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KRONES AG Interim / Quarterly Report 2008

Apr 29, 2008

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Interim / Quarterly Report

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q1 .2008

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

seit Ausbruch der Hypotheken- und Kreditkrise in den usa haben sich die Aussichten für die Weltwirtschaft verschlechtert. Das lässt auch krones nicht kalt, doch wir sind im Gegensatz zu vielen Maschinen- und Anlagenbauern nicht stark von Konjunkturzyklen abhängig. Die Nachfrage in unserer Branche steigt stetig. Positiv bewerten wir, dass die Konsolidierung in der Verpackungsindustrie weit fortgeschritten ist. So hat sich der ursprünglich in der Stahlbranche beheimatete Salzgitter-Konzern durch die Zukäufe von khs und sig-Beverages als neuer Konkurrent von krones aufgestellt. Wir nehmen den Wettbewerb gerne an und werden weiterhin alles daran setzen, unseren Kunden noch bessere und effizientere Maschinen und Anlagen anbieten zu können.

Auch für krones sind Zukäufe, die unser Produkt- und Dienstleistungsspektrum erweitern, eine Option. Allerdings müssen hierfür Preis und Ertragsstärke der Akquisitionskandidaten in einem vernünftigen Verhältnis stehen.

Dass wir bei Zukäufen nicht unter Druck stehen und krones auch heute schon sehr gut aufgestellt ist, bestätigen die Zahlen für das erste Quartal 2008. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17,9 % auf 595,2 Mio. €. Mit 45,6 Mio. € übertrifft das Ergebnis vor Steuern (ebt) den Vorjahreswert um 26,3 %. Unsere ebt-Marge hat sich damit von 7,1 % auf 7,7 % verbessert. Das starke Anfangsquartal ist eine gute Basis für ein weiteres Rekordjahr von krones.

Volker Kronseder Hans-Jürgen Thaus

Vorstandsvorsitzender Stv. Vorstandsvorsitzender

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Finanzkrise belastet Weltwirtschaft

Negativ wirkten sich weltweit in den ersten Monaten 2008 die Folgen der Kredit- und Hypothekenkrise in den usa auf die Wirtschaft aus. So dürfte die us-Konjunktur im ersten Quartal 2008 nur noch marginal gewachsen sein. Die us-Notenbank fed versucht mit starken Zinssenkungen zu verhindern, dass die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession abrutscht. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls wird die globale Konjunktur unter den Auswirkungen der Finanzkrise leiden. Der Internationale Währungsfonds (iwf) rechnet damit, dass das Wachstum der Weltwirtschaft 2008 an Dynamik verliert und bei 3,7 % (Vorjahr: 4,9 %) liegen dürfte. Schlimmeres verhindern die unverändert stark aufstrebenden Länder wie China, Russland und Indien.

Auch in Deutschland haben sich die Wachstumsaussichten verschlechtert. Dies unterstreicht auch der ifo-Geschäftsklimaindex für das verarbeitende Gewerbe. Während die aktuelle Geschäftslage noch durchwegs positiv eingeschätzt wird, sind die Erwartungen eher rückläufig. Für das Gesamtjahr 2008 prognostizieren die Konjunkturexperten des iwf ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (bip) von 1,4 %. Die Bundesregierung ist optimistischer und rechnete zuletzt mit einer Steigerungsrate von 1,7 %. 2007 lag das bip-Wachstum noch bei 2,5 %.

Maschinenbau weiter im Vorwärtsgang

Die konjunkturellen Störfeuer für die deutsche Maschinenbau-Branche sind nicht zu übersehen. Neben den allgemeinen Risiken für die Konjunktur birgt der im Verhältnis zum Euro schwache Kurs des us-Dollar Gefahren für inländische Unternehmen. Trotzdem hielt der Boom der Branche in den ersten Monaten 2008 an. Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im Februar 2008 um 10 % höher als im Vorjahr. Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (vdma) rechnet damit, dass die Produktion im laufenden Jahr gegenüber 2007 um 5 % wächst. Damit läge die Steigerungsrate zwar deutlich niedriger als im Vorjahr, als die Produktion um 11 % zulegte, aber es wäre bereits das fünfte Wachstumsjahr in Folge. Eine so lange Wachstumsphase hat die Branche zuletzt vor rund 50 Jahren durchlaufen.

Erlöse legen stark zu

krones ist außerordentlich gut ins Geschäftsjahr 2008 gestartet. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 17,9 % auf 595,2 Mio. €. Damit hat sich das Wachstum unseres Geschäfts weiter beschleunigt. Profitiert haben wir von der unverändert guten Branchenkonjunktur ebenso wie von unserem Alleinstellungsmerkmal, die komplette Wertschöpfungskette unserer Abnehmer zu beherrschen. Im Vergleich zu Konkurrenten sichert uns dies deutliche Wettbewerbsvorteile, da immer mehr Kunden alle Leistungen aus einer Hand nachfragen.

Erneut stark zum Wachstum von krones beigetragen hat im Berichtszeitraum die Kunststofftechnik. In diesem Bereich bieten wir Maschinen und Anlagen an, mit denen Flaschen aus pet (Polyethylenterephthalat) hergestellt und Getränke verpackt werden.

Der pet-Boom ist ungebrochen. Auch in den kommenden Jahren dürfte pet das stärkste Wachstum bei den Verpackungsmaterialien aufweisen. Vor allem Wasser wird zunehmend in pet-Flaschen abgefüllt. In Ländern wie Rumänien oder den gus-Staaten wird auch Bier verstärkt in dem leichten und unzerbrechlichen Material verpackt. krones ist in diesem Segment weltweit führend.

Umsatz nach Regionen

Das Wachstum im ersten Quartal 2008 erstreckte sich über viele Regionen. Dass die Erlöse in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal um gut ein Drittel auf knapp 66 Mio. € schrumpften, liegt an der außerordentlich hohen Vorjahresbasis und ist zudem abrechnungsbedingt. Der Anteil am Konzernumsatz des Inlandsgeschäfts ging von 20,7 % auf 11,1 % zurück.

Vom wirtschaftlichen Boom in Regionen wie China, Russland und Vietnam profitierte auch krones. Dort erweitern vor allem internationale Getränkekonzerne ihre Kapazitäten. Besonders stark stiegen die Verkaufserlöse in unseren Vertriebsregionen Asien/Pazifik, Russland/Zentralasien, China und Osteuropa. Der größte Einzelmarkt im ersten Quartal war Westeuropa. Dort kletterte der Umsatz um rund 37 % auf 136,8 Mio. €.

Auch in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2008 blieb krones auf Wachstumskurs. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 17,9 %.

Umsatz 01.01.—31.03.2008: 595,2 Mio. €

Hoher Ordereingang

Die rege Nachfrage nach den Maschinen und Anlagen von krones hielt in den ersten drei Monaten 2008 unvermindert an. Unser Auftragseingang legte im Vergleich zum Vorjahr um 9,0 % auf 607,3 Mio. € zu. Überproportional stark war die Nachfrage nach Anlagen, mit denen Getränke wie Säfte und Milch aseptisch, also keimfrei, abgefüllt werden. Diese sind technologisch anspruchsvoll.

Regional betrachtet ragen im Jahresanfangsquartal 2008 der hohe Ordereingang aus China und dem Raum Asien/Pazifik hervor. Von einem Kunden aus China erhielten wir den Auftrag, 18 komplette pet-Abfülllinien zu liefern. Im ersten Quartal 2008 bekamen wir auch die erste Order für unsere Anlage, mit der gebrauchte pet-Flaschen recycelt werden.

Große Orders mit einem Auftragswert im zweistelligen Millionbereich konnten wir im Berichtzeitraum wieder von Kunden aus Vietnam gewinnen. Das Land war schon 2007 einer der stärksten Märkte für krones. Auch aus dem europäischen Raum gingen im ersten Quartal einige bedeutende Aufträge ein.

Auftragspolster von mehr als 900 Mio. €

Zum 31. März 2008 verfügte krones über einen Auftragsbestand von 903,0 Mio. €. Im gleichen Zeitpunkt des Vorjahres waren es 798,8 Mio. €. Damit kletterte der Auftragsbestand um 13,0 %. Das komfortable Auftragspolster bildet die Basis für weiteres Wachstum und verbessert unsere Planungssicherheit für das Gesamtjahr 2008.

krones Mannschaft wächst

Die Ausweitung unseres Geschäfts spiegelt sich auch in der Mitarbeiterzahl wider. Am Ende des ersten Quartals 2008 beschäftigte krones weltweit 9.853 Menschen (31. März 2007: 9.241), davon 7.942 im Inland. Damit vergrößerte sich die Mannschaft des Unternehmens im Vorjahresvergleich um 612 Beschäftigte. Allein seit Jahresende 2007 wuchs die Mitarbeiterzahl um 265. Zum 31. März 2008 befanden sich 401 junge Menschen bei krones in der Ausbildung.

Die Nachfrage nach den Produkten von krones war im ersten Quartal hoch. Das Unternehmen verfügt über ein komfortables Auftragspolster.

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Profitabilität weiter verbessert

Mit 45,6 Mio. € übertraf das Ergebnis vor Steuern (ebt) im ersten Quartal 2008 den Vorjahreswert (36,1 Mio. €) um 26,3 %. Die ebt-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, verbesserte sich von 7,1 % auf 7,7 %. Damit haben wir unser Margenziel, das bei mehr als 7 % liegt, in den ersten drei Monaten erreicht.

In der Getränke- und Verpackungsindustrie ist die Nachfrage seit mehreren Quartalen sehr hoch. Dies verbessert die Preisqualität. Zum Margenanstieg trugen ebenso die Maßnahmen bei, mit denen krones seine Wirtschaftlichkeit verbesserte. Dazu zählen zum Beispiel die flexiblere Arbeitszeit sowie strenges Kostenmanagement.

Unsere Steuerquote verminderte sich im ersten Quartal von 36,6 % im Vorjahr auf 32,7 %. Der Gewinn nach Steuern kletterte daher noch stärker als das Ergebnis vor Steuern und legte um 34,1 % auf 30,7 Mio. € (Vorjahr: 22,9 Mio. €) zu.

Ergebnis je Aktie steigt um 36 % auf 0,98 €

Seitdem am 22. August 2007 ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 umgesetzt wurde, gibt es 31.593.072 krones Aktien. Auf dieser Basis erwirtschafteten wir im ersten Quartal 2008 ein Ergebnis je Aktie von 0,98 €. Der auf die neue Aktienanzahl angepasste Vergleichswert des Vorjahres lag bei 0,72 €.

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Die verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung verdeutlicht, dass die Umsatzerlöse im ersten Quartal 2008 mit einem Zuwachs von 17,9 % deutlich stärker stiegen als die wesentlichen Aufwandsposten. So legte der Materialaufwand lediglich um 7,8 % auf 310,5 Mio. € (Vorjahr: 288,1 Mio. €) zu, da sich im Jahresanfangsquartal die Lage auf den Edelstahlmärkten entspannte. Zudem profitierten wir von günstigeren Einkaufskonditionen. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung von 600,6 Mio. € (Vorjahr: 538,4 Mio. €), verminderte sich von 53,5 % auf 51,7 %.

Unsere Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 % auf 160,8 Mio. € (Vorjahr: 149,0 Mio. € ). Die Personalaufwandsquote sank im Berichtszeitraum von 27,7 % auf 26,8 %. krones setzte im ersten Quartal bedarfsorientiert Zeitarbeitskräfte ein. Auch dies spiegelt sich in der niedrigeren Personalaufwandsquote wider.

Dass der negative Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie den aktivierten Eigenleistungen um knapp ein Drittel auf 72,2 Mio. € zulegte, liegt hauptsächlich an den mit ausländischen Umsätzen verbundenen gestiegenen Reise- und Frachtkosten.

Ertragsstruktur krones konzern in Mio. €

Mit einer Umsatzrendite von 7,7 % haben wir unser Margenziel im ersten Quartal übertroffen.

Kapitalflussrechnung krones konzern in Mio. €

Um 0,6 Mio. € verminderte sich im ersten Quartal im Vorjahresvergleich der operative Cashflow. Dass der operative Cashflow mit minus 22,8 Mio. € trotz höheren Ergebnisses vor Steuern negativ war, lag neben dem Anstieg von Rückstellungen auch am Aufbau von Working Capital in den ersten drei Monaten 2008. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich unterproportional zu den Umsätzen kletterten, lagen unsere Vorräte um rund ein Viertel höher als im Vorjahr. Ein Grund dafür ist der gestiegene Anteil von kompletten Anlagen am Geschäft von krones, die einen längeren Produktionsvorlauf benötigen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wir abgebaut. Auch die höheren Steuervorauszahlungen belasteten den operativen Cashflow.

Von Januar bis März 2008 investierte krones 15,7 Mio. € (Vorjahr: 17,6 Mio. €) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Ein Großteil der Investitionen floss in neue Fertigungsmaschinen. Der Free Cashflow verbesserte sich um 1,2 Mio. € von minus 39,2 Mio. € auf minus 38,0 Mio. €.

krones nahm im ersten Quartal Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 27,1 Mio. € auf. Im Verhältnis zur Bilanzsumme und vor allem zum Eigenkapital ist dies vernachlässigbar.

Nach Berücksichtigung der wechselkursbedingten Veränderungen des Finanzmittelfonds verfügte krones zum 31. März 2008 über liquide Mittel von 42,7 Mio. € (Vorjahr: 44,3 Mio. €).

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Aufgrund des verbesserten Umsatzes hat sich die Bilanzsumme des krones konzerns per Ende März 2008 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 14,6 % von 1.529,6 Mio. € auf 1.752,2 Mio. € erhöht. Zum Jahresende 2007 betrug die Bilanzsumme 1.684,0 Mio. € und erhöhte sich somit um 4,1 %.

Die Sachanlagen nehmen mit 350,2 Mio. € den größten Anteil am gesamten Anlagevermögen des Konzerns in Höhe von 425,7 Mio. € ein. Im Vergleich zum Bilanzstichtag 2007 hat sich diese Bilanzposition kaum verändert. Da die Vorräte sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gestiegen sind, legten die kurzfristigen Vermögenswerte um 5,3 % auf 1.273,3 Mio. € (31. Dezember 2007: 1.208,8 Mio. €) zu.

Per Ende März 2008 hatte der krones konzern langfristige Verpflichtungen von 159,7 Mio. €. Im Vergleich zum Jahresende 2007 lagen sie damit um 3,3 % höher. Um 4,4 % auf 857,2 Mio. € (31. Dezember 2007: 821,4 Mio. €) stiegen die kurzfristigen Verpflichtungen an. Während die Kundenanzahlungen zurückgingen, waren die Rückstellungen Ende März 2008 höher als zum Bilanzstichtag 2007.

Am Ende des ersten Quartals 2008 verfügte krones über 735,3 Mio. € Eigenkapital (31. Dezember 2007: 708,0 Mio. €). Die Eigenkapitalquote blieb mit 42,0 % nahezu unverändert. krones verfügt damit über eine solide Kapitalstruktur und ausreichend Handlungsspielraum für Investitionen in weiteres Wachstum.

Vermögens- und Kapitalstruktur krones konzern in Mio. €

krones verfügt über eine solide Bilanzstruktur. Die Eigenkapitalquote lag Ende März 2008 bei 42 %.

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Umsatz nach Segmenten

Das mit Abstand umsatzstärkste Segment von krones »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« entwickelte sich in den ersten drei Monaten 2008 gut. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 % auf 497,6 Mio. € (Vorjahr: 430,8 Mio. €). Der Anteil des Segments am Gesamtumsatz lag bei 83,6 % (Vorjahr: 85,3 %). Einen Großteil des Umsatzes erzielte das Segment mit Maschinen zur Herstellung von pet-Flaschen und den dazugehörigen Abfülllinien. Der pet-Boom hielt auch im Berichtszeitraum an. Besonders stark war die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen für die kaltaseptische Abfüllung.

Um 38,7 % von 55,8 Mio. €. auf 77,4 Mio. € legte der Umsatz im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« zu. Damit sind wir im ersten Quartal 2008 mit unserer Strategie, den Bereich Prozesstechnik auszubauen, weiter vorangekommen. Nach 11 % im Vorjahresquartal trug das Segment im Berichtszeitraum 13 % zum Konzernumsatz bei. Ein Grund für den deutlichen Erlösanstieg ist, dass auf dem asiatischen und afrikanischen Kontinent viele neue Brauereien errichtet werden. Auch die Nachfrage nach Maschinen und Komponenten für die Produktion von Milchmischgetränken, Säften und anderen alkoholfreien Getränken war gut.

Unser kleinstes Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (kosme)« ist unterproportional gewachsen. Dennoch sind wir nicht unzufrieden mit der Umsatzentwicklung dieses Segments, da am Markt unverändert vor allem leistungsstarke Maschinen und komplette Abfülllinien nachgefragt wurden. Der Umsatz kletterte in den ersten drei Monaten 2008 um 9,8 % auf 20,2 Mio. € (Vorjahr: 18,4 Mio. €).

Segmentergebnis

Aufgrund der besseren Preisqualität sowie weiterer Fortschritte bei der Optimierung unserer Produktionsprozesse stieg das Ergebnis im Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« spürbar an. Zum 31. März 2008 erwirtschaften wir in unserem Kerngeschäft ein Ergebnis vor Steuern (ebt) von 44,7 Mio. €, 21,5 % mehr als im Vorjahr (36,8 Mio. €). Die ebt-Marge verbesserte sich von 8,5 % auf 9,0 %.

Im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« erzielte krones im ersten Quartal 2008 einen deutlichen Ergebniszuwachs. Nach minus 1,5 Mio. € im Vorjahresquartal kletterte das ebt im Berichtszeitraum auf plus 1,4 Mio. €. Die ebt-Marge lag bei 1,8 % (Vorjahr: minus 2,7 %). Damit machten sich unsere Umstrukturierungsmaßnahmen bezahlt. Zudem nahm der Anteil des margenschwachen Geschäfts mit Handelsware am Segmentumsatz ab. Um die Profitabilität zu verbessern, wollen wir die Wertschöpfung weiter erhöhen.

Ein Verlust vor Steuern von 0,5 Mio. € fiel im ersten Quartal in unserem kleinsten Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich ( kosme)« an. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres erreichte kosme ein Ergebnis vor Steuern von 0,8 Mio. €. Das Segment rutschte bereits im zweiten Halbjahr 2007 in die roten Zahlen, da kosme Aufträge annahm, die die Fertigung teurer Prototypen zur Folge hatten. Damit wich das Unternehmen von seiner Strategie ab, sich auf standardisierte Einzelmaschinen zu konzentrieren. Mittlerweile wurde der Strategieschwenk korrigiert. kosme ist auf gutem Weg, für das Gesamtjahr 2008 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen.

Umsatz 01.01.—31.03.2008: 595,2 Mio. € Umsatz 01.01.—31.03.2007: 505,0 Mio. €

Der Umsatz ist im ersten Quartal in allen Segmenten deutlich gestiegen.

In der Prozesstechnik ist krones im Jahresanfangsquartal der Turnaround gelungen.

Aktie stemmt sich gegen den Abwärtstrend

Im ersten Quartal 2008 schnitten die Aktienmärkte wegen der Hypothekenkrise sehr schlecht ab. Hohe Abschreibungen der internationalen Banken sowie die Furcht vor einer Rezession rissen die Kurse nach unten. Der dax stand am 31. März 2008 mit 6.535 Punkten um rund ein Fünftel niedriger als Ende 2007. Damit musste der Leitindex im ersten Quartal fast seine gesamten im Vorjahr angesammelten Gewinne wieder abgeben.

Glimpflicher kam der mdax davon, der im Anfangsquartal 2008 um 10,9 % sank. Die Aktie von krones entwickelte sich besser als der Vergleichsindex. Ende März notierte das Papier bei 51,70 € und verlor damit gegenüber dem Jahresschlusskurs 2007 nur rund 6 %.

Das Interesse der Analysten und Investoren an krones war auch im ersten Quartal 2008 hoch. krones präsentierte sich unter anderem auf Roadshows in Großbritannien, Deutschland und Frankreich institutionellen Anlegern.

Mit Merrill Lynch und Goldman Sachs haben zwei international renommierte Häuser unsere Aktie im ersten Quartal neu auf ihre Beobachtungsliste gesetzt. Mittlerweile verfolgen 22 Analysten das Papier kontinuierlich. Das Votum der Experten ist überwiegend positiv. Nur drei Banken empfahlen die krones Aktie per Ende März 2008 zum Verkauf.

Vorstand erwartet 2008 neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn

krones will langfristig jährlich innerhalb eines Korridors von 5 bis 10 % die Erlöse steigern. Das Unternehmen wird seine Leistungspalette und technologische Marktführerschaft 2008 weiterhin konsequent ausbauen. Dadurch will KRONES die weltweit vorhandenen Wachstumspotenziale nutzen und überproportional zum Markt zulegen – trotz der konjunkturellen Unsicherheiten aus den USA und der Dollar-Schwäche. Aufgrund des guten ersten Quartals des laufenden Geschäftsjahres und der positiven Aussichten erwartet der Vorstand, dass der Umsatzzuwachs 2008 am oberen Ende des Prognosekorridors liegen wird und die Erlöse die Marke von 2,3 Mrd. € übertreffen.

Die Umsatzrendite vor Steuern (ebt-Marge) wollen wir 2008 weiter verbessern (Vorjahr: 7,1 %). Mit einer ebt-Marge von 7,7 % haben wir im ersten Quartal die Basis dafür geschaffen. Da das Unternehmen von der Reform des deutschen Körperschaftsteuergesetzes profitiert, wird das Ergebnis nach Steuern stärker zulegen als das Ergebnis vor Steuern. krones ist somit auf bestem Weg, das neunte Rekordjahr bei Umsatz und Gewinn in Folge zu erzielen.

krones peilt im Geschäftsjahr 2008 ein neues Rekordergebnis an.

Die krones Aktie hat im ersten Quartal »nur« 6 % verloren und damit den mdax abgehängt.

krones Aktien mdax (indexiert)

krones Aktie 2008

Zwischenabschluss des krones konzerns

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Konsolidierungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Unternehmen, die nach dem 1. Januar 2004 erworben wurden nach ifrs 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»purchase method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Ein sich nach der Kaufpreisallokation ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäftsoder Firmenwert ausgewiesen und regelmäßig einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Passive Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam aufgelöst. Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wird verzichtet, da die Bestände aus diesen Lieferungen von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der krones ag ist der Euro.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß ias 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Einzelabschlüssen der krones ag und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der krones ag (»krones konzern«) zum 31. März 2008 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (ifrs) des International Accounting Standards Board (iasb), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (ifric) – wie von der Europäischen Union verabschiedet – erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener ifrs oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist um die Minderheitsanteile erweitert.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den ifrs neben der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der krones ag zum 31. März 2008 sind neben der krones ag alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der krones ag mehr als 50 % der Stimmrechte zustehen.

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro:

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Einzelabschlüsse der krones ag sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß ias 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume, insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäftsoder Firmenwerten, werden gemäß ias 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des krones konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit, durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend ias 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht vorhanden.

Sachanlagen

Sachanlagen des krones konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht als Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach ias 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern

zugrunde:

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Neben den erfolgsbezogenen Zuwendungen, die in voller Höhe erfolgswirksam erfasst werden, werden Zuwendungen für Vermögenswerte in der Bilanz bei der Feststellung des Buchwertes des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.

