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KRONES AG Interim / Quarterly Report 2011

Oct 26, 2011

251_10-q_2011-10-26_21231567-cc21-4f4f-af4f-e00b4bddfc84.pdf

Interim / Quarterly Report

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01.01.–30.09. 01.01.–30.09. Verän-
2011 2010 derung
Umsatz Mio. € 1.814,2 1.583,0 +14,6%
Auftragseingang inkl. Lifecycle Service Mio. € 1.892,7 1.617,7 +17,0%
Auftragsbestand zum 30.09. inkl. Lifecycle Service Mio. € 987,3 923,2 +6,9%
Investitionen in Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 61,0 45,0 +35,6%
Beschäftigte am 30.09.
Weltweit 11.182 10.498 +6,5%
Inland 8.718 8.230 +5,9%
Ausland 2.464 2.268 +8,6%
ebitda Mio. € 135,3 88,5 +52,9%
ebit Mio. € 84,2 44,4 +89,6%
ebt Mio. € 84,1 47,0 +78,9%
Konzernergebnis Mio. € 59,3 31,9 +85,9%
Ergebnis je Aktie 1,97 1,05 +87,6%
Brutto-Cashflow* Mio. € 110,4 76,0 +45,3%

* Konzernergebnis + Abschreibungen

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

um nach einem sehr guten zweiten Quartal die Euphorie zu bremsen, schrieben wir im Halbjahresbericht 2011 an dieser Stelle: »Die Vergangenheit hat uns gelehrt, wie schnell sich die gesamtwirtschaftliche Lage eintrüben kann.« Leider haben wir Recht behalten. Weil sich die Schulden- und Euro-Krise in den vergangenen Monaten dramatisch zugespitzt hat und die weltweiten Börsen einem Tollhaus gleichen, verschlechtern sich die Konjunkturaussichten zunehmend. Immer mehr Wirtschaftsinstitute schrauben ihre Wachstumsprognosen zurück. Die Angst vor einer Rezession geht um. Und das, obwohl die Wirtschaft momentan gut läuft.

Die meisten Branchen hierzulande melden starke Zuwächse. Die aktuellen Zahlen rechtfertigen die Krisenstimmung nicht. Das gilt auch für KRONES. Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt und die wesentlichen Kennzahlen für die ersten neun Monaten 2011 liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Obwohl im dritten Quartal unsere Ertragskraft wegen des Personalaufbaus stagnierte, bleiben wir auch für den Rest des Jahres verhalten optimistisch. Was danach kommt, ist schwer einzuschätzen. Sollten die heftigen Turbulenzen an den Kapitalmärkten die Weltwirtschaft mit Verzögerung nach unten ziehen, würde das auch an unseren Geschäften nicht ganz spurlos vorbei gehen.

Wir hoffen, dass die Schwarzmaler nicht Recht bekommen und es zu keiner Rezession kommt. Doch von Hoffnung hat KRONES noch nie gelebt. Bereits 2010 haben wir das Strategieprogramm »Value« gestartet, um uns gezielt auf die zunehmenden Schwankungen der Weltkonjunktur vorzubereiten. Mit »Value« nutzen wir unsere Stärken, um die Zukunft von KRONES aktiv zu gestalten. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern werden wir alle Anstrengungen unternehmen, damit KRONES auch unter schwierigen Rahmenbedingungen auf Erfolgskurs bleibt.

Volker Kronseder Hans-Jürgen Thaus

Vorstandsvorsitzender Stv. Vorstandsvorsitzender

Schuldenkrise bremst die Weltwirtschaft

Deutlich eingetrübt haben sich die Aussichten für die globale Wirtschaft in den vergangenen Monaten. Die Schuldenproblematik im Euro-Raum, vor allem in Griechenland, verschärfte sich im dritten Quartal. Gleichzeitig nahm das Risiko einer neuen Krise im Bankensektor zu. Auch in den USA bereitet das öffentliche Defizit Sorgen. Wegen unzureichender Sparmaßnahmen und politischer Querelen entzog die Rating-Agentur Standard & Poor's den USA sogar die beste Bonitätsnote AAA.

Die zunehmende Verschuldungsproblematik und die daraus folgenden Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten nahmen die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) im September zum Anlass, ihre Wachstumsprognosen für 2011 zu verringern. Am stärksten schraubten die Volkswirte ihre Erwartungen für die US-Wirtschaft zurück. Anstatt bislang mit 2,5% rechnet der IWF nun nur noch mit einem Wachstum von 1,5%. Vor allem der private Konsum entwickelt sich in der größten Volkswirtschaft deutlich schwächer als erwartet. Für den Euro-Raum nahm der IWF seine Prognose für 2011 von 2,0% auf 1,6% zurück. In Deutschland dürfte das Wachstum 2011 mit 2,7% um einen halben Prozentpunkt niedriger ausfallen als zur Jahresmitte erwartet. Den größten Beitrag zum Wachstum der globalen Wirtschaft 2011 werden weiterhin die Länder der BRIC-Gruppe, also Brasilien, Russland, Indien und China leisten. Insgesamt rechnet der IWF damit, dass die Weltwirtschaft 2011 um 4,0% wächst. Damit verringerten die Experten ihre bisherige Prognose um 0,3%-Punkte.

Geschäfte im Maschinenbau laufen gut

Unbeeindruckt von den politischen Turbulenzen in Europa und der schlechten Stimmung an den Finanzmärkten nahm der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau im August 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 14% zu. Mit plus 22% kletterten die Bestellungen im Inland deutlich stärker als im Ausland (plus 9%). Im Dreimonatsvergleich Juni bis August 2011 stiegen die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr um 8%. Aufgrund der insgesamt unverändert guten Geschäftslage rechnet der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) weiter damit, dass die Produktion der Branche 2011 um 14% höher ausfällt als im Vorjahr.

Die Schulden- und Eurokrise spitzte sich im dritten Quartal 2011 weiter zu.

Trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten blieb die Nachfrage im deutschen Maschinen- und Anlagenbau auf Wachstumskurs.

Umsatz 5

KRONES peilt neuen Umsatzrekord an

Die Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten sowie die Euro-Krise beeinflussten die Geschäfte von KRONES bislang kaum. Nach einem sehr starken ersten Halbjahr setzte sich das Wachstum des Unternehmens im dritten Quartal fort. In den ersten neun Monaten 2011 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 14,6% von 1.583,0 Mio.€ auf 1.814,2 Mio.€. Damit ist KRONES auf gutem Weg, 2011 den bisherigen Rekordumsatz aus dem Jahr 2008 von 2.381,4 Mio.€ zu übertreffen.

Die stärksten Wachstumsimpulse gingen weiterhin von der steigenden Nachfrage nach Maschinen und Anlagen aus, auf denen Kunststoff-Flaschen produziert, abgefüllt und verpackt werden.

Aufgrund saisonaler Effekte erwirtschaftete das Unternehmen von Juli bis September 2011 mit 556,7 Mio.€ weniger Umsatz als im sehr starken zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Umsatz: 650,8 Mio.€). Verglichen mit dem dritten Quartal 2010 legte der Umsatz um 9,8% zu.

Umsatz nach Regionen

Im ersten Halbjahr 2011 war das inländische Geschäftsvolumen von KRONES außergewöhnlich hoch. Von Juli bis September erzielte das Unternehmen, hauptsächlich abrechnungsbedingt, dagegen nur geringe Umsätze in Deutschland. Insgesamt legte der Umsatz auf dem Heimatmarkt in den ersten neun Monaten 2011 im Vergleich zum Vorjahr von 183,8 Mio.€ um 0,7% auf 185,1 Mio.€ zu. Der Anteil des Inlandsgeschäfts am Konzernumsatz der ersten drei Quartale betrug 10,2% (Vorjahr: 11,6%).

Um 42,3% von 367,7 Mio.€ im Vorjahr auf 523,4 Mio.€ kletterte der Umsatz, den KRONES von Januar bis September 2011 in Europa (ohne Deutschland) erzielte. Die höchsten Steigerungsraten verzeichnete das Unternehmen in Russland, Osteuropa und Mitteleuropa. Auf das europäische Geschäft (ohne Deutschland) entfielen in den ersten neun Monaten 28,9% (Vorjahr: 23,2%) des gesamten Umsatzes.

Außerhalb Europas stieg der Umsatz von KRONES in den ersten drei Quartalen 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 7,2% von 1.031,5 Mio.€ auf 1.105,7 Mio.€. Überproportional stark zog das Geschäft in Südamerika und Asien an. Insgesamt erzielte KRONES im Berichtszeitraum 60,9% (Vorjahr: 65,2%) des Konzernumsatzes auf außereuropäischen Märkten. lagebericht | krones in zahlen

Auf hohem Niveau bewegten sich die Umsätze, die Krones in den ersten neun Monaten 2011 in China, Afrika und dem Mittleren Osten erwirtschaftete.

Auftragseingang deutlich über Vorjahr

Von Januar bis September 2011 stieg der Auftragseingang von KRONES im Vergleich zum Vorjahr um 17,0% von 1.617,7 Mio.€ auf 1.892,7 Mio.€. Wir profitierten überproportional vom Wachstum des Gesamtmarktes, weil wir alle Leistungen aus einer Hand anbieten können. Am stärksten zog die Nachfrage in unserem Kernsegment »Maschinen und Anlagen für die Produktabfüllung- und ausstattung« an.

Im dritten Quartal 2011 kletterte der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr (512,8 Mio.€) um 11,0% auf 569,3 Mio.€. Damit hat sich das Wachstumstempo bei den Bestellungen, wie von uns erwartet, verlangsamt. Dass sich die Konjunkturaussichten zunehmend verschlechterten, wirkte sich in den vergangenen Monaten nicht negativ auf das Orderverhalten unserer Kunden aus.

Die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen nahm in den ersten neun Monaten in allen wichtigen Vertriebsregionen zu. Am stärksten stieg der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr in den Regionen Afrika/Nahost sowie in Osteuropa und den GUS-Staaten. Den in absoluten Zahlen höchsten Wert hatten die Bestellungen aus China.

Auftragsbücher von KRONES sind voll

987,3 Mio.€ betrug der Auftragsbestand von KRONES per Ende September 2011 (Vorjahr: 923,2 Mio.€). Die vollen Auftragsbücher erhöhen unsere Planungssicherheit und sind das Fundament für weitere Umsatzzuwächse im laufenden Geschäftsjahr. Die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von KRONES zog im Vergleich zum Vorjahr deutlich an.

Ertragslage

KRONES steigert Ertragskraft

Im Jahr 2010 startete KRONES das Strategieprogramm »Value«, mit dem das Unternehmen auf die zunehmenden Marktschwankungen antwortet. Im Berichtszeitraum haben wir eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft zu stärken. Ein Beispiel hierfür ist das Total Productive Management. Dahinter verbirgt sich ein nachhaltiges Konzept, mit dem zum Beispiel Stillstandzeiten von Fertigungsmaschinen verringert und die Effizienz von Produktionsabläufen gesteigert werden. Unser Ergebnis nach den ersten drei Quartalen 2011 zeigt, dass wir mit »Value« auf einem guten Weg sind. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) von 47,0 Mio.€ auf 84,1 Mio.€. Damit betrug die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, in den ersten neun Monaten 4,6% (Vorjahr: 3,0%). Unterm Strich verdiente KRONES von Januar bis September 59,3 Mio.€ (Vorjahr: 31,9 Mio.€). Das Ergebnis je Aktie lag bei 1,97 €, nach 1,05 € im Vorjahr.

Ergebnis vor Steuern (EBT) 01.01. bis 30.09. in Mio. € Ergebnis vor Steuern (EBT) 3. Quartal in Mio. € 2007 105,0 2008 126,8 2009 –26,9 2010 47,0 2011 84,1 2007 29,3 2008 35,0 2009 –11,1 2010 15,0 2011 14,9

Im dritten Quartal 2011 erwirtschaftete KRONES ein Ergebnis vor Steuern von 14,9 Mio.€ (Vorjahr: 15,0 Mio.€). Nach Steuern betrug der Quartalsgewinn 10,1 Mio.€ (Vorjahr: 9,8 Mio.€). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,34 € (Vorjahr: 0,32 €). Das Quartalsergebnis war neben saisonalen Effekten insbesondere durch die gestiegenen Personalzahlen im 3. Quartal beeinflusst.

Nach starken Zuwächsen im ersten Halbjahr 2011 lag das Ergebnis vor Steuern im dritten Quartal auf Vorjahresniveau.

Ertragsstruktur krones Konzern in Mio. €

8

2011 2010 Veränderung
01.01.–30.09. 01.01.–30.09.
Umsatzerlöse 1.814,2 1.583,0 +14,6%
Bestandsveränderung fe/ufe –29,1 50,3
Gesamtleistung 1.785,1 1.633,3 +9,3%
Materialaufwand –891,5 –832,4 +7,1%
Personalaufwand –561,7 –513,6 +9,4%
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/
Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen –196,6 –198,8 –1,1%
ebitda 135,3 88,5 +52,9%
Abschreibungen auf Anlagevermögen –51,1 –44,1 +15,9%
ebit 84,2 44,4 +89,6%
Finanzergebnis –0,1 2,6
ebt 84,1 47,0 +78,9%
Ertragsteuern –24,8 –15,1 +64,2%
Konzernergebnis 59,3 31,9 +85,9%

Von Januar bis September 2011 verbesserte KRONES seine Ertragskraft im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Darin spiegelt sich im Wesentlichen das Marktwachstum in den Schwellenländern wider. Um 14,6% von 1.583,0 Mio.€ im Vorjahr auf 1.814,2 Mio.€ kletterte der Umsatz im Berichtszeitraum. Die Gesamtleistung des Unternehmens legte um 9,3% auf 1.785,1 Mio.€ zu.

Maßnahmen, mit denen KRONES seine Performance steigerte, begünstigten die Ertragskraft ebenfalls. So stieg der Materialaufwand in den ersten drei Quartalen 2011 im Vergleich zum Vorjahr mit 7,1% auf 891,5 Mio.€ deutlich unterproportional zu Umsatz und Gesamtleistung, weil wir durch »Value« auch unsere Produktionsstrukturen weiterhin verbessern. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, ging in den ersten neun Monaten 2011 von 51,0% im Vorjahr auf 49,9% zurück. Im Vergleich zum 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2011 blieb die Materialquote jedoch nahezu konstant. Die weiter anhaltende hohe Nachfrage aus allen Branchen nach wichtigen Vorprodukten, die Krones zukauft, z.B. Elektronik-Komponenten, erschwerte es uns, diesen Wert weiter zu verbessern.

Aufgrund der steigenden Nachfrage und um sich auf künftiges Wachstum vorzubereiten, hat KRONES seine Mitarbeiterzahl seit Jahresanfang 2011 um 607 erhöht. Damit beugt das Unternehmen dem zunehmenden Fachkräftemangel in Deutschland vor. Der Personalaufwand stieg hierdurch in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahr um 9,4% auf 561,7 Mio.€. Mit etwa 31,5% blieb zwar die Personalaufwandsquote in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres zum Vorjahreszeitraum konstant, aber der Anstieg der Personalzahlen zeigte seine Auswirkungen im Wesentlichen im dritten Quartal. Von Juli bis September erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um 415 Personen, wodurch sich die Personalaufwandsquote im dritten Quartal auf 32,3% erhöhte (Vorjahr 31,7%).

Krones hat seit Jahresanfang viele neue Mitarbeiter eingestellt. Deshalb ist der Personalaufwand deutlich gestiegen.

Um 2,2 Mio.€ auf minus 196,6 Mio.€ verminderte sich der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie aktivierten Eigenleistungen. Damit machten sich unsere Sparanstrengungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bezahlt. Die Steuerquote des Unternehmens betrug in den ersten neun Monaten 29,5% (Vorjahr: 32,1%).

2011 2010 Veränderung
01.01.–30.09. 01.01.–30.09. in Mio. €
ebt 84,1 47,0 +37,1
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit –24,4 –34,8 +10,4
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit –56,0 –40,3 –15,7
Free Cashflow –80,4 –75,1 –5,3
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit 11,4 21,1 –9,7
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds –69,0 –54,0 –15,0
wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 0,5 1,2 –0,7
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 147,4 135,5 +11,9
Finanzmittelfonds zu Ende der Berichtsperiode 78,9 82,7 –3,8

Kapitalflussrechnung krones Konzern in Mio. €

Um 10,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich der operative Cashflow (Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit) auf minus 24,4 Mio. €. Dass der operative Cashflow trotz des positiven Ergebnisses noch im Minus war, lag am wachstumsbedingten Aufbau von Working Capital in der Berichtsperiode. Sowohl die Vorräte als auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von Januar bis September 2011 an. Um die günstigen Lieferkonditionen zu nutzen, bauten wir zudem die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ab.

Im Berichtszeitraum investierte Krones 61,0 Mio.€ in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Diese Summe liegt, wie geplant, deutlich über dem Vorjahreswert von 45,0 Mio.€. Aufgrund der höheren Investitionen verringerte sich zum 30. September der Free Cashflow von minus 75,1 Mio.€ im Vorjahr auf minus 80,4 Mio.€. Dieser Wert verbesserte sich jedoch gegenüber dem 30. Juni um 53,5 Mio. €.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit ist nach drei Quartalen von 21,1 Mio.€ auf 11,4 Mio.€ gesunken. Unterm Strich verringerten sich die Finanzmittel seit Jahresbeginn um 68,5 Mio.€, so dass Krones zum 30. September 2011 über liquide Mittel von 78,9 Mio.€ (Vorjahr: 82,7 Mio.€) verfügte.

Krones verfügte zum 30.09.2011 über liquide Mittel von 78,9 Mio. €.

Um das Wachstum zu stemmen, hat Krones in den ersten drei Quartalen stark in das Working Capital investiert.

30.09.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008
Langfristige Vermögenswerte 578 569 542 534
davon Anlagevermögen 527 519 496 482
Kurzfristige Vermögenswerte 1.339 1.317 1.248 1.291
davon flüssige Mittel 79 147 136 108
Eigenkapital 793 759 696 790
Fremdkapital 1.124 1.127 1.094 1.035
langfristige Verpflichtungen 152 125 125 144
kurzfristige Verpflichtungen 972 1.002 969 891
Bilanzsumme 1.917 1.886 1.790 1.825

Vermögens- und Kapitalstruktur krones Konzern in Mio. €

Die Bilanzsumme lag mit 1.916,6 Mio.€ per 30. September 2011 um 1,6% über dem Wert vom Jahresende 2010. Nachdem das stark anziehende Geschäft im ersten Halbjahr die Bilanz deutlich verlängerte, konnten im dritten Quartal die Kennzahlen zu Vorräten und Forderungen verbessert werden.

Krones verfügt weiterhin über eine grundsolide Bilanz- und Kapitalstruktur.

Am Ende des Berichtszeitraums lagen die kurzfristigen Vermögenswerte mit 1.339,1 Mio.€ um 1,7% höher als am 31. Dezember 2010. Hierbei erhöhten sich die Vorräte von 583,6 Mio.€ auf 606,3 Mio.€, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen um 61,4 Mio.€ auf 566,7 Mio.€ zu. Trotz dieses Anstiegs lag das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz mit 25,8% unter dem Vorjahreswert von 28,2%. Ein großer Teil der kurzfristig gebundenen Betriebsmittel wurde aus den liquiden Mitteln finanziert. Sie verringerten sich im Berichtszeitraum von 147,4 Mio.€ auf 78,9 Mio.€.

Auch die langfristigen Vermögenswerte sind nach drei Quartalen leicht angestiegen. Verantwortlich hierfür waren die immateriellen Vermögenswerte des Unternehmens, bei denen es sich im Wesentlichen um aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen handelt. Sie kletterten zum 30. September auf 107,1 Mio.€ (31. Dezember 2010: 100,6 Mio.€). Zum 30. September 2011 wies das Unternehmen insgesamt langfristige Vermögenswerte von 577,5 Mio.€ (31. Dezember 2010: 569,5 Mio.€) aus. Hiervon steuerte das Anlagevermögen 527,1 Mio.€ (31. Dezember 2010: 519,0 Mio.€) bei, wobei 417,2 Mio.€ auf Sachanlagen entfielen.

Auf der Passivseite erhöhten sich die langfristigen Verpflichtungen von KRONES, welche im Wesentlichen Rückstellungen für Pensionen und sonstige Rückstellungen beinhalten, zum 30. September 2011 auf 151,8 Mio.€ (31. Dezember 2010: 124,8 Mio.€). Zum 30. September hatte das Unternehmen keine langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich gegenüber dem Jahresende 2010 um 30,6 Mio.€ auf 971,8 Mio.€. Dieser Rückgang ist überwiegend auf den Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Für die Finanzierung des stark wachsenden Geschäftsvolumens beanspruchte KRONES per Ende September 2011 kurzfristige Kreditlinien von 24,7 Mio.€. Somit ergibt sich eine Nettoliquidität (flüssige Mittel abzüglich Bankschulden) von 54,2 Mio.€. Nicht berücksichtigt sind dabei rund 1,4 Mio. eigene Aktien, die das Unternehmen im Rahmen des Rückkaufprogramms 2009 an der Börse erworben hat. Zum 30. September 2011 lag der Wert dieser Aktien bei rund 55 Mio.€.

Aufgrund des positiven Konzern-Ergebnisses nach drei Quartalen erhöhte sich das Eigenkapital von 758,9 Mio.€ zum Bilanzstichtag 2010 auf 793,0 Mio.€. Damit lag unsere Eigenkapitalquote am 30. September bei 41,4% (31. Dezember 2010: 40,2%). Gepaart mit einer Nettoliquidität (flüssige Mittel abzüglich Bankschulden) von 54,2 Mio.€ zum 30. September 2011 verfügt Krones weiterhin über eine äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur.

KRONES Mannschaft wächst auf 11.182 Mitarbeiter

Um die steigende Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen fristgerecht und in gewohnter KRONES Qualität befriedigen zu können, haben wir unsere Beschäftigtenzahl seit Jahresanfang 2011 um 607 erhöht. Am 30. September arbeiteten 11.182 Menschen für KRONES (Vorjahr: 10.498). Im Inland beschäftigte das Unternehmen zu diesem Stichtag 8.718 Personen (Vorjahr: 8.230), im Ausland 2.464 (Vorjahr: 2.268).

Allein im dritten Quartal stieg die Anzahl der Beschäftigten weltweit um 421 Personen.

Segmentumsatz

Im Kernsegment von KRONES »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« setzte sich das hohe Wachstum fort. Von Januar bis September 2011 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 18,2% von 1.334,7 Mio. € auf 1.578,2 Mio.€. Wesentlicher Wachstumstreiber war die anhaltend hohe Nachfrage nach Maschinen und Anlagen, mit denen Getränke und flüssige Lebensmittel in Kunststoffverpackungen abgefüllt werden. KRONES ist der weltweit führende Anbieter von Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Flaschen hergestellt, befüllt und verpackt werden. Zum gesamten Umsatz der ersten neun Monate 2011 trug das größte Segments des Unternehmens 87,0% (Vorjahr: 84,3%) bei.

Um 10,5% auf 168,8 Mio.€ (Vorjahr: 188,7 Mio.€) verringerte sich der Umsatz des Segments »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« in den ersten drei Quartalen 2011. Da das Geschäft in der Prozesstechnik stark projektbezogen ist, schwankt der Umsatz unterjährig relativ stark. Darum ist die Aussagekraft von Quartalszahlen in diesem Segment beschränkt. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz der ersten drei Quartale 2011 ging von 11,9% im Vorjahr auf 9,3% zurück.

Nach einem sehr starken ersten Halbjahr beruhigte sich das Geschäft in unserem kleinsten Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (Kosme)« im dritten Quartal. Nach den ersten neun Monaten lag der Umsatz mit 67,2 Mio.€ um 12,8% höher als im Vorjahr (59,6 Mio.€). Da Kosme in Osteuropa stark vertreten ist, profitierte das Segment von der allgemein steigenden Nachfrage in der Region. Der Umsatzanteil von Kosme verringerte sich im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr geringfügig von 3,8% auf 3,7%.

Um 18,2% legte der Umsatz im Kernsegment von Krones in den ersten drei Quartalen zu.

Segmentergebnis

Stark angestiegen ist das Ergebnis des Segments »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung«. Mit 99,6 Mio.€ überstieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) der ersten drei Quartale 2011 das Vorjahresniveau um knapp 70%. Einen noch höheren Ertrag verhinderte das weiterhin unbefriedigende Preisniveau. Dass die Kapazitäten von KRONES im Berichtszeitraum ausgelastet waren, spiegelt sich auch in der Marge wider. Die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Segmentumsatz, verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2011 von 4,4% im Vorjahr auf 6,3%.

Mit roten Zahlen schloss das Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« die ersten drei Quartale 2011 ab. Das EBT verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr von minus 2,9 Mio.€ auf minus 6,4 Mio.€. Das liegt zum Teil an den beim Segmentumsatz beschriebenen Schwankungen des Geschäfts. Wir rechnen weiter damit, dass sich das Segmentergebnis im Gesamtjahr im Vergleich zu 2010 (EBT: minus 14,1 Mio.€) verbessert. Grundsätzlich ist die Prozesstechnik für KRONES strategisch wichtig, um als Komplettanbieter auftreten zu können. Das erleichtert den Abschluss von Aufträgen für das renditestarke Kernsegment.

In den kommenden Jahren dürfte die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen aus dem mittleren Preissegment stärker wachsen als der Gesamtmarkt. Daher investieren wir viel Geld und Kraft, um unser Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (Kosme)« nachhaltig zu stärken. Im Berichtszeitraum arbeitete Kosme weiter defizitär. Das Ergebnis vor Steuern lag bei minus 9,1 Mio.€ (Vorjahr: minus 8,8 Mio.€). Das Ergebnis des dritten Quartals (minus 4,2 Mio.€) war durch die alljährlich geringere Auslastung in den Sommermonaten beeinflusst.

Segment Produktabfüllung und -ausstattung 2011 2010
01.01.–30.09. 01.01.–30.09.
ebt
in Mio. €
99,6 58,7
ebt-Marge
in %
6,3 4,4
Segment Prozesstechnik 2011 2010
01.01.–30.09. 01.01.–30.09.
ebt
in Mio. €
–6,4 –2,9
ebt-Marge
in %
–3,8 –1,5
Segment kos
me
2011 2010
01.01.–30.09. 01.01.–30.09.
ebt
in Mio. €
–9,1 –8,8
ebt-Marge
in %
–13,5 –14,8

Nur das Kernsegment von Krones wirtschaftete von Januar bis September 2011 profitabel.

Aktienkurse brechen ein

Dramatisch abgestürzt sind die Börsen im dritten Quartal 2011. Hauptsächlich die Schulden- und Eurokrise in Europa verdarb den Anlegern die Stimmung. Besonders stark unter Druck gerieten die Kurse von Bank-Aktien. Denn der drohende Zahlungsausfall von Griechenland könnte der Auslöser für eine massive Krise der Finanzinstitute sein. Titel von zyklischen Unternehmen verloren an Wert, weil die Angst vor einer Rezession zugenommen hat. Dass die US-Notenbank den Geldhahn nicht weiter aufdrehte, belastete die Aktienkurse ebenfalls. Das Geld der Anleger floss daher verstärkt in vermeintlich sichere Häfen wie Bundesanleihen und Gold.

Der wichtigste deutsche Aktienindex DAX verlor dagegen alleine von Juli bis September 2011 rund ein Viertel an Wert. Im Vergleich zum Jahresanfang beträgt das Minus per Ende September 20,4%. Der Euro Stoxx 50 stand Ende September um 22,3% niedriger als zu Jahresbeginn 2011. Obwohl es auch in den USA Sorgen um die Verschuldung sowie die Konjunktur gibt, hielt sich das Minus beim Dow Jones Index mit knapp 6% in Grenzen. Um 15,0% ging es beim japanischen Nikkei-Index in den ersten drei Quartalen 2011 abwärts.

Schlechtes drittes Quartal für die KRONES Aktie

Im dritten Quartal verlor die KRONES Aktie deutlich stärker als der MDAX, weil Anleger vor allem Titel aus zyklischen Branchen abstießen.

krones Aktien mdax (indexiert)

Wachsende Sorgen der Anleger, dass die Konjunktur in wichtigen Industrieländern in eine Rezession abgleiten könnte, sorgten im dritten Quartal für einen regelrechten Ausverkauf bei zyklischen Werten wie Auto- und Maschinenbauern. Diesem Abwärtssog konnte sich die KRONES Aktie nicht entziehen. Von Juli bis September rutschte der Kurs von 58,38 € um ein Drittel auf 39,12 € ab. Im Vergleich zum Jahresanfang verringerte sich der KRONES Aktienkurs um 16,7%. Der MDAX, der Index für mittelgroße Werte, dem KRONES angehört, verlor im gleichen Zeitraum 17,6%.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist krones einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Integraler Bestandteil des Risikomanagementsystems von krones ist ein internes Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. Unser Risikomanagementsystem besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung- und steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Bereits vor der Auftragsannahme unterziehen wir Angebote einer Rentabilitätsprüfung. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im krones Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuelle Risiken und Planabweichungen informiert.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern: Jahresplanung, Mittelfristplanung, Strategische Planung, rollierende Prognoserechnung, Monats- und Quartalsreports, Investitionsplanung, Produktionsplanung, Kapazitätsplanung, Projektcontrolling, Debitorenmanagement, Wechselkursabsicherungsgeschäfte, Versicherungen.

Risiken

Aus heutiger Sicht sind für krones keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Eine detaillierte Darstellung der Risiken des Unternehmens sowie eine Beschreibung unseres Risikomanagements sind im Lagebericht des Konzernabschlusses 2010 ab S. 78 ff. zu finden. Bei den wesentlichen Risiken des Unternehmens haben sich im Berichtszeitraum vom 01.01. bis 30.09.2011 keine wesentlichen Änderungen gegenüber den dort gemachten Ausführungen ergeben.

KRONES bleibt optimistisch

Wegen der Schuldenkrise haben sich die gesamtwirtschaftlichen Aussichten im dritten Quartal verschlechtert. Vor allem in Europa und den USA dürfte die Wirtschaft wesentlich schwächer wachsen als noch Mitte des Jahres prognostiziert. Bislang hat sich die Konjunktureintrübung noch nicht auf die Geschäfte von KRONES ausgewirkt.

Nach den ersten drei Quartalen 2011 sind wir unserem Ziel, den Umsatz im Vergleich zu 2010 um mehr als 10% zu steigern und den bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2008 von rund 2.381 Mio.€ zu übertreffen, nähergekommen. In unserem Strategieprogramm »Value« haben wir uns mittelfristige Wachstumsziele gesetzt. Diese können wir nur erreichen, wenn wir über ausreichend qualifiziertes Personal verfügen. Daher hat KRONES seine Mannschaft auch durch umfangreiche Einstellungen von bewährten Zeitarbeitnehmern im laufenden Jahr deutlich vergrößert. Das belastet das Ergebnis kurzfristig. Dennoch rechnen wir damit, dass KRONES im Gesamtjahr 2011 das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert und eine Umsatzrendite vor Steuern von etwa 5% (2010: 3,3%) erreichen kann.

Aus heutiger Sicht ist schwer einzuschätzen, wie sich die Wirtschaft 2012 entwickelt. Weil unsere Kunden aus konsumnahen Branchen kommen, sind wir nicht stark von Konjunkturzyklen abhängig. Wenn sich die Weltkonjunktur nicht weiter verschlechtert, halten wir deshalb unser Ziel weiterhin für erreichbar, 2012 das Ergebnis in allen Segmenten zu steigern und insgesamt eine Umsatzrendite vor Steuern von rund 7% zu erreichen.

Aktiva 30.09.2011 31.12.2010
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 107,1 100,6
Sachanlagen 417,2 416,3
Finanzanlagen 2,8 2,1
Anlagevermögen 527,1 519,0
Aktive latente Steuern 14,4 15,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25,3 22,9
Tatsächliche Steuerforderungen 8,1 9,5
Sonstige Vermögenswerte 2,6 2,2
Langfristige Vermögenswerte 577,5 569,5
Vorräte 606,3 583,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 566,7 505,3
Tatsächliche Steuerforderungen 4,2 3,9
Sonstige Vermögenswerte 83,0 76,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 78,9 147,4
Kurzfristige Vermögenswerte 1.339,1 1.316,6
Bilanzsumme 1.916,6 1.886,1
Passiva 30.09.2011 31.12.2010
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Eigenkapital 793,0 758,9
Rückstellungen für Pensionen 81,1 80,2
Passive latente Steuern 12,2 3,8
Sonstige Rückstellungen 33,2 33,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 0,0
Sonstige Finanzverpflichtungen 8,3 3,1
Sonstige Verpflichtungen 17,0 3,8
Langfristige Schulden 151,8 124,8
Sonstige Rückstellungen 123,7 148,9
Steuerrückstellungen 5,6 5,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24,7 0,0
Erhaltene Anzahlungen 475,8 434,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 103,3 174,0
Tatsächliche Steuerverbindlichkeiten 0,3 0,3
Sonstige Finanzverpflichtungen 9,3 12,4
Sonstige Verpflichtungen und
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 229,1 226,5
Kurzfristige Schulden 971,8 1.002,4
Bilanzsumme 1.916,6 1.886,1
2011 2010 Ver-
01.01.–30.09. 01.01.–30.09. änderung
Mio. € Mio. € %
Umsatzerlöse 1.814,2 1.583,0 +14,6
Bestandsveränderung FE/UFE –29,1 50,3
Gesamtleistung 1.785,1 1.633,3 +9,3
Materialaufwand –891,5 –832,4 +7,1
Personalaufwand –561,7 –513,6 +9,4
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen
und aktivierten Eigenleistungen –196,6 –198,8 –1,1
Abschreibungen auf Anlagevermögen –51,1 –44,1 +15,9
EBIT 84,2 44,4 +89,6
Finanzergebnis –0,1 2,6
Ergebnis vor Steuern 84,1 47,0 +78,9
Ertragsteuern –24,8 –15,1 +64,2
Konzernergebnis 59,3 31,9 +85,9
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 0,0 0,1
Ergebnisanteil KRONES
Konzern
59,3 31,8
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 1,97 1,05
2011 2010 Ver-
3. Quartal 3. Quartal änderung
Mio. € Mio. € %
Umsatzerlöse 556,7 506,8 +9,8
Bestandsveränderung FE/UFE –27,5 18,1
Gesamtleistung 529,2 524,9 +0,8
Materialaufwand –263,4 –252,2 +4,4
Personalaufwand –170,9 –166,3 +2,8
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen
und aktivierten Eigenleistungen –62,9 –77,2 –18,5
Abschreibungen auf Anlagevermögen –17,0 –15,2 +11,8
EBIT 15,0 14,0 +7,1
Finanzergebnis –0,1 1,0
Ergebnis vor Steuern 14,9 15,0 –0,7
Ertragsteuern –4,8 –5,2 –7,7
Konzernergebnis 10,1 9,8 +3,1
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter –0,2 0,0
Ergebnisanteil KRONES
Konzern
10,3 9,8
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 0,34 0,32
2011 2010
01.01.–30.09. 01.01.–30.09.
Mio. € Mio. €
Ergebnis vor Steuern 84,1 47,0
Abschreibungen und Zuschreibungen 51,1 44,1
Erhöhung der Rückstellungen 14,3 65,1
ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern 6,9 –4,3
Zinsaufwendungen und Zinserträge 1,5 –1,4
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen –0,2 –0,2
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 1,4 –0,6
Erhöhung der Vorräte, der Forderungen aus L+L und sonstigen Vermögenswerten,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –87,6 –142,0
Verminderung der Verbindlichkeiten aus L+L und sonstigen Verbindlichkeiten,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –85,3 –26,2
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel –13,8 –18,5
gezahlte Zinsen –2,2 –1,8
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern –8,4 –14,5
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit –24,4 –34,8
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –22,4 –22,8
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 0,2 0,0
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen –38,6 –22,2
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 2,5 1,2
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen –0,3 0,0
Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen –0,9 0,0
erhaltene Zinsen 2,1 2,3
erhaltene Dividenden 1,4 1,2
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit –56,0 –40,3
Auszahlungen an Unternehmenseigner –12,1 0,0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 24,7 22,3
Auszahlungen aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten –1,2 –1,2
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit 11,4 21,1
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds –69,0 –54,0
wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 0,5 1,2
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 147,4 135,5
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 78,9 82,7
Mutterunternehmen Anteile
anderer
Gesellschafter
Konzern
eigen
kapital
Gezeichn. Kapital- Gewinn- Währ.- Sonstige Konzern- Eigen- Eigen-
Kapital rücklage rücklagen Differenz. Rücklagen bilanz- kapital kapital
Eigenkap. gewinn
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Stand 1. Januar 2010 40,0 66,6 488,6 –4,8 –0,2 104,7 694,9 0,8 695,7
Konzernergebnis 9 Monate 2010 31,8 31,8 0,1 31,9
Währungsdifferenzen 5,1 5,1 5,1
Hedge Accounting 0,4 0,4 0,4
Stand 30. September 2010 40,0 66,6 488,6 0,3 0,2 136,5 732,2 0,9 733,1
Konzernergebnis 4. Quartal 2010 19,0 19,0 19,0
Entnahme aus Gewinnrücklagen –100,0 100,0 0,0 0,0
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,5 –0,5 0,0 0,0
Währungsdifferenzen 7,7 –0,1 7,6 7,6
Hedge Accounting –0,8 –0,8 –0,8
Stand 31. Dezember 2010 40,0 66,6 389,1 8,0 –0,6 254,9 758,0 0,9 758,9
Dividendenzahlung (0,40 € je Aktie) –12,1 –12,1 –12,1
Konzernergebnis 9 Monate 2011 59,3 59,3 0,0 59,3
Währungsdifferenzen –10,1 –10,1 –10,1
Änderung im Konsolidierungskreis 0,0 0,0 –0,9 –0,9
Hedge Accounting –2,1 –2,1 –2,1
Stand 30. September 2011 40,0 66,6 389,1 –2,1 –2,7 302,1 793,0 0,0 793,0
2011 2010
01.01.–30.09. 01.01.–30.09.
Mio. € Mio. €
Konzernergebnis 59,3 31,9
Unterschied aus Währungsumrechnung –10,1 5,1
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente –2,1 0,4
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen –12,2 5,5
Summe der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 47,1 37,4
davon Anteile anderer Gesellschafter 0,0 0,1
davon Anteile KRONES
Konzern
47,1 37,3

Segmentberichterstattung krones Konzern

Maschinen und Anlagen Maschinen und Anlagen Maschinen und Anlagen krones Konzern
zur Produktabfüllung und zur Getränkeproduktion/ für den unteren Leistungs-
-ausstattung Prozesstechnik bereich (kosme)
2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010
01.01.–30.09. 01.01.–30.09. 01.01.–30.09. 01.01.–30.09. 01.01.–30.09. 01.01.–30.09. 01.01.–30.09. 01.01.–30.09.
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse 1.578,2 1.334,7 168,8 188,7 67,2 59,6 1.814,2 1.583,0
EBT 99,6 58,7 –6,4 –2,9 –9,1 –8,8 84,1 47,0
EBT-Marge 6,3% 4,4% –3,8% –1,5% –13,5% –14,8% 4,6% 3,0%
Mitarbeiter am 30.09.* 9.849 9.179 660 645 483 513 10.992 10.337

*Konsolidierungskreis

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der KRONES AG (»KRONES Konzern«) zum 30. September 2011 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) – wie von der Europäischen Union verabschiedet – erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist um die Minderheitsanteile erweitert.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der KRONES AG zum 30. September 2011 sind neben der KRONES AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der KRONES AG mehr als 50% der Stimmrechte zustehen.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden weitere 49% an der MainTec Service GmbH, Collenberg/Main, Deutschland erworben. Die KRONES AG ist somit unmittelbar zu 100% an dieser Gesellschaft und mittelbar an deren Tochtergesellschaften beteiligt.

Desweiteren wurde die KRONES Angola – Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda, Angola erworben und in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Die Erstkonsolidierung der neuen Anteile wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»purchase method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der KRONES AG ist der Euro.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der KRONES AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Stichtagskurs Durchschnittskurs
30.09.2011 31.12.2010 2011 2010
US-Dollar USD 1,349 1,338 1,407 1,317
Britisches Pfund GBP 0,865 0,863 0,872 0,859
Schweizer Franken CHF 1,217 1,253 1,235 1,403
Dänische Kronen DKK 7,442 7,454 7,454 7,445
Kanadischer Dollar CAD 1,411 1,337 1,375 1,365
Japanischer Yen JPY 103,650 108,800 113,308 118,020
Brasilianischer Real BRL 2,484 2,221 2,292 2,356
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 8,616 8,821 9,142 8,977
Mexikanischer Peso MXN 18,616 16,593 16,912 16,761
Ukrainischer Griwna UAH 10,807 10,663 11,226 10,603
Südafrikanischer Rand ZAR 10,967 8,885 9,802 9,852
Kenianischer Schilling KES 134,590 108,139 122,551 107,662
Nigerianischer Naira NGN 216,600 203,630 217,071 200,937
Russischer Rubel RUB 43,370 40,924 40,464 39,912
Thailändischer Baht THB 41,963 40,211 42,642 42,870
Indonesische Rupiah IDR 11.866,100 12.058,500 12.229,322 12.028,643
Angolanischer Kwanza AOA 128,381 122,460 131,338 120,809

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro:

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der KRONES AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume; insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf die Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des KRONES Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht vorhanden.

Sachanlagen

Sachanlagen des KRONES Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht als Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 18
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.

Leasing

Leasingverträge, bei denen der KRONES Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach IAS 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder »Nutzungsdauer« des Leasingobjektes vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.

Bei Operating-Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente nach IAS 39, die bei KRONES eingesetzt werden, setzen sich aus

  • Finanzanlagen
  • zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (derivative Finanzinstrumente)
  • zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten
  • finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten

zusammen.

Bei den Bewertungskategorien entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten.

Für die Finanzanlagen besteht kein Markt, aus diesem Grunde werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die beizulegenden Zeitwerte und Buchwerte basieren auf marktüblichen Verzinsungen und beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen (Stufe 2 i.S.d. IFRS 7.27 A).

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.

Die Klassen nach IFRS 7 setzen sich neben den oben genannten Bewertungskategorien nach IAS 39 aus Zahlungsmitteln und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zusammen.

Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden, abgesehen von Wertpapieren, zu Anschaffungskosten vermindert um Wertberichtigungen angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als »zur Veräußerung verfügbar« eingestuft und erfolgsneutral zum Fair Value bewertet. Eine Einstufung als »bis zur Endfälligkeit gehalten« findet nicht statt.

Darüber hinaus wird im KRONES Konzern bei keiner Bilanzposition die »Fair Value Option« nach IAS 39 angewendet.

Derivative Finanzinstrumente

Die im KRONES Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei KRONES bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen US-Dollar, neuseeländischer Dollar und kanadischer Dollar sowie Schweizer Franken.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100% der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Diese ermitteln sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i. S.d. IFRS 7.27 A.

Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank.

Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen worden sind.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Kunden.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (»Percentage-of-Completion-Methode«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse, für den Anlagen- und Maschinenteil, entsprechend der physischen Vollendung der jeweiligen Anlage und Maschine, am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad für den Montageanteil entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Montageanteils. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß ias 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den höheren der folgenden Barwerte überstieg:

  • a) 10% des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung zu diesem Zeitpunkt (vor Abzug des Planvermögens); und
  • b) 10% des beizulegenden Zeitwerts eines etwaigen Planvermögens zu diesem Zeitpunkt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des IAS 18, mit Ausnahme von den nach IAS 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse werden, vermindert um Erlösschmälerungen, ausgewiesen.

Segmentberichterstattung

krones berichtet über drei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen.

Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung. Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik und Segment 3 Maschinen und Anlagen im unteren Leistungsbereich.

Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den »Allgemeinen Angaben« beschrieben.

Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand v.a. durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBT gemessen.

Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert.

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der
Beteiligung der
KRONES
ag in %*
neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling 100,00
KIC
KRONES
Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling
100,00
ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 100,00
MAINTEC
Service GmbH, Collenberg/Main
100,00
S.A. KRONES
N.V., Louvain-la-Neuve, Belgien
100,00
KRONES
Nordic ApS, Holte, Dänemark
100,00
KRONES
S.A.R.L., Lyon, Frankreich
100,00
KRONES
UK Ltd., Bolton, Großbritannien
100,00
KRONES
S.R.L., Garda (vr), Italien
100,00
KOSME
S.R.L., Roverbella, Italien
100,00
KRONES
Nederland B.V., Bodegraven, Niederlande
100,00
KOSME
Gesellschaft mbH, Sollenau, Österreich
100,00
KRONES
Spólka z.o.o., Warschau, Polen
100,00
KRONES
Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena, Portugal
100,00
KRONES
o.o.o., Moskau, Russische Föderation
100,00
KRONES
Romania Prod. S.R.L., Bukarest, Rumänien
100,00
KRONES
AG, Buttwil, Schweiz
100,00
KRONES
Iberica, S. A., Barcelona, Spanien
100,00
KRONES
S.R.O., Prag, Tschechische Republik
100,00
KRONES
Ukraine LLC, Kiew, Ukraine
100,00
MAINTEC
Service eood, Sofia, Bulgarien
100,00
MAINTEC
Service Ges.m.b.H., Dorf an der Pram, Österreich
100,00
KONPLAN
S.R.O., Pilsen, Tschechische Republik
50,00
KRONES
Angola – Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda, Angola
100,00
KRONES
Surlatina S. A., Buenos Aires, Argentinien
100,00
KRONES
do Brazil Ltda., São Paulo, Brasilien
100,00
KRONES
S. A., São Paulo, Brasilien
100,00
KRONES
Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China
100,00
KRONES
Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China
100,00
KRONES
Asia Ltd., Hongkong, VR China
100,00
KRONES
India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien
100,00
PT. KRONES
Machinery Indonesia, Jakarta, Indonesien
100,00
KRONES
Japan Co. Ltd., Tokio, Japan
100,00
KRONES
Machinery Co. Ltd., Brampton, Ontario, Kanada
100,00
KRONES
LCS Center East Africa Limited, Nairobi, Kenia
100,00
KRONES
Andina Ltda., Bogotá, Kolumbien
100,00
KRONES
Korea Ltd., Seoul, Korea
100,00
KRONES
Mex S. A. DE C. V., Mexiko D. F., Mexiko
100,00
KRONES
LCS Center West Africa Limited, Lagos, Nigeria
100,00
KRONES
Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika
100,00
KRONES
(Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand
100,00
KRONES
, Inc., Franklin, Wisconsin, USA
100,00
Maquinarias KRONES
de Venezuela S. A., Caracas, Venezuela
100,00

* unmittelbare und mittelbare Beteiligung.

Aufsichtsrat und Vorstand

Nachdem die Voraussetzungen für die Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes 1976 seit 1987 erfüllt waren, erfolgte eine Erweiterung des Aufsichtsrats von sechs auf zwölf Mitglieder. Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat Vorstand

Ernst Baumann Aufsichtsratsvorsitzender

Werner Schrödl** Gesamtbetriebsratsvorsitzender Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

Dr. Klaus Heimann**

Leiter des Funktionsbereichs (FB) Jugend-, Bildungsund Qualifizierungspolitik der ig metall

Dr. Jochen Klein

Geschäftsführer der I-Invest GmbH * döhler GMBH hoyer gmbh

Prof. Dr. Ing. Erich Kohnhäuser (bis 15. Juni 2011)

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt * bayerische futtersaatbau gmbh

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld MdL, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz Rechtsanwalt

Johann Robold** Betriebsrat

Anton Schindlbeck** Vertriebsleiter lcs

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH, Diversum Holding GmbH&Co. KG (ab 15. Juni 2011)

Jürgen Scholz**

  1. Bevollmächtigter und Kassierer ig metall Verwaltungsstelle Regensburg * infineon technologies ag

Josef Weitzer** Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender * Sparkasse Regensburg

Volker Kronseder Vorsitzender Konzernkommunikation, Personalmanagement und Soziales * KRONES inc., usa

Hans-Jürgen Thaus

Stv. Vorsitzender Finanzen, Controlling, Informations- und Prozessmanagement * kurtz gmbh KRONES inc., usa Maschinenfabrik Reinhausen GmbH

Rainulf Diepold Marketing und Vertrieb

Werner Frischholz Materialwirtschaft und Produktion

Christoph Klenk Forschung und Entwicklung, Konstruktion und Sparten

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Glossar

34

Anlagevermögen Vermögenswerte, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittelequivalenten in einer Periode.
dax Deutscher Aktienindex (dax). Der Index umfasst die 30 größten (nach Börsenwert und Börsenumsatz)
deutschen Unternehmen.
ebitda Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and
amortisation).
ebit Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
ebt Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
ebt-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu Umsätzen (Return on Sales).
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus
einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Free Float Teil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen,
Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
ifrs International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (iasb)
erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze.
Kapitalflussrechnung Betrachtung der Liquiditätsentwicklung/Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunft- und
Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres.
Latente Steuern Zeitlich begrenzte Differenzen zwischen errechneten Steuern auf Bewertungsdifferenzen zwischen
ifrs-Bilanz und Steuerbilanz mit dem Ziel, den Steueraufwand entsprechend dem Ergebnis nach ifrs
auszuweisen.
Marktkapitalisierung Börsenwert eines Unternehmens. Dieser berechnet sich aus dem Aktienkurs, multipliziert mit der Anzahl
der Aktien.
mdax Index, der die 50 größten (nach Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen und ausländischen Unternehmen
der klassischen Sektoren unterhalb des dax umfasst.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten.
roce Verhältnis ebit zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlich
keiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
roi Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Gesamtkapital (Return on investment).
Tochterunternehmen Alle Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar von einer Muttergesellschaft aufgrund einer Mehrheits
beteiligung und/oder einer einheitlichen Leitung beherrscht werden.
Verbundene Unternehmen Vgl. Tochterunternehmen
Working Capital Das Working Capital errechnet sich aus dem Umlaufvermögen abzüglich der liquiden Mittel und abzüglich
der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Impressum

Herausgeber krones ag
Böhmerwaldstraße 5
93073 Neutraubling
Projektleitung Roland Pokorny,
Leiter Konzernkommunikation
Gestaltung Büro Benseler
Text krones ag,
InvestorPress GmbH
Fotos krones ag
Druck, Litho Mediahaus Biering GmbH
Papier PhoeniXmotion,
Munken Polar
Auflage 1.000 in deutscher Sprache
700 in englischer Sprache

Die Herstellung und das Papier für den »Bericht über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2011« des Krones Konzerns sind zertifiziert nach den Kriterien des Forest Stewardship Councils (FSC). Der FSC schreibt strenge Kriterien bei der Waldbewirtschaftung vor und vermeidet damit unkontrollierte Abholzung, Verletzung der Menschenrechte und Belastung der Umwelt. Da die Produkte mit FSC-Siegel verschiedene Stufen des Handels und der Verarbeitung durchlaufen, werden auch Verarbeitungsbetriebe von Papier, z.B. Druckereien, nach den Regeln des FSC zertifiziert.

Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt.

Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen.

Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

krones ag Investor Relations Telefax +49 9401 70-3786 E-Mail [email protected] Internet www.krones.com Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling Deutschland

Olaf Scholz Telefon +49 9401 70-1169