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KRONES AG Interim / Quarterly Report 2009

Apr 28, 2009

251_10-q_2009-04-28_36d1c26a-e3e9-49d5-9d1f-5102ccbb39d5.pdf

Interim / Quarterly Report

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Kennzahlen auf einen Blick 1. Quartal 1. Quartal Verän
2009 2008 derung
Umsatz Mio. € 482,3 595,2 –19,0 %
Auftragseingang kumuliert inkl. Lifecycle Service Mio. € 414,5 607,3 –31,7 %
Auftragsbestand zum 31.03. inkl. Lifecycle Service Mio. € 769,6 903,0 –14,8 %
Investitionen Mio. € 22,0 15,7 40,1 %
Beschäftigte am 31.03.
Weltweit 10.273 9.853 4,3 %
Inland 8.206 7.942 3,3 %
Ergebnis je Aktie –0,17 0,98
EBITDA Mio. € 8,2 57,1 –85,6 %
EBIT Mio. € –5,9 45,4
EBT Mio. € –4,0 45,6
Konzernergebnis Mio. € –5,1 30,7
Brutto-Cashflow Mio. € 9,0 42,4 –78,8 %

2 3

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

vor einem Jahr schrieben wir an dieser Stelle, dass die Nachfrage nach unseren Produkten fast unabhängig von Konjunkturzyklen stetig wächst. Obwohl sich die globale Wirtschaft damals bereits auf Rezessionskurs befand, setzte sich das jahrelange Wachstum von krones im ersten Quartal 2008 unverändert fort. Was selbst angesehene Volkswirte vor zwölf Monaten nicht prophezeiten, ist heute Gewissheit: Das Ausmaß der Konjunkturkrise übertrifft einen »normalen« Abschwung, gegen den wir mit unserem Geschäftsmodell gewappnet wären, bei weitem. Die Weltwirtschaft ist regelrecht abgestürzt. Wegen der globalen Krise ist die Investitionsbereitschaft unserer Kunden aus der Getränke- und Lebens mittelindustrie gering. Zudem haben unsere Abnehmer Schwierigkeiten geplante Projekte zu finanzieren, weil Banken Kredite nur sehr zaghaft vergeben.

Die Zahlen für das erste Quartal 2009 belegen, dass die Wirtschaftskrise auch krones erreicht hat. Unser Umsatz ging in den Monaten Januar bis März 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 19 % auf 482,3 Mio. € zurück, der Auftragseingang ver ringerte sich um rund 32 % auf 414,5 Mio. €, so dass wir infolgedessen das erste Quartal mit einem Ergebnis vor Steuern von –4,0 Mio. € abschließen mussten.

Der Vorstand hat bereits im vierten Quartal 2008 mit einem umfangreichen Maßnahmenprogramm begonnen, dem Einbruch beim Ergebnis entgegenzuwirken. Unsere bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen reflektieren damit den kurzfristigen Handlungsbedarf. Wir arbeiten aber auch daran weiter, die langfristige Ausrichtung unseres Unternehmens zu stärken. Deshalb werden diesen kurzfristig getroffenen Maßnahmen noch strukturelle Veränderungen in den nächsten Monaten folgen.

Wir können die weltweite Krise nicht verhindern, aber wir haben dank unserer hohen Finanzkraft und Bonität alle Chancen, als Gewinner aus der Krise hervor -

zu gehen.

Volker Kronseder Hans-Jürgen Thaus

Vorstandsvorsitzender Stv. Vorstandsvorsitzender

Weltwirtschaft schrumpft

2009 dürften die Industriestaaten eine tiefe Rezession durchlaufen. Schuld an den schlechten konjunkturellen Aussichten ist die Krise an den Finanzmärkten, die die Realwirtschaft massiv belastet. Der Internationale Währungsfonds (iwf) rechnet damit, dass die Weltwirtschaft 2009 um 0,5 % bis 1,0 % schrumpft.

Es bleibt abzuwarten ob und in welchem Umfang die Konjunkturprogramme der einzelnen Staaten greifen. Wichtige Indikatoren lassen aber nur wenig Raum für Hoffnung, dass der Absturz der Wirtschaft schnell gebremst werden kann. In den usa fiel die Industrieproduktion im ersten Quartal kontinuierlich, die Kapazitätsauslastung der Industrie erreichte im März den tiefsten Stand seit 1967. Die Konjunkturexperten vom iwf erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt (bip) in den usa 2009 um 2,6 % zurückgeht. Noch schlechter dürfte sich die Wirtschaft in Europa entwickeln. Für den Euroraum prognostiziert der iwf einen bip-Rückgang von 3,2 %.

Der globale Kollaps der Wirtschaft trifft Deutschland als exportstarkes Land überproportional. Im ersten Quartal 2009 dürfte das bip im Vergleich zum Vorquartal um mehr als zwei Prozent geschrumpft sein. Der ifo-Geschäftsklimaindex, einer der bedeutendsten Frühindikatoren, verschlechterte sich zuletzt weiter. Für das Gesamtjahr erwarten die meisten Konjunkturinstitute einen bip-Rückgang in Deutschland um mehr als 4 %.

Aufträge im Maschinenbau auf Talfahrt

Nach einer fünf Jahre andauernden Wachstumsphase steht die deutsche Maschinenbau-Branche 2009 vor einem dramatischen Einbruch. Die Auftragseingänge aus dem In- und Ausland befinden sich seit Monaten auf Talfahrt. Im Februar 2009 ging der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 49 % zurück. Das Inlandsgeschäft sank um 45 %, die Nachfrage aus dem Ausland verringerte sich um die Hälfte. Für die von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflusste Dreimonatsperiode Dezember 2008 bis Februar 2009 ergibt sich im Vorjahresvergleich ein Auftragsminus von 44 %. Seine Anfang Februar 2009 veröffentlichte Produktionsprognose von minus 7 % hat der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (vdma) bereits wenige Wochen später revidiert. Der vdma rechnet nun damit, dass die Produktion im laufenden Jahr um 10 bis 20 % sinkt.

