 1 | |
| K+S Fertilizers (India) Private Limited | Neu Delhi | Indien | 100,00%% | INR | 71,48 | 9.479 | 2.392 | 4 |
| K+S Finance Belgium BVBA | Diegem | Belgien | 100,00%% | USD | 1,05 | 2.655.547 | 65.305 | 6 |
| K+S Finance Ltd. | St. Julians | Malta | 100,00%% | EUR | 695.293 | 5.562 | 6 | |
| K+S (Huludao) Magnesium Products Co. Ltd. | Huludao | China | 100,00%% | CNY | 7,32 | 13.875 | - 76 | |
| K+S Investments Ltd. | St. Julians | Malta | 100,00%% | EUR | 635.549 | 8.022 | 6 | |
| K+S Italia S.r.L. | Verona | Italien | 100,00%% | EUR | 1.129 | 331 | 4 | |
| K+S KALI Du Roure S.A.S. | Le Teil | Frankreich | 100,00%% | EUR | 4.245 | 262 | 6 | |
| K+S Kali GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00%% | EUR | 447.083 | -4.272 | 1 | |
| K+S KALI Reims S.A.S. | Reims | Frankreich | 100,00%% | EUR | 1.583 | 0 | 6 | |
| K+S KALI Rodez S.A.S. | Sainte Radegonde | Frankreich | 97,45%% | EUR | 2.242 | 55 | 6 | |
| K+S KALI Wittenheim S.A.S. | Wittenheim | Frankreich | 100,00%% | EUR | 2.120 | 238 | 6 | |
| K+S Legacy GP Inc. | Vancouver | Kanada | 100,00%% | CAD | 1,42 | 44 | 1 | 6 |
| K+S Mining Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | 100,00%% | ARS | 16,74 | 33 | - 510 | 4 |
| K+S Montana Holdings, LLC | Chicago | USA | 100,00%% | USD | 1,05 | 857.028 | -15.803 | 6 |
| K+S Netherlands Holding B.V. | Harlingen | Niederlande | 100,00%% | EUR | 4.151.383 | - 3.195 | 6 | |
| K+S North America Asset Management GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00%% | EUR | 119 | - 1 | ||
| K+S North America Corporation | Chicago | USA | 100,00%% | USD | 1,05 | 9.094 | - 1.275 | 6 |
| K+S North America Salt Asset Management GmbH & Co. KG | Kassel | Deutschland | 100,00%% | EUR | 684.689 | 32.563 | ||
| K+S Peru S.A.C. | Lima | Peru | 100,00%% | PEN | 3,54 | 14.386 | - 3.009 | 6 |
| K+S Polska Sp. z o.o. | Poznan | Polen | 100,00%% | PLN | 4,41 | 6.330 | 1.936 | 4 |
| K+S Potash Canada General Partnership | Vancouver | Kanada | 100,00%% | CAD | 1,42 | 5.002.004 | - 83.129 | 6 |
| K+S Salz GmbH | Hannover | Deutschland | 100,00%% | EUR | 4.261.035 | 97.339 | 1 | |
| K+S Salt LLC | Chicago | USA | 100,00%% | USD | 1,05 | 1.645.888 | 64.306 | 6 |
| K+S Transport GmbH | Hamburg | Deutschland | 100,00%% | EUR | 2.949 | 7.155 | 1 | |
| K+S UK & Eire Ltd. | Hertford | Großbritannien | 100,00%% | GBP | 0,86 | 558 | 358 | 4 |
| K+S Versicherungsvermittlungs GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00%% | EUR | 25 | 697 | 1 | |
