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KRONES AG — Annual Report 2022
May 25, 2023
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Annual Report
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Finanzbericht: 32455835

KRONES Aktiengesellschaft
Neutraubling
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022
Jahresabschluss
der Krones AG (HGB) 2022
Highlights 2022
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| ― | Der Umsatz der Krones AG ging 2022 abrechnungsbedingt um 11,5 % auf 2.071,0 Mio. € zurück. Die Gesamtleistung legte hingegen um 12,0 % zu. |
| ― | Um 38,9 % auf 3.892,4 Mio. € stieg der Auftragseingang. |
| ― | Wegen des geringeren Umsatzes war das EBIT auf 6,2 Mio. € (Vorjahr: 34,2 Mio. €) rückläufig. Der Jahresüberschuss der Krones AG verbesserte sich aufgrund des deutlich gestiegenen Beteiligungsergebnisses auf 105,0 Mio. € (Vorjahr: 64,3 Mio. €). |
| ― | Krones zahlt für 2022 eine Dividende je Aktie von 1,75 € (Vorjahr: 1,40 €). |
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| 2022 | 2021 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. € | 2.071,0 | 2.341,1 | - 11,5 % |
| Auftragseingang | Mio. € | 3.892,4 | 2.802,1 | + 38,9 % |
| Auftragsbestand zum 31.12. | Mio. € | 2.897,0 | 1.076,3 | + 169,2 % |
| EBITDA | Mio. € | 53,5 | 81,8 | - 34,6 % |
| EBIT | Mio. € | 6,2 | 34,2 | - 81,9 % |
| EBT | Mio. € | 114,1 | 68,4 | + 66,8 % |
| Jahresüberschuss | Mio. € | 105,0 | 64,3 | + 63,3 % |
| Ergebnis je Aktie (Konzern nach IFRS) | € | 5,92 | 4,47 | + 32,4 % |
| Dividende je Aktie | € | 1,75 * | 1,40 | + 25,0 % |
| Investitionen in Sachanlagen | ||||
| und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | 74,3 | 46,5 | + 27,8 Mio. € |
| Cashflow ** | Mio. € | 152,3 | 111,8 | + 40,5 Mio. € |
| Nettoliquidität *** zum 31.12. | Mio. € | 347,5 | 111,9 | + 235,6 Mio. € |
| Beschäftigte am 31.12. | 8.606 | 8.375 | + 231 |
* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
** Jahresergebnis plus Abschreibungen
*** liquide Mittel abzüglich Finanzschulden
1 AN UNSERE AKTIONÄRE
SOLUTIONS
BEYOND TOMORROW
Ein zukunftsweisendes neues Zielbild hat Krones unter dem Claim »Solutions beyond tomorrow« entwickelt. Der Fokus liegt auf drei wesentlichen Herausforderungen der Menschheit: den Klimawandel aufzuhalten, die Weltbevölkerung zu ernähren und der verantwortungsbewusste Umgang mit Verpackungsmaterialien.
Das Krones Zielbild
Zielbild
Das Zielbild beinhaltet im Kern die Vision und Mission von Krones, die Unternehmenskultur sowie den strategischen Fokus. Es gibt Krones Halt und Orientierung auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft und hilft uns, die Wachstumschancen der Märkte optimal zu nutzen. Auf Basis des Zielbilds entstehen zukunftsfähige und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen.
Unsere Vision
Nachhaltige und bezahlbare Getränke, Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs für alle und überall. Wir entwickeln Lösungen für unsere Kunden, die Menschheit und unseren Planeten, auch über die Erwartungen hinaus.
Unsere Unternehmenskultur
Wir gestalten die Zukunft mit Herzblut und mutigem Engagement.
Als eine vielfältige Organisation sind wir offen für Innovationen und Veränderungen und arbeiten vertrauensvoll und ohne Barrieren zusammen.
Unsere Mission
Mit innovativen Lösungen sind wir führend und befähigen unsere Kunden, ihre Ziele zu erreichen und zu übertreffen, um erfolgreich und nachhaltig zu sein. Wir setzen unsere kreative Kraft ein, um Natur und Gesellschaft zu schützen und zu bewahren.
So ziehen wir Menschen an und begeistern sie, um anspruchsvollste Ergebnisse zu erzielen.
Gemeinsam schaffen wir einen gewaltigen Vorsprung und verwirklichen unsere Vision.
Unser strategischer Fokus
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| Nachhaltigkeit | Abfüll- und Verpackungstechnologie | Prozesstechnologie | Intralogistik | Digitalisierung |
| Service |
Unsere Vision
Wie und wohin soll sich Krones in Zukunft entwickeln? Was zählt zu den wesentlichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufgaben des Unternehmens? Diese grundsätzlichen Fragen beantworten wir mit unserer Vision:
Nachhaltige und bezahlbare Getränke, Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs für alle und überall.
Wir entwickeln Lösungen für unsere Kunden, die Menschheit und unseren Planeten, auch über die Erwartungen hinaus.
»Krones braucht anspruchsvolle Ziele, um sich weiterzuentwickeln und erfolgreich zu sein. Deshalb haben wir die Vision bewusst >groß< und umfassend formuliert.«
Christoph Klenk, CEO
Nachhaltige und bezahlbare Getränke,
Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs für alle und überall.
Lösungen für unsere Kunden, die Menschheit und unseren Planeten, auch über die Erwartungen hinaus.
Unsere Mission
Den Zweck des Unternehmens und den Beitrag, den es für die Kunden, andere Stakeholder und die Umwelt leistet, beschreibt unsere Mission:
Mit innovativen Lösungen sind wir führend und befähigen unsere Kunden, ihre Ziele zu erreichen und zu übertreffen, um erfolgreich und nachhaltig zu sein.
Wir setzen unsere kreative Kraft ein, um Natur und Gesellschaft zu schützen und zu bewahren.
»Das umfangreiche Know-how von Krones in der Herstellung sowie Behandlung von Getränken und Lebensmitteln, in der Abfüll- und Verpackungstechnologie, in der Intralogistik sowie in der Digitalisierung ist das Fundament, um unsere Mission erfolgreich umzusetzen.«
Markus Tischer, Vorstand International
Operations und Services
Unsere Unternehmenskultur
Wir gestalten die Zukunft mit Herzblut und mutigem Engagement.
Als eine vielfältige Organisation sind wir offen für Innovationen und Veränderungen und arbeiten vertrauensvoll und ohne Barrieren zusammen. So ziehen wir Menschen an und begeistern sie, um anspruchsvollste Ergebnisse zu erzielen. Gemeinsam schaffen wir einen gewaltigen Vorsprung und verwirklichen unsere Vision.
»Der größte Wert von Krones steht in keiner Bilanz: die spezielle Unternehmens-DNA. Sie ist von Teamgeist und Zusammenhalt geprägt. Die weltweit rund 17.000 Beschäftigten gestalten gemeinsam die erfolgreiche Zukunft von Krones.«
Thomas Ricker, CSO und verantwortlich
für die Abfüll- und Verpackungstechnologie
Unser strategischer Fokus
Um die Ziele und Visionen von »Solutions beyond tomorrow« in die Tat umzusetzen, hat Krones einen klaren strategischen Fokus auf Nachhaltigkeit, Servicequalität und Digitalisierung. Diese drei Themen bestimmen auch die strategische Ausrichtung unserer Unternehmenssegmente. In der Prozesstechnologie positionieren wir uns als Treiber der Lebensmittel- und Getränkeinnovation. Im Kernsegment Abfüll- und Verpackungstechnologie legen wir den Fokus auf integrierte Verpackungslösungen, Ressourceneinsparung und Kreislaufwirtschaft. Vollautomatisierte und flexible Lösungen sind wichtige Themen der Intralogistik.
Nachhaltigkeit steht über allem
Größter Innovations- und Wachstumstreiber der nächsten Dekade sind nachhaltige Produkte. Die Nachfrage unserer Kunden nach Maschinen, Anlagen und kompletten Linien, mit denen sich wertvolle Ressourcen einsparen und der CO 2-Ausstoß senken lassen, hat in jüngster Zeit enorm zugenommen. Krones ist mit dem Nachhaltigkeitsprogramm enviro (S. 13) bestens positioniert und wird den Vorsprung über alle drei Segmente mit innovativen Produkten festigen und ausbauen.
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| Integrierte Verpackungslösungen | Prozesstechnologie als Treiber der Lebensmittel- und Getränkeinnovation | Vollautomatisierte, flexible Intralogistik | ||
|---|---|---|---|---|
| Nachhaltigkeit | Abfüll- und Verpackungstechnologie | Prozesstechnologie | Intralogistik | Digitalisierung |
| Überragende Services |
Digitalisierung eröffnet riesige Chancen
Entscheidende Bedeutung für die Servicequalität und die Nachhaltigkeit der Produktion hat die Digitalisierung. Krones treibt die digitale Transformation bereits seit Jahren mit Hochdruck voran. Unsere digitalfähigen Maschinen und Anlagen liefern permanent Produktionsdaten, den Rohstoff für hochwertige Services. Mithilfe der intelligenten Auswertung der Daten können wir unseren Kunden dabei helfen, ihre Produktion zu optimieren und wertvolle Ressourcen zu sparen.
Service auf höchstem Niveau
Ziel von Krones ist es, den ganzen Lebenszyklus unserer Maschinen und Anlagen als digitales Full-Service-Center zu begleiten. Unsere Software-Tools analysieren laufend die Produktionsdaten. Darauf basierend geben Krones Experten dem Kunden Handlungsempfehlungen. Diese datenbasierte Produktionsoptimierung bieten wir im Rahmen von Service-Level-Agreements (SLAs) an, deren Automatisierungsgrad laufend erhöht wird. Künftig will Krones die Kunden mit einer komplett digitalisierten Fabrik »managed by Krones« bei der Verbesserung der Performance unterstützen.
Krones stellt sich den globalen Herausforderungen
Nachhaltigkeit gestalten
Krones ermöglicht den Kunden eine klimafreundliche und kreislauforientierte Produktion von Getränken und Lebensmitteln.
Gemeinsam mit unseren Kunden gehen wir dringende globale Herausforderungen an:
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| ― | Klimawandel |
Mit unseren Produkten sparen die Kunden Energie, Wasser und andere Ressourcen ein und können ihre Klimaziele erreichen (Seite 13: enviro)
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| ― | Plastikmüll |
Technologien von Krones machen es möglich, den Bedarf von Plastik bei Verpackungen zu verringern und das verwendete Plastik wiederzuverwerten (Seite 16: PET-Recycling)
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| ― | Ernährung der Menschheit |
Wir bieten innovative Lösungen zur hygienischen Abfüllung von Getränken an und unterstützen Kunden bei der Herstellung alternativer Proteine (Seite 19).
Klimaschutz
Im Zuge der Nachhaltigkeitsziele 2030 hat sich Krones ambitionierte Emissionsreduktionsziele entlang der gesamten Wertschöpfungskette gesetzt. Unseren eigenen Klima-Fußabdruck (Scope 1 + Scope 2) reduzieren wir bis 2030 um 80 Prozent, bezogen auf das Basisjahr 2019. Unsere ungemein höheren Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette bringen wir in derselben Zeit um 25 Prozent nach unten.
Wir setzen auf Glaubwürdigkeit!
Unsere Klimaziele sind durch die Science Based Targets Initiative als wissenschaftsbasiert bestätigt. Dort haben wir uns im Geschäftsjahr 2022 zur Entwicklung eines Netto-Null-Emissionsziels bekannt. Wir beziehen derzeit keine Klima-Kompensationszertifikate - und planen dies auch für die nächsten Jahre nicht.
»Es geht Krones nicht darum, sich ein Nachhaltigkeits-Zertifikat abzuholen, sondern wir wollen etwas in der Welt bewirken.«
Martina Birk, Head of Sustainability
enviro Lösungen für eine nachhaltige Kundenproduktion
2008 startete Krones das Nachhaltigkeitsprogramm enviro. Seitdem haben wir es dynamisch weiterentwickelt. Zu Beginn trugen einzelne Maschinen das enviro Siegel. Heute sind komplette Systeme zertifiziert. Seit 2019 bewertet Krones auch innovative Verpackungslösungen nach enviro Kriterien, um die Umweltauswirkungen von Getränke- und Lebensmittelverpackungen so gering wie möglich zu halten. Die Nachfrage unserer Kunden nach enviro Maschinen, Anlagen und Linien nimmt stetig zu. Krones erwartet, dass sich der Anteil von enviro Maschinen am Auftragseingang von 38 % im Jahr 2022 auf rund 70 % im Jahr 2024 nahezu verdoppelt.
Die steigende Nachfrage nach enviro Produkten wird unterstützt durch:
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| ― | Einsparung wertvoller Ressourcen, niedrigste Energie- und Medienverbräuche |
| ― | Geringere Betriebskosten |
| ― | Ambitionierte CO 2-Ziele unserer Kunden |

e = erwartet
Ressourcen einsparen und Kunststoffe wiederverwerten
Abfüll- und Verpackungstechnologie
Kernthemen Abfüll- und Verpackungstechnologie
Energieeinsparung und CO 2-Fußabdruck
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| ― | Starke Nachfrage nach Technologien zur Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs |
Reduzierung des Wasserverbrauchs
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| ― | »Wasser sparen« gehört zu den obersten Managementprioritäten |
| ― | Maßgeschneiderte Prozess- und Reinigungszyklen für den »wirklich nötigen Bedarf« |
Reduzierung des Kunststoffverbrauchs
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| ― | Light weighting-Flaschen und -Verschlüsse Verzicht auf Kunststoffe in Sekundärverpackungen |
Kreislaufwirtschaft
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| ― | Plastikmüll lässt sich durch eine funktionierende Kreislaufwirtschaft vermeiden |
PET-Recycling
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| ― | die wertvolle Ressource Kunststoff darf nicht verloren gehen |
LitePac Top -einfach nachhaltig
Mit LitePac Top bietet Krones eine plastikfreie und nachhaltige Lösung für die Sekundärverpackung von PET-Einwegflaschen und Dosen. Anstatt Folie energieintensiv auf die zu einem Gebinde zusammengestellten Behälter aufzuschrumpfen, verwendet LitePac Top recycelbaren Karton für die Sekundärverpackung. Damit werden rund 80 % CO 2-Emissionen eingespart.
Die flexible Verpackungsmaschine VarioPac Pro
Umgesetzt wird das Konzept von LitePac Top auf der modular aufgebauten und äußerst flexiblen Verpackungsmaschine Variopac Pro von Krones. Ein automatischer Greifer setzt einen Kartonclip unterhalb des Halses der zu einem Gebinde zusammengestellten Flaschen auf. Bei Dosen wird der Clip unterhalb des Deckelfalzes platziert. Der Kartonclip hält das Getränkegebinde sicher in Form. LitePac Top Gebinde sind stapelbar und damit gut zu transportieren.
Mit Kreislaufwirtschaft den Plastikmüll bekämpfen
Um unsere Mission, die Natur zu schützen und zu erhalten, umzusetzen, müssen wir das Plastikmüllproblem lösen. Der Schlüssel hierzu liegt in einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Krones hat sich hierzu bekannt und treibt diese mit passenden Lösungen voran. Vom materialsparenden Verpackungsdesign bis hin zur Wiederaufbereitung benutzter Kunststoffe.
»Krones hat sich schon sehr früh mit dem Thema Kunststoff-Recycling befasst und innovative Lösungen entwickelt. Unsere Hartnäckigkeit dürfte sich auszahlen, denn das Marktpotenzial ist groß.«
Thomas Ricker, CSO und verantwortlich
für die Abfüll- und Verpackungstechnologie
Kreislaufwirtschaftslösungen - Recyclinglösungen
Ganzheitliche Lösungen als Alleinstellungsmerkmal
Mit seinem einzigartigen Portfolio und Know-how bietet Krones sowohl Verpackungs- als auch Recyclinglösungen für verschiedene Materialien: für pet und eine Vielzahl anderer starrer und flexibler Kunststoffe

Neue Technologien gestalten
Kernthemen der Prozesstechnologie
Prozesstechnologie
Alternative Proteine
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| ― | Proteine aus Pflanzen zu Getränken verarbeiten |
| ― | hochwertige Fermentation für pflanzenbasierte Nahrungsmittel |
Wasser-Technologie
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| ― | Wasseraufbereitung |
| ― | Wasser-Design |
Nachhaltige Energie-Lösungen
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| ― | Energieeffizienz steigern |
| ― | Ersatz fossiler Energieträger |
»Wir werden uns auf die stark wachsenden Kernthemen unseres neuen Zielbilds konzentrieren: Alternative Proteine, Wasser sowie nachhaltige und energieeffiziente Lösungen.«
Bülent Bayraktar, Leiter Prozesstechnologie
Rundumangebot für alternative Milchprodukte
Der hohe Konsum von Tiermilch schadet der Natur langfristig erheblich, mitunter wegen des hohen Ausstoßes von Treibhausgasen sowie einer starken Belastung der Gewässer. Deshalb gewinnen Milchalternativen aus Pflanzen erheblich an Bedeutung.
Für die Herstellung alternativer Milchprodukte aus verschiedenen Pflanzen (Soja, Hafer, Nüssen usw.) nutzt Krones das bestehende Milch-Know-how und liefert bereits heute die komplette Prozesstechnik.
Umweltbilanz: Milch vs. Milchalternativen

Quelle: Poore, J. & Nemecek, T. Science, 2018 zusätzliche unpublizierte Daten beziehen sich mit Ausnahme von Mandelmilch (international) auf Europa
* Treibhausgasemissionen und Phosphatbelastung in Äquivalenten angegeben.
Mit alternativen Proteinen das Klima schützen
Durch die steigende Weltbevölkerung und den zunehmenden Wohlstand ist der Konsum von Fleisch in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen - mit negativen Folgen für das Klima. Die Tierhaltung verbraucht enorme Mengen an Futter und Wasser und verursacht einen extrem hohen CO 2-Ausstoß. Den Menschen hochwertige pflanzliche Proteine als Alternative zu tierischem Eiweiß zu Verfügung zu stellen, ist daher ein bedeutender Beitrag von Krones zum Klimaschutz.
Krones erschließt mit Fermentations-Know-how neue Märkte
Das Unternehmen profitiert bei der Herstellung alternativer Proteine von dem langjährigen und hochwertigen Know-how aus der Getränke- und Bierproduktion. Neben den normalen prozesstechnischen Kenntnissen hilft dem Unternehmen vor allem das Wissen um die Steuerung biologischer Umwandlungsprozesse (Fermentation) wie beispielsweise der Gärung. So lassen sich rein pflanzlich basierte Proteine durch die Zugabe von Bakterien und Hefen gewinnen.
Globale Fleischmarktprognose (in Mrd. USD, global) *

* Zahlen sind auf Hundertmilliarden gerundet.
** durchschnittliche jährliche Wachstumsrate
*** Der Konsum von veganem Fleischersatz dürfte von 2025 bis 2040 jährlich im Durchschnitt um 9 % steigen. Damit ist das Wachstumstempo um den Faktor 3 höher als beim gesamten Fleischkonsum.
Quellen: Vereinte Nationen, Weltbank, Experteninterviews, AT. Kearney-Analyse
Brewnomic - die energetisch autarke und klimaneutrale Brauerei
Bierbrauen ist sehr energieintensiv. Mit den einzelnen Maschinen und Anlagen des Brewnomic Konzepts von Krones lässt sich der Energiebedarf stark verringern. Das Einsparpotenzial ist sogar so hoch, dass sich die Brauerei durch die Verwertung von (Brau)-Reststoffen energetisch autark versorgen kann.
Wie funktioniert dieses geniale Konzept?
Durch den Einsatz der innovativen Brewnomic-Module wie beispielsweise die »Energieschaukel« Equitherm, der Würzekocher Stromboli, der Dynafill Flaschenfüller und der Pasteur Linaflex sinkt der durchschnittliche Bedarf an thermischer Energie von 14,5 kWh je Hektoliter Bier deutlich auf nur noch 5,9 kWh je Hektoliter.
Treber als Energiequelle
Im Treber, einem wesentlichen Reststoff des Brauprozesses, stecken 6,5 kWh Energie je Hektoliter Bier, also mehr als für den kompletten Brauprozess benötigt wird. Die Energie aus dem Treber wird in einer Biogasanlage gewonnen. Da der Treber biologischen Ursprungs (Getreide) ist, ist eine Brewnomic Brauerei in der Endstufe nicht nur energetisch autark, sondern auch CO 2- und klimaneutral.
Wertvolle Proteine als »Abfallprodukt«
Doch damit nicht genug: der Treber enthält wertvolle Proteine, die vor der energetischen Verwertung mit Krones Technologie extrahiert werden können. Die aus dem Treber gewonnenen Proteine dienen der Lebensmittelerzeugung als Grundstoff, beispielsweise für vegane Fleischersatzprodukte.
Brewnomic - die Krones Lösung für nachhaltiges Brauen
Beispielhafter thermischer Energieverbrauch (abhängig von implementierten Lösungen)

Durch den Einsatz der Brewnomic Module kann der thermische Energieeinsatz schon deutlich von 14,5 kWh/hl auf 5,9 kWh/hl reduziert werden. Bei Verwertung der Reststoffe (+ 6,5 kWh/hl) erzielt die Brewnomic sogar einen Energieüberschuss von 0,6 kWh/hl.
Effiziente und flexible Lösungen bieten den Kunden Mehrwert
Kernthemen Intralogistik
Intralogistik
Energieeffizienz erhöhen
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| ― | bis zu 40 % Energieeinsparung |
Arbeitssicherheit erhöhen
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| ― | Bis zu 50 % weniger Arbeitsunfälle durch Automatisierung |
Intelligente Logistiklösungen anbieten
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| ― | Bis zu 20 % Einsparung bei Logistikkosten |
Zunehmende Komplexität handhaben
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| ― | Anzahl der verschiedenen Produktarten und Verpackungsformen nimmt rasant zu |
»Mit unseren Intralogistik- und Automatisierungslösungen beherrschen und beschleunigen die Kunden auch sehr komplexe Materialflüsse.«
Luigi Panzetti, CEO System Logistics
Exzellenter Service durch Digitalisierung
Service und Digitalisierung
Service und Digitalisierung sind über alle drei Segmente hinweg ein wesentlicher Teil des strategischen Fokus von Krones.
Digitalisierung sorgt für noch effizienteren Service und bessere Performance
Voraussetzung für digitale Services sind digitale Maschinendaten. Daher werden seit 2020 alle neuen Krones Linien standardmäßig als Connected Line ausgeliefert. Das bedeutet: Die von der Maschine generierten Daten lassen sich online nutzen und auch mit uns teilen. Mehr als 30 Prozent unserer Kunden tun dies bereits -Tendenz stark steigend.
Konkrete Handlungsempfehlungen durch Datenanalyse
Wir werden in Zukunft ununterbrochen mit unseren Anlagen verbunden sein und dadurch einen noch effizienteren Service bieten. Hierfür überwachen und analysieren wir laufend die Produktionsdaten. So können Krones Experten beispielsweise Schwachstellen und Engpässe frühzeitig erkennen und dem Kunden konkrete Handlungsempfehlungen geben. Dadurch ist der Kunde in der Lage, die Anlagen noch effizienter und nachhaltiger zu betreiben.
Servicebasierte Geschäftsmodelle
Ziel von Krones ist es, sich vom Maschinen- und Anlagenhersteller zum Manager der Getränkefabrik, also von »Built by Krones« hin zu »Managed by Krones« zu entwickeln. Umsetzen wird das Unternehmen dieses stärker servicebasierte Geschäftsmodell über sogenannte Service-Level-Agreements (SLA). Hierbei sichert Krones den Kunden vorab bestimmte Services und Leistungen zu. Im höchsten Level garantieren wir dem Kunden eine vorab festgelegte Performance der Anlage, vorausgesetzt unsere Handlungsempfehlungen werden umgesetzt. Im Gegenzug erhält Krones vom Kunden eine regelmäßig zu zahlende, vom Kunden eine regelmäßige zu zahlende, vom Service-Level abhängige Servicegebühr
»Durch die Kombination unserer Kompetenzen in der Digitalisierung, dem Maschinenbau und dem Lifecycle Service, sind wir in der Lage, einzigartige Lösungen für die Kunden zu entwickeln.
Markus Tischer, Vorstand International Operations und Services

Kundennähe durch weltweites Netzwerk
Global Footprint
Die Reisebeschränkungen während der Corona-Pandemie haben gezeigt, wie wichtig unser weltweites und engmaschiges Netzwerk von Produktions- und Servicegesellschaften ist. So konnten wir auch in dieser schwierigen Zeit unsere Kunden mit Technikern und Ersatzteilen vor Ort weiterhelfen.
Das Krones Netzwerk sichert Kundennähe rund um den Globus
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| ― | 24 Produktionsstandorte weltweit |
| ― | Ca. 3.000 Servicetechniker weltweit |
| ― | Mehr als 100 Niederlassungen und Standorte weltweit |
| ― | Weltweite Ersatzteilverfügbarkeit |
| ― | Digitalisierte Support-Lösung |
»Krones verfügt nicht nur im Service, sondern auch in der Fertigung über einen breiten Global Footprint. An 24 Produktionsstandorten weltweit fertigen wir für unsere Kunden Neumaschinen und Ersatzteile.«
Ralf Goldbrunner, Vorstand Operations

Mit Hilfe des Zielbilds langfristig profitabel wachsen
Profitables Wachstum
Krones hat sich mit dem Claim »Solutions beyond tomorrow« bewusst anspruchsvolle Ziele gesetzt. Grundvoraussetzung für die Umsetzung des Zielbildes unserer Vision ist, dass Krones über die finanziellen Mittel für die dafür nötigen Investitionen verfügt. Daher ist ein Kernelement der Unternehmensstrategie, weiterhin profitabel zu wachsen. Nur Unternehmen, die ausreichend Gewinne und Cashflows erwirtschaften, sind in der Lage, hohe Zukunftsinvestitionen zu tätigen. Ein solides Finanzpolster und eine hohe Eigenkapitalquote geben in Krisenzeiten zudem die nötige Widerstandsfähigkeit, um die eingeschlagene Strategie weiter umzusetzen. Darüber hinaus sichert eine robuste Finanz- und Kapitalstruktur die Unabhängigkeit von Krones.
Deshalb strebt das Unternehmen auf seinen stabil wachsenden Märkten mit innovativen und zukunftsfähigen Produkten und Dienstleistungen ein überdurchschnittliches profitables Wachstum an. Davon werden nicht nur unsere motivierten Mitarbeiter, sondern auch die Aktionäre über angemessene Ausschüttungen profitieren.
»Mit unserem neuen Zielbild haben wir den Weg für langfristig profitables Wachstum vorgezeichnet.«
Uta Anders, CFO
Umsatzwachstum (Mio. €) 2022 bis 2028

EBITDA-Marge (%) 2022 bis 2028

drinktec 2022
Erfolgreicher Messeauftritt von Krones
Von 12. bis 16. September 2022 fand in München die drinktec statt. Die im regulären Abstand von vier Jahren veranstaltete Messe ist der globale Wirtschaftsgipfel der Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Knapp 50.000 Fachbesucher aus 169 Ländern informierten sich auf der drinktec über die neuesten Trends.
Krones präsentiert innovative Technologien für die Gegenwart und Zukunft
Auf einer Fläche von 11.000 qm stellte Krones innovative Produkte für die Getränkeherstellung- und -behandlung, effiziente Intralogistik- und Digitalisierungslösungen sowie modernste Abfüll- und Verpackungstechnologien aus. Neben den vorhandenen Lösungen für gegenwärtige Kundenanforderungen präsentierten wir darüber hinaus unsere Visionen für die Getränkefabrik der Zukunft.
Mit »Future starts in our heads« und »Change starts in our hearts« hieß Krones seine Gäste bereits am Eingang willkommen.
Klima schonen
Krones stellt sich den Herausforderungen der Zukunft. Mit unseren Lösungen wollen wir dazu beitragen, den Klimawandel aufzuhalten. Damit die Welt auch für nachkommende Generationen lebenswert bleibt.
Mit Kunden die Zukunft gestalten
Auf der Visionenbühne im Zentrum des Messestandes präsentierte Krones Konzepte für die Abfüll- und Verpackungslinien der Zukunft. Gedanken und Ideen, die sich aus den Diskussionen mit unseren Kunden ergaben, setzten Zeichner »in Echtzeit« auf schwarzen sechseckigen Säulen visuell um.
Aseptik - wachstumsstark und anspruchsvoll
Die aseptische, also keimfreie, Abfüllung von Produkten bietet Krones noch großes Wachstumspotenzial. Auf der drinktec haben wir unsere neuesten Kundenlösungen für diesen Bereich vorgestellt.
Die VarioAsept D feierte auf der Messe ihre Premiere. Das Modul ermöglicht, dass hitzesensible Produkte wie Milch und pflanzenbasierte Getränke während ihres Herstellprozesses äußerst schnell und dabei schonend erhitzt werden.
PET - weiter sehr gefragt
Die weltweite Nachfrage nach PET-Abfüll- und Verpackungslinien steigt stark. Der Grund für die Beliebtheit von PET liegt neben der guten Ökobilanz in dem geringen Gewicht sowie der hohen Formbarkeit und Festigkeit des Materials. Auf der drinktec unterstrich Krones seine führende Stellung in diesem Marktsegment. Wir bieten für Flaschendesign, Behälterproduktion, -abfüllung und -verpackung sowie für das Recycling gebrauchter PET-Flaschen innovative und effiziente Technologien und Dienstleistungen an.
Plastik nachhaltig ersetzen
Die vollautomatische Packmaschine Variopac Pro von Krones ist ein hochflexibler Allrounder. Auf ihr lassen sich zahlreiche verschiedene Verpackungsarten verarbeiten. Auf der drinktec stand die Variopac Pro mit dem Modul für die nachhaltige und kunststofffreie Sekundärverpackung LitePac Top. Bei diesem Konzept wird recycelbarer Karton anstatt Folie verwendet. Damit werden rund 80 % CO 2-Emissionen eingespart.
Digitalisierung - unaufhaltsam effizient
Einen großen Raum nahmen auf dem Messestand die digitalen Angebote von Krones ein. Besucher konnten beispielsweise mit Hilfe einer Augmented-Reality-Brille die Verpackungslinie Varioline virtuell betrachten.
Im Gespräch - persönlich und digital
Der Kern jeder Messe: Der persönliche Austausch mit den Kunden. In vielen interessanten Gesprächen erhielt Krones positives Feedback auf die vorgestellten Produkte und Dienstleistungen. Unser Team konnte aber auch viele Anregungen der Kunden als Inspiration für die nächsten Innovationen mitnehmen.
Für die Kunden aus China, die coronabedingt nicht nach München reisen konnten, ließen sich die für die Region zuständigen Krones Vertriebsmitarbeiter etwas besonderes einfallen: Sie zeigten ihren chinesischen Kunden via Handy-Livestreams alle Exponate und beantworteten deren Fragen.
Krones - ein perfekter Gastgeber
Für gute Stimmung unter den Besuchern auf dem Krones Messestand sorgten die freundlichen und kompetenten Krones Beschäftigten. Auch die Krones Alm, mit traditioneller bayerischer Musik und Verkostung, trug zur guten Laune unserer vielen internationalen Gäste bei.
Brief des Vorstands *
»Das Krones Team hat das Geschäftsjahr 2022 - trotz aller Herausforderungen - erfolgreich abgeschlossen. Mit dem neuen Zielbild >Solutions beyond tomorrow< haben wir uns ehrgeizige Ziele für die Zukunft gesetzt.«
Christoph Klenk
Vorstandsvorsitzender
Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,
das gesamte Krones Team kann stolz auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurückblicken. Wir haben die Herausforderungen wie die wirtschaftlichen Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts, die Ressourcenknappheit, die stark steigenden Material- und Energiepreise sowie die weiterhin belastende Corona-Pandemie gut gemeistert. Krones erwirtschaftete 2022 erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Umsatz von mehr als vier Milliarden Euro. Alle anderen wesentlichen Finanzkennzahlen wurden ebenfalls deutlich verbessert.
Sehr positive Zahlen im Geschäftsjahr 2022
Die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen war trotz der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten und unseren Preiserhöhungen weiterhin sehr hoch. Krones profitierte von der Innovationsstärke sowie dem sehr guten Standing bei den Kunden. Dies haben wir seit der Corona-Pandemie nochmals verbessert, indem wir auch in der schwierigen Zeit eingehalten haben, was wir unseren Kunden versprachen.
Der Auftragseingang erreichte mit 5,78 Mrd. € (+ 34 %) den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte, ebenso wie der Auftragsbestand mit 3,47 Mrd. € (+ 83 %). Da es uns durch erfolgreiches Management der Ressourcenknappheit gelungen ist, die Produktionskapazitäten relativ gut auszulasten, konnten wir 2022 den Umsatz um 15,8 % auf 4,21 Mrd. € steigern. Der Zuwachs lag damit auch über der im Oktober 2022 angehobenen Umsatzprognose von plus 10 % bis 12 %.
Die Ertragskraft verbesserten wir trotz steigender Kosten ebenfalls. Hier zeigt sich, dass unsere in den Vorjahren eingeleiteten strategischen Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung greifen. Die Profitabilität, gemessen an der EBITDA-Marge, steigerte Krones im Berichtsjahr auf 8,9 % (Vorjahr: bereinigt 8,1 %). Unsere dritte finanzielle Zielgröße, der ROCE (Return on Capital Employed), erhöhte sich von 10,0 % auf 14,1 %.
Positiv entwickelte sich 2022 auch der Free Cashflow. Er war, erheblich beeinflusst vom hohen Auftragseingang und den damit verbundenen Kundenanzahlungen, mit 371 Mio. € außergewöhnlich hoch (2021: 203 Mio. €) und trug zum deutlichen Aufbau der Nettoliquidität von 670 Mio. € zum Jahresende 2022 bei.
Aktionäre sollen mit Dividende von 1,75 € je Aktie am Erfolg beteiligt werden
Von den guten Ergebnissen im Berichtsjahr sollen auch unsere Aktionäre profitieren. Daher wird Krones gemäß der Ausschüttungspolitik die Dividende deutlich anheben und für das Geschäftsjahr 2022 an die Anteilseigner eine um 25 % höhere Dividende von 1,75 € je Aktie auszahlen, nach 1,40 € je Aktie im vergangenen Jahr.
* Alle Angaben innerhalb »Brief des Vorstands« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Weltleitmesse drinktec war großer Erfolg
Das Unternehmens-Highlight des Jahres 2022 war im September die drinktec, die Welt-Leitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Für Krones war die drinktec 2022 ein voller Erfolg (Seiten 25 bis 33). Wir erhielten viel positives Feedback von unseren Kunden. Genauso wichtig war für uns aber auch der Input, den wir aus der direkten Kommunikation mit den Kunden bekamen.
Mit dem neuen Zielbild »Solutions beyond tomorrow« die Zukunft gestalten
Auf der drinktec 2022 haben wir auch unser neues Zielbild »Solutions beyond tomorrow« vorgestellt. Gerade in Zeiten des stetigen Wandels ist es wichtig, ein klares, gemeinsames und auch ambitioniertes Ziel vor Augen zu haben. Nur so kann sich das Unternehmen weiterentwickeln und erfolgreich bleiben.
Dieser Anspruch spiegelt sich in dem neuen Zielbild »Solutions beyond tomorrow« wider. Mit dem neuen Claim zeigen wir auf, welche Ziele das Unternehmen langfristig verfolgt: Krones wird dazu beitragen, drei wesentliche Herausforderungen der Menschheit zu bewältigen: den Klimawandel aufzuhalten, die Menschheit zu ernähren und mit Verpackungsmaterialien verantwortungsbewusst umzugehen.
Das Zielbild, auch Titel des Geschäftsberichts 2022, gibt dem Krones Team Halt und Orientierung auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Dabei legen wir den strategischen Fokus in allen drei Unternehmenssegmenten auf Nachhaltigkeit, Servicequalität und Digitalisierung. Ausführliche Informationen zu »Solutions beyond tomorrow« finden Sie auf den Seiten 5 bis 24 des Geschäftsberichts.
Im Jahr 2023 bleiben viele Herausforderungen bestehen
Die positiven Geschäftszahlen 2022 täuschen nicht darüber hinweg, dass die politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten weiterhin sehr hoch sind. Der Russland-Ukraine-Konflikt sowie die aufgrund der hohen Inflation gestiegenen Zinsen haben bereits zu einer Abkühlung der Weltkonjunktur geführt. Die Experten des Internationalen Währungsfonds erwarten für das laufende Jahr nur mehr ein Wachstum von 2,9 % (Vorjahr: 3,4 %), das damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 3,8 % liegt.
Gleichzeitig sind die globalen Lieferketten und die Lage auf den Beschaffungsmärkten weiterhin angespannt. Es bleibt 2023 eine große Herausforderung, stets ausreichend Material und Zulieferteile fristgerecht zu beschaffen, um die Produktion gut auszulasten. Auch die weitere Entwicklung der Covid-19-Pandemie bleibt ein Unsicherheitsfaktor.
Vorstand prognostiziert für 2023 höhere Umsätze und steigende Ertragskraft
Trotz großer Herausforderungen gibt es gute Gründe, optimistisch auf das Geschäftsjahr 2023 und in die weitere Zukunft zu blicken. Wir sind mit einem sehr hohen Auftragspolster in das laufende Jahr gestartet und die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen ist auf hohem Niveau. Zudem erwarten wir, dass sich die Lage auf den für uns relevanten Beschaffungsmärkten in der zweiten Jahreshälfte insgesamt leicht entspannen könnte. Aufgrund der positiven Marktentwicklung und der starken Position von Krones rechnet der Vorstand für 2023 mit einem im Vergleich zum Vorjahr um 8 % bis 11 % höheren Konzernumsatz.
Die Ertragskraft will Krones im laufenden Jahr gegenüber 2022 erneut verbessern. Hierzu beitragen wird neben den steigenden Erlösen auch die weitere Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen. Aufgrund der innovativen Lösungen des Unternehmens sowie der guten Projektarbeit beim Kunden ist es Krones 2022 gelungen, Preiserhöhungen durchzusetzen. Mit den höheren Preisen kann das Unternehmen künftige Kostensteigerungen kompensieren. Zudem wird eine stabile Auslastung, die wir durch unsere flexible Produktion und intelligentes Beschaffungsmanagement erreichen, die Profitabilität verbessern. Für 2023 prognostizieren wir für den Konzern eine EBITDA-Marge von 9 % bis 10 %. Für die dritte Zielgröße, den roce, erwartet Krones im laufenden Jahr eine Steigerung auf 15 bis 17 %.
Krones ist auf gutem Weg, die Ziele bis 2025 zu erreichen
Auch mittelfristig strebt Krones profitables Wachstum an. Bis 2025 wollen wir einen Umsatz von mindestens 5 Mrd. € erreichen. Neben dem organischen Wachstum von jährlich 5 % sollen hierzu auch Akquisitionen beitragen. 2022 haben wir durch den Zukauf der US-Firma R+D Custom Automation unsere Kompetenzen im wachsenden Pharmamarkt erweitert. Akquisitionen mittelgroßer, profitabler Unternehmen sind weiterhin Teil unserer Wachstumsstrategie.
Das Mittelfristziel für die EBITDA-Marge liegt zwischen 10 % und 13 %. Beim ROCE streben wir bis 2025 einen Wert von mindestens 20 % an. Nach dem positiven Geschäftsverlauf im Jahr 2022 sieht Krones trotz aller Herausforderungen derzeit mehr Chancen als Risiken, die Mittelfristziele zu erreichen.
Uta Anders seit Jahresbeginn CFO bei Krones
Seit 1. Januar 2023 ist Uta Anders Mitglied des Vorstands und hat die Funktion des Finanzvorstands (CFO) übernommen. Sie folgt damit Norbert Broger, der auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember 2022 mit Ablauf seines Vertrages aus dem Krones Vorstand ausgeschieden ist. Der Übergang war fließend und harmonisch, da der Wechsel schon Ende März 2022 feststand und Uta Anders bereits seit 2020 bei Krones in leitender Funktion tätig ist. Im Namen des gesamten Vorstands bedanke ich mich bei Norbert Broger für die gute, engagierte und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Flexibles, kreatives und motiviertes Team sind Basis für nachhaltigen Erfolg
Ausschlaggebend für die gute Beziehung zu unseren Kunden ist die termingetreue und hochwertige Umsetzung unserer Projekte. Dies war und ist nur durch die hohe Flexibilität des Unternehmens sowie die enorme Kreativität und Motivation unserer Beschäftigten möglich.
Im Namen des kompletten Vorstands bedanke ich mich an dieser Stelle bei allen Beschäftigten für den herausragenden Einsatz im Geschäftsjahr 2022. Sie sind es auch, die unser neues, ambitioniertes Zielbild »Solutions beyond tomorrow« jeden Tag umsetzen und leben, damit wir unsere gemeinsame Vision verwirklichen und die langfristigen Unternehmensziele erreichen.
Christoph Klenk, CEO
Die Mitglieder des Vorstands
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| Thomas Ricker | Ralf Goldbrunner | Uta Anders | Christoph Klenk | Norbert Broger | Markus Tischer |
| CSO | Operations | CFO (ab 01.01.2023) | CEO | CFO (bis 31.12.2022) | International Operations and Services |
Bericht des Aufsichtsrats *
Volker Kronseder
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2022 war sehr herausfordernd für Krones. Die Corona-Pandemie schwächte sich zwar ab, beeinflusste unsere Geschäfte aber auch im Berichtsjahr. Darüber hinaus musste Krones mit der allgemeinen Materialknappheit und steigenden Preisen umgehen. Zudem bremsten die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts die globale Konjunktur. Dank der hervorragenden Arbeit des gesamten Krones Teams können wir dennoch auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Das Unternehmen erreichte in einem schwierigen Umfeld seine ehrgeizigen Finanzziele.
Anfang 2023 gab es einen Wechsel im Krones Vorstand. Mit Uta Anders ist seit dem 1. Januar 2023 erstmals eine Frau im Vorstand. Uta Anders folgte Norbert Broger in der Position des Finanzvorstands (CFO) der Krones AG. Herr Broger schied auf eigenen Wunsch nach Ablauf seines Vorstandsdienstvertrages zum 31. Dezember 2022 aus dem Vorstand aus. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich Norbert Broger für seinen engagierten Einsatz und die herausragenden Leistungen für Krones. Frau Anders wünsche ich viel Erfolg bei ihren Aufgaben im Vorstand unseres Unternehmens.
Mit dem neuen Zielbild »Solutions beyond tomorrow« hat Krones den Weg in eine erfolgreiche Zukunft vorgezeichnet. Der Aufsichtsrat wird weiterhin eng und vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammenarbeiten und diesen bei der Umsetzung der Ziele und Visionen von »Solutions beyond tomorrow« begleiten.
Beratung und Überwachung
Im Geschäftsjahr 2022 hat der Aufsichtsrat der Krones AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten und seine Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen.
Die aktienrechtlichen Vorschriften und Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Berichtspflicht des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat wurden dabei stets beachtet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement. Bei Entscheidungen von besonderer Bedeutung für die Krones AG und den Konzern wurde der Aufsichtsrat frühzeitig vom Vorstand informiert und eingebunden. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende sowie der Vorstandsvorsitzende standen auch zwischen den Sitzungen regelmäßig in Kontakt. Dabei erörterten sie gemeinsam Themen zur Strategie, der aktuellen Geschäftsentwicklung, der Risikolage sowie des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens.
Zu den Schwerpunktthemen, mit denen sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2022 befasste, zählten die angespannte Situation an den Beschaffungsmärkten, steigende Materialpreise, das neue Zielbild von Krones, die Energieversorgung sowie die Akquisitionsstrategie.
Personelle Änderungen im Aufsichtsrat
Seit 1.1.2022 ist Stefan Raith als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Krones AG. Er folgte Klaus Gerlach, dessen Mandat am 31. Dezember 2021 endete. Ich bedanke mich bei Klaus Gerlach, der seit 2012 Mitglied des Aufsichtsrats der Krones AG war, herzlich für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Keine Interessenkonflikte
Gemäß Empfehlung E.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats offenlegen. Im Berichtszeitraum wurden keine Interessenkonflikte offengelegt.
* Alle Angaben innerhalb »Bericht des Aufsichtsrats« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Präsenz bei den Aufsichtsratssitzungen
2022 fanden insgesamt sechs ordentliche Aufsichtsratssitzungen sowie eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. Mehrmals war der Vorstand als Gast in Sitzungen präsent. Der Aufsichtsrat tagte aber auch regelmäßig ohne den Vorstand. Alle Sitzungen des Gremiums wurden im Geschäftsjahr 2022 grundsätzlich als Präsenzveranstaltung durchgeführt. Es bestand aber die Möglichkeit, dass einzelne Mitglieder des Aufsichtsrates bei Bedarf über Video- bzw. Telefonzuschaltung an Sitzungen teilnehmen konnten.
Gemäß der Empfehlung D.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir zur Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen folgende Angaben:
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| Aufsichtsratsmitglied | Anzahl der Sitzungen | Teilnahme an Sitzungen |
|---|---|---|
| Volker Kronseder | 7 | 7 |
| Josef Weitzer | 7 | 7 |
| Nora Diepold | 7 | 7 |
| Robert Friedmann | 7 | 4 |
| Oliver Grober | 7 | 7 |
| Thomas Hiltl | 7 | 7 |
| Markus Hüttner | 7 | 7 |
| Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast | 7 | 7 |
| Dr. phil. Verena Di Pasquale | 7 | 7 |
| Beate Eva Maria Pöpperl | 7 | 7 |
| Stefan Raith | 7 | 7 |
| Norbert Samhammer | 7 | 7 |
| Petra Schadeberg-Herrmann | 7 | 7 |
| Jürgen Scholz | 7 | 7 |
| Hans-Jürgen Thaus | 7 | 7 |
| Matthias Winkler | 7 | 7 |
Berichte aus den Aufsichtsratssitzungen
Die erste Aufsichtsratssitzung 2022 fand am 23. März statt. Schwerpunktthema war der Jahresabschluss 2021 der Krones AG und des Krones Konzerns. An der Sitzung nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von Krones teil. Dem Aufsichtsrat wurde vom Vorstand dargelegt, wie sich die wesentlichen Finanzkennzahlen im Geschäftsjahr 2021 entwickelten. Im Anschluss daran erläuterten die Vertreter des Wirtschaftsprüfers dem Gremium den Prüfungsauftrag, die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses sowie Details der Abschlussprüfung. Sie standen dem Aufsichtsrat für Fragen zur Verfügung und beantworteten diese umfassend. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss (PRM) des Aufsichtsrates nahm Stellung zu den Prüfungsergebnissen. Abschließend stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Krones AG 2021 fest und billigte den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht 2021. Darüber hinaus billigte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des PRM auch den Nichtfinanziellen Bericht.
Unter dem Tagesordnungspunkt »Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten« befasste sich das Gremium unter anderem mit der Anpassung des variablen Vorstandsvergütungsbestandteils »Long Term Incentive (LTI)«. Auf Empfehlung des Ständigen Ausschusses beschloss der Aufsichtsrat, dass der LTI um eine Nachhaltigkeitskomponente erweitert wird. Es handelt sich dabei um die Zielerreichung bei der angestrebten Verminderung des CO 2-Ausstoßes von Krones (Scope 1 und 2).
Zudem beschäftigte sich der Aufsichtsrat auf seiner ersten Sitzung mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2022 sowie den dafür notwendigen Beschlüssen. So legte das Gremium beispielsweise fest, dass der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von 1,40 € je Aktie vorgeschlagen werden soll. Im wirtschaftlichen Bericht erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat die aktuelle Geschäftslage, insbesondere die möglichen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts auf Krones. Auch zur Lage an den internationalen Beschaffungsmärkten nahm der Vorstand Stellung.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt der ersten Aufsichtsratssitzung war die Beschlussfassung über die Bestellung von Uta Anders zum Vorstand (CFO) der Krones AG zum 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2025.
Zur zweiten Sitzung im Berichtsjahr traf sich der Aufsichtsrat am 31. Mai 2022 im Anschluss an die virtuelle Hauptversammlung von Krones. Ein wesentliches Thema war der Bericht des Vorstands über die aktuelle wirtschaftliche Lage. Dieser beinhaltete auch Informationen zur allgemeinen Kostenentwicklung und wie diese Krones beeinflusst. Darüber hinaus stellte der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk dem Aufsichtsrat das neue Zielbild »Solutions beyond tomorrow« von Krones vor und erläuterte mögliche Akquisitionsprojekte.
Am 6. Juli fand eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. Die Sitzung wurde einberufen, um weitere Erkenntnisse zum möglichen Zukauf des US-Unternehmens R+D Custom Automation darzustellen und zu besprechen. Der Vorstand informierte das Gremium ausführlich über die Technologie, den Markt und die Finanzkennzahlen von R+D sowie über die Transaktionsstruktur. Zudem wurden die Chancen und Risiken eines möglichen Beteiligungserwerbs erläutert. Der Aufsichtsrat beschloss, dass der Vorstand die Kaufpreisverhandlungen mit dem Ziel eines Beteiligungserwerbs weiterführen soll.
Die vierte Gremiumssitzung am 20. Juli wurde an unserem ungarischen Produktionsstandort in Debrecen abgehalten. Am Tag vor der Sitzung besichtigte der Aufsichtsrat das neue Werk. Auf der Aufsichtsratssitzung erhielt das Gremium vom Vorstand detaillierte Informationen zur Entwicklung des Standorts und seiner Rolle bei der Umsetzung der Produktionsstrategie von Krones.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt der vierten Sitzung war der wirtschaftliche Bericht des Vorstands. Die für die einzelnen Geschäftsbereiche verantwortlichen Vorstände informierten den Aufsichtsrat darüber, wie sich die Geschäfte von Krones im ersten Halbjahr 2022 entwickelten. Auch die Materialverfügbarkeit sowie die Entwicklung der Einkaufspreise waren dabei Thema. Auf der Sitzung in Debrecen präsentierte der Vorstand zudem seine aktuelle Einschätzung des Risikos einer möglichen Gasknappheit bei Krones, Kunden und Lieferanten.
Am 27. Oktober fand die fünfte Sitzung des Aufsichtsrats statt. Zu Beginn informierte der Aufsichtsratsvorsitzende das Gremium, dass 2023 die im Rhythmus von zwei Jahren stattfindende Effizienzprüfung des Aufsichtsrats ansteht. Krones verwendet hierzu wieder einen Fragenkatalog, der um Neuerungen des Deutschen Corporate Governance Kodex angepasst wurde. Ein Schwerpunkt der Sitzung war der wirtschaftliche Bericht des Vorstands, in dem die einzelnen Vorstandsmitglieder den Aufsichtsrat über die Geschäftsentwicklung von Krones in den ersten drei Quartalen 2022 ausführlich informierten. Dies umfasste auch die aktuelle Lage bei der Energieversorgung und Auszüge aus der Berichterstattung zu Nachhaltigkeits-Themen. Zudem erläuterte der Vorstand dem Gremium, wie sich Krones auf der drinktec präsentierte und welches Feedback es von Kundenseite zum Messeauftritt des Unternehmens gab. Auf der Sitzung fasste der Aufsichtsrat zudem einen Beschluss zum neuen Geschäftsverteilungsplan des Vorstands, der ab dem 1. Januar 2023 gilt.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt am 27. Oktober war der aktuelle Bericht des Vorstands zur Akquisitionsstrategie. Der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk teilte dem Aufsichtsrat weitere Details zur möglichen Übernahme von R+D Custom Automation mit. Nach den umfassenden Erläuterungen des Vorstandsvorsitzenden stimmte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Vorstands zu, dass sich Krones an R+D Custom Automation beteiligt.
Auf seiner sechsten Sitzung am 7. Dezember befasste sich der Aufsichtsrat im Wesentlichen mit mittel- und langfristigen Themen sowie der strategischen Ausrichtung von Krones. Am Beginn stand das geopolitische und gesamtwirtschaftliche Umfeld im Fokus. Vorstandsvorsitzender Christoph Klenk stellte dem Gremium unter anderem dar, wie drohende globale Konflikte und wirtschaftliche Blockbildungen die internationalen Beschaffungsmärkte und Lieferketten beeinflussen könnten. Herr Klenk erläuterte, dass der Ausbau des Global Footprints ein Baustein ist, um mögliche Beschaffungsrisiken zu verringern. Anschließend informierten die für die einzelnen Unternehmensbereiche zuständigen Vorstände den Aufsichtsrat ausführlich über die wesentlichen technologischen und wirtschaftlichen Trends an den Märkten von Krones sowie über neue Kundenanforderungen. Eine wesentliche Rolle spielten hierbei die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Der Vorstand legte dem Aufsichtsrat detailliert die strategische Ausrichtung der einzelnen Unternehmenssegmente dar, mit der Krones künftig weiterhin profitabel wachsen will.
Am 8. Dezember traf sich der Aufsichtsrat zu seiner siebten Sitzung 2022. Ein wesentlicher Punkt auf der Tagesordnung war der Bericht des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses (PRM) mit den Themen Risikomanagement, Interne Revision sowie Compliance. Hierzu erläuterte der Ausschussvorsitzende Hans-Jürgen Thaus die Inhalte der PRM-Sitzung vom 15. November 2022 und die Erkenntnisse zum Risikomanagementsystem und dessen Wirksamkeit. Er zeigte dem Aufsichtsrat eine detaillierte Darstellung der strategischen Risiken und erklärte, dass aus Sicht des prm das Risikomanagementsystem von Krones die Risiken angemessen darstellt. Zum Bereich CyberSecurity erhielt der Aufsichtsrat Informationen, wie Krones organisatorisch aufgestellt ist und welche Sicherungsmaßnahmen es zum Schutz vor Cyberangriffen gibt.
Der Vorstand präsentierte dem Gremium auf der siebten Aufsichtsratssitzung auch die Jahres- und Investitionsplanung 2023. Der Aufsichtsrat stimmte den Planungen des Vorstands zu. Darüber hinaus fasste das Gremium Beschlüsse zur Abgabe der Entsprechenserklärung gemäß §161 Aktiengesetz sowie zur Erweiterung des variablen Vorstandsvergütungsbestandteils »Long Term Incentive« um ein Diversity-Kriterium, den Frauenanteil in Führungspositionen bei Krones.
Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses
Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören Hans-Jürgen Thaus, Josef Weitzer, Markus Hüttner, Volker Kronseder, Jürgen Scholz und Matthias Winkler an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus, sein Stellvertreter ist Josef Weitzer. Hans-Jürgen Thaus (ehemaliger Finanzvorstand der Krones AG) und Matthias Winkler (Steuerberater und Partner einer Steuerberatungsgesellschaft) verfügen über den gesetzlich geforderten nötigen Sachverstand in der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht die Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie die Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Qualität des Abschlusses und die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- sowie Compliance-Systems.
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss hielt 2022 zwei Sitzungen ab. Diese fanden jeweils als Präsenzveranstaltung statt. Gemäß der Empfehlung D.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir zur Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Prüfungs- und Risikomanagementausschuss an den Sitzungen folgende Angaben:
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| Ausschussmitglied | Anzahl der Sitzungen | Teilnahme an Sitzungen |
|---|---|---|
| Hans-Jürgen Thaus | 2 | 2 |
| Josef Weitzer | 2 | 2 |
| Markus Hüttner | 2 | 2 |
| Volker Kronseder | 2 | 1 |
| Jürgen Scholz | 2 | 2 |
| Matthias Winkler | 2 | 2 |
Auf der Sitzung am 17. März beschäftigte sich der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss (PRM) im Wesentlichen mit der Berichterstattung zum Jahres- und Konzernabschluss der Krones AG zum 31. Dezember 2021, dem Bericht der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Krones AG zum 31. Dezember 2021 sowie mit dem Nichtfinanziellen Bericht 2021. Der PRM bereitete zu diesen Themen Empfehlungen zu Beschlüssen des Aufsichtsrats auf dessen Sitzung am 23. März vor.
Die zweite Sitzung 2022 des Prüfungs- und Risikomanagementausschuss fand am 15. November statt. Auf dieser informierten die Leiter des Controllings, der Internen Revision sowie der Compliance die Ausschussmitglieder ausführlich über die aktuelle Risikosituation, die interne Revision sowie über das Compliance Management. Zudem befasste sich der Ausschuss in der Sitzung mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Dabei behandelte der prm auch das Thema Cybersecurity intensiv.
Arbeit des Ständigen Ausschusses
Dem Ständigen Ausschuss gehören Volker Kronseder, Josef Weitzer, Markus Hüttner und Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Volker Kronseder, sein Stellvertreter ist Josef Weitzer. Das Gremium befasst sich grundsätzlich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen zum Beispiel die Personalstrategie sowie die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.
2022 fanden zwei Sitzungen, jeweils als Präsenzveranstaltung, statt. Gemäß der Empfehlung D.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir zur Teilnahme der einzelnen Ausschussmitglieder an den Sitzungen folgende Angaben:
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| Ausschussmitglied | Anzahl der Sitzungen | Teilnahme an Sitzungen |
|---|---|---|
| Volker Kronseder | 2 | 1 |
| Josef Weitzer | 2 | 2 |
| Markus Hüttner | 2 | 2 |
| Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast | 2 | 2 |
Die erste Sitzung des Ständigen Ausschusses am 17. März wurde einberufen, um vor der Aufsichtsratssitzung am 23. März Empfehlungen für den Aufsichtsrat vorzubereiten. Es war zum einen die Empfehlung, Uta Anders zum Finanzvorstand der Krones AG zu bestellen. Zudem befasste sich der Ausschuss mit der Empfehlung, die Grundvergütung des Vorstandmitglieds Markus Tischer anzupassen. Darüber hinaus ging es auf der Sitzung um die Weiterentwicklung des Vergütungssystems für den Vorstand der Krones AG und darum, das ESG-Ziel »Verringerung des CO 2-Ausstoßes (Scope 1 und 2)« als eine Zielgröße für den variablen Vorstandsvergütungsbestandteil »Long Term Incentive (LTI)« aufzunehmen.
Am 15. November fand die zweite Sitzung des Ständigen Ausschusses statt. Wesentliches Thema war, den »Long Term Incentive (LTI)« mit einer Diversity-Komponente um ein weiteres ESG-Thema zu ergänzen. Der Ständige Ausschuss gab dem Aufsichtsrat die Empfehlung, zu beschließen, dass der Frauenanteil in Führungspositionen bei Krones eine LTI-Komponente wird.
Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Krones Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der Krones AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der Krones AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 23. März 2023 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben zeitweise auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und den Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte unterrichtet.
Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach der abschließenden Prüfung durch den Aufsichtsrat, die insbesondere auch die im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers beschriebenen Sachverhalte einschließlich der Prüfungshandlungen zum Gegenstand hatte, ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Krones AG festgestellt sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2022 der Krones AG festgestellt.
Die Abschlussprüfer bezogen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Krones AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG in ihre Prüfung ein und legten ihren Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vor. Die Prüfung durch die Abschlussprüfer ergab keine Beanstandungen. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: »Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.«
Die Überprüfung des Berichts über die Beziehungen der Krones AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG durch den Aufsichtsrat führte zu keinen Beanstandungen. Der Aufsichtsrat schloss sich daher dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen die Schlusserklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.
Über die gesetzliche Abschlussprüfung hinaus hat die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die für die Krones AG und den Krones Konzern zusammengefasste Nichtfinanzielle Erklärung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022, die Teil des Konzernlageberichts ist, einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Auf dieser Basis hat der Wirtschaftsprüfer keine Einwendungen gegen die Nichtfinanzielle Erklärung und die Erfüllung der daran gestellten gesetzlichen Anforderungen erhoben.
Dank an den Vorstand sowie die Beschäftigten
Krones hat 2022 in einem sehr herausfordernden Umfeld erfolgreich gewirtschaftet. Möglich wurde das nur, weil hinter dem Unternehmen ein engagiertes und motiviertes Team steht. Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Beschäftigten von Krones für ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg.
Neutraubling, im März 2023
Der Aufsichtsrat
Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats
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| Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender * Universitätsklinikum Regensburg * Wirtschaftsbeirat Bayerische Landesbank | Josef Weitzer ** Stv. Aufsichtsratsvorsitzender Konzernbetriebsratsvorsitzender Gesamtbetriebsratsvorsitzender * Bay. Betriebskrankenkassen | Nora Diepold Chief Executive Officer NK Immobilienverwaltungs GmbH Regensburg | Robert Friedmann Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe * ZF Friedrichshafen ag |
| Oliver Grober ** Stv. Betriebsratsvorsitzender Rosenheim | Thomas Hiltl ** Betriebsratsvorsitzender Nittenau | Markus Hüttner ** Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Stv. Betriebsratsvorsitzender Neutraubling | Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Professorin Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg |
| Dr. phil. Verena Di Pasquale ** Stv. Vorsitzende des DGB Bayern | Stefan Raith ** Leiter Business Line, Line Solutions Krones AG * re-sult AG, Regensburg | Norbert Samhammer Geschäftsführer Samhammer Holding GmbH * Samhammer AG (bis 01.06.2022) | Beate Eva Maria Pöpperl ** Freigestellte Betriebsrätin |
| Petra Schadeberg-Herrmann Geschäftsführende Gesellschafterin Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG, Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH, Diversum Holding GmbH & Co. KG | Jürgen Scholz ** 1. Bevollmächtigter IG-Metall Geschäftsstelle Regensburg * Infineon Technologies AG | Hans-Jürgen Thaus * Maschinenfabrik Reinhausen GmbH | Matthias Winkler Geschäftsführender Gesellschafter der WW+KN Steuerberatungsgesellschaft mbH, Geschäftsführender Gesellschafter der WW+KN Treuhand GmbH |
* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG
** Von der Belegschaft gewählt
Zur Krones Aktie *
»Unsere Aktie profitierte 2022 von der sehr guten Geschäftsentwicklung von Krones und zeigte mit plus 9,5 % eine deutliche Outperformance.«
Olaf Scholz
Leiter Investor Relations
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| ― | Aktienmärkte verzeichneten 2022 weltweit Verluste |
| ― | Krones Aktie mit einem Plus von 9,5 % deutlicher Outperformer |
| ― | Aktionäre sollen für 2022 eine Dividende von 1,75 € je Aktie erhalten |
Der Russland-Ukraine-Konflikt und stark steigende Zinsen führten 2022 an den weltweiten Aktienmärkten zu Kursrückgängen
Das Börsenjahr 2022 war von hoher Volatilität und teilweise massiven Kursverlusten geprägt. Der Russland-Ukraine-Konflikt, hohe Inflationsraten, stark steigende Zinsen, Energieknappheit sowie Rezessionsängste verunsicherten die Investoren. Selbst die kräftige Erholung der Märkte im vierten Quartal konnte die Verluste der ersten neun Monate 2022 nicht mehr ausgleichen. Alle wichtigen nationalen und internationalen Aktienindizes notierten am Jahresende deutlich niedriger als zu Jahresbeginn.
Dabei hatte das Börsenjahr 2022 gut begonnen. So markierte der deutsche Leitindex DAX Anfang Januar mit 16.285 Punkten noch seinen Jahreshöchststand, bevor er, ausgelöst durch den Russland-Ukraine-Konflikt und die massiv steigenden Zinsen, abrutschte. Ende des ersten Quartals erholten sich die Indizes und schwankten bis Ende des dritten Quartals heftig. Der DAX pendelte zwischen 14.700 und knapp 12.000 Punkten. Ende September 2022 markierte der DAX seinen Jahrestiefststand mit 11.863 Punkten. Im vierten Quartal 2022 sorgten sinkende Energiepreise und rückläufige Inflationsraten für Entspannung an den Anleihemärkten und bessere Stimmung an den Aktienbörsen, so dass der DAX bis Jahresende auf 13.924 Punkte kletterte.
Der wichtigste deutsche Index beendete somit das Jahr 2022 mit einem Verlust von 12,3 %. Ähnlich entwickelte sich der Euro Stoxx 50. Der Index der 50 größten Unternehmen aus der Eurozone gab im Berichtszeitraum um 11,9 % nach. Das bekannteste US-Börsenbarometer, der Dow-Jones-Index, verlor mit 9,0 % weniger stark, weil sich die Ölkonzerne im Dow positiv entwickelten. Der marktbreitere US-Index S&P-500 büßte hingegen 19,6 % ein. Am japanischen Aktienmarkt war der Einbruch mit 9,5 % nicht ganz so heftig wie in Europa. Der Nikkei-Index profitierte vom schwachen Yen.
* Alle Angaben innerhalb »Zur Krones Aktie« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Krones Aktie mit einem Plus von 9,5 % klarer Outperformer
Die Krones Aktie performte 2022 mit einem Plus von 9,5 % deutlich besser als der Gesamtmarkt. Der SDAX verlor im Berichtszeitraum -27,3 %. Unser Papier entwickelte sich ab Mai deutlich besser als der SDAX und zeigte vor allem im vierten Quartal eine starke Outperformance.
Nach kräftigen Kursverlusten im ersten Quartal aufgrund der allgemein schlechten Börsenstimmung, entwickelte sich die Krones Aktie bis zum Jahresende deutlich besser als der Gesamtmarkt. Der Hauptgrund für die starke Outperformance gegenüber allen wichtigen Indizes lag in der guten Geschäftsentwicklung des Unternehmens.
Im ersten Quartal 2022 verzeichneten unsere Titel, wie alle Börsenbarometer, heftige Kursverluste. Grund war der Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts am 24. Februar. Am selben Tag veröffentlichte Krones positive vorläufige Jahreszahlen für 2021, die wegen des Konflikts verpufften. In den folgenden Wochen fielen die Kurse deutlich. Am 7. März markierte unser Papier den Jahrestiefstkurs mit 67,50 €. Nach der Veröffentlichung der positiven Geschäftszahlen für das erste Quartal am 6. Mai 2022 ging es mit der Aktie kontinuierlich nach oben und die Notiz kletterte bis Anfang Juni auf knapp 90 €. Danach bröckelte der Kurs mit dem schwachen Gesamtmarkt erneut ab und zog erst Anfang des dritten Quartals, unterstützt durch die guten Halbjahreszahlen, wieder an.
Wertentwicklung der Krones Aktie im Vergleich zum SDAX 2022

Im September konnte sich Krones dem allgemein schwachen Markttrend entziehen. Hauptverantwortlich für die starke Rallye zum Ende des dritten Quartals dürfte gewesen sein, dass Krones die künftige Strategie, insbesondere zum Thema Nachhaltigkeit, ausführlich darstellte. Hierfür nutzte das Unternehmen den Capital Market Day am 15. September auf der drinktec. Im Anschluss kam es zu vielen positiven Analystenkommentaren und Kurszielerhöhungen. Nach einer kurzen Verschnaufpause Ende Oktober schoben die Erhöhung der 2022er-Umsatzprognose sowie die Veröffentlichung der starken Zahlen für das dritte Quartal den Kurs in den folgenden Wochen in den dreistelligen Euro-Bereich. Am 13. Dezember notierten unsere Titel mit 111,40 € auf dem Jahreshöchststand und gaben bis zum Jahresende nur noch leicht auf 105,00 € nach.
Die Krones Aktie beendete das Börsenjahr 2022 mit einem Plus von 9,5 % und zeigte eine deutliche Outperformance gegenüber allen wichtigen Aktienindizes. Inklusive der Dividende von 1,40 € erzielte die Krones Aktie 2022 eine Performance von 10,9 %. Der SDAX, dem Krones seit 2018 angehört, verlor im Berichtsjahr 27,3 %. Krones war 2022 einer der Top-Ten-Performer im 70 Werte umfassenden SDAX.
Kennzahlen der Krones Aktie
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| zum 31.12. | 2022 | 2021 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | € | 5,92 | 4,47 | - 2,52 |
| Eigenkapital je Aktie | € | 50,58 | 44,05 | 37,98 |
| Free Cashflow je Aktie | € | 11,74 | 6,43 | 7,00 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis (kgv) auf Basis des Jahresendkurses | 17,7 | 21,5 | ||
| Dividende je Aktie | € | 1,75 * | 1,40 | 0,06 |
| Höchstkurs | € | 111,40 | 99,60 | 75,50 |
| Tiefstkurs | € | 67,50 | 64,30 | 41,92 |
| Jahresschlusskurs | € | 105,00 | 95,90 | 66,05 |
* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag; Kursangaben Quelle: Xetra
Krones Aktie mit überdurchschnittlicher 10-Jahres-Performance
In den vergangenen zehn Jahren stieg der Kurs der Krones Aktie jährlich um durchschnittlich 8,4 %. Inklusive Dividenden ergibt sich ein Wertzuwachs von 10,0 % im Jahr.
In den vergangenen zehn Jahren, also von 2013 bis 2022, ist die Krones Aktie um insgesamt 123 % gestiegen. Damit beträgt der durchschnittliche jährliche Kursgewinn in diesem Zehnjahres-Zeitraum 8,4 %. Der SDAX-Kursindex, also der SDAX ohne Dividenden, legte im gleichen Zeitraum im Durchschnitt um jährlich 6,6 % zu. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende nach Auszahlung jeweils wieder in Krones Titel investiert wurde, errechnet sich für die Krones Aktie seit 2013 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 10,0 %. Der vergleichbare SDAX-Performance-Index stieg in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich 8,6 % im Jahr.
Wertentwicklung der Krones Aktie im Vergleich zum SDAX, 2013 - 2022

Krones war Ende 2022 zweitgrößter Wert im SDAX
Während viele SDAX-Titel 2022 hohe Kursverluste erlitten, gewann die Krones Aktie an Wert. Dadurch stieg unsere Aktie zum zweitgrößten SDAX-Wert auf.
Die Krones Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 an der Börse notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Unsere Papiere sind Inhaber-Stammaktien ohne Nennwert. Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 Krones Aktien.
Die Krones Aktie ist seit Mitte 2018 Mitglied im SDAX. Das ist der Index der Deutschen Börse, der die 70 Unternehmen enthält, die hinsichtlich der Marktkapitalisierung (Börsenwert) auf die Werte des MDAX folgen. Bis zur Indexreform der Deutschen Börse im September 2021 war neben dem Börsenwert auch der Börsenumsatz relevant für die Indexaufnahme. Seit der Reform ist die Marktkapitalisierung der Aktien im Streubesitz (nach Definition der Deutschen Börse) das alleinige quantitative Kriterium. Aufgrund der starken Outperformance der Krones Aktie 2022 verbesserte sich die Stellung unseres Papiers im SDAX deutlich. Ende 2022 war Krones, gemessen am Börsenwert des Streubesitzes, der zweitgrößte der 70 SDAX-Werte. Ein Jahr zuvor belegte Krones noch Rang 17.
Stammdaten der Krones Aktie
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| Aktienanzahl | 31.593.072 |
| Wertpapierkennnummer | 633500 |
| ISIN | DE 0006335003 |
| XETRA-Kürzel | KRN |
Aktionärsstruktur
Die Aktionärsstruktur von Krones blieb im Berichtsjahr nahezu unverändert. Die Familie Kronseder Konsortium GbR hielt zum 31. Dezember 2022 mit 52,2 % die Mehrheit an der Krones AG. Die Familie will auch künftig stabiler Mehrheitsaktionär bleiben. Der nicht dem Festbesitz zurechenbare Anteil, also der Streubesitz, lag Ende 2022 bei 47,8 %.
Aktionärsstruktur (Stand 31. Dezember 2022)

Krones schüttet für 2022 eine Dividende von 1,75 € je Aktie aus
Krones hat 2022 das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Davon profitieren auch die Aktionäre. Die langfristige Dividendenpolitik von Krones sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuzahlen. Für das Geschäftsjahr 2022 will Krones die Dividende auf 1,75 € je Aktie erhöhen (Vorjahr: 1,40 €). Das entspricht 29,6 % des Konzernergebnisses.
Dividende je Aktie in €

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
2 LAGEBERICHT
DER KRONES AG
Krones auf einen Blick *
Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur
Krones bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Darüber hinaus komplettieren innovative Digitalisierungs- und Intralogistik-Lösungen unsere Produktpalette. Kunden von Krones sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von Krones sind Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen.
Krones berichtet seit 2022 über drei Segmente: »Abfüll- und Verpackungstechnologie«, »Prozesstechnologie« sowie »Intralogistik«. Das neue Segment »Intralogistik« war bis 2021 dem Segment »Prozesstechnologie« zugeordnet.
Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition
Den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet Krones mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).
Krones ist stark exportorientiert und erzielt rund 90 % des Konzernumsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftete Krones im Berichtszeitraum 55,1 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets 44,9 % der Erlöse.
Krones Konzern Umsatzverteilung 2022

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert Krones mit einer Reihe von Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter konkurrieren vor allem auf ihrem Heimatmarkt mit Krones um Aufträge. In den beiden kleineren Segmenten »Prozesstechnologie« und »Intralogistik« konkurriert Krones weltweit mit den großen Anbietern sowie mit kleineren regionalen Wettbewerbern.
Gestützt auf unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können, sieht sich Krones als Full-Service-Anbieter im Wettbewerb gut positioniert.
* Alle Angaben innerhalb »Krones auf einen Blick« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Abfüll- und Verpackungstechnologie
In dem mit Abstand größten Segment bietet Krones Maschinen und Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Segments sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling). Zudem ist das Servicegeschäft wichtiger Teil des Segments.
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| ― | Produktbehandlungstechnik |
| ― | Etikettiertechnik |
| ― | Inspektionstechnik |
| ― | Fülltechnik |
| ― | Reinigungstechnik |
| ― | Kunststofftechnik |
| ― | Pack- und Palettiertechnik |
| ― | Transporttechnik |
| ― | Kunststoff-Recycling |
Umsatz in Mio. €

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| 2020 | 2021 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| EBITDA (Mio. €) | 171,5 | 283,2 | 332,7 |
| EBITDA-Marge (%) | 6,1 | 9,3 | 9,5 |
Prozesstechnologie
In diesem Segment bietet Krones Maschinen und Anlagen an, mit denen Bier, Softdrinks, Fruchtsäfte, Milch- und Milchmischgetränke sowie alternative Proteine hergestellt und behandelt werden. Neben der Wasseraufbereitung ist das Komponentenangebot der Marke Evoguard sowie das Servicegeschäft ebenfalls Teil des Segments »Prozesstechnologie«.
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| ― | Sudhaus- und Filtrationstechnik |
| ― | Wasseraufbereitung |
| ― | alternative Proteine |
| ― | Komponenten (Ventile, Pumpen usw.) |
Umsatz in Mio. €

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| 2020 | 2021 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| EBITDA (Mio. €) | - 31,4 | 18,6 | 20,4 |
| EBITDA-Marge (%) | - 9,9 | 6,3 | 5,5 |
Intralogistik
Seit 2022 berichtet Krones über das Intralogistik-Geschäft als eigenständiges Segment. Unter dem Dach der Tochter System Logistics bietet Krones in diesem Segment die Planung und Konstruktion von vollautomatischen Lager-, Kommissionier- und Materialflusssystemen mit Hochgeschwindigkeits-Zubringern, Transporteuren und fahrerlosen Transportsystemen an. Zudem sind Servicedienstleistungen Teil des Segments.
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| ― | ■ Lager- und Materialflusstechnik |
| ― | ■ System- und Softwarelösungen |
| ― | ■ Transporteure und fahrerlose Transportsysteme |
Umsatz in Mio. €

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| 2020 | 2021 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| EBITDA (Mio. €) | - 6,9 | 10,8 | 20,2 |
| EBITDA-Marge (%) | - 3,3 | 3,7 | 5,9 |
1. Quartal 2022 *
Krones ist sehr gut in das Geschäftsjahr 2022 gestartet. Im ersten Quartal zog der Auftragseingang um 45,4 % auf 1.553,8 Mio. € an - der höchste Quartalswert in der Unternehmensgeschichte. Den Umsatz verbesserte Krones von Januar bis März um 12,9 % auf 987,2 Mio. €. Dank der flexiblen Produktionssteuerung und dem guten Beschaffungsmanagement konnte Krones trotz höherer Materialkosten die Ertragskraft leicht verbessern. Das EBITDA stieg von 76,5 Mio. € im Vorjahr auf 87,0 Mio. €. Die EBITDA-Marge lag bei 8,8 % (Vorjahr: 8,7 %).
Ende März gab das Unternehmen bekannt, dass Uta Anders mit Wirkung zum 1. Januar 2023 die Position des Finanzvorstands übernimmt. Sie tritt damit die Nachfolge von Norbert Broger an, der auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember 2022 mit Ablauf seines Vorstandsvertrages aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. Uta Anders ist seit Ende 2020 im Krones Konzern für die Bereiche Controlling, Accounting und Steuern verantwortlich.
An den Aktienbörsen ging es im ersten Quartal deutlich nach unten. Steigende Zinsen und der Russland-Ukraine-Konflikt belasteten die Märkte. Der Kurs der Krones Aktie fiel im ersten Quartal ebenfalls. Den Quartalshöchstwert erreichten die Titel am 5. Januar mit 99,25 €. Anschließend drückte der Russland-Ukraine-Konflikt und die damit einhergehende schlechte Stimmung an den Börsen den Kurs. Ende März stand die Krones Aktie bei 75,45 € und damit 21,3 % niedriger als zu Jahresbeginn.
* Alle Angaben innerhalb »Das Krones Jahr 2022« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Auftragseingang Q1 in Mio. €

Aktienkurs am 31.03. in €

Umsatz Q1 in Mio. €

EBITDA Q1 in Mio. €

2. Quartal 2022
Am 31. Mai fand in Neutraubling die 42. Ordentliche Hauptversammlung (HV) von Krones statt. Wie in den beiden Vorjahren wurde die Veranstaltung virtuell abgehalten. Die HV-Präsenz, also der Anteil des Kapitals am gesamten Grundkapital der Gesellschaft, das auf der Online-Hauptversammlung vertreten war, lag bei 75 % (Vorjahr: 80 %). Die Aktionäre haben alle zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit beschlossen - auch die Dividendenausschüttung von 1,40 € je Aktie.
Die Geschäfte von Krones liefen auch im zweiten Quartal, trotz der weltweiten Herausforderungen, sehr gut. Der Auftragseingang erhöhte sich um 59,2 % von 975,5 Mio. € im Vorjahr auf 1.552,6 Mio. €. Das Umsatzwachstum hat sich von April bis Juni dank der flexiblen Produktionssteuerung beschleunigt. Die Erlöse erhöhten sich um 18,0 % auf 997,6 Mio. €. Das EBITDA verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreswert um 44,0 % auf 88,1 Mio. €.
Im zweiten Quartal sackten die Kurse an den Weltbörsen wegen der unsicheren Gesamtlage in Folge des Russland-Ukraine-Konflikts weiter ab. Unsere Titel profitierten davon, dass viele Analysten aufgrund der guten Geschäftszahlen für das erste Quartal ihre Kursziele für die Krones Aktie erhöhten. Ende Juni stand unser Papier bei 72,80 €. Es verlor damit im zweiten Quartal nur 3,5 % (inkl. Dividende: minus 1,7 %) und zeigte somit eine deutliche Outperformance gegenüber dem SDAX, der im gleichen Zeitraum um 16,6 % sank.
Auftragseingang Q2 in Mio. €

Aktienkurs am 30.06. in €

Umsatz Q2 in Mio. €

EBITDA Q2 in Mio. €

3. Quartal 2022
Das Krones Highlight des Jahres war zweifelsohne die drinctec, die Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie, von 12. bis 16. September 2022. Auf der Messe war für Krones das neue Zielbild »Solutions beyond tomorrow« das zentrale Thema - sowohl bei den Exponaten als auch bei den vielen interessanten Gesprächen mit unseren Kunden. Die drinktec 2022 war in allen Belangen ein voller Erfolg für das komplette Krones Team.
Im dritten Quartal setzte Krones den profitablen Wachstumskurs unter schwierigen Bedingungen fort. Von Juli bis September übertraf der Auftragseingang den hohen Vorjahreswert um 30,0 % auf 1.493,3 Mio. €. Der Umsatz zog um 14,7 % auf 1.058,9 Mio. € an. Mit 95,0 Mio. € lag das EBITDA im dritten Quartal um 26,8 % höher als im Vorjahr. In den ersten drei Quartalen erwirtschaftete Krones einen Free Cashflow von 132,3 Mio. € (Vorjahr: 107,5 Mio. €).
Die Krones Aktie zeigte im dritten Quartal mit einem Plus von 24,5 % eine deutliche Outperformance. Der SDAX verlor im gleichen Zeitraum 11,4 %. Vor allem im September konnte sich Krones dem schwachen Markttrend entziehen und der Kurs kletterte bis 30. September auf 90,65 €. Hauptverantwortlich für die starke Rallye dürfte gewesen sein, dass Krones insbesondere die Nachhaltigkeitsstrategie am Capital Market Day auf der drinktec detailliert darstellte. Im Anschluss kam es zu vielen positiven Analystenkommentaren und Kurszielerhöhungen.
Auftragseingang Q3 in Mio. €

Aktienkurs am 30.09. in €

Umsatz Q3 in Mio. €

EBITDA Q3 in Mio. €

4. Quartal 2022
Im vierten Quartal entwickelte sich die Nachfrage weiterhin dynamisch. Der Auftragseingang lag zwar unter den außergewöhnlich hohen Werten der Vorquartale, er überstieg jedoch den sehr guten Vorjahreswert um 5,3 % und erreichte 1.183,1 Mio. € im Quartal. Somit stieg der Auftragseingang im Gesamtjahr um 34 %. Der Umsatz verbesserte sich von Oktober bis Dezember um 17,6 % auf 1.165,6 Mio. €. Die Ertragskraft blieb mit einer EBITDA-Marge von 8,9 % auf hohem Niveau. Das EBITDA legte von 100,0 Mio. € auf 103,2 Mio. € zu. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im 4. Quartal 2021 einmalige Ertragseffekte von 22 Mio. € das EBITDA positiv beeinflussten.
Am 9. November gab Krones die Akquisition von 80,5 % des US-amerikanischen Unternehmens R+D Custom Automation bekannt. R+D mit Sitz in Wisconsin liefert Maschinen und Anlagen für die Herstellung und Befüllung von Behältern für die Pharmaindustrie. Das Unternehmen erwirtschaftete 2021 mit mehr als 60 Beschäftigten einen Umsatz von rund 43 Mio. US-Dollar. Der Kaufpreis für die Anteile an R+D liegt im mittleren zweistelligen Millionen-US-Dollar-Bereich und wird aus vorhandenen liquiden Mitteln bezahlt.
Die Krones Aktie profitierte von der Erhöhung der 2022er-Umsatzprognose am 19. Oktober sowie den starken Zahlen für das dritte Quartal, die Anfang November veröffentlicht wurden. Am 13. Dezember markierten unsere Titel das Jahreshoch mit 111,40 € und notierten zum Jahresende bei 105,00 €.
Auftragseingang Q4 in Mio. €

Aktienkurs am 31.12. in €

Umsatz Q4 in Mio. €

EBITDA Q4 in Mio. €

Anlagen und Lifecycle Service - nachhaltig, zuverlässig und leistungsstark produzieren *
Krones liefert an die Getränke- und Liquid Food-Industrie komplette Fabriken. Mit unserem Know-how und unserer Linienkompetenz senken wir die Investitions- und Betriebskosten unserer Kunden. Ebenso wichtig ist, dass sie ihre Produkte sicher und in hoher Qualität herstellen können.
Wir liefern alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Wir kümmern uns auch um die komplette Logistik, um Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie maßgeschneiderte IT- und Digitalisierungslösungen, die die Abläufe innerhalb der Produktion steuern und optimieren.
Darüber hinaus unterstützen unsere Lifecycle Service (LCS) Experten die Kunden rund um die Uhr mit hochwertigen Service- und Beratungsleistungen. Wir gewährleisten, dass bei den Getränkeherstellern die Höchstleistung in der Produktion erhalten bleibt. Die LCS Teams bei Krones finden gemeinsam mit dem Kunden Lösungen für eine effiziente, sichere und kostengünstige Produktion. Sie stehen ihnen aber auch bei Instandhaltung und Nachrüstung mit qualifizierter Beratung zur Seite - als Partner for Performance.
Um die Gesamtanlageneffizienz weiter zu steigern, spielen die digitalen Services von Krones, auf die unsere Kunden über das Portal »Krones.world« zugreifen können, eine immer bedeutendere Rolle. Mit Service Level Agreements (SLA) bieten wir unseren Kunden ein perfekt abgestimmtes Gesamtpaket, um die Produktionsdaten effektiv zu analysieren - und so die Performance ihrer Produktion zu verbessern.
Anhand der beiden Schaubilder einer kompletten Getränkefabrik sowie einer Abfüll- und Verpackungslinie stellen wir unser Portfolio kurz vor.
LCS Partner for Performance
* Alle Angaben innerhalb »Anlagen und Lifecycle Service« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Krones liefert komplette Getränkefabriken

PET-Abfüll- und Verpackungslinie für kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke

Strategie und Steuerungssystem *
»Krones hat die weltweiten Herausforderungen bislang gut gemeistert. Mit unserem neuen Zielbild »Solutions beyond tomorrow« tragen wir zu einer lebenswerten, nachhaltigen und erfolgreichen Zukunft bei.«
Christoph Klenk
CEO
Das Geschäftsjahr 2022 hat gezeigt, dass Krones insgesamt gut aufgestellt ist, um Krisen zu meistern. Neben der Corona-Pandemie belasteten im abgelaufenen Jahr auch noch der Russland-Ukraine-Konflikt sowie Engpässe auf den Beschaffungs- und Energiemärkten die Weltwirtschaft. Dennoch erzielten wir 2022 hohe Zuwächse bei Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis.
Krones profitierte von der hohen Flexibilität des Unternehmens, der großen Kreativität der Beschäftigten, der Innovationsstärke sowie dem sehr guten Ansehen bei unseren Kunden. Das haben wir während der Corona-Pandemie nochmals verbessert, indem wir auch in dieser schwierigen Zeit eingehalten haben, was wir versprachen. Unser Pluspunkt: Krones hat den Kunden ehrlich aufgezeigt, dass es aufgrund der Pandemieeinschränkungen und den Schwierigkeiten in den weltweiten Lieferketten länger dauern wird, um die Projekte abzuwickeln. So konnten wir die Aufträge trotz erschwerter Bedingungen in gewohnter Qualität und weitgehend termingetreu abschließen.
Krones ist auf einem attraktiven Markt tätig. Er wächst stabil, weil die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln stetig steigt. Der kurze Rückgang im Corona-Jahr 2020 wurde durch starkes Wachstum in den beiden Folgejahren bereits wieder mehr als ausgeglichen. Megatrends wie die zunehmende Weltbevölkerung, eine wachsende Mittelschicht in den aufstrebenden Ländern sowie die zunehmende Verstädterung sorgen für steigende Nachfrage. Außerdem treiben die beiden Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit langfristig das Marktwachstum. Krones ist als international führender Anbieter von Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen mit seinem weltweiten Komplettangebot sowie mit den beiden komplementären Segmenten Prozesstechnologie und Intralogistik sehr gut positioniert, um die Chancen des Marktes zu nutzen.
Kosten und Wachstum bleiben die zwei Kernthemen
Die guten Geschäftszahlen lassen uns keineswegs zu euphorisch werden. Wir wissen, dass die politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten weiterhin sehr hoch sind. Dies hat bereits zu einer Abkühlung der Weltkonjunktur geführt. Um so wichtiger ist es, dass wir unsere Widerstandsfähigkeit und Beweglichkeit für Krisensituationen weiter stärken, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Dafür gilt es, die Kosten- und Organisationsstruktur von Krones weiter zu verbessern. Dieser kontinuierliche Prozess erfordert viel Disziplin vom gesamten Krones Team. Andererseits werden wir die Chancen nutzen, die unser wachsender Markt bietet. Hier haben wir im Berichtsjahr mit dem neuen Krones Zielbild »Solutions beyond tomorrow« einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht (s. nächste Seite).
Höhere Absatzpreise durchsetzen
Aufgrund unserer innovativen Lösungen, der hervorragenden Projektarbeit beim Kunden sowie den allgemein steigenden Kosten ist es Krones im vergangenen Geschäftsjahr gelungen, Preiserhöhungen durchzusetzen. Trotz des weiterhin intensiven Wettbewerbs werden wir an unserer Pricing-Strategie festhalten. Der höhere Auftragsbestand gibt die nötige Sicherheit, um bei möglichen Nachfragerückgängen unsere Preisdisziplin durchzuhalten.
* Alle Angaben innerhalb »Strategie und Steuerungssystem« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Bessere Kostenstruktur macht Krones widerstandsfähiger
Die in den Vorjahren eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen greifen. Der 2019 und 2020 durchgeführte Personalabbau hat sich 2022 erstmals ganzjährig in den Zahlen niedergeschlagen. Die internen Prozesse und Abläufe werden wir weiterhin optimieren und beschleunigen. Hierbei spielt die Digitalisierung aller Unternehmensprozesse eine wichtige Rolle. Außerdem werden wir die laufenden Kostensenkungsprogramme in allen Bereichen fortsetzen. Ziel ist es, den Fixkostenanteil weiter zu senken, damit wir für die künftig stärker schwankenden Nachfragezyklen flexibler und widerstandsfähiger aufgestellt sind.
Ein für Krones bedeutender Baustein für günstigere Kostenstrukturen ist der Ausbau des globalen Wertschöpfungsverbundes. Je internationaler die Beschaffung und Produktion aufgestellt ist, desto flexibler kann auf Handelsbeschränkungen oder regionale Lieferkettenprobleme reagiert werden. Durch den Aufbau der Produktionsstandorte und den dazu gehörigen Lieferketten in Ungarn und China erzielt das Unternehmen deutliche Kostenvorteile. Den Anteil der internationalen Wertschöpfung im Krones Konzern werden wir in den kommenden Jahren stetig ausbauen.
Mit »Solutions beyond tomorrow« die Wachstumschancen nutzen
Neben Widerstandsfähigkeit und Beweglichkeit braucht das Krones Team auch ein klares Ziel vor Augen, um sich jeden Tag aufs Neue für das Unternehmen zu engagieren. Deshalb haben wir in diesen turbulenten Zeiten mit »Solutions beyond tomorrow« ein neues, ambitioniertes Zielbild für das Unternehmen entwickelt. Krones braucht große und anspruchsvolle Ziele, um sich weiterzuentwickeln und langfristig erfolgreich zu sein. Mit dem neuen Claim wollen wir nicht nur extern, sondern auch intern aufzeigen, in welche Richtung Krones strebt - das Unternehmen wird zu einer lebenswerten, nachhaltigen und erfolgreichen Zukunft beitragen.
Strategischer Fokus
Durch das neue Zielbild und die veränderten Kundenbedürfnisse hat Krones einen klaren strategischen Fokus auf Nachhaltigkeit, Servicequalität und Digitalisierung. Diese drei Themen bestimmen auch die strategische Ausrichtung unserer drei Unternehmenssegmente.
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| Nachhaltigkeit | Abfüll- und Verpackungstechnologie | Prozesstechnologie | Intralogistik | Digitalisierung |
| Service |
Die Bedürfnisse der Kunden haben sich besonders in Bezug auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung in jüngster Zeit verändert. Daraus ergeben sich für Krones erhebliche Wachstumschancen - in allen drei Segmenten.
Wachstumspotenzial durch veränderte Kundenbedürfnisse
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| Agenda zum Klimawandel | »must have« | Reduzierung des Energie- und CO 2-Fußabdrucks | |
| Ressourceneffizienz | Verpflichtung | Reduzierung von Wasser- und Lebensmittelabfällen | Signifikantes Wachstumspotenzial |
| Digitale Betriebs- und Geschäftsmodelle | wesentlich | Steigerung des OEE (Overall Equipment Effectiveness) | |
| Lösungen für Kreislaufverpackungen | im Einsatz | Einsparung von Rohstoffen | |
| »New Normal« | Chancen für Krones |
Nachhaltigkeit - Kernthema bei den Kunden und Krones
Nachhaltigkeit
Das Thema Nachhaltigkeit steht auf der Prioritätenliste der Kunden ganz oben.
Die drinktec 2022 hat nochmals ganz klar gezeigt: Für unsere Kunden haben die Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ressourceneinsparung oberste Priorität. Krones ermöglicht mit seinen Produkten den Kunden eine klimafreundliche, kreislauforientierte Produktion von Getränken und Lebensmitteln.
enviro Produkte - wichtig für Klimaziele der Kunden
Unsere Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie haben sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Krones ist als Zulieferer mit seinem TÜV-zertifizierten dynamisch weiterentwickelten Nachhaltigkeitsprogramm enviro bestens aufgestellt, um die Unternehmen beim Erreichen ihrer Klimaziele zu unterstützen. Schon seit Jahren profitieren unsere Kunden vom niedrigeren Energie- und Ressourcenverbrauch unserer Maschinen und Anlagen. Krones hat sich das Ziel gesetzt, dass die von Krones produzierten Anlagen und Maschinen beim Kunden bis 2030 weitere 25 % an Energie und Ressourcen gegenüber 2019 einsparen. Krones erwartet, dass sich der Anteil der enviro Maschinen am Auftragseingang von 38 % im Jahr 2022 auf rund 70 % im Jahr 2024 nahezu verdoppelt. Die eigenen CO 2-Emissionen wird das Unternehmen bis 2030 gegenüber 2019 um 80 % senken. Im Geschäftsjahr 2022 hat Krones bereits knapp die Hälfte des Reduktionsziels erreicht. Darüber hinaus haben wir uns im Berichtsjahr zur Entwicklung eines Netto-Null-Emissionsziels bekannt.
Krones Einend-Reinigungsmaschine Lavatec E -ein Beispiel aus unserem enviro Portfolio. Sie steht u.a. für:
Energieeffizienz
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| ― | geringer Verbrauch von Wärmeenergie |
| ― | sparsamer Wasserverbrauch |
Umweltverträglichkeit
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| ― | minimierter Schmiermittelverbrauch |
Mit Kreislaufwirtschaft und Recycling den Plastikmüll deutlich verringern
Ein großes Problem für das künftige Leben auf unserem Planeten ist der stark zunehmende Plastikmüll. Zur Lösung dieses Problems will Krones einen wesentlichen Beitrag leisten. Vom Material sparenden Verpackungsdesign bis hin zur Wiederaufbereitung benutzter Kunststoffe. Voraussetzung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist, dass das gesammelte PET hochwertig recycelt und dann als Verpackung wiederverwendet wird. Viele große Kunden werden den Anteil von recyceltem PET (rPET) in ihren Flaschen in den kommenden Jahren deutlich erhöhen - auf teilweise mehr als 50 %.
Krones verfügt mit seinen verschiedenen MetaPure Anlagen über wichtige Kerntechnologien, um aus gebrauchten PET-Flaschen neue Behälter herzustellen (Bottle-to-Bottle-Recycling). Mit MetaPure lassen sich aber auch andere Verpackungskunststoffe (HDPE, LDPE, PP, PS) wiederverwerten. So geht die wertvolle Ressource Kunststoff nicht verloren und die Plastikmüllmenge kann so deutlich reduziert werden.
Weltbevölkerung mit alternativen Proteinen nachhaltig ernähren
Die derzeitige Nutztierhaltung verursacht einen enormen CO 2-Fußabdruck. Daher ist es ein unausweichlicher und wertvoller Beitrag zum Klimaschutz, den Menschen hochwertige pflanzliche Proteine als Alternative zum tierischen Eiweiß zur Verfügung zu stellen. Dieser Markt soll laut Analysten bis 2030 um jährlich 15 % wachsen.
Krones will in diesem aufstrebenden Markt künftig eine bedeutende Rolle einnehmen. Für die Herstellung alternativer Milchprodukte aus Pflanzen (Soja, Hafer, Nüsse usw.) nutzt Krones das bestehende Milch-Know-how und unterstützt die Produzenten bereits heute mit der kompletten Prozesstechnik. Bei der Herstellung fester alternativer Proteine (Fleischersatz) profitiert das Unternehmen von der jahrzehntelangen Erfahrung, wie biologische Umwandlungsprozesse (Fermentation), beispielsweise die Gärung, gesteuert werden. Viele pflanzliche Proteine werden durch die Zugabe von Enzymen und Hefen sowie anschließender Fermentation hergestellt.
Krones bietet lebensmittel-taugliche PET-Recycling-Lösungen für die Bottle-to-Bottle-Wiederverwertung.
Die Kunststoff-Recyclinganlagen von Krones sind von der US-amerikanischen (FDA) und europäischen Gesundheitsbehörde (EFSA) genehmigt.
Digitalisierung - die Basis für neue Geschäftsmodelle
Digitalisierung
Für die Anlagenbetreiber spielt die Digitalisierung der Getränkefabrik eine wichtige Rolle, weil sich dadurch die Betriebskosten insgesamt nochmal deutlich senken lassen. Krones war auch bei der Digitalisierung Branchenvorreiter und profitiert dabei von seiner Linienkompetenz, also dem Zusammenspiel vieler einzelner Maschinen und Anlagen.
Das Unternehmen hat alle seine digitalen Services auf einer Plattform gebündelt, der Krones.world. Von dort aus können die Anlagenbetreiber zentral auf sämtliche digitale Services zugreifen. Krones liefert schon seit Jahren digitalfähige Maschinen und Anlagen aus. Die Kunden verbessern durch unsere digitalen Services die Effizienz ihrer Anlagen und sparen Kosten. Ziel von Krones ist es, das gesamte Leben einer Maschine oder Anlage mit digitalen Full-Service-Centern zu begleiten und sich vom Maschinen- und Anlagenhersteller zum Manager der Getränkefabrik, also von »Built by Krones« hin zu »Managed by Krones«, zu entwickeln. Umsetzen wird Krones das über sogenannte Service Level Agreements. Hierbei sichert Krones in der Zukunft den Anlagenbetreibern fest definierte Leistungen zu und erhält dafür eine Servicegebühr.
Um die Kräfte in dem dynamischen Digitalisierungsbereich zu bündeln, hat Krones im Berichtsjahr alle konzernweiten Aktivitäten in Krones.digital zusammengefasst. Dort beschäftigen sich 450 Software- und IT-Ingenieure ausschließlich mit der Entwicklung digitaler Produkte und Services. Weitere rund 1.000 IT-Spezialisten befassen sich ebenfalls mit Digitalisierungs-Themen.
Krones.digital: digitale Transformation vorantreiben
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| 200 | 120 |
| Digitalisierungsexperten | Experten für betriebliche Ökosysteme |
| 100 | 30 |
| Experten im Linienbetrieb | Experten für Smart Factory |
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| ― | 450 digitale Experten leiten unsere digitale Transformation |
| ― | Eine Organisation stellt die beste Systemarchitektur sicher |
| ― | Eine Architektur, nahtlos von der Automatisierung bis zu digitalen Cloud-Services |
| ― | ~ 1.000 zusätzliche IT-Spezialisten sorgen für eine effiziente Abwicklung |
Mit weltweitem Servicenetzwerk nah am Kunden
Service
Für die praktische Umsetzung der digitalen Services sind unsere rund 3.000 Service-Beschäftigten vor Ort von entscheidender Bedeutung. Aus den Servicegesellschaften in mehr als 70 Ländern unterstützen sie die Kunden, auch im persönlichen Gespräch. Die Anlagenbetreiber profitieren daher nicht nur von unserem digitalen Know-how, sondern auch von unserer Anlagenexpertise.
Zudem sorgen unsere weltweit präsenten LCS Center für schnelle Lieferzeiten bei Ersatzteilen. Basis für langfristig wachsendes LCS Geschäft ist die jährlich wachsende installierte Anlagen-Basis. Zusätzliches Potenzial liegt im Anteil der betreuten eigenen Linien. Diesen wird Krones künftig weiter steigern.
Weitere Internationalisierung stützt das Wachstum
Ein zusätzlicher Wachstumstreiber für Krones ist die weitere Internationalisierung des Servicegeschäfts. Neben dem Ausbau der internationalen Produktionsstandorte und Lieferketten wird Krones auch in den Ausbau der Vertriebs- und Servicestrukturen investieren. Im Berichtsjahr waren rund 3.000 ServiceTechniker weltweit im Einsatz. Bis 2025 wollen wir diese Zahl weiter erhöhen.
Im Fokus stehen nach wie vor die Emerging Markets. Hier werden die Wachstumsraten weiter überdurchschnittlich hoch sein. Vor allem die Regionen Asien-Pazifik und Afrika dürften langfristig am deutlichsten zulegen. Krones wird in den aufstrebenden Märkten weiterhin stark in die Standorte und Beschäftigte aus diesen Regionen investieren. So können wir uns schnell und direkt um die Anliegen der Kunden vor Ort kümmern - ein wesentliches Kriterium für nachhaltige Kundenzufriedenheit. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen die Zahl der Beschäftigten in den Emerging Markets um 326 auf 4.459 erhöht.
Entwicklung der Beschäftigtenzahlen in den Emerging Markets 2018 - 2022
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| Jahr | Südamerika | Afrika | Asien/Pazifik | Osteuropa | China | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 637 | 452 | 830 | 507 | 716 | 3.142 |
| 2019 | 782 | 671 | 1.009 | 933 | 792 | 4.187 |
| 2020 | 778 | 639 | 974 | 922 | 742 | 4.055 |
| 2021 | 803 | 633 | 959 | 1.006 | 732 | 4.133 |
| 2022 | 871 | 671 | 1.023 | 1.092 | 802 | 4.459 |
Krones Global Footprint

Kundennähe ist und bleibt ein entscheidender Wettbewerbsvorteil von Krones.
Strategischer Fokus in den Segmenten
Segmente
Abfüll- und Verpackungstechnologie:
PET, Dosen und Aseptik beschleunigen Wachstum
Die Verwendung von recyceltem PET wird für die Kunden immer wichtiger. Krones unterstützt sie dabei umfassend.
Die Nachfrage nach PET-Linien hat wieder deutlich zugenommen. Zum einen erzeugt diese Verpackungsform den geringsten CO 2-Fußabdruck. Zum anderen lassen sich aus dem Material viele verschiedene Verpackungsformen und -designs herstellen. Wichtig für den weiteren Erfolg von PET wird sein, dass neben einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft künftig ein Großteil der Verpackungen aus recyceltem PET (rPET) stammt. Hier ist Krones mit seinen Recyclinganlagen gut positioniert und kann die Kunden beim Handling von rPET bestens unterstützen.
Eine weitere Wachstumschance für das Kernsegment bietet der US-amerikanische Hotfill-Markt, also das keimfreie Abfüllen unter Hitze mit hohem Energieaufwand. Dieses Verfahren will Krones verstärkt durch seine technologisch hochwertigen Aseptikanlagen ablösen. Sie reduzieren den CO 2-Fußabdruck und den Plastikverbrauch. Langfristig will das Unternehmen Hotfill-Anlagen durch Krones Aseptik-Linien ersetzen, die Preforms und Flaschen mit rPET-Anteil verarbeiten können.
Dass Krones in den vergangenen Jahren seine Dosenlinien verstärkt weiterentwickelte, zahlt sich aus. Mittlerweile ist Krones bei der Abfüllung von Bier und Softdrinks in Dosen weltweit wieder Marktführer und wird diese Position durch innovatives Linien-Design und eine neue Füller-Generation weiter festigen.
Prozesstechnologie:
Profitiert von neuen Märkten und energieeffizienten Lösungen
Der Umbau des Segments Prozesstechnologie schreitet gut voran. Neben dem Brauerei- und Softdrinkbereich werden wir in Zukunft zusätzlich Technologien für die Produktion pflanzlicher Proteine sowie energieeffiziente Lösungen zur Getränkeherstellung, wie zum Beispiel unsere Brewnomic, ausbauen. Die Nachfrage in beiden Bereichen wird überdurchschnittlich zulegen, da sie dazu beitragen, den weltweiten CO 2-Ausstoß zu verringern. Der Ausbau des LCS- und Komponenten-Geschäfts soll einen zusätzlichen Wachstums- und Ergebnisbeitrag in diesem Segment liefern.
Intralogistik:
Markt wächst dynamisch
Auch das jüngste Segment profitiert vom Megatrend Nachhaltigkeit. Kunden fragen verstärkt nach Automatisierungs-Lösungen sowie Produkten, welche die Arbeitsbelastung senken und somit die Arbeitssicherheit der Beschäftigten erhöhen. Krones wird in diesem Segment das Geschäft mit Kundengruppen außerhalb der Getränkeindustrie, wie beispielsweise Lebensmitteldistributoren, weiter ausbauen. Außerdem soll ein höherer Umsatzanteil von automatischen Kommissioniersystemen und autonomen mobilen Robotern die Profitabilität des Segments verbessern. Neben dem ohnehin dynamischen Marktwachstum wird die Intralogistik künftig auch vom Ausbau des Service profitieren. Das bislang noch relativ europalastige Geschäft soll weiter internationalisiert werden, vor allem in Asien.
Innovationen in allen drei Segmenten sind Basis für langfristigen Erfolg
Mitentscheidend für eine nachhaltig hohe Preisqualität sind hochwertige und innovative Produkte und Services. Wir werden auch weiterhin den Kunden einen deutlichen und messbaren Mehrwert liefern. Deshalb steht bei allen Innovationen der Kundennutzen im Fokus. Das Feedback der Kunden auf unsere Innovationen, die wir auf der drinktec ausgestellt haben, hat uns in unserer F&E-Strategie bestätigt. Krones konzentriert sich bei Neuentwicklungen auf die Themenfelder Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Systemlösungen. Unsere F&E-Strategie sowie eine Auswahl der Innovationen des Berichtsjahres stellen wir auf den Seiten 73 bis 80 vor.
Starke Finanzkraft und ehrgeizige Ziele
Working Capital optimieren - Free Cashflow und ROCE steigern
Um den Free Cashflow und den ROCE zu steigern, gilt es, das Working Capital weiter zu optimieren.
Neben profitablem Wachstum legt Krones auch einen starken Fokus auf den Free Cashflow sowie den ROCE (Return on Capital Employed). Wichtiger Einflussfaktor für die Entwicklung beider Kennzahlen ist das Working Capital. Je weniger Mittel im Working Capital gebunden sind, desto mehr Liquidität steht zur Verfügung und steigert damit den Free Cashflow. Dieser soll mittelfristig zulegen.
Das Working Capital beeinflusst auch den ROCE, unsere dritte finanzielle Steuerungsgröße, da es in das gebundene Kapital einfließt. Je niedriger das Working Capital, desto höher ist die Kapitalrendite ROCE - bei gleichem EBIT. Um unser ROCE-Ziel von mindestens 20 % bis 2025 zu erreichen (2022: 14,1 %) wollen wir sowohl das EBIT weiter optimieren, als auch das im Working Capital gebundene Kapital mittelfristig reduzieren.
Deshalb bleibt es für das Unternehmen eine Kernaufgabe, das Working Capital zu optimieren. Bei allen wichtigen Einflussgrößen hat das Unternehmen Maßnahmen eingeleitet, um das Working Capital zu entlasten.
Gesunde Finanz- und Kapitalstruktur gibt Stabilität und ermöglicht Zukunftsinvestitionen
Durch die gute Geschäftsentwicklung und dem im Berichtsjahr außergewöhnlich hohen Free Cashflow von 371 Mio. €, der auch aus dem sehr hohen Auftragseingang des Geschäftsjahres und den damit verbundenen Anzahlungen resultiert, hat Krones seine Finanzkraft weiter gestärkt. Zum Jahresende 2022 wies das Unternehmen eine Eigenkapitalquote von sehr soliden 38,3 % sowie eine Netto-Cash-Position von 670 Mio. € aus. Zusätzlich verfügt die Gesellschaft über freie Kreditlinien von rund 1 Mrd. €. In diesen volatilen Zeiten ist es wichtig, über eine sehr solide Finanz- und Kapitalstruktur zu verfügen. Sie gibt dem Unternehmen und seinen Beschäftigten die nötige Sicherheit und ausreichend Spielraum für Wachstums- und Zukunftsinvestitionen.
Liquiditätsreserven 31.12.2022

Nettoliquidität in Mio. € zum 31.12.

Krones wird weiterhin rund 5 % des Umsatzes in Forschung & Entwicklung investieren. Für Investitionen in Sachanlagen werden wir in den kommenden Jahren zwischen 2,5 % und 3,5 % des Umsatzes ausgeben. Die Gelder werden hauptsächlich in die Optimierung der Prozesse und Produktionsstrukturen sowie IT-Systeme fließen. Im laufenden Jahr wird ein bedeutender Teil der Investitionen für interne Nachhaltigkeitsprojekte (Scope 1 + 2) verwendet.
Auch Zukäufe sind Teil der Wachstumsstrategie von Krones. Nachdem sich die Verkaufspreise wieder etwas normalisiert haben, sind Akquisitionen mittelgroßer profitabler Unternehmen für Krones auch in den kommenden Jahren eine Option, um die Chancen auf verschiedenen Märkten zu nutzen. Zukäufe sind darauf ausgerichtet, das bestehende Portfolio technologisch und regional zu stärken oder die Zielmärkte außerhalb der Getränkeindustrie zu erweitern, wie beispielsweise das Abfüllen und Verpacken von Speisen sowie Pharma- und Kosmetikprodukten. Im Berichtsjahr haben wir begonnen, unsere Akquisitionsstrategie umzusetzen und das US-Unternehmen R+D Custom Automation zugekauft. Damit erweitern wir unsere Kompetenzen im wachsenden Pharmamarkt.
Am Unternehmenserfolg wird Krones weiterhin die Anteilseigner über Dividendenausschüttungen angemessen beteiligen. Die Dividendenstrategie der Gesellschaft sieht vor, dass 25 bis 30 % des erzielten Gewinns an die Anteilseigner ausgeschüttet wird. In der Vergangenheit hat sich das Unternehmen eher am oberen Ende der Spanne orientiert.
Krones ist auf einem guten Weg, die mittelfristigen Ziele bis 2025 zu erreichen
Das Unternehmen hat sich Ende 2021 neue ambitionierte Ziele bis zum Jahr 2025 gesetzt.
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| Mittelfristige Ziele | ||
|---|---|---|
| Umsatzwachstum | EBITDA-Marge | ROCE |
| 5 % p.a. | 10-13 % | ≥20 % |
| (ohne Zukäufe) |
Die Umsätze sollen bis 2025 organisch, also ohne Zukäufe, durchschnittlich um 5 % jährlich wachsen (2022: 4,2 Mrd. €). Inklusive Akquisitionen peilt das Unternehmen für 2025 einen Umsatz von mindestens 5 Mrd. € an. Durch den starken Umsatzanstieg im Berichtsjahr sowie den hohen Auftragsbestand, ist Krones zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.
Krones will auch in Zukunft profitabel wachsen. Nur wer ausreichend Gewinne erwirtschaftet, kann auch die sich bietenden Marktchancen nutzen sowie mögliche Krisen überstehen. Deshalb strebt das Unternehmen, trotz der stark steigenden Material- und Personalkosten, mittelfristig eine EBITDA-Marge von 10 bis 13 % an (2022: 8,9 %).
Den ROCE (Return on Capital Employed), als Zielgröße für die Effizienz des eingesetzten Kapitals, will Krones bis 2025 deutlich auf mindestens 20 % steigern (2022: 14,1 %).
Trotz aller Herausforderungen sieht Krones derzeit mehr Chancen als Risiken, die mittelfristigen Ziele zu erreichen.
Das größte Asset von Krones sind seine Beschäftigten
Das komplette Krones Team hat in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Job gemacht. Die verschiedensten Krisen haben den Zusammenhalt und den Teamgeist in der Belegschaft weiter gestärkt. Das hohe Know-how und die Bereitschaft, auch in turbulenten Zeiten besonnen, aber dennoch flexibel und kreativ zu agieren, ist das, was Krones widerstandsfähig und erfolgreich macht.
Unsere Kunden schätzen die Zuverlässigkeit des Krones Teams rund um den Globus. Die Projekte werden trotz aller Unwägbarkeiten und Herausforderungen termingetreu abgewickelt. Unsere motivierten und qualifizierten Beschäftigten sichern die Zukunft des Unternehmens. Deshalb wird Krones weiterhin überdurchschnittlich in die Aus- und Weiterbildung des Personals investieren und die Belegschaft in den kommenden Jahren, vor allem in den Bereichen IT und Software sowie in den Emerging Markets, verstärken.
Das Steuerungssystem von Krones
Das Management von Krones steuert den Konzern und die drei Segmente vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:
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| ― | Umsatzwachstum |
| ― | EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz) |
| ― | ROCE - Return on Capital Employed - Verhältnis von EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung der vergangenen vier Quartale. Die Nettokapitalbindung errechnet sich aus dem Anlagevermögen (ohne Goodwill und Finanzanlagevermögen) zuzüglich Working Capital. |
Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir mittelfristig ein profitables Umsatzwachstum in allen drei Segmenten an.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Die Profitabilität, gemessen an der EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz) ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen. Sie gibt an, wie hoch die Ertragskraft des Unternehmens bezogen auf den Umsatz ist, unabhängig von Steuerquote, Finanzergebnis und den Abschreibungsmodalitäten.
Unsere dritte Steuerungsgröße ist seit dem Geschäftsjahr 2022 der ROCE (Return on Capital Employed), der auf Konzernebene ermittelt wird. Er errechnet sich aus dem Verhältnis von EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung der vergangenen vier Quartale. Der ROCE ist eine für den Kapitalmarkt sehr wichtige Rentabilitäts-Kennziffer. Sie zeigt den Investoren, wie hoch die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist, also wie effizient das Unternehmen das eingesetzte Kapital nutzt. Bis zum Geschäftsjahr 2021 war das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, unsere dritte Steuerungsgröße.
Entwicklung der Steuerungsgrößen in den vergangenen 5 Jahren
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| 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum ggü. Vorjahr | 4,4 % | 2,7 % | - 16,1% | 9,4 % | 15,8 % |
| EBITDA-Marge | 7,9 % | 5,7 % | 4,0 % | 8,6 % | 8,9 % |
| Working Capital/Umsatz (bis inkl. Geschäftsjahr 2021) | 27,3 % | 26,9 % | 28,3 % | 24,8 % | 19,0 % |
| ROCE (ab Geschäftsjahr 2022) | 11,5 % | 2,2 % | - 2,2 % | 10,0 % | 14,1 % |
Weitere wichtige Finanzkennzahlen
Zusätzlich zu den oben aufgeführten Steuerungsgrößen ist für Krones der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit) eine wichtige Kennzahl. Zudem orientieren wir uns weiterhin am EBT, dem Ergebnis vor Steuern, an der EBT-Marge (EBT im Verhältnis zum Umsatz) und am Working Capital im Verhältnis zum Umsatz.
Forschung und Entwicklung (F&E) *
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| ― | Krones investiert 4,2 % des Umsatzes in F&E |
| ― | Starker Kundenfokus auf Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Innovationstreiber |
| ― | Positive Kundenresonanz auf der drinktec bestätigt die F&E-Strategie von Krones |
Nur mit innovativen Produkten und Dienstleistungen kann Krones die Vision des neuen Zielbilds »Solutions beyond tomorrow« verwirklichen und den nachhaltigen Unternehmenserfolg sichern. Der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) hat deshalb einen hohen strategischen Stellenwert.
2022 investierte Krones 4,2 % des Umsatzes in f&e
Krones investiert nachhaltig, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie im Coronajahr 2020, rund 5 % des Konzernumsatzes in Forschung und Entwicklung.
Die F&E-Investitionen unterstreichen die Bedeutung der Forschung & Entwicklung in unserem Unternehmen. Krones gibt seit jeher einen beträchtlichen Anteil des Umsatzes aus, um das ambitionierte Innovationstempo aufrechtzuerhalten. Im Berichtsjahr flossen mit 178 Mio. € (Vorjahr: 174 Mio. €) oder 4,2 % des Konzernumsatzes (Vorjahr: 4,8 %) in den Bereich F&E. Hiervon wurden 23,6 Mio. € (Vorjahr: 28,2 Mio. €) als Entwicklungskosten aktiviert.
F&E-Aufwand Krones Konzern in Mio. € und in % vom Umsatz

Starke Patentsituation sichert technologischen Vorsprung
Krones achtet im Rahmen seiner Patentstrategie darauf, dass alle wichtigen Neu- und Weiterentwicklungen rechtlich stark abgesichert sind. Damit spiegelt sich die Innovationsstärke der Krones F&E-Beschäftigten auch in der Zahl der erteilten Patente und Gebrauchsmuster wider. Sie legten in den vergangenen Jahren stetig zu und lagen zum Jahresende 2022 bei 6.855 (Vorjahr: 6.441).
Erteilte Patente und Gebrauchsmuster Krones Konzern

* Alle Angaben innerhalb »Forschung und Entwicklung (f&E)« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Die F&E-Strategie von Krones
Die F&E-Strategie von Krones leitet sich aus der neuen Konzernstrategie ab und orientiert sich stark am Zielbild »Solutions beyond tomorrow«. Bei allen F&E-Aktivitäten steht der Kundennutzen im Fokus. Neue Produkte und Services sind darauf ausgerichtet, beim Kunden Mehrwert zu schaffen. Innovationen von Krones sollen die Getränke- und Lebensmittelindustrie in den Bereichen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit voranbringen und dazu beitragen, dass die Kunden ihre Ziele erreichen.
Nachhaltigkeit ist der größte Innovationstreiber. Niedrigere Verbräuche und Emissionen im Anlagenbetrieb haben bei unseren Kunden einen enormen Stellenwert. Wichtig ist, dass ressourcenschonende Neu- und Weiterentwicklungen nachrüstbar sind, also Kunden diese auch in bereits bestehende Maschinen und Anlagen einsetzen können. Einen ebenfalls starken Fokus legen wir bei unseren F&E-Aktivitäten auf die Digitalisierung und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Grundsätzlich verfolgt Krones bei Neu- und Weiterentwicklungen einen »Top-Down-Ansatz«. Das bedeutet, dass wir bei Entwicklungsprojekten nicht einzelne Maschinen, sondern die gesamte Getränkefabrik, also Getränkeproduktion, -abfüllung und -verpackung sowie die Intralogistik, im Blick haben.
Krones hat drei Schwerpunktthemen, auf die sich unsere F&E-Strategie fokussiert:
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| Nachhaltigkeit | Systemlösungen | Digitalisierung |
Die vier Werttreiber der F&E-Strategie von Krones
Die Zufriedenheit der Kunden steht im Mittelpunkt der Krones Strategie. Wir wissen durch viele Gespräche und unsere jahrzehntelange Branchenerfahrung worauf sie Wert legen und welche Visionen sie haben. Wir sehen unsere Kunden als Partner und binden sie zum Teil auch in Entwicklungsprojekte ein. Aus den Kundenbedürfnissen haben wir die vier Werttreiber der F&E-Strategie abgeleitet.
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| Produkt- und Produktionssicherheit | Nachhaltigkeit | Kosteneffizienz | Flexibilität |
|---|---|---|---|
| Produktsicherheit | Nachhaltige Verpackung | Maximale Gesamtanlageneffektivität | Maximale Anzahl von Produktvarianten |
| Produktqualität | Zero-Waste-Produktion | Smart Systems | Zukünftige Anpassungsfähigkeit der Ausrüstung |
| Produktionssicherheit | Geringer Energie- und Medienverbrauch | Robustheit | Bestandsoptimierte Produktion |
Anpassungen der F&E-Organisation beschleunigen den Innovationsprozess
Ein klar definierter Innovationsprozess steuert das gesamte Entwicklungsportfolio für alle Produktbereiche. In den Entwicklungsprojekten werden Beschäftigte aus verschiedenen Bereichen aktiv eingebunden. Hierdurch werden alle wesentlichen Aspekte des Produktentstehungsprozesses und des Produktlebenszyklus auf die Kundenanforderung ausgerichtet.
Um das Innovationstempo zu erhöhen, hat Krones im Berichtsjahr die Organisation der F&E weiterentwickelt. Die wichtigste Neuerung ist, dass Nachhaltigkeit nun eine eigene Einheit innerhalb des F&E-Bereichs bildet. Dies unterstreicht die Bedeutung des Themas für die Kunden und Krones. Die neue Einheit »Sustainability« befasst sich mit allen produkt- und unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitsfragen. Unterstützt wird sie dabei vom »Sustainability Steering Board«, das sich aus Vertretern zentraler Unternehmensbereiche entlang der gesamten Wertschöpfung zusammensetzt.
Krones hat zudem ein Innovationsteam zusammengestellt, um noch schneller Visionen in Lösungen umzusetzen. Anlass waren die zahlreichen Kundengespräche auf der Messe drinktec, in denen es darum ging, wie Abfüll- und Verpackungslinien von Krones in der Zukunft aussehen könnten. Das Innovationsteam soll dazu beitragen, dass das Unternehmen bereits auf der nächsten drinktec 2025 große Teile der »Krones Linien der Zukunft« präsentieren kann. Passend zum Zielbild liegt der Entwicklungsfokus dabei auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Effizienz. Unterstützt wird das Innovationsteam vom gemeinsamen Komitee, das der Vorstand und Führungskräfte verschiedener technischer Bereiche gründeten. Dieses technische Gremium verfolgt und bewertet die Entwicklungsfortschritte regelmäßig.
Krones forciert F&E-Aktivitäten durch Internationalisierung und die Zusammenarbeit mit externen Partnern
Krones stellt die F&E-Aktivitäten immer stärker international auf. Diese Strategie haben wir im Berichtsjahr weiter umgesetzt. So wurde in Parma (Italien) gemeinsam mit der dortigen Universität ein F&E-Hub errichtet. Das Team des Hubs führt Lebenszyklusanalysen (z. B. CO 2-Footprint) von verschiedenen Verpackungsarten durch.
Um die Digitalisierungsaktivitäten weiter zu stärken, hat Krones die Kapazitäten der tschechischen Tochter Konplan (Ingenieurdienstleister) ausgebaut. In Indien investiert Krones in den Aufbau eines eigenen Standortes für die Softwareentwicklung.
Bereits 2021 hat Krones Prozesse der Automatisierung und Digitalisierung unter dem Namen »Krones.digital« zusammengeführt und harmonisiert. Das haben wir im Berichtsjahr weiter vertieft. Krones.digital ist eine Matrixorganisation, in der Beschäftigte an verschiedenen Standorten und in unterschiedlichen Krones Gesellschaften arbeiten. Alle kooperieren eng mit dem F&E-Team, das Maschinen und Anlagen entwickelt.
Krones setzt bei Innovationen nicht nur auf das eigene Know-how, sondern kooperiert hier neben Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen auch mit mehreren F&E-Abteilungen anderer Unternehmen sowie mit Kunden und anderen Partnern. Mit internationalen Unternehmen aus der Verpackungsindustrie verfolgen wir ebenfalls gemeinsame Entwicklungsprojekte. Ein Beispiel hierfür ist die Kooperation mit dem US-Unternehmen O-I Glass, dem weltweit größtem Hersteller von Glasbehältern. Gemeinsam mit O-I arbeiten wir an innovativen und nachhaltigen Verpackungslösungen. Im wichtigen und sehr anspruchsvollen japanischen Markt arbeitet Krones mit dem dort führenden Verpackungshersteller Toyo Seikan zusammen. Die Kooperation verfolgt das Ziel, japanische Getränkehersteller mit maßgeschneiderten aseptischen Abfüll- und Verpackungslösungen zu versorgen. Die Zusammenarbeit trägt bereits Früchte. Als ersten gemeinsamen Auftrag lieferten wir eine Aseptik-Linie an den größten japanischen Lohnabfüller.
Programme der F&E-Strategie
Aus der Strategie und den Werttreibern leiten sich die F&E-Programme von Krones ab. Diese passen wir an die neue Konzernstrategie an, um die Vision der »Abfüll- und Verpackungslinien der Zukunft« (PET, Glas, Dosen, Aseptik) schnell in Lösungen für unsere Kunden umzusetzen.
Innovative Neu- und Weiterentwicklungen -das Ergebnis erfolgreicher F&E-Aktivitäten
Im Folgenden stellen wir auszugsweise einige Innovationen und drinktec-Highlights von Krones aus dem Berichtsjahr vor.
Contiform - in der vierten Generation noch flexibler und effizienter
Bei der vierten Generation der Streckblasmaschine Contiform hat Krones in vielen Bereichen nochmals deutliche Verbesserungen gegenüber der Vorgängerversion erzielt. Durch innovative Heizsysteme und -technologien lassen sich bis zu 11 % der Heizenergie einsparen. Kleinere Abstände zwischen den Heizkästen verringern die Aufstellfläche um 15 %. Darüber hinaus werden mit einem intelligenten System zum dreistufigen Recycling der Druckluft bis zu 20 Prozent weniger Blasluft verbraucht.
Durch eine neu entwickelte Technologie lassen sich zudem die Stillstandzeiten der Maschine deutlich verringern, da fehlerhafte Preforms ausgeworfen werden können, ohne dass die Maschine in den Not-Stop geht. Außerdem ist in die vierte Generation der Contiform der innovative Prozessregler Contiloop AI integriert. Der intelligente Regler auf Basis künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence: AI) Contiloop AI misst in der Streckblasmaschine kontinuierlich die wichtigsten Behälter- und Rahmenparameter, die für den Streckblasprozess wichtig sind. Das garantiert höchste Behälterqualität, auch unter wechselnden Bedingungen. Zudem werden der manuelle Aufwand und vom Bedienpersonal verursachte Fehler reduziert.
Ergobloc L - höchste Leistung auf wenig Raum
Mit dem weltweit ersten PET-Nassteilblock, der eine Leistung von 100.000 0,5-Liter-Wasserflaschen pro Stunde aufweist, setzt Krones einen neuen Meilenstein in der Blocktechnologie. Der Produktionsablauf des 100.000er-Blocks baut auf den herkömmlichen ErgoBloc L auf. Allerdings wurden für den Hochleistungsblock die Einzelkomponenten - Streckblasmaschine, Etikettierer und Füller - nochmals optimiert. So kommen bereits Teile der vierten Contiform Generation (siehe Seite 76) zum Einsatz. Zudem wurden in dem Etikettierer Ergomodul einige zusätzliche und optimierte Komponenten, Funktionen und Baugruppen verbaut.
Kern des Hochleistungsblock sind die zwei modularen Füll- und Verschließeinheiten. Das Füllen und Verschließen der 100.000 Flaschen verteilt sich so auf je zwei Einheiten, die aber Bestandteil eines einzigen, einheitlichen Blocks sind. Der Füller Modulfill Dual kommt mit rund 60 Füllventilen weniger aus als bei einer Ein-Füller-Lösung mit gleicher Leistung. Dadurch wird der Ergobloc L noch kompakter- und das bei einer fast 20-prozentigen Leistungssteigerung.
Pflanzenbasierte Getränke - gebündelte Kompetenz
Bei der Herstellung von Plant-based Drinks, also Getränken, die auf pflanzlichen Rohstoffen basieren, profitiert Krones vom umfangreichen Know-how in der Getränkeherstellung-, behandlung und -abfüllung sowie Milchverarbeitung. Die Tochter Milkron steuert ihr Projekt- und Engineering- Expertise aus der Molkereitechnik bei. Unsere eigenständige Brauerei-Einheit Steinecker bringt ihr Know-how in der Verarbeitung verschiedenster Getreidesorten sowie der Steuerung biologischer Umwandlungsprozesse ein. Mit dem Wissen aus der Bierproduktion legt Steinecker zudem den Fokus auf die Nachhaltigkeit des Gesamtprozesses. Darüber hinaus profitiert Krones bei der Produktion pflanzenbasierter Drinks von der jahrzehntelangen Erfahrung in der thermischen Produktbehandlung und der aseptischen Abfüllung.
Weltweiter Konsum von Plant-Based Drinks (2020)

Die stärksten Märkte für Plant-Based Drinks (2020)

Quelle: Global Data
Das Unternehmen beherrscht drei verschiedene Verfahrenstechniken zum Herstellen pflanzlicher Milchprodukte - von der Variante für den schnellen Markteinstieg bis hin zur Highend-Lösung für eine nachhaltige Produktion. Mit der flexiblen Krones Technologie lassen sich Plant-based Drinks aus Getreide (z. B. Hafer, Reis, Dinkel), Nüssen (z. B. Mandel, Kokusnuss) und Hülsenfrüchten (z. B. Soja, Erbsen, Lupinen) herstellen.
VarioAsept M - schonend haltbar machen
Wesentlich bei der Produktion von Getränken aus pflanzlichen Rohstoffen ist die Hydrolyse. Durch den Zusatz von Enzymen werden Süße, Mundgefühl und Ausbeute gesteuert. Auch das Haltbarmachen spielt - wie bei der Milchbearbeitung - eine wichtige Rolle, denn das Produkt muss äußerst schonend und hygienisch behandelt werden. Die uht (Ultra-High-Temperature)-Anlage VarioAsept M von Krones erfüllt genau diese Anforderungen. Sie erhitzt das Produkt kurzzeitig und schnell auf 135 bis 150 °C und ist für die weitere Verarbeitung perfekt auf die aseptischen Abfüller von Krones abgestimmt.
Modulfill Bloc FS-C mit kleinem Reinraum - Mehrwert für die Kunden
Mit dem Modulfill Bloc FS-C mit kleinem Reinraum hat Krones seine Kompetenz bei der Dosenabfüllung von hygienisch anspruchsvollen Produkten erweitert. Die Anlage ist bereits am Markt etabliert und beweist ihre Stärken in den Getränkefabriken vieler Kunden. Der Füller-Verschließer-Block vereint die klassische mit der aseptischen Abfülltechnologie. Dabei ist der sensible Produktbereich, also der Reinraum, auf ein Minimum begrenzt. Der Block ist mit dem ersten von Krones selbst entwickelten Dosenverschließer Modulseam ausgestattet und hat eine Leistung von bis zu 96.000 Dosen in der Stunde.
Der Mehrwert für die Kunden: Viele Produkte, die auf dem Block abgefüllt werden, müssen anschließend nicht mehr pasteurisiert werden. Das spart Energie. Darüber hinaus lässt sich die Anlage schnell und sparsam reinigen. Aufgrund der kompakten Bauweise des Blocks ist der Platzbedarf um rund ein Drittel niedriger als bei getrennter Aufstellung von Füller und Verschließer.
Variopac Pro für LitePac Top Protect - eine nachhaltige Verpackungslösung
Eine plastikfreie und nachhaltige Alternative bei der Sekundärverpackung von PET-Einwegflaschen und Dosen bietet Krones mit LitePac Top. Diese Verpackungslösung setzt auf recycelbaren Karton statt auf Folie. Das energieintensive Aufschrumpfen von Folie auf die zu Gebinden zusammengestellten Behälter entfällt. Hierdurch werden bei der Sekundärverpackung rund 80 % CO 2-Emissionen eingespart. Dieses nachhaltige Konzept bietet Krones mittlerweile in verschiedenen Varianten an. In der Ausführung LitePac Top Protect für Dosen wird das Gebinde zusätzlich von einem Deckel aus Karton vor Staub und Schmutz geschützt.
Technisch umgesetzt wird LitePac Top Protect auf der Maschinenplattform Variopac Pro von Krones. Hierzu wird die Verpackungsmaschine um ein nach-rüstbares Modul mit wechselbaren Greifern für unterschiedliche Kartonclips erweitert. Die Maschine kann je nach Ausstattung bis zu 108.000 Dosen pro Stunde verarbeiten.
Mobiler Produktionsroboter - Materialflüsse automatisieren
Unsere Tochter System Logistics hat eine mobile Plattform mit Hebevorrichtung und austauschbaren Aufsätzen entwickelt. Mit dieser intelligenten Intralogistik-Lösung treibt Krones die Automatisierung von Abfüll- und Verpackungslinien weiter voran. Der mobile Roboter übernimmt schwere Lasten und beschleunigt den Materialfluss in der Linie. Seine Aufsätze lassen sich je nach spezifischer Anwendung automatisch wechseln. Damit ist der Roboter flexibel einsetzbar. Darüber hinaus wird die Klimabilanz der Linie verbessert. Bei optimiertem Dauerbetrieb hat der mobile Roboter einen geringeren CO 2-Fußabdruck als ein Gabelstapler.
Nichtfinanzielle Erklärung
Die Nichtfinanzielle Erklärung für den Krones Konzern bildet das zentrale Medium, um die Nachhaltigkeitsleistung der Krones AG und des Krones Konzerns transparent darzustellen. Die Konsolidierung unserer Gruppengesellschaften erfolgt dabei parallel zur Finanzberichterstattung. Sie enthält die qualitativen und quantitativen nichtfinanziellen Informationen zu den wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen. Die zukunftsbezogenen Aussagen im Kontext der Nachhaltigkeitsziele fokussieren im Gegensatz zu anderen Aussagen innerhalb des Konzernlageberichts nicht nur ein Jahr, sondern nehmen eine deutlich umfassendere Zeitspanne in den Blick. Für die Entwicklung der in dieser Erklärung veröffentlichten Maßnahmen und Kennzahlen nutzen wir die Standards der Global Reporting Initiative (GRI) als Orientierung. Bei diesem Kapitel handelt es sich um eine für die Krones AG und den Krones Konzern zusammengefasste Nichtfinanzielle Erklärung nach §§ 289b ff. HGB sowie §§ 315b ff. HGB für das Geschäftsjahr 2022.
Performance 2022
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| ― | Trotz eines Wachstums des Auftragseingangs von 34 Prozent haben wir lediglich eine Steigerung der produktbezogenen Treibhausgasemissionen von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dies resultiert aus Energieeffizienzsteigerungen sowie einem geringerem strombasierten Emissionsfaktor. |
| ― | Unser Corporate Carbon Footprint ist im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent gesunken. Damit haben wir mit insgesamt 46 Prozent Reduktion im Vergleich zum Basisjahr 2019 mehr als die Hälfte der bis 2030 angestrebten 80 Prozent Reduktion der Treibhausgasemissionen aus Scope 1 und Scope 2 erreicht. |
| ― | Die Treibhausgasemissionen aus der vorgelagerten Lieferkette sinken im Jahresvergleich leicht, zeigen sich aber im Verhältnis zum Basisjahr 2019 noch sehr hoch. |
| ― | Während die Zahl der gefährlichen Abfälle, die wir konzernweit verursacht haben, stagniert, ist der Wasserverbrauch um 10 Prozent angestiegen. |
| ― | Der Fokus auf die kontinuierliche Weiterbildung unserer Beschäftigten zeigt sich im Anstieg der Teilnahmen an Weiterbildungsangeboten um fast ein Drittel des Vorjahreswertes. |
| ― | Arbeitsunfälle und Ausfalltage sinken im Jahresvergleich. |
| ― | Sowohl in Führungspositionen als auch unter Mitarbeitenden haben 2022 mehr Frauen im Krones Konzern gearbeitet als 2021. |
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| Indikator | Einheit | 2022 | 2021 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Treibhausgasemissionen Scope 1 | t CO 2e | 17.583 | 18.085 | - 3 % |
| Treibhausgasemissionen Scope 2 | t CO 2e | 9.152 | 16.070 | - 43 % |
| Treibhausgasemissionen Scope 3 Downstream (Produkte) | t CO 2e | 6.287.635 | 5.695.768 | + 6 % |
| Treibhausgasemissionen Scope 3 Upstream (Lieferkette) | t CO 2e | 605.290 | 611.776 | - 1 % |
| Wasserverbrauch | m 3 | 202.366 | 183.534 | + 10 % |
| Gefährliche Abfälle | t | 1.660 | 1.657 | 0 % |
| Ausgaben für Spenden und Sponsoring | € | 1.113.745 | 803.880 | + 39 % |
| Teilnahme an Weiterbildungsangeboten | absolut | 60.318 | 45.900 | + 31 % |
| Arbeitsunfälle je 1 Mio. Arbeitsstunden | Quote | 7,31 | 8,78 | - 17 % |
| Ausfallzeit nach Arbeitsunfällen je 1 Mio. Arbeitsstunden | Quote | 150,55 | 162,90 | - 8 % |
| Frauenanteil (tarifliche und außertarifliche Beschäftigte) | % | 16,7 | 15,9 | + 5 % |
| Frauenanteil unter Führungskräften allgemein | % | 10,6 | 10,4 | + 2 % |
Die hier dargestellten Indikatoren beziehen sich auf den Krones Konzern, bilden jedoch nur einen Teil aller nachhaltigkeitsbezogenen Kennzahlen, die wir in der Krones AG und im Krones Konzern erheben. Die grün markierten Prozentzahlen zeigen eine positive Veränderung im Sinne der Nachhaltigkeit, die rot markierten eine negative.
Sustainability Management
Nachhaltige Unternehmensstrategie
Die Nachhaltigkeitsziele des Krones Konzerns sind in die Unternehmensstrategie integriert. Das neue Zielbild »Solutions beyond tomorrow« zeigt, wie die nachhaltige Entwicklung den Antrieb des Unternehmens bildet. Der Krones Konzern will seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Welt leisten, wobei wir Digitalisierung als »Enabler« der Nachhaltigkeit betrachten - sowohl bezogen auf unsere eigene Wertschöpfung als auch auf das Geschäft unserer Kunden.
Effiziente und umweltfreundliche Technologien für sichere und hochwertige Getränke: Das ist der Auftrag, den sich der Krones Konzern in Sachen Produktnachhaltigkeit gesetzt hat. Unsere Kunden erwarten nachhaltige technologische Lösungen für ihre Produktion. Denn auch die Endkonsumenten orientieren sich heute mehr denn je an Nachhaltigkeit als Kaufkriterium.
Neben der Effizienz, Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit unserer Produkte und Dienstleistungen bauen wir Schritt für Schritt die Nachhaltigkeit unserer eigenen Betriebs- und Wertschöpfungsprozesse aus. Wir sind davon überzeugt, dass uns der konsequente Weg in Richtung Nachhaltigkeit dabei helfen wird, neue Wachstumspotenziale zu heben.
Sustainability Governance
Das Nachhaltigkeitsmanagement im Krones Konzern wird von einem zentralen Sustainability Team gesteuert und koordiniert. Es fungiert als Strategie-, Controlling- und Reporting-Instanz für Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette. Im Zentrum steht die Kooperation mit den für die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen zuständigen Fachabteilungen und Experten.
Das Sustainability Team ist im Bereich Corporate Research and Development angesiedelt und berichtet damit an den Vorstand International Operations and Services. Parallel berichten Sustainability Team und Sustainability Steering Board direkt an den CEO.

Strategie: Zu den Kernaufgaben des Sustainability Teams im Bereich Strategie gehören die Durchführung von Wesentlichkeits- und Risikoanalysen, die Berichterstattung zu Nachhaltigkeit an den Vorstand sowie die Koordination des Sustainability Steering Boards. Dort beraten Vertreter aus dem Management zentraler Unternehmensbereiche über die strategische Ausrichtung in Sachen Nachhaltigkeit und entwickeln Empfehlungen und Entscheidungsvorlagen für den Vorstand.
Controlling: Das Sustainability Team fungiert darüber hinaus als ControllingInstanz für ESG. Neben der konzernweiten Konsolidierung der nachhaltigkeitsbezogenen Kennzahlen und dem Monitoring des Fortschritts der Zielerreichung gehört dazu auch die Durchführung regelmäßiger Reviews mit den Fachabteilungen. Fragebögen, Ratings und Rankings zu Nachhaltigkeit werden zentral bearbeitet und deren Ergebnisse an die Fachabteilungen gespiegelt.
Reporting: Im Rahmen der Nachhaltigkeitskommunikation bereitet das Sustainability Team zusammen mit der Unternehmenskommunikation die Inhalte für die verschiedenen Kanäle auf - sowohl für interne als auch für externe Stakeholder. Die vom Vorstand freigegebene Nichtfinanzielle Erklärung beschreibt die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte, weiterführende Informationen finden sich auf den Sustainability-Seiten der Corporate Website.
Sustainability Executive Reviews
Um die Nachhaltigkeitsziele auf oberster Management-Ebene zu steuern, findet seit Ende 2022 im sechswöchigen Turnus ein Abstimmungstermin zu Sustainability-Themen im Gesamtvorstand statt. Darin werden die wichtigsten Nachhaltigkeitskennzahlen getrackt und strategische Entscheidungen zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens getroffen.
Nachhaltigkeitsziele in der Vorstandsvergütung
Nachhaltigkeitsaspekte bilden einen Bestandteil der Vergütungsrichtlinien des Vorstands. Seit dem Geschäftsjahr 2022 werden die Treibhausgasemissionen aus Scope 1 und Scope 2 als Bestandteil der Bemessung der langfristigen Vergütungsbestandteile (Long Term Incentive) verwendet. Für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein Treibhausgasemissions-Ziel als Leistungskriterium mit einer Gewichtung von 10 Prozent durch den Aufsichtsrat festgelegt. Für das Leistungskriterium werden vor Beginn der jeweiligen Tranche Ziel- und Schwellenwerte definiert, auf deren Basis die Zielerreichung am Ende der dreijährigen Performance-Periode berechnet wird. Die Zielerreichung kann zwischen 0 Prozent und 250 Prozent betragen.
Im Long Term Incentive werden ab dem Geschäftsjahr 2022 sukzessive ESG-Ziele (ESG = Environmental, Social, Governance) eingeführt. Ab dem Geschäftsjahr 2023 entfallen 15 Prozent des Zielbetrags auf die ESG-Ziele. Ergänzend zum bisherigen Treibhausgasemissions-Ziel (Scope 1 +2) hat der Aufsichtsrat für das Jahr 2023 den Frauenanteil in Führungspositionen (Krones AG und Krones Konzern) als weiteres ESG-Ziel festgelegt. Die Gewichtung des Treibhausgasausstoßes beträgt 70 Prozent, der Frauenanteil in Führungspositionen im Krones Konzern wird mit 20 Prozent gewichtet und die Gewichtung des Frauenanteils in Führungspositionen in der Krones AG beträgt 10 Prozent.
Nichtfinanzielle Risikoanalyse
Der Grundsatz der doppelten Wesentlichkeit sieht vor, nicht nur die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen auf finanzielle und nichtfinanzielle Auswirkungen zu bewerten, sondern auch Risiken des Unternehmens in dieser Perspektive zu betrachten. Im Prozess des konzernweiten Risikomanagements des Finanzbereichs werden quartalsweise Risiken gemeldet und bewertet. Die im Zuge dessen identifizierten Risiken von außen für das Unternehmen (outside-in) werden anschließend durch das Sustainability Team auf ihre potenziell negativen Auswirkungen des Unternehmens auf Nachhaltigkeitsthemen (inside-out) bewertet. Als Ergebnis wurden für das Geschäftsjahr 2022 keine sehr wahrscheinlichen Risiken identifiziert, die mit schwerwiegenden negativen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit, der Geschäftsbeziehungen, Produkte oder Dienstleistungen verknüpft wären.
Materialitätsanalyse
Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Wesentlichkeitsmatrix des Krones Konzerns überarbeitet. Im Sinne der doppelten Wesentlichkeit wurde eine Longlist an nachhaltigkeitsrelevanten Themen entlang der Wertschöpfungskette identifiziert und nach zwei Aspekten bewertet: der Auswirkungen außerhalb des Unternehmens und der Geschäftsrelevanz für den Krones Konzern. Für die Impact-Bewertung haben wir mithilfe einer Umfrage Kunden, Finanzmarktteilnehmer, Lieferanten und eigene Beschäftigte nach deren Einschätzung befragt. Die Geschäftsrelevanz der Einzelthemen hat das Sustainability Steering Board zusammen mit dem Vorstand bewertet. Die daraus resultierende Matrix wurde vom Vorstand beschlossen und wird turnusgemäß alle drei Jahre übergreifend aktualisiert, wobei etwaige Verschiebungen in jährlichem Turnus geprüft werden.

Die unterschiedlichen Größen der Kreise spiegeln die relative Wesentlichkeit des jeweiligen Themas wider.
Nachhaltigkeitsziele 2030
Die Nachhaltigkeitsziele des Krones Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2020 vom Vorstand offiziell verabschiedet. Die Ziele beziehen sich - wo nicht anders gekennzeichnet - auf das Basisjahr 2020 sowie das Zieljahr 2030 und gelten konzernweit. Reviews der Ziele finden anlassbezogen auf Basis neuer Wesentlichkeitsanalysen, Gesetzesanforderungen sowie Stakeholder-Interessen statt. Derzeit werden die Nachhaltigkeitsziele infolge der neuen Wesentlichkeitsanalyse einem Review unterzogen.
Umwelt
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| - 80 % | - 25 % | - 10 % |
|---|---|---|
| Wir reduzieren unsere Treibhausgasemissionen aus unserem eigenen Geschäftsbetrieb (Basisjahr: 2019) | Wir senken die Treibhausgasemissionen in unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette und konzentrieren uns dabei auf eingekaufte Waren und Produktnutzung (Basisjahr: 2019) | Wir reduzieren die Erzeugung gefährlicher Abfälle und den Wasserverbrauch in unserer Produktion |
Gesellschaft
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| - 30 % | ||
|---|---|---|
| Wir ergreifen Maßnahmen, um die Vielfalt unserer Belegschaft zu fördern | Wir motivieren unsere Beschäftigten, indem wir ein attraktives Arbeitsumfeld mit Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung bieten | Wir reduzieren Arbeitsunfälle und die daraus resultierenden Ausfalltage |
Unternehmensführung
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| 0 | 100 % | |
|---|---|---|
| Wir verfolgen null Toleranz gegenüber Compliance- und Menschenrechtsverstößen entlang der Wertschöpfungskette | Wir bewerten kritische Lieferanten nach Nachhaltigkeitskriterien und steigern die Effizienz unserer Rohmaterialien | Wir stellen die Vertraulichkeit persönlicher Daten sicher und errichten eine zeitgemäße IT-Sicherheitsarchitektur entlang der Wertschöpfungskette |
Beitrag zu den Sustainable Development Goals
Die Sustainable Development Goals (kurz SDGs) der Vereinten Nationen gelten als die wichtigsten globalen Zielsetzungen für eine nachhaltige Entwicklung. Im September 2015 wurden die 17 Nachhaltigkeitsziele im Zuge der UN-Agenda 2030 veröffentlicht. Sie formulieren die zentralen Herausforderungen und Vorsätze einer globalen Nachhaltigkeitspolitik und bilden somit das Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft.
Als Teil globaler Wertschöpfungsketten beeinflusst auch der Krones Konzern ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Entwicklungen - teils unmittelbar und wesentlich, teils nur indirekt und geringfügig. Im Zuge der Überarbeitung der Wesentlichkeitsmatrix haben wir deshalb analysiert, auf welche SDGs wir derzeit - ausgehend von unseren in dieser Erklärung beschriebenen Zielen, Richtlinien, Maßnahmen und Kennzahlen - einen Einfluss haben und wie groß dieser Einfluss im Verhältnis ist.

Sustainability Netzwerk
Wir setzen auf vereinte Kräfte: Seit 2012 ist der Krones Konzern Mitglied des UN Global Compact. Wir kooperieren mit anderen Unternehmen unserer Branche im Rahmen diverser nachhaltigkeitsbezogener Projektgruppen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und sind offizieller Partner der »Blue Competence«-Nachhaltigkeitsinitiative des VDMA. Wir haben die Sustainability Charta des ABMI (Association of the Beverage Machinery Industry) unterzeichnet und kooperieren in diesem Verband mit unseren Wettbewerbern, um Nachhaltigkeit gemeinsam voranzutreiben.
Unsere Klimastrategie 2030 wurde von der zugehörigen Initiative als Science Based Target bestätigt, wir haben uns zur Entwicklung eines Net-Zero-Emissionsziels bekannt und sind Teil der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampagne. Um Transparenz gegenüber Kunden, Investoren und Analysten zu schaffen, nehmen wir an anerkannten Rating- und Auditformaten teil. Bei CDP erhielten wir 2022 ein »B«-Rating in den Kategorien »Climate Change« und »Water Security«. Unsere EcoVadis Scorecard wurde mit einer Silber-Medaille ausgezeichnet.

Treibhausgasemissionen bei unseren Produkten
Kunden
1. Einfluss und Wesentlichkeit
Als Technologiekonzern ist der Krones Konzern Enabler in Sachen Klimaschutz. Unsere Maschinen und Anlagen benötigen eine relevante Menge an Strom und Wärme, hauptsächlich für die Produktion, Abfüllung und Verpackung von Getränken und flüssigen Lebensmitteln. Der Großteil der Treibhausgase, für die wir direkt oder indirekt verantwortlich sind, entsteht nicht an den eigenen Standorten, sondern bei unseren Kunden - durch Nutzung der Krones Maschinen und Anlagen. Aufgrund dieses großen Impacts auf den direkten Treibhausgasemissionsausstoß unserer Kunden haben die internen und externen Stakeholder dieses Thema als sehr wesentlich bewertet - sowohl hinsichtlich Geschäftsrelevanz als auch hinsichtlich Einflussmöglichkeit.
2. Risiken und Chancen
Klimabezogene Aspekte in Bezug auf Scope-3-Downstream-Treibhausgasemissionen betrachtet der Krones Konzern nicht in erster Linie als Risiko, sondern als Chance. Im Zuge der Ausarbeitung unseres neuen Zielbilds »Solutions beyond tomorrow« adressieren wir drei globale Herausforderungen Klimawandel, Plastikverschmutzung und Ernährung der Weltbevölkerung - und ordnen jeder dieser Challenges unsere Lösungsbeiträge zu. Auf die Bekämpfung des Klimawandels wollen wir durch unsere enviro Produktreihe sowie unsere Energieberatung auf Fabrikebene einwirken. Wenn wir in diesen Geschäftstätigkeiten wachsen, bewirken wir Positives für die Klimaschutz-Bemühungen unserer Kunden - und generieren gleichzeitig Umsatz.
3. Governance und Ressourcen
Die Klimastrategie 2030 des Krones Konzerns wurde offiziell vom Vorstand verabschiedet. Während eine interdisziplinäre Projektgruppe allgemeine Themen behandelt und sich verstärkt auf Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen fokussiert, tagt regelmäßig eine Gruppe aus Produktspezialisten der verschiedenen Portfolio-Abteilungen der Krones AG zur Koordination der Maßnahmen zur Reduktion der produktbezogenen Scope 3 Treibhaugasemissionen. Sie fungieren als dezentrale Ansprechpartner und Paten des enviro Nachhaltigkeitsprogramms für energieeffiziente und umweltfreundliche Maschinen und Anlagen und tragen die zentral koordinierten Nachhaltigkeitsanforderungen in das Unternehmen. Über die Krones AG hinaus tauscht sich das Product Sustainability Team regelmäßig mit den Produktspezialisten der Tochterunternehmen aus, um klima- und umweltrelevante Verbesserungen bei den Produkten voranzutreiben. Die Berichterstattung zu Scope 3 bei unseren Produkten erfolgt zentral über das Sustainability Team.
4. Strategie und Ziele
Im Zuge unserer Klimastrategie 2030 haben wir im Geschäftsjahr 2020 folgendes Ziel für vor- und nachgelagerte Scope 3 Treibhausgasemissionen definiert und öffentlich ausgelobt:
Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 25 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019.
Die von uns bei der Science Based Targets Initiative (SBTi) eingereichten Near-Term-Klimaziele wurden nach dem dortigen offiziellen Prüfverfahren validiert und offiziell als konform mit dem 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen bestätigt Insofern sich die SBTi an den etablierten Referenzszenarien des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) orientiert, lehnen sich auch unsere Scope-3-Reduktionsziele daran an. Der Krones Konzern ist Teil der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampagne, wir berichten jährlich an CDP (Score: B).
5. Richtlinien und Maßnahmen
Nachhaltigkeitsprogramm für Produkte - enviro
Ein zentraler Baustein unserer Produktnachhaltigkeit ist seit vielen Jahren unser enviro Nachhaltigkeitsprogramm für Maschinen und Anlagen. Es wurde in Zusammenarbeit mit TÜV SÜD entwickelt und fokussiert sich auf den Energie- und Medienverbrauch sowie die Umweltverträglichkeit von Krones Maschinen, Anlagen und Lösungen. Die dazugehörigen Prozesse sind im enviro Managementsystem fixiert. Das zugrundeliegende enviro Handbuch definiert die Leitlinien des Managementsystems, zeigt die Bewertungskriterien auf und fungiert somit als unternehmensweite Richtlinie für klimafreundliche Produktgestaltung und -optimierung.
Bevor eine Krones Maschine das enviro Siegel tragen darf, muss sie in einem festgelegten und dokumentierten Prüfverfahren beweisen, dass sie sowohl sparsam mit Energie und Medien umgeht als auch umweltverträglich produziert. Um die Objektivität dieses Prüfverfahrens zu forcieren, wurde für jeden enviro relevanten Produktaspekt - beispielsweise Druckluft und Umweltverträglichkeit - ein verbindlicher Bewertungsmaßstab festgelegt. Die darin enthaltenen Kriterien sollen sicherstellen, dass die enviro Produkte mindestens dem von TÜV SÜD definierten EME-Standard entsprechen (»Energy and Media Efficiency Environmental Sustainability«). Das enviro Managementsystem und das dazugehörige Prüfverfahren werden regelmäßig von TÜV Süd als unabhängigem Gutachter zertifiziert.
Klimafreundliche Produktentwicklung
Nachhaltige und klimafreundliche Produkte beginnen im Design und der Entwicklung. Die strategische Portfolioplanung sowie die Weiter- und Neuentwicklung von Krones Produkten wird von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung verfolgt. Umweltfreundlichkeit mit speziellem Fokus auf Treibhausgasemissionen bildet dabei einen zentralen Wertetreiber, nach dem Entwicklungsprojekte initiiert und priorisiert werden. Das Nachhaltigkeitsprogramm enviro greift schon im Produktentstehungsprozess aktiv ein und integriert gezielt Ökodesign-Aspekte. Damit Neuentwicklungen in Richtung ökologischer Nachhaltigkeit gelenkt werden, werden laufende Entwicklungsprojekte über Meilensteine gesteuert, sodass die enviro Anforderungen bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden.
Investitionen in kohlenstoffarme Technologien
Im Zuge der Produktentwicklungsprozesse investieren wir große Summen und Personalressourcen in kohlenstoffarme Technologien. Ein Beispiel dafür bildet die Reststoffverwertung Phoenix BMC unseres Tochterunternehmens Steinecker: Mithilfe dieses Verfahrens lassen sich wertvolle Inhaltsstoffe aus den organischen Reststoffen einer Brauerei in Form von Protein und Düngemittel extrahieren, bevor die verbleibenden Biomasse zur Energieerzeugung verwendet werden kann - wodurch beides einen positiven Beitrag für den Klimaschutz bilden kann, durch ökologisch sinnvolle Abfallverwertung im Sinne einer Kreislaufwirtschaft. Beim Entwickeln der inzwischen vierten Generation unserer Streckblasmaschine Contiform haben wir zum einen den Druckluftverbrauch beim Streckblasen der PET-Flaschen um 20 Prozent gesenkt. Zum anderen verhindern wir durch Automatisierung und Prozessoptimierung Fehleinstellungen beim Betrieb der Maschine, wodurch ein Vielfaches an Energie eingespart werden kann - auch im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten. In diese neue Technologie namens Contiloop AI haben wir mehrere Millionen Euro investiert.
Die Bewertung unserer Investitionsprojekte im Zuge der Berichterstattung nach Artikel 8 der EU-Taxonomie-Verordnung ermöglicht es uns, die klimarelevanten Ausgaben für Forschung und Entwicklung nach einem extern standardisierten Verfahren zu validieren und öffentlich zu kommunizieren.
Carbon Footprints und Lifecycle Assessments
Stand heute prüfen wir die systematische Durchführung von Lifecycle Assessments (LCA) und Analysen des Carbon Footprint (CF) für unsere eigenen Produkte. Jede einzelne unserer verkauften Maschinen und Anlagen unterscheidet sich von der anderen. Die Instrumente LCA und CF-Analyse lassen - Stand heute - eine Bewertung solch individualisierter Produkte nur eingeschränkt zu. Derzeit fokussieren wir uns auch bei der Anwendung von Lifecycle Assessments auf die Produkte unserer Kunden - die Behälter, in welche die Getränke und flüssigen Lebensmittel letztlich abgefüllt werden. Hier berechnen wir mithilfe anerkannter Tools die Umweltbilanz von Verpackungen unterschiedlicher Größe, Form und Schwere - vor allem bezogen auf verschiedene Verpackungsarten wie Mehrweg-PET, Einweg-PET, Glas, Dose oder Sekundärverpackungen. Dadurch ermöglichen wir es unseren Kunden, die für ihre individuelle Geschäftssituation und ihr jeweiliges Umfeld nachhaltigste Verpackungslösung zu wählen. Zusätzlich berechnen wir auf Wunsch unserer Kunden die Emissionen, die unsere Maschinen im Betrieb emittieren und helfen, die Emissionen durch enviro Maschinen oder eine optimierte Anbindung an die Wärmeversorgung zu reduzieren.
Energie- und Medienberatung auf Fabrikebene
Zentraler Baustein unserer Bemühungen um eine Reduktion der Treibhausgasemissionen bei unseren Kunden bildet die Energieberatung auf Fabrikebene. Sowohl bei einer bereits existierenden Fabrik als auch bei der Planung einer neuen Produktionsstätte unterstützt das Beratungsteam die Kunden beim Erreichen ihrer eigenen Nachhaltigkeitsziele für Scope 1 und Scope 2 - was wiederum unsere eigenen Scope-3-Downstream-Treighausgasemissionen senkt. Das Leistungsspektrum umfasst die Entwicklung von Dekarbonisierungsstrategien, energetische Prozessoptimierungen, Versorgungstechnik-Audits, Optimierungen des Produktionsplans, Materialanalysen und -klassifizierung für Verpackungsthemen, Integration eines Energie-Management-Systems bis hin zur Fördermittel-Beratung.
Kooperation und Kollaboration mit Kunden
Mit unseren Kunden interagieren wir zu Klimaschutz in diversen Kanälen: Zum einen berichten wir unsere jährliche Klimabilanz regelmäßig über diverse individuelle Fragebögen, standardisierte Tools oder etablierte Rating- und RankingFormate (CDP, EcoVadis) direkt an unsere Geschäftspartner in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Zum anderen gehen wir mit jedem interessierten Kunden individuell ins Gespräch zu Möglichkeiten der Kollaboration bezüglich Klima- und Umweltschutz. In der Regel werden diese Gespräche von unseren Kunden selbst initiiert, wobei - je nach Einzelfall - diverse Ansatzpunkte entwickelt werden können: Sowohl im Lifecylce Service als auch in der Energieversorgung oder bei der Optimierung der Utilities ergeben sich stets Möglichkeiten zur Optimierung. Auf eigene Initiative bietet der Vertrieb themenbezogene Webinare zu Nachhaltigkeitsthemen an, wobei die Reduktion der Treibhausgasemissionen regelmäßig im Fokus steht.
Interne Trainings und Sensibilisierungen
Ein wesentlicher Faktor, um nachhaltige Produkte und Dienstleistungen an unsere Kunden zu bringen, ist der Vertrieb. Unser weltweites Sales Team wird deswegen durch Schulungen und Trainings - insbesondere vor wichtigen Messen und Veranstaltungen - über die nachhaltigen Lösungsansätze informiert und auf den aktuellen Stand gebracht. Im Zuge der Leitmesse drinktec haben das Sustainability Team, die Produktspezialisten und der Vertrieb detaillierte Schulungen zu produktbezogenen Nachhaltigkeitsthemen mit dem Fokus Klimaschutz angefertigt. Adressaten der Trainingsunterlagen und -videos waren alle Beschäftigten, speziell Vertriebsmitarbeiter und das Standpersonal der drinktec. Zudem forcieren wir mithilfe von Expertentrainings, dass auch unsere eigenen Spezialisten aus Product Sustainability Team und Fabrikplanung auf dem aktuellen Stand der Technik hinsichtlich Energie und Emissionen stehen. Im Dezember fand beispielsweise eine dreitägige Schulung zum technische Energiemanagement durch einen externen Dienstleister statt.
»Product End of Life«-Handbuch
Grundsätzliches Ziel des Krones Lifecycle Service ist es, die Lebensdauer unserer Maschinen und Anlagen bei unseren Kunden auf ein Maximum zu verlängern -beispielsweise durch Nachrüstung, Instandhaltung oder zusätzliche Serviceleistungen. Trotz dieser Maßnahmen wird an einem gewissen Punkt die Lebensdauer des Produkts auslaufen. Da auch die Verarbeitung unserer Produkte am Ende ihres Lebenszyklus einen Teil unserer Treibhausgasemissionsbilanz in der nachgelagerten Wertschöpfung bildet, versuchen wir unsere Kunden auch hier zu unterstützen.
Die verschiedenen Wege, die unsere Maschinen und Anlagen nach ihrem Einsatz gehen können, haben wir in einem Handbuch »Product End of Life« zusammengefasst: Grundlage bildet die einfache Demontage der Produkte und Wiederverwendbarkeit der eingesetzten Materialien. Zusätzlich werden den Kunden ausführliche Maschinenhandbücher zur Verfügung gestellt, die konkrete Anweisungen für die Demontage und Entsorgung von Maschinen nach ihrer Nutzungsphase enthalten. Durch das fachgerechte Zerlegen können wertvolle Materialien wie Edelstahl, Elektrokabel oder Messing wieder vollumfänglich dem Materialkreislauf zugeführt werden.
Mit unserer Tochter ecomac bieten wir ein unternehmensspezifisches Rücknahmeprogramm für das Generalüberholen von Gebrauchtmaschinen unter Verwendung von Original-Ersatzteilen. Nach der Außerbetriebnahme, Deinstallation und Überholung kann die Maschine entweder an das Kundenunternehmen zurückgegeben oder an neue Kunden verkauft werden. Darüber hinaus haben wir kürzlich eine formale Partnerschaft mit einem Recycling-Unternehmen geschlossen, das einen offiziellen Nachweis über die Wiederverwertung der Materialien liefern kann, die aus dem durch ecomac verschrotteten Produkt gewonnen werden konnten.
Ziel des Handbuchs ist es, durch eine fachgerechte Außerbetriebnahme, Deinstallation und Entsorgung der Maschinen Ressourcen zu schonen, Abfälle zu vermeiden und schließlich Emissionen zu vermeiden.
Public Carbon Transition Plan
Stakeholder-Kommunikation
Politische Einflussnahme
Der Krones Konzern nimmt keinen direkten Einfluss auf politische Prozesse, sondern fungiert als Unterstützer sowie Feedback- und Input-Geber für die politische Arbeit des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (vdma). Im Zuge der Mitwirkung im Arbeitskreis »Klima- und Energiepolitik« nehmen wir konkret Stellung zu Gesetzesentwürfen und politischen Debatten.
6. Leistungskennzahlen
Sämtliche in dieser Erklärung veröffentlichten Kennzahlen zu Treibhausgasemissionen haben wir nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol erhoben.
Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 3 aus der Nutzungsphase unserer Maschinen und Anlagen in t CO 2e (Scope-3-Kategorie 11 nach GHG-Protokoll)

Die hier ausgewiesenen Treibhausgasemissionen beziehen sich auf das Neumaschinengeschäft der Krones AG und der Steinecker GmbH. Sie weisen dabei eine Abdeckung von über 85 Prozent auf. Für die Emissionsberechnung der Maschinen und Anlagen haben wir eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 15 Jahren angenommen.
Treibhausgasemissionen im eigenen Geschäftsbetrieb
Geschäftsbetrieb
1. Einfluss und Wesentlichkeit
Der Krones Konzern emittiert entlang seiner gesamten Wertschöpfungskette Treibhausgase. Den Großteil dieser Treibhausgasemissionen stoßen wir indirekt - das heißt in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfung - aus. Dennoch verbrauchen wir an unseren Produktionsstandorten als Industrieunternehmen für unsere Fertigungsprozesse eine signifikante Menge an Energie für Strom, Wärme und Mobilität, die nur dann nachhaltig ist, wenn sie aus erneuerbaren Quellen stammt. In der Wesentlichkeitsanalyse 2022 wurden Treibhausgasemissionen im eigenen Geschäftsbereich von den Stakeholdern mit mittlerer Relevanz bewertet, die Geschäftsrelevanz als hoch eingestuft.
2. Risiken und Chancen
Im Jahr 2022 haben wir eine an die einschlägigen wissenschaftlichen Klimaszenarien angelehnte Szenarioanalyse für unsere zwölf größten Produktionsstandorte durchführen lassen. An einigen Niederlassungen gibt es klimabezogene Risiken in einer der drei Risikokategorien Hitze, Überschwemmung sowie Wald- und Flächenbrände. Grundlage der Szenarioanalyse bilden die datenbasierten Klimavorhersagen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), wobei das Szenario rcp 8.5 (Worst-Case-Szenario) als physisches Referenzmodell verwendet wurde. Die Ergebnisse der Szenarioanalyse fließen ebenso wie die dezentral von den Fachbereichen und Standorten gemeldeten Klima- und Umweltrisiken in das bestehende Enterprise Risk Management ein.
3. Governance und Ressourcen
Die übergeordnete Koordination der vom Vorstand verabschiedeten Klimastrategie erfolgt durch eine interdisziplinäre Projektgruppe, bestehend aus Vertretern des zentralen Sustainability Teams sowie des Produktionsbereichs. In monatlichen Meetings werden die Fortschritte der laufenden Maßnahmen analysiert und weitere Schritte abgeleitet. Die Berichterstattung an den Vorstand erfolgt anlassbezogen, mindestens aber einmal im Quartal - entweder über das Sustainability Steering Board oder in direkten Meetings mit einem oder mehreren Mitgliedern der Projektgruppe Klimastrategie.
4. Strategie und Ziele
Die konzernweite Klimastrategie definiert folgende Reduktionsziele für Scope-1-und Scope-2-Treibhausgasemissionen:
Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine absoluten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 80 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019.
Dieses Klimaziel wurde von der Science Based Targets Initiative (SBTi) anerkannt und als 1,5-Grad-konform bewertet. Wie bereits beschrieben, ist der Krones Konzern Teil der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampagne und berichtet an CDP (Score: B). Das Scope-1- und Scope-2-Ziel dient als vergütungsrelevante Messgröße für den Vorstand.
5. Richtlinien und Maßnahmen
Umwelt- und Klimapolitik
Um die Prioritäten in Sachen betrieblichem Umwelt- und Klimaschutz strategisch und organisatorisch im Krones Konzern zu fixieren, dient eine formalisierte konzernweite Umwelt- und Klimapolitik als Grundlage. Als Grundsatzdokument macht sie die strategische Ausrichtung des betrieblichen Umwelt- und Klimamanagements für alle externen Stakeholder transparent und definiert gleichzeitig den Handlungsrahmen für die internen Beteiligten im Krones Konzern. Eine aus der neuen Umwelt- und Klimapolitik abgeleitete interne Arbeitsanweisung definiert die Umweltstandards, Fokusthemen sowie die zugehörigen Ziele, Prozesse und Verantwortlichkeiten im Krones Konzern. Die Umwelt- und Klimapolitik sowie die zugehörige Arbeitsanweisung dienen als internes Regelwerk und fußen auf dem Krones Verhaltenskodex als zentralem Grundsatzdokument.
ESG-Bewertung im Investitionsprozess
Um Investitionen in betriebliche Energie- und Klimaschutzmaßnahmen zu lenken, wurde im Jahr 2022 ein neuer Prozess etabliert, mithilfe dessen Investitionsanträge vom Antragsteller oder dem zuständigen Controller als »ESG«-relevant markiert werden können. Nach einer Prüfung durch das zentrale Sustainability Team erhalten die ESG-Investitionsanträge eine »grüne Flagge« für den weiteren Investitions- und Budgetierungsprozess. Ziel ist es, dass klimaschutzrelevante Investitionen in der Gesamtbewertung nicht nur aufgrund rein ökonomischer ROI-Rechnungen betrachtet werden. Da sich die meisten Investitionen derzeit auf Bau- oder Infrastrukturthemen im Krones Konzern konzentrieren, macht die neue ESG-Bewertung im ersten Schritt mögliche Investitionen sichtbar, die sich positiv auf die Reduktion von Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen auswirken.
Koordinierte Maßnahmenplanung
Die angestrebten Maßnahmen zur Verringerung der direkten (Scope 1) und indirekten energiebezogenen (Scope 2) Treibhausgasemissionen gliedern sich in die Handlungsfelder Energieeffizienz, Eigenversorgung und Energiebeschaffung. Um die Maßnahmen konzernweit in der Projektgruppe Klimastrategie koordinieren und nachverfolgen zu können, haben wir einen terminierten Aktionsplan zur Reduktion der Treibhausgasemissionen entwickelt. Er zeigt die geplanten Maßnahmen, deren voraussichtliche Emissionseinsparungen sowie die damit verbundenen monetären Kosten an und dient dem Vorstand als Entscheidungsvorlage.
Energieeffizienz-Maßnahmen
Um den Energieverbrauch im Produktionsbereich besser zu monitoren, werden in den weltweiten Produktionswerken unterschiedliche Maßnahmen durchgeführt, die unmittelbar der Optimierung der Energieeffizienz - ob auf Maschinen- oder Bereichsebene - zugerechnet werden können. Dazu zählen beispielsweise die Installation von Heizregistern in bestehenden Blockheizkraftwerken oder der Austausch alter Deckenleuchten durch energiesparende LED-Paneele inklusive Programmierlogik für automatisches Dimmen und Abschalten in ungenutzten Bereichen. Des Weiteren wurde das vorhandene Abwärmepotenzial bestehender Produktionsanlagen durch den Einbau von Wärmetauschern genutzt und somit die Gesamteffizienz der Anlagen weiter gesteigert. Auch die Installation von Smart-Energiezählern an Maschinen und Versorgungseinrichtungen und die Erfassung der relevanten Energieströme in Echtzeit zahlen auf die Steigerung der Energieeffizienz ein.
Erneuerbare Eigenversorgung
Nachhaltige Energieversorgung sowie Ausbau eigener regenerativer Strom- und Wärmeerzeugungskapazitäten - kombiniert mit intelligentem Energiemanagement - stehen bei der Reduktion der energiebezogenen Treibhausgas-Emissionen im Zentrum. Da wir die Eigenversorgung durch Strom aus erneuerbaren Quellen in unserer betrieblichen Klimastrategie mit Priorität betrachten, laufen derzeit zahlreiche Projekte in diesem Kontext. Bei unseren Tochterunternehmen Gernep (Deutschland) sowie System Logistics (Italien) sind Photovoltaik-Anlagen im Einsatz und versorgen die dortigen Standorte mit selbst erzeugtem Strom aus erneuerbaren Quellen. Eine PV-Anlage an einem der Parkhäuser am Krones Hauptsitz in Neutraubling befindet sich derzeit im Probebetrieb.
Grüne Energiebeschaffung
Seit dem Geschäftsjahr 2022 beschaffen wir für die deutschen Produktionsstandorte der Krones AG 100 Prozent Ökostrom mit Herkunftsnachweisen. Dieser bildet einen wesentlichen Hebel für die Verringerung unserer Scope-2-Treibhausgasemissionen. Auch an den großen internationalen Standorten befinden wir uns in den Planungen, um deren Elektrizitätsbeschaffung auf Grünstrom umzustellen.
Elektrisierung der Fahrzeugflotte
Am Headquarter der Krones AG in Neutraubling wurden im Geschäftsjahr 2022 beispielsweise 95 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge installiert und in Betrieb genommen, wobei die Einführung einer E-Ladeinfrastruktur für weitere deutsche Standorte (Nittenau und Flensburg) in der Planungs-, teilweise bereits in der Umsetzungsphase (Rosenheim und Raubling) ist. In Neutraubling wird die bestehende Ladeinfrastruktur bereits Anfang 2023 um weitere Ladepunkte erweitert. Auch an anderen Produktionsstandorten laufen Projekte zur Umstellung auf E-Mobilität.
Kompensationszertifikate
In der Klimastrategie 2030 des Krones Konzerns bilden Ausgleichszertifikate für Klimaschutzprojekte (Offsetting) die letzte Priorität, hinter Energieeffizienz, Eigenversorgung sowie grüner Energiebeschaffung. In unserer Emissionsbilanz spielt Offsetting derzeit und in naher Zukunft vorerst keine Rolle.
Trainings und Sensibilisierungen
Ein Mittel, um den Strom- und Wärmeverbrauch zu reduzieren, sind regelmäßige Schulungen der Belegschaft. In der einmal jährlich als Pflichttraining durchzuführenden Basisunterweisung müssen beispielsweise die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krones AG spezifische Fragen zum sparsamen Umgang mit Energie beantworten. Im Jahr 2022 gab es eine gesonderte Kommunikation zum Energiesparen anlässlich des Ukraine-Russland-Konflikts. Im Zuge der vorhandenen Audit- und Zertifizierungsprozesse der ISO 50001 und der ISO 14001 werden zudem in den zertifizierten Standorten regelmäßige Mitarbeiterschulungen zu Energie- und Umweltthemen durchgeführt. Sensibilisierung der Belegschaft geschieht außerdem über regelmäßige interne Berichterstattung zum Fortschritt unserer Klimastrategie über die internen Kommunikationsplattformen.
Audits, Zertifizierungen und interne Prüfungen
Interne Prüfungen erfolgen im Zuge der Datenerhebungsprozesse für Scope-1-und Scope-2-Treibhausgasemissionen für die nichtfinanzielle Berichterstattung: Ein Energieexperte aus dem Sustainability Team prüft und plausibilisiert dabei die Kennzahlen und Nachweise, die von den Energieexperten der Produktionsstandorte gemeldet werden, und weist gegebenenfalls auf Fehler und Unklarheiten hin. Für die Zukunft planen wir außerdem, den Fokus der internen Revision stärker auf Nachhaltigkeitsthemen, speziell auch auf Klima- und Umweltaspekte, zu legen.
Die Klimastrategie des Krones Konzerns gilt für alle Produktionsstandorte weltweit, insgesamt 24 Entitäten. Datenerhebung und Maßnahmenumsetzung liegen dabei lokal in der Verantwortung der einbezogenen internationalen Standorte, Datenvalidierung und Maßnahmenkoordination erfolgen zentral. Das Energiemanagement der deutschen Produktionsstandorte der Krones AG ist nach ISO 50001 zertifiziert. Unser Produktionsstandort in Taicang (China), unser italienisches Tochterunternehmen System Logistics sowie die deutsche Niederlassung KIC Krones sind nach ISO 14001 zertifiziert.
Public Carbon Transition Plan
Ein Plan für den Übergang in eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft befindet sich derzeit in Entwicklung und soll im Geschäftsjahr 2023 veröffentlicht werden. Basis dafür bildet die interne Maßnahmenplanung sowie die bereits vorhandene Bestätigung der 1,5-Grad-Kompatibilität unserer Klimastrategie durch die SBTi.
Stakeholder-Kommunikation
Zentrales Kommunikationsmedium unserer Klimastrategie und unserer Emissionsbilanz bildet die Nichtfinanzielle Erklärung im jährlich erscheinenden Geschäftsbericht des Krones Konzerns, der auf der Website öffentlich zugänglich ist. Unsere wichtigsten Kennzahlen zu Klimathemen kommunizieren wir außerdem auf der Corporate Website unter »Nachhaltigkeit«. Über die internen Kommunikationskanäle informieren wir unsere Belegschaft regelmäßig über den Fortschritt der Maßnahmen und Kennzahlen. Extern verwenden wir die Sozialen Medien, das Krones magazine sowie Pressestatements, um unsere Stakeholder außerhalb der Organisation über die Klimastrategie in Kenntnis zu setzen.
6. Leistungskennzahlen
Derzeit findet das Daten-Reporting zur Erstellung der Kennzahlen einmal jährlich statt, wobei wir dieses zeitnah in eine quartalsweise Erhebung überführen möchten. Wie in unserer Klimastrategie 2030 definiert, erheben wir die Kennzahlen für die 24 Produktionsstandorte im Krones Konzern - nach den Grundsätzen »Wesentlichkeit« und »Impact«.
Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 1 in t CO 2e

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 2 in t CO 2e

Die Ermittlung der Treibhausgasemissionen erfolgt grundsätzlich marktspezifisch (market based). Sofern die entsprechenden marktspezifischen Emissionsfaktoren an einigen Standorten nicht vorhanden waren, wurde auf allgemein anerkannte, länderspezifische Emissionsfaktoren zurückgegriffen.
Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 1 und Scope 2 in t CO 2e

Treibhausgasemissionen in der Lieferkette
Lieferkette
1. Einfluss und Wesentlichkeit
Die Produkte des Krones Konzerns bestehen zum größten Teil aus vier Materialien: Edelstahl, Stahl, Aluminium und Kunststoff. Die Extraktion, Herstellung und Bearbeitung dieser Werkstoffe ist energieintensiv. Auch Zukauf-Teile und Dienstleistungen, die wir von unseren Zulieferern beziehen, verursachen in der vorgelagerten Lieferkette den Ausstoß von Treibhausgasemissionen. Da dieser Ausstoß einen relevanten Anteil unserer Gesamtemissionsbilanz ausmacht, wurde das Thema Klimaschutz in der vorgelagerten Lieferkette in der Wesentlichkeitsanalyse unter beiden Perspektiven als »mittel« bewertet.
2. Risiken und Chancen
Um eine Risikoindikation hinsichtlich des Treibhausgasausstoßes in der vorgelagerten Lieferkette zu erhalten, haben wir mit einem externen Anbieter kooperiert. Mithilfe seines datenbankgestützten Tools nutzen wir im Unternehmen bereits vorhandene Informationen - konkret: monetäre Einkaufsdaten mit Land, Branche und Warengruppe, die wir von den jeweiligen Tier-1-Lieferanten erhalten - und können Hotspots für den Treibhausgasausstoß erkennen. Diese Risikoanalyse zeigt uns gleichzeitig, ob und in welchem Maß die Vorlieferkette dieser direkten Lieferanten mit hoher Wahrscheinlichkeit eine große Menge Treibhausgase emittiert. Darüber hinaus dient uns die Risikoanalyse als Instrument zum Monitoring unserer Scope-3-Upstream-Kennzahlen - zumindest, solange wir noch keine Primäremissionsdaten von unseren Zulieferern erheben, was sich derzeit in der Planung befindet.
3. Governance und Ressourcen
Die strategische Verantwortung für Einkaufsthemen liegt beim Einkaufsleiter, der direkt an den CFO des Krones Konzerns berichtet. Da die fachliche Kompetenz für Dekarbonisierung im Sustainability Team liegt, arbeiten Einkauf und Nachhaltigkeit eng zusammen, um das Thema Treibhausgasemissionen in der vorgelagerten Wertschöpfung zu adressieren. Einmal im Quartal tagt zudem das Supply Chain Governance Board, bestehend aus Verantwortlichen für Corporate Governance, Einkauf, Lieferantenmanagement und Nachhaltigkeit. Dort werden speziell Compliance- und Nachhaltigkeitsthemen in der Lieferkette besprochen.
4. Strategie und Ziele
Analog der Zielmarke für die Reduktion der Treibhausgasemissionen bei unseren Produkten wollen wir auch die Treibhausgasemissionen aus der Lieferkette reduzieren:
Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 25 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019.
Wie bereits aufgeführt, gelten die Klimaziele konzernweit. Sie sind 1,5-Grad-konform nach den Kriterien der Science Based Targets Initiative (SBTi) und lehnen sich damit an anerkannte Klimaszenarien an.
Als weiteres, qualitatives Ziel für eine nachhaltigere Lieferkette hat sich der Krones Konzern folgendes Ziel gesetzt, das sich positiv auf die Verringerung der vorgelagerten Treibhausgasemissionen auswirken soll:
Wir steigern die Materialeffizienz und Nachhaltigkeit der in unseren Produkten verbauten Rohmaterialien.
5. Richtlinien und Maßnahmen
Klimaschutz im Lieferantenkodex
Das Grundsatzdokument für Umwelt- und Klimaschutz in der Lieferkette bildet der konzernweit geltende Lieferantenkodex. Auf einen nachgewiesenen Verstoß gegen diese Regeln folgt das gemeinsame Festlegen von Verbesserungsmaßnahmen. Diese können bis zur Beendigung der Geschäftsbeziehung reichen. Analog zum Verhaltenskodex enthält der Lieferantenkodex in den Abschnitten »Nachhaltigkeit« sowie »Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt« Anforderungen hinsichtlich Umwelt- und Klimaschutz.
Prüfung von Umweltverstößen
Als Prozess zur Sicherstellung unserer Sorgfaltspflicht in der Lieferkette nimmt der Bereich Corporate Governance kontinuierlich Due-Diligence-Prüfungen von Bestands- und Neulieferanten vor. Über ein Online-Tool werden bestehende und neue Zulieferer des Krones Konzerns auf Nichtbeachtung von Umwelt- und Klimaschutzvorschriften überprüft. Die daraus resultierenden Findings werden zunächst von Fachleuten aus dem Bereich Corporate Governance gesichtet und anschließend - nach Bewertung des Falles im Supply Chain Governance Board -an die entsprechende Stelle in Einkauf und Lieferantenmanagement weitergeleitet.
Lieferantenfragebögen mit klimarelevanten Fragen
Das Lieferantenmanagement setzt Fragebögen systematisch als Qualifizierungs- und Sensibilisierungsinstrument ein. Im Registrierungsprozess werden von den Lieferanten zunächst allgemeine Unternehmensdaten abgefragt. Je nach Warengruppe erfolgt daraufhin eine Lieferantenqualifizierung mit entsprechenden Anforderungen, wobei für bestimmte Lieferantengruppen auch Fragestellungen rund um das Thema ökologische Nachhaltigkeit über einen standardisierten Fragebogen einfließen. Eine Freigabe des Lieferanten erfolgt in der Regel nur nach einer vollständigen und erfolgreichen Qualifizierung.
Kollaboration mit Lieferanten
Nach dem Prinzip »one face to the supplier« fungiert der jeweils zuständige Einkäufer als erster Ansprechpartner gegenüber dem Lieferanten. Bisher finden Einzelgespräche mit Zulieferern zu Energie- und Klimathemen statt. Ein systematischer Ansatz zur nachhaltigkeitsbezogenen Kommunikation mit den Lieferanten, die nach der Risikoanalyse das höchste Risiko für einen hohen Treibhausgasausstoß haben, wird derzeit erarbeitet.
Umweltthemen in Produkt- und Systemaudits
Sobald eine Geschäftsbeziehung besteht, werden Lieferanten einer regelmäßigen Bewertung unterzogen. Mithilfe risikobasierter Produkt- und Systemaudits prüfen wir dabei unter anderem das Umweltmanagement ausgewählter Lieferanten. Im Fokus stehen mögliche Schwachstellen, Risiken und Verbesserungspotenziale der geprüften Umweltmanagementsysteme.
6. Leistungskennzahlen
Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 3 aus der vorlagerten Lieferkette in t CO 2e (Scope-3-Kategorie 1 - 6 nach GHG-Protokoll)

Die hier ausgewiesenen Treibhausgasemissionen beziehen sich auf das Einkaufsvolumen der Krones AG sowie weiterer Niederlassungen und Gesellschaften im Krones Konzern. Die Ermittlung der Emissionen basiert auf warenspezifischen Länderfaktoren einer anerkannten Datenbank.
Ressourcennutzung bei Endkonsumenten (Kreislaufwirtschaft)
Endkonsumenten
1. Einfluss und Wesentlichkeit
Unsere Produkte bilden einen wesentlichen Bestandteil der Wertschöpfungskette abgefüllter Getränke und flüssiger Lebensmittel - egal, ob diese in Glasflaschen, Kunststoffbehältern oder Dosen am Markt verfügbar sind. Als Teil dieser Wertschöpfungskette trägt der Krones Konzern auch Verantwortung dafür, was mit den von uns produzierten oder befüllten Getränkebehältern am Ende ihrer Nutzungsphase bei den Endkonsumenten geschieht. Der Krones Konzern leistet durch verschiedene Produkte, Geschäftsaktivitäten, Forschungsvorhaben und Kooperationen seinen Beitrag, um den Kreislauf wertvoller Ressourcen wie PET, Glas, Weißblech oder Aluminium zu ermöglichen. Auch hier fungieren wir -analog zum Klimaschutz - als Enabler für unsere Kunden. Im Zuge dieser Zusammenhänge wurde das Thema Ressourcennutzung bei den Endkonsumenten in der Wesentlichkeitsanalyse mit hoher Geschäftsrelevanz bewertet, wobei unsere Stakeholder den eigentlichen Impact durch Krones als gering ansehen.
2. Risiken und Chancen
Das Themengebiet Circular Economy bildet für den Krones Konzern Risiko und Chance zugleich. Das Risiko bezieht sich darauf, dass wir einen erheblichen Anteil unseres Umsatzes in den letzten Jahren mit dem Verkauf von Anlagen für Einweg-PET-Behälter erwirtschaftet haben. Wenn Plastikverpackungen -aufgrund ihrer Auswirkungen auf das Ökosystem, wenn sie dort als Müll landen - in bestimmten Regionen der Erde verboten werden, würde sich das in unserem Geschäft bemerkbar machen. Die andere Seite der Medaille ist die Chance, die wir als aktiver Treiber der Kreislaufwirtschaft einnehmen möchten: Eines unser Schwerpunktthemen in Sachen nachhaltige Produkte heißt »Circular Economy Solutions«. Unser Fokus liegt hierbei auf unseren Produkten im Bereich PET- und PO-Recycling, unseren umweltfreundlichen Verpackungskonzepten sowie dem Ökodesign unserer Maschinen und Anlagen.
3. Governance und Ressourcen
Grundsätzlich agieren die Produktbereiche, die an Lösungen für Kreislaufwirtschaft arbeiten, autark voneinander - wobei regelmäßige und anlassbezogene interdisziplinäre Abstimmungen erfolgen. Eine übergreifende Abstimmung findet im Rahmen der sogenannten »PET-Initiative« zwischen den beteiligten Akteuren in zweiwöchigem Rhythmus statt, die auf den Bereich PET einzahlen. Dazu gehören Vertreter des Bereichs Recycling Solutions, von Forschung und Entwicklung, Lifecycle Service, Marketing, Vertrieb, Sustainability sowie der Tochterunternehmen IPS und MHT. Die Leitung der Kunststofftechnik koordiniert die Initiative und berichtet regelmäßig an den Vorstand International Operations and Services. Innerhalb der Forschung und Entwicklung treibt das Nachhaltigkeitsteam darüber hinaus ein Innovationsprogramm zu »Sustainable Packaging« vorwärts, über das einmal pro Monat an die beiden führenden Gremien im Bereich f&e berichtet wird.
4. Strategie und Ziele
Als Ziel für unsere Bemühungen um Circular Economy haben wir im Zuge der Nachhaltigkeitsziele 2030 Folgendes ausgelobt:
Wir tragen zu einer nachhaltigen Verpackungswirtschaft bei: Unsere Linien können sämtliche Arten nachhaltiger Verpackungen abbilden. Sowohl Neumaterial - auch aus bio-basierten Quellen - als auch bis zu 100 Prozent recycelter Wertstoff können ohne Effizienzverluste verarbeitet werden.
Zusätzlich zu diesem allgemein gehaltenen, qualitativ formulierten Ziel haben die jeweils beteiligten Fachbereiche eigene Ziele definiert, an denen sie ihren Beitrag zur Zielerreichung messen.
5. Richtlinien und Maßnahmen
MetaPure: Recycling-Lösungen
Für pet schließt Krones bereits seit 2009 mit der MetaPure Technologie den Lebenszyklus einer Getränkeflasche. Im Portfolio sind eigene Module zum Waschen und Dekontaminieren. Dazu gehört im Kern das Recycling von PET-Behältern zu Flakes oder Pellets durch zwei Module: Das Waschmodul MetaPure W-PET dient zur Vorbehandlung, Laugenwäsche und heißem Nachwaschen, das Dekontaminationsmodul MetaPure S sorgt für Dekontamination und Festphasen-Nachkondensation (SSP), um die intrinsische Viskosität zu erhöhen. Darüber hinaus ermöglichen wir die direkte Weiterverarbeitung des Rezyklats zu Preforms, Folie oder Pellets - in unterschiedlichen Materialqualitäten -bis hin zu Food-Grade-PET gemäß FDA, EFSA und anderen Zertifikaten.
Neben PET können unsere Anlagen auch Polyolefine (PO) recyceln. PO ist im Unterschied zu PET leichter als Wasser, was einen anderen Verfahrensansatz erfordert. Zudem können die Behälter den Geruch der enthaltenen Produkte annehmen. Dies fordert eine exakt auf Polyolefine abgestimmte Recycling-Technologie. Krones bietet Recycling-Anlagen für PO-Behälter zu Flakes an, wobei auch hier ein Waschmodul MetaPure W-PO zur intensiven Vorwaschung und heißen Nachwäsche Bestandteil ist. Dank Kooperation mit Partnern bieten wir auch Gesamtlösungen mit Anlagen zur anschließenden Weiterverarbeitung der PO-Flakes an.
Neben den Wasch- oder Dekontaminationsmodulen bietet Krones auch Lösungen für komplette Recycling-Anlagen. Dabei profitiert das Unternehmen von der eigenen Recycling-Expertise sowie Fabrikplanung und Projektmanagement im Haus, die eine Gesamtverantwortung mit nur wenigen Schnittstellen möglich machen. Für Komponenten wie Frontend oder die Utilities, die Krones selbst nicht im Portfolio hat, setzt es auf jahrelange Kooperationen mit Partnern.
rPET-Kompatibilität bei PET-Anlagen
Um die mitunter in der Branche bestehenden Vorbehalte gegen die Verwendung von rPET zu entkräften, analysierten wir in einer Versuchsreihe unter anderem die Verarbeitbarkeit, Qualität und Lebensmittelsicherheit unterschiedlicher marküblicher Virgin- und Recycling-Materialien. Bereits heute sind alle neuen PET-Abfüllanlagen in der Lage, Flaschen aus bis zu 100-prozentigem hochwertigem Rezyklat zu verarbeiten, ohne dass hierbei Qualität, Effizienz oder Effektivität in der Produktion beeinträchtigt werden.
LitePac Top: kunststofffreie Sekundärverpackung
Stand heute werden Gebinde aus Dosen oder PET-Flaschen häufig mittels Schrumpffolie oder Kunststoffringen verpackt. Letztere wurden in einzelnen meeresnahen Regionen bereits mit einem Verbot verhängt. Der Grund: Werden sie unsachgemäß in der Natur entsorgt, bergen sie eine Gefahr für Wildtiere. Mit LitePac Top wollen wir eine umweltfreundliche Alternative zu beiden genannten Verpackungsarten anbieten. Es besteht aus einem Karton-Clip bei Dosen und einem Kartonclip mit Banderole bei PET-Flaschen. LitePac Top benötigt in seiner Herstellung weniger Energie und Material als Schrumpffolie und lässt sich zudem aus Recycling-Materialien herstellen. Um möglichst viele Anwendungsfälle abzudecken, haben wir die LitePac Top Serie um weitere Varianten ergänzt. Bereits heute bieten wir für alle gängigen Multipack-Formate alternative Sekundärverpackungs-Lösungen an, die vollständig auf den Einsatz von Einweg-Kunststoffen verzichten.
Unterstützung für recyclingfähiges Verpackungsdesign
Krones nutzt seine technologische Expertise dazu, Kunden bei der Gestaltung von Verpackungen mit optimierter Recycling-Fähigkeit zu unterstützen. Neben den Technologien zur Herstellung und Weiterverarbeitung von Rezyklat bieten wir eine Reihe von ergänzenden Services an. So beschäftigen wir für alle Fragen rund um Design from Recycling sowie Design for Recycling ein eigenes Fachteam: Die Material- und Designexperten der Abteilung PET Packaging Development and Consulting entwickeln unter anderem materialsparende und recyclingfähige Verpackungen - sowohl im Kundenauftrag als auch zu eigenen Forschungszwecken. Im Rahmen von enviro Design bewerten wir Verpackungsinnovationen aus unserer eigenen Entwicklung. Der dazugehörige Kriterien-Katalog wurde in Abstimmung mit TÜV Süd erarbeitet. Er zielt darauf ab, die unterschiedlichen Umweltauswirkungen von Getränke- und Lebensmittelverpackungen so gering wie möglich zu halten. Dies schließt nicht nur die Reduktion der Treibhausgasemissionen ein, sondern auch den Erhalt des Ökosystems und der Artenvielfalt.
Lifecycle Assessments für Produktverpackungen
Wir möchten unseren Kunden einen leichteren Zugang zu der Vielzahl an Möglichkeiten bieten, mit denen sie ihre Wertschöpfung kreislauffördernd und nachhaltig gestalten können. Wir bieten unseren Kunden eine wissenschaftlich fundierte Beratung hinsichtlich der Frage an, welche Verpackungsvariante für ihren Anwendungsfall die nachhaltigste ist. Dazu nutzen wir unter anderem eine software-basierte Lösung, mit der sich die jeweiligen Umweltauswirkungen verschiedener Verpackungen vergleichen und aussagekräftige Ökobilanzen erstellen lassen.
Umstellung von linearer Produktion zu Kreislaufwirtschaft
Kunden erhalten die Unterstützung, die sie brauchen, um auch auf bestehenden Anlagen beim Verarbeiten recycelter oder erneuerbarer Materialen bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Um das Potenzial von Mehrweg-PET-Behältern zu erhöhen, haben wir in Kooperation mit Alpa ein Forschungsprojekt zur Verwendung von wiederbefüllbaren PET-Behältern für sensible Getränke durchgeführt. Stand heute stellen Mehrweg-PET-Behälter weltweit gesehen ein Nischenthema dar. Insbesondere Abfüller von sensiblen Getränken wie Saft oder Milch schrecken aufgrund von Hygiene-Bedenken vor der Verwendung dieser Behälterart zurück. Daher starteten wir in unserem Technikum eine Versuchsreihe, bei der das Zusammenspiel verschiedener Flaschenmuster und Reinigungsverfahren analysiert wurde. Unter anderem stellte sich dabei heraus: Mit der richtigen Parameterwahl - insbesondere, was Laugenkonzentration, Temperatur, Additive und mechanischen Impact betrifft - reichen Temperaturen um 60 °C aus, um sogar eingetrocknete Protein-, Fett- und Stärkeverschmutzungen zuverlässig von den Behältern zu entfernen.
Tethered Caps
Die Verwendung von fest mit der Flasche verbundenen Verschlüssen, den »Tethered Caps«, ist ab Juli 2024 in der Europäischen Union durch die EU Single Use Plastics Directive gesetzlich vorgeschrieben. Krones hat die Entwicklungen auf den verschiedenen Märkten analysiert und Kooperationen mit verschiedenen Verschlusslieferanten geschlossen. Für alle Varianten der Tethered Caps, die auf den Markt kommen, kann der Krones Konzern technische Lösungen anbieten. Erste Kunden haben ihre Krones Anlagen schon umgestellt.
Ressourcenschonende Etikettierung
Für optimierte Recycling-Ergebnisse hat Krones Verpackungslösungen im Portfolio, bei denen sich die Etiketten problemlos vom entleerten Behälter trennen lassen. Langfristiges Ziel ist es, die Etiketten gemeinsam mit dem Behälter zu recyceln - oder auf den Einsatz von separatem Material zum Realisieren der Behälterdekoration komplett zu verzichten. Um Flaschendekorationen und -kennzeichnungen materialsparend umzusetzen, bieten wir unterschiedliche Lösungen an. So lassen sich auf der Contiroll extradünne Etiketten mit einer Stärke von unter 30 Mikrometern problemlos verarbeiten, bei der Sleeve-Etikettierung mit der Sleevematic sind Folienstärken von 35 Mikrometern möglich -beziehungsweise je nach Einzelfall auch noch darunterliegende Stärken.
Behälter-Dekoration durch Direktdruck-Technologie
Kunden, die konsequent auf den Einsatz zusätzlicher Materialien verzichten möchten, können ihre Behälter mittels der Direktdruck-Technologie unserer Tochter Dekron dekorieren. Die Vorteile des Direktdrucks: Mit ihm lassen sich nicht nur völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten umsetzen, sondern auch einzelne Behälter innerhalb einer Charge personalisiert dekorieren. Die dafür verwendete Tinte lässt sich zudem beim Recycling wieder rückstandslos vom Behälter entfernen.
Beyond PET Packaging
Über konventionelle PET-Lösungen hinaus werden aktiv Entwicklungen rund um disruptive Technologien verfolgt, die Konsumenten Getränke auf neuartigen Wegen bereitstellen (verpackungsfreie Lösungen, Paper-Bottle). Mit diesem Themenfeld beschäftigt sich bei Krones insbesondere das Innovation Lab.
Mitglied der European Circular Economy Stakeholder Platform
Seit 2020 gehört der Krones Konzern der European Circular Economy Stakeholder Platform an. Als gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission und des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses bringt sie Unternehmen und Initiativen zusammen, die in der europäischen Kreislaufwirtschaft aktiv sind. Mit unserem Beitritt haben wir uns freiwillig zu mehreren qualitativen Zielen verpflichtet.
Kommunikations- und Aufklärungskampagnen
Über die Vor- und Nachteile von Kunststoffen als Verpackungsart wird kontrovers diskutiert. Krones leistet in dieser vielstimmigen Debatte seinen Beitrag. Eine groß angelegte Aufklärungskampagne zu Herstellung, Verwendung und Kreislaufführung von Kunststoffen im Jahr 2019 war der Startpunkt für intensive Kommunikationsarbeit. Seitdem veröffentlichen wir regelmäßig Artikel zu Kunststoff und Kreislaufwirtschaft im Krones magazine und in den Sozialen Medien.
6. Leistungskennzahlen
Im Zuge des derzeit stattfindenden Sustainability Strategy Reviews arbeiten wir an der Definition und Ausgestaltung aussagekräftiger Kennzahlen, die uns dabei helfen, den Fortschritt unserer Bemühungen um Circular Economy messbar zu machen.
Ressourcennutzung im eigenen Geschäftsbetrieb
Geschäftsbetrieb
1. Einfluss und Wesentlichkeit
Die Produktion und Fertigung von Maschinen und Anlagen verbraucht Wasser und erzeugt Abfälle. Neben dem Impact unserer betrieblichen Tätigkeit auf Energie und Emissionen fassen wir Wasserverbräuche und Abfallerzeugung als weitere zentrale ökologische Nachhaltigkeitsthemen auf. Der größte Anteil der Abfälle, die im Zuge unserer Produktionstätigkeit anfallen, wird wiederverwertet oder konventionell beseitigt. Als kritisch hinsichtlich unseres ökologischen Fußabdrucks gelten die nach Anlage III des Basler Übereinkommens als »gefährlich« bewerteten Abfallarten. Deshalb sowie aufgrund der Bewertung des Themas mit mittlerer Relevanz im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse setzen wir hier einen strategischen Fokus.
Gleichzeitig setzen wir auf wassersparende Fertigungsprozesse. Im Fokus steht hier der Schutz des Trinkwassers, das in Zeiten des Klimawandels eine besonders kostbare Ressource darstellt. Obwohl das Thema »Wasserverbrauch in der eigenen Geschäftstätigkeit« in der Wesentlichkeitsanalyse in beiden Dimensionen als niedrig priorisiert wurde, berichten wir in diesem Abschnitt auch darüber. Schon aufgrund unserer Nähe zu Wasserthemen durch unsere Produkte wollen wir auch den Umgang mit Wasser in unserer eigenen Produktion als strategisches Thema des Ressourcenschutzes markieren.
2. Risiken und Chancen
Umweltrisiken in Bezug auf Wasser und Abfall werden von der jeweiligen Leitung des Produktionsstandorts dezentral gemeldet und bearbeitet. Sie fließen in das konzernweite Enterprise Risk Management ein und werden nach der Logik der maximalen sowie relativen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Im Zuge der nachgelagerten Inside-out-Bewertung durch das Sustainability Team werden die Auswirkungen der gemeldeten Risiken auf die Umwelt erfasst.
3. Governance und Ressourcen
Die konzernweite Koordination des Wasser- und Abfallmanagements liegt beim Umweltmanagement der Krones AG. Der Leiter des Umweltmanagements berichtet direkt an den CEO des Krones Konzerns. Da die Voraussetzungen hinsichtlich physischer Umgebung und umweltrechtlicher Vorschriften weltweit unterschiedlich sind, liegt die Initiative für die Umsetzung wasser- und abfallreduzierender Produktionsprozesse bei den Niederlassungen und Tochterunternehmen. Die Effektivität der Maßnahmen wird im Zuge der jährlichen Datenprüfung und -konsolidierung durch das Umweltmanagement der Krones AG gemessen.
4. Strategie und Ziele
Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir im Geschäftsjahr 2020 folgende Umweltziele definiert:
Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine gefährlichen Abfälle sowie den Trinkwasserverbrauch bis 2030 um zehn Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2020.
5. Richtlinien und Maßnahmen
Umwelt- und Klimapolitik
Trainings und Sensibilisierungen
Schulungen für internen Umweltschutz bilden einen wichtigen Baustein zur Reduktion unseres ökologischen Impacts aus Produktionsbereichen. Im jährlichen Pflichttraining »Basisunterweisung« werden Beschäftigten der Krones AG Fragen zum sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Wasser gestellt.
Die nach der ISO 14001 vorgeschriebenen Prozesse fordern zudem in den zertifizierten Standorten regelmäßige Mitarbeiterschulungen zu Umweltthemen, unter anderem auch zu Wasser und Abfall. Über die unternehmensinternen Kommunikationskanäle werden regelmäßig Berichte zum Fortschritt unserer Nachhaltigkeitsziele veröffentlicht.
Audits und Zertifizierungen
Die Wasser- und Abfallziele des Krones Konzerns gelten für die globalen Produktionsstandorte, insgesamt 24 Entitäten. Datenerhebung und Maßnahmenumsetzung liegen dabei lokal in der Verantwortung der jeweils einbezogenen internationalen Standorte, Datenvalidierung und Maßnahmenkoordination erfolgen zentral. Wie bereits im Kapitel zu Treibhausgasemissionen aus der eigenen Geschäftstätigkeit beschrieben, sind derzeit die Produktionsniederlassungen in Taicang (China), unser italienisches Tochterunternehmen System Logistics sowie die deutsche Niederlassung KIC Krones nach ISO 14001 zertifiziert.
Datenerhebung und konzernweite Konsolidierung
Die Daten der Wasserverbräuche werden über Zählerstandsmessungen und Versorgerrechnungen gesammelt. Das Mapping von Abfallströmen wird durch die Auswertung entsorgter Mengen je Abfallart und im Fall von gefährlichen Abfällen über das elektronische Nachweisverfahren dokumentiert, entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Analog zur internen Prüfung der Scope-1-und Scope-2-Treibhausgasemissionen erfolgt auch die Validierung der Kennzahlen zu Wasserverbrauch und Abfallaufkommen im Vier-Augen-Prinzip.
Wasser
Mehrfachverwendung von Produktionswasser
Je mehr Wasser wir innerhalb unserer eigenen Produktions- und Fertigungsprozesse im Kreislauf führen können, desto geringer ist unser negativer Impact auf lokale Ökosysteme. Eine Mehrfachverwendung von Wasser geschieht beispielsweise in den Produktionswerken Neutraubling (Krones AG) und Freising (Steinecker GmbH), wo eine Kaskadenspülung bei galvanotechnischen Prozessen eingesetzt wird. An mehreren weiteren Standorten gibt es Ultraschall-Reinigungsbäder. Bei Kälteanlagen, etwa für die Gebäudekühlung oder für technische Prozesse, existieren in der Regel geschlossene Kühlkreisläufe. Im Werk Freising (Steinecker GmbH) ermöglichen Puffertanks für Brauchwasser - zum Beispiel bei der Druckprüfung von Behältern - die Mehrfachverwendung von Wasser. In den beiden größten Produktionswerken Neutraubling und Nittenau (beide Krones AG) wird das Wasser in Gleitschleifprozessen zum Entgraten über Zentrifugen gereinigt und dadurch im Kreislauf gefahren.
Maßnahmen zur Wasserreduktion
Wo wir Wasser verbrauchen und nicht im Kreislauf führen können, wollen wir die Menge so gering wie möglich halten. An den Standorten Neutraubling und Nittenau wird Wasser durch Verdampfer- und Ultrafiltrationsanlagen aufbereitet, um eine Standzeitverlängerung oder Wiederverwendung zu ermöglichen. Beim Einsatz von wassergemischten Kühlschmierstoffen - vor allem im Werk Flensburg - setzen wir auf eine Umstellung auf Minimalmengenschmierung sowie Maßnahmen zur Standzeitverlängerung durch Überwachung, Leckölabscheidung oder stetige Belüftung. Dadurch vermeiden wir betrieblichen Wasserverbrauch sowohl für den Neuansatz der Kühlschmierstoffe als auch bei der Maschinenreinigung vor Neubefüllung. Das Trinkwasser-Leitungsnetz wird sukzessive verkleinert, sodass die zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserhygiene erforderlichen regelmäßigen Spülungen verringert werden.
Beseitigung von Abwasser
Die Entsorgung der betrieblichen Abwässer geschieht in allen Produktionswerken im Einklang mit den jeweils geltenden gesetzlichen Standards. Wo dies die lokale Infrastruktur ermöglicht, wird das Wasser städtischen Kläranlagen zugeführt. Anfallendes Regenwasser wird überwiegend in den natürlichen Untergrund geleitet, sodass die Grundwasserneubildung unterstützt wird und negative Auswirkungen durch Flächenversiegelungen ausgeglichen werden können.
Kontrollverfahren für Wasserqualität
Regelmäßige Untersuchungen der Abwasserqualität aus verschiedenen relevanten Anlagen - beispielsweise eine wöchentlich stattfindende Untersuchung in der Galvanik - ermöglichen das Tracking der Wasserqualität. Die Messungen finden sowohl intern als auch extern, entweder beauftragt durch Labore oder unangekündigt durch zuständige Behörden, statt.
Abfall
Abfallleitfaden als Handbuch
Ein Abfallleitfaden mit Informationen und Anweisungen zur korrekten Entsorgung und Beseitigung von Abfällen in internen Produktionsprozessen ist an den Standorten der Krones AG implementiert. Die Umsetzung obliegt dem Fachbereich, in Arbeitsstättenbegehungen erfolgen stichprobenartige Kontrollen durch die Sicherheitsfachkräfte.
Maßnahmen zur internen Abfallvermeidung
Im Produktionsprozess setzen wir - wo möglich - gezielt kreislauffähige Verpackungen ein. Bei der Entsorgung von altem Büromaterial setzen wir auf Wiederverwendung in neuen Kontexten: PC-Monitore werden zur privaten Nutzung kostenlos an Beschäftigte entliehen, ausgemusterte Telefone werden systematisch gesammelt und zurückgegeben.
Infrastruktur zur Mülltrennung
Gemäß dem Abfallkonzept werden in den Produktionsbereichen gekennzeichnete Behälter bereitgestellt, mit deren Hilfe Müllfraktionen ordnungsgemäß getrennt werden müssen. Die Krones AG betreibt zudem eigene Wertstoffhöfe, die Baugruppen demontieren, um darin enthaltene Teile und Materialien einer möglichst sortenreinen Entsorgung oder Wiederverwendung zuzuführen. Ein neues Konzept für die Mülltrennung in den Büros am Hauptsitz Neutraubling befindet sich derzeit in der Pilotphase.
6. Leistungskennzahlen
Krones Konzern - gefährliche Abfälle in t

Krones Konzern - Wasserverbrauch in m3

Bei den dargestellten Werten handelt es sich um Verbrauche zum Betrieb der Maschinen, Anlagen sowie Gebäude der Standorte der Krones AG. Bei der Ermittlung wurden die eigenen Gebäude vollständig erfasst. Mietobjekte sind nur zum Teil enthalten, da bei einigen Gebäuden eine Mietpauschale abgerechnet wird und die Gebäude meist nicht von Krones allein genutzt werden.
Wasserverbrauch bei unseren Produkten
Kunden
1. Einfluss und Wesentlichkeit
Alle Kunden des Krones Konzerns nutzen Wasser: entweder als Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff oder als Bestandteil ihres Produkts. Der große Einfluss der Getränkeindustrie auf das Nachhaltigkeitsthema »Wasser« führt dazu, dass wir - analog zum Klimaschutz - als Enabler wassersparender Produktions-, Abfüll- und Verpackungsprozesse fungieren. Fast alle Produkte des Krones Konzerns haben einen Einfluss auf den Wassereinsatz und -verbrauch unserer Kunden. Aufgrund unserer fachlichen Kompetenz und der langjährigen Erfahrung wissen wir, wo die größten Hebel zur Reduktion des Wasserverbrauchs unserer Prozesstechnik-Anlagen, unserer Abfüll- und Verpackungsmaschinen sowie ganzer Getränkefabriken liegen. Ziel ist es, dieses Wissen nutzbar zu machen, um mithilfe unserer Maschinen, Anlagen, Technologien und Services einen spürbaren Impact zu generieren. Aus diesen Gründen gehört das Thema »Wasser bei unseren Kunden« - neben »Klimaschutz Downstream« - zu den am höchsten priorisierten Themen unserer Wesentlichkeitsanalyse. Die Geschäftsrelevanz ist als »hoch« eingestuft, die Impact-Relevanz als »mittel«.
2. Risiken und Chancen
Den Einfluss der Krones Produkte auf den Wasserverbrauch bei unseren Kunden fassen wir - wie soeben deutlich wurde - nicht als Risiko, sondern als Chance für unser Geschäft auf. Die zunehmende Wasserknappheit in vielen Regionen der Welt führt dazu, dass die Getränke- und Lebensmittelindustrie Wasser mehr und mehr als wertvolles Gut betrachtet - sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht. Je höher die monetären Kosten von Wasser, desto mehr sind unsere Kunden bereit, in wassersparende Produkte und Technologien zur Wasseraufbereitung zu investieren. Deshalb gehen wir davon aus, dass unsere Angebote als Enabler wasserfreundlicher Getränke- und Recycling-Fabriken eine Chance für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung darstellen.
3. Governance und Ressourcen
Aufgrund der Diversität des Produktspektrums innerhalb des Krones Konzerns existiert keine flächendeckende Governance für Wasserthemen auf Produktebene. Seit Ende 2022 treiben wir aus dem zentralen Sustainability Team eine Projektgruppe zu »Wasser bei Produkten«, bestehend aus Vertretern diverser Produktbereiche. Sie dient dazu, den fachlichen Austausch der Wasserexperten zu vertiefen und Kompetenzen zu bündeln. Im Rahmen dieser Projektgruppe berichtet das Sustainability Team über das produktbezogene Midterm-Planning-Gremium an die Bereichsleiter und den Vorstand.
4. Strategie und Ziele
Neben bereits existierenden internen, produktbezogenen Einsparungszielen kommunizieren wir derzeit kein Wasserziel für unsere Produkte. Im Zuge des im Jahr 2022 begonnenen Review-Prozesses unserer Nachhaltigkeitsziele planen wir die Einführung eines Wasserziels auf Produktebene.
5. Richtlinien und Maßnahmen
Wasser im enviro Nachhaltigkeitsprogramm
Neben Energieeffizienz steht Medienreduktion - und damit auch Wassereinsparung - als zweites Thema des enviro Nachhaltigkeitsprogramms für unsere Maschinen und Anlagen im Fokus. Der Wasserverbrauch der nach den enviro Kriterien analysierten Produkte wird bewertet, wobei auch hier die Hierarchie »reduzieren, aufbereiten, wiederverwenden« gilt. Die Erfüllung der enviro Kriterien auch im Bereich Wasser ist Voraussetzung für das enviro Siegel.
Hydronomic Wasseraufbereitungsanlage
Zentraler Bestandteil unserer Produktlösungen für Wasser bilden die Aufbereitungsanlagen Hydronomic. Mit diesen Lösungen können unsere Kunden das Rohwasser - das Grundelement ihres späteren Produkts - nach ihren jeweiligen Bedürfnissen und Anforderungen aufbereiten. Die Anlagen bereiten pro Stunde zwischen fünf und 120 Kubikmeter Wasser auf. Aufeinander abgestimmte Filtermedien verlängern die Filtrationszyklen und minimieren somit die nötige Rückspülhäufigkeit, was die anfallende Abwassermenge mindert und den Lebenszyklus der Filtermedien erhöht. Die Technologie verzichtet weitgehend auf Reinigungschemikalien, da die Edelstahlkonstruktion vollständig mit Heißwasser sanitisierbar ist.
HydroCircle Komplettkonzept für Abwasser-Recycling
Auf Basis der Aufbereitungsanlage Hydronomic entwickelte Krones zusammen mit einem Kooperationspartner das Konzept HydroCircle, das es ermöglicht, Abwasser aus sämtlichen Prozessstufen einer Getränke- oder Recycling-Fabrik zu neuem Prozesswasser aufzubereiten. Durch die Berücksichtigung der gesamten Prozesskette und den Aufbau eines geschlossenen Kreislaufkonzepts lässt sich der Wasserverbrauch der betreffenden Kundenanlage um bis zu 80 Prozent senken.
Wasserberatung auf Fabrikebene
Die Energie- und Nachhaltigkeitsberatung erarbeitet nicht nur Konzepte zur optimierten Nutzung und Kreislaufführung von Energie. Ein zentraler Baustein im Beratungsportfolio bildet auch das Wassermanagement. Unsere Experten entwickeln für Getränke- und Recycling-Fabriken Konzepte für einen sparsamen Einsatz von Frischwasser durch das Wiederverwenden von Abwasser: von Analysen zum Status-quo-Wasserverbrauch über die Messung von Abwassermengen und deren Qualität bis hin zur Identifikation von Potenzialen zu Wassereinsparungen - oder zur Energieerzeugung - aus der Abwasserbehandlung. Ziel ist es, Frischwasser einzusparen und den Verbrauch von Primärenergie zu reduzieren, um letztendlich auch Betreiberkosten der Kundenfabrik zu senken.
Lavatec Flaschen-Reinigungsmaschine
Beim Ökodesign der Getränkefabrik spielt - gerade bei Mehrweganlagen - die Reinigungsmaschine für die Flaschen eine große Rolle. Gebrauchte Getränkebehälter sind - je nach abgefülltem Produkt - oft stark verschmutzt, im Fall von Milch beispielsweise mit schwer löslichem Fett und Eiweiß. Um den Wasser- und Spülmittelbedarf möglichst gering zu halten, werden Technik und Prozesse der Reinigungsanlage individuell für den jeweiligen Anwendungsfall ausgelegt. Bei einem Kunden der Milchindustrie konnten wir zeigen: Im Vergleich zum Vorgängermodell verbraucht die Lavatec D4 30 Prozent weniger Wasser und 15 Prozent weniger Lauge.
Flexible Filling: wassersparende Umstellung
Wenn ein Getränkeproduzent auf seiner Krones Linie mehrere verschiedene Getränke abfüllt, waren beim Wechsel des abgefüllten Produkts bisher aufwändige und wasserintensive Reinigungsvorgänge notwendig. Durch die neuen Technologien im Bereich »Flexible Filling« ist es möglich, diese produktionsbedingten Downtimes und den bei der Reinigung anfallenden Wasserverbrauch zu minimieren. Damit kann der Kunde bis zu 80 Prozent des bisherigen Reinigungswassers einsparen.
6. Leistungskennzahlen
Im Zuge des derzeit stattfindenden Sustainability Strategy Reviews arbeiten wir an der Definition und Ausgestaltung aussagekräftiger Kennzahlen, die uns dabei helfen, den Fortschritt unserer Bemühungen um die Reduktion des Wasserverbrauchs unserer Kunden transparenter zu machen.
Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbetrieb
Geschäftsbetrieb
1. Einfluss und Wesentlichkeit
Der Krones Konzern operiert global. In der Regel existieren in den Ländern, in denen das Unternehmen operiert, gesetzlich fixierte Standards für Arbeit, Entlohnung oder Sicherheit am Arbeitsplatz. Als Industrieunternehmen mit einem erheblichen Anteil körperlicher Arbeit an unseren Standorten sind sichere Arbeitsbedingungen ein zentraler Faktor. Viele unserer Beschäftigten in Fertigung und Montage führen körperlich anstrengende und mit Gefahren verbundene Tätigkeiten durch. In der Wesentlichkeitsanalyse wurde das Thema Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbereich sowohl hinsichtlich Impact als auch bezüglich Geschäftsrelevanz mit mittlerer Relevanz bewertet.
2. Risiken und Chancen
Die Anfälligkeit unserer Geschäftstätigkeit für etwaige Menschenrechtsverstöße prüfen wir derzeit auf zwei Weisen: Den ersten Pfeiler bildet die Compliance-Risikoanalyse, bei der gezielt Fragen zu Menschen- und Arbeitsrechten gestellt werden. Im Fokusbereich Arbeitssicherheit erfolgen als zweiter Pfeiler Arbeitsstättenbegehungen sowie Gefährdungsbeurteilungen. Die jeweils weitgehend eigenverantwortlich agierenden Standorte und Fachabteilungen leiten daraus direkt ihre Risikobewertung und Handlungsbedarfe bezüglich des Arbeitsschutzes ab. Zentrale konzernweite Prozesse der Gefährdungsbeurteilung wurden bisher bewusst nicht definiert, um möglichst flexibel auf lokale Gegebenheiten reagieren zu können. Die Ergebnisse der menschen- und arbeitsrechtlichen sowie arbeitssicherheitsbezogenen Analysen finden ebenso wie die dezentralen Gefährdungsbeurteilungen der Arbeitssicherheit in kondensierter Form Eingang in die Konzernrisikoanalyse des Enterprise Risk Management.
3. Governance und Ressourcen
Der Personalbereich sorgt im täglichen Handeln für die Einhaltung der arbeitsrechtlichen und prozessualen Vorgaben und etabliert hierfür Kontrollmaßnahmen. Seit Ende 2022 fungiert der Leiter des Corporate Sustainability Teams als vom Vorstand offiziell beauftragter Human Rights Officer und übt eine Beratungs- und Kontrollfunktion aus. Das Arbeitssicherheitsmanagement der Krones AG ist organisatorisch im Personalbereich angesiedelt, an den internationalen Standorten ist es häufig in einer Zentralfunktion bei Health, Safety and Environment verankert. Human Rights Officer und leitende Sicherheitsfachkraft berichten anlassbezogen, mindestens aber einmal im Quartal, an den Vorstand.
4. Strategie und Ziele
Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für die Achtung der Menschenrechte definiert:
Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Menschenrechtsverletzungen und forcieren eine flächendeckende Aufklärung durch effektives Human Rights Management - bestehend aus Richtlinien, Risikoanalysen, Maßnahmen, Abhilfe und Berichterstattung.
Speziell für Arbeitssicherheit haben wir zwei Zielgrößen festgelegt, mit der wir die Performance unseres Arbeitssicherheitsmanagements konzernweit messen:
Wir reduzieren sowohl die Arbeitsunfälle als auch die Ausfalltage nach Arbeitsunfällen pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden im Krones Konzern um 30 Prozent bis 2030, verglichen mit dem Basisjahr 2020.
5. Richtlinien und Maßnahmen
Verhaltenskodex
Das Thema Achtung der Menschenrechte bildet ein zentrales Kapitel im Verhaltenskodex des Krones Konzerns. Das Dokument erfüllt sowohl einen deskriptiven als auch einen normativen Zweck: Anhand von Beispielen wird deutlich, was unter einem Menschenrechtsverstoß zu verstehen ist. Gleichzeitig verpflichtet der Code of Conduct alle Konzern-Beschäftigten dazu, die Menschenrechte zu achten und etwaige Verletzungen zu melden. Der Kodex stellt ein verbindliches, konzernweit gültiges Dokument dar, deren Nichtbeachtung je nach Art und Schwere des Verstoßes zu Sanktionen führen kann.
Menschenrechtspolitik und Konzernrichtlinie
Neben dem übergreifenden Verhaltenskodex entwickeln wir derzeit eine externe Menschenrechtspolitik. Die Politik soll künftig als Grundsatzerklärung fungieren und die Selbstverpflichtung des Unternehmens betonen, die Menschenrechte aller Stakeholder entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu achten. Zur Fixierung der darin definierten Grundsätze in den täglichen Betriebs- und Arbeitsprozessen dient die Richtlinie »Menschenrechte und Arbeitsstandards«, die bereits seit dem Jahr 2020 existiert und intern kommuniziert ist. Sie definiert ein Basis-Set an Regeln, die in jeder Niederlassung des Krones Konzerns Gültigkeit besitzen, sofern rechtliche Bestimmungen nicht noch darüber hinausgehen. Beide Dokumente wurden vom Vorstand der Krones AG verabschiedet, vom Betriebsrat für die Krones AG gebilligt, gelten jedoch konzernweit und sind intern kommuniziert. Darüber hinaus veröffentlichen wir jährlich ein Statement zum UK Modern Slavery Act auf unserer Website.
Repräsentation und Partizipation
Alle Beschäftigten in der Krones AG sind durch die Betriebsräte an den Krones Standorten vertreten, die gemeinsam einen Gesamtbetriebsrat bilden. Darüber hinaus existiert für die Krones AG sowie die Tochterunternehmen Evoguard und Steinecker ein Konzernbetriebsrat. Alle vorgenannten Unternehmen haben den Manteltarifvertrag der bayerischen Metall- und Elektroindustrie anerkannt. Die Betriebsräte der Tochterunternehmen Gernep, HST, Dekron, MHT sowie Milkron sind formal eigenständig, stehen jedoch im Austausch mit dem Konzernbetriebsrat. Über Deutschland hinaus gestalten die Beschäftigten der internationalen Standorte ihre Mitarbeitervertretung formal und rechtlich jeweils individuell. Innerhalb des globalen Krones Netzwerks pflegen die Vertreter des Konzernbetriebsrats Kontakte zu den Geschäftsführern, Werkleitern und den vor Ort zuständigen Gewerkschaften der großen internationalen Produktionsstandorte. In der Praxis wenden sich auch Beschäftigte von Standorten und Tochterunternehmen in Einzelfällen an den Konzernbetriebsrat, welcher sich dann um die Lösung von Konflikten und Fragen bemüht.
Bewerbung und Rekrutierung
Im Krones Konzern arbeiten keine Personen, die jünger als 15 Jahre sind. Die Mitarbeitenden, die unter 18 Jahre alt sind, absolvieren ihre technische, kaufmännische oder eine sonstige Ausbildung im Unternehmen. Die Auszubildenden sind keinen Produktionsprozessen mit hohem Gefährdungspotenzial ausgesetzt. Die Kosten für die Rekrutierung sämtlicher Arbeitnehmer im Krones Konzern trägt das Unternehmen.
Faire Vergütung
Konzernweit gelten mindestens die vor Ort gültigen, gesetzlich geforderten Vergütungsstandards. Für eine attraktive, marktgerechte Vergütung werden regelmäßig Markt-Benchmarks durchgeführt. Die tariflichen Beschäftigten der Krones AG sind vom Manteltarifvertrag der Gewerkschaft ig Metall abgedeckt. Auskünfte zu Prozessen der Entlohnung, Einstufung und Auszahlung sind in der Krones AG entweder über das Intranet abrufbar oder können über die Personalabteilung zur Verfügung gestellt werden. Überstunden werden im tariflichen Bereich entweder durch zusätzliche Freinahme über ein Arbeitszeitkonto oder durch monetären Ausgleich kompensiert. Für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen gelten gesonderte Regelungen zur Mehrarbeitsvergütung. Für außertarifliche Beschäftigte ohne Arbeitszeitkonto gibt es Möglichkeiten, gesonderte Freinahmen zu beantragen.
Erfolgsbeteiligung
Die Erfolgsbeteiligung von Beschäftigen an der Unternehmens-Performance ist in den Tochterunternehmen dezentral geregelt. In der Krones AG erhalten alle Beschäftigten eine mitarbeitergruppenspezifisch gestaltete Erfolgsbeteiligung, welche an die Erreichung der Unternehmensziele gekoppelt ist. Darüber hinaus können besondere Leistungen oder Erfolge bei außertariflichen Beschäftigten mit sogenannten »Spot-Boni« incentiviert werden.
Arbeitszeit und Arbeitsort
Die Grundsätze der Arbeitszeitgestaltung sind konzernweit einheitlich: Jeder Beschäftigte erhält jährlichen Urlaub gemäß gesetzlichen sowie gegebenenfalls tariflichen Grundlagen des jeweiligen Landes. Pro Tag dürfen im Höchstfall zehn Stunden gearbeitet werden, wobei mindestens ein arbeitsfreier Tag nach sieben zusammenhängenden Arbeitstagen erfolgen muss. Über diese konzernweiten Basisregeln hinaus werden Arbeitszeit und -ort standortspezifisch flexibel gestaltet. In den Standorten der Krones AG gilt eine Orientierungsgröße für mobile Arbeit von derzeit 50 Prozent.
Schutzvorkehrungen und -ausrüstung
Diejenigen Mitarbeitenden im Krones Konzern, die in sicherheitsrelevanten Bereichen tätig sind, werden vom Unternehmen mit Schutzausrüstung versorgt. Dazu zählt die Ausrüstung mit Instrumenten gegen Lärm sowie präventive Verfahrensanweisungen für den Umgang mit Chemikalien und gefährlichen Substanzen. Für bestimmte Personengruppen ist ein Gesundheitscheck im Vorfeld gewisser, mit Gefahrenpotenzial verbundener Tätigkeiten vorgeschrieben. Im Zuge regulärer Arbeitsstättenbegehungen und interner Prüfungen der zuständigen Arbeitssicherheitsfachkräfte wird die Einhaltung der festgelegten Standards für Schutzvorkehrungen und -ausrüstung kontrolliert.
Trainings und Vorgaben
Aspekte zu menschen- und arbeitsrechtlichen Themen sind Bestandteil diverser interner Schulungen und E-Learnings im Krones Konzern. Das konzernweit verpflichtende E-Learning »Compliance Basics« enthält Fragen zu fairen Arbeitsbedingungen, das Training »Menschenrechte bei Krones« behandelt ausschließlich Themen der menschenrechtlichen Sorgfalt und muss von Beschäftigten mit regelmäßigem Drittkontakt bearbeitet werden. Die Beschäftigten erhalten regelmäßig Trainings zu Arbeitssicherheitsrisiken sowie sicherem Verhalten am Arbeitsplatz. Bei der Krones AG enthält die jährlich stattfindende Basisunterweisung detaillierte Informationen und Vorgaben zu Arbeitsschutzthemen. An den anderen Standorten im Konzern finden die Trainings anlass- und risiko-gruppenspezifisch statt. Neben eigenen Beschäftigten trainiert Krones auch Zeitarbeitnehmer zu Arbeitssicherheitsaspekten. Auch Dienstleister und Werkvertragspartner erhalten entsprechende Sicherheitsanweisungen.
Meldewege und Feedback
Über das Internetportal Krones Integrity - erreichbar über die Corporate Website - können Beschäftigte, Geschäftspartner sowie Dritte auf Verstöße gegen Menschen- oder Arbeitsrechte hinweisen - wahlweise anonym oder unter Nennung des eigenen Namens. Dafür existiert eine separate Meldekategorie.
Beschäftigte können sich auch per Mail sowie telefonisch an das Compliance-Team des Krones Konzerns wenden, wo ihre Anfragen diskret behandelt und einer Lösung zugeführt werden. Die vorhandenen Meldewege sind intern kommuniziert und barrierefrei erreichbar. Darüber hinaus fungieren der Konzernbetriebsrat sowie die in der jeweiligen Niederlassung gewählten oder beauftragten Mitarbeitervertreter als Ansprechpartner für die Beschäftigten im Falle von arbeitsbezogenen Beschwerden.
Externe Audits, Zertifizierungen und interne Revision
Im Zuge der konzernweit regelmäßig stattfindenden Audits überprüft die interne Revision die Administration und Prozesse der Entgeltauszahlung auf Fehler oder Regelabweichungen. Eine zusätzliche externe Prüfung der internen Prozesse hinsichtlich menschen- und arbeitsrechtlicher Sorgfalt erfolgt durch externe Sozialaudits, die von Kunden initiiert werden. Um unser Arbeitssicherheitsmanagement schrittweise auf konzernweite Grundlagen zu stellen, streben wir die Zertifizierung aller Produktionsstandorte nach ISO 45001 an. Unser Produktionsstandort in Taicang (China), unser italienisches Tochterunternehmen System Logistics sowie die deutsche Niederlassung Evoguard sind bereits nach ISO 45001 zertifiziert.
Vorgehen bei internen Verstößen
Im Zuge kritischer Fälle hinsichtlich Menschenrechte oder Arbeitsstandards werden von den zuständigen Untersuchungsinstanzen formalisierte Stellungnahmen erstellt. So lassen sich kritische Erkenntnisse besser dokumentieren und nachvollziehen. Je nach Art des Falls koordinieren unterschiedliche Funktionen und Gremien innerhalb des Krones Konzerns die Behandlung kritischer Fälle. Im Falle von sozialen Missständen in der eigenen Belegschaft arbeiten Compliance-, Nachhaltigkeits- und Personalabteilung eng zusammen.
6. Leistungskennzahlen
Krones Konzern - Arbeitsunfälle je 1 Mio. geleistete Arbeitsstunden

Grundlage der Kennzahlenermittlung bilden tarifliche und außertarifliche Beschäftigte, Auszubildende, Trainees, Studierende in Praktikum oder Werkstudium der Krones AG, exklusive Personen mit Leiharbeits- oder Werkverträgen. Die Kennzahl enthält ausschließlich die Anzahl der Arbeitsunfälle (ohne Wegeunfälle) im aktuellen Kalenderjahr.
Krones Konzern - Ausfallzeit nach Arbeitsunfall je 1 Mio. geleistete Arbeitsstunden

Die Berechnung der Ausfallzeit von 01.01.2021 bis 31.12.2021 erfolgt ab dem ersten Folgeausfalltag und wird dem Unfallereignis zugeordnet. Berücksichtigt wird bei den Abwesenheitstagen jeder ganze Kalendertag (inkl. Feiertage und Wochenenden, soweit diese in der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingeschlossen sind). In die Kennzahl fließen außerdem die im aktuellen Kalenderjahr entstandenen Folgeausfallzeiten aufgrund früherer Arbeitsunfälle ein.
Arbeits- und Menschenrechte in der Lieferkette
Lieferkette
1. Einfluss und Wesentlichkeit
Im Zuge der Globalisierung der Märkte erhöht auch der Krones Konzern kontinuierlich seinen Global Footprint durch das regionale Sourcing von Materialien, Komponenten und Dienstleistungen. Neben strategischen Vorteilen wie Kosteneffizienz, Kundennähe und der stärkeren Nutzung der Kompetenzen unserer internationalen Beschäftigten ergeben sich auch nachhaltigkeitsrelevante Impacts: Durch die Verlagerung von Lieferketten in die Regionen ergeben sich neue Risiken für menschen- und arbeitsrechtliche Verstöße - vor allem in Ländern mit geringeren gesetzlichen Standards. Schon vor dem Beschluss zur Einführung des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) hat der Krones Konzern seine internen Prozesse zur menschenrechtlichen Sorgfalt in der Lieferkette deshalb deutlich ausgebaut. Einfluss und Geschäftsrelevanz des Themas wurden in der Materialitätsanalyse als »mittel« bewertet.
2. Risiken und Chancen
Um mehr Transparenz hinsichtlich nachhaltigkeitsbezogener Risiken in unserer globalen Lieferkette zu erhalten, haben wir eine datenbankgestützte Risikoanalyse mit Fokus auf Menschenrechte sowie Treibhausgasemissionen durchgeführt. Die Menschenrechtsrisikoanalyse wurde zuletzt im Geschäftsjahr 2021 durchgeführt. Mit Hilfe eines externen Dienstleisters wird dabei der Lieferantenstamm des Krones Konzerns auf Grundlage des Einkaufsvolumens, des Herkunfts- beziehungsweise Produktionslands sowie der gelieferten Produkte und Dienstleistungen datenbankspezifisch bewertet. Das Ergebnis hilft uns dabei, mögliche Risiko-Hotspots hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen in der vorgelagerten Lieferkette - nicht nur für Tier-1-Lieferanten, sondern auch für die tiefere Lieferkette - zu identifizieren. Die neue Risikoanalyse bildet damit das Fundament für weitere Schritte wie gezielte Lieferantenbefragungen, Audits oder Entwicklungsgespräche.
3. Governance und Ressourcen
Im Bereich Corporate Procurement, der direkt an den CFO berichtet, laufen die Fäden des Beschaffungsmanagements zusammen. Zur Koordination des Human Rights Management in der Lieferkette dient das Supply Chain Governance Board aus Einkauf, Lieferantenmanagement, Corporate Governance und Sustainability Team. Im Zuge der Vorbereitung auf das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) hat sich parallel dazu eine wöchentlich tagende Projektgruppe gebildet, die bestehende Prozesse und Maßnahmen zur menschenrechtlichen Sorgfalt auf ihren Reifegrad analysiert und entsprechende Optimierungen in die Wege geleitet hat.
4. Strategie und Ziele
Das im Kapitel »Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbetrieb« formulierte Ziel zur menschenrechtlichen Sorgfalt gilt analog für die gesamte Wertschöpfungskette:
Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Menschenrechtsverletzungen und forcieren eine flächendeckende Aufklärung durch effektives Human Rights Management - bestehend aus Richtlinien, Risikoanalysen, Maßnahmen, Abhilfe und Berichterstattung.
Als zusätzliches Ziel für die Etablierung einer nachhaltigen Lieferkette haben wir darüber hinaus folgendes Ziel ausgelobt:
Bis 2030 bewerten wir 100 Prozent derjenigen Lieferanten, auf die ein Einkaufsvolumen von über 1.000.000 Euro entfällt, nach Nachhaltigkeitskriterien.
5. Richtlinien und Maßnahmen
Kapitel »Achtung der Menschenrechte« im Lieferantenkodex
Im konzernweiten Lieferantenkodex definiert das Kapitel »Achtung der Menschenrechte« die Anforderungen an unsere Zulieferer: In den fünf Unterkategorien »Verbot von Zwangsarbeit«, »Verbot von Kinderarbeit«, »Nicht-Diskriminierung und menschenwürdige Arbeitsbedingungen«, »Geregelte Arbeitsverhältnisse« sowie »Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit« werden die Erwartungen bezüglich menschenrechtlicher Sorgfalt transparent kommuniziert. Neben den inhaltlichen Pflichten adressiert der Lieferantenkodex auch mögliche Sanktionen, Vertragsstrafen, Auditrechte sowie Meldewege bei Verstößen. Mit der Annahme der allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert der Lieferant den Lieferantenkodex. Dieser Prozess steht derzeit auf dem Prüfstand, um zukünftig von einer passiven auf eine aktive Bestätigung des Kodex umzustellen.
Menschenrechte-Training für Einkäufer
Speziell für Beschäftigte mit regelmäßigem Drittkontakt wurde 2022 ein eigenes Training »Menschenrechte bei Krones« eingeführt. Ziel ist es, intern Wissen darüber aufzubauen, was menschenrechtliche Sorgfalt in Bezug auf das unternehmerische Handeln bedeutet. In mehreren Modulen werden menschen- und arbeitsrechtliche Themen angesprochen, fiktive Fälle bewertet und Lösungsvorschläge dargestellt. Eine der Fokusgruppen bildet dabei - in Bezug auf interne Risikoanalysen sowie das Inkrafttreten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) - der Einkauf. Das Training wurde im ersten Schritt in der Krones AG implementiert, der konzernweite Rollout erfolgt 2023.
Due-Diligence-Prüfungen zu Menschenrechtsverstößen
Um etwaige Menschenrechtsverstöße in der vorgelagerten Lieferkette zu identifizieren, beinhalten die vom Compliance-Team regelmäßig durchgeführten Due-Diligence-Checks unter anderem Findings zu menschen- und arbeitsrechtlichen Verstößen, Gerichtsverfahren oder Sanktionen. Das verwendete Tool bezieht dabei öffentlich zugängliche Quellen aller Art mit ein. Im Fall von Due-Diligence-Findings berät das zuständige Supply Chain Governance Board einzelfallspezifisch über weitere Schritte, wobei es im Ernstfall zur direkten Sperrung des Lieferanten kommen kann. Die Information über die weitere Verfahrensweise wird an den jeweiligen Einkäufer oder den regionalen Compliance Ansprechpartner kommuniziert.
Selbstauskunftsbogen mit Menschenrechts- und Compliance-Fragen
Nach dem Onboarding eines neuen Lieferanten sendet das Lieferantenmanagement je nach Warengruppe standardisierte Fragebögen zur Lieferantenqualifizierung zu. Der Basis-Fragebogen, an dem sich die spezialisierten Versionen der jeweiligen Lieferantengruppen orientieren, enthält gezielt Fragen zu Menschenrechten und Compliance. Die Nachverfolgung der Einzelfragebögen erfolgt durch das Lieferantenmanagement, die Bewertung der Antworten und Nachweisdokumente für Menschenrechte und Compliance übernehmen Corporate Governance und das Sustainability Team.
Sozialaudits bei Risikolieferanten
Neben den klassischen Produkt-, Prozess- und Systemaudits bei Lieferanten werden Themen der menschenrechtlichen Sorgfalt seit mehreren Jahren durch sogenannte Sozialaudits geprüft. Die Audits werden in digitaler Form von Corporate Governance und der internen Revision durchgeführt. Die Auswahl der auditierten Lieferanten orientiert sich an der menschenrechtlichen Risikoanalyse. Die Fragen im Audit reichen thematisch von der Gestaltung von Arbeitsverträgen über die Erfassung von Arbeitszeiten bis hin zu elementaren Arbeitssicherheitsprozessen und Themen der Mitarbeitervertretung. Im Falle von Findings werden den Lieferanten auch Lösungsvorschläge auf den Weg gegeben. Im Geschäftsjahr 2022 haben wir die Zahl der Audits von bisher zehn pro Jahr auf 24 Sozialaudits gesteigert.
Meldewege für menschenrechtliche Verstöße
Im Falle eines Verstoßes gegen Menschenrechte oder faire Arbeitsbedingungen können sich sämtliche Beschäftigte entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Krones Konzerns über diverse Meldewege Gehör verschaffen. Neben direkter Kontaktaufnahme des Compliance-Teams oder der jeweiligen Mitarbeitervertretung vor Ort dient vor allem das Hinweisgebersystem Krones Integrity als Anlaufpunkt. Das System ist über die Krones Homepage öffentlich zugänglich und ermöglicht eine anonyme Meldung von Beschwerden im Zusammenhang mit dem Unternehmen. Wie bereits beschrieben, existiert eine eigene Meldekategorie »Menschenrechte« mit entsprechender Beschreibung der darunterfallenden Themen. Menschen- und arbeitsrechtliche Verstöße lassen sich so von vornherein eindeutig kennzeichnen. Die Überprüfung und Verfolgung der gemeldeten Missstände erfolgen durch das Compliance Team des Krones Konzerns.
Abhilfemaßnahmen in kritischen Fällen
Im Falle sämtlicher »Non-Compliances« - egal ob beispielsweise bei NichtBestätigung des Lieferantenkodex, bei kritischen Due-Diligence-Findings oder bei negativen Sozialaudit-Ergebnissen - agiert das Supply Chain Governance Board als Entscheidungsinstanz. Ausgehend von der Schwere, Häufigkeit und Art des Verstoßes folgen Prozesse des Entwickelns, Kommunizierens oder - in letzter Konsequenz - des sofortigen Sperrens des Lieferanten. Bei eindeutigen Menschenrechtsverstößen kann die Sperrung des Lieferanten vorsichtshalber auch direkt durch den Einkauf geschehen - wobei das Supply Chain Governance Board im Nachgang eingebunden werden muss.
Brancheninitiativen und Kooperationen
Ein weiterer Bestandteil des Vorgehens ist es, sich in Form einer Kooperation mit anderen Unternehmen zusammenzuschließen. In einem Arbeitskreis des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), in dem sich Krones mit anderen Unternehmen über das Thema Menschenrechte austauscht, wird ein Erfahrungsaustausch betrieben und daran gearbeitet, Lösungen zu entwickeln. Auf diese Weise lassen sich bestimmte Herausforderungen gemeinsam angehen und größere Effekte in der vorgelagerten Lieferkette erzielen. Die Kooperation innerhalb des Branchenverbands ABMI (Association of the Beverage Machinery Industry) treiben wir aktiv voran, indem wir uns zu einer gemeinsamen Brancheninitiative für nachhaltige Lieferketten zusammengeschlossen haben.
6. Leistungskennzahlen
Krones AG - Anzahl der System-, Produkt- und Sozialaudits bei Lieferanten

Wohlbefinden der Beschäftigten im eigenen Geschäftsbetrieb
Geschäftsbetrieb
1. Einfluss und Wesentlichkeit
Die Beschäftigten im Krones Konzern planen, fertigen, montieren, verkaufen und betreuen technisch komplexe und technologisch anspruchsvolle Maschinen und Anlagen. Für diese Tätigkeit benötigt es gut ausgebildete Fachkräfte mit tiefem fachspezifischem Wissen. Der Krones Konzern muss daher ein möglichst attraktives Arbeitsumfeld gewährleisten, um unsere Beschäftigten langfristig ans Unternehmen zu binden. Die Arbeitsbedingungen, die wir bieten, haben Einfluss auf das Wohlergehen der Mitarbeitenden, welches sich wiederum stark auf ihre Leistungsfähigkeit und Motivation im täglichen Arbeitsleben auswirkt. In der Wesentlichkeitsanalyse resultierte daraus eine hohe Geschäftsrelevanz, die Impact-Bewertung wurde durch die Stakeholder als »mittel« evaluiert.
2. Risiken und Chancen
Risiken und Chancen zu Themen der Zufriedenheit und dem Wohlergehen der Beschäftigten werden vom Personalmanagement ermittelt, erfasst und gemanagt. Im Enterprise Risk Management ist der Konzernpersonalleiter als Risk Owner für Personalthemen definiert.
3. Governance und Ressourcen
Der Konzernpersonalleiter gibt konzernweit die Richtung der übergreifenden Personalpolitik vor. Die internationalen Standorte und Tochterunternehmen genießen einen strategischen und organisatorischen Freiraum, um ihr Personalmanagement gemäß den lokalen Anforderungen und Rahmenbedingungen zu gestalten. Ein quartalsweise stattfindendes globales HR-Netzwerk thematisiert regionenübergreifende Fragestellungen und diskutiert die weitere Ausrichtung der konzernweiten Personalstrategie. Die Berichterstattung an den Vorstand erfolgt durch den Konzernpersonalleiter in zweiwöchentlichen Regelmeetings und anlassbezogen im Gesamtvorstand.
4. Strategie und Ziele
Für das Thema Wohlbefinden und Zufriedenheit unserer Beschäftigten haben wir im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 folgende Zielformulierung festgelegt:
Wir wollen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu bestmöglichen Leistungen motivieren. Dazu schaffen wir ein attraktives Arbeitsumfeld, dessen Rahmenbedingungen wir kontinuierlich verbessern. Im Fokus stehen Arbeitszeit, Arbeitsort sowie eine gesundheitsbewusste Förderung der persönlichen Leistungsfähigkeit. Wir ermöglichen es den Menschen bei Krones, das eigene Potenzial zu nutzen und ihre Leistung weiterzuentwickeln - innerhalb der aktuellen Aufgabe und mit Blick auf zukünftige Verantwortlichkeiten. Ziel ist eigenverantwortliches, lösungsorientiertes Handeln, das auf den Unternehmenserfolg genauso einzahlt wie auf die persönliche Entwicklung.
5. Richtlinien und Maßnahmen
Kommunikation und Transparenz
Der Krones Konzern pflegt eine offene und regelmäßige Kommunikation mit der Belegschaft. Über diverse Kanäle - Mitarbeiterzeitung, Aushänge am schwarzen Brett, Intranet, internes Soziales Netzwerk - können Mitarbeitende die für sie relevanten Informationen abrufen. In regelmäßigen Abständen gibt der Vorstand transparent Auskunft über aktuelle Entwicklungen und die Lage des Unternehmens - häufig in kurzen Videos, die über das Intranet abrufbar sind. Mitarbeiterspezifische Themen werden in Gesprächen mit der jeweiligen Führungskraft geklärt.
Qualifizierung und Weiterbildung
Aufgrund der hohen Anforderungen, die das Unternehmen an seine Fachkräfte stellt, nehmen bedarfsgerechte Qualifizierungsprogramme einen hohen Stellenwert ein - über das gesamte Berufsleben hinweg. Zentraler Anlaufpunkt für alle Weiterbildungen ist das Trainingsportal, auf das konzernweit ein Großteil der Beschäftigten zugreifen kann. Dort können berufliche Trainings in den vier Kategorien »Fachkompetenzen«, »Service Trainings«, »Soft Skills & Methoden« sowie »Sprachkompetenzen« über einen festgelegten Genehmigungsprozess von jedem Beschäftigten beantragt und gebucht werden. Auch nebenberufliche Weiterbildungen sind möglich und über einen separaten Genehmigungsprozess vom Unternehmen förderbar, entweder finanziell oder durch Bildungsurlaub. Für die Krones AG bildet eine Betriebsvereinbarung zu Qualifizierung und Weiterbildung die Basis sämtlicher Maßnahmen, wodurch auch der Betriebsrat in die Gestaltung der Weiterbildungsaktivitäten eingebunden ist.
Entwicklung der Führungskräfte
Gute Führung ist ein zentraler Baustein erfolgreicher Personalpolitik. Daher ist ein spezielles Schulungsprogramm für neue Führungskräfte verpflichtend. Für Angestellte in Leitungsfunktionen gibt es eine Vielzahl an Kursen zu unterschiedlichen Themen rund um Führung, wobei auch ausgewählte Kurse aus einem Zentralbudget angeboten werden. Darüber hinaus können Führungskräfte verschiedenste Formate in Anspruch nehmen, wie beispielsweise ein persönliches Coaching oder auch Maßnahmen zur Teamentwicklung.
Neue Arbeitswelten
Als Technologie-Unternehmen mit dem Anspruch auf Innovationsführerschaft setzen wir uns zudem intensiv mit den verschiedenen Konzepten auseinander, die unter dem Schlagwort »New Work« zusammengefasst werden können. Mobiles Arbeiten, Shared-Desk-Modelle und offene Bürogestaltung sind nur drei Beispiele für Maßnahmen in diesem Bereich. Insbesondere die Nutzung digitaler Kollaborationsmöglichkeiten steht im Fokus aktueller Maßnahmen, beispielsweise durch eine Schulungsreihe zu »Hybrider Führung« für Führungskräfte.
Teambuilding und Betriebssport
Ein positive Arbeitsklima bildet einen wichtigen Baustein des Wohlbefindens der Mitarbeitenden. Regelmäßige Teambuilding-Events finden daher je nach Zusammensetzung, Bedarf und individuellen Interessen der jeweiligen Teams statt, koordiniert durch die Führungskräfte. In vielen Niederlassungen und Werken findet einmal jährlich ein großes Event für alle Beschäftigten statt -das größte davon das Betriebsfest des Krones AG Hauptstandorts Neutraubling. Eine Kombination aus Teambuilding mit sportlicher Betätigung setzen zahlreiche Beschäftigte des Krones Konzerns in Betriebssportgruppen um.
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Über das klassische Arbeitssicherheitsmanagement hinaus kümmert sich Krones um das körperliche und mentale Wohlbefinden der Arbeitnehmer. Ausgehend von ausführlichen Analysen der Arbeitsunfähigkeiten sowie Bedarfsermittlungen durch Befragungen werden zielgruppenspezifische Gesundheitsmaßnahmen umgesetzt. Die präventiven Maßnahmen zur Gesundheitsförderung fokussieren sich derzeit auf die Sensibilisierung zu den Themen Ergonomie, Resilienz, Stressprävention sowie gesunde und ausgewogene Ernährung. Diese werden ergänzt durch Arbeitsplatzbegehungen und -anpassungen zur Anhebung und Umsetzung der ergonomischen Arbeitsstandards (sowohl in Produktions- als auch Bürobereichen) sowie eine physiotherapeutische In-house-Betreuung. Kommunikationskampagnen (etwa für die Darmkrebsvorsorge) und Kooperationen mit externen Gesundheitseinrichtungen (beispielsweise Physiotherapiepraxen) ergänzen das Angebot. Beispiele für aktuelle Projekte sind die Gefährdungsbeurteilungen für psychische Belastungen mit dem zugehörigen Rahmenprogramm »Gesunde Arbeit mitgestalten«. Das Team des betrieblichen Gesundheitsmanagements koordiniert die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Personalbereich, Betriebsärzten, Sozialberatung, Arbeitssicherheit, Betriebsrat und der Betriebskrankenkasse BKK. Derzeit befinden sich die Standorte der Krones AG im Fokus des Gesundheitsmanagements.
Betriebsärztlicher Dienst und Betriebskrankenkasse
Die medizinische Betreuung der Beschäftigten übernimmt in der Krones AG der betriebsärztliche Dienst. Er ist erster Ansprechpartner für allgemeine medizinische Anfragen sowie akute Notfälle. Auf der Agenda stehen dabei neben der akuten medizinischen Versorgung unter anderem die Organisation von Gesundheitstagen und -aktionen sowie Beratung im Bereich Reisemedizin und Vorsorgeimpfungen. Für die Beschäftigten der Krones AG sowie der deutschen Standorte und Tochterunternehmen steht die Krones Betriebskrankenkasse zur Verfügung.
Sozialberatung
Die betriebliche Sozialberatung der Krones AG leistet Hilfe bei Problemen, die mit der Lebens- und Arbeitssituation von Beschäftigten verbunden sind. Als Grundprinzip der betrieblichen Sozialberatung gilt, dass sich das Angebot nicht nur an bestimmte, gefährdete oder in besonderen Notlagen befindliche Personen richtet, sondern alle Beschäftigte des Unternehmens anspricht. Die Sozialberatung bietet Ersthilfe sowie die Vermittlung von Kontakten zu Kliniken, Therapeuten, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und weiteren Hilfseinrichtungen.
6. Leistungskennzahlen
Die Anzahl an Beschäftigten weisen wir an anderer Stelle des Geschäftsberichts aus.
Krones AG - Fluktuation und Frühfluktuation in Prozent (tarifliche und außertarifliche Beschäftigte)

* Die durchschnittliche Fluktuation bei Unternehmen in der Maschinenbaubranche wird in einem Zyklus von drei Jahren vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erhoben. Die Zahlen beziehen sich auf eine Ermittlung aus dem Jahr 2020.
Krones Konzern - Führungsstruktur 2022

Krones AG - Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer

Krones AG - Auszubildende nach Ausbildungsrichtung

2022 gesamt: 427 Auszubildende
* Das Profil 21 beinhaltet zusätzlich zur Berufsausbildung eine Weiterbildung zum/zur Techniker/-in oder Meister/-in.
Krones Konzern - Teilnahmen an Weiterbildungsangeboten (gerundet)

Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Grundgesamtheit der hier ausgewiesenen Teilnahmen an Weiterbildungsangeboten neu definiert. Im Vergleich zu den Vorjahren werden für 2022 nur komplett abgeschlossene Trainings berücksichtigt.
Krones AG - finanzielle Aufwände für Aus- und Weiterbildung in Mio. €

Diversität im eigenen Geschäftsbetrieb
Geschäftsbetrieb
1. Einfluss und Wesentlichkeit
Als global agierendes Technologieunternehmen spiegelt sich in unserer Belegschaft die Vielfalt der Welt: Im Krones Konzern arbeiten Menschen jeden Alters und Geschlechts, zahlreicher Nationen, Religionen, politischen Überzeugungen und sonstigen Individualitätsmerkmalen. Diversität ist kein Selbstzweck, sie macht unser Unternehmen effizienter, kreativer und flexibler. Derzeit fordert es uns stellenweise stark heraus, überall im Unternehmen vielfältige Teams zu etablieren. Im Produktionsbereich und in Managementebenen arbeiten zu wenig Frauen und internationale Kolleginnen und Kollegen. In der Wesentlichkeitsanalyse ergab die Bewertung des Themas Diversität eine niedrige Impact-Bewertung sowie eine hohe Geschäftsrelevanz.
2. Risiken und Chancen
Risiken und Chancen im Themenbereich »Diversität« werden vom Personalmanagement ermittelt, erfasst und gemanagt. Im Enterprise Risk Management ist der Konzernpersonalleiter als Risk Owner für Personalthemen definiert. Die von ihm für Diversitätsthemen gemeldeten Risiken fließen in die Konzernrisikoanalyse des Enterprise Risk Management ein. Derzeit existiert kein Risiko in Zusammenhang mit Diversität.
3. Governance und Ressourcen
Im Zuge seiner Verantwortung für übergreifende Personalthemen delegiert der Vorstand des Krones Konzerns das Diversity Management an den Konzernpersonalleiter, der die strategische Ausrichtung für die Steigerung der Diversität vorgibt. Seit Ende 2021 fungiert ein Diversity Board als strategisches Beratungsgremium für Diversitätsthemen. Die Berichterstattung an den Vorstand erfolgt durch den Konzernpersonalleiter in zweiwöchentlichen Regelmeetings und anlassbezogen im Gesamtvorstand.
4. Strategie und Ziele
Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für Diversität definiert:
Wir fördern die Vielfalt in unserer Belegschaft. Durch gezielte Programme, weltweite Talentpools, internationale Themen-Communities sowie Maßnahmen zur Schaffung ausgewogener Altersstrukturen wollen wir Beschäftigte verschiedener Altersgruppen, Geschlechtsidentitäten, Nationalitäten und Fachrichtungen miteinander vernetzen. Dadurch bringen wir mehr Flexibilität, Kreativität und Effizienz in unsere Prozesse.
Im neuen Zielbild des Krones Konzerns heißt es unter anderem: »Wir schätzen Vielfalt und Inklusion. Wir zeigen Wertschätzung, ermutigen und begeistern alle Menschen unvoreingenommen.« Bereits 2010 unterzeichnete Krones die Charta der Vielfalt und brachte damit klar zum Ausdruck, dass sich das Unternehmen in der Verantwortung sieht, die Vielfalt der Menschen im Konzern zu fördern.
Als quantitatives Ziel speziell für die Förderung von Frauen hat der Vorstand 2021 für die Krones AG eine verbindliche Quote ausgelobt:
Bis Ende 2024 steigern wir den Anteil weiblicher Führungskräfte in den ersten beiden Ebenen unter dem Vorstand in der Krones AG auf 15 Prozent.
5. Richtlinien und Maßnahmen
Fundament: Anti-Diskriminierung
Diskriminierungsprävention und -abhilfe
Die Grundsätze zur Verhinderung von Diskriminierung sowie körperlicher oder psychischer Belästigung am Arbeitsplatz sind konzernweit in einem eigenen Kapitel »Zusammenarbeit untereinander« des Verhaltenskodex für alle Mitarbeitenden transparent festgelegt. In der Richtlinie »Menschenrechte und Arbeitsstandards«, der Compliance-Basisschulung sowie dem Training »Menschenrechte bei Krones« wird intern klar geregelt, was als diskriminierendes Verhalten gilt, wie damit umzugehen ist und welche Konsequenzen es haben kann. Über den Compliance Helpdesk oder das Meldesystem Krones Integrity kann jeder Beschäftigte einen Verstoß melden, der anschließend vom Compliance Team bearbeitet wird.
Faire Rekrutierungs- und Entwicklungsprozesse
Die Bewerbungs- und Auswahlverfahren im Krones Konzern basieren rein auf der fachlichen Qualifikation der Kandidaten und Kandidatinnen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder anderen Merkmalen und Eigenschaften. Bewerbende bei der Krones AG haben die Möglichkeit, ihre Geschlechtsidentität als »männlich«, »weiblich« oder »divers« anzugeben. Stellenanzeige und Bewerberkommunikation sind genderneutral formuliert. Sowohl das Trainingsportal als auch sämtliche Beförderungsprozesse stehen sämtlichen Beschäftigten offen. Die Führungskräfte sind angehalten, allen Mitarbeitenden je nach aktuellem Bedarf und persönlichen Entwicklungszielen die Nutzung der entsprechenden Trainings zu ermöglichen.
Unterstützung besonderer Gruppen
Neben dem in vielen Ländern gesetzlich geregelten Schutz für behinderte und schwerbehinderte Menschen hat die Krones AG vier Schwerbehindertenvertreter, die sich um die Belange der entsprechenden Beschäftigten kümmern. Auch an anderen Standorten existieren Kontaktpersonen, die je nach rechtlicher Lage vor Ort freiwillig oder vorgeschrieben sind. Ziel ist es, Kolleginnen und Kollegen mit Behinderung gemäß ihren individuellen Fähigkeiten in das Arbeitsleben zu integrieren.
Schwerpunkt Alter
Ausbildung junger Fachkräfte
Das Ausbildungsprogramm der Krones AG umfasst neben kaufmännischen sowie gewerblich-technischen Berufsbildern auch Angebote zum dualen Studium, Trainee-Programme sowie das »Profil 21«. Letzteres richtet sich an Berufseinsteiger, die sich speziell für den anspruchsvollen Einsatz in unserem weltweiten Service ausbilden lassen möchten. Auch an unseren internationalen Standorten in Wuhan (China), Nairobi (Kenia) sowie Debrecen (Ungarn) wird ausgebildet.
Weiterbildung bestehender Leistungsträger
Unser Weiterbildungsangebot trägt auch den Interessen älterer Beschäftigter Rechnung, indem es auf das Ideal des lebenslangen Lernens setzt. Die Teilnehmenden vieler Weiterbildungsprogramme sind teilweise seit Jahrzehnten bei Krones beschäftigt und eröffnen sich durch die Qualifizierung eine völlig neue, zukunftsstarke berufliche Perspektive im Konzern.
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Flexible Arbeitszeiten sowie die verstärkte Nutzung von mobilem Arbeiten und - bei Bedarf auch zeitlich begrenzten - Teilzeitverträgen ermöglichen es insbesondere Beschäftigten, neben ihrer beruflichen Tätigkeit ihre Kinder oder Familienangehörigen zu betreuen. Bei der Krones AG definiert eine eigene Betriebsvereinbarung zu mobiler Arbeit die Möglichkeiten, durch flexible Arbeitszeiten die Work-Life-Balance zu unterstützen. Am Standort in Neutraubling ermöglicht die Krones AG den Beschäftigten die Betreuung von Kindern ab vier Monaten in einer Kindertagesstätte, welche vom Unternehmen initiiert wurde und finanziell unterstützt wird. Vergleichbare Initiativen existieren auch an anderen Standorten weltweit. Seit dem Geschäftsjahr 2022 können Beschäftigte spezifische Informationen hinsichtlich Betreuungslösungen für Kinder und pflegebedürftige Angehörige über eine Online-Plattform abrufen.
Altersteilzeit für ältere Beschäftigte
Analog zur demographischen Struktur der Gesellschaft verschiebt sich auch der Altersdurchschnitt der Belegschaft, vor allem an den europäischen Standorten, schrittweise nach oben. Dem tragen wir beispielweise bei der Krones AG mit gezielten Angeboten für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rechnung. Besonders bewährt hat sich in diesem Zusammenhang das Modell der Altersteilzeit, weswegen wir auch für die Zukunft auf dieses Instrument setzen.
Schwerpunkt Geschlecht
Entwicklungs- und Mentoring-Programme für Frauen
Aktuell pilotieren wir in der Krones AG ein Entwicklungsprogramm zu »Führung im Tandem«. Dies soll es Frauen künftig besser ermöglichen, auch in Teilzeit anspruchsvolle Führungsfunktionen wahrnehmen zu können -unterstützt durch ein Mentoring-Angebot. Seit 2022 agiert zudem ein Netzwerk aus weiblichen Führungskräften der Krones AG mit der expliziten Zielsetzung, weibliche Potenziale sichtbar zu machen und zu fördern. Für Führungskräfte und Führungspotenziale nutzen wir neben internen Entwicklungsmöglichkeiten auch das externe Programm »Frauen in Führung« des Bayerischen Unternehmensverbands Metall und Elektro e.V. (bayme).
Gleichberechtigte Entlohnung
Die Krones AG führt regelmäßig Equal-Pay-Analysen zur Überwachung und gezielten Prävention von Entgeltdiskriminierung durch. Zur Prävention und Sicherstellung einer gleichberechtigten Entlohnung wird über das Krones Stellenbewertungssystem die Trennung von Person und Funktion bei der grundsätzlichen Vergütungsdefinition der Position geschlechtsunabhängig vorgenommen. Als »Equal Opportunity Employer« lässt unsere US-Niederlassung ausschließlich Qualifikations- und Leistungskriterien als Entscheidungsgrundlage für Einstellungen oder Beförderungen zu.
Kommunikation über Gleichstellungsthemen
Mit regelmäßigen Beiträgen auf unseren Medienkanälen, insbesondere in der Belegschaftszeitung und auf dem neuen Online-Angebot unseres Kundenmagazins, wirken wir Geschlechterstereotypen gezielt entgegen; beispielsweise, indem wir Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichen Ausbildungs- und Karrierewegen porträtieren. Ein Leitfaden für gendergerechte Sprache ermutigt die Beschäftigten, bestehende sprachliche Gewohnheiten vorurteilsfrei und auch selbstkritisch zu reflektieren.
Vernetzung zur Frauenförderung
Neben der Unterstützung der Charta der Vielfalt agiert die Krones AG als Mitglied im Netzwerk »Frauen führen« und steht dort im aktiven Dialog mit Partnerunternehmen. Dabei holen wir uns nicht nur wichtige Impulse, wie wir Frauen im Unternehmen gezielt fördern können, sondern geben auch gerne einen Einblick in unsere eigene Arbeitswelt. Weil hier die Perspektive von Frauen im Unternehmen maßgeblich ist, treten weibliche Krones Führungskräfte als Referentinnen auf, um ihre Erfahrungen und Einschätzungen zu teilen.
Schwerpunkt Kultur
Entsendungen ins Ausland
Entsendungen ermöglichen Know-how-Transfer, sind Teil der Fach- und Führungskräfteentwicklung und befördern letztendlich die kulturelle Vielfalt im Krones Konzern. Alle Prozessschritte von der initialen Beratung aller Stakeholder über die Ausschreibung der Entsendungsposition, die Kalkulation des Entsendungspakets, der rechtssicheren vertraglichen Umsetzung und organisatorischen Betreuung bis zur Rückkehr in die Ursprungsgesellschaft werden dabei zentral durch das Expatriate Management koordiniert.
Globales Austauschprogramm
Das interne, internationale Austauschprogramm »Across Borders« stellt eine besondere Form der Entsendung dar. Es ermöglicht Beschäftigten weltweit, einen fünf- bis sechsmonatigen Einsatz in einer konzernangehörigen Gastgesellschaft zu absolvieren. Ziel des Programms ist die Entwicklung der fachlichen Kompetenzen auf internationaler Ebene, die Erweiterung interkultureller Handlungskompetenzen und der Aufbau eines internationalen Netzwerks innerhalb des Konzerns.
Interkulturelle Trainings
Das Krones Entsendungsmanagement bietet länder- und regionenspezifische E-Learnings und Live-Trainings - virtuell und in Präsenz - zu verschiedenen Zielkulturen an, sowohl frei buchbar über das Trainingsportal als auch inhaltlich auf konkrete Bedarfe aus den Fachbereichen angepasst. Bei Übernahme einer Führungsfunktion im Ausland steht das interkulturelle Führungscoaching »Intercultural Leadership Program ILP« zur Verfügung. Das Training »Führen internationaler Teams« zielt auf die zunehmende Internationalisierung und auf länderübergreifend zusammengesetzte Teams im Unternehmen ab.
5. Leistungskennzahlen
Krones Konzern - Altersstruktur

Krones Konzern - Geschlechterverhältnis (absolut)

Krones Konzern - Geschlechterverhältnis (Frauenanteil in Prozent)

Krones AG - Grundgehalt von Männern gegenüber Frauen

Ethisches Geschäftsverhalten im eigenen Geschäftsbetrieb und gegenüber Kunden
Geschäftsbetrieb
Kunden
1. Einfluss und Wesentlichkeit
Ethisches und moralisch integres Geschäftsverhalten bildet für den Krones Konzern die Basis unseres Handelns - und damit auch für alle internationalen Tochter- und Enkelgesellschaften sowie Niederlassungen. Konzernweit fassen wir die Steuerung ethischen Geschäftsverhaltens mit dem Begriff Compliance zusammen. Compliance steht dabei für regelkonformes Verhalten, wobei die im Unternehmen zu befolgenden Regeln über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Denn sie schließen auch konzernintern gültige Richtlinien und Vorschriften ein sowie die moralischen Werte und Normen, die dem ethischen Verständnis von Krones entsprechen und sich im Krones Verhaltenskodex manifestieren. In der Wesentlichkeitsanalyse wurde das Geschäftsverhalten gegenüber unseren Kunden mit hoher Geschäfts- und niedriger Impact-Relevanz bewertet, Compliance bei Krones an beiden Achsen als »mittel«. Aufgrund der großen wechselseitigen Abhängigkeit und der ähnlichen Prozesse beider Themen haben wir die Berichterstattung in diesem Text zusammengefasst.
2. Risiken und Chancen
Die Compliance-Risikoanalyse erstreckt sich über folgende Risikofelder: Governance-Risiken, aktive und passive Korruption, Kartellrisiken, Risiken im Rahmen von Health, Safety, Security and Environment, Geldwäscherisiken und Betrugsrisiken. Die Compliance-Risikoanalysen werden softwaregestützt im Konzern durchgeführt und ausgewertet. Zudem müssen seit Ende 2022 die Geschäftsführer der Krones Tochter- und Enkelgesellschaften ihre Compliance-Risiken im sogenannten Self-Assessment-Verfahren jährlich selbst analysieren. Die Ergebnisse dieser Risikoanalysen werden auf Ebene der Geschäftsbereiche und Regionen aggregiert und in einer auf die einzelnen Geschäftsbereiche beziehungsweise Regionen zugeschnittenen Risikoübersicht visualisiert. Die Ergebnisse fließen zudem gebündelt in die Konzern-Risikoanalyse ein.
3. Governance und Ressourcen
Strategisch und operativ ist das Compliance-Management zentral beim Head of Corporate Governance gebündelt, der im Konzern eine gleichlautende Stabsstelle bekleidet und disziplinarisch direkt an den CFO der Krones AG, aber fachlich an den Gesamtvorstand berichtet. Zusätzlich verfügen die verschiedenen Regionen, in denen der Krones Konzern Standorte unterhält, sowie alle Tochtergesellschaften mit mehr als 300 Beschäftigten über eigene Governance-Beauftragte. Diese sind sowohl mit den zentralen Compliance und Governance-Anforderungen des Konzerns vertraut als auch mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen ihrer jeweiligen Region. Für die Belegschaft vor Ort sind sie die direkten Kontaktpersonen bei allen Fragen rund um das Thema Compliance. Als Beratungsinstanz steht dem Head of Corporate Governance außerdem ein Governance-Komitee zur Seite, welches sich aus Vertretern aller Vorstandsbereiche zusammensetzt und die präventive Arbeit unterstützt.
4. Strategie und Ziele
Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für Compliance definiert:
Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Compliance-Verstößen und forcieren eine flächendeckende Aufklärung durch effektives Compliance-Management - bestehend aus Richtlinien, Risikoanalysen, Maßnahmen, Abhilfe, Training und Berichterstattung.
Generell zielt das Krones Compliance-Management-System darauf ab, eine von Integrität geprägte Compliance-Kultur im gesamten Konzern zu schaffen und dadurch die Compliance-Risiken so weit wie möglich zu minimieren.
5. Richtlinien und Maßnahmen
Verhaltens- und Lieferantenkodex
Die Basis des Compliance-Management-Systems bildet der Krones Verhaltenskodex. Er wurde mit dem klaren Ziel formuliert, die Einhaltung von Gesetzen, Normen und Richtlinien unternehmensweit sicherzustellen. Dadurch werden die Voraussetzungen für ein Arbeitsumfeld geschaffen, das sich durch Integrität, Respekt sowie ein faires und verantwortungsvolles Handeln auszeichnet. Gleichzeitig dient der Verhaltenskodex dazu, im Unternehmen eine verlässliche Compliance-Kultur zu verankern und alle Beschäftigten zu ermutigen, Missstände aufzudecken. Er ist für jedes Organ und alle Beschäftigten im Unternehmen gültig und bindend. Verstöße werden im Interesse aller Beschäftigten konsequent verfolgt und geahndet. Mit konkreten situativen Beispielen veranschaulicht der Kodex, welchen Beitrag jede oder jeder Einzelne leisten kann, um die Verhaltensgrundsätze im Konzern umzusetzen. Analog zum Verhaltenskodex adressiert der Krones Lieferantenkodex die zentralen Compliance-Vorschriften des Unternehmens in Richtung Dienstleister und Zulieferer.
Richtlinien zu Compliance-Themen
Ergänzende und ebenfalls konzernweit gültige Compliance-Richtlinien konkretisieren die normativen Grundprinzipien des Verhaltenskodex für spezifische Anwendungsbereiche. Derzeit existieren konzernweit gültige Richtlinien zu folgenden Compliance-Themenbereichen: Bekämpfung von Geldwäsche, Umgang mit Zuwendungen, Spenden und Sponsorings, Umgang mit vertriebsbezogenen Geschäftspartnern, Umgang mit dem Wettbewerb, Verhalten in Situationen mit Korruptionsgefahr, Umgang mit Informationen, Normen und Dokumenten, Vertretungs- und Zeichnungsberechtigung sowie die Hinweisgeberrichtlinie. Da sich der Krones Konzern außerhalb der Verbandsarbeit weder aktiv politisch engagiert noch an Lobbying-Aktivitäten beteiligt, existiert zu diesem Themengebiet keine Richtlinie.
Compliance-Schulungsprogramme
Um die Compliance-Kultur im gesamten Unternehmen zu etablieren, sind alle Beschäftigten verpflichtet, ein entsprechendes Schulungsprogramm zu absolvieren. Für diejenigen mit PC-Arbeitsplatz beinhaltet dies ein umfangreiches Basis-E-Learning über Gründe, Umfang und konkrete Inhalte der Krones Compliance-Kultur. Zusätzlich müssen sie im Zweijahres-Rhythmus ein Refresher-E-Learning abschließen. Bei Personen ohne PC-Arbeitsplatz ist die Unterweisung Aufgabe der jeweiligen Führungskräfte mit einer entsprechenden Schulungsunterlage. Daneben widmet sich eine zweite Schulungsreihe insbesondere für Beschäftigte in Vertrieb und Einkauf dem Thema Anti-Korruption: Auch hier erfolgt die Vermittlung der Inhalte über ein E-Learning. Die Teilnahme sowie das Abschließen aller Schulungen liegen in der Verantwortung der jeweiligen Führungskraft und werden entsprechend dokumentiert.
Due-Diligence-Prüfungen
Zur Erfüllung zahlreicher nationaler und internationaler gesetzlicher Anforderungen werden Due-Diligence-Prüfungen bei Kunden, Vertriebsvermittlern, Lieferanten und Drittzahlern durchgeführt. Der Konzern hat so ein Instrument in der Hand, um Geschäftspartner in Hochrisikoländern prozessintegriert auf Compliance-Vorfälle zu kontrollieren, sofern die entsprechenden Daten öffentlich zugänglich sind. Im Falle eines Findings stößt Corporate Governance im Einzelfall eine vertiefte Due-Diligence-Prüfung an, bei der zusätzliche Quellen herangezogen werden, um das Finding zu plausibilisieren und bewerten zu können.
Anlassbezogene Spot Checks
Um die Wirksamkeit der Compliance-Kultur zu überprüfen, initiiert der Head of Corporate Governance neben den Standard-Audits stichprobenartige Spot Checks - insbesondere bei Prozessen mit erhöhtem Compliance-Risiko, beispielsweise bei der Reisekostenabrechnung. Erkennt er einen mutmaßlichen oder tatsächlichen Compliance-Vorfall, treten die Maßnahmen zur Steuerung der Fälle sowie deren Sanktionierung ein. Die Erkenntnisse daraus werden wiederum - sofern notwendig und sinnvoll - in neue Maßnahmen umgesetzt.
Helpdesk und Krones Integrity
Den Beschäftigten des Konzerns stehen - neben dem Gespräch mit der direkten Führungskraft - drei weitere Wege offen, um sich zu compliance-relevanten Fragen beraten zu lassen oder um Hinweise auf mögliche Verstöße zu platzieren: Direkte Kontaktaufnahme zu den Compliance-Beauftragten, dem Head of Corporate Governance oder dessen Team; Anruf bei Mitarbeitenden des Helpdesk oder über E-Mail; Meldung über das Krones Integrity Meldesystem.
Das digitale, über die Corporate Website erreichbare Meldesystem richtet sich sowohl an Konzern-Beschäftigte als auch an Externe, die im Zusammenhang mit Krones eine Lücke bei der Einhaltung von Gesetzen oder Regelungen erkennen. Um den Nutzenden dabei höchsten Zugriffs- und Datenschutz sowie eine Verschlüsselung des Inhalts und eine gesicherte Verbindung zu gewährleisten, erfolgt der Betrieb über einen unabhängigen Anbieter. Der oder die Hinweisgebende kann hierbei entscheiden, ob er oder sie den Hinweis anonym oder unter Nennung seines oder ihres Namens eingeben möchte, sofern dies die lokale Gesetzgebung im Sitzland der hinweisgebenden Person zulässt. Von der steigenden Anzahl an Meldungen, die über Krones Integrity eingehen, lässt sich eine hohe Akzeptanz des Systems bei seinen Adressaten ableiten. Mit Zunahme der Meldungen steigt auch die Zahl der notwendigen Sonderuntersuchungen. Zur weiteren Bearbeitung und Auswertung werden alle compliance-relevanten Anfragen und Hinweise, die über den Helpdesk oder Krones Integrity eingehen, dokumentiert.
Interne Berichterstattung
Für den Austausch zu Compliance-Aspekten gelten klare Berichtslinien: Die Governance-Beauftragten in den Regionen berichten fachlich an den Head of Corporate Governance. Dieser wiederum berichtet einmal pro Jahr an den Prüfungs- und Risikoausschuss des Aufsichtsrats. Zudem informiert er regelmäßig den Vorstand und das Governance-Komitee in dessen vierteljährlich stattfindenden Sitzungen über die Entwicklungen des jeweils vergangenen Quartals und legt die weitere Planung offen. Das Komitee nimmt dazu beratend Stellung.
Genehmigungsverfahren für sensible Transaktionen
Über das Ampelsystem in der konzernweiten Zuwendungsrichtlinie ist klar geregelt, welche Zuwendungen akzeptabel, kritisch oder verboten sind. Für den risikobehafteten Prozess der Reisekostenabrechnung gibt es eine weitere, interne Kontrollfunktion, aufgrund derer der Bereich Corporate Governance automatisch eine Meldung erhält, wenn die abzurechnenden Belege eine bestimmte Höhe überschreiten.
Spenden- und Sponsoring-Strategie
Die umliegenden Städte und Gemeinden bilden das Fundament unserer Geschäftstätigkeit an den jeweiligen Werks- und Vertriebsstätten. Aus diesem Grund fördern wir Vereine, Veranstaltungen und Initiativen, die sich für karitative Zwecke im regionalen Umfeld eines unserer Standorte einsetzen. Auch die internationalen Standorte und Tochterunternehmen haben die Möglichkeit, eigenverantwortlich für ihre lokalen Gemeinschaften aktiv zu werden. Die Spenden- und Sponsoring-Strategie ist in der konzernweit geltenden Richtlinie »Spenden und Sponsoring« festgelegt und zielt im Wesentlichen darauf ab, mit den eingesetzten Mitteln einen möglichst großen Nutzen im jeweiligen Förderungsbereich zu erzielen und Projekte zu unterstützen, die mit den Werten und Interessen des Unternehmens im Einklang stehen.
6. Leistungskennzahlen
Krones Konzern - Compliance-Trainings (Präsenz und E-Learnings)

Die Schulung »Compliance Basis« ist ein Pflichttraining für alle neuen Beschäftigten und jede neue Führungskraft im Krones Konzern, welches über ein E-Learning, eine Unterweisung oder durch ein Klassenraumtraining innerhalb der ersten drei Monate nach Eintritt der Person absolviert werden muss. Das Anti-Korruptionstraining ist für diejenigen Beschäftigten relevant, die in regelmäßigem Drittkontakt mit Kunden, Lieferanten und Behörden stehen. Das Refresher-Training wurde in 2019 bei der Krones ag implementiert und wird sukzessive international ausgerollt. Es dient zur Auffrischung der Basis-Themen alle zwei bis drei Jahre. Zudem wurde in 2022 ein E-Learning "Umgang mit dem Wettbewerb" neu erstellt, dass zukünftig regelmäßig vor Messen durch die jeweiligen Messeteilnehmer durchgeführt werden muss.
Krones Konzern - Compliance-Schulungen 2022

Prozentsatz der Beschäftigten im Krones Konzern, die bis Ende 2022 mindestens einmal eine Compliance-Schulung erhalten haben
Krones Konzern - Compliance-Risikoanalysen 2022

Prozentsatz der Konzernabdeckung der Compliance-Risikoanalysen, bezogen auf die Beschäftigtenzahl im Krones Konzern
Insgesamt ist über das Hinweisgebersystem Krones Integrity ein Hinweis eingegangen, über die weiteren Kanäle wurden 30 Hinweise gegeben. Jedem Hinweis wird nachgegangen und eine Plausibilisierung und anschließend ggf. eine tiefergehende Überprüfung des Sachverhalts sowie Sanktionierung vorgenommen.
Krones Konzern - Ausgaben für Spenden und Sponsoring (€)

Unser Ziel, jährlich zwischen 0,01 und 0,02 Prozent unseres Konzern-Vorjahresumsatzes in Form von Spenden und Sponsorings an unsere Stakeholder zurückzugeben, haben wir im Geschäftsjahr 2022 mit einem Wert von 0,031 erreicht.
Digitale Verantwortung im eigenen Geschäftsbetrieb und bei unseren Produkten
Geschäftsbetrieb
Kunden
1. Einfluss und Wesentlichkeit
Der Schutz von personenbezogenen Daten sowie von Informationen und informationsverarbeitenden Systemen ist für den Krones Konzern von zentraler Bedeutung. Ausdrückliches Ziel ist das Aufrechterhalten einer durchgängigen und jeweils dem aktuellen Stand der Technik entsprechenden Informationssicherheit - sowohl für interne Daten und Systeme als auch für die Produkte und Services, die wir unseren Kunden liefern. Nur so können wir einen störungsfreien Betrieb der eigenen IT sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern ermöglichen. In der Wesentlichkeitsanalyse wurde digitale Verantwortung für unsere Produkte und Services mit hoher Geschäftsrelevanz und niedrigem Impact auf die Gesellschaft bewertet. Da die IT-Sicherheit unserer Produkte auf hohen Standards für Cyber Security im eigenen Unternehmen aufbaut, haben wir uns entschieden, an dieser Stelle freiwillig darüber zu berichten.
2. Risiken und Chancen
Wesentlicher Bestandteil des Information Security Management System (ISMS) ist ein fortlaufender Prozess zur systematischen Verbesserung der Informationssicherheit im Konzern. Dieser umfasst neben regelmäßigen Penetrations- und Schwachstellentests unter anderem regelmäßig aktualisierte Risikoanalysen sowie jährliche interne und externe Audits des Informationssicherheitsbeauftragten. Letzteres wird zur Aufrechterhaltung der ISO-27001-Zertifizierung von TÜV SÜD durchgeführt. Gegenstand der Analysen und Audits sind sowohl aktuelle Vorfälle als auch potenzielle Risikoereignisse. Neben den turnusmäßigen Audits dient außerdem ein Hinweisgebersystem im Konzern als wichtige Quelle, um sicherheitsrelevante Risiken fortlaufend zu erkennen und ihnen frühzeitig entgegenzuwirken.
3. Governance und Ressourcen
Strategisch und operativ ist das Thema Cyber Security in einer Stabsstelle beim CEO gebündelt, die sich um digitale Verantwortung des Krones Konzerns entlang der gesamten Wertschöpfungskette kümmert. In den Regionen, in denen dies gesetzlich gefordert ist, wurden zusätzliche Datenschutzbeauftrage für die jeweiligen Tochtergesellschaften installiert. Sie sind sowohl mit den zentralen Datenschutzvorgaben des Konzerns vertraut als auch mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen ihrer jeweiligen Region. Darüber hinaus verfügen alle Fachbereiche der Krones AG, die regelmäßig mit personenbezogenen Daten arbeiten, sowie alle Tochtergesellschaften über eigene Datenschutzkoordinierende. Ein Netz aus lokalen Information Security Coordinators in den unterschiedlichen Regionen und Gesellschaften koordiniert das Thema Informationssicherheit. Für deren zielgerichteten Austausch wurde eine Cyber Security Conference ins Leben gerufen, die mindestens quartalsweise abgehalten wird.
4. Strategie und Ziele
Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für produktbezogene Cyber Security definiert:
Wir errichten eine zeitgemäße IT-Sicherheitsarchitektur für alle Krones Produkte, die mit aktuellen und zukünftigen Rechtsvorgaben übereinstimmt, den Stand der Technik abbildet sowie die Anforderungen der Kunden erfüllt.
Die IT-Sicherheit unserer Produkte hängt auf das Engste mit unseren betriebsbezogenen Zielen im Bereich Informationssicherheit und Datenschutz zusammen:
Wir stellen die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Daten unserer Beschäftigten und Geschäftspartner sicher, indem wir zentralisierte Managementsysteme für Informationssicherheit und Datenschutz installieren, die sich an internationalen Standards orientieren und in lokaler Verantwortung verankert sind.
5. Richtlinien und Maßnahmen
Richtlinien für Datenschutz und Informationssicherheit
Beim Datenschutz dient uns die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) als wichtigste normative Basis. Ihre Vorgaben werden in der zentralen Datenschutzrichtlinie des Konzerns abgebildet und durch zusätzliche lokale Regelungen für die jeweiligen Länder ergänzt. Der Datenaustausch innerhalb des Krones Konzerns wird durch ein konzernweit gültiges Vertragswerk geregelt. Für das Sicherstellen der Informationssicherheit wurde eine ebenfalls konzernweit gültige Information Security Policy aufgestellt. Aufbauend auf der ISO 27001 bildet sie die Grundlage, auf der das Unternehmen jegliche Informationen, insbesondere eigene Geschäftsgeheimnisse sowie sensible Informationen von und über Geschäftspartner über die gesetzlichen Vorgaben hinaus schützt. Beide Richtlinien werden einer regelmäßigen Revision unterzogen und entsprechend aktualisiert. Für sicherheitsrelevante Informationen sind darüber hinaus die Aufbewahrungspflichten in der konzernweit gültigen Richtlinie »Sicherer Betrieb von IT-Systemen« festgelegt.
Cyber Security Grundsätze für Produkte
Um darüber hinaus die Informationssicherheit bei Produkten gezielt und systematisch zu erhöhen, hat das zentral agierende und interdisziplinär besetzte Product Security Incident Response Team - kurz: »PSIRT« - acht Cyber-Security-Grundsätze definiert. Ihr Anwendungsbereich erstreckt sich auf neuentwickelte Krones Produkte und Services. Zudem veröffentlicht das PSIRT auf einer eigenen Landingpage innerhalb der Corporate Website jeweils aktuelle Security Advisories. Diese informieren über mögliche Sicherheitslücken, die Produkte, Lösungen oder Dienste von Krones betreffen und geben Hinweise, wie sich diese beheben lassen. Auf Kundenwunsch werden die Security Advisories auch per E-Mail verschickt.
Interner IT-Sicherheitsdienstleister
Als sowohl intern wie auch extern agierender IT-Sicherheitsdienstleister erfüllt ein in 2021 gegründetes Security Operation Center (SOC) die Aufgabe, Anomalien aufzuspüren, zu analysieren und eine zeitnahe Behandlung für verifizierte Bedrohungen sicherzustellen. Auf diese Weise lassen sich Gefährdungen, die beispielsweise durch Datenlecks oder Identitätsdiebstahl entstehen, frühzeitig erkennen und beseitigen. Im Zuge der technischen Security-Prüfungen werden extern erreichbare sowie ausgewählte interne Systeme kontinuierlich einem Penetrationstest unterzogen. Aus den ermittelten Schwachstellen wird ein entsprechender Maßnahmenkatalog abgeleitet. Die Maßnahmen werden mit den entsprechenden Bereichen abgestimmt und umgesetzt.
Externe Zertifizierung nach ISO 27001
Das Krones Information Security Management System (ISMS) ist für alle IT-Services, die zentral für den Konzern erbracht werden, nach ISO 27001 zertifiziert. Die Zertifizierung sowie die dazugehörigen Audits werden schrittweise ausgedehnt: So reihen sich neben der gesamten Krones AG und den beiden Gesellschaften in Franklin, Wisconsin (USA) sowie Bangalore, Indien auch die Krones Niederlassungen in Bangkok, Thailand sowie die Steinecker GmbH in die zertifizierten Standorte ein. Als nächstes folgt die ISMS-Zertifizierung für die Center in Brasilien und Dubai.
Trainings, Sensibilisierungen und Meldewege
Die Sensibilisierung der Beschäftigten bildet einen zentralen Bestandteil der Cyber-Security-Strategie. In der Richtlinie zur Informationssicherheit ist eine jährliche Unterweisung aller Mitarbeitenden bezüglich Datenschutz- und Informationssicherheitsthemen festgelegt. Zusätzliche Schulungen erfolgen für spezifische Zielgruppen. Eine intern veröffentlichte Notfallkarte zur Erkennung und Meldung von Sicherheitsvorfällen dient als zusätzliche Handreichung. Regelmäßige Beiträge und Sensibilisierungskampagnen werden über die internen Kommunikationskanäle verbreitet. Etwaige Verstöße können anonym über das Hinweisgeberportal Krones Integrity oder eine zentrale E-Mail-Adresse gemeldet werden. Eine Richtlinie zur Offenlegung von Schwachstellen ist dazu auf der Website des Krones Konzerns veröffentlicht.
Verfahren zur Handhabung kritischer Vorfälle
Als Bestandteil unseres nach ISO 27001 zertifizierten Information Security Management Systems haben wir Prozesse definiert, nach denen Findings und Verstöße behandelt werden. Sicherheitsvorfälle und Schwachstellen werden durch das Product Security Incident Response Team (PSIRT) oder das Information Security Incident Response Team (ISIRT) untersucht, bearbeitet und einer Lösung zugeführt. Das Security Operation Center (SOC) ist für das präventive Erkennen von Anomalien zuständig. Zusätzlich arbeiten die internen Experten mit externen Anbietern von digitaler Forensik und Incident-Reponse-Diensten zusammen, um zeitnahe auf komplexe Sicherheitsvorfälle zu reagieren.
Cyber Security im Kontakt mit Dritten
Das Thema Cyber Security ist im Lieferantenkodex des Krones Konzerns verankert. Im Lieferantenauswahlprozess und bei Vertragsschluss sind Mindestanforderungen an Cyber Security implementiert, unterstützt durch Security-Checklisten und Entscheidungsbäume. Um die eigenen Unternehmensdaten vor unbefugtem Zugang oder illegaler Offenlegung zu schützen, fungieren Verfahren zur Datenklassifikation und -kennzeichnung, Identity und Access Management, Genehmigungsprozesse für kritische Zugangsrechte sowie Geheimhaltungsvereinbarungen als Verteidigungsinstrumente.
6. Leistungskennzahlen
Derzeit verfolgen wir keine externen quantitativen Leistungsindikatoren in Sachen digitale Verantwortung.
EU-Taxonomie
Zielsetzung und Überblick der Anforderungen
Mit der EU-Taxonomie VO. 2020/852 sowie der ihr zugehörigen delegierten Rechtsakte will die Europäische Union den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft fördern. Um diese neue Transparenzanforderung zu erfüllen, hat der Krones Konzern Prozesse aufgesetzt, die es ermöglichen, den Anteil an Umsatz, CapEx und OpEx zu ermitteln, welcher mit nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten verbunden ist. Die Analyse der Aktivitäten bezieht sich hierbei auf die Umweltziele (1) Klimaschutz und (2) Anpassung an den Klimawandel nach dem delegierten Rechtsakt (eu) 2021/2139. Der delegierte Rechtsakt zu den weiteren vier Umweltzielen wurde noch nicht veröffentlicht und ist deshalb kein Bestandteil der diesjährigen Berichterstattung. Aufbauend auf der Identifikation der Taxonomiefähigkeit im Geschäftsjahr 2021 wird ab dem Geschäftsjahr 2022 auch die Taxonomiekonformität der Wirtschaftsaktivitäten des Krones Konzerns ausgewiesen. Taxonomiefähige Aktivitäten sind dabei solche, die einer EU-Taxonomie-Aktivitätenbeschreibung entsprechen, während für den Ausweis einer Tätigkeit als taxonomiekonform zusätzlich die Erfüllung der technischen Prüfkriterien und der sozialen Mindeststandards notwendig ist. Hierbei konnten lediglich Aktivitäten nach Umweltziel 1 und keine Aktivitäten nach Umweltziel 2 als taxonomiefähig eingestuft werden. Infolge möglicher Änderungen in der Anwendung der EU-Taxonomie muss beachtet werden, dass die Angaben möglicherweise nicht stetig erhoben werden können.
Organisation
Aufgrund der Veröffentlichung weiterer Aktivitäten aus dem Energiesektor und möglicher Änderungen in der Interpretation der EU-Taxonomie wurde die Analyse zur Taxonomiefähigkeit der Aktivitäten des Krones Konzerns dieses Jahr aktualisiert. Darauffolgend wurde in Abstimmung mit den entsprechenden Fachabteilungen analysiert, ob die taxonomiefähigen Tätigkeiten die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag sowie die »Do No Significant Harm (DNSH)«-Kriterien erfüllen können. Zusätzlich wurden die bereits etablierten Prozesse aus dem Personal-, Compliance- und Menschenrechts-Management zur Erfüllung der sozialen Mindeststandards im Krones Konzern überprüft.
Relevante Aktivitäten
Enviro Produktportfolio
Ein Teil des Produktportfolios des Krones Konzerns lässt sich der Beschreibung der EU-Taxonomie-Aktivität 3.6 »Herstellung anderer CO 2-armer Technologien« des Umweltziels Klimaschutz zuordnen. Die Technologien der nachhaltigen Produktionslinie enviro ermöglichen den Kunden des Krones Konzerns aufgrund ihrer hohen Energie- und Medieneffizienz Treibhausgasemissionseinsparungen und sind deshalb taxonomiefähig. In Zusammenarbeit mit TÜV SÜD wurde im Krones Konzern das enviro Nachhaltigkeitsprogramm für Maschinen und Anlagen entwickelt. Durch die Bewertung nach einem vom TÜV SÜD festgelegten Bewertungsmaßstab identifiziert der Krones Konzern aus dem Produktportfolio die energie- und medieneffizientesten Produkte, die der besten verfügbaren Technik entsprechen. Die Maschinen des enviro Produktportfolios leisten deshalb einen hohen Beitrag zum Klimaschutz, da sie im Vergleich zum restlichen Produktportfolio des Krones Konzerns zur Einsparung von Treibhausgasemissionen beitragen. Interne Berechnungen zeigen, dass der Großteil der Treibhausgasemissionen in der Nutzungsphase der Maschinen und Anlagen entsteht, somit ist hier das Einsparpotenzial am größten. Die EU-Taxonomie fordert als Kriterium der Taxonomiekonformität explizit die Durchführung eines Lifecycle Assessments, welche wiederrum sehr hohen neuen Anforderungen bezüglich einer externen Prüfung während des gesamten Lebenszyklus der Produkte des Krones Konzerns unterliegt. Deshalb kann die Taxonomiekonformität des aktuellen enviro Produktportfolios für das Geschäftsjahr 2022 nicht angegeben werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Maschinen die Anforderungen dem Grunde nach nicht erfüllen können. Der Krones Konzern unternimmt jedoch die notwendigen Schritte, um für das Jahr 2023 die Taxonomiekonformität seines enviro Produktportfolios ausweisen zu können.
Die Lösungen der F&E-Projekte für unser enviro Produktportfolio (Aktivität 3.6) tragen grundsätzlich zu einer Verringerung oder Vermeidung von Treibhausgasemissionen bei. Die F&E-Projekte können somit einem CapEx-Plan im Sinne der EU-Taxonomie (Kategorie b) zugeordnet werden, da sie zu einer Ausweitung der taxonomiekonformen Tätigkeiten beitragen. Der CapEx-Plan wurde vom Vorstand genehmigt und wurde offengelegt. Der gesamte Kapitalaufwand, der während des Berichtszeitraums und während der einjährigen Laufzeit des CapEx-Plans voraussichtlich anfallen wird, beträgt 26,9 Mio. €. Die Ausgaben im Rahmen unserer F&E-Projekte mit Bezug zu Energieeffizienz (im Kontext der Aktivität 3.6) können wir somit als taxonomiekonform ausweisen.
Querschnittsaktivitäten
Zudem konnte der Krones Konzern die Betroffenheit der im Anhang gelisteten Querschnittsaktivitäten feststellen. Diese Aktivitäten generieren keinen Umsatz und stellen Produkte von Dritten oder Einzelmaßnahmen (Kategorie c) des Krones Konzerns dar, durch welche der Ausstoß von Treibhausgasemissionen gesenkt wird. Somit sind die Tätigkeiten für das Umweltziel Klimaschutz als taxonomiefähig einzustufen. Mittels Analyse durch die entsprechenden Fachabteilungen kann der Krones Konzern die Taxonomiekonformität seiner Energieeffizienzmaßnahmen, Photovoltaikanlagen sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausweisen.
Do No Signifikant Harm (DNSH)
Weiterhin wurde analysiert, ob die Erreichung der weiteren Umweltziele durch die genannten Geschäftstätigkeiten signifikant beeinträchtigt wird. Der Krones Konzern hat hierbei den Ansatz der Standortanalyse angewandt. Hierfür wurden diejenigen Standorte als relevant betrachtet, welche mit taxonomiefähigen Tätigkeiten in Verbindung stehen. Die Standortanalyse hat ergeben, dass die Erreichung der weiteren Umweltziele durch keine Geschäftsaktivitäten des Krones Konzerns wesentlich beeinträchtigt wird.
Soziale Mindeststandards
Zur Erfüllung der sozialen Mindeststandards orientiert sich der Krones Konzern in all seinen Wirtschaftsaktivitäten an international anerkannten Vereinbarungen und Zielen. Der Krones Konzern verpflichtet sich zur konsequenten Einhaltung von Menschenrechten und Arbeitsstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Menschenrechte, Arbeitspraktiken und Sozialstandards bilden das normative Fundament der täglichen Arbeit und sind deshalb weltweit in allen Prozessen und Projekten uneingeschränkt zu beachten und einzuhalten.
Weitere Angaben zur Einhaltung der sozialen Mindeststandards und den implementierten Due-Diligence-Mechanismen zu den Themen »Achtung der Menschenrechte«, »Bekämpfung von Korruption und Bestechung«, »Besteuerung« und »Freier Wettbewerb« enthalten die entsprechenden Kapitel »Diversität im eigenen Geschäftsbetrieb«, »Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbetrieb«, »Arbeits- und Menschenrechte in der Lieferkette« und »Ethisches Geschäftsverhalten«.
KPI-Ermittlung
Die Definition der Kennzahl der Umsatzerlöse gemäß EU-Taxonomie entspricht den im Krones Konzernabschluss ausgewiesenen Umsatzerlösen. Informationen hierzu finden Sie in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung dieses Geschäftsberichts. Der Umsatz, welcher mit dem enviro Produktportfolio generiert wird, wird hierbei als taxonomiefähig ausgewiesen. Die Kennzahl CapEx umfasst die Zugänge zu Sachanlagen, immateriellen Vermögensgegenständen sowie Vermögensgegenstände aus Nutzungsrechten. Informationen zu den Gesamtinvestitionen des Krones Konzerns finden Sie im Kapitel Konzernbilanz dieses Geschäftsberichts. Direkte, nicht kapitalisierte Kosten im Zusammenhang mit Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen sowie Wartung und Instandhaltung sind Bestandteile der Kennzahl OpEx.
Die Angaben zum Umsatz, den Investitionsausgaben und den Betriebsausgaben werden gemäß der delegierten Verordnung über die Offenlegungspflichten und in Übereinstimmung mit den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften erstellt. Die Wirtschaftsaktivitäten des Krones Konzerns wurden eindeutig immer nur einer EU-Taxonomie Aktivität zugeordnet, um Doppelzählungen bei der Kalkulation des Umsatzes, sowie der Investitions- und Betriebsausgaben zu vermeiden. Die hier vorgelegten Kennzahlen müssen vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass der Krones Konzern noch nicht vollumfänglich von der EU-Taxonomie betroffen ist, da wesentliche Wirtschaftsaktivitäten des Krones Konzerns nicht im derzeitigen Katalog der EU-Taxonomie-Aktivitäten enthalten sind.
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| Wirtschaftsaktivitäten | Umsatz 2022 % |
Umsatz 2021 % |
CapEx 2022 % |
CapEx2021 % |
OpEx 2022 % |
OpEx 2021 % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Taxonomiefähige Aktivitäten | 7,3 | 2,4 | 12,4 | 1,5 | 3,7 | 7,2 |
| Taxonomiekonforme Aktivitäten | 0 1) | n. a. | 7,3 | n. a. | 2,0 | n. a. |
| Taxonomie-nicht-fähige Aktivitäten | 92,7 | 97,6 | 87,6 | 98,5 | 96,3 | 92,8 |
| Gesamt | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 | 100 |
1) Aufgrund der in der EU-Taxonomie geforderten hohen Anforderung zur externen Prüfung der Aktivität 3.6 muss diese Angabe laut der Verordnung mit 0 dargestellt werden. Hintergrund hierfür ist der Interpretationsspielraum zur Erfüllung der Anforderungen.
Anhang zur Nichtfinanziellen Erklärung - EU-Taxonomie
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| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Code(s) (2) | Absoluter Umsatz (3) Mio. € |
Umsatzanteil (4) % |
Klimaschutz (5) % |
Anpassung an den Klimawandel (6) % |
Wasser- und Meeresressourcen (7) % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||||||
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | 0 1) | 0 1) | - | - | - | |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||||||
| Tätigkeit 3.6 | 308,8 | 7,3 | ||||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 308,8 | 7,3 | ||||
| Gesamt (A.1 + A.2) | 308,8 | 7,3 | ||||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 3.900,5 | 92,7 | ||||
| Gesamt (A+B) | 4.209,3 | 100 |
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| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |||
|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Kreislaufwirtschaft (8) % |
Umweltverschmutzung (9) % |
Biologische Vielfalt und Ökosysteme (10) % |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | - | - | - |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Tätigkeit 3.6 | |||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| Gesamt (A.1 + A.2) | |||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A+B) |
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| DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«) | |||
|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Klimaschutz (11) J/N | Anpassung an den Klimawandel (12) J/N | Wasser- und Meeresressourcen (13) J/N |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | - | - | - |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Tätigkeit 3.6 | |||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| Gesamt (A.1 + A.2) | |||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A+B) |
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| DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Kreislaufwirtschaft (14) J/N | Umweltverschmutzung (15) J/N | Biologische Vielfalt und Ökosysteme (16) J/N | Mindestschutz (17) J/N |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||
| A.1. Ökologisch nachhaltige | ||||
| Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||||
| Umsatz ökologisch nachhaltiger | - | - | - | - |
| Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | ||||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht | ||||
| ökologisch nachhaltige Tätigkeiten | ||||
| (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||||
| Tätigkeit 3.6 | ||||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht | ||||
| ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten | ||||
| (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | ||||
| Gesamt (A.1 + A.2) | ||||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger | ||||
| Tätigkeiten (B) | ||||
| Gesamt (A+B) |
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| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Taxonomie- konformer Umsatzanteil, Jahr 2022 (18) % |
Taxonomie- konformer Umsatzanteil, Jahr 2021 (19) % |
| --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| A.1. Ökologisch nachhaltige | ||
| Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||
| Umsatz ökologisch nachhaltiger | 0 | n/a |
| Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | ||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht | ||
| ökologisch nachhaltige Tätigkeiten | ||
| (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||
| Tätigkeit 3.6 | ||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht | ||
| ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten | ||
| (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | ||
| Gesamt (A.1 + A.2) | 0 | |
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger | ||
| Tätigkeiten (B) | ||
| Gesamt (A+B) |
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| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (20) E | Kategorie (Übergangstätigkeiten) (21) T |
|---|---|---|
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | ||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||
| Tätigkeit 3.6 | ||
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | ||
| Gesamt (A.1 + A.2) | ||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | ||
| Gesamt (A+B) |
1) Aufgrund der in der EU-Taxonomie geforderten hohen Anforderung zur externen Prüfung der Aktivität 3.6 muss diese Angabe laut der Verordnung mit 0 dargestellt werden. Hintergrund hierfür ist der Interpretationsspielraum zur Erfüllung der Anforderungen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Nichtfinanziellen Bericht im Kapitel zur EU-Taxonomie.
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| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Code(s) (2) | Absoluter CapEx (3) Mio. € |
Anteil CapEx (4) % |
Klimaschutz (5) % |
Anpassung an den Klimawandel (6) % |
Wasser- und Meeresressourcen (7) % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||||||
| Tätigkeit 3.6 | 10,9 | 6,6 | 100 | 0 | - | |
| Tätigkeit 7.4 | 0,6 | 0,4 | 100 | 0 | - | |
| Tätigkeit 7.6 | 0,5 | 0,3 | 100 | 0 | - | |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | 12,0 | 7,3 | 100 | 0 | - | |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||||||
| Tätigkeit 3.6 | 8,4 | 5,1 | ||||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 8,4 | 5,1 | ||||
| Gesamt (A.1 + A.2) | 20,4 | 12,4 | ||||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 144,6 | 87,6 | ||||
| Gesamt (A+B) | 165,0 | 100 |
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| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |||
|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Kreislaufwirtschaft (8) % |
Umweltverschmutzung (9) % |
Biologische Vielfalt und Ökosysteme (10) % |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Tätigkeit 3.6 | - | - | - |
| Tätigkeit 7.4 | - | - | - |
| Tätigkeit 7.6 | - | - | - |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | - | - | - |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Tätigkeit 3.6 | |||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| Gesamt (A.1 + A.2) | |||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A+B) |
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| DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«) | |||
|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Klimaschutz (11) J/N | Anpassung an den Klimawandel (12) J/N | Wasser- und Meeresressourcen (13) J/N |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Tätigkeit 3.6 | J | J | J |
| Tätigkeit 7.4 | J | J | J |
| Tätigkeit 7.6 | J | J | J |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | J | J | J |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Tätigkeit 3.6 | |||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| Gesamt (A.1 + A.2) | |||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A+B) |
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| DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«) | |||
|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Kreislaufwirtschaft (14) J/N | Umweltverschmutzung (15) J/N | Biologische Vielfalt und Ökosysteme (16) J/N |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Tätigkeit 3.6 | J | J | J |
| Tätigkeit 7.4 | J | J | J |
| Tätigkeit 7.6 | J | J | J |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | J | J | J |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Tätigkeit 3.6 | |||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| Gesamt (A.1 + A.2) | |||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A+B) |
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| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Mindestschutz (17) J/N | Taxonomie- konformer CapEx-Anteil, Jahr 2022 (18) % |
Taxonomie- konformer CapEx-Anteil, Jahr 2021 (19) % |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Tätigkeit 3.6 | J | 6,6 | n/a |
| Tätigkeit 7.4 | J | 0,4 | n/a |
| Tätigkeit 7.6 | J | 0,3 | n/a |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | J | 7,3 | n/a |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Tätigkeit 3.6 | |||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| Gesamt (A.1 + A.2) | 7,3 | ||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A+B) |
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| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (20) E | Kategorie (Übergangstätigkeiten) (21) T |
|---|---|---|
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||
| Tätigkeit 3.6 | E | |
| Tätigkeit 7.4 | E | |
| Tätigkeit 7.6 | E | |
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | ||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||
| Tätigkeit 3.6 | ||
| CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | ||
| Gesamt (A.1 + A.2) | ||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | ||
| Gesamt (A+B) |
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| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Code(s) (2) | Absoluter OpEx (3) Mio. € |
Anteil OpEx (4) % |
Klimaschutz (5) % |
Anpassung an den Klimawandel (6) % |
Wasser- und Meeresressourcen (7) % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||||||
| Tätigkeit 3.6 | 1,9 | 1,7 | 100 | 0 | - | |
| Tätigkeit 7.3 | 0,3 | 0,3 | 100 | 0 | - | |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | 2,2 | 2,0 | 100 | 0 | - | |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||||||
| Tätigkeit 4.30 | 0,4 | 0,3 | ||||
| Tätigkeit 8.1 | 1,7 | 1,4 | ||||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 2,1 | 1,7 | ||||
| Gesamt (A.1 + A.2) | 4,3 | 3,7 | ||||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | ||||||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 110,5 | 96,3 | ||||
| Gesamt (A+B) | 114,8 | 100 |
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| Kriterien für einen wesentlichen Beitrag | |||
|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Kreislaufwirtschaft (8) % |
Umweltverschmutzung (9) % |
Biologische Vielfalt und Ökosysteme (10) % |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Tätigkeit 3.6 | - | - | - |
| Tätigkeit 7.3 | - | - | - |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | - | - | - |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Tätigkeit 4.30 | |||
| Tätigkeit 8.1 | |||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| Gesamt (A.1 + A.2) | |||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A+B) |
scrollen
| DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«) | |||
|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Klimaschutz (11) J/N | Anpassung an den Klimawandel (12) J/N | Wasser- und Meeresressourcen (13) J/N |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Tätigkeit 3.6 | J | J | J |
| Tätigkeit 7.3 | J | J | J |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | J | J | J |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Tätigkeit 4.30 | |||
| Tätigkeit 8.1 | |||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| Gesamt (A.1 + A.2) | |||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A+B) |
scrollen
| DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«) | |||
|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Kreislaufwirtschaft (14) J/N | Umweltverschmutzung (15) J/N | Biologische Vielfalt und Ökosysteme (16) J/N |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Tätigkeit 3.6 | J | J | J |
| Tätigkeit 7.3 | J | J | J |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | J | J | J |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Tätigkeit 4.30 | |||
| Tätigkeit 8.1 | |||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| Gesamt (A.1 + A.2) | |||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A+B) |
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| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Mindestschutz (17) J/N | Taxonomie- konformer OpEx-Anteil, Jahr 2022 (18) % |
Taxonomie- konformer OpEx-Anteil, Jahr 2021 (19) % |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | |||
| Tätigkeit 3.6 | J | 1,7 | n/a |
| Tätigkeit 7.3 | J | 0,3 | n/a |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | J | 2,0 | n/a |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | |||
| Tätigkeit 4.30 | |||
| Tätigkeit 8.1 | |||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | |||
| Gesamt (A.1 + A.2) | 2,0 | ||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | |||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | |||
| Gesamt (A+B) |
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| Wirtschaftsaktivitäten (1) | Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) (20) E | Kategorie (Übergangstätigkeiten) (21) T |
|---|---|---|
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||
| Tätigkeit 3.6 | E | |
| Tätigkeit 7.3 | E | |
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | ||
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||
| Tätigkeit 4.30 | ||
| Tätigkeit 8.1 | ||
| OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht-taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | ||
| Gesamt (A.1 + A.2) | ||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | ||
| Gesamt (A+B) |
Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas
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| Zeile | Tätigkeiten im Bereich Kernenergie | |
|---|---|---|
| 1. | Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
| 2. | Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
| 3. | Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
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| Zeile | Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas | |
|---|---|---|
| 4. | Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
| 5. | Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | JA |
| 6. | Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | NEIN |
Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten
(diese Angaben beziehen sich lediglich auf den OpEx kpi)
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| Zeile | Wirtschaftstätigkeiten | Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent) | |||
|---|---|---|---|---|---|
| (CCM + CCA) | Klimaschutz | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Betrag | % | Betrag | % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. | Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx KPI | 0/0 | - | ||
| 2. | Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx KPI | 0/0 | - | ||
| 3. | Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx KPI | 0/0 | _ | ||
| 4. | Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx KPI | 0/0 | - | ||
| 5. | Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx KPI | 0,4 Mio. € / 0,4 % | 0,4 Mio. € / 100 % | ||
| 6. | Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx KPI | 0/0 | - | ||
| 7. | Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des OpEx KPI | 1,7 Mio. € / 1,4% | 1,7 Mio. € / 100% | ||
| 8. | Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des OpEx KPI | 2,1 Mio. € / 1,8% | 2,1 Mio. € / 100% |
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| Zeile | Wirtschaftstätigkeiten | Anteil (Angaben in Geldbeträgen und in Prozent) | |
|---|---|---|---|
| Anpassung an den Klimawandel | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Betrag | % | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 1. | Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx KPI | - | - |
| 2. | Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx KPI | - | - |
| 3. | Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx KPI | _ | _ |
| 4. | Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx KPI | - | - |
| 5. | Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx KPI | 0/0 | 0/0 |
| 6. | Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner des OpEx KPI | - | - |
| 7. | Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des OpEx KPI | 0/0 | 0/0 |
| 8. | Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des OpEx KPI | 0/0 | 0/0 |
Wirtschaftliches Umfeld *
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| ― | Die Weltwirtschaft ist 2022 um 3,4 % gewachsen |
| ― | Leicht steigende Produktion der deutschen Maschinenbau-Branche |
| ― | Globale Nachfrage nach abgepackten Getränken nimmt weiter zu |
Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft hat sich 2022 deutlich verlangsamt
Die globale Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr wesentlich schlechter entwickelt als erwartet. Im Januar 2022 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Gesamtjahr ein weltweites Wirtschaftswachstum von 4,4 %. Am Ende waren es lediglich 3,4 %. Damit hat das Wachstumstempo im Vergleich zu 2021 (+ 6,2 %), als sich die globale Wirtschaft vom Corona-Einbruch erholte, deutlich abgenommen. Ein wesentlicher Grund hierfür waren die Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts. Sie führten zu steigenden Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreisen und beschleunigten so die Inflation. Die Notenbanken steuerten den hohen Teuerungsraten mit kräftigen Zinssteigerungen entgegen, was sich negativ auf die Konjunktur auswirkte. Der US-Dollar profitierte hingegen von den steigenden Zinsen. Dies belastete 2022 viele Schwellen- und Entwicklungsländer, weil sie in US-Dollar verschuldet sind.
Eine wesentliche Wachstumsbremse für die globale Wirtschaft war im Berichtsjahr die Lage in China. Dort belasteten die Null-Covid-Strategie der Regierung sowie Probleme des Immobiliensektors die Konjunktur erheblich. Unterm Strich legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in China 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 % zu (2021: + 8,4 %). Das schwache Wachstum in China ist auch hauptverantwortlich für die insgesamt wenig dynamische Entwicklung in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Laut IWF wuchsen diese 2022 nur noch um 3,9 % (2021: + 6,7 %). Deutlich überproportional legte im Berichtsjahr das BIP in Indien mit einem Plus von 6,8 % (2021: + 8,7 %) zu. In der Region Naher Osten/ Zentralasien profitierte die Wirtschaft vom steigenden Ölpreis und expandierte um 5,3 % (2021: + 4,5 %). Nach einer kräftigen Aufwärtsbewegung 2021 (+ 7,0 %) entwickelte sich die Wirtschaft in Lateinamerika 2022 mit plus 3,9 % proportional zu den Emerging Markets. Die Region Sub Sahara/Afrika verzeichnete 2022 ein Wachstum von 3,8 % (Vorjahr: 4,7 %).
In den Industriestaaten verbesserte sich das BIP 2022 um insgesamt 2,7 % (2021: + 5,4 %). Dabei stieg die Wirtschaftsleistung in den USA um 2,0 % (2021: 5,9 %). Die weltweit größte Volkswirtschaft litt unter dem Zinsanstieg sowie der reduzierten Kaufkraft der privaten Konsumenten. Die Euro-Zone schaffte 2022 trotz der vielen Belastungen ein BIP-Wachstum von 3,5 % (2021: 5,3 %). In Japan konnte die Wirtschaft nicht wesentlich von den niedrigen Zinsen und dem schwachen Yen profitieren. Das BIP legte 2022 nur unterproportional um 1,4 % (2021: 2,1 %) zu.
Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2022 nach Regionen in %

Quelle: IWF
* Alle Angaben innerhalb »Wirtschaftliches Umfeld« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Deutsche Wirtschaft ist 2022 um 1,9 % gewachsen
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2022 nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % gestiegen. Damit hat die Wachstumsdynamik gegenüber dem Vorjahr (BIP: + 2,6 %) nachgelassen. Wesentliche Ursachen hierfür waren die stark erhöhten Preise für Energie und Lebensmittel sowie Material- und Lieferengpässe.
Als Wachstumsstütze erwiesen sich 2022 die Ausrüstungsinvestitionen, die Konsumausgaben des Staates sowie der starke private Konsum. Dieser profitierte von Nachholeffekten, nachdem im Frühjahr 2022 die coronabedingten Einschränkungen aufgehoben worden waren.
Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland in %

Quelle: Statistisches Bundesamt
Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer legte 2022 leicht zu
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ging optimistisch ins Jahr 2022. Der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen sollte laut Prognose des VDMA im Vergleich zum Vorjahr um 7 % steigen. Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts und der anhaltenden Lieferkettenprobleme musste der Verband seine Prognose 2022 in kurzem Abstand zwei Mal nach unten anpassen. Ende Mai 2022 erwartete der VDMA für das Gesamtjahr nur noch ein leichtes Produktionswachstum von 1 %. Unterm Strich legte der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen 2022 gemäß vorläufiger VDMA-Zahlen im Vergleich zu 2021 um 1 % zu.
Megatrends treiben das Wachstum der Märkte von Krones an
Krones ist auf stabil wachsenden Märkten tätig. Wesentliche Wachstumstreiber sind mehrere Megatrends, die dazu führen, dass die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen mittel- und langfristig steigt.
Die zunehmende Weltbevölkerung, die Urbanisierung, die wachsende Mittelschicht sowie die Nachhaltigkeit sind Megatrends, die das Wachstum der Märkte von Krones stützen.
Weltbevölkerung nimmt stetig zu
Der große übergeordnete Megatrend ist die wachsende Weltbevölkerung. Gemäß den Angaben der Vereinten Nationen (UN) überschritt die Weltbevölkerung am 15. November 2022 die Marke von 8 Mrd. Menschen. Laut UN wird die Zahl der Menschen auf der Erde künftig zwar langsamer wachsen als in den vergangenen Jahrzehnten. Dennoch soll die Weltbevölkerung bereits im Jahr 2030 bei etwa 8,5 Mrd. und damit um 500 Mio. höher liegen als Ende 2022. All diese Menschen müssen essen und trinken. Dabei dürfte die Zahl derer, die abgepackte Getränke und Lebensmittel konsumieren, überproportional zulegen. Hierfür sprechen zwei weitere Megatrends, nämlich die wachsende Mittelschicht und die zunehmende Urbanisierung.
Die Mittelschicht wächst und steigert die Konsumausgaben
In den Schwellen- und Entwicklungsländern besteht der langfristige Trend, dass immer mehr Menschen der Armut entkommen und in die Mittelschicht aufsteigen. Nach Prognosen der OECD wird deshalb die weltweite Mittelschicht in der Zeit von 2020 bis 2030 von 3,2 Mrd. auf 4,9 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen der Menschen nehmen deren Konsumausgaben -auch für abgepackte Getränke und Lebensmittel - zu. Ein Großteil des Wachstums der weltweiten Mittelklasse und damit der zunehmenden Kaufkraft entfällt auf Asien. 2020 dürfte laut OECD der Anteil Asiens an den gesamten Konsumausgaben der Mittelschicht bei 42 % gelegen haben. Bis 2030 soll dieser Wert auf 59 % zunehmen. Die Summe der Konsumausgaben der globalen Mittelschicht dürfte laut OECD in diesem Zeitraum von 35 Billionen US-Dollar auf 55,7 Billionen US-Dollar steigen.
Der Anteil Asiens an den Konsumausgaben der weltweiten Mittelschicht nimmt stark zu

Quelle: OECD
Urbanisierung fördert den Absatz von abgepackten Getränken und Lebensmitteln
In Asien und Afrika ist der Trend zur Urbanisierung, also der Zuzug der Landbevölkerung in die Städte, am ausgeprägtesten.
Die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln ebenfalls. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, im Durchschnitt mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung.
Laut Prognose der Vereinten Nationen werden 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Zurzeit ist es erst gut die Hälfte. Am stärksten strömen die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens in die Städte.
Die größten Städte der Welt 2018

Quelle: UN DESA, World Urbanization Prospects 2019
Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2015 und 2050

Quelle: Vereinte Nationen (World Urbanization Prospects, The 2018 Revision)
Nachhaltiges Wirtschaften ist ein neuer Megatrend
Krones achtet schon seit langem darauf, dass Maschinen und Anlagen sparsam mit Ressourcen umgehen. Mittlerweile hat sich das Thema Nachhaltigkeit als neuer Megatrend etabliert.
Nachhaltigkeit hat sich zu einem Megatrend entwickelt, der auch bei den Kunden von Krones einen hohen Stellenwert hat. Viele internationale Getränke- und Lebensmittelunternehmen achten verstärkt darauf, Ressourcen in ihrer Produktion einzusparen und ihren CO 2-Fußabdruck zu verringern. Das treibt die Nachfrage nach ressourcenschonenden Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen an. Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm enviro hat Krones schon seit vielen Jahren die Ökoeffizienz seiner Produkte und Dienstleistungen im Fokus. Wir haben enviro seit 2008 dynamisch weiterentwickelt und können unseren Kunden schon lange innovative und nachhaltige Abfüll- und Verpackungstechnologien liefern. Damit profitieren wir als Vorreiter vom Nachhaltigkeitstrend.
Globaler Konsum von abgepackten Getränken nimmt stetig zu
Die weltweite Nachfrage nach abgepackten Getränken befindet sich seit vielen Jahren in einem stabilen Aufwärtstrend. Einzig 2020 ging der Konsum wegen der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr zurück, weil Bars und Restaurants rund um den Globus stark von den coronabedingten Lockdowns betroffen waren. Laut vorläufiger Zahlen von Global Data lag der globale Verbrauch abgepackter Getränke 2022 mit insgesamt 1.410 Mrd. Liter um 4,1 % höher als im Vorjahr (2021: 1.354 Mrd. Liter). Damit hat der weltweite Getränkekonsum auch das Niveau vor der Corona-Krise deutlich übertroffen (2019: 1.366 Mrd. Liter).
Prozentual am stärksten legte 2022 der Konsum von New Drinks (+ 5,5 %), also Sport- und Energydrinks sowie trinkfertiger Kaffee und Tee, zu. Die Nachfrage nach Milch- und Milchmixgetränken erhöhte sich mit plus 5,1 % ebenfalls kräftig. In etwa proportional zum Gesamtmarkt zog der Konsum von alkoholischen Getränken (+ 4,0 %) an. Mit einer Steigerungsrate von jeweils 3,8 % legte 2022 der Verbrauch von kohlensäurehaltigen Getränken sowie von abgepacktem Wasser zu. Deutlich unterproportional zum Gesamtmarkt entwickelte sich der Konsum von Frucht- und Obstsäften (+ 3,0 %).
Nach der Corona-Delle 2020 hat die weltweite Nachfrage nach abgefüllten Getränken wieder angezogen. 2022 übertraf der globale Konsum bereits wieder das Vorkrisen-Niveau. Auch in den kommenden Jahren soll der Markt stabil wachsen. Wesentlich dazu beitragen dürfte die steigende Nachfrage nach abgefülltem Wasser.
Auch in den kommenden Jahren sollte der Verbrauch von abgepackten Getränken weiter zulegen. Gemäß den Zahlen von Global Data wird die Nachfrage von 2022 bis 2025 mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von 3,3 % steigen.
Der Konsum von abgefülltem Wasser dürfte mit einem Wachstum von 3,8 % überproportional zulegen. Ein wesentlicher Wachstumstreiber des größten Segments des globalen Getränkemarkts (Anteil 2022: 33,5 %) ist der steigende Bedarf an sauberem abgefülltem Trinkwasser in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Zudem profitiert Wasser vom anhaltenden Trend zur gesunden Ernährung in den Industrieländern.
Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2022 in Mrd. Liter

Durchschnittliches jährliches Wachstum
des Konsums der Getränkearten von 2022 bis 2025

2022: 1.409,8 Mrd. Liter (geschätzt)
Quelle: Global Data
* Bier, Wein, Spirituosen, Cider
** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee
Das zweitgrößte Marktsegment (Anteil 2022: 19,3 %) der abgepackten Getränkesorten bilden alkoholische Getränke. Ihr Marktanteil dürfte in den kommenden Jahren aber leicht zurückgehen, weil die Nachfrage in den Industrieländern gesättigt ist. Insgesamt soll der Konsum abgepackter alkoholischer Getränke von 2022 bis 2025 gemäß den Zahlen von Global Data mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 2,8 % zulegen
Bewegung ist in das Segment der Milch und Milchmixgetränke (Anteil am globalen Getränkemarkt 2022: 18,3 %) gekommen. Dies liegt hauptsächlich an der stark steigenden Nachfrage nach alternativen Milchsorten wie Hafer-, Soja-, oder Mandelmilch. Dies sind aber bislang nur Nischenprodukte innerhalb des Milchmarktes. Bestimmt wird das Segment von »traditioneller« Milch, auf die ein Anteil von mehr als 70 % entfällt. Der Konsum über das gesamte Segment Milch und Milchmixgetränke hinweg soll von 2022 bis 2025 um durchschnittlich 3,6 % pro Jahr wachsen.
Der Verbrauch von kohlensäurehaltigen Softdrinks (CSD) (Anteil 2022: 16,9 %) dürfte in den kommenden Jahren unterproportional zum Gesamtmarkt steigen. Wesentlicher Grund hierfür ist, dass die Konsumenten in den Industrieländern zunehmend auf zuckerhaltige Getränke verzichten. Laut den Zahlen von Global Data sollte die durchschnittliche Steigerungsrate der Nachfrage nach CSD von 2022 bis 2025 bei jährlich 2,4 % liegen.
Die beiden kleineren Segmenten des Getränkemarkts New Drinks (Anteil am weltweiten Getränkekonsum 2022: 6,0 %) sowie Frucht- und Obstsäfte (Anteil: 5,9 %) dürften in den kommenden Jahren stark unterschiedlich wachsen. Bei New Drinks, zu denen Sport- und Energydrinks sowie trinkfertiger Kaffee und Tee zählen, liegen die erwarteten Steigerungsraten von 2022 bis 2025 bei durchschnittlich 4,6 % im Jahr. Die Nachfrage nach Frucht- und Obstsäften dürfte in diesem Zeitraum lediglich um durchschnittlich 2,9 % pro Jahr zunehmen.
In den Emerging Markets wächst die Nachfrage nach abgepackten Getränken kräftig
Die Megatrends Bevölkerungswachstum, zunehmende Mittelschicht und Urbanisierung spielen sich hauptsächlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern ab. Deshalb dürfte die Nachfrage nach abgepackten Getränken in den kommenden Jahren in den Emerging Markets deutlich stärker zulegen als in den Industrienationen. In diesen nimmt aber die Getränke- und Verpackungsvielfalt zu, was Krones dort attraktive Wachstumschancen bietet.
Die Region mit der am stärksten steigenden Nachfrage nach abgefüllten Getränken ist Asien/Pazifik. Dort dürfte gemäß Global Data der Verbrauch von 2022 bis 2025 jährlich um durchschnittlich 5,3 % zunehmen. Dabei ist auch die hohe Ausgangsbasis zu berücksichtigen, denn Asien/Pazifik ist schon heute mit einem Anteil von rund einem Fünftel der regional größte Markt für abgepackte Getränke. Ein ebenfalls großer und stark wachsender Markt ist China. In dem Land soll die Nachfrage von 2022 bis 2025 pro Jahr im Durchschnitt um 4,1 % steigen. Für die Region Afrika/Mittlerer Osten liegt die durchschnittliche Wachstumsprognose für diesen Zeitraum bei jährlich 3,4 %. Proportional zum Gesamtmarkt (+ 3,3 %) soll die Nachfrage in Russland/Gus/Osteuropa zulegen. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 2,0 % dürfte der Konsum in Lateinamerika von 2022 bis 2025 nur unterproportional klettern.
Dies gilt auch für die Märkte in den reifen Industriestaaten. Für Nord- und Mittelamerika liegt die für 2022 bis 2025 prognostizierte durchschnittliche Wachstumsrate bei 2,2 %, für Westeuropa bei 2,0 %. In der relativ kleinen Absatzregion Mitteleuropa soll die Nachfrage in diesem Zeitraum um durchschnittlich 1,4 % pro Jahr zunehmen.
Weltweiter Konsum abgepackter Getränke nach Regionen *
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| 2022 (e) | 2025 (e) | durchschn. jährl. Wachstum in % |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| Mrd. Liter | % ** | Mrd. Liter | % ** | 2022 - 2025 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Asien/Pazifik | 288,0 | 20,4 | 336,6 | 21,6 | 5,3 |
| China | 269,2 | 19,1 | 303,3 | 19,5 | 4,1 |
| Nordamerika/Mittelamerika | 229,9 | 16,3 | 245,6 | 15,8 | 2,2 |
| Südamerika | 184,3 | 13,1 | 195,5 | 12,6 | 2,0 |
| Westeuropa | 151,4 | 10,7 | 160,5 | 10,3 | 2,0 |
| Afrika/Mittlerer Osten | 130,3 | 9,2 | 144,3 | 9,3 | 3,4 |
| Russland/Gus/Osteuropa | 103,4 | 7,3 | 114,0 | 7,3 | 3,3 |
| Mitteleuropa | 53,0 | 3,8 | 55,3 | 3,6 | 1,4 |
| Global | 1.409,5 | 100,0 | 1.555,1 | 100,0 | 3,3 |
Quelle: Global Data
* Rundungsdifferenzen sind möglich
** Anteil am globalen Konsum | (e) = erwartet
Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen - jährliches Wachstum von 2022 - 2025
Die Nachfrage nach abgepackten Getränken soll in den kommenden Jahren in den asiatischen Märkten am stärksten wachsen.

Quelle: Global Data
Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen in Mrd. Liter *

Schon heute sind die Regionen Asien/Pazifik und China die volumenstärksten Märkte. Die erwarteten prozentualen Steigerungsraten beim Konsum spiegeln sich deshalb in beeindruckenden Zuwächsen beim mengenmäßigen Getränkeverbrauch wider. So soll die Nachfrage in Asien/Pazifik von 2022 bis 2025 um 48,6 Mrd. Liter von 288,0 Mrd. Liter auf336,6 Mrd. Liter steigen. Für China wird bis 2025 ein Zuwachs von 34,1 Mrd. Liter prognostiziert.
* Prognose
Quelle: Global Data
Der starke Wachstumstrend bei PET-Getränkebehältern hält weiter an
2022 bestanden rund 30 % der insgesamt 1.894 Mrd. mit Getränken befüllten Behälter aus dem Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET). Die Nachfrage nach PET-Flaschen soll in den kommenden Jahren überproportional steigen.
Für Krones ist nicht nur das verbrauchte Getränkevolumen, sondern auch die Anzahl der abgefüllten Einheiten eine wichtige Größe. Getränkeverpackungen bestehen im Wesentlichen aus Kunststoff, Glas, Metall (Dosen) oder Karton. Laut vorläufiger Zahlen von Global Data wurden 2022 weltweit 1.894 Mrd. Behälter mit Getränken abgefüllt. Das waren um 3,9 % mehr als im Vorjahr (1.823 Mrd.). Bis 2025 dürfte die Zahl der abgefüllten Behälter auf 2.083 Mrd. steigen. Dies entspricht einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von 3,2 %.
Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2022 (Basis: abgefüllte Einheiten)

Quelle: Global Data
Den größten Anteil an den weltweit verpackten Getränkebehältern nehmen Flaschen aus dem Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) ein. 2022 bestanden laut den Zahlen von Global Data 565 Mrd. oder 29,8 % der weltweit abgefüllten Getränkebehälter aus PET. Wesentlicher Grund für die führende Stellung von PET ist die Bedeutung des Materials bei der Abfüllung von Wasser, dem mit Abstand am stärksten konsumierten Getränk. 2022 bestanden etwa drei von vier Wasserbehältern aus PET. Die Verwendung von PET-Flaschen dürfte in den kommenden Jahren weiterhin überproportional steigen. Die Wachstumsprognose für die Jahre 2022 bis 2025 liegt gemäß den Zahlen von Global Data bei jährlich durchschnittlich 3,6 %.
Das am zweithäufigsten für Getränkeverpackungen verwendete Material ist Glas (Anteil 2022: 19,6 %). Glasflaschen haben bei der Abfüllung von Bier, Spirituosen und Wein einen hohen Anteil. Die Nachfrage nach alkoholischen Getränken dürfte in den kommenden Jahren nur unterproportional zum gesamten Getränkekonsum wachsen. Deshalb liegt die bis 2025 erwartete jährliche durchschnittliche Steigerungsrate für Getränkeverpackungen aus Glas nur bei 2,0 %.
Ein weiteres bedeutendes Material für Getränkebehälter ist Metall, das zu Dosen verarbeitet wird. 2022 lag der Dosenanteil unter den weltweit verpackten Getränkebehältern bei 19,2 %. In Dosen fließen hauptsächlich Bier, kohlensäurehaltige Softdrinks sowie New Drinks. Von 2022 bis 2025 soll die Anzahl der mit Getränken befüllten Metalldosen um durchschnittlich 2,9 % pro Jahr zulegen.
Im Jahr 2022 bestanden 12,9 % der Getränkeverpackungen aus Karton. Kartonverpackungen werden hauptsächlich für die Abfüllung von Milch und Milchmixgetränken sowie Frucht- und Obstsäften verwendet. Bis 2025 soll die Anzahl von Getränkeverpackungen aus Karton um durchschnittlich jährlich 3,3 % klettern.
Bei den »sonstigen Verpackungen« entfiel 2022 ein wesentlicher Teil auf Beutel aus Kunststoff- und Aluminiumfolien. In diese werden hauptsächlich Milch, Wasser und Fruchtsäfte abgefüllt.
Als einer der führenden Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Produktion, Abfüllung und Verpackung von PET-Behältern profitiert Krones vom überproportionalen Wachstum von PET-Verpackungen. Das Unternehmen hat aber auch bei Linien zur Abfüllung und Verpackung von Getränken in Glasflaschen und Dosen eine starke Marktstellung. Lösungen für Kartonverpackungen bietet Krones nicht an.
Krones AG in Zahlen
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| ― | Märkte von Krones sind 2022 stabil gewachsen. Auftragseingang der Krones AG steigt um 38,9 %, die Gesamtleistung um 12,0 % gegenüber dem Vorjahr. |
| ― | Umsatz der Krones AG war 2022 abrechnungsbedingt rückläufig. Dies wirkte sich auch auf das EBIT aus. Der Jahresüberschuss legte deutlich zu. |
| ― | Krones zahlt für 2022 eine Dividende je Aktie von 1,75 € (Vorjahr: 1,40 €). |
Krones AG hat 2022 abrechnungs- und stichtagsbedingt das Umsatz- und EBIT-Ziel nicht erreicht
Die Märkte von Krones haben sich 2022 gut entwickelt. Die Kundennachfrage war sehr hoch (Auftragseingang: + 39 %) und das Unternehmen war trotz knapper Ressourcen sowie Problemen in den Lieferketten in der Lage, die Kapazitäten gut auszulasten (Gesamtleistung: + 12 %). Allerdings lag der Umsatz abrechnungs- und stichtagsbedingt mit 2.071,0 Mio. € um 11,5 % unter dem Vorjahresniveau (2.341,1 Mio. €). Wesentliche Gründe hierfür waren eine gesteigerte Komplexität in den Projekten und eine damit einhergehende Zunahme der Dauer von Installationsende bis Abnahme. Daraus resultiert ein höherer Anteil der Montagekosten am Gesamtprojekt. Prognostiziert hatte der Vorstand für 2022 einen leicht steigenden AG-Umsatz.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Krones AG fiel 2022 wegen des abrechnungsbedingt niedrigeren Umsatzes von 34,2 Mio. € im Vorjahr auf 6,2 Mio. €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresergebnis durch einmalige Ertragseffekte von rund 17 Mio. € positiv beeinflusst war. Das Ertragsziel hat die Krones AG für 2022 nicht erreicht. Es lag bei einem positiven EBIT im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Umsatz Krones AG in Mio. €

2022 erzielte die Krones AG eine um 12 % höhere Gesamtleistung und einen Umsatz von 2.071,0 Mio. €
Die Gesamtwirtschaft ist 2022 trotz des Russland-Ukraine-Konflikts, steigenden Preisen sowie Problemen in den Lieferketten gewachsen. Auch auf den internationalen Abfüll- und Verpackungsmärkten blieb die Nachfrage hoch. Davon konnte Krones als ein führender Komplettanbieter mit einem breiten Global Footprint profitieren. Die Gesamtleistung stieg 2022 um 12,0 % gegenüber dem Vorjahr. In den Erlösen spiegelt sich die Geschäftsbelebung nicht wider. Abrechnungs- und stichtagsbedingt fiel der Umsatz der Krones AG um 11,5 % auf 2.071,0 Mio. € (Vorjahr : 2.341,1 Mio. €).
Umsatz nach Regionen
Umsatz nach Regionen Krones AG

Die Krones AG verfügt weiterhin über eine international ausgewogene Umsatzverteilung in den etablierten und aufstrebenden Märkten.
Der Umsatz der Krones AG in Deutschland stieg 2022 im Vergleich zum schwachen Vorjahr um 19,4 % von 261,8 Mio. € auf 312,7 Mio. €. Der Anteil des Inlandsgeschäfts an den gesamten AG-Erlösen kletterte 2022 von 11,2 % im Vorjahr auf 15,1 %.
Der Umsatz in Europa (ohne Deutschland) verringerte sich 2022 im Vergleich zum Vorjahr unterdurchschnittlich um 4,3 % von 700,8 Mio. € auf 670,4 Mio. €. Dabei erhöhte sich der Umsatz in der großen Marktregion Westeuropa um 6,5 % auf 350,9 Mio. €. In Osteuropa (inkl. Russland/Gus) hingegen fielen die Erlöse der Krones AG im Berichtszeitraum wegen der Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts um 19,7 % auf 163,9 Mio. €. In Mitteleuropa ging der Umsatz 2022 um 7,0 % auf 155,6 Mio. € zurück. Der Anteil des gesamten Europa-Geschäfts (ohne Deutschland) am Umsatz der Krones AG stieg 2022 auf 32,4 % (Vorjahr: 29,9 %).
In den außereuropäischen Regionen verringerte sich der Umsatz 2022 im Vergleich zum Vorjahreswert um 21,1 % von 1.378,5 Mio. € auf 1.087,9 Mio. €. Die stärksten Einbußen verzeichnete die Krones AG in Südamerika/Mexiko. Dort gingen die Erlöse gegenüber dem sehr hohen Vorjahreswert um 56,7 % oder 159,0 Mio. € auf 121,5 Mio. € zurück. Schwächer war im Berichtszeitraum auch die Absatzregion Asien/Pazifik mit einem Umsatzrückgang von 23,6 % auf232.2 Mio. €. Im Mittleren Osten/Afrika verringerten sich der Erlöse der Krones AG 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 16,0 % auf 284,6 Mio. €. Relativ stabil entwickelten sich die Umsätze im Berichtszeitraum in der größten außereuropäischen Absatzregion Nord- und Mittelamerika. Sie gingen leicht um 2,1 % auf 302.3 Mio. € zurück. In China übertrafen die Erlöse 2022 mit 147,3 Mio. € sogar den Vorjahreswert von 146,7 Mio. €. Insgesamt verringerte sich der Anteil der außereuropäischen Erlöse am Gesamtumsatz der Krones AG 2022 auf 52,5 % (Vorjahr: 58,9%).
Auftragseingang und Auftragsbestand
Auftragseingang der Krones AG zieht um 38,9 % auf 3,89 Mrd. € an
Die Nachfrage der Kunden nach unseren Produkten und Dienstleistungen war 2022 sehr hoch. Als international breit aufgestellter Komplettanbieter profitierte das Unternehmen von den guten Marktbedingungen. Darüber hinaus trug unser hohes Standing bei den Kunden maßgeblich zu den deutlich gestiegenen Bestellungen bei. Der Auftragseingang nahm im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 38,9 % von 2.802,1 Mio. € auf 3.892,4 Mio. € zu.
Regional betrachtet legte der Wert der Bestellungen 2022 in Nordamerika/Mittelamerika, Asien/Pazifik, Osteuropa, Südamerika sowie der Region Mittlerer Osten/Afrika überproportional zum Wachstum der Krones AG zu. In West- und Mitteleuropa sowie in China, also in Regionen, die im Vorjahr sehr hohe Orderzuwächse verzeichneten, legte der Auftragseingang 2022 nochmals deutlich zu. Die Steigerungsrate blieb aber dort unter dem Wert des Gesamtunternehmens.
Auftragsbestand steigt deutlich auf 2,90 Mrd. €
Aufgrund des sehr hohen Ordereingangs ist der Auftragsbestand der Krones AG im Berichtsjahr kräftig angewachsen. Zum 31. Dezember 2022 hatte das Unternehmen Aufträge im Wert von 2.897,0 Mio. € in den Büchern, ein Anstieg um 1.820,7 Mio. € gegenüber dem Wert vom Vorjahr (1.076,3 Mio. €).
Auftragseingang Krones AG in Mio. €

Auftragsbestand Krones AG zum 31. Dezember in Mio. €

Ertragslage der Krones AG
Jahresüberschuss wegen deutlich verbessertem Beteiligungsergebnis gestiegen - EBIT abrechnungsbedingt rückläufig
Die Gesamtleistung der Krones ag stieg 2022 um 12,0 % auf 2,75 Mrd. €. Abrechnungs- und stichtagsbedingt waren Umsatz, EBITDA und EBIT rückläufig. Unterm Strich verbesserte die Krones AG den Jahresüberschuss um 40,7 Mio. € auf 105,0 Mio. €.
Die Ertragskraft der Krones AG hat sich gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wegen der abrechnungs- und stichtagsbedingt niedrigeren Umsätze reduziert. Das EBIT ging von 34,2 Mio. € im Vorjahr auf 6,2 Mio. € zurück. Im Vorjahr wurde das EBIT durch einmalige positive Ertragseffekten von rund 17 Mio. € positiv beeinflusst.
Gemessen am Ergebnis vor Steuern (EBT) und am Jahresüberschuss hat sich die Ertragskraft allerdings deutlich verbessert. Das lag hauptsächlich am stark erhöhten Finanz- und Beteiligungsergebnis der AG. Im Anstieg der Gesamtleistung spiegelt sich die solide Auslastung der Produktionskapazitäten wider.
EBITDA KRONES AG in Mio. €

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| in Mio. € | 2022 | 2021 | Veränd. |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.071,0 | 2.341,1 | - 11,5 % |
| Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse | 677,7 | 113,3 | - |
| Gesamtleistung | 2.748,7 | 2.454,4 | + 12,0 % |
| Materialaufwand | - 1.638,0 | - 1.415,0 | + 15,8 % |
| Personalaufwand | - 765,0 | - 734,3 | + 4,2 % |
| Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/ | - 292,1 | - 223,3 | + 30,8 % |
| Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen | |||
| EBITDA | 53,5 | 81,8 | - 34,6 % |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen/ Umlaufvermögen | - 47,3 | - 47,5 | - 0,4 % |
| EBIT | 6,2 | 34,2 | - 81,9 % |
| Finanz- und Beteiligungsergebnis | 107,9 | 34,2 | + 215,5 % |
| EBT | 114,1 | 68,4 | + 66,8 % |
| Ertragsteuern | - 6,3 | - 1,8 | + 250,0 % |
| Sonstige Steuern | - 2,8 | - 2,4 | + 16,7 % |
| Jahresüberschuss | 105,0 | 64,3 | + 63,3 % |
Die Gesamtleistung der Krones AG stieg im Berichtsjahr um 12,0 % auf 2.748,7 Mio. € (Vorjahr: 2.454,4 Mio. €), während sich der Umsatzabrechnungs- und stichtagsbedingt um 11,5 % auf 2.071,0 Mio. € (Vorjahr: 2.341,1 Mio. €) verringerte. Damit haben wir das Ziel eines leicht steigenden Umsatzes im Geschäftsjahr 2022 nicht erreicht. Allerdings ist der Umsatzrückgang nicht auf ein schwaches Geschäft zurückzuführen, sondern darauf, dass viele unserer Maschinen und Anlagen zum Bilanzstichtag noch nicht von den Kunden abgenommen und somit noch nicht umsatzwirksam wurden. Das spiegelt sich in der Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen wider. Ihr Bestand erhöhte sich 2022 um 677,7 Mio. € gegenüber 113,3 Mio. € im Vorjahr.
Im Materialaufwand schlugen sich im Berichtsjahr Preissteigerungen und Engpässe bei der Materialbeschaffung, vor allem für Stahl und Elektrokomponenten, nieder. Diese konnte die Krones AG durch intelligentes Produktions- und Beschaffungsmanagement sowie die Maßnahmen zur Senkung der Materialkosten zum Teil kompensieren. Dennoch kletterte der Materialaufwand überproportional zur Gesamtleistung um 15,8 % auf 1.638,0 Mio. €. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, stieg von 57,7 % im Vorjahr auf 59,6 %.
Der Personalaufwand entwickelte sich unterproportional zur Gesamtleistung und kletterte 2022 um 4,2 % auf 765,0 Mio. € (Vorjahr: 734,3 Mio. €). Dadurch verringerte sich die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, auf 27,8 % (Vorjahr: 29,9 %). Verantwortlich für die deutlich verbesserte Personalaufwandsquote waren hauptsächlich die im Geschäftsjahr 2021 durchgeführten und abgeschlossenen Maßnahmen zur Personalanpassung, die sich 2022 erstmals ganzjährig auswirkten.
Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen veränderte sich 2022 von minus 223,3 Mio. € im Vorjahr auf minus 292,1 Mio. €. Hauptverantwortlich hierfür ist der starke Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, vor allem aufgrund höherer Fracht- und Reisekosten, von 388,4 Mio. € auf 433,7 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen von 148,1 Mio. € im Vorjahr auf 122,1 Mio. € zurück. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr bei den sonstigen betrieblichen Erträgen rund 29 Mio. € aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen enthalten waren.
EBIT KRONES AG in Mio. €

Insgesamt ging im Berichtszeitraum das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) um 28,3 Mio. € von 81,8 Mio. € auf 53,5 Mio. € zurück. Im Vorjahr war das EBITDA mit rund 17 Mio. € positiv von einmaligen Effekten beeinflusst.
Nahezu auf dem Niveau des Vorjahres verharrten die Abschreibungen auf das Anlage- und Umlaufvermögen. Sie lagen mit 47,3 Mio. € leicht unter dem Vorjahreswert von 47,5 Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel daher fast im Gleichschritt mit dem EBITDA um 28,0 Mio. € auf 6,2 Mio. €. Damit hat die Krones AG das Ziel, 2022 ein positives EBIT im unteren zweistelligen Millionenbereich zu erzielen, nicht erreicht.
Das Finanz- und Beteiligungsergebnis kletterte um 73,7 Mio. € auf 107,9 Mio. €. Hauptverantwortlich hierfür waren steigende Beteiligungserträge. Diese legten wegen höherer Dividendenausschüttungen gegenüber dem Vorjahr von 74,7 Mio. € auf 120,1 Mio. € zu.
Insgesamt stieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) von 68,4 Mio. € auf 114,1 Mio. €. Nach Abzug der Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 105,0 Mio. € (Vorjahr: 64,3 Mio. €).
Krones AG schüttet für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende von 1,75 € je Aktie aus
Aufgrund der positiven Entwicklung des Jahresüberschusses haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der Krones AG dazu entschieden, der Hauptversammlung am 23. Mai 2023 für das insgesamt erfolgreiche Geschäftsjahr 2022 eine Dividende von 1,75 € je Aktie (Vorjahr: 1,40 €/Aktie) vorzuschlagen.
Finanzlage der Krones AG
Starker operativer Cashflow - Nettoliquidität steigt erheblich
Die Bilanzsumme der Krones AG zum 31. Dezember 2022 weitete sich um 22,1 % auf 2.308,6 Mio. € (31. Dezember 2021: 1.890,6 Mio. €) aus und legte damit stärker zu als die Gesamtleistung (plus 12,0 %). Hauptsächlich der starke Aufbau von Umlaufvermögen und Verbindlichkeiten sowie das höhere Eigenkapital trugen zu dem Anstieg bei.
Erheblich verbessert hat die Krones AG im Berichtsjahr die Nettoliquidität, die nach der kompletten Tilgung der kurzfristigen Bankschulden (31. Dezember 2021: 0,1 Mio. €) dem Bestand an liquiden Mitteln zum Ende 2022 entspricht. Dieser stieg wegen des hohen erwirtschafteten Cashflows um 235,5 Mio. € auf 347,5 Mio. € (31. Dezember 2021: 112,0 Mio. €).
Zusätzlich verfügt das Unternehmen über freie Kreditlinien von rund 1 Mrd. €. In dem derzeit sehr volatilen wirtschaftlichen Umfeld ist eine starke Finanz- und Kapitalstruktur wichtig. Sie gibt der Krones AG ausreichend Planungssicherheit sowie Spielraum für Wachstums- und Zukunftsinvestitionen.
Das Anlagevermögen ist zum Bilanzstichtag hauptsächlich wegen höherer Sach- und Finanzanlagen auf 749,9 Mio. € (Vorjahr: 701,8 Mio. €) gestiegen. Deutlicher zugelegt hat das Umlaufvermögen. Es kletterte um 368,2 Mio. € auf 1.552,6 Mio. €. Während die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände auf 579,9 Mio. € (Vorjahr: 631,0 Mio. €) rückläufig waren, erhöhten sich die Vorräte sowie die liquiden Mittel erheblich. Die Bilanzposition Vorräte stieg um insgesamt 183,8 Mio. € auf 625,1 Mio. €, die liquiden Mittel um 235,5 Mio. € auf 347,5 Mio. €.
Das Eigenkapital der Krones AG erhöhte sich zum Ende 2022 wegen des Jahresüberschusses auf 787,3 Mio. € (31. Dezember 2021: 726,5 Mio. €). In den deutlich höheren Verbindlichkeiten der Krones AG von 981,6 Mio. € (Vorjahr: 607,7 Mio. €) spiegeln sich vor allem die erheblich gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 519,0 Mio. € (Vorjahr: 250,0 Mio. €) sowie die ebenfalls erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 392,1 Mio. € (Vorjahr: 29 6,2 Mio. €) wider.
Kapitalflussrechnung der Krones AG
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| in Mio. € | 2022 | 2021 | 2020 |
|---|---|---|---|
| Finanzmittelfonds am 01.01. | 112,0 | 29,4 | 11,7 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 230,5 | 61,4 | 100,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 47,3 | 47,7 | - 14,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 42,3 | - 26,5 | - 68,8 |
| Finanzmittelfonds am 31.12. | 347,5 | 112,0 | 29,4 |
Vermögens- und Kapitalstruktur der Krones AG
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| in Mio. € zum 31. Dezember | 2022 | 2021 | 2020 |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 749,9 | 701,8 | 688,3 |
| Umlaufvermögen, rap | 1.558,8 | 1.188,8 | 1.086,2 |
| davon liquide Mittel | 347,5 | 112,0 | 29,4 |
| Eigenkapital | 787,3 | 726,5 | 664,1 |
| Fremdkapital | 1.521,3 | 1.164,0 | 1.110,4 |
| Rückstellungen | 539,8 | 556,3 | 562,5 |
| Verbindlichkeiten | 981,6 | 607,7 | 547,9 |
| Bilanzsumme | 2.308,6 | 1.890,6 | 1.774,6 |
Äußerst positiv entwickelte sich im Berichtsjahr der Cashflow aus operativer Tätigkeit. Er stieg um 169,1 Mio. € auf 230,5 Mio. € (Vorjahr: 61,4 Mio. €). Hierzu beigetragen haben neben dem verbesserten Ergebnis vor Steuern im Wesentlichen die erheblich gestiegenen Anzahlungen auf Bestellungen der Kunden in Folge des hohen Auftragseingangs.
Krones Beschäftigte
Mitarbeiter*innen Krones AG zum 31.12. in Deutschland

Belegschaft der Krones AG erhöht sich leicht von 8.375 auf 8.608
Nach mehreren Jahren des Personalabbaus stieg 2022 die Beschäftigtenzahl der Krones AG leicht an. Sie erhöhte sich um 2,8 % oder 231 Personen von 8.375 auf 8.606. In dem geringfügigen Aufbau der Personalkapazitäten spiegelt sich die Zunahme der Geschäftsaktivitäten im Berichtsjahr wider.
Auszubildende und Ausbildungsanfänger Krones AG

Krones legt großen Wert auf die qualifizierte Ausbildung künftiger Fachkräfte und investiert kräftig in Aus- und Weiterbildung. Das Unternehmen berücksichtigt hierbei die erwarteten Marktbegebenheiten. 2022 starteten mit 105 Berufsneulingen wieder mehr junge Menschen ihre Ausbildung bei der Krones AG als im Vorjahr (87). Die Gesamtzahl der Auszubildenden lag Ende 2022 bei 427 (Vorjahr: 460).
Risiko- und Chancenbericht *
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| ― | Risiken werden laufend identifiziert |
| ― | Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken |
Das Risikomanagementsystem von Krones
Krones begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.
Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist Krones einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.
Krones hat auch das Thema Nachhaltigkeit in das Risikomanagementsystem eingebunden. Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements prüfen und bewerten wir die Auswirkungen bestehender Risiken auf nichtfinanzielle Aspekte aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG), um deren Einfluss auf die Geschäfts- und Nachhaltigkeitsziele von Krones zu beurteilen.
Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2023 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2023 zu verstehen. In allen drei Segmenten des Krones Konzerns bestehen aufgrund von vergleichbaren Absatz- und Beschaffungsmärkten im Wesentlichen auch die gleichen Risiken und Chancen.
Das Risikomanagementsystem von Krones besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.
Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.
Krones stellt die Risiken auf Seite 158 in einer dreispaltigen Tabelle dar. Diese enthält folgende Informationen: Die maximale Schadenhöhe eines Risikos, die Eintrittswahrscheinlichkeit und als Produkt dieser beiden Werte die mögliche finanzielle Auswirkung. Die Einstufung erfolgt jeweils in den Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch.
Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:
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| Maximale Schadenhöhe | Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkung * | |||
|---|---|---|---|---|---|
| niedrig | 1,0 bis 10,0 Mio. € | niedrig | 0 bis 20 % | niedrig | 1,0 bis 10,0 Mio. € |
| mittel | 10,1 bis 50,0 Mio. € | mittel | 21 bis 49 % | mittel | 10,1 bis 50,0 Mio. € |
| hoch | > 50,0 Mio. € | hoch | 50 bis 100 % | hoch | > 50,0 Mio. € |
* gemessen am EBIT
* Alle Angaben innerhalb »Risiko- und Chancenbericht« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Mehrstufiges Risikomanagementsystem
Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.
Risikoanalyse
Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus einen Projekt-Status-Bericht. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken, regionale Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.
Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.
Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einem Risikohandbuch dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.
Risikoüberwachung
Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im Krones Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Beschäftigte, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen unverzüglich über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.
Risikoplanung und -steuerung
Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.
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| ― | Jahresplanung |
| ― | Mittelfristplanung |
| ― | Strategische Planung |
| ― | Rollierende Prognoserechnung |
| ― | Monats- und Quartalsreports |
| ― | Investitionsplanung |
| ― | Produktionsplanung |
| ― | Kapazitätsplanung |
| ― | Projektcontrolling |
| ― | Debitorenmanagement |
| ― | Wechselkursabsicherungsgeschäfte |
| ― | Versicherungen |
Organisation des Risikomanagements
Das Risikomanagement von Krones wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.
Das Risikomanagement ist bei Krones im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.
Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss entsprechend dem Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) ein unmittelbares Auskunftsrecht gegenüber den Leitern von Kontroll- und Überwachungsaufgaben.
Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.
Organisation des Risikomanagements von Krones

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist sicherzustellen, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.
Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt Krones sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das ikr von Krones umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.
Im Krones Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur.
Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.
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| ― | Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet. |
| ― | Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen. |
| ― | Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt. |
| ― | Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt. |
| ― | Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird. |
| ― | Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, arbeiten ständig daran, die Qualität der Arbeit sicherzustellen. |
| ― | In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind. |
| ― | Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch. |
| ― | Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an. |
Angemessenheit des internen Kontroll- und Risikomamagementsystems
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss des Krones Aufsichtsrates ist in den Rechnungslegungsprozess eingebunden. Er überwacht die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement- und des internen Kontrollsystems sowie die interne Revision, die das Risikomanagement- und das interne Kontrollsystem regelmäßig prüft. Dem Vorstand, der die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt, liegen keine Informationen oder Kenntnisse vor, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement-und internen Kontrollsystems sprechen.
Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken
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| Risikokategorie | Maximale Schadenhöhe | Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Umfeld- und Branchenrisiken | |||
| Gesamtwirtschaftliche Risiken | hoch | mittel | mittel |
| Branchenspezifische Risiken | niedrig | niedrig | niedrig |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | |||
| Ausfallrisiken | hoch | niedrig | mittel |
| Liquiditätsrisiko | niedrig | niedrig | niedrig |
| Zinsänderungsrisiko | niedrig | niedrig | niedrig |
| Währungsrisiko | hoch | mittel | mittel |
| Operative Risiken | |||
| Preisrisiko | mittel | niedrig | niedrig |
| Beschaffungsrisiken | hoch | mittel | hoch |
| Kostenrisiko | hoch | mittel | mittel |
| Personalrisiko | niedrig | niedrig | niedrig |
| Rechtliche Risiken | hoch | niedrig | mittel |
| Umwelt- und Sicherheitsrisiken | mittel | niedrig | niedrig |
| IT-Risiken | hoch | mittel | mittel |
Krones teilt die maximale Schadenhöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Definition siehe Seite 154.
Umfeld- und Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Krones ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht.
Es gibt einige gesamtwirtschaftliche Unwägbarkeiten, die dazu führen können, dass sich die globale Konjunktur 2023 schlechter entwickelt als prognostiziert. Gesamtwirtschaftliche Risiken bestehen für Krones insbesondere darin, dass die straffere Zinspolitik der Notenbanken die Konjunktur in Europa und den USA stärker bremst als erwartet. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen und somit auf die Ertragslage von Krones. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass sich die Covid-19-Pandemie in einigen Regionen wieder verschärft. Dies hätte negative gesamtwirtschaftliche Folgen und würde deshalb auch die Investitionsbereitschaft unserer Kunden und damit auch den Umsatz und das Ergebnis von Krones beeinflussen.
Auch geopolitische Spannungen stellen Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Allen voran ist hier der der Russland-Ukraine-Konflikt zu nennen. Es ist derzeit nicht abzuschätzen, wie sich dieser weiterentwickelt. Es besteht das Risiko, dass die Folgen des Konflikts die Weltwirtschaft 2023 stärker beeinflussen als von Experten erwartet und sich die globale Konjunktur deshalb schlechter entwickelt als prognostiziert. Dies hätte auch für die Geschäfte von Krones negative Folgen.
Drohende internationale Handelskonflikte sowie die Bildung von Handelsblöcken stellen ebenfalls gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten dar. Es besteht beispielsweise das Risiko, dass sich die Spannungen zwischen den beiden bedeutenden wirtschaftlichen Regionen USA und China verschärfen. Sollte sich die Weltwirtschaft wegen Handelskonflikten deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf den Umsatz und das Ergebnis von Krones negativ auswirken.
Ein weiteres gesamtwirtschaftliches Risiko ist die Entwicklung der Konjunktur in China. Dort bremste der angespannte Immobilienmarkt bereits 2022 die Konjunktur kräftig. Es besteht das Risiko, dass sich die Probleme auf dem Immobilienmarkt fortsetzen oder sogar verschärfen. Dies könnte zu erheblichen Zahlungs- und Kreditausfällen kommen und die Kredit- und Finanzwirtschaft in China stark belasten. Im ungünstigen Fall könnte sich das auf den gesamten Finanzmarkt ausbreiten und zu einer globalen Finanzkrise führen. Dies würde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erheblich beeinflussen und hätte somit auch negative Folgen auf die Ertragslage von Krones.
Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Branchenspezifische Risiken
Branchenspezifischen Risiken ist Krones hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von Krones versuchen, Aufträge über niedrigere Preise zu generieren. Dem daraus folgenden Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich Krones mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.
Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass das Verpackungsmaterial »Kunststoff« in der Öffentlichkeit negativ wahrgenommen wird. So wird hauptsächlich in Europa seit einigen Jahren verstärkt über Kunststoff- und PET-Verpackungen debattiert. Krones erzielt einen großen Teil des Umsatzes mit Produkten und Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit solchen Verpackungen stehen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die PET-Debatte verschärft und regional ausweitet. Dies könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden im Bereich Kunststofftechnik vermindern und damit den Umsatz und das Ergebnis von Krones negativ beeinflussen. Darüber hinaus könnten auch andere Bereiche unseres Geschäftes in den Fokus gesellschaftlicher Diskussionen geraten. So wird beispielsweise in einigen Regionen der Zugriff von Getränkeherstellern auf Grundwasser kritisiert. Diese Kritik könnte sich auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden auswirken und damit zu Geschäftseinbußen bei Krones führen.
Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Krones ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken ausgesetzt. Wir beschreiben diese Risiken und geeignete Maßnahmen im Folgenden auch in Einklang mit den Angaben nach IFRS 7 zur Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.
1. Ausfallrisiken
Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.
1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
Krones steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden zudem externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen auf individueller Basis. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.
Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.
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| in T€ | davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig | bis zu 90 Tagen | zwischen 90 und 180 Tagen | zwischen 180 und 360 Tagen | über 360 Tagen | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte | 1.574.790 | 1.438.483 | 88.496 | 24.522 | 21.701 | 1.588 |
| 31.12.2021 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte | 1.380.271 | 1.239.730 | 99.696 | 23.400 | 14.298 | 3.147 |
1.2 Derivative Finanzinstrumente
Krones verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt.
Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, des kanadischen Dollars, der norwegischen Krone sowie des japanischen Yens gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.
1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. Krones ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.
Auswirkung von Ausfallrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
2. Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.
Krones generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. Krones steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann Krones frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von Krones umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.
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| in T€ | Buchwert | Cashflow 2023 | Cashflow 2024-2027 | Cashflow nach 2027 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2022 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 9.926 | 0 | 9.320 | 0 | 606 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 5.000 | 30 | 0 | 52 | 5.000 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 684.189 | 0 | 684.189 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 105.929 | 401 | 23.846 | 2.198 | 61.912 | 1.107 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 155.122 | 0 | 126.348 | 0 | 28.774 | 0 |
| Summe | 960.166 | 431 | 843.703 | 2.250 | 96.292 | 1.107 |
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| in T€ | Cashflow nach 2027 |
|---|---|
| Tilgung | |
| --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 20.171 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 |
| Summe | 20.717 |
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| in T€ | Buchwert | Cashflow 2022 | Cashflow 2023 - 2026 | Cashflow nach 2026 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2021 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 7.397 | 0 | 7.397 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 5.098 | 42 | 0 | 82 | 5.098 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 515.141 | 0 | 515.141 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 97.424 | 262 | 29.626 | 1.736 | 51.242 | 1.202 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 96.090 | 0 | 83.181 | 0 | 12.909 | 0 |
| Summe | 721.150 | 304 | 635.345 | 1.818 | 69.249 | 1.202 |
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| in T€ | Cashflow nach 2026 |
|---|---|
| Tilgung | |
| --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 16.556 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 |
| Summe | 16.556 |
Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
3. Zinsänderungsrisiko
Krones ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. Krones nahm zum Bilanzstichtag 2022 im Verhältnis zum Geschäftsvolumen nur relativ geringe Bankkredite in Anspruch.
Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
4. Währungsrisiko
Da unsere Exporte in Länder außerhalb der Eurozone einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.
Sensitivität Währungen
Eine Veränderung des Stichtagskurses der Fremdwährung um + 10 % zum Euro (Mengennotierung) würde folgende Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern bzw. auf andere Eigenkapitalbestandteile haben:
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| 31.12.2022 in T€ |
Währung USD |
Währung CAD | Währung CNY | Währung GBP |
|---|---|---|---|---|
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 15.134 | - 9 | 118 | 629 |
| Konzerneigenkapital | 21.011 | 1.480 | 4.386 | 10 |
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| 31.12.2021 in T€ |
Währung USD |
Währung CAD | Währung CNY | Währung GBP |
|---|---|---|---|---|
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 4.955 | 304 | - 309 | 244 |
| Konzerneigenkapital | 10.941 | 787 | 2.067 | 206 |
Auswirkung des Währungsrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Operative Risiken
1. Preisrisiko
Krones ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge.
Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt grundsätzlich Krones. Um dieses Risiko zu minimieren, hat Krones einen Projekt-Status-Bericht eingeführt. Ab einer definierten Größe werden jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.
Der sehr hohe Auftragsbestand zum 31. Dezember 2022 ist eine gute Basis dafür, dass Krones die Produktionskapazitäten 2023 gleichmäßig auslasten kann. Das komfortable Auftragspolster stärkt Krones darin, seine Preisstrategie weiter umzusetzen und wirkt sich damit positiv auf das Preisrisiko aus.
Auswirkung des Preisrisikos: Bei einer mittleren Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
2. Beschaffungsrisiken
2022 waren die globalen Lieferketten und die Lage auf den Beschaffungsmärkten weiterhin angespannt. Dies führte zu steigenden Preisen und vorübergehender Materialknappheit in der Produktion von Krones. Betroffen davon waren hauptsächlich Elektrokomponenten. Wir erwarten, dass sich die Situation an den Beschaffungsmärkten 2023 insgesamt leicht entspannt und sich die Verfügbarkeit von Elektrokomponenten ab dem dritten Quartal verbessert. Es bleibt aber 2023 eine große Herausforderung, stets ausreichend Material und Zulieferteile fristgerecht zu beschaffen.
Grundsätzlich ist Krones im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit durch den Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch Lieferkontrakte, die wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringern. In unsere Ergebnisprognose für 2023 haben wir weitere Preissteigerungen einkalkuliert. Sollten die Kosten für die Materialbeschaffung stärker steigen als erwartet, könnte das Ergebnis geringer ausfallen als prognostiziert.
Darüber hinaus besteht hinsichtlich Lieferanten ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren. Sollte es dennoch zu vorübergehenden Lieferproblemen kommen, drohen Produktionsausfälle, die sich negativ auf den Umsatz und das Ergebnis von Krones auswirken können.
Zudem besteht das Risiko von Lieferausfällen, falls es bei Lieferanten zu Gas- oder Energieengpässen kommt. Um solche Risiken zu verringern, beobachtet und analysiert Krones die allgemeine Versorgungslage ständig.
Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittleren eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von hohen finanziellen Auswirkungen aus.
3. Kostenrisiko
Unsere Ergebnisprognose basiert darauf, dass wir durch die strukturellen Maßnahmen wie beispielsweise den Ausbau des Global Footprints in Produktion und Einkauf 2023 weitere Kosteneinsparungen realisieren. Grundsätzlich optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Krones ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.
Zudem werden während der Projektabwicklung die Risiken, die durch interne und externe Einflüsse entstehen können, projektbegleitend erfasst und umgehend Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Auswirkung des Kostenrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
4. Personalrisiko
Krones will neben den etablierten Geschäftsbereichen besonders im Servicebereich und im Digitalgeschäft verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Beschäftigte im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignetes Personal findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Beschäftigten werden wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein. Darüber hinaus verbessern wir durch umfangreiche interne Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen die Qualifikation unserer Beschäftigten ständig und bereiten sie auf neue Aufgaben vor.
Auswirkung des Personalrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Rechtliche Risiken
Grundsätzlich bestehen für Krones aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. Krones begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.
Auswirkung von rechtlichen Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Umwelt- und Sicherheitsrisiken
Als produzierendes Unternehmen ist Krones Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. Krones vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.
Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
IT-Risiken
Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von Krones basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen wird. Dies könnte zu Produktionsausfällen führen und den Verlust bzw. Missbrauch von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben.
Es kann allgemein beobachtet werden, dass immer mehr Unternehmen Ziele von Computerkriminalität werden und die Cybersicherheit stark bedroht ist. Die Computerkriminalität basiert oftmals auf professionellen internationalen Strukturen, was deren Abwehr und Bekämpfung zu einer großen Herausforderung macht. Krones wappnet sich gegen die Gefahren aus Cyberkriminalität und sonstigen IT-Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.
Auswirkung von IT-Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen
Die wesentlichen Chancen
Unternehmerische Chancen erfasst Krones nicht im Risikomanagementsystem. Wir teilen den Chancen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.
Gesamtwirtschaftliche Chancen
Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für Krones insbesondere dadurch, dass sich die globale Konjunktur 2023 besser entwickelt als beispielsweise von den Experten des Internationalen Währungsfonds prognostiziert. Das Unternehmen ist international gut positioniert und könnte auch davon profitieren, wenn die Wirtschaft in einzelnen Regionen der Welt besser läuft als erwartet. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat Krones seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Deshalb ergäben sich für uns zusätzliche Chancen, wenn die Wirtschaft in den Emerging Markets stärker als erwartetet wächst. Besonders für den Euro-Raum und die USA rechnen die Experten des Internationalen Währungsfonds für 2023 nur mit einem geringen Wirtschaftswachstum. Europa und die USA sind für Krones bedeutende und große Märkte. Sollte die Wachstumsdynamik in diesen Regionen stärker als erwartet sein, könnte deshalb auch Krones davon profitieren. Darüber hinaus könnte sich ein schnelles Ende des Russland-Ukraine-Konflikts positiv auf die globale Konjunktur und somit auch auf die Geschäfte von Krones auswirken.
Branchenspezifische Chancen
Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt und die Bereitschaft der Kunden steigt, dafür auch höhere Preise zu akzeptieren. Daraus eröffnen sich für Krones aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatz- und Umsatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von Krones besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.
Auch im Bereich Digitalisierung liegen erhebliche zusätzliche Absatz- und Umsatzchancen für Krones. Die Kunden erwarten, dass sie mit »intelligenten« Maschinen und Anlagen von Krones Betriebs- und Personalkosten sparen. Krones kann für die »digitale Getränkefabrik« schon viele marktreife Produkte und Dienstleistungen anbieten und will die führende Position in dem zukunftsträchtigen Bereich Digitalisierung weiter ausbauen.
Chancen durch Akquisitionen
Krones hat im Berichtsjahr mit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung am us-Unternehmen R+D Custom Automation seine Stellung bei Pharmaverpackungen gestärkt. Akquisitionen bleiben weiterhin im strategischen Fokus des Unternehmens. Interessant sind vorrangig mittelgroße Unternehmen, die unser bestehendes Portfolio technologisch und regional stärken oder die Angebotspalette erweitern. Krones ist aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Unsere Ergebnisplanungen 2023 beinhalten keinerlei künftige Akquisitionen. Durch externes Wachstum könnten sich zusätzliche Chancen für Krones eröffnen.
Operative Chancen
1. Absatzpreise
Nach einer Preiserhöhung im Geschäftsjahr 2021 hat Krones 2022 die Preise für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnologie sowie der Prozesstechnologie weiter erhöht. Aufgrund der teilweise langen Lieferfristen wirken sich diese Preiserhöhungen 2023 mit zunehmender Dauer verstärkt auf das Ergebnis aus. Preiserhöhungen stehen auch weiterhin im strategischen Fokus von Krones. Insgesamt besteht die Chance, dass sich höhere Absatzpreise 2023 schneller und stärker auf das Ergebnis von Krones auswirken als prognostiziert.
2. Beschaffungspreise
Das Unternehmen kauft immer mehr Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft Krones verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens beziehungsweise in Best-Cost-Countries. Es besteht die Chance, dass wir dadurch insgesamt mehr einsparen als geplant und damit den erwarteten Preissteigerungen stärker entgegenwirken können als erwartet. Zusätzliche Chancen ergeben sich, wenn sich die Rohstoff- und Materialpreise günstiger entwickeln als prognostiziert.
3. Kosten
Krones hat seine Kostenstruktur durch strategische Maßnahmen optimiert. Bei der angestrebten Ergebnisverbesserung 2023 haben wir weitere Kosteneinsparungen einkalkuliert. Sollten die Kostensenkungen höher als geplant sein, ergeben sich daraus Chancen für Krones.
Risiken aus dem Russland-Ukraine-Konflikt
Der Russland-Ukraine-Konflikt ist weiterhin ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor. Es ist auch ein Jahr nach seinem Beginn unklar, wie sich dieser Konflikt weiterentwickelt und wie lange er noch andauern wird. Als Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts können für Krones über die gesamtwirtschaftlichen Risiken hinaus weitere Risiken entstehen.
Die direkten Absatzrisiken in Zusammenhang mit dem Konflikt schätzt Krones als gering ein. Krones tätigte vor dem Ausbruch des Konflikts lediglich insgesamt 1 % bis 1,5 % seines Volumens in Russland und der Ukraine. Das Neugeschäft in Russland hat Krones 2022 eingestellt, womit der Anteil am Konzernumsatz im Berichtsjahr gesunken ist. Insgesamt beeinflusst das verbliebene Geschäft in beiden Ländern die Umsatz- und Ergebnisplanungen 2023 in sehr geringem Umfang.
Für bestehende Aufträge mit Kunden in diesen Ländern wurde die Einschätzung der Abwicklungs- und Zahlungsausfallrisiken erneut bewertet. Bei der Kalkulation dieses Risikos wurde ein generelles Ausfallrisiko von einigen Kunden aufgrund von getroffenen wirtschaftlichen Sanktionsmaßnahmen in Betracht gezogen. Das hierdurch errechnete Risiko ist mit einem Betrag im unteren einstelligen Millionen-Euro-Betrag ermittelt.
Es könnten in den Konfliktgebieten Lieferketten unterbrochen werden bzw. Lieferanten aus den betroffenen Gebieten ausfallen. Krones bezieht von Lieferanten aus diesen Gebieten nahezu keine Materialien und Produkte, somit ist die direkte Auswirkung auf Beschaffungsrisiken als sehr gering einzuschätzen.
Die Krones AG ist Gesellschafter der Krones Ukraine LLC, Kiew und der Krones o.o.o., Moskau. Bei der Bewertung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte in diesen Gesellschaften, die etwa 0,5 % der Konzernbilanzsumme betragen, sieht Krones kein wesentliches Risiko.
Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage
Aus heutiger Sicht sind für Krones keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2022 über einen sehr hohen Auftragsbestand. Dies erhöht die Planungssicherheit und wirkt sich insgesamt positiv auf die Risikolage aus. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen im Wesentlichen wie folgt geändert: Die finanzielle Auswirkung aus den gesamtwirtschaftlichen Risiken sowie aus dem Preisrisiko hat sich verringert, aus dem Währungsrisiko erhöhte sie sich.
Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken, den finanzwirtschaftlichen Risiken sowie bei den Beschaffungsrisiken.
In Ergänzung hierzu resultiert ein Risiko aus dem Russland-Ukraine-Konflikt. Krones hat die möglichen Auswirkungen des Konflikts auf den Konzern bewertet. Basierend auf diesen Einschätzungen hat Krones keine Unsicherheiten identifiziert, die einen Zweifel an der Fortführung des Krones Konzerns begründen würden.
Nach Ablauf des Geschäftsjahres
Nach Ablauf des Geschäftsjahres fanden keine wesentlichen Ereignisse statt.
Prognosebericht *
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| ― | Moderates Wachstum der Weltwirtschaft für 2023 prognostiziert |
| ― | Krones erwartet im laufenden Jahr weiteres Umsatzwachstum |
| ― | Ertragskraft wird 2023 weiter steigen |
Weltwirtschaft soll 2023 um 2,9 % wachsen
Der andauernde Russland-Ukraine-Konflikt und die hohe Inflation belasten auch 2023 das weltweite Wirtschaftswachstum. Während die Konjunktur in der Eurozone laut IWF schwach bleibt (+ 0,7%) dürfte China 2023 deutlich zulegen (+ 5,2 %).
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2023 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2,9 % für das Jahr 2023 prognostiziert. Damit verliert der Aufschwung gegenüber 2022 (plus 3,4 %) weiter an Fahrt. Belastungsfaktoren bleiben im laufenden Jahr der Russland-Ukraine-Konflikt sowie die steigenden Zinsen zur Bekämpfung der hohen Inflation. Die Prognose der Experten hat sich im Vergleich zu Oktober 2022 (plus 2,7 %) aber leicht verbessert. Gründe für die ein wenig positivere Einschätzung liegen in dem stabilen privaten Konsum in den Industrieländern sowie einer leichten Entspannung der Liefer- und Materialengpässe. Zudem verbesserten sich die Wachstumsaussichten für China, nachdem dort die strikten Covid-Maßnahmen Ende 2022 wegfielen.
Risiken für Abwärtskorrekturen des prognostizierten Wachstums sehen die IWF-Volkswirte mitunter in einer Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts sowie einer langanhaltenden hohen Inflation. Die dann notwendigen Zinsanhebungen der Notenbanken könnten Verwerfungen an den Finanzmärkten auslösen und sich negativ auf die Weltwirtschaft auswirken. Außerdem könnten in China die noch nicht ausgestandene Covid-Pandemie sowie Probleme im Finanzsektor die erwartete Dynamik bremsen und das Reich der Mitte als Konjunkturlokomotive ausfallen lassen.
Für die Industriestaaten erwartet der IWF 2023 einen deutlichen Rückgang des BIP-Wachstums von 2,7 % im Vorjahr auf 1,2 %. Da Europa stark unter dem Russland-Ukraine-Konflikt leidet, prognostiziert der IWF für die Euro-Zone lediglich ein Wachstum von 0,7 %. Deutschland rangiert mit einem Wachstum von nur 0,1 % auf den hinteren Rängen. Gemäß IWF-Prognose soll die Wirtschaft in den USA 2023 um 1,4 % expandieren. Japan dürfte 2023 wegen der anhaltend niedrigen Zinsen und dem schwachen Yen unter den Industrieländern mit am stärksten wachsen. Die Prognose des IWF liegt bei einem Plus von 1,8 %.
In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird sich nach IWF-Schätzungen das Wachstum 2023 leicht auf 4,0 % verbessern (2022: + 3,9 %). Hauptverantwortlich hierfür sind Indien und China. Für die chinesische Volkswirtschaft prognostiziert der IWF für 2023 ein überdurchschnittliches BIP-Wachstum von 5,2 %, nach dem für China sehr schwachen Vorjahr (2022: + 3,0 %). Ausschlaggebend für das anziehende Wachstum ist die deutliche Lockerung der Covid-Maßnahmen und die damit einhergehende Vermeidung großflächiger Lockdowns und Produktionsunterbrechungen.
Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2023 in % (Prognose)

Quelle: IWF
Das höchste Wachstum unter den Emerging Markets dürfte, wie im Vorjahr, Indien mit einem Plus von 6,1 % verzeichnen. Weniger Dynamik erwartet der IWF für die Region Naher Osten/Zentralasien. Dort rechnen die Experten mit einem Anstieg des BIP um nur noch 3,2 % (2022: + 5,3 %), da sich das Wachstum, vor allem in Saudi-Arabien, wegen des niedrigeren Ölpreises deutlich verlangsamen wird. In Lateinamerika soll die Wirtschaft 2023 nur um 1,8 % zulegen.
Krones Kunden profitieren von stabilem Konsum
Inflationsrate weltweit 2013 bis 2021 und Prognose bis 2024 in %

* Prognose
Quelle: Statista 2023
Die Investitionsbereitschaft der Krones Kunden und damit die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Konsumfreude der Endverbraucher. Eine niedrige Arbeitslosenquote und moderate Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus. Sie stützen somit die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln und beeinflussen dadurch indirekt die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen unseres Unternehmens. Mit einer weiterhin niedrigen Arbeitslosenquote und einer gegenüber 2022 wieder rückläufigen Inflation erwarten wir insgesamt für 2023 eine stabile Konsum- und Kundennachfrage, zumal sich der private Konsum auch im schwierigen Jahr 2022 in vielen Ländern als Konjunkturstütze erwies. Der für unsere Kunden wichtige weltweite Konsum von abgefüllten Getränken soll gemäß den Zahlen von Global Data 2023 um 3,8 % steigen.
Aussichten für die Maschinen- und Anlagenbaubranche positiv
Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in %