LAGEBERICHT | WIRTSCHAFTLICHES UMFELD LAGEBERICHT | KRONES IN ZAHLEN

Die Misere an den Finanzmärkten stürzte die Weltwirtschaft in eine schwere Krise.

Umsatz

Quartalsumsatz um 19 % unter Vorjahr

Der weltweit starke Konjunktureinbruch belastete im ersten Quartal das Geschäft von krones. Mit 482,3 Mio. € unterschritt der Umsatz in den Monaten Januar bis März 2009 das hohe Vorjahresniveau um 19 %. Während wir im Jahresanfangsquartal 2008 von der außerordentlich guten Branchenkonjunktur und der starken Nachfrage nach kompletten Getränkeproduktions- und abfüllbetrieben profitierten, litt krones im Berichtszeitraum unter der massiv gesunkenen Investitionsbereitschaft der Kunden.

Vor allem der Markt für Einzelmaschinen ist stark umkämpft. krones verzichtete im ersten Quartal bewusst auf Umsätze, die keinen ausreichenden Deckungs beitrag liefern.

Während das Neumaschinengeschäft in den ersten drei Monaten rückläufig war, legte unser Servicegeschäft weiter zu. Damit zahlt sich unsere Strategie aus, diesen Bereich massiv auszubauen. Schwerpunkt sind dabei Regionen wie Afrika und Russland, in denen wir in den vergangenen Jahren ein starkes Neumaschinengeschäft verzeichneten.

Umsatz nach Regionen

Von Januar bis März 2009 stieg unser Umsatz in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich abrechnungsbedingt um 34,1 % auf 88,4 Mio. € (Vorjahr: 65,9 Mio. €).

Dass der Umsatz in Europa von 293,6 Mio. € im ersten Quartal 2008 im Berichts quartal um 47,6 % auf 153,9 Mio. € sank, liegt an den sehr schwachen Geschäften in Westeuropa. Der Wirtschaftseinbruch in Teilen Osteuropas wirkte sich ebenfalls negativ auf unsere Umsätze aus.

Um 1,8 % von 235,7 Mio. € auf 240,0 Mio. € legte der Umsatz in der restlichen Welt im ersten Quartal 2009 zu. Während unser Wachstum in Regionen wie Asien, Südamerika und Afrika anhielt, schrumpfte der krones Umsatz in Nordamerika.

Umsatz KRONES Konzern in Mio. €, 01.01. bis 31.03.

Nach einer langen Wachstums phase ist der Umsatz von KRONES im ersten Quartal 2009 im Vor jahresvergleich geschrumpft.

KRONES erleidet im ersten Quartal Verlust

Das Ergebnis vor Steuern von krones verschlechterte sich im ersten Quartal 2009 aufgrund des deutlich geringeren Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr von 45,6 Mio. € auf minus 4,0 Mio. €. Wir haben zwar bereits im ersten Quartal umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen umgesetzt, ihren vollen Effekt entfalten diese aber erst im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2009. Vor allem die unverändert hohen Personalkosten trugen zum unbefriedigenden Quartalsergebnis bei.

Da wir davon überzeugt sind, dass unsere Märkte langfristig wieder wachsen, wollen wir unser Stammpersonal halten. In der wirtschaftlich schlechten Situation belastet dies das Ergebnis zusätzlich. Aber mittel- und langfristig ist es wichtig, ausreichend qualifiziertes Personal im Unternehmen zu haben.

Nach einem Gewinn nach Steuern von 30,7 Mio. € im ersten Quartal 2008 erzielte krones von Januar bis März 2009 einen Verlust nach Steuern von 5,1 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie ging von 0,98 € auf minus 0,17 € zurück.

Auftragseingang deutlich unter Vorjahresniveau

Wegen der weltweiten Wirtschaftskrise war die Investitionsbereitschaft unserer Kunden im ersten Quartal 2009 gering. Der Auftragseingang von krones sank von Januar bis März 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 607,3 Mio. € um 31,7 % auf 414,5 Mio. €. Das durchschnittliche Ordervolumen nahm im Berichtszeitraum ab, weil Kunden große Projekte zurzeit nur schwer finanzieren können. Für Greenfield-Projekte, also Getränkefabriken, bei denen krones als Generalunternehmer den kompletten Bau verantwortet, bestand im ersten Quartal keine Nachfrage.

Die stärksten Orderrückgänge verzeichnete krones im ersten Quartal 2009 in Regionen, in denen sich der Wirtschaftsabschwung zu Beginn des Jahres beschleunigte. Dazu zählt der osteuropäische Raum ebenso wie Westeuropa. Eine vergleichsweise gute Orderlage herrschte in China und Afrika.

Auftragsbestand geht zurück

krones startete mit einem komfortablen Auftragsbestand von rund 837 Mio. € in das Geschäftsjahr 2009. Im ersten Quartal verringerte er sich. Zum 31. März lag der Auftragsbestand des Unternehmens bei 769,6 Mio. € (Vorjahr: 903,0 Mio. €).

Mehr als 10.000 Mitarbeiter bei KRONES

Am Ende des ersten Quartals 2009 beschäftigte krones weltweit 10.273 Menschen, davon 8.206 im Inland. Somit verringerte sich die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum 31.12.2008 um 60 Personen. Zum 31. März 2009 befanden sich 438 junge Menschen bei krones in der Ausbildung.

Der Konjukturabschwung beschleunigte sich im ersten Quartal in vielen Regionen. Darunter litt auch die Investitionsbereitschaft der Kunden von KRONES.

KRONES rutschte aufgrund des starken Umsatzrückgangs im ersten Quartal 2009 in die Verlustzone.

Ertragslage

Ergebnis je Aktie in €, 01.01. bis 31.03.

2009 2008 Veränderung
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
Umsatzerlöse 482,3 595,2 –19,0%
Bestandsveränderung FE/UFE –26,5 5,4
Gesamtleistung 455,8 600,6 –24,1 %
Materialaufwand –234,2 –310,5 –24,6%
Personalaufwand –160,0 –160,8 –0,5 %
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/
Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen –53,4 –72,2 –26,0 %
EBITDA 8,2 57,1 –85,6 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen –14,1 –11,7 20,5 %
EBIT –5,9 45,4
Finanzergebnis 1,9 0,2
EBT –4,0 45,6
Ertragsteuern –1,1 –14,9 –92,6 %
Konzernergebnis –5,1 30,7

Die verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung verdeutlicht, dass aufgrund der hohen Fixkosten, die überwiegend im Personalbereich liegen, der Umsatzrückgang im Berichtsquartal stark auf das Ergebnis von krones durchschlug. Da wir aus strategischen Gründen trotz der derzeit schlechten Geschäftslage auf betriebs bedingte Kündigungen verzichten und zudem im Berichtszeitraum noch keine Kurzarbeit einführten, lag der Personalaufwand im Zeitraum Januar bis März 2009 mit 160,0 Mio. € fast ebenso hoch wie im Jahresanfangsquartal 2008 (160,8 Mio. €). Die Per sonalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung von 455,8 Mio. €, verschlechterte sich von 26,8 % auf 35,1 %.

Mit 234,2 Mio. € ging der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr überpropor tional um 24,6 % zurück. Beim Materialaufwand erfassen wir unter dem Posten »Bezogene Leistungen« auch die Aufwendungen für Zeitarbeitskräfte. Da krones im ersten Quartal 2009 nur noch begrenzt Zeitarbeitskräfte einsetzte, verringerten sich die bezogenen Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um rund 18 Mio. €. Der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung verminderte sich von 51,7 % auf 51,4 %.

Mit –53,4 Mio. € verbesserte sich der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie der aktivierten Eigenleistungen um 18,8 Mio. €. Hierin sind die ersten Effekte unserer Sparmaßnahmen als Reaktion auf das schwieriger werdende Geschäftsumfeld erkennbar.

Ertragsstruktur KRONES KONZERN in Mio. €

Die unverändert hohen Personalkosten haben das Ergebnis von KRONES im Berichtszeitraum stark belastet.

Die Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) von krones verschlechterte sich im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 31,9 Mio. € auf –54,7 Mio. €. Grund hierfür sind zum einen das um knapp 50 Mio. € niedrigere Ergebnis vor Steuern sowie höhere Steuervorauszahlungen. Zum anderen verringerten sich die erhaltenen Anzahlungen geschäftsbedingt um etwa 21 %. Dass wir im ersten Quartal unsere Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich reduzieren konnten, wirkte sich positiv auf den operativen Cashflow aus.

krones investierte im ersten Quartal 22,0 Mio. € (Vorjahr: 15,7 Mio. €) in Sachan lagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sind gestiegen, weil sich krones mit höheren Entwicklungsund Forschungsausgaben auf die weltweit wichtigste Branchenmesse »drinktec« im September 2009 vorbereitet. Im Berichtszeitraum stockten wir zudem unsere mittelund unmittelbare Beteiligung an der Tochter kosme Italien von 70 % auf 100 % auf. Insgesamt lag der Free Cashflow, also der operative Cashflow abzüglich der Investi tionen, im ersten Quartal 2009 bei –79,5 Mio. € (Vorjahr: –38,0 Mio. €).

Im Januar 2009 startete krones ein Aktienrückkaufprogramm. Per Ende März 2009 kaufte das Unternehmen eigene Aktien im Wert von 20,2 Mio. € an der Börse. Um seine Finanzierung zu optimieren, beanspruchte das Unternehmen zum Ende des ersten Quartals Kreditlinien von 40,7 Mio. € (Vorjahr: 27,2 Mio. €). Unter Berücksich tigung der wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds verfügte krones zum 31. März 2009 über liquide Mittel von 48,5 Mio. € (Vorjahr: 42,7 Mio. €).

2009
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
2008 Veränderung
in Mio. €
EBT –4,0 45,6 –49,6
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit –54,7 –22,8 –31,9
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit –54,7 –22,8 –31,9
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit –24,8 –15,2 –9,6
Free Cashflow –79,5 –38,0 –41,5
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit 20,0 26,7 –6,7
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds –59,5 –11,3 –48,2
wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds –0,4 0,2 –0,6
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 108,4 53,8 54,6
Finanzmittelfonds zu Ende der Berichtsperiode 48,5 42,7 5,8
31.03.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006
31.03.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006
Langfristige Vermögenswerte 537 534 475 430
davon Anlagevermögen 490 482 422 374
Kurzfristige Vermögenswerte 1.180 1.291 1.209 1.042
davon flüssige Mittel 49 108 54 58
Eigenkapital 760 790 708 629
Fremdkapital 957 1.035 976 843
langfristige Verpflichtungen 143 144 155 147
kurzfristige Verpflichtungen 814 891 821 696
Bilanzsumme 1.717 1.825 1.684 1.472

Wegen des rückläufigen Geschäfts lag die Bilanzsumme des krones Konzerns per Ende März 2009 mit 1.716,9 Mio. € unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 1.752,2 Mio. €. Im Vergleich zum Bilanzstichtag 2008 verminderte sich die Bilanzsumme um knapp 6 %.

Das Anlagevermögen betrug Ende des ersten Quartals 490,2 Mio. € (31.12.2008: 482,0 Mio. €). Mit 389,8 Mio. € entfällt der weitaus größte Teil auf Sachanlagen. In den im Vergleich zur Bilanz vom 31. März 2008 um mehr als 40 % auf 84,9 Mio. € erhöhten immateriellen Vermögenswerten spiegeln sich vor allem die Forschungsund Entwicklungskosten von krones zur Entwicklung von Produktneuheiten für die Messe »drinktec« im September 2009 wider. Insgesamt verfügte das Unter nehmen zu Ende des ersten Quartals 2009 über langfristige Vermögenswerte von 536,9 Mio. € (31.12.2008: 534,3 Mio. €).

krones baute in den ersten drei Monaten 2009 die Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ab. Dass sich die liquiden Mittel im Vergleich zum Bilanzstichtag 2008 um knapp 60 Mio. € verringerten, liegt unter anderem am Aktienrückkaufprogramm des Unternehmens. Per 31. März hatte krones Aktien im Gesamtwert von 20,2 Mio. € an der Börse erworben. Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen am Ende des Berichtsquartals bei 1.180,0 Mio. € (31.12.2008: 1.290,8 Mio. €).

Die langfristigen Verpflichtungen von krones, größtenteils Rückstellungen für Pensionen und sonstige Rückstellungen, betrugen zum 31. März 2009 142,5 Mio. € (31.12.2008: 144,1 Mio. €). Die größten Einzelposten bei den kurzfristigen Verpflichtungen von insgesamt 814,3 Mio. € sind erhaltene Anzahlungen sowie sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter.

Am Ende des ersten Quartals 2009 verfügte krones über 760,1 Mio. € Eigenkapital, welches durch das laufende Aktienrückkaufprogramm um 20,2 Mio. € gemindert wurde. Die Eigenkapitalquote lag bei 44,3 %. Die sehr solide Kapitalstruktur von krones ist eine gute Basis, um auch im konjunkturellen Abschwung zu bestehen und Chancen zu nutzen.

Kapitalflussrechnung KRONES Konzern in Mio. € Vermögens- und Kapitalstruktur KRONES Konzern in Mio. €

KRONES verfügt über eine solide Bilanzstruktur. Die Eigenkapitalquote betrug Ende März 2009 44,3 %.

Wegen des deutlich niedrigeren Ergebnisses verschlechterte sich unser Cashflow.

Segmentumsatz

Im Kernsegment von krones »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« verminderte sich der Umsatz von Januar bis März 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 497,6 Mio. € um 13,4 % auf 430,8 Mio. €. Den weitaus größten Teil des Segmentumsatzes erzielte krones im Berichtszeitraum mit Maschinen zur Herstellung von Kunststoffflaschen (pet-Flaschen) und den dazugehörigen Abfülllinien. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz betrug im ersten Quartal 89,3 % (Vorjahr: 83,6 %).

Mit 34,8 Mio. € lag der Umsatz des Segments »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« im ersten Quartal 2009 um 55,0 % niedriger als im Vorjahr. Im Jahresanfangsquartal 2008 profitierte krones von der regen Nachfrage nach Sudhäusern für Brauereien. In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres war die Zahl der realisierten Projekte abrechnungsbedingt stark rückläufig. Nach 13,0 % im Vorjahres quartal trug das Segment im ersten Quartal 2009 nur noch 7,2 % zum Konzern umsatz bei.

Um 17,3 % schrumpfte der Umsatz im kleinsten Segment von krones »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (kosme)«. Damit schnitt kosme im ersten Quartal besser ab als der Gesamtmarkt. Dieser büßte deutlich stärker an Volumen ein. Von 3,4 % im Vorjahresquartal auf 3,5 % kletterte der Anteil des Segments am Konzernumsatz.

Segmentergebnis

Das Ergebnis vor Steuern im Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« verschlechterte sich von 44,7 Mio. € im Vorjahr im ersten Quartal 2009 auf minus 0,9 Mio. €. Dass die Preisqualität unter der schwachen Branchenkonjunktur litt, belastete das Ergebnis ebenso wie die niedrigere Auslastung der Produktionskapazitäten. Die ebt-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Segmentumsatz, ging im ersten Quartal im Vorjahresvergleich von 9,0 % auf –0,2 % zurück.

Der auch abrechnungsbedingte Umsatzeinbruch im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozess technik« hinterließ deutliche Spuren im Quartalsergebnis. Das Ergebnis vor Steuern ging um 4,1 Mio. € von 1,4 Mio. € auf –2,7 Mio. € zurück. Die ebt-Marge verschlechterte sich im Berichtsquartal im Vergleich zum Vorjahr von 1,8 % auf –7,8 %.

Im Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (kosme)« optimierte krones im vergangenen Jahr alle Prozesse und Abläufe. Diese Anstrengungen wirkten sich im ersten Quartal 2009 positiv aus. Obwohl der Umsatz deutlich unter Vorjahr lag, verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum ersten Quartal 2008 von –0,5 Mio. € auf –0,4 Mio. €. Die ebt-Marge betrug –2,4 % (Vorjahr: –2,5 %).

* Anteil am Konzernumsatz von 482,3 Mio. € ** Anteil am Konzernumsatz von 595,2 Mio. €

Am geringsten ging der Umsatz im ersten Quartal in unserem Kernsegment zurück.

Alle drei Segmente von KRONES schrieben im Berichtsquartal rote Zahlen.

Segment Produktabfüllung und -ausstattung 2009 2008
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
EBIT
in Mio. €
–2,8 44,4
EBT
in Mio. €
–0,9 44,7
EBT-Marge
in %
–0,2 9,0
Segment Prozesstechnik 2009 2008
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
EBIT
in Mio. €
–3,0 1,3
EBT
in Mio. €
–2,7 1,4
EBT-Marge
in %
–7,8 1,8
Segment KOSME 2009 2008
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
EBIT
in Mio. €
–0,1 –0,3
EBT
in Mio. €
–0,4 –0,5
EBT-Marge
in %
–2,4 –2,5

Aktienkurse im ersten Quartal unter Druck

Für schlechte Stimmung sorgten an den Börsen zu Jahresbeginn die Finanzkrise sowie zunehmend schlechte Konjunkturdaten. Der dax verlor bis Anfang März fast 25 % auf rund 3.650 Punkte. Optimistische Äußerungen einiger Bankvorstände zum Geschäftsverlauf ihrer Institute sowie die Tatsache, dass die us-Notenbank fed erstmals seit 40 Jahren amerikanische Staatsanleihen kaufen und den Markt mit Liquidität fluten will, lösten eine massive Kurserholung aus. Mit 4.085 Punkten stand der dax am 31. März 2009 um 15,1 % niedriger als zu Jahresanfang.

Da im mdax Bank- und Versicherungstitel nur wenig Gewicht haben, konnte er von der durch die Finanzbranche angeführte »März-Hausse« nicht profitieren. Der mdax sank im ersten Quartal um 21 %. Ein wenig schlechter schnitt die krones Aktie von Januar bis März 2009 ab. Mit knapp 24 € stand unsere Aktie am Quartalsende um 22,8 % tiefer als zu Jahresbeginn. Neben der allgemeinen Börsenschwäche und schlechten Zahlen aus der gesamten Maschinenbau-Branche belastete auch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr den Kurs.

Aktienrückkaufprogramm gestartet

Der Vorstand ist davon überzeugt, dass der Aktienkurs von krones die Ertragskraft und die Zukunftsperspektiven des Unternehmens nicht angemessen widerspiegelt. Auf Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 18. Juni 2008 hat er daher am 21. Januar 2009 beschlossen bis zu 10 % des Grundkapitals, also 3.159.307 Aktien, an der Börse zu erwerben. Der Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf nicht weniger als 22,61 € und nicht mehr als 27,64 € betragen. Zum 23. April 2009 wurden 1.197.000 Aktien zum Durchschnittskurs von 25,91 € zurückgekauft. Der aktuelle Stand des Aktienrückkaufs wird regelmäßig auf der Internetseite unter http://krones.de/de/investor_relations/8352.htm veröffentlicht.

KRONES erwartet schwieriges Geschäftsjahr 2009

Die bis dato noch nicht erlebten gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten lassen eine seriöse Prognose für das Konzernergebnis 2009 nicht zu. Wir müssen davon ausgehen, dass sich die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise im weiteren Jahresverlauf deutlich auf Umsatz und Ergebnis von krones auswirkt. Im Fall, dass die Investitionszurückhaltung unserer Kunden in dem jetzt bekannten Ausmaß länger anhält und in der Folge der Umsatz einbricht, können wir auch ein negatives Konzernergebnis 2009 nicht mehr ausschließen. Wir erwarten, dass sich unsere Märkte 2010 erholen.

Der Vorstand hat bereits im 4. Quartal 2008 begonnen, mit einem umfangreichen Maßnahmenprogramm, das unter dem Namen »Conversion« im Konzern implementiert wurde, dem wegen der Wirtschaftskrise zu erwartenden Ergebnisrückgang entgegenzuwirken. Zu diesen Maßnahmen zählen die Auflösung von mehr als 800 Zeitarbeits- und befristeten Verträgen ebenso wie noch flexiblere Arbeitszeiten und Insourcingmaßnahmen. Darüber hinaus nutzen wir die natürliche Fluktuation, planen eine umfangreiche Kurzarbeit und prüfen geplante Investitionen. Diesen kurzfristigen Maßnahmen werden in den kommenden Monaten strukturelle Veränderungen, an denen wir zurzeit arbeiten, folgen. So will krones besser und schneller als der Wettbewerb aus dem Konjunkturtal kommen und seine Führungsrolle weiter ausbauen. Die sehr solide Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ist ein wesent licher Sicherheitsfaktor in der globalen Krise. Langfristig erwarten wir auf unseren Märkten wieder Wachstum. Wir sind mit unseren Produkten und Leistungen für den Bereich »Essen und Trinken« sehr nahe am Konsum und profitieren indirekt vom globalen Bevöl kerungswachstum und einem weltweit zunehmenden Wohlstand.

Im September 2009 findet in München die für krones weltweit wichtigste Branchenmesse statt, die »drinktec«. krones wird diese Messe, die nur alle 4 Jahre veranstaltet wird, als Chance nutzen, um die Kunden gerade in der schwierigen Zeit von unserer Innovationskraft und Lösungskompetenz zu überzeugen. Das Unternehmen geht davon aus, dass es nach der Wirtschaftskrise wieder sehr schnell zur gewohnten Stärke zurückfindet.

Mit dem umfangreichen Maß nahmenprogramm »Conversion« wirkt KRONES den Folgen der Wirtschaftskrise entgegen.

KRONES Aktien MDAX (indexiert)

Aktiva 31.03.2009 31.12.2008
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 84,9 79,8
Sachanlagen 389,8 386,7
Finanzanlagen 15,5 15,5
Anlagevermögen 490,2 482,0
Aktive latente Steuern 10,0 9,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17,8 24,8
Tatsächliche Steuerforderungen 12,4 12,1
Sonstige Vermögenswerte 6,5 6,1
Langfristige Vermögenswerte 536,9 534,3
Vorräte 559,2 568,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 490,2 529,0
Tatsächliche Steuerforderungen 4,2 5,1
Sonstige Vermögenswerte 77,9 79,7
Liquide Mittel 48,5 108,4
Kurzfristige Vermögenswerte 1.180,0 1.290,8
Bilanzsumme 1.716,9 1.825,1
Passiva 31.03.2009 31.12.2008
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Eigenkapital* 760,1 790,0
Rückstellungen für Pensionen 75,9 74,5
Passive latente Steuern 14,0 14,7
Sonstige Rückstellungen 40,8 40,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,6 0,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,0 0,1
Sonstige Finanzverpflichtungen 5,1 7,1
Sonstige Verpflichtungen 6,1 6,4
Langfristige Schulden 142,5 144,1
Sonstige Rückstellungen 116,5 121,4
Steuerrückstellungen 14,8 17,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40,7 0,1
Erhaltene Anzahlungen 228,5 288,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 133,1 160,4
Sonstige Finanzverpflichtungen 18,3 37,1
Sonstige Verpflichtungen und
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 262,4 266,1
Kurzfristige Schulden 814,3 891,0
Bilanzsumme 1.716,9 1.825,1

* Minderung des Eigenkapitals zum 31.03.2009 in Höhe von 20,2 Mio. € resultiert aus dem laufenden Aktienrückkaufprogramm.

2009 2008
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
Mio. € Mio. €
Ergebnis vor Steuern –4,0 45,6
Abschreibungen und Zuschreibungen 14,1 11,7
Verminderung (Vj. Erhöhung) der Rückstellungen –3,4 20,8
ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern –1,4 2,6
Zinsaufwendungen und Zinserträge –1,3 –0,1
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 0,0 0,1
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 0,2 –1,5
Verminderung (Vj. Erhöhung) der Vorräte, der Forderungen aus L+L
und sonstigen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 76,4 –76,9
Verminderung der Verbindlichkeiten aus L+L und sonstigen Verbindlichkeiten,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –114,2 –15,2
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel –33,6 –12,9
gezahlte Zinsen –0,4 –1,2
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern –20,7 –8,7
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit –54,7 –22,8
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –10,4 –5,4
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 0,0 0,1
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen –11,6 –10,3
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 0,0 0,7
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 0,0 –1,0
Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen –3,1 0,0
erhaltene Zinsen 0,3 0,7
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit –24,8 –15,2
Erwerb von eigenen Anteilen –20,2 0,0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 40,6 27,1
Auszahlungen aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten –0,4 –0,4
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit 20,0 26,7
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds –59,5 –11,3
wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds –0,4 0,2
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 108,4 53,8
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 48,5 42,7
2009 2008 Ver
01.01.–31.03. 01.01.–31.03. änderung
Mio. € Mio. € %
Umsatzerlöse 482,3 595,2 –19,0
Bestandsveränderung FE/UFE –26,5 5,4
Gesamtleistung 455,8 600,6 –24,1
Materialaufwand –234,2 –310,5 –24,6
Personalaufwand –160,0 –160,8 –0,5
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen
und aktivierten Eigenleistungen –53,4 –72,2 –26,0
Abschreibungen auf Anlagevermögen –14,1 –11,7 20,5
EBIT –5,9 45,4
Finanzergebnis 1,9 0,2
Ergebnis vor Steuern –4,0 45,6
Ertragsteuern –1,1 –14,9 –92,6
Konzernergebnis –5,1 30,7
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 0,0 –0,2
Ergebnisanteil KRONES Konzern –5,1 30,9
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € –0,17 0,98
2009 2008
01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
Mio. € Mio. €
Konzernergebnis –5,1 30,7
Unterschied aus Währungsumrechnung –0,4 –4,7
Derivative Finanzinstrumente –0,4 1,3
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen –0,8 –3,4
Summe der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen –5,9 27,3
davon Anteile anderer Gesellschafter 0,0 –0,2
davon Anteile KRONES Konzern –5,9 27,5
Maschinen und Anlagen
zur Produktabfüllung und
-ausstattung
Maschinen und Anlagen
zur Getränkeproduktion/
Prozesstechnik
Maschinen und Anlagen
für den unteren Leistungs-
bereich (KOSME)
KRONES Konzern
2009 2008 2009 2008 2009 2008 2009 2008
01.01.–31.03. 01.01.–31.03. 01.01.–31.03. 01.01.–31.03. 01.01.–31.03. 01.01.–31.03. 01.01.–31.03. 01.01.–31.03.
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse 430,8 497,6 34,8 77,4 16,7 20,2 482,3 595,2
EBIT –2,8 44,4 –3,0 1,3 –0,1 –0,3 –5,9 45,4
EBT –0,9 44,7 –2,7 1,4 –0,4 –0,5 –4,0 45,6
EBT-Marge –0,2 % 9,0 % –7,8 % 1,8 % –2,4 % –2,5 % –0,8 % 7,7 %
Mitarbeiter am 31.03.* 9.023 8.465 583 533 518 487 10.124 9.485

* Konsolidierungskreis

Mutterunternehmen Konzern
eigen
kapital
Gezeichn. Kapital- Gewinn- Währ.- Sonstige Konzern- Eigen- Eigen
Kapital rücklage rücklagen Differenz. Rücklagen bilanz- kapital kapital
Eigenkap. gewinn
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Stand 31. Dezember 2007 40,0 103,7 409,3 –5,7 0,7 158,4 706,4 1,6 708,0
Konzernergebnis 1. Quartal 2008 30,9 30,9 –0,2 30,7
Währungsdifferenzen –4,7 –4,7 –4,7
Hedge Accounting 1,3 1,3 1,3
Stand 31. März 2008 40,0 103,7 409,3 –10,4 2,0 189,3 733,9 1,4 735,3
Dividendenzahlung (0,70 € je Aktie) –22,1 –22,1 –22,1
Konzernergebnis 9 Monate 2008 76,1 76,1 –0,2 75,9
Einstellung in Gewinnrücklagen 67,4 –67,4 0,0 0,0
Währungsdifferenzen 1,4 1,4 1,4
Hedge Accounting –0,5 –0,5 –0,5
Stand 31. Dezember 2008 40,0 103,7 476,7 –9,0 1,5 175,9 788,8 1,2 790,0
Konzernergebnis 1. Quartal 2009 –5,1 –5,1 0,0 –5,1
Eigene Anteile –20,2 –20,2 –20,2
Währungsdifferenzen –0,4 –0,4 –0,4
Änderungen im Konsolidierungskreis –2,6 –2,6 –1,2 –3,8
Hedge Accounting –0,4 –0,4 –0,4
Stand 31. März 2009 40,0 83,5 474,1 –9,4 1,1 170,8 760,1 0,0 760,1

Segmentberichterstattung KRONES Konzern

Konsolidierungs grundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Unternehmen, die nach dem 1. Januar 2004 erworben wurden nach ifrs 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»purchase method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Ein sich nach der Kaufpreisallokation ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und regelmäßig einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Passive Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam aufgelöst. Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der krones ag ist der Euro.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß ias 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der krones ag und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der krones ag (»krones Konzern«) zum 31. März 2009 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (ifrs) des International Accounting Standards Board (iasb), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (ifric) – wie von der Europäischen Union verabschiedet – erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener ifrs oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt. Eine Auflistung dieser Standards und Interpretationen sowie die erstmalig angewendeten Standards befinden sich auf Seite 30.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Gewinnund Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist um die Minderheitsanteile erweitert.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den ifrs neben der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzern währung ist der Euro.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der krones ag zum 31. März 2009 sind neben der krones ag alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der krones ag mehr als 50 % der Stimmrechte zustehen.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde die Smefin s.r.l., Roverbella, Italien erworben und mit der krones o.o.o., Moskau, Russische Föderation und der krones (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Die krones ag ist an diesen Gesellschaften unmittelbar mit 100 % beteiligt. Durch den Erwerb der Smefin s.r.l., Roverbella, Italien ist die krones ag mittel- und unmittelbar zu 100 % an der kosme s.r.l., Roverbella, Italien beteiligt. Die Erstkonsolidierung der neuen Anteile wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro:

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der krones ag sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß ias 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume, insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf die Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß ias 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungsund Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des krones Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit, durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend ias 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht vorhanden.

Sachanlagen

Sachanlagen des krones Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten ein bezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht als Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach ias 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Neben den erfolgsbezogenen Zuwendungen, die in voller Höhe erfolgswirksam erfasst werden, werden Zuwendungen für Vermögenswerte in der Bilanz bei der Feststellung des Buchwertes des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.

Leasing

Leasingverträge, bei denen der krones Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach ias 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder »Nutzungsdauer« des Leasingobjektes vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente nach ias 39, die bei krones eingesetzt werden, setzen sich aus Finanzanlagen

  • zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (derivative Finanzinstrumente)
  • zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten
  • finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten zusammen.
in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 18
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15
Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.03.2009 31.12.2008 2009 2008
US-Dollar USD 1,333 1,398 1,308 1,498
Britisches Pfund GBP 0,930 0,959 0,910 0,757
Schweizer Franken CHF 1,518 1,488 1,498 1,601
Dänische Kronen DKK 7,448 7,452 7,452 7,454
Kanadischer Dollar CAD 1,669 1,717 1,625 1,505
Japanischer Yen JPY 131,100 126,400 122,265 157,732
Brasilianischer Real BRL 3,099 3,257 3,043 2,612
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 9,101 9,536 8,955 10,745
Mexikanischer Peso MXN 18,881 19,259 18,796 16,205
Ukrainischer Griwna UAH 10,656 10,692 10,750 6,937
Südafrikanischer Rand ZAR 12,680 13,170 13,010 11,309
Kenianischer Schilling KES 106,830 108,660 107,719 104,245
Nigerianischer Naira NGN 196,070 189,650 194,667 177,834
Thailändischer Baht THB 47,210 48,450 46,570 45,806
Russischer Rubel RUB 45,150 42,420 44,482 36,284

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinnund Verlustrechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank.

Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen worden sind.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fort geführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Kunden.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorge nommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

In Montage befindliche kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß ias 11 nach dem Fertigungsfortschritt (»Percentage-of-Completion-Methode«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Auftrags. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach ifrs und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

Für die Finanzanlagen besteht kein Markt, aus diesem Grunde werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die beizulegenden Zeitwerte und Buchwerte basieren auf marktüblichen Verzinsungen und beobacht baren aktuellen Markttransaktionen.

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.

Die Klassen nach ifrs 7 setzen sich neben den obengenannten Bewertungskategorien nach ias 39 aus Zahlungsmitteln und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zusammen.

Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach ifrs 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden abgesehen von Wertpapieren zu Anschaffungskosten vermindert um Wert berichtigungen angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als »zur Veräußerung verfügbar« eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine Einstufung als »bis zur Endfälligkeit gehalten« findet nicht statt.

Darüber hinaus wird im krones Konzern bei keiner Bilanzposition die »fair value Option« nach ias 39 angewendet.