| K+S Windsor Salt Ltd. | Vancouver | Kanada | 100,00%% | CAD | 1,42 | 5.619.356 | 80.895 | 6 |
| Kali (U.K.) Ltd. | Hertford | Großbritannien | 100,00%% | GBP | 0,86 | 0 | 0 | 5 |
| Kali AG | Frauenkappelen | Schweiz | 100,00%% | CHF | 1,07 | 1.765 | 848 | 4 |
| Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH | Kassel | Deutschland | 100,00%% | EUR | 23.969 | 2.693 | 1 | |
| Lehrter Wohnungsbau GmbH | Lehrte | Deutschland | 6,70%% | EUR | 14.213 | 116 | 4 | |
| Montana US Parent Inc. | Chicago | USA | 100,00%% | USD | 1,05 | 0 | 0 | 6 |
| Morton Bahamas Ltd. | Nassau | Bahamas | 100,00%% | USD | 1,05 | 4.948 | - 7.128 | 6 |
| Morton China National Salt (Shanghai) Salt Co., Ltd. | Shanghai | China | 45,00%% | CNY | 7,32 | 22.846 | 6.610 | 4 |
| Morton Salt, Inc. | Chicago | USA | 100,00%% | USD | 1,05 | 1.586.877 | 45.396 | 6 |
| MSW -Chemie GmbH | Langelsheim | Deutschland | 100,00%% | EUR | 1.043 | 187 | ||
| Nieders. Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH | Hannover | Deutschland | 0,10%% | EUR | 10.022 | 1.361 | 4 | |
| OOO K+S Rus | Moskau | Russ. Föderation | 100,00%% | RUB | 64,06 | 6.143 | 427 | 4 |
| Poldergemeinschaft Hohe Schaar | Hamburg | Deutschland | 8,66%% | EUR | 0 | 0 | 4 | |
| Pristav Pardubice a.s. | Pardubice | Tschechische Republik | 0,41%% | CZK | 27,02 | 15.837 | - 756 | 3 |
| Salina Diamante Branco Ltda. | Rio de Janeiro | Brasilien | 99,69%% | BRL | 3,43 | 24.027 | - 2.620 | 6 |
| Saline Cerebos S.A.S. | Levallois-Perret | Frankreich | 100,00%% | EUR | 6.210 | 630 | 6 | |
| Servicios Maritimos Patillos S.A. | Santiago de Chile | Chile | 99,64%% | USD | 1,05 | 1.435 | 1.433 | 6 |
| Servicios Portuarios Patillos S.A. | Santiago de Chile | Chile | 99,54%% | USD | 1,05 | 42.949 | 351 | 6 |
| Shenzhen K+S Trading Co. Ltd. | Shenzhen | China | 100,00%% | CNY | 7,32 | 52.735 | 519 | |
| VATEL Companhia de Produtos Alimentares S.A. | Alverca | Portugal | 100,00%% | EUR | 885 | - 215 | 6 | |
| Weeks Island Landowner, LLC | Chicago | USA | 100,00%% | USD | 1,05 | 811 | 0 | 6 |
| Werra Kombi Terminal Betriebsgesellschaft mbH | Philippsthal | Deutschland | 50,00%% | EUR | 195 | 110 | 4 | |
| Wohnbau Salzdetfurth GmbH | Bad Salzdetfurth | Deutschland | 100,00%% | EUR | 1.820 | 0 | 1 | |
| Zoll Pool Hamburg AG | Hamburg | Deutschland | 1,43%% | EUR | 552 | 28 | 4 |
1 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Muttergesellschaft (Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisabführung).
