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K+S AG — Annual Report 2012
Apr 15, 2013
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Annual Report
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K+S AG
Kassel
Jahresabschluss 2012
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT1
ROBUSTES GESCHÄFT MIT KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEN
Auftausalzgeschäft witterungsbedingt außergewöhnlich schwach / Konzernumsatz erreicht mit 3,9 Mrd. € annähernd den Wert des Vorjahres / Operatives Ergebnis ebit i erreicht 808,5 Mio. € (2011: 906,2 Mio. €) / Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts erfolgreich abgeschlossen / K+S GRUPPE mit attraktiven Perspektiven für die Jahre 2013 und 2014
1 Der Lagebericht der K+S Aktiengesellschaft und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S Aktiengesellschaft nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich im Bundesanzeiger veröffentlicht.
4.1 Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
4.2 Unternehmensstrategie
4.3 Unternehmenssteuerung und -Überwachung
4.4 Wesentliche nichtfinanzielle Themen
4.5 Forschung und Entwicklung
4.6 Überblick über den Geschäftsverlauf
4.7 Ertragslage
4.8 Finanzlage
4.9 Vermögenslage
4.10 Darstellung der Segmente
4.11 Risikobericht
4.12 Nachtragsbericht
4.13 Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand
4.14 Prognosebericht
4.15 K+S AKTIENGESELLSCHAFT (Erläuterungen auf Basis HGB)
4.16 Versicherung der gesetzlichen Vertreter der K+S AKTIENGESELLSCHAFT
4.1 KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der k+s GRUPPE. Ihre wirtschaftliche Entwicklung wird maßgeblich durch die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen, bei denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert.
/ DETAILS ZU TOCHTERGESELLSCHAFTEN, BETEILIGUNGEN UND NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN finden Sie in der Anteilsbesitzliste im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 212 sowie auf Seite 210.
Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K+S KALI GMBH, K+S SALZ GMBH und K+S FINANCE BELGIUM BVBA. Unter der K+S SALZ GMBH sind die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG und die K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. zusammengefasst, die sowohl die Anteile an den mit den Geschäftsaktivitäten der SOCIEDAD PUNTA DE LOBOS S.A. (SPL) in Chile, als auch die mit dem Legacy Projekt in Kanada in Verbindung stehenden Gesellschaften hält. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON SALT, INC. Die K+S KALI GMBH und die K+S SALZ GMBH halten ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings. Auch die Ergänzenden Aktivitäten sind weitgehend über Tochtergesellschaften mit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT verbunden.
Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2011 wie folgt verändert: Die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat am 3. Januar 2012 über ihre Tochtergesellschaft ESCO INTERNATIONAL GMBH 100 % der Stimmrechte an dem tschechischen Salzverarbeitungsunternehmen SOLNÉ MLÝNY, A.S. (SMO) übernommen. Infolge der Veräußerung des Stickstoffdüngemittelgeschäfts gehören die K+S NITROGEN GMBH SOWIE K+S AGRO MÉXICO S.A. DE C.V., K+S HELLAS S.A., FERTIVA GMBH, K+S AGRICOLTURA S.P.A., K PLUS S IBERIA S.L. seit dem 2. Juli 2012 nicht mehr zum Konsolidierungskreis.
ORGANISATIONSSTRUKTUR
Die Berichterstattung der K+S GRUPPE gliedert sich in drei Bereiche, die strategisch, technisch und wirtschaftlich miteinander verknüpft sind. / ABB: 4.1.1
ORGANISATIONSSTRUKTUR

/ ERGÄNZENDE INFORMATIONEN ZU DEN PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN DER K+S GRUPPE finden Sie im Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht und auf unserer Internetseite www.k-plus-s.com.

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gewinnt in sechs Bergwerken in Deutschland Kali- und Magnesiumrohsalze, die dort und an einem ehemaligen Bergwerksstandort zu End- oder Zwischenprodukten weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus gehören dem Geschäftsbereich drei Weiterverarbeitungsstandorte in Frankreich an. Die jährliche Produktionskapazität des Geschäftsbereichs beträgt bis zu 7,5 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte. Durch die Akquisition der kanadischen potash one verfügt der Geschäftsbereich zukünftig über die Möglichkeit, die jährliche Produktionskapazität mit dem Legacy Projekt langfristig um mindestens 2,86 Mio. t zu erhöhen. Ein weitgespanntes Vertriebsnetz ermöglicht den Verkauf der Produkte auf allen relevanten Märkten in Europa und Übersee. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist überwiegend in der K+S KALI GMBH, deren Tochtergesellschaften und der K+S POTASH CANADA GP abgebildet.
/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM LEGACY PROJEKT finden Sie auf Seite 143.
WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN
Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bietet seinen Kunden Düngemittel, Produkte für industrielle Anwendungen, hochreine Kalium- und Magnesiumsalze für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie Bestandteile für die Herstellung von Futtermitteln. Kaliumchlorid ist dabei die umsatzstärkste Produktgruppe. Das universell einsetzbare Düngemittel wird weltweit insbesondere bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewandt. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf den Äckern ausgebracht oder zunächst mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen (Bulk Blender) gemischt. Zusätzlich wird Kaliumchlorid auch als feinkörnige "Standard"-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet. Die Düngemittelspezialitäten des Geschäftsbereichs unterscheiden sich vom klassischen Kaliumchlorid durch unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel und Spurenelementen. Diese Düngemittel werden in Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z.B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchten, Wein oder Gemüse. Außerdem bietet der Geschäftsbereich eine breite Palette an hochwertigen Kalium- und Magnesiumprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z.B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie, bei der Herstellung von Glas und Kunststoff, in der Mineralölindustrie, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechnologie, bei der Öl- und Gasexploration sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Des Weiteren stellt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ein Produktportfolio für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierfuttermittelindustrie bereit. Beratung ist ein wesentliches Element des Leistungsspektrums des Geschäftsbereichs. Ein Beraterteam, bestehend aus Regionalberatern sowie auch weltweit tätigen Agronomen, liefert wichtige Informationen und Anregungen für Innovationen rund um den Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft. Für Industrieprodukte steht eine technische Anwendungsberatung weltweit zur Verfügung.
/ ERGÄNZENDE INFORMATIONEN ZU DEN PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN DER K+S GRUPPE finden Sie im Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht und auf unserer Internetseite www.k-plus-s.com.
WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONEN
Nahezu die Hälfte des Umsatzes erzielt der Geschäftsbereich in Europa. Hier profitiert er von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Auch in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien hält der Geschäftsbereich bedeutende Marktpositionen; dabei werden auch kostengünstige Container-Transporte genutzt. / ABB: 4.1.2
KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE - ABSATZ NACH REGIONEN

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| in% | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1 Europa | 50,6 | 54,0 |
| -davon Deutschland | 14,9 | 16,4 |
| 2 Nordamerika | 2,4 | 2,3 |
| 3 Südamerika | 21,3 | 17,4 |
| 4 Asien | 21,6 | 21,9 |
| 5 Afrika, Ozeanien | 4,1 | 4,4 |
Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Produzent von Kali- und Magnesiumprodukten und hatte im Jahr 2012 einen Anteil von rund 10 % am Weltkaliabsatz. Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanischen Unternehmen POTASH CORP., MOSAIC und AGRIUM, die mit der CANPOTEX eine gemeinsame Exportorganisation unterhalten, die russische URALKALI und die weißrussische BELARUSKALI, die außerhalb ihrer Heimatmärkte gemeinsam über die Exportorganisation BPC auftreten, die israelische ICI, die jordanische APC sowie die chilenische SQM. Durch seine kalium- und magnesiumhaltigen Düngemittelspezialitäten unterscheidet sich der Geschäftsbereich deutlich vom Wettbewerb und nimmt bei diesen Düngemitteln weltweit die Spitzenposition ein. Auch mit den Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Anbietern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ
Im Geschäftsbereich Salz gewinnt und vertreibt die K+S GRUPPE Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalze. K+S ist der weltweit größte Anbieter von Salzprodukten, die jährliche Produktionskapazität beläuft sich auf rund 30 Mio. t Salz. Der Geschäftsbereich umfasst die Teileinheiten ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG (ESCO), Hannover, mit Tätigkeitsschwerpunkt in Europa, die chilenische SOCIEDAD PUNTA DE LOBOS S.A. (SPL), Santiago de Chile, mit Aktivitäten in Südamerika und den USA SOWIE MORTON SALT, INC., Chicago, einen der größten Salzproduzenten in Nordamerika. ESCO verfügt über drei Steinsalzbergwerke, zwei Solbetriebe sowie mehrere Siedesalzanlagen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Portugal und Spanien sowie über zahlreiche Vertriebsstandorte in Europa. Zur Stärkung unserer Position in Osteuropa hat ESCO Anfang 2012 das tschechische Salzverarbeitungsunternehmen SOLNÉ MLÝNY A.S. (SMO) übernommen, einen bedeutenden Anbieter von Salzprodukten in der Tschechischen Republik und anderen europäischen Märkten. Die jährliche Produktionskapazität von ESCO liegt in Europa bei rund 8,0 Mio. t Festsalz und bei 1,7 Mio. t Salz in Sole. Die chilenische SPL gewinnt im Salar Grande de Tarapacá Steinsalz im kostengünstigen Tagebau. Die Produktionskapazität beträgt dort rund 6,5 Mio. t pro Jahr und soll bis voraussichtlich Mitte 2013 um 1,5 Mio. t auf jährlich 8 Mio. t ausgebaut werden. Außerdem betreibt die zur SPL-Gruppe gehörende SALINA DIAMANTE BRANCO im Nordosten von Brasilien eine Meersalzanlage mit 0,5 Mio. t Jahreskapazität. In den USA vertreibt die SPL ihre Salzprodukte über die INTERNATIONAL SALT COMPANY (ISCO). Darüber hinaus ist die chilenische Reederei EMPREMAR S.A., die mit einer Flotte von drei eigenen sowie zusätzlichen gecharterten Schiffen die Seelogistik für die SPL-Gruppe in Südamerika abwickelt, Teil des Geschäftsbereichs Salz. MORTON SALT betreibt sechs Steinsalzbergwerke, sieben Solar- und zehn Siedesalzanlagen in den USA, in Kanada und auf den Bahamas; die jährliche Produktionskapazität beläuft sich auf rund 13 Mio. t Salz. Der Geschäftsbereich Salz ist in Europa sowie Nord- und Südamerika mit eigenen Vertriebseinheiten und über Plattformgesellschaften der K+S GRUPPE vertreten. Darüber hinaus exportiert der Geschäftsbereich Salzprodukte nach Asien und in andere Regionen der Welt.
WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN
Der Geschäftsbereich Salz bietet seinen Kunden Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalze, die sämtlich auf Natriumchlorid (Kochsalz) basieren. Abhängig von den jeweiligen Anwendungen unterscheiden sich die Produkte vor allem durch die Körnung, den Reinheitsgrad, die Darreichungsform und eventuelle Zusatzstoffe. Im Bereich Speisesalz stellt die K+S GRUPPE sowohl Salz für die Lebensmittelindustrie als auch Tafelsalz für Endverbraucher her, hierzu gehören auch Premiumprodukte wie koscheres oder natriumreduziertes Salz. Gewerbesalze werden in Färbereien, in der Textilindustrie, bei der Futtermittelproduktion, in der Fischkonservierung, in Bohrspülungen für die Erdöl- und Erdgasförderung sowie in vielen anderen gewerblichen Bereichen eingesetzt. Pharmasalze sind wesentlicher Bestandteil von Infusions- und Dialyselösungen. Auch im Bereich Gewerbesalz werden Produkte für Endverbraucher hergestellt, wie beispielsweise Wasserenthärtungssalze. Industriesalz ist einer der wichtigsten Rohstoffe der chemischen Industrie. In Elektrolyseanlagen werden daraus Chlor, Natronlauge und Wasserstoff produziert. Zum Endverbraucher gelangt es zum Beispiel als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen. Winterdienste, öffentliche und private Straßenbauverwaltungen und Straßenmeistereien sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftaumittel der K+S GRUPPE, Haushaltspackungen für Endverbraucher runden die Produktpalette ab. Zudem werden Auftausalze angeboten, die durch den Zusatz von Calciumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee mehr Wärme erzeugen als konventionelle Produkte und deswegen vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen schneller wirken.
/ WEITERE INFORMATIONEN ZU PRODUKTEN, DIENSTLEISTUNGEN UND ANWENDUNGSGEBIETEN DES GESCHÄFTSBEREICHS SALZ finden Sie im Unternehmens-/ Nachhaltigkeitsbericht.
WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONEN
Zu den wesentlichen europäischen Absatzmärkten des Geschäftsbereichs Salz gehören Deutschland, Benelux, Frankreich, Skandinavien, die iberische Halbinsel, Tschechien, Polen und das Baltikum, während die USA, Kanada, Brasilien und Chile auf dem amerikanischen Kontinent von besonderer Bedeutung sind. Das Auftausalzgeschäft ist regional stark von den Witterungsbedingungen abhängig; K+S kann aufgrund ihres einzigartigen Netzwerks von Produktionsanlagen in Europa, Nord- und Südamerika flexibler auf Schwankungen der Auftausalznachfrage reagieren als die lokalen Wettbewerber. In den übrigen Segmenten besteht aufgrund der begrenzten Substituierbarkeit in den meisten Anwendungen eine verhältnismäßig stabile Nachfragesituation. Während der Markt für Salz in Westeuropa vergleichsweise reif ist und nur leichte Wachstumsraten aufweist, ist in den Schwellenländern ein tendenziell stärkerer Nachfrageanstieg zu verzeichnen. / ABB: 4.1.3
SALZ - ABSATZ NACH REGIONEN

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| in% | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1 Europa | 24,4 | 24,9 |
| -davon Deutschland | 9,1 | 9,9 |
| 2 Nordamerika | 61,1 | 64,6 |
| 3 Südamerika | 11,0 | 9,6 |
| 4 Asien | 3,4 | 0,4 |
| 5 Afrika, Ozeanien | 0,1 | 0,5 |
Die Branche war in den vergangenen Jahren durch einen Konsolidierungsprozess gekennzeichnet. Die K+S GRUPPE hat mit dem im Jahr 2004 getätigten Kauf der 38 %igen Beteiligung der SOLVAY-Gruppe an ESCO, dem im Jahr 2006 erfolgten Erwerb des chilenischen Produzenten SPL sowie der im Oktober 2009 erfolgreich abgeschlossenen Übernahme von MORTON SALT diesen Prozess aktiv mitgestaltet. ESCO ist bei Salzprodukten für den Lebensmittelbereich, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen und Auftausalzen neben den Wettbewerbern SÜDSALZ, SALINS DU MIDI und AKZO NOBEL führend in Europa. Mit SPL, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat die K+S GRUPPE Zugang zu den wachsenden süd- und zentralamerikanischen Märkten. MORTON SALT ist neben CARGILL und COMPASS MINERALS INTERNATIONAL einer der größten Salzproduzenten in Nordamerika. Mit dem Erwerb von MORTON SALT wurde die K+S GRUPPE - gemessen an der Produktionskapazität - der größte Salzproduzent der Welt mit einer Jahreskapazität von rund 30 Mio. t

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
Unter dem Begriff "Ergänzende Aktivitäten" sind neben den Entsorgungsaktivitäten zur untertägigen Beseitigung und Verwertung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken und dem Salzschlacke- und Baustoffrecycling (Entsorgung und Recycling) sowie der Granulierung von CATSAN® am Standort Salzdetfurth weitere für die K+S GRUPPE wichtige Aktivitäten gebündelt. Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg verfügt die K+S GRUPPE über einen eigenen Logistik-Dienstleister. Die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK) handelt mit einer Auswahl von Basischemikalien.
WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN
Der Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling nutzt die durch die Rohsalzgewinnung entstandenen untertägigen Hohlräume zur langzeitsicheren Beseitigung und Verwertung von Abfällen und greift dabei auf die vorhandene Infrastruktur der aktiven Kali- bzw. Steinsalzbergwerke zurück. Der Geschäftsbereich betreibt zwei Untertagedeponien; die dort eingelagerten Abfälle werden der Biosphäre dauerhaft entzogen. Daneben betreibt die K+S GRUPPE fünf Anlagen zur Untertage-Verwertung von Abfällen. Behördlich zugelassene Abfälle werden hier zur Verfüllung von Hohlräumen verwendet. Für die untertägige Verwertung geeignet sind beispielsweise Rückstände aus der Rauchgasreinigung. Die von der K+S GRUPPE für die Beseitigung und Verwertung genutzten Salzlagerstätten sind gas- sowie flüssigkeitsdicht und von den grundwasserführenden Schichten getrennt. Durch eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren wird somit eine höchstmögliche Sicherheit erreicht. Für die Sekundäraluminiumindustrie bietet der Geschäftsbereich Schmelzsalze und das Recycling von Salzschlacken. Darüber hinaus gehört das Baustoffrecycling zum Leistungsumfang.
Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg und deren Tochtergesellschaften verfügt die K+S GRUPPE neben der dem Geschäftsbereich Salz zugeordneten chilenischen Reederei EMPREMAR über einen weiteren eigenen Logistikdienstleister. Der Betrieb des Kalikais in Hamburg, mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgüter in Europa, ist Kerngeschäft der K+S TRANSPORT GMBH und gleichzeitig für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von strategischer Bedeutung. Auch das Containergeschäft der K+S GRUPPE wird von Hamburg aus gesteuert, einschließlich der Vortransporte von den Produktionsstandorten zu den Verladeterminals.
Am Standort Salzdetfurth ist es gelungen, vorhandene Anlagen und weite Teile der Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks weiter wirtschaftlich zu nutzen, Arbeitsplätze zu erhalten und die Aktivitäten sogar wieder deutlich auszuweiten: Hier granulieren wir für die MARS GMBH u.a. das bekannte Tierhygienemarkenprodukt CATSAN®.
Die Produktpalette der CFK umfasst eine Auswahl von Basischemikalien. Dazu zählen unter anderem Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid.
WESENTLICHE ABSATZMARKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONEN
Die Kernmärkte des Geschäftsbereichs Entsorgung und Recycling liegen in West- und Mitteleuropa. Die osteuropäischen Staaten, allen voran Polen und das Baltikum, bieten darüber hinaus Wachstumspotenzial, da dort die Nachfrage nach EU-konformen, untertägigen Entsorgungslösungen für Abfälle steigt. Der Markt der untertägigen Entsorgung ist sehr wettbewerbsintensiv, die K+S GRUPPE bietet jedoch mit ihren Full-Service-Lösungen einen spezifischen Mehrwert für den Kunden. Auch beim Recycling von Salzschlacken aus der Sekundäraluminiumindustrie zählt die K+S GRUPPE in Deutschland wie im übrigen Europa zu den führenden Anbietern. Zu den Kunden der CFK gehören viele namhafte europäische Chemiefirmen, Glashütten, Metallverarbeiter, Waschmittelproduzenten und Brauereien sowie Städte und Kommunen, die Calcium- oder Magnesiumchlorid für den Winterdienst verwenden.
WESENTLICHE STANDORTE
In der K+S GRUPPE waren am Jahresende 2012 knapp 14.400 Mitarbeiter im In- und Ausland beschäftigt. Die Abbildungen 4.1.4 und 4.1.5 zeigen die bedeutendsten Standorte der K+S GRUPPE sowie deren Mitarbeiterzahl am Jahresende 2012. /ABB: 4.1.4, 4.1.5
BEDEUTENDE STANDORTE IN EUROPA
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| Standort | Mitarbeiter (FTE) 1 | |
|---|---|---|
| K+S-Standorte in Kassel, Deutschland (K+SAG/K+S KALI/K+S Entsorgung/ K+S IT Services) | H | 739 |
| Kaliverbundwerk Werra, Deutschland (Heringen/Merkers/ Philippsthal/ Unterbreizbach) | K12 | 4.369 |
| Kaliwerk Zielitz, Deutschland | K22 | 1.840 |
| Kaliwerk Sigmundshall, Deutschland | K32 | 773 |
| Kaliwerk Neuhof-Ellers, Deutschland | K4 | 753 |
| Kaliwerk Bergrnannssegen-Hugo, Deutschland | K52 | 135 |
| Salzbergwerk Bernburg, Deutschland | S12 | 445 |
| Salzbergwerk Borth, Deutschland | S2 | 309 |
| Salzbergwerk Braunschweig-Lüneburg, Deutschland | S3 | 176 |
| ESCO-Zentrale in Hannover, Deutschland | S4 | 83 |
| Solbetrieb Frisia Zout B.V., Harlingen, Niederlande | S5 | 82 |
| K+S Transport GmbH, Hamburg, Deutschland | E1 | 121 |
| Granulierung von Tierhygieneprodukten, Bad Salzdetfurth, Deutschland | E2 | 119 |
1 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiliger Arbeitszeitanteil gewichtet; inkl. Auszubildende.
2 Standort mit Entsorgungsaktivitäten.
H= Holding
K = Kali- und Magnesiumprodukte
S = Salz
E = Ergänzende Aktivitäter
Kali- und Steinsalz-Bergbau

BEDEUTENDE STANDORTE IN AMERIKA
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| Standort | Mitarbeiter (FTE) 1 | |
|---|---|---|
| K+S POTASH CANADA GP (Legacy Projekt), Saskatchewan, Kanada | K6 | 118 |
| Meersalzanlage SALINA DIAMANTE BRANCO, Natal, Brasilien | S6 | 247 |
| Siedesalzanlage Rittman, USA | S7 | 246 |
| MORTON SALT-Zentrale, Chicago, USA | S8 | 246 |
| Salzbergwerk Ojibway, Kanada | S9 | 209 |
| Salzbergwerk Grand Saline, USA | S10 | 202 |
| Salzbergwerk Pugwash, Kanada | S11 | 186 |
| Salztagebaubetrieb SPL, Tarapacá-Wüste/Patillos, Chile | S12 | 174 |
| Siedesalzanlage Hutchinson, USA | S13 | 156 |
| Siedesalzanlage Silver Springs, USA | S14 | 152 |
| Reederei EMPREMAR, Santiago de Chile, Chile | S15 | 150 |
| Salzbergwerk Weeks Island, USA | S16 | 147 |
| Salzbergwerk Mines Seieine, Kanada | S17 | 144 |
| Solarsalzanlage Grantsville, USA | S18 | 138 |
| SPL-Zentrale, Santiago de Chile, Chile | S19 | 130 |
| Meersalzanlage Inagua, Bahamas | S20 | 122 |
| Siedesalzanlage Manistee, USA | S21 | 115 |
| Salzbergwerk Fairport, USA | S22 | 100 |
| Siedesalzanlage Windsor, Kanada | S23 | 91 |
| Vertriebsgesellschaft ISCO, Clarks Summit, USA | S24 | 79 |
| Siedesalz- und Meersalzanlage Newark, USA | S25 | 77 |
| Verarbeitungsstandort Port Canaveral, USA | S26 | 55 |
| Solbetrieb Lindbergh, Kanada | S27 | 51 |
| Canadian Salt-Zentrale, Montreal, Kanada | S28 | 40 |
| Siedesalzanlage Glendale, USA | S29 | 32 |
1 FTE = Full Time Equivalent; Vollzeitäquivalente; TeiIzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiliger Arbeitszeitanteil gewichtet; inkl. Auszubildende.
K = Kali- und Magnesiumprodukte
S = Salz
Kali- und Steinsalz-Bergbau

INFORMATIONEN ÜBER ROHSTOFFLAGERSTÄTTEN
Eine Übersicht unserer Rohstofflagerstätten und -reserven finden Sie im Kapitel, Weitere Informationen' auf Seite 216.
LEITUNG UND KONTROLLE
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB ist im Kapitel, Corporate Governance' auf Seite 33 enthalten. Sie ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und des Konzerns. Mit dieser Erklärung berichten Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie enthält die Erklärung gemäß § 161 AktG, die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse und weitere Angaben zur Unternehmensführung.
GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS
Die Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 bzw. § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB sowie nach Ziffer 4.2.4, 4.2.5 und 5.4.6 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex sind im Vergütungsbericht des Kapitels, Corporate Governance' auf Seite 43 enthalten; der Vergütungsbericht ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und des Konzerns.
TEILNEHMER UND BEDINGUNGEN VON PROGRAMMEN MIT LANGFRISTIGER ANREIZFUNKTION
Zwischen 1999 und 2009 ermöglichte K+S dem Vorstand und Führungskräften die Teilnahme an einem virtuellen Aktienoptionsprogramm. Dazu waren im Jahr 2009 insgesamt 308 Personen berechtigt (vgl. Finanzbericht 2009). Eine nähere Beschreibung dieses Programms, dessen Struktur für den Vorstand und die übrigen Teilnehmer des Optionsprogramms identisch war, finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 45.
Vor dem Hintergrund der durch das Vorstandsvergütungsgesetz geänderten gesetzlichen Bestimmungen sowie der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Ausgestaltung der Vorstandsvergütung wurde eine Anpassung des variablen Vergütungsbestandteils mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter "Long Term Incentive" (LTI)) erforderlich. Daher wurde im Jahr 2010 eine kennzahlenbasierte variable Vergütungskomponente eingeführt. Diese beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Im Jahr 2012 waren bei K+S insgesamt 418 Personen (2011: 362) zur Teilnahme berechtigt. Eine nähere Beschreibung dieses Programms, das in seiner grundsätzlichen Ausgestaltung für Vorstand und die übrigen Teilnehmer identisch ist, finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 44.
RECHTLICHE EINFLUSSFAKTOREN
Insgesamt blieben die rechtlichen Rahmenbedingungen für die K+S GRUPPE im Wesentlichen konstant, sodass das operative Geschäft davon nicht maßgeblich beeinflusst wurde. Informationen zu Risiken aus Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen finden Sie im Risikobericht auf Seite 120.
ANGABEN NACH §289 ABS. 4 BZW. §315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTG
ZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Das Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf den Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen.
ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN
Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt.
ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10% AM KAPITAL
Es bestehen keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10 % am Grundkapital.
ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN
Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITAL
Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.
ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN
Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen.
Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i.V.m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen.
ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10 % der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund einer Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden:
| ― | Veräußerung gegen Zahlung eines Geldbetrags, der den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; |
| ― | Begebung der Aktien als Gegenleistung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― | Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung begeben worden sind. |
Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital oder aus bedingtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden.
Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund einer gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht.
Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden.
Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z.B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar.
ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN
K+S hat im Jahr 2010 eine syndizierte Kreditlinie über 800 Mio. € abgeschlossen. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Außerdem hat K+S im Jahr 2009 eine Anleihe über 750 Mio. € und im Jahr 2012 eine Anleihe über 500 Mio. € emittiert. Im Fall eines Kontrollwechsels haben die Anleihegläubiger das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Schuldverschreibungen zu kündigen.
Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen.
ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND
Derartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf der Seite 48 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Das im Jahr 2009 letztmals gewährte Aktienoptionsprogramm für Vorstand und Führungskräfte sieht vor, dass sich im Übernahmefall ("Change of Control") für sämtliche noch ausstehende Optionen ein zeitliches Sonderfenster für die Ausübung öffnet. Die genaue Ausgestaltung dieses Programms, die für Vorstand und Führungskräfte identisch ist, wird ebenfalls im Vergütungsbericht erläutert (siehe Seite 45). Das im Jahr 2010 für Vorstand und Führungskräfte eingeführte Programm mit langfristiger Anreizwirkung ( LTI) enthält keine Entschädigungsvereinbarungen.
Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen sowie das im Aktienoptionsprogramm für Vorstand und Führungskräfte geregelte zeitliche Sonderfenster für die Ausübung im Fall eines Übernahmeangebots, welches im Jahr 2009 letztmals gewährt wurde, berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre.
4.2 UNTERNEHMENSSTRATEGIE
VISION UND MISSION
Unsere Vision und Mission stecken den Rahmen für unsere Tätigkeit und die strategische Ausrichtung der Gruppe ab und sollen unseren Mitarbeitern, Aktionären, Fremdkapitalgebern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit die Grundlage für unser Denken und Handeln näherbringen.
/ UNSERE VISION finden Sie auf Seite 9 dieses Finanzberichts, weitere Informationen sind darüber hinaus im Unternehmens-/ NachhaItigkeitsbericht enthalten.
WACHSTUMSSTRATEGIE
BESTANDTEILE DER K+S-WACHSTUMSSTRATEGIE

DIFFERENZIERUNG UND NACHHALTIGES MARGENWACHSTUM DURCH SPEZIALISIERUNG
Die K+S GRUPPE strebt die Festigung und den Ausbau der Marktpositionen in ihren strategischen Geschäftsbereichen insbesondere über die verstärkte Vermarktung von Spezialprodukten an. Die Veredelungsstrategie ermöglicht in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz die Realisierung höherer Margen.
EFFIZIENZSTEIGERUNG UND NUTZUNG VON SYNERGIEN
Die Kostenposition stellt im Hinblick auf die wichtigsten Wettbewerber in den Hauptabsatzmärkten in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz einen zentralen Erfolgsfaktor dar. Neben der konsequenten Verfolgung von Kostensenkungs- und Flexibilisierungsinitiativen über die gesamte Prozesskette hinweg liegt der Fokus auch auf der Optimierung des internationalen Kunden- und Produktionsnetzwerks sowie der damit verbundenen Mengenströme und Logistikkosten. Vergleichbare Abbauverfahren ermöglichen Synergien zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz beim Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how sowie Skaleneffekte bei der Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen.
AUSBAU EINES AUSGEWOGENEN REGIONALPORTFOLIOS
Weltweit sind sowohl Kali- als auch Salzmärkte durch saisonale wie auch regionale Nachfrageschwankungen gekennzeichnet. Die Strategie der K+S GRUPPE zielt auf ein ausgewogenes Regionalportfolio ab, das einen Ausgleich von wetterbedingten Schwankungen sowie eine Abfederung zyklischer Markttrends ermöglichen sollte.
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ermöglicht die ausgewogene Marktpräsenz in den wichtigen Agrarregionen Europa, Südamerika und Asien den Ausgleich der saisonalen Unterschiede zwischen Nord- und Südhalbkugel ebenso wie die Verminderung von konjunkturell bedingten, regionalen Nachfrageeffekten. Der Ausbau der Marktpräsenz in bedeutenden Überseeregionen und die Erschließung neuer, attraktiver Absatzgebiete in künftigen Wachstumsregionen werden daher weiter verfolgt.
Lokale Produktion ist im stark mengengetriebenen Salzgeschäft ein bedeutender Faktor bei der Erschließung neuer Märkte. Im Geschäftsbereich Salz war die Verbesserung des Ergebnisprofils durch die regionale Diversifikation des Auftausalzgeschäfts eine wichtige Triebfeder unserer Akquisitionen in Süd- und Nordamerika (SPL und MORTON SALT).
SETZEN VON STANDARDS FÜR QUALITÄT, ZUVERLÄSSIGKEIT UND SERVICE
Ziel der K+S GRUPPE ist es, im Markt der bevorzugte Partner ihrer Kunden zu sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. In Ergänzung der Spezialisierungsstrategie werden dort, wo es wertschaffend ist, Serviceleistungen und -Innovationen vorangetrieben. Die individuelle Beratung der Kunden ermöglicht, bedarfsgerechte Lösungen zu identifizieren und so die Kundenbindung zu stärken. Mit unseren Angeboten streben wir an, im Markt neue Standards zu setzen.
STRATEGISCHE AUSRICHTUNG DER GESCHÄFTSBEREICHE
Die K+S GRUPPE verfügt mit den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz über zwei in vielen Teilen der Wertschöpfung synergetisch verbundene und sich komplementär ergänzende Arbeitsgebiete mit attraktiven Wachstumsperspektiven.
Neben dem organischen Wachstum streben wir in den angestammten Geschäftsbereichen auch Wachstum über Akquisitionen und Kooperationen an.
So stand der Erwerb von POTASH ONE, der zu einem Ausbau der Kalikapazitäten und zu einer Verlängerung der durchschnittlichen Lebensdauer unserer Bergwerke führen wird, ganz im Zeichen unserer Zwei-Säulen-Strategie. Diese verfolgt das Ziel, Managementressourcen und finanzielle Mittel auf die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu fokussieren. Vor diesem Hintergrund haben wir im Jahr 2011 das COMPO-Geschäft und im Jahr 2012 das NITROGEN-Geschäft veräußert. Detaillierte Angaben zu den Veräußerungen finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 168.
/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR AKQUISITION VON POTASH ONE finden Sie auf Seite 171 im Anhang zum Konzernabschluss.
KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Die sich für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für die Zukunft ergebenden strategischen Handlungsfelder werden in Abbildung 4.2.2 dargestellt. /ABB: 4.2.2
STRATEGIE KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

SALZ
Für den Geschäftsbereich Salz sehen wir für die Zukunft die in Abbildung 4.2.3 dargestellten strategischen Handlungsfelder. /ABB: 4.2.3
STRATEGIE SALZ

STRATEGISCHE KONZERNSTRUKTUR
Bei der Ausgestaltung der gesellschaftsrechtlichen Konzernstruktur stehen insbesondere die Optimierung der Konzernfinanzierung sowie die steuerliche Optimierung im Vordergrund.
/ INFORMATIONEN ZUR KÜNFTIGEN AUSRICHTUNG DES KONZERNS finden Sie im Prognosebericht auf Seite 132.
STRATEGISCHE FINANZIERUNGSMASSNAHMEN
Mit unseren Finanzierungsmaßnahmen verfolgen wir grundsätzlich folgende Ziele:
| ― | Gewährleistung einer ausgewogenen Kapitalstruktur |
| ― | Begrenzung von Refinanzierungsrisiken durch Diversifizierung der Finanzierungsquellen und -instrumente sowie des Fälligkeitsprofils |
| ― | Kostenoptimierung durch Kapitalbeschaffung zu nachhaltig günstigen Konditionen |
/ INFORMATIONEN ZU DEN ZIELEN DES FINANZMANAGEMENTS finden Sie im Kapitel Finanzlage auf Seite 99.
Im Rahmen dieser Zielsetzung haben wir im Geschäftsjahr 2010 zunächst das Fälligkeitsprofil der Finanzierungsinstrumente der K+S GRUPPE optimiert. Dazu wurden zwei revolvierende Kreditlinien zu einer Konsortialkreditlinie mit günstigeren Konditionen zusammengefasst und ihre Fälligkeit von April 2012 auf Juli 2015 verlängert. Darüber hinaus haben wir am 12. Juni 2012 eine zweite Unternehmensanleihe in Höhe von 500 Mio. € platziert. Die Schuldverschreibung hat eine Laufzeit von zehn Jahren und einen Zinskupon von 3,0 % p. a. Der Mittelzufluss soll zur Refinanzierung der bereits ausstehenden, in 2014 fälligen Unternehmensanleihe (Emissionsvolumen: 750 Mio. €; Zinskupon: 5,0 % p. a.) verwendet werden. Diese Maßnahme, die sonstige Liquidität sowie die künftigen Cashflows dienen der Finanzierung des Legacy Projekts in Kanada sowie allgemeinen Unternehmenszwecken.
/ EINE ÜBERSICHT DES FÄLLIGKEITSPROFILS finden Sie auf Seite 130.
Die Liquiditätssteuerung erfolgt durch die zentrale Treasury-Einheit. Dabei streben wir eine ständige Liquitätsreserve für die K+S GRUPPE von mindestens 500 Mio. € an. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren.
/ INFORMATIONEN ZU KÜNFTIGEN FINANZIERUNGSMASSNAHMEN finden Sie im ,Prognosebericht' auf Seite 141.
4.3 UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG
Das interne Kontrollsystem (IKS) der K+S GRUPPE ist das wesentliche Instrument des Vorstands zur Wahrnehmung seiner Führungsverantwortung sowie seiner Aufsichtspflicht. Das IKS beinhaltet Grundsätze, Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die auf die organisatorische Vorbereitung und Umsetzung von Management-Entscheidungen gerichtet sind. Es dient insbesondere zur:
| ― | Erreichung der gesetzten Unternehmensziele; |
| ― | Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit; |
| ― | Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung; |
| ― | Einhaltung von Gesetzen, internen Regelungen und Anweisungen des Managements; |
| ― | Förderung ordnungsmäßiger, sparsamer, zweckmäßiger und wirksamer Abläufe sowie |
| ― | Sicherung der Vermögenswerte vor Betrug, Verschwendung, Missbrauch und Misswirtschaft. |
Das IKS der K+S GRUPPE setzt sich aus den Bausteinen "Internes Steuerungssystem" und "Internes Überwachungssystem" zusammen. Die kontinuierliche Überprüfung der Wirksamkeit der gruppenweit geregelten Systeme stellt einen wesentlichen Bestandteil des IKS dar. /ABB: 4.3.1
DAS INTERNE KONTROLLSYSTEM DER K+S GRUPPE

INTERNES STEUERUNGSSYSTEM DER K+S GRUPPE
Die Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen dem Vorstand und den Unternehmenseinheiten; Vorstandssitzungen finden regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus statt. Das interne Steuerungssystem umfasst alle Unternehmensbereiche. So können kurze Reaktionszeiten auf Veränderungen in allen Bereichen und auf allen Entscheidungsebenen der K+S GRUPPE gewährleistet werden. Bei wesentlichen ergebnisrelevanten Veränderungen wird unverzüglich an Geschäftsführungen und Vorstand berichtet.
VISION, MISSION, STRATEGIE UND ZIELE ALS AUSGANGSPUNKT FÜR DIE STEUERUNG DES GESAMTKONZERNS MIT HILFE VON INTERNEN REGELUNGEN
Ausgangspunkt für die Steuerung des Gesamtkonzerns bzw. der Unternehmenseinheiten sind die Zielvorgaben des Vorstands, die sich aus Vision, Mission und der Gesamtstrategie der K+S GRUPPE ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der K+S GRUPPE.
CONTROLLING INSTRUMENTE
Dem Management stehen die folgenden Controllinginstrumente zur Verfügung:
ROLLIERENDE HOCHSCHÄTZUNG
Für das laufende Geschäftsjahr sowie für die beiden Folgejahre wird in der Regel monatlich eine rollierende Ergebnis- und Liquiditätshochschätzung erstellt, auf die berechtigte Mitarbeiter über ein internes elektronisches Portal zugreifen können.
MONATLICHE BERICHTERSTATTUNG
Die Unternehmenseinheiten berichten monatlich über aktuelle Entwicklungen bzw. Zielabweichungen bei Produktion, Absatz, Umsatz, Personal, Investitionen und weiteren Kennzahlen. Auch diese Informationen stehen über das genannte Portal zur Verfügung. Darüber hinaus werden operative Frühindikatoren kontinuierlich analysiert. So ermöglicht beispielsweise die Preisentwicklung von Futures für Agrarrohstoffe eine grobe Einschätzung der Ertragsperspektiven der Landwirtschaft und gibt u.a. Indikationen für Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten, Absatz und die mögliche Kapazitätsauslastung. Im Geschäftsbereich Salz gibt der Verlauf der Auftausalzausschreibungen Aufschluss über die Entwicklung von Marktanteilen und Preisen. Gruppenweit ist die Preisentwicklung von Gas und Öl ein bedeutender Indikator für die künftige Energiekostenentwicklung und die Entwicklung von Frachtraten auf für uns relevanten Transportrouten wiederum für künftige Frachtkosten und unser Regionalportfolio.
VIERTELJÄHRLICHER MANAGEMENTDIALOG
Zwischen Vorstand und den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte und Salz sowie weiteren Einheiten findet vierteljährlich ein sogenannter Management-Dialog statt. In jeder der vier Veranstaltungen wird ein Überblick über die jeweils aktuelle Marktsituation sowie die rollierende Hochschätzung gegeben. Darüber hinaus werden im Verlauf des Jahres u.a. Schwerpunktthemen wie die Festlegung der Strategie und deren systematische Umsetzung im Rahmen der Jahres- und Mittelfristplanung sowie die Zielvereinbarung und -erreichung diskutiert.
GREMIEN/KOMMISSIONEN
Zur Unterstützung des Managements behandeln bereichsübergreifende Gremien regelmäßig u.a. die Themen Personal, Compliance und Informationstechnologie. Für die Prüfung und Bewertung von Investitionen bzw. Akquisitionen/Devestitionen sind spezielle Kommissionen eingerichtet. Darüber hinaus beschäftigt sich eine Nachhaltigkeitskommission mit der systematischen Beobachtung nachhaltigkeitsrelevanter Themen, um soziale, ökologische und auch ökonomische Trends frühzeitig zu identifizieren und in Managementprozesse zu integrieren.
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN UND FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLEN
Neben den nachfolgend beschriebenen finanziellen Steuerungskennzahlen sind im Kapitel, Wesentliche nichtfinanzielle Themen' auf Seite 72 die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dargestellt, die für unsere wirtschaftliche Lage relevant sind.
Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung von:
| ― | Netto-Cashflow (Brutto-Cashflow abzüglich Erhaltungsinvestitionen) |
| ― | EBITDA und operativem Ergebnis EBIT I |
| ― | Investitionen |
| ― | Return on Capital Employed (ROCE) |
| ― | Bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern |
| ― | Bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern |
/ DEFINITIONEN HIER VERWENDETER KENNZAHLEN finden Sie auf Seite 219.
Die Steuerung der Aktivitäten unserer operativen Einheiten erfolgt auf Basis der genannten Steuerungskennzahlen; dabei kommt den Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT I eine besondere Bedeutung zu, da diese aus unserer Sicht die geeigneten Größen zur Beurteilung der Ertragskraft sind. Das EBITDA bildet darüber hinaus die Basis für die Ermittlung des Verschuldungsgrades auf Gruppenebene, der u.a. eine Zielgröße der Kapitalstruktur darstellt. Weitere Kennzahlen zur Steuerung der Kapitalstruktur, deren Zielgrößen sowie deren tatsächlich erreichte Werte finden Sie auf Seite 99. Auch die Ausgaben für Investitionen sind sowohl auf Ebene der operativen Einheiten als auch auf Gruppenebene eine wichtige Steuerungsgröße, um eine gezielte Allokation unserer finanziellen Mittel zu erreichen.
/ DER VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF auf Seite 90 beinhaltet u.a. die Steuerungskennzahlen EBIT I, EBITDA, bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern und bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern.
Im Zentrum der finanziellen Ziele steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch die Schaffung eines Mehrwerts. D.h. wir wollen für die K+S GRUPPE nachhaltig eine Prämie auf die Kapitalkosten vor Steuern in Höhe von mindestens 15 % verdienen. Zur Überprüfung dieser Zielsetzung nutzen wir die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE) und leiten daraus mit Hilfe des gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab. Auch die Kennzahlen ,bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern' und ,bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern' überwachen wir kontinuierlich. Letzteres bildet die Basis für die gemäß unserer langfristigen Dividendenpolitik grundsätzlich angestrebte Ausschüttungsquote von 40 bis 50 %.
/ EINE DARSTELLUNG UND BESCHREIBUNG DER ENTWICKLUNG VON ERTRAGSKENNZAHLEN IN DEN LETZTEN FÜNF JAHREN finden Sie im Kapitel ,Ertragslage' auf Seite 98, von Cashflow und Investitionen im Kapitel ,Finanzlage' auf Seite 103.
COMPLIANCE ALS BESTANDTEIL DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS
Compliance ist selbstverständliche Grundhaltung bei allen Aktivitäten der K+S GRUPPE. Das Compliance-System ist auf die Sicherstellung gesetzes- und regelkonformen Verhaltens ausgerichtet.
/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM THEMA COMPLIANCE finden Sie im Kapitel ,Corporate Governance' auf Seite 37.
RISIKOMANAGEMENT - EIN WESENTLICHER BESTANDTEIL DES INTERNEN STEUERUNGSSYSTEMS
Wesentliche Aufgabe des Risikomanagements ist die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Kommunikation von Risiken. Die identifizierten Risiken bilden die Grundlage, aus denen Maßnahmen zur Steuerung abgeleitet werden.
/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM RISIKOMANAGEMENTSYSTEM finden Sie im Risikobericht auf Seitens.
INTERNES ÜBERWACHUNGSSYSTEM DER K+S GRUPPE
Das interne Überwachungssystem soll die Einhaltung der geplanten Unternehmensziele sowie der Vorgaben des internen Steuerungssystems sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen.
PROZESSINTEGRIERTE ÜBERWACHUNGSMASSNAHMEN
Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen dienen dem Management operationeller Risiken. Hierunter fallen Verlustrisiken, die ihre Ursache in nicht angemessenen oder fehlerhaften internen Prozessen, Handlungen oder Systemen haben. Deren Identifikation, Bewertung und Kontrolle ist ein wesentlicher Aspekt der prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen. Bei der Gestaltung von Prozessen sind grundsätzlich Risiken für die Prozesszielerreichung zu analysieren und entsprechende Kontrollen einzurichten. Kontrollen sollen die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Fehlern in den Arbeitsabläufen bzw. aufgetretene Fehler aufdecken. So umfassen vorgelagerte Kontrollen fehlerverhindernde Maßnahmen, die sowohl in unsere Aufbau- als auch unsere Ablauforganisation integriert sind. Nachgelagerte Kontrollen werden eingesetzt, um bereits entstandene Fehler frühzeitig aufzudecken, um korrigierend einzugreifen und damit die ordnungsgemäße Prozessabwicklung sicherzustellen.
PROZESSUNABHÄNGIGE ÜBERWACHUNGSMASSNAHMEN
Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen sind weder in den Arbeitsablauf integriert, noch für das Ergebnis des überwachten Prozesses verantwortlich. Durchgeführt werden diese in der K+S GRUPPE von der internen Revision. Mit den Ergebnissen von durchgeführten Prüfungen wird die jährliche Beurteilung der operativen Funktionalität des IKS unterstützt.
4.4 WESENTLICHE NICHTFINANZIELLE THEMEN
K+S-STRATEGIE ZUM UMGANG MIT NACHHALTIGKEITSTHEMEN
Als Rohstoffunternehmen müssen wir langfristig denken und handeln. Für uns bedeutet nachhaltige Entwicklung Zukunftsfähigkeit. Wir werden wirtschaftlich auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir bei unserem unternehmerischen Handeln, welches auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet ist, auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigen.
Die frühzeitige und systematische Identifizierung und Bewertung dieser Themen sowie gesellschaftlicher Trends und ihre Einbeziehung in unsere Managementprozesse helfen uns, unser bestehendes Geschäft zu fördern, neue Geschäftschancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren.
Derzeit entwickeln wir unser Nachhaltigkeitsmanagement weiter. Im vergangenen Jahr hat der Vorstand ein Nachhaltigkeitskomitee eingesetzt, das Aufgabenstellungen im Sinne unseres Nachhaltigkeitsverständnisses bearbeitet und Empfehlungen bzw. Entscheidungsvorlagen für den Vorstand erarbeitet. Das interdisziplinär und international besetzte Gremium widmet sich der frühzeitigen, systematischen Identifizierung und Priorisierung von Nachhaltigkeitsthemen und -initiativen.
Ab Frühjahr 2013 ergänzt eine erfahrene Nachhaltigkeitsmanagerin das Komitee mit der Aufgabe, das Nachhaltigkeitsmanagement bei K+S gruppenweit weiter zu professionalisieren.
Entscheidungen von konzernweiter Bedeutung werden grundsätzlich vom Gesamtvorstand getroffen. Das Thema Nachhaltigkeit wird bei K+S als Führungsaufgabe verstanden.
/ INFORMATIONEN ZU VISION UND UNTERNEHMENSSTRATEGIE finden Sie auf Seite 9 sowie auf Seite 66 dieses Finanzberichts.
In unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht haben wir unsere wesentlichen Handlungsfelder für eine nachhaltige Entwicklung mit ihren Chancen, Risiken und ihrer Bedeutung für unsere Stakeholder sowie unsere Einflussmöglichkeiten dargestellt. Diese Handlungsfelder leiten sich aus unserer Mission und Unternehmensstrategie, aus den globalen Megatrends und aus Managementthemen ab.
/ KRITERIEN FÜR WESENTLICHE HANDLUNGSFELDER FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG, DAMIT VERBUNDENE CHANCEN, RISIKEN UND STAKEHOLDERERWARTUNGEN finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 13.
Im Folgenden wird auf drei der in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht ausführlich beschriebenen Themen eingegangen, die für unsere wirtschaftliche Lage von besonderer Relevanz sind:
| ― | Mitarbeiter |
| ― | Gewässerschutz |
| ― | Effiziente Energienutzung und Klimaschutz |
ANWENDUNG EINES RAHMENKONZEPTES FÜR DIE NACHHALTIGKEITSBERICHTERSTATTUNG
Die Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) sind ein international anerkannter Leitfaden für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie schlagen Berichterstattungsprinzipien und spezifische Inhalte vor, mit dem Ziel, die Vergleichbarkeit von Unternehmensberichten zu erhöhen und die Qualität und Detailgenauigkeit der Berichte zu verbessern. Zwar sind diese Richtlinien auf alle Unternehmen anwendbar, können aber nicht den spezifischen Anforderungen einzelner Wirtschaftszweige wie auch denen unseres Industriezweigs Rechnung tragen. Daher haben wir uns so weit wie möglich an den Richtlinien orientiert, jedoch darüber hinaus auch speziell für die K+S GRUPPE relevante Aspekte in die Berichterstattung einbezogen. Den Erfüllungsgrad der GRI-Richtlinien schätzen wir selbst mit (B) ein.
MITARBEITER
VORAUSSCHAUENDE PERSONALPOLITIK
Die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der K+S GRUPPE erfordert eine vorausschauende Personalpolitik. Sie basiert auf einer zukunftsgerichteten Fach- und Führungskräfteentwicklung, die bereits mit der frühzeitigen Nachwuchssicherung beginnt.
Wir wollen für Mitarbeiter aus aller Welt ein attraktiver Arbeitgeber sein. Wir bieten Arbeitsplätze in einem leistungsstarken Netzwerk an, das von Chile über die USA, Kanada und Europa bis nach Singapur reicht. Neben spannenden Aufgaben bieten wir unseren Mitarbeitern umfangreiche Weiterbildungs- und internationale Entwicklungsmöglichkeiten, eine leistungsorientierte Bezahlung und eine Beteiligung am Unternehmenserfolg.
ECKSTEINE DES PERSONALMANAGEMENTS
| ― | gruppenweite, geschäftsbereichsübergreifende Nachfolgeplanung |
| ― | Einsatz für die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen, für Chancengleichheit sowie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie |
| ― | bedarfsorientierte Berufsausbildung |
| ― | gezielte Personalentwicklung mit Hilfe von Fort- und Weiterbildung |
| ― | leistungsfähiges Gesundheitsmanagement |
| ― | zielgruppenspezifisches Personalmarketing und Rekrutierung |
MITARBEITERANZAHL STABIL
Die ausgewiesene Mitarbeiteranzahl der K+S GRUPPE beinhaltet die Stammbelegschaft, Auszubildende und befristet Beschäftigte (ohne Studenten und Praktikanten). Die Anzahl der Mitarbeiter wird auf Basis von Vollzeitäquivalenten (FTE) ermittelt, d.h. Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. /TAB: 4.4.1
MITARBEITER NACH BEREICHEN1
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| in Full Time Equivalents per 31.12. (FTE)2 | 2012 | 2011 | % |
|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 8.310 | 8.188 | + 1,5 |
| Geschäftsbereich Salz | 5.092 | 5.230 | -2,6 |
| Ergänzende Aktivitäten | 293 | 290 | + 1,0 |
| Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT | 667 | 630 | + 5,9 |
| K+S GRUPPE | 14.362 | 14.338 | + 0,2 |
1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
2 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente;Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.
MITARBEITER NACH REGIONEN