* Schätzung
** Prognose
Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet für 2023 im Bereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen mit steigenden Umsätzen.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass die hohe Inflation, der Russland-Ukraine-Konflikt, Materialengpässe und Schwierigkeiten in der Lieferkette die Branche weiter belasten werden. Allerdings hat der Maschinen- und Anlagenbau diese Herausforderungen 2022 mit einem voraussichtlichen Produktionsplus von 1 % gut gemeistert. Daher ist der VDMA für 2023 verhalten zuversichtlich und erwartet, dass der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen im laufenden Jahr lediglich um 2 % gegenüber dem Vorjahr sinken wird - ein gemäßigter Rückgang im Vergleich zu früheren Krisen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die verschiedenen Bereiche der Branche sehr unterschiedlich entwickeln. Für den für Krones relevanten Bereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen erwartet der VDMA für 2023 Zuwächse.
Insgesamt gute Aussichten für eine positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2023
Krones startet insgesamt zuversichtlich in das Geschäftsjahr 2023. Grund hierfür ist eine anhaltend hohe Nachfrage nach Produkten und Services von Krones - trotz einer nur noch verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Es gibt weiterhin Risiken für die Weltwirtschaft und damit auch für die Geschäftsentwicklung von Krones. 2023 wird geprägt sein von relativ hoher Inflation und Zinsen sowie wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten. So ist schwer abzuschätzen, wie sich der Russland-Ukraine-Konflikt weiterentwickelt und wie die Folgen die globale Wirtschaft beeinflussen. Sollten sich die Risiken nicht stärker als derzeit erwartet auf das Wirtschaftsgeschehen auswirken, dürfte das Orderverhalten der Kunden von Krones nicht negativ beeinflusst werden und die Investitionsbereitschaft der Getränkeindustrie auf gutem Niveau bleiben. Allerdings wird der Auftragseingang von Krones 2023 unter dem auch von Nachholeffekten beeinflussten sehr hohen Vorjahreswert liegen.
Wir rechnen für 2023 insgesamt damit, dass sich der Weltmarkt für Abfüll- und Verpackungstechnik grundsätzlich gut und sich die Absatzpreise positiv entwickeln. Die Nachfrage auf den Märkten wird sich aber im Vergleich zum extrem guten Jahr 2022 insgesamt wieder normalisieren. Der Wettbewerb auf unseren Märkten sowie der Kostendruck wird auch im laufenden Geschäftsjahr hoch bleiben.
Die mittel- und langfristigen Aussichten bleiben unverändert positiv. Die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getränken und flüssigen Lebensmitteln wächst aufgrund einiger Megatrends, wie beispielsweise der steigenden Weltbevölkerung, stetig. Die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung treiben die Nachfrage nach innovativen Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen ebenfalls voran.
Die gesamtwirtschaftlichen, branchen- und unternehmensspezifischen Prognosen sind aufgrund vergleichbarer Absatz- und Beschaffungsmärkte im Wesentlichen für alle drei Segmente des Krones Konzerns zutreffend.
Alle Segmente sollen 2023 mit steigender Ertragskraft wachsen
Im laufenden Jahr wird Krones in allen drei Segmenten neben den Preissteigerungen die eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstrukturen und Effizienzsteigerung weiter umsetzen. Dies ist Grundvoraussetzung, um den konzernweit steigenden Material- und Personalkosten entgegenzuwirken.
Darüber hinaus wollen wir mit Innovationen und zukunftsfähigen Produkten und Services die Wachstumschancen, die unser Markt bietet, konzernweit nutzen. Hierbei fokussieren wir uns auf die Themenfelder Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Systemlösungen. Akquisitionen sind in allen Segmenten eine Option, um sich technologisch und regional zu stärken sowie den Kundenfokus zu erweitern.
Krones wird auch im laufenden Jahr marktgerechte Absatzpreise erzielen und diszipliniert an der eingeschlagenen Pricing-Strategie festhalten. Ziel ist es, die Ertragskraft im laufenden Jahr in allen Segmenten, unterstützt durch höhere Umsätze, zu steigern.
Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie
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| Prognose für 2023 | Ist-Wert 2022 | Prognoseanpassung für 2022 ** | Prognose für 2022 * | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum | 7 - 9 % | 14,8 % | 8 - 10 % | 5 - 7 % |
| EBITDA-Marge | 9 - 11 % | 9,5 % | 9 - 10 % | 9 - 10 % |
* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2021
** aus dem Prognosebericht der Quartalsmitteilung über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2022
Im Kernsegment »Abfüll- und Verpackungstechnologie« wird Krones neben einer weiteren Verschlankung der internen Strukturen und Prozesse auch den Global Footprint ausbauen. Zum einen wird die Produktion in Ungarn und China mit den dazugehörigen Lieferketten erweitert. Zum anderen stärken wir das weltweite Servicenetzwerk durch den gezielten Aufbau mit Beschäftigten aus den jeweiligen Regionen. Der Service-Bereich wird im laufenden Jahr zudem vom verstärkten Einsatz digitaler Lösungen profitieren.
Der starke Trend zur nachhaltigen und CO 2-sparenden Produktion bei unseren Kunden wird das Wachstum ebenfalls stützen. Hier ist Krones mit seinen ressourcenschonenden enviro Produkten sowie nachhaltigen PET-Lösungen, inclusive dem PET-Recycling, bestens positioniert. Zudem wird Krones mit seiner Linienkompetenz die Marktposition bei effizienten, zuverlässigen und leistungsstarken Abfüll- und Verpackungslinien für alle drei Behälterarten festigen und ausbauen - auch im Bereich Aseptik.
Für das Kernsegment erwartet Krones 2023 einen um 7 bis 9 % höheren Umsatz. Die EBITDA-Marge sollte bei rund 9 bis 11 % liegen.
Segment Prozesstechnologie
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| Prognose für 2023 | Ist-Wert 2022 | Prognoseanpassung für 2022 ** | Prognose für 2022 * | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum | 15 - 20 % | 23,9 % | 20 - 25 % | 10 - 15 % |
| EBITDA-Marge | 6 - 7 % | 5,5 % | 5 - 7 % | 5 - 7 % |
* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2021
** aus dem Prognosebericht der Quartalsmitteilung über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2022
Das Segment Prozesstechnologie soll 2023 den Umsatz um 15-20 % gegenüber dem Vorjahr steigern und eine EBITDA-Marge von 6 - 7 % erzielen.
Im Segment »Prozesstechnologie« liegt neben dem Brauerei- und Softdrinkbereich der Fokus auf der weiteren Erschließung neuer Märkte, wie energieeffiziente Lösungen zur Getränkeherstellung und Technologien für die Produktion alternativer Proteine. Zudem soll der Ausbau des After-Sales- und Komponenten-Geschäfts einen zusätzlichen Wachstums- und Ergebnisbeitrag liefern.
Auch in diesem Segment profitiert Krones stark vom Trend zur nachhaltigen und wirtschaftlichen Produktion bei unseren Kunden. Hier ist Krones mit seinen energieeffizienten Lösungen zur Getränkeherstellung und -behandlung sehr gut positioniert.
Durch verstärkte Verschlankung und Digitalisierung der Prozesse und Strukturen sowie einer besseren Vernetzung der weltweiten Einheiten werden wir die Kostenstrukturen in der Prozesstechnologie weiter optimieren.
Insgesamt prognostiziert Krones für das Segment Prozesstechnik für 2023 einen Umsatzzuwachs von 15 bis 20 % bei einer EBITDA-Marge von rund 6 bis 7 %.
Segment Intralogistik
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| Prognose für 2023 | Ist-Wert 2022 | Prognoseanpassung für 2022 ** | Prognose für 2022 * | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum | 10 - 15 % | 17,9 % | 13 - 16 % | 8 - 13 % |
| EBITDA-Marge | 6 -7 % | 5,9 % | 4 - 6 % | 4 - 6 % |
* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2021
** aus dem Prognosebericht der Quartalsmitteilung über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2022
Die »Intralogistik« profitiert ebenfalls vom Megatrend Nachhaltigkeit. Kunden fragen verstärkt nach Automatisierungs-Lösungen sowie Produkten, die die Arbeitsbelastung senken und somit die Arbeitssicherheit der Beschäftigten erhöhen. Regional will die Intralogistik die Präsenz vorrangig in dem dynamisch wachsenden asiatischen Markt ausbauen. Außerdem soll eine Verschiebung des Produktmix hin zu automatischen Kommissioniersystemen und autonomen mobilen Robotern die Profitabilität des Segments verbessern.
Krones plant 2023 in der Intralogistik überdurchschnittlich zu wachsen und die Profitabilität weiter zu verbessern. Der Umsatz soll um 10 % bis 15% steigen und die EBITDA-Marge zwischen 6 % bis 7 % liegen.
Krones will im Konzern 2023 bei Umsatz, EBITDA-Marge und ROCE erneut zulegen
Krones will 2023 die drei finanziellen Zielgrößen Umsatz, EBITDA-Marge und ROCE erneut steigern.
Krones ist mit einem extrem hohen Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2023 gestartet. Gleichzeitig ist das Geschäftsumfeld für Krones herausfordernd, denn es bestehen eine Reihe von Unwägbarkeiten. Hierzu zählen geopolitische Risiken in Europa und anderen Regionen der Welt sowie hohe Inflationsraten und Zinsen in vielen Ländern. Materialengpässe und Probleme in den weltweiten Lieferketten bleiben ein Unsicherheitsfaktor. Wir erwarten allerdings, dass sich die Situation auf den für Krones relevanten Beschaffungsmärkten im zweiten Halbjahr 2023 leicht entspannen könnte.
Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für Krones relevanten Märkte rechnet das Unternehmen für 2023 im Konzern mit einem Umsatzwachstum von 8 % bis 11 %.
Mit steigenden Umsätzen und der weiteren Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen will Krones die Ertragskraft im laufenden Jahr gegenüber 2022 erneut verbessern. Aufgrund der innovativen Lösungen des Unternehmens sowie der guten Projektarbeit beim Kunden ist es Krones 2022 gelungen, Preiserhöhungen durchzusetzen. Mit den höheren Preisen kann das Unternehmen künftige Kostensteigerungen kompensieren. Für 2023 prognostiziert das Unternehmen für den Konzern eine EBITDA-Marge von 9% bis 10 %.
Für die dritte Zielgröße, den ROCE (Return on Capital Employed), erwartet Krones im laufenden Jahr eine Steigerung auf 15 % - 17 %.
Krones Konzern
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| Prognose für 2023 | Ist-Wert 2022 | Prognoseanpassung für 2022 ** | Prognose für 2022 * | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum | 8 - 11 % | 15,8 % | 10 - 12 % | 5 - 8 % |
| EBITDA-Marge | 9 - 10 % | 8,9 % | 8 - 9 % | 8 - 9 % |
| ROCE | 15 - 17 % | 14,1 % | 10 - 12 % | 10 - 12 % |
* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2021
** gemäß Ad-hoc-Meldung vom 19. Oktober 2022
Ende des Prognoseberichts des Krones Konzerns
Auf Basis der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten erwartet die Krones AG für das Gesamtjahr 2023 bei einem Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Prozent-Bereich ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (ebit) im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Übernahmerelevante Angaben (Bericht gemäß § 315 a und § 289 a HGB) *
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2022 gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der Krones Aktiengesellschaft 40.000.000,00 € und war eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,27 je Aktie. Mit Ausnahme eigener Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen, sind mit allen Aktien die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Zum 31. Dezember 2022 hielt Krones keine eigenen Aktien. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre aus den Aktien ergeben sich aus den rechtlichen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG), insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff., 133 ff. und 186 AktG.
In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Aus eigenen Aktien steht der Gesellschaft kein Stimmrecht zu.
Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis reicht ein gemäß § 67c Abs. 3 AktG durch den Letztintermediär in Textform ausgestellter Nachweis über den Anteilsbesitz des Aktionärs, der der Gesellschaft vom Letztintermediär auch direkt übermittelt werden kann. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Kalendertages vor der Hauptversammlung zu beziehen.
Beschränkungen des Stimmrechts von Aktien können sich auch aus aktienrechtlichen Vorschriften wie beispielsweise aus § 136 AktG ergeben. Verstöße gegen Mitteilungspflichten im Sinne der §§ 33 Abs. 1, 38 Abs. 1 und 39 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) können dazu führen, dass nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien und auch das Stimmrecht zumindest zeitweise nicht bestehen.
Nach Kenntnis des Vorstands besteht bzw. bestand im Geschäftsjahr 2022 folgende Vereinbarung, die als Beschränkung im Sinne von § 289a Satz 1 Nr. 2 und § 315a Satz 1 Nr. 2 hgb angesehen werden kann: Herr Harald Kronseder, Herr Gunther Kronseder, die Harald Kronseder Holding GmbH, Neutraubling, die Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Neutraubling, die VMAX Stiftung, Neutraubling, Frau Nora Diepold (geb. Kronseder) und Herr Leopold Kronseder sind Parteien eines Pool-Vertrags. Die Poolmitglieder des Pool-Vertrages haben sich zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammengeschlossen (»Familie Kronseder Konsortium«), deren Zweck es ist, durch einheitliche Willensbildung der Gesellschafter und Stimmrechtsausübung in der Hauptversammlung der Krones Aktiengesellschaft sowie durch Beschränkung der beliebigen Veräußerbarkeit der durch den Pool-Vertrag gebundenen Aktien der Krones Aktiengesellschaft (a) den Einfluss der Gesellschafter (insbesondere den Einfluss der Familie Kronseder) und ihrer Rechtsnachfolger, (b) die Fortführung der Krones Aktiengesellschaft in einem nach dem Gesamtbild der wirtschaftlichen Verhältnisse zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Pool-Vertrages vergleichbaren Umfang (vergleichbarer Umsatz, vergleichbares Auftragsvolumen, vergleichbares Betriebsvermögen, vergleichbare Anzahl der Arbeitnehmer) sicherzustellen und (c) den Charakter einer Familiengesellschaft zu erhalten.
Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten: Leopold Kronseder (indirekt), Nora Diepold (geb. Kronseder) (indirekt), Gunther Kronseder (indirekt), VMAX Familienstiftung, Neutraubling (direkt und indirekt), Harald Kronseder (direkt und indirekt), Harald Kronseder Holding GmbH, Neutraubling (indirekt), Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Neutraubling (direkt und indirekt), Dr. Volker Kronseder (indirekt).
* Alle Angaben innerhalb »Übernahmerelevante Angaben« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Nach Kenntnis der Gesellschaft halten die Mitglieder des Familie Kronseder Konsortiums gemeinsam folgende Beteiligung am Grundkapital:
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| Gesamtstimmrechtsanteile | |
|---|---|
| Familie Kronseder Konsortium | 52,2 % |
Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (31. Dezember 2022) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG). Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmung der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).
Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 6, § 179 Abs. 1 AktG). Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Dementsprechend bedürfen - in Abweichung von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG - auch satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung neben der einfachen Stimmenmehrheit der Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, es sei denn, das Gesetz schreibt zwingend eine größere Mehrheit vor. Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 179 Abs. 1 Satz 2 AktG i.V.m. § 13 der Satzung). Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 ermächtigt worden, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital 2021 oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2021 entsprechend anzupassen.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 16. Mai 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (»Genehmigtes Kapital 2021«). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.
Der Vorstand ist in den in § 71 AktG gesetzlich geregelten Fällen zum Rückkauf von eigenen Aktien und zur Veräußerung zurückgekaufter Aktien befugt. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf des 12. Juni 2023 unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft erworben hat und noch besitzt oder ihr nach den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, aber auch durch Konzernunternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder der Konzernunternehmen ausgeübt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten.
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbenen eigenen Aktien neben einer Veräußerung über die Börse oder mittels eines Angebots an alle Aktionäre zu jedem zulässigen Zweck, insbesondere auch in folgender Weise zu verwenden:
1) Sie können eingezogen werden und das Grundkapital der Gesellschaft um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden Teil des Grundkapitals herabgesetzt werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
2) Sie können Dritten gegen Sachleistungen angeboten und auf diese übertragen werden.
3) Sie können gegen Barzahlung an Dritte veräußert werden, wenn der Preis, zu dem die Aktien der Gesellschaft veräußert werden, den Börsenpreis einer Aktie der Gesellschaft zum Veräußerungszeitpunkt nicht wesentlich im Sinne der §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet.
4) Sie können zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaft aus und im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandel- oder Optionsrechten verwendet werden.
Die Ermächtigung des Vorstands zur Veräußerung und sonstigen Verwendung erworbener Aktien können ganz oder bezogen auf Teilvolumina der erworbenen eigenen Aktien einmal oder mehrmals, einzeln oder zusammen, ausgenutzt werden. Die vorstehenden Ermächtigungen können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder von ihr abhängiger oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehender Unternehmen ausgeübt werden.
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter Ziffer 2) bis einschließlich 4) verwendet werden oder soweit dies, für den Fall der Veräußerung eigener Aktien an alle Aktionäre, erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszuschließen.
Die näheren Einzelheiten ergeben sich aus dem Ermächtigungsbeschluss, dessen vollständiger Wortlaut in der am 19. April 2018 im Bundesanzeiger veröffentlichten Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der Krones Aktiengesellschaft am 13. Juni 2018 unter Punkt 9 der Tagesordnung wiedergegeben ist.
Die Krones Aktiengesellschaft hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.
Abhängigkeitsbericht *
Nach §17 AktG besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zur Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling. Deshalb wird gemäß §312 AktG ein Bericht erstattet, der folgende Schlusserklärung des Vorstands enthält:
Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der Gesellschafter der Familien-GbR oder mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die Krones AG im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Berichtspflichtige Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG wurden weder getroffen noch unterlassen.
Bei den im Berichtsjahr vorgenommenen Rechtsgeschäften zwischen der Krones AG und den Gesellschaftern der Familien-GbR sowie den mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die Krones AG in jedem Einzelfall eine angemessene Gegenleistung erhalten.
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter https://www.krones.com/de/unternehmen/investor-relations/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.php abrufbar.
* Alle Angaben innerhalb »Abhängigkeitsbericht« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Neutraubling, 15. März 2023
Krones AG
Der Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Uta Anders, CFO
Thomas Ricker, CSO
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
3 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Krones übernimmt nachhaltig Verantwortung
Corporate Governance beschreibt die faktische und rechtliche Unternehmensführung und -kontrolle, welche verantwortungsvoll sowie nachhaltig orientiert erfolgen soll. Krones berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten. In der Erklärung zur Unternehmensführung berichten Vorstand und Aufsichtsrat von Krones gemäß §§ 289f, 315d Handelsgesetzbuch sowie Grundsatz 23 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 über die Corporate Governance der Gesellschaft.
Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Krones Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der Krones Aktiengesellschaft erklären gemäß § 161 AktG:
1. Die letzte Entsprechenserklärung wurde im Januar 2022 abgegeben.
Seit diesem Zeitpunkt hat die Krones Aktiengesellschaft den Empfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 16. Dezember 2019 entsprechend dem im Internet veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen, mit Ausnahme der folgenden Abweichungen:
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| ― | Der Empfehlung D.5 wird nicht entsprochen. Danach soll ein Nominierungsausschuss gebildet werden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern benennt. |
| ― | Der Empfehlung G.10 wird nicht entsprochen. Danach sollen die dem Vorstandsmitglied gewährten variablen Vergütungsbeträge von ihm unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuerbelastung überwiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Über die langfristig variablen Gewährungsbeträge soll das Vorstandsmitglied erst nach vier Jahren verfügen können. |
| ― | Der Empfehlung G. 17, wonach der höhere zeitliche Aufwand des Vorsitzenden von Aufsichtsratsausschüssen angemessen berücksichtigt werden soll, wird nicht entsprochen. |
2. Am 28. April 2022 legte die »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« eine neue Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vor, welcher durch die Bekanntmachung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 27. Juni 2022 in Kraft trat. Vorstand und Aufsichtsrat der Krones Aktiengesellschaft erklären, dass die Krones Aktiengesellschaft den Empfehlungen entspricht und auch zukünftig entsprechen wird, mit Ausnahme folgender Abweichungen:
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| ― | Der Empfehlung D.4 wird nicht entsprochen. Danach soll ein Nominierungsausschuss gebildet werden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern benennt. |
Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der Krones Aktiengesellschaftvertreten acht Mitglieder die Anteilseigner, die der Hauptversammlung Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern machen. Nach unserer Ansicht ist es aufgrund der bewährten, effizienten Zusammenarbeit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat nicht nötig, einen gesonderten Nominierungsausschuss zu bilden.
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| ― | Der Empfehlung G.10 wird nicht entsprochen. Danach sollen die dem Vorstandsmitglied gewährten variablen Vergütungsbeträge von ihm unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuerbelastung überwiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Über die langfristig variablen Gewährungsbeiträge soll das Vorstandsmitglied erst nach vier Jahren verfügen können. |
Die den Vorstandsmitgliedern gewährten variablen Vergütungsbeträge werden weder aktienbasiert gewährt, noch sind sie von den Vorstandsmitgliedern überwiegend in Aktien der Krones Aktiengesellschaft anzulegen. Aus Sicht des Aufsichtsrats ist der Aktienkurs als Indikator allein nicht ausreichend, die Leistung des Vorstands im Interesse des Unternehmens abzubilden. Die Ausgestaltung der variablen Vergütung soll vielmehr auch angemessen Rechnung tragen. Über die langfristig variablen Vergütungsbeträge kann das Vorstandsmitglied nach drei Jahren verfügen.
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| ― | Der Empfehlung G.17, wonach der höhere zeitliche Aufwand des Vorsitzenden von Aufsichtsratsausschüssen angemessen berücksichtigt werden soll, wird nicht entsprochen. |
Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Aufsichtsratsausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist. Dies gilt jedoch nicht für den Vorsitzenden des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses.
Neutraubling, Januar 2023
Für den, Vorstand
Christoph Klenk, Vorsitzender des Vorstands
Für den Aufsichtsrat
Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Ziele des Aufsichtsrats
Gemäß Empfehlung C.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten. Dabei soll der Aufsichtsrat auf Diversität achten. Das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats soll auch die Expertise zu den für das Unternehmen bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen umfassen.
In Übereinstimmung mit Empfehlung C.1 DCGK hat der Aufsichtsrat von Krones folgende Ziele benannt:
a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen (Kompetenzprofil)
Der Aufsichtsrat der Krones AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der Krones AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind. Nachhaltigkeit hat bei Krones einen hohen Stellenwert und ist ein bedeutender Teil der Unternehmensstrategie. Deshalb soll der Aufsichtsrat über entsprechende Kenntnisse zu den für Krones wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen verfügen.
Die Krones AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden. Diese beziehen sich nicht nur auf Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.
Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.
b) Vielfalt (Diversität)
Der Aufsichtsrat der Krones AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversität). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für Krones eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der Krones AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der Krones AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus acht Vertretern der Anteilseigner und acht Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also jeweils mindestens zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören. Auf Seite der Anteilseigner gehören mit Nora Diepold, Petra Schadeberg-Herrmann und Prof. Dr. Susanne Nonnast drei Frauen dem Aufsichtsrat an. Auf der Arbeitnehmerseite sind mit Dr. Verena Di Pasquale und Beate Eva Maria Pöpperl zwei Frauen im Aufsichtsrat.
c) Unabhängigkeit der Mitglieder
Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungs- oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der Krones AG, noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der Krones AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.
Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.
Gemäß der Empfehlung C.6 DCGK soll dem Aufsichtsrat auf Anteilseignerseite eine nach deren Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören. Ein Aufsichtsratsmitglied ist im Sinne dieser Empfehlung als unabhängig anzusehen, wenn es unabhängig von der Gesellschaft und deren Vorstand und unabhängig von einem kontrollierenden Aktionär ist.
Gemäß Empfehlung C.7 DCGK soll mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Im Berichtsjahr traf dies auf Volker Kronseder, Nora Diepold, Robert Friedmann, Petra Schadeberg-Herrmann, Prof. Dr. Susanne Nonnast, Norbert Samhammer, Hans-Jürgen Thaus sowie Matthias Winkler und damit auf alle Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat zu.
Gemäß Empfehlung C.9 DCGK sollen im Fall eines Aufsichtsrats mit mehr als sechs Mitgliedern mindestens zwei Anteilseignervertreter unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Im Berichtsjahr waren gemäß dieser Empfehlung bis auf Volker Kronseder und Nora Diepold alle Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig vom kontrollierenden Aktionär.
Gemäß der Empfehlung C.10 DCGK sollen der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des mit der Vorstandsvergütung befassten Ausschusses unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zudem auch unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Der Empfehlung gemäß C.10 dcgk wird bei der Krones Aktiengesellschaft vollständig entsprochen.
d) Altersgrenze
Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauffolgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.
Das Aufsichtsratsmitglied Hans-Jürgen Thaus hat das 70. Lebensjahr bereits vollendet. Seine Amtszeit endete nicht mit Ablauf der darauffolgenden Hauptversammlung. Begründung: Herr Thaus verfügt auch aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Krones AG über herausragende Kenntnisse des Marktes und des Unternehmens. Mit seiner Expertise und seinen Erfahrungen leistet er einen wertvollen Beitrag für die effiziente Aufsicht des Vorstands und den Erfolg von Krones. Darüber hinaus spricht auch im persönlichen Bereich von Herrn Thaus, wie beispielsweise die zeitliche Verfügbarkeit, nichts gegen die Abweichung von der Altersgrenze. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände gegen die Abweichung von der Geschäftsordnung.
Stand der Umsetzung der Ziele des Aufsichtsrats
Gemäß Empfehlung C.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Stand der Umsetzung der Ziele des Aufsichtsrats in Form einer Qualifikationsmatrix offengelegt werden. Dieser Empfehlung kommen wir wie folgt nach:
Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils - Anteilseignervertreter
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| Volker Kronseder | Nora Diepold | Robert Friedmann | Susanne Nonnast | Norbert Samhammer | Petra Schadeberg- Herrmann | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugehörigkeitsdauer | ||||||
| Mitglied seit | 15.06.2016 | 17.05.2021 | 13.06.2018 | 15.06.2016 | 13.06.2018 | 15.06.2011 |
| Diversität | ||||||
| Geburtsjahr | 1953 | 1988 | 1966 | 1969 | 1959 | 1967 |
| Geschlecht | männlich | weiblich | männlich | weiblich | männlich | weiblich |
| Staatsangehörigkeit | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch |
| Persönliche Eignung | ||||||
| Unabhängigkeit 1 | - | - | x | x | x | x |
| Kein Overboarding 1,2 | x | x | x | x | x | x |
| Fachliche Eignung | ||||||
| Unternehmenskontrolle 3 | x | x | x | x | x | x |
| Rechnungslegung | x | x | x | - | x | x |
| Personal 4 | x | - | x | x | x | x |
| Recht/Compliance | x | x | x | x | x | x |
| Finanzierung | x | x | x | - | x | x |
| Nachhaltigkeit | x | x | x | x | x | x |
| Digitalisierung | x | - | x | x | x | - |
| Internationale Erfahrungen | x | - | x | x | x | x |
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| Hans-Jürgen Thaus | Matthias Winkler | |
|---|---|---|
| Zugehörigkeitsdauer | ||
| Mitglied seit | 25.06.2014 | 13.06.2018 |
| Diversität | ||
| Geburtsjahr | 1949 | 1975 |
| Geschlecht | männlich | männlich |
| Staatsangehörigkeit | deutsch und österreichisch | deutsch |
| Persönliche Eignung | ||
| Unabhängigkeit 1 | x | x |
| Kein Overboarding 1,2 | x | x |
| Fachliche Eignung | ||
| Unternehmenskontrolle 3 | x | x |
| Rechnungslegung | x | x |
| Personal 4 | x | x |
| Recht/Compliance | x | x |
| Finanzierung | x | x |
| Nachhaltigkeit | x | x |
| Digitalisierung | x | x |
| Internationale Erfahrungen | x | x |
1) gemäß Definition Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK);
2) Kein Overboarding = Einhaltung der zulässigen Anzahl an Aufsichtsratsmandaten gem. DCGK;
3) umfasst wesentliche Bereiche wie Organisation, Risikomanagement, Strategie;
4) umfasst wesentliche Bereiche wie Personalführung und Personalentwicklung
x = erfüllt - = nicht erfüllt
Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils - Arbeitnehmervertreter
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| Josef Weitzer | Oliver Grober | Thomas Hiltl | Markus Hüttner | Verena Di Pasquale | Beate Eva Maria Pöpperl | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugehörigkeitsdauer | ||||||
| Mitglied seit | 01.01.2007 | 13.06.2018 | 13.06.2018 | 01.07.2020 | 25.06.2014 | 20.06.2017 |
| Diversität | ||||||
| Geburtsjahr | 1970 | 1969 | 1965 | 1972 | 1965 | 1969 |
| Geschlecht | männlich | männlich | männlich | männlich | weiblich | weiblich |
| Staatsangehörigkeit | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch | deutsch und italienisch | deutsch |
| Persönliche Eignung | ||||||
| Kein Overboarding 1,2 | x | x | x | x | x | x |
| Fachliche Eignung | ||||||
| Unternehmenskontrolle 3 | x | x | x | x | x | x |
| Rechnungslegung | x | x | x | - | x | - |
| Personal 4 | x | x | x | x | x | x |
| Recht/Compliance | x | x | x | x | x | x |
| Finanzierung | x | - | - | - | - | - |
| Nachhaltigkeit | x | - | - | x | x | x |
| Digitalisierung | x | - | - | x | x | - |
| Internationale Erfahrungen | - | - | - | - | - | - |
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| Stefan Raith | Jürgen Scholz | |
|---|---|---|
| Zugehörigkeitsdauer | ||
| Mitglied seit | 01.01.2022 | 20.06.2007 |
| Diversität | ||
| Geburtsjahr | 1972 | 1961 |
| Geschlecht | männlich | männlich |
| Staatsangehörigkeit | deutsch | deutsch |
| Persönliche Eignung | ||
| Kein Overboarding 1,2 | x | x |
| Fachliche Eignung | ||
| Unternehmenskontrolle 3 | x | x |
| Rechnungslegung | x | x |
| Personal 4 | x | x |
| Recht/Compliance | x | x |
| Finanzierung | - | x |
| Nachhaltigkeit | x | x |
| Digitalisierung | x | x |
| Internationale Erfahrungen | x | - |
1) gemäß Definition Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK);
2) Kein Overboarding = Einhaltung der zulässigen Anzahl an Aufsichtsratsmandaten gem. DCGK;
3) umfasst wesentliche Bereiche wie Organisation, Risikomanagement, Strategie;
4) umfasst wesentliche Bereiche wie Personalführung und Personalentwicklung
x = erfüllt - = nicht erfüllt
Angaben zur Zugehörigkeitsdauer der Aufsichtsratsmitglieder
Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von Krones wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin - unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer -individuell betrachten. Die Dauer der Zugehörigkeit der aktuellen Vertreter der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat ist in der jeweiligen Qualifikationsmatrix (siehe Seite 183 und 184 »Stand der Umsetzung der Ziele des Aufsichtsrats«) angegeben.
Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Die Unternehmensführung von Krones basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Beschäftigten, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.
»Compliance« steht bei Krones als Überbegriff für regelkonformes Verhalten, wobei die im Unternehmen zu befolgenden Regeln deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Sie schließen auch intern gültige Richtlinien und Vorschriften ein und berücksichtigen die moralischen Werte und Normen, die dem ethischen Verständnis von Krones entsprechen. Krones hat über die Jahre ein Compliance-Management-System aufgebaut, welches die Schwerpunkte Prävention, Erkennen sowie Reaktion enthält. Zusätzlich findet eine enge Zusammenarbeit mit den übrigen Bereichen der Corporate Governance statt, insbesondere den Bereichen Sustainability, Governance, interne Revision sowie dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem.
Das Compliance-Management-System wird von Krones kontinuierlich angepasst beziehungsweise erweitert. So führte das Unternehmen im Rahmen der Compliance-Risikoanalyse 2022 eine verpflichtende Selbstauskunft der Geschäftsführer aller nationalen und internationalen Gesellschaften des Unternehmens ein. In dieser schriftlichen Ausführung nehmen die Führungskräfte Stellung zu wichtigen Compliance-Themen wie beispielsweise Korruption und internes Kontroll- und Risikomanagementsystem.
Um die Compliance zu stärken, führte Krones 2018 ein Compliance Hinweisgeberportal ein. Über dieses Meldesystem auf der Krones Internetseite können Beschäftigte des Unternehmens und externe Personen mögliche Gesetzes- und Regelverstöße anonym melden. Das Hinweisgeberportal ist unter www.krones. com/de/unternehmen/verantwortung/krones-integrity.php zugänglich.
2019 hat Krones den bestehenden Verhaltenskodex (Code of Conduct) überarbeitet. Der Kodex enthält die konkreten Prinzipien und Grundregeln für unser Handeln, auch für unser Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Insbesondere sind die Themen Unternehmenswerte, Nachhaltigkeit, Handeln nach Gesetz und Ethik, Verantwortung in der Gesellschaft sowie der Umgang mit Wissen und Informationen im Code of Conduct beschrieben. Konkrete Beispiele zu den jeweiligen Inhalten erleichtern den Beschäftigten die Regeln des Verhaltenskodex im Alltag umzusetzen und einzuhalten. Dieser ist für den gesamten Krones Konzern gültig und in verschiedenen Sprachen verfügbar. Der Kodex ist unter https://www.krones.com/de/unternehmen/verantwortung/compliance.php zugänglich.
Das Thema Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und den Unternehmensrührungspraktiken von Krones. Es steht auch im strategischen Fokus unseres neuen Zielbildes »Solutions beyond tomorrow«. Wir prüfen alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit und ob sie den von Krones definierten Nachhaltigkeitszielen entsprechen. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Krones produziert umweltverträglich und hält die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzt alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.
Um einen objektiven Nachweis für sich selbst und seine Stakeholder zu erbringen, ließ Krones seine 2020 neu ausgelobte Klimastrategie von der unabhängigen Science Based Targets Initiative (SBTi) überprüfen. Das Ergebnis bestätigt, dass der Konzern auch aus wissenschaftlicher Sicht den richtigen Weg eingeschlagen hat: Laut SBTi tragen die Krones Klimaziele dazu bei, die globale Erderwärmung durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Daher wurden sie als ambitioniert und wirksam bewertet - und offiziell als Science Based Target deklariert. Zudem hat sich Krones im Oktober 2022 gegenüber der Science Based Targets Initiative (SBTi) verpflichtet, ein Netto-Null-Emissionsziel, das spätestens 2050 erreicht werden soll, auszurufen und von SBTi validieren zu lassen.
Um das Bekenntnis zu wirtschaftsethischen Themen auch nach außen zu kommunizieren, ist Krones bereits 2012 dem United Nation (UN) Global Compact beigetreten. Der UN Global Compact legt weltweit gültige Richtlinien für die Bereiche Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung fest und verpflichtet Unternehmen, diese einzuhalten. Die Inhalte des UN Global Compact sowie weitere Informationen sind unter www.unglobalcompact.org zu finden.
Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schafft Krones für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sicherheits- und gesundheitsgerecht und sorgen für ergonomische Arbeitsplätze.
Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Handeln. Hierfür hat Krones einen Lieferantenkodex entwickelt, der im Jahr 2020 überarbeitet wurde. Er umfasst nun die Themenbereiche Handeln nach Gesetz und Ethik, Umgang mit Wissen und Informationen, Verantwortung in der Gesellschaft sowie Selbstverpflichtung und Kontrolle. In diesen Bereichen sind die bisherigen Themen Sicherheit und Gesundheit, Umwelt, Arbeitsbedingungen sowie Compliance enthalten. Darüber hinaus finden bei ausgewählten Lieferanten regelmäßig Qualitäts und sogenannte »Social«-Audits statt, bei denen geprüft wird, ob die Lieferanten die geforderten Standards von Krones erfüllen. Das gilt nicht nur für die Lieferanten selbst, sondern auch vermehrt hinsichtlich deren Lieferkette.
Der Lieferantenkodex ist unter https://www.krones.com/de/unternehmen/compliance.php zugänglich.
Informationen zu den Unternehmensführungspraktiken enthält auch die Nichtfinanzielle Erklärung von Krones (siehe Seite 81 bis 137), die auch unter https://www.krones.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php zugänglich ist.
Diversitätskonzept, Nachfolgeplanung für den Vorstand
Für die Nachfolgeplanung und die Überwachung der Diversität sind Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Ständige Ausschuss zuständig. Bei der Vergabe einer Vorstandsposition stehen Kandidaten und Kandidatinnen im Vordergrund, die aufgrund ihrer Leistungen und Kenntnisse die bestmöglichen Voraussetzungen besitzen, um die Interessen des Unternehmens und seiner Stakeholder langfristig zu sichern. Des Weiteren wird das Diversitätskonzept bei der Vergabe der Position mitberücksichtigt. Bei diesem achtet der Aufsichtsrat bei der Besetzung einer Vorstandsposition auf die Diversität bei Berufs- und Bildungshintergrund, Alter und Geschlecht sowie internationalen Führungsqualifikationen. Das Konzept beinhaltet folgende Detailaspekte:
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| ― | Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Regelaltersgrenze festgelegt. Die Regelaltersgrenze orientiert sich an der Vollendung des 62. Lebensjahres. Er achtet darüber hinaus auf eine ausgewogene Altersstruktur. |
| ― | Mindestens zwei Mitglieder des Vorstands sollen eine technische Ausbildung haben. Mindestens zwei Mitglieder sollen zudem über internationale Führungserfahrung verfügen. Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit die bestmögliche Besetzung für den Krones Konzern, dessen Kerngeschäft und alle Stakeholder darstellen. |
| ― | Im Geschäftsjahr 2022 war der Vorstand ausschließlich mit männlichen Mitgliedern besetzt, weshalb der Frauenanteil im Vorstand im Berichtszeitraum 0 % betrug. Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 hat der Aufsichtsrat Uta Anders als Nachfolgerin von Norbert Broger zum Finanzvorstand der Krones AG bestellt. Damit erfüllt das Unternehmen die Bestimmungen gem. § 76 (Abs. 3a) Aktiengesetz. Im Rahmen des Diversitätskonzepts werden bei der Neubesetzung einer Vorstandsposition Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. |
| ― | Für die Vertragslaufzeit bei Erstbesetzung einer Vorstandsposition legte der Aufsichtsrat drei Jahre fest. |
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vorstand der Krones AG bestand im Geschäftsjahr 2022 aus fünf Mitgliedern. Die Vorstände tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 37 und 210). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich regelmäßig zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein. Die Arbeit des Vorstands, wie beispielsweise die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind in der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt.
Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus 16 Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.
Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 44, 45 und 210) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen.
Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.
Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der beispielsweise Zuständigkeiten und Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind.
Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen »Prüfungs- und Risikomanagementausschuss« sowie einen »Ständigen Ausschuss«.
Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses
Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Josef Weitzer sowie die Aufsichtsratsmitglieder Markus Hüttner, Jürgen Scholz, Hans-Jürgen Thaus und Matthias Winkler an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus.
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement und Compliance-Systems.
Gemäß Empfehlung D.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir folgende Angaben:
Hans-Jürgen Thaus, Vorsitzender des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses, verfügt als ehemaliger Finanzvorstand der Krones AG ebenso wie das Ausschussmitglied Matthias Winkler (Steuerberater und Partner einer Steuerberatungsgesellschaft) über den geforderten nötigen Sachverstand in der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.
Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses
Dem Ständigen Ausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Josef Weitzer, Markus Hüttner und Prof. Dr. Susanne Nonnast an. Vorsitzender des Ausschusses ist Volker Kronseder. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen.
Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.
Selbstbeurteilung der Arbeit des Aufsichtsrats
Gemäß Empfehlung D.12 DCGK macht der Aufsichtsrat folgende Angaben: Der Aufsichtsrat beurteilt regelmäßig die Effektivität der Arbeit des Aufsichtsrats insgesamt und seiner Ausschüsse. Kriterien sind dabei beispielsweise die Themen Organisation, Information und Kommunikation im Aufsichtsrat und den Ausschüssen. Für die Selbstbeurteilung werden auch Fragebögen verwendet. Die letzte Selbstbeurteilung fand 2021 ohne externe Unterstützung statt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die aktuellen Fragebögen an die Mitglieder des Aufsichtsrats versendet und damit die turnusgemäße Selbstbeurteilung 2023 vorbereitet.
Festlegungen nach § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz und § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz
Frauenanteil in Führungspositionen
Gemäß § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Zum 31. Dezember 2022 lag der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bei 11 %.
Diesen Wert will der Vorstand mittelfristig deutlich steigern. Bislang konnten trotz intensiver Bemühungen nur wenige vakante Führungspositionen bei Krones mit Frauen mit vergleichbarer Qualifikation besetzt werden. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass das Umfeld der Geschäftstätigkeit von Krones extrem technisch geprägt ist. Wir werden unsere Anstrengungen weiter stärken und bei der Neubesetzung von Führungspositionen Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigen. Als Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der Krones AG 15 % festgelegt. Dieses Ziel soll bis 31.12.2024 erreicht werden.
Frauenanteil im Vorstand
Seit 1. Januar 2023 besteht der Vorstand der Krones AG aus einer Frau und vier Männern. Damit liegt der Frauenanteil im Vorstand bei 20 %. Aufgrund bestehender Vertragslaufzeiten sind mittelfristig keine personellen Änderungen im Vorstand zu erwarten. Gemäß § 111 Abs. 5 i.V.m § 76 Abs. 3a AktG hat der Aufsichtsrat keine neue Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand festgelegt und folgt damit den gesetzlichen Vorgaben.
Angaben gemäß § 289f (Abs. 2) 1 a Handelsgesetzbuch
Unter https://www.krones.com/de/unternehmen/investor-relations/hauptversammlung.php Reiter 2021 sind das geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands gemäß §87a Abs. 1 und 2 Satz 1 AktG, das von der Hauptversammlung am 17. Mai 2021 gebilligt wurde, sowie der von der Hauptversammlung am 17. Mai 2021 gefasste Beschluss gemäß §113 Abs. 3 AktG über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats öffentlich zugänglich. Unter derselben Internetadresse unter dem Reiter 2023 werden der Vergütungsbericht 2022 und der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG öffentlich zugänglich gemacht.
4 JAHRESABSCHLUSS
DER KRONES AG
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
der Krones AG
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| in T€ | 2022 | 2021 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 11 | 2.070.998 | 2.341.118 | ||
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 677.673 | 113.280 | |||
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 19.552 | 16.996 | |||
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 12 | 122.060 | 148.101 | ||
| 5. Materialaufwand | |||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | - 1.265.776 | - 1.057.701 | |||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | - 372.256 | - 357.323 | |||
| - 1.638.032 | - 1.415.024 | ||||
| 6. Personalaufwand | 13 | ||||
| a) Löhne und Gehälter | - 632.377 | - 621.479 | |||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | - 132.660 | - 112.865 | |||
| - 765.037 | - 734.344 | ||||
| 7. Abschreibungen | 14 | ||||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | - 45.311 | -47.527 | |||
| b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten | - 1.980 | 0 | |||
| -47.291 | -47.527 | ||||
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | 15 | -433.742 | - 388.355 | ||
| 9. Beteiligungsergebnis | 16 | 120.138 | 74.689 | ||
| 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 17 | 253 | 408 | ||
| 11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 17 | 5.159 | 4.791 | ||
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 17 | - 6.260 | - 22.418 | ||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 17 | - 11.405 | - 23.309 | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 18 | - 6.288 | - 1.751 | ||
| 15. Ergebnis nach Steuern | 107.778 | 66.655 | |||
| 16. sonstige Steuern | 18 | - 2.760 | - 2.376 | ||
| 17. Jahresüberschuss | 105.018 | 64.279 | |||
| 18 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 150.804 | 130.754 | |||
| 19. Bilanzgewinn | 255.822 | 195.033 |
Bilanz
der Krones AG -
Aktiva
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| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1 | ||||
| 1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 20.440 | 15.825 | |||
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 34.112 | 27.046 | |||
| 54.552 | 42.871 | ||||
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 238.563 | 244.869 | |||
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 60.194 | 49.103 | |||
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 50.677 | 40.609 | |||
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 22.946 | 19.570 | |||
| 372.380 | 354.151 | ||||
| III. Finanzanlagen | 2 | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 313.496 | 299.386 | |||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 9.447 | 5.341 | |||
| 3. Beteiligungen | 0 | 34 | |||
| 322.943 | 304.761 | ||||
| 749.875 | 701.783 | ||||
| B. Umlaufvermögen | |||||
| I. Vorräte | |||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 248.850 | 178.073 | |||
| 2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 1.476.345 | 307.479 | |||
| 3. fertige Erzeugnisse und Waren | 4.237 | 585.347 | |||
| 4. geleistete Anzahlungen | 6.108 | 2.778 | |||
| 5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | - 1.110.392 | - 632.365 | |||
| 625.148 | 441.312 | ||||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3 | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 196.491 | 311.548 | |||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 323.657 | 256.953 | |||
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 59.726 | 62.478 | |||
| 579.874 | 630.979 | ||||
| III. Wertpapiere | |||||
| Sonstige Wertpapiere | 0 | 45 | |||
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 4 | 347.545 | 111.984 | ||
| 1.552.567 | 1.184.320 | ||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 6.207 | 4.494 | |||
| Bilanzsumme | 2.308.649 | 1.890.597 | |||
| Passiva | |||||
| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 | |||
| Anhang | |||||
| A. Eigenkapital | |||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 5 | ||||
| Stammaktien | 40.000 | 40.000 | |||
| II. Kapitalrücklage | 141.551 | 141.551 | |||
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 51 | 51 | |||
| 2. andere Gewinnrücklagen | 349.888 | 349.888 | |||
| 349.939 | 349.939 | ||||
| IV. Bilanzgewinn | 6 | 255.822 | 195.033 | ||
| 787.312 | 726.523 | ||||
| B. Rückstellungen | 7 | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 218.901 | 202.150 | |||
| 2. Steuerrückstellungen | 2.982 | 7.264 | |||
| 3. sonstige Rückstellungen | 317.870 | 346.929 | |||
| 539.753 | 556.343 | ||||
| C. Verbindlichkeiten | 8 | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 98 | |||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 392.094 | 296.173 | |||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 518.983 | 250.028 | |||
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 70.505 | 61.430 | |||
| 981.582 | 607.729 | ||||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 2 | 2 | |||
| Bilanzsumme | 2.308.649 | 1.890.597 |
Entwicklung des Anlagevermögens der Krones AG
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| T€ | Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2022 | U Umbuchung Zugänge | Nachaktivierung | U Umbuchung Abgänge | Stand 31.12.2022 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | |||||
| 17.822 | 6.451 | 0 | 0 | 24.273 | |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | |||||
| 186.929 | 13.873 | 152 | 10.083 | 190.871 | |
| 204.751 | 20.324 | 152 | 10.083 | 215.144 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | U 2.589 | ||||
| 454.758 | 780 | 40 | 23 | 458.144 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | U 8.112 | ||||
| 246.670 | 11.777 | 0 | 6.993 | 259.566 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | U 1.741 | ||||
| 177.481 | 23.942 | 0 | 20.080 | 183.084 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | U 12.442 | ||||
| 19.570 | 17.468 | 0 | 1.650 | 22.946 | |
| U 12.442 | U 12.442 | ||||
| 898.479 | 53.967 | 40 | 28.746 | 923.740 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 384.795 | 20.181 | 189 | 0 | 405.165 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 21.986 | 3.343 | 0 | 375 | 24.954 |
| 3. Beteiligungen | 34 | 0 | 0 | 34 | 0 |
| 406.815 | 23.524 | 189 | 409 | 430.119 | |
| U 12.442 | U 12.442 | ||||
| 1.510.045 | 97.815 | 381 | 39.238 | 1.569.003 |
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| T€ | Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2022 | Abschreibungen des Geschäftsjahres | Nachaktivierung | Z Zuschreibung Abgänge | Stand 31.12.2022 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | |||||
| 1.997 | 1.836 | 0 | 0 | 3.833 | |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | |||||
| 159.883 | 6.815 | 144 | 10.083 | 156.759 | |
| 161.880 | 8.651 | 144 | 10.083 | 160.592 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Z 233 | ||||
| 209.889 | 9.923 | 2 | 0 | 219.581 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | |||||
| 197.567 | 8.797 | 0 | 6.992 | 199.372 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Z 778 | ||||
| 136.872 | 16.290 | 0 | 19.977 | 132.407 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | |||||
| 0 | 1.650 | 0 | 1.650 | 0 | |
| Z 1.011 | |||||
| 544.328 | 36.660 | 2 | 28.619 | 551.360 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 85.409 | 6.260 | 0 | 0 | 91.669 |
| Z 1.138 | |||||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 16.645 | 0 | 0 | 0 | 15.507 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Z 1.138 | |||||
| 102.054 | 6.260 | 0 | 0 | 107.176 | |
| Z 2.149 | |||||
| 808.262 | 51.571 | 146 | 38.702 | 819.128 |
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| T€ | Buch-/Bilanzwerte | |
|---|---|---|
| Stand 31.12.2022 | Stand 31.12.2021 | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | ||
| 20.440 | 15.825 | |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||
| 34.112 | 27.046 | |
| 54.552 | 42.871 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | ||
| 238.563 | 244.869 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | ||
| 60.194 | 49.103 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | ||
| 50.677 | 40.609 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | ||
| 22.946 | 19.570 | |
| 372.380 | 354.151 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 313.496 | 299.386 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 9.447 | 5.341 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 34 |
| 322.943 | 304.761 | |
| 749.875 | 701.783 |
5 Anhang
der Krones AG
Allgemeine Angaben
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| ― | Gesetzliche Grundlagen |
Der Jahresabschluss der Krones AG ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die Krones AG mit Sitz in Neutraubling ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer HRB 2344 registriert.
Die Gesellschaft ist eine große kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 267 Abs. 3 S.2 und 264d HGB.
Die Krones AG erstellt die Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Gesamtkostenverfahren.
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| ― | Währungsumrechnung |
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs.
Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Einige Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurden zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst.
Aktiva
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten erfasst und werden planmäßig linear abgeschrieben. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht fallweise in Anspruch genommen.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch aktivierungspflichtige Gemeinkosten einbezogen.
Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen nach den geltenden rechtlichen Höchstsätzen. Bauten und bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens der Krones AG werden, soweit zulässig, degressiv, alle übrigen Anlagegüter linear abgeschrieben. Bei degressiv abgeschriebenen beweglichen Anlagegütern wird auf die lineare Abschreibung übergegangen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Da die degressive Abschreibung mit den Regelungen des BilMoG nicht mehr vereinbar ist, werden Sachanlagen, die ab dem 01.01.2010 angeschafft worden sind, ausschließlich linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagegegenstände werden auf der Grundlage folgender gruppeneinheitlicher Nutzungsdauern ermittelt:
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| Nutzungsdauer | in Jahren |
|---|---|
| Gebäude | 25 bis 50 |
| Maschinen | 5 bis 20 |
| Technische Anlagen | 5 bis 25 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 20 |
| EDV-Programme/sonstige Rechte | 3 bis 20 |
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind und der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € sofort aufwandswirksam verbucht. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250 € und nicht mehr als 1.000 € betragen, werden zu einem Pool zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der erforderlichen Abschreibungen bilanziert.
Ausleihungen sind mit dem Nominalwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen umfassen Fertigungsmaterial und -löhne sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgen Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Dieser Abschlag berücksichtigt alle bei der Aufstellung des Abschlusses erkennbaren Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer ergeben.
Im Vorjahr wurde der angearbeitete Auftragsbestand für Komplettlinien und Produktionsstätten auf Ebene der einzelnen Komponenten disaggregiert unter unfertigen Erzeugnissen, fertigen Erzeugnissen und Waren ausgewiesen. Im Geschäftsjahr werden durch den Einsatz integrierter und automatisierter Bewertungsprozesse die im Auftragsbestand befindlichen Projekte aggregiert einheitlich als unfertige Erzeugnisse ausgewiesen.
Forderungen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kredit- und Finanzierungsrisiko wird durch pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Für Forderungen und unverzinsliche Außenstände mit längeren Laufzeiten werden grundsätzlich entsprechend dem erwarteten Zahlungseingang Abzinsungen vorgenommen.
Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominal- bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Im Fall negativer Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten werden Drohverlustrückstellungen gebildet.
Im Zuge der Währungsumrechnung werden Forderungen in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet, soweit die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.
Die Bildung des aktivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.
Passiva
Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Pensionsrückstellungen für Versorgungsverpflichtungen, deren Restlaufzeit ein Jahr übersteigen, werden unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst. Anstelle der Ermittlung individueller Abzinsungssätze für jede einzelne Verpflichtung wird eine gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zulässige, pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen.
Sonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die eine Vermögensbelastung darstellen und über deren Höhe oder Zeitpunkt des Eintretens Ungewissheit besteht. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst.
Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Im Zuge der Währungsumrechnung werden Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Werte für Verbindlichkeiten aus Wechselobligo, Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien entsprechen den valutierten Beträgen am Bilanzstichtag.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Die Realisierung der Umsätze erfolgt, wenn die Leistung erbracht bzw. die Gefahr an den verkauften Produkten auf die Kunden übergegangen ist. Bei Maschinen und Anlagen erfolgt der Gefahrenübergang, sobald die Abnahme durch den Kunden erfolgt ist. Nach der Abnahme werden unwesentliche Nebenleistungen, überwiegend in Form von Nachbesserungen und Optimierungen an den Einstellungen der Maschinen und Anlagen, vorgenommen. Für diese unwesentlichen Nebenleistungen werden Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen gebildet.
Bewertungseinheiten
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die »Einfrierungsmethode«, bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die »Durchbuchungsmethode«, wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.
Erläuterung der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Aktiva
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| ― | Anlagevermögen |
Die in den Bilanzen aufgeführten Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Dabei werden die Buch-/Bilanzwerte, ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, nach dem Bruttoprinzip entwickelt.
1 Immaterielle Vermögensgegenstände
Der Zugangsbetrag betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software (T€ 13.872) sowie selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Form von Entwicklungsleistungen im Rahmen von Softwareprojekten (T€ 6.452). Dieser Betrag ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB für die Bemessung einer Ausschüttungssperre relevant. Insgesamt wurden im Berichtsjahr Mio. € 178 (Vorjahr Mio. € 174) für Forschung und Entwicklung aufgewendet.
2 Finanzanlagen
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird als Anlage zum Anhang dargestellt.
3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
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| T€ | 31.12.2022 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr | 31.12.2021 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 196.491 | 20.369 | 311.548 | 31.965 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 323.657 | 256.953 | ||
| sonstige Vermögensgegenstände | 59.726 | 1 | 62.478 | 1 |
| Gesamt | 579.874 | 20.370 | 630.979 | 31.966 |
Die Abzinsung von Altforderungen und unverzinslichen Außenstände mit längeren Laufzeiten erfolgt fristenkongruent, durchschnittlich mit einem Zinssatz von 0,52 %.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 139.440 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ 190.540 aus sonstigen Verrechnungen.
4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
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| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 1 | 1 |
| Guthaben Kreditinstitute | 347.544 | 111.983 |
| Gesamt | 347.545 | 111.984 |
5 Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital der Krones AG beträgt € 40.000.000,00.
Am Bilanzstichtag waren 31.593.072 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ausgegeben. Der rechnerische Wert jeder dieser Stückaktien beträgt € 1,27.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2016 bestand ein genehmigtes Kapital. Mit dem genehmigten Kapital ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 15. Juni 2021 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu € 10.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 ist dieses genehmigte Kapital aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital geschaffen worden.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 16. Mai 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (»Genehmigtes Kapital 2021«). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigtem Kapital 2021 oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2021 entsprechend anzupassen.
Nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG kann die Gesellschaft ermächtigt werden, eigene Aktien bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals für diese zu erwerben. Die in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 (Tagesordnungspunkt 7) beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ist am 24. Juni 2019 abgelaufen. Da zum Zeitpunkt der Einladung zur 38. Hauptversammlung am 13. Juni 2018 der Termin für die 39. Hauptversammlung noch nicht feststand und um auch nach Ablauf des 24. Juni 2019 diesbezüglich handlungsfähig zu sein, ist die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 erneut zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien ermächtigt worden. Die Ermächtigung gilt bis zum Ablauf des 12. Juni 2023. Die in der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 beschlossene Ermächtigung ist durch die erneute Ermächtigung aufgehoben worden.
Der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien darf zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Krones Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie den volumengewichteten Durchschnitt der Schlusskurse im XETRA-Handel an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der Krones Aktiengesellschaft zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden.
Die Ermächtigung kann einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden.
6 Bilanzgewinn
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| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Gewinnvortrag | 150.804 | 130.754 |
| Jahresüberschuss | 105.018 | 64.279 |
| Gesamt | 255.822 | 195.033 |
Vom Bilanzgewinn 2021 in Höhe von T€ 195.033 wurden T€ 150.804 auf neue Rechnung vorgetragen und T€ 44.230 ausgeschüttet.
Beträge im Sinne § 268 Abs. 8 HGB (Ausschüttungssperre)
Durch den Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ist ein Betrag in Höhe von T€ 20.440 entstanden.
Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen führte zu einem Betrag in Höhe von T€ 6.575.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 14.264.
7 Rückstellungen
Aufgrund einer Pensionsordnung ist den bis zum Geschäftsjahr 1999 in die Krones AG eingetretenen Mitarbeitern eine Alters-, Invaliden- und Witwenrente zugesagt. Hierbei sind folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:
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| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Bewertungsmethode | Projected Unit Credit Method | Projected Unit Credit Method |
| Berechnungsgrundlagen | »Richttafeln 2018G« von Klaus Heubeck | »Richttafeln 2018G« von Klaus Heubeck |
| Abzinsungssatz 10-jähriger Durchschnitt | 1,78 % | 1,87 % |
| Abzinsungssatz 7-jähriger Durchschnitt | 1,44 % | 1,35 % |
| Rentendynamik | 2,40 % | 2,00 % |
| Fluktuation | keine | keine |
Da die abgeschlossenen Pensionszusagen im Rahmen der allgemeinen Versorgungsordnung unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung keine Gehaltsdynamik berücksichtigt.
Der Erfüllungsbetrag der mit dem Planvermögen verrechneten Pensionsverpflichtung betrug T€ 240.696. Der Zeitwert des verrechneten Planvermögens, das ausschließlich der Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist, belief sich auf T€ 21.795, die Anschaffungskosten des verrechneten Planvermögens auf T€ 15.219. Die Differenz aus Zeitwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 6.575 ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt. Der Saldo der verrechneten Aufwendungen und Erträge betrug T€ 7.076.
Aufgrund einer Änderung des § 253 Abs. 2 HGB ist im Rahmen der Bewertung von Pensionsrückstellungen für die Ermittlung des Abzinsungssatzes bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre, sondern auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre abzustellen. Unter Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinses hätte sich zum 31.12.2022 eine Rückstellung von T€ 254.873 ergeben.
Aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen, die nicht durch Vermögen des Krones Unterstützungsfonds e. V. gedeckt sind, besteht eine Subsidiärhaftung in Höhe von T€ 12.484.
Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Steuernachzahlungen.
Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen ab. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgte fristenkongruent mit Abzinsungssätzen von 0,43 % - 1,44 %.
Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen betrugen T€ 7.076, die Bewertung erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 1,44 %.
Die Rückstellung für Verpflichtungen aus der Altersteilzeitregelung betrug T€ 43.810, die Bewertung erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 0,59 %.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten die folgenden wesentlichen Bestandteile:
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| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Personal | 138.209 | 122.470 |
| Rückstellung für noch zu erbringende Montageleistungen | 23.826 | 51.436 |
| Gewährleistungsrückstellung | 50.480 | 52.123 |
| Rückstellung für ausstehende Lieferantenrechnungen | 40.925 | 52.155 |
| Drohverlustrückstellung | 9.870 | 14.480 |
| sonstige projektbezogene Rückstellungen | 35.641 | 41.542 |
| Diverse Kundenansprüche | 13.912 | 8.167 |
| Übrige | 5.007 | 4.556 |
| Gesamt | 317.870 | 346.929 |
8 Verbindlichkeiten
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| T€ | 31.12.2022 | davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | davon Restlaufzeit größer 1 Jahr | 31.12.2021 | davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | davon Restlaufzeit größer 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 98 | 98 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 392.094 | 392.094 | 0 | 296.173 | 296.173 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüberverbundenen Unternehmen | 518.983 | 518.983 | 0 | 250.028 | 250.028 | 0 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 70.505 | 67.321 | 3.184 | 61.430 | 53.425 | 8.005 |
| Gesamt | 981.582 | 978.398 | 3.184 | 607.729 | 599.724 | 8.005 |
Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 392.094 werden T€ 123.068 im Rahmen eines Supply Chain Finance Arrangements mit einer Bank reguliert werden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 18.686 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ 500.298 aus sonstigen Verrechnungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 16.057 (Vorjahr T€ 11.909), Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren in Höhe von T€ 10.327 (Vorjahr T€ 8.965), Verbindlichkeiten aus nicht zugeordneten Zahlungseingängen in Höhe von T€ 7.849 (Vorjahr T€ 1.351), Verbindlichkeiten aus unterschriebenen Aufhebungsverträgen in Höhe von T€ 7.477 (Vorjahr T€ 21.772), sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 4.243 (Vorjahr T€ 2.347). Die Verbindlichkeiten aus unterschriebenen Aufhebungsverträgen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr wurden fristenkongruent mit Abzinsungssätzen von 0,43 % - 0,59 % abgezinst.
9 Haftungsverhältnisse
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| T€ | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Selbstbehalt | 868 | 1.401 |
| Verbindlichkeiten aus Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien | 287.332 | 223.343 |
Der Selbstbehalt resultiert aus der Forfaitierung Hermes gedeckter Geschäfte.
Bei den Verbindlichkeiten aus Patronatserklärungen (T€ 34.586), Bürgschaften und Garantien (T€ 252.746) handelt es sich um Absicherungen von Kreditlinien, die verbundenen Unternehmen durch Banken eingeräumt wurden sowie um die Absicherung von Zahlungs- und Leistungsverpflichtungen von verbundenen Unternehmen. Zudem wurden zugunsten einiger Tochtergesellschaften Patronatserklärungen zu Liquiditäts- und Kapitalausstattung abgegeben, die betragsmäßig nicht beziffert werden können.
Die Krones AG geht unter Berücksichtigung der Erkenntnisse bis zum Aufstellungszeitpunkt davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können und schätzt somit das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.
10 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| T€ | 31.12.2022 | davon fällig im 2.-5. Folgejahr | davon fällig nach dem 5. Folgejahr | 31.12.2021 | davon fällig im 2.-5. Folgejahr | davon fällig nach dem 5. Folgejahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Miet- und Leasingverträge | 71.115 | 36.279 | 1.758 | 50.893 | 22.201 | 2.195 |
| Wartungsverträge | 10.872 | 1.214 | 0 | 12.729 | 1.508 | 8 |
| Gesamt | 81.987 | 37.493 | 1.758 | 63.622 | 23.709 | 2.203 |
Miet- und Leasingverpflichtungen resultieren hauptsächlich aus dem Leasing von Datenspeichersystemen sowie aus Immobilien- und SoftwareMietverträgen.
Verpflichtungen aus Wartungsverträgen sind hauptsächlich den Bereichen EDV (Hard- und Software) sowie Bürokommunikationsgeräte zuzuordnen.
11 Umsatzerlöse
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| Aufgliederung nach Vertriebsregionen | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Deutschland | 15,1 % | 11,2 % |
| übriges Mitteleuropa | 7,5 % | 7,1% |
| Westeuropa | 17,0 % | 14,1% |
| Osteuropa/Gus | 7,9 % | 8,7% |
| Asien/Pazifik | 11,2 % | 13,0% |
| Südamerika | 5,9 % | 12,0% |
| Nord-/Zentralamerika | 14,6 % | 13,2 % |
| China | 7,1 % | 6,3% |
| Nahost/Afrika | 13,7 % | 14,4% |
12 Sonstige betriebliche Erträge
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| T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Erträge aus Währungsumrechnung | 52.582 | 27.906 |
| Periodenfremde Erträge | 29.048 | 88.948 |
| davon Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 265 | 1.124 |
| Zuschreibungen | 2.385 | 38.837 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 18.938 | 41.856 |
| davon Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen | 6.639 | 4.797 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten | 647 | 1.946 |
| davon sonstige periodenfremde Erträge | 174 | 388 |
13 Personalaufwand
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| T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Entgelte tariflich und außertariflich | 632.377 | 621.479 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 132.660 | 112.865 |
| davon für Altersversorgung | 25.379 | 7.272 |
| Gesamt | 765.037 | 734.344 |
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| Mitarbeiter*innen im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Tarifmitarbeiter*innen | 6.341 | 6.376 |
| Außertarifliche Mitarbeiter*innen | 1.735 | 1.789 |
| Gesamt | 8.076 | 8.165 |
Es befanden sich 2022 durchschnittlich 394 Mitarbeiter (Vorjahr: 431) in Ausbildung.
14 Abschreibungen
Außerplanmäßige Abschreibungen sind auf Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 102 und auf Sachanlagen in Höhe von T€ 1.724 vorgenommen worden.
15 Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Betriebsaufwendungen | 103.204 | 118.308 |
| Verwaltungsaufwendungen | 99.065 | 73.094 |
| davon aus Verlusten aus Währungsumrechnung | 47.544 | 27.360 |
| Vertriebsaufwendungen | 230.963 | 194.294 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 510 | 2.659 |
16 Beteiligungsergebnis
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| T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 121.361 | 61.579 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen | 0 | 13.110 |
| Aufwand aus Verlustübernahme von verbundenen Unternehmen | - 1.223 | 0 |
| Summe Beteiligungsergebnis | 120.138 | 74.689 |
17 Finanzergebnis
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| T€ | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 253 | 408 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| aus verbundenen Unternehmen | 1.822 | 1.122 |
| aus übrigen Unternehmen | 3.298 | 3.664 |
| aus Abzinsungen | 39 | 5 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| an verbundene Unternehmen | - 3.355 | - 1.271 |
| an übrige Unternehmen | - 860 | - 802 |
| aus Abzinsungen | - 7.190 | - 21.236 |
| Summe Zinsergebnis | - 5.993 | - 18.110 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen (sämtlich außerplanmäßig) | - 6.260 | - 22.418 |
| Finanzergebnis | - 12.253 | - 40.528 |
18 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern
Unter der Position »Steuern vom Einkommen und vom Ertrag« sind die Steuerbelastungen des Geschäftsjahres erfasst. Der Ertragsteueraufwand enthält periodenfremde Steuererträge in Höhe von T€ 1.931 sowie periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von T€ 99.
Unter den sonstigen Steuern sind Grund-, Kraftfahrzeugsteuer etc. ausgewiesen.
19 Latente Steuern
Aus temporären Bewertungsunterschieden der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aktive latente Steuern in Höhe von T€ 56.552 (Vj. T€ 52.887). Diese betreffen Unterschiede bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den sonstigen Rückstellungen. Aus einem temporären Bewertungsunterschied der immateriellen Vermögensgegenstände resultieren passive latente Steuern in Höhe von T€ 5.642 (Vj. T€ 4.368).
Die Steuern werden auf Basis der in Deutschland derzeit gültigen Steuersätze, d.h. des Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und des für die Krones AG durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes von 336 % ermittelt. Insgesamt ergibt sich so ein Ertragsteuersatz von 27,6 %.
Aufgrund des Aktivüberhangs von latenten Steuern wird von dem nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht.
Sonstige Angaben
20 Corporate Governance Kodex
Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom Januar 2023 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 ist auf der Webseite der Krones AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.
21 Mitteilungen
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| Gesamtstimmrechtsanteile | |
|---|---|
| Familie Kronseder Konsortium | 52,2 % |
Beziehungen zu nahestehenden Personen:
Die in der Meldung nach § 33ff. WpHG genannten Personen und Unternehmen üben auf Grund eines bestehenden Stimmrechtspool-Vertrages einen beherrschenden Einfluss auf die Krones AG aus.
22 Prüfungs- und Beratungsgebühren
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
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| T€ | 2022 |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 752 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 128 |
| Sonstige Beratungsleistungen | 15 |
Angaben nach der EU-Abschlussprüferverordnung
Die anderen Bestätigungsleistungen enthalten gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen von Systemen und Funktionen der Unternehmenssteuerung und -überwachung (nach nationalem Recht erforderliche Nichtprüfungsleistung), gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen in Bezug auf den Vergütungsbericht sowie nicht gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen in Bezug auf nicht finanzielle Informationen (Nichtprüfungsleistung).
23 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Zum Bilanzstichtag bestehen währungsbezogene Derivate mit einem Nominalvolumen von T€ 285.445. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Devisentermingeschäfte in den Währungen US-Dollar, Kanada-Dollar, chinesische Renminbi, japanische Yen, koreanische Won, britische Pfund, dänische Kronen, Schweizer Franken, Nigerianische Naira sowie ungarische Forint . Die Derivate weisen positive beizulegende Zeitwerte von T€ 2.159 bzw. negative beizulegende Zeitwerte von T€ 4.839 auf. Der beizulegende Zeitwert der Derivate wird auf Basis der aktuellen Referenzkurse unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge ermittelt.
Von den Derivaten ist ein Nominalvolumen von T€ 42.033 in Bewertungseinheiten einbezogen. Diese dienen der Absicherung von schwebenden Kundenaufträgen mit Laufzeiten zwischen 2023 und 2024 im Rahmen von Micro-Hedges. Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften (Laufzeit, Währung, Volumen) gleichen sich die Wertänderungen von Grund-und Sicherungsgeschäften weitgehend aus. Die Beurteilung der Effektivität erfolgt anhand der Critical-Terms-Match Methode.
24 Nach Ablauf des Geschäftsjahres
Für Krones sind nach Ende der Berichtsperiode zum 31. Dezember 2022 keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.
Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats
Gewährte und geschuldete Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2022
Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug für das Geschäftsjahr 2022 T€ 8.228 (Vorjahr: T€ 6.439).
Gewährte und geschuldete Vergütung der früheren Mitglieder des Vorstands
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.708 (Vorjahr: T€ 1.703) gewährt. Pensionsrückstellungen sind in Höhe von T€ 14.040 (Vorjahr: T€ 8.899) zurückgestellt.
Gewährte und geschuldete Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats
Die gewährte und geschuldete Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2022 T€ 869 (Vorjahr: T€ 839).
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
der Krones AG
Der Bilanzgewinn der Krones AG beträgt zum 31. Dezember 2022 € 255.821.803,86. Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 23. Mai 2023 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:
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| Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns | € 255.821.803,86 |
| Dividende € 1,75 für 31.593.072 Stammstückaktien | € 55.287.876,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | € 200.533.927,86 |
Neutraubling, 15. März 2023
Krones AG
Der Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Uta Anders, CFO
Thomas Ricker
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
Organe der Gesellschaft
Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden acht Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Acht Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.
Aufsichtsrat
Volker Kronseder
Aufsichtsratsvorsitzender
* Universitätsklinikum Regensburg
* Wirtschaftsbeirat Bayerische Landesbank
Josef Weitzer **
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Konzernbetriebsratsvorsitzender
Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Betriebsratsvorsitzender
Neutraubling
* Bay. Betriebskrankenkassen
Nora Diepold
Chief Executive Officer
NK Immobilienverwaltungs GmbH,
Regensburg
Robert Friedmann
Sprecher der Konzernführung der WÜRTH-GRUPEE
* ZF Friedrichshafen AG
Oliver Grober **
Stv. Betriebsratsvorsitzender Rosenheim
Thomas Hiltl **
Betriebsratsvorsitzender Nittenau
Markus Hüttner **
Stv. Konzern betriebsratsvorsitzender
Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Stv. Betriebsratsvorsitzender Neutraubling
Professor Dr. jur. Susanne Nonnast
Professorin
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Dr. Verena Di Pasquale **
Stv. Vorsitzende des DGB Bayern
Beate Eva Maria Pöpperl **
Freigestellte Betriebsrätin
Stefan Raith **
Leiter Business Line, Line Solutions
*re-sult AG
Norbert Samhammer
Geschäftsführer
Samhammer Holding GmbH
* Samhammer AG (bis 01.06.2022)
Petra Schadeberg-Herrmann
Geschäftsführende Gesellschafterin Krombacher Brauerei
Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG,
Krombacher Finance GmbH,
Schawei GmbH,
Diversum Holding GmbH & Co. KG
Jürgen Scholz **
1. Bevollmächtigter IG Metall
Geschäftsstelle Regensburg
* Infineon Technologies AG
Hans-Jürgen Thaus
* Maschinenfabrik Reinhausen GmbH
Matthias Winkler
Geschäftsführender Gesellschafter
WW+KN Steuerberatungsgesellschaft mbH
Geschäftsführender Gesellschafter
WW+KN Treuhand GmbH
Vorstand
Christoph Klenk
Chief Executive Officer
Norbert Broger
Chief Financial Officer
(bis 31.12.2022)
Uta Anders
Chief Financial Officer
(ab 01.01.2023)
Thomas Ricker
Chief Sales Officer
Markus Tischer
International Operations and Services
Ralf Goldbrunner
Operations
* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG
** Von der Belegschaft gewählt
Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.
Bestandteil des Anhangs
Zusammensetzung des Anteilsbesitzes am Bilanzstichtag 31.12.2022
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Eigenkapital | Anteil am Gesellschaftskapital | Ergebnis | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | % | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Inland | ||||
| Dekron GmbH, Kelkheim 1, 2 | - 9.851 | - 9.851 | 100,00 | 0 |
| Ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 1, 2 | 2.860 | 2.860 | 100,00 | 0 |
| Evoguard GmbH, Nittenau 1, 2 | 5.087 | 5.087 | 100,00 | 0 |
| Gernep GmbH Etikettiertechnik, Barbing 1, 2 | 10.241 | 10.241 | 100,00 | 0 |
| HST Maschinenbau GmbH, Dassow 1, 2 | 2.190 | 2.190 | 100,00 | 0 |
| KIC Krones Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 1, 2 | 8.700 | 8.700 | 100,00 | 0 |
| Krones Holding GmbH, Neutraubling | 35.543 | 35.543 | 100,00 | 12.622 |
| Krones Service Europe GmbH, Neutraubling 1,2 | 3.585 | 3.585 | 100,00 | 0 |
| Mabe GmbH, München-Flughafen 1, 2 | 22 | 22 | 100,00 | 0 |
| MHT Holding ag, Hochheim am Main 1 | 5.938 | 5.938 | 100,00 | 126 |
| MHT Mold & Hotrunner Technology ag, Hochheim am Main 1 | 7.477 | 7.477 | 100,00 | 1.763 |
| Milkron GmbH, Laatzen 1, 2 | - 1.780 | - 1.780 | 100,00 | 0 |
| PMR GmbH, Wackersdorf 1, 2 | 50 | 50 | 100,00 | 0 |
| Steinecker GmbH, Freising 1, 2 | 25 | 25 | 100,00 | 0 |
| Syskron GmbH, Wackersdorf 1 | 6.145 | 6.145 | 100,00 | 1.001 |
| System Logistics GmbH, Wackersdorf 1, 2 | 1.239 | 1.239 | 100,00 | 0 |
| Technologisches Institut für angewandte künstliche Intelligenz GmbH, Weiden 1 | 695 | 216 | 31,15 | 254 |
| Triacos Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab 1, 2 | 881 | 881 | 100,00 | 0 |
| Ausland | ||||
| Krones Angola - Representacoes, Comercio e Industria, lda., Luanda/Angola | 491 | 491 | 100,00 | - 847 |
| Krones Surlatina S.A., Buenos Aires/Argentinien | 197 | 197 | 100,00 | 188 |
| Krones Pacific pty Limited, Sydney/Australien | 4.824 | 4.824 | 100,00 | 1.665 |
| Krones Bangladesch Limited, Dhaka/Bangladesh | 1.481 | 1.481 | 100,00 | 564 |
| Kosme Fba Sa, Charleroi/Belgien 1 | - 3.557 | - 3.557 | 100,00 | 73 |
| S.A. Krones N.V., Louvain-La-Neuve/Belgien | 3.018 | 3.018 | 100,00 | 1.567 |
| Krones Do Brazil Ltda., Sao Paulo/Brasilien | 78.874 | 78.874 | 100,00 | 16.379 |
| Krones S.A., Sao Paulo/Brasilien | 92 | 92 | 100,00 | 2 |
| Krones Service Europe Eood, Sofia/Bulgarien 1 | 1.038 | 1.038 | 100,00 | 39 |
| Krones ChileSPA., Santiago de Chile/Chile | 2.039 | 2.039 | 100,00 | 450 |
| Krones Asia Ltd., Hongkong/VR China | - 1.503 | - 1.503 | 100,00 | 0 |
| Krones Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang/VR China | 110.929 | 110.929 | 100,00 | 26.097 |
| Krones Processing (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/VR China 1 | 758 | 758 | 100,00 | - 2.232 |
| Krones Sales (Beijing) Co. Ltd., Beijing/VR China | 424 | 424 | 100,00 | 365 |
| Krones Nordic aps, Holte/Dänemark | 5.549 | 5.549 | 100,00 | 2.092 |
| Kosme Fba SAS, Lyon/Frankreich 1 | - 7.430 | - 7.430 | 100,00 | 237 |
| Krones S.A.R.L., Viviers-Du-Lac/Frankreich | - 851 | - 851 | 100,00 | 1.437 |
| Krones UK Ltd., Bolton/Großbritannien | 21.228 | 21.228 | 100,00 | 5.601 |
| System Ltd., London/Großbritannien 1 | - 2.305 | - 1.844 | 80,00 | - 796 |
| Automata s.a., Guatemala City/Guatemala 1 | 3.796 | 3.796 | 100,00 | - 168 |
| Krones Digital Solutions India Private Limited, Bangalore/Indien 3 | 0 | 0 | 100,00 | 0 |
| Krones India PVT. Ltd., Bangalore/Indien | 12.227 | 12.227 | 100,00 | 3.679 |
| System Logistics India Private Limited, Mumbai/Indien 1 | 316 | 253 | 80,00 | 7 |
| Unicorn Industries PVT. Ltd., Secunderabad/Indien 1 | 3.637 | 3.637 | 100,00 | 645 |
| PT. Krones Machinery Indonesia, Jakarta/Indonesien | 3.606 | 3.606 | 100,00 | 629 |
| Systorelog Israel Ltd., Tel Aviv/Israel 1 | - 142 | - 114 | 80,00 | - 151 |
| Kosme S.R.L., Roverbella/Italien | 49.697 | 49.697 | 100,00 | 535 |
| Krones Italia S.R.L., Garda/Italien | 1.758 | 1.758 | 100,00 | 173 |
| Krones S.R.L., Garda (VR)/Italien | 3.683 | 3.683 | 100,00 | 7 |
| System Logistics S.P.A., Fiorano/Italien 1 | 24.167 | 19.334 | 80,00 | - 1.639 |
| Krones Japan Co. Ltd., Tokio/Japan | 6.680 | 6.680 | 100,00 | 325 |
| Krones Cambodia Co. Ltd., Phnom Penh/Kambodscha | - 15 | - 15 | 100,00 | - 6 |
| Krones Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario/Kanada | 1.164 | 1.164 | 100,00 | 451 |
| Krones Kazakhstan Too, Almaty/Kasachstan | - 1.333 | - 1.333 | 100,00 | - 1.071 |
| Krones LCS Center East Africa Ltd., Nairobi/Kenia | 15.322 | 15.322 | 100,00 | 2.198 |
| Krones Andina Ltda., Bogotá/Kolumbien | 4.588 | 4.588 | 100,00 | 2.048 |
| Krones Machinery Malaysia Sdn. bhd., Kuala Lumpur/Malaysia | 547 | 547 | 100,00 | - 30 |
| Krones North West Africa Sarl, Casablanca/Marokko 1 | - 661 | - 661 | 100,00 | 24 |
| Krones Mex S.A. de e.V., Mexiko D.f./Mexiko | 13.540 | 13.540 | 100,00 | 1.863 |
| Systemlog De Mexico s.a. de e.V., Santa Caterina, Monterrey/Mexiko 1 | 1.905 | 1.524 | 80,00 | 220 |
| Krones Myanmar Ltd., Sanchaung Township/Republic of the Union Myanmar | 30 | 30 | 100,00 | - 3 |
| Krones New Zealand Limited, Auckland/Neuseeland | 2.586 | 2.586 | 100,00 | 680 |
| Krones Nederland B.V., Bodegraven/Niederlande | 2.491 | 2.491 | 100,00 | 346 |
| Krones LCS Center West Africa Ltd., Lagos/Nigeria | 48.607 | 48.607 | 100,00 | 7.347 |
| Kosme Gesellschaft mbH, Sollenau/Österreich | 31.826 | 31.826 | 100,00 | 1.063 |
| Krones Pakistan (Private) Limited, Lahore/Pakistan | - 402 | - 402 | 100,00 | 38 |
| Krones Filipinas Inc., Taguig City/Philippinen | 1.504 | 1.504 | 100,00 | 1.197 |
| Krones Spólka z.o.o., Warschau/Polen | 1.975 | 1.975 | 100,00 | 1.156 |
| Krones Portugal Equipamentos Industriais Ltd., Barcarena/Portugal | 32 | 32 | 100,00 | - 75 |
| Krones Romania Prod. S.R.L., Bukarest/Rumänien | 585 | 585 | 100,00 | 326 |
| Krones Service Europe S.R.L., Bukarest/Rumänien 1 | 137 | 137 | 100,00 | 9 |
| Krones o.o.o., Moskau/Russische Föderation | 12.030 | 12.030 | 100,00 | 596 |
| Krones Middle East Maintenance LLC, Riad/Saudi Arabien 1 | - 19 | - 19 | 100,00 | 125 |
| System Northern Europe Ab, Malmö/Schweden 1 | 1.115 | 892 | 80,00 | 68 |
| Integrated Plastics Systems AG, Baar/Schweiz 1 | 2.570 | 2.570 | 100,00 | 386 |
| Krones AG, Buttwil/Schweiz | 7.376 | 7.376 | 100,00 | 590 |
| Krones Singapore Ltd., Singapore/Republic of Singapore | 0 | 0 | 100,00 | - 30 |
| Krones-Izumi Processing Pte Ltd., Singapore/Republic of Singapore | - 2.027 | - 1.480 | 73,00 | 208 |
| Krones Iberica, s.A.u., Barcelona/Spanien | 6.888 | 6.888 | 100,00 | 1.587 |
| System Logistics Spain sl, Castellón de la Plana/Spanien 1 | 1.086 | 869 | 80,00 | 286 |
| Krones Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg/Südafrika | 29.131 | 29.131 | 100,00 | 3.946 |
| Krones Korea Ltd., Seoul/Südkorea | 6.030 | 6.030 | 100,00 | 217 |
| Krones (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand | 76.690 | 76.690 | 100,00 | 17.365 |
| System Logistics Asia Co. Ltd., Bangkok/Thailand 1 | 1.590 | 1.272 | 80,00 | 92 |
| Konplan S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik | 16.985 | 16.985 | 100,00 | 905 |
| Krones S.R.O., Prag/Tschechische Republik | 1.518 | 1.518 | 100,00 | 361 |
| Krones Makina Sanayi ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul/Türkei | 1.399 | 1.399 | 100,00 | 269 |
| Krones Ukraine LLC., Kiew/Ukraine | 3.028 | 3.028 | 100,00 | 137 |
| Krones Hungary Kft., Debrecen/Ungarn | 47.410 | 47.410 | 100,00 | 369 |
| Krones Service Europe Kft., Budapest/Ungarn 1 | 23 | 23 | 100,00 | 0 |
| Javlyn Process Systems LLC, Rochester, New York/usA 1 | 8.416 | 8.416 | 100,00 | 1.723 |
| Krones Inc., Franklin, Wisconsin/USA | 111.941 | 111.941 | 100,00 | 42.651 |
| MHT USA LLC., Peachtree City/USA 1 | 678 | 678 | 100,00 | 80 |
| Process And Data Automation llc, Erie/USA 1 | 5.324 | 5.324 | 100,00 | 1.593 |
| R+D Custom Automation LLC, Trevor, Wisconsin,/USA 1 | 37.686 | 30.337 | 80,50 | - 262 |
| System Logistics Corporation, Arden/USA 1 | 14.506 | 11.605 | 80,00 | 9.187 |
| Trans-Market LLC, Tampa/USA 1 | 7.242 | 7.242 | 100,00 | - 1.817 |
| W.M. Sprinkmann Corporation, Waukesha/USA 1 | 366 | 366 | 100,00 | 29 |
| Maquinarias Krones de Venezuela S.A., Caracas/Venezuela | 0 | 0 | 100,00 | - 1 |
| Integrated Packaging Systems FZCO, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 1 | 25.830 | 25.830 | 100,00 | 2.858 |
| Krones Meatech fzco, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 1 | 419 | 419 | 100,00 | 399 |
| Krones Middle East AfricaFZCO, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate | 40.706 | 40.706 | 100,00 | - 4.447 |
| Krones Vietnam Co. Ltd., Ho Chi Minh City/Vietnam | 3.365 | 3.365 | 100,00 | 1.689 |
1 mittelbare Beteiligung
2 Ergebnisabführungsvertrag mit Krones Holding GmbH, Neutraubling
3 Gesellschaft in Gründung
6 WEITERE INFORMATION
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Krones AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Krones AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Krones AG beschrieben sind.«
Neutraubling, den 15. März 2023
Krones AG
Der Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Uta Anders, CFO
Thomas Ricker
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Krones Aktiengesellschaft, Neutraubling
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Krones Aktiengesellschaft, Neutraubling -bestehend aus der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022, der Bilanz zum 31. Dezember 2022, sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Krones Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Lagebericht in einem gesondert bezeichneten Abschnitt enthaltene nichtfinanzielle Erklärung, die mit der nichtfinanziellen Konzernerklärung zusammengefasst wurde, und die auf der im Lagebericht angegebenen Internetseite veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung, die Bestandteil des Lageberichts ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Die folgenden lageberichtsfremden Angaben, die zu den sonstigen Informationen zählen, haben wir nicht geprüft:
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| ― | Abschnitt »Grundlagen des Konzerns«, Unterabschnitt »Forschung und Entwicklung«, auszugsweise Darstellung einiger Innovationen unter der Überschrift »Innovative Neu- und Weiterentwicklungen - das Ergebnis erfolgreicher F&E-Aktivitäten«. |
| ― | Abschnitt »Risiko - und Chancenbericht«, Unterabschnitt »Angemessenheit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems«, Stellungnahme des Vorstands zur Angemessenheit und Wirksamkeit des gesamten internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems aufgrund der Empfehlung A.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex. |
Lageberichtsfremde Angaben im Lagebericht sind Angaben, die nicht nach §§ 289, 289a bzw. nach §§ 289b bis 289f HGB vorgeschrieben sind.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten nichtfinanziellen Erklärung, der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung sowie zu den oben genannten lageberichtsfremden Angaben ab. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden »EU-APrVO«) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
1. Periodengerechte Umsatzrealisierung bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Ein wesentlicher Teil der Umsatzerlöse der Krones Aktiengesellschaft wird aus Projekten mit Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Getränkeproduktion erwirtschaftet. Sobald die Maschinen und Anlagen abgenommen und damit der Gefahrenübergang erfolgt ist, werden die zugehörigen Umsatzerlöse erfasst.
Es besteht das Risiko, dass der Zeitpunkt des Gefahrenübergangs falsch eingeschätzt und die Umsätze aus den kundenspezifischen Aufträgen dadurch dem falschen Geschäftsjahr zugeordnet werden.
Prüferisches Vorgehen
Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die Umsatzerfassung beurteilt.
Anhand von interner Dokumentation haben wir uns mit der Erfassung des Zeitpunkts der Abnahme und damit des Gefahrenübergangs befasst. Grundlage dafür waren ausgewählte Aufträge mit Umsatzrealisierung insbesondere im November und Dezember 2022 bzw. im Januar 2023. Darüber hinaus haben wir Saldenbestätigungen von Dritten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eingeholt.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Periodenzuordnung der Umsatzrealisierung bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Die Angaben der Gesellschaft zur Erfassung der Umsatzerlöse sind im Kapitel »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden« unter dem Abschnitt »Gewinn- und Verlustrechnung« im Anhang zum Jahresabschluss dargestellt.
2. Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Die Würdigung der Beurteilung des Vorstands über die Werthaltigkeit von Anteilen und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen stellt aufgrund deren Wesentlichkeit für den Jahresabschluss sowie der Ermessensabhängigkeit der Beurteilung, ob Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Wert vorliegen, und des daraus resultierenden höheren Risikos für falsche Angaben in der Rechnungslegung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. Sofern Anzeichen für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegen, ermittelt die Gesellschaft den beizulegenden Wert für Anteile an verbundenen Unternehmen mithilfe eines Discounted Cashflow Verfahrens. Die für das Discounted Cashflow Verfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf unternehmensindividuellen Planungen, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Die Bewertung dieser Posten ist jeweils in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelüberschüsse sowie dem verwendeten Diskontierungssatz abhängig.
Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen haben wir einen aussagebezogenen Prüfungsansatz angewendet.
Wir haben das Bewertungsmodell für die Ermittlung der beizulegenden Werte, insbesondere hinsichtlich der methodischen und rechnerischen Richtigkeit, beurteilt.
Die Ableitung des risikoadjustierten Kapitalisierungszinssatzes haben wir unter Hinzuziehung unserer internen Bewertungsexperten gewürdigt, indem wir insbesondere die Peer Group hinterfragt, die Marktdaten mit externen Nachweisen abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit überprüft haben.
Annahmen zu den zukünftigen Zahlungsströmen wurden durch einen Vergleich mit den in der Vergangenheit tatsächlich erzielten Ergebnissen und aktuellen Entwicklungen der Geschäftszahlen analysiert. Bei der Würdigung der zugrunde liegenden Unternehmensplanungen haben wir uns zudem die Annahmen und Prämissen zu Wachstum und Geschäftsverlauf erläutern lassen.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich Bewertung der Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Zu den Abschreibungen auf Finanzanlagen verweisen wir auf die Angaben der Gesellschaft im Anhang im Abschnitt »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden«.
Sonstige Informationen
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung, die oben genannten lageberichtsfremden Angaben im Lagebericht, die im Lagebericht in einem gesondert bezeichneten Abschnitt enthaltene nichtfinanzielle Erklärung und ferner weitere, für den Geschäftsbericht vorgesehen Bestandteile, von denen wir eine finale Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere
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| ― | Highlights 2022 |
| ― | Kapitel 1 »An unsere Aktionäre« |
| ― | Kapitel 3 »Erklärung zur Unternehmensführung« |
| ― | Kapitel 6 »Weitere Informationen« |
aber nicht den Jahresabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB
Prüfungsurteil
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei Krones_AG_JAtLB_ESEF-2022-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts (im Folgenden auch als »ESEF-Unterlagen« bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat (»ESEF-Format«) in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden »Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts« enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt.
Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen« weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (eu) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
| ― | beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts ermöglichen. |
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 31. Mai 2022 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 7. Juni 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Abschlussprüfer der Krones Aktiengesellschaft tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Sonstiger Sachverhalt - Verwendung des Bestätigungsvermerks
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und Lagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen -sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere sind der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Udo Schuberth.
Nürnberg, 15. März 2023
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Schuberth, Wirtschaftsprüfer
Schütz, Wirtschaftsprüfer
Allgemeine Auftragsbedingungen
Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit
An die Krones AG, Neutraubling
Wir haben die im Abschnitt »Nichtfinanzielle Erklärung« des Lageberichts und des Konzernlageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung der Krones AG, Neutraubling, (im Folgenden die »Gesellschaft«), die mit der nichtfinanziellen Erklärung des Konzerns zusammengefasst ist für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 (im Folgenden die »nichtfinanzielle Erklärung«) einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.
Sonstige Verweise auf Angaben außerhalb der nichtfinanziellen Erklärung waren nicht Gegenstand unserer Prüfung. Ebenfalls nicht Gegenstand unserer Prüfung sind die in der nichtfinanziellen Erklärung genannten externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung der nichtfinanziellen Erklärung in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. §§ 289c bis 289e HGB und Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088 (im Folgenden die »EU-Taxonomieverordnung«) und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie mit deren eigenen in Abschnitt »EU-Taxonomie« der nichtfinanziellen Erklärung dargestellten Auslegung der in der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten enthaltenen Formulierungen und Begriffe.
Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung einer nichtfinanziellen Erklärung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (Manipulation der nichtfinanziellen Erklärung) oder Irrtümern ist.
Die EU-Taxonomieverordnung und die hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte enthalten Formulierungen und Begriffe, die noch erheblichen Auslegungsunsicherheiten unterliegen und für die noch nicht in jedem Fall Klarstellungen veröffentlicht wurden. Daher haben die gesetzlichen Vertreter ihre Auslegung der EU-Taxonomieverordnung und der hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte im Abschnitt »EU-Taxonomie« der nichtfinanziellen Erklärung niedergelegt. Sie sind verantwortlich für die Vertretbarkeit dieser Auslegung. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, ist die Rechtskonformität der Auslegung mit Unsicherheiten behaftet.
Unabhängigkeit und Qualitätssicherung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen eingehalten.
Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen - insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (BS WP/VBP) sowie des vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an und unterhält dementsprechend ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebender gesetzlicher und anderer rechtlicher Anforderungen umfasst.
Verantwortung des Wirtschaftsprüfers
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die nichtfinanzielle Erklärung abzugeben.
Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): »Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information«, herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. §§ 289c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt »EU-Taxonomie« der nichtfinanziellen Erklärung dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist. Nicht Gegenstand unserer Prüfung waren sonstige Verweise auf Angaben außerhalb der nichtfinanziellen Erklärung, sowie die in der nichtfinanziellen Erklärung genannten externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen.
Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir u. a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
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| ― | Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Einbindung von Stakeholdern, |
| ― | Befragung der gesetzlichen Vertreter und relevanter Mitarbeiter, die in die Aufstellung der nichtfinanziellen Erklärung einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über die auf diesen Prozess bezogenen internen Kontrollen sowie über Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung, |
| ― | Befragung von Mitarbeitern hinsichtlich der Auswahl der Themen für die nichtfinanzielle Erklärung, der Risikoeinschätzung und der Konzepte der Gesellschaft und des Konzerns für die als wesentlich identifizierten Themen, |
| ― | Befragung von Mitarbeitern der Gesellschaft und des Konzerns, die mit der Datenerfassung und -konsolidierung betraut sind, über die Methoden der Datengewinnung und -aufbereitung sowie der internen Kontrollen, soweit sie für die Prüfung der Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung relevant sind, |
| ― | Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlicher falscher Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung, |
| ― | Analytische Beurteilung von ausgewählten Angaben der nichtfinanziellen Erklärung auf Ebene der Gesellschaft und des Konzerns, |
| ― | Befragungen und Dokumenteneinsicht hinsichtlich der Erhebung und Berichterstattung von ausgewählten qualitativen Angaben und Daten, |
| ― | Beurteilung des Prozesses zur Identifikation der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivtäten sowie der entsprechenden Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung, |
| ― | Beurteilung der Darstellung der nichtfinanziellen Erklärung. |
Die gesetzlichen Vertreter haben bei der Ermittlung der Angaben gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, sind die Rechtskonformität der Auslegung und dementsprechend unsere diesbezügliche Prüfung mit Unsicherheiten behaftet.
Prüfungsurteil
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Erklärung der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i. V. m. §§ 289c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt »EU-Taxonomie« der nichtfinanziellen Erklärung dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist.
Wir geben kein Prüfungsurteil zu den sonstigen Verweisen auf Angaben außerhalb der nichtfinanziellen Erklärung sowie zu den in der nichtfinanziellen Erklärung genannten externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen ab.
Verwendungsbeschränkung für den Vermerk
Wir weisen darauf hin, dass die Prüfung für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt ist. Folglich ist er möglicherweise für einen anderen als den vorgenannten Zweck nicht geeignet. Somit ist der Vermerk nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung. Unser Prüfungsurteil ist in dieser Hinsicht nicht modifiziert.
Auftragsbedingungen und Haftung
Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 (www.de.ey.com/iIDw-Auftragsbedingungen). Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten. Dritten gegenüber übernehmen wir keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Vermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Vermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.
Eschborn, 15. März 2023
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Yvonne Meyer, Wirtschaftsprüferin
Elisabeth Hauschildt, Wirtschaftsprüferin
Kaufmännisches Glossar
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| Abschreibungen | Nutzungsbedingte Wertminderungen von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens. |
| Cashflow | Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode. |
| Corporate Governance | Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle. |
| EBITDA | Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation). |
| EBITDA-Marge | Verhältnis Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz. |
| EBIT | Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes). |
| EBT | Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes). |
| EBT-Marge | Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz. |
| Eigenkapital | Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden. |
| Free Cashflow | Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, indem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht. |
| Fremdkapital | Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten. |
| Nettoliquidität | Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. |
| ROCE | Der Return on Capital Employed (ROCE) errechnet sich aus dem Verhältnis von ebit zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung. Die Nettokapitalbindung errechnet sich aus dem Anlagevermögen (ohne Goodwill und Finanzanlagevermögen) zuzüglich Working Capital. |
| TCO | Die Total Cost of Ownership (TCO), also die Gesamtbetriebskosten, beinhalten nicht nur den Anschaffungspreis, sondern auch alle direkten und indirekten Kosten, die während der gesamten Lebens- oder Nutzungsdauer entstehen (z. B. Energiekosten, Reparatur, Wartung, Entsorgung). |
| Working Capital | Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + Vertragsvermögenswerte) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + Vertragsverbindlichkeiten). |
| Working Capital/Umsatz | Verhältnis von Working Capital zum Umsatz. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Kapital zur Finanzierung des Umsatzes eingesetzt werden muss. |
Technisches Glossar
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| Alternative Proteine | Pflanzliche Eiweiße (Proteine) werden verstärkt als Alternative zu tierischem Eiweiß (Fleisch und Milchprodukte) verzehrt. Pflanzliche (alternative) Proteine sind klimaschonender als tierisches Eiweiß. |
| Aseptische Getränkeabfüllung | Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur. |
| Bottle-to-Bottle Recycling | Verfahren, um aus gebrauchten PET-Flaschen neue PET-Flaschen herzustellen. Hierfür werden aus verwendeten Flaschen saubere PET-Flakes gewonnen, die zu Preforms (s. rechts) und anschließend zu neuen PET-Flaschen weiterverarbeitet werden. |
| Digitalisierung | Unter Digitalisierung versteht man grundsätzlich die Umwandlung von analogen Werten in digitale Daten. Diese lassen sich gegenüber analogen Werten schneller und leichter verarbeiten und austauschen. Viele neuen Technologien, wie beispielsweise Cloud-Computing, künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge (IoT), beruhen auf digitalen Daten. |
| Energy Drink | Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Taurin und Koffein. |
| enviro | enviro, das Nachhaltigkeitsprogramm von Krones, wurde 2008 gestartet und 2009 von tüv süD zertifiziert. Damit hat Krones die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. Das Programm wird kontinuierlich ausgebaut und alle Neuentwicklungen werden nach den enviro Kriterien ausgerichtet. |
| Fermentation | Als Fermentation oder Fermentierung wird in der Biotechnologie der Vorgang bezeichnet, bei dem organische Stoffe mit Hilfe von Bakterien, Pilz- und Zellkulturen oder durch den Zusatz von Enzymen umgewandelt werden. |
| Intralogistik | Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme. |
| Kreislaufwirtschaft | Die Kreislaufwirtschaft strebt die längst mögliche Nutzung von Produkten und Materialien an indem sie repariert, aufgearbeitet, wiederverwendet und recycelt werden. |
| Künstliche Intelligenz (KI) | Als Künstliche Intelligenz (KI), oftmals auch als AI (Artificial Intelligence) abgekürzt, bezeichnet man ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Automatisierung von intelligentem Verhalten und dem maschinellen Lernen befasst. Dabei werden Maschinen so programmiert, dass sie menschliche Entscheidungsstrukturen nachbilden können. |
| LitePac Top | Unter dem Namen LitePac Top bietet Krones eine plastikfreie und nachhaltige Alternative für die Sekundärverpackung (s. unten) von PET-Flaschen und Dosen. Diese Verpackungslösung setzt auf recycelbaren Karton statt auf Folie. |
| Linienkompetenz | Abfüll- und Verpackungslinien bestehen aus vielen einzelnen Maschinen und Anlagen. Krones verfügt über das Know-how, dass die einzelnen Komponenten perfekt zusammenspielen, die Linienkompetenz. |
| Nachhaltigkeit | Nachhaltigkeit oder nachhaltige Entwicklung bedeutet gemäß Definition der Bundesregierung, die Bedürfnisse der Gegenwart so zu befriedigen, dass die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden. |
| PET | Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird. |
| Preform | PET-Rohling, aus dem PET-Flaschen hergestellt (geblasen) werden. |
| rPET | Recyceltes pet. Obwohl rPET, chemisch betrachtet, identisch mit dem originären pet ist, gibt es Unterschiede in der Verarbeitung. |
| Sekundärverpackung | Als Sekundärverpackung bezeichnet man ein Packmittel, das ein bereits verpacktes Produkt umhüllt. Sie dient als Lager- und Transporthilfe und hat keinen direkten Kontakt mit dem Produkt. |
| Softdrinks | Alkoholfreie, stille oder kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke |
| Streckblasen | Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Hohlkörpern wie beispielsweise PET-Flaschen. |
Impressum
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| Herausgeber | Krones AG |
|---|---|
| Böhmerwaldstraße 5 | |
| 93073 Neutraubling | |
| Projektleitung | Olaf Scholz, |
| Leiter Investor Relations | |
| Gestaltung | Büro Benseler |
| Text | Krones AG, |
| InvestorPress GmbH | |
| Fotos | Krones AG |
Zum Zweck der besseren Lesbarkeit haben wir in diesem Geschäftsbericht vereinfachend die männliche Form verwendet.
Kontakt
Krones AG
Investor Relations Olaf Scholz Telefon +49 9401 70-1169 E-Mail [email protected] Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling Deutschland