2 Geschäftsjahr vom 01.08. bis 31.07. - Jahresabschluss per 31.07.2015.
3 Jahresabschluss per 31. Dezember 2014.
4 Jahresabschluss per 31. Dezember 2015.
5 Inaktive Gesellschaften.
6 Angaben gem. IFRS..
(26) MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2016 (STAND DER ANGABEN ZU WEITEREN AUFSICHTSRATSMANDATEN UND KONROLLGREMIEN: 31. DEZEMBER 2016)
DR. RALF BETHKE (JAHRGANG 1942), DIPLOM-KAUFMANN, AUFSICHTSRATSVORSITZENDER
ANTEILSEIGNERVERTRETER
Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten)
Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2017
Erstbestellung: 1. Juli 2007
weitere Aufsichtsratsmandate:
Benteler International AG, Salzburg (Vorsitzender)1
DJE Kapital AG, Pullach (Vorsitzender)1
MICHAEL VASSILIADIS (JAHRGANG 1964), CHEMIELABORANT, STELLV. VORSITZENDER
ARBEITNEHMERVERTRETER
Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Aufsichtsratsmandate:
BASF SE, Ludwigshafen
Evonik Industries AG, Essen (stellv. Vorsitzender) (bis 18. Mai 2016)
STEAG GmbH, Essen (stellv. Vorsitzender)1
RAG Aktiengesellschaft, Herne (stellv. Vorsitzender)1
RAG DSK AG, Herne (stellv. Vorsitzender)1
RAG Stiftung, Essen1
RALF BECKER (JAHRGANG 1965), GEWERKSCHAFTSSEKRETÄR
ARBEITNEHMERVERTRETER
Landesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 1. August 2009
weitere Aufsichtsratsmandate:
Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover (stellv. Vorsitzender)1
Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg1
Deutsche Shell GmbH, Hamburg1
Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg1
JELLA S. BENNER-HEINACHER (JAHRGANG 1960), JURISTIN
ANTEILSEIGNERVERTRETERIN
Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., Düsseldorf
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Aufsichtsratsmandate:
A.S. Création Tapeten AG, Gummersbach
1 Nicht börsennotiert.
PHILIP FREIHERR VON DEM BUSSCHE (JAHRGANG 1950), DIPLOM-KAUFMANN
ANTEILSEIGNERVERTRETER
Unternehmer/Landwirt
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 12. Mai 2015
weitere Kontrollgremien:
Bernard Krone Holding SE & Co. KG, Spelle (Vorsitzender des Aufsichtsrats)1
DF World of Spices GmbH, Dissen (Mitglied des Beirats)1
Grimme GmbH & Co. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats)1
DLG e.V. Frankfurt am Main (Vorsitzender des Aufsichtsrats)1
GEORGE CARDONA (JAHRGANG 1951), ÖKONOM
ANTEILSEIGNERVERTRETER
Ökonom
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2020
Erstbestellung: 9. Oktober 2009
weitere Kontrollgremien:
Board der Wishbone Gold plc., Gibraltar
WESLEY CLARK (JAHRGANG 1952), MASTER IN BUSINESS ADMINISTRATION (BETRIEBSWIRTSCHAFT)
ANTEILSEIGNERVERTRETER
Operating Partner der Advent International Private Equity Group, Boston, Massachusetts, USA
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 14. Mai 2013
weitere Aufsichtsratsmandate:
Board der Patriot Supply Holdings, Inc., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman)1
Board der ABC Supply Corporation, Beloit, Wisconsin, USA1
Board der Clarcor Inc., Franklin, Tennessee, USA1
Board der Distribution International, Inc., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman)1
Board der Uline Inc., Pleasant Prairie, Wisconsin, USA (bis 15. Dezember 2016)1
HARALD DÖLL (JAHRGANG 1964), ENERGIEANLAGENELEKTRONIKER
ARBEITNEHMERVERTRETER
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 1. August 2009
AXEL HARTMANN (JAHRGANG 1958), EINZELHANDELSKAUFMANN
ARBEITNEHMERVERTRETER
Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S Gruppe
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers der K+S KALI GmbH
1 Nicht börsennotiert.
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 14. Mai 2013
RÜDIGER KIENITZ (JAHRGANG 1960), BERGBAUTECHNOLOGE
ARBEITNEHMERVERTRETER
Mitglied des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH (bis 31. März 2016)
Ausgeschieden zum 31. März 2016
Erstbestellung: 26. März 1998
MICHAEL KNACKMUß (JAHRGANG 1975), KFZ-SCHLOSSER
ARBEITNEHMERVERTRETER
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 11. Juli 2014
DR. RER. NAT. ANDREAS KREIMEYER (JAHRGANG 1955), DIPLOM-BIOLOGE
ANTEILSEIGNERVERTRETER
Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigshafen)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 12. Mai 2015
weitere Kontrollgremien:
acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V., München, Präsidiumsmitglied1
C.H. Boehringer Sohn AG & Co. KG, Ingelheim (Mitglied im Beraterkreis)1
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender)1
GERD KÜBLER (JAHRGANG 1967), DIPLOM-INGENIEUR
ARBEITNEHMERVERTRETER
Leiter Mining, K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 1. Januar 2016
DIETER KUHN (JAHRGANG 1958), BERGBAUMASCHINIST
ARBEITNEHMERVERTRETER
Erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg der esco - european salt company GmbH & Co. KG
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 7. Mai 2003
DR. ANNETTE MESSEMER (JAHRGANG 1964), POLITIKWISSENSCHAFTLERIN
ANTEILSEIGNERVERTRETERIN
Bereichsvorstand der Commerzbank AG
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 14. Mai 2013
1 Nicht börsennotiert.
weitere Aufsichtsratsmandate:
Commerz Real AG, Eschborn (bis 28. Februar 2016)1
Board of Directors der Essilor International S.A., Charenton-le-Pont, Frankreich (seit 11. Mai 2016)
ANKE ROEHR (JAHRGANG 1964), INDUSTRIEKAUFFRAU
ARBEITNEHMERVERTRETERIN
Vorsitzende des Betriebsrats der esco - european salt company GmbH & Co. KG, Hannover Mitarbeiterin im Vertrieb Auftaumittel der esco - european salt company GmbH & Co. KG, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 1. April 2016
DR. ECKART SÜNNER (JAHRGANG 1944), JURIST
ANTEILSEIGNERVERTRETER
Selbständiger Rechtsanwalt in Neustadt a.d. Weinstraße
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018
Erstbestellung: 28. April 1992
weitere Aufsichtsratsmandate:
Infineon Technologies AG, Neubiberg
1 Nicht börsennotiert.
AUFSICHTRATSAUSSCHÜSSE
PRÜFUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender) |
| ― | Ralf Becker |
| ― | Dr. Ralf Bethke |
| ― | Axel Hartmann |
| ― | Dr. Annette Messemer |
| ― | Michael Vassiliadis |
PERSONALAUSSCHUSS
| ― | Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) |
| ― | Jella S. Benner-Heinacher |
| ― | Harald Döll |
| ― | Michael Vassiliadis |
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) |
| ― | Philip Freiherr von dem Bussche |
| ― | George Cardona |
| ― | Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer |
VERMITTLUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) |
| ― | Harald Döll |
| ― | Dr. Eckart Sünner |
| ― | Michael Vassiliadis |
(27) MITGLIEDER DES VORSTANDS (STAND DER ANGABEN ZU ZUSTÄNDIGKEITEN UND MANDATEN, SOFERN NICHT ANDERS AUSGEWIESEN: 31. DEZEMBER 2016)
NORBERT STEINER (JAHRGANG 1954), JURIST, VORSITZENDER
Corporate Communications
Corporate Development
Corporate Executive HR
Internal Auditing
Investor Relations
Legal, GRC, Corporate Secretary
1. März bis 31. Dezember 20161 :
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte
Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling
Mandat bis 11. Mai 2011
Erstbestellung: 12. Mai 2000
Aufsichtsratsmandate:
Talanx AG, Hannover
HDI V.a.G., Hannover2
K+S KALI GmbH (Vorsitzender), Kassel3
DR. BURKHARD LOHR (JAHRGANG 1963), DIPLOM-KAUFMANN
Corporate Controlling
Corporate Finance and Accounting
Corporate Procurement
Corporate Tax
Technical Center mit Untereinheiten:
Geology
Mining
Research and Development
Technics/Energy
Alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind
Mandat bis 31. Mai 2020
Erstbestellung: 1. Juni 2012
Aufsichtsratsmandate:
K+S KALI GmbH, Kassel3
Kontrollgremien:
HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover, Beiratsmitglied Region Süd2
Commerzbank AG, Frankfurt/Main, Mitglied Regionalbeirat Nordwest
DR. OTTO LOSE (JAHRGANG 1971), JURIST UND ÖKONOM
seit 1. Januar 20111 :
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte
Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling
Mandat bis 31. Dezember 2019
Erstbestellung: 1. Januar 2011
Aufsichtsratsmandate seit 1. Januar 2011:
K+S KALI GmbH, Kassel3
1 Der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und Dr. Andreas Radmacher haben sich einvernehmlich darauf verständigt, das bis 31. August 2016 laufende Mandat von Dr. Radmacher nicht zu verlängern. Er hat das Unternehmen mit Wirkung zum 29. Februar 2016 verlassen. Norbert Steiner hat vorübergehend bis zum 31. Dezember 2016 die Aufgaben von Herrn Dr. Radmacher mit übernommen. Seit 1. Januar 2011 ist Herr Dr. Otto Lose für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Entsorgung und Recycling zuständig.
2 Nicht börsennotiert.
3 Konzernmandat.
DR. THOMAS NÖCKER (JAHRGANG 1958), JURIST, ARBEITSDIREKTOR
Corporate HR
Corporate IT
Corporate Health, Safety & Environment
Business Center mit Untereinheiten:
Communication Services
Financial Accounting
HR Services
Insurances
IT Services
Legal
Logistics Europe
Procurement/Material Management Europe
Project Management
Real Estate & Facility Management
K+S TRANSPORT GMBH
K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH
WOHNBAU SALZDETFURTH GMBH
Mandat bis 31. August 2018
Erstbestellung: 1. August 2003
Aufsichtsratsmandate:
K+S KALI GmbH, Kassel1
DR. ANDREAS RADMACHER (JAHRGANG 1965)2 , DIPLOM-INGENIEUR
bis 29. Februar 20161 :
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte
Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling
Ausgeschieden zum 29. Februar 2016
Erstbestellung: 1. September 2013
Aufsichtsratsmandate bis 29. Februar 2016:
K+S KALI GmbH, Kassel1
MARK ROBERTS (JAHRGANG 1963), BACHELOR OF SCIENCE (MARKETING)
Geschäftsbereich Salz
Tierhygieneprodukte
Mandat bis 30. September 2020
Erstbestellung: 1. Oktober 2012
1 Konzernmandat.
2 Der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und Dr. Andreas Radmacher haben sich einvernehmlich darauf verständigt, das bis 31. August 2016 laufende Mandat von Dr. Radmacher nicht zu verlängern. Er hat das Unternehmen mit Wirkung zum 29. Februar 2016 verlassen. Norbert Steiner hat vorübergehend bis zum 31. Dezember 2016 die Aufgaben von Herrn Dr. Radmacher mit übernommen. Seit 1. Januar 2011 ist Herr Dr. Otto Lose für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Entsorgung und Recycling zuständig.
(28) BETEILIGUNGEN AN DER GESELLSCHAFT
BlackRock Inc., New York (USA), teilte uns am 21. Dezember 2016 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % überschritten hat und der Anteil an der Gesellschaft 3,12 % beträgt. Bis Ende Februar wurde uns kein Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3 % mitgeteilt.
(29) GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG
Das im Geschäftsjahr 2016 erzielte Ergebnis nach Steuern der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beläuft sich auf 16.181 T€. Der Vorstand beabsichtigt auf der Hauptversammlung am 10. Mai 2011, die Ausschüttung einer Dividende von 0,30 € je nennwertloser Stückaktie (51.420 T€) aus dem Bilanzgewinn und die Einstellung des Restbetrags von 19.361 T€ in die Gewinnrücklage vorzuschlagen.
Kassel, 3. März 2011
K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der K+S Aktiengesellschaft, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der K+S Aktiengesellschaft, Kassel, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 3. März 2017
**Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Kompenhans, Wirtschaftsprüfer
Dr. Meyer, Wirtschaftsprüfer
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
der folgende Bericht des Aufsichtsrats informiert Sie über dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016 und das Ergebnis der Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss 2016.
Schwerpunkte unserer Sitzungen und Beratungen waren u. a.:
| ― | die Geschäftslage der K+S GRUPPE, |
| ― | die K+S-Gruppenstrategie, |
| ― | die Entsorgung salzhaltiger Abwässer, |
| ― | die Durchführung von Finanzierungsmaßnahmen, |
| ― | der Fortgang und die Inbetriebnahme des Legacy Projekts sowie |
| ― | die Auswahl von geeigneten Kandidatinnen/-en für Vorstands- und Aufsichtsratsmandate. |
BERATUNG UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DES VORSTANDS
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl an Sachthemen wurde eingehend diskutiert und es wurden Beschlüsse über zustimmungspflichtige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei dessen Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und bei der Leitung des Unternehmens beraten; in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns - u. a. in Telefonkonferenzen - regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation, den Fortgang wichtiger Investitionsprojekte (hier vor allem des Legacy Projekts und von Investitionen in den Gewässerschutz), die Planungen sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation sowie das Risikomanagement wurden dabei stets gewissenhaft beachtet. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsichtsrat jeweils schriftliche Berichte vom Vorstand. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in engem Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge und anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben regelmäßig in gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten.
Die Anwesenheit der 16 Aufsichtsratsmitglieder an den sieben Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 94 %. Drei Sitzungen fanden in vollständiger Besetzung statt, an zwei Sitzungen konnte jeweils ein Aufsichtsratsmitglied nicht teilnehmen, bei einer Sitzung fehlten zwei Aufsichtsratsmitglieder entschuldigt und bei einer weiteren Sitzung fehlten drei Mitglieder entschuldigt; somit nahm auch im Jahr 2016 kein Aufsichtsratsmitglied an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil. Bei den vier Sitzungen des Prüfungsausschusses wurden zwei mit vollständiger Besetzung abgehalten, bei einer Sitzung fehlte ein Mitglied und bei einer Sitzung fehlten zwei Mitglieder jeweils entschuldigt. Der Nominierungsausschuss tagte viermal, davon dreimal in vollständiger Besetzung, einmal fehlten zwei Mitglieder entschuldigt. Von den fünf Sitzungen des Personalausschusses wurden drei Sitzungen in voller Besetzung abgehalten, bei den restlichen fehlte jeweils ein Mitglied entschuldigt.
BESETZUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat und Herr Dr. Andreas Radmacher, Mitglied des Vorstands der Gesellschaft, haben sich im Februar 2016 einvernehmlich darauf verständigt, das bis 31. August 2016 laufende Vorstandsmandat nicht zu verlängern. Herr Dr. Radmacher hat das Unternehmen mit Wirkung zum 29. Februar 2016 verlassen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 24. August Herrn Dr. Burkhard Lohr zum künftigen Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens ernannt. Der 54-Jährige, derzeit Finanzvorstand des Unternehmens, wird ab dem 12. Mai 2017 die Nachfolge von Herrn Norbert Steiner (62) antreten, der in den Ruhestand eintritt.
In seiner Sitzung vom 31. August hat der Aufsichtsrat Herrn Thorsten Boeckers (41), seit 2012 Leiter Investor Relations bei K+S, zum Nachfolger von Herrn Dr. Lohr als Finanzvorstand berufen.
Am 23. September 2016 hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Otto Lose (46) mit Wirkung ab dem 1. Januar 2017 in den Vorstand des Unternehmens berufen. Er verantwortet die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Entsorgung und Recycling im Vorstand.
Im Aufsichtsrat gab es folgende Änderungen: Zum 1. Januar 2016 wurde Herr Gerd Kübler, Leiter Mining der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, als Vertreter der leitenden Angestellten gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Er trat die Nachfolge von Herrn Dr. Rainer Gerling an, der mit Wirkung ab 1. Januar 2016 in die Geschäftsführung der K+S KALI GMBH berufen wurde und sein Aufsichtsratsmandat zum 31. Dezember 2015 niedergelegt hat. Herr Rüdiger Kienitz schied mit Eintritt in den Ruhestand zum 31. März 2016 aus dem Aufsichtsrat aus. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Kienitz für seine langjährige und engagierte Arbeit und wünscht ihm für seinen Ruhestand alles Gute. Als Nachfolgerin wurde mit Wirkung zum 1. April 2016 Frau Anke Roehr als Vertreterin der Arbeitnehmer gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Frau Roehr ist Vorsitzende des Betriebsrats der Zentrale der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG in Hannover.
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS
Im Geschäftsjahr 2016 fanden vier ordentliche und drei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt.
Eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung wurde am 17. Februar 2016 per Telefonkonferenz abgehalten. Schwerpunkt der Sitzung war das Vorstandsmandat von Herrn Dr. Radmacher.
In der ordentlichen Sitzung am 9. März 2016 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und nach intensiver Diskussion beschlossen, sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 anzuschließen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert, des Weiteren wurden die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2016 verabschiedet. Der Aufsichtsrat ließ sich durch den externen Rechtsberater des Unternehmens über den Stand des Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Meiningen ausführlich unterrichten. Zudem wurde der Aufnahme weiterer Fremdmittel in Form von Schuldverschreibungen (Anleihen, Schuldscheindarlehen, Privatplatzierungen) im Kapitalmarkt zugestimmt.
◊ ,Finanzlage', Seite 86
In der ordentlichen Sitzung am 10. Mai 2016 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat detailliert über die Entwicklung der Geschäftslage sowie des Ergebnisses im ersten Quartal und berichtete über den aktuellen Stand des Genehmigungsverfahrens zur Entsorgung salzhaltiger Abwässer.
Im Zeitraum vom 22. - 25. August 2016 besuchte der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand den künftigen Produktionsstandort "Legacy" in Kanada. In einem symbolischen Akt wurde die Inbetriebnahme gestartet. Weiter informierte sich der Aufsichtsrat über den Fortgang des Projekts, das Ausmaß des Zwischenfalls im Juli 2016, bei dem ein Prozessbehälter beschädigt worden war, und den weiteren Zeitplan. In seiner ordentlichen Sitzung am 24. August 2016 befasste sich der Aufsichtsrat unter anderem ausführlich mit der Lage in Bezug auf die Entsorgung salzhaltiger Abwässer im Werk Werra. Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Bericht des Vorstands und die eingehende Diskussion über die strategische Ausrichtung der K+S GRUPPE. Zudem ernannte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Lohr zum künftigen Vorstandsvorsitzenden, der ab 12. Mai 2017 die Nachfolge von Herrn Steiner antreten wird.
In den außerordentlichen Sitzungen am 31. August und 23. September 2016 regelte der Aufsichtsrat die Nachfolge von Herrn Dr. Lohr als Finanzvorstand und die Nachbesetzung des für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Entsorgung und Recycling verantwortlichen Vorstandsressorts.
In der letzten ordentlichen Sitzung des Jahres am 22. November 2016 berichtete der Vorstand zunächst ausführlich über die Lage bei der Entsorgung salzhaltiger Abwässer, über Ursachen und Maßnahmen zur Vermeidung von Schwermetallauswaschungen aus dem Boden sowie über geplante Haldenerweiterungen. Weiterhin erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage in den einzelnen Geschäftsbereichen und gab einen Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz und das Ergebnis der K+S GRUPPE im Jahr 2016. Schließlich befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Legacy Projekt und ließ sich hierzu von dem Projektleiter Herrn Dr. Ulrich Lamp ausführlich über dessen Stand sowie die weitere Entwicklung berichten. Die Abschlussprüfer unterrichteten den Aufsichtsrat zudem über gesetzliche Neuerungen im Bereich der Abschlussprüfung sowie weitere ausgewählte Themen in diesem Zusammenhang. Die Planung der K+S GRUPPE für das Jahr 2017, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens, wurde eingehend - auch auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen - geprüft und sodann gebilligt.
Ferner wurde die gemeinsame Entsprechenserklärung 2016/2017 von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen.
◊ ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 49
AUSSCHUSSSITZUNGEN
Zur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss drei weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss und den Nominierungsausschuss. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung findet sich auf der Seite 53 im Lagebericht und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik ,Corporate Governance'.
Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2016 viermal zusammen. Der Ausschuss prüfte am 26. Februar 2016 im Beisein des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Jahresabschluss 2015 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den Konzernabschluss 2015, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und sprach die Empfehlung aus, der Hauptversammlung erneut die Wahl der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT (vormals: DELOITTE & TOUCHE GMBH) zum Abschlussprüfer vorzuschlagen. In seiner Sitzung am 8. August 2016 wurde gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden und Finanzvorstand der Halbjahresfinanzbericht intensiv erörtert sowie über die Ad-hoc-Meldung vom 27. Juni 2016, das Projekt Legacy und die Salzabwassersituation des Werks Werra diskutiert. Am 24. August 2016 diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand umfassend das Interne Kontrollsystem (IKS) der K+S GRUPPE. Ferner nahm der Ausschuss den Bericht des Vorstandsvorsitzenden über den Status der Compliance-Organisation der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2016. In der Sitzung am 22. November 2016 berichtete der Vorstand schriftlich über die Arbeit der Internen Revision in der K+S GRUPPE sowie die Entwicklung von Beraterkosten und Spenden. Des Weiteren wurden Auswirkungen neuer IFRS Prüfungsstandards erörtert. Schließlich wurden bestimmte Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers im Rahmen der Neuerungen des Abschlussprüfungsreformgesetzes vorab gebilligt.
Per Telefonkonferenz wurde am 3. Mai sowie am 7. November 2016 zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand die jeweils zur Veröffentlichung anstehende Quartalsmitteilung erörtert.
Der Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2016 fünfmal zusammen. Er beschäftigte sich dabei insbesondere mit der Struktur und der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Er befasste sich des Weiteren mit den Zielvereinbarungen und Zielerreichungen der Vorstandsmitglieder, der Angemessenheit der Vorstandsvergütung im Verhältnis zu den Führungskreisen und der Gesamtbelegschaft sowie mit der Anhebung der Obergrenzen für Nebenleistungen. Ferner wurde die Regelung des Mandatsablaufs von Herrn Dr. Radmacher und der Suchprozess für das neue Vorstandsmitglied erfolgreich abgeschlossen. Der Personalausschuss hat sich wiederholt mit dem Vergütungssystem des Vorstands auseinandergesetzt. Er sah keine Veranlassung dieses zu ändern, da seine Eckpunkte - kurz- und langfristige ergebnisabhängige Bestandteile, erfolgsunabhängige Komponenten und Deckelung von Nebenleistungen - allen Anforderungen eines modernen Vorstandsvergütungssystems entsprechen. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2016 sowie die Struktur des Vergütungssystems, die sich seit der Billigung durch die Hauptversammlung am 11. Mai 2010 nicht wesentlich verändert hat, finden Sie auf den Seiten 121 - 129.
Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2016 viermal zusammen; Gegenstand der Beratungen war hauptsächlich die kurz-, mittel- und langfristige Nachfolgeplanung für den Aufsichtsrat.
Der Vermittlungsausschuss musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden.
INTERESSENKONFLIKTE
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.
PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2016
Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden jeweils in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Prüfungsausschusssitzung am 3. März 2017 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 14. März 2017 umfassend behandelt. In beiden Sitzungen wurden vom Vorstand und dem Abschlussprüfer alle Fragen zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung der vorgelegten Berichte keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und billigte auf Vorschlag des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2016; der Jahresabschluss 2016 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wurde damit festgestellt. Der Aufsichtsrat folgte dem Vorschlag des Vorstands für die Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 49). Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde insbesondere im Hinblick auf die derzeitige und die künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S GRUPPE ebenfalls überprüft. Nach intensiver Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat auch diesem Vorschlag des Vorstands an.
Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seinen Dank für ihr erneut hohes Engagement und die erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr aus.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
mit Ablauf der Hauptversammlung 2017 endet mein Mandat als Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Ich verabschiede mich nach insgesamt 10-jähriger Tätigkeit im Aufsichtsrat und zuvor 17 Jahren im Vorstand. Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, dem Aufsichtsrat und dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der K+S GRUPPE danke ich für das Vertrauen, das Sie mir all die Jahre entgegengebracht haben sowie für die stets gute Zusammenarbeit. Unserer K+S und meinem Nachfolger wünsche ich nachhaltig gute Ergebnisse und letztlich auch das Quäntchen Glück, das man in globalen Märkten braucht.
Ein herzliches Glückauf!
KASSEL, 14. MÄRZ 2017
FÜR DEN AUFSICHTSRAT
DR. RALF BETHKE, VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS