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K+S AG Annual Report 2015

May 23, 2016

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Annual Report

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K+S Aktiengesellschaft

Kassel

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

1.1 UNTERNEHMENSPROFIL

RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR

Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die HOLDING der K+S GRUPPE und hält direkt und indirekt die Anteile ihrer Tochtergesellschaften im In- und Ausland, die maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen, über die die K+S AKTIENGESELLSCHAFT Beherrschung ausübt. Die Beherrschungsmöglichkeit beruht in der Regel auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Anteilsbesitzliste im Anhang zum Konzernabschluss, Seite 187

Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K+S KALI GMBH, K+S SALZ GMBH Und K+S FINANCE BELGIEN BVBA. Unter der K+S SALZ GMBH sind die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO.KG (ESCO) sowie die K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. zusammengefasst, die u.a. die Anteile an Konzerngesellschaften in Kanada, Brasilien und Chile hält. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON SALT, INC. Die K+S KALI GMBH und die K+S SALZ GMBH halten ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings. Die K+S ENTSORGUNG GMBH, die K+S TRANSPORT GMBH sowie die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK) werden direkt von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gehalten.

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2014 wie folgt verändert: Per 1. Januar 2015 wurde die GERMAN BULK CHARTERING GMBH auf die K+S TRANSPORT GMBH verschmolzen. Im Rahmen einer Umstrukturierung der chilenischen Gesellschaften wurde der ausstehende 50%-Anteil der SERVICIOS MARITIMOS PATILLOS S.A. (kurz SERMAPAT) erworben. Die Anteile der Gesellschaft werden von K+S CHILE S.A. (99,9%) und EMPRESA DE SERVICIOS LTDA. (0,1%) gehalten. Außerdem wurde die TRANSPORTE POR CONTAINERS S.A., Chile, zum 31. Dezember 2015 liquidiert.

ORGANISATIONSSTRUKTUR

HOLDING

Auf Gruppenebene erfolgt die Unternehmenssteuerung und -überwachung durch die K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Der Vorstand wird dabei durch Corporate Funktionen, die überwiegend in den Corporate Einheiten der Gesellschaft angesiedelt sind, unterstützt. Gruppenweite Servicefunktionen sind überwiegend im Business Center bzw. Technical Center der Gesellschaft gebündelt.

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gewinnt in sechs Bergwerken in Deutschland Kali- und Magnesiumrohsalze und bereitet diese auf. Im Sommer 2016 soll eine neue Kaliproduktion in Saskatchewan, Kanada, in Betrieb genommen werden (Legacy Projekt). K+S bietet seinen Kunden spezielle Pflanzennährstoffe, Produkte für industrielle Anwendungen, hochreine Kalium- und Magnesiumsalze für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie Vorprodukte für die Herstellung von Futtermitteln. Ein weitgespanntes Vertriebsnetz sorgt für den weltweiten Verkauf der Produkte. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist überwiegend in der K+S KALI GMBH, deren Tochtergesellschaften und der K+S POTASH CANADA GENERAL PARTNERSHIP abgebildet. Die ebenfalls dem Geschäftsbereich zugeordnete Einheit Inaktive Werke betreut die Kali- und Steinsalzbergwerke in Deutschland, deren Produktion eingestellt worden ist.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/geschaeft/kali sowie www.kali-gmbh.com, www.k-plus-s.com/de/legacy-project und www.ks-potashcanada.com

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Der Geschäftsbereich Salz gewinnt und vertreibt Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalze. Während Gewerbesalze für die Wasseraufbereitung, in der Öl- und Gasförderung, in der Medizin, in Färbereien, in der Lederverarbeitung, zur Fischkonservierung und bei der Herstellung von Tiernahrung eingesetzt werden, finden Industriesalze Anwendung in der chemischen Industrie, bei der Herstellung von PVC, Kunststoffen und Kunstharzen sowie Glas. Der Geschäftsbereich umfasst die K+S SALT LLC sowie die Regionalorganisationen Europa, Südamerika und Nordamerika. Dort ist der Geschäftsbereich jeweils mit eigenen Vertriebseinheiten und über Plattformgesellschaften der K+S GRUPPE vertreten. Darüber hinaus liefert der Geschäftsbereich Salzprodukte nach Asien und in andere Regionen der Welt.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/geschaeft/salz sowie www.esco-salt.com, www.ks-chile.com und www.mortonsalt.com

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN

Unter dem Begriff "Ergänzende Aktivitäten" sind neben den Entsorgungsaktivitäten zur untertägigen Beseitigung und Verwertung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken und dem Salzschlacke- und Baustoffrecycling (Entsorgung und Recycling) sowie der Granulierung von Tierhygieneprodukten weitere kleinere, für die K+S GRUPPE aber attraktive Aktivitäten gebündelt. Die K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg tritt für K+S als eigener Logistikdienstleister auf. Die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK) mit Sitz in Köln handelt mit einer größeren Zahl von Basischemikalien.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/geschaeft/ergaenzend.html sowie www.ks-entsorgung.com, www.kstransport.de und www.cfkgmbh.com

WESENTLICHE STANDORTE

Die nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen Standorte der K+S GRUPPE: / ABB: 1.1.1

WESENTLICHE STANDORTE ABB: 1.1.1

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Standort
K+S-Standorte in Kassel, Hessen H
Kaliverbundwerk Werra, Hessen und Thüringen (Heringen/Merkers/Philippsthal/Unterbreizbach) K1
Kaliwerk Zielitz, Sachsen-Anhalt K2
Kaliwerk Sigmundshall, Niedersachsen K3
Kaliwerk Neuhof-Ellers, Hessen K4
Kaliwerk Bergmannssegen-Hugo, Niedersachsen K5
K+S KALI France-Zentrale, Reims, Frankreich K6
K+S KALI Wittenheim, Produktionsstandort, Wittenheim, Frankreich K7
K+S Polska, Vertriebsgesellschaft, Poznan, Polen K8
K+S Italia, Vertriebsgesellschaft, Verona, Italien K9
K+S Potash Canada, Saskatoon/ Legacy Projekt, Saskatchewan, Kanada K10
K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais; Vertriebsgesellschaft, São Paulo, Brasilien K11
K+S Asia Pacific, Vertriebsgesellschaft, Singapur, Singapur K12
K+S Fertilizers, Vertriebsgesellschaft, New Delhi, Indien K13
esco-Zentrale in Hannover, Niedersachsen S1
Salzbergwerk Borth, Nordrhein-Westfalen S2
Salzbergwerk Braunschweig-Lüneburg, Niedersachsen S3
Solbetrieb Frisia Zout B.V., Harlingen, Niederlande S4
Salzbergwerk Bernburg, Sachsen-Anhalt S5
esco Benelux, Vertriebsgesellschaft, Diegem, Belgien S6
K+S Czech Republic, Vertriebs- und Produktionsgesellschaft, Prag,Tschechische Republik S7
esco Holding France, Dombasle-sur-Meurthe, Frankreich S8
Saline Cérébos, Produktion und Abpackung von Salzprodukten, Levallois-Perret, Frankreich S9
esco Spain-Zentrale, Barcelona, Spanien S10
Morton Salt-Zentrale, Chicago, Illinois, USA S11
Siedesalzanlage Rittman, Ohio, USA S12
Salzbergwerk Fairport, Ohio, USA S13
Salzbergwerk Grand Saline, Texas, USA S14
Salzbergwerk Weeks Island, Louisiana, USA S15
Siedesalzanlage Hutchinson, Kansas, USA S16
Siedesalzanlage Silver Springs, Maryland, USA S17
Solarsalzanlage Grantsville, Utah, USA S18
Siedesalzanlage Manistee, Michigan, USA S19
Siedesalz- und Meersalzanlage Newark, New Jersey, USA S20
Verarbeitungsstandort Port Canaveral, Florida, USA S21
Solarsalzanlage Glendale, Kalifornien, USA S22
Meersalzanlage Inagua, Bahamas S23
K+S Windsor Salt-Zentrale, Pointe-Claire, Québec, Kanada S24
Salzbergwerk Mines Seleine, Québec, Kanada S25
Salzbergwerk Ojibway, Ontario, Kanada S26
Siedesalzanlage Windsor, Ontario, Kanada S27
Salzbergwerk Pugwash, Nova Scotia, Kanada S28
Solbetrieb Lindbergh, Alberta, Kanada S29
Meersalzanlage Salina Diamante Branco, Galinhos, Brasilien S30
Salztagebaubetrieb K+S Chile, Atacama-Wüste/Patillos, Chile S31
K+S Chile-Zentrale, Santiago de Chile, Chile S32
Reederei Empremar, Santiago de Chile, Chile S33
Granulierung von Tierhygieneprodukten, Bad Salzdetfurth, Niedersachsen E1
K+S Transport GmbH, Hamburg E2
MSW-Chemie GmbH, Langelsheim, Niedersachsen E3

WERTSCHÖPFUNG

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE ABB: 1.1.2

Umsatz 2015

2.091 Mio. €

EBIT I 2015

546 Mio. €

Mitarbeiter

8.404

Produktionskapazität

derzeit rund 7 Mio. t

Fünftgrößter Kaliproduzent weltweit

Produktkategorien

Pflanzennährstoffe

Industrieprodukte

Health Care & Nutrition

Anwendungsbereiche

Landwirtschaft

Chemieindustrie

Öl- und Gasexploration

Pharmaindustrie

Kosmetikindustrie

Lebensmittelindustrie

Futtermittelindustrie

Produktion in Europa

Der Geschäftsbereich gewinnt in sechs Bergwerken in Deutschland Kali- und Magnesiumrohsalze, die dort und an einem ehemaligen Bergwerksstandort zu End- und Zwischenprodukten weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus hat der Geschäftsbereich drei Weiterverarbeitungsstandorte in Frankreich.

Greenfield Projekt Legacy, Kanada

Entwicklung des Legacy Projekts in Kanada: Langfristig zusätzliche Produktionskapazität von 2,86 Mio. t, Inbetriebnahme des Werks im Sommer 2016.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ ABB: 1.1.3

Umsatz 2015

1.925 Mio. €

EBIT I 2015

266 Mio. €

Mitarbeiter

5.054

Produktionskapazität

gut 32 Mio. t

Weltweit größter Anbieter von Salzprodukten

Produktkategorien

Speisesalz

Gewerbesalz

Industriesalz

Auftausalz

Anwendungsbereiche

Nahrungsmittelindustrie, Fischindustrie, Textil- und Lederindustrie, Öl- und Gasindustrie, Kunststoffindustrie, Glasindustrie, Pharmaindustrie, Wasserenthärtung und -desinfektion, Trinkwasseraufbereitung, Futtermittelindustrie, Elektrolyse, Winterdienst

Regionalportfolio

Das ausgewogene Regionalportfolio ermöglicht unter anderem den Ausgleich von wetterbedingten Schwankungen im Auftausalzgeschäft in Europa und Nordamerika.

Produktion in Europa

Drei Steinsalzbergwerke, zwei Solbetriebe sowie mehrere Siedesalzanlagen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Portugal und Spanien, ein Salzverarbeitungsunternehmen in der Tschechischen Republik.

Produktion in Südamerika

Ein Steinsalz-Tagebau im Salar Grande der chilenischen Atacama-Wüste, eine Meersalzanlage im Nordosten von Brasilien.

Produktion in Nordamerika

Sechs Steinsalzbergwerke, neun Siedesalzanlagen, drei Solarproduktionen sowie vier Standorte, an denen Solarsalz weiterverarbeitet wird, in den USA, in Kanada sowie auf den Bahamas.

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN ABB: 1.1.4

Umsatz 2015

158 Mio. €

EBIT I 2015

26 Mio. €

Mitarbeiter

281

Entsorgung und Recycling

Entsorgung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken und Recyclingaktivitäten

K+S Transport GmbH

Eigener Logistikdienstleister

Tierhygieneprodukte

Granulierung von CATSAN® und THOMAS®

CFK (Handel)

Die Chemische Fabrik Kalk GmbH (CFK) handelt mit verschiedenen Basischemikalien.

GESCHÄFTSBEREICHE KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE SOWIE SALZ

Rohstoffe stehen am Anfang vieler Wertschöpfungsketten: Unsere Pflanzennährstoffprodukte tragen dazu bei, die Ernährung für die wachsende Weltbevölkerung zu sichern. Unsere Pharmasalze sind wichtig für die Gesundheit. Unsere Salze zur Nahrungsergänzung versorgen Menschen und Tiere mit unverzichtbaren Mineralstoffen. Unsere Industrieprodukte leisten auf der ganzen Welt einen bedeutenden Beitrag zur Sicherheit, zum Fortschritt und zum Wohlstand. Unsere Wertschöpfungskette erstreckt sich sowohl im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im Geschäftsbereich Salz über die sechs Abschnitte: Exploration, Förderung, Produktion, Logistik, Vertrieb/Marketing und Anwendung. / ABB: 1.1.5

EXPLORATION

Die Exploration von Kali- und Steinsalzlagerstätten unter Tage erfolgt weltweit vorrangig über Bohrungen und durch seismische Messungen, die eine räumliche Darstellung der geologischen Strukturen des Untergrunds ermöglichen. Die Exploration liefert Erkenntnisse über Ausdehnung und Struktur der Lagerstätte sowie Mächtigkeit und Wertstoffinhalte. Damit liegen umfangreiche Daten zur Vorratsberechnung nach internationalen Standards vor.

Reserven und Ressourcen

Unsere Kali- und Salzlagerstätten befinden sich entweder in unserem Eigentum oder wir verfügen über entsprechende Lizenzen bzw. ähnliche Rechte, die den Abbau oder die Solung der Rohstoffvorräte ermöglichen und absichern.

In unseren Kalilagerstätten in Deutschland befinden sich Reserven in Höhe von rund 1,2 Mrd. t Rohsalz sowie Ressourcen in Höhe von rund 1,2 Mrd. t Rohsalz. Reserven umfassen die als sicher oder wahrscheinlich nachgewiesenen und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Vorräte. Ressourcen sind Vorkommen, die aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden, aber noch nicht sicher nachgewiesen oder noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind. Die Angabe der Ressourcen berücksichtigt bereits Abbau- und Vertaubungsverluste. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen überwiegend an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder es existiert ein Vorkaufsrecht.

Für das kanadische Konzessionsgebiet KLSA 009 in der Provinz Saskatchewan, in dem sich das Legacy Projekt befindet, geben wir die Reserven und Ressourcen in Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt an. Die entsprechenden Abzüge für Verluste bei der Gewinnung und der Aufbereitung sind dabei berücksichtigt. Die Reserven belaufen sich auf 160 Mio. t, die Ressourcen auf rund 982 Mio. t. Von diesen Ressourcen können gemäß den Anforderungen des kanadischen Standards NI 43-101 insgesamt 88 Mio. t als "indicated" eingestuft werden. Das bedeutet, die zugrunde liegenden Explorationsergebnisse erlauben einen entsprechend hohen Grad an Zuverlässigkeit. Die übrigen 894 Mio. t werden als "inferred" klassifiziert; Informationen zu Ausdehnung und Struktur der Lagerstätte sowie Mächtigkeit und Wertstoffinhalten basieren auf geologischen Analogieschlüssen und vereinzelten Probebohrungen, sind jedoch noch nicht durch konkrete Explorationsergebnisse verifiziert.

DIE K+S-WERTSCHÖPFUNGSKETTE ABB: 1.1.5

Im Geschäftsbereich Salz verfügt K+S über Reserven in Höhe von 1,1 Mrd. t Rohsalz (plus Solarsalzgewinnung mit praktisch unendlich verfügbaren Reserven). Zusätzlich können Ressourcen in Höhe von rund 1,3 Mrd. t an Steinsalz in Europa sowie Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden.

FÖRDERUNG

Wir gewinnen Rohstoffe im konventionellen Bergbau unter und über Tage sowie durch Solung (Solungsbergbau). Außerdem nutzen wir die Kraft der Sonne und gewinnen Salz durch die Verdunstung von salzhaltigem Wasser, in der Regel Meerwasser. Aufgrund weitgehend vergleichbarer Abbauverfahren lassen sich zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte und Salz Synergien erzielen. Dies betrifft den Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how ebenso wie eine koordinierte Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen.

Bei der bergmännischen Gewinnung unter Tage wird das Rohsalz in der Regel mittels Bohren und Sprengen abgebaut. Anschließend übernehmen Großschaufellader den Transport des Rohsalzes zu den Brecheranlagen. Von dort gelangt das zerkleinerte Salz über Bandanlagen zum Förderschacht. Auf diese Weise gewinnt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte in Deutschland Kaliumchlorid (KCI) und Magnesiumsulfat (MgSO4/Kieserit (MgSO4·H2O), der Geschäftsbereich Salz in Deutschland, den USA und Kanada mit demselben Verfahren Steinsalz (NaCl).

In Chile baut der Geschäftsbereich Salz in der Atacama-Wüste in einem großen ehemaligen Salzsee, dem Salar Grande de Tarapacá, Steinsalz im Tagebau ab. In Brasilien, auf den Bahamas sowie am großen Salzsee in Utah und in Glendale, Arizona, USA, gewinnt er außerdem Meer- bzw. Solarsalz.

Außerdem verfügt der Geschäftsbereich Salz in den Niederlanden und in Deutschland jeweils über einen Solbetrieb zur Gewinnung von Siedesalz sowie weitere Solbetriebe in den USA und Kanada. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wird nach Fertigstellung des neuen Kaliwerks im Süden der kanadischen Provinz Saskatchewan ebenfalls durch Solung (Solution Mining) Kaliumchlorid gewinnen.

EXKURS: RESERVEBERGWERK SIEGFRIED GIESEN

Wir haben die technischen, betriebswirtschaftlichen und marktseitigen Aspekte einer möglichen Wiedereröffnung unseres stillgelegten Reservebergwerks Siegfried-Giesen bis Ende 2012 in einer umfangreichen Machbarkeitsstudie untersucht. Unter den damaligen Rahmenbedingungen wurde das Projekt als grundsätzlich aussichtsreich bewertet. Das anschließende Raumordnungsverfahren wurde Ende 2013 erfolgreich abgeschlossen. Die Antragskonferenz für das Planfeststellungsverfahren fand im Januar 2014, der einwöchige Erörterungstermin Anfang Dezember 2015 statt. Wir stehen im engen Dialog mit der relevanten Öffentlichkeit sowie mit Behörden, Politikern und Medien. Gemeinsam mit politischen Vertretern und einer Bürgerinitiative haben wir zudem die "Arbeitsgruppe Bürgerbeteiligung" gegründet.

Das Planfeststellungsverfahren wird voraussichtlich bis Mitte 2016 abgeschlossen sein. Anschließend werden wir auf Grundlage der dann nochmals zu prüfenden wirtschaftlichen und marktseitigen Rahmenbedingungen entscheiden, ob bzw. wie das Projekt realisiert wird. / Weitere Informationen: www.kali-gmbh.com/dede/company/siegfried-giesen

Im Jahr 2015 wurden im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 36,8 Mio. t Rohsalz gefördert, die Förderung im Geschäftsbereich Salz betrug 22,7 Mio. t. Insgesamt haben wir im Jahr 2015 59,5 Mio. t Rohstoffe gewonnen (2014: 61 Mio. t).

PRODUKTION

Die Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen gehört zu unseren Kernkompetenzen. Die von uns abgebauten mineralischen Rohsalze durchlaufen zum Teil mehrstufige mechanische oder physikalische Prozesse, ohne deren natürliche Eigenschaften zu verändern.

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte beträgt die jährliche Produktionskapazität derzeit rund 7 Mio. t. Das Legacy Projekt wird nach der geplanten Inbetriebnahme im Sommer dieses Jahres mittelfristig eine zusätzliche jährliche Produktionskapazität von mindestens 2,86 Mio. t erreichen.

Die Kalilagerstätten der K+S KALI GMBH in Deutschland enthalten nicht nur das Mineral Kalium (13 bis 27% Rohstoffgehalt Kaliumchlorid), sondern auch Magnesium und Schwefel (11 bis 27 % Rohstoffgehalt Magnesiumsulfat). Je nach Rohsalzqualität setzen wir für die Aufbereitung die Verfahren Heißverlösung, Flotation und, teils in Verbindung mit beiden, die elektrostatische Trennung (ESTA-Verfahren) ein. Die Kaliproduktion ist weltweit unvermeidbar mit der Entstehung von festen und/oder flüssigen Rückständen verbunden. Bei deren Entsorgung verfolgen wir langfristige und möglichst umweltverträgliche Lösungen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Glossar, Seite 195

Im Geschäftsbereich Salz verfügt K+S über eine jährliche Produktionskapazität von gut 32 Mio. t Salz. Unter Tage und im Tagebau gewonnenes Steinsalz wird über Tage auf die gewünschte Körnung aufgemahlen. Siedesalz entsteht, indem das Wasser der Sole verdampft und dadurch gelöstes Salz gewonnen wird. Bei der Gewinnung von Meer- bzw. Solarsalz wird salzhaltiges Wasser in Verdunstungsbecken eingeleitet, die in einem Gefälle hintereinander angeordnet sind. Auf ihrem Weg durch die Becken wird die Salzlösung durch Sonneneinstrahlung immer stärker konzentriert, bis schließlich eine mehrere Zentimeter dicke Salzschicht geerntet werden kann.

LOGISTIK

Unser Supply-Chain-Management steuert, kontrolliert und überwacht die gesamte Lieferkette, um die zuverlässige weltweite Belieferung unserer Kunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen sicherzustellen. Wir nutzen die verschiedenen Verkehrsträger bestmöglich unter Einbeziehung ihrer individuellen Vorteile und berücksichtigen soweit möglich die umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Schienen- und Wasserwege. So hat beispielsweise der Standort Borth seit Beginn des Jahres 2015 ein neues Logistikkonzept umgesetzt. LKWS transportieren die Produkte zu einer Umschlagstelle am Rhein, von wo sie per Binnenschiff zu Kunden in ganz Europa gelangen. Diese logistische Lösung ermöglicht es, die Qualitätsansprüche der Kunden zu erfüllen, und erhöht die eigene Wirtschaftlichkeit. Zudem steht das umweltfreundliche Binnenschiff im Mittelpunkt.

Pro Jahr befördert K+S, inklusive Doppelzählungen bei der Nutzung verschiedener Verkehrsträger, durchschnittlich über 50 Mio. t Ware. Dafür steht weltweit ein Netzwerk von Lager-, Hafen- und Distributionsstandorten zur Verfügung.

Eigene Logistikaktivitäten

Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg sowie der chilenischen EMPRESA MARÍTIMA verfügen wir über zwei eigene Logistikdienstleister. Die K+S TRANSPORT GMBH betreibt den Kalikai in Hamburg, eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgutexporte in Europa. Etwa 3,5 Mio. t werden hier jährlich umgeschlagen. Mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t auf einem Gelände von 10 ha werden dort große Mengen unseres internationalen Geschäfts mit Kali- und Magnesiumprodukten abgewickelt. Darüber hinaus ist die K+S TRANSPORT GMBH auch zuständig für die Organisation der Container-Transporte im Inland mit dem Binnenschiff und dem sogenannten Baltic Train sowie nach Übersee.

K+S CHILE S.A. wickelt über die Reederei EMPRESA MARÍTIMA mit zwei eigenen sowie zusätzlich gecharterten Schiffen die Seelogistik ab. Unser größter Hafen ist Caletta Patillos in Chile, wo im Jahr 2015 mehr als 7,5 Mio. t Salz auf Seeschiffe verladen wurden.

Logistikdienstleister

Die langfristige Frachtraumsicherung spielt für uns eine wichtige Rolle. Der Großteil unseres internationalen Transportvolumens wird von Dienstleistern befördert, mit denen wir langjährige Partnerschaften unterhalten.

LEGACY PROJEKT

Beim Legacy Projekt in Kanada haben im Jahr 2015 die Arbeiten für den Eisenbahn-Zubringer an das öffentliche Netz in Saskatchewan begonnen. Unser Partner, die Eisenbahngesellschaft CANADIAN PACIFIC RAILWAY (CPR), baut 30 km neue Schienen. Weitere 14 km Strecke und sechs km Rangier- und Abstellgleise auf Legacy-Grundeigentum kommen hinzu. Seit Jahrzehnten hat es in dieser Größenordnung in Kanada keine Schienenneubauten mehr gegeben.

Mit dem ersten Spatenstich wurden Anfang Juni 2015 in Port Moody (Vancouver) die Arbeiten für die weltweit modernste Umschlags- und Lageranlage für Kaliprodukte gestartet. Dort werden die mehr als 2,5 km langen Züge mit 18.000 t Ware innerhalb von viereinhalb Stunden vollautomatisch entladen. Die Züge von Legacy werden 177 Waggons umfassen und drei Tage bis zum Hafen unterwegs sein.

Mit Hilfe gruppenweit gültiger Leistungskennzahlen überwachen wir die Kosten, messen die Leistungsfähigkeit der logistischen Systeme und verbessern diese in einem ständigen Prozess, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten beziehungsweise zu erhöhen.

VERTRIEB/MARKETING

K+S möchte der bevorzugte Partner ihrer Kunden sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Wir bieten ein umfassendes Leistungsangebot für Landwirtschaft, Industrie, öffentliche Abnehmer und private Verbraucher. Wir streben eine größtmögliche Nähe zu unseren Abnehmern an, verfügen über viele maßgeschneiderte Produkte und sind mit unserem effizienten und kundennahen Vertriebsnetz weltweit aktiv.

Kundeninteressen

Im Dialog mit unseren Kunden beziehen wir deren Bedürfnisse kontinuierlich mit ein, um das Vertrauen in unsere Produkte und Dienstleistungen zu stärken und damit dauerhaft zu sichern. Wir führen in regelmäßigen Abständen Kundenbefragungen durch und diskutieren mit unseren Kunden zahlreiche Aspekte unseres Geschäfts. Neben periodischen Kundenzufriedenheitsanalysen liefern uns regelmäßige persönliche Gespräche sowie Rückmeldestatistiken konkrete Ansatzpunkte für mögliche Verbesserungen.

Gesicherte Qualität, termingerechte Lieferung und fachgerechte Beratung tragen maßgeblich zur Kundenbindung bei. Im Qualitätsmanagement wollen wir die Qualität unserer Produkte in allen Phasen der Wertschöpfungskette verbessern. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der DIN EN ISO 9001 und wird von externen, akkreditierten Zertifizierungsunternehmen geprüft. Wir überprüfen unsere Produkte kontinuierlich auf mögliche Risiken für Gesundheit und Sicherheit sowie auf ihre Umweltverträglichkeit und sorgen dafür, dass sie bei verantwortungsvoller und sachgerechter Nutzung sicher für Mensch und Natur sind. Unseren Kunden stellen wir umfangreiche Informationen zu Produkten und Dienstleistungen in Produktdatenblättern zur Verfügung. Art und Umfang dieser Informationen richten sich nach den jeweiligen nationalen bzw. internationalen Rechtsvorschriften sowie - soweit vorhanden - nach den Vorgaben der Zertifizierung. In laufend aktualisierten Sicherheitsdatenblättern beschreiben wir beispielsweise alle für Lagerung, Verwendung und Transport zu treffenden Sicherheitsmaßnahmen. Da es sich bei einem Großteil unserer Produkte um chemisch nicht veränderte Naturstoffe handelt, sind sie von der Registrierpflicht im Rahmen der EUROPÄISCHEN CHEMIKALIENVERORDNUNG REACH ausgenommen. Alle anderen Stoffe sind entsprechend den Vorschriften registriert.

Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen - Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte

Der Umsatz des Geschäftsbereichs wird überwiegend in Europa erzielt. Hier profitiert er von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Weitere Absatzschwerpunkte liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien. / ABB: 1.1.6

K+S ist weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten und hatte im Jahr 2015 einen Anteil von rund 9 % am Weltkaliabsatz.

Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanischen Unternehmen POTASHCORP, MOSAIC und AGRIUM. Sie unterhalten mit der CANPOTEX eine gemeinsame Exportorganisation. Weitere bedeutende Wettbewerber sind die russische URALKALI und die weißrussische BELARUS-KALI, die israelische ICL, die jordanische APC sowie die chilenische SQM.

Zusätzlich zum Standardprodukt Kaliumchlorid - und im Unterschied zu den wesentlichen Konkurrenten - bietet K+S kalium-, schwefel- und magnesiumhaltige Düngemittelspezialitäten an und nimmt in diesem Produktsegment weltweit Spitzenpositionen ein. Auch mit den Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Herstellern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter.

Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen - Geschäftsbereich Salz

Der Umsatz des Geschäftsbereichs wird im Wesentlichen auf dem amerikanischen Kontinent erzielt. Dabei sind die USA, Kanada, Brasilien und Chile von besonderer Bedeutung. Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen des Geschäftsbereichs Salz gehören Deutschland, Benelux, Frankreich, Skandinavien, die iberische Halbinsel, Tschechien, Polen und das Baltikum. / ABB: 1.1.7

K+S ist der weltweit größte Anbieter von Salzprodukten. Bei Salzprodukten für den Lebensmittelbereich, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen und Auftausalzen ist ESCO neben den Wettbewerbern SÜDSALZ, SALINS DU MIDI und AKZONOBEL führend in Europa. Mit K+S CHILE S.A., dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu den wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON SALT ist neben CARGILL und COMPASS MINERALS einer der größten Salzproduzenten in Nordamerika.

Das Auftausalzgeschäft ist erheblich von den Witterungsbedingungen abhängig; wir können aufgrund unseres einzigartigen Netzwerks von Produktionsanlagen in Europa, Nord- und Südamerika allerdings flexibler auf Schwankungen der Auftausalznachfrage reagieren als lokale Wettbewerber und die zuverlässige Belieferung unserer Kunden sicherstellen. In den übrigen Segmenten besteht aufgrund der meist begrenzten Substituierbarkeit und der zahlreichen Anwendungsgebiete eine verhältnismäßig stabile Nachfragesituation. Während der Markt für Salz in Westeuropa und Nordamerika vergleichsweise reif ist und überwiegend nur niedrige Wachstumsraten aufweist, ist in den Schwellenländern ein tendenziell stärkerer Nachfrageanstieg zu verzeichnen. So kann MORTON SALT seit dem Jahr 2015 dank einer Kooperation mit chinesischen Partnern dort auch hochwertige Speisesalze sowie Wasserenthärtungs- und Spezialsalze anbieten. MORTON SALT reagiert damit auf die steigende Beliebtheit seiner Produkte in China und den Umstand, dass die wachsende chinesische Mittelschicht zunehmend importierte Qualitätsprodukte nachfragt.

KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE - ABSATZ NACH REGIONEN ABB: 1.1.6

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in % 2015 2014
1 Europa 54,7 56,5
- davon Deutschland 16,3 16,7
2 Nordamerika 1,7 1,6
3 Südamerika 21,6 19,9
4 Asien 18,2 18,3
5 Afrika, Ozeanien 3,8 3,7

SALZ - ABSATZ NACH REGIONEN ABB: 1.1.7

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in % 2015 2014
1 Europa 20,3 16,1
- davon Deutschland 6,8 5,1
2 Nordamerika 71,2 75,8
3 Südamerika 8,2 8,0
4 Sonstige Regionen 0,3 0,1

ANWENDUNG

Als Rohstoffunternehmen steht K+S am Anfang langer Wertschöpfungsketten.

Produkte und Dienstleistungen des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte

Ein Großteil der Produkte des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte wird als Pflanzennährstoff in der Landwirtschaft eingesetzt. Als Naturprodukte sind diese nach EU-Recht größtenteils auch für den ökologischen Landbau zugelassen. Darüber hinaus bietet der Geschäftsbereich seinen Kunden Produkte für industrielle Anwendungen, hochreine Kalium- und Magnesiumsalze für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie Bestandteile für die Herstellung von Futtermitteln.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com

Das universell einsetzbare mineralische Düngemittel Kaliumchlorid wird insbesondere bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewandt. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf den Äckern ausgebracht oder mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen zu sogenannten "Bulk Blends" gemischt. Zusätzlich wird Kaliumchlorid als feinkörnige "Standard"-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet.

Die Düngemittelspezialitäten des Geschäftsbereichs unterscheiden sich vom klassischen Kaliumchlorid entweder durch Chloridfreiheit oder unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel, Natrium und Spurenelementen. Diese Produkte werden für Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z. B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchte, Wein oder Gemüse.

Außerdem bietet der Geschäftsbereich eine breite Palette an hochwertigen Kalium- und Magnesiumprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z. B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie, bei der Herstellung von Glas und Kunststoffen, in der Mineralölindustrie, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechnologie, bei der Öl- und Gasexploration sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Weiterhin stellt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ein Sortiment für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierfuttermittelindustrie bereit. / ABB: 1.1.8

Ein weiteres wesentliches Element unseres Leistungsspektrums bei Produktanwendungen ist insbesondere die fachliche Beratung unserer Kunden im Agrarbereich. Wir antizipieren Trends und erforschen die veränderten Rahmenbedingungen mit Blick auf Wasser- und Ressourceneffizienz und im Zusammenhang mit der Bodenfruchtbarkeit. Unser Ziel ist es, die Versorgung von Kulturen mit Pflanzennährstoffen auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen zu optimieren. Auch für unsere Industrieprodukte bieten wir weltweit eine technische Anwendungsberatung an.

Im Agrarbereich beraten wir unsere Kunden durch weltweit agierende Agraringenieure und entwickeln bedarfsgerechte Lösungen. Wir betreiben außerdem eigene Forschung und Feldversuche, um die Nährstoffversorgung durch ein angepasstes Produktportfolio optimieren zu können. Im Jahr 2015 betreuten wir mehr als 100 Versuche weltweit. Schwerpunktkulturen waren dabei Kartoffeln, Mais, Ölpalmen, Raps und Soja. Wir erstellten für unsere Kunden individuelle Düngungsempfehlungen, die Voraussetzungen für eine "gute fachliche Praxis" der landwirtschaftlichen Bodennutzung sind. Diese dienen der langfristigen Sicherung der Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit der Böden als natürlicher Ressource. Viele Schwellen- und Entwicklungsländer könnten ihre Ernteerträge bei besserer Anwendung des Prinzips der ausgewogenen Düngung zur Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit noch erheblich steigern. Wir wollen den Landwirten dort Wissen zur Verfügung stellen, wo es erforderlich ist, dabei bestehende lokale Erfahrungen einbeziehen, angepasste Zusammensetzungen erproben und zum Wissenstransfer beitragen.

PRODUKTPORTFOLIO (ABSATZVOLUMEN IN MIO. T IM JAHR 2015) ABB: 1.1.8

Im Jahr 2013 hat die K+S KALI GMBH gemeinsam mit dem Partner SASAKAWA AFRICA ASSOCIATION das Projekt "Growth for Uganda" gestartet. Ein Projektschwerpunkt liegt dabei im Wissenstransfer, denn häufig fehlt den Kleinbauern in Afrika das Fachwissen, wie sie die verfügbaren Ressourcen effizient einsetzen und so die Ernährung ihrer Familien sichern können. Die K+S KALI GMBH bringt hierbei über 100 Jahre Forschungs- und Beratungserfahrung zur Pflanzenernährung ein. Das Wissen wird regelmäßig in Schulungen vor Ort nach dem Prinzip "Train-the-Trainer" weitergegeben. Das Projekt hat für den ersten Projektzeitraum das Ziel erreicht, bis zum Jahresende 2015 in zwei Provinzen im Norden Ugandas 50.000 Kleinbauern zu schulen. Dadurch konnten diese Haushalte bessere Ernteerträge erzielen und Einkommensquellen erschließen. Gleichzeitig nutzen wir die Möglichkeit, die Rahmenbedingungen speziell in Uganda und die Situation der Kleinbauern vor Ort kennenzulernen. So können wir neue Erkenntnisse gewinnen und unser Leistungsangebot langfristig besser an den Bedürfnissen und Potenzialen von Kleinbauern ausrichten, um auch so potenzielle Kundengruppen zu erschließen.

Ab 2016 ermöglichen wir den Landwirten in Uganda die Abnahme von Düngermischungen in kleinen Mengen zwischen zwei und fünfzig Kilogramm. Die Aufwendungen für die Pflanzennährstoffe als wichtigem Produktionsfaktor in der von Subsistenzlandwirtschaft geprägten Region bleiben überschaubar. Der Dünger kann so gleich eingesetzt werden und mit den maßgeschneiderten Düngermischungen bekommen die Landwirte zusätzlich Informationen zum idealen Düngungszeitpunkt, zur auszubringenden Menge und der Verteilung auf den Feldern.

In der sich anschließenden zweiten Projektphase sollen weitere Partner der Wertschöpfungskette beteiligt werden. Der Ausbau der Infrastruktur zum Einkauf von Betriebsmitteln und zur Vermarktung von Ernteprodukten soll dabei im Mittelpunkt stehen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.kali-gmbh.com/de/company/cooperation/uganda

Produkte und Dienstleistungen des Geschäftsbereichs Salz

Der Geschäftsbereich Salz bietet seinen Kunden Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalze, die sämtlich auf Natriumchlorid (Kochsalz) basieren. Abhängig von den jeweiligen Anwendungen unterscheiden sich die Produkte vor allem durch die Körnung, den Reinheitsgrad, die Darreichungsform und eventuelle Zusatzstoffe.

Im Produktsegment Speisesalz stellt K+S sowohl Salz für die Lebensmittelindustrie als auch Tafelsalz für Endverbraucher her. Hierzu gehören auch Premiumprodukte wie koscheres oder natriumreduziertes Salz sowie Meersalz.

Gewerbesalze werden in Färbereien, in der Textilindustrie, bei der Futtermittelproduktion, in der Fischkonservierung, in Bohrspülungen für die Erdöl- und Erdgasförderung sowie in vielen anderen gewerblichen Bereichen eingesetzt. Pharmasalze sind wesentlicher Bestandteil von Infusions- und Dialyselösungen. Auch im Segment Gewerbesalz werden Produkte für Endverbraucher hergestellt, wie beispielsweise Wasserenthärtungssalze.

Industriesalz ist einer der wichtigsten Rohstoffe der chemischen Industrie. In Elektrolyseanlagen werden daraus Chlor, Natronlauge und Wasserstoff produziert. Zum Endverbraucher gelangt es zum Beispiel als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen.

Winterdienste, öffentliche und private Straßenbauverwaltungen und Straßenmeistereien sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftaumittel der K+S; Haushaltspackungen für Endverbraucher runden die Produktpalette in diesem Segment ab. Zudem werden Auftausalze angeboten, die durch den Zusatz von Calcium- oder Magnesiumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee mehr Wärme erzeugen als konventionelle Produkte und deswegen vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen schneller wirken.

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN

ENTSORGUNG UND RECYCLING

Der Bereich Entsorgung und Recycling nutzt die durch die Rohsalzgewinnung entstandenen untertägigen Hohlräume zur langzeitsicheren Beseitigung und Verwertung von Abfällen. Die von K+S für diesen Zweck genutzten Salzlagerstätten sind gas- sowie flüssigkeitsdicht und von den grundwasserführenden Schichten abgeschottet. Dies wird durch eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren erreicht, die eine höchstmögliche Sicherheit gewährleisten. Der Bereich betreibt zwei Untertagedeponien; die dort eingelagerten Abfälle werden der Biosphäre dauerhaft entzogen. Daneben verfügt K+S über fünf Anlagen zur Untertage-Verwertung von Abfällen. Behördlich zugelassene Abfälle werden hier zur Verfüllung von Hohlräumen verwendet; dafür geeignet sind beispielsweise Rückstände aus der Rauchgasreinigung.

Der Tätigkeitsschwerpunkt des Bereichs Entsorgung und Recycling liegt in West- und Mitteleuropa. Die osteuropäischen Staaten bieten darüber hinaus Wachstumspotenzial, da dort die Nachfrage nach EU-konformen untertägigen Entsorgungslösungen für Abfälle steigt.

Der Markt der untertägigen Entsorgung ist wettbewerbsintensiv. K+S bietet jedoch mit ihren führenden Full-Service-Lösungen einen spezifischen Mehrwert für die Kunden. Beim Recycling von Salzschlacken aus der Sekundäraluminiumindustrie zählt K+S in Deutschland wie im übrigen Europa zu den führenden Anbietern. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das übertägige Recycling von gering belasteten Baustoffen durch die Tochtergesellschaft K+S BAUSTOFFRECYCLING GMBH.

TIERHYGIENEPRODUKTE

Am Standort Salzdetfurth werden große Teile der übertägigen Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks genutzt, um für die MARS GMBH u. a. das bekannte Markenprodukt CATSAN® für den Tierhygienebedarf zu granulieren.

K+S TRANSPORT GMBH

Die K+S TRANSPORT GMBH erledigt in Hamburg für K+S als eigener Logistikdienstleister vielfältige Transport- und andere Leistungen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Darstellung der Segmente', Seite 96

CFK

Die Produktpalette der CHEMISCHEN FABRIK KALK GMBH (CFK) umfasst eine Auswahl an Basischemikalien. Dazu zählen unter anderem Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid. Zu den Kunden der CFK gehören viele namhafte europäische Chemieunternehmen, Glashütten, Metallverarbeiter, Waschmittelproduzenten und Brauereien sowie Städte und Kommunen, die Calcium- oder Magnesiumchlorid für den Winterdienst verwenden.

MARKENPORTFOLIO

Die Anzahl der K+S Markenrechte verringerte sich im Jahr 2015 geringfügig. Als Dachmarken nutzt die K+S GRUPPE u. a. CÉRÉBOS®, ESCO®, KALI-STIER®, MORTON®, UMBRELLA GIRL®, VATEL® und WINDSOR®. Als Produktmarken werden z. B. AXAL®, REGENIT®, SALDORO®, ACTION MELT®, SEASON-ALL®, SYSTEM SAVER®, BIOSAL®, LOBOS®, KORN-KALI®, PATENTKALI® und KALISEL® verwendet. BLIZZARD WIZARD® wird als Marke für Auftausalz in den USA genutzt. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2015 insgesamt 2.426 (2014: 2.449) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 558 Basismarken (2014: 568) resultieren.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

ZIELE UND FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE

Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgen wir drei gleichwertige Ziele:

Die Erhöhung des Kundennutzens
Einen möglichst effektiven und effizienten Einsatz von Rohstoffen, Kapital, Energie und Personal
Die Schonung der Umwelt durch nachhaltige Nutzung der Ressourcen und stetige Verringerung fester sowie flüssiger Produktionsrückstände

Im Rahmen der Neuentwicklung und Verbesserung der von uns angebotenen Pflanzennährstoffe treiben wir die praxisorientierte Forschung voran. Wir erarbeiten Lösungen zur Deckung des erhöhten Nahrungs- und Futtermittelbedarfs für die wachsende Weltbevölkerung sowie sich ändernde Ernährungsgewohnheiten. Unsere landwirtschaftliche Anwendungsberatung setzt die Ergebnisse aus der Forschung und Entwicklung in der Praxis um, unterstützt so Kunden beim Einsatz unserer Produkte vor Ort und fördert den Wissenstransfer.

Wir überprüfen kontinuierlich unsere Gewinnungs- und Produktionsverfahren hinsichtlich des Einsatzes der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen, entwickeln unsere Verfahren und Produkte weiter und testen neue Technologien und Materialien zur Prozessverbesserung.

FORSCHUNGSKENNZAHLEN

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 14,7 Mio. € und lagen somit deutlich über dem Wert des Vorjahres (2014: 12,2 Mio. €). Intensiviert wurde sowohl die Forschung zur Prozessanalysetechnik als auch die Produkt- und Verfahrensentwicklung. Die aktivierten Entwicklungsinvestitionen lagen im Berichtsjahr mit 2,0 Mio. € planmäßig unter dem Niveau des Vorjahres (2014: 3,5 Mio. €). Die wesentliche Position war nach wie vor die Entwicklung innovativer Kavernentechnologien für Legacy. / TAB: 1.1.1, 1.1.2

FORSCHUNGS - UND ENTWICKLUNGSKOSTEN1

TAB: 1.1.1

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2015 2014
in Mio. €
--- --- ---
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 7,9 6,1
Geschäftsbereich Salz 3,7 3,1
Sonstige Forschungskosten 3,1 3,0
Gesamt 14,7 12,2

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.

FORSCHUNGSKENNZAHLEN1

TAB: 1.1.2

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2015 2014 2013 2012 2011
in Mio. €
--- --- --- --- --- ---
Forschungs- und Entwicklungskosten 14,7 12,2 13,9 19,4 17,0
Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) 0,4% 0,3% 0,4% 0,5% 0,4%
Aktivierte Entwicklungsinvestitionen 2,0 3,5 5,0 14,2 1,6
Mitarbeiter (Anzahl) 80 80 86 87 77

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.

Der Hauptteil der Forschungs- und Entwicklungskosten im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entfiel auf Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Verbesserung der Produktionsverfahren zur Verringerung fester und flüssiger Produktionsrückstände aus der Kaliproduktion. Detailfragen im Bereich des Solungsbergbaus des Legacy Projekts in Saskatchewan, Kanada, bildeten einen weiteren Schwerpunkt. Im Geschäftsbereich Salz wurde hauptsächlich zu neuen Produkten in den Bereichen natriumreduzierter Salze, für die Wasserenthärtung, neue Tafelsalzprodukte sowie den Einsatz hochreiner Natriumsalze in der Kupfergewinnung geforscht; andere Aktivitäten erstreckten sich auf den Bereich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung für die Evaluierung neuer Techniken und Materialien sowie für die Entwicklung von spezifischen Simulationstools.

FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN UND KOOPERATIONEN

Wir wollen im Bereich Forschung und Entwicklung gruppenweit vorhandene Synergien optimal ausschöpfen und kooperieren in speziellen Forschungsprojekten mit Hoch- und Fachhochschulen und anderen externen Partnern. In den verschiedenen Forschungseinrichtungen arbeiteten konzernweit im Berichtsjahr 80 Mitarbeiter für Forschung und Entwicklung. / ABB: 1.1.9

K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUM

Im September 2015 wurde das neue K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUM (AFZ) in Unterbreizbach eröffnet, nur zwei Jahre nach Baubeginn. Der Neubau bietet für rund 100 Wissenschaftler, Ingenieure und Fachkräfte auf rund 9.000 m2 moderne Labor- und Technikumsarbeitsplätze. Das Projekt hatte einen Investitionsumfang von rund 30 Mio. €.

Zentrale Aufgaben des AFZ sind die Durchführung von vielfältigen Analysen und anwendungsorientierter Grundlagenforschung für alle Geschäftsbereiche der K+S GRUPPE sowie die Prozess- und Produktentwicklung. Aufbereitungsverfahren für die Kaliproduktion werden neu konzipiert und weiterentwickelt, um steigenden ökologischen Anforderungen gerecht zu werden. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die fachliche Aus- und Weiterbildung von Nachwuchskräften. Außerdem soll das AFZ verstärkt auch zentrale Forschungsaufgaben für ausländische Tochtergesellschaften und Analytikaufgaben für Produktionsstandorte von K+S übernehmen.

Zur Reduzierung des Zeitaufwands und zwecks Ressourcenschonung wurden die Arbeiten an einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur robotergestützten Feststoffanalytik weiter intensiviert und im neuen AFZ ein Laborrobotersystem installiert. Weitere Möglichkeiten der Laborautomatisierung wurden ebenfalls untersucht.

Morton Salt Research Laboratory

MORTON SALT betreibt ein Forschungslabor in Elgin, Illinois, USA, in dem Produkte neu- und weiterentwickelt, Stoffe und Prozesse analysiert sowie Materialien getestet werden. Darüber hinaus berät das Forschungslabor Kunden bei speziellen Fragestellungen, unterstützt bei der Umsetzung behördlicher bzw. gesetzlicher Vorgaben und führt Weiterbildungen für Mitarbeiter durch. Im Lebensmittellabor wurden im Jahr 2015 weitere Entwicklungsmöglichkeiten für Produkte im Bereich der natriumreduzierten Salze geprüft. Das MORTON SALT Research Laboratory arbeitet eng mit den Laboren auf den Standorten und mit externen Forschungseinrichtungen zusammen.

K+S FORSCHUNGSVERBUND ABB: 1.1.9

Externe Forschungskooperationen

Das INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION (IAPN) wird als Public-Private-Partnership (PPP) von der K+S KALI GMBH gemeinsam mit der GEORG-AUGUST-UNIVERSITÄT GÖTTINGEN seit Ende des Jahres 2010 in Göttingen betrieben.

Ziel des IAPN ist es, die anwendungsorientierte Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenernährung und Düngung, vor allem in Bezug auf die Nährstoffe Kalium, Magnesium und Schwefel, zu stärken. Dementsprechend konzentrieren sich die Forschungsinhalte auf die Anpassung landwirtschaftlicher Produktionsverfahren an sich ändernde klimatische Bedingungen, die effizientere Nutzung von Ressourcen durch optimale Nährstoffversorgung sowie die Entwicklung von pflanzenbaulichen Konzepten in Schwellen- und Entwicklungsländern. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft greift das Institut aktuelle Fragen aus der Praxis auf, bündelt vorhandenes Wissen und entwickelt standortangepasste, intelligente Düngemanagementsysteme. Forschungsprojekte der K+S KALI GMBH werden am IAPN zusammengeführt und miteinander vernetzt, um einen optimalen Wissensaustausch zu gewährleisten. Die erarbeiteten Grundlagen werden in Feldversuchen der K+S KALI GMBH für die Praxis verifiziert und die gewonnenen Erkenntnisse über das Beratungsnetz der K+S KALI GMBH an die landwirtschaftliche Praxis weitergegeben.

Das AFZ und das IAPN arbeiten bei der Bewertung von Produktideen hinsichtlich Marktfähigkeit, Herstellung, Verarbeitung, Anwendung und pflanzenbaulicher Wirkung eng zusammen.

Zusammen mit externen Kooperationspartnern entwickeln unsere kanadischen und deutschen Spezialisten Methoden des Solungsbergbaus unter Berücksichtigung der speziellen Lagerstättengegebenheiten des Legacy Projekts kontinuierlich weiter.

AUSGEWÄHLTE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROJEKTE SOWIE ERGEBNISSE

Im AFZ wurde die modular erweiterbare Software "ProPhET" (Process Modelling with Phase Equilibria Tools") zur Prozessmodellierung entwickelt. Dabei stand die Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen der Aufbereitung von Kalirohsalzen im Mittelpunkt, insbesondere die komplexen Phasengleichgewichte der Salz-Wasser-Systeme, die in vielen Produktionsprozessen und der Rückstandsbehandlung von besonderer Bedeutung sind. Die entwickelten IT-Werkzeuge erleichtern wesentlich die Planung neuer und die Optimierung bestehender Prozesse hinsichtlich Ausbeute und Effizienz sowie Minimierung und Behandlung von Produktionsrückständen. Im Rahmen der laufenden Projekte wird die Software kontinuierlich an veränderte Bedürfnisse angepasst und erweitert.
Zur Verbesserung der Prozessanalyse wurden im Jahr 2015 neue Techniken geprüft, weiterentwickelt und bis zur Betriebsreife geführt. Im Ergebnis stehen nun robuste, zuverlässige Systeme zur zeit- und prozessnahen Stoffstromanalyse zur Verfügung, die eine verbesserte Ressourcennutzung und die weitere Abwasserreduzierung ermöglichen. Auch der Anteil an klassischer Laboranalytik kann hierdurch verringert werden. Diese in Deutschland erprobten Techniken finden auch im Legacy Projekt Anwendung.
In Chile wurde in Kooperation mit der UNIVERSIDAD TÉCNICA FEDERICO SANTA MARÍA in Valparaiso ein neuer 3-Phasen-Reaktor für die Kupfererzaufbereitung entwickelt. Mit dieser zum Patent angemeldeten Technologie kann unter Einsatz hochreinen Natriumchlorids die Aufbereitung niedriggehaltiger Kupfererze effizienter und umweltfreundlicher gestaltet werden.
Bei MORTON SALT wurde eine Technologie zum Patent angemeldet, mit der gewährleistet wird, dass Salz an Nahrungsmitteln haften bleibt. Darüber hinaus wurden neue Rezepturen für mit Kräutern und Gewürzen angereicherte Tafelsalze entwickelt und vertrieben.

PATENTPORTFOLIO

Weltweit gehören der K+S GRUPPE 53 Patentfamilien (2014: 54), die durch 234 nationale Rechte geschützt werden (2014: 244). Die Patente werden unter anderem in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet. Lizenzeinnahmen wurden nur in geringem Umfang erzielt.

EINKAUF

K+S hat im Jahr 2015 bei rund 19.800 Lieferanten technische Güter, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen für rund 2,7 Mrd. € (2014: rund 2,3 Mrd. €) eingekauft. Der Großteil unseres Einkaufsvolumens entfällt auf Investitionsgüter, insbesondere auf die Anlagen im Rahmen des Legacy Projekts, sowie Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Stoffe, die in unsere Produktion bzw. in unsere Produkte eingehen, machen nur einen geringen Anteil des Einkaufsvolumens aus.

Ein offenes und faires Miteinander prägt die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, die wir in einem systematischen, transparenten und IT-gestützten Prozess nicht nur nach rein wirtschaftlichen Kriterien auswählen. Wir erwarten darüber hinaus neben gesetzestreuem Verhalten, dass sie u. a. die Menschenrechte sowie die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation beachten. Unser Ziel ist es, in der Zusammenarbeit langfristige Partnerschaften aufzubauen. Wir beurteilen dabei den gesamten Beschaffungsprozess von der Anfrage über die Lieferung der Leistung bis hin zur Abrechnung. Hierbei berücksichtigen wir sowohl Qualitäts- als auch Umwelt- und Sicherheitsstandards. Ergänzt wird diese Beurteilung durch eine Selbsteinschätzung, die jeder neue Lieferant abzugeben hat. Sollte sich herausstellen, dass ein Lieferant unsere Kriterien nicht erfüllt, werden die unternehmensintern in der Lieferkette Beteiligten sofort benachrichtigt. So können wir rechtzeitig Maßnahmen einleiten. Fast alle unsere Vertragspartner stammen aus OECD-Staaten.

WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG

Die nachfolgende Wertschöpfungsrechnung zeigt den von uns erwirtschafteten Beitrag zum privaten sowie zum öffentlichen Einkommen. Die Wertschöpfung wird errechnet aus Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen nach Abzug von Materialaufwand, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen. In der Verteilungsrechnung wird ausgewiesen, welche Anteile der Wertschöpfung an Mitarbeiter, Aktionäre, Staaten und Darlehensgeber flossen und welcher Anteil im Unternehmen verblieb.

Im Jahr 2015 betrug unsere Wertschöpfung 1.890,1 Mio. € (2014: 1.613,0 Mio. €). Den größten Anteil (57 %) erhielten mit 1.080,0 Mio. € unsere Mitarbeiter. Dieser Anteil setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge.

Staaten haben Steuern und Abgaben in Höhe von 205,4 Mio. € (11 %) erhalten. Für den Zinsaufwand gingen 62,4 Mio. € (3 %) an die Kreditgeber. Es wird unterstellt, dass die Aktionäre die vorgeschlagene Dividende in Höhe von 220,1 Mio. € (12 %) erhalten und das Unternehmen in Form von Rücklagen und Sonstigem 322,2 Mio. € (17%) einbehalten hat. / TAB: 1.1.3, 1.1.4

WERTSCHÖPFUNG - ENTSTEHUNG TAB: 1.1.3

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in Mio. € 2015 2014
Umsatzerlöse 4.175,5 3.821,7
Sonstige Erträge 314,4 225,6
Materialaufwand -1.468,7 -1.329,0
Abschreibungen -320,7 -281,2
Sonstige Aufwendungen -810,4 -824,1
Wertschöpfung 1.890,1 1.613,0

WERTSCHÖPFUNG - VERTEILUNG TAB: 1.1.4

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in Mio. € 2015 2014
an Mitarbeiter (Löhne, Gehälter, Soziales) 1.080,0 1.013,7
an Staaten (Steuern, Abgaben) 205,4 147,9
an Kreditgeber (Zinsaufwand) 62,4 84,8
an Aktionäre (Dividende)1 220,1 172,3
an das Unternehmen (Rücklagen und Sonstiges) 322,2 194,3
Wertschöpfung 1.890,1 1.613,0

1 Die Dividende bezieht sich jeweils auf das Berichtsjahr und wird im Folgejahr ausgezahlt. Im Jahr 2015 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag.

MITARBEITER

ARBEITEN BEI K+S

Die Summe unserer Handlungen prägt unser Unternehmen. Deshalb stellen wir unsere Mitarbeiter in den Mittelpunkt unseres Handelns. Nur gemeinsam können wir den zukünftigen Erfolg und das Wachstum der K+S insgesamt wie auch der einzelnen Standorte langfristig sichern. Hierzu tragen unsere Mitarbeiter mit ihrem Können, ihrer Leistungsbereitschaft und ihren guten Ideen entscheidend bei. Wir ermutigen sie deshalb gezielt, sich mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten einzubringen, damit wir unsere wirtschaftlichen Aufgaben erfüllen und Chancen nutzen können. Hierbei sind stetiger Kompetenzaufbau und die Unterstützung unserer Mitarbeiter in der Erfüllung ihrer Aufgaben wichtig, um sie zu motivieren, stets gute Leistungen zu erbringen.

In allen Regionen, in denen wir tätig sind, herrscht ein intensiver Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte. Verstärkt wird dieser durch die demografischen Herausforderungen in Europa und Nordamerika. Die Gewinnung, die erfolgreiche Integration und die dauerhafte Bindung qualifizierter Fach- und Führungskräfte in strategischen Positionen ist ein maßgeblicher Erfolgsfaktor für uns. Deshalb ist es wichtig, ihre Erwartungen und Bedürfnisse zu kennen und in unseren Prozessen zu berücksichtigen. Darüber hinaus wird es darauf ankommen, Mitarbeiter und Führungskräfte in ihrem Potenzial und ihrer Leistung zu entwickeln und zu fördern. Des Weiteren werden wir weiterhin intensiv die Themen vorantreiben, die uns auf dem Weg zu einer globalen Personalstrategie unterstützen. So haben wir beispielsweise unseren weltweiten Talentmanagement-Prozess verbessert, um die vorhanden Leistungsträger und Potenziale weltweit zu identifizieren und erfolgreich zu nutzen. Darüber hinaus analysieren wir unsere weltweiten Vergütungsstrukturen im außertariflichen Bereich und überprüfen unsere Richtlinien, beispielsweise für die "Entsendung von Arbeitskräften", systematisch im Sinne einer fairen und leistungsgerechten Vergütung.

In den nachfolgenden Abschnitten beschreiben wir unsere Arbeitsschwerpunkte innerhalb der für uns wesentlichen Personalthemen. Dazu gehören Menschenrechte, Diversität /Anti-Diskriminierung, Gesundheit und Arbeitssicherheit, Aus- und Fortbildung, Entlohnung und Vereinigungsfreiheit bzw. Kollektivverhandlungen.

MITARBEITERUMFRAGE

K+S legt Wert auf eine transparente Unternehmenskultur. Diese hilft uns, Impulse für Verbesserungsmaßnahmen zu bekommen sowie Veränderungen und Maßnahmen anzustoßen. Deshalb führen wir Umfragen durch, um die Stimmungslage sowie die Mitarbeiterbedürfnisse im Unternehmen zu messen und zu verstehen und Verbesserungspotenzial bei den von den Mitarbeitern wahrgenommenen Schwächen und Stärken zu identifizieren. So baten wir in der zweiten internationalen Mitarbeiterumfrage im September 2015 alle Beschäftigten der K+S GRUPPE, uns unter dem Motto "Sag, wie es ist!" ihre Meinung zu wichtigen Themen anonym mitzuteilen. Als nächstes werden entsprechende Handlungsfelder und Maßnahmen auf globaler, Geschäftsbereichs-/Gesellschafts- sowie Standortebene abgeleitet mit dem Ziel, aus dem aufgezeigten Optimierungspotenzial Verbesserungen zu generieren.

IDEENMANAGEMENT/KONTINUIERLICHER VERBESSERUNGSPROZESS

Mit dem Ideenmanagement/Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) gibt K+S allen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich aktiv in die betrieblichen Prozesse und Strukturen einzubringen und diese mitzugestalten. Der KVP dient uns außerdem als strategisches Führungsinstrument. Mit seiner Hilfe leiten wir unsere Führungskräfte an, die kreativen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter zu fördern, und schaffen dafür die nötigen Rahmenbedingungen. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 14.707 Ideen eingereicht (2014: 12.615). Der Ergebnisbeitrag aus dem Ideenmanagement, ausgedrückt im Erstjahresnutzen, lag bei 6,5 Mio. € (2014: 5,1 Mio. €), die Umsetzungsrate betrug 55 % (2014: 54%). Der im Jahr 2015 generierte Wirtschaftlichkeitseffekt, also der Nutzen über einen Zeitraum von 2,5 Jahren, abzüglich der Kosten für das Ideenmanagement, lag mit 14,2 Mio. € erneut erheblich höher im Vergleich zum Vorjahr (2014: 10,8 Mio. €) und überstieg damit noch den letztjährigen Höchstwert seit Einführung des Ideenmanagements.

BESCHÄFTUNGSENTWICKLUNG

Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 31. Dezember 2015 insgesamt 14.383 (2014: 14.295) Mitarbeiter. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gab es im Jahr 2015 einen geringen Personalaufbau, der im Wesentlichen projektbezogen in Kanada erfolgte. Im Geschäftsbereich Salz hat sich die Anzahl der Mitarbeiter leicht reduziert, was hauptsächlich auf Umstrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Innerhalb der Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT kam es trotz des Personalabbaus innerhalb des Bereichs IT-Services (Effizienz- und Outsourcing-Maßnahmen) insgesamt zu einem Personalaufbau, welcher sich im Schwerpunkt durch Neueinstellungen von Nachwuchsingenieuren in den Bereichen Technik und Bergbau sowie Personalverschiebungen aus dem Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte in die K+S AKTIENGESELLSCHAFT begründet. / TAB: 1.1.5

Von unserer Belegschaft sind 7,4% (2014: 7,5 %) außertarifliche Mitarbeiter, 88,6% (2014: 88,4%) tarifliche Mitarbeiter und 4,0% (2014: 4,1 %) Auszubildende. / ABB: 1.1.10

MITARBEITER NACH BEREICHEN TAB: 1.1.5

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2015 % 2014 %
in Full Time Equivalents per 31.12. (FTE)1
--- --- --- --- ---
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 8.404 58,4 8.299 58,1
Geschäftsbereich Salz 5.054 35,1 5.075 35,5
Ergänzende Aktivitäten 281 2,0 289 2,0
Einheiten der K+S Aktiengesellschaft 644 4,5 632 4,4
K+S Gruppe 14.383 100,0 14.295 100,0

1 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. In der Tabelle werden gerundete Werte dargestellt, dadurch kann es bei der Summe zu Rundungsabweichungen kommen.

BELEGSCHAFTSSTRUKTUR ABB: 1.1.10

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2015 2014
in %
--- --- --- ---
1 AT (außer Tarif) 7,4 7,5
2 Tarif 88,6 88,4
3 Auszubildende 4,0 4,1

PERSONALAUFWAND

Wir vergüten unsere Mitarbeiter marktgerecht und leistungsbezogen auf Basis von Gehaltsstrukturen, die sich am wirtschaftlichen Erfolg orientieren. Im Jahr 2015 betrug der Personalaufwand 1.080,0 Mio. €; er lag damit gut 6% über dem Niveau des Vorjahres (2014: 1.013,7 Mio. €). Die Kosten erhöhten sich sowohl wechselkursbedingt als auch durch eine höhere Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung und einen Mehraufwand aus Lohn- und Gehaltssteigerungen. Demgegenüber steht eine Entlastung aus geringeren Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Sozialplan in Deutschland. Die reinen Personalkosten ohne Rückstellungseffekte sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen wechselkursbedingt sowie durch eine höhere Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung und einen Mehraufwand aus Lohn- und Gehaltssteigerungen um 76,9 Mio. € bzw. 8% auf 1.089,3 Mio. € gestiegen.

Der Anteil im Personalaufwand enthaltener variabler Vergütungen betrug im vergangenen Jahr 97,2 Mio. € bzw. etwa 9% (2014: 74,0 Mio. € bzw. etwa 7%), mit denen wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems am Unternehmenserfolg beteiligen.

Der Personalaufwand je Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 75.653 € (2014: 70.916 €) und ist damit um gut 7% gestiegen; dies ist auf oben genannte Gründe zurückzuführen.

MITBESTIMMUNG

K+S respektiert die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Die Sozialpartner werden gemäß dem rechtlichen Rahmen in wesentliche Entscheidungen einbezogen. Wir sind davon überzeugt, dass informierte Mitarbeiter motivierter und eher bereit sind, auch schwierige Entscheidungen mitzutragen. Mitbestimmung fördert und fordert die Übernahme von Verantwortung mit einer mittel- und langfristigen Perspektive. Oberstes Gremium der Arbeitnehmervertretungen in Deutschland ist der Gesamtbetriebsrat. Interne Umstrukturierungen, wie beispielsweise die Maßnahmen im Rahmen des Programms ,Fit für die Zukunft', werden in enger Abstimmung mit der Arbeitnehmervertretung umgesetzt. Gleiches gilt für die Konzeption der in 2015 durchgeführten Mitarbeiterbefragung.

Circa 80 % der Tarifmitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland sind gewerkschaftlich organisiert. Die Beziehung zu den Betriebsräten sowie der INDUSTRIEGEWERKSCHAFT BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE (IG BCE) ist durch eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt. In Chile sind circa die Hälfte der Mitarbeiter, bei MORTON SALT etwa zwei Drittel gewerkschaftlich organisiert.

MITARBEITER GEWINNEN

K+S betreibt eine zukunftsorientierte Personalpolitik. Wir möchten ein attraktiver Arbeitgeber sein, bei dem unsere Mitarbeiter ihre Stärken entfalten können und erleben, dass ihre Leistung anerkannt wird. Unsere Führungskultur basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Wir wollen Veränderungen aktiv gestalten und unsere Mitarbeiter fördern - aber auch fordern.

LEGACY CAMP

Das Legacy Camp ist eine Containersiedlung und bietet einen Rückzugsort für zwei Drittel der dort tätigen Arbeiter nach den jeweils zehn Stunden dauernden Tages- oder Nachtschichten auf der Baustelle. Fast 1.500 Betten in Einzelzimmern mit jeweils eigenem Waschraum stehen im Camp zur Verfügung. Die durchschnittliche Auslastung liegt bei 93 Prozent. Im Camp ist eine gute Verpflegung sichergestellt, es gibt einen Fitnessraum und Ruhemöglichkeiten. Das Personal des Sicherheitsdienstes wird vollständig von Angehörigen der "First Nations" gestellt, die Mehrzahl der Bediensteten vor Ort sind Frauen.

Wir bieten interessante und vielfältige Arbeitsmöglichkeiten von der Ausbildung über den Start in den Beruf direkt nach dem Studium bis zum Einstieg als erfahrene Fach- und Führungskraft. Wir rekrutieren Trainees für unser internationales zweijähriges Traineeprogramm und setzen sie international ein. Außerdem sind wir bestrebt, Entwicklungsperspektiven mit verschiedenen Themenschwerpunkten anzubieten und so jedem Mitarbeiter die Möglichkeit zu eröffnen, sich entsprechend der persönlichen Neigung bei K+S einzubringen. Wir entwickeln und fördern Experten wie Führungskräfte in ihrem Potenzial und ihrer Leistung. Mitarbeitern und Bewerbern bieten wir vielfältige spannende Aufgaben, leistungsorientierte Bezahlung sowie umfangreiche Weiterbildungs- und internationale Entwicklungsmöglichkeiten.

MITARBEITER NACH REGIONEN ABB: 1.1.11

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2015 2014
in %
--- --- --- ---
1 Deutschland 70 70
2 Übriges Europa 3 3
3 Nordamerika 22 21
4 Südamerika 6

MENSCHENRECHTE/ANTI-DISKRIMINIERUNG/ DIVERSITÄT

K+S fördert eine Arbeitsatmosphäre, die einen offenen Gedankenaustausch und einen vertrauensvollen Umgang miteinander ermöglichen soll. Chancengleichheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung sind für uns selbstverständlich. Dies haben wir in unseren Grundwerten und Prinzipien (Code of Conduct) festgeschrieben. Als Unterzeichner der CHARTA DER VIELFALT, einer deutschen Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen, bekräftigen wir diese Einstellung. Wir respektieren und unterstützen die Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte und handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- oder Kinderarbeit ab. Wir fördern gezielt interkulturelle Kompetenzen unter anderem durch die Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland und begrüßen die Unterschiedlichkeit unserer Mitarbeiter. Ihre vielfältigen Erfahrungen sind für uns von großem Wert. / ABB: 1.1.11

Im Bergbau haben traditionell stets mehr Männer als Frauen gearbeitet. Zum 31. Dezember waren 88 % unserer Belegschaft Männer, 12% Frauen (gemessen an der Beschäftigtenanzahl in Personen). Wir wollen und können aber nicht auf die Kompetenzen und Potenziale von Frauen verzichten. Auch deshalb engagieren wir uns für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und bekennen uns unverändert zur Chancengleichheit von Männern und Frauen.

Unseren Mitarbeitern in Deutschland bieten wir individuelle Teilzeitmodelle an und unterstützen sie mit familienfreundlichen Maßnahmen dabei, berufliche und private Anforderungen miteinander zu vereinbaren. Hierzu gehören zusätzliche Freistellungszeiten für Betreuungsnotfälle, Weiterbildungsangebote während der Elternzeit oder ein Beratungsservice für Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen. Am Firmensitz in Kassel bieten wir außerdem eine betriebsnahe Kindertagesstätte an. Seit mehr als zehn Jahren gilt für Mitarbeiter der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie ihrer beteiligten Unternehmen am Standort Kassel die sogenannte Vertrauensarbeitszeit, die es ermöglicht, die Arbeitszeit in hohem Maße eigenverantwortlich festzulegen und somit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.

In den kanadischen Gesellschaften werden Mitarbeiter über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus nach individueller Absprache und standortabhängig mit flexiblen Arbeitszeiten, komprimierten Arbeitswochen oder Telearbeit unterstützt. Die chilenischen Gesellschaften bieten Mitarbeitern mit Kleinkindern flexible Arbeitszeiten an, finanzieren außerbetriebliche Krippenplätze und übernehmen einen Teil der Schulgebühren für ihre Kinder.

Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat sich im Jahr 2011 der freiwilligen Selbstverpflichtung der 30 DAX-Unternehmen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen angeschlossen. In Deutschland wollen wir die Anzahl weiblicher Führungskräfte bis zum Jahr 2020 um etwa 30 % steigern. Dann läge unser Frauenanteil in Führungspositionen bei rund 10%. Dies entspräche dem Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft in Deutschland (Basisjahr 2010: 7,2%). Im Jahr 2015 betrug der Frauenanteil in Führungspositionen in Deutschland 11,3% (2014: 11,4%). Unsere Rekrutierungs-, Auswahl- und Besetzungsprozesse folgen strikt dem Prinzip der Geschlechtsneutralität.

Die entsprechend der neuen deutschen gesetzlichen Regelung festgelegten Zielgrößen für Frauen in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung auf Seite 51.

EXKURS

In der Provinz Saskatchewan in Kanada, in der das Legacy Projekt im Sommer 2016 in Betrieb genommen wird, lebt eine relativ große indigene Bevölkerungsgruppe, hauptsächlich First Nations und Métis. Weil indigene Bevölkerungsgruppen in der Vergangenheit nicht ausreichend in das Wirtschaftsleben der Provinz eingebunden worden waren, ist es für die Regierung von Saskatchewan wichtig, dass sie in Beschäftigung sind und bei der Vergabe von Aufträgen stärker berücksichtigt werden: Es wird eine den Bevölkerungsanteilen angemessene Repräsentation angestrebt. Deshalb ist auch für das Legacy Projekt die Einbindung der indigenen Bevölkerung wichtig. Schon heute werden zahlreiche Indigene beschäftigt, teilweise mit Managementaufgaben. Bei der Auftragsvergabe oder der Einstellung von Mitarbeitern bemühen wir uns, Indigene, Menschen sichtbarer Minderheiten (visible minorities) und auch Frauen verstärkt zu berücksichtigen.

Bislang wurden Aufträge im Wert von ungefähr 250 Mio. kanadischen Dollar an Firmen, die Indigenen gehören oder an denen sie beteiligt sind, vergeben. Außerdem haben während der Bauphase bislang ca. 200 - 300 Nachfahren der Ureinwohner (First Nations und Métis) bei Kontraktoren gearbeitet bzw. sind zum Teil noch tätig. Mit Blick auf direkte Einstellungen hat eine Selbstidentifikation ergeben, dass circa sieben Prozent der Mitarbeiter indigener Herkunft sind. Wir möchten auf diese Basis aufbauen. Es ist ein Ziel von K+S POTASH CANADA, qualifizierte Indigene für eine Festanstellung zu finden. First Nations Mitarbeiter und Kontraktoren haben der Personalabteilung geholfen, diese Bemühungen zu koordinieren. Es wurde ein Abkommen mit dem benachbarten FILE HILLS QU'APPELLE TRIBAL COUNCIL geschlossen, um geeignete Kandidaten zu identifizieren.

MITARBEITER ENTWICKELN UND FÖRDERN

K+S will die Potenziale ihrer Mitarbeiter bestmöglich entwickeln und einsetzen, Fach- und Führungspositionen gruppenweit vorrangig aus den eigenen Reihen besetzen und ihren Mitarbeitern eine langfristige und attraktive Karriere ermöglichen. Wir verstehen Lernen als ein wichtiges Instrument für die Mitarbeiterentwicklung und Mitarbeiterbindung.

AUSBILDUNG

Die Berufsausbildung ist eine wichtige Investition in die Zukunftsfähigkeit der K+S GRUPPE. Wir werben in Deutschland deshalb verstärkt motivierte Schulabgänger insbesondere für die zunehmend schwerer zu besetzenden Ausbildungsberufe im gewerblich-technischen Bereich an. In Deutschland kombiniert das duale Berufsausbildungssystem praktische und theoretische Lehrinhalte und bietet den Ausbildungsplatzbewerbern damit attraktive Entwicklungschancen.

Zum 31. Dezember 2015 befanden sich bei Gesellschaften der K+S in Deutschland insgesamt 573 junge Menschen (2014: 597) in einer Ausbildung; 163 (2014: 159) Auszubildende wurden im Jahr 2015 neu eingestellt. Die Ausbildungsquote, bezogen auf die Mitarbeiter in Deutschland, lag zum Jahresende mit 5,7% etwas unter dem Niveau des Vorjahres (2014: 6,0 %). Wir haben im vergangenen Jahr rund 89 % der Auszubildenden übernommen.

TALENTMANAGEMENT UND KARRIERELAUFBAHNEN

Mit der Einführung des Talentmanagement-Prozesses hat K+S für ihre außertariflichen Mitarbeiter weltweit einen Prozess geschaffen, in dem Talente identifiziert, gefördert und Informationen für Handlungsmöglichkeiten hinsichtlich zu besetzender Stellen geliefert werden. Das Projekt "K+S-Karrierelaufbahnen" hat zum Ziel, verschiedene Perspektiven für die berufliche Zukunft von Mitarbeitern aufzuzeigen und Entwicklungsmöglichkeiten transparenter zu gestalten.

FORT- UND WEITERBILDUNG

K+S bietet ihren Fach- und Führungskräften zahlreiche Seminare zur Vermittlung von allgemeinen und unternehmensspezifischen Kenntnissen an. Ausgewählten Mitarbeitern aus den technischen und bergmännischen Bereichen der deutschen Gruppengesellschaften wird an der FACHSCHULE FÜR WIRTSCHAFT UND TECHNIK IN CLAUSTHAL-ZELLERFELD eine Fortbildung zum Techniker ermöglicht. Zu dem Angebot gehört außerdem eine darauf aufbauende Qualifizierung mit der Perspektive einer Führungslaufbahn.

Aus dem Talentmanagement-Prozess heraus werden Mitarbeiter identifiziert, die aufgrund ihrer herausragenden Performance- und Potenzialbewertung an dem globalen Entwicklungsprogramm TRACK+S teilnehmen können. Die Implementierung dieses Programms hat zum Ziel, Karrieren zielgerichtet zu fördern und die Teilnehmer auf Führungs- oder Expertenfunktionen vorzubereiten.

Ferner vergeben wir, abhängig vom Unternehmensbedarf, Stipendien für Vollzeit-Bachelor- oder Masterstudiengänge. In den USA, Kanada und Chile unterstützen wir Mitarbeiter, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer von uns anerkannten Universität fortbilden, indem wir ihnen die Studiengebühren komplett oder teilweise erstatten.

Seit 2014 gibt es das "Legacy Operations Training Program" (LOTP) . Im Rahmen des LOTP werden Mitarbeiter nicht nur in Kanada, sondern auch auf Standorten in Europa aus- und fortgebildet. LOTP dient der Teambildung und dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Die kanadischen Kollegen haben dabei die Möglichkeit, vom Know-how und praktischen Wissen der europäischen Standorte zu profitieren. Bisher haben etwa 40 kanadische Kollegen das LOTP durchlaufen. Sie wurden von gut 25 Trainern geschult. Bis zur Inbetriebnahme von Legacy werden insgesamt etwa 160 Mitarbeiter im Rahmen von LOTP zusammengearbeitet haben. Ein Teil der Trainings findet vor Ort statt. Jeweils für etwa zwei bis drei Wochen werden kanadische Mitarbeiter auf K+S-Standorten in Europa mit verschiedenen Schwerpunkten ausgebildet. Die Trainings für Führungskräfte laufen bereits und sind zum Teil abgeschlossen. Für die erste Hälfte des Jahres 2016 ist geplant, weitere Mitarbeiter in Europa zu trainieren.

Der Aufwand für die Fort- und Weiterbildung belief sich auf rund 14,7 Mio. € und ist damit um 25,6% gestiegen (2014: 11,7 Mio. €). Trotz einer Kostensenkung in Deutschland durch den Rückgang an Teilnehmern der Technikerausbildung in Clausthal-Zellerfeld (2015: 23 Mitarbeiter, 2014: 58 Mitarbeiter) gab es eine erhebliche Kostensteigerung durch den Anstieg der besuchten Weiterbildungstage in Deutschland auf 15.438 Tage (2014: 11.796 Tage) und den Anstieg der Teilnehmerzahl an Fort- und Weiterbildungen der K+S-Auslandsgesellschaften.

MITARBEITER AN UNS BINDEN

Neben Aus- und Weiterbildung ist K+S bestrebt, ihre Mitarbeiter durch gerechte Vergütung und Belegschaftsaktienprogramme langfristig an das Unternehmen zu binden. Im Durchschnitt sind unsere Mitarbeiter 42 Jahre alt und seit 15 Jahren bei uns beschäftigt. Die Fluktuationsrate - sie benennt das Verhältnis der Personalabgänge zur durchschnittlichen Belegschaftsstärke - liegt weiterhin bei 6,3% (2014: 6,3 %); betrachtet man nur die Eigenkündigungen, liegt sie bei 2,2% (2014: 2,8%). Auch unser Engagement für Gesundheit und Arbeitssicherheit trägt dazu bei, unsere Mitarbeiter ebenso wie potenzielle neue Kollegen an uns zu binden.

GESUNDHEIT UND ARBEITSSICHERHEIT

K+S entwickelt ihren Arbeits- und Gesundheitsschutz kontinuierlich weiter. Unser Ziel ist es, Unfälle zu vermeiden, arbeitsbezogene Gesundheitsrisiken zu verringern und das Bewusstsein für sicheres und gesundheitsgerechtes Verhalten am Arbeitsplatz zu stärken. Arbeitssicherheit ist für uns von zentraler Bedeutung. Wir haben die LUXEMBURGER DEKLARATION ZUR BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSFÖRDERUNG unterzeichnet und bekräftigen so unseren Einsatz für gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen. Jede Verletzung und jeder Unfall bedeutet in der Regel menschliches Leid, das wir vermeiden wollen. Aus unternehmerischer Sicht bedeutet jeder Ausfall aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls zudem einen Verlust an Arbeitskraft und bedingt zusätzliche Kosten.

K+S ist bestrebt, die Arbeitsbedingungen und -prozesse gesundheitsgerecht zu gestalten. Unsere Mitarbeiter sollen - auch bei längerer Lebensarbeitszeit - gesund und motiviert arbeiten können. Unsere Programme zur Gesundheitsförderung orientieren sich am individuellen Bedarf, an der betrieblichen Situation sowie an landesspezifischen Gegebenheiten und Gesetzen.

Schwerpunkte bilden Präventions- bzw. Beratungsangebote, die Förderung individueller Gesundheit und arbeitsplatzgestaltende Maßnahmen. Die arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung für die Mitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland wird durch unsere Betriebsärzte gewährleistet. Das in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene betriebliche Eingliederungsmanagement setzen wir engagiert um. Wir haben entsprechende Beauftragte ernannt, die langzeiterkrankte Mitarbeiter bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz unterstützen. In Deutschland nehmen gewählte Vertrauenspersonen die Interessen unserer schwerbehinderten und gleichgestellten Mitarbeiter wahr und stehen ihnen als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Wir fördern die Eingliederung schwerbehinderter Mitarbeiter in den Betrieb, z. B. durch Bereitstellung behinderungsgerechter Arbeitsplatzeinrichtung. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter an der Belegschaft in Deutschland liegt mit 7,4% (Vorjahr: 7,6%) erneut über dem Bundesdurchschnitt von knapp 5%. Dies ist ein sichtbarer Beleg für wirksame Integration schwerbehinderter Menschen und deren Teilhabe am Arbeitsleben in unseren Betrieben.

In Nordamerika hat MORTON SALT im Jahr 2015 das "Dash Well-Being Program" als ganzheitliches Konzept eingeführt mit dem Ziel, Mitarbeiter zu rekrutieren und im Unternehmen zu halten. Das umfassende Programm berücksichtigt verschiedene Dimensionen von Mitarbeiterzufriedenheit wie z. B. Gesundheit, soziale und gesellschaftliche Aspekte.

Arbeitssicherheit hat für uns als Rohstoffunternehmen eine hohe Bedeutung. Zu den Erfolgsfaktoren für Arbeitssicherheit gehören fortschrittliche Systeme und Prozesse. Unsere Arbeitssicherheitsprogramme berücksichtigen standortspezifische Herausforderungen und lokale Gesetzgebungen, wie nachstehende Beispiele zeigen, die gemeinsam zum Ziel haben, Unfälle zu vermeiden, sich aber je nach Region unterschiedlich nennen.

Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte hat im Jahr 2015 beschlossen, sich an der Kampagne "VISION ZERO. Null Unfälle - gesund arbeiten!" zu beteiligen. "VISION ZERO" ist eine Präventionsstrategie der BERUFSGENOSSENSCHAFT ROHSTOFFE UND CHEMISCHE INDUSTRIE (BG RCI) und der versicherten Unternehmen. Mit dieser Leitlinie werden konkrete Ziele zur Senkung des Unfallrisikos und der Berufserkrankungen formuliert. Sie richtet sich an alle Beteiligten, von der Geschäftsführung über die Führungsebenen bis zum Mitarbeiter. Zentrale Ziele sind eine positive Verhaltensänderung, verstärkte Präventionsmaßnahmen und konkrete Verbesserungen, damit sich niemand bei der Arbeit verletzt oder dadurch erkrankt. Um die Ziele zu erreichen und Maßnahmen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu beurteilen, plant der Geschäftsbereich die Weiterentwicklung des Arbeits- und Gesundheitsschutz-Systems.

Auch für K+S POTASH CANADA sind Gesundheit und Sicherheit erste Priorität. Einem Greenfield Projekt wie Legacy ermöglicht es, die Sicherheitskultur grundlegend neu aufzubauen. Dabei ist es entscheidend, dass jeder einzelne auf der Baustelle eingebunden wird. Jeder, der für und mit K+S POTASH CANADA arbeitet, ist aufgefordert, Verantwortung für sicherheitsbewusstes Verhalten zu übernehmen. Diese Kultur wird von allen Mitarbeitern und Kontraktoren gelebt. Gleichzeitig trägt die Verpflichtung von K+S POTASH CANADA für Sicherheit auch zur Nachhaltigkeit bei und bringt Nutzen für den Umweltschutz: Denn während über Arbeitssicherheit mit dem Ziel "mission zero" gesprochen wird, wird auch das Bewusstsein für die Umwelt geschärft, da schädliche Substanzen eine Gefährdung für Mensch und Natur darstellen.

MORTON SALT lebt das Credo: "Für uns ist nichts wichtiger als Gesundheit und Arbeitssicherheit" - weder Produktion, noch Verkäufe, noch Gewinn - und hat deshalb ebenfalls ein "mission zero" Ziel ausgegeben. Das Credo wird durch umfangreiche Gesundheits- und Sicherheitsprogramme mit Leben gefüllt, die jeden Mitarbeiter ermuntern, sich zu beteiligen. Bei jedem Arbeitsschritt werden Gesundheit und Arbeitssicherheit berücksichtigt, egal ob es um die Produktentwicklung, die Anlagenplanung, den Betrieb, Transport, Verkauf, die Nutzung und letztlich die Abfallentsorgung geht.

Im Jahr 2015 haben sich auf unseren Standorten 888 Unfälle (2014: 889) und 178 Arbeitsunfälle mit Ausfallzeiten (2014: 164) ereignet. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist die Zahl der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit auf Vorjahresniveau (2014 und 2015: 111) verblieben, während sie im Geschäftsbereich Salz auf 57 (2014: 52) und bei den Ergänzenden Aktivitäten auf 10 (2014: 1) angestiegen ist. Die Kennziffer "Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit je einer Million geleisteter Arbeitsstunden" erhöhte sich im Jahr 2015 auf 7,2 (2014: 6,6). Neue Projekte mit den Zielen "Vision Zero" bzw. "mission zero" sollen diesem negativen Trend entgegensteuern.

ALTERSVORSORGE

K+S unterstützt ihre Mitarbeiter bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter, indem sie ihnen verschiedene lokal angepasste Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge anbietet. Jeder Mitarbeiter der teilnehmenden deutschen Gesellschaften erhält eine Arbeitgeberförderung; diese beträgt 13 % der Summe, die er aus seinem sozialversicherungspflichtigen Entgelt in eines von drei angebotenen Modellen zur betrieblichen Altersvorsorge einzahlt. Die Altersvorsorge-Programme für die Mitarbeiter der ausländischen Gesellschaften bestehen mehrheitlich aus einem beitragsorientierten Vorsorgesparplan, der vorwiegend vom Arbeitnehmer selbst finanziert und durch den Arbeitgeber gefördert wird. Wir haben im Jahr 2015 für die beitragsorientierten Vorsorgepläne insgesamt 20,6 Mio. € (2014: 16,8 Mio. €) aufgewendet.

VERGÜTUNGSSYSTEM

Bei K+S verfolgen wir das Ziel, unsere Mitarbeiter weltweit marktgerecht und leistungsbezogen zu vergüten. Die Einführung eines neuen Entgelttarifvertrages wurde in 2015 an allen deutschen Standorten abgeschlossen. Dadurch werden gewerbliche, kaufmännische und technische Berufe erstmals in einem System vergleichbar. Alle Tarifmitarbeiter, für die der Manteltarifvertrag für den Kali- und Steinsalzbergbau Anwendung findet, wurden vom vorherigen Lohn- und Gehaltstarifvertrag in den neuen Entgelttarifvertrag überführt. Die im Tarifwerk enthaltene Komponente der Leistungsbewertung wird für alle Standorte einheitlich erstmals ab Mai 2017 angewendet.

Wir stellen in regelmäßigen Abständen unser Vergütungssystem auf den Prüfstand, um dessen Leistungsgerechtigkeit und Marktkonformität zu hinterfragen und bei Bedarf anzupassen. Aus diesem Grund wurde in 2015 ein Projekt zur ganzheitlichen, globalen Überprüfung der außertariflichen Vergütung aufgelegt und in diesem Zusammenhang ein neues System zur Bewertung von Funktionen eingeführt. Ziel ist es, eine Methodik zu entwickeln, die Funktionen nicht nur geschlechtsneutral anhand gruppenweit einheitlicher Kriterien bewertet, sondern auch die veränderten Anforderungen an Funktionen besser abbildet und einen Marktvergleich ermöglicht.

UMWELT

Die Förderung und Aufbereitung von Rohstoffen ist überall auf der Welt mit Eingriffen in die Natur verbunden. Wir arbeiten seit Jahrzehnten kontinuierlich daran, diese Auswirkungen möglichst gering zu halten. Zur umweltverträglichen Produktion bei gleichzeitig hoher wirtschaftlicher Effizienz verwenden wir ausgereifte Abbau- und Aufbereitungsverfahren. Nachfolgend wird der Umgang mit den dabei für uns gruppenweit wesentlichen Umweltthemen Wasser, Abfall und Energie/Klima dargestellt. Die berichteten Umweltkennziffern werden für alle wesentlichen konsolidierten Standorte erhoben und beruhen zum überwiegenden Teil auf Messungen (92 - 100 %, abgesehen von den Abfalldaten, die zum Großteil auf Berechnungen beruhen).

Unser Umweltmanagement erfasst und bewertet systematisch die Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns auf die Umwelt, um Maßnahmen hieraus abzuleiten. In erster Linie erfüllen wir damit gesetzliche Verpflichtungen und kommen behördlichen Auflagen nach. Ziele, die wir uns in diesem Zusammenhang darüber hinaus setzen, orientieren sich stets auch an der technischen Machbarkeit und der wirtschaftlichen Vertretbarkeit. Das Umweltmanagement ist grundsätzlich auf die standortspezifischen Herausforderungen ausgerichtet, wird jedoch themenspezifisch standort- und geschäftsbereichsübergreifend koordiniert. In regelmäßigen Abständen treffen sich unsere Umweltexperten in Gremien, Kompetenzzentren oder Arbeitsgruppen, um Erfahrungen auszutauschen und Best Practices zu entwickeln.

Mit einer im Jahr 2015 für alle in die Produktion involvierten Standorte eingeführten Umweltmanagementsoftware werden Umweltkennzahlen auf Werks- und Geschäftsbereichsebene gesammelt. Zukünftig sollen Umweltberichte erstellt und Maßnahmenpläne zu relevanten Umweltauswirkungen abgeleitet werden. Mit Einführung der Umweltmanagementsoftware wurden einige Anpassungen zur Datenerhebung durchgeführt. Der Scope der Datenerfassung sowie Umrechnungsfaktoren wurden angepasst und Definitionen im Dialog mit den Geschäftsbereichen und Standorten geschärft.

Die K+S KALI GMBH betreibt seit 2014 am Werk Werra ein Umweltmanagementsystem für die Haldenbewirtschaftung. Für weitere Haldenstandorte sollen zukünftig vergleichbare Systeme etabliert werden.

MORTON SALT hat 2015 die Politik "WE CARE" in den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement eingeführt. Darüber hinaus sollen bis Ende 2020 alle Produktionsstandorte ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 betreiben und von unabhängiger Seite zertifizieren lassen. Im Jahr 2015wurden bereits zwei Standorte entsprechend zertifiziert, drei weitere wurden für die Zertifizierung im Jahr 2016vorbereitet. Angaben zu Verstößen und Anforderungen an Audits und Schulungen verwaltet MORTON SALT mittels einer Software.

INVESTITIONEN UND BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ

Wir erfassen sowohl unsere umweltrelevanten Investitionen als auch unsere Betriebskosten für den Umweltschutz. Die Investitionen mit Umweltrelevanz beliefen sich im Jahr 2015 auf 104,8 Mio. €. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2014: 76,8 Mio. €) um 28,0 Mio. € resultierte insbesondere aus höheren Investitionen für den Gewässerschutz. Einen Schwerpunkt bildete die weitere Umsetzung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz im Werk Werra mit der Modernisierung der Kieserit-Flotation am Standort Wintershall als größtem Einzelprojekt. Die Investitionen in den Bereichen Luftreinhaltung und Klimaschutz verzeichneten im Jahr 2015 ebenfalls einen Anstieg. Maßgeblich waren hierfür Projekte an zwei amerikanischen Salzstandorten, die der umweltfreundlichen Dampferzeugung auf Basis von Gas dienen. Demgegenüber verminderten sich die Investitionen für Naturschutz und Bodensanierung, nachdem im Jahr 2014 noch höhere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Zuge der Umsetzung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz erforderlich waren. / TAB: 1.1.6

Die Betriebskosten für den Umweltschutz erhöhten sich im Berichtsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr (150,8 Mio. €) um 26,0 Mio. € auf 176,8 Mio. €. Wesentliche Gründe waren gestiegene Aufwendungen für die Rückstandshalden der Kalistandorte (Haldenbetrieb, -erweiterung und -rekultivierung) und höhere Kosten für den Betrieb neuer Stapelbecken zur Zwischenspeicherung von Salzabwässern. / TAB: 1.1.7

INVESTITIONEN IN DEN UMWELTSCHUTZ1

TAB: 1.1.6

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in Mio. € 2015 2014 absolute Abweichung %
Gesamt 104,8 76,8 28,0 + 36,5
Gewässerschutz 88,4 61,6 26,8 + 43,5
Luftreinhaltung und Klimaschutz 10,1 3,9 6,2 >100
Abfallwirtschaft 5,4 5,3 0,1 + 1,9
Naturschutz2 und Bodensanierung 0,8 6,0 -5,2 -86,7
Sonstiges 0,1 - 0,1 -

1 Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit.

2 Einschließlich Landschaftspflege.

BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ1

TAB: 1.1.7

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in Mio. € 2015 2014 absolute Abweichung %
Gesamt 176,8 150,8 26,0 + 17,2
Gewässerschutz 123,6 101,4 22,2 + 21,9
Luftreinhaltung und Klimaschutz 34,9 33,6 1,3 + 3,9
Abfallwirtschaft 10,2 8,4 1,8 + 21,4
Naturschutz2 und Bodensanierung 2,3 1,4 0,9 + 64,3
Sonstiges 5,8 6,0 -0,2 -3,3

1 Die Berichterstattung der Umweltbetriebskosten orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit.

2 Einschließlich Landschaftspflege.

Die Betriebskosten umfassen im Wesentlichen ergänzende Maßnahmen zum Umweltschutz. Diese Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Klimaschutz, Abfallwirtschaft sowie Naturschutz und Bodensanierung und betreffen vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Betriebskosten und Abschreibungen für Produktionsanlagen des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz, die in die Produktionsprozesse des Werks Werra integriert sind, werden nicht mit einbezogen. In ihrer Gesamtheit sind sowohl die Kosten für die ergänzenden Maßnahmen zum Umweltschutz als auch die hier nicht ausgewiesenen integrierten Kosten Bestandteile der Produktionskosten und erhöhen damit die spezifischen Kosten je produzierter Tonne Produkt.

STILLLEGUNG VON BERGWERKEN

Sind die Rohstoffe eines Bergbaubetriebs erschöpft, gilt es, Maßnahmen für dessen teilweise oder vollständige Stilllegung einzuleiten. In Deutschland ist die Stilllegung und Nachsorge durch das Bundesberggesetz geregelt. Danach muss ein Abschlussbetriebsplan erstellt werden, der behördlich geprüft und zugelassen wird. Ziel ist es, dass nach Durchführung der Maßnahmen des Abschlussbetriebsplans keine nachteiligen Auswirkungen mehr vom stillgelegten Bergbaubetrieb für Mensch und Umwelt ausgehen. Dabei wird auch geprüft, ob und wie vorhandene Einrichtungen weiter genutzt werden können.

Ist die sinnvolle Nachnutzung der stillgelegten Bergwerke nicht möglich, sind wir verpflichtet, die verbleibenden Grubenhohlräume, deren Flöze steil gelagert sind, grundsätzlich zu fluten. In Niedersachsen sind bereits 25 Gruben geflutet, bei dreien geschieht das zurzeit und eine Grube wird "trocken" verwahrt. Schon während der Betriebsphase sind in den niedersächsischen Bergwerken Teile der Abbauhohlräume gemäß behördlicher Auflagen verfüllt worden. Abschließend müssen die oberirdischen ehemaligen Betriebsflächen untersucht und eventuelle Altlasten beseitigt werden. Momentan werden in Niedersachsen sieben Standorte verwahrt; bei 20 Standorten ist dies bereits abgeschlossen.

Für die Standorte in den USA und in Kanada gibt es ebenfalls detaillierte Pläne dafür, wie im Falle einer Standortschließung die Nachsorge abzulaufen hat. Der Maßnahmenumfang ist dabei abhängig von der Gewinnungsart und dem Ausmaß der Umwelteinflüsse. Standorte, die Solungsbergbau (Solution Mining) betreiben, sind dazu verpflichtet, die Technik komplett rückzubauen und die Bohrlöcher abzudichten, um das Grundwasser zu schützen.

Im chilenischen Tagebau müssen nach Stilllegung eines Abbaubereichs die Anlagen sowie eventuelle Rückstände entfernt und die Abbauränder durch eine Angleichung der Höhenunterschiede gesichert werden; eine komplette Verfüllung ist nicht notwendig. Im Falle der Schließung des Solarsalz-Standorts am Großen Salzsee in Utah gilt es, den Ursprungszustand des Geländes weitgehend wiederherzustellen.

WASSER

Wir nutzen Wasser in vielen Prozessen. Dies reicht von der Förderung über die Produktion bis hin zur Anwendung unserer Produkte etwa in der Landwirtschaft. So wird beispielsweise im Solungsbergbau durch ein Bohrloch Frischwasser in lösefähiges (Salz-)Gestein eingebracht, wodurch mit Salzwasser gefüllte Kammern entstehen. Anschließend wird die gesättigte Sole über eine weitere Rohrleitung zur Weiterverarbeitung an die Erdoberfläche gefördert. Unsere wasserintensiven Produktionen befinden sich in Regionen, in denen eine ausreichende Menge Wasser zur Verfügung steht. Im Bereich Anwendung von Pflanzennährstoffen liegt ein Forschungsschwerpunkt des IAPN mit Blick auf Wasser- und Ressourceneffizienz auf der Verfolgung aktueller Trends und der Erforschung erforderlicher Rahmenbedingungen für die Bodenfruchtbarkeit. Die Ergebnisse kommen der Landwirtschaft zugute.

WASSERENTNAHME

Eine effiziente Wassernutzung ist unser gruppenweites Ziel. MORTON SALT hat konkrete Ziele zur Reduktion des Frischwasserbedarfs um 10 % bis 2020 im Vergleich zum Basisjahr 2013 formuliert. Wir nutzen Wasser unterschiedlicher Herkunft und Qualität, darunter Meerwasser, Flusswasser, Grundwasser und Trinkwasser. / TAB: 1.1.8

WASSERENTNAHME1

TAB: 1.1.8

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in Mio. m3 2015 2014
Salzwasser
Meerwasser und anderes salzhaltiges Wasser 267,2 282,6
Süßwasser
Flusswasser 126,9 130,1
Grundwasser 7,5 8,5
Trinkwasser 1,1 1,0
Andere Wasserquellen - 0,1
Gesamt Süßwasserentnahme 135,5 139,7

1 Vorjahreszahlen wurden teilweise angepasst.

Meerwasser und Wasser aus salzhaltigen Binnenseen nutzen wir zur Herstellung von Solarsalz. Standorte in Meeresnähe verwenden Meerwasser auch als Kühlwasser.

Im Jahr 2015 haben wir 135,6 Mio. m3 Süßwasser eingesetzt (20141 : 139,7 Mio. m3 ). Der geringere Einsatz von Süßwasser ist sowohl auf das geringere Produktionsvolumen in der wasserintensiven Produktion des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte sowie der Siedesalzproduktion insgesamt zurückzuführen als auch auf die Wassereinsparungsprojekte bei MORTON SALT im Bereich des Grundwassers. Die Entnahme von Meerwasser und salzhaltigem Wasser aus Binnensalzseen betrug 267,2 Mio. m3 (20141: 282,6 Mio. m3 ). Die moderat gesunkene Meerwasserentnahme ist der Drosselung unserer Meersalzproduktion aufgrund eines Unwetters auf den Bahamas geschuldet.

Flusswasser wird in den Produktionsprozessen und als Betriebswasser (zum größten Teil Kühlwasser) eingesetzt; hiervon wurden nur noch 108,7 Mio. m3 (20141: 114,7 Mio. m3 ) wieder in Oberflächengewässer eingeleitet. Auch hier werden die Wassereinsparungsziele bei MORTON SALT und das geringere Produktionsvolumen in den wasserintensiven Produktionsbereichen des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte sowie in der Siedesalzproduktion deutlich. Sofern hygienische Vorgaben oder Qualitätsanforderungen den Einsatz von Wasser mit Trinkwasserqualität vorsehen, wird auch dieses in der Produktion verwendet. Es wird hierzu entweder aus der kommunalen Wasserversorgung bezogen oder teilweise in eigenen Anlagen aus dem Grundwasser gewonnen.

ABWASSER

Bei der Aufbereitung und Verarbeitung von Kali- und Magnesiumrohsalzen fallen neben festen Rückständen auch nicht verwertbare flüssige Rückstände an. Dazu zählen Abwässer aus Produktionsprozessen sowie salzhaltige wässrige Lösungen, die durch Niederschläge auf nicht abgedeckte Rückstandshalden entstehen (sogenannte Haldenwässer).

Im Jahr 2015 betrugen die durch unsere Kali- und Salzproduktion sowie Haldenwässer anfallenden Salzabwässer insgesamt 9,1 Mio. m3 (2014: 9,6 Mio. m3). Die Volumina und die chemische Zusammensetzung von Prozessabwässern sind von vielen Faktoren wie z. B. der Rohsalzqualität, den verwendeten Aufbereitungsverfahren, den hergestellten Produkten und der erforderlichen Produktqualität abhängig. Die Sammlung von Haldenwässern ist durch Dichtungs- und Entwässerungssysteme möglich. Die nicht verwerteten flüssigen Rückstände werden auf Basis bestehender Genehmigungen unter Einhaltung der festgelegten Grenzwerte durch Einleitung in Fließgewässer und Versenkung in tiefere Gesteinsschichten entsorgt.

Im Jahr 2015 wurden 5,4 Mio. m3 (2014: 5,8 Mio. m3 ) in Fließgewässer eingeleitet, davon der Großteil in die Werra. In den Plattendolomit versenkt wurden im Jahr 2015 darüber hinaus 3,7 Mio. m3 (2014: 3,8 Mio. m3 ). Zusätzlich wurden 0,53 Mio. m3 sanitäres Abwasser (20141: 0,53 Mio. m3 ) entweder in kommunale Kläranlagen eingeleitet oder in eigenen Abwasserreinigungsanlagen geklärt.

VERSENKERLAUBNIS

Die wasserrechtliche Erlaubnis für die Versenkung von Salzabwasser des Werks Werra in den Plattendolomit lief am 30. November 2015 aus. Die K+S KALI GMBH hatte im April 2015 beantragt, bis Ende 2021 pro Jahr durchschnittlich bis zu 2 Mio. m3 (bisher 4,5 Mio. m3 pro Jahr) in den Plattendolomit versenken zu können. Der Antrag umfasst umfangreiche Fachgutachten und externe Stellungnahmen, unter anderem zum Schutz des Grund- und Trinkwassers und zum Umwelt-Monitoring.

Die Vorgänge im Untergrund werden im Zusammenhang mit der Versenkung mittels eines umfangreichen Monitorings ermittelt, das sich auf drei Säulen stützt: Das Grund- und Trinkwasser sowie die Oberflächengewässer werden durch regelmäßige Untersuchungen von Proben überwacht. Durch geophysikalische Messungen aus der Luft werden Informationen über den Salzgehalt im Boden ermittelt. Unterstützt werden die daraus gewonnenen Erkenntnisse durch ein computergestütztes 3D-Modell, mit dem die Prozesse im Untergrund nachvollzogen werden können.

Am 18. Dezember 2015 hat die K+S KALI GMBH vom Regierungspräsidium Kassel die Erlaubnis erhalten, in begrenztem Umfang (725.000 m3 bezogen auf einen Zeitraum von einem Jahr) und befristet bis zum 31. Dezember 2016 Salzabwässer des Werks Werra zu versenken. Die abschließende Entscheidung über den im April 2015 eingereichten Antrag zur Fortsetzung der Versenkung bis Ende 2021 erwartet K+S nach Abschluss der fachlichen Prüfung durch die Behörde im Sommer dieses Jahres.

1 Vorjahreszahlen wurden angepasst.

MASSNAHMENPAKET ZUM GEWÄSSERSCHUTZ

Im Jahr 2015 haben wir unser Ziel erreicht, im hessisch-thüringischen Kalirevier das jährliche Salzabwasseraufkommen aus der dortigen Kaliproduktion auf 7 Mio. m3 pro Jahr gegenüber dem Bezugsjahr 2006 zu halbieren. Seit 2011 sind dafür umfangreiche Maßnahmen zur Salzwasservermeidung umgesetzt worden. So wurden u. a. am Standort Unterbreizbach eine "Kalte Vorzersetzung (KVZ)" sowie eine weitere Dickstoffanlage unter Tage in Betrieb genommen. In Hattorf wurde eine neue ESTA-Anlage errichtet und am Standort Wintershall wurden weitere Eindampfanlagen gebaut sowie die Kieserit-Flotation modernisiert. Die Umsetzung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz stellt die Grundlage für den zukünftigen Vier-Phasen-Plan dar.

DAUERHAFTE LÖSUNG FÜR SALZABWASSERENTSORGUNG

K+S und die Hessische Landesregierung haben bereits im Jahr 2014 einen Vier-Phasen-Plan zur dauerhaften Entsorgung unvermeidbar anfallender Rückstände entwickelt. Er umfasst einen Zeitraum bis zum Jahr 2075, sieht eine weitere Reduzierung der Umweltauswirkungen vor und soll verlässliche Perspektiven für die heimische Rohstoffgewinnung und die damit verbundene Wertschöpfung im Werra-Fulda-Kalirevier schaffen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com

Wesentliche Bestandteile des Vier-Phasen-Plans sind neben dem Bau einer Kainit-Kristallisation-Flotations-Anlage (KKF) zur nochmaligen Senkung der Salzabwassermenge um 1,5 auf dann 5,5 Mio. m3 pro Jahr die Abdeckung der Halden sowie der Bau und temporäre Betrieb einer Ergänzungsfernleitung an die Oberweser. Bei erfolgreicher Realisierung dieses Vorhabens bis Ende 2021 könnte ab diesem Zeitpunkt auf den Entsorgungsweg Versenkung verzichtet werden.

Der von der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser auf Arbeitsebene entwickelte sogenannte "Masterplan Salzreduzierung" für die künftige Bewirtschaftungsplanung (BWP) von Werra und Weser für die Jahre 2015 bis 2021 beinhaltet die wesentlichen Eckpunkte des Vier-Phasen-Plans (KKF, Haldenabdeckung, Versenkung bis Ende 2021). Darüber hinaus unterstellt er, dass es gelingen wird, noch zu untersuchende Maßnahmen wie die Einstapelung von Salzabwasser unter Tage in einer Größenordnung von 3 Mio. m3 pro Jahr umzusetzen. Ferner sieht der "Masterplan Salzreduzierung" den Bau einer temporären Fernleitung zur Oberweser mit unzureichender Transportkapazität (0,8 Mio. m3 pro Jahr) als Entsorgungsalternative nur für den Fall vor, dass die mit der Einstapelung geplante Abwasserreduzierung nicht oder nicht in voller Höhe erreicht wird.

Zusätzlich formuliert der "Masterplan Salzreduzierung" - allerdings ohne Abstimmung mit K+S - als politisches Ziel auch die Einhaltung von sehr niedrigen Grenzwerten für Chlorid, Magnesium und Kalium in der Oberweser ab Ende 2021 bzw. 2027, für die erforderlichenfalls sogar Produktionsdrosselungen vorgenommen werden sollen.

K+S schließt einen solchen Eingriff in die Produktionssteuerung aus, weil er aus heutiger Sicht unverhältnismäßig wäre und den Betrieb der heimischen Standorte im Werra-Fulda-Kalirevier empfindlich beeinträchtigen oder sogar völlig unwirtschaftlich machen könnte.

K+S steht in einem intensiven Diskussionsprozess mit der FGG Weser und unterzieht die Inhalte des "Masterplans Salzreduzierung" für die künftige Bewirtschaftungsplanung fortlaufend einer sorgfältigen, umfassenden, tatsächlichen und rechtlichen Prüfung. K+S hat zu den Entwürfen der FGG Weser umfangreich schriftlich Stellung genommen und auf die Problematiken hingewiesen. K+S behält sich daher auch ein rechtliches Vorgehen gegen den "Masterplan Salzreduzierung" vor.

ABFALL (FESTE RÜCKSTÄNDE)

Der größte Teil unserer festen Abfälle ist den bergbaulichen Abfällen zuzuordnen. Diese fallen bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen an und werden nach dem Stand der Technik in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften aufgehaldet oder in Hohlräumen unter Tage versetzt. Die in erheblich geringerem Umfang anfallenden nicht-bergbaulichen Abfälle werden ebenfalls vorschriftsgemäß entsorgt.

HALDENMANAGEMENT

Weltweit gehört die Aufhaldung von festen Rückständen aus der Kaliindustrie zum Stand der Technik. Je nach Lagerstättentyp kann ein bestimmter Anteil als Versatzmaterial wieder unter Tage verbracht werden, der Rest wird über Tage aufgehaldet. Im Jahr 2015 hat die K+S KALI GMBH 27,3 Mio. t feste Rückstände aufgehaldet (2014: 26,9 Mio. t) und 1,9 Mio. t als Versatzmaterial wieder unter Tage verbracht (2014: 1,8 Mio. t). Die Aufschüttung und Ausgestaltung von Halden erfolgt unter Beachtung der jeweiligen Standortbedingungen. Durch die Genehmigungsbehörden sind umfangreiche Monitoring-Programme für die Halden festgelegt. Neben zahlreichen Messstellen zur Grund- und Oberflächenwasserbeobachtung umfasst das Monitoring auch Staubmessungen sowie Verformungsmessungen zur Standsicherheit der Halden. Außerdem erfolgen ständige Befahrungen zur Überwachung der Haldeninfrastruktur und des Haldenbetriebs. / ABB: 1.1.12

Um die Kaliproduktion langfristig zu sichern, sind Erweiterungen der bestehenden Rückstandshalden unvermeidbar. Seit Mitte 2014 läuft deshalb ein Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung der Halde Hattorf; der zu untersuchende Rahmen wurde im Herbst 2011 mit der Behörde festgelegt. Im Jahr 2016 soll über das Planfeststellungsverfahren entschieden werden.

Voraussichtlich auch im Jahr 2016 wird die K+S KALI GMBH die Genehmigungsunterlagen für die Haldenerweiterungsverfahren in Zielitz und Wintershall bei den zuständigen Behörden einreichen. Im Vorfeld der Genehmigungsverfahren wurde die Öffentlichkeit im

Rahmen von mehreren Informationsveranstaltungen umfassend über die Vorhaben informiert. Die Planfeststellungsverfahren beinhalten ebenfalls eine Öffentlichkeitsbeteiligung.

ENTSORGUNG FESTER/FLÜSSIGER RÜCKSTÄNDE ABB: 1.1.12

Stillgelegte mittelgroße Althalden werden im Rahmen unserer Althaldenstrategie abgedeckt, um langfristige Auswirkungen auf Natur und Umwelt zu vermeiden bzw. zu verringern. Insgesamt werden zurzeit 41 Althalden in Niedersachsen und zwei in Baden-Württemberg betreut. Davon sind 15 begrünt, weitere sechs befinden sich in Begrünung, elf kleinere Halden wurden abgetragen, drei weitere teilweise zurückgebaut.

Die Halde des Werks Sigmundshall wird bereits während der Betriebsphase im Dünnschichtverfahren sukzessive abgedeckt und begrünt.

Zur Minimierung der Flächeninanspruchnahme und des damit verbundenen Haldenwasseranfalls sowie der Auswirkungen auf Schutzgüter wie Böden oder Gewässer werden die aktiven Halden auf Höhen von bis zu 200 m mit steilen Böschungen aufgeschüttet. Unter Berücksichtigung dieser Haldenform laufen derzeit umfangreiche Forschungsarbeiten und Pilotversuche zur Auswahl und Optimierung von geeigneten und begrünbaren Abdeckmaterialien. Langfristig soll damit der Anfall salzhaltiger Haldenwässer stark reduziert werden. Für die Rückstandshalden im Werk Werra ist im Rahmen des Vier-Phasen-Plans langfristig eine Haldenabdeckung vorgesehen.

Im Zusammenhang mit den Haldenerweiterungen sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gesetzlich vorgesehen; diese wurden zum Teil schon vorab umgesetzt. Sie werden mit den Naturschutzbehörden sowie betroffenen Grundeigentümern und Gemeinden abgestimmt und teilweise in Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden geplant und verwirklicht. Die Ausgleichsmaßnahmen umfassen langfristig ausgerichtete Projekte, mit dem Ziel, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Die ebenfalls durchzuführenden Ersatzaufforstungen werden auf naturschutzfachlich minderwertigen Flächen durchgeführt. Im Vorfeld der Erweiterung werden außerdem neue Habitate in angrenzenden Gebieten geschaffen.

WEITERE ABFÄLLE

In Deutschland sind wir zur Erfassung gefährlicher Abfälle verpflichtet. Die übrigen nicht bergbaulichen Abfälle erfassen wir freiwillig, um Potenziale für Kosteneinsparungen und Mengenreduktionen zu identifizieren. MORTON SALT arbeitet mit einem externen Abfallberatungsunternehmen zusammen, um sein Abfallmanagement auf den nordamerikanischen Produktionsstandorten zu optimieren. MORTON SALT hat sich das Ziel gesetzt, Deponieabfälle um 50% (verglichen mit dem Basisjahr 2013) bis zum Jahr 2020 zu reduzieren. Im Jahr 2015 lag die angefallene Abfallmenge (ohne Bauabfälle) bei 64.413 t (20141 : 65.526 t). Dabei konnten 58,7% der Abfälle einer Verwertung zugeführt werden. Damit bewegt sich unsere Verwertungsquote auf Vorjahresniveau. Von der Gesamtabfallmenge (ohne Bauabfälle) wurden 4,5% als gefährlich eingestuft und entsprechend den einschlägigen Vorschriften entsorgt (20141: 8,1 %).

1 Vorjahreszahlen wurden angepasst.

ENERGIE/KLIMA

Wir wollen Energie effizient nutzen. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit ist es wichtig, die Energieverbräuche zu optimieren. Neben positiven Effekten für die Wirtschaftlichkeit von K+S soll ein effektives Energiemanagement zur Reduzierung von energiebedingten Umweltbelastungen wie Treibhausgasemissionen beitragen.

ENERGIEEFFIZIENZ

Im Jahr 2015 haben wir in allen deutschen Gesellschaften ein nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem betrieben. Die Zertifizierung ist unter anderem Voraussetzung dafür, als energieintensives Unternehmen des produzierenden Gewerbes einen Teil der im Jahr 2015 in Deutschland gezahlten Energiesteuer in Höhe von voraussichtlich 15,9 Mio. € erstattet zu bekommen. Das Energiemanagementsystem trägt zu einer effizienteren Nutzung aller eingesetzten Energieträger und zu einer kontinuierlichen Optimierung der Energiekosten der K+S GRUPPE bei. Neben der Vielzahl umgesetzter Maßnahmen hat auch das gestiegene Bewusstsein der Mitarbeiter für einen sparsamen Umgang mit Energie einen Anteil hieran.

Im Jahr 2015 wurde das deutsche Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) angepasst. Gemäß der daraus hervorgehenden gesetzlichen Verpflichtung haben die deutschen Vertriebsgesellschaften bis zum 5. Dezember 2015 ein Energieaudit gemäß DIN EN 16247 durchgeführt. Die europäischen Gesellschaften außerhalb Deutschlands sind entsprechend der jeweiligen nationalen Gesetzeslage zur Umsetzung der Energy Efficiency Directive (EED) der EU von der Energieauditpflicht ausgenommen.

MORTON SALT hat sich zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch bis 2020 um 20% im Vergleich zum Basisjahr 2013 zu senken. So werden zum Beispiel im Jahr 2016 zwei mit Kohle betriebene Standorte in den USA auf den emissionsärmeren Energieträger Gas umgerüstet. MORTON SALT untersucht daneben die Möglichkeit der Nutzung regenerativer Energiequellen - Sonne und/ oder Wind - an drei Produktionsstandorten in Nordamerika und einem auf den Bahamas.

Die eingesetzten Energiequellen sind je nach Standort der Bergwerke und Produktionsanlagen unterschiedlich. Die für den Betrieb unserer Kraftwerke, Trocknungs- und Siedesalzanlagen erforderliche Energie in Form von Strom und Dampf wird in Deutschland zu circa 85% auf Basis von Erdgas erzeugt. Sechs unserer sieben deutschen Kalistandorte verfügen über eigene Kraftwerke, die ausschließlich nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden. Ihr Brennstoffnutzungsgrad liegt bei 90 %. Darüber hinaus wurden 2015 an zwei Standorten Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen, um die Energieversorgung an diesen Standorten wirtschaftlicher zu gestalten. Im Jahr 2015 betrug der Gesamtenergieverbrauch insgesamt 9.805,2 GWh (20141: 10.057,3 GWh). Der im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunkene Energieverbrauch ist sowohl auf das geringere Produktionsvolumen in den energieintensiven Bereichen des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte sowie der Siedesalz Produktion zurückzuführen als auch auf Effizienzgewinne. / TAB: 1.1.9

Aufgrund der stetig wachsenden Ausdehnung unserer untertägigen Rohstoffabbaugebiete rechnen wir insgesamt mit einem steigenden spezifischen Bedarf an Primärenergie. Denn unter sonst gleichen Bedingungen bedarf es eines kontinuierlich höheren Einsatzes sowohl von Erdgas zur Produktion der notwendigen Energie für die Bewetterung der Grubengebäude und den Betrieb der Förderbänder unter Tage als auch von Dieselkraftstoff zum Personentransport. Hinzu kommt, dass die durchschnittlichen Wertstoffgehalte der deutschen Lagerstätten tendenziell sinken, was den spezifischen Energieeinsatz ebenfalls ansteigen lässt.

ENERGIEEINSATZ NACH ENERGIEQUELLEN1

TAB: 1.1.9

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in GWh 2015 2014
Direkte Energieträger 7.618,6 7.846,0
Erdgas 6.110,7 6.235,4
Kohle 1.059,7 1.153,3
Diesel 405,2 406,3
Heizöl 32,3 39,8
Flüssiggas (LPG) 8,0 8,3
Benzin 2,7 2,9
Indirekte Energieträger 2.186,6 2.211,2
Extern bezogener Strom 464,4 519,3
Extern bezogener Dampf 1.719,0 1.688,7
Extern bezogene Wärme 3,2 3,2
Gesamtenergieverbrauch 9.805,2 10.057,2
Verkaufter Strom 32,8 34,4

1 Vorjahreszahlen wurden teilweise angepasst.

Mit dem Ziel, durch den Einsatz von Primärenergie weitere Einsparungen zu ermöglichen, wird der Ausbau der Brennwerttechnik im industriellen Maßstab an mehreren Standorten untersucht. Für den Standort Hattorf werden die identifizierten Potenziale einer Machbarkeitsstudie unterzogen.

KLIMA

Der ZWISCHENSTAATLICHE AUSSCHUSS FÜR KLIMAÄNDERUNGEN (IPCC) der VEREINTEN NATIONEN fasst den Stand der weltweiten Klimaforschung dahingehend zusammen, dass sich die globale Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche seit dem Beginn der Industrialisierung erhöht hat. Der IPCC führt diese Entwicklung auf die zunehmende Emission von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten zurück. Der Klimawandel werde sich fortsetzen, verbunden mit häufiger auftretenden Witterungsextremen.

Auf politischer Ebene werden in unterschiedlichen Kontexten national, regional bis global Folgen und Anpassungsmechanismen diskutiert. Um die Erderwärmung gegenüber der vorindustrialisierten Zeit möglichst auf 1,5°C zu begrenzen, haben sich im Dezember 2015 die 195 Teilnehmerstaaten auf einen Weltklimavertrag geeinigt. Die Ergebnisse des Vertrags werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf K+S analysiert.

Zur Regulierung von Treibhausgasemissionen in energieintensiven Industrien trat im Jahr 2005 das EUROPÄISCHE EMISSIONSHANDELSSYSTEM (EU ETS) in Kraft. Emissionen sollen dort gesenkt werden, wo die Minderung am effizientesten ist. Die Verknappung der Rechte auf dem Markt soll zu einer Senkung des Kohlendioxidausstoßes führen. Dieses System befindet sich derzeit in der dritten Handelsperiode und wurde mehrfach überarbeitet. An einer erneuten Novellierung für die Zeit nach 2020 wird auf EU-Ebene gearbeitet. Wir betreiben aktuell 13 emissionshandelspflichtige Kraftwerke und Trocknungsanlagen in Deutschland, deren Emissionen auf Basis der gültigen EU-Monitoring-Leitlinien erfasst und von externen Prüfungsorganisationen verifiziert werden.

Wir berichten in diesem Jahr erstmals vollständig Scope 1 und Scope 2 Emissionen. Zusätzlich berichten wir neben CO2 auch die CO2-Äquivalente (CO2e), die sich aus anderen Treibhausgasen als CO2 zusammensetzen, bspw. Methan (CH4). Die CO2e-Emissionen aus dem Verbrauch aller direkten und indirekten Energieträger im Jahr 2015 (Scope 1 und 2) betrugen 1,7 Mio. t und lagen damit auf Grundlage der neuen Berechnungsgrundlage mit Emissionsfaktoren aus dem GREENHOUSE GAS PROTOCOL etwas niedriger als im Vorjahr (1,8 Mio. t 1) entsprechend dem Energieverbrauch. Zurzeit prüfen wir die Relevanz von weiteren indirekten Emissionen (Scope 3), insbesondere solchen, die beim Transport unserer Produkte entstehen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Glossar, Seite 195

1 Vorjahreszahlen wurden angepasst.

1.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE GOVERNANCE2

Der Vorstand gibt gemäß § 289a HGB die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit der Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten:

Wir verfolgen das Ziel einer verantwortungsbewussten Unternehmenssteuerung und -überwachung, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse.

Wir unterrichten unsere Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Finanzanalysten, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit durch regelmäßige, offene und aktuelle Kommunikation gleichzeitig und gleichberechtigt über die Lage sowie über bedeutende geschäftliche Veränderungen des Unternehmens. Alle wesentlichen Informationen wie z. B. über die Hauptversammlung, Presse-, Ad-hoc- und Stimmrechtsmitteilungen, die gesamte Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung, aber auch Analystenempfehlungen und Konsensschätzungen sowie Unternehmenspräsentationen veröffentlichen wir im Internet.

2 Die in den Abschnitten ,Organe', ,Governance/ Entsprechenserklärung' sowie ,Compliancemanagement' enthaltenen Angaben nach § 289a HGB sind nach § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

Der Finanzkalender befindet sich sowohl im Geschäftsbericht, in den Zwischenberichten als auch auf der Internetseite der Gesellschaft. Die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat sind ebenso auf dieser Internetseite abrufbar wie detaillierte Informationen zur Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ein E-Mail-Newsletter informiert über aktuelle Nachrichten aus der K+S GRUPPE.

ORGANE

Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Kompetenzen und Aufgaben dieser Organe sind im Aktiengesetz, im Mitbestimmungsgesetz, in der Satzung und in den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.

HAUPTVERSAMMLUNG

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Gesellschaft durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und diesem Weisungen erteilen oder per Briefwahl abstimmen. Die Erteilung einer Vollmacht bzw. von Weisungen ist auch über ein elektronisches System auf unserer Internetseite möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse auch im Internet.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR HAUPTVERSAMMLUNG: www.k-plus-s.com/hv

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt für jeweils rund fünf Jahre.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS UND SEINER AUSSCHÜSSE: Seite 53; www.k-plus-s.com, Rubrik ,Corporate Governance'

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und überwacht und berät ihn bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensstrategie, die Planung, den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation sowie über besondere unternehmerische Chancen und Risiken. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Beschlussvorlagen des Vorstands und - soweit erforderlich - zu weiteren Angelegenheiten Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Der Aufsichtsrat führt in Form eines Fragebogens im Zweijahresturnus eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Plenum wie auch in den Ausschüssen zu erhalten.

/ WEITERE EINZELHEITEN ZUR TÄTIGKEIT DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2015: Bericht des Aufsichtsrats, Seite 12

Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet:

Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) nimmt die sich aus dem Aktiengesetz sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex ergebenden Aufgaben wahr. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance sowie der Abschlussprüfung. Er erörtert auch die Zwischenberichte vor deren Veröffentlichung mit dem Vorstand. Herr Dr. Sünner (unabhängiger Finanzexperte), Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verfügt aus seiner beruflichen Praxis als ehemaliger Leiter des Zentralbereichs Recht, Steuern und Versicherung sowie als ehemaliger Chief Compliance Officer der BASF SE über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt.
Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der langfristigen Nachfolgeplanung. Hinsichtlich der Festlegung der Gesamtvergütung und der Vertragsangelegenheiten der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbreitet der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum Beschlussvorschläge. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt.
Der Nominierungsausschuss empfiehlt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Aufsichtsratskandidaten. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt.
Der Vermittlungsausschuss nimmt die in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG beschriebenen Aufgaben wahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Die vier Mitglieder des Ausschusses sind zu gleichen Teilen Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer.

/ GESCHÄFTSORDNUNG DES AUFSICHTSRATS: www.k-plus-s.com, Rubrik ,Corporate Governance'

Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen (Mindestanteil von jeweils 30% an Frauen und Männern im Aufsichtsrat zu beachten bei erforderlich werdenden Neuwahlen und Entsendungen ab dem 1. Januar 2016) sehen wir uns auf einem guten Weg, da dem Aufsichtsrat bereits jetzt zwei weibliche Mitglieder angehören. Die nächste unter diese gesetzliche Neuregelung fallende Wahl des Aufsichtsrats findet auf der Anteilseignerseite im Jahr 2017 und auf der Arbeitnehmerseite im Jahr 2018 statt.

Aus der letzten Entsprechenserklärung der Gesellschaft ergibt sich, dass der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex insoweit gefolgt wird, als der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann; eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht ihm als Gesellschaftsorgan nicht zu.

Eingedenk dessen hat der Aufsichtsrat Folgendes beschlossen: "Der Aufsichtsrat wird sich dafür einsetzen, dass seine Mitglieder integre, der sozialen Marktwirtschaft verbundene Persönlichkeiten sind und über Kompetenz und langjährige Erfahrung in der Führung und/oder Beratung von Wirtschaftsunternehmen oder wirtschaftsnahen Institutionen verfügen. Wünschenswert sind dabei Erfahrungen und spezielle Kenntnisse in den Haupttätigkeitsfeldern des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören. Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das der gewachsenen Internationalität des Unternehmens aufgrund seiner Staatsangehörigkeit oder beruflichen Erfahrung in besonderem Maße Rechnung trägt. Dabei erscheinen Erfahrungen bezüglich der Regionen, in denen die K+S GRUPPE verstärkt präsent ist, besonders wünschenswert.

Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein."

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass gegenwärtig die vorstehenden Zielsetzungen erfüllt sind.

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2015

(Stand der Angaben zu weiteren Aufsichtsratsmandaten und Konrollgremien: 31. Dezember 2015)

Dr. Ralf Bethke (Jahrgang 1942), Diplom-Kaufmann, Aufsichtsratsvorsitzender Anteilseignervertreter

Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten)

Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2017

Erstbestellung: 1. Juli 2007

weitere Aufsichtsratsmandate:

BENTELER INTERNATIONAL AG, Salzburg (Vorsitzender seit 18. September 2015)
die KAPITAL AG, Pullach (Vorsitzender)

Michael Vassiliadis (Jahrgang 1964), Chemielaborant, Stellv. Vorsitzender Arbeitnehmervertreter

Vorsitzender der IG BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE, Hannover

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 7. Mai 2003

weitere Aufsichtsratsmandate:

BASF SE, Ludwigshafen
EVONIK INDUSTRIES AG, Essen (stellv. Vorsitzender)
STEAG GMBH, Essen (stellv. Vorsitzender)
RAG AKTIENGESELLSCHAFT (stellv. Vorsitzender)
RAG DSK AG (stellv. Vorsitzender)
RAG STIFTUNG, Essen

Ralf Becker (Jahrgang 1965), Gewerkschaftssekretär Arbeitnehmervertreter

Landesbezirksleiter Nord der IG BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE, Hannover

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 1. August 2009

weitere Aufsichtsratsmandate:

CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH, Hannover (stellv. Vorsitzender)
DEUTSCHE SHELL HOLDING GMBH, Hamburg
DEUTSCHE SHELL GMBH, Hamburg
SHELL DEUTSCHLAND OIL GMBH, Hamburg

Jella S. Benner-Heinacher (Jahrgang 1960), Juristin Anteilseignervertreterin

Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der DEUTSCHEN SCHUTZVEREINIGUNG FÜR WERTPAPIERBESITZ E.V., Düsseldorf

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 7. Mai 2003

weitere Aufsichtsratsmandate:

A.S. CRÉATION TAPETEN AG, Gummersbach

Philip Freiherr von dem Bussche (Jahrgang 1950), Diplom-Kaufmann Anteilseignervertreter

Unternehmer/Landwirt

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020

Erstbestellung: 12. Mai 2015

weitere Kontrollgremien:

DLG E.V. Frankfurt am Main (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
GRIMME GMBH & CO. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats)
BERNARD KRONE HOLDING GMBH & CO. KG, Spelle (Vorsitzender des Beirats)
DF WORLD OF SPICES GMBH, Dissen (Mitglied des Beirats)

George Cardona (Jahrgang 1951), Ökonom Anteilseignervertreter

Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Kontrollgremien)

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2020

Erstbestellung: 9. Oktober 2009

weitere Kontrollgremien:

Board der WESTLINE PTC LTD., Bermuda (bis März 2015)
Board der WISHBONE GOLD PLC., Gibraltar

Wesley Clark (Jahrgang 1952), Master in Business Administration (Betriebswirtschaft) Anteilseignervertreter

Operating Partner der ADVENT INTERNATIONAL PRIVATE EQUITY GROUP, Boston, Massachusetts, USA

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 14. Mai 2013

weitere Aufsichtsratsmandate:

Board der PATRIOT SUPPLY HOLDINGS, INC., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman)
Board der ABC SUPPLY CORPORATION, Beloit, Wisconsin, USA
Board der CLARCOR INC., Franklin, Tennessee, USA
Board der DISTRIBUTION INTERNATIONAL, INC., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman)
Board der ULINE INC., Pleasant Prairie, Wisconsin, USA (seit 12. Februar 2015)

Harald Döll (Jahrgang 1964), Energieanlagenelektroniker Arbeitnehmervertreter

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE

Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 1. August 2009

Dr. Rainer Gerling (Jahrgang 1958), Diplom-Ingenieur1

Arbeitnehmervertreter

Leiter des Werks Werra der K+S KALI GMBH

Ausgeschieden zum 31. Dezember 2015

Erstbestellung: 14. Mai 2008

Axel Hartmann (Jahrgang 1958), Einzelhandelskaufmann Arbeitnehmervertreter

Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE

Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers der K+S KALI GMBH

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 14. Mai 2013

1 Dr. Rainer Gerling hat aufgrund seiner Berufung in die Geschäftsführung der K+S Kali GmbH sein Aufsichtsratsmandat zum 31. Dezember 2015 niedergelegt. An seiner Stelle wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2016 Gerd Kübler, Leiter Produktion und Technik unter Tage im Kaliwerk-Neuhof Ellers, als Vertreter der leitenden Angestellten gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Rüdiger Kienitz (Jahrgang 1960), Bergbautechnologe Arbeitnehmervertreter

Mitglied des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 26. März 1998

Michael Knackmuß (Jahrgang 1975), Kfz-Schlosser Arbeitnehmervertreter

Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S KALI GMBH

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 11. Juli 2014

Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (Jahrgang 1955), Diplom-Biologe Anteilseignervertreter

Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigshafen)

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020

Erstbestellung: 12. Mai 2015

weitere Kontrollgremien:

ACATECH - DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN E.V., München, Präsidiumsmitglied (seit Juli 2015)
BASF COATINGS GMBH, Münster (Aufsichtsratsvorsitzender, bis 30. April 2015)
C.H. BOEHRINGER SOHN AG & CO. KG, Ingelheim (Mitglied im Beraterkreis)
KARLSRUHER INSTITUT FÜR TECHNOLOGIE (KIT), Karlsruhe (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, seit November 2015)

Dieter Kuhn (Jahrgang 1958), Bergbaumaschinist Arbeitnehmervertreter

Erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE

Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 7. Mai 2003

Dr. Bernd Malmström (Jahrgang 1941), Jurist Anteilseignervertreter

Rechtsanwalt

Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2015

Erstbestellung: 7. Mai 2003

weitere Aufsichtsratsmandate:

LEHNKERING GMBH, Duisburg (stellv. Vorsitzender, bis 22. April 2015)
VTG AG, Hamburg

weitere Kontrollgremien:

DAL - DEUTSCHE-AFRIKA-LINIEN GMBH & CO. KG, Hamburg
TIME:MATTERS GMBH, Neu-Isenburg (Vorsitzender)
COLADA ACQUICO S.À.R.L, Luxemburg

Dr. Annette Messemer (Jahrgang 1964), Politikwissenschaftlerin Anteilseignervertreterin

Bereichsvorstand der COMMERZBANK REAL AG

weitere Aufsichtsratsmandate:

COMMERZ REAL AG, Eschborn

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 14. Mai 2013

Dr. Rudolf Müller (Jahrgang 1943), Diplom-Ingenieur Agr. Anteilseignervertreter

Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der SÜDZUCKER AG MANNHEIM/OCHSENFURT, Mannheim)

Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2015

Erstbestellung: 7. Mai 2003

Dr. Eckart Sünner (Jahrgang 1944), Jurist Anteilseignervertreter

Selbständiger Rechtsanwalt in Neustadt a. d. Weinstraße

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 28. April 1992

weitere Aufsichtsratsmandate:

INFINEON TECHNOLOGIES AG, Neubiberg

/ LEBENSLÄUFE DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS:

www.k-plus-s.com/de/aufsichtsrat

AUFSICHTRATSAUSSCHÜSSE

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender)
Ralf Becker
Dr. Ralf Bethke
Axel Hartmann
Dr. Annette Messemer
Michael Vassiliadis

PERSONALAUSSCHUSS

Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)
Jella S. Benner-Heinacher
Harald Döll
Michael Vassiliadis

NOMINIERUNGSAUSSCHUSS

Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)
Philip Freiherr von dem Bussche (seit 12. Mai 2015)
George Cardona
Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (seit 12. Mai 2015)
Dr. Bernd Malmström (bis 12. Mai 2015)
Dr. Rudolf Müller (bis 12. Mai 2015)

VERMITTLUNGSAUSSCHUSS

Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)
Harald Döll
Dr. Eckart Sünner
Michael Vassiliadis

VORSTAND

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die genaue Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Ende des Jahres 2015 hatte der Vorstand fünf männliche Mitglieder. Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen war für den ersten Zeitraum, den der Aufsichtsrat auf den 31. Dezember 2016 festgelegt hat, nicht zu erwarten, dass ein Mandat mit einer Frau zu besetzen ist. In dieser Zeit endet kein Vorstandsmandat altersbedingt. Für den genannten Zeitraum hat der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT deshalb für den Frauenanteil im Vorstand eine Zielgröße von 0% festgelegt.

Entsprechend der neuen gesetzlichen Regelung haben wir Zielgrößen für Frauen in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT festgelegt. Für den ersten Zeitraum, den der Vorstand auf den 31. Dezember 2016 festgelegt hat, ist für den Führungskreis 1 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT eine Zielgröße von 13 % und für den Führungskreis ii eine Zielgröße von 10 % festgelegt worden. Damit bilden wir den Status Quo ab.

Die Geschäftsordnung regelt die Zusammenarbeit des Vorstands, die Geschäftsverteilung sowie die gegenseitige Vertretung. Über Angelegenheiten von ressortübergreifender Bedeutung sind die betroffenen Vorstandsmitglieder zu informieren; Maßnahmen, die auch andere Ressorts berühren oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen gegebenenfalls dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen.

/ GESCHÄFTSORDNUNG DES VORSTANDS: www.k-plus-s.com, Rubrik ,Corporate Governance'

MITGLIEDER DES VORSTANDS IM GESCHÄFTSJAHR 2015

(Stand der Angaben zu Zuständigkeiten und Mandaten: 31. Dezember 2015)

Norbert Steiner (Jahrgang 1954), Jurist, Vorsitzender

Corporate Communications
Corporate Development
Corporate Executive HR
Governance, Risk, Compliance; Corporate Secretary
Internal Auditing
Investor Relations

Mandat bis 11. Mai 2017

Erstbestellung: 12. Mai 2000

Aufsichtsratsmandate:

TALANX AG, Hannover
HDI V.A.G., Hannover
K+S KALI GMBH (Vorsitzender), Kassel1

Dr. Burkhard Lohr (Jahrgang 1963), Diplom-Kaufmann

Corporate Controlling

Corporate Finance and Accounting

Corporate Procurement

Corporate Tax

Technical Center mit Untereinheiten:

Geology
Mining
Research and Development
Technics/Energy

Alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind

Mandat bis 31. Mai 2020

Erstbestellung: 1. Juni 2012

Aufsichtsratsmandate:

K+S KALI GMBH, Kassel1

Kontrollgremien:

HDI-GERLING INDUSTRIE VERSICHERUNG AG, Hannover, Beiratsmitglied Region Süd
COMMERZBANK AG, Frankfurt/Main, Mitglied Regionalbeirat-Nordwest
CHRISTOP METZELDER STIFTUNG, Kuratoriumsmitglied
BDI, Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Beiratsmitglied

Dr. Thomas Nöcker (Jahrgang 1958), Jurist, Arbeitsdirektor

Corporate HR + Corporate IT

Business Center mit Untereinheiten:

Communication Services
Financial Accounting
HR Services
Insurances
IT Services
Legal
Logistics Europe
Procurement/Material Management Europe
Project Management
Real Estate & Facility Management

K+S TRANSPORT GMBH

K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH

WOHNBAU SALZDETFURTH GMBH

Mandat bis 31. August 2018

Erstbestellung: 1. August 2003

Aufsichtsratsmandate:

K+S KALI GMBH, Kassel1

Dr. Andreas Radmacher2 (Jahrgang 1965), Diplom-Ingenieur

Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte
Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling

Mandat bis 31. August 2016

Erstbestellung: 1. September 2013

Aufsichtsratsmandate:

K+S KALI GMBH, Kassel1

1 Konzernmandat.

2 Der Aufsichtsrat der K+S Aktiengesellschaft und Dr. Andreas Radmacher haben sich einvernehmlich darauf verständigt, das bis 31. August 2016 laufende Mandat von Dr. Radmacher nicht zu verlängern. Er hat das Unternehmen mit Wirkung zum 29. Februar 2016 verlassen. Norbert Steiner wird vorübergehend die Aufgaben von Dr. Radmacher mit übernehmen.

Mark Roberts (Jahrgang 1963), Bachelor of Science (Marketing)

Geschäftsbereich Salz
Tierhygieneprodukte

Mandat bis 30. September 2020

Erstbestellung: 1. Oktober 2012

/ LEBENSLÄUFE DER MITGLIEDER DES VORSTANDS: Seite 11; www.k-plus-s.com/de/vorstand

/ AKTUELLE INFORMATIONEN ZUR BESETZUNG DES VORSTANDS UND RESSORTVERTEILUNG: www.k-plus-s.com, Rubrik .Corporate Governance'

ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Beschäftigungssituation sowie der besonderen unternehmerischen Risiken und Chancen. Darüber hinaus steht der Aufsichtsratsvorsitzende über alle wichtigen Themen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; weitere Informationen hierzu finden sich in § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats.

1 Konzernmandat.

INTERESSENKONFLIKTE

Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.

VERMÖGENSSCHADENHAFTPFLICHTVERSICHERUNG (D&O)

Wir unterhalten eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) u. a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung. Die D&O-Versicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung.

AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

Nach § 15a WPHG haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offenzulegen.

Im Jahr 2015 haben wir folgende Directors' Dealings Meldungen veröffentlicht: / TAB: 1.2.1, 1.2.2

/ EINE STETS AKTUELLE TABELLE: www.k-plus-s.com/de/meldungen/directors-dealings

DIRECTORS ' DEALINGS VORSTANDSMITGLIEDER TAB: 1.2.1

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Datum Transaktion Stückzahl Kurs

in €
Betrag

in €
Dr. Thomas Nöcker 12.05.2015 Kauf von Aktien 2.000 30,47 60.940,00
Dr. Thomas Nöcker 12.05.2015 Kauf von Aktien 2.000 30,00 60.000,00

DIRECTORS ' DEALINGS AUFSICHTSRATS MIT GLIEDER TAB: 1.2.2

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Datum Transaktion Stückzahl Kurs

in €
Betrag

in €
Dr. Andreas Kreimeyer 24.11.2015 Kauf von Aktien 4.000 24,0185 96.074,00
Dr. Charlotte Sünner/Dr. Eckart Sünner 12.10.2015 Kauf von Aktien 220 23,58 5.187,60
Barbara Bethke/Dr. Ralf Bethke 07.10.2015 Kauf von Aktien 2.000 25,00 50.000,00

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2015 zusammen einen Anteil von weniger als 1% der Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bzw. sich darauf beziehender Finanzinstrumente.

UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG

Der Sollzustand eines effektiven und gesetzeskonformen Systems zur Unternehmenssteuerung und -überwachung (Internes Kontrollsystem im weiteren Sinne) in der K+S GRUPPE ist in Ergänzung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben durch eine vom Vorstand verabschiedete Leitlinie "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE" definiert worden. Darin wird auch festgelegt, mit welchen regulatorischen und organisatorischen Maßnahmen die Erreichung bzw. Aufrechterhaltung dieses Sollzustands sicherzustellen ist. Mit diesem System sollen

die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu zählt auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
eine verantwortungsvolle Unternehmensführung,
die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Rechtsvorschriften sichergestellt werfen.

Die Ausgestaltung des Steuerungs- und Überwachungssystems im Einzelnen wird festgelegt durch ergänzende interne Regelungen, für deren Erarbeitung und Kommunikation einheitliche Standards festgelegt sind.

Die Einheit "Governance, Risk, Compliance; Corporate Secretary", deren Leiter dem Vorstandsvorsitzenden direkt berichtet, ist dafür verantwortlich, auf Gruppenebene die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines effektiven und gesetzeskonformen Unternehmenssteuerungs und -überwachungssystems zu koordinieren.

Aufgabe des zentralen Ausschusses Governance, Risk, Compliance (GRC) ist es, die generelle Eignung des Steuerungs- und Überwachungssystems regelmäßig zu analysieren und bei erkannten Schwachstellen gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen.

Nachfolgend werden zunächst die sowohl für die Steuerungs- als auch die Überwachungskomponente des Systems maßgeblichen Teilsysteme Governance, Compliancemanagement, Risiko- und Chancenmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement dargestellt. Diese ergänzen sich wechselseitig und überschneiden sich teilweise. Anschließend werden Steuerung und Überwachung erläutert.

GOVERNANCE/ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Über die gesetzlichen Pflichten hinaus haben wir für uns Grundwerte und Prinzipien (Code of Conduct) definiert, die den Rahmen für unser Verhalten und unsere Entscheidungen verbindlich vorgeben und Orientierung für unser unternehmerisches Handeln sind.

GRUNDWERTE UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT)

Die hohe unternehmerische Kompetenz der K+S GRUPPE in ihren Geschäftsfeldern ist bei Geschäftspartnern und sonstigen Stakeholdern anerkannt. Dies gilt es zu bewahren und weiter zu entwickeln. Hierzu ist ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln eines jeden Mitarbeiters erforderlich.

Nachhaltigkeit

Wir wissen, dass langfristiger unternehmerischer Erfolg nicht allein auf der Einhaltung von Recht und Gesetz gründet, sondern auch das Grundvertrauen der Menschen benötigt. Wir werden wirtschaftlich auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir bei unserem unternehmerischen Handeln, welches auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet ist, auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigen.

Wir nehmen sich bietende Chancen wahr und gehen dabei mit Risiken sorgfältig um.

Integrität

Wir respektieren und unterstützen die Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte und handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- und Kinderarbeit ab.

Wir achten die Regeln des freien Wettbewerbs. Korruption in jeder Form wird von uns nicht toleriert. Wir vermeiden Interessenkollisionen und schützen das Vermögen des Unternehmens vor jedwedem Missbrauch. Wir respektieren die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen.

Respekt, Fairness und Vertrauen

Unseren Geschäftspartnern, Mitarbeitern und sonstigen Stakeholdern begegnen wir mit Respekt und Fairness. Chancengleichheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung sind für uns selbstverständlich. Wir fördern eine Arbeitsatmosphäre, die einen offenen Gedankenaustausch und einen vertrauensvollen Umgang miteinander ermöglicht.

Kompetenz und Kreativität

Wir ergreifen Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Motivation unserer Mitarbeiter. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, ihre Kreativität für den Erfolg des Unternehmens einzubringen. Wir vergüten unsere Mitarbeiter marktgerecht und leistungsbezogen auf der Basis von Gehaltsstrukturen, die sich am wirtschaftlichen Erfolg orientieren.

Als weltweit tätiges Unternehmen haben wir erkannt, dass interkulturelle Kompetenz ein wichtiger Faktor für unseren dauerhaften Erfolg ist. Wir bauen interkulturelle Kompetenzen gezielt aus.

Transparenz

Wir stellen unseren Mitarbeitern, den Aktionären, dem Kapitalmarkt, den Medien und anderen Stakeholdern umfassende, wahrheitsgetreue und verständliche Informationen zur Verfügung.

Weitere wichtige gruppenweit geltende Regelungen sind unsere Leitlinien "Führung in der K+S GRUPPE", "Organisation der K+S GRUPPE" und "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE".

Jede organisatorische Einheit der K+S GRUPPE ist verpflichtet, unter Beachtung der Regelungen übergeordneter Einheiten die zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Steuerung und Überwachung notwendigen konkretisierenden Regelungen für ihren Verantwortungsbereich zu erlassen.

Die Inhalte von (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen sowie regulatorischen Standards (= Regelwerke Dritter, zu deren Beachtung und Umsetzung sich die K+S GRUPPE oder Teile davon verpflichtet haben) stehen internen Regelungen gleich; dies gilt u. a. für den Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit Vorstand und Aufsichtsrat nicht gemeinsam Abweichungen von dessen Empfehlungen oder Anregungen beschlossen haben.

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im Dezember 2015 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:

"Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 (Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder) im Jahr 2015 entsprochen wurde und den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 (Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder sowie einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat) im Jahr 2016 entsprochen werden wird. Wir halten die Festlegung von starren Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie von Regelgrenzen für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat weder für notwendig noch für zweckmäßig, da die Eignung zur Ausübung der jeweiligen Organtätigkeit nicht per se mit dem Erreichen eines bestimmten Alters oder einer bestimmten Zugehörigkeitsdauer endet, sondern allein von den jeweiligen individuellen Fähigkeiten abhängig ist. Auch angesichts der demografischen Entwicklung stehen insbesondere Altersgrenzen im Widerspruch zu dem generellen Interesse der Gesellschaft, ihre Organe bestmöglich zu besetzen.

Kassel, im Dezember 2015"

Von den zahlreichen Anregungen des Kodex werden von K+S lediglich die folgenden nicht vollständig umgesetzt:

Die Hauptversammlung wird nicht in voller Länge live im Internet übertragen (Kodex Ziffer 2.3.4), sondern nur bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden.
Die Anregung der Ziffer 3.7 Absatz 3 wird nur insoweit übernommen, als im Falle eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Hauptversammlung nur in angezeigten Fällen einberufen werden sollte.

/ DIESE SOWIE ALLE FRÜHEREN ENTSPRECHENSERKLÄRUNGEN: www.k-plus-s.com, Rubrik ,Corporate Governance'

COMPLIANCEMANAGEMENT

Unser gruppenweites Compliancemanagementsystem schafft die Voraussetzungen dafür, dass das jeweils geltende Recht sowie unsere internen und diesen gleich stehenden Regelungen gruppenweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Strafbarkeits- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden.

Der Vorstand hat den Leiter der Einheit "Governance, Risk, Compliance; Corporate Secretary" mit der Funktion des Chief Compliance Officers und der Aufgabe betraut, für das Vorliegen eines effektiven und gesetzeskonformen Compliancemanagementsystems in der K+S GRUPPE Sorge zu tragen. Er berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und leitet den zentralen Compliance-Ausschuss, dem die Compliance-Beauftragten der Geschäftsbereiche sowie die Leiter compliance-relevanter Zentralfunktionen der Gesellschaft angehören (z. B. Interne Revision, Recht, Personal, Umweltschutz).

Jeder Mitarbeiter wird mit den gruppenweit geltenden Grundwerten und Prinzipien sowie den sich daraus ableitenden internen Regelungen (z. B. "Compliance-Management in der K+S GRUPPE", "Spenden und Sponsoring in der K+S GRUPPE" und "Gewährung und Annahme von Geschenken, Einladungen und sonstigen Zuwendungen") vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden Schulungen für potenziell betroffene Mitarbeiter statt (z. B. Kartellrecht, Antikorruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Umweltschutz, Arbeitssicherheit).

Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich intern Rat in compliance-relevanten Angelegenheiten zu holen (z. B. bei den Rechtsabteilungen oder Compliance-Beauftragten). Außerdem haben wir externe Hotlines (Ombudsleute) zur - wenn gewünscht, auch anonymen - Meldung von Compliance-Verstößen eingerichtet.

RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem verfolgt das Ziel, in der gesamten K+S GRUPPE die Risiken und Chancen, die direkt oder indirekt Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, rechtzeitig zu identifizieren und zu bewerten und Maßnahmen zur Vermeidung/Verminderung der Risiken bzw. zur Nutzung der Chancen ergreifen und dadurch die Sicherung des nachhaltigen Unternehmenserfolgs unterstützen zu können. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne und externe Berichterstattung über Risiken und Chancen sichergestellt werden. Insoweit gelten folgende Grundsätze:

Unternehmerisches Handeln ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Ziel ist es, die sich bietenden Chancen zu nutzen und dabei nur solche Risiken einzugehen, die zur Erschließung von Ertragspotenzialen unvermeidbar sind.
Keine Handlung oder Entscheidung darf ein Risiko nach sich ziehen, das vorhersehbar zu einer Bestandsgefährdung führen kann.

Eine gruppenweit geltende Richtlinie regelt die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten, den Risiko- und Chancenmanagementprozess selbst und definiert die Anforderungen an die Risiko- und Chancenberichterstattung.

Der zentrale Ausschuss Risiko- und Chancenmanagement hat die Aufgabe, allgemeine Themen des Risiko- und Chancenmanagements zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Weiterhin soll er die generelle Eignung des Risiko- und Chancenmanagementsystems regelmäßig analysieren und bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aussprechen.

Eine detaillierte Beschreibung des Prozesses zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken und Chancen, eine Darstellung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente (IFRS 7) sowie der bedeutenden Risiken und Chancen befinden sich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 102.

NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT

Das unternehmerische Handeln von K+S ist auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet. Um auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich zu sein, müssen auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigt werden. Daher werden im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements ökologische und soziale Themen sowie gesellschaftliche Trends frühzeitig und systematisch identifiziert und bewertet. Die Einbeziehung der als relevant erachteten Aspekte in die Managementprozesse soll helfen, das bestehende Geschäft zu fördern, neue Geschäftschancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren.

Einem ganzheitlichen Ansatz folgend ist das Nachhaltigkeitsmanagement in die Einheit "Governance, Risk, Compliance; Corporate Secretary" integriert. Aufgabe der Einheit ist es insoweit, effektive Strukturen zur Erfassung und Bearbeitung von Nachhaltigkeitsthemen bei K+S zu schaffen und generelle Nachhaltigkeitsanforderungen von bzw. an K+S zu erfassen, zu analysieren und zu priorisieren sowie Vorschläge an den Vorstand für die Festlegung von gruppenweiten Nachhaltigkeitszielen zu erarbeiten.

Der zentrale Nachhaltigkeitsausschuss hat die Aufgabe, Nachhaltigkeitsthemen zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Er analysiert regelmäßig die generelle Eignung des Nachhaltigkeitsmanagement-Systems zur Erreichung der beschriebenen Zielsetzungen und spricht bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aus. Im Jahr 2015 ist er dreimal zusammengekommen, um unter anderem die Vollständigkeits- und Leistungsanalyse sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen zu beraten.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Strategie zum Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen', Seite 75

STEUERUNG

Rahmenvorgabe und generelle Zielsetzung für die Steuerung der K+S GRUPPE ergeben sich aus Vision und Mission:

VISION

Quelle für Wachstum und Leben durch Nährstoffe und Mineralien

MISSION

Unter Beachtung unserer Grundwerte und Prinzipien und in Umsetzung unserer Vision wollen wir:

Nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg erzielen und bei unserem unternehmerischen Handeln auch die damit verbundenen sozialen und ökologischen Aspekte berücksichtigen + Rohstoffe fördern und veredeln und mit unseren Produkten und Leistungen Ernährung, Gesundheit sowie Lebensqualität verbessern
in den Märkten führende Positionen einnehmen
für unsere Kunden der bevorzugte Partner sein
unsere Rohstoff- und Produktionsbasis stärken und weltweit ausbauen
durch die Entwicklung neuer Produkte und effizienterer Verfahren die Wertschöpfung weiter erhöhen
für Mitarbeiter aus aller Welt ein attraktiver Arbeitgeber sein

Basis für die Erfüllung der Mission sind die durch den Vorstand festgelegten Gruppenstrategien. Zu deren Umsetzung werden auf der Grundlage eines regelmäßigen Dialogs des Vorstands mit den Leitern der ihm direkt unterstellten Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie dem Management der wesentlichen Gruppengesellschaften Teilziele und -strategien, Prozesse und Maßnahmen festgelegt, die wiederum in einem kaskadierenden Prozess auf die jeweils nachgeordneten organisatorischen Ebenen heruntergebrochen werden. Deren jeweils relevanter Inhalt ist durch die Vorgesetzten an die betroffenen Mitarbeiter zu kommunizieren.

Die Qualität der Definition von Zielen ist entscheidend für ihre Erreichbarkeit und Überprüfbarkeit. Daher müssen sie spezifiziert, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein und dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Zielen stehen.

Bei wesentlichen Geschäften und Maßnahmen bedarf es der Zustimmung des Gesamtvorstands bzw. des für die betroffene Einheit/Gruppengesellschaft zuständigen Vorstandsmitglieds.

Wesentliche Steuerungsinstrumente sind die Mittelfristplanung sowie die Rollierende Monatsplanung.

FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLEN

Die Steuerung erfolgt anhand der folgenden wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen:

Operatives Ergebnis EBIT I (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche)
EBITDA1 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche)
Investitionen2 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche)
Bereinigter Freier Cashflow3 (K+S GRUPPE)
Return on Capital Employed "ROCE"4 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche)
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt (K+S GRUPPE)

/ ÜBERSICHT DER DEFINITIONEN HIER VERWENDETER KENNZAHLEN: Seite 191

Der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf auf Seite 83 beinhaltet u. a. die genannten Steuerungskennzahlen.

Die Steuerung der Aktivitäten unserer operativen Einheiten erfolgt auf Basis der genannten Steuerungskennzahlen; dabei kommt den Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT I eine besondere Bedeutung zu, da diese aus unserer Sicht die geeigneten Größen zur Beurteilung der Ertragskraft sind. Kennzahlen zur Steuerung der Kapitalstruktur, deren Zielgrößen sowie deren tatsächlich erreichte Werte finden sich auf Seite 89. Auch die Ausgaben für Investitionen sind sowohl auf Ebene der operativen Einheiten als auch auf Gruppenebene eine wichtige Steuerungsgröße, um eine gezielte Zuteilung unserer finanziellen Mittel zu erreichen. Bei der Betrachtung der Kapitalflussgrößen ist insbesondere die Kennzahl "bereinigter Freier Cashflow" aufgrund der hohen Investitionen im Jahr 2016 von Relevanz.

1 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierter Eigenleistungen.

2 Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen des Anlagevermögens.

3 Die Berechnung der Kennzahl "bereinigter Freier Cashflow" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 92.

4 Die Berechnung der Kennzahl "ROCE" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 89.

Zur Überprüfung der finanziellen Zielsetzung nutzen wir die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE) und leiten daraus mit Hilfe des gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab. Auch die Kennzahl ,Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt', die Basis für die Dividendenvorschläge, überwachen wir kontinuierlich.

Eine Darstellung und Beschreibung der Entwicklung von Ertragskennzahlen in den letzten fünf Jahren befindet sich im Kapitel Ertragslage' auf Seite 83, von Cashflow und Investitionen im Kapitel ,Finanzlage' auf Seite 89.

Weitere für die K+S GRUPPE relevante finanzielle sowie nicht-finanzielle Kennzahlen sind neben den Umsatzerlösen und der Gesamtkapitalrendite auch Absatzmengen, Durchschnittserlöse sowie die Anzahl der Mitarbeiter. Diese wurden jedoch nicht als wesentliche Steuerungskennzahlen im Sinne des DEUTSCHEN RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS (DRS) 20 betrachtet.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements werden Anforderungen der bzw. an K+S erfasst, analysiert und priorisiert, um spezifische Nachhaltigkeitsziele für Teilbereiche (Standorte, Gesellschaften, Produktsegmente etc.) festzulegen. So sind unter anderem die effiziente Nutzung von Wasser und Energie generelle Ziele im Bereich Umwelt.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel, Strategie zum Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen', Seite 75

ÜBERWACHUNG

Das Überwachungssystem soll die Erreichung der im Rahmen des Steuerungssystems entwickelten Vorgaben des Managements sowie die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen (Internes Kontrollsystem im engeren Sinne) sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen.

Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen: Das für einen internen Prozess verantwortliche Management hat die für die gesetzeskonforme und den internen Regelungen entsprechende Prozesszielerreichung bestehenden Risiken zu analysieren. In Abhängigkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos sind vorgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch welche der Eintritt des Risikos verhindert werden soll. Ferner sind nachgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch die aufgetretene Fehler/realisierte Risiken möglichst umgehend aufgedeckt werden sollen mit dem Ziel, entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen zu treffen. Abhängig von der Wesentlichkeit des jeweiligen Prozesses und seiner Risiken sind die durchgeführte Risikoanalyse, die festgelegten Kontrollen sowie die ausgeführten Maßnahmen zu dokumentieren.

Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen werden von der internen Revision durchgeführt. Über diese Prüfungen werden Berichte mit zusammengefassten Prüfungsergebnissen erstellt und dem jeweils verantwortlichen Management vorgelegt, um dieses bei der Beurteilung der generellen Eignung und tatsächlichen Wirksamkeit des Steuerungs- und Überwachungssystems zu unterstützen. Regelmäßig überprüft werden z. B. die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und des Compliancemanagementsystems.

Extern erfolgen prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen u. a. im Zusammenhang mit den Abschlussprüfungen sowie in Form von IT-Penetrationstests.

KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (§ 289 ABS. 5 BZW. § 315 ABS. 2 NR. 5 HGB)/ABSCHLUSSPRÜFUNG

Für den Konzernabschluss der Gesellschaft werden die in der EU geltenden INTERNATIONALEN RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE IFRS angewendet. Die Richtlinien für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach IFRS geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich stellen wir detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch interne Regelungen in den Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Einzelabschlüsse der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und deren inländische Tochtergesellschaften nach den deutschen handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in zusätzlichen Richtlinien und Buchungsanweisungen dokumentiert.

Wir verfügen über eine gruppenweite IT-Plattform für alle wesentlichen Gesellschaften, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und standardisierte maschinelle Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen. Bilanzielle Bewertungen, wie z. B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, wird diese durch externe Gutachter durchgeführt.

Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten über eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt.

Neben der bestehenden internen Überwachung werden die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision. Darüber hinaus prüft der unabhängige Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems im engeren Sinne.

Die Abschlussprüfung für das Jahr 2015 wurde von der DELOITTE & TOUCHE GMBH, Hannover, durchgeführt. Erstmals war WP/StB Dr. Christian H. Meyer der unmittelbar verantwortliche Abschlussprüfer. Das gesamte Mandat wurde von Herrn WP/StB Heiner Kompenhans als verantwortlichem Partner betreut. Die DELOITTE & TOUCHE GMBH, die die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben hat, bzw. deren Vorgängergesellschaften, führt die Abschlussprüfungen seit 1972 durch. Die Erteilung des Prüfungsauftrags erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses an den gewählten Abschlussprüfer. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.

ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 BZW. § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTG

ZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS

Das Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen.

ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN

Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt.

ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10% AM KAPITAL

Uns sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10 % am Grundkapital gemeldet worden.

ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN

Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITAL

Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.

ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN

Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen.

Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i. V. m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen.

ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN

ERMÄCHTIGUNG ZUR SCHAFFUNG EINES NEUEN GENEHMIGTEN KAPITALS MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Bei Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

/ VOLLSTÄNDIGER WORTLAUT DES ERMÄCHTIGUNGSBESCHLUSSES VOM 12. MAI 2015: Tagesordnungspunkt 7 der Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2015 (www.k-plus-s.com /de/pdf/2015/hv_einladung.pdf)

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien) in den folgenden Fällen auszuschließen:

Für Spitzenbeträge, die infolge des Bezugsrechts entstehen.
Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet.
Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn die neuen Aktien beim Erwerb eines Unternehmens oder einer Unternehmensbeteiligung durch die Gesellschaft als Gegenleistung eingesetzt werden sollen.
Zur Durchführung einer so genannten Aktiendividende (Scrip Dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch ganz oder teilweise als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien in die Gesellschaft einzubringen.

Von den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand insgesamt nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 10% des Grundkapitals nicht überschreitet (10%-Grenze), und zwar weder im Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des genehmigten Kapitals bis zu seiner Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10 %-Grenze anzurechnen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Durch die dem Vorstand bis zum 11. Mai 2020 eingeräumte Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung mit begrenztem Bezugsrechtsausschluss durchzuführen (Genehmigtes Kapital), wird der Gesellschaft ein weit verbreitetes Instrument an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe zum Beispiel sich bietende Gelegenheiten zur Durchführung von Akquisitionen schnell und flexibel genutzt werden können. Der Vorstand darf von dieser Möglichkeit nur dann Gebrauch machen, wenn der Wert der neuen Aktien und der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen.

ERMÄCHTIGUNG ZUR AUSGABE VON WANDEL- UND OPTIONSSCHULDVERSCHREIBUNGEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE NEBST GLEICHZEITIGER SCHAFFUNG EINES BEDINGTEN KAPITALS

Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 750.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der bei Wandlung auszugebenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen.

/ VOLLSTÄNDIGER WORTLAUT DES ERMÄCHTIGUNGSBESCHLUSSES VOM 12. MAI 2015: Tagesordnungspunkt 8 der Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2015 (www.k-plus-s.com/de/pdf/2015/hv_einladung.pdf)

Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert bei Ausgabe der Schuldverschreibung - in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Schuldverschreibungen können auch durch Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, für die Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern bzw. Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren oder ihnen aufzuerlegen. Die Anleiheemissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden.

Den Aktionären der Gesellschaft steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht für die folgenden Fälle ganz oder teilweise auszuschließen:

Sofern die Schuldverschreibungen gegen bar ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Der Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer sonstigen Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung von der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden.
Sofern und soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustehen würde.
Um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Soweit die Schuldverschreibungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen gegen Sachleistungen ausgegeben werden, sofern der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis zu dem Wert der Schuldverschreibungen steht.

Die vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gelten insgesamt nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet.

Im Falle der Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht können die Gläubiger ihre Schuldverschreibungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umtauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft. Das Umtauschverhältnis kann sich auch durch Division des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft ergeben. Das Umtauschverhältnis kann in jedem Fall auf eine ganze Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung festgelegt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen.

Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Optionsschuldverschreibung nicht übersteigen.

Der jeweils festzusetzende Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft (Bezugspreis) muss entweder mindestens 80% des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der Tage, an denen die Bezugsrechte an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, mit Ausnahme der beiden letzten Börsenhandelstage des Bezugsrechtshandels, entsprechen.

Bei mit Optionsrechten bzw. Wandlungsrechten oder -pflichten verbundenen Schuldverschreibungen können im Fall der wirtschaftlichen Verwässerung des Werts der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG die Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen wertwahrend angepasst werden, soweit die Anpassung nicht schon durch Gesetz geregelt ist. Die Anleihebedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung oder anderer außerordentlicher Maßnahmen beziehungsweise Ereignisse (wie zum Beispiel Kontrollerlangung durch Dritte, ungewöhnlich hohe Dividenden) eine wertwahrende Anpassung der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte/-pflichten vorsehen.

Die Anleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) begründen oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht verbundenen Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Anleihebedingungen können weiter jeweils festlegen, dass die Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden können oder das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann.

Schließlich können die Anleihebedingungen vorsehen, dass im Falle der Wandlung die Gesellschaft den Wandlungsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern einen Geldbetrag zahlt, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der K+S-Aktien im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der zehn Börsenhandelstage nach Erklärung der Wandlung oder der Optionsausübung entspricht.

Der Vorstand ist ermächtigt, im Rahmen der vorstehend beschriebenen Vorgaben mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutz und den Wandlungs- bzw. Optionszeitraum festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen der die Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen begebenden Beteiligungsgesellschaften festzulegen.

Bedingte Kapitalerhöhung

Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung bis zum 11. Mai 2020 von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden. Die Ausgabe der neuen Stückaktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis wie vorstehend beschrieben.

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegeben wurden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen, oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungspflicht ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, oder soweit die Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Stückaktien vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teilnehmen, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung einer bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

Die Begebung von Wandelschuldverschreibungen und/ oder Optionsschuldverschreibungen kann zusätzlich zu den klassischen Möglichkeiten der Fremd- und Eigenkapitalaufnahme die Möglichkeit bieten, je nach Marktlage attraktive Finanzierungsalternativen am Kapitalmarkt zu nutzen. Aus Sicht des Vorstands besteht ein Interesse der Gesellschaft, dass auch ihr diese Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Die Emission von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen ermöglicht die Aufnahme von Kapital zu attraktiven Konditionen. Die erzielten Wandel- bzw. Optionsprämien kommen der Kapitalbasis der Gesellschaft zugute und ermöglichen ihr so die Nutzung günstiger Finanzierungsmöglichkeiten. Die ferner vorgesehene Möglichkeit, neben der Einräumung von Wandel- und /oder Optionsrechten auch Wandelpflichten zu begründen, erweitert den Spielraum für die Ausgestaltung dieses Finanzierungsinstruments. Die Ermächtigung gibt der Gesellschaft die erforderliche Flexibilität, die Schuldverschreibungen selbst oder über unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaften zu platzieren. Durch die Möglichkeit, das Bezugsrecht auszuschließen, erhält die Gesellschaft die Möglichkeit, günstige Börsensituationen rasch wahrnehmen und eine Schuldverschreibung schnell und flexibel zu attraktiven Konditionen am Markt platzieren zu können.

ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB UND ZUR VERWENDUNG EIGENER AKTIEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10% der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder im Wege einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots. Bei einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über/oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann das Volumen des Angebots bzw. der Aufforderung begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots bzw. die Verkaufsangebote dieses Volumen überschreiten, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

/ VOLLSTÄNDIGER WORTLAUT DES ERMÄCHTIGUNGSBESCHLUSSES VOM 12. MAI 2015: Tagesordnungspunkt 9 der Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2015 (www.k-plus-s.com/de/pdf/2015/hv_einladung.pdf)

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden oder wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden:

Veräußerung gegen Zahlung eines Geldbetrags, der den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet;
Begebung der Aktien als Gegenleistung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung begeben worden sind.

Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Sofern während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf die Summe der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen oder veräußerten Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten.

Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben werden oder wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 zweiter Halbsatz AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.

Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z. B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermöglicht werden, die Aktien auch zur Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen zu verwenden. Es kann zweckmäßig sein, anstelle neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung ganz oder teilweise eigene Aktien zur Erfüllung der Wandlungs- oder Optionsrechte einzusetzen. Durch die Verwendung eigener Aktien wird die Verwässerung der Anteile der Aktionäre, wie sie bei einem Einsatz des bedingten Kapitals eintreten würde, ausgeschlossen. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar.

ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN

K+S hat im Jahr 2013 eine syndizierte Kreditlinie über 1 Mrd. € vereinbart. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Auch bei den drei von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in 2012 und 2013 emittierten Anleihen haben die Anleihegläubiger im Fall eines Kontrollwechsels das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Schuldverschreibungen zukündigen.

Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen.

ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND

Derartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf Seite 121 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Das im Jahr 2010 für Vorstand und Führungskräfte eingeführte Programm mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) enthält keine Entschädigungsvereinbarungen.

Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre.

1.3 UNTERNEHMENSSTRATEGIE

VISION UND MISSION

Unsere Vision und Mission stecken den Rahmen für unsere Geschäftstätigkeit und die strategische Ausrichtung der Gruppe ab. Sie sollen unseren Mitarbeitern, Aktionären, Fremdkapitalgebern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit die Grundlage für unser Denken und Handeln näherbringen und erläutern.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Vision und Mission, Seite 62

WACHSTUMSSTRATEGIE

Im Jahr 2015 haben eine Konjunkturschwäche in den Volkswirtschaften wichtiger Schwellenländer, niedrige Preise für Agrarrohstoffe und ein zunehmend kompetitives Marktumfeld im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte die K+S GRUPPE vor große Herausforderungen gestellt. Mit unserer starken Position in Europa, unseren Spezialitäten-Produkten im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und dem wachstumsorientierten Salzgeschäft sowie der konsequenten Umsetzung unseres Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramms ,Fit für die Zukunft' konnten wir uns erneut gut behaupten. Die eingeschlagene Zwei-Säulen-Strategie zahlt sich aus. Wir werden diese in den kommenden Jahren weiter konsequent verfolgen.

Wir wollen in beiden Säulen weiter wachsen - dabei werden uns Programme wie "Kali 2.0" und "Salz 2020" helfen. Als Investition in die Zukunft wird die neue Kaliproduktion in Kanada (Legacy Projekt) erheblich zum Wachstum der K+S GRUPPE beitragen. Im Zentrum der finanziellen Ziele steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts in Form einer Prämie auf die Kapitalkosten vor Steuern in Höhe von mindestens 15 %. Erstmals haben wir uns zudem ein ambitioniertes Mittelfristziel mit Blick auf das Konzern-EBITDA gesetzt. Trotz der derzeitigen Herausforderungen sind die mittel- und langfristigen Wachstumstrends nach wie vor intakt. Auf Basis dieser Annahmen ist ein Konzern-EBITDA in 2020 von rund 1,6 Mrd. € (2015: 1,1 Mrd. €) weiterhin unser Ziel.

Die einzelnen Bestandteile der K+S-Wachstumsstrategie werden in Abbildung 1.3.1 dargestellt und anschließend erläutert. / ABB: 1.3.1

DIFFERENZIERUNG UND NACHHALTIGES MARGENWACHSTUM DURCH SPEZIALISIERUNG

K+S strebt den Ausbau der Marktpositionen in ihren Geschäftsbereichen insbesondere über die Vermarktung ihrer vielfältigen Spezialprodukte an. Die Veredelungsstrategie ermöglicht in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz die Realisierung höherer Margen und ein gegenüber Marktschwankungen robusteres Geschäft.

/ DETAILLIERTE ANGABEN ZU UNSERER MARKTPOSITION: Seite 28

EFFIZIENZSTEIGERUNG UND NUTZUNG VON SYNERGIEN

Die Kostenposition stellt im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz einen zentralen Erfolgsfaktor dar. Unser Fokus liegt dabei auf der konsequenten Verfolgung von Kostensenkungs- und Flexibilisierungsinitiativen über die gesamten Prozessketten hinweg. Im Jahr 2013 haben wir aus diesem Grund das Programm ,Fit für die Zukunft' aufgelegt, das zur dauerhaften Verbesserung der Kosten- und Organisationsstruktur beitragen soll. Unser Ziel ist es, in den Jahren 2014 bis 2016 Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio. € gegenüber einer seinerzeit erstellten Planung für diesen Zeitraum einzusparen. Durch die umgesetzten Maßnahmen haben wir mit Ablauf des Berichtsjahres bereits knapp zwei Drittel der Einsparungen erzielt.

Die weitgehend vergleichbaren Abbauverfahren ermöglichen die Realisierung von weiteren Synergien zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz beim Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how sowie Skaleneffekte bei der Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen. Im Jahr 2015 wurde ein Projekt angestoßen, um auch auf der Vertriebsseite in ausgewählten Regionen auf bestehende Ressourcen gemeinsam zurückzugreifen und einen geschäftsbereichsübergreifenden Marktauftritt zu ermöglichen (Cross-Selling).

AUSBAU EINES AUSGEWOGENEN REGIONALPORTFOLIOS

Weltweit sind sowohl Kali- als auch Salzmärkte durch saisonale wie auch regionale Nachfrageschwankungen gekennzeichnet. K+S zielt auf ein ausgewogenes Regionalportfolio ab, das eine Abfederung zyklischer Markttrends sowie einen Ausgleich von anderen, z. B. wetterbedingten, Schwankungen ermöglichen soll.

SETZEN VON STANDARDS FÜR QUALITÄT, ZUVERLÄSSIGKEIT UND SERVICE

Ziel von K+S ist es, im Markt der bevorzugte Partner ihrer Kunden zu sein. Konsequente Kundenorientierung und hohe Produktqualität sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Die individuelle Beratung der Kunden ermöglicht, bedarfsgerechte Lösungen zu identifizieren und anzubieten.

BESTANDTEILE DER K+S-WACHSTUMSSTRATEGIE ABB: 1.3.1

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Differenzierung und nachhaltiges Margenwachstum durch Spezialisierung Ausbau der strategischen Geschäftsbereiche durch Akquisitionen und Kooperationen
Ausbau eines ausgewogenen Regionalportfolios Setzen von Standards für Qualität, Zuverlässigkeit und Service Effizienzsteigerung und Nutzung von Synergien

STRATEGISCHE AUSRICHTUNG DER GESCHÄFTSBEREICHE

K+S verfügt mit den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz über zwei in vielen Teilen der Wertschöpfung synergetisch verbundene und sich komplementär ergänzende Arbeitsgebiete mit attraktiven Wachstumsperspektiven.

Neben dem organischen Wachstum streben wir in den angestammten Geschäftsbereichen auch Wachstum über Akquisitionen und Kooperationen an.

KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zielt auf eine ausgewogene Präsenz in den wichtigen Agrarregionen Europa, Südamerika, Nordamerika und Asien ab, um so einen Ausgleich der saisonalen Unterschiede und eine Verminderung von konjunkturell bedingten, regionalen Nachfrageeffekten zu ermöglichen. Der Ausbau der Marktposition in bedeutenden Überseeregionen und die Erschließung neuer, attraktiver Absatzgebiete in künftigen Wachstumsregionen werden daher weiter verstärkt vorangetrieben.

STRATEGIE KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE ABB: 1.3.2

Einen zentralen Beitrag dazu wird unser Legacy Projekt in der kanadischen Provinz Saskatchewan leisten. Wir erwarten die Inbetriebnahme im Sommer dieses Jahres. Danach soll die Produktionskapazität sukzessive auf jährlich 2,86 Mio. t im Jahr 2023 ausgebaut werden. Mit Abschluss der Bauphase werden dauerhaft mehr als 300 Arbeitsplätze für die Kaliproduktion geschaffen. Das Legacy Projekt wird das bestehende deutsche Produktionsnetzwerk von K+S um einen bedeutenden nordamerikanischen Standort ergänzen.

Darüber hinaus verfolgt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eine weitere Erhöhung des Anteils an Spezialitäten-Produkten im Portfolio. Zur Erhöhung des Wertbeitrags und um sich zunehmend unabhängiger vom Standardkali (MOP) zu machen, werden die hochmargigen Produktsegmente weiter ausgebaut und ertragsstarke Nischen besetzt.

Sehr bedeutsam ist für uns die Optimierung unserer Produktionsstrukturen. Wir wollen die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen bestmöglich nutzen. Zudem hat sich K+S mit dem hessischen Umweltministerium auf Eckpunkte für einen Vier-Phasen-Plan zur dauerhaften Salzabwasser-Entsorgung im Werra-Kalirevier verständigt, der einen Regelungszeitraum bis zum Jahr 2075 beinhaltet.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Umwelt', Seite 43

Als Ergänzung zum gruppenweiten Programm ,Fit für die Zukunft' wurde das Projekt "Kali 2.0" im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte initiiert. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zielt das Programm neben Kosteneinsparungen auf die Weiterentwicklung von Geschäftsprozessen und die Einführung einer neuen Aufbau- und Ablauforganisation. Derzeit erfolgt die Umsetzung der Projektergebnisse.

Für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ergeben sich folgende strategische Handlungsfelder: / ABB: 1.3.2

SALZ

Der Geschäftsbereich Salz zielt insbesondere darauf ab, in ausgewählten Regionen und Produktsegmenten weiter zu wachsen. Bei unserer europäischen Tochtergesellschaft ESCO werden die Geschäfts- und Werksprozesse optimiert und die organisatorischen Strukturen angepasst, um flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu können. Im Rahmen der Wachstumsstrategie erhöht ESCO die Produktionskapazitäten für Steinsalz in den deutschen Steinsalzbergwerken. Darüber hinaus setzt ESCO auf Wachstum in hochmargigen Segmenten, wie beispielsweise bei Pharmasalzen. Mit diesen Maßnahmen wird die Wettbewerbsfähigkeit langfristig gesteigert.

In Nordamerika ist eine wesentliche strategische Zielsetzung die Stärkung des Geschäfts mit Salzprodukten, die nicht dem Auftausalzgeschäft zuzuordnen sind, um so das Gesamtportfolio robuster gegenüber Wetterschwankungen aufzustellen. Die konsequente Umsetzung unserer Premium-Markenstrategie im US-amerikanischen und kanadischen Konsumentengeschäft unterstützt dieses Ziel ebenso wie die ausgeprägte Service- und Qualitätsorientierung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Erreichung ambitionierter Effektivitäts- und Effizienzziele durch Konsolidierung und verbesserte Nutzung unseres nordamerikanischen Produktions- und Distributionsnetzwerks. So haben beispielsweise im Jahr 2015 die ganzheitliche Optimierung sämtlicher Warenströme im Netzwerk sowie die Neuausschreibung des gesamten nordamerikanischen Transportgeschäfts zu einer erheblichen Senkung der Transportkosten bei gleichzeitiger Erhöhung der Dienstleistungsqualität beigetragen. Für die Jahre 2016 und darüber hinaus planen wir eine weitere signifikante Profitabilitätssteigerung, unter anderem durch die fortschreitende Konsolidierung unserer Produktions- und Distributionsstandorte. Die Umsetzung der Initiative "SCORE" zielt auf Effizienzsteigerungen und höhere Produktverfügbarkeit durch eine Optimierung der Werksprozesse über alle Produktionsstandorte ab. Neben den zuvor genannten Maßnahmen verfolgen wir außerdem insbesondere im Auftausalz- und Industriesalzgeschäft das Ziel einer optimierten Nutzung der Lieferpotenziale des globalen K+S-Produktionsnetzwerks.

STRATEGIE SALZ ABB: 1.3.3

In Lateinamerika wurde die im Vorjahr begonnene Einführung der Retail-Speisesalzmarken "LOBOS" und "BIOSAL" in Peru auch im Jahr 2015 konsequent fortgesetzt. Der Absatz konnte im Jahresverlauf mit aktiver Unterstützung durch Werbekampagnen kontinuierlich gesteigert werden. Der weitere Ausbau dieses Geschäfts sowie die Optimierung der Logistikkette stehen in den kommenden Jahren im Fokus, um in dieser Region weiteres Wachstumspotenzial zu erschließen.

Darüber hinaus hat der Geschäftsbereich Salz die Zielsetzung, die Expansion nach Asien voranzutreiben. Neben einem Ausbau der Lieferungen von Salz für Anwendungen in der chemischen Industrie ist beabsichtigt, MORTON SALT dort in ausgewählten Regionen und Segmenten zu etablieren. Über Personal vor Ort soll sowohl das strategische Ziel der Absatzsteigerung und Festigung der Kundenbindung in den bereits bedienten Produkt- und Kundensegmenten als auch die Erschließung neuer Segmente erreicht werden.

Unsere Strategie "Salz 2020", welche die zuvor genannten Initiativen bündelt, nimmt somit weiter an Fahrt auf. Wir befinden uns auf einem guten Weg zu unserem Ziel, das operative Ergebnis (EBIT I) des Geschäftsbereichs Salz bis zum Jahr 2020 auf Basis eines Normalwinters auf über 250 Mio. € zu steigern. Im Jahr 2015 haben wir diesen Wert wegen des guten Winters in Nordamerika bereits überschritten. Ein Beispiel für weiteres Wachstum ist die technisch innovative Anwendung der hochreinen Salze aus den Lagerstätten in Nord-Chile für den Kupferbergbau. Das sogenannte "Copper Leaching" meint dabei das chemische Verfahren zur Extraktion des Kupfererzes aus dem geförderten Roherz, bei dem unter anderem Salz zum Einsatz kommt. Nach Abschluss von Pilotprojekten, die die Potenziale eindrucksvoll untermauert haben, sind für die Jahre 2016 und 2017 weitere Kupferminen als Kunden identifiziert. Das Ziel von K+S ist es, die führende Rolle in diesem Segment als Partner des Kupferbergbaus auszubauen.

Für den Geschäftsbereich Salz sehen wir folgende strategische Handlungsfelder: / ABB: 1.3.3

STRATEGISCHE FINANZIERUNGSMASSNAHMEN

Mit unseren Finanzierungsmaßnahmen verfolgen wir grundsätzlich folgende Ziele:

Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit
Gewährleistung einer ausgewogenen Kapitalstruktur
Begrenzung von Refinanzierungsrisiken durch Diversifizierung der Finanzierungsquellen und -instrumente sowie des Fälligkeitsprofils
Kostenoptimierung durch Kapitalbeschaffung zu nachhaltig günstigen Konditionen

Im Rahmen dieser Zielsetzung haben wir im Berichtsjahr unsere Kreditlinie in Höhe von 1 Mrd. € um ein Jahr bis Juni 2020 verlängert. Zudem haben wir insgesamt drei Anleihen im Volumen von 1,5 Mrd. € ausstehend. Mit dieser Liquiditätsversorgung, der sonstigen Liquidität sowie künftiger Cashflows stellen wir die Finanzierung allgemeiner Unternehmenszwecke und des Legacy Projekts sicher.

Die Liquiditätssteuerung erfolgt durch die zentrale Treasury-Einheit. Dabei streben wir eine ständige Liquiditätsreserve für die K+S GRUPPE von mindestens 300 Mio. € an. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln in einem ausgewogenen Chance-/Risikoverhältnis zu optimieren.

/ INFORMATIONEN ZU KÜNFTIGEN FINANZIERUNGSMASSNAHMEN finden sich im ,Prognosebericht' auf Seite 114.

STRATEGIE ZUM UMGANG MIT NACHHALTIGKEITSTHEMEN

Als Rohstoffunternehmen denken und handeln wir langfristig. Für uns bedeutet nachhaltige Entwicklung Zukunftsfähigkeit. Wir werden wirtschaftlich auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir bei unserem unternehmerischen Handeln, welches auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet ist, auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigen. Daher identifizieren und bewerten wir frühzeitig und systematisch relevante Themen und gesellschaftliche Trends, um sie in unsere Managementprozesse einzubeziehen und Maßnahmen abzuleiten. Da Nachhaltigkeitsmanagement mehr ist als die Summe von Einzelthemen, ist es entscheidend, deren Interdependenz zu berücksichtigen. Die Themenidentifikation und -bewertung bedarf deshalb der regelmäßigen Aktualisierung und Überprüfung, um gegebenenfalls weitere Bausteine aufzunehmen. Das hilft, unser bestehendes Geschäft zu fördern, neue Geschäftschancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren. Wir wissen aus Erfahrung, dass sich nachhaltige Unternehmensführung auszahlt.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT: Kapitel Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 51

IDENTIFIZIEREN

Ein wesentliches Instrument, relevante Themen und gesellschaftliche Trends zu identifizieren, ist der Austausch mit unseren Stakeholdern, seien es Individuen, Gruppen von Menschen oder Organisationen. Dieses Engagement ist dabei kein Selbstzweck. Vielmehr hilft es, das Verständnis für ein komplexes Umfeld zu erhöhen, neue, geschäftsrelevante Trends in Erfahrung zu bringen und damit die Geschäftsentwicklung zu gestalten.

AUSGEWÄHLTE STAKEHOLDERDIALOGE

Unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern und sonstigen Stakeholdern begegnen wir stets mit Respekt und Fairness. Je nach Anlass tauschen wir uns mit Vertretern der verschiedenen relevanten Gruppen aus, um eigene Positionen und Sichtweisen zu verdeutlichen - aber auch, um die Anliegen anderer zu verstehen, das eigene Handeln immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls alternative Lösungen zu entwickeln.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/handlungsfelder/stakeholderdialog.html

Mitarbeiter

Wir stehen im kontinuierlichen Austausch mit unseren Mitarbeitern. An vielen Standorten führen wir regelmäßig Mitarbeiterversammlungen durch. Im Jahr 2015 haben wir außerdem zum zweiten Mal eine weltweite Mitarbeiterumfrage durchgeführt.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Mitarbeiter', Seite 36

Gewerkschaften und Sozialpartner

In der K+S ist die Beziehung zwischen dem Unternehmen und den Betriebsräten sowie den Gewerkschaften durch eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt. In zahlreichen Verhandlungen und Gremien vertreten die Sozialpartner ihre Interessen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Mitarbeiter', Seite 36

Geschäftspartner

Der Dialog mit unseren Kunden hilft uns vor allem, deren Bedürfnisse noch besser zu erkennen, um Produkte und Dienstleistungen darauf auszurichten und neue Trends aufzunehmen. Neben persönlichen Gesprächen oder Messebeteiligungen führen wir zum Beispiel Zufriedenheitsanalysen durch, um konkrete Ansatzpunkte für weitere Verbesserungen zu finden. Über Kundenanfragen zu Nachhaltigkeitsthemen lernen wir, welche Themen für unsere Geschäftspartner besonders interessant sind.

Aktionäre/Investoren/Analysten

In zahlreichen Roadshows und Konferenzen nehmen wir die Anregungen von Kapitalmarktakteuren auf.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/investor-relations

Politik und Verwaltung

Wir stehen im Dialog mit Vertretern von Regierungen und Fachbehörden sowie Parlamentariern auf nationaler und internationaler Ebene. Wir unterhalten ein Büro in Berlin, um auch in der deutschen Hauptstadt direkt ansprechbar zu sein.

Standortgemeinden

Gute Nachbarschaft mit unseren Standortgemeinden und -regionen ist uns wichtig, deshalb pflegen wir einen intensiven Austausch mit den Gemeindeverwaltungen und den Anwohnern.

VERBÄNDE/ORGANISATIONEN

In ausgewählten Verbänden/Organisationen, in denen K+S-Vertreter teilweise ein leitendes Amt innehaben oder Mitglieder in Ausschüssen, Projekten oder Arbeitsgemeinschaften sind, pflegen wir den Austausch zu Themen der Nachhaltigkeit:

ASSOCIATION DES PRODUCTEURS EUROPÉENS DE POTASSE (APEP)
BUNDESVERBAND DER DEUTSCHEN INDUSTRIE E.V. (BDI) über den VERBAND DER KALI- UND SALZINDUSTRIE E.V. (VKS)
BUNDESVEREINIGUNG DER DEUTSCHEN ARBEITGEBERVERBÄNDE (BDA) über den VERBAND DER KALI- UND SALZINDUSTRIE E.V. (VKS)
EUROPEAN ASSOCIATION OF MINING INDUSTRIES, METAL ORES & INDUSTRIAL MINERALS (EUROMINES)
EUROPEAN SALT PRODUCERS' ASSOCIATION (EUSALT)
FORUM MODERNE LANDWIRTSCHAFT E.V.
INTERNATIONAL FERTILIZER INDUSTRY ASSOCIATION (IFA)
INTERNATIONAL PLANT NUTRITION INSTITUTE
INDUSTRIEVERBAND AGRAR E.V.
DEUTSCHE INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFGEWINNENDEN SEKTOR (D-EITI)
SALT INSTITUTE
UNITED NATIONS GLOBAL COMPACT
VERBAND DER KALI- UND SALZINDUSTRIE E.V. (VKS)
WITTENBERG-ZENTRUM FÜR GLOBALE ETHIK E.V.

MEDIEN

Selbstverständlich informieren wir uns täglich über die aktuelle Berichterstattung zu unserem Unternehmen und dessen Marktumfeld.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/presse

NACHHALTIGKEITSRATINGS UND -RANKINGS

Unsere Aktivitäten und Maßnahmen zu Nachhaltigkeitsthemen werden in verschiedenen Nachhaltigkeits-Rankings von unabhängiger Seite wie folgt bewertet:

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.cdp.net/CDPResults/cDP-DACH-350-Report-2015-german.pdf

CDP: 2015 erreichten wir im Climate Disclosure Score 88 von 100 Bewertungspunkten (2014: 93). Im Climate Performance Band wurde K+S auf Niveau D eingestuft (2014: C).

CDP WATER: 2015 nahmen wir zum ersten Mal teil und wurden auf Niveau C (Awareness) eingestuft.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.cdp.net/CDPResults/cDP-Clobal-Water-Report-20i5.pdf

SUSTAINALYTICS: 2015 erreichten wir eine Gesamtpunktzahl von 59 (2014: 60).

MSCI ESG RATING: Im Jahr 2015 wurden wir auf das Niveau A eingestuft.

BEWERTEN

Aufbauend auf den kontinuierlichen Stakeholder Dialog, in dem ständig neue Themen identifiziert werden, haben wir mit dem "Fahrplan Nachhaltigkeit" ein konkretes Arbeitsprogramm verfolgt, um wesentliche Nachhaltigkeitsthemen der K+S GRUPPE in einem systematischen gemeinschaftlichen Prozess zu konkretisieren und zu bewerten.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/handlungsfelder/fahrplan.html

MATERIALITÄTSANALYSE

In der Materialitätsanalyse wurden aus Sicht der Stakeholder und des Unternehmens wesentliche Themen mittels verschiedener Kriterien bestimmt. Eine Vielzahl von Themen wurde hierfür aus der Innen- und Außenperspektive beleuchtet. Berücksichtigt wurden auch die maßgeblichen international anerkannten Rahmenwerke für das Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen. Hierzu gehören die Prinzipien des UNITED NATIONS GLOBAL COMPACT, DIE OECD-LEITSÄTZE FÜR MULTINATIONALE UNTERNEHMEN, der LEITFADEN ZUR GESELLSCHAFTLICHEN VERANTWORTUNG (DIN ISO 26.000: 2010) und die LEITLINIEN DER GLOBAL REPORTING INITIATIVE.

MATERIALITÄTSANALYSE: INTERNE UND EXTERNE PERSPEKTIVE ABB: 1.3.4

Die Themen mit der größten Relevanz für die K+S GRUPPE und ihre Stakeholder wurden folgendermaßen zusammengefasst:

Schwerpunkt Ökonomie und Governance: Strategie zu Nachhaltigkeitsthemen und Analyse, Transparenz, wirtschaftliche Auswirkungen (inkl. Besteuerung), Unternehmensführung, Lieferketten (inkl. Kundengesundheit und -sicherheit), Anti-Korruption
Schwerpunkt Soziales/Gesellschaft: Dialog mit Anspruchsgruppen, Anti-Diskriminierung /Diversität, Entlohnung, Gesundheit und Arbeitssicherheit, Ausbildung und Fortbildung, Menschenrechte, Vereinigungsfreiheit
Schwerpunkt Ökologie: Wasser, Abfall, Energie /Klima

In der Materialitätsmatrix wurden die genannten Themen nach dem Grad ihrer Relevanz für die K+S GRUPPE und ihre Stakeholder positioniert. Für alle gilt, dass sie in enger Wechselbeziehung zu unserer Geschäftstätigkeit stehen, die wir im vorliegenden Bericht darlegen. / ABB: 1.3.4

VOLLSTÄNDIGKEITS- UND LEISTUNGSANALYSE

Im Jahr 2015 haben wir bezüglich der zuvor identifizierten Themen eine Vollständigkeits- und Leistungsanalyse durchgeführt. Wir haben uns gruppen- und funktionsübergreifend die Richtlinien, Prozesse, Strukturen und Kenngrößen für die wesentlichen Themen genau angeschaut und dabei Handlungsbedarf in einigen der als gruppenweit wesentlich definierten Themenschwerpunkte erkannt.

MASSNAHMEN

NACHHALTIGKEITSPROGRAMM 2016 - 2018

Basierend auf den Ergebnissen der Vollständigkeits- und Leistungsanalyse haben wir für den Zeitraum 2016 bis 2018 mehrere gruppenweite Handlungsfelder zur Bearbeitung festgelegt. Zentrale Ambitionen, Aktivitäten und Vorhaben in diesen Handlungsfeldern werden im Folgenden kurz skizziert:

Anti-Diskriminierung/Diversität: Wir schaffen ein Umfeld der Chancengleichheit und lehnen jede Form von Diskriminierung ab. Zum Thema Anti-Diskriminierung/Diversität wird im Jahr 2016 ein Projektvorschlag erarbeitet, der auf den bestehenden freiwilligen Verpflichtungen und gesetzlichen Vorgaben aufbaut.
Gesundheit, Arbeitssicherheit: Arbeitssicherheit ist für uns von zentraler Bedeutung, weshalb wir in allen unseren Geschäftstätigkeiten das Ziel "null Unfälle" anstreben. Die Arbeitssicherheit soll deshalb zu einem verhaltensbasierten Ansatz weiterentwickelt werden.
Umwelt: Wir bemühen uns, Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten, um umweltverträglich zu produzieren - bei gleichzeitig hoher wirtschaftlicher Effizienz. Vor allem wollen wir Wasser und Energie effizient nutzen. Für den Themenkomplex Sicherheit - Gesundheit - Umwelt ist ein übergreifendes Projekt beabsichtigt. Es wird sich zunächst mit der Reorganisation der Verantwortlichkeiten für die Themen beschäftigen.
Menschenrechte: Wir respektieren die international anerkannten Menschenrechte und unterstützen deren Einhaltung. Wir handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- und Kinderarbeit ab. Im Themenbereich Menschenrechte soll ein Projektvorschlag erarbeitet werden, um die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht gruppenweit belegen zu können. Dazu soll ein sogenanntes menschenrechtliches Impact Assessment (Folgeabschätzung) durchgeführt werden. Das Verfahren dient dazu, tatsächliche und potenzielle menschenrechtliche Auswirkungen zu ermitteln, die sich daraus ergebenden Erkenntnisse zu berücksichtigen, Maßnahmen zu ergreifen und deren Umsetzung nachzuhalten.
Nachhaltige Lieferketten: Die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern ist durch ein offenes und faires Miteinander geprägt. Im Themenbereich "Nachhaltige Lieferketten" soll ein gemeinsames Verständnis über den jetzigen Stand und die zukünftigen Anforderungen aus Nachhaltigkeitssicht erarbeitet werden, um auf dieser Grundlage das weitere Vorgehen zu definieren. Hierbei geht es vor allem darum, das Ausmaß und die Intensität der Auswirkungen in der Wertschöpfungskette zu beurteilen und festzustellen, welche Risiken in Verbindung mit den Erzeugnissen, Dienstleistungen und Geschäftsbeziehungen der K+S, einschließlich ihrer Lieferanten und Subunternehmer, auftreten können.

WEITERE NACHHALTIGKEITS-AKTIVITÄTEN

Neben den Arbeitsschritten aus dem Fahrplan Nachhaltigkeit engagiert sich die K+S GRUPPE bzw. einzelne Gruppengesellschaften auch auf anderen Gebieten und nehmen so eine aktive Rolle in der Gesellschaft ein:

Mitarbeit in globalen Nachhaltigkeitsinitiativen: Mit unserem Engagement in globalen Nachhaltigkeitsinitiativen möchten wir den Austausch zwischen unterschiedlichen Stakeholdern fördern, aktuell informiert sein, sowie die internationalen Nachhaltigkeitsdiskussionen mitgestalten.
INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFGEWINNENDEN SEKTOR: Um den Wertbeitrag des deutschen Rohstoffsektors transparent zu machen und diesem so zu mehr Bekanntheit zu verhelfen, engagieren wir uns in der deutschen initiative für Transparenz IM ROHSTOFFGEWINNENDEN SEKTOR (EXTRACTIVE INDUSTRIES TRANSPARENCY INITIATIVE - EITI).

Zusammen mit weiteren Vertretern der Wirtschaft, gemeinnütziger Organisationen und der Politik diskutieren und gestalten wir die Umsetzung dieses internationalen Standards in Deutschland und unterstützen so die Kandidatur Deutschlands als EITI konformes Land.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.d-eiti.de
GLOBAL COMPACT der VEREINTEN NATIONEN: Im Herbst 2015 ist K+S dem GLOBAL COMPACT DER VEREINTEN NATIONEN beigetreten. Damit bekennt sich K+S ausdrücklich zu den zehn Prinzipien des GLOBAL COMPACT in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Diese spiegeln sich bereits in den Grundwerten und Prinzipien (Code of Conduct) wider, die für alle Mitarbeiter verbindlich sind.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.unglobalcompact.org
Growth for Uganda: Im mehrjährigen Projekt "Growth for Uganda" engagiert sich die K+S KALI GMBH zusammen mit der der SASAKAWA AFRICA ASSOCIATION und zeigt dabei das erfolgreiche Zusammenspiel von Geschäftsinteressen bei gleichzeitiger Schaffung von Mehrwert für große Bevölkerungsgruppen durch Anwendungsberatung von Kleinbauern vor Ort.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Wertschöpfung', Seite 24
Salzabwasser: Umfassende und weitreichende Pläne zum Thema Salzabwasser hat die K+S KALI GMBH im Maßnahmenpaket umgesetzt und mit der Vorbereitung des Baus der Kainit-Kristallisation-Flotation (KKF), Teil des Vier-Phasen-Plans, im Jahr 2015 begonnen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Umwelt', Seite 43
Mitarbeitersolidarität: Eine der großen Stärken unseres Unternehmens ist, dass wir zusammenstehen - in bester bergmännischer Tradition. Wegen der zunächst bis Ende 2016 befristeten, eingeschränkten Genehmigung für die Fortsetzung der Versenkung an der Werra ist nicht auszuschließen, dass es dort zu Kurzarbeit kommt. Die anteiligen Kosten für die Aufstockung des Kurzarbeitergelds bis auf 80 % des monatlichen Netto-Normalentgelts werden vom Unternehmen getragen. Als Zeichen der Solidarität beteiligen sich alle nicht-leitenden Mitarbeiter der K+S GRUPPE in Deutschland an den anteiligen Kosten der Aufstockung auf 90 bzw. 85%. Deshalb wurde in einer Gesamtbetriebsvereinbarung eine Kürzung der variablen Vergütungen für das Jahr 2015 um fünf Prozentpunkte vereinbart. Betroffen sind die zusätzliche Erfolgsbeteiligung der Jahresleistung bei tariflichen und der variable Anteil des Jahresgehalts für den Unternehmenserfolg (STI) bei außertariflichen Verträgen. Die leitenden Angestellten beteiligen sich freiwillig an dieser Solidaritätsaktion, auch der Vorstand wird einen entsprechenden Beitrag leisten.
Spenden, Sponsoring, Ehrenamt: Zur Steigerung der Attraktivität unserer Standortregionen unterstützen wir ausgewählte Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur. In einer internen Richtlinie sind die Bedingungen für Spenden und Sponsoring geregelt. So spendet K+S nicht an politische Parteien einschließlich ihnen nahestehender oder zugehöriger Organisationen oder Personen. Spenden für wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke wurden im Jahr 2015 insgesamt in Höhe von knapp 830.000 € geleistet.

Neben Geldspenden engagieren wir uns auch mit Sachgütern und fördern den freiwilligen Einsatz unserer Mitarbeiter für gemeinnützige Zwecke. Mit konkreten Projekten unterstützen wir die Flüchtlingshilfe in Deutschland. Mitarbeiter in Deutschland konnten sich im Jahr 2015 für ihre Tätigkeit in Hilfsorganisationen bei voller Bezahlung bis zu zwei Wochen lang freistellen lassen. In der Zentrale in Kassel wurde ein großer Schulungsraum für Deutschkurse und an einem anderen Standort Wohnräume zur Verfügung gestellt. Mitarbeiter haben für Flüchtlingsfamilien Kleidung und Spielsachen gesammelt und im Rahmen eines Freiwilligentags einen Raum in einer Erstaufnahmeeinrichtung als Spielzimmer hergerichtet. Außerdem konnten Hilfsorganisationen dringend benötigte Container günstig erwerben.

Die kanadische Gruppengesellschaft K+S POTASH CANADA ermöglicht ihren Mitarbeitern ebenfalls, sich während der Arbeitszeit gesellschaftlich, z. B. im Sportverein oder in einer gemeinnützigen Organisation, zu engagieren. Die Organisationen können sich bei K+S POTASH CANADA um eine finanzielle Unterstützung in den Bereichen Jugend, Umwelt oder Beschäftigungsförderung bewerben.

1.4 WIRTSCHAFTSBERICHT

ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die nachfolgenden Ausführungen zur gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (IFW) und des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF).

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2015 abgeschwächt. Insgesamt stieg das weltweite Bruttoinlandsprodukt um 3,1% (2014: 3,4%). Sowohl in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern blieben die Expansionsraten gering.

In der EUROPÄISCHEN UNION setzte sich die Konjunkturbelebung im Jahresverlauf fort. Die privaten Konsumausgaben und die Investitionstätigkeit entwickelten sich positiv, während die Arbeitslosenquote zum Jahresende mit rund 10 % nach wie vor sehr hoch lag. Die relative Schwäche des Euro im Vergleich zum US-Dollar begünstigte die Ausfuhren.

Nach einer temporären Konjunkturschwäche in den Vereinigten Staaten zu Jahresbeginn führten verbesserte Witterungsbedingungen und die Beendigung des Streiks der Hafenarbeiter an der Westküste zu einer leichten Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Produktion. Die privaten Konsumausgaben und Unternehmensinvestitionen legten deutlich zu. Die Arbeitslosenquote erreichte mit rund 5% zum Jahresende den tiefsten Stand seit 2008.

In den Schwellenländern war die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin verhalten. Belastend wirkten sich das geringere Expansionstempo in China, die Abschwächung der lokalen Währungen und deutlich gesunkene Rohstoffpreise aus, die insbesondere das Wachstum der Rohstoff-Exportländer bremsten.

Die Geldpolitik in den Industrieländern war weiterhin expansiv ausgerichtet. Die FEDERAL RESERVE BANK (FED) erhöhte allerdings ihren Leitzins im September 2015 auf 0,25 bis 0,5% (zuvor: 0 bis 0,25%), während die europäische Zentralbank (EZB) ihren bei 0,05% beließ. Seit März 2015 kauft die EZB Anleihen aus Ländern des Euroraums in großem Umfang auf, um auf diese Weise das selbstgesteckte Inflationsziel von 2% zu erreichen.

Aufgrund höherer Ernteschätzungen verringerten sich die Preise wichtiger Agrarrohstoffe deutlich. Der DOW JONES-UBS AGRICULTURE SUBINDEX, der die Entwicklung der Preise von Mais, Sojabohnen, Zucker, Weizen, Sojaöl, Baumwolle und Kaffee abbildet, fiel im Jahresverlauf um rund 16%. / ABB: 1.4.1

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent sank im Jahresverlauf kräftig und lag Ende Dezember bei rund 37 US$ pro Barrel (31.12.2014: 57 US$ pro Barrel). Der Preisrückgang dürfte vor allem auf einen deutlichen Angebotsüberschuss zurückzuführen sein; der Durchschnittspreis des Gesamtjahres war mit rund 54 US$ nur etwa halb so hoch wie im Vorjahr (2014: 99 US$). Der NCG-Natural-Gas-Year-Future, der schwerpunktmäßig die Region West- und Süddeutschland abbildet, fiel im Berichtsjahr nachfragebedingt von rund 22 €/MWh auf 15 €/MWh. Gegenüber dem Vorjahr ging der Durchschnittswert auf rund 20 €/MWh deutlich zurück (2014: 25 €/MWh).

Die Entwicklung an den Devisenmärkten war im Jahr 2015 von der weiteren Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar geprägt. Nachdem der US-Dollar zu Jahresanfang noch bei rund 1,20 EUR/USD notierte, stieg er bis Ende Dezember auf etwa 1,09 EUR/USD. Im Jahresdurchschnitt lag der Wert des US-Dollars bei 1,11 EUR/USD und damit deutlich über Vorjahresniveau (2014: 1,33 EUR/USD). / ABB: 1.4.2

AUSWIRKUNGEN AUF K+S

Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S :

Die Energiekosten der K+S GRUPPE werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug von Gas beeinflusst. Unsere Einkaufsverträge ermöglichen eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Bezugsbasis. Insgesamt konnten wir unsere Energiekosten gegenüber dem Vorjahr nochmals senken.
Neben dem EUR/USD-Währungsverhältnis ist der relative Vergleich zwischen den Währungen unserer Wettbewerber (kanadischer Dollar, russischer Rubel) jeweils zum US-Dollar für uns von Bedeutung. Ein starker US-Dollar hat bei den meisten Kaliproduzenten der Welt in der Regel einen positiven Einfluss auf die Ertragskraft in ihrer jeweiligen Landeswährung; dies liegt daran, dass der Großteil der weltweiten Kaliproduktion außerhalb des US-Dollarraums liegt, jedoch beinahe sämtliche Umsätze, mit Ausnahme der europäischen, in US-Dollar fakturiert werden. Abbildung 1.4.2 zeigt, dass sich der US-Dollar im Berichtsjahr auch gegenüber dem kanadischen Dollar und dem russischen Rubel verteuerte. Insgesamt ergab sich daraus keine nennenswerte Auswirkung auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der K+S GRUPPE.
Fremdwährungssicherungssystem: Durch die für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eingesetzten Sicherungsinstrumente lag der Umrechnungskurs im Jahr 2015 bei durchschnittlich 1,20 EUR/USD inkl. Sicherungskosten (2014: 1,33 EUR/USD). Im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich die Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro somit erneut positiv aus. Für die in kanadischen Dollar zu zahlenden Investitionen bei Legacy sichern wir zudem den Wechselkurs zum Euro. Der durchschnittliche Sicherungskurs lag im Berichtsjahr bei 1,47 EUR/CAD (2014: 1,43 EUR/CAD).

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEM: Seite 90
Der Preisdruck bei den Agrarrohstoffen hat sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte negativ auf die Ertragsaussichten der Landwirte ausgewirkt und veranlasste diese zu Kostensparmaßnahmen. Dies hatte in einigen Regionen, insbesondere in Brasilien, Auswirkungen auf die Kalinachfrage und das Preisniveau von Kaliumchlorid. Die grundsätzlichen Wachstumstreiber für die Nachfrage nach Kaliumchlorid sind weiterhin intakt: Eine jährlich um rund 80 Millionen Menschen wachsende Weltbevölkerung sowie veränderte Ernährungsgewohnheiten hin zu einem höheren Fleisch- und Eiweißkonsum und nicht zuletzt eine begrenzt zur Verfügung stehende landwirtschaftliche Nutzfläche. Die daraus resultierenden Ertragsperspektiven sollten der Landwirtschaft ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen höheren Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern.

PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖL ABB: 1.4.1

Quelle: Bloomberg

WÄHRUNGSENTWICKLUNG ABB: 1.4.2

Quelle: Bloomberg

BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Zu Beginn des Jahres einigten sich öffentlichen Informationen zufolge große Kalilieferanten mit den chinesischen Abnehmern für das Standardprodukt Kaliumchlorid (MOP) auf einen Preis je Tonne einschließlich Fracht von 315 USD. Die globale Nachfrage blieb in der Folge weitgehend robust.

Der stärkere US-Dollar führte in den verschiedenen Regionen zu unterschiedlichen Auswirkungen. Während einige Anbieter, insbesondere Produzenten außerhalb des Euroraums, zunächst leichte Preiserhöhungen in Europa durchsetzen konnten, führten ein schwächerer brasilianischer Real, eine geringere Kreditverfügbarkeit für die Landwirte und sinkende Preise für Agrarrohstoffe nach einem Rekordabsatz im Vorjahr zu einem Nachlassen der Nachfrage in Brasilien. Als Folge davon waren zur Jahresmitte erste Preisrückgänge in den Überseeregionen zu verzeichnen. Die zunehmende Abschwächung der Währungen in den Schwellenländern, anhaltend niedrige Agrarrohstoffpreise und ein unterdurchschnittlicher Monsun führten im weiteren Jahresverlauf auch in Südostasien und Indien zu Kaufzurückhaltung.

Annähernd stabil zeigten sich hingegen die Rahmenbedingungen im Segment Düngemittelspezialitäten. Landwirte, die chloridempfindliche Kulturen wie z. B. Gemüse oder Wein anbauen, hatten auch im Jahr 2015 aufgrund der attraktiven Erträge, die mit diesen Kulturen erzielt werden konnten, einen klaren Anreiz, entsprechende Pflanzennährstoffe wie Kaliumsulfat (SOP) einzusetzen.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Im Zuge eines guten Winters in den nordamerikanischen Auftausalzregionen war die Nachfrage im ersten Quartal 2015 erneut überdurchschnittlich, wenn auch das hohe Niveau des Vorjahres nicht erreicht werden konnte. Die Lieferungen erfolgten dabei allerdings in der Regel zu höheren Preisen als in der Vorsaison. In Europa führte ein erneut milder Winter nur zu leichten Absatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr.

Im zweiten und dritten Quartal entwickelte sich die Nachfrage nach Auftausalz vor allem in Nordamerika weiter positiv; an der Ostküste waren die Lagerbestände aufgrund der winterlichen Witterung zu Beginn des Jahres auf sehr niedrigem Niveau.

Das vierte Quartal zeigte sich vor allem zum Jahresende sehr mild; das nordamerikanische Wintergeschäft blieb deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Vereinzelte Schneefälle in Europa konnten die hohen Bestände nur punktuell verringern.

Die Nachfrage nach Gewerbesalzen blieb in Europa und Südamerika nahezu unverändert. In Nordamerika zeigte sich eine stabile Absatz- und positive Preisentwicklung bei Wasserenthärtungssalzen. Im Speisesalzsegment blieb die Nachfrage in Europa und Amerika auf Vorjahresniveau; die Preise in Nordamerika zogen im Durchschnitt an. Bei den Industriesalzen für die chemische Industrie ergab sich in 2015 eine stabile Nachfrage in Europa, während in Nordamerika ein Anstieg zu verzeichnen war.

WESENTLICHE, FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE

Während das weltweite Kalipreisniveau in der ersten Jahreshälfte noch weitestgehend stabil blieb, mussten wir in der zweiten Jahreshälfte vor allem in den Überseeregionen Preisrückgänge hinnehmen. Die zunehmende Abschwächung der Währungen in den Schwellenländern, niedrige Preise für Agrarrohstoffe und ein unterdurchschnittlicher Monsun führten zu einer deutlichen Kaufzurückhaltung.
Das Auftausalzgeschäft ist maßgeblich von der Witterung im ersten und vierten Quartal abhängig. Zu Beginn des Jahres 2015 wirkte sich der anhaltend schneereiche Winter in Nordamerika für K+S positiv aus und konnte die Auswirkungen des milden Winterwetters in Europa überkompensieren. Zum Jahresende führte eine milde Witterung auf beiden Kontinenten zu unterdurchschnittlichen Volumina im Geschäftsbereich Salz.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

UMSATZPROGNOSE

Die im Rahmen des Finanzberichts 2014 formulierte Umsatzprognose ging von einem moderaten Umsatzanstieg für das Jahr 2015 gegenüber der Vorperiode aus. Mit 4,18 Mrd. € verwirklichte der tatsächlich im Jahr 2015 erwirtschaftete Umsatz der K+S GRUPPE diese Annahme (2014: 3,82 Mrd. €).

ERGEBNISPROGNOSE

Im März 2015 gingen wir aufgrund erwarteter höherer Jahresdurchschnittserlöse im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von deutlich über dem Vorjahr liegenden operativen Ergebnissen EBITDA und EBIT I im Geschäftsjahr 2015 aus. Da sich zudem auch der Geschäftsbereich Salz aufgrund gestiegener Preise und positiver Währungseffekte positiv entwickelte, konnte die Prognose mit 1.057,5 Mio. € bzw. 781,6 Mio. € für die operativen Ergebnisse der K+S GRUPPE im Jahr 2015 realisiert werden. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug im Berichtsjahr 542,3 Mio. € und lieferte damit den deutlichen Anstieg gegenüber Vorjahr. Die Erwartung bezüglich eines moderat sinkenden ROCE wurde mit 12,5% annähernd bestätigt (2014: 12,7%).

UMSATZ NACH BEREICHEN TAB: 1.4.1

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in Mio. € Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014 %
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 608,4 500,5 471,4 511,0 2.091,3 1.884,0 + 11,0
Geschäftsbereich Salz 727,0 374,0 381,8 442,4 1.925,2 1.778,5 + 8,2
Ergänzende Aktivitäten 41,3 39,6 38,0 38,8 157,7 158,3 -0,4
Überleitung 0,4 0,3 0,2 0,4 1,3 0,9 + 44,4
K+S GRUPPE 1.377,1 914,4 891,4 992,6 4.175,5 3.821,7 + 9,3
Anteil am Gesamtumsatz (%) 33,0 21,9 21,3 23,8 1 100,0 - -

CASHFLOWPROGNOSE

Die im Rahmen des Finanzberichts 2014 enthaltene Prognose eines deutlich negativen Freien Cashflows (bereinigt) bestätigte sich, er betrug im Berichtszeitraum -635,9 Mio. € (2014: -306,3 Mio. €).

INVESTITIONSPROGNOSE

Im Finanzbericht 2014 rechneten wir für das Geschäftsjahr 2015 mit Investitionen von rund 1,3 Mrd. €. Der tatsächliche Wert lag bei 1.278,8 Mio. € und somit nahe dem prognostizierten Wert.

ERTRAGSLAGE

UMSATZ MODERAT ÜBER VORJAHR

Im Geschäftsjahr 2015 konnte der Umsatz auf 4.175,5 Mio. € gesteigert werden nach 3.821,7 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg ist insbesondere auf ein höheres Durchschnittspreisniveau in beiden Geschäftsbereichen sowie ein vorteilhaftes EUR/USD-Währungsverhältnis zurückzuführen. Unterjährig lässt sich an den Quartalsumsätzen in der Regel eine gewisse Saisonalität erkennen; bei einer mengenmäßigen Betrachtung profitiert das erste Halbjahr im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte üblicherweise von der Frühjahrsdüngung in Europa. Das Auftausalzgeschäft konzentriert sich in der Regel auf das erste und vierte Quartal eines Jahres. / TAB: 1.4.1, 1.4.2

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Darstellung der Segmente', Seite 96

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 1.4.2

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in % 2015
Umsatzveränderung + 9,3
- mengen-/strukturbedingt -4,5
- preis-/preisstellungsbedingt + 4,1
- währungsbedingt + 9,7
- konsolidierungsbedingt -

UMSATZ NACH BEREICHEN ABB: 1.4.3

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in % 2015 2014
1 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 50,1 49,3
2 Geschäftsbereich Salz 46,1 46,6
3 Ergänzende Aktivitäten 3,8 4,1

UMSATZ NACH REGIONEN ABB: 1.4.4

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in % 2015 2014
1 Europa 39,8 41,9
- davon Deutschland 14,2 14,9
2 Nordamerika 36,1 35,6
3 Südamerika 12,8 12,3
4 Asien 8,8 7,7
5 Afrika, Ozeanien 2,5 2,5

Während das erste Halbjahr im Geschäftsbereich Salz maßgeblich durch eine überdurchschnittliche Auftausalznachfrage im Zuge der winterlichen Witterung in Nordamerika und höheren Durchschnittspreisen geprägt war, profitierte der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte derweil vor allem preis- sowie währungsbedingt. In der zweiten Jahreshälfte kam es insbesondere in einigen Überseeregionen (wie Brasilien) zu einer konjunkturellen Abkühlung, die zu einem deutlichen Rückgang des Preisniveaus für Kaliumchlorid führte. Der Markt für Kali-Spezialitäten zeigte sich hingegen durchweg robust. Im vierten Quartal führte im Geschäftsbereich Salz der ausbleibende Winter auf beiden Seiten des Atlantiks zu einem deutlichen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr.

Mit einem Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von rund 50 % war der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte erneut der umsatzstärkste innerhalb der K+S GRUPPE, gefolgt vom Geschäftsbereich Salz und den Ergänzenden Aktivitäten. / ABB: 1.4.3

Bezüglich der regionalen Verteilung führte die Abschwächung des Euro im Geschäftsjahr 2015 zu einem prozentual gestiegenen Anteil der Umsätze in Übersee. Dennoch erzielten wir in Europa mit rund 40% des Gesamtumsatzes weiterhin den größten Anteil. Nordamerika erreichte etwa 36 %; hier verkaufen wir vor allem Salzprodukte. In Südamerika ist neben dem wichtigen brasilianischen Kaligeschäft auch das chilenische Salzgeschäft für uns von Bedeutung; der Umsatzanteil lag bei knapp 13 %. Auf Asien entfielen rund 9% des Gesamtumsatzes. / ABB: 1.4.4

AUFTRAGSENTWICKLUNG

Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise.

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist der Anteil des Auftragsbestands am Jahresende im Verhältnis zum Umsatz mit weniger als 10 % gering. Das Geschäft ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt.

Im Geschäftsbereich Salz werden Auftausalzverträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir in der Regel ab dem zweiten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, zum Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Soweit die vertraglich vereinbarten Volumina - abhängig von der Witterung - rechtlich zulässigen Schwankungen unterliegen, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt ebenso, soweit Mengen bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können.

Ein Ausweis des Auftragsbestands ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragskraft nicht aussagekräftig.

ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTEN

Für uns sind der Material- und Personalaufwand sowie die Frachtkosten von übergeordneter Bedeutung. Mit 1.468,7 Mio. € erhöhte sich der Materialaufwand vor allem währungsbedingt spürbar (2014: 1.329,0 Mio. €). Im Jahr 2015 betrug der Personalaufwand 1.080,0 Mio. €; er lag damit moderat über dem Niveau des Vorjahres (2014: 1.013,7 Mio. €). Einer höheren Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung, einem höheren Aufwand aus Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie wechselkursbedingten Kostensteigerungen standen aber auch Einsparungen im Rahmen von ,Fit für die Zukunft' gegenüber. Die Frachtkosten konnten vor allem von den gesunkenen Preisen für Rohöl profitieren, lagen allerdings mit 808,9 Mio. € aufgrund der EUR/USD-Währungsentwicklung spürbar über Vorjahr (2014: 735,6 Mio. €).

/ WEITERE INFORMATIONEN: Anhang in Anmerkung (8) und (9), Seite 158

ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHR

,FIT FÜR DIE ZUKUNFT' AUF KURS

Im Geschäftsjahr 2015 haben wir unsere erheblichen Anstrengungen fortgesetzt, die Kosten- und Organisationsstruktur der gesamten Gruppe noch effizienter zu gestalten. Wir streben an, in den Jahren 2014 bis 2016 Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio. € gegenüber einer früheren Planung für diesen Zeitraum einzusparen. Neben tatsächlichen Einsparungen enthält dieser Betrag auch Kosten, die ursprünglich geplant waren, aber vermieden wurden.

Im Berichtsjahr 2015 konnten wir das uns gesetzte Ziel erneut übertreffen. Insbesondere in den Bereichen Produktion, Materialwirtschaft, Logistik und IT konnten Kostensenkungen erzielt werden. Wir haben beispielsweise ein IT-gestütztes System zur zentralen Produktionssteuerung eingeführt, neue hydrostatische Maschinen mit geringen Betriebskosten für den Untertageeinsatz in Betrieb genommen, Einsparungen bei Verpackungsmaterialien erzielt, das Logistiknetzwerk in Nordamerika optimiert und unsere chilenische Reederei EMPREMAR reorganisiert. Mit diesen und weiteren Initiativen haben wir nun bereits gut zwei Drittel der avisierten Einsparungen umsetzen können.

OPERATIVE ERGEBNISSE EBITDA UND EBIT I

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), welches um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag an aktivierten Eigenleistungen (43,4 Mio. €) bereinigt wurde, lag im Berichtsjahr mit 1.057,5 Mio. € deutlich über dem hohen Wert des Vorjahres (2014: 895,5 Mio. €). / TAB: 1.4.3

EBITDA NACH BEREICHEN1

TAB: 1.4.3

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in Mio. € Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014 %
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 217,2 179,0 127,2 165,8 689,2 618,5 + 11,4
Geschäftsbereich Salz 169,6 70,8 70,6 70,0 1 381,0 276,0 + 38,0
Ergänzende Aktivitäten 10,0 9,0 8,0 8,0 35,0 34,3 + 2,0
Überleitung2 -13,7 -11,5 -6,5 -16,0 -47,7 -33,3 -43,2
K+S GRUPPE 383,1 247,3 199,3 227,8 1.057,5 895,5 + 18,1
Anteil am Gesamt-EBITDA (%) 36,2 23,4 18,8 21,6 1 100,0 - -

1 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.

2 Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und ergänzenden Aktivitäten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile ,Überleitung' dargestellt.

Das operative Ergebnis EBIT I betrug im Berichtsjahr 781,6 Mio. €, dies entspricht einem Anstieg von rund 22% gegenüber dem Vorjahreswert (2014: 641,3 Mio. €). Der Anstieg ist in erster Linie auf höhere Durchschnittspreise in beiden Geschäftsbereichen zurückzuführen, daneben wirkte sich das EUR/USD-Währungsverhältnis positiv aus. Das Vorjahr war zudem durch einen Sondereffekt in Höhe von 36,0 Mio. € aus einer Versicherungsleistung aufgrund der Betriebsunterbrechung am Standort Unterbreizbach begünstigt. / TAB: 1.4.4

Im EBIT I sind Abschreibungen (bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag an aktivierten Eigenleistungen) in Höhe von 275,9 Mio. € berücksichtigt, diese erhöhten sich vor allem aufgrund der Inbetriebnahme neuer Anlagen im Rahmen des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz sowie währungsbedingt um rund 9% gegenüber dem Vorjahr (2014: 254,2 Mio. €).

ERGEBNIS NACH OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN (EBIT II)

Im Jahr 2015 wurde ein Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften EBIT II von 715,6 Mio. € erwirtschaftet; im Vorjahr lag dieses bei 660,7 Mio. €. Die Differenz zwischen dem EBIT I und EBIT II ergibt sich aus Ergebniseffekten aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften in Höhe von -66,0 Mio. € (2014: +19,4 Mio. €). Diese resultierten überwiegend aus der Veränderung der Marktwerte noch offener Sicherungsgeschäfte. Ursächlich waren der stärkere US-Dollar sowie der schwächere kanadische Dollar im Vergleich zum Euro zum Bilanzstichtag.

EBIT I NACH BEREICHEN TAB: 1.4.4

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in Mio. € Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014 %
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 183,2 143,9 92,5 126,5 546,1 488,8 + 11,7
Geschäftsbereich Salz 142,0 42,6 43,2 38,5 266,3 172,9 + 54,0
Ergänzende Aktivitäten 7,7 6,7 5,7 6,3 26,4 24,2 + 9,1
Überleitung1 -16,2 -14,0 -9,3 -17,7 -57,2 -44,6 -28,3
K+S GRUPPE 316,7 179,2 132,1 153,6 781,6 641,3 + 21,9
Anteil am Gesamt-EBIT I (%) 40,5 22,9 16,9 19,7 100,0 - -

1 Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und Ergänzenden Aktivitäten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile .Überleitung' dargestellt.

Nach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich nicht im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

FINANZERGEBNIS

Im Jahr 2015 betrug das Finanzergebnis -33,7 Mio. € nach -126,0 Mio. € im Vorjahr. Die Verbesserung resultierte insbesondere aus dem Wegfall der Zinsaufwendungen (28,1 Mio. €) für die im September 2014 fällig gewordene Anleihe sowie daraus, dass der Aufwand im Vorjahr durch eine Anpassung des Diskontierungssatzes für bergbauliche Rückstellungen (-39,8 Mio. €) belastet war. Zusätzlich wirkte sich die Aktivierung von Fremdkapitalzinsen insbesondere für das Legacy Projekt positiv aus (2015: 30,0 Mio. €; 2014: 1,3 Mio. €). Im Finanzergebnis wird neben dem Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen (2015: - 5,6 Mio. €; 2014: - 3,4 Mio. €) auch der Zinsaufwand für sonstige langfristige Rückstellungen, insbesondere für bergbauliche Verpflichtungen (2015: -10,5 Mio. €; 2014: - 61,3 Mio. €), ausgewiesen; beide sind nicht zahlungswirksam.

KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIE

Das Konzernergebnis nach Steuern lag im Berichtsjahr bei 495,2 Mio. € (2014: 380,5 Mio. €). Der Steueraufwand betrug 186,5 Mio. € (2014: 153,4 Mio. €). Der Steueraufwand setzt sich aus zahlungswirksamen Steuern in Höhe von 205,2 Mio. € (2014: 127,8 Mio. €) und nicht zahlungswirksamen latenten Steuern in Höhe von -18,7 Mio. € (2014: 25,6 Mio. €) zusammen. Der Anstieg der zahlungswirksamen Steuern ist Folge höherer operativer Ergebnisse sowie der Tatsache, dass in 2014 steuerliche Verlustvorträge in großem Umfang verbraucht wurden. Die Veränderung der latenten Steuern ist insbesondere auf eine verringerte Verlustnutzung sowie den Umstand zurückzuführen, dass in 2014 eine Steuersatzänderung in Chile zu einem erhöhten latenten Steueraufwand geführt hatte. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 28,7% (2014: 28,6%) zugrunde gelegt.

Das Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 2,59 €. Es lag damit rund 30 % über dem Vorjahreswert von 1,99 €. Die Berechnung beruht auf einer durchschnittlichen Anzahl an ausstehenden Aktien von 191,4 Mio. Stückaktien.

BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE

Zur besseren Vergleichbarkeit weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert. Des Weiteren werden auch die aus dieser Bereinigung resultierenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern herausgerechnet. Das bereinigte Konzernergebnis dient als Grundlage für die Berechnung der Dividende im Rahmen unserer Ausschüttungspolitik und wird wie folgt ermittelt: / TAB: 1.4.5

HERLEITUNG DES BEREINIGTEN KONZERNERGEBNISSES TAB: 1.4.5

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in Mio. € 2015 2014
Konzernergebnis 495,2 380,5
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte 85,5 -24,1
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -22,0 9,0
Eliminierung daraus resultierender latenter bzw. zahlungswirksamer Steuern -18,9 5,5
Realisierter Ertrag (-) /Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada 2,5 -4,3
Bereinigtes Konzernergebnis 542,3 366,6

ERGEBNIS JE AKTIE TAB: 1.4.6

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Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014 %
Ergebnis je Aktie (€) 0,85 0,80 0,26 0,68 2,59 1,99 + 30,2
Ergebnis je Aktie, bereinigt (€)1 1,04 0,62 0,46 0,71 2,83 1,92 + 47,4
Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) 191,40 191,40 191,40 191,40 191,40 191,40 -

1 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2015: 28,7 % (2014: 28,6 %).

Das bereinigte Konzernergebnis konnte um rund 48% auf 542,3 Mio. € gesteigert werden (2014: 366,6 Mio. €). Die bereinigte Konzernsteuerquote betrug im Berichtsjahr 27,5% nach 28,7% im Vorjahr; diese war durch einen einmaligen latenten Steueraufwand aufgrund der Steuersatzerhöhung in Chile beeinflusst. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich im Berichtsjahr auf 2,83 € (2014: 1,92 €). Auch hierfür wurden 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt.

Zum 31. Dezember 2015 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende somit auf 191,4 Mio. Stückaktien. / TAB: 1.4.6

KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGE

MARGENKENNZAHLEN

Die Margenkennzahlen verbesserten sich im Berichtsjahr gegenüber den Vorjahreswerten als Folge der positiven Geschäftsentwicklung. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 1.057,5 Mio. € führte zu einer EBITDA-Marge von 25,3% (2014: 23,4%), die EBIT I-Marge erreichte 18,7% nach 16,8% im Jahr 2014. Die Umsatzrendite betrug 13,0% (2014: 9,6 %). / ABB: 1.4.5

/ DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN: Kapitel .Weitere Informationen', Seite 191

HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN

Der gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE errechnet sich als Summe der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital nach dem Peer-Group-Verfahren gemäß IAS 36. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert.

Die Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber wird aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie abgeleitet. Als risikoloser Zinssatz wurde der barwertäquivalente Durchschnitt der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von 1 bis 30 Jahren gemäß Svensson-Methode herangezogen; Ende 2015 lag dieser bei 1,5% (2014: 1,6%). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 6,0 % (2014: 6,0 %) sowie mit dem aus der Peer-Group abgeleiteten gültigen Betafaktor in Höhe von 0,91 (2014: 0,85) gegenüber dem Vergleichsindex MSCI WORLD ermittelt. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 6,9% (2014: 6,8 %).

MARGENKENNZAHLEN ABB: 1.4.5

Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern liegt bei 3,0% (2014: 3,5%) und ergibt sich aus dem Rating der Unternehmen der Peer-Group und einem damit korrespondierenden Spread auf den risikolosen Basiszinssatz. Nach Berücksichtigung der bereinigten Konzernsteuerquote von 27,5% folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 2,2% (2014: 2,5%). Der nach dem Peer-Group-Verfahren ermittelte Verschuldungsgrad beträgt 22,1% (2014: 19,3%).

In Summe resultiert hieraus ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE von 6,0% (2014: 6,0%) nach Steuern. Hieraus ergeben sich auf Basis einer durchschnittlichen Kapitalbindung von 6.816,6 Mio. € (davon operativ gebunden: 6.257,2 Mio. €) für das Jahr 2015 Kapitalkosten in Höhe von 409,0 Mio. €. Der entsprechende Kapitalkostensatz vor Steuern beträgt 8,3% (2014: 8,4%).

RENDITEKENNZAHLEN

Auch die Renditekennzahlen entwickelten sich aufgrund der gestiegenen Ergebnisse positiv. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug im Berichtsjahr 13,1% (2014: 9,9%) und die Gesamtkapitalrendite 10,4% (2014: 9,0%). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) der K+S GRUPPE betrug im Berichtsjahr 12,5% nach 12,7% im Vorjahreszeitraum. Dem Anstieg im EBIT I stand eine höhere operative Kapitalbindung gegenüber. Der ROCE liegt weiterhin deutlich über unseren Kapitalkosten von 8,3% vor Steuern. Damit hat die K+S GRUPPE im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Value Added in Höhe von 262,8 Mio. € geschaffen. Der Entwicklung des operativen Ergebnisses im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte stand eine höhere operative Kapitalbindung, im Wesentlich durch Legacy, gegenüber; der ROCE betrug folglich 14,4%. Der Geschäftsbereich Salz erreichte im Zuge des deutlichen EBIT I-Anstiegs einen Wert von 11,4%. / TAB: 1.4.7, 1.4.8

/ DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN: Kapitel .Weitere Informationen', Seite 191

HERLEITUNG DES ROCE TAB: 1.4.7

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in Mio. € 2015 2014
EBIT I 781,6 641,3
Immaterielle Vermögenswerte1 831,9 774,3
Sachanlagen 5.054,8 4.112,7
Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen 13,6 13,1
Operatives Anlagevermögen 5.900,3 4.900,1
Vorräte 705,3 578,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 708,6 732,9
Sonstige Vermögenswerte 377,2 303,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -306,0 -284,6
Sonstige Verbindlichkeiten -166,8 -112,3
Kurzfristige Rückstellungen -405,6 -404,7
Bereinigungen Working Capital2 33,4 -45,1
Working Capital 945,9 768,1
Eingesetztes Kapital 6.846,2 5.668,2
ROCE = Operatives Ergebnis (EBIT I)/Eingesetztes Kapital (Jahresdurchschnitt) 12,5% 12,7%
- Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 14,4% 17,8%
- Geschäftsbereich Salz 11,4% 8,1%
- Ergänzende Aktivitäten 27,6% 24,1%

1 Bereinigt um die den Goodwill beeinflussenden latenten Steuern aus der Erstkonsolidierung.

2 Bereinigt um CTA-Planvermögensüberschüsse, Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Geldanlagen, Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen.

MEHRPERIODENÜBERSICHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN1

TAB: 1.4.8

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Kennzahlen

in %
2015 2014 2013 2012 2011
Bruttomarge 45,9 42,1 43,2 45,1 45,4
EBITDA-Marge 25,3 23,4 23,0 26,3 28,7
EBIT-Marge 18,7 16,8 16,6 20,4 22,7
Umsatzrendite2 13,0 9,6 11,1 13,7 15,7
Eigenkapitalrendite nach Steuern2,3 13,1 9,9 12,8 19,6 20,2
Gesamtkapitalrendite2, 3 10,4 9,0 10,9 16,1 16,4
Return on Capital Employed (ROCE) 12,5 12,7 15,2 19,9 25,2
Gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern 8,3 8,4 8,2 8,7 8,6
Value Added (Mio. €) 262,8 216,4 302,3 452,4 597,3

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.

2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2015: 28,7% (2014: 28,6%).

3 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.

FINANZLAGE

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS DER K+S GRUPPE

FINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERT

Zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE gehört es,

die Liquidität zu sichern und gruppenweit effizient zu steuern,
die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten und zu optimieren sowie
finanzielle Risiken auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten zu reduzieren.

Durch ein zentralisiertes Cashmanagement steuern wir die Liquidität und optimieren die Zahlungsströme innerhalb der K+S GRUPPE . Um die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten bzw. günstige Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu erreichen, streben wir langfristig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein "Investment Grade" Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Dies schließt vor dem Hintergrund der Investitionen in das Legacy Projekt eine temporäre Abweichung davon nicht aus. Die Steuerung der Kapitalstruktur wird anhand folgender Kennzahlen vorgenommen: / TAB: 1.4.9

Das Währungs- und Zinsmanagement erfolgt zentral für alle wesentlichen Gruppengesellschaften. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen, zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt und regelmäßig überwacht.

KENNZAHLEN UND STEUERUNG DER KAPITALSTRUKTUR1

TAB: 1.4.9

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Zielkorridor 2015 2014 2013 2012 2011
Nettoverschuldung/EBITDA 1,0 bis 1,5 2,3 1,8 1,2 0,8 0,5
Nettoverschuldung/Eigenkapital (%) max. 100 55,7 42,2 30,5 24,4 19,8
Eigenkapitalquote (%) 40 bis 50 51,9 50,6 45,3 51,4 50,9

1 Das Jahr 2014 wurde aufgrund einer Ausweisänderung der bergbaulichen Rückstellungen angepasst. Weitere Erläuterungen zur Anpassung sind im Anhang in Anmerkung (22) auf Seite 175 zu finden.

WÄHRUNGSSICHERUNG GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE TAB: 1.4.10

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2014 Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015
EUR/USD-Umrechnungskurs nach Prämien 1,33 1,22 1,21 1,19 1,17 1,20
Durchschnittlicher EUR/USD-Kassakurs 1,33 1,13 1,11 1,11 1,10 1,11

FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEM

Schwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich besonders im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden hier wesentliche Nettopositionen (d. h. Nettoumsatz in US-Dollar abzüglich Frachten und Investitionen für das Legacy Projekt in US-Dollar) mit Hilfe von Derivaten, in der Regel durch Optionen oder Termingeschäfte, gesichert. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Letzteres kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Translationseffekte aus der US-Dollar-Umrechnung treten derzeit hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf und werden zukünftig auch im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eine zunehmend größere Rolle spielen.

Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften im Rahmen der Transaktionssicherung wird ein "worst case" abgesichert, zugleich aber die Chance erhalten, für einen Teil der Fremdwährungspositionen an einer für uns günstigen Kursentwicklung teilzuhaben.

Im Jahr 2015 lag der realisierte Kurs des US-Dollars im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bei 1,20 EUR/USD inkl. Kosten (Vorjahr: 1,33 EUR/USD). / TAB: 1.4.10

Für die Errichtung des neuen Kaliwerks in Kanada (Legacy Projekt) werden während der Hauptinvestitionsphase bis zum Jahr 2016 Zahlungen vornehmlich in kanadischen Dollar (CAD) und zum Teil auch in US-Dollar getätigt. Für die Investitionen in kanadischen Dollar besteht teilweise eine natürliche Gegenposition durch Überschüsse des Salzgeschäfts in Kanada. Die verbleibende CAD-Nettoposition ist zum Großteil durch den Einsatz von Termingeschäften gesichert, die einen "worst case" festschreiben. Für das Jahr 2015 betrug der durchschnittliche Sicherungskurs 1,47 EUR/CAD (2014: 1,43 EUR/CAD). Die Investitionen in US-Dollar werden in die USD-Nettoposition des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte einbezogen; dies führt während der Investitionsphase zu einer Reduzierung des insgesamt zu sichernden US-Dollar-Volumens. In der anschließenden Betriebsphase wird sich die Nettoposition aufgrund der erwarteten zusätzlichen USD-Umsätze erhöhen.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM LEGACY PROJEKT: www.k-plus-s.com/de/legacy-project

INVESTITIONSANALYSE

Im Jahr 2015 investierte die K+S GRUPPE 1.278,8 Mio. €; dies ist ein Anstieg um 125,6 Mio. € bzw. rund 11%. Der Anstieg ist vor allem auf Investitionen für unser Legacy Projekt in Kanada zurückzuführen. / TAB: 1.4.11

Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen in Höhe von 598,3 Mio. €; diese beziehen sich auf noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben aus 2015 und den Vorjahren. / ABB: 1.4.6

INVESTITIONEN NACH BEREICHEN1

TAB: 1.4.11

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in Mio. € Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 184,7 330,8 322,1 307,4 1.145,0 1.040,4
Geschäftsbereich Salz 12,8 17,9 26,3 61,1 118,1 87,5
Ergänzende Aktivitäten 0,4 0,8 2,2 3,1 6,5 5,1
Übrige Investitionen 1,9 6,0 -0,7 2,0 9,2 20,2
K+S GRUPPE 199,8 355,5 349,9 373,6 1.278,8 1.153,2
Anteil an den Investitionen (%) 15,6 27,8 27,4 29,2 1 100,0 -

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in Mio. € %
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte + 10,1
Geschäftsbereich Salz + 35,0
Ergänzende Aktivitäten + 27,5
Übrige Investitionen -54,5
K+S GRUPPE + 10,9
Anteil an den Investitionen (%) -

1 Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen des Anlagevermögens.

INVESTITIONEN IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNGEN UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT1

ABB: 1.4.6

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe; im Jahr 2011 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.

2 Investitionen in bzw. ergebniswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte investierten wir 1.145,0 Mio. € und damit 104,6 Mio. € bzw. 10% mehr als im Vorjahr. Der Großteil der Investitionen entfiel auf Fundament- und Stahlbauarbeiten der Fabrik, den Auf- und Ausbau der Anlagen für die Kavernenentwicklung und die Bestellung und Installation wichtiger Kernkomponenten für das Legacy Projekt in Kanada. Darüber hinaus investierten wir erheblich in das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Umwelt', Seite 43

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Im Jahr 2015 stiegen die Investitionen im Geschäftsbereich Salz auf 118,1 Mio. € (2014: 87,5 Mio. €). Die Produktionssicherungsmaßnahmen des Salzbergwerks Borth in Nordrhein-Westfalen, die Erweiterung des Standorts Port Canaveral, USA, um Produktionseinrichtungen und Lagerflächen sowie Maßnahmen zur Erschließung einer tieferen Abbauebene am Steinsalzstandort Weeks Island, USA, gehörten im Berichtsjahr zu den bedeutendsten Projekten.

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN

Die Investitionsausgaben der Ergänzenden Aktivitäten betrugen im Berichtsjahr 6,5 Mio. € und haben sich gegenüber dem Vorjahreswert um 1,4 Mio. € erhöht (2014: 5,1 Mio. €). Im Bereich Entsorgung und Recycling wurde am deutschen Standort Bernburg die Erschließung eines weiteren Feldes für die untertägige Verwertung vorangetrieben.

LIQUIDITÄTSANALYSE

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit fiel im Vergleich zum Vorjahr um rund 7% auf 669,4 Mio. € (2014: 719,1 Mio. €). Einem Anstieg des operativen Ergebnisses EBIT I stand eine höhere Mittelbindung im Working Capital gegenüber. / TAB: 1.4.12

CASHFLOWÜBERSICHT TAB: 1.4.12

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in Mio. € Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014 %
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit 309,0 130,5 190,9 39,0 669,4 719,1 -6,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit -122,9 -51,6 -345,2 -256,1 -775,8 -584,9 + 32,6
Freier Cashflow 186,1 78,9 -154,3 -217,1 -106,4 134,2 -
Anpassung um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen -88,5 -269,4 -16,7 -154,9 -529,5 -440,5 + 20,2
Bereinigter Freier Cashflow 97,6 -190,5 -171,0 -372,0 -635,9 -306,3 >100

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (ohne Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich im Berichtsjahr auf -1.305,3 Mio. € (2014: -1.025,4 Mio. €). Ursächlich hierfür waren insbesondere die höheren Ausgaben für das Legacy Projekt. Der bereinigte Freie Cashflow (ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) betrug damit -635,9 Mio. € (2014: -306,3 Mio. €).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr -151,5 Mio. € (2014: -787,8 Mio. €). Das Vorjahr war aufgrund der Rückzahlung der im September 2014 fällig gewordenen Anleihe belastet. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Nettofinanzmittelbestand 118,4 Mio. € (31.12.2014: 370,3 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen, im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten sowie um Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten zum Erwerbszeitpunkt von bis zu drei Monaten. / TAB: 1.4.13

FINANZIERUNGSANALYSE

Die Finanzierungsstruktur der K+S GRUPPE zeigte sich im Berichtsjahr weiter stabil. Die Finanzierung erfolgte per 31. Dezember 2015 zu 89% aus Eigen- und langfristigem Fremdkapital, das sich wiederum vorrangig aus Anleiheverbindlichkeiten und Rückstellungen zusammensetzt (31.12.2014: 89%). / ABB: 1.4.7

EIGENKAPITALANTEIL LEICHT ANGESTIEGEN

Das Eigenkapital stieg im Wesentlichen ergebnisbedingt von 3.974,5 Mio. € auf 4.295,6 Mio. €. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 50,6 auf 51,9% der Bilanzsumme.

MEHRPERIODENÜBERSICHT DER FINANZLAGE1

TAB: 1.4.13

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in Mio. € 2015 2014 2013 2012 2011
Eigenkapital 4.295,6 3.974,5 3.396,6 3.393,9 3.084,6
Eigenkapitalquote (%) 51,9 50,6 45,3 51,4 50,9
Langfristiges Fremdkapital 3.036,8 2.999,8 2.686,8 2.555,3 1.953,6
- davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 166,1 162,8 102,6 160,1 95,3
- davon Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen 870,1 872,5 743,9 706,6 580,6
Anteil langfr. Rückstellungen an Bilanzsumme (%) 14,2 15,2 12,9 15,1 13,6
Kurzfristiges Fremdkapital 941,2 880,9 1.414,8 647,4 1.018,7
- davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 306,0 284,6 271,5 289,2 613,8
Finanzverbindlichkeiten 1.543,7 1.551,3 2.255,2 1.265,8 770,6
Nettofinanzverbindlichkeiten 1.363,6 590,9 190,5 -39,4 -65,1
Nettoverschuldung 2.399,8 1.626,2 1.037,0 827,3 610,8
Verschuldungsgrad I (%) 35,9 39,0 66,4 37,3 25,0
Verschuldungsgrad II (%) 55,9 40,9 30,5 24,4 19,8
Working Capital 945,9 768,1 844,9 1.025,7 840,9
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 669,4 719,1 755,7 607,2 633,4
Freier Cashflow -106,4 134,2 -53,6 -359,4 -233,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -151,5 -787,8 721,3 243,0 -261,7

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe; im Jahr 2011 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten. Das Jahr 2014 wurde aufgrund einer Ausweisänderung der bergbaulichen Rückstellungen angepasst. Weitere Erläuterungen zur Anpassung sind im Anhang in Anmerkung (22) auf Seite 175 zu finden.

PASSIVA ABB: 1.4.7

FREMDKAPITALANTEIL GEFALLEN

Das Fremdkapital der K+S GRUPPE stieg im Berichtsjahr leicht von 3.880,7 Mio. € auf 3.978,0 Mio. €. Das Fremdkapital bestand zum 31. Dezember 2015 zu 40 % aus Rückstellungen, zu 40 % aus Finanzverbindlichkeiten sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern.

Das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 3.036,8 Mio. € nach 2.999,8 Mio. € im Vorjahr. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals verringerte sich auf 36,7% der Bilanzsumme (31.12.2014: 38,2 %).

Vor allem aufgrund höherer Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich das kurzfristige Fremdkapital von 880,9 Mio. € am Ende des Jahres 2014 auf 941,2 Mio. € am 31. Dezember 2015. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme betrug 11,4% zum 31. Dezember 2015 nach 11,2% im Vorjahr.

/ WEITERE ANGABEN ZUR VERÄNDERUNG EINZELNER BILANZPOSTEN finden sich im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 159.

FINANZVERBINDLICHKEITEN

Finanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2015 in Höhe von 1.543,7 Mio. € (2014: 1.551,3 Mio. €). Der Großteil des langfristigen Fremdkapitals entfällt auf die im Juni 2012 sowie im Dezember 2013 begebenen Unternehmensanleihen. Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährungen bestehen überwiegend in US-Dollar. Sie beliefen sich zum 31. Dezember 2015 umgerechnet auf 22,2 Mio. €.

RÜCKSTELLUNGEN

Die langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen insbesondere bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen betrugen 870,1 Mio. € nach 872,5 Mio. € im Vorjahr. Der durchschnittliche Diskontierungssatz verblieb mit 3,5% auf Vorjahresniveau (2014: 3,5%).

Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich auf 166,1 Mio. € nach 162,8 Mio. € im Vorjahr. Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 3,1% (2014: 3,1 %). Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19.

/ WEITERE INFORMATIONEN finden sich im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 167.

BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Wir nutzen operatives Leasing zum Beispiel von Fahrzeugen, Lagerkapazitäten und EDV-Zubehör; der Umfang hat keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der K+S GRUPPE.

VERMÖGENSLAGE

VERMÖGENSSTRUKTURANALYSE

Die Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 8.273,6 Mio. € (31.12.2014: 7.855,2 Mio. €). Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund von Investitionen in das Legacy Projekt um 942,1 Mio. € auf 5.054,8 Mio. € (31.12.2014: 4.112,7 Mio. €). Die flüssigen Mittel (123,1 Mio. €) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (708,6 Mio. €) gingen um - 252,1 Mio. € respektive - 24,3 Mio. € zurück. Das Verhältnis von langfristigen zu kurzfristigen Vermögenswerten verschob sich auf 77:23. Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren sowie sonstigen Finanzinvestitionen verringerte sich aufgrund der Investitionen in das Legacy Projekt auf 163,1 Mio. €, dies entspricht einem Rückgang seit Jahresbeginn von rund 83 % (31.12.2014: 943,3 Mio. €). / ABB: 1.4.8

AKTIVA ABB: 1.4.8

NETTOVERSCHULDUNG TAB: 1.4.14

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in Mio. € 2015 2014
Flüssige Mittel am 31.12. 123,1 375,2
Langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen am 31.12. - 33,3
Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen am 31.12. 40,0 534,8
Finanzverbindlichkeiten -1.543,7 -1.551,3
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease -5,2 -3,0
Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt 22,2 20,1
Nettofinanzverbindlichkeiten am 31.12. -1.363,6 - 590,9
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -166,1 -162,8
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen -870,1 -872,5
Nettoverschuldung am 31.12. - 2.399,8 -1.626,2

Per 31. Dezember 2015 ergab sich eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 2.399,8 Mio. € (31.12.2014: 1.626,2 Mio. €). Die Nettofinanzverbindlichkeiten, bei denen Rückstellungen nicht berücksichtigt werden, betrugen zum Stichtag 1.363,6 Mio. € nach 590,9 Mio. € im Vorjahr. / TAB: 1.4.14, 1.4.15

/ DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN: Kapitel ,Weitere Informationen', Seite 191

ZWECKGEBUNDENES VERMÖGEN

Im Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) begonnen. Mit dieser Dotierung ist eine Zweckbindung von Finanzierungsmitteln verbunden. Das Gleiche gilt für ein Planvermögen, das zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen von MORTON SALT dient. Darüber hinaus bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach IFRS zu qualifizieren sind. Solcher Art behandelte Verpflichtungen werden gemäß IFRS bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Personalverpflichtungen zweckgebundene Vermögen lag im Jahr 2015 bei 417,9 Mio. € nach 433,1 Mio. € im Vorjahr. Angaben zu der Zusammensetzung dieses Planvermögens sowie zu im Jahr 2015 vorgenommenen Ausfinanzierungen finden Sie im Konzernanhang unter Anmerkung (21) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen' sowie unter Anmerkung (23) ,Langfristige Personalverpflichtungen'.

MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGE1

TAB: 1.4.15

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in Mio. € 2015 2014 2013 2012 2011
Sachanlagen, immaterielles Vermögen 6.123,1 5.128,3 3.868,9 3.528,2 3.247,9
Finanzanlagen, langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 14,1 47,0 193,2 515,4 74,4
Vorräte 705,3 578,8 552,6 687,9 730,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 708,6 732,9 737,9 770,3 928,8
Flüssige Mittel, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 163,1 910,0 1.867,5 786,8 757,8
Nettofinanzverbindlichkeiten 1.363,6 590,9 190,5 -39,4 -65,1
Nettoverschuldung2 2.399,8 1.626,2 1.037,0 827,3 610,8
Anlagendeckungsgrad I in % 70,0 77,3 87,5 95,8 94,5
Anlagendeckungsgrad II in % 119,5 135,6 156,7 167,9 154,4
Liquiditätsgrad I in % 17,3 103,3 132,0 121,5 74,4
Liquiditätsgrad II in % 120,4 207,6 195,0 266,2 180,3
Liquiditätsgrad III in % 203,5 281,8 236,2 378,1 256,1

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe; in 2011 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.

2 Das Jahr 2014 wurde aufgrund einer Ausweisänderung der bergbaulichen Rückstellungen angepasst. Weitere Erläuterungen zur Anpassung sind im Anhang in Anmerkung (22) auf Seite 175 zu finden.

NICHT BILANZIERTES VERMÖGEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2015 auf 839,2 Mio. € (31.12.2014: 1.051,7 Mio. €) und betreffen sowohl Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen als auch Leasingverhältnisse auf Basis von Operating-Leasingverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (z. B. Drucker, Kopiergeräte, EDV-Peripheriegeräte). Daneben sind Fahrzeuge geleast und Lagerkapazitäten gemietet. Diese Gegenstände sind aufgrund der gewählten Vertragsstrukturen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren.

ERLÄUTERUNG VON UNTERNEHMENSKÄUFEN UND -VERKÄUFEN

Unternehmenskäufe oder -verkäufe wurden im Berichtsjahr nicht getätigt.

DARSTELLUNG DER SEGMENTE

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

UMSATZ SPÜRBAR ÜBER VORJAHR

Im Geschäftsjahr 2015 stieg der Umsatz des Geschäftsbereichs um 207,3 Mio. € bzw. 11% auf 2.091,3 Mio. €; ursächlich für den Umsatzanstieg waren vor allem ein im Vergleich zum Euro stärkerer US-Dollar und höhere Durchschnittspreise. Trotz wetterbedingter Produktionseinschränkungen entsprach das Absatzvolumen im Jahr 2015 mit 6,8 Mio. t nahezu dem Wert des Vorjahres (2014: 6,9 Mio. t). / TAB: 1.4.16, 1.4.17 / ABB: 1.4.9, 1.4.10

/ WEITERE INFORMATIONEN: zum Marktumfeld im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, Seite 82

Der Anteil des in Europa erwirtschafteten Umsatzes betrug im Berichtsjahr knapp 55%; dieser Umsatzanteil ist weitgehend frei von einem unmittelbaren Währungsrisiko. Der Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde in Südamerika und Asien erwirtschaftet. / TAB: 1.4.18

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 1.4.16

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in % 2015
Umsatzveränderung + 11,0
- mengen-/strukturbedingt + 0,8
- preis-/preisstellungsbedingt + 2,2
- währungsbedingt + 8,0
- konsolidierungsbedingt -
Kaliumchlorid + 12,2
Düngemittelspezialitäten + 10,4
Industrieprodukte + 9,2

KENNZAHLEN TAB: 1.4.17

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in Mio. € Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014 %
Umsatz 608,4 500,5 471,4 511,0 2.091,3 1.884,0 + 11,0
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)1 217,2 179,0 127,2 165,8 689,2 618,5 + 11,4
Operatives Ergebnis (EBIT I) 183,2 143,9 92,5 126,5 546,1 488,8 + 11,7
Investitionen 184,7 330,8 322,1 307,4 1.145,0 1.040,4 + 10,1
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) 8.249 8.241 8.363 - 8.404 8.299 + 1,3

1 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.

UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN ABB: 1.4.9

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in % 2015 2014
1 Kaliumchlorid 42,6 42,2
2 Düngemittelspezialitäten 44,4 44,6
3 Industrieprodukte 13,0 13,2

UMSATZ NACH REGIONEN ABB: 1.4.10

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in % 2015 2014
1 Europa 54,7 58,7
- davon Deutschland 15,6 16,6
2 Nordamerika 3,3 2,4
3 Südamerika 19,7 18,4
4 Asien 17,5 15,5
5 Afrika, Ozeanien 4,8 5,0

ENTWICKLUNG VON UMSATZ, ABSATZ UND DURCHSCHNITTSPREISEN NACH REGIONEN1

TAB: 1.4.18

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Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014 %
Umsatz Mio. € 608,4 500,5 471,4 511,0 2.091,3 1.884,0 + 11,0
Europa Mio. € 363,3 283,6 221,9 274,4 1.143,1 1.106,7 + 3,3
Übersee Mio. US$ 276,1 239,4 277,2 259,4 1.052,1 1.032,6 + 1,9
Absatz Mio. t eff. 1,94 1,61 1,52 1,75 6,82 6,87 -0,7
Europa Mio. t eff. 1,21 0,90 0,70 0,92 3,73 3,88 -3,8
Übersee Mio. t eff. 0,73 0,72 0,82 0,82 3,09 2,99 + 3,4
Ø-Preis €/t eff. 313,6 310,4 309,8 291,5 306,5 274,1 + 11,8
Europa €/t eff. 301,4 315,1 317,7 297,7 306,3 285,3 + 7,4
Übersee US$/t eff. 375,6 336,3 337,0 315,8 340,3 345,0 -1,4

1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht und basiert bei den Übersee-Umsätzen auf den jeweiligen EUR/USD-Kassakursen. Für den Großteil dieser Umsatzerlöse wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Preisangaben werden auch durch den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.

Im Berichtsjahr stieg der Umsatz mit Kaliumchlorid um 96,6 Mio. € bzw. rund 12% auf 891,6 Mio. €. Vor allem eine positive Währungs- und Mengenentwicklung trug zum Anstieg bei. Während die rückläufigen Agrarrohstoffpreise in Europa zu einer gewissen Kaufzurückhaltung führten, konnte in den Überseeregionen temporär eine höhere Nachfrage verzeichnet werden. In Europa haben wir 1,1 Mio. t Kaliumchlorid verkauft; dieser Wert lag etwa 9% unter dem des Vorjahres (2014: 1,2 Mio. t).

In Übersee wurden 2,1 Mio. t abgesetzt, somit rund 11 % mehr als im Vorjahr (2014: 1,9 Mio. t).

Die Düngemittelspezialitäten mit ihren vielfältigen Pflanzennährstoffen erzielten im Geschäftsjahr 2015 im Wesentlichen einen preis- und kursbedingten Umsatzanstieg von gut 10 % auf 928,5 Mio. € (2014: 840,7 Mio. €). Während insbesondere im ersten Halbjahr 2015 Absatz- und Preissteigerungen bei Kaliumsulfat (SOP) realisiert wurden, konnten auch bei weiteren Kalispezialsorten Preiserhöhungen in Europa verzeichnet werden. Das europäische Absatzvolumen war mit 2,2 Mio. t nahezu stabil, der Überseeabsatz lag mit knapp 0,8 Mio. t rund 10 % unter dem des Vorjahres.

Im Bereich Industrieprodukte stieg der Umsatz um rund 9% auf 271,2 Mio. € (2014: 248,3 Mio. €); auch hier wirkten sich das EUR/USD-Währungsverhältnis und Preiseffekte positiv aus. Der Absatz betrug in Europa 0,5 Mio. t (-1 %) und in Übersee 0,2 Mio. t (-6%).

EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I GESTIEGEN

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsbereichs betrug im Berichtsjahr 689,2 Mio. € und lag damit 70,7 Mio. € bzw. rund 11 % über dem Wert des Vorjahres (2014: 618,5 Mio. €).

Das operative Ergebnis EBIT I stieg um 57,3 Mio. € bzw. rund 12% auf 546,1 Mio. € (2014: 488,8 Mio. €). Die bereits beschriebene vorteilhafte Wechselkursentwicklung und die Erholung unseres Durchschnittspreises wirkten sich im Ergebnis ebenso positiv aus wie das Programm ,Fit für die Zukunft'. Der Vergleichswert des Vorjahres war zudem durch einen Sondereffekt aus einer Versicherungsleistung für die Betriebsunterbrechungen am Standort Unterbreizbach in Höhe von rund 34 Mio. € begünstigt.

Weiterhin berücksichtigt sind Abschreibungen in Höhe von 143,1 Mio. €; diese haben sich gegenüber dem Vorjahr um 13,4 Mio. € erhöht.

LEGACY PROJEKT AUF DEM WEG ZUR INBETRIEBNAHME IM SOMMER 2016

Legacy ist ein Greenfield-Projekt zur Errichtung einer auf Solungsbergbau basierenden Kaliproduktion im Süden der kanadischen Provinz Saskatchewan. Das Werk wird mit den bisher beschlossenen Ausbaustufen eine jährliche Produktionskapazität von 2,86 Mio. t Kaliprodukten erreichen. Dadurch wird K+S der einzige Kaliproduzent mit großen eigenen Produktionsstandorten auf zwei Kontinenten sein. Das neue Kaliwerk wird das deutsche Produktionsnetzwerk bedeutsam ergänzen, die durchschnittlichen Produktionskosten reduzieren und die durchschnittliche Lebensdauer der K+S-Kalibergwerke verlängern. Zudem wird Legacy unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich stärken, was dem Ergebnis der gesamten K+S GRUPPE zugutekommen wird.

/ KURZFILM ZUM LEGACY PROJEKT: www.k-plus-s.com/legacy15de

Im Berichtsjahr standen vor allem die Errichtung des Stahlbaus der Fabrik und die Installation von Hauptkomponenten im Vordergrund. Im Bereich des Solfelds wurden insgesamt vier sogenannte Pads für die Kavernenentwicklung in Betrieb genommen. Im Hafen Vancouver erfolgten Pfahlgründungen sowie erste Fundamentarbeiten.

Wir sind auf einem guten Weg, das Werk wie geplant ab Sommer 2016 in Betrieb zu nehmen, erste Mengen an Kali im weiteren Verlauf des Jahres zu produzieren und dabei das Investitionsbudget von 4,1 Mrd. kanadischen Dollar einzuhalten. Bisher wurde knapp 80 % des Gesamtbudgets verbaut. Alle wesentlichen Bauverträge für die Fabrik und die Hafenanlagen sind vergeben.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

/ KURZFILM ZUM SALZGESCHÄFT: www.k-plus-s.com/salz15de

UMSATZ AUF REKORDNIVEAU

Im Berichtsjahr erwirtschaftete der Geschäftsbereich Salz einen Umsatz von 1.925,2 Mio. € und erreichte damit ein Rekordniveau. Der gut 8 %-ige Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2014: 1.778,5 Mio. €) war vor allem währungs- sowie preisbedingt. In den Segmenten Gewerbe- und Speisesalz konnten höhere Preise durchgesetzt werden; daneben führte die überdurchschnittlich winterliche Witterung in Nordamerika zu Beginn des Berichtsjahres zu erneuten Preisanstiegen bei Auftausalz. Dieser Entwicklung standen zum Jahresende fehlende Absatzmengen aufgrund der warmen Temperaturen gegenüber. Der Umsatz mit Auftausalz lag im Berichtsjahr mit 771,5 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (2014: 767,9 Mio. €). Der Absatz lag mit 11,9 Mio. t deutlich unter dem Rekordwert von 2014 (14,4 Mio. t), ein Rückgang um mehr als 17 %. / TAB: 1.4.19 / ABB: 1.4.11, 1.4.12

/ WEITERE INFORMATIONEN: zum Marktumfeld im Geschäftsbereich Salz, Seite 82

Der Umsatz mit Speisesalzen ist im Berichtsjahr um rund 20 % auf 401,4 Mio. € angestiegen. Die Erhöhung ist vor allem auf das EUR/USD-Währungsverhältnis zurückzuführen; Preiseffekte in Nordamerika wirkten sich zudem positiv aus. Der Absatz blieb mit 1,4 Mio. t stabil (2014: 1,4 Mio. t). / TAB: 1.4.20

Das Geschäft mit Gewerbesalzen, wie z. B. Fischerei-, Futtermittel- und hochreinen Pharmasalzen, entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv, der Umsatz legte währungs-, preis- sowie mengenbedingt um fast 19 % auf 623,9 Mio. € zu und profitierte auch von einer internen Umklassifizierung von Industriesalz in dieses Segment. Vor allem in Nordamerika führten höhere Preise für Wasserenthärtungssalz und eine solide Nachfrage zum deutlichen Umsatzanstieg. Insgesamt konnte der Geschäftsbereich 6,0 Mio. t in diesem Segment absetzen, dies entspricht einem Anstieg von rund 6% gegenüber dem Vorjahreswert (5,6 Mio. t).

Im Industriesalzgeschäft blieb der Umsatz mit 83,8 Mio. € um rund 16 % hinter dem Wert des Vorjahres zurück (2014: 100,1 Mio. €), insbesondere bedingt durch die vorgenannte Umklassifizierung. Der Absatz lag in der Folge mit 1,8 Mio. t ebenfalls unter dem des Vorjahres (2,2 Mio. t).

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 1.4.19

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in % 2015
Umsatzveränderung + 8,2
- mengen-/strukturbedingt -10,6
- preis-/preisstellungsbedingt + 6,4
- währungsbedingt + 12,4
- konsolidierungsbedingt -
Speisesalz + 20,1
Gewerbesalz + 18,7
Industriesalz -16,3
Auftausalz + 0,5
Sonstiges -11,9

KENNZAHLEN TAB: 1.4.20

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in Mio. € Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014 %
Umsatz 727,0 374,0 381,8 442,4 1.925,2 1.778,5 + 8,2
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 169,6 70,8 70,6 70,0 381,0 276,0 + 38,0
Operatives Ergebnis (EBIT I) 142,0 42,6 43,2 38,5 266,3 172,9 + 54,0
Investitionen 12,8 17,9 26,3 61,1 118,1 87,5 + 35,0
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) 5.086 5.065 5.098 - 5.054 5.075 -

UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN ABB: 1.4.11

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2015 2014
in %
--- --- ---
1 Speisesalz 20,8 18,8
2 Gewerbesalz 32,4 29,6
3 Industriesalz 4,4 5,6
4 Auftausalz 40,1 43,2
5 Sonstiges 2,3 2,8

UMSATZ NACH REGIONEN ABB: 1.4.12

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in % 2015 2014
1 Europa 18,7 18,9
- davon Deutschland 7,0 6,9
2 Nordamerika 74,6 73,8
3 Südamerika 6,3 7,1
4 Asien 0,2 0,1
5 Afrika, Ozeanien 0,2 0,1

Der Festsalzabsatz blieb im Geschäftsbereich mit 21,1 Mio. t knapp 11 % hinter dem außergewöhnlich hohen Wert des Vorjahres zurück (2014: 23,6 Mio. t). / TAB: 1.4.21

OPERATIVE ERGEBNISSE EBITDA UND EBIT I LEGEN DEUTLICH ZU

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte um 38 % auf 381,0 Mio. € gesteigert werden (2014: 276,0 Mio. €).

Das operative Ergebnis EBIT I des Geschäftsbereichs Salz lag im Berichtsjahr bei 266,3 Mio. € und übertraf damit den Vorjahreswert um 54% (2014: 172,9 Mio. €). Der starke Ergebnisanstieg ist auf Preiserhöhungen im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft sowie bei Speise- und Gewerbesalzen zurückzuführen. Sowohl das vorteilhafte EUR/USD-Währungsverhältnis als auch ,Fit für die Zukunft' wirkten sich zusätzlich sehr positiv aus; negative Mengeneffekte bei Auftausalz konnten insgesamt deutlich überkompensiert werden. Im operativen Ergebnis EBIT I sind Abschreibungen in Höhe von 114,7 Mio. € enthalten (2014: 103,1 Mio. €); der Anstieg ist vor allem währungsbedingt.

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN

UMSATZ STABIL

Der Umsatz der Ergänzenden Aktivitäten lag mit 157,7 Mio. € annähernd auf dem Wert des Vorjahres (2014: 158,3 Mio. €). Gemäß IFRS ist der Innenumsatz aus den gegenüber K+S-Gruppengesellschaften erbrachten Leistungen in diesen Zahlen nicht enthalten. Einschließlich dieser Innenumsätze betrug der Gesamtumsatz im Berichtsjahr 188,7 Mio. € (2014: 190,2 Mio. €). / TAB: 1.4.22, 1.4.23 / ABB: 1.4.13, 1.4.14

ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE1

TAB: 1.4.21

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Auftausalz Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014 %
Umsatz Mio. € 448,5 79,4 91,5 152,1 771,5 767,9 + 0,5
Absatz Mio. t 6,89 1,22 1,48 2,29 11,88 14,38 -17,4
Ø-Preis €/t 65,1 65,1 61,7 66,5 64,9 53,4 + 21,6
Gewerbe-, Industrie- und Speisesalz
Umsatz Mio. € 265,4 284,6 279,6 279,4 1.109,1 959,9 + 15,5
Absatz Mio. t 2,23 2,36 2,26 2,38 9,22 9,24 -0,2
Ø-Preis €/t 119,2 120,3 124,0 117,6 120,3 103,9 + 15,7

1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht. Die Preisangaben werden auch durch Veränderungen von Wechselkursen sowie den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.

UMSATZ NACH BEREICHEN ABB: 1.4.13

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in % 2015 2014
1 Entsorgung und Recycling 55,8 57,2
2 K+S Transport GmbH 7,5 6,8
3 Tierhygieneprodukte 24,7 25,0
4 CFK (Handel) 12,0 11,0

Im Bereich Entsorgung und Recycling ging der Umsatz im Berichtsjahr vor allem mengenbedingt von 90,5 Mio. € auf 87,9 Mio. € zurück. Der Umsatz der K+S TRANSPORT GMBH stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 11,9 Mio. € an (2014: 10,8 Mio. €). Im Bereich Tierhygiene erreichte der Umsatz mit 39,0 Mio. € annähernd das Niveau des Vorjahres (2014: 39,5 Mio. €). Das CFK-Handelsgeschäft verzeichnete einen Umsatzanstieg auf 18,9 Mio. € (2014: 17,5 Mio. €).

EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Ergänzenden Aktivitäten erreichte im Berichtsjahr mit 35,0 Mio. € den Wert des Vorjahres (2014: 34,3 Mio. €). Das operative Ergebnis EBIT I betrug 26,4 Mio. € und lag damit rund 9% über dem Wert des Vorjahres (2014: 24,2 Mio. €). Während das operative Ergebnis der Bereiche Entsorgung und Recycling und CFK (Handel) vor allem mengenbedingt zurückging, konnte es in den Bereichen K+S TRANSPORT GMBH und Tierhygieneprodukte gesteigert werden. Die Abschreibungen lagen mit 8,6 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von 10,1 Mio. €, welcher durch eine Sonderabschreibung eines Terminalgeländes am Standort Philippsthal belastet war.

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 1.4.22

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in % 2015
Umsatzveränderung -0,4
- mengen-/strukturbedingt -1,4
- preis-/preisstellungsbedingt + 1,0
- währungsbedingt -
- konsolidierungsbedingt -
Entsorgung und Recycling -2,9
K+S Transport GmbH + 10,2
Tierhygieneprodukte -1,3
CFK (Handel) + 8,0

UMSATZ NACH REGIONEN ABB: 1.4.14

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in % 2015 2014
1 Deutschland 83,0 83,0
2 Übriges Europa 16,8 16,7
3 Asien 0,1 0,3
4 Afrika/Ozeanien 0,1 -

KENNZAHLEN TAB: 1.4.23

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in Mio. € Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014 %
Umsatz 41,3 39,6 38,0 38,8 157,7 158,3 -0,4
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 10,0 9,0 8,0 8,0 35,0 34,3 + 2,0
Operatives Ergebnis (EBIT I) 7,7 6,7 5,7 6,3 26,4 24,2 + 9,1
Investitionen 0,4 0,8 2,2 3,1 6,5 5,1 + 28,1
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) 282 284 282 - 281 289 -2,8

SONSTIGE EREIGNISSE

Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschlossen am 2. Juli 2015, den unter dem Vorbehalt einer Due-Diligence-Prüfung abgegebenen, unaufgeforderten Vorschlag des kanadischen Unternehmens POTASH CORPORATION OF SASKATCHEWAN INC. (POTASHCORP) zur Übernahme aller K+S-Aktien zu einem Preis von 41 € je Aktie abzulehnen. Nach sorgfältiger Prüfung kamen beide Gremien zu dem Ergebnis, dass die vorgeschlagene Transaktion nicht den fundamentalen Wert von K+S reflektierte und nicht im Interesse des Unternehmens lag. Am 5. Oktober 2015 zog die POTASHCORP ihren Vorschlag zurück.

Am 9. und 10. September 2015 durchsuchten Beamte der Staatsanwaltschaft Meiningen Geschäftsräume mehrerer K+S-Gruppengesellschaften. Hintergrund der Durchsuchungen war eine im Jahr 2008 durch die Thüringer Gemeinde Gerstungen erstattete Strafanzeige. Diese richtete sich gegen die angeblich rechtswidrig genehmigte Versenkung von Salzabwässern in den Plattendolomit der Gerstunger Mulde (Thüringen) und deren Rückförderung in den Jahren 1999 bis 2007. Das Unternehmen ist trotz zwischenzeitlich erhobener Anklage unverändert der Überzeugung, dass die erteilten Genehmigungen rechtmäßig sind.

BEURTEILUNG DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTAND1

Die Branchensituation im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist vor allem seit der zweiten Jahreshälfte 2015 aufgrund einer konjunkturellen Abkühlung in den Schwellenländern und rückläufiger Preise für Agrarrohstoffe angespannt. Gleichwohl haben wir uns insbesondere wegen unseres einzigartigen Produktportfolios in beiden Geschäftsbereichen insgesamt gut geschlagen und konnten im Geschäftsjahr 2015 mit einem EBIT I in Höhe von 781,6 Mio. € das Vorjahresergebnis deutlich übertreffen (2014: 641,3 Mio. €). Wir haben damit unsere entsprechende Prognose vom März 2015 erfüllt. Das bereinigte Ergebnis je Aktie konnte auf 2,83 € nach 1,92 € im Vorjahr gesteigert werden. Gründe für die positive Entwicklung waren höhere Durchschnittspreise in beiden Geschäftsbereichen sowie eine vorteilhafte EUR/USD-Währungsentwicklung. Die Kosteneinsparungen im Rahmen des Programms ,Fit für die Zukunft' trugen ebenfalls erneut positiv zum Ergebnis bei.

1 Stand: 26. Februar 2016.

Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verzeichnete zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 anhaltenden Preisdruck bei kalihaltigen Produkten vor allem in Übersee. Im Geschäftsbereich Salz war die Nachfrage nach Auftausalz witterungsbedingt verhalten.

1.5 NACHTRAGSBERICHT

Nach Ende des Geschäftsjahres ergaben sich keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation.

1.6 RISIKO- UND CHANCENBERICHT

K+S wird regelmäßig mit Entwicklungen und Ereignissen konfrontiert, die sich sowohl negativ als auch positiv auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage auswirken können. Unter Risiken verstehen wir das mögliche Eintreten von Entwicklungen und Ereignissen, die das Erreichen unserer kurz- und mittelfristigen sowie strategischen Ziele negativ beeinflussen können. Als Chancen werden mögliche künftige interne und externe Entwicklungen oder Ereignisse angesehen, die das Erreichen unserer Geschäfts- und Finanzziele positiv beeinflussen können. Sowohl Risiken als auch Chancen können somit zu Abweichungen gegenüber unserer Planung führen.

MANAGEMENTPROZESS

IDENTIFIKATION

Die Identifikation von möglichen Risiken und Chancen erfolgt regelmäßig in den jeweiligen Unternehmenseinheiten. Dafür stehen unterschiedliche Instrumente zur Verfügung. Wir beschäftigen uns intensiv im laufenden Geschäftsbetrieb und im Projektmanagement u. a. mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Auswertung von Informationen unserer Kunden, Lieferanten sowie von Institutionen, den relevanten Umsatz- und Kostengrößen, bergtechnischen Gegebenheiten sowie der Verfolgung von Risikoindikatoren und Erfolgsfaktoren aus dem wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Umfeld.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 51

BEWERTUNG UND STEUERUNG

Identifizierte Risiken und Chancen werden nach einer einheitlichen Methodik hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen finanziellen Auswirkungen quantitativ bewertet. Das ermöglicht eine angemessene Prioritätensetzung und Zuweisung von Ressourcen wie z. B. Kapital und/oder Personal für Maßnahmen zur Gegensteuerung bei Risiken und Förderung bei Chancen.

Für jedes Risiko wird hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen zunächst das Bruttoschadenspotenzial bewertet. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien. Ziel ist es, das Schadenspotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Die Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt auch die notwendigen Kosten. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten (z. B. durch Abschluss einer Versicherung) übertragen werden. Sofern das Bruttoschadenspotenzial durch wirksame und angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zuverlässig gemindert werden kann, liegt der Fokus der Betrachtung auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenspotenzial. Die Risikobewertung erfolgt sowohl für das jeweils laufende Jahr als auch für den Zeithorizont der jeweils darauf folgenden zwei Jahre. Auch längerfristige Auswirkungen werden bewertet.

Zur Bewertung ihrer finanziellen Auswirkung wird jede Chance auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und damit verbundene mögliche Risiken hin untersucht. Um Chancen nutzen zu können, werden geeignete Fördermaßnahmen gezielt gesucht, verfolgt und umgesetzt. Das Nutzenpotenzial bezieht sich nur auf die Nettoperspektive nach Durchführung von angemessenen Fördermaßnahmen. Die Bewertungszeiträume sind mit denen der Risikobewertung identisch.

BERICHTERSTATTUNG

Der Risiko- und Chancenberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach berichten die Unternehmenseinheiten an den Vorstand über Risiken und Chancen unabhängig von der Eintrittswahrscheinlichkeit, wenn definierte Schwellenwerte für das Schadens- bzw. das Nutzenpotenzial erreicht werden.

Im Rahmen der Risikoberichterstattung werden gleichartige Risiken ab einem Nettoschadenspotenzial von 10 Mio. € auf Gruppenebene zusammengefasst. Entsprechendes gilt für die Chancenberichterstattung.

Risiken und Chancen mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit größer 50% werden bereits in der Jahreshochschätzung bzw. Mittelfristplanung durch entsprechende Ergebnisabschläge bzw. -zuschläge berücksichtigt und sind daher nicht Gegenstand der Risiko- und Chancenberichterstattung.

Vierteljährlich erhalten der Vorstand sowie das relevante Management in einem standardisierten Berichtswesen einen Überblick über die aktuelle Risikosituation. Kurzfristig auftretende wesentliche Risiken werden bei Eilbedürftigkeit unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürffigkeif unverzüglich, informiert. Die Berichterstattung über die Chancenpotenziale erfolgt einmal jährlich.

RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN (IFRS 7)

Unser Ziel ist es, finanzielle Risiken (z. B. Kursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein spezielles Management zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuern wir unsere Kapitalstruktur, um die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit jederzeit nachhaltig sicherzustellen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Finanzlage', Seite 89

Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Erlösrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hier zur Sicherung gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Partnern abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken erfolgt generell eine ausgewogene Verteilung der eingesetzten Finanzderivate auf verschiedene Institute.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Anhang zum Konzernabschluss, Seite 151

Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur ökonomischen Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i. d. R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte).

RISIKEN UND CHANCEN 2016 - 2018

Im Folgenden werden diejenigen Risiken und Chancen beschrieben, die innerhalb des Zeitraums der Mittelfristplanung Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der K+S nehmen können und nicht bereits in der Planung berücksichtigt sind. Dabei wird hinsichtlich des Nettoschadens- bzw. Nutzenpotenzials wie folgt unterschieden:

wesentliche finanzielle Auswirkung: > 200 Mio. €
moderate finanzielle Auswirkung: 10 - 200 Mio. €

Bezüglich der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit wird wie folgt differenziert:

möglich: 5 - 50%
unwahrscheinlich: < 5%

Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den unserer Mittelfristplanung zugrundeliegenden Annahmen kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung von Risiken und Chancen führen, die dann in unserer Zwischenberichterstattung entsprechend kommuniziert wird.

ÜBERSICHT DER RISIKEN

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risiken mit wesentlichem bzw. moderatem Nettoschadenspotenzial, deren Eintrittswahrscheinlichkeit sowie deren finanziellen Auswirkungen. / TAB: 1.6.1

ÜBERSICHT DER CHANCEN

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Chancen mit wesentlichem und moderatem Nettonutzenpotenzial, deren Eintrittswahrscheinlichkeit sowie deren finanziellen Auswirkungen. / TAB: 1.6.2

RISIKEN TAB: 1.6.1

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Nettoschadenspotenzial Eintrittswahrscheinlichkeit
Externe und branchenspezifische Risiken
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung wesentlich möglich
Angebotsausweitung/Nachfragerückgang wesentlich möglich
Witterungsbedingter Nachfragerückgang wesentlich möglich
Risiken aus Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen
Bewirtschaftungsplanung nach der Wasserrahmenrichtlinie bzw. Veränderung, Versagung oder gerichtliche Aufhebung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen wesentlich möglich
Gestiegene Anforderungen an die Lagerung von Auftausalz in Nordamerika unter freiem Himmel wesentlich möglich
Forderung nach bergrechtlichen Sicherheitsleistungen moderat möglich
Veränderung von Arbeitsplatzgrenzwerten moderat möglich
Restriktivere Auslegung bestehender Vorschriften zur Entsorgung bergbaulicher Abfälle unter Tage moderat möglich
Operative Risiken
Projekt Legacy moderat möglich
Lieferantenausfälle und Lieferengpässe moderat unwahrscheinlich
Energiekosten und Energieversorgung moderat möglich
Frachtkosten und Transportverfügbarkeit moderat möglich
Produktionstechnik moderat möglich
Kohlendioxid-Einschlüsse in Lagerstätten moderat möglich
Schäden durch Gebirgsschlag wesentlich unwahrscheinlich
Wasserzutritt wesentlich unwahrscheinlich
Personal moderat unwahrscheinlich
Compliance wesentlich unwahrscheinlich
Informationssicherheit moderat unwahrscheinlich
Finanzwirtschaftliche Risiken
Währung/Wechselkursschwankungen wesentlich möglich
Liquidität wesentlich unwahrscheinlich
Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus moderat möglich
Ausfall von Forderungen an Kunden moderat unwahrscheinlich
Ausfall von Partnern bei Finanzgeschäften moderat unwahrscheinlich
Verschlechterung des Unternehmensratings moderat möglich

CHANCEN TAB: 1.6.2

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Nettonutzenpotenzial Eintrittswahrscheinlichkeit
Externe und branchenspezifische Chancen
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung wesentlich möglich
Preiserhöhung wesentlich möglich
Witterungsbedingte Nachfrageerhöhung wesentlich möglich
Operative Chancen
Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Kapazitätserweiterungen, Kostenoptimierung, Akquisitionen und/oder strategische Partnerschaften wesentlich möglich
Energiekosten moderat möglich
Finanzwirtschaftliche Chancen
Währung/Wechselkursschwankungen wesentlich möglich
Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus moderat möglich
Verbesserung des Unternehmensratings moderat möglich

EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN UND CHANCEN

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Die Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten wird durch das Wirtschaftswachstum und die damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in den für uns relevanten Regionen, die Preisentwicklung für Agrarrohstoffe und zum Teil auch durch politische Entscheidungen in einigen Verbraucherländern beeinflusst.

Die internationalen Preise für Agrarprodukte sollten sich trotz der Abschwächung im Jahr 2015 unserer Einschätzung nach weiterhin auf einem Niveau halten, das ein Anreiz für die Landwirtschaft ist, den Ertrag je Hektar auch durch einen optimalen Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. Es besteht allerdings ein Risiko, dass sich das Wachstum der Schwellenländer weiter verlangsamt und/oder die Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder an Schärfe gewinnt. Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrageverhalten nach Pflanzennährstoffen negativ beeinflussen. Auf eine solche Situation würden wir gegebenenfalls mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren.

Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität des jeweiligen Szenarios abhängig. Im Gegensatz dazu ist der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftau-, Speise- und Gewerbesalzen von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist.

Die künftige gesamtwirtschaftliche Situation, die auf Seite 114 beschrieben ist, hat Einfluss auf unser Geschäft. Die mittelfristige Planung von K+S basiert auf den im Prognosebericht wiedergegebenen Erwartungen; die Bewertung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation geht somit direkt in die Prognose für 2016 ein.

Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als erwartet und das Wachstum insbesondere in unseren Hauptabsatzregionen Europa, Nordamerika, Brasilien und Südostasien höher ausfallen als allgemein prognostiziert, könnte das zu positiven Abweichungen gegenüber der Planung führen.

ANGEBOTSAUSWEITUNG/NACHFRAGERÜCKGANG

Vor allem die Produkte unseres Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte könnten durch äußere Einflüsse von erheblichen Rückgängen in der Nachfrage bedroht sein.

Auf der Angebotsseite könnten sich Veränderungen aufgrund von Kapazitätsausweitungen ergeben. Bestehende sowie neue Produzenten sind dabei, aufgrund ihrer Einschätzung des langfristigen Nachfragewachstums auf dem Weltkalimarkt Produktionskapazitäten auszubauen. Sollte der Markt für diese zusätzlichen Mengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck zunächst für einen Übergangszeitraum erhöhen. Weiterhin könnten die Produzenten im Rahmen der gegebenen Kapazitäten versuchen, durch Angebotsausweitung Marktanteile dazu- bzw. verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Ähnliche Effekte könnten sich auf der Nachfrageseite durch eine weitere Konsolidierung bedeutender Abnehmer oder durch eine bewusste Kaufzurückhaltung unserer Kunden ergeben.

Erhebliche Veränderungen der Kapazitäten und deren Ausnutzung, Angebotsausweitungen einzelner Produzenten im Rahmen gegebener Kapazitäten sowie Nachfragerückgänge könnten sich erheblich auf die Preisbildung und/oder die Absatzmöglichkeiten auswirken. Dabei kann die bestehende Struktur des gesamten Markts für Pflanzennährstoffe empfindlich gestört werden bis hin zu einem Verdrängungswettbewerb auf der Angebotsseite. Daher kann ein Rückgang der Kalipreise und/oder der absetzbaren Mengen nicht ausgeschlossen werden.

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten wir unter anderem an der weiteren Verbesserung unserer Kosten- und Organisationsstrukturen sowie an der Stärkung unserer Spezialitäten-Produkte.

Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität dieser Ereignisse abhängig. Da die Erschließung neuer Kali-Kapazitäten sehr kapitalintensiv und in der Umsetzung langfristig ist, dürfte ein Anreiz für die Produzenten darin bestehen, eine attraktive Prämie auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Wir sehen die langfristigen Treiber als nach wie vor gültig an: Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Pflanzennährstoffen wird von Megatrends wie der wachsenden Weltbevölkerung, einem steigenden Lebensstandard in den Schwellenländern und der Entwicklung des Bioenergiesektors getragen. Pflanzennährstoffe mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung spielen daher in der Agrarproduktion auch künftig eine zentrale Rolle.

PREISERHÖHUNG

Chancen mit wesentlichen positiven Effekten bestehen grundsätzlich bei der Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten. Sofern Landwirte ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen nutzen oder die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung erhöhen, würde dies einen höheren Einsatz an Pflanzennährstoffen erfordern und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert. Weiterhin kann die Tendenz zu einem ausgewogeneren Einsatz der Hauptnährstoffe N, P und K (Balanced Fertilization) in wichtigen Absatzregionen wie Indien und China zu einem überproportionalen Wachstum der Kalinachfrage führen. Positive Preiseffekte halten wir aufgrund des verstärkten Wettbewerbs kurzfristig für unwahrscheinlich, mittelfristig jedoch für möglich. Die finanziellen Auswirkungen sind stark von dem Ausmaß der Preiserhöhung abhängig.

WITTERUNGSBEDINGTER NACHFRAGERÜCKGANG

Ein Absatzrisiko für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte bzw. Salz kann sich insbesondere aus der Saisonalität der Nachfrage, speziell aufgrund der Witterungsabhängigkeit, ergeben. Beispielsweise kann eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Pflanzennährstoffen führen. Ebenso können milde Winter in den Hauptabsatzgebieten für Auftausalz (Europa, Nordamerika) den Absatz in dieser Produktgruppe erheblich verringern.

Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Eine Absicherung durch spezielle Derivate wird aufgrund der aus unserer Sicht nach wie vor unattraktiven Marktkonditionen für diese Instrumente nicht vorgenommen.

Beeinträchtigungen würden sich bezogen auf ein Jahr moderat auf die erwarteten Ergebnisse auswirken. Sollten sich solche für uns negative Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Beeinträchtigungen ergeben.

WITTERUNGSBEDINGTE NACHFRAGEERHÖHUNG

Im Geschäftsbereich Salz hat die Witterung in den Auftausalzregionen Europas und Nordamerikas eine besondere Relevanz. Unsere Planung basiert dabei auf einem gleitenden Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre. Überdurchschnittlich strenge Winter in den Auftausalzregionen von K+S könnten bezogen auf ein Jahr einen moderaten positiven finanziellen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens haben. Sollten sich solche für uns positive Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Chancen ergeben.

RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN RECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGEN

Für die Ausübung unserer Tätigkeiten, insbesondere in den Bereichen Bergbau/Gewinnung/Aufbereitung und Rückstandsentsorgung, ist eine Vielzahl öffentlich-rechtlicher Zulassungen und Erlaubnisse Voraussetzung. Der Rahmen für die Erteilung dieser Zulassungen und Erlaubnisse wird für die Produktion in Deutschland und Europa ganz maßgeblich durch die europäische und nationale Umwelt-, Wasser- und Bergrechtsgesetzgebung gesteckt. Die Bedeutung dieser rechtlichen Rahmenbedingungen wird künftig weiter zunehmen.

Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht nach Erteilung einer entsprechenden Zulassung oder Erlaubnis das Risiko, dass von dritter Seite Rechtsmittel gegen diese eingelegt und die Zulassung/Erlaubnis durch Gerichte aufgehoben wird. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Zulassungen und Erlaubnisse oder neu erteilte inhaltlich begrenzt, zeitlich befristet, dauerhaft verändert bzw. versagt oder mit weiteren Auflagen versehen werden.

BEWIRTSCHAFTUNGSPLANUNG NACH DER WASSERRAHMENRICHTLINIE BZW. VERÄNDERUNG, VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN UND FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entstehen neben festen auch flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Niederschläge auf die Rückstandshalden. Die festen Rückstände werden entweder auf unsere Rückstandshalden verbracht oder unter Tage versetzt. Die Salzabwässer werden zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt.

Für die genannten Entsorgungswege der o. g. Rückstände der deutschen Standorte legen die Bewirtschaftungspläne auf der Basis der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des deutschen Wasserrechts wesentliche Rahmenbedingungen fest. Für die nächsten Jahre sind dabei die Bewirtschaftungspläne für die zweite Bewirtschaftungsperiode 2015 - 2021 der einzelnen Flussgebietsgemeinschaften (FGG) relevant.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel .Umwelt', Seite 43

Am 15. Dezember 2015 hat die Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser auf Arbeitsebene Entwürfe für einen detaillierten Bewirtschaftungsplan (BWP) und ein detailliertes Maßnahmenprogramm (MNP) 2015 - 2021 nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie verabschiedet (vgl. Seite 47). Diese Entwürfe sollen die Grundlage für eine Beschlussfassung durch die Umweltminister der an der FGG beteiligten Bundesländer bilden. Diese wird für März 2016 erwartet. Danach werden die auf nationaler Ebene festgestellten Bewirtschaftungspläne der EU-Kommission gemeldet.

Sollten sich die in den Entwürfen enthaltenen Punkte (insbesondere die Zielwerte und die Beschränkung der Durchsatzleistung einer Fernleitung) auch im endgültigen Bewirtschaftungsplan für die Zeit 2015 - 2021 wiederfinden und von den Verwaltungsbehörden in Hessen als verbindlich für künftige Entscheidungen betrachtet werden, sind erhebliche Risiken für die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen nicht auszuschließen.

Für die Versenkung von Salzabwasser des Werks Werra hat das Regierungspräsidium Kassel mit Bescheid vom 18. Dezember 2015 eine bis 31. Dezember 2016 befristete Übergangsregelung zur Salzabwasserentsorgung erteilt, nach der der Plattendolomit mit weiteren Maßgaben nur in stark begrenztem Umfang (bis zu 725.000 m3 für den Zeitraum von einem Jahr) genutzt werden darf. Der weitergehende Antrag vom 30. April 2015 ist noch nicht abschließend beschieden; eine Entscheidung darüber wird im Sommer 2016 erwartet. Bis dahin sind der Umfang der Produktion und die Entsorgung unvermeidbar anfallender Salzabwässer vorrangig an der Wasserführung der Werra auszurichten. Temporäre Produktionseinschränkungen sind an den einzelnen Standorten des Werks Werra insbesondere bei niedrigem Wasserpegel nicht auszuschließen. Vorsorglich wurde deshalb mit dem Gesamtbetriebsrat eine Betriebsvereinbarung über die Rahmenbedingungen von Kurzarbeit abgeschlossen. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass am Ende eine Entscheidung der Behörde ergeht, die unsere Kali-Produktion im Werk Werra ohne Abstriche ermöglicht. Die Einleitung von Salzabwässern in die Werra ist zurzeit bis Ende Dezember 2020 genehmigt. K+S arbeitet weiterhin intensiv an Maßnahmen zum Gewässerschutz, deren Ziel es ist, durch erhebliche weitere Investitionen die Wertschöpfung und die damit verbundenen Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten sowie Werra und Weser weiter zu entlasten und damit die Zukunftsfähigkeit der Kali-Standorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern.

Wenn wider Erwarten Sachverhalte eintreten, die eine nachteilige Beeinflussung von nutzbaren Grundwasserressourcen befürchten lassen, oder Klagen gegen bestehende Erlaubnisse und Zulassungen erfolgreich wären, können diese dadurch eingeschränkt oder widerrufen werden. Die daraus resultierenden Folgen könnten zu wesentlichen Zusatzkosten und/oder zu erheblichen Produktionseinschränkungen an den betroffenen Standorten führen.

Sollten Aufhaldungsgenehmigungen widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen zugelassen werden, würde den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für die festen Rückstände fehlen. Die vollständige Versagung bzw. die Aufhebung aller bestehenden Erlaubnisse und Zulassungen zur Aufhaldung halten wir für unwahrscheinlich, da diese mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vereinbar sind, dem Stand der Technik entsprechen und sich die Regierungen und weite Teile der Politik in den für uns relevanten Bundesländern für den Erhalt des Kali-Bergbaus in Deutschland ausgesprochen haben. Der geltende rechtliche Rahmen räumt den zuständigen Genehmigungsbehörden einen entsprechenden Ermessensspielraum ein.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Haldenmanagement', Seite 48

Einzelne auslaufende Erlaubnisse und Zulassungen könnten nicht verlängert bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies hätte im ungünstigsten Fall eine Anpassung der Produktion und gegebenenfalls eine Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen Personalauswirkungen zur Folge; daraus würden sich nachhaltig wesentliche Beeinträchtigungen der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der K+S GRUPPE ergeben.

GESTIEGENE ANFORDERUNGEN AN DIE LAGERUNG VON AUFTAUSALZ IN NORDAMERIKA UNTER FREIEM HIMMEL

In der Vergangenheit gab es in Nordamerika keine speziellen Umweltschutzanforderungen an die Lagerung von Auftausalz im Freien. Mittlerweile gehen jedoch Bundesstaaten und Kommunen vermehrt dazu über, entsprechende verbindliche Standards festzulegen.

Wir haben daher in Zusammenarbeit mit Umweltexperten ein internes Programm aufgesetzt, das Umweltaudits für die eigenen und angemieteten Lagerstandorte im Hinblick auf Übereinstimmung mit den neuen örtlichen Anforderungen durchführt. Eine Verschärfung dieser lokalen Anforderungen könnte umfangreiche Maßnahmen erforderlich machen, u. a. auch die Lagerung in Hallen.

FORDERUNG NACH BERGRECHTLICHEN SICHERHEITSLEISTUNGEN

Die Forderung nach bergrechtlichen Sicherheitsleistungen steht im pflichtgemäßen Ermessen der handelnden Behörden; Sicherheitsleistungen erfolgen derzeit i. d. R. durch Patronatserklärungen oder Konzernbürgschaften. Unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismäßigkeit besteht aus unserer Sicht für weitere Sicherheiten kein Anlass. Sofern zusätzlich Sicherheiten in Form der Hinterlegung geleistet werden müssten, würden finanzielle Mittel gebunden; dies könnte den finanziellen Spielraum des Unternehmens einengen.

VERÄNDERUNG VON ARBEITSPLATZGRENZWERTEN

Risiken für unsere Bergbauaktivitäten in Deutschland können aus der Umsetzung von Vorschlägen der EU-Kommission für eine Festsetzung von indikativen Arbeitsplatzgrenzwerten für Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) sowie Kohlenmonoxid (CO) entstehen. Wenn dabei Gegebenheiten der Produktion unter Tage nicht hinreichend berücksichtigt werden, könnten zusätzliche betriebliche Maßnahmen und erhebliche Investitionen die Folge sein. Die gleichen Konsequenzen sind im Fall der Festlegung niedrigerer Grenzwerte für partikelförmige Dieselmotoremissionen zu erwarten, die momentan auf nationaler Ebene diskutiert werden.

RESTRIKTIVERE AUSLEGUNG BESTEHENDER VORSCHRIFTEN ZUR ENTSORGUNG VON BERGBAULICHEN ABFÄLLEN UNTER TAGE

Bei der Abfallentsorgung unter Tage sind die Vorschriften des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und der allgemeinen Bundesbergverordnung (ABBergV) zu beachten. Die bestehenden Regelungen werden derzeit bundeslandabhängig unterschiedlich ausgelegt. Eine restriktivere Auslegung der Vorschriften kann dazu führen, dass die Entsorgung von bergbaulichen Abfällen unter Tage kostenintensiver wird, da gegebenenfalls nur noch Abfälle mit mineralischen Eigenschaften unter Tage verbleiben dürfen. Das würde sowohl zu einem Anstieg der laufenden Entsorgungskosten als auch zu einer Erhöhung der bei Stilllegung der Bergwerksstandorte erforderlichen Aufwendungen führen.

OPERATIVE RISIKEN SOWIE CHANCEN

MARKTDURCHDRINGUNG, MARKTENTWICKLUNG, KAPAZITÄTSERWEITERUNGEN, KOSTENOPTIMIERUNG, AKQUISITIONEN UND/ODER STRATEGISCHE PARTNERSCHAFTEN

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sehen wir mittelfristig keine weiteren deutlichen internen Wachstumsmöglichkeiten gegenüber unseren Annahmen in der Planung, um in bestehenden Märkten unseren Marktanteil zu erhöhen oder neue Märkte zu erschließen. Entsprechende Chancen könnten sich dagegen durch Unternehmenszukäufe und/oder Kooperationen ergeben.

Im Geschäftsbereich Salz versuchen wir, im Rahmen unserer Wachstumsstrategie einerseits in bestehenden Märkten unseren Marktanteil durch die Erhöhung des Absatzes bei unseren Bestandskunden und/oder die Gewinnung von neuen Kunden zu erhöhen. Andererseits prüfen wir, ob wir mit unseren Produkten neue Absatzregionen erschließen können. So bietet Asien langfristig großes Potenzial insbesondere im Bereich der Pharma- und Chemieindustrie. Schätzungen zufolge wird aus dieser Region ab 2018 die Hälfte der weltweiten Salznachfrage stammen. Wir prüfen mehrere Optionen, um an diesem Wachstum zukünftig teilnehmen zu können.

In beiden Geschäftsbereichen werden permanent Möglichkeiten zur Kostenoptimierung (z. B. durch die Digitalisierung der Prozesse in den Bergwerken unter Tage oder durch die Effizienzsteigerung von Maschinen, Prozessen und Organisationsstrukturen) intensiv geprüft.

PROJEKT LEGACY

Die K+S POTASH CANADA baut derzeit in der kanadischen Provinz Saskatchewan ein neues Solungsbergwerk (Legacy). Die planmäßige Umsetzung des Projekts wird durch ein erfahrenes Projektteam sowie eine effiziente Projektorganisation sichergestellt. Ein durchgehender Controllingprozess und eine regelmäßige Berichterstattung stellen sicher, dass Abweichungen frühzeitig erkannt und zeitnah entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Darüber hinaus wird die Projektdurchführung kontinuierlich optimiert, verbleibende Risiken werden erfasst.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Unternehmensprofil', Seite 21

Sollten sich im Zuge des Projektfortschritts erhebliche Abweichungen gegenüber den im Basic- bzw. Detail-Engineering getroffenen Annahmen ergeben, könnte dies einen zusätzlichen Kapitalbedarf auslösen, welcher in der Regel erst zum Ende der Bautätigkeit beziffert werden kann. Folgen davon wären höhere Zahlungsabflüsse und in der Zukunft steigende Abschreibungen. Zudem würde sich die Wirtschaftlichkeit verschlechtern, sofern nicht durch Einsparungen bei den operativen Kosten oder ein verbessertes operatives Geschäft gegengesteuert werden kann. Darüber hinaus können in der Bauphase Zeitverzug oder genehmigungsrechtliche Einflüsse dazu führen, dass die erwartete Produktionsmenge erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung steht. Sofern beide Risikoeinflüsse in Kombination eintreten, könnte dies in Abhängigkeit von der Länge des Zeitverzugs und der Höhe des zusätzlich benötigten Kapitalbedarfs eine wesentliche Auswirkung haben. Dieses Szenario halten wir derzeit aufgrund des Projektfortschritts für unwahrscheinlich. Eine Verwirklichung des Risikos mit moderaten Auswirkungen ist aufgrund der Projektgröße nicht auszuschließen und daher möglich.

LIEFERANTENAUSFÄLLE UND LIEFERENGPÄSSE

Die Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten trotz bestehender Gegensteuerungsmaßnahmen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bergbauspezifischer Maschinenausstattung und Ersatzteilen und damit zu einer deutlichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen.

ENERGIEKOSTEN UND ENERGIEVERSORGUNG

Die Energiekosten von K+S werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Unternehmenseinheiten. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche Energiepreissteigerungen gegenüber dem in der Planung berücksichtigten Preisniveau stellen ein Kostenrisiko dar und können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Eine unerwartet positive Entwicklung bei Energiekosten gegenüber den Planansätzen bietet dagegen K+S eine Chance.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Energie/Klima', Seite 49

Der Strombezug von Dritten spielt aufgrund unserer hohen Eigenstromerzeugung nur eine untergeordnete Rolle. Eine weitere Erhöhung des EEG-Aufschlags auf Strombezug sowie eine weitere Erhöhung des EEG-Aufschlags auf die Eigenstromerzeugung können bei Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu Kostenerhöhungen führen.

FRACHTKOSTEN UND TRANSPORTVERFÜGBARKEIT

Unsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße auch von Frachtkosten beeinflusst. Ein mengenmäßig erheblicher Anteil unserer Produkte muss zum Teil über große Entfernungen zum Kunden transportiert werden. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten, wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Absatzmöglichkeiten und damit die Produktion einschränken.

PRODUKTIONSTECHNIK

Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken, denen unsere Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie Personen- und Sachschäden oder auch Umweltbelastungen entstehen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll werden diese Risiken durch den Abschluss geeigneter Versicherungen begrenzt.

KOHLENDIOXID-EINSCHLÜSSE IN LAGERSTÄTTEN

Kohlendioxid-Einschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar. Trotz unserer umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen kann es zu unkontrollierten Ausbrüchen dieser Einschlüsse kommen. Daher bestehen Risiken von Produktionseinschränkungen/-ausfällen sowie von Personen- und Sachschäden.

SCHÄDEN DURCH GEBIRGSSCHLAG

An aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag).

Der Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit der Grubengebäude und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen an aktiven Standorten dient unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der untertägigen Sicherheitspfeiler. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude liefert gegebenenfalls rechtzeitig Hinweise, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind.

Sollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter sowie zu Personenschäden kommen.

WASSERZUTRITT

In Grubenbetrieben unter Tage bestehen hydrogeologische Risiken.

Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler gewährleisten eine bestmögliche Grubensicherheit. Durch kontinuierliche, planmäßige Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist ein Zuflussrisiko von Grundwasser im Normalfall nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen.

Hydrogeologische Risiken werden aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen begrenzt, sie können jedoch, sofern nicht beherrschbar, erhebliche Schäden nach sich ziehen.

PERSONAL

Der Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Der Verlust wichtiger Mitarbeiter in strategischen Positionen könnte ein Risiko darstellen. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon ab, inwiefern es uns dauerhaft gelingt, Fachpersonal (z. B. Ingenieure) einzustellen, zu integrieren, dauerhaft an das Unternehmen zu binden sowie Führungspositionen adäquat zu besetzen. In Zukunft kommen außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zu. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur verzögert zu finden.

COMPLIANCE

Es besteht das generelle Risiko, dass Mitglieder von Leitungs-/Überwachungsorganen oder Mitarbeiter der K+S-Gruppengesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen mit der Folge, dass die K+S Vermögens- und/oder Imageschäden erleidet.

Wir haben ein gruppenweites Compliance-Management sowie ein Compliance-Programm etabliert, welches Compliance-Verstößen u. a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z. B. Kartell- und Wettbewerbsrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 51

INFORMATIONSSICHERHEIT

Unsere IT-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität der Daten durch externe Angriffe (z. B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z. B. Technikausfall, Sabotage) und könnte zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen führen. Einen längeren Ausfall der IT-Systeme halten wir aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen allerdings für unwahrscheinlich.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND CHANCEN

WÄHRUNG/WECHSELKURSSCHWANKUNGEN

Ein Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir zwischen Transaktions- und Translationsrisiken.

Im Jahr 2015 war das Verhältnis zwischen in Euro und US-Dollar abgerechneten Umsätzen in etwa ausgeglichen. Daneben wurden Umsätze auch in anderen Landeswährungen (z. B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund) getätigt. Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich bisher vor allem im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte besonders auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Durch die Investitionen unserer Tochtergesellschaft K+S POTASH CANADA in das Legacy Projekt wird die US-Dollar-Nettoposition vorübergehend reduziert. Gleichzeitig entstehen jedoch auch nennenswerte Risiken aus der Entwicklung des Wechselkurses des kanadischen Dollars.

Um Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden signifikante Nettopositionen mit Hilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen unbedingten worst-case-Wechselkurs. Das zu sichernde Volumen wird anhand der Erlös- und Kostenplanung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden.

Außerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken), da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hingegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet; dies kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Derzeit treten diese Translationseffekte hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf. Mit Voranschreiten der Investitionen bei K+S POTASH CANADA wird dies auch den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte stärker betreffen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel Finanzlage', Seite 89 sowie Anhang zum Konzernabschluss, Seite 151

Günstige Wechselkursentwicklungen können sich dagegen positiv auf Ergebnis und Cashflow auswirken und bieten daher eine Chance.

LIQUIDITÄT

Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel, zugesagte Kreditlinien und weitere Finanzierungsinstrumente zu decken.

Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde das Risiko steigender Kosten der Liquiditätsbeschaffung bestehen.

Die Liquiditätssteuerung erfolgt über Cashpool-Systeme durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2015 auf 1.163,1 Mio. € und besteht aus kurzfristigen Geldanlagen mit Laufzeiten bis zu einem Jahr und flüssigen Mitteln sowie einer bis 2020 laufenden Konsortialkreditlinie in Höhe von 1 Mrd. €. Damit lag die verfügbare Liquidität deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindestreserve von 300 Mio. €. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren. Dafür erfolgt ein Monitoring bezüglich der Eignung der Partner.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Anhang zum Konzernabschluss unter Anmerkung (25) Finanzielle Verbindlichkeiten', Seite 176

VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUS

Aus Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten sowie auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen und andererseits auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten aus. Die Erhöhung des Marktzinses kann zu einem Anstieg des Zinsaufwands führen, die Verringerung des Marktzinses zu einer Verringerung des Zinsertrags. Aufgrund der derzeitigen Finanzierungsstruktur sind allerdings nur moderate negative Auswirkungen zu erwarten.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Anhang zum Konzernabschluss, Seite 157

AUSFALL VON FORDERUNGEN AN KUNDEN

Wir unterhalten mit vielen Kunden umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen, welche die Finanzlage von K+S beeinträchtigen könnten. Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung durch das zuständige Vorstandsmitglied.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Anhang zum Konzernabschluss, Seite 162

AUSFALL VON PARTNERN BEI FINANZGESCHÄFTEN

Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage von K+S führen.

Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Finanzinstituten bestehen nicht.

VERSCHLECHTERUNG BZW. VERBESSERUNG DES UNTERNEHMENSRATINGS

Ratings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i. d. R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Herabstufung der Bonitätsbeurteilung der K+S GRUPPE durch eine Ratingagentur erfolgt. Eine solche Herabstufung (Verschlechterung) kann sich negativ auf die Kosten der (Re-)Finanzierung von K+S auswirken. Eine Heraufstufung der Bonitätsbeurteilung und somit eine Verbesserung des Unternehmensratings wirkt dagegen positiv auf die Kosten und Verfügbarkeit von (Re-)Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft. K+S hat derzeit die Ratingagentur STANDARD & POOR'S beauftragt, Ratingeinschätzungen zu publizieren. / TAB: 1.6.3

/ WEITERE INFORMATIONEN ZU STRATEGISCHEN FINANZIERUNGSMASSNAHMEN: Seite 75

VERÄNDERUNGEN EINZELNER RISIKEN UND CHANCEN GEGENÜBER DER VORPERIODE

In Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die möglichen Auswirkungen der schon in den Vorperioden berichteten Risiken hat sich im Wesentlichen keine andere Einschätzung ergeben. Die Risiken im Zusammenhang mit der Entsorgung von flüssigen Produktionsrückständen, mit der Preisbildung sowie mit Arbeitsplatzgrenzwerten nehmen an Bedeutung weiter zu. Aufgrund des Projektfortschritts halten wir im Hinblick auf unsere neue Produktionsstätte Legacy nunmehr nur noch Risiken mit moderaten Auswirkungen für möglich. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für Personalrisiken reduziert sich nach routinemäßiger Überprüfung auf unwahrscheinlich. Als neues Risiko ist eine restriktivere Auslegung bestehender Vorschriften zur Entsorgung bergbaulicher Abfälle unter Tage identifiziert worden. Das Risiko eines Rechtsstreits in den USA ist aufgrund eines außergerichtlichen Vergleichs entfallen.

ENTWICKLUNG DES KREDITRATINGS TAB: 1.6.3

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Datum Rating Ausblick
Standard & Poor's
28. August 2015 BBB negativ
29. Oktober 2014 BBB negativ
29. April 2014 BBB negativ

Die Chancen mit wesentlichen Effekten aus einer Preiserhöhung bei Düngemitteln haben sich nach unserer Einschätzung aufgrund der derzeitigen Marktbedingungen kurzfristig reduziert, sind jedoch im Mittelfristzeitraum unverändert möglich. Gegenwärtig werden im Vergleich zur Vorperiode global keine nennenswerten Chancen zur Frachtkostenreduzierung mehr gesehen. Dagegen sehen wir Chancen im Zusammenhang mit Kostenoptimierungen, Akquisitionen und/oder strategischen Partnerschaften.

EINSCHÄTZUNG DER RISIKO- UND CHANCENLAGE DURCH DEN VORSTAND

Die nachfolgende Einschätzung der Risiko- und Chancenlage erfolgt auf Grundlage der Erkenntnisse aus unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der K+S GRUPPE führen könnten. Die Risikolage von K+S hat sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch aufgrund der Schwäche im Kalimarkt sowie den Unsicherheiten bezüglich der rechtlichen Rahmenbedingungen erhöht.

Die Chancenlage, die sich K+S mittelfristig bietet, ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Wir sind zuversichtlich, dass die operative Kraft von K+S eine solide Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen für eine Nutzung der Chancen zur Verfügung stehen.

Im Gesamtbild ist die Risiko- bzw. Chancenlage aufgrund der Rahmenbedingungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Vergleich zum Vorjahr deutlich angespannter.

1.7 PROGNOSEBERICHT

KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (World Economic Outlook, Oktober 2015; World Economic Outlook Update, Januar 2016) sowie des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (Kieler Diskussionsbeiträge: Weltkonjunktur im Winter 2015, Dezember 2015). / TAB: 1.7.1

Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte sich demnach im Jahr 2016 leicht beschleunigen. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Konjunkturbelebung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften angesichts der weiterhin expansiven Geldpolitik, eines allmählich ansteigenden Lohnniveaus, Fortschritten beim Schuldenabbau im privaten Sektor und eines gesunkenen Rohölpreises fortsetzen wird. In den Schwellenländern dürften das anhaltend geringe Rohstoffpreisniveau und strukturelle Probleme die Wachstumsperspektiven allerdings eintrüben.

KÜNFTIGE BRANCHENSITUATION

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Auch künftig kann der aufgrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und sich verändernder Ernährungsgewohnheiten steigende Bedarf an Agrarrohstoffen bei begrenzter Verfügbarkeit von Ackerflächen nur durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gedeckt werden. Ein ausgewogener Einsatz mineralischer Pflanzennährstoffe ist dabei unerlässlich und dürfte tendenziell zu einer erhöhten Nachfrage nach Kali führen. Gleichzeitig notieren die Preise für Agrarprodukte, trotz der Rückgänge im Jahr 2015, weiterhin auf einem Niveau, das ausreichende Anreize bieten sollte, den Ertrag je Hektar durch einen höheren Düngemitteleinsatz zu steigern.

PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS TAB: 1.7.1

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in %; real 2016e 2015 2014 2013 2012
Deutschland + 1,3 + 1,4 + 1,4 + 0,5 + 0,9
Europäische Union (EU-28) + 1,8 + 1,6 + 1,3 + 0,0 -0,3
Welt + 3,4 + 3,1 + 3,4 + 3,3 + 3,2

Quelle: IWF

Für 2016 erwarten wir eine Weltkalinachfrage auf dem Niveau von 2015 (rund 64 Mio. t einschließlich rund 4 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten), welches vor allem zum Jahresende durch eine gewisse Kaufzurückhaltung gekennzeichnet war. Während sich die Preise für Düngemittelspezialitäten, wie z. B. Kaliumsulfat (SOP), auf einem guten Niveau halten sollten und in Europa mit dem Beginn der Düngemittelsaison an Stabilität gewinnen dürften, könnten in einigen Überseeregionen eine zum Teil anhaltende Konjunkturschwäche, gefüllte Läger und eine hohe Produktverfügbarkeit den Absatz erschweren und das Preisniveau negativ beeinflussen.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

In Nordamerika startete die Wintersaison 2015/2016 sehr mild und trocken. Die Nachfrage nach Auftausalz fiel daher im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt spürbar niedriger aus. In der Folge kam es bislang zu einem vergleichsweise geringen Abbau der Lagerbestände. Dies könnte zu erhöhtem Wettbewerb bei den kommenden Ausschreibungen der Saison 2016/17 führen. Im Segment Gewerbesalz dürfte sich die Nachfrage stabil bis leicht steigend entwickeln, insbesondere bei Pharmasalzen sollten im Zuge der zunehmend älter werdenden Bevölkerung weiterhin moderate Wachstumsraten zu erwarten sein. Auch im Speisesalzgeschäft gehört Nordamerika zu den bedeutendsten Absatzregionen; der Verbrauch sollte hier in 2016 in etwa stabil bleiben. Die Nachfrage der Chemieindustrie nach Industriesalz, z. B. zur Produktion von Kunststoffen, dürfte im Zuge der robusten US-amerikanischen Konjunktur und niedriger Energiekosten zunehmen.

Der Start in die europäische Wintersaison 2015/2016 war ebenfalls von einer milden Witterung geprägt und damit für einen geringen Abbau der Lagerbestände verantwortlich. Die weiterhin angespannte wirtschaftliche Lage in Teilen Europas dürfte sich dämpfend auf die Nachfrage nach Speise-, Gewerbe- und Industriesalzen auswirken. Als Europas größter Salzproduzent sind wir für die in diesem Marktumfeld entstehenden Herausforderungen gut gerüstet.

Mit unseren Produktionsstandorten in Chile und Brasilien sind wir sehr gut in der Lage, weiterhin am Wachstum in Süd- und Mittelamerika teilzuhaben. Vor allem im Bereich der Industrie- und Gewerbesalze rechnen wir mit einem zunehmenden Bedarf. In Asien konnte ein neuerlicher Anstieg der Salznachfrage verzeichnet werden. Trotz einer Intensivierung des Wettbewerbs aus Indien, Australien und Mexiko sind wir mit einer hohen Produktqualität und attraktiven Frachtraten gut aufgestellt, um diesen großen Markt auch mit unseren bestehenden Produktionsstandorten zu bedienen.

ERWARTETE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG

Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich auf die erwartete organische Umsatz- und Ergebnisentwicklung der K+S GRUPPE.

Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2016 basiert im Wesentlichen auf den folgenden Annahmen:

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Auch im Jahr 2016 rechnen wir neben einem intensiven Wettbewerb mit einer anhaltend schwierigen Wirtschaftslage in den Schwellenländern, niedrigen Preisen für Agrarrohstoffe und einer geringen Kreditverfügbarkeit für Landwirte insbesondere in Lateinamerika. Infolgedessen erwarten wir für das Gesamtjahr einen deutlichen Rückgang des Durchschnittspreises (2015: 307 €/t).
Aufgrund der im Dezember 2015 erteilten, eingeschränkten Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigen Abwässern am Standort Hattorf muss die Produktion an der Wasserführung der Werra ausgerichtet werden. Mit Blick darauf sind temporäre Produktionseinschränkungen im Werk Werra in den kommenden Monaten bis zur abschließenden Entscheidung über die längerfristige Genehmigung, die wir im Sommer dieses Jahres erwarten, nicht auszuschließen. Unsere Prognose basiert daher auf einem Absatzvolumen, das leicht unter dem Wert des Vorjahres liegen dürfte (2015: 6,8 Mio. t).

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Die bis zum Aufstellungszeitpunkt vorherrschende milde Witterung dürfte zu einer moderat rückläufigen Absatzmenge führen (2015: 21 Mio. t). Ein moderat steigender Absatz von Gewerbe-, Industrie- und Speisesalz (2015: 9 Mio. t) dürfte den niedrigeren Absatz von Auftausalz nicht vollständig ausgleichen.

K+S GRUPPE

Durchschnittlicher Kassakurs von 1,10 EUR/USD (2015: 1,11 EUR/USD).

UMSATZ- UND ERGEBNISPROGNOSE

Der Umsatz der K+S GRUPPE dürfte im Geschäftsjahr 2016 moderat unter dem Wert des Vorjahres liegen (2015: 4.176 Mio. €), die operativen Ergebnisse EBITDA und EBIT I dürften sich deutlich unter dem Vorjahr einstellen (2015: 1.058 Mio. € bzw. 782 Mio. €). Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte dürfte insbesondere ein niedrigerer Durchschnittspreis zu einem deutlichen Rückgang führen (2015: 689 Mio. € bzw. 546 Mio. €). Aufgrund der bis zum Aufstellungszeitpunkt vorherrschenden milden Witterung sollten die operativen Ergebnisse im Geschäftsbereich Salz deutlich unter dem Vorjahr liegen (2015: 381 Mio. € bzw. 266 Mio. €).

Nach einem bisher erfolgreichen Verlauf setzen wir das Programm ,Fit für die Zukunft' weiter konsequent um. Die nachhaltige Verbesserung der Kosten- und Organisationsstruktur hat das Ziel, die Produktion sowie Verwaltungs- und Vertriebsfunktionen effizienter zu gestalten. Wir streben an, in den Jahren 2014 bis 2016 Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio. € gegenüber einer früheren Planung für diesen Zeitraum einzusparen. Das Programm sollte auch in 2016 einen über die ursprüngliche Planung hinausgehenden Beitrag leisten.

Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dürfte der Entwicklung der operativen Ergebnisse folgen und somit ebenso deutlich niedriger sein als in der Vorperiode (2015: 542 Mio. €).

ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONEN

INVESTITIONEN MODERAT NIEDRIGER

Das erwartete Investitionsvolumen der K+S GRUPPE für das Jahr 2016 dürfte moderat unter dem Vorjahr bleiben (2015: 1,3 Mrd. €). Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entfällt der überwiegende Teil erneut auf Ausgaben für das Legacy Projekt sowie auf Investitionen zur Reduzierung des Salzwasseraufkommens im hessisch-thüringischen Kalirevier; das Volumen dürfte insgesamt spürbar unter dem Vorjahr liegen (2015: 1,1 Mrd. €). Die Investitionen im Geschäftsbereich Salz sollten kräftig ansteigen, obgleich die absolute Veränderung in Relation zum Volumen der Gruppe gering ist (2015: 0,1 Mrd. €). Der bereinigte Freie Cashflow der K+S GRUPPE dürfte erneut deutlich negativ sein (2015: -636 Mio. €). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) dürfte neben dem kräftigen Ergebnisrückgang auch aufgrund einer höheren Kapitalbindung deutlich unter dem Vorjahreswert liegen (2015: 12,5 %). Vor allem der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sollte aufgrund der erwartet niedrigeren Preise einen deutlich unter dem Vorjahr liegenden ROCE ausweisen (2015: 14,4%), der Wert des Geschäftsbereichs Salz dürfte spürbar rückläufig sein (2015: 11,4%).

VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER DIVIDENDEN

DIVIDENDENVORSCHLAG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

Unsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50% des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern wider. Infolgedessen werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 eine Dividende in Höhe von 1,15 € je Aktie (Vorjahr: 0,90 € je Aktie) vorschlagen; dies entspricht einer Steigerung von 28 % und einer Ausschüttungsquote von 41 % (Vorjahr: 47 %).

MITTELFRISTPROGNOSE

LANGFRISTIGE WACHSTUMSAUSSICHTEN BLEIBEN INTAKT

Insbesondere das Legacy Projekt, welches wir dieses Jahr in Betrieb nehmen, aber auch die hohen Erwartungen an eine Steigerung der Profitabilität in unserem Salzgeschäft im Rahmen der "Salz 2020"-Strategie stimmen uns positiv. Trotz der derzeitigen Abschwächung im Kalimarkt sind die mittel- und langfristigen Wachstumstrends nach wie vor intakt. Auf Basis dieser Annahmen ist ein Konzern-EBITDA in 2020 von rund 1,6 Mrd. € (2015: 1,1 Mrd. €) weiterhin unser Ziel. Für diesen Zeitraum gehen wir von einem jährlichen Wachstum des operativen Cashflows von durchschnittlich mindestens 10 % (CAGR) aus.

GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER K+S GRUPPE

Der Vorstand der K+S GRUPPE erwartet, dass die operativen Ergebnisse EBITDA und EBIT I der K+S GRUPPE für das Geschäftsjahr 2016 deutlich unter denen des Vorjahres liegen dürften. Hier sollte sich insbesondere ein deutlich niedrigerer Durchschnittspreis im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bemerkbar machen. Das erwartete Investitionsvolumen für das Jahr 2016 bleibt insbesondere aufgrund der Ausgaben für das Legacy Projekt auf einem hohen Niveau, infolgedessen sollte der bereinigte Freie Cashflow erneut deutlich negativ ausfallen.

1.8 K+S AKTIENGESELLSCHAFT (ERLÄUTERUNGEN AUF BASIS HGB)

Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB ist auf Seite 51 enthalten.

VERGÜTUNGSBERICHT

Die Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB sind im Vergütungsbericht auf Seite 121 enthalten.

ANGABEN NACH §289 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS

Die Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB sowie der erläuternde Bericht des Vorstands finden sich auf Seite 65.

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, UNTERNEHMENSSTRATEGIE, UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG, ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF

Angaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -überwachung sowie ein Überblick über den Geschäftsverlauf finden sich auf den Seiten 21 - 83.

ERTRAGSLAGE

Der Umsatz der K+S AKTIENGESELLSCHAFT lag mit 118,6 Mio. € um 3,2 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (2014: 115,4 Mio. €). Während sich die Umsatzerlöse in den Bereichen Tierhygiene und IT auf Vorjahresniveau bewegten, erhöhten sich die sonstigen Umsatzerlöse aufgrund eines Anstiegs der konzerninternen Verrechnung von Serviceleistungen an Gruppengesellschaften um 3,9 Mio. € auf 37,3 Mio. € (2014: 33,4 Mio. €). / TAB: 1.8.1

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich deutlich um 99,7 Mio. € auf 181,4 Mio. € (2014: 81,7 Mio. €). Wesentlich dazu beigetragen haben Erträge aus Kurssicherungsgeschäften für USD- und CAD-Positionen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 98,3 Mio. € auf 173,7 Mio. € erhöht. Der Anstieg ist u. a. auf höhere Aufwendungen aus Kurssicherungsgeschäften sowie auf gestiegene Kursverluste zurückzuführen.

Die Erträge aus Beteiligungen sind von 552,4 Mio. € in 2014 auf 578,6 Mio. € in 2015 gestiegen. Die Ergebnisabführung der K+S SALZ GMBH mit 50,0 Mio. € (2014: Verlust 0,2 Mio. €) trägt im Wesentlichen zum Anstieg bei. Weitere Beteiligungserträge ergaben sich u. a. aus den Gewinnabführungen der K+S KALI GMBH mit 505,1 Mio. € (2014: 533,3 Mio. €), der K+S ENTSORGUNG GMBH mit 11,6 Mio. € (2014: 12,1 Mio. €) und der K+S TRANSPORT GMBH mit 10,6 Mio. € (2014: 6,4 Mio. €).

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT1

TAB: 1.8.1

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in Mio. € 2015 2014
Umsatzerlöse 118,6 115,4
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 123,0 111,0
Bruttoergebnis vom Umsatz -4,3 4,4
Vertriebs-, allgemeine Verwaltungs- und Forschungskosten 36,7 34,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge 7,7 -16,6
Beteiligungsergebnis 578,6 552,4
Zinsergebnis -115,8 -120,1
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -2,5 -0,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 426,8 385,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 153,4 123,4
Jahresüberschuss 273,5 261,8
Gewinnvortrag - -
Einstellung in die Gewinnrücklagen - 79,5
Bilanzgewinn 273,5 182,3

1 Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung findet sich im Jahresabschluss 2015 der K+S Aktiengesellschaft.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge verringerten sich von 9,3 Mio. € auf 4,1 Mio. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Erträge aus Wertpapieren zurückzuführen.

Vor allem durch geringere Zinsaufwendungen für Anleihen verminderten sich die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von 134,1 Mio. € auf 120,1 Mio. €. Dem stehen höhere Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen gegenüber.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit 426,8 Mio. € spürbar über dem Vorjahreswert von 385,3 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 11,7 Mio. € auf 273,5 Mio. € (2014: 261,8 Mio. €).

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Das Anlagevermögen ist um 927,4 Mio. € auf 5.625,9 Mio. € (2014: 4.698,5 Mio. €) gewachsen. Dies ist im Wesentlichen auf Kapitalzuführungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen. Damit beträgt der Anteil des Anlagevermögens 87% der Bilanzsumme (2014: 78%). Insgesamt stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2015 um 420,2 Mio. € auf 6.430,8 Mio. €. / TAB: 1.8.2

Das Umlaufvermögen fiel um 507,2 Mio. € auf 781,5 Mio. € (2014: 1.288,7 Mio. €). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich von 828,9 Mio. € im Vorjahr auf 696,7 Mio. €. Ursächlich für diesen Rückgang sind einerseits zum Stichtag des Vorjahres bestehende kurzfristige Forderungen aus internen Wertpapiertransaktionen, welche im laufenden Geschäftsjahr abgelöst wurden, sowie andererseits gesunkene Forderungen aus internem Zahlungsverkehr (Cashpooling). Die Finanzierung des Legacy Projekts ist hauptsächlich für die Verringerung der Position Wertpapiere um 234,9 Mio. € auf 10,2 Mio. € sowie für den Rückgang des Guthabens bei Kreditinstituten von 150,3 Mio. € auf 17,6 Mio. € verantwortlich.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 0,9 Mio. € (2014: 8,3 Mio. €) aus, der aus einem Überhang der Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens über Verpflichtungen aus Pensionszusagen resultiert.

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um 101,2 Mio. € auf 2.279,5 Mio. € gestiegen (2014: 2.178,3 Mio. €). Die Eigenkapitalquote beträgt per 31. Dezember 2015 35 % (2014: 36%). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.373,5 Mio. € (2014: 2.081,7 Mio. €) setzen sich im Wesentlichen aus Cashpooling-Verbindlichkeiten sowie Darlehensverbindlichkeiten zusammen. Durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling ergibt sich ein leichter Anstieg aller Verbindlichkeiten um 282,1 Mio. € auf 3.923,4 Mio. € (2014: 3.641,3 Mio. €). Die Gesellschaft weist zum Stichtag Rückstellungen in Höhe von 227,3 Mio. € mit überwiegend langfristigem Charakter aus. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt in erheblichem Maße aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln. / TAB: 1.8.3

Bilanz

DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT

AKTIVA TAB: 1.8.2

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Immaterielle Vermögensgegenstände 11,1 14,0
Sachanlagen 64,0 60,7
Finanzanlagen 5.550,8 4.623,8
Anlagevermögen 5.625,9 4.698,5
Vorräte 1,8 1,5
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 751,9 891,8
Wertpapiere 10,2 245,1
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 17,6 150,3
Umlaufvermögen 781,5 1.288,7
Rechnungsabgrenzungsposten 22,5 15,0
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 0,9 8,3
AKTIVA 6.430,8 6.010,6

PASSIVA TAB: 1.8.3

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Gezeichnetes Kapital 191,4 191,4
Kapitalrücklage 701,6 701,6
Gewinnrücklagen 1.113,1 1.103,0
Bilanzgewinn 273,5 182,3
Eigenkapital 2.279,5 2.178,3
Steuerrückstellungen 28,6 17,1
Sonstige Rückstellungen 198,7 173,0
Rückstellungen 227,3 190,1
Verbindlichkeiten 3.923,4 3.641,3
Rechnungsabgrenzungsposten 0,6 0,8
PASSIVA 6.430,8 6.010,6

DIVIDENDE

Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist für das Geschäftsjahr 2015 einen Bilanzgewinn von 273,5 Mio. € (2014: 182,3 Mio. €) aus.

Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 wie in Tabelle 1.8.4 dargestellt zu verwenden. / TAB: 1.8.4

GEWINNVERWENDUNG1

TAB: 1.8.4

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in Mio. € 2015 2014
Dividende je Aktie (€) 1,15 0,90
Ausschüttungssumme bei 191.400.000 dividendenberechtigten Stückaktien 220,1 172,3
Einstellung in Gewinnrücklagen 53,4 10,0
Gewinnvortrag - -
Bilanzgewinn 273,5 182,3

1 Beträge sind gerundet.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Umfassende Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der K+S GRUPPE, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden sich auf Seite 32.

MITARBEITER

Im Jahresdurchschnitt waren 809 Mitarbeiter (2014: 832 Mitarbeiter) bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt, davon waren 17 Auszubildende (2014: 24 Auszubildende).

RISIKEN UND CHANCEN

Die Geschäftsentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die K+S GRUPPE. An den Risiken ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die K+S AKTIENGESELLSCHAFT entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden sich im ,Risiko- und Chancenbericht' ab Seite 102.

Die Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (§ 289 Abs. 5 HGB) findet sich auf Seite 64.

NACHTRAGSBERICHT

Der ,Nachtragsbericht' für die K+S GRUPPE sowie die K+S AKTIENGESELLSCHAFT findet sich auf Seite 102.

PROGNOSEBERICHT

Die Ergebnisentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die für die K+S GRUPPE prognostizierte Geschäftsentwicklung findet sich im ,Prognosebericht' ab Seite 114.

1.9 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss bzw. der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschrieben sind.

Kassel, 26. Februar 2016

K+S AKTIENGESELLSCHAFT

DER VORSTAND

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

1.10 VERGÜTUNGSBERICHT

Im Folgenden erläutern wir die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die des Gesamtvorstands, der Vergleich mit den Oberen Führungskräften weltweit und der Gesamtbelegschaft sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds.

Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige als auch erfolgsbezogene Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen; die Tantieme ist der erfolgsbezogene Anteil. Außerdem besteht eine kennzahlenbasierte variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter "Long Term Incentive" (LTI)). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen.

Die fixe Vergütung als erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen.

Um die Interessen der Anteilseigner mit denen des Vorstands im hohen Maße in Übereinstimmung zu bringen, bestimmt sich ein Teil der Tantieme nach der Gesamtkapitalrendite des Konzerns. Außerdem wird die persönliche Leistung der Mitglieder des Vorstands bei der Berechnung der Tantieme berücksichtigt; die Auszahlung erfolgt im jeweils folgenden Geschäftsjahr.

Die Struktur der Jahresvergütung sieht in einem Normaljahr eine fixe Vergütung von 40% sowie variable, kurzfristige Erfolgsbausteine von 60 % vor. Der variable Anteil ist wiederum zu 80% an die Unternehmensperformance, d. h. an die erzielte Gesamtkapitalrendite, gebunden; die übrigen 20 % sind von der persönlichen Leistung abhängig. Eine variable Vergütung von 100 % wird dann erreicht, wenn zum einen die erzielte Gesamtkapitalrendite mindestens 115% des jeweiligen Kapitalkostensatzes erreicht und zum anderen die persönliche Leistung mit 100 % bewertet wurde. Die Vergütung auf Basis der Gesamtkapitalrendite ist bei einer Obergrenze von 21 Prozentpunkten über der Mindestrendite gedeckelt. Die Zielerreichungsspannen beider variabler Vergütungsbestandteile bewegen sich zwischen 0 und rund 150 %. Zudem sind seit dem Jahr 2013 auch die Nebenleistungen gedeckelt.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR BERECHNUNG DER KAPITALKOSTEN UND DER GESAMTKAPITALRENDITE: Seite 88

Der Finanzvorstand erhält das 1,15-fache, der Vorstandsvorsitzende das 1,7-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter Einkommen aus einem kennzahlenbasierten "Long Term Incentive"-Programm zu beziehen. Diese beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahreszeiträumen der Unternehmenserfolg ermittelt. Der Wertbeitrag ergibt sich folgendermaßen:

Operatives Ergebnis (EBIT I)

+ Zinserträge des Geschäftsjahres

- Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres

\= Wertbeitrag

Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag besteht bei +/-500 Mio. € pro Geschäftsjahr.

Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTI-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTI-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTI-Laufzeit. In der folgenden Grafik werden die Zeiträume des LTI-Programms schematisch dargestellt: / ABB: 1.10.1

Zu Beginn eines LTI wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Performancezeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge wird an einer Skalierung von -200 bis +200 Mio. € prozentual gespiegelt. Entsprechen sich die Wertbeiträge des Vergleichs- und des Performancezeitraums, werden 100 % des LTI ausgezahlt. In diesem Fall beträgt die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung für ein ordentliches Vorstandsmitglied 350.000 €. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0%. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200 % (= 700.000 €). Für den Finanzvorstand beträgt die Vergütungskomponente das 1,15-fache, für den Vorstandsvorsitzenden das 1,7-fache eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.

Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres. / ABB: 1.10.2

LTI-PROGRAMM ABB: 1.10.1

Das dargestellte Vorstandsvergütungssystem wurde von der Hauptversammlung 2010 mit großer Mehrheit gebilligt und vom Verband der Aktionärsvereinigungen in Europa, EUROSHAREHOLDERS, als besonders aktionärsfreundliches Vergütungssystem ausgezeichnet.

Im Folgenden ist eine Beispielrechnung für die Jahresvergütung eines Vorstandsmitglieds dargestellt: / TAB: 1.10.1

VERGÜTUNGSHÖHE

Einzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 sind in individualisierter Form in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der Unterschied zwischen der "Gewährungs-" bzw. der "Zufluss"-Tabelle bezieht sich allein auf die variablen Vergütungsbestandteile. Die Gewährungstabelle bildet Beträge ab, die bei 100%-iger Zielerreichung in Aussicht gestellt wurden. Die Zuflusstabelle zeigt hingegen die Beträge, die aufgrund der tatsächlich erreichten Ziele im Folgejahr zur Auszahlung kommen werden. / TAB: 1.10.2, 1.10.3

Aufgrund der eingeschränkten Versenkmöglichkeit am Werksverbundstandort Werra hat das Unternehmen eine Gesamtbetriebsvereinbarung geschlossen, nach der für den Fall von daraus resultierender Kurzarbeit das Entgelt der betroffenen Mitarbeiter zusätzlich aufgestockt wird. Im Gegenzug verzichten alle nicht-leitenden Mitarbeiter der K+S GRUPPE in Deutschland auf 5%-Punkte ihrer (kurzfristigen) variablen Vergütung, bezogen auf den Unternehmenserfolg. Als Zeichen gelebter Solidarität haben sich die leitenden Angestellten in Deutschland diesem Verzicht auf freiwilliger Basis vollständig angeschlossen. Auch der Vorstand hat eine Verzichtserklärung unterschrieben. Danach verzichten die ordentlichen Vorstandsmitglieder auf je 15.000 €, der Finanzvorstand auf 17.250 € und der Vorstandsvorsitzende auf 25.500 €. Diese Beträge entsprechen - im Verhältnis zum Einkommen aus kurzfristiger variabler Vergütung - dem Umfang des Verzichts der Belegschaft.

LTI-PROGRAMME 2012 - 2015 ABB: 1.10.2

1 In den Jahren 2008 und 2011 wurde aufgrund sehr guter Wertbeiträge die Kappungsgrenze erreicht.

2 Für ein ordentliches Vorstandsmitglied; die Auszahlung erfolgt im April des dem Programmende folgenden Jahres.

BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES VORSTANDSMITGLIEDS TAB: 1.10.1

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Zielerreichung 100% Zielerreichung 0% Maximale Zielerreichung
in €
--- --- --- ---
Fixum: 40% 400.000 400.000 400.000
Tantieme: 60% 600.0001 02 905.0003
- davon Unternehmensperformance: 80% 480.000 0 725.000
- davon persönliche Zielerreichung: 20% 120.000 0 180.000
Jahresvergütung 1.000.000 400.000 1.305.000
LTI-Programm 350.0004 05 700.0006
Gesamtvergütung 1.350.000 400.000 2.005.000

1 Gesamtkapitalrendite ≙ Mindestrendite; persönliche Zielerreichung ≙ 100%.

2 Gesamtkapitalrendite ≙ 0%; persönliche Zielerreichung ≙ 0%.

3 Gesamtkapitalrendite ≥ Mindestrendite + 21 Prozentpunkte; persönliche Zielerreichung ≙ rund 150%.

4 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum = 0 Mio. € ≙ 100%.

5 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum ≤ -200 Mio. € ≙ 0%.

6 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum ≥ +200 Mio. € ≙ 200

Für den Fall, dass der Gesamtbetrag dieses Vergütungsverzichts das Volumen der zusätzlichen Aufstockungsbeträge im Falle von Kurzarbeit überschreitet, werden entsprechende Auszahlungen des Restbetrages im April 2017 vorgenommen.

Mark Roberts erhält seine Vergütung in Euro. Um die Wechselkursrisiken zu beschränken, wurde eine Klausel vereinbart, nach der nach Ablauf eines jeden Jahres ein Wechselkursausgleich für den Fall erfolgt, dass der Ist-Kurs der jeweiligen Überweisungen vom Kurs bei Unterschrift des Vertrages (EUR 1,00 = USD 1,30) um mehr als 10 % im Einzelfall oder um mehr als 5% im Durchschnitt des ganzen Jahres abweicht.

Durchschnittlich betrug das Gehalt des Vorstands im vergangenen Jahr damit das 5,0-fache (2014: 4,9-fache) des Oberen Führungskreises weltweit sowie das 24,7-fache (2014: 24,8-fache) der Gesamtbelegschaft.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 das Mandat des Vorstandsmitglieds Dr. Thomas Nöcker bis zum 31. August 2018 verlängert.

Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen auf fünf Mitglieder, alle Mitglieder waren ganzjährig im Amt. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus sechs Mitgliedern, davon waren fünf Mitglieder ganzjährig im Amt. Sämtliche Bestandteile der Vorstandsvergütung werden alle drei Jahre überprüft - dieser Turnus war zum 1. Januar 2015 abgelaufen. Aufgrund des laufenden Sparprogramms ,Fit für die Zukunft' hat der Aufsichtsrat - im Einvernehmen mit dem Vorstand - die Überprüfung um ein Jahr auf den 1. Januar 2016 verschoben. Wie in Abbildung 1.10.2 auf Seite 123 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performancezeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge unter denen des Vergleichszeitraums; infolgedessen erreichte das LTI-Programm 2012 einen Wert von 53,9%.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS (GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN)

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Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 05/2000
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
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in Tsd. €
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Festvergütung 620,0 680,0 680,0 680,0
Nebenleistung1 26,6 26,8 26,8 26,8
Summe 646,6 706,8 706,8 706,8
Einjährige variable Vergütung 930,0 1.020,0 0 1.538,5
Mehrjährige variable Vergütung 525,0 595,0 0 1.190,0
- LTI 525,0 595,0 0 1.190,0
Summe 2.101,6 2.321,8 706,8 3.435,3
- Dienstzeitaufwand -133,0 4 581,8 581,8 581,8
Gesamtvergütung 1.968,6 2.903,6 1.288,6 4.017,1

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Dr. Burkhard Lohr, Finanzvorstand Im Vorstand seit 06/2012
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
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in Tsd. €
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Festvergütung 440,0 460,0 460,0 460,0
Nebenleistung1 23,5 23,4 23,4 23,4
Summe 463,5 483,4 483,4 483,4
Einjährige variable Vergütung 660,0 690,0 0 1.040,8
Mehrjährige variable Vergütung 385,0 402,5 0 805,0
- LTI 385,0 402,5 0 805,0
Summe 1.508,5 1.575,9 483,4 2.329,2
- Dienstzeitaufwand 419,7 586,1 586,1 586,1
Gesamtvergütung 1.928,2 2.162,0 1.069,5 2.915,3

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Dr. Andreas Radmacher Im Vorstand seit 09/2013
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
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in Tsd. €
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Festvergütung 400,0 400,0 400,0 400,0
Nebenleistung1 24,6 25,8 25,8 25,8
Summe 424,6 425,8 425,8 425,8
Einjährige variable Vergütung 600,0 600,0 0 905,0
Mehrjährige variable Vergütung 350,0 350,0 0 700,0
- LTI 350,0 350,0 0 700,0
Summe 1.374,6 1.375,8 425,8 2.030,8
- Dienstzeitaufwand 392,8 541,7 541,7 541,7
Gesamtvergütung 1.767,4 1.917,5 967,5 2.572,5

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Mark Roberts2,3 Im Vorstand seit 10/2012
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
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in Tsd. €
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Festvergütung 400,0 400,0 400,0 400,0
Nebenleistung1 45,6 52,2 52,2 52,2
Summe 445,6 452,2 452,2 452,2
Einjährige variable Vergütung 600,0 600,0 0 905,0
Mehrjährige variable Vergütung 350,0 350,0 0 700,0
- LTI 350,0 350,0 0 700,0
Summe 1.395,6 1.402,2 452,2 2.057,2
- Dienstzeitaufwand 423,6 526,5 526,5 526,5
Gesamtvergütung 1.819,2 1.928,7 978,7 2.583,7

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Dr. Thomas Nöcker Im Vorstand seit 08/2003
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
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in Tsd. €
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Festvergütung 400,0 400,0 400,0 400,0
Nebenleistung1 24,6 27,3 27,3 27,3
Summe 424,6 427,3 427,3 427,3
Einjährige variable Vergütung 600,0 600,0 0 905,0
Mehrjährige variable Vergütung 350,0 350,0 0 700,0
- LTI 350,0 350,0 0 700,0
Summe 1.374,6 1.377,3 427,3 2.032,3
- Dienstzeitaufwand 331,9 419,3 419,3 419,3
Gesamtvergütung 1.706,5 1.796,6 846,6 2.451,6

1 Nebenleistungen sind auf 75.000 € gedeckelt.

2 Für die Umrechnung der Vergütung ist ein US-Dollarkurs festgeschrieben. Da die Auszahlungen zunächst mit aktuellen Kursen umgerechnet werden, kommt es nach Ablauf des Jahres ggf. zu einem Ausgleich.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS (ZUFLUSS)

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Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 05/2000 Dr. Burkhard Lohr, Finanzvorstand Im Vorstand seit 06/2012 Dr. Andreas Radmacher Im Vorstand seit 09/2013
2015 2014 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- --- --- ---
in Tsd. €
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 680,0 620,0 460,0 440,0 400,0 400,0
Nebenleistungen 26,8 26,6 23,4 23,5 25,8 24,6
Summe 706,8 646,6 483,4 463,5 425,8 424,6
Einjährige variable Vergütung 994,51 930,0 672,81 660,0 585,01 600,0
Mehrjährige variable Vergütung 320,7 747,1 - - - -
- Planbezeichnung (Planlaufzeit) 2012 - 2015 2011 - 2014 - - - -
Summe2 2.022,0 2.323,7 1.156,2 1.123,5 1.010,8 1.024,6
- Versorgungsaufwand 581,8 -133,0 586,1 419,7 541,7 392,8
Gesamtvergütung 2.603,8 2.190,7 1.742,3 1.543,2 1.552,5 1.417,4

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Mark Roberts Im Vorstand seit 10/2012 Dr. Thomas Nöcker Im Vorstand seit 08 / 2003
2015 3 2014 2015 2014
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in Tsd. €
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Festvergütung 452,9 400,0 400,0 400,0
Nebenleistungen 52,2 45,6 27,3 24,6
Summe 505,1 445,6 427,3 424,6
Einjährige variable Vergütung 665,91 600,0 585,01 600,0
Mehrjährige variable Vergütung 122,1 165,8 188,7 498,1
- Planbezeichnung (Planlaufzeit) 2012 - 2015 2011 - 2014 2012 - 2015 2011 - 2014
Summe2 1.293,1 1.211,4 1.201,0 1.522,7
- Versorgungsaufwand 526,5 423,6 419,3 331,9
Gesamtvergütung 1.819,6 1.635,0 1.620,3 1.854,6

1 Inkl. Verzicht

2 Summe entspricht den Angaben nach § 314 HGB sowie DRS 17.

3 Inkl. Währungskursausgleich.

PENSIONSZUSAGEN

Die Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d. h. für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet.

Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40% der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (> 15 Jahre) zu vermeiden. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2015 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 8,5 und 13,5%. Die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Die Obergrenze für den Vorstandsvorsitzenden beträgt 325.000 € und für die anderen Vorstandsmitglieder je 245.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus überprüft und ggf. angepasst.

Rentenleistungen werden erst bei Auszahlung entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Für das Vorstandsmitglied Mark Roberts wurde im Rahmen der Verlängerung seines Mandats ein fixer Umrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar vereinbart.

Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60%, jede Vollwaise 30 % und jede Halbwaise 15 % der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100 % der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall werden sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, können die Ansprüche gemäß der Versorgungszusage bereits geltend gemacht werden.

Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2015 folgende Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt: / TAB: 1.10.4

Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2015 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg der Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen.

VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGE

Im Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags. Bei allen Vorstandsverträgen gilt allein die Obergrenze für Abfindungen in Höhe des 1,5-fachen des Jahresfixums für alle Vergütungsbestandteile.

Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der "Change of Control"-Klausel den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können.

PENSIONEN1

TAB: 1.10.4

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Alter Zeitwert zum 1.1. Pensionsaufwand2 Zeitwert zum 31.12.
in Tsd. €
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Norbert Steiner 2015 61 6.709,9 722,7 7.323,4
2014 5.331,6 53,6 6.709,9
Dr. Thomas Nöcker 2015 57 4.886,9 521,9 5.306,2
2014 3.308,3 447,7 4.886,9
Dr. Burkhard Lohr 2015 52 1.496,1 617,5 2.041,7
2014 665,7 443,0 1.496,1
Mark Roberts 2015 52 1.210,3 551,9 1.951,5
2014 464,7 439,9 1.210,3
Dr. Andreas Radmacher 2015 50 735,9 557,2 1.233,6
2014 146,9 398,0 735,9
Gerd Grimmig (Mitglied bis 30. September 2014) 2015 62 - - -
2014 4.063,3 377,7 5.510,8
Summe 2015 15.039,1 2.971,2 17.856,4
2014 13.980,5 2.159,9 20.549,9

1 Angaben nach IFRS.

2 Einschließlich Zinsaufwand.

Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht.

SONSTIGES

Im Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 1,5 Mio. € (2014: 1,5 Mio. €).

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Ein Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der Vergütung.

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 €, die Mitglieder des Personalausschusses von jeweils 7.500 €. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 €, sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von je 750 €, bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer.

VERGÜTUNGSHÖHE

Einzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle: / TAB: 1.10.5

Zusätzlich wurden im Jahr 2015 an die Aufsichtsratsmitglieder Aufwandsentschädigungen von insgesamt 68,8 Tsd. € gezahlt (2014: 52,2 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Vergütungen für Tätigkeiten im Aufsichtsrat von Tochterunternehmen gezahlt, auch Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden den Aufsichtsratsmitgliedern nicht gewährt.

Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S-GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS1

TAB: 1.10.5

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Fixe Vergütung Prüfungs-ausschuss Personal-ausschuss Nominierungs-ausschuss6 Sitzungs-gelder Gesamt
in €
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) 2015 200.000 15.000 15.000 - 10.500 2015 240.500
2014 200.000 15.000 15.000 15.000 11.250 2014 256.250
Michael Vassiliadis (Stellvertretender Vorsitzender) 2015 150.000 15.000 7.500 - 6.750 2015 179.250
2014 150.000 15.000 7.500 - 3.000 2014 175.500
Ralf Becker 2015 100.000 15.000 - - 7.500 2015 122.500
2014 100.000 15.000 - - 4.500 2014 119.500
Jella S. Benner-Heinacher 2015 100.000 - 7.500 - 6.750 2015 114.250
2014 100.000 - 7.500 - 6.750 2014 114.250
George Cardona 2015 100.000 - - - 6.000 2015 106.000
2014 100.000 - - 7.500 5.250 2014 112.750
Wesley Clark 2015 100.000 - - - 3.000 2015 103.000
2014 100.000 - - - 3.000 2014 103.000
Harald Döll 2015 100.000 - 7.500 - 6.750 2015 114.250
2014 100.000 - 3.1254 - 3.750 2014 106.875
Dr. Rainer Gerling 2015 100.000 - - - 4.500 2015 104.500
2014 100.000 - - - 3.000 2014 103.000
Axel Hartmann 2015 100.000 15.000 - - 7.500 2015 122.500
2014 100.000 6.2504 - - 4.500 2014 110.750
Rüdiger Kienitz 2015 100.000 - - - 5.250 2015 105.250
2014 100.000 - - - 3.000 2014 103.000
Michael Knackmuß 2015 100.000 - - - 4.500 2015 104.500
2014 50.000 - - - 1.500 2014 51.500
Dr. Andreas Kreimeyer (seit 12.5.2015) 2015 66.667 - - -2 3.750 2015 70.417
2014 - - - - - 2014 -
Dieter Kuhn 2015 100.000 - - - 4.500 2015 104.500
2014 100.000 - - - 3.000 2014 103.000
Dr. Bernd Malmström (bis 12.5.2015) 2015 41.667 - - -3 1.500 2015 43.167
2014 100.000 - - 7.500 5.250 2014 112.750
Dr. Annette Messemer 2015 100.000 15.000 - - 5.250 2015 120.250
2014 100.000 15.000 - - 5.250 2014 120.250
Dr. Rudolf Müller (bis 12.5.2015) 2015 41.667 - - -3 2.250 2015 43.917
2014 100.000 - - 7.500 5.250 2014 112.750
Dr. Eckart Sünner 2015 100.000 30.000 - - 7.500 2015 137.500
2014 100.000 30.000 - - 4.500 2014 134.500
Philip Freiherr von dem Bussche (seit 12.5.2015) 2015 66.667 - - -2 4.500 2015 71.167
2014 - - - - - 2014 -
Summe 2015 1.766.667 105.000 37.500 - 98.250 2015 2.007.417
20145 1.700.000 96.250 33.125 37.500 72.750 20145 1.939.625

1 Angaben ohne Entschädigung für die von Aufsichtsratsmitgliedern aufgrund ihrer Tätigkeit zu entrichtende Umsatzsteuer.

2 Mitglied des Ausschusses seit 12.5.2015.

3 Mitglied des Ausschusses bis 12.5.2015.

4 Mitglied des Ausschusses seit 19.8.2014.

5 Ohne das in 2014 ausgeschiedene Mitglied.

6 Keine Vergütung gemäß Satzung aufgrund zu geringer Anzahl an Sitzungen in 2015.

Jahresabschluss 2015*

* Der Lagebericht der K+S Aktiengesellschaft und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sind im Finanzbericht 2015 zusammengefasst.

Gewinn- und Verlustrechnung

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Angaben

in T€
2015 2014
Umsatzerlöse 118.608 115.425
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 122.951 111.011
Bruttoergebnis vom Umsatz -4.343 4.414
Vertriebskosten 3.693 3.354
Allgemeine Verwaltungskosten 29.640 28.307
Forschungskosten 3.406 3.130
Sonstige betriebliche Erträge 181.418 81.711
Sonstige betriebliche Aufwendungen 173.749 98.294
Erträge aus Beteiligungen 578.599 552.554
davon aus verbundenen Unternehmen 578.515 552.106
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 121 4.763
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.126 9.268
davon aus verbundenen Unternehmen 902 981
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens - 2.491 - 82
Aufwendungen aus Verlustübernahme - 186
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 120.094 134.092
davon aus verbundenen Unternehmen 36.584 35.174
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 426.848 385.266
Ergebnis vor Ertragsteuern 426.848 385.266
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 153.382 123.424
Jahresüberschuss 273.466 261.842
Gewinnvortrag - -
Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus dem Jahresüberschuss - 79.509
Bilanzgewinn 273.466 182.333

Bilanz

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Angaben

in T€
31.12.2015 31.12.2014
Immaterielle Vermögensgegenstände 11.090 14.001
Sachanlagen 64.010 60.713
Finanzanlagen 5.550.809 4.623.824
Anlagevermögen 5.625.909 4.698.538
Vorräte 1.779 1.469
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 751.900 891.814
Wertpapiere 10.164 245.096
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 17.620 150.284
Umlaufvermögen 781.463 1.288.663
Rechnungsabgrenzungsposten 22.466 15.023
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 932 8.347
AKTIVA 6.430.770 6.010.571
PASSIVA
Angaben

in T€
31.12.2015 31.12.2014
Gezeichnetes Kapital 191.400 191.400
Kapitalrücklage 701.616 701.616
Gewinnrücklagen 1.113.057 1.103.000
Bilanzgewinn 273.466 182.333
Eigenkapital 2.279.539 2.178.349
Steuerrückstellungen 28.555 17.130
Sonstige Rückstellungen 198.732 172.989
Rückstellungen 227.287 190.119
Verbindlichkeiten 3.923.394 3.641.278
Rechnungsabgrenzungsposten 550 825
6.430.770 6.010.571

Entwicklung des Anlagevermögens

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Bruttobuchwerte
Angaben

in T€
Stand am 01.01.2015 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2015
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.347 1.484 1.316 2.053 26.568
Geleistete Anzahlungen 2.138 75 - - 2.065 148
26.485 1.559 1.316 - 12 26.716
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65.111 5.149 2.768 15.191 82.682
Technische Anlagen und Maschinen 40.652 2.754 1.721 1.491 43.176
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.794 2.972 2.506 1.292 54.552
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.120 118 74 - 17.961 202
176.677 10.993 7.069 12 180.612
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.608.993 968.738 - - 5.577.731
Beteiligungen 66 - - - 66
Ausleihungen an sonstige Beteiligungen - - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens 32.692 59.886 92.578 - -
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen 9.120 1 9.095 - 26
4.650.871 1.028.626 101.673 - 5.577.823
Anlagevermögen 4.854.033 1.041.177 110.058 - 5.785.152

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Abschreibungen
Angaben

in T€
Stand am 01.01.2015 Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibung Stand am 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.484 4.454 1.312 - - 15.627
Geleistete Anzahlungen - - - - - -
12.484 4.454 1.312 - - 15.627
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 43.538 1.213 1.906 - - 42.844
Technische Anlagen und Maschinen 26.585 1.873 1.321 - - 27.137
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.841 3.955 2.175 - - 1.000 46.621
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - -
115.964 7.041 5.403 - - 1.000 116.602
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 26.956 57 - - - 27.014
Beteiligungen - - - - - -
Ausleihungen an sonstige Beteiligungen - - - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens 11 - 10 - - 0
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen 80 - 80 - - -
27.047 57 90 - - 27.014
Anlagevermögen 155.495 11.552 6.805 - - 1.000 159.242

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Nettobuchwerte
Angaben

in T€
Stand am 31.12.2015 Stand am 31.12.2014
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.941 11.863
Geleistete Anzahlungen 148 2.138
11.090 14.001
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.838 21.573
Technische Anlagen und Maschinen 16.039 14.067
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.931 6.953
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 202 18.120
64.010 60.713
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.550.717 4.582.036
Beteiligungen 66 66
Ausleihungen an sonstige Beteiligungen - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - 0 32.681
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen 26 9.040
5.550.809 4.623.824
Anlagevermögen 5.625.909 4.698.538

Anhang

ALLGEMEINE GRUNDLAGEN

Der Jahresabschluss der K+S Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Im Interesse einer übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die einzelnen Posten des Jahresabschlusses werden in Tausend € (T€) dargestellt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Software wird nach vollständiger Abschreibung als Abgang ausgewiesen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Bewegliche Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2010 erworben wurden, werden überwiegend degressiv abgeschrieben. Bewegliche Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2009 erworben wurden, sowie unbewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt überwiegend für Bauten 14 bis 33 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Anlagegüter werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und nach fünf Jahren als Abgänge ausgewiesen.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Wertaufholung. Strecken und Grubenbaue werden nicht aktiviert.

FINANZANLAGEN

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder bei unverzinslichen oder niedrig verzinslichen Darlehen zum Barwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen Rechnung getragen.

VORRÄTE

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und die Abschreibungen des Anlagevermögens einbezogen.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Forderungen werden entsprechend ihrer Fristigkeit zum Nenn- oder Barwert angesetzt. Einzelrisiken werden durch Abschreibungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

WERTPAPIERE DES UMLAUFVERMÖGENS

Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs bzw. beizulegendem Wert am Abschlussstichtag bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Das Wahlrecht gemäß § 250 Abs. 3 HGB zur aktivischen Abgrenzung von Disagien aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten wird ausgeübt.

VERMÖGENS-, ERTRAGS- UND AUFWANDSVERRECHNUNG

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und der Saldo im Zinsergebnis ausgewiesen. In der Bilanz werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Die sich ergebenden Verpflichtungsüberhänge werden unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Verpflichtungen aus Pensionszusagen) und unter den sonstigen Rückstellungen (Erfüllungsrückstände aus Altersteilzeitverpflichtungen) ausgewiesen. Bei einem Überhang der Vermögensgegenstände erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Der Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen wird unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zum Abschlussstichtag ergibt sich ein Rechnungszins in Höhe von 3,89%. Der Ausweis von Effekten aus Änderungen des Zinssatzes erfolgt im Finanzergebnis.

Der angenommene Gehalts- bzw. Rententrend beträgt jeweils 1,8%. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005G).

ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN

Übrige Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen zum Gruben- und Schachtversatz werden mit dem Barwert der zukünftig zu erwartenden Aufwendungen bewertet. Der Barwertermittlung werden dabei der aktuelle Durchschnittsdiskontierungssatz für bergbauliche Verpflichtungen in Höhe von 3,5% und eine jährliche Preissteigerungsrate in Höhe von 1,5% zu Grunde gelegt. Der Diskontierungssatz basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der durch die Bundesbank veröffentlichten Diskontierungssätze. Rückstellungen für Bergschädenwagnisse werden auf Basis von Schadenfällen der Vergangenheit ermittelt, um dem tatsächlichen Risiko Rechnung zu tragen. Die Rückstellungen für Dienstjubiläen werden für die zurückgelegten Dienstzeiten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage des modifizierten Teilwertverfahrens ermittelt. Die Ermittlung des Erfüllungsbetrags von Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt nach dem Barwertverfahren. Der Ausweis von Effekten aus Änderungen des Zinssatzes für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt im Finanzergebnis.

Soweit sich i.R.d. Erstanwendung des BilMoG am 1. Januar 2010 aus der Neubewertung von Rückstellungen ein Auflösungsbetrag ergeben hätte, der bis spätestens zum 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste, wurden die zum 31. Dezember 2009 gebildeten Rückstellungsbeträge in Übereinstimmung mit Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB vollständig beibehalten. Der Betrag der Überdeckung zum Abschlussstichtag ist bei den Erläuterungen zu den Sonstigen Rückstellungen angegeben.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

LATENTE STEUERN

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Hierbei werden bei der K+S Aktiengesellschaft neben Unterschieden bei eigenen Bilanzpositionen auch Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei Organgesellschaften berücksichtigt. Verlust- und Zinsvorträge werden berücksichtigt, insoweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der kombinierte Ertragsteuersatz des Organkreises der K+S Aktiengesellschaft in Höhe von 28,7% zu Grunde gelegt. Dieser enthält neben der Körperschaftsteuer von 15,0% und dem darauf zu entrichtenden Solidaritätszuschlag von 5,5% den durchschnittlichen Gewerbesteuersatz in Höhe von 12,88%.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer insgesamt bestehenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Passive Unterschiedsbeträge ergeben sich insbesondere zum Abschlussstichtag aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aktive Unterschiedsbeträge resultieren im Wesentlichen aus Buchwertunterschieden bei sonstigen Rückstellungen (insbesondere: bergrechtlichen Rückstellungen), den immateriellen Vermögensgegenständen und innerhalb des Sachanlagevermögens. Nach Saldierung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge verbleibt im Berichtsjahr ein Aktivüberhang, der in der Bilanz nicht angesetzt wurde.

BEWERTUNGSEINHEITEN UND DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Es wurden im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt in Übereinstimmung mit den allgemeinen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen imparitätisch. Aktivische derivative Finanzinstrumente werden maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei negativem beizulegenden Zeitwert wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Passivische derivate Finanzinstrumente werden mindestens in Höhe der erhaltenen Stillhalterprämie angesetzt. Soweit der negative beizulegende Zeitwert die passivierte Verbindlichkeit übersteigt, wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.

UMRECHNUNG VON FREMDWÄHRUNGSBETRÄGEN

Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu Euro-Referenzkursen im Zeitpunkt der Entstehung erfasst.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt.

FINANZANLAGEN

Die Aufstellung über den Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist gesondert in der Anhangsangabe "Aufstellung des Anteilsbesitzes" dargestellt.

VORRÄTE

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Angaben

in T€
2015 2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.607 1.462
Unfertige Erzeugnisse 172 7
1.778 1.469

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

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Angaben

in T€
2015 2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.146 14.642
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 696.676 828.918
Sonstige Vermögensgegenstände 41.078 48.254
751.900 891.814

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 97.959 T€ (Vorjahr: 131.820 T€) auf Forderungen aus dem konzerninternen Zahlungsverkehr und 578.515 T€ (Vorjahr: 552.291 T€) auf Forderungen aus Ergebnisabführung. Darüber hinaus entfallen 10.134 T€ auf kurzfristige Forderungen aus der Finanzierung von Wertpapiertransaktionen. Im Übrigen betreffen sie in Höhe von 10.069 T€ (Vorjahr: 12.357 T€) vornehmlich Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 91 T€ (Vorjahr: 59 T€) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft in Höhe von 4.236 T€ (Vorjahr: 5.035 T€) Disagien i.S.v. § 250 Abs. 3 HGB.

AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG UND RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen keine Fehlbeträge. Im Rahmen des Bilanzausweises werden Pensionsrückstellungen mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen, verrechnet.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum Abschlussstichtag 118.422 T€ (ohne Berücksichtigung von Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern). Verrechnet mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von 119.354 T€ ergibt sich ein Bilanzansatz als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 932 T€. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern ("deferred compensation") in Höhe von 1.737 T€, die durch kongruente Versicherungsverträge rückgedeckt sind. Der Erfüllungsbetrag wurde vollständig mit dem beizulegenden Zeitwert der Versicherungsverträge (1.737 T€) verrechnet.

Das Deckungsvermögen umfasst Wertpapiere, Rückdeckungsversicherungsverträge und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Wertpapiere sind mit ihren Marktpreisen und Guthaben bei Kreditinstituten mit ihrem Nennwert zum Abschlussstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungsverträge wurde anhand des geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals der Verträge zuzüglich eines ggf. vorhandenen Guthabens aus Überschussbeteiligung ermittelt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 120.969 T€.

GEZEICHNETES KAPITAL

Das gezeichnete Kapital der K+S Aktiengesellschaft beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt.

GENEHMIGTES KAPITAL

Zum 31. Dezember 2015 verfügte die Gesellschaft über genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 19,14 Mio. €, das in Teilbeträgen und durch Ausgabe von bis zu 19,14 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien ausgegeben werden kann.

Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Der Vorstand ist unter bestimmten Voraussetzungen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Ausgabe auszuschließen.

ANGABEN ZU EIGENEN ANTEILEN

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Gesellschaft 100.000 eigene Aktien für Belegschaftsaktienprogramme zu einem durchschnittlichen Kurs von 32,47 € erworben. Der rechnerisch maximale Anteil der erworbenen Aktien am Grundkapital betrug 0,05% und der auf die erworbenen Anteile entfallende Betrag des Grundkapitals belief sich auf 100 T€. Die Veräußerung der nicht an Mitarbeiter ausgegebenen Aktien am freien Markt erfolgte zu einem Kurs von 30,45 €. Der resultierende Differenzbetrag in Höhe von 16 T€ ist entsprechend § 272 Abs. 1b S. 3 HGB mit den Gewinnrücklagen verrechnet worden. Zum Abschlussstichtag hält die Gesellschaft keine eigenen Anteile.

Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Falle des Erwerbs über die Börse als auch eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.

KAPITALRÜCKLAGE

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Angaben

in T€
2015 2014
Stand am 1. Januar 701.616 701.616
Stand am 31. Dezember 701.616 701.616

ANDERE GEWINNRÜCKLAGEN

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Angaben

in T€
2015 2014
Stand am 1. Januar 1.103.000 889.000
Differenzbetrag aus der Veräußerung eigener Anteile - 16 - 8
Einstellung gemäß Beschluss der Hauptversammlung 10.073 134.499
Einstellung aus dem Jahresüberschuss - 79.509
Stand am 31. Dezember 1.113.057 1.103.000

BILANZGEWINN

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Angaben

in T€
2015 2014
Bilanzgewinn am 1. Januar 182.333 182.349
Dividendenausschüttung für das Vorjahr - 172.260 - 47.850
Jahresüberschuss 273.466 261.842
Einstellung in andere Gewinnrücklagen (Beschluss der Hauptversammlung) - 10.073 - 134.499
Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus dem Jahresüberschuss - - 79.509
Bilanzgewinn am 31. Dezember 273.466 182.333

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie ergeben sich hauptsächlich aus bergbaulichen Verpflichtungen. Daneben bestehen vornehmlich Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und für Personalverpflichtungen.

Ein auf Grund der BilMoG-Umstellung sich ergebender Überdeckungsbetrag der sonstigen Rückstellungen i.S.v. Art. 67 Abs. 1 S. 4 EGHB besteht zum Abschlussstichtag nicht (Vorjahr: 642 T€).

Im Rahmen des Bilanzausweises wurden Rückstellungen für Erfüllungsrückstände aus Altersteilzeitverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersteilzeitverpflichtungen dienen, verrechnet.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR ALTERSTEILZEIT

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Angaben

in T€
2015 2014
Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen 295 1.154
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 211 874
Nettowert der Altersteilzeitverpflichtungen (Rückstellung) 84 280
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 211 874

Das Deckungsvermögen umfasst Guthaben bei Kreditinstituten. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert zum Abschlussstichtag bewertet.

VERBINDLICHKEITEN

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Angaben

in T€
2015 2014
Anleihen 1.500.000 1.500.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.000 32.881
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.017 9.733
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.373.453 2.081.671
Sonstige Verbindlichkeiten 12.923 16.993
3.923.394 3.641.278

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 2.347.602 T€ (Vorjahr: 2.064.269 T€) auf Verbindlichkeiten aus der konzerninternen Finanzierung.

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen:

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Angaben

in T€
2015 2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.000 32.881
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.017 9.733
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.633.955 1.342.285
Sonstige Verbindlichkeiten 12.415 16.430
1.683.387 1.401.329

Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 55 T€ (Vorjahr: 111 T€) haben eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:

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Angaben

in T€
2015 2014
Steuern 1.045 4.520
Verbindlichkeiten aus Sozialleistungen 332 387

NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

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Angaben

in T€
2015 2014
Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen 2.789 9.320
Verpflichtungen aus langfristigen Miet-, Leasing- und Serviceverträgen
fällig im Folgejahr 14.509 4.380
- davon an verbundene Unternehmen - -
fällig im 2. bis 5. Jahr 50.904 11.923
- davon an verbundene Unternehmen - -
68.202 25.622

Es bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit verbundenen Unternehmen, die auch eine Verlustübernahme beinhalten.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZ NACH TÄTIGKEITSGEBIETEN

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Angaben

in T€
2015 2014
IT 42.286 42.493
Tierhygiene 38.981 39.533
Sonstiges 37.341 33.399
118.608 115.425

UMSATZ NACH REGIONEN

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Angaben

in T€
2015 2014
Inland 105.286 102.933
Übriges Europa 1.570 1.990
Übersee 11.752 10.502
118.608 115.425

HERSTELLUNGSKOSTEN DER ZUR ERZIELUNG DER UMSATZERLÖSE ERBRACHTEN LEISTUNGEN

Die Herstellungskosten belaufen sich auf 122.951 T€ (Vorjahr 111.011 T€).

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

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Angaben

in T€
2015 2014
Erträge aus Kurssicherungsgeschäften 113.247 22.876
Erträge aus Währungsumrechnung 44.483 27.914
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 6.723 17.690
Buchgewinne aus dem Abgang von Wertpapieren 5.511 3.389
Erträge aus Leistungsverrechnung an Gruppengesellschaften 4.002 4.042
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 2.711 2.739
Erträge aus der Zuschreibung von Sachanlagen 1.000 -
Erträge aus Abgängen von Sachanlagen 775 254
Erträge aus Verschmelzung verbundener Unternehmen - 551
Übrige Erträge 2.966 2.256
181.418 81.711

Erträge in Höhe von 9.602 T€ (Vorjahr: 18.174 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

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Angaben

in T€
2015 2014
Aufwendungen aus Währungsumrechnung 70.891 40.562
Aufwendungen aus Kurssicherungsgeschäften 51.095 16.387
Aufwendungen für drohende Verluste aus Sicherungsgeschäften 14.972 1.829
Aufwendungen für Beratungskosten 7.175 76
Aufwendungen für stillgelegte Werke 4.828 11.355
Aufwendungen für Genehmigungsverfahren 4.203 5.763
Aufwendungen für Altersvorsorge 3.675 4.507
Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren 2.940 1.649
Aufwendungen für Wohnungswirtschaft 649 659
Außerplanmäßige Abschreibung auf Sachanlagen - 1.093
Übrige Aufwendungen 13.321 14.414
173.749 98.294

Aufwendungen in Höhe von 877 T€ (Vorjahr: 1.586 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und resultieren im Wesentlichen aus der Ausbuchung einer Forderung.

BETEILIGUNGSERGEBNIS

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Angaben

in T€
2015 2014
Erträge aus Gewinnabführung 578.514 552.292
Erträge aus Beteiligungen 85 262
Aufwendungen aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen - - 185
578.599 552.369

Die Erträge aus der Gewinnabführung setzen sich im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung der K+S KALI GmbH, der K+S Salz GmbH, der K+S Entsorgung GmbH sowie der K+S Transport GmbH zusammen.

ZINSERGEBNIS

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Angaben

in T€
2015 2014
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.127 9.269
- davon aus verbundenen Unternehmen 902 981
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 120 4.763
- davon aus verbundenen Unternehmen - -
Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen saldiert mit Erträgen/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen - -
- davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen - -
- davon Ertrag/Aufwand aus dem Deckungsvermögen für Pensionsrückstellungen - -
Zinsen und ähnliche Erträge 4.247 14.031
Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensions- u. Altersteilzeitrückstellungen saldiert mit Erträgen/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen - 5.910 - 6.847
- davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen - 12.444 - 8.709
- davon Ertrag/Aufwand aus dem Deckungsvermögen für Pensionsrückstellungen 6.553 1.923
- davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Altersteilzeitrückstellungen - 19 - 65
- davon Ertrag/Aufwand aus dem Deckungsvermögen für Altersteilzeitrückstellungen - 4
Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen - 19.045 - 9.534
Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 95.139 - 117.711
- davon an verbundene Unternehmen - 36.584 - 35.174
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 120.094 - 134.092
- 115.847 - 120.061

STEUERN

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Angaben

in T€
2015 2014
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 153.382 123.424
Sonstige Steuern 837 622
154.219 124.046

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge in Höhe von 5.941 T€ enthalten, die Vorjahre betreffen (Vorjahr: Aufwendungen: 7.199 T€).

Die sonstigen Steuern sind den betrieblichen Funktionsbereichen zugeordnet.

MATERIALAUFWAND

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Angaben

in T€
2015 2014
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 22.943 22.860
Aufwendungen für bezogene Leistungen 47.889 34.922
70.832 57.782

PERSONALAUFWAND

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Angaben

in T€
2015 2014
Löhne und Gehälter 70.277 69.714
Soziale Abgaben 9.502 9.814
Altersversorgung 4.812 5.477
Unterstützung 49 18
84.640 85.024

Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Dieser wird als Zinsaufwand im Zinsergebnis ausgewiesen.

ARBEITNEHMER

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Jahresdurchschnitt 2015 2014
Tarifliche Mitarbeiter 458 476
Außertarifliche Mitarbeiter 334 332
Auszubildende 17 24
809 832

SONSTIGE ANGABEN

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Es wurden im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet.

Am 31. Dezember 2015 wurden folgende Derivate gehalten:

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Angaben

in T€
Nominalwerte1) Beizulegende Zeitwerte Buchwerte2)
Devisentermingeschäfte USD-EUR mit Fälligkeit in 2016
- positive beizulegende Zeitwerte 256.941 1.636 -
- negative beizulegende Zeitwerte 182.629 3.772 3.772
Devisentermingeschäfte CAD-EUR mit Fälligkeit in 2016
- positive beizulegende Zeitwerte 248.119 7.601 -
- negative beizulegende Zeitwerte 218.051 7.425 7.425
Devisentermingeschäfte CAD-EUR mit Fälligkeit in 2017
- positive beizulegende Zeitwerte - - -
- negative beizulegende Zeitwerte 69.117 3.775 3.775
Devisentermingeschäfte GBP-EUR mit Fälligkeit in 2016
- positive beizulegende Zeitwerte 7.690 54 -
- negative beizulegende Zeitwerte - - -
Cross-currency-Swap USD-EUR
- positive beizulegende Zeitwerte 33.503 7.695 -
- negative beizulegende Zeitwerte - - -

1) Umgerechnet in Euro mit gewichteten Sicherungskursen.

2) Ausgewiesen in der Position sonstige Rückstellungen.

Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Auflösung zum Abschlussstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter, finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Bilanzstichtag geltenden Parameter zugrunde:

die Devisenkassakurse der betreffenden Währungen
die vereinbarten Sicherungs- bzw. Ausübungskurse
die gehandelten Volatilitäten, d. h. die erwartete Schwankungsbreite der betreffenden Devisenkurse
das Zinsniveau der betreffenden Währungen
das Kontrahentenrisiko

ANGABEN ZU AUSSCHÜTTUNGSGESPERRTEN BETRÄGEN

Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert (Deckungsvermögen) besteht zum Abschlussstichtag ein Ausschüttungssperrbetrag gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 14.426 T€ (Vorjahr: 13.257 T€). Die frei verfügbaren Rücklagen übersteigen den ausschüttungsgesperrten Betrag. Eine Ausschüttungssperre bezüglich des Bilanzgewinns besteht nicht.

HONORARE FÜR ABSCHLUSSPRÜFER

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist in der entsprechenden Anhangangabe im Konzernabschluss der K+S Aktiengesellschaft enthalten.

GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

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Angaben

in T€
2015 2014
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 2.007 1.995
- davon fix 1.909 1.918
- davon erfolgsbezogen - -
Gesamtbezüge des Vorstands 6.683 8.446
- davon fix 2.393 2.560
- davon erfolgsbezogen 3.503 3.840
- davon LTI Programm 632 1.878
Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen 1.498 1.549
Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen 19.855 15.132

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ist für 2015/2016 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S Aktiengesellschaft abgegeben und den Aktionären im Internetauftritt der K+S Gruppe (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden.

AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES

Aufstellung des Anteilsbesitzes der K+S Aktiengesellschaft gemäß § 285 Nr. 11 HGB (Angaben in Tausend):

Stand 31.12.2015

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil Währung Eigenkapital Jahresergebnis
1. K+S Verwaltungs GmbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 24 0
1. K+S Verwaltungs GmbH & Co. Erwerbs KG Kassel Deutschland 100,00% EUR 10 0
3. K+S Verwaltungs GmbH & Co. Erwerbs KG Kassel Deutschland 100,00% EUR 10 0
4. K+S Verwaltungs GmbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 309 0
Beienrode Bergwerks-GmbH Kassel Deutschland 89,80% EUR 1.344 0
Börde Container Feeder GmbH Haldensleben Deutschland 33,30% EUR 1.006 2063)
Canadian Brine, Ltd. Pointe Claire Kanada 100,00% CAD 566 - 25)
Chemische Fabrik Kalk GmbH Köln Deutschland 100,00% EUR 11.224 - 1.525
Compania Minera Punta de Lobos Ltda. Santiago de Chile Chile 99,64% USD - 286 4.1875)
Deutscher Straßen-Dienst GmbH Hannover Deutschland 100,00% EUR 60 7381)
Empresa de Servicios Ltda. Santiago de Chile Chile 99,64% USD 419 - 205)
Empresa Maritima S.A. Santiago de Chile Chile 99,59% USD 39.305 6.2745)
esco - european salt company GmbH & Co. KG Hannover Deutschland 100,00% EUR 248.454 11.627
esco benelux N.V. Diegem Belgien 100,00% EUR 12.697 - 95)
esco france S.A.S. Levallois-Perret Frankreich 100,00% EUR 10.551 1.1745)
esco Holding France S.A.S. Dombasle sur Meurthe Frankreich 100,00% EUR 15.702 2.3955)
esco international GmbH Hannover Deutschland 100,00% EUR 40.903 4.1551)
esco Nordic AB Göteborg Schweden 100,00% SEK 6.739 5.0843)
esco Spain S.L. Barcelona Spanien 100,00% EUR 1.047 - 1915)
esco Verwaltungs GmbH Hannover Deutschland 100,00% EUR 57 2
Fachschule f. Wirtschaft und Technik Gem. GmbH Clausthal Deutschland 9,40% EUR 544 132)
Frisia Zout B.V. Harlingen Niederlande 100,00% EUR 10.631 7045)
Glendale Salt Development, LLC Chicago USA 100,00% USD 2.993 1475)
Ickenroth GmbH Staudt Deutschland 100,00% EUR 1.790 3781)
Imperial Thermal Products, Inc. Chicago USA 100,00% USD 0 04)
Inagua General Store, Ltd. Nassau Bahamas 100,00% USD 853 2415)
Inagua Transports Inc. Chicago USA 100,00% USD 1.666 305)
Inversiones Columbus Ltda. Santiago de Chile Chile 2,00% USD 1.003 6955)
Inversiones Empremar Ltda. Santiago de Chile Chile 48,87% USD 18.820 305)
Inversiones K+S Sal de Chile SpA Santiago de Chile Chile 100,00% CLP 70.733.365 2.819.1665)
ISX Oil & Gas Inc. Calgary Kanada 100,00% CAD - 507 - 13
K plus S Africa (Pty) Ltd. Johannesburg Südafrika 100,00% ZAR 130 - 73)
K+S AN-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 231 4
K+S Asia Pacific Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00% SGD 1.329 5743)
K+S Bahamas Salt Asset Management GmbH & Co. KG Kassel Deutschland 100,00% EUR 51.272 1.398
K+S Baustoffrecycling GmbH Sehnde Deutschland 100,00% EUR 86 3.3001)
K+S Beteiligungs GmbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 210.751 5971)
K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais Ltda. Sao Paulo Brasilien 100,00% BRL 7.294 3103)
K+S Canada Holdings Ltd. Vancouver Kanada 100,00% CAD 3.723.910 3705)
K+S Chile S.A. Santiago de Chile Chile 99,64% USD 461.390 65.3085)
K+S Consulting GmbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 810 1051)
K+S Czech Republic a.s. Prag Tschechische Republik 100,00% CZK 182.768 12.7435)
K+S Denmark Holding ApS Hellerup Dänemark 100,00% EUR 449 - 193)
K+S Entsorgung (Schweiz) AG Delémont Schweiz 100,00% CHF 1.255 2983)
K+S Entsorgung GmbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 7.506 11.5541)
K+S Fertilizers (India) Private Limited Neu Delhi Indien 100,00% INR 7.034 1.0273)
K+S Finance Belgium BVBA Diegem Belgien 100,00% USD 2.638.242 68.8515)
K+S Finance Ltd. St. Julians Malta 100,00% EUR 679.583 9.0685)
K+S Holding France S.A.S. Reims Frankreich 100,00% EUR 2.878 - 85)
K+S Investments Ltd. St. Julians Malta 100,00% EUR 708.830 13.1685)
K+S Italia S.r.L. Verona Italien 100,00% EUR 1.162 3643)
K+S KALI Du Roure S.A.S. Le Teil Frankreich 100,00% EUR 4.383 7055)
K+S Kali France S.A.S. Reims Frankreich 100,00% EUR 6.167 9195)
K+S Kali GmbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 447.083 505.1141)
K+S KALI Rodez S.A.S. Sainte Radegonde Frankreich 97,45% EUR 2.227 715)
K+S KALI Wittenheim S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,00% EUR 2.029 2175)
K+S Legacy GP Inc. Vancouver Kanada 100,00% CAD - 27 135)
K+S Mining Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 100,00% ARS - 19 - 2583)
K+S Montana Holdings, LLC Chicago USA 100,00% USD 873.300 - 26.3175)
K+S Netherlands Holding B.V. Harlingen Niederlande 100,00% EUR 3.134.537 22.4055)
K+S North America Asset Management GmbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 120 0
K+S North America Corporation Chicago USA 100,00% USD 10.369 1.2465)
K+S North America Salt Asset Management GmbH & Co. KG Kassel Deutschland 100,00% EUR 679.732 32.559
K+S Perú S.A.C. Lima Peru 100,00% PEN 595 - 1.3395)
K+S Polska Sp. z o.o. Poznan Polen 100,00% PLN 6.393 2.0723)
K+S Potash Canada General Partnership Vancouver Kanada 100,00% CAD 3.545.133 - 91.9335)
K+S Salz GmbH Hannover Deutschland 100,00% EUR 3.240.995 49.9531)
K+S Salt LLC Chicago USA 100,00% USD 1.665.679 64.5385)
K+S Transport GmbH Hamburg Deutschland 100,00% EUR 2.938 10.8521)
K+S UK & Eire Ltd. Hertford Großbritannien 100,00% GBP 520 4023)
K+S Versicherungsvermittlungs GmbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 25 5911)
K+S Windsor Salt Ltd. Vancouver Kanada 100,00% CAD 4.006.383 98.8325)
Kali (U.K.) Ltd. Hertford Großbritannien 100,00% GBP 0 04)
Kali AG Frauenkappelen Schweiz 100,00% CHF 1.648 7303)
Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH Kassel Deutschland 100,00% EUR 10.669 6.8111)
Lehrter Wohnungsbau GmbH Lehrte Deutschland 6,70% EUR 14.153 1333)
Montana US Parent Inc. Chicago USA 100,00% USD 0 05)
Morton Bahamas Ltd. Nassau Bahamas 100,00% USD 11.059 18.5395)
Morton China National Salt (Shanghai) Salt Co., Ltd. Shanghai China 45,00% CNY 16.236 3.5843)
Morton Salt, Inc. Chicago USA 100,00% USD 1.541.517 121.1395)
MSW -Chemie GmbH Langelsheim Deutschland 100,00% EUR 855 0
Nieders. Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH Hannover Deutschland 0,10% EUR 10.261 1.6093)
OOO K+S Rus Moskau Russ. Föderation 100,00% RUB 5.717 - 4153)
Poldergemeinschaft Hohe Schaar Hamburg Deutschland 8,66% EUR 0 8273)
Pristav Pardubice a.s. Pardubice Tschechische Republik 0,41% CZK 15.837 - 7563)
Salina Diamante Branco Ltda. Rio de Janeiro Brasilien 100,00% BRL 13.888 - 21.3395)
Saline Cerebos S.A.S. Levallois-Perret Frankreich 100,00% EUR 6.063 3085)
Servicios Maritimos Patillos S.A. Santiago de Chile Chile 99,64% USD 2.338 2.3365)
Servicios Portuarios Patillos S.A. Santiago de Chile Chile 99,53% USD 42.598 4.1775)
Shenzhen K+S Trading Co. Ltd. Shenzhen China 100,00% CNY 50.227 5203)
VATEL Companhia de Produtos Alimentares S.A. Alverca Portugal 100,00% EUR 1.100 - 3815)
Weeks Island Landowner, LLC Chicago USA 100,00% USD 811 05)
Werra Kombi Terminal Betriebsgesellschaft mbH Philippsthal Deutschland 50,00% EUR 135 613)
Wohnbau Salzdetfurth GmbH Bad Salzdetfurth Deutschland 100,00% EUR 1.820 01)
Zoll Pool Hamburg AG Hamburg Deutschland 1,43% EUR 524 13)

1) Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Muttergesellschaft (Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisabführung).

2) Geschäftsjahr vom 01.08. bis 31.07. - Jahresabschluss per 31.07.2015.

3) Jahresabschluss per 31. Dezember 2014.

4) Inaktive Gesellschaften.

5) Angaben gem. IFRS.

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2015 (STAND DER ANGABEN ZU WEITEREN AUFSICHTRATSMANDATEN UND KONROLLGREMIEN: 31. DEZEMBER 2015)

DR. RALF BETHKE (JAHRGANG 1942), DIPLOM-KAUFMANN, AUFSICHTSRATSVORSITZENDER

ANTEILSEIGNERVERTRETER

Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten)

Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2017

Erstbestellung: 1. Juli 2007

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weitere Aufsichtsratsmandate: Benteler International AG, Salzburg ( Vorsitzender seit 18. September 2015) DJE Kapital AG, Pullach (Vorsitzender)

MICHAEL VASSILIADIS (JAHRGANG 1964), CHEMIELABORANT, STELLV. VORSITZENDER

ARBEITNEHMERVERTRETER

Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 7. Mai 2003

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weitere Aufsichtsratsmandate: BASF SE, Ludwigshafen Evonik Industries AG, Essen (stellv. Vorsitzender) STEAG GmbH, Essen (stellv. Vorsitzender) RAG Aktiengesellschaft (stellv. Vorsitzender) RAG DSK AG (stellv. Vorsitzender) RAG Stiftung, Essen

RALF BECKER (JAHRGANG 1965), GEWERKSCHAFTSSEKRETÄR

ARBEITNEHMERVERTRETER

Landesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 1. August 2009

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weitere Aufsichtsratsmandate: Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover (stellv. Vorsitzender) Deutsche Shell Holding GmbH, Hamburg Deutsche Shell GmbH, Hamburg Shell Deutschland Oil GmbH, Hamburg

JELLA S. BENNER-HEINACHER (JAHRGANG 1960), JURISTIN

ANTEILSEIGNERVERTRETERIN

Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., Düsseldorf

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 7. Mai 2003

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weitere Aufsichtsratsmandate: A.S. Création Tapeten AG, Gummersbach

PHILIP FREIHERR VON DEM BUSSCHE (JAHRGANG 1950), DIPLOM-KAUFMANN

ANTEILSEIGNERVERTRETER

Unternehmer/Landwirt

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020

Erstbestellung: 12. Mai 2015

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weitere Kontrollgremien: DLG e.V. Frankfurt am Main (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Grimme GmbH & Co. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats) Bernard Krone Holding GmbH & Co. KG, Spelle (Vorsitzender des Beirats) DF World of Spices GmbH, Dissen (Mitglied des Beirats)

GEORGE CARDONA (JAHRGANG 1951), ÖKONOM

ANTEILSEIGNERVERTRETER

Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Kontrollgremien)

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2020

Erstbestellung: 9. Oktober 2009

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weitere Kontrollgremien: Board der Westline PTC Ltd., Bermuda (bis März 2015) Board der Wishbone Gold plc., Gibraltar

WESLEY CLARK (JAHRGANG 1952), MASTER IN BUSINESS ADMINISTRATION (BETRIEBSWIRTSCHAFT)

ANTEILSEIGNERVERTRETER

Operating Partner der Advent International Private Equity Group, Boston, Massachusetts, USA

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 14. Mai 2013

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weitere Aufsichtsratsmandate: Board der Patriot Supply Holdings, Inc., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman) Board der ABC Supply Corporation, Beloit, Wisconsin, USA Board der Clarcor Inc., Franklin, Tennessee, USA Board der Distribution International, Inc., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman) Board der Uline Inc., Pleasant Prairie, Wisconsin, USA (seit 12. Februar 2015)

HARALD DÖLL (JAHRGANG 1964), ENERGIEANLAGENELEKTRONIKER

ARBEITNEHMERVERTRETER

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S Gruppe

Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GmbH

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 1. August 2009

DR. RAINER GERLING (JAHRGANG 1958), DIPLOM-INGENIEUR1

ARBEITNEHMERVERTRETER

Leiter des Werks Werra der K+S KALI GmbH

Ausgeschieden zum 31. Dezember 2015

Erstbestellung: 14. Mai 2008

1 Dr. Rainer Gerling hat aufgrund seiner Berufung in die Geschäftsführung der K+S Kali GmbH sein Aufsichtsratsmandat zum 31. Dezember 2015 niedergelegt. An seiner Stelle wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2016 Gerd Kübler, Leiter Produktion und Technik unter Tage im Kaliwerk-Neuhof Ellers, als Vertreter der leitenden Angestellten gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

AXEL HARTMANN (JAHRGANG 1958), EINZELHANDELSKAUFMANN

ARBEITNEHMERVERTRETER

Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S Gruppe

Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers der K+S KALI GmbH

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 14. Mai 2013

RÜDIGER KIENITZ (JAHRGANG 1960), BERGBAUTECHNOLOGE

ARBEITNEHMERVERTRETER

Mitglied des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GmbH

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 26. März 1998

MICHAEL KNACKMUß (JAHRGANG 1975), KFZ-SCHLOSSER

ARBEITNEHMERVERTRETER

Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S KALI GmbH

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 11. Juli 2014

DR. RER. NAT. ANDREAS KREIMEYER (JAHRGANG 1955), DIPLOM-BIOLOGE

ANTEILSEIGNERVERTRETER

Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigshafen)

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2015

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weitere Kontrollgremien: acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V., München, Präsidiumsmitglied (seit Juli 2015) BASF Coatings GmbH, Münster (Aufsichtsratsvorsitzender, bis 30. April 2015) C.H. Boehringer Sohn AG & Co. KG, Ingelheim (Mitglied im Beraterkreis) Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, seit November 2015)

DIETER KUHN (JAHRGANG 1958), BERGBAUMASCHINIST

ARBEITNEHMERVERTRETER

Erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S Gruppe

Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg der esco european salt company GmbH & Co. KG

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 7. Mai 2003

DR. BERND MALMSTRÖM (JAHRGANG 1941), JURIST

ANTEILSEIGNERVERTRETER

Rechtsanwalt

Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2015

Erstbestellung: 7. Mai 2003

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weitere Aufsichtsratsmandate: Lehnkering GmbH, Duisburg (stellv. Vorsitzender, bis 22. April 2015) VTG AG, Hamburg
weitere Kontrollgremien: DAL - Deutsche-Afrika-Linien GmbH & Co. KG, Hamburg time:matters GmbH, Neu-Isenburg (Vorsitzender) Colada Acquico S.à.r.l, Luxemburg

DR. ANNETTE MESSEMER (JAHRGANG 1964), POLITIKWISSENSCHAFTLERIN

ANTEILSEIGNERVERTRETERIN

Bereichsvorstand der Commerzbank AG

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weitere Aufsichtsratsmandate: Commerz Real AG, Eschborn

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 14. Mai 2013

DR. RUDOLF MÜLLER (JAHRGANG 1943), DIPLOM-INGENIEUR AGR.

ANTEILSEIGNERVERTRETER

Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim)

Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2015

Erstbestellung: 7. Mai 2003

DR. ECKART SÜNNER (JAHRGANG 1944), JURIST

ANTEILSEIGNERVERTRETER

Selbständiger Rechtsanwalt in Neustadt a.d. Weinstraße

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 28. April 1992

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weitere Aufsichtsratsmandate: Infineon Technologies AG, Neubiberg

AUFSICHTSRATSAUSSCHÜSSE

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender)
Ralf Becker
Dr. Ralf Bethke
Axel Hartmann
Dr. Annette Messemer
Michael Vassiliadis

PERSONALAUSSCHUSS

Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)
Jella S. Benner-Heinacher
Harald Döll
Michael Vassiliadis

NOMINIERUNGSAUSSCHUSS

Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)
Philip Freiherr von dem Bussche (seit 12. Mai 2015)
George Cardona
Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (seit 12. Mai 2015)
Dr. Bernd Malmström (bis 12. Mai 2015)
Dr. Rudolf Müller (bis 12. Mai 2015)

VERMITTLUNGSAUSSCHUSS

Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)
Harald Döll
Dr. Eckart Sünner
Michael Vassiliadis

MITGLIEDER DES VORSTANDS IM GESCHÄFTSJAHR 2015 (STAND DER ANGABEN ZU ZUSTÄNDIGKEITEN UND MANDATEN: 31. DEZEMBER 2015)

NORBERT STEINER (JAHRGANG 1954), JURIST, VORSITZENDER

Corporate Communications

Corporate Development

Corporate Executive HR

Governance, Risk, Compliance; Corporate Secretary

Internal Auditing

Investor Relations

Mandat bis 11. Mai 2017

Erstbestellung: 12. Mai 2000

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Aufsichtsratsmandate: Talanx AG, Hannover HDI V.a.G., Hannover K+S KALI GmbH (Vorsitzender), Kassel1

DR. BURKHARD LOHR (JAHRGANG 1963), DIPLOM-KAUFMANN

Corporate Controlling

Corporate Finance and Accounting

Corporate Procurement

Corporate Tax

Technical Center mit Untereinheiten:

Geology

Mining

Research and Development

Technics/Energy

Alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind.

Mandat bis 31. Mai 2020

Erstbestellung: 1. Juni 2012

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Aufsichtsratsmandate: K+S KALI GmbH, Kassel1
Kontrollgremien: HDI-Gerling Industrie Versicherung AG, Hannover, Beiratsmitglied Region Süd Commerzbank AG, Frankfurt/Main, Mitglied RegionalbeiratNordwest Christoph Metzelder Stiftung, Kuratoriumsmitglied BDI, Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Beiratsmitglied

DR. THOMAS NÖCKER (JAHRGANG 1958), JURIST, ARBEITSDIREKTOR

Corporate HR

Corporate IT

Business Center mit Untereinheiten:

Communication Services

Financial Accounting

HR Services

Insurances

IT Services

Legal

Logistics Europe

Procurement/Material Management Europe

Project Management

Real Estate & Facility Management

K+S Transport GmbH

K+S Versicherungsvermittlungs GmbH

Wohnbau Salzdetfurth GmbH

Mandat bis 31. August 2018

Erstbestellung: 1. August 2003

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Aufsichtsratsmandate: K+S KALI GmbH, Kassel1

DR. ANDREAS RADMACHER (JAHRGANG 1965), DIPLOM-INGENIEUR

Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte

Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling

Mandat bis 31. August 2016

Erstbestellung: 1. September 2013

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Aufsichtsratsmandate: K+S KALI GmbH, Kassel1

MARK ROBERTS (JAHRGANG 1963), BACHELOR OF SCIENCE (MARKETING)

Geschäftsbereich Salz

Tierhygieneprodukte

Mandat bis 30. September 2020

Erstbestellung: 1. Oktober 2012

1 Konzernmandat

BETEILIGUNGEN AN DER GESELLSCHAFT

BlackRock Inc., New York (USA), teilte uns am 5. November 2015 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % überschritten hat und der Anteil an der Gesellschaft 4,77 % beträgt. Bis Ende Februar wurde uns kein Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3% mitgeteilt.

GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG

Der im Geschäftsjahr 2015 erzielte Jahresüberschuss der K+S Aktiengesellschaft beläuft sich auf 273.466 T€. Der Vorstand beabsichtigt auf der Hauptversammlung am 11. Mai 2016, die Ausschüttung einer Dividende von 1,15 € je nennwertloser Stückaktie (220.110 T€) aus dem Bilanzgewinn und die Einstellung des Restbetrags von 53.356 T€ in die Gewinnrücklage vorzuschlagen.

Kassel, 26. Februar 2016

K+S Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der K+S Aktiengesellschaft, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der K+S Aktiengesellschaft, Kassel, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 26. Februar 2016

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Kompenhans, Wirtschaftsprüfer

Dr. Meyer, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren,

der folgende Bericht des Aufsichtsrats informiert Sie über dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015 und das Ergebnis der Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss 2015.

Schwerpunkte unserer Sitzungen und Beratungen waren u. a.:

die Geschäftslage der K+S GRUPPE,
die K+S-Gruppenstrategie,
der unaufgeforderte Vorschlag der POTASH CORPORATION OF SASKATCHEWAN INC. (POTASHCORP) zur Übernahme aller Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (unter Hinzuziehung von externen Rechts- und Unternehmensberatern),
die Entsorgung salzhaltiger Abwässer,
der Fortgang des Legacy Projekts,
die Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sowie
die Auswahl von geeigneten Kandidatinnen/-en für Vorstands- und Aufsichtsratsmandate.

BERATUNG UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DES VORSTANDS

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl an Sachthemen wurde eingehend diskutiert und es wurden Beschlüsse über zustimmungspflichtige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei dessen Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und bei der Leitung des Unternehmens beraten; in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns - u. a. in Telefonkonferenzen - regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation, den Fortgang wichtiger Investitionsprojekte (hier vor allem des Legacy Projekts und des Maßnahmenprogramms zum Gewässerschutz), die Planungen sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation sowie das Risikomanagement wurden dabei stets gewissenhaft beachtet. Auch über die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem unter dem Vorbehalt einer Due-Diligence-Prüfung abgegebenen Vorschlag der POTASHCORP zur Übernahme aller K+s-Aktien zu einem Preis von 41 € je Aktie sowie den Vorschlag des Vorstands zum Umgang damit wurden wir zeitnah und umfassend informiert, sodass wir die Gesamtumstände zusammen mit externen Rechts- und Unternehmensberatern sorgfältig prüfen und abwägen konnten. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in engem Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge und anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben jeweils in gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten.

Die Anwesenheit der 16 Aufsichtsratsmitglieder an den acht Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 97 %. Fünf Sitzungen fanden in vollständiger Besetzung statt, an einer Sitzung konnten zwei Aufsichtsratsmitglieder nicht teilnehmen und bei zwei Sitzungen fehlte jeweils ein Aufsichtsratsmitglied entschuldigt; somit nahm auch im Jahr 2015 kein Aufsichtsratsmitglied an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil. Bei den drei Sitzungen des Prüfungsausschusses waren jeweils fünf der sechs Mitglieder anwesend. Während der Nominierungsausschuss in vollständiger Besetzung tagte, konnte ein Aufsichtsratsmitglied bei einer der Sitzungen des Personalausschusses nicht zugegen sein.

BESETZUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung im August das bis zum 31. Juli 2016 befristete Vorstandsmandat von Dr. Thomas Nöcker bis zum 31. August 2018 verlängert.

Im Aufsichtsrat gab es folgende Änderungen: Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Bernd Malmström und Dr. Rudolf Müller haben mit Beendigung der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 ihr Amt niedergelegt. Der Aufsichtsrat ist beiden ausgeschiedenen Mitgliedern des Gremiums für ihre langjährige und engagierte Arbeit zu großem Dank verpflichtet. Die Hauptversammlung ist dem Vorschlag des Aufsichtsrats gefolgt, Philip Freiherr von dem Bussche und Dr. Andreas Kreimeyer für die Zeit ab Beendigung der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 beschließt, in den Aufsichtsrat zu wählen. Die Hauptversammlung ist ebenfalls dem Vorschlag gefolgt, George Cardona, dessen Mandat zum Ende der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 ausgelaufen wäre, bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 beschließt, erneut in das Gremium zu wählen. Dr. Rainer Gerling hat aufgrund seiner Berufung in die Geschäftsführung der K+S KALI GMBH sein Aufsichtsratsmandat zum 31. Dezember 2015 niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Gerling für seine langjährige, stets konstruktive Mitarbeit und wünscht ihm für seine neue Position alles Gute. An seiner Stelle wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2016 Gerd Kübler, Leiter Produktion und Technik unter Tage im Kaliwerk Neuhof-Ellers, als Vertreter der leitenden Angestellten gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS

Im Geschäftsjahr 2015 fanden vier ordentliche und vier außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt.

Eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung wurde am 27. Januar 2015 abgehalten. Schwerpunkt der Sitzung war der mögliche Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages mit dem Land Hessen im Rahmen des Langfristkonzepts für die Entsorgung salzhaltiger Abwässer der Standorte Werra und Neuhof-Ellers der K+S KALI GMBH.

In der ordentlichen Sitzung am 11. März 2015 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und nach intensiver Diskussion beschlossen, sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 anzuschließen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert, des Weiteren die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2015 verabschiedet.

In der ordentlichen Sitzung am 11. und 12. Mai 2015 informierte der Vorstand detailliert über die Entwicklung der Geschäftslage und das Ergebnis im ersten Quartal und berichtete über den jeweils aktuellen Stand der verschiedenen Genehmigungsverfahren zur Entsorgung salzhaltiger Abwässer und des geplanten öffentlich-rechtlichen Vertrages mit dem Land Hessen. Außerdem wählte der Aufsichtsrat Philip Freiherr von dem Bussche und Dr. Andreas Kreimeyer nach dem Ausscheiden von Dr. Malmström und Dr. Müller in den Nominierungsausschuss.

In den außerordentlichen Sitzungen am 20. Juni und 2. Juli 2015 wurde der unter dem Vorbehalt einer Due-Diligence-Prüfung abgegebene Vorschlag der potashcorp zur Übernahme aller K+s-Aktien zu einem Preis von 41 € je Aktie eingehend erörtert. Am 20. Juni 2015 richtete der Aufsichtsrat einen mit fünf Aufsichtsratsmitgliedern besetzten Ad-hoc-Ausschuss zur effizienten Entscheidungsvorbereitung ein. Am 2. Juli 2015 beschloss der Aufsichtsrat nach eigener sorgfältiger Prüfung und Abwägung der Gesamtumstände einstimmig, dem Vorschlag des Vorstands zu folgen, potashcorp mitzuteilen, dass ein mögliches öffentliches Übernahmeangebot an die K+s-Aktionäre zu den zu diesem Zeitpunkt in Aussicht gestellten Konditionen nicht unterstützt werde. Der Aufsichtsrat schloss sich der Beurteilung des Vorstands an, dass:

der von POTASHCORP in Aussicht gestellte Angebotspreis von 41 € pro Aktie den fundamentalen Wert von K+S nicht angemessen reflektiere,
auf Basis der Kenntnis der Absichten und Interessen von POTASHCORP zum Zeitpunkt der Sitzung die vorgeschlagene Transaktion nicht im Interesse von K+S sei und ferner weder die Interessen der für K+S weltweit arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch die der Regionen, in denen das Unternehmen verantwortungsvoll tätig ist, berücksichtige.

Auch in der vom 25. bis 27. August 2015 abgehaltenen ordentlichen Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat zusammen mit externen Rechts- und Unternehmensberatern mit dem unveränderten Vorschlag der POTASHCORP und hielt an den Ergebnissen der bisherigen Analyse fest. Des Weiteren wurden die notwendigen Beschlüsse zur Umsetzung der neuen Regelungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen gefasst. Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Bericht des Vorstands und die eingehende Diskussion über die strategische Ausrichtung der K+S GRUPPE. Außerdem berichtete der Vorstand über den aktuellen Stand des Entwurfs eines gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie aufzustellenden Bewirtschaftungsplans für Werra und Weser und der verschiedenen Genehmigungsverfahren zur Entsorgung salzhaltiger Abwässer.

/ DIE FESTGELEGTEN ZIELGRÖSSEN FÜR DEN FRAUENANTEIL IM VORSTAND SOWIE IN DEN FÜHRUNGSEBENEN UNTERHALB DES VORSTANDS: Kapitel ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 51

In der außerordentlichen Sitzung am 15. Oktober 2015 befasste sich der Aufsichtsrat mit Optionen für die strategische Weiterentwicklung der K+S GRUPPE. Außerdem berichtete der Vorstand über die Rücknahme des Vorschlags von potashcorp zur Übernahme der K+s-Aktien, die Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft Meiningen im September sowie zum Thema Salzabwasserentsorgung.

In der letzten ordentlichen Sitzung des Jahres am 25. November 2015 berichtete der Vorstand zunächst ausführlich über die Lage in Bezug auf die Entsorgung salzhaltiger Abwässer, insbesondere die fortdauernde Prüfung des Antrags der K+S kali GMBH, über den 30. November 2015 hinaus im Werk Werra anfallende Salzabwässer in den Untergrund versenken zu dürfen, und die innerhalb der Genehmigungsbehörde diskutierte Möglichkeit einer begrenzten Genehmigung für einen Übergangszeitraum. Schließlich erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage in den einzelnen Geschäftsbereichen und gab einen Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz und das Ergebnis der K+S GRUPPE im Jahr 2015. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Legacy Projekt und ließ sich hierzu von dem Projektleiter Dr. Ulrich Lamp ausführlich über dessen Stand sowie die weitere Entwicklung berichten. Die Planung der K+S GRUPPE für das Jahr 2016, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens, wurde eingehend - auch auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen - geprüft und sodann gebilligt. Ferner wurde die gemeinsame Entsprechenserklärung 2015/2016 von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen.

/ DIE ENTSPRECHENSERKLÄRUNG 2015/2016: Kapitel ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 51

AUSSCHUSSSITZUNGEN

Zur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss drei weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss und den Nominierungsausschuss. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung finden sich auf der Seite 56 im Lagebericht und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik ,Corporate Governance'.

Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2015 dreimal zu Sitzungen zusammen. Der Ausschuss prüfte am 27. Februar 2015 im Beisein des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Jahresabschluss 2014 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den Konzernabschluss 2014, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und sprach die Empfehlung aus, der Hauptversammlung erneut die Wahl der DELOITTE & TOUCHE GMBH zum Abschlussprüfer vorzuschlagen. Am 27. August 2015 diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand umfassend das Interne Kontrollsystem (iks) der K+S GRUPPE, insbesondere das System zur internen Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Ferner nahm der Ausschuss den Bericht des Vorstandsvorsitzenden über den Status der Compliance-Organisation sowie das Compliance-Programm der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2015. In der Sitzung am 25. November 2015 berichtete der Vorstand über die Entwicklung von Beraterkosten und Spenden. Weiterhin nahm der Ausschuss den Bericht des Revisionsleiters über die Arbeit der Internen Revision in der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis.

Per Telefonkonferenzen wurden am 4. Mai, am 10. August sowie am 6. November 2015 zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand die jeweils zur Veröffentlichung anstehenden Quartalsfinanzberichte erörtert.

Der Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2015 dreimal zusammen. Er beschäftigte sich dabei insbesondere mit der Struktur und der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Er befasste sich des Weiteren mit den Zielvereinbarungen und Zielerreichungen der Vorstandsmitglieder, der Angemessenheit der Vorstandsvergütung im Verhältnis zum oberen Führungskreis und der Gesamtbelegschaft, dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sowie mit der Anpassung der Vorstandsvergütung und der Pensionsobergrenzen ab 2016. Ferner wurde die Verlängerung des Mandats von Herrn Dr. Nöcker vorbereitet. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2015 sowie die Struktur des Vergütungssystems, die sich seit der Billigung durch die Hauptversammlung am 11. Mai 2010 nicht wesentlich verändert hat, finden Sie auf den Seiten 121 - 127.

Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2015 einmal zusammen; Gegenstand der Beratung war hauptsächlich die langfristige Nachfolgeplanung des Aufsichtsrats.

Der Vermittlungsausschuss wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen.

INTERESSENKONFLIKTE

Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.

PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2015

Die DELOITTE & TOUCHE GMBH, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der DELOITTE & TOUCHE GMBH, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden jeweils in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Prüfungsausschusssitzung am 26. Februar 2016 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 9. März 2016 umfassend behandelt. In den Sitzungen wurden vom Vorstand und dem Abschlussprüfer alle Fragen zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und billigte auf Vorschlag des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2015; der Jahresabschluss 2015 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wurde damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich auch dem Vorschlag des Vorstands für die Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 51) an. Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde insbesondere im Hinblick auf die derzeitige und die künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S GRUPPE ebenfalls überprüft. Nach intensiver Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat auch diesem Vorschlag des Vorstands an.

Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seinen Dank für ihr erneut hohes Engagement und die erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr aus.

KASSEL, 9. MÄRZ 2016

FÜR DEN AUFSICHTSRAT

DR. RALF BETHKE, VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS