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KRONES AG Annual Report 2022

May 22, 2023

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Annual Report

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Finanzbericht: 32431279

KRONES Aktiengesellschaft

Neutraubling

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Geschäftsbericht 2022

Highlights 2022

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Krones ist 2022 kräftig gewachsen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 % auf 4.209,3 Mio. €.
Aufgrund der sehr hohen Kundennachfrage legte der Auftragseingang um 34,0 % auf 5.782,8 Mio. € zu. Der Auftragsbestand erreichte 3.466,4 Mio. € (+ 83,1 %).
Die Ertragskraft hat Krones weiter gestärkt. Das EBITDA verbesserte sich 2022 um 19,4 % auf 373,3 Mio. €. Die EBITDA-Marge stieg von 8,1 % im Vorjahr (ohne einmalige Effekte) auf 8,9 %.
Das Unternehmen erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Free Cashflow von 371,0 Mio. € (Vorjahr: 203,3 Mio. €). Der ROCE erhöhte sich auf 14,1 % (Vorjahr: 10,0 %).
Krones will aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung für 2022 eine Dividende von 1,75 € je Aktie (Vorjahr: 1,40 €/​Aktie) ausschütten.
Der Vorstand prognostiziert für das Gesamtjahr 2023 ein Umsatzwachstum von 8 % bis 11 % bei einer verbesserten EBITDA-Marge von 9 % bis 10 % und einem ROCE von 15 % bis 17 %.

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2022 2021 Veränderung
Umsatz Mio. € 4.209,3 3.634,5 + 15,8 %
Auftragseingang Mio. € 5.782,8 4.316,2 + 34,0 %
Auftragsbestand zum 31.12. Mio. € 3.466,4 1.893,0 + 83,1 %
EBITDA Mio. € 373,3 312,6 + 19,4 %
EBITDA-Marge % 8,9 8,6 + 0,3 PP *
EBIT Mio. € 230,4 170,9 + 34,8 %
EBT Mio. € 242,1 177,3 + 36,5 %
EBT-Marge % 5,8 4,9 + 0,9 PP *
Konzernergebnis Mio. € 187,1 141,4 + 32,3 %
Ergebnis je Aktie 5,92 4,47 + 32,4 %
Dividende je Aktie 1,75 ** 1,40 + 25,0 %
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 118,2 104,9 +13,3 Mio. €
Free Cashflow Mio. € 371,0 203,3 + 167,7 Mio. €
Nettoliquidität zum 31.12. *** Mio. € 669,5 378,3 + 291,2 Mio. €
Working Capital/​Umsatz **** % 19,0 24,8 - 5,8 PP *
ROCE % 14,1 10,0 + 4,1 PP *
Beschäftigte am 31.12.
Weltweit 17.164 16.303 + 861
Inland 10.130 9.821 + 309
Ausland 7.034 6.482 + 552

* pp = Prozentpunkte

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

*** liquide Mittel abzüglich Bankschulden

**** Durchschnitt der vergangenen 4 Quartale

1 AN UNSERE AKTIONÄRE

SOLUTIONS BEYOND TOMORROW

Ein zukunftsweisendes neues Zielbild hat Krones unter dem Claim »Solutions beyond tomorrow« entwickelt. Der Fokus liegt auf drei wesentlichen Herausforderungen der Menschheit: den Klimawandel aufzuhalten, die Weltbevölkerung zu ernähren und der verantwortungsbewusste Umgang mit Verpackungsmaterialien.

Das Krones Zielbild

Das Zielbild beinhaltet im Kern die Vision und Mission von Krones, die Unternehmenskultur sowie den strategischen Fokus. Es gibt Krones Halt und Orientierung auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft und hilft uns, die Wachstumschancen der Märkte optimal zu nutzen. Auf Basis des Zielbilds entstehen zukunftsfähige und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen.

Unsere Vision

Nachhaltige und bezahlbare Getränke, Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs für alle und überall. Wir entwickeln Lösungen für unsere Kunden, die Menschheit und unseren Planeten, auch über die Erwartungen hinaus.

Unsere Unternehmenskultur

Wir gestalten die Zukunft mit Herzblut und mutigem Engagement.

Als eine vielfältige Organisation sind wir offen für Innovationen und Veränderungen und arbeiten vertrauensvoll und ohne Barrieren zusammen.

Unsere Mission

Mit innovativen Lösungen sind wir führend und befähigen unsere Kunden, ihre Ziele zu erreichen und zu übertreffen, um erfolgreich und nachhaltig zu sein. Wir setzen unsere kreative Kraft ein, um Natur und Gesellschaft zu schützen und zu bewahren.

So ziehen wir Menschen an und begeistern sie, um anspruchsvollste Ergebnisse zu erzielen.

Gemeinsam schaffen wir einen gewaltigen Vorsprung und verwirklichen unsere Vision.

Unser strategischer Fokus

Unsere Vision

Wie und wohin soll sich Krones in Zukunft entwickeln? Was zählt zu den wesentlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufgaben des Unternehmens? Diese grundsätzlichen Fragen beantworten wir mit unserer Vision:

Nachhaltige und bezahlbare Getränke, Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs für alle und überall.

Wir entwickeln Lösungen für unsere Kunden, die Menschheit und unseren Planeten, auch über die Erwartungen hinaus.

»Krones braucht anspruchsvolle Ziele, um sich weiterzuentwickeln und erfolgreich zu sein. Deshalb haben wir die Vision bewusst >groß< und umfassend formuliert.«

Christoph Klenk, CEO

Unsere Mission

Den Zweck des Unternehmens und den Beitrag, den es für die Kunden, andere Stakeholder und die Umwelt leistet, beschreibt unsere Mission:

Mit innovativen Lösungen sind wir führend und befähigen unsere Kunden, ihre Ziele zu erreichen und zu übertreffen, um erfolgreich und nachhaltig zu sein.

Wir setzen unsere kreative Kraft ein, um Natur und Gesellschaft zu schützen und zu bewahren.

»Das umfangreiche Know-how von Krones in der Herstellung sowie Behandlung von Getränken und Lebensmitteln, in der Abfüll- und Verpackungstechnologie, in der Intralogistik sowie in der Digitalisierung ist das Fundament, um unsere Mission erfolgreich umzusetzen.«

Markus Tischer, Vorstand International Operations und Services

Unsere Unternehmenskultur

Wir gestalten die Zukunft mit Herzblut und mutigem Engagement.

Als eine vielfältige Organisation sind wir offen für Innovationen und Veränderungen und arbeiten vertrauensvoll und ohne Barrieren zusammen. So ziehen wir Menschen an und begeistern sie, um anspruchsvollste Ergebnisse zu erzielen. Gemeinsam schaffen wir einen gewaltigen Vorsprung und verwirklichen unsere Vision.

»Der größte Wert von Krones steht in keiner Bilanz: die spezielle Unternehmens-DNA. Sie ist von Teamgeist und Zusammenhalt geprägt. Die weltweit rund 17.000 Beschäftigten gestalten gemeinsam die erfolgreiche Zukunft von Krones.«

Thomas Ricker, CSO und verantwortlich für die Abfüll- und Verpackungstechnologie

Unser strategischer Fokus

Um die Ziele und Visionen von »Solutions beyond tomorrow« in die Tat umzusetzen, hat Krones einen klaren strategischen Fokus auf Nachhaltigkeit, Servicequalität und Digitalisierung. Diese drei Themen bestimmen auch die strategische Ausrichtung unserer Unternehmenssegmente. In der Prozesstechnologie positionieren wir uns als Treiber der Lebensmittel- und Getränkeinnovation. Im Kernsegment Abfüll- und Verpackungstechnologie legen wir den Fokus auf integrierte Verpackungslösungen, Ressourceneinsparung und Kreislaufwirtschaft. Vollautomatisierte und flexible Lösungen sind wichtige Themen der Intralogistik.

Nachhaltigkeit steht über allem

Größter Innovations- und Wachstumstreiber der nächsten Dekade sind nachhaltige Produkte. Die Nachfrage unserer Kunden nach Maschinen, Anlagen und kompletten Linien, mit denen sich wertvolle Ressourcen einsparen und der CO 2-Ausstoß senken lassen, hat in jüngster Zeit enorm zugenommen. Krones ist mit dem Nachhaltigkeitsprogramm enviro (S. 13) bestens positioniert und wird den Vorsprung über alle drei Segmente mit innovativen Produkten festigen und ausbauen.

Integrierte Verpackungslösungen

Prozesstechnologie als Treiber der Lebensmittel- und Getränkeinnovation

Vollautomatisierte, flexible Intralogistik

Digitalisierung eröffnet riesige Chancen

Entscheidende Bedeutung für die Servicequalität und die Nachhaltigkeit der Produktion hat die Digitalisierung. Krones treibt die digitale Transformation bereits seit Jahren mit Hochdruck voran. Unsere digitalfähigen Maschinen und Anlagen liefern permanent Produktionsdaten, den Rohstoff für hochwertige Services. Mithilfe der intelligenten Auswertung der Daten können wir unseren Kunden dabei helfen, ihre Produktion zu optimieren und wertvolle Ressourcen zu sparen.

Service auf höchstem Niveau

Ziel von Krones ist es, den ganzen Lebenszyklus unserer Maschinen und Anlagen als digitales Full-Service-Center zu begleiten. Unsere Software-Tools analysieren laufend die Produktionsdaten. Darauf basierend geben Krones Experten dem Kunden Handlungsempfehlungen. Diese datenbasierte Produktionsoptimierung bieten wir im Rahmen von Service-Level-agreements (SLAs) an, deren Automatisierungsgrad laufend erhöht wird. Künftig will Krones die Kunden mit einer komplett digitalisierten Fabrik »managed by Krones« bei der Verbesserung der Performance unterstützen.

Krones stellt sich den globalen Herausforderungen

Krones ermöglicht den Kunden eine klimafreundliche und kreislauforientierte Produktion von Getränken und Lebensmitteln.

Gemeinsam mit unseren Kunden gehen wir dringende globale Herausforderungen an:

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Klimawandel

Mit unseren Produkten sparen die Kunden Energie, Wasser und andere Ressourcen ein und können ihre Klimaziele erreichen (Seite 13: enviro)

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Plastikmüll

Technologien von Krones machen es möglich, den Bedarf von Plastik bei Verpackungen zu verringern und das verwendete Plastik wiederzuverwerten (Seite 16: PET-Recycling)

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Ernährung der Menschheit

Wir bieten innovative Lösungen zur hygienischen Abfüllung von Getränken an und unterstützen Kunden bei der Herstellung alternativer Proteine (Seite 19).

Klimaschutz

Im Zuge der Nachhaltigkeitsziele 2030 hat sich Krones ambitionierte Emissionsreduktionsziele entlang der gesamten Wertschöpfungskette gesetzt. Unseren eigenen Klima-Fußabdruck (Scope 1 + Scope 2) reduzieren wir bis 2030 um 80 Prozent, bezogen auf das Basisjahr 2019. Unsere ungemein höheren Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette bringen wir in derselben Zeit um 25 Prozent nach unten.

Wir setzen auf Glaubwürdigkeit!

Unsere Klimaziele sind durch die Science Based Targets Initiative als wissenschaftsbasiert bestätigt. Dort haben wir uns im Geschäftsjahr 2022 zur Entwicklung eines Netto-Null-Emissionsziels bekannt. Wir beziehen derzeit keine Klima-Kompensationszertifikate - und planen dies auch für die nächsten Jahre nicht.

»Es geht Krones nicht darum, sich ein Nachhaltigkeits-Zertifikat abzuholen, sondern wir wollen etwas in der Welt bewirken.«

Martina Birk, Head of Sustainability

enviro Lösungen für eine nachhaltige Kundenproduktion

2008 startete Krones das Nachhaltigkeitsprogramm enviro. Seitdem haben wir es dynamisch weiterentwickelt. Zu Beginn trugen einzelne Maschinen das enviro Siegel. Heute sind komplette Systeme zertifiziert. Seit 2019 bewertet Krones auch innovative Verpackungslösungen nach enviro Kriterien, um die Umweltauswirkungen von Getränke- und Lebensmittelverpackungen so gering wie möglich zu halten. Die Nachfrage unserer Kunden nach enviro Maschinen, Anlagen und Linien nimmt stetig zu. Krones erwartet, dass sich der Anteil von enviro Maschinen am Auftragseingang von 38 % im Jahr 2022 auf rund 70 % im Jahr 2024 nahezu verdoppelt.

Die steigende Nachfrage nach enviro Produkten wird unterstützt durch:

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Einsparung wertvoller Ressourcen, niedrigste Energie- und Medienverbräuche
Geringere Betriebskosten
Ambitionierte CO 2-Ziele unserer Kunden

Ressourcen einsparen und Kunststoffe wiederverwerten

Kernthemen Abfüll- und Verpackungstechnologie

Energieeinsparung und CO 2-Fußabdruck

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Starke Nachfrage nach Technologien zur Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs

Reduzierung des Wasserverbrauchs

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»Wasser sparen« gehört zu den obersten Managementprioritäten
Maßgeschneiderte Prozess- und Reinigungszyklen für den »wirklich nötigen Bedarf«

Reduzierung des Kunststoffverbrauchs

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Light weighting-Flaschen und -Verschlüsse
Verzicht auf Kunststoffe in Sekundärverpackungen

Kreislaufwirtschaft

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Plastikmüll lässt sich durch eine funktionierende Kreislaufwirtschaft vermeiden

PET-Recycling

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die wertvolle Ressource Kunststoff darf nicht verloren gehen

LitePac Top - einfach nachhaltig

Mit LitePac Top bietet Krones eine plastikfreie und nachhaltige Lösung für die Sekundärverpackung von PET-Einwegflaschen und Dosen. Anstatt Folie energieintensiv auf die zu einem Gebinde zusammengestellten Behälter aufzuschrumpfen, verwendet LitePac Top recycelbaren Karton für die Sekundärverpackung. Damit werden rund 80 % CO 2-Emissionen eingespart.

Die flexible Verpackungsmaschine VarioPac Pro

Umgesetzt wird das Konzept von LitePac Top auf der modular aufgebauten und äußerst flexiblen Verpackungsmaschine Variopac Pro von Krones. Ein automatischer Greifer setzt einen Kartonclip unterhalb des Halses der zu einem Gebinde zusammengestellten Flaschen auf. Bei Dosen wird der Clip unterhalb des Deckelfalzes platziert. Der Kartonclip hält das Getränkegebinde sicher in Form. LitePac Top Gebinde sind stapelbar und damit gut zu transportieren.

Mit Kreislaufwirtschaft den Plastikmüll bekämpfen

Um unsere Mission, die Natur zu schützen und zu erhalten, umzusetzen, müssen wir das Plastikmüllproblem lösen. Der Schlüssel hierzu liegt in einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Krones hat sich hierzu bekannt und treibt diese mit passenden Lösungen voran. Vom materialsparenden Verpackungsdesign bis hin zur Wiederaufbereitung benutzter Kunststoffe.

»Krones hat sich schon sehr früh mit dem Thema Kunststoff-Recycling befasst und innovative Lösungen entwickelt. Unsere Hartnäckigkeit dürfte sich auszahlen, denn das Marktpotenzial ist groß.«

Thomas Ricker, CSO und verantwortlich für die Abfüll- und Verpackungstechnologie

Kreislaufwirtschaftslösungen - Recyclinglösungen

Ganzheitliche Lösungen als Alleinstellungsmerkmal

Mit seinem einzigartigen Portfolio und Know-how bietet Krones sowohl Verpackungs- als auch Recyclinglösungen für verschiedene Materialien: für pet und eine Vielzahl anderer starrer und flexibler Kunststoffe

Neue Technologien gestalten

Kernthemen der Prozesstechnologie

Alternative Proteine

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Proteine aus Pflanzen zu Getränken verarbeiten
hochwertige Fermentation für pflanzenbasierte Nahrungsmittel

Wasser-Technologie

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Wasseraufbereitung
Wasser-Design

Nachhaltige Energie-Lösungen

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Energieeffizienz steigern
Ersatz fossiler Energieträger

»Wir werden uns auf die stark wachsenden Kernthemen unseres neuen Zielbilds konzentrieren: Alternative Proteine, Wasser sowie nachhaltige und energieeffiziente Lösungen.«

Bülent Bayraktar, Leiter Prozesstechnologie

Rundumangebot für alternative Milchprodukte

Der hohe Konsum von Tiermilch schadet der Natur langfristig erheblich, mitunter wegen des hohen Ausstoßes von Treibhausgasen sowie einer starken Belastung der Gewässer. Deshalb gewinnen Milchalternativen aus Pflanzen erheblich an Bedeutung.

Für die Herstellung alternativer Milchprodukte aus verschiedenen Pflanzen (Soja, Hafer, Nüssen usw.) nutzt Krones das bestehende Milch-Know-how und liefert bereits heute die komplette Prozesstechnik.

Umweltbilanz: Milch vs. Milchalternativen

Quelle: Poore, J. & Nemecek, T. Science, 2018 zusätzliche unpublizierte Daten beziehen sich mit Ausnahme von Mandelmilch (international) auf Europa.

* Treibhausgasemissionen und Phosphatbelastung in Äquivalenten angegeben.

Mit alternativen Proteinen das Klima schützen

Durch die steigende Weltbevölkerung und den zunehmenden Wohlstand ist der Konsum von Fleisch in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen - mit negativen Folgen für das Klima. Die Tierhaltung verbraucht enorme Mengen an Futter und Wasser und verursacht einen extrem hohen co2-Ausstoß. Den Menschen hochwertige pflanzliche Proteine als Alternative zu tierischem Eiweiß zu Verfügung zu stellen, ist daher ein bedeutender Beitrag von Krones zum Klimaschutz.

Krones erschließt mit Fermentations-Know-how neue Märkte

Das Unternehmen profitiert bei der Herstellung alternativer Proteine von dem langjährigen und hochwertigen Know-how aus der Getränke- und Bierproduktion. Neben den normalen prozesstechnischen Kenntnissen hilft dem Unternehmen vor allem das Wissen um die Steuerung biologischer Umwandlungsprozesse (Fermentation) wie beispielsweise der Gärung. So lassen sich rein pflanzlich basierte Proteine durch die Zugabe von Bakterien und Hefen gewinnen.

Globale Fleischmarktprognose (in Mrd. usd, global) *

* Zahlen sind auf Hundertmilliarden gerundet.

** durchschnittliche jährliche Wachstumsrate

*** Der Konsum von veganem Fleischersatz dürfte von 2025 bis 2040 jährlich im Durchschnitt um 9 % steigen. Damit ist das Wachstumstempo um den Faktor 3 höher als beim gesamten Fleischkonsum.

Quellen: Vereinte Nationen, Weltbank, Experteninterviews, AT. Kearney-Analyse

Brewnomic - die energetisch autarke und klimaneutrale Brauerei

Bierbrauen ist sehr energieintensiv. Mit den einzelnen Maschinen und Anlagen des Brewnomic Konzepts von Krones lässt sich der Energiebedarf stark verringern. Das Einsparpotenzial ist sogar so hoch, dass sich die Brauerei durch die Verwertung von (Brau)-Reststoffen energetisch autark versorgen kann.

Wie funktioniert dieses geniale Konzept?

Durch den Einsatz der innovativen Brewnomic-Module wie beispielsweise die »Energieschaukel« Equitherm, der Würzekocher Stromboli, der Dynafill Flaschenfüller und der Pasteur Linaflex sinkt der durchschnittliche Bedarf an thermischer Energie von 14,5 kWh je Hektoliter Bier deutlich auf nur noch 5,9 kWh je Hektoliter.

Treber als Energiequelle

Im Treber, einem wesentlichen Reststoff des Brauprozesses, stecken 6,5 kWh Energie je Hektoliter Bier, also mehr als für den kompletten Brauprozess benötigt wird. Die Energie aus dem Treber wird in einer Biogasanlage gewonnen. Da der Treber biologischen Ursprungs (Getreide) ist, ist eine Brewnomic Brauerei in der Endstufe nicht nur energetisch autark, sondern auch CO 2- und klimaneutral.

Wertvolle Proteine als »Abfallprodukt«

Doch damit nicht genug: der Treber enthält wertvolle Proteine, die vor der energetischen Verwertung mit Krones Technologie extrahiert werden können. Die aus dem Treber gewonnenen Proteine dienen der Lebensmittelerzeugung als Grundstoff, beispielsweise für vegane Fleischersatzprodukte.

Brewnomic - die Krones Lösung für nachhaltiges Brauen

Beispielhafter thermischer Energieverbrauch (abhängig von implementierten Lösungen)

Energieeinsatz in kWh/​hl

Durch den Einsatz der Brewnomic Module kann der thermische Energieeinsatz schon deutlich von 14,5 kWh/​hl auf 5,9 kWh/​hl reduziert werden. Bei Verwertung der Reststoffe (+ 6,5 kWh/​hl) erzielt die Brewnomic sogar einen Energieüberschuss von 0,6 kWh/​hl.

Effiziente und flexible Lösungen bieten den Kunden Mehrwert

Kernthemen Intralogistik

Energieeffizienz erhöhen

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bis zu 40 % Energieeinsparung

Arbeitssicherheit erhöhen

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Bis zu 50 % weniger Arbeitsunfälle durch Automatisierung

Intelligente Logistiklösungen anbieten

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Bis zu 20 % Einsparung bei Logistikkosten

Zunehmende Komplexität handhaben

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Anzahl der verschiedenen Produktarten und Verpackungsformen nimmt rasant zu

»Mit unseren Intralogistik- und Automatisierungslösungen beherrschen und beschleunigen die Kunden auch sehr komplexe Materialflüsse.«

Luigi Panzetti, CEO System Logistics

Exzellenter Service durch Digitalisierung

Service und Digitalisierung sind über alle drei Segmente hinweg ein wesentlicher Teil des strategischen Fokus von Krones.

Digitalisierung sorgt für noch effizienteren Service und bessere Performance

Voraussetzung für digitale Services sind digitale Maschinendaten. Daher werden seit 2020 alle neuen Krones Linien standardmäßig als Connected Line ausgeliefert. Das bedeutet: Die von der Maschine generierten Daten lassen sich online nutzen und auch mit uns teilen. Mehr als 30 Prozent unserer Kunden tun dies bereits -Tendenz stark steigend.

»Durch die Kombination unserer Kompetenzen in der Digitalisierung, dem Maschinenbau und dem Lifecycle Service, sind wir in der Lage, einzigartige Lösungen für die Kunden zu entwickeln.

Markus Tischer, Vorstand International Operations und Services

Konkrete Handlungsempfehlungen durch Datenanalyse

Wir werden in Zukunft ununterbrochen mit unseren Anlagen verbunden sein und dadurch einen noch effizienteren Service bieten. Hierfür überwachen und analysieren wir laufend die Produktionsdaten. So können Krones Experten beispielsweise Schwachstellen und Engpässe frühzeitig erkennen und dem Kunden konkrete Handlungsempfehlungen geben. Dadurch ist der Kunde in der Lage, die Anlagen noch effizienter und nachhaltiger zu betreiben.

Servicebasierte Geschäftsmodelle

Ziel von Krones ist es, sich vom Maschinen- und Anlagenhersteller zum Manager der Getränkefabrik, also von »Built by Krones« hin zu »Managed by Krones« zu entwickeln. Umsetzen wird das Unternehmen dieses stärker servicebasierte Geschäftsmodell über sogenannte Service-Level-agreements (SLA). Hierbei sichert Krones den Kunden vorab bestimmte Services und Leistungen zu. Im höchsten Level garantieren wir dem Kunden eine vorab festgelegte Performance der Anlage, vorausgesetzt unsere Handlungsempfehlungen werden umgesetzt. Im Gegenzug erhält Krones vom Kunden eine regelmäßig zu zahlende, vom Service-Level abhängige, Servicegebühr.

Kundennähe durch weltweites Netzwerk

Die Reisebeschränkungen während der Corona-Pandemie haben gezeigt, wie wichtig unser weltweites und engmaschiges Netzwerk von Produktions- und Servicegesellschaften ist. So konnten wir auch in dieser schwierigen Zeit unsere Kunden mit Technikern und Ersatzteilen vor Ort weiterhelfen.

Das Krones Netzwerk sichert Kundennähe rund um den Globus

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24 Produktionsstandorte weltweit
Ca. 3.000 Servicetechniker weltweit
Mehr als 100 Niederlassungen und Standorte weltweit
Weltweite Ersatzteilverfügbarkeit
Digitalisierte Support-Lösung

»Krones verfügt nicht nur im Service, sondern auch in der Fertigung über einen breiten Global Footprint. An 24 Produktionsstandorten weltweit fertigen wir für unsere Kunden Neumaschinen und Ersatzteile.«

Ralf Goldbrunner, Vorstand Operations

Mit Hilfe des Zielbilds langfristig profitabel wachsen

Krones hat sich mit dem Claim »Solutions beyond tomorrow« bewusst anspruchsvolle Ziele gesetzt. Grundvoraussetzung für die Umsetzung des Zielbildes unserer Vision ist, dass Krones über die finanziellen Mittel für die dafür nötigen Investitionen verfügt. Daher ist ein Kernelement der Unternehmensstrategie, weiterhin profitabel zu wachsen. Nur Unternehmen, die ausreichend Gewinne und Cashflows erwirtschaften, sind in der Lage, hohe Zukunftsinvestitionen zu tätigen. Ein solides Finanzpolster und eine hohe Eigenkapitalquote geben in Krisenzeiten zudem die nötige Widerstandsfähigkeit, um die eingeschlagene Strategie weiter umzusetzen. Darüber hinaus sichert eine robuste Finanz- und Kapitalstruktur die Unabhängigkeit von Krones.

Deshalb strebt das Unternehmen auf seinen stabil wachsenden Märkten mit innovativen und zukunftsfähigen Produkten und Dienstleistungen ein überdurchschnittliches profitables Wachstum an. Davon werden nicht nur unsere motivierten Mitarbeiter, sondern auch die Aktionäre über angemessene Ausschüttungen profitieren.

»Mit unserem neuen Zielbild haben wir den Weg für langfristig profitables Wachstum vorgezeichnet.«

Uta Anders, CFO

Umsatzwachstum (Mio. €) 2022 bis 2028

EBITDA-Marge (%) 2022 bis 2028

drinktec 2022

Erfolgreicher Messeauftritt von Krones

Von 12. bis 16. September 2022 fand in München die drinktec statt. Die im regulären Abstand von vier Jahren veranstaltete Messe ist der globale Wirtschaftsgipfel der Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Knapp 50.000 Fachbesucher aus 169 Ländern informierten sich auf der drinktec über die neuesten Trends.

Krones präsentiert innovative Technologien für die Gegenwart und Zukunft

Auf einer Fläche von 11.000 qm stellte Krones innovative Produkte für die Getränkeherstellung-und -behandlung, effiziente Intralogistik- und Digitalisierungslösungen sowie modernste Abfüll- und Verpackungstechnologien aus. Neben den vorhandenen Lösungen für gegenwärtige Kundenanforderungen präsentierten wir darüber hinaus unsere Visionen für die Getränkefabrik der Zukunft.

Mit »Future starts in our heads« und »Change starts in our hearts« hieß Krones seine Gäste bereits am Eingang willkommen.

Klima schonen

Krones stellt sich den Herausforderungen der Zukunft. Mit unseren Lösungen wollen wir dazu beitragen, den Klimawandel aufzuhalten. Damit die Welt auch für nachkommende Generationen lebenswert bleibt.

Mit Kunden die Zukunft gestalten

Auf der Visionenbühne im Zentrum des Messestandes präsentierte Krones Konzepte für die Abfüll- und Verpackungslinien der Zukunft. Gedanken und Ideen, die sich aus den Diskussionen mit unseren Kunden ergaben, setzten Zeichner »in Echtzeit« auf schwarzen sechseckigen Säulen visuell um.

Aseptik - wachstumsstark und anspruchsvoll

Die aseptische, also keimfreie, Abfüllung von Produkten bietet Krones noch großes Wachstumspotenzial. Auf der drinktec haben wir unsere neuesten Kundenlösungen für diesen Bereich vorgestellt.

Die VarioAsept D feierte auf der Messe ihre Premiere. Das Modul ermöglicht, dass hitzesensible Produkte wie Milch und pflanzenbasierte Getränke während ihres Herstellprozesses äußerst schnell und dabei schonend erhitzt werden.

PET - weiter sehr gefragt

Die weltweite Nachfrage nach PET-Abfüll- und Verpackungslinien steigt stark. Der Grund für die Beliebtheit von PET liegt neben der guten Ökobilanz in dem geringen Gewicht sowie der hohen Formbarkeit und Festigkeit des Materials. Auf der drinktec unterstrich Krones seine führende Stellung in diesem Marktsegment. Wir bieten für Flaschendesign, Behälterproduktion, -abfüllung und -verpackung sowie für das Recycling gebrauchter PET-Flaschen innovative und effiziente Technologien und Dienstleistungen an.

Plastik nachhaltig ersetzen

Die vollautomatische Packmaschine Variopac Pro von Krones ist ein hochflexibler Allrounder. Auf ihr lassen sich zahlreiche verschiedene Verpackungsarten verarbeiten. Auf der drinktec stand die Variopac Pro mit dem Modul für die nachhaltige und kunststofffreie Sekundärverpackung LitePac Top. Bei diesem Konzept wird recycelbarer Karton anstatt Folie verwendet. Damit werden rund 80 % CO 2-Emissionen eingespart.

Digitalisierung - unaufhaltsam effizient

Einen großen Raum nahmen auf dem Messestand die digitalen Angebote von Krones ein. Besucher konnten beispielsweise mit Hilfe einer Augmented-Reality-Brille die Verpackungslinie Varioline virtuell betrachten.

Im Gespräch - persönlich und digital

Der Kern jeder Messe: Der persönliche Austausch mit den Kunden. In vielen interessanten Gesprächen erhielt Krones positives Feedback auf die vorgestellten Produkte und Dienstleistungen. Unser Team konnte aber auch viele Anregungen der Kunden als Inspiration für die nächsten Innovationen mitnehmen.

Für die Kunden aus China, die coronabedingt nicht nach München reisen konnten, ließen sich die für die Region zuständigen Krones Vertriebsmitarbeiter etwas besonderes einfallen: Sie zeigten ihren chinesischen Kunden via Handy-Livestreams alle Exponate und beantworteten deren Fragen.

Krones - ein perfekter Gastgeber

Für gute Stimmung unter den Besuchern auf dem Krones Messestand sorgten die freundlichen und kompetenten Krones Beschäftigten. Auch die Krones Alm, mit traditioneller bayerischer Musik und Verkostung, trug zur guten Laune unserer vielen internationalen Gäste bei.

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

das gesamte Krones Team kann stolz auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurückblicken. Wir haben die Herausforderungen wie die wirtschaftlichen Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts, die Ressourcenknappheit, die stark steigenden Material- und Energiepreise sowie die weiterhin belastende Corona-Pandemie gut gemeistert. Krones erwirtschaftete 2022 erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Umsatz von mehr als vier Milliarden Euro. Alle anderen wesentlichen Finanzkennzahlen wurden ebenfalls deutlich verbessert.

Sehr positive Zahlen im Geschäftsjahr 2022

Die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen war trotz der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten und unseren Preiserhöhungen weiterhin sehr hoch. Krones profitierte von der Innovationsstärke sowie dem sehr guten Standing bei den Kunden. Dies haben wir seit der Corona-Pandemie nochmals verbessert, indem wir auch in der schwierigen Zeit eingehalten haben, was wir unseren Kunden versprachen.

»Das Krones Team hat das Geschäftsjahr 2022 - trotz aller Herausforderungen - erfolgreich abgeschlossen. Mit dem neuen Zielbild >Solutions beyond tomorrow< haben wir uns ehrgeizige Ziele für die Zukunft gesetzt.«

Christoph Klenk Vorstandsvorsitzender

Der Auftragseingang erreichte mit 5,78 Mrd. € (+ 34 %) den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte, ebenso wie der Auftragsbestand mit 3,47 Mrd. € (+ 83 %). Da es uns durch erfolgreiches Management der Ressourcenknappheit gelungen ist, die Produktionskapazitäten relativ gut auszulasten, konnten wir 2022 den Umsatz um 15,8 % auf 4,21 Mrd. € steigern. Der Zuwachs lag damit auch über der im Oktober 2022 angehobenen Umsatzprognose von plus 10 % bis 12 %.

Die Ertragskraft verbesserten wir trotz steigender Kosten ebenfalls. Hier zeigt sich, dass unsere in den Vorjahren eingeleiteten strategischen Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung greifen. Die Profitabilität, gemessen an der EBITDA-Marge, steigerte Krones im Berichtsjahr auf 8,9 % (Vorjahr: bereinigt 8,1 %). Unsere dritte finanzielle Zielgröße, der ROCE (Return on Capital Employed), erhöhte sich von 10,0 % auf 14,1 %.

Positiv entwickelte sich 2022 auch der Free Cashflow. Er war, erheblich beeinflusst vom hohen Auftragseingang und den damit verbundenen Kundenanzahlungen, mit 371 Mio. € außergewöhnlich hoch (2021: 203 Mio. €) und trug zum deutlichen Aufbau der Nettoliquidität von 670 Mio. € zum Jahresende 2022 bei.

Aktionäre sollen mit Dividende von 1,75 € je Aktie am Erfolg beteiligt werden

Von den guten Ergebnissen im Berichtsjahr sollen auch unsere Aktionäre profitieren. Daher wird Krones gemäß der Ausschüttungspolitik die Dividende deutlich anheben und für das Geschäftsjahr 2022 an die Anteilseigner eine um 25 % höhere Dividende von 1,75 € je Aktie auszahlen, nach 1,40 € je Aktie im vergangenen Jahr.

Weltleitmesse drinktec war großer Erfolg

Das Unternehmens-Highlight des Jahres 2022 war im September die drinktec, die Welt-Leitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Für Krones war die drinktec 2022 ein voller Erfolg (Seiten 25 bis 33). Wir erhielten viel positives Feedback von unseren Kunden. Genauso wichtig war für uns aber auch der Input, den wir aus der direkten Kommunikation mit den Kunden bekamen.

Mit dem neuen Zielbild »Solutions beyond tomorrow« die Zukunft gestalten

Auf der drinktec 2022 haben wir auch unser neues Zielbild »Solutions beyond tomorrow« vorgestellt. Gerade in Zeiten des stetigen Wandels ist es wichtig, ein klares, gemeinsames und auch ambitioniertes Ziel vor Augen zu haben. Nur so kann sich das Unternehmen weiterentwickeln und erfolgreich bleiben.

Dieser Anspruch spiegelt sich in dem neuen Zielbild »Solutions beyond tomorrow« wider. Mit dem neuen Claim zeigen wir auf, welche Ziele das Unternehmen langfristig verfolgt: Krones wird dazu beitragen, drei wesentliche Herausforderungen der Menschheit zu bewältigen: den Klimawandel aufzuhalten, die Menschheit zu ernähren und mit Verpackungsmaterialien verantwortungsbewusst umzugehen.

Das Zielbild, auch Titel des Geschäftsberichts 2022, gibt dem Krones Team Halt und Orientierung auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Dabei legen wir den strategischen Fokus in allen drei Unternehmenssegmenten auf Nachhaltigkeit, Servicequalität und Digitalisierung. Ausführliche Informationen zu »Solutions beyond tomorrow« finden Sie auf den Seiten 5 bis 24 des Geschäftsberichts.

Im Jahr 2023 bleiben viele Herausforderungen bestehen

Die positiven Geschäftszahlen 2022 täuschen nicht darüber hinweg, dass die politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten weiterhin sehr hoch sind. Der Russland-Ukraine-Konflikt sowie die aufgrund der hohen Inflation gestiegenen Zinsen haben bereits zu einer Abkühlung der Weltkonjunktur geführt. Die Experten des Internationalen Währungsfonds erwarten für das laufende Jahr nur mehr ein Wachstum von 2,9 % (Vorjahr: 3,4 %), das damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 3,8 % liegt.

Gleichzeitig sind die globalen Lieferketten und die Lage auf den Beschaffungsmärkten weiterhin angespannt. Es bleibt 2023 eine große Herausforderung, stets ausreichend Material und Zulieferteile fristgerecht zu beschaffen, um die Produktion gut auszulasten. Auch die weitere Entwicklung der Covid-19-Pandemie bleibt ein Unsicherheitsfaktor.

Vorstand prognostiziert für 2023 höhere Umsätze und steigende Ertragskraft

Trotz großer Herausforderungen gibt es gute Gründe, optimistisch auf das Geschäftsjahr 2023 und in die weitere Zukunft zu blicken. Wir sind mit einem sehr hohen Auftragspolster in das laufende Jahr gestartet und die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen ist auf hohem Niveau. Zudem erwarten wir, dass sich die Lage auf den für uns relevanten Beschaffungsmärkten in der zweiten Jahreshälfte insgesamt leicht entspannen könnte. Aufgrund der positiven Marktentwicklung und der starken Position von Krones rechnet der Vorstand für 2023 mit einem im Vergleich zum Vorjahr um 8 % bis 11 % höheren Konzernumsatz.

Die Ertragskraft will Krones im laufenden Jahr gegenüber 2022 erneut verbessern. Hierzu beitragen wird neben den steigenden Erlösen auch die weitere Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen. Aufgrund der innovativen Lösungen des Unternehmens sowie der guten Projektarbeit beim Kunden ist es Krones 2022 gelungen, Preiserhöhungen durchzusetzen. Mit den höheren Preisen kann das Unternehmen künftige Kostensteigerungen kompensieren. Zudem wird eine stabile Auslastung, die wir durch unsere flexible Produktion und intelligentes Beschaffungsmanagement erreichen, die Profitabilität verbessern. Für 2023 prognostizieren wir für den Konzern eine EBITDA-Marge von 9 % bis 10 %. Für die dritte Zielgröße, den ROCE, erwartet Krones im laufenden Jahr eine Steigerung auf 15 bis 17 %.

Krones ist auf gutem Weg, die Ziele bis 2025 zu erreichen

Auch mittelfristig strebt Krones profitables Wachstum an. Bis 2025 wollen wir einen Umsatz von mindestens 5 Mrd. € erreichen. Neben dem organischen Wachstum von jährlich 5 % sollen hierzu auch Akquisitionen beitragen. 2022 haben wir durch den Zukauf der US-Firma R+D Custom Automation unsere Kompetenzen im wachsenden Pharmamarkt erweitert. Akquisitionen mittelgroßer, profitabler Unternehmen sind weiterhin Teil unserer Wachstumsstrategie.

Das Mittelfristziel für die EBITDA-Marge liegt zwischen 10 % und 13 %. Beim ROCE streben wir bis 2025 einen Wert von mindestens 20 % an. Nach dem positiven Geschäftsverlauf im Jahr 2022 sieht Krones trotz aller Herausforderungen derzeit mehr Chancen als Risiken, die Mittelfristziele zu erreichen.

Uta Anders seit Jahresbeginn CFObei Krones

Seit 1. Januar 2023 ist Uta Anders Mitglied des Vorstands und hat die Funktion des Finanzvorstands (CFO) übernommen. Sie folgt damit Norbert Broger, der auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember 2022 mit Ablauf seines Vertrages aus dem Krones Vorstand ausgeschieden ist. Der Übergang war fließend und harmonisch, da der Wechsel schon Ende März 2022 feststand und Uta Anders bereits seit 2020 bei Krones in leitender Funktion tätig ist. Im Namen des gesamten Vorstands bedanke ich mich bei Norbert Broger für die gute, engagierte und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Flexibles, kreatives und motiviertes Team sind Basis für nachhaltigen Erfolg

Ausschlaggebend für die gute Beziehung zu unseren Kunden ist die termingetreue und hochwertige Umsetzung unserer Projekte. Dies war und ist nur durch die hohe Flexibilität des Unternehmens sowie die enorme Kreativität und Motivation unserer Beschäftigten möglich.

Im Namen des kompletten Vorstands bedanke ich mich an dieser Stelle bei allen Beschäftigten für den herausragenden Einsatz im Geschäftsjahr 2022. Sie sind es auch, die unser neues, ambitioniertes Zielbild »Solutions beyond tomorrow« jeden Tag umsetzen und leben, damit wir unsere gemeinsame Vision verwirkliehen und die langfristigen Unternehmensziele erreichen.

Christoph Klenk, CEO

Die Mitglieder des Vorstands

Thomas Ricker

CSO

Ralf Goldbrunner

Operations

Uta Anders

CFO

(ab 01.01.2023)

Christoph Klenk

CEO

Norbert Broger

CFO

(bis 31.12.2022)

Markus Tischer

International Operations and Services

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr 2022 war sehr herausfordernd für Krones. Die Corona-Pandemie schwächte sich zwar ab, beeinflusste unsere Geschäfte aber auch im Berichtsjahr. Darüber hinaus musste Krones mit der allgemeinen Materialknappheit und steigenden Preisen umgehen. Zudem bremsten die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts die globale Konjunktur. Dank der hervorragenden Arbeit des gesamten Krones Teams können wir dennoch auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Das Unternehmen erreichte in einem schwierigen Umfeld seine ehrgeizigen Finanzziele.

Anfang 2023 gab es einen Wechsel im Krones Vorstand. Mit Uta Anders ist seit dem 1. Januar 2023 erstmals eine Frau im Vorstand. Uta Anders folgte Norbert Broger in der Position des Finanzvorstands (cfo) der Krones AG. Herr Broger schied auf eigenen Wunsch nach Ablauf seines Vorstandsdienstvertrages zum 31. Dezember 2022 aus dem Vorstand aus. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich Norbert Broger für seinen engagierten Einsatz und die herausragenden Leistungen für Krones. Frau Anders wünsche ich viel Erfolg bei ihren Aufgaben im Vorstand unseres Unternehmens.

Mit dem neuen Zielbild »Solutions beyond tomorrow« hat Krones den Weg in eine erfolgreiche Zukunft vorgezeichnet. Der Aufsichtsrat wird weiterhin eng und vertrauensvoll mit dem Vorstand Zusammenarbeiten und diesen bei der Umsetzung der Ziele und Visionen von »Solutions beyond tomorrow« begleiten.

Beratung und Überwachung

Im Geschäftsjahr 2022 hat der Aufsichtsrat der Krones AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten und seine Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen.

Die aktienrechtlichen Vorschriften und Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Berichtspflicht des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat wurden dabei stets beachtet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement. Bei Entscheidungen von besonderer Bedeutung für die Krones AG und den Konzern wurde der Aufsichtsrat frühzeitig vom Vorstand informiert und eingebunden. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende sowie der Vorstandsvorsitzende standen auch zwischen den Sitzungen regelmäßig in Kontakt. Dabei erörterten sie gemeinsam Themen zur Strategie, der aktuellen Geschäftsentwicklung, der Risikolage sowie des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens.

Zu den Schwerpunktthemen, mit denen sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2022 befasste, zählten die angespannte Situation an den Beschaffungsmärkten, steigende Materialpreise, das neue Zielbild von Krones, die Energieversorgung sowie die Akquisitionsstrategie.

Personelle Änderungen im Aufsichtsrat

Seit 1.1.2022 ist Stefan Raith als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Krones AG. Er folgte Klaus Gerlach, dessen Mandat am 31. Dezember 2021 endete. Ich bedanke mich bei Klaus Gerlach, der seit 2012 Mitglied des Aufsichtsrats der Krones AG war, herzlich für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Keine Interessenkonflikte

Gemäß Empfehlung E.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats offenlegen. Im Berichtszeitraum wurden keine Interessenkonflikte offengelegt.

Präsenz bei den Aufsichtsratssitzungen

2022 fanden insgesamt sechs ordentliche Aufsichtsratssitzungen sowie eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. Mehrmals war der Vorstand als Gast in Sitzungen präsent. Der Aufsichtsrat tagte aber auch regelmäßig ohne den Vorstand. Alle Sitzungen des Gremiums wurden im Geschäftsjahr 2022 grundsätzlich als Präsenzveranstaltung durchgeführt. Es bestand aber die Möglichkeit, dass einzelne Mitglieder des Aufsichtsrates bei Bedarf über Video- bzw. Telefonzuschaltung an Sitzungen teilnehmen konnten.

Gemäß der Empfehlung D.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir zur Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen folgende Angaben:

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Aufsichtsratsmitglied Anzahl der Sitzungen Teilnahme an Sitzungen
Volker Kronseder 7 7
Josef Weitzer 7 7
Nora Diepold 7 7
Robert Friedmann 7 4
Oliver Grober 7 7
Thomas Hiltl 7 7
Markus Hüttner 7 7
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast 7 7
Dr. phil. Verena Di Pasquale 7 7
Beate Eva Maria Pöpperl 7 7
Stefan Raith 7 7
Norbert Samhammer 7 7
Petra Schadeberg-Herrmann 7 7
Jürgen Scholz 7 7
Hans-Jürgen Thaus 7 7
MatthIAS Winkler 7 7

Berichte aus den Aufsichtsratssitzungen

Die erste Aufsichtsratssitzung 2022 fand am 23. März statt. Schwerpunktthema war der Jahresabschluss 2021 der Krones AG und des Krones Konzerns. An der Sitzung nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von Krones teil. Dem Aufsichtsrat wurde vom Vorstand dargelegt, wie sich die wesentlichen Finanzkennzahlen im Geschäftsjahr 2021 entwickelten. Im Anschluss daran erläuterten die Vertreter des Wirtschaftsprüfers dem Gremium den Prüfungsauftrag, die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses sowie Details der Abschlussprüfung. Sie standen dem Aufsichtsrat für Fragen zur Verfügung und beantworteten diese umfassend. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss (prm) des Aufsichtsrates nahm Stellung zu den Prüfungsergebnissen. Abschließend stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Krones AG 2021 fest und billigte den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht 2021. Darüber hinaus billigte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des PRM auch den Nichtfinanziellen Bericht.

Unter dem Tagesordnungspunkt »Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten« befasste sich das Gremium unter anderem mit der Anpassung des variablen Vorstandsvergütungsbestandteils »Long Term Incentive (lti)«. Auf Empfehlung des Ständigen Ausschusses beschloss der Aufsichtsrat, dass der lti um eine Nachhaltigkeitskomponente erweitert wird. Es handelt sich dabei um die Zielerreichung bei der angestrebten Verminderung des CO 2-Ausstoßes von Krones (Scope 1 und 2).

Zudem beschäftigte sich der Aufsichtsrat auf seiner ersten Sitzung mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2022 sowie den dafür notwendigen Beschlüssen. So legte das Gremium beispielsweise fest, dass der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von 1,40 € je Aktie vorgeschlagen werden soll. Im wirtschaftlichen Bericht erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat die aktuelle Geschäftslage, insbesondere die möglichen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts auf Krones. Auch zur Lage an den internationalen Beschaffungsmärkten nahm der Vorstand Stellung.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt der ersten Aufsichtsratssitzung war die Beschlussfassung über die Bestellung von Uta Anders zum Vorstand (CFO) der Krones AG zum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2025.

Zur zweiten Sitzung im Berichtsjahr traf sich der Aufsichtsrat am 31. Mai 2022 im Anschluss an die virtuelle Hauptversammlung von Krones. Ein wesentliches Thema war der Bericht des Vorstands über die aktuelle wirtschaftliche Lage. Dieser beinhaltete auch Informationen zur allgemeinen Kostenentwicklung und wie diese Krones beeinflusst. Darüber hinaus stellte der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk dem Aufsichtsrat das neue Zielbild »Solutions beyond tomorrow« von Krones vor und erläuterte mögliche Akquisitionsprojekte.

Am 6. Juli fand eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. Die Sitzung wurde einberufen, um weitere Erkenntnisse zum möglichen Zukauf des US-Unternehmens R+D Custom Automation darzustellen und zu besprechen. Der Vorstand informierte das Gremium ausführlich über die Technologie, den Markt und die Finanzkennzahlen von R+D sowie über die Transaktionsstruktur. Zudem wurden die Chancen und Risiken eines möglichen Beteiligungserwerbs erläutert. Der Aufsichtsrat beschloss, dass der Vorstand die Kaufpreisverhandlungen mit dem Ziel eines Beteiligungserwerbs weiterführen soll.

Die vierte Gremiumssitzung am 20. Juli wurde an unserem ungarischen Produktionsstandort in Debrecen abgehalten. Am Tag vor der Sitzung besichtigte der Aufsichtsrat das neue Werk. Auf der Aufsichtsratssitzung erhielt das Gremium vom Vorstand detaillierte Informationen zur Entwicklung des Standorts und seiner Rolle bei der Umsetzung der Produktionsstrategie von Krones.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt der vierten Sitzung war der wirtschaftliche Bericht des Vorstands. Die für die einzelnen Geschäftsbereiche verantwortlichen Vorstände informierten den Aufsichtsrat darüber, wie sich die Geschäfte von Krones im ersten Halbjahr 2022 entwickelten. Auch die Materialverfügbarkeit sowie die Entwicklung der Einkaufspreise waren dabei Thema. Auf der Sitzung in Debrecen präsentierte der Vorstand zudem seine aktuelle Einschätzung des Risikos einer möglichen Gasknappheit bei Krones, Kunden und Lieferanten.

Am 27. Oktober fand die fünfte Sitzung des Aufsichtsrats statt. Zu Beginn informierte der Aufsichtsratsvorsitzende das Gremium, dass 2023 die im Rhythmus von zwei Jahren stattfindende Effizienzprüfung des Aufsichtsrats ansteht. Krones verwendet hierzu wieder einen Fragenkatalog, der um Neuerungen des Deutschen Corporate Governance Kodex angepasst wurde. Ein Schwerpunkt der Sitzung war der wirtschaftliche Bericht des Vorstands, in dem die einzelnen Vorstandsmitglieder den Aufsichtsrat über die Geschäftsentwicklung von Krones in den ersten drei Quartalen 2022 ausführlich informierten. Dies umfasste auch die aktuelle Lage bei der Energieversorgung und Auszüge aus der Berichterstattung zu Nachhaltigkeits-Themen. Zudem erläuterte der Vorstand dem Gremium, wie sich Krones auf der drinktec präsentierte und welches Feedback es von Kundenseite zum Messeauftritt des Unternehmens gab. Auf der Sitzung fasste der Aufsichtsrat zudem einen Beschluss zum neuen Geschäftsverteilungsplan des Vorstands, der ab dem 1. Januar 2023 gilt.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt am 27. Oktober war der aktuelle Bericht des Vorstands zur Akquisitionsstrategie. Der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk teilte dem Aufsichtsrat weitere Details zur möglichen Übernahme von R+D Custom Automation mit. Nach den umfassenden Erläuterungen des Vorstandsvorsitzenden stimmte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Vorstands zu, dass sich Krones an R+D Custom Automation beteiligt.

Auf seiner sechsten Sitzung am 7. Dezember befasste sich der Aufsichtsrat im Wesentlichen mit mittel- und langfristigen Themen sowie der strategischen Ausrichtung von Krones. Am Beginn stand das geopolitische und gesamtwirtschaftliche Umfeld im Fokus. Vorstandsvorsitzender Christoph Klenk stellte dem Gremium unter anderem dar, wie drohende globale Konflikte und wirtschaftliche Blockbildungen die internationalen Beschaffungsmärkte und Lieferketten beeinflussen könnten. Herr Klenk erläuterte, dass der Ausbau des Global Footprints ein Baustein ist, um mögliche Beschaffungsrisiken zu verringern. Anschließend informierten die für die einzelnen Unternehmensbereiche zuständigen Vorstände den Aufsichtsrat ausführlich über die wesentlichen technologischen und wirtschaftlichen Trends an den Märkten von Krones sowie über neue Kundenanforderungen. Eine wesentliche Rolle spielten hierbei die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat detailliert die strategische Ausrichtung der einzelnen Unternehmenssegmente dar, mit der Krones künftig weiterhin profitabel wachsen will.

Am 8. Dezember traf sich der Aufsichtsrat zu seiner siebten Sitzung 2022. Ein wesentlicher Punkt auf der Tagesordnung war der Bericht des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses (prm) mit den Themen Risikomanagement, Interne Revision sowie Compliance. Hierzu erläuterte der Ausschussvorsitzende Hans-Jürgen Thaus die Inhalte der PRM-Sitzung vom 15. November 2022 und die Erkenntnisse zum Risikomanagementsystem und dessen Wirksamkeit. Er zeigte dem Aufsichtsrat eine detaillierte Darstellung der strategischen Risiken und erklärte, dass aus Sicht des PRMdas Risikomanagementsystem von Krones die Risiken angemessen darstellt. Zum Bereich CyberSecurity erhielt der Aufsichtsrat Informationen, wie Krones organisatorisch aufgestellt ist und welche Sicherungsmaßnahmen es zum Schutz vor Cyberangriffen gibt.

Der Vorstand präsentierte dem Gremium auf der siebten Aufsichtsratssitzung auch die Jahres- und Investitionsplanung 2023. Der Aufsichtsrat stimmte den Planungen des Vorstands zu. Darüber hinaus fasste das Gremium Beschlüsse zur Abgabe der Entsprechenserklärung gemäß §161 Aktiengesetz sowie zur Erweiterung des variablen Vorstandsvergütungsbestandteils »Long Term Incentive« um ein Diversity-Kriterium, den Frauenanteil in Führungspositionen bei Krones.

Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören Hans-Jürgen Thaus, Josef Weitzer, Markus Hüttner, Volker Kronseder, Jürgen Scholz und MatthIAS Winkler an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus, sein Stellvertreter ist Josef Weitzer. Hans-Jürgen Thaus (ehemaliger Finanzvorstand der Krones AG) und MatthIAS Winkler (Steuerberater und Partner einer Steuerberatungsgesellschaft) verfügen über den gesetzlich geforderten nötigen Sachverstand in der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht die Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie die Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Qualität des Abschlusses und die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- sowie Compliance-Systems.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss hielt 2022 zwei Sitzungen ab. Diese fanden jeweils als Präsenzveranstaltung statt. Gemäß der Empfehlung D.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir zur Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Prüfungs- und Risikomanagementausschuss an den Sitzungen folgende Angaben:

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Ausschussmitglied Anzahl der Sitzungen Teilnahme an Sitzungen
Hans-Jürgen Thaus 2 2
Josef Weitzer 2 2
Markus Hüttner 2 2
Volker Kronseder 2 1
Jürgen Scholz 2 2
MatthIAS Winkler 2 2

Auf der Sitzung am 17. März beschäftigte sich der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss (prm) im Wesentlichen mit der Berichterstattung zum Jahres- und Konzernabschluss der Krones AG zum 31. Dezember 2021, dem Bericht der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Krones AG zum 31. Dezember 2021 sowie mit dem Nichtfinanziellen Bericht 2021. Der PRMbereitete zu diesen Themen Empfehlungen zu Beschlüssen des Aufsichtsrats auf dessen Sitzung am 23. März vor.

Die zweite Sitzung 2022 des Prüfungs- und Risikomanagementausschuss fand am 15. November statt. Auf dieser informierten die Leiter des Controllings, der Internen Revision sowie der Compliance die Ausschussmitglieder ausführlich über die aktuelle Risikosituation, die interne Revision sowie über das Compliance Management. Zudem befasste sich der Ausschuss in der Sitzung mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Dabei behandelte der PRMauch das Thema Cybersecurity intensiv.

Arbeit des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Volker Kronseder, Josef Weitzer, Markus Hüttner und Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Volker Kronseder, sein Stellvertreter ist Josef Weitzer. Das Gremium befasst sich grundsätzlich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen zum Beispiel die Personalstrategie sowie die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.

2022 fanden zwei Sitzungen, jeweils als Präsenzveranstaltung, statt. Gemäß der Empfehlung D.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir zur Teilnahme der einzelnen Ausschussmitglieder an den Sitzungen folgende Angaben:

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Ausschussmitglied Anzahl der Sitzungen Teilnahme an Sitzungen
Volker Kronseder 2 1
Josef Weitzer 2 2
Markus Hüttner 2 2
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast 2 2

Die erste Sitzung des Ständigen Ausschusses am 17. März wurde einberufen, um vor der Aufsichtsratssitzung am 23. März Empfehlungen für den Aufsichtsrat vorzubereiten. Es war zum einen die Empfehlung, Uta Anders zum Finanzvorstand der Krones AG zu bestellen. Zudem befasste sich der Ausschuss mit der Empfehlung, die Grundvergütung des Vorstandmitglieds Markus Tischer anzupassen. Darüber hinaus ging es auf der Sitzung um die Weiterentwicklung des Vergütungssystems für den Vorstand der Krones AG und darum, das ESG-Ziel »Verringerung des CO 2-Ausstoßes (Scope 1 und 2)« als eine Zielgröße für den variablen Vorstandsvergütungsbestandteil »Long Term Incentive (LTI)« aufzunehmen.

Am 15. November fand die zweite Sitzung des Ständigen Ausschusses statt. Wesentliches Thema war, den »Long Term Incentive (lti)« mit einer Diversity-Komponente um ein weiteres ESG-Thema zu ergänzen. Der Ständige Ausschuss gab dem Aufsichtsrat die Empfehlung, zu beschließen, dass der Frauenanteil in Führungspositionen bei Krones eine LTI-Komponente wird.

Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Krones Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der Krones AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der Krones AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 23. März 2023 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben zeitweise auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und den Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach der abschließenden Prüfung durch den Aufsichtsrat, die insbesondere auch die im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers beschriebenen Sachverhalte einschließlich der Prüfungshandlungen zum Gegenstand hatte, ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Krones AG festgestellt sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2022 der Krones AG festgestellt.

Die Abschlussprüfer bezogen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Krones AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG in ihre Prüfung ein und legten ihren Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vor. Die Prüfung durch die Abschlussprüfer ergab keine Beanstandungen. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: »Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.«

Die Überprüfung des Berichts über die Beziehungen der Krones AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG durch den Aufsichtsrat führte zu keinen Beanstandungen. Der Aufsichtsrat schloss sich daher dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen die Schlusserklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Über die gesetzliche Abschlussprüfung hinaus hat die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die für die Krones AG und den Krones Konzern zusammengefasste Nichtfinanzielle Erklärung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022, die Teil des Konzernlageberichts ist, einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Auf dieser Basis hat der Wirtschaftsprüfer keine Einwendungen gegen die Nichtfinanzielle Erklärung und die Erfüllung der daran gestellten gesetzlichen Anforderungen erhoben.

Dank an den Vorstand sowie die Beschäftigten

Krones hat 2022 in einem sehr herausfordernden Umfeld erfolgreich gewirtschaftet. Möglich wurde das nur, weil hinter dem Unternehmen ein engagiertes und motiviertes Team steht. Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Beschäftigten von Krones für ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg.

Neutraubling, im März 2023

Der Aufsichtsrat

Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender

* Universitätsklinikum Regensburg

* Wirtschaftsbeirat Bayerische Landesbank

Josef Weitzer **

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

* Bay. Betriebskrankenkassen

Nora Diepold

Chief Executive Officer

NK Immobilienverwaltungs GmbH Regensburg

Robert Friedmann

Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

* ZF Friedrichshafen ag

Oliver Grober **

Stv. Betriebsratsvorsitzender Rosenheim

Thomas Hiltl **

Betriebsratsvorsitzender Nittenau

Markus Hüttner **

Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Dr. phil. Verena Di Pasquale **

Stv. Vorsitzende des dcb Bayern

Stefan Raith **

Leiter Business Line, Line Solutions Krones AG

* re-sult ag, Regensburg

Norbert Samhammer

Geschäftsführer Samhammer Holding GmbH

* Samhammer ag (bis 01.06.2022)

Beate Eva Maria Pöpperl **

Freigestellte Betriebsrätin

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin

Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG, Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH, Diversum Holding GmbH & Co. KG

Jürgen Scholz **

1. Bevollmächtigter

IC-Metall Geschäftsstelle Regensburg

* Infineon Technologies ag

Hans-Jürgen Thaus

* Maschinenfabrik Reinhausen GmbH

MatthIAS Winkler

Geschäftsführender Gesellschafter der WW+KN Steuerberatungsgesellschaft mbH, Geschäftsführender Gesellschafter der WW+KN Treuhand GmbH

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

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Aktienmärkte verzeichneten 2022 weltweit Verluste
Krones Aktie mit einem Plus von 9,5 % deutlicher Outperformer
Aktionäre sollen für 2022 eine Dividende von 1,75 € je Aktie erhalten

»Unsere Aktie profitierte 2022 von der sehr guten Geschäftsentwicklung von Krones und zeigte mit plus 9,5 % eine deutliche Outperformance.«

Olaf Scholz, Leiter Investor Relations

Der Russland-Ukraine-Konflikt und stark steigende Zinsen führten 2022 an den weltweiten Aktienmärkten zu Kursrückgängen

Das Börsenjahr 2022 war von hoher Volatilität und teilweise massiven Kursverlusten geprägt. Der Russland-Ukraine-Konflikt, hohe Inflationsraten, stark steigende Zinsen, Energieknappheit sowie Rezessionsängste verunsicherten die Investoren. Selbst die kräftige Erholung der Märkte im vierten Quartal konnte die Verluste der ersten neun Monate 2022 nicht mehr ausgleichen. Alle wichtigen nationalen und internationalen Aktienindizes notierten am Jahresende deutlich niedriger als zu Jahresbeginn.

Dabei hatte das Börsenjahr 2022 gut begonnen. So markierte der deutsche Leitindex DAX Anfang Januar mit 16.285 Punkten noch seinen Jahreshöchststand, bevor er, ausgelöst durch den Russland-Ukraine-Konflikt und die massiv steigenden Zinsen, abrutschte. Ende des ersten Quartals erholten sich die Indizes und schwankten bis Ende des dritten Quartals heftig. Der DAX pendelte zwischen 14.700 und knapp 12.000 Punkten. Ende September 2022 markierte der DAX seinen Jahrestiefststand mit 11.863 Punkten. Im vierten Quartal 2022 sorgten sinkende Energiepreise und rückläufige Inflationsraten für Entspannung an den Anleihemärkten und bessere Stimmung an den Aktienbörsen, so dass der DAX bis Jahresende auf 13.924 Punkte kletterte.

Der wichtigste deutsche Index beendete somit das Jahr 2022 mit einem Verlust von 12,3 %. Ähnlich entwickelte sich der Euro Stoxx 50. Der Index der 50 größten Unternehmen aus der Eurozone gab im Berichtszeitraum um 11,9 % nach. Das bekannteste US-Börsenbarometer, der Dow-Jones-Index, verlor mit 9,0 % weniger stark, weil sich die Ölkonzerne im Dow positiv entwickelten. Der marktbreitere US-Index S&P-500 büßte hingegen 19,6 % ein. Am japanischen Aktienmarkt war der Einbruch mit 9,5 % nicht ganz so heftig wie in Europa. Der Nikkei-Index profitierte vom schwachen Yen.

Krones Aktie mit einem Plus von 9,5 % klarer Outperformer

Die Krones Aktie performte 2022 mit einem Plus von 9,5 % deutlich besser als der Gesamtmarkt. Der sdax verlor im Berichtszeitraum -27,3 %. Unser Papier entwickelte sich ab Mai deutlich besser als der sdax und zeigte vor allem im vierten Quartal eine starke Outperformance.

Nach kräftigen Kursverlusten im ersten Quartal aufgrund der allgemein schlechten Börsenstimmung, entwickelte sich die Krones Aktie bis zum Jahresende deutlich besser als der Gesamtmarkt. Der Hauptgrund für die starke Outperformance gegenüber allen wichtigen Indizes lag in der guten Geschäftsentwicklung des Unternehmens.

Im ersten Quartal 2022 verzeichneten unsere Titel, wie alle Börsenbarometer, heftige Kursverluste. Grund war der Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts am 24. Februar. Am selben Tag veröffentlichte Krones positive vorläufige Jahreszahlen für 2021, die wegen des Konflikts verpufften. In den folgenden Wochen fielen die Kurse deutlich. Am 7. März markierte unser Papier den Jahrestiefstkurs mit 67,50 €. Nach der Veröffentlichung der positiven Geschäftszahlen für das erste Quartal am 6. Mai 2022 ging es mit der Aktie kontinuierlich nach oben und die Notiz kletterte bis Anfang Juni auf knapp 90 €. Danach bröckelte der Kurs mit dem schwachen Gesamtmarkt erneut ab und zog erst Anfang des dritten Quartals, unterstützt durch die guten Halbjahreszahlen, wieder an.

Wertentwicklung der Krones Aktie im Vergleich zum SDAX 2022

Im September konnte sich Krones dem allgemein schwachen Markttrend entziehen. Hauptverantwortlich für die starke Rallye zum Ende des dritten Quartals dürfte gewesen sein, dass Krones die künftige Strategie, insbesondere zum Thema Nachhaltigkeit, ausführlich darstellte. Hierfür nutzte das Unternehmen den Capital Market Day am 15. September auf der drinktec. Im Anschluss kam es zu vielen positiven Analystenkommentaren und Kurszielerhöhungen. Nach einer kurzen Verschnaufpause Ende Oktober schoben die Erhöhung der 2022er-Umsatzprognose sowie die Veröffentlichung der starken Zahlen für das dritte Quartal den Kurs in den folgenden Wochen in den dreistelligen Euro-Bereich. Am 13. Dezember notierten unsere Titel mit 111,40 € auf dem Jahreshöchststand und gaben bis zum Jahresende nur noch leicht auf 105,00 € nach.

Die Krones Aktie beendete das Börsenjahr 2022 mit einem Plus von 9,5 % und zeigte eine deutliche Outperformance gegenüber allen wichtigen Aktienindizes. Inklusive der Dividende von 1,40 € erzielte die Krones Aktie 2022 eine Performance von 10,9 %. Der SDAX, dem Krones seit 2018 angehört, verlor im Berichtsjahr 27,3 %. Krones war 2022 einer der Top-Ten-Performer im 70 Werte umfassenden SDAX.

Kennzahlen der Krones Aktie

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zum 31.12. 2022 2021 2020
Ergebnis je Aktie 5,92 4,47 - 2,52
Eigenkapital je Aktie 50,58 44,05 37,98
Free Cashflow je Aktie 11,74 6,43 7,00
Kurs-Gewinn-Verhältnis (kcv) auf Basis des Jahresendkurses 17,7 21,5 -
Dividende je Aktie 1,75 * 1,40 0,06
Höchstkurs 111,40 99,60 75,50
Tiefstkurs 67,50 64,30 41,92
Jahresschlusskurs 105,00 95,90 66,05

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag; Kursangaben Quelle: Xetra

Krones Aktie mit überdurchschnittlicher 10-Jahres-Performance

In den vergangenen zehn Jahren stieg der Kurs der Krones Aktie jährlich um durchschnittlich 8,4 %. Inklusive Dividenden ergibt sich ein Wertzuwachs von 10,0 % im Jahr.

In den vergangenen zehn Jahren, also von 2013 bis 2022, ist die Krones Aktie um insgesamt 123 % gestiegen. Damit beträgt der durchschnittliche jährliche Kursgewinn in diesem Zehnjahres-Zeitraum 8,4 %. Der SDAX-Kursindex, also der SDAX ohne Dividenden, legte im gleichen Zeitraum im Durchschnitt um jährlich 6,6 % zu. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende nach Auszahlung jeweils wieder in Krones Titel investiert wurde, errechnet sich für die Krones Aktie seit 2013 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 10,0 %. Der vergleichbare SDAX-Performance-Index stieg in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich 8,6 % im Jahr.

Krones war Ende 2022 zweitgrößter Wert im SDAX

Die Krones Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 an der Börse notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Unsere Papiere sind Inhaber-Stammaktien ohne Nennwert. Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 Krones Aktien.

Während viele SDAX-Titel 2022 hohe Kursverluste erlitten, gewann die Krones Aktie an Wert. Dadurch stieg unsere Aktie zum zweitgrößten SDAX-Wert auf.

Die Krones Aktie ist seit Mitte 2018 Mitglied im SDAX. Das ist der Index der Deutschen Börse, der die 70 Unternehmen enthält, die hinsichtlich der Marktkapitalisierung (Börsenwert) auf die Werte des mdax folgen. Bis zur Indexreform der Deutschen Börse im September 2021 war neben dem Börsenwert auch der Börsenumsatz relevant für die Indexaufnahme. Seit der Reform ist die Marktkapitalisierung der Aktien im Streubesitz (nach Definition der Deutschen Börse) das alleinige quantitative Kriterium. Aufgrund der starken Outperformance der Krones Aktie 2022 verbesserte sich die Stellung unseres Papiers im SDAX deutlich. Ende 2022 war Krones, gemessen am Börsenwert des Streubesitzes, der zweitgrößte der 70 SDAX-Werte. Ein Jahr zuvor belegte Krones noch Rang 17.

Wertentwicklung der Krones Aktie im Vergleich zum sdax, 2013 - 2022

Stammdaten der Krones Aktie

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Aktienanzahl 31.593.072
Wertpapierkennnummer 633500
ISIN DE 0006335003
XETRA-Kürzel KRN

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur von Krones blieb im Berichtsjahr nahezu unverändert. Die Familie Kronseder Konsortium GbR hielt zum 31. Dezember 2022 mit 52,2 % die Mehrheit an der Krones AG. Die Familie will auch künftig stabiler Mehrheitsaktionär bleiben. Der nicht dem Festbesitz zurechenbare Anteil, also der Streubesitz, lag Ende 2022 bei 47,8 %.

Aktionärsstruktur (Stand 31. Dezember 2022)

Krones schüttet für 2022 eine Dividende von 1,75 € je Aktie aus

Krones hat 2022 das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Davon profitieren auch die Aktionäre. Die langfristige Dividendenpolitik von Krones sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuzahlen. Für das Geschäftsjahr 2022 will Krones die Dividende auf 1,75 € je Aktie erhöhen (Vorjahr: 1,40 €). Das entspricht 29,6 % des Konzernergebnisses.

Dividende je Aktie in €

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

2 Konzernlagebericht

Krones auf einen Blick

Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

Krones bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Darüber hinaus komplettieren innovative Digitalisierungs- und Intralogistik-Lösungen unsere Produktpalette. Kunden von Krones sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von Krones sind Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen.

Krones berichtet seit 2022 über drei Segmente: »Abfüll- und Verpackungstechnologie«, »Prozesstechnologie« sowie »Intralogistik«. Das neue Segment »Intralogistik« war bis 2021 dem Segment »Prozesstechnologie« zugeordnet.

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet Krones mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).

Krones ist stark exportorientiert und erzielt rund 90 % des Konzernumsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftete Krones im Berichtszeitraum 55,1 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets 44,9 % der Erlöse.

Krones Konzern Umsatzverteilung 2022

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert Krones mit einer Reihe von Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter konkurrieren vor allem auf ihrem Heimatmarkt mit Krones um Aufträge. In den beiden kleineren Segmenten »Prozesstechnologie« und »Intralogistik« konkurriert Krones weltweit mit den großen Anbietern sowie mit kleineren regionalen Wettbewerbern.

Gestützt auf unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können, sieht sich Krones als Full-Service-Anbieter im Wettbewerb gut positioniert.

Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie

In dem mit Abstand größten Segment bietet Krones Maschinen und Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Segments sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling). Zudem ist das Servicegeschäft wichtiger Teil des Segments.

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Produktbehandlungstechnik
Etikettiertechnik
Inspektionstechnik
Fülltechnik
Reinigungstechnik
Kunststofftechnik
Pack- und Palettiertechnik
Transporttechnik
Kunststoff-Recycling

Siehe auch Segmentbericht Seite 163 und 216.

Umsatz in Mio. €

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2020 2021 2022
EBITDA (Mio. €) 171,5 283,2 332,7
EBITDA-Marge (%) 6,1 9,3 9,5

Segment Prozesstechnologie

In diesem Segment bietet Krones Maschinen und Anlagen an, mit denen Bier, Softdrinks, Fruchtsäfte, Milch- und Milchmischgetränke sowie alternative Proteine hergestellt und behandelt werden. Neben der Wasseraufbereitung ist das Komponentenangebot der Marke Evoguard sowie das Servicegeschäft ebenfalls Teil des Segments »Prozesstechnologie«.

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Sudhaus- und Filtrationstechnik
Wasseraufbereitung
alternative Proteine
Komponenten (Ventile, Pumpen usw.)

Siehe auch Segmentbericht Seite 165 und 216.

Umsatz in Mio. €

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2020 2021 2022
EBITDA (Mio. €) - 31,4 18,6 20,4
EBITDA-Marge (%) - 9,9 6,3 5,5

Segment Intralogistik

Seit 2022 berichtet Krones über das Intralogistik-Geschäft als eigenständiges Segment. Unter dem Dach der Tochter System Logistics bietet Krones in diesem Segment die Planung und Konstruktion von vollautomatischen Lager-, Kommissionier- und Materialflusssystemen mit Hochgeschwindigkeits-Zubringern, Transporteuren und fahrerlosen Transportsystemen an. Zudem sind Servicedienstleistungen Teil des Segments.

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Lager- und Materialflusstechnik
System- und Softwarelösungen
Transporteure und fahrerlose Transportsysteme

Siehe auch Segmentbericht Seite 167 und 216.

Umsatz in Mio. €

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2020 2021 2022
EBITDA (Mio. €) - 6,9 10,8 20,2
EBITDA-Marge (%) - 3,3 3,7 5,9

1. Quartal 2022

Krones ist sehr gut in das Geschäftsjahr 2022 gestartet. Im ersten Quartal zog der Auftragseingang um 45,4 % auf 1.553,8 Mio. € an - der höchste Quartalswert in der Unternehmensgeschichte. Den Umsatz verbesserte Krones von Januar bis März um 12,9 % auf 987,2 Mio. €. Dank der flexiblen Produktionssteuerung und dem guten Beschaffungsmanagement konnte Krones trotz höherer Materialkosten die Ertragskraft leicht verbessern. Das EBITDA stieg von 76,5 Mio. € im Vorjahr auf 87,0 Mio. €. Die EBITDA-Marge lag bei 8,8 % (Vorjahr: 8,7 %).

Ende März gab das Unternehmen bekannt, dass Uta Anders mit Wirkung zum 1. Januar 2023 die Position des Finanzvorstands übernimmt. Sie tritt damit die Nachfolge von Norbert Broger an, der auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember 2022 mit Ablauf seines Vorstandsvertrages aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. Uta Anders ist seit Ende 2020 im Krones Konzern für die Bereiche Controlling, Accounting und Steuern verantwortlich.

An den Aktienbörsen ging es im ersten Quartal deutlich nach unten. Steigende Zinsen und der Russland-Ukraine-Konflikt belasteten die Märkte. Der Kurs der Krones Aktie fiel im ersten Quartal ebenfalls. Den Quartalshöchstwert erreichten die Titel am 5. Januar mit 99,25 €. Anschließend drückte der Russland-Ukraine-Konflikt und die damit einhergehende schlechte Stimmung an den Börsen den Kurs. Ende März stand die Krones Aktie bei 75,45 € und damit 21,3 % niedriger als zu Jahresbeginn.

Auftragseingang Q1 in Mio. €

Umsatz Q1 in Mio. €

Aktienkurs am 31.03. in €

EBITDA Q1 in Mio. €

2. Quartal 2022

Am 31. Mai fand in Neutraubling die 42. Ordentliche Hauptversammlung (hv) von Krones statt. Wie in den beiden Vorjahren wurde die Veranstaltung virtuell abgehalten. Die HV-Präsenz, also der Anteil des Kapitals am gesamten Grundkapital der Gesellschaft, das auf der Online-Hauptversammlung vertreten war, lag bei 75 % (Vorjahr: 80 %). Die Aktionäre haben alle zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit beschlossen - auch die Dividendenausschüttung von 1,40 € je Aktie.

Die Geschäfte von Krones liefen auch im zweiten Quartal, trotz der weltweiten Herausforderungen, sehr gut. Der Auftragseingang erhöhte sich um 59,2 % von 975,5 Mio. € im Vorjahr auf 1.552,6 Mio. €. Das Umsatzwachstum hat sich von April bis Juni dank der flexiblen Produktionssteuerung beschleunigt. Die Erlöse erhöhten sich um 18,0 % auf 997,6 Mio. €. Das EBITDA verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreswert um 44,0 % auf 88,1 Mio. €.

Im zweiten Quartal sackten die Kurse an den Weltbörsen wegen der unsicheren Gesamtlage in Folge des Russland-Ukraine-Konflikts weiter ab. Unsere Titel profitierten davon, dass viele Analysten aufgrund der guten Geschäftszahlen für das erste Quartal ihre Kursziele für die Krones Aktie erhöhten. Ende Juni stand unser Papier bei 72,80 €. Es verlor damit im zweiten Quartal nur 3,5 % (inkl. Dividende: minus 1,7 %) und zeigte somit eine deutliche Outperformance gegenüber dem sdax, der im gleichen Zeitraum um 16,6 % sank.

Auftragseingang Q2 in Mio. €

Umsatz Q2 in Mio. €

Aktienkurs am 30.06. in €

EBITDA Q2 in Mio. €

3. Quartal 2022

Das Krones Highlight des Jahres war zweifelsohne die drinctec, die Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie, von 12. bis 16. September 2022. Auf der Messe war für Krones das neue Zielbild »Solutions beyond tomorrow« das zentrale Thema - sowohl bei den Exponaten als auch bei den vielen interessanten Gesprächen mit unseren Kunden. Die drinktec 2022 war in allen Belangen ein voller Erfolg für das komplette Krones Team.

Im dritten Quartal setzte Krones den profitablen Wachstumskurs unter schwierigen Bedingungen fort. Von Juli bis September übertraf der Auftragseingang den hohen Vorjahreswert um 30,0 % auf 1.493,3 Mio. €. Der Umsatz zog um 14,7 % auf 1.058,9 Mio. € an. Mit 95,0 Mio. € lag das EBITDA im dritten Quartal um 26,8 % höher als im Vorjahr. In den ersten drei Quartalen erwirtschaftete Krones einen Free Cashflow von 132,3 Mio. € (Vorjahr: 107,5 Mio. €).

Die Krones Aktie zeigte im dritten Quartal mit einem Plus von 24,5 % eine deutliche Outperformance. Der SDAX verlor im gleichen Zeitraum 11,4 %. Vor allem im September konnte sich Krones dem schwachen Markttrend entziehen und der Kurs kletterte bis 30. September auf 90,65 €. Hauptverantwortlich für die starke Rallye dürfte gewesen sein, dass Krones insbesondere die Nachhaltigkeitsstrategie am Capital Market Day auf der drinktec detailliert darstellte. Im Anschluss kam es zu vielen positiven Analystenkommentaren und Kurszielerhöhungen.

Auftragseingang Q3 in Mio. €

Umsatz Q3 in Mio. €

Aktienkurs am 30.09. in €

EBITDA Q3 in Mio. €

4. Quartal 2022

Im vierten Quartal entwickelte sich die Nachfrage weiterhin dynamisch. Der Auftragseingang lag zwar unter den außergewöhnlich hohen Werten der Vorquartale, er überstieg jedoch den sehr guten Vorjahreswert um 5,3 % und erreichte 1.183,1 Mio. € im Quartal. Somit stieg der Auftragseingang im Gesamtjahr um 34 %. Der Umsatz verbesserte sich von Oktober bis Dezember um 17,6 % auf 1.165,6 Mio. €. Die Ertragskraft blieb mit einer EBITDA-Marge von 8,9 % auf hohem Niveau. Das EBITDA legte von 100,0 Mio. € auf 103,2 Mio. € zu. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im 4. Quartal 2021 einmalige Ertragseffekte von 22 Mio. € das EBITDA positiv beeinflussten.

Am 9. November gab Krones die Akquisition von 80,5 % des us-amerikanischen Unternehmens R+D Custom Automation bekannt. R+D mit Sitz in Wisconsin liefert Maschinen und Anlagen für die Herstellung und Befüllung von Behältern für die Pharmaindustrie. Das Unternehmen erwirtschaftete 2021 mit mehr als 60 Beschäftigten einen Umsatz von rund 43 Mio. Us-Dollar. Der Kaufpreis für die Anteile an R+D liegt im mittleren zweistelligen Millionen Us-Dollar-Bereich und wird aus vorhandenen liquiden Mitteln bezahlt.

Die Krones Aktie profitierte von der Erhöhung der 2022er-Umsatzprognose am 19. Oktober sowie den starken Zahlen für das dritte Quartal, die Anfang November veröffentlicht wurden. Am 13. Dezember markierten unsere Titel das Jahreshoch mit 111,40 € und notierten zum Jahresende bei 105,00 €.

Auftragseingang Q4 in Mio. €

Umsatz Q4 in Mio. €

Aktienkurs am 31.12. in €

EBITDA Q4 in Mio. €

Anlagen und Lifecycle Service - nachhaltig, zuverlässig und leistungsstark produzieren

Krones liefert an die Getränke- und Liquid Food-Industrie komplette Fabriken. Mit unserem Know-how und unserer Linienkompetenz senken wir die Investitions- und Betriebskosten unserer Kunden. Ebenso wichtig ist, dass sie ihre Produkte sicher und in hoher Qualität herstellen können.

Wir liefern alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Wir kümmern uns auch um die komplette Logistik, um Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie maßgeschneiderte IT- und Digitalisierungslösungen, die die Abläufe innerhalb der Produktion steuern und optimieren.

Darüber hinaus unterstützen unsere Lifecycle Service (lcs) Experten die Kunden rund um die Uhr mit hochwertigen Service- und Beratungsleistungen. Wir gewährleisten, dass bei den Getränkeherstellern die Höchstleistung in der Produktion erhalten bleibt. Die lcs Teams bei Krones finden gemeinsam mit dem Kunden Lösungen für eine effiziente, sichere und kostengünstige Produktion. Sie stehen ihnen aber auch bei Instandhaltung und Nachrüstung mit qualifizierter Beratung zur Seite - als Partner for Performance.

Um die Gesamtanlageneffizienz weiter zu steigern, spielen die digitalen Services von Krones, auf die unsere Kunden über das Portal »Krones.world« zugreifen können, eine immer bedeutendere Rolle. Mit Service Level agreements (sla) bieten wir unseren Kunden ein perfekt abgestimmtes Gesamtpaket, um die Produktionsdaten effektiv zu analysieren - und so die Performance ihrer Produktion zu verbessern.

Anhand der beiden Schaubilder einer kompletten Getränkefabrik sowie einer Abfüll- und Verpackungslinie stellen wir unser Portfolio kurz vor.

Krones liefert komplette Getränkefabriken

PET-Abfüll- und Verpackungslinie für kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke

Strategie und Steuerungssystem

Das Geschäftsjahr 2022 hat gezeigt, dass Krones insgesamt gut aufgestellt ist, um Krisen zu meistern. Neben der Corona-Pandemie belasteten im abgelaufenen Jahr auch noch der Russland-Ukraine-Konflikt sowie Engpässe auf den Beschaffungs- und Energiemärkten die Weltwirtschaft. Dennoch erzielten wir 2022 hohe Zuwächse bei Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis.

Krones profitierte von der hohen Flexibilität des Unternehmens, der großen Kreativität der Beschäftigten, der Innovationsstärke sowie dem sehr guten Ansehen bei unseren Kunden. Das haben wir während der Corona-Pandemie nochmals verbessert, indem wir auch in dieser schwierigen Zeit eingehalten haben, was wir versprachen. Unser Pluspunkt: Krones hat den Kunden ehrlich aufgezeigt, dass es aufgrund der Pandemieeinschränkungen und den Schwierigkeiten in den weltweiten Lieferketten länger dauern wird, um die Projekte abzuwickeln. So konnten wir die Aufträge trotz erschwerter Bedingungen in gewohnter Qualität und weitgehend termingetreu abschließen.

Krones ist auf einem attraktiven Markt tätig. Er wächst stabil, weil die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln stetig steigt. Der kurze Rückgang im Corona-Jahr 2020 wurde durch starkes Wachstum in den beiden Folgejahren bereits wieder mehr als ausgeglichen. Megatrends wie die zunehmende Weltbevölkerung, eine wachsende Mittelschicht in den aufstrebenden Ländern sowie die zunehmende Verstädterung sorgen für steigende Nachfrage. Außerdem treiben die beiden Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit langfristig das Marktwachstum. Krones ist als international führender Anbieter von Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen mit seinem weltweiten Komplettangebot sowie mit den beiden komplementären Segmenten Prozesstechnologie und Intralogistik sehr gut positioniert, um die Chancen des Marktes zu nutzen.

»Krones hat die weltweiten Herausforderungen bislang gut gemeistert. Mit unserem neuen Zielbild »Solutions beyond tomorrow« tragen wir zu einer lebenswerten, nachhaltigen und erfolgreichen Zukunft bei.«

Christoph Klenk, CEO

Kosten und Wachstum bleiben die zwei Kernthemen

Die guten Geschäftszahlen lassen uns keineswegs zu euphorisch werden. Wir wissen, dass die politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten weiterhin sehr hoch sind. Dies hat bereits zu einer Abkühlung der Weltkonjunktur geführt. Um so wichtiger ist es, dass wir unsere Widerstandsfähigkeit und Beweglichkeit für Krisensituationen weiter stärken, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Dafür gilt es, die Kosten- und Organisationsstruktur von Krones weiter zu verbessern. Dieser kontinuierliche Prozess erfordert viel Disziplin vom gesamten Krones Team. Andererseits werden wir die Chancen nutzen, die unser wachsender Markt bietet. Hier haben wir im Berichtsjahr mit dem neuen Krones Zielbild »Solutions beyond tomorrow« einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht (s. nächste Seite).

Höhere Absatzpreise durchsetzen

Aufgrund unserer innovativen Lösungen, der hervorragenden Projektarbeit beim Kunden sowie den allgemein steigenden Kosten ist es Krones im vergangenen Geschäftsjahr gelungen, Preiserhöhungen durchzusetzen. Trotz des weiterhin intensiven Wettbewerbs werden wir an unserer Pricing-Strategie festhalten. Der höhere Auftragsbestand gibt die nötige Sicherheit, um bei möglichen Nachfragerückgängen unsere Preisdisziplin durchzuhalten.

Bessere Kostenstruktur macht Krones widerstandsfähiger

Die in den Vorjahren eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen greifen. Der 2019 und 2020 durchgeführte Personalabbau hat sich 2022 erstmals ganzjährig in den Zahlen niedergeschlagen. Die internen Prozesse und Abläufe werden wir weiterhin optimieren und beschleunigen. Hierbei spielt die Digitalisierung aller Unternehmensprozesse eine wichtige Rolle. Außerdem werden wir die laufenden Kostensenkungsprogramme in allen Bereichen fortsetzen. Ziel ist es, den Fixkostenanteil weiter zu senken, damit wir für die künftig stärker schwankenden Nachfragezyklen flexibler und widerstandsfähiger aufgestellt sind.

Ein für Krones bedeutender Baustein für günstigere Kostenstrukturen ist der Ausbau des globalen Wertschöpfungsverbundes. Je internationaler die Beschaffung und Produktion aufgestellt ist, desto flexibler kann auf Handelsbeschränkungen oder regionale Lieferkettenprobleme reagiert werden. Durch den Aufbau der Produktionsstandorte und den dazu gehörigen Lieferketten in Ungarn und China erzielt das Unternehmen deutliche Kostenvorteile. Den Anteil der internationalen Wertschöpfung im Krones Konzern werden wir in den kommenden Jahren stetig ausbauen.

Mit »Solutions beyond tomorrow« die Wachstumschancen nutzen

Neben Widerstandsfähigkeit und Beweglichkeit braucht das Krones Team auch ein klares Ziel vor Augen, um sich jeden Tag aufs Neue für das Unternehmen zu engagieren. Deshalb haben wir in diesen turbulenten Zeiten mit »Solutions beyond tomorrow« ein neues, ambitioniertes Zielbild für das Unternehmen entwickelt. Krones braucht große und anspruchsvolle Ziele, um sich weiterzuentwickeln und langfristig erfolgreich zu sein. Mit dem neuen Claim wollen wir nicht nur extern, sondern auch intern aufzeigen, in welche Richtung Krones strebt - das Unternehmen wird zu einer lebenswerten, nachhaltigen und erfolgreichen Zukunft beitragen.

Strategischer Fokus

Durch das neue Zielbild und die veränderten Kundenbedürfnisse hat Krones einen klaren strategischen Fokus auf Nachhaltigkeit, Servicequalität und Digitalisierung. Diese drei Themen bestimmen auch die strategische Ausrichtung unserer drei Unternehmenssegmente.

Die Bedürfnisse der Kunden haben sich besonders in Bezug auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung in jüngster Zeit verändert. Daraus ergeben sich für Krones erhebliche Wachstumschancen - in allen drei Segmenten.

Wachstumspotenzial durch veränderte Kundenbedürfnisse

Nachhaltigkeit - Kernthema bei den Kunden und Krones

Das Thema Nachhaltigkeit steht auf der Prioritätenliste der Kunden ganz oben.

Die drinktec 2022 hat nochmals ganz klar gezeigt: Für unsere Kunden haben die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ressourceneinsparung oberste Priorität. Krones ermöglicht mit seinen Produkten den Kunden eine klimafreundliche, kreislauforientierte Produktion von Getränken und Lebensmitteln.

enviro Produkte - wichtig für Klimaziele der Kunden

Unsere Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie haben sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Krones ist als Zulieferer mit seinem TÜV-zertifizierten dynamisch weiterentwickelten Nachhaltigkeitsprogramm enviro bestens aufgestellt, um die Unternehmen beim Erreichen ihrer Klimaziele zu unterstützen. Schon seit Jahren profitieren unsere Kunden vom niedrigeren Energie- und Ressourcenverbrauch unserer Maschinen und Anlagen. Krones hat sich das Ziel gesetzt, dass die von Krones produzierten Anlagen und Maschinen beim Kunden bis 2030 weitere 25 % an Energie und Ressourcen gegenüber 2019 einsparen. Krones erwartet, dass sich der Anteil der enviro Maschinen am Auftragseingang von 38 % im Jahr 2022 auf rund 70 % im Jahr 2024 nahezu verdoppelt. Die eigenen CO 2-Emissionen wird das Unternehmen bis 2030 gegenüber 2019 um 80 % senken. Im Geschäftsjahr 2022 hat Krones bereits knapp die Hälfte des Reduktionsziels erreicht. Darüber hinaus haben wir uns im Berichtsjahr zur Entwicklung eines Netto-Null-Emissionsziels bekannt.

Krones Einend-Reinigungsmaschine Lavatec E -ein Beispiel aus unserem enviro Portfolio. Sie steht u.a. für:

Energieeffizienz

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geringer Verbrauch von Wärmeenergie
sparsamer Wasserverbrauch

Umweltverträglichkeit

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minimierter Schmiermittelverbrauch

Mit Kreislaufwirtschaft und Recycling den Plastikmüll deutlich verringern

Ein großes Problem für das künftige Leben auf unserem Planeten ist der stark zunehmende Plastikmüll. Zur Lösung dieses Problems will Krones einen wesentlichen Beitrag leisten. Vom Material sparenden Verpackungsdesign bis hin zur Wiederaufbereitung benutzter Kunststoffe. Voraussetzung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist, dass das gesammelte PET hochwertig recycelt und dann als Verpackung wiederverwendet wird. Viele große Kunden werden den Anteil von recyceltem PET (rPET) in ihren Flaschen in den kommenden Jahren deutlich erhöhen - auf teilweise mehr als 50 %.

Krones verfügt mit seinen verschiedenen MetaPure Anlagen über wichtige Kerntechnologien, um aus gebrauchten PET-Flaschen neue Behälter herzustellen (Bottle-to-Bottle-Recycling). Mit MetaPure lassen sich aber auch andere Verpackungskunststoffe (HDPE, LDPE, PP, PS) wiederverwerten. So geht die wertvolle Ressource Kunststoff nicht verloren und die Plastikmüllmenge kann so deutlich reduziert werden.

Weltbevölkerung mit alternativen Proteinen nachhaltig ernähren

Die derzeitige Nutztierhaltung verursacht einen enormen CO 2-Fußabdruck. Daher ist es ein unausweichlicher und wertvoller Beitrag zum Klimaschutz, den Menschen hochwertige pflanzliche Proteine als Alternative zum tierischen Eiweiß zur Verfügung zu stellen. Dieser Markt soll laut Analysten bis 2030 um jährlich 15 % wachsen.

Krones will in diesem aufstrebenden Markt künftig eine bedeutende Rolle einnehmen. Für die Herstellung alternativer Milchprodukte aus Pflanzen (Soja, Hafer, Nüsse usw.) nutzt Krones das bestehende Milch-Know-how und unterstützt die Produzenten bereits heute mit der kompletten Prozesstechnik. Bei der Herstellung fester alternativer Proteine (Fleischersatz) profitiert das Unternehmen von der jahrzehntelangen Erfahrung, wie biologische Umwandlungsprozesse (Fermentation), beispielsweise die Gärung, gesteuert werden. Viele pflanzliche Proteine werden durch die Zugabe von Enzymen und Hefen sowie anschließender Fermentation hergestellt.

Krones bietet lebensmitteltaugliche PET-Recycling-Lösungen für die Bottle-to-Bottle-Wiederverwertung.

Die Kunststoff-Recyclinganlagen von Krones sind von der us-amerikanischen (FDA) und europäischen Gesundheitsbehörde (EFSA) genehmigt.

Digitalisierung - die Basis für neue Geschäftsmodelle

Für die Anlagenbetreiber spielt die Digitalisierung der Getränkefabrik eine wichtige Rolle, weil sich dadurch die Betriebskosten insgesamt nochmal deutlich senken lassen. Krones war auch bei der Digitalisierung Branchenvorreiter und profitiert dabei von seiner Linienkompetenz, also dem zusammenspiel vieler einzelner Maschinen und Anlagen.

Das Unternehmen hat alle seine digitalen Services auf einer Plattform gebündelt, der Krones.world. Von dort aus können die Anlagenbetreiber zentral auf sämtliche digitale Services zugreifen. Krones liefert schon seit Jahren digitalfähige Maschinen und Anlagen aus. Die Kunden verbessern durch unsere digitalen Services die Effizienz ihrer Anlagen und sparen Kosten. Ziel von Krones ist es, das gesamte Leben einer Maschine oder Anlage mit digitalen Full-Service-Centern zu begleiten und sich vom Maschinen- und Anlagenhersteller zum Manager der Getränkefabrik, also von »Built by Krones« hin zu »Managed by Krones«, zu entwickeln. Umsetzen wird Krones das über sogenannte Service Level agreements. Hierbei sichert Krones in der Zukunft den Anlagenbetreibern fest definierte Leistungen zu und erhält dafür eine Servicegebühr.

Um die Kräfte in dem dynamischen Digitalisierungsbereich zu bündeln, hat Krones im Berichtsjahr alle konzernweiten Aktivitäten in Krones.digital zusammengefasst. Dort beschäftigen sich 450 Software- und IT-Ingenieure ausschließlich mit der Entwicklung digitaler Produkte und Services. Weitere rund 1.000 IT-Spezialisten befassen sich ebenfalls mit Digitalisierungs-Themen.

Krones.digital: digitale Transformation vorantreiben

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200 Digitalisierungsexperten 120 Experten für betriebliche Ökosysteme
100 Experten im Linienbetrieb 30 Experten für Smart Factory

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450 digitale Experten leiten unsere digitale Transformation
Eine Organisation stellt die beste Systemarchitektur sicher
Eine Architektur, nahtlos von der Automatisierung bis zu digitalen Cloud-Services
~ 1.000 zusätzliche IT-Spezialisten sorgen für eine effiziente Abwicklung

Mit weltweitem Servicenetzwerk nah am Kunden

Für die praktische Umsetzung der digitalen Services sind unsere rund 3.000 Service-Beschäftigten vor Ort von entscheidender Bedeutung. Aus den Servicegesellschaften in mehr als 70 Ländern unterstützen sie die Kunden, auch im persönlichen Gespräch. Die Anlagenbetreiber profitieren daher nicht nur von unserem digitalen Know-how, sondern auch von unserer Anlagenexpertise.

Zudem sorgen unsere weltweit präsenten lcs Center für schnelle Lieferzeiten bei Ersatzteilen. Basis für langfristig wachsendes lcs Geschäft ist die jährlich wachsende installierte Anlagen-Basis. Zusätzliches Potenzial liegt im Anteil der betreuten eigenen Linien. Diesen wird Krones künftig weiter steigern.

Weitere Internationalisierung stützt das Wachstum

Ein zusätzlicher Wachstumstreiber für Krones ist die weitere Internationalisierung des Servicegeschäfts. Neben dem Ausbau der internationalen Produktionsstandorte und Lieferketten wird Krones auch in den Ausbau der Vertriebs- und Servicestrukturen investieren. Im Berichtsjahr waren rund 3.000 Service-Techniker weltweit im Einsatz. Bis 2025 wollen wir diese Zahl weiter erhöhen.

Entwicklung der Beschäftigtenzahlen in den Emerging Markets 2018 - 2022

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Jahr Südamerika Afrika Asien/​Pazifik Osteuropa China Gesamt
2018 637 452 830 507 716 3.142
2019 782 671 1.009 933 792 4.187
2020 778 639 974 922 742 4.055
2021 803 633 959 1.006 732 4.133
2022 871 671 1.023 1.092 802 4.459

Im Fokus stehen nach wie vor die Emerging Markets. Hier werden die Wachstumsraten weiter überdurchschnittlich hoch sein. Vor allem die Regionen Asien-Pazifik und Afrika dürften langfristig am deutlichsten zulegen. Krones wird in den aufstrebenden Märkten weiterhin stark in die Standorte und Beschäftigte aus diesen Regionen investieren. So können wir uns schnell und direkt um die Anliegen der Kunden vor Ort kümmern - ein wesentliches Kriterium für nachhaltige Kundenzufriedenheit. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen die Zahl der Beschäftigten in den Emerging Markets um 326 auf 4.459 erhöht.

Krones Global Footprint

Strategischer Fokus in den Segmenten

Abfüll- und Verpackungstechnologie:

PET, Dosen und Aseptik beschleunigen Wachstum

Die Verwendung von recyceltem PET wird für die Kunden immer wichtiger. Krones unterstützt sie dabei umfassend.

Die Nachfrage nach PET-Linien hat wieder deutlich zugenommen. Zum einen erzeugt diese Verpackungsform den geringsten cO2-Fußabdruck. Zum anderen lassen sich aus dem Material viele verschiedene Verpackungsformen und -designs herstellen. Wichtig für den weiteren Erfolg von pet wird sein, dass neben einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft künftig ein Großteil der Verpackungen aus recyceltem PET (rPET) stammt. Hier ist Krones mit seinen Recyclinganlagen gut positioniert und kann die Kunden beim Handling von rPET bestens unterstützen.

Eine weitere Wachstumschance für das Kernsegment bietet der us-amerikanische Hotfill-Markt, also das keimfreie Abfüllen unter Hitze mit hohem Energieaufwand. Dieses Verfahren will Krones verstärkt durch seine technologisch hochwertigen Aseptikanlagen ablösen. Sie reduzieren den CO 2-Fußabdruck und den Plastikverbrauch. Langfristig will das Unternehmen Hotfill-Anlagen durch Krones Aseptik-Linien ersetzen, die Preforms und Flaschen mit rPET-Anteil verarbeiten können.

Dass Krones in den vergangenen Jahren seine Dosenlinien verstärkt weiterentwickelte, zahlt sich aus. Mittlerweile ist Krones bei der Abfüllung von Bier und Softdrinks in Dosen weltweit wieder Marktführer und wird diese Position durch innovatives Linien-Design und eine neue Füller-Generation weiter festigen.

Prozesstechnologie:

Profitiert von neuen Märkten und energieeffizienten Lösungen

Der Umbau des Segments Prozesstechnologie schreitet gut voran. Neben dem Brauerei- und Softdrinkbereich werden wir in Zukunft zusätzlich Technologien für die Produktion pflanzlicher Proteine sowie energieeffiziente Lösungen zur Getränkeherstellung, wie zum Beispiel unsere Brewnomic, ausbauen. Die Nachfrage in beiden Bereichen wird überdurchschnittlich zulegen, da sie dazu beitragen, den weltweiten CO 2-Ausstoß zu verringern. Der Ausbau des lcs- und Komponenten-Geschäfts soll einen zusätzlichen Wachstums- und Ergebnisbeitrag in diesem Segment liefern.

Intralogistik:

Markt wächst dynamisch

Auch das jüngste Segment profitiert vom Megatrend Nachhaltigkeit. Kunden fragen verstärkt nach Automatisierungs-Lösungen sowie Produkten, welche die Arbeitsbelastung senken und somit die Arbeitssicherheit der Beschäftigten erhöhen. Krones wird in diesem Segment das Geschäft mit Kundengruppen außerhalb der Getränkeindustrie, wie beispielsweise Lebensmitteldistributoren, weiter ausbauen. Außerdem soll ein höherer Umsatzanteil von automatischen Kommissioniersystemen und autonomen mobilen Robotern die Profitabilität des Segments verbessern. Neben dem ohnehin dynamischen Marktwachstum wird die Intralogistik künftig auch vom Ausbau des Service profitieren. Das bislang noch relativ europalastige Geschäft soll weiter internationalisiert werden, vor allem in Asien.

Innovationen in allen drei Segmenten sind Basis für langfristigen Erfolg

Mitentscheidend für eine nachhaltig hohe Preisqualität sind hochwertige und innovative Produkte und Services. Wir werden auch weiterhin den Kunden einen deutlichen und messbaren Mehrwert liefern. Deshalb steht bei allen Innovationen der Kundennutzen im Fokus. Das Feedback der Kunden auf unsere Innovationen, die wir auf der drinktec ausgestellt haben, hat uns in unserer F&E-Strategie bestätigt. Krones konzentriert sich bei Neuentwicklungen auf die Themenfelder Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Systemlösungen. Unsere F&E-Strategie sowie eine Auswahl der Innovationen des Berichtsjahres stellen wir auf den Seiten 73 bis 80 vor.

Starke Finanzkraft und ehrgeizige Ziele

Working Capital optimieren - Free Cashflow und ROCE steigern

Um den Free Cashflow und den ROCE zu steigern, gilt es, das Working Capital weiter zu optimieren.

Neben profitablem Wachstum legt Krones auch einen starken Fokus auf den Free Cashflow sowie den ROCE (Return on Capital Employed). Wichtiger Einflussfaktor für die Entwicklung beider Kennzahlen ist das Working Capital. Je weniger Mittel im Working Capital gebunden sind, desto mehr Liquidität steht zur Verfügung und steigert damit den Free Cashflow. Dieser soll mittelfristig zulegen.

Das Working Capital beeinflusst auch den ROCE, unsere dritte finanzielle Steuerungsgröße, da es in das gebundene Kapital einfließt. Je niedriger das Working Capital, desto höher ist die Kapitalrendite ROCE - bei gleichem EBIT. Um unser ROCE-Ziel von mindestens 20 % bis 2025 zu erreichen (2022: 14,1 %) wollen wir sowohl das EBIT weiter optimieren, als auch das im Working Capital gebundene Kapital mittelfristig reduzieren.

Deshalb bleibt es für das Unternehmen eine Kernaufgabe, das Working Capital zu optimieren. Bei allen wichtigen Einflussgrößen hat das Unternehmen Maßnahmen eingeleitet, um das Working Capital zu entlasten.

Gesunde Finanz- und Kapitalstruktur gibt Stabilität und ermöglicht Zukunftsinvestitionen

Durch die gute Geschäftsentwicklung und dem im Berichtsjahr außergewöhnlich hohen Free Cashflow von 371 Mio. €, der auch aus dem sehr hohen Auftragseingang des Geschäftsjahres und den damit verbundenen Anzahlungen resultiert, hat Krones seine Finanzkraft weiter gestärkt. Zum Jahresende 2022 wies das Unternehmen eine Eigenkapitalquote von sehr soliden 38,3 % sowie eine Netto-Cash-Position von 670 Mio. € aus. Zusätzlich verfügt die Gesellschaft über freie Kreditlinien von rund 1 Mrd. €. In diesen volatilen Zeiten ist es wichtig, über eine sehr solide Finanz- und Kapitalstruktur zu verfügen. Sie gibt dem Unternehmen und seinen Beschäftigten die nötige Sicherheit und ausreichend Spielraum für Wachstums- und Zukunftsinvestitionen.

Liquiditätsreserven 31.12.2022

Nettoliquidität in Mio. € zum 31.12.

Krones wird weiterhin rund 5 % des Umsatzes in Forschung & Entwicklung investieren. Für Investitionen in Sachanlagen werden wir in den kommenden Jahren zwischen 2,5 % und 3,5 % des Umsatzes ausgeben. Die Gelder werden hauptsächlich in die Optimierung der Prozesse und Produktionsstrukturen sowie IT-Systeme fließen. Im laufenden Jahr wird ein bedeutender Teil der Investitionen für interne Nachhaltigkeitsprojekte (Scope 1 + 2) verwendet.

Auch Zukäufe sind Teil der Wachstumsstrategie von Krones. Nachdem sich die Verkaufspreise wieder etwas normalisiert haben, sind Akquisitionen mittelgroßer profitabler Unternehmen für Krones auch in den kommenden Jahren eine Option, um die Chancen auf verschiedenen Märkten zu nutzen. Zukäufe sind darauf ausgerichtet, das bestehende Portfolio technologisch und regional zu stärken oder die Zielmärkte außerhalb der Getränkeindustrie zu erweitern, wie beispielsweise das Abfüllen und Verpacken von Speisen sowie Pharma- und Kosmetikprodukten. Im Berichtsjahr haben wir begonnen, unsere Akquisitionsstrategie umzusetzen und das US-Unternehmen R+D Custom Automation zugekauft. Damit erweitern wir unsere Kompetenzen im wachsenden Pharmamarkt.

Am Unternehmenserfolg wird Krones weiterhin die Anteilseigner über Dividendenausschüttungen angemessen beteiligen. Die Dividendenstrategie der Gesellschaft sieht vor, dass 25 bis 30 % des erzielten Gewinns an die Anteilseigner ausgeschüttet wird. In der Vergangenheit hat sich das Unternehmen eher am oberen Ende der Spanne orientiert.

Krones ist auf einem guten Weg, die mittelfristigen Ziele bis 2025 zu erreichen

Das Unternehmen hat sich Ende 2021 neue ambitionierte Ziele bis zum Jahr 2025 gesetzt.

Die Umsätze sollen bis 2025 organisch, also ohne Zukäufe, durchschnittlich um 5 % jährlich wachsen (2022: 4,2 Mrd. €). Inklusive Akquisitionen peilt das Unternehmen für 2025 einen Umsatz von mindestens 5 Mrd. € an. Durch den starken Umsatzanstieg im Berichtsjahr sowie den hohen Auftragsbestand, ist Krones zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.

Krones will auch in Zukunft profitabel wachsen. Nur wer ausreichend Gewinne erwirtschaftet, kann auch die sich bietenden Marktchancen nutzen sowie mögliche Krisen überstehen. Deshalb strebt das Unternehmen, trotz der stark steigenden Material- und Personalkosten, mittelfristig eine EBITDA-Marge von 10 bis 13 % an (2022: 8,9 %).

Den ROCE (Return on Capital Employed), als Zielgröße für die Effizienz des eingesetzten Kapitals, will Krones bis 2025 deutlich auf mindestens 20 % steigern (2022: 14,1 %).

Trotz aller Herausforderungen sieht Krones derzeit mehr Chancen als Risiken, die mittelfristigen Ziele zu erreichen.

Das größte Asset von Krones sind seine Beschäftigten

Das komplette Krones Team hat in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Job gemacht. Die verschiedensten Krisen haben den Zusammenhalt und den Teamgeist in der Belegschaft weiter gestärkt. Das hohe Know-how und die Bereitschaft, auch in turbulenten Zeiten besonnen, aber dennoch flexibel und kreativ zu agieren, ist das, was Krones widerstandsfähig und erfolgreich macht.

Unsere Kunden schätzen die Zuverlässigkeit des Krones Teams rund um den Globus. Die Projekte werden trotz aller Unwägbarkeiten und Herausforderungen termingetreu abgewickelt. Unsere motivierten und qualifizierten Beschäftigten sichern die Zukunft des Unternehmens. Deshalb wird Krones weiterhin überdurchschnittlich in die Aus- und Weiterbildung des Personals investieren und die Belegschaft in den kommenden Jahren, vor allem in den Bereichen IT und Software sowie in den Emerging Markets, verstärken.

Das Steuerungssystem von Krones

Das Management von Krones steuert den Konzern und die drei Segmente vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:

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Umsatzwachstum
EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz)
ROCE - Return on Capital Employed - Verhältnis von EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung der vergangenen vier Quartale. Die Nettokapitalbindung errechnet sich aus dem Anlagevermögen (ohne Goodwill und Finanzanlagevermögen) zuzüglich Working Capital.

Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir mittelfristig ein profitables Umsatzwachstum in allen drei Segmenten an.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Die Profitabilität, gemessen an der EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz) ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen. Sie gibt an, wie hoch die Ertragskraft des Unternehmens bezogen auf den Umsatz ist, unabhängig von Steuerquote, Finanzergebnis und den Abschreibungsmodalitäten.

Unsere dritte Steuerungsgröße ist seit dem Geschäftsjahr 2022 der ROCE (Return on Capital Employed), der auf Konzernebene ermittelt wird. Er errechnet sich aus dem Verhältnis von EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung der vergangenen vier Quartale. Der ROCE ist eine für den Kapitalmarkt sehr wichtige Rentabilitäts-Kennziffer. Sie zeigt den Investoren, wie hoch die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist, also wie effizient das Unternehmen das eingesetzte Kapital nutzt. Bis zum Geschäftsjahr 2021 war das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, unsere dritte Steuerungsgröße.

Entwicklung der Steuerungsgrößen in den vergangenen 5 Jahren

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2018 2019 2020 2021 2022
Umsatzwachstum ggü. Vorjahr 4,4 % 2,7 % -16,1% 9,4 % 15,8 %
EBITDA-Marge 7,9 % 5,7 % 4,0 % 8,6 % 8,9 %
Working Capital/​Umsatz (bis inkl. Geschäftsjahr 2021) 27,3 % 26,9 % 28,3 % 24,8 % 19,0 %
ROCE (ab Geschäftsjahr 2022) 11,5 % 2,2 % -2,2% 10,0 % 14,1 %

Weitere wichtige Finanzkennzahlen

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Steuerungsgrößen ist für Krones der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit) eine wichtige Kennzahl. Zudem orientieren wir uns weiterhin am ebt, dem Ergebnis vor Steuern, an der EBT-Marge (EBT im Verhältnis zum Umsatz) und am Working Capital im Verhältnis zum Umsatz.

Forschung und Entwicklung (F&E)

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Krones investiert 4,2 % des Umsatzes in F&E
Starker Kundenfokus auf Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Innovationstreiber
Positive Kundenresonanz auf der drinktec bestätigt die F&E-Strategie von Krones

Nur mit innovativen Produkten und Dienstleistungen kann Krones die Vision des neuen Zielbilds »Solutions beyond tomorrow« verwirklichen und den nachhaltigen Unternehmenserfolg sichern. Der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) hat deshalb einen hohen strategischen Stellenwert.

2022 investierte Krones 4,2 % des Umsatzes in F&E

Krones investiert nachhaltig, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie im Coronajahr 2020, rund 5 % des Konzernumsatzes in Forschung und Entwicklung.

Die F&E-Investitionen unterstreichen die Bedeutung der Forschung & Entwicklung in unserem Unternehmen. Krones gibt seit jeher einen beträchtlichen Anteil des Umsatzes aus, um das ambitionierte Innovationstempo aufrechtzuerhalten. Im Berichtsjahr flossen mit 178 Mio. € (Vorjahr: 174 Mio. €) oder 4,2 % des Konzernumsatzes (Vorjahr: 4,8 %) in den Bereich F&E. Hiervon wurden 23,6 Mio. € (Vorjahr: 28,2 Mio. €) als Entwicklungskosten aktiviert.

F&E-Aufwand Krones Konzern in Mio. € und in % vom Umsatz

Starke Patentsituation sichert technologischen Vorsprung

Krones achtet im Rahmen seiner Patentstrategie darauf, dass alle wichtigen Neu- und Weiterentwicklungen rechtlich stark abgesichert sind. Damit spiegelt sich die Innovationsstärke der Krones F&E-Beschäftigten auch in der Zahl der erteilten Patente und Gebrauchsmuster wider. Sie legten in den vergangenen Jahren stetig zu und lagen zum Jahresende 2022 bei 6.855 (Vorjahr: 6.441).

Erteilte Patente und Gebrauchsmuster Krones Konzern

Die F&E-Strategie von Krones

Die F&E-Strategie von Krones leitet sich aus der neuen Konzernstrategie ab und orientiert sich stark am Zielbild »Solutions beyond tomorrow«. Bei allen F&E-Aktivitäten steht der Kundennutzen im Fokus. Neue Produkte und Services sind darauf ausgerichtet, beim Kunden Mehrwert zu schaffen. Innovationen von Krones sollen die Getränke- und Lebensmittelindustrie in den Bereichen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit voranbringen und dazu beitragen, dass die Kunden ihre Ziele erreichen.

Nachhaltigkeit ist der größte Innovationstreiber. Niedrigere Verbräuche und Emissionen im Anlagenbetrieb haben bei unseren Kunden einen enormen Stellenwert. Wichtig ist, dass ressourcenschonende Neu- und Weiterentwicklungen nachrüstbar sind, also Kunden diese auch in bereits bestehende Maschinen und Anlagen einsetzen können. Einen ebenfalls starken Fokus legen wir bei unseren F&E-Aktivitäten auf die Digitalisierung und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Grundsätzlich verfolgt Krones bei Neu- und Weiterentwicklungen einen »Top-Down-Ansatz«. Das bedeutet, dass wir bei Entwicklungsprojekten nicht einzelne Maschinen, sondern die gesamte Getränkefabrik, also Getränkeproduktion, -abfüllung und -verpackung sowie die Intralogistik, im Blick haben.

Krones hat drei Schwerpunktthemen, auf die sich unsere F&E-Strategie fokussiert:

Nachhaltigkeit

Systemlösungen

Digitalisierung

Die vier Werttreiber der F&E-Strategie von Krones

Die Zufriedenheit der Kunden steht im Mittelpunkt der Krones Strategie. Wir wissen durch viele Gespräche und unsere jahrzehntelange Branchenerfahrung, worauf sie Wert legen und welche Visionen sie haben. Wir sehen unsere Kunden als Partner und binden sie zum Teil auch in Entwicklungsprojekte ein. Aus den Kundenbedürfnissen haben wir die vier Werttreiber der F&E-Strategie abgeleitet.

Anpassungen der F&E-Organisation beschleunigen den Innovationsprozess

Ein klar definierter Innovationsprozess steuert das gesamte Entwicklungsportfolio für alle Produktbereiche. In den Entwicklungsprojekten werden Beschäftigte aus verschiedenen Bereichen aktiv eingebunden. Hierdurch werden alle wesentlichen Aspekte des Produktentstehungsprozesses und des Produktlebenszyklus auf die Kundenanforderung ausgerichtet.

Um das Innovationstempo zu erhöhen, hat Krones im Berichtsjahr die Organisation der F&E weiterentwickelt. Die wichtigste Neuerung ist, dass Nachhaltigkeit nun eine eigene Einheit innerhalb des F&E-Bereichs bildet. Dies unterstreicht die Bedeutung des Themas für die Kunden und Krones. Die neue Einheit »Sustainability« befasst sich mit allen produkt- und unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitsfragen. Unterstützt wird sie dabei vom »Sustainability Steering Board«, das sich aus Vertretern zentraler Unternehmensbereiche entlang der gesamten Wertschöpfung zusammensetzt.

Krones hat zudem ein Innovationsteam zusammengestellt, um noch schneller Visionen in Lösungen umzusetzen. Anlass waren die zahlreichen Kundengespräche auf der Messe drinktec, in denen es darum ging, wie Abfüll- und Verpackungslinien von Krones in der Zukunft aussehen könnten. Das Innovationsteam soll dazu beitragen, dass das Unternehmen bereits auf der nächsten drinktec 2025 große Teile der »Krones Linien der Zukunft« präsentieren kann. Passend zum Zielbild liegt der Entwicklungsfokus dabei auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Effizienz. Unterstützt wird das Innovationsteam vom gemeinsamen Komitee, das der Vorstand und Führungskräfte verschiedener technischer Bereiche gründeten. Dieses technische Gremium verfolgt und bewertet die Entwicklungsfortschritte regelmäßig.

Krones forciert F&E-Aktivitäten durch Internationalisierung und die Zusammenarbeit mit externen Partnern

Krones stellt die F&E-Aktivitäten immer stärker international auf. Diese Strategie haben wir im Berichtsjahr weiter umgesetzt. So wurde in Parma (Italien) gemeinsam mit der dortigen Universität ein F&E-Hub errichtet. Das Team des Hubs führt Lebenszyklus-Analysen (z. B. CO 2-Footprint) von verschiedenen Verpackungsarten durch.

Um die Digitalisierungsaktivitäten weiter zu stärken, hat Krones die Kapazitäten der tschechischen Tochter Konplan (Ingenieurdienstleister) ausgebaut. In Indien investiert Krones in den Aufbau eines eigenen Standortes für die Softwareentwicklung.

Bereits 2021 hat Krones Prozesse der Automatisierung und Digitalisierung unter dem Namen »Krones.digital« zusammengeführt und harmonisiert. Das haben wir im Berichtsjahr weiter vertieft. Krones.digital ist eine Matrixorganisation, in der Beschäftigte an verschiedenen Standorten und in unterschiedlichen Krones Gesellschaften arbeiten. Alle kooperieren eng mit dem F&E-Team, das Maschinen und Anlagen entwickelt.

Krones setzt bei Innovationen nicht nur auf das eigene Know-how, sondern kooperiert hier neben Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen auch mit mehreren F&E-Abteilungen anderer Unternehmen sowie mit Kunden und anderen Partnern. Mit internationalen Unternehmen aus der Verpackungsindustrie verfolgen wir ebenfalls gemeinsame Entwicklungsprojekte. Ein Beispiel hierfür ist die Kooperation mit dem Us-Unternehmen o-I Glass, dem weltweit größtem Hersteller von Glasbehältern. Gemeinsam mit o-I arbeiten wir an innovativen und nachhaltigen Verpackungslösungen. Im wichtigen und sehr anspruchsvollen japanischen Markt arbeitet Krones mit dem dort führenden Verpackungshersteller Toyo Seikan zusammen. Die Kooperation verfolgt das Ziel, japanische Getränkehersteller mit maßgeschneiderten aseptischen Abfüll- und Verpackungslösungen zu versorgen. Die Zusammenarbeit trägt bereits Früchte. Als ersten gemeinsamen Auftrag lieferten wir eine Aseptik-Linie an den größten japanischen Lohnabfüller.

Programme der F&E-Strategie

Aus der Strategie und den Werttreibern leiten sich die F&E-Programme von Krones ab. Diese passen wir an die neue Konzernstrategie an, um die Vision der »Abfüll- und Verpackungslinien der Zukunft« (PET, Glas, Dosen, Aseptik) schnell in Lösungen für unsere Kunden umzusetzen.

Innovative Neu- und Weiterentwicklungen -das Ergebnis erfolgreicher F&E-Aktivitäten

Im Folgenden stellen wir auszugsweise einige Innovationen und drinktec-Highlights von Krones aus dem Berichtsjahr vor.

Contiform - in der vierten Generation noch flexibler und effizienter

Bei der vierten Generation der Streckblasmaschine Contiform hat Krones in vielen Bereichen nochmals deutliche Verbesserungen gegenüber der Vorgängerversion erzielt. Durch innovative Heizsysteme und -technologien lassen sich bis zu 11 % der Heizenergie einsparen. Kleinere Abstände zwischen den Heizkästen verringern die Aufstellfläche um 15 %. Darüber hinaus werden mit einem intelligenten System zum dreistufigen Recycling der Druckluft bis zu 20 Prozent weniger Blasluft verbraucht.

Durch eine neu entwickelte Technologie lassen sich zudem die Stillstandzeiten der Maschine deutlich verringern, da fehlerhafte Preforms ausgeworfen werden können, ohne dass die Maschine in den Not-Stop geht. Außerdem ist in die vierte Generation der Contiform der innovative Prozessregler Contiloop AI integriert. Der intelligente Regler auf Basis künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence: AI) Contiloop AI misst in der Streckblasmaschine kontinuierlich die wichtigsten Behälter- und Rahmenparameter, die für den Streckblasprozess wichtig sind. Das garantiert höchste Behälterqualität, auch unter wechselnden Bedingungen. Zudem werden der manuelle Aufwand und vom Bedienpersonal verursachte Fehler reduziert.

Ergobloc L - höchste Leistung auf wenig Raum

Mit dem weltweit ersten PET-Nassteilblock, der eine Leistung von 100.000 0,5-Liter-Wasserflaschen pro Stunde aufweist, setzt Krones einen neuen Meilenstein in der Blocktechnologie. Der Produktionsablauf des 100.000er-Bk>cks baut auf den herkömmlichen ErgoBloc L auf. Allerdings wurden für den Hochleistungsblock die Einzelkomponenten - Streckblasmaschine, Etikettierer und Füller - nochmals optimiert. So kommen bereits Teile der vierten Contiform Generation (siehe Seite 76) zum Einsatz. Zudem wurden in dem Etikettierer Ergomodul einige zusätzliche und optimierte Komponenten, Funktionen und Baugruppen verbaut.

Kern des Hochleistungsblock sind die zwei modularen Füll- und Verschließeinheiten. Das Füllen und Verschließen der 100.000 Flaschen verteilt sich so auf je zwei Einheiten, die aber Bestandteil eines einzigen, einheitlichen Blocks sind. Der Füller Modulfill Dual kommt mit rund 60 Füllventilen weniger aus als bei einer Ein-Füller-Lösung mit gleicher Leistung. Dadurch wird der Ergobloc L noch kompakter- und das bei einer fast 20-prozentigen Leistungssteigerung.

Pflanzenbasierte Getränke - gebündelte Kompetenz

Bei der Herstellung von Plant-based Drinks, also Getränken, die auf pflanzlichen Rohstoffen basieren, profitiert Krones vom umfangreichen Know-how in der Getränkeherstellung-, behandlung und -abfüllung sowie Milchverarbeitung. Die Tochter Milkron steuert ihr Projekt- und Engineering- Expertise aus der Molkereitechnik bei. Unsere eigenständige Brauerei-Einheit Steinecker bringt ihr Know-how in der Verarbeitung verschiedenster Getreidesorten sowie der Steuerung biologischer Umwandlungsprozesse ein. Mit dem Wissen aus der Bierproduktion legt Steinecker zudem den Fokus auf die Nachhaltigkeit des Gesamtprozesses. Darüber hinaus profitiert Krones bei der Produktion pflanzenbasierter Drinks von der jahrzehntelangen Erfahrung in der thermischen Produktbehandlung und der aseptischen Abfüllung.

Weltweiter Konsum von Plant-Based Drinks (2020)

Quelle: Global Data

Die stärksten Märkte für Plant-Based Drinks (2020)

Das Unternehmen beherrscht drei verschiedene Verfahrenstechniken zum Herstellen pflanzlicher Milchprodukte - von der Variante für den schnellen Markteinstieg bis hin zur Highend-Lösung für eine nachhaltige Produktion. Mit der flexiblen Krones Technologie lassen sich Plant-based Drinks aus Getreide (z. B. Hafer, Reis, Dinkel), Nüssen (z. B. Mandel, Kokusnuss) und Hülsenfrüchten (z. B. Soja, Erbsen, Lupinen) herstellen.

VarioAsept M - schonend haltbar machen

Wesentlich bei der Produktion von Getränken aus pflanzlichen Rohstoffen ist die Hydrolyse. Durch den Zusatz von Enzymen werden Süße, Mundgefühl und Ausbeute gesteuert. Auch das Haltbarmachen spielt - wie bei der Milchbearbeitung - eine wichtige Rolle, denn das Produkt muss äußerst schonend und hygienisch behandelt werden. Die uht (Ultra-High-Temperature)-Anlage VarioAsept M von Krones erfüllt genau diese Anforderungen. Sie erhitzt das Produkt kurzzeitig und schnell auf 135 bis 150 °C und ist für die weitere Verarbeitung perfekt auf die aseptischen Abfüller von Krones abgestimmt.

Modulfill Bloc FS-C mit kleinem Reinraum - Mehrwert für die Kunden

Mit dem Modulfill Bloc FS-C mit kleinem Reinraum hat Krones seine Kompetenz bei der Dosenabfüllung von hygienisch anspruchsvollen Produkten erweitert. Die Anlage ist bereits am Markt etabliert und beweist ihre Stärken in den Getränkefabriken vieler Kunden. Der Füller-Verschließer-Block vereint die klassische mit der aseptischen Abfülltechnologie. Dabei ist der sensible Produktbereich, also der Reinraum, auf ein Minimum begrenzt. Der Block ist mit dem ersten von Krones selbst entwickelten Dosenverschließer Modulseam ausgestattet und hat eine Leistung von bis zu 96.000 Dosen in der Stunde.

Der Mehrwert für die Kunden: Viele Produkte, die auf dem Block abgefüllt werden, müssen anschließend nicht mehr pasteurisiert werden. Das spart Energie. Darüber hinaus lässt sich die Anlage schnell und sparsam reinigen. Aufgrund der kompakten Bauweise des Blocks ist der Platzbedarf um rund ein Drittel niedriger als bei getrennter Aufstellung von Füller und Verschließer.

Variopac Pro für LitePac Top Protect - eine nachhaltige Verpackungslösung

Eine plastikfreie und nachhaltige Alternative bei der Sekundärverpackung von PET-Einwegflaschen und Dosen bietet Krones mit LitePac Top. Diese Verpackungslösung setzt auf recycelbaren Karton statt auf Folie. Das energieintensive Aufschrumpfen von Folie auf die zu Gebinden zusammengestellten Behälter entfällt. Hierdurch werden bei der Sekundärverpackung rund 80 % CO 2-Emissionen eingespart. Dieses nachhaltige Konzept bietet Krones mittlerweile in verschiedenen Varianten an. In der Ausführung LitePac Top Protect für Dosen wird das Gebinde zusätzlich von einem Deckel aus Karton vor Staub und Schmutz geschützt.

Technisch umgesetzt wird LitePac Top Protect auf der Maschinenplattform Variopac Pro von Krones. Hierzu wird die Verpackungsmaschine um ein nachrüstbares Modul mit wechselbaren Greifern für unterschiedliche Kartonclips erweitert. Die Maschine kann je nach Ausstattung bis zu 108.000 Dosen pro Stunde verarbeiten.

Mobiler Produktionsroboter - Materialflüsse automatisieren

Unsere Tochter System Logistics hat eine mobile Plattform mit Hebevorrichtung und austauschbaren Aufsätzen entwickelt. Mit dieser intelligenten Intralogistik-Lösung treibt Krones die Automatisierung von Abfüll- und Verpackungslinien weiter voran. Der mobile Roboter übernimmt schwere Lasten und beschleunigt den Materialfluss in der Linie. Seine Aufsätze lassen sich je nach spezifischer Anwendung automatisch wechseln. Damit ist der Roboter flexibel einsetzbar. Darüber hinaus wird die Klimabilanz der Linie verbessert. Bei optimiertem Dauerbetrieb hat der mobile Roboter einen geringeren CO 2-Fußabdruck als ein Gabelstapler.

Nichtfinanzielle Erklärung

Die Nichtfinanzielle Erklärung für den Krones Konzern bildet das zentrale Medium, um die Nachhaltigkeitsleistung der Krones AG und des Krones Konzerns transparent darzustellen. Die Konsolidierung unserer Gruppengesellschaften erfolgt dabei parallel zur Finanzberichterstattung. Sie enthält die qualitativen und quantitativen nichtfinanziellen Informationen zu den wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen. Die zukunftsbezogenen Aussagen im Kontext der Nachhaltigkeitsziele fokussieren im Gegensatz zu anderen Aussagen innerhalb des Konzernlageberichts nicht nur ein Jahr, sondern nehmen eine deutlich umfassendere Zeitspanne in den Blick. Für die Entwicklung der in dieser Erklärung veröffentlichten Maßnahmen und Kennzahlen nutzen wir die Standards der Global Reporting Initiative (gri) als Orientierung. Bei diesem Kapitel handelt es sich um eine für die Krones AG und den Krones Konzern zusammengefasste Nichtfinanzielle Erklärung nach §§ 289b ff. HGBsowie §§ 315b ff. HGBfür das Geschäftsjahr 2022.

Performance 2022

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Trotz eines Wachstums des Auftragseingangs von 34 Prozent haben wir lediglich eine Steigerung der produktbezogenen Treibhausgasemissionen von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dies resultiert aus Energieeffizienzsteigerungen sowie einem geringerem strombasierten Emissionsfaktor.
Unser Corporate Carbon Footprint ist im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent gesunken. Damit haben wir mit insgesamt 46 Prozent Reduktion im Vergleich zum Basisjahr 2019 mehr als die Hälfte der bis 2030 angestrebten 80 Prozent Reduktion der Treibhausgasemissionen aus Scope 1 und Scope 2 erreicht.
Die Treibhausgasemissionen aus der vorgelagerten Lieferkette sinken im Jahresvergleich leicht, zeigen sich aber im Verhältnis zum Basisjahr 2019 noch sehr hoch.
Während die Zahl der gefährlichen Abfälle, die wir konzernweit verursacht haben, stagniert, ist der Wasserverbrauch um 10 Prozent angestiegen.
Der Fokus auf die kontinuierliche Weiterbildung unserer Beschäftigten zeigt sich im Anstieg der Teilnahmen an Weiterbildungsangeboten um fast ein Drittel des Vorjahreswertes.
Arbeitsunfälle und Ausfalltage sinken im Jahresvergleich.
Sowohl in Führungspositionen als auch unter Mitarbeitenden haben 2022 mehr Frauen im Krones Konzern gearbeitet als 2021.

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Indikator Einheit 2022 2021 Veränderung
Treibhausgasemissionen Scope 1 t CO 2e 17.583 18.085 - 3 %
Treibhausgasemissionen Scope 2 t CO 2e 9.152 16.070 - 43 %
Treibhausgasemissionen Scope 3 Downstream (Produkte) t CO 2e 6.287.635 5.695.768 + 6 %
Treibhausgasemissionen Scope 3 Upstream (Lieferkette) t CO 2e 605.290 611.776 - 1 %
Wasserverbrauch m 3 202.366 183.534 + 10 %
Gefährliche Abfälle t 1.660 1.657 0 %
Ausgaben für Spenden und Sponsoring 1.113.745 803.880 + 39 %
Teilnahme an Weiterbildungsangeboten absolut 60.318 45.900 + 31 %
Arbeitsunfälle je 1 Mio. Arbeitsstunden Quote 7,31 8,78 - 17 %
Ausfallzeit nach Arbeitsunfällen je 1 Mio. Arbeitsstunden Quote 150,55 162,90 - 8 %
Frauenanteil (tarifliche und außertarifliche Beschäftigte) % 16,7 15,9 + 5 %
Frauenanteil unter Führungskräften allgemein % 10,6 10,4 + 2 %

Die hier dargestellten Indikatoren beziehen sich auf den Krones Konzern, bilden jedoch nur einen Teil aller nachhaltigkeitsbezogenen Kennzahlen, die wir in der Krones AG und im Krones Konzern erheben. Die grün markierten Prozentzahlen zeigen eine positive Veränderung im Sinne der Nachhaltigkeit, die rot markierten eine negative.

Sustainability Management

Nachhaltige Unternehmensstrategie

Die Nachhaltigkeitsziele des Krones Konzerns sind in die Unternehmensstrategie integriert. Das neue Zielbild »Solutions beyond tomorrow« zeigt, wie die nachhaltige Entwicklung den Antrieb des Unternehmens bildet. Der Krones Konzern will seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Welt leisten, wobei wir Digitalisierung als »Enabler« der Nachhaltigkeit betrachten - sowohl bezogen auf unsere eigene Wertschöpfung als auch auf das Geschäft unserer Kunden.

Effiziente und umweltfreundliche Technologien für sichere und hochwertige Getränke: Das ist der Auftrag, den sich der Krones Konzern in Sachen Produktnachhaltigkeit gesetzt hat. Unsere Kunden erwarten nachhaltige technologische Lösungen für ihre Produktion. Denn auch die Endkonsumenten orientieren sich heute mehr denn je an Nachhaltigkeit als Kaufkriterium.

Neben der Effizienz, Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit unserer Produkte und Dienstleistungen bauen wir Schritt für Schritt die Nachhaltigkeit unserer eigenen Betriebs- und Wertschöpfungsprozesse aus. Wir sind davon überzeugt, dass uns der konsequente Weg in Richtung Nachhaltigkeit dabei helfen wird, neue Wachstumspotenziale zu heben.

Sustainability Governance

Das Nachhaltigkeitsmanagement im Krones Konzern wird von einem zentralen Sustainability Team gesteuert und koordiniert. Es fungiert als Strategie-, Controlling- und Reporting-Instanz für Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette. Im Zentrum steht die Kooperation mit den für die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen zuständigen Fachabteilungen und Experten.

Das Sustainability Team ist im Bereich Corporate Research and Development angesiedelt und berichtet damit an den Vorstand International Operations and Services. Parallel berichten Sustainability Team und Sustainability Steering Board direkt an den CEO.

Strategie: Zu den Kernaufgaben des Sustainability Teams im Bereich Strategie gehören die Durchführung von Wesentlichkeits- und Risikoanalysen, die Berichterstattung zu Nachhaltigkeit an den Vorstand sowie die Koordination des Sustainability Steering Boards. Dort beraten Vertreter aus dem Management zentraler Unternehmensbereiche über die strategische Ausrichtung in Sachen Nachhaltigkeit und entwickeln Empfehlungen und Entscheidungsvorlagen für den Vorstand.

Controlling: Das Sustainability Team fungiert darüber hinaus als Controlling-Instanz für esg. Neben der konzernweiten Konsolidierung der nachhaltigkeits-bezogenen Kennzahlen und dem Monitoring des Fortschritts der Zielerreichung gehört dazu auch die Durchführung regelmäßiger Reviews mit den Fachabteilungen. Fragebögen, Ratings und Rankings zu Nachhaltigkeit werden zentral bearbeitet und deren Ergebnisse an die Fachabteilungen gespiegelt.

Reporting: Im Rahmen der Nachhaltigkeitskommunikation bereitet das Sustainability Team zusammen mit der Unternehmenskommunikation die Inhalte für die verschiedenen Kanäle auf - sowohl für interne als auch für externe Stakeholder. Die vom Vorstand freigegebene Nichtfinanzielle Erklärung beschreibt die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte, weiterführende Informationen finden sich auf den Sustainability-Seiten der Corporate Website.

Sustainability Executive Reviews

Um die Nachhaltigkeitsziele auf oberster Management-Ebene zu steuern, findet seit Ende 2022 im sechswöchigen Turnus ein Abstimmungstermin zu Sustainability-Themen im Gesamtvorstand statt. Darin werden die wichtigsten Nachhaltigkeitskennzahlen getrackt und strategische Entscheidungen zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens getroffen.

Nachhaltigkeitsziele in der Vorstandsvergütung

Nachhaltigkeitsaspekte bilden einen Bestandteil der Vergütungsrichtlinien des Vorstands. Seit dem Geschäftsjahr 2022 werden die Treibhausgasemissionen aus Scope 1 und Scope 2 als Bestandteil der Bemessung der langfristigen Vergütungsbestandteile (Long Term Incentive) verwendet. Für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein Treibhausgasemissions-Ziel als Leistungskriterium mit einer Gewichtung von 10 Prozent durch den Aufsichtsrat festgelegt. Für das Leistungskriterium werden vor Beginn der jeweiligen Tranche Ziel- und Schwellenwerte definiert, auf deren Basis die Zielerreichung am Ende der dreijährigen Performance-Periode berechnet wird. Die Zielerreichung kann zwischen 0 Prozent und 250 Prozent betragen.

Im Long Term Incentive werden ab dem Geschäftsjahr 2022 sukzessive ESG-Ziele (ESG = Environmental, Social, Governance) eingeführt. Ab dem Geschäftsjahr 2023 entfallen 15 Prozent des Zielbetrags auf die ESG-Ziele. Ergänzend zum bisherigen Treibhausgasemissions-Ziel (Scope 1 +2) hat der Aufsichtsrat für das Jahr 2023 den Frauenanteil in Führungspositionen (Krones AG und Krones Konzern) als weiteres ESG-Ziel festgelegt. Die Gewichtung des Treibhausgasausstoßes beträgt 70 Prozent, der Frauenanteil in Führungspositionen im Krones Konzern wird mit 20 Prozent gewichtet und die Gewichtung des Frauenanteils in Führungspositionen in der Krones AG beträgt 10 Prozent.

Nichtfinanzielle Risikoanalyse

Der Grundsatz der doppelten Wesentlichkeit sieht vor, nicht nur die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen auf finanzielle und nichtfinanzielle Auswirkungen zu bewerten, sondern auch Risiken des Unternehmens in dieser Perspektive zu betrachten. Im Prozess des konzernweiten Risikomanagements des Finanzbereichs werden quartalsweise Risiken gemeldet und bewertet. Die im Zuge dessen identifizierten Risiken von außen für das Unternehmen (outside-in) werden anschließend durch das Sustainability Team auf ihre potenziell negativen Auswirkungen des Unternehmens auf Nachhaltigkeitsthemen (inside-out) bewertet. Als Ergebnis wurden für das Geschäftsjahr 2022 keine sehr wahrscheinlichen Risiken identifiziert, die mit schwerwiegenden negativen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit, der Geschäftsbeziehungen, Produkte oder Dienstleistungen verknüpft wären.

Materialitätsanalyse

Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Wesentlichkeitsmatrix des Krones Konzerns überarbeitet. Im Sinne der doppelten Wesentlichkeit wurde eine Longlist an nachhaltigkeitsrelevanten Themen entlang der Wertschöpfungskette identifiziert und nach zwei Aspekten bewertet: der Auswirkungen außerhalb des Unternehmens und der Geschäftsrelevanz für den Krones Konzern. Für die Impact-Bewertung haben wir mithilfe einer Umfrage Kunden, Finanzmarktteilnehmer, Lieferanten und eigene Beschäftigte nach deren Einschätzung befragt. Die Geschäftsrelevanz der Einzelthemen hat das Sustainability Steering Board zusammen mit dem Vorstand bewertet. Die daraus resultierende Matrix wurde vom Vorstand beschlossen und wird turnusgemäß alle drei Jahre übergreifend aktualisiert, wobei etwaige Verschiebungen in jährlichem Turnus geprüft werden.

Die unterschiedlichen Größen der Kreise spiegeln die relative Wesentlichkeit des jeweiligen Themas wider.

Nachhaltigkeitsziele 2030

Die Nachhaltigkeitsziele des Krones Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2020 vom Vorstand offiziell verabschiedet. Die Ziele beziehen sich - wo nicht anders gekennzeichnet - auf das Basisjahr 2020 sowie das Zieljahr 2030 und gelten konzernweit. Reviews der Ziele finden anlassbezogen auf Basis neuer Wesentlichkeitsanalysen, Gesetzesanforderungen sowie Stakeholder-Interessen statt. Derzeit werden die Nachhaltigkeitsziele infolge der neuen Wesentlichkeitsanalyse einem Review unterzogen.

Umwelt

- 80 %

Wir reduzieren unsere Treibhausgasemissionen aus unserem eigenen Geschäftsbetrieb (Basisjahr: 2019)

- 25 %

Wir senken die Treibhausgasemissionen in unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette und konzentrieren uns dabei auf eingekaufte Waren und Produktnutzung (Basisjahr: 2019)

- 10 %

Wir reduzieren die Erzeugung gefährlicher Abfälle und den Wasserverbrauch in unserer Produktion

Gesellschaft

Wir ergreifen Maßnahmen, um die Vielfalt unserer Belegschaft zu fördern

Wir motivieren unsere Beschäftigten, indem wir ein attraktives Arbeitsumfeld mit Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung bieten

- 30 %

Wir reduzieren Arbeitsunfälle und die daraus resultierenden Ausfalltage

Unternehmensführung

0

Wir verfolgen null Toleranz gegenüber Compliance- und Menschenrechtsverstößen entlang der Wertschöpfungskette

Wir bewerten kritische Lieferanten nach Nachhaltigkeitskriterien und steigern die Effizienz unserer Rohmaterialien

100 %

Wir stellen die Vertraulichkeit persönlicher Daten sicher und errichten eine zeitgemäße IT-Sicherheitsarchitektur entlang der Wertschöpfungskette

Beitrag zu den Sustainable Development Goals

Die Sustainable Development Goals (kurz SDGs) der Vereinten Nationen gelten als die wichtigsten globalen Zielsetzungen für eine nachhaltige Entwicklung. Im September 2015 wurden die 17 Nachhaltigkeitsziele im Zuge der UN-Agenda 2030 veröffentlicht. Sie formulieren die zentralen Herausforderungen und Vorsätze einer globalen Nachhaltigkeitspolitik und bilden somit das Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft.

Als Teil globaler Wertschöpfungsketten beeinflusst auch der Krones Konzern ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Entwicklungen - teils unmittelbar und wesentlich, teils nur indirekt und geringfügig. Im Zuge der Überarbeitung der Wesentlichkeitsmatrix haben wir deshalb analysiert, auf welche SDGs wir derzeit - ausgehend von unseren in dieser Erklärung beschriebenen Zielen, Richtlinien, Maßnahmen und Kennzahlen - einen Einfluss haben und wie groß dieser Einfluss im Verhältnis ist.

Sustainability Netzwerk

Wir setzen auf vereinte Kräfte: Seit 2012 ist der Krones Konzern Mitglied des UN Global Compact. Wir kooperieren mit anderen Unternehmen unserer Branche im Rahmen diverser nachhaltigkeitsbezogener Projektgruppen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und sind offizieller Partner der »Blue Competence«-Nachhaltigkeitsinitiative des VDMA. Wir haben die Sustainability Charta des abmi (Association of the Beverage Machinery Industry) unterzeichnet und kooperieren in diesem Verband mit unseren Wettbewerbern, um Nachhaltigkeit gemeinsam voranzutreiben.

Unsere Klimastrategie 2030 wurde von der zugehörigen Initiative als Science Based Target bestätigt, wir haben uns zur Entwicklung eines Net-Zero-Emissionsziels bekannt und sind Teil der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampagne. Um Transparenz gegenüber Kunden, Investoren und Analysten zu schaffen, nehmen wir an anerkannten Rating- und Auditformaten teil. Bei cdp erhielten wir 2022 ein »B«-Rating in den Kategorien »Climate Change« und »Water Security«. Unsere EcoVadis Scorecard wurde mit einer Silber-Medaille ausgezeichnet.

Treibhausgasemissionen bei unseren Produkten

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Als Technologiekonzern ist der Krones Konzern Enabler in Sachen Klimaschutz. Unsere Maschinen und Anlagen benötigen eine relevante Menge an Strom und Wärme, hauptsächlich für die Produktion, Abfüllung und Verpackung von Getränken und flüssigen Lebensmitteln. Der Großteil der Treibhausgase, für die wir direkt oder indirekt verantwortlich sind, entsteht nicht an den eigenen Standorten, sondern bei unseren Kunden - durch Nutzung der Krones Maschinen und Anlagen. Aufgrund dieses großen Impacts auf den direkten Treibhausgasemissionsausstoß unserer Kunden haben die internen und externen Stakeholder dieses Thema als sehr wesentlich bewertet - sowohl hinsichtlich Geschäftsrelevanz als auch hinsichtlich Einflussmöglichkeit.

2. Risiken und Chancen

Klimabezogene Aspekte in Bezug auf Scope-3-Downstream-Treibhausgasemissionen betrachtet der Krones Konzern nicht in erster Linie als Risiko, sondern als Chance. Im Zuge der Ausarbeitung unseres neuen Zielbilds »Solutions beyond tomorrow« adressieren wir drei globale Herausforderungen Klimawandel, Plastikverschmutzung und Ernährung der Weltbevölkerung - und ordnen jeder dieser Challenges unsere Lösungsbeiträge zu. Auf die Bekämpfung des Klimawandels wollen wir durch unsere enviro Produktreihe sowie unsere Energieberatung auf Fabrikebene einwirken. Wenn wir in diesen Geschäftstätigkeiten wachsen, bewirken wir Positives für die Klimaschutz-Bemühungen unserer Kunden - und generieren gleichzeitig Umsatz.

3. Governance und Ressourcen

Die Klimastrategie 2030 des Krones Konzerns wurde offiziell vom Vorstand verabschiedet. Während eine interdisziplinäre Projektgruppe allgemeine Themen behandelt und sich verstärkt auf Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen fokussiert, tagt regelmäßig eine Gruppe aus Produktspezialisten der verschiedenen Portfolio-Abteilungen der Krones AG zur Koordination der Maßnahmen zur Reduktion der produktbezogenen Scope 3 Treibhaugasemissionen. Sie fungieren als dezentrale Ansprechpartner und Paten des enviro Nachhaltigkeitsprogramms für energieeffiziente und umweltfreundliche Maschinen und Anlagen und tragen die zentral koordinierten Nachhaltigkeitsanforderungen in das Unternehmen. Über die Krones AG hinaus tauscht sich das Product Sustainability Team regelmäßig mit den Produktspezialisten der Tochterunternehmen aus, um klima- und umweltrelevante Verbesserungen bei den Produkten voranzutreiben. Die Berichterstattung zu Scope 3 bei unseren Produkten erfolgt zentral über das Sustainability Team.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Klimastrategie 2030 haben wir im Geschäftsjahr 2020 folgendes Ziel für vor- und nachgelagerte Scope 3 Treibhausgasemissionen definiert und öffentlich ausgelobt:

Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 25 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019.

Die von uns bei der Science Based Targets Initiative (SBTi) eingereichten Near-Term-Klimaziele wurden nach dem dortigen offiziellen Prüfverfahren validiert und offiziell als konform mit dem 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen bestätigt. Insofern sich die SBTi an den etablierten Referenzszenarien des IPCC (Inter-governmental Panel on Climate Change) orientiert, lehnen sich auch unsere Scope-3-Reduktionsziele daran an. Der Krones Konzern ist Teil der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampagne, wir berichten jährlich an cdp (Score: b).

5. Richtlinien und Maßnahmen

Nachhaltigkeitsprogramm für Produkte - enviro

Ein zentraler Baustein unserer Produktnachhaltigkeit ist seit vielen Jahren unser enviro Nachhaltigkeitsprogramm für Maschinen und Anlagen. Es wurde in Zusammenarbeit mit TÜV SÜD entwickelt und fokussiert sich auf den Energie- und Medienverbrauch sowie die Umweltverträglichkeit von Krones Maschinen, Anlagen und Lösungen. Die dazugehörigen Prozesse sind im enviro Managementsystem fixiert. Das zugrundeliegende enviro Handbuch definiert die Leitlinien des Managementsystems, zeigt die Bewertungskriterien auf und fungiert somit als unternehmensweite Richtlinie für klimafreundliche Produktgestaltung und -optimierung.

Bevor eine Krones Maschine das enviro Siegel tragen darf, muss sie in einem festgelegten und dokumentierten Prüfverfahren beweisen, dass sie sowohl sparsam mit Energie und Medien umgeht als auch umweltverträglich produziert. Um die Objektivität dieses Prüfverfahrens zu forcieren, wurde für jeden enviro relevanten Produktaspekt - beispielsweise Druckluft und Umweltverträglichkeit - ein verbindlicher Bewertungsmaßstab festgelegt. Die darin enthaltenen Kriterien sollen sicherstellen, dass die enviro Produkte mindestens dem von TÜV SÜD definierten EME-Standard entsprechen (»Energy and Media Efficiency Environmental Sustainability«). Das enviro Managementsystem und das dazugehörige Prüfverfahren werden regelmäßig von TÜV Süd als unabhängigem Gutachter zertifiziert.

Klimafreundliche Produktentwicklung

Nachhaltige und klimafreundliche Produkte beginnen im Design und der Entwicklung. Die strategische Portfolioplanung sowie die Weiter- und Neuentwicklung von Krones Produkten wird von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung verfolgt. Umweltfreundlichkeit mit speziellem Fokus auf Treibhausgasemissionen bildet dabei einen zentralen Wertetreiber, nach dem Entwicklungsprojekte initiiert und priorisiert werden. Das Nachhaltigkeitsprogramm enviro greift schon im Produktentstehungsprozess aktiv ein und integriert gezielt Ökodesign-Aspekte. Damit Neuentwicklungen in Richtung ökologischer Nachhaltigkeit gelenkt werden, werden laufende Entwicklungsprojekte über Meilensteine gesteuert, sodass die enviro Anforderungen bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden.

Investitionen in kohlenstoffarme Technologien

Im Zuge der Produktentwicklungsprozesse investieren wir große Summen und Personalressourcen in kohlenstoffarme Technologien. Ein Beispiel dafür bildet die Reststoffverwertung Phoenix BMC unseres Tochterunternehmens Steinecker: Mithilfe dieses Verfahrens lassen sich wertvolle Inhaltsstoffe aus den organischen Reststoffen einer Brauerei in Form von Protein und Düngemittel extrahieren, bevor die verbleibenden Biomasse zur Energieerzeugung verwendet werden kann - wodurch beides einen positiven Beitrag für den Klimaschutz bilden kann, durch ökologisch sinnvolle Abfallverwertung im Sinne einer Kreislaufwirtschaft. Beim Entwickeln der inzwischen vierten Generation unserer Streckblasmaschine Contiform haben wir zum einen den Druckluftverbrauch beim Streckblasen der PET-Flaschen um 20 Prozent gesenkt. Zum anderen verhindern wir durch Automatisierung und Prozessoptimierung Fehleinstellungen beim Betrieb der Maschine, wodurch ein Vielfaches an Energie eingespart werden kann - auch im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten. In diese neue Technologie namens Contiloop AI haben wir mehrere Millionen Euro investiert.

Die Bewertung unserer Investitionsprojekte im Zuge der Berichterstattung nach Artikel 8 der EU-Taxonomie-Verordnung ermöglicht es uns, die klimarelevanten Ausgaben für Forschung und Entwicklung nach einem extern standardisierten Verfahren zu validieren und öffentlich zu kommunizieren.

Carbon Footprints und Lifecycle Assessments

Stand heute prüfen wir die systematische Durchführung von Lifecycle Assessments (lca) und Analysen des Carbon Footprint (cf) für unsere eigenen Produkte. Jede einzelne unserer verkauften Maschinen und Anlagen unterscheidet sich von der anderen. Die Instrumente lca und CF-Analyse lassen - Stand heute - eine Bewertung solch individualisierter Produkte nur eingeschränkt zu. Derzeit fokussieren wir uns auch bei der Anwendung von Lifecycle Assessments auf die Produkte unserer Kunden - die Behälter, in welche die Getränke und flüssigen Lebensmittel letztlich abgefüllt werden. Hier berechnen wir mithilfe anerkannter Tools die Umweltbilanz von Verpackungen unterschiedlicher Größe, Form und Schwere - vor allem bezogen auf verschiedene Verpackungsarten wie Mehrweg-PET, Einweg-PET, Glas, Dose oder Sekundärverpackungen. Dadurch ermöglichen wir es unseren Kunden, die für ihre individuelle Geschäftssituation und ihr jeweiliges Umfeld nachhaltigste Verpackungslösung zu wählen. Zusätzlich berechnen wir auf Wunsch unserer Kunden die Emissionen, die unsere Maschinen im Betrieb emittieren und helfen, die Emissionen durch enviro Maschinen oder eine optimierte Anbindung an die Wärmeversorgung zu reduzieren.

Energie- und Medienberatung auf Fabrikebene

Zentraler Baustein unserer Bemühungen um eine Reduktion der Treibhausgasemissionen bei unseren Kunden bildet die Energieberatung auf Fabrikebene. Sowohl bei einer bereits existierenden Fabrik als auch bei der Planung einer neuen Produktionsstätte unterstützt das Beratungsteam die Kunden beim Erreichen ihrer eigenen Nachhaltigkeitsziele für Scope 1 und Scope 2 - was wiederum unsere eigenen Scope-3-Downstream-Treighausgasemissionen senkt. Das Leistungsspektrum umfasst die Entwicklung von Dekarbonisierungsstrategien, energetische Prozessoptimierungen, Versorgungstechnik-Audits, Optimierungen des Produktionsplans, Materialanalysen und -klassifizierung für Verpackungsthemen, Integration eines Energie-Management-Systems bis hin zur Fördermittel-Beratung.

Kooperation und Kollaboration mit Kunden

Mit unseren Kunden interagieren wir zu Klimaschutz in diversen Kanälen: Zum einen berichten wir unsere jährliche Klimabilanz regelmäßig über diverse individuelle Fragebögen, standardisierte Tools oder etablierte Rating- und Ranking-Formate (CDP, EcoVadis) direkt an unsere Geschäftspartner in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Zum anderen gehen wir mit jedem interessierten Kunden individuell ins Gespräch zu Möglichkeiten der Kollaboration bezüglich Klima- und Umweltschutz. In der Regel werden diese Gespräche von unseren Kunden selbst initiiert, wobei - je nach Einzelfall - diverse Ansatzpunkte entwickelt werden können: Sowohl im Lifecylce Service als auch in der Energieversorgung oder bei der Optimierung der Utilities ergeben sich stets Möglichkeiten zur Optimierung. Auf eigene Initiative bietet der Vertrieb themenbezogene Webinare zu Nachhaltigkeitsthemen an, wobei die Reduktion der Treibhausgasemissionen regelmäßig im Fokus steht.

Interne Trainings und Sensibilisierungen

Ein wesentlicher Faktor, um nachhaltige Produkte und Dienstleistungen an unsere Kunden zu bringen, ist der Vertrieb. Unser weltweites Sales Team wird deswegen durch Schulungen und Trainings - insbesondere vor wichtigen Messen und Veranstaltungen - über die nachhaltigen Lösungsansätze informiert und auf den aktuellen Stand gebracht. Im Zuge der Leitmesse drinktec haben das Sustainability Team, die Produktspezialisten und der Vertrieb detaillierte Schulungen zu produktbezogenen Nachhaltigkeitsthemen mit dem Fokus Klimaschutz angefertigt. Adressaten der Trainingsunterlagen und -videos waren alle Beschäftigten, speziell Vertriebsmitarbeiter und das Standpersonal der drinktec. Zudem forcieren wir mithilfe von Expertentrainings, dass auch unsere eigenen Spezialisten aus Product Sustainability Team und Fabrikplanung auf dem aktuellen Stand der Technik hinsichtlich Energie und Emissionen stehen. Im Dezember fand beispielsweise eine dreitägige Schulung zum technische Energiemanagement durch einen externen Dienstleister statt.

»Product End of Life«-Handbuch

Grundsätzliches Ziel des Krones Lifecycle Service ist es, die Lebensdauer unserer Maschinen und Anlagen bei unseren Kunden auf ein Maximum zu verlängern -beispielsweise durch Nachrüstung, Instandhaltung oder zusätzliche Serviceleistungen. Trotz dieser Maßnahmen wird an einem gewissen Punkt die Lebensdauer des Produkts auslaufen. Da auch die Verarbeitung unserer Produkte am Ende ihres Lebenszyklus einen Teil unserer Treibhausgasemissionsbilanz in der nachgelagerten Wertschöpfung bildet, versuchen wir unsere Kunden auch hier zu unterstützen.

Die verschiedenen Wege, die unsere Maschinen und Anlagen nach ihrem Einsatz gehen können, haben wir in einem Handbuch »Product End of Life« zusammengefasst: Grundlage bildet die einfache Demontage der Produkte und Wiederverwendbarkeit der eingesetzten Materialien. Zusätzlich werden den Kunden ausführliche Maschinenhandbücher zur Verfügung gestellt, die konkrete Anweisungen für die Demontage und Entsorgung von Maschinen nach ihrer Nutzungsphase enthalten. Durch das fachgerechte Zerlegen können wertvolle Materialien wie Edelstahl, Elektrokabel oder Messing wieder vollumfänglich dem Materialkreislauf zugeführt werden.

Mit unserer Tochter ecomac bieten wir ein unternehmensspezifisches Rücknahmeprogramm für das Generalüberholen von Gebrauchtmaschinen unter Verwendung von Original-Ersatzteilen. Nach der Außerbetriebnahme, Deinstallation und Überholung kann die Maschine entweder an das Kundenunternehmen zurückgegeben oder an neue Kunden verkauft werden. Darüber hinaus haben wir kürzlich eine formale Partnerschaft mit einem Recycling-Unternehmen geschlossen, das einen offiziellen Nachweis über die Wiederverwertung der Materialien liefern kann, die aus dem durch ecomac verschrotteten Produkt gewonnen werden konnten.

Ziel des Handbuchs ist es, durch eine fachgerechte Außerbetriebnahme, Deinstallation und Entsorgung der Maschinen Ressourcen zu schonen, Abfälle zu vermeiden und schließlich Emissionen zu vermeiden.

Politische Einflussnahme

Der Krones Konzern nimmt keinen direkten Einfluss auf politische Prozesse, sondern fungiert als Unterstützer sowie Feedback- und Input-Geber für die politische Arbeit des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Im Zuge der Mitwirkung im Arbeitskreis »Klima- und Energiepolitik« nehmen wir konkret Stellung zu Gesetzesentwürfen und politischen Debatten.

6. Leistungskennzahlen

Sämtliche in dieser Erklärung veröffentlichten Kennzahlen zu Treibhausgasemissionen haben wir nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol erhoben.

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 3 aus der Nutzungsphase unserer Maschinen und Anlagen in t CO 2e (Scope-3-Kategorie 11 nach GHG-Protokoll)

Die hier ausgewiesenen Treibhausgasemissionen beziehen sich auf das Neumaschinengeschäft der Krones AG und der Steinecker GmbH. Sie weisen dabei eine Abdeckung von über 85 Prozent auf. Für die Emissionsberechnung der Maschinen und Anlagen haben wir eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 15 Jahren angenommen.

Treibhausgasemissionen im eigenen Geschäftsbetrieb

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Der Krones Konzern emittiert entlang seiner gesamten Wertschöpfungskette Treibhausgase. Den Großteil dieser Treibhausgasemissionen stoßen wir indirekt - das heißt in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfung - aus. Dennoch verbrauchen wir an unseren Produktionsstandorten als Industrieunternehmen für unsere Fertigungsprozesse eine signifikante Menge an Energie für Strom, Wärme und Mobilität, die nur dann nachhaltig ist, wenn sie aus erneuerbaren Quellen stammt. In der Wesentlichkeitsanalyse 2022 wurden Treibhausgasemissionen im eigenen Geschäftsbereich von den Stakeholdern mit mittlerer Relevanz bewertet, die Geschäftsrelevanz als hoch eingestuft.

2. Risiken und Chancen

Im Jahr 2022 haben wir eine an die einschlägigen wissenschaftlichen Klimaszenarien angelehnte Szenarioanalyse für unsere zwölf größten Produktionsstandorte durchführen lassen. An einigen Niederlassungen gibt es klimabezogene Risiken in einer der drei Risikokategorien Hitze, Überschwemmung sowie Wald- und Flächenbrände. Grundlage der Szenarioanalyse bilden die datenbasierten Klimavorhersagen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), wobei das Szenario rcp 8.5 (Worst-Case-Szenario) als physisches Referenzmodell verwendet wurde. Die Ergebnisse der Szenarioanalyse fließen ebenso wie die dezentral von den Fachbereichen und Standorten gemeldeten Klima- und Umweltrisiken in das bestehende Enterprise Risk Management ein.

3. Governance und Ressourcen

Die übergeordnete Koordination der vom Vorstand verabschiedeten Klimastrategie erfolgt durch eine interdisziplinäre Projektgruppe, bestehend aus Vertretern des zentralen Sustainability Teams sowie des Produktionsbereichs. In monatlichen Meetings werden die Fortschritte der laufenden Maßnahmen analysiert und weitere Schritte abgeleitet. Die Berichterstattung an den Vorstand erfolgt anlassbezogen, mindestens aber einmal im Quartal - entweder über das Sustainability Steering Board oder in direkten Meetings mit einem oder mehreren Mitgliedern der Projektgruppe Klimastrategie.

4. Strategie und Ziele

Die konzernweite Klimastrategie definiert folgende Reduktionsziele für Scope-1-und Scope-2-Treibhausgasemissionen:

Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine absoluten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 80 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019.

Dieses Klimaziel wurde von der Science Based Targets Initiative (SBTi) anerkannt und als 1,5-Grad-konform bewertet. Wie bereits beschrieben, ist der Krones Konzern Teil der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampagne und berichtet an cdp (Score: b). Das Scope-1- und Scope-2-Ziel dient als vergütungsrelevante Messgröße für den Vorstand.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Umwelt- und Klimapolitik

Um die Prioritäten in Sachen betrieblichem Umwelt- und Klimaschutz strategisch und organisatorisch im Krones Konzern zu fixieren, dient eine formalisierte konzernweite Umwelt- und Klimapolitik als Grundlage. Als Grundsatzdokument macht sie die strategische Ausrichtung des betrieblichen Umwelt- und Klimamanagements für alle externen Stakeholder transparent und definiert gleichzeitig den Handlungsrahmen für die internen Beteiligten im Krones Konzern. Eine aus der neuen Umwelt- und Klimapolitik abgeleitete interne Arbeitsanweisung definiert die Umweltstandards, Fokusthemen sowie die zugehörigen Ziele, Prozesse und Verantwortlichkeiten im Krones Konzern. Die Umwelt- und Klimapolitik sowie die zugehörige Arbeitsanweisung dienen als internes Regelwerk und fußen auf dem Krones Verhaltenskodex als zentralem Grundsatzdokument.

ESG-Bewertung im Investitionsprozess

Um Investitionen in betriebliche Energie- und Klimaschutzmaßnahmen zu lenken, wurde im Jahr 2022 ein neuer Prozess etabliert, mithilfe dessen Investitionsanträge vom Antragsteller oder dem zuständigen Controller als »ESG«-relevant markiert werden können. Nach einer Prüfung durch das zentrale Sustainability Team erhalten die ESG-Investitionsanträge eine »grüne Flagge« für den weiteren Investitions- und Budgetierungsprozess. Ziel ist es, dass klimaschutzrelevante Investitionen in der Gesamtbewertung nicht nur aufgrund rein ökonomischer ROI-Rechnungen betrachtet werden. Da sich die meisten Investitionen derzeit auf Bau- oder Infrastrukturthemen im Krones Konzern konzentrieren, macht die neue ESG-Bewertung im ersten Schritt mögliche Investitionen sichtbar, die sich positiv auf die Reduktion von Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen auswirken.

Koordinierte Maßnahmenplanung

Die angestrebten Maßnahmen zur Verringerung der direkten (Scope 1) und indirekten energiebezogenen (Scope 2) Treibhausgasemissionen gliedern sich in die Handlungsfelder Energieeffizienz, Eigenversorgung und Energiebeschaffung. Um die Maßnahmen konzernweit in der Projektgruppe Klimastrategie koordinieren und nachverfolgen zu können, haben wir einen terminierten Aktionsplan zur Reduktion der Treibhausgasemissionen entwickelt. Er zeigt die geplanten Maßnahmen, deren voraussichtliche Emissionseinsparungen sowie die damit verbundenen monetären Kosten an und dient dem Vorstand als Entscheidungsvorlage.

Energieeffizienz-Maßnahmen

Um den Energieverbrauch im Produktionsbereich besser zu monitoren, werden in den weltweiten Produktionswerken unterschiedliche Maßnahmen durchgeführt, die unmittelbar der Optimierung der Energieeffizienz - ob auf Maschinen- oder Bereichsebene - zugerechnet werden können. Dazu zählen beispielsweise die Installation von Heizregistern in bestehenden Blockheizkraftwerken oder der Austausch alter Deckenleuchten durch energiesparende LED-Paneele inklusive Programmierlogik für automatisches Dimmen und Abschalten in ungenutzten Bereichen. Des Weiteren wurde das vorhandene Abwärmepotenzial bestehender Produktionsanlagen durch den Einbau von Wärmetauschern genutzt und somit die Gesamteffizienz der Anlagen weiter gesteigert. Auch die Installation von Smart-Energiezählern an Maschinen und Versorgungseinrichtungen und die Erfassung der relevanten Energieströme in Echtzeit zahlen auf die Steigerung der Energieeffizienz ein.

Erneuerbare Eigenversorgung

Nachhaltige Energieversorgung sowie Ausbau eigener regenerativer Strom- und Wärmeerzeugungskapazitäten - kombiniert mit intelligentem Energiemanagement - stehen bei der Reduktion der energiebezogenen Treibhausgas-Emissionen im Zentrum. Da wir die Eigenversorgung durch Strom aus erneuerbaren Quellen in unserer betrieblichen Klimastrategie mit Priorität betrachten, laufen derzeit zahlreiche Projekte in diesem Kontext. Bei unseren Tochterunternehmen Gernep (Deutschland) sowie System Logistics (Italien) sind Photovoltaik-Anlagen im Einsatz und versorgen die dortigen Standorte mit selbst erzeugtem Strom aus erneuerbaren Quellen. Eine Pv-Anlage an einem der Parkhäuser am Krones Hauptsitz in Neutraubling befindet sich derzeit im Probebetrieb.

Grüne Energiebeschaffung

Seit dem Geschäftsjahr 2022 beschaffen wir für die deutschen Produktionsstandorte der Krones AG 100 Prozent Ökostrom mit Herkunftsnachweisen. Dieser bildet einen wesentlichen Hebel für die Verringerung unserer Scope-2-Treibhausgasemissionen. Auch an den großen internationalen Standorten befinden wir uns in den Planungen, um deren Elektrizitätsbeschaffung auf Grünstrom umzustellen.

Elektrisierung der Fahrzeugflotte

Am Headquarter der Krones AG in Neutraubling wurden im Geschäftsjahr 2022 beispielsweise 95 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge installiert und in Betrieb genommen, wobei die Einführung einer E-Ladeinfrastruktur für weitere deutsche Standorte (Nittenau und Flensburg) in der Planungs-, teilweise bereits in der Umsetzungsphase (Rosenheim und Raubling) ist. In Neutraubling wird die bestehende Ladeinfrastruktur bereits Anfang 2023 um weitere Ladepunkte erweitert. Auch an anderen Produktionsstandorten laufen Projekte zur Umstellung auf E-Mobilität.

Kompensationszertifikate

In der Klimastrategie 2030 des Krones Konzerns bilden Ausgleichszertifikate für Klimaschutzprojekte (Offsetting) die letzte Priorität, hinter Energieeffizienz, Eigenversorgung sowie grüner Energiebeschaffung. In unserer Emissionsbilanz spielt Offsetting derzeit und in naher Zukunft vorerst keine Rolle.

Trainings und Sensibilisierungen

Ein Mittel, um den Strom- und Wärmeverbrauch zu reduzieren, sind regelmäßige Schulungen der Belegschaft. In der einmal jährlich als Pflichttraining durchzuführenden Basisunterweisung müssen beispielsweise die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krones AG spezifische Fragen zum sparsamen Umgang mit Energie beantworten. Im Jahr 2022 gab es eine gesonderte Kommunikation zum Energiesparen anlässlich des Ukraine-Russland-Konflikts. Im Zuge der vorhandenen Audit- und Zertifizierungsprozesse der ISO 50001 und der iso 14001 werden zudem in den zertifizierten Standorten regelmäßige Mitarbeiterschulungen zu Energie- und Umweltthemen durchgeführt. Sensibilisierung der Belegschaft geschieht außerdem über regelmäßige interne Berichterstattung zum Fortschritt unserer Klimastrategie über die internen Kommunikationsplattformen.

Audits, Zertifizierungen und interne Prüfungen

Interne Prüfungen erfolgen im Zuge der Datenerhebungsprozesse für Scope-1-und Scope-2-Treibhausgasemissionen für die nichtfinanzielle Berichterstattung: Ein Energieexperte aus dem Sustainability Team prüft und plausibilisiert dabei die Kennzahlen und Nachweise, die von den Energieexperten der Produktionsstandorte gemeldet werden, und weist gegebenenfalls auf Fehler und Unklarheiten hin. Für die Zukunft planen wir außerdem, den Fokus der internen Revision stärker auf Nachhaltigkeitsthemen, speziell auch auf Klima- und Umweltaspekte, zu legen.

Die Klimastrategie des Krones Konzerns gilt für alle Produktionsstandorte weltweit, insgesamt 24 Entitäten. Datenerhebung und Maßnahmenumsetzung liegen dabei lokal in der Verantwortung der einbezogenen internationalen Standorte, Datenvalidierung und Maßnahmenkoordination erfolgen zentral. Das Energiemanagement der deutschen Produktionsstandorte der Krones AG ist nach ISO 50001 zertifiziert. Unser Produktionsstandort in Taicang (China), unser italienisches Tochterunternehmen System Logistics sowie die deutsche Niederlassung kic Krones sind nach ISO 14001 zertifiziert.

Public Carbon Transition Plan

Ein Plan für den Übergang in eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft befindet sich derzeit in Entwicklung und soll im Geschäftsjahr 2023 veröffentlicht werden. Basis dafür bildet die interne Maßnahmenplanung sowie die bereits vorhandene Bestätigung der 1,5-Grad-Kompatibilität unserer Klimastrategie durch die SBTi.

Stakeholder-Kommunikation

Zentrales Kommunikationsmedium unserer Klimastrategie und unserer Emissionsbilanz bildet die Nichtfinanzielle Erklärung im jährlich erscheinenden Geschäftsbericht des Krones Konzerns, der auf der Website öffentlich zugänglich ist. Unsere wichtigsten Kennzahlen zu Klimathemen kommunizieren wir außerdem auf der Corporate Website unter »Nachhaltigkeit«. Über die internen Kommunikationskanäle informieren wir unsere Belegschaft regelmäßig über den Fortschritt der Maßnahmen und Kennzahlen. Extern verwenden wir die Sozialen Medien, das Krones magazine sowie Pressestatements, um unsere Stakeholder außerhalb der Organisation über die Klimastrategie in Kenntnis zu setzen.

6. Leistungskennzahlen

Derzeit findet das Daten-Reporting zur Erstellung der Kennzahlen einmal jährlich statt, wobei wir dieses zeitnah in eine quartalsweise Erhebung überführen möchten. Wie in unserer Klimastrategie 2030 definiert, erheben wir die Kennzahlen für die 24 Produktionsstandorte im Krones Konzern - nach den Grundsätzen »Wesentlichkeit« und »Impact«.

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 1 in t CO 2e

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 2 in t CO 2e

Die Ermittlung der Treibhausgasemissionen erfolgt grundsätzlich marktspezifisch (market based). Sofern die entsprechenden marktspezifischen Emissionsfaktoren an einigen Standorten nicht vorhanden waren, wurde auf allgemein anerkannte, länderspezifische Emissionsfaktoren zurückgegriffen.

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 1 und Scope 2 in t CO 2e

Treibhausgasemissionen in der Lieferkette

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Die Produkte des Krones Konzerns bestehen zum größten Teil aus vier Materialien: Edelstahl, Stahl, Aluminium und Kunststoff. Die Extraktion, Herstellung und Bearbeitung dieser Werkstoffe ist energieintensiv. Auch Zukauf-Teile und Dienstleistungen, die wir von unseren Zulieferern beziehen, verursachen in der vorgelagerten Lieferkette den Ausstoß von Treibhausgasemissionen. Da dieser Ausstoß einen relevanten Anteil unserer Gesamtemissionsbilanz ausmacht, wurde das Thema Klimaschutz in der vorgelagerten Lieferkette in der Wesentlichkeitsanalyse unter beiden Perspektiven als »mittel« bewertet.

2. Risiken und Chancen

Um eine Risikoindikation hinsichtlich des Treibhausgasausstoßes in der vorgelagerten Lieferkette zu erhalten, haben wir mit einem externen Anbieter kooperiert. Mithilfe seines datenbankgestützten Tools nutzen wir im Unternehmen bereits vorhandene Informationen - konkret: monetäre Einkaufsdaten mit Land, Branche und Warengruppe, die wir von den jeweiligen Tier-1-Lieferanten erhalten - und können Hotspots für den Treibhausgasausstoß erkennen. Diese Risikoanalyse zeigt uns gleichzeitig, ob und in welchem Maß die Vorlieferkette dieser direkten Lieferanten mit hoher Wahrscheinlichkeit eine große Menge Treibhausgase emittiert. Darüber hinaus dient uns die Risikoanalyse als Instrument zum Monitoring unserer Scope-3-Upstream-Kennzahlen - zumindest, solange wir noch keine Primäremissionsdaten von unseren Zulieferern erheben, was sich derzeit in der Planung befindet.

3. Governance und Ressourcen

Die strategische Verantwortung für Einkaufsthemen liegt beim Einkaufsleiter, der direkt an den CFOdes Krones Konzerns berichtet. Da die fachliche Kompetenz für Dekarbonisierung im Sustainability Team liegt, arbeiten Einkauf und Nachhaltigkeit eng zusammen, um das Thema Treibhausgasemissionen in der vorgelagerten Wertschöpfung zu adressieren. Einmal im Quartal tagt zudem das Supply Chain Governance Board, bestehend aus Verantwortlichen für Corporate Governance, Einkauf, Lieferantenmanagement und Nachhaltigkeit. Dort werden speziell Compliance- und Nachhaltigkeitsthemen in der Lieferkette besprochen.

4. Strategie und Ziele

Analog der Zielmarke für die Reduktion der Treibhausgasemissionen bei unseren Produkten wollen wir auch die Treibhausgasemissionen aus der Lieferkette reduzieren:

Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 25 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019.

Wie bereits aufgeführt, gelten die Klimaziele konzernweit. Sie sind 1,5-Grad-kon-form nach den Kriterien der Science Based Targets Initiative (SBTi) und lehnen sich damit an anerkannte Klimaszenarien an.

Als weiteres, qualitatives Ziel für eine nachhaltigere Lieferkette hat sich der Krones Konzern folgendes Ziel gesetzt, das sich positiv auf die Verringerung der vorgelagerten Treibhausgasemissionen auswirken soll:

Wir steigern die Materialeffizienz und Nachhaltigkeit der in unseren Produkten verbauten Rohmaterialien.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Klimaschutz im Lieferantenkodex

Das Grundsatzdokument für Umwelt- und Klimaschutz in der Lieferkette bildet der konzernweit geltende Lieferantenkodex. Auf einen nachgewiesenen Verstoß gegen diese Regeln folgt das gemeinsame Festlegen von Verbesserungsmaßnahmen. Diese können bis zur Beendigung der Geschäftsbeziehung reichen. Analog zum Verhaltenskodex enthält der Lieferantenkodex in den Abschnitten »Nachhaltigkeit« sowie »Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt« Anforderungen hinsichtlich Umwelt- und Klimaschutz.

Prüfung von Umweltverstößen

Als Prozess zur Sicherstellung unserer Sorgfaltspflicht in der Lieferkette nimmt der Bereich Corporate Governance kontinuierlich Due-Diligence-Prüfungen von Bestands- und Neulieferanten vor. Über ein Online-Tool werden bestehende und neue Zulieferer des Krones Konzerns auf Nichtbeachtung von Umwelt- und Klimaschutzvorschriften überprüft. Die daraus resultierenden Findings werden zunächst von Fachleuten aus dem Bereich Corporate Governance gesichtet und anschließend - nach Bewertung des Falles im Supply Chain Governance Board -an die entsprechende Stelle in Einkauf und Lieferantenmanagement weitergeleitet.

Lieferantenfragebögen mit klimarelevanten Fragen

Das Lieferantenmanagement setzt Fragebögen systematisch als Qualifizierungs- und Sensibilisierungsinstrument ein. Im Registrierungsprozess werden von den Lieferanten zunächst allgemeine Unternehmensdaten abgefragt. Je nach Warengruppe erfolgt daraufhin eine Lieferantenqualifizierung mit entsprechenden Anforderungen, wobei für bestimmte Lieferantengruppen auch Fragestellungen rund um das Thema ökologische Nachhaltigkeit über einen standardisierten Fragebogen einfließen. Eine Freigabe des Lieferanten erfolgt in der Regel nur nach einer vollständigen und erfolgreichen Qualifizierung.

Kollaboration mit Lieferanten

Nach dem Prinzip »one face to the supplier« fungiert der jeweils zuständige Einkäufer als erster Ansprechpartner gegenüber dem Lieferanten. Bisher finden Einzelgespräche mit Zulieferern zu Energie- und Klimathemen statt. Ein systematischer Ansatz zur nachhaltigkeitsbezogenen Kommunikation mit den Lieferanten, die nach der Risikoanalyse das höchste Risiko für einen hohen Treibhausgasausstoß haben, wird derzeit erarbeitet.

Umweltthemen in Produkt- und Systemaudits

Sobald eine Geschäftsbeziehung besteht, werden Lieferanten einer regelmäßigen Bewertung unterzogen. Mithilfe risikobasierter Produkt- und Systemaudits prüfen wir dabei unter anderem das Umweltmanagement ausgewählter Lieferanten. Im Fokus stehen mögliche Schwachstellen, Risiken und Verbesserungspotenziale der geprüften Umweltmanagementsysteme.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 3 aus der vorlagerten Lieferkette in t CO 2e (Scope-3-Kategorie 1 - 6 nach GHG-Protokoll)

Die hier ausgewiesenen Treibhausgasemissionen beziehen sich auf das Einkaufsvolumen der Krones AG sowie weiterer Niederlassungen und Gesellschaften im Krones Konzern. Die Ermittlung der Emissionen basiert auf warenspezifischen Länderfaktoren einer anerkannten Datenbank.

Ressourcennutzung bei Endkonsumenten (Kreislaufwirtschaft)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Unsere Produkte bilden einen wesentlichen Bestandteil der Wertschöpfungskette abgefüllter Getränke und flüssiger Lebensmittel - egal, ob diese in Glasflaschen, Kunststoffbehältern oder Dosen am Markt verfügbar sind. Als Teil dieser Wertschöpfungskette trägt der Krones Konzern auch Verantwortung dafür, was mit den von uns produzierten oder befüllten Getränkebehältern am Ende ihrer Nutzungsphase bei den Endkonsumenten geschieht. Der Krones Konzern leistet durch verschiedene Produkte, Geschäftsaktivitäten, Forschungsvorhaben und Kooperationen seinen Beitrag, um den Kreislauf wertvoller Ressourcen wie PET, Glas, Weißblech oder Aluminium zu ermöglichen. Auch hier fungieren wir -analog zum Klimaschutz - als Enabler für unsere Kunden. Im Zuge dieser zusammenhänge wurde das Thema Ressourcennutzung bei den Endkonsumenten in der Wesentlichkeitsanalyse mit hoher Geschäftsrelevanz bewertet, wobei unsere Stakeholder den eigentlichen Impact durch Krones als gering ansehen.

2. Risiken und Chancen

Das Themengebiet Circular Economy bildet für den Krones Konzern Risiko und Chance zugleich. Das Risiko bezieht sich darauf, dass wir einen erheblichen Anteil unseres Umsatzes in den letzten Jahren mit dem Verkauf von Anlagen für Einweg-PET-Behälter erwirtschaftet haben. Wenn Plastikverpackungen -aufgrund ihrer Auswirkungen auf das Ökosystem, wenn sie dort als Müll landen - in bestimmten Regionen der Erde verboten werden, würde sich das in unserem Geschäft bemerkbar machen. Die andere Seite der Medaille ist die Chance, die wir als aktiver Treiber der Kreislaufwirtschaft einnehmen möchten: Eines unser Schwerpunktthemen in Sachen nachhaltige Produkte heißt »Circular Economy Solutions«. Unser Fokus liegt hierbei auf unseren Produkten im Bereich PET- und PO-Recycling, unseren umweltfreundlichen Verpackungskonzepten sowie dem Ökodesign unserer Maschinen und Anlagen.

3. Governance und Ressourcen

Grundsätzlich agieren die Produktbereiche, die an Lösungen für Kreislaufwirtschaft arbeiten, autark voneinander - wobei regelmäßige und anlassbezogene interdisziplinäre Abstimmungen erfolgen. Eine übergreifende Abstimmung findet im Rahmen der sogenannten »PET-Initiative« zwischen den beteiligten Akteuren in zweiwöchigem Rhythmus statt, die auf den Bereich PET einzahlen. Dazu gehören Vertreter des Bereichs Recycling Solutions, von Forschung und Entwicklung, Lifecycle Service, Marketing, Vertrieb, Sustainability sowie der Tochterunternehmen ips und mht. Die Leitung der Kunststoffiechnik koordiniert die Initiative und berichtet regelmäßig an den Vorstand International Operations and Services. Innerhalb der Forschung und Entwicklung treibt das Nachhaltigkeitsteam darüber hinaus ein Innovationsprogramm zu »Sustainable Packaging« vorwärts, über das einmal pro Monat an die beiden führenden Gremien im Bereich F&E berichtet wird.

4. Strategie und Ziele

Als Ziel für unsere Bemühungen um Circular Economy haben wir im Zuge der Nachhaltigkeitsziele 2030 Folgendes ausgelobt:

Wir tragen zu einer nachhaltigen Verpackungswirtschaft bei: Unsere Linien können sämtliche Arten nachhaltiger Verpackungen abbilden. Sowohl Neumaterial - auch aus bio-basierten Quellen - als auch bis zu 100 Prozent recycelter Wertstoff können ohne Effizienzverluste verarbeitet werden.

Zusätzlich zu diesem allgemein gehaltenen, qualitativ formulierten Ziel haben die jeweils beteiligten Fachbereiche eigene Ziele definiert, an denen sie ihren Beitrag zur Zielerreichung messen.

5. Richtlinien und Maßnahmen

MetaPure: Recycling-Lösungen

Für PET schließt Krones bereits seit 2009 mit der MetaPure Technologie den Lebenszyklus einer Getränkeflasche. Im Portfolio sind eigene Module zum Waschen und Dekontaminieren. Dazu gehört im Kern das Recycling von pet-Behältern zu Flakes oder Pellets durch zwei Module: Das Waschmodul MetaPure W-pet dient zur Vorbehandlung, Laugenwäsche und heißem Nachwaschen, das Dekontaminationsmodul MetaPure S sorgt für Dekontamination und Festphasen-Nachkondensation (SSP), um die intrinsische Viskosität zu erhöhen. Darüber hinaus ermöglichen wir die direkte Weiterverarbeitung des Rezyklats zu Preforms, Folie oder Pellets - in unterschiedlichen Materialqualitäten -bis hin zu Food-Grade-PET gemäß fda, efsa und anderen Zertifikaten.

Neben PET können unsere Anlagen auch Polyolefine (PO) recyceln. PO ist im Unterschied zu PET leichter als Wasser, was einen anderen Verfahrensansatz erfordert. Zudem können die Behälter den Geruch der enthaltenen Produkte annehmen. Dies fordert eine exakt auf Polyolefine abgestimmte RecyclingTechnologie. Krones bietet Recycling-Anlagen für PO-Behälter zu Flakes an, wobei auch hier ein Waschmodul MetaPure w-po zur intensiven Vorwaschung und heißen Nachwäsche Bestandteil ist. Dank Kooperation mit Partnern bieten wir auch Gesamtlösungen mit Anlagen zur anschließenden Weiterverarbeitung der PO-Flakes an.

Neben den Wasch- oder Dekontaminationsmodulen bietet Krones auch Lösungen für komplette Recycling-Anlagen. Dabei profitiert das Unternehmen von der eigenen Recycling-Expertise sowie Fabrikplanung und Projektmanagement im Haus, die eine Gesamtverantwortung mit nur wenigen Schnittstellen möglich machen. Für Komponenten wie Frontend oder die Utilities, die Krones selbst nicht im Portfolio hat, setzt es auf jahrelange Kooperationen mit Partnern.

rPET-Kompatibilität bei PET-Anlagen

Um die mitunter in der Branche bestehenden Vorbehalte gegen die Verwendung von rPET zu entkräften, analysierten wir in einer Versuchsreihe unter anderem die Verarbeitbarkeit, Qualität und Lebensmittelsicherheit unterschiedlicher marküblicher Virgin- und Recycling-Materialien. Bereits heute sind alle neuen PET-Abfüllanlagen in der Lage, Flaschen aus bis zu 100-prozentigem hochwertigem Rezyklat zu verarbeiten, ohne dass hierbei Qualität, Effizienz oder Effektivität in der Produktion beeinträchtigt werden.

LitePac Top: kunststofffreie Sekundärverpackung

Stand heute werden Gebinde aus Dosen oder PET-Flaschen häufig mittels Schrumpffolie oder Kunststoffringen verpackt. Letztere wurden in einzelnen meeresnahen Regionen bereits mit einem Verbot verhängt. Der Grund: Werden sie unsachgemäß in der Natur entsorgt, bergen sie eine Gefahr für Wildtiere. Mit LitePac Top wollen wir eine umweltfreundliche Alternative zu beiden genannten Verpackungsarten anbieten. Es besteht aus einem Karton-Clip bei Dosen und einem Kartonclip mit Banderole bei PET-Flaschen. LitePac Top benötigt in seiner Herstellung weniger Energie und Material als Schrumpffolie und lässt sich zudem aus Recycling-Materialien herstellen. Um möglichst viele Anwendungsfälle abzudecken, haben wir die LitePac Top Serie um weitere Varianten ergänzt. Bereits heute bieten wir für alle gängigen Multipack-Formate alternative Sekundärverpackungs-Lösungen an, die vollständig auf den Einsatz von Einweg-Kunststoffen verzichten.

Unterstützung für recyclingfähiges Verpackungsdesign

Krones nutzt seine technologische Expertise dazu, Kunden bei der Gestaltung von Verpackungen mit optimierter Recycling-Fähigkeit zu unterstützen. Neben den Technologien zur Herstellung und Weiterverarbeitung von Rezyklat bieten wir eine Reihe von ergänzenden Services an. So beschäftigen wir für alle Fragen rund um Design from Recycling sowie Design for Recycling ein eigenes Fachteam: Die Material- und Designexperten der Abteilung PET Packaging Development and Consulting entwickeln unter anderem materialsparende und recyclingfähige Verpackungen - sowohl im Kundenauftrag als auch zu eigenen Forschungszwecken. Im Rahmen von enviro Design bewerten wir Verpackungsinnovationen aus unserer eigenen Entwicklung. Der dazugehörige Kriterien-Katalog wurde in Abstimmung mit TÜV süd erarbeitet. Er zielt darauf ab, die unterschiedlichen Umweltauswirkungen von Getränke- und Lebensmittelverpackungen so gering wie möglich zu halten. Dies schließt nicht nur die Reduktion der Treibhausgasemissionen ein, sondern auch den Erhalt des Ökosystems und der Artenvielfalt.

Lifecycle Assessments für Produktverpackungen

Wir möchten unseren Kunden einen leichteren Zugang zu der Vielzahl an Möglichkeiten bieten, mit denen sie ihre Wertschöpfung kreislauffördernd und nachhaltig gestalten können. Wir bieten unseren Kunden eine wissenschaftlich fundierte Beratung hinsichtlich der Frage an, welche Verpackungsvariante für ihren Anwendungsfall die nachhaltigste ist. Dazu nutzen wir unter anderem eine software-basierte Lösung, mit der sich die jeweiligen Umweltauswirkungen verschiedener Verpackungen vergleichen und aussagekräftige Ökobilanzen erstellen lassen.

Umstellung von linearer Produktion zu Kreislaufwirtschaft

Kunden erhalten die Unterstützung, die sie brauchen, um auch auf bestehenden Anlagen beim Verarbeiten recycelter oder erneuerbarer Materialen bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Um das Potenzial von Mehrweg-PET-Behältern zu erhöhen, haben wir in Kooperation mit Alpa ein Forschungsprojekt zur Verwendung von wiederbefüllbaren PET-Behältern für sensible Getränke durchgeführt. Stand heute stellen Mehrweg-PET-Behälter weltweit gesehen ein Nischenthema dar. Insbesondere Abfüller von sensiblen Getränken wie Saft oder Milch schrecken aufgrund von Hygiene-Bedenken vor der Verwendung dieser Behälterart zurück. Daher starteten wir in unserem Technikum eine Versuchsreihe, bei der das zusammenspiel verschiedener Flaschenmuster und Reinigungsverfahren analysiert wurde. Unter anderem stellte sich dabei heraus: Mit der richtigen Parameterwahl - insbesondere, was Laugenkonzentration, Temperatur, Additive und mechanischen Impact betrifft - reichen Temperaturen um 60 °C aus, um sogar eingetrocknete Protein-, Fett- und Stärkeverschmutzungen zuverlässig von den Behältern zu entfernen.

Tethered Caps

Die Verwendung von fest mit der Flasche verbundenen Verschlüssen, den »Tethered Caps«, ist ab Juli 2024 in der Europäischen Union durch die EU Single Use Plastics Directive gesetzlich vorgeschrieben. Krones hat die Entwicklungen auf den verschiedenen Märkten analysiert und Kooperationen mit verschiedenen Verschlusslieferanten geschlossen. Für alle Varianten der Tethered Caps, die auf den Markt kommen, kann der Krones Konzern technische Lösungen anbieten. Erste Kunden haben ihre Krones Anlagen schon umgestellt.

Ressourcenschonende Etikettierung

Für optimierte Recycling-Ergebnisse hat Krones Verpackungslösungen im Portfolio, bei denen sich die Etiketten problemlos vom entleerten Behälter trennen lassen. Langfristiges Ziel ist es, die Etiketten gemeinsam mit dem Behälter zu recyceln - oder auf den Einsatz von separatem Material zum Realisieren der Behälterdekoration komplett zu verzichten. Um Flaschendekorationen und -kennzeichnungen materialsparend umzusetzen, bieten wir unterschiedliche Lösungen an. So lassen sich auf der Contiroll extradünne Etiketten mit einer Stärke von unter 30 Mikrometern problemlos verarbeiten, bei der Sleeve-Etikettierung mit der Sleevematic sind Folienstärken von 35 Mikrometern möglich -beziehungsweise je nach Einzelfall auch noch darunterliegende Stärken.

Behälter-Dekoration durch Direktdruck-Technologie

Kunden, die konsequent auf den Einsatz zusätzlicher Materialien verzichten möchten, können ihre Behälter mittels der Direktdruck-Technologie unserer Tochter Dekron dekorieren. Die Vorteile des Direktdrucks: Mit ihm lassen sich nicht nur völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten umsetzen, sondern auch einzelne Behälter innerhalb einer Charge personalisiert dekorieren. Die dafür verwendete Tinte lässt sich zudem beim Recycling wieder rückstandslos vom Behälter entfernen.

Beyond PET Packaging

Über konventionelle PET-Lösungen hinaus werden aktiv Entwicklungen rund um disruptive Technologien verfolgt, die Konsumenten Getränke auf neuartigen Wegen bereitstellen (verpackungsfreie Lösungen, Paper-Bottle). Mit diesem Themenfeld beschäftigt sich bei Krones insbesondere das Innovation Lab.

Mitglied der European Circular Economy Stakeholder Platform

Seit 2020 gehört der Krones Konzern der European Circular Economy Stakeholder Platform an. Als gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission und des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses bringt sie Unternehmen und Initiativen zusammen, die in der europäischen Kreislaufwirtschaft aktiv sind. Mit unserem Beitritt haben wir uns freiwillig zu mehreren qualitativen Zielen verpflichtet.

Kommunikations- und Aufklärungskampagnen

Über die Vor- und Nachteile von Kunststoffen als Verpackungsart wird kontrovers diskutiert. Krones leistet in dieser vielstimmigen Debatte seinen Beitrag. Eine groß angelegte Aufklärungskampagne zu Herstellung, Verwendung und Kreislaufführung von Kunststoffen im Jahr 2019 war der Startpunkt für intensive Kommunikationsarbeit. Seitdem veröffentlichen wir regelmäßig Artikel zu Kunststoff und Kreislaufwirtschaft im Krones magazine und in den Sozialen Medien.

6. Leistungskennzahlen

Im Zuge des derzeit stattfindenden Sustainability Strategy Reviews arbeiten wir an der Definition und Ausgestaltung aussagekräftiger Kennzahlen, die uns dabei helfen, den Fortschritt unserer Bemühungen um Circular Economy messbar zu machen.

Ressourcennutzung im eigenen Geschäftsbetrieb

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Die Produktion und Fertigung von Maschinen und Anlagen verbraucht Wasser und erzeugt Abfälle. Neben dem Impact unserer betrieblichen Tätigkeit auf Energie und Emissionen fassen wir Wasserverbräuche und Abfallerzeugung als weitere zentrale ökologische Nachhaltigkeitsthemen auf. Der größte Anteil der Abfälle, die im Zuge unserer Produktionstätigkeit anfallen, wird wiederverwertet oder konventionell beseitigt. Als kritisch hinsichtlich unseres ökologischen Fußabdrucks gelten die nach Anlage III des Basler Übereinkommens als »gefährlich« bewerteten Abfallarten. Deshalb sowie aufgrund der Bewertung des Themas mit mittlerer Relevanz im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse setzen wir hier einen strategischen Fokus.

Gleichzeitig setzen wir auf wassersparende Fertigungsprozesse. Im Fokus steht hier der Schutz des Trinkwassers, das in Zeiten des Klimawandels eine besonders kostbare Ressource darstellt. Obwohl das Thema »Wasserverbrauch in der eigenen Geschäftstätigkeit« in der Wesentlichkeitsanalyse in beiden Dimensionen als niedrig priorisiert wurde, berichten wir in diesem Abschnitt auch darüber. Schon aufgrund unserer Nähe zu Wasserthemen durch unsere Produkte wollen wir auch den Umgang mit Wasser in unserer eigenen Produktion als strategisches Thema des Ressourcenschutzes markieren.

2. Risiken und Chancen

Umweltrisiken in Bezug auf Wasser und Abfall werden von der jeweiligen Leitung des Produktionsstandorts dezentral gemeldet und bearbeitet. Sie fließen in das konzernweite Enterprise Risk Management ein und werden nach der Logik der maximalen sowie relativen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Im Zuge der nachgelagerten Inside-out-Bewertung durch das Sustainability Team werden die Auswirkungen der gemeldeten Risiken auf die Umwelt erfasst.

3. Governance und Ressourcen

Die konzernweite Koordination des Wasser- und Abfallmanagements liegt beim Umweltmanagement der Krones AG. Der Leiter des Umweltmanagements berichtet direkt an den CEO des Krones Konzerns. Da die Voraussetzungen hinsichtlich physischer Umgebung und umweltrechtlicher Vorschriften weltweit unterschiedlich sind, liegt die Initiative für die Umsetzung wasser- und abfallreduzierender Produktionsprozesse bei den Niederlassungen und Tochterunternehmen. Die Effektivität der Maßnahmen wird im Zuge der jährlichen Datenprüfung und -konsolidierung durch das Umweltmanagement der Krones AG gemessen.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir im Geschäftsjahr 2020 folgende Umweltziele definiert:

Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine gefährlichen Abfälle sowie den Trinkwasserverbrauch bis 2030 um zehn Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2020.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Umwelt- und Klimapolitik

Trainings und Sensibilisierungen

Schulungen für internen Umweltschutz bilden einen wichtigen Baustein zur Reduktion unseres ökologischen Impacts aus Produktionsbereichen. Im jährlichen Pflichttraining »Basisunterweisung« werden Beschäftigten der Krones AG Fragen zum sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Wasser gestellt.

Die nach der ISO 14001 vorgeschriebenen Prozesse fordern zudem in den zertifizierten Standorten regelmäßige Mitarbeiterschulungen zu Umweltthemen, unter anderem auch zu Wasser und Abfall. Über die unternehmensinternen Kommunikationskanäle werden regelmäßig Berichte zum Fortschritt unserer Nachhaltigkeitsziele veröffentlicht.

Audits und Zertifizierungen

Die Wasser- und Abfallziele des Krones Konzerns gelten für die globalen Produktionsstandorte, insgesamt 24 Entitäten. Datenerhebung und Maßnahmenumsetzung liegen dabei lokal in der Verantwortung der jeweils einbezogenen internationalen Standorte, Datenvalidierung und Maßnahmenkoordination erfolgen zentral. Wie bereits im Kapitel zu Treibhausgasemissionen aus der eigenen Geschäftstätigkeit beschrieben, sind derzeit die Produktionsniederlassungen in Taicang (China), unser italienisches Tochterunternehmen System Logistics sowie die deutsche Niederlassung kic Krones nach ISO 14001 zertifiziert.

Datenerhebung und konzernweite Konsolidierung

Die Daten der Wasserverbräuche werden über Zählerstandsmessungen und Versorgerrechnungen gesammelt. Das Mapping von Abfallströmen wird durch die Auswertung entsorgter Mengen je Abfallart und im Fall von gefährlichen Abfällen über das elektronische Nachweisverfahren dokumentiert, entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Analog zur internen Prüfung der Scope-1-und Scope-2-Treibhausgasemissionen erfolgt auch die Validierung der Kennzahlen zu Wasserverbrauch und Abfallaufkommen im Vier-Augen-Prinzip.

Wasser

Mehrfachverwendung von Produktionswasser

Je mehr Wasser wir innerhalb unserer eigenen Produktions- und Fertigungsprozesse im Kreislauf führen können, desto geringer ist unser negativer Impact auf lokale Ökosysteme. Eine Mehrfachverwendung von Wasser geschieht beispielsweise in den Produktionswerken Neutraubling (Krones AG) und Freising (Steinecker GmbH), wo eine Kaskadenspülung bei galvanotechnischen Prozessen eingesetzt wird. An mehreren weiteren Standorten gibt es Ultraschall-Reinigungsbäder. Bei Kälteanlagen, etwa für die Gebäudekühlung oder für technische Prozesse, existieren in der Regel geschlossene Kühlkreisläufe. Im Werk Freising (Steinecker GmbH) ermöglichen Puffertanks für Brauchwasser - zum Beispiel bei der Druckprüfung von Behältern - die Mehrfachverwendung von Wasser. In den beiden größten Produktionswerken Neutraubling und Nittenau (beide Krones AG) wird das Wasser in Gleitschleifprozessen zum Entgraten über Zentrifugen gereinigt und dadurch im Kreislauf gefahren.

Maßnahmen zur Wasserreduktion

Wo wir Wasser verbrauchen und nicht im Kreislauf führen können, wollen wir die Menge so gering wie möglich halten. An den Standorten Neutraubling und Nittenau wird Wasser durch Verdampfer- und Ultrafiltrationsanlagen aufbereitet, um eine Standzeitverlängerung oder Wiederverwendung zu ermöglichen. Beim Einsatz von wassergemischten Kühlschmierstoffen - vor allem im Werk Flensburg - setzen wir auf eine Umstellung auf Minimalmengenschmierung sowie Maßnahmen zur Standzeitverlängerung durch Überwachung, Leckölabscheidung oder stetige Belüftung. Dadurch vermeiden wir betrieblichen Wasserverbrauch sowohl für den Neuansatz der Kühlschmierstoffe als auch bei der Maschinenreinigung vor Neubefüllung. Das Trinkwasser-Leitungsnetz wird sukzessive verkleinert, sodass die zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserhygiene erforderlichen regelmäßigen Spülungen verringert werden.

Beseitigung von Abwasser

Die Entsorgung der betrieblichen Abwässer geschieht in allen Produktionswerken im Einklang mit den jeweils geltenden gesetzlichen Standards. Wo dies die lokale Infrastruktur ermöglicht, wird das Wasser städtischen Kläranlagen zugeführt. Anfallendes Regenwasser wird überwiegend in den natürlichen Untergrund geleitet, sodass die Grundwasserneubildung unterstützt wird und negative Auswirkungen durch Flächenversiegelungen ausgeglichen werden können.

Kontrollverfahren für Wasserqualität

Regelmäßige Untersuchungen der Abwasserqualität aus verschiedenen relevanten Anlagen - beispielsweise eine wöchentlich stattfindende Untersuchung in der Galvanik - ermöglichen das Tracking der Wasserqualität. Die Messungen finden sowohl intern als auch extern, entweder beauftragt durch Labore oder unangekündigt durch zuständige Behörden, statt.

Abfall

Abfallleitfaden als Handbuch

Ein Abfallleitfaden mit Informationen und Anweisungen zur korrekten Entsorgung und Beseitigung von Abfällen in internen Produktionsprozessen ist an den Standorten der Krones AG implementiert. Die Umsetzung obliegt dem Fachbereich, in Arbeitsstättenbegehungen erfolgen stichprobenartige Kontrollen durch die Sicherheitsfachkräfte.

Maßnahmen zur internen Abfallvermeidung

Im Produktionsprozess setzen wir - wo möglich - gezielt kreislauffähige Verpackungen ein. Bei der Entsorgung von altem Büromaterial setzen wir auf Wiederverwendung in neuen Kontexten: PC-Monitore werden zur privaten Nutzung kostenlos an Beschäftigte entliehen, ausgemusterte Telefone werden systematisch gesammelt und zurückgegeben.

Infrastruktur zur Mülltrennung

Gemäß dem Abfallkonzept werden in den Produktionsbereichen gekennzeichnete Behälter bereitgestellt, mit deren Hilfe Müllfraktionen ordnungsgemäß getrennt werden müssen. Die Krones AG betreibt zudem eigene Wertstoffhöfe, die Baugruppen demontieren, um darin enthaltene Teile und Materialien einer möglichst sortenreinen Entsorgung oder Wiederverwendung zuzuführen. Ein neues Konzept für die Mülltrennung in den Büros am Hauptsitz Neutraubling befindet sich derzeit in der Pilotphase.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern - gefährliche Abfälle in t

Krones Konzern - Wasserverbrauch in m3

Bei den dargestellten Werten handelt es sich um Verbrauche zum Betrieb der Maschinen, Anlagen sowie Gebäude der Standorte der Krones AG. Bei der Ermittlung wurden die eigenen Gebäude vollständig erfasst. Mietobjekte sind nur zum Teil enthalten, da bei einigen Gebäuden eine Mietpauschale abgerechnet wird und die Gebäude meist nicht von Krones allein genutzt werden.

Wasserverbrauch bei unseren Produkten

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Alle Kunden des Krones Konzerns nutzen Wasser: entweder als Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff oder als Bestandteil ihres Produkts. Der große Einfluss der Getränkeindustrie auf das Nachhaltigkeitsthema »Wasser« führt dazu, dass wir - analog zum Klimaschutz - als Enabler wassersparender Produktions-, Abfüll- und Verpackungsprozesse fungieren. Fast alle Produkte des Krones Konzerns haben einen Einfluss auf den Wassereinsatz und -verbrauch unserer Kunden. Aufgrund unserer fachlichen Kompetenz und der langjährigen Erfahrung wissen wir, wo die größten Hebel zur Reduktion des Wasserverbrauchs unserer Prozesstechnik-Anlagen, unserer Abfüll- und Verpackungsmaschinen sowie ganzer Getränkefabriken liegen. Ziel ist es, dieses Wissen nutzbar zu machen, um mithilfe unserer Maschinen, Anlagen, Technologien und Services einen spürbaren Im-pact zu generieren. Aus diesen Gründen gehört das Thema »Wasser bei unseren Kunden« - neben »Klimaschutz Downstream« - zu den am höchsten priorisierten Themen unserer Wesentlichkeitsanalyse. Die Geschäftsrelevanz ist als »hoch« eingestuft, die Impact-Relevanz als »mittel«.

2. Risiken und Chancen

Den Einfluss der Krones Produkte auf den Wasserverbrauch bei unseren Kunden fassen wir - wie soeben deutlich wurde - nicht als Risiko, sondern als Chance für unser Geschäft auf. Die zunehmende Wasserknappheit in vielen Regionen der Welt führt dazu, dass die Getränke- und Lebensmittelindustrie Wasser mehr und mehr als wertvolles Gut betrachtet - sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht. Je höher die monetären Kosten von Wasser, desto mehr sind unsere Kunden bereit, in wassersparende Produkte und Technologien zur Wasseraufbereitung zu investieren. Deshalb gehen wir davon aus, dass unsere Angebote als Enabler wasserfreundlicher Getränke- und Recycling-Fabriken eine Chance für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung darstellen.

3. Governance und Ressourcen

Aufgrund der Diversität des Produktspektrums innerhalb des Krones Konzerns existiert keine flächendeckende Governance für Wasserthemen auf Produktebene. Seit Ende 2022 treiben wir aus dem zentralen Sustainability Team eine Projektgruppe zu »Wasser bei Produkten«, bestehend aus Vertretern diverser Produktbereiche. Sie dient dazu, den fachlichen Austausch der Wasserexperten zu vertiefen und Kompetenzen zu bündeln. Im Rahmen dieser Projektgruppe berichtet das Sustainability Team über das produktbezogene Midterm-Planning-Gremium an die Bereichsleiter und den Vorstand.

4. Strategie und Ziele

Neben bereits existierenden internen, produktbezogenen Einsparungszielen kommunizieren wir derzeit kein Wasserziel für unsere Produkte. Im Zuge des im Jahr 2022 begonnenen Review-Prozesses unserer Nachhaltigkeitsziele planen wir die Einführung eines Wasserziels auf Produktebene.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Wasser im enviro Nachhaltigkeitsprogramm

Neben Energieeffizienz steht Medienreduktion - und damit auch Wassereinsparung - als zweites Thema des enviro Nachhaltigkeitsprogramms für unsere Maschinen und Anlagen im Fokus. Der Wasserverbrauch der nach den enviro Kriterien analysierten Produkte wird bewertet, wobei auch hier die Hierarchie »reduzieren, aufbereiten, wiederverwenden« gilt. Die Erfüllung der enviro Kriterien auch im Bereich Wasser ist Voraussetzung für das enviro Siegel.

Hydronomic Wasseraufbereitungsanlage

Zentraler Bestandteil unserer Produktlösungen für Wasser bilden die Aufbereitungsanlagen Hydronomic. Mit diesen Lösungen können unsere Kunden das Rohwasser - das Grundelement ihres späteren Produkts - nach ihren jeweiligen Bedürfnissen und Anforderungen aufbereiten. Die Anlagen bereiten pro Stunde zwischen fünf und 120 Kubikmeter Wasser auf. Aufeinander abgestimmte Filtermedien verlängern die Filtrationszyklen und minimieren somit die nötige Rückspülhäufigkeit, was die anfallende Abwassermenge mindert und den Lebenszyklus der Filtermedien erhöht. Die Technologie verzichtet weitgehend auf Reinigungschemikalien, da die Edelstahlkonstruktion vollständig mit Heißwasser sanitisierbar ist.

HydroCircle Komplettkonzept für Abwasser-Recycling

Auf Basis der Aufbereitungsanlage Hydronomic entwickelte Krones zusammen mit einem Kooperationspartner das Konzept HydroCircle, das es ermöglicht, Abwasser aus sämtlichen Prozessstufen einer Getränke- oder Recycling-Fabrik zu neuem Prozesswasser aufzubereiten. Durch die Berücksichtigung der gesamten Prozesskette und den Aufbau eines geschlossenen Kreislaufkonzepts lässt sich der Wasserverbrauch der betreffenden Kundenanlage um bis zu 80 Prozent senken.

Wasserberatung auf Fabrikebene

Die Energie- und Nachhaltigkeitsberatung erarbeitet nicht nur Konzepte zur optimierten Nutzung und Kreislaufführung von Energie. Ein zentraler Baustein im Beratungsportfolio bildet auch das Wassermanagement. Unsere Experten entwickeln für Getränke- und Recycling-Fabriken Konzepte für einen sparsamen Einsatz von Frischwasser durch das Wiederverwenden von Abwasser: von Analysen zum Status-quo-Wasserverbrauch über die Messung von Abwassermengen und deren Qualität bis hin zur Identifikation von Potenzialen zu Wassereinsparungen - oder zur Energieerzeugung - aus der Abwasserbehandlung. Ziel ist es, Frischwasser einzusparen und den Verbrauch von Primärenergie zu reduzieren, um letztendlich auch Betreiberkosten der Kundenfabrik zu senken.

Lavatec Flaschen-Reinigungsmaschine

Beim Ökodesign der Getränkefabrik spielt - gerade bei Mehrweganlagen - die Reinigungsmaschine für die Flaschen eine große Rolle. Gebrauchte Getränkebehälter sind - je nach abgefülltem Produkt - oft stark verschmutzt, im Fall von Milch beispielsweise mit schwer löslichem Fett und Eiweiß. Um den Wasser- und Spülmittelbedarf möglichst gering zu halten, werden Technik und Prozesse der Reinigungsanlage individuell für den jeweiligen Anwendungsfall ausgelegt. Bei einem Kunden der Milchindustrie konnten wir zeigen: Im Vergleich zum Vorgängermodell verbraucht die Lavatec D4 30 Prozent weniger Wasser und 15 Prozent weniger Lauge.

Flexible Filling: wassersparende Umstellung

Wenn ein Getränkeproduzent auf seiner Krones Linie mehrere verschiedene Getränke abfüllt, waren beim Wechsel des abgefüllten Produkts bisher aufwändige und wasserintensive Reinigungsvorgänge notwendig. Durch die neuen Technologien im Bereich »Flexible Filling« ist es möglich, diese produktionsbedingten Downtimes und den bei der Reinigung anfallenden Wasserverbrauch zu minimieren. Damit kann der Kunde bis zu 80 Prozent des bisherigen Reinigungswassers einsparen.

6. Leistungskennzahlen

Im Zuge des derzeit stattfindenden Sustainability Strategy Reviews arbeiten wir an der Definition und Ausgestaltung aussagekräftiger Kennzahlen, die uns dabei helfen, den Fortschritt unserer Bemühungen um die Reduktion des Wasserverbrauchs unserer Kunden transparenter zu machen.

Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbetrieb

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Der Krones Konzern operiert global. In der Regel existieren in den Ländern, in denen das Unternehmen operiert, gesetzlich fixierte Standards für Arbeit, Entlohnung oder Sicherheit am Arbeitsplatz. Als Industrieunternehmen mit einem erheblichen Anteil körperlicher Arbeit an unseren Standorten sind sichere Arbeitsbedingungen ein zentraler Faktor. Viele unserer Beschäftigten in Fertigung und Montage führen körperlich anstrengende und mit Gefahren verbundene Tätigkeiten durch. In der Wesentlichkeitsanalyse wurde das Thema Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbereich sowohl hinsichtlich Impact als auch bezüglich Geschäftsrelevanz mit mittlerer Relevanz bewertet.

2. Risiken und Chancen

Die Anfälligkeit unserer Geschäftstätigkeit für etwaige Menschenrechtsverstöße prüfen wir derzeit auf zwei Weisen: Den ersten Pfeiler bildet die Compliance-Risikoanalyse, bei der gezielt Fragen zu Menschen- und Arbeitsrechten gestellt werden. Im Fokusbereich Arbeitssicherheit erfolgen als zweiter Pfeiler Arbeitsstättenbegehungen sowie Gefährdungsbeurteilungen. Die jeweils weitgehend eigenverantwortlich agierenden Standorte und Fachabteilungen leiten daraus direkt ihre Risikobewertung und Handlungsbedarfe bezüglich des Arbeitsschutzes ab. Zentrale konzernweite Prozesse der Gefährdungsbeurteilung wurden bisher bewusst nicht definiert, um möglichst flexibel auf lokale Gegebenheiten reagieren zu können. Die Ergebnisse der menschen- und arbeitsrechtlichen sowie arbeitssicherheitsbezogenen Analysen finden ebenso wie die dezentralen Gefährdungsbeurteilungen der Arbeitssicherheit in kondensierter Form Eingang in die Konzernrisikoanalyse des Enterprise Risk Management.

3. Governance und Ressourcen

Der Personalbereich sorgt im täglichen Handeln für die Einhaltung der arbeitsrechtlichen und prozessualen Vorgaben und etabliert hierfür Kontrollmaßnahmen. Seit Ende 2022 fungiert der Leiter des Corporate Sustainability Teams als vom Vorstand offiziell beauftragter Human Rights Officer und übt eine Beratungs- und Kontrollfunktion aus. Das Arbeitssicherheitsmanagement der Krones AG ist organisatorisch im Personalbereich angesiedelt, an den internationalen Standorten ist es häufig in einer Zentralfunktion bei Health, Safety and Environment verankert. Human Rights Officer und leitende Sicherheitsfachkraft berichten anlassbezogen, mindestens aber einmal im Quartal, an den Vorstand.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für die Achtung der Menschenrechte definiert:

Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Menschenrechtsverletzungen und forcieren eine flächendeckende Aufklärung durch effektives Human Rights Management - bestehend aus Richtlinien, Risikoanalysen, Maßnahmen, Abhilfe und Berichterstattung.

Speziell für Arbeitssicherheit haben wir zwei Zielgrößen festgelegt, mit der wir die Performance unseres Arbeitssicherheitsmanagements konzernweit messen:

Wir reduzieren sowohl die Arbeitsunfälle als auch die Ausfalltage nach Arbeitsunfällen pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden im Krones Konzern um 30 Prozent bis 2030, verglichen mit dem Basisjahr 2020.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Verhaltenskodex

Das Thema Achtung der Menschenrechte bildet ein zentrales Kapitel im Verhaltenskodex des Krones Konzerns. Das Dokument erfüllt sowohl einen deskriptiven als auch einen normativen Zweck: Anhand von Beispielen wird deutlich, was unter einem Menschenrechtsverstoß zu verstehen ist. Gleichzeitig verpflichtet der Code of Conduct alle Konzern-Beschäftigten dazu, die Menschenrechte zu achten und etwaige Verletzungen zu melden. Der Kodex stellt ein verbindliches, konzernweit gültiges Dokument dar, deren Nichtbeachtung je nach Art und Schwere des Verstoßes zu Sanktionen führen kann.

Menschenrechtspolitik und Konzernrichtlinie

Neben dem übergreifenden Verhaltenskodex entwickeln wir derzeit eine externe Menschenrechtspolitik. Die Politik soll künftig als Grundsatzerklärung fungieren und die Selbstverpflichtung des Unternehmens betonen, die Menschenrechte aller Stakeholder entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu achten. Zur Fixierung der darin definierten Grundsätze in den täglichen Betriebs- und Arbeitsprozessen dient die Richtlinie »Menschenrechte und Arbeitsstandards«, die bereits seit dem Jahr 2020 existiert und intern kommuniziert ist. Sie definiert ein Basis-Set an Regeln, die in jeder Niederlassung des Krones Konzerns Gültigkeit besitzen, sofern rechtliche Bestimmungen nicht noch darüber hinausgehen. Beide Dokumente wurden vom Vorstand der Krones AG verabschiedet, vom Betriebsrat für die Krones AG gebilligt, gelten jedoch konzernweit und sind intern kommuniziert. Darüber hinaus veröffentlichen wir jährlich ein Statement zum uk Modern Slavery Act auf unserer Website.

Repräsentation und Partizipation

Alle Beschäftigten in der Krones AG sind durch die Betriebsräte an den Krones Standorten vertreten, die gemeinsam einen Gesamtbetriebsrat bilden. Darüber hinaus existiert für die Krones AG sowie die Tochterunternehmen Evoguard und Steinecker ein Konzernbetriebsrat. Alle vorgenannten Unternehmen haben den Manteltarifvertrag der bayerischen Metall- und Elektroindustrie anerkannt. Die Betriebsräte der Tochterunternehmen Gernep, hst, Dekron, mht sowie Milkron sind formal eigenständig, stehen jedoch im Austausch mit dem Konzernbetriebsrat. Über Deutschland hinaus gestalten die Beschäftigten der internationalen Standorte ihre Mitarbeitervertretung formal und rechtlich jeweils individuell. Innerhalb des globalen Krones Netzwerks pflegen die Vertreter des Konzernbetriebsrats Kontakte zu den Geschäftsführern, Werkleitern und den vor Ort zuständigen Gewerkschaften der großen internationalen Produktionsstandorte. In der Praxis wenden sich auch Beschäftigte von Standorten und Tochterunternehmen in Einzelfällen an den Konzernbetriebsrat, welcher sich dann um die Lösung von Konflikten und Fragen bemüht.

Bewerbung und Rekrutierung

Im Krones Konzern arbeiten keine Personen, die jünger als 15 Jahre sind. Die Mitarbeitenden, die unter 18 Jahre alt sind, absolvieren ihre technische, kaufmännische oder eine sonstige Ausbildung im Unternehmen. Die Auszubildenden sind keinen Produktionsprozessen mit hohem Gefährdungspotenzial ausgesetzt. Die Kosten für die Rekrutierung sämtlicher Arbeitnehmer im Krones Konzern trägt das Unternehmen.

Faire Vergütung

Konzernweit gelten mindestens die vor Ort gültigen, gesetzlich geforderten Vergütungsstandards. Für eine attraktive, marktgerechte Vergütung werden regelmäßig Markt-Benchmarks durchgeführt. Die tariflichen Beschäftigten der Krones AG sind vom Manteltarifvertrag der Gewerkschaft IG Metall abgedeckt. Auskünfte zu Prozessen der Entlohnung, Einstufung und Auszahlung sind in der Krones AG entweder über das Intranet abrufbar oder können über die Personalabteilung zur Verfügung gestellt werden. Überstunden werden im tariflichen Bereich entweder durch zusätzliche Freinahme über ein Arbeitszeitkonto oder durch monetären Ausgleich kompensiert. Für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen gelten gesonderte Regelungen zur Mehrarbeitsvergütung. Für außertarifliche Beschäftigte ohne Arbeitszeitkonto gibt es Möglichkeiten, gesonderte Freinahmen zu beantragen.

Erfolgsbeteiligung

Die Erfolgsbeteiligung von Beschäftigen an der Unternehmens-Performance ist in den Tochterunternehmen dezentral geregelt. In der Krones AG erhalten alle Beschäftigten eine mitarbeitergruppenspezifisch gestaltete Erfolgsbeteiligung, welche an die Erreichung der Unternehmensziele gekoppelt ist. Darüber hinaus können besondere Leistungen oder Erfolge bei außertariflichen Beschäftigten mit sogenannten »Spot-Boni« incentiviert werden.

Arbeitszeit und Arbeitsort

Die Grundsätze der Arbeitszeitgestaltung sind konzernweit einheitlich: Jeder Beschäftigte erhält jährlichen Urlaub gemäß gesetzlichen sowie gegebenenfalls tariflichen Grundlagen des jeweiligen Landes. Pro Tag dürfen im Höchstfall zehn Stunden gearbeitet werden, wobei mindestens ein arbeitsfreier Tag nach sieben zusammenhängenden Arbeitstagen erfolgen muss. Über diese konzernweiten Basisregeln hinaus werden Arbeitszeit und -ort standortspezifisch flexibel gestaltet. In den Standorten der Krones AG gilt eine Orientierungsgröße für mobile Arbeit von derzeit 50 Prozent.

Schutzvorkehrungen und -ausrüstung

Diejenigen Mitarbeitenden im Krones Konzern, die in sicherheitsrelevanten Bereichen tätig sind, werden vom Unternehmen mit Schutzausrüstung versorgt. Dazu zählt die Ausrüstung mit Instrumenten gegen Lärm sowie präventive Verfahrensanweisungen für den Umgang mit Chemikalien und gefährlichen Substanzen. Für bestimmte Personengruppen ist ein Gesundheitscheck im Vorfeld gewisser, mit Gefahrenpotenzial verbundener Tätigkeiten vorgeschrieben. Im Zuge regulärer Arbeitsstättenbegehungen und interner Prüfungen der zuständigen Arbeitssicherheitsfachkräfte wird die Einhaltung der festgelegten Standards für Schutzvorkehrungen und -ausrüstung kontrolliert.

Trainings und Vorgaben

Aspekte zu menschen- und arbeitsrechtlichen Themen sind Bestandteil diverser interner Schulungen und E-Learnings im Krones Konzern. Das konzernweit verpflichtende E-Learning »Compliance Basics« enthält Fragen zu fairen Arbeitsbedingungen, das Training »Menschenrechte bei Krones« behandelt ausschließlich Themen der menschenrechtlichen Sorgfalt und muss von Beschäftigten mit regelmäßigem Drittkontakt bearbeitet werden. Die Beschäftigten erhalten regelmäßig Trainings zu Arbeitssicherheitsrisiken sowie sicherem Verhalten am Arbeitsplatz. Bei der Krones AG enthält die jährlich stattfindende Basisunterweisung detaillierte Informationen und Vorgaben zu Arbeitsschutzthemen. An den anderen Standorten im Konzern finden die Trainings anlass- und risikogruppenspezifisch statt. Neben eigenen Beschäftigten trainiert Krones auch Zeitarbeitnehmer zu Arbeitssicherheitsaspekten. Auch Dienstleister und Werkvertragspartner erhalten entsprechende Sicherheitsanweisungen.

Meldewege und Feedback

Über das Internetportal Krones Integrity - erreichbar über die Corporate Website - können Beschäftigte, Geschäftspartner sowie Dritte auf Verstöße gegen Menschen- oder Arbeitsrechte hinweisen - wahlweise anonym oder unter Nennung des eigenen Namens. Dafür existiert eine separate Meldekategorie.

Beschäftigte können sich auch per Mail sowie telefonisch an das Compliance-Team des Krones Konzerns wenden, wo ihre Anfragen diskret behandelt und einer Lösung zugeführt werden. Die vorhandenen Meldewege sind intern kommuniziert und barrierefrei erreichbar. Darüber hinaus fungieren der Konzernbetriebsrat sowie die in der jeweiligen Niederlassung gewählten oder beauftragten Mitarbeitervertreter als Ansprechpartner für die Beschäftigten im Falle von arbeitsbezogenen Beschwerden.

Externe Audits, Zertifizierungen und interne Revision

Im Zuge der konzernweit regelmäßig stattfindenden Audits überprüft die interne Revision die Administration und Prozesse der Entgeltauszahlung auf Fehler oder Regelabweichungen. Eine zusätzliche externe Prüfung der internen Prozesse hinsichtlich menschen- und arbeitsrechtlicher Sorgfalt erfolgt durch externe Sozialaudits, die von Kunden initiiert werden. Um unser Arbeitssicherheitsmanagement schrittweise auf konzernweite Grundlagen zu stellen, streben wir die Zertifizierung aller Produktionsstandorte nach ISO 45001 an. Unser Produktionsstandort in Taicang (China), unser italienisches Tochterunternehmen System Logistics sowie die deutsche Niederlassung Evoguard sind bereits nach ISO 45001 zertifiziert.

Vorgehen bei internen Verstößen

Im Zuge kritischer Fälle hinsichtlich Menschenrechte oder Arbeitsstandards werden von den zuständigen Untersuchungsinstanzen formalisierte Stellungnahmen erstellt. So lassen sich kritische Erkenntnisse besser dokumentieren und nachvollziehen. Je nach Art des Falls koordinieren unterschiedliche Funktionen und Gremien innerhalb des Krones Konzerns die Behandlung kritischer Fälle. Im Falle von sozialen Missständen in der eigenen Belegschaft arbeiten Compliance-, Nachhaltigkeits- und Personalabteilung eng zusammen.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern - Arbeitsunfälle je 1 Mio. geleistete Arbeitsstunden

Grundlage der Kennzahlenermittlung bilden tarifliche und außertarifliche Beschäftigte, Auszubildende, Trainees, Studierende in Praktikum oder Werkstudium der Krones AG, exklusive Personen mit Leiharbeits- oder Werkverträgen. Die Kennzahl enthält ausschließlich die Anzahl der Arbeitsunfälle (ohne Wegeunfälle) im aktuellen Kalenderjahr.

Krones Konzern - Ausfallzeit nach Arbeitsunfall je 1 Mio. geleistete Arbeitsstunden

Die Berechnung der Ausfallzeit von 01.01.2021 bis 31.12.2021 erfolgt ab dem ersten Folgeausfalltag und wird dem Unfallereignis zugeordnet. Berücksichtigt wird bei den Abwesenheitstagen jeder ganze Kalendertag (inkl. Feiertage und Wochenenden, soweit diese in der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingeschlossen sind). In die Kennzahl fließen außerdem die im aktuellen Kalenderjahr entstandenen Folgeausfallzeiten aufgrund früherer Arbeitsunfälle ein.

Arbeits- und Menschenrechte in der Lieferkette

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Im Zuge der Globalisierung der Märkte erhöht auch der Krones Konzern kontinuierlich seinen Global Footprint durch das regionale Sourcing von Materialien, Komponenten und Dienstleistungen. Neben strategischen Vorteilen wie Kosteneffizienz, Kundennähe und der stärkeren Nutzung der Kompetenzen unserer internationalen Beschäftigten ergeben sich auch nachhaltigkeitsrelevante Impacts: Durch die Verlagerung von Lieferketten in die Regionen ergeben sich neue Risiken für menschen- und arbeitsrechtliche Verstöße - vor allem in Ländern mit geringeren gesetzlichen Standards. Schon vor dem Beschluss zur Einführung des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) hat der Krones Konzern seine internen Prozesse zur menschenrechtlichen Sorgfalt in der Lieferkette deshalb deutlich ausgebaut. Einfluss und Geschäftsrelevanz des Themas wurden in der Materialitätsanalyse als »mittel« bewertet.

2. Risiken und Chancen

Um mehr Transparenz hinsichtlich nachhaltigkeitsbezogener Risiken in unserer globalen Lieferkette zu erhalten, haben wir eine datenbankgestützte Risikoanalyse mit Fokus auf Menschenrechte sowie Treibhausgasemissionen durchgeführt. Die Menschenrechtsrisikoanalyse wurde zuletzt im Geschäftsjahr 2021 durchgeführt. Mit Hilfe eines externen Dienstleisters wird dabei der Lieferantenstamm des Krones Konzerns auf Grundlage des Einkaufsvolumens, des Herkunfts- beziehungsweise Produktionslands sowie der gelieferten Produkte und Dienstleistungen datenbankspezifisch bewertet. Das Ergebnis hilft uns dabei, mögliche Risiko-Hotspots hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen in der vorgelagerten Lieferkette - nicht nur für Tier-1-Lieferanten, sondern auch für die tiefere Lieferkette - zu identifizieren. Die neue Risikoanalyse bildet damit das Fundament für weitere Schritte wie gezielte Lieferantenbefragungen, Audits oder Entwicklungsgespräche.

3. Governance und Ressourcen

Im Bereich Corporate Procurement, der direkt an den CFOberichtet, laufen die Fäden des Beschaffungsmanagements zusammen. Zur Koordination des Human Rights Management in der Lieferkette dient das Supply Chain Governance Board aus Einkauf, Lieferantenmanagement, Corporate Governance und Sustainability Team. Im Zuge der Vorbereitung auf das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) hat sich parallel dazu eine wöchentlich tagende Projektgruppe gebildet, die bestehende Prozesse und Maßnahmen zur menschenrechtlichen Sorgfalt auf ihren Reifegrad analysiert und entsprechende Optimierungen in die Wege geleitet hat.

4. Strategie und Ziele

Das im Kapitel »Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbetrieb« formulierte Ziel zur menschenrechtlichen Sorgfalt gilt analog für die gesamte Wertschöpfungskette:

Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Menschenrechtsverletzungen und forcieren eine flächendeckende Aufklärung durch effektives Human Rights Management - bestehend aus Richtlinien, Risikoanalysen, Maßnahmen, Abhilfe und Berichterstattung.

Als zusätzliches Ziel für die Etablierung einer nachhaltigen Lieferkette haben wir darüber hinaus folgendes Ziel ausgelobt:

Bis 2030 bewerten wir 100 Prozent derjenigen Lieferanten, auf die ein Einkaufsvolumen von über 1.000.000 Euro entfällt, nach Nachhaltigkeitskriterien.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Kapitel »Achtung der Menschenrechte« im Lieferantenkodex

Im konzernweiten Lieferantenkodex definiert das Kapitel »Achtung der Menschenrechte« die Anforderungen an unsere Zulieferer: In den fünf Unterkategorien »Verbot von Zwangsarbeit«, »Verbot von Kinderarbeit«, »Nicht-Diskriminierung und menschenwürdige Arbeitsbedingungen«, »Geregelte Arbeitsverhältnisse« sowie »Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit« werden die Erwartungen bezüglich menschenrechtlicher Sorgfalt transparent kommuniziert. Neben den inhaltlichen Pflichten adressiert der Lieferantenkodex auch mögliche Sanktionen, Vertragsstrafen, Auditrechte sowie Meldewege bei Verstößen. Mit der Annahme der allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert der Lieferant den Lieferantenkodex. Dieser Prozess steht derzeit auf dem Prüfstand, um zukünftig von einer passiven auf eine aktive Bestätigung des Kodex umzustellen.

Menschenrechte-Training für Einkäufer

Speziell für Beschäftigte mit regelmäßigem Drittkontakt wurde 2022 ein eigenes Training »Menschenrechte bei Krones« eingeführt. Ziel ist es, intern Wissen darüber aufzubauen, was menschenrechtliche Sorgfalt in Bezug auf das unternehmerische Handeln bedeutet. In mehreren Modulen werden menschen- und arbeitsrechtliche Themen angesprochen, fiktive Fälle bewertet und Lösungsvorschläge dargestellt. Eine der Fokusgruppen bildet dabei - in Bezug auf interne Risikoanalysen sowie das Inkrafttreten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) - der Einkauf. Das Training wurde im ersten Schritt in der Krones AG implementiert, der konzernweite Rollout erfolgt 2023.

Due-Diligence-Prüfungen zu Menschenrechtsverstößen

Um etwaige Menschenrechtsverstöße in der vorgelagerten Lieferkette zu identifizieren, beinhalten die vom Compliance-Team regelmäßig durchgeführten Due-Diligence-Checks unter anderem Findings zu menschen- und arbeitsrechtlichen Verstößen, Gerichtsverfahren oder Sanktionen. Das verwendete Tool bezieht dabei öffentlich zugängliche Quellen aller Art mit ein. Im Fall von Due-Diligence-Findings berät das zuständige Supply Chain Governance Board einzelfallspezifisch über weitere Schritte, wobei es im Ernstfall zur direkten Sperrung des Lieferanten kommen kann. Die Information über die weitere Verfahrensweise wird an den jeweiligen Einkäufer oder den regionalen Compliance Ansprechpartner kommuniziert.

Selbstauskunftsbogen mit Menschenrechts- und Compliance-Fragen

Nach dem Onboarding eines neuen Lieferanten sendet das Lieferantenmanagement je nach Warengruppe standardisierte Fragebögen zur Lieferantenqualifizierung zu. Der Basis-Fragebogen, an dem sich die spezialisierten Versionen der jeweiligen Lieferantengruppen orientieren, enthält gezielt Fragen zu Menschenrechten und Compliance. Die Nachverfolgung der Einzelfragebögen erfolgt durch das Lieferantenmanagement, die Bewertung der Antworten und Nachweisdokumente für Menschenrechte und Compliance übernehmen Corporate Governance und das Sustainability Team.

Sozialaudits bei Risikolieferanten

Neben den klassischen Produkt-, Prozess- und Systemaudits bei Lieferanten werden Themen der menschenrechtlichen Sorgfalt seit mehreren Jahren durch sogenannte Sozialaudits geprüft. Die Audits werden in digitaler Form von Corporate Governance und der internen Revision durchgeführt. Die Auswahl der auditierten Lieferanten orientiert sich an der menschenrechtlichen Risikoanalyse. Die Fragen im Audit reichen thematisch von der Gestaltung von Arbeitsverträgen über die Erfassung von Arbeitszeiten bis hin zu elementaren Arbeitssicherheitsprozessen und Themen der Mitarbeitervertretung. Im Falle von Findings werden den Lieferanten auch Lösungsvorschläge auf den Weg gegeben. Im Geschäftsjahr 2022 haben wir die Zahl der Audits von bisher zehn pro Jahr auf 24 Sozialaudits gesteigert.

Meldewege für menschenrechtliche Verstöße

Im Falle eines Verstoßes gegen Menschenrechte oder faire Arbeitsbedingungen können sich sämtliche Beschäftigte entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Krones Konzerns über diverse Meldewege Gehör verschaffen. Neben direkter Kontaktaufnahme des Compliance-Teams oder der jeweiligen Mitarbeitervertretung vor Ort dient vor allem das Hinweisgebersystem Krones Integrity als Anlaufpunkt. Das System ist über die Krones Homepage öffentlich zugänglich und ermöglicht eine anonyme Meldung von Beschwerden im Zusammenhang mit dem Unternehmen. Wie bereits beschrieben, existiert eine eigene Meldekategorie »Menschenrechte« mit entsprechender Beschreibung der darunterfallenden Themen. Menschen- und arbeitsrechtliche Verstöße lassen sich so von vornherein eindeutig kennzeichnen. Die Überprüfung und Verfolgung der gemeldeten Missstände erfolgen durch das Compliance Team des Krones Konzerns.

Abhilfemaßnahmen in kritischen Fällen

Im Falle sämtlicher »Non-Compliances« - egal ob beispielsweise bei Nicht-Bestätigung des Lieferantenkodex, bei kritischen Due-Diligence-Findings oder bei negativen Sozialaudit-Ergebnissen - agiert das Supply Chain Governance Board als Entscheidungsinstanz. Ausgehend von der Schwere, Häufigkeit und Art des Verstoßes folgen Prozesse des Entwickelns, Kommunizierens oder - in letzter Konsequenz - des sofortigen Sperrens des Lieferanten. Bei eindeutigen Menschenrechtsverstößen kann die Sperrung des Lieferanten vorsichtshalber auch direkt durch den Einkauf geschehen - wobei das Supply Chain Governance Board im Nachgang eingebunden werden muss.

Brancheninitiativen und Kooperationen

Ein weiterer Bestandteil des Vorgehens ist es, sich in Form einer Kooperation mit anderen Unternehmen zusammenzuschließen. In einem Arbeitskreis des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), in dem sich Krones mit anderen Unternehmen über das Thema Menschenrechte austauscht, wird ein Erfahrungsaustausch betrieben und daran gearbeitet, Lösungen zu entwickeln. Auf diese Weise lassen sich bestimmte Herausforderungen gemeinsam angehen und größere Effekte in der vorgelagerten Lieferkette erzielen. Die Kooperation innerhalb des Branchenverbands abmi (Association of the Beverage Machinery Industry) treiben wir aktiv voran, indem wir uns zu einer gemeinsamen Brancheninitiative für nachhaltige Lieferketten zusammengeschlossen haben.

6. Leistungskennzahlen

Krones AG - Anzahl der System-, Produkt- und Sozialaudits bei Lieferanten

Wohlbefinden der Beschäftigten im eigenen Geschäftsbetrieb

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Die Beschäftigten im Krones Konzern planen, fertigen, montieren, verkaufen und betreuen technisch komplexe und technologisch anspruchsvolle Maschinen und Anlagen. Für diese Tätigkeit benötigt es gut ausgebildete Fachkräfte mit tiefem fachspezifischem Wissen. Der Krones Konzern muss daher ein möglichst attraktives Arbeitsumfeld gewährleisten, um unsere Beschäftigten langfristig ans Unternehmen zu binden. Die Arbeitsbedingungen, die wir bieten, haben Einfluss auf das Wohlergehen der Mitarbeitenden, welches sich wiederum stark auf ihre Leistungsfähigkeit und Motivation im täglichen Arbeitsleben auswirkt. In der Wesentlichkeitsanalyse resultierte daraus eine hohe Geschäftsrelevanz, die Impact-Bewertung wurde durch die Stakeholder als »mittel« evaluiert.

2. Risiken und Chancen

Risiken und Chancen zu Themen der Zufriedenheit und dem Wohlergehen der Beschäftigten werden vom Personalmanagement ermittelt, erfasst und gemanagt. Im Enterprise Risk Management ist der Konzernpersonalleiter als Risk Owner für Personalthemen definiert.

3. Governance und Ressourcen

Der Konzernpersonalleiter gibt konzernweit die Richtung der übergreifenden Personalpolitik vor. Die internationalen Standorte und Tochterunternehmen genießen einen strategischen und organisatorischen Freiraum, um ihr Personalmanagement gemäß den lokalen Anforderungen und Rahmenbedingungen zu gestalten. Ein quartalsweise stattfindendes globales HR-Netzwerk thematisiert regionenübergreifende Fragestellungen und diskutiert die weitere Ausrichtung der konzernweiten Personalstrategie. Die Berichterstattung an den Vorstand erfolgt durch den Konzernpersonalleiter in zweiwöchentlichen Regelmeetings und anlassbezogen im Gesamtvorstand.

4. Strategie und Ziele

Für das Thema Wohlbefinden und Zufriedenheit unserer Beschäftigten haben wir im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 folgende Zielformulierung festgelegt:

Wir wollen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bestmöglichen Leistungen motivieren. Dazu schaffen wir ein attraktives Arbeitsumfeld, dessen Rahmenbedingungen wir kontinuierlich verbessern. Im Fokus stehen Arbeitszeit, Arbeitsort sowie eine gesundheitsbewusste Förderung der persönlichen Leistungsfähigkeit. Wir ermöglichen es den Menschen bei Krones, das eigene Potenzial zu nutzen und ihre Leistung weiterzuentwickeln - innerhalb der aktuellen Aufgabe und mit Blick auf zukünftige Verantwortlichkeiten. Ziel ist eigenverantwortliches, lösungsorientiertes Handeln, das auf den Unternehmenserfolg genauso einzahlt wie auf die persönliche Entwicklung.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Kommunikation und Transparenz

Der Krones Konzern pflegt eine offene und regelmäßige Kommunikation mit der Belegschaft. Über diverse Kanäle - Mitarbeiterzeitung, Aushänge am schwarzen Brett, Intranet, internes Soziales Netzwerk - können Mitarbeitende die für sie relevanten Informationen abrufen. In regelmäßigen Abständen gibt der Vorstand transparent Auskunft über aktuelle Entwicklungen und die Lage des Unternehmens - häufig in kurzen Videos, die über das Intranet abrufbar sind. Mitarbeiterspezifische Themen werden in Gesprächen mit der jeweiligen Führungskraft geklärt.

Qualifizierung und Weiterbildung

Aufgrund der hohen Anforderungen, die das Unternehmen an seine Fachkräfte stellt, nehmen bedarfsgerechte Qualifizierungsprogramme einen hohen Stellenwert ein - über das gesamte Berufsleben hinweg. Zentraler Anlaufpunkt für alle Weiterbildungen ist das Trainingsportal, auf das konzernweit ein Großteil der Beschäftigten zugreifen kann. Dort können berufliche Trainings in den vier Kategorien »Fachkompetenzen«, »Service Trainings«, »Soft Skills & Methoden« sowie »Sprachkompetenzen« über einen festgelegten Genehmigungsprozess von jedem Beschäftigten beantragt und gebucht werden. Auch nebenberufliche Weiterbildungen sind möglich und über einen separaten Genehmigungsprozess vom Unternehmen förderbar, entweder finanziell oder durch Bildungsurlaub. Für die Krones AG bildet eine Betriebsvereinbarung zu Qualifizierung und Weiterbildung die Basis sämtlicher Maßnahmen, wodurch auch der Betriebsrat in die Gestaltung der Weiterbildungsaktivitäten eingebunden ist.

Entwicklung der Führungskräfte

Gute Führung ist ein zentraler Baustein erfolgreicher Personalpolitik. Daher ist ein spezielles Schulungsprogramm für neue Führungskräfte verpflichtend. Für Angestellte in Leitungsfunktionen gibt es eine Vielzahl an Kursen zu unterschiedlichen Themen rund um Führung, wobei auch ausgewählte Kurse aus einem Zentralbudget angeboten werden. Darüber hinaus können Führungskräfte verschiedenste Formate in Anspruch nehmen, wie beispielsweise ein persönliches Coaching oder auch Maßnahmen zur Teamentwicklung.

Neue Arbeitswelten

Als Technologie-Unternehmen mit dem Anspruch auf Innovationsführerschaft setzen wir uns zudem intensiv mit den verschiedenen Konzepten auseinander, die unter dem Schlagwort »New Work« zusammengefasst werden können. Mobiles Arbeiten, Shared-Desk-Modelle und offene Bürogestaltung sind nur drei Beispiele für Maßnahmen in diesem Bereich. Insbesondere die Nutzung digitaler Kollaborationsmöglichkeiten steht im Fokus aktueller Maßnahmen, beispielsweise durch eine Schulungsreihe zu »Hybrider Führung« für Führungskräfte.

Teambuilding und Betriebssport

Ein positive Arbeitsklima bildet einen wichtigen Baustein des Wohlbefindens der Mitarbeitenden. Regelmäßige Teambuilding-Events finden daher je nach Zusammensetzung, Bedarf und individuellen Interessen der jeweiligen Teams statt, koordiniert durch die Führungskräfte. In vielen Niederlassungen und Werken findet einmal jährlich ein großes Event für alle Beschäftigten statt -das größte davon das Betriebsfest des Krones AG Hauptstandorts Neutraubling. Eine Kombination aus Teambuilding mit sportlicher Betätigung setzen zahlreiche Beschäftigte des Krones Konzerns in Betriebssportgruppen um.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Über das klassische Arbeitssicherheitsmanagement hinaus kümmert sich Krones um das körperliche und mentale Wohlbefinden der Arbeitnehmer. Ausgehend von ausführlichen Analysen der Arbeitsunfähigkeiten sowie Bedarfsermittlungen durch Befragungen werden zielgruppenspezifische Gesundheitsmaßnahmen umgesetzt. Die präventiven Maßnahmen zur Gesundheitsförderung fokussieren sich derzeit auf die Sensibilisierung zu den Themen Ergonomie, Resilienz, Stressprävention sowie gesunde und ausgewogene Ernährung. Diese werden ergänzt durch Arbeitsplatzbegehungen und -anpassungen zur Anhebung und Umsetzung der ergonomischen Arbeitsstandards (sowohl in Produktions- als auch Bürobereichen) sowie eine physiotherapeutische In-house-Betreuung. Kommunikationskampagnen (etwa für die Darmkrebsvorsorge) und Kooperationen mit externen Gesundheitseinrichtungen (beispielsweise Physiotherapiepraxen) ergänzen das Angebot. Beispiele für aktuelle Projekte sind die Gefährdungsbeurteilungen für psychische Belastungen mit dem zugehörigen Rahmenprogramm »Gesunde Arbeit mitgestalten«. Das Team des betrieblichen Gesundheitsmanagements koordiniert die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Personalbereich, Betriebsärzten, Sozialberatung, Arbeitssicherheit, Betriebsrat und der Betriebskrankenkasse bkk. Derzeit befinden sich die Standorte der Krones AG im Fokus des Gesundheitsmanagements.

Betriebsärztlicher Dienst und Betriebskrankenkasse

Die medizinische Betreuung der Beschäftigten übernimmt in der Krones AG der betriebsärztliche Dienst. Er ist erster Ansprechpartner für allgemeine medizinische Anfragen sowie akute Notfälle. Auf der agenda stehen dabei neben der akuten medizinischen Versorgung unter anderem die Organisation von Gesundheitstagen und -aktionen sowie Beratung im Bereich Reisemedizin und Vorsorgeimpfungen. Für die Beschäftigten der Krones AG sowie der deutschen Standorte und Tochterunternehmen steht die Krones Betriebskrankenkasse zur Verfügung.

Sozialberatung

Die betriebliche Sozialberatung der Krones AG leistet Hilfe bei Problemen, die mit der Lebens- und Arbeitssituation von Beschäftigten verbunden sind. Als Grundprinzip der betrieblichen Sozialberatung gilt, dass sich das Angebot nicht nur an bestimmte, gefährdete oder in besonderen Notlagen befindliche Personen richtet, sondern alle Beschäftigte des Unternehmens anspricht. Die Sozialberatung bietet Ersthilfe sowie die Vermittlung von Kontakten zu Kliniken, Therapeuten, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und weiteren Hilfseinrichtungen.

6. Leistungskennzahlen

Die Anzahl an Beschäftigten weisen wir an anderer Stelle des Geschäftsberichts aus.

Krones AG - Fluktuation und Frühfluktuation in Prozent (tarifliche und außertarifliche Beschäftigte)

* Die durchschnittliche Fluktuation bei Unternehmen in der Maschinenbaubranche wird in einem Zyklus von drei Jahren vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erhoben. Die Zahlen beziehen sich auf eine Ermittlung aus dem Jahr 2020.

Krones Konzern - Führungsstruktur 2022

Krones AG - Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer

Krones AG - Auszubildende nach Ausbildungsrichtung

* Das Profil 21 beinhaltet zusätzlich zur Berufsausbildung eine Weiterbildung zum/​zur Techniker/​-in oder Meister/​-in.

Krones Konzern - Teilnahmen an Weiterbildungsangeboten (gerundet)

Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Grundgesamtheit der hier ausgewiesenen Teilnahmen an Weiterbildungsangeboten neu definiert. Im Vergleich zu den Vorjahren werden für 2022 nur komplett abgeschlossene Trainings berücksichtigt.

Krones AG - finanzielle Aufwände für Aus- und Weiterbildung in Mio. €

Diversität im eigenen Geschäftsbetrieb

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Als global agierendes Technologieunternehmen spiegelt sich in unserer Belegschaft die Vielfalt der Welt: Im Krones Konzern arbeiten Menschen jeden Alters und Geschlechts, zahlreicher Nationen, Religionen, politischen Überzeugungen und sonstigen Individualitätsmerkmalen. Diversität ist kein Selbstzweck, sie macht unser Unternehmen effizienter, kreativer und flexibler. Derzeit fordert es uns stellenweise stark heraus, überall im Unternehmen vielfältige Teams zu etablieren. Im Produktionsbereich und in Managementebenen arbeiten zu wenig Frauen und internationale Kolleginnen und Kollegen. In der Wesentlichkeitsanalyse ergab die Bewertung des Themas Diversität eine niedrige Impact-Bewertung sowie eine hohe Geschäftsrelevanz.

2. Risiken und Chancen

Risiken und Chancen im Themenbereich »Diversität« werden vom Personalmanagement ermittelt, erfasst und gemanagt. Im Enterprise Risk Management ist der Konzernpersonalleiter als Risk Owner für Personalthemen definiert. Die von ihm für Diversitätsthemen gemeldeten Risiken fließen in die Konzernrisikoanalyse des Enterprise Risk Management ein. Derzeit existiert kein Risiko in Zusammenhang mit Diversität.

3. Governance und Ressourcen

Im Zuge seiner Verantwortung für übergreifende Personalthemen delegiert der Vorstand des Krones Konzerns das Diversity Management an den Konzernpersonalleiter, der die strategische Ausrichtung für die Steigerung der Diversität vorgibt. Seit Ende 2021 fungiert ein Diversity Board als strategisches Beratungsgremium für Diversitätsthemen. Die Berichterstattung an den Vorstand erfolgt durch den Konzernpersonalleiter in zweiwöchentlichen Regelmeetings und anlassbezogen im Gesamtvorstand.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für Diversität definiert:

Wir fördern die Vielfalt in unserer Belegschaft. Durch gezielte Programme, weltweite Talentpools, internationale Themen-Communities sowie Maßnahmen zur Schaffung ausgewogener Altersstrukturen wollen wir Beschäftigte verschiedener Altersgruppen, Geschlechtsidentitäten, Nationalitäten und Fachrichtungen miteinander vernetzen. Dadurch bringen wir mehr Flexibilität, Kreativität und Effizienz in unsere Prozesse.

Im neuen Zielbild des Krones Konzerns heißt es unter anderem: »Wir schätzen Vielfalt und Inklusion. Wir zeigen Wertschätzung, ermutigen und begeistern alle Menschen unvoreingenommen.« Bereits 2010 unterzeichnete Krones die Charta der Vielfalt und brachte damit klar zum Ausdruck, dass sich das Unternehmen in der Verantwortung sieht, die Vielfalt der Menschen im Konzern zu fördern.

Als quantitatives Ziel speziell für die Förderung von Frauen hat der Vorstand 2021 für die Krones AG eine verbindliche Quote ausgelobt:

Bis Ende 2024 steigern wir den Anteil weiblicher Führungskräfte in den ersten beiden Ebenen unter dem Vorstand in der Krones AG auf 15 Prozent.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Fundament: Anti-Diskriminierung

Diskriminierungsprävention und -abhilfe

Die Grundsätze zur Verhinderung von Diskriminierung sowie körperlicher oder psychischer Belästigung am Arbeitsplatz sind konzernweit in einem eigenen Kapitel »Zusammenarbeit untereinander« des Verhaltenskodex für alle Mitarbeitenden transparent festgelegt. In der Richtlinie »Menschenrechte und Arbeitsstandards«, der Compliance-Basisschulung sowie dem Training »Menschenrechte bei Krones« wird intern klar geregelt, was als diskriminierendes Verhalten gilt, wie damit umzugehen ist und welche Konsequenzen es haben kann. Über den Compliance Helpdesk oder das Meldesystem Krones Integrity kann jeder Beschäftigte einen Verstoß melden, der anschließend vom Compliance Team bearbeitet wird.

Faire Rekrutierungs- und Entwicklungsprozesse

Die Bewerbungs- und Auswahlverfahren im Krones Konzern basieren rein auf der fachlichen Qualifikation der Kandidaten und Kandidatinnen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder anderen Merkmalen und Eigenschaften. Bewerbende bei der Krones AG haben die Möglichkeit, ihre Geschlechtsidentität als »männlich«, »weiblich« oder »divers« anzugeben. Stellenanzeige und Bewerberkommunikation sind genderneutral formuliert. Sowohl das Trainingsportal als auch sämtliche Beförderungsprozesse stehen sämtlichen Beschäftigten offen. Die Führungskräfte sind angehalten, allen Mitarbeitenden je nach aktuellem Bedarf und persönlichen Entwicklungszielen die Nutzung der entsprechenden Trainings zu ermöglichen.

Unterstützung besonderer Gruppen

Neben dem in vielen Ländern gesetzlich geregelten Schutz für behinderte und schwerbehinderte Menschen hat die Krones AG vier Schwerbehindertenvertreter, die sich um die Belange der entsprechenden Beschäftigten kümmern. Auch an anderen Standorten existieren Kontaktpersonen, die je nach rechtlicher Lage vor Ort freiwillig oder vorgeschrieben sind. Ziel ist es, Kolleginnen und Kollegen mit Behinderung gemäß ihren individuellen Fähigkeiten in das Arbeitsleben zu integrieren.

Schwerpunkt Alter

Ausbildung junger Fachkräfte

Das Ausbildungsprogramm der Krones AG umfasst neben kaufmännischen sowie gewerblich-technischen Berufsbildern auch Angebote zum dualen Studium, Trainee-Programme sowie das »Profil 21«. Letzteres richtet sich an Berufseinsteiger, die sich speziell für den anspruchsvollen Einsatz in unserem weltweiten Service ausbilden lassen möchten. Auch an unseren internationalen Standorten in Wuhan (China), Nairobi (Kenia) sowie Debrecen (Ungarn) wird ausgebildet.

Weiterbildung bestehender Leistungsträger

Unser Weiterbildungsangebot trägt auch den Interessen älterer Beschäftigter Rechnung, indem es auf das Ideal des lebenslangen Lernens setzt. Die Teilnehmenden vieler Weiterbildungsprogramme sind teilweise seit Jahrzehnten bei Krones beschäftigt und eröffnen sich durch die Qualifizierung eine völlig neue, zukunftsstarke berufliche Perspektive im Konzern.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Flexible Arbeitszeiten sowie die verstärkte Nutzung von mobilem Arbeiten und - bei Bedarf auch zeitlich begrenzten - Teilzeitverträgen ermöglichen es insbesondere Beschäftigten, neben ihrer beruflichen Tätigkeit ihre Kinder oder Familienangehörigen zu betreuen. Bei der Krones AG definiert eine eigene Betriebsvereinbarung zu mobiler Arbeit die Möglichkeiten, durch flexible Arbeitszeiten die Work-Life-Balance zu unterstützen. Am Standort in Neutraubling ermöglicht die Krones AG den Beschäftigten die Betreuung von Kindern ab vier Monaten in einer Kindertagesstätte, welche vom Unternehmen initiiert wurde und finanziell unterstützt wird. Vergleichbare Initiativen existieren auch an anderen Standorten weltweit. Seit dem Geschäftsjahr 2022 können Beschäftigte spezifische Informationen hinsichtlich Betreuungslösungen für Kinder und pflegebedürftige Angehörige über eine Online-Plattform abrufen.

Altersteilzeit für ältere Beschäftigte

Analog zur demographischen Struktur der Gesellschaft verschiebt sich auch der Altersdurchschnitt der Belegschaft, vor allem an den europäischen Standorten, schrittweise nach oben. Dem tragen wir beispielweise bei der Krones AG mit gezielten Angeboten für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rechnung. Besonders bewährt hat sich in diesem Zusammenhang das Modell der Altersteilzeit, weswegen wir auch für die Zukunft auf dieses Instrument setzen.

Schwerpunkt Geschlecht

Entwicklungs- und Mentoring-Programme für Frauen

Aktuell pilotieren wir in der Krones AG ein Entwicklungsprogramm zu »Führung im Tandem«. Dies soll es Frauen künftig besser ermöglichen, auch in Teilzeit anspruchsvolle Führungsfunktionen wahrnehmen zu können -unterstützt durch ein Mentoring-Angebot. Seit 2022 agiert zudem ein Netzwerk aus weiblichen Führungskräften der Krones AG mit der expliziten Zielsetzung, weibliche Potenziale sichtbar zu machen und zu fördern. Für Führungskräfte und Führungspotenziale nutzen wir neben internen Entwicklungsmöglichkeiten auch das externe Programm »Frauen in Führung« des Bayerischen Unternehmensverbands Metall und Elektro e.V. (bayme).

Gleichberechtigte Entlohnung

Die Krones AG führt regelmäßig Equal-Pay-Analysen zur Überwachung und gezielten Prävention von Entgeltdiskriminierung durch. Zur Prävention und Sicherstellung einer gleichberechtigten Entlohnung wird über das Krones Stellenbewertungssystem die Trennung von Person und Funktion bei der grundsätzlichen Vergütungsdefinition der Position geschlechtsunabhängig vorgenommen. Als »Equal Opportunity Employer« lässt unsere US-Niederlassung ausschließlich Qualifikations- und Leistungskriterien als Entscheidungsgrundlage für Einstellungen oder Beförderungen zu.

Kommunikation über Gleichstellungsthemen

Mit regelmäßigen Beiträgen auf unseren Medienkanälen, insbesondere in der Belegschaftszeitung und auf dem neuen Online-Angebot unseres Kundenmagazins, wirken wir Geschlechterstereotypen gezielt entgegen; beispielsweise, indem wir Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichen Ausbildungs- und Karrierewegen porträtieren. Ein Leitfaden für gendergerechte Sprache ermutigt die Beschäftigten, bestehende sprachliche Gewohnheiten vorurteilsfrei und auch selbstkritisch zu reflektieren.

Vernetzung zur Frauenförderung

Neben der Unterstützung der Charta der Vielfalt agiert die Krones AG als Mitglied im Netzwerk »Frauen führen« und steht dort im aktiven Dialog mit Partnerunternehmen. Dabei holen wir uns nicht nur wichtige Impulse, wie wir Frauen im Unternehmen gezielt fördern können, sondern geben auch gerne einen Einblick in unsere eigene Arbeitswelt. Weil hier die Perspektive von Frauen im Unternehmen maßgeblich ist, treten weibliche Krones Führungskräfte als Referentinnen auf, um ihre Erfahrungen und Einschätzungen zu teilen.

Schwerpunkt Kultur

Entsendungen ins Ausland

Entsendungen ermöglichen Know-how-Transfer, sind Teil der Fach- und Führungskräfteentwicklung und befördern letztendlich die kulturelle Vielfalt im Krones Konzern. Alle Prozessschritte von der initialen Beratung aller Stakeholder über die Ausschreibung der Entsendungsposition, die Kalkulation des Entsendungspakets, der rechtssicheren vertraglichen Umsetzung und organisatorischen Betreuung bis zur Rückkehr in die Ursprungsgesellschaft werden dabei zentral durch das Expatriate Management koordiniert.

Globales Austauschprogramm

Das interne, internationale Austauschprogramm »Across Borders« stellt eine besondere Form der Entsendung dar. Es ermöglicht Beschäftigten weltweit, einen fünf- bis sechsmonatigen Einsatz in einer konzernangehörigen Gastgesellschaft zu absolvieren. Ziel des Programms ist die Entwicklung der fachlichen Kompetenzen auf internationaler Ebene, die Erweiterung interkultureller Handlungskompetenzen und der Aufbau eines internationalen Netzwerks innerhalb des Konzerns.

Interkulturelle Trainings

Das Krones Entsendungsmanagement bietet länder- und regionenspezifische E-Learnings und Live-Trainings - virtuell und in Präsenz - zu verschiedenen Zielkulturen an, sowohl frei buchbar über das Trainingsportal als auch inhaltlich auf konkrete Bedarfe aus den Fachbereichen angepasst. Bei Übernahme einer Führungsfunktion im Ausland steht das interkulturelle Führungscoaching »Intercultural Leadership Program ILP« zur Verfügung. Das Training »Führen internationaler Teams« zielt auf die zunehmende Internationalisierung und auf länderübergreifend zusammengesetzte Teams im Unternehmen ab.

5. Leistungskennzahlen

Krones Konzern - Altersstruktur

Krones Konzern - Geschlechterverhältnis (absolut)

Krones Konzern - Geschlechterverhältnis (Frauenanteil in Prozent)

Krones AG - Grundgehalt von Männern gegenüber Frauen

Ethisches Geschäftsverhalten im eigenen Geschäftsbetrieb und gegenüber Kunden

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Ethisches und moralisch integres Geschäftsverhalten bildet für den Krones Konzern die Basis unseres Handelns - und damit auch für alle internationalen Tochter- und Enkelgesellschaften sowie Niederlassungen. Konzernweit fassen wir die Steuerung ethischen Geschäftsverhaltens mit dem Begriff Compliance zusammen. Compliance steht dabei für regelkonformes Verhalten, wobei die im Unternehmen zu befolgenden Regeln über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Denn sie schließen auch konzernintern gültige Richtlinien und Vorschriften ein sowie die moralischen Werte und Normen, die dem ethischen Verständnis von Krones entsprechen und sich im Krones Verhaltenskodex manifestieren. In der Wesentlichkeitsanalyse wurde das Geschäftsverhalten gegenüber unseren Kunden mit hoher Geschäfts- und niedriger Impact-Relevanz bewertet, Compliance bei Krones an beiden Achsen als »mittel«. Aufgrund der großen wechselseitigen Abhängigkeit und der ähnlichen Prozesse beider Themen haben wir die Berichterstattung in diesem Text zusammengefasst.

2. Risiken und Chancen

Die Compliance-Risikoanalyse erstreckt sich über folgende Risikofelder: Governance-Risiken, aktive und passive Korruption, Kartellrisiken, Risiken im Rahmen von Health, Safety, Security and Environment, Geldwäscherisiken und Betrugsrisiken. Die Compliance-Risikoanalysen werden softwaregestützt im Konzern durchgeführt und ausgewertet. Zudem müssen seit Ende 2022 die Geschäftsführer der Krones Tochter- und Enkelgesellschaften ihre Compliance-Risiken im sogenannten Self-Assessment-Verfahren jährlich selbst analysieren. Die Ergebnisse dieser Risikoanalysen werden auf Ebene der Geschäftsbereiche und Regionen aggregiert und in einer auf die einzelnen Geschäftsbereiche beziehungsweise Regionen zugeschnittenen Risikoübersicht visualisiert. Die Ergebnisse fließen zudem gebündelt in die Konzern-Risikoanalyse ein.

3. Governance und Ressourcen

Strategisch und operativ ist das Compliance-Management zentral beim Head of Corporate Governance gebündelt, der im Konzern eine gleichlautende Stabsstelle bekleidet und disziplinarisch direkt an den CFOder Krones AG, aber fachlich an den Gesamtvorstand berichtet. Zusätzlich verfügen die verschiedenen Regionen, in denen der Krones Konzern Standorte unterhält, sowie alle Tochtergesellschaften mit mehr als 300 Beschäftigten über eigene Governance-Beauftragte. Diese sind sowohl mit den zentralen Compliance und Governance-Anforderungen des Konzerns vertraut als auch mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen ihrer jeweiligen Region. Für die Belegschaft vor Ort sind sie die direkten Kontaktpersonen bei allen Fragen rund um das Thema Compliance. Als Beratungsinstanz steht dem Head of Corporate Governance außerdem ein Governance-Komitee zur Seite, welches sich aus Vertretern aller Vorstandsbereiche zusammensetzt und die präventive Arbeit unterstützt.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für Compliance definiert:

Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Compliance-Verstößen und forcieren eine flächendeckende Aufklärung durch effektives Compliance-Management - bestehend aus Richtlinien, Risikoanalysen, Maßnahmen, Abhilfe, Training und Berichterstattung.

Generell zielt das Krones Compliance-Management-System darauf ab, eine von Integrität geprägte Compliance-Kultur im gesamten Konzern zu schaffen und dadurch die Compliance-Risiken so weit wie möglich zu minimieren.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Verhaltens- und Lieferantenkodex

Die Basis des Compliance-Management-Systems bildet der Krones Verhaltenskodex. Er wurde mit dem klaren Ziel formuliert, die Einhaltung von Gesetzen, Normen und Richtlinien unternehmensweit sicherzustellen. Dadurch werden die Voraussetzungen für ein Arbeitsumfeld geschaffen, das sich durch Integrität, Respekt sowie ein faires und verantwortungsvolles Handeln auszeichnet. Gleichzeitig dient der Verhaltenskodex dazu, im Unternehmen eine verlässliche Compliance-Kultur zu verankern und alle Beschäftigten zu ermutigen, Missstände aufzudecken. Er ist für jedes Organ und alle Beschäftigten im Unternehmen gültig und bindend. Verstöße werden im Interesse aller Beschäftigten konsequent verfolgt und geahndet. Mit konkreten situativen Beispielen veranschaulicht der Kodex, welchen Beitrag jede oder jeder Einzelne leisten kann, um die Verhaltensgrundsätze im Konzern umzusetzen. Analog zum Verhaltenskodex adressiert der Krones Lieferantenkodex die zentralen Compliance-Vorschriften des Unternehmens in Richtung Dienstleister und Zulieferer.

Richtlinien zu Compliance-Themen

Ergänzende und ebenfalls konzernweit gültige Compliance-Richtlinien konkretisieren die normativen Grundprinzipien des Verhaltenskodex für spezifische Anwendungsbereiche. Derzeit existieren konzernweit gültige Richtlinien zu folgenden Compliance-Themenbereichen: Bekämpfung von Geldwäsche, Umgang mit Zuwendungen, Spenden und Sponsorings, Umgang mit vertriebsbezogenen Geschäftspartnern, Umgang mit dem Wettbewerb, Verhalten in Situationen mit Korruptionsgefahr, Umgang mit Informationen, Normen und Dokumenten, Vertretungs- und Zeichnungsberechtigung sowie die Hinweisgeberrichtlinie. Da sich der Krones Konzern außerhalb der Verbandsarbeit weder aktiv politisch engagiert noch an Lobbying-Aktivitäten beteiligt, existiert zu diesem Themengebiet keine Richtlinie.

Compliance-Schulungsprogramme

Um die Compliance-Kultur im gesamten Unternehmen zu etablieren, sind alle Beschäftigten verpflichtet, ein entsprechendes Schulungsprogramm zu absolvieren. Für diejenigen mit PC-Arbeitsplatz beinhaltet dies ein umfangreiches Basis-E-Learning über Gründe, Umfang und konkrete Inhalte der Krones Compliance-Kultur. Zusätzlich müssen sie im Zweijahres-Rhythmus ein Refresher-E-Learning abschließen. Bei Personen ohne PC-Arbeitsplatz ist die Unterweisung Aufgabe der jeweiligen Führungskräfte mit einer entsprechenden Schulungsunterlage. Daneben widmet sich eine zweite Schulungsreihe insbesondere für Beschäftigte in Vertrieb und Einkauf dem Thema Anti-Korruption: Auch hier erfolgt die Vermittlung der Inhalte über ein E-Learning. Die Teilnahme sowie das Abschließen aller Schulungen liegen in der Verantwortung der jeweiligen Führungskraft und werden entsprechend dokumentiert.

Due-Diligence-Prüfungen

Zur Erfüllung zahlreicher nationaler und internationaler gesetzlicher Anforderungen werden Due-Diligence-Prüfungen bei Kunden, Vertriebsvermittlern, Lieferanten und Drittzahlern durchgeführt. Der Konzern hat so ein Instrument in der Hand, um Geschäftspartner in Hochrisikoländern prozessintegriert auf Compliance-Vorfälle zu kontrollieren, sofern die entsprechenden Daten öffentlich zugänglich sind. Im Falle eines Findings stößt Corporate Governance im Einzelfall eine vertiefte Due-Diligence-Prüfung an, bei der zusätzliche Quellen herangezogen werden, um das Finding zu plausibilisieren und bewerten zu können.

Anlassbezogene Spot Checks

Um die Wirksamkeit der Compliance-Kultur zu überprüfen, initiiert der Head of Corporate Governance neben den Standard-Audits stichprobenartige Spot Checks - insbesondere bei Prozessen mit erhöhtem Compliance-Risiko, beispielsweise bei der Reisekostenabrechnung. Erkennt er einen mutmaßlichen oder tatsächlichen Compliance-Vorfall, treten die Maßnahmen zur Steuerung der Fälle sowie deren Sanktionierung ein. Die Erkenntnisse daraus werden wiederum - sofern notwendig und sinnvoll - in neue Maßnahmen umgesetzt.

Helpdesk und Krones Integrity

Den Beschäftigten des Konzerns stehen - neben dem Gespräch mit der direkten Führungskraft - drei weitere Wege offen, um sich zu compliance-relevanten Fragen beraten zu lassen oder um Hinweise auf mögliche Verstöße zu platzieren: Direkte Kontaktaufnahme zu den Compliance-Beauftragten, dem Head of Corporate Governance oder dessen Team; Anruf bei Mitarbeitenden des Helpdesk oder über E-Mail; Meldung über das Krones Integrity Meldesystem.

Das digitale, über die Corporate Website erreichbare Meldesystem richtet sich sowohl an Konzern-Beschäftigte als auch an Externe, die im Zusammenhang mit Krones eine Lücke bei der Einhaltung von Gesetzen oder Regelungen erkennen. Um den Nutzenden dabei höchsten Zugriffs- und Datenschutz sowie eine Verschlüsselung des Inhalts und eine gesicherte Verbindung zu gewährleisten, erfolgt der Betrieb über einen unabhängigen Anbieter. Der oder die Hinweisgebende kann hierbei entscheiden, ob er oder sie den Hinweis anonym oder unter Nennung seines oder ihres Namens eingeben möchte, sofern dies die lokale Gesetzgebung im Sitzland der hinweisgebenden Person zulässt. Von der steigenden Anzahl an Meldungen, die über Krones Integrity eingehen, lässt sich eine hohe Akzeptanz des Systems bei seinen Adressaten ableiten. Mit Zunahme der Meldungen steigt auch die Zahl der notwendigen Sonderuntersuchungen. Zur weiteren Bearbeitung und Auswertung werden alle compliance-relevanten Anfragen und Hinweise, die über den Helpdesk oder Krones Integrity eingehen, dokumentiert.

Interne Berichterstattung

Für den Austausch zu Compliance-Aspekten gelten klare Berichtslinien: Die Governance-Beauftragten in den Regionen berichten fachlich an den Head of Corporate Governance. Dieser wiederum berichtet einmal pro Jahr an den Prüfungs- und Risikoausschuss des Aufsichtsrats. Zudem informiert er regelmäßig den Vorstand und das Governance-Komitee in dessen vierteljährlich stattfindenden Sitzungen über die Entwicklungen des jeweils vergangenen Quartals und legt die weitere Planung offen. Das Komitee nimmt dazu beratend Stellung.

Genehmigungsverfahren für sensible Transaktionen

Über das Ampelsystem in der konzernweiten Zuwendungsrichtlinie ist klar geregelt, welche Zuwendungen akzeptabel, kritisch oder verboten sind. Für den risikobehafteten Prozess der Reisekostenabrechnung gibt es eine weitere, interne Kontrollfunktion, aufgrund derer der Bereich Corporate Governance automatisch eine Meldung erhält, wenn die abzurechnenden Belege eine bestimmte Höhe überschreiten.

Spenden- und Sponsoring-Strategie

Die umliegenden Städte und Gemeinden bilden das Fundament unserer Geschäftstätigkeit an den jeweiligen Werks- und Vertriebsstätten. Aus diesem Grund fördern wir Vereine, Veranstaltungen und Initiativen, die sich für karitative Zwecke im regionalen Umfeld eines unserer Standorte einsetzen. Auch die internationalen Standorte und Tochterunternehmen haben die Möglichkeit, eigenverantwortlich für ihre lokalen Gemeinschaften aktiv zu werden. Die Spenden- und Sponsoring-Strategie ist in der konzernweit geltenden Richtlinie »Spenden und Sponsoring« festgelegt und zielt im Wesentlichen darauf ab, mit den eingesetzten Mitteln einen möglichst großen Nutzen im jeweiligen Förderungsbereich zu erzielen und Projekte zu unterstützen, die mit den Werten und Interessen des Unternehmens im Einklang stehen.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern - Compliance-Trainings (Präsenz und E-Learnings)

Die Schulung »Compliance Basis« ist ein Pflichttraining für alle neuen Beschäftigten und jede neue Führungskraft im Krones Konzern, welches über ein E-Learning, eine Unterweisung oder durch ein Klassenraumtraining innerhalb der ersten drei Monate nach Eintritt der Person absolviert werden muss. Das Anti-Korruptionstraining ist für diejenigen Beschäftigten relevant, die in regelmäßigem Drittkontakt mit Kunden, Lieferanten und Behörden stehen. Das Refresher-Training wurde in 2019 bei der Krones AG implementiert und wird sukzessive international ausgerollt. Es dient zur Auffrischung der Basis-Themen alle zwei bis drei Jahre. Zudem wurde in 2022 ein E-Learning "Umgang mit dem Wettbewerb" neu erstellt, dass zukünftig regelmäßig vor Messen durch die jeweiligen Messeteilnehmer durchgeführt werden muss.

Krones Konzern - Compliance-Schulungen 2022

Krones Konzern - Compliance-Risikoanalysen 2022

Insgesamt ist über das Hinweisgebersystem Krones Integrity ein Hinweis eingegangen, über die weiteren Kanäle wurden 30 Hinweise gegeben. Jedem Hinweis wird nachgegangen und eine Plausibilisierung und anschließend ggf. eine tiefergehende Überprüfung des Sachverhalts sowie Sanktionierung vorgenommen.

Krones Konzern - Ausgaben für Spenden und Sponsoring (€)

Unser Ziel, jährlich zwischen 0,01 und 0,02 Prozent unseres Konzern-Vorjahresumsatzes in Form von Spenden und Sponsorings an unsere Stakeholder zurückzugeben, haben wir im Geschäftsjahr 2022 mit einem Wert von 0,031 erreicht.

Digitale Verantwortung im eigenen Geschäftsbetrieb und bei unseren Produkten

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Der Schutz von personenbezogenen Daten sowie von Informationen und informationsverarbeitenden Systemen ist für den Krones Konzern von zentraler Bedeutung. Ausdrückliches Ziel ist das Aufrechterhalten einer durchgängigen und jeweils dem aktuellen Stand der Technik entsprechenden Informationssicherheit - sowohl für interne Daten und Systeme als auch für die Produkte und Services, die wir unseren Kunden liefern. Nur so können wir einen störungsfreien Betrieb der eigenen IT sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern ermöglichen. In der Wesentlichkeitsanalyse wurde digitale Verantwortung für unsere Produkte und Services mit hoher Geschäftsrelevanz und niedrigem Impact auf die Gesellschaft bewertet. Da die IT-Sicherheit unserer Produkte auf hohen Standards für Cyber Security im eigenen Unternehmen aufbaut, haben wir uns entschieden, an dieser Stelle freiwillig darüber zu berichten.

2. Risiken und Chancen

Wesentlicher Bestandteil des Information Security Management System (ISMS) ist ein fortlaufender Prozess zur systematischen Verbesserung der Informationssicherheit im Konzern. Dieser umfasst neben regelmäßigen Penetrations- und Schwachstellentests unter anderem regelmäßig aktualisierte Risikoanalysen sowie jährliche interne und externe Audits des Informationssicherheitsbeauftragten. Letzteres wird zur Aufrechterhaltung der ISO-27001-Zertifizierung von TÜV SÜD durchgeführt. Gegenstand der Analysen und Audits sind sowohl aktuelle Vorfälle als auch potenzielle Risikoereignisse. Neben den turnusmäßigen Audits dient außerdem ein Hinweisgebersystem im Konzern als wichtige Quelle, um sicherheitsrelevante Risiken fortlaufend zu erkennen und ihnen frühzeitig entgegenzuwirken.

3. Governance und Ressourcen

Strategisch und operativ ist das Thema Cyber Security in einer Stabsstelle beim CEO gebündelt, die sich um digitale Verantwortung des Krones Konzerns entlang der gesamten Wertschöpfungskette kümmert. In den Regionen, in denen dies gesetzlich gefordert ist, wurden zusätzliche Datenschutzbeauftrage für die jeweiligen Tochtergesellschaften installiert. Sie sind sowohl mit den zentralen Datenschutzvorgaben des Konzerns vertraut als auch mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen ihrer jeweiligen Region. Darüber hinaus verfügen alle Fachbereiche der Krones AG, die regelmäßig mit personenbezogenen Daten arbeiten, sowie alle Tochtergesellschaften über eigene Datenschutzkoordinierende. Ein Netz aus lokalen Information Security Coordinators in den unterschiedlichen Regionen und Gesellschaften koordiniert das Thema Informationssicherheit. Für deren zielgerichteten Austausch wurde eine Cyber Security Conference ins Leben gerufen, die mindestens quartalsweise abgehalten wird.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für produktbezogene Cyber Security definiert:

Wir errichten eine zeitgemäße IT-Sicherheitsarchitektur für alle Krones Produkte, die mit aktuellen und zukünftigen Rechtsvorgaben übereinstimmt, den Stand der Technik abbildet sowie die Anforderungen der Kunden erfüllt.

Die IT-Sicherheit unserer Produkte hängt auf das Engste mit unseren betriebsbezogenen Zielen im Bereich Informationssicherheit und Datenschutz zusammen:

Wir stellen die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Daten unserer Beschäftigten und Geschäftspartner sicher, indem wir zentralisierte Managementsysteme für Informationssicherheit und Datenschutz installieren, die sich an internationalen Standards orientieren und in lokaler Verantwortung verankert sind.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Richtlinien für Datenschutz und Informationssicherheit

Beim Datenschutz dient uns die EU-Datenschutz-Grundverordnung (dsgvo) als wichtigste normative Basis. Ihre Vorgaben werden in der zentralen Datenschutzrichtlinie des Konzerns abgebildet und durch zusätzliche lokale Regelungen für die jeweiligen Länder ergänzt. Der Datenaustausch innerhalb des Krones Konzerns wird durch ein konzernweit gültiges Vertragswerk geregelt. Für das Sicherstellen der Informationssicherheit wurde eine ebenfalls konzernweit gültige Information Security Policy aufgestellt. Aufbauend auf der ISO 27001 bildet sie die Grundlage, auf der das Unternehmen jegliche Informationen, insbesondere eigene Geschäftsgeheimnisse sowie sensible Informationen von und über Geschäftspartner über die gesetzlichen Vorgaben hinaus schützt. Beide Richtlinien werden einer regelmäßigen Revision unterzogen und entsprechend aktualisiert. Für sicherheitsrelevante Informationen sind darüber hinaus die Aufbewahrungspflichten in der konzernweit gültigen Richtlinie »Sicherer Betrieb von IT-Systemen« festgelegt.

Cyber Security Grundsätze für Produkte

Um darüber hinaus die Informationssicherheit bei Produkten gezielt und systematisch zu erhöhen, hat das zentral agierende und interdisziplinär besetzte Product Security Incident Response Team - kurz: »PSIRT« - acht Cyber-Security-Grundsätze definiert. Ihr Anwendungsbereich erstreckt sich auf neuentwickelte Krones Produkte und Services. Zudem veröffentlicht das PSIRT auf einer eigenen Landingpage innerhalb der Corporate Website jeweils aktuelle Security Advisories. Diese informieren über mögliche Sicherheitslücken, die Produkte, Lösungen oder Dienste von Krones betreffen und geben Hinweise, wie sich diese beheben lassen. Auf Kundenwunsch werden die Security Advisories auch per E-Mail verschickt.

Interner IT-Sicherheitsdienstleister

Als sowohl intern wie auch extern agierender IT-Sicherheitsdienstleister erfüllt ein in 2021 gegründetes Security Operation Center (soc) die Aufgabe, Anomalien aufzuspüren, zu analysieren und eine zeitnahe Behandlung für verifizierte Bedrohungen sicherzustellen. Auf diese Weise lassen sich Gefährdungen, die beispielsweise durch Datenlecks oder Identitätsdiebstahl entstehen, frühzeitig erkennen und beseitigen. Im Zuge der technischen Security-Prüfungen werden extern erreichbare sowie ausgewählte interne Systeme kontinuierlich einem Penetrationstest unterzogen. Aus den ermittelten Schwachstellen wird ein entsprechender Maßnahmenkatalog abgeleitet. Die Maßnahmen werden mit den entsprechenden Bereichen abgestimmt und umgesetzt.

Externe Zertifizierung nach ISO 27001

Das Krones Information Security Management System (isms) ist für alle IT-Services, die zentral für den Konzern erbracht werden, nach ISO 27001 zertifiziert. Die Zertifizierung sowie die dazugehörigen Audits werden schrittweise ausgedehnt: So reihen sich neben der gesamten Krones AG und den beiden Gesellschaften in Franklin, Wisconsin (USA) sowie Bangalore, Indien auch die Krones Niederlassungen in Bangkok, Thailand sowie die Steinecker GmbH in die zertifizierten Standorte ein. Als nächstes folgt die ISMS-Zertifizierung für die Center in Brasilien und Dubai.

Trainings, Sensibilisierungen und Meldewege

Die Sensibilisierung der Beschäftigten bildet einen zentralen Bestandteil der Cyber-Security-Strategie. In der Richtlinie zur Informationssicherheit ist eine jährliche Unterweisung aller Mitarbeitenden bezüglich Datenschutz- und Informationssicherheitsthemen festgelegt. Zusätzliche Schulungen erfolgen für spezifische Zielgruppen. Eine intern veröffentlichte Notfallkarte zur Erkennung und Meldung von Sicherheitsvorfällen dient als zusätzliche Handreichung. Regelmäßige Beiträge und Sensibilisierungskampagnen werden über die internen Kommunikationskanäle verbreitet. Etwaige Verstöße können anonym über das Hinweisgeberportal Krones Integrity oder eine zentrale E-Mail-Adresse gemeldet werden. Eine Richtlinie zur Offenlegung von Schwachstellen ist dazu auf der Website des Krones Konzerns veröffentlicht.

Verfahren zur Handhabung kritischer Vorfälle

Als Bestandteil unseres nach ISO 27001 zertifizierten Information Security Management Systems haben wir Prozesse definiert, nach denen Findings und Verstöße behandelt werden. Sicherheitsvorfälle und Schwachstellen werden durch das Product Security Incident Response Team (PSIRT) oder das Information Security Incident Response Team (isirt) untersucht, bearbeitet und einer Lösung zugeführt. Das Security Operation Center (SOC) ist für das präventive Erkennen von Anomalien zuständig. Zusätzlich arbeiten die internen Experten mit externen Anbietern von digitaler Forensik und Incident-Reponse-Diensten zusammen, um zeitnahe auf komplexe Sicherheitsvorfälle zu reagieren.

Cyber Security im Kontakt mit Dritten

Das Thema Cyber Security ist im Lieferantenkodex des Krones Konzerns verankert. Im Lieferantenauswahlprozess und bei Vertragsschluss sind Mindestanforderungen an Cyber Security implementiert, unterstützt durch Security-Checklisten und Entscheidungsbäume. Um die eigenen Unternehmensdaten vor unbefugtem Zugang oder illegaler Offenlegung zu schützen, fungieren Verfahren zur Datenklassifikation und -kennzeichnung, Identity und Access Management, Genehmigungsprozesse für kritische Zugangsrechte sowie Geheimhaltungsvereinbarungen als Verteidigungsinstrumente.

6. Leistungskennzahlen

Derzeit verfolgen wir keine externen quantitativen Leistungsindikatoren in Sachen digitale Verantwortung.

EU-Taxonomie

Zielsetzung und Überblick der Anforderungen

Mit der EU-Taxonomie vo. 2020/​852 sowie der ihr zugehörigen delegierten Rechtsakte will die Europäische Union den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft fördern. Um diese neue Transparenzanforderung zu erfüllen, hat der Krones Konzern Prozesse aufgesetzt, die es ermöglichen, den Anteil an Umsatz, CapEx und OpEx zu ermitteln, welcher mit nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten verbunden ist. Die Analyse der Aktivitäten bezieht sich hierbei auf die Umweltziele (1) Klimaschutz und (2) Anpassung an den Klimawandel nach dem delegierten Rechtsakt (eu) 2021/​2139. Der delegierte Rechtsakt zu den weiteren vier Umweltzielen wurde noch nicht veröffentlicht und ist deshalb kein Bestandteil der diesjährigen Berichterstattung. Aufbauend auf der Identifikation der Taxonomiefähigkeit im Geschäftsjahr 2021 wird ab dem Geschäftsjahr 2022 auch die Taxonomiekonformität der Wirtschaftsaktivitäten des Krones Konzerns ausgewiesen. Taxonomiefähige Aktivitäten sind dabei solche, die einer EU-Taxonomie-Aktivitätenbeschreibung entsprechen, während für den Ausweis einer Tätigkeit als taxonomiekonform zusätzlich die Erfüllung der technischen Prüfkriterien und der sozialen Mindeststandards notwendig ist. Hierbei konnten lediglich Aktivitäten nach Umweltziel 1 und keine Aktivitäten nach Umweltziel 2 als taxonomiefähig eingestuft werden. Infolge möglicher Änderungen in der Anwendung der EU-Taxonomie muss beachtet werden, dass die Angaben möglicherweise nicht stetig erhoben werden können.

Organisation

Aufgrund der Veröffentlichung weiterer Aktivitäten aus dem Energiesektor und möglicher Änderungen in der Interpretation der EU-Taxonomie wurde die Analyse zur Taxonomiefähigkeit der Aktivitäten des Krones Konzerns dieses Jahr aktualisiert. Darauffolgend wurde in Abstimmung mit den entsprechenden Fachabteilungen analysiert, ob die taxonomiefähigen Tätigkeiten die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag sowie die »Do No Significant Harm (DNSH)«-Kriterien erfüllen können. Zusätzlich wurden die bereits etablierten Prozesse aus dem Personal-, Compliance- und Menschenrechts-Management zur Erfüllung der sozialen Mindeststandards im Krones Konzern überprüft.

Relevante Aktivitäten

Enviro Produktportfolio

Ein Teil des Produktportfolios des Krones Konzerns lässt sich der Beschreibung der EU-Taxonomie-Aktivität 3.6 »Herstellung anderer CO 2-armer Technologien« des Umweltziels Klimaschutz zuordnen. Die Technologien der nachhaltigen Produktionslinie enviro ermöglichen den Kunden des Krones Konzerns aufgrund ihrer hohen Energie- und Medieneffizienz Treibhausgasemissionseinsparungen und sind deshalb taxonomiefähig. In Zusammenarbeit mit TÜV süd wurde im Krones Konzern das enviro Nachhaltigkeitsprogramm für Maschinen und Anlagen entwickelt. Durch die Bewertung nach einem vom TÜV süd festgelegten Bewertungsmaßstab identifiziert der Krones Konzern aus dem Produktportfolio die energie- und medieneffizientesten Produkte, die der besten verfügbaren Technik entsprechen. Die Maschinen des enviro Produktportfolios leisten deshalb einen hohen Beitrag zum Klimaschutz, da sie im Vergleich zum restlichen Produktportfolio des Krones Konzerns zur Einsparung von Treibhausgasemissionen beitragen. Interne Berechnungen zeigen, dass der Großteil der Treibhausgasemissionen in der Nutzungsphase der Maschinen und Anlagen entsteht, somit ist hier das Einsparpotenzial am größten. Die EU-Taxonomie fordert als Kriterium der Taxonomiekonformität explizit die Durchführung eines Lifecycle Assessments, welche wiederrum sehr hohen neuen Anforderungen bezüglich einer externen Prüfung während des gesamten Lebenszyklus der Produkte des Krones Konzerns unterliegt. Deshalb kann die Taxonomiekonformität des aktuellen enviro Produktportfolios für das Geschäftsjahr 2022 nicht angegeben werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Maschinen die Anforderungen dem Grunde nach nicht erfüllen können. Der Krones Konzern unternimmt jedoch die notwendigen Schritte, um für das Jahr 2023 die Taxonomiekonformität seines enviro Produktportfolios ausweisen zu können.

Die Lösungen der F&E-Projekte für unser enviro Produktportfolio (Aktivität 3.6) tragen grundsätzlich zu einer Verringerung oder Vermeidung von Treibhausgasemissionen bei. Die F&E-Projekte können somit einem CapEx-Plan im Sinne der EU-Taxonomie (Kategorie b) zugeordnet werden, da sie zu einer Ausweitung der taxonomiekonformen Tätigkeiten beitragen. Der CapEx-Plan wurde vom Vorstand genehmigt und wurde offengelegt. Der gesamte Kapitalaufwand, der während des Berichtszeitraums und während der einjährigen Laufzeit des CapEx-Plans voraussichtlich anfallen wird, beträgt 26,9 Mio. €. Die Ausgaben im Rahmen unserer F&E-Projekte mit Bezug zu Energieeffizienz (im Kontext der Aktivität 3.6) können wir somit als taxonomiekonform ausweisen.

Querschnittsaktivitäten

Zudem konnte der Krones Konzern die Betroffenheit der im Anhang gelisteten Querschnittsaktivitäten feststellen. Diese Aktivitäten generieren keinen Umsatz und stellen Produkte von Dritten oder Einzelmaßnahmen (Kategorie c) des Krones Konzerns dar, durch welche der Ausstoß von Treibhausgasemissionen gesenkt wird. Somit sind die Tätigkeiten für das Umweltziel Klimaschutz als taxonomiefähig einzustufen. Mittels Analyse durch die entsprechenden Fachabteilungen kann der Krones Konzern die Taxonomiekonformität seiner Energieeffizienzmaßnahmen, Photovoltaikanlagen sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausweisen.

Do No Signifikant Harm (DNSH)

Weiterhin wurde analysiert, ob die Erreichung der weiteren Umweltziele durch die genannten Geschäftstätigkeiten signifikant beeinträchtigt wird. Der Krones Konzern hat hierbei den Ansatz der Standortanalyse angewandt. Hierfür wurden diejenigen Standorte als relevant betrachtet, welche mit taxonomiefähigen Tätigkeiten in Verbindung stehen. Die Standortanalyse hat ergeben, dass die Erreichung der weiteren Umweltziele durch keine Geschäftsaktivitäten des Krones Konzerns wesentlich beeinträchtigt wird.

Soziale Mindeststandards

Zur Erfüllung der sozialen Mindeststandards orientiert sich der Krones Konzern in all seinen Wirtschaftsaktivitäten an international anerkannten Vereinbarungen und Zielen. Der Krones Konzern verpflichtet sich zur konsequenten Einhaltung von Menschenrechten und Arbeitsstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Menschenrechte, Arbeitspraktiken und Sozialstandards bilden das normative Fundament der täglichen Arbeit und sind deshalb weltweit in allen Prozessen und Projekten uneingeschränkt zu beachten und einzuhalten.

Weitere Angaben zur Einhaltung der sozialen Mindeststandards und den implementierten Due-Diligence-Mechanismen zu den Themen »Achtung der Menschenrechte«, »Bekämpfung von Korruption und Bestechung«, »Besteuerung« und »Freier Wettbewerb« enthalten die entsprechenden Kapitel »Diversität im eigenen Geschäftsbetrieb«, »Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbetrieb«, »Arbeits- und Menschenrechte in der Lieferkette« und »Ethisches Geschäftsverhalten«.

KPI-Ermittlung

Die Definition der Kennzahl der Umsatzerlöse gemäß EU-Taxonomie entspricht den im Krones Konzernabschluss ausgewiesenen Umsatzerlösen. Informationen hierzu finden Sie in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung dieses Geschäftsberichts. Der Umsatz, welcher mit dem enviro Produktportfolio generiert wird, wird hierbei als taxonomiefähig ausgewiesen. Die Kennzahl CapEx umfasst die Zugänge zu Sachanlagen, immateriellen Vermögensgegenständen sowie Vermögensgegenstände aus Nutzungsrechten. Informationen zu den Gesamtinvestitionen des Krones Konzerns finden Sie im Kapitel Konzernbilanz dieses Geschäftsberichts. Direkte, nicht kapitalisierte Kosten im Zusammenhang mit Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen sowie Wartung und Instandhaltung sind Bestandteile der Kennzahl OpEx.

Die Angaben zum Umsatz, den Investitionsausgaben und den Betriebsausgaben werden gemäß der delegierten Verordnung über die Offenlegungspflichten und in Übereinstimmung mit den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften erstellt. Die Wirtschaftsaktivitäten des Krones Konzerns wurden eindeutig immer nur einer EU-Taxonomie Aktivität zugeordnet, um Doppelzählungen bei der Kalkulation des Umsatzes, sowie der Investitions- und Betriebsausgaben zu vermeiden. Die hier vorgelegten Kennzahlen müssen vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass der Krones Konzern noch nicht vollumfänglich von der EU-Taxonomie betroffen ist, da wesentliche Wirtschaftsaktivitäten des Krones Konzerns nicht im derzeitigen Katalog der EU-Taxonomie-Aktivitäten enthalten sind.

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Wirtschaftsaktivitäten Umsatz 2022

%
Umsatz 2021

%
CapEx 2022

%
CapEx2021

%
OpEx 2022

%
OpEx 2021

%
Taxonomiefähige Aktivitäten 7,3 2,4 12,4 1,5 3,7 7,2
Taxonomiekonforme Aktivitäten 0 1) n. a. 7,3 n. a. 2,0 n. a.
Taxonomie-nicht-fähige Aktivitäten 92,7 97,6 87,6 98,5 96,3 92,8
Gesamt 100 100 100 100 100 100

1) Aufgrund der in der EU-Taxonomie geforderten hohen Anforderung zur externen Prüfung der Aktivität 3.6 muss diese Angabe laut der Verordnung mit 0 dargestellt werden. Hintergrund hierfür ist der Interpretationsspielraum zur Erfüllung der Anforderungen.

Anhang zur Nichtfinanziellen Erklärung - EU-Taxonomie

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Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftsaktivitäten (1) Code(s) (2) Absoluter Umsatz (3)

Mio. €
Umsatzanteil (4)

%
Klimaschutz (5)

%
Anpassung an den Klimawandel (6)

%
Wasser- und Meeresressourcen (7)

%
--- --- --- --- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 1) 0 1) - - -
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 3.6 308,8 7,3
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomie-konforme Tätigkeiten) (A.2) 308,8 7,3
Gesamt (A.1 + A.2) 308,8 7,3
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 3.900,5 92,7
Gesamt (A+B) 4.209,3 100

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Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftsaktivitäten (1) Kreislaufwirtschaft (8)

%
Umweltverschmutzung (9)

%
Biologische Vielfalt und Ökosysteme (10)

%
--- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 3.6
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomie-konforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

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DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Klimaschutz (11) J/​N Anpassung an den Klimawandel (12) J/​N Wasser- und Meeresressourcen (13) J/​N
--- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 3.6
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomie-konforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

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DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Kreislaufwirtschaft (14) J/​N Umweltverschmutzung (15) J/​N Biologische Vielfalt und Ökosysteme (16) J/​N
--- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 3.6
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomie-konforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

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Wirtschaftsaktivitäten (1) Mindestschutz (17) J/​N Taxonomie-konformer Umsatzanteil, Jahr 2022 (18)

%
Taxonomie-konformer Umsatzanteil, Jahr 2021 (19)

%
--- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - 0 n/​a
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 3.6
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomie-konforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2) 0
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

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Wirtschaftsaktivitäten (1) Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (20) E Kategorie (Übergangstätigkeiten) (21)

T
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 3.6
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomie-konforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

1) Aufgrund der in der EU-Taxonomie geforderten hohen Anforderung zur externen Prüfung der Aktivität 3.6 muss diese Angabe laut der Verordnung mit 0 dargestellt werden. Hintergrund hierfür ist der Interpretationsspielraum zur Erfüllung der Anforderungen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Nichtfinanziellen Bericht im Kapitel zur EU-Taxonomie.

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Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftsaktivitäten (1) Code(s) (2) Absoluter CapEx (3)

Mio. €
Anteil CapEx (4)

%
Klimaschutz (5)

%
Anpassung an den Klimawandel (6)

%
Wasser- und Meeresressourcen (7)

%
--- --- --- --- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Tätigkeit 3.6 10,9 6,6 100 0 -
Tätigkeit 7.4 0,6 0,4 100 0 -
Tätigkeit 7.6 0,5 0,3 100 0 -
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 12,0 7,3 100 0 -
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 3.6 8,4 5,1
CapEx taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 8,4 5,1
Gesamt (A.1 + A.2) 20,4 12,4
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 144,6 87,6
Gesamt (A+B) 165,0 100

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Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftsaktivitäten (1) Kreislaufwirtschaft (8)

%
Umweltverschmutzung (9)

%
Biologische Vielfalt und Ökosysteme (10)

%
--- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Tätigkeit 3.6 - - -
Tätigkeit 7.4 - - -
Tätigkeit 7.6 - - -
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 3.6
CapEx taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

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DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Klimaschutz (11) J/​N Anpassung an den Klimawandel (12) J/​N Wasser- und Meeresressourcen (13) J/​N
--- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Tätigkeit 3.6 J J J
Tätigkeit 7.4 J J J
Tätigkeit 7.6 J J J
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 3.6
CapEx taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

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DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Kreislaufwirtschaft (14) J/​N Umweltverschmutzung (15) J/​N Biologische Vielfalt und Ökosysteme (16) J/​N Mindestschutz (17) J/​N Taxonomie-konformer CapEx-Anteil, Jahr 2022 (18)

%
Taxonomie-konformer CapEx-Anteil, Jahr 2021 (19)

%
--- --- --- --- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Tätigkeit 3.6 J J J J 6,6 n/​a
Tätigkeit 7.4 J J J J 0,4 n/​a
Tätigkeit 7.6 J J J J 0,3 n/​a
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J J 7,3 n/​a
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 3.6
CapEx taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2) 7,3
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

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Wirtschaftsaktivitäten (1) Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (20) E Kategorie (Übergangstätigkeiten) (21)

T
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Tätigkeit 3.6 E
Tätigkeit 7.4 E
Tätigkeit 7.6 E
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 3.6
CapEx taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

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Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftsaktivitäten (1) Code(s) (2) Absoluter OpEx (3)

Mio. €
Anteil OpEx (4)

%
Klimaschutz (5)

%
Anpassung an den Klimawandel (6)

%
Wasser- und Meeresressourcen (7)

%
--- --- --- --- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Tätigkeit 3.6 1,9 1,7 100 0 -
Tätigkeit 7.3 0,3 0,3 100 0 -
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 2,2 2,0 100 0 -
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 4.30 0,4 0,3
Tätigkeit 8.1 1,7 1,4
OpEx taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 2,1 1,7
Gesamt (A.1 + A.2) 4,3 3,7
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 110,5 96,3
Gesamt (A+B) 114,8 100

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Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftsaktivitäten (1) Kreislaufwirtschaft (8)

%
Umweltverschmutzung (9)

%
Biologische Vielfalt und Ökosysteme (10)

%
--- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Tätigkeit 3.6 - - -
Tätigkeit 7.3 - - -
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) - - -
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 4.30
Tätigkeit 8.1
OpEx taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

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DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Klimaschutz (11) J/​N Anpassung an den Klimawandel (12) J/​N Wasser- und Meeresressourcen (13) J/​N
--- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Tätigkeit 3.6 J J J
Tätigkeit 7.3 J J J
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 4.30
Tätigkeit 8.1
OpEx taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

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DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Kreislaufwirtschaft (14) J/​N Umweltverschmutzung (15) J/​N Biologische Vielfalt und Ökosysteme (16) J/​N Mindestschutz (17) J/​N Taxonomie-konformer OpEx-Anteil, Jahr 2022 (18)

%
Taxonomie-konformer OpEx-Anteil, Jahr 2021 (19)

%
--- --- --- --- --- --- ---
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Tätigkeit 3.6 J J J J 1,7 n/​a
Tätigkeit 7.3 J J J J 0,3 n/​a
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J J 2,0 n/​a
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 4.30
Tätigkeit 8.1
OpEx taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2) 2,0
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

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Wirtschaftsaktivitäten (1) Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (20) E Kategorie (Übergangstätigkeiten) (21)

T
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Tätigkeit 3.6 E
Tätigkeit 7.3 E
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Tätigkeit 4.30
Tätigkeit 8.1
OpEx taxonomie-fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
Gesamt (A.1 + A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B)
Gesamt (A+B)

Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas

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Zeile Tätigkeiten im Bereich Kernenergie
1. Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN
2. Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN
3. Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN

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Zeile Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas
4. Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN
5. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. JA
6. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/​Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN

Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten

(diese Angaben beziehen sich lediglich auf den OpEx KPI)

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Zeile Wirtschaftstätigkeiten Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent)
(CCM + CCA) Klimaschutz Anpassung an den Klimawandel
--- --- --- --- ---
Betrag |

%
Betrag |

%
Betrag |

%
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1. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (eu) 2021/​2139 im Nenner des OpEx kpi 0/​0 - -
2. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (eu) 2021/​2139 im Nenner des OpEx kpi 0/​0 - -
3. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (eu) 2021/​2139 im Nenner des OpEx kpi 0/​0 - -
4. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (eu) 2021/​2139 im Nenner des OpEx kpi 0/​0 - -
5. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (eu) 2021/​2139 im Nenner des OpEx kpi 0,4 Mio. € /​ 0,4 % 0,4 Mio. € /​ 100 % 0/​0
6. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (eu) 2021/​2139 im Nenner des OpEx kpi 0/​0 - -
7. Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des OpEx kpi 1,7 Mio. € /​ 1,4 % 1,7 Mio. € /​ 100 % 0/​0
8. Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des OpEx kpi 2,1 Mio. € /​ 1,8 % 2,1 Mio. € /​ 100 % 0/​0

Wirtschaftliches Umfeld

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Die Weltwirtschaft ist 2022 um 3,4 % gewachsen
Leicht steigende Produktion der deutschen Maschinenbau-Branche
Globale Nachfrage nach abgepackten Getränken nimmt weiter zu

Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft hat sich 2022 deutlich verlangsamt

Die globale Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr wesentlich schlechter entwickelt als erwartet. Im Januar 2022 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (iwf) für das Gesamtjahr ein weltweites Wirtschaftswachstum von 4,4 %. Am Ende waren es lediglich 3,4 %. Damit hat das Wachstumstempo im Vergleich zu 2021 (+ 6,2 %), als sich die globale Wirtschaft vom Corona-Einbruch erholte, deutlich abgenommen. Ein wesentlicher Grund hierfür waren die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts. Sie führten zu steigenden Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreisen und beschleunigten so die Inflation. Die Notenbanken steuerten den hohen Teuerungsraten mit kräftigen Zinssteigerungen entgegen, was sich negativ auf die Konjunktur auswirkte. Der US-Dollar profitierte hingegen von den steigenden Zinsen. Dies belastete 2022 viele Schwellen- und Entwicklungsländer, weil sie in US-Dollar verschuldet sind.

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2022 nach Regionen in %

Quelle: IWF

Eine wesentliche Wachstumsbremse für die globale Wirtschaft war im Berichtsjahr die Lage in China. Dort belasteten die Null-Covid-Strategie der Regierung sowie Probleme des Immobiliensektors die Konjunktur erheblich. Unterm Strich legte das Bruttoinlandsprodukt (bip) in China 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 % zu (2021: + 8,4 %). Das schwache Wachstum in China ist auch hauptverantwortlich für die insgesamt wenig dynamische Entwicklung in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Laut IWF wuchsen diese 2022 nur noch um 3,9 % (2021: + 6,7 %). Deutlich überproportional legte im Berichtsjahr das bip in Indien mit einem Plus von 6,8 % (2021: + 8,7 %) zu. In der Region Naher Osten/​ Zentralasien profitierte die Wirtschaft vom steigenden Ölpreis und expandierte um 5,3 % (2021: + 4,5 %). Nach einer kräftigen Aufwärtsbewegung 2021 (+ 7,0 %) entwickelte sich die Wirtschaft in Lateinamerika 2022 mit plus 3,9 % proportional zu den Emerging Markets. Die Region Sub Sahara/​Afrika verzeichnete 2022 ein Wachstum von 3,8 % (Vorjahr: 4,7 %).

In den Industriestaaten verbesserte sich das bip 2022 um insgesamt 2,7 % (2021: + 5,4 %). Dabei stieg die Wirtschaftsleistung in den USA um 2,0 % (2021: 5,9 %). Die weltweit größte Volkswirtschaft litt unter dem Zinsanstieg sowie der reduzierten Kaufkraft der privaten Konsumenten. Die Euro-Zone schaffte 2022 trotz der vielen Belastungen ein BIP-Wachstum von 3,5 % (2021: 5,3 %). In Japan konnte die Wirtschaft nicht wesentlich von den niedrigen Zinsen und dem schwachen Yen profitieren. Das bip legte 2022 nur unterproportional um 1,4 % (2021: 2,1 %) zu.

Deutsche Wirtschaft ist 2022 um 1,9 % gewachsen

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (bip) ist 2022 nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % gestiegen. Damit hat die Wachstumsdynamik gegenüber dem Vorjahr (BIP: + 2,6 %) nachgelassen. Wesentliche Ursachen hierfür waren die stark erhöhten Preise für Energie und Lebensmittel sowie Material- und Lieferengpässe.

Als Wachstumsstütze erwiesen sich 2022 die Ausrüstungsinvestitionen, die Konsumausgaben des Staates sowie der starke private Konsum. Dieser profitierte von Nachholeffekten, nachdem im Frühjahr 2022 die coronabedingten Einschränkungen aufgehoben worden waren.

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (bip) in Deutschland in %

Quelle: Statistisches Bundesamt

Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer legte 2022 leicht zu

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ging optimistisch ins Jahr 2022. Der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen sollte laut Prognose des VDMA im Vergleich zum Vorjahr um 7 % steigen. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts und der anhaltenden Lieferkettenprobleme musste der Verband seine Prognose 2022 in kurzem Abstand zwei Mal nach unten anpassen. Ende Mai 2022 erwartete der VDMA für das Gesamtjahr nur noch ein leichtes Produktionswachstum von 1 %. Unterm Strich legte der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen 2022 gemäß vorläufiger VDMA-Zahlen im Vergleich zu 2021 um 1 % zu.

Megatrends treiben das Wachstum der Märkte von Krones an

Krones ist auf stabil wachsenden Märkten tätig. Wesentliche Wachstumstreiber sind mehrere Megatrends, die dazu führen, dass die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen mittel- und langfristig steigt.

Die zunehmende Weltbevölkerung, die Urbanisierung, die wachsende Mittelschicht sowie die Nachhaltigkeit sind Megatrends, die das Wachstum der Märkte von Krones stützen.

Weltbevölkerung nimmt stetig zu

Der große übergeordnete Megatrend ist die wachsende Weltbevölkerung. Gemäß den Angaben der Vereinten Nationen (un) überschritt die Weltbevölkerung am 15. November 2022 die Marke von 8 Mrd. Menschen. Laut UN wird die Zahl der Menschen auf der Erde künftig zwar langsamer wachsen als in den vergangenen Jahrzehnten. Dennoch soll die Weltbevölkerung bereits im Jahr 2030 bei etwa 8,5 Mrd. und damit um 500 Mio. höher liegen als Ende 2022. All diese Menschen müssen essen und trinken. Dabei dürfte die Zahl derer, die abgepackte Getränke und Lebensmittel konsumieren, überproportional zulegen. Hierfür sprechen zwei weitere Megatrends, nämlich die wachsende Mittelschicht und die zunehmende Urbanisierung.

Die Mittelschicht wächst und steigert die Konsumausgaben

In den Schwellen- und Entwicklungsländern besteht der langfristige Trend, dass immer mehr Menschen der Armut entkommen und in die Mittelschicht aufsteigen. Nach Prognosen der OECD wird deshalb die weltweite Mittelschicht in der Zeit von 2020 bis 2030 von 3,2 Mrd. auf 4,9 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen der Menschen nehmen deren Konsumausgaben -auch für abgepackte Getränke und Lebensmittel - zu. Ein Großteil des Wachstums der weltweiten Mittelklasse und damit der zunehmenden Kaufkraft entfällt auf Asien. 2020 dürfte laut OECD der Anteil Asiens an den gesamten Konsumausgaben der Mittelschicht bei 42 % gelegen haben. Bis 2030 soll dieser Wert auf 59 % zunehmen. Die Summe der Konsumausgaben der globalen Mittelschicht dürfte laut OECD in diesem Zeitraum von 35 Billionen US-Dollar auf 55,7 Billionen US-Dollar steigen.

Der Anteil Asiens an den Konsumausgaben der weltweiten Mittelschicht nimmt stark zu

2020 (e) 35,0 Billionen Dollar

Quelle: OECD

2030 (e): 55,7 Billionen Dollar

In Asien nimmt die Zahl der der Menschen, die in die Mittelschicht aufsteigen, besonders stark zu. Deshalb wächst in dieser Region der Anteil an den weltweit steigenden Konsumausgaben der Mittelschicht.

Urbanisierung fördert den Absatz von abgepackten Getränken und Lebensmitteln

In Asien und Afrika ist der Trend zur Urbanisierung, also der Zuzug der Landbevölkerung in die Städte, am ausgeprägtesten.

Die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln ebenfalls. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, im Durchschnitt mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung.

Laut Prognose der Vereinten Nationen werden 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Zurzeit ist es erst gut die Hälfte. Am stärksten strömen die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens in die Städte.

Die größten Städte der Welt 2018

Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2015 und 2050

Quelle: Vereinte Nationen (World Urbanization Prospects, The 2018 Revision)

Nachhaltiges Wirtschaften ist ein neuer Megatrend

Krones achtet schon seit langem darauf, dass Maschinen und Anlagen sparsam mit Ressourcen umgehen. Mittlerweile hat sich das Thema Nachhaltigkeit als neuer Megatrend etabliert.

Nachhaltigkeit hat sich zu einem Megatrend entwickelt, der auch bei den Kunden von Krones einen hohen Stellenwert hat. Viele internationale Getränke- und Lebensmittelunternehmen achten verstärkt darauf, Ressourcen in ihrer Produktion einzusparen und ihren CO 2-Fußabdruck zu verringern. Das treibt die Nachfrage nach ressourcenschonenden Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen an. Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm enviro hat Krones schon seit vielen Jahren die Ökoeffizienz seiner Produkte und Dienstleistungen im Fokus. Wir haben enviro seit 2008 dynamisch weiterentwickelt und können unseren Kunden schon lange innovative und nachhaltige Abfüll- und Verpackungstechnologien liefern. Damit profitieren wir als Vorreiter vom Nachhaltigkeitstrend.

Globaler Konsum von abgepackten Getränken nimmt stetig zu

Die weltweite Nachfrage nach abgepackten Getränken befindet sich seit vielen Jahren in einem stabilen Aufwärtstrend. Einzig 2020 ging der Konsum wegen der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr zurück, weil Bars und Restaurants rund um den Globus stark von den coronabedingten Lockdowns betroffen waren. Laut vorläufiger Zahlen von Global Data lag der globale Verbrauch abgepackter Getränke 2022 mit insgesamt 1.410 Mrd. Liter um 4,1 % höher als im Vorjahr (2021: 1.354 Mrd. Liter). Damit hat der weltweite Getränkekonsum auch das Niveau vor der Corona-Krise deutlich übertroffen (2019: 1.366 Mrd. Liter).

Prozentual am stärksten legte 2022 der Konsum von New Drinks (+ 5,5 %), also Sport- und Energydrinks sowie trinkfertiger Kaffee und Tee, zu. Die Nachfrage nach Milch- und Milchmixgetränken erhöhte sich mit plus 5,1 % ebenfalls kräftig. In etwa proportional zum Gesamtmarkt zog der Konsum von alkoholischen Getränken (+ 4,0 %) an. Mit einer Steigerungsrate von jeweils 3,8 % legte 2022 der Verbrauch von kohlensäurehaltigen Getränken sowie von abgepacktem Wasser zu. Deutlich unterproportional zum Gesamtmarkt entwickelte sich der Konsum von Frucht- und Obstsäften (+ 3,0 %).

Nach der Corona-Delle 2020 hat die weltweite Nachfrage nach abgefüllten Getränken wieder angezogen. 2022 übertraf der globale Konsum bereits wieder das Vorkrisen-Niveau. Auch in den kommenden Jahren soll der Markt stabil wachsen. Wesentlich dazu beitragen dürfte die steigende Nachfrage nach abgefülltem Wasser.

Auch in den kommenden Jahren sollte der Verbrauch von abgepackten Getränken weiter zulegen. Gemäß den Zahlen von Global Data wird die Nachfrage von 2022 bis 2025 mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von 3,3 % steigen.

Der Konsum von abgefülltem Wasser dürfte mit einem Wachstum von 3,8 % überproportional zulegen. Ein wesentlicher Wachstumstreiber des größten Segments des globalen Getränkemarkts (Anteil 2022: 33,5 %) ist der steigende Bedarf an sauberem abgefülltem Trinkwasser in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Zudem profitiert Wasser vom anhaltenden Trend zur gesunden Ernährung in den Industrieländern.

Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2022 in Mrd. Liter

2022: 1.409,8 Mrd. Liter (geschätzt)

Quelle: Global Data

* Bier, Wein, Spirituosen, Cider

** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee

Das zweitgrößte Marktsegment (Anteil 2022: 19,3 %) der abgepackten Getränkesorten bilden alkoholische Getränke. Ihr Marktanteil dürfte in den kommenden Jahren aber leicht zurückgehen, weil die Nachfrage in den Industrieländern gesättigt ist. Insgesamt soll der Konsum abgepackter alkoholischer Getränke von 2022 bis 2025 gemäß den Zahlen von Global Data mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 2,8 % zulegen

Bewegung ist in das Segment der Milch und Milchmixgetränke (Anteil am globalen Getränkemarkt 2022: 18,3 %) gekommen. Dies liegt hauptsächlich an der stark steigenden Nachfrage nach alternativen Milchsorten wie Hafer-, Soja-, oder Mandelmilch. Dies sind aber bislang nur Nischenprodukte innerhalb des Milchmarktes. Bestimmt wird das Segment von »traditioneller« Milch, auf die ein Anteil von mehr als 70 % entfällt. Der Konsum über das gesamte Segment Milch und Milchmixgetränke hinweg soll von 2022 bis 2025 um durchschnittlich 3,6 % pro Jahr wachsen.

Der Verbrauch von kohlensäurehaltigen Softdrinks (csd) (Anteil 2022: 16,9 %) dürfte in den kommenden Jahren unterproportional zum Gesamtmarkt steigen. Wesentlicher Grund hierfür ist, dass die Konsumenten in den Industrieländern zunehmend auf zuckerhaltige Getränke verzichten. Laut den Zahlen von Global Data sollte die durchschnittliche Steigerungsrate der Nachfrage nach CSD von 2022 bis 2025 bei jährlich 2,4 % liegen.

Die beiden kleineren Segmenten des Getränkemarkts New Drinks (Anteil am weltweiten Getränkekonsum 2022: 6,0 %) sowie Frucht- und Obstsäfte (Anteil: 5,9 %) dürften in den kommenden Jahren stark unterschiedlich wachsen. Bei New Drinks, zu denen Sport- und Energydrinks sowie trinkfertiger Kaffee und Tee zählen, liegen die erwarteten Steigerungsraten von 2022 bis 2025 bei durchschnittlich 4,6 % im Jahr. Die Nachfrage nach Frucht- und Obstsäften dürfte in diesem Zeitraum lediglich um durchschnittlich 2,9 % pro Jahr zunehmen.

In den Emerging Markets wächst die Nachfrage nach abgepackten Getränken kräftig

Die Megatrends Bevölkerungswachstum, zunehmende Mittelschicht und Urbanisierung spielen sich hauptsächlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern ab. Deshalb dürfte die Nachfrage nach abgepackten Getränken in den kommenden Jahren in den Emerging Markets deutlich stärker zulegen als in den Industrienationen. In diesen nimmt aber die Getränke- und Verpackungsvielfalt zu, was Krones dort attraktive Wachstumschancen bietet.

Die Region mit der am stärksten steigenden Nachfrage nach abgefüllten Getränken ist Asien/​Pazifik. Dort dürfte gemäß Global Data der Verbrauch von 2022 bis 2025 jährlich um durchschnittlich 5,3 % zunehmen. Dabei ist auch die hohe Ausgangsbasis zu berücksichtigen, denn Asien/​Pazifik ist schon heute mit einem Anteil von rund einem Fünftel der regional größte Markt für abgepackte Getränke. Ein ebenfalls großer und stark wachsender Markt ist China. In dem Land soll die Nachfrage von 2022 bis 2025 pro Jahr im Durchschnitt um 4,1 % steigen. Für die Region Afrika/​Mittlerer Osten liegt die durchschnittliche Wachstumsprognose für diesen Zeitraum bei jährlich 3,4 %. Proportional zum Gesamtmarkt (+ 3,3 %) soll die Nachfrage in Russland/​GUS/​Osteuropa zulegen. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 2,0 % dürfte der Konsum in Südamerika von 2022 bis 2025 nur unterproportional klettern.

Dies gilt auch für die Märkte in den reifen Industriestaaten. Für Nord- und Mittelamerika liegt die für 2022 bis 2025 prognostizierte durchschnittliche Wachstumsrate bei 2,2 %, für Westeuropa bei 2,0 %. In der relativ kleinen Absatzregion Mitteleuropa soll die Nachfrage in diesem Zeitraum um durchschnittlich 1,4 % pro Jahr zunehmen.

Weltweiter Konsum abgepackter Getränke nach Regionen *

scrollen

2022 (e) 2025 (e) durchschn. jährl. Wachstum

in %
Mrd. Liter % ** Mrd. Liter % ** 2022 - 2025
--- --- --- --- --- ---
Asien/​Pazifik 288,0 20,4 336,6 21,6 5,3
China 269,2 19,1 303,3 19,5 4,1
Nordamerika/​Mittelamerika 229,9 16,3 245,6 15,8 2,2
Südamerika 184,3 13,1 195,5 12,6 2,0
Westeuropa 151,4 10,7 160,5 10,3 2,0
Afrika/​Mittlerer Osten 130,3 9,2 144,3 9,3 3,4
Russland/​cus/​Osteuropa 103,4 7,3 114,0 7,3 3,3
Mitteleuropa 53,0 3,8 55,3 3,6 1,4
Global 1.409,5 100,0 1.555,1 100,0 3,3

Quelle: Global Data

* Rundungsdifferenzen sind möglich

** Anteil am globalen Konsum | (e) = erwartet

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen - jährliches Wachstum von 2022-2025

Die Nachfrage nach abgepackten Getränken soll in den kommenden Jahren in den asiatischen Märkten am stärksten wachsen.

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen in Mrd. Liter *

Schon heute sind die Regionen Asien/​Pazifik und China die volumenstärksten Märkte. Die erwarteten prozentualen Steigerungsraten beim Konsum spiegeln sich deshalb in beeindruckenden Zuwächsen beim mengenmäßigen Getränkeverbrauch wider. So soll die Nachfrage in Asien/​Pazifik von 2022 bis 2025 um 48,6 Mrd. Liter von 288,0 Mrd. Liter auf336,6 Mrd. Liter steigen. Für China wird bis 2025 ein Zuwachs von 34,1 Mrd. Liter prognostiziert.

* Prognose

Quelle: Global Data

Der starke Wachstumstrend bei PET-Getränkebehältern hält weiter an

2022 bestanden rund 30 % der insgesamt 1.894 Mrd. mit Getränken befüllten Behälter aus dem Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET). Die Nachfrage nach PET-Flaschen soll in den kommenden Jahren überproportional steigen.

Für Krones ist nicht nur das verbrauchte Getränkevolumen, sondern auch die Anzahl der abgefüllten Einheiten eine wichtige Größe. Getränkeverpackungen bestehen im Wesentlichen aus Kunststoff, Glas, Metall (Dosen) oder Karton. Laut vorläufiger Zahlen von Global Data wurden 2022 weltweit 1.894 Mrd. Behälter mit Getränken abgefüllt. Das waren um 3,9 % mehr als im Vorjahr (1.823 Mrd.). Bis 2025 dürfte die Zahl der abgefüllten Behälter auf 2.083 Mrd. steigen. Dies entspricht einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von 3,2 %.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2022 (Basis: abgefüllte Einheiten)

Den größten Anteil an den weltweit verpackten Getränkebehältern nehmen Flaschen aus dem Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) ein. 2022 bestanden laut den Zahlen von Global Data 565 Mrd. oder 29,8 % der weltweit abgefüllten Getränkebehälter aus PET. Wesentlicher Grund für die führende Stellung von PET ist die Bedeutung des Materials bei der Abfüllung von Wasser, dem mit Abstand am stärksten konsumierten Getränk. 2022 bestanden etwa drei von vier Wasserbehältern aus PET. Die Verwendung von PET-Flaschen dürfte in den kommenden Jahren weiterhin überproportional steigen. Die Wachstumsprognose für die Jahre 2022 bis 2025 liegt gemäß den Zahlen von Global Data bei jährlich durchschnittlich 3,6 %.

Das am zweithäufigsten für Getränkeverpackungen verwendete Material ist Glas (Anteil 2022: 19,6 %). Glasflaschen haben bei der Abfüllung von Bier, Spirituosen und Wein einen hohen Anteil. Die Nachfrage nach alkoholischen Getränken dürfte in den kommenden Jahren nur unterproportional zum gesamten Getränkekonsum wachsen. Deshalb liegt die bis 2025 erwartete jährliche durchschnittliche Steigerungsrate für Getränkeverpackungen aus Glas nur bei 2,0 %.

Ein weiteres bedeutendes Material für Getränkebehälter ist Metall, das zu Dosen verarbeitet wird. 2022 lag der Dosenanteil unter den weltweit verpackten Getränkebehältern bei 19,2 %. In Dosen fließen hauptsächlich Bier, kohlensäurehaltige Softdrinks sowie New Drinks. Von 2022 bis 2025 soll die Anzahl der mit Getränken befüllten Metalldosen um durchschnittlich 2,9 % pro Jahr zulegen.

Im Jahr 2022 bestanden 12,9 % der Getränkeverpackungen aus Karton. Kartonverpackungen werden hauptsächlich für die Abfüllung von Milch und Milchmixgetränken sowie Frucht- und Obstsäften verwendet. Bis 2025 soll die Anzahl von Getränkeverpackungen aus Karton um durchschnittlich jährlich 3,3 % klettern.

Bei den »sonstigen Verpackungen« entfiel 2022 ein wesentlicher Teil auf Beutel aus Kunststoff- und Aluminiumfolien. In diese werden hauptsächlich Milch, Wasser und Fruchtsäfte abgefüllt.

Als einer der führenden Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Produktion, Abfüllung und Verpackung von PET-Behältern profitiert Krones vom überproportionalen Wachstum von PET-Verpackungen. Das Unternehmen hat aber auch bei Linien zur Abfüllung und Verpackung von Getränken in Glasflaschen und Dosen eine starke Marktstellung. Lösungen für Kartonverpackungen bietet Krones nicht an.

Krones in Zahlen

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Krones ist 2022 kräftig gewachsen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 % auf 4.209,3 Mio. €. Aufgrund der sehr hohen Kundennachfrage legte der Auftragseingang um 34,0 % auf 5782,8 Mio. € zu.
Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 8,1 % im Vorjahr (ohne einmalige Effekte) auf 8,9 %.
Für das erfolgreiche Geschäftsjahr wird Krones eine Dividende von 1,75 € je Aktie ausschütten (Vorjahr: 1,40 €).

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Prognose für 2022 * Prognoseanpassung für 2022 ** Ist-Wert für 2022
Umsatzwachstum 5 - 8 % 10 - 12 % 15,8 %
EBITDA-Marge 8-9 % 8-9 % 8,9 %
ROCE 10 - 12 % 10 - 12 % 14,1 %

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2021 im März 2022

** gemäß Ad-hoc-Meldung vom 19. Oktober 2022

Umsatz von Krones wächst kräftig um 15,8 % auf 4.209,3 Mio. €

2022 erwirtschaftete Krones erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Umsatz von mehr als 4 Mrd. €. Die Erlöse stiegen um 15,8 % auf 4,21 Mrd. €. Damit hat Krones das bereits erhöhte Wachstumsziel für 2022 von 10 % bis 12 % übertroffen.

Krones konnte 2022 den Umsatz trotz schwieriger Bedingungen deutlich steigern. Dank der hohen Flexibilität ist es dem Unternehmen gelungen, gut mit den knappen Ressourcen sowie Problemen in den Lieferketten umzugehen und die Produktionskapazitäten insgesamt gut auszulasten. Der Umsatz legte 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 % von 3.634,5 Mio. € auf 4.209,3 Mio. € zu. Damit hat Krones das im Oktober 2022 erhöhte Wachstumsziel von 10 % bis 12 % (ursprünglich 5 % bis 8 %) übertroffen. Einen Großteil des Umsatzwachstums generierte das Unternehmen über den höheren Absatz von Neumaschinen. Die Preiserhöhungen für unsere Produkte und Dienstleistungen trugen 2022 wegen teils langer Durchlaufzeiten erst leicht zum Wachstum bei. Währungs-, Akquisitions- und Desinvestitionseffekte beeinflussten den Umsatz von Krones im Berichtsjahr nicht wesentlich.

Aufgrund der stark gestiegenen Kundennachfrage nach Abfüll- und Verpackungslinien sowie einzelnen Maschinen legte das Neumaschinengeschäft von Krones 2022 überproportional zu. Die Service-Umsätze übertrafen den Vorjahreswert aber ebenfalls deutlich. Die nachlassenden coronabedingten Reisebeschränkungen wirkten sich positiv auf das After-Sales-Geschäft aus.

Umsatz Krones Konzern in Mio. €

Umsatz nach Segmenten

Alle drei Segmente von Krones sind 2022 kräftig gewachsen.

Der Umsatz des Kernsegments »Abfüll- und Verpackungstechnologie« legte 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 14,8 % von 3.045,6 Mio. € auf 3.497,3 Mio. € zu. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz verringerte sich auf 83,1 % (Vorjahr: 83,8 %).

Anteil am Krones Konzernumsatz

Im Segment »Prozesstechnologie« stiegen die Erlöse überproportional um 23,9 % von 296,6 Mio. € im Vorjahr auf 367,5 Mio. €. Von 8,2 % auf 8,7 % erhöhte sich der Anteil des Segments am Konzernumsatz.

Seit Anfang 2022 berichtet Krones über die »Intralogistik« im dritten Segment. Der Umsatz legte dort im Berichtszeitraum um 17,9 % von 292,3 Mio. € im Vorjahr auf 344,5 Mio. € zu. Dies entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von 8,2 % (Vorjahr: 8,0 %).

Weitere Erläuterungen finden Sie unter »Bericht aus den Segmenten« ab Seite 163 sowie in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang auf Seite 216.

Umsatz nach Regionen

Rund 90 % des Konzernumsatzes erzielte Krones 2022 im Ausland. Starke Zuwächse verzeichnete das Unternehmen in Europa sowie Nord- und Mittelamerika.

In Deutschland erhöhte sich der Umsatz von Krones 2022 leicht unterproportional zu den Konzernerlösen um 12,9 % von 375,5 Mio. € auf 424,0 Mio. € zu. Der Anteil der inländischen Erlöse am Gesamtumsatz lag bei 10,1 % (Vorjahr: 10,3 %).

Sehr hohe Zuwachsraten beim Umsatz erzielte Krones 2022 in Europa (ohne Deutschland). Dort waren die Geschäfte 2021 teilweise noch von Corona beeinflusst. In der großen Absatzregion Westeuropa stiegen die Erlöse im Berichtszeitraum um 27,9 % von 517,9 Mio. € im Vorjahr auf 662,5 Mio. €. Ähnlich hoch war die Steigerungsrate in Mitteleuropa (Österreich, Schweiz, Niederlande), wo der Umsatz um 27,6 % von 243,0 Mio. € auf 310,0 Mio. € zulegte. In der kleineren Absatzregion Osteuropa verbesserte Krones den Umsatz um 31,7 % auf 185,6 Mio. € (Vorjahr: 140,9 Mio. €).

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Anteil am Konzernumsatz 2022 2021 Veränd.
in Mio. € % * in Mio. € % * %
--- --- --- --- --- ---
Deutschland 424,0 10,1 375,5 10,3 + 12,9
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 310,0 7,4 243,0 6,7 + 27,6
Westeuropa 662,5 15,7 517,9 14,2 + 27,9
Osteuropa 185,6 4,4 140,9 3,9 + 31,7
Russland, Zentralasien (cus) 50,2 1,2 97,3 2,7 -48,4
Mittlerer Osten/​Afrika 486,1 11,5 421,9 11,6 + 15,2
Asien/​Pazifik 467,4 11,1 408,4 11,2 + 14,4
China 344,9 8,2 307,8 8,5 + 12,1
Nord- und Mittelamerika 920,1 21,9 764,2 21,1 + 20,4
Südamerika/​Mexiko 358,5 8,5 357,5 9,8 + 0,3
Gesamt 4.209,3 100,0 3.634,5 100,00 + 15,8

* Anteil am Gesamtumsatz

Die Umsatzverteilung von Krones ist weiterhin sehr ausgewogen. 2022 erwirtschaftete das Unternehmen 44,9 % (Vorjahr: 47,7%) des Konzernumsatzes auf den Emerging Markets. Der Umsatzanteil der reifen Industriestaaten lag bei 55,1 % (Vorjahr: 52,3 %).

Insgesamt stieg der Umsatz von Krones in Europa (ohne Deutschland) deutlich überproportional um 28,4 % auf 1.158,1 Mio. € (Vorjahr: 901,8 Mio. €). Damit erhöhte sich der Anteil am Konzernumsatz auf 27,5 % (Vorjahr: 24,8 %).

Wie erwartet verringerten sich die Erlöse in der Region Russland/​GUS im Berichtszeitraum deutlich um 48,4 % auf 50,2 Mio. € (Vorjahr: 97,3 Mio. €). Das entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von lediglich 1,2 % (Vorjahr: 2,7 %).

Auf den Märkten außerhalb Europas entwickelten sich die Geschäfte von Krones 2022 gut. In Nord- und Mittelamerika blieb das Unternehmen 2022 auf starkem Wachstumskurs. Dort erhöhte sich der Umsatz um 20,4 % von 764,2 Mio. € auf 920,1 Mio. €. In der Region Südamerika/​Mexiko lagen die Erlöse mit 358,5 Mio. € stabil auf Vorjahresniveau (357,5 Mio. €). Um 15,2 % auf 486,1 Mio. € (Vorjahr: 421,9 Mio. €) kletterte der Umsatz im Mittleren Osten/​Afrika. Ähnlich stark (plus 14,4 %) steigerte Krones den Umsatz in der Absatzregion Asien/​Pazifik auf 467,4 Mio. €. In China verbesserten sich die Erlöse 2022 trotz pandemiebedingter Lockdowns um 12,1 % auf 344,9 Mio. € (Vorjahr: 307,8 Mio. €).

Insgesamt stieg der außereuropäische Umsatz im Berichtszeitraum um 14,0 % auf 2.577,0 Mio. € (Vorjahr: 2.259,8 Mio. €). Damit ging der Anteil an den Konzernerlösen leicht auf 61,2 % (Vorjahr: 62,2 %) zurück.

Anteil am Krones Konzernumsatz

Auftragseingang

Auftragseingang Krones Konzern in Mio. €

Der Auftragseingang legt um 34,0 % auf 5 782,8 Mio. € zu

Krones profitierte 2022 als omplettanbieter von den guten Marktbedingungen und konnte viele Aufträge gewinnen. Der Wert der Bestellungen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel auf 5,78 Mrd. €.

Die Nachfrage der Kunden nach unseren Produkten und Dienstleistungen war 2022 sehr hoch. Der Auftragseingang nahm im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 34,0 % von 4.316,2 Mio. € auf 5.782,8 Mio. € zu. In den ersten drei Quartalen 2022 erreichte der Wert der Bestellungen mit jeweils rund 1,5 Mrd. € ein extrem hohes Niveau. Im vierten Quartal beruhigte sich die Ordertätigkeit (Auftragseingang: 1.183,1 Mio. €) wie erwartet ein wenig. Eine nachhaltige Abnahme der regen Marktaktivitäten und der Investitionsbereitschaft der internationalen Getränkeindustrie war im Jahresabschlussquartal aber nicht zu bemerken. Ende 2022 waren weiterhin viele Investitionsprojekte auf dem Markt.

Krones hat mit dem neuen Rekordwert sein Auftragseingangsziel für 2022 übertroffen. Als international breit aufgestellter Komplettanbieter profitierte das Unternehmen von den guten Marktbedingungen. Darüber hinaus trug unser hohes Standing bei den Kunden maßgeblich zu den deutlich gestiegenen Bestellungen bei. Unsere Kunden schätzen es sehr, dass wir ihnen auch in herausfordernden Zeiten als zuverlässiger Partner bei der Durchführung von weltweiten Investitionsprojekten zur Seite stehen und versprochene Liefertermine weitgehend einhalten. Die Preiserhöhungen von Krones beeinflussten das Investitionsverhalten der Kunden 2022 nicht. Währungs-, Akquisitions- und Desinvestitionseffekte wirkten sich nicht wesentlich auf den Wert der Bestellungen im Berichtszeitraum aus.

Der Auftragseingang übertraf in allen drei Segmenten von Krones das jeweiligen Vorjahresniveau deutlich. Regional betrachtet legte der Wert der Bestellungen 2022 in Nordamerika/​Mittelamerika, Asien/​Pazifik, Osteuropa, Südamerika sowie der Region Mittlerer Osten/​Afrika überproportional zum Konzernwachstum zu. In West- und Mitteleuropa sowie in China, also in Regionen, die im Vorjahr sehr hohe Orderzuwächse verzeichneten, legte der Auftragseingang 2022 nochmals deutlich zu. Die Steigerungsrate blieb aber dort unter dem konzernweiten Wert.

Auftragsbestand

Auftragsbestand Krones Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Krones hatte Ende 2022 Aufträge im Wert von 3466,4 Mio. € in den Büchern

Aufgrund der sehr hohen Kundennachfrage ist der Auftragsbestand von Krones trotz des gestiegenen Umsatzes 2022 kräftig angewachsen. Mit 3.466,4 Mio. € lag er Ende Dezember 2022 um 1.573,4 Mio. € oder 83,1 % über dem Wert vom Vorjahr (1.893,0 Mio. €). Das komfortable Orderpolster erhöht insgesamt die Planungssicherheit des Unternehmens. Mit den bereits vorhandenen Aufträgen können die Fertigungskapazitäten in den kommenden Quartalen stabil ausgelastet werden. Die Lage an den internationalen Beschaffungsmärkten, besonders für Elektronikbauteile, bleibt angespannt. Daher ist zu berücksichtigen, dass knappe Materialien weiterhin ein limitierender Produktionsfaktor für Krones sind. Unsere Kunden müssen deshalb mit langen Lieferfristen bis weit in das Geschäftsjahr 2024 rechnen.

Ertragslage des Krones Konzerns

EBITDA Krones Konzern in Mio. €

Krones verbessert die Ertragskraft unter herausfordernden Bedingungen

Krones ist 2022 profitabel gewachsen. Die EBITDA-Marge stieg von 8,1 % im Vorjahr (ohne einmalige positive Ertragseffekte) auf 8,9 %.

Krones stand 2022 vor einigen Herausforderungen. So konnten wir die Produktionskapazitäten wegen der angespannten Situation an den Beschaffungsmärkten nicht komplett auslasten. Dies beeinflusste das Ergebnis. Auch mit steigenden Material- und Frachtkosten war das Unternehmen konfrontiert. Aufgrund der umfangreichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie der hohen Flexibilität des Unternehmens verbesserte sich die Ertragskraft von Krones im Berichtsjahr dennoch wie prognostiziert. Hierzu trugen auch unsere Preiserhöhungen bei, mit denen wir die Kostensteigerungen weitgehend kompensieren konnten.

EBITDA-Marge Krones Konzern in %

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 19,4 % von 312,6 Mio. € auf 373,3 Mio. €. Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 8,9 % (Vorjahr: 8,6 %). Dabei ist zu berücksichtigen, dass einmalige Effekte das EBITDA im Vorjahr mit insgesamt 17 Mio. € positiv beeinflusst hatten. Unter Herausrechnung dieser einmaligen Effekte lag die EBITDA-Marge 2021 bei 8,1 %. Das EBITDA-Margenziel für 2022 von 8 % bis 9 % hat Krones wie prognostiziert am oberen Rand erreicht.

Aufgrund des höheren Finanzergebnisses und stabiler Abschreibungen legte das Ergebnis vor Steuern (EBT) 2022 deutlich stärker zu als das EBITDA. Es kletterte um 36,5 % von 177,3 Mio. € im Vorjahr auf 242,1 Mio. €. Die EBT-Marge verbesserte Krones auf 5,8 % (Vorjahr: 4,9 %). Unter Herausrechnung einmaliger Ertragseffekte lag die EBT-Marge 2021 bei 4,4 %.

Konzernergebnis Krones in Mio. €

Ergebnis je Aktie Krones Konzern in €

Um 32,3 % von 141,4 Mio. € im Vorjahr auf 187,1 Mio. € erhöhte sich das Konzernergebnis von Krones 2022. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 5,92 € (Vorjahr: 4,47 €). Währungseffekte sowie Akquisitions- und Desinvestitionseffekte hatten 2022 keinen wesentlichen Einfluss auf die Ergebniskennzahlen von Krones.

Krones erhöht die Dividende auf 1,75 € je Aktie

Gemäß der langfristigen Dividendenpolitik werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 23.05.2023 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende von 1,75 € je Aktie auszuschütten. Damit wird Krones die Dividende im Vergleich zum Vorjahr (1,40 €) um 0,35 € oder 25,0 % erhöhen und die Anteilseigner somit angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen.

Dividende je Aktie Krones Konzern in €

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Ertragsstruktur des Krones Konzerns

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in Mio. € 2022 2021 Veränd.
Umsatzerlöse 4.209,3 3.634,5 + 15,8 %
Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse +48,4 + 19,6 + 146,9 %
Gesamtleistung 4.257,7 3.654,0 + 16,5 %
Andere aktivierte Eigenleistungen + 43,4 + 53,6 - 19,0 %
Sonstige betriebliche Erträge + 165,0 + 161,8 + 2,0 %
Materialaufwand - 2.113,8 - 1.807,4 + 17,0 %
Personalaufwand - 1.269,7 - 1.176,7 + 7,9 %
Sonstige betrieblichen Aufwendungen - 709,3 - 572,6 + 23,9 %
EBITDA 373,3 312,6 + 19,4 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen -142,9 - 141,7 + 0,8 %
EBIT 230,4 170,9 + 34,8 %
Finanzergebnis + 11,7 + 6,4 + 82,8 %
EBT 242,1 177,3 + 36,5 %
Ertragsteuern - 55,0 - 35,9 + 53,3 %
Konzernergebnis 187,1 141,4 + 32,3 %

Weitere Informationen siehe ausführliche Gewinn-und-Verlust-Rechnung auf Seite 209.

Währungs-, Akquisitions- und Desinvestitionseffekte beeinflussten 2022 den Umsatz sowie die relevanten Ertragswerte von Krones nicht wesentlich.

Krones hat die Herausforderungen im Jahr 2022 gut gemeistert und die sich bietenden Wachstumschancen genutzt. So steigerte das Unternehmen im Berichtsjahr Umsatz und Gesamtleistung deutlich. Der Umsatz war mit 4.209,3 Mio. € um 15,8 % höher als in dem noch von Corona beeinflussten Vorjahreszeitraum. Die Gesamtleistung legte mit 16,5 % auf 4.257,7 Mio. € ein wenig stärker zu, weil sich der Aufbau von fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte. Ihr Bestand nahm im Berichtszeitraum um 48,4 Mio. € zu, gegenüber 19,6 Mio. € im Vorjahr.

Krones verbesserte im Berichtszeitraum erneut die Ertragskraft. Hierzu beigetragen hat vor allem eine deutlich niedrigere Personalaufwandsquote.

Auch die Ertragskraft verbesserte Krones 2022 deutlich. Dies lag vor allem an der konsequenten Umsetzung der 2020 eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen, dem guten Beschaffungs- und Produktionsmanagement sowie der hohen Flexibilität von Krones. Das belegen die, trotz Ressourcenknappheit, stabile Material- sowie die deutlich gesunkene Personalaufwandsquote.

Materialaufwand Krones Konzern in Mio. € und Materialaufwandsquote in %

Der Materialaufwand stieg im Berichtsjahr um 17,0 % auf 2.113,8 Mio. € und nahm damit leicht überproportional zur Gesamtleistung zu. Preissteigerungen und Engpässe bei der Materialbeschaffung, vor allem für Stahl und Elektrokomponenten, konnte Krones im Berichtsjahr durch intelligentes Produktions- und Beschaffungsmanagement zum großen Teil kompensieren. Zudem schlugen sich in der nahezu stabilen Materialaufwandsquote auch unsere Preiserhöhungen positiv nieder. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, lag im Berichtszeitraum bei 49,7 % und damit nur geringfügig über dem guten Vorjahreswert von 49,5 %.

Personalaufwand Krones Konzern in Mio. € und Personalaufwandsquote in %

Deutlich unterproportional zur Gesamtleistung entwickelte sich der Personalaufwand im Berichtszeitraum. Er erhöhte sich lediglich um 7,9 % auf 1.269,7 Mio. €. Dadurch verringerte sich die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, von 32,2 % auf 29,8 %. Verantwortlich für die deutlich verbesserte Personalaufwandsquote waren hauptsächlich die im Geschäftsjahr 2021 durchgeführten und abgeschlossenen Maßnahmen zur Personalanpassung. Diese wirkten sich 2022 erstmalig ganzjährig aus.

EBT Krones Konzern in Mio. €

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 709,3 Mio. € um 23,9 % über dem Vorjahreswert von 572,6 Mio. €. Verantwortlich für den Zuwachs waren hauptsächlich höhere Fracht- und Reisekosten, die wegen des gestiegenen Geschäftsvolumens deutlich anzogen. Auch die Kosten für die alle vier Jahre stattfindende Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie »drinktec« sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Leicht zugelegt haben die sonstigen betrieblichen Erträge von 161,8 Mio. € auf 165,0 Mio. €. Die aktivierten Eigenleistungen hingegen fielen von 53,6 Mio. € im Vorjahr auf 43,4 Mio. €. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen veränderte sich von minus 357,3 Mio. € im Vorjahr auf minus 500,9 Mio. €. Im Verhältnis zur Gesamtleistung stieg der Saldo von 9,8 % auf 11,8 %.

Daraus ergibt sich für Krones im Berichtszeitraum ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 373,3 Mio. € - ein Plus von 19,4 % gegenüber dem Vorjahreswert von 312,6 Mio. €. Die EBITDA-Marge stieg auf 8,9 % nach 8,6 % im Vorjahr. Bereinigt um einmalige Ertragseffekte lag die EBITDA-Marge im Vorjahr bei 8,1 %. Wegen der nur leicht erhöhten Abschreibungen auf das Anlagevermögen von 142,9 Mio. € (Vorjahr: 141,7 Mio. €) kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtsjahr mit 34,8 % auf 230,4 Mio. € deutlich stärker als das EBITDA.

Krones erzielte 2022 ein Finanzergebnis von plus 11,7 Mio. € (Vorjahr: + 6,4 Mio. €). Neben den leicht gestiegenen Beteiligungserträgen von 3,1 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €) war hierfür das um 4,2 Mio. € verbesserte Zinsergebnis von plus 8,6 Mio. € verantwortlich. Dadurch kletterte das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 36,5 % von 177,3 Mio. € auf 242,1 Mio. €. Die EBT-Marge wuchs von 4,9 % im Vorjahr (bereinigt: 4,4 %) auf 5,8 %. Weil die Steuerquote des Unternehmens mit 22,7 % über dem niedrigen Niveau des Vorjahres lag (20,2 %), verbesserte sich das Konzernergebnis mit plus 32,3 % auf 187,1 Mio. € (Vorjahr: 141,4 Mio. €) etwas weniger stark als das ebt.

EBT-Marge Krones Konzern in %

Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 2022 2021
Ergebnis vor Steuern 242,1 177,3
zahlungsunwirksame Veränderungen + 189,8 + 153,7
Veränderung Working Capital + 136,0 + 124,5
Veränderung sonstige Aktiva und Passiva - 89,2 - 119,6
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 478,7 335,9
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - 118,2 - 104,9
m&a Aktivitäten - 27,2 ± 0,0
Sonstiges + 37,7 - 27,7
Free Cashflow 371,0 203,3
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit - 79,8 - 60,9
Sonstiges - 0,1 + 24,0
Gesamte Änderung der Liquidität 291,1 166,4
Liquidität am Ende des Jahres 674,5 383,4

Weitere Informationen siehe ausführliche Kapitalflussrechnung Seite 213.

Im Geschäftsjahr 2022 verbesserte Krones den operativen Cashflow um 142,8 Mio. € auf 478,7 Mio. €. Mitverantwortlich für den außergewöhnlich hohen Wert war der starke Abbau des Working Capital.

Krones steigerte im Berichtsjahr den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) deutlich gegenüber dem Vorjahr um 142,8 Mio. € auf 478,7 Mio. €. Neben dem um 64,8 Mio. € höheren Ergebnis vor Steuern trug auch die Veränderung der sonstigen Aktiva und Passiva wesentlich zum besseren operativen Cashflow bei. Sie lag mit minus 89,2 Mio. € unter dem hohen Vorjahreswert von minus 119,6 Mio. €, der noch stark von Zahlungen für das Mitarbeiterprogramm beeinflusst war. Die zahlungsunwirksamen Veränderungen erhöhten im Berichtszeitraum den operativen Cashflow mit plus 189,8 Mio. € noch mehr als im Vorjahr (plus 153,7 Mio. €). Wie im Vorjahr konnte Krones auch 2022 das Working Capital abbauen. Ein Grund hierfür waren die mit dem hohen Auftragseingang verbundenen Kundenanzahlungen. Insgesamt verringerte das Unternehmen 2022 das Working Capital um 136,0 Mio. € (Vorjahr: 124,5 Mio. €).

Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit Krones Konzern in Mio. €

Working Capital zu Umsatz Krones Konzern in % (Durchschnitt der 4 Quartale)

Working Capital zu Umsatz von 24,8 % auf 19,0 % verbessert

Das durchschnittliche Working Capital im Verhältnis zum Umsatz hat Krones im Berichtszeitraum erheblich verbessert. Es fiel von 24,8 % auf 19,0 %.

Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale in Relation zum Umsatz hat Krones im Berichtszeitraum erneut deutlich auf 19,0 % gesenkt (Vorjahr: 24,8 %). Im Rückgang spiegeln sich die stark gestiegenen Umsätze sowie die aufgrund des höheren Auftragseingangs anziehenden Kundenanzahlungen wider. Während die Forderungen in Relation zum Umsatz gegenüber dem Vorjahr stabil blieben, wirkten die überproportional zum Umsatz gestiegenen Vorräte einer noch besseren Entwicklung dieser Kennzahl entgegen. Zum Stichtag war der Rückgang des Working Capital im Verhältnis zum Umsatz mit 14,1 % (Vorjahr: 20,1 %) ebenfalls deutlich. Das von Krones genutzte Supplier-Finance-Programm wird in der Bilanz unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, da sich die Vertragskonditionen der Verbindlichkeiten nicht wesentlich ändern. Korrespondierend dazu wird der Zahlungsmittelabfluss im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Krones Konzern in Mio. €

Krones erwirtschaftet außergewöhnlich hohen Free Cashflow von 371,0 Mio. €

Im Geschäftsjahr 2022 steigerte das Unternehmen die Investitionen planmäßig auf 118,2 Mio. € (Vorjahr: 104,9 Mio. €). Das Verhältnis von Investitionen zu Abschreibungen lag bei 0,83 (Vorjahr: 0,74).

Im Berichtsjahr investierte Krones 118,2 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ein geplanter Anstieg gegenüber dem relativ niedrigen Vorjahreswert von 104,9 Mio. €. Im Verhältnis zum Umsatz lag 2022 die Investitionsquote stabil bei 2,8 % (Vorjahr: 2,9 %) und damit im Rahmen der Erwartungen. Die Relation von Investitionen zu Abschreibungen stieg gegenüber dem Vorjahr von 0,74 auf 0,83. M&A-Aktivitäten belasteten im Berichtsjahr den Cashflow mit 27,2 Mio. €. 2021 gab es keine M&A-Transaktionen, die den Cashflow belasteten.

Free Cashflow Krones Konzern in Mio. €

Krones erwirtschaftete 2022 einen außerordentlich hohen Free Cashflow von 371,0 Mio. € (Vorjahr: 203,3 Mio. €).

Trotz der höheren Investitionen steigerte das Unternehmen den Free Cashflow, also der aus der Geschäftstätigkeit erzielte Nettozufluss an liquiden Mitteln, um 167,7 Mio. € auf den außergewöhnlich hohen Wert von 371,0 Mio. € (Vorjahr: 203,3 Mio. €).

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit lag im Berichtsjahr bei 79,8 Mio. € (Vorjahr: 60,9 Mio. €). Die Position erfasst in der Berichtsperiode neben dem Mittelabfluss durch die Dividendenausschüttung von 44,2 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) auch die Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 35,5 Mio. € (Vorjahr: 32,0 Mio. €). Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderungen verringerten die Liquidität um 0,1 Mio. € nach einer Erhöhung um 24,0 Mio. € im Vorjahr. Insgesamt verfügte Krones zum 31. Dezember 2022 über liquide Mittel von 674,5 Mio. € (Vorjahr: 383,4 Mio. €). Die Nettoliquidität (Zahlungsmittel abzüglich der Bankschulden) stieg von 378,3 Mio. im Vorjahr auf 669,5 Mio. €.

Ausschüttungssumme Krones Konzern in Mio. €

Vermögens- und Kapitalstruktur

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in Mio. € zum 31. Dezember 2022 2021 2020
Langfristige Vermögenswerte 1.164 1.133 1.093
davon Anlagevermögen 1.064 1.001 990
Kurzfristige Vermögenswerte 3.007 2.362 1.957
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 675 383 217
Eigenkapital 1.598 1.392 1.200
Fremdkapital 2.573 2.103 1.850
langfristige Verpflichtungen 375 434 476
kurzfristige Verpflichtungen 2.198 1.669 1.374
Bilanzsumme 4.171 3.495 3.050

Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz Seite 211 und 212.

Wegen des deutlich anziehenden Geschäftsvolumens hat sich die Bilanzsumme von Krones im Berichtsjahr um 19,4 % erhöht.

Die Bilanzsumme von Krones stieg im Berichtszeitraum um 19,4 % und damit überproportional zur Gesamtleistung, die um 16,5 % zulegte. Zum 31. Dezember 2022 lag die Bilanzsumme bei 4.171,2 Mio. € (31. Dezember 2021: 3.494,8 Mio. €). Hauptsächlich der Aufbau kurzfristiger Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie das höhere Eigenkapital trugen zu diesem Anstieg bei.

Bei allen Bilanzpositionen in Aktiva (Vermögenswerte) und Passiva (Verbindlichkeiten, Eigenkapital) gab es im Berichtsjahr keine wesentlichen Währungs-, Akquisitions- und Desinvestitionseffekte.

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich von Januar bis Dezember 2022 um 2,8 % auf 1.164,2 Mio. € (31. Dezember 2021: 1.132,8 Mio. €) erhöht. Das Anlagevermögen stand zum Bilanzstichtag mit 1.064,0 Mio. € (31. Dezember 2021: 1.001,4 Mio. €) in den Büchern. Hauptverantwortlich für den Anstieg des Anlagevermögens sind die immateriellen Vermögenswerte. Sie legten von 303,2 Mio. € Ende 2021 auf 349,3 Mio. € zu. Die Sachanlagen und Nutzungsrechte erhöhten sich auf 693,7 Mio. € (31. Dezember 2021: 667,0 Mio. €). Reduziert haben sich hingegen die Finanzanlagen um 10,2 Mio. € auf 18,6 Mio. €.

Stark angestiegen sind 2022 wegen der Ausweitung des Geschäftsvolumens die kurzfristigen Vermögenswerte von Krones. Sie lagen zum Bilanzstichtag mit 3.007,0 Mio. € um 27,3 % oder 645,0 Mio. € über dem Wert vom 31. Dezember 2021. Hierzu beigetragen hat vor allem die Zunahme der liquiden Mittel. Diese legten im Berichtsjahr aufgrund des hohen erwirtschafteten Free Cashflows um 291,1 Mio. € und somit um 75,9 % auf 674,5 Mio. € zu. Vertragsvermögenswerte, Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund des starken Umsatzwachstums ebenfalls kräftig. Die Vertragsvermögenswerte kletterten von Januar bis Dezember um 133,6 Mio. € auf 727,6 Mio. €, die Forderungen aus Lieferungen um 76,9 Mio. € auf 820,2 Mio. €. Vorräte wurden im Geschäftsjahr 2022 wegen der weiterhin angespannten Lieferketten perspektivisch deutlich um 155,8 Mio. € auf 589,4 Mio. € aufgebaut.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Krones Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Auf der Passivseite der Bilanz hat Krones von Januar bis Dezember 2022 die kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgeweitet. Sie erhöhten sich um 31,7 % oder 529,4 Mio. € auf 2.198,2 Mio. €. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die um 301,2 Mio. € auf 901,4 Mio. € angestiegenen Vertragsverbindlichkeiten. Darin spiegeln sich überwiegend die höheren Anzahlungen der Kunden wider. Auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen legten aufgrund des ausgeweiteten Geschäftsvolumens um 169,1 Mio. € auf 684,2 Mio. € zu (31. Dezember 2021: 515,1 Mio. €). Hierin enthalten sind Supplier-Finance-Verbindlichkeiten in Höhe von 123,1 Mio. € (Vorjahr: 81,1 Mio. €). Diese offenen Verbindlichkeiten werden bereits vor Fälligkeit durch ein Kreditinstitut an den Lieferanten ausgeglichen. Die ursprüngliche Verbindlichkeit gegenüber dem Lieferanten bleibt aufgrund eines unveränderten Schuldeingeständnisses inhaltlich unberührt. Zudem trugen die höheren sonstigen Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter von 391,9 Mio. € (31. Dezember 2021: 319,9 Mio. €) im Berichtszeitraum zum Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten bei. Kurzfristige Bankschulden hatte das Unternehmen zum Bilanzstichtag - wie im Vorjahr - keine.

Verringert haben sich zum 31. Dezember 2022 die langfristigen Verbindlichkeiten. Sie gingen um 59,6 Mio. € auf 374,8 Mio. € zurück. Hauptgrund waren die um 84,6 Mio. € auf 166,6 Mio. € gesunkenen Rückstellungen für Pensionen. Dieser, im Wesentlichen erfolgsneutrale, Rückgang ist vor allem auf den in der Berichtsperiode gestiegenen Abzinsungsfaktor zurückzuführen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 hatte das Unternehmen langfristige Bankschulden in Höhe von 5,0 Mio. € (31. Dezember 2021: 5,1 Mio. €).

Eigenkapitalquote Krones Konzern in %

Eigenkapital, Nettoliquidität und ROCE deutlich gesteigert

Die solide Eigenkapitalquote von 38,3% sowie eine Nettoliquidität von 670 Mio.€ bilden eine starke Basis für weiteres profitables Wachstum bei Krones.

Vor allem wegen des positiven Konzernergebnisse sowie des erfolgsneutralen Rückgangs der Pensionsverpflichtungen erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem Bilanzstichtag 2021 um 206,5 Mio. € auf 1.598,1 Mio. €. Die Eigenkapitalquote war aufgrund der stark gestiegenen Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 auf 38,3 % (31. Dezember 2021: 39,8 %) rückläufig. Gemeinsam mit einer Nettoliquidität (flüssige Mittel abzüglich Bankschulden) von 669,5 Mio. € zum Ende des Berichtszeitraums (31. Dezember 2021: 378,3 Mio. €) besitzt Krones weiterhin eine sehr stabile und solide Finanz- und Kapitalstruktur. Zusätzlich standen Krones zum 31. Dezember 2022 nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 1 Mrd. € zur Verfügung.

ROCE Krones Konzern in %

Den Return on Capital Employed (ROCE), also das EBIT im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital der vergangenen vier Quartale, verbesserte Krones im Berichtszeitraum, vor allem wegen des höheren EBIT, von 10,0 % auf 14,1 %. Aber auch der Rückgang des durchschnittlichen Working Capital, bei einem nahezu stabilen durchschnittlichen Anlagevermögen, trug zur Verbesserung des ROCE bei.

Bericht aus den Segmenten

Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie

Umsatz in Mio. €

Segmentumsatz

Der Anteil des Kernsegments am Konzernumsatz des Berichtszeitraums lag bei 83,1 % (Vorjahr: 83,8 %).

Das Kernsegment »Abfüll- und Verpackungstechnologie« ist 2022 stärker gewachsen als erwartet. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 14,8 % von 3.045,6 Mio. € auf 3.497,3 Mio. € zu. Damit wurde die Wachstumsprognose von 8 % bis 10 % übertroffen. Hauptverantwortlich für den kräftigen Umsatzanstieg war das Neumaschinengeschäft, das überproportional zulegte. Hierin spiegelt sich die hohe Nachfrage der vergangenen Quartale wider. Zudem ist es Krones trotz Materialengpässen gelungen, die Produktionskapazitäten durch erfolgreiches Produktions- und Beschaffungsmanagement gut auszulasten. Die Preiserhöhungen trugen wegen teils langer Durchlaufzeiten erst leicht zum Wachstum bei. Die Service-Umsätze stiegen 2022 weniger stark als die Erlöse mit Neumaschinen, lagen aber ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert.

EBITDA in Mio. € und EBITDA-Marge in %

Segmentergebnis

Das Kernsegment erwirtschaftete 2022 eine EBITDA-Marge von 9,5 %. Im Vorjahr lag diese, bereinigt um einmalige Ertragseffekte, bei 8,7 %.

Die Ertragskraft des Kernsegments profitierte 2022 von den Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und der hohen Flexibilität. Deshalb ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in der »Abfüll- und Verpackungstechnologie« trotz steigender Materialpreise und der Herausforderung, mit den knappen Ressourcen zurechtzukommen, deutlich gestiegen. Es erhöhte sich um 17,5 % von 283,2 Mio. € im Vorjahr auf 332,7 Mio. €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich 2021 einmalige Ertragseffekte in Summe mit 17 Mio. € positiv auf das EBITDA auswirkten. Die EBITDA-Marge verbesserte sich im Berichtsjahr auf 9,5 % (Vorjahr: 9,3 % bzw. 8,7 % bereinigt um einmalige Ertragseffekte). Damit hat Krones 2022 die für das Kernsegment prognostizierte EBITDA-Marge von 9 % bis 10 % erreicht.

Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie

Segment Prozesstechnologie

Umsatz in Mio. €

Segmentumsatz

2022 erhöhte sich der Umsatz in der »Prozesstechnologie« um 23,9 % und lag damit am oberen Rand des Prognosekorridors von 20 % bis 25 %.

In der »Prozesstechnologie« legte das Geschäft in den ersten drei Quartalen 2022 noch leicht unterproportional zum Gesamtunternehmen zu. Im vierten Quartal erwirtschaftete das Segment wie prognostiziert hohe Erlöse. Unterjährige Schwankungen sind im Projektgeschäft nicht unüblich. Insgesamt stieg der Segmentumsatz 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 23,9 % von 296,6 Mio. € auf 367,5 Mio. €. Das liegt am oberen Rand der Wachstumsprognose von 20 % bis 25 %. Die Erlöse stiegen in weiten Teilen des Produktportfolios der »Prozesstechnologie«. Sowohl der Umsatz mit internationalen Brauereien als auch die Erlöse mit Kunden aus dem nichtalkoholischen Bereich stiegen im Berichtszeitraum. Der Anteil der »Prozesstechnologie« am Konzernumsatz erhöhte sich 2022 von 8,2 % im Vorjahr auf 8,7 %.

EBITDA in Mio. € und EBITDA-Marge in %

Segmentergebnis

Mit einer EBITDA-Marge von 5,5 % konnte Krones die Ertragskraft der »Prozesstechnologie« 2022 nahezu stabil halten.

Die Ertragskraft des Segments »Prozesstechnologie« profitierte 2022 von den strategischen Maßnahmen, die Krones 2021 umgesetzt hat. Hier haben wir das Brauereigeschäft in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert und die Prozesse an das Projektgeschäft angepasst. Das hat wesentlich zur nachhaltigen Ergebnisverbesserung beigetragen. 2022 legte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 18,6 Mio. € im Vorjahr auf 20,4 Mio. € zu. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 5,5 % (Vorjahr: 6,3 %). Damit blieb die Ertragskraft im Berichtszeitraum nahezu stabil und die EBITDA-Marge lag im Prognosekorridor von 5 % bis 7 %.

Segment Prozesstechnologie

Segment Intralogistik

Umsatz in Mio. €

Segmentumsatz

Im Segment »Intralogistik« kletterte der Umsatz 2022 um 17,9 % auf344,5 Mio. € und übertraf damit die Wachstumsprognose von 13 % bis 16 %.

Besser als erwartet entwickelten sich 2022 die Erlöse auch im Segment »Intralogistik«. Von Juli bis Dezember beschleunigte sich das Wachstum wie prognostiziert. Insgesamt stieg der Umsatz um 17,9 % von 292,3 Mio. € im Vorjahr auf 344,5 Mio. €. Die Wachstumsprognose für 2022 lag bei 13 % bis 16 %. Krones profitierte in der »Intralogistik« von der steigenden Nachfrage nach innovativen Automatisierungslösungen. Zum Konzernumsatz trug das Segment 8,2 % bei (Vorjahr: 8,0 %).

EBITDA in Mio. € und EBITDA-Marge in %

Segmentergebnis

Die EBITDA-Marge des Segments »Intralogistik« erreichte 2022 mit 5,9 % den oberen Rand der Prognose von 4 % bis 6 %.

Im Segment »Intralogistik« verbesserte sich die Ertragskraft im Berichtszeitraum deutlich. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nahm um 87,0 % von 10,8 Mio. € auf 20,2 Mio. € zu. Damit stieg die EBITDA-Marge von 3,7 % im Vorjahr auf 5,9 %. Die Prognose für 2022 lag bei 4 % bis 6 %. In der guten Margenentwicklung spiegelt sich die stabile Auslastung der Produktionskapazitäten der »Intralogistik« wider.

Segment Intralogistik

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Weltwirtschaft wurde 2022 von den Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts beeinflusst. Steigende Energiepreise sowie die wegen hoher Inflationsraten stark anziehenden Zinsen führten dazu, dass die globale Wirtschaft nicht so stark gewachsen ist wie erwartet.

Die Märkte von Krones entwickelten sich gut. Davon konnte das Unternehmen als führender Komplettanbieter für die internationale Abfüll- und Verpackungsindustrie profitieren. Der Umsatz, der Auftragseingang und das Ergebnis sind 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und Krones hat alle Finanzziele erreicht oder sogar übertroffen.

Der Umsatz legte 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 % von 3.634,5 Mio. € auf 4.209,3 Mio. € zu. Damit hat Krones das im Oktober 2022 erhöhte Wachstumsziel von 10 % bis 12 % (ursprünglich 5 % bis 8 %) übertroffen.

Auch im Auftragseingang spiegelt sich die sehr hohe Nachfrage der Kunden nach den Produkten und Dienstleistungen von Krones im Berichtszeitraum wider. Er stieg im Vergleich zum Vorjahr um 34,0 % von 4.316,2 Mio. € auf 5.782,8 Mio. €. Ebenfalls stark angewachsen ist der Auftragsbestand. Mit 3.466,4 Mio. € lag dieser Ende 2022 um 83,1 % höher als im Vorjahr (1.893,0 Mio. €).

Die Ertragskraft von Krones verbesserte sich 2022 ebenfalls. Hierzu trugen die umfangreichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie die Flexibilität des Unternehmens wesentlich bei. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 19,4 % auf 373,3 Mio. € (Vorjahr: 312,6 Mio. €). Die EBITDA-Marge stieg auf 8,9 % (Vorjahr: 8,6 %). Unter Herausrechnung einmaliger Effekte lag die EBITDA-Marge 2021 bei 8,1 %. Das EBITDA-Margenziel für 2022 von 8 % bis 9 % hat Krones wie prognostiziert am oberen Rand erreicht. Unterm Strich erzielte das Unternehmen im Berichtsjahr ein um 32,3 % höheres Konzernergebnis von 187,1 Mio. € (Vorjahr: 141,4 Mio. €).

Krones erwirtschaftete 2022 einen außergewöhnlich hohen Free Cashflow von 371,0 Mio. € (Vorjahr: 203,3 Mio. €). Dieser wurde erheblich vom hohen Auftragseingang und den damit verbundenen Kundenanzahlungen beeinflusst. Die Kennzahl Working Capital in Relation zum Umsatz verbesserte sich auf 19,0 % (Vorjahr: 24,8 %). Der Rückgang des durchschnittlichen Working Capital wirkte sich wie das höhere Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) positiv auf unsere dritte Zielgröße, den Return on Capital Employed (ROCE), aus. Krones konnte den ROCE 2022 auf 14,1 % stark verbessern (Vorjahr: 10,0 %) und damit das Ziel von 10 % bis 12 % übertreffen.

Aufgrund des außergewöhnlich hohen Free Cashflow lag die Nettoliquidität (flüssige Mittel abzüglich Bankschulden) des Unternehmens Ende 2022 mit 669,5 Mio. € deutlich über dem Wert des Vorjahres (378,3 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug 38,3 % (Vorjahr: 39,8 %). Insgesamt weist Krones weiterhin eine sehr solide Finanz- und Kapitalstruktur aus.

Krones ist mit einem extrem hohen Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2023 gestartet. Gleichzeitig ist das Geschäftsumfeld für Krones herausfordernd, denn es bestehen eine Reihe von Unwägbarkeiten. Hierzu zählen geopolitische Risiken in Europa und anderen Regionen der Welt sowie hohe Inflationsraten und Zinsen in vielen Ländern. Materialengpässe und Probleme in den weltweiten Lieferketten bleiben ein Unsicherheitsfaktor.

Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für Krones relevanten Märkte rechnet das Unternehmen für 2023 im Konzern mit einem Umsatzwachstum von 8 % bis 11 % bei einer verbesserten EBITDA-Marge von 9 % bis 10 % und einem höheren ROCE von 15 % bis 17 %.

Krones Beschäftigte

Mitarbeiter*innen nach Regionen

Krones beschäftigt weltweit 17164 Personen -- 5,3 % mehr als im Vorjahr

Im Geschäftsjahr 2022 hat sich die Beschäftigtenzahl von Krones, nach den Personalanpassungen in den Vorjahren, wieder erhöht. Sie stieg um 861 auf 17.164 Personen. Dies liegt vor allem an der Erholung unserer internationalen Märkte. Der Anteil der internationalen Belegschaft stieg auf 41,0 % (Vorjahr: 39,8 %).

Die Belegschaft von Krones stieg 2022, nach den Personalanpassungen in den Vorjahren, erstmals seit 2019 wieder an. Sie erhöhte sich um 861 Personen oder 5,3 % auf 17.164 und damit prozentual weniger stark als der Umsatz. Der Grund für den Personalaufbau liegt vor allem an der Erholung unserer internationalen Märkte. So legte die im Ausland angestellte Belegschaft um 8,5 % zu. Sie stieg um 552 auf 7.034 Beschäftigte. Im Inland kletterte die Zahl der Beschäftigten unterproportional um 309 oder 3,1 % auf 10.130. Der Anteil der internationalen Belegschaft nahm im Berichtsjahr auf 41,0 % (Vorjahr: 39,8 %) zu.

Belegschaft in den Emerging Markets legt überdurchschnittlich stark zu

Der Aufbau der internationalen Belegschaft erfolgte überwiegend in den Emerging Markets sowie im Servicebereich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich die Beschäftigtenzahl in den aufstrebenden Regionen um 326 auf 4.459. Damit war zum Ende des Berichtsjahres 26,0 % des Krones Teams in den Emerging Markets beschäftigt (Vorjahr: 25,4 %).

Entwicklung der Beschäftigtenzahlen in den Emerging Markets 2018 - 2022

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Jahr Südamerika Afrika Asien/​Pazifik Osteuropa China Gesamt
2018 637 452 830 507 716 3.142
2019 782 671 1.009 933 792 4.187
2020 778 639 974 922 742 4.055
2021 803 633 959 1.006 732 4.133
2022 871 671 1.023 1.092 802 4.459

Krones hat 2022 die Belegschaft in den Emerging Markets deutlich um 326 oder 7,9 % auf 4 459 Personen aufgestockt -das entspricht 26,0 % (Vorjahr: 25,4 %) aller Beschäftigten.

In den aufstrebenden Märkten, in denen Krones seit Jahren etwa 50 % des Konzernumsatzes erwirtschaftet, will das Unternehmen künftig weiterhin überproportional wachsen. Der Ausbau der Geschäftsaktivitäten in den Emerging Markets ist Teil der Strategie, um die mittelfristigen Wachstumsziele zu erreichen. Daher wird Krones den Anteil der Belegschaft in den Emerging Markets, vorrangig im Servicegeschäft, mittel- und langfristig weiter aufstocken. Je mehr Beschäftigte das Unternehmen für die internationalen Standorte vor Ort gewinnt, umso näher und schneller sind wir beim Kunden - ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Um langfristig über ein hochqualifiziertes und motiviertes Team zu verfügen, investiert Krones unverändert stark in die Aus- und Weiterbildung seiner Beschäftigten. Sie sind das Herz und das Gesicht des Unternehmens und die Basis für den langfristigen Erfolg von Krones.

Risiko- und Chancenbericht

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Risiken werden laufend identifiziert
Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken

Das Risikomanagementsystem von Krones

Krones begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist Krones einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.

Krones hat auch das Thema Nachhaltigkeit in das Risikomanagementsystem eingebunden. Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements prüfen und bewerten wir die Auswirkungen bestehender Risiken auf nichtfinanzielle Aspekte aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (esg), um deren Einfluss auf die Geschäfts- und Nachhaltigkeitsziele von Krones zu beurteilen.

Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2023 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2023 zu verstehen. In allen drei Segmenten des Krones Konzerns bestehen aufgrund von vergleichbaren Absatz- und Beschaffungsmärkten im Wesentlichen auch die gleichen Risiken und Chancen.

Das Risikomanagementsystem von Krones besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.

Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.

Krones stellt die Risiken auf Seite 176 in einer dreispaltigen Tabelle dar. Diese enthält folgende Informationen: Die maximale Schadenhöhe eines Risikos, die Eintrittswahrscheinlichkeit und als Produkt dieser beiden Werte die mögliche finanzielle Auswirkung. Die Einstufung erfolgt jeweils in den Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch.

Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:

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Maximale Schadenhöhe Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung *
niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. € niedrig 0 bis 20 % niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. €
mittel 10,1 bis 50,0 Mio. € mittel 21 bis 49 % mittel 10,1 bis 50,0 Mio. €
hoch > 50,0 Mio. € hoch 50 bis 100 % hoch > 50,0 Mio. €

* gemessen am EBIT

Mehrstufiges Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus einen Projekt-Status-Bericht. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken, regionale Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.

Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die ag und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einem Risikohandbuch dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im Krones Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Beschäftigte, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen unverzüglich über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

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Jahresplanung
Mittelfristplanung
Strategische Planung
Rollierende Prognoserechnung
Monats- und Quartalsreports
Investitionsplanung
Produktionsplanung
Kapazitätsplanung
Projektcontrolling
DEBITorenmanagement
Wechselkursabsicherungsgeschäfte
Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement von Krones wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Das Risikomanagement ist bei Krones im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.

Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss entsprechend dem Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (fisg) ein unmittelbares Auskunftsrecht gegenüber den Leitern von Kontroll- und Überwachungsaufgaben.

Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

Organisation des Risikomanagements von Krones

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist sicherzustellen, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt Krones sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das ikr von Krones umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Im Krones Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.

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Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.
Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen.
Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, arbeiten ständig daran, die Qualität der Arbeit sicherzustellen.
In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind.
Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Angemessenheit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss des Krones Aufsichtsrates ist in den Rechnungslegungsprozess eingebunden. Er überwacht die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement- und des internen Kontrollsystems sowie die interne Revision, die das Risikomanagement- und das interne Kontrollsystem regelmäßig prüft. Dem Vorstand, der die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt, liegen keine Informationen oder Kenntnisse vor, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement- und internen Kontrollsystems sprechen.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken

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Risikokategorie Maximale Schadenhöhe Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung
Umfeld- und Branchenrisiken
- Gesamtwirtschaftliche Risiken hoch mittel mittel
- Branchenspezifische Risiken niedrig niedrig niedrig
Finanzwirtschaftliche Risiken
- Ausfallrisiken hoch niedrig mittel
- Liquiditätsrisiko niedrig niedrig niedrig
- Zinsänderungsrisiko niedrig niedrig niedrig
- Währungsrisiko hoch mittel mittel
Operative Risiken
- Preisrisiko mittel niedrig niedrig
- Beschaffungsrisiken hoch mittel hoch
- Kostenrisiko hoch mittel mittel
- Personalrisiko niedrig niedrig niedrig
Rechtliche Risiken hoch niedrig mittel
Umwelt- und Sicherheitsrisiken mittel niedrig niedrig
IT-Risiken hoch mittel mittel

Krones teilt die maximale Schadenhöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Definition siehe Seite 172.

Umfeld- und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Krones ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht.

Es gibt einige gesamtwirtschaftliche Unwägbarkeiten, die dazu führen können, dass sich die globale Konjunktur 2023 schlechter entwickelt als prognostiziert. Gesamtwirtschaftliche Risiken bestehen für Krones insbesondere darin, dass die straffere Zinspolitik der Notenbanken die Konjunktur in Europa und den USA stärker bremst als erwartet. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen und somit auf die Ertragslage von Krones. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass sich die Covid-19-Pandemie in einigen Regionen wieder verschärft. Dies hätte negative gesamtwirtschaftliche Folgen und würde deshalb auch die Investitionsbereitschaft unserer Kunden und damit auch den Umsatz und das Ergebnis von Krones beeinflussen.

Auch geopolitische Spannungen stellen Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Allen voran ist hier der der Russland-Ukraine-Konflikt zu nennen. Es ist derzeit nicht abzuschätzen, wie sich dieser weiterentwickelt. Es besteht das Risiko, dass die Folgen des Konflikts die Weltwirtschaft 2023 stärker beeinflussen als von Experten erwartet und sich die globale Konjunktur deshalb schlechter entwickelt als prognostiziert. Dies hätte auch für die Geschäfte von Krones negative Folgen.

Drohende internationale Handelskonflikte sowie die Bildung von Handelsblöcken stellen ebenfalls gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten dar. Es besteht beispielsweise das Risiko, dass sich die Spannungen zwischen den beiden bedeutenden wirtschaftlichen Regionen USA und China verschärfen. Sollte sich die Weltwirtschaft wegen Handelskonflikten deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf den Umsatz und das Ergebnis von Krones negativ auswirken.

Ein weiteres gesamtwirtschaftliches Risiko ist die Entwicklung der Konjunktur in China. Dort bremste der angespannte Immobilienmarkt bereits 2022 die Konjunktur kräftig. Es besteht das Risiko, dass sich die Probleme auf dem Immobilienmarkt fortsetzen oder sogar verschärfen. Dies könnte zu erheblichen Zahlungs- und Kreditausfällen kommen und die Kredit- und Finanzwirtschaft in China stark belasten. Im ungünstigen Fall könnte sich das auf den gesamten Finanzmarkt ausbreiten und zu einer globalen Finanzkrise führen. Dies würde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erheblich beeinflussen und hätte somit auch negative Folgen auf die Ertragslage von Krones.

Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifischen Risiken ist Krones hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von Krones versuchen, Aufträge über niedrigere Preise zu generieren. Dem daraus folgenden Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich Krones mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.

Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass das Verpackungsmaterial »Kunststoff« in der Öffentlichkeit negativ wahrgenommen wird. So wird hauptsächlich in Europa seit einigen Jahren verstärkt über Kunststoff- und PET-Verpackungen debattiert. Krones erzielt einen großen Teil des Umsatzes mit Produkten und Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit solchen Verpackungen stehen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die PET-Debatte verschärft und regional ausweitet. Dies könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden im Bereich Kunststoffiechnik vermindern und damit den Umsatz und das Ergebnis von Krones negativ beeinflussen. Darüber hinaus könnten auch andere Bereiche unseres Geschäftes in den Fokus gesellschaftlicher Diskussionen geraten. So wird beispielsweise in einigen Regionen der Zugriff von Getränkeherstellern auf Grundwasser kritisiert. Diese Kritik könnte sich auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden auswirken und damit zu Geschäftseinbußen bei Krones führen.

Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Krones ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken ausgesetzt. Wir beschreiben diese Risiken und geeignete Maßnahmen im Folgenden auch in Einklang mit den Angaben nach IFRS 7 zur Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

Krones steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden zudem externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen auf individueller Basis. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

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in T€ davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Buchwert bis zu 90 Tagen zwischen 90 und 180 Tagen zwischen 180 und 360 Tagen über 360 Tagen
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31.12.2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.574.790 1.438.483 88.496 24.522 21.701 1.588
31.12.2021 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.380.271 1.239.730 99.696 23.400 14.298 3.147

1.2 Derivative Finanzinstrumente

Krones verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt.

Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des us-Dollars, des kanadischen Dollars, der norwegischen Krone sowie des japanischen Yens gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. Krones ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.

Auswirkung von Ausfallrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.

Krones generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. Krones steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann Krones frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von Krones umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

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in T€ Buchwert Cashflow 2023 Cashflow 2024-2027 Cashflow nach 2027
31.12.2022 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 9.926 0 9.320 0 606 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 5.000 30 0 52 5.000 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 684.189 0 684.189 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 105.929 401 23.846 2.198 61.912 1.107
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 155.122 0 126.348 0 28.774 0
Summe 960.166 431 843.703 2.250 96.292 1.107

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in T€ Cashflow nach 2027
Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 20.171
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
Summe 20.717

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in T€ Buchwert Cashflow 2022 Cashflow 2023 - 2026 Cashflow nach 2026
31.12.2021 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 7.397 0 7.397 0 0 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 5.098 42 0 82 5.098 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 515.141 0 515.141 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 97.424 262 29.626 1.736 51.242 1.202
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 96.090 0 83.181 0 12.909 0
Summe 721.150 304 635.345 1.818 69.249 1.202

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in T€ Cashflow nach 2026
Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 16.556
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
Summe 16.556

Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Zinsänderungsrisiko

Krones ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. Krones nahm zum Bilanzstichtag 2022 im Verhältnis zum Geschäftsvolumen nur relativ geringe Bankkredite in Anspruch.

Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

4. Währungsrisiko

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der Eurozone einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Sensitivität Währungen

Eine Veränderung des Stichtagskurses der Fremdwährung um + 10 % zum Euro (Mengennotierung) würde folgende Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern bzw. auf andere Eigenkapitalbestandteile haben:

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31.12.2022

in T€
Währung

USD
Währung

CAD
Währung

CNY
Währung

GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 15.134 - 9 118 629
Konzerneigenkapital 21.011 1.480 4.386 10

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31.12.2021

in T€
Währung

USD
Währung

CAD
Währung

CNY
Währung

GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 4.955 304 - 309 244
Konzerneigenkapital 10.941 787 2.067 206

Auswirkung des Währungsrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Operative Risiken

1. Preisrisiko

Krones ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge.

Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt grundsätzlich Krones. Um dieses Risiko zu minimieren, hat Krones einen Projekt-Status-Bericht eingeführt. Ab einer definierten Größe werden jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/​technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.

Der sehr hohe Auftragsbestand zum 31. Dezember 2022 ist eine gute Basis dafür, dass Krones die Produktionskapazitäten 2023 gleichmäßig auslasten kann. Das komfortable Auftragspolster stärkt Krones darin, seine Preisstrategie weiter umzusetzen und wirkt sich damit positiv auf das Preisrisiko aus.

Auswirkung des Preisrisikos: Bei einer mittleren Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

2. Beschaffungsrisiken

2022 waren die globalen Lieferketten und die Lage auf den Beschaffungsmärkten weiterhin angespannt. Dies führte zu steigenden Preisen und vorübergehender Materialknappheit in der Produktion von Krones. Betroffen davon waren hauptsächlich Elektrokomponenten. Wir erwarten, dass sich die Situation an den Beschaffungsmärkten 2023 insgesamt leicht entspannt und sich die Verfügbarkeit von Elektrokomponenten ab dem dritten Quartal verbessert. Es bleibt aber 2023 eine große Herausforderung, stets ausreichend Material und Zulieferteile fristgerecht zu beschaffen.

Grundsätzlich ist Krones im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit durch den Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch Lieferkontrakte, die wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringern. In unsere Ergebnisprognose für 2023 haben wir weitere Preissteigerungen einkalkuliert. Sollten die Kosten für die Materialbeschaffung stärker steigen als erwartet, könnte das Ergebnis geringer ausfallen als prognostiziert.

Darüber hinaus besteht hinsichtlich Lieferanten ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren. Sollte es dennoch zu vorübergehenden Lieferproblemen kommen, drohen Produktionsausfälle, die sich negativ auf den Umsatz und das Ergebnis von Krones auswirken können.

Zudem besteht das Risiko von Lieferausfällen, falls es bei Lieferanten zu Gas- oder Energieengpässen kommt. Um solche Risiken zu verringern, beobachtet und analysiert Krones die allgemeine Versorgungslage ständig.

Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittleren eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von hohen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Kostenrisiko

Unsere Ergebnisprognose basiert darauf, dass wir durch die strukturellen Maßnahmen wie beispielsweise den Ausbau des Global Footprints in Produktion und Einkauf 2023 weitere Kosteneinsparungen realisieren. Grundsätzlich optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Krones ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.

Zudem werden während der Projektabwicklung die Risiken, die durch interne und externe Einflüsse entstehen können, projektbegleitend erfasst und umgehend Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Auswirkung des Kostenrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

4. Personalrisiko

Krones will neben den etablierten Geschäftsbereichen besonders im Servicebereich und im Digitalgeschäft verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Beschäftigte im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignetes Personal findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Beschäftigten werden wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/​Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein. Darüber hinaus verbessern wir durch umfangreiche interne Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen die Qualifikation unserer Beschäftigten ständig und bereiten sie auf neue Aufgaben vor.

Auswirkung des Personalrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen für Krones aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. Krones begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.

Auswirkung von rechtlichen Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Als produzierendes Unternehmen ist Krones Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. Krones vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.

Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

IT-Risiken

Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von Krones basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen wird. Dies könnte zu Produktionsausfällen führen und den Verlust bzw. Missbrauch von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben.

Es kann allgemein beobachtet werden, dass immer mehr Unternehmen Ziele von Computerkriminalität werden und die Cybersicherheit stark bedroht ist. Die Computerkriminalität basiert oftmals auf professionellen internationalen Strukturen, was deren Abwehr und Bekämpfung zu einer großen Herausforderung macht. Krones wappnet sich gegen die Gefahren aus Cyberkriminalität und sonstigen IT-Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.

Auswirkung von IT-Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen

Die wesentlichen Chancen

Unternehmerische Chancen erfasst Krones nicht im Risikomanagementsystem. Wir teilen den Chancen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für Krones insbesondere dadurch, dass sich die globale Konjunktur 2023 besser entwickelt als beispielsweise von den Experten des Internationalen Währungsfonds prognostiziert. Das Unternehmen ist international gut positioniert und könnte auch davon profitieren, wenn die Wirtschaft in einzelnen Regionen der Welt besser läuft als erwartet. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/​Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat Krones seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Deshalb ergäben sich für uns zusätzliche Chancen, wenn die Wirtschaft in den Emerging Markets stärker als erwartetet wächst. Besonders für den Euro-Raum und die USA rechnen die Experten des Internationalen Währungsfonds für 2023 nur mit einem geringen Wirtschaftswachstum. Europa und die USA sind für Krones bedeutende und große Märkte. Sollte die Wachstumsdynamik in diesen Regionen stärker als erwartet sein, könnte deshalb auch Krones davon profitieren. Darüber hinaus könnte sich ein schnelles Ende des Russland-Ukraine-Konflikts positiv auf die globale Konjunktur und somit auch auf die Geschäfte von Krones auswirken.

Branchenspezifische Chancen

Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt und die Bereitschaft der Kunden steigt, dafür auch höhere Preise zu akzeptieren. Daraus eröffnen sich für Krones aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatz- und Umsatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von Krones besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.

Auch im Bereich Digitalisierung liegen erhebliche zusätzliche Absatz- und Umsatzchancen für Krones. Die Kunden erwarten, dass sie mit »intelligenten« Maschinen und Anlagen von Krones Betriebs- und Personalkosten sparen. Krones kann für die »digitale Getränkefabrik« schon viele marktreife Produkte und Dienstleistungen anbieten und will die führende Position in dem zukunftsträchtigen Bereich Digitalisierung weiter ausbauen.

Chancen durch Akquisitionen

Krones hat im Berichtsjahr mit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung am US-Unternehmen R+D Custom Automation seine Stellung bei Pharmaverpackungen gestärkt. Akquisitionen bleiben weiterhin im strategischen Fokus des Unternehmens. Interessant sind vorrangig mittelgroße Unternehmen, die unser bestehendes Portfolio technologisch und regional stärken oder die Angebotspalette erweitern. Krones ist aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Unsere Ergebnisplanungen 2023 beinhalten keinerlei künftige Akquisitionen. Durch externes Wachstum könnten sich zusätzliche Chancen für Krones eröffnen.

Operative Chancen

1. Absatzpreise

Nach einer Preiserhöhung im Geschäftsjahr 2021 hat Krones 2022 die Preise für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnologie sowie der Prozesstechnologie weiter erhöht. Aufgrund der teilweise langen Lieferfristen wirken sich diese Preiserhöhungen 2023 mit zunehmender Dauer verstärkt auf das Ergebnis aus. Preiserhöhungen stehen auch weiterhin im strategischen Fokus von Krones. Insgesamt besteht die Chance, dass sich höhere Absatzpreise 2023 schneller und stärker auf das Ergebnis von Krones auswirken als prognostiziert.

2. Beschaffungspreise

Das Unternehmen kauft immer mehr Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft Krones verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens beziehungsweise in Best-Cost-Countries. Es besteht die Chance, dass wir dadurch insgesamt mehr einsparen als geplant und damit den erwarteten Preissteigerungen stärker entgegenwirken können als erwartet. Zusätzliche Chancen ergeben sich, wenn sich die Rohstoff- und Materialpreise günstiger entwickeln als prognostiziert.

3. Kosten

Krones hat seine Kostenstruktur durch strategische Maßnahmen optimiert. Bei der angestrebten Ergebnisverbesserung 2023 haben wir weitere Kosteneinsparungen einkalkuliert. Sollten die Kostensenkungen höher als geplant sein, ergeben sich daraus Chancen für Krones.

Risiken aus dem Russland-Ukraine-Konflikt

Der Russland-Ukraine-Konflikt ist weiterhin ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor. Es ist auch ein Jahr nach seinem Beginn unklar, wie sich dieser Konflikt weiterentwickelt und wie lange er noch andauern wird. Als Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts können für Krones über die gesamtwirtschaftlichen Risiken hinaus weitere Risiken entstehen.

Die direkten Absatzrisiken in Zusammenhang mit dem Konflikt schätzt Krones als gering ein. Krones tätigte vor dem Ausbruch des Konflikts lediglich insgesamt 1 % bis 1,5 % seines Volumens in Russland und der Ukraine. Das Neugeschäft in Russland hat Krones 2022 eingestellt, womit der Anteil am Konzernumsatz im Berichtsjahr gesunken ist. Insgesamt beeinflusst das verbliebene Geschäft in beiden Ländern die Umsatz- und Ergebnisplanungen 2023 in sehr geringem Umfang.

Für bestehende Aufträge mit Kunden in diesen Ländern wurde die Einschätzung der Abwicklungs- und Zahlungsausfallrisiken erneut bewertet. Bei der Kalkulation dieses Risikos wurde ein generelles Ausfallrisiko von einigen Kunden aufgrund von getroffenen wirtschaftlichen Sanktionsmaßnahmen in Betracht gezogen. Das hierdurch errechnete Risiko ist mit einem Betrag im unteren einstelligen Millionen-Euro-Betrag ermittelt.

Es könnten in den Konfliktgebieten Lieferketten unterbrochen werden bzw. Lieferanten aus den betroffenen Gebieten ausfallen. Krones bezieht von Lieferanten aus diesen Gebieten nahezu keine Materialien und Produkte, somit ist die direkte Auswirkung auf Beschaffungsrisiken als sehr gering einzuschätzen.

Die Krones AG ist Gesellschafter der Krones Ukraine LLC, Kiew und der Krones o.o.o., Moskau. Bei der Bewertung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte in diesen Gesellschaften, die etwa 0,5 % der Konzernbilanzsumme betragen, sieht Krones kein wesentliches Risiko.

Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage

Aus heutiger Sicht sind für Krones keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2022 über einen sehr hohen Auftragsbestand. Dies erhöht die Planungssicherheit und wirkt sich insgesamt positiv auf die Risikolage aus. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen im Wesentlichen wie folgt geändert: Die finanzielle Auswirkung aus den gesamtwirtschaftlichen Risiken sowie aus dem Preisrisiko hat sich verringert, aus dem Währungsrisiko erhöhte sie sich.

Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken, den finanzwirtschaftlichen Risiken sowie bei den Beschaffungsrisiken.

In Ergänzung hierzu resultiert ein Risiko aus dem Russland-Ukraine-Konflikt. Krones hat die möglichen Auswirkungen des Konflikts auf den Konzern bewertet. Basierend auf diesen Einschätzungen hat Krones keine Unsicherheiten identifiziert, die einen Zweifel an der Fortführung des Krones Konzerns begründen würden.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres

Nach Ablauf des Geschäftsjahres fanden keine wesentlichen Ereignisse statt.

Prognosebericht

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Moderates Wachstum der Weltwirtschaft für 2023 prognostiziert
Krones erwartet im laufenden Jahr weiteres Umsatzwachstum
Ertragskraft wird 2023 weiter steigen

Weltwirtschaft soll 2023 um 2,9 % wachsen

Der andauernde Russland-Ukraine-Konflikt und die hohe Inflation belasten auch 2023 das weltweite Wirtschaftswachstum. Während die Konjunktur in der Eurozone laut iwf schwach bleibt (+ 0,7 %) dürfte China 2023 deutlich zulegen (+ 5,2 %).

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2023 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2,9 % für das Jahr 2023 prognostiziert. Damit verliert der Aufschwung gegenüber 2022 (plus 3,4 %) weiter an Fahrt. Belastungsfaktoren bleiben im laufenden Jahr der Russland-Ukraine-Konflikt sowie die steigenden Zinsen zur Bekämpfung der hohen Inflation. Die Prognose der Experten hat sich im Vergleich zu Oktober 2022 (plus 2,7 %) aber leicht verbessert. Gründe für die ein wenig positivere Einschätzung liegen in dem stabilen privaten Konsum in den Industrieländern sowie einer leichten Entspannung der Liefer- und Materialengpässe. Zudem verbesserten sich die Wachstumsaussichten für China, nachdem dort die strikten Covid-Maßnahmen Ende 2022 wegfielen.

Risiken für Abwärtskorrekturen des prognostizierten Wachstums sehen die IWF-Volkswirte mitunter in einer Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts sowie einer langanhaltenden hohen Inflation. Die dann notwendigen Zinsanhebungen der Notenbanken könnten Verwerfungen an den Finanzmärkten auslösen und sich negativ auf die Weltwirtschaft auswirken. Außerdem könnten in China die noch nicht ausgestandene Covid-Pandemie sowie Probleme im Finanzsektor die erwartete Dynamik bremsen und das Reich der Mitte als Konjunkturlokomotive ausfallen lassen.

Für die Industriestaaten erwartet der iwf 2023 einen deutlichen Rückgang des BIP-Wachstums von 2,7 % im Vorjahr auf 1,2 %. Da Europa stark unter dem Russland-Ukraine-Konflikt leidet, prognostiziert der iwf für die Euro-Zone lediglich ein Wachstum von 0,7 %. Deutschland rangiert mit einem Wachstum von nur 0,1 % auf den hinteren Rängen. Gemäß IWF-Prognose soll die Wirtschaft in den USA 2023 um 1,4 % expandieren. Japan dürfte 2023 wegen der anhaltend niedrigen Zinsen und dem schwachen Yen unter den Industrieländern mit am stärksten wachsen. Die Prognose des IWF liegt bei einem Plus von 1,8 %.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird sich nach IWF-Schätzungen das Wachstum 2023 leicht auf 4,0 % verbessern (2022: + 3,9 %). Hauptverantwortlich hierfür sind Indien und China. Für die chinesische Volkswirtschaft prognostiziert der iwf für 2023 ein überdurchschnittliches BIP-Wachstum von 5,2 %, nach dem für China sehr schwachen Vorjahr (2022: + 3,0 %). Ausschlaggebend für das anziehende Wachstum ist die deutliche Lockerung der Covid-Maßnahmen und die damit einhergehende Vermeidung großflächiger Lockdowns und Produktionsunterbrechungen.

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2023 in % (Prognose)

Das höchste Wachstum unter den Emerging Markets dürfte, wie im Vorjahr, Indien mit einem Plus von 6,1 % verzeichnen. Weniger Dynamik erwartet der iwf für die Region Naher Osten/​Zentralasien. Dort rechnen die Experten mit einem Anstieg des bip um nur noch 3,2 % (2022: + 5,3 %), da sich das Wachstum, vor allem in Saudi-Arabien, wegen des niedrigeren Ölpreises deutlich verlangsamen wird. In Lateinamerika soll die Wirtschaft 2023 nur um 1,8 % zulegen.

Krones Kunden profitieren von stabilem Konsum

Inflationsrate weltweit 2013 bis 2021 und Prognose bis 2024 in %

Quelle: Statista 2023

* Prognose

Die Investitionsbereitschaft der Krones Kunden und damit die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Konsumfreude der Endverbraucher. Eine niedrige Arbeitslosenquote und moderate Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus. Sie stützen somit die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln und beeinflussen dadurch indirekt die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen unseres Unternehmens. Mit einer weiterhin niedrigen Arbeitslosenquote und einer gegenüber 2022 wieder rückläufigen Inflation erwarten wir insgesamt für 2023 eine stabile Konsum- und Kundennachfrage, zumal sich der private Konsum auch im schwierigen Jahr 2022 in vielen Ländern als Konjunkturstütze erwies. Der für unsere Kunden wichtige weltweite Konsum von abgefüllten Getränken soll gemäß den Zahlen von Global Data 2023 um 3,8 % steigen.

Aussichten für die Maschinen- und Anlagenbaubranche positiv

Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in %

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

* Schätzung

** Prognose

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet für 2023 im Bereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen mit steigenden Umsätzen.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass die hohe Inflation, der Russland-Ukraine-Konflikt, Materialengpässe und Schwierigkeiten in der Lieferkette die Branche weiter belasten werden. Allerdings hat der Maschinen- und Anlagenbau diese Herausforderungen 2022 mit einem voraussichtlichen Produktionsplus von 1 % gut gemeistert. Daher ist der VDMA für 2023 verhalten zuversichtlich und erwartet, dass der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen im laufenden Jahr lediglich um 2 % gegenüber dem Vorjahr sinken wird - ein gemäßigter Rückgang im Vergleich zu früheren Krisen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die verschiedenen Bereiche der Branche sehr unterschiedlich entwickeln. Für den für Krones relevanten Bereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen erwartet der VDMA für 2023 Zuwächse.

Insgesamt gute Aussichten für eine positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2023

Krones startet insgesamt zuversichtlich in das Geschäftsjahr 2023. Grund hierfür ist eine anhaltend hohe Nachfrage nach Produkten und Services von Krones - trotz einer nur noch verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Es gibt weiterhin Risiken für die Weltwirtschaft und damit auch für die Geschäftsentwicklung von Krones. 2023 wird geprägt sein von relativ hoher Inflation und Zinsen sowie wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten. So ist schwer abzuschätzen, wie sich der Russland-Ukraine-Konflikt weiterentwickelt und wie die Folgen die globale Wirtschaft beeinflussen. Sollten sich die Risiken nicht stärker als derzeit erwartet auf das Wirtschaftsgeschehen auswirken, dürfte das Orderverhalten der Kunden von Krones nicht negativ beeinflusst werden und die Investitionsbereitschaft der Getränkeindustrie auf gutem Niveau bleiben. Allerdings wird der Auftragseingang von Krones 2023 unter dem auch von Nachholeffekten beeinflussten sehr hohen Vorjahreswert liegen.

Wir rechnen für 2023 insgesamt damit, dass sich der Weltmarkt für Abfüll- und Verpackungstechnik grundsätzlich gut und sich die Absatzpreise positiv entwickeln. Die Nachfrage auf den Märkten wird sich aber im Vergleich zum extrem guten Jahr 2022 insgesamt wieder normalisieren. Der Wettbewerb auf unseren Märkten sowie der Kostendruck wird auch im laufenden Geschäftsjahr hoch bleiben.

Die mittel- und langfristigen Aussichten bleiben unverändert positiv. Die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getränken und flüssigen Lebensmitteln wächst aufgrund einiger Megatrends, wie beispielsweise der steigenden Weltbevölkerung, stetig. Die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung treiben die Nachfrage nach innovativen Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen ebenfalls voran.

Die gesamtwirtschaftlichen, branchen- und unternehmensspezifischen Prognosen sind aufgrund vergleichbarer Absatz- und Beschaffungsmärkte im Wesentlichen für alle drei Segmente des Krones Konzerns zutreffend.

Alle Segmente sollen 2023 mit steigender Ertragskraft wachsen

Im laufenden Jahr wird Krones in allen drei Segmenten neben den Preissteigerungen die eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstrukturen und Effizienzsteigerung weiter umsetzen. Dies ist Grundvoraussetzung, um den konzernweit steigenden Material- und Personalkosten entgegenzuwirken.

Darüber hinaus wollen wir mit Innovationen und zukunftsfähigen Produkten und Services die Wachstumschancen, die unser Markt bietet, konzernweit nutzen. Hierbei fokussieren wir uns auf die Themenfelder Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Systemlösungen. Akquisitionen sind in allen Segmenten eine Option, um sich technologisch und regional zu stärken sowie den Kundenfokus zu erweitern.

Krones wird auch im laufenden Jahr marktgerechte Absatzpreise erzielen und diszipliniert an der eingeschlagenen Pricing-Strategie festhalten. Ziel ist es, die Ertragskraft im laufenden Jahr in allen Segmenten, unterstützt durch höhere Umsätze, zu steigern.

Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie

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Prognose für 2023 Ist-Wert 2022 Prognoseanpassung für 2022 ** Prognose für 2022 *
Umsatzwachstum 7 - 9 % 14,8 % 8 - 10 % 5 - 7 %
EBITDA-Marge 9 - 11 % 9,5 % 9 - 10 % 9 - 10 %

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2021

** aus dem Prognosebericht der Quartalsmitteilung über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2022

Im Kernsegment »Abfüll- und Verpackungstechnologie« wird Krones neben einer weiteren Verschlankung der internen Strukturen und Prozesse auch den Global Footprint ausbauen. Zum einen wird die Produktion in Ungarn und China mit den dazugehörigen Lieferketten erweitert. Zum anderen stärken wir das weltweite Servicenetzwerk durch den gezielten Aufbau mit Beschäftigten aus den jeweiligen Regionen. Der Service-Bereich wird im laufenden Jahr zudem vom verstärkten Einsatz digitaler Lösungen profitieren.

Der starke Trend zur nachhaltigen und CO 2-sparenden Produktion bei unseren Kunden wird das Wachstum ebenfalls stützen. Hier ist Krones mit seinen ressourcenschonenden enviro Produkten sowie nachhaltigen PET-Lösungen, inclusive dem PET-Recycling, bestens positioniert. Zudem wird Krones mit seiner Linienkompetenz die Marktposition bei effizienten, zuverlässigen und leistungsstarken Abfüll- und Verpackungslinien für alle drei Behälterarten festigen und ausbauen - auch im Bereich Aseptik.

Für das Kernsegment erwartet Krones 2023 einen um 7 bis 9 % höheren Umsatz. Die EBITDA-Marge sollte bei rund 9 bis 11 % liegen.

Segment Prozesstechnologie

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Prognose für 2023 Ist-Wert 2022 Prognoseanpassung für 2022 ** Prognose für 2022 *
Umsatzwachstum 15 - 20 % 23,9 % 20 - 25 % 10-15 %
EBITDA-Marge 6 - 7 % 5,5 % 5 - 7 % 5 - 7 %

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2021

** aus dem Prognosebericht der Quartalsmitteilung über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2022

Das Segment Prozesstechnologie soll 2023 den Umsatz um 15 -20 % gegenüber dem Vorjahr steigern und eine EBITDA-Marge von 6 - 7 % erzielen.

Im Segment »Prozesstechnologie« liegt neben dem Brauerei- und Softdrinkbereich der Fokus auf der weiteren Erschließung neuer Märkte, wie energieeffiziente Lösungen zur Getränkeherstellung und Technologien für die Produktion alternativer Proteine. Zudem soll der Ausbau des After-Sales- und Komponenten-Geschäfts einen zusätzlichen Wachstums- und Ergebnisbeitrag liefern.

Auch in diesem Segment profitiert Krones stark vom Trend zur nachhaltigen und wirtschaftlichen Produktion bei unseren Kunden. Hier ist Krones mit seinen energieeffizienten Lösungen zur Getränkeherstellung und -behandlung sehr gut positioniert.

Durch verstärkte Verschlankung und Digitalisierung der Prozesse und Strukturen sowie einer besseren Vernetzung der weltweiten Einheiten werden wir die Kostenstrukturen in der Prozesstechnologie weiter optimieren.

Insgesamt prognostiziert Krones für das Segment Prozesstechnik für 2023 einen Umsatzzuwachs von 15 bis 20 % bei einer EBITDA-Marge von rund 6 bis 7 %.

Segment Intralogistik

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Prognose für 2023 Ist-Wert 2022 Prognoseanpassung für 2022 ** Prognose für 2022 *
Umsatzwachstum 10-15 % 17,9 % 13 - 16 % 8 - 13 %
EBITDA-Marge 6 -7 % 5,9 % 4 - 6 % 4 - 6 %

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2021

** aus dem Prognosebericht der Quartalsmitteilung über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2022

Die »Intralogistik« profitiert ebenfalls vom Megatrend Nachhaltigkeit. Kunden fragen verstärkt nach Automatisierungs-Lösungen sowie Produkten, die die Arbeitsbelastung senken und somit die Arbeitssicherheit der Beschäftigten erhöhen. Regional will die Intralogistik die Präsenz vorrangig in dem dynamisch wachsenden asiatischen Markt ausbauen. Außerdem soll eine Verschiebung des Produktmix hin zu automatischen Kommissioniersystemen und autonomen mobilen Robotern die Profitabilität des Segments verbessern.

Krones plant 2023 in der Intralogistik überdurchschnittlich zu wachsen und die Profitabilität weiter zu verbessern. Der Umsatz soll um 10 % bis 15% steigen und die EBITDA-Marge zwischen 6 % bis 7 % liegen.

Krones will im Konzern 2023 bei Umsatz, EBITDA-Marge und ROCE erneut zulegen

Krones will 2023 die drei finanziellen Zielgrößen Umsatz, EBITDA-Marge und ROCE erneut steigern.

Krones ist mit einem extrem hohen Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2023 gestartet. Gleichzeitig ist das Geschäftsumfeld für Krones herausfordernd, denn es bestehen eine Reihe von Unwägbarkeiten. Hierzu zählen geopolitische Risiken in Europa und anderen Regionen der Welt sowie hohe Inflationsraten und Zinsen in vielen Ländern. Materialengpässe und Probleme in den weltweiten Lieferketten bleiben ein Unsicherheitsfaktor. Wir erwarten allerdings, dass sich die Situation auf den für Krones relevanten Beschaffungsmärkten im zweiten Halbjahr 2023 leicht entspannen könnte.

Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für Krones relevanten Märkte rechnet das Unternehmen für 2023 im Konzern mit einem Umsatzwachstum von 8 % bis 11 %.

Mit steigenden Umsätzen und der weiteren Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen will Krones die Ertragskraft im laufenden Jahr gegenüber 2022 erneut verbessern. Aufgrund der innovativen Lösungen des Unternehmens sowie der guten Projektarbeit beim Kunden ist es Krones 2022 gelungen, Preiserhöhungen durchzusetzen. Mit den höheren Preisen kann das Unternehmen künftige Kostensteigerungen kompensieren. Für 2023 prognostiziert das Unternehmen für den Konzern eine EBITDA-Marge von 9% bis 10 %.

Für die dritte Zielgröße, den ROCE (Return on Capital Employed), erwartet Krones im laufenden Jahr eine Steigerung auf 15 % - 17 %.

Krones Konzern

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Prognose für 2023 Ist-Wert 2022 Prognoseanpassung für 2022 ** Prognose für 2022 *
Umsatzwachstum 8 - 11 % 15,8 % 10-12 % 5 - 8 %
EBITDA-Marge 9 - 10 % 8,9 % 8 - 9 % 8 - 9 %
ROCE 15 - 17 % 14,1 % 10 - 12 % 10 - 12 %

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2021

** gemäß Ad-hoc-Meldung vom 19. Oktober 2022

Übernahmerelevante Angaben (Bericht gemäß § 315 a und § 289 a HGB)

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2022 gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der Krones Aktiengesellschaft 40.000.000,00 € und war eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,27 je Aktie. Mit Ausnahme eigener Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen, sind mit allen Aktien die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Zum 31. Dezember 2022 hielt Krones keine eigenen Aktien. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre aus den Aktien ergeben sich aus den rechtlichen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG), insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff., 133 ff. und 186 AktG.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Aus eigenen Aktien steht der Gesellschaft kein Stimmrecht zu.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis reicht ein gemäß § 67c Abs. 3 AktG durch den Letztintermediär in Textform ausgestellter Nachweis über den Anteilsbesitz des Aktionärs, der der Gesellschaft vom Letztintermediär auch direkt übermittelt werden kann. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Kalendertages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Beschränkungen des Stimmrechts von Aktien können sich auch aus aktienrechtlichen Vorschriften wie beispielsweise aus § 136 AktG ergeben. Verstöße gegen Mitteilungspflichten im Sinne der §§ 33 Abs. 1, 38 Abs. 1 und 39 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) können dazu führen, dass nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien und auch das Stimmrecht zumindest zeitweise nicht bestehen.

Nach Kenntnis des Vorstands besteht bzw. bestand im Geschäftsjahr 2022 folgende Vereinbarung, die als Beschränkung im Sinne von § 289a Satz 1 Nr. 2 und § 315a Satz 1 Nr. 2 HGBangesehen werden kann: Herr Harald Kronseder, Herr Gunther Kronseder, die Harald Kronseder Holding GmbH, Neutraubling, die Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Neutraubling, die vmax Stiftung, Neutraubling, Frau Nora Diepold (geb. Kronseder) und Herr Leopold Kronseder sind Parteien eines Pool-Vertrags. Die Poolmitglieder des Pool-Vertrages haben sich zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammengeschlossen (»Familie Kronseder Konsortium«), deren Zweck es ist, durch einheitliche Willensbildung der Gesellschafter und Stimmrechtsausübung in der Hauptversammlung der Krones Aktiengesellschaft sowie durch Beschränkung der beliebigen Veräußerbarkeit der durch den Pool-Vertrag gebundenen Aktien der Krones Aktiengesellschaft (a) den Einfluss der Gesellschafter (insbesondere den Einfluss der Familie Kronseder) und ihrer Rechtsnachfolger, (b) die Fortführung der Krones Aktiengesellschaft in einem nach dem Gesamtbild der wirtschaftlichen Verhältnisse zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Pool-Vertrages vergleichbaren Umfang (vergleichbarer Umsatz, vergleichbares Auftragsvolumen, vergleichbares Betriebsvermögen, vergleichbare Anzahl der Arbeitnehmer) sicherzustellen und (c) den Charakter einer Familiengesellschaft zu erhalten.

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten: Leopold Kronseder (indirekt), Nora Diepold (geb. Kronseder) (indirekt), Gunther Kronseder (indirekt), VMAX Familienstiftung, Neutraubling (direkt und indirekt), Harald Kronseder (direkt und indirekt), Harald Kronseder Holding GmbH, Neutraubling (indirekt), Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Neutraubling (direkt und indirekt), Dr. Volker Kronseder (indirekt).

Nach Kenntnis der Gesellschaft halten die Mitglieder des Familie Kronseder Konsortiums gemeinsam folgende Beteiligung am Grundkapital:

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Gesamtstimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium 52,2 %

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (31. Dezember 2022) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG). Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmung der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 6, § 179 Abs. 1 AktG). Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Dementsprechend bedürfen - in Abweichung von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG - auch satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung neben der einfachen Stimmenmehrheit der Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, es sei denn, das Gesetz schreibt zwingend eine größere Mehrheit vor. Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 179 Abs. 1 Satz 2 AktG i.V.m. § 13 der Satzung). Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 ermächtigt worden, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital 2021 oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2021 entsprechend anzupassen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 16. Mai 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (»Genehmigtes Kapital 2021«). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.

Der Vorstand ist in den in § 71 AktG gesetzlich geregelten Fällen zum Rückkauf von eigenen Aktien und zur Veräußerung zurückgekaufter Aktien befugt. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf des 12. Juni 2023 unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft erworben hat und noch besitzt oder ihr nach den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, aber auch durch Konzernunternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder der Konzernunternehmen ausgeübt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbenen eigenen Aktien neben einer Veräußerung über die Börse oder mittels eines Angebots an alle Aktionäre zu jedem zulässigen Zweck, insbesondere auch in folgender Weise zu verwenden:

1) Sie können eingezogen werden und das Grundkapital der Gesellschaft um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden Teil des Grundkapitals herabgesetzt werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

2) Sie können Dritten gegen Sachleistungen angeboten und auf diese übertragen werden.

3) Sie können gegen Barzahlung an Dritte veräußert werden, wenn der Preis, zu dem die Aktien der Gesellschaft veräußert werden, den Börsenpreis einer Aktie der Gesellschaft zum Veräußerungszeitpunkt nicht wesentlich im Sinne der §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet.

4) Sie können zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaft aus und im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandel- oder Optionsrechten verwendet werden.

Die Ermächtigung des Vorstands zur Veräußerung und sonstigen Verwendung erworbener Aktien können ganz oder bezogen auf Teilvolumina der erworbenen eigenen Aktien einmal oder mehrmals, einzeln oder zusammen, ausgenutzt werden. Die vorstehenden Ermächtigungen können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder von ihr abhängiger oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehender Unternehmen ausgeübt werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter Ziffer 2) bis einschließlich 4) verwendet werden oder soweit dies, für den Fall der Veräußerung eigener Aktien an alle Aktionäre, erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszuschließen.

Die näheren Einzelheiten ergeben sich aus dem Ermächtigungsbeschluss, dessen vollständiger Wortlaut in der am 19. April 2018 im Bundesanzeiger veröffentlichten Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der Krones Aktiengesellschaft am 13. Juni 2018 unter Punkt 9 der Tagesordnung wiedergegeben ist.

Die Krones Aktiengesellschaft hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Abhängigkeitsbericht

Nach §17 AktG besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zur Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling. Deshalb wird gemäß §312 AktG ein Bericht erstattet, der folgende Schlusserklärung des Vorstands enthält:

Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der Gesellschafter der Familien-GbR oder mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die Krones AG im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Berichtspflichtige Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG wurden weder getroffen noch unterlassen.

Bei den im Berichtsjahr vorgenommenen Rechtsgeschäften zwischen der Krones AG und den Gesellschaftern der Familien-GbR sowie den mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die Krones AG in jedem Einzelfall eine angemessene Gegenleistung erhalten.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter https:/​/​www.krones.com/​de/​unternehmen/​investor-relations/​erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.php abrufbar.

Neutraubling, 15. März 2023

Krones AG

Der Vorstand

Christoph Klenk, CEO

Uta Anders, CFO

Thomas Ricker, CSO

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

3 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Krones übernimmt nachhaltig Verantwortung

Corporate Governance beschreibt die faktische und rechtliche Unternehmensführung und -kontrolle, welche verantwortungsvoll sowie nachhaltig orientiert erfolgen soll. Krones berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten. In der Erklärung zur Unternehmensführung berichten Vorstand und Aufsichtsrat von Krones gemäß §§ 28gf, 315d Handelsgesetzbuch sowie Grundsatz 23 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 über die Corporate Governance der Gesellschaft.

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Krones Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Krones Aktiengesellschaft erklären gemäß § 161 AktG:

1. Die letzte Entsprechenserklärung wurde im Januar 2022 abgegeben.

Seit diesem Zeitpunkt hat die Krones Aktiengesellschaft den Empfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 16. Dezember 2019 entsprechend dem im Internet veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen, mit Ausnahme der folgenden Abweichungen:

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Der Empfehlung D.5 wird nicht entsprochen. Danach soll ein Nominierungsausschuss gebildet werden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern benennt.
Der Empfehlung G.10 wird nicht entsprochen. Danach sollen die dem Vorstandsmitglied gewährten variablen Vergütungsbeträge von ihm unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuerbelastung überwiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Über die langfristig variablen Gewährungsbeträge soll das Vorstandsmitglied erst nach vier Jahren verfügen können.
Der Empfehlung G. 17, wonach der höhere zeitliche Aufwand des Vorsitzenden von Aufsichtsratsausschüssen angemessen berücksichtigt werden soll, wird nicht entsprochen.

2. Am 28. April 2022 legte die »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« eine neue Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vor, welcher durch die Bekanntmachung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 27. Juni 2022 in Kraft trat. Vorstand und Aufsichtsrat der Krones Aktiengesellschaft erklären, dass die Krones Aktiengesellschaft den Empfehlungen entspricht und auch zukünftig entsprechen wird, mit Ausnahme folgender Abweichungen:

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Der Empfehlung D.4 wird nicht entsprochen. Danach soll ein Nominierungsausschuss gebildet werden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern benennt.

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der Krones Aktiengesellschaftvertreten acht Mitglieder die Anteilseigner, die der Hauptversammlung Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern machen. Nach unserer Ansicht ist es aufgrund der bewährten, effizienten Zusammenarbeit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat nicht nötig, einen gesonderten Nominierungsausschuss zu bilden.

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Der Empfehlung G.10 wird nicht entsprochen. Danach sollen die dem Vorstandsmitglied gewährten variablen Vergütungsbeträge von ihm unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuerbelastung überwiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Über die langfristig variablen Gewährungsbeiträge soll das Vorstandsmitglied erst nach vier Jahren verfügen können.

Die den Vorstandsmitgliedern gewährten variablen Vergütungsbeträge werden weder aktienbasiert gewährt, noch sind sie von den Vorstandsmitgliedern überwiegend in Aktien der Krones Aktiengesellschaft anzulegen. Aus Sicht des Aufsichtsrats ist der Aktienkurs als Indikator allein nicht ausreichend, die Leistung des Vorstands im Interesse des Unternehmens abzubilden. Die Ausgestaltung der variablen Vergütung soll vielmehr auch angemessen Rechnung tragen. Über die langfristig variablen Vergütungsbeträge kann das Vorstandsmitglied nach drei Jahren verfügen.

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Der Empfehlung G.17, wonach der höhere zeitliche Aufwand des Vorsitzenden von Aufsichtsratsausschüssen angemessen berücksichtigt werden soll, wird nicht entsprochen.

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Aufsichtsratsausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist. Dies gilt jedoch nicht für den Vorsitzenden des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses.

Neutraubling, Januar 2023

Für den Vorstand

Christoph Klenk, Vorsitzender des Vorstands

Für den Aufsichtsrat

Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Ziele des Aufsichtsrats

Gemäß Empfehlung C.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten. Dabei soll der Aufsichtsrat auf Diversität achten. Das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats soll auch die Expertise zu den für das Unternehmen bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen umfassen.

In Übereinstimmung mit Empfehlung C.1 DCGKhat der Aufsichtsrat von Krones folgende Ziele benannt:

a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen (Kompetenzprofil)

Der Aufsichtsrat der Krones AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der Krones AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind. Nachhaltigkeit hat bei Krones einen hohen Stellenwert und ist ein bedeutender Teil der Unternehmensstrategie. Deshalb soll der Aufsichtsrat über entsprechende Kenntnisse zu den für Krones wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen verfügen.

Die Krones AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden. Diese beziehen sich nicht nur auf Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.

Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.

b) Vielfalt (Diversität)

Der Aufsichtsrat der Krones AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversität). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für Krones eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der Krones AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der Krones AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus acht Vertretern der Anteilseigner und acht Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also jeweils mindestens zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören. Auf Seite der Anteilseigner gehören mit Nora Diepold, Petra Schadeberg-Herrmann und Prof. Dr. Susanne Nonnast drei Frauen dem Aufsichtsrat an. Auf der Arbeitnehmerseite sind mit Dr. Verena Di Pasquale und Beate Eva Maria Pöpperl zwei Frauen im Aufsichtsrat.

c) Unabhängigkeit der Mitglieder

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungs- oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der Krones AG, noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der Krones AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.

Gemäß der Empfehlung C.6 DCGKsoll dem Aufsichtsrat auf Anteilseignerseite eine nach deren Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören. Ein Aufsichtsratsmitglied ist im Sinne dieser Empfehlung als unabhängig anzusehen, wenn es unabhängig von der Gesellschaft und deren Vorstand und unabhängig von einem kontrollierenden Aktionär ist.

Gemäß Empfehlung C.7 DCGKsoll mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Im Berichtsjahr traf dies auf Volker Kronseder, Nora Diepold, Robert Friedmann, Petra Schadeberg-Herrmann, Prof. Dr. Susanne Nonnast, Norbert Samhammer, Hans-Jürgen Thaus sowie MatthIAS Winkler und damit auf alle Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat zu.

Gemäß Empfehlung C.9 DCGKsollen im Fall eines Aufsichtsrats mit mehr als sechs Mitgliedern mindestens zwei Anteilseignervertreter unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Im Berichtsjahr waren gemäß dieser Empfehlung bis auf Volker Kronseder und Nora Diepold alle Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig vom kontrollierenden Aktionär.

Gemäß der Empfehlung C.10 DCGKsollen der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des mit der Vorstandsvergütung befassten Ausschusses unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zudem auch unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Der Empfehlung gemäß C.10 DCGKwird bei der Krones Aktiengesellschaft vollständig entsprochen.

d) Altersgrenze

Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauffolgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.

Das Aufsichtsratsmitglied Hans-Jürgen Thaus hat das 70. Lebensjahr bereits vollendet. Seine Amtszeit endete nicht mit Ablauf der darauffolgenden Hauptversammlung. Begründung: Herr Thaus verfügt auch aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Krones AG über herausragende Kenntnisse des Marktes und des Unternehmens. Mit seiner Expertise und seinen Erfahrungen leistet er einen wertvollen Beitrag für die effiziente Aufsicht des Vorstands und den Erfolg von Krones. Darüber hinaus spricht auch im persönlichen Bereich von Herrn Thaus, wie beispielsweise die zeitliche Verfügbarkeit, nichts gegen die Abweichung von der Altersgrenze. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände gegen die Abweichung von der Geschäftsordnung.

Stand der Umsetzung der Ziele des Aufsichtsrats

Gemäß Empfehlung C.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Stand der Umsetzung der Ziele des Aufsichtsrats in Form einer Qualifikationsmatrix offengelegt werden. Dieser Empfehlung kommen wir wie folgt nach:

Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils - Anteilseignervertreter

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Volker Kronseder Nora Diepold Robert Friedmann Susanne Nonnast Norbert Samhammer Petra Schadeberg-Herrmann
Zugehörigkeitsdauer
Mitglied seit 15.06.2016 17.05.2021 13.06.2018 15.06.2016 13.06.2018 15.06.2011
Diversität
Geburtsjahr 1953 1988 1966 1969 1959 1967
Geschlecht männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich
Staatsangehörigkeit deutsch deutsch deutsch deutsch deutsch deutsch
Persönliche Eignung
Unabhängigkeit 1 - - x x x x
Kein Overboarding v x x x x x x
Fachliche Eignung
Unternehmenskontrolle 3 x x x x x x
Rechnungslegung x x x - x x
Personal 4 x - x x x x
Recht/​Compliance x x x x x x
Finanzierung x x x - x x
Nachhaltigkeit x x x x x x
Digitalisierung x - x x x -
Internationale Erfahrungen x - x x x x

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Hans-Jürgen Thaus MatthIAS Winkler
Zugehörigkeitsdauer
Mitglied seit 25.06.2014 13.06.2018
Diversität
Geburtsjahr 1949 1975
Geschlecht männlich männlich
Staatsangehörigkeit deutsch und österreichisch deutsch
Persönliche Eignung
Unabhängigkeit 1 x x
Kein Overboarding v x x
Fachliche Eignung
Unternehmenskontrolle 3 x x
Rechnungslegung x x
Personal 4 x x
Recht/​Compliance x x
Finanzierung x x
Nachhaltigkeit x x
Digitalisierung x x
Internationale Erfahrungen x x

1) gemäß Definition Deutscher Corporate Governance Kodex (dcgk);

2) Kein Overboarding = Einhaltung der zulässigen Anzahl an Aufsichtsratsmandaten gem. dcgk;

3) umfasst wesentliche Bereiche wie Organisation, Risikomanagement, Strategie;

4) umfasst wesentliche Bereiche wie Personalführung und Personalentwicklung

x = erfüllt

- = nicht erfüllt

Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils - Arbeitnehmervertreter

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Josef Weitzer Oliver Grober Thomas Hiltl Markus Hüttner Verena Di Pasquale Beate Eva Maria Pöpperl
Zugehörigkeitsdauer
Mitglied seit 01.01.2007 13.06.2018 13.06.2018 01.07.2020 25.06.2014 20.06.2017
Diversität
Geburtsjahr 1970 1969 1965 1972 1965 1969
Geschlecht männlich männlich männlich männlich weiblich weiblich
Staatsangehörigkeit deutsch deutsch deutsch deutsch deutsch und italienisch deutsch
Persönliche Eignung
Kein Overboarding v x x x x x x
Fachliche Eignung
Unternehmenskontrolle 3 x x x x x x
Rechnungslegung x x x - x -
Personal 4 x x x x x x
Recht/​Compliance x x x x x x
Finanzierung x - - - - -
Nachhaltigkeit x - - x x x
Digitalisierung x - - x x -
Internationale Erfahrungen - - - - - -

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Stefan Raith Jürgen Scholz
Zugehörigkeitsdauer
Mitglied seit 01.01.2022 20.06.2007
Diversität
Geburtsjahr 1972 1961
Geschlecht männlich männlich
Staatsangehörigkeit deutsch deutsch
Persönliche Eignung
Kein Overboarding v x x
Fachliche Eignung
Unternehmenskontrolle 3 x x
Rechnungslegung x x
Personal 4 x x
Recht/​Compliance x x
Finanzierung - x
Nachhaltigkeit x x
Digitalisierung x x
Internationale Erfahrungen x -

1) gemäß Definition Deutscher Corporate Governance Kodex (dcgk);

2) Kein Overboarding = Einhaltung der zulässigen Anzahl an Aufsichtsratsmandaten gem. dcgk;

3) umfasst wesentliche Bereiche wie Organisation, Risikomanagement, Strategie;

4) umfasst wesentliche Bereiche wie Personalführung und Personalentwicklung

x = erfüllt

- = nicht erfüllt

Angaben zur Zugehörigkeitsdauer der Aufsichtsratsmitglieder

Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von Krones wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin - unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer -individuell betrachten. Die Dauer der Zugehörigkeit der aktuellen Vertreter der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat ist in der jeweiligen Qualifikationsmatrix (siehe Seite 201 und 202 »Stand der Umsetzung der Ziele des Aufsichtsrats«) angegeben.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von Krones basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Beschäftigten, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

»Compliance« steht bei Krones als Überbegriff für regelkonformes Verhalten, wobei die im Unternehmen zu befolgenden Regeln deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Sie schließen auch intern gültige Richtlinien und Vorschriften ein und berücksichtigen die moralischen Werte und Normen, die dem ethischen Verständnis von Krones entsprechen. Krones hat über die Jahre ein Compliance-Management-System aufgebaut, welches die Schwerpunkte Prävention, Erkennen sowie Reaktion enthält. Zusätzlich findet eine enge Zusammenarbeit mit den übrigen Bereichen der Corporate Governance statt, insbesondere den Bereichen Sustainability, Governance, interne Revision sowie dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem.

Das Compliance-Management-System wird von Krones kontinuierlich angepasst beziehungsweise erweitert. So führte das Unternehmen im Rahmen der Compliance-Risikoanalyse 2022 eine verpflichtende Selbstauskunft der Geschäftsführer aller nationalen und internationalen Gesellschaften des Unternehmens ein. In dieser schriftlichen Ausführung nehmen die Führungskräfte Stellung zu wichtigen Compliance-Themen wie beispielsweise Korruption und internes Kontroll- und Risikomanagementsystem.

Um die Compliance zu stärken, führte Krones 2018 ein Compliance Hinweisgeberportal ein. Über dieses Meldesystem auf der Krones Internetseite können Beschäftigte des Unternehmens und externe Personen mögliche Gesetzes- und Regelverstöße anonym melden. Das Hinweisgeberportal ist unter www.krones. com/​de/​unternehmen/​verantwortung/​krones-integrity.php zugänglich.

2019 hat Krones den bestehenden Verhaltenskodex (Code of Conduct) überarbeitet. Der Kodex enthält die konkreten Prinzipien und Grundregeln für unser Handeln, auch für unser Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Insbesondere sind die Themen Unternehmenswerte, Nachhaltigkeit, Handeln nach Gesetz und Ethik, Verantwortung in der Gesellschaft sowie der Umgang mit Wissen und Informationen im Code of Conduct beschrieben. Konkrete Beispiele zu den jeweiligen Inhalten erleichtern den Beschäftigten die Regeln des Verhaltenskodex im Alltag umzusetzen und einzuhalten. Dieser ist für den gesamten Krones Konzern gültig und in verschiedenen Sprachen verfügbar. Der Kodex ist unter https:/​/​www.krones.com/​de/​unternehmen/​verant-wortung/​compliance.php zugänglich.

Das Thema Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und den Unternehmensrührungspraktiken von Krones. Es steht auch im strategischen Fokus unseres neuen Zielbildes »Solutions beyond tomorrow«. Wir prüfen alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit und ob sie den von Krones definierten Nachhaltigkeitszielen entsprechen. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Krones produziert umweltverträglich und hält die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzt alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Um einen objektiven Nachweis für sich selbst und seine Stakeholder zu erbringen, ließ Krones seine 2020 neu ausgelobte Klimastrategie von der unabhängigen Science Based Targets Initiative (SBTi) überprüfen. Das Ergebnis bestätigt, dass der Konzern auch aus wissenschaftlicher Sicht den richtigen Weg eingeschlagen hat: Laut SBTi tragen die Krones Klimaziele dazu bei, die globale Erderwärmung durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Daher wurden sie als ambitioniert und wirksam bewertet - und offiziell als Science Based Target deklariert. Zudem hat sich Krones im Oktober 2022 gegenüber der Science Based Targets Initiative (SBTi) verpflichtet, ein Netto-Null-Emissionsziel, das spätestens 2050 erreicht werden soll, auszurufen und von SBTi validieren zu lassen.

Um das Bekenntnis zu wirtschaftsethischen Themen auch nach außen zu kommunizieren, ist Krones bereits 2012 dem United Nation (un) Global Compact beigetreten. Der UN Global Compact legt weltweit gültige Richtlinien für die Bereiche Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung fest und verpflichtet Unternehmen, diese einzuhalten. Die Inhalte des UN Global Compact sowie weitere Informationen sind unter www.unglobalcompact.org zu finden.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schafft Krones für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sicherheits- und gesundheitsgerecht und sorgen für ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Handeln. Hierfür hat Krones einen Lieferantenkodex entwickelt, der im Jahr 2020 überarbeitet wurde. Er umfasst nun die Themenbereiche Handeln nach Gesetz und Ethik, Umgang mit Wissen und Informationen, Verantwortung in der Gesellschaft sowie Selbstverpflichtung und Kontrolle. In diesen Bereichen sind die bisherigen Themen Sicherheit und Gesundheit, Umwelt, Arbeitsbedingungen sowie Compliance enthalten. Darüber hinaus finden bei ausgewählten Lieferanten regelmäßig Qualitäts- und sogenannte »Social«-Audits statt, bei denen geprüft wird, ob die Lieferanten die geforderten Standards von Krones erfüllen. Das gilt nicht nur für die Lieferanten selbst, sondern auch vermehrt hinsichtlich deren Lieferkette.

Der Lieferantenkodex ist unter https:/​/​www.krones.com/​de/​unternehmen/​ compliance.php zugänglich.

Informationen zu den Unternehmensführungspraktiken enthält auch die Nichtfinanzielle Erklärung von Krones (siehe Seite 81 bis 137), die auch unter https:/​/​www.krones.com/​de/​unternehmen/​verantwortung/​downloads.php zugänglich ist.

Diversitätskonzept, Nachfolgeplanung für den Vorstand

Für die Nachfolgeplanung und die Überwachung der Diversität sind Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Ständige Ausschuss zuständig. Bei der Vergabe einer Vorstandsposition stehen Kandidaten und Kandidatinnen im Vordergrund, die aufgrund ihrer Leistungen und Kenntnisse die bestmöglichen Voraussetzungen besitzen, um die Interessen des Unternehmens und seiner Stakeholder langfristig zu sichern. Des Weiteren wird das Diversitätskonzept bei der Vergabe der Position mitberücksichtigt. Bei diesem achtet der Aufsichtsrat bei der Besetzung einer Vorstandsposition auf die Diversität bei Berufs- und Bildungshintergrund, Alter und Geschlecht sowie internationalen Führungsqualifikationen. Das Konzept beinhaltet folgende Detailaspekte:

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Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Regelaltersgrenze festgelegt. Die Regelaltersgrenze orientiert sich an der Vollendung des 62. Lebensjahres. Er achtet darüber hinaus auf eine ausgewogene Altersstruktur.
Mindestens zwei Mitglieder des Vorstands sollen eine technische Ausbildung haben. Mindestens zwei Mitglieder sollen zudem über internationale Führungserfahrung verfügen. Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit die bestmögliche Besetzung für den Krones Konzern, dessen Kerngeschäft und alle Stakeholder darstellen.
Im Geschäftsjahr 2022 war der Vorstand ausschließlich mit männlichen Mitgliedern besetzt, weshalb der Frauenanteil im Vorstand im Berichtszeitraum 0 % betrug. Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 hat der Aufsichtsrat Uta Anders als Nachfolgerin von Norbert Broger zum Finanzvorstand der Krones AG bestellt. Damit erfüllt das Unternehmen die Bestimmungen gem. § 76 (Abs. 3a) Aktiengesetz. Im Rahmen des Diversitätskonzepts werden bei der Neubesetzung einer Vorstandsposition Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Für die Vertragslaufzeit bei Erstbesetzung einer Vorstandsposition legte der Aufsichtsrat drei Jahre fest.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der Krones AG bestand im Geschäftsjahr 2022 aus fünf Mitgliedern. Die Vorstände tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 37 und 268). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich regelmäßig zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein. Die Arbeit des Vorstands, wie beispielsweise die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind in der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus 16 Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 44, 45 und 268) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen.

Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der beispielsweise Zuständigkeiten und Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind.

Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen »Prüfungs- und Risikomanagementausschuss« sowie einen »Ständigen Ausschuss«.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Josef Weitzer sowie die Aufsichtsratsmitglieder Markus Hüttner, Jürgen Scholz, Hans-Jürgen Thaus und MatthIAS Winkler an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement und Compliance-Systems.

Gemäß Empfehlung D.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir folgende Angaben:

Hans-Jürgen Thaus, Vorsitzender des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses, verfügt als ehemaliger Finanzvorstand der Krones AG ebenso wie das Ausschussmitglied MatthIAS Winkler (Steuerberater und Partner einer Steuerberatungsgesellschaft) über den geforderten nötigen Sachverstand in der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Josef Weitzer, Markus Hüttner und Prof. Dr. Susanne Nonnast an. Vorsitzender des Ausschusses ist Volker Kronseder. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen.

Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.

Selbstbeurteilung der Arbeit des Aufsichtsrats

Gemäß Empfehlung D.12 DCGKmacht der Aufsichtsrat folgende Angaben: Der Aufsichtsrat beurteilt regelmäßig die Effektivität der Arbeit des Aufsichtsrats insgesamt und seiner Ausschüsse. Kriterien sind dabei beispielsweise die Themen Organisation, Information und Kommunikation im Aufsichtsrat und den Ausschüssen. Für die Selbstbeurteilung werden auch Fragebögen verwendet. Die letzte Selbstbeurteilung fand 2021 ohne externe Unterstützung statt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die aktuellen Fragebögen an die Mitglieder des Aufsichtsrats versendet und damit die turnusgemäße Selbstbeurteilung 2023 vorbereitet.

Festlegungen nach § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz und § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz

Frauenanteil in Führungspositionen

Gemäß § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Zum 31. Dezember 2022 lag der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bei 11 %.

Diesen Wert will der Vorstand mittelfristig deutlich steigern. Bislang konnten trotz intensiver Bemühungen nur wenige vakante Führungspositionen bei Krones mit Frauen mit vergleichbarer Qualifikation besetzt werden. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass das Umfeld der Geschäftstätigkeit von Krones extrem technisch geprägt ist. Wir werden unsere Anstrengungen weiter stärken und bei der Neubesetzung von Führungspositionen Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigen. Als Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der Krones AG 15 % festgelegt. Dieses Ziel soll bis 31.12.2024 erreicht werden.

Frauenanteil im Vorstand

Seit 1. Januar 2023 besteht der Vorstand der Krones AG aus einer Frau und vier Männern. Damit liegt der Frauenanteil im Vorstand bei 20 %. Aufgrund bestehender Vertragslaufzeiten sind mittelfristig keine personellen Änderungen im Vorstand zu erwarten. Gemäß § 111 Abs. 5 i.V.m § 76 Abs. 3a AktG hat der Aufsichtsrat keine neue Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand festgelegt und folgt damit den gesetzlichen Vorgaben.

Angaben gemäß § 289f (Abs. 2) 1 a Handelsgesetzbuch

Unter https:/​/​www.krones.com/​de/​unternehmen/​investor-relations/​hauptver-sammlung.php Reiter 2021 sind das geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands gemäß §87a Abs. 1 und 2 Satz 1 AktG, das von der Hauptversammlung am 17. Mai 2021 gebilligt wurde, sowie der von der Hauptversammlung am 17. Mai 2021 gefasste Beschluss gemäß §113 Abs. 3 AktG über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats öffentlich zugänglich. Unter derselben Internetadresse unter dem Reiter 2023 werden der Vergütungsbericht 2022 und der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG öffentlich zugänglich gemacht.

4 KONZERNABSCHLUSS

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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2022 2021
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 19 4.209.339 3.634.456
Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5 48.383 19.562
Andere aktivierte Eigenleistungen 20 43.372 53.565
Sonstige betriebliche Erträge 21 165.039 161.762
Materialaufwand 22 - 2.113.845 - 1.807.417
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1.610.862 - 1.373.216
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 502.983 -434.201
Personalaufwand 23 - 1.269.663 - 1.176.686
Löhne und Gehälter - 1.055.566 - 983.497
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 14 - 214.097 - 193.189
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1/​2 - 142.901 - 141.738
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 - 709.318 - 572.606
EBITDA 373.307 312.636
EBIT 230.406 170.898
Erträge aus Beteiligungen 25 3.052 2.032
Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 4 7 - 36
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 25 0 0
Zinsen und ähnliche Erträge 25 11.955 9.891
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25 - 3.355 - 5.525
Finanzergebnis 25 11.659 6.362
Ergebnis vor Steuern 242.065 177.260
Ertragsteuern 8/​26 - 54.984 - 35.874
Konzernergebnis 187.081 141.386
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 56 20
Ergebnisanteil Krones Konzern 187.025 141.366
Ergebnis je Aktie (verwässert/​unverwässert) in € 27 5,92 4,47

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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Anhang 2022

T€
2021

T€
Konzernergebnis 187.081 141.386
Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 12 60.257 21.328
60.257 21.328
Posten, die anschließend möglicherweise in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Unterschied aus Währungsumrechnung 8.119 36.049
Cashflow Hedges 12 3.610 - 7.873
11.729 28.176
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge nach Ertragssteuern 9 71.986 49.504
Gesamte Aufwendungen und Erträge 9 259.067 190.890
davon Anteile anderer Gesellschafter 56 20
davon Anteile Krones Konzern 259.011 190.870

Konzernbilanz

Aktiva

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31.12.2022 31.12.2021
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1 349.349 303.160
Sachanlagen und Nutzungsrechte 2 693.663 667.009
Finanzanlagen 3 18.605 28.846
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 4 2.364 2.357
Anlagevermögen 1.063.981 1.001.372
Aktive latente Steuern 8 59.857 75.177
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 26.992 42.976
Steuerforderungen 1.991 1.603
Sonstige Vermögenswerte 6 11.368 11.676
Langfristige Vermögenswerte 1.164.189 1.132.804
Vorräte 5 589.445 433.604
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 820.243 743.326
Vertragsvermögenswerte 6/​19 727.555 593.969
Steuerforderungen 5.217 11.977
Sonstige Vermögenswerte 6 190.015 195.785
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 674.502 383.371
Kurzfristige Vermögenswerte 3.006.977 2.362.032
Bilanzsumme 4.171.166 3.494.836
Passiva
31.12.2022 31.12.2021
Anhang T€ T€ T€ T€
Gezeichnetes Kapital 9 40.000 40.000
Kapitalrücklage 10 141.724 141.724
Gewinnrücklagen 11 365.479 373.390
Sonstige Rücklagen 12 - 91.801 - 163.787
Konzernbilanzgewinn 1.143.172 1.000.813
Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens 1.598.574 1.392.140
Anteile anderer Gesellschafter 13 - 501 - 557
Eigenkapital 1.598.073 1.391.583
Rückstellungen für Pensionen 14 166.584 251.156
Passive latente Steuern 8 4.992 5.293
Sonstige Rückstellungen 15 80.305 78.819
Steuerverbindlichkeiten 4.803 4.496
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16 5.000 5.098
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 0 0
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 16 108.937 79.700
Sonstige Verpflichtungen 16 4.224 9.849
Langfristige Schulden 374.845 434.411
Sonstige Rückstellungen 15 161.945 164.523
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16 0 0
Vertragsverbindlichkeiten 16/​19 901.447 600.236
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 684.189 515.141
Steuerverbindlichkeiten 20.062 26.007
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 16 38.676 42.987
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 16 391.929 319.948
Kurzfristige Schulden 2.198.248 1.668.842
Bilanzsumme 4.171.166 3.494.836

Konzernkapitalflussrechnung

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Anhang 2022

T€
2021

T€
Ergebnis vor Steuern 242.065 177.260
Abschreibungen 1/​2 142.901 141.738
Erhöhung der Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 15/​16 45.691 3.533
Zinsen und ähnliche Aufwendungen und Erträge 25 - 8.600 - 4.366
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 21/​24 - 1.233 - 23
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 11.035 12.818
Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerten und sonstigen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 163.515 - 122.453
Erhöhung der Vorräte 5 - 163.402 - 72.348
Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 437.458 256.805
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 542.400 392.964
gezahlte Zinsen - 1.991 - 2.805
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern - 61.710 - 54.301
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 478.699 335.858
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 1 -45.989 -43.652
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 1 238 230
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen 2 - 72.168 - 61.238
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 2 3.994 2.457
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen und Termingeldanlagen - 375 - 30.420
Einzahlungen aus Abgang von Finanzanlagen und Termingeldanlagen 29.235 1.735
Erwerb eines Tochterunternehmens abzüglich erworbener Zahlungsmittel - 27.234 0
Aufgeschobene Kaufpreiszahlung für Unternehmenserwerbe aus Vorperioden - 7.112 - 11.150
erhaltene Zinsen 8.607 7.402
erhaltene Dividenden 3.052 2.032
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit - 107.752 - 132.604
Auszahlungen an Unternehmenseigner -44.230 - 1.896
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 0 0
Auszahlungen aus der Rückzahlung von erhaltenen Finanzverbindlichkeiten - 98 - 26.966
Auszahlung für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 0 0
Auszahlungen aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten - 35.458 - 32.029
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit - 79.786 - 60.891
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 291.161 142.363
wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - 328 8.050
konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 298 15.970
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 383.371 216.988
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7 674.502 383.371

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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Mutterunternehmen
Sonstige Rücklagen
--- --- --- --- ---
T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsdifferenzen d. Eigenkapitals
--- --- --- --- ---
Anhang 9 10 11 11
--- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2021 40.000 141.724 370.654 - 86.983
Dividendenzahlung
Konzernergebnis 2021
Einstellung in Gewinnrücklagen 122
Änderung im Konsolidierungskreis 2.614
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 36.049
Stand 31. Dezember 2021 40.000 141.724 373.390 - 50.934
Dividendenzahlung
Konzernergebnis 2022
Einstellung in Gewinnrücklagen 436
Änderung im Konsolidierungskreis - 8.347
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 8.119
Stand 31. Dezember 2022 40.000 141.724 365.479 - 42.815

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Mutterunternehmen
Sonstige Rücklagen
--- --- ---
T€ Sonstige übrige Rücklagen Konzernbilanzgewinn
--- --- ---
Anhang 12
--- --- ---
Stand 1. Januar 2021 - 126.335 861.465
Dividendenzahlung - 1.896
Konzernergebnis 2021 141.366
Einstellung in Gewinnrücklagen - 122
Änderung im Konsolidierungskreis 27 0
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 13.455
Stand 31. Dezember 2021 - 112.853 1.000.813
Dividendenzahlung -44.230
Konzernergebnis 2022 187.025
Einstellung in Gewinnrücklagen - 436
Änderung im Konsolidierungskreis
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 63.867
Stand 31. Dezember 2022 - 48.986 1.143.172

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Mutterunternehmen Anteile anderer Gesellschafter Konzerneigenkapital
T€ Eigenkapital Eigenkapital
--- --- --- ---
Anhang 13
Stand 1. Januar 2021 1.200.525 - 577 1.199.948
Dividendenzahlung - 1.896 - 1.896
Konzernergebnis 2021 141.366 20 141.386
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Änderung im Konsolidierungskreis 2.641 0 2.641
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 49.504 49.504
Stand 31. Dezember 2021 1.392.140 - 557 1.391.583
Dividendenzahlung - 44.230 - 44.230
Konzernergebnis 2022 187.025 56 187.081
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Änderung im Konsolidierungskreis - 8.347 0 - 8.347
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 71.986 71.986
Stand 31. Dezember 2022 1.598.574 - 501 1.598.073

5 KONZERNANHANG

Konzern -Segmentberichterstattung

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Abfüll- und Verpackungstechnologie Prozesstechnologie Intralogistik
2022

T€
2021

T€
2022

T€
2021

T€
2022

T€
2021

T€
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Umsatzerlöse 3.497.316 3.045.598 367.499 296.584 344.524 292.274
Abschreibungen 128.937 128.169 8.147 7.946 5.817 5.623
davon außerplanmäßige Abschreibung 3.771 4.152 0 0 0 0
Zinserträge 10.883 9.174 327 217 131 21
Zinsaufwendungen 2.595 4.820 265 237 495 468
EBT 217.196 162.447 12.234 11.672 12.635 3.142
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 7 - 36 0 0 0 0
EBIT 203.800 155.052 12.203 10.635 14.403 5.211
EBT-Marge (ebt zu Umsatz) 6,2 % 5,3% 3,3 % 3,9% 3,7 % 1,1%
EBITDA 332.737 283.221 20.350 18.581 20.220 10.834
EBITDA-Marge (EBITDA zu Umsatz) 9,5 % 9,3% 5,5 % 6,3% 5,9 % 3,7%

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Krones Konzern
2022

T€
2021

T€
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Umsatzerlöse 4.209.339 3.634.456
Abschreibungen 142.901 141.738
davon außerplanmäßige Abschreibung 3.771 4.152
Zinserträge 11.341 9.412
Zinsaufwendungen 3.355 5.525
EBT 242.065 177.261
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 7 - 36
EBIT 230.406 170.898
EBT-Marge (ebt zu Umsatz) 5,8 % 4,9%
EBITDA 373.307 312.636
EBITDA-Marge (EBITDA zu Umsatz) 8,9 % 8,6%

Allgemeine Angaben

- Gesetzliche Grundlagen

Krones bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnologie sowie für die Getränkeproduktion an. Darüber hinaus komplettieren innovative Digitalisierungs- und Intralogistik-Lösungen sowie Service-Dienstleistungen die Produktpalette. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg eingetragene Krones AG (hrb 2344) hat ihren Sitz in Neutraubling, Deutschland.

Der Konzernabschluss der Krones AG, Neutraubling, (»Krones Konzern«) zum 31. Dezember 2022 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASb), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - wie von der Europäischen Union verabschiedet - erstellt.

Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt.

Eine Auflistung dieser Standards und Interpretationen sowie die erstmalig angewendeten Standards befindet sich auf Seite 262. Ergänzend wurden die nach §3i5e Abs. 1 HGBzu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Am 15. März 2023 wurde die Freigabe zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses vom Vorstand erteilt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist um die Minderheitsanteile erweitert.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Eigenkapitals und der Kapitalflussrechnung als Konzernanhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die Konzernwährung ist der Euro.

Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf den nächsten Tausender gerundet.

- Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Krones AG zum 31. Dezember 2022 sind neben der Krones AG alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, welche durch die Krones AG auf Basis der Stimmrechtsmehrheit unmittelbar und mittelbar beherrscht werden.

Die Gesellschaften Systorelog Israel Ltd., Tel Aviv, Israel sowie Krones Digital Solutions India Private Limited., Bangalore, Indien wurden im Geschäftsjahr gegründet und mit der Unicorn Industries Pvt. Ltd., Secunderabad, Indien in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Mit dem Erwerb von 80,5 % des Geschäfts am 8. November 2022 an der R+D Custom Automation LLC, Wisconsin, USA verstärkt Krones seine Kompetenzen im Bereich der Abfüll- und Verpackungstechnologie.

Die Erstkonsolidierung des erworbenen Geschäfts wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen.

Die folgende Übersicht stellt zusammenfassend die für die Unternehmenserwerbe übertragenen Gegenleistungen sowie die Werte der jeweils zum Erwerbszeitpunkt identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden dar. Weitere Informationen zu den Earn Outs und Put-/​Call-Optionen sind unter Position 18 »Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten« (Seite 253) dargestellt.

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R+D Custom Automation LLC Beizulegender Zeitwert

T€
Geschäfts- oder Firmenwerte 26.409
Langfristige Vermögenswerte 22.253
Kurzfristige Vermögenswerte 14.676
(davon Forderungen LuL) 9.709
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 866
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 64.204
Schulden 11.348
Insgesamt erworbene Schulden 11.348
Erworbenes Reinvermögen 52.856
Anteile anderer Gesellschafter 0
Kaufpreise 52.856
davon durch Zahlungsmittel beglichen 28.100
davon Earn Outs 14.912
davon Put-/​Call-Option 9.844

Der Geschäfts- oder Firmenwert der R+D Custom Automation LLC resultiert aus der Stärkung der Aktivitäten im attraktiven und überdurchschnittlich wachsenden Life Science und Pharmamarkt und durch Eingliederung der Beschäftigten in den Konzern. Dieses Ergebnispotenzial, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist, ist im Geschäfts- oder Firmenwert abgebildet.

Die Gesamtsumme des Geschäfts- oder Firmenwerts, der erwartungsgemäß für Steuerzwecke abzugsfähig ist, beträgt T€ 26.409.

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen dem Bruttobetrag. Keine der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war wertgemindert und die gesamten vertraglichen festgelegten Beträge sind voraussichtlich einbringlich.

Unter Berücksichtigung der Effekte aus den Kaufpreisallokationen hat die R+D Custom Automation LLC bei Krones bis zum 31. Dezember 2022 einen Nettoverlust von T€ 249 und Umsatzerlöse in Höhe von T€ 1.447 beigetragen. Wäre die R+D Custom Automation LLC schon zum 1. Januar 2022 konsolidiert worden, wären in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe von T€ 28.261 ausgewiesen und der Nettogewinn hätte T€ 6.756 betragen.

Bei der Ermittlung der Beträge wurde angenommen, dass die ermittelten Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2022 gültig gewesen wären. Die Beträge für das ganze Geschäftsjahr 2022 wurden linear ermittelt.

Die direkt der Akquisition zurechenbaren Kosten betragen T€ 718 und wurden als Aufwand erfasst.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der Krones AG sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»acquisition method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen. Sofern Unternehmenserwerbe Put-Optionen beinhalten, welche nicht beherrschenden Gesellschaften für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden und Krones gleichlautende Call-Optionen besitzt, wird die Optionsausübung antizipiert (»anticipated acquisition method«) und jeweils eine mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeit anstelle nicht beherrschender Anteile ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zum Stichtag bewertet.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

Unternehmen, bei denen Krones die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %), werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die den Anteil am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens übersteigenden Anschaffungskosten werden bestimmten am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen unterworfen und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil von Krones am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen Krones und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß dem Anteil von Krones an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.

- Währungsumrechnung

Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Krones AG dargestellt.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der Krones AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Die Wechselkurse funktionaler Währungen der Tochterunternehmen betragen zum Euro:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2022 31.12.2021 2022 2021
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US-Dollar USD 1,068 1,132 1,053 1,182
Britisches Pfund GBP 0,887 0,840 0,853 0,860
Schweizer Franken CHF 0,985 1,033 1,005 1,081
Dänische Kronen DKK 7,437 7,437 7,440 7,437
Kanadischer Dollar CAD 1,444 1,442 1,370 1,483
Japanischer Yen JPY 140,680 130,320 138,026 129,859
Brasilianischer Real BRL 5,644 6,307 5,442 6,377
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 7,436 7,217 7,068 7,629
Mexikanischer Peso MXN 20,886 23,141 21,201 23,989
Ukrainischer Griwna UAH 39,236 30,884 34,303 32,240
Südafrikanischer Rand ZAR 18,077 18,054 17,206 17,483
Kenianischer Schilling KES 131,690 128,085 124,126 129,660
Nigerianischer Naira NGN 476,690 465,250 446,722 484,037
Russischer Rubel RUB 76,867 84,976 73,705 87,127
Thailändischer Baht THB 36,883 37,542 36,857 37,839
Indonesische Rupiah IDR 16.620,100 16.133,700 15.630,288 16.902,746
Angolanischer Kwanza AOA 544,858 639,750 487,065 746,120
Türkische Lira TRY 19,983 15,142 17,406 10,503
Kasachische Tenge KZT 494,100 492,420 486,341 504,524
Australischer Dollar AUD 1,570 1,561 1,517 1,575
Neuseeländischer Dollar NZD 1,682 1,657 1,658 1,672
Schwedische Krone SEK 11,078 10,256 10,629 10,146
Vietnamesischer Dong VND 25.233,000 25.872,000 24.637,215 27.118,700
Philippinischer Peso PHP 59,384 57,684 57,337 58,302
Bangladeschischer Taka BDT 110,125 97,034 98,239 100,603
Singapurischer Dollar SGD 1,431 1,528 1,451 1,589
Myanmarischer Kyat MMK 2.241,990 2.012,680 2.030,660 1.910,092
Vereinigte Arabische Emirate Dirham AED 3,921 4,158 3,869 4,343
Ungarischer Forint HUF 400,380 369,850 391,154 358,549
Malaysischer Ringgit MYR 4,703 4,716 4,628 4,901
Pakistanische Rupie PKR 242,028 199,796 214,975 192,819
Polnischer Zloty PLN 4,686 4,594 4,688 4,567
Norwegische Krone NOK 10,505 9,989 10,097 10,165
Indische Rupie INR 88,157 84,168 82,686 87,373
Guatemaltekischer Quetzal GTQ 8,378 8,736 8,162 9,149
Kambodschanischer Riel KHR 4.395,400 4.609,500 4.305,384 4.812,416
Bulgarischer Lew BGN 1,956 1,956 1,956 1,956
Marokkanischer Dirham MAD 11,157 10,516 10,684 10,630
Saudi Riyal SAR 4,016 4,250 3,955 4,435

- Einschätzungen und Ermessensentscheidungen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden und die Angabe von Eventualverpflichtungen sowie auf die Aufwendungen und Erträge auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten jedoch Ereignisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte und Schulden führen. Krones erwartet gegenwärtig keine wesentlichen Auswirkungen aus den Folgen des Klimawandels für ihr Geschäftsmodell.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres wesentliche Anpassungen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein werden, werden nachstehend erläutert. Aufgrund der derzeit nicht abzuschätzenden Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie der sich zwar abschwächenden aber weiterhin belastenden weltweiten Corona-Pandemie unterliegen insbesondere die Schätzungen und Ermessensentscheidungen im Zusammenhang mit den immateriellen Vermögenswerten und Schulden einer erhöhten Unsicherheit.

Die Unsicherheiten bei der Beurteilung der Auswirkungen der sich zwar abschwächenden aber weiterhin belastenden weltweiten Corona-Pandemie auf die aktuelle Geschäftsentwicklung, insbesondere im Hinblick auf neue Virus-Mutationen sowie erneute Lockdown-Maßnahmen, bleiben auch in diesem Berichtsjahr unverändert bestehen. Seit Ausbruch des Russland-Ukraine-Konflikts im Februar 2022 sind verschiedene geopolitische und wirtschaftliche Verwerfungen zu beobachten. Es ist derzeit nicht abzuschätzen, wie sich der Konflikt weiterentwickelt.

Bei der Annahme der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden verfügbare Informationen über voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklungen und länderspezifische staatliche Maßnahmen berücksichtigt.

Entwicklungsleistungen werden aktiviert, wenn mit ihnen ein zukünftiger ökonomischer Nutzen verbunden ist und die übrigen Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt werden.

Liegen Anhaltspunkte vor, die auf eine Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten hindeuten, oder ist eine jährliche Überprüfung auf Wertminderung erforderlich (immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer, immaterielle Vermögenswerte in der Entwicklungsphase und Geschäfts- und Firmenwert), wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert eines Vermögenswerts (beziehungsweise einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Für diesen Vergleich wird im ersten Schritt der Nutzungswert ermittelt. Sollte der Nutzungswert den Buchwert unterschreiten, wird im zweiten Schritt der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bestimmt und mit dem Buchwert verglichen. Ist der beizulegende Zeitwert geringer als der Buchwert, wird eine entsprechende Wertminderung auf den höheren Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten erfasst.

Im Rahmen der Beurteilung der Werthaltigkeit sind Einschätzungen sowie Annahmen insbesondere hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzu- und Zahlungsmittelabflüsse zu treffen, die von den tatsächlichen Werten abweichen können. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen entwickeln.

Krones ermittelt den Nutzungswert mithilfe eines Kapitalwertkalküls (der Discounted-Cashflow-Methode). Die zur Berechnung herangezogenen Zahlungsströme basieren auf der vom Management verabschiedeten langfristigen Unternehmensplanung. Die Diskontierung erfolgt mit marktbezogenen Kapitalisierungszinssätzen.

Die Cashflows bei der Überprüfung der Geschäfts- und Firmenwert werden in der Regel aus Detailplanungen der nächsten drei Geschäftsjahre abgeleitet. Das Umsatzwachstum am Ende des Planungszeitraums entspricht der langfristigen Wachstumsrate der jeweiligen Industriezweige und Länder, in welchen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind. Die Diskontierung erfolgt mit marktbezogenen Kapitalisierungszinssätzen. Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgen anhand eines risikoangepassten Kapitalkostensatzes (WACC) vor Steuern. Für die Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden für die wesentlichen Annahmen Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um auszuschließen, dass für möglich gehaltene Änderungen an den Prämissen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags zu einem Wertminderungsbedarf führen würden.

Krones hat bei dem Erwerb von Unternehmen Optionen zum Erwerb der verbleibenden Minderheitenanteile im Kaufvertrag vereinbart. Sofern der Verkäufer gleichlautende Put-Optionen besitzt, geht der Konzern von einer Ausübung der Option aus und weist daher im Konzernabschluss keine Minderheitenanteile aus (sogenannte »anticipated acquisition method«). Stattdessen wird eine Verbindlichkeit aus dem Erwerb zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der beizulegende Zeitwert wird anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet; Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszinssatz. In Bezug auf den Ausübungszeitpunkt wird, sofern keine anderen Anhaltspunkte vorliegen, in der Regel von einer Gleichverteilung der Ausübungswahrscheinlichkeit ausgegangen. Im Rahmen der Beurteilung sind Einschätzungen sowie Annahmen insbesondere hinsichtlich des Zeitpunkts zu treffen. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen entwickeln. Weitere Einzelheiten sind in Textziffer 18 dargestellt.

Für die Bilanzierung aktiver latenter Steuern, im Wesentlichen auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge, sind Einschätzungen und Ermessensentscheidungen der Unternehmensleitung in Bezug auf die Höhe der zukünftig zur Nutzung der Verlustvorträge zur Verfügung stehenden zu versteuernden Einkommen zu treffen. Soweit hinreichend konkretisiert, werden dabei Steuerplanungsstrategien und die erwarteten Eintrittszeitpunkte der Ergebnisse daraus berücksichtigt. Aktive latente Steuern werden regelmäßig insoweit angesetzt, als aufrechenbare latente Steuerverbindlichkeiten in gleicher Höhe und gleicher Fristigkeit bestehen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern nur dann angesetzt, wenn zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit ausreichend zu versteuerndes Einkommen erwartet wird, um die latenten Steueransprüche aus Verlustvorträgen und temporären Differenzen nutzen zu können. Für diese Beurteilung wird das erwartete zu versteuernde Einkommen aus der Unternehmensplanung abgeleitet, welche nach den oben beschriebenen Grundsätzen erstellt wird. Der Betrachtungszeitraum beträgt aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten in der weiteren Zukunft in der Regel 3 Jahre. Bei Gesellschaften in Verlustsituationen werden aktive latente Steuern erst dann angesetzt, wenn sich der Turnaround abzeichnet bzw. mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass die zukünftigen positiven Ergebnisse erzielt werden können. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen für latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen werden Regelungen zur Beschränkung der Verlustnutzung (Mindestbesteuerung) beachtet. Weitere Einzelheiten sind in der Textziffer 8 dargestellt.

Der Altersversorgungsaufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Diese Bewertungen basieren auf Annahmen und Ermessensentscheidungen in Bezug auf Abzinsungssätze der Nettoverpflichtung, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung solcher Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Einzelheiten zu diesen Unsicherheiten bzw. Sensitivitäten sind in der Textziffer 14 dargestellt.

Für die Bilanzierung der Gewährleistungsrückstellungen werden die erwarteten Kosten aus den Kundenaufträgen herangezogen. Die Schätzungen für die Verpflichtungen beruhen auf den Erfahrungen der letzten Geschäftsjahre und haben in der Regel eine Laufzeit zwischen einem und zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Abnahme. Es wird damit erwartet, den überwiegenden Teil der Rückstellungen für Gewährleistungen innerhalb der nächsten zwei Jahre zu begleichen. Weitere Einzelheiten sind auf Seite 247 zu finden.

Restrukturierungsrückstellungen werden basierend auf Schätzungen ermittelt und sind demnach mit Unsicherheiten behaftet.

Aufgrund der Regelungen des IFRS 15 besteht Ermessen hinsichtlich der Beurteilung, ob Umsätze zeitraumbezogen zu realisieren sind. Krones ist zu dem Schluss gekommen, dass Erlöse für in hohem Maße kundenspezifische Projekte zeitraumbezogen und nicht zeitpunktbezogen erfasst werden, da regelmäßig Vermögenswerte erstellt werden, die keine alternative Nutzungsmöglichkeiten aufweisen und Krones einen Rechtsanspruch auf Vergütung inklusive Marge der bereits erbrachten Leistungen hat. Krones hat festgestellt, dass die inputbasierte Methode am besten geeignet ist, um den Leistungsfortschritt zu bestimmen, da ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Fertigungsaufwand und dem Transfer der Leistung an den Kunden besteht. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten der Projekte. Schätzungsänderungen bzw. Abweichungen der tatsächlichen Kosten von geschätzten Kosten haben Auswirkung auf das realisierte Ergebnis der Projekte.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen. Immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht nutzungsbereit sind, werden jährlich auf Wertminderung überprüft.

- Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des Krones Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern alle Aktivierungsvoraussetzungen gem. IAS 38.57 erfüllt sind. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden als Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit einem Fremdkapitalkostensatz in Höhe von 0,60 % (Vorjahr: 0,03 %) aktiviert.

- Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen, angesetzt.

Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die durch eine Division (oder entsprechende Einheit) repräsentiert wird.

Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden.

Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder jener Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen soll. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf der Ermittlung abgezinster Zahlungsströme (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Auch wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, in künftigen Perioden übersteigt, werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

- Sachanlagen

Sachanlagen des Krones Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Nutzungsdauer in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 18
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam innerhalb der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen aufgelöst.

- Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt überträgt.

Gemäß IFRS 16 erfasst Krones als Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Pflichten in der Bilanz. Krones erfasst zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit.

Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten dabei den Barwert folgender Leasingzahlungen:

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Feste Zahlungen, abzüglich vom Leasinggeber zu leistender Leasinganreize,
variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind
Beträge, die voraussichtlich im Rahmen von Restwertgarantien entrichtet werden müssen,
den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn deren Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde,
Strafzahlungen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption wahrgenommen wird.

Die Leasingzahlungen werden zudem mit dem Zinssatz abgezinst, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, sofern dieser bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Der Buchwert der Leasingverbindlichkeiten wird bei Änderungen des Leasingverhältnisses oder bei einer Änderung der Beurteilung einer Kaufoption für den zugrunde liegenden Vermögenswert neu berechnet.

Nutzungsrechte werden mit den Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:

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Betrag der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit,
bei der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize,
entstandene anfänglich direkte Kosten,
Rückbauverpflichtungen.

Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Die Nutzungsrechte werden ebenfalls auf Wertminderung überprüft.

In Bezug auf die Anwendungserleichterungen nimmt Krones sowohl die Erleichterungsvorschriften für geringwertige Wirtschaftsgüter als auch für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als 12 Monate) in Anspruch. Die Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden linear als Aufwand erfasst.

Des Weiteren werden die Vorschriften nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewendet. Bei Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf eine Trennung dieser Komponenten zu verzichten.

- Finanzinstrumente

Krones ordnet finanzielle Vermögenswerte nach IFRS 9 drei Kategorien zu: in Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden (amortised cost, ac), Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through profit or loss, fvtpl) sowie Finanzinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through other comprehensive income, FVOCI).

Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt auf der Basis des Geschäftsmodells nach dem Krones seine finanziellen Vermögenswerte steuert und des Charakters der Zahlungsströme.

Krones ordnet finanzielle Schulden nach IFRS 9 drei Kategorien zu: in Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (amortised cost, AC), Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through profit or loss, fvtpl) sowie Finanzinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through other comprehensive income, FVOCI).

Bei den einzelnen Klassen von finanziellen Vermögenswerten und Schulden stellen die Buchwerte jeweils grundsätzlich einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden basiert auf finanzmathematischen Berechnungsmodellen mit zum Bilanzstichtag am Markt beobachtbaren Inputfaktoren (Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72). Vermögenswerte und Schulden der Stufe 2 sind im Wesentlichen Derivate mit und ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Stufe 1 basiert auf an aktiven Märkten gehandelten Finanzinstrumenten, deren Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden. Bei finanziellen Vermögenswerten der Stufe 3 i. S. d. IFRS 13.72 entspricht der Buchwert jeweils dem Zeitwert. Die Bewertung basiert auf Schätzungen der Prognosen der künftigen Entwicklung.

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.

Wertberichtigungen werden demnach auf einer der nachstehenden Grundlagen bewertet:

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12-Monats-Kreditausfälle: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund möglicher Ausfallereignisse innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag.
Lebenslange Kreditausfälle: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund aller möglichen Ausfallereignisse während der erwarteten Laufzeit eines Finanzinstruments.

Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Ein Unternehmen kann festlegen, dass das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes nicht signifikant gestiegen ist, wenn der Vermögenswert am Abschlussstichtag ein geringes Kreditrisiko aufweist. Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte, ohne eine wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden; Krones wendet diese Methode auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente an.

Die geschätzten erwarteten Kreditausfälle aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus vertraglichen Vermögenswerten werden auf Grundlage von externen Ratings sowie aus Erfahrungen mit tatsächlichen historischen Kreditausfällen der letzten 36 Monate berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert.

Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertragliche Vermögenswerte auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale zusammengefasst. Die vertraglichen Vermögenswerte weisen grundsätzlich die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf.

Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.

- Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting

Die im Krones Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Sicherungsbeziehungen werden unter Anwendung des Wahlrechts nach IAS 39 anstatt IFRS 9 bilanziert.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei Krones bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen US-Dollar, kanadischer Dollar, britisches Pfund sowie chinesischer Renminbi Yuan.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie nahezu 100 % der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll durch die Kurssicherung auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt beim erstmaligen Ansatz sowie im Rahmen der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert. Dieser ermittelt sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst; es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht.

Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank. Sie werden ausgebucht/​reklassifiziert, wenn die entsprechenden Grundgeschäfte bilanzwirksam eingebucht werden.

- Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst.

Der Konzern nutzt regelmäßig die Möglichkeit, mittels Kreditversicherung und/​oder Dokumentenakkreditive abgesicherte Exportforderungen zu verkaufen. Die zum Bilanzstichtag verkauften Forderungen werden vollständig ausgebucht, wenn im Wesentlichen Chancen und Risiken auf den Käufer übertragen wurden. Bei den kreditversicherten Forderungen wird grundsätzlich das Risiko aus dem Exporteurselbstbehalt zurückbehalten. Der Konzern geht in diesen Fällen davon aus, dass die wesentlichen Chancen und Risiken an den Forderungen auf den Forderungskäufer übergehen, wenn der Selbstbehalt 10 % des Wertes jeder Einzelforderung nicht übersteigt. Der beizulegende Zeitwert einer zu erwartenden Inanspruchnahme aus den zurückbehaltenen Selbstbehalten wurde aufwandswirksam erfasst.

Der zum Bilanzstichtag getätigte Verkauf von Forderungen aus dem Ersatzteilgeschäft erfolgte unter einem bestehenden Factoring-Rahmenvertrag. Den rechtlichen Bestand der Forderungen vorausgesetzt, trägt der Factor (Forderungskäufer) das Delkredererisiko für die von ihm angekauften Forderungen.

- Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten.

Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt.

Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

- Ertragsteuern

Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind.

Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, sowie alle Anpassungen der Steuerschuld für frühere Jahre.

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS, noch nicht genutzte steuerliche Verluste und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, als es wahrscheinlich ist, dass die damit zusammenhängenden Steuervorteile realisiert werden können.

Die latenten Steuern werden auf Basis, der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragssteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerverbindlichkeiten gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert der Steuerunsicherheit). Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass sie realisiert werden können. Nur bei Bestehen eines steuerlichen Verlustvortrags oder einer ungenutzten Steuergutschrift wird keine Steuerverbindlichkeit oder Steuerforderung für diese unsicheren Steuerpositionen bilanziert, sondern stattdessen die aktive Latenz für die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften angepasst.

- Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzernbilanz aus und führen zu einer Erhöhung bzw. Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie zu einer Verringerung bzw. Erhöhung der sonstigen Rücklagen im Eigenkapital. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung bleibt frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, da diese im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind. Die Nettopensionsverpflichtung wird mit dem Diskontierungszinssatz verzinst, der der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtung zugrunde liegt. Da die Nettopensionsverpflichtung um etwaiges Planvermögen gekürzt ist, wird durch diese Berechnung für das Planvermögen eine Verzinsung in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen. Der laufende und nachverrechnete Dienstzeitaufwand sowie die Nettozinsen werden ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

- Verpflichtungen aus Altersteilzeit

Nach der Definition in IAS 19 für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses stellen die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Aufstockungsbeträge sind damit nicht vollständig mit ihrem Barwert zu passivieren, sondern es erfolgt eine ratierliche Ansammlung der Aufstockungsbeträge über die betreffenden aktiven Dienstjahre der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmer.

- Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Restrukturierungsrückstellungen werden im Zusammenhang mit Maßnahmen gebildet, die den Umfang oder die Art der Ausführung der Geschäftstätigkeit eines Segments oder einer Geschäftseinheit wesentlich verändern. In den überwiegenden Fällen bedingen diese Maßnahmen Leistungen anlässlich der Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Angesetzt werden Restrukturierungsrückstellungen, wenn mit der Umsetzung eines detaillierten und formellen Plans begonnen wird oder dieser bereits kommuniziert wurde.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Diskontierungssatz bildet die schuldspezifischen Risiken ab. Die Erhöhung der Rückstellung im Zeitablauf wird als Zinsaufwand erfasst.

- Umsatzerlöse

Nach IFRS 15 ist der Übergang der Kontrolle das maßgebliche Kriterium für die Umsatzrealisierung. Dabei wird zwischen einem Übergang der Kontrolle zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum unterschieden:

Krones bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Krones erfasst Umsatzerlöse für in hohem Maße kundenspezifische Projekte zeitraumbezogen und nicht zeitpunktbezogen, da regelmäßig Vermögenswerte erstellt werden, die keine alternative Nutzungsmöglichkeiten aufweisen, und Krones einen Rechtsanspruch auf Vergütung inklusive Marge der bereits erbrachten Leistungen hat. Der Leistungsfortschritt wird anhand einer inputbasierten Methode ermittelt. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Projekts.

Bestandteil des Geschäftsmodells von Krones sind auch Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen. Seinen Kunden bietet Krones unter dem Namen Lifecycle Service (LCS) dabei ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsangebot. Krones erfasst Umsatzerlöse aus der Lieferung von Ersatzteilen zeitpunktbezogen bei Lieferung der Güter (Übertragung der Verfügungsgewalt). lcs Dienstleistungen werden im Wesentlichen als zeitraumbezogene Erbringung eingestuft, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung zufließt und er diese gleichzeitig nutzt, während diese erbracht wird. Umsatzerlöse werden demnach im Wesentlichen zeitraumbezogen erfasst unter Anwendung einer inputorientierten Methode auf Basis der entstandenen Kosten. Nur bei längerfristigen Wartungsleistungen erfolgt die Erlösrealisierung linear.

Drohende Verluste, die auf Kundenaufträge zurückgehen, werden gesondert als Rückstellungen gemäß den Vorschriften des IAS 37 passiviert.

Kosten der Vertragserlangung, deren Abschreibungsperiode ein Jahr oder weniger betragen würde, werden sofort als Aufwand erfasst.

Krones erhält Zahlungen von Kunden auf der Grundlage eines Abrechnungsplans, der Bestandteil der Verträge ist. Je nach Geschäftsbereich und Ländern unterscheiden sich die Zahlungsbedingungen. Vertragsvermögenswerte beziehen sich auf unseren bedingten Anspruch auf eine Gegenleistung für die bereits erbrachten vertraglichen Leistungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Erhalt der Gegenleistung unbedingt wird.

Vertragsverbindlichkeiten beziehen sich auf Zahlungen, die vorzeitig, also vor Erbringung der vertraglichen Leistungen, erhalten wurden. Vertragsverbindlichkeiten werden als Umsatzerlöse erfasst, sobald wir die vertraglichen Leistungen erbringen. Sind hingegen mehr Leistungen erbracht als Zahlungen vorzeitig erhalten wurden, so wird der dann entstehende positive Saldo unter den Vertragsvermögenswerten und Forderungen ausgewiesen.

Finanzierungskomponenten werden bei der Bestimmung der Höhe der zu erfassenden Umsatzerlöse nicht berücksichtigt, wenn bei Vertragsbeginn erwartet wird, dass die Periode zwischen der Übertragung eines zugesagten Gutes oder einer zugesagten Dienstleistung und die Bezahlung dieses Gutes oder dieser Dienstleistung durch den Kunden nicht mehr als ein Jahr beträgt.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen ausgewiesen.

- Kapitalflussrechnung

Ein- und Auszahlungen aus Termingeldanlagen werden seit 2022 in der Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8.42 angepasst. Dadurch erhöhte sich die Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit um T€ 30.125. Die Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit verringerte sich entsprechend. Dementsprechend ergab sich keine Auswirkung auf den Free Cash Flow.

- Segmentberichterstattung

Krones berichtet über drei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen. Das Segment 1 beinhaltet die Abfüll- und Verpackungstechnologie, das Segment 2 beinhaltet die Prozesstechnologie und das Segment 3 die Intralogistik. Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den »Allgemeinen Angaben« beschrieben.

Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand vor allem durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBITDA gemessen.

Die folgende Tabelle gibt an, in welcher Höhe Umsätze gegenüber Dritten im jeweiligen Land angefallen sind (basierend auf Sitz des Kunden):

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T€ 2022 2021
Deutschland 423.996 375.525
Nordamerika 920.111 764.224
Rest der Welt 2.865.232 2.494.707
4.209.339 3.634.456

Die folgende Tabelle gibt an, in welcher Höhe langfristige Vermögenswerte im jeweiligen Land vorhanden sind:

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T€ 2022 2021
Deutschland 690.551 684.530
Nordamerika 88.321 33.117
Rest der Welt 304.491 308.777
1.083.363 1.026.424

Erläuterung der Konzernbilanz

1 Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

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T€ Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen Geschäfts- oder Firmenwert Aktivierte Entwicklungskosten Geleistete Anzahlungen Summe
31.12.2020
Anschaffungs- und Herstellungskosten 242.062 135.718 472.106 12 849.898
Kumulierte Abschreibungen 181.319 33.956 334.026 0 549.301
Nettobuchwert 60.743 101.762 138.080 12 300.597
Veränderungen in 2021
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 0 0 0 0 0
Zugänge 17.246 0 28.185 22 45.453
Abgänge 3.014 0 717 0 3.731
Umbuchungen 67 0 - 55 - 12 0
Währungsdifferenzen 1.027 5.114 0 0 6.141
Abschreibungen
Zugänge 17.908 0 28.993 0 46.901
Abgänge 2.784 0 717 0 3.501
Umbuchungen 53 0 - 53 0 0
Währungsdifferenzen 416 1.484 0 0 1.900
Nettobuchwert 31.12.2021 60.476 105.392 137.270 22 303.160
31.12.2021
Anschaffungs- und Herstellungskosten 257.388 140.832 499.519 22 897.761
Kumulierte Abschreibungen 196.912 35.440 362.249 0 594.601
Nettobuchwert 60.476 105.392 137.270 22 303.160
Veränderungen in 2022
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 18.827 26.409 0 0 45.236
Zugänge 21.315 0 23.565 72 44.952
Abgänge 6.490 0 0 0 6.490
Umbuchungen 16 0 0 - 16 0
Währungsdifferenzen 838 3.786 0 0 4.624
Abschreibungen
Zugänge 13.432 0 33.458 0 46.890
Abgänge 6.252 0 0 0 6.252
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 345 1.150 0 0 1.495
Nettobuchwert 31.12.2022 87.457 134.437 127.377 78 349.349
31.12.2022
Anschaffungs- und Herstellungskosten 291.894 171.027 523.084 78 986.083
Kumulierte Abschreibungen 204.437 36.590 395.707 0 636.734
Nettobuchwert 87.457 134.437 127.377 78 349.349

angepasst für Rundungszwecke

Der Zugang bei den Schutzrechten und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software. In dem Buchwert zum Stichtag sind Kundenstämme in Höhe von T€ 22.762 (Vorjahr: T€ 5.009) aktiviert.

Sämtliche Geschäfts- oder Firmenwerte wurden wie im Vorjahr einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Die Werthaltigkeitsprüfung wird auf Ebene der kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis des Nutzungswerts durchgeführt. Die dem Werthaltigkeitstest zugrundeliegenden Cashflow-Prognosen basieren auf der genehmigten Finanzplanung im Planungszeitraum. Die Planungen basieren unter anderem auf extern veröffentlichten Quellen. Sie berücksichtigen weiterhin die auf Erfahrungswerten beruhenden Preisvereinbarungen und erwartete Effizienzsteigerungen sowie eine auf Basis der strategischen Ausrichtung abgeleitete Umsatzentwicklung.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die getesteten Geschäfts- oder Firmenwerte und die in die jeweiligen Werthaltigkeitstests eingeflossenen Annahmen für die jeweilige kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit:

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Bezeichnung der CCU Buchwert Geschäftswert

in T€
Dauer des Planungszeitraums

in Jahren
Umsatzwachstum p. a. am Ende des Planungszeitraums Diskontierungszinssatz vor Steuern
IPS 2022 36.112 2) 3 1,0 % 7,4 %
2021 34.055 2) 3 1,0 % 6,0 %
R+D Custom 2022 26.409 6 3,0 % 17,4 %
MHT 2022 20.180 3 1,0 % 9,9 %
2021 20.180 3 1,0 % 7,9 %
Javlyn 2022 4.826 2) 3 1,5 % 17,1 %
2021 4.551 2) 3 1,5 % 13,3 %
System Logistics 2022 30.906 3 1,0 % 9,8 %
2021 30.906 3 1,0 % 7,9 %
HST 2022 4.258 3 1,0 % 9,9 %
2021 4.258 3 1,0 % 8.3 %
Sonstige 1) 2022 11.756 2) 3 1,0 % - 2,0 % 7,8 % -17,1 %
2021 10.254 2) 3 1,0 % - 2,0 % 7,6 % -14,0 %

1) Firmenwerte mit einem Buchwert im Einzelfall unter 4 Mio. €

2) Fremdwährungsumrechnung führte zu Änderung

Als Basis für die Abzinsungssätze vor Steuern dienen risikofreie Zinssätze, die auf Grundlage der Renditen langlaufender Staatsanleihen ermittelt werden. Dieser Abzinsungssatz wird bereinigt um einen Risikozuschlag, der das allgemeine Risiko einer Eigenkapitalinvestition und das spezifische Risiko der CGU widerspiegelt. Das Umsatzwachstum am Ende des Planungszeitraums entspricht der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate der jeweiligen Industriezweige und Länder, in welchen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind.

Die durchgeführten Werthaltigkeitstests führten wie im Vorjahr zu keinen Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte.

Unter Zugrundelegung der in der Tabelle beschriebenen Annahme eines nachhaltigen Umsatzwachstums der CGU mht am Ende des Planungszeitraums von 1,0 %, liegt der erzielbare Betrag mit T€ 4.165 über dem Buchwert. Bei einem Anstieg des Diskontierungszinssatzes vor Steuern auf 11,20 % würde der erzielbare Betrag dem Buchwert entsprechen. Die Krones AG ist ansonsten der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen möglich gehaltene Änderung einer zur Bestimmung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet wurden, getroffenen wesentlichen Grundannahme dazu führen könnte, dass der Buchwert ihren erzielbaren Betrag übersteigt.

Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen neue Maschinenprojekte der Krones AG. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf T€ 23.565 (Vorjahr: T€ 28.185).

Darin sind wie im Vorjahr Fremdkapitalkosten in unwesentlicher Höhe enthalten. Im Geschäftsjahr 2022 wurden inklusive der aktivierten Entwicklungskosten für Forschung und Entwicklung T€ 178.287 (Vorjahr: T€ 174.320) aufgewendet. Im Berichtsjahr ergaben sich Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten innerhalb der Abschreibungen in Höhe von T€ 3.771 (Vorjahr: T€ 4.152). Die Abschreibungen fielen wie im Vorjahr nur im Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie an und betrafen Technologien, die nicht weiterverfolgt werden.

Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüsse Zugänge der Nettobuchwerte bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 18,827 (Vorjahr: T€ -) sowie Zugänge bei den Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 26,409 (Vorjahr: T€ -).

2 Sachanlagen

In den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2022 waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen gemäß IAS 36 erforderlich. Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden sowie in Anlagen im Bau resultiert im Wesentlichen aus Erweiterungen am Standort Neutraubling (Erweiterung von Produktionsgebäuden). Die Investitionen in die technischen Anlagen und Maschinen sowie in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 72.413 betreffen vor allem Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen an bestehenden Produktionsstandorten.

Im Geschäftsjahr 2022 waren Zuwendungen in Höhe von T€ 14.381 (Vorjahr: T€ 17.112) in den Buchwerten der Sachanlagen enthalten. Die Zuwendungen wurden im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von T€ 796 (Vorjahr: T€ 803) ertragswirksam aufgelöst. In den Abschreibungen sind 2022 wie im Vorjahr keine Zuschreibungen enthalten.

Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge von Buchwerten bei den Sachanlagen von T€ 3.476 (Vorjahr: T€ -).

Die Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte haben sich wie folgt entwickelt:

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T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Geleistete Anzahlungen Summe
31.12.2020
Anschaffungs- und Herstellungskosten 721.412 375.722 307.195 12.084 4.313 1.420.726
Kumulierte Abschreibungen 278.576 268.409 217.599 0 0 764.584
Nettobuchwert 442.836 107.313 89.596 12.084 4.313 656.142
Veränderungen in 2021
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 0 0 288 0 0 288
Zugänge 29.338 17.030 30.567 14.589 4.367 95.891
Abgänge 7.362 14.568 27.457 25 0 49.412
Umbuchungen 545 6.792 3.855 - 8.693 - 2.499 0
Währungsdifferenzen 10.819 6.023 3.534 248 22 20.646
Abschreibungen
Zugänge 35.709 21.316 37.812 0 0 94.837
Abgänge 6.360 14.169 26.449 0 0 46.978
Umbuchungen - 1 5 - 4 0 0 0
Währungsdifferenzen 2.763 3.467 2.457 0 0 8.687
Nettobuchwert 31.12.2021 444.065 111.971 86.567 18.203 6.203 667.009
31.12.2021
Anschaffungs- und Herstellungskosten 754.752 390.999 317.982 18.203 6.203 1.488.139
Kumulierte Abschreibungen 310.687 279.028 231.415 0 0 821.130
Nettobuchwert 444.065 111.971 86.567 18.203 6.203 667.009
Veränderungen in 2022
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 2.843 26 1.050 0 0 3.919
Zugänge 23.642 19.740 52.673 16.401 7.627 120.083
Abgänge 15.419 8.691 40.357 1.651 0 66.118
Umbuchungen 6.426 8.854 3.918 - 12.158 - 7.040 0
Währungsdifferenzen 1.440 2.131 977 - 10 - 24 4.514
Abschreibungen
Zugänge 36.411 20.022 37.928 1.650 0 96.011
Abgänge 13.470 8.679 39.558 1.650 0 63.357
Umbuchungen 0 - 21 21 0 0 0
Währungsdifferenzen 982 1.392 716 0 0 3.090
Nettobuchwert 31.12.2022 439.074 121.317 105.721 20.785 6.766 693.663
31.12.2022
Anschaffungs- und Herstellungskosten 773.684 413.059 336.243 20.785 6.766 1.550.537
Kumulierte Abschreibungen 334.610 291.742 230.522 0 0 856.874
Nettobuchwert 439.074 121.317 105.721 20.785 6.766 693.663

Die folgende Tabelle zeigt die angesetzten Nutzungsrechte an Vermögenswerten, die im Rahmen eines Leasings innerhalb der Sachanlagen bilanziert sind:

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T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
31.12.2022
Nettobuchwert 87.113 5.015 23.825 115.953
Zugänge 24.005 1.965 17.993 43.963
Abschreibungen 18.949 1.309 11.829 32.087

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T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
31.12.2021
Nettobuchwert 79.115 4.416 17.547 101.078
Zugänge 24.415 363 9.458 34.236
Abschreibungen 18.234 1.161 12.940 32.335

Angaben zu den korrespondierenden Verbindlichkeiten aus Leasing finden sich auf Seite 247.

In den Zinsaufwendungen sind Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 1.629 (Vorjahr: T€ 1.756) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 3.563 (Vorjahr: T€ 2.653), Aufwendungen aus Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte in Höhe von T€ 661 (Vorjahr: T€ 314) sowie Aufwendungen für variable Leasingzahlungen in Höhe von T€ 1.536 (Vorjahr: T€ 553). Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für bilanzierte Leasingverhältnisse betragen T€ 36.304 (Vorjahr: T€ 34.428).

3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen bestehen im Wesentlichen aus Anteilen und Ausleihungen an nichtkonsolidierten Gesellschaften.

4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Zum Bilanzstichtag wurde wie im Vorjahr, ein assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

Die folgende Tabelle enthält das nach der Equity-Methode bilanzierte assoziierte Unternehmen:

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil in %
31.12.2022 31.12.2021
--- --- --- ---
Assoziierte Unternehmen
Technologisches Institut für angewandte künstliche Intelligenz GmbH Weiden 31,15 31,15

Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der aggregierten Ergebnisdaten und der aggregierten Buchwerte des at-equity bilanzierten assoziierten Unternehmens:

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T€ 2022 2021
Ergebnis nach Steuern 23 - 117
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis nach Steuern 23 - 117
Anteiliges Ergebnis nach Steuern 7 - 36
Buchwert zum 31.12. 2.364 2.357

Im Jahr 2021 wurden die Anteile an der Technologisches Institut für angewandte künstliche Intelligenz GmbH durch einen anteiligen Verkauf von 44 % auf 31,15 % reduziert.

Der in diesem Zusammenhang im Vorjahr erfasste Gewinn in Höhe von T€ 598 ergibt sich aus dem Verkaufserlös in Höhe von T€ 1.585 und dem Buchwertabgang in Höhe von T€ 987 und wurde in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Finanzergebnis als Zinsen und ähnliche Erträge dargestellt.

5 Vorräte

Die Vorräte des Krones Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2022 31.12.2021
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 394.977 281.425
Unfertige Erzeugnisse 92.990 69.747
Fertige Erzeugnisse 62.414 47.689
Handelswaren 33.280 27.084
Sonstiges 5.784 7.658
Gesamt 589.445 433.604

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt.

Die Wertminderungen der Vorräte wurden 2022 in Höhe von T€ 1.613 (Vorjahr: T€ 2.190) als Aufwand erfasst und beruhen im Wesentlichen auf den üblichen verlustfreien Bewertungen und Gängigkeitsabschlägen.

6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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T€ 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 847.235 786.302
Vertragsvermögenswerte 727.555 593.969
Sonstige Vermögenswerte 201.383 207.461

Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; dem zufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte, die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen.

Am Bilanzstichtag waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch echtes Factoring bzw. Forderungsforfaitierungen in Höhe von T€ 75.842 (Vorjahr: T€ 62.651) gemindert. Forfaitierte Exportforderungen in Höhe von T€ 5.086 (Vorjahr: T€ 6.043) werden weiterhin in voller Höhe angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken im Wesentlichen zurückbehalten wurden. Der erhaltene Kaufpreis wird in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei den Vertragsvermögenswerten entwickelte sich die Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste wie folgt:

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T€ 2022 2021
Stand am 01.01. 56.510 47.590
Veränderung Währungseffekte - 642 706
Zuführungen 10.312 12.142
Auflösungen - 10.134 - 3.928
Stand am 31.12. 56.046 56.510

In den Wertberichtigungen sind Wertminderungen von T€ 9.259 (Vorjahr: T€ 9.494) auf Vertragsvermögenswerte enthalten.

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (T€ 52.724; Vorjahr: T€ 40.850), Steuererstattungsansprüche (T€ 64.172; Vorjahr: T€ 52.802), aktive Rechnungsabgrenzung (T€ 14.175; Vorjahr: T€ 13.806) und sonstige finanzielle Vermögenswerte (T€ 39.325; Vorjahr: T€ 74.230).

Zu Marktwerten bewertete derivative Finanzinstrumente, welche für zukünftige Zahlungseingänge abgeschlossen wurden und die Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllen oder als freistehende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, waren zum Stichtag in Höhe von T€ 4.294 vorhanden (Vorjahr: T€ 2.129).

7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von T€ 674.502 (Vorjahr: T€ 383.371) bestehen neben Kassenbeständen in Höhe von T€ 160 (Vorjahr: T€ 280) im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Entwicklung der Zahlungsmittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 »Kapitalflussrechnung« bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 213 dargestellt.

8 Ertragsteuern

Die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus Ertragsteuern nach IAS 12.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2022 31.12.2021
Latente Steueraufwendungen/​Steuererträge (-) - 8.439 - 22.054
Laufende Steueraufwendungen 63.423 57.929
Gesamt 54.984 35.875

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt unverändert ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und für die Krones AG ein durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz von 336 %. Insgesamt ermittelt sich so für die inländischen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 27,6 %. Im Ausland liegen die Steuersätze wie im Vorjahr zwischen 9 % und 34 %.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2022 gliedert sich wie folgt:

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T€ Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 4.187 4.370 41.486 43.482
Sachanlagen und sonstige langfristige Vermögenswerte 3.671 3.191 11.642 10.891
Kurzfristige Vermögenswerte 17.100 21.440 30.586 33.978
Steuerliche Verlustvorträge 46.900 33.818 0 0
Langfristige Verbindlichkeiten 20.161 22.328 0 340
Kurzfristige Verbindlichkeiten 28.963 31.290 687 563
Erfolgsneutral gebildete latente Steuern 19.953 43.331 1.669 630
Zwischensumme 140.935 159.768 86.070 89.884
Saldierung (-) - 81.078 - 84.591 - 81.078 - 84.591
Gesamt 59.857 75.177 4.992 5.293

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven und passiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 19.953 (Vorjahr: T€ 43.331) und T€ 1.669 (Vorjahr: T€ 630). In den aktiven latenten Steuern ist die erfolgsneutrale Erfassung der versicherungsmathematischen Verluste nach IAS 19 in Höhe von T€ 19.132 (Vorjahr: T€ 41.646) sowie der Verluste aus Sicherungsgeschäften in Höhe von T€ 821 (Vorjahr: T€ 1.685) enthalten. Die passiven latenten Steuern umfassen die erfolgsneutrale Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne nach IAS 19 in Höhe von T€ 1.087 (Vorjahr: T€ 630) sowie der Gewinne aus Sicherungsgeschäften in Höhe von T€ 582.

Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 84.394 (Vorjahr: T€ 137.492) wurden nicht gebildet, weil eine Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht ausreichend sicher erscheint. Diese Verlustvorträge sind im Wesentlichen zeitlich unbegrenzt vortragsfähig.

Die Gesellschaften, die im laufenden Jahr oder im Vorjahr Verluste erzielt haben und deren aktive latente Steuern nicht durch passive latente Steuern gedeckt sind, haben aktive latente Steuern in Höhe von T€ 4.722 (Vorjahr: T€ 29.547) gebildet. Auf Basis von Annahmen und Einschätzungen des Managements über die zukünftige Geschäftsentwicklung, die aus den Erfahrungen der Vergangenheit und unter Einbeziehung der Sondereffekte des laufenden Geschäftsjahres entwickelt wurden, liegen für die Realisierung dieses Steueranspruchs überzeugende substanzielle Hinweise vor.

Die temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen (sog. Outside Basis Differences), für die zum Bilanzstichtag keine latenten Steuerschulden bilanziert wurden, belaufen sich auf insgesamt T€ 526.571 (Vorjahr: T€ 469.407).

Der ausgewiesene Steueraufwand im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von T€ 54.984 ist um T€ 11.826 niedriger als der erwartete Steueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 27,6 % auf Konzernebene ergeben würde. Der Unterschied ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

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T€ 2022 2021
Ergebnis vor Steuern 242.065 177.760
Steuersatz der Krones ac (Muttergesellschaft) 27,60 % 27,60 %
Erwarteter (theoretischer) Steuerertrag (-) /​ Steueraufwand (+) 66.810 48.924
Anpassung aufgrund der Differenz zwischen dem lokalen Steuersatz und dem Steuersatz der Krones ac - 4.058 - 4.927
Steuerminderungen aufgrund von steuerfreien Erträgen - 2.899 - 2.489
Laufende steuerliche Verluste, für die keine latenten Steuern aktiviert wurden 584 32
Steueraufwanderhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 13.759 10.305
Steuereffekt aus Wertberichtigung von latenten Steuern aus Verlustvorträgen (+) /​Steuereffekt aus bisher nicht realisierten latenten Steuern aus Verlustvorträgen - 16.359 - 14.161
Steuerertrag (-) /​ Steueraufwand (+) für Vorjahre - 2.239 - 1.991
Steuereffekt aus bisher nicht realisierten, abzugsfähigen temporären Differenzen - 566 253
Sonstiges - 48 - 71
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 54.984 35.875

9 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Krones AG beträgt zum 31. Dezember 2022 wie im Vorjahr € 40.000.000,00. Es ist eingeteilt in 31.593.072 Stück zu einem rechnerischen Nennwert von je € 1,27 auf den Inhaber lautende Stammaktien. Zum Stichtag befanden sich 31.593.072 Aktien im Umlauf (Vorjahr: 31.593.072). Zum 31. Dezember 2022 befanden sich wie im Vorjahr keine eigenen Anteile im Bestand.

Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Beschlusses zu erwerben.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden.

Die Ermächtigung wurde mit Beschlussfassung durch die Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 12. Juni 2023.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen, um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des genehmigten Kapitals entsprechend anzupassen.

Die Summe der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen (ohne Dividende) beträgt im Berichtsjahr T€ 71.986 (Vorjahr: T€ 49.504) und setzt sich neben den Veränderungen der Währungsdifferenzen und der Cashflow Hedges aus der Erfassung der versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionen in den sonstigen Rücklagen zusammen. Zusätzlich veränderte sich das Eigenkapital durch die Ergebniszuweisung an Anteile anderer Gesellschafter um T€ 56 (Vorjahr: T€ 20). Die Summe der ergebnisneutralen und ergebniswirksamen Eigenkapitalveränderungen beträgt T€ 259.067 (Vorjahr: T€ 190.890).

Für das Geschäftsjahr 2021 wurde von der Krones AG eine Dividende von 1,40 € pro Aktie (Vorjahr: 0,06 € pro Aktie) beschlossen und 2022 ausbezahlt. Dies entspricht einem Auszahlungsbetrag von T€ 44.230 (Vorjahr: T€ 1.896).

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für Krones eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Hierfür wird das Kapital regelmäßig auf Basis der Kennzahl Eigenkapitalquote überwacht und gesteuert. Um die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen, schüttet Krones grundsätzlich 25 % bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktionäre aus.

10 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 141.724 (Vorjahr T€ 141.724). In der Kapitalrücklage sind neben den Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGBauch Zahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGBin Höhe von T€ 37.848 enthalten.

11 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 51.

Die anderen Gewinnrücklagen enthalten unter anderem die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2004 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS zum 1. Januar 2004. Weiterhin sind die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 zum 1. Januar 2018 enthalten.

12 Sonstige Rücklagen

Die unter den sonstigen Rücklagen ausgewiesenen Währungsdifferenzen enthalten erfolgsneutrale Währungsumrechnungen von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften. Die Veränderung der sonstigen Rücklage ist der Entwicklung des Konzerneigenkapitals zu entnehmen.

Die sonstigen Rücklagen haben sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt entwickelt:

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T€ Rücklage für Pensionsverpflichtungen Rücklage für Cashflow Hedges Rücklage für Währungsdifferenzen Sonstige Summe
Stand 31.12.2020 - 129.176 3.645 - 86.983 - 804 - 213.318
Änderung im Konsolidierungskreis 27 0 0 0 27
Bewertungsänderung 29.419 - 10.391 36.049 0 55.077
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition - 8.091 2.518 0 0 - 5.573
Stand 31.12.2021 - 107.821 - 4.228 - 50.934 - 804 - 163.787
Änderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Bewertungsänderung 83.228 5.056 8.119 0 96.403
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition - 22.971 - 1.446 0 0 - 24.417
Stand 31.12.2022 - 47.564 - 618 - 42.815 - 804 - 91.801

In den Bewertungsänderungen von Cashflow-Hedges sind Zuführungen in Höhe von T€ - 618 (Vorjahr: - 4.228) und erfolgswirksame Reklassifizierungen in Höhe von T€ - 4.228 (Vorjahr: T€ 3.645) nach Steuern enthalten.

13 Anteile anderer Gesellschafter

Im Geschäftsjahr 2022 waren Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von T€ - 501 (Vorjahr: T€ - 557) vorhanden.

Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. der Veränderung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten des Krones Konzerns im Geschäftsjahr 2022 sowie im Vorjahr ist in der Eigenkapitalentwicklung auf Seite 214 dargestellt.

14 Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen für berechtigte aktive und ehemalige Beschäftigte der Gesellschaften des Krones Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter basieren.

Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Contribution Plans«) geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Beitragszahlungen sind als Personalaufwand im laufenden Jahr erfasst.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Benefit Plans«) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Beschäftigte zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen, sog. »Defined Benefit Obligation«) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Hierbei sind neben den Annahmen zur Lebenserwartung, basierend auf der Heubeck'schen Richttafel 2018G, folgende Konzerndurchschnittswerte als Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

Grundlage für die Pensionsrückstellung in Deutschland ist die Versorgungsordnung vom 31. Dezember 1982, welche mittlerweile geschlossen ist. Diese sieht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten vor. Altersgrenze ist bei Männern das vollendete 63., bei Frauen das vollendete 60. Lebensjahr. Die Altersrente beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 1 % (ab 1. Januar 1983 0,5 %) des rentenfähigen Arbeitsverdienstes, maximal aber 25 %.

Bemessungsgrundlage für die Invaliden- bzw. Witwenrente (50 % der Altersrente) ist die bis zur Altersgrenze erreichbare Altersrente, wobei als Invalidenrente nur der Teil gewährt wird, der dem Verhältnis der erreichten zur erreichbaren Dienstzeit entspricht. Feststellungszeitpunkt für den rentenfähigen Arbeitsverdienst ist der 31. Dezember 1982. Für Neuzugänge nach diesem Datum gilt eine feststehende Tabelle. Die einzelnen Regelungen basieren auf individuellen vertraglichen Vereinbarungen.

Es bestehen in Deutschland und in anderen Ländern weitere unwesentliche Versorgungspläne. Auf eine detaillierte Beschreibung kann daher verzichtet werden.

