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KRONES AG Interim / Quarterly Report 2006

Aug 2, 2006

251_10-q_2006-08-02_549063b3-52d9-494a-b2a0-9b57e816a536.pdf

Interim / Quarterly Report

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q 2 .2006

krones ag Investor Relations

Deutschland

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Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

00 49(0)94 01-70 32 58

00 49(0)94 01-70 34 96

www.krones.com

[email protected]

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

das Wirtschaftsmagazin »Focus Money« hat krones in seiner Ausgabe vom 5. Juli 2006 auf die Titelseite gehoben. Im Innenteil schreibt die Zeitschrift unter der Überschrift »Ertrag über Export«: »Obwohl krones ausschließlich in Deutschland produziert – was viele andere Unternehmen als unrentabel bezeichnen –, verdient die Firma prächtig. Künftig will das Unternehmen noch profitabler werden.«

Unser Exportanteil hatte im vergangenen Geschäftsjahr bei rund 87% gelegen. Unsere Umsatzerlöse außerhalb Europas hatten mit 54% mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes ausgemacht. Diese Entwicklung setzte sich auch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fort, in denen vor allem unsere Geschäfte mit außereuropäischen Unternehmen für eine Umsatzsteigerung um knapp 100 Mio. € auf 920,4 Mio. € sorgten. Das ist gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres ein Plus von 12,1%. Beim Auftragseingang verzeichneten wir mit einem Anstieg von 837,9 auf 941,9 Mio. € ebenfalls einen Zuwachs von 12,4%. Und weil sich auch das Ergebnis trotz Preiskampf und schlechter werdender Erlösqualität dennoch um 5,2% auf 38,1 Mio. € verbessert hat, bleiben wir bei unserer – wenn auch verhaltenen – optimistischen Einschätzung, das laufende Geschäftsjahr weiterhin erfolgreich zu gestalten.

Volker KronsederVorstandsvorsitzender

Hans-Jürgen Thaus Stv. Vorstandsvorsitzender

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Der Auftragsschub für die deutsche Industrie dauert an. Die Auftragslage im deutschen Maschinenbau hat sich bis zur Jahresmitte im Inland und im Ausland gleichermaßen gut entwickelt. Die Kapazitäten sind mittlerweile zu 89% ausgelastet. Als Folgedaraus hat der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (vdma) seine Prognose für 2006 deutlich nach oben korrigiert: Die deutsche Maschinenbauproduktion dürfte real um 5% steigen; im Februar war der vdma noch von einem Wachstum von 2% ausgegangen.

krones setzt Trend erfolgreich fort

Die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr zeigen es: krones liegt voll im Plan. Mit einer Steigerung von Umsatz und Auftragseingang von jeweils mehr als 12% haben wir den Trend fortgesetzt und sind auf gutem Weg, das obere Ende unseres selbstgesteckten Wachstumskorridors, der zwischen fünf und zehn Prozent liegt, für das gesamte Jahr zu erreichen. Der Auftragsschub, der uns in den ersten sechs Monaten bei Umsatz und Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr jeweils rund 100 Mio. € an Zuwachs beschert hat, unterstreicht die anhaltend starke Nachfrage nach unseren Anlagen und Maschinen.

Zudem ist es uns gelungen, die Profitabilität zu stabilisieren, auch wenn sich angesichts des Preiskampfes am Markt für Getränkeabfüllanlagen und Verpackungsmaschinen die Erlösqualität im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres wieder etwas verschlechtert hat. Das Ergebnis vor Steuern ist im ersten Halbjahr um 13,2% auf 60,2 Mio. € gestiegen (1. Halbjahr 2005: 53,2 Mio. €). Nach Steuern weist krones mit 38,1 Mio. € ein um 5,2% besseres Ergebnis als im Vorjahr aus.

Zu dieser Ertragssteigerung haben in erster Linie die fortgesetzten Prozessoptimierungen und Produktivitätssteigerungen im gesamten Unternehmen beigetragen.

krones steigert im ersten Halbjahr neben Umsatz und Auftragseingängen auch seine Profitabilität.

Wirtschaftsklima hellt sich auf

Die Weltwirtschaft macht auch zur Jahresmitte einen anhaltend robusten Eindruck. Weder der hohe Ölpreis noch die Kursverluste an den Aktienmärkten oder die Diskussionen um weitere Zinserhöhungen können das gute Konjunkturklima derzeit eintrüben. Die Konjunkturforscher halten deshalb vorerst an ihren Prognosen von einem globalen Wirtschaftswachstum von bis zu fünf Prozent fest. Einen maßgeblichen Beitrag liefert erneut die Industrie der Vereinigten Staaten, die im zweiten Quartal einen deutlichen Produktionsanstieg zu verzeichnen hatte. Auch in Japan, der zweitstärksten Volkswirtschaft, hält der Aufschwung an. China meldet für das zweite Quartal einen Rekordzuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 11,3%, und auch im Euro-Raum hat sich die wirtschaftliche Dynamik verstärkt. Die europäischen Länder registrieren zudem eine deutliche Belebung der Binnenwirtschaft. Ebenfalls zugelegt haben die Bruttoanlageinvestitionen, und auch die steigende Kapazitätsauslastung im verarbeitenden Gewerbe ist ein Hinweis auf mehr Investitionen.

In Deutschland hat sich das Wirtschaftsklima in den Monaten von April bis Juni weiter aufgehellt. Der Aufwärtstrend hat sich sogar beschleunigt. Der Schwung in der deutschen Wirtschaft wird nach Einschätzung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung in München mittelfristig andauern. Diese Einschätzung findet auch Ausdruck im Geschäftsklimaindex, der im Mai leicht gesunken, im Juni aber auf 106,8 Punkte gestiegen ist. Anfang des Jahres hatte er bei 101,8 gelegen. Der Teilindex, der die Einschätzung der Geschäftslage widergibt, war aufgrund der Belebung des Einzelhandels sogar auf 109,4 Punkte gestiegen.

für eine gute Beurteilung der

Geschäftserwartungen.

-40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 2001 2002 2003 2004 2005 2006

Geschäftslage und Erwartungen des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland

Beurteilung der Geschäftslage Geschäftserwartungen Quelle: ifo Institut für Wirtschaftsforschung

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Ergebnis Umsatz

Umsatz und Ergebnis krones konzern 1. Halbjahr in Mio. €

unternehmenssituation und geschäftsverlauf wirtschaftliches umfeld

Auftragseingang: plus 12,4 Prozent

Beim Auftragseingang für das erste Halbjahr übertrifft krones mit 941,9 Mio. € den Vorjahreswert (837,9 Mio. €) um 104 Mio. € oder 12,4%. Im Vergleich der Monate April bis Juni ergibt sich mit 453,4 Mio. € gegenüber den 396,4 Mio. € des Vorjahresquartals eine Steigerung von 14,4%.

Auftragsbestand: plus 6,8 Prozent

Die Produktion bei krones ist auch in den nächsten Monaten gut ausgelastet. Der Bestand an Aufträgen lag zum Stichtag am 30. Juni bei 712,1 Mio. €. Dieser hohe Wert liegt auf dem Niveau des ersten Quartals (727,5 Mio. €) und um 6,9% höher als vor einem Jahr (666,3 Mio. €).

Der hohe Auftragsbestand sorgt für eine weiterhin hohe Auslastung der Produktion.

Einen beachtlichen Auftragseingang bedeuten die 941,9 Mio. €, die krones in den ersten sechs Monaten als Neugeschäft verbucht hat.

Umsatz: plus 12,1 Prozent

Der Umsatz des krones konzerns ist im ersten Halbjahr auf 920,4 Mio. € gestiegen. Das ist ein Zuwachs von 99,7 Mio. € – entsprechend 12,1% – gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres (820,7 Mio. €).

Im Vergleich der beiden zweiten Quartale liegen die Umsätze für die Monate April bis Juni mit 468,8 Mio. € sogar um 12,6% höher als vor einem Jahr (416,2 Mio. €). Gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres (451,6 Mio. €) liegen die Umsätze des zweiten Quartals um 3,8% höher.

Das mit einem Anteil von 88,5% am Gesamtumsatz weitaus stärkste Segment – »Maschinen und Anlagen zur Getränkeabfüllung und -ausstattung« – hat seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 17,3% auf 814,9 Mio. € gesteigert (Vorjahr: 694,8 Mio. €). Auf das Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« entfielen 65,3 Mio. € Umsatz (Vorjahr: 93,1 Mio. €), »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (kosme) erzielten einen Umsatz von 40,2 Mio. € (Vorjahr: 32,8 Mio. €).

Einen ordentlichen Sprung um 100 Mio. € oder mehr als 12 % gegenüber dem Vorjahr machte krones beim Umsatz.

Auftragseingang krones konzern 2. Quartal in Mio. €

Auftragsbestand krones konzern zum 30.06. in Mio. €

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Umsatz krones konzern 2. Quartal in Mio. €

Umsatz krones konzern nach Segmenten

Umsatz erstes Halbjahr 2006: 920,4 Mio. € Umsatz erstes Halbjahr 2005: 820,7 Mio. €

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Investitionen ziehen deutlich an

Im ersten Halbjahr hat krones 36,2 Mio. € investiert, um die Prozesse im Unternehmen zu optimieren und seine Produktivität weiter zu steigern. Insgesamt haben wir für das laufende Geschäftsjahr Sachinvestitionen in Höhe von 70 Mio. € für den Ausbau und die Sicherung unserer Standorte vorgesehen. Zu diesen Maßnahmen zählen unter anderem das gerade bezogene Füllermontagezentrum sowie das 2007 bezugsfertige siebenstöckige Technologiezentrum.

Mitarbeiterzahl

krones beschäftigte zum 30. Juni 2006 weltweit 8.988 Mitarbeiter,einem Jahr (30. Juni 2005: 8.955 Mitarbeiter) und 41 weniger als zum 31.2005 (9.029).

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Investitionen krones konzern 1. Halbjahr in Mio. €

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Gewinn: plus 5,2 Prozent

Weiter verbessert zeigte sich krones beim Ergebnis. Unser Gewinn nach Steuern stieg in den ersten sechs Monaten um 5,2% auf 38,1 Mio. € (1. Halbjahr 2005: 36,2 Mio. €). Im zweiten Quartal erzielten wir mit einem Überschuss von 19,0 Mio. € einen ebenso hohen Wert wie für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2006 (19,1 Mio. €). Aus dem Vorsteuer-Ergebnis von 60,2 Mio. € für das erste Halbjahr – ein Zuwachs von 13,2% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005 (53,2 Mio. €) – errechnet sich bei einem Umsatz von 920,4 Mio. € eine Umsatzrendite von 6,5%.

Bilanzstruktur

Aufgrund der deutlichen Ausweitung des Geschäftsvolumens hat sich die Bilanzsumme des krones konzerns gegenüber dem 31. Dezember 2005 um 5,2% auf 1.349,2 Mio. € erhöht.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind um 5,9% auf 931,7 Mio. € (31. Dezember 2005:879,9 Mio. €) angewachsen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme ist mit 69,1% (31. Dezember 2005: 68,6%) weiterhin praktisch unverändert.

Mit einer Eigenkapitalquote von 43,8% blieb die sehr günstige Relation von Eigenzu Fremdkapital des krones konzerns weiterhin erhalten.

Während die langfristigen Verpflichtungen um 4,6% verringert werden konnten, stiegen die kurzfristigen Verpflichtungen gegenüber dem 31. Dezember 2005 um 9,9% auf 610,9 Mio. € an. Dies resultiert stichtagsbedingt neben einem Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen (+48,1%) auch aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten(+51,9 Mio. €).

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Vermögens- und Kapitalstruktur krones konzern in Mio. €

Ergebnis nach Steuern krones konzern 2. Quartal in Mio. €

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Ergebnis nach Steuern krones konzern 1. Halbjahr in Mio. €

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krones Aktie mit 14,3 Prozent im Plus

Die Sorgen über zunehmende Inflationsgefahren und weiter steigende Leitzinsen haben an den Weltfinanzmärkten im Mai und Juni für heftige Kursausschläge gesorgt. In Folge dieser Korrektur an den Aktienmärkten war auch die krones Aktie, die am 25. April mit 112,00 € ein historisches Hoch erreicht hatte, zunächst unter die 100- Euro-Marke und am 14. Juni bis auf 88,86 € gefallen. In der Folge erholte sie sich unser Wertpapier bis zum 30. Juni auf 97,98 € – verglichen mit dem Wert von 85,70 € zu Jahresbeginn ein Zuwachs von 14,3%.

European FoodTec Gold Award für krones

Für unser Konzept des aseptischen Regenbogen-Füllers – eine kaltaseptische Abfüllanlage, die gleichzeitig vier verschiedene Geschmacksrichtungen von Trinkjoghurt oder Milchmischgetränken abfüllt und etikettiert – sind wir auf der Anuga FoodTec in Köln am 4. April mit dem European FoodTec Gold Award ausgezeichnet worden. krones demonstrierte auf der weltweit größten Messe für Food und Beverage seine erweiterte Gesamtkompetenz für die Prozesstechnik, Abfüllung und Intralogistik in der Milchindustrie.

Ausblick

Nach Ablauf des ersten Halbjahres lässt sich bereits festhalten, dass krones auf gutem Weg ist, die zu Beginn des Jahres formulierten Ziele für 2006 zu erreichen. Der weiterhin wachsende Getränkemarkt, unser Einstieg in die Prozesstechnologie sowie aseptische Füllverfahren, in denen wir seit drei Jahren weltweit führend sind, sowie der weitere Ausbau unseres Life-Cycle-Services tragen zu Zuwachsraten bei Umsatz und Auftragseingang bei, die am oberen Ende unseres Wachstumskorridors zwischen + 5% und + 10% liegen.

Unserem Ziel, auch das Vorsteuer-Ergebnis deutlich zu verbessern, sind wir mit den Halbjahreszahlen (+13,2%) bereits ein gutes Stück nähergekommen. Unser Zwischenergebnis mit einer Gewinnsteigerung um 5,2% (nach Steuern) lässt uns nach dem ersten Halbjahr davon ausgehen, auch zum Jahresschluss eine nachhaltige Ertragssteigerung zu erreichen.

Neben einem starken Umsatzwachstum strebt krones für das Geschäftsjahr 2006 ebenso eine nachhaltige Ertragssteigerung an.

krones Aktien mdax

krones Aktie Januar bis Juni 2006

krones Aktien 2002 bis 2006

Die krones Aktie präsentiert sich als Aktie mit hohem Potential. Im April erreichte sie mit 112 € ein Allzeithoch.

Zwischenabschluss des krones konzerns

Bilanz krones konzern

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Gewinn- und Verlustrechnung krones konzern

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Segmentberichterstattung krones konzern

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der krones ag zum 30. Juni 2006 sind neben der krones ag alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der krones ag mehr als 50% der Stimmrechte zustehen.

Im Geschäftsjahr 2006 wurden weitere 15% an der kosme s.r.l, Roverbella, Italien, erworben. Somit besitzt die krones ag 70% der Anteile an dieser Gesellschaft.

Die Erstkonsolidierung der neuen Anteile wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist beim Handelsregister des Amtsgerichtes Regensburg (hrb 2344) hinterlegt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Unternehmen, die nach dem 1. Januar 2004 erworben wurden nach ifrs 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»purchase method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Ein sich nach der Kaufpreisallokation ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und regelmäßig einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Passive Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam aufgelöst. Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wird verzichtet, da die Bestände aus diesen Lieferungen von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind.

Anhang für den krones konzern

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der krones ag (»krones konzern«) zum 30. Juni 2006 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (ifrs) des International Accounting Standards Board (iasb), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (ifric) unter Anwendung des ifrs 1 »Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards« – wie von der Europäischen Union verabschiedet – erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener ifrs oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt. Eine Auflistung dieser Standards und Interpretationen befindet sich auf Seite 29 dieses Berichts.

Die kosme ges.m.b.h., Sollenau, Österreich nimmt die Befreiungsmöglichkeit bezüglich der Pflicht zur Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses nach österreichischem Recht gemäß §245 hgb (Österreich) in Anspruch.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Eigenkapitalentwicklung dargestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der krones ag ist der Euro.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß ias 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Einzelabschlüssen der krones ag und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro:

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Einzelabschlüsse der krones ag sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß ias 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Es wurden im Wesentlichen die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005.

Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume, insbesondere im Bereich der Bewertung der Vorräte und Rückstellungen, die auf Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß ias 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des krones konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend ias 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte, die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergeben, werden gemäß ias 36 aktiviert und wertberichtigt, sofern ein Wertminderungsbedarf festgestellt wird.

Sachanlagen

Sachanlagen des krones konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht als Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach ias 16 erfolgte nicht.

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Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Neben den erfolgsbezogenen Zuwendungen, die in voller Höhe erfolgswirksam erfasst werden, werden Zuwendungen für Vermögenswerte in der Bilanz bei der Feststellung des Buchwertes des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.

Leasing

Leasingverträge, bei denen der krones konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach ias 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder »Nutzungsdauer« des Leasingobjektes vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.

Bei Operating-Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um Wertberichtigungen angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente

Die im krones konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei krones bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen us-Dollar, Kanadischer Dollar, Britische Pfund und Schweizer Franken.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100% der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis (»Fair Value Hedge«) oder als Bestandteil des Eigenkapitals (»Cashflow Hedge«) ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.

Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen worden sind.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wurde getrennt nach Bewertungsgruppen die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen.

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Kundenspezifische Fertigungsaufträge

In Montage befindliche kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß ias 11 nach dem Fertigungsfortschritt (»Percentage-of-Completion-Methode«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Auftrags. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach ifrs und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß ias 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10% des Verpflichtungsumfangs liegen. Die Verteilung erfolgt über die erwartete künftige durchschnittliche Restdienstzeit der Belegschaft.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach ias 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanzielle Verbindlichkeiten sowie derivative Finanzinstrumente, die Verbindlichkeiten darstellen, mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des ias 18, mit Ausnahme von den nach ias 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen ausgewiesen.

  • Nicht vorzeitig angewandte Standards / Interpretationen Das iasb hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, ist und die von der krones ag auch nicht vorzeitig angewandt wurden:
    • ifrs 7 »Finanzinstrumente: Angaben«
    • Änderung des ias 1 »Darstellung des Abschlusses« – Angaben zum Kapital

deren Anwendung noch nicht verpflichtend

Aus diesen neuen Standards und Interpretationen werden sich für den Konzernabschluss der krones ag in der Periode ihrer erstmaligen Anwendung voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Die folgenden Standards und Interpretationen deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist, sind auf den Konzernabschluss der krones ag nicht anwendbar:

Rechnungslegung

  • ifric 7 »Anwendung des Restatement-Ansatzes nach ias 29in Hochinflationsländern«
  • ifric 8 »Anwendungsbereich von ifrs 2«
  • ifric 9 »Reassessment of Embedded Derivatives«
  • ifric 10 »Interim Financial Reporting and Impairment«
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Telefon 00 49(0)94 01-70 32 58 Telefax 00 49(0)94 01-70 34 96 E-Mail [email protected] Internet www.krones.com