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KRONES AG Interim / Quarterly Report 2015

Jul 23, 2015

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Interim / Quarterly Report

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Bericht über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2015 Q2

  • Highlights und Kennzahlen
  • 4 Brief des Vorstands
  • Die KRONES Aktie

Konzernlagebericht

  • 6 Wirtschaftliches Umfeld
  • Umsatz
  • Auftragseingang und -bestand
  • Ertragslage
  • Kapitalflussrechnung
  • Mitarbeiter
  • Bilanzstruktur
  • Bericht aus den Segmenten
  • Risikobericht
  • Prognosebericht

Zwischenabschluss zum 30.06.2015

  • Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • Bilanz
  • Kapitalflussrechnung
  • Eigenkapitalentwicklung
  • Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

Anhang für den Krones Konzern

  • Segmentberichterstattung
  • Allgemeine Angaben
  • Anteilsbesitz
  • Aufsichtsrat und Vorstand
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • Glossar
  • Kontakt Finanzkalender Impressum

KRONES erhöht EBT-Margenziel für 2015

  • Umsatz wächst von Januar bis Juni 2015 um 4,8 % auf 1.503,7 Mio. €.
  • Auftragseingang übertrifft Vorjahresniveau um 4,3 %.
  • EBT-Marge verbessert sich im ersten Halbjahr deutlich von 6,2 % auf 6,9 %.
  • KRONES erhöht Ziel für die EBT-Marge für 2015 von 6,8 % auf 7,0 %.
Kennzahlen 1. Halbjahr 2015 01.01.–30.06. 01.01.–30.06. Veränderung
2015 2014
Umsatz Mio. € 1.503,7 1.435,5 +4,8%
Auftragseingang Mio. € 1.524,1 1.461,9 +4,3%
Auftragsbestand zum 30.06. Mio. € 1.099,5 1.018,8 +7,9%
ebitda Mio. € 144,1 127,8 +12,8%
ebit Mio. € 101,2 86,1 +17,5%
ebt Mio. € 104,1 89,4 +16,4%
Konzernergebnis Mio. € 72,7 62,4 +16,5%
Ergebnis je Aktie 2,32 1,98 +17,2%
Investitionen in Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 30,2 29,1 +1,1 Mio.€
Free Cashflow Mio. € –22,0 –19,6 –2,4 Mio.€
Nettoliquidität zum 30.06.* Mio. € 274,9 157,2 +117,7 Mio.€
ROCE (passivisch) % 17,0 15,9
ROCE (aktivisch) % 15,0 13,4
Beschäftigte am 30.06.
Weltweit 12.854 12.374 +480
Inland 9.458 9.094 +364
Ausland 3.396 3.280 +116

* liquide Mittel abzüglich Bankschulden

Kennzahlen 2. Quartal 2015 01.04.–30.06. 01.04.–30.06. Veränderung
2015 2014
Umsatz Mio. € 764,8 732,5 +4,4%
Auftragseingang Mio. € 737,1 723,1 +1,9%
ebitda Mio. € 73,6 64,7 +13,8%
ebit Mio. € 52,0 43,9 +18,5%
ebt Mio. € 53,9 46,3 +16,4%
Konzernergebnis Mio. € 37,7 32,5 +16,0%
Ergebnis je Aktie 1,21 1,03 +17,5%

4

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

nach einem guten Jahresstart hat sich der positive Trend bei Krones im zweiten Quartal weiter fortgesetzt. Damit zeigt das Unternehmen, dass es auch in wirtschaftlich eher instabilen Zeiten verlässlich gute Zahlen erwirtschaften kann. Von Januar bis Juni legten Umsatz und Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 4,8% und 4,3% zu. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um 16,4% auf 104,1 Mio. €. Da wir bei der Profitabilität zum Halbjahr über Plan liegen, heben wir unsere Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2015 an. Wir prognostizieren nun eine EBT-Marge von 7,0 % nach bislang 6,8 %.

Die erfreuliche Geschäftsentwicklung haben wir neben unserem attraktiven Markt hauptsächlich dem Strategieprogramm Value zu verdanken. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern setzen wir Value nun bereits im fünften Jahr erfolgreich um. In dieser Beharrlichkeit spiegelt sich ein wichtiger Erfolgsfaktor von Krones: Wir setzen nicht auf kurzfristigen Aktionismus, sondern denken und handeln langfristig. So sind wir beispielsweise bei Kosme nach jahrelangen Schwierigkeiten seit einigen Quartalen auf einem guten Weg, das Segment dauerhaft profitabel aufzustellen. Auch bei unserer innovativen Verpackungsmaschine Varioline haben wir Geduld bewiesen. Erstmals vorgestellt haben wir die Anlage auf der drinktec 2009. Nach einer längeren Anlaufphase hat sich die Varioline zu einem Verkaufsschlager entwickelt.

Gute Geschäfte sind allerdings kein Selbstläufer. Wir müssen jeden Tag hart arbeiten, um das Unternehmen noch besser zu machen. Der Wettbewerb bleibt intensiv und die wirtschaftliche Entwicklung ist aufgrund vieler Krisenherde weiterhin sehr volatil und mit Unsicherheiten behaftet. Diese Herausforderungen nehmen wir an und werden alles dafür tun, die höher gesteckten Ziele für 2015 zu erreichen.

Volker Kronseder Vorstandsvorsitzender

Im ersten Halbjahr 2015 legt der Kurs der Krones Aktie um 16% zu

An den meisten internationalen Aktienbörsen ging es im ersten Halbjahr 2015 nach oben. Von Januar bis Anfang April 2015 bewegten sich die Kurse in einem starken Aufwärtstrend. Wichtigster Motor der Börsenrally war die lockere Geldpolitik vieler Zentralbanken. Hierzulande profitierten die Aktienkurse vor allem von der Entscheidung der Europäischen Zentralbank, von März 2015 bis September 2016 monatlich Anleihen im Wert von 60 Mrd. € zu kaufen. Der DAX, wichtigster deutscher Aktienindex, stieg daraufhin Anfang April 2015 auf ein neues Allzeithoch von rund 12.400 Punkten. Damit stand der DAX um gut 25% höher als Ende 2014. Danach verließ die Investoren aber der Mut und es folgte eine Phase mit teilweise kräftigen Kursverlusten, die an den bislang erzielten Jahresgewinnen zehrten. Auslöser hierfür war vor allem die Angst, dass die US-Notenbank FED bald die Zinsen erhöhen könnte. Darüber hinaus belastete die Griechenland-Krise vor allem die europäischen Börsen.

Mit 10.945 Punkten notierte der DAX Ende Juni »nur« noch um 11,6% über dem Jahresanfangswert. Beim Euro Stoxx 50 summiert sich der Zugewinn im ersten Halbjahr 2015 auf 8,8%. Angetrieben von niedrigen Zinsen entwickelten sich die Börsen in Asien überdurchschnittlich stark. Der japanische Nikkei-Index stieg von Januar bis Juni um rund 14%. Enttäuschend fällt hingegen die Halbjahresbilanz für die US-Börsen aus. Der Dow-Jones-Index verlor rund ein Prozent an Wert. Neben dem starken US-Dollar, der die Margen vieler exportorientierter US-Unternehmen schmälerte, belasteten Zinsängste die Aktienkurse an der Wall Street.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich der MDAX und die KRONES Aktie im zweiten Quartal 2015.

krones Aktie mdax (indexiert)

Krones Aktie schneidet besser ab als der MDAX

Nach einem Anstieg von 29,4% im Jahr 2014 entwickelte sich die Krones Aktie in den ersten sechs Monaten 2015 erneut sehr gut. Am 13. April erreichte der Kurs ein Allzeithoch von 103,20 €. Dieses Niveau konnte die Aktie aufgrund der folgenden Börsenturbulenzen zwar nicht halten, aber mit 93,76 € notierte das Papier am 30. Juni um 16,1% höher als zu Jahresanfang. Inklusive der Dividende von 1,25 € je Aktie beträgt die Performance sogar 17,6%. Damit stieg der Wert der Krones Aktie noch kräftiger als der MDAX, also der Index für mittelgroße Werte, der im ersten Halbjahr um 15,9% zulegte. Einen wesentlichen Beitrag zu der Outperformance lieferten die gute Geschäftsentwicklung von Krones sowie umfangreiche Investor-Relations-Aktivitäten.

Weltwirtschaft bleibt 2015 auf Expansionskurs

Abgesehen von einzelnen Krisenregionen sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2015 gut. In ihrem »World Economic Outlook« von Juli 2015 prognostizierten die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF), dass die Weltwirtschaft dieses Jahr um 3,3% wächst. Im April sagte der IWF noch ein Wachstum von 3,5% voraus. Grund für die neue Prognose: Schlechte Wetterbedingungen, der starke US-Dollar sowie deutlich schrumpfende Investitionen im Ölsektor bremsten die US-Konjunktur in den ersten Monaten 2015 erheblich. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft dürfte laut IWF 2015 daher nicht um 3,1%, sondern nur um 2,5% zulegen.

Teilweise schleppend kommt die Wirtschaft in anderen reifen Industriestaaten auf Touren. Japan traut der IWF 2015 trotz expansiver Geldpolitik ein BIP-Wachstum von lediglich 0,8% zu. Für die Eurozone sind die Experten des IWF ein wenig optimistischer. Um 1,5% soll die Wirtschaft des gemeinsamen Währungsraums 2015 wachsen. Für Deutschland rechnet der IWF mit einem BIP-Anstieg von 1,6%.

Weiter überproportional stark expandiert die Wirtschaft in den meisten Schwellenund Entwicklungsländern. Die einzelnen IWF-Länderprognosen für das BIP-Wachstum reichen von minus 3,4% für Russland bis plus 7,5% für Indien. In China schwächt sich die Dynamik zwar ab. Mit einem erwarteten BIP-Plus von 6,8% leistet die global zweitgrößte Volkswirtschaft 2015 aber einen erheblichen Beitrag für das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Insgesamt dürfte das BIP in den Emerging Markets um 4,2% steigen.

Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen laufen besser als Gesamtbranche

Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland stagnierte in dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich März bis Mai 2015. Während der Wert der Orders aus dem Ausland das Vorjahresniveau um 1 % übertraf, ging der inländische Auftragseingang um 2% zurück. Die Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer unterschritt von Januar bis April 2015 den Vorjahreswert um 1,4% und blieb deutlich hinter den Erwartungen. Deshalb hat der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) seine Prognose für das Gesamtjahr im Juli revidiert. Die Produktion werde 2015 im Vergleich zum Vorjahr nicht, wie bislang erwartet, um 2% wachsen, sondern stagnieren.

Optimistischer ist der Verband für den für Krones relevanten Teilbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. Der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen soll 2015 das Vorjahresniveau um 5% übertreffen.

Es herrscht zwar nicht überall auf der Welt eitel Sonnenschein, aber unterm Strich sind die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2015 gut.

KRONES legt beim Umsatz im ersten Halbjahr 2015 um 4,8% zu

Als international breit aufgestellter Full-Service-Anbieter für die Getränke- und Verpackungsindustrie verfügt KRONES über ein sehr solides Geschäftsmodell. Das Unternehmen setzte im zweiten Quartal 2015 sein stabiles Wachstum fort, obwohl sich in einigen Regionen die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Vergleich zum ersten Quartal ein wenig verschlechterten. Um 4,4% von 732,5 Mio.€ im Vorjahr auf 764,8 Mio.€. stieg der Umsatz von KRONES von April bis Juni 2015.

KRONES hat im ersten Halbjahr eine gute Basis geschaffen, um 2015 das Wachstumsziel von 4% zu erreichen.

Im ersten Halbjahr 2015 kletterten die Erlöse des Unternehmens um 4,8% von 1.435,5 Mio.€ im Vorjahr auf 1.503,7 Mio.€. Umsatzrückgänge in wirtschaftlich schwer gebeutelten Regionen wie Russland/GUS und Teilen Südamerikas konnten wir durch überproportionale Zuwächse im Mittleren Osten/Afrika, in Nord- und Mittelamerika sowie in Westeuropa kompensieren. Sowohl der Umsatz des Neumaschinengeschäfts als auch die Erlöse mit Serviceprodukten und Dienstleistungen lagen im ersten Halbjahr 2015 höher als im Vorjahr. Das prozentual höchste Wachstum (+6,0%) erzielte das Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung«.

Umsatz nach Regionen

Im Inland setzte sich der positive Trend vom Jahresanfangsquartal im zweiten Quartal 2015 fort. Von Januar bis Juni 2015 legte der Umsatz, den KRONES in Deutschland erzielte, im Vergleich zum Vorjahr um 11,9% auf 148,1 Mio.€ zu. Der Anteil des Inlandsgeschäfts am Konzernumsatz erhöhte sich auf 9,8% (Vorjahr: 9,2%).

Die Geschäfte in Europa (ohne Deutschland) entwickelten sich im Berichtszeitraum insgesamt gut. Umsatzeinbußen in den Regionen Russland/GUS (minus 29,0%) und Osteuropa (minus 8,6%) stehen kräftige Zuwächse im übrigen Europa gegenüber. In Westeuropa stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 20,2% auf 284,2 Mio.€. Mit plus 54,4% auf 72,1 Mio.€ war die Steigerungsrate in Mitteleuropa (Österreich, Schweiz, Niederlande) noch höher. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz in Europa (ohne Deutschland) im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 12,3% auf 446,7 Mio.€. Der Anteil am Konzernumsatz kletterte auf 29,7% (Vorjahr: 27,8%).

Deutlich angezogen hat das Geschäft im Mittleren Osten/Afrika von Januar bis Juni 2015. Mit 228,6 Mio.€ übertraf der Umsatz den Vorjahreswert um 43,1%. Damit bestätigte sich unsere Einschätzung, dass das schwächere Vorjahr nur den normalen Investitionszyklen unserer Kunden geschuldet war und der langfristige Wachstumstrend dort weiterhin intakt ist. Stabil entwickelte sich das China-Geschäft im ersten Halbjahr 2015. Mit 129,2 Mio.€ verharrte der Umsatz auf Vorjahresniveau. Im übrigen asiatisch/pazifischen Raum verringerte sich der Umsatz um 29,3% auf 204,8 Mio.€. Diese Entwicklung war vorhersehbar, weil im ersten Halbjahr 2014 große Aufträge abgerechnet worden sind.

In Nord- und Mittelamerika zeichnet sich zunehmend ab, dass die Investitionsbereitschaft nachhaltig steigt. Von Januar bis Juni 2015 legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 64,5% auf 191,8 Mio.€ zu. Weniger erfreulich ist die Situation in Südamerika/ Mexiko. Dort leidet besonders Brasilien unter gesamtwirtschaftlichen Problemen. Der Umsatz von KRONES verringerte sich in Südamerika/Mexiko im ersten Halbjahr 2015 um 26,5% auf 154,5 Mio.€. Zu berücksichtigen ist dabei aber das außerordentlich hohe Vorjahresniveau.

Regionale Umsatzverteilung des KRONES Konzerns

Anteil am Konzernumsatz 30.06.2015 30.06.2014 Veränd.
in Mio. € % in Mio. € % %
Deutschland 148,1 9,8 132,4 9,2 +11,9
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 72,1 4,8 46,7 3,3 +54,4
Westeuropa 284,2 18,9 236,5 16,5 +20,2
Osteuropa 40,3 2,7 44,1 3,1 –8,6
Russland, Zentralasien (GUS) 50,1 3,3 70,6 4,9 –29,0
Mittlerer Osten/Afrika 228,6 15,2 159,8 11,1 +43,1
Asien/Pazifik 204,8 13,6 289,5 20,2 –29,3
China 129,2 8,6 129,2 9,0 ±0,0
Südamerika/Mexiko 154,5 10,3 210,1 14,6 –26,5
Nord- und Mittelamerika 191,8 12,8 116,6 8,1 +64,5
Gesamt 1.503,7 100,0 1.435,5 100,0 +4,8

Grundsätzlich ist die Aussagekraft der Umsatzzahlen einzelner Quartale für die verschiedenen Regionen beschränkt, weil es quartalsweise zu starken Auftrags- und Umsatzverschiebungen kommen kann.

Auf den Emerging Markets erwirtschaftete KRONES im Berichtszeitraum insgesamt 53,7% (Vorjahr: 62,9%) des Konzernumsatzes. KRONES verfügt über eine international ausgewogene Umsatzverteilung. Vorübergehende Schwankungen in einzelnen Regionen können wir deshalb gut ausgleichen.

Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES steigt

Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden war im ersten Halbjahr 2015 insgesamt zufriedenstellend. Mit 1.524,1 Mio.€ übertraf der Auftragseingang von Januar bis Juni den Vorjahreswert um 4,3%. Positiv ist, dass der Ordereingang in breiten Teilen unseres Produkt- und Serviceangebots anzog. Regional betrachtet entwickelte sich der Auftragseingang im Großen und Ganzen wie erwartet. Überproportional stark legte die Nachfrage in den Regionen Westeuropa, Nord-und Mittelamerika sowie Mittlerer Osten/Afrika zu. In Russland/GUS unterschritt der Auftragseingang das Vorjahresniveau wegen der Ukraine-Krise wie erwartet am deutlichsten.

Um 1,9% von 723,1 Mio.€ im Vorjahr auf 737,1 Mio.€ stieg der Auftragseingang im zweiten Quartal 2015. Für das Gesamtjahr 2015 rechnen wir beim Auftragseingang mit einer Steigerungsrate im Bereich von plus 4%.

Dickes Auftragspolster erhöht Planungssicherheit

Ende Juni 2015 hatte Krones Aufträge im Wert von 1.099,5 Mio.€ in den Büchern. Damit nahm der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahr um 7,9% zu. Der komfortable Auftragsbestand erhöht die Planungssicherheit und gewährleistet, dass die Produktionskapazitäten in den kommenden Monaten gleichmäßig ausgelastet werden können.

Der Aufwärtstrend beim Ordereingang hielt in den ersten sechs Monaten 2015 an. Um 4,3% stieg der Wert der Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr.

Profitabilität steigt stärker als erwartet

KRONES setzte im ersten Halbjahr 2015 das Strategieprogramm Value, mit dem das Unternehmen noch effizienter werden soll, weiter um. Beispiele für Value-Aktivitäten im Berichtszeitraum sind der Ausbau lokaler Strukturen sowie die zunehmende Modularisierung unserer Maschinen und Anlagen. Diese Maßnahmen trugen zur erfreulichen Ergebnisentwicklung bei. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte in den ersten sechs Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 16,4 % von 89,4 Mio. € auf 104,1 Mio.€. Von 6,2% auf 6,9% verbesserte sich die EBT-Marge, also das EBT im Verhältnis zum Umsatz.

Das Value-Programm macht sich bezahlt. Im ersten Halbjahr 2015 steigerte KRONES das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr um 16,4%.

Konzernergebnis 01.01. bis 30.06. in Mio. € Konzernergebnis 2. Quartal in Mio. € 2011 49,2 2011 24,4 2012 44,2 2012 21,9 2013 55,6 2013 28,7 2014 62,4 2014 32,5 2015 72,7 2015 37,7 15 30 45 60 75

Nach Steuern verdiente KRONES von April bis Juni 2015 mit 37,7 Mio.€ um 16,0% mehr als im Vorjahr.

Das Ergebnis nach Steuern legte in den ersten sechs Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 16,5% auf 72,7 Mio.€ zu. Von 1,98 € auf 2,32 € kam das Ergebnis je Aktie voran. Im zweiten Quartal 2015 erwirtschaftete KRONES bei einem EBT von 53,9 Mio.€ (Vorjahr: 46,3 Mio.€) eine EBT-Marge von 7,0% (Vorjahr: 6,3%). Damit nahm die Ertragskraft von April bis Juni stärker zu als von uns erwartet. Aus diesem Grund erhöhen wir unsere Prognose für die EBT-Marge für das Gesamtjahr 2015 von 6,8% auf 7,0%. Das Ergebnis je Aktie des zweiten Quartals beträgt 1,21 € (Vorjahr: 1,03 €).

lagebericht | Ertragslage

Ertragsstruktur krones Konzern in Mio. €

2015 2014 Veränderung
01.01.–30.06. 01.01.–30.06.
Umsatzerlöse 1.503,7 1.435,5 +4,8%
Bestandsveränderung fe/ufe 24,5 –32,7
Gesamtleistung 1.528,2 1.402,8 +8,9%
Materialaufwand –725,5 –671,2 +8,1%
Personalaufwand –468,9 –434,0 +8,0%
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/
Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen –189,7 –169,8 +11,7%
ebitda 144,1 127,8 +12,8%
Abschreibungen auf Anlagevermögen –42,9 –41,7 +2,9%
ebit 101,2 86,1 +17,5%
Finanzergebnis 2,9 3,3 –12,1%
ebt 104,1 89,4 +16,4%
Ertragsteuern –31,4 –27,0 +16,3%
Konzernergebnis 72,7 62,4 +16,5%

Von Januar bis Juni 2015 steigerte Krones den Umsatz um 4,8% auf 1.503,7 Mio.€. Da sich der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte, verbesserte das Unternehmen die Gesamtleistung im ersten Halbjahr 2015 sogar um 8,9% auf 1.528,2 Mio.€. Insgesamt konnte Krones die Ertragskraft im Berichtszeitraum erneut steigern.

Hauptverantwortlich hierfür war, dass die beiden großen Aufwandsposten Material und Personal aufgrund erfolgreicher Value-Maßnahmen weniger stark als die Gesamtleistung stiegen. So legte der Materialaufwand im Berichtszeitraum »nur« um 8,1% auf 725,5 Mio.€ zu. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, verringerte sich von Januar bis Juni 2015 von 47,9% im Vorjahr auf 47,5%.

Mit einem Plus von 8,0% auf 468,9 Mio.€ erhöhte sich der Personalaufwand im Berichtszeitraum ebenso unterproportional zur Gesamtleistung. Folglich sank die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, von 30,9% im Vorjahr auf 30,7%.

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen erhöhte sich um 11,7 % auf minus 189,7 Mio.€ (Vorjahr: minus 169,8 Mio.€). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen stiegen hingegen nur leicht um 2,9% auf 42,9 Mio.€ (Vorjahr: 41,7 Mio.€).

Daraus errechnet sich ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 101,2 Mio.€ (+17,5%). Durch das positive Finanzergebnis von 2,9 Mio.€ (Vorjahr: 3,3 Mio.€) kletterte das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 16,4% auf 104,1 Mio.€. Damit verbesserte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2015 die Ertragskraft, gemessen an der EBT-Marge, von 6,2% im Vorjahr auf 6,9%. Das Konzernergebnis stieg um 16,5% auf 72,7 Mio.€.

Erfolgreiche Value-Maßnahmen führten zu rückläufigen Personalund Materialaufwandsquoten und damit zu einer deutlich gesteigerten Ertragskraft von Krones.

Kapitalflussrechnung krones Konzern in Mio. €

2015 2014 Veränderung
01.01.–30.06. 01.01.–30.06. Mio.€
Ergebnis vor Steuern 104,1 89,4 +14,7
zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge +53,2 +101,8 –48,6
Veränderung Working Capital –112,8 –157,9 +45,1
Sonstiges (hauptsächlich Ertragsteuern) –21,1 –20,8 –0,3
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit +23,4 +12,5 +10,9
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen –30,2 –29,1 –1,1
Sonstiges –15,2 –3,0 –12,2
Free Cashflow –22,0 –19,6 –2,4
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit –39,5 –63,2 +23,7
wechselkursbedingte Veränderung der Finanzmittel ±0 +0,1 –0,1
Gesamte Änderung der Liquidität –61,5 –82,7 +21,2
Liquidität am Ende des Berichtszeitraums 274,9 157,2 +117,7

Im ersten Halbjahr 2015 steigerte KRONES den operativen Cashflow (Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit) gegenüber dem Vorjahr von 12,5 Mio.€ auf 23,4 Mio.€. Verantwortlich hierfür war vor allem das höhere Ergebnis vor Steuern. Das Unternehmen baute zwar das betriebsnotwendige Kapital, also Working Capital, im Berichtszeitraum mit 112,8 Mio.€ weniger stark aus als im Vorjahr (157,9 Mio.€). Der Saldo der zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge verringerte sich jedoch um einen ähnlichen Betrag auf plus 53,2 Mio.€ (Vorjahr: plus 101,8 Mio.€). Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen 12 Monate in Relation zum Umsatz lag unverändert zum Vorjahr bei 24,5%.

KRONES investierte im Berichtszeitraum 30,2 Mio.€ (Vorjahr: 29,1 Mio.€) in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Der Free Cashflow, also der aus der operativen Geschäftstätigkeit erzielte Nettozufluss an liquiden Mitteln, verringerte sich von Januar bis Juni 2015 auch aufgrund mehrerer kleiner Akquisitionen auf minus 22,0 Mio. € (Vorjahr: minus 19,6 Mio. €). Es ist für unser Geschäft nicht ungewöhnlich, dass der Free Cashflow unterjährig negativ ist. Im Zeitraum vom 01.04. bis 30.06. erwirtschaftete KRONES mit + 34,2 Mio.€ einen deutlich höheren Free Cashflow als im Vorjahreszeitraum (+20,6 Mio.€).

Aufgrund mehrerer kleiner Akquisitionen war der Free Cashflow im ersten Halbjahr 2015 leicht rückläufig.

Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale lag im Verhältnis zum Umsatz bei 24,5%.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit verbesserte sich auf minus 39,5 Mio.€ (Vorjahr: minus 63,2 Mio.€). Diese Position erfasst in beiden Perioden nur die Dividendenausschüttung an die Anteilseigner, die im Vorjahr wegen der zusätzlichen »Sonderdividende« deutlich höher ausfiel. Unterm Strich verfügte KRONES zum 30. Juni 2015 über liquide Mittel von 274,9 Mio.€ (Vorjahr: 157,2 Mio.€).

Mitarbeiter

Mitarbeiterzahl von KRONES nimmt auf 12.854 zu

In den ersten beiden Quartalen 2015 ist die Mitarbeiterzahl von KRONES um insgesamt 230 angestiegen. Ende Juni beschäftigten wir weltweit 12.854 Mitarbeiter (Vorjahr: 12.374). Im Inland wuchs die Belegschaft aufgrund einiger Übernahmen und Neugründungen von 9.094 im Vorjahr auf 9.458. Obwohl wir aufgrund der Kapazitätsanpassung die Mannschaft von Kosme Italien 2014 um gut 100 Beschäftigte verkleinern mussten, legte die Zahl der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter per Ende Juni 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 116 auf 3.396 zu.

Der Ausbau der internationalen Belegschaft bleibt ein strategisches Unternehmensziel.

30.06.2015 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012
Langfristige Vermögenswerte 677 672 642 625
davon Anlagevermögen 626 624 605 587
Kurzfristige Vermögenswerte 1.827 1.755 1.596 1.445
davon flüssige Mittel 275 336 240 133
Eigenkapital 1.029 988 954 798
Fremdkapital 1.475 1.439 1.284 1.272
langfristige Verpflichtungen 274 275 213 193
kurzfristige Verpflichtungen 1.201 1.164 1.071 1.079
Bilanzsumme 2.504 2.427 2.238 2.070

Vermögens- und Kapitalstruktur krones Konzern in Mio. €

Die Bilanzsumme von KRONES vergrößerte sich per 30. Juni 2015 im Vergleich zum 31. Dezember 2014 wegen des gestiegenen Geschäftsvolumens um 3,1% auf 2.503,6 Mio.€. Ausschlaggebend für den Anstieg war ein stichtagsbedingt höheres Working Capital, vor allem durch den Aufbau von Forderungen und Vorräten.

Nahezu unverändert waren im ersten Halbjahr die langfristigen Vermögenswerte. Zum 30. Juni 2015 bilanzierte das Unternehmen insgesamt langfristige Vermögenswerte von 677,0 Mio.€ (31. Dezember 2014: 672,0 Mio.€). Das Anlagevermögen blieb im Berichtszeitraum mit 625,6 Mio.€ (31. Dezember 2014: 624,2 Mio.€) nahezu stabil. Während die Sachanlagen mit 469,1 Mio. € (31. Dezember 2014: 479,2 Mio.€) leicht rückläufig waren, kletterten die immateriellen Vermögenswerte des Unternehmens, bei denen es sich überwiegend um aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen handelt, zum 30. Juni auf 153,4 Mio.€ (31. Dezember 2014: 143,3 Mio.€).

Mit 1.826,6 Mio.€ waren die kurzfristigen Vermögenswerte am Ende des Berichtszeitraums um 4,1% höher als am 31. Dezember 2014. Hierzu trugen sowohl die um 31,4 Mio.€ höheren Vorräte als auch der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 47,3 Mio.€ auf 739,0 Mio.€ bei. Die liquiden Mittel gingen im Berichtszeitraum wegen des negativen Free Cashflows und der Dividendenzahlung im Juni von 336,4 Mio.€ auf 274,9 Mio.€ zurück.

KRONES baute im ersten Halbjahr 2015 Vorräte und Forderungen auf. Deshalb verringerten sich die liquiden Mittel zur Jahresmitte. Diese liegen allerdings noch bei sehr komfortablen 274,9 Mio.€.

Auf der Passivseite verringerten sich die langfristigen Verpflichtungen von KRONES, größtenteils Rückstellungen für Pensionen und sonstige Personalrückstellungen, zum 30. Juni 2015 leicht auf 273,6 Mio.€ (31. Dezember 2014: 274,9 Mio. €). Das Unternehmen hatte per 30. Juni 2015 keine langfristigen Bankschulden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten kletterten gegenüber dem Jahresende 2014 um 36,9 Mio.€ auf 1.201,0 Mio.€. Hierfür waren vor allem die gestiegenen erhaltenen Anzahlungen verantwortlich. Per 30. Juni 2015 wies KRONES keine kurzfristigen Bankschulden aus.

Unser positives Halbjahres-Ergebnis führte dazu, dass das Eigenkapital die Milliarden-Euro-Grenze knackte. Es verbesserte sich von 988,5 Mio.€ zum Bilanzstichtag 2014 auf 1.029,0 Mio.€. Damit lag die Eigenkapitalquote am 30. Juni bei 41,1% (31. Dezember 2014: 40,7%). Gemeinsam mit einer Nettoliquidität (flüssige Mittel abzüglich Bankschulden) von 274,9 Mio.€ verfügt KRONES weiterhin über eine äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur.

ROCE steigt von 15,9% auf 17,0%

KRONES verbesserte im ersten Halbjahr 2015 den Return on Capital Employed (ROCE), also das EBIT im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital, auf 17,0% (Vorjahr: 15,9%). Ausschlaggebend hierfür war vor allem das deutlich verbesserte EBIT. Damit liegen wir voll im Plan, das ROCE-Ziel für das Gesamtjahr 2015 von 17% zu erreichen.

Segmentumsatz

Nach hohen Zuwächsen im ersten Quartal (Umsatz: +12,8%) normalisierte sich das Geschäft im Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« im zweiten Quartal 2015 wie erwartet. Insgesamt sind wir mit der Nachfrage nach unseren leistungsstarken Maschinen und Anlagen für die Abfüllung und Verpackung von Getränken und Lebensmitteln im ersten Halbjahr zufrieden. Der Umsatz legte von Januar bis Juni 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 6,0% auf 1.280,9 Mio.€ zu. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz des ersten Halbjahres 2015 stieg auf 85,2% (Vorjahr: 84,2%).

Das Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« konnte den deutlichen Umsatzrückstand (–33,2%) aus dem Jahresanfangsquartal im zweiten Quartal 2015 komplett aufholen. Mit 174,2 Mio.€ überstieg der Umsatz der ersten sechs Monate 2015 den Vorjahreswert von 173,4 Mio.€ um 0,5%. Damit zeigte sich einmal mehr, dass die Erlöse der »Prozesstechnik« wegen langer Projektlaufzeiten abrechnungsbedingt stark schwanken. Zum Konzernumsatz steuerte das Segment im ersten Halbjahr 11,6% (Vorjahr: 12,1%) bei.

Im kleinsten Segment von KRONES »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich« verringerte sich der Umsatz im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 8,6% auf 48,6 Mio.€. Ein Grund für das geringere Geschäftsvolumen ist, dass wir in der zweiten Jahreshälfte 2014 das Produktprogramm von Kosme Italien optimiert und die Produktion von Pack- und Palettieranlagen eingestellt haben. Der Anteil des kleinsten Unternehmenssegments am Konzernumsatz ging im Berichtszeitraum auf 3,2% (Vorjahr: 3,7%) zurück.

Das Kernsegment von KRONES wuchs im ersten Halbjahr 2015 um 6%.

Segmentergebnis

Gut ausgelastete Produktionskapazitäten und die Erfolge des Strategieprogramms Value sorgten dafür, dass sich die Ertragskraft des größten Unternehmenssegments »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« im ersten Halbjahr 2015 deutlich verbesserte. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,3% von 87,6 Mio.€ auf 98,4 Mio.€. Von 7,2% im Vorjahr auf 7,7% legte die EBT-Marge, also das Segmentergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Segmentumsatz, zu.

Auf das Ergebnis des Segments »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik« wirkte sich das relativ hohe Geschäftsvolumen im zweiten Quartal 2015 positiv aus. Insgesamt erwirtschaftete das Segment im ersten Halbjahr 2015 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 3,6 Mio.€ (Vorjahr: 2,3 Mio.€). Die EBT-Marge kletterte von 1,3% auf 2,1%.

Ermutigend ist die Ergebnisentwicklung des kleinsten Segments »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich« im Berichtszeitraum. Von minus 0,5 Mio. € im Vorjahr auf plus 2,1 Mio. € drehte das Ergebnis vor Steuern (EBT) in den ersten sechs Monaten 2015. Einen wesentlichen Anteil am Turnaround hat die erfolgreiche Restrukturierung von Kosme Italien. Das kleinste Unternehmenssegment erreichte im ersten Halbjahr 2015 eine EBT-Marge von 4,3% (Vorjahr: – 1,0%).

Segment Produktabfüllung und -ausstattung 2015 2014
01.01.–30.06. 01.01.–30.06.
ebt
in Mio. €
98,4 87,6
ebt
-Marge
in %
7,7 7,2
Segment Prozesstechnik 2015 2014
01.01.–30.06. 01.01.–30.06.
ebt
in Mio. €
3,6 2,3
ebt
-Marge
in %
2,1 1,3
Segment unterer Leistungsbereich 2015 2014
01.01.–30.06. 01.01.–30.06.
ebt in Mio. € 2,1 –0,5
ebt
-Marge
in % 4,3 –1,0

In allen drei Unternehmenssegmenten verbesserte sich das Ergebnis im ersten Halbjahr 2015 deutlich.

Das Risikomanagementsystem von KRONES

Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.

Unser Risikomanagementsystem besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich alle Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Auftragsannahme verringert bzw. vermieden. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Jeweils einmal im Jahr führen wir für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

  • Jahresplanung
  • Mittelfristplanung
  • Strategische Planung
  • Rollierende Prognoserechnung
  • Monats- und Quartalsreports
  • Investitionsplanung

  • Produktionsplanung

  • Kapazitätsplanung
  • Projektcontrolling
  • Debitorenmanagement
  • Wechselkursabsicherungsgeschäfte
  • Versicherungen

Risiken

Aus heutiger Sicht sind für krones keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Eine detaillierte Darstellung der Risiken des Unternehmens sowie eine ausführliche Beschreibung unseres Risikomanagements sind im Lagebericht des Konzernabschlusses 2014 auf den Seiten 106 bis 117 zu finden. Bei den wesentlichen Risiken des Unternehmens haben sich vom 01.01. bis 30.06.2015 keine wesentlichen Änderungen gegenüber den dort gemachten Ausführungen ergeben.

KRONES ist für die Geschäftsentwicklung 2015 weiter optimistisch

Trotz vieler politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten sieht KRONES die Geschäftsaussichten für 2015 optimistisch. Die Märkte, auf denen KRONES tätig ist, bieten gute Wachstumsperspektiven. In den etablierten Märkten erwarten wir vor allem in Nordamerika eine Belebung des Geschäfts. Der Umsatz in Europa sollte sich insgesamt auf einem guten Niveau entwickeln. Wenn sich die politische Lage im Russland/Ukraine-Konflikt nicht weiter verschärft, erwarten wir im laufendem Jahr für diese Region zwar eine rückläufige Geschäftsentwicklung, die wir jedoch auf Konzernebene kompensieren können.

Alle drei Segmente sollen profitabel wachsen

Von den Absatzpreisen erwartet KRONES für 2015 unverändert nur geringe Unterstützung. Daher bleiben Kostensenkungen, neue Produkte und Dienstleistungen sowie weitere Qualitätsverbesserungen in allen drei Segmenten auch im zweiten Halbjahr 2015 wichtige Value-Themen, um profitabel zu wachsen.

In unserem Kernsegment »Abfüll- und Verpackungstechnik« bauen wir unsere internationalen Servicestrukturen und LCS Center aus. Vor allem in den Emerging Markets will KRONES seine starke Marktposition nutzen. Nach dem überproportional starken Wachstum im Vorjahr plant KRONES für das Kernsegment 2015 einen Umsatzanstieg von rund 4%. Die Ertragskraft soll weiter in Richtung der EBT-Zielmarge von 8% verbessert werden.

Im Segment »Prozesstechnik« werden wir im laufenden Jahr die Wertschöpfung vor Ort stärken und die lokalen Strukturen in den Regionen weiter ausbauen. Zudem werden wir den wichtigen Bereich Intralogistik unter dem Dach der Syskron Holding deutlich erweitern. Bei einem steigenden Umsatz von rund 7% soll das Segment Prozesstechnik 2015 ein leicht positives Ergebnis erwirtschaften. Um das mittelfristige Margenziel von 4% zu erreichen, werden wir noch im laufenden Jahr zusätzliche strukturelle Maßnahmen in der Prozesstechnik einleiten.

Im Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich« soll 2015 die Neuaufstellung des Standorts Roverbella greifen. Die Zahlen für das erste Halbjahr bestätigen dies. Bei stabilem Umsatz sollte das Segment aufgrund niedrigerer Kosten eine EBT-Marge von 4% bis 5% erwirtschaften.

Prognose für EBT-Marge für das Gesamtjahr 2015 auf 7,0 Prozent angehoben

Auf Grundlage der derzeitigen Schätzungen für das weltweite Wirtschaftswachstum und der Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte erwarten wir für 2015 im Konzern ein Umsatzwachstum von 4%. Wegen der über unseren Erwartungen liegenden Ertragskraft im ersten Halbjahr 2015 sowie den insgesamt positiven Marktperspektiven heben wir die Prognose für die EBT-Marge im Gesamtjahr 2015 von 6,8% auf 7,0% an. Damit wollen wir unser Ziel von 7%, das wir uns bei der Auflage des Value-Programms mittelfristig gesetzt haben, 2015 erreichen. Unsere dritte Zielgröße, den ROCE, wollen wir im laufenden Jahr auf 17 % steigern.

Prognose 2015 Ist-Wert H1 2015
Umsatzwachstum +4% +4,8%
EBT-Marge (alt: 6,8%) 7,0% 6,9%
ROCE 17% 17%

Krones ist auf gutem Weg, die finanziellen Zielgrößen für 2015 zu erreichen.

2015 2014 Veränderung
01.01.–30.06. 01.01.–30.06. %
Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse 1.503,7 1.435,5 +4,8
Bestandsveränderung FE/UFE 24,5 –32,7
Gesamtleistung 1.528,2 1.402,8 +8,9
Materialaufwand –725,5 –671,2 +8,1
Personalaufwand –468,9 –434,0 +8,0
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen
und aktivierten Eigenleistungen –189,7 –169,8 +11,7
Abschreibungen auf Anlagevermögen –42,9 –41,7 +2,9
EBIT 101,2 86,1 +17,5
Finanzergebnis 2,9 3,3
Ergebnis vor Steuern 104,1 89,4 +16,4
Ertragsteuern –31,4 –27,0 +16,3
Konzernergebnis 72,7 62,4 +16,5
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter –0,5 0,0
Ergebnisanteil KRONES Konzern 73,2 62,4
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 2,32 1,98
2015 2014 Veränderung
01.04.–30.06. 01.04.–30.06. %
Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse 764,8 732,5 +4,4
Bestandsveränderung FE/UFE –28,6 –19,1
Gesamtleistung 736,2 713,4 +3,2
Materialaufwand –340,2 –340,3 ±0,0
Personalaufwand –236,7 –214,0 +10,6
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen
und aktivierten Eigenleistungen –85,7 –94,4 –9,2
Abschreibungen auf Anlagevermögen –21,6 –20,8 +3,8
EBIT 52,0 43,9 +18,5
Finanzergebnis 1,9 2,4
Ergebnis vor Steuern 53,9 46,3 +16,4
Ertragsteuern –16,2 –13,8 +17,4
Konzernergebnis 37,7 32,5 +16,0
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter –0,3 0,0
Ergebnisanteil KRONES Konzern 38,0 32,5
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 1,21 1,03
Aktiva 30.06.2015 31.12.2014
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 153,4 143,3
Sachanlagen 469,1 479,2
Finanzanlagen 3,1 1,7
Anlagevermögen 625,6 624,2
Aktive latente Steuern 22,2 22,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23,6 20,0
Tatsächliche Steuerforderungen 3,3 3,4
Sonstige Vermögenswerte 2,3 2,1
Langfristige Vermögenswerte 677,0 672,0
Vorräte 681,4 650,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 739,0 691,7
Tatsächliche Steuerforderungen 2,8 3,8
Sonstige Vermögenswerte 128,5 73,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 274,9 336,4
Kurzfristige Vermögenswerte 1.826,6 1.755,5
Bilanzsumme 2.503,6 2.427,5
Passiva 30.06.2015 31.12.2014
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Eigenkapital 1.029,0 988,5
Rückstellungen für Pensionen 211,9 211,3
Passive latente Steuern 2,7 2,5
Sonstige Rückstellungen 50,0 49,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0
Sonstige Finanzverpflichtungen 8,1 9,7
Sonstige Verpflichtungen 0,9 1,6
Langfristige Schulden 273,6 274,9
Sonstige Rückstellungen 147,6 162,8
Steuerrückstellungen 26,1 14,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0
Erhaltene Anzahlungen 539,5 493,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 169,1 214,9
Tatsächliche Steuerverbindlichkeiten 0,5 6,5
Sonstige Finanzverpflichtungen 11,4 12,0
Sonstige Verpflichtungen und
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 306,8 259,5
Kurzfristige Schulden 1.201,0 1.164,1
Bilanzsumme 2.503,6 2.427,5
2015 2014
01.01.–30.06. 01.01.–30.06.
Mio. € Mio. €
Ergebnis vor Steuern 104,1 89,4
Abschreibungen und Zuschreibungen 42,9 41,7
Erhöhung der Rückstellungen 12,9 60,8
ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern 0,1 1,8
Zinsaufwendungen und Zinserträge –1,8 –2,2
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 0,0 0,1
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge –0,9 –0,4
Erhöhung der Vorräte, der Forderungen aus L+L und sonstigen Vermögenswerten,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –119,1 –104,1
Erhöhung (Vj. Verminderung) der Verbindlichkeiten aus L+L und sonstigen Verbindlichkeiten,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6,3 –53,8
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 44,5 33,3
gezahlte Zinsen –0,2 –0,5
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern –20,9 –20,3
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 23,4 12,5
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –16,4 –16,0
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen –13,8 –13,1
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 0,4 1,3
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 0,0 –0,3
Einzahlungen aus Abgang von Finanzanlagen 0,2 0,0
Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen –18,3 –6,3
erhaltene Zinsen 1,4 1,3
erhaltene Dividenden 1,1 1,0
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit –45,4 –32,1
Auszahlungen an Unternehmenseigner –39,5 –63,2
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit –39,5 –63,2
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds –61,5 –82,8
wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 0,0 0,1
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 336,4 239,9
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 274,9 157,2
Mutterunternehmen Anteile
anderer
Gesellschafter
Konzern
eigen
kapital
Gezeichn.
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Währungs
Differenz d.
Eigenkap.
Sonstige
Rücklagen
Konzern
bilanz
gewinn
Eigen
kapital
Eigen
kapital
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Stand 31. Dezember 2013 40,0 141,7 364,2 –11,5 –39,3 459,1 954,2 0,0 954,2
Dividendenzahlung (2,00 € je Aktie) –63,2 –63,2 –63,2
Konzernergebnis 1. Halbjahr 2014 62,4 62,4 0,0 62,4
Währungsdifferenzen –8,1 –8,1 –8,1
versicherungmathematische
Gewinne/Verluste aus Pensionen
–0,3 –0,3 –0,3
Hedge Accounting 0,2 0,2 0,2
Stand 30. Juni 2014 40,0 141,7 364,2 –19,6 –39,4 458,3 945,2 0,0 945,2
Konzernergebnis 2. Halbjahr 2014 73,5 73,5 –0,2 73,3
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,0 0,0 0,0 0,0
Änderung im Konsolidierungskreis 0,0 1,0 1,0
Währungsdifferenzen 19,1 19,1 19,1
versicherungmathematische
Gewinne/Verluste aus Pensionen
–45,6 –45,6 –45,6
Hedge Accounting –4,5 –4,5 –4,5
Stand 31. Dezember 2014 40,0 141,7 364,2 –0,5 –89,5 531,8 987,7 0,8 988,5
Dividendenzahlung (1,25 € je Aktie) –39,5 –39,5 –39,5
Konzernergebnis 1. Halbjahr 2015 73,2 73,2 –0,5 72,7
Währungsdifferenzen 7,5 7,5 7,5
versicherungmathematische
Gewinne/Verluste aus Pensionen
0,2 0,2 0,2
Hedge Accounting –0,4 –0,4 –0,4
Stand 30. Juni 2015 40,0 141,7 364,2 7,0 –89,7 565,5 1.028,7 0,3 1.029,0