Sowohl die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen als auch das Planvermögen können im Zeitablauf Schwankungen unterliegen. Dadurch kann der Finanzierungsstatus negativ oder positiv beeinflusst werden. Die Schwankungen bei den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen resultieren im Krones Konzern insbesondere aus der Änderung von finanziellen Annahmen wie den Abzinsungsfaktoren und dem Anstieg der Lebenshaltungskosten; aber auch aus der Änderung demografischer Annahmen wie einer veränderten Lebenserwartung.

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in % Konzerndurchschnitt
2022 2021
--- --- ---
Abzinsungsfaktor 3,9 1,3
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rententrend 2,4 2,0

Zur Ableitung der jeweiligen Diskontierungssätze wird auf die für das Ende des Geschäftsjahres von der Heubeck ag, der Mercer Deutschland GmbH, TowersWatson und AON Hewitt veröffentlichten Zinsempfehlungen für Zinssätze zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen zurückgegriffen. Basierend auf diesen Werten, welche auf der Grundlage von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen erstellt wurden, wird ein Zinssatz ermittelt, der die voraussichtlichen Auszahlungen der Leistungen widerspiegelt.

Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren in die leistungsorientierte Verpflichtung eingezahlt.

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T€ 2022
Innerhalb der nächsten 12 Monate 7.243
Zwischen 2 und 5 Jahren 31.365
Zwischen 5 und 10 Jahren 46.043

Die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtung beträgt 15 Jahre (Vorjahr: 19 Jahre).

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Gesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung kein Gehaltstrend berücksichtigt.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein können. Der Nettowert der Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2020
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungszusagen 156.944 232.164 252.965
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 37.683 49.082 54.406
Barwert der Versorgungszusagen (Bruttoverpflichtungen) 194.627 281.246 307.371
Zeitwert des Planvermögens - 28.043 - 30.090 - 25.958
Bilanzwert zum 31. Dezember (Nettoverpflichtungen) 166.584 251.156 281.412

Die Pensionsrückstellungen zum Stichtag entfallen mit T€ 156.339 (Vorjahr: T€ 237.844) zum überwiegenden Teil auf die Krones AG. Die versicherungsmathematischen Gewinne/​Verluste aus Änderung der finanziellen Annahmen betragen T€ 81.387 (Vorjahr T€ 26.172). Die erfahrungsbedingten Anpassungen betragen T€ 279 (Vorjahr T€ - 466); die Anpassungen aufgrund der Veränderung der demografischen Annahmen betragen T€ 0 (Vorjahr: T€ 0).

Die Zusammensetzung der Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 5.079 (Vorjahr: T€ 3.585) stellt sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2020
Dienstzeitaufwand der Periode 1.708 1.207 692
Zinsaufwand 3.773 2.667 3.521
erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen - 363 - 261 - 435
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Plankürzungen - 39 - 28 0
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 5.079 3.585 3.778

Die Überleitungen des Barwertes leistungsorientierter Verpflichtungen mit T€ 194.627 (Vorjahr: T€ 281.246) und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens mit T€ 28.043 (Vorjahr: T€ 30.090), sowie deren Saldo stellen sich wie folgt dar:

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T€ Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt
Stand 1. Januar 2021 307.371 - 25.958 281.412
Konsolidierter Zugang 1.936 - 1.614 322
Dienstzeitaufwand der Periode 1.207 0 1.207
Zinsaufwand (+) /​ Zinsertrag (-) 2.667 - 261 2.406
Versicherungsmathematische Gewinne/​Verluste - 25.469 - 3.950 - 29.419
Einzahlungen des Arbeitgebers 0 - 884 - 884
Gezahlte Versorgungsleistungen - 6.831 2.650 - 4.181
Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 223 0 223
Währungsdifferenzen 142 - 73 69
Stand 31. Dezember 2021 281.246 - 30.090 251.156

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T€ Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt
Stand 1. Januar 2022 281.246 - 30.090 251.156
Konsolidierter Zugang 0 0 0
Dienstzeitaufwand der Periode 1.708 0 1.708
Zinsaufwand (+) /​ Zinsertrag (-) 3.773 - 363 3.410
Versicherungsmathematische Gewinne/​Verluste - 84.294 1.066 - 83.228
Einzahlungen des Arbeitgebers 0 - 1.544 - 1.544
Gezahlte Versorgungsleistungen - 7.573 2.990 - 4.583
Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 399 0 - 399
Währungsdifferenzen 166 - 102 64
Stand 31. Dezember 2022 194.627 - 28.043 166.584

Die versicherungsmathematischen Gewinne/​Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Für die Verwaltung und Steuerung eines Teils des Planvermögens ist der Krones Unterstützungs-Fonds e. V. verantwortlich. Die Krones AG ist das Trägerunternehmen dieses Vereins. Für die Verwaltung und Steuerung eines anderen Teils des Planvermögens ist die Allianz Global Investor als Rückdeckungsversicherer verantwortlich.

Der Zeitwert des Planvermögens betrug am 31. Dezember 2022 28,0 Mio. € (Vorjahr: 30,1 Mio. €). Dabei entfallen 28,0 Mio. € (Vorjahr: 27,8 Mio. €) auf Rückdeckungsversicherungen. Das restliche Planvermögen entfällt im Wesentlichen auf den Krones Unterstützungs-Fonds e. V. mit Sitz in Neutraubling. Das Fondsvermögen ist in einem von der Allianz Gi verwalteten Spezialfonds angelegt und wird aktiv gemanagt. Die zulässigen Instrumente sind in den Anlagerichtlinien erfasst.

Die Anlagestrategie ist defensiv ausgerichtet. Am 31. Dezember 2022 war der agI-Fonds zu 46,9 % in Staatsanleihen, zu 12,9 % in Pfandbriefen und zu 20,4 % in Unternehmensanleihen mit Investment Grade investiert. 3,0 % wurden als Kasse gehalten. Zusätzlich waren im Wesentlichen Aktienfonds enthalten. Die aktive Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt durch den Einsatz von Zinsfutures; die Duration des Investitionsvolumens liegt bei 1,72 Jahren. Steuerung des Währungsrisikos: es werden keine direkten Währungsanlagen getätigt. Das Gesamtrating des Fondsvermögens ist AA-. Das Planvermögen der Krones AG ist zu 100 % aus der Rückdeckungsversicherung der Allianz abgesichert.

Die erwarteten Beiträge in das Planvermögen betragen 2023 T€ 743.

Die erwarteten Rentenzahlungen in 2023, die aus dem Planvermögen vorgenommen werden, betragen T€ 2.606.

Für beitragsorientierte Versorgungspläne (Beiträge zur Rentenversicherung) wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Arbeitgeberanteil von T€ 55.700 (Vorjahr: T€ 53.433) aufgewendet.

Die Sensitivitäten der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen betragen:

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Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung der Annahme Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
--- --- --- ---
Rechnungszins 0,50 % Verminderung um 6,8 % Erhöhung um 7,7 %
Rententrend 0,50 % Erhöhung um 5,7 % Verminderung um 5,3 %
Lebenserwartung 1 Jahr Erhöhung um 3,3 % Verminderung um 2,9 %

Die vorstehende Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieses in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden.

15 Sonstige Rückstellungen

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T€ 01.01.2022 Konsolidierter Zugang Verbrauch Auflösung Aufzinsung/​ Änderung des Zinssatzes Zuführung
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 65.112 - 17 8.239 776 - 3.423 22.282
Drohverlustrückstellung 33.286 0 25.361 4.108 0 34.424
Gewährleistungsrückstellung 70.180 201 14.862 6.522 - 26 21.960
Sonstige übrige Rückstellungen 74.764 330 27.775 13.429 26 23.605
Gesamt 243.342 514 76.237 24.835 - 3.423 102.271

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T€ Währungsdifferenzen 31.12.2022 fällig innerhalb 1 Jahr
Verpflichtungen aus dem Personalbereich - 142 74.797 17.550
Drohverlustrückstellung 270 38.511 38.242
Gewährleistungsrückstellung - 156 70.775 58.643
Sonstige übrige Rückstellungen 646 58.167 47.510
Gesamt 618 242.250 161.945

In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind im Wesentlichen langfristige Verpflichtungen für die Altersteilzeit enthalten. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich ist ein Zinseffekt von T€-3.423 (Vorjahr: T€ 544) enthalten.

Die Drohverlustrückstellungen beziehen sich auf drohende Verluste, die auf Kundenverträge zurückgehen. Sobald ein drohender Verlust festgestellt wird, wird dieser sofort in seiner erwarteten Höhe angesetzt.

Die Gewährleistungsrückstellungen beziehen sich auf das Projektgeschäft und repräsentieren die erwarteten Kosten aus den jeweiligen Kundenaufträgen. Die Schätzungen für die Verpflichtungen aus dem Projektgeschäft beruhen auf den Erfahrungen der letzten Geschäftsjahre und haben in der Regel eine Vertragslaufzeit zwischen einem und zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Abnahme. Krones erwartet, den überwiegenden Teil der Rückstellungen für Gewährleistungen damit innerhalb der nächsten zwei Jahre zu begleichen.

Unter den sonstigen übrigen Verpflichtungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Schadensersatz und Prozesskosten enthalten. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit Zinssätzen zwischen 0,4 % und 3,9 % abgezinst.

16 Verpflichtungen

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 5.000 0 5.000
Vertragsverbindlichkeiten 901.447 0 0 901.447
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 684.189 0 0 684.189
Sonstige Finanzverpflichtungen 14.830 26.854 0 41.684
Verbindlichkeiten aus Leasing 23.846 61.912 20.171 105.929
Sonstige Verpflichtungen * 391.929 4.224 0 396.153
Gesamt 2.016.241 97.990 20.171 2.134.402

* In den sonstigen Verpflichtungen sind finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 123.364 enthalten.

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2021
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 5.098 0 5.098
Vertragsverbindlichkeiten 600.236 0 0 600.236
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 515.141 0 0 515.141
Sonstige Finanzverpflichtungen 13.361 11.902 0 25.263
Verbindlichkeiten aus Leasing 29.626 51.242 16.556 97.424
Sonstige Verpflichtungen * 319.948 9.849 0 329.797
Gesamt 1.478.312 78.091 16.556 1.572.959

* In den sonstigen Verpflichtungen sind finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 84.266 enthalten.

Zur Unterstützung der Lieferantenfinanzierung nutzt Krones ein sogenanntes Supplier-Finance-Programm. Der Konzern hat die ursprünglichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nicht ausgebucht, da weder eine rechtliche Befreiung erlangt wurde noch die Verbindlichkeit wesentlich verändert wurde. Aus Konzernsicht werden durch die Vereinbarung die Zahlungsfristen nicht wesentlich verändert. Für den Konzern fallen keine zusätzlichen Zinsen und Kosten für die Lieferantenverbindlichkeiten an. Daher werden diese Beträge weiter unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, da Wesen und die Funktion dieser Verbindlichkeiten den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen. Zum 31.12.2022 enthalten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Supplier-Finance-Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 123.068 (Vorjahr: T€ 81.147).

Hierbei werden offene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bereits vor Fälligkeit durch ein Kreditinstitut an den Lieferanten ausgeglichen. Innerhalb des Programms bleibt die ursprüngliche Verbindlichkeit gegenüber den Lieferanten aufgrund eines unveränderten Schuldeingeständnisses inhaltlich unberührt und wird als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Inanspruchnahme laufender Kreditlinien, unbesichert) verzinsten sich im Geschäftsjahr mit durchschnittlich 0,60 % (Vorjahr: 0,03 %).

Überleitung der Bewegungen der Verbindlichkeiten auf die Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit

Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus Leasing durch zahlungswirksame und nicht zahlungswirksame Veränderungen an.

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T€ 31.12.21 Übrige Veränderungen zahlungswirksame Veränderung nicht zahlungswirksam Veränderung durch Akquisitionen 31.12.22
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.098 - 98 5.000
Verbindlichkeiten aus Leasing 97.424 41.398 - 35.458 2.565 105.929
Gesamt 102.522 41.397 - 35.556 2.566 110.929

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T€ 31.12.20 Übrige Veränderungen zahlungswirksame Veränderung nicht zahlungswirksam Veränderung durch Akquisitionen 31.12.21
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.064 - 26.966 5.098
Verbindlichkeiten aus Leasing 95.217 34.236 - 32.029 97.424
Gesamt 127.281 34.236 - 58.995 102.522

Die übrigen Veränderungen enthalten im Wesentlichen Zugänge aus neu abgeschlossenen Leasingverhältnissen.

In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind nach IFRS 9 nicht ausgebuchte Forderungen, Put-/​Call-Optionen und Earn-out Verpflichtungen enthalten. Die nach IFRS 9 nicht ausgebuchten Forderungen werden in Höhe von T€ 5.086 (Vorjahr: T€ 6.043) auch als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Die sonstigen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Steuern 45.783 176 0 45.959
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 12.432 0 0 12.432
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 29.193 1.075 0 30.268
Abgegrenzte Schulden 253.603 0 0 253.603
Sonstige 50.918 2.973 0 53.891
Gesamt 391.929 4.224 0 396.153

Die sonstigen übrigen Verpflichtungen beinhalten Verbindlichkeiten aus Abfindungen in Höhe von T€ 7.477 (Vorjahr: T€ 21.883).

Die abgegrenzten Schulden in Höhe von T€ 253.603 (Vorjahr: T€ 201.794) stellen Verpflichtungen dar, die eine deutlich geringere Unsicherheit bzgl. ihrer Höhe und Fälligkeit besitzen, als dies bei Rückstellungen der Fall ist. Sie beinhalten als wesentliche Positionen ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen für Gleitzeitguthaben und Urlaubsrückstände sowie für Erfolgsbeteiligungen.

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2021
Verbindlichkeiten aus Steuern 36.867 145 0 37.012
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.487 0 0 8.487
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 23.040 1.393 0 24.433
Abgegrenzte Schulden 201.794 0 0 201.794
Sonstige 49.760 8.311 0 58.071
Gesamt 319.948 9.849 0 329.797

17 Eventualverpflichtungen

Es bestehen im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Eventualverpflichtungen.

18 Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Die derivativen Finanzinstrumente des Krones Konzerns decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des US-Dollars, des kanadischen Dollars, des chinesischen Renminbi Yuan sowie des britischen Pfunds ab. Die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente stellen sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

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T€ 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Nominalwert Nominalwert Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Währungssicherung
Devisentermingeschäfte 104.767 86.100 4.294 2.129
davon Hedge Accounting 62.843 15.021 2.846 170
Finanzielle Verbindlichkeiten
Währungssicherung
Devisentermingeschäfte 554.377 364.502 9.926 7.397
davon Hedge Accounting 346.211 266.667 4.763 6.654

Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge unter Verwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren. Diese Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert.

Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Die dargestellten Cashflow Hedges sind grundsätzlich effektiv.

Der Nettoverlust aus Derivaten beträgt im Berichtsjahr T€ 14.334 (Vorjahr: Nettogewinn: T€ 5.958). Die deutschen Rahmenverträge und die ISDA-Vereinbarungen erfüllen nicht die Kriterien für eine Saldierungspflicht in der Konzern-Bilanz. Dies liegt daran, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge besteht. Das Recht auf Saldierung ist nur bei Eintritt künftiger Ereignisse, wie z. B. der Insolvenz einer Vertragspartei, durchsetzbar. Es bestehen ebenfalls keine Aufrechnungsmöglichkeiten bei direkt von Tochterunternehmen der Krones Gruppe abgeschlossenen Sicherungsgeschäften.

Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die diesen Vereinbarungen unterliegen, dar:

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T€ 31.12.2022 31.12.2021
Finanzielle Vermögenswerte
Bruttowerte der finanziellen Vermögenswerte 2.292.553 1.840.405
Werte, die gemäß IAS 32.42 saldiert werden 0 0
Nettowerte der finanziellen Vermögenswerte 2.292.553 1.840.405
Werte mit Globalnettingvereinbarung
Derivate - 1.330 - 483
Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte 2.291.223 1.839.922
Finanzielle Verbindlichkeiten
Bruttowerte der finanziellen Verbindlichkeiten 960.166 727.192
Werte, die gemäß IAS 32.42 saldiert werden 0 0
Nettowerte der finanziellen Verbindlichkeiten 960.166 727.192
Werte mit Globalnettingvereinbarung 0 0
Derivate - 1.330 - 483
Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten 958.836 726.709

In der nachfolgenden Tabelle sind die Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt und Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in die Bewertungshierarchie eingeordnet.

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31.12.2022 Bewertung nach IFRS 9
in T€ Buchwert 31.12.2022 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7 Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
--- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen 18.605 3.936 3.936
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 847.235 847.235 847.235
Vertragsvermögenswerte 727.555 727.555 727.555
Sonstige Vermögenswerte 201.383 39.325 35.031 1.467
davon Derivate 4.294 4.294 1.467
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 674.502 674.502 674.502
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000 5.000 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 684.189 684.189 684.189
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 147.613 147.613 6.010 35.674
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 396.153 123.364 113.438 5.163
davon Derivate 9.926 9.926 5.163

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31.12.2022 Bewertung nach IFRS 9
in T€ Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) Bewertung nach IFRS 16
--- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 2.827
davon Derivate 2.827
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 105.929
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 4.763
davon Derivate 4.763

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31.12.2022 Bewertungshierarchie
in T€ Level 1 Level 2 Level 3
--- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 4.294
davon Derivate 4.294
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 35.674
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 9.926
davon Derivate 9.926

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31.12.2021 Bewertung nach IFRS 9
in T€ Buchwert 31.12.2021 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7 Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
--- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen 28.846 2.533 2.533
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 786.302 786.302 786.302
Vertragsvermögenswerte 593.969 593.969 593.969
Sonstige Vermögenswerte 207.461 74.230 72.101 1.959
davon Derivate 2.129 2.129 1.959
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 383.371 383.371 383.371
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.098 5.098 5.098
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 515.141 515.141 515.141
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 122.687 122.687 6.284 18.980
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 329.797 84.266 76.868 804
davon Derivate 7.397 7.397 804

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31.12.2021 Bewertung nach IFRS 9
in T€ Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) Bewertung nach IFRS 16
--- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 170
davon Derivate 170
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 97.424
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 6.593
davon Derivate 6.593

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31.12.2021 Bewertungshierarchie
in T€ Level 1 Level 2 Level 3
--- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 2.129
davon Derivate 2.129
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 18.980
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 7.397
davon Derivate 7.397

Die Entwicklung der in Level 3 eingestuften und zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:

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in T€ 2022 2021
Nettobuchwert am 01.01. 18.980 29.488
Zugänge durch Akquisition 24.756 0
Veränderungen - 8.062 - 10.508
(davon Währungseffekte) 10 80
(davon Auszahlungen) - 7.112 - 10.150
Nettobuchwert am 31.12. 35.674 18.980

Sonstige Veränderungen fanden nicht statt. Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten neben bedingten Kaufpreisbestandteilen kombinierte Put-Call-Optionen aus Unternehmenserwerben. Diese werden unter den sonstigen Finanzverpflichtungen ausgewiesen und wurden unter Berücksichtigung vertraglicher Vereinbarungen auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Markt- und Unternehmensdaten bewertet.

Der beizulegende Zeitwert der Put-/​Call-Option der Systems Logistics wurde anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Die geschätzte Bandbreite der nicht diskontierten Ausübungspreise beträgt zum Bilanzstichtag zwischen T€ 11.000 und T€ 13.000. Ausgehend davon beträgt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag T€ 10.586.

Der beizulegende Zeitwert mehrerer bedingter Kaufpreiszahlungen in einer Gesamthöhe von T€ 13.039 der R+D Custom Automation wurde anhand einer wahrscheinlichkeitsgewichteten Erwartungswertmethode bewertet; die geschätzte Bandbreite der nicht diskontierten zu leistenden Zahlungen beträgt zwischen T€ 0 und T€ 14.050. Inputfaktoren sind insbesondere die erwarteten Umsatzerlöse sowie der Diskontierungszins. Der beizulegende Zeitwert einer weiteren bedingten Kaufpreiszahlung in Höhe von T€ 1.873 der R+D Custom Automation wurde anhand einer Monte-Carlo-Simulation bewertet. Die geschätzte Bandbreite der nicht diskontierten zu leistenden Zahlung beträgt zum Bilanzstichtag zwischen T€ 0 und T€ 28.100. Inputfaktoren sind insbesondere die erwarteten Ergebnisse sowie der Diskontierungszins. Der beizulegende Zeitwert der Put-/​Call-Option der r.d. Custom Automation wurde anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Die geschätzte Bandbreite, der nicht diskontierten Ausübungspreise beträgt zum Bilanzstichtag zwischen T€ 0 und T€ 37.467. Ausgehend davon beträgt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag T€ 9.844.

Umgruppierungen zwischen den einzelnen Stufen haben nicht stattgefunden.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Forderungen stellt sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:

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in T€ davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Buchwert davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig bis zu 90 Tagen zwischen 90 und 180 Tagen zwischen 180 und 360 Tagen
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.574.790 1.438.483 88.496 24.522 21.701
31.12.2021 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.380.271 1.239.730 99.696 23.400 14.298

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in T€ davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
über 360 Tagen
--- ---
31.12.2022 1.588
31.12.2021 3.147

Das Ausfallrisiko, dem der Konzern aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten ausgesetzt ist, hängt maßgeblich von der Bonität des Kunden ab.

Das Krones Management hat einen Prozess implementiert, bei dem jeder Kunde auf Basis von externen Daten, wie beispielsweise Ratings, oder internen Daten, wie bspw. Zahlungsverhalten und Fälligkeit der Forderungen, hinsichtlich seiner Kreditwürdigkeit beurteilt wird.

Die finale Bewertung erfolgt auf Basis von Kundengruppen, sowie nach der Einordnung des Kunden in eine von fünf Risikokategorien A - E je Überfälligkeit der Forderungen.

Für jede Risikokategorie wird auf Basis von aussagekräftigen Daten eine erwartete Ausfallquote ermittelt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Bruttobuchwerte sowie die erwarteten Verluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte:

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Ratingbasiert zum 31.12.2022 Bruttobuchwert

in T€
Durchschnittliche Verlustrate Wertberichtigung

in T€
Key Accounts 448.397 0,17 % 696
Großkunden 813.233 1,48 % 10.316
Gesamt 1.261.630 11.012

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Ratingbasiert zum 31.12.2021 Bruttobuchwert

in T€
Durchschnittliche Verlustrate Wertberichtigung

in T€
Key Accounts 391.044 0,19 % 664
Großkunden 596.295 1,43 % 7.405
Gesamt 987.338 8.069

Indikatoren für eine beeinträchtigte Bonität von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten sind beispielsweise signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Kunden.

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Kategorie
31.12.2022 A B C D E Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Durchschnittliche Verlustrate in % 0,79 % 0,69 % 5,26 % 10,82 % 13,15 %
Bruttobuchwert in T€ 288.491 41.586 5.751 11.840 21.538 369.206
Wertberichtigung in T€ 2.266 287 303 1.281 2.833 6.970

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Kategorie
31.12.2021 A B C D E Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Durchschnittliche Verlustrate in % 0,84 % 0,74 % 6,99 % 12,17 % 17,73 %
Bruttobuchwert in T€ 360.362 44.243 10.204 6.761 27.873 449.443
Wertberichtigung in T€ 3.036 325 713 823 4.940 9.837

Darüber hinaus bestehen für uneinbringliche Forderungen Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 38.063 (Vorjahr: T€ 38.601).

Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

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in T€ Buchwert Cashflow 2023 Cashflow 2024 - 2027 Cashflow nach 2027
31.12.2022 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 9.926 0 9.320 0 606 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 5.000 30 0 52 5.000 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 684.189 0 684.189 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 105.929 401 23.846 2.198 61.912 1.107
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 155.122 0 126.348 0 28.774 0
960.166 431 843.703 2.250 96.292 1.107

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in T€ Cashflow nach 2027
Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 20.171
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
20.171

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in T€ Buchwert Cashflow 2022 Cashflow 2023 - 2026 Cashflow nach 2026
31.12.2021 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 7.397 0 7.397 0 0 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 5.098 42 0 82 5.098 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 515.141 0 515.141 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 97.424 262 29.626 1.736 51.242 1.202
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 96.090 0 83.181 0 12.909 0
721.150 304 635.345 1.818 69.249 1.202

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in T€ Cashflow nach 2026
Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 16.556
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
16.556

Sensitivität Währungen

Eine Veränderung des Stichtagskurses um + 10 % in Bezug der Fremdwährung zum Euro (Mengennotierung) würde folgende Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern bzw. auf andere Eigenkapitalbestandteile haben:

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31.12.2022

in T€
Währung

USD
Währung CAD Währung CNY Währung

GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 15.134 - 9 118 629
Konzerneigenkapital 21.011 1.480 4.386 10

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31.12.2021

in T€
Währung uSD Währung CAD Währung CNY Währung

GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 4.955 304 - 309 244
Konzerneigenkapital 10.941 787 2.067 206

Erläuterung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

19 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Krones Konzerns in Höhe von T€ 4.209.339 (Vorjahr: T€ 3.634.456) sind erfasste Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Die Erlöse aus Verträgen mit Kunden teilen sich wie folgt nach Segmenten und nach Rechnungsempfänger in geografischen Regionen auf.

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T€ 2022 2021
Abfüll- und Verpackungstechnologie Prozesstechnologie Intralogistik Abfüll- und Verpackungstechnologie
--- --- --- --- ---
Deutschland 318.353 75.040 30.573 288.295
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 296.291 9.604 4.096 228.033
Westeuropa 474.480 58.339 129.810 376.337
Mittlerer Osten/​Afrika 436.271 49.562 249 383.807
Osteuropa 150.290 10.734 24.562 120.510
Russland, Zentralasien (gus) 45.572 4.041 549 81.545
Asien/​Pazifik 394.406 53.374 19.592 337.690
China 332.397 11.556 970 318.093
Nord- und Mittelamerika 755.546 65.939 98.626 618.020
Südamerika/​Mexiko 293.710 29.310 35.497 293.267
Gesamt 3.497.316 367.499 344.524 3.045.598

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| T€ | 2021 |
| --- | --- | --- |
| | Prozesstechnologie | Intralogistik |
| --- | --- | --- |
| Deutschland | 38.277 | 48.953 |
| Mitteleuropa (ohne Deutschland) | 11.329 | 3.675 |
| Westeuropa | 33.689 | 107.869 |
| Mittlerer Osten/​Afrika | 37.500 | 574 |
| Osteuropa | 5.143 | 15.247 |
| Russland, Zentralasien (gus) | 15.642 | 115 |
| Asien/​Pazifik | 49.952 | 20.746 |
| China | 53.901 | 3.546 |
| Nord- und Mittelamerika | 57.906 | 88.298 |
| Südamerika/​Mexiko | 11.245 | 3.251 |
| Gesamt | 296.584 | 292.274 |

Die Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten des Konzerns haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

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T€ 31.12.2022 31.12.2021
Vertragsvermögenswerte 727.555 593.969
Vertragsverbindlichkeiten 901.447 600.236

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Erlöse in Höhe von T€ 600.236 (Vorjahr: T€ 405.094) erfasst, welche zu Beginn der Berichtsperiode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten erfasst waren.

Die Erhöhung der Vertragsvermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Anarbeitungsvolumen. Die Erhöhung der Vertragsverbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Vorauszahlungen von Kunden.

Der Transaktionspreis, der den zum Ende der Berichtsperiode nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet wird, beträgt T€ 36.756 (Vorjahr: T€ 35.469). Krones wird diese im Wesentlichen innerhalb der nächsten 36 Monate als Erlös erfassen. Die Angaben gem. IFRS 15.120 unterbleiben für Leistungsverpflichtungen mit einer erwarteten ursprünglichen Laufzeit von maximal einem Jahr.

In dem Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie werden die Umsätze überwiegend zeitraumbezogen realisiert, in den Segmenten Prozesstechnologie und Intralogistik werden die Umsätze nahezu vollständig zeitraumbezogen realisiert.

20 Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten und aktivierte Eigenleistungen des Sachanlagevermögens im Zusammenhang mit dem Produktionsstandort Neutraubling.

Bzgl. der nach IAS 38 aktivierten Entwicklungskosten sei auf die Anmerkungen bei den immateriellen Vermögenswerten verwiesen.

21 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 165.039 (Vorjahr: T€ 161.762) bestehen neben den als periodenfremd zu bezeichnenden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter (T€ 10.288; Vorjahr: T€ 37.421), Gewinne aus Anlagenabgang (T€ 1.716; Vorjahr: T€ 480) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte (T€ 10.134; Vorjahr: T€ 3.928) im Wesentlichen aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von T€ 108.585 (Vorjahr: T€ 68.971). Dem standen im sonstigen betrieblichen Aufwand Zuführungen zu Wertberichtigungen (T€ 10.312; Vorjahr: T€ 12.142) und Fremdwährungsverluste in Höhe von T€ 130.841 (Vorjahr: T€ 75.279) gegenüber.

22 Materialaufwand

Der Materialaufwand teilt sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 1.610.862 (Vorjahr: T€ 1.373.216) und Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 502.983 (Vorjahr: T€ 434.201) auf.

23 Personalaufwand

Innerhalb des Krones Konzerns waren im Jahresdurchschnitt 16.222 Personen (Vorjahr: 15.778) inkl. Auszubildende (480; Vorjahr: 511) beschäftigt. Die Belegschaft im Krones Konzern setzt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:

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2022 2021
Außertarifliche Mitarbeiterinnen 2.699 2.673
Tarifmitarbeiter*innen 13.523 13.105
Gesamt 16.222 15.778

2022 wurden vom Arbeitgeber zu tragende Aufwendungen zur Sozialversicherung in Höhe von T€ 1.035 (Vorjahr: T€ 89) von der Bundesanstalt für Arbeit erstattet. Die Erstattungsbeträge wurden mit dem Personalaufwand verrechnet.

24 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem neben den periodenfremden Verlusten aus Anlagenabgang in Höhe von T€ 483 (Vorjahr: T€ 457), Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte (T€ 10.312; Vorjahr: T€ 12.142) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 8.302 (Vorjahr: T€ 6.895) vor allem Frachtkosten (T€ 156.203; Vorjahr: T€ 129.994), Reisekosten (T€ 114.811; Vorjahr: T€ 90.567), Fremdwährungsverluste (T€ 130.841; Vorjahr: T€ 75.279), Miete und Reinigungskosten (T€ 6.962; Vorjahr: T€ 5.492) und Wartungskosten (T€ 43.643; Vorjahr: T€ 35.249) enthalten.

25 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis in Höhe von T€ 11.659 (Vorjahr: T€ 6.362) setzt sich wie folgt zusammen:

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T€ 2022 2021
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0 0
Zinsen und ähnliche Erträge 11.956 9.891
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 3.356 - 5.525
Zinsergebnis 8.600 4.366
Erträge aus Beteiligungen 3.052 2.033
Gewinne und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen die nach der Equity Methode bilanziert werden 7 - 36
Finanzergebnis 11.659 6.362

Das Finanzergebnis enthält Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von T€ 11.956 (Vorjahr: T€ 9.891) sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 3.356 (Vorjahr: T€ 5.525). Im Geschäftsjahr sind Erträge aus Beteiligungen an nicht konsolidierten Gesellschaften in Höhe von T€ 3.052 enthalten (Vorjahr: T€ 2.033). In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Verminderungen von Put-Options- und Earn-Out-Verpflichtungen in Höhe von T€ 960 (Vorjahr: T€ -) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind die Zinsen auf Leasingverbindlichkeiten von T€ 1.629 (Vorjahr: T€ 1.756) sowie die Erhöhung von Earn-Out-Verpflichtungen mit T€ - (Vorjahr: T€ 1.040) enthalten. Weitere Erläuterungen zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen finden sich in der Anhangangabe unter der Position 4.

26 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ - 54.984 (Vorjahr: T€ - 35.874). Weitere Informationen sind unter der Position 8 »Ertragsteuern« (Seite 240 bis 241) dargestellt.

27 Ergebnis je Aktie

Nach IAS 33 »Earnings per Share« ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:

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2022 2021
Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter (in T€) 187.025 141.366
Durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien (Stück) 31.593.072 31.593.072
Ergebnis je Aktie (in €) 5,92 4,47

Wie im Vorjahr entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis.

Sonstige Erläuterungen

- Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

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T€ 2022
Abschlussprüfungsleistungen 863
Andere Bestätigungsleistungen 128
Sonstige Beratungsleistungen 15

Angaben nach der EU-Abschlussprüferverordnung

Die anderen Bestätigungsleistungen enthalten gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen von Systemen und Funktionen der Unternehmenssteuerung und -überwachung (nach nationalem Recht erforderliche Nichtprüfungsleistung), gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen in Bezug auf den Vergütungsbericht sowie nicht gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen in Bezug auf nicht finanzielle Informationen (Nichtprüfungsleistung).

- Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Für Krones sind nach Ende der Berichtsperiode zum 31. Dezember 2022 keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

- Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 »Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen« kommen grundsätzlich die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der Krones AG sowie die Unternehmen des Krones Konzerns einschließlich nicht konsolidierter Tochtergesellschaften in Betracht.

Die oberste beherrschende Gesellschaft der Krones AG ist die Familie Kronseder Konsortium GbR. Geschäftsvorfälle mit den nahestehenden Gesellschaften und Personen sowie der obersten beherrschenden Gesellschaft werden zu marktüblichen Preisen (»at arm's length«) getätigt.

Aus Verkäufen und Erlösen mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen bzw. mit diesen verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2022 T€ 8.738 (Vorjahr: T€ 8.478) angefallen. Der ausstehende Saldo zum Stichtag beträgt T€ 4.966 (Vorjahr: T€ 3.800). Die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen empfangenen Leistungen betragen im Geschäftsjahr 2022 T€ 238 (Vorjahr: T€ 495). Zum Stichtag bestehen wie im Vorjahr keine ausstehenden Salden hieraus.

Aus Erlösen mit den Gesellschaftern der obersten beherrschenden Gesellschaft der Krones AG bzw. mit diesen verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2022 T€ 171 (Vorjahr: T€ 151) angefallen. Die mit den Gesellschaftern der obersten beherrschenden Gesellschaft der Krones AG bzw. mit diesen verbundenen Unternehmen empfangenen Leistungen betragen im Geschäftsjahr 2022 T€ 1.121 (Vorjahr: T€ 1.064). Zum Stichtag bestehen wie im Vorjahr keine ausstehenden Salden hieraus.

Aus Verkäufen an nichtkonsolidierte Tochtergesellschaften aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sind im Geschäftsjahr 2022 T€ 14.142 (Vorjahr: T€ 9.354) angefallen. Die von diesen Tochtergesellschaften empfangenen Provisionsleistungen betragen im Geschäftsjahr 2022 T€ 4.956 (Vorjahr: T€ 4.205). Aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie sonstigem Zahlungsverkehr resultiert ein aktivischer Saldo in Höhe von T€ 3.702 (Vorjahr: aktivischer Saldo T€ 1.411). Die Rückzahlung erfolgt grundsätzlich innerhalb von zwölf Monaten. Im Geschäftsjahr wurden Forderungen in Höhe von T€ - (Vorjahr: T€ 1.360) wertberichtigt. Zum 31.12.2022 sind Forderungen von T€ 1.865 wertberichtigt (Vorjahr: T€ 2.290). Erträge aus Beteiligungen an nicht konsolidierten Gesellschaften sind mit T€ 3.052 enthalten (Vorjahr: T€ 2.033).

Aus Bürgschaften besteht wie im Vorjahr kein Haftungsverhältnis. Aus dem Bezug aus dem Liefer- und Leistungsverkehr von assoziierten Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2022 T€ - (Vorjahr: T€ -) angefallen. Hieraus resultiert wie im Vorjahr kein Saldo.

- Angaben nach §314 Abs.1 Nr. 6 HGBbetreffend die Mitglieder des Vorstands und die früheren Mitglieder des Vorstands

Die gewährte und geschuldete Vergütung des Vorstands betrug für das Geschäftsjahr 2022 T€ 8.228 (Vorjahr: T€ 6.439).

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.708 (Vorjahr: T€ 1.703) gewährt. IFRS-Pensionsrückstellungen sind in Höhe von T€ 4.198 (Vorjahr: T€ 11.016) zurückgestellt.

- Aufwandswirksam erfasste Vergütung im Sinne des IAS 24 der Mitglieder des Vorstands

Die aufwandswirksam erfasste Vergütung des Vorstands inkl. der Aufwendungen für die Long Term Incentive Rückstellung betrug für das Geschäftsjahr 2022 T€ 8.205 (Vorjahr: T€ 7.177).

Hierin sind kurzfristig fällig werdende Leistungen in Höhe von T€ 5.365 (Vorjahr: T€ 4.424) und andere langfristig fällig werdende Leistungen in Höhe von T€ 1.548 (Vorjahr: T€ 1.556) enthalten. Die Leistungen beinhalten im Wesentlichen Festvergütung, Nebenleistungen und variable Vergütungsbestandteile. Darüber hinaus wurden für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (beitragsorientierte zusagen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge) Aufwendungen in Höhe von T€ 1.292 (Vorjahr: T€ 1.196) im Geschäftsjahr 2022 geleistet. Für Vergütungsansprüche der Vorstandsmitglieder bestehen Rückstellungen in Höhe von T€ 5.226 (Vorjahr: T€ 4.277).

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden IFRS-Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 367 (Vorjahr: T€ 2.266) gebildet. Die korrespondierende Defined Benefit Obligation (dbo) betrug zum Geschäftsjahresende bedingt durch Veränderungen des versicherungsmathematischen Rechnungszinssatzes in Summe T€ 3.233 (Vorjahr: T€ 4.879).

- Aufsichtsratsvergütung

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2022 T€ 869 (Vorjahr: T€ 839).

- Corporate Governance

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom Januar 2023 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 ist auf der Webseite der Krones AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

- Risikobericht

Die Risikoberichterstattung erfolgt im Lagebericht auf den Seiten 172 bis 184.

Standards/​Interpretationen

Die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den zum 31. Dezember 2022 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen. Folgende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen fanden im Geschäftsjahr 2022 ihre Anwendung.

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Standard bzw. Interpretation Eu-Endorsement Pflicht zur Anwendung für Geschäftsjahr ab
IAS 16 Änderungen an: Erfassung von Erlösen aus Verkäufen während der Herstellung/​Errichtung einer Sachanlage erfolgt 01.01.2022
IFRS 3 Änderungen an: Verweis auf das Rahmenkonzept erfolgt 01.01.2022
IAS 37 Änderungen an: Kosten, die bei der Bestimmung, ob ein Vertrag belastend ist, mit aufzunehmen sind erfolgt 01.01.2022
Jährliche Verbesserungen an den IFRS -Zyklus 2018 - 2020 erfolgt 01.01.2022
IFRS 16 Änderungen an: Befreiung von Beurteilung des Leasingnehmers, ob eine auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzession eine Leasingmodifikation ist nach dem 30. Juni 2021 erfolgt 01.04.2021

In der aktuellen Berichtsperiode traten neue oder geänderte Standards aus der vorstehenden Tabelle in Kraft. Diese neuen oder geänderten Standards haben keine wesentliche Relevanz für die Krones AG.

Nachfolgend sind die vom IASb bereits veröffentlichten, aber erst nach dem 31. Dezember 2022 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dargestellt.

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Standard bzw. Interpretation Eu-Endorsement Pflicht zur Anwendung für Geschäftsjahr ab
IAS 1 Änderungen an: Klassifizierungen von Schulden als kurzfristig oder langfristig offen 01.01.2024
IAS 8 Änderungen an: Definition einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung erfolgt 01.01.2023
IFRS 16 Änderungen an: Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and Leaseback-Transaktion offen 01.01.2024
IFRS 17 Versicherungsverträge erfolgt 01.01.2023
IAS 1 Änderungen an: Offenlegung von Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt 01.01.2023
IAS 12 Änderungen an: Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus einer Transaktion erfolgt 01.01.2023

Aus diesen Standards und Interpretationen werden sich für den Konzernabschluss der Krones AG in der Periode ihrer erstmaligen Anwendung voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

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Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der Krones AG

in % *
Dekron GmbH, Kelkheim 100,00
Ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 100,00
Evoguard GmbH, Nittenau 100,00
Gernep GmbH Etikettiertechnik, Barbing 100,00
HST Maschinenbau GmbH, Dassow 100,00
KIC Krones Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
Krones Holding GmbH, Neutraubling (vormals Syskron Holding GmbH, Wackersdorf) 100,00
Krones Service Europe GmbH, Neutraubling 100,00
Mabe GmbH, München 100,00
MHT Holding AG, Hochheim am Main 100,00
MHT Mold & Hotrunner Technology AG, Hochheim am Main 100,00
Milkron GmbH, Laatzen 100,00
PMR GmbH, Wackersdorf 100,00
Steinecker GmbH, Freising 100,00
Syskron GmbH, Wackersdorf 100,00
System Logistics GmbH, Wackersdorf 100,00
Technologisches Institut für angewandte künstliche Intelligenz GmbH, Weiden i. d. Opf. 31,15
Triacos Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab 100,00
Kosme fBA SA , Charleroi, Belgien 100,00
S.A. Krones n.v., Louvain-la-Neuve, Belgien 100,00
Krones Service Europe Eood, Sofia, Bulgarien 100,00
Krones Nordic APS, Holte, Dänemark 100,00
Kosme fBA SAS, Lyon, Frankreich 100,00
Krones S.R.L., Viviers-du-Lac, Frankreich 100,00
Krones UK Ltd., Bolton, Großbritannien 100,00
System Ltd., London, Großbritannien 80,00
Kosme S.R.L., Roverbella (MN), Italien 100,00
Krones Italia S.R.L., Garda (VR), Italien 100,00
Krones S.R.L., Garda (VR), Italien 100,00
System Logistics S.P.A., Fiorano Modenese (MD), Italien 80,00
Krones Kazakhstan too, Almaty, Kasachstan 100,00
Krones Nederland B.V., Bodegraven, Niederlande 100,00
Kosme Gesellschaft mbH, Sollenau, Österreich 100,00
Krones Spólka Z.O.O., Warschau, Polen 100,00
Krones Portugal Equipamentos Industriais LDA., Barcarena, Portugal 100,00
Krones Romania Prod. S.R.L., Bukarest, Rumänien 100,00
Krones Service Europe SRL, Bukarest, Rumänien 100,00
Krones o.o.o., Moskau, Russische Föderation 100,00
System Northern Europe AB, Malmö, Schweden 80,00
Integrated Plastics Systems AG, Baar, Schweiz 100,00
Krones AG, Buttwil, Schweiz 100,00
Krones Iberica, S.A.u., Barcelona, Spanien 100,00
System Logistics Spain sl, Castellon, Spanien 80,00
Konplan S.R.O., Pilsen, Tschechische Republik 100,00
Krones S.R.O., Prag, Tschechische Republik 100,00
Krones Makina Sanayi Ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul, Türkei 100,00
Krones Ukraine LLC, Kiew, Ukraine 100,00
Krones Hungary KfT., Debrecen, Ungarn 100,00
Krones Service Europe KfT., Budapest, Ungarn 100,00
Krones Angola - Representacoes, Comercio E Industria, LDA., Luanda, Angola 100,00
Krones Surlatina S.A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
Krones Pacific pty Limited, Sydney, Australien 100,00
Krones Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch 100,00
Krones Do Brazil Ltda., São Paulo, Brasilien 100,00
Krones S.A., São Paulo, Brasilien 100,00
Krones Chile spa., Santiago de Chile, Chile 100,00
Krones Asia Ltd., Hongkong, vr China 100,00
Krones Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, vr China 100,00
Krones PROCEssing (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, vr China 100,00
Krones Sales (Beijing) Co. Ltd., Beijing, VR China 100,00
Automata S.A., Guatemala-Stadt, Guatemala 100,00
Krones Digital Solutions India Private Limited, Bangalore, Indien 100,00
Krones India PVT. Ltd., Bangalore, Indien 100,00
System Logistics India Private Limited, Mumbai, Indien 80,00
Unicorn Industries PVT. Ltd., Secunderabad, Indien 100,00
PT. Krones Machinery Indonesia, Jakarta, Indonesien 100,00
Systorelog Israel Ltd., Tel Aviv, Israel 80,00
IPS Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
Krones Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
Krones (Cambodia) Co. Ltd., Phnom Penh, Kambodscha 100,00
Krones Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario, Kanada 100,00
Krones lCS Center East Africa Limited, Nairobi, Kenia 100,00
Krones Andina S.A.S., Bogotá, Kolumbien 100,00
Krones Korea Ltd., Seoul, Korea 100,00
Krones Machinery Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 100,00
Krones North West Africa (SARL), Casablanca, Marokko 100,00
Krones Mex S.A. de C.V., Mexiko-Stadt, Mexiko 100,00
Systemlog De Mexico S.A. de C.V., Santa Caterina, Nuevo Leon, Mexiko 80,00
Krones Myanmar Ltd., Sanchaung Township, Republik der Union Myanmar 100,00
Krones New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland 100,00
Krones lcs Center West Africa Limited, Lagos, Nigeria 100,00
Krones Pakistan (Private) Limited, Lahore, Pakistan 100,00
Krones Filipinas Inc., Taguig City, Philippinen 100,00
Krones-Izumi PROCEssing Pte Ltd., Singapur, Republik Singapur 73,00
Krones Singapore Ltd., Singapur, Republik Singapur 100,00
Krones Middle East Maintenance LLC, Riad, Saudi Arabien 100,00
Krones Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00
Krones (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand 100,00
System Logistics Asia Co. Ltd., Bangkok, Thailand 80,00
Javlyn Process Systems LLC, Rochester, New York, USA 100,00
Krones Inc., Franklin, Wisconsin, USA 100,00
MHT USA LLC., Peachtree City, Georgia, USA 100,00
Process and Data Automation LLC, Erie, Pennsylvania, USA 100,00
R+D Custom Automation LLC, Trevor, Wisconsin, USA 80,50
System Logistics Corporation, Arden, North Carolina, USA 80,00
Trans-Market LLC, Tampa, Florida, USA 100,00
W.M. Sprinkman LLC, Waukesha, Wisconsin, USA 100,00
MaquinarIAS Krones de Venezuela S.A., Caracas, Venezuela 100,00
Integrated Packaging Systems (IPS) FZCO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100,00
Krones Meatech FZCO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100,00
Krones Middle East Africa FZCO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100,00
Krones Vietnam Co. Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam 100,00

* unmittelbare und mittelbare Beteiligung

Die Krones AG, Neutraubling, als Mutterunternehmen ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer hrb 2344 eingetragen.

Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Folgende vollkonsoliderte deutsche Konzerngesellschaften machten im Geschäftsjahr 2022 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. III HGBGebrauch.

Name und Sitz der Gesellschaft

Krones Holding GmbH, Neutraubling (vormals Syskron Holding GmbH, Wackersdorf)

Dekron GmbH, Kelkheim

Ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling

Evoguard GmbH, Nittenau

Gernep GmbH Etikettiertechnik, Barbing

hst Maschinenbau GmbH, Dassow

kic Krones Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling

Krones Service Europe GmbH, Neutraubling

Milkron GmbH, Laatzen

pmr GmbH, Wackersdorf

Syskron GmbH, Wackersdorf

System Logistics GmbH, Wackersdorf

Steinecker GmbH, Freising

Triacos Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt a. d. Waldnaab

Aufsichtsrat und Vorstand

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden acht Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Acht Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender

* Universitätsklinikum Regensburg

* Wirtschaftsbeirat Bayerische Landesbank

Josef Weitzer **

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender

Neutraubling

* Bay. Betriebskrankenkassen

Nora Diepold

Chief Executive Officer

nk Immobilienverwaltungs GmbH,

Regensburg

Robert Friedmann

Sprecher der Konzernführung der WÜRTH-GRUPPE

* ZF Friedrichshafen AG

Oliver Grober **

Stv. Betriebsratsvorsitzender Rosenheim

Thomas Hiltl **

Betriebsratsvorsitzender Nittenau

Markus Hüttner **

Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Betriebsratsvorsitzender

Neutraubling

Professor Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin

Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

Dr. Verena Di Pasquale **

Stv. Vorsitzende des DGB Bayern

Beate Eva Maria Pöpperl **

Freigestellte Betriebsrätin

Stefan Raith **

Leiter Business Line, Line Solutions

*re-sult AG

Norbert Samhammer

Geschäftsführer

Samhammer Holding GmbH

*Samhammer ag (bis 01.06.2022)

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin

Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG, Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH, Diversum Holding GmbH & Co. KG

Jürgen Scholz **

1. Bevollmächtigter IG Metall

Geschäftsstelle Regensburg

* Infineon Technologies AG

Hans-Jürgen Thaus

* Maschinenfabrik Reinhausen GmbH

MatthIAS Winkler

Geschäftsführender Gesellschafter WW+KN Steuerberatungsgesellschaft mbH

Geschäftsführender Gesellschafter WW+KN Treuhand GmbH

Vorstand

Christoph Klenk

Chief Executive Officer

Norbert Broger

Chief Financial Officer (bis 31.12.2022)

Uta Anders

Chief Financial Officer (ab 01.01.2023)

Thomas Ricker

Chief Sales Officer

Markus Tischer

International Operations and Services

Ralf Goldbrunner

Operations

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der Krones AG

Der Bilanzgewinn der Krones AG beträgt zum 31. Dezember 2022 € 255.821.803,86.

Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 23. Mai 2023 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

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Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns 255.821.803,86 €
Dividende € 1,75 für 31.593.072 Stammstückaktien 55.287.876,00 €
Vortrag auf neue Rechnung 200.533.927,86 €

Neutraubling, 15. März 2023

Krones AG

Der Vorstand

Christoph Klenk, CEO

Uta Anders, CFO

Thomas Ricker, CSO

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

6 WEITERE INFORMATIONEN

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«

Neutraubling, den 15. März 2023

Krones AG

Der Vorstand

Christoph Klenk, CEO

Uta Anders, CFO

Thomas Ricker, CSO

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Krones Aktiengesellschaft, Neutraubling

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Krones Aktiengesellschaft, Neutraubling, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Krones Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Konzernlagebericht in einem gesondert bezeichneten Abschnitt enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung, die mit der nichtfinanziellen Erklärung der Gesellschaft zusammengefasst wurde, und die auf der im Konzernlagebericht angegebenen Internetseite veröffentlichte Konzernerklärung zur Unternehmensführung, die Bestandteil des Konzernlageberichts ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Die folgenden lageberichtsfremden Angaben, die zu den sonstigen Informationen zählen, haben wir nicht geprüft:

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Abschnitt »Grundlagen des Konzerns«, Unterabschnitt »Forschung und Entwicklung«, auszugsweise Darstellung einiger Innovationen unter der Überschrift »Innovative Neu- und Weiterentwicklungen - das Ergebnis erfolgreicher F&E - Aktivitäten«.
Abschnitt »Risiko- und Chancenbericht«, Unterabschnitt »Angemessenheit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems«, Stellungnahme des Vorstands zur Angemessenheit und Wirksamkeit des gesamten internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems aufgrund der Empfehlung A.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Lageberichtsfremde Angaben im Konzernlageberichtsind Angaben, die weder nach §§ 315, 315a bzw. nach §§ 315b bis 315d HGBvorgeschrieben, noch nach drs 20 gefordert sind.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGBanzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten nichtfinanziellen Konzernerklärung, der oben genannten Konzernerklärung zur Unternehmensführung sowie zu den oben genannten Lageberichtsfremden Angaben ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGBerklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGBund der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden »EU-APrvo«) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (idw) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrvo, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrvo erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

1. Periodengerechte Umsatzrealisierung bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse des Konzerns wird mit Kundenprojekten für Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Getränkeproduktion generiert. Hierbei wird die Leistung aus der Konstruktion und Herstellung zusammen mit der Installation und Inbetriebnahme vor Ort beim Kunden als eine Leistungsverpflichtung angesehen. Da es sich bei diesen Maschinen und Anlagen um kundenspezifische Aufträge handelt, entsteht durch die Leistung des Konzerns ein Vermögenswert, der keine alternative Nutzungsmöglichkeit für den Konzern aufweist. Der Konzern hat einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen inklusive einer angemessenen Marge. Die Umsatzrealisierung erfolgt damit nach IFRS 15 zeitraumbezogen anhand des Fertigungsfortschritts. Der Fertigungsfortschritt wird anhand der zum Stichtag angefallenen Kosten im Verhältnis zu den erwarteten Gesamtkosten des jeweiligen Projekts ermittelt. Es besteht insbesondere ein Risiko von Unrichtigkeiten bei der Abschätzung der Gesamtkosten. Aufgrund der Wesentlichkeit der Umsatzerlöse für den Konzernabschluss, der Ermessensspielräume bei der Schätzung der Gesamtkosten sowie der Tatsache, dass Umsatzerlöse für den Konzern einen finanziellen Leistungsindikator für die Unternehmenssteuerung und Prognose darstellen, war die Abgrenzung der Umsatzrealisierung zum Bilanzstichtag einer der bedeutsamsten Sachverhalte im Rahmen der Prüfung.

Prüferisches Vorgehen

Für die von den gesetzlichen Vertretern implementierten wesentlichen Kontrollen im Bereich der Erfassung der bereits angefallenen Kosten sowie der Schätzung der Gesamtkosten der Aufträge und der Auftragswerte haben wir über Aufbau- und Funktionsprüfungen die Ausgestaltung sowie die Wirksamkeit der Kontrollen während des Berichtszeitraums beurteilt. In diesem Zusammenhang haben wir sowohl Kontrollen auf Transaktionsebene als auch Kontrollen auf höherer Ebene, wie regelmäßig stattfindende Review Meetings, getestet.

Für eine Stichprobe von Projekten haben wir uns einen Überblick über den Inhalt der Verträge und über den Status der jeweiligen Vertragserfüllung verschafft und die bereits angefallenen Ist-Kosten und die Gesamtkosten über den Zeitraum des Projektfortschritts analysiert. Ferner haben wir die von der Konzernleitung vorgenommene Analyse der Plan-Ist-Abweichungen der Gesamtkosten der Projekte im Zeitablauf rechnerisch nachvollzogen und in Stichproben Erläuterungen für Abweichungen eingeholt. Des Weiteren haben wir die herangezogenen Transaktionspreise in Stichproben mit den jeweiligen vertraglichen Grundlagen abgeglichen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Periodenzuordnung der Umsatzrealisierung bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben zu den Grundsätzen der Umsatzrealisierung sind im Konzernanhang im Kapitel »Allgemeine Angaben«, Abschnitt »Umsatzerlöse«, enthalten.

2. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte führen die gesetzlichen Vertreter mindestens jährlich eine Werthaltigkeitsprüfung durch. Hierfür kommt ein komplexes Berechnungsmodell zur Anwendung, in das insbesondere eine Reihe ermessensbehafteter Annahmen und daraus abgeleiteter Größen einfließen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten und die verwendeten Diskontierungszinssätze.

Vor dem Hintergrund der zugrundeliegenden Komplexität der Wertminderungstests sowie der im Rahmen der Bewertung vorhandenen Ermessensspielräume und des daraus resultierenden höheren Risikos für falsche Angaben in der Rechnungslegung war die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte, die einen wesentlichen Bilanzposten im Konzernabschluss darstellen, im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.

Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte haben wir einen aussagebezogenen Prüfungsansatz angewendet.

Wir haben die angewandten DCF-Modelle unter Hinzuziehung von internen Bewertungsexperten methodisch und rechnerisch nachvollzogen und daraufbin untersucht, ob diese unter Beachtung des relevanten Rechnungslegungsstandards IAS 36 ermittelt wurden. Die Ableitung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze (WACC) haben wir gewürdigt, indem wir insbesondere über die Zusammensetzung der herangezogenen Vergleichsunternehmen den verwendeten Beta-Faktor beurteilt sowie den Eigen- und Fremdkapitalzinssatz mit verfügbaren Marktdaten abgeglichen haben.

Ferner haben wir die den Wertminderungstests der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde gelegten Unternehmensplanungen durch einen Vergleich mit den in der Vergangenheit tatsächlich erzielten Ergebnissen und aktuellen Entwicklungen der Geschäftszahlen analysiert. Bei der Würdigung der zugrunde liegenden Unternehmensplanungen haben wir uns zudem die Annahmen und Prämissen zu Wachstum und Geschäftsverlauf erläutern lassen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Zu den durchgeführten Wertminderungstests und den zugrunde liegenden Annahmen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang im Kapitel »Allgemeine Angaben«, Abschnitt »Einschätzungen und Ermessensentscheidungen«, Abschnitt »Geschäfts- oder Firmenwerte« sowie Kapitel »Erläuterungen der Konzernbilanz«, Textziffer 1 »Immaterielle Vermögenswerte«.

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der Konzernerklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Konzernerklärung zur Unternehmensführung, die oben genannten lageberichtsfremden Angaben im Konzernlagebericht, die im Konzernlagebericht in einem gesondert bezeichneten Abschnitt enthaltene nichtfinanzielle Erklärung und ferner weitere, für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere

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»Highlights 2022«
Kapitel 1 »An unsere Aktionäre«
Kapitel 3 »Erklärung zur Unternehmensführung«
Kapitel 6 »Weitere Informationen«

aber nicht den Konzernabschluss, nicht in die inhaltliche Prüfung einbezogene Konzernlageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGBanzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGBund der EU-APrvo unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGBanzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGBeine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei Krones_​AG_​KAtKLB_​ESEF-2022-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als »ESEF-Unterlagen« bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGBan das elektronische Berichtsformat (»ESEF-Format«) in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGBan das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden »Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317Abs. 3a HGBunter Beachtung des idw Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB(IDW PS 410 (06.2022)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt »Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen« weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des idw Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGBund für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGBan das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGBsind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen;
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben;
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (eu) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt;
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen;
beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline xbrl-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (eu) 2019/​815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der xhtml-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APRVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 31. Mai 2022 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 7. Juni 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Konzernabschlussprüfer der Krones Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrvo (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Sonstiger Sachverhalt - Verwendung des Bestätigungsvermerks

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlageberichtsowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Udo Schuberth.

Nürnberg, 15. März 2023

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schuberth, Wirtschaftsprüfer

Schütz, Wirtschaftsprüfer

Allgemeine Auftragsbedingungen

Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit

An die Krones AG, Neutraubling

Wir haben die im Abschnitt »Nichtfinanzielle Erklärung« des Lageberichts und des Konzernlageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung der Krones AG, Neutraubling, (im Folgenden die »Gesellschaft«), die mit der nichtfinanziellen Erklärung des Konzerns zusammengefasst ist für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 (im Folgenden die »nichtfinanzielle Erklärung«) einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.

Sonstige Verweise auf Angaben außerhalb der nichtfinanziellen Erklärung waren nicht Gegenstand unserer Prüfung. Ebenfalls nicht Gegenstand unserer Prüfung sind die in der nichtfinanziellen Erklärung genannten externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung der nichtfinanziellen Erklärung in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. §§ 289c bis 289e HGBund Artikel 8 der Verordnung (eu) 2020/​852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (eu) 2019/​2088 (im Folgenden die »EU-Taxonomieverordnung«) und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie mit deren eigenen in Abschnitt »EU-Taxonomie« der nichtfinanziellen Erklärung dargestellten Auslegung der in der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten enthaltenen Formulierungen und Begriffe.

Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung einer nichtfinanziellen Erklärung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (Manipulation der nichtfinanziellen Erklärung) oder Irrtümern ist.

Die EU-Taxonomieverordnung und die hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte enthalten Formulierungen und Begriffe, die noch erheblichen Auslegungsunsicherheiten unterliegen und für die noch nicht in jedem Fall Klarstellungen veröffentlicht wurden. Daher haben die gesetzlichen Vertreter ihre Auslegung der EU-Taxonomieverordnung und der hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte im Abschnitt »EU-Taxonomie« der nichtfinanziellen Erklärung niedergelegt. Sie sind verantwortlich für die Vertretbarkeit dieser Auslegung. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, ist die Rechtskonformität der Auslegung mit Unsicherheiten behaftet.

Unabhängigkeit und Qualitätssicherung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen eingehalten.

Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen - insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (BS WP/​VBP) sowie des vom Institut der Wirtschaftsprüfer (idw) herausgegebenen IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an und unterhält dementsprechend ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebender gesetzlicher und anderer rechtlicher Anforderungen umfasst.

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die nichtfinanzielle Erklärung abzugeben.

Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): »Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information«, herausgegeben vom iAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. §§ 289c bis 289e HGBund der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt »EU-Taxonomie« der nichtfinanziellen Erklärung dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist. Nicht Gegenstand unserer Prüfung waren sonstige Verweise auf Angaben außerhalb der nichtfinanziellen Erklärung, sowie die in der nichtfinanziellen Erklärung genannten externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen.

Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir u. a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:

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Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Einbindung von Stakeholdern,
Befragung der gesetzlichen Vertreter und relevanter Mitarbeiter, die in die Aufstellung der nichtfinanziellen Erklärung einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über die auf diesen Prozess bezogenen internen Kontrollen sowie über Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung,
Befragung von Mitarbeitern hinsichtlich der Auswahl der Themen für die nicht-finanzielle Erklärung, der Risikoeinschätzung und der Konzepte der Gesellschaft und des Konzerns für die als wesentlich identifizierten Themen,
Befragung von Mitarbeitern der Gesellschaft und des Konzerns, die mit der Datenerfassung und -konsolidierung betraut sind, über die Methoden der Datengewinnung und -aufbereitung sowie der internen Kontrollen, soweit sie für die Prüfung der Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung relevant sind,
Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlicher falscher Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung,
Analytische Beurteilung von ausgewählten Angaben der nichtfinanziellen Erklärung auf Ebene der Gesellschaft und des Konzerns,
Befragungen und Dokumenteneinsicht hinsichtlich der Erhebung und Berichterstattung von ausgewählten qualitativen Angaben und Daten,
Beurteilung des Prozesses zur Identifikation der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivtäten sowie der entsprechenden Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung,
Beurteilung der Darstellung der nichtfinanziellen Erklärung.

Die gesetzlichen Vertreter haben bei der Ermittlung der Angaben gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, sind die Rechtskonformität der Auslegung und dementsprechend unsere diesbezügliche Prüfung mit Unsicherheiten behaftet.

Prüfungsurteil

Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. §§ 289c bis 289e HGBund der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt »EU-Taxonomie« der nichtfinanziellen Erklärung dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist.

Wir geben kein Prüfungsurteil zu den sonstigen Verweisen auf Angaben außerhalb der nichtfinanziellen Erklärung sowie zu den in der nichtfinanziellen Erklärung genannten externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen ab.

Verwendungsbeschränkung für den Vermerk

Wir weisen darauf hin, dass die Prüfung für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt ist. Folglich ist er möglicherweise für einen anderen als den vorgenannten Zweck nicht geeignet. Somit ist der Vermerk nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung. Unser Prüfungsurteil ist in dieser Hinsicht nicht modifiziert.

Auftragsbedingungen und Haftung

Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 (www.de.ey.com/​IDW-Auftragsbedingungen). Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten. Dritten gegenüber übernehmen wir keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Vermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Vermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Eschborn, 15. März 2023

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Yvonne Meyer, Wirtschaftsprüferin

Elisabeth Hauschildt, Wirtschaftsprüferin

Kaufmännisches Glossar

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Abschreibungen Nutzungsbedingte Wertminderungen von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens.
Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBITDA-Marge Verhältnis Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz.
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/​oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, indem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Fremdkapital zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
IFRS International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (IASb) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE Der Return on Capital Employed (ROCE) errechnet sich aus dem Verhältnis von EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung. Die Nettokapitalbindung errechnet sich aus dem Anlagevermögen (ohne Goodwill und Finanzanlagevermögen) zuzüglich Working Capital.
TCO Die Total Cost of Ownership (tco), also die Gesamtbetriebskosten, beinhalten nicht nur den Anschaffungspreis, sondern auch alle direkten und indirekten Kosten, die während der gesamten Lebens- oder Nutzungsdauer entstehen (z. B. Energiekosten, Reparatur, Wartung, Entsorgung).
Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + Vertragsvermögenswerte) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + Vertragsverbindlichkeiten).
Working Capital/​Umsatz Verhältnis von Working Capital zum Umsatz. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Kapital zur Finanzierung des Umsatzes eingesetzt werden muss.

Technisches Glossar

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Alternative Proteine Pflanzliche Eiweiße (Proteine) werden verstärkt als Alternative zu tierischem Eiweiß (Fleisch und Milchprodukte) verzehrt. Pflanzliche (alternative) Proteine sind klimaschonender als tierisches Eiweiß.
Aseptische Getränkeabfüllung Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.
Bottle-to-Bottle Recycling Verfahren, um aus gebrauchten PET-Flaschen neue PET-Flaschen herzustellen. Hierfür werden aus verwendeten Flaschen saubere PET-Flakes gewonnen, die zu Preforms (s. rechts) und anschließend zu neuen PET-Flaschen weiterverarbeitet werden.
Digitalisierung Unter Digitalisierung versteht man grundsätzlich die Umwandlung von analogen Werten in digitale Daten. Diese lassen sich gegenüber analogen Werten schneller und leichter verarbeiten und austauschen. Viele neuen Technologien, wie beispielsweise Cloud-Computing, künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge (loT), beruhen auf digitalen Daten.
Energy Drink Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Taurin und Koffein.
enviro enviro, das Nachhaltigkeitsprogramm von Krones, wurde 2008 gestartet und 2009 von TÜV süD zertifiziert. Damit hat Krones die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. Das Programm wird kontinuierlich ausgebaut und alle Neuentwicklungen werden nach den enviro Kriterien ausgerichtet.
Fermentation Als Fermentation oder Fermentierung wird in der Biotechnologie der Vorgang bezeichnet, bei dem organische Stoffe mit Hilfe von Bakterien, Pilz- und Zellkulturen oder durch den Zusatz von Enzymen umgewandelt werden.
Intralogistik Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.
Kreislaufwirtschaft Die Kreislaufwirtschaft strebt die längst mögliche Nutzung von Produkten und Materialien an indem sie repariert, aufgearbeitet, wiederverwendet und recycelt werden.
Künstliche Intelligenz (KI) Als Künstliche Intelligenz (ki), oftmals auch als AI (Artificial Intelligence) abgekürzt, bezeichnet man ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Automatisierung von intelligentem Verhalten und dem maschinellen Lernen befasst. Dabei werden Maschinen so programmiert, dass sie menschliche Entscheidungsstrukturen nachbilden können.
LitePac Top Unter dem Namen LitePac Top bietet Krones eine plastikfreie und nachhaltige Alternative für die Sekundärverpackung (s. unten) von PET-Flaschen und Dosen. Diese Verpackungslösung setzt auf recycelbaren Karton statt auf Folie.
Linienkompetenz Abfüll- und Verpackungslinien bestehen aus vielen einzelnen Maschinen und Anlagen. Krones verfügt über das Know-how, dass die einzelnen Komponenten perfekt zusammenspielen, die Linienkompetenz.
Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit oder nachhaltige Entwicklung bedeutet gemäß Definition der Bundesregierung, die Bedürfnisse der Gegenwart so zu befriedigen, dass die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden.
PET Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.
Preform PET-Rohling, aus dem PET-Flaschen hergestellt (geblasen) werden.
rPET Recyceltes pet. Obwohl rPET, chemisch betrachtet, identisch mit dem originären pet ist, gibt es Unterschiede in der Verarbeitung.
Sekundärverpackung Als Sekundärverpackung bezeichnet man ein Packmittel, das ein bereits verpacktes Produkt umhüllt. Sie dient als Lager- und Transporthilfe und hat keinen direkten Kontakt mit dem Produkt.
Softdrinks Alkoholfreie, stille oder kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke
Streckblasen Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Hohlkörpern wie beispielsweise PET-Flaschen.

Konzernzahlen 2018 - 2022

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2022 2021 2020 2019 2018
Umsatz
Umsatzerlöse in Mio. € 4.209 3.635 3.323 3.959 3.854
davon Inland in Mio. € 424 376 329 468 362
davon Ausland in Mio. € 3.785 3.259 2.994 3.491 3.492
Exportanteil in % 90 90 90 88 91
Ertragslage
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Mio. € 373 313 133 227 306
Ergebnis vor Steuern (ebt) in Mio. € 242 177 - 37 42 204
Konzernergebnis in Mio. € 187 141 - 80 9 151
Ergebnis je Aktie in € 5,92 4,47 - 2,52 0,30 4,78
Vermögens- und Kapitalstruktur
Langfristige Vermögenswerte in Mio. € 1.164 1.133 1.093 1.154 1.010
davon Anlagevermögen in Mio. € 1.064 1.001 990 1.070 936
Kurzfristige Vermögenswerte in Mio. € 3.007 2.362 1.957 2.165 2.312
davon Zahlungsmittel in Mio. € 675 383 217 110 219
Eigenkapital in Mio. € 1.598 1.392 1.200 1.370 1.433
Fremdkapital in Mio. € 2.573 2.103 1.850 1.949 1.888
langfristige Verpflichtungen in Mio. € 375 434 476 452 359
kurzfristige Verpflichtungen in Mio. € 2.198 1.669 1.374 1.497 1.529
Bilanzsumme in Mio. € 4.171 3.495 3.050 3.319 3.321
Cashflow/​Investitionen
Free Cashflow in Mio. € 371 203 221 - 94 121
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Mio. € 118 105 94 169 179
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Mio. € 143 142 174 183 103
Nettofinanzposition (Zahlungsmittel abzgl. Finanzverbindlichkeiten) in Mio. € 670 378 185 38 215
Kennziffern/​Rentabilitätskennzahlen
EBITDA-Marge in % 8,9 8,6 4,0 5,7 7,9
EBT-Marge in % 5,8 4,9 - 1,1 1,1 5,3
Working Capital/​Umsatz * in % 19,0 24,8 28,3 26,9 27,3
ROCE in % 14,1 10,0 - 2,2 2,2 11,5
Beschäftigte (per 31.12.) 17.164 16.303 16.736 17.353 16.545
davon Inland 10.130 9.821 10.364 10.733 10.887
davon Ausland 7.034 6.482 6.372 6.620 5.658
Ausschüttung
Dividende je Aktie in € 1,75 ** 1,40 0,06 0,75 1,70

* Durchschnitt der vergangenen 4 Quartale

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Impressum

Herausgeber

Krones AG

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Projektleitung Olaf Scholz,

Leiter Investor Relations

Gestaltung Büro Benseler

Text Krones AG, InvestorPress GmbH

Fotos Krones AG

Zum Zweck der besseren Lesbarkeit haben wir in diesem Geschäftsbericht vereinfachend die männliche Form verwendet.

Der Geschäftsbericht 2022 liegt auch in englischer Sprache vor. Sie finden ihn auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations. https:/​/​www.krones.com/​en/​company/​investor-relations/​reports.php

Finanzkalender

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05.05.2023 Quartalsmitteilung zum 31. März 2023
23.05.2023 Hauptversammlung
01.08.2023 Zwischenbericht zum 30. Juni 2023
03.11.2023 Quartalsmitteilung zum 30. September 2023