Derivative Finanzinstrumente

Die im krones Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei krones bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen us-Dollar und Schweizer Franken.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100 % der Fremdwährungspositionen ab gesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam ein geschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß ias 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des Verpflichtungsumfangs liegen. Die Verteilung erfolgt über die erwartete künftige durchschnittliche Restdienstzeit der Belegschaft.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach ias 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Trans aktionskosten mit einzu beziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des ias 18, mit Ausnahme von den nach ias 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen ausgewiesen.

Segmentberichterstattung

Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert.

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der
KRONES AG in %*
neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling 100,00
KIC KRONES Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 100,00
MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main 51,00
S.A. KRONES N.V., Louvain-la-Neuve, Belgien 100,00
KRONES Nordic ApS, Holte, Dänemark 100,00
KRONES S.A.R.L., Lyon, Frankreich 100,00
KRONES UK LTD., Bolton, Großbritannien 100,00
KOSME UK LTD., Burton on Trent Staffordshire, Großbritannien 100,00
KRONES S.R.L., Garda (VR), Italien 100,00
KOSME S.R.L., Roverbella, Italien 100,00
Smefin S.R.L., Roverbella, Italien 100,00
KRONES Nederland b.v., Boskoop, Niederlande 100,00
KOSME Gesellschaft mbh, Sollenau, Österreich 100,00
KRONES Spólka z.o.o., Warschau, Polen 100,00
KRONES Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena, Portugal 100,00
KRONES o.o.o., Moskau, Russische Föderation 100,00
KRONES Romania Prod. S.R.L., Bukarest, Rumänien 100,00
KRONES AG, Buttwil, Schweiz 100,00
KRONES Iberica, S. A., Barcelona, Spanien 100,00
KRONES S.R.O., Prag, Tschechische Republik 100,00
KRONES Ukraine LLC, Kiew, Ukraine 100,00
MAINTEC Service eood, Sofia, Bulgarien 51,00
MAINTEC Service Ges.m.b.H, Dorf an der Pram, Österreich 51,00
KRONES Surlatina S. A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
KRONES DO BRAZIL LTDA., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES S. A., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
KRONES Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
KRONES (Beijing) Machinery Co. Ltd., Beijing, VR China 100,00
KRONES Asia Ltd., Hongkong, VR China 100,00
KRONES India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 100,00
KRONES Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
KRONES Machinery Co. Ltd., Brampton, Ontario, Kanada 100,00
KRONES LCS Center East Africa Limited, Nairobi, Kenia 100,00
KRONES Andina Ltda., Bogotá, Kolumbien 100,00
KRONES Korea Ltd., Seoul, Korea 100,00
KRONES Mex S. A. de C. V., Mexiko d. f., Mexiko 100,00
KRONES LCS Center West Africa Limited, Lagos, Nigeria 100,00
KRONES Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00
KRONES, Inc., Franklin, Wisconsin, USA 100,00
Maquinarias KRONES de Venezuela S. A., Caracas, Venezuela 100,00
KRONES (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand 51,00
Beverage Consulting and Engineering. Co. Ltd., Bangkok, Thailand 49,00
* unmittelbare und mittelbare Beteiligung.

Nachdem die Voraussetzungen für die Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes 1976 seit 1987 erfüllt waren, erfolgte eine Erweiterung des Aufsichtsrats von sechs auf zwölf Mitglieder. Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktio nären nach dem Aktien gesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

ANHANG FÜR DEN KRONES KONZERN | AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Standards/Interpretationen

Die folgenden Standards und Interpretationen, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist, sind auf den Konzernabschluss der krones ag nicht anwendbar:

ifric 15 »Agreements for the Construction of Real Estate« ifric 16 »Hedges Of A Net Investment In A Foreign Operation« ifric 17 »Distribution Of Non-Cash Assets To Owners«

Dr. Lorenz M. Raith Vorsitzender * LEISTRITZ AG MOLL AG PRÜFTECHNIK AG HEITEC AG

Werner Schrödl** Gesamtbetriebsrats vorsitzender stv. Vorsitzender

Ernst Baumann Mitglied des Vorstands der BMW AG bis 30.11.08

Herbert Gerstner** Betriebsrat

Dr. Klaus Heimann** Leiter des Funktionsbereichs (FB) Jugend-, Bildungs- und Qualifizierungspolitik der IG METALL * MAN AG

Dr. Jochen Klein Vorsitzender des Beirats der DÖHLER HOLDING GMBH * DÖHLER GRUPPE HOYER-GRUPPE

Prof. Dr. Ing. Erich Kohnhäuser * MAX AICHER STAHL AG

Norman Kronseder KRONSEDER FAMILY OFFiCE * BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Dr. Alexander Nerz Rechtsanwalt

Anton Schindlbeck** Vertriebsleiter LCS

Jürgen Scholz** 1. Bevollmächtigter und Kassierer IG METALL Verwaltungsstelle Regensburg

Josef Weitzer** Betriebsratsvorsitzender Mitglied des Verwaltungsrats der Sparkasse Regensburg

Volker Kronseder Vorsitzender Personalmanagement und Soziales, Konzernkommunikation * KRONES INC., USA

Hans-Jürgen Thaus stv. Vorsitzender Finanzen, Controlling, Informations- und Prozessmanagement * KURTZ GMBH KRONES INC., USA

Rainulf Diepold Marketing und Vertrieb Werner Frischholz

Materialwirtschaft und Produktion

Christoph Klenk Forschung und Entwicklung, Konstruktion und Sparten * WINKLER & DÜNNEBIER AG

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktio nären nach dem Aktien gesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG ** Von der Belegschaft

gewählt

Außerdem sind die Konzern gesellschaften dem Verant wor tungs bereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Aufsichtsrat Vorstand

KRONES AG Investor Relations Telefax + 49 9401 70-3786 E-Mail [email protected] Internet www.krones.com Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling Deutschland

Olaf Scholz Telefon +49 9401 70-1169