Leasing

Leasingverträge, bei denen der krones konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach ias 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder »Nutzungsdauer« des Leasingobjektes vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente nach ias 39, die bei krones eingesetzt werden setzen sich aus

zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Derivative Finanzinstrumente)

  • Finanzanlagen
  • zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten
  • finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten

zusammen.

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wertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank.

Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen worden

sind.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Kunden.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

In Montage befindliche kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß ias 11 nach dem Fertigungsfortschritt (»Percentage-of-Completion-Methode«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Auftrags. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach ifrs und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

Bei den Bewertungskategorien entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten. Für die Finanzanlagen besteht kein Markt, aus diesem Grunde werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die beizulegenden Zeitwerte und Buchwerte basieren auf marktüblichen Verzinsungen und beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen.

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag. Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten.

Die Klassen nach ifrs 7 setzen sich neben den obengenannten Bewertungskategorien nach ias 39 aus Zahlungsmitteln und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zusammen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden abgesehen von Wertpapieren zu Anschaffungskosten vermindert um Wertberichtigungen angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als »zur Veräußerung verfügbar« eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine Einstufung als »bis zur Endfälligkeit gehalten« findet nicht statt.

Darüber hinaus wird im krones konzern bei keiner Bilanzposition die »fair value Option« nach ias 39 angewendet.

Derivative Finanzinstrumente

Die im krones konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Kategorien des Währungsrisikos bei krones bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen us-Dollar, Kanadischer Dollar, Britische Pfund und Schweizer Franken.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100 % der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die MarktDie latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß ias 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des Verpflichtungsumfangs liegen. Die Verteilung erfolgt über die erwartete künftige durchschnittliche Restdienstzeit der Belegschaft.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach ias 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des ias 18, mit Ausnahme von den nach ias 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen ausgewiesen.

Segmentberichterstattung

Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert.

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Nachdem die Voraussetzungen für die Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes 1976 seit 1987 erfüllt waren, erfolgte eine Erweiterung des Aufsichtsrats von sechs auf zwölf Mitglieder. Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Dr. Lorenz M. Raith Vorsitzender * leistritz ag moll ag prüftechnik ag

heitec ag

Werner Schrödl** Gesamtbetriebsratsvorsitzender stv. Vorsitzender

Ernst Baumann Mitglied des Vorstands der bmw ag

Herbert Gerstner** Betriebsrat

Dr. Klaus Heimann** Leiter des Funktionsbereichs (fb) Jugend-, Bildungs- und Qualifizierungspolitik der ig metall *man ag

Dr. Jochen Klein Vorsitzender des Beirats der döhler holding gmbh * döhler gruppe karlsberg brauerei gmbh hoyer-gruppe

Prof. Dr. Ing. Erich Kohnhäuser *max aicher stahl ag

Norman Kronseder kronseder family office * bayerische futtersaatbau gmbh

Dr. Alexander Nerz Rechtsanwalt

Anton Schindlbeck** Vertriebsleiter lcs

Jürgen Scholz** 2. Bevollmächtigter und Kassierer ig metall Verwaltungsstelle Regensburg *vdo automobile ag

Josef Weitzer** Betriebsratsvorsitzender

Volker Kronseder Vorsitzender Personalmanagement und Soziales Corporate Communications *krones inc., usa

Hans-Jürgen Thaus stv. Vorsitzender Finanzen, Controlling, Informations- und Prozessmanagement kurtz gmbh krones inc., usa

Rainulf Diepold Marketing und Vertrieb

Werner Frischholz Materialwirtschaft und Produktion

Christoph Klenk Forschung und Entwicklung, Konstruktion und Sparten *winkler & dünnebier ag

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG ** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Aufsichtsrat Vorstand

krones ag Investor Relations Telefax + 49 9401 70-3786 E-Mail [email protected] Internet www.krones.com Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling Deutschland

Olaf Scholz Telefon +49 9401 7011-69