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KRONES AG Interim / Quarterly Report 2014

Apr 30, 2014

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Interim / Quarterly Report

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Bericht über den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2014 Q1

  • Highlights und Kennzahlen
  • 4 Brief des Vorstands
  • Die KRONES Aktie

Konzernlagebericht

  • 6 Wirtschaftliches Umfeld
  • KRONES in Zahlen
  • Bericht aus den Segmenten
  • Risikobericht
  • Prognosebericht

Zwischenabschluss zum 31.03.2014

  • Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • Bilanz
  • Kapitalflussrechnung
  • Eigenkapitalentwicklung
  • Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

Anhang für den Krones Konzern

  • Segmentberichterstattung
  • Allgemeine Angaben
  • Anteilsbesitz
  • Aufsichtsrat und Vorstand
  • Glossar
  • Finanzkalender
  • Impressum Kontakt

Highlights und Kennzahlen

Nach dem ersten Quartal liegt KRONES im Plan

  • Der Umsatz verbessert sich von Januar bis März 2014 um 2,9% auf 703,0 Mio.€.
  • Auftragseingang klettert um 7,8% auf 738,8 Mio.€.
  • Ertragskraft erneut gesteigert. EBT-Marge legt von 5,7% auf 6,1% zu.
  • Krones bestätigt seine Wachstums- und Ergebnisziele für das Gesamtjahr 2014.
01.01.–31.03.
2014
01.01.–31.03.
2013
Veränderung
Umsatz Mio. € 703,0 683,4 +2,9%
Auftragseingang Mio. € 738,8 685,2 +7,8%
Auftragsbestand zum 31.03. Mio. € 1.028,2 1.001,1 +2,7%
ebitda Mio. € 63,1 57,4 +9,9%
ebit Mio. € 42,2 38,4 +9,9%
ebt Mio. € 43,1 38,9 +10,8%
Konzernergebnis Mio. € 29,9 26,9 +11,2%
Ergebnis je Aktie 0,95 0,89 +6,7%
Investitionen in Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 12,4 18,7 –6,3 Mio.€
Free Cashflow Mio. € –40,2 –82,1 +41,9 Mio.€
Nettoliquidität Mio. € 199,8 50,8 +149,0 Mio.€
ROCE (passivisch) % 15,4 15,1
ROCE (aktivisch) % 13,3 12,7
Beschäftigte am 31.03.
Weltweit 12.353 12.026 + 327
Inland 9.100 9.052 +48
Ausland 3.253 2.974 +279

4

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

Krones ist gut in das Jahr 2014 gestartet. Auch für das Gesamtjahr sind wir insgesamt verhalten optimistisch. Wir wollen den Umsatz um 4% steigern und die Profitabilität weiter erhöhen. Nach dem ersten Quartal liegen wir im Plan. Von Januar bis März legten Umsatz und Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 2,9% und 7,8% zu. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 10,8% auf 43,1 Mio.€.

Von der Konjunktur sollte leichter Rückenwind kommen. Experten erwarten für 2014 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,6% nach 3,0% im Vorjahr. Aber die Prognosen sind mit Risiken behaftet. Ende des ersten Quartals nahmen die geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten wieder deutlich zu. Die Ukraine (Krim)-Krise schürt Befürchtungen, dass ein neuer Ost-West-Konflikt aufflammt. Zudem könnten höhere Zinsen in den USA Kapitalabflüsse aus den Schwellenländern verursachen. Die Wirtschaft in der Euro-Zone hat sich zwar stabilisiert, steht aber immer noch auf wackligen Beinen.

Krones ist auf die schwankenden gesamtwirtschaftlichen Bedingungen gut vorbereitet. Mit unserem Value-Programm können wir flexibel und schnell auf Veränderungen reagieren und so unsere Markt- und Technologieführerschaft langfristig verteidigen. Deshalb setzen wir unser Strategieprogramm Value mit den vier Kernthemen Innovation, Wachstum, Profitabilität und Qualität unvermindert fort. Hierbei unterstützt uns seit Jahresbeginn auch die neue Konzernorganisation. Sie ist bereits jetzt stabil im Unternehmen verankert – dank unserer motivierten Mitarbeiter. Nur mit dem Einsatz der kompletten Krones Mannschaft können wir jeden Tag besser werden und nachhaltig erfolgreich am Markt agieren.

Volker Kronseder Vorstandsvorsitzender

Erfreuliche Entwicklung der Krones Aktie

Nach der fulminanten Jahresendrallye 2013 legten viele Aktienindizes im ersten Quartal 2014 eine Verschnaufpause ein. Vor allem die politischen Unsicherheiten in der Ukraine sowie die Angst vor Zinserhöhungen in den USA dämpften in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 die Stimmung an den Börsen. Erst als sich die Krim-Krise im März entspannte, gingen die Aktienmärkte auf Erholungskurs. Während der amerikanische Dow-Jones-Index die zwischenzeitlichen Verluste wieder nahezu aufholen konnte (minus 0,7%), verlor der japanische Nikkei-Index im ersten Quartal 9,0%. Nach dem starken Anstieg im Vorjahr, blickten Anleger in Nippon wieder verstärkt auf die Risiken der extrem expansiven Geldpolitik in Japan. Europäische Aktien profitierten von der wirtschaftlichen Erholung im Euro-Raum. Insgesamt legte der Euro Stoxx 50 im Berichtszeitraum um 1,7% zu. Der deutsche Aktienindex DAX schloss das erste Quartal nahezu unverändert ab.

Der MDAX, also der Index für mittelgroße Werte, legte nach dem Plus von 39,1% im Vorjahr in den ersten drei Monaten 2014 ebenfalls zunächst den Rückwärtsgang ein. Er konnte aber seine Verluste zum Quartalsende nahezu vollständig aufholen und schloss mit einem leichten Minus von 0,7%.

Die Krones Aktie entwickelte sich von Januar bis März 2014 deutlich besser als der MDAX.

krones Aktie mdax (indexiert)

Die Krones Aktie zeigte trotz der starken Kursentwicklung im Jahr 2013 (+ 32,8 %) keine Schwäche und konnte im ersten Quartal 2014 nochmals deutlich zulegen. Nach dem Tiefpunkt Anfang Februar bei 57,16 € bewies die Krones Aktie bis zum Quartalsende relative Stärke gegenüber den großen deutschen Indizes. Vor allem im März legten unsere Anteilscheine eine überdurchschnittliche Performance hin. Hierzu haben sicherlich die vorläufigen Umsatz- und Ergebniszahlen für das Geschäftsjahr 2013 beigetragen. Am 26. März erreichte das Papier mit 71,10 € einen historischen Höchststand. Zum Quartalsschluss war die Aktie immerhin noch 69,32 € wert und beendete somit das erste Quartal 2014 als einer der Top-Performer im MDAX mit einem Plus von 11,0%.

Weltwirtschaft erholt sich langsam

Die Konjunkturexperten des Internationalen Währungsfonds (IWF) sind für 2014 optimistisch. Gemäß den jüngsten Prognosen erwarten sie, dass die Wachstumsdynamik im Vergleich zu 2013 zunimmt und die Weltwirtschaft 2014 um 3,6% wächst (Vorjahr: 3,0%). Die reifen Industrieländer sollen die globale Konjunktur 2014 nach Ansicht des IWF verstärkt antreiben. In den USA dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr um 2,8% zulegen. Der Euro-Zone traut der IWF nach der Rezession im Vorjahr wieder leichtes Wachstum zu. Das BIP im Euro-Raum soll 2014 um 1,2% steigen (Vorjahr: minus 0,5%). Für Deutschland erwarten die Experten ein überdurchschnittliches BIP-Wachstum von 1,7%.

Nachdem die Wirtschaft in den Schwellen- und Entwicklungsländern im vergangenen Jahr leicht schwächelte, dürfte sie sich dort 2014 wieder dynamischer entwickeln. Die stärksten Wachstumsmotoren der Emerging Markets sollen China mit einer erwarteten BIP-Steigerung von +7,5 %, Indien (BIP +5,4%) und die afrikanischen Länder südlich der Sahara (BIP + 5,4%) sein. Insgesamt rechnet der IWF für die Schwellen- und Entwicklungsländer 2014 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,9% nach 4,7% im Vorjahr.

Der IWF warnt aber auch vor Gefahren für die globale Konjunktur. Als Risiko nennen die Volkswirte, dass die Notenbanken, vor allem die der USA, ihre expansive Geldpolitik zu früh beenden und die Zinsen erhöhen. Darunter würden vor allem die Schwellen- und Entwicklungsländer leiden, weil internationale Investoren zunehmend Kapital aus diesen weniger gefestigten Volkswirtschaften abziehen könnten. Gefahr drohe darüber hinaus durch lang anhaltend niedrige Inflationsraten. Aber auch geopolitischen Unruhen, wie jüngst in der Ukraine, können die Weltwirtschaft negativ beeinflussen.

Schwacher Jahresauftakt im deutschen Maschinenbau

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im Februar 2014 um vier Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft sank um sechs Prozent, das Auslandsgeschäft war um drei Prozent unter Vorjahresniveau. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Dezember 2013 bis Februar 2014 verringerte sich der Ordereingang um ein Prozent.

Trotz des mauen Jahresstarts der deutschen Maschinenbaubranche erwartet der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für 2014, dass die Auftragseingänge anziehen und die Produktion im Gesamtjahr im Vergleich zu 2013 um 3% zulegt. Überdurchschnittlich dürfte sich der für Krones relevante Teilbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen entwickeln. Der Ordereingang der Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenindustrie stieg im Dreimonatszeitraum von Dezember 2013 bis Februar 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 12%.

Die Weltwirtschaft sollte 2014 an Fahrt gewinnen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet ein Plus von 3,6% nach 3,0% im Vorjahr. Er warnt aber auch vor den Risiken.

Trotz des verhaltenen Jahresauftakts erwartet der VDMA, dass im Gesamtjahr 2014 die Auftragseingänge und die Produktion anziehen werden.

KRONES setzt Wachstum im ersten Quartal 2014 fort

Volatile Märkte und ein unverändert herausforderndes Wettbewerbsumfeld prägten das Jahresanfangsquartal 2014. Trotz der insgesamt schwierigen Bedingungen konnte KRONES sein Wachstum im Berichtszeitraum fortsetzen. Von Januar bis März 2014 legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,9% von 683,4 Mio.€ auf 703,0 Mio.€ zu. Damit lag das Umsatzplus im Rahmen der saisonalen Planungen. KRONES ist nach dem ersten Quartal zuversichtlich, die für das Gesamtjahr 2014 geplante Wachstumsrate von plus 4% zu erreichen.

Positiv wirkten sich im ersten Quartal 2014 die Kundenreaktionen auf den Auftritt von KRONES auf der Messe drinktec, die im September 2013 stattfand, aus. Darüber hinaus profitierte das Unternehmen von seiner breiten internationalen Aufstellung, mit der vorübergehende Nachfrageverschiebungen in einzelnen Regionen mehr als ausgeglichen werden konnten. Auch unser umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsangebot erwies sich erneut als Wachstumsstütze.

Mit einem Plus von 2,9% lag der Umsatzanstieg im ersten Quartal 2014 im Rahmen der Planungen.

Umsatz nach Regionen

Weiter angestiegen ist im ersten Quartal 2014 der Umsatz von KRONES auf dem Heimatmarkt. Mit 89,5 Mio.€ übertrafen die Erlöse mit inländischen Kunden den Vorjahreswert von 85,1 Mio.€ um 5,2%. Unterstützt wurde das Wachstum von KRONES von den allgemein guten Aussichten für die deutsche Konjunktur. Der Anteil des inländischen Umsatzes am Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2014 bei 12,7% (Vorjahr: 12,5%).

In Europa (ohne Deutschland) entwickelte sich das Geschäft von KRONES im ersten Quartal unterschiedlich. Während der Umsatz in Mitteleuropa (Österreich, Schweiz, Niederlande) und in der Region Russland/GUS stark anzog, verringerten sich die Erlöse in West- und Osteuropa deutlich. Insgesamt kletterte der Umsatz, den KRONES im ersten Quartal in Europa (ohne Deutschland) erzielte, im Vergleich zum Vorjahr um 12,0% von 209,3 Mio.€ auf 234,4 Mio.€. Dies entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von 33,4% (Vorjahr: 30,6%).

Nach den hohen Zuwachsraten in der Vergangenheit beruhigte sich das Geschäft im Berichtszeitraum in der Region Mittlerer Osten/Afrika vorübergehend. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Umsatz in der Region um 52,6% auf 47,6 Mio.€ zurück. KRONES sieht darin aber keinen Trend, sondern erwartet in den kommenden Quartalen eine Umsatzbelebung. Ähnliches gilt für den chinesischen Markt. Dort verringerte sich der Umsatz im ersten Quartal 2014 um 41,8% auf 37,3 Mio.€. Im übrigen asiatisch/pazifischen Raum erhöhte sich der Umsatz von KRONES im Berichtszeitraum um 29,8% auf 112,9 Mio.€.

Sehr hohe Wachstumsraten, die nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden dürfen, erzielte KRONES in der Region Südamerika/Mexiko. Um 93,0% auf 129,5 Mio.€ kletterte dort der Umsatz im ersten Quartal. In Nord- und Mittelamerika schrumpfe der Quartalsumsatz hingegen um 26,3% auf 51,8 Mio.€. Insgesamt erwirtschaftete KRONES im ersten Quartal 53,9% des Umsatzes auf außereuropäischen Märkten (Vorjahr: 56,9%).

Der Umsatzanteil, den KRONES auf den Emerging Markets erzielte, lag im ersten Quartal 2014 bei 59,4% (Vorjahr: 54,8%).

Regionale Umsatzverteilung des KRONES Konzerns

Anteil am Konzernumsatz 31.03.2014 31.03.2013 Veränd.
in Mio. € % in Mio. € % %
Deutschland 89,5 12,7 85,1 12,5 +5,2
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 28,0 4,0 18,3 2,7 +53,0
Westeuropa 116,4 16,6 135,3 19,8 –14,0
Osteuropa 31,6 4,5 35,4 5,2 –10,7
Russland, Zentralasien (GUS) 58,4 8,3 20,3 3,0 +187,7
Mittlerer Osten/Afrika 47,6 6,8 100,5 14,7 –52,6
Asien/Pazifik 112,9 16,1 87,0 12,7 +29,8
China 37,3 5,3 64,1 9,4 –41,8
Südamerika/Mexiko 129,5 18,4 67,1 9,8 +93,0
Nord- und Mittelamerika 51,8 7,4 70,3 10,3 –26,3
Gesamt 703,0 100,0 683,4 100,0 +2,9

Grundsätzlich ist die Aussagekraft der Umsatzzahlen einzelner Quartale für die verschiedenen Regionen beschränkt, weil es quartalsweise zu starken Auftrags- und Umsatzverschiebungen kommen kann.

Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES zieht an

Nach einem leicht schwächeren Auftragseingang im vierten Quartal 2013 erhöhte sich die Nachfrage zu Jahresbeginn 2014 wieder deutlich. Insgesamt lag der Wert der Bestellungen im ersten Quartal 2014 bei 738,8 Mio.€. Im vierten Quartal 2013 gingen Orders im Wert von 705,0 Mio.€ bei KRONES ein. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres verbesserte sich der Auftragseingang in den ersten drei Monaten 2014 um 7,8%.

Regional betrachtet stieg die Nachfrage in Afrika/Mittlerer Osten und in Asien/ Pazifik stark. In China unterschritt der Auftragseingang das hohe Vorjahresniveau leicht, stabilisiert sich aber zunehmend. In Westeuropa und in Nordamerika war die Nachfrage stabil.

Komfortabler Auftragsbestand erhöht die Planungssicherheit

KRONES startete mit einem Auftragsbestand von 992,4 Mio. € in das Geschäftsjahr 2014. Aufgrund des hohen Auftragseingangs im ersten Quartal 2014 erhöhte sich das Auftragspolster zum 31. März auf 1.028,2 Mio. € (Vorjahr: 1.001,1 Mio. €). Damit ist gewährleistet, dass die Fertigungskapazitäten des Unternehmens in den kommenden Monaten gleichmäßig ausgelastet werden können. Zudem ist der hohe Auftragsbestand eine gute Basis, um das Wachstumsziel für 2014 zu erreichen.

Der Auftragseingang legte im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß deutlich um 7,8% zu.

Ergebnis vor Steuern wächst zweistellig

KRONES verbesserte die Ertragskraft im ersten Quartal 2014 wie geplant. Ausschlaggebend hierfür waren die Maßnahmen des Value-Programms, mit denen wir die Effizienz des Unternehmens steigern. Von der Preisseite gab es keine Unterstützung. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) legte von Januar bis März 2014 überproportional zum Umsatz um 10,8% von 38,9 Mio.€ im Vorjahr auf 43,1 Mio.€ zu. Die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, stieg von 5,7% im Vorjahr auf 6,1%. Unser Ziel, im Gesamtjahr 2014 eine EBT-Marge um 6,2% zu erzielen, halten wir nach dem ersten Quartal für gut erreichbar.

Aufgrund der Value-Maßnahmen legte das Ergebnis vor Steuern von Januar bis März 2014 mit 10,8% überproportional zum Umsatz zu.

Das Ergebnis nach Steuern (Konzernergebnis) erhöhte KRONES in den ersten drei Monaten 2014 um 11,2% von 26,9 Mio.€ im Vorjahr auf 29,9 Mio.€. Von 0,89 € auf 0,95 € verbesserte sich das Ergebnis je Aktie im Jahresanfangsquartal 2014. Weil KRONES im ersten Quartal 2013 noch eigene Aktien im Bestand hatte, die bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie nicht berücksichtigt wurden, kletterte dieses Ergebnis im Berichtszeitraum weniger stark als das Konzernergebnis.

lagebericht | Ertragslage

Ertragsstruktur krones Konzern in Mio. €

2014 2013 Veränderung
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
Umsatzerlöse 703,0 683,4 +2,9%
Bestandsveränderung fe/ufe –13,6 –2,9
Gesamtleistung 689,4 680,5 +1,3%
Materialaufwand –330,9 –340,5 –2,8%
Personalaufwand –220,0 –210,6 +4,5%
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/
Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen –75,4 –72,0 +4,7%
ebitda 63,1 57,4 +9,9%
Abschreibungen auf Anlagevermögen –20,9 –19,0 +10,0%
ebit 42,2 38,4 +9,9%
Finanzergebnis 0,9 0,5
ebt 43,1 38,9 +10,8%
Ertragsteuern –13,2 –12,0 +10,0%
Konzernergebnis 29,9 26,9 +11,2%

Die Gesamtleistung von KRONES, die neben dem Umsatz auch die Bestandsveränderung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen berücksichtigt, legte im ersten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahr mit plus 1,3% etwas weniger zu als der Umsatz (plus 2,9%). Einsparungen bei den Materialaufwendungen stärkten die Ertragskraft von KRONES im Berichtszeitraum.

Trotz gestiegener Gesamtleistung verringerte sich der Materialaufwand von 340,5 Mio.€ im Vorjahr auf 330,9 Mio.€. Neben dem geänderten Produktmix ist dies auch auf die Erfolge des Value-Programms zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, ging im ersten Quartal 2014 von 50,0% im Vorjahr auf 48,0% zurück.

Um 4,5% von 210,6 Mio.€ im Vorjahr auf 220,0 Mio.€ erhöhte sich der Personalaufwand im Berichtszeitraum. Die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, befand sich im ersten Quartal 2014 mit 31,9% (Vorjahr: 31,0%) auf einem zufriedenstellenden Niveau.

Auf minus 75,4 Mio.€ (Vorjahr: minus 72,0 Mio.€) legte der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen zu. Im Verhältnis zur Gesamtleistung betrug der Saldo 10,9% (Vorjahr: 10,6%). Als Folge der kräftigen Investitionstätigkeit von KRONES erhöhten sich die Abschreibungen auf das Anlagevermögen im ersten Quartal 2014 von 19,0 Mio.€ im Vorjahr auf 20,9 Mio.€.

Für das erste Quartal 2014 errechnet sich ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 42,2 Mio.€ (Vorjahr: 38,4 Mio.€). Aufgrund des leicht verbesserten Finanzergebnisses stieg das Ergebnis vor Steuern mit plus 10,8% auf 43,1 Mio.€ ein wenig stärker als das EBIT. Die Steuerquote verringerte sich leicht von 30,9% auf 30,6%. Somit legte das Konzernergebnis im ersten Quartal 2014 um 11,2% von 26,9 Mio.€ im Vorjahr auf 29,9 Mio.€ zu.

Während die Materialaufwandsquote um zwei Prozentpunkte sank, legte die Personalaufwandsquote um 0,9 Prozentpunkte zu.

Kapitalflussrechnung krones Konzern in Mio. €

2014 2013 Veränderung
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
Ergebnis vor Steuern +43,1 38,9 +4,2
zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge +76,1 +64,6 +11,5
Veränderung Working Capital –135,9 –162,4 +26,5
Sonstiges (hauptsächlich Ertragsteuern) –10,9 –6,2 –4,7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit –27,6 –65,1 +37,5
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen –12,4 –18,7 +6,3
Sonstiges –0,2 +1,7 –1,9
Free Cashflow –40,2 –82,1 +41,9
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit 0 +61,1 –61,1
wechselkursbedingte Veränderung der Finanzmittel +0,1 0 +0,1
Gesamte Änderung der Liquidität –40,1 –21,0 –19,1
Liquidität am Ende des Berichtszeitraums 199,8 111,9 +87,9

Den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte KRONES im ersten Quartal 2014 auf minus 27,6 Mio.€ (Vorjahr: minus 65,1 Mio.€). Neben dem höheren Ergebnis war ein geringerer Aufbau von betriebsnotwendigem Kapital, also Working Capital, für den Anstieg verantwortlich. Das Working Capital stieg in den ersten drei Monaten um 135,9 Mio.€ (Vorjahr: 162,4 Mio.€). Während sich die Forderungen und Vorräte sowie die sonstigen Vermögenswerte im ersten Quartal deutlich um 114,0 Mio.€ (Vorjahr: 17,4 Mio.€) erhöhten, verringerten sich die Verbindlichkeiten um 21,9 Mio. € (Vorjahr: 145,0 Mio.€).

Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale in Relation zum Umsatz verbesserte sich im ersten Quartal auf 24,1% gegenüber dem Vorjahreswert von 24,7%. Zum Stichtag betrug das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz 25,0% (Vorjahr: 25,7%).

Krones verbesserte im ersten Quartal 2014 den Free Cashflow um 41,9 Mio.€ gegenüber dem Vorjahresquartal.

Krones verbesserte im ersten Quartal das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale im Verhältnis zum Umsatz auf 24,1%.

Im Berichtszeitraum investierte KRONES 12,4 Mio.€ (Vorjahr: 18,7 Mio.€) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Den Free Cashflow, also den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Nettozufluss an liquiden Mitteln, verbesserte Krones um 41,9 Mio.€ auf minus 40,2 Mio.€ (Vorjahr: minus 82,1 Mio.€). Dass der Free Cashflow unterjährig negativ ist, stellt für unser Geschäft nichts Ungewöhnliches dar.

Da im ersten Quartal keine Bankverbindlichkeiten in Anspruch genommen wurden, flossen dem Unternehmen keine Mittel aus der Finanzierungstätigkeit zu (Vorjahr: 61,1 Mio.€). Zum 31. März 2014 verfügte KRONES über liquide Mittel von 199,8 Mio.€ (Vorjahr: 111,9 Mio.€).

Mitarbeiter

KRONES beschäftigt weltweit 12.353 Mitarbeiter

Aufgrund unserer Internationalisierungsstrategie erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter von Krones im Ausland in den vergangenen zwölf Monaten um 279 auf 3.253. Auch im Inland stieg die Belegschaft zum Endes des Berichtszeitraums auf 9.100 (Vorjahr: 9.052). Insgesamt kletterte die Mitarbeiterzahl auf 12.353 (Vorjahr: 12.026). Hiervon befanden sich 481 (Vorjahr: 473) in Ausbildung.

Der Mitarbeiteraufbau erfolgt aufgrund der Internationalisierungsstrategie überwiegend im Ausland.

31.03.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
Langfristige Vermögenswerte 650 642 625 603
davon Anlagevermögen 598 605 587 555
Kurzfristige Vermögenswerte 1.647 1.596 1.445 1.443
davon flüssige Mittel 200 240 133 125
Eigenkapital 978 954 798 763
Fremdkapital 1.319 1.284 1.272 1.283
langfristige Verpflichtungen 218 213 193 162
kurzfristige Verpflichtungen 1.101 1.071 1.079 1.121
Bilanzsumme 2.297 2.238 2.070 2.046

Vermögens- und Kapitalstruktur krones Konzern in Mio. €

Aufgrund des höheren Geschäftsvolumens im ersten Quartal lag die Bilanzsumme mit 2.297 Mio.€ zum 31. März 2014 um 2,6% über dem Wert vom Jahresende 2013.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen im ersten Quartal leicht an und standen zum 31. März 2014 mit 650,0 Mio.€ (31. Dezember 2013: 641,8 Mio.€) in den Büchern. Das Anlagevermögen verringerte sich geringfügig auf 598,2 Mio. € (31. Dezember 2013: 605,1 Mio.€). Hiervon entfielen 466,3 Mio.€ (31. Dezember 2013: 475,1 Mio.€) auf Sachanlagen. Bei den immateriellen Vermögenswerten des Unternehmens, die sich zum Ende des ersten Quartals auf 129,6 Mio.€ beliefen (31. Dezember 2013: 128,2 Mio.€), handelt es sich überwiegend um aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen.

Mit 1.646,9 Mio.€ lagen die kurzfristigen Vermögenswerte am Ende des Berichtszeitraums um 3,2% über dem Wert vom 31. Dezember 2013. Während KRONES von Januar bis März 2014 die Vorräte um 23,3 Mio.€ auf 617,7 Mio.€ reduzieren konnte, kletterten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wegen des höheren Geschäftsvolumens von 610,9 Mio.€ auf 722,8 Mio.€. Die liquiden Mittel verringerten sich im Berichtszeitraum von 239,9 Mio.€ auf 199,8 Mio.€ (31.03.2013: 111,9 Mio.€).

Die gute Eigenkapital- und Liquiditätssituation gibt Krones ausreichend Handlungsspielraum, um Investitionschancen zu nutzen.

Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gab es einen Anstieg auf 1.100,5 Mio.€ seit Ende 2013 (1.070,7 Mio.€). Verantwortlich hierfür waren höhere sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter. KRONES wies per Ende des ersten Quartals 2014 keine kurzfristigen Bankverbindlichkeiten aus (31.03.2013: 61,1 Mio.€).

Die langfristigen Verbindlichkeiten von KRONES, größtenteils Rückstellungen für Pensionen und sonstige Personalrückstellungen, stiegen zum 31. März 2014 leicht auf 218,5 Mio.€ (31. Dezember 2013: 213,2 Mio.€) an. Zum Quartalsende hatte das Unternehmen wie im Vorjahr keine langfristigen Bankschulden.

Wegen des positiven Quartalsergebnisses erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem Bilanzstichtag 2013 von 954,2 Mio.€ auf 977,9 Mio.€. Damit lag unsere Eigenkapitalquote am 31. März 2014 bei 42,6% (31. Dezember 2013: 42,6%). Gemeinsam mit einer Nettoliquidität (flüssige Mittel abzüglich Bankschulden) von 199,8 Mio.€ zum Ende des Berichtszeitraums (31.03.2013: 50,8 Mio.€) verfügt Krones weiterhin über eine äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur.

ROCE steigt auf 15,4%

Den Return on Capital Employed (ROCE), also das EBIT im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital, steigerte Krones vor allem aufgrund des verbesserten Ergebnisses auf 15,4% (Vorjahr: 15,1%). Damit sind wir im Plan, das Ziel für das Gesamtjahr 2014 von mehr als 16% zu erreichen (Vorjahr: 16,7%).

KRONES hat zum Ende des Berichtszeitraum keine kurz- und langfristigen Bankschulden.

Segmentumsatz

Im Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« ging der Umsatz im ersten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahr geringfügig von 574,9 Mio.€ auf 573,8 Mio.€ zurück. Wir rechnen damit, dass sich das Wachstum im Kernsegment von KRONES in den kommenden Quartalen beschleunigt. Insgesamt dürfte der Segmentumsatz im Gesamtjahr 2014 stärker steigen als 2013 (+3,2%). Der Anteil des Kernsegments am Konzernumsatz verringerte sich im ersten Quartal 2014 von 84,1% im Vorjahr auf 81,6%.

Um 25,5% von 82,1 Mio.€ im Vorjahr auf 103,1 Mio.€ kletterte der Umsatz von Januar bis März 2014 im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik«. Ein wesentlicher Grund für das starke Wachstum ist, dass im Berichtszeitraum große Projekte für Brauereien und Getränkefabriken abgerechnet und umsatzwirksam geworden sind. Wir erwarten, dass sich die Wachstumsrate in den kommenden Quartalen deutlich verringern wird. Zum Konzernumsatz des ersten Quartals 2014 steuerte das Segment 14,7% bei (Vorjahr: 12,0%).

Wie geplant leicht rückläufig war der Erlös im kleinsten Unternehmenssegment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)« im Berichtszeitraum. Um 1,3% von 26,4 Mio.€ im Vorjahr auf 26,1 Mio.€ verringerte sich der Umsatz von KOSME. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einer ähnlichen Umsatzentwicklung. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz des ersten Quartals 2014 verringerte sich auf 3,7% (Vorjahr: 3,9%).

Im Kernsegment von KRONES dürfte sich das Wachstum in den kommenden Quartalen beschleunigen.

Segmentergebnis

Trotz des geringeren Umsatzes stärkte KRONES die Ertragskraft im Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« im ersten Quartal 2014. Zurückzuführen ist dies auf die Erfolge des Value-Programms. Von der Preisseite gab es keine Unterstützung. Aufgrund optimierter Kostenstrukturen stieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 4,6% von 39,6 Mio.€ im Vorjahr auf 41,4 Mio.€. Die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Segmentumsatz, legte von 6,9% auf 7,2% zu.

Im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« schaffte KRONES von Januar bis März 2014 den Turnaround. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich von minus 0,5 Mio.€ im ersten Quartal 2013 auf plus 1,8 Mio.€. Damit erreichte das Segment eine EBT-Marge von 1,7%. Mit den Zahlen des ersten Quartals sind wir voll im Plan, nach langjährigen Verlusten 2014 in der Prozesstechnik ein positives Ergebnis zu erzielen.

Nicht ganz in die schwarzen Zahlen kam das Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)« im ersten Quartal 2014. Mit minus 0,1 Mio.€ (Vorjahr: minus 0,2 Mio.€) war des Segmentergebnis vor Steuern aufgrund der stabilen Auslastung im ersten Quartal nur noch leicht negativ. KRONES wird noch einige Kraft aufwenden und Maßnahmen durchführen müssen, um bei KOSME im Gesamtjahr 2014 ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielen zu können.

Segment Produktabfüllung und -ausstattung 2014 2013
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
ebt
in Mio. €
41,4 39,6
ebt
-Marge
in %
7,2 6,9
Segment Prozesstechnik 2014 2013
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
ebt
in Mio. €
1,8 –0,5
ebt
-Marge
in %
1,7 –0,6
Segment kos
me
2014 2013
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
ebt
in Mio. €
–0,1 –0,2
ebt
-Marge
in %
–0,4 –0,8

KRONES verbesserte die Ertragskraft in allen drei Segmenten.

Das Risikomanagementsystem von KRONES

Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.

Unser Risikomanagementsystem besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich alle Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Auftragsannahme verringert bzw. vermieden. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Jeweils einmal im Jahr führen wir für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

  • Jahresplanung
  • Mittelfristplanung
  • Strategische Planung
  • Rollierende Prognoserechnung
  • Monats- und Quartalsreports
  • Investitionsplanung

  • Produktionsplanung

  • Kapazitätsplanung
  • Projektcontrolling
  • Debitorenmanagement
  • Wechselkursabsicherungsgeschäfte
  • Versicherungen

Risiken

Aus heutiger Sicht sind für krones keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Eine detaillierte Darstellung der Risiken des Unternehmens sowie eine ausführliche Beschreibung unseres Risikomanagements sind im Lagebericht des Konzernabschlusses 2013 auf den Seiten 96 bis 107 zu finden. Bei den wesentlichen Risiken des Unternehmens haben sich vom 01.01. bis 31.03.2014 keine wesentlichen Änderungen gegenüber den dort gemachten Ausführungen ergeben.

KRONES will 2014 weiterhin profitabel wachsen

KRONES sieht die wirtschaftlichen Aussichten für 2014 trotz vieler Unsicherheiten verhalten optimistisch. Die Märkte, auf denen KRONES tätig ist, bieten weiterhin gute Wachstumsperspektiven. Auf den Emerging Markets will das Unternehmen seine starke Marktposition ausbauen und im profitablen Servicegeschäft weiter wachsen. Auf den etablierten Märkten in Nordamerika und Europa erwarten wir 2014 ein stabiles Geschäft. Wenn sich die politische Lage in der Ukraine nicht weiter verschärft, erwarten wir von der Krise in der Region keine nennenswerten Auswirkungen auf unser Geschäft.

Ertragskraft soll in allen drei Segmenten steigen

Um das Value-Ziel 7/7/20 mittelfristig zu erreichen, legt KRONES auch 2014 den Fokus auf Wachstum und Profitabilität. In unserem Kernsegment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung werden wir 2014 die Kostenstrukturen weiter verbessern und flexibilisieren. Wichtiger Bestandteil für profitables Wachstum ist der Ausbau unserer internationalen Servicestrukturen und LCS Center. Außerdem hat KRONES mit den erfolgreichen Innovationen auf der drinktec die Basis für künftiges Wachstum gelegt. 2014 soll das Kernsegment beim Umsatz stärker zulegen als 2013 und die Profitabilität leicht verbessern.

Im Segment Prozesstechnik werden wir im laufenden Jahr das Service-Geschäft mit Komponenten und Software-Upgrades sowie das Produktportfolio ausbauen. Zudem will KRONES künftig auch verstärkt kleinere profitable Aufträge annehmen und diese zunehmend in günstigen lokalen Strukturen abwickeln. Gemeinsam mit einer höheren Auslastung sollen diese Maßnahmen dazu führen, dass das Segment 2014 ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Der Umsatz dürfte in etwa auf dem hohen Vorjahresniveau liegen.

Das Segment für den unteren Leistungsbereich »KOSME« soll 2014 ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erreichen. Hierzu werden wir Maßnahmen einleiten, die die Kostenstrukturen erheblich flexibilisieren, um Nachfrageschwankungen in diesem Segment besser auszugleichen. Mit einem niedrigeren Break-Even und einer stabileren Produktionsauslastung will KRONES 2014 bei leicht rückläufigen Umsätzen die Ertragsziele erreichen.

Ziele für 2014 bestätigt

Insgesamt prognostizieren wir auf Basis der Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte und den weiterhin unsicheren gesamtwirtschaftlichen Aussichten für 2014 ein Umsatzwachstum von 4%. Vom Preisniveau erwartet KRONES nur geringe Unterstützung.

Die Ertragskraft soll erneut steigen. So erwartet KRONES, dass 2014 die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, um 6,2% liegen wird. Das liegt noch unter unserem Ziel von 7 %, das wir mittelfristig erreichen wollen. Unsere dritte Zielgröße, den ROCE, wollen wir im laufenden Jahr auf mehr als 16 % steigern. Mittel- bis langfristig streben wir einen Wert von 20% an.

Prognose 2014 Ist-Wert Q1 2014
Umsatzwachstum +4% +2,9%
EBT-Marge um 6,2% 6,1%
ROCE >16% 15,4%

Krones ist auf gutem Weg, die Wachstums- und Ergebnisziele für 2014 zu erreichen.

2014 2013 Ver-
01.01.–31.03. 01.01.–31.03. änderung
Mio. € Mio. € %
Umsatzerlöse 703,0 683,4 +2,9
Bestandsveränderung FE/UFE –13,6 –2,9
Gesamtleistung 689,4 680,5 +1,3
Materialaufwand –330,9 –340,5 –2,8
Personalaufwand –220,0 –210,6 +4,5
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen
und aktivierten Eigenleistungen –75,4 –72,0 +4,7
Abschreibungen auf Anlagevermögen –20,9 –19,0 +10,0
EBIT 42,2 38,4 +9,9
Finanzergebnis 0,9 0,5
Ergebnis vor Steuern 43,1 38,9 +10,8
Ertragsteuern –13,2 –12,0 +10,0
Konzernergebnis 29,9 26,9 +11,2
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 0,0 0,0
Ergebnisanteil KRONES Konzern 29,9 26,9
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 0,95 0,89
Aktiva 31.03.2014 31.12.2013
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 129,6 128,2
Sachanlagen 466,3 475,1
Finanzanlagen 2,3 1,8
Anlagevermögen 598,2 605,1
Aktive latente Steuern 19,1 17,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25,2 12,7
Tatsächliche Steuerforderungen 5,1 5,1
Sonstige Vermögenswerte 2,4 1,6
Langfristige Vermögenswerte 650,0 641,8
Vorräte 617,7 641,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 722,8 610,9
Tatsächliche Steuerforderungen 6,4 7,5
Sonstige Vermögenswerte 100,2 97,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 199,8 239,9
Kurzfristige Vermögenswerte 1.646,9 1.596,3
Bilanzsumme 2.296,9 2.238,1
Passiva 31.03.2014 31.12.2013
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Eigenkapital 977,9 954,2
Rückstellungen für Pensionen 146,9 145,9
Passive latente Steuern 26,0 22,3
Sonstige Rückstellungen 40,8 39,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2,7 3,3
Sonstige Finanzverpflichtungen 0,9 1,7
Sonstige Verpflichtungen 1,2 0,9
Langfristige Schulden 218,5 213,2
Sonstige Rückstellungen 160,0 154,7
Steuerrückstellungen 9,9 8,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0
Erhaltene Anzahlungen 461,3 468,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 197,6 192,0
Tatsächliche Steuerverbindlichkeiten 0,8 3,7
Sonstige Finanzverpflichtungen 5,6 9,5
Sonstige Verpflichtungen und
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 265,3 234,0
Kurzfristige Schulden 1.100,5 1.070,7
Bilanzsumme 2.296,9 2.238,1
2014 2013
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
Mio. € Mio. €
Ergebnis vor Steuern 43,1 38,9
Abschreibungen und Zuschreibungen 20,9 19,0
Erhöhung der Rückstellungen 58,1 49,7
ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern –1,9 –3,7
Zinsaufwendungen und Zinserträge –0,9 –0,5
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 0,0 –0,1
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge –0,1 0,2
Erhöhung der Vorräte, der Forderungen aus L+L und sonstigen Vermögenswerten,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –114,0 –17,4
Verminderung der Verbindlichkeiten aus L+L und sonstigen Verbindlichkeiten,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –21,9 –145,0
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel –16,7 –58,9
gezahlte Zinsen –0,1 –0,2
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern –10,8 –6,0
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit –27,6 –65,1
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –7,5 –9,1
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 0,0 0,1
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen –4,9 –9,6
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 0,1 0,1
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen –0,5 0,0
Einzahlungen aus Abgang von Finanzanlagen 0,0 1,3
erhaltene Zinsen 0,2 0,2
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit –12,6 –17,0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 0,0 61,1
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit 0,0 61,1
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds –40,2 –21,0
wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 0,1 0,0
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 239,9 132,9
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 199,8 111,9
Mutterunternehmen Anteile
anderer
Gesellschafter
Konzern
eigen
kapital
Gezeichn. Kapital- Gewinn- Währ.- Sonstige Konzern- Eigen- Eigen-
Kapital rücklage rücklagen Differenz. Rücklagen bilanz- kapital kapital
Eigenkap. gewinn
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Stand 1. Januar 2013 40,0 66,8 365,2 3,6 –40,7 363,6 798,5 0,0 798,5
Konzernergebnis 3 Monate 2013 26,9 26,9 0,0 26,9
Währungsdifferenzen 5,8 5,8 5,8
versicherungmathematische
Gewinne/Verluste aus Pensionen –0,1 –0,1 –0,1
Hedge Accounting inkl. AfS –1,5 –1,5 –1,5
Stand 31. März 2013 40,0 66,8 365,2 9,4 –42,1 390,5 829,6 0,0 829,6
Dividendenzahlung (0,75 € je Aktie) –23,7 –23,7 –23,7
Konzernergebnis 9 Monate 2013 92,5 92,5 0,0 92,5
Verkauf eigener Aktien 74,9 –1,2 73,7 73,7
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,2 –0,2 0,0 0,0
Einstellung in die Kapitalrücklage 0,0 0,0 0,0 0,0
Währungsdifferenzen –20,9 –20,9 –20,9
versicherungmathematische
Gewinne/Verluste aus Pensionen 0,1 0,1 0,1
Hedge Accounting inkl. AfS 2,9 2,9 2,9
Stand 31. Dezember 2013 40,0 141,7 364,2 –11,5 –39,3 459,1 954,2 0,0 954,2
Konzernergebnis 3 Monate 2014 29,9 29,9 0,0 29,9
Währungsdifferenzen –5,9 –5,9 –5,9
versicherungmathematische
Gewinne/Verluste aus Pensionen –0,5 –0,5 –0,5
Hedge Accounting inkl. AfS 0,2 0,2 0,2
Stand 31. März 2014 40,0 141,7 364,2 –17,4 –39,6 489,0 977,9 0,0 977,9

