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KRONES AG Interim / Quarterly Report 2021

Aug 3, 2021

251_10-q_2021-08-03_e779920f-4a78-416d-8930-851ea597eb96.pdf

Interim / Quarterly Report

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Krones Konzern

Bericht über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021

An unsere Aktionäre

Konzernzwischenlagebericht

Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2021

Sonstige Informationen

1 An unsere Aktionäre
Highlights und Kennzahlen . 4
Brief des Vorstands . 5
Die Krones Aktie . 6

Krones hebt nach starkem 2. Quartal die Prognose für das Gesamtjahr 2021 an

  • Der Aufwärtstrend beim Auftragseingang von Krones setzt sich im zweiten Quartal fort. Insgesamt erhöhte sich von Januar bis Juni 2021 das Ordervolumen um 40,3% auf 2.044,3 Mio.€.
  • Den Umsatz steigerte Krones im ersten Halbjahr 2021 um 1,3% auf 1.720,1 Mio.€. Im zweiten Quartal zog der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,7% auf 845,5 Mio.€ an.
  • Die Ertragskraft konnte Krones von Januar bis Juni 2021 deutlich verbessern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 16,2 % auf 137,7 Mio. €. Die EBITDA-Marge lag im Berichtszeitraum bei 8,0% (Vorjahr: 7,0%).
  • Aufgrund der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr hebt Krones die Prognosen für das Gesamtjahr 2021 an. Das Unternehmen erwartet nunmehr ein Umsatzwachstum von 7% bis 9% (bisher: 2,5% bis 3,5%) sowie eine EBITDA-Marge von 7% bis 8% (bisher: 6,5% bis 7,5%).

Highlights und Kennzahlen Kennzahlen 1. Halbjahr Veränderung
2021 2020
Umsatz
Auftragseingang
Mio. €
Mio. €
1.720,1
2.044,3
1.698,6
1.457,3
+1,3%
+40,3%
Krones hebt nach starkem 2. Quartal die Prognose Auftragsbestand zum 30.06. Mio. € 1.535,5 1.133,4 +35,5%
für das Gesamtjahr 2021 an
EBITDA Mio. € 137,7 118,5 +16,2%
Der Aufwärtstrend beim Auftragseingang von Krones setzt sich im zweiten EBITDA-Marge % 8,0 7,0 +1,0 PP*
Quartal fort. Insgesamt erhöhte sich von Januar bis Juni 2021 das Order EBIT Mio. € 71,6 33,2 +115,7%
volumen um 40,3% auf 2.044,3 Mio.€. EBT Mio. € 75,7 31,8 +138,1%
EBT-Marge % 4,4 1,9 +2,5 PP*
Den Umsatz steigerte Krones im ersten Halbjahr 2021 um 1,3% auf Konzernergebnis Mio. € 56,9 21,5 +164,7%
1.720,1 Mio.€. Im zweiten Quartal zog der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr Ergebnis je Aktie 1,80 0,68
um 11,7% auf 845,5 Mio.€ an.
Investitionen in Sachanlagen
Die Ertragskraft konnte Krones von Januar bis Juni 2021 deutlich verbessern. und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 45,1 55,2 –10,1 Mio.€
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBIT
DA) stieg um
Free Cashflow Mio. € 35,4 –64,8 +100,2 Mio.€
Nettoliquidität zum 30.06.** Mio. € 203,7 –77,9 +281,6 Mio.€
16,2 % auf 137,7 Mio. €. Die EBIT
DA-Marge lag im Berichtszeitraum bei 8,0%
Working Capital/Umsatz*** % 28,1 27,6 +0,5 PP*
(Vorjahr: 7,0%).
Beschäftigte am 30.06.
Aufgrund der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr hebt Krones die Weltweit 16.232 16.906 – 674
Prognosen für das Gesamtjahr 2021 an. Das Unternehmen erwartet nun Inland 9.900 10.422 –522
mehr ein Umsatzwachstum von 7% bis 9% (bisher: 2,5% bis 3,5%) sowie Ausland 6.332 6.484 –152
eine EBIT
DA-Marge von 7% bis 8% (bisher: 6,5% bis 7,5%).
Kennzahlen 2. Quartal 01.04.–30.06. 01.04.–30.06. Veränderung
2021 2020
Umsatz Mio.€ 845,5 756,6 +11,7%
Auftragseingang Mio.€ 975,5 616,2 +58,3%
ebitda Mio.€ 61,2 29,0 +111,0%
ebitda-Marge % 7,2 3,8 +3,4 PP*
ebit Mio.€ 28,6 –20,5
ebt Mio.€ 31,1 –21,2
EBT-Marge % 3,7 –2,8 +6,5 PP*
Konzernergebnis Mio.€ 24,1 –17,6
Ergebnis je Aktie 0,76 –0,56

* Prozentpunkte **liquide Mittel abzüglich Bankschulden *** Durchschnitt der vergangenen 4 Quartale

Brief des Vorstands 1 | 5

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

die wirtschaftliche Erholung hat sich im zweiten Quartal 2021 fortgesetzt. Eine Entspannung der Corona-Pandemie in den Industrieländern hat hierzu ebenso beigetragen wie große staatliche Stützungsprogramme in den USA, Europa und Asien. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für 2021 ein Plus für die globale Konjunktur von 6,0%. Zu Jahresbeginn lag die Schätzung noch bei 5,5%. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erhöhte im Juni seine Prognose für den Gesamtwert der 2021 produzierten Maschinen und Anlagen. Dieser soll gegenüber dem Vorjahr nicht um 7%, sondern um 10% steigen.

Auch in der Getränke- und Nahrungsmittelbranche hat die Investitionsbereitschaft der Kunden wieder zugenommen. Dies zeigt sich am stark steigenden Auftragseingang von Krones. Er lag im ersten Halbjahr mit 2,04 Mrd.€ um rund 40% über dem Vorjahreswert. Bei der Umsatzentwicklung ist zu berücksichtigen, dass das erste Quartal 2020 noch kaum von Covid-19 betroffen war. Deshalb stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um 1,3 % auf 1,72 Mrd. Euro. Im zweiten Quartal 2021 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp 12% auf 846 Mio.€. Weil die Maßnahmen zur Kostensenkung weiterhin greifen, verbesserte Krones von Januar bis Juni auch die Ertragskraft. So stieg die EBITDA-Marge im ersten Halbjahr 2021 von 7,0% im Vorjahr auf 8,0%.

Krones rechnet für das zweite Halbjahr ebenfalls mit einer hohen Nachfrage und stabilen Auslastung der Produktionskapazitäten. Daher erhöhen wir die Prognose für das Gesamtjahr 2021. Der Vorstand erwartet nach aktueller Ein-

schätzung für den Krones Konzern im Gesamtjahr 2021 ein Umsatzwachstum von 7% bis 9% (bislang: 2,5% bis 3,5%). Bei der EBITDA-Marge rechnet Krones mit einem Wert von 7% bis 8% (bislang: 6,5% bis 7,5%).

Trotz der insgesamt positiven Aussichten wird das gesamte Krones Team die eingeleiteten Maßnahmen konsequent weiterverfolgen, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Kurzfristig gilt es vor allem, den hohen Auftragseingang pünktlich und zur Zufriedenheit unserer Kunden abzuarbeiten. Zudem ist Krones auch von den internationalen Engpässen in den Lieferketten betroffen. Dies spiegelt sich in steigenden Material- und Frachtkosten wider. Als international tätiges Unternehmen ist Krones von der globalen Entwicklung der Covid-19-Pandemie abhängig. Hierbei ist zu beachten, dass es Regionen gibt, in denen die Covid-Situation weiterhin angespannt ist.

Um die positiven Effekte, die wir durch die Maßnahmen zur Kostensenkung erzielt haben, nicht zu gefährden, wird Krones zum 1. August 2021 die Preise für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik sowie der Prozesstechnik um 6% erhöhen.

Der Vorstand ist zuversichtlich, dass Krones mit den eingeleiteten Maßnahmen seine führende Marktposition in der Abfüll- und Verpackungsbranche stärkt. Das ist die Basis, um die Wachstumschancen, die unser Markt nach der Covid-Ära bietet, zu nutzen.

Christoph Klenk CEO

Die Krones Aktie

Gute Stimmung an den Aktienbörsen

Die wichtigsten internationalen Aktienmärkte strebten im ersten Halbjahr 2021 weiter nach oben. Unterstützt wurde die Hausse von der weiterhin expansiven Geld- und Zinspolitik der Notenbanken. Leicht steigende Kapitalmarktzinsen in den USA, Meldungen zu Lieferkettenproblemen und das mutierende Coronavirus führten nur zu vorübergehenden Kursschwankungen. Im Wesentlichen richteten die Investoren ihren Fokus auf die starke Konjunkturerholung und steigende Unternehmensgewinne. Insgesamt erreichten viele wichtige Aktienindizes von Januar bis Juni 2021 neue Allzeithochs.

In Deutschland markierte der DAX, der bekannteste inländische Index, am 14. Juni bei rund 15.800 Punkten seinen bisherigen Rekordstand. Ende Juni stand der DAX mit 15.531 Punkten um 13,2% höher als zu Jahresanfang. Nicht ganz so stark stieg der MDAX. Der Index der mittelgroßen Werte legte von Januar bis Juni 2021 um 10,6% zu.

Daten zur Krones Aktie

Perfomance H1 2021 Krones Aktie: +14,2% SDAX: +8,5%

in Mio. € 1. Halbjahr
2021
1. Halbjahr
2020
Ergebnis je Aktie in € 1,80 0,68
Höchstkurs in € 79,95 75,50
Tiefstkurs in € 64,30 41,92
Kurs am 30.06. in € 75,35 57,10
Marktkapitalisierung 30.06. in Mrd. € 2,38 1,80

Die Krones Aktie 01.01. bis 30.06.2021

Krones Aktie steigt im ersten Halbjahr kräftig

Nach dem von Corona geprägten Jahr 2020 blicken die Investoren im laufenden Jahr wieder stärker auf die Fundamentaldaten der Unternehmen. Davon profitierte die Aktie von Krones im Berichtszeitraum. Nach einem verhaltenen Jahresauftakt starIm zweiten Quartal 2021 stieg der Kurs der Krones Aktie deutlich stärker als der SDAX. Von April bis Juni betrug das Kursplus von Krones 8,9%, beim SDAX 3,7%.

tete unser Kurs Ende Januar eine kräftige Aufwärtsbewegung. Am 25. Februar veröffentlichte das Unternehmen die Vorabzahlen für 2020 sowie den Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021. Obwohl danach die meisten Analysten ihr Kursziel für die Krones Aktie erhöhten, kam es im Zuge der Korrektur am Gesamtmarkt zu Gewinnmitnahmen in unserem Titel. Ende März zog die Notiz wieder kräftig an.

Im zweiten Quartal beschleunigte sich die Aufwärtsbewegung des Krones Kurses. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistete, dass sich die Geschäfte des Unternehmens weiter vom Corona-Einbruch erholten. Am 7. Mai veröffentlichten wir die Zahlen zum ersten Quartal 2021. Im Anschluss daran kam es zu vielen positiven Analystenkommentaren und Kurszielerhöhungen. Nach einer kurzen Korrekturphase legte die Krones Aktie Ende Mai deutlich zu. Den Höchstkurs des ersten Halbjahres 2021 erreichte die Aktie am 2. Juni bei 79,95 €. Ende Juni stand der Kurs bei 75,35 € und damit um 14,1% höher als zu Jahresbeginn. Der SDAX, dem auch Krones angehört, stieg im gleichen Zeitraum nur um 8,5%.

Der durchschnittliche Tagesumsatz in unserer Aktie lag im ersten Halbjahr 2021 bei rund 38.000 Stück (Xetra und Frankfurt). Im Vorjahr war der Umsatz mit knapp 60.000 Stück wegen der starken Kursausschläge im Zuge der Covid-19-Pandemie deutlich höher.

Am 17. Mai 2021 fand die Hauptversammlung des Unternehmens statt. Aufgrund der Covid-19-Situation wurde sie virtuell abgehalten. Wegen des Verlustes im Corona-Jahr 2020 erhielten die Aktionäre nur die gesetzliche Mindestdividende von 0,06 € je Aktie. Inklusive der Dividende lag die Performance der Krones Aktie im ersten Halbjahr 2021 bei 14,2%.

Ausführliche Informationen zur Krones Aktie finden Sie im Internet unter: www.krones.com/de/unternehmen/investor-relations/aktie.php

Aktionärsstruktur Stand 30.06.2021

Stammdaten der Krones Aktie Stammdaten der KRONES Aktie

Aktienanzahl 31.593.072
Wertpapierkennnummer 633500
ISIN DE0006335003
XETRA-Kürzel KRN

2 konzernzwischenlagebericht
Wirtschaftliches Umfeld . 9
Umsatz . 10
Auftragseingang und -bestand . 12
Ertragslage . 13
Kapitalflussrechnung . 16
Bilanzstruktur . 18
Bericht aus den Segmenten . 20
Mitarbeiter . 22
Risiko- und Chancenbericht . 23
Nach Ablauf des Halbjahresstichtages . 24
Prognosebericht 25

Wirtschaftliches Umfeld

Globale Konjunktur erholt sich kräftig im ersten Halbjahr 2021

Die globale Konjunktur erholt sich im laufenden Jahr kräftig vom massiven Einbruch wegen der Covid-19-Pandemie im Vorjahr. Gemäß der Prognose des Internationalen Währungsfonds dürfte die Weltwirtschaft 2021 um 6,0% zulegen.

Die Weltwirtschaft dürfte sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2021 deutlich von dem Einbruch im Vorjahr erholen. Der IWF geht davon aus, dass die globale Konjunktur 2021 um 6,0% zulegen wird. Zum Jahresanfang lag die Prognose noch bei 5,5%. Ein Grund für das starke Wachstum der Weltwirtschaft ist das Abklingen der Covid-19- Pandemie durch den vermehrten Einsatz von Impfstoffen. Zudem unterstützen die in den großen Volks-

wirtschaften eingeleiteten Investitionsprogramme den Aufschwung. Der IWF erwartet, dass sich diese positiven Faktoren vor allem im zweiten Halbjahr 2021 positiv niederschlagen werden. Als Risikofaktoren gelten weiterhin die weltweit noch keineswegs überstandene Covid-19-Pandemie sowie die Wirksamkeit der staatlichen Hilfsprogramme.

Wachstumsdynamik 2021 Welt +6,0% Emerging Markets +6,3% Industrieländer +5,6% Deutschland +3,6% In den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte die Wachstumsdynamik 2021 mit 6,3% im Vergleich zum schwachen Vorjahr deutlich zunehmen. Wachstumstreiber ist, wie im Vorjahr, China. Für die Volkswirtschaft im Reich der Mitte prognostiziert der IWF 2021 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 8,1%. Nach dem starken Einbruch im Jahr 2020, soll in Indien die Wirtschaftsleistung 2021 sogar um 9,5% steigen. Weniger Dynamik erwartet der IWF für die Region Naher Osten/Zentralasien. Dort rechnen die Experten mit einem Anstieg des BIP um 4,0%. In Lateinamerika soll die Wirtschaft 2021 um 5,8% zulegen.

Für die Industriestaaten rechnet der IWF 2021 aufgrund der schnelleren Impfung der Bevölkerung und der weiterhin niedrigen Zinsen mit einem BIP-Wachstum von 5,6%. Für die Euro-Zone rechnet der IWF insgesamt mit einem Wachstum von 4,6%. In Deutschland erwarten die Experten eine weniger starke Erholung und prognostizieren für 2021 eine Zunahme des BIP um 3,6%. Wegen der hohen fiskalischen Anreize in den USA, dürfte das BIP in der weltweit größten Volkswirtschaft 2021 um 7,0% steigen, das stärkste Wachstum seit 1984. Auch Japan sollte von staatlichen Unterstützungsprogrammen profitieren. Für dieses Land liegt die Wachstumsprognose des IWF bei 2,8%.

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau wieder voll auf Wachstumskurs

Eine sehr niedrige Vorjahresbasis sowie die weltweit kraftvolle Erholung der Industriekonjunktur sorgen bei den inländischen Maschinen- und Anlagenbauern für hohe Wachstumsraten. Gemäß des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) stieg der Auftragseingang der Branche im Dreimonatszeitraum März bis Mai 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 47%. Aus dem Inland kamen 36% mehr Orders, die Auslandsaufträge legten um 52% zu. Aufgrund der starken Nachfrage, die durch umfangreiche Konjunkturpakete in wichtigen Absatzmärkten gestützt wird, erhöhte der VDMA im Juni seine Produktionsprognose für 2021 von bisher plus 7% auf plus 10%. Sorgen bereiten lediglich die angespannten Lieferketten sowie die neuerliche Diskussion um Grenzschließungen in der EU.

Umsatz

Umsatz

2017

2018

2019

2020

2021

Der Umsatz des zweiten Quartals 2021 übertrifft den Vorjahreswert um 11,7%

Im zweiten Quartal 2021 konnte Krones den Umsatzrückstand aus dem ersten Quartal (minus 7,2%) aufholen. Insgesamt stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3% auf 1.720,1 Mio.€.

Wegen der guten Marktposition und der starken internationalen Präsenz konnte Krones im ersten Halbjahr 2021 von der Erholung der weltweiten Abfüll- und Verpackungsindustrie profitieren. Von Januar bis Juni 2021 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zwar nur leicht um 1,3% von

2017

2018

2019

2020

2021

1.698,6 Mio.€ auf 1.720,1 Mio.€. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass das erste Quartal 2021 um 7,2% unter dem noch kaum von Corona betroffenen Vorjahresquartal lag. Im zweiten Quartal 2021 zog der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr dagegen stark an und lag mit 845,5 Mio.€ um 11,7% höher.

Sowohl das Neumaschinen- als auch das Servicegeschäft waren im ersten Halbjahr 2021 noch von Reise- und Logistikeinschränkungen beeinflusst. Aufgrund unseres globalen Servicenetzwerks und mit Hilfe digitaler Dienstleistungen konnten wir die Kunden aber jederzeit gut unterstützen.

Umsatz

Umsatz nach Regionen

Grundsätzlich ist die Aussagekraft der Umsatzzahlen einzelner Quartale für die verschiedenen Regionen beschränkt, weil es quartalsweise zu starken Auftrags- und Umsatzverschiebungen kommen kann.

Nach einem schwachen Jahresstart zogen die Inlandserlöse von Krones im zweiten Quartal 2021 an. Von Januar bis Juni 2021 lag der Umsatz mit 196,9 Mio.€ um 4,2% höher als im Vorjahr. Der Anteil am Gesamtumsatz des ersten Halbjahres stieg auf 11,4% (Vorjahr: 11,1%).

In Europa (ohne Deutschland) war der Umsatz von Krones im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt noch rückläufig. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass sich dort die Konjunktur langsamer von der Corona-Krise erholt als in anderen Regionen. In der großen Absatzregion Westeuropa verringerten sich die Erlöse in den ersten sechs Monaten 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 5,4% auf 232,2 Mio.€. Mit minus 20,2% auf 74,0 Mio.€ war der Erlösrückgang in Osteuropa überproportional. Aufgrund eines sehr starken zweiten Quartals stieg der Umsatz in der Region Russland/GUS im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 27,4% auf 50,7 Mio.€. In Mitteleuropa (Österreich, Schweiz, Niederlande) verringerten sich die Erlöse im Berichtszeitraum um 20,9% auf 83,6 Mio.€. Insgesamt erzielte Krones in Europa (ohne Deutschland) von Januar bis Juni 2021 einen im Vergleich zum Vorjahr um 8,9% niedrigeren Umsatz von 440,5 Mio.€. Der Anteil am Konzernumsatz des ersten Halbjahres verringerte sich von 28,5% im Vorjahr auf 25,6%.

Auf den außereuropäischen Märkten von Krones zeigte sich im ersten Halbjahr 2021 ein gemischtes Bild. Während die Geschäfte in einigen Regionen im Vergleich zum Vorjahr deutlich anzogen, waren die Erlöse auf einzelnen internationalen Märkten rückläufig. In China lag der Umsatz mit 124,0 Mio.€ um 26,5% höher als im von Corona beeinflusstem Vorjahrszeitraum. Im übrigen asiatisch/ pazifischen Raum fielen die Erlöse hingegen um 25,4% auf 149,1 Mio.€. Auf hohem Niveau stabil entwickelte sich der Umsatz in der mittel- und langfristig wichtigen Absatzregion Mittlerer Osten/Afrika. Im ersten Halbjahr ging er im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2,5% auf 233,5 Mio.€ zurück.

Auf Wachstumskurs blieb Krones im Berichtszeitraum in der Region Nord- und Mittelamerika. Der Umsatz verbesserte sich im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem hohen Vorjahresniveau um 16,4% auf 346,2 Mio.€. In Südamerika/Mexiko konnte Krones im zweiten Quartal 2021 den hohen Umsatzrückstand aus dem ersten Quartal (minus 27,0%) mehr als wettmachen. Insgesamt kletterten dort die Erlöse im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 20,1% auf 229,9 Mio. €.

Die Umsatzverteilung von Krones zwischen den aufstrebenden und reifen Märkten hat sich im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Auf den Emerging Markets erwirtschaftete das Unternehmen 50,1% (Vorjahr: 50,7%) des Konzernumsatzes. In den reifen Industriestaaten erzielte Krones 49,9% (Vorjahr: 49,3%) der Erlöse. Damit ist die Umsatzverteilung weiterhin sehr ausgewogen.

Regionale Umsatzverteilung des Krones Konzerns

Anteil am Konzernumsatz 01.01. bis
30.06.2021
01.01. bis
30.06.2020
Veränderung
in Mio. € % in Mio. € % %
Deutschland 196,9 11,4 188,9 11,1 +4,2
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 83,6 4,9 105,8 6,2 –20,9
Westeuropa 232,2 13,5 245,4 14,4 – 5,4
Osteuropa 74,0 4,3 92,7 5,5 – 20,2
Russland, Zentralasien (GUS) 50,7 2,9 39,8 2,3 +27,4
Mittlerer Osten/Afrika 233,5 13,6 239,4 14,1 –2,5
Asien/Pazifik 149,1 8,7 199,9 11,8 –25,4
China 124,0 7,2 98,0 5,8 +26,5
Südamerika/Mexiko 229,9 13,4 191,4 11,3 +20,1
Nord- und Mittelamerika 346,2 20,1 297,3 17,5 +16,4
Gesamt 1.720,1 100,0 1.698,6 100,0 +1,3

2 | konzernzwischenlagebericht Auftragseingang und -bestand

Auftragseingang und -bestand

Starke Zuwächse beim Auftragseingang

Im zweiten Quartal 2021 erhöhte sich der Auftragseingang von Krones im Vergleich zum Vorjahr um fast 60% auf 975,5 Mio.€. Von Januar bis Juni lag der Wert der Bestellungen bei insgesamt 2,04 Mrd.€ und damit um rund 40% höher als im Vorjahr.

Die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Krones entwickelte sich nach einem starken ersten Quartal 2021 im zweiten Quartal weiter dynamisch. Von April bis Juni 2021 stieg der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 58,3% von 616,2 Mio.€ auf 975,5 Mio.€. Im ersten Halbjahr 2021 lag der Wert der Bestellungen mit insgesamt 2.044,3 Mio.€ um 40,3% höher als im Vorjahr

(1.457,3 Mio.€). Bei den hohen Steigerungsraten ist zwar zu berücksichtigen, dass die Vergleichswerte des Vorjahres von Corona beeinflusst wurden. Insgesamt hat der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2021 von Krones aber wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht.

Weder im ersten noch im zweiten Quartal 2021 wurde der Auftragseingang von einzelnen Großorders wesentlich beeinflusst. Zudem erstreckten sich die Zu-

Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr 2021 in allen Regionen höher als im Vorjahr. Im Mittleren Osten/Afrika, in Asien/Pazifik sowie in Nord- und Mittelamerika stieg der Wert der Bestellungen nicht so stark wie im Gesamtkonzern. Überproportional verbesserte sich der Auftragseingang in Europa, China und Südamerika.

Steigender Auftragsbestand von Krones sichert hohe Auslastung

Die gute Nachfrage der Kunden spiegelt sich auch im Auftragsbestand von Krones wider. Zum 30. Juni 2021 hatte das Unternehmen Aufträge im Wert von 1.535,5 Mio.€ in den Büchern. Damit ist der Auftragsbestand sowohl gegenüber dem Jahresanfang (+26,8%) als auch dem Vorjahr (+35,5%) deutlich gestiegen. Der hohe Auftragsbestand wirkt sich positiv auf die Auslastung der Produktionskapazitäten von Krones in den kommenden Monaten aus.

Auftragsbestand zum 30.06. in Mio. €

Ertragslage

Ertragslage

Ertragskraft von Krones steigt

Krones hat die Flexibilität des Unternehmens mit umfangreichen strukturellen Maßnahmen erhöht. Deshalb verbesserte sich die Ertragskraft des Unternehmens im ersten Halbjahr 2021 trotz steigender Kosten, vor allem für Material und Fracht, deutlich. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte von 118,5 Mio.€ im Vorjahr auf 137,7 Mio.€ zu. Die EBITDA-Marge stieg auf 8,0% (Vorjahr: 7,0%). Kräftig von 31,8 Mio.€ im Vorjahr auf 75,7 Mio.€ kletterte das Ergebnis vor Steuern (EBT) in den ersten sechs Monaten 2021. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das EBT des Vorjahrs durch Goodwill-Abschreibungen mit 13,6 Mio.€ belastet wurde. Die EBT-Marge lag im ersten Halbjahr 2021 bei 4,4% (Vorjahr: 1,9%). Unterm Strich erwirtschafte Krones von Januar bis Juni 2021 ein Konzernergebnis von 56,9 Mio.€ (Vorjahr: 21,5 Mio.€). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,80 € (Vorjahr: 0,68 €).

Im zweiten Quartal 2021 waren die Materialkostenbelastungen überproportional hoch. Darüber hinaus zahlte das Unternehmen in diesem Zeitraum einen einmaligen Corona-Bonus in Höhe von rund 5 Mio.€ an die Mitarbeiter. Mit 61,2 Mio.€ lag das EBITDA dennoch deutlich über Vorjahr (29,0 Mio.€). Die EBITDA-Marge betrug im zweiten Quartal 7,2%

Krones erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2021 eine EBITDA-Marge von 8,0%. Dies liegt über dem bisherigen Ziel von 6,5% bis 7,5% für das Gesamtjahr 2021. Die neue Prognose für die EBITDA-Marge liegt bei 7% bis 8%.

(Vorjahr: 3,8%). Das EBT verbesserte sich von minus 21,2 Mio.€ im Vorjahr auf 31,1 Mio.€. Dies entspricht einer EBT-Marge von 3,7% (Vorjahr: minus 2,8%). Das Konzernergebnis lag im zweiten Quartal 2021 bei 24,1 Mio.€ (Vorjahr: minus 17,6 Mio.€). Von minus 0,56 € im Vorjahr auf 0,76 € verbesserte sich das Ergebnis je Aktie.

Ertragsstruktur Krones Konzern

in Mio. € 2021
01.01.–30.06.
2020
01.01.–30.06.
Veränderung
%
Umsatzerlöse 1.720,1 1.698,6 +1,3
Bestandsveränderung FE/UFE 48,7 6,7
Gesamtleistung 1.768,8 1.705,3 +3,7
Materialaufwand –870,3 –813,4 +7,0
Personalaufwand –597,4 –594,9 +0,4
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/
Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen
–163,4 –178,5 –8,5
EBITDA 137,7 118,5 +16,2
Abschreibungen –66,1 –85,3 –22,5
EBIT 71,6 33,2 +115,7
Finanzergebnis und Ergebnis aus at equity 4,1 –1,4
EBT 75,7 31,8 +138,1
Ertragssteuern –18,8 –10,3 +82,5
Konzernergebnis 56,9 21,5 +164,7

Krones hat beim Umsatz und der Gesamtleistung im ersten Halbjahr 2021 wieder Zuwächse verzeichnet, nachdem im ersten Quartal beide Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch rückläufig waren. Der Umsatz war mit 1.720,1 Mio.€ um 1,3% höher als im Vorjahreszeitraum. Mit einem Plus von 3,7% auf 1.768,8 Mio.€ legte die Gesamtleistung stärker zu, weil Krones im Berichtszeitraum den Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um 48,7 Mio.€ aufbaute, während dieser im Vorjahr nur um 6,7 Mio.€ aufgestockt wurde.

Krones konnte aufgrund der umfangreichen strukturellen Maßnahmen die Ertragskraft im ersten Halbjahr 2021 deutlich steigern.

Trotz des nur leicht höheren Geschäftsvolumens und der teilweise stark steigenden Material- und Frachtkosten konnte Krones die Ertragskraft im ersten Halbjahr verbessern. Dies zeigt, dass die 2020 eingeleiteten strukturellen Maßnahmen wirken und Erfolge zeigen. Diese spiegeln sich vor

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40 %

60 %

200 400 600 800 1.000 540,1 574,4 641,7 594,9 2017 2018 2019 2020 31,5 31,8 33,6 34,9 33,8 20 % 40 % 60 % 597,4 2021

Personalaufwand 01.01. bis 30.06. in Mio. € und Personalaufwandsquote in %

Materialaufwands-Quote: 49,2% Personalaufwands-Quote: 33,8% allem im Personalaufwand wider, der im ersten Halbjahr lediglich um 0,4% auf 597,4 Mio.€ anstieg. Ohne den Corona-Bonus von rund 5 Mio.€, den Krones im Berichtszeitraum an seine Mitarbeiter ausschüttete, wäre der Personalaufwand rückläufig gewesen. Die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, fiel von 34,9% im Vorjahr auf 33,8%.

Im Materialaufwand schlagen sich Lieferengpässe und Preissteigerungen bei der Materialbeschaffung nieder, vor allem für Stahl und Elektrokomponenten. So stieg der Materialaufwand überproportional zur Gesamtleistung um 7,0% auf 870,3 Mio.€. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, erhöhte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem sehr niedrigen Vorjahreswert von 47,7% auf 49,2%.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen senkte Krones von Januar bis Juni 2021 trotz höherer Frachtkosten um 5,9% auf 239,2 Mio.€. Ebenfalls rückläufig waren die sonstigen betrieblichen Erträge von 55,4 Mio.€ auf 50,0 Mio.€, während die aktivierten Eigenleistungen von 20,2 Mio.€ auf 25,8 Mio.€ kletterten. Insgesamt veränderte sich der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und den aktivierten Eigenleistungen im Berichtszeitraum von minus 178,5 Mio.€ im Vorjahr auf minus 163,4 Mio.€. Im Verhältnis zur Gesamtleistung fiel der Saldo von 10,5% auf 9,2%.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verbesserte Krones im Berichtszeitraum um 16,2% auf 137,7 Mio.€. Dadurch stieg die EBITDA-Marge von 7,0% auf 8,0%. Deutlich verringert haben sich die Abschreibungen. Sie lagen mit 66,1 Mio.€ um 22,5% unter dem Vorjahreswert von 85,3 Mio.€, der durch Goodwill-Abschreibungen in Höhe von 13,6 Mio.€ beeinflusst war. Wegen der niedrigeren Abschreibungen stieg im ersten Halbjahr 2021 das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich von 33,2 Mio.€ auf 71,6 Mio.€.

Das Finanzergebnis lag aufgrund eines deutlich positiven Zinsergebnisses bei plus 4,1 Mio.€ nach minus 1,4 Mio.€ im Vorjahr. Dadurch kletterte das Ergebnis vor Steuern (EBT) im ersten Halbjahr 2021 noch stärker als das EBIT, von 31,8 Mio.€ auf 75,7 Mio.€. Hieraus errechnet sich eine EBT-Marge von 4,4% (Vorjahr: 1,9%). Die Steuerquote fiel im Vergleich zum Vorjahr von 32,4% auf 24,8%. Unterm Strich steigerte Krones das Konzernergebnis im Berichtszeitraum um 164,7% auf 56,9 Mio.€ (Vorjahr: 21,5 Mio.€).

2 | konzernzwischenlagebericht Kapitalflussrechnung

2 | 16 Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung Krones Konzern

in Mio. € 2021 2020
01.01.–30.06. 01.01.–30.06.
Ergebnis vor Steuern 75,7 31,8
zahlungsunwirksame Veränderungen +156,0 +95,7
Veränderung Working Capital –43,6 –84,1
Veränderung sonstige Aktiva und Passiva –116,1 –56,4
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit +72,0 –13,0
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –45,1 –55,2
M&A Aktivitäten –0,0 –0,0
Sonstiges +8,5 +3,4
Free Cashflow +35,4 –64,8
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit –33,9 +151,6
Gesamte Änderung der Liquidität +1,5 +86,8
Liquidität am Ende des Berichtszeitraums 218,5 197,2

Free Cashflow 01.01. bis 30.06. in Mio. €

Krones verbesserte im ersten Halbjahr 2021 den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) um 85,0 Mio.€ auf 72,0 Mio.€ (Vorjahr: minus 13,0 Mio.€). Hierzu beigetragen haben neben dem höheren Ergebnis vor Steuern vor allem die zahlungsunwirksamen Veränderungen. Sie trugen mit einem Plus von 156,0 Mio.€ (Vorjahr: plus 95,7 Mio.€) ebenso zum höheren operativen Cashflow bei wie der im Vergleich zum Vorjahr geringere Aufbau des Working Capitals um 43,6 Mio.€ (Vorjahr: 84,1 Mio.€). Der Anstieg der sonstigen Aktiva und Passiva hingegen belastete im Berichtszeitraum den Cashflow mit 116,1 Mio.€ gegenüber 56,4 Mio.€ im Vorjahr.

Working Capital im Verhältnis zum Umsatz hat sich auf 28,1% erhöht

Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale in Relation zum Umsatz stieg im Berichtszeitraum leicht auf 28,1% gegenüber dem Vorjahreswert von 27,6%. Zum Stichtag betrug das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz 26,9% (Vorjahr: 29,3%).

Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale hat sich im ersten Halbjahr von 27,6% auf 28,1% erhöht.

Im ersten Halbjahr 2021 verbesserte Krones den operativen Cashflow um 85,0 Mio.€ und den Free Cashflow um 100,2 Mio.€ gegenüber dem Vorjahr.

10

20

30

Krones investierte im Berichtszeitraum 45,1 Mio.€ in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte und liegt damit planmäßig unter dem Vorjahreswert von 55,2 Mio.€. Den Free Cashflow, also der aus der Geschäftstätigkeit erzielte Nettozufluss an liquiden Mitteln, steigerte das Unternehmen von Januar bis Juni 2021 gegenüber dem Vorjahr um 100,2 Mio.€ auf 35,4 Mio.€ (Vorjahr: minus 64,8 Mio.€).

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2021 bei 33,9 Mio.€, nachdem Krones im Vorjahr noch Mittel von 151,6 Mio.€ aus der Finanzierung zugeflossen waren. Diese Position erfasst in der Berichtsperiode neben dem Mittelabfluss durch die Dividendenausschüttung von 1,9 Mio.€ (Vorjahr: 23,7 Mio.€) auch den Mittelabfluss aus der Rückzahlung von Finanz- und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 32,0 Mio.€ (Vorjahr: Zufluss 175,3 Mio.€). Unterm Strich verfügte Krones zum 30. Juni 2021 über liquide Mittel von 218,5 Mio.€ (Vorjahr: 197,2 Mio.€).

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Mio. €, 01.01. bis 30.06.

2 | 18 Bilanzstruktur

Vermögens- und Kapitalstruktur Krones Konzern

in Mio.€ 30.06.2021 31.12.2020 30.06.2020 31.12.2019
Langfristige Vermögenswerte 1.113 1.093 1.125 1.154
davon Anlagevermögen 983 990 1.016 1.070
Kurzfristige Vermögenswerte 2.181 1.957 2.119 2.165
davon flüssige Mittel 219 217 197 110
Eigenkapital 1.274 1.200 1.335 1.370
Fremdkapital 2.020 1.850 1.909 1.949
langfristige Verpflichtungen 473 476 438 452
kurzfristige Verpflichtungen 1.547 1.374 1.471 1.497
Bilanzsumme 3.294 3.050 3.244 3.319

Finanzmittelbestand zum 30.06. in Mio. €

Wegen des anziehenden Geschäftsvolumens hat sich die Bilanzsumme von Krones im ersten Halbjahr um 8,0% ausgeweitet.

Die Bilanzsumme von Krones stieg im ersten Halbjahr um 8,0% und damit stärker als die Gesamtleistung, die um 3,7% zulegte. Hauptverantwortlich für den überproportionalen Anstieg war der mit der Geschäftsbelebung einhergehende Aufbau kurz-

fristiger Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Zum 30. Juni 2021 betrug die Bilanzsumme 3.294,3 Mio.€ (31. Dezember 2020: 3.049,5 Mio.€).

Nur leicht erhöht haben sich im ersten Halbjahr die langfristigen Vermögenswerte mit 1.112,6 Mio.€ (31. Dezember 2020: 1.092,5 Mio.€). Das Anlagevermögen stand zum 30. Juni 2021 mit 983,2 Mio.€ (31. Dezember 2020: 990,0 Mio.€) in der Bilanz. Verantwortlich für den leichten Rückgang des Anlagevermögens sind Sachanlagen und Nutzungsrechte. Sie gingen von 656,1 Mio.€ Ende 2020 auf

646,9 Mio.€ zurück. Die immateriellen Vermögenswerte hingegen haben sich geringfügig erhöht und wurden zum Ende des ersten Halbjahrs mit 303,8 Mio.€ (31. Dezember 2020: 300,6 Mio.€) ausgewiesen.

Vor allem wegen der Erhöhung des Geschäftsvolumens sind die kurzfristigen Vermögenswerte von Krones deutlich gestiegen. Sie lagen am Ende des Berichtszeitraums mit 2.181,7 Mio.€ um 11,5% oder 224,7 Mio.€ über dem Wert vom 31. Dezember 2020. Um jeweils 58,3 Mio.€ kletterten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vorräte. Die Vertragsvermögenswerte (+54,9 Mio.€) und die sonstigen Vermögenswerte (+54,3 Mio.€) erhöhten sich ebenfalls. Nur wenig verändert haben sich im Berichtszeitraum die liquiden Mittel. Sie stiegen von 217,0 Mio.€ auf 218,5 Mio.€.

Stark zugelegt haben von Januar bis Juni 2021 die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Sie kletterten um 12,6% oder 173,4 Mio.€ auf 1.547,5 Mio.€. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die um 151,3 Mio.€ angestiegenen Vertragsverbindlichkeiten von 556,4 Mio.€ (31. Dezember 2020: 405,1 Mio.€). Diese resultierten überwiegend aus erhöhten Vorauszahlungen von Kunden. Auch die sonstigen Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter legten aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit deutlich auf 392,5 Mio.€ zu (31. Dezember 2020: 300,0 Mio.€). Reduziert hat Krones hingegen im Berichtszeitraum die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 42,5 Mio.€ auf 327,8 Mio.€.

Nahezu unverändert waren zum 30. Juni 2021 die langfristigen Verbindlichkeiten. Sie standen insgesamt mit 473,2 Mio.€ (31. Dezember 2020: 475,5 Mio.€) in den Büchern. Innerhalb dieser Bilanzposition kam es ebenfalls nur zu geringfügigen Abweichungen gegenüber dem Jahresende 2020. So verringerte sich

Netto-Liquidität: 203,7 Mio.€ Eigenkapitalquote: 38,7%

die größte Position, Rückstellungen für Pensionen, leicht auf 280,1 Mio.€ (31. Dezember 2020: 281,4 Mio.€). Zum Halbjahrsende hatte das Unternehmen 5,3 Mio.€ langfristige Bankschulden (31. Dezember 2020: 5,1 Mio.€).

Eigenkapital und Nettoliquidität legen zu

Aufgrund des positiven Halbjahresergebnisses erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem Bilanzstichtag 2020 auf 1.273,6 Mio.€ (31. Dezember 2020: 1.199,9 Mio.€). Die Eigenkapitalquote ging wegen der überproportional gestiegenen Bilanzsumme zurück und lag am 30. Juni 2021 bei 38,7% (31. Dezember 2020: 39,4%). Gemeinsam mit einer Nettoliquidität (flüssige Mittel abzüglich Bankschulden) von 203,7 Mio.€ zum Ende des Berichtszeitraums (31. Dezember 2020: 184,9 Mio.€) besitzt Krones weiterhin eine stabile und solide Finanz- und Kapitalstruktur. Zusätzlich standen Krones zum 30. Juni 2021 nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 1,05 Mrd.€ zur Verfügung.

Nettoliquidität Krones Konzern zum 30.06. in Mio. €

2 | konzernzwischenlagebericht Bericht aus den Segmenten

Bericht aus den Segmenten

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

Segmentumsatz

Im zweiten Quartal 2021 zog der Umsatz des Kernsegments im Vergleich zum Vorjahr an. Nach dem ersten Halbjahr war der Segmentumsatz mit 1.443,1 Mio.€ nur noch um 1,8% niedriger als im Vorjahr.

Das Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« konnte die guten Marktbedingungen nutzen und von April bis Juni 2021 einen Teil des Umsatzrückstands aus dem ersten Quartal (minus 10,5%) aufholen. Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 8,9%. Damit war der Umsatz im ersten Halbjahr 2021 mit

1.443,1 Mio.€ nur noch um 1,8% niedriger als im Vorjahr (1.470,3 Mio.€). Von Januar bis Juni trug das Kernsegment 83,9% zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 86,6%).

Segmentergebnis

Aufgrund der Erfolge der strukturellen Maßnahmen von Krones hat sich die Ertragskraft des Kernsegments im ersten Halbjahr 2021 insgesamt ein wenig besser entwickelt als erwartet. Trotz deutlich steigender Materialkosten und eines leicht rückläufigen Umsatzes, erwirtschaftete das Segment von Januar

Das EBITDA des Kernsegments von Krones lag im ersten Halbjahr 2021 leicht unter Vorjahr. Insgesamt entwickelte sich die Ertragskraft aber ein wenig besser als erwartet.

bis Juni 2021 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 134,2 Mio. € (Vorjahr: 143,7 Mio. €). Die EBITDA-Marge verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von 9,8 % auf 9,3 %.

Segmentumsatz 01.01. bis 30.06. in Mio. €

EBITDA in Mio. € und EBITDA-Marge in %, 01.01. bis 30.06.

2 | konzernzwischenlagebericht Bericht aus den Segmenten

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik

Segmentumsatz

Das Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« war 2020 stark von Corona betroffen. Im ersten Halbjahr 2021 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 21,3%.

Nach einem guten ersten Quartal hat sich das Wachstum des Segments »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« im zweiten Quartal 2021 stark beschleunigt. Insgesamt stieg der Umsatz von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahr um 21,3% von 228,3 Mio.€ auf 277,0 Mio.€. Überproportional legte der

Bereich Intralogistik zu, der sich weiter vom Corona-Einbruch des Vorjahres erholte. Der Umsatz der Getränkeproduktion, des zweiten Teils des Segments, entwickelte sich nahezu unverändert. Der Anteil des gesamten Segments am Konzernumsatz des ersten Halbjahres erhöhte sich auf 16,1% (Vorjahr: 13,4%).

Segmentumsatz 01.01. bis 30.06. in Mio. €

307,8
300 277,0
240 228,3
180
120
60
0 2019 2020 2021

Segmentergebnis

Die Ertragskraft des Segments »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« profitierte im ersten Halbjahr 2021 zum einen von dem in der Intralogistik steigenden Umsatz und der dadurch deutlich verbesserten Ergebnissituation. Darüber hinaus wirkten sich die strukturellen Maß-

Die Ertragskraft des Segments »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« verbesserte sich im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich.

nahmen positiv aus. Wie bereits im ersten Quartal erzielte das Segment auch von April bis Juni 2021 ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Im ersten Halbjahr 2021 verbesserte sich das EBITDA um 28,7 Mio. € von minus 25,2 Mio. € im Vorjahr auf plus 3,5 Mio. €. Die EBITDA-Marge des Segments lag im ersten Halbjahr 2021 bei 1,3 % (Vorjahr: minus 11,0 %).

EBITDA in Mio. € und EBITDA-Marge in %, 01.01. bis 30.06.

Mitarbeiter

2 | 22

Mitarbeiter

Krones beschäftigt zum 30. Juni 2021 weltweit 16.232 Mitarbeiter

Mitarbeiter Inland: 9.900 Mitarbeiter Ausland: 6.332 Frauenquote: 17,2% Auszubildende: 427

Wegen der strukturellen Anpassungen verringerte sich im ersten Halbjahr 2021 die Mitarbeiterzahl im Krones Konzern um 504 auf 16.232. Gegenüber dem Vorjahr sank die Belegschaft um 674 Mitarbeiter.

Die Mitarbeiterzahl von Krones ist zum 30. Juni 2021 gegenüber dem Vorjahr um 674 auf 16.232 zurückgegangen. Im Vergleich zum 31. Dezember 2020 fiel die Zahl der Beschäftigten um 504.

Aufgrund der strukturellen Anpassungen an die kurz- und mittelfristig niedrigere Nachfrage sank die Mitarbeiterzahl hauptsächlich im Inland. Sie fiel

im ersten Halbjahr um 464 auf 9.900. Da durch die Covid-19-Pandemie der Ausbau des Global Footprint vorübergehend gebremst wird, war die Zahl der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter ebenfalls rückläufig. Die internationale Belegschaft verringerte sich im Laufe der ersten sechs Monate 2021 leicht auf 6.332 (31. Dezember 2020: 6.372). Um langfristig über genügend qualifizierte Mitarbeiter zu verfügen, investieren wir weiterhin stark in die Aus- und Weiterbildung. Zum 30. Juni 2021 absolvierten im Krones Konzern 427 (Vorjahr: 567) junge Menschen eine Ausbildung.

Mitarbeiterentwicklung zum 30.06.

2 | konzernzwischenlagebericht Risiko- und Chancenbericht

Risiko- und Chancenbericht | Nach Ablauf des Halbjahresstichtages

Das Risikomanagementsystem von Krones

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist Krones einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen nicht im Risikomanagementsystem.

Mehrstufiges Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.

Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im Krones Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen unverzüglich über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

  • Jahresplanung
  • Mittelfristplanung
  • Strategische Planung
  • Rollierende Prognoserechnung
  • Monats- und Quartalsreports
  • Investitionsplanung
  • Produktionsplanung
  • Kapazitätsplanung
  • Projektcontrolling
  • Debitorenmanagement
  • Wechselkursabsicherungsgeschäfte
  • Versicherungen

2 | konzernzwischenlagebericht Risiko- und Chancenbericht Nach Ablauf des Halbjahresstichtages

Risiken

Aus heutiger Sicht sind für Krones keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Eine detaillierte Darstellung der Risiken des Unternehmens sowie eine ausführliche Beschreibung unseres Risikomanagements sind im Lagebericht des Konzernabschlusses 2020 auf den Seiten 86 bis 96 zu finden.

Die Einschätzung der Risiken und Chancen hat sich seit Vorlage des Lageberichts 2020 nicht grundlegend verändert.

Ein Unsicherheitsfaktor bleibt der weitere Verlauf der Covid-19-Pandemie. Es ist nicht vorhersehbar, ob und in welchem Ausmaß weitere Infektionswellen den gesamtwirtschaftlichen Verlauf beeinflussen. Gesamtwirtschaftliche Risiken bestehen für Krones darin, dass neuerliche weitreichende Lockdown-Maßnahmen die weltweite Konjunktur belasten. Dies hätte negativen Einfluss auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden und somit auf die Ertragslage des Unternehmens.

Die Beschaffungsmärkte haben sich im ersten Halbjahr 2021 für Krones nachteilig entwickelt. Beschaffungsrisiken bestehen für Krones darin, dass die Preise für wichtige Komponenten weiter deutlich steigen. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass durch regionale Beschränkungen aufgrund der Covid-19-Pandemie Lieferketten unterbrochen werden.

Nach Ablauf des Halbjahresstichtages

Nach dem Halbjahresstichtag kam es zu keinen Ereignissen, die bilanziell zu berücksichtigen wären.

Prognosebericht

Prognosebericht

Krones erhöht die Prognose für das Gesamtjahr 2021

Insgesamt haben sich die Märkte von Krones bislang schneller vom coronabedingten Einbruch erholt als erwartet. Das Unternehmen rechnet auch für das zweite Halbjahr mit einer hohen Nachfrage und einer stabilen Auslastung der Produktionskapazitäten. Aufgrund der Zahlen für das erste Halbjahr und der guten Aussichten für das dritte und vierte Quartal 2021 erhöht Krones die Prognose für das Gesamtjahr 2021.

Der Vorstand erwartet für den Krones Konzern im Gesamtjahr 2021 nunmehr ein Umsatzwachstum von 7% bis 9% (bislang: 2,5% bis 3,5%). Bei der EBITDA-Marge rechnet Krones mit einem Wert von 7% bis 8% (bislang: 6,5% bis 7,5%). Der Ausblick auf die dritte Zielgröße, dem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, bleibt unverändert bei 26% bis 27%.

Als international tätiges Unternehmen ist Krones von der globalen Entwicklung der Covid-19-Pandemie abhängig. Hierbei ist zu beachten, dass es Regionen gibt, in denen die Covid-Situation weiterhin angespannt ist.

Die Prognose 2021 steht unter dem Vorbehalt, dass es zu keinen gravierenden Belastungen durch die Covid-19-Pandemie, Probleme in den Lieferketten oder sonstigen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen kommt.

Prognose
für 2021 von
Februar 2021
aktualisierte
Prognose
für 2021
Ist-Wert
1. Halbjahr
2021
Umsatzwachstum 2,5–3,5% 7–9% 1,3%
EBITDA-Marge 6,5–7,5% 7–8% 8,0%
Working Capital/Umsatz 26–27% 26–27% 28,1%

3 Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2021
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 27
Konzern-Bilanz
. .
29
Konzern-Kapitalflussrechnung 31
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 32
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 33

Konzernanhang zum Zwischenabschluss

Konzern-Segmentberichterstattung 34
Allgemeine Angaben 35
Aufsichtsrat und Vorstand 43
Aufstellung des Anteilsbesitzes 44

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 01.01. – 30.06.2021

Mio. € 2021 2020 Veränderung
01.01.–30.06. 01.01.–30.06. %
Umsatzerlöse 1.720,1 1.698,6 +1,3
Bestandsveränderung FE/UFE 48,7 6,7
Gesamtleistung 1.768,8 1.705,3 +3,7
Andere aktivierte Eigenleistungen 25,8 20,2 +27,7
Sonstige betriebliche Erträge 50,0 55,4 –9,7
Materialaufwand –870,3 –813,4 +7,0
Personalaufwand –597,4 –594,9 +0,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen –239,2 –254,1 –5,9
EBITDA 137,7 118,5 +16,2
Abschreibungen auf Anlagevermögen –66,1 –85,3 –22,5
EBIT 71,6 33,2 +115,7
Finanzergebnis 4,1 –1,4
Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden 0,0 0,0
Ergebnis vor Steuern 75,7 31,8 +138,1
Ertragsteuern –18,8 –10,3 +82,5
Konzernergebnis 56,9 21,5 +164,7
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 0,1 0,1
Ergebnisanteil Krones Konzern 56,8 21,4
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 1,80 0,68

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 01.04. – 30.06.2021

2021 2020 Veränderung
01.04.–30.06. 01.04.–30.06. %
845,5 756,6 +11,7
29,6 –2,8
875,1 753,8 +16,1
14,7 8,6 +70,9
24,0 18,8 +27,7
–439,6 –374,9 +17,3
–294,2 –273,3 +7,6
–118,8 –104,0 +14,2
61,2 29,0 +111,0
–32,6 –49,5 –34,1
28,6 –20,5
2,5 –0,7
0,0 0,0
31,1 –21,2
–7,0 3,6
24,1 –17,6
0,1 0,2
24,0 –17,8
0,76 –0,56

Konzern-Bilanz – Aktiva

Mio. € 30.06.2021 31.12.2020
Immaterielle Vermögenswerte 303,8 300,6
Sachanlagen 646,9 656,1
Finanzanlagen 30,1 29,9
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 2,4 3,4
Anlagevermögen 983,2 990,0
Aktive latente Steuern 64,8 54,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50,0 36,2
Steuerforderungen 1,2 0,2
Sonstige Vermögenswerte 13,4 11,7
Langfristige Vermögenswerte 1.112,6 1.092,5
Vorräte 413,4 355,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 762,4 704,1
Vertragsvermögenswerte 573,7 518,8
Steuerforderungen 14,2 16,8
Sonstige Vermögenswerte 199,5 145,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 218,5 217,0
Kurzfristige Vermögenswerte 2.181,7 1.957,0
Bilanzsumme 3.294,3 3.049,5

Konzern-Bilanz – Passiva

Mio. € 30.06.2021 31.12.2020
Eigenkapital 1.273,6 1.199,9
Rückstellungen für Pensionen 280,1 281,4
Passive latente Steuern 2,8 3,0
Sonstige Rückstellungen 80,7 79,4
Steuerverbindlichkeiten 4,8 4,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5,3 5,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,0 0,0
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 73,6 78,4
Sonstige Verpflichtungen 25,9 24,1
Langfristige Schulden 473,2 475,5
Sonstige Rückstellungen 181,7 198,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9,5 27,0
Vertragsverbindlichkeiten 556,4 405,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 327,8 370,3
Steuerverbindlichkeiten 25,0 26,6
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 54,6 47,1
Sonstige Verpflichtungen und
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 392,5 300,0
Kurzfristige Schulden 1.547,5 1.374,1
Bilanzsumme 3.294,3 3.049,5

Konzern-Kapitalflussrechnung

Mio. € 2021 2020
01.01.–30.06. 01.01.–30.06.
Ergebnis vor Steuern 75,7 31,8
Abschreibungen 66,1 85,3
Erhöhung der Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 89,7 5,6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen und Erträge –2,1 1,4
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen –0,1 –0,6
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 2,4 4,0
Erhöhung (Vj. Verminderung) der Vorräte, der Forderungen aus L+L, Vertragsvermögenswerten und
sonstigen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –212,7 112,3
Erhöhung (Vj. Verminderung) der Verbindlichkeiten aus L+L, Vertragsverbindlichkeiten und sonstigen
Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 80,5 –232,8
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 99,5 7,0
gezahlte Zinsen –1,7 –3,7
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern –25,8 –16,3
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 72,0 –13,0
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –23,0 –20,9
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 0,0 0,0
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen –22,1 –34,3
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 1,9 3,4
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen –0,2 –2,8
Einzahlungen aus Abgang von Finanzanlagen und at equity Beteiligungen 1,6 1,2
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0,0 0,0
Aufgeschobene Kaufpreiszahlung für Unternehmenserwerbe aus Vorperioden –0,2 0,0
erhaltene Zinsen 3,5 1,6
erhaltene Dividenden 1,9 0,0
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit –36,6 –51,8
Auszahlungen an Unternehmenseigner –1,9 –23,7
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 9,8 202,9
Auszahlungen aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten –14,7 –27,6
Auszahlungen aus der Rückzahlung von erhaltenen Finanzverbindlichkeiten –27,1 0,0
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit –33,9 151,6
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1,5 86,8
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 217,0 110,4
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 218,5 197,2

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mutterunternehmen Konzern
eigenkapital
Mio.€ Gezeichn. Kapital
Gewinn
Sonstige Rücklagen
rücklage
rücklagen
Währungs
Sonstige
differenzen des
übrige
Eigenkapitals
Rücklagen
Konzernbilanz Eigen Eigen
Kapital gewinn kapital kapital
Stand 31. Dezember 2019 40,0 141,7 370,6 –30,3 –116,3 965,0 1.370,7 –0,7 1.370,0
Dividendenzahlung (0,75 € je Aktie) –23,7 –23,7 –23,7
Konzernergebnis 1. Halbjahr 2020 21,4 21,4 0,1 21,5
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,0 0,0 0,0 0,0
Änderung im Konsolidierungskreis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge –34,7 1,9 –32,8 –32,8
Stand 30. Juni 2020 40,0 141,7 370,6 –65,0 –114,4 962,7 1.335,6 –0,6 1.335,0
Konzernergebnis 2. Halbjahr 2020 –101,1 –101,1 0,0 –101,1
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,1 –0,1 0,0 0,0
Änderung im Konsolidierungskreis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge –22,0 –12,0 –34,0 –34,0
Stand 31. Dezember 2020 40,0 141,7 370,7 –87,0 –126,4 861,5 1.200,5 –0,6 1.199,9
Dividendenzahlung (0,06 € je Aktie) –1,9 –1,9 –1,9
Konzernergebnis 1. Halbjahr 2021 56,8 56,8 0,1 56,9
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,1 –0,1 0,0 0,0
Änderung im Konsolidierungskreis 2,6 2,6 2,6
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 22,1 –6,0 16,1 16,1
Stand 30. Juni 2021 40,0 141,7 373,4 –64,9 –132,4 916,3 1.274,1 –0,5 1.273,6

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. € 2021 2020
01.01.–30.06. 01.01.–30.06.
Konzernergebnis 56,9 21,5
Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 0,5 –0,5
0,5 –0,5
Posten, die anschließend möglicherweise
in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Unterschied aus Währungsumrechnung 22,1 –34,7
Cashflow Hedges –6,5 2,4
15,6 –32,3
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge nach Ertragssteuern 16,1 –32,8
Gesamte Aufwendungen und Erträge 73,0 –11,3
davon Anteile anderer Gesellschafter 0,1 –0,1
davon Anteile Krones Konzern 72,9 –11,2

Konzern-Segmentberichterstattung* 3 | 34

Erstes Halbjahr
Mio. €
Maschinen und Anlagen
zur Produktabfüllung und
Maschinen und Anlagen
zur Getränkeproduktion/
Krones Konzern
-ausstattung Prozesstechnik
2021
2020
2021 2020 2021 2020
01.01.–30.06. 01.01.–30.06. 01.01.–30.06. 01.01.–30.06. 01.01.–30.06. 01.01.–30.06.
Umsatzerlöse 1.443,1 1.470,3 277,0 228,3 1.720,1 1.698,6
EBiTda 134,2 143,7 3,5 –25,2 137,7 118,5
EBiTda-Marge 9,3% 9,8% 1,3% –11,0% 8,0% 7,0%

* (Bestandteil des Konzernanhangs zum Zwischenabschluss)

Zweites Quartal Maschinen und Anlagen Maschinen und Anlagen Krones Konzern
Mio. € zur Produktabfüllung und zur Getränkeproduktion/
-ausstattung Prozesstechnik
2021
2020
2021 2020 2021 2020
01.04.–30.06. 01.04.–30.06. 01.04.–30.06. 01.04.–30.06. 01.04.–30.06. 01.04.–30.06.
Umsatzerlöse 712,6 654,1 132,9 102,5 845,5 756,6
EBiTda 59,2 46,7 2,0 –17,7 61,2 29,0
EBiTda-Marge 8,3% 7,1% 1,5% –17,2% 7,2% 3,8%

* (Bestandteil des Konzernanhangs zum Zwischenabschluss)

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernzwischenabschluss der Krones AG (»Krones Konzern«) zum 30. Juni 2021 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) – wie von der Europäischen Union verabschiedet – erstellt. Der Konzernzwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt und enthält einen gegenüber dem Konzernabschluss verkürzten Umfang. Seit dem 1. Januar 2021 wendet Krones erstmalig folgende vom IASB neu herausgegebene und verpflichtend in der EU anzuwendende Änderungen an bestehenden Standards an, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Abschlusses haben:

  • Änderungen an IFRS 4: Aufschub von IFRS 9
  • Änderungen an IFRS 16: Befreiung von Beurteilung des Leasingnehmers, ob eine auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzession eine Leasingmodifikation ist
  • Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 4, IFRS 7 und IFRS 16: Zinssatz Benchmark-Reform – Phase 2

Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen sowie eine prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni 2021 wurde nicht durchgeführt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden gegebenenfalls in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Gewinnund Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter gegebenenfalls Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gegebenenfalls gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist gegebenenfalls um die Minderheitsanteile erweitert. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Konzernergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und der Konzern-Kapitalflussrechnung als Konzernanhang in den Konzernzwischenabschluss aufzunehmen sind.

Für die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro.

Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss der Krones AG zum 30. Juni 2021 sind neben der Krones AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, welche durch die Krones AG unmittelbar und mittelbar beherrscht werden.

Die Gesellschaften Krones Meatech FZCO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, Krones North West Africa (SARL), Casablanca, Marokko, Krones Middle East Maintenance, Riyadh, Saudi Arabien und Krones Italia S.R.L., Garda (VR), Italien wurden im Geschäftsjahr gegründet und mit der Krones Korea Limited, Seoul, Korea in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Die Erstkonsolidierungen wurden auf den Erwerbszeitpunkt bzw. den Gründungszeitpunkt vorgenommen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernzwischenabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»acquisition method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen.

Unternehmen, bei denen Krones die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mitteloder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20% bis 50%), werden im Konzernzwischenabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die den Anteil am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens übersteigenden Anschaffungskosten werden bestimmten am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen unterworfen und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil von Krones am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen Krones und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß dem Anteil von Krones an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

Währungsumrechnung

Dieser Konzernzwischenabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Krones AG, dargestellt.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernzwischenabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der Krones AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Die Wechselkurse funktionaler Währungen der Tochtergesellschaften betragen zum Euro:

Stichtagskurs Durchschnittskurs Stichtagskurs Durchschnittskurs
30.06.2021 31.12.2020 H1 2021 H1 2020 30.06.2021 31.12.2020 H1 2021 H1 2020
US-Dollar USD 1,189 1,228 1,205 1,102 Australischer Dollar AUD 1,585 1,586 1,562 1,679
Britisches Pfund GBP 0,858 0,900 0,868 0,874 Neuseeländischer Dollar NZD 1,702 1,695 1,681 1,760
Schweizer Franken CHF 1,097 1,081 1,095 1,064 Schwedische Krone SEK 10,117 10,025 10,131 10,666
Dänische Kronen DKK 7,436 7,440 7,437 7,465 Vietnamesischer Dong VND 27.365,000 28.331,000 27.767,246 25.667,336
Kanadischer Dollar CAD 1,474 1,563 1,503 1,503 Philippinischer Peso PHP 58,134 58,970 58,155 55,807
Japanischer Yen JPY 131,370 126,500 129,817 119,223 Bangladeschischer Taka BDT 100,829 103,908 102,157 93,534
Brasilianischer Real BRL 5,893 6,376 6,491 5,399 Singapurischer Dollar SGD 1,599 1,622 1,606 1,541
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 7,681 8,009 7,796 7,738 Myanmarischer Kyat MMK 1.957,020 1.630,110 1.775,627 1.566,990
Mexikanischer Peso MXN 23,590 24,409 24,330 23,831 Vereinigte Arabische Emirate Dirham AED 4,367 4,509 4,426 4,046
Ukrainischer Griwna UAH 32,413 34,781 33,445 28,635 Ungarischer Forint HUF 351,610 364,380 358,046 345,337
Südafrikanischer Rand ZAR 17,020 18,014 17,534 18,305 Malaysischer Ringgit MYR 4,936 4,938 4,937 4,681
Kenianischer Schilling KES 128,288 134,043 131,027 114,746 Pakistanische Rupie PKR 187,379 196,645 188,622 175,870
Nigerianischer Naira NGN 487,470 484,550 490,453 414,019 Polnischer Zloty PLN 4,519 4,557 4,539 4,412
Russischer Rubel RUB 86,980 91,758 89,545 76,665 Norwegische Krone NOK 10,175 10,458 10,176 10,737
Thailändischer Baht THB 38,127 36,733 37,134 34,825 Indische Rupie INR 88,384 89,690 88,323 81,590
Indonesische Rupiah IDR 17.239,800 17.246,300 17.198,287 16.036,427 Guatemaltekischer Quetzal GTQ 9,214 9,568 9,322 8,471
Angolanischer Kwanza AOA 776,723 803,900 778,672 585,090 Kambodschanischer Riel khr 4.842,600 4.956,600 4.898,407 4.499,031
Türkische Lira TRY 10,319 9,107 9,506 7,141 Bulgarischer Lew BGN 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachische Tenge KZT 507,500 517,320 511,369 446,275 Südkoreanischer Won KRW 1.341,470 1.336,200 1.347,161 1.329,372
Marokkanischer Dirham MAD 10,599 10,904 10,750 10,760

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der Krones AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die im Konzernzwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich denen, die zum 31. Dezember 2020 zur Anwendung kamen.

Einschätzungen und Ermessensentscheidungen aufgrund der Covid-19-Pandemie

Bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses werden vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden und die Angabe von Eventualverpflichtungen sowie auf die Aufwendungen und Erträge auswirken.

Im ersten Halbjahr 2021 setzte sich das überwiegend dynamische Infektionsgeschehen fort. Damit einhergehend hielten die Beeinträchtigungen infolge der Covid-19-Pandemie in weiten Teilen der Welt an. Daher unterliegen diese Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen weiterhin einer erhöhten Unsicherheit. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen abweichen; Veränderungen können einen wesentlichen Einfluss auf den Zwischenabschluss des Konzerns haben.

Bei der Aktualisierung der Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen wurden sämtliche verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung sowie staatliche Maßnahmen berücksichtigt.

Diese Informationen wurden bei der Untersuchung der Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte, insbesondere der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte sowie bei den beizulegenden Zeitwerten der Put-/Call-Optionen zum Erwerb verbleibender Minderheitenanteile, einbezogen.

In Bezug auf die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, insbesondere der Geschäfts- und Firmenwerte wurden zum 30. Juni 2021 vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie Überprüfungen der letztjährigen Werthaltigkeitstests durchgeführt. Hierbei wurde keiner der den CGUs zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert als kritisch eingestuft. Daher wurde kein erneuter Werthaltigkeitstest durchgeführt. Dies erfolgt unter der Annahme, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter normalisieren und es insbesondere zu keinen neuerlichen Rückschlägen infolge der Covid-19-Pandemie kommt.

Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

In den nachfolgenden Tabellen sind die Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt und Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden in die Bewertungshierarchie eingeordnet.

Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2021

Allgemeine Angaben

3 | 40

30.06.2021 Bewertung nach ifrs 9 Bewertungshierarchie
in Mio. € Buchwert
30.06.2021
Davon im
Anwendungs
bereich
des IFRS 7
Zu fortgeführten
Anschaffungs
kosten (AC)
Erfolgswirksam
zum
beizulegenden
Zeitwert
(FVTPL)
Erfolgsneutral
zum
beizulegenden
Zeitwert
(FVToci)
Bewertung
nach Ifrs 16
Level 1 Level 2 Level 3
Vermögenswerte
Finanzanlagen 30,1 4,0 4,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 767,4 767,4 767,4
Vertragsvermögenswerte 573,7 573,7 573,7
Sonstige Vermögenswerte 212,9 50,6 48,9 1,4 0,3 1,7
davon Derivate 1,7 1,7 1,4 0,3 1,7
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
218,5 218,5 218,5
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14,8 14,8 14,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
327,8 327,8 327,8
Sonstige Finanzverpflichtungen
und Verbindlichkeiten aus Leasing
128,2 128,2 7,2 29,4 91,6 29,4
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen
mit Verbindlichkeitscharakter
418,4 130,4 125,8 1,5 3,1 4,6
davon Derivate 4,6 4,6 1,5 3,1 4,6

Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2021

Allgemeine Angaben

3 | 41

31.12.2020 Bewertung nach ifrs 9 Bewertungshierarchie
in Mio. € Buchwert
31.12.2020
Davon im
Anwendungs
bereich
des IFRS 7
Zu fortgeführten
Anschaffungs
kosten (AC)
Erfolgswirksam
zum
beizulegenden
Zeitwert
(FVTPL)
Erfolgsneutral
zum
beizulegenden
Zeitwert
(FVToci)
Bewertung
nach Ifrs 16
Level 1 Level 2 Level 3
Vermögenswerte
Finanzanlagen 29,8 3,7 3,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 740,4 740,4 740,4
Vertragsvermögenswerte 518,8 518,8 518,8
Sonstige Vermögenswerte 156,8 47,4 39,5 3,1 4,8 7,9
davon Derivate 7,9 7,9 3,1 4,8 7,9
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
217,0 217,0 217,0
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32,1 32,1 32,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
370,4 370,4 370,4
Sonstige Finanzverpflichtungen und
Verbindlichkeiten aus Leasing
125,4 125,4 0,7 29,5 95,2 29,5
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen
mit Verbindlichkeitscharakter
324,1 78,1 77,3 0,7 0,1 0,8
davon Derivate 0,8 0,8 0,7 0,1 0,8

Segmentberichterstattung

Krones berichtet über zwei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen.

Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung. Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik.

Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand vor allem durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBT gemessen.

Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzernzwischenabschlusses.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Für Krones sind nach Ende der Berichtsperiode zum 30. Juni 2021 keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Aufsichtsrat und Vorstand

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden acht Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Acht Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat Vorstand

  • Volker Kronseder
  • Aufsichtsratsvorsitzender * Universitätsklinikum Regensburg * Wirtschaftsbeirat Bayerische Landesbank

Josef Weitzer**

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender Konzernbetriebsratsvorsitzender Gesamtbetriebsratsvorsitzender Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

Markus Hüttner**

Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Stv. Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

Nora Diepold Chief Executive Officer NK Immobilienverwaltungs GmbH, Regensburg (seit 17.05.2021)

Dr. Verena Di Pasquale** Stv. Vorsitzende des DGB Bayern

Robert Friedmann Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe * ZF Friedrichshafen AG

Klaus Gerlach** Head of Central International Operations and Services

Oliver Grober** Betriebsratsvorsitzender Werk Rosenheim

Thomas Hiltl** Betriebsratsvorsitzender Werk Nittenau

Norman Kronseder Land- und Forstwirt * bayerische futtersaatbau gmbh (bis 17.05.2021)

Professor Dr. jur. Susanne Nonnast Professorin an der OTH Regensburg

Beate Eva Maria Pöpperl** Freigestellte Betriebsrätin

Norbert Samhammer Geschäftsführer Samhammer holding gmbh *Samhammer AG

Petra Schadeberg-Herrmann Geschäftsführende Gesellschafterin Krombacher Brauerei bernhard schadeberg gmbh & co. KG, Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH, Diversum Holding GmbH & Co. KG

Jürgen Scholz**

  1. Bevollmächtigter ig metall Geschäftsstelle Regensburg * infineon technologies ag

Hans-Jürgen Thaus * MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH

Matthias Winkler Geschäftsführender Gesellschafter WW +KN Steuerberatungsgesellschaft mbH

Christoph Klenk CEO Intralogistik

Norbert Broger

CFO

Prozesstechnik

Thomas Ricker CsO

Markus Tischer International Operations and Services Digitalisierung

Ralf Goldbrunner

Abfüll- und Verpackungstechnik Compact Class

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG ** Von der Belegschaft gewählt Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der Krones ag in%*
Dekron GmbH, Kelkheim 100,00
Ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 100,00
Evoguard GmbH, Nittenau 100,00
Gernep GmbH Etikettiertechnik, Barbing 100,00
Hst Maschinenbau GmbH, Dassow 100,00
Kic Krones Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
Krones Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
Krones Service Europe GmbH, Neutraubling 100,00
MaBe GmbH, München 100,00
Mht Holding Ag, Hochheim Am Main 100,00
Mht Mold & Hotrunner Technology Ag, Hochheim am Main 100,00
Milkron GmbH, Laatzen 100,00
Pmr GmbH, Wackersdorf 100,00
Steinecker GmbH, Freising 100,00
Syskron GmbH, Wackersdorf 100,00
Syskron Holding GmbH, Wackersdorf 100,00
System Logistics GmbH, Wackersdorf 100,00
Technologisches Institut für angewandte künstliche Intelligenz GmbH, Weiden i.d. Opf. 31,15
Triacos Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab 100,00
Kosme Fba Sa , Charleroi, Belgien 100,00
S.a. Krones N.v., Louvain-La-Neuve, Belgien 100,00
Krones Service Europe Eood, Sofia, Bulgarien 100,00
Krones Nordic Aps, Holte, Dänemark 100,00
Krones S.a.r.l., Viviers-Du-Lac, Frankreich 100,00
Kosme Fba Sas, Lyon, Frankreich 100,00
Krones Uk Ltd., Bolton, Großbritannien 100,00

Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2021 Aufstellung des Anteilsbesitzes

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der Krones ag in%*
System Ltd., London, Großbritannien 60,00
Kosme S.r.l., Roverbella (Mn), Italien 100,00
Krones Italia S.r.l., Garda (Vr), Italien 100,00
Krones S.r.l., Garda (Vr), Italien 100,00
System Logistics S.p.a., Fiorano Modenese (Md), Italien 60,00
Krones Kazakhstan Too, Almaty, Kasachstan 100,00
Krones Nederland B.v., Bodegraven, Niederlande 100,00
Kosme Gesellschaft mbH, Sollenau, Österreich 100,00
Krones Spólka Z.o.o., Warschau, Polen 100,00
Krones Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena, Portugal 100,00
Krones Romania Prod. S.r.l., Bukarest, Rumänien 100,00
Krones Service Europe Srl, Bukarest, Rumänien 100,00
Krones O.o.o., Moskau, Russische Föderation 100,00
System Northern Europe Ab, Malmö, Schweden 60,00
Integrated Plastics Systems Ag, Baar, Schweiz 100,00
Krones Ag, Buttwill, Schweiz 100,00
Krones Iberica, S.a.u., Barcelona, Spanien 100,00
System Logistics Spain Sl, Castellon, Spanien 60,00
Konplan S.r.o., Pilsen, Tschechische Republik 100,00
Krones S.r.o., Prag, Tschechische Republik 100,00
Krones Makina Sanayi Ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul, Türkei 100,00
Krones Ukraine Llc, Kiew, Ukraine 100,00
Krones Hungary Kft., Debrecen, Ungarn 100,00
Krones Service Europe Kft., Budapest, Ungarn 100,00
Krones Angola – Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda, Angola 100,00
Krones Surlatina S.a., Buenos Aires, Argentinien 100,00

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2021

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der Krones ag in%*
Krones Pacific Pty Limited, Sydney, Australien 100,00
Krones Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch 100,00
Krones Do Brazil Ltda., São Paulo, Brasilien 100,00
Krones S.a., São Paulo, Brasilien 100,00
Krones Chile Spa., Santiago de Chile, Chile 100,00
Krones Asia Ltd., Hongkong, Vr China 100,00
Krones Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, Vr China 100,00
Krones Processing (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Vr China 100,00
Krones Sales (Beijing) Co. Ltd., Beijing, Vr China 100,00
Automata S.a., Guatemala-Stadt, Guatemala 100,00
Krones India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 100,00
System Logistics India Private Limited, Mumbai, Indien 100,00
Unicorn Industries Ltd., Secunderabad, Indien 60,00
Pt. Krones Machinery Indonesia, Jakarta, Indonesien 100,00
Ips Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
Krones Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
Krones (Cambodia) Co. Ltd., Phnom Penh, Kambodscha 100,00
Krones Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario, Kanada 100,00
Krones Lcs Center East Africa Limited, Nairobi, Kenia 100,00
Krones Andina S.a.s., Bogotá, Kolumbien 100,00
Krones Korea Ltd., Seoul, Korea 100,00
Krones Machinery Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 100,00
Krones North West Africa (Sarl), Casablanca, Marokko 100,00
Krones Mex S.a. De C.v., Mexiko-Stadt, Mexiko 100,00
Systemlog de Mexico S.a. De C.v., Santa Caterina, Nuevo Leon, Mexiko 60,00
Krones Myanmar Ltd., Sanchaung Township, Republik Der Union Myanmar 100,00
Krones New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland 100,00

Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2021 Aufstellung des Anteilsbesitzes

3 | 47

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der Krones ag in%*
Krones Lcs Center West Africa Limited, Lagos, Nigeria 100,00
Krones Pakistan (Private) Limited, Lahore, Pakistan 100,00
Krones Filipinas Inc., Taguig City, Philippinen 100,00
Krones-Izumi Processing Pte Ltd., Singapur, Republik Singapur 73,00
Krones Singapore Ltd., Singapur, Republik Singapur 100,00
Krones Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00
Krones (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand 100,00
System Logistics Asia Co. Ltd., Bangkok, Thailand 60,00
Javlyn Process Systems Llc, Rochester, New York, Usa 100,00
Krones Inc., Franklin, Wisconsin, Usa 100,00
Mht Usa Llc., Peachtree City, Georgia, Usa 100,00
Process and Data Automation Llc, Erie, Pennsylvania, Usa 100,00
System Logistics Corporation, Arden, North Carolina, Usa 60,00
Trans-Market Llc, Tampa, Florida, Usa 100,00
W.m. Sprinkman Llc, Waukesha, Wisconsin, Usa 100,00
Maquinarias Krones de Venezuela S.a., Caracas, Venezuela 100,00
Integrated Packaging Systems (Ips) Fzco, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100,00
Krones Meatech Fzco, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100,00
Krones Middle East Africa Fzco, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100,00
Krones Vietnam Co. Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam 100,00
Krones Middle East Maintenance, Riyadh, Saudi Arabien 100,00

*unmittelbare und mittelbare Beteiligung

Die Krones AG, Neutraubling, als Mutterunternehmen ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer HRB 2344 eingetragen.

4 Sonstige InFormationen
Versicherung der gesetzlichen Vetreter . 49
Glossar . 50
Impressum 51
Finanzkalender 51
Kontakt 51

4 | 49 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

»Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.«

Neutraubling, im August 2021

Christoph Klenk CEO

Norbert Broger

CFO

Thomas Ricker CSO

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

4 | 50 Kaufmännisches Glossar

Abschreibungen
Cashflow
Nutzungsbedingte Wertminderungen von Vermögensgegen
ständen des Anlage- und Umlaufvermögens.
Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüt
tung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung
steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der
Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit
ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite
der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten
und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings
before interest, taxes, depreciation and amortisation).
IFRS International Financial Reporting Standards. Vom Inter
EBITDA-Marge Verhältnis Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen zum Umsatz.
national Accounting Standards Board (IASB) erarbeitete,
international harmonisierte und angewandte Rechnungs
legungsgrundsätze.
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest
and taxes).
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens
abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes). Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt:
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz. (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte +
Vertragsvermögenswerte) – (Verbindlichkeiten aus Lieferun
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch gen und Leistungen + Vertragsverbindlichkeiten).
Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen
Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Working Capital/Umsatz Verhältnis von Working Capital zum Umsatz. Diese Kennzahl
gibt an, wie viel Kapital zur Finanzierung des Umsatzes
Eigenkapitalrendite
vor Steuern
Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnitt
lichem Eigenkapital.
eingesetzt werden muss.

Impressum Hinweis Finanzkalender Kontakt

05.11.2021 Quartalsmitteilung zum 30. September 2021

Krones ag Investor Relations Olaf Scholz Telefon +49 9401 70-1169 E-Mail [email protected] Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling Deutschland

Herausgeber Krones ag Zum Zweck der besseren
Böhmerwaldstraße 5 Lesbarkeit haben wir in diesem
93073 Neutraubling Halbjahresbericht vereinfachend
Projektleitung Olaf Scholz, die männliche Form verwendet.
Leiter Investor Relations Der Bericht über den Zeitraum
Büro Benseler vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
Gestaltung liegt auch in englischer Sprache
Text Krones ag, vor. Sie finden ihn auf unserer
InvestorPress GmbH Website unter der Rubrik Investor
Fotos Krones ag Relations.
https://www.krones.com/de/un

ternehmen/investor-relations/finanzberichte.php

Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling Deutschland https://www.krones.com/de/unternehmen/investor-relations.php