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KRONES AG Interim / Quarterly Report 2008

Jul 29, 2008

251_10-q_2008-07-29_689cba44-8687-487b-b6e4-2805862f55e1.pdf

Interim / Quarterly Report

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Q2.2008

1. Halbjahr 1. Halbjahr Verän
2008 2007 derung
Umsatz
Mio. €
1.204,9 1.053,9 14,3 %
Auftragseingang zum 30.06. inkl. Lifecycle Service Mio. € 1.242,5 1.109,5 12,0 %
Auftragsbestand zum 30.06. inkl. Lifecycle Service Mio. € 928,4 802,3 15,7 %
Investitionen
Mio. €
38,1 37,6 1,3 %
Beschäftigte am 30.06.
Weltweit 9.874 9.292 6,3 %
Inland 8.017 7.617 5,3 %
Ergebnis je Aktie *
1,98 1,49 32,9 %
EBITDA
Mio. €
115,8 95,9 20,8 %
EBIT
Mio. €
91,8 73,7 24,6 %
EBT
Mio. €
91,8 75,7 21,3 %
Ergebnis nach Steuern
Mio. €
62,4 47,6 31,1 %
Brutto-Cashflow**
Mio. €
86,4 69,8 23,8 %

Angaben aktiensplitbereinigt

* verwässert/unverwässert

** Gewinn + Abschreibungen

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

in den vergangenen Monaten haben sich die Aussichten für die internationale Konjunktur zunehmend verschlechtert. Die Hypotheken- und Finanzkrise, steigende Öl- und Energiepreise sowie die Inflation setzen der Wirtschaft kräftig zu. Nicht nur in den usa, auch in Europa und Deutschland revidieren immer mehr Volkswirte ihre Wachstumsprognosen nach unten. Zudem schrauben Unternehmen ihre Umsatz- und Gewinnziele für 2008 zurück.

Davon ist krones weit entfernt. Unser Geschäft hat sich in den ersten sechs Monaten 2008 dynamisch entwickelt und die Aussichten sind unverändert gut. Dies liegt vor allem daran, dass die Nachfrage nach verpackten Getränken und Lebensmitteln mit der zunehmenden Zahl an Menschen, die nach Wohlstand streben, auch in wirtschaftlich schwächeren Phasen steigt.

Wir sind aber nicht nur in der richtigen Branche tätig, sondern haben uns unsere Ausnahmestellung gemeinsam mit den Mitarbeitern in den vergangenen Jahren hart erarbeitet. Sowohl die Produkte, als auch die Abläufe hat krones kontinuierlich verbessert. Ziel ist, uns weiter von der Konkurrenz abzusetzen und ähnlich gute Zahlen zu erzielen, wie im ersten Halbjahr 2008.

Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum um 14,3 % auf 1.204,9 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern (ebt) kletterte um 21,3 % auf 91,8 Mio. €. Nachdem auch der Auftragseingang mit 12 % deutlich zugelegt hat, sind wir zuversichtlich, dass wir unser Umsatz- und Ergebnisziel für 2008 erreichen.

Volker Kronseder Hans-Jürgen Thaus Vorstandsvorsitzender Stv. Vorstandsvorsitzender

KRONES Aktie besser als der Gesamtmarkt

KRONES Aktie 1. Halbjahr 2008

Die internationalen Aktienmärkte erlitten im ersten Halbjahr 2008 deutliche Kursverluste. Auslöser für die Misere waren vor allem schlechte Nachrichten aus der Finanzbranche, die unter den Folgen der Hypotheken- und Kreditkrise leidet. Dass sich in den vergangenen Monaten die Konjunktur- und damit die Gewinnaussichten für die Unternehmen verschlechterten, lastete ebenfalls auf den Kursen.

58,00 56,00 54,00 52,00 50,00 48,00 46,00 44,00 42,00 Januar Februar März 60,00 April Mai Juni

Der Kurs der KRONES Aktie hat im ersten Halbjahr nur leicht verloren. Deutlich stärker war der Druck auf den MDAX.

KRONES Aktien MDAX (indexiert)

Um mehr als 20 % brach der Deutsche Aktienindex dax von Januar bis Juni ein. Der mdax verlor im gleichen Zeitraum gut 8 %.

Deutlich besser entwickelte sich die krones Aktie, die Ende Juni mit 54,35 € um nur 1,2 % tiefer stand als zu Jahresbeginn. Die guten Unternehmensergebnisse sowie unsere umfang reichen Investor-Relations-Aktivitäten haben sich damit auch im schwierigen Börsenumfeld positiv auf die Performance unserer Aktie ausgewirkt.

Am 18. Juni 2008 fand die Hauptversammlung von krones statt. Dort wurden alle zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit beschlossen, also auch die Ausschüttung einer Dividende von 0,70 € (Vorjahr: 0,53 €) je Aktie. Damit stieg die Dividende zum neunten Mal in Folge.

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Sorgen um die Konjunktur wachsen

Die Volkswirtschaften in den meisten Industrieländern durchlaufen derzeit eine Schwächephase. Grund hierfür sind die globalen Auswirkungen der Kredit- und Hypothekenkrise sowie stark gestiegene Preise für Energie und Lebensmittel.

Die teils ausufernde Inflation lastet besonders auf den europäischen Volkswirtschaften. In Ländern wie Spanien und Großbritannien hinterlassen Immobilenkrisen zusätzliche konjunkturelle Bremsspuren. Um die Inflation zu bekämpfen, hat die Europäische Zentralbank im Juli den Leitzins erhöht. Weitere Zinssteigerungen sind nicht ausgeschlossen. Diese würden die Konjunktur zeitlich verzögert zusätzlich belasten. Für die Eurozone haben Volkswirte ihre Wachstumsprognosen für das kommende Jahr bereits gesenkt.

In Deutschland könnte die Konjunkturschwäche länger dauern als befürchtet. Dafür sprechen die jüngsten Daten zur Industrieproduktion und zum Export ebenso wie die Stimmungsindikatoren. Die Steigerungsrate beim Bruttoinlandsprodukt (bip) sollte 2008 die 2 %-Marke überschreiten. Für 2009 erwarten Volkswirte aber nur noch ein bip-Wachstum von etwa 1,3 %.

In den usa herrscht die Hoffnung, dass die Konjunktur bereits 2009 wieder an Fahrt gewinnt, da dort das Zinsniveau unverändert niedrig ist. Die mittel- und osteuropäischen Volkswirtschaften sowie Länder wie China und Indien sollten mit ihren hohen Wachstumsraten die Weltwirtschaft 2008 stützen. Insgesamt dürfte das globale Wachstum 2008 bei etwa 4,1 % (Vorjahr: 4,9 %) liegen.

Dynamik im Maschinenbau nimmt ab

Nach einer ungewöhnlich langen Phase mit sehr hohen Steigerungsraten verliert die deutsche Maschinenbau-Branche 2008 auf hohem Niveau an Fahrt. Neben der allgemein schwächeren Konjunktur bremst der starke Euro die Geschäfte der exportorientierten deutschen Maschinenbauer. In einzelnen Monaten lag der Auftragseingang deutlich unter Vorjahr. Im Zeitraum Januar bis Mai 2008 übertraf der Ordereingang das Vorjahresniveau um 6 %. Damit ist die Branche auf einem gutem Weg, die Prognose für das Produktionswachstum 2008 von 5 % des Verbands deutscher Maschinen- und Anlagenbau (vdma) zu erreichen. 2007 stieg die Produktion um 11 %.

Anders als bei den meisten Maschinenbauern unterliegt die Nachfrage bei krones kaum zyklischen Schwankungen. Das Unternehmen profitiert vom zunehmenden Wohlstand der Bevölkerung in den Schwellenländern.

Gleich mehrere Fak toren belasten seit Monaten die Weltkonjunktur. Neben der Kredit- und Hypo thekenkrise bremst auch der steigende Ölpreis das Wirtschaftswachstum.

Während der deutsche

Maschinenbau Konjunkturzyklen unterworfen ist, ist der Auftrags eingang der KRONES AG konstant steigend.

Inland Ausland KRONES Quelle: VDMA, KRONES AG

8

Erlöse steigen um 14,3 %

Trotz abflauender Weltkonjunktur ist krones auch im ersten Halbjahr 2008 stark gewachsen. Der Umsatz kletterte im Vorjahresvergleich um 14,3 % auf 1.204,9 Mio. €. Dass wir als Komplettanbieter die gesamte Wertschöpfungskette unserer Kunden abdecken, war einer der Wachstumstreiber. krones profitiert von der weltweit steigenden Nachfrage nach Turnkey-Projekten, also nach dem Bau kompletter Abfüllbetriebe von der Getränkeproduktion bis hin zur Warenverteilung.

Ein erheblicher Teil des Umsatzes entfiel in den ersten sechs Monaten auf den Bereich Kunststofftechnik. krones ist weltweit führender Anbieter von Maschinen und Anlagen, mit denen Flaschen aus pet (Polyethylenterephthalat) hergestellt und Getränke in pet-Behältern abgefüllt werden. pet dürfte in den kommenden Jahren im Vergleich zu anderen Verpackungsmateralien wie Glas und Dosen weiter an Bedeutung gewinnen. Neben Wasser wird zunehmend auch Bier in pet-Flaschen abgefüllt. Im zweiten Quartal 2008 lagen die Erlöse mit 609,7 Mio. € um 11,1 % höher als in den Monaten April bis Juni 2007.

Außereuropäische Exporte erstmals über 50%

Sehr dynamisch entwickelten sich im ersten Halbjahr die Märkte in China, Asien/Pazifk und in der Region Mittlerer Osten/Afrika. So legte der Umsatz in China von 28,8 Mio. € um fast das Dreifache auf 82,8 Mio. € zu. Aufgrund des starken Wirtschaftswachstums im Reich der Mitte bauen internationale Getränkekonzerne dort ihre Kapazitäten aus. krones konzentriert sich in China auf den High-End-Bereich wie Anlagen zur kaltaseptischen Abfüllung von Getränken. Der Anteil des China-Geschäftes am Konzernumsatz stieg von 2,7 % auf 6,7 %.

In Europa kletterten die Erlöse um 2,5 % auf 575,5 Mio. €. Während sich die Umsätze in West- und Osteuropa gut entwickelten, war das Inlandsgeschäft rückläufig. Das ist teilweise abrechnungsbedingt. Wir erwarten, dass sich das Geschäft in Deutschland im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres belebt. Die Konjunkturschwäche in den usa ging auch an krones nicht spurlos vorbei. Da wir in Südamerika hohe Umsatzzuwächse erzielten, schrumpften die Erlöse in Amerika aber lediglich um 2,8 % auf 211,4 Mio. €.

In der Region Mittlerer Osten/Afrika entwickeln sich unsere Umsätze sehr dynamisch. Bedingt ist diese erfreuliche Entwicklung zum Einen durch die bessere wirtschaftliche Situation einiger afrikanischer Staaten und zum Anderen durch die Expansion größerer global agierender Getränkekonzerne auf diesem Markt. Die Umsätze betreffen Brauereien, die in Glas abfüllen sowie Softdrink- und Wasserabfüllanlagen in pet-Flaschen zu gleichen Teilen.

Im ersten Halbjahr lag das Umsatzwachstum von KRONES deutlich über dem Zielkorridor von 5 bis 10 %. Als Komplettanbieter profitieren wir davon, dass Kunden zunehmend alle Leistungen aus einer Hand wollen.

China 6,7% China 2,7%
Amerika 17,6% Amerika 20,6%
Asien/Pazifik 9,7% Asien/Pazifik 5,7%
Russland/GUS 7,4% Russland/GUS 7,6%
Mittlerer Osten/Afrika 10,8% Mittlerer Osten/Afrika 10,1%
Umsatz 1. Halbjahr 2008: 1.204,9 Mio. € Umsatz 1. Halbjahr 2007: 1.053,9 Mio. €

Größter Auftrag der Unternehmensgeschichte

Im Vergleich zum Vorjahr legte der Auftragseingang von Januar bis Juni 2008 um 12,0 % auf 1.242,5 Mio. € zu. Außerordentlich hohe Nachfrage nach unseren Maschinen und Anlagen, überwiegend nach pet-Abfülllinien, kam im Berichtszeitraum aus dem asiatischen Raum. Vor allem aus China und Vietnam gingen bedeutende Orders ein.

Den größten Auftrag mit einem Wert von rund 95 Mio. € erhielten wir im ersten Halbjahr jedoch von einem Kunden aus Afrika. SABMiller hat krones im Mai 2008 mit dem Bau von drei kompletten Brauereien in Angola, Tansania und Mosambik beauftragt. Darüber hinaus werden wir eine bestehende Betriebsstätte von SABMiller in Uganda erweitern. Ausschlaggebend für den Zuschlag dieses umfangreichen Auftrags war für SABMiller, dass krones das komplette Angebots- und Dienstleistungsspektrum aus einer Hand liefern kann. Dieser größte Auftrag in der Unternehmensgeschichte bestätigt unsere Strategie, den Bereich Prozess- und Materialflusstechnik auszubauen, um auch den gesamten Produktionsprozess unserer Kunden zu optimieren..

Im zweiten Quartal 2008 verbesserte sich der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 15,0 % von 552,4 Mio. € auf 635,2 Mio. €. Neben der Großorder von SABMiller ragte in den Monaten April bis Juni ein Auftrag von rund 40 Mio. € aus Mauritius heraus. Für eine dort beheimatete Brauerei errichten wir die Sudhaus- und Filtrationstechnik.

Auftragsbestand wächst auf rund 930 Mio. €

Zum 30. Juni 2008 lag unser Auftragsbestand bei 928,4 Mio. €. Damit wuchs der Orderbestand gegenüber dem Vorjahresniveau von 802,3 Mio. € um 15,7 %. Das hohe Auftragspolster bildet die Basis für weiteres Umsatzwachstum und verbessert unsere Planungssicherheit für das Gesamtjahr 2008.

Wachstum von KRONES schafft Arbeitplätze

Die guten Geschäftslage von krones spiegelt sich auch in der Mitarbeiterzahl wider. Zum 30. Juni 2008 beschäftigte das Unternehmen weltweit 9.874 Mit arbeiter, davon 8.017 im Inland. Damit ist die krones Mannschaft gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitpunkt um 582 Menschen gewachsen. Allein seit Jahresende 2007 vergrößerte sich die Mitarbeiterzahl um 286. In der Ausbildung befanden sich per 30. Juni 2008 bei krones 381 junge Menschen.

Unser Auftragseingang hat im ersten Halbjahr 2008 den Umsatz übertroffen. Das komfortable Auftragspolster ist die Basis für weiteres Wachstum.

Auch in der steigenden Zahl der Mitarbeiter spiegelt sich die gute Auftragslage von KRONES wider.

deutlich zu.

Gewinn steigt kräftig

Wegen der weltweit hohen Nachfrage aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie nach Verpackungsmaschinen ist die Preisqualität der Erlöse stabil. Zusätzlich haben interne Maßnahmen zu der besseren Profitabilität von krones beigetragen. Ein Beispiel dafür ist unser work-Programm (Weltmarktführer, Optimierung, Rationalisierung, Komplexitätsreduzierung). Ziel dieses Programms ist es, die gesamte Wertschöpfungskette von krones so zu gestalten, dass die Produktentwicklung sowie alle Produktionsabläufe noch wirtschaftlicher ablaufen. Auch mit Hilfe von work wollen wir sicherstellen, dass wir langfristig profitabel wachsen und auch in konjunkturell schwierigen Zeiten besser abschneiden als der Wettbewerb.

Das Ergebnis vor Steuern (ebt) kletterte in den ersten sechs Monaten 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 21,3 % auf 91,8 Mio. €. Unser Ziel, das Ergebnis überproportional zu den Erlösen zu steigern, haben wir erreicht. Die ebt-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, verbesserte sich von 7,2 % auf 7,6 %. Im Gesamtjahr 2007 lag die ebt-Marge bei 7,1 %.

Da sich krones klar für den Produktionsstandort Deutschland ausspricht, gehört es zu den Unternehmen, die stark von der Körperschaftssteuerreform profitieren. Im ersten Halbjahr 2008 verringerte sich die Steuerquote gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 37,1 % im Vorjahr auf 32,0 %, wodurch das Ergebnis nach Steuern stärker voran kam als das ebt. Mit 62,4 Mio. € übertrifft es den Vorjahreswert um 31,1 %. Das Ergebnis je Aktie kletterte von 1,49 € auf 1,98 €.

In den Monaten April bis Juni 2008 erwirtschaftete krones ein Ergebnis vor Steuern von 46,2 Mio. €, 16,7 % mehr als im zweiten Quartal 2007. Die ebt-Marge legte von 7,2 % auf 7,6 % zu. Den Gewinn nach Steuern konnten wir um 28,3 % auf 31,7 Mio. € verbessern, das Ergebnis je Aktie von 0,77 € auf 1,00 €.

Im ersten Halbjahr stieg das Ergebnis nach Steuern von KRONES um mehr als 30 %.

Ertragsstruktur KRONES KONZERN in Mio. €

IFRS 2008 2007 Veränderung
1.1.–30.6. 1.1.–30.6.
Umsatzerlöse 1.204,9 1.053,9 14,3 %
Bestandsveränderung FE/UFE 29,0 43,7
Materialaufwand –639,8 –574,2 11,4 %
Personalaufwand –335,0 –300,5 11,5 %
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/
Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen –143,3 –127,0 12,8 %
EBITDA 115,8 95,9 20,8 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen –24,0 –22,2 8,1 %
EBIT 91,8 73,7 24,6 %
Finanzergebnis 0,0 2,0
EBT 91,8 75,7 21,3 %
Ertragsteuern –29,4 –28,1 4,6 %
Jahresüberschuss 62,4 47,6 31,1 %

Bei der Analyse der verkürzten Gewinn- und Verlustrechnung für das erste Halbjahr 2008 wird deutlich, dass im Berichtszeitraum die wesentlichen Aufwandsposten deutlich schwächer zulegten als die Erlöse, die um 14,3 % stiegen. Mit 639,8 Mio. € (Vorjahr: 574,2 Mio. €) lag der Materialaufwand in den ersten sechs Monaten um 11,4 % höher als im Vorjahr. Die Materialaufwandsquote, die den Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung abbildet, verminderte sich von 52,3 % auf 51,9 %. Auf die verschärfte Situation auf den Rohstoffmärkten konnte krones durch den optimierten Einsatz von Produktionsmitteln reagieren.

Um 11,4 % auf 335,0 Mio. € (Vorjahr: 300,5 Mio. €) legte der Personalaufwand zu. Die Personalaufwandsquote sank trotzdem von 27,4 % auf 27,1 %. Um auf eventuelle Schwankungen bei der Nachfrage flexibel reagieren zu können, setzte krones im Berichtszeitraum bedarfsorientiert Zeitarbeitskräfte ein. Auch das verminderte die Personalaufwandsquote, weil die Aufwendungen für Zeitarbeitskräfte in den Materialaufwand fließen.

Der negative Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie den aktivierten Eigenleistungen war im ersten Quartal wegen abrechnungsbedingt außerordentlich hoher Fracht- und Reisekosten um knapp ein Drittel gestiegen. Im zweiten Quartal fiel der negative Saldo niedriger aus als im Vorjahr. Damit hat sich der Saldo im Verhältnis zur Gesamtleistung im Jahresverlauf wieder normalisiert. Im ersten Halbjahr 2008 übertraf der negative Saldo mit 143,3 Mio. € den Vorjahreswert von 127,0 Mio. € somit nur noch um 12,8 %.

IFRS 1.1.–30.06.08 1.1.–30.06.07 Veränderung
in Mio. €
EBT 91,8 75,7 16,1
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit –21,0 –17,9 –3,1
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit –37,3 –36,7 –0,6
Free Cashflow –58,3 –54,6 –3,7
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit 49,0 50,1 –1,1
Veränderung des Finanzmittelfonds –9,3 –4,5 –4,8
wechselkursbedingte Veränderung
des Finanzmittelfonds –2,0 0,6 –2,6
Finanzmittelfonds zu Beginn der Berichtsperiode 53,8 57,7 –3,9
Finanzmittelfonds zu Ende der Berichtsperiode 42,5 53,8 –11,3

Kapitalflussrechnung KRONES KONZERN in Mio. €

Trotz des deutlich gestiegenen Periodenergebnisses verminderte sich der operative Cashflow in den ersten sechs Monaten 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Mio. € auf minus 21,0 Mio. €. Ein Grund dafür ist, dass der Anteil von Komplettanlagen an unserem Geschäft zugenommen hat. Im Vergleich zu Einzelmaschinen benötigen komplette Anlagen einen längeren Produktionsvorlauf, was ein höheres Vorratsvermögen zur Folge hat. Auch der Anstieg unserer Forderungen hat zum Aufbau von Working Capital beigetragen. Dass die Vorauszahlungen für Ertragsteuern von 8,4 Mio. € auf 21,8 Mio. € kletterten, beeinflusste den operativen Cashflow ebenfalls negativ.

Per 30. Juni 2008 hat krones 38,1 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Ver mögenswerte investiert. Dies liegt leicht über dem Vorjahresniveau von 37,6 Mio. €. Ein Großteil des Geldes floss in die Erweiterung des zu Jahresanfang bezogenen Technologiezentrums in Neutraubling. Mit dem zweiten Bauabschnitt bereiten wir uns auf das erwartet starke Wachstum des Unternehmens vor. Der Free Cashflow sank von minus 54,6 Mio. € auf minus 58,3 Mio. €.

Im Juni schüttete krones an seine Aktionäre eine Dividende von insgesamt 22,1 Mio. € (Vorjahr: 16,8 Mio. €) aus. Da im zweiten Quartal 2008 auch die Bonuszahlungen für die Mitarbeiter fällig wurden, hat krones zur kurzfristigen Finanzierung Kreditlinien von 72,0 Mio. € in Anspruch genommen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft keine Bankschulden.

Nach Berücksichtigung der wechselkursbedingten Veränderungen des Finanzmittelfonds verfügte krones zum 30. Juni 2008 über liquide Mittel von 42,5 Mio. € (31.12.2007: 53,8 Mio. €).

IFRS 30.06.2008 31.12.2007 31.12.2006 31.12.2005
Langfristige Vermögenswerte 489 475 430 403
davon Anlagevermögen 436 422 374 357
Kurzfristige Vermögenswerte 1.311 1.209 1.042 880
davon flüssige Mittel 43 54 58 57
Eigenkapital 746 708 629 572
Fremdkapital 1.054 976 843 711
langfristige Verpflichtungen 152 155 147 155
kurzfristige Verpflichtungen 902 821 696 556
Bilanzsumme 1.800 1.684 1.472 1.283

Vermögens- und Kapitalstruktur KRONES KONZERN in Mio. €

Mit dem gestiegenen Geschäftsvolumen hat sich auch die Bilanzsumme von krones ausgeweitet. Per Ende Juni 2008 lag sie mit 1.800,3 Mio. € um 6,9 % höher als zum Bilanzstichtag 2007.

Der größte Anteil am gesamten Anlagevermögen des Konzerns von 435,7 Mio. € entfällt mit 357,9 Mio. € auf Sachanlagen. Dass dieser Bilanzposten im Vergleich zum Jahresende 2007 um 8,7 Mio. € zulegte, liegt hauptsächlich am Baufortschritt des zweiten Gebäudes des Technologiezentrums in Neutraubling. Insgesamt verfügte krones zum 30. Juni 2008 über langfristige Vermögenswerte von 489,4 Mio. €, rund 3 % mehr als zum 31. Dezember 2007.

Um 8,4 % auf 1.310,9 Mio. € sind die kurzfristigen Vermögenswerte gewachsen. Grund hierfür sind die stichtagsbedingt gestiegenen Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Per Ende Juni 2008 hatte der krones konzern langfristige Verpflichtungen von rund 152 Mio. €. Im Vergleich zum Bilanzstichtag 2007 sind sie damit leicht zurück gegangen. Die kurzfristigen Verpflichtungen stiegen dagegen um 9,8 % von 821,4 Mio. € auf 902,2 Mio. €, da das Unternehmen zur Optimierung seiner Finanzierung kurzfristig Kredite von 72,0 Mio. € in Anspruch genommen hat.

Das Eigenkapital lag zum 30. Juni 2008 bei 745,5 Mio. € (31. Dezember 2007: 708,0 Mio. €). Die Eigenkapitalquote verminderte sich leicht von 42,0 % auf 41,4 %. Damit hat krones weiterhin eine im Branchenvergleich außerordentlich hohe Eigenkapitalquote und verfügt über ausreichend Handlungsspielraum für Investitionen in weiteres Wachstum.

KRONES verfügt über eine solide Bilanzstruktur. Die Eigenkapitalquote lag Ende Juni 2008 bei 41,4 %.

Umsatz nach Segmenten

Umsatz 1. Halbjahr 2008: 1.204,9 Mio. € Umsatz 1. Halbjahr 2007: 1.053,9 Mio. €

Maschinen/Anlagen zur Produktabfüllung und -austattung 84,5% (890,2 Mio. €)

Maschinen/Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik 11,9% (125,8 Mio. €) Maschinen/Anlagen für den unteren Leistungsbereich 3,6% (37,9 Mio. €)

Umsatz nach Segmenten

Im größten Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« steigerte krones den Umsatz im ersten Halbjahr 2008 um 14,3 % auf 1.017,5 Mio. € (Vorjahr: 890,2 Mio. €). Der Anteil des Kernsegments am Gesamtumsatz lag bei 84,4 %. Unverändert stark war im Berichtszeitraum die Nachfrage nach Maschinen, mit denen pet-Flaschen hergestellt werden sowie nach den dazugehörigen Abfülllinien. In Osteuropa, eine unserer wachstumsstärksten Regionen, wird Bier zunehmend in pet-Flaschen abgefüllt. Die unverändert hohe Bereitschaft von internationalen Getränkekonzernen, in den Auf- und Ausbau von Kapazitäten in Asien zu investieren, hat zudem unser Wachstum gestützt.

Am stärksten legte der Umsatz in den Monaten Januar bis Juni 2008 im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« zu. Im Vergleich zum Vorjahr kletterten die Erlöse um 15,7 % auf 145,6 Mio. € (Vorjahr: 125,8 Mio. €). Zum Konzernumsatz trug das Segment 12,1 % (Vorjahr: 11,9 %) bei. In asiatischen und afrikanischen Ländern entstehen eine Reihe neuer Getränkefabriken. Davon profitiert krones. Das deutliche Wachstum bestätigt unsere Strategie, den Bereich Prozesstechnik weiter auszubauen. Vor allem bei Komponenten, die zur Produktion alkoholfreier Getränke wie Säften be nötigt werden, wollen wir unsere Wertschöpfung steigern. Ein Schritt in diese Richtung ist, dass wir seit Anfang des Jahres Gär- und Lagertanks, die wir bislang zukauften, selbst bauen.

Unser kleinstes Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (kosme)« ist beim Umsatz im Berichtszeitraum um 10,3 % von 37,9 Mio. € auf 41,8 Mio. € gewachsen. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz ging von 3,6 % auf 3,5 % leicht zurück.

In allen drei Segmenten von KRONES haben die Erlöse zweistellig zugelegt.

Segmentergebnis

Das starke Umsatzwachstum im Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« ging nicht zu Lasten der Marge. Im Gegenteil: Aufgrund der guten Branchenkonjunktur war die Preisqualität im ersten Halbjahr 2008 weiterhin gut. Das Ergebnis vor Steuern (ebt) kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 % von 76,3 Mio. € auf 89,7 Mio. €. Die ebt-Marge stieg von 8,6 % auf 8,8 %.

Ein deutlicher Turnaround ist uns im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« gelungen. Das ebt verbesserte sich in den ersten sechs Monaten 2008 um 4,4 Mio. € von minus 2,4 Mio. € auf 2,0 Mio. €. Ein Grund für diesen Erfolg ist auch, dass die von uns eingeleiteten Prozessoptimierungen gegriffen haben. Mit 1,4 % ist die ebt-Marge aber noch weit unter unseren Zielen. Langfristig sollte in dem Segment eine Marge von mehr als 5 % erzielbar sein. Um dies zu erreichen, wollen wir unsere Eigenfertigung weiter vorantreiben.

Von 1,8 Mio. € im Vorjahr auf 0,1 Mio. € ging das Ergebnis vor Steuern im Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (kosme)« im ersten Halbjahr 2008 zurück. Damit ist uns aber im zweiten Quartal die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelungen, denn zum 31. März 2008 lag das ebt noch bei minus 0,5 Mio. €. Im gesamten Geschäftsjahr 2007 lag der Verlust vor Steuern bei 3,7 Mio. €. Damit haben unsere Maßnahmen gegriffen, zu denen auch zählt, dass kosme seinen Kunden keine teuren Prototypen mehr anbietet, sondern sich wieder auf standardisierte Anlagen und Einzelmaschinen konzentriert. Auch für das Gesamtjahr 2008 erwarten wir in unserem kleinsten Segment ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis.

Segment Produktabfüllung und -ausstattung 01.01. bis 01.01. bis
30.06.2008 30.06.2007
EBIT in Mio. € 89,7 73,9
EBT in Mio. € 89,7 76,3
EBT-Marge in % 8,8 8,6
Segment Prozesstechnik 01.01. bis 01.01. bis
30.06.2008 30.06.2007
EBIT in Mio. € 1,9 –2,4
EBT in Mio. € 2,0 –2,4
EBT-Marge in % 1,4 –1,9
Segment KOSME 01.01. bis 01.01. bis
30.06.2008 30.06.2007
EBIT in Mio. € 0,2 2,2
EBT in Mio. € 0,1 1,8
EBT-Marge in % 0,2 4,8

Die Ertragskraft unseres Kernsegments hat sich im ersten Halbjahr 2008 weiter verbessert.

Die Marge in unserem Kernsegment profitiert unter anderem von unseren Prozessoptimierungen.

In der Prozesstechnik, die wir ausbauen wollen, wird sich die Marge weiter verbessern.

KRONES hat Maßnahmen ergriffen, um die Profitabilität von KOSME zu verbessern.

Risikomanagementsystem wird permanent ausgebaut

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist krones einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesent lichen Geschäftsprozesse laufend. Integraler Bestandteil des Risikomanagementsystem von krones ist ein internes Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. Unser Risikomanagementsystem besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung- und steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Bereits vor der Auftragsannahme unterziehen wir Angebote einer Rentabilitätsprüfung. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im krones konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuelle Risiken und Planabweichungen informiert.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern: Jahresplanung, Mittelfristplanung, Strategische Planung, rollierende Prognoserechnung, Monats- und Quartalsreports, Investitionsplanung, Produktionsplanung, Kapazitätsplanung, Projektcontrolling, Debitorenmanagement, Wechselkursabsicherungsgeschäfte, Versicherungen.

Risiken

Eine detaillierte Darstellung der Risiken des Unternehmens sowie eine Beschreibung unseres Risikomanagements sind im Lagebericht des Konzernabschlusses 2007 ab S. 88 ff. zu finden. Bei den wesentlichen Risiken des Unternehmens haben sich im Berichtszeitraum für das zweite Halbjahr 2008 keine wesentlichen Änderungen gegenüber den dort gemachten Ausführungen ergeben. Bestandsgefährdende Risiken sind für den krones konzern derzeit nicht erkennbar.

Nachhaltigkeitsmanagement bedeutet für die krones ag: Ressourcen effi zient und schonend einzusetzen, Risiken zu erkennen und zu beherrschen sowie gesellschaftlich verantwortlich zu handeln. Dabei kontinuierlich besser zu werden ist eine Daueraufgabe – für das Management und für jeden Mitarbeiter. Weil nachhaltiges Handeln die Basis für die Weiterentwicklung des Unternehmens ist, stellt sich die krones ag dieser Verantwortung. Deshalb ist unsere Nachhaltigkeitsstrategie durch konzernweite Vorgaben und eine Organisationsstruktur mit klar definierten Verantwortlichkeiten systematisch im Unternehmen verankert. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus weltweit einheitlichen Standards, konzernweiten Steuerungsinstrumenten und regionalen Aktionsprogrammen. So können die Fortschritte erfasst und dort, wo Verbesserungen erforderlich sind, geeignete Maßnahmen optimal auf die jeweiligen Herausforderungen und Prioritäten ausgerichtet werden. All diese Aufgaben werden vom csr-Komitee wahrgenommen und umgesetzt.

enviro – nachhaltig Mehrwert schaffen

Unter enviro fasst krones seit 2008 alle Maßnahmen im Bereich der Maschinentechnik und -technologie zusammen, die Ressourcen einsparen, unseren Kunden wirtschaftlichen Mehrwert bieten und den Menschen an der Maschine mit einbeziehen. Ökonomie, Ökologie sowie Ergonomie sind die Grundpfeiler des enviro Programms. krones unterstreicht mit diesem Programm seinen Anspruch auf weltweite und verantwortungsvolle Innovationsführerschaft.

In Zukunft richtet krones alle Neuentwicklungen an den Kriterien unseres enviro Programms aus. Zudem werden bewährte Produkte in ihrer Nachhaltigkeitsleistung optimiert. Das enviro Zeichen wird künftig krones Maschinen schmücken, die den enviro Pass erhalten haben. In diesem Pass werden alle wichtigen Emissions- und Verbrauchswerte unserer Maschinen und Anlagen dokumentiert und von einer unabhängigen Prüfstelle zertifiziert. Die Kunden erhalten dadurch exakte und transparente Daten, die die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile unserer Produkte belegen.

Mit enviro macht KRONES den ökologischen, ökonomischen und ergonomischen Nutzen seiner Maschinen und Anlagen für die Kunden dokumentier- und beweisbar.

Ausblick

Vorstand erwartet 2008 neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn

Die Märkte, die krones bedient, legen im Durchschnitt jährlich um rund 4 % zu. Auch 2008 und darüber hinaus wollen wir nicht nur am allgemeinen Wachstum des Getränkemarktes teilhaben, sondern weiter Marktanteile hinzugewinnen und neue Marktsegmente erschließen. Als Komplettanbieter haben wir eine gute Ausgangsposition, dieses Ziel zu erreichen.

krones hat das Ziel, langfristig die Erlöse jährlich um 5 bis 10 % zu steigern. Das Unternehmen wird seine Leistungspalette und technologische Marktführerschaft weiterhin konsequent ausbauen. So wird krones die weltweit vorhandenen Wachstumspotenziale nutzen und überproportional zum Markt zulegen – trotz der gestiegenen konjunkturellen Unsicherheiten und der Dollar-Schwäche.

Aufgrund des guten ersten Halbjahres erwartet der Vorstand, dass der Umsatzzuwachs 2008 am oberen Ende des Prognosekorridors liegen wird und die Erlöse die Marke von 2,3 Mrd. € übertreffen. Die Umsatzrendite vor Steuern (ebt-Marge) wollen wir 2008 weiter verbessern (Vorjahr: 7,1 %). Mit einer ebt-Marge von 7,6 % haben wir im ersten Halbjahr die Basis dafür geschaffen. Da das Unternehmen von der Reform des deutschen Körperschaftsteuergesetzes profitiert, wird das Ergebnis nach Steuern stärker zulegen als das Ergebnis vor Steuern. krones ist somit auf dem bestem Weg, das neunte Rekordjahr bei Umsatz und Gewinn in Folge gut zu erreichen.

KRONES will weiterhin stärker als der Markt wachsen.

Zwischenabschluss des KRONES KONZERNS

Aktiva 30.06.2008 31.12.2007
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 62,3 58,4
Sachanlagen 357,9 349,2
Finanzanlagen 15,5 14,5
Anlagevermögen 435,7 422,1
Aktive latente Steuern 6,1 7,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29,5 28,2
Tatsächliche Steuerforderungen 15,6 15,6
Sonstige Vermögenswerte 2,5 2,3
Langfristige Vermögenswerte 489,4 475,2
Vorräte 565,7 505,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 625,3 583,7
Tatsächliche Steuerforderungen 2,7 4,3
Sonstige Vermögenswerte 74,7 61,5
Liquide Mittel 42,5 53,8
Kurzfristige Vermögenswerte 1.310,9 1.208,8
Bilanzsumme 1.800,3 1.684,0
Passiva 30.06.2008 31.12.2007
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Eigenkapital 745,5 708,0
Rückstellungen für Pensionen 77,5 75,2
Passive latente Steuern 12,6 10,9
Sonstige Rückstellungen 42,4 43,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,7 0,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,0 0,1
Sonstige Finanzverpflichtungen 11,9 15,9
Sonstige Verpflichtungen 7,5 8,1
Langfristige Schulden 152,6 154,6
Sonstige Rückstellungen 125,4 110,5
Steuerrückstellungen 30,7 25,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 72,0 0,1
Erhaltene Anzahlungen 283,3 286,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 158,1 161,2
Tatsächliche Steuerverbindlichkeiten 0,3 0,6
Sonstige Finanzverpflichtungen 22,2 43,1
Sonstige Verpflichtungen und
Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 210,2 194,7
Kurzfristige Schulden 902,2 821,4
Bilanzsumme 1.800,3 1.684,0
2008 2007 Ver
1.1.–30.6. 1.1.–30.6. änderung
Mio. € Mio. € %
Umsatzerlöse 1.204,9 1.053,9 14,3
Bestandsveränderung FE/UFE 29,0 43,7
Gesamtleistung 1.233,9 1.097,6 12,4
Materialaufwand –639,8 –574,2 11,4
Personalaufwand –335,0 –300,5 11,5
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen
und aktivierten Eigenleistungen –143,3 –127,0 12,8
Abschreibungen auf Anlagevermögen –24,0 –22,2 8,1
EBIT 91,8 73,7 24,6
Finanzergebnis 0,0 2,0
Ergebnis vor Steuern 91,8 75,7 21,3
Ertragsteuern –29,4 –28,1 4,6
Jahresüberschuss 62,4 47,6 31,1
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 0,0 0,5
Jahresübschussanteil KRONES KONZERN 62,4 47,1
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 1,98 1,49
2008 2007 Ver
2. Quartal 2. Quartal änderung
Mio. € Mio. € %
Umsatzerlöse 609,7 548,9 11,1
Bestandsveränderung FE/UFE 23,6 10,3
Gesamtleistung 633,3 559,2 13,3
Materialaufwand –329,3 –286,1 15,1
Personalaufwand –174,2 –151,5 15,0
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen
und aktivierten Eigenleistungen –71,1 –72,6 –2,1
Abschreibungen auf Anlagevermögen –12,3 –11,2 9,8
EBIT 46,4 37,8 22,8
Finanzergebnis –0,2 1,8
Ergebnis vor Steuern 46,2 39,6 16,7
Ertragsteuern –14,5 –14,9 –2,7
Jahresüberschuss 31,7 24,7 28,3
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 0,2 0,4
Jahresübschussanteil KRONES KONZERN 31,5 24,3
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 1,00 0,77
2008 2007
6 Monate 6 Monate
Mio. € Mio. €
Ergebnis vor Steuern 91,8 75,7
Abschreibungen und Zuschreibungen 24,0 22,2
Erhöhung der Rückstellungen 21,4 11,9
ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern 2,8 3,7
Zinsaufwendungen und Zinserträge 1,5 –1,2
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen –0,4 –0,2
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge –5,4 –3,9
Erhöhung der Vorräte, der Forderungen aus L+L und sonstigen Vermögenswerten,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –108,3 –99,1
Verminderung der Verbindlichkeiten aus L+L und sonstigen Verbindlichkeiten,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind –24,5 –17,8
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 2,9 –8,7
gezahlte Zinsen –2,1 –0,8
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern –21,8 –8,4
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit –21,0 –17,9
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –11,7 –7,5
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 0,2 0,1
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen –26,4 –30,1
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 0,9 0,4
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen –1,0 –0,1
erhaltene Zinsen 0,7 0,5
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit –37,3 –36,7
Auszahlungen an Unternehmenseigner –22,1 –16,8
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 71,9 67,1
Auszahlungen aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten –0,8 –0,2
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit 49,0 50,1
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds –9,3 –4,5
wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds –2,0 0,6
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 53,8 57,7
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 42,5 53,8
Mutterunternehmen Anteile
anderer
Gesellschafter
Konzern
eigen
kapital
Gezeichn. Kapital- Gewinn- Währ.- Sonstige Konzern- Eigen- Eigen
Kapital rücklage rücklagen Differenz. Rücklagen bilanz- kapital kapital
Eigenkap. gewinn
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Stand 31. Dezember 2006 26,9 103,7 362,6 –0,6 0,8 132,7 626,1 2,6 628,7
Dividendenzahlung (0,53 € je Aktie) –16,8 –16,8 –16,8
Konzernjahresüberschuss 1. Halbj. 2007 47,0 47,0 0,6 47,6
Kapitalerhöhung 13,1 –13,1 0,0 0,0
Einstellung in Gewinnrücklagen 30,0 –30,0 0,0 0,0
Währungsdifferenzen –6,0 –6,0 –6,0
Hedge Accounting –0,3 –0,3 –0,3
Stand 30. Juni 2007 40,0 103,7 379,5 –6,6 0,5 132,9 650,0 3,2 653,2
Konzernjahresüberschuss 2. Halbj. 2007 55,7 55,7 –1,6 54,1
Einstellung in Gewinnrücklagen 30,2 –30,2 0,0 0,0
Währungsdifferenzen 0,9 0,9 0,9
Änderungen im Konsolidierungskreis –0,4 –0,4 –0,4
Hedge Accounting 0,2 0,2 0,2
Stand 31. Dezember 2007 40,0 103,7 409,3 –5,7 0,7 158,4 706,4 1,6 708,0
Dividendenzahlung (0,70 € je Aktie) –22,1 –22,1 –22,1
Konzernjahresüberschuss 1. Halbj. 2008 62,4 62,4 0,0 62,4
Einstellung in Gewinnrücklagen 32,0 –32,0 0,0 0,0
Währungsdifferenzen –4,1 –4,1 –4,1
Hedge Accounting 1,3 1,3 1,3
Stand 30. Juni 2008 40,0 103,7 441,3 –9,8 2,0 166,7 743,9 1,6 745,5
Maschinen und Anlagen Maschinen und Anlagen Maschinen und Anlagen KRONES KONZERN
zur Produktabfüllung und zur Getränkeproduktion/ für den unteren Leistungs-
-ausstattung Prozesstechnik bereich (KOSME)
2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007
6 Monate 6 Monate 6 Monate 6 Monate 6 Monate 6 Monate 6 Monate 6 Monate
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Umsatzerlöse 1.017,5 890,2 145,6 125,8 41,8 37,9 1.204,9 1.053,9
EBIT 89,7 73,9 1,9 –2,4 0,2 2,2 91,8 73,7
Mitarbeiter am 30.06.* 8.678 8.067 537 541 490 478 9.705 9.086
Umsatzrendite ROS** 8,8 % 8,6 % 1,4 % –1,9 % 0,2 % 4,8 % 7,6 % 7,2 %
EBT 89,7 76,3 2,0 –2,4 0,1 1,8 91,8 75,7

* Konsolidierungskreis ** Basis: EBT

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der krones ag (»krones konzern«) zum 30. Juni 2008 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (ifrs) des International Accounting Standards Board (iasb), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (ifric) – wie von der Europä ischen Union verabschiedet – erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener ifrs oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist um die Minderheitsanteile erweitert.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den ifrs neben der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der krones ag zum 30. Juni 2008 sind neben der krones ag alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der krones ag mehr als 50 % der Stimmanteile zustehen.

Die neuen lcs Center krones Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika und krones o.o.o., Moskau, Russische Föderation wurden im Berichtszeitraum in den Konsolidierungkreis aufgenommen.

Konsolidierungs grundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Unternehmen, die nach dem 1. Januar 2004 erworben wurden nach ifrs 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»purchase method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Ein sich nach der Kaufpreisallokation ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäftsoder Firmenwert ausgewiesen und regelmäßig einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Passive Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam aufgelöst. Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wird verzichtet, da die Bestände aus diesen Lieferungen von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der krones ag ist der Euro.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzern unternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß ias 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Einzelabschlüssen der krones ag und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Stichtagskurs Durchschnittskurs
30.06.2008 31.12.2007 2008 2007
US Dollar USD 1,578 1,472 1,531 1,329
Britisches Pfund GBP 0,793 0,735 0,775 0,675
Schweizer Franken CHF 1,606 1,656 1,606 1,632
Dänische Kronen DKK 7,458 7,458 7,457 7,450
Kanadischer Dollar CAD 1,594 1,445 1,542 1,507
Japanischer Yen JPY 166,330 165,100 160,510 159,490
Brasilianischer Real BRL 2,525 2,621 2,603 2,713
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 10,821 10,749 10,820 10,245
Mexikanischer Peso MXN 16,241 16,038 16,264 14,537
Ukrainischer Griwna UAH 7,154 7,425 7,666 6,438
Russischer Rubel RUB 36,910 36,075 36,623 34,650
Südafrikanischer Rand ZAR 12,330 10,020 11,736 9,512

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro:

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Einzelabschlüsse der krones ag sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß ias 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume, insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäftsoder Firmenwerten, werden gemäß ias 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des krones konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit, durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend ias 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht vorhanden.

Sachanlagen

Sachanlagen des krones konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht als Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach ias 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungs dauern zugrunde:

in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 16
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Neben den erfolgsbezogenen Zuwendungen, die in voller Höhe erfolgswirksam erfasst werden, werden Zuwendungen für Vermögenswerte in der Bilanz bei der Feststellung des Buchwertes des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.

Leasing

Leasingverträge, bei denen der krones konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach ias 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder »Nutzungsdauer« des Leasingobjektes vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente nach ias 39, die bei krones eingesetzt werden, setzen sich aus

  • Finanzanlagen
  • zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Derivative Finanzinstrumente)
  • zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten
  • finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten

zusammen.

Bei den Bewertungskategorien entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten. Für die Finanzanlagen besteht kein Markt, aus diesem Grunde werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die beizulegenden Zeitwerte und Buchwerte basieren auf marktüblichen Verzinsungen und beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen.

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag. Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten.

Die Klassen nach ifrs 7 setzen sich neben den obengenannten Bewertungskategorien nach ias 39 aus Zahlungsmitteln und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zusammen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden abgesehen von Wertpapieren zu Anschaffungskosten vermindert um Wertberichtigungen angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als »zur Veräußerung verfügbar« eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine Einstufung als »bis zur Endfälligkeit gehalten« findet nicht statt.

Darüber hinaus wird im krones konzern bei keiner Bilanzposition die »fair value Option« nach ias 39 angewendet.

Derivative Finanzinstrumente

Die im krones konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Kategorien des Währungsrisikos bei krones bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen us-Dollar, Kanadischer Dollar, Britische Pfund und Schweizer Franken.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100 % der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten

Grundgeschäftes in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank.

Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen worden sind.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Kunden.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktions gemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbar keit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

In Montage befindliche kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß ias 11 nach dem Fertigungsfortschritt (»Percentage-of-Completion-Methode«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Auftrags. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lie ferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach ifrs und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß ias 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 % des Verpflichtungsumfangs liegen. Die Verteilung erfolgt über die erwartete künftige durchschnittliche Restdienstzeit der Belegschaft.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach ias 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des ias 18, mit Ausnahme von den nach ias 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen ausgewiesen.

Segmentberichterstattung

Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert.

Nicht vorzeitig angewandte Standards / Interpretationen

Folgende Standards, Interpretationen und Änderungen wurden vom iasb heraus gegeben und von der Europäischen Union verabschiedet, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist und auf den Konzernzwischenabschluss der krones ag nicht anwendbar sind:

ifric 11 »ifrs 2 – Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen«

Angabe gemäß §37w Abs.5 WpHG

Der Halbjahresabschluss sowie der Zwischenlagebericht wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 hgb geprüft.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Angabe gemäß §37y WpHG i. V. m. §37w Abs.2 Nr.3 WpHG

»Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.«

Volker Kronseder Hans-Jürgen Thaus

Vorstandsvorsitzender Stv. Vorstandsvorsitzender

Rainulf Diepold Werner Frischholz Christoph Klenk

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung
der KRONES AG in %
neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling 100,00
KIC KRONES Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 100,00
MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main 51,00
S.A. KRONES N.V., Louvain-la-Neuve, Belgien 100,00
KRONES Nordic ApS, Holte, Dänemark 100,00
SANDER HANSEN A/S, Holte, Dänemark 100,00
KRONES S.A.R.L., Lyon, Frankreich 100,00
KRONES UK LTD., Bolton, Großbritannien 100,00
KOSME UK LTD., Burton on Trent Staffordshire, Großbritannien 100,00
KRONES S.R.L., Garda (vr), Italien 100,00
KRONES Nederland b.v., Boskoop, Niederlande 100,00
KOSME Gesellschaft MBH, Sollenau, Österreich 100,00
KRONES Spólka z.o.o., Warschau, Polen 100,00
KRONES Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena, Portugal 100,00
KRONES o.o.o., Moskau, Russische Föderation 100,00
KRONES Romania Prod. s.r.l., Bukarest, Rumänien 100,00
KRONES AG, Buttwil, Schweiz 100,00
KRONES Iberica, S. A., Barcelona, Spanien 100,00
KRONES S.R.O., Prag, Tschechische Republik 100,00
KRONES Ukraine LLC, Kiew, Ukraine 100,00
MAINTEC Service eood, Sofia, Bulgarien 51,00
KOSME S.R.L., Roverbella, Italien 70,00
MAINTEC Service Ges.m.b.H, Dorf an der Pram, Österreich 51,00
KRONES Surlatina s. a., Buenos Aires, Argentinien 100,00
KRONES do BRAZIL LTDA., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES S. A., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
KRONES Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
KRONES (Beijing) Machinery Co. Ltd., Beijing, VR China 100,00
KRONES Asia Ltd., Hongkong, VR China 100,00
KRONES India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 100,00
KRONES Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
KRONES Machinery Co. Ltd., Brampton, Ontario, Kanada 100,00
KRONES Andina Ltda., Bogotá, Kolumbien 100,00
KRONES Korea Ltd., Seoul, Korea 100,00
KRONES Mex s. a. de c. v., Mexiko d. f., Mexiko 100,00
KRONES Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00
KRONES, Inc., Franklin, Wisconsin, USA 100,00
Maquinarias KRONES de Venezuela s. a., Caracas, Venezuela 100,00
KRONES (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand 51,00
Beverage Consulting and Engineering. Co. Ltd., Bangkok, Thailand 49,00

Aufsichtsrat und Vorstand

Nachdem die Voraussetzungen für die Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes 1976 seit 1987 erfüllt waren, erfolgte eine Erweiterung des Aufsichtsrats von sechs auf zwölf Mitglieder. Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktio nären nach dem Aktien gesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat Vorstand

Dr. Lorenz M. Raith Vorsitzender * leistritz ag moll ag prüftechnik ag heitec ag

Werner Schrödl** Gesamtbetriebsratsvorsitzender stv. Vorsitzender

Ernst Baumann Mitglied des Vorstands der bmw ag

Herbert Gerstner** Betriebsrat

Dr. Klaus Heimann** Leiter des Funktionsbereichs (fb) Jugend-, Bildungs- und Qualifizierungspolitik der ig metall * man ag

Dr. Jochen Klein Vorsitzender des Beirats der döhler holding gmbh * döhler gruppe karlsberg brauerei gmbh hoyer-gruppe

Prof. Dr. Ing. Erich Kohnhäuser * max aicher stahl ag

Norman Kronseder kronseder family office * bayerische futtersaatbau gmbh

Dr. Alexander Nerz Rechtsanwalt

Anton Schindlbeck** Vertriebsleiter lcs

Jürgen Scholz** 1. Bevollmächtigter, Geschäftsführer und Kassierer ig metall Verwaltungsstelle Regensburg

Josef Weitzer** stv. Betriebsratsvorsitzender

Volker Kronseder Vorsitzender Personalmanagement und Soziales Corporate Communications * krones inc., usa Hans-Jürgen Thaus

stv. Vorsitzender Finanzen, Controlling, Informations- und Prozessmanagement * kurtz gmbh krones inc., usa

Rainulf Diepold Marketing und Vertrieb

Werner Frischholz Materialwirtschaft und Produktion

Christoph Klenk Forschung und Entwicklung, Konstruktion und Sparten * winkler & dünnebier ag

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktio nären nach dem Aktien gesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG ** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzern gesellschaften dem Verant wor tungs bereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

46 Glossar

Anlagevermögen Vermögenswerte, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Cashflow Finanzielle Stromgröße, die den Zahlungsmittelüberschuss angibt (Jahresüberschuss
plus Abschreibung).
DAX Deutscher Aktienindex (DAX). Der Index umfasst die 30 größten (nach Börsenwert und
Börsenumsatz) deutschen Unternehmen.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes,
depreciation and amortisation).
EBIT Ergebnis vor Zinsen, Beteiligungen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder
Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite Verhältnis Jahresüberschuss zu Eigenkapital.
Eigenkapitalrendite vor Steuern Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Float Teil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszu weisenden
Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsab grenzungsposten.
IFRS International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards
Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungs -
legungsgrundsätze.
Kapitalflussrechnung Betrachtung der Liquiditätsentwicklung/Zahlungsströme unter Berück sichtigung der
Mittelherkunft- und Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres.
KGV Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine wichtige Kennzahl zur Bewertung von Ak
tien. Es errechnet sich, indem der Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie dividiert wird.
Je niedriger das KGV, umso güns tiger ist die Aktie.
Latente Steuern Zeitlich begrenzte Differenzen zwischen errechneten Steuern auf Bewertungsdifferen
zen zwischen IFRS-Bilanz und Steuerbilanz mit dem Ziel, den Steueraufwand entspre
chend dem Ergebnis nach IFRS aus zuweisen.
Marktkapitalisierung Börsenwert eines Unternehmens. Dieser berechnet sich aus dem Aktienkurs multipli
ziert mit der Anzahl der Aktien.
MDAX Index, der die 50 größten (nach Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen und auslän
dischen Unternehmen der klassischen Sektoren unterhalb des DAX umfasst.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbind
lichkeiten gegen über Kreditinstituten.
ROCE Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich
zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
ROI Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Gesamtkapital
(Return on investment).
ROS Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu Umsätzen (Return on Sales).
Tochterunternehmen Alle Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar von einer Mutter gesellschaft auf
grund einer Mehrheitsbeteiligung und/oder einer einheit lichen Leitung beherrscht
werden.
Working Capital Das Working Capital errechnet sich aus dem Umlaufvermögen abzüglich der liquiden
Mittel und abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen. Das Working
Capital bringt zum Ausdruck, welcher Teil des Vermögens für ein Unternehmen arbei
tet, sprich Umsätze generiert.
XETRA-Handelssystem Elektronisches Börsenhandelssystem

48 KRONES AG Investor Relations Telefax + 49 9401 70-3786 E-Mail [email protected] Internet www.krones.com Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling Deutschland

Olaf Scholz Telefon +49 9401 70-1169

Q2.2008