26 Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

2015 2014
01.01.–30.06. 01.01.–30.06.
Mio. € Mio. €
Konzernergebnis 72,7 62,4
Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 0,2 –0,3
0,2 –0,3
Posten, die anschließend möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Unterschied aus Währungsumrechnung 7,5 –8,1
Derivative Finanzinstrumente –0,4 0,2
7,1 –7,9
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 7,3 –8,2
Summe der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 80,0 54,2
davon Anteile anderer Gesellschafter –0,5 0,0
davon Anteile KRONES Konzern 80,5 54,2

Anhang für den krones Konzern Segmentberichterstattung

Maschinen und Anlagen Maschinen und Anlagen Maschinen und Anlagen krones
Konzern
zur Produktabfüllung und zur Getränkeproduktion/ für den unteren Leistungs
-ausstattung Prozesstechnik bereich
2015 2014 2014 2015 2014 2015 2014
01.01.–30.06. 01.01.–30.06. 01.01.–30.06. 01.01.–30.06. 01.01.–30.06. 01.01.–30.06. 01.01.–30.06. 01.01.–30.06.
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse 1.280,9 1.208,9 174,2 173,4 48,6 53,2 1.503,7 1.435,5
EBT 98,4 87,6 3,6 2,3 2,1 –0,5 104,1 89,4
EBT-Marge 7,7% 7,2% 2,1% 1,3% 4,3% –1,0% 6,9% 6,2%
Mitarbeiter am 30.06.* 11.093 10.761 894 789 484 501 12.471 12.051

* Konsolidierungskreis

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der KRONES AG (»KRONES Konzern«) zum 30. Juni 2015 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) – wie von der Europäischen Union verabschiedet – erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen sowie eine prüferische Durchsicht wurden nicht durchgeführt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist um die Minderheitsanteile erweitert. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der KRONES AG zum 30. Juni 2015 sind neben der KRONES AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, welche durch die KRONES AG unmittelbar und mittelbar beherrscht werden.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden die TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab, Deutschland, die Gernep GmbH Etikettiertechnik, Barbing, Deutschland, die Gernep Verwaltungs GmbH, Barbing, Deutschland, sowie die Gernep Immobilien GmbH & Co. KG, Barbing, Deutschland und die SCHAEFER Förderanlagen- und Maschinenbau GmbH, Unterföhring, Deutschland erworben.

Die Erstkonsolidierung der TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab, Deutschland und der Gernep GmbH Etikettiertechnik, Barbing, Deutschland wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»acquisition method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen.

Unternehmen, bei denen KRONES die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsund Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20% bis 50%) werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die den Anteil am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens übersteigenden Anschaffungskosten werden bestimmten am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen unterworfen und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil von KRONES am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinnund-Verlust-Rechnung erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen KRONES und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß dem Anteil von KRONES an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der KRONES AG ist der Euro.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der KRONES AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanz-

stichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Stichtagskurs Durchschnittskurs 30.06.2015 31.12.2014 2015 2014 US-Dollar USD 1,118 1,216 1,117 1,371 Britisches Pfund GBP 0,712 0,779 0,733 0,822 Schweizer Franken CHF 1,039 1,202 1,058 1,221 Dänische Kronen DKK 7,461 7,445 7,456 7,463 Kanadischer Dollar CAD 1,384 1,407 1,378 1,503 Japanischer Yen JPY 136,890 145,030 134,326 140,504 Brasilianischer Real BRL 3,495 3,230 3,311 3,148 Chinesischer Renminbi Yuan CNY 6,837 7,437 6,844 8,421 Mexikanischer Peso MXN 17,537 17,864 16,901 17,976 Ukrainischer Griwna UAH 23,485 19,226 23,704 14,377 Südafrikanischer Rand ZAR 13,690 14,043 13,314 14,663 Kenianischer Schilling KES 110,829 110,302 104,596 119,013 Nigerianischer Naira NGN 222,500 222,430 219,651 222,949 Russischer Rubel RUB 62,186 72,700 64,597 47,994 Thailändischer Baht THB 37,772 39,967 36,810 44,630 Indonesische Rupiah IDR 14.910,400 15.053,300 14.480,172 16.022,991 Angolanischer Kwanza AOA 135,880 125,027 120,775 133,844 Türkische Lira TRY 3,002 2,829 2,861 2,965 Kasachische Tenge KZT 208,320 222,260 207,032 248,637

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro:

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der KRONES AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die im Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen, die zum 31. Dezember 2014 zur Anwendung kamen.

Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume; insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf die Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes

zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des KRONES Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden als Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit einem Fremdkapitalkostensatz in Höhe von 0,46% aktiviert.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen, angesetzt.

Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die durch eine Division (oder entsprechende Einheit) repräsentiert wird. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden.

Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder jener Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen soll. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf der Ermittlung abgezinster Zahlungsströme (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Auch wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, in künftigen Perioden übersteigt, werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

Sachanlagen

Sachanlagen des KRONES Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 18
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.

Leasing

Leasingverträge, bei denen der KRONES Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach IAS 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder »Nutzungsdauer« des Leasingobjekts vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente nach IAS 39, die bei KRONES eingesetzt werden, setzen sich aus

  • Finanzanlagen
  • zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (derivative Finanzinstrumente)
  • zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten
  • finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten

zusammen.

Bei den Bewertungskategorien entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten.

Für die Finanzanlagen besteht kein Markt, aus diesem Grunde werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die beizulegenden Zeitwerte und Buchwerte basieren auf marktüblichen Verzinsungen und beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen (Stufe 2 i. S.d. IFRS 13.72).

Bei finanziellen Vermögenswerten der Stufe 3 i.S.d. IFRS 13.72 entspricht der Buchwert jeweils dem Zeitwert. Die Bewertung basiert auf Schätzungen der Prognosen der künftigen Entwicklung.

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.

Die Klassen nach IFRS 7 setzen sich neben den oben genannten Bewertungskategorien nach IAS 39 aus Zahlungsmitteln und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zusammen.

Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden, abgesehen von Wertpapieren, zu Anschaffungskosten, vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als »zur Veräußerung verfügbar« eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine Einstufung als »bis zur Endfälligkeit gehalten« findet nicht statt.

Darüber hinaus wird im KRONES Konzern bei keiner Bilanzposition die »fair value Option« nach IAS 39 angewendet.

Derivative Finanzinstrumente

Die im KRONES Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei KRONES bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen US-Dollar, kanadischer Dollar, japanischer Yen, britisches Pfund sowie Euro.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100% der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Diese ermitteln sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i.S.d. IFRS 13.72. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst; es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt. Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank. Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen worden sind.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Kunden.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt.

Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (»Percentage-of-Completion-Method«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse, für den Anlagenund Maschinenteil, entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen, am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad für den Montageanteil entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Montageanteils. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzernbilanz aus und führen bei einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zu einer Verringerung des Eigenkapitals. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung bleibt frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, da diese im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind. Zudem wird der Nettozinsansatz eingeführt. Damit wird die Nettopensionsverpflichtung mit dem Diskontierungszinssatz verzinst, der der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtung zugrunde liegt. Da die Nettopensionsverpflichtung um etwaiges Planvermögen gekürzt ist, wird durch diese Berechnung für das Planvermögen eine Verzinsung in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.

Verpflichtungen aus Altersteilzeit

Nach der Definition in IAS 19 für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses stellen die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Aufstockungsbeträge sind damit nicht vollständig mit ihrem Barwert zu passivieren, sondern es erfolgt eine ratierliche Ansammlung der Aufstockungsbeträge über die betreffenden aktiven Dienstjahre der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmer.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des IAS 18, mit Ausnahme von den nach IAS 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen ausgewiesen.

Segmentberichterstattung

KRONES berichtet über drei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen.

Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung. Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik und Segment 3 Maschinen und Anlagen im unteren Leistungsbereich.

Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den »Allgemeinen Angaben« beschrieben.

Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand vor allem durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBT gemessen.

Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert.

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der
Beteiligung der
KRONES ag in%*
neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling 100,00
KIC KRONES Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 100,00
EVOGUA
RD GmbH, Nittenau
100,00
MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main 100,00
KLUG
GmbH Integrierte Systeme, Teunz
26,00
Syskron
Holding GmbH, Wackersdorf
100,00
Syskron
GmbH, Wackersdorf
100,00
TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab 100,00
HST Maschinenbau GmbH, Dassow 100,00
SCHAEFER Förderanlagen- und Maschinenbau GmbH, Unterföhring 100,00
Till GmbH, Hofheim 50,97
Gerne
p GmbH Etikettiertechnik, Barbing
100,00
Gerne
p Verwaltungs GmbH, Barbing
100,00
Gerne
p Immobilien GmbH & Co. KG, Barbing
100,00
S.A. KRONES N.V., Louvain-la-Neuve, Belgien 100,00
MAINTEC Service eood, Sofia, Bulgarien 100,00
KRONES Nordic ApS, Holte, Dänemark 100,00
KRONES S.A.R.L., Lyon, Frankreich 100,00
KRONES UK Ltd., Bolton, Großbritannien 100,00
KRONES S.R.L., Garda (vr), Italien 100,00
KOSME S.R.L., Roverbella, Italien 100,00
KRONES Kazakhstan Too, Almaty, Kasachstan 100,00
KRONES Nederland B.V., Bodegraven, Niederlande 100,00
KOSME Gesellschaft mbH, Sollenau, Österreich 100,00
KRONES Spólka z.o.o., Warschau, Polen 100,00
KRONES Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena, Portugal 100,00
KRONES o.o.o., Moskau, Russische Föderation 100,00
KRONES Romania Prod. S.R.L., Bukarest, Rumänien 100,00
KRONES AG, Buttwil, Schweiz 100,00
KRONES Iberica, S. A., Barcelona, Spanien 100,00
KRONES S.R.O., Prag, Tschechische Republik 100,00
KONPLA
N S.R.O., Pilsen, Tschechische Republik
100,00
KRONES Makina Sanayi ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul, Türkei 100,00
KRONES Ukraine LLC, Kiew, Ukraine 100,00
KRONES Angola – Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda, Angola 100,00
KRONES Surlatina S. A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
KRONES do Brazil Ltda., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES S. A., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
KRONES Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
KRONES Asia Ltd., Hongkong, VR China 100,00
KRONES India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 100,00
PT. KRONES Machinery Indonesia, Jakarta, Indonesien 100,00
KRONES Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
KRONES Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario, Kanada 100,00
KRONES LCS Center East Africa Limited, Nairobi, Kenia 100,00
KRONES Andina Ltda., Bogotá, Kolumbien 100,00
KRONES Korea Ltd., Seoul, Korea 100,00
KRONES Mex S. A. DE C.V., Mexiko D. F., Mexiko 100,00
KRONES LCS Center West Africa Limited, Lagos, Nigeria 100,00
KRONES Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00
KRONES (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand 100,00
KRONES, Inc., Franklin, Wisconsin, USA 100,00
Maquinarias KRONES de Venezuela S. A., Caracas, Venezuela 100,00

*unmittelbare und mittelbare Beteiligung.

Aufsichtsrat und Vorstand

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat Vorstand

Ernst Baumann Aufsichtsratsvorsitzender * zf friedrichshafen ag

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender Gesamtbetriebsratsvorsitzender Stv. Aufsichtsratsvorsitzender * Verwaltungsrat der Bayerischen Betriebskrankenkassen

Klaus Gerlach** Head of Central International Operations and Services

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt * bayerische futtersaatbau gmbh

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz Rechtsanwalt

Dr. Verena Di Pasquale** Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern

Johann Robold** Betriebsrat

Petra Schadeberg-Herrmann Geschäftsführende Gesellschafterin der Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH, Diversum Holding GmbH &Co.KG

* Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli AG

* Commerzbank AG

Jürgen Scholz** 1. Bevollmächtigter und Kassierer ig metall Verwaltungsstelle Regensburg * infineon technologies ag

Hans-Jürgen Thaus

Vormals stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Krones AG * MASCHINENFABRIK RHEINHAUSEN GMBH * KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG * SCHULER AG

* HAWE Hydraulik SE

Josef Weitzer**

Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Betriebsratsvorsitzender Neutraubling * Sparkasse Regensburg

Volker Kronseder Vorsitzender Personal, Kommunikation und Qualität

Christoph Klenk Finanzen, Controlling und Informationsmanagement

Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing

Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik

Markus Tischer International Operations and Services

Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG ** Von der Belegschaft gewählt Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet. »Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.«

Neutraubling, im Juli 2015

Volker Kronseder (Vorsitzender)

Christoph Klenk Rainulf Diepold

Ralf Goldbrunner Thomas Ricker Markus Tischer

Glossar

Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
DAX Deutscher Aktienindex (DAX
). Der Index umfasst die 30 größten (gemessen an Börsenwert und Börsen
umsatz) deutschen Unternehmen.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and
amortisation).
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw.
aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung
zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der
laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen,
Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
IFRS International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (IASB)
erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze.
Kapitalflussrechnung Betrachtung der Liquiditätsentwicklung/Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunft- und
Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres.
MDAX Index, der die 50 größten (gemessen an Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen und ausländischen
Unternehmen der klassischen Sektoren unterhalb des DAX
umfasst.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten.
ROCE (passivisch) Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlich
keiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
ROCE (aktivisch) Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Summe aus Anlagevermögen und Working Capital.
Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
+ Vorräte + geleistete Anzahlungen) – (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene
Anzahlungen)

krones ag Investor Relations Olaf Scholz Telefon +49 9401 70-1169 Telefax +49 9401 70-911169 E-Mail [email protected] Internet www.krones.com Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling Deutschland

Finanzkalender

22.10.2015 Zwischenbericht
zum 30. September 2015
Impressum
Herausgeber krones
ag
Böhmerwaldstraße 5
93073 Neutraubling
Projektleitung Roland Pokorny,
Leiter Corporate Communications
Gestaltung Büro Benseler
Text krones
ag,
InvestorPress GmbH
Fotos krones
ag
Druck, Litho G. Peschke Druckerei GmbH

Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt.

Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen.

Bitte haben Sie hierfür Verständnis.