26 Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

2014 2013
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
Mio. € Mio. €
Konzernergebnis 29,9 26,9
Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen –0,5 –0,1
–0,5 –0,1
Posten, die anschließend möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Unterschied aus Währungsumrechnung –5,9 5,8
Derivative Finanzinstrumente 0,2 –1,5
–5,7 4,3
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen –6,2 4,2
Summe der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 23,7 31,1
davon Anteile anderer Gesellschafter 0,0 0,0
davon Anteile KRONES Konzern 23,7 31,1

Segmentberichterstattung krones Konzern

Maschinen und Anlagen
zur Produktabfüllung und
-ausstattung
Maschinen und Anlagen
zur Getränkeproduktion/
Prozesstechnik
Maschinen und Anlagen
für den unteren Leistungs-
bereich (kos
me)
krones
Konzern
2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
01.01.–31.03. 01.01.–31.03. 01.01.–31.03. 01.01.–31.03. 01.01.–31.03. 01.01.–31.03. 01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse 573,8 574,9 103,1 82,1 26,1 26,4 703,0 683,4
EBT 41,4 39,6 1,8 –0,5 –0,1 –0,2 43,1 38,9
EBT-Marge 7,2% 6,9% 1,7% –0,6% –0,4% –0,8% 6,1% 5,7%
Mitarbeiter am 31.03.* 10.753 10.567 775 661 502 498 12.030 11.726

* Konsolidierungskreis

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der KRONES AG (»KRONES Konzern«) zum 31. März 2014 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) – wie von der Europäischen Union verabschiedet – erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden gegebenenfalls in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter gegebenenfalls Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gegebenenfalls gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist gegebenenfalls um die Minderheitsanteile erweitert. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der KRONES AG zum 31. März 2014 sind neben der KRONES AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der KRONES AG mehr als 50% der Stimmrechte zustehen.

Im Geschäftsjahr 2014 wurde HST Maschinenbau GmbH, Dassow, Deutschland erworben und in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die Erstkonsolidierung der neuen Gesellschaft wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»purchase method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden gegebenenfalls als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen.

Unternehmen, bei denen KRONES die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20% bis 50%) werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die den Anteil am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens übersteigenden Anschaffungskosten werden bestimmten am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen unterworfen und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil von KRONES am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen KRONES und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß dem Anteil von KRONES an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der KRONES AG ist der Euro.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften

primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der KRONES AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.03.2014 31.12.2013 2014 2013
US-Dollar
USD
1,380 1,376 1,370 1,321
Britisches Pfund
GBP
0,829 0,836 0,828 0,851
Schweizer Franken
CHF
1,219 1,227 1,223 1,228
Dänische Kronen
DKK
7,466 7,460 7,462 7,459
Kanadischer Dollar
CAD
1,526 1,474 1,510 1,331
Japanischer Yen
JPY
142,400 144,750 140,921 121,762
Brasilianischer Real
BRL
3,123 3,204 3,238 2,640
Chinesischer Renminbi Yuan
CNY
8,579 8,344 8,384 8,296
Mexikanischer Peso
MXN
18,010 18,000 18,131 16,701
Ukrainischer Griwna
UAH
15,696 11,190 12,441 10,724
Südafrikanischer Rand
ZAR
14,609 14,460 14,878 11,808
Kenianischer Schilling
KES
119,219 118,900 118,348 114,491
Nigerianischer Naira
NGN
227,550 215,620 223,158 208,016
Russischer Rubel
RUB
48,835 45,105 47,982 40,153
Thailändischer Baht
THB
44,749 45,150 44,750 39,391
Indonesische Rupiah
IDR
15.633,700 16.787,000 16.127,636 12.792,191
Angolanischer Kwanza
AOA
134,241 134,382 133,757 126,678
Türkische Lira
TRY
2,967 2,940 3,035 2,357

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro:

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der KRONES AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume; insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf die Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des KRONES Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden als Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit einem Fremdkapitalkostensatz in Höhe von 0,43% aktiviert.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht vorhanden.

Sachanlagen

Sachanlagen des KRONES Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 18
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.

Leasing

Leasingverträge, bei denen der KRONES Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach IAS 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder »Nutzungsdauer« des Leasingobjekts vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

Finanzinstrumente

  • Die Finanzinstrumente nach IAS 39, die bei KRONES eingesetzt werden, setzen sich aus Finanzanlagen
  • zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (derivative Finanzinstrumente)
  • zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten
  • finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten

zusammen.

Bei den Bewertungskategorien entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten.

Für die Finanzanlagen besteht kein Markt, aus diesem Grunde werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die beizulegenden Zeitwerte und Buchwerte basieren auf marktüblichen Verzinsungen und beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen (Stufe 2 i. S.d. IFRS 13.72).

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.

Die Klassen nach IFRS 7 setzen sich neben den oben genannten Bewertungskategorien nach IAS 39 aus Zahlungsmitteln und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zusammen.

Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden, abgesehen von Wertpapieren, zu Anschaffungskosten, vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als »zur Veräußerung verfügbar« eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine Einstufung als »bis zur Endfälligkeit gehalten« findet nicht statt.

Darüber hinaus wird im KRONES Konzern bei keiner Bilanzposition die »fair value Option« nach IAS 39 angewendet.

Derivative Finanzinstrumente

Die im KRONES Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei KRONES bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen US-Dollar, australischer Dollar und kanadischer Dollar sowie britisches Pfund.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100% der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Diese ermitteln sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i.S.d. IFRS 13.72. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst; es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank.

Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen worden sind.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Kunden.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt.

Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (»Percentage-of-Completion-Methode«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse, für den Anlagen- und Maschinenteil, entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen, am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad für den Montageanteil entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Montageanteils. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzernbilanz aus und führen zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie zu einer Verringerung des Eigenkapitals. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, diese werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Nettopensionsverpflichtung wird mit dem Diskontierungszinssatz verzinst, der der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtung zugrunde liegt. Da die Nettopensionsverpflichtung um etwaiges Planvermögen gekürzt ist, wird durch diese Berechnung für das Planvermögen eine Verzinsung in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.

Verpflichtungen aus Altersteilzeit

Die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge stellen andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Aufstockungsbeträge sind damit nicht vollständig mit ihrem Barwert zu passivieren, sondern es erfolgt eine ratierliche Ansammlung der Aufstockungsbeträge über die betreffenden aktiven Dienstjahre der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmer.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des IAS 18, mit Ausnahme von den nach IAS 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse werden, vermindert um Erlösschmälerungen, ausgewiesen.

Segmentberichterstattung

KRONES berichtet über drei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen.

Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung. Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik und Segment 3 Maschinen und Anlagen im unteren Leistungsbereich.

Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den »Allgemeinen Angaben« beschrieben.

Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand vor allem durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBT gemessen.

Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert.

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der
Beteiligung der
KRONES ag in %*
neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling 100,00
KIC KRONES Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 100,00
EVOGUA
RD GmbH, Nittenau
100,00
MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main 100,00
HST Maschinenbau GmbH, Dassow 100,00
KLUG
GmbH Integrierte Systeme, Teunz
26,00
S.A. KRONES N.V., Louvain-la-Neuve, Belgien 100,00
MAINTEC Service eood, Sofia, Bulgarien 100,00
KRONES Nordic ApS, Holte, Dänemark 100,00
KRONES S.A.R.L., Viviers du Lac, Frankreich 100,00
KRONES UK Ltd., Bolton, Großbritannien 100,00
KRONES S.R.L., Garda (vr), Italien 100,00
KOSME S.R.L., Roverbella, Italien 100,00
KRONES Nederland B.V., Bodegraven, Niederlande 100,00
KOSME Gesellschaft mbH, Sollenau, Österreich 100,00
KRONES Spólka z.o.o., Warschau, Polen 100,00
KRONES Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena, Portugal 100,00
KRONES o.o.o., Moskau, Russische Föderation 100,00
KRONES Romania Prod. S.R.L., Bukarest, Rumänien 100,00
KRONES AG, Buttwil, Schweiz 100,00
KRONES Iberica, S. A., Barcelona, Spanien 100,00
KRONES S.R.O., Prag, Tschechische Republik 100,00
KONPLA
N S.R.O., Pilsen, Tschechische Republik
100,00
KRONES Makina Sanayi ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul, Türkei 100,00
KRONES Ukraine LLC, Kiew, Ukraine 100,00
KRONES Angola – Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda, Angola 100,00
KRONES Surlatina S. A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
KRONES do Brazil Ltda., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES S. A., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
KRONES Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
KRONES Asia Ltd., Hongkong, VR China 100,00
KRONES India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 100,00
PT. KRONES Machinery Indonesia, Jakarta, Indonesien 100,00
KRONES Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
KRONES Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario, Kanada 100,00
KRONES LCS Center East Africa Limited, Nairobi, Kenia 100,00
KRONES Andina Ltda., Bogotá, Kolumbien 100,00
KRONES Korea Ltd., Seoul, Korea 100,00
KRONES Mex S. A. DE C.V., Mexiko D. F., Mexiko 100,00
KRONES LCS Center West Africa Limited, Lagos, Nigeria 100,00
KRONES Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00
KRONES (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand 100,00
KRONES, Inc., Franklin, Wisconsin, USA 100,00
Maquinarias KRONES de Venezuela S. A., Caracas, Venezuela 100,00

*unmittelbare und mittelbare Beteiligung.

Aufsichtsrat und Vorstand

Nachdem die Voraussetzungen für die Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes 1976 seit 1987 erfüllt waren, erfolgte eine Erweiterung des Aufsichtsrats von sechs auf zwölf Mitglieder. Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat Vorstand

Ernst Baumann Aufsichtsratsvorsitzender * zf friedrichshafen ag

Werner Schrödl**

Gesamtbetriebsratsvorsitzender Stv. Aufsichtsratsvorsitzender * Verwaltungsrat der Bayerischen Betriebskrankenkassen

Klaus Gerlach** Head of Central International Operations and Services

Dr. Klaus Heimann**

Leiter des Ressorts Bildungsund Qualifizierungspolitik der ig metall

Dr. Jochen Klein

Geschäftsführer der I-Invest GmbH

  • * döhler GMBH
  • * hoyer gmbh
  • * Consortium Gastronomie GmbH

Norman Kronseder Land- und Forstwirt * bayerische futtersaatbau gmbh

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz Rechtsanwalt

Johann Robold** Betriebsrat

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH, Diversum Holding GmbH &Co.KG * Commerzbank AG

Jürgen Scholz** 1. Bevollmächtigter und Kassierer ig metall Verwaltungsstelle Regensburg * infineon technologies ag

Josef Weitzer** Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender * Sparkasse Regensburg

Volker Kronseder Vorsitzender Personal, Kommunikation und Qualität

Christoph Klenk Finanzen, Controlling und Informationsmanagement

Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing

Werner Frischholz Anlagen und Komponenten

Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik

Markus Tischer International Operations and Services (seit 01.01.2014)

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

38 Glossar

Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung
und -kontrolle.
DAX Deutscher Aktienindex (DAX
). Der Index umfasst die 30 größten (gemessen an Börsenwert und Börsen
umsatz) deutschen Unternehmen.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and
amortisation).
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw.
aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite vor Steuern Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung
zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der
laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Free Float Streubesitz, also der Teil des Aktienkapitals, der sich nicht in festen Händen von Großaktionären befindet.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen,
Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
IFRS International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (IASB)
erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze.
Kapitalflussrechnung Betrachtung der Liquiditätsentwicklung/Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunft- und
Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres.
Marktkapitalisierung Börsenwert eines Unternehmens. Dieser berechnet sich aus dem Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl
der Aktien.
MDAX Index, der die 50 größten (gemessen an Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen und ausländischen
Unternehmen der klassischen Sektoren unterhalb des DAX
umfasst.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten.
ROCE (passivisch) Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlich
keiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
ROCE (aktivisch) Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Summe aus Anlagevermögen und Working Capital.
Total Cost of Ownership (TCO) Bezeichnet die Gesamtkosten einer Investition während der kompletten Nutzungsdauer. Sie setzt sich aus
den Anschaffungskosten und den Betriebskosten der Maschine oder Anlage zusammen.
Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
+ Vorräte + geleistete Anzahlungen) – (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene
Anzahlungen)
XETRA-Handelssystem Elektronisches Börsenhandelssystem der Deutschen Börse AG.

Finanzkalender Impressum

25.06.2014 Hauptversammlung 2014
24.07.2014 Zwischenbericht zum 30. Juni 2014
23.10.2014 Zwischenbericht zum 30. September 2014
Herausgeber krones
ag
Böhmerwaldstraße 5
93073 Neutraubling
Projektleitung Roland Pokorny,
Leiter Corporate Communications
Gestaltung Büro Benseler
Text krones
ag,
InvestorPress GmbH
Fotos krones
ag
Druck, Litho Mediahaus Biering GmbH
Papier PhoeniXmotion,

Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt.

Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen.

Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

krones ag Investor Relations Olaf Scholz Telefon +49 9401 70-1169 Telefax +49 9401 70-911169 E-Mail [email protected] Internet www.krones.com Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling Deutschland