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| in % | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1 Deutschland | 70 | 70 |
| 2 Übriges Europa | 3 | 3 |
| 3 Nordamerika | 21 | 21 |
| 4 Südamerika | 6 | 6 |
Am 31. Dezember 2012 waren in der K+S GRUPPE insgesamt 14.362 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem 31. Dezember 2011 (14.338 Mitarbeiter) ist die Anzahl damit in etwa gleich geblieben. Während die Mitarbeiterzahl im Geschäftsbereich Salz leicht zurückging, gab es im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte einen leichten Personalaufbau zur Aufrechterhaltung der geförderten Rohsalzmenge, für verstärkte Aktivitäten im Bereich des Umweltschutzes sowie für das Legacy Projekt. Darüber hinaus erforderte die IT-Integration von MORTON SALT einen Aufbau von Personal in der K+S IT-SERVICES GMBH, die in den Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT dargestellt wird.
Bei der Durchschnittsbetrachtung zeigte sich wie erwartet ein leichter Zuwachs der Beschäftigtenzahl: Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 14.336 Menschen bei K+S beschäftigt (2011: 14.155).
INTERNATIONALISIERUNG DER K+S GRUPPE
Infolge der zunehmenden Internationalisierung der K+S GRUPPE sind mittlerweile 30% der Mitarbeiter außerhalb von Deutschland und mehr als ein Viertel außerhalb von Europa beschäftigt. / ABB: 4.4.1
PERSONALAUFWAND
Im Jahr 2012 lag der Personalaufwand der K+S GRUPPE bei 981,9 Mio. € und damit erwartungsgemäß leicht über dem Niveau des Vorjahres (2011: 962,o Mio. €). Einem höheren Aufwand aus Tariferhöhungen, einem wechselkursbedingten Kostenanstieg sowie gestiegenen Personalkosten aufgrund einer höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stand eine niedrigere Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung gegenüber. Die reinen Personalkosten ohne Rückstellungseffekte sind im Vergleich zum Vorjahr aus den gleichen Gründen um 21,2 Mio. € bzw. 2 % auf 994,2 Mio. € gestiegen. Der Anteil im Personalaufwand enthaltener variabler Vergütungen betrug im vergangenen Jahr 71,4 Mio. € bzw. etwa 7% (2011: 91,9 Mio. € bzw. etwa 10 %).
/EINE AUSFÜHRLICHE WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 60.
Im Jahr 2012 zahlten wir insgesamt 794,6 Mio. € an Löhnen und Gehältern (+3%) sowie 158,1 Mio. € Sozialabgaben (+2%). Die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung betrugen im Berichtsjahr 29,2 Mio. € und lagen damit um 3,9 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres.
Der Personalaufwand je Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 68.492 € (Vorjahr: 67.962 €) und ist damit um knapp 1% gestiegen; dies ist insbesondere auf Tariferhöhungen zurückzuführen.
ALTERSSTRUKTUR UND FLUKTUATION
Eine vergleichsweise lange Unternehmenszugehörigkeit und eine niedrige Fluktuation unterstreichen die Attraktivität von K+S als Arbeitgeber. So lag die Fluktuationsrate mit 6 % erneut auf einem niedrigen Niveau. Der Teil der Fluktuation, der auf Eigenkündigung von Mitarbeitern bezogen auf die Gesamtbelegschaft beruht, belief sich unverändert sogar nur auf knapp 2 %. Unsere Altersstruktur verdichtet sich in der Altersgruppe der 41- bis 50-Jährigen; das Durchschnittsalter der K+S-Beschäf-tigten lag unverändert bei rund 42 Jahren. /ABB: 4.4.2
ALTERSSTRUKTUR1

1 2012 ohne Nordamerika.
Wir wollen frühzeitig die Weichen dafür stellen, dass wir auch künftig die richtigen Mitarbeiter am richtigen Platz haben. Daher haben wir im Jahr 2012 an unseren deutschen Standorten eine detaillierte Analyse der jeweiligen Altersstrukturen unserer Belegschaften und der damit verbundenen demografischen Herausforderungen durchgeführt. Jeder Standort erhält ein spezifisches Demografie-Profil sowie daraus abgeleitete Vorschläge für Maßnahmen aus den Bereichen Weiterbildung, Ausbildung/Umschulung, Führungskräfteentwicklung oder Sicherung der Arbeitsfähigkeit. Die Personalleiter werden diese Erkenntnisse bei ihrer zukünftigen Personalplanung berücksichtigen.
Im Hinblick auf das relativ hohe Durchschnittsalter führt MORTON SALT - ergänzend zur Arbeit in den K+S-Personalkommissionen - jährlich ein eigenes "Talent Review" durch, bei der die augenblickliche und zukünftige demografische Zusammensetzung der Belegschaft analysiert und die Nachfolgepläne entsprechend aktualisiert und angepasst werden. In den Betrachtungsprozess einbezogen sind alle Führungspositionen, die Ingenieursfunktionen sowie weitere Schlüsselpositionen.
ANTEIL WEIBLICHER UND MÄNNLICHER ARBEITNEHMER
Bedingt durch die Bergwerksbetriebe der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz hat K+S einen hohen Anteil an gewerblichen Arbeitsplätzen unter Tage. Diese Arbeitsplätze waren in Deutschland aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen (§64a BBergG) weitgehend männlichen Arbeitnehmern vorbehalten; erst zum 31. Juli 2009 hat der Gesetzgeber die Vorschrift ersatzlos gestrichen. Dies kommt dem Bestreben von K+S entgegen, mehr Frauen für technische Berufe zu interessieren; bereits im Sommer 2010 haben wir damit begonnen, die ersten Bergbautechnologinnen bei uns auszubilden.
Der Anteil der weiblichen Beschäftigten betrug zum Jahresende 2012 gruppenweit 11,7% (2011: 10,9%), in Deutschland 8,9% (2011: 8,5%) und an Verwaltungsstandorten durchschnittlich 40,4% (2011: 37,8%). Der Anteil der weiblichen Führungskräfte lag gruppenweit bei 11,3% (2011: 9,7%) und in Deutschland bei 10,0% (2011:8,6%).
Einer freiwilligen Selbstverpflichtung der 30 DAX-Konzerne haben wir uns im Oktober 2011 angeschlossen, mit der sich die Unternehmen für die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen, für Chancengleichheit sowie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie als wichtigen Bestandteil des Diversity-Managements einsetzen. Im Rahmen dieser Selbstverpflichtung strebt die K+S GRUPPE an, ausgehend von den Zahlen zum 31. Dezember 2010 den Anteil der Frauen in Führungspositionen um rund 30% zu steigern und bis 2020 einen Anteil von Frauen in Führungspositionen zu haben, welcher demjenigen der weiblichen Belegschaft zur Gesamtbelegschaft von K+S in Deutschland entspricht.
BEDARFSORIENTIERTE BERUFSAUSBILDUNG
Langjährige Firmenzugehörigkeit und der damit verbundene Erfahrungsschatz sind wichtige Bausteine einer nachhaltig erfolgreichen Personalpolitik. Dazu gehört jedoch auch der Wissenstransfer auf jüngere Mitarbeiter und damit die gezielte Ausbildung von Nachwuchskräften. Hier stellen wir bereits seit Jahren die Weichen für unser Wachstum von morgen. Da das duale Berufsausbildungssystem, das die theoretische Bildung in Berufsschulen mit der Praxis im Betrieb kombiniert, in dieser Ausgestaltung nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht, bezieht sich unsere Berichterstattung zum Thema Ausbildung nur auf Deutschland. Entsprechend unserer Zielsetzung, dass pro Jahr mindestens 160 Ausbildungsplätze bereitgestellt werden, haben im Jahr 2012 177 junge Menschen eine Berufsausbildung bei uns begonnen. Dies geschieht in 18 Ausbildungsberufen an 12 deutschen Standorten der K+S GRUPPE. Per 31. Dezember 2012 beschäftigten wir insgesamt 607 Auszubildende, ein Rückgang von 24 Auszubildenden gegenüber dem Vorjahr. Dieser war vor allem darauf zurückzuführen, dass mehr Auszubildende ihre Ausbildung aufgrund guter Leistungen schneller abschließen konnten als in der Vergleichsperiode. Die Ausbildungsquote der inländischen Gesellschaften liegt mit 6,0% auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Unsere langfristig geplante und am Bedarf ausgerichtete Ausbildung sorgt für den benötigten Nachwuchs in gewerblichen, bergbaulichen, kaufmännischen, Chemie-, IT- und Logistikberufen. Dafür haben wir im Jahr 2012 rund 11,5 Mio. € Personal- sowie 3,8 Mio. € Sachkosten aufgewandt (2011: Personalkosten: 11,4 Mio. €; Sachkosten: 3,2 Mio. €). Wir freuen uns, dass wir im Berichtsjahr erneut etwa 90% der Ausgelernten übernehmen konnten. /TAB: 4.4.2
AUSBILDUNGSKENNZAHLEN1
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| 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Auszubildende gesamt (Anzahl) | 607 | 631 | 618 | 639 | 610 |
| inländische Ausbildungsquote (%) | 6,0 | 6,3 | 6,3 | 6,3 | 6,0 |
| Ausbildungsaufwand (Mio. €) | 15,3 | 14,6 | 14,2 | 13,5 | 12,6 |
1 Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf Deutschland und auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 und 2009 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des COMPO-Geschäfts und in den Jahren 2008 bis 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
PERSONALENTWICKLUNG
Unsere systematische und bedarfsorientierte Personalentwicklung hat zum Ziel, Fach- und Führungspositionen vorrangig aus den eigenen Reihen zu besetzen. Im regelmäßigen Turnus treffen sich die Personalkommissionen, um eine gruppenweite und geschäftsbereichsübergreifende Nachfolgeplanung für das In- und Ausland sicherzustellen und die hierfür erforderlichen Personalentwicklungsmaßnahmen frühzeitig einzuleiten. Für das Jahr 2013 haben wir uns die Weiterentwicklung unseres Talent Managements vorgenommen.
Der Aufwand für die Personalentwicklung in Deutschland belief sich auf rund 13,4 Mio. € und ist damit um 11% gestiegen (2011: 12,1 Mio. €). Davon entfielen 9,7 Mio. € auf Weiterbildungs- (2011: 8,4 Mio. €), 3,5 Mio. € auf Fortbildungsmaßnahmen (2011: 3,6 Mio. €) sowie 0,2 Mio. € auf Aktivitäten im Bereich des Personalmarketings (2011: 0,1 Mio. €). Bereits in 2011 haben wir das Ziel formuliert, dass der Aufwand für Personalentwicklung bis zum Jahr 2016 gegenüber dem des Jahres 2010 (12,1 Mio. €) um mindestens ein Drittel gesteigert werden soll. An diesem Ziel halten wir unverändert fest.
Auch an unseren ausländischen Standorten spielt Personalentwicklung eine wichtige Rolle.
WEITERBILDUNG
Der Weiterbildung unserer Mitarbeiter kommt aufgrund wachsender und verstärkt internationaler Anforderungen sowie technischer Innovationen eine zunehmend größere Bedeutung zu. Die K+S GRUPPE bietet neben gesetzlich vorgeschriebenen Weiterbildungsmaßnahmen auch fachspezifische, fachübergreifende, it- und Sprachschulungen sowie spezielle Seminarreihen für Führungskräfte an. Unmittelbare Unterstützung bei neuen und komplexen Aufgabenstellungen erhalten die Mitarbeiter durch begleitende Bildungsmaßnahmen. Mitarbeiter und Vorgesetzte ermitteln in Jahresoder Mitarbeitergesprächen gemeinsam den Weiterbildungsbedarf.
Während sich die Mitarbeiter in Deutschland und in Südamerika meist in Präsenzschulungen weiterbilden, findet in den USA und Kanada aufgrund der großen Anzahl an Standorten sowie der geografischen Gegebenheiten ein Großteil der Schulungen online statt. Die virtuelle "moeton University" bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit, eine Weiterbildungsmaßnahme online zu einem für sie günstigen Zeitpunkt zu absolvieren.
Im Jahr 2012 haben unsere Mitarbeiter insgesamt 8.646 Weiterbildungsmaßnahmen absolviert (2011: 11.000). Damit lag die durchschnittliche Anzahl an Trainingsstunden pro Jahr und Mitarbeiter bei 11,6 Stunden. /TAB: 4.4.3
WEITERBILDUNGSKENNZAHLEN1
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| 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Teilnahmen an Weiterbildungsmaßnahmen | 8.646 | 11.000 | 8.168 | 6.977 | 5.550 |
| Weiterbildungsaufwand (Mio. €) | 9,7 | 8,4 | 8,4 | 6,3 | 4,4 |
| Aufwand je Mitarbeiter (€) | 965 | 839 | 864 | 616 | 430 |
1 Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf Deutschland und auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 und 2009 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des COMPO-Geschäfts und in den Jahren 2008 bis 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
FORTBILDUNG
Ausgewählten Mitarbeitern aus den Bereichen Technik, Bergbau und Produktion ermöglichen wir eine Fortbildung zum Techniker oder eine darauf aufbauende Qualifizierung mit der Perspektive einer Führungslaufbahn. Unser Hauptpartner in Deutschland ist die Fachschule für Wirtschaft und Technik (FWT) in Clausthal-Zellerfeld. Derzeit absolvieren so Mitarbeiter die Technikerausbildung. Weitere neun Mitarbeiter qualifizieren sich zum Ingenieur. Darüber hinaus absolvieren derzeit 15 Mitarbeiter ein "K+S StudiumPlus". Dabei handelt es sich um ein von K+S angebotenes Stipendium für Bachelor-/ Master-Vollzeitstudiengänge. Notwendige Praktika oder Werksstudententätigkeiten können die Studenten auf unseren Standorten absolvieren; die Betriebszugehörigkeit bleibt über die gesamte Studiendauer erhalten.
MORTON SALT erstattet Mitarbeitern die Studiengebühren, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer durch das Unternehmen anerkannten Universität fortbilden.
PERSONALMARKETING
Das Personalmarketing umfasst Maßnahmen zur Imagebildung für K+S als attraktiven Arbeitgeber, Ausbildungsmarketing sowie Hochschulmarketing. Im Jahr 2012 haben wir uns in Deutschland auf 16 Hochschulmessen präsentiert und die Kontakte zu Hochschulen mit bergbaulichem bzw. technischem Schwerpunkt ausgebaut.
Wir werden das Personalmarketing sowie die Rekrutierungsaktivitäten an Schulen und Hochschulen weiter ausbauen, um verstärkt Absolventinnen der so genannten MINT-Studiengänge (Mathematik, Ingenieur-, Natur-, Technikwissenschaften) für uns zu gewinnen.
Auch MORTON SALT präsentiert sich auf Hochschulmessen, über Jobbörsen, Zeitungen, Universitäten und Fachorganisationen.
ARBEITSSICHERHEIT
Unsere Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen ist unser Ziel. Wir wollen die im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen in der Regel sehr niedrigen Unfallzahlen noch weiter vermindern. Daran arbeiten wir, zum Teil gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Berufsgenossenschaften. Jeder Mitarbeiter hat bei seiner Arbeit Verantwortung für die Sicherheit zu übernehmen - für sich selbst und seine Kollegen. Unsere Führungskräfte haben Vorbildfunktion.
Im Jahr 2012 sind auf unseren Standorten 956 Verletzungen (2011: 987) und 212 Arbeitsunfälle (2011: 194) mit Ausfallzeit aufgetreten. Die durchschnittliche Ausfallzeit pro Arbeitsunfall lag bei 18 Kalendertagen (2011: 25,1). Seit 2011 haben wir ein gruppenweit einheitliches Arbeitssicherheits-Reporting (Integrated Safety Report), das Verletzungen, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als einem Tag nach sich ziehen, als Arbeitsunfall definiert. Die Kennziffer "Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit je einer Million geleisteter Arbeitsstunden" lag im Jahr 2012 bei 8,5 (2011: 7,7). Trotz der strengeren Definition der Arbeitsunfälle ab einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als einem Tag statt von mehr als drei Tagen gab es in der K+S GRUPPE weniger Arbeitsunfälle je einer Million geleisteter Arbeitsstunden als bei den in der gewerblichen Berufsgenossenschaft organisierten Unternehmen im Durchschnitt.
Leider mussten wir im Jahr 2012 auf unseren deutschen Standorten fünf tödliche Unfälle verzeichnen (2011:1). Die im Nachgang jeweils durchgeführten detaillierten Analysen der Geschehnisse ergaben in zwei Fällen, dass das Unfallereignis durch eine außergewöhnliche geologische bzw. gebirgsmechanisch/geologische Situation verursacht worden ist. In den anderen Fällen ließ sich menschliches Fehlverhalten der Verunfallten nicht ausschließen. Ein dem Unternehmen zuzurechnendes Fehlverhalten wurde in keinem der Fälle festgestellt. Neben internen Spezialisten sowie Vertretern von Behörden und Unfallversicherern haben auch externe Gutachter zur Aufklärung der Unfallursachen beigetragen. Anschließend sind neue Präventionsmaßnahmen beschlossen worden, um zukünftig nach Möglichkeit auch solche Unfälle zu vermeiden.
/ ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ZU ARBEITSSICHERHEIT, PRÄVENTION UND ANDEREN MITARBEITERTHEMEN finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 87.
GEWASSERSCHUTZ
Es ist unser Ziel, die Kaliproduktion auf dem heutigen Produktionsniveau im Sinne eines nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns und eines schonenden Umgangs mit der Umwelt für die künftigen Jahrzehnte fortzusetzen und zu sichern. Unser besonderes Augenmerk gilt dabei dem Gewässerschutz, insbesondere - aber nicht nur - im hessisch-thüringischen Kalirevier.
WASSEREINSATZ
Das in unseren Kalibergwerken gewonnene Rohsalz enthält neben den Wertstoffen Kali, Magnesium und Schwefel auch nicht weiter verwertbare Salze und andere Bestandteile. Zur Abtrennung der Wertstoffe werden je nach Standort die Verfahren Heißverlösung, Flotation und in Verbindung mit beiden die elektrostatische Trennung (ESTA-Verfahren) angewendet. Während die Verfahren Heißverlösung und Flotation nicht ohne den Einsatz von Wasser auskommen, lassen sich mit dem von K+S patentierten, trockenen ESTA-Verfahren gegenüber der klassischen Nasstrennung deutliche Wassereinsparungen erzielen.
Im Geschäftsbereich Salz kommt Wasser vor allem beim Solungsbergbau zum Einsatz, einem Gewinnungsverfahren, bei dem die Steinsalzlagerstätte mit Hilfe der kontrollierten Bohrlochsolung von über Tage aus durch eine oder mehrere Solebohrungen (Kavernenbohrungen) erschlossen wird. So wird Süßwasser in die Lagerstätte geleitet. Das Wasser löst das feste Steinsalz auf und wird anschließend als konzentrierte Sole nach über Tage gepumpt. Dort geht die Sole entweder direkt als Rohstoff an die Chemische Industrie oder sie wird zu festem Siedesalz weiterverarbeitet. Dazu wird die Sole in geschlossene Verdampfergefäße geleitet, wo das Natriumchlorid auskristallisiert.
Im Jahr 2012 haben wir gruppenweit 147 Mio. m³ Wasser eingesetzt (Vorjahr: 159 Mio. m³ Wasser). Der spezifische Wassereinsatz betrug 5,2 m³/t Ware (Vorjahr: 4,8 m³/t). Bis 2014 wollen wir eine Senkung auf unter 4 m³/t Ware erreichen, d.h. eine Verminderung um mehr als 20 %. /ABB: 4.4.3
SPEZIFISCHER WASSERVERBRAUCH1

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 und 2009 sind auch die nicht fortgeführterGeschäftstätigkeiten des COMPO-Geschäfts und in den Jahren 2008 bis 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
ABWÄSSER
Die Kaliproduktion ist weltweit untrennbar mit der Notwendigkeit der Entsorgung von festen und flüssigen Rückständen verbunden. Die Rückstände aus der Produktion fallen entweder in fester Form oder als flüssige Rückstände (Salzabwässer) an.
Die festen Rückstände, die im Wesentlichen aus derzeit nicht verwertbarem Steinsalz bestehen, halden wir auf oder verbringen sie wieder in die Gruben nach unter Tage. Die in Wasser gelösten Produktionsrückstände und salzhaltigen Wässer, die durch Niederschläge auf unseren Halden entstehen, entsorgen wir im Rahmen bestehender Genehmigungen über die Einleitung in Fließgewässer und über die Versenkung in tiefere Gesteinsschichten, den so genannten Plattendolomit.
Bei der Gewinnung und Verarbeitung unserer natürlichen Rohsalze nutzen wir modernste Techniken und setzen dabei Maßstäbe für den Wettbewerb. Beispielsweise haben wir in den vergangenen Jahrzehnten die Salzabwässer im hessisch-thüringischen Kalirevier sehr deutlich reduziert:
| ― | von über 40 Mio. m³ im Jahr 1970 |
| ― | auf 20 Mio. m³ im Jahr 1997 |
| ― | auf 14 Mio. m³ im Jahr 2006 |
Nach der Vorlage unseres Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz im Oktober 2008 haben wir im Februar 2009 mit dem Land Hessen und dem Freistaat Thüringen eine Vereinbarung mit dem Ziel abgeschlossen, die Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Kalirevier langfristig zu sichern und deren Umweltauswirkungen weiter zu reduzieren. Im Mai 2009 haben wir in Übereinstimmung mit dieser Vereinbarung unsere Gesamtstrategie zur Verminderung von Umweltbelastungen vorgelegt. Die Investitionen für die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität werden sich bis Ende 2015 auf insgesamt 360 Mio. € belaufen. Die ersten Bauarbeiten haben an den Standorten des Werks Werra in Hessen und Thüringen im Oktober 2011 begonnen. Insgesamt arbeiten wir an mehreren Teilprojekten, mit denen das Aufkommen an Salzabwasser durch Veränderungen in den Produktionsverfahren, zum Teil auch durch neue Verfahrenstechnik, bis Ende 2015 im Vergleich zum Jahr 2006 um rund 50% auf 7 Mio. m³ reduziert werden soll. Damit sollte für die Einleitung in Gewässer ein Volumen von 0,2 m³/t Produkt im Jahr 2015 möglich sein. Dies wird eine Senkung der Salzkonzentration im Fluss Werra um etwa 30 % im Vergleich zum Jahr 2006 ermöglichen und weitere, deutliche ökologische Verbesserungen mit sich bringen. Voraussetzung für ein Erreichen dieser Ziele ist es, dass es auch nach 2015 eine ausgewogene Verteilung zwischen Einleitung und Nutzung des Untergrundes gibt.
Mit den geplanten Maßnahmen gehen wir an die Grenzen des technisch Sinnvollen und wirtschaftlich Vertretbaren. Damit sollten bzw. werden sich nicht nur die Perspektiven für unsere Standorte und ihre Mitarbeiter, sondern auch für sehr viele Menschen in der Region verbessern. Eine Beschreibung möglicher Risiken aus der Veränderung bzw. Versagung behördlicher Genehmigungen im Zusammenhang mit der Entsorgung von Salzabwässern sowie festen Produktionsrückständen, die eine nachhaltige und wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE zur Folge hätte, finden Sie im Risikobericht auf Seite 120.
Im Jahr 2012 belief sich die Menge der Salzabwässer auf insgesamt 12,1 Mio. m³ bzw. 0,43 m³/t Produkt (Vorjahr: 12,7 Mio. m³ bzw. 0,38 m³/t Produkt). Hiervon haben wir 7,2 Mio. m³ bzw. 0,26 m³/t Produkt in Gewässer eingeleitet (Vorjahr: 6,9 Mio. m³ bzw. 0,21 m³/t Produkt) und 4,9 Mio. m³ bzw. 0,17 m³/t Produkt versenkt (Vorjahr: 5,7 Mio. m³ bzw. 0,17 m³/t Produkt).
Insgesamt wurden im Jahr 2012 80,4 Mio. € in den Gewässerschutz investiert (2011: 12,2 Mio. €). Die Betriebskosten für den Gewässerschutz betrugen 103,5 Mio. € (2011:108,4 Mio. €). /ABB: 4.4.4
SALZWASSERVERSENKUNG UND -EINLEITUNG1

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 und 2009 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiter des COMPO-Geschäfts und in den Jahren 2008 bis 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
EFFIZIENTE ENERGIENUTZUNG UND KLIMASCHUTZ
K+S nimmt den Klimaschutz als ökologische und ökonomische Herausforderung ernst. Der Schutz des Klimas gehört zu den zentralen Herausforderungen in den kommenden Jahrzehnten. Wir wollen unseren Beitrag leisten, die vorhandenen Ressourcen noch effizienter zu nutzen.
VERBESSERUNG DER ENERGIEEFFIZIENZ UND REDUZIERUNG DER CO2-EMISSIONEN
Zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur weiteren Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen an den Standorten der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz werden zurzeit folgende wesentliche Maßnahmen verfolgt:
| ― | Nutzung der effizientesten zur Verfügung stehenden Kraftwerks-Technologie: Unsere sechs Kalibergwerke verfügen über eigene Kraftwerke, die mit modernsten Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ausgestattet sind. Dank erfolgreicher Optimierungsmaßnahmen liegt der Nutzungsgrad unserer Kraftwerke seit Längerem bei über 90 %. Die Standorte arbeiten somit in der Nähe der theoretisch erzielbaren Energieeffizienz. Dennoch wird an weiteren Verbesserungen gearbeitet: So modernisieren wir derzeit am Standort Hattorf die werkseigene Energieversorgung zwecks Erhöhung des Nutzungsgrads des Kraftwerks und der Unabhängigkeit von externer Stromversorgung. Gleichzeitig können jährlich weitere 90.000 t CO2 vermieden werden. |
| ― | Rückgewinnung und Nutzung von Abwärme in Produktionsanlagen und Kraftwerken: Das energieintensivste Verfahren im Geschäftsbereich Salz ist die Herstellung von Siedesalz, bei der große Mengen Wasser verdampft werden. Dazu wird Sole in geschlossene Verdampfergefäße geleitet, wo sie bei Temperaturen zwischen 50 bis 150 °C eingedampft wird und das Natriumchlorid auskristallisiert. Dabei ist der Prozess soweit optimiert, dass durch Wärmerückgewinnung und mehrstufige Eindampfapparate, die teilweise im Vakuum betrieben werden, die höchstmögliche Energienutzung erreicht wird. |
| ― | Kontinuierliche Optimierung unserer energiesparenden Produktionsverfahren mit dem Ziel der Reduzierung des Energieverbrauchs in der gesamten Wertschöpfungskette. |
Die für den Betrieb unserer Kraftwerke, Trocknungsanlagen und Siedesalzanlagen erforderliche Energie - Strom und Dampf - wird in Europa fast ausschließlich auf Erdgasbasis erzeugt, das im Vergleich aller fossilen Energieträger die spezifisch geringsten CO2-Emissionen verursacht, sowie aus thermischer Verwertung von Abfällen.
ENERGIEVERBRAUCH
Im Jahr 2012 betrug der Energieverbrauch insgesamt 8.747 GWh (Vorjahr: 8.865 GWh). Hiervon entfielen 5.559 GWh auf Erd-, Flüssig- und Biogas, 1.474 GWh auf von extern bezogenen Dampf, 1.065 GWh auf Kohle, 567 GWh auf Fremdstrom und 81 GWh auf leichtes und schweres Heizöl. Wir haben 47 GWh Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Der spezifische Energieverbrauch je produzierter Tonne Produkt lag bei 309 kWh/t Produkt (Vorjahr: 267 kWh/t Produkt). Der Energieverbrauch konnte absolut erneut leicht gesenkt werden. Der Energieverbrauch pro Tonne Produkt erhöhte sich jedoch aufgrund der geringeren Kapazitätsauslastung im Geschäftsbereich Salz. Die Energiekosten der K+S GRUPPE sind preisbedingt deutlich angestiegen.
Wir sehen eine realistische Chance auf eine Senkung des spezifischen Energieverbrauchs auf unter 270 kWh/t im Jahr 2014. /ABB: 4.4.5
SPEZIFISCHER ENERGIEVERBRAUCH1

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 und 2009 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiter des COMPO-Geschäfts und in den Jahren 2008 bis 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
CO2-EMISSIONEN
Als Partner der zwischen Bundesregierung und deutscher Wirtschaft vereinbarten Selbstverpflichtung zum Klimaschutz hatten wir uns für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2012 die spezifischen CO2-Emissionen auf 28 kg/t Rohsalz und die absoluten CO2-Emissionen auf 1,1 Mio. t pro Jahr abzusenken. Dies haben wir erreicht: Die spezifischen CO2-Emissionen des Geschäftsbereichs beliefen sich im Jahr 2012 auf 24 kg/t Rohsalz, die absoluten CO2-Emissionen auf 1,0 Mio. t.
Nach dem planmäßigen Auslaufen der Vereinbarung mit der Bundesregierung Ende 2012, wird für die Jahre 2011 und 2012 ein Endbericht erstellt. Ab dem Jahr 2013 wird die Selbstverpflichtung durch die Einführung von extern zertifizierten Energiemanagementsystemen nach DIN ISO 50001 ersetzt.
/WEITERE INFORMATIONEN finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 72.
Gruppenweit betrugen die CO2- Emissionen im Jahr 2012 1,5 Mio. t (Vorjahr: 1,5 Mio. t). Der Kohlendioxidausstoß je produzierter Tonne Ware lag aufgrund einer geringeren Produktionsmenge bei 53 kg/t Produkt (Vorjahr: 46 kg/t Produkt). Wir sehen eine realistische Chance, die CO2-Emissionen ab dem Jahr 2014 auf ca. 45 kg/t weiter senken zu können. /ABB: 4.4.6
SPEZIFISCHER KOHLENDIOXIDAUSSTOSS1

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 und 2009 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des COMPO-Geschäfts und in den Jahren 2008 bis 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
EMISSIONSHANDEL
Der Emissionshandel ist eines der Instrumente, die das Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997 zur Reduktion der Treibhausgase vorsieht. Im Jahr 2005 ist das europäische System zum Handel mit Emissionszertifikaten in Kraft getreten. Unternehmen, die mehr CO2 emittieren, als die ihnen zugeteilten Emissionsrechte erlauben, können wählen, ob sie in Emissionsminderungsprojekte investieren oder Zertifikate zur Emissionsberechtigung auf dem Markt zukaufen. Im Januar 2008 startete die zweite Handelsperiode im Emissionshandel. Weiterhin sind 16 Anlagen der K+S GRUPPE emissionshandelspflichtig. Bei der Zuteilung von Emissionsrechten nach dem Benchmark-System wird in Deutschland die Energieeffizienz der einzelnen Anlagen jedoch nicht vollumfänglich berücksichtigt. Stattdessen werden Anlagen der Energiewirtschaft pauschal mit einer prozentualen Minderungsverpflichtung belegt. Diese sind insbesondere für effiziente Energieerzeugungsanlagen der Industrie, wie unsere Kraftwerke, die dank der Kraft-Wärme-Kopplung bereits einen Wirkungsgrad von über 90 % besitzen, schwer zu realisieren. So angewendet, verfehlt der Emissionshandel den gewollten Lenkungseffekt. Dennoch emittiert K+S weniger CO2, als die zugeteilten Emissionsrechte erlauben. Während wir diese in der ersten Handelsperiode mit Ertrag verkauft haben, bauen wir seit Beginn der zweiten Handelsperiode unseren Bestand auf. Wir bereiten uns damit auf die dritte Handelsperiode (2013-2020) vor, weil darin schrittweise die kostenlose Zuteilung der Zertifikate verringert werden soll und somit die Beschaffung der Zertifikate zunehmend am freien Markt erfolgen muss. Um daraus entstehenden künftigen Preisrisiken entgegenzuwirken, haben wir die von uns zusätzlich benötigten Zertifikate bereits erworben und im Anlagevermögen ausgewiesen. Sie werden in den Jahren 2013 bis 2020 mit einem niedrigen einstelligen Millionenbetrag pro Jahr aufwandswirksam.
4.5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN
ZIELE UND SCHWERPUNKTE UNSERER FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSTÄTIGKEIT
Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgen wir grundsätzlich zwei Ziele:
| ― | Die Erhöhung des Kundennutzens |
| ― | Einen möglichst effizienten Einsatz der Ressourcen |
Vor diesem Hintergrund konzentrieren wir unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf die Verfahrensoptimierung sowie die Produktneu- und -Weiterentwicklung. Die beständige Überprüfung und Fortentwicklung der von uns angewendeten Produktionsverfahren und -prozesse soll eine nachhaltige und effiziente Nutzung von Rohstoffen, Kapital, Energie und Personal sicherstellen. Dazu analysieren wir neue Technologien und Materialien und betreiben eigene Forschungseinrichtungen mit den Schwerpunkten Produktentwicklung, Produktaufbereitung, Verfahrenstechnik und Analytik.
Im Rahmen der Neuentwicklung und Verbesserung der von uns angebotenen Düngemittel setzen wir uns für die praxisorientierte Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenernährung ein. Wir erarbeiten Lösungen zur Befriedigung des erhöhten Nahrungs- und Futtermittelbedarfs aufgrund einer wachsenden Weltbevölkerung sowie sich ändernder Ernährungsgewohnheiten. Unsere landwirtschaftliche Anwendungsberatung unterstützt Kunden beim Einsatz unserer Produkte vor Ort und schafft einen Wissenstransfer in die weniger entwickelten Regionen. In der anwendungsorientierten landwirtschaftlichen Forschung bauen wir das Projektportfolio unserer gemeinsam mit der Universität Göttingen betriebenen Forschungseinrichtung weiter aus.
Im Jahr 2012 standen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für das Legacy Projekt im Vordergrund. Im Rahmen dieses Projekts haben wir umfangreiche Aktivitäten im Solungsbergbau und in der Aufbereitung der zukünftig gewonnenen Solen unternommen. Darüber hinaus treiben wir die Verbesserung von Produktionsprozessen zur Verringerung fester sowie flüssiger Rückstände voran, um somit die Wertstoffe unserer Lagerstätten möglichst vollständig gewinnen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt der verfahrenstechnischen Forschung ist sowohl im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im Geschäftsbereich Salz die weitere Verbesserung der Herstellungsverfahren sowie die Flexibilisierung der Prozesse zur Anpassung an veränderte Rohstoff-, Produktions- oder Marktbedingungen.
NUTZUNG VON EXTERNEM F&E-KNOW-HOW
Die Forschungsstrategie der K+S GRUPPE umfasst interne sowie externe Forschungsaktivitäten. Einen wichtigen Bestandteil bilden Kooperationen, die einen effektiven Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis, den Zugriff auf ein internationales Netzwerk sowie die Nutzung von Synergien erlauben.
Im Jahr 2012 wurden für die Kooperation mit externen Forschungseinrichtungen 2,2 Mio. € aufgewendet (2011: 2,3 Mio. €); dies sind etwa 6,5% unserer insgesamt in diesem Geschäftsjahr aufgewendeten Forschungs- und Entwicklungskosten von 33,6 Mio. €. Die eingesetzten Mittel konzentrierten sich auf die folgenden - exemplarisch ausgewählten - Themen:
SOLUNGSBERGBAU
Zusammen mit kanadischen und deutschen Spezialisten haben wir die verfügbaren Methoden des Solungsbergbaus im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit für die speziellen Lagerstättengegebenheiten des Legacy Projektes geprüft.
ZUKUNFTSWEISENDE ABBAUTECHNIKEN
Innerhalb des siebten Rahmen-Forschungsprogramms der EU-Kommissionbeteiligt sich K+S seit 2012 an einem Konsortium aus 26 Unternehmen und Forschungseinrichtungen namens I2Mine. Die Initiative hat die Herausforderungen im Fokus, mit denen der Bergbau heute konfrontiert ist: die Erschließung immer tieferer Lagerstätten und das Bestreben, den Bergbau dennoch sicher, möglichst wenig sichtbar und mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt zu betreiben. Im Rahmen dieser Kooperation hoffen wir, neue Abbautechniken entwickeln zu können, die im Rahmen der Sicherheitsanforderungen zu einer besseren Ausnutzung unserer Lagerstätten sowie zu einer Erhöhung der Lebensdauer unserer Bergwerke führen.
BEWERTUNG VON SALZPRODUKTEN
Das Forschungslabor von MORTON SALT hat kürzlich eine Lebensdauerstudie von Wasserenthärtungsanlagen durchgeführt, die mit den patentierten Salztabletten MORTON® SYSTEM SAVER® II Pellets betrieben werden. Zusammen mit einem universitären Forschungsinstitut wurde die Wirkung der Auftaumittel von MORTON SALT getestet. Andere externe Laboratorien wurden beauftragt, Korrosionstests mit Auftaumitteln gemäß den Prüfprotokollen der Pacific Northwestern Snowfighters Association durchzuführen. Die aus diesen Studien gewonnen Ergebnisse bilden die Basis für neue Ansprüche an Produkte und entsprechende Werbekampagnen.
INTERNATIONALE FELDVERSUCHE
Wir vergeben weltweit angelegte Feldversuche an spezialisierte und erfahrene landwirtschaftliche Versuchseinrichtungen, die von unseren Mitarbeitern wissenschaftlich begleitet werden. Diese Vorgehensweise ermöglichtes uns, wertvolle Erkenntnisse in unterschiedlichen Klimazonen, auf lokalen Böden sowie für vielfältige Kulturen zu gewinnen und unsere Produkte dementsprechend zu optimieren.
ZUSAMMENARBEIT MIT DEM INTERNATIONAL PLANT NUTRITION INSTITUTE
Die K+S KALI GMBH unterstützt das INTERNATIONAL PLANT NUTRITION INSTITUTE (IPNI) in Norcross, USA, finanziell bei einem Projekt zur Optimierung der Düngungsstrategien in Plantagenbetrieben (siehe auch "Ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte - Pflanzenbau").
INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION (lAPN)
Im Mai 2012 wurde von der K+S KALI GMBH das von der Georg-August-Universität Göttingen anerkannte Institut für angewandte Pflanzenernährung eröffnet. Ziel des IAPN ist es, im Rahmen einer Public-Private-Partnership eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt auf der praxisorientierten Forschung im Bereich Pflanzenernährung. So ist ein rasches Einbinden des erarbeiteten Wissens durch die K+S-Anwendungsberater in die Praxis gewährleistet.
ENTWICKLUNGSORIENTIERTE AGRARFORSCHUNG
Zusammen mit dem Internationalen Kartoffelforschungszentrum CIP und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) erforscht die K+S KALI GMBH die ausgewogene Düngung der Kartoffel als weltweit drittwichtigstem Grundnahrungsmittel (siehe auch "Ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte - Pflanzenbau").
HOCHSCHULKOOPERATIONEN
In den wirtschafts- und naturwissenschaftlichen sowie technischen Bereichen kooperieren wir mit Hochschulen und unterstützen dabei Hochschulabsolventen finanziell bei Studien-, Master- und Doktorarbeiten im Bereich unserer Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte. Dies gibt uns die Möglichkeit, Talente frühzeitig zu erkennen und qualifizierte Nachwuchskräfte für unser Unternehmen zu gewinnen.
FORSCHUNGSKENNZAHLEN
FORSCHUNGSKOSTEN UND ENTWICKLUNGSINVESTITIONEN
Die Forschungskosten der fortgeführten Geschäftstätigkeiten beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 19,4 Mio. € und lagen somit spürbar über dem Niveau des Vorjahres (2011: 17,0 Mio. €). Der Hauptteil der Forschungskosten entfiel auf Forschungsprojekte auf dem Gebiet des Solungsbergbaus im Rahmen der geplanten Bohrungen und der Aussolung der ersten Kaverne des Legacy Projekts in Saskatchewan. Die Verbesserung der Produktionsverfahren zur Verringerung fester und flüssiger Produktionsrückstände in der Kaliproduktion bildete einen weiteren Schwerpunkt. Gemessen am Umsatz beträgt die Forschungsintensität der K+S GRUPPE 0,5% (2011: 0,4%); dieser Prozentsatz liegt in etwa auf dem in unserer Branche üblichen Niveau. / TAB: 4.5.1
FORSCHUNGSKOSTEN1
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| in Mio. € | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Kali- und Magnesiumprodukte | 12,4 | 9,0 |
| Salz | 3,3 | 3,0 |
| Sonstige Forschungskosten | 3,7 | 5,0 |
| Gesamt | 19,4 | 17,0 |
1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
Nach IFRS müssen bestimmte Entwicklungskosten in der Bilanz aktiviert werden. Diese Entwicklungsinvestitionen lagen für die fortgeführten Geschäftstätigkeiten im Berichtsjahr mit 14,2 Mio. € (2011:1,6 Mio. €) weit über dem Niveau des Vorjahres und fielen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Wesentlichen für die Entwicklung der ersten Kaverne des Legacy Projekts an. Die Aktivierung wird in den kommenden Jahren entsprechende Abschreibungen auf Entwicklungsinvestitionen nach sich ziehen. / TAB: 4.5.2
FORSCHUNGSKENNZAHLEN1
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| in Mio. € | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Forschungskosten | 19,4 | 17,0 | 13,8 | 18,7 | 18,1 |
| Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) | 0,5% | 0,4% | 0,3% | 0,5% | 0,4% |
| Aktivierte Entwicklungsinvestitionen | 14,2 | 1,6 | 0,7 | 1,8 | 2,8 |
| Mitarbeiter (Anzahl) | 87 | 77 | 73 | 78 | 65 |
1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 und 2009 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiter des COMPO-Geschäfts und in den Jahren 2008 bis 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
FORSCHUNGSMITARBEITER
Die Anzahl der in der Forschung beschäftigten Mitarbeiter stieg aufgrund von Einstellungen in der zentralen Forschung in Deutschland sowie im MORTON SALT-Forschungsinstitut in den USA wie geplant auf 87 (2011: 77) an.
AUSGEWÄHLTE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROJEKTE SOWIE -ERGEBNISSE
In regelmäßigen Abständen werden alle Forschungsprojekte mit den Auftraggebern in Bezug auf Fortschritt, Anwendbarkeit, Rahmenbedingungen, Realisierungswahrscheinlichkeit sowie Renditechancen gemeinsam überprüft.
BERGBAU UND GEOLOGIE
GEOLOGISCHE MODELLIERUNG UNSERER LAGERSTÄTTEN
Für ausgewählte Kali- und Steinsalzlagerstätten der K+S KALI GMBH sowie der ESCO werden umfangreiche geologische 3D-Modelle erstellt. Ziel solcher Modelle ist es, mit einer noch effizienteren geologischen Erkundung der Lagerstätte die Planung der bergmännischen Gewinnung weiter zu optimieren, damit die Wertstoffausbringung zu erhöhen und die Lagerstätte besser auszunutzen.
TRAINING DER PROZESSOPTIMIERTEN BOHRARBEITEN
Aufbauend auf der erfolgreichen Entwicklung der virtuellen Bohrwagenbedienstände, die in den letzten Jahren für das Training der Bohrhauer genutzt wurden, versuchen wir nun praxistaugliche Verfahren zu entwickeln, um mit bildgebenden Methoden effizient eine 3D-Vir-tualisierung von beliebigen realen Bohrorten für diese Schulungssimulatoren generieren zu können.
VERFAHRENSTECHNIK
SOLUNGSBERGBAU
Wir haben ein labortechnisches Umfeld geschaffen, um anhand von Bohrkernproben das Lösungsverhalten des Salzgesteins an verschiedenen Orten des Lagerstättengebietes in Kanada zu untersuchen, und anhand dieser Erkenntnisse das Ergebnis der Solung besser vorhersagen zu können.
EINDAMPFVERFAHREN
In unserem zentralen Forschungsinstitut in Heringen wurden für die K+S KALI GMBH standortspezifische Eindampfverfahren mit dem Ziel entwickelt, die unterschiedlichen flüssigen Produktionsrückstände weiter zu reduzieren. Dies soll es uns ermöglichen, zusätzliche Wertstoffe, die als Vorprodukt bei der Kaliumsulfat-Produktion eingesetzt werden können, zurückzugewinnen.
SENSORGESTÜTZTE SORTIERUNG
Die K+S KALI GMBH hat verstärkt Untersuchungen im Bereich der trockenen Aufbereitungstechnologien durchgeführt. Mit der Entwicklung neuer Echtzeitsensoren zur Differenzierung unterschiedlicher Mineralien soll die Anwendung neuer Sortiertechniken erschlossen werden.
PFLANZENBAU
OPTIMIERUNG DER DÜNGUNGSSTRATEGIEN BEI ÖLPALMEN
Das INTERNATIONAL PLANT NUTRITION INSTITUTE (IPNI) führt ein Projekt zur Optimierung der Düngungsstrategien bei Ölpalmen durch. Dabei liegt der Fokus speziell auf sandigen Böden. Die Einführung des ,Best Practice'-Konzepts bei den Plantagengesellschaften soll im Rahmen einer nachhaltigen und ökonomischen Bewirtschaftung zu einer Steigerung der Ölerträge beitragen.
ENTWICKLUNGSORIENTIERTE AGRARFORSCHUNG
Gemeinsam mit dem Internationalen Kartoffelforschungszentrum CIP sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) arbeiten wir an der Bekämpfung der Armut durch die Förderung des Kartoffelanbaus in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Asien, Afrika sowie Mittel- und Lateinamerika.
PRODUKTENTWICKLUNG
WEITERENTWICKLUNG DER WASSERENTHÄRTUNGSSALZE
MORTON SALT entwickelte im Jahr 2012 Wasserenthärtungssalze mit zusätzlichen Produkteigenschaften zur Pflege der Austauscherharze und der Erhöhung der Leistung von Wasserenthärtern. Ziel ist es, die Marktführerschaft durch innovative Produkte zu stärken.
SPEZIALITÄTEN FÜR DEN AMERIKANISCHEN SPEISESALZ-MARKT
Um Nahrungsmittelherstellern in den USA zu ermöglichen, den dortigen Ernährungsleitlinien nachzukommen, werden von MORTON SALT natriumreduzierte Produkte weiter entwickelt.
MARKENPORTFOLIO UND PATENTBESTAND
Das K+S Markenportfolio erhöhte sich in den fortgeführten Geschäftsbereichen im Jahr 2012 um 37 Schutzrechte. Als Dachmarken nutzt die K+S GRUPPE u.a. ACTION MELT®, CÉRÉBOS®,KALI-STIER®, MORTON®, SPL®, UMBRELLA GIRL®,VATEL® und WINDSOR®. Als Produktmarken werden z.B. AXAL®, REGENIT®, KORN-KALI®, PATENTKALI® und KALISEL® verwendet. Weitere Marken für Speisesalz in Chile sind SAL LOBOS® und die natriumreduzierte Produktreihe BIOSAL LIGHT® sowie BLIZZARD WIZARD® für Auftausalz in den USA. Die K+S GRUPPE hält zum Stichtag 2.322 nationale Markenschutzrechte (2011: 2.285), die aus 555 Basismarken resultieren. Weltweit gehören der K+S GRUPPE derzeit 56 Patentfamilien, die durch 264 nationale Rechte (2011: 263) geschützt werden. Die Patente werden unter anderem in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet. Lizenzeinnahmen wurden in geringem Umfang erzielt.
4.6 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Nachdem sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu Beginn des Jahres 2012 zunächst leicht verbessert hatte, zeigte sich das Wachstum der Weltwirtschaft im weiteren Jahresverlauf wieder verhaltener. Das globale Bruttoinlandsprodukt konnte dennoch um insgesamt 3,0 % zulegen. Während der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften insgesamt sehr gering ausfiel, kam es im Euroraum sogar zu einer Rezession. Auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern ließ die konjunkturelle Entwicklung insbesondere in der zweiten Jahreshälfte infolge der ausbleibenden Nachfrage aus den Industrieländern stark nach. Ein wesentlicher Grund hierfür war nach wie vor die Staatsschuldenkrise in den Staaten im Euroraum, deren Maßnahmen zur Verringerung der Verschuldung zu einer Belastung der Nachfrage führten. Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Jahr 2012 weltweit deutlich abgeschwächt. / TAB: 4.6.1
PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS
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| in %; real | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | + 0,7 | + 3,0 | + 3,7 | -4,7 | + 1,3 |
| Europäische Union (EU-27) | -0,2 | + 1,7 | + 1,9 | -4,2 | + 1,2 |
| Welt | + 3,0 | + 3,7 | + 5,1 | -0,8 | + 3,1 |
Quelle: DEKA BANK
In der europäischen Union sank das Bruttoinlandsprodukt um 0,2%. Während das Bruttoinlandsprodukt in den Kernländern Deutschland und Frankreich leicht stieg, ging es in Italien, Spanien, Portugal sowie den Niederlanden spürbar zurück. In Deutschland wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2012 um 0,7% nach einem Anstieg von 3,0% im Vorjahr. Die Geldpolitik war stark expansiv ausgerichtet, vor diesem Hintergrund senkte die EUROPÄISCHE ZENTRALBANK (EZB) den Leitzins im Juli auf 0,75 %.
In den USA entwickelte sich die Konjunktur im Laufe des Jahres 2012 leicht positiv. Der Immobiliensektor und das Bankensystem stabilisierten sich. Auch der private Konsum nahm aufgrund positiver Signale vom Arbeitsmarkt zu. Der Stellenaufbau fand vorwiegend im Dienstleistungssektor statt, der sich von der Rezession am Stärksten erholte. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,3%. Auch die FEDERAL RESERVE BANK (FED) setzte ihre Niedrigzinspolitik im Jahr 2012 mit dem Ziel fort, die Konjunktur zu beleben.
In den Schwellenländern kühlte sich die Konjunktur im Verlauf des Jahres 2012 merklich ab. Insbesondere führte die ausbleibende Nachfrage aus den Industrieländern -vornehmlich des Euroraums - zu einer Verschlechterung der Konjunkturdaten.
Die Rohstoffmärkte entwickelten sich im Jahresverlauf 2012 insgesamt positiv. Der Ölpreis (Brent) gab in der ersten Jahreshälfte im Zuge der allgemeinen Verunsicherung an den Finanzmärkten und Anzeichen einer schwächeren Weltwirtschaft zunächst nach, erholte sich jedoch im zweiten Halbjahr aufgrund der Angebotsrisiken durch den Konflikt zwischen Syrien und der Türkei. Zum Jahresende lag der Ölpreis bei 111 US$ je Barrel. Im Jahresdurchschnitt kostete ein Barrel Öl 112 US$ und lag damit auf dem Niveau des Jahres 2011. Bei Agrarrohstoffen kam es zu erheblichen Preisschwankungen. Gegen Ende des zweiten sowie zu Beginn des dritten Quartals stiegen die Preise (mit Ausnahme der des Palmöls) deutlich an, nachdem die anhaltende Trockenheit im Mittleren Westen der USA und in Russland zu spürbar niedrigeren Ernteschätzungen geführt hatte. Der Anstieg schwächte sich zu Ende des Jahres leicht ab; dennoch erhöhten sich die Preise für Mais, Weizen und Sojabohnen um bis zu 19%. /ABB: 4.6.1
PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖL

Die Entwicklung auf den internationalen Devisenmärkten war im Jahr 2012 erneut von einem volatilen Verlauf des Wechselkurses des US-Dollars gegenüber dem Euro geprägt. Nachdem er sich zu Beginn des Jahres auf etwa 1,35 USD/EUR abgeschwächt hatte, stieg er zur Jahresmitte bis 1,21 USD/EUR an und notierte Ende Dezember gegenüber dem Euro mit 1,32 USD/EUR etwa 2% schwächer als ein Jahr zuvor (31.12.2011:1,30 USD/EUR). Im Jahresdurchschnitt lag der Wert des US-Dollars bei 1,29 USD/EUR. Er war damit knapp 8% stärker als im Durchschnitt des Vorjahres (2011: 1,39 USD/EUR). / ABB: 4.6.2
EUR/USD-ENTWICKLUNG VERSUS CAD/USD UND RUB/USD

AUSWIRKUNGEN AUF K+S
Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:
| ― | Die Energiekosten der K+S GRUPPE werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug von Gas beeinflusst. Aufgrund der bislang mit unseren Lieferanten vereinbarten Preisklauseln schlugen sich z.B. Ölpreisveränderungen im energieintensiven Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte i.d.R. erst mit einem Zeitverzug von sechs bis neun Monaten in unserer Kostenrechnung nieder. Vor diesem Hintergrund führte das in der zweiten Jahreshälfte 2011 gestiegene Energiepreisniveau zu einer deutlichen preisbedingten Zunahme der Energiekosten der K+S GRUPPE im Jahr 2012. Eine Beschreibung der ab dem vierten Quartal 2012 geltenden Energieverträge finden Sie auf Seite 144. |
| ― | Durch die für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eingesetzten Sicherungsinstrumente lag der Umrechnungskurs bei durchschnittlich 1,32 USD/EUR inkl. Kosten und war damit günstiger als im Vorjahr (Umrechnungskurs 2011 inkl. Sicherungskosten: 1,35 USD/EUR). |
| ― | Neben dem USD/EUR-Währungsverhältnis ist auch der relative Vergleich zwischen dem Euro sowie den Währungen unserer Wettbewerber jeweils zum US-Dollar für uns von Bedeutung. Ein starker US-Dollar hat bei den meisten Kaliproduzenten der Welt einen positiven Einfluss auf die Ertragskraft in ihrer jeweiligen Landeswährung; dies liegt daran, dass der Großteil der weltweiten Kaliproduktion außerhalb des US-Dollarraums liegt, jedoch beinahe sämtliche Verkäufe (Ausnahme: Geschäft im Euroraum) in US-Dollar fakturiert werden. Abbildung 4.6.2 zeigt, dass sich die Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro in den Sommermonaten positiv auf die K+S GRUPPE auswirkte. Der Vorteil im Vergleich zu Wettbewerbern reduzierte sich zum Ende des Jahres jedoch wieder. |
/ EINE ERLÄUTERUNG DER MASSNAHMEN ZUR ABSCHWÄCHUNG VON ENERGIEPREISRISIKEN finden Sie im Risikobericht auf Seite 125.
BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Nachdem es zu Beginn des Jahres noch zu einer vorsichtigen Voreinlagerung von Kali- und Magnesiumprodukten gekommen war, entwickelte sich die Nachfrage während des zweiten Quartals 2012 positiv. Das relativ hohe Preisniveau für Agrarrohstoffe bot attraktive Einkommensperspektiven für Landwirte. Damit erhöhte sich der Anreiz, ihren Ertrag je Hektar auch durch einen optimalen Düngemitteleinsatz zu steigern. Nach den Mitte März 2012 zu 470 US$/t Kaliumchlorid Standard - und damit zu unveränderten Konditionen - abgeschlossenen Kalilieferverträgen mit China mit Gültigkeit bis Ende Juni 2012 tendierten die internationalen Spot-Preise für Kaliumchlorid außerdem fester und lagen zwischen 500 und 520 US$/t. Auch im dritten Quartal war die Nachfrage in den für K+S relevanten Märkten auf einem guten Niveau. Das Ausbleiben der Vertragsabschlüsse der nordamerikanischen und russischen Produzenten mit chinesischen und indischen Abnehmern im zweiten Halbjahr führte jedoch dazu, dass die Kapazitäten insbesondere in Nordamerika und Russland nicht voll ausgelastet waren und dass die Schätzungen für den Weltkaliabsatz im Jahr 2012 insgesamt auf rund 54 Mio. t (einschl. Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigerem K2O-Gehalt in Höhe von etwa 3 Mio. t) reduziert wurden. Vor diesem Hintergrund gerieten die internationalen Preise für Kaliumchlorid gegen Ende des dritten Quartals unter Druck. In Brasilien gingen die Preisnotierungen im Laufe des vierten Quartals beispielsweise auf rund 470 US$/t zurück. Am 31. Dezember 2012 veröffentlichte CANPOTEX dann die Konditionen des mit China abgeschlossenen Kaliliefervertrags für das erste Halbjahr 2013; der Preis für Kaliumchlorid Standard inklusive Fracht wurde von 470 US$/t um 70 US$/t reduziert. Dementsprechend kündigte CANPOTEX kurz darauf für die Kali-Spotmärkte Preise von 465 US$/t für granuliertes und 450 US$/t für Kaliumchlorid Standard an.
/ DIE MARKTPOSITIONEN DER K+S GRUPPE finden Sie im Bereich ,Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit' auf Seite 58.
/ EINE DARSTELLUNG DER AGRARPREISENTWICKLUNG finden Sie in Abbildung 4.6.1 auf Seite 86.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
AUFTAUSALZ -WESTEUROPA
Aufgrund der milden und trockenen Witterungsverhältnisse zu Beginn des Jahres 2012 konnte das sehr hohe Niveau des vorjährigen Voreinlagerungsgeschäfts nicht erreicht werden. Die Schaffung zusätzlicher Lagerkapazitäten auf Kundenseite und zurückhaltende Nachbestellungen zum Ende des ersten Quartals sorgten dennoch für ein durchschnittliches Voreinlagerungsvolumen im zweiten und dritten Quartal. Die Preise gingen in der Voreinlagerungssaison sowie in den Ausschreibungen für die Wintersaison 2012/13 aufgrund des hohen Angebots leicht zurück. Die Ende November einsetzende kalte Witterung mit Schneefällen führte im vierten Quartal zu einem insgesamt durchschnittlichen Start in die Wintersaison 2012/13.
AUFTAUSALZ - NORDAMERIKA
Auch die Auftausalzregionen an der Ostküste der Vereinigten Staaten und in Kanada waren durch hohe Lagerbestände infolge des außergewöhnlich milden Winters zu Beginn des Jahres 2012 gekennzeichnet. Die meisten Produzenten reagierten auf diese Situation mit Produktionskürzungen. In den Auftausalzregionen der Vereinigten Staaten kam es sowohl beim Voreinlagerungsgeschäft als auch bei den Ausschreibungen für die Wintersaison 2012/13 insbesondere im Mittleren Westen zu Preis- und Volumenrückgängen. Sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Kanada reichte der spät im Dezember einsetzende Winter nicht aus, im vierten Quartal insgesamt den Durchschnitt langjähriger Absatzwerte zu erzielen.
GEWERBESALZ
Die Gewerbesalznachfrage blieb sowohl in Europa als auch Südamerika relativ stabil. In Nordamerika war weiterhin eine gewisse Kaufzurückhaltung bei Wasserenthärtungsprodukten festzustellen.
SPEISESALZ
Die Nachfrage nach Speisesalz in Europa sowie Süd- und Nordamerika lag im Jahr 2012 auf einem guten Niveau. Allerdings war in Europa weiterhin ein verstärkter Wettbewerb zu beobachten.
INDUSTRIESALZ
Der Markt für Industriesalze in Europa war im Jahr 2012 weiterhin von einem Überangebot geprägt. Auch in Nord- und Südamerika erhöhte sich der Wettbewerbsdruck.
WESENTLICHE, FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE
| ― | Das Geschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten wurde - wie unter der Rubrik ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen' beschrieben - im Verlauf des ersten Halbjahres positiv von dem Abschluss der Kalilieferverträge mit chinesischen Abnehmern sowie von einem attraktiven Agrarpreisniveau beeinflusst. Das Ausbleiben der Vertragsabschlüsse der nordamerikanischen und russischen Produzenten mit chinesischen und indischen Abnehmern für das zweite Halbjahr führte jedoch dazu, dass die Kapazitäten insbesondere in Nordamerika und Russland nicht voll ausgelastet waren. Vor diesem Hintergrund gerieten die internationalen Preise für Kaliumchlorid gegen Ende des dritten Quartals unter Druck. Obwohl K+S aufgrund der geringen Abhängigkeit von Lieferungen nach China und Indien keine Produktionskürzungen vornehmen musste und eine vergleichbare Menge absetzen konnte wie in 2011, hatte der im vierten Quartal auch in den für K+S relevanten Märkten zu beobachtende Preisdruck entsprechende Auswirkungen. |
| ― | Die Verkäufe von Auftausalz sind erheblich von der winterlichen Witterung während des ersten und vierten Quartals abhängig. Vor diesem Hintergrund führte die in den ,branchenspezifischen Rahmenbedingungen' beschriebene außergewöhnlich milde Witterung in Europa und Nordamerika und das daher im Gesamtjahr deutlich unter dem langjährigen Absatzdurchschnitt liegende Auftausalzgeschäft zu einem außergewöhnlich niedrigen Umsatz- und Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereichs Salz. |
| ― | Gemäß der Strategie der K+S GRUPPE, die vorsieht, insbesondere in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu wachsen und Managementressourcen sowie finanzielle Mittel hierauf zu fokussieren, erfolgte am 2. Juli 2012 die Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts an das russische Agrochemieunternehmen EUROCHEM. Mit der Veräußerung war ein Ertrag aus dem Abgang nach Ertragsteuern in Höhe von 66,9 Mio. € verbunden. |
ENTWICKLUNG DES AKTIENKURSES
Eine detaillierte Beschreibung des K+S-Aktienkurses mit Kursverläufen, Kennzahlen und weiteren wichtigen Informationen rund um die K+S-Aktie finden Sie im Kapitel ,K+S am Kapitalmarkt' auf Seite 22.
VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
UMSATZPROGNOSE
Die im Rahmen des Finanzberichts 2011 vom Vorstand mit Stand 2. März 2012 abgegebene Prognose für das Jahr 2012 (noch inklusive der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts) ging davon aus, dass der Umsatz gegenüber dem Niveau des Vorjahres stabil bleiben sollte - diese Aussage hatte auch im Quartalsfinanzbericht Q1/12 Bestand. Der Ausblick des im August veröffentlichten Halbjahresfinanzberichts H1/12 enthielt erstmals eine konkrete Bandbreite der Umsatzerwartung für die fortgeführten Geschäftstätigkeiten in Höhe von 3,9 bis 4,2 Mrd. €. Aufgrund einer veränderten Annahme für den US-Dollar-Jahresdurchschnittskurs und vor dem Hintergrund der schwierigeren Bedingungen in den für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte relevanten Märkten gingen wir dann im Ausblick des Quartalsfinanzberichts Q3/12 davon aus, dass der Umsatz einen Wert am unteren Ende der Spanne, d.h. von gut 3,9 Mrd. €, erreichen sollte.
Der Umsatz der K+S GRUPPE im Jahr 2012 erreichte mit 3,9 Mrd. € diesen prognostizierten Wert.
AUFWANDSPROGNOSE
Im Finanzbericht 2011 prognostizierten wir, dass die Gesamtkosten (noch inklusive der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts) im Vergleich zum Vorjahr moderat ansteigen könnten - diese Aussage hatte sowohl im Quartalsfinanzbericht Q1/12 als auch im Halbjahresfinanzbericht H1/12 Bestand. Im Quartalsfinanzbericht Q3/12 erwarteten wir im Vergleich zum Vorjahr dann in etwa stabil bleibende Gesamtkosten. Beim Personalaufwand rechneten wir mit einem leichten Anstieg. Bei den Energiekosten gingen wir von Beginn an von einer deutlichen Erhöhung aus. Bei den Frachtkosten erwarteten wir zunächst einen moderaten Rückgang, seit der Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts Q3/12 rechnen wir jedoch mit einem spürbar niedrigeren Wert. Die Abschreibungen prognostizierten wir zunächst bei etwa 240 Mio. €, seit der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts bzw. der Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts Q1/12 gingen wir von etwa 230 Mio. € aus.
Im Ergebnis des Jahres 2012 lag der Personalaufwand mit 981,9 Mio. € wie erwartet leicht über dem des Vorjahres. Bei den Energiekosten bestätigte sich unsere Prognose angesichts eines Anstiegs um 13 % auf 314,1 Mio. €. Die Frachtkosten gingen um etwa 11 % auf 660,7 Mio. € zurück und lagen damit ebenfalls im Rahmen unserer Erwartungen. Die Abschreibungen lagen im Jahr 2012 bei 229,2 Mio. €.
ERGEBNISPROGNOSE
Die im Rahmen des Finanzberichts 2011 vom Vorstand am 2. März 2012 formulierte Ergebnisprognose ging davon aus, dass das operative Ergebnis EBIT I im Geschäftsjahr 2012 (noch inklusive der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts) infolge des unterdurchschnittlichen Auftausalzgeschäftes zu Beginn des Jahres gegenüber 2011 moderat zurückgehen dürfte - diese Aussage hatte auch im Quartalsfinanzbericht Q1/12 Bestand. Im Halbjahresfinanzbericht H1/12 konkretisierten wir die Prognose für die fortgeführten Geschäftstätigkeiten auf eine Bandbreite von 820 bis 900 Mio. € (2011: 906,2 Mio. €). Die im Bezug auf die Umsatzerwartung angeführten Gründe ließen uns im Quartalsfinanzbericht Q3/12 auch hier von einem Wert am unteren Ende der Spanne, d.h. von etwa 820 Mio. €, ausgehen. Schlussendlich erreichte das operative Ergebnis im Gesamtjahr 2012 808,5 Mio. € und lag damit aufgrund des einmaligen Aufwands aus der Veräußerung von zwei weiteren Schiffen der chilenischen Reederei EMPREMAR (Q4/12: -7,9 Mio. €) sowie eines gegenüber den Annahmen schwächeren Auftausalzgeschäfts im vierten Quartal leicht unter dem von uns im Quartalsbericht Q3/12 prognostizierten Wert.
INVESTITIONSPROGNOSE
Im Finanzbericht 2011 rechneten wir für das Jahr 2012 noch mit Investitionen von gut 600 Mio. € (davon Legacy Projekt: 170 Mio. €) - diese Aussage hatte sowohl im Quartalsbericht Q1/12 als auch im Halbjahresfinanzbericht H1/12 Bestand. Im Quartalsfinanzbericht Q3/12 haben wir diese Prognose aufgrund von zeitlichen Verschiebungen bei der Realisierung des Maßnahmenpakets für den Gewässerschutz sowie beim Bau der Salzwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra auf etwa 520 Mio. € (davon Legacy Projekt: 160 Mio. €) reduziert. Schlussendlich betrug das Investitionsvolumen im Gesamtjahr 2012 465,5 Mio. € (davon Legacy Projekt: 142,8 Mio. €) und lag damit insbesondere aufgrund von weiteren Verzögerungen unter dem zuletzt prognostizierten Wert. /TAB: 4.6.2
SOLL-/IST-VERGLEICH 2012
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| Prognose Finanzbericht 2011 1 | Prognose Q1/12 1 | Prognose H1/12 | Prognose Q3/12 | Ist 2012 | Ist 2011 | % | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| K+S GRUPPE | ||||||||
| Umsatz | Mrd.€ | stabil | stabil | 3,9 bis 4,2 | gut 3,9 | 3,9 | 4,0 | -1,5 |
| EBITDA | Mio.€ | moderater Rückgang | moderater Rückgang | 1.050 bis 1.130 | rund 1.050 | 1.037,7 | 1.146,0 | -9,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | Mio.€ | moderater Rückgang | moderater Rückgang | 820 bis 900 | rund 820 | 808,5 | 906,2 | -10,8 |
| Finanzergebnis | Mio.€ | stabil | stabil | spürbarer Rückgang | deutlicher Rückgang | -79,6 | -64,2 | -24,0 |
| Konzernsteuerquote, bereinigt2 | % | 27-28 | 27-28 | 27-28 | 27-28 | 25,8 | 25,7 | - |
| Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt2 | Mio.€ | moderater Rückgang | moderater Rückgang | 540 bis 600 | rund 530 | 540,8 | 625,6 | -13,6 |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt2 | € | moderater Rückgang | moderater Rückgang | 2,85 bis 3,15 | rund 2,75 | 2,83 | 3,27 | -13,6 |
| Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt2 ,3 | Mio.€ | moderater Rückgang | moderater Rückgang | 630 bis 690 | rund 630 | 639,7 | 581,8 | + 10,0 |
| Ergebnis je Aktie, bereinigt2 ,3 | € | moderater Rückgang | moderater Rückgang | 3,30 bis 3,60 | rund 3,30 | 3,34 | 3,04 | + 9,9 |
| Dividende | € | mindestens stabil | mindestens stabil | Chance auf Anstieg | Chance auf Anstieg | 1,40 | 1,30 | + 7,7 |
| Investitionen4 | Mio.€ | gut 600 | gut 600 | gut 600 | etwa 520 | 465,5 | 293,1 | + 58,8 |
| Abschreibungen4 | Mio.€ | 240 | 230 | 230 | 230 | 229,2 | 239,8 | -4,5 |
| Energiekosten | Mio.€ | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | deutlicher Anstieg | 314,1 | 277,0 | + 13,4 |
| Personalaufwand | Mio.€ | leichter Anstieg | stabil | leichter Anstieg | leichter Anstieg | 981,9 | 962,0 | + 2,1 |
| Frachtkosten | Mio.€ | moderater Rückgang | moderater Rückgang | moderater Rückgang | spürbarer Rückgang | 660,7 | 742,1 | -11,0 |
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | ||||||||
| Absatzmenge | Mio.t | auf dem Niveau des Jahres 2011 | auf dem Niveau des Jahres 2011 | auf dem Niveau des Jahres 2011 | 6,9 | 6,95 | 6,94 | + 0,1 |
| Geschäftsbereich Salz | ||||||||
| Absatzmenge Festsalz | Mio.t | gut 19 | weniger als 19 | 18 bis 19 | 18 bis 19 | 17,56 | 22,73 | -22,7 |
| -davon Auftausalz | Mio.t | rund 10 | weniger als 10 | gut 9 | gut 9 | 8,33 | 13,31 | -37,4 |
1 Prognose enthält noch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts.
2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert. Ebenso werden darauf entfallene Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2012: 28,5% (2011: 28,4%),
3 Ergebnis aus fortgeführter und nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit.
4 Investitionen in bzw. Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.
4.7 ERTRAGSLAGE
Die Beschreibung der Ertragslage bezieht sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Das COMPO-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung am 20. Juni 2011 seit der Berichterstattung über das zweite Quartal 2011 gemäß IFRS 5 als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Am 2. Juli 2012 erfolgte die Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts. Infolgedessen wird das NITROGEN-Geschäft seit dem zweiten Quartal 2012 gemäß IFRS ebenfalls als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnungen des jeweiligen Vorjahres wurden entsprechend angepasst.
UMSATZ ERREICHT MIT 3,9 MRD. € ANNÄHERND DEN WERT DES VORJAHRES
Im Geschäftsjahr 2012 erreichte der Umsatz mit 3.935,3 Mio.€ annähernd den Wert des Vorjahres (3.996,8 Mio. €). Unterjährig lässt sich an den Quartalsumsätzen in der Regel eine gewisse Saisonalität erkennen; so fallen das erste und das vierte Quartal tendenziell stärker, das zweite und dritte Quartal etwas schwächer aus. Bei einer mengenmäßigen Betrachtung profitiert das erste Quartal im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte üblicherweise von der einsetzenden Frühjahrsdüngung in Europa. Das Auftausalzgeschäft konzentriert sich in der Regel auf das erste und vierte Quartal eines Jahres, während im zweiten und dritten Quartal Voreinlagerungen zu in der Regel günstigeren Preisen stattfinden. Im Jahr 2012 kam es im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zu Verschiebungen in das zweite Quartal, da es zu Beginn des Jahres noch zu einer vorsichtigen Voreinlagerung von Düngemitteln gekommen war. Darüber hinaus konnte im ersten und vierten Quartal 2012 vor dem Hintergrund der milden und trockenen Witterungsverhältnisse weniger Auftausalz abgesetzt werden. / TAB: 4.7.2
/ EINE DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER UMSÄTZE DER EINZELNEN SEGMENTE finden Sie auf Seite 107.
ABWEICHUNGSANALYSE
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| in % | 2012 |
|---|---|
| Umsatzveränderung | -1,5 |
| - mengen-/strukturbedingt | -0,8 |
| - preis-/preisstellungsbedingt | + 2,5 |
| - währungsbedingt | + 3,8 |
| - konsolidierungsbedingt | + 0,2 |
UMSATZ NACH BEREICHEN
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| in Mio. € | Q1/12 | Q2/12 | Q3/12 | Q4/12 | 2012 | 2011 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 581,9 | 669,5 | 560,5 | 478,7 | 2.290,6 | 2.133,6 | + 7,4 |
| Geschäftsbereich Salz | 458,5 | 287,7 | 318,5 | 420,1 | 1.484,8 | 1.710,1 | -13,2 |
| Ergänzende Aktivitäten | 39,1 | 38,1 | 36,4 | 40,1 | 153,7 | 150,4 | + 2,2 |
| Überleitung | 1,1 | 1,2 | 1,2 | 2,7 | 6,2 | 2,7 | + 129,6 |
| K+S GRUPPE | 1.080,6 | 996,5 | 916,6 | 941,6 | 3.935,3 | 3.996,8 | -1,5 |
| Anteil am Gesamtumsatz (%) | 27,5 | 25,3 | 23,3 | 23,9 | 100,0 | - | - |
Im Jahr 2012 konnten negative Mengeneffekte durch positive Währungs- sowie Preiseffekte annähernd ausgeglichen werden. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte erzielte vor allem aufgrund höherer Durchschnittserlöse sowie einer positiven Entwicklung der Wechselkurse einen Umsatzzuwachs. Im Geschäftsbereich Salz fiel der Umsatz insbesondere aufgrund der milden und trockenen Witterungsverhältnisse spürbar, nachdem das Vorjahr von einem überdurchschnittlichen Winter begünstigt war. / TAB: 4.7.1
/ DETAILLIERTE AUFSTELLUNGEN DER DURCHSCHNITTSPREISE UND ABSÄTZE finden Sie in den Tabellen 4.10.3 und 4.10.6.
Mit 58% war der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte der umsatzstärkste Geschäftsbereich der K+S GRUPPE, gefolgt vom Geschäftsbereich Salz und den Ergänzenden Aktivitäten. / ABB: 4.7.1
In Europa erzielten wir einen Umsatz von 1,6 Mrd. € (-6%). Damit entfielen 42% des Gesamtumsatzes auf diese Region. Nordamerika erreichte einen Umsatzanteil von 26 % und Südamerika von 17 %. Auf Asien entfielen 12 % des Gesamtumsatzes. /ABB: 4.7.2
UMSATZ NACH BEREICHEN

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| in % | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 58,3 | 53,4 |
| 2 Geschäftsbereich Salz | 37,8 | 42,8 |
| 3 Ergänzende Aktivitäten | 3,9 | 3,8 |
UMSATZ NACH REGIONEN

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| in % | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1 Europa | 41,9 | 43,7 |
| -davon Deutschland | 14,8 | 15,8 |
| 2 Nordamerika | 25,9 | 29,0 |
| 3 Südamerika | 17,2 | 13,7 |
| 4 Asien | 12,0 | 10,6 |
| 5 Afrika, Ozeanien | 3,0 | 3,0 |
AKTUELLE UND KÜNFTIGE AUFTRAGSENTWICKLUNG
Für den Großteil des Geschäfts der K+S GRUPPE bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise.
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist der Anteil des Auftragsbestands im Verhältnis zum Umsatz mit weniger als 10 % am Jahresende gering; dies ist branchenüblich. Das Geschäft ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt.
Im Geschäftsbereich Salz werden Auftausalzverträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir jeweils im zweiten und dritten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, aber zu einem gewissen Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Da die tatsächlichen Volumina allerdings von der winterlichen Witterung abhängen und daher im Vorhinein unsicher sind, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt auch für Vereinbarungen mit Mindestabnahmeverpflichtungen seitens unserer Kunden, da diese i.d.R. bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können.
Ein Ausweis des Auftragsbestands der K+S GRUPPE ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragskraft nicht aussagekräftig.
ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTEN
Zu den wichtigsten Kostenarten im Einzelnen: Der Personalaufwand der K+S GRUPPE betrug etwa 25% des Umsatzes und ist gegenüber dem Vorjahr um 2% auf 981,9 Mio. € gestiegen; die Personalkosten ohne Rückstellungseffekte erhöhten sich im Vergleich zum Jahr 2011 ebenfalls um 2% auf 994,2 Mio. €. Höheren Kosten aus Tariferhöhungen, einem wechselkursbedingten Kostenanstieg sowie gestiegenen Personalkosten aufgrund einer höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stand eine niedrigere Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung gegenüber. Die Frachtkosten betrugen etwa 15% vom Umsatz und gingen insbesondere mengenbedingt um etwa 11% auf 660,7 Mio. € zurück. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (Materialkosten), gemessen am Umsatz etwa 10 %, gingen um etwa 4% auf 373,9 Mio. € zurück. Die Energiekosten, etwa 10 % des Umsatzes, erhöhten sich wie erwartet im Wesentlichen preisbedingt um 13 % auf 314,1 Mio. €.
ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHR
ERGEBNIS VOR ZINSEN, STEUERN UND ABSCHREIBUNGEN (EBITDA) GESUNKEN
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging im Berichtsjahr um knapp 10 % auf 1.037,7 Mio. € (2011: 1.146,0 Mio. €) zurück. Der starke Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Salz konnte durch den leichten Ergebnisanstieg im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte nicht ausgeglichen werden. Die EBITDA-Marge erreichte mit 26,4% dennoch ein hohes Niveau (2011: 28,7%). Da das EBITDA nicht von Abschreibungen auf im Rahmen von Kaufpreisallokationen vorgenommene Wertansätze beeinflusst wird und diese sich nach der Akquisition von MORTON SALT deutlich erhöht haben, kommt dem EBITDA zur Beurteilung der operativen Ertragskraft mittlerweile eine höhere Bedeutung zu.
/TAB: 4.7.3 / ABB: 4.7.3
EBITDA NACH BEREICHEN
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| in Mio. € | Q1/12 | Q2/12 | Q3/12 | Q4/12 | 2012 | 2011 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 231,4 | 263,7 | 182,4 | 192,7 | 870,2 | 833,8 | + 4,4 |
| Geschäftsbereich Salz | 74,4 | 18,0 | 35,1 | 52,8 | 180,3 | 337,9 | -46,6 |
| Ergänzende Aktivitäten | 8,5 | 8,3 | 7,7 | 3,8 | 28,3 | 29,0 | -2,4 |
| Überleitung1 | -10,1 | -14,2 | -11,4 | -5,4 | -41,1 | -54,7 | + 24,9 |
| K+S GRUPPE | 304,2 | 275,8 | 213,8 | 243,9 | 1.037,7 | 1.146,0 | -9,5 |
| Anteil am Gesamt-EBITDA (%) | 29,3 | 26,6 | 20,6 | 23,5 | 100,0 | - | - |
1 Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und ergänzenden Aktivitäten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" dargestellt.
EBITDA-MARGE

OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I ERREICHT 808,5 MIO. €
Die Steuerungsgröße der K+S GRUPPE, das operative Ergebnis EBIT I, ging im Jahr 2012 um 97,7 Mio. € bzw. 11 % auf 808,5 Mio. € zurück (2011: 906,2 Mio. €). Darin sind Abschreibungen in Höhe von 229,2 Mio. € berücksichtigt, diese haben sich gegenüber dem Vorjahr um 10,6 Mio. € verringert. Die EBIT-Marge erreichte mit 20,5% einen sehr guten Wert.
/ EINE DEFINITION DES EBIT I UND EINE ERLÄUTERUNG DES BEGRIFFS KAUFPREISALLOKATION finden Sie im Glossar auf Seite 220.
Das operative Ergebnis wurde insbesondere durch die folgenden Effekte beeinflusst: Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte konnte sein Ergebnis vor allem aufgrund höherer Durchschnittserlöse steigern. Das Ergebnis des Geschäftsbereichs Salz ging im Vergleich zum Vorjahr stark zurück, da das Auftausalzgeschäft aufgrund der trockenen und milden Witterung unterdurchschnittlich verlief, nachdem das Vorjahr von einem überdurchschnittlichen Winter begünstigt war. Die Ergänzenden Aktivitäten konnten ihr Ergebnis um 3,2 Mio. € steigern. Der Saldo der Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und ergänzenden Aktivitäten nicht zuzuordnen sind (Überleitung), verbesserte sich im Berichtsjahr insbesondere aufgrund einer geringeren erfolgsabhängigen Vergütung für Vorstand und Mitarbeiter auf -48,9 Mio. € (2011: -62,6 Mio. €). Die beim Umsatz beschriebene Saisonalität zeigte sich auch beim Ergebnis. /TAB: 4.7.4 /ABB: 4.7.4
/ EINE DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER ERGEBNISSE DER EINZELNEN SEGMENTE finden Sie auf Seite 107.
EBIT I NACH BEREICHEN
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| in Mio. € | Q1/12 | Q2/12 | Q3/12 | Q4/12 | 2012 | 2011 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 208,5 | 240,7 | 158,8 | 165,9 | 773,9 | 739,5 | + 4,7 |
| Geschäftsbereich Salz | 45,5 | -11,4 | 5,1 | 23,2 | 62,4 | 211,4 | -70,5 |
| Ergänzende Aktivitäten | 6,9 | 6,7 | 6,0 | 1,5 | 21,1 | 17,9 | + 17,9 |
| Überleitung1 | -12,1 | -16,2 | -13,2 | -7,4 | -48,9 | -62,6 | + 21,9 |
| K+S GRUPPE | 248,8 | 219,8 | 156,7 | 183,2 | 808,5 | 906,2 | -10,8 |
| Anteil am Gesamt-EBIT I (%) | 30,8 | 27,2 | 19,4 | 22,7 | 100,0 | - | - |
1 Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und ergänzenden Aktivitäten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" dargestellt.
EBIT-MARGE

ERGEBNIS NACH OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN EBIT II ERREICHT 846,5 MIO. €
Das Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften EBIT II erreichte im Berichtsjahr 846,5 Mio. €, nach 882,8 Mio. € im Vorjahr. Verglichen mit dem EBIT I war das EBIT II wegen des im Vergleich zum "worst case" schwächeren US-Dollars durch Ergebniseffekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften in Höhe von 38,0 Mio. € begünstigt (2011: -23,4 Mio. €). Davon entfielen +9,5 Mio. € (2011: -25,2 Mio. €) auf die Bewertung der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte und + 28,5 Mio. € (2011: + 1,8 Mio. €) auf die Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen.
/ EINE DEFINITION DES EBIT II finden Sie im Ciossarauf Seite 220.
ENTWICKLUNG ÜBRIGER WESENTLICHER POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
BRUTTOMARGE MIT 45% AUF DEM HOHEN NIVEAU DES VORJAHRS
Beim Umsatz konnten im Jahr 2012 negative Mengeneffekte durch positive Preis- und Währungseffekte annähernd ausgeglichen werden. Bei den Herstellungskosten standen mengenbedingten Einsparungen im Geschäftsbereich Salz preisbedingte Kostensteigerungen gegenüber. Insgesamt blieb die Bruttomarge mit 45 % stabil.
VERTRIEBSKOSTEN LEICHT GESUNKEN
Die Vertriebskosten der K+S GRUPPE betrugen im Berichtsjahr 734,2 Mio. € (2011: 742,4 Mio. €); davon entfielen über die Hälfte auf Frachten. Die übrigen Kosten für Vertriebspersonal, Vermarktung und Supply-Chain-Management gingen moderat zurück. Darin ist ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag für Werbung in Form von Anzeigen, Broschüren, TV- und Radiospots, Messen, Produkteinführungen etc. enthalten. Der Großteil dieser Kosten entsteht im Geschäftsbereich Salz.
ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN ANGESTIEGEN
Im Jahr 2012 stiegen die allgemeinen Verwaltungskosten um 18,5 Mio. € bzw. 10 % auf 196,8 Mio. €. Ein großer Teil dieses Anstiegs fiel für den Aufbau der Aktivitäten der K+S POTASH CANADA GP sowie für Aufwendungen im Rahmen der IT-Umstellung bei MORTON SALT an. Der Anteil der Verwaltungskosten am Umsatz lag mit 5,0 % etwas über dem Niveau des Vorjahres (4,5%).
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE ÜBERTREFFEN AUFWENDUNGEN
Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen belief sich im Jahr 2012 auf +10,2 Mio. € nach +5,0 Mio. € im Vorjahres Zeitraum. Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus einer Neueinschätzung der Risiken aus Forderungsbewertung.
BETEILIGUNGSERGEBNIS BEI 5,2 MIO. €
Das Beteiligungsergebnis lag im Jahr 2012 mit 5,2 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (2011: 9,6 Mio. €); dies ist auf niedrigere Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen zurückzuführen, nachdem das Vorjahr durch einen einmaligen Ertrag aus der Veräußerung einer Beteiligung von MORTON SALT begünstigt war.
FINANZERGEBNIS SCHWÄCHER ALS IM VORJAHR
Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Zinsergebnis und dem sonstigen Finanzergebnis zusammen. Das Zinsergebnis ging im Jahr 2012 auf -85,5 Mio. € (2011: -65,2 Mio. €) zurück. Hier schlug sich vor allem ein nicht zahlungswirksamer, außerplanmäßiger Zinsaufwand (18,0 Mio. €), im Wesentlichen für bergbauliche Rückstellungen, nieder. Grund dafür war die notwendige Herabsetzung des durchschnittlich gewichteten Diskontierungsfaktors für die bergbaulichen Rückstellungen der K+S GRUPPE von 4,7 % auf 4,3% infolge des im Jahr 2012 deutlich gesunkenen langfristigen Zinsniveaus. Im Finanzergebnis wird neben dem Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen (2012: -7,5 Mio. €; 2011: -5,2 Mio. €) auch der Zinsaufwand für sonstige langfristige Rückstellungen, im Wesentlichen Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (2012: -38,9 Mio. €; 2011: -21,9 Mio. €), ausgewiesen; beide sind nicht zahlungswirksam. Insgesamt betrug das Finanzergebnis -79,6 Mio. € nach -64,2 Mio. € im Vorjahr.
(BEREINIGTES) ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN GESUNKEN
Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr 766,9 Mio. € (2011: 818,6 Mio. €). Bereinigt man die Effekte aus den Marktwertschwankungen der operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte (+ 38,0 Mio. €), gelangt man zu einem bereinigten Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 728,9 Mio. €. Diese Kenngröße ist gegenüber dem Vorjahreswert um 113,1 Mio. € bzw. 13 % zurückgegangen.
(BEREINIGTES) KONZERNERGEBNIS AUS FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ZURÜCKGEGANGEN
Das Konzernergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei 568,o Mio. € (2011: 608,8 Mio. €). Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 28,5% (Vorjahr: 28,4%) zugrunde gelegt. Im Jahr 2012 fiel ein Steueraufwand von insgesamt 198,4 Mio. € (2011: 209,3 Mio. €) an; dieser beinhaltet einen latenten und damit nicht zahlungswirksamen Steuerertrag von 32,6 Mio. € (2011: latenter Steuerertrag 5,3 Mio. €).
Zur besseren Vergleichbarkeit weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert. Des Weiteren werden auch die aus der Bereinigung resultierenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern eliminiert. Die Ermittlung des bereinigten Konzernergebnisses wird in Tabelle 4.7.5 dargestellt.
/TAB: 4.7.5
Das bereinigte Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit ging um 84,8 Mio. € bzw. 14% auf 540,8 Mio. € zurück (2011: 625,6 Mio. €). Die wesentliche Ursache hierfür war das rückläufige operative Ergebnis. Die bereinigte Konzernsteuerquote betrug im Berichtsjahr 25,8 % nach 25,7% im Vorjahr; höhere Ertragsteuerzahlungen konnten durch einen im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen latenten Steuerertrag mehr als ausgeglichen werden.
Die Umsatzrendite erreichte mit 13,7 % auch im Vergleich zu den Vorjahren ein attraktives Niveau. / ABB: 4.7.5
HERLEITUNG DES BEREINIGTEN KONZERNERGEBNISSES AUS FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
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| in Mio. € | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit | 568,0 | 608,8 |
| Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte | -9,5 | + 25,2 |
| Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | -28,5 | -1,8 |
| Eliminierung daraus resultierender latenter bzw. zahlungswirksamer Steuern | 10,8 | -6,6 |
| Bereinigtes Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit | 540,8 | 625,6 |
UMSATZRENDITE

(BEREINIGTES) ERGEBNIS JE AKTIE AUS FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ERREICHT 2,83 € (2011: 3,27 €)
Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit erreichte im Berichtsjahr 2,97 €. Es hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 3,18 € um 7% reduziert. Bereinigt um die Effekte aus den Marktwertschwankungen der operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte betrug das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr 2,83 €, dies ist ein Rückgang um 13 % (2011: 3,27 €). Für die aktuelle Berechnung wurde eine durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien von 191,40 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt (Vorjahr: 191,33 Mio. Stückaktien).
Zum 31. Dezember 2012 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende auf 191,40 Mio. Stückaktien.
Das unverwässerte, bereinigte Ergebnis je Aktie ist der Quotient aus dem bereinigten Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien. Da bei K+S derzeit keine der Bedingungen erfüllt ist, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnte, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie. / TAB: 4.7.6
KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIE
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| in Mio. € | Q1/12 | Q2/12 | Q3/12 | Q4/12 | 2012 | 2011 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit | 187,1 | 128,6 | 114,2 | 138,1 | 568,0 | 608,8 | -6,7 |
| Konzernergebnis1 | 212,2 | 138,1 | 180,2 | 137,1 | 667,6 | 564,3 | + 18,3 |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit (€) | 0,98 | 0,67 | 0,60 | 0,72 | 2,97 | 3,18 | -6,6 |
| Ergebnis je Aktie (€)1 | 1,11 | 0,72 | 0,94 | 0,72 | 3,49 | 2,95 | + 18,3 |
| Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,40 | 191,33 | - |
| Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt2 | 169,1 | 141,2 | 98,9 | 131,6 | 540,8 | 625,6 | -13,6 |
| Konzernergebnis, bereinigt1 ,2 | 193,4 | 150,8 | 164,9 | 130,6 | 639,7 | 581,8 | + 10,0 |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt (€)2 | 0,88 | 0,74 | 0,52 | 0,69 | 2,83 | 3,27 | -13,5 |
| Ergebnis je Aktie, bereinigt (€)1 ,2 | 1,01 | 0,79 | 0,86 | 0,68 | 3,34 | 3,04 | + 9,9 |
1 Ergebnis aus fortgeführter und nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit.
2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT l enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 182). Ebenso werden darauf entfallene Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2012: 28,5% (2011: 28,4%).
BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE
Das Konzernergebnis (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) erreichte 667,6 Mio. € (2011: 564,3 Mio. €). Das bereinigte Konzernergebnis lag bei 639,7 Mio. € (2011: 581,8 Mio. €). Auf die darin enthaltenen, nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts entfielen 98,9 Mio. €.
Das Ergebnis je Aktie (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) erreichte 3,49 € (2011: 2,95 €), das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 3,34 € (2011: 3,04 €). Auf die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts entfielen davon 0,51 €.
/ DETAILLIERTE ANGABEN ZUR VERÄUSSERUNG DES NITROGEN-GESCHÄFTS finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 168.
KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGE
MARGENKENNZAHLEN
Die Margenkennzahlen haben sich aufgrund des bereits beschriebenen Ergebnisrückgangs gegenüber dem Vorjahr leicht verschlechtert. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 1.037,7 Mio. € führte zu einer EBITDA-Marge von 26,4% (2011: 28,7%), die EBIT-Marge erreichte 20,5% nach 22,7% im Jahr 2011. Die Umsatzrendite betrug 13,7 % (2011: 15,7 %).
/ DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN finden Sie im Kapitel ,Weitere Informationen' auf Seite 219.
RENDITEKENNZAHLEN
Auch die Renditekennziffern gingen aufgrund des schwächeren Ergebnisbeitrags leicht zurück: Unsere Eigenkapitalrendite nach Steuern erreichte im Berichtsjahr 19,4% (2011: 20,2%) und die Gesamtkapitalrendite 16,1% (2011: 16,4%). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital, der ROSE, ging vor dem Hintergrund eines gestiegenen Sachanlagevermögens, insbesondere aufgrund der höheren Investitionen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, etwas stärker zurück und betrug im Berichtsjahr 20,0% nach 25,2% im Vorjahreszeitraum. Er liegt damit deutlich über unseren Kapitalkosten von 8,7% vor Steuern, d.h., die K+S GRUPPE hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder einen beachtlichen Value Added von 456,8 Mio. € geschaffen. / TAB: 4.7.7
/ EINE DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER FINANZIELLEN STEUERUNGSKENNZAHLEN finden Sie auf den Seiten 99.
MEHRPERIODENÜBERSICHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN1
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| Kennzahlen in % |
2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bruttomarge | 45,1 | 45,4 | 38,1 | 34,4 | 46,8 |
| EBITDA-Marge | 26,4 | 28,7 | 20,6 | 11,5 | 31,0 |
| EBIT-Marge | 20,5 | 22,7 | 15,4 | 6,7 | 28,0 |
| Umsatzrendite2 | 13,7 | 15,7 | 9,8 | 2,6 | 20,4 |
| Eigenkapitalrendite nach Steuern2 ,3 | 19,4 | 20,2 | 18,7 | 8,4 | 68,6 |
| Gesamtkapitalrendite2 ,3 | 16,1 | 16,4 | 14,7 | 6,9 | 44,9 |
| Return on Capital Employed (ROCE) | 20,0 | 25,2 | 22,0 | 9,3 | 64,0 |
| Gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern | 8,7 | 8,6 | 9,5 | 9,9 | 10,4 |
| Value Added (Mio. €) | 456,8 | 597,3 | 406,1 | -16,2 | 1.124,5 |
1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 und 2009 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiter des COMPO-Geschäfts und in den Jahren 2008 bis 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 182). Ebenso werden darauf entfallene Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2012: 28,5% (2011:28,4%).
3 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN
Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE ergibt sich als Summe des Verzinsungsanspruchs der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert.
Der Verzinsungsanspruch der Eigenkapitalgeber ergibt sich aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie. Als risikoloser Zinssatz wurde der Mittelwert der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von einem bis 30 Jahren herangezogen; Ende 2012 lag dieser bei 2,2% (Vorjahr: 2,4%). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 5,5 % (entsprechend einer Empfehlung des Instituts der deutschen Wirtschaftsprüfer (IDW) ; Vorjahr: 4,5 %) sowie mit dem für K+S gültigen Betafaktor in Höhe von 1,04 (Vorjahr: 1,04) gegenüber dem Vergleichsindex MSCI EUROPE ermittelt. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 7,9% (Vorjahr: 7,1 %). Der Marktwert des Eigenkapitals betrug zum 31. Dezember 2012, dem Zeitpunkt der Werthaltigkeitstests, rund 6,7 Mrd. € (Vorjahr: 6,7 Mrd. €) und errechnet sich aus dem Kurs der K+S-Aktie an diesem Stichtag (35,00 €) multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien (191,40 Mio. Stück).
Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern liegt bei 2,7 % (Vorjahr: 4,0 %) und ergibt sich aus dem gewichteten Durchschnitt der Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten von K+S sowie der Verzinsung der Pensions- und der bergbaulichen Rückstellungen. Nach Berücksichtigung der bereinigten Konzernsteuerquote von 25,8 % folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 2,0 % (Vorjahr: 3,0 %).
Zum 31. Dezember 2012 belief sich das verzinsliche Fremdkapital auf rund 2,2 Mrd. €; es summierte sich aus dem Marktwert der Finanzverbindlichkeiten sowie den Barwerten der Pensionsrückstellungen und der bergbaulichen Rückstellungen. Das Gesamtkapital betrug demnach rund 8,9 Mrd. €, hiervon entfielen rund 75 % auf das zu Marktpreisen bewertete Eigenkapital.
In Summe resultiert hieraus ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE von rund 6,4% (Vorjahr: 6,3%) nach Steuern und ein entsprechender Kapitalkostensatz vor Steuern in Höhe von 8,7 % (Vorjahr: 8,6 %). Hieraus ergeben sich auf Basis einer durchschnittlichen Kapitalbindung von 5.121,3 Mio. € (davon operativ gebunden: 4.042,9 Mio. €) für das Jahr 2012 Kapitalkosten in Höhe von 327,8 Mio. €.
4.8 FINANZLAGE
Die Beschreibung der Finanzlage bezieht sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Das COMPO-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung am 20. Juni 2011 seit der Berichterstattung über das zweite Quartal 2011 gemäß IFRS 5 als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Am 2. Juli 2012 erfolgte die Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts. Infolgedessen wird das NITROGEN-Geschäft seit dem zweiten Quartal 2012 gemäß IFRS ebenfalls als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Kapitalflussrechnung des Vorjahres wurden entsprechend angepasst, die Bilanz wurde nicht angepasst.
GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS DER K+S GRUPPE
FINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERT
Zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE gehört es,
| ― | die Liquidität zu sichern und gruppenweit effizient zu steuern, |
| ― | die Finanzierungsfähigkeit des Konzerns zu erhalten und zu optimieren sowie |
| ― | finanzielle Risiken auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten zu reduzieren. |
Im Cashmanagement konzentrieren wir uns auf die Steuerung unserer Liquidität sowie die Optimierung der Zahlungsströme innerhalb des Konzerns. Um die Finanzierungsfähigkeit des Konzerns zu erhalten bzw. die Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu optimieren, streben wir für die K+S GRUPPE nachhaltig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein "Investment Grade" Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Die Steuerung der Kapitalstruktur wird anhand der in Tabelle 4.8.1 dargestellten Kennzahlen vorgenommen. /TAB: 4.8.1
KENNZAHLEN ZUR STEUERUNG DER KAPITALSTRUKTUR
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| Zielkorridor | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung/EBITDA | 1,0 bis 1,5 | 0,7 | 0,5 | 0,8 | 2,4 | 0,4 |
| Nettoverschuldung/Eigenkapital (%) | 50 bis 100 | 21,7 | 19,8 | 27,6 | 64,5 | 33,2 |
| Eigenkapitalquote (%) | 40 bis 50 | 52,4 | 50,9 | 47,6 | 40,1 | 49,5 |
Vor dem Hintergrund des hohen Ergebnisniveaus sowie einer weiterhin geringen Nettoverschuldung konnten die gesetzten Ziele per 31. Dezember 2012 erneut übertroffen werden. Mit Blick auf die bevorstehenden Investitionen in den Ausbau unserer Kalikapazitäten in Kanada (Legacy Projekt) sowie für das Werra-Maßnahmenpaket bildet die solide Kapitalstruktur eine gute Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung der K+S GRUPPE.
Das Währungs- und Zinsmanagement des Konzerns wird zentral für alle Konzerngesellschaften vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen und zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt.
FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEM
Schwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich besonders im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden wesentliche Nettopositionen je Währung mit Hilfe von Derivaten, i.d.R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Dies kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Translationseffekte aus der US-Dollar-Umrechnung treten hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf.
Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften im Rahmen der Transaktionssicherung wird ein "worst case" abgesichert, zugleich aber die Chance eröffnet, für einen Teil der Sicherungsgeschäfte an einer besseren Kursentwicklung teilzuhaben.
Für das Jahr 2012 lag der realisierte Kurs des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte bei 1,32 USD/EUR inkl. Kosten (Vorjahr: 1,35 USD/EUR).Die Sicherungsmaßnahmen führten damit zu einem im Vergleich zum durchschnittlichen USD/EUR-Kassakurs leicht schlechteren Umrechnungskurs nach Prämien. / TAB: 4.8.2
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
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| 2011 | Q1/12 | Q2/12 | Q3/12 | Q4/12 | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| USD/EUR-Umrechnungskurs nach Prämien | 1,35 | 1,34 | 1,31 | 1,30 | 1,35 | 1,32 |
| Durchschnittl. USD/EUR-Kassakurs | 1,39 | 1,31 | 1,28 | 1,25 | 1,30 | 1,28 |
PASSIVA

Für die Errichtung des neuen Kaliwerks in Kanada (Legacy Projekt) werden während der Hauptinvestitionsphase bis zum Jahr 2016 Zahlungen in kanadischen Dollar (CAD) und in US-Dollar getätigt. Für die Investitionen in kanadischen Dollar besteht teilweise ein natürlicher Hedge durch Überschüsse des Salzgeschäfts in Kanada. Die verbleibende CAD-Nettoposition soll ebenfalls durch den Einsatz von Termingeschäften oder Optionen gesichert werden, die einen "worst case" festschreiben, aber die Chance eröffnen, an einem eventuell wieder schwächer werdenden kanadischen Dollar teilhaben zu können. Die Investitionen in US-Dollar werden in die USD-Nettoposition des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte einbezogen; dies führt während der Investitionsphase zu einer Reduzierung des insgesamt zu sichernden US-Dollar-Volumens. In der anschließenden Betriebsphase wird sich das Sicherungsvolumen aufgrund der erwarteten zusätzlichen USD-Umsätze erhöhen.
/ EINE BESCHREIBUNG DES LEGACY PROJEKTS UND DESSEN PHASEN finden Sie im Chancenbericht auf Seite 143.
FINANZIERUNGSANALYSE
Die Finanzierungsanalyse im Jahr 2012 bezieht sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
Gemäß IFRS 5 wurde die Bilanz des Vorjahres nicht angepasst und enthält die Vermögenswerte und Schulden des veräußerten NITROGEN-Geschäfts.
Die K+S GRUPPE verfügt über eine starke finanzielle Basis sowie über ein hohes operatives Ertrags- und Cashflowpotenzial. Aufgrund dessen können wir flexibel auf Investition- und Akquisitionschancen reagieren, wenn sie strategisch passen und unsere Rentabilitätskriterien erfüllen.
Die Finanzierungsstruktur der K+S GRUPPE zeigt sich im Vergleich zum Jahresende 2011 weiter verbessert. Die Finanzierung der K+S GRUPPE erfolgte per 31. Dezember 2012 zu 90 % aus Eigen- und langfristigem Fremdkapital, das sich wiederum aus Anleiheverbindlichkeiten und Rückstellungen zusammensetzt. Es bestehen ferner Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken, die uns bei Bedarf eine zusätzliche Kreditaufnahme ermöglichen.
/ABB: 4.8.1 /TAB: 4.8.3
MEHRPERIODENÜBERSICHT DER FINANZLAGE1
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| in Mio. € | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 3.477,3 | 3.084,6 | 2.651,6 | 2.094,6 | 1.718,3 |
| Eigenkapitalquote (%) | 52,4 | 50,9 | 47,6 | 40,1 | 49,5 |
| Langfristiges Fremdkapital | 2.514,3 | 1.953,6 | 1.919,1 | 2.235,7 | 756,4 |
| - davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 88,8 | 95,3 | 184,8 | 194,3 | 93,1 |
| - davon Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | 706,6 | 580,6 | 528,4 | 419,2 | 378,3 |
| Anteil langfr. Rückstellungen an Bilanzsumme (%) | 14,0 | 13,6 | 15,5 | 16,0 | 16,4 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 647,4 | 1.018,7 | 1.003,0 | 886,8 | 999,1 |
| -davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 289,2 | 613,8 | 511,2 | 346,9 | 465,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.265,8 | 770,6 | 786,6 | 1.266,9 | 266,4 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | -39,4 | -65,1 | 19,3 | 737,8 | 98,6 |
| Nettoverschuldung | 756,0 | 610,8 | 732,5 | 1.351,3 | 570,0 |
| Verschuldungsgrad I (%) | 36,4 | 25,0 | 29,7 | 60,5 | 15,5 |
| Verschuldungsgrad II (%) | 21,7 | 19,8 | 27,6 | 64,5 | 33,2 |
| Working Capital | 1.025,7 | 840,9 | 959,4 | 970,5 | 962,3 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit2 ,3 | 650,6 | 743,4 | 829,1 | 537,1 | 810,1 |
| Freier Cashflow vor Akquisitionen/Devestitionen2 ,3 ,4 | 246,7 | 491,5 | 651,4 | 368,1 | 639,9 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit2 | 243,0 | -261,7 | -439,7 | 1.168,1 | -318,0 |
1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 bis 2010 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des COMPO-Geschäfts und in den Jahren 2008 bis 2011 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
2 Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2010 bis 2012 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
3 Ohne Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von: 2012:-43,4Mio.€, 2011: -110,0 Mio, €, 2010: -2,7 Mio, €, 2009: -2,3 Mio, €, 2008: -7,4 Mio, €.
4 Ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen in Höhe von: 2012: -558,5 Mio, €, 2011: -372,4Mio, €, 2008:+0,0 Mio, €.
EIGENKAPITAL SPÜRBAR ANGESTIEGEN
Das Eigenkapital ist im Wesentlichen ergebnisbedingt von 3.084,6 Mio. € auf 3.477,3 Mio. € gestiegen, die Eigenkapitalquote hat sich von 50,9 auf 52,4 % der Bilanzsumme erhöht.
/ EINE HERLEITUNG DER EIGENKAPITALKOSTEN finden Sie auf Seite 98.
FREMDKAPITALANTEIL AUFGRUND BEGEBUNG EINER ZWEITEN ANLEIHE GESTIEGEN
Das Fremdkapital der K+S GRUPPE stieg im Jahr 2012 von 2.972,3 Mio. € auf 3.161,7 Mio. €. Es bestand zum 31. Dezember 2012 zu etwa 37% aus Rückstellungen, zu rund 40 % aus Finanzverbindlichkeiten, zu rund 9 % aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und zu 11 % aus Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern und latenten Steuern.
Das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 2.514,3 Mio. €; der Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert (1.953,6 Mio. €) ist vorwiegend auf die Begebung einer zweiten Anleihe im Juni 2012 mit einem Volumen von 500 Mio. € zurückzuführen. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals hat sich somit auf 37,9 % der Bilanzsumme erhöht (31.12.2011: 32,3 %).
Das kurzfristige Fremdkapital reduzierte sich von 1.018,7 Mio. € am Ende des Jahres 2011 auf 647,4 Mio. € am 31. Dezember 2012; der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme ging somit von 16,8 % im Vorjahr auf 9,7 % zum 31. Dezember 2012 zurück.
/ WEITERE ANGABEN ZUR VERÄNDERUNG EINZELNER BILANZPOSTEN finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 188.
FINANZVERBINDLICHKEITEN
Finanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2012 in Höhe von 1.265,8 Mio. €; davon waren lediglich 0,9 Mio. € als kurzfristig einzustufen. Der Großteil des langfristigen Fremdkapitals entfällt auf die von uns im September 2009 (Fälligkeit: September 2014; Zinskupon: 5,0% p.a.) sowie im Juni 2012 (Fälligkeit Juni 2022; Zinskupon: 3,0 % p.a.) begebenen Unternehmensanleihen.
/ EINE HERLEITUNG DER FREMDKAPITALKOSTEN finden Sie auf Seite 98; eine Übersicht des Fälligkeitsprofils auf Seite 130.
Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährungen bestehen überwiegend in US-Dollar. Sie beliefen sich zum 31. Dezember 2012 umgerechnet auf lediglich 18,9 Mio. €.
RÜCKSTELLUNGEN
Die wesentlichen langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.
Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen betrugen 706,6 Mio. € nach 580,6 Mio. € im Vorjahr. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf jährliche Aufzinsungen, die Bildung von zusätzlichen Rückstellungen für bergbauliche Risiken sowie die Neubewertungen von bestehenden Rückstellungen zurückzuführen. Etwa 50 Mio. € des Anstiegs beruhen auf einer notwendigen Herabsetzung des durchschnittlich gewichteten Diskontierungsfaktors von 4,7 % auf 4,3 % vor dem Hintergrund des im Jahr 2012 deutlich gesunkenen langfristigen Zinsniveaus. Dies schlug sich in einem nicht zahlungswirksamen, außerplanmäßigen Zinsaufwand (14,2 Mio. €) nieder. Eine Erhöhung des Diskontierungssatzes um einen halben Prozentpunkt würde zu einer Verringerung des zu bilanzierenden Werts um rund 71 Mio. € führen. Umgekehrt hätte eine Senkung des Diskontierungsfaktors um einen halben Prozentpunkt einen Anstieg der bergbaulichen Rückstellungen um rund 95 Mio. € zur Folge. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die dargestellten Veränderungen der Rückstellungen infolge einer Änderung des Diskontierungssatzes nicht zu einer betragsmäßig entsprechenden Ergebnisauswirkung führen. Für einen wesentlichen Teil der bergbaulichen Rückstellungen sind die Anpassungen aufgrund der Änderung von Bewertungsparametern nach den Regelungen des IFRIC 1 durchzuführen. Damit würde sich für die entsprechenden Rückstellungspositionen grundsätzlich eine Bilanzverkürzung bzw. -Verlängerung ergeben. Darüber hinaus können Effekte aus der Anpassung anderer Bewertungsparameter (z.B. Preissteigerungsrate) dem Effekt aus der Änderung des Diskontierungssatzes entgegenwirken.
Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen 88,8 Mio. € nach 95,3 Mio. € im Vorjahr; der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine weitere Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sank zum 31. Dezember 2012 aufgrund eines niedrigeren Marktzinsniveaus auf 3,8% nach 4,8% im Vorjahr. Die Änderung des Marktzinsniveaus hat zwar Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen, wegen der bis einschließlich des Jahres 2012 noch anwendbaren Korridormethode (IAS 19) nicht jedoch unmittelbar auf deren bilanziellen Wertansatz.
/ EINE ERLÄUTERUNG DER AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 180.
BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Nur in vernachlässigbarem Umfang bestehen außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente im Sinne von Forderungsverkäufen, Asset-Backed-Securities, Sale-and-Lease-Back-Transaktionen oder eingegangene Haftungsverhältnisse gegenüber nicht im Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften. Wir nutzen vor allem operatives Leasing zum Beispiel von Fahrzeugen, Lagerkapazitäten und EDV-Zubehör; der Umfang hat keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns.
INVESTITIONSANALYSE
Im Jahr 2012 investierte die K+S GRUPPE 465,5 Mio. €; dies ist ein Anstieg um 172,4 Mio. € bzw. 59 %. Hiervon entfielen 142,8 Mio. € auf Investitionen in die Infrastruktur sowie Bohrungen für das Legacy Projekt in Kanada. Der Anstieg ist außerdem auf die Durchführung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz im hessischthüringischen Kalirevier sowie den Bau der Salzabwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra zurückzuführen. Bei den Investitionsausgaben ist eine gewisse Saisonalität zu erkennen; die Umsetzung der Investitionsvorhaben erfolgt in der Regel überwiegend im dritten und vierten Quartal, da wir die dann stattfindenden Produktionspausen für die Durchführung größerer Investitionsprojekte nutzen. / TAB: 4.8.4
INVESTITIONEN NACH BEREICHEN1
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| in Mio. € | Q1/12 | Q2/12 | Q3/12 | Q4/12 | 2012 | 2011 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 23,9 | 54,1 | 80,8 | 174,1 | 332,9 | 162,1 | + 105,4 |
| Geschäftsbereich Salz | 13,8 | 19,6 | 17,8 | 60,1 | 111,3 | 112,3 | -0,9 |
| Ergänzende Aktivitäten | 0,6 | 1,4 | 1,1 | 3,2 | 6,3 | 4,3 | + 46,5 |
| Übrige Investitionen | 2,9 | 2,6 | 2,8 | 6,7 | 15,0 | 14,4 | + 4,2 |
| K+S GRUPPE | 41,2 | 77,7 | 102,5 | 244,1 | 465,5 | 293,1 | + 58,8 |
| Anteil an den Investitionen (%) | 8,9 | 16,7 | 22,0 | 52,4 | 100,0 | - | - |
1 Investitionen in den fortgeführten Geschäftstätigkeiten in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen in Höhe von 223,1 Mio. €; diese beziehen sich auf noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben aus dem Jahr 2012.
Auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen entfielen 266,6 Mio. € bzw. knapp 60 % der getätigten Investitionen. Die Abschreibungen beliefen sich auf 229,2 Mio. €. /ABB: 4.8.2
INVESTITIONEN IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNGEN UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT1

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 und 2009 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des COMPO-Geschafts und in den Jahren 2008 bis 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
2 Investitionen in bzw. Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Bereinigt um die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 2012:-43,4 Mio, €, 2011: -110,0 Mio, €,2010: -2,7 Mio, €,2009: -2,3 Mio. €,2008: -7,4 Mio, €,
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte investierten wir 332,9 Mio. € und damit 170,8 Mio. € bzw. 105 % mehr als im Vorjahr; davon wurden 142,8 Mio. € in die Infrastruktur sowie Bohrungen für das Legacy Projekt in Kanada, knapp 50 Mio. € für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier und rund 25 Mio. € in den Bau der Salzabwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra investiert. Darüber hinaus standen Projekte zur Steigerung der Rohstoffausbeute im Vordergrund. Knapp die Hälfte der Investitionen entfiel auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
Im Jahr 2012 blieben die Investitionen im Geschäftsbereich Salz mit 111,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr in etwa stabil. Zu wesentlichen Projekten gehörten die Erneuerung einer Siedesalzanlage von MORTON SALT in Hutchinson, USA, die Erweiterung der Siebkapazitäten bei SPL, der Anlagenersatz eines Schiffes bei unserer chilenischen Reederei EMPREMAR und Maßnahmen zur optimalen Nutzung der Schachtkapazitäten am Salzstandort Borth in Deutschland. Etwa zwei Drittel des Investitionsvolumens entfielen auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen.
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
Die Investitionsausgaben der Ergänzenden Aktivitäten betrugen im Berichtsjahr 6,3 Mio. € und haben sich gegenüber dem Vorjahreswert um 2,0 Mio. € erhöht (2011: 4,3 Mio. €). Im Bereich Entsorgung und Recycling wurde am deutschen Standort Bernburg die Erschließung eines weiteren Feldes für die untertägige Verwertung vorangetrieben. Insgesamt entfiel der Großteil der Investitionen auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen.
LIQUIDITÄTSANALYSE
Der Brutto-Cashflow erreichte im Berichtsjahr 813,0 Mio. € und lag damit um 46,o Mio. € bzw. 5 % unter dem Wert des Vorjahres (2011: 859,0 Mio. €). Der Rückgang folgte der Ergebnisentwicklung. Dem geringeren operativen Ergebnis standen niedrigere Ertragsteuerzahlungen gegenüber. /TAB: 4.8.5
CASHFLOWÜBERSICHT1
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| in Mio. € | Q1/12 | Q2/12 | Q3/12 | Q4/12 | 2012 | 2011 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Brutto-Cashflow | 264,5 | 212,2 | 148,4 | 187,9 | 813,0 | 859,0 | -5,4 |
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit2 | 187,1 | 148,6 | 139,3 | 175,6 | 650,6 | 743,4 | -12,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit3 | -54,4 | -74,9 | -93,8 | -185,0 | -408,1 | -494,7 | + 17,5 |
| -davon Akquisitionen/Devestitionen | -4,2 | - | - | - | -4,2 | -242,8 | + 98,3 |
| Freier Cashflow2 ,3 | 132,7 | 73,7 | 45,5 | -9,4 | 242,5 | 248,7 | -2,5 |
| Freier Cashflow vor Akquisitionen/ Devestitionen 2 , 3 | 136,9 | 73,7 | 45,5 | -9,4 | 246,7 | 491,5 | -49,8 |
| Anteil am freien Cashflow (%) | 55,5 | 29,9 | 18,4 | -3,8 | 100,0 | - | - |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 2,9 | 244,4 | -3,5 | -0,8 | 243,0 | -261,7 | - |
| Operative Änderung des Finanzmittelbestands2 ,3 | + 131,1 | + 327,3 | + 40,1 | -13,9 | + 484,6 | -8,6 | - |
1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
2 Ohne Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von: Q1/12: -3,7 Mio. €, Q2/12: -3,2 Mio. €, Q3/12: -3,2 Mio. €, Q4/12: -33,3 Mio. € 2012 -43,4 Mio. €, 2011: -110 0 Mio. £
3 Ohne Erwerbe/Verkaufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen in Höhe von: Ql/12:-39,0 Mio. €, Q2/12:-143,0 Mio. €, Q3/12:-360,3 Mio. €, Q4/12:+3,8 Mio. €, 2012: -558,5 Mio. €, 2011: -372,4 Mio.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (ohne Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen) ging im Vergleich zum Vorjahr um 13 % auf 650,6 Mio. € zurück (2011: 743,4 Mio. €). Das Working Capital entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt: Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte stiegen die Vorräte insbesondere preisbedingt leicht an, nachdem im Vorjahr die vorsichtigere Disposition des Handels im vierten Quartal noch zu einem stärkeren mengenbedingten Anstieg geführt hatte. Im Geschäftsbereich Salz blieben die Lagerbestände weitgehend auf dem hohen Niveau, auf das sie im Vorjahr aufgrund des milden Winters im vierten Quartal 2011 angestiegen waren. Nachdem es im Jahr 2011 zu einem preisbedingt höheren Anstieg der Forderungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gekommen war, fiel die Zunahme im Berichtsjahr geringer aus. Im Geschäftsbereich Salz stiegen die Forderungen an, nachdem im Vorjahr aufgrund des schwachen Auftausalzgeschäfts im vierten Quartal 2011 eine Abnahme zu verzeichnen war. Während die Zunahme der Verbindlichkeiten der K+S GRUPPE annähernd auf dem Niveau des Vorjahres lag, konnte der insgesamt geringere Anstieg der Vorräte eine höhere Zunahme der Forderungen in etwa ausgleichen, sodass die Veränderung des Working Capital im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil blieb.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (ohne Investitionen in Wertpapiere) belief sich im Berichtsjahr auf -408,1 Mio. € und lag damit unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (2011: -494,7 Mio. €). Dem Wegfall der Auszahlungen für den Erwerb von POTASH ONE (2011: - 242,8 Mio. €) standen allerdings gestiegene Auszahlungen für Sachanlagevermögen, insbesondere aufgrund der höheren Investitionen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, gegenüber. Der freie Cashflow (ohne Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen und Investitionen in Wertpapiere) erreichte 242,5 Mio. € (2011: 248,7 Mio. €). Bereinigt um Akquisitionen/Devestitionen ging der freie Cashflow im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 244,8 Mio. € auf 246,7 Mio. € zurück.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr 243,0 Mio. € (2011: -261,7 Mio. €); die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Begebung der zweiten Anleihe (497,1 Mio. €) zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2012 betrug der Nettofinanzmitteibestand 345,0 Mio. € (31.12.2011: 437,3 Mio. €). Dabei ist zu berücksichtigen, dass 870,8 Mio. € in Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen investiert wurden, während 312,3 Mio. € aus der Veräußerung fälliger Wertpapiere und Finanzinvestitionen zuflossen. Es handelt sich dabei um Geldanlagen, im Wesentlichen Terminanlagen und Geldmarktpapiere, die weiterhin als Liquiditätsreserve zur Verfügung stehen.
Die Nettoverschuldung (unter Einbeziehung der langfristigen Rückstellungen für Pensionen und bergbauliche Verpflichtungen in Höhe von 795,4 Mio. €) belief sich am 31. Dezember 2012 auf 756,0 Mio. € (31.12.2011: 610,8 Mio. €).
4.9 VERMÖGENSLAGE
Die Beschreibung der Vermögenslage bezieht sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Die Bilanz des Vorjahres wurde nicht angepasst und enthält die veräußerten Vermögenswerte und Schulden des im Jahr 2012 veräußerten NITROGEN-Geschäfts.
VERMOGENSSTRUKTURANALYSE
Zum 31. Dezember 2012 belief sich die Bilanzsumme der K+S GRUPPE auf 6.639,0 Mio. €. Das Verhältnis langfristiger zu kurzfristigen Vermögenswerten beträgt 63:37 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr erneut etwas zugunsten langfristiger Vermögenswerte verschoben.
/ABB: 4.9.1 / TAB: 4.9.1
AKTIVA

MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGE1
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| in Mio. € | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen, immaterielles Vermögen | 3.528,2 | 3.247,9 | 2.803,3 | 2.658,0 | 1.423,5 |
| Finanzanlagen, langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 515,4 | 74,4 | 24,1 | 22,4 | 22,3 |
| Vorräte | 687,9 | 730,0 | 740,2 | 680,4 | 684,6 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 770,3 | 928,8 | 949,8 | 849,6 | 901,5 |
| Flüssige Mittel, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 786,8 | 757,8 | 748,4 | 529,1 | 167,8 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | -39,4 | -65,1 | 19,3 | 737,8 | 98,6 |
| Nettoverschuldung | 756,0 | 610,8 | 732,5 | 1.351,3 | 570,0 |
| Anlagendeckungsgrad I (%) | 98,1 | 94,5 | 93,8 | 78,2 | 119,9 |
| Anlagendeckungsgrad II (%) | 169,1 | 154,4 | 161,8 | 161,7 | 171,9 |
| Liquiditätsgrad I (%) | 121,5 | 74,4 | 74,6 | 59,7 | 16,7 |
| Liquiditätsgrad II (%) | 266,2 | 180,3 | 186,7 | 172,6 | 121,7 |
| Liquiditätsgrad III (%) | 378,1 | 256,1 | 262,9 | 252,7 | 192,8 |
1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 bis 2010 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des COMPO-Geschäfts und in den Jahren 2008 bis 2011 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
Das Sachanlagevermögen erhöhte sich auf 2.527,4 Mio. € (31.12.2011: 2.227,0 Mio. €). Dies ist insbesondere auf Investitionen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zurückzuführen; die Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts wirkte sich aufgrund seines geringen Sachanlagevermögens nicht maßgeblich aus. Finanzanlagen sowie langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen stiegen auf 515,4 Mio. € (31.12.2011: 74,4 Mio. €), da die Mittel aus der Begebung der zweiten Anleihe vorübergehend in Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen angelegt wurden. Infolge der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts verringerten sich die Vorräte leicht auf 687,9 Mio. € (31.12.2011: 730,0 Mio. €); die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen aus dem gleichen Grund auf 770,3 Mio. € zurück (31.12.2011: 928,8 Mio. €). Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen stiegen auf 435,0 Mio. € an (31.12.2011: 315,0 Mio. €); dabei handelt es sich um Geldanlagen, im Wesentlichen Terminanlagen und Geldmarktpapiere mit Laufzeiten zwischen drei und zwölf Monaten, die weiterhin als Liquiditätsreserve zur Verfügung stehen. Einschließlich des Barmittelzuflusses aus der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts belief sich der Bestand an flüssigen Mitteln Ende des Jahres auf 351,8 Mio. € (31.12.2011: 442,8 Mio. €). Addiert man die beschriebene Geldanlage in kurzfristige Wertpapiere von 435,0 Mio. €, hat sich der Bestand an flüssigen Mitteln im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht.
Unter Einbeziehung der flüssigen Mittel (351,8 Mio. €), der lang- und kurzfristigen Wertpapiere und sonstigen Finanzinvestitionen (934,5 Mio. €), der langfristigen Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen und Pensionen (706,6 Mio. € bzw. 88,8 Mio. €) sowie der Finanzverbindlichkeiten (1.265,8 Mio. €) und unter Berücksichtigung von Erstattungsansprüchen im Zusammenhang mit einer Anleihe bei MORTON SALT (18,9 Mio. €) ergibt sich per 31. Dezember 2012 eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 756,0 Mio. € (31.12.2011: 610,8 Mio. €).
/ DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN finden Sie im Kapitel ,Weitere Informationen' auf Seite 219.
ZWECKGEBUNDENES VERMÖGEN
Im Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) begonnen. Mit der Dotierung des CTA-Modells erfolgt eine Zweckbindung entsprechender Finanzierungsmittel für die Erfüllung von Pensionsverpflichtungen und Vorruhestandsregelungen. Das Gleiche gilt für Planvermögen, das zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen der MORTON-Gruppe dient. Darüber hinaus bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach IFRS zu qualifizieren sind. Die Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen und das zugehörige Planvermögen werden gemäß IFRS bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Personalverpflichtungen zweckgebundene Vermögen hat sich im Jahr 2012 im Wesentlichen infolge weiterer Dotierungen sowie einer positiven Wertentwicklung um 58,1 Mio. € auf insgesamt 415,5 Mio. € erhöht. Angaben zu der Zusammensetzung dieses Planvermögens sowie zu im Jahr 2012 vorgenommenen Ausfinanzierungen finden Sie im Konzernanhang unter Anmerkung (21) ,Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen' sowie unter Anmerkung (23) ,Langfristige Personalverpflichtungen'.
NICHT BILANZIERTES VERMÖGEN
Sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2012 auf 299,2 Mio. € (31. Dezember 2011: 197,4 Mio. €) und betreffen sowohl Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen als auch Leasingverhältnisse auf Basis von Operating-Leasingverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (z.B. Drucker, Kopiergeräte, EDV-Peripheriegeräte). Daneben sind Fahrzeuge und Lagerkapazitäten geleast. Diese Gegenstände sind aufgrund der gewählten Vertragsstrukturen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. Informationen zu sonstigen immateriellen, nicht bilanzierten Werten im Sinne von Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie Organisations- und Verfahrensvorteilen finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf den Seiten 43,69 bzw. 101; Investoren- und Kapitalmarktbeziehungen werden im Kapitel ,K+S am Kapitalmarkt' auf Seite 26 erläutert.
ERLÄUTERUNG VON UNTERNEHMENSKÄUFEN UND -VERKÄUFEN
Am 8. Mai 2012 gab K+S bekannt, das NITROGEN-Geschäft an das russische Agrochemieunternehmen EUROCHEM verkaufen zu wollen. Das Closing erfolgte am 2. Juli 2012. Mit der Veräußerung war ein Ertrag nach Ertragsteuern in Höhe von 66,9 Mio. € verbunden. Das NITROGEN-Geschäft wird seit dem zweiten Quartal 2012 gemäß IFRS als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen.
Die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, hat am 3. Januar 2012 das tschechische Salzverarbeitungsunternehmen SOLNÉ MLÝNY, A.S. (SMO) übernommen, SMO ist ein bedeutender Anbieter von Salzprodukten in der Tschechischen Republik und auch in anderen angrenzenden europäischen Regionen aktiv. Der Kaufpreis betrug 4,4 Mio. €.
Die beschriebenen Transaktionen standen im Zeichen der Zwei-Säulen-Strategie der K+S GRUPPE. Diese sieht vor, insbesondere in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu wachsen und Managementressourcen sowie finanzielle Mittel hierauf zu fokussieren.
/WEITERE INFORMATIONEN finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 168 und Seite 173.
4.10 DARSTELLUNG DER SEGMENTE
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
UMSATZ MIT 2,3 MRD. € UM 7% ÜBER VORJAHRESNIVEAU
Im Geschäftsjahr 2012 stieg der Umsatz des Geschäftsbereichs um 157,0 Mio. € bzw. 7% auf 2.290,6 Mio. €; dies ist auf einen Anstieg des erzielten Durchschnittspreises des Produktportfolios sowie eine positive Entwicklung des Wechselkurses zurückzuführen. Das Absatzvolumen lag im Jahr 2012 mit 6,95 Mio. t auf dem hohen Niveau des Vorjahres (6,94 Mio. t). /TAB: 4.10.1, 4.10.2, 4.10.3
/ EINE BESCHREIBUNG DES MARKTUMFELDS IM GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE finden Sie auf Seite 87 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'.
ABWEICHUNGSANALYSE
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| in % | 2012 |
|---|---|
| Umsatzveränderung | + 7,4 |
| - mengen-/strukturbedingt | + 0,7 |
| - preis-/preisstellungsbedingt | + 3,3 |
| - währungsbedingt | + 3,4 |
| - konsolidierungsbedingt | - |
| Kaliumchlorid | + 13,2 |
| Düngemittelspezialitäten | + 3,5 |
| Industrieprodukte | -2,8 |
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
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| in Mio. € | Q1/12 | Q2/12 | Q3/12 | Q4/12 | 2012 | 2011 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 581,9 | 669,5 | 560,5 | 478,7 | 2.290,6 | 2.133,6 | + 7,4 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 231,4 | 263,7 | 182,4 | 192,7 | 870,2 | 833,8 | + 4,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | 208,5 | 240,7 | 158,8 | 165,9 | 773,9 | 739,5 | + 4,7 |
| Investitionen | 23,9 | 54,1 | 80,8 | 174,1 | 332,9 | 162,1 | + 105,4 |
| Mitarbeiteram Stichtag (Anzahl) | 8.208 | 8.209 | 8.374 | - | 8.310 | 8.188 | + 1,5 |
ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE NACH REGIONEN1
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| Q1/12 | Q2/12 | Q3/12 | Q4/12 | 2012 | 2011 | % | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. € | 581,9 | 669,5 | 560,5 | 478,7 | 2.290,6 | 2.133,6 | + 7,4 |
| Europa | Mio. € | 318,7 | 273,0 | 268,4 | 258,6 | 1.118,7 | 1.139,9 | -1,9 |
| Übersee | Mio. US$ | 345,0 | 508,1 | 365,2 | 275,2 | 1.493,5 | 1.380,8 | + 8,2 |
| Absatz | Mio. t eff. | 1,78 | 1,96 | 1,69 | 1,52 | 6,95 | 6,94 | + 0,2 |
| Europa | Mio. t eff. | 0,98 | 0,85 | 0,85 | 0,84 | 3,52 | 3,75 | -6,2 |
| Übersee | Mio. t eff. | 0,80 | 1,11 | 0,84 | 0,68 | 3,43 | 3,19 | + 7,6 |
| ø-Preis | €/t eff. | 327,4 | 340,8 | 332,3 | 314,2 | 329,4 | 307,6 | + 7,1 |
| Europa | €/t eff. | 326,1 | 319,5 | 315,7 | 308,4 | 317,8 | 304,2 | + 4,5 |
| Übersee | US$/t eff. | 431,1 | 457,7 | 436,5 | 400,6 | 434,9 | 432,8 | + 0,5 |
1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht und basiert bei den Übersee-Umsätzen auf den jeweiligen USD/EUR-Kassakursen. Für den Großteil dieser Umsatzerlöse wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Preisangaben werden auch durch den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe indikation zu verstehen.
Der Anteil des in Europa erwirtschafteten Umsatzes betrug im Berichtsjahr 49%; dieser Umsatzanteil ist weitgehend frei von einem unmittelbaren Währungsrisiko. Ein Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde in Südamerika und Asien erwirtschaftet. / ABB: 4.10.1
UMSATZ NACH REGIONEN

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| in % | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1 Europa | 48,9 | 53,4 |
| -davon Deutschland | 12,9 | 14,5 |
| 2 Nordamerika | 2,8 | 2,7 |
| 3 Südamerika | 23,5 | 18,9 |
| 4 Asien | 19,8 | 19,6 |
| 5 Afrika, Ozeanien | 5,0 | 5,4 |
Bei unserem volumenmäßig bedeutendsten Produkt Kaliumchlorid stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 136,7 Mio. € bzw. 13 % auf 1.171,8 Mio. €; Absatzsteigerungen, positive Wechselkurseffekte sowie höhere Durchschnittserlöse im Vergleich zum Vorjahr führten zu diesem Anstieg. In Europa haben wir 1,03 Mio. t Kaliumchlorid verkauft; dieser Wert lag etwa 8% unter dem des Vorjahres (2011: 1,12 Mio. t). In Übersee wurden 2,22 Mio. t abgesetzt und damit 14% mehr als im Vorjahr (2011:1,95 Mio. t).
Mit Düngemittelspezialitäten erzielten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 835,6 Mio. €, ein Anstieg um knapp 4 % (2011: 807,1 Mio. €). Hierfür waren auch in dieser Produktgruppe die durchschnittlich höheren Erlöse ausschlaggebend, die zusammen mit positiven Währungseffekten Absatzrückgänge in Europa überkompensieren konnten. Während das europäische Absatzvolumen 1,97 Mio. t (- 5 %) erreichte, lag der Überseeabsatz mit 0,99 Mio. t um 1% über dem des Vorjahres.
Im Bereich Industrieprodukte fiel der Umsatz um 3 % auf 283,2 Mio. € (2011: 291,4 Mio. €); positive Preis- und Währungseffekte konnten negative Mengeneffekte nicht ausgleichen. Der Absatz betrug in Europa 0,51 Mio. t (-7%) und in Übersee 0,23 Mio. t (-12%). / ABB: 4.10.2
UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN

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| in % | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1 Kaliumchlorid | 51,1 | 48,5 |
| 2 Düngemittelspezialitäten | 36,5 | 37,8 |
| 3 Industrieprodukte | 12,4 | 13,7 |
EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I GESTIEGEN
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsbereichs erreichte im Berichtsjahr 870,2 Mio. € und lag 36,4 Mio. € bzw. 4 % über dem Wert des Vorjahres (2011: 833,8 Mio. €).
Das operative Ergebnis EBIT I konnte um 34,4 Mio. € bzw. 5 % auf 773,9 Mio. € gesteigert werden. Darin sind Abschreibungen in Höhe von 96,3 Mio. € berücksichtigt; diese haben sich gegenüber denen des Vorjahres um 2,0 Mio. € erhöht. Die Ergebnisverbesserung ist insbesondere auf höhere Durchschnittserlöse über das gesamte Sortiment zurückzuführen; diese konnten Kostensteigerungen, insbesondere für Personal und Energie, Kosten für das Legacy Projekt sowie den Effekt aus dem Bestandsabbau mehr als ausgleichen. Das Ergebnis des Jahres 2012 war um rund 8 Mio. € durch den stärkeren US-Dollar begünstigt.
/AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSBEREICHS KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE finden Sie auf Seite 140.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
UMSATZ MIT 1,5 MRD. € UM 13% UNTER DEM HOHEN VORJAHRESNIVEAU
Im Geschäftsbereich Salz erreichte der Umsatz im Berichtsjahr 1.484,8 Mio. € und lag damit um 225,3 Mio. € bzw. 13 % unter dem Wert des Vorjahrs. Negativen Mengeneffekten standen dabei positive Währungs- und Struktureffekte gegenüber. Der Festsalzabsatz betrug im Berichtsjahr insgesamt 17,56 Mio. t und lag damit aufgrund der milden und trockenen Witterungsverhältnisse im Berichtsjahr um knapp 23 % unter dem hohen Niveau des Vorjahres (22,73 Mio. t).
/ TAB: 4.10.4, 4.10.5, 4.10.6
/ EINE BESCHREIBUNG DES MARKTUMFELDS IM GESCHÄFTSBEREICH SALZ finden Sie auf Seite 88 unter Branchenspezifische Rahmenbedingungen.
ABWEICHUNGSANALYSE
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| in % | 2012 |
|---|---|
| Umsatzveränderung | -13,2 |
| - mengen-/strukturbedingt | -19,7 |
| - preis-/preisstellungsbedingt | + 1,7 |
| - währungsbedingt | + 4,5 |
| - konsolidierungsbedingt | + 0,3 |
| Speisesalz | + 7,9 |
| Gewerbesalz | + 2,7 |
| Industriesalz | + 17,9 |
| Auftausalz | -38,4 |
| Sonstiges | + 4,2 |
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
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| in Mio. € | Q1/12 | Q2/12 | Q3/12 | Q4/12 | 2012 | 2011 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 458,5 | 287,7 | 318,5 | 420,1 | 1.484,8 | 1.710,1 | -13,2 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 74,4 | 18,0 | 35,1 | 52,8 | 180,3 | 337,9 | -46,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | 45,5 | -11,4 | 5,1 | 23,2 | 62,4 | 211,4 | -70,5 |
| Investitionen | 13,8 | 19,6 | 17,8 | 60,1 | 111,3 | 112,3 | -0,9 |
| Mitarbeiteram Stichtag (Anzahl) | 5.179 | 5.172 | 5.033 | - | 5.092 | 5.230 | -2,6 |
ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE1
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| Q1/12 | Q2/12 | Q3/12 | Q4/12 | 2012 | 2011 | % | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftausalz | ||||||||
| Umsatz | Mio. € | 207,3 | 29,6 | 57,4 | 161,7 | 456,0 | 739,7 | -38,4 |
| Absatz | Mio. t. | 4,02 | 0,60 | 1,11 | 2,60 | 8,33 | 13,31 | -37,4 |
| ø-Preis | €/t | 51,5 | 49,6 | 51,7 | 62,2 | 54,7 | 55,6 | -1,6 |
| Gewerbe-, Industrie- und Speisesalz | ||||||||
| Umsatz | Mio. € | 228,1 | 245,7 | 245,8 | 239,6 | 959,2 | 903,7 | + 6,1 |
| Absatz | Mio. t | 2,16 | 2,38 | 2,23 | 2,46 | 9,23 | 9,42 | -2,0 |
| ø-Preis | €/t | 105,8 | 103,2 | 110,0 | 97,5 | 104,0 | 95,9 | + 8,4 |
| Sonstiges | ||||||||
| Umsatz | Mio.€ | 23,1 | 12,4 | 15,3 | 18,8 | 69,6 | 66,7 | + 4,3 |
| Geschäftsbereich Salz | ||||||||
| Umsatz | Mio.€ | 458,5 | 287,7 | 318,5 | 420,1 | 1.484,8 | 1.710,1 | -13,2 |
1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht Die Preisangaben werden auch durch Veränderungen von Wechselkurser sowie den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.
Knapp 25 % des Umsatzes im Geschäftsbereich Salz wurden im vergangenen Jahr in Europa erwirtschaftet und waren damit weitgehend frei von einem unmittelbaren Währungsrisiko. Der höchste Umsatzanteil wurde mit 64% in Nordamerika erzielt, in Südamerika lag der Anteil bei rund 9%. /ABB: 4.10.3
UMSATZ NACH REGIONEN

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| in % | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1 Europa | 24,9 | 26,6 |
| -davon Deutschland | 10,3 | 11,6 |
| 2 Nordamerika | 64,3 | 64,3 |
| 3 Südamerika | 9,4 | 8,6 |
| 4 Asien | 1,3 | 0,2 |
| 5 Afrika, Ozeanien | 0,1 | 0,3 |
Der Umsatz mit Speisesalzen ist im Berichtsjahr um 24,7 Mio. € bzw. knapp 8 % auf 339,4 Mio. € gestiegen. Höhere Preise in Nord- und Südamerika sowie positive Währungseffekte konnten negative Mengen- und Struktureffekte mehr als ausgleichen. Der Absatz betrug 1,42 Mio. t und lag um rund 7 % unter dem Wert des Vorjahres.
Der Umsatz mit Gewerbesalzen, wie z.B. Fischerei-, Futtermittel- und hochreinen Pharmasalzen, stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 502,4 Mio. € nach 489,4 Mio. € im Vorjahr. Positive Währungs- sowie Preiseffekte konnten geringere Absätze in Europa sowie Nord- und Südamerika ausgleichen. Der Absatz betrug 4,94 Mio. t und lag damit insbesondere infolge der Kaufzurückhaltung bei Wasserenthärtungsprodukten in Nordamerika um 6 % unter dem Vorjahreswert (5,26 Mio. t).
Im Industriesalzgeschäft erreichte der Umsatz mit 117,4 Mio. € einen um 17,8 Mio. € bzw. 18 % höheren Wert als im Vorjahr. Der Umsatzanstieg ist auf positive Mengen- sowie Währungseffekte zurückzuführen. Der Absatz lag mit 2,87 Mio. t um 9 % über dem des Vorjahres (2,63 Mio. t).
Der Umsatz mit Auftausalz betrug im Berichtsjahr 456,0 Mio. €; aufgrund der sowohl in Europa als auch Nordamerika außergewöhnlich milden und trockenen Witterungsverhältnisse entspricht dies einem Rückgang um 283,7 Mio. € bzw. 38%, verglichen mit dem hohen Wert des Vorjahres von 739,7 Mio. €. Positive Währungseffekte konnten die Effekte aus starken Mengen- und leichten Preisrückgängen nur etwas abmildern. Der Absatz ging im Vergleich zum Vorjahr stark zurück und betrug 8,33 Mio. t (2011: 13,31 Mio. t).
Neben dem Geschäft mit sonstigen Auftaumitteln, z.B. Magnesiumchloridlösung, umfasst "Sonstiges" auch das Logistikgeschäft mit Dritten der zur chilenischen SPL-Gruppe gehörenden Reederei EMPREMAR. Der unter "Sonstiges" erfasste Umsatz stieg um 2,9 Mio. € auf 69,6 Mio. €; positive Preis- und Währungseffekte konnten Mengenrückgänge aufgrund eines geringeren Transportvolumens bei EMPREMAR mehr als ausgleichen. / ABB: 4.10.4
UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN

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| in % | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1 Speisesalz | 22,9 | 18,4 |
| 2 Gewerbesalz | 33,8 | 28,6 |
| 3 Industriesalz | 7,9 | 5,8 |
| 4 Auftausalz | 30,7 | 43,3 |
| 5 Sonstiges | 4,7 | 3,9 |
EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I STARK UNTER ÜBERDURCHSCHNITTLICHEN VORJAHRESERGEBNISSEN
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging im Berichtsjahr um rund 47% auf 180,3 Mio. € zurück (2011: 337,9 Mio. €).
Das operative Ergebnis EBIT I des Geschäftsbereichs Salz betrug im Jahr 2012 62,4 Mio. € und lag damit um 149,0 Mio. € bzw. rund 70% unter dem Vorjahreswert (211,4 Mio. €). Im operativen Ergebnis EBIT I sind Abschreibungen in Höhe von 117,9 Mio. € enthalten (2011: 126,5 Mio. €). Der im Vergleich zum überdurchschnittlichen Ergebnis des Vorjahres außerordentlich starke Ergebnisrückgang ist insbesondere auf rückläufige Mengen im Auftausalzgeschäft in Europa sowie in Nordamerika zurückzuführen; wesentlicher Grund waren die außergewöhnlich milden und trockenen Witterungsverhältnisse. Der einmalige Aufwand aus der Veräußerung von drei Schiffen der chilenischen Reederei EMPREMAR schlug sich mit -10,7 Mio. € nieder. Die aufgrund der schwächeren Auftausalznachfrage eingeleiteten Kosteneinsparungen konnten den Ergebnisrückgang nur etwas abmildern. Die Profitabilität unseres weltweiten Salzgeschäfts variiert in Abhängigkeit des jeweiligen Regionalmixes, der Kapazitätsauslastung, der lokalen Marge sowie der Wechselkurse. So war beispielsweise das Ergebnis des Jahres 2012 in Höhe von 90 bis 110 Mio. € aufgrund des im Vergleich zum langfristigen Mittelwert unterdurchschnittlichen Auftausalzgeschäfts belastet, während das Ergebnis im Jahr 2011 noch durch einen positiven Wintereffekt in Höhe von 20 bis 30 Mio. € begünstigt war.
/AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSBEREICHS SALZ finden Sie auf Seite 141.
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
UMSATZ ERREICHT 153,7 MIO. € (+2,2%)
Der Umsatz der Ergänzenden Aktivitäten lag mit 153,7 Mio. € um gut 2 % über dem Vorjahreswert. Gemäß IFRS ist der Innenumsatz aus den gegenüber K+S-Gruppen-gesellschaften erbrachten Leistungen in diesen Zahlen nicht enthalten. Einschließlich dieser Innenumsätze betrug der Gesamtumsatz im Berichtsjahr 187,1 Mio. € (2011: 188,1 Mio. €). / TAB: 4.10.7, 4.10.8 /ABB: 4.10.5
/ EINE ÜBERSICHT ÜBER DIE EINZELNEN TÄTIGKEITSBEREICHE finden Sie auf der Seite 61.
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
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| in Mio. € | Q1/12 | Q2/12 | Q3/12 | Q4/12 | 2012 | 2011 | % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 39,1 | 38,1 | 36,4 | 40,1 | 153,7 | 150,4 | + 2,2 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 8,5 | 8,3 | 7,7 | 3,8 | 28,3 | 29,0 | -2,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | 6,9 | 6,7 | 6,0 | 1,5 | 21,1 | 17,9 | + 17,9 |
| Investitionen | 0,6 | 1,4 | 1,1 | 3,2 | 6,3 | 4,3 | + 46,5 |
| Mitarbeiteram Stichtag (Anzahl) | 289 | 288 | 290 | - | 293 | 290 | + 1,0 |
ABWEICHUNGSANALYSE
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| in % | 2012 |
|---|---|
| Umsatzveränderung | + 2,2 |
| - mengen-/strukturbedingt | + 2,4 |
| - preis-/preisstellungsbedingt | -0,2 |
| - währungsbedingt | - |
| - konsolidierungsbedingt | - |
| Entsorgung und Recycling | + 1,1 |
| K+S Transport GmbH | -10,3 |
| Tierhygieneprodukte | + 4,5 |
| CFK (Handel) | + 17,2 |
UMSATZ NACH REGIONEN

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| in % | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1 Deutschland | 82,4 | 82,0 |
| 2 Übriges Europa | 17,3 | 17,5 |
| 3 Asien | 0,3 | 0,5 |
Im Bereich Entsorgung und Recycling stieg der Umsatz leicht auf 88,7 Mio. € (2011: 87,7 Mio. €) und bei CFK (Handel) auf 15,0 Mio. € (2011: 12,8 Mio. €). Die Umsätze im Bereich Tierhygieneprodukte erhöhten sich vorwiegend mengenbedingt auf 36,9 Mio. € (2011: 35,3 Mio. €), während der Umsatz bei der K+S TRANSPORT GMBH aufgrund einer veränderten Klassifizierung von Dritt- und Innenumsätzen um rund 10 % auf 13,1 Mio. € zurückging.
/ABB: 4.10.6
UMSATZ NACH BEREICHEN

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| in % | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1 Entsorgung und Recycling | 57,7 | 58,3 |
| 2 K+S Transport CmbH | 8,5 | 9,7 |
| 3 Tierhygieneprodukte | 24,0 | 23,5 |
| 4 CFK (Handel) | 9,8 | 8,5 |
EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der ergänzenden Aktivitäten erreichte im Berichtsjahr 28,3 Mio. € und lag damit 0,7 Mio. € bzw. 2% unter dem Wert des Vorjahres. Das operative Ergebnis EBIT I stieg auf 21,1 Mio. € (2011: 17,9 Mio. €). Die Abschreibungen normalisierten sich im Jahr 2012 auf 7,2 Mio. €, nachdem das Jahr 2011 durch außerplanmäßige Abschreibungen von Schiffsbeteiligungen im Bereich Logistik um 4,6 Mio. € belastet war. Höhere Ergebnisbeiträge in den Bereichen K+S TRANSPORT GMBH, CFK (Handel) sowie Tierhygieneprodukte konnten den Ergebnisrückgang des Bereichs Entsorgung und Recycling mehr als ausgleichen.
/AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DER ERGÄNZENDEN AKTIVITÄTEN finden Sie auf Seite 141.
4.11 RISIKOBERICHT
Der nachfolgende Risikobericht beschreibt die Risikopolitik, das Chancen- und Risikomanagement, das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sowie die Unternehmensrisiken der K+S GRUPPE . Die wesentlichen Risiken der K+S AKTIENGESELLSCHAFT resultieren nicht aus deren eigener operativer Geschäftstätigkeit, sie können sich vielmehr aus der ihrer Beteiligungsgesellschaften ergeben. Ein Schadenereignis dort könnte direkte oder indirekte Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT haben.
RISIKOPOLITIK
Die Geschäftspolitik der K+S GRUPPE ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft risikoadäquate Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, erfordern die weltweiten Geschäftsaktivitäten ein permanentes, verantwortungsvolles Erkennen und Abwägen von Risiken und Chancen. Effektives Risiko- und Chancenmanagement ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung.
CHANCENMANAGEMENT
In der K+S GRUPPE sind Chancen- und Risikomanagement eng miteinander verknüpft. Bei Chancen handelt es sich um interne und externe Entwicklungen, die sich positiv auf den Konzern auswirken können. Unser Chancenmanagement leiten wir im Wesentlichen aus den Strategien und Zielen der Unternehmenseinheiten ab und sorgen für ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und regelmäßige Identifizieren, Analysieren und Nutzen von Chancen obliegt dem Management der Unternehmenseinheiten. Das Chancenmanagement ist integraler Bestandteil der konzernweiten Planungs- und Steuerungssysteme. Wir beschäftigen uns dazu intensiv mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, den relevanten Kostengrößen und anderen wesentlichen Erfolgsfaktoren, auch im politischen Umfeld des Unternehmens. Daraus werden konkrete spezifische Chancenpotenziale abgeleitet sowie entsprechende Ziele festgelegt. Ausgewählte Chancenpotenziale der K+S GRUPPE werden im Kapitel ,Chancen' des Prognoseberichts erläutert.
RISIKOMANAGEMENT
Unter Risiken verstehen wir das mögliche Eintreten interner wie externer Ereignisse, die das Erreichen unserer kurz- und mittelfristigen sowie strategischen Ziele negativ beeinflussen können. Das Risikomanagement der K+S GRUPPE hat zum Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu bewerten und potenzielle geschäftliche Einbußen durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung verhindert und durch unternehmerische Entscheidungen auf dieser Basis langfristig Wert geschaffen werden. Dazu nutzen wir konzerneinheitliche Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme.
ORGANISATION UND INSTRUMENTE DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS
Der Vorstand hat konzernweite Vorgaben für ein systematisches und effektives Risikomanagement der K+S GRUPPE festgelegt. Das konzernweite Risikomanagementsystem erfasst Risiken, greift auf bestehende Organisations- und Berichtsstrukturen zurück und besteht aus folgenden Elementen:
| ― | der Richtlinie zur Risikomanagement-Organisation in der K+S GRUPPE, |
| ― | der Einheit Risikomanagement, |
| ― | den Risikomanagementbeauftragten in den Unternehmenseinheiten, |
| ― | standardisierten, bereichsspezifischen Risikoprofilen, |
| ― | einer umfassenden Darstellung der quantifizierten Risiken im Rahmen der Zielvereinbarung zwischen dem Vorstand und den Verantwortlichen der Unternehmenseinheiten, |
| ― | der regelmäßigen, einheitlichen Risikoberichterstattung sowie |
| ― | der Sofort-Berichterstattung bei Eilbedürftigkeit. |
Die Richtlinie zur Risikomanagement-Organisation in der K+S GRUPPE enthält Grundsätze für den Umgang mit Risiken. In ihr werden die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten geregelt. Die Anforderungen an die Risikoberichterstattung, zu denen auch die Meldeschwellen für Risiken gehören, werden verbindlich definiert. Die Einheit Risikomanagement koordiniert den Risikomanagementprozess und wird durch Risikomanagementbeauftragte in den Unternehmenseinheiten unterstützt. Das gruppenweit etablierte Risikomanagementsystem ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems der K+S GRUPPE wird regelmäßig von der internen Revision geprüft. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikofrüherkennungssystems der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist Gegenstand der Jahresabschlussprüfung. /ABB: 4.11.1
RISIKOMANAGEMENTSYSTEM DER K+S GRUPPE

Der Risikomanagementprozess umfasst die Elemente Risikoidentifikation, Risikobewertung und -quantifizierung, Risikosteuerung sowie Risikoaggregation und -berichterstattung:
RISIKOIDENTIFIKATION
Die regelmäßige Identifikation von Risiken erfolgt dezentral in den Unternehmenseinheiten mittels unterschiedlicher Instrumente. Die eingesetzten Methoden der Risikoermittlung reichen von Markt- und Wettbewerbsanalysen über die Auswertung von Informationen von Kunden, Lieferanten und Institutionen bis zur Verfolgung von Risikoindikatoren aus dem wirtschaftlichen und politischen Umfeld.
RISIKOBEWERTUNG UND -QUANTIFIZIERUNG
Identifizierte Risiken werden nach einer einheitlichen Methodik bewertet. Für jedes Risiko quantifizieren wir die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie neben dem Brutto- auch das Nettoschadenpotenzial; letzteres beinhaltet Effekte aus Gegensteuerungsmaßnahmen. Kann das Bruttoschadenpotenzial durch wirksame und angemessene Maßnahmen zuverlässig gemindert werden, liegt der Fokus der Betrachtung auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenpotenzial. Dieser Ansatz ermöglicht ein Verständnis dafür, welchen Einfluss einzelne risikomindernde Maßnahmen haben. Zusätzlich wird ein sogenannter Erwartungswert des Ergebniseffekts durch Multiplikation des Nettoschadenpotenzials mit der Eintrittswahrscheinlichkeit ermittelt. Die Risikobewertung erfolgt in zeitlicher Hinsicht sowohl für das laufende Jahr als auch für einen Zeithorizont von drei bzw. zehn Jahren. Erwartete Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von größer 50 % werden in der Jahreshochschätzung bzw. Mittelfristplanung mit entsprechenden Ergebnisabschlägen berücksichtigt. /TAB: 4.11.1
BEISPIEL BRUTTO-/NETTOBETRACHTUNG VON RISIKEN
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| Risiko | Auswirkung | Eintrittswahrscheinlichkeit |
|---|---|---|
| Bruttoschadenpotenzial | 50 Mio. € | 10% |
| Effekt aus Gegensteuerungsmaßnahrnen | -20 Mio. € | |
| Nettoschadenpotenzial | 30 Mio. € | x 10% |
| Erwartungswert | 3 Mio. € |
RISIKOSTEUERUNG
Ein Baustein des Risikomanagements ist die Entwicklung von geeigneten gegensteuernden Maßnahmen zur Risikovermeidung oder Risikoverminderung unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien mit dem Ziel, das Schadenpotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten (z. B. durch Abschluss einer Versicherung) übertragen werden. Die Entscheidung über die Umsetzung entsprechender Maßnahmen berücksichtigt auch die Kosten in Verbindung mit der Effektivität möglicher Maßnahmen.
RISIKOAGGREGATION UND -BERICHTERSTATTUNG
Unser Risikomanagementsystem soll eine transparente Darstellung der Risikosituation gewährleisten. Die Nettoschadenpotenziale aus den Unternehmenseinheiten werden daher auf Konzernebene zusammengefasst. Der Risikoberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach berichten die Unternehmenseinheiten Risiken unabhängig von der Eintrittswahrscheinlichkeit, wenn definierte Schwellenwerte für das Brutto- oder das Nettoschadenpotenzial erreicht werden. Auf Konzernebene beobachten wir Risiken ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von mindestens 5 % und einem Nettoschadenpotenzial von gleichzeitig mindestens 10 Mio. €.
Vierteljährlich erhält der Vorstand über ein standardisiertes Berichtswesen einen Überblick über die aktuelle Risikosituation. Kurzfristig auftretende, wesentliche Risiken werden bei Eilbedürftigkeit unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich, informiert.
RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF FINANZINSTRUMENTE (IFRS 7)
Ein Ziel der K+S GRUPPE ist es, finanzielle Risiken (z.B. Kursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein systematisches Management zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuert die K+S GRUPPE ihre Kapitalstruktur und nimmt unter Berücksichtigung der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegebenenfalls Anpassungen vor, um die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit des Unternehmens jederzeit nachhaltig sicherzustellen.
/ EINE WEITERGEHENDE ERLÄUTERUNG ZUR STEUERUNG DER KAPITALSTRUKTUR finden Sie im Kapitel ,Finanzlage' auf Seite 99.
Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Marktpreisrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hierzu gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten vergleichbare Regelungen. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Banken abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken ist eine ausgewogene Verteilung der derivativen Finanzinstrumente auf verschiedene Institute vorgeschrieben. Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i.d.R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte). Antizipative Sicherungsgeschäfte zielen auf eine Verringerung der Wechselkursrisiken künftiger Geschäftsjahre ab.
/ EINE WEITERGEHENDE ERLÄUTERUNG DER SICHERUNGSGESCHÄFTE finden Sie in der Darstellung der Risiken aus Wechselkursschwankungen auf Seite 128 und im Anhang zum Konzernabschlussauf Seite 179.
BESCHREIBUNG DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (§ 289 ABS. 5 BZW. § 315 ABS. 2 NR. 5 HGB)
Das interne Kontrollsystem in der K+S GRUPPE umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung.
Die Richtlinien für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach IFRS geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich gibt es Regelungen für den Konzernabschluss sowie detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch interne Regelungen in den Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Einzelabschlüsse der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und deren inländische Tochtergesellschaften nach den handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in Richtlinien und Buchungsanweisungen dokumentiert.
Wir verfügen über eine gruppenweite IT-Plattform für alle wesentlichen Gesellschaften, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und maschinell standardisierte Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen. Bilanzielle Bewertungen, wie z.B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, wird die Bewertung durch externe Gutachter durchgeführt.
Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten durch eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt.
Prozessintegrierte bzw. -unabhängige Überwachungsmaßnahmen sind Bausteine des internen Kontrollsystems. Einen wesentlichen Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen bilden die maschinellen IT-Prozesskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen, wie z.B. dem "Vier-Augen-Prinzip", existiert eine organisatorische Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen. Weitere Überwachungsaufgaben werden durch zentrale Einheiten wahrgenommen. Die interne Revision ist mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Kontrollsystem eingebunden.
Die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss werden durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision.
ÜBERSICHT DER UNTERNEHMENSRISIKEN
Für die K+S GRUPPE wesentliche Risiken werden in den folgenden Abschnitten beschrieben, wobei aus deren Reihenfolge keine Rückschlüsse auf deren Eintrittswahrscheinlichkeit oder das potenzielle Schadenausmaß zu ziehen sind. Dabei werden jeweils der mögliche Eintritt und die Wirkung von Risiken nach Gegensteuerungsmaßnahmen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen eingeschätzt; dies erfolgt aus Konzernsicht und bezieht sich auf den Zeitraum der Mittelfristplanung (drei Jahre).
Die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos erfolgt nach den Kriterien
| ― | unwahrscheinlich (Eintrittswahrscheinlichkeit: < 5 %) |
| ― | möglich (Eintrittswahrscheinlichkeit: 5-50%) |
| ― | wahrscheinlich (Eintrittswahrscheinlichkeit:> 50 %) |
Die Bewertung der möglichen finanziellen Auswirkung erfolgt nach den qualitativen Kriterien
| ― | moderat |
| ― | wesentlich |
| ― | bestandsgefährdend |
Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den Annahmen unserer Mittelfristplanung kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung unserer Einschätzungen führen, die dann entsprechend in unserer Zwischenberichterstattung kommuniziert werden. /TAB: 4.11.2
ÜBERSICHT DER UNTERNEHMENSRISIKEN
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkungen | |
|---|---|---|
| Externe und branchenspezifische Risiken | ||
| Einflüsse durch gesamtwirtschaftliche Entwicklung | möglich | wesentlich |
| Schwankungen von Angebot und Nachfrage | möglich | wesentlich |
| Saisonale Nachfrageschwankungen | möglich | moderat |
| Nachfrageschwankungen aufgrund veränderter Lagerhaltung auf Kundenseite | möglich | moderat |
| Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen | ||
| Risiken aus der Veränderung bzw. Versagung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von Salzabwässern | möglich | wesentlich |
| Risiken aus der Veränderung bzw. Versagung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen | möglich | wesentlich |
| Risiken aus Sicherheitsleistungen | möglich | moderat |
| Risiken aus der Veränderung von Arbeitsplatzgrenzwerten | möglich | moderat |
| Risiken aufgrund des Wegfalls des Anti-Dumping-Schutzes | möglich | moderat |
ÜBERSICHT DER UNTERNEHMENSRISIKEN (FORTSETZUNG)
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkungen | |
|---|---|---|
| Operative und strategische Risiken | ||
| Risiken aus Akquisitionen und Investitionen | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Risiken aus dem Investitionsprojekt Legacy | möglich | wesentlich |
| Risiken aus Lieferantenausfällen und Lieferengpässen | unwahrscheinlich | moderat |
| Energiekosten- und Energieversorgungsrisiken | möglich | moderat |
| Frachtkosten- und Transportverfügbarkeitsrisiken | möglich | moderat |
| Produktionstechnische Risiken | möglich | moderat |
| Risiken aus Schäden durch Gebirgsschlag | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Risiken aus Kohlendioxid-Einschlüssen in Lagerstätten | möglich | moderat |
| Risiken aus Wasserzutritt | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Personalrisiken | unwahrscheinlich | moderat |
| Compliance-Risiken | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Informationssicherheitsrisiken | unwahrscheinlich | moderat |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||
| Risiken durch Wechselkursschwankungen | möglich | moderat |
| Risiken aus einer Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus | unwahrscheinlich | moderat |
| Risiken aus dem Forderungsausfall von Kunden | unwahrscheinlich | moderat |
| Ausfallrisiko von Partnern bei Finanzgeschäften | unwahrscheinlich | moderat |
| Liquiditätsrisiken | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Risiken aus einer Veränderung des Unternehmensratings | unwahrscheinlich | moderat |
VERÄNDERUNGEN GEGENÜBER VORPERIODE
Die Tabelle ,Übersicht der Unternehmensrisiken' auf Seite 117 gibt einen Überblick über die für die K+S GRUPPE wesentlichen Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE.
Durch die Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts sind im Jahr 2012 alle Risiken entfallen, die ausschließlich mit dem Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel in Verbindung standen. Dazu zählen die im Finanzbericht 2011 auf Seite 128 beschriebenen Risiken aus Veränderungen bei strategischen Partnerschaften sowie die Risiken aus der Verteuerung von Ammoniak und Phosphat.
Die im Finanzbericht 2011 auf Seite 127 beschriebenen steuerrechtlichen Risiken im Bereich der Energiesteuern und damit verbundene Risiken einer energiesteuerlichen Mehrbelastung entfallen, da das Gesetzgebungsverfahren für eine Nachfolgeregelung zur Entlastung von Energie- und Stromsteuer abgeschlossen ist.
Die im Finanzbericht 2011 auf Seite 124 beschriebenen Einflüsse von politischen und sozialen Veränderungen wurden neu bewertet. Wir sehen derzeit keine Risiken aus tiefgreifenden Veränderungen von politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unseren Produktions- und Absatzländern.
Bei den verbliebenen Unternehmensrisiken gibt es keine Abweichungen bei der Eintrittswahrscheinlichkeit und/ oder den möglichen finanziellen Auswirkungen im Vergleich zum Vorjahr.
EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN
EINFLÜSSE DURCH GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
RISIKOURSACHE
Die Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten wird durch das Wirtschaftswachstum und die damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in für uns relevanten Regionen beeinflusst. Steigender Wohlstand führt hauptsächlich in Schwellenländern zu einem veränderten Ernährungsverhalten, das sich insbesondere in einem gesteigerten Fleischkonsum widerspiegelt. Da die Produktion von Fleisch ein Vielfaches an Getreide, Soja und anderen als Viehfutter verwendeten Produkten erfordert, führt dies zu einem steigenden Bedarf an Agrarrohstoffen, der wiederum eine erhöhte Nachfrage nach Düngemitteln nach sich zieht.
Die internationalen Preise für Agrarprodukte sollten sich trotz der Unsicherheiten über die Entwicklung der Staatsschuldenkrise und den Zustand des Finanzsektors aufgrund anhaltender Knappheit auf einem für die Landwirtschaft lukrativen Niveau halten. Damit müsste sich der Anreiz für die Landwirtschaft erhöhen, den Ertrag je Hektar auch durch einen optimalen Düngemitteleinsatz zu steigern. Es besteht allerdings das Risiko, dass die Staatsschuldenkrise im Euroraum an Schärfe zunimmt und die Vertrauenskrise bezüglich des Finanzsystems anhalten wird. Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise trotz der anhaltenden Knappheit von Agrarprodukten auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrageverhalten nach Düngemitteln negativ beeinflussen.
MASSNAHMEN
Auf eine solche Situation würden wir gegebenenfalls mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren. Zudem vermindert die Ausweitung unserer Absatzgebiete die Abhängigkeit von regionalen Entwicklungen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die gesamte Branche Maßnahmen zur Wiederherstellung des Marktgleichgewichts ergreift.
AUSWIRKUNG
In Abhängigkeit von Dauer und Intensität könnte dieses mögliche Szenario einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE haben. Der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftau-, Speise- und Gewerbesalzen ist hingegen von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist.
SCHWANKUNGEN VON ANGEBOT UND NACHFRAGE
RISIKOURSACHE
Vor allem die Produkte unseres Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte können durch äußere Einflüsse erheblichen Schwankungen in der Nachfrage unterliegen. Dazu zählen, unabhängig von unserem Handeln, z.B. Naturkatastrophen oder auch regionale Konjunkturschwankungen, sinkende Weltmarktpreise von wichtigen Agrarerzeugnissen, eine Konzentration auf der Nachfrageseite sowie eine bewusste Kaufzurückhaltung unserer Kunden. Auch auf der Angebotsseite können sich Veränderungen ergeben. Bestehende Produzenten haben aufgrund hoher Auslastungsgrade und der Einschätzung des Nachfragewachstums auf dem Weltkalimarkt mit dem Ausbau von Produktionskapazitäten begonnen. Sollte der Markt für diese zusätzlichen Mengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck erhöhen. Sowohl Schwankungen der Nachfrage als auch wesentliche Veränderungen der Kapazitäten können sich damit auf die Preisbildung auswirken.
MASSNAHMEN
Auf volatile Marktverhältnisse würden wir mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren. Es ist davon auszugehen, dass die gesamte Branche, die bisher konsequent Angebot und Nachfrage in Einklang gebracht hat, mittel- bis langfristige Maßnahmen zur Wiederherstellung des Marktgleichgewichts ergreift. Da der Bau neuer Kalikapazitäten sehr kapitalintensiv ist, dürfte ein Anreiz für die Produzenten bestehen, eine Prämie auf die hohen Kapitalkosten zu erzielen.
AUSWIRKUNG
Diese möglichen Ereignisse können in Abhängigkeit von Dauer und Intensität einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE haben. Da die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Düngemitteln von Megatrends wie der wachsenden Weltbevölkerung, einem steigenden Lebensstandard in den Schwellenländern und der Entwicklung des Bioenergiesektors getragen wird und Düngemittel mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung somit in der Agrarproduktion eine zentrale Rolle spielen, sehen wir langfristig allerdings eine positive Entwicklung.
SAISONALE NACHFRAGESCHWANKUNGEN
RISIKOURSACHE
Ein signifikantes Absatzrisiko für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte und Salz resultiert insbesondere aus der Saisonalität der Nachfrage, speziell aufgrund der Witterungsabhängigkeit. Eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison kann beispielsweise zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Düngemitteln führen. Ebenso können milde Winter in den Hauptabsatzgebieten für Auftausalz (Europa, Nordamerika) den Absatz in dieser Produktgruppe erheblich verringern.
MASSNAHMEN
Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Eine Absicherung durch spezielle Derivate wird aufgrund der aus unserer Sicht nach wie vor unattraktiven Marktkonditionen für diese Instrumente bisher nicht vorgenommen.
AUSWIRKUNG
Derart mögliche Beeinträchtigungen durch Witterungseinflüsse können sich moderat auf die erwarteten Ergebnisse auswirken sowie die Vergleichbarkeit der Quartalsabschlüsse erschweren.
NACHFRAGESCHWANKUNGEN AUFGRUND VERÄNDERTER LAGERHALTUNG AUF KUNDENSEITE
RISIKOURSACHE
Der Aufbau und Abbau von Lagerbeständen an Düngemitteln durch unsere Kunden aufgrund deren Erwartung hinsichtlich der zukünftigen Nachfrage und Marktpreisentwicklung, der Witterung oder deren Liquiditätsmanagement kann zu einer schwankenden Nachfrage führen. Im Falle einer zu geringen Einlagerung kann dies in der Düngehauptsaison so hohe Mengenanforderungen nach sich ziehen, dass die Vorräte in unseren Lägern nicht ausreichen oder Anfragen aufgrund logistischer Engpässe nicht vollständig bedient werden können. Eine Unterauslastung der Produktionskapazität während der Früheinlagerungssaison und vor diesem Hintergrund steigende Stückkosten wären die Folge. Auch ein zu hoher Aufbau von Vorräten auf Kundenseite kann die kontinuierliche Auslastung der Produktionskapazität beeinträchtigen. Das Gleiche gilt für den Salzbereich: Die Lagerbestände bei Städten, Gemeinden und Straßenmeistereien können die Auftausalznachfrage während der Wintersaison beeinflussen. Während zu hohe Lagerbestände zu einer Unterauslastung der Produktionskapazität führen können, resultiert eine - auch mit Blick auf die öffentlichen Kassenlage - zu geringe Einlagerungsbereitschaft in der Notwendigkeit, zusätzlichen Lagerraum auf Produzentenseite zu schaffen. Bei anhaltend winterlicher Witterung käme eine hohe Herausforderung an die gesamte Lieferkette bis hin zu Lieferengpässen dazu.
MASSNAHMEN
Im Hinblick auf die Vorratshaltung bei Kali- und Magnesiumprodukten setzen wir z.B. über ein Staffelpreissystem finanzielle Anreize, um die Einlagerungsbereitschaft der Handelsstufen zu fördern. Darüber hinaus behalten wir die Lagerbestandssituation auf Kundenseite kontinuierlich im Blick.
AUSWIRKUNG
Einflüsse aus der Lagerhaltung unserer Kunden halten wir für möglich, deren Wirkung bewerten wir in Relation zu den erwarteten Ergebnissen jedoch als moderat.
VERÄNDERUNGEN RECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGEN
Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht grundsätzlich die Gefahr, dass gegen erteilte Genehmigungsbescheide von dritter Seite Rechtsmittel eingelegt werden. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Genehmigungen oder neue Genehmigungen zeitlich befristet oder dauerhaft verändert bzw. versagt werden. Die Bedeutung "genehmigungsrechtlicher Rahmenbedingungen" wird künftig weiter zunehmen.
RISIKEN AUS DER VERÄNDERUNG BZW. VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON SALZABWÄSSERN
RISIKOURSACHE
Aufgrund von Diskussionen in Öffentlichkeit und Politik über die bestehenden oder künftig noch höhere Anforderungen an die Umweltverträglichkeit der Produktionsprozesse zur Herstellung von Kali- und Magnesiumprodukten sind Einflüsse auf die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen möglich. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entstehen unter anderem flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Niederschläge auf die Rückstandshalden. Auf der Grundlage bestehender Genehmigungen werden die Salzabwässer zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt.
Kaliwerk Werra: Für die an der Werra gelegenen Standorte Hattorf, Unterbreizbach und Wintershall, mit einem Anteil an der gesamten Kali-Produktionskapazität der K+S GRUPPE von etwa 45 %, wurde eine bis 30. November 2015 befristete Versenkgenehmigung erteilt. Die Einleitung von Salzabwässern in die Werra ist bis Ende Dezember 2020 genehmigt. Es besteht keine Gewähr, dass die Genehmigungen unverändert verlängert bzw. neu erteilt werden. Mithin kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Investitionen an den betroffenen Standorten notwendig werden, die Produktionskosten weiter steigen und ggf. sogar die Schließung dieser Produktionsstandorte wegen nachhaltiger UnWirtschaftlichkeit erforderlich sein kann.
Kaliwerk Neuhof-Ellers: Das Kaliwerk Neuhof-Ellers hat die Versenkung von Salzabwässern in den Plattendolomit nach vollständiger Inanspruchnahme des Versenkraums in 2007 eingestellt.
MASSNAHMEN
Kaliwerk Werra: Wir haben im Oktober 2008 ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt, das mit Investitionen von 360 Mio. €, die bis Ende 2015 umgesetzt sein sollen, die Versenkung und die Einleitung von Salzabwässern nochmals erheblich reduzieren wird. Ergänzend wurde mit den Ländern Hessen und Thüringen eine Vereinbarung geschlossen, in der sich die Vertragspartner gemeinsam zu nachhaltigem wirtschaftlichen Handeln, zur Sicherung der Arbeitsplätze und einem schonenden Umgang mit der Natur für die nächsten 30 Jahre bekennen. Die Verminderung fester und flüssiger Produktionsrückstände in der Kaliproduktion wird auch weiterhin zu den Schwerpunkten unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit gehören. Da die dauerhafte lokale Entsorgung von einigen Seiten in Frage gestellt wird, kann eine langfristige Genehmigung des derzeitigen lokalen Konzepts nicht als gesichert angenommen werden. Deshalb hat sich K+S entschlossen, parallel zur Umsetzung der lokalen Maßnahmen auch Genehmigungsanträge für standortferne Entsorgungswege, d.h. Fernleitungen zur Oberweser und zur Nordsee, vorzubereiten. Dies geschieht ungeachtet des Umstands, dass die Prüfkriterien für Fernleitungen aus Sicht des Unternehmens derzeit nicht erfüllt sind: Es müssen der gemeinsame politische Wille auf Landes- und Bundesebene gegeben, Bau und Betrieb der Fernleitung sowie die Einleitung von Salzlösungen langfristig genehmigungsfähig, die Maßnahme ökologisch sinnvoll und Bau und Betrieb der Fernleitung wirtschaftlich zumutbar und verhältnismäßig sein, bevor eine Entscheidung über den Bau einer Fernleitung getroffen werden kann - eine solche Entscheidung ist mit der Vorbereitung der Anträge daher nicht verbunden.
Kaliwerk Neuhof-Ellers: Um die ordnungsgemäße Entsorgung der dort anfallenden Haldenwässer weiterhin gewährleisten zu können, erfolgt im Einklang mit geltenden Genehmigungen seit der Einstellung der Versenkung der Transport der Salzabwässer per Bahn und LKW zum nächstgelegenen Standort, dem Werk Werra. In diesem Zusammenhang wurden der Bau und der Betrieb einer Mitte 2010 beantragten Salzwasserleitung von Neuhof nach Philippsthal durch einen Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Kassel im Sommer 2012 genehmigt. Die Inbetriebnahme der Salzabwasserleitung ist für Sommer 2013 geplant. Der Planfeststellungsbeschluss wird beklagt.
AUSWIRKUNG
Kaliwerk Werra: Wenn wider Erwarten Sachverhalte eintreten, die eine nachteilige Beeinflussung von Trinkoder nutzbaren Grundwasserressourcen befürchten lassen, oder Klagen gegen bestehende Genehmigungen erfolgreich wären, können dadurch bestehende Genehmigungen eingeschränkt oder widerrufen werden. Die daraus resultierenden Folgen können zu wesentlichen Zusatzkosten und/oder zu erheblichen Produktionsreduzierungen an den betroffenen Standorten des Kaliwerks Werra führen. Wir halten es für möglich, dass auslaufende Genehmigungen nicht verlängert bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies hätte im schlimmsten Fall eine Einstellung der Produktion und ggf. Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen Personalauswirkungen zur Folge; daraus würden sich nachhaltig wesentliche Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE ergeben.
Kaliwerk Neuhof-Ellers: Es ist möglich, dass den Klagen stattgegeben wird mit der Folge, dass die fertiggestellte Salzabwasserleitung nicht genutzt werden kann. In diesem Fall müsste der kostenintensivere Transport der Salzabwässer per Bahn und LKW fortgeführt und die Investitionen für die Salzabwasserleitung außerplanmäßig abgeschrieben werden; daraus würde sich eine moderate Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE ergeben.
RISIKEN AUS DER VERÄNDERUNG BZW. VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN
RISIKOURSACHE
An den Gewinnungsstandorten des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte werden feste Rückstände im Rahmen bestehender Genehmigungen aufgehaldet. Sollten Aufhaldungsgenehmigungen widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen genehmigt werden, fehlt den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für diese Rückstände.
MASSNAHMEN
Wir verbringen einen Teil der Rückstände als Feuchtversatz oder als Spülversatz in dafür geeignete Grubenhohlräume. Dies ist allerdings nur in begrenztem Umfang möglich, da hierbei eine wesentlich geringere Verdichtung erreicht wird als sie das Rohsalz in der Lagerstätte aufweist.
AUSWIRKUNG
Mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE bewerten wir als wesentlich.
RISIKEN AUS SICHERHEITSLEISTUNGEN
RISIKOURSACHE
Die Forderung nach insolvenzsicheren Sicherheitsleistungen für mögliche Ewigkeitskosten der Haldenverwahrung und für betriebseigene Deponien ist in Zukunft nicht auszuschließen. Derzeit werden die erforderlichen Aufwendungen für die planmäßige Nachsorge der Halden bilanziell über Rückstellungen abgebildet.
MASSNAHMEN
Bei Eintritt wäre unser Bestreben, eine mögliche monetäre Sicherheitsleistung durch andere Sicherheiten (z.B. Konzernbürgschaft) ganz oder teilweise zu ersetzen.
AUSWIRKUNG
Sofern zusätzlich zur Rückstellungsbildung Sicherheitsleistungen hinterlegt werden müssten, würden finanzielle Mittel gebunden; dies könnte den finanziellen Spielraum des Unternehmens begrenzen. Mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE bewerten wir mittelfristig als moderat.
RISIKEN AUS DER VERÄNDERUNG VON ARBEITSPLATZGRENZWERTEN
RISIKOURSACHE
Risiken für unsere Bergbauaktivitäten in Deutschland können aus einer Umsetzung von Überlegungen der EU-Kommission für eine Festsetzung von indikativen Arbeitsplatzgrenzwerten für Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) sowie Kohlenmonoxid (CO) entstehen, wenn diese die Gegebenheiten der Produktion unter Tage nicht ausreichend berücksichtigen.
MASSNAHMEN
Es ist das Bestreben der betroffenen Unternehmen und deren Interessenverbänden, durch eine intensive Zusammenarbeit mit der EU-Kommission und den nationalen Regierungen langfristig sinnvolle, realistische Grenzwerte zu erreichen.
AUSWIRKUNG
Würden Grenzwerte deutlich herabgesetzt, könnten erhebliche Investitionen zur Einhaltung der Grenzwerte notwendig werden. Sollten die Arbeitsplatzgrenzwerte derart verschärft werden, dass die Produktion an den betreffenden Standorten unter Einhaltung dieser Grenzwerte mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand oder technisch insgesamt nicht mehr möglich wäre, würde uns dies sogar dazu zwingen, diese Standorte zu schließen. Mittelfristig sind Beeinträchtigungen möglich, die wir derzeit als moderat einschätzen.
RISIKEN AUFGRUND DES WEGFALLS DES ANTI-DUMPING-SCHUTZ ES
RISIKOURSACHE
Die K+S GRUPPE steht im Düngemittelgeschäft auch mit Produzenten aus Russland und Weißrussland im Wettbewerb, die direkt oder indirekt von Seiten des Staates finanzielle Unterstützung erfahren. Diese Wettbewerber könnten dadurch ihre Produkte zu besseren Konditionen anbieten als solche Hersteller, die keine vergleichbare staatliche Unterstützung erhalten.
MASSNAHMEN
Im April 2011 hatte die EUROPEAN POTASH PRODUCERS ASSOCIATION (APEP), zu deren Mitgliedern auch K+S gehört, termingerecht bei der Europäischen Kommission einen Antrag auf Verlängerung der bestehenden handelspolitischen Maßnahmen für die Einfuhren von Kaliumchlorid (u.a. Mindestpreise und Mengenbeschränkungen) eingereicht. Als Ergebnis der darauf folgenden ausführlichen Konsultationen war festzustellen, dass die strukturell wettbewerbsverzerrenden Praktiken durch die seinerzeitigen Marktverhältnisse derart überlagert wurden, dass die Chancen für eine Verlängerung der handelspolitischen Maßnahmen als gering eingeschätzt werden mussten. Die APEP hat daher ihren Antrag vorerst zurückgezogen, bleibt aber mit der Europäischen Kommission im Dialog. Die APEP behält sich allerdings vor, bei veränderter Marktlage erneut einen Antrag auf Wiedereinführung handelspolitischer Maßnahmen zum Schutz gegen wettbewerbsverzerrende Praktiken einzureichen.
AUSWIRKUNG
Mittelfristig ist ein Anstieg der russischen und weißrussischen Liefermengen über das Niveau der bisher realisierten Lieferungen in die EU möglich. Die Auswirkungen bewerten wir unter den derzeitigen Marktbedingungen als moderat.
OPERATIVE UND STRATEGISCHE RISIKEN
Unternehmensstrategische Risiken können sich im Wesentlichen aus einer Fehleinschätzung künftiger Marktentwicklungen und, daraus abgeleitet, in einer Fehlausrichtung der unternehmerischen Ziele und der dazugehörigen M&A-Aktivitäten, Beteiligungen sowie Investitionen und Devestitionen ergeben. Unsere Vision und Mission stecken den Rahmen für unsere Geschäftstätigkeit und die strategische Ausrichtung der K+S GRUPPE ab. Dazu berät der Vorstand gemeinsam mit den Leitern der Unternehmenseinheiten regelmäßig die strategische Ausrichtung. Grundlegende Strategieänderungen sind nicht zu erwarten.
RISIKEN AUS AKQUISITIONEN UND INVESTITIONEN
RISIKOURSACHE
Wenn es unter strategischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint, erwerben oder veräußern wir Unternehmen bzw. Unternehmensteile. Für jede Akquisition sowie Erweiterungsinvestition gilt gruppenweit die Renditeanforderung, eine angemessene Prämie auf unsere Kapitalkosten zu verdienen.
Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Unternehmenssteuerung und -Überwachung' auf Seite 71 unter ,Finanzielle Steuerungskennzahlen'. Risiken könnten sich aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten sowie durch Veränderungen rechtlicher Verpflichtungen und politische Restriktionen ergeben.
MASSNAHMEN
Von zentraler Bedeutung sind im Vorfeld durchgeführte sorgfältige Unternehmensbewertungen, in welche die Erkenntnisse aus der Unternehmensprüfung (Due Diligence) und weiterer Analysen einfließen, z.B. zu geologischen, technischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen. Zudem unterstützen externe Spezialisten in der Prüfungs-, Entscheidungs- und in der Realisierungsphase unsere Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die auch Risikobetrachtungen mit unterschiedlichen Szenarien beinhalten. Getätigte Akquisitionen werden von Integrationsteams intensiv begleitet.
AUSWIRKUNG
Unerwartet hohe Integrationskosten könnten die Realisierung der geplanten Ziele und Synergien gefährden. Zudem könnten Akquisitionen den Verschuldungsgrad und die Finanzierungsstruktur nachteilig beeinflussen. Abschreibungen auf im Zusammenhang mit Akquisitionen entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte könnten aufgrund unvorhergesehener Geschäftsentwicklungen zu Belastungen führen. Wesentliche Beeinträchtigungen halten wir hier für unwahrscheinlich.
RISIKEN AUS DEM INVESTITIONSPROJEKT LEGACY
RISIKOURSACHE
Die K+S GRUPPE hat im März 2011 das kanadische Unternehmen POTASH ONE vollständig übernommen und in die K+S POTASH CANADA überführt. Die Gesellschaft besitzt mehrere Kali-Explorationslizenzen in der kanadischen Provinz Saskatchewan einschließlich eines beim Erwerb von POTASH ONE bereits fortgeschrittenen Greenfield-Projekts zur Errichtung eines Solbetriebs (Legacy Projekt). Die ersten beiden Ausbaustufen des Projekts sollen zu einer Produktionskapazität von 2,86 Mio. t Kaliumchlorid führen, die derzeitige Planung geht von einem Investitionsvolumen von rund 3,25 Mrd. CAD aus. Zwischen der Akquisitionsentscheidung und dem Produktionsbeginn wird eine mehrjährige Bauphase liegen, die vielfältige Risiken beinhaltet. Alle zu Beginn des Projekts getroffenen Annahmen und Schätzungen unterliegen im Zeitverlauf potenziellen geschäftlichen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Unwägbarkeiten. Faktoren, die einen gravierenden Einfluss in der Bauphase haben könnten, würden u. a. zu Kostensteigerungen bzw. Zeitverzug in der Projektumsetzung führen.
MASSNAHMEN
Im Vorfeld der Übernahme von POTASH ONE hat K+S eine intensive Due Diligence durchgeführt. Danach wurde im Jahr 2011 die vorhandene Machbarkeitsstudie überarbeitet; dabei wurden die geologischen, technischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sorgfältig geprüft. Derzeit wird, auch mit Unterstützung externer Spezialisten, ein umfassendes Basic- und zum Teil auch ein Detail-Engineering durchgeführt. Hierbei werden die Projektdurchführung kontinuierlich optimiert und verbleibende Risiken beleuchtet. Projekttransparenz und -Steuerung werden durch ein umfassendes Monitoringsystem gewährleistet bzw. unterstützt.
AUSWIRKUNG
Sollten sich im Zuge des Basic- bzw. Detail-Engineering wesentliche Abweichungen von den derzeitigen, wesentlich auf der überarbeiteten Machbarkeitsstudie beruhenden Annahmen ergeben, könnte dies einen Wertberichtigungsbedarf auf das erworbene Vermögen und auf in der Anlaufphase getätigte Investitionen zur Folge haben und/oder den Kapitalbedarf deutlich erhöhen. Ein höherer Kapitalbedarf würde zunächst zu höheren Zahlungsabgängen führen und in der Zukunft höhere Abschreibungen nach sich ziehen. Eine Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit wäre die Folge, sofern die Erhöhung des Kapitalbedarfs nicht durch Einsparungen bei den operativen Kosten oder ein verbessertes operatives Geschäft ausgeglichen wird. Darüber hinaus können in der Bauphase ein Zeitverzug oder genehmigungsrechtliche Einflüsse dazu führen, dass die erwartete Produktionsmenge erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung steht. Das könnte in Abhängigkeit von der Länge des Zeitverzugs und/oder der Höhe des zusätzlich benötigten Kapitalbedarfs eine wesentliche Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben und ist aufgrund der Projektgröße nicht auszuschließen und daher möglich.
/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM LEGACY PROJEKT finden Sie im Prognosebericht unter ,Chancen' auf Seite 143.
RISIKEN AUS LIEFERANTENAUSFÄLLEN UND LIEFERENGPÄSSEN
RISIKOURSACHE
Die Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wie Sprengstoffe, schwefelarmer Dieseltreibstoff sowie die erforderliche technische Ausstattung einschließlich Ersatzteile ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bergbauspezifischer Maschinenausstattung und Ersatzteilen und damit zu einer erheblichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen.
MASSNAHMEN
Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken.
AUSWIRKUNG
Ein verbleibendes Beschaffungsrisiko könnte moderate Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben; wir halten den Schadeneintritt jedoch für unwahrscheinlich.
ENERGIEKOSTEN- UND ENERGIEVERSORGUNGSRISIKEN
RISIKOURSACHE
Die Energiekosten der K+S GRUPPE (2012: 314,1 Mio. €) werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Unternehmenseinheiten. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche Energiepreissteigerungen gegenüber dem aktuellen Preisniveau können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.
MASSNAHMEN
Zur Begrenzung dieses Risikos wird der Erdgasbedarf unserer Kali- und Salzproduktion in Europa durch die Nutzung von Dampf aus Ersatzbrennstoff-Heizwerken kontinuierlich reduziert. Bisher waren die Energiebezugsklauseln in unseren für die deutschen Standorte abgeschlossenen Verträgen überwiegend ölpreisgebunden. Eine Ölpreisveränderung hatte sich i.d.R. mit einem Zeitverzug von sechs bis neun Monaten in unserer Kostenrechnung niedergeschlagen. Diese Verträge wurden im zweiten Quartal 2012 so umstrukturiert, dass die Preisbasis für den Erdgasbezug künftig stärker diversifiziert sein wird und sich die Abhängigkeit vom Ölpreis deutlich verringert.
AUSWIRKUNG
Es besteht keine Gewähr, dass wir uns gegen Preisschwankungen bei Energieträgern vollständig absichern oder Energiekostensteigerungen an unsere Kunden weitergeben können. Ferner sind wir auf die Zuverlässigkeit der Energielieferungen angewiesen, sodass bei kurzfristiger Unterbrechung des Gasbezugs Risiken für die Versorgungssicherheit bestehen. Risiken aus Energiekosten und Energieversorgung, die eine moderate Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, halten wir für möglich.
FRACHTKOSTEN- UND TRANSPORTVERFÜGBARKEITSRISIKEN
RISIKOURSACHE
Unsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße auch von Frachtkosten (2012: 660,7 Mio. €) beeinflusst. Während die Produkte unseres Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte in unseren Bergwerken in Deutschland gefördert werden, erzielten wir im vergangenen Jahr rund 40 % des entsprechenden Umsatzes in Europa außerhalb von Deutschland und rund 50 % in Übersee. Im Geschäftsbereich Salz haben wir dagegen Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika. Ein Teil unserer Produkte muss bei gleichzeitig hohen Volumina zum Teil lange Transportwege zum Kunden zurücklegen. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Es besteht keine Gewähr, dass höhere Transportkosten stets an die Kunden weitergegeben werden können. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten, wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Produktions- oder Absatzmöglichkeiten einschränken.
MASSNAHMEN
Durch langfristige Frachtraumsicherung mit hohem Festpreisanteil und Nutzung kostengünstiger Container-Transporte begegnen wir solchen Entwicklungen.
AUSWIRKUNG
Entsprechende Beeinträchtigungen aus steigenden Frachtraten oder eingeschränkter Transportverfügbarkeit halten wir für möglich, sehen sie aber in Relation zu den erwarteten Ergebnissen als moderat an.
PRODUKTIONSTECHNISCHE RISIKEN
RISIKOURSACHE
Die Produktionsanlagen der K+S GRUPPE zeichnen sich durch eine hohe Leistungsfähigkeit aus. Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken, denen die Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie Personen-, Sachschäden und Umweltbelastungen entstehen.
MASSNAHMEN
Um diese Risiken frühzeitig zu erkennen, sind vielfältige Überwachungs-, Erkundungs- und Kontrollsysteme im Einsatz. Mit Maßnahmen zur Qualitätssicherung, vorbeugender Instandhaltung und kontinuierlicher Anlagenkontrolle werden diese Risiken verringert. Dazu trägt auch die ständige Weiterentwicklung unserer Anlagen und Produkte bei. Für Feuerschäden und damit verbundene Produktionsausfälle sowie für anderweitige Betriebsunterbrechungen haben wir entsprechende Versicherungen abgeschlossen.
AUSWIRKUNG
Aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen bewerten wir die verbleibenden möglichen produktionstechnischen Risiken einzeln als moderat.
RISIKEN AUS SCHÄDEN DURCH GEBIRGSSCHLAG
RISIKOURSACHE
An aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag).
MASSNAHMEN
Zur Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen an aktiven Standorten trägt unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der Sicherheitspfeiler in den Grubengebäuden bei. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude liefert ggf. rechtzeitig Hinweise, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind.
AUSWIRKUNG
Sollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter sowie zu Personenschäden und Todesfällen kommen. Solche negativen Einflüsse hätten eine wesentliche Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE, sind jedoch unwahrscheinlich.
RISIKEN AUS KOHLENDIOXID-EINSCHLÜSSEN IN LAGERSTÄTTEN
RISIKOURSACHE
Kohlendioxid-Einschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar.
MASSNAHMEN
Um Auswirkungen auf Menschen, Maschinen und Lagerstätten so gering wie möglich zu halten, wird die Gewinnung unter Tage stets unter Beachtung von besonderen Sicherheitsrichtlinien für eventuelle CO2-Ausbrüche durchgeführt.
AUSWIRKUNG
Sollte Kohlendioxid aus diesen Einschlüssen unkontrolliert ausbrechen, könnte die K+S GRUPPE für damit im Zusammenhang stehende Schäden oder Verletzungen haftbar gemacht werden, Schäden an eigenem Gerät erleiden und Produktionseinschränkungen oder -ausfällen ausgesetzt sein. Das mögliche, finanzielle Schadenpotenzial halten wir für moderat.
RISIKEN AUS WASSERZUTRITT
RISIKOURSACHE
Grundsätzlich bestehen in Grubenbetrieben unter Tage hydrogeologische Risiken.
MASSNAHMEN
Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler gewährleisten eine bestmögliche Grubensicherheit. Durch kontinuierliche, planmäßige Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist ein Zuflussrisiko von Grundwasser nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen.
AUSWIRKUNG
Die hydrogeologischen Risiken können - sofern nicht beherrschbar - wesentliche Schäden nach sich ziehen. Aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen halten wir den Eintritt dieses Risikos jedoch für unwahrscheinlich.
PERSONALRISIKEN
RISIKOURSACHE
Kompetenz und Engagement unserer Mitarbeiter sind wichtige Faktoren für unsere erfolgreiche Entwicklung. Der Wettbewerb um qualifizierte Führungskräfte und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Das gilt derzeit auch für den Ausbau unserer Geschäftsaktivitäten in Kanada zur Erschließung neuer Produktionskapazitäten. Der Verlust wichtiger Mitarbeiter in strategischen Positionen könnte ein Risiko darstellen. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon ab, inwiefern es uns dauerhaft gelingt, Ingenieure und anderes Fachpersonal einzustellen, zu integrieren, dauerhaft an das Unternehmen zu binden sowie Führungspositionen adäquat zu besetzen. In Zukunft kommen außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zu. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur verzögert zu finden.
MASSNAHMEN
Im Jahr 2012 haben wir auf unseren deutschen Standorten eine detaillierte Erhebung der jeweiligen Altersstrukturen unserer Belegschaften durchgeführt. Damit analysieren wir, wie sich der Personalbedarf durch den demografischen Wandel verändern wird; dies soll der Gefahr eines Know-how-Verlusts durch altersbedingte Abgänge und unbeabsichtigte Fluktuation entgegenwirken.
Wir begegnen diesen Risiken außerdem mit einer Reihe von personalpolitischen Maßnahmen. Dazu gehören eine frühzeitige Nachwuchssicherung, zukunftsgerichtete Fach- und Führungskräfteentwicklung sowie die Vermittlung von interkultureller Kompetenz. Weitere Angebote sind leistungsorientierte Vergütungssysteme sowie eine Beteiligung am Unternehmenserfolg, umfangreiche Sozialleistungen, attraktive Arbeitszeitregelungen und -modeile sowie Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Unsere Führungskräfte haben die Möglichkeit, an einem auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens ausgerichteten Vergütungsprogramm teilzunehmen. Es ist unser Bestreben, in allen für uns relevanten Regionen als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Mit dieser Strategie und einer verstärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Mitarbeitern vielversprechende berufliche Perspektiven mit umfangreichen Weiterbildungs- und internationalen Entwicklungsmöglichkeiten. Schlüsselpositionen werden regelmäßig im Hinblick auf eine vorausschauende Nachfolgeplanung analysiert, geeignete Kandidaten werden auf diese Aufgaben vorbereitet. Darüber hinaus bemüht sich die K+S GRUPPE um ein gutes und konstruktives Verhältnis zu ihren Mitarbeitern und deren Gewerkschaften, in denen diese, insbesondere in Deutschland und in Nordamerika, weitgehend organisiert sind.
AUSWIRKUNG
Insgesamt halten wir selbst moderate Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufgrund der beschriebenen Personalrisiken für unwahrscheinlich.
COMPLIANCE-RISIKEN
RISIKOURSACHE
Es besteht das Risiko, dass Organe oder Mitarbeiter der K+S-Gruppengesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen mit der Folge, dass das Unternehmen Vermögens- und/oder Imageschäden erleidet.
MASSNAHMEN
Wir haben eine konzernweite Compliance-Organisation sowie ein Compliance-Programm etabliert, welches Compliance-Verstößen u.a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z.B. Kartell- und Wettbewerbsrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt.
AUSWIRKUNG
Compliance-Verstöße mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage halten wir für unwahrscheinlich.
/ EINE DETAILLIERTE DARSTELLUNG UNSERES COMPLIANCE-SYSTEMS finden Sie im Kapitel ,Corporate Governance' auf Seite 37.
INFORMATIONSSICHERHEITSRISIKEN
RISIKOURSACHE
Unsere IT-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität der Daten durch externe Angriffe (z.B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z.B. Technikausfall, Sabotage) und könnte zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen führen.
MASSNAHMEN
Unser Management von Informationssicherheitsrisiken orientiert sich an der Norm DIN ISO 31000 Risikomanagement - Grundsätze und Richtlinien. Mit der Einrichtung eines an der Norm DIN ISO 27001 ausgerichteten Informationssicherheitsmanagements wurde eine wesentliche Voraussetzung für den Umgang mit IT-Risiken geschaffen. Um unsere Geschäftsprozesse vor derartigen Risiken zu schützen, informieren wir uns über neueste Entwicklungen und ergreifen technische sowie organisatorische Maßnahmen, die das Eintreten von Risiken möglichst ausschließen sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme und ihrer Infrastruktur von besonderer Bedeutung. So betreiben wir unser Rechenzentrum als Zwei-Standorte-System, und auch die Komponenten der Infrastruktur (Stromversorgung, Datenleitungen etc.) sind doppelt ausgelegt. Den gewachsenen Sicherheitsanforderungen an die IT-Organisation werden wir durch die Funktionen IT-Compliance, die IT-Sicherheitsbeauftragten und die Datenschutzbeauftragten gerecht. Unsere betrieblichen Konzepte und Organisationsrichtlinien sind prozessorientiert. Die Prozesse richten sich am ITIL-Standard aus, z.B. in den Bereichen Monitoring, Datensicherung, Zugangskontrolle, Störungsmanagement und Business Continuity Management. Unabhängige Gutachter überprüfen permanent die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zur Informationssicherheit.
AUSWIRKUNG
Ein kurzzeitiger Ausfall der IT-Systeme von wenigen Stunden ist denkbar. Einen längeren Ausfall von bis zu drei Tagen halten wir jedoch aufgrund der beschriebenen Vorsorgemaßnahmen für unwahrscheinlich, die Auswirkungen schätzen wir als moderat ein.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Die K+S GRUPPE ist aufgrund der weltweiten operativen Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Sofern zur Absicherung gegen die jeweiligen Risiken derivative Finanzinstrumente zum Einsatz kommen, werden diese bei der Beschreibung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente auf Seite 115 weitergehend erläutert.
RISIKEN DURCH WECHSELKURSSCHWANKUNGEN
RISIKOURSACHE
Ein Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir weiter zwischen Transaktions- und Translationsrisiken.
Im Jahr 2012 war das Verhältnis zwischen in Euro und US-Dollar abgerechneten Umsätzen in etwa ausgeglichen. Daneben wurden Umsätze in geringeren Größenordnungen auch in anderen Landeswährungen (z.B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund) getätigt. Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich bisher im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte besonders auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Durch die Investitionen unserer Tochtergesellschaft K+S POTASH CANADA in das Legacy Projekt wird die US-Dollar-Nettoposition vorübergehend reduziert. Gleichzeitig entstehen jedoch auch signifikante Wechselkursrisiken aus dem kanadischen Dollar.
Außerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken), da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hingegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet; dies kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Derzeit treten diese Translationseffekte hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf. Mit Voranschreiten der Investitionen bei K+S POTASH CANADA wird dies auch den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte stärker betreffen.
MASSNAHMEN
Um Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden wesentliche Nettopositionen je Währung mit Hilfe von Derivaten, i.d.R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen unbedingten worstcase-Wechselkurs. Die Nettopositionen werden anhand der Erlös- und Kostenplanung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden.
/ WEITERE INFORMATIONEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUM FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEM finden Sie im Kapitel ,Finanzlage' auf Seite 99 sowie im Rahmen des Risikomanagements n Bezug auf Finanzinstrumente im Risikobericht auf Seite 115 und der Anmerkung (18) ,Derivative Finanzinstrumente' im Anhang zum Konzernabschluss auf der Seite 192.
AUSWIRKUNG
Wechselkursschwankungen können sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE auswirken. Wir bewerten das mögliche Risiko aus Wechselkursschwankungen als moderat.
RISIKEN AUS EINER VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUS
RISIKOURSACHE
Ein Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus Schwankungen des allgemeinen Zinsniveaus. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten sowie auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen und andererseits auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten aus.
MASSNAHMEN
Für unsere Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012 bestehen Festzinsvereinbarungen; variabel verzinsliche Verbindlichkeiten bestehen derzeit nicht. Die Geldanlagen haben überwiegend eine kurz- bis mittelfristige Zinsbindung, da diese für anstehende Investitionen und eine im Jahr 2014 fällige Anleihe vorgehalten werden. Zur Steuerung dieses Risikos werden regelmäßig Zinsanalysen erstellt.
AUSWIRKUNG
Das Risiko von signifikanten Zinserhöhungen erscheint möglich, aufgrund der derzeitigen Finanzierungsstruktur sind allerdings keine negativen Auswirkungen zu erwarten. Weitere Zinssenkungen halten wir für unwahrscheinlich, etwaige Auswirkungen wären als moderat zu bewerten.
/ANGABEN ZUR VERÄNDERUNG DES KONZERNERGEBNISSES IN ABHÄNGIGKEIT DER ÄNDERUNG DER ZINSSÄTZE
finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf den Seiten 206.
RISIKEN AUS DEM FORDERUNGSAUSFALL VON KUNDEN
RISIKOURSACHE
Wir unterhalten mit vielen Kunden ausgedehnte Geschäftsbeziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen.
MASSNAHMEN
Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Der Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und einer ausdrücklichen Genehmigung, die abhängig von der Größenordnung durch die Leitung der Unternehmenseinheit bzw. durch das zuständige Vorstandsmitglied erfolgen muss. Die MORTON-Gruppe verwendet eigene Sicherungsinstrumente, um solche Risiken effektiv zu begrenzen. Konzernweit sind 86 % aller versicherbaren Forderungen gegen einen Ausfall gesichert.
AUSWIRKUNG
Ein potenzieller Forderungsausfall könnte zu einer moderaten Beeinträchtigung der Finanzlage der K+S GRUPPE führen. Aufgrund der vorgenommenen Maßnahmen zur Forderungssicherung halten wir dies jedoch für unwahrscheinlich.
/WEITERE INFORMATIONEN ZU WERTBERICHTIGUNGEN UND ZU ÜBERFÄLLIGEN FORDERUNGEN finden Sie im Anhang unter Anmerkung (17) ,Forderungen und sonstige Vermögenswerte' auf Seite 191.
AUSFALLRISIKO VON PARTNERN BEI FINANZGESCHÄFTEN
RISIKOURSACHE
Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde.
MASSNAHMEN
Dieses Risiko hat sich in jüngster Zeit aufgrund der Finanzkrise erhöht. Es wird dadurch begrenzt, dass Finanzgeschäfte nur mit Partnern getätigt werden, die aufgrund unseres internen Monitoringprozesses als geeignet eingestuft werden. Neben dem Rating sind bei Banken u.a. die Sätze für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) maßgeblich.
AUSWIRKUNG
Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer moderaten Beeinträchtigung der Finanzlage der K+S GRUPPE führen. Aufgrund der beschriebenen Auswahl der Partner für Finanzgeschäfte sowie der Diversifizierung halten wir dies jedoch für unwahrscheinlich.
LIQUIDITÄTSRISIKEN
RISIKOURSACHE
Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel und zugesagte Kreditlinien gedeckt.
Im Rahmen der bestehenden Kreditlinien ist die K+S GRUPPE Verpflichtungen (Financial Covenants) eingegangen, bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Im Fall eines Verstoßes gegen diese Verpflichtungen ist eine vorzeitige Kündigung dieser Finanzierungen durch die Fremdkapitalgeber möglich.
MASSNAHMEN
Die Liquiditätssteuerung erfolgt über ein weitgehend gruppenweites Cashpool-System durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquiditätsreserve belief sich per 31. Dezember 2012 auf 2.086 Mio. € und setzte sich aus kurzfristigen Geldanlagen mit Laufzeiten bis zu 1 Jahr bzw. flüssigen Mitteln in Höhe von 787 Mio. €, Geldanlagen mit Laufzeiten größer 1 Jahr in Höhe von 499 Mio. € und der bis 2015 laufenden Konsortialkreditlinie in Höhe von 800 Mio. € zusammen. Damit wurde unser Ziel einer ständigen Liquiditätsreserve von mindestens 500 Mio. € deutlich übertroffen. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren. Dafür erfolgt ein Monitoring bezüglich der Eignung der Partner. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Kreditgebern bestehen nicht.
AUSWIRKUNG
Eine Verletzung der derzeit gültigen Financial Covenants erscheint aufgrund deutlich positiver Finanzkennzahlen unwahrscheinlich. Sowohl die im Juni 2012 (Laufzeit bis 2022) als auch die im September 2009 (Laufzeit bis 2014) emittierte Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € bzw. 750 Mio. € unterliegen nicht der Pflicht zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen. Mit Blick auf die Fälligkeitsstruktur unserer Verbindlichkeiten halten wir für die K+S GRUPPE ein wesentliches Liquiditäts- oder Finanzierungsrisiko für unwahrscheinlich. /ABB: 4.11.2
/ MEHR ZUR FRISTENSTRUKTUR UNSERER FINANZIELLEN VERBINDLICHKEITEN finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss unter Anmerkung (25) ,Finanzielle Verbindlichkeiten' auf Seite 202.
FÄLLIGKEITSPROFIL DER FINANZVERBINDLICHKEITEN

RISIKEN AUS EINER VERÄNDERUNG DES UNTERNEHMENSRATINGS
RISIKOURSACHE
Ratings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i.d.R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Die K+S GRUPPE ist derzeit von den Ratingagenturen STANDARD & POOR'S und MOODY'S INVESTOR SERVICE im "Investment Grade" bewertet. Der Ausblick wird von beiden Ratingagenturen angesichts unserer starken Finanzkennzahlen "stabil" eingestuft (STANDARD & POOR'S Emittenten-Rating: BBB+ stabiler Ausblick, MOODY'S Emittenten-Rating: Baa2 stabiler Ausblick).
MASSNAHMEN
Wir begrenzen dieses Risiko durch eine vorausschauende Finanzierungsstrategie.
/ WEITERE INFORMATIONEN ZU STRATEGISCHEN FINANZIERUNGSMASSNAHMEN finden Sie auf Seite 68, die Ziele des Finanzmanagements auf Seite 99.
AUSWIRKUNG
Ratingherabstufungen, insbesondere der Verlust der Einstufung in die Kategorie "Investment Grade", könnten sich negativ auf Finanzierungsmöglichkeiten und -konditionen auswirken. Herabstufungen können beispielsweise die Stellung von Sicherheiten gegenüber Gläubigern erfordern oder die Bereitschaft von Geschäftspartnern, mit der K+S GRUPPE Geschäfte zu tätigen, beeinträchtigen. Bei bestehenden Kreditlinien müssten unter Umständen höhere Zinsmargen gezahlt werden; gleichzeitig könnten sich neue Kreditlinien verteuern. Wir halten das Risiko einer Herabstufung des Kreditratings in den "Non-Investment"-Bereich für unwahrscheinlich; die Wirkung bewerten wir als moderat. /TAB: 4.11.3
ENTWICKLUNG DER KREDITRATINGS
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| Datum | Rating | Ausblick |
|---|---|---|
| Standard & Poor's | ||
| 8. September 2011 | BBB + | stabil |
| 17. Januar 2011 | BBB | positiv |
| 29. Oktober 2010 | BBB | stabil |
| 30. November 2009 | BBB | stabil |
| 27. August 2009 | BBB | negativ |
| 18. Juni 2009 | BBB + | negativ |
| 23. April 2009 | BBB + | stabil |
| Moody's | ||
| 29. November 2010 | Baa2 | stabil |
| 31. März 2010 | Baa2 | stabil |
| 4. September 2009 | Baa2 | negativ |
| 23. April 2009 | Baa2 | stabil |
BEURTEILUNG DER GESAMTRISIKOSITUATION DURCH DEN VORSTAND
Die Einschätzung des Gesamtrisikos erfolgt auf Grundlage des Risikomanagementsystems in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen. Die Gesamtrisikosituation der K+S GRUPPE ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Entwicklung der Unternehmensrisiken finden Sie in der Darstellung auf Seite 117. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung der K+S GRUPPE gehören insbesondere Risiken aus Schwankungen von Angebot und Nachfrage, Risiken aus einer Veränderung, Versagung bzw. Aufhebung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von Salzabwässern sowie festen Produktionsrückständen und Risiken aus dem Legacy Projekt.
Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine gravierenden Risiken für die zukünftige Entwicklung, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE führen könnten. Diese Einschätzung wird durch die Bewertung der Ratingagenturen bestätigt. Künftige Chancen sind in die Beurteilung des Gesamtrisikos nicht eingeflossen. Organisatorisch haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um mögliche Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und entsprechend handeln zu können.
4.12 NACHTRAGSBERICHT
Nachdem CANPOTEX am 31. Dezember 2012 den Abschluss eines umfangreichen Liefervertrags mit China für das erste Halbjahr 2013 zu dem um 70 US$/t auf 400 US$/t Kaliumchlorid Standard inklusive Fracht reduzierten Preis bekanntgegeben hatte, vereinbarten in den darauf folgenden Wochen weitere Kaliproduzenten bzw. Vertriebsorganisationen Lieferungen zu den gleichen Konditionen. Am 6. Februar 2013 gab BPC bekannt, dass sie mit der indischen Importorganisation IPL einen Liefervertrag bis Januar 2014 zu einem Preis von 427 US$/t Kaliumchlorid Standard inklusive Fracht abgeschlossen hat; dies entspricht einer Reduzierung gegenüber dem zuvor geltenden Preis um 63 US$/t. Auch auf diesen Vertragsabschluss folgten weitere Vereinbarungen zu gleichen Konditionen zwischen indischen Importorganisationen und Kaliproduzenten bzw. Vertriebsorganisationen. Nach der Kaufzurückhaltung im Jahr 2012 sollte die Nachfrage aus China und Indien auch in den für die K+S GRUPPE relevanten Märkten eine wichtige Signalwirkung haben.
Darüber hinaus ergaben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation. Es gibt keine anderweitigen für die K+S GRUPPE oder die K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.
4.13 BEURTEILUNG DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTAND1
Das Jahr 2012 war für die K+S GRUPPE ein erfolgreiches Jahr: Ein erfreuliches Ergebnis hat unser Geschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten beigesteuert, das zweitbeste nach dem in vieler Hinsicht außergewöhnlichen Jahr 2008. Hilfreich waren dabei die gegenüber dem Vorjahr höheren Durchschnittspreise in Euro und die Tatsache, dass wir aufgrund eines anderen Regionalportfolios weniger stark von der Kaufzurückhaltung in China und Indien betroffen waren als die meisten unserer Konkurrenten: Unser Absatz blieb mit 6,95 Mio. t Ware gegenüber 2011 stabil, während andere Hersteller herbe Mengenverluste hinnehmen mussten. Das enttäuschende Ergebnis im Geschäftsbereich Salz war durch die Folgen des außerordentlich milden Winters Anfang 2012 belastet, die wir über das gesamte Jahr nicht mehr aufholen konnten. Die K+S GRUPPE erwirtschaftete im Jahr 2012 mit 3,9 Mrd. € insgesamt einen Umsatz, der annähernd auf dem Niveau des Vorjahres lag. Das operative Ergebnis lag nach 906,2 Mio. € im Vorjahr mit 808,5 Mio. € sehr nah bei unserer zuletzt veröffentlichten Prognose. Das der Dividendenzahlung zugrunde gelegte bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 3,34 € nach 3,04 € im Vorjahr; auf die darin enthaltenen nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts entfielen 0,51 € je Aktie.
1 Stand: 27. Februar 2013.
Vor dem Hintergrund des Abschlusses der Lieferverträge mit China und Indien und der für die Ertragsperspektiven der Landwirtschaft weiterhin attraktiven Preise für Agrarrohstoffe gehen wir von einer spürbaren Erholung des Weltkaliabsatzes auf etwa 59 Mio. t (2012e: 54 Mio. t, einschließlich Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigerem K2O-Gehalt in Höhe von etwa 3 Mio. t) aus. In unserem Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte rechnen wir mit einem Absatzvolumen in Höhe von rund 7 Mio. t (2012: 6,95 Mio. t). Nachdem die internationalen Preise für Kaliumchlorid während des vierten Quartals 2012 aufgrund des damaligen Ausbleibens der Vertragsabschlüsse mit chinesischen und indischen Abnehmern unter Druck geraten waren, sollte das Durchschnittspreisniveau des Produktportfolios im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Jahr 2013 unter dem des Jahres 2012 liegen. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der dieser Prognose zugrunde gelegte Durchschnittskurs von 1,33 USD/EUR im Jahr 2013 insgesamt, jedoch insbesondere in den Monaten mit hohen Überseemengen, einem stärkeren US-Dollar im Jahr 2012 gegenübersteht.
Im Geschäftsbereich Salz war der Start des Auftausalzgeschäfts in Europa witterungsbedingt stärker als üblich. In Nordamerika sorgte die Anfang Februar einsetzende winterliche Witterung insbesondere im Vergleich zum außergewöhnlich schwachen ersten Quartal 2012 für höhere Absatzmengen. Dies sowie der für den Rest des Jahres zugrunde gelegte langjährige Durchschnitt beim erwarteten Auftausalzabsatz lassen uns im Vergleich zum unterdurchschnittlichen Geschäft im Vorjahr von einem deutlich höheren Geschäftsvolumen im Jahr 2013 ausgehen.
Der beschriebene Start in das Jahr 2013 und die im Prognosebericht auf Seite 140 zugrunde gelegten Prämissen lassen uns im Gesamtjahr sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis der K+S GRUPPE von einer leichten Steigerung ausgehen.
4.14 PROGNOSEBERICHT
KÜNFTIGE AUSRICHTUNG DES KONZERNS
KEINE ÄNDERUNGEN DER GESCHÄFTSPOLITIK VORGESEHEN
Wir beabsichtigen in den kommenden Jahren keine grundlegende Änderung unserer Geschäftspolitik. Wir wollen in unseren Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz unsere Marktpositionen insbesondere über den verstärkten Verkauf von Spezialprodukten ausbauen, unsere Effizienz durch Nutzung weiterer Synergien erhöhen, den Ausbau neuer Kalikapazitäten mit dem Legacy Projekt vorantreiben und sowohl organisch als auch extern wachsen.
LÄNDERPORTFOLIO WEITERHIN INTERNATIONAL AUSGEWOGEN
Im vergangenen Jahr kam es bei den Marktanteilsverhältnissen in den für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wichtigen Regionen zu keinen wesentlichen Verschiebungen. Auch im Geschäftsbereich Salz blieb die regionale Umsatzverteilung weitgehend stabil, sodass das Umsatzverhältnis zwischen Europa und Übersee für die K+S GRUPPE weiterhin annähernd ausgeglichen war. Dies sollte auch im Jahr 2013 so bleiben: Zwar wird für das Jahr 2013 nach der Kaufzurückhaltung im Jahr 2012 ein Anstieg der Weltkalinachfrage erwartet, der insbesondere auf einer deutlich steigenden Nachfrage in China und Indien sowie der Normalisierung des Verbrauchs in Nordamerika beruhen sollte. Vertragsvolumina mit diesen Ländern, die nur einen relativ kleinen Anteil unserer gesamten Absatzmenge im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ausmachen, sollten sich auf dem Niveau der Jahre 2011 und 2012 bewegen. Angesichts der erwarteten Normalisierung des Auftausalzgeschäfts nach dem milden Winter sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks im Vorjahr sollte sich der Auftausalzabsatz in 2013 sowohl in Europa als auch Nordamerika wieder entsprechend erhöhen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Jahr 2013 eine auf Gruppenebene erneut annähernd ausgeglichene Umsatzverteilung zwischen Europa und Übersee.
Die zunehmende Weltbevölkerung sowie der tendenziell wachsende Fleischkonsum in den Schwellenländern und der damit einhergehende steigende Futtermittelbedarf dürften die Nachfrage nach großen Teilen unserer Düngemittelproduktpalette insbesondere auf den Überseemärkten in den kommenden Jahren weiter ansteigen lassen. Die Wachstumsraten in Südamerika und Südostasien sollten dabei mittel- bis langfristig überproportional zulegen; wir gehen davon aus, in diesen Regionen künftig gut ein Drittel unserer Düngemittelprodukte zu verkaufen. Mittelfristig werden die im Rahmen des Legacy Projekts in Kanada aufgebauten Kalikapazitäten den Zugang zu diesen Wachstumsregionen verbessern.
Der Salzverbrauch in Europa liegt weitgehend stabil auf relativ hohem Niveau. Im Vergleich zu den stärker wachsenden Überseeregionen weist Europa - abgesehen von witterungsbedingten Einflüssen bei Auftausalz -aufgrund gewachsener Strukturen und differenzierter Produktanforderungen eine relativ geringe Schwankungsanfälligkeit auf. Mit unserem chilenischen Salzproduzenten SPL nutzen wir auch die Potenziale, die sich auf den dynamischeren Überseemärkten infolge einer steigenden und zunehmend wohlhabenderen Bevölkerung ergeben: So führt die Veränderung der Lebensgewohnheiten in Südamerika zu einem spürbar steigenden Bedarf an Speise-, Gewerbe- und Industriesalzen. Mit MORTON SALT haben wir Zugang zu Auftausalzregionen in Nordamerika, die sich durch eine tendenziell niedrigere Schwankungsanfälligkeit auszeichnen, und auch zu den Segmenten Speise- und Gewerbesalze in Nordamerika.
Um noch flexibler auf witterungsbedingte, regionale Schwankungen der Auftausalznachfrage im Geschäftsbereich Salz reagieren zu können, wird die Nutzung des Netzwerks von Produktionsanlagen in Europa, Nord- und Südamerika weiter intensiviert.
/WEITERE INFORMATIONEN ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG DER ABSATZMÄRKTE finden Sie in der Beschreibung der künftigen Branchensituation auf Seite 137.
VERWENDUNG NEUER VERFAHREN ERLAUBT KÜNFTIG HÖHERE PROZESSEFFIZIENZ
Wir arbeiten laufend an Prozessverbesserungen, um die Rohstoffausbeute aus unseren Lagerstätten sowie in unseren Fabriken weiter zu erhöhen, die Energieeffizienz unserer Werke zu steigern sowie feste und flüssige Produktionsrückstände weiter zu verringern. Insbesondere im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte befinden sich sowohl über als auch unter Tage vielversprechende, die Wirtschaftlichkeit und Rohstoffausbeute steigernde Verfahren in der Entwicklung. ESCO, SPL und MORTON SALT arbeiten zusammen, um Best-Practice-Prozesse zu identifizieren und geeignete Verfahren innerhalb des Geschäftsbereichs Salz zu übertragen.
Im Jahr 2012 wurden weitere Investitionen für das Legacy Projekt in Saskatchewan, Kanada, getätigt. Hier errichten wir einen neuen Produktionsstandort für Kaliprodukte basierend auf der Solungsbergbautechnologie; erste Mengen sollen Ende 2015 zur Verfügung stehen. Die Solungsbergbautechnologie erlaubt gegenüber konventionellen Abbauverfahren eine schnellere Produktionsaufnahme, eine flexiblere Anfahrtskurve der Produktion sowie den Abbau tiefer liegender Lagerstättenhorizonte. Außerdem fällt das Verhältnis von Rohsalz zu festen sowie flüssigen Produktionsrückständen günstiger aus.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG WIRD WEITER AUSGEBAUT
Auch künftig wollen wir unsere in enger Abstimmung mit dem Marketing und der Produktion definierten Forschungs- und Entwicklungsziele weiterverfolgen; diese finden Sie auf Seite 81 dieses Berichts. Die Summe aus Forschungsaufwendungen sowie aktivierten Entwicklungsinvestitionen sollte nach Abschluss der Arbeiten an der ersten Kaverne des Legacy Projekts im Jahr 2013 wieder zurückgehen. Im Jahr 2014 sollten die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erneut sinken und dann leicht über dem Niveau des Jahres 2011 liegen.
Die Anzahl der in der Forschung beschäftigten Mitarbeiter sollte im Jahr 2013 ansteigen, um insbesondere die anstehenden Herausforderungen im Bereich der Umwelt- und Prozessanalytik zu bewältigen sowie die Forschung auf dem Gebiet des Solungsbergbaus weiter voranzutreiben. Für das Jahr 2014 erwarten wir dann eine im Vergleich zum Jahr 2013 stabile Anzahl der in der Forschung beschäftigten Mitarbeiter.
Ausgewählte Forschungsaktivitäten in den Jahren 2013 und 2014 stellen wir in der folgenden Aufzählung dar. Einige der beschriebenen Projekte wurden bereits in den Vorjahren begonnen; detaillierte Informationen finden Sie unter ,Forschung und Entwicklung' auf Seite 81 dieses Berichts.
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
| ― | Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte treiben wir die Verbesserung von Gewinnungs- und Produktionsverfahren für Effizienzsteigerungen sowie die Verringerung fester und flüssiger Produktionsrückstände voran. In diesem Rahmen sind insbesondere die Weiterentwicklung von Aufbereitungstechnologien sowie die Verbesserung der Vorerkundungsverfahren für die Lagerstätten wichtige Themen. Darüber hinaus soll durch den verstärkten Einsatz von Online-Analytik die Prozesssteuerung noch weiter verbessert werden. |
| ― | Projekte des Instituts für angewandte Pflanzenernährung (IAPN) : In dem von der Universität Göttingen anerkannten IAPN wird zukünftig insbesondere an einer Optimierung der Düngung mit den Nährstoffen Kalium, Magnesium, Schwefel und Natrium zur Steigerung der Wassernutzungseffizienz im System Boden/Pflanze geforscht. Ein weiteres wichtiges Arbeitsgebiet am IAPN wird die Bedeutung von Magnesium als wichtigem Nährstoff im Pflanzenbau sein; hier wurde bereits im Rahmen der Eröffnungsveranstaltungen ein "International Symposium on Magnesium in Crop Production, Food Quality and Human Health" abgehalten. Darüber hinaus beschäftigt sich eine Projektgruppe in Zusammenarbeit mit der Sabanci University in Istanbul mit der Wirkung der Magnesiumdüngung auf die Stressresistenz von Pflanzen. |
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
| ― | Die Erforschung von Verfahren zur Qualitätserhöhung von Steinsalz für industrielle Anwendungen wird vorangetrieben. |
| ― | Schwerpunkte von MORTON SALT bilden die Erforschung innovativer Auftaumittel, die Reduzierung von Natrium in Lebensmitteln, die Weiterentwicklung von Wasserenthärtungssalzen sowie Salzprodukten für den täglichen Gebrauch. |
KÜNFTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN
| ― | Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gehen wir von keiner wesentlichen Veränderung des Produktportfolios aus. Jedoch werden wir die Anwendungsberatung auch im Jahr 2013 durch die Forschungstätigkeiten und Lehrveranstaltungen am Institut für angewandte Pflanzenernährung in Göttingen durch einen effizienten Wissenstransfer aus der Forschung in die praktische Landwirtschaft weiter intensivieren. |
| ― | Im Fokus der Aktivitäten der ESCO werden im Jahr 2013 Produktoptimierungen in Europa für die Marken BALANCE® SALZ,CÉRÉBOS® SEL ÉQUILIBEE sowie VATEL® SAL EQUILÍBEIO liegen. Ziel ist es, den steigenden Bedarf an natriumreduzierten Mineralsalzen in der Lebensmittelindustrie sowie bei den Konsumenten noch besser bedienen zu können. |
| ― | Bei SPL werden die Ergänzung des Produktportfolios der Marke BIOSAL® sowie der Verkauf und die Aufbereitung von Salzsole für die Fischindustrie weiter vorangetrieben. |
| ― | MORTON SALT wird im Jahr 2013 den Fokus auf die Erweiterung des Angebots von speziellen Speisesalzen legen. |
Darüber hinaus gehen wir von keinen wesentlichen Veränderungen unseres Produkt- und Dienstleistungsangebots aus.
KÜNFTIGE MITARBEITERZAHLEN, KÜNFTIGER PERSONALAUFWAND
K+S steht in einem zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Wir wollen weiterhin insbesondere jüngere Mitarbeiter an das Unternehmen heranführen, um dem demografischen Wandel zu begegnen. Wir möchten aber auch ältere und erfahrene Mitarbeiter für unser Unternehmen gewinnen.
K+S sieht in der Berufsausbildung eine wichtige Investition in die Zukunft und strebt für die inländischen Gesellschaften weiterhin eine Ausbildungsquote von etwa 6 % an. Auch die Weiterbildung unserer Mitarbeiter wird einen besonderen Stellenwert behalten. Wir wollen auch künftig viele unserer Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen rekrutieren.
Zum Jahresende 2013 rechnen wir mit einer leicht höheren Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr (31.12.2012: 14.362). Auch die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sollte sich in diesem Jahr auf rund 14.500 leicht erhöhen (2012: 14.336). Die Gründe für den Anstieg liegen insbesondere in einem Personalaufbau zur Umsetzung des Legacy Projekts, für verstärkte Aktivitäten im Bereich des Umweltschutzes sowie zur Aufrechterhaltung der geförderten Rohsalzmengen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. Der Personalaufwand sollte in etwa auf dem Niveau des Jahres 2012 (981,9 Mio. €) liegen, da den Mehrkosten aus Tariferhöhungen sowie der leicht höheren Mitarbeiterzahl eine geringere erfolgsabhängige Vergütung gegenüberstehen dürfte. Im Jahr 2014 sollte sich die Mitarbeiterzahl erneut leicht erhöhen, und der Personalaufwand dürfte aufgrund dessen, infolge der zu erwartenden Mehrkosten aus Tariferhöhungen sowie einer höheren erfolgsabhängigen Vergütung moderat steigen.
KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION
Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen im Wesentlichen auf Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (Kieler Diskussionsbeiträge: Weltkonjunktur im Winter 2012, Dezember 2012) sowie der DEKA BANK (Makro Research, Volkswirtschaft Prognosenjanuar/Februar 2013).
Diesen Einschätzungen zufolge wird das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2013 leicht zunehmen; Unsicherheiten über die Fortentwicklung der Staatsschuldenkrise im Euroraum, die weitere Konsolidierung der Staatshaushalte sowie die finanzpolitische Diskussion in den Vereinigten Staaten vor dem Hintergrund des Erreichens der gesetzlichen Schuldenobergrenze werden weiterhin zu Belastungen führen. Die Dynamik in den Schwellenländern sollte im Jahresverlauf zunehmen. Die Prognosen der DEKA BANK gehen vor diesem Hintergrund für die Weltwirtschaft von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,2% für das Jahr 2013 und 3,7% für das Jahr 2014 aus. /TAB: 4.14.1
PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS
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| in %; real | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | + 2,0 | + 0,7 | + 0,7 | + 3,0 | + 3,7 |
| Europäische Union (EU-27) | + 1,5 | + 0,3 | -0,2 | + 1,7 | + 1,9 |
| Welt | + 3,7 | + 3,2 | + 3,0 | + 3,7 | + 5,1 |
Quelle: DEKA BANK
Die Prognose des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL geht für die Eurozone von einer allmählichen Entspannung im Hinblick auf die Staatsschuldenkrise aus. Die Krise stellt jedoch weiterhin ein zentrales Prognoserisiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft dar, da weiterhin eine hohe Unsicherheit über die politische Strategie zur Fortentwicklung des Euroraums besteht. Es ist daher nicht zu erwarten, dass sich die Stimmung bei den Unternehmen sowie den Konsumenten kurzfristig grundlegend verbessert. Es besteht nach wie vor das Risiko, dass weitere Länder des Euroraums in Zahlungsschwierigkeiten geraten; in diesem Fall wäre nicht nur mit einer schweren Rezession im Euroraum zu rechnen, die gesamte Weltwirtschaft könnte betroffen sein. Für das Jahr 2013 geht die DEKA BANK für die Eurozone von einem leicht steigenden Bruttoinlandsprodukt von +0,3% nach Überwindung der Rezession im Jahr 2012 in Europa aus, im Jahr 2014 wird mit einem Wachstum von 1,5 % gerechnet.
Das konjunkturelle Expansionstempo sollte in den Vereinigten Staaten nach Ansicht des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT kiel im Jahr 2013 gering sein. Die Rückführung der Verschuldung bei den privaten Haushalten sollte weiter voranschreiten, und die strukturellen Probleme am Immobilienmarkt sollten sukzessive reduziert werden. Bremsend wirken sich jedoch Steuererhöhungen sowie Ausgabenkürzungen aus, mit denen die Rückführung des sehr hohen Budgetdefizits begonnen werden soll. Die DEKA BANK unterstellt vor diesem Hintergrund für die Jahre 2013 und 2014 eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts von 2,0 bzw. 2,5%.
Für die Schwellenländer erwartet das INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL, dass die wirtschaftliche Aktivität sich aufgrund einer allmählich zunehmenden Nachfrage aus den entwickelten Volkswirtschaften erholen sollte. Unterstützend wirken sollten die in den vergangenen Monaten eingeleitete expansive Wirtschaftspolitik sowie Konjunkturprogramme. Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht durch eine erhebliche Dämpfung der Konjunktur in den entwickelten Volkswirtschaften oder weltweite Finanzmarktturbulenzen verschlechtern, dürften die Schwellenländer in den Jahren 2013 und 2014 mit 5,2 % bzw. 5,6 % erneut eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts erzielen können.
Nach den Erwartungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL werden die Notenbanken ihren expansiven geldpolitischen Kurs weiter fortsetzen und die Notenbankzinsen über die Jahre 2013 und 2014 hinweg anhaltend niedrig bleiben. Der unserer Unternehmensplanung zugrunde liegende Wechselkurs des US-Dollars gegenüber dem Euro liegt für die Jahre 2013 und 2014 bei durchschnittlich etwa 1,33 USD/EUR; für den kanadischen Dollar wird ebenfalls ein Wechselkurs von 1,33 CAD/EUR für die Jahre 2013 und 2014 unterstellt. Beim Ölpreis wird für 2013 ein Niveau von 110 US$ pro Barrel, für 2014 ein solches von 100 US$ pro Barrel angenommen.
AUSWIRKUNGEN AUF K+S
| ― | Der wirtschaftliche Aufschwung in den Schwellenländern wird weiter anhalten und das Wohlstandsniveau der dortigen Bevölkerung verbessern. Dies wird den weltweiten Pro-Kopf-Verbrauch an Nahrungsmitteln, u.a. auch an Fleisch, steigern und den Druck auf den Agrarsektor erhöhen, dieser Herausforderung gerecht zu werden. |
| ― | Die an den Börsen gehandelten Termingeschäfte für Agrarprodukte deuten darauf hin, dass sich die Preise für Agrarprodukte auch im Geschäftsjahr 2013 auf einem für die Landwirtschaft attraktiven Niveau halten. Wir gehen daher für unseren Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von einem Absatzvolumen von rund 7 Mio. t aus (2012: 6,95 Mio. t). Im Jahr 2014 sollten wir nach dem Abschluss von Teilprojekten des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz in der Lage sein, die Absatzmenge leicht zu steigern. |
| ― | Die für die Errichtung des neuen Kaliwerks in Kanada (Legacy Projekt) während der Hauptinvestitionsphase bis zum Jahr 2016 anfallenden Investitionen in US-Dollar werden in die USD-Nettoposition des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte einbezogen; dies führt während der Investitionsphase zu einer Reduzierung des insgesamt zu sichernden US-Dollar-Volumens. Zur Absicherung der Nettoposition werden Optionen und Termingeschäfte eingesetzt. Für das Jahr 2013 liegt der "worst case" der gewählten Instrumente bei etwa 1,29 USD/ EUR inkl. Kosten. Sie eröffnen der K+S GRUPPE jedoch auch die Chance, zum Teil an einem stärkeren US-Dollar teilhaben zu können. |
| ― | Für die Errichtung des Legacy Projekts werden während der Hauptinvestitionsphase bis zum Jahr 2016 auch Zahlungen in kanadischen Dollar (CAD) getätigt. Für die Investitionen in kanadischen Dollar besteht teilweise ein natürlicher Hedge durch Überschüsse des Salzgeschäfts in Kanada. Die verbleibende CAD-Nettoposition wird ebenfalls durch den Einsatz von Termingeschäften oder Optionen gesichert, die für das Jahr 2013 einen "worst case" bei 1,26 CAD/EUR inkl. Kosten festschreiben, aber die Chance eröffnen, zum Teil an einem eventuell wieder schwächer werdenden kanadischen Dollar partizipieren zu können. |
| ― | Aufgrund der anhaltend moderaten Wachstumsraten der Weltwirtschaft in den Jahren 2013 und 2014 sollte sich das Niveau der Seefrachtraten (Bulk) nicht wesentlich verändern. Daher sollten die preisbedingten Auswirkungen auf die Frachtkosten der K+S GRUPPE gering bleiben. |
| ― | Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sind die Produktionskosten in nicht unerheblichem Maße von Energiekosten, insbesondere für den Bezug von Gas, beeinflusst. Bei den Energiekosten werden sich die Auswirkungen von Ölpreisschwankungen künftig weniger stark in unserer Kostenrechnung niederschlagen, da die Preisbasis für den Energiebezug künftig stärker diversifiziert sein wird und wir sich ergebende Chancen auf den Energiemärkten wahrnehmen können. Für das Jahr 2013 erwarten wir daher für die K+S GRUPPE einen moderaten Rückgang der Energiekosten auf ein Niveau, das im Jahr 2014 in etwa stabil bleiben sollte. |
/ WEITERE INFORMATIONEN ZU DEN NEU ABGESCHLOSSENEN ENERGIEVERTRÄGEN finden Sie auf Seite 144 bei der Beschreibung der Chancen.
KÜNFTIGE BRANCHENSITUATION
Die im Bereich Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit auf Seite 58 beschriebenen Wettbewerbspositionen der einzelnen Geschäftsbereiche sollten in den Jahren 2013 und 2014 im Wesentlichen ihre Gültigkeit behalten.
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Eine laut FAO (Food and Agricultural Organization of the United Nations) jährlich um rund so Millionen Menschen wachsende Weltbevölkerung sowie veränderte Ernährungsgewohnheiten hin zu einem höheren Fleischkonsum und nicht zuletzt eine steigende Bedeutung von nachwachsenden Rohstoffen zur Bioenergieerzeugung erhöhen den weltweiten Bedarf an Agrarrohstoffen. Dies stellt insbesondere vor dem Hintergrund bestenfalls unverändert zur Verfügung stehender landwirtschaftlicher Flächen pro Kopf eine große Herausforderung für die Landwirtschaft dar. In den letzten 30 Jahren ist die weltweit zur Verfügung stehende Ackerfläche in etwa konstant geblieben. Da jedoch die Weltbevölkerung im gleichen Zeitraum von rund 4,5 auf über 7,0 Mrd. Menschen stieg, bedeutet dies pro Kopf einen Rückgang um etwa 35 %.
Dass die Getreideproduktion über diesen Zeitraum trotzdem mit dem gestiegenen Bedarf mithalten konnte, ist u.a. auf den höheren und ausgewogeneren Einsatz mineralischer Düngemittel zurückzuführen. Dieser wird auch künftig entscheidend dazu beitragen, den Verlust von Anbauflächen im Zuge von Verstädterung, Erosion und Überschwemmungen durch eine Intensivierung der Landwirtschaft auf den verbleibenden Flächen aufzufangen. /ABB: 4.14.1
PRODUKTIONSÜBERSCHUSS/-DEFIZIT UND STOCKS-TO-USE-RATIOS BEI GETREIDE

Trotz großer Produktionsanstrengungen wurde in den vergangenen Jahrzehnten häufig mehr Getreide verbraucht als produziert. Für das aktuelle Wirtschaftsjahr 2012/13 schätzt das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA), dass die durch die Trockenheit im Mittleren Westen der USA und in Russland beeinträchtigte Produktion von Getreide nicht ausreichen dürfte, die Nachfrage zu bedienen. Das Verhältnis von Getreidebeständen zum Verbrauch ("stocks-to-use-ratio") liegt daher mit 17,8 % unterhalb der kritischen Grenze von 20%, oder anders ausgedrückt: Die Weltbevölkerung könnte ihren Bedarf an Getreide lediglich für rund 65 Tage aus Beständen decken. Weitere Rückgänge der stocks-to-use-ratios sind in den kommenden Jahren nicht auszuschließen; vor diesem Hintergrund haben sich die Preise für Agrarprodukte im Jahr 2012 deutlich erhöht. Die daraus resultierenden Ertragsperspektiven der Landwirtschaft sollten ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen höheren Düngemitteleinsatz zu steigern.
Für das Jahr 2013 gehen wir von einer spürbaren Erhöhung des Weltkaliabsatzes auf etwa 59 Mio. t aus (2012e: rund 54 Mio. t) aus; darin sind rund 3 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten einbezogen. Die Einschätzung beruht vor allem auf einem für die Ertragsperspektiven der Landwirtschaft weiterhin attraktiven Niveau der Preise für Agrarrohstoffe und der Erwartung einer nach der Kaufzurückhaltung im Jahr 2012 deutlich steigenden Nachfrage in China und Indien. Für unseren Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gehen wir für das Jahr 2013 von einem Absatzvolumen in Höhe von rund 7 Mio. t aus (2012: 6,95 Mio. t); damit würden wir als weltweit fünftgrößter Einzelproduzent einen Marktanteil von rund 10 % erreichen.
Die Wirtschaftlichkeit von zeitaufwändigen und sehr kapitalintensiven Neuprojekten (Greenfield-Mine) ist von einem angemessenen Kalipreisniveau abhängig. Die Kalinachfrage einer globalisierten Welt mit stetig steigenden Ansprüchen an die Ernährung wird jedoch nicht allein mit den derzeit installierten Kapazitäten zu bedienen sein. /ABB: 4.14.2
WELTKALIKAPAZITÄT, -PRODUKTION UND -ABSATZ

Einschl. Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigerem K2O-Gehalt in Höhe von etwa 3 Mio. t eff; Kapazitätsentwicklung 2011 -2016 basiert auf IFA supply capability-Daten.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
Auch in den kommenden Jahren wird die Branchen- und Wettbewerbssituation in Europa von einem Konsolidierungsdruck in der Salzindustrie geprägt sein. Ein niedriges Frachtkostenniveau könnte die wettbewerbsintensive Marktsituation für die europäischen Produzenten durch steigende Importe aus Nicht-EU-Ländern verschärfen. Als Europas größter Salzproduzent sind wir für die in diesem Marktumfeld entstehenden Herausforderungen gut gerüstet. Für das Jahr 2013 gehen wir in Europa vom Durchschnitt langjähriger Absatzwerte für Auftausalz aus. Nachdem die Nachfrage im Jahr 2012 aufgrund der außergewöhnlich milden Witterungsverhältnisse zu Beginn des Jahres unterdurchschnittlich war, sollte sich der Auftausalzabsatz in 2013 wieder entsprechend erhöhen. In den Segmenten Speise- und Gewerbesalz sollte die Nachfrage in 2013 weitgehend stabil bleiben, während sich der Industriesalzabsatz in Europa normalisieren sollte.
Mit dem chilenischen Salzproduzenten SPL, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, haben wir eine sehr gute Ausgangsposition, am Wachstum in Süd- und Mittelamerika teilzuhaben. Der südamerikanische Speisesalzabsatz sollte im Einklang mit der dortigen Bevölkerungsentwicklung stetig wachsen, nach einer Normalisierung der Salzerntesituation in Brasilien ist dort aber mit erhöhtem Wettbewerb zu rechnen. Die Nachfrage der Chemieindustrie für Industriesalz und die Gewerbesalznachfrage sollten stabil bleiben. Auch Asien weist attraktive Wachstumsraten im Salzverbrauch auf. Nachdem es im Jahr 2011 zu ersten Lieferungen an die Chemische Industrie in China kam, sollte diese Region künftig weiter an Bedeutung gewinnen.
Mit MORTON SALT, dem - gemessen an der Produktionskapazität - größten Salzproduzenten in Nordamerika, haben wir im Bereich der Auftausalze Zugang zu Märkten mit in der Regel weniger schwankungsanfälligem Wintergeschäft in Nordamerika. Auch in den Segmenten Gewerbe- und Speisesalz gehört Nordamerika zu den bedeutendsten Absatzregionen. MORTON SALT verfügt mit den Marken UMBRELLA GIRL® UND WINDSOR CASTLE® über in den USA und in Kanada im Consumergeschäft sehr gut positionierte Marken, die uns den verstärkten Absatz höhermargiger Spezialprodukte ermöglichen. Gegenüber der milden Witterung in Nordamerika im ersten und vierten Quartal 2012 und unter der Annahme des Durchschnitts langjähriger Absatzwerte sollte sich die Nachfrage nach Auftausalz in Nordamerika im Jahr 2013 wieder entsprechend erhöhen. Der Verbrauch von Speise- und Gewerbesalzen sollte weiter stabil bleiben. Die Nachfrage der Chemieindustrie nach Industriesalz dürfte leicht steigen.
ERWARTETE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG
Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich auf die erwartete organische Umsatz- und Ergebnisentwicklung der fortgeführten Geschäftstätigkeiten. Zuwächse aus möglichen Akquisitionen bzw. Kooperationen sind nicht berücksichtigt.
K+S äußert sich zur künftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung gemäß der im Folgenden beschriebenen Prognosepolitik:
| ― | Im Finanzbericht wird ein Ausblick über zwei Jahre gegeben; der Ausblick erfolgt i.d.R. qualitativ in den Ausprägungen "leicht", "moderat", "spürbar", "deutlich" sowie "stark/kräftig". Die jeweiligen Begriffe orientieren sich dabei an der intern erwarteten prozentualen Veränderung gegenüber den entsprechenden Vorjahreswerten. |
| ― | Im Quartalsfinanzbericht zum ersten Quartal wird der Ausblick für das laufende Jahr aufgegriffen und ggf. angepasst; der Ausblick erfolgt qualitativ nach derselben Systematik des Finanzberichts. |
| ― | Im Halbjahresfinanzbericht wird der Ausblick erstmals quantifiziert und es werden Bandbreiten für die Erwartungen bei Umsatz, EBITDA, operativem Ergebnis EBIT I, Konzernergebnis sowie Ergebnis je Aktie angegeben. |
| ― | Im Quartalsfinanzbericht zum dritten Quartal werden die Bandbreiten für das laufende Jahr ggf. adjustiert und verengt. Darüber hinaus wird der qualitative Ausblick des Finanzberichts für das folgende Jahr wieder aufgegriffen und gegebenenfalls angepasst. |
K+S GRUPPE MIT ATTRAKTIVEN PERSPEKTIVEN FÜR 2013 UND 2014
DER UMSATZ DÜRFTE SICH IM JAHR 2013 LEICHT ERHÖHEN
Der Umsatz der K+S GRUPPE dürfte sich im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen. Während wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von einem preisbedingten Umsatzrückgang ausgehen, erwarten wir im Geschäftsbereich Salz einen mengenbedingt höheren Umsatz. Der Umsatzprognose zugrunde gelegt ist ein durchschnittlicher US-Dollarkurs von 1,33 USD/EUR (2012:1,29 USD/EUR).
KOSTEN WERDEN SICH VORAUSSICHTLICH LEICHT ERHÖHEN
Die nachfolgende Prognose der Kostenentwicklung erfolgt nach Kostenarten: Die Gesamtkosten der K+S GRUPPE dürften im Vergleich zum Vorjahr leicht steigen. Der Personalaufwand dürfte in etwa auf dem Niveau des Jahres 2012 liegen, da den Mehrkosten aus Tariferhöhungen sowie der leicht höheren Mitarbeiterzahl eine geringere erfolgsabhängige Vergütung gegenüberstehen sollte. Auch die Materialkosten dürften sich mengenbedingt moderat erhöhen, während wir bei den Energiekosten aufgrund neu verhandelter Verträge von moderaten Einsparungen ausgehen. Demgegenüber erwarten wir mengenbedingt moderat steigende Frachtkosten. Die Abschreibungen sollten sich moderat erhöhen.
OPERATIVE ERGEBNISSE DÜRFTEN LEICHT STEIGEN
Beim EBITDA sowie beim operativen Ergebnis EBIT I der K+S GRUPPE sehen wir aus heutiger Sicht für das Jahr 2013 Chancen, die Werte im Vergleich zum Jahr 2012 leicht steigern zu können. Dabei sollte der Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte durch die Ergebnisverbesserung infolge der Normalisierung des Auftausalzgeschäfts im Geschäftsbereich Salz mehr als ausgeglichen werden.
LEICHT STEIGENDES KONZERNERGEBNIS ERWARTET
Auch beim bereinigten Konzernergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE wäre unter der Annahme eines in etwa stabilen Finanzergebnisses eine leichte Steigerung möglich. Unsere Einschätzung basiert neben den bei Umsatz und operativem Ergebnis beschriebenen Effekten u.a. auf:
| ― | der Erwartung anhaltend attraktiver Agrarpreise; |
| ― | einer Absatzmenge von Kali- und Magnesiumprodukten in Höhe von rund 7 Mio. t (2012: 6,95 Mio. t) und im Vergleich zum Jahr 2012 niedrigeren Durchschnittserlösen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der dieser Prognose zugrunde gelegte Durchschnittskurs von 1,33 USD/EUR im Jahr 2013 sich insgesamt, jedoch insbesondere in Monaten mit hohen Überseemengen, mit einem stärkeren US-Dollar im Jahr 2012 vergleicht; |
| ― | einem mit gut 22 Mio. t durchschnittlichen und im Vergleich zum unterdurchschnittlichen Absatz des Vorjahres (2012: 17,56 Mio. t) deutlich höheren Festsalzabsatz (davon Auftausalz: 12 bis 13 Mio. t, 2012: 8,33 Mio. t); |
| ― | einem stabilen Finanzergebnis, da dem Wegfall des nicht zahlungswirksamen, außerplanmäßigen Zinsaufwands für bergbauliche Rückstellungen infolge der Herabsetzung des durchschnittlich gewichteten Diskontierungsfaktors ein höherer Zinsaufwand aus der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung der im Juni 2012 begebenen Anleihe gegenüberstehen sollte; |
| ― | einer mit 26 bis 27 % leicht höheren bereinigten Konzernsteuerquote (2012: 25,8%). |
ATTRAKTIVE PERSPEKTIVEN FÜR DAS JAHR 2014
Im Jahr 2014 dürfte sich der Umsatz der K+S GRUPPE gegenüber 2013 erneut leicht erhöhen. Dabei gehen wir sowohl im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im Geschäftsbereich Salz von einem Umsatzzuwachs aus. Auch beim operativen Ergebnis sehen wir Chancen für eine leichte Steigerung gegenüber dem Jahr 2013. Dies sollte sich auch entsprechend positiv auf das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern auswirken.
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUM PRODUKTE
Die Perspektiven für die Nachfrageentwicklung nach kali- und magnesiumhaltigen Düngemitteln sind insbesondere in den für uns relevanten Märkten weiterhin attraktiv, sodass wir aus heutiger Sicht für das Jahr 2013 mit einem Absatzvolumen in Höhe von rund 7 Mio. t (2012: 6,95 Mio. t) rechnen. Nachdem die internationalen Preise für Kaliumchlorid während des vierten Quartals 2012 aufgrund des damaligen Ausbleibens der Vertragsabschlüsse der nordamerikanischen und russischen Produzenten mit chinesischen und indischen Abnehmern unter Druck geraten waren, sollte das Durchschnittspreisniveau des Produktportfolios im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Jahr 2013 unter dem des Jahres 2012 liegen. Auf dieser Basis sollte der Umsatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gegenüber dem Vorjahr preisbedingt zurückgehen. Insgesamt rechnen wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bei einem stabilen Kostenniveau mit einem operativen Ergebnis, das unter dem Niveau des Jahres 2012 liegen sollte.
Im Jahr 2014 erwarten wir aus heutiger Sicht eine leicht steigende Absatzmenge sowie eine Umsatzsteigerung, die auch zu einer Verbesserung des Ergebnisses führen sollte.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
Aufgrund der Normalisierung des Auftausalzgeschäfts erwarten wir für den Geschäftsbereich Salz im Jahr 2013 einen gegenüber dem Vorjahr mengenbedingt höheren Umsatz. Diese Prognose unterstellt langjährige Durchschnittswerte für das Frühbezugsgeschäft sowie das Auftausalzgeschäft im vierten Quartal und eine insgesamt weitgehend stabile Umsatzentwicklung in den Segmenten Speise-, Gewerbe- und Industriesalz. Unsere Einschätzung basiert auf einem mit gut 22 Mio. t durchschnittlichen und im Vergleich zum unterdurchschnittlichen Absatz des Vorjahres (2012: 17,56 Mio. t) deutlich höheren Festsalzabsatz (davon Auftausalz: 12 bis 13 Mo. t, 2012: 8,33 Mio. t). Vor dem Hintergrund des in der Bergbauindustrie üblichen höheren Fixkostenanteils sollte die deutlich höhere Kapazitätsauslastung zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses führen.
Nachdem die Preise für Auftausalz in den Ausschreibungen für die Wintersaison 2012/13 aufgrund hoher Lagerbestände auf Kundenseite sowohl in Europa als auch in Nordamerika unter Druck geraten waren, sollte sich eine Normalisierung des Auftausalzgeschäfts und der Lagerbestände auf Kundenseite entsprechend positiv auf die Ausschreibungen für die Wintersaison 2013/14 auswirken. Für das Jahr 2014 rechnen wir auf Basis eines normalen und dem langfristigen Mengendurchschnitt historischer Auftausalzmengen folgenden Wintergeschäfts daher mit einer preisbedingten Umsatzsteigerung und einer weiteren Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber 2013.
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
Für die Jahre 2013 und 2014 gehen wir aus heutiger Sicht von einem stabilen Umsatz und einem stabilen operativen Ergebnis aus.
ERWARTETE FINANZLAGE
VORAUSSICHTLICHE FINANZIERUNGSSTRUKTUR
Die K+S GRUPPE verfügt bei einer Nettoverschuldung in Höhe von 756,0 Mio. € (inklusive Pensionsrückstellungen und bergbaulicher Rückstellungen in Höhe von insgesamt 795,4 Mio. €) bzw. einem Verschuldungsgrad von lediglich 21,7% über eine starke finanzielle Basis. Mit Blick auf die bevorstehenden Investitionen in den Ausbau unserer Kalikapazitäten in Kanada (Legacy Projekt) bilden die solide Kapitalstruktur und ein hoher operativer Cashflow eine gute Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung der K+S GRUPPE. Unsere derzeit sehr niedrige Nettoverschuldung sollte im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigen. Diese Annahme berücksichtigt das erwartete Investitionsbudget einschließlich des Legacy Projekts sowie die sich aus dem Dividendenvorschlag des Vorstands ergebende Dividendensumme. Für das Jahr 2014 rechnen wir vor dem Hintergrund anhaltend hoher Investitionen in das Legacy Projekt mit einem weiteren Anstieg der Nettoverschuldung. Dennoch sollten wir in den Jahren 2013 und 2014 eine Eigenkapitalquote von mindestens 50% und einen Verschuldungsgrad von unter 50 % ausweisen.
ENTWICKLUNG DER LIQUIDITÄT DURCH INVESTITIONEN IN DAS LEGACY PROJEKT GEPRÄGT
Die für die Jahre 2013 und 2014 prognostizierte Ergebnisentwicklung sollte sich auch beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit positiv auswirken, der freie Cashflow dürfte allerdings aufgrund der Investitionen für das Legacy Projekt negativ ausfallen.
GEPLANTE INVESTITIONEN
K+S GRUPPE
Im Jahr 2013 rechnen wir für die K+S GRUPPE mit einem Investitionsvolumen von knapp 1,1 Mrd. €; davon sollten rund 830 Mio. CAD (etwa 625 Mio. €) auf Ausgaben für das Legacy Projekt entfallen; bei der Aufteilung der budgetierten Gesamtausgaben auf die einzelnen Jahre kann es allerdings noch zu erheblichen Verschiebungen kommen. Auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen werden knapp 40 % entfallen. Die Abschreibungen werden im Jahr 2013 zwischen 240 und 250 Mio. € erwartet.
/TAB: 4.14.2
Im Jahr 2014 sollte das Investitionsvolumen der K+S GRUPPE in etwa auf dem Niveau des Jahres 2013 liegen.
INVESTITIONEN NACH BEREICHEN1
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| in Mio (€) | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte | 905 | 332,9 |
| Geschäftsbereich Salz | 130 | 111,3 |
| Ergänzende Aktivitäten | 5 | 6,3 |
| Überleitung | 35 | 15,0 |
| K+S GRUPPE | ~1.075 | 465,5 |
1 Investitionen in den fortgeführten Geschäftstätigkeiten in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen.
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
Das Investitionsniveau im Jahr 2013 sollte bei etwa 905 Mio. € liegen und den Wert des Jahres 2012 (332,9 Mio. €) deutlich übersteigen. Davon sollten 830 Mio. CAD (etwa 625 Mio. €) auf das Legacy Projekt entfallen; bei der Aufteilung der Ausgaben auf die Investitionsperioden kann es allerdings noch zu erheblichen Verschiebungen kommen. In den nächsten Monaten werden in Kanada zunächst weitere Investitionen in die Infrastruktur und in Bohrungen erfolgen. Für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier rechnen wir für dieses Jahr mit einem Investitionsvolumen von rund 140 Mio. €, für die Fertigstellung der Baumaßnahmen für die Salzwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra sind Investitionen von etwa 30 Mio. € geplant. Insgesamt sollten knapp 30 % des Investitionsvolumens auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen entfallen.
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
Das Investitionsvolumen im Jahr 2013 sollte mit rund 130 Mio. € den Wert des Vorjahres (111,3 Mio. €) deutlich übersteigen. Der Anstieg ist vor allem auf Maßnahmen zur Erschließung einer tieferen Abbauebene am Steinsalzstandort Weeks Island, USA, die Optimierung des Abbauverfahrens am Steinsalzstandort Fairport, USA, und die Solfelderweiterung bei FRISIA in Harlingen in den Niederlanden zurückzuführen. Darüber hinaus werden die Erneuerung einer Siedesalzanlage von MORTON SALT in Hutchinson, USA, der weitere Ausbau der Siebkapazitäten bei SPL, und die Optimierung der Lagerlogistik am Salzstandort Borth in Deutschland zu den bedeutendsten Projekten gehören. Etwa drei Viertel werden in Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen investiert werden.
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN
Das Investitionsvolumen wird im Jahr 2013 rund 5 Mio. € betragen und damit etwas unter dem Niveau des Berichtsjahres (6,3 Mio. €) liegen und vor allem Ersatz- und Produktionssicherungsinvestitionen betreffen. Davon werden gut 3 Mio. € bei Entsorgung und Recycling und je 1 Mio. € bei der K+S TRANSPORT GMBH und im Bereich Tierhygieneprodukte investiert werden.
VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER DIVIDENDEN
DIVIDENDENVORSCHLAG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012 BEI 1,40 € JE AKTIE
Aus dem am Ende des Jahres 2011 vorhandenen Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT von 260,1 Mio. € erfolgte am 10. Mai 2012 die Dividendenzahlung für das Jahr 2011 in Höhe von 248,8 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die K+S AKTIENGESELLSCHAFT einen Jahresüberschuss von 563,9 Mio. € (2011: 392,5 Mio. €). Unter Einbeziehung eines Gewinnvortrags in Höhe von 11,3 Mio. € und einer Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 281,0 Mio. € werden 294,2 Mio. € als Bilanzgewinn ausgewiesen.
Das der Dividendenzahlung zugrunde gelegte bereinigte Ergebnis je Aktie der K+S GRUPPE erreichte 3,34 € nach 3,04 € im Vorjahr; auf die darin enthaltenen nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts entfielen 0,51 €je Aktie. Unserem grundsätzlich angestrebten Ausschüttungskorridor von 40 bis 50 % folgend, beabsichtigt der Vorstand, der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von 1,40 € je Aktie vorzuschlagen (Vorjahr: 1,30 € je Aktie); dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 42%. Davon entfallen 1,19 € je Aktie auf die fortgeführten und 0,21 € je Aktie auf die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten. /TAB: 4.14.3
DIVIDENDENENTWICKLUNG
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| in € | 2012 1 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Dividende je Aktie | 1,40 | 1,30 | 1,00 | 0,20 | 2,40 |
1 Im Jahr 2012 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag.
Unter der Annahme, dass wir am Tag der Hauptversammlung keine eigenen Aktien halten, ergäbe sich eine auszuschüttende Dividendensumme von 268,0 Mio. €.
KÜNFTIGE DIVIDENDENPOLITIK
Wir verfolgen eine grundsätzlich ertragsorientierte Dividendenpolitik. Mit dieser Maßgabe bildet eine Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) die Grundlage für die von Vorstand und Aufsichtsrat zu bestimmende Höhe der künftigen Dividendenvorschläge. Da das bereinigte Ergebnis je Aktie in 2013 nicht mehr durch die Effekte aus der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts begünstigt sein wird, dürfte die Dividendenzahlung auf Basis der beschriebenen Ergebnisentwicklung unter der des Vorjahres liegen (Vorschlag 2012: 1,40 € je Aktie). Für das Jahr 2014 ist aufgrund der erwarteten Ergebnisentwicklung eine Anhebung der Dividende möglich.
CHANCEN
CHANCEN AUS DER ENTWICKLUNG DER RAHMENBEDINGUNGEN
/ INFORMATIONEN ZU UNSEREM CHANCENMANAGEMENT finden Sie im Risikobericht auf Seite 113.
LEGACY PROJEKT STÄRKT INTERNATIONALE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT
Legacy ist ein Greenfield-Projekt zur Errichtung einer auf Solungsbergbau (Solution Mining) basierenden Kaliproduktion. K+S hat die kanadische Explorations- und Entwicklungsgesellschaft POTASH ONE, den Eigentümer des Legacy Projekts, Anfang 2011 erworben und in den darauffolgenden Monaten die vorhandene Machbarkeitsstudie von Grund auf überarbeitet. Dabei wurde ein Konzept entwickelt, das optimal zu den Kapazitäts- und Marktprognosen von K+S passt und eine attraktive Wirtschaftlichkeit ausweist.
In die ersten beiden Ausbauphasen des neuen Kalistandorts wird K+S insgesamt 3,25 Mrd. kanadische Dollar investieren. Ende 2015 sollen erste Mengen zur Verfügung stehen und im Jahr 2017 die Zwei-Millionen-Tonnen-Marke erreicht sein. Danach erfolgt der sukzessive Ausbau der Produktionskapazität auf jährlich 2,86 Mio. t im Jahr 2023. In einer dritten Ausbauphase wäre dann etwa zehn Jahre später eine Gesamtproduktion von jährlich maximal 4 Mio. t Kaliumchlorid möglich. Das Produktportfolio wird Kaliumchlorid Standard, granuliertes Kaliumchlorid und hochwertige Industrieprodukte umfassen.
Im Jahr 2012 wurden weitere Infrastrukturarbeiten sowie Bohrungen vorgenommen. Bei K+S POTASH CANADA in Saskatoon arbeiteten Ende 2012 11s K+S-Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern am Aufbau des neuen Standorts, bis 2023 sollen mehr als 300 hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Bei diesem Projekt stützen wir uns auf die Erfahrungen, die ESCO in Deutschland und den Niederlanden im Solungsbergbau gesammelt hat, sowie auf das Know-how von MORTON SALT, die in den USA und in Kanada zehn Werke auf der Basis von Solution Mining betreibt. Das Legacy Projekt wird das bestehende deutsche Produktionsnetzwerk von K+S um einen bedeutenden nordamerikanischen Standortergänzen.
Das bereits unter der Rubrik ,Künftige Branchensituation' auf Seite 137 beschriebene, im historischen Vergleich relativ niedrige Verhältnis des Bestands an wichtigen Agrarprodukten zum jährlichen Verbrauch könnte sich nachhaltig in einem relativ hohen Preisniveau für landwirtschaftliche Erzeugnisse widerspiegeln. Dies wiederum ermutigt Landwirte weltweit, sowohl ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen zu nutzen als auch die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung zu erhöhen; beides erfordert einen höheren Einsatz an Düngemitteln und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert.
UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE CHANCEN
AUSBAU DER KALIKAPAZITÄTEN
Angesichts der hohen Auslastung unserer technisch verfügbaren Kapazitäten in Deutschland sowie der voraussichtlich deutlich steigenden Nachfrage nach Kalidüngemitteln in der Zukunft verfolgt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte die Strategie, seine Produktionskapazitäten für Kali zu erweitern. Das Legacy Projekt eröffnet uns die Chance, am weltweiten Marktwachstum teilzuhaben, den Umsatz und Ertrag des Geschäftsbereichs weiter zu verbessern, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken sowie die durchschnittliche Lebensdauer unserer Bergwerke zu verlängern.
Außerdem haben wir für unser Reservebergwerk Siegfried-Giesen bei Hildesheim, Niedersachsen, eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Nachdem die technischen, betriebswirtschaftlichen und marktseitigen Aspekte einer möglichen Wiedereröffnung umfangreich untersucht wurden, ist das Projekt grundsätzlich als aussichtsreich bewertet worden. Im nächsten Schritt wird nun die Genehmigungsfähigkeit geprüft. Dies umfasst das Einholen der für das Vorhaben erforderlichen Genehmigungen. Dazu werden von einer dafür eingerichteten Projektgruppe ein Raumordnungsverfahren und anschließend ein Planfeststellungsverfahren vorbereitet. Nach Durchführung der hierzu erforderlichen Untersuchungen werden die entsprechenden Anträge gestellt. Die beiden Verwaltungsverfahren werden insgesamt mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Wirtschaftlichkeit und Gewährung der notwendigen bergbau- und umweltrechtlichen Genehmigungen vorausgesetzt, ergäbe sich durch eine Wiederinbetriebnahme von Siegfried-Giesen für uns die Chance, die aufgrund der Erschöpfung der Rohsalzvorräte nach 2018 notwendigen Schließung des Standorts Sigmundshall wegfallende Produktionsleistung zu einem gewissen Grad zu kompensieren.
NUTZUNG VON SYNERGIEN EINES INTERNATIONALEN PRODUKTIONSNETZWERKS
Ein besonderer Fokus liegt auf der Optimierung des internationalen Produktionsnetzwerks und der damit verbundenen Mengenströme und Logistikkosten. Vergleichbare Abbauverfahren ermöglichen Synergien zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz beim Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how sowie Skaleneffekte in der Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen.
LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN
Ein Rückgang des Energiepreisniveaus hätte in den energiesensitiven Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz günstige Auswirkungen auf die Kostenstruktur und damit den Geschäftserfolg.
/ EINE DARSTELLUNG LAUFENDER ENERGIEEFFIZIENZSTEIGERUNGSMASSNAHMEN UND IHRER AUSWIRKUNGEN finden Sie im Kapitel ,Wesentliche nichtfinanzielle Themen' auf Seite 79.
Mit dem Ziel einer höheren Flexibilisierung sowie Senkung von Einkaufskosten wurden die bisher größtenteils an den Ölpreis gekoppelten Gasverträge neu verhandelt, um für einen Teil der Bezugsmengen zukünftig Preischancen an den Gas-Spotmärkten nutzen zu können. So wird sich der Gasbezug in einem relativ ausgewogenen Verhältnis verteilen auf:
| ― | längerfristige Verträge, für die feste Gaspreise vereinbart wurden; |
| ― | ölpreisgebundene Vereinbarungen, die sich mit einem Zeitverzug von nur noch drei bis vier Monaten in unserer Kostenrechnung niederschlagen werden; |
| ― | Bezüge im Gas-Spotmarkt. |
Damit wird der Energiebezug künftig stärker diversifiziert sein, und wir können sich ergebende Chancen auf den Energiemärkten wahrnehmen.
SONSTIGE CHANCEN
Für die K+S GRUPPE ist das USD/EUR-Währungsverhältnis grundsätzlich von hoher Bedeutung, da insbesondere Kaliverkäufe, mit Ausnahme des europäischen Marktes und einigen wenigen Überseeregionen, in US-Dollar fakturiert werden. Unserer Planung für die Jahre 2013 und 2014 liegt ein US-Dollarkurs von 1,33 USD/EUR zugrunde.
Während der Hauptinvestitionsphase des Legacy Projekts wird bis zum Jahr 2016 auch dem CAD/EUR-Währungsverhältnis eine höhere Bedeutung zukommen. Unserer Planung für die Jahre 2013 und 2014 liegt ein Wechselkurs von 1,33 CAD/EUR zugrunde.
GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER K+S GRUPPE
Das Jahr 2013 sollte erneut ein gutes Jahr für die K+S GRUPPE werden: Der Umsatz der K+S GRUPPE dürfte sich im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen. Während wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von einem preisbedingten Umsatzrückgang ausgehen, erwarten wir im Geschäftsbereich Salz einen mengenbedingt höheren Umsatz. Beim operativen Ergebnis EBIT I der K+S GRUPPE sehen wir aus heutiger Sicht für das Jahr 2013 ebenfalls Chancen, die Werte im Vergleich zum Jahr 2012 leicht steigern zu können. Dabei sollte der Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte durch die Ergebnisverbesserung infolge der Normalisierung des Auftausalzgeschäfts im Geschäftsbereich Salz mehr als ausgeglichen werden.
Im Jahr 2014 dürfte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr erneut leicht erhöhen; auch beim operativen Ergebnis sehen wir Chancen für eine leichte Steigerung. /TAB: 4.14.4
TABELLARISCHE ÜBERSICHT DER BESCHRIEBENEN UMSATZ- UND ERGEBNISTRENDS
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| in Mio. € | K+S GRUPPE |
|---|---|
| Umsatz 2012 | 3.935,3 |
| Umsatz 2013 | leichter Anstieg |
| Umsatz 2014 | leichter Anstieg |
| EBIT I 2012 | 808,5 |
| EBIT I 2013 | leichter Anstieg |
| EBIT I 2014 | leichter Anstieg |
Unsere Einschätzungen basieren u.a. auf:
| ― | der Erwartung anhaltend attraktiver Agrarpreise; |
| ― | einer Absatzmenge von Kali- und Magnesiumprodukten in Höhe von rund 7 Mio. t (2012: 6,95 Mio. t) im Jahr 2013 und einer leichten Steigerung in 2014; |
| ― | einem mit gut 22 Mio. t durchschnittlichen und im Vergleich zum unterdurchschnittlichen Absatz des Vorjahres (2012: 17,56 Mio. t) deutlich höheren Festsalzabsatz im Jahr 2013 (davon Auftausalz: 12 bis 13 Mio. t, 2012: 8,33 Mio. t); |
| ― | einem US-Dollarkurs von 1,33 USD/EUR für 2013 und 2014 und einem Ölpreisniveau von 110 US$ pro Barrel in 2013 und 100 US$ pro Barrel in 2014, |
| ― | einem weitgehend unveränderten Finanzergebnis; |
| ― | einer mit 26 bis 27% leicht höheren bereinigten Konzernsteuerquote (2012: 25,8%). |
Darüber hinaus bleibt es Schwerpunkt unserer Strategie, in den angestammten Geschäftsfeldern weiter zu wachsen; dies schließt Akquisitionen und Kooperationen ein.
4.15 K+S AKTIENGESELLSCHAFT (ERLÄUTERUNGEN AUF BASIS HGB)
Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB ist im Kapitel, Corporate Governance' auf Seite 33 enthalten. Sie ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und des Konzerns.
VERGÜTUNGSBERICHT
Die Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB sind im Vergütungsbericht des Kapitels ,Corporate Governance' auf Seite 43 enthalten; der Vergütungsbericht ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und des Konzerns.
ANGABEN NACH §289 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS
Die Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB sowie den erläuternden Bericht des Vorstands finden Sie auf Seite 64.
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, UNTERNEHMENSSTRATEGIE, UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG, ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF
Angaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -Überwachung sowie einen Überblick über den Geschäftsverlauf finden Sie auf den Seiten 66-91.
ERTRAGSLAGE
Der Umsatz der K+S AKTIENGESELLSCHAFT lag im Jahr 2012 mit 75,5 Mio. € spürbar über dem Niveau des Vorjahres (67,1 Mio. €). Neben einem mengenbedingten Anstieg der konzerninternen Verrechnungen von Serviceleistungen an Gruppengesellschaften gab es positive Mengeneffekte bei der Granulierung von CATSAN®. /TAB: 4.15.1
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1
DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT
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| in Mio. € | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 75,5 | 67,1 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 81,5 | 74,2 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | -6,0 | -7,1 |
| Vertriebs-, allgemeine Verwaltungs- und Forschungskosten | 37,0 | 43,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 59,2 | -16,6 |
| Beteiligungsergebnis | 789,7 | 702,3 |
| Zinsergebnis | -35,1 | -56,5 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | -1,1 | - |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 769,6 | 578,2 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 205,7 | 185,7 |
| Jahresüberschuss | 563,9 | 392,5 |
| Gewinnvortrag | 11,3 | 34,3 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 281,0 | 166,8 |
| Bilanzgewinn | 294,2 | 260,1 |
1 Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung finden Sie im Jahresabschluss 2012 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg um 191,4 Mio. € auf 769,6 Mio. € (Vorjahr: 578,2 Mio. €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das spürbar höhere Beteiligungsergebnis in Höhe von 789,7 Mio. € (Vorjahr: 702,3 Mio. €) zurückzuführen, das insbesondere durch den Anstieg der Gewinnabführung der K+S KALI GMBH auf 763,6 Mio. € (Vorjahr: 718,4 Mio. €) begünstigt war. Außerdem war das Vorjahr durch Aufwendungen aus der Übernahme des Verlusts der K+S BETEILIGUNGS GMBH in Höhe von 83,0 Mio. € belastet (2012: -0,7 Mio. €). Die Ergebnisabführung der K+S NITROGEN GMBH lag mit 6,7 Mio. € infolge der unterjährigen Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts unter dem Niveau des Vorjahres (56,6 Mio. €). Weitere Beteiligungserträge resultieren aus den Gewinnabführungen der K+S ENTSORGUNG GMBH mit 9,6 Mio. € (Vorjahr: 8,6 Mio. €) und der K+S TRANSPORT GMBH mit 9,1 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Erträge aus der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts um 73,6 Mio. € auf 127,4 Mio. € (Vorjahr: 53,8 Mio. €).
Die Verbesserung des Zinsergebnisses von -56,5 Mio. € auf -35,1 Mio. € ist im Wesentlichen auf den Saldo aus der Aufzinsung für Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen und den Erträgen/Aufwendungen des Deckungsvermögens sowie aus höheren Erträgen aus Wertpapieren zurückzuführen. Gegenläufig wirken sich Zinsaufwendungen aus einer im Juni 2012 begebenen Unternehmensanleihe aus.
Das Ergebnis nach Steuern der K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhöhte sich deutlich auf 563,9 Mio. € und liegt damit 171,4 Mio. € über dem Vorjahreswert (392,5 Mio. €).
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Das Anlagevermögen hat sich um 427,7 Mio. € auf 3.092,6 Mio. € erhöht (Vorjahr: 2.664,9 Mio. €) und hat einen Anteil von 70 % an der um 402,3 Mio. € gestiegenen Bilanzsumme (Vorjahr: 66 %). Der Anstieg ist insbesondere auf Käufe von langfristig gehaltenen Wertpapieren zurückzuführen. Die Guthaben bei Kreditinstituten haben per 31. Dezember 2012 einen Saldo von 136,3 Mio. € (Vorjahr: 141,7 Mio. €). /TAB: 4.15.2
Bilanz
DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT
AKTIVA
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| in Mio. € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0,1 | 0,1 |
| Sachanlagen | 18,3 | 17,2 |
| Finanzanlagen | 3.074,2 | 2.647,6 |
| Anlagevermögen | 3.092,6 | 2.664,9 |
| Vorräte | 1,4 | 1,2 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 1.015,6 | 1.009,5 |
| Wertpapiere | 175,6 | 219,3 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 136,3 | 141,7 |
| Umlaufvermögen | 1.328,9 | 1.371,7 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 3,9 | 1,9 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung | 15,4 | - |
| AKTIVA | 4.440,8 | 4.038,5 |
| Passiva | ||
| in Mio. € | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Gezeichnetes Kapital | 191,4 | 191,4 |
| Kapitalrücklage | 701,6 | 701,6 |
| Gewinnrücklagen | 733,0 | 452,0 |
| Bilanzgewinn | 294,2 | 260,1 |
| Eigenkapital | 1.920,2 | 1.605,1 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | - | 5,9 |
| Steuerrückstellungen | 21,9 | - |
| Sonstige Rückstellungen | 164,8 | 160,3 |
| Rückstellungen | 186,7 | 166,2 |
| Verbindlichkeiten | 2.333,9 | 2.267,2 |
| Passiva | 4.440,8 | 4.038,5 |
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist zum Bilanzstichtag einen aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 15,4 Mio. € aus, der aus einem Überhang des Deckungsvermögens über Verpflichtungen aus Pensionszusagen resultiert. Im Vorjahr bestanden Verpflichtungsüberhänge, die passiviert wurden.
Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2012 43 % (Vorjahr: 40 %). Aufgrund der verbesserten Ergebnissituation weisen wir zum Stichtag Steuerrückstellungen von 21,9 Mio. € aus. Im Vorjahr wurden aufgrund höherer Vorauszahlungen auf Ertragsteuern keine Steuerrückstellungen ausgewiesen. /TAB: 4.15.3
Die sonstigen Rückstellungen haben überwiegend langfristigen Charakter. Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgt größtenteils aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln.
Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich im Wesentlichen aus dem Cashpool sowie Darlehensverbindlichkeiten zusammen.
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat im Juni 2012 eine Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € begeben. Die Schuldverschreibung hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Mit einem Zinscoupon von 3,0% p.a. und einem Emissionskurs von 99,422% betrug die Rendite bei Ausgabe 3,068%. Der Mittelzufluss aus der Anleiheemission wird zur Refinanzierung der ausstehenden, in 2014 fälligen Unternehmensanleihe verwendet werden.
DIVIDENDE
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist für das Geschäftsjahr 2012 einen Bilanzgewinn in Höhe von 294,2 Mio. € aus.
Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung am 14. Mai 2013 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 zu verwenden wie in Tabelle 4.15.4 dargestellt. /TAB: 4.15.4
GEWlNNVERWENDUNG1
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| in Mio. € | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Dividende je Aktie (€) | 1,40 | 1,30 |
| Ausschüttungssumme bei 191.400.000 dividendenberechtigten Stückaktien | 268,0 | 248,8 |
| Gewinnvortrag | 26,2 | 11,3 |
| Bilanzgewinn | 294,2 | 260,1 |
1 Beträge sind gerundet.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Umfassende Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der K+S GRUPPE, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden Sie auf Seite 81.
MITARBEITER
Zum 31. Dezember 2012 waren 604 Mitarbeiter (Vorjahr: 591 Mitarbeiter) bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt. Davon waren 17 Auszubildende (Vorjahr: 17 Auszubildende).
RISIKEN UND CHANCEN
Die Geschäftsentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die K+S GRUPPE. An den Risiken ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die K+S AKTIENGESELLSCHAFT entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden Sie in den Kapiteln ,Risikobericht' auf Seite 113 und ,Chancen' auf Seite 143.
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT 1st in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden.
Die erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (§ 289 Abs. 5 HGB) finden Sie im Risikobericht auf Seite 116.
NACHTRAGSBERICHT
Den Nachtragsbericht für die K+S GRUPPE sowie die K+S AKTIENGESELLSCHAFT finden Sie auf Seite 131.
PROGNOSEBERICHT
Die Ergebnisentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die für die K+S GRUPPE prognostizierte Geschäftsentwicklung finden Sie im Prognosebericht auf Seite 139.
4.16 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss bzw. der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschrieben sind.
Kassel, 27. Februar 2013
K+S AKTIENGESELLSCHAFT
DER VORSTAND
ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN
Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken -wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
CORPORATE GOVERNANCE
DIE GRUNDSÄTZE EINER MODERNEN CORPORATE GOVERNANCE bilden die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse / Proaktive und transparente
Kommunikation ist unser Anspruch
3.1 Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht
3.2 Mitglieder des Vorstands
3.3 Mitglieder des Aufsichtsrats
3.4 Vergütungsbericht
K+S verfolgt das Ziel einer verantwortungsbewussten und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle, die auf langfristige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse.
Der Vorstand gibt gemäß § 289a HGB die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit dieser Erklärung berichten Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex:
3.1 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG 2012/2013
Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT haben im Dezember 2012 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz abgegeben:
"Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Fassung vom 26. Mai 2010) im Jahr 2012 mit Ausnahme der Empfehlung der Ziffer 5.4.6 Absatz 2 entsprochen wurde. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass eine ausschließlich fixe Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besser als eine auch einen variablen Anteil beinhaltende Vergütungsform geeignet ist, den unabhängig vom Unternehmenserfolg generell bestehenden Beratungs- und Kontrollaufgaben des Aufsichtsrats Rechnung zu tragen.1
Wir erklären ferner, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 15. Juni 2012 bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Fassung vom 15. Mai 2012) im Jahr 2013 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 (soweit für Aufsichtsratsmitglieder eine Altersgrenze festgelegt werden soll) entsprochen werden wird. Wir halten die Festlegung von starren Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weder für notwendig noch für zweckmäßig, da die Eignung zur Ausübung der jeweiligen Organtätigkeit nicht per se mit dem Erreichen eines bestimmten Alters endet, sondern allein von den jeweiligen individuellen Fähigkeiten abhängig ist. Insbesondere auch angesichts der demografischen Entwicklung stehen Altersgrenzen daher im Widerspruch zu dem generellen Interesse der Gesellschaft, ihre Organe bestmöglich zu besetzen."
1 Die bisherige Empfehlung der Ziffer 5.4.6 Absatz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass die Aufsichtsratsvergütung variable Anteile enthalten soll, ist in der Fassung vom 15. Mai 2012 entfallen.
/ DIESE SOWIE ALLE FRÜHEREN ENTSPRECHENSERKLÄRUNGEN sind auch im Internet unter www.k-plus-s.com im Bereich ,Corporate Governance' veröffentlicht
Von den zahlreichen Anregungen des Kodex wird von K+S lediglich die folgende nicht vollständig umgesetzt:
| ― | Die Hauptversammlung wurde bislang nicht in voller Länge live im Internet übertragen (Kodex Ziffer 2.3.4), sondern nur bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden. |
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Vorstand und der Aufsichtsrat. Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, in der Satzung und den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.
AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG
Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und ihnen Weisungen erteilen oder zukünftig auch per Briefwahl abstimmen. Die Erteilung einer Vollmacht bzw. von Weisungen ist auch über ein elektronisches Vollmachts- und Weisungssystem auf der Internetseite der K+S möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse im Internet.
/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR HAUPTVERSAMMLUNG finden Sie unter www.k-plus-s.com/hv
ARBEITSWEISE DES VORSTANDS
Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt; Ende des Jahres 2012 hatte der Vorstand fünf Mitglieder. Die Geschäftsordnung regelt deren Zusammenarbeit und die Geschäftsverteilung. Über Angelegenheiten von ressortübergreifender Bedeutung sind die betroffenen Vorstandsmitglieder zu informieren; Maßnahmen, die auch andere Ressorts berühren oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen gegebenenfalls dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen.
/DIE GESCHÄFTSORDNUNG DES VORSTANDS finden Sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ,Corporate Governance'.
/WEITERE INFORMATIONEN ZUR BESETZUNG DES VORSTANDS UND RESSORTVERTEILUNG finden Sie auf Seite 39 sowie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ,Corporate Governance'.
Das wesentliche Instrument des Vorstands zur Wahrnehmung seiner Führungsverantwortung sowie seiner Aufsichtspflicht ist das interne Kontrollsystem (IKS). Das IKS beinhaltet Grundsätze, Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die auf die organisatorische Vorbereitung und Umsetzung von Management-Entscheidungen gerichtet sind. Es setzt sich aus den Bausteinen "Internes Steuerungssystem" und "Internes Überwachungssystem" zusammen und wird regelmäßig überprüft.
Die Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen dem Vorstand und den Unternehmenseinheiten; Vorstandssitzungen finden regelmäßig im Zwei-Wochen-Rhythmus statt. Ausgangspunkt für die Steuerung des Gesamtkonzerns bzw. der Unternehmenseinheiten sind die Zielvorgaben des Vorstands, die sich aus der Vision und der Gesamtstrategie der K+S GRUPPE ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der K+S GRUPPE. Dem Management stehen eine Reihe von Controllinginstrumenten zur Verfügung. Ferner sind das Risiko- und Compliance-Managementsystem sowie die interne Revision wichtige Bestandteile des internen Kontrollsystems.
Das interne Überwachungssystem soll die Einhaltung der geplanten Unternehmensziele sowie der Vorgaben des internen Steuerungssystems sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen.
/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM INTERNEN KONTROLLSYSTEM UND SEINEN BESTANDTEILEN finden Sie im Kapitel ,Unternehmenssteuerung und -Überwachung' auf Seite 69, zum Risikomanagementsystem im Risikobericht auf Seite 113.
ARBEITSWEISE DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt für jeweils fünf Jahre. Die Amtszeit des Vorsitzenden endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2017, die von Herrn Cardona mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2015 und die der übrigen Mitglieder mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2013.
/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS UND SEINER AUSSCHÜSSE finden Sie auf Seite 40 sowie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ,Corporate Governance'.
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen - soweit erforderlich - Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Der Aufsichtsrat führt in Form eines Fragebogens regelmäßig eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Aufsichtsrat wie auch in seinen Ausschüssen zu erhalten.
/ WEITERE EINZELHEITEN ZUR TÄTIGKEIT DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2012 finden Sie im Bericht des Aufsichtsrats auf Seite 12 dieses Finanzberichts.
Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet:
| ― | Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) nimmt die sich aus dem Aktiengesetz sowie Ziffer 5.3.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ergebenden Aufgaben wahr. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und des Compliance-Systems sowie der Abschlussprüfung. Er erörtert auch die Quartals- und Halbjahresfinanzberichte vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand. Herr Dr. Sünner, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verfügt aus seiner beruflichen Praxis als ehemaliger Leiter des Zentralbereichs Recht, Steuern und Versicherung sowie als ehemaliger Chief Compliance Officer der BASF SE über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. |
| ― | Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern, einschließlich der langfristigen Nachfolgeplanung. Hinsichtlich der Festlegung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbreitet der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum Beschlussvorschläge. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. |
| ― | Der Nominierungsausschuss empfiehlt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Aufsichtsratskandidaten. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. |
| ― | Der Vermittlungsausschuss nimmt die in § 31 Abs. 3 Satz 1 Mitbestimmungsgesetz beschriebenen Aufgaben wahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Die vier Mitglieder des Ausschusses vertreten zu gleichen Teilen die Anteilseigner und die Arbeitnehmer. |
/ DIE GESCHÄFTSORDNUNG DES AUFSICHTSRATS finden Sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ,Corporate Governance'.
ZIELSETZUNG FÜR DIE BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS
Aus der letzten Entsprechenserklärung der Gesellschaft ergibt sich, dass u.a. der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex gefolgt wird, nach der der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann; eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht ihm als Gesellschaftsorgan nicht zu.
Eingedenk dessen hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 21. November 2012 Folgendes beschlossen1 :
"Der Aufsichtsrat wird sich dafür einsetzen, dass seine Mitglieder integre, der sozialen Marktwirtschaft verbundene Persönlichkeiten sind und über Kompetenz und langjährige Erfahrung in der Führung und/oder Beratung von Wirtschaftsunternehmen oder wirtschaftsnahen Institutionen verfügen. Wünschenswert sind dabei Erfahrungen und spezielle Kenntnisse in den Haupttätigkeitsfeldern des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören.
Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das der gewachsenen Internationalität des Unternehmens aufgrund seiner Staatsangehörigkeit oder beruflichen Erfahrung in besonderem Maße Rechnung trägt. Dabei erscheinen Erfahrungen bezüglich der Regionen, in denen die K+S GRUPPE verstärkt präsent ist, besonders wünschenswert.
In diesem Rahmen wird angestrebt, dass dem Aufsichtsrat ein prozentualer Anteil weiblicher Mitglieder angehört, der mindestens dem prozentualen Anteil von Frauen an der Gesamtzahl der in der K+S GRUPPE beschäftigten Mitarbeiter entspricht.
Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein."
1 Die bisher in den Zielen zur Besetzung des Aufsichtsrats enthaltene Altersgrenze von Aufsichtsratsmitgliedern ist aufgrund der in der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex genannten Gründe entfallen.
Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass er gegenwärtig die vorstehenden Zielsetzungen mit einer Ausnahme erfüllt: Mit Frau Benner-Heinacher hat der Aufsichtsrat nur ein weibliches Mitglied; angesichts des aktuellen Frauenanteils von ca. 10 % an der Gesamtbelegschaft der K+S GRUPPE wird die Mitgliedschaft von mindestens zwei Frauen angestrebt.
ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage sowie über besondere unternehmerische Risiken und Chancen. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; weitere Informationen hierzu finden sich in §12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats.
INTERESSENKONFLIKTE
Zur Vermeidung potenzieller Interessenkonflikte hat Herr Cardona in zwei Plenumssitzungen an Beratungen zu Themen, bei denen Interessen der OJSC EUROCHEM berührt waren, nicht teilgenommen. Weitere Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.
VERMÖGENSSCHADEN-HAFTPFLICHTVERSICHERUNG (D&O)
K+S unterhält eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) u.a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung. Die D&O-Ver-sicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung.
AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND VORSTANDS
Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT den Erwerb und die Veräußerung von K+S-Aktien offenlegen.
Im Jahr 2012 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT die in Tabelle 3.1.1 und 3.1.2 dargestellten Directors' Dealings-Meldungen veröffentlicht.
/TAB: 3.1.1,3.1.2
/ EINE STETS AKTUELLE TABELLE finden Sie auf unserer Internetseite unter www.k-plus-s.com/de/meldungen/directors-dealings
DIRECTORS' DEALINGS VORSTANDSMITGLIEDER
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| Datum | Transaktion | Stückzahl | Kurs in € |
Betrag in € |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Thomas Nöcker | 15.11.2012 | Kauf von Aktien | 3.000 | 33,57 | 100.695,45 |
| 09.05.2012 | Kauf von Aktien | 4.000 | 36,66 | 146.646,40 |
DIRECTORS' DEALINGS AUFSICHTSRATSMITGLIEDER
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| Datum | Transaktion | Stückzahl | Kurs in € |
Betrag in € |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Karl Heidenreich | 13.11.2012 | Kauf von Aktien | 500 | 33,97 | 16.985,00 |
| Dr. Eckart Sünner | 21.05.2012 | Kauf von Aktien | 4.000 | 35,05 | 140.200,00 |
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2012 zusammen einen Anteil von weniger als 1 % der Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bzw. sich darauf beziehender Finanzinstrumente.
COMPLIANCE
Unser Compliance-System schafft die organisatorischen Voraussetzungen dafür, dass das jeweils geltende Recht, unsere internen Regelungen sowie die vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards konzernweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Straf- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens und seiner Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden.
Mit der Koordinierung und Dokumentation der konzernweiten Compliance-Aktivitäten hat der Vorstand einen Chief Compliance Officer betraut, der direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Er leitet den zentralen Compliance-Ausschuss, dem die Compliance-Beauftragten sowie die Leiter von Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT angehören, die Compliance-relevante Aufgaben wahrnehmen (z.B. Revision, Risikomanagement, Recht, Personal, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement).
Über die gesetzlichen Pflichten hinaus haben wir für uns Grundwerte und daraus abgeleitete Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) definiert, die den Rahmen für unser Verhalten und unsere Entscheidungen verbindlich vorgeben und Orientierung für unser unternehmerisches Handeln sind. Unsere Grundwerte und Verhaltensgrundsätze sind auf unserer Internetseite unter www.k-plus-s.com im Bereich ,Über K+S' veröffentlicht. Jeder Mitarbeiter wird mit diesen konzernweit geltenden Grundwerten und Verhaltensgrundsätzen sowie den sich daraus ableitenden Unternehmensrichtlinien vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden Schulungen für potenziell betroffene Mitarbeiter statt (z.B. Kartellrecht, Antikorruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Umweltschutz, Arbeitssicherheitsrecht). Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich intern Rat in Compliance-relevanten Angelegenheiten zu holen. Außerdem haben wir externe Hotlines (Ombudsleute) zur - wenn gewünscht, auch anonymen - Meldung von Compliance-Verstößen eingerichtet. / ABB: 3.1.1
K+S COMPLIANCE-SYSTEM

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG
Für den Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT werden die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS angewendet. Die Abschlussprüfungen für das Jahr 2012 wurden von der DELOITTE & TOUCHE GMBH, Hannover, durchgeführt, die die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben hat. Die Erteilung des Prüfungsauftrags erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses, nachdem mit dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte sowie dessen Honorar vereinbart wurden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.
TRANSPARENZ
Unser Ziel ist es, Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Finanzanalysten, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit durch regelmäßige, offene und aktuelle Kommunikation gleichzeitig und gleichberechtigt über die Lage sowie über bedeutende geschäftliche Veränderungen des Unternehmens zu unterrichten. Alle wesentlichen Informationen wie z.B. Informationen zur Hauptversammlung, Presse-, Ad-hoc- und Stimmrechtsmitteilungen, sämtliche Finanzberichte, Unternehmens-/Nachhaltigkeitsberichte, aber auch Analystenempfehlungen und Konsensschätzungen sowie Unternehmenspräsentationen von Roadshows und Investorenkonferenzen veröffentlichen wir im Internet.
Der Finanzkalender befindet sich sowohl im Finanzbericht, in den Halbjahres- sowie Quartalsfmanzberichten als auch auf der Internetseite der Gesellschaft. Die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat sind ebenso auf dieser Internetseite abrufbar wie detaillierte Informationen zur Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ein E-Mail-Newsletter informiert stets über Neues aus dem Konzern.
3.2 MITGLIEDER DES VORSTANDS
Stand der Angaben: 31. Dezember 2012
Norbert Steiner (58), Jurist, Vorsitzender
| ― | Unternehmensentwicklung und Controlling1 |
| ― | Recht/Compliance |
| ― | Investor Relations |
| ― | Corporate Communications |
| ― | Oberer Führungskreis/Internationale HR-Koordination |
| ― | Kali- und Magnesiumprodukte2 |
Mandat bis 11. Mai 2015
Erstbestellung: 12. Mai 2000
Aufsichtsratsmandate:
| ― | E.ON MITTE AG, Kassel |
| ― | K+S KALI GMBH (Vorsitzender), Kassel3 |
Joachim Felker (60), Industriekaufmann
| ― | Kali- und Magnesiumprodukte |
Das Mandat endete am 30. September 2012
Erstbestellung: 1. Oktober 2005
Aufsichtsratsmandate:
| ― | K+S KALI GMBH, Kassel (bis 30. September 2012)3 |
Gerd Grimmig (59), Diplom-Ingenieur
| ― | Bergbau |
| ― | Geologie |
| ― | Technik/Energie |
| ― | Forschung und Entwicklung |
| ― | Umwelt, Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement |
| ― | Inaktive Werke |
| ― | Entsorgung und Recycling |
| ― | Tierhygieneprodukte |
| ― | K+S CONSULTING GMBH |
| ― | MSW CHEMIE GMBH |
Mandat bis 30. September 2013
Erstbestellung: 1. Oktober 2000
Aufsichtsratsmandate:
| ― | K+S KALI GMBH, Kassel3 |
Dr. Burkhard Lohr (49), Diplom-Kaufmann
| ― | Finanzen und Rechnungswesen |
| ― | Steuern |
| ― | Revision |
| ― | Einkauf, Material- und Lagerwirtschaft |
| ― | Versicherungen |
| ― | Datenschutz |
Mandat bis 31. Mai 2015
Erstbestellung: 1. Juni 2012
Dr. Thomas Nöcker (54), Jurist, Arbeitsdirektor
| ― | Personal (inkl. Gesundheitsmanagement) |
| ― | IT |
| ― | Organisations- und Projektmanagement |
| ― | Immobilienmanagement |
| ― | Wissensmanagement |
| ― | Globale Logistik Strategie |
| ― | Logistik-Einkauf |
| ― | K+S TRANSPORT GMBH |
| ― | CFK GMBH (Handel) |
Mandat bis 31. Juli 2016
Erstbestellung: 1. August 2003
Aufsichtsratsmandate:
| ― | K+S KALI GMBH, Kassel3 |
Mark Roberts (49), Bachelor of Science (Marketing)
| ― | Salz |
Mandat bis 30. September 2015
Erstbestellung: 1. Oktober 2012
Aufsichtsratsmandate:
| ― | Salt Institute, Alexandria, Virginia, USA |
/LEBENSLÄUFE DER MITGLIEDER DES VORSTANDS finden Sie auf unserer Internetseite unter www.k-plus-s.com/de/vorstand
1 Für das Konzern-Controlling ist ab dem 1.Januar 2013 Herr Dr. Lohr zuständig.
2 Seit 1. Oktober 2012.
3 Konzernmandat.
EHRENVORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS
Gerhard R. Wolf (77), Diplom-Kaufmann
ehem. Mitglied des Vorstands der BASF SE, Ludwigshafen
Ehemaliger Vorsitzender des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT
3.3 MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS
Stand der Angaben: 31. Dezember 2012
Dr. Ralf Bethke (70), Diplom-Kaufmann,
Aufsichtsratsvorsitzender
Anteilseignervertreter
Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten)
Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2017
Erstbestellung: 1. Juli 2007
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | BENTELER INTERNATIONAL AG, Salzburg (stellv. Vorsitzender) |
| ― | DIE KAPITAL AG, Pullach (Vorsitzender) |
| ― | SÜDDEUTSCHE ZUCKERRÜBENVERWERTUNGSGENOSSENSCHAFT EG, Stuttgart-Ochsenfurt |
| ― | SÜDZUCKER AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim |
Michael Vassiliadis (48), Chemielaborant,
stellv. Vorsitzender
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender der IG BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | BASF SE, Ludwigshafen |
| ― | EVONIK INDUSTRIES AG, Essen (stellv. Vorsitzender) |
| ― | HENKEL AG & CO. KGAA, Düsseldorf |
| ― | STEAG GMBH, Essen (stellv. Vorsitzender) |
Ralf Becker (47), Gewerkschaftssekretär
Arbeitnehmervertreter
Landesbezirksleiter Nord der IG BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 1. August 2009
weitere Aufsichtsratsmandate:
CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH, Hannover (stellv. Vorsitzender)
Jella S. Benner-Heinacher (52), Juristin
Anteilseignervertreterin
Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der DEUTSCHE SCHUTZVEREINIGUNG FÜR WERTPAPIERBESITZ E.V., Düsseldorf
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Aufsichtsratsmandate:
A.S. CREATION TAPETEN AG, Gummersbach
George Cardona (61), Ökonom
Anteilseignervertreter
Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Kontrollgremien)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2015
Erstbestellung: 9. Oktober 2009
weitere Kontrollgremien:
| ― | Board der DONALINK LTD., Zypern |
| ― | Board der ERGLIS LTD., Zypern |
| ― | Board der EUROCHEM GROUP SE, Zypern |
| ― | Board der HAMILTON ART LTD., Isle of Man |
| ― | Board der HAMILTON JETS LTD., Bermuda |
| ― | Board der HAREWOOD HOUSE LTD., Jersey, Channel Islands |
| ― | Board der LINEA LTD., Bermuda |
| ― | Board der LINETRUST PTC LTD., Bermuda |
| ― | Board der MADAKE LTD., Zypern |
| ― | Direktorenrat der OJSC EUROCHEM MINERAL AND CHEMICAL CO., Russland1 |
| ― | Direktorenrat der OJSC SIBERIAN COAL ENERGY CO., Russland |
| ― | Board der SIBENERGY PLC, Zypern |
| ― | Board der STRATEGIC MINERALS PLC, Großbritannien |
| ― | Board der SUSEK PLC, Zypern |
| ― | Board der VALISE LTD., Bermuda |
| ― | Board der VALTON LTD., Bermuda |
| ― | Board der WESTLINE PTC LTD., Bermuda |
| ― | Board der WISHBORNE GOLD PLC, Gibraltar |
1 Bis 25. Februar 2013.
Harald Döll (48), Energieanlagenelektroniker
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 1. August 2009
Dr. Rainer Gerling (54), Diplom-Ingenieur
Arbeitnehmervertreter
Leiter des Werks Werra der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 14. Mai 2008
Rainer Grohe (72), Diplom-Ingenieur
Anteilseignervertreter
Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 6. Mai 1998
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | AURUBIS AG, Hamburg |
| ― | GRAPHIT KROPFMÜHL AG, Hauzenberg (stellv. Vorsitzender) |
| ― | PFW AEROSPACE AG, Speyer (stellv. Vorsitzender) |
| ― | SASAG AG, Elsteraue |
| ― | WKV WASSERKRAFT VOLK AG, Gutach |
Dr. Karl Heidenreich (71), Diplom-Kaufmann
Anteilseignervertreter
Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der LANDESBANK BADEN-WÜRTTEMBERG)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
Rüdiger Kienitz (52), Bergbautechnologe
Arbeitnehmervertreter
Mitglied des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 26. März 1998
Klaus Krüger (58), Bergbautechnologe
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 9. August 1999
Dieter Kuhn (54), Bergbaumaschinist
Arbeitnehmervertreter
Erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg der ESCO GMBH & CO. KG
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
Dr. Bernd Malmström (71), Jurist
Anteilseignervertreter
Rechtsanwalt
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | HHLA INTERMODAL GMBH, Hamburg |
| ― | IFCO-SYSTEMS N.V., Amsterdam (Vorsitzender) |
| ― | LEHNKERING GMBH, Duisburg |
| ― | VTG AG, Hamburg |
weitere Kontrollgremien:
| ― | DAL-DEUTSCHE-AFRIKA-LINIEN GMBH & CO. KG, Hamburg |
| ― | TIME:MATTEES GMBH, Neu-Isenburg (Vorsitzender) |
Dr. Rudolf Müller (69), Diplom-Ingenieur agr.
Anteilseignervertreter
Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der SÜDZUCKER AG Mannheim/Ochsenfurt)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
Renato De Salvo (48), Betriebsschlosser
Arbeitnehmervertreter
Betriebsschlosser im Werk Sigmundshall der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
Dr. Eckart Sünner (68), Jurist
Anteilseignervertreter
Rechtsanwalt (Of Counsel, ALLEN & OVERY LLP, Büro Mannheim)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 28. April 1992
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― | INFINEON TECHNOLOGIES AG, Neubiberg |
/ LEBENSLÄUFE DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS finden Sie auf unserer Internetseite unter www.k-plus-s.com/de/ aufsichtsrat
AUFSICHTSRATSAUSSCHÜSSE
PRÜFUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender) |
| ― | Ralf Becker |
| ― | Dr. Ralf Bethke |
| ― | Dr. Karl Heidenreich |
| ― | Klaus Krüger |
| ― | Michael Vassiliadis |
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) |
| ― | Jella S. Benner-Heinacher |
| ― | Dr. Bernd Malmström |
| ― | Dr. Rudolf Müller |
PERSONALAUSSCHUSS
| ― | Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) |
| ― | Rainer Grohe |
| ― | Klaus Krüger |
| ― | Michael Vassiliadis |
VERMITTLUNGSAUSSCHUSS
| ― | Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) |
| ― | Dr. Eckart Sünner |
| ― | Klaus Krüger |
| ― | Michael Vassiliadis |
3.4 VERGÜTUNGSBERICHT
Im Folgenden erläutern wir die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand bzw. den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
VERGÜTUNGSSTRUKTUR
Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Gesamtvorstands, der Vergleich mit den übrigen Führungskräften sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds.
Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige als auch erfolgsbezogene Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen; die Tantieme ist der erfolgsbezogene Anteil. Außerdem besteht eine kennzahlenbasierte variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter "Long Term Incentive" ( LTI)). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen erhalten.
Die fixe Vergütung als erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen.
Um die Interessen der Anteilseigner mit denen des Vorstands im hohen Maße in Übereinstimmung zu bringen, bestimmt sich ein Teil der Tantieme nach der Gesamtkapitalrendite des Konzerns. Außerdem wird die persönliche Leistung der Mitglieder des Vorstands bei der Berechnung der Tantieme berücksichtigt; die Auszahlung erfolgt im jeweils folgenden Geschäftsjahr.
/WEITERE INFORMATIONEN ZUR BERECHNUNG DER KAPITALKOSTEN UND DER GESAMTKAPITALRENDITE finden Sie auf Seite 98.
Die Struktur der Jahresvergütung sieht in einem Normaljahr eine fixe Vergütung von 40% sowie variable, kurzfristige Erfolgsbausteine von 60 % vor. Der variable Anteil ist wiederum zu so % an die Unternehmensperformance, d.h. an die erzielte Gesamtkapitalrendite, gebunden; die übrigen 20 % sind von der persönlichen Leistung abhängig. Eine variable Vergütung von 100 % wird dann erreicht, wenn zum einen die erzielte Gesamtkapitalrendite mindestens 115% des jeweiligen Kapitalkostensatzes erreicht und zum anderen die persönliche Leistung mit 100 % bewertet wurde. Die Vergütung auf Basis der Gesamtkapitalrendite ist bei einer Obergrenze von 21 Prozentpunkten über der Mindestrendite gedeckelt. Die Zielerreichungsspannen beider variabler Vergütungsbestandteile bewegen sich zwischen o und rund 150 %. Der Finanzvorstand erhält das 1,1-fache, der Vorstandsvorsitzende das 1,5-fache der Vergütung. Die Vergütungshöhe auf Basis eines Normaljahres wird jährlich überprüft.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter Einkommen aus einem kennzahlenbasierten "Long Term Incentive"-Programm zu beziehen. Diese beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahreszeiträumen der Unternehmenserfolg ermittelt. Der Wertbeitrag ergibt sich folgendermaßen:
Operatives Ergebnis (EBIT I)
+ Zinserträge des Geschäftsjahres
- Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres
\= Wertbeitrag
Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag besteht bei ± 500 Mio. € pro Geschäftsjahr.
Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTI-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTI-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTI-Laufzeit. In der folgenden Grafik werden die Zeiträume des LTI-Programms schematisch dargestellt: /ABB: 3.4.1
LTI-PROGRAMM

Zu Beginn eines LTI's wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Vergleichs Zeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Performancezeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge wird an einer Skalierung von - 200 bis +200 Mio. € prozentual gespiegelt. Eine stabile Entwicklung, d.h. eine Differenz von 0 Mio. €, entspricht 100% und ist als Normaljahr definiert. In einem solchen Normaljahr beträgt die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung für ein ordentliches Vorstandsmitglied 350.000 €. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0 %. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200% (= 700.000 €).Für den Finanzvorstand beträgt die Vergütungskomponente das 1,1-fache, für den Vorstandsvorsitzenden das 1,5-fache.
Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres.
Für die aufgrund der im Jahr 2010 erfolgten Umstellung der variablen Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung von einer zweijährigen auf eine vierjährige Laufzeit entstehende Zuflusslücke im Jahr 2013 wurde eine Tranche des LTI-Programms virtuell bereits im Jahr 2009 gestartet. /ABB: 3.4.2
LTI-PROGRAMME 2008 BIS 2012

Das dargestellte Vorstandsvergütungssystem wurde von der Hauptversammlung 2010 mit großer Mehrheit gebilligt und vom Verband der Aktionärsvereinigungen in Europa, EUROSHAREHOLDERS, als besonders aktionärsfreundliches Vergütungssystem ausgezeichnet.
Das LTI-Programm ersetzt das zwischen 1999 und 2009 geltende System mit der Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter Einkommen aus der Ausübung von Aktienoptionen zu beziehen. Im Rahmen eines virtuellen Optionsprogramms, das in seiner Ausgestaltung identisch ist mit dem der übrigen Optionsprogrammteilnehmer, konnte der Vorstand im Jahr 2009 letztmalig 30 % seiner erfolgsabhängigen Vergütung für ein Eigeninvestment in K+S-Aktien verwenden. Mit dem Erwerb dieser Basisaktien erhielten die Teilnehmer virtuelle Optionen, bei denen im Fall der Ausübung eine Barauszahlung erfolgt. Die Höhe der Barauszahlung bestimmt sich nach der relativen Entwicklung der K+S-Aktie gegenüber dem Referenzindex DAX. Die für die Berechnung der Performance maßgeblichen Basiskurse der K+S-Aktie und des DAX entsprechen dem Durchschnittskurs der 100 Börsentage bis zum jeweiligen Basisstichtag (der drittletzte Freitag vor der ordentlichen Hauptversammlung). Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter ist ausgeschlossen.
Die Gesamtlaufzeit der bis zum Jahr 2009 gewährten Optionen beträgt fünf Jahre, danach verfallen die nicht ausgeübten Optionen entschädigungslos. Die Ausübung der Optionen ist nach einer Sperrfrist von zwei Jahren innerhalb zweier Zeitfenster je Jahr im Mai und November nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen möglich. Um die Optionen ausüben zu können, müssen die Basisaktien durchgängig bis zum Ausübungstag gehalten werden. Im Übernahmefall ("Change of Control") öffnet sich für sämtliche noch ausstehenden Optionen ein Sonderfenster für die Ausübung.
Bei Abberufung bzw. Eigenkündigung verfallen die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeübten virtuellen Optionen.
In Tabelle 3.4.1 ist eine Beispielrechnung für die Jahresvergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds dargestellt. / TAB: 3.4.1
BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES ORDENTLICHEN VORSTANDSMITGLIEDS
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| in € | Zielerreichung 100% | Zielerreichung 0% | Maximale Zielerreichung |
|---|---|---|---|
| Fixum: 40% | 400.000 | 400.000 | 400.000 |
| Tantieme: 60% | 600.0001 | 02 | 905.0003 |
| -davon Unternehmensperformance: 80% | 480.000 | 0 | 725.000 |
| -davon persönliche Zielerreichung: 20% | 120.000 | 0 | 180.000 |
| LTI-Programm | 350.0004 | 05 | 700.0006 |
| Gesamtjahresvergütung | 1.350.000 | 400.000 | 2.005.000 |
1 Gesamtkapitalrendite ^= Mindestrendite; persönliche Zielerreichung ^= 100%.
2 Gesamtkapitalrendite ^= 0%; persönliche Zielerreichung ^= 0%.
3 Gesamtkapitalrendite ≥ Mindestrendite +21 Prozentpunkte; persönliche Zielerreichung ^= rund 150%.
4 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum = 0 Mio. € ^= 100%.
5 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum ≤ -200 Mio. € ^= 0%.
6 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum ≥ +200 Mio. € ^= 200%.
VERGÜTUNGSHÖHE
Einzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2012 sind in individualisierter Form in Tabelle 3.4.2 dargestellt. / TAB: 3.4.2
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
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| in Tsd. € | Fixum | Nebenleistungen | Tantieme | Ansprüche/Zahlungen aus LTI Programmen | Insgesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Norbert Steiner | 2012 | 620,0 | 25,4 | 1.180,0 | 792,8 | 2.618,2 |
| 2011 | 590,0 | 24,9 | 1.102,0 | 1.050,0 | 2.766,9 | |
| Joachim Felker1 | 2012 | 300,0 | 16,3 | 562,5 | 1.366,1 | 2.244,9 |
| 2011 | 380,0 | 21,4 | 720,0 | 700,0 | 1.821,4 | |
| Gerd Grimmig | 2012 | 400,0 | 31,1 | 750,0 | 528,5 | 1.709,6 |
| 2011 | 380,0 | 30,7 | 720,0 | 700,0 | 1.830,7 | |
| Dr. Thomas Nöcker | 2012 | 400,0 | 24,6 | 750,0 | 528,5 | 1.703,1 |
| 2011 | 380,0 | 23,7 | 720,0 | 700,0 | 1.823,7 | |
| Dr. Burkhard Lohr2 | 2012 | 256,7 | 14,6 | 481,3 | - | 752,6 |
| 2011 | - | - | - | - | - | |
| Mark Roberts3 | 2012 | 100,0 | 14,0 | 187,5 | - | 301,5 |
| 2011 | - | - | - | - | - | |
| Jan Peter Nonnenkamp4 | 2012 | - | - | - | - | - |
| 2011 | 538,0 | 22,4 | 1.045,0 | 1.928,0 | 3.533,4 | |
| Summe | 2012 | 2.076,7 | 126,0 | 3.911,3 | 3.215,9 | 9.329,9 |
| 2011 | 2.268,0 | 123,1 | 4.307,0 | 5.078,0 | 11.776,1 |
1 Mandat bis zum 30. September 2012. Sämtliche Ansprüche aus LTI-Programmen werden anteilig bis 30. September 2012 im April des Folgejahres, also im April 2013, ausbezahlt.
2 Mandat seit dem 1.Juni 2012.
3 Mandat seit dem 1. Oktober 2012. Für die Umrechnung der Vergütung ist ein US-Dollarkurs festgeschrieben. Da die Auszahlungen zunächst mit aktuellen Kursen umgerechnet werden, kommt es am Jahresende ggf. zu einem Ausgleich.
4 Herr Nonnenkamp ist am 31. Dezember 2011 aus dem Vorstand ausgeschieden. Ansprüche auf fixe Vergütung, Tantieme sowie abgezinste Zahlungen aus laufenden LTI -Programmen bestanden bis zur ursprünglichen Vertragsdauer am 31. Mai 2012 und wurden im Rahmen der Vertragsbeerdigung zum 31. Dezember 2011 ausbezahlt.
Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen auf sechs Mitglieder, davon waren drei Mitglieder zwölf Monate im Amt. Das Mandat von Herrn Felker endete am 30. September 2012, die Mandate von Herrn Dr. Lohr und Herrn Roberts begannen am 1. Juni 2012 bzw. am 1. Oktober 2012. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus fünf Mitgliedern, die jeweils zwölf Monate im Amt waren. Sämtliche Bestandteile der Vorstandsvergütung werden turnusgemäß alle drei Jahre überprüft. Dementsprechend wurde die Vergütung zum 1. Januar 2012 um knapp 4% angehoben. Wie in Abb. 3.4.2 auf Seite 47 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performancezeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge über denen des Vergleichszeitraums; infolgedessen erreichte das LTI-Programm 2009 einen Wert von 151 %.
Die Werte der im Rahmen des letztmalig 2009 angebotenen Optionsprogramms erworbenen und noch nicht ausgeübten Aktienoptionen werden in der Tabelle 3.4.3 dargestellt (Wert bei fiktiver Ausübung am 31. Dezember 2012). /TAB: 3.4.3
VIRTUELLES AKTIENOPTIONSPROGRAMM 2009
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| Optionsprogramm 2009 | |||
|---|---|---|---|
| Anzahl Optionen | Wert in Tsd. € am 31.12.2012 | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Norbert Steiner | 2012 | 190.000 | 0,0 |
| 2011 | 190.000 | 222,2 | |
| Joachim Felker | 2012 | 152.900 | 0,0 |
| 2011 | 152.900 | 178,8 | |
| Gerd Grimmig | 2012 | 153.060 | 0,0 |
| 2011 | 153.060 | 179,0 | |
| Dr. Thomas Nöcker | 2012 | 152.900 | 0,0 |
| 2011 | 152.900 | 178,8 | |
| Summe | 2012 | 648.860 | 0,0 |
| 2011 | 648.860 | 758,8 |
In den Jahren 2011 und 2012 übte kein Vorstandsmitglied virtuelle Optionen des noch laufenden Optionsprogramms 2009 aus.
PENSIONSZUSAGEN
Die Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d.h. für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet.
Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40 % der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (>15 Jahre) zu vermeiden. Die Obergrenze beträgt für ein ordentliches Vorstandsmitglied 225.000 € und für den Vorstandsvorsitzenden 300.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus - erstmals für das Geschäftsjahr 2014 - überprüft und ggf. angepasst.
Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2012 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 9,0 und 14,0 % - die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Erst bei Auszahlung von Rentenleistungen werden diese entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar.
Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60%,jede Vollwaise 30% und jede Halbwaise 15 % der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100% der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall werden sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, gilt dies als Eintritt des Versorgungsfalls im Sinne der Versorgungszusage.
Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2012, die in Tabelle 3.4.4 dargestellten Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt. / TAB: 3.4.4
PENSIONEN1
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| Alter | Zeitwert zum 1.1. | Pensionsaufwand 2 | Zeitwert zum 31.12. 3 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. € | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Norbert Steiner | 2012 | 58 | 3.225,2 | 536,7 | 4.684,2 |
| 2011 | 2.721,6 | 514,5 | 3.225,2 | ||
| Joachim Felker | 2012 | 60 | 2.060,6 | 345,3 | 2.991,2 |
| 2011 | 1.738,9 | 331,9 | 2.060,6 | ||
| Gerd Grimmig | 2012 | 59 | 2.918,5 | 401,8 | 3.837,2 |
| 2011 | 2.544,8 | 386,6 | 2.918,5 | ||
| Dr. Thomas Nöcker | 2012 | 54 | 1.863,7 | 343,5 | 2.881,5 |
| 2011 | 1.553,9 | 330,9 | 1.863,7 | ||
| Dr. Burkhard Lohr | 2012 | 49 | - | 255,4 | 255,4 |
| 2011 | - | - | - | ||
| Mark Roberts | 2012 | 49 | - | 107,0 | 107,0 |
| 2011 | - | - | - | ||
| Jan Peter Nonnenkamp | 2012 | 49 | - | - | - |
| 2011 | 393,7 | 297,3 | 757,2 | ||
| Summe | 2012 | 10.068,0 | 1.989,7 | 14.756,5 | |
| 2011 | 8.952,9 | 1.861,2 | 10.825,2 |
1 Angaben nach IFRS.
2 Einschließlich Zinsaufwand.
3 Der deutliche Anstieg des Zeitwerts zum 31.12. ist auf das Absinken des anzuwendenden Zinssatzes von 4,9 auf 3,5% zurückzuführen. Aufgrund der Anwendung der sogenannten Korridormethode, nach der versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nur im Falle der Überschreitung des 10%- Korridors in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, sind die Anwartschaftsbarwerte per 1.Januar nicht mittels des Pensionsaufwands auf die entsprechenden Werte zum 31. Dezember überleitbar.
Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2012 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg der Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen.
VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGE
Im Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags. Bei allen seit 2012 abgeschlossenen Vorstandsverträgen gilt die Obergrenze für Abfindungen in Höhe von dem 1,5-fachen des Jahresfixums für alle Vergütungsbestandteile.
Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der "Change of Control"-Klausel den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können. Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht.
SONSTIGES
Im Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen.
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 1,1 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €).
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
VERGÜTUNGSSTRUKTUR
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Die Hauptversammlung hat am 9. Mai 2012 beschlossen, die Vergütung des Aufsichtsrats ab dem Jahr 2012 umzustellen. Sie bestätigte damit die Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat, dass eine ausschließlich fixe Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besser als die vorherige - auch einen variablen Anteil beinhaltende - Vergütungsform geeignet sei, den unabhängig vom Unternehmenserfolg generell bestehenden Beratungs- und Kontrollaufgaben des Aufsichtsrats Rechnung zu tragen. Ferner erschien es der Hauptversammlung angemessen, die Vergütung für die Tätigkeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats dem gestiegenen Arbeitsaufwand und Komplexitätsgrad anzupassen.
Ein Mitglied des Aufsichtsrats erhält ab dem Jahr 2012 eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 € (bisher: 55.000 €). Ersatzlos entfallen ist dafür die bisherige jährliche variable Vergütung, die durch die Höhe der von der K+S GRUPPE im jeweiligen Geschäftsjahr erzielten Gesamtkapitalrendite bestimmt war und maximal 45.000 € betragen konnte. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das 1,5-fache dieser Vergütung.
Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 € (bisher: 7.500 €), die Mitglieder des Personalausschusses eine jährliche Vergütung von jeweils 7.500 € (bisher nicht vergütet). Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 € (bisher nicht vergütet), sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von je 750 € (bisher: 500 €), bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag (bisher: 1.000 €). Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer.
/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR BERECHNUNG DER KAPITALKOSTEN UND DER GESAMTKAPITALRENDITE finden Sie auf Seite 98.
VERGÜTUNGSHÖHE
Einzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012 ergeben sich in individualisierter Form aus Tabelle 3.4.5. /TAB: 3.4.5
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS1
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| in € | Fixe Vergütung |
Variable Vergütung |
Prüfungs- ausschuss |
Personal- ausschuss |
Nominierungs- ausschuss |
Sitzungs- gelder |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) | 2012 | 200.000 | - | 15.000 | 15.000 | 15.000 | 12.000 | 257.000 |
| 2011 | 110.000 | 48.000 | 7.500 | - | - | 7.000 | 172.500 | |
| Michael Vassiliadis (Stellvertretender Vorsitzender) | 2012 | 150.000 | - | 15.000 | 7.500 | - | 8.250 | 180.750 |
| 2011 | 82.500 | 36.000 | 7.500 | - | - | 3.500 | 129.500 | |
| Ralf Becker | 2012 | 100.000 | - | 15.000 | - | - | 6.000 | 121.000 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | 2.651 | - | - | 3.000 | 84.651 | |
| Jella S. Benner-Heinacher | 2012 | 100.000 | - | - | - | 7.500 | 6.000 | 113.500 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | - | - | - | 3.500 | 82.500 | |
| George Cardona | 2012 | 100.000 | - | - | - | - | 3.000 | 103.000 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | - | - | - | 2.000 | 81.000 | |
| Harald Döll | 2012 | 100.000 | - | - | - | - | 3.000 | 103.000 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | - | - | - | 2.500 | 81.500 | |
| Dr. Rainer Gerling | 2012 | 100.000 | - | - | - | - | 3.000 | 103.000 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | - | - | - | 2.500 | 81.500 | |
| Rainer Grohe | 2012 | 100.000 | - | - | 7.500 | - | 5.250 | 112.750 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | - | - | - | 4.000 | 83.000 | |
| Dr. Karl Heidenreich | 2012 | 100.000 | - | 15.000 | - | - | 6.000 | 121.000 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | 7.500 | - | - | 4.000 | 90.500 | |
| Rüdiger Kienitz | 2012 | 100.000 | - | - | - | - | 3.000 | 103.000 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | - | - | - | 2.500 | 81.500 |
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS1 (FORTSETZUNG)
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| in € | Fixe Vergütung |
Variable Vergütung |
Prüfungs- ausschuss |
Personal- ausschuss |
Nominierungs- ausschuss |
Sitzungs- gelder |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Klaus Krüger | 2012 | 100.000 | - | 15.000 | 7.500 | - | 8.250 | 130.750 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | 7.500 | - | - | 5.000 | 91.500 | |
| Dieter Kuhn | 2012 | 100.000 | - | - | - | - | 3.000 | 103.000 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | - | - | - | 2.500 | 81.500 | |
| Dr. Bernd Malmström | 2012 | 100.000 | - | - | - | 7.500 | 4.500 | 112.000 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | - | - | - | 2.000 | 81.000 | |
| Dr. Rudolf Müller | 2012 | 100.000 | - | - | - | 7.500 | 6.000 | 113.500 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | - | - | - | 3.500 | 82.500 | |
| Renato De Salvo | 2012 | 100.000 | - | - | - | - | 3.000 | 103.000 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | - | - | - | 2.000 | 81.000 | |
| Dr. Eckart Sünner | 2012 | 100.000 | - | 30.000 | - | - | 6.000 | 136.000 |
| 2011 | 55.000 | 24.000 | 15.000 | - | - | 4.000 | 98.000 | |
| Summe | 2012 | 1.750.000 | - | 105.000 | 37.500 | 37.500 | 86.250 | 2.016.250 |
| 2011 | 962.500 | 420.000 | 47.651 | - | - | 53.500 | 1.483.651 |
1 Angaben ohne Entschädigung für die von Aufsichtsratsmitgliedern aufgrund ihrer Tätigkeit zu entrichtende Umsatzsteuer.
Zusätzlich wurden im Jahr 2012 an die Aufsichtsratsmitglieder Aufwandsentschädigungen von insgesamt 16,8 Tsd. € gezahlt (Vorjahr: 57,0 Tsd. €). Der Rückgang ist insbesondere auf geringere Reisetätigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern zu Standorten der K+S GRUPPE zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine Vergütungen für Tätigkeiten im Aufsichtsrat von Tochterunternehmen gezahlt, auch Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden den Aufsichtsratsmitgliedern nicht gewährt.
Jahresabschluss 2012*
K+S AKTIENGESELLSCHAFT Kassel
* Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sind im Finanzbericht 2012 zusammengefasst.
Gewinn- und Verlustrechnung
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 75.483 | 67.088 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 81.470 | 74.228 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | -5.987 | -7.140 |
| Vertriebskosten | 4.355 | 4.217 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 28.762 | 34.585 |
| Forschungskosten | 3.932 | 5.114 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 127.369 | 53.808 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 68.137 | 70.416 |
| Beteiligungsergebnis | 789.699 | 702.427 |
| Zinsergebnis | -35.110 | -56.525 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | -1.164 | - |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 769.621 | 578.238 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 769.621 | 578.238 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 205.631 | 185.694 |
| Jahresüberschuss | 563.990 | 392.544 |
| Gewinnvortrag | 11.231 | 34.292 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 281.006 | 166.785 |
| Bilanzgewinn | 294.215 | 260.051 |
Bilanz
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| Angaben in T€ |
31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 79 | 100 |
| Sachanlagen | 18.279 | 17.247 |
| Finanzanlagen | 3.074.255 | 2.647.581 |
| Anlagevermögen | 3.092.613 | 2.664.928 |
| Vorräte | 1.433 | 1.187 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 1.015.557 | 1.009.469 |
| Wertpapiere | 175.568 | 219.311 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 136.314 | 141.754 |
| Umlaufvermögen | 1.328.872 | 1.371.721 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 3.944 | 1.857 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung | 15.414 | - |
| AKTIVA | 4.440.843 | 4.038.506 |
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| Angaben in T€ |
31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 191.400 | 191.400 |
| Kapitalrücklage | 701.616 | 701.616 |
| Gewinnrücklagen | 733.000 | 452.000 |
| Bilanzgewinn | 294.215 | 260.051 |
| Eigenkapital | 1.920.231 | 1.605.067 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | - | 5.928 |
| Steuerrückstellungen | 21.889 | - |
| Sonstige Rückstellungen | 164.780 | 160.338 |
| Rückstellungen | 186.669 | 166.266 |
| Verbindlichkeiten | 2.333.943 | 2.267.173 |
| Passiva | 4.440.843 | 4.038.506 |
Entwicklung des Anlagevermögens
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| Bruttobuchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ |
Stand am 01.01.2012 |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 6.114 | 36 | 3.454 | 11 | 2.707 |
| Geleistete Anzahlungen | 11 | - | - | -11 | - |
| 6.125 | 36 | 3.454 | - | 2.707 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 53.089 | 58 | 868 | 6 | 52.285 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 29.861 | 1.445 | 414 | 4 | 30.896 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.759 | 1.824 | 387 | 56 | 20.252 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 175 | 345 | 4 | -66 | 450 |
| 101.884 | 3.672 | 1.673 | - | 103.883 | |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.588.204 | 56.200 | 77.557 | - | 2.566.847 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 27.000 | - | - | - | 27.000 |
| Beteiligungen | 66 | - | - | - | 66 |
| Ausleihungen an sonstige Beteiligungen | 290 | - | 80 | - | 210 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 16.000 | 457.345 | 25.231 | - | 448.114 |
| Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen | 42.569 | 67.524 | 50.560 | - | 59.533 |
| 2.674.129 | 581.069 | 153.428 | - | 3.101.770 | |
| Anlagevermögen | 2.782.138 | 584.777 | 158.555 | - | 3.208.360 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ |
Stand am 01.01.2012 |
Zugänge | Abgänge | Stand am 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 6.025 | 57 | 3.454 | 2.628 |
| Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - |
| 6.025 | 57 | 3.454 | 2.628 | |
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 44.193 | 267 | 814 | 43.646 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 25.965 | 783 | 412 | 26.336 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.479 | 1.518 | 375 | 15.622 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - |
| 84.637 | 2.568 | 1.601 | 85.604 | |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 26.537 | - | - | 26.537 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | - | - | - | - |
| Beteiligungen | - | - | - | - |
| Ausleihungen an sonstige Beteiligungen | - | - | - | - |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | - | 941 | - | 941 |
| Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen | 11 | 37 | 11 | 37 |
| 26.548 | 978 | 11 | 27.515 | |
| Anlagevermögen | 117.210 | 3.603 | 5.066 | 115.747 |
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| Nettobuchwerte | ||
|---|---|---|
| Angaben in T€ |
Stand am 31.12.2012 |
Stand am 31.12.2011 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 79 | 89 |
| Geleistete Anzahlungen | - | 11 |
| 79 | 100 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 8.639 | 8.896 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.560 | 3.896 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.630 | 4.280 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 450 | 175 |
| 18.279 | 17.247 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.540.310 | 2.561.667 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 27.000 | 27.000 |
| Beteiligungen | 66 | 66 |
| Ausleihungen an sonstige Beteiligungen | 210 | 290 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 447.173 | 16.000 |
| Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen | 59.496 | 42.558 |
| 3.074.255 | 2.647.581 | |
| Anlagevermögen | 3.092.613 | 2.664.928 |
Anhang
Allgemeine Grundlagen
Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2012 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Im Interesse einer übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die einzelnen Posten des Jahresabschlusses werden in Tausend € (T€) dargestellt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Software wird nach vollständiger Abschreibung als Abgang ausgewiesen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.
Bewegliche Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2010 erworben wurden, werden überwiegend degressiv abgeschrieben. Bewegliche Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2009 erworben wurden sowie unbewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben.
Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt überwiegend für Bauten 14 bis 33 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 3 bis 25 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Geringwertige Anlagegüter werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und nach fünf Jahren als Abgänge ausgewiesen.
Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Wertaufholung. Strecken und Grubenbaue werden nicht aktiviert.
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.
Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder bei unverzinslichen oder niedrig verzinslichen Darlehen zum Barwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen Rechnung getragen.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und die Abschreibungen des Anlagevermögens einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen sind entsprechend ihrer Fristigkeit zum Nenn- oder Barwert angesetzt. Einzelrisiken werden durch Abschreibungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.
Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Wertpapiere des Umlaufvermögens
Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs bzw. beizulegendem Wert am Abschlussstichtag bewertet.
Rechnungsabgrenzungsposten
Das Wahlrecht gemäß § 250 Abs. 3 HGB zur aktivischen Abgrenzung von Disagien aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten wird ausgeübt.
Vermögens-, Ertrags- und Aufwandsverrechnung
Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und der Saldo im Zinsergebnis ausgewiesen. In der Bilanz werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungverrechnet. Die sich ergebenden Verpflichtungsüberhänge werden unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Verpflichtungen aus Pensionszusagen) und unter den sonstigen Rückstellungen (Erfüllungsrückstände aus Altersteilzeitverpflichtungen) ausgewiesen. Bei einem Überhang der Vermögensgegenstände erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen wird unter Anwendungversicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zum Abschlussstichtag ergibt sich ein Rechnungszins in Höhe von 5,1%.
Der angenommene Gehalts- bzw. Rententrend beträgt jeweils 1,8%. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005G).
Übrige Rückstellungen
Übrige Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen zum Gruben- und Schachtversatz werden mit dem Barwert der zukünftig zu erwartenden Aufwendungen bewertet. Der Barwertermittlung werden dabei der aktuelle Durchschnittsdiskontierungssatz für bergbauliche Verpflichtungen in Höhe von 4,7% und eine jährliche Preissteigerungsrate in Höhe von 1,5% zu Grunde gelegt. Der Diskontierungssatz basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der durch die Bundesbank veröffentlichten Diskontierungssätze. Die bergbaulichen Rückstellungen umfassen auch Rückbauverpflichtungen. Rückstellungen für Bergschädenwagnisse werden auf Basis von Schadenfällen der Vergangenheit ermittelt, um dem tatsächlichen Risiko Rechnung zu tragen. Die Rückstellungen für Dienstjubiläen werden für die zurückgelegten Dienstzeiten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage des modifizierten Teilwertverfahrens ermittelt. Die Ermittlung des Erfüllungsbetrags von Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt nach dem Barwertverfahren.
Soweit sich i.R.d. Erstanwendung des BilMoG am 1. Januar 2010 aus der Neubewertung von Rückstellungen ein Auflösungsbetrag ergeben hätte, der bis spätestens zum 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste, wurden die zum 31. Dezember 2009 gebildeten Rückstellungsbeträge in Übereinstimmung mit Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB vollständig beibehalten. Der Betrag der Überdeckung zum Abschlussstichtag ist bei den Erläuterungen zu den Sonstigen Rückstellungen angegeben.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Latente Steuern
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Hierbei werden bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT neben Unterschieden bei eigenen Bilanzpositionen auch Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei Organgesellschaften berücksichtigt. Verlust- und Zinsvorträge werden berücksichtigt, insoweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der kombinierte Ertragsteuersatz des Organkreises der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 28,5 % zu Grunde gelegt. Dieser enthält neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % und dem darauf zu entrichtenden Solidaritätszuschlag von 5,5 % den durchschnittlichen Gewerbesteuersatz in Höhe von 12,7 %.
Bei einer sich insgesamt ergebenden Steuerbelastung wird in der Bilanz eine passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer insgesamt bestehenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.
Passive Unterschiedsbeträge ergeben sich zum Abschlussstichtag insbesondere aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden bei Rücklagen nach § 6b Abs. 3 EStG. Aktive Unterschiedsbeträge resultieren im Wesentlichen aus Buchwertunterschieden bei sonstigen Rückstellungen (insbesondere: bergrechtlichen Rückstellungen), Pensionsrückstellungen und innerhalb des Anlagevermögens. Nach Saldierung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge verbleibt im Berichtsjahr ein Aktivüberhang, der in der Bilanz nicht angesetzt wurde.
Bewertungseinheiten und derivative Finanzinstrumente
Es wurden im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt in Übereinstimmung mit den allgemeinen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen imparitätisch. Aktivische derivative Finanzinstrumente werden maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei negativem beizulegenden Zeitwert wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Passivische derivate Finanzinstrumente werden mindestens in Höhe der erhaltenen Stillhalterprämie angesetzt. Soweit der negative beizulegende Zeitwert die passivierte Verbindlichkeit übersteigt, wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet.
Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen
Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu Euro-Referenzkursen im Zeitpunkt der Entstehung erfasst.
Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.
Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt.
Finanzanlagen
Die Aufstellung über den Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist gesondert in der Anhangsangabe "Aufstellung des Anteilsbesitzes" dargestellt.
Vorräte
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.433 | 1.187 |
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.418 | 15.662 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 823.598 | 839.989 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 183.541 | 153.818 |
| 1.015.557 | 1.009.469 |
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 31.297 T€ (Vorjahr: 40.517 T€) auf Forderungen aus dem konzerninternen Zahlungsverkehr, 783.857 T€ (Vorjahr: 787.880 T€) auf Forderungen aus Ergebnisabführung. Auf Beteiligungserträge entfallen 4 T€ (Vorjahr: 4 T€). Im Übrigen betreffen sie vornehmlich Lieferungen und Leistungen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 2.183 T€) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 168 T€ (Vorjahr: 135 T€) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft in Höhe von 3.838 T€ (Vorjahr: 1.739 T€) Disagien i.S.v. § 250 Abs. 3 HGB.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen keine Fehlbeträge. Im Rahmen des Bilanzausweises werden Pensionsrückstellungen mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen, verrechnet.
Der Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum Abschlussstichtag 104.890 T€ (ohne Berücksichtigung von Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern). Verrechnet mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von 120.304 T€ ergibt sich ein Bilanzansatz als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 15.414 T€. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern ("deferred compensation") in Höhe von 1.399 T€, die durch kongruente Versicherungsverträge rückgedeckt sind. Der Erfüllungsbetrag wurde vollständig mit mit dem beizulegenden Zeitwert der Versicherungsverträge (1.399 T€) verrechnet.
Das Deckungsvermögen umfasst Wertpapiere, Rückdeckungsversicherungsverträge und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Wertpapiere sind mit ihren Marktpreisen und Guthaben bei Kreditinstituten mit ihrem Nennwert zum Abschlussstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungsverträge wurde anhand des geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals der Verträge zuzüglich eines ggf. vorhandenen Guthabens aus Überschussbeteiligung ermittelt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 120.931 T€.
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt.
Angaben zu eigenen Anteilen
Im Geschäftsjahr 2012 hat die Gesellschaft 171.000 eigene Aktien für Belegschaftsaktienprogramme zu einem durchschnittlichen Kurs von 38,08 € erworben. Der rechnerisch maximale Anteil der erworbenen Aktien am Grundkapital betrug 0,09 % und der auf die erworbenen Anteile entfallende Betrag des Grundkapitals belief sich auf 171 T€. Die Veräußerung der nicht an Mitarbeiter ausgegebenen Aktien am freien Markt erfolgte zu einem durchschnittlichen Kurs von 36,92 €. Der resultierende Differenzbetrag in Höhe von 6 T€ ist entsprechend § 272 Abs. lb S. 3 HGB mit der Gewinnrücklage verrechnet worden. Zum Abschlussstichtag hält die Gesellschaft keine eigenen Anteile.
Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Falle des Erwerbs über die Börse als auch eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.
Kapitalrücklage
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar | 701.616 | 701.616 |
| Stand am 31. Dezember | 701.616 | 701.616 |
Andere Gewinnrücklagen
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar | 452.000 | 285.480 |
| Differenzbetrag aus der Veräußerung eigener Anteile | -6 | -265 |
| Einstellung aus dem Jahresüberschuss | 281.006 | 166.785 |
| Stand am 31. Dezember | 733.000 | 452.000 |
Bilanzgewinn
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar | 260.051 | 225.692 |
| Dividendenausschüttung | -248.820 | -191.400 |
| Jahresüberschuss | 563.990 | 392.544 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus dem Jahresüberschuss | -281.006 | -166.785 |
| Stand am 31. Dezember | 294.215 | 260.051 |
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie ergeben sich hauptsächlich aus bergbaulichen Verpflichtungen. Daneben bestehen vornehmlich Rückstellungen für Personalverpflichtungen.
Der sich auf Grund der BilMoG-Umstellung ergebende Überdeckungsbetrag der sonstigen Rückstellungen i.S.v. Art. 67 Abs. 1 S. 4 EGHB beträgt zum Abschlussstichtag 2.386 T€.
Im Rahmen des Bilanzausweises wurden Rückstellungen für Erfüllungsrückstände aus Altersteilzeitverpflichtungen mitVermögensgegenständen,die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersteilzeitverpflichtungen dienen, verrechnet.
Rückstellungen für Altersteilzeit
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen | 2.880 | 3.703 |
| Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens | 2.204 | 2.831 |
| Nettowert der Altersteilzeitverpflichtungen (Rückstellung) | 676 | 872 |
| Anschaffungskosten des Deckungsvermögens | 2.204 | 2.831 |
Das Deckungsvermögen umfasst Wertpapiere und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Wertpapiere sind mit ihren Marktpreisen und Guthaben bei Kreditinstituten mit ihrem Nennwert zum Abschlussstichtag bewertet.
Verbindlichkeiten
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Anleihen | 1.250.000 | 750.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.466 | 5.410 |
| Verbindlichkeiten gegenüberverbundenen Unternehmen | 1.054.007 | 1.496.072 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 24.470 | 15.691 |
| 2.333.943 | 2.267.173 |
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 957.309 T€ (Vorjahr: 1.378.044 T€) auf Verbindlichkeiten aus der konzerninternen Finanzierung. Im Übrigen betreffen sie vornehmlich Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme in Höhe von 840 T€ (Vorjahr: 85.457 T€).
Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen:
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.466 | 5.410 |
| Verbindlichkeiten gegenüberverbundenen Unternehmen | 1.054.007 | 1.496.072 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 23.791 | 14.264 |
| 1.083.264 | 1.515.746 |
Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 221 T€ (Vorjahr: 277 T€) haben eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.
Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Steuern | 2.708 | 2.052 |
| Verbindlichkeiten aus Sozialleistungen | 498 | 554 |
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen | 5.523 | 884 |
| Verpflichtungen aus langfristigen Miet-, Leasing- und Serviceverträgen | ||
| fällig im Folgejahr | 6.575 | 6.019 |
| -davon an verbundene Unternehmen | 5.745 | 5.297 |
| fällig im 2. bis 5. Jahr | 23.745 | 21.975 |
| -davon an verbundene Unternehmen | 22.981 | 21.190 |
| 35.843 | 28.878 |
Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit verbundenen Unternehmen, die auch eine Verlustübernahme beinhalten.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatz nach Tätigkeitsgebieten
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Tierhygiene | 36.896 | 35.347 |
| Sonstiges | 38.587 | 31.741 |
| 75.483 | 67.088 |
Umsatz nach Regionen
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Inland | 74.640 | 66.700 |
| Übriges Europa | 201 | 91 |
| Übersee | 642 | 297 |
| 75.483 | 67.088 |
Sonstige betriebliche Erträge
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen | 72.171 | - |
| Erträge aus Kurssicherungsgeschäften | 19.548 | 18.020 |
| Kursgewinne | 11.725 | 2.811 |
| Erträge aus dem Verkauf von Nutzungsrechten | 6.054 | - |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 5.827 | 5.727 |
| Erträge aus Leistungsverrechnung an Gruppengesellschaften | 3.634 | 18.724 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 2.415 | 2.678 |
| Erträge aus Abgängen von Sachanlagen | 1.750 | 3.007 |
| Buchgewinne aus dem Abgang von Wertpapieren | 1.898 | - |
| Übrige Erträge | 2.347 | 2.841 |
| 127.369 | 53.808 |
Erträge in Höhe von 7.818 T€ (Vorjahr: 9.210 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen sowie dem Verkauf von Nutzungsrechten resultieren aus der Veräußerung des Stickstoffdüngemittelgeschäfts.
Die Erträge aus der Fremdwährungsbewertung von Vermögensgegenständen und Schulden betragen 393 T€ (Vorjahr: 300 T€).
Erträge aus Zinseffekten auf Grund einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit von Rückstellungen wurden unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Kursverluste | 20.111 | 11.085 |
| Aufwendungen aus Kurssicherungsgeschäften | 16.144 | 11.033 |
| Aufwendungen für stillgelegte Werke | 6.933 | 10.115 |
| Aufwendungen für Altersvorsorge | 5.582 | 6.060 |
| Beratungskosten | 4.481 | 18.502 |
| Aufwendungen für Wohnungswirtschaft | 966 | 1.040 |
| Übrige Aufwendungen | 13.920 | 12.581 |
| 68.137 | 70.416 |
Aufwendungen in Höhe von 561 T€ (Vorjahr: 4 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und resultieren im Wesentlichen aus Steuern für Vorjahre.
Die Aufwendungen aus der Fremdwährungsbewertung von Vermögensgegenständen und Schulden betragen 19 T€ (Vorjahr: 1.309 T€).
Beteiligungsergebnis
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erträge aus Gewinnabführung | 790.536 | 787.880 |
| Erträge aus Beteiligungen | 4 | 4 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen | 841 | 85.457 |
| 789.699 | 702.427 |
Die Erträge aus der Gewinnabführung setzen sich im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung der K+S KALI GMBH, der K+S Entsorgung GmbH sowie der K+S TRANSPORT GMBH zusammen.
Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betreffen im Wesentlichen das Jahresergebnis der K+S BETEILIGUNGS GMBH.
Zinsergebnis
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 8.943 | 7.771 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen | 461 | 1.536 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 8.404 | 4.003 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen | 1.600 | 3.517 |
| Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen saldiert mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen | 7.973 | - |
| - davon Zinsautwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen | -5.740 | - |
| - davon Ertrag aus dem Deckungsvermögen für Pensionsrückstellungen | 13.713 | - |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 25.320 | 11.774 |
| Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensions- u. Altersteilzeitrückstellungen saldiert mit Erträgen/Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen | -99 | -10.558 |
| - davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen | - | -5.393 |
| - davon Aufwand aus dem Deckungsvermögen für Pensionsrückstellungen | - | -5.058 |
| - davon Zinsaufwand in den Zuführungen zu Altersteilzeitrückstellungen | -125 | -142 |
| - davon Ertrag aus dem Deckungsvermögen für Altersteilzeitrückstellungen | 26 | 35 |
| Aufwendungen aus der Aufzinsung sonstiger langfristiger Rückstellungen | -5.005 | -3.893 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -55.326 | -53.848 |
| - davon an verbundene Unternehmen | -3.869 | -8.694 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -60.430 | -68.299 |
| -35.110 | -56.525 |
Steuern
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 205.631 | 185.694 |
| Sonstige Steuern | 419 | 389 |
| 206.050 | 186.083 |
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen in Höhe von 140 T€ (Vorjahr: 1.170 T€) Vorjahre.
Die sonstigen Steuern sind den betrieblichen Funktionsbereichen zugeordnet.
Materialaufwand
scroll
| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 20.812 | 20.458 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 30.607 | 37.781 |
| 51.419 | 58.239 |
Personalaufwand
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| Angaben in T€ |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 54.761 | 55.553 |
| Soziale Abgaben | 6.883 | 7.106 |
| Altersversorgung | 5.795 | 6.315 |
| Unterstützung | 13 | 15 |
| 67.452 | 68.989 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Dieser wird als Zinsaufwand im Zinsergebnis ausgewiesen.
Arbeitnehmer
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| Jahresdurchschnitt | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Tarifliche Mitarbeiter | 352 | 344 |
| Außertarifliche Mitarbeiter | 235 | 216 |
| Auszubildende | 17 | 14 |
| 604 | 574 |
Sonstige Angaben
Derivative Finanzinstrumente
Es wurden im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet.
Am 31. Dezember 2012 wurden folgende Währungsderivate gehalten:
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| Angaben in T€ |
Nominalwerte1) | Beizulegende Zeitwerte | Buchwerte2) |
|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte USD-EUR mit Fälligkeit in 2013 | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 53.326 | 1.236 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | 28.121 | -631 | -631 |
| Devisentermingeschäfte CAD-EUR mit Fälligkeit in 2013 | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 31.545 | 550 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | 31.083 | -486 | -486 |
| Devisentermingeschäfte CAD-USD mit Fälligkeit in 2013 | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 4.143 | 43 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | 15.917 | -66 | -66 |
| Währungsswap | |||
| - positive beizulegende Zeitwerte | 43.175 | 4.254 | - |
| - negative beizulegende Zeitwerte | 19.836 | -748 | -748 |
| Gekaufte einfache Devisenoptionen CAD mit Fälligkeit in 2013 | 162.615 | 1.194 | 1.194 |
| Verkaufte einfache Devisenoptionen CAD mit Fälligkeit in 2013 | 148.491 | -180 | -1.983 |
1 umgerechnet in Euro mit gewichteten Sicherungskursen
2 ausgewiesen in den Positionen sonstige Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten sowie sonstige Vermögensgegenstände
Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Auflösung zum Abschlussstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter, finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Bilanzstichtag geltenden Parameter zugrunde:
| ― | die Devisenkassakurse der betreffenden Währungen, |
| ― | die vereinbarten Sicherungs- bzw. Ausübungskurse, |
| ― | die gehandelten Volatilitäten, d. h. die erwartete Schwankungsbreite der betreffenden Devisenkurse, und |
| ― | das Zinsniveau der betreffenden Währungen |
Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen
Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert (Deckungsvermögen) ergibt sich zum Abschlussstichtag ein Ausschüttungssperrbetrag gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 12.501 T€ (Vorjahr: 7.434 T€). Im Rahmen des Bilanzausweises wurde das Deckungsvermögen vollständig mit den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet.
Honorare für Abschlussprüfer
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist in der entsprechenden Anhangangabe im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT enthalten.
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
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| Angaben in T€ |
2012 |
|---|---|
| Gesamtbezüge des Aufsichtsrats | 2.033 |
| - davon fix | 1.930 |
| - davon erfolgsbezogen | - |
| Gesamtbezüge des Vorstands | 9.294 |
| - davon fix | 2.077 |
| - davon erfolgsbezogen | 3.911 |
| - davon LTI Programm | 3.180 |
| Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen | 1.081 |
| Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen | 12.494 |
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Gesellschaft hat im Dezember 2012 eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB dauerhaft auf der Internet-Homepage der K+S (www.k-plus-s.com/de/corporate-governance) veröffentlicht.
Aufstellung des Anteilsbesitzes
Aufstellung des Anteilsbesitzes der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gemäß § 285 Nr. 11 HGB (Angaben in Tausend):
Stand 31.12.2012
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| Name der Gesellschaft | Sitz der Gesellschaft | Kapitalanteil | Währung | Eigenkapital | Jahres- ergebnis |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. K+S Verwaltungs GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 26 | -1 |
| 1. K+S Verwaltungs GmbH & Co. Erwerbs KG | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 1 | 0 |
| 3. K+S Verwaltungs GmbH & Co. Erwerbs KG | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 1 | 0 |
| 4. K+S Verwaltungs GmbH, Kassel | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 310 | -1 |
| Beienrode Bergwerks-GmbH | Kassel | Deutschland | 89,80% | EUR | 1.339 | 0 |
| Börde Container Feeder GmbH | Haldensleben | Deutschland | 33,30% | EUR | 663 | 2332) |
| Canadian Brine Ltd. | Pointe Claire | Kanada | 100,00% | CAD | 564 | 1067) |
| Canadian Salt Finance Company | Halifax | Kanada | 100,00% | CAD | 524.873 | 4497) |
| Canadian Salt Holding Company | Halifax | Kanada | 100,00% | CAD | 517.030 | -17) |
| Chemische Fabrik Kalk GmbH | Köln | Deutschland | 100,00% | EUR | 12.806 | 2.204 |
| Compania Minera Punta de Lobos Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 99,64% | USD | 20.368 | 1.0847) |
| Deutscher Straßen-Dienst GmbH | Hannover | Deutschland | 100,00% | EUR | 60 | 1.6341) |
| Empresa de Servicios Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 99,64% | USD | 869 | -227) |
| Empresa Maritima SA. | Santiago de Chile | Chile | 48,67% | USD | 35.905 | -11.4257) |
| ESCO- european salt company GmbH & Co. KG | Hannover | Deutschland | 100,00% | EUR | 214.292 | 30.424 |
| ESCO benelux N.V. | Diegem | Belgien | 100,00% | EUR | 12.486 | 7827) |
| ESCO france S.A.S. | Levallois-Perret | Frankreich | 100,00% | EUR | 11.589 | 8877) |
| ESCO Holding France S.A.S. | Dombasle sur Meurthe | Frankreich | 100,00% | EUR | 14.446 | 1.6187) |
| ESCO INTERNATIONAL GMBH | Hannover | Deutschland | 100,00% | EUR | 40.903 | 6.7151) |
| ESCO Nordic AB | Göteborg | Schweden | 100,00% | SEK | 6.043 | 4.4252) |
| ESCO Spain S.L. | Barcelona | Spanien | 100,00% | EUR | 960 | 1.3037) |
| ESCO Verwaltungs GmbH | Hannover | Deutschland | 100,00% | EUR | 49 | 3 |
| Fachschule f. Wirtschaft und Technik Gem. GmbH | Clausthal | Deutschland | 9,40% | EUR | 397 | 604) |
| Frisia Zout B.V. | Harlingen | Niederlande | 100,00% | EUR | 15.845 | 1.3417) |
| German Bulk Chartering GmbH | Hamburg | Deutschland | 100,00% | EUR | 60 | 2.7401) |
| Glendale Salt Development, LLC | Chicago | USA | 100,00% | USD | 2.546 | 1427) |
| Ickenroth GmbH | Staudt | Deutschland | 100,00% | EUR | 1.790 | 2071) |
| Imperial Thermal Products Inc. | Chicago | USA | 100,00% | USD | 0 | 0 |
| Inagua General Store Ltd. | Matthew Town | Bahamas | 100,00% | USD | -1.427 | -4637) |
| Inagua Transports Inc. | Monrovia | Liberia | 100,00% | USD | 2.542 | 1507) |
| International Salt Company, LLC | Clarks Summit | USA | 100,00% | USD | 221 | -12.2747) |
| Inversiones Columbus Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 2,00% | USD | -240 | -1737) |
| Inversiones EMPREMAR Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 48,87% | USD | 18.880 | -3087) |
| Inversiones K+S Sal de Chile Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 100,00% | CLP | 71.858.112 | 364.5137) |
| ISX Oil & Gas Inc. | Calgary | Canada | 100,00% | CAD | -441 | -42) |
| K+S AN-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 201 | 34 |
| K+S Asia Pacific Pte. Ltd. | Singapur | Singapur | 100,00% | SGD | 2.419 | 2.0242) |
| K+S Baustoffrecycling GmbH | Sehnde | Deutschland | 100,00% | EUR | 65 | 1.4741) |
| K+S Benelux B.V. | Breda | Niederlande | 100,00% | EUR | 739 | 3352) |
| K+S BETEILIGUNGS GMBH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 210.751 | -7211) |
| K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais Ltda. | Sao Paulo | Brasilien | 100,00% | BRL | 3.177 | 1.3412) |
| K+S Canada Holdings Inc. | Vancouver | Kanada | 100,00% | CAD | 558.526 | -18.968 |
| K+S Consulting GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 810 | 1161) |
| K+S CZ a.s. | Prag | Tschechien | 100,00% | CSK | 46.301 | 10.3452) |
| K+S Denmark Holding ApS | Hellerup | Dänemark | 100,00% | DKK | 3.247 | -972) |
| K+S Entsorgung (Schweiz) AG | Delémont | Schweiz | 100,00% | CHF | 861 | 3672) |
| K+S Entsorgung GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 7.506 | 9.5681) |
| K+S Fertilizers (India) Private Limited | Neu Delhi | Indien | 100,00% | INR | 711 | 2112) |
| K+S Finance Belgium BVBA | Diegem | Belgien | 100,00% | USD | 2.410.907 | 87.3487) |
| K+S Finance Ltd. | St. Julians | Malta | 100,00% | EUR | 448.917 | 8.9237) |
| K+S Holding France S.A.S. | Reims | Frankreich | 100,00% | EUR | -81.148 | -3947) |
| K+S Investments Ltd. | St. Julians | Malta | 100,00% | EUR | 466.248 | 13.0457) |
| K+S Italia S.r.L. | Verona | Italien | 100,00% | EUR | 741 | 2582) |
| K+S IT-Services GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 5.150 | 7291) |
| K+S Legacy GP Inc. | Vancouver | Canada | 100,00% | CAD | 0 | 02) |
| K+S KALI Atiantique S.A.S. | Pre en Pail | Frankreich | 100,00% | EUR | 301 | -387) |
| K+S KALI du Roure S.A.S. | Le Teil | Frankreich | 100,00% | EUR | 4.834 | 5387) |
| K+S Kali France S.A.S. | Reims | Frankreich | 100,00% | EUR | 7.812 | 5667) |
| K+S KALI GMBH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 447.083 | 763.8121) |
| K+S KALI Rodez S.A.S. | Sainte Radegonde | Frankreich | 97,45% | EUR | 2.173 | 2327) |
| K+S KALI Wittenheim S.A.S. | Wittenheim | Frankreich | 100,00% | EUR | 2.061 | 2187) |
| K+S Mining Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | 100,00% | ARS | 604 | -5.1427) |
| K+S Montana Holdings, LLC | Chicago | USA | 100,00% | USD | 646.829 | 9.4197) |
| K+S Netherlands Holding B.V. | Harlingen | Niederlande | 100,00% | EUR | 282.845 | -3607) |
| K+S Nitrogen France S.A.S. | Levallois-Perret | Frankreich | 100,00% | EUR | 78 | 592) |
| K+S North America Corporation | New York | USA | 100,00% | USD | 6.887 | 4247) |
| K+S North America Salt Holdings LLC | Chicago | USA | 100,00% | USD | 1.877.015 | 60.9857) |
| K+S Polska Sp. z o.o. | Poznan | Polen | 100,00% | PLN | 10.335 | 7.1202) |
| K+S POTASH CANADA General Partnership | Vancouver | Canada | 100,00% | CAD | 495.206 | -24.0307) |
| K+S SALZ GMBH | Hannover | Deutschland | 100,00% | EUR | 425.879 | -1191) |
| K+S TRANSPORT GMBH | Hamburg | Deutschland | 100,00% | EUR | 2.575 | 9.0971) |
| K+S UK & Eire Ltd. | Hertford | Großbritannien | 100,00% | GBP | 878 | 3732) |
| K+S Versicherungsvermittlungs GmbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 25 | 5161) |
| Kali (U.K.) Ltd. | Hertford | Großbritannien | 100,00% | GBP | 0 | 02) |
| Kali AG | Frauenkappeln | Schweiz | 100,00% | CHF | 1.367 | 4242) |
| Kali-lmporten A/S | Kopenhagen | Dänemark | 100,00% | DKK | 288 | -1166) |
| Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 10.669 | 5.0201) |
| Lehrter Wohnungsbau GmbH | Lehrte | Deutschland | 6,70% | EUR | 13.373 | 5342) |
| Montana US Parent Inc. | Chicago | USA | 100,00% | USD | 0 | 07) |
| Morton Bahamas Ltd. | Nassau | Bahamas | 100,00% | USD | 31.136 | -2047) |
| Morton China National Salt (Shanghai) Salt Co. Ltd. | Shanghai | China | 45,00% | CNY | 13.745 | 1.0602) |
| MORTON SALT, INC. | Chicago | USA | 100,00% | USD | 894.024 | -64.0527) |
| MS "Argos" Schiffahrts GmbH & Co KG | Haren | Deutschland | 12,00% | EUR | 1.223 | 1095) |
| MS "Butes" Schiffahrts GmbH & Co KG | Haren | Deutschland | 82,35% | EUR | 443 | -2135) |
| MS "Herakles" Schiffahrts GmbH &Co KG | Haren | Deutschland | 12,00% | EUR | 172 | -2165) |
| MS "Echion" Schiffahrts GmbH & Co KG | Haren | Deutschland | 82,35% | EUR | 488 | 2045) |
| MS "Kastor" Schiffahrts GmbH & Co KG | Haren | Deutschland | 12,00% | EUR | 1.669 | 2236) |
| MS "Pollux" Schiffahrts GmbH & Co KG | Haren | Deutschland | 11,98% | EUR | 1.678 | -2136) |
| MS "Jason" Schiffahrts GmbH & Co KG | Haren | Deutschland | 12,00% | EUR | 1.732 | -1996) |
| MS "Nestor" Schiffahrts GmbH & Co KG | Haren | Deutschland | 12,00% | EUR | 1.675 | -1946) |
| MS "Melas" Schiffahrts GmbH & Co KG | Haren | Deutschland | 26,42% | EUR | 0 | -25) |
| MS "Paganini" Schiffahrts GmbH & Co KG | Haren | Deutschland | 12,10% | EUR | 0 | -622) |
| MS "Peleus" Schiffahrts GmbH & Co KG | Haren | Deutschland | 30,15% | EUR | 653 | -1966) |
| MS "Telamon" Schiffahrts GmbH & Co KG | Haren | Deutschland | 10,12% | EUR | 2.223 | -2956) |
| MS "Theseus" Schiffahrts GmbH & Co KG | Haren | Deutschland | 10,12% | EUR | 2.244 | -376) |
| MSW-Chemie GmbH | Langeisheim | Deutschland | 68,50% | EUR | 855 | -187 |
| OOO K+S Rus | Moskau | Russ. Föderation | 100,00% | RUB | 11.280 | -1.8852) |
| Poldergemeinschaft Hohe Schaar | Hamburg | Deutschland | 8,66% | EUR | 58 | 1032) |
| Potash S.A. (Pty) Ltd. | Johannesburg | Südafrika | 100,00% | ZAR | 144 | -12) |
| S.P.L-USA, LLC | Clarks Summit | USA | 100,00% | USD | 22.367 | 3.8747) |
| SALINA DIAMANTE BRANCO Ltda. | Rio de Janeiro | Brasilien | 100,00% | BRL | 37.410 | 2.8677) |
| Salines Cérébos S.A.S. | Levallois-Perret | Frankreich | 100,00% | EUR | 6.744 | 5807) |
| Servicios Maritimos Patillos S.A. | Santiago de Chile | Chile | 49,82% | USD | 1.531 | 1.3257) |
| Seivicios Portuarios Patillos S.A. | Santiago de Chile | Chile | 99,53% | USD | 43.120 | -7147) |
| Shenzhen K+S Trading Co. Ltd. | Shenzhen | China | 100,00% | CNY | 48.111 | 6902) |
| Sociedad Punta de Lobos S.A. | Santiago de Chile | Chile | 99,64% | USD | 329.514 | -8.5147) |
| Société des Engrais de Berry au Bac S.A. | Reims | Frankreich | 34,00% | EUR | 2.763 | 2213) |
| Solné mlýnya. s. | Olomouc | Tschechien | 100,00% | CZK | 150.618 | 2.9717) |
| SPL Perù S.A.C. | Lima | Peru | 100,00% | PEN | 1.108 | 37) |
| The Canadian Salt Company Limited | Pointe Claire | Kanada | 100,00% | CAD | 843.729 | 52.0787) |
| Transporte por Containers S.A. | Santiago de Chile | Chile | 48,04% | USD | 5.822 | 7057) |
| UBT See- und Hafen-Spedition GmbH Rostock | Rostock | Deutschland | 100,00% | EUR | 154 | 7831) |
| VATEL Companhia de Produtos Alimentares S.A. | Alverca | Portugal | 100,00% | EUR | 686 | -4147) |
| Verlagsgesellschaft für Ackerbau mbH | Kassel | Deutschland | 100,00% | EUR | 1.820 | 3021) |
| Weeks Island Landowner, LLC | Chicago | USA | 100,00% | USD | 806 | 07) |
| Werra Kombi Terminal Betriebsgesellschaft mbH | Philippsthal | Deutschland | 50,00% | EUR | 0 | 62) |
| Wohnbau Salzdetfurth GmbH | Bad Salzdetfurth | Deutschland | 100,00% | EUR | 2 | 01)2) |
1) Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Muttergesellschaft (Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisabführung)
2) Jahresabschluss per 31. Dezember 2011
3) Geschäftsjahr vom 01.07. bis 30.06. -Jahresabschluss per 30.06.2011
4) Geschäftsjahr vom 01.08. bis 31.07. -Jahresabschluss per 31.07.2012
5) Jahresabschluss per 31. Dezember 2010
6) Jahresabschluss per 31. Dezember 2009
7) Angaben gem. IFRS
Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats
Gerhard R.Wolf (77), Diplom-Kaufmann
ehem. Mitglied des Vorstands der BASF SE, Ludwigshafen
Ehemaliger Vorsitzender des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Mitglieder des Aufsichtsrats
Dr. Ralf Bethke (70), Diplom-Kaufmann, Aufsichtsratsvorsitzender
Anteilseignervertreter
Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten)
Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2017
Erstbestellung: 1. Juli 2007
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| weitere Aufsichtsratsmandate: | Benteler International AG, Salzburg (stellv. Vorsitzender) |
| DJE Kapital AG, Pullach (Vorsitzender) | |
| Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart-Ochsenfurt Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim |
Michael Vassiliadis (48), Chemielaborant, stellv. Vorsitzender
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
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| weitere Aufsichtsratsmandate: | BASF SE, Ludwigshafen Evonik AG, Essen (stellv. Vorsitzender) |
| Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf STEAG GmbH, Essen (stellv. Vorsitzender) |
Ralf Becker (47), Gewerkschaftssekretär
Arbeitnehmervertreter
Landesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 1. August 2009
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| weitere Aufsichtsratsmandate: (stellv. Vorsitzender) | Continental Reifen Deutschland GmbH, Hannover |
Jella S. Benner-Heinacher (52), Juristin
Anteilseignervertreterin
Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., Düsseldorf
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
scroll
| weitere Aufsichtsratsmandate: | A.S. Creation Tapeten AG, Gummersbach |
George Cardona (61), Ökonom
Anteilseignervertreter
Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Kontrollgremien)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2015
Erstbestellung: 9. Oktober 2009
scroll
| weitere Kontrollgremien: | Board der Donalink Ltd., Zypern |
| Board der Erglis Ltd., Zypern | |
| Board der EuroChem Group SE, Zypern | |
| Board der Hamilton Art Ltd., Isle of Man | |
| Board der Hamilton Jets Ltd., Bermuda | |
| Board der Harewood House Ltd., Jersey, Channel Islands | |
| Board der Linea Ltd., Bermuda | |
| Board der Linetrust PTC Ltd., Bermuda | |
| Board der Madake Ltd., Zypern | |
| Direktorenrat der OJSC EuroChem Mineral and Chemical Co., Russland1) | |
| Direktorenrat der OJSC Siberian Coal Energy Co., Russland | |
| Board der Sibenergy plc, Zypern | |
| Board der Strategic Minerals plc, Großbritannien | |
| Board der Suek plc, Zypern | |
| Board der Valise Ltd., Bermuda | |
| Board der Valton Ltd., Bermuda | |
| Board der Westline PTC Ltd., Bermuda | |
| Board der Wishborne Gold plc, Gibraltar |
1) Bis 25. Februar 2013
Harald Döll (48), Energieanlagenelektroniker
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 1. August 2009
Dr. Rainer Gerling (54), Diplom-Ingenieur
Arbeitnehmervertreter
Leiter des Werks Werra der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 14. Mai 2008
Rainer Grohe (72), Diplom-Ingenieur
Anteilseignervertreter
Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 6. Mai 1998
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| weitere Aufsichtsratsmandate: | Aurubis AG, Hamburg Graphit Kropfmühl AG, Hauzenberg (stellv. Vorsitzender) |
| PFW Aerospace AG, Speyer (stellv. Vorsitzender) | |
| SASAG AG, Elsteraue WKV Wasserkraft Volk AG, Gutach |
Dr. Karl Heidenreich (71), Diplom-Kaufmann
Anteilseignervertreter
Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
Rüdiger Kienitz (52), Bergbautechnologe
Arbeitnehmervertreter
Mitglied des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 26. März 1998
Klaus Krüger (58), Bergbautechnologe
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 9. August 1999
Dieter Kuhn (54), Bergbaumaschinist
Arbeitnehmervertreter
Erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg der ESCO GmbH & Co. KG
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
Dr. Bernd Malmström (71), Jurist
Anteilseignervertreter
Rechtsanwalt
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
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| weitere Aufsichtsratsmandate: | HHLA Intermodal GmbH, Hamburg IFCO-Systems N.V, Amsterdam (Vorsitzender) |
| Lehnkering GmbH, Duisburg VTG AG, Hamburg | |
| weitere Kontrollgremien: | DAL- Deutsche-Afrika-Linien GmbH & Co. KG, Hamburg |
| time:matters GmbH, Neu-Isenburg (Vorsitzender) |
Dr. Rudolf Müller (69), Diplom-Ingenieur agr.
Anteilseignervertreter
Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
Renato De Salvo (48), Betriebsschlosser
Arbeitnehmervertreter
Betriebsschlosser im Werk Sigmundshall der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
Dr. Eckart Sünner (68), Jurist
Anteilseignervertreter
Rechtsanwalt (Of Counsel, Allen & Overy LLP, Büro Mannheim)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 28. April 1992
scroll
| weitere Aufsichtsratsmandate: | Infineon Technologies AG, Neubiberg |
Aufsichtsratsausschüsse
Prüfungsausschuss
| ― | Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender) |
| ― | Ralf Becker |
| ― | Dr. Ralf Bethke |
| ― | Dr. Karl Heidenreich |
| ― | Klaus Krüger |
| ― | Michael Vassiliadis |
Nominierungsausschuss
| ― | Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) |
| ― | Jella S. Benner-Heinacher |
| ― | Dr. Bernd Malmström |
| ― | Dr. Rudolf Müller |
Personalausschuss
| ― | Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) |
| ― | Rainer Grohe |
| ― | Klaus Krüger |
| ― | Michael Vassiliadis |
Vermittlungsausschuss
| ― | Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) |
| ― | Dr. Eckart Sünner |
| ― | Klaus Krüger |
| ― | Michael Vassiliadis |
Mitglieder des Vorstands
Norbert Steiner (58), Jurist, Vorsitzender
Unternehmensentwicklung und Controlling1)
Recht /Compliance
Investor Relations
Corporate Communications
Oberer Führungskreis /Internationale HR-Koordination
Kali- und Magnesiumprodukte2)
Mandat bis 11. Mai 2015
Erstbestellung: 12. Mai 2000
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| Aufsichtsratsmandate: | E.ON Mitte AG, Kassel K+S KALI GMBH (Vorsitzender), Kassel3) |
Joachim Felker (60), Industriekaufmann
Kali- und Magnesiumprodukte
Das Mandat endete am 30. September 2012
Erstbestellung: 1. Oktober 2005
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| Aufsichtsratsmandate: | K+S KALI GMBH, Kassel (bis 30. September 2012)3) |
Gerd Grimmig (59), Diplom-Ingenieur
Bergbau
Geologie
Technik/ Energie
Forschung und Entwicklung
Umwelt, Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement
Inaktive Werke
Entsorgung und Recycling
Tierhygieneprodukte
K+S Consulting GmbH
MSW Chemie GmbH
Mandat bis 30. September 2013
Erstbestellung: 1. Oktober 2000
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| Aufsichtsratsmandate: | K+S KALI GMBH, Kassel3) |
1) Für das Konzern-Controlling ist ab dem 1. Januar 2013 Herr Dr. Lohr zuständig.
2) Seit 1. Oktober 2012
3) Konzernmandat
Dr. Burkhard Lohr (49), Diplom-Kaufmann
Finanzen und Rechnungswesen
Steuern
Revision
Einkauf, Material- und Lagerwirtschaft
Versicherungen
Datenschutz
Mandat bis 31. Mai 2015
Erstbestellung: 1. Juni 2012
Dr. Thomas Nöcker (54), Jurist, Arbeitsdirektor
Personal (inkl. Gesundheitsmanagement)
IT
Organisations- und Projektmanagement
Immobilienmanagement
Wissensmanagement
Globale Logistik Strategie
Logistik-Einkauf
K+S TRANSPORT GMBH
CFK GmbH (Handel)
Mandat bis 31. Juli 2016
Erstbestellung: 1. August 2003
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| Aufsichtsratsmandate: | K+S KALI GMBH, Kassel1) |
Mark Roberts (48), Bachelor of Science (Marketing)
Salz
Mandat bis 30. September 2015
Erstbestellung: 1. Oktober 2012
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| Aufsichtsratsmandate: | Salt Institute, Alexandria, Virginia, USA |
1) Konzernmandat
Beteiligungen an der Gesellschaft
Meritus Trust Company Limited, Bermuda, hält über die EuroChem Group SE und ihr zuzurechnende Tochterunternehmen knapp 10% der Aktien. Meritus hält treuhänderisch Industriebeteiligungen von Andrey Melnichenko. BlackRock Inc., New York (USA), teilte uns am 11. Mai 2012 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 5% überschritten hat und der Anteil an der Gesellschaft 5,08% beträgt. Der Anteilsbesitz von Prudential Plc. beträgt 3% und wird über M&G Investment Management Limited, London (UK) gehalten. Die Mitteilung von Prudential Plc. erfolgte am 8. Februar 2012.
Gewinnverwendungsvorschlag
Der im Geschäftsjahr 2012 erzielte Jahresüberschuss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beläuft sich auf 563.990 T€. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von 11.231 T€ sowie der Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 281.006 T€ ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 294.215 T€. Der Vorstand beabsichtigt auf der Hauptversammlung am 14. Mai 2013, die Ausschüttung einer Dividende von 1,40 € je nennwertloser Stückaktie (267.960 T€) aus dem Bilanzgewinn und den Vortrag des Restbetrags von 26.255 T€ auf neue Rechnung vorzuschlagen.
Kassel, 27. Februar 2013
K+S Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der K+S Aktiengesellschaft, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der K+S Aktiengesellschaft, Kassel, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 27. Februar 2013
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Prof. Dr. Beine, Wirtschaftsprüfer
Römgens, Wirtschaftsprüfer