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KRONES AG — Annual Report 2021
Apr 20, 2022
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Annual Report
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Finanzbericht: 30437247

KRONES Aktiengesellschaft
Neutraubling
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
Highlights 2021
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| ― | Märkte der Krones AG erholten sich 2021 von der Corona-Krise des Vorjahres. |
| ― | Der Umsatz 2021 blieb gegenüber dem Vorjahr stabil bei 2.341,1 Mio.€. Der Auftragseingang zog kräftig um 98,1 % auf 2.802,1 Mio. € an. |
| ― | Ertragskraftverbesserte sich deutlich. Das EBIT stieg auf 34,2 Mio.€ (Vorjahr: minus 113,8 Mio. €). |
| ― | Krones schüttet für 2021 eine Dividende je Aktie von 1,40€ (Vorjahr: 0,06 €) aus. |
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| 2021 | 2020 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio.€ | 2.341,1 | 2.341,4 | 0,0 % |
| Auftragseingang | Mio.€ | 2.802,1 | 1.414,2 | + 98,1 % |
| Auftragsbestand zum 31.12. | Mio.€ | 1.076,3 | 615,4 | + 74,9% |
| EBITDA | Mio.€ | 81,8 | - 57,7 | - |
| EBIT | Mio.€ | 34,2 | - 113,8 | - |
| EBT | Mio.€ | 68,4 | - 93,1 | - |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | Mio.€ | 64,3 | - 102,3 | - |
| Ergebnis je Aktie (Konzern nach IFRS) | € | 4,47 | - 2,52 | - |
| Dividende je Aktie | € | 1,40 * | 0,06 | - |
| Investitionen in Sachanlagen und | Mio.€ | 46,5 | 36,1 | + 10,4 Mio. € |
| immaterielle Vermögenswerte | ||||
| Cashflow ** | Mio.€ | 111,8 | - 46,2 | + 158,0 Mio. € |
| Nettoliquidität *** zum 31.12. | Mio.€ | 111,9 | 2,4 | + 109,5 Mio. € |
| Beschäftigte am 31.12. | 8.375 | 9.319 | -944 |
* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
** Jahresergebnis plus Abschreibungen
*** liquide Mittel abzüglich Finanzschulden
1 AN UNSERE AKTIONÄRE
Nachhaltig digital.
Nachdem wir im Geschäftsbericht 2020 unter dem Titel »Stärken nutzen« sechs große Stärken von Krones beschrieben haben, stellen wir im aktuellen Geschäftsbericht zwei davon näher vor: Nachhaltigkeit und Digitalisierung.
Bei den Kunden von Krones spielen beide Themen eine große Rolle. Sie wollen Ressourcen sparen und ihren C02-Fußabdruck verkleinern. Zudem können die Kunden durch die weitere Digitalisierung der Getränkefabrik Fertigungs- und Personalkosten verringern und die Effizienz der Produktion erhöhen. Daher ist es wichtig, mit innovativen Produkten und Services aus beiden Bereichen den Nutzen für den Kunden zu steigern.
Unter dem Titel »Nachhaltig digital« stellen wir in diesem Geschäftsbericht auf den folgenden Seiten Beispiele der erfolgreichen Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsaktivitäten von Krones vor.
Die Stärken von Krones

Nachhaltigkeit
Krones trägt zur Lösung von drei großen Herausforderungen der Menschheit bei
Nachhaltiges Handeln ist nicht nur verantwortungsvoll, sondern von existentieller Bedeutung. Die komplette Menschheit steht vor großen Herausforderungen. In erster Linie gilt es dem Klimawandel entgegenzuwirken, um irreversiblen Schaden abzuwenden. Gleichzeitig muss langfristig gesichert sein, dass die steigende Weltbevölkerung ausreichend mit Nahrungsmitteln versorgt wird. Ein weiteres globales Problem ist der Plastikmüll, der unsere Umwelt stark belastet.
Krones verfügt über die Technologien und das Know-how, um zur Bewältigung dieser großen Herausforderungen beizutragen. Und zwar schon im Hier und Heute. Ein Vorsprung, den wir uns durch das frühzeitige Bekenntnis zu nachhaltigem Handeln erarbeitet haben.
Weltbevölkerung ernähren
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| ― | Prozessverluste verringern |
| ― | Nahrungsmittelverschwendung reduzieren |
| ― | Alternative Proteinquellen |
Klimawandel bekämpfen
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| ― | Reduzierung von CO 2 in der Produktion |
| ― | Energieeffiziente enviro Lösungen |
| ― | Nahrungsmittelverschwendung reduzieren |
Plastikmüll vermeiden
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| ― | Recycelbare Verpackungen |
| ― | Lösungen für Kunststoffrecycling |
| ― | Kreislaufwirtschaft |
Nachhaltigkeit | Klimawandel bekämpfen
Klimaziele von Krones mit Fokus auf den Kundennutzen
Krones hat sich im Rahmen seiner Klimastrategie ehrgeizige Ziele zur Verringerung des C02-Fußabdrucks gesetzt. Wir wollen bis 2030 - ausgehend vom Basisjahr 2019 - die Treibhausgasemissionen aus Scope 1 und Scope 2 um jeweils 80 % reduzieren. Dabei handelt es sich um alle Emissionen, die bei Krones selbst verursacht werden. Beispielsweise in der Produktion oder durch den Verbrauch von bezogener Energie.
Von besonderer Bedeutung sind jedoch die Emissionen aus Scope 3, die einen Anteil von rund 98 % am gesamten Krones C02-Fußabdruck haben. Scope-3-Emissionen entstehen größtenteils durch den Betrieb unserer Produkte bei den Kunden. Mit unserem Nachhaltigkeitsprogramm enviro konnten wir diese Emissionen in den vergangenen Jahren bereits stark reduzieren. Wir werden aber weitere Einsparpotenziale identifizieren, damit unsere Anlagen noch sparsamer mit Energie und anderen Medien umgehen. Insgesamt wollen wir die Treibhausgasemissionen aus Scope 3 bis 2030 um 25 % reduzieren. Davon profitieren unsere Kunden.

* Berechnung basierend auf Quantis Suite Scope 3 Evaluator
Nachhaltigkeit | Klimawandel bekämpfen
Krones enviro - der Industriestandard für Produktnachhaltigkeit
Im Nachhaltigkeitsprogramm enviro spiegelt sich unser Anspruch wider, effiziente und umweltfreundliche Technologien für die Herstellung sicherer und hoch wertiger flüssiger Lebensmittel anzubieten - zum Vorteil unserer Kunden.
Viele Kunden von Krones haben sich ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Wir unterstützen sie dabei, diese zu erreichen. Der Schlüssel hierzu sind energieeffiziente sowie ressourcenschonende Maschinen und Anlagen. Ein zentraler Baustein unserer Produktnachhaltigkeit ist bereits seit 2008 das Nachhaltigkeitsprogramm enviro.
Mit enviro bieten wir unseren Kunden echten Mehrwert. Dank technischer Innovationen verbrauchen enviro Produkte deutlich weniger Energie, Wasser und andere Betriebsstoffe als Standardmaschinen. Die Einsparungen gehen dabei nicht zu Lasten der Leistung. Getränkehersteller erwirtschaften über die gesamte Laufzeit der Produktionsanlage höhere Ergebnisse. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen wirkt sich der geringere Ressourcenverbrauch der Anlage positiv auf den C02-Fußabdruck und die Klimabilanz der Kunden aus.
Krones hat enviro kontinuierlich weiterentwickelt. Zu Beginn trugen nur einzelne Maschinen das enviro Siegel. Mittlerweile sind komplette Systeme zertifiziert. Seit 2019 bewertet Krones auch innovative Verpackungslösungen nach enviro Kriterien, um die Umweltbelastungen von Getränke- und Lebensmittelverpackungen so gering wie möglich zu halten.
enviro als Werttreiber in der Forschung und Entwicklung
Die Entwicklungsaktivitäten bei Krones richten sich an definierten Werttreibern aus. Der Werttreiber »environmentally friendly« zielt ab auf: Niedrigste Energie- und Medienverbräuche, Zero-Waste-Produktion und nachhaltige Verpackungen.

Nachhaltigkeit | Klimawandel bekämpfen
Krones enviro ganz konkret - große Einsparung von Ressourcen
Mittlerweile sind schon viele enviro Maschinen und Anlagen in den Produktionsstätten unserer Kunden im Einsatz. Ein Beispiel hierfür ist eine PET-Abfüll- und Verpackungslinie für Softdrinks, die im Vergleich zu einer Standardlinie 22,5 % weniger Strom und 50 % weniger Wasser verbraucht. Die einzelnen Maschinen innerhalb der Linie nutzen sämtliche enviro Optionen. Beispielsweise die Streckblasmaschine Contiform 3 Pro, die aufgrund ihres innovativen Heizraums beim Aufblasen der PET-Rohlinge viel Energie einspart.
Höchstleistung mit verringertem CO 2 -Fußabdruck

Die Einweg-PET-Linie für Softdrinks in 1,5-Liter-Flaschen hat eine Leistung von 36.000 Behältern pro Stunde. Weil sie sämtliche enviro Optionen nutzt, verbraucht sie deutlich weniger Strom und Wasser als eine Standardlinie und stößt daher weniger Treibhausgasemissionen aus.
Nachhaltigkeit | Weltbevölkerung ernähren
Menschen mit alternativen Proteinen nachhaltig ernähren
Der Weltbevölkerung von rund acht Milliarden Menschen steht ein Vielfaches an Nutztieren gegenüber, die zur Ernährung der Menschen gezüchtet werden. Hierfür werden ungeheure Mengen an wertvollen Ressourcen wie beispielsweise Futter und Wasser verbraucht. Die Tierhaltung hinterlässt einen enormen globalen C02-Fußabdruck. Den Menschen alternative Proteine zur Verfügung zu stellen, ist daher ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz. Insgesamt stehen pflanzliche Proteine erst am Beginn ihrer Entwicklung, aber der technologische Fortschritt schreitet mit hohem Tempo voran.
Joghurt ohne Milch, aber mit viel Geschmack
Ein Vorzeigeprojekt, wie sich Krones im Zukunftsmarkt alternativer Proteine positioniert, findet sich in Russland. Wir haben dem Hersteller Sady Predonia die gesamte Prozesstechnik für die Herstellung von milchfreien Joghurtprodukten geliefert.
In der Milcherzeugung werden erhebliche Mengen von Treibhausgasen ausgestoßen. Der Haferjoghurt in verschiedenen Geschmacksrichtungen ist ein vollwertiger Ersatz für Joghurt auf Milchbasis. In der Prozesslinie, die wir bei Sady Predonia installiert haben, steckt das weitreichende Know-how der Krones Tochter Milkron. Alle Leistungen wie beispielsweise Vorbehandeln und Mischen der Produktbestandteile, die optimale Wärmebehandlung, Automatisierung und Lagerung stammen aus der Hand von Milkron.

Die Krones Tochter Milkron lieferte Sady Predonia für das Projekt »milchfreie Joghurt-produkte« die gesamte Prozesstechnik.
Nachhaltigkeit | Plastikmüll vermeiden
Mit Kreislaufwirtschaft Plastikmüll vermeiden
Jahr für Jahr landen acht Millionen Tonnen Plastikmüll in den globalen Meeren. Als führender Anbieter von PET-Abfüll- und Verpackungstechnik bekämpft Krones gemeinsam mit den Kunden das Plastikmüllproblem. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Krones hat hierfür die passenden Lösungen. Vom materialsparenden Verpackungsdesign über eine energiearme Behälterproduktion bis hin zur Wiederaufbereitung benutzter Kunststoffe. Eine elementare Rolle nimmt dabei unsere PET-Recyclinganlage MetaPure ein.
Bedeutung von PET-Recycling nimmt deutlich zu
In der MetaPure werden gebrauchte Kunststoff-Flaschen zuerst vorsortiert und zu sogenannten Flakes zerkleinert. Nach der Reinigung durchlaufen die Flakes das Dekontaminierungsmodul. Endprodukt des aufwendigen Prozesses ist lebensmitteltaugliches recyceltes PET (rPET), das der Getränkeindustrie als Rohstoff für neue Flaschen dient.
Wir rechnen für die kommenden Jahre mit einer deutlich anziehenden Nachfrage der Kunden nach unserer PET-Recyclinganlage MetaPure. Etwa 10 % der Kunststoff-Flaschen, die auf Krones Neu-Anlagen 2021 abgefüllt worden sind, wurden in der Metapure recycelt. Bis 2023 soll sich diese Quote auf mehr als 18 % nahezu verdoppeln.

Technologien von Krones sorgen dafür, dass die Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffverpackungen funktioniert. Ein Kernelement ist das PET-Recycling.
Digitalisierung
Krones.world - alle digitalen Services auf einer Plattform
Wir stehen erst am Anfang der digitalen Getränkefabrik. Aber immer mehr Kunden schließen sich dem digitalen Ecosystem von Krones an. Derzeit sind rund 30 % der neuen Anlagen auf unserer digitalen Plattform - Tendenz steigend.
Über unser Portal Krones.world können Anlagenbetreiber zentral auf alle digitalen Services von Krones zugreifen, ganz bequem über einen Browser, unabhängig von Ort und Endgerät. Voraussetzung ist, dass die Maschinen und Anlagen der Kunden digitale Daten in die Cloud liefern (Connected Line). Hierfür hat Krones den »Datensender« ReadyKit seit 2020 in alle neuen Linien integriert. Ältere Linien können nachgerüstet werden.
Zentraler Bestandteil von Krones.world ist die IIoT (Industrial Internet of Things)-Plattform (Seite 13). Sie sammelt alle relevanten Maschinen- und Anlagen-Daten und ist damit die Basis für viele verschiedene digitale Services, wie beispielsweise das Performance-Tool (Seite 14). Über Krones.world haben unsere Kunden auch Zugang zum Krones.shop (Seite 15) und zum digitalen Support.
Die Kunden verbessern durch die digitalen Services die Effizienz ihrer Anlagen und Maschinen und sparen Kosten. So können sie die Total Cost of Ownership (TCO) optimieren.
Ziel von Krones ist es, das gesamte Leben einer Maschine oder Anlage als digitales Full-Service-Center zu begleiten. Beginnend mit der Konfiguration in der Angebotsphase, gefolgt von der In-house-Inbetriebnahme, die man digital und remote durchführen kann. Während der Laufzeit im Betrieb analysiert unser System die Daten, erkennt Unregelmäßigkeiten und sagt Probleme vorher. Darauf basierend geben wir dem Kunden Handlungsempfehlungen und ermöglichen somit eine vorausschauende Planung der Produktion. Diese datenbasierte Produktionsoptimierung bietet Krones im Rahmen von Service-Level-Agreements, deren Automatisierungsgrad laufend ausgebaut wird.
Alle digitalen Kunden-Services entlang der Wertschöpfungskette auf einer Plattform

Digitalisierung
Mit digitalen Maschinendaten macht Krones die Getränkefabrik effizienter
Mit der eigenen IIoT (Industrial Internet of Things)-Plattform setzt Krones in der Getränke- und Liquid-Food-Industrie erneut Maßstäbe. Alle von den Maschinen gesendeten Daten werden in der Cloud gespeichert. Sowohl der Kunde als auch Krones - wenn gewünscht - können jederzeit orts- und geräteunabhängig sicher auf die Daten zugreifen.
Auf Basis der gesammelten Daten bietet Krones auf der Plattform unterschiedliche Anwendungen, sogenannte Digital Services, an. Mit deren Hilfe erhält der Kunde einen vollständigen Überblick von seiner Produktion in Echtzeit. Durch die hohe Transparenz und die intelligente Auswertung der Daten lassen sich Optimierungspotenziale erkennen und heben. Das steigert die Qualität der Produktion und senkt die Betriebskosten.
Die Digital Services werden fürjeden Kunden individuell zusammengestellt. Die einzelnen Anwendungen ergänzen sich dabei in ihrer Funktionalität, greifen nahtlos ineinander und stellen sich gegenseitig Informationen bereit. So vermeiden wir eine mehrfache Darstellung von gleichen Informationen.
Die Digital Services werden kontinuierlich weiterentwickelt und durch neue Anwendungen ergänzt. Auf der folgenden Seite stellen wir als Beispiel kurz das Performance-Tool vor.
Digitalisierung
Mit »Performance« alle wichtigen Daten auf einen Blick
Kernstück der IIoT-Plattform ist die Anwendung »Performance«. Dieses Tool stellt alle wichtigen Leistungsindikatoren (KPIs) in Echtzeit dar, wie beispielsweise die Gesamtanlageneffektivität (OEE), produzierte Einheiten, Störungen oder Geschwindigkeitsverluste. Zudem werden die Gründe für die Ausfallzeiten (Timestealer) genau aufgeschlüsselt. Dadurch lassen sich die Ursachen leichter identifizieren und die Störung schneller beheben. Insgesamt werden durch das Performance-Tool die Ausfallzeiten um bis zu 10 % verringert und die Effizienz um bis zu 5 % gesteigert.
Ausfallzeiten um bis zu 10 % reduziert.
Effizienz um bis zu 5 % gesteigert.
Digitalisierung
Krones.shop - der führende Online-Shop in der Getränke- und Liquid-Food-Industrie
Über den Krones.shop können unsere Kunden einfach und schnell Ersatzteile, Komponenten oder auch Service-Dienstleistungen für ihre Maschinen und Anlagen online bestellen. Mit Hilfe des persönlichen Nutzerprofils machen wir unseren Kunden proaktiv Angebote, die genau auf deren Maschinen- und Anlagenpark abgestimmt sind. Das steigert ihre Loyalität und Zufriedenheit.
Unsere mittlerweile mehr als 25.000 registrierten Nutzer können aus rund sechs Millionen Produkten auswählen. Neben Ersatzteilen verkauft Krones auch viele LCS Produkte wie Upgrades, Lagerhaltungspakete oder Trainings über die Online-Plattform. Bereits mehr als 15 % des LCS Geschäfts wird über den Krones.shop abgewickelt.
In Sachen Nachhaltigkeit hat der Krones.shop ebenfalls Interessantes zu bieten. Über den Shop bestellte Ersatzteile können nicht nur physisch, sondern auch digital geliefert werden. Krones schickt dem Kunden den Bauplan für das gewünschte Teil in digitaler Form und dieser druckt es dann via 3D-Drucker bei sich vor Ort aus. Das spart neben Kosten auch Transportwege und senkt somit die CO 2 -Emissionen.
Was der Krones.shop zu bieten hat:
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| ― | mehr als sechs Millionen Teile |
| ― | LCS Produkte (Upgrades, Lagerhaltungspakete, Trainings usw.) |
| ― | Downloads für 3D-Druck von Ersatzteilen |
| ― | mehr als 25.000 registrierte Nutzer |
| ― | in 181 Ländern verfügbar (mehr als Amazon) |
| ― | mehr als 30.000 Visits pro Monat |
| ― | mehr als 15 % des LCS Geschäfts läuft über den Shop |
Mehr als 25.000 registrierte Nutzer
Mehr als 30.000 Visits/Monat
Digitalisierung
Digital Services - von »Built by Krones« zu»Managed by Krones«
Die Krones.world mit der IIoT-Plattform sowie dem Krones.shop ist die Basis, um das Angebot von Krones stärker in Richtung eines servicebasierten Geschäftsmodells auszurichten. Ziel von Krones ist es, sich vom Maschinen- und Anlagenhersteller zum Manager der Getränkefabrik, also von »Built by Krones« hin zu »Managed by Krones«, zu entwickeln. Umsetzen will das Unternehmen dies über sogenannte Service Level Agreements (sla). Hierbei sichert Krones den Anlagenbetreibern fest definierte Leistungen zu, je nach Bedarf des Kunden. Krones erhält hierfür eine fixe monatliche oder jährliche Service-Pauschale. Dies hat den großen Vorteil, dass sowohl der Kunde als auch Krones eine hohe Planungssicherheit bezüglich der Serviceausgaben beziehungsweise -einnahmen haben.

Digitalisierung
Digitale Services + Krones Service-Netzwerk = unschlagbarer Kundenvorteil
Für die praktische Umsetzung der digitalen Services sind weiterhin unsere rund 3.000 Service-Beschäftigten vor Ort von entscheidender Bedeutung. In den über 100 Servicegesellschaften in mehr als 70 Ländern beraten und unterstützen sie die Kunden - auch im persönlichen Gespräch. Die Anlagenbetreiber profitieren daher nicht nur von unserem digitalen Know-how, sondern auch von unserer langjährigen, branchenübergreifenden Erfahrung und Anlagenexpertise -weltweit. Eine perfekte Kombination!
Key Facts:
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| ― | Mehr als 100 Tochtergesellschaften und Niederlassungen |
| ― | in mehr als 70 Ländern |
| ― | rund 3.000 Service-Beschäftigte weltweit |

Brief des Vorstands
»Das Krones Team kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Wir werden unsere Stärken gerade in schwierigen Zeiten nutzen.«
Christoph Klenk
Vorstandsvorsitzender
Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,
das für Krones positive Geschäftsjahr 2021 wird überschattet vom Krieg in der Ukraine. Den Einmarsch der russischen Truppen am 24. Februar 2022 in die Ukraine verurteilen wir als Bruch des Völkerrechts, der durch nichts zu entschuldigen ist. Wie sich dieser Konflikt weiterentwickelt und welche Auswirkungen er auf die Weltwirtschaft haben wird, lässt sich zum derzeitigen Zeitpunkt schwer abschätzen.
Geschäftsjahr 2021 erfolgreich abgeschlossen
2021 war das beherrschende Thema weiterhin die Covid-19-Pandemie. Diese hat sich, zumindest in den Industrieländern, durch wirksame Impfstoffe entspannt. Mithilfe der Erfahrungen, die wir seit Krisenbeginn sammeln konnten, und dem Einsatz unseres gesamten Teams waren wir auch 2021 in der Lage, unsere Kunden stets mit Produkten und Dienstleistungen in bester Qualität zu versorgen. Die gemeinsamen Anstrengungen haben sich gelohnt. Krones kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 zurückblicken.
Krones nutzt seine Stärken
Die globale Wirtschaft erholte sich 2021 vom heftigen Corona-Einbruch. Auch auf unseren Märkten zog die Nachfrage an. Sogar schneller und stärker als wir zu Jahresbeginn 2021 erwartet hatten. Krones ist strategisch gut aufgestellt und konnte deshalb die positiven Marktbedingungen nutzen. Wir verfügen über ein umfangreiches innovatives Produkt- und Dienstleistungsangebot und sind in mehr als 70 Ländern der Welt mit Standorten und eigenen Beschäftigten vertreten. Dieser breite Global Footprint ist gerade in Zeiten von Reisebeschränkungen extrem wertvoll.
Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind wichtige Wachstumstreiber
Die Covid-19-Pandemie hat die Digitalisierung beschleunigt - auch in unserer Industrie. Krones investiert seit Jahren stark in diesen zukunftsträchtigen Bereich und bietet den Kunden bereits viele digitale Produkte und Services an. Wir treiben dies weiter voran. Die digitale Getränkefabrik bietet unseren Kunden den idealen Raum, um transparent, sicher, flexibel und effizient zu produzieren. Näheres zu den Digitalisierungs-Aktivitäten von Krones finden Sie auf den Seiten 5 bis 17 des Geschäftsberichts. Dort präsentieren wir Ihnen auch interessante Informationen zum Thema Nachhaltigkeit. Ein Bereich, in dem Krones frühzeitig einen Industriestandard setzte. Heute hat Nachhaltigkeit, ebenso wie die Digitalisierung, bei unseren Kunden einen hohen Stellenwert. Beide Bereiche zählen zu den Stärken von Krones. Deshalb steht der Geschäftsbericht 2021 unter dem Motto »Nachhaltig digital«.
Strukturelle Maßnahmen wirken - Krones verbessert die Ertragskraft deutlich
Unsere Geschäfte haben 2021 kräftig angezogen. Es zeichnete sich zwar schon im vierten Quartal 2020 ab, dass die Kunden nach dem Corona-Einbruch wieder mehr investieren. Die Dynamik des Orderanstiegs überraschte uns aber positiv. Insgesamt erhöhte sich der Auftragseingang 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 31 % auf 4,3 Mrd. €. Damit hat der Wert der Bestellungen sogar das Vorkrisenniveau überschritten. Für den Umsatz gilt das noch nicht. Er stieg gegenüber dem Vorjahr um 9 % auf 3,6 Mrd. €. Sehr deutlich verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 133 Mio. € auf 313 Mio. €. Die jeweils um außerordentliche Effekte bereinigte EBITDA-Marge stieg von 6,2 % im Vorjahr auf 8,1 %. Krones hat die 2021er-Ziele für das Wachstum und das Ergebnis, die wir nach dem ersten Halbjahr bereits erhöht hatten, jeweils am oberen Rand erreicht.
Einen wesentlichen Erfolgsbeitrag leisteten die strukturellen Maßnahmen, die Krones 2019 und 2020 beschloss und 2021 weiter umsetzte. Wir haben beispielsweise die Kapazitäten angepasst und die Kostenstrukturen verbessert. Krones ist nun insgesamt flexibler aufgestellt. Wie wichtig das ist, zeigt ein Blick auf die globalen Beschaffungsmärkte. Material ist knapp und die Preise sind deutlich gestiegen. Viele Unternehmen mussten 2021 ihre Produktion wegen Materialmangel unterbrechen. Krones konnte dank seiner internationalen Einkaufsorganisation sowie flexibler Fertigungsprozesse Produktionsausfälle vermeiden. Darüber hinaus waren wir aufgrund der strategischen Maßnahmen in der Lage, die gestiegenen Material- und Frachtpreise mit Einsparungen in anderen Bereichen zumindest teilweise aufzufangen.
Aktionäre sollen Dividende von 1,40 € je Aktie erhalten
Von dem guten Ergebnis 2021 sollen auch unsere Aktionäre profitieren. Nachdem Krones im vergangenen Jahr aufgrund des negativen Konzernergebnisses die gesetzliche Mindestdividende (0,06 € je Aktie) zahlte, wollen wir für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von 1,40 € je Aktie ausschütten.
Krones blickt trotz Herausforderungen optimistisch in die Zukunft
Krones ist stabil durch die Krise 2020 gekommen und 2021 auf den profitablen Wachstumskurs zurückgekehrt. Aber wir stehen auch vor neuen internen Herausforderungen. Aufgrund des sehr hohen Auftragsbestandes und der voll ausgelasteten Produktionskapazitäten wird unseren Beschäftigten alles abverlangt, um die Maschinen und Anlagen fristgerecht für unsere Kunden fertigzustellen. Wegen der weiter angespannten Lage an den Beschaffungsmärkten und in den Lieferketten, die 2022 anhalten dürfte, ist das nicht einfach. Ich bin davon überzeugt, dass unser Team auch diese Herausforderung meistert. Hierzu ist aber auch im laufenden Geschäftsjahr wieder höchste Flexibilität gefordert.
Um den Kunden trotz der gestiegenen Materialkosten weiter innovative Produkte und Services in Top-Qualität anbieten zu können, hat Krones mit Wirkung zum 1. August 2021 die Preise für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik sowie der Prozesstechnik um 6 % erhöht. Der Auftragseingang litt nicht unter der Preiserhöhung und war auch im vierten Quartal 2021 sehr hoch.
Vorstand prognostiziert für 2022 profitables Wachstum
Trotz großer Herausforderungen gibt es gute Gründe, optimistisch auf das Geschäftsjahr 2022 und in die weitere Zukunft zu blicken. Aufgrund der positiven Marktentwicklung und der starken Position von Krones rechnet der Vorstand für 2022 mit einem im Vergleich zum Vorjahr um 5 % bis 8 % höheren Konzernumsatz. Die Ertragskraft wird von der besseren Kostenstruktur und den höheren Absatzpreisen profitieren. Jedoch ist auch eine Reihe von Unwägbarkeiten zu berücksichtigen. Hierzu zählen beispielsweise Materialengpässe und Probleme in den weltweiten Lieferketten sowie politische Risiken. Insbesondere ist schwer einzuschätzen, wie sich die Situation in der Ukraine weiterentwickelt und welche Auswirkungen dies auf die globale Wirtschaft 2022 hat. Darüber hinaus ist noch unsicher, wie sich die Covid-19-Pandemie global weiterentwickelt. Für 2022 prognostiziert Krones eine EBITDA-Marge von 8 % bis 9 %. Als dritte Zielgröße ersetzt ab dem laufenden Jahr der Return on Capital Employed (ROCE) die Kennzahl »Working Capital im Verhältnis zum Umsatz«. Für 2022 liegt unser ROCE-Ziel bei 10 % - 12 % (2021: 10,0 %).
Krones setzt sich neue ehrgeizige Mittelfristziele bis 2025
Auch über das laufende Geschäftsjahr hinaus strebt Krones profitables Wachstum an. Im November 2021 haben wir neue ehrgeizige Mittelfristziele veröffentlicht. Bis 2025 wollen wir einen Umsatz von etwa 5 Mrd. € erreichen. Neben dem organischen Wachstum von jährlich 5 % sollen hierzu auch Akquisitionen beitragen. Das Mittelfristziel für die EBITDA-Marge liegt zwischen 10 % und 13 %. Beim ROCE streben wir bis 2025 einen Wert von mindestens 20 % an.
Die Ziele können wir nur als Team erreichen
Der wesentliche Grund, weshalb wir trotz aller Herausforderungen zuversichtlich in die Zukunft blicken, sind unsere Beschäftigen. Krones verfügt über ein hochqualifiziertes internationales Team, das alle Herausforderungen engagiert angeht. Das hat es 2021 unter schwierigen Bedingungen eindrucksvoll bewiesen. Im Namen des kompletten Vorstands bedanke ich mich an dieser Stelle bei allen Beschäftigten für ihren herausragenden Einsatz im Geschäftsjahr 2021. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam als Team alle Herausforderungen meistern und die Zukunft von Krones weiter erfolgreich gestalten.
Christoph Klenk, CEO
Die Mitglieder des Vorstands
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| Markus Tischer | Ralf Goldbrunner | Christoph Klenk | Norbert Broger | Thomas Ricker |
| International Operations and Services Digitalisierung | Abfüll- und Verpackungstechnik Compact Class | CEO Intralogistik Prozesstechnik | CFO | CSO |
Bericht des Aufsichtsrats *
Volker Kronseder
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach dem coronabedingten Verlust im Vorjahr hat Krones 2021 wieder den profitablen Wachstumskurs eingeschlagen. Wesentlich hierzu beigetragen haben neben der deutlichen Erholung der Weltkonjunktur die strukturellen Maßnahmen, die der Vorstand 2019 und 2020 beschlossen hat. Vergangenes Jahr setzte Krones diese weiter um. Besonders der Abbau der Beschäftigten in Deutschland fielen Vorstand und Aufsichtsrat sehr schwer. Um den langfristigen Erfolg des Unternehmens nicht zu gefährden, war er aber leider unvermeidbar. Krones hat seit vielen Jahren bei allen wesentlichen Entscheidungen ihre nachhaltigen Auswirkungen im Fokus. Dieses Nachhaltigkeits-Prinzip werden Vorstand und Aufsichtsrat auch künftig bei allen strategischen Weichenstellungen von Krones verfolgen.
Beratung und Überwachung
Im Geschäftsjahr 2021 hat der Aufsichtsrat der Krones AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten und seine Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen.
Die aktienrechtlichen Vorschriften und Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Berichtspflicht des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat wurden dabei stets beachtet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesell schaft sowie über das Risikomanagement. Bei Entscheidungen von besonderer Bedeutung für die Krones AG und den Konzern wurde der Aufsichtsrat frühzeitig vom Vorstand informiert und eingebunden. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende sowie der Vorstandsvorsitzende standen auch zwischen den Sitzungen regelmäßig in Kontakt. Dabei erörterten sie gemeinsam Themen zur Strategie, der aktuellen Geschäftsentwicklung, der Risikolage sowie des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens.
Der Aufsichtsrat hat 2021 die Umsetzung der strukturellen Maßnahmen des Vorstands begleitet und sich regelmäßig über den aktuellen Stand informiert. Weitere Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit 2021 waren die angespannte Situation an den Beschaffungsmärkten, die Erreichung der Finanzziele für 2021, die neuen Mittelfristziele sowie die Unternehmensstrategie.
Personelle Änderungen im Aufsichtsrat
Im Aufsichtsrat kam es 2021 zu zwei Veränderungen. Auf der Seite der Anteilseigner schied Norman Kronseder mit Ablauf der Hauptversammlung am 17. Mai 2021 aus dem Aufsichtsrat aus. Für ihn wurde Nora Diepold von der Hauptversammlung neu in das Gremium gewählt. Auf der Arbeitnehmerseite endete am 31. Dezember 2021 das Mandat von Klaus Gerlach. Ihm folgte Stefan Raith als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat nach.
Keine Interessenkonflikte
Gemäß Empfehlung E.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats offenlegen. Im Berichtszeitraum wurden keine Interessenkonflikte offengelegt.
* Alle Angaben innerhalb »Bericht des Aufsichtsrats« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Präsenz bei den Aufsichtsratssitzungen
2021 fanden insgesamt fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Teilweise war der Vorstand als Gast in Sitzungen präsent. Der Aufsichtsrat tagte aber auch regelmäßig ohne den Vorstand. Gemäß der Empfehlung D.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir zur Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen folgende Angaben:
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| Aufsichtsratsmitglied | Anzahl der Sitzungen | Teilnahme an Sitzungen |
|---|---|---|
| Volker Kronseder | 5 | 5 |
| Josef Weitzer | 5 | 5 |
| Dr. phil. Verena Di Pasquale | 5 | 4 |
| Nora Diepold (seit 17. Mai 2021) | 4 | 4 |
| Robert Friedmann | 5 | 4 |
| Klaus Gerlach | 5 | 5 |
| Oliver Grober | 5 | 5 |
| Thomas Hiltl | 5 | 5 |
| Markus Hüttner | 5 | 5 |
| Norman Kronseder (bis 17. Mai 2021) | 1 | 1 |
| Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast | 5 | 5 |
| Beate Eva Maria Pöpperl | 5 | 5 |
| Norbert Samhammer | 5 | 5 |
| Petra Schadeberg-Herrmann | 5 | 5 |
| Jürgen Scholz | 5 | 4 |
| Hans-Jürgen Thaus | 5 | 4 |
| Matthias Winkler | 5 | 5 |
Berichte aus den Aufsichtsratssitzungen
Die erste Aufsichtsratssitzung 2021 fand am 24. März statt. An dieser nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von Krones teil. Finanzvorstand Norbert Broger stellte dem Aufsichtsrat die Entwicklung der wesentlichen Finanzkennzahlen des Geschäftsjahres 2020 vor. Danach erläuterten die Vertreter des Wirtschaftsprüfers dem Gremium den Prüfungsauftrag und die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses 2020 und gaben einen detaillierten Überblick über die Abschlussprüfung. Sie standen dem Aufsichtsrat für Fragen zur Verfügung und beantworteten diese umfassend. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss nahm Stellung zu den Prüfungsergebnissen. Im Anschluss stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Krones AG fest und billigte den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht.
Auf der Sitzung wurde darüber hinaus das Vergütungssystem des Vorstands und Aufsichtsrats beschlossen und zur Billigung durch die Hauptversammlung freigegeben. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Verlängerung der Vorstandsmandate von Christoph Klenk, Markus Tischer und Ralf Goldbrunner jeweils bis 31. Dezember 2026. Zudem wurden dem Gremium die Ergebnisse der Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit mitgeteilt.
Darüber hinaus stellte der Aufsichtsratsvorsitzende dem Gremium die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2021 vor. Auf dieser war neben dem Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2020 die Wahl von Nora Diepold als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat ein wesentlicher Punkt. Anschließend verabschiedete der Aufsichtsrat die Tagesordnung für die Hauptversammlung. Im Bericht zum Geschäftsverlauf erläuterte der Vorstand dem Gremium die aktuellen Rahmenbedingungen und die Maßnahmen zur Erreichung der Finanzziele 2021.
Am 17. Mai fand die virtuelle Hauptversammlung von Krones statt, nach der sich der Aufsichtsrat zu seiner zweiten und konstituierenden Sitzung traf. Der Aufsichtsratsvorsitzende Volker Kronseder verabschiedete das langjährige Gremiumsmitglied Norman Kronseder und dankte ihm für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Norman Kronseder war seit 1991 für die Anteilseigner im Aufsichtsrat tätig und schied mit Beendigung der Hauptversammlung aus dem Gremium aus. Für ihn wählte die Hauptversammlung Nora Diepold, die Volker Kronseder auf ihrer ersten Gremiumssitzung herzlich begrüßte, in den Aufsichtsrat. Der ausgeschiedene Aufsichtsrat Norman Kronseder war auch Mitglied des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses sowie des Ständigen Ausschusses. Auf der konstituierenden Sitzung wurde festgelegt, dass Matthias Winkler die Stelle von Norman Kronseder im Prüfungs- und Risikomanagementausschuss einnimmt. Die freigewordene Stelle im Ständigen Ausschuss wurde mit Prof. Dr. Jur. Susanne Nonnast besetzt. Im wirtschaftlichen Bericht erläuterte der Vorstand dem Gremium die aktuelle Geschäftslage und die wichtigsten Zahlen des ersten Quartals 2021.
Die dritte Aufsichtsratssitzung 2021 fand am 21. Juli statt. Ein wesentliches Thema der Sitzung war die Situation auf den Beschaffungsmärkten, die von allgemeinen Lieferkettenproblemen und Preissteigerungen geprägt war. Der Vorstand erläuterte dem Aufsichtsrat unter anderem die Maßnahmen, mit denen Krones auf die angespannte Lage auf den Beschaffungsmärkten reagiert. Ein weiteres Thema der Sitzung waren anstehende Änderungen in der Unternehmensorganisation. Im wirtschaftlichen Bericht informierten die für die einzelnen Geschäftsbereiche verantwortlichen Vorstände das Gremium darüber, wie sich diese im ersten Halbjahr 2021 entwickelten.
Auf seiner vierten Sitzung 2021, die am 22. September stattfand, befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Unternehmensstrategie und der künftigen Ausrichtung von Krones. Zudem informierte der Vorstand das Gremium über die aktuelle Geschäftslage, insbesondere über die Lieferantensituation und Verfügbarkeit von Materialien. Der Vorstand erläuterte, dass die herausfordernde Lage auf den Beschaffungsmärkten die Erreichung der Finanzziele 2021 nicht gefährdet. Stark an Bedeutung zugenommen hat das Thema Cybersecurity. Viele Unternehmen sind bereits Opfer von Cyberangriffen geworden. IT-Experten informierten den Aufsichtsrat über den aktuellen Stand und Weiterentwicklungen der Sicherheitsmaßnahmen bei Krones. Es ging dabei sowohl um die eigenen IT-Systeme und Produktionsanlagen, als auch um die Produkte von Krones.
Am 7. Dezember kam der Aufsichtsrat zu seiner fünften Sitzung 2021 zusammen. Ein wesentlicher Punkt auf der Tagesordnung war der Bericht des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses (PRM) mit den Themen Risikomanagement, Interne Revision sowie Compliance. Hierzu erläuterte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Josef Weitzer die Inhalte der PRM-Sitzung vom 17.11.2021 und die Erkenntnisse zum Risikomanagementsystem und dessen Wirksamkeit. Er zeigte dem Aufsichtsrat eine detaillierte Darstellung der strategischen Risiken und erklärte, dass aus Sicht des PRM das Risikomanagementsystem von Krones die Risiken angemessen darstellt. Außerdem befasste sich das Gremium mit der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz. Ein weiteres Thema der fünften Aufsichtsratssitzung war der wirtschaftliche Bericht des Vorstands mit der Jahres- und Investitionsplanung 2022. Die fünfte Sitzung 2021 war das letzte Aufsichtsratstreffen, an dem Klaus Gerlach teilnahm. Er war seit 2012 als Arbeitnehmervertreter im Gremium und trat Ende 2021 in den Ruhestand ein. Volker Kronseder bedankte sich im Namen des gesamten Aufsichtsrats bei Herrn Gerlach für die langjährige gute Zusammenarbeit.
Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses
Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören Volker Kronseder, Josef Weitzer, Hans-Jürgen Thaus, Norman Kronseder (bis 17. Mai 2021), Jürgen Scholz, Markus Hüttner und Matthias Winkler (seit 17. Mai 2021) an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus. Herr Thaus (ehemaliger Finanzvorstand der Krones AG) und Matthias Winkler (Steuerberater und Partner einer Steuerberatungsgesellschaft) verfügen über den gesetzlich geforderten nötigen Sachverstand in der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht die Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie die Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die die Qualität des Abschlusses und die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss hielt 2021 drei Sitzungen ab. Gemäß der Empfehlung D.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir zur Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Prüfungs- und Risikomanagementausschuss an den Sitzungen folgende Angaben:
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| Ausschussmitglied | Anzahl der Sitzungen | Teilnahme an Sitzungen |
|---|---|---|
| Hans-Jürgen Thaus | 3 | 2 |
| Josef Weitzer | 3 | 3 |
| Markus Hüttner | 3 | 3 |
| Norman Kronseder (bis 17. Mai 2021) | 1 | 1 |
| Volker Kronseder | 3 | 3 |
| Jürgen Scholz | 3 | 2 |
| Matthias Winkler (seit 17. Mai 2021) | 2 | 2 |
Am 18. März fand die erste Sitzung statt, auf der der Ausschuss im Wesentlichen die Bilanz feststellende Aufsichtsratssitzung vorbereitete. Hierzu präsentierten Vertreter des Wirtschaftsprüfers von Krones dem Ausschuss einen detaillierten Bericht zur Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. Dieser beinhaltete den Prüfungsumfang sowie die Inhalte und Schwerpunkte der Abschlussprüfung. Die Mitglieder des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses beschlossen einstimmig, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Jahresabschluss und Lagebericht der Krones AG für das Geschäftsjahr 2020 festzustellen und den Konzernabschluss und den Lagebericht des Konzerns 2020 zu billigen. Ein weiterer Tagesordnungspunkt der ersten Sitzung war der Nichtfinanzielle Bericht für das Geschäftsjahr 2020. Die Mitglieder des Ausschusses beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Nichtfinanziellen Bericht 2020 zu billigen.
Zur zweiten Sitzung 2021 traf sich der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss am 28. Juni. Auf dieser befasste sich das Gremium mit der aktuellen Geschäftsentwicklung sowie den Lieferanten- und Lieferbedingungen.
Die dritte Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fand am 17. November statt. Auf dieser informierten die Leiter des Controllings, der Internen Revision sowie der Compliance die Ausschussmitglieder ausführlich über die aktuelle Risikosituation, die interne Revision sowie über das Compliance Management. Desweiteren befasste sich der Ausschuss in der Sitzung mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems.
Arbeit des Ständigen Ausschusses
Dem Ständigen Ausschuss gehören Volker Kronseder, Josef Weitzer, Norman Kronseder (bis 17. Mai 2021), Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast (seit 17. Mai 2021) und Markus Hüttner an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Volker Kronseder. Das Gremium befasst sich grundsätzlich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen zum Beispiel die Personalstrategie sowie die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.
2021 fanden drei Sitzungen des Ständigen Ausschusses statt. Gemäß der Empfehlung D.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir zur Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Ständigen Ausschusses an den Sitzungen folgende Angaben:
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| Ausschussmitglied | Anzahl der Sitzungen | Teilnahme an Sitzungen |
|---|---|---|
| Volker Kronseder | 3 | 3 |
| Josef Weitzer | 3 | 3 |
| Markus Hüttner | 3 | 3 |
| Norman Kronseder (bis 17. Mai 2021) | 1 | 1 |
| Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast (seit 17. Mai 2021) | 2 | 2 |
Auf der ersten Sitzung am 18. Februar befasste sich der Ständige Ausschuss mit der Weiterentwicklung des Vergütungssystems für den Vorstand sowie der Veränderung des Vergütungssystems für den Aufsichtsrat und bereitete zu diesen Themen Empfehlungen für den Aufsichtsrat vor. Zudem wurde auf der Sitzung beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, die Vorstandsmandate von Christoph Klenk, Markus Tischer und Ralf Goldbrunner jeweils bis 31. Dezember 2026 zu verlängern.
Am 12. Juli fand die zweite Sitzung des Ständiges Ausschusses statt. In dieser beschäftigte sich der Ausschuss mit Anpassungen der internen Organisation und der Empfehlung an den Aufsichtsrat hierzu.
Der Strategieprozess und das Krones Zielbild 2025 waren die wesentlichen Themen der dritten Sitzung 2021 des Ständigen Ausschusses, die am 17. November stattfand.
Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Krones Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der Krones AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2021 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der Krones AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2021 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 23. März 2022 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben zeitweise auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und den Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte unterrichtet.
Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach der abschließenden Prüfung durch den Aufsichtsrat, die insbesondere auch die im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers beschriebenen Sachverhalte einschließlich der Prüfungshandlungen zum Gegenstand hatte, ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Krones AG festgestellt sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2021 der Krones AG festgestellt.
Die Abschlussprüfer bezogen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Krones AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG in ihre Prüfung ein und legten ihren Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vor. Die Prüfung durch die Abschlussprüfer ergab keine Beanstandungen. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: »Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.«
Die Überprüfung des Berichts über die Beziehungen der Krones AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG durch den Aufsichtsrat führte zu keinen Beanstandungen. Der Aufsichtsrat schloss sich daher dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen die Schlusserklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.
Über die gesetzliche Abschlussprüfung hinaus hat die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den für die Krones AG und den Krones Konzern zusammengefassten gesonderten Nichtfinanziellen Bericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Auf dieser Basis hat der Wirtschaftsprüfer keine Einwendungen gegen den Nichtfinanziellen Bericht und die Erfüllung der daran gestellten gesetzlichen Anforderungen erhoben.
Dank an den Vorstand sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Trotz der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie hat Krones im Geschäftsjahr 2021 ein gutes Ergebnis erzielt. Dies war nur möglich, weil das gesamte Krones Team hart und engagiert für den Erfolg gearbeitet hat. Hierfür danken die Mitglieder des Aufsichtsrats dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens.
Neutraubling, im März 2022
Der Aufsichtsrat
Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats
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| Volker Kronseder | Josef Weitzer ** | Markus Hüttner ** |
|---|---|---|
| Aufsichtsratsvorsitzender * Universitätsklinikum Regensburg * Wirtschaftsbeirat Bayerische Landesbank | Stv. Aufsichtsratsvorsitzender Konzernbetriebsratsvorsitzender Gesamtbetriebsratsvorsitzender * Bay. Betriebskrankenkassen | Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Stv. Betriebsratsvorsitzender Neutraubling |
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| Nora Diepold (seit 17.05.2021) | Dr. phil. Verena Di Pasquale ** | Robert Friedmann |
|---|---|---|
| Chief Executive Officer NK Immobilienverwaltungs GmbH Regensburg | Stv. Vorsitzende des DGB Bayern | Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe * ZF Friedrichshafen AG |
* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG
** Von der Belegschaft gewählt
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| Klaus Gerlach ** (bis 31.12.2021) | Oliver Grober ** | Thomas Hiltl ** |
|---|---|---|
| Head of Central International Operations and Services | Betriebsratsvorsitzender Rosenheim | Betriebsratsvorsitzender Nittenau |
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| Norman Kronseder (bis 17.05.2021) | Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast | Beate Eva Maria Pöpperl ** |
|---|---|---|
| Land- und Forstwirt * Bayerische Futtersaatbau GmbH | Professorin Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg | Freigestellte Betriebsrätin |
* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG
** Von der Belegschaft gewählt
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| Stefan Raith ** (seit 01.01.2022) | Norbert Samhammer | Petra Schadeberg-Herrmann |
|---|---|---|
| Leiter Business Line, Line Solutions Krones AG * result AG, Regensburg | Geschäftsführer Samhammer Holding GmbH * Samhammer AG | Geschäftsführende Gesellschafterin Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG, Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH, Diversum Holding GmbH & Co. KG |
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| Jürgen Scholz ** | Hans-Jürgen Thaus | Matthias Winkler |
|---|---|---|
| 1. Bevollmächtigter IG-Metall Geschäftsstelle Regensburg * Infineon Technologies AG | * Maschinenfabrik Reinhausen GmbH | Geschäftsführender Gesellschafter der WW+KN Steuerberatungsgesellschaft mbH Geschäftsführender Gesellschafter der WW+KN Treuhand GmbH |
* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG
** Von der Belegschaft gewählt
Zur Krones Aktie *
»Unsere Aktie hat 2021 mit einem Plus von 45,2 % von den guten Geschäftszahlen des Unternehmens profitiert«
Olaf Scholz
Leiter Investor Relations
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| ― | Die Börsen profitierten 2021 von der hohen Liquidität an den Märkten |
| ― | Krones Aktie mit einem Plus von 45,2 % deutlicher Outperformer |
| ― | Aktionäre sollen für 2021 eine Dividende von 1,40 € je Aktie erhalten |
Hohe Liquidität und steigende Unternehmensgewinne lassen Aktienmärkte weltweit haussieren
Das Börsenjahr 2021 zeigte insgesamt eine stabile Aufwärtsentwicklung. Nach einem schwachen Januar ging es bis zur Jahresmitte mit den Kursen deutlich nach oben. Hauptverantwortlich für die Hausse an den Börsen war die weiterhin unverändert expansive Geldpolitik der großen Notenbanken. Zudem führten die erfolgreichen Impfkampagnen gegen Corona in den Industrieländern zu optimistischen Wirtschaftsprognosen.
Gemeinsam mit den riesigen Konjunkturpaketen, die 2020 von den großen Regierungen aufgelegt wurden, sorgte dies für einen weltweiten Konjunkturaufschwung und steigende Unternehmensgewinne.
Im zweiten Halbjahr ging es an den Aktienmärkten nicht mehr so rasant nach oben. Die Aufwärtsdynamik wurde immer wieder unterbrochen. Schlechte Nachrichten aus China, wo große Immobilienfinanzierer in Schwierigkeiten gerieten, führten im September zu kurzzeitigen Kursrückschlägen. Zudem drückten die weltweiten Probleme in den Lieferketten auf die Stimmung der Anleger. Aber insgesamt setzte sich auch im zweiten Halbjahr die positive Grundstimmung durch, so dass die großen Börsenbarometer das Jahr 2021 nahe den Jahreshöchstständen und mit zumeist zweistelligen Kurszuwächsen abschlossen.
Der deutsche Aktienindex DAX kletterte im Berichtsjahr um 15,8 % auf 15.885 Punkte. Damit beendete der DAX das Jahr 2021 nur 2,5 % unter seinem Allzeithoch von 16.290 Punkten, das er Mitte November 2021 markierte. Noch besser entwickelte sich der Euro Stoxx 50. Der Index der 50 größten Unternehmen aus der Eurozone stieg im Berichtszeitraum um 21,0 %. Das bekannteste US-Börsenbarometer, der Dow-Jones-Index, legte mit 18,7 % ebenfalls deutlich zu. Weniger dynamisch war die Aufwärtsbewegung am japanischen Aktienmarkt. Der Nikkei-Index verbesserte sich im Berichtsjahr lediglich um 4,9 %.
* Alle Angaben innerhalb »Zur Krones Aktie« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Krones Aktie mit einem Plus von 45,2 % klarer Outperformer
Die Krones Aktie profitierte im Jahresverlauf 2021 von den positiven Geschäftszahlen des Unternehmens. Unser Papier entwickelte sich nahezu im gesamten Berichtsjahr deutlich besser als der SDAX.
Nach einem verhaltenen Start in das Börsenjahr 2021 entwickelte sich die Krones Aktie vor allem ab Mai deutlich besser als der Gesamtmarkt. Der Hauptgrund für die starke Aufwärtsbewegung lag in der guten Geschäftsentwicklung des Unternehmens.
Im Februar profitierten die Titel von den Vorabzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie dem Ausblick auf das Jahr 2021. Im Anschluss fiel das Papier wieder auf das Jahresausgangsniveau zurück und markierte am 17. März mit 64,30 € den niedrigsten Kurs im Berichtsjahr. Danach kletterte die Aktie mit dem Gesamtmarkt leicht nach oben. Im Mai reagierte der Kurs positiv auf die guten Zahlen zum ersten Quartal und legte bis Anfang Juni auf etwa 80 € zu. Den nächsten Schub erhielt unsere Aktie im Juli durch die vorläufigen Halbjahreszahlen sowie die Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr 2021. Gestützt von vielen positiven Analystenkommentaren kletterte die Aktie Anfang August auf rund 90 €. Gegen Ende des dritten Quartals 2021 litt das Papier unter der allgemeinen Schwäche der Aktienmärkte, die durch Sorgen um steigende Inflation und Zinsen sowie Probleme chinesischer Immobilienfinanzierer ausgelöst wurde.
Wertentwicklung der Krones Aktie im Vergleich zum SDAX 2021

In das vierte Quartal startete die Krones Aktie gut und bestätigte den Aufwärtstrend. Nach der Veröffentlichung der 9-Monatszahlen am 5. November markierte das Papier den Jahreshöchstkurs mit 99,60 €. Im Anschluss an den Capital Market Day am 16. November, auf dem Krones neue Mittelfristziele bekanntgab, erhöhten mehrere Banken ihre Kursziele für unsere Aktie auf Werte von deutlich mehr als 100 €. Die positive Einschätzung der Analysten und Investoren sorgte dafür, dass die Krones Aktie bis Jahresende mit einem Schlusskurs von 95,90 € und einem Jahresplus von 45,2 % eine deutliche Outperformance gegenüber allen wichtigen Aktienindizes zeigte. Inklusive der Dividende von 0,06 € erzielten unsere Titel 2021 eine Wertsteigerung von 45,3 %. Der SDAX, dem Krones seit 2018 angehört, legte 2021 lediglich um 11,2 % zu.
Kennzahlen der Krones Aktie
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| zum 31.12. | 2021 | 2020 | 2019 | |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | € | 4,47 | - 2,52 | 0,30 |
| Eigenkapital je Aktie | € | 44,05 | 37,98 | 43,36 |
| Free Cashflow je Aktie | € | 6,43 | 7,00 | - 2,99 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des Jahresendkurses | 21,5 | - | 225,0 | |
| Dividende je Aktie | € | 1,40 * | 0,06 | 0,75 |
| Höchstkurs | € | 99,60 | 75,50 | 88,85 |
| Tiefstkurs | € | 64,30 | 41,92 | 47,46 |
| Jahresschlusskurs | € | 95,90 | 66,05 | 67,50 |
* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag; Kursangaben Quelle: Xetra
10-Jahres-Performance der Krones Aktie liegt bei 11,8 % p.a.
In den vergangenen zehn Jahren stieg der Kurs der Krones Aktie jährlich um durchschnittlich 10,1 %. Inklusive Dividenden ergibt sich ein Wertzuwachs von 11,8 % p. a.
In den vergangenen zehn Jahren, also von 2012 bis 2021, hat sich der Wert unserer Aktie um 160 % erhöht. Der durchschnittliche jährliche Kursgewinn der Krones Papiere beträgt in dem Zehnjahres-Zeitraum 10,1 % und liegt damit leicht unter dem Wertzuwachs des SDAX-Kursindex (+11,8 %), also dem SDAX ohne Dividenden. Inklusive der ausgeschütteten Dividenden und der Annahme, dass die Dividende nach Auszahlung jeweils wieder in Krones Titel investiert wurde, errechnet sich für unsere Aktie seit 2012 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 11,8 %. Der vergleichbare SDAX-Performance-Index legte um 14,0 % jährlich zu.
Wertentwicklung der Krones Aktie im Vergleich zum SDAX, 2012 - 2021

Krones verbessert Stellung im SDAX
Die Krones Aktie zählte Ende 2021 mit Rang 17 beim Börsenwert zu den Schwergewichten unter den 70 SDAX-Werten.
Die Krones Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 an der Börse notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Unsere Papiere sind Inhaber-Stammaktien ohne Nennwert. Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 Krones Aktien.
Unser Papier ist seit Mitte 2018 Mitglied im SDAX. Das ist der Index der Deutschen Börse, der die 70 Unternehmen enthält, die hinsichtlich der Marktkapitalisierung (Börsenwert) auf die Werte des MDAX folgen. Bis zur Indexreform der Deutschen Börse im September 2021 war neben dem Börsenwert auch der Börsenumsatz relevant für die Indexaufnahme. Seit der Reform ist die Marktkapitalisierung der Aktien im Streubesitz (nach Definition der Deutschen Börse) das alleinige quantitative Kriterium. Aufgrund der guten Performance verbesserte Krones seine SDAX-Position im Berichtsjahr deutlich und belegte Ende 2021 beim Börsenwert Rang 17 (Vorjahr: 25) innerhalb der SDAX-Unternehmen.
Insgesamt wurden 2021 im Durchschnitt täglich rund 35.500 Krones Aktien (Vorjahr: rund 48.000) auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt. Auch an den alternativen Handelsplattformen, auf denen hauptsächlich institutionelle Investoren ihre Orders abwickeln, wechselten 2021 weniger Krones Aktien ihren Besitzer. Hier lag das Handelsvolumen im Durchschnitt täglich bei rund 47.500 Aktien (Vorjahr: rund 65.000).
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| Stammdaten der Krones Aktie | |
|---|---|
| Aktienanzahl | 31.593.072 |
| Wertpapierkennnummer | 633500 |
| ISIN | DE 0006335003 |
| XETRA-Kürzel | KRN |
Aktionärsstruktur
Die Aktionärsstruktur von Krones blieb im Berichtsjahr nahezu unverändert. Die Familie Kronseder Konsortium GbR hielt zum 31. Dezember 2021 mit 52,1 % die Mehrheit an der Krones AG. Die Familie will auch künftig stabiler Mehrheitsaktionär bleiben. Der nicht dem Festbesitz zurechenbare Anteil, also der Streubesitz, lag Ende 2021 bei 47,9 %.
Aktionärsstruktur (Stand Dezember 2021)

Krones zahlt für 2021 eine Dividende von 1,40 € je Aktie
Die langfristige Dividendenpolitik von Krones sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuschütten. Aufgrund des coronabedingt negativen Ergebnisses 2020 zahlte das Unternehmen im Vorjahr nur die gesetzliche Mindestdividende. Dies entsprach 0,06 € je Aktie. Für das insgesamt erfolgreiche Geschäftsjahr 2021 will Krones die Dividende deutlich auf 1,40 € je Aktie erhöhen. Das entspricht 31 % des Konzernergebnisses. Damit liegt die Ausschüttungsquote 2021 leicht oberhalb des langfristigen Zielkorridors.
Dividende je Aktie in €

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
Nachhaltigkeit bei Krones *
Nachhaltige Wertschöpfung ist bei Krones ein zentrales Thema, um unseren Beitrag für eine lebenswerte Zukunft zu leisten. Unsere Kunden legen ebenfalls großen Wert auf nachhaltige Produktion und Produkte. Nachhaltigkeitskriterien beeinflussen auch die Anlageentscheidungen von Investoren immer mehr. Die Ziele, Strategien und Erfolge von Krones im Bereich Nachhaltigkeit sind für die Stakeholder von großer Bedeutung.
Unser Ansatz
Effiziente und umweltfreundliche Technologien für sichere und hochwertige Getränke: Das ist der Auftrag, den sich Krones als Systemzulieferer der Getränke- und Lebensmittelindustrie in Sachen Nachhaltigkeit gesetzt hat. Unsere Kunden erwarten nachhaltige technologische Lösungen für ihre Produktion. Auch die Endkonsumenten orientieren sich heute mehr denn je an Nachhaltigkeit als Kaufkriterium.
Wir setzen auf innovative Lösungen und leistungsstarke Technologien. Zum einen arbeiten wir kontinuierlich an der Effizienz, Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit unserer Produkte und Dienstleistungen. Zum anderen bauen wir Schritt für Schritt die Nachhaltigkeit unserer eigenen Betriebs- und Wertschöpfungsprozesse aus. Wir sind davon überzeugt, dass uns der konsequente Weg in Richtung Nachhaltigkeit dabei helfen wird, neue Wachstumspotenziale zu heben.
Um Nachhaltigkeit parallel in die Entwicklung unseres Unternehmens und unserer Produkte zu integrieren, fungieren zwei separate Teams als konzernweite Koordinierungsinstanzen: Alle produktspezifischen Nachhaltigkeitsfragen laufen im Bereich Corporate Development zusammen, während alle unternehmensspezifischen ESG-Aspekte (Environmental, Social, Governance) zentral von Corporate Governance gesteuert werden. Im übergeordneten Sustainability Steering Board fließen sämtliche Nachhaltigkeitsthemen aus der gesamten Wertschöpfungskette des Krones Konzerns zusammen. Vertreter aus dem Management zentraler Unternehmensbereiche entlang der Wertschöpfung (darunter Einkauf, Forschung und Entwicklung, Vertrieb) beraten dabei über die strategische Ausrichtung in Sachen Nachhaltigkeit und entwickeln Empfehlungen und Entscheidungsvorlagen für den Vorstand.

* Alle Angaben innerhalb »Nachhaltigkeit bei Krones« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Unsere Ziele
Analog zu den wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen hat Krones im Geschäftsjahr 2020 neue Ziele für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens bis 2030 entwickelt und verabschiedet. Die Nachhaltigkeitsziele beziehen sich - wo nicht anders gekennzeichnet - auf das Basisjahr 2020 und gelten konzernweit. Reviews der Ziele sollen anlassbezogen auf Basis neuer Wesentlichkeitsanalysen, Gesetzesanforderungen sowie Stakeholderinteressen durchgeführt werden.

Unser Einfluss auf die SDGs
Die Sustainable Development Goals (kurz SDGs) der Vereinten Nationen gelten als die wichtigsten globalen Zielsetzungen für eine nachhaltige Entwicklung. Im September 2015 wurden die 17 Nachhaltigkeitsziele im Zuge der UN-Agenda 2030 veröffentlicht. Sie formulieren die zentralen Herausforderungen und Vorsätze einer globalen Nachhaltigkeitspolitik und bilden somit das Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft.
Als Teil globaler Wertschöpfungsketten beeinflusst auch Krones ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Entwicklungen - teils unmittelbar und wesentlich, teils nur indirekt und geringfügig. Im Zuge der im Geschäftsjahr 2019 durchgeführten Neubewertung der wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen wurden auch die Auswirkungen auf die SDGs zu einem zentralen Gegenstand der Betrachtung. In einem Stakeholder-Workshop haben wir mit Vertretern aus Verwaltung, Verbänden, Wissenschaft und unserer Belegschaft darüber diskutiert, auf welche globalen Nachhaltigkeitsziele Krones bereits jetzt einwirkt und mit welchen das Unternehmen zukünftig konfrontiert sein wird. Das Ergebnis fließt als Teil der Wesentlichkeitsanalyse auch in die strategische Planung unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten ein. Auf die unten dargestellten Nachhaltigkeitsziele der UN-Ziele hat Krones Einfluss:

Unser Netzwerk
Wir setzen auf vereinte Kräfte: Seit 2012 ist Krones Mitglied des UN Global Compact. Wir kooperieren mit Unternehmen unserer Branche im Rahmen diverser nachhaltigkeitsbezogener Projektgruppen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und sind offizieller Partner der »Blue Competence«-Nachhaltigkeitsinitiative des VDMA.
Unsere Klimastrategie 2030 wurde von der zugehörigen Initiative als Science Based Target bestätigt. Zusätzlich haben wir uns im Geschäftsjahr 2021 der Business Ambition for 1.5 °C angeschlossen.
Transparenz gegenüber Kunden, Investoren und Analysten schaffen wir durch die Teilnahme an anerkannten Rating- und Auditformaten.
Im Rahmen der jährlichen Neubewertung unserer Nachhaltigkeitsperformance durch Ratingagenturen nutzen wir deren Feedback, um unsere Strukturen, Prozesse und Maßnahmen weiter zu optimieren. Bei CDP konnten wir uns im Bereich Climate Change im Vergleich zum Vorjahr von »D« auf »C« verbessern. Die Auszeichnung unserer EcoVadis Scorecard hat sich dagegen von Gold- auf Silber-Status verringert. Für uns ist klar: Die Neuausrichtung unserer Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2020 war ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung von Krones. Unser Anspruch ist es, die Industrie-Benchmark in Sachen Nachhaltigkeit zu werden. Das soll sich zukünftig auch in den Rating-Ergebnissen spiegeln.

Nachhaltigkeitsziel Umwelt: Dekarbonisierung
Für den Kapitalmarkt sind die Aktivitäten zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen von besonderer Bedeutung. Die Analysten und Investoren interessiert neben Scope 1 und Scope 2 vor allem auch, wie wir den CO 2-Ausstoß unserer Maschinen- und Anlagen (Scope-3-Emissionen) verringern und damit den Carbon Footprint unserer Kunden positiv beeinflussen. Dies ist ein entscheidendes Investitionskriterium der Kunden und somit ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Krones. Aus diesem Grund stellen wir im Folgenden die Reduzierung des Carbon Footprint bei Krones vor.
Ziel
Wir reduzieren unseren Corporate Carbon Footprint bei Krones, indem wir unsere Scope-1- und Scope-2-Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 80 % senken. Unsere konzernweiten Scope-3-Emissionen verringern wir bis 2030 um 25 %, wobei die Reduktion unseres Product Carbon Footprint im Zentrum steht. Beide Ziele beziehen sich auf das Basisjahr 2019. Als langfristiges, darüberhinausgehendes Ziel streben wir die Klimaneutralität der eigenen Geschäftsprozesse an.
Scope-1-Emissionen sind sogenannte direkte Emissionen, die durch Verbrennung in eigenen Anlagen erzeugt werden. Sie umfassen somit alle Treibhausgas-Emissionen, die aus der eigenen Geschäftstätigkeit des Unternehmens resultieren.
Scope-2-Emissionen sind sogenannte indirekte energiebezogene Emissionen, die aus der Erzeugung von eingekaufter Energie, welche vom Unternehmen zur eigenen Nutzung verbraucht wird, entstehen. Diese Treibhausgas-Emissionen entstehen physisch in Anlagen von externen Energieerzeugern, in denen Strom, Dampf oder Fernwärme generiert werden.
Scope-3-Emissionen sind alle anderen indirekten Emissionen aus der Wertschöpfungskette und den Produkten. Sie umfassen somit alle sonstigen indirekten Treibhausgas-Emissionen, die aus vor- und nachgelagerten Unternehmenstätigkeiten resultieren.
Als Unternehmen, das entlang seiner Wertschöpfungskette Treibhausgase emittiert, stehen wir in der Pflicht, uns für den Klimaschutz einzusetzen. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, haben wir im Geschäftsjahr 2020 neue Klimaziele ausgelobt. Diese sehen bis 2030 eine wesentliche Senkung sowohl der direkten wie auch der indirekten Emissionen vor. Beim Definieren der jeweils zu erreichenden Reduktionswerte haben wir uns auf umsatzunabhängige, absolute Zielgrößen festgelegt.
Die dazugehörige Klimastrategie bezieht weltweit alle wesentlichen Produktionsstandorte des Krones Konzerns mit ein und wurde von der gleichnamigen Initiative in einem objektiven Prüfverfahren als Science Based Target bestätigt.
Umwelt- und Klimapolitik
Um die Prioritäten in Sachen betrieblicher Umwelt- und Klimaschutz strategisch und organisatorisch bei Krones zu fixieren, haben wir im Geschäftsjahr 2021 eine konzernweite Umwelt- und Klimapolitik festgelegt und veröffentlicht. Desweiteren wurden die Umweltstandards, Fokusthemen sowie die zugehörigen Ziele, Prozesse und Verantwortlichkeiten definiert. Ziel ist es, die Umsetzung der Standards in den alltäglichen Produktionsprozessen und -projekten zu gewährleisten, um so eine umweltfreundliche Produktion an allen produzierenden Standorten und Tochterunternehmen sicherzustellen und zu einer kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes beizutragen.
Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen
Zur Verringerung der direkten und indirekten energiebezogenen Treibhausgasemissionen wurden alle Maßnahmen den Handlungsfeldern Energieeffizienz, Eigenversorgung und Energiebeschaffung zugeordnet.
Die folgenden Diagramme zeigen die Entwicklung der Treibhausgasemissionen bei Krones auf.
Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 1 in t

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 2 in t

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 1 und Scope 2 in t

Reduktion der Scope-3-Emissionen
Nach einer Analyse haben wir festgestellt: Der größte Anteil unserer Scope-3-Emissionen stammt aus der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Deshalb fokussieren wir uns bei der Reduktion der Scope-3-Emissionen auf die Optimierung unserer eigenen Produkte. Auch wenn wir im Rahmen des enviro Programms schon deutliche und konsequente Erfolge erzielt haben: Wir möchten auch das noch verbleibende Einsparpotenzial nicht ungenutzt lassen. Genaueres dazu lesen Sie im Kapitel »Produktnachhaltigkeit« auf den Seiten 17 bis 23 im Nichtfinanziellen Bericht.
Zudem nehmen wir seit 2021 auch die vorgelagerte Lieferkette stärker in den Blick. Mithilfe einer datenbank-basierten und an monetären Einkaufszahlen orientierten Analyse haben wir die stärksten Emissionstreiber in unserer Lieferkette identifiziert. Im nächsten Schritt gilt es, entsprechende Maßnahmen abzuleiten, um auch hier die Emissionen zu reduzieren. Um gemeinsam eine zielführende und praktikable Herangehensweise zu finden, sind wir mit ersten ausgewählten Lieferanten bereits ins Gespräch getreten (mehr dazu im Kapitel »Nachhaltige Lieferkette« auf Seite 71 bis 74 im Nichtfinanziellen Bericht).
Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 3 aus der Nutzungsphase unserer Maschinen und Anlagen 2021 (Scope 3 Kategorie 11 nach GHG-Protokoll)
Prozentsatz der Konzernabdeckung der berichteten Scope 3 Downstream-Emissionen

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 3 aus der Nutzungsphase unserer Maschinen und Anlagen in t

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 3 aus der vorlagerten Lieferkette in t

Weiterführende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit bei Krones entnehmen Sie bitte unserem Nichtfinanziellen Bericht 2021, der gleichzeitig mit diesem Geschäftsbericht veröffentlicht wird.
Dieser ist im Internet unter www.krones.com/de/ unternehmen/verantwortung/downloads.php aufrufbar.
2 KONZERNLAGEBERICHT
Grundlagen des Konzerns
Krones auf einen Blick
Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur
Krones bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Darüber hinaus komplettieren innovative Digitalisierungs- und Intralogistik-Lösungen unsere Produktpalette. Kunden von Krones sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von Krones sind Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen.
Krones berichtet über zwei Segmente: »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« sowie »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik«. Das ehemalige Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class«, über das bis 2017 separat berichtet wurde, hat Krones mit Wirkung zum 01.01.2018 dem Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« zugeordnet.
Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition
Den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet Krones mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).
Krones ist stark exportorientiert und erzielt 90 % des Konzernumsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftete Krones im Berichtszeitraum 52,3 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets 47,7 % der Erlöse.
Krones Konzern Umsatzverteilung 2021

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert Krones mit einer Reihe von Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter konkurrieren vor allem auf ihrem Heimatmarkt mit Krones um Aufträge.
Gestützt auf unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können, sieht sich Krones als Full-Service-Anbieter im Wettbewerb gut positioniert.
Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung
In dem mit Abstand größten Segment bietet Krones Maschinen und Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Segments sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling).
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| ― | Produktbehandlungstechnik |
| ― | Etikettiertechnik |
| ― | Inspektionstechnik |
| ― | Fülltechnik |
| ― | Reinigungstechnik |
| ― | Kunststofftechnik |
| ― | Pack- und Palettiertechnik |
| ― | Transporttechnik |
Siehe auch Segmentbericht Seite 94 und 141.
Umsatz in Mio. €

* inkl. Segment Maschinen und Anlagen für die Compact Class
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| EBITDA (Mio.€) | 283,2 | 171,5 |
| EBITDA-Marge (%) | 9,3 | 6,1 |
Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik
In diesem Segment bietet Krones Maschinen und Anlagen an, mit denen Bier, Softdrinks, Fruchtsäfte sowie Milch- und Milchmischgetränke hergestellt und behandelt werden. Das Intralogistikgeschäft unter dem Dach der Tochter System Logistics sowie das Komponentenangebot der Marke Evoguard gehören ebenfalls zum Segment »Getränkeproduktion/ Prozesstechnik«.
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| ― | Sudhaus- und Filtrationstechnik |
| ― | Informationstechnologie |
| ― | Intralogistik |
Siehe auch Segmentbericht Seite 96 und 141.
Umsatz in Mio. €

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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| EBITDA (Mio.€) | 29,4 | - 38,3 |
| EBITDA-Marge (%) | 5,0 | - 7,3 |
Das Krones Jahr 2021
1. Quartal 2021
Im ersten Quartal lagen die Kundenbestellungen von Krones deutlich über dem von Corona beeinflussten Vorjahreswert. Der Auftragseingang zog um 27,1 % auf 1.068,8 Mio. € an. Der Umsatz verringerte sich hingegen um 7,2 % auf 874,6 Mio. €. Aufgrund der Erfolge der strukturellen Maßnahmen von Krones hielt sich der Ergebnisrückgang trotz der geringeren Erlöse in Grenzen. Das EBITDA fiel von 89,5 Mio. € im Vorjahr auf 76,5 Mio. €.
In März veröffentlichte Krones den »Nichtfinanziellen Bericht 2020«. In diesem stellten wir ausführlich die neuen Ziele für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens bis 2030 vor. Krones hat Nachhaltigkeitsziele für die fünf Kernbereiche Ethik, Beschäftigte, Markt, Umwelt und Soziales festgelegt. Hervorzuheben sind vor allem Produktnachhaltigkeit und Verringerung des CO 2 -Ausstoßes.
An den Aktienbörsen ging es weiter bergauf. Wesentlich angetrieben wurden sie dabei von den unverändert niedrigen Zinsen und der Hoffnung auf das baldige Ende der Corona-Krise. Auch der Kurs der Krones Aktie stieg im ersten Quartal teils kräftig. Den Höchstwert erreichte er am 16. Februar bei 78,35 €. Anschließend drückten Gewinnmitnahmen und die allgemeine Korrektur an den Börsen den Kurs. Ende März stand die Krones Aktie bei 69,20 € und damit um 4,8 % höher als zu Jahresbeginn.
Auftragseingang Q1 in Mio. €

Umsatz Q1 in Mio. €

Aktienkurs am 31.03. in €

EBITDA Q1 in Mio. €

2. Quartal 2021
Am 17. Mai fand in Neutraubling die Hauptversammlung (HV) von Krones statt. Wie bereits im Vorjahr wurde die Veranstaltung wegen der Covid-19-Pandemie virtuell abgehalten. Die HV-Präsenz, also der Anteil des Kapitals am gesamten Grundkapital der Gesellschaft, das auf der Online-Hauptversammlung vertreten war, lag bei rund 80 %. Die Aktionäre haben alle zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit beschlossen.
Die Geschäfte von Krones erholten sich im zweiten Quartal weiter. Der Auftragseingang erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 58,3 % auf 975,5 Mio. €. Beim Umsatz konnten wir den Rückgang aus dem ersten Quartal aufholen. Von April bis Juni kletterten die Erlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,7 % auf 845,5 Mio. €. Das EBITDA verbesserte sich im Vergleich zum stark von Corona beeinflussten Vorjahreswert von 29,0 Mio. € auf 61,2 Mio. €.
Im zweiten Quartal beschleunigte sich die Aufwärtsbewegung des Krones Aktienkurses. Unser Papier profitierte im Wesentlichen von der Erholung des Geschäftes. Viele Analysten erhöhten aufgrund der guten Fundamentaldaten ihre Kursziele für die Krones Aktie. Ende Juni stand unser Papier bei 75,35 €. Damit legte die Notiz seit Jahresanfang um 14,1 % zu. Der SDAX, dem die Krones Aktie angehört, stieg im gleichen Zeitraum nur um 8,5 %.
Auftragseingang Q2 in Mio. €

Umsatz Q2 in Mio. €

Aktienkurs am 30.06. in €

EBITDA Q2 in Mio. €

3. Quartal 2021
Von Juli bis September verzeichnete Krones im Vergleich zum Vorjahr bei allen wesentlichen Finanzkennzahlen kräftige Zuwächse. Der Auftragseingang wuchs um 36,1 % auf 1.148,3 Mio. €. Der Umsatz zog um 23,0 % auf 922,9 Mio. € an. Mit 74,9 Mio. € lag das EBITDA im dritten Quartal um 160,1 % höher als im Vorjahr. In den ersten drei Quartalen erwirtschaftete Krones einen Free Cashflow von 107,5 Mio. € (Vorjahr: minus 58,4 Mio. €). Aufgrund der insgesamt positiven Entwicklung im ersten Halbjahr erhöhte Krones die Prognosen für das Gesamtjahr 2021.
Für Krones ist Digitalisierung ein wesentliches strategisches Thema. Laut der Ergebnisse einer Studie, die die Strategie- und Managementberatung In-front Consulting in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsmagazin Capital erstellte, zählt Krones zu den Champions der digitalen Transformation. Insgesamt 127 Großunternehmen aus acht Branchen wurden durchleuchtet. Krones belegte in der Kategorie »Maschinenbau« den zweiten Platz.
Den höchsten Kurs des dritten Quartals markierte die Krones Aktie bei 90,80 €. In der zweiten Septemberhälfte litt der Kurs unter der allgemeinen Marktschwäche, die durch Sorgen um chinesische Immobilienfinanzierer ausgelöst wurde. Insgesamt entwickelte sich die Krones Aktie aber deutlich besser als der Gesamtmarkt. Mit einem Kurs von 84,55 € per 30. September stieg unsere Aktie seit Jahresanfang um 28,0 %. Der SDAX legte nur um 11,8 % zu.
Auftragseingang Q3 in Mio. €

Umsatz Q3 in Mio. €

Aktienkurs am 30.09. in €

EBITDA Q3 in Mio. €

4. Quartal 2021
Im vierten Quartal entwickelte sich die Nachfrage weiterhin dynamisch. Der Auftragseingang überstieg den bereits Vorjahreswert um 11,7 % und erreichte 1.123,6 Mio. €. Der Umsatz legte von Oktober bis Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 % auf 991,5 Mio. € zu. Im Ergebnis des vierten Quartals spiegeln sich neben der operativen Verbesserung der Ertragskraft auch positive außerordentliche Effekte wider. Insgesamt erwirtschaftete Krones ein EBITDA von 100,0 Mio. € (Vorjahr: minus 14,1 Mio. €).
Am 16. November veranstaltete Krones seinen alljährlichen Capital Market Day. Er lief aufgrund der Coronalage virtuell ab. Die Vorstände Christoph Klenk, Norbert Broger und Markus Tischer informierten die zugeschalteten Analysten und Investoren detailliert über wichtige strategische Themen bei Krones wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus veröffentlichte das Unternehmen auf dem Kapitalmarkttag seine neuen Mittelfristziele.
Die Krones Aktie markierte nach der Veröffentlichung der 9-Monatszahlen am 5. November den Jahreshöchstkurs mit 99,60 €. Nach dem Capital Market Day erhöhten mehrere Banken ihre Kursziele für unsere Aktie auf Werte von deutlich mehr als 100 €. Die positive Einschätzung der Analysten und Investoren sorgte dafür, dass die Krones Aktie bis Jahresende mit einem Schlusskurs von 95,90 € und einem Jahresplus von 45,2 % eine deutliche Outperformance gegenüber allen wichtigen Aktienindizes zeigte.
Auftragseingang Q4 in Mio. €

Umsatz Q4 in Mio. €

Aktienkurs am 31.12. in €

EBITDA Q4 in Mio. €

Anlagen und Lifecycle Service - nur die Leistung zählt
Krones liefert an die Getränke- und Liquid Food-Industrie komplette Fabriken. Mit unserem Know-how und unserer Linienkompetenz halten wir die Investitions- und Betriebskosten unserer Kunden niedrig. Ebenso wichtig ist, dass sie ihre Produkte sicher und in hoher Qualität herstellen können.
Wir liefern alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Wir kümmern uns auch um die komplette Logistik, um Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie maßgeschneiderte it- und Digitalisierungslösungen, die die Abläufe innerhalb der Produktion steuern und optimieren.
Darüber hinaus unterstützen unsere Lifecycle Service (LCS) Experten die Kunden rund um die Uhr mit hochwertigen Service- und Beratungsleistungen. Wir gewährleisten, dass bei den Getränkeherstellern die Höchstleistung in der Produktion erhalten bleibt. Die LCS Teams bei Krones finden gemeinsam mit dem Kunden Lösungen für eine effiziente, sichere und kostengünstige Produktion. Sie stehen ihnen aber auch bei Instandhaltung und Nachrüstung mit qualifizierter Beratung zur Seite - als Partner for Performance. Um die Gesamtanlageneffizienz weiter zu steigern, spielen die digitalen Services von Krones, auf die unsere Kunden über das Portal »Krones.world« zugreifen können, eine immer bedeutendere Rolle.
Anhand der beiden Schaubilder einer kompletten Getränkefabrik sowie einer Abfüll- und Verpackungslinie stellen wir unser Portfolio kurz vor.
Brauerei - Krones liefert die komplette Getränkefabrik

Abfüll- und Verpackungslinie für Dosenbier

Strategie und Steuerungssystem *
»Krones geht gestärkt aus der Corona-Krise hervor. Wir verbessern kontinuierlich die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens.«
Christoph Klenk
CEO
Krones hat die Covid-19-Pandamie bislang vergleichsweise gut überstanden. Das Unternehmen hat seine Strategie schnell an die neuen Gegebenheiten angepasst. Das heißt aber keineswegs, dass Krones jetzt zum »Business as usual« übergeht. Unsere Märkte sowie die zunehmend volatile Weltwirtschaft konfrontieren uns nahezu täglich mit neuen Herausforderungen, aber auch neuen Chancen.
Als echte Herausforderung stellen sich beispielsweise die angespannten Beschaffungsmärkte dar. Auch die Covid-19-Pandemie ist aus globaler Sicht noch keineswegs vorüber. Chancen ergeben sich auf unseren Märkten hingegen in den Bereichen der Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Um die Zukunft von Krones möglichst erfolgreich zu gestalten, wird das Unternehmen zwei Kernaufgaben bewältigen. Zum einen gilt es, Krones bezüglich der Kosten- und Organisationsstruktur bestmöglich aufzustellen und damit die Zukunft zu sichern. Dies ist kein einmaliger, sondern ein kontinuierlicher Prozess der viel Kraft und Disziplin von allen Beschäftigten erfordert. Zum anderen werden wir auch die Wachstumschancen nutzen, die unser attraktiver Markt in Zukunft bietet, um eine erfolgreiche Zukunft für das Unternehmen zu schaffen. Ein wichtiger Baustein hierfür sind Innovationen.

Verbesserung der Kostenstruktur bleibt Daueraufgabe
Die in den Vorjahren eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen greifen. So ist der 2019 und 2020 beschlossene Stellenabbau im Berichtsjahr abgeschlossen worden. Die notwendige Anpassung der Kapazitäten wird sich ab 2022 erstmals ganzjährig in den Zahlen niederschlagen. Zudem werden wir weiterhin Strukturen und Abläufe konzernweit vereinfachen und die Produktionskosten optimieren. Potenzial sehen wir noch bei der Projektabwicklung, der Anpassung des Produktportfolios sowie der Optimierung der Fertigungstiefe. Durch die konsequente Umsetzung der laufenden Maßnahmen wird Krones die Kosten stärker flexibilisieren und kann so auf künftige Nachfrageschwankungen besser reagieren.
Eine weitere wichtige Maßnahme ist der Ausbau des globalen Wertschöpfungsverbunds. Damit können wir regionale Ressourcen besser nutzen und sind weniger anfällig für protektionistische Handelsbeschränkungen. Zudem realisieren wir mit dem Ausbau der regionalen Produktionsstandorte und Lieferketten in Ungarn und China deutliche Kostenvorteile. Durch die Produktion an unserem ungarischen Standort Debrecen sparen wir bis 2024 rund 20 Mio. € jährlich ein.
* Alle Angaben innerhalb »Strategie und Steuerungssystem« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Digitalisierung und Nachhaltigkeit etablieren sich als Megatrends
Eine wichtige Erkenntnis aus der Corona-Krise ist, dass die Absatzmärkte von Krones mittel- und langfristig stabil wachsen. Kurze Rückschläge wie 2020 werden schnell wieder aufgeholt. Altbekannte Megatrends sind dafür verantwortlich: die Weltbevölkerung wird weiter zulegen, die Mittelschicht in den aufstrebenden Ländern wachsen sowie der Zuzug in die Städte (Urbanisierung) voranschreiten.
Die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit haben in den vergangenen Jahren bei unseren Kunden massiv an Bedeutung gewonnen. Sie etablierten sich als neue Megatrends und werden das mittel- und langfristige Wachstum des Abfüll- und Verpackungsmarktes zusätzlich antreiben.
Pandemie verleiht Digitalisierung zusätzlichen Schub
Bereits weit vor der Covid-19-Pandemie war die Digitalisierung bei Krones und unseren Kunden ein wichtiges Thema. Durch die Reisebeschränkungen in der Pandemie wurden die Vorteile der Digitalisierung allerdings noch schneller sichtbar, vor allem bei Serviceleistungen und Inbetriebnahmen. Deshalb ist die Digitalisierung der Getränkefabrik keine Vision mehr, sondern liefert dem Anlagenbetreiber bereits heute deutlichen Mehrwert.
Wir befinden uns zwar erst im Anfangsstadium der Digitalisierung in der Getränke- und Verpackungsindustrie. Um so wichtiger ist es, dass Krones mit der Plattform Krones.world auch auf diesem wichtigen Gebiet eine führende Position einnimmt. Unter Krones.world haben wir alle digitalen Produkte und Services auf einer Plattform gebündelt. So kann der Kunde mit einem Login von verschiedenen Endgeräten aus alle für ihn relevanten digitalen Krones Produkte in Anspruch nehmen.
Linienkompetenz ist Basis für neue Geschäftsmodelle
Linienkompetenz ist die Basis für eine wertschaffende Digitalisierung der Getränkefabrik.
Abfüll- und Verpackungslinien bestehen aus vielen einzelnen Maschinen und Anlagen. Krones besitzt umfassendes Know-how über das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten. Diese Linienkompetenz ist auch das Fundament, um die Chancen der Digitalisierung nutzen zu können und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Ziel von Krones ist es, nicht mehr nur der Hersteller von Maschinen, Anlagen und Ersatzteilen zu sein, sondern die komplette Anlage für die Kunden auf Basis von Serviceverträgen zu betreuen und managen. So kann Krones mehr Geschäft über wiederkehrende Umsätze generieren. Weitere positive Eigenschaften des digitalen Service-Modells sind die geringere Volatilität und höhere Skalierbarkeit des Geschäfts.
Klimaschutz und Nachhaltigkeit - Krones unterstützt seine Kunden
Bei nahezu allen Kunden von Krones steht die Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes und des Ressourcenverbrauchs ganz oben auf der Agenda. Hierzu müssen auch deren Lieferanten, also mitunter Krones, ihren Beitrag leisten. Deshalb haben wir bereits 2008 das vom TÜV zertifizierte Nachhaltigkeitsprogramm enviro gestartet. Die dadurch verbesserte Energieeffizienz unserer Produkte führt schon seit Jahren bei den Kunden zu erheblichen Ressourceneinsparungen.
Krones wird die Position im Bereich Nachhaltigkeit weiter ausbauen und hat sich deshalb das Ziel gesetzt, dass die von Krones produzierten Maschinen und Anlagen den Ressourcenverbrauch beim Kunden von 2020 bis 2030 um weitere 25 % senken. Die eigenen CO 2 -Emissionen will Krones im gleichen Zeitraum noch deutlicher senken - um 80 %.
Krones setzt im Kernsegment auf alle drei großen Behälterarten -PET, Glas und Dosen
Der Absatz der verschiedenen Verpackungsmaterialien schwankt mit den Konsumgewohnheiten der Verbraucher. So stieg das Interesse an PET-Behältern seit der Corona-Krise wieder an, nachdem die Nachfrage nach PET-Linien 2019 wegen der Kunststoffdebatte, vor allem in Westeuropa, rückläufig war. Seit Corona werden auch verstärkt Getränke im eigenen Haushalt verzehrt und weniger in Bars und Restaurants. Das hat den Konsum von Bier und kohlensäurehaltigen Getränken aus Dosen deutlichen Schwung verliehen. Die starke Marktposition bei Dosenlinien werden wir weiter ausbauen. Aber auch Glas, das nach PET am zweithäufigsten eingesetzte Verpackungsmaterial, das vielseitig einsetz- und wiederbefüllbar ist, erfreut sich weiter großer Beliebtheit bei den Konsumenten.
Um Schwankungen innerhalb der Verpackungsarten auszugleichen, bietet Krones für alle drei großen Verpackungsarten - PET, Glas und Dose - komplette Abfüll- und Verpackungslinien an. Um den technologischen Vorsprung beizubehalten, wird Krones auch weiterhin in die Entwicklung innovativer Produkte für alle drei Verpackungsarten investieren.
Sensible Produkte stützen Wachstum in der Prozesstechnik
Im Segment »Getränkeproduktion/Prozesstechnik« konzentriert sich Krones neben Bier und Softdrinks auf sensible Produkte wie Milch und Säfte. Deren Herstellung und Lagerung stellt höchste Ansprüche an die Produktsicherheit und Produktqualität. Krones baut für diesen High-End-Bereich die Produktpalette weiter aus.
Zudem setzt das Unternehmen in diesem Segment verstärkt auf die Herstellung alternativer Proteine. Sie werden künftig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Gegenüber dem normalen Fleischkonsum senken alternative Proteine den CO 2 -Ausstoß deutlich. Auf diesem zwar noch jungen, aber stark wachsenden Gebiet, will Krones mit seinen Prozesstechnik-Lösungen eine wichtige Rolle einnehmen.
Intralogistik wird überdurchschnittlich zum Wachstum beitragen und ab 2022 eigenes Segment
Zu einer wichtigen Säule im Krones Konzern hat sich die Intralogistik-Tochter System Logistics entwickelt. Sie erwirtschaftete im Berichtsjahr bereits knapp die Hälfte des Umsatzes des Segments »Prozesstechnik/Getränkeproduktion« und sollte in den kommenden Jahren weiter überdurchschnittlich zulegen. Die Größe sowie zusätzliche Transparenz sind die Gründe, dass Krones ab 2022 über die Intralogistik als drittes Segment berichten wird.
System Logistics profitiert zum einen vom starken Marktwachstum für Logistik und e-Commerce. Zum anderen wird Krones die Intralogistik im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Indien weiter ausbauen. Der US-Markt soll durch die etablierten Standorte in USA und Mexiko verstärkt erschlossen werden.
Um das angestrebte Wachstum in den USA und die höhere Profitabilität zu erreichen, wird Krones die Kapazitäten im Software- und Projektmanagement-Bereich aufstocken sowie die Projektdurchlaufzeiten beschleunigen.
PET-Recycling gegen den Plastikmüll
Neben dem Klimaschutz trägt Krones auch zur Lösung eines weiteren drängenden Problems der Menschheit bei - der Reduzierung von Plastikmüll. Das Unternehmen setzt dabei auf einen ressourcenschonenden Stoffkreislauf von PET. Vom materialsparenden Verpackungsdesign über eine energiearme Behälterproduktion bis hin zur Wiederaufbereitung benutzter Kunststoffe. Kernbestandteil hierfür ist, dass das gesammelte PET hochwertig recycelt und danach wieder der Produktion zugeführt wird.
Krones bietet mit den verschiedenen Metapure-Anlagen bereits seit vielen Jahren High-End-Recycling-Lösungen an, um aus alten Flaschen wieder neue herzustellen (Bottle-to-Bottle-Recycling). Viele große Kunden werden den Anteil von recyceltem PET (rPET) in ihren Flaschen bis 2025 deutlich - teilweise auf 50 % und mehr - erhöhen. Krones verfügt über alle wesentlichen Kerntechnologien, um aus gebrauchten PET-Flaschen neue Behälter herzustellen (Bottle-to-Bottle-Recycling).
Obwohl rPET, chemisch betrachtet, identisch mit dem originären PET ist, gibt es in der Verarbeitung Unterschiede. Krones unterstützt seine Kunden dabei, ihre Anlagen auf die Kreislaufwirtschaft umzurüsten. Bereits heute können alle neuen PET-Abfüllanlagen von Krones bis zu 100 % rPET verarbeiten, bei gleicher Qualität und Effizienz.
Der Bereich PET-Recycling wird für Krones in den kommenden Jahren aufgrund der steigenden Nachfrage immer wichtiger. Bis 2023 könnten bereits rund 20 % der Kunststoffflaschen, die auf neu verkauften Krones Linien hergestellt werden, von Krones Recycling Anlagen wiederverwertet werden. Im Berichtsjahr lag dieser Wert bei ca. 10 %. Langfristiges Ziel ist, möglichst nahe an 100 % zu kommen.
Krones One-Stop-Shop-Lösung für Kunststoff-Recyclinganlagen

Krones bietet lebensmitteltaugliche PET-Recycling-Lösungenfür die Bottle-to-Bottle- Wiederverwertung.
Die Kunststoff-Recyclinganlagen von Krones sind von der US-amerikanischen (fda) und europäischen Gesundheitsbehörde (esfa) genehmigt.
Wachstum durch weitere Internationalisierung
Entwicklung der Beschäftigtenzahlen in den Emerging Markets 2017- 2021
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| Jahr | Südamerika | Afrika | Asien/Pazifik | Osteuropa | China | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | 581 | 393 | 734 | 398 | 608 | 2.714 |
| 2018 | 637 | 452 | 830 | 507 | 716 | 3.142 |
| 2019 | 782 | 671 | 1.009 | 933 | 792 | 4.187 |
| 2020 | 778 | 639 | 974 | 922 | 742 | 4.055 |
| 2021 | 803 | 633 | 959 | 1.006 | 732 | 4.133 |
Krones liefert zwar schon seit jeher den Großteil seiner Maschinen und Anlagen ins Ausland und beschäftigt mittlerweile auch rund 40 % der Belegschaft an internationalen Standorten. Dennoch ist die weitere Internationalisierung in beiden Segmenten ein bedeutender Wachstumstreiber. Die Covid-19-Pandemie mit den damit verbundenen Reisebeschränkungen hat gezeigt, wie wichtig die weltweite Präsenz für Krones in den Regionen ist. Aber auch der seit Jahren zunehmende Protektionismus großer Wirtschaftsblöcke ist ein weiterer Grund, die weltweiten Produktions-, Vertriebs- und Service-Standorte auszubauen.
Im Fokus stehen die Emerging Markets, vor allem die Regionen Asien-Pazifik und Afrika. Sie werden sich hauptsächlich wegen der dort schnell wachsenden Mittelschicht deutlich überdurchschnittlich entwickeln. In diesen Regionen wird Krones die bestehenden Standorte stärken. So wird das Service-Netzwerk von Krones immer enger und die Wege zum Kunden kürzer. Dadurch können wir uns schnell und direkt um die Anliegen der Kunden kümmern. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen die Zahl der Beschäftigten in den Emerging Markets wieder erhöht, nachdem sie 2020 wegen der Corona-Krise leicht gesunken war.
Höhere Absatzpreise sollen steigende Materialkosten kompensieren
Aufgrund der im Berichtsjahr wieder deutlich anziehenden Nachfrage, haben sich die Absatzpreise von dem niedrigen Niveau des Corona-Jahres 2020 erholt. Krones war zudem in der Lage, die zum August 2021 angekündigten Preiserhöhungen durchzusetzen. Dadurch ließen sich die höheren Einkaufspreise für Material weitgehend kompensieren. Krones sieht sich trotz des weiterhin intensiven Wettbewerbs in einer guten Position, steigende Kosten für Material und Personal an die Kunden weiterzugeben.
Innovationen sichern Zukunft des Unternehmens
Grundvoraussetzung für eine nachhaltig bessere Preisqualität sind attraktive und innovative Produkte und Dienstleistungen. Sie schaffen einen deutlichen und messbaren Mehrwert. Je größer der Nutzen für den Kunden, desto eher ist er bereit, höhere Preise zu akzeptieren. Vor allem in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung lassen sich künftig erhebliche Wertschöpfungspotenziale heben. Eine kleine Auswahl der Innovationen des Berichtsjahres stellen wir auf den Seiten 62 bis 70 vor.
Starker Fokus auf Free Cashflow
Der Free Cashflow soll in den kommenden Jahren im Gleichschritt mit den Gewinnen zulegen.
Neben Wachstum und Profitabilität ist auch die Fähigkeit, Liquidität aus dem laufenden Geschäft zu erzielen, ein wichtiges Kriterium für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens. Daher legt Krones einen starken Fokus auf den Free Cashflow. Im Berichtsjahr erwirtschaftete das Unternehmen 203,3 Mio. €. Ziel von Krones ist es, den Free Cashflow in den kommenden Jahren im Gleichschritt mit höheren Gewinnen und verbesserter Kapitalrendite (ROCE) zu steigern.
KRONES Global Footprint

Wichtiger Einflussfaktor für die Entwicklung des Free Cashflow ist das Working Capital. 2021 lag das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz bei 24,8 % und damit unter unserem Zielkorridor von 26- 27 %. Je weniger Mittel im Working Capital gebunden sind, desto mehr Kapital steht zur Verfügung. Das Working Capital beeinflusst auch den ROCE, da es in das gebundene Kapital einfließt. Je niedriger das Working Capital, desto höher ist die Kapitalrendite ROCE - bei gleichem EBIT.
Deshalb bleibt eine Kernaufgabe, das Working Capital zu optimieren. Bei allen wichtigen Einflussgrößen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Vorräten, Lieferverbindlichkeiten sowie den Anzahlungen, hat das Unternehmen bereits verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um das Working Capital zu entlasten - auch wenn es immer Schwankungen unterliegen wird.
Stabile Finanz- und Kapitalstruktur gibt Spielraum für Investitionen
Die positive Entwicklung des Free Cashflow im Berichtsjahr stärkt unsere gute Kapitalbasis weiter. Zum Jahresende 2021 wies das Unternehmen eine Netto-Cash-Position von 378 Mio. € sowie eine Eigenkapitalquote von sehr soliden 39,8 % aus. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über freie Kreditlinien von rund 1 Mrd. €. In der derzeit krisenanfälligen Weltwirtschaft ist es wichtig, über eine sehr solide Finanz- und Kapitalstruktur zu verfügen. Sie gibt uns ausreichend Spielraum für Wachstums- und Zukunftsinvestitionen.
Diese werden größtenteils im Unternehmen erfolgen. Um innovative Produkte zu entwickeln, wird Krones weiterhin rund 5 % des Umsatzes für Forschung & Entwicklung ausgeben. Die Investitionen in Sachanlagen werden sich in den kommenden Jahren in einem Korridor zwischen 2,5 % und 3 % des Umsatzes einpendeln. Sie werden hauptsächlich in den Ausbau der internationalen Standorte und IT-Systeme fließen.
Die starke Finanzkraft gibt uns die Chance, attraktive Akquisitionsmöglichkeiten zu nutzen.
Aber auch über Akquisitionen denkt das Unternehmen auf Basis der Finanzkraft wieder verstärkt nach. Hierbei schaut Krones auf mittelgroße Unternehmen, die das bestehende Portfolio technologisch und regional stärken oder das Angebotsspektrum im Bereich Abfüllen und Verpacken erweitern. Zukäufe wären auch außerhalb der Getränkeindustrie möglich.
Zudem werden wir weiterhin die Anteilseigner über Dividendenausschüttungen angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Die Dividendenstrategie von Krones sieht vor, dass wir 25 bis 30 % des erzielten Gewinns an die Anteilseigner ausschütten, wobei sich das Unternehmen in der Vergangenheit am oberen Ende der Spanne orientiert hat.
Liquiditätsreserven 31.12.2021

Nettoliquidität in Mio. € zum 31.12.

Ein Unternehmen ist immer nur so gut wie seine Beschäftigten
Der leider notwendige Stellenabbau wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Die Umsetzung der Maßnahme war für unsere Belegschaft sicherlich schwierig. Dennoch hat die Unternehmenskultur von Krones, die von Teamgeist und Zusammenhalt geprägt ist, nicht darunter gelitten. Jetzt richten wir alle gemeinsam wieder optimistisch den Blick nach vorne. Das heißt, flexibel auf die kommenden Herausforderungen reagieren und die Chancen unseres Marktes gezielt nutzen. Hierfür wird Krones in den kommenden Jahren die Belegschaft vor allem in den Bereichen IT und Software sowie in den Emerging Markets punktuell verstärken.
Unsere motivierten und qualifizierten Beschäftigten sichern die Zukunft des Unternehmen. Sie sind das Gesicht des Unternehmens und sorgen dafür, dass die Kunden mit den Produkten und Services von Krones zufrieden sind. Deshalb wird Krones weiterhin überdurchschnittlich in die Aus- und Weiterbildung des Personals investieren.
Krones setzt sich neue mittelfristige Ziele bis 2025
Das Unternehmen hat auch in der Corona-Krise seine mittelfristigen Finanzziele aufrechterhalten.
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| ― | 2 bis 5 % durchschnittliches organisches Umsatzwachstum pro Jahr |
| ― | 9 bis 12 % EBITDA-Marge (entspricht einer EBT-Marge von 6 bis 8 %) |
| ― | 24 bis 26 % bei der Kennzahl Working Capital im Verhältnis zum Umsatz |
Diese Ziele wollte Krones, wie im Vorjahr an dieser Stelle berichtet, bis 2023 erreichen. Nachdem sich das Geschäftsjahr 2021 deutlich besser entwickelte als ursprünglich erwartet, besteht die Möglichkeit, dass der untere Bereich der bisherigen Mittelfristziele nicht 2023, sondern bereits im laufenden Geschäftsjahr 2022 erreicht wird. Dies hängt jedoch von der gesamtwirtschaftlichen Situation ab.
Krones hat sich neue ambitionierte mittelfristige Ziele bis zum Jahr 2025 gesetzt

Die Umsätze sollen bis 2025 von 3,6 Mrd. € in 2021 auf etwa 5 Mrd. € zulegen. Organisch, also ohne Zukäufe, will das Unternehmen durchschnittlich um 5 % jährlich (bisher 2 - 5 %) auf 4,5 Mrd. € wachsen. Die Lücke soll durch weiteres Wachstum außerhalb der Getränkeindustrie und auch durch Akquisitionen geschlossen werden.
Krones will auch in Zukunft profitabel wachsen. Deshalb strebt das Unternehmen mittelfristig eine EBITDA-Marge von 10 bis 13 % an (bisher: 9 - 12 %).
Als neue Zielgröße für die Effizienz des eingesetzten Kapitals wird Krones ab 2022 den ROCE (Return on Capital Employed) einführen. Er ersetzt die bisherige dritte Zielgröße »Working Capital im Verhältnis zum Umsatz«. Im ROCE spiegelt sich neben dem Working Capital auch das Anlagevermögen wider. Zudem gibt der ROCE den Kapitalanlegern ein noch genaueres Bild davon, wie effizient das Unternehmen mit dem eingesetzten Kapital wirtschaftet. Den ROCE, den das Unternehmen bislang schon als wichtige Finanzkennzahl veröffentlichte, will Krones bis 2025 deutlich auf mindestens 20 % steigern (2021: 10,0 %).
Das Steuerungssystem von Krones
Das Management von Krones steuert den Konzern und die zwei Segmente vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:
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| ― | Umsatzwachstum |
| ― | EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz) |
| ― | Working Capital im Verhältnis zum Umsatz (bis 2021) |
| ― | ROCE - Return on Capital Employed (ab 2022) - Verhältnis von EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung der vergangenen vier Quartale. Die Nettokapitalbindung errechnet sich aus dem Anlagevermögen (ohne Goodwill und Finanzanlagevermögen) zuzüglich Working Capital. |
Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir mittelfristig ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt an.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Die Profitabilität, gemessen an der EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz) ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen. Sie gibt an, wie hoch die Ertragskraft des Unternehmens bezogen auf den Umsatz ist, unabhängig von Steuerquote, Finanzergebnis und den Abschreibungsmodalitäten. Für den Konzern ermitteln wir die Zielmarge als gewichteten Durchschnitt der zwei Segmente.
Unsere dritte Steuerungsgröße ist das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, die auf Konzernebene ermittelt wird. Das Working Capital, also das betriebsnotwendige Kapital, errechnet sich wie folgt: (Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vertragsvermögenswerte) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + Vertragsverbindlichkeiten). Diese Kennzahl gibt an, wie viel kurzfristiges Betriebsvermögen eingesetzt werden muss, um Umsatz zu generieren. Je niedriger diese Kennzahl, um so weniger Kapital ist gebunden und um so mehr finanzieller Spielraum besteht für eine anderweitige Verwendung der liquiden Mittel.
Änderungen ab dem Geschäftsjahr 2022
Ab dem Geschäftsjahr 2022 ersetzen wir das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz durch den ROCE (Return on Capital Employed). Der Grund für die Änderung der dritten Steuerungsgröße liegt darin, dass die Rentabilitätskennzahl ROCE neben dem Working Capital auch das Anlagevermögen einbezieht. Der ROCE zeigt den Investoren, wie hoch die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist, also wie effizient das Unternehmen das eingesetzte Kapital nutzt. Die beiden anderen Steuerungsgrößen (Umsatzwachstum, EBITDA-Marge) ändern sich nicht.
Außerdem steuert Krones ab dem Geschäftsjahr 2022 den Konzern über drei Segmente. Das Segment »Intralogistik« kommt zu den beiden bestehenden hinzu. Grund hierfür ist, dass der Bereich Intralogistik, der bislang im Segment »Getränkeproduktion/Prozesstechnik« angesiedelt war, durch das starke Wachstum in den Vorjahren die entsprechende Größe erlangte. Außerdem erhöht Krones durch die zusätzliche Segmentberichterstattung für das neue Segment die Transparenz und Berichtstiefe.
Entwicklung der Steuerungsgrößen in den vergangenen 5 Jahren
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| 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum ggü. Vorjahr | 8,8 % | 4,4 % | 2,7% | -16,1% | 9,4 % |
| EBITDA-Marge | 9,2% | 7,9 % | 5,7% | 4,0 % | 8,6 % |
| Working Capital/Umsatz | 27,3% | 27,3 % | 26,9% | 28,3% | 24,8 % |
| ROCE (ab Geschäftsjahr 2022) | 14,9% | 11,5 % | 2,2% | -2,2% | 10,0 % |
Weitere wichtige Finanzkennzahlen
Zusätzlich zu den oben aufgeführten Steuerungsgrößen ist für Krones der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit) eine wichtige Kennzahl. Zudem orientieren wir uns weiterhin am EBT, dem Ergebnis vor Steuern, und am Working Capital im Verhältnis zum Umsatz.
Forschung und Entwicklung (F&E)
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| ― | Krones investiert 4,8 % des Umsatzes in F&E |
| ― | F&E-Strategie fokussiert sich auf Systemkompetenz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung |
| ― | Sechs klar definierte F&E-Programme |
| ― | Marktführerschaft bei Aseptik ausbauen |
Innovative Produkte sichern die Zukunft unseres Unternehmens. Deshalb stellt der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) für Krones seit jeher eine strategisch wichtige Säule für den nachhaltigen Unternehmenserfolg dar.
4,8 % des Umsatzes investiert Krones in F&E
Rund 2.100 hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treiben weltweit bei Krones Neu- und Weiterentwicklung von Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen voran. Die Innovationsstärke der Krones F&E-Beschäftigten zeigt sich in der Zahl der erteilten Patente und Gebrauchsmuster. Sie stiegen zum Jahresende 2021 auf 6.441 (Vorjahr: 6.108).
Erteilte Patente und Gebrauchsmuster Krones Konzern

4,8 % des Konzernumsatzes investierte Krones 2021 in Forschung und Entwicklung.
Um das hohe Innovationstempo aufrechtzuerhalten, floss 2021 mit 174 Mio. € (Vorjahr: 168 Mio. €) oder 4,8 % des Konzernumsatzes (Vorjahr: 5,0 %) erneut ein beträchtlicher Teil der Erlöse in F&E. Hiervon wurden im Berichtsjahr 28,2 Mio. € (Vorjahr: 23,7 Mio. €) als Entwicklungskosten aktiviert.
F&E-Aufwand Krones Konzern in Mio. € und in % vom Umsatz

Bereichsübergreifende Zusammenarbeit
In einem klar definierten Innovationssprozess wird das gesamte Entwicklungsportfolio für alle Produktbereiche gesteuert. In den Entwicklungsprojekten werden Beschäftigte aus verschiedenen Bereichen aktiv eingebunden. Hierdurch werden alle wesentlichen Aspekte des Produktentstehungsprozesses und des Produktlebenszyklus auf die Kundenanforderung ausgerichtet. Damit sich das Innovationstempo weiter erhöht, hat Krones die F&E-Prozesse der Automatisierung und Digitalisierung unter dem Namen Krones.digital zusammengeführt und harmonisiert. Diese Matrixorganisation bündelt Beschäftigte, die an verschiedenen Standorten und in unterschiedlichen Krones Gesellschaften arbeiten. Alle kooperieren eng mit dem F&E-Team, das Maschinen und Anlagen entwickelt. Am Ende des Innovationsprozesses stehen im Erfolgsfall Produkte und Services, die erfolgreich vermarktet werden können. Einige Beispiele hierfür finden Sie auf den Seiten 66 bis 68.
Krones setzt bei Innovationen nicht nur auf das eigene Know-how, sondern kooperiert hier neben Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen auch mit mehreren F&E-Abteilungen anderer Unternehmen. Beispiele für Kooperationen bei innovativen Themen sind die verlustfreie Lebensmittelerzeugung und die Nutzung von standardisierten Webservices.
F&E-Strategie von Krones fokussiert sich auf drei Themenfelder
Die F&E-Strategie von Krones leitet sich aus der Konzernstrategie ab. Bei allen Innovationen steht der Kundenutzen im Fokus. Neue Produkte und Services müssen beim Kunden Mehrwert schaffen. Neben deren Anforderungen orientiert sich unsere Innovationsarbeit auch an übergeordneten Megatrends. Daraus ergeben sich für Krones drei Schwerpunktthemen, auf die sich unsere F&E-Strategie fokussiert:
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| Systemlösungen | Nachhaltigkeit | Digitalisierung |
Die vier Werttreiber der F&E-Strategie von Krones
Die Zufriedenheit der Kunden steht im Mittelpunkt der Krones Strategie. Durch viele Gespräche mit ihnen und unsere jahrzehntelange Branchenerfahrung wissen wir, worauf sie in der Getränke- und Lebensmittelindustrie Wert legen. Krones hat hierfür vier Bereiche festgelegt, die Werttreiber der F&E-Strategie.

Programme der F&E-Strategie
Aus der oben dargestellten Strategie und den Werttreibern leiten sich sechs klar definierte F&E-Programme ab, die im Berichtsjahr weiter vorangetrieben wurden.
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| Nachhaltige Verpackung | Lösungen für einen nachhaltigeren Einsatz von Kunststoffen, umweltfreundliche Verpackungsinnovationen, PET-Recycling |
| Hochleistungsfähige und flexible Anlagen | Maschinen und Linien, die einen hohen Ausstoß mit größtmöglicher Flexibilität für ihre Betreiber verbinden |
| Schlanke Glas-Systeme | Kompakte, ressourcenschonende und effiziente Gesamtlösungen für die Abfüllung von Getränken in Glasflaschen |
| Hochwertige Aseptik | Systeme, die mit noch geringerem Ressourcen- und Bedienaufwand eine mikrobiologisch risikofreie Abfüllung von sensiblen Getränken ermöglichen |
| Flexible Dosen-Linien | Gesamtlösungen für die Dosen-Abfüllung, die sich durch noch mehr Hygiene, Nachhaltigkeit und Flexibilität auszeichnen |
| Digital Ecosystem | Weiterentwicklung des digitalen ganzheitlichen Ökosystems für eine intelligente, vernetzte Produktion |
Nachhaltige Verpackungslösungen und Recycling
Bei unseren Kunden nimmt der Klima- und Umweltschutz einen sehr hohen Stellenwert ein. Die gestiegenen Ansprüche der Getränkekonsumenten wirken sich unmittelbar auf die Investitionen unserer Kunden aus. Deshalb forciert Krones schon seit Jahren die Entwicklung von nachhaltigen Verpackungslösungen und PET-Recycling. Weil unsere Kunden weiterhin die Vorteile von PET-Verpackungen (Gewicht, Stabilität, Flexibilität, Kosten) nutzen wollen, wird verstärkt recyceltes PET (rPET) für die Flaschenproduktion verwendet. Daher ist es wichtig, dass alle neuen Krones Anlagen bereits heute in der Lage sind, bis zu 100 % rPET zu verarbeiten.
Krones bietet mit den verschiedenen Metapure-Anlagen hochwertige Recycling-Lösungen, um aus gebrauchten PET-Flaschen hochwertiges Rezyklat zu erzeugen. Aus diesem können wieder lebensmitteltaugliche Flaschen hergestellt werden (Bottle-to-Bottle-Recycling). Zudem weitet das Unternehmen die Recycling-Technologie auch auf andere Kunststoffe wie Polyolefine, Verpackungsfolien und Verschlüsse aus. So kann ein großer Teil der Kunststoffe in einem geschlossenen Kreislauf gehalten werden. Das spart Ressourcen und reduziert Plastikmüll.
Mit enviro die Kunden bei ihren Klimazielen unterstützen
Bereits seit 2008 beschäftigt sich Krones mit Nachhaltigkeit und hat alle Aktivitäten im Programm enviro gebündelt, Ziel von enviro ist es, die Energie- und Medienverbräuche unserer Maschinen und Anlagen zu senken. Das führt bei den Kunden zu erheblichen Einsparungen, sowohl finanziell als auch beim CO 2 -Ausstoß.
Digitalisierung der Getränkefabrik
Bei der Digitalisierung liegt der Fokus von Krones vor allem auf den Abfüll- und Verpackungslinien. Auf Basis unserer Connected Line binden wir alle Maschinen einer Anlage in unser digitales cloudbasiertes Ecosystem ein. So erhält der Kunde maximale Transparenz über seine Produktion. Durch das Portal Krones.world haben unsere Kunden Zugriff auf alle digitalen Produkte und Services von Krones.
Unsere Aufgabe ist, den Anlagenbetreiber mit digitalen Anwendungen so zu unterstützen, dass er auf Basis der gesammelten Daten die Verfügbarkeit der Anlage und damit den Output erhöht sowie Kosten für Betrieb und Personal einspart. Ein Beispiel hierfür ist der Task-Manager, der das Anlagenpersonal frühzeitig auf Probleme hinweist und sie mit klaren Arbeitsanweisungen versorgt. So lassen sich Stillstandzeiten und mögliche Reparaturkosten vermeiden.
Ziel von Krones ist, eine Anlage über die gesamte Lebensdauer durch digitale Service-Center auf Basis von Service-Level-Agreements, also genau definierten Serviceverträgen, zu managen. Daher spielt auch die Digitalisierung unseres LCS Geschäfts bei den F&E-Aktivitäten eine wichtige Rolle.
Um die weltweite Digitalisierung bei Krones schnell und hochwertig voranzutreiben, nutzt das Unternehmen neben den Digitalisierungsspezialisten an den inländischen Standorten auch zunehmend internationale Ressourcen.
Flexibilität und Leistung zeichnen Krones Produkte aus
Neue Produkte von Krones sollen dem Kunden größtmögliche Flexibilität im Produktionsprozess einräumen. Hierfür muss der Produktwechsel auf der Anlage zwischen verschiedenen Getränkesorten, Verpackungsarten und -formen schnell und unkompliziert sein. Maschinen und Anlagen müssen auch so konzipiert sein, dass sie künftig problemlos aufrüst- und erweiterbar sind, auch mit Produkten von Drittanbietern.
Neben der Flexibilität ist auch die Kosteneffizienz der Anlage ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Kunden. Hier geht es zum einen darum, die Anlagen durch ein intelligentes Linienlayout zu verschlanken. Hierfür nutzen wir die über Jahrzehnte im gesamten Krones Konzern aufgebaute Linienkompetenz. Schlankere Linien senken die Gesamtkosten, also die TCO (Total Cost of Ownership).
Zum anderen soll die Anlage auch möglichst viele Behälter pro Zeiteinheit abfüllen. Höhere Ausstoßmengen lassen sich nur mit technisch ausgereiften und stabilen Maschinen und Systemen erreichen.
Im Bereich Aseptik die Marktposition ausbauen
Die aseptische Abfüllung von sensiblen Produkten wie Milch oder Fruchtsäften stellt höchste Ansprüche an die Hygiene und Zuverlässigkeit der Anlagen. Krones ist hier wegen der Top Qualität bei der Produkt- und Produktionssicherheit führend. Das Unternehmen will in der Aseptik sowohl den Highend-Bereich als auch anspruchsvolle Komplettlösungen mit Innovationen stärken und so seine Position als Technologieführer im Bereich Aseptik bei PET weiter ausbauen.
Glas und Dose sind wichtiger Teil der F&E-Programme
Krones setzt neben der vorherrschenden Verpackungsform PET auch weiterhin auf Glas und Dose und wird auch diese Bereiche mit Innovationen stärken. Daher sind beide Verpackungsformen ebenfalls wichtige Bestandteile der F&E-Programme bei Krones.
Im Bereich Glas arbeiten wir neben der Weiterentwicklung einzelner Produkte, wie den Bierfüllern (siehe Seite 69), vor allem auch daran, schlanke, ressourcenschonende und effiziente Gesamtlösungen für die Abfüllung in Glasflaschen zu entwickeln.
Bei Dosen setzt Krones auf flexible, nachhaltige und hygienische Maschinen- und Anlagenkonzepte. Ein Beispiel hierfür ist die neue hygienische Dosenfüllergeneration. Durch einen kleineren Reinraum lässt sich die Anlage leichter und schneller reinigen und somit die Stillstandzeiten verringern. Mit der Markteinführung eines eigenen Dosenverschließers haben wir unser Angebotsportfolio für Dosen um einen wichtigen Bestandteil erweitert und die Abhängigkeit von Zulieferern verringert.
Im Folgenden stellen wir auszugsweise einige Innovationen von Krones aus dem Berichtsjahr vor.
Klammersterne
Flaschen müssen innerhalb einer Anlage schnell, präzise und sicher transportiert werden. Eine wesentliche Rolle spielen hierbei Klammern, die die Flaschen am Behälterbauch fassen und weitergeben. Die einzelnen Klammern werden zu Klammersternen zusammengestellt. Die neu entwickelten Klammersterne von Krones können verschiedene Behälterformate und -größen verarbeiten. Kunden müssen sie also nicht mehr wechseln, wenn sie beim Abfüllen beispielsweise das Flaschenformat ändern. Dies verbessert die Flexibilität und senkt Kosten. Zudem können durch die Geometrie der neuen Klammern mehr Klammern pro Stern untergebracht werden. Das spiegelt sich in einer höheren Anzahl abgefüllter Flaschen bei gleicher Maschinengröße wider. Die neuen Klammersterne sind nicht nur für Neumaschinen verfügbar, sondern können auch nachgerüstet werden.
Preform-Rinser Prejet
Bevor PET-Preforms zu Flaschen aufgeblasen werden, müssen sie gründlich gereinigt werden. Diese Aufgabe übernimmt Prejet, der neue Preform-Rinser. Er beseitigt sämtliche Makropartikel wie PET-Staub oder Verpackungsreste zuverlässig und effizient. Beim Prejet taucht eine Lanze in die Preform ein und bläst sie mit ionisierter Druckluft aus. Um die Schmutzpartikel sicher zu entfernen, werden sie abgesaugt, herausgefiltert und gesammelt. Das System arbeitet so gründlich, dass es sich auch für aseptische Anwendungen eignet. Neben der Reinigungsleistung stand bei der Entwicklung des Prejet auch der sparsame Energie- und Medieneinsatz im Fokus. Im Vergleich zum Vorgängermodell verbraucht die Maschine bis zu 50 % weniger Druckluft.
Projekt »Future Line«
Gemeinsam mit einem Referenzkunden haben wir die Potentiale von intelligenten digitalen Assistenzsystemen in der Getränkefabrik aufgezeigt. Bei der Kundenanlage handelt es sich um eine Mehrweg-Glaslinie, die als Connected Line ausgelegt ist. Krones ist damit in der Lage, alle relevanten Produktionsdaten der Anlage für den Kunden zu erfassen und zu analysieren sowie Vorschläge für eine schnelle Behebung von Störungen zu machen. Der Anspruch war, dass die Linie trotz ihrer außerordentlichen Größe und komplexen Warenströme ohne unnötige Stillstände und mit weniger Anlagenbedienern betrieben werden kann.
Die Connected Line bringt viele Vorteile und löst auch Probleme, mit denen Getränkehersteller im laufenden Betrieb immer wieder konfrontiert werden. Zum einen stoppt eine Anlage wegen fehlender Betriebsstoffe wie Etiketten oder Leim, weil das Bedienpersonal den drohenden Materialmangel nicht frühzeitig erkennt. Zum anderen lösen Flaschen, die unbemerkt an der Waschmaschine umgefallen sind, einen Stau aus. Mit intelligent aufbereiteten Informationen aus der Connected Line konnte Krones diese Probleme beheben.
Aus den übermittelten Daten ist ersichtlich, wann Betriebsstoffe auszugehen drohen und ob eine Flasche umgefallen ist. Diese Informationen müssen den zuständigen Anlagenbediener schnell erreichen. Dies übernimmt das digitale Krones Tool »Task«, das auf der eigenen cloudbasierten IIoT-Plattform basiert. Es sendet dem Bedienpersonal Informationen und Anweisungen auf ein mobiles Gerät, also beispielsweise auf ein Smartphone oder eine Smartwatch. So kann das Bedienpersonal für Nachschub beim Material sorgen, bevor es zur Neige geht und umgefallene Flaschen frühzeitig aus der Anlage entfernen. Durch die intelligente Nutzung von Daten verhindern digitale Assistenzsysteme von Krones unnötige Stillstände und tragen zu einer maximalen Anlagenverfügbarkeit bei.
Anpassung Verschließerportfolio
Ab 2024 müssen in der Europäischen Union Verschlüsse von Einweg-Kunststoffflaschen so gestaltet sein, dass sie auch nach dem Öffnen mit der Flasche verbunden bleiben. Diese sogenannten Tethered Caps wirken sich auf die Fülltechnik aus. Der Verschließer muss deshalb angeglichen werden. Krones hat sich in enger Zusammenarbeit mit den Verschlussherstellern frühzeitig auf die neue gesetzliche Anforderung vorbereitet und das gesamte Verschließer-Portfolio technisch angepasst. Bereits heute haben wir für die häufigsten Tethered-Cap-Varianten die passende Lösung.
Von der Produktinnovation bis zur Serienreife ist es ein anspruchsvoller Weg. Durch den Einsatz von Vorserien, die ausgewählten Kunden zur Verfügung gestellt werden, gewinnt Krones wichtige Erfahrungen. Anhand der Erkenntnisse aus den Feldversuchen werden die Maschinen und Anlagen permanent angepasst und verbessert. Erst wenn sichergestellt ist, dass die Produktneuheit die hohen Anforderungen im Praxiseinsatz dauerhaft erfüllt, geht sie in Serie. Dieser Prozess kann mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Folgend stellen wir einige ehemalige Innovationen vor, die 2021 die Serienreife erreicht haben oder kurz davor stehen.
Dynafill
Mit dem Bierabfüller Dynafill präsentierte Krones auf der drinktec 2017 eine Revolution. Er füllt und verschließt Bierflaschen nicht mehr separat, sondern in einer Maschine. Dadurch verringert sich die Zeit des Füll- und Schließvorgangs um 50 Prozent auf nur noch rund fünf Sekunden.
Der Dynafill bietet den Kunden noch weitere Vorteile. Bei einer gleichbleibenden Leistung von 36.000 Behältern pro Stunde benötigt er anstatt 100 nur 66 Füllventile. Um die Hälfte reduziert sich die Aufstellfläche, da sowohl der Verschließer als auch die Transfersterne, die die Flaschen vom Füller zum Verschleißer transportieren, entfallen. Der geschlossene hygienische Füll- und Verschließbereich sorgt zudem für optimale Produktreinheit.
Auch beim CO 2 -Verbrauch punktet der Dynafill. Weil Spülphasen entfallen, verbraucht er 20 Prozent weniger CO 2 als konventionelle Systeme. Ein weiterer sehr wichtiger positiver Beitrag zur Klimabilanz des Kunden: Getränke lassen sich mit dem Dynafill nicht nur kalt, sondern auch warm abfüllen (Temperaturen bis 30 °C). Das spart wertvolle Kühl-Energie.
Modulfill-VFS-M mit PFR-Ventil
Beim Füller Modulfill VFS-M verschmelzen Prozesstechnik und Abfüllung miteinander. Denn das »M« steht für den Mixer Contiflow. Eine wesentliche Rolle bei dieser Krones Blocklösung spielt das stufenlos regelbare PFR-Ventil. Die Fließgeschwindigkeit des Füllventils kann perfekt an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst werden. Schäumen wegen zu schneller oder verschenkte Sekunden wegen zu langsamer Abfüll-Geschwindigkeit gehören dank des PFR-Ventils der Vergangenheit an. Durch die Kombination des Füllers mit dem PFR-Ventil steigt die Leistung der Anlage um bis zu 25 %. Weil die PFR-Ventile elektrisch angetrieben werden, spart der Modulfill VFS-M auch Energie. Aufgrund der Blockung verringern sich zudem der Platzbedarf der Anlage, der Verbrauch an Reinigungsmedien sowie die Reinigungs- und Umrüstzeiten erheblich.
Contipure AseptBloc E
In Aseptik-Linien werden zum Sterilisieren traditionell chemische Verfahren eingesetzt. Der Krones Contipure AseptBloc E geht einen neuen Weg. Das Preform-Entkeimungsmodul sterilisiert die Innen- und Außenfläche der PET-Rohlinge mittels Elektronenstrahlen. Mit dieser innovativen Methode werden auch hartnäckige und chemisch resistente Keime abgetötet. Diese Technologie ist effizient und nachhaltig, denn sie arbeitet ohne Wasser und Chemikalien.
Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliches Umfeld
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| ― | Weltwirtschaft wächst 2021 um 5,9 % |
| ― | Deutscher Maschinenbau profitiert von starker Konjunktur |
| ― | Weltweite Nachfrage nach abgepackten Getränken zieht wieder an |
Weltwirtschaft legt im Berichtsjahr kräftig um 5,9 % zu
Die globale Konjunktur hat sich 2021 gut von dem Einbruch im Vorjahr erholt. Hauptgrund für das starke Wachstum der Weltwirtschaft war das Abklingen der Covid-19-Pandemie durch den Einsatz von Impfstoffen. Zudem unterstützten die 2020 in den großen Volkswirtschaften eingeleiteten Investitionsprogramme den Aufschwung. Gemäß den Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2022 kletterte das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2021 um 5,9 % (2020: minus 3,1 %). Zum Jahresanfang lag die IWF-Prognose bei plus 5,5 %, zum Halbjahr bei 6,0 %. Im zweiten Halbjahr haben die internationalen Liefer- und Materialengpässe ein kräftigeres Wachstum verhindert.
Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2021 nach Regionen in %

Unterdurchschnittlich legte die Konjunktur 2021 in den reifen Industriestaaten zu. Hier stieg die Wirtschaftsleistung insgesamt um 5,0 % (Vorjahr: minus 4,5 %). Japan litt im zweiten Halbjahr besonders unter den zunehmenden Liefer- und Materialengpässen. Dort verbesserte sich die Wirtschaftsleistung nur um 1,6 % (Vorjahr: minus 4,5 %). In der Euro-Zone profitierte die Konjunktur von der weiterhin lockeren Geldpolitik der EZB und den Konjunkturprogrammen. Im gemeinsamen Währungsraum stieg das BIP 2021 um 5,2 %, nach einem Minus von 6,4 % im Vorjahr. Am kräftigsten erholten sich von den Industrieländern die USA. In der weltweit größten Volkswirtschaft kletterte im Berichtszeitraum das BIP um 5,6 % (Vorjahr: minus 3,4 %).
Dynamischer als in den Industriestaaten entwickelte sich die Wirtschaft im Berichtszeitraum in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Dort stieg das BIP 2021 um 6,5 % (2020: minus 2,0 %). Laut IWF-Experten lag das vor allem an der positiven Entwicklung in China und Indien. Die Wirtschaft im Reich der Mitte erholte sich von der Corona-Pandemie am schnellsten. Nach dem Plus von 2,3 % im Vorjahr verbesserte sich das BIP in China 2021 um 8,1 %. Indien verzeichnete mit einem BIP-Plus von 9,0 Prozent einen noch stärkeren Zuwachs, nachdem das Land im Vorjahr (minus 7,3 %) besonders stark unter der Corona-Krise litt. Die Konjunktur in den Ländern Lateinamerikas hat sich ebenfalls stark erholt. Die Wirtschaftsleistung in dieser Region verbesserte sich um 6,8 % (Vorjahr: minus 6,9 %). Im Raum Naher Osten/Zentralasien betrug der BIP-Anstieg im Berichtsjahr 4,2 % (Vorjahr: minus 2,8 %). Die Wirtschaftstätigkeit in der Region Sub-Sahara Afrika legte 2021 um 4,0 % (Vorjahr: minus 1,7 %) zu.
Deutsche Wirtschaft verzeichnet mit Plus 2,7 % unterdurchschnittliches Wachstum
Im europäischen Vergleich (Euro-Raum: plus 5,2 %) hat sich die Volkswirtschaft in Deutschland im Berichtsjahr weniger stark entwickelt. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes stieg das deutsche Bruttoinlands produkt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % nach einem Minus von 4,6 % im Vorjahr. Damit hat die Wirtschaftsleistung im Inland das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht.
Die deutsche Konjunktur hat sich 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen belebt, aber die Wirtschaftsleistung lag nahezu in allen Sektoren noch unter dem Vorkrisenniveau. Die Exporte und Investitionen waren neben den höheren Staatsausgaben die stärksten Wachstumstreiber, während der private Konsum auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres verharrte.
Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland in %

Quelle: Statistisches Bundesamt
Maschinen- und Anlagenbau erholt sich 2021
Die Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus haben das herausfordernde Jahr 2021 mit deutlichen Zuwachsraten abgeschlossen. Die Branche profitierte von der starken Konjunktur in den drei wichtigsten Absatzmärk ten China, USA und Europa. Gemäß vorläufiger Zahlen rechnet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) damit, dass der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 7 % gestiegen ist (2020: minus 11,8 %). Im September lag die Prognose noch bei plus 10 %. Dass sich die hohen Produktionserwartungen trotz guter Auftragseingänge nicht ganz erfüllten, lag an den verschiedenen Lieferengpässen im zweiten Halbjahr 2021. Vor allem Elektronikkomponenten und Metalle waren Mangelware und hemmten die Abarbeitung der hohen Ordereingänge.
Megatrends sorgen für stabiles Marktwachstum
Die langfristig guten Wachstumsaussichten für die Märkte von Krones bleiben weiterhin intakt. Nach einem kurzen Rücksetzer im Corona-Jahr 2020 haben die Märkte für verpackte Getränke und Lebensmittel im Berichtsjahr wieder den stabilen Wachstumskurs eingeschlagen. Gestützt wird das Wachstum von Megatrends, die dazu führen, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen für Getränke und Nahrungsmittel mittel- und langfristig überproportional steigt.
Der große übergeordnete Megatrend ist die stetig wachsende Weltbevölkerung. Ende 2021 lebten 7,9 Mrd. Menschen auf der Erde. Diese Zahl wird nach Prognosen der Vereinten Nationen künftig jährlich um rund 70 Millionen zulegen. Vor allem in Afrika und Asien wächst die Bevölkerung stark. Im Jahr 2030 dürfte die Weltbevölkerung bereits bei etwa 8,5 Mrd. liegen. All diese Menschen müssen essen und trinken. Viele von ihnen werden abgepackte Getränke und Lebensmittel konsumieren. Hierfür sprechen zwei weitere Megatrends, nämlich die wachsende Mittelschicht und die zunehmende Urbanisierung.
Der Anteil Asiens an den Konsumausgaben der weltweiten Mittelschicht nimmt stark zu
In Asien nimmt die Zahl der der Menschen, die in die Mittelschicht aufsteigen, besonders stark zu. Deshalb wächst in dieser Region der Anteil an den weltweit steigenden Konsumausgaben der Mittelschicht.

Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2015 und 2050
In Asien und Afrika ist der Trend zur Urbanisierung, also der Zuzug der Landbevölkerung in die Städte, am ausgeprägtesten.

Quelle: Vereinte Nationen, (World Urbanization Prospects, The 2018 Revision)
Wachsende Mittelschicht steigert Konsumausgaben
Der langfristige Trend, dass in den Schwellen- und Entwicklungsländern immer mehr Menschen der Armut entkommen und in die Mittelschicht aufsteigen, ist ungebrochen. Nach Prognosen der OECD wird die globale Mittelschicht in der Zeit von 2020 bis 2030 von 3,2 Mrd. auf 4,9 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen der Menschen nehmen deren Konsumausgaben - auch für abgepackte Getränke und Lebensmittel - zu. Ein Großteil des Wachstums der weltweiten Mittelklasse und damit der zunehmenden Kaufkraft entfällt auf Asien. 2020 soll laut OECD der Anteil Asiens an den gesamten Konsumausgaben der Mittelschicht bei 42 % gelegen haben. Bis 2030 soll dieser Wert auf 59 % zunehmen. Die Summe der Konsumausgaben der globalen Mittelschicht dürfte in diesem Zeitraum von 35 Billionen US-Dollar auf 55,7 Billionen US-Dollar steigen.
Urbanisierung stützt Konsum abgepackter Lebensmittel
Die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert ebenfalls die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, im Durchschnitt mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung.
Laut Prognose der Vereinten Nationen werden 2050 zwei von drei Erdenbürgern in Städten leben. Zurzeit ist es erst gut die Hälfte. Am stärksten strömen die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens in die Städte.
Nachhaltigkeit und Digitalisierung - zusätzliche Wachstumstreiber
Klimawandel und Umweltschutz zählen zu den gesellschaftlich wichtigsten Themen. Deshalb setzen Verbraucher verstärkt auf nachhaltige und umweltschonende Produkte. Das wiederum treibt die Nachfrage der Getränkehersteller nach ressourcenschonenden Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen.
Ein weitere Wachstumstreiber ist die zunehmende Digitalisierung. Durch intelligente digitale Produkte und Services können die Getränkehersteller flexibler, effizienter und kostensparender produzieren. Der Trend zur Digitalisierung der Getränkefabrik steht erst am Anfang. Er wird mittel- und langfristig für steigende Nachfrage sorgen.
Die zunehmende Weltbevölkerung, die Urbanisierung, die Digitalisierung sowie die wachsende Mittelschicht und die Nachhaltigkeit sind Megatrends, die das Wachstum der Märkte von Krones stützen.
Konsum von abgepackten Getränken steigt wieder
Die weltweite Nachfrage nach abgepackten Getränken hat sich 2021 vom coronabedingten Rückgang im Vorjahr erholt. Laut vorläufiger Zahlen von Global Data lag der globale Verbrauch abgepackter Getränke 2021 mit insgesamt 1.345 Mrd. Liter um 4,7 % höher als im Vorjahr. Damit hat der globale Getränkekonsum fast wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht (2019: 1.366 Mrd. Liter).
Deutlich überproportional gewachsen ist 2021 die Nachfrage nach alkoholischen Getränken (+ 6,7 %), die im Vorjahr massiv unter der Covid-19-Pandemie litt. Noch kräftiger (+ 12,3 %) zog der Konsum von New Drinks (Sport- und Energydrinks sowie trinkfertiger Kaffee und Tee) an. In etwa gleich stark wie der Gesamtverbrauch wuchs die Nachfrage nach kohlensäurehaltigen Getränken (+ 5,0 %) sowie Milch- und Milchmixgetränken (+ 5,1 %). Unterproportional zum Gesamtmarkt entwickelte sich 2021 der Konsum von abgepacktem Wasser (+ 1,0 %). Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass der Wassermarkt während der Corona-Krise 2020 relativ stabil blieb.
Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2021 (in Mrd. Liter)

Durchschnittliches jährliches Wachstum des Konsums der Getränkearten von 2021 bis 2024

* Bier, Wein, Spirituosen, Cider
** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee
Quelle: Global Data
In den kommenden Jahren dürfte die weltweite Nachfrage nach abgepackten Getränken stabil wachsen. Von 2021 bis 2024 soll sie laut Global Data mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von 2,0 % zulegen. Zu dem prognostizierten Wachstum des Gesamtmarktes werden die einzelnen Getränkearten unterschiedlich beitragen.
Die Nachfrage nach abgefüllten Getränken hat sich 2021 von der Corona-Delle erholt. Auch für die kommenden Jahren erwarten Marktforscher ein stabiles Marktwachstum. Deutlich überproportional soll dabei der Konsum von abgefülltem Wasser zulegen.
Am stärksten soll gemäß Global Data der Konsum von abgefülltem Wasser steigen. Das mit Abstand größte Segment des globalen Getränkemarkts (Anteil 2021: 33,8 %) profitiert vom steigenden Bedarf an sauberem abgefülltem Trinkwasser in den Schwellen- und Entwicklungsländern und dem Gesundheitstrend in den Industrieländern. Global Data erwartet, dass die Nachfrage nach abgefülltem Wasser von 2021 bis 2024 jährlich um durchschnittlich 3,2 % zulegt.
Für den Markt von abgepackten alkoholischen Getränken sind die Marktforscher wieder zuversichtlicher als unter dem Eindruck der Covid-19-Pandemie. Dennoch dürfte das Wachstum des zweitgrößten Segments (Anteil 2021: 19,4 %) leicht hinter dem des Gesamtmarktes zurückbleiben. Insgesamt rechnet Global Data für den Konsum abgepackter alkoholischer Getränke von 2021 bis 2024 mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 1,8 %.
Verhalten sind die Wachstumsschätzungen für den Konsum von Milch und Milchmixgetränken (Anteil am globalen Getränkemarkt 2021: 18,2 %). Global Data prognostiziert sowohl für pure Milch, auf die rund 70 % des Marktsegments entfällt, als auch für Nischenprodukte wie Trinkjoghurt und aromatisierte Milch unterproportionale Steigerungsraten. Für das gesamte Segment Milch und Milchmixgetränke liegen die Wachstumserwartungen für 2021 bis 2024 bei durchschnittlich 0,7 % pro Jahr.
Leicht unterproportional zum Gesamtmarkt soll sich der Verbrauch von kohlensäurehaltigen Softdrinks (CSD) (Anteil 2021: 16,5 %) in den kommenden Jahren entwickeln. Die von Global Data erwartete durchschnittliche Steigerungsrate für 2021 bis 2024 liegt bei 1,6 %. Vor allem in den Industrieländern bremst der Trend zur gesunden Ernährung die Nachfrage nach zuckerhaltigen Softdrinks.
Bei den beiden kleineren Segmenten des Getränkemarkts Frucht- und Obstsäfte (Anteil am weltweiten Getränkekonsum 2021: 6,1 %) sowie New Drinks (6,0 %) sind die Wachstumsaussichten für die New Drinks besser. Für diese Getränkeart, zu der Sport- und Energydrinks sowie trinkfertiger Kaffee und Tee zählen, prognostiziert Global Data von 2021 bis 2024 durchschnittliche jährliche Steigerungen von 3,1 %. Die Nachfrage nach Frucht- und Obstsäften soll in diesem Zeitraum lediglich um durchschnittlich 0,7 % pro Jahr wachsen.
Emerging Markets sind wichtigster Wachstumsmotor der Getränkenachfrage
In den Schwellen- und Entwicklungsländern profitiert Krones von steigenden Bevölkerungszahlen, wachsender Mittelschicht sowie der Urbanisierung. Die zunehmende Getränke- und Verpackungsvielfalt fördern die Nachfrage in den reifen Industrieländern.
In den kommenden Jahren dürfte der Verbrauch abgepackter Getränke in den Schwellen- und Entwicklungsländern weiterhin am stärksten zunehmen. Wesentlicher Grund hierfür ist, dass in den Emerging Market wichtige Megatrends, wie wachsende Weltbevölkerung, zunehmende Mittelschicht und Urbanisierung das Wachstum antreiben.
In China werden gemäß Global Data die Steigerungsraten am höchsten sein. Dort soll die Nachfrage nach abgepackten Getränken von 2021 bis 2024 jährlich um durchschnittlich 3,2 % zunehmen. Eine überproportionale Wachstumsrate von im Durchschnitt 2,8 % erwarten die Experten für die Region Russland/GUS/Osteuropa. Weiter auf Wachstumskurs bleibt die Nachfrage in Afrika/Mittlerer Osten. Dort soll der Verbrauch von abgepackten Getränken von 2021 bis 2024 um durchschnittlich 2,4 % pro Jahr steigen. Leicht überproportional um durchschnittlich 2,1 % soll die Getränkenachfrage in Asien/Pazifik zulegen.
In den großen reifen Absatzmärkten Westeuropa (prognostizierte durchschnittliche Wachstumsrate: 1,5 %) sowie Nord- und Mittelamerika (0,9 %) dürfte sich die Nachfrage unterproportional zum Gesamtmarkt entwickeln. Dort liegen die Wachstumschancen von Krones nicht im steigenden Getränkevolumen, sondern in der zunehmenden Getränke- und Verpackungsvielfalt.
Weltweiter Konsum abgepackter Getränke nach Regionen *
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| 2021 (e) | 2024 (e) | durchschn. jährl. Wachstum in% 2021 - 2024 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mrd. Liter | % ** | Mrd. Liter | % ** | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| China | 274,8 | 20,4 | 302,4 | 21,2 | 3,2 |
| Asien/Pazifik | 271,8 | 20,2 | 298,2 | 20,2 | 2,1 |
| Nordamerika/Mittelamerika | 218,2 | 16,2 | 223,9 | 15,7 | 0,9 |
| Südamerika | 172,3 | 12,8 | 182,0 | 12,7 | 1,8 |
| Westeuropa | 139,6 | 10,4 | 145,8 | 10,2 | 1,5 |
| Afrika/Mittlerer Osten | 118,4 | 8,8 | 127,1 | 8,9 | 2,4 |
| Russland/GUS/Osteuropa | 98,3 | 7,3 | 106,7 | 7,5 | 2,8 |
| Mitteleuropa | 52,0 | 3,9 | 52,6 | 3,7 | 0,4 |
| Global | 1.345,4 | 100,0 | 1.429,6 | 100,0 | 2,0 |
* Rundungsdifferenzen sind möglich
** Anteil am globalen Konsum | (e) = erwartet
Quelle: Global Data
Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen - jährliches Wachstum von 2021 - 2024
In China wächst die Nachfrage nach abgepackten Getränken am stärksten. Überproportionale Steigerungsraten weisen die Regionen Russland/GUS/ Osteuropa, Afrika/Mittlerer Osten sowie Asien/ Pazfik aus.

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen in Mrd. Liter *
Die Nachfrage wächst in den volumenstärksten Märkten China und Asien/Pazfik überproportional. 2021 wurden in China 274,8 Mrd. Liter abgefüllte Getränke konsumiert. 2024 sollen es 27,6 Mrd. Liter mehr sein. In Asien/Pazfik dürfte der Verbrauch in diesem Zeitraum um 17,4 Mrd. Liter von 271,8 Mrd. Liter auf 289,2 Mrd. Liter steigen.

* Prognose
Quelle: Global Data
Die Nachfrage nach PET-Behältern steigt stetig
Die Anzahl der weltweit abgefüllten Getränkebehälter steigt kontinuierlich. 2021 waren es 1.828 Mrd. Rund 30 % davon bestanden aus dem Kunststoff PET.
Für Anbieter von Abfüll- und Verpackungstechnik wie Krones ist neben dem verbrauchten Getränkevolumen die Anzahl der abgefüllten Einheiten eine wichtige Messgröße. 2021 stieg diese im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 % auf 1.828 Mrd. Bis 2024 soll die Zahl der abgefüllten Behälter um durchschnittlich 3,0 % pro Jahr auf fast 2.000 Mrd. steigen. Getränke werden im Wesentlichen in Behälter aus Kunststoff, Glas, Metall sowie Karton abgefüllt.
Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2021 (Basis: abgefüllte Einheiten)

Quelle: Global Data
Durchschnittliches jährliches Wachstum der Verpackungsarten 2021 bis 2024

Am häufigsten bestehen Getränkebehälter aus dem Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET). 2021 waren laut den Zahlen von Global Data 29,1 % der weltweit abgefüllten Einheiten PET-Behälter. Die Verwendung von PET-Flaschen dürfte in den kommenden Jahren überproportional steigen. Grund hierfür ist, dass Wasser - das mit hohen Wachstumsraten am meisten konsumierte Getränk - überwiegend in PET-Behälter abgefüllt wird. Gemäß den Zahlen von Global Data soll die Anzahl der in der globalen Getränkeindustrie verwendeten PET-Behälter bis 2024 um jährlich durchschnittlich 3,7 % steigen.
2021 bestanden 20,9 % aller Getränkeverpackungen aus Glas. Damit ist der brüchige Werkstoff das am zweithäufigsten eingesetzte Verpackungsmaterial für Getränke. In Glasflaschen werden hauptsächlich Bier und andere Alkoholika abgefüllt. Auch weil die Nachfrage nach alkoholischen Getränken insgesamt unterproportional wächst, dürfte der Anteil von Getränkeverpackungen aus Glas zurückgehen. Die erwarteten jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 0,7 % liegen deutlich unter dem prognostizierten Wachstum des Gesamtmarkts.
Ein weiteres bedeutendes Material für Getränkebehälter sind Metalldosen (Anteil 2021: 18,0 %). Sie werden oft zur Abfüllung von Bier, kohlensäurehaltigen Softdrinks sowie New Drinks verwendet. Bis 2024 soll die Anzahl der mit Getränken befüllten Metalldosen um durchschnittlich 2,7 % pro Jahr leicht unterproportional zum Gesamtmarkt zunehmen.
Getränkeverpackungen aus Karton kamen 2021 auf einen Anteil von 12,8 %. Kartonverpackungen werden hauptsächlich für Milch und Milchmixgetränke sowie Frucht- und Obstsäfte verwendet. Gemäß den Zahlen von Global Data dürfte die Anzahl der Kartonverpackungen bis 2024 um durchschnittlich 3,4 % pro Jahr steigen.
Als einer der führenden Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Produktion, Abfüllung und Verpackung von PET-Behältern profitiert Krones vom überproportionalen Wachstum von PET-Verpackungen. Das Unternehmen hat aber auch bei Linien zur Abfüllung und Verpackung von Getränken in Glasflaschen und Dosen eine starke Marktstellung. Lösungen für Kartonverpackungen bietet Krones nicht an.
Krones AG in Zahlen
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| ― | Märkte von Krones erholten sich 2021 von der Corona-Krise des Vorjahres. |
| ― | Umsatz der Krones AG blieb 2021 stabil bei 2,34 Mrd. €. Die Ertragskraft verbesserte sich deutlich. Das EBIT stieg auf 34,2 Mio. € (Vorjahr: minus 113,8 Mio. €). |
| ― | Krones zahlt für 2021 eine Dividende je Aktie von 1,40 € (Vorjahr: 0,06 €). |
Krones AG hat das Ertragsziel für 2021 erreicht
Nach der Corona-Krise des Vorjahres haben sich 2021 die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Krones AG insgesamt verbessert. Hauptsächlich abrechnungsbedingt spiegelt sich das in den Erlösen der Krones AG im Berichtszeitraum noch nicht wider. Mit 2.341,1 Mio. € lag der Umsatz auf Vorjahresniveau (2.341,4 Mio. €). Prognostiziert hatte der Vorstand für 2021 einen leicht steigenden AG-Umsatz.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) steigerte die Krones AG 2021 deutlich von minus 113,8 Mio. € im Vorjahr auf 34,2 Mio. €. Damit wurde das Ertragsziel 2021 erreicht. Es lag bei einem positiven EBIT im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Krones AG erzielt 2021 einen Umsatz von 2.341,1 Mio. €
Die Gesamtwirtschaft hat sich 2021 vom coronabedingten Einbruch des Vorjahres erholt. Auch auf den internationalen Abfüll- und Verpackungsmärkten zog die Nachfrage an. Davon konnte Krones als ein führender Komplettanbieter mit einem breiten Global Footprint profitieren. Die Gesamtleistung lag 2021 um 4,0 % höher als im Vorjahr. In den Erlösen spiegelt sich die Geschäftsbelebung nicht ausreichend wider. Im Wesentlichen abrechnungsbedingt veränderte sich der Umsatz der Krones AG mit 2.341,1 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (2.341,4 Mio. €) kaum.
Umsatz Krones AG in Mio. €

Umsatz nach Regionen
Umsatz nach Regionen Krones AG

Umsatz 2021: 2.341,1 Mio. €

Umsatz 2020: 2.341,4 Mio. €
Die Krones AG verfügt weiterhin über eine international ausgewogene Umsatzverteilung in den etablierten und aufstrebenden Märkten.
Der Umsatz der Krones AG in Deutschland ging 2021 im Vergleich zum Vorjahr, hauptsächlich abrechnungsbedingt, um 23,7 % von 343,0 Mio. € auf 261,8 Mio. € zurück. Der Anteil des Inlandsgeschäfts an den gesamten AG-Erlösen verringerte sich 2021 von 14,6 % im Vorjahr auf 11,2 %.
Der Umsatz in Europa (ohne Deutschland) stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 1,9 % von 687,7 Mio. € auf 700,8 Mio. €. Dabei verringerte sich der Umsatz in der großen Marktregion Westeuropa um 13,4 % auf 329,5 Mio. €. Auch in Osteuropa (inkl. Russland/GUS) waren die Erlöse der Krones AG im Berichtszeitraum rückläufig und lagen mit 204,0 Mio. € um 8,8 % unter dem Vorjahreswert. Deutlich angezogen hat hingegen der Umsatz in Mitteleuropa. Nach dem überproportionalen Rückgang im Vorjahr kletterte dieser 2021 um 100,5 % auf 167,3 Mio. €. Der Anteil des gesamten Europa-Geschäfts (ohne Deutschland) am Umsatz der Krones AG belief sich 2021 auf 29,9 % (Vorjahr: 29,4%).
In den außereuropäischen Regionen verbesserte sich der Umsatz 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 % von 1.310,7 Mio. € auf 1.378,5 Mio. €. Den prozentual stärksten Zuwachs verzeichnete die Krones AG in Südamerika/Mexiko. Dort kletterten die Erlöse um 33,6 % auf 280,5 Mio. €. Dabei ist zu beachten, dass die Region im Vorjahr überproportional vom Corona-Einbruch betroffen war. Auch in China übertraf der Umsatz 2021 den Vorjahreswert deutlich. Die Erlöse legten um 17,4 % auf 146,7 Mio. € zu. In Nord- und Mittelamerika stieg der Umsatz um 1,4 % auf 308,8 Mio. €. Relativ stabil entwickelten sich die Erlöse im Berichtszeitraum in der ebenfalls großen Absatzregion Asien/Pazifik. Der Umsatz ging leicht um 1,3 % auf 303,9 Mio. € zurück. In der Region Mittlerer Osten/Afrika verringerten sich der Erlöse der Krones AG 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 % auf 338,6 Mio. €. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Mittleren Osten/Afrika der Umsatz 2020 trotz Corona-Krise kräftig zugelegt hatte (+13,3 %). Insgesamt erhöhte sich der Anteil der außereuropäischen Erlöse am Gesamtumsatz der Krones AG 2021 auf 58,9 % (Vorjahr: 56,0 %).
Auftragseingang und Auftragsbestand
Auftragseingang der Krones AG zieht 2021 kräftig an
Die Investitionsbereitschaft der Kunden hat sich 2021 schneller und stärker vom pandemiebedingten Einbruch 2020 erholt als erwartet. Vor allem konzernunabhängige Unternehmen aus der internationalen Getränke- und Lebensmittelindustrie investierten im Berichtszeitraum deutlich mehr in neue und bestehende Kapazitäten als im Vorjahr. Als ein führender Anbieter für Abfüll- und Verpackungstechnik konnte die Krones AG davon profitieren. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um 98,1 % von 1.414,2 Mio. € auf 2.802,1 Mio. €.
Der Ordereingang war 2021 in allen Vertriebsregionen von Krones höher als im Vorjahr. Überproportional stieg der Wert der Kundenbestellungen in Mittel- und Westeuropa sowie in China. In etwa proportional zum Gesamtunternehmen legte er in Osteuropa und der Region Russland/GUS zu. In den restlichen Regionen stieg der Auftragseingang nicht so stark wie in der gesamten Krones AG.
Auftragseingang Krones AG in Mio. €

Auftragsbestand erhöht sich deutlich auf 1,08 Mrd. €
Die steigende Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der Krones AG 2021 spiegelt sich auch im Auftragsbestand wider. Zum 31. Dezember 2021 hatte das Unternehmen Aufträge im Wert von 1.076,3 Mio. € in den Büchern. Damit erhöhte sich der Auftragsbestand der Krones AG im Vergleich zum Vorjahr (615,4 Mio. €) deutlich um 74,9 %.
Auftragsbestand Krones AG zum 31. Dezember in Mio. €

Ertragslage der Krones AG
Umsetzung struktureller Maßnahmen und positive Sondereffekte wirken sich bei stabilem Umsatz positiv auf Ertragskraft aus
Die Umsetzung struktureller Maßnahmen, eine verbesserte Gesamtleistung sowie positive Sondereffekte haben die Ertragskraft der Krones AG 2021 deutlich gestärkt.
Die Ertragskraft der Krones AG verbesserte sich 2021 deutlich. Hierzu trugen die solide Auslastung sowie die strategischen Maßnahmen bei, die wir im Berichtszeitraum weiter umgesetzt haben. Diese spiegeln sich überwiegend im niedrigeren Personalaufwand wider. Darüber hinaus wurde das Ergebnis in Summe mit rund 17 Mio. € positiv von einmaligen Effekten beeinflusst. Nach Abschluss des Personalabbaus im Inland löste Krones mit rund 29 Mio. € den verbliebenen Teil der hierfür gebildeten Rückstellungen ertragswirksam auf. Demgegenüber stehen Aufwendungen für den Corona-Bonus der Beschäftigten sowie sonstige coronabedingte Aufwendungen (z. B. Corona-Tests und -Impfungen) von insgesamt etwa 12 Mio. €.
EBITDA KRONES AG in Mio. €

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| in Mio. € | 2021 | 2020 | Veränd. |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.341,1 | 2.341,4 | ± 0 % |
| Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse | 113,3 | 17,6 | - |
| Gesamtleistung | 2.454,4 | 2.359,0 | + 4,0 % |
| Materialaufwand | - 1.415,0 | - 1.313,1 | + 7,8 % |
| Personalaufwand | - 734,3 | - 788,2 | - 6,8 % |
| Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/ | - 223,3 | - 315,4 | - 29,2 % |
| Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen | |||
| EBITDA | 81,8 | - 57,7 | - |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen/ Umlaufvermögen | - 47,5 | - 56,1 | - 15,3 % |
| EBIT | 34,2 | - 113,8 | - |
| Finanzergebnis | 34,2 | 20,7 | + 65,2 % |
| EBT | 68,4 | - 93,1 | - |
| Ertragsteuern | - 1,8 | - 7,2 | - 75,0 % |
| Sonstige Steuern | - 2,4 | - 2,1 | +14,3 % |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 64,3 | - 102,3 | - |
Die Gesamtleistung der Krones AG stieg im Berichtsjahr um 4,0 % auf 2.454,4 Mio. € (Vorjahr: 2.359,0 Mio. €), weil der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2021 mit 113,3 Mio. € deutlich stärker zulegte als im Vorjahr (17,6 Mio. €). Der Umsatz lag nahezu unverändert bei 2.341,1 Mio. € (Vorjahr: 2.341,4 Mio. €). Damit haben wir das Ziel eines leicht steigenden Umsatzes im Geschäftsjahr 2021 nicht erreicht.
Im Materialaufwand schlugen sich im Berichtsjahr die Lieferengpässe und Preissteigerungen bei der Materialbeschaffung, vor allem für Stahl und Elektrokomponenten, sowie der Anstieg der bezogenen Leistungen (Aufbau von temporär Beschäftigten) nieder. Der Materialaufwand kletterte überproportional zur Gesamtleistung um 7,8 % auf 1.415,0 Mio. €. Unsere strukturellen Maßnahmen zur Senkung der Materialkosten wirkten sich positiv aus.
Der Personalaufwand verringerte sich 2021 um 6,8 % auf 734,3 Mio. € (Vorjahr: 788,2 Mio. €). Hierin ist der Corona-Bonus von rund 8 Mio. € enthalten, den Krones im Berichtszeitraum an seine Belegschaft ausschüttete. Im Vorjahr war der Personalaufwand mit Restrukturierungsaufwendungen für den Personalabbau in Höhe von rund 72 Mio. € belastet.
Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen veränderte sich 2021 deutlich um 29,2 % von minus 315,4 Mio. € im Vorjahr auf minus 223,3 Mio. €. Hauptverantwortlich hierfür ist der starke Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 92,4 Mio. € auf 148,1 Mio. €. Darin enthalten sind rund 29 Mio. € aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen, nachdem im Berichtsjahr der Personalabbau abgeschlossen wurde. Außerdem beeinflussten Zuschreibungen auf Beteiligungswerte die sonstigen betrieblichen Erträge mit rund 38 Mio. €.
EBIT KRONES AG in Mio. €

Insgesamt verbesserte sich im Berichtszeitraum das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) um 139,5 Mio. € von minus 57,7 Mio. € auf 81,8 Mio. €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 2020 Restrukturierungsaufwendungen das Ergebnis mit rund 72 Mio. € belasteten. 2021 wurde das EBITDA in Summe mit rund 17 Mio. € positiv von außerordentlichen Effekten beeinflusst.
Um 15,3 % unter dem Vorjahreswert lagen die Abschreibungen auf das Anlagevermögen. Sie gingen um 8,6 Mio. € auf 47,5 Mio. € zurück. Wegen der niedrigeren Abschreibungen stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stärker als das EBITDA. Es kletterte um 148,0 Mio. € auf 34,2 Mio. € (Vorjahr: minus 113,8 Mio. €). Damit hat Krones das Ziel, 2021 ein positives EBIT im unteren zweistelligen Millionenbereich zu erzielen, erreicht.
Das Finanzergebnis kletterte um 13,5 Mio. € auf 34,2 Mio. €. Hauptverantwortlich hierfür waren steigende Beteiligungserträge. Diese legten wegen höherer Dividendenausschüttungen gegenüber dem Vorjahr von 53,4 Mio. € auf 74,7 Mio. € zu.
Insgesamt stieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 161,5 Mio. € von minus 93,1 Mio. € im Vorjahr auf plus 68,4 Mio. €.
Krones AG schüttet für Geschäftsjahr 2021 Dividende von 1,40 € je Aktie aus
Nachdem die Krones AG im vergangenen Jahr coronabedingt nur die gesetzliche Mindestdividende (0,06 € je Aktie) ausschüttete, haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der Krones AG dazu entschieden, der Hauptversammlung am 31. Mai 2022 für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von 1,40 € je Aktie vorzuschlagen.
Finanzlage der Krones AG
Nettoliquidität steigt deutlich auf 112 Mio. €
Die Bilanzsumme der Krones AG zum 31. Dezember 2021 weitete sich um 6,5 % auf 1.890,6 Mio. € (31. Dezember 2020: 1.774,6 Mio. €) aus und legte damit stärker zu als die Gesamtleistung (4,0 %).
Erheblich verbessert hat die Krones AG im Berichtsjahr die Nettoliquidität. Zum einen hat das Unternehmen die kurzfristigen Bankschulden zum Bilanzstichtag nahezu komplett auf 0,1 Mio. € (31. Dezember 2020: 27,0 Mio. €) abgebaut. Zum anderen erhöhten sich die liquiden Mittel zum Ende 2021 wegen des hohen Cashflows um 82,6 Mio. € auf 112,0 Mio. € (31. Dezember 2020: 29,4 Mio. €). Somit lag Ende 2021 die Nettoliquidität der Krones AG bei 111,9 Mio. € nach 2,4 Mio. € im Vorjahr.
Zusätzlich verfügt das Unternehmen über freie Kreditlinien von rund 1 Mrd. €. In der derzeit krisenanfälligen Weltwirtschaft ist es wichtig, über eine sehr solide Finanz- und Kapitalstruktur zu verfügen. Sie gibt der Krones AG ausreichend Spielraum für Wachstums- und Zukunftsinvestitionen.
Das Anlagevermögen ist zum Bilanzstichtag hauptsächlich wegen höherer Finanzanlagen leicht auf 701,8 Mio. € (Vorjahr: 688,3 Mio. €) gestiegen. Deutlicher zugelegt hat das Umlaufvermögen. Es kletterte um 101,5 Mio. € auf 1.184,3 Mio. €. Während die Vorräte leicht rückläufig waren, erhöhten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel.
Das Eigenkapital der Krones AG stieg zum Ende 2021 wegen des positiven Ergebnisses auf 726,5 Mio. € (31. Dezember 2020: 664,1 Mio. €). In den höheren Verbindlichkeiten der Krones AG von 607,7 Mio. € (Vorjahr: 547,9 Mio. €) spiegeln sich vor allem gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wider.
Kapitalflussrechnung der KRONES AG
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| in Mio. € | 2021 | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Finanzmittelfonds am 01.01. | 29,4 | 11,7 | 106,2 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 61,4 | 100,5 | - 59,9 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 47,7 | - 14,0 | - 51,6 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 26,5 | - 68,8 | 17,0 |
| Finanzmittelfonds am 31.12. | 112,0 | 29,4 | 11,7 |
Vermögens- und Kapitalstruktur der KRONES AG
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| in Mio. € zum 31. Dezember | 2021 | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 701,8 | 688,3 | 710,1 |
| Umlaufvermögen, RAP | 1.188,8 | 1.086,2 | 1.112,1 |
| davon liquide Mittel | 112,0 | 29,4 | 11,7 |
| Eigenkapital | 726,5 | 664,1 | 790,2 |
| Fremdkapital | 1.164,0 | 1.110,4 | 1.032,1 |
| Rückstellungen | 556,3 | 562,5 | 534,4 |
| Verbindlichkeiten | 607,7 | 547,9 | 497,6 |
| Bilanzsumme | 1.890,6 | 1.774,6 | 1.822,2 |
Die Krones AG erwirtschaftete im Berichtsjahr einen operativen Cashflow von 61,4 Mio. € (Vorjahr: 100,5 Mio. €). Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit war mit 26,5 Mio. € geringer als im Vorjahr (minus 68,8 Mio. €). Unterstützt vom positiven Cashflows aus Investitionstätigkeit von 47,7 Mio. € (Vorjahr: minus 14,0 Mio. €) stiegen die liquiden Mittel insgesamt zum 31. Dezember 2021 auf 112,0 Mio. € (Vorjahr: 29,4 Mio. €).
Krones Beschäftigte
Mitarbeiter*innen Krones AG zum 31.12. in Deutschland

* ohne BKK
** mit BKK
Belegschaft der Krones AG sinkt von 9.319 auf 8.375
Die Beschäftigtenzahl der Krones AG fiel 2021 um 10,1 % von 9.319 auf 8.375.
Hauptgrund hierfür war der im September und November 2020 an deutschen Standorten eingeleitete Personalabbau, den das Unternehmen im Berichtsjahr abgeschlossen hat. Außerdem sank die Belegschaft in der Krones AG wegen der Ausgliederung der Brauerei-Aktivitäten in eine eigenständige Gesellschaft um rund 400 Personen.
Auszubildende und Ausbildungsanfänger Krones AG

Krones legt großen Wert auf die qualifizierte Ausbildung künftiger Fachkräfte und investiert kräftig in Aus- und Weiterbildung. Das Unternehmen berücksichtigt hierbei die erwarteten Marktbegebenheiten. 2021 starteten mit 87 Berufsneulingen wieder mehr junge Menschen ihre Ausbildung bei der Krones AG als im Vorjahr (78). Die Gesamtzahl der Auszubildenden lag Ende 2021 bei 460 (Vorjahr: 496).
Nachhaltiges Wirtschaften *
Im Rahmen seines Nachhaltigkeitsmanagements leistet der Krones Konzern seinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und den positiven Einfluss auf die Gesellschaft kontinuierlich auszubauen, wird Nachhaltigkeit bei allen wesentlichen Entscheidungen immer miteinbezogen. Der Krones Konzern ist sich der Verantwortung bewusst, die wir nicht nur für unsere ökonomische Leistung, sondern auch für die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt, Beschäftigte und Gesellschaft sowie künftige Generationen tragen.
Nichtfinanzieller Bericht 2021
Im Rahmen des im Jahr 2017 in Kraft getretenen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes legen wir offen, welche Konzepte wir im abgelaufenen Geschäftsjahr hinsichtlich der für unser Unternehmen wesentlichen nichtfinanziellen Sachverhalte verfolgt haben.
Der Nichtfinanzielle Bericht 2021, der nicht Bestandteil des Konzernlageberichts ist, ist zugleich für den Krones Konzern und die Krones AG der zusammengefasste, gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht für das Geschäftsjahr 2021 im Sinne von §§ 315b, 315c in Verbindung mit 289c bis 289e des Handelsgesetzbuchs (HGB). Er wird gleichzeitig mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht.
Veröffentlicht wird der Bericht im Internet unter www.krones.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php
* Alle Angaben innerhalb »Nachhaltiges Wirtschaften« beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Risiko- und Chancenbericht
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| ― | Risiken werden laufend identifiziert |
| ― | Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken |
Das Risikomanagementsystem von Krones
Krones begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.
Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist Krones einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen nicht im Risikomanagementsystem.
Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2022 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2022 zu verstehen. In den beiden Segmenten des Krones Konzerns bestehen aufgrund derselben Absatz- und Beschaffungsmärkte im Wesentlichen auch die gleichen Risiken und Chancen.
Das Risikomanagementsystem von Krones besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.
Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.
Krones stellt die Risiken auf Seite 92 in einer dreispaltigen Tabelle dar:
Die maximale Schadenhöhe eines Risikos, die Eintrittswahrscheinlichkeit und als Produkt dieser beiden Werte die mögliche finanzielle Auswirkung. Die Einstufung erfolgt jeweils in den Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch.
Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:
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| Maximale Schadenhöhe * | Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkung * | |||
|---|---|---|---|---|---|
| niedrig | 1,0 bis 10,0 Mio.€ | niedrig | 0 bis 20 % | niedrig | 1,0 bis 10,0 Mio. € |
| mittel | 10,1 bis 50,0 Mio. € | mittel | 21 bis 49% | mittel | 10,1 bis 50,0 Mio.€ |
| hoch | > 50,0 Mio. € | hoch | 50 bis 100 % | hoch | > 50,0 Mio.€ |
* gemessen am EBIT
* Alle Angaben innerhalb »Risiko- und Chancenbericht« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Mehrstufiges Risikomanagementsystem
Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.
Risikoanalyse
Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken, regionale Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.
Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.
Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einem Risikohandbuch dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.
Risikoüberwachung
Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im Krones Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Beschäftigte, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen unverzüglich über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.
Risikoplanung und -steuerung
Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.
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| ― | Jahresplanung |
| ― | Mittelfristplanung |
| ― | Strategische Planung |
| ― | Rollierende Prognoserechnung |
| ― | Monats- und Quartalsreports |
| ― | Investitionsplanung |
| ― | Produktionsplanung |
| ― | Kapazitätsplanung |
| ― | Projektcontrolling |
| ― | Debitorenmanagement |
| ― | Wechselkursabsicherungsgeschäfte |
| ― | Versicherungen |
Organisation des Risikomanagements
Das Risikomanagement von Krones wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.
Das Risikomanagement ist bei Krones im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.
Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.
Krones hat im Berichtsjahr die Organisation gemäß des Gesetzes zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) angepasst. Der Prüfungsausschuss hat nun ein unmittelbares Auskunftsrecht gegenüber den Leitern, die für die Kontroll- und Überwachungsaufgaben bei Krones zuständig sind.
Organisation des Risikomanagements von Krones

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist sicherzustellen, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.
Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt Krones sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das IKR von Krones umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.
Im Krones Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.
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| ― | Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet. |
| ― | Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen. |
| ― | Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt. |
| ― | Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt. |
| ― | Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird. |
| ― | Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, arbeiten ständig daran, die Qualität der Arbeit sicherzustellen. |
| ― | In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind. |
| ― | Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch. |
| ― | Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an. |
Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken
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| Risikokategorie | Maximale Schadenhöhe | Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Umfeld- und Branchenrisiken | |||
| ■ Gesamtwirtschaftliche Risiken | hoch | mittel | hoch |
| ■ Branchenspezifische Risiken | niedrig | niedrig | niedrig |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | |||
| ■ Ausfallrisiken | hoch | niedrig | mittel |
| ■ Liquiditätsrisiko | niedrig | niedrig | niedrig |
| ■ Zinsänderungsrisiko | niedrig | niedrig | niedrig |
| ■ Währungsrisiko | hoch | niedrig | niedrig |
| Operative Risiken | |||
| ■ Preisrisiko | hoch | mittel | mittel |
| ■ Beschaffungsrisiken | hoch | hoch | hoch |
| ■ Kostenrisiko | hoch | niedrig | mittel |
| ■ Personalrisiko | niedrig | niedrig | niedrig |
| Rechtliche Risiken | hoch | mittel | mittel |
| Umwelt- und Sicherheitsrisiken | mittel | niedrig | niedrig |
| IT-Risiken | hoch | mittel | mittel |
Krones teilt die maximale Schadenhöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Definition siehe Seite 88.
Umfeld- und Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Krones ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht.
Es gibt einige gesamtwirtschaftliche Unwägbarkeiten, die dazu führen können, dass sich die globale Konjunktur 2022 schlechter entwickelt als prognostiziert. Allen voran ist die Covid-19-Pandemie zu nennen. Es ist schwer einzuschätzen, wie sich die Corona-Lage in den einzelnen Regionen weiterentwickelt. Wenn sich die Pandemie insgesamt noch weiter verschärft, könnte dies die gesamtwirtschaftliche Erholung bremsen oder schlimmstenfalls auch zu einer Rezession führen. Eine mögliche Gefahr ist beispielsweise, dass die verfügbaren Impfstoffe nur unzureichend gegen neue Virusvarianten wirken. Dann drohen umfangreiche Kontaktbeschränkungen oder Lockdowns. Dies hätte negative gesamtwirtschaftliche Folgen und würde deshalb auch die Investitionsbereitschaft unserer Kunden beeinflussen. Insgesamt könnte sich eine ungünstige Entwicklung der Covid-19-Pandemie mindernd auf den Umsatz und das Ergebnis von Krones auswirken.
Auch geopolitische Spannungen stellen Risikofaktoren für die Weltwirtschaft dar. Allen voran ist hier der Krieg in der Ukraine zu nennen. Es ist derzeit nicht abzuschätzen, wie er sich weiterentwickelt und wie sich die Folgen des Krieges auf die Weltwirtschaft auswirken. Es besteht das Risiko, dass die Auswirkungen auf die globale Konjunktur erheblich sind. Dies würde auch die Geschäfte von Krones negativ beeinflussen.
Drohende internationale Handelskonflikte stellen ebenfalls gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten dar. Es besteht beispielsweise das Risiko, dass sich der Konflikt der beiden bedeutenden wirtschaftlichen Regionen USA und China verschärft. Dies hätte möglicherweise erhebliche Auswirkungen auf die globale Konjunktur. Sollte sich die Weltwirtschaft wegen anhaltender Handelskonflikte deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf den Umsatz und das Ergebnis von Krones negativ auswirken.
Ein weiterer Punkt, der die Gesamtwirtschaft volatil beeinflussen könnte, ist der angespannte Immobilienmarkt in China. Einzelne Immobilienfinanzierer in China haben bereits Zahlungsschwierigkeiten. Sollten sich Zahlungs- und Kreditausfälle ausweiten, besteht das Risiko, dass sich daraus entstehende negative Effekte auf den gesamten Finanzmarkt ausbreiten und zu einer globalen Finanzkrise führen. Dies würde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erheblich beeinflussen und hätte somit auch negative Folgen auf die Ertragslage von Krones.
Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von hohen finanziellen Auswirkungen aus.
Branchenspezifische Risiken
Branchenspezifischen Risiken ist Krones hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von Krones den Kampf um Aufträge forcieren, um ihre Kapazitäten auszulasten. Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich Krones mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.
Hauptsächlich in Europa wird seit einigen Jahren verstärkt über Kunststoff- und PET-Verpackungen debattiert. Krones erzielt einen großen Teil des Umsatzes mit Produkten und Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit solchen Verpackungen stehen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die PET-Debatte nachhaltig verschärft und regional ausweitet. Dies könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden im Bereich Kunststofftechnik vermindern und damit Umsatz und Ergebnis negativ beeinflussen.
Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Krones ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken ausgesetzt. Wir beschreiben diese Risiken und geeignete Maßnahmen im Folgenden auch in Einklang mit den Angaben nach IFRS 7 zur Risikoberichterstattung zu Finanzzinstrumenten. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.
1. Ausfallrisiken
Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.
1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
Krones steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden zudem externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen auf individueller Basis. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.
Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.
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| in T€ | Buchwert | davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig | davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis zu 90 Tagen | zwischen 90 und 180 Tagen | zwischen 180 und 360 Tagen | über 360 Tagen | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2021 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte | 1.380.271 | 1.239.730 | 99.696 | 23.400 | 14.298 | 3.147 |
| 31.12.2020 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte | 1.259.108 | 1.130.227 | 82.798 | 26.194 | 17.698 | 2.191 |
1.2 Derivative Finanzinstrumente
Krones verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt.
Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, des kanadischen Dollars, der norwegischen Krone sowie des japanischen Yens gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.
1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. Krones ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.
Auswirkung von Ausfallrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
2. Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.
Krones generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. Krones steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann Krones frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von Krones umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.
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| in T€ | Buchwert | Cashflow 2022 | Cashflow 2023-2026 | Cashflow nach 2026 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2021 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 7.397 | 0 | 7.397 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 5.098 | 42 | 0 | 82 | 5.098 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 515.141 | 0 | 515.141 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 97.424 | 262 | 29.626 | 1.736 | 51.242 | 1.202 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 96.090 | 0 | 83.181 | 0 | 12.909 | 0 |
| Summe | 721.150 | 304 | 635.345 | 1.818 | 69.249 | 1.202 |
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| in T€ | Cashflow nach 2026 |
|---|---|
| Tilgung | |
| --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 16.556 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 |
| Summe | 16.556 |
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| in T€ | Buchwert | Cashflow 2021 | Cashflow 2022 - 2025 | Cashflow nach 2025 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2020 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 784 | 0 | 735 | 0 | 49 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 32.064 | 43 | 27.005 | 158 | 3.809 | 7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 370.359 | 0 | 370.315 | 0 | 44 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 95.217 | 713 | 28.058 | 2.494 | 50.851 | 1.315 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 107.556 | 0 | 95.369 | 0 | 12.187 | 0 |
| Summe | 605.980 | 756 | 521.482 | 2.652 | 66.940 | 1.322 |
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| in T€ | Cashflow nach 2025 |
|---|---|
| Tilgung | |
| --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 1.250 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 16.308 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 |
| Summe | 17.558 |
Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
3. Zinsänderungsrisiko
Krones ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. Krones nahm zum Bilanzstichtag 2021 im Verhältnis zum Geschäftsvolumen nur relativ geringe Bankkredite in Anspruch.
Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
4. Währungsrisiko
Da unsere Exporte in Länder außerhalb der Eurozone einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.
Sensitivität Währungen
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| 31.12.2021 in T€ |
Währung USD |
Währung CAD | Währung CNY | Währung GBP |
|---|---|---|---|---|
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 4.955 | 304 | - 309 | 244 |
| Konzerneigenkapital | 10.941 | 787 | 2.067 | 206 |
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| 31.12.2020 in T€ |
Währung USD |
Währung CAD | Währung CNY | Währung GBP |
|---|---|---|---|---|
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | - 4.321 | 621 | 1.847 | - 138 |
| Konzerneigenkapital | 12.762 | 251 | 0 | - 111 |
Eine Veränderung des Stichtagskurses um + 10 % in Bezug der Fremdwährung zum Euro (Mengennotierung) würde folgende Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern bzw. auf andere Eigenkapitalbestandteile haben:
Auswirkung des Währungsrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Operative Risiken
1. Preisrisiko
Krones ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge.
Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt grundsätzlich Krones. Um dieses Risiko zu minimieren, hat Krones eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe werden jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.
Auswirkung des Preisrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
2. Beschaffungsrisiken
Im Geschäftsjahr 2021 war die Lage an den Beschaffungsmärkten und in den globalen Lieferketten sehr angespannt. Das spiegelte sich auch in steigenden Materialpreisen wider. Wir gehen davon aus, dass es auch 2022 eine große Herausforderung bleibt, stets ausreichend Material und Zulieferteile fristgerecht zu beschaffen.
Grundsätzlich ist Krones im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit durch den Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. In unsere Ergebnisprognose für 2022 haben wir weitere Preissteigerungen einkalkuliert. Sollten die Kosten für die Materialbeschaffung stärker steigen als erwartet, könnte das Ergebnis geringer ausfallen als prognostiziert.
Darüber hinaus besteht hinsichtlich Lieferanten ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren. Sollte es dennoch zu vorübergehenden Lieferproblemen kommen, drohen Produktionsausfälle, die sich negativ auf den Umsatz und das Ergebnis von Krones auswirken können.
Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als hoch eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von hohen finanziellen Auswirkungen aus.
3. Kostenrisiko
Unsere Ergebnisprognose basiert darauf, dass wir durch die strukturellen Maßnahmen Kosteneinsparungen realisieren. Ein Beispiel hierfür sind die Personalanpassungen an den deutschen Standorten, die 2022 erstmals ganzjährig zum Tragen kommen. Auch durch die Nutzung des Werkes in Ungarn und dem zunehmenden Materialeinkauf in Best-Cost-Countries rechnen wir mit Kosteneinsparungen. Grundsätzlich optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Krones ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.
Des Weiteren werden während der Projektabwicklung die Risiken, welche durch interne und externe Einflüsse entstehen können, projektbegleitend erfasst und umgehend Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Auswirkung des Kostenrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
4. Personalrisiko
Krones will neben den etablierten Geschäftsbereichen besonders im Servicebereich und im Digitalgeschäft verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Beschäftigte im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignetes Personal findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.
Auswirkung des Personalrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Rechtliche Risiken
Grundsätzlich bestehen für Krones aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. Krones begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.
Auswirkung von rechtlichen Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Umwelt- und Sicherheitsrisiken
Als produzierendes Unternehmen ist Krones Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. Krones vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.
Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
IT-Risiken
Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von Krones basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen werden. Dies könnte zu Produktionsausfällen führen und den Verlust bzw. Missbrauch von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben.
Es kann allgemein beobachtet werden, dass immer mehr Unternehmen Opfer von Computerkriminalität werden und die Cybersicherheit stark bedroht ist. Die Computerkriminalität basiert oftmals auf professionellen internationalen Strukturen, was deren Abwehr und Bekämpfung zu einer großen Herausforderung macht. Krones wappnet sich gegen die Gefahren aus Cyberkriminalität und sonstigen IT-Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.
Auswirkung von IT-Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen
Die wesentlichen Chancen
Unternehmerische Chancen erfasst Krones nicht im Risikomanagementsystem. Wir teilen den Chancen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.
Gesamtwirtschaftliche Chancen
Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für Krones durch die gute internationale Positionierung des Unternehmens. Sollte sich die Wirtschaft in einzelnen Regionen der Welt besser entwickeln als von den Experten prognostiziert, könnten wir davon profitieren. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat Krones seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Deshalb ergäben sich für uns zusätzliche Chancen, wenn die Wirtschaft in den Emerging Markets stärker als erwartetet wächst. Für den Euro-Raum und die USA rechnen die Experten des Internationalen Währungsfonds für 2022 ebenfalls mit einer steigenden Wirtschaftstätigkeit. Sollte die Wachstumsdynamik in diesen Regionen stärker als erwartet sein, könnte dies zu einem über unserer Prognose liegenden Umsatz und Ergebnis führen.
Branchenspezifische Chancen
Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt und die Bereitschaft der Kunden steigt, dafür auch höhere Preise zu akzeptieren. Daraus eröffnen sich für Krones aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatz- und Umsatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von Krones besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.
Auch im Bereich Digitalisierung liegen erhebliche zusätzliche Absatz- und Umsatzchancen für Krones. Die Kunden erwarten, dass sie mit »intelligenten« Maschinen und Anlagen von Krones Betriebs- und Personalkosten sparen. Krones kann für die »digitale Getränkefabrik« schon einige Produkte und Dienstleistungen anbieten und will die führende Position in dem zukunftsträchtigen Bereich Digitalisierung weiter ausbauen.
Chancen durch Akquisitionen
Im Berichtsjahr hat Krones die in der Vergangenheit getätigten Zukäufe weiter integriert. Neue Zukäufe wurden nicht getätigt. Nun rücken Akquisitionen wieder stärker in den strategischen Fokus. Interessant sind vorrangig mittelgroße Unternehmen, die unser bestehendes Portfolio technologisch und regional stärken oder die Angebotspalette erweitern. Krones ist aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Unsere Ergebnisplanungen beinhalten keinerlei künftige Akquisitionen. Durch externes Wachstum könnten sich zusätzliche Chancen für Krones eröffnen.
Operative Chancen
1. Absatzpreise
Krones hat seine Kostenstruktur durch strategische Maßnahmen optimiert. Dies ist eine wichtige Basis für die angestrebte Ergebnisverbesserung. Neben Kostensenkungen stehen aber auch Steigerungen der Absatzpreise im strategischen Fokus von Krones. Im Berichtsjahr haben wir mit Wirkung zum 1. August 2021 die Preise für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik sowie der Prozesstechnik um 6 % erhöht. Für 2022 streben wir weitere Preiserhöhungen an.
2. Beschaffungspreise
Das Unternehmen kauft zunehmend Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft Krones verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens beziehungsweise in Best-Cost-Countries. Es besteht die Chance, dass wir dadurch insgesamt mehr einsparen als geplant und damit den erwarteten Preissteigerungen stärker entgegenwirken können als erwartet. Zusätzliche Chancen ergeben sich, wenn sich die Rohstoff- und Materialpreise günstiger entwickeln als prognostiziert.
3. Kosten
Krones hat seine Kapazitäten der kurzfristig niedrigeren Nachfrage angepasst. Ein wesentlicher Teil davon ist der Abbau der inländischen Belegschaft. Dieser wurde 2021 abgeschlossen und kommt 2022 erstmals ganzjährig zum Tragen. Darüber hinaus haben wir weitere kurzfristige und strukturelle Maßnahmen initiiert beziehungsweise bereits umgesetzt, um die Kostenstruktur des Unternehmens zu optimieren. Sollten die Kosteneinsparungen insgesamt schneller oder stärker wirken als geplant, ergeben sich daraus Chancen für Krones.
Risiken aus dem Ukraine-Russland-Konflikt
Aus der aktuellen Lage bzgl. des Krieges in der Ukraine können für Krones Risiken entstehen.
Als Beschaffungsrisiko könnte hierbei die Unterbrechung von Lieferketten, bzw. ein Ausfall von Lieferanten aus den betroffenen Gebieten entstehen. Krones bezieht von Lieferanten aus diesen Gebieten nahezu keine Materialien und Produkte, somit ist die direkte Auswirkung auf Beschaffungsrisiken als sehr gering einzuschätzen
Durch den aktuellen Konflikt in den beiden Ländern könnten Absatzrisiken für Krones Produkte entstehen, wenn Kunden in diesen Ländern ihrer Geschäftstätigkeit nur eingeschränkt nachgehen können oder durch Sanktionen Lieferungen von Krones Produkten in diese Länder nicht möglich wären. Krones tätigt mit diesen Ländern lediglich 1% bis 1,5% seines Volumens, wodurch dieses Risiko für den Auftragseingang und den Umsatz von Krones als gering einzuschätzen ist. Des Weiteren besitzt Krones einen hohen Auftragsbestand mit aktuell langen Lieferzeiten mit Kunden in anderen Regionen, wodurch die Auswirkungen aus diesem Risiko noch zusätzlich gemindert werden können.
Für bestehende Aufträge mit Kunden in diesen Ländern wurde das Abwicklungs- und Zahlungsausfallrisiko bewertet. Bei der Kalkulation dieses Risikos wurde ein generelles Ausfallrisiko von einigen Kunden aufgrund von getroffenen wirtschaftlichen Sanktionsmaßnahmen in Betracht gezogen. Das hierdurch errechnete Risiko ist mit einem Betrag im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag ermittelt.
Die Krones AG ist Gesellschafter der Krones Ukraine LLC, Kiew und der Krones o.o.o., Moskau. Bei der Bewertung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte in diesen Gesellschaften, die etwa 0,6 % der Konzernbilanzsumme betragen, sieht Krones kein wesentliches Risiko.
Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage
Aus heutiger Sicht sind für Krones keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen im Wesentlichen dahin geändert, dass aufgrund der allgemeinen Lage auf den Märkten die Beschaffungsrisiken gestiegen sind. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt der Risiken unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie den finanzwirtschaftlichen Risiken.
In Ergänzung hierzu resultiert ein Risiko aus der aktuellen Kriegssituation zwischen Russland und der Ukraine. Krones hat die möglichen Auswirkungen auf den Konzern bewertet. Basierend auf diesen Einschätzungen hat Krones keine Unsicherheiten identifiziert, die einen Zweifel an der Unternehmensfortführung begründen würden.
Nach Ablauf des Geschäftsjahres
Am 24. Februar 2022 startete Russland den Krieg in der Ukraine. Aufgrund des relativ geringen Anteils der Länder Russland und der Ukraine an der Geschäftstätigkeit von Krones, hat der Konflikt keine wesentlichen Auswirkungen auf Krones. Basierend hierauf hat Krones keine Unsicherheiten identifiziert, die einen Zweifel an der Unternehmensfortführung begründen würden.
Darüber hinaus fanden nach Ablauf des Geschäftsjahres keine wesentlichen Ereignisse statt.
Prognosebericht *
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| ― | Konjunkturaussichten für 2022 positiv |
| ― | Krones erwartet im laufenden Jahr gutes Wachstum |
| ― | Ertragskraft wird 2022 erneut steigen |
Weltwirtschaft soll 2022 um 4,4 % wachsen - mit abnehmender Dynamik
Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für 2022 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 4,4 %.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2022 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 4,4 % für das Jahr 2022 prognostiziert. Damit verliert der Aufschwung gegenüber 2021 (plus 5,9 %) an Fahrt. Noch im Oktober 2021 lag die Prognose der Experten um 0,5 % höher bei 4,9 %. Die schnelle Ausbreitung der Corona-Variante Omikron dürfte laut IWF die Wirtschaftsleistung hemmen. Steigende Energiepreise und Lieferengpässe, die vor allem in den USA und vielen Schwellenländern zu einem deutlichen Anstieg der Inflation führen, sind weitere Gründe für die vorsichtigere Einschätzung der Experten.
Risiken für Abwärtskorrekturen des prognostizierten Wachstums sehen die IWF-Volkswirte mitunter im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie. Weitere Liefer- und Materialengpässe könnten das Wachstum ebenfalls bremsen und zu einer langanhaltenden Inflation führen. Die dann notwendigen Zinsanhebungen würden Verwerfungen an den Finanzmärkten auslösen und sich negativ auf die Weltwirtschaft auswirken.
In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird nach IWF-Schätzungen die Wachstumsdynamik 2022 mit 4,8 % im Vergleich zum starken Vorjahr (+ 6,5 %) deutlich abnehmen. Hauptverantwortlich hierfür ist China. Für die Volkswirtschaft im Reich der Mitte prognostiziert der IWF 2022 ein BIP-Wachstums von nur noch 4,8 % (2021: 8,1 %). Ausschlaggebend für das schwächere Wachstum sind die mit der Null-Covid-Strategie verbundenen Lockdowns ganzer Städte und Regionen sowie die Finanzierungsprobleme bei Immobiliengesellschaften.
Die Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft 2022 hat der IWF vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine veröffentlicht. Am 25. Februar teilte der IWF mit, dass die Krise in der Ukraine zu einer heiklen Zeit kommt, in der sich die Weltwirtschaft von den Verwüstungen der Covid-19-Pandemie erholt. Es droht, dass die Krise einen Teil dieser Fortschritte zunichte macht.
Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2022 in % (Prognose)

Das höchste Wachstum unter den Emerging Markets dürfte, wie im Vorjahr, Indien mit einem gleichbleibend starken Plus von 9,0 % verzeichnen. Weniger Dynamik erwartet der IWF für die Region Naher Osten/Zentralasien. Dort rechnen die Experten mit einem Anstieg des BIP um 4,3 %. In Lateinamerika soll die Wirtschaft 2022 nur um 2,4 % zulegen. Diese Region belasten steigende Zinsen wegen hoher Inflation.
Für die Industriestaaten rechnet der IWF 2022 mit einem BIP-Wachstum von 3,9 %. In Deutschland erwarten die Experten eine leicht unterdurchschnittliche Zunahme der Wirtschaftsleistung um 3,8 %. Für die Euro-Zone prognostiziert der IWF ein Wachstum von 3,9 %. Wegen der angekündigten Zinsanhebungen der US-Notenbank FED sowie den Liefer- und Materialengpässen haben die Experten des IWF die Prognose für das Wirtschaftswachstum in den USA für 2022 auf 4,0 % reduziert. Im Oktober 2021 wurde noch ein Anstieg um 5,2 % erwartet. Japan dürfte wie im Vorjahr zu den am wenigsten stark wachsenden Industrieländer zählen. Die Prognose des IWF liegt bei einem Plus von 3,3 %.
* Alle Angaben innerhalb »Prognosebericht« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Insgesamt gute Bedingungen für den Konsum
Inflationsrate weltweit 2012 bis 2020 und Prognose bis 2023 in %

* Prognose
Quelle: Statista 2022
Die Investitionsbereitschaft der Krones Kunden und damit die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Konsumfreude der Endverbraucher. Eine niedrige Arbeitslosenquote und geringe Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus. Sie stützen somit die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln und beeinflussen dadurch indirekt die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen unseres Unternehmens. Mit einer weiterhin niedrigen Arbeitslosenquote und einer leicht erhöhten Inflation erwarten wir insgesamt keine negativen Effekte auf die Geschäfte von Krones.
Aussichten für die Maschinen- und Anlagenbaubranche positiv
Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in %

* Schätzung
** Prognose
Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet für 2022 mit einem Produktionsanstieg von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass sich der starke Auftragseingang 2021 im Jahr 2022 weiterhin positiv auf die Branche auswirken wird. Der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen soll gemäß VDMA im laufenden Jahr um 7 % gegenüber dem Vorjahr steigen. Angetrieben wird die Nachfrage vor allem aus Europa und den USA. Der Absatzmarkt China hat 2021 bereits an Dynamik verloren. Hemmen könnten das Wachstum der Branche langanhaltende Materialengpässe. Diese dürften sich frühestens im zweiten Halbjahr 2022 entspannen.
Insgesamt gute gesamtwirtschaftliche Aussichten für 2022
Nach dem insgesamt positiven Geschäftsjahr 2021 startet Krones grundsätzlich zuversichtlich in das Geschäftsjahr 2022. Grund hierfür ist neben den guten gesamtwirtschaftlichen Prognosen eine anhaltend hohe Nachfrage nach Produkten und Services von Krones - trotz Preiserhöhungen im zweiten Halbjahr 2021. Allerdings gibt es auch Risiken für die Weltwirtschaft und damit auch für die Geschäftsentwicklung von Krones. 2022 wird geprägt sein von steigenden US-Zinsen sowie wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten. So ist derzeit nicht abzusehen, wie sich der Krieg in der Ukraine weiterentwickelt und wie die Folgen des Krieges die globale Wirtschaft beeinflussen. Auch die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie ist schwierig abzuschätzen. Sollten sich die Risiken nicht stärker als derzeit erwartet auf das Wirtschaftsgeschehen auswirken, dürfte das Orderverhalten der Kunden von Krones nicht negativ beeinflusst werden und die Investitionsbereitschaft der Getränkeindustrie auf gutem Niveau bleiben.
Wir rechnen daher für 2022 insgesamt damit, dass sich der Weltmarkt für Abfüll- und Verpackungstechnik sowie die Absatzpreise weiter erholen. Der Wettbewerb auf unseren Märkten sowie der Kostendruck wird aber auch im laufenden Geschäftsjahr hoch bleiben.
Die mittel- und langfristigen Aussichten bleiben unverändert positiv. Die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getränken und flüssigen Lebensmitteln wächst aufgrund einiger Megatrends, wie beispielsweise die steigende Weltbevölkerung, stetig. Die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung stützen die Nachfrage nach innovativen Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen ebenfalls.
Die gesamtwirtschaftlichen, branchen- und unternehmensspezifischen Prognosen sind aufgrund derselben Absatz- und Beschaffungsmärkte im Wesentlichen für alle drei Segmente des Krones Konzerns zutreffend.
Alle Segmente sollen 2022 wachsen und die Ertragskraft verbessern -auch das neue Segment »Intralogistik«
Der Krones Konzern berichtet ab dem Geschäftsjahr 2022 über drei Segmente. Das Segment »Intralogistik« kommt zu den beiden bestehenden hinzu. Grund hierfür ist, dass der Bereich Intralogistik, der bislang im Segment »Getränkeproduktion/Prozesstechnik« angesiedelt war, durch das starke Wachstum in den Vorjahren die entsprechende Größe erlangte. Außerdem erhöht Krones durch die zusätzliche Berichterstattung für das neue Segment die Transparenz und Berichtstiefe.
Im laufenden Jahr wird Krones die eingeleiteten strukturellen Maßnahmen weiter umsetzen und den Global Footprint ausbauen. So lassen sich die Kostenstrukturen weiter optimieren und flexibilisieren. Darüber hinaus wollen wir mit Innovationen und zukunftsfähigen Produkten und Services die Wachstumschancen, die unser Markt bietet, konzernweit nutzen. Akquisitionen sind in allen Segmenten eine Option, um für zusätzliches externes Wachstum zu sorgen. Ziel ist es, die Ertragskraft im laufenden Jahr in allen Segmenten, unterstützt durch höhere Umsätze, zu steigern.
Segment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung
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| Prognose für 2022 | Ist-Wert 2021 | Prognose für 2021 ** | |
|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum | 5 - 7 % | 8,9 % | 2- 3 % |
| EBITDA-Marge | 9- 10 % | 8,7 % * | 8,0 - 9,0 % |
* ohne einmalige positive Ertragseffekte von rund 17 Mio. €
** aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2020
Im Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« wird Krones neben einer weiteren Verschlankung der Strukturen und Prozesse auch den Global Footprint ausbauen. Hierzu wird die Produktion in Ungarn und China mit den dazugehörigen Lieferketten erweitert und das Servicenetzwerk in den Regionen verstärkt. Zudem wird Krones mit seiner umfangreichen Linienkompetenz die Marktposition bei effizienten, zuverlässigen und leistungsstarken Abfüll- und Verpackungslinien festigen und ausbauen.
Der starke Trend zur nachhaltigen und CO 2 -sparenden Produktion bei unseren Kunden sollte das Wachstum ebenfalls stützen. Hier ist Krones mit seinen ressourcenschonenden enviro Produkten sowie nachhaltigen PET-Lösungen, inclusive dem PET-Recycling, führend.
Auch der Service-Bereich soll, unterstützt durch digitale Lösungen, trotz der Reisebeschränkungen im laufenden Jahr zum Wachstum des Kernsegments beitragen.
Für das Kernsegment erwartet Krones 2022 einen um 5 bis 7 % höheren Umsatz. Die EBITDA-Marge sollte bei rund 9 bis 10 % liegen.
Segment Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik
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| Prognose für 2022 * | Ist-Wert 2021 ** | Prognose für 2021 *** | |
|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum | 10 - 15% | 12,1 % | 5- 7% |
| EBITDA-Marge | 5 - 7% | 5,0 % | 0 - 1,0 % |
* ohne Intralogistik
** inkl. Intralogistik
*** aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2020
Das Segment Prozesstechnik soll 2022 den Umsatz um 10-15 % gegenüber dem Vorjahr steigern und eine EBITDA-Marge von 5 - 7 % erzielen.
Im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« liegt der Fokus neben der kontinuierlichen Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen auf einer besseren Vernetzung der weltweiten Einheiten. Für Wachstum sollen neue Märkte wie Kosmetikprodukte und alternative Proteine sorgen. Zudem wird das After-Sales-Geschäft ausgebaut.
Insgesamt prognostiziert Krones für das Segment Prozesstechnik, in dem bis 2021 auch die Intralogistik angesiedelt war, für 2022 einen Umsatzzuwachs von 10 bis 15 % bei einer EBITDA-Marge von rund 5 bis 7 %.
Segment Intralogistik
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| Prognose für 2022 | Ist-Wert 2021 | |
|---|---|---|
| Umsatzwachstum | 8 - 13% | 40 % |
| EBITDA-Marge | 4 - 6 % | 3,7% |
Im ab 2022 neuen Segment »Intralogistik« rechnen wir mit einer weiterhin hohen Nachfrage nach unseren Produkten und Services. Dieses Segment profitiert von der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung sowie dem boomenden E-Commerce. Auch 2022 will Krones in der Intralogistik überdurchschnittlich wachsen und die Profitabilität weiter verbessern. Der Umsatz soll um 8 bis 13 % steigen und die EBITDA-Marge zwischen 4 bis 6 % liegen.
Krones strebt für 2022 im Konzern Verbesserungen bei Umsatz, EBITDA-Marge und ROCE an
Krones ist mit einem sehr hohen Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2022 gestartet. Gleichzeitig ist das Geschäftsumfeld für Krones herausfordernd, denn es bestehen eine Reihe von Unwägbarkeiten. Hierzu zählen Materialengpässe und Probleme in den weltweiten Lieferketten, politische Risiken in Europa und anderen Regionen der Welt sowie hohe Inflationsraten in vielen Ländern. Darüber hinaus ist noch unsicher, wie sich die Covid-19-Pandemie global weiterentwickelt und wie die Folgen des Kriegs in der Ukraine die Entwicklung der Weltwirtschaft 2022 beeinflussen.
Krones will 2022 die drei Zielgrößen Umsatz, EBITDA-Marge und ROCE steigern.
Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für Krones relevanten Märkte rechnet das Unternehmen für 2022 im Konzern mit einem Umsatzwachstum von 5 % bis 8 %.
Mit Hilfe steigender Umsätze und der weiteren Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen will Krones die Ertragskraft im laufenden Jahr gegenüber 2021 verbessern. Für 2022 prognostiziert das Unternehmen für den Konzern eine EBITDA-Marge von 8 % bis 9 %.
Für die dritte Zielgröße, den ROCE (Return on Capital Employed), erwartet Krones im laufenden Jahr eine Steigerung auf 10 - 12 %. Der ROCE ersetzt ab 2022 die bisherige dritte Steuerungsgröße, das »Working Capital im Verhältnis zum Umsatz«. Im ROCE spiegelt sich neben dem Working Capital auch das Anlagevermögen wider. Zudem gibt der ROCE den Kapitalanlegern ein noch genaueres Bild davon, wie effizient das Unternehmen mit dem eingesetzten Kapital wirtschaftet.
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| Prognose für 2022 | Ist-Wert 2021 | Prognose für 2021 ** | |
|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum | 5 - 8 % | 9,4 % | 2,5- 3,5 % |
| EBITDA-Marge | 8 - 9 % | 8,1 % * | 6,5- 7,5 % |
| ROCE | 10- 12% | 9,0 % * | - |
* ohne einmalige positive Ertragseffekte von rund 17 Mio. €
** aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2020
Ende des Prognoseberichts des Krones Konzerns.
Auf Basis der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten erwartet die Krones AG für das Gesamtjahr 2022 bei einem leicht steigenden Umsatz ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Übernahmerelevante Angaben (Bericht gemäß § 315 a und § 289 a HGB) *
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2021 gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der Krones Aktiengesellschaft 40.000.000,00 € und war eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,27 je Aktie. Mit Ausnahme eigener Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen, sind mit allen Aktien die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Zum 31. Dezember 2021 hielt Krones keine eigenen Aktien. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre aus den Aktien ergeben sich aus den rechtlichen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG), insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff., 133 ff. und 186 AktG.
In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Aus eigenen Aktien steht der Gesellschaft kein Stimmrecht zu.
Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis reicht ein gemäß § 67c Abs. 3 AktG durch den Letztintermediär in Textform ausgestellter Nachweis über den Anteilsbesitz des Aktionärs, der der Gesellschaft vom Letztintermediär auch direkt übermittelt werden kann. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Kalendertages vor der Hauptversammlung zu beziehen.
Beschränkungen des Stimmrechts von Aktien können sich auch aus aktienrechtlichen Vorschriften wie beispielsweise aus § 136 AktG ergeben. Verstöße gegen Mitteilungspflichten im Sinne der §§ 33 Abs. 1, 38 Abs. 1 und 39 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) können dazu führen, dass nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien und auch das Stimmrecht zumindest zeitweise nicht bestehen.
Nach Kenntnis des Vorstands besteht bzw. bestand im Geschäftsjahr 2021 folgende Vereinbarung, die als Beschränkung im Sinne von und § 289a Satz 1 Nr. 2 und § 315a Satz 1 Nr. 2 HGB angesehen werden kann: Herr Harald Kronseder, Herr Gunther Kronseder, die Harald Kronseder Holding GmbH, Neutraubling, die Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Neutraubling, die VMAX Stiftung, Neutraubling, Frau Nora Diepold (geb. Kronseder) und Herr Leopold Kronseder sind Parteien eines Pool-Vertrags. Die Poolmitglieder des Pool-Vertrages haben sich zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammengeschlossen (»Familie Kronseder Konsortium«), deren Zweck es ist, durch einheitliche Willensbildung der Gesellschafter und Stimmrechtsausübung in der Hauptversammlung der Krones Aktiengesellschaft sowie durch Beschränkung der beliebigen Veräußerbarkeit der durch den Pool-Vertrag gebundenen Aktien der Krones Aktiengesellschaft (a) den Einfluss der Gesellschafter (insbesondere den Einfluss der Familie Kronseder) und ihrer Rechtsnachfolger, (b) die Fortführung der Krones Aktiengesellschaft in einem nach dem Gesamtbild der wirtschaftlichen Verhältnisse zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Pool-Vertrages vergleichbaren Umfang (vergleichbarer Umsatz, vergleichbares Auftragsvolumen, vergleichbares Betriebsvermögen, vergleichbare Anzahl der Arbeitnehmer) sicherzustellen und (c) den Charakter einer Familiengesellschaft zu erhalten.
Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten: Leopold Kronseder (indirekt), Nora Diepold (geb. Kronseder) (indirekt), Gunther Kronseder (indirekt), VMAX Familienstiftung, Neutraubling (direkt und indirekt), Harald Kronseder (direkt und indirekt), Harald Kronseder Holding GmbH, Neutraubling (indirekt), Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Neutraubling (direkt und indirekt), Dr. Volker Kronseder (indirekt).
* Alle Angaben innerhalb »Übernahmerelevante Angaben (Bericht gemäß § 315 a und § 289 a HGB)« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Nach Kenntnis der Gesellschaft halten die Mitglieder des Familie Kronseder Konsortiums gemeinsam folgende Beteiligung am Grundkapital:
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| Gesamtstimmrechtsanteile | |
|---|---|
| Familie Kronseder Konsortium | 52,1 % |
Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (24.01.2022) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG). Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmung der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).
Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Dementsprechend bedürfen - in Abweichung von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG - auch satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung neben der einfachen Stimmenmehrheit der Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, es sei denn, das Gesetz schreibt zwingend eine größere Mehrheit vor. Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 179 Abs. 1 Satz 2 AktG i.V.m. § 13 der Satzung). Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 ermächtigt worden, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital 2021 oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2021 entsprechend anzupassen.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 16. Mai 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (»Genehmigtes Kapital 2021«). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.
Der Vorstand ist in den in § 71 AktG gesetzlich geregelten Fällen zum Rückkauf von eigenen Aktien und zur Veräußerung zurückgekaufter Aktien befugt. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf des 12. Juni 2023 unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft erworben hat und noch besitzt oder ihr nach den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, aber auch durch Konzernunternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder der Konzernunternehmen ausgeübt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten.
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbenen eigenen Aktien neben einer Veräußerung über die Börse oder mittels eines Angebots an alle Aktionäre zu jedem zulässigen Zweck, insbesondere auch in folgender Weise zu verwenden:
1) Sie können eingezogen werden und das Grundkapital der Gesellschaft um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden Teil des Grundkapitals herabgesetzt werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
2) Sie können Dritten gegen Sachleistungen angeboten und auf diese übertragen werden.
3) Sie können gegen Barzahlung an Dritte veräußert werden, wenn der Preis, zu dem die Aktien der Gesellschaft veräußert werden, den Börsenpreis einer Aktie der Gesellschaft zum Veräußerungszeitpunkt nicht wesentlich im Sinne der §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet.
4) Sie können zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaft aus und im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandel- oder Optionsrechten verwendet werden.
Die Ermächtigung des Vorstands zur Veräußerung und sonstigen Verwendung erworbener Aktien können ganz oder bezogen auf Teilvolumina der erworbenen eigenen Aktien einmal oder mehrmals, einzeln oder zusammen, ausgenutzt werden. Die vorstehenden Ermächtigungen können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder von ihr abhängiger oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehender Unternehmen ausgeübt werden.
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter Ziffer ii) bis einschließlich iv) verwendet werden oder soweit dies, für den Fall der Veräußerung eigener Aktien an alle Aktionäre, erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszuschließen.
Die näheren Einzelheiten ergeben sich aus dem Ermächtigungsbeschluss, dessen vollständiger Wortlaut in der am 19. April 2018 im Bundesanzeiger veröffentlichten Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der Krones Aktiengesellschaft am 13. Juni 2018 unter Punkt 9 der Tagesordnung wiedergegeben ist.
Die Krones Aktiengesellschaft hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.
Abhängigkeitsbericht *
Nach §17 AktG besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zur Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling. Deshalb wird gemäß §312 AktG ein Bericht erstattet, der folgende Schlusserklärung des Vorstands enthält:
Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der Gesellschafter der Familien-GbR oder mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die Krones AG im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Berichtspflichtige Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG wurden weder getroffen noch unterlassen.
Bei den im Berichtsjahr vorgenommenen Rechtsgeschäften zwischen der Krones AG und den Gesellschaftern der Familien-GbR sowie den mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die KRONES AG in jedem Einzelfall eine angemessene Gegenleistung erhalten.
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter https://www.krones.com/de/unternehmen/investor-relations/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.php abrufbar.
* Alle Angaben innerhalb »Abhängigkeitsbericht« beziehen sich auf den Krones Konzern.
Neutraubling, 16. März 2022
KRONES AG
Der Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Norbert Broger, CFO
Thomas Ricker, CSO
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
3 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Krones übernimmt nachhaltig Verantwortung
Corporate Governance beschreibt die faktische und rechtliche Unternehmensführung und -kontrolle welche verantwortungsvoll sowie nachhaltig orientiert erfolgen soll. Krones berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten. In der Erklärung zur Unternehmensführung berichten Vorstand und Aufsichtsrat von Krones gemäß §§ 289f, 315d Handelsgesetzbuch sowie Grundsatz 22 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 16. Dezember 2019 über die Corporate Governance der Gesellschaft.
Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Krones Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der Krones Aktiengesellschaft erklären gemäß § 161 AktG:
Die Krones Aktiengesellschaft hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom Januar 2021 sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« in der Fassung vom 16. Dezember 2019 entsprochen. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Krones Aktiengesellschaft erklären, dass die Krones Aktiengesellschaft den Empfehlungen entspricht und auch zukünftig entsprechen wird, mit Ausnahme der folgenden Abweichungen:
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| ― | Der Empfehlung D.5 wird nicht entsprochen. Danach soll ein Nominierungsausschuss gebildet werden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern benennt. Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der Krones Aktiengesellschaft vertreten acht Mitglieder die Anteilseigner, die der Hauptversammlung Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern machen. Nach unserer Ansicht ist es aufgrund der bewährten, effizienten Zusammenarbeit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden. |
| ― | Der Empfehlung G.10 wird nicht entsprochen. Danach sollen die dem Vorstandsmitglied gewährten variablen Vergütungsbeträge von ihm unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuerbelastung überwiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Über die langfristig variablen Gewährungsbeträge soll das Vorstandsmitglied erst nach vier Jahren verfügen können. Die den Vorstandsmitgliedern gewährten variablen Vergütungsbeträge werden weder aktienbasiert gewährt, noch sind sie von den Vorstandsmitgliedern überwiegend in Aktien der Krones Aktiengesellschaft anzulegen. Aus Sicht des Aufsichtsrats ist der Aktienkurs als Indikator allein nicht ausreichend, die Leistung des Vorstands im Interesse des Unternehmens abzubilden. Die Ausgestaltung der variablen Vergütung soll vielmehr auch angemessen Rechnung tragen. Über die langfristig variablen Gewährungsbeträge kann das Vorstandsmitglied nach drei Jahren verfügen. |
| ― | Der Empfehlung G. 17, wonach der höhere zeitliche Aufwand des Vorsitzenden von Aufsichtsratsausschüssen angemessen berücksichtigt werden soll, wird nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Aufsichtsratsausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist. Dies gilt jedoch nicht für den Vorsitzenden des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses. |
Neutraubling, Januar 2022
Für den Vorstand
Christoph Klenk, Vorsitzender des Vorstands
Für den Aufsichtsrat
Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Ziele des Aufsichtsrats
Gemäß Empfehlung C.1 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten. Dabei soll der Aufsichtsrat auf Diversität achten.
In Übereinstimmung mit Empfehlung C.1 DCGK hat der Aufsichtsrat von Krones folgende Ziele benannt:
a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen (Kompetenzprofil)
Der Aufsichtsrat der Krones AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der Krones AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.
Die Krones AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden. Diese beziehen sich nicht nur auf Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.
Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.
b) Vielfalt (Diversität)
Der Aufsichtsrat der Krones AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversität). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für Krones eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der Krones AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der Krones AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus acht Vertretern der Anteilseigner und acht Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also jeweils mindestens zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören. Auf Seite der Anteilseigner gehören mit Nora Diepold, Petra Schadeberg-Herrmann und Prof. Dr. Susanne Nonnast drei Frauen dem Aufsichtsrat an. Auf der Arbeitnehmerseite sind mit Dr. Verena Di Pasquale und Beate Eva Maria Pöpperl zwei Frauen im Aufsichtsrat.
c) Unabhängigkeit der Mitglieder
Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungs- oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der Krones AG, noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der Krones AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.
Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.
Gemäß der Empfehlung C.6 DCGK soll dem Aufsichtsrat auf Anteilseignerseite eine nach deren Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören. Ein Aufsichtsratsmitglied ist im Sinne dieser Empfehlung als unabhängig anzusehen, wenn es unabhängig von der Gesellschaft und deren Vorstand und unabhängig von einem kontrollierenden Aktionär ist.
Gemäß Empfehlung C.7 DCGK soll mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Im Berichtsjahr traf dies auf Nora Diepold, Prof. Dr. Susanne Nonnast, Petra Schadeberg-Herrmann, Volker Kronseder, Hans-Jürgen Thaus, Robert Friedmann, Norbert Samhammer sowie Matthias Winkler zu.
Gemäß Empfehlung C.9 DCGK sollen im Fall eines Aufsichtsrats mit mehr als sechs Mitgliedern mindestens zwei Anteilseignervertreter unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Im Berichtsjahr waren gemäß dieser Empfehlung bis auf Volker Kronseder, Normann Kronseder (bis 17.05.2021 im Aufsichtsrat) und Nora Diepold (seit 17.05.2021 im Aufsichtsrat) alle Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig vom kontrollierenden Aktionär.
Gemäß der Empfehlung C.10 DCGK sollen der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des mit der Vorstandsvergütung befassten Ausschusses unabhängig von der Gesellschaft und Vorstand sein. Dieser Empfehlung wird bei der Krones Aktiengesellschaft vollständig entsprochen.
d) Altersgrenze
Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauffolgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.
Das Aufsichtsratsmitglied Hans-Jürgen Thaus hat das 70. Lebensjahr bereits vollendet. Seine Amtszeit endete nicht mit Ablauf der darauffolgenden Hauptversammlung. Begründung: Herr Thaus verfügt auch aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Krones AG über herausragende Kenntnisse des Marktes und des Unternehmens. Mit seiner Expertise und seinen Erfahrungen leistet er einen wertvollen Beitrag für die effiziente Aufsicht des Vorstands und den Erfolg von Krones. Darüber hinaus spricht auch im persönlichen Bereich von Herrn Thaus, wie beispielsweise die zeitliche Verfügbarkeit, nichts gegen die Abweichung von der Altersgrenze. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwände gegen die Abweichung von der Geschäftsordnung.
Stand der Umsetzung der Ziele des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat von Krones hat im Geschäftsjahr 2021 alle unter a) bis d) genannten Ziele umgesetzt.
Angaben zur Zugehörigkeitsdauer der Aufsichtsratsmitglieder
Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von Krones wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin - unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer -individuell betrachten. Zur Dauer der Zugehörigkeit der aktuellen Aufsichtsratsmitglieder zum Aufsichtsrat machen wir folgende Angaben:
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| Volker Kronseder | im Aufsichtsrat seit 15.06.2016 |
| Josef Weitzer | im Aufsichtsrat seit 20.06.2007 |
| Nora Diepold | im Aufsichtsrat seit 17.05.2021 |
| Robert Friedmann | im Aufsichtsrat seit 13.06.2018 |
| Klaus Gerlach | im Aufsichtsrat von 13.06.2012 bis 31.12.2021 |
| Oliver Grober | im Aufsichtsrat seit 13.06.2018 |
| Thomas Hiltl | im Aufsichtsrat seit 13.06.2018 |
| Markus Hüttner | im Aufsichtsrat seit 01.07.2020 |
| Professor Dr. jur. Susanne Nonnast | im Aufsichtsrat seit 15.06.2016 |
| Beate Eva Maria Pöpperl | im Aufsichtsrat seit 20.06.2017 |
| Stefan Raith | im Aufsichtsrat seit 01.01.2022 |
| Petra Schadeberg-Herrmann | im Aufsichtsrat seit 15.06.2011 |
| Norbert Samhammer | im Aufsichtsrat seit 13.06.2018 |
| Jürgen Scholz | im Aufsichtsrat seit 20.06.2007 |
| Hans-Jürgen Thaus | im Aufsichtsrat seit 25.06.2014 |
| Matthias Winkler | im Aufsichtsrat seit 13.06.2018 |
Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Die Unternehmensführung von Krones basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Beschäftigten, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.
»Compliance« steht bei Krones als Überbegriff für regelkonformes Verhalten, wobei die im Unternehmen zu befolgenden Regeln deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Sie schließen auch intern gültige Richtlinien und Vorschriften ein und berücksichtigen die moralischen Werte und Normen, die dem ethischen Verständnis von Krones entsprechen. Krones hat über die Jahre ein Compliance-Management-System aufgebaut, welches die Schwerpunkte Prävention, Erkennen sowie Reaktion enthält. Zusätzlich findet eine enge Zusammenarbeit mit den übrigen Bereichen der Corporate Governance statt, insbesondere den Bereichen Sustainability, Governance, interne Revision und dem internen Kontroll- sowie Risikomanagementsystem.
Um die Compliance zu stärken, führte Krones 2018 ein Compliance Hinweisgeberportal ein. Über dieses Meldesystem auf der Krones Internetseite können Beschäftigte des Unternehmens und externe Personen mögliche Gesetzes- und Regelverstöße anonym melden. Das Hinweisgeberportal ist unter www.krones. com/de/unternehmen/verantwortung/krones-integrity.php zugänglich.
2019 hat Krones den bestehenden Verhaltenskodex (Code of Conduct) überarbeitet. Der Kodex enthält die konkreten Prinzipien und Grundregeln für unser Handeln, auch für unser Verhalten gegenüber Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Insbesondere sind die Themen Unternehmenswerte, Nachhaltigkeit, Handeln nach Gesetz und Ethik, Verantwortung in der Gesellschaft sowie der Umgang mit Wissen und Informationen im Code of Conduct beschrieben. Konkrete Beispiele zu den jeweiligen Inhalten erleichtern den Beschäftigten die Regeln des Verhaltenskodex im Alltag umzusetzen und einzuhalten. Dieser ist für den gesamten Krones Konzern gültig und in verschiedenen Sprachen verfügbar. Der Kodex ist unter https://www.krones.com/ de/unternehmen/verantwortung/compliance.php zugänglich.
Das Thema Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und den Unternehmensrührungspraktiken von Krones. Wir prüfen alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit und ob sie den von Krones definierten Nachhaltigkeitszielen entsprechen. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Krones produziert umweltverträglich und hält die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzt alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.
Um einen objektiven Nachweis für sich selbst und seine Stakeholder zu erbringen, ließ Krones seine 2020 neu ausgelobte Klimastrategie von der unabhängigen Science Based Targets Initiative (SBTi) überprüfen. Das Ergebnis bestätigt, dass der Konzern auch aus wissenschaftlicher Sicht den richtigen Weg eingeschlagen hat: Laut SBTi tragen die Krones Klimaziele dazu bei, die globale Erderwärmung durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Daher wurden sie als ambitioniert und wirksam bewertet - und offiziell als Science Based Target deklariert.
Um das Bekenntnis zu wirtschaftsethischen Themen auch nach außen zu kommunizieren, ist Krones bereits 2012 dem United Nation (UN) Global Compact beigetreten. Der UN Global Compact legt weltweit gültige Richtlinien für die Bereiche Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung fest und verpflichtet Unternehmen, diese einzuhalten. Die Inhalte des UN Global Compact sowie weitere Informationen sind unter www.unglobal-compact.org zu finden.
Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schafft Krones für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sicherheits- und gesundheitsgerecht und sorgen für ergonomische Arbeitsplätze.
Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Handeln. Hierfür hat Krones einen Lieferantenkodex entwickelt, der im Jahr 2020 überarbeitet wurde. Er umfasst nun die Themenbereiche Handeln nach Gesetz und Ethik, Umgang mit Wissen und Informationen, Verantwortung in der Gesellschaft sowie Selbstverpflichtung und Kontrolle. In diesen Bereichen sind die bisherigen Themen Sicherheit und Gesundheit, Umwelt, Arbeitsbedingungen sowie Compliance enthalten. Darüber hinaus finden bei ausgewählten Lieferanten regelmäßig Qualitäts- und sogenannte »Social«-Audits statt, bei denen geprüft wird, ob die Lieferanten die geforderten Standards von Krones erfüllen. Das gilt nicht nur für die Lieferanten selbst, sondern auch vermehrt hinsichtlich deren Lieferkette.
Der Lieferantenkodex ist unter www.krones.com/de/unternehmen/verantwor-tung/compliance.php zugänglich.
Informationen zu den Unternehmensführungspraktiken enthält auch der Nichtfinanzielle Bericht von Krones, der unter https://www.krones.com/de/ unternehmen/verantwortung/downloads.php zugänglich ist.
Diversitätskonzept, Nachfolgeplanung für den Vorstand
Für die Nachfolgeplanung und die Überwachung der Diversität sind Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Ständige Ausschuss zuständig. Bei der Vergabe einer Vorstandsposition stehen Kandidaten und Kandidatinnen im Vordergrund, die aufgrund ihrer Leistungen und Kenntnisse die bestmöglichen Voraussetzungen besitzen, um die Interessen des Unternehmens und seiner Stakeholder langfristig zu sichern. Des Weiteren wird das Diversitätskonzept bei der Vergabe der Position mitberücksichtigt. Bei diesem achtet der Aufsichtsrat bei der Besetzung einer Vorstandsposition auf die Diversität bei Berufs- und Bildungshintergrund, Alter und Geschlecht sowie internationalen Führungsqualifikationen. Das Konzept beinhaltet folgende Detailaspekte:
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| ― | Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Regelaltersgrenze festgelegt. Die Regelaltersgrenze orientiert sich an der Vollendung des 62. Lebensjahres. Er achtet darüber hinaus auf eine ausgewogene Altersstruktur. |
| ― | Mindestens zwei Mitglieder des Vorstands sollen eine technische Ausbildung haben. Mindestens zwei Mitglieder sollen zudem über internationale Führungserfahrung verfügen. Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit die bestmögliche Besetzung für den Krones Konzern, dessen Kerngeschäft und alle Stakeholder darstellen. |
| ― | Aktuell ist der Vorstand ausschließlich mit männlichen Mitgliedern besetzt, weshalb die Frauenquote im Vorstand 0 % beträgt. Grund für die derzeit rein männliche Besetzung ist, dass es dem Aufsichtsrat trotz geeigneter Kandidatinnen nicht gelang, diese für den Vorstand zu verpflichten. Aus diesem Grund hat der Aufsichtsrat nach § 111 Abs. 5 Aktiengesetz daraufhin eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der Krones AG von 0 % festgesetzt. Diese Quote gilt solange die aktuelle Besetzung des Vorstands aufgrund der vereinbarten Vertragslaufzeiten nebst möglicher Vertragsverlängerung fortbesteht. Im Rahmen des Diversitätskonzepts werden bei der Neubesetzung einer Vorstandsposition jedoch Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. |
| ― | Für die Vertragslaufzeit bei Erstbesetzung einer Vorstandsposition legte der Aufsichtsrat drei Jahre fest. |
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vorstand der Krones AG bestand im Geschäftsjahr 2021 aus fünf Mitgliedern. Die Vorstände tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 21 und 192). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich regelmäßig zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein. Die Arbeit des Vorstands, wie beispielsweise die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind in der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt.
Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus 16 Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.
Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 28 bis 30 und 192) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen.
Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.
Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der beispielsweise Zuständigkeiten und Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind.
Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen »Prüfungs- und Risikomanagementausschuss« sowie einen »Ständigen Ausschuss«.
Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses
Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Josef Weitzer sowie die Aufsichtsratsmitglieder Hans-Jürgen Thaus, Matthias Winkler, Markus Hüttner und Jürgen Scholz an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus.
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement und Compliance-Systems.
Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses
Dem Ständigen Ausschuss gehören Volker Kronseder, Josef Weitzer, Prof. Dr. Susanne Nonnast und Markus Hüttner an. Vorsitzender des Ausschusses ist Volker Kronseder. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen.
Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.
Selbstbeurteilung der Arbeit des Aufsichtsrats
Gemäß Empfehlung D.13 DCGK macht der Aufsichtsrat folgende Angaben: Im Geschäftsjahr 2021 hat eine Selbstbeurteilung der Effektivität der Arbeit des Aufsichtsrats insgesamt und seiner Ausschüsse stattgefunden. Kriterien waren beispielsweise die Themen Organisation, Information und Kommunikation im Aufsichtsrat und den Ausschüssen. Für die Selbstbeurteilung der Effektivität wurden auch Fragebögen verwendet. Externe Unterstützung wurde nicht in Anspruch genommen.
Festlegungen nach § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz und § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz
Gemäß § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Zum 31. Dezember 2021 lag der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bei 11,04 %.
Diesen Wert will der Vorstand mittelfristig deutlich steigern. Bislang konnten trotz intensiver Bemühungen nur wenige vakante Führungspositionen bei Krones mit Frauen mit vergleichbarer Qualifikation besetzt werden. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass das Umfeld der Geschäftstätigkeit von Krones extrem technisch geprägt ist. Wir werden unsere Anstrengungen weiter stärken und bei der Neubesetzung von Führungspositionen Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigen. Als Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der Krones AG 15 % festgelegt. Dieses Ziel soll bis 31.12.2024 erreicht werden.
Frauenanteil im Vorstand
Bislang gelang es dem Aufsichtsrat trotz intensiver Bemühungen nicht, geeignete Kandidatinnen für den Vorstand zu verpflichten. Da aufgrund bestehender Vertragslaufzeiten kurzfristig keine personellen Änderungen im Vorstand zu erwarten sind, legte der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der Krones AG auf 0 % fest und folgt damit auch den Anforderungen gemäß § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz. Eine Frist für die Umsetzung ist damit nicht zu setzen.
Angaben gemäß § 289f (Abs. 2) 1 a Handelsgesetzbuch
Unter https://www.krones.com/de/unternehmen/investor-relations/haupt-versammlung.php Reiter 2021 sind das geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands gemäß §87a Abs. 1 und 2 Satz 1 AktG, das von der Hauptversammlung am 17. Mai 2021 gebilligt wurde, sowie der von der Hauptversammlung am 17. Mai 2021 gefasste Beschluss gemäß §113 Abs. 3 AktG über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats öffentlich zugänglich. Unter derselben Internetadresse unter dem Reiter 2022 werden der Vergütungsbericht und der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG öffentlich zugänglich gemacht.
JAHRESABSCHLUSS
DER KRONES AG
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
der Krones AG
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| in T€ | 2021 | 2020 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 11 | 2.341.118 | 2.341.412 | ||
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 113.280 | 17.565 | |||
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 16.996 | 11.919 | |||
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 12 | 148.101 | 55.687 | ||
| 5. Materialaufwand | |||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | - 1.057.701 | - 996.860 | |||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | - 357.323 | - 316.224 | |||
| - 1.415.024 | - 1.313.084 | ||||
| 6. Personalaufwand | 13 | ||||
| a) Löhne und Gehälter | - 621.479 | - 668.802 | |||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | - 112.865 | - 119.362 | |||
| - 734.344 | - 788.164 | ||||
| 7. Abschreibungen | 14 | ||||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | - 47.527 | - 54.986 | |||
| b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten | 0 | - 1.122 | |||
| - 47.527 | - 56.108 | ||||
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | 15 | - 388.355 | - 383.000 | ||
| 9. Beteiligungsergebnis | 16 | 74.689 | 53.385 | ||
| 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 17 | 408 | 567 | ||
| 11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 17 | 4.791 | 1.345 | ||
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 17 | - 22.418 | - 11.846 | ||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 17 | - 23.309 | - 22.771 | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 18 | - 1.751 | - 7.162 | ||
| 15. Ergebnis nach Steuern | 66.655 | - 100.255 | |||
| 16. sonstige Steuern | 18 | - 2.376 | - 2.082 | ||
| 17. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 64.279 | - 102.337 | |||
| 18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 130.754 | 234.986 | |||
| 19. Bilanzgewinn | 195.033 | 132.649 |
Bilanz
der Krones AG
Aktiva
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| T€ | Anhang | 31.12.2021 | 31.12.2020 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1 | ||||
| 1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 15.825 | 10.726 | |||
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 27.046 | 29.751 | |||
| 42.871 | 40.477 | ||||
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 244.869 | 254.893 | |||
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 49.103 | 54.479 | |||
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 40.609 | 41.543 | |||
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 19.570 | 9.978 | |||
| 354.151 | 360.893 | ||||
| III. Finanzanlagen | 2 | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 299.386 | 277.794 | |||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 5.341 | 9.133 | |||
| 3. Beteiligungen | 34 | 34 | |||
| 304.761 | 286.961 | ||||
| 701.783 | 688.331 | ||||
| B. Umlaufvermögen | |||||
| I. Vorräte | |||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 178.073 | 151.078 | |||
| 2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 307.479 | 238.151 | |||
| 3. fertige Erzeugnisse und Waren | 585.347 | 537.235 | |||
| 4. geleistete Anzahlungen | 2.778 | 4.222 | |||
| 5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | - 632.365 | - 479.228 | |||
| 441.312 | 451.458 | ||||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3 | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 311.548 | 307.666 | |||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 256.953 | 243.778 | |||
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 62.478 | 50.545 | |||
| 630.979 | 601.989 | ||||
| III. Wertpapiere | |||||
| Sonstige Wertpapiere | 45 | 0 | |||
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 4 | 111.984 | 29.384 | ||
| 1.184.320 | 1.082.831 | ||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 4.494 | 3.388 | |||
| Bilanzsumme | 1.890.597 | 1.774.550 | |||
| Passiva | |||||
| T€ | Anhang | 31.12.2021 | 31.12.2020 | ||
| A. Eigenkapital | |||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 5 | ||||
| Stammaktien | 40.000 | 40.000 | |||
| II. Kapitalrücklage | 141.551 | 141.551 | |||
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 51 | 51 | |||
| 2. andere Gewinnrücklagen | 349.888 | 349.888 | |||
| 349.939 | 349.939 | ||||
| IV. Bilanzgewinn | 6 | 195.033 | 132.649 | ||
| 726.523 | 664.139 | ||||
| B. Rückstellungen | 7 | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 202.150 | 187.021 | |||
| 2. Steuerrückstellungen | 7.264 | 8.112 | |||
| 3. sonstige Rückstellungen | 346.929 | 367.329 | |||
| 556.343 | 562.462 | ||||
| C. Verbindlichkeiten | 8 | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 98 | 27.000 | |||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 296.173 | 186.486 | |||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 250.028 | 214.963 | |||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 553 | |||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 61.430 | 118.945 | |||
| 607.729 | 547.947 | ||||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 2 | 2 | |||
| Bilanzsumme | 1.890.597 | 1.774.550 |
Entwicklung des Anlagevermögens
der Krones AG
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| T€ | Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2021 | U Umbuchung Zugänge | U Umbuchung Abgänge | Stand 31.12.2021 | Stand 01.01.2021 | Abschreibungen des Geschäftsjahres | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 11.519 | 6.303 | 0 | 17.822 | 793 | 1.204 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 180.045 | 9.575 | 2.691 | 186.929 | 150.294 | 12.185 |
| 191.564 | 15.878 | 2.691 | 204.751 | 151.087 | 13.389 | |
| Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 454.878 | 157 | 277 | 454.758 | 199.985 | 10.141 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | U 127 | |||||
| 266.577 | 4.364 | 24.398 | 246.670 | 212.098 | 8.976 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | U 3.137 | |||||
| 185.664 | 13.207 | 24.527 | 177.481 | 144.121 | 15.021 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | U 3.264 | |||||
| 9.978 | 12.856 | 0 | 19.570 | 0 | 0 | |
| U 3.264 | U 3.264 | |||||
| 917.097 | 30.584 | 49.202 | 898.479 | 556.204 | 34.138 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 382.974 | 1.821 | 0 | 384.795 | 105.180 | 18.635 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 21.995 | 411 | 420 | 21.986 | 12.862 | 3.783 |
| 3. Beteiligungen | 34 | 0 | 0 | 34 | 0 | 0 |
| 405.003 | 2.232 | 420 | 406.815 | 118.042 | 22.418 | |
| U 3.264 | U 3.264 | |||||
| 1.513.664 | 48.694 | 52.313 | 1.510.045 | 825.333 | 69.945 |
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| T€ | Kumulierte Abschreibungen | Buch-/Bilanzwerte | ||
|---|---|---|---|---|
| Abgänge | Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2021 | Stand 31.12.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 1.997 | 15.825 | 10.726 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.596 | 159.883 | 27.046 | 29.751 |
| 2.596 | 161.880 | 42.871 | 40.477 | |
| Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 237 | 209.889 | 244.869 | 254.893 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | ||||
| 23.507 | 197.567 | 49.103 | 54.479 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | ||||
| 22.270 | 136.872 | 40.609 | 41.543 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | ||||
| 0 | 0 | 19.570 | 9.978 | |
| 46.014 | 544.328 | 354.151 | ||
| Finanzanlagen | ||||
| Z 38.406 | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 85.409 | 299.386 | 277.794 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 16.645 | 5.341 | 9.133 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 | 34 | 34 |
| Z 38.406 | ||||
| 0 | 102.054 | 304.761 | 286.961 | |
| Z 38.406 | ||||
| 48.610 | 808.262 | 701.783 | 688.331 |
ANHANG
DER KRONES AG
Allgemeine Angaben
Gesetzliche Grundlagen
Der Jahresabschluss der Krones AG ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die Krones AG mit Sitz in Neutraubling ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer HRB 2344 registriert.
Die Gesellschaft ist eine große kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 267 Abs. 3 S.2 und 264d HGB.
Die Krones AG erstellt die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren.
Währungsumrechnung
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs.
Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Einige Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst.
Aktiva
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten erfasst und werden planmäßig linear abgeschrieben. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht fallweise in Anspruch genommen.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch aktivierungspflichtige Gemeinkosten einbezogen.
Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen nach den geltenden rechtlichen Höchstsätzen. Bauten und bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens der Krones AG werden, soweit zulässig, degressiv, alle übrigen Anlagegüter linear abgeschrieben. Bei degressiv abgeschriebenen beweglichen Anlagegütern wird auf die lineare Abschreibung übergegangen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Da die degressive Abschreibung mit den Regelungen des BilMoG nicht mehr vereinbar ist, werden Sachanlagen, die ab dem 01.01.2010 angeschafft worden sind, ausschließlich linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagegegenstände werden auf der Grundlage folgender gruppeneinheitlicher Nutzungsdauern ermittelt:
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| Nutzungsdauer | in Jahren |
|---|---|
| Gebäude | 25 bis 50 |
| Maschinen | 5 bis 20 |
| Technische Anlagen | 5 bis 25 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 20 |
| EDV-Programme/sonstige Rechte | 3 bis 20 |
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind und der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € sofort aufwandswirksam verbucht. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250 € und nicht mehr als 1.000 € betragen, werden zu einem Pool zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der erforderlichen Abschreibungen bilanziert.
Ausleihungen sind mit dem Nominalwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen umfassen Fertigungsmaterial und -löhne sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgen Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Dieser Abschlag berücksichtigt alle bei der Aufstellung des Abschlusses erkennbaren Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer ergeben.
Forderungen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kredit- und Finanzierungsrisiko wird durch pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Für Forderungen und unverzinsliche Außenstände mit längeren Laufzeiten werden grundsätzlich entsprechend dem erwarteten Zahlungseingang Abzinsungen vorgenommen.
Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominal- bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Im Fall negativer Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten werden Drohverlustrückstellungen gebildet.
Im Zuge der Währungsumrechnung werden Forderungen in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet, soweit die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.
Die Bildung des aktivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.
Passiva
Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Pensionsrückstellungen für Versorgungsverpflichtungen, deren Restlaufzeit ein Jahr übersteigen, werden unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst. Anstelle der Ermittlung individueller Abzinsungssätze für jede einzelne Verpflichtung wird eine gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zulässige, pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen.
Sonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die eine Vermögensbelastung darstellen und über deren Höhe oder Zeitpunkt des Eintretens Ungewissheit besteht. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst.
Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Im Zuge der Währungsumrechnung werden Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Werte für Verbindlichkeiten aus Wechselobligo, Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien entsprechen den valutierten Beträgen am Bilanzstichtag.
Gewinn- und Verlustrechnung
Die Realisierung der Umsätze erfolgt, wenn die Leistung erbracht bzw. die Gefahr an den verkauften Produkten auf die Kunden übergegangen ist. Bei Maschinen und Anlagen erfolgt der Gefahrenübergang, sobald diese installiert und betriebsbereit sind. Zwischen Installationsende und Abnahme werden unwesentliche Nebenleistungen, überwiegend in Form von Nachbesserungen und Optimierungen an den Einstellungen der Maschinen und Anlagen, vorgenommen. Für diese unwesentlichen Nebenleistungen werden Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen gebildet.
Bewertungseinheiten
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die »Einfrierungsmethode«, bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die »Durchbuchungsmethode«, wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.
Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-Rechnung
Aktiva
Anlagevermögen
Die in den Bilanzen aufgeführten Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Dabei werden die Buch-/Bilanzwerte, ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, nach dem Bruttoprinzip entwickelt.
1 Immaterielle Vermögensgegenstände
Der Zugangsbetrag betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software (T€ 9.576) sowie selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Form von Entwicklungsleistungen im Rahmen von Softwareprojekten (T€ 6.302). Dieser Betrag ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB für die Bemessung einer Ausschüttungssperre relevant. Insgesamt wurden im Berichtsjahr T€ 174.320 (Vorjahr: 167.503) für Forschung und Entwicklung aufgewendet.
2 Finanzanlagen
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird als Anlage zum Anhang dargestellt.
3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
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| T€ | 31.12.2021 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr | 31.12.2020 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 311.548 | 31.965 | 307.666 | 27.898 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 256.953 | 243.778 | ||
| sonstige Vermögensgegenstände | 62.478 | 1 | 50.545 | 621 |
| Gesamt | 630.979 | 31.966 | 601.989 | 28.519 |
Die Abzinsung von Altforderungen und unverzinslichen Außenstände mit längeren Laufzeiten erfolgt fristenkongruent, durchschnittlich mit einem Zinssatz von 0,34 %.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 98.262 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ 164.186 aus sonstigen Verrechnungen.
4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
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| T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 1 | 2 |
| Guthaben Kreditinstitute | 111.983 | 29.382 |
| Gesamt | 111.984 | 29.384 |
5 Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital der Krones AG beträgt € 40.000.000,00.
Am Bilanzstichtag waren 31.593.072 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ausgegeben.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2016 bestand ein genehmigtes Kapital. Mit dem genehmigten Kapital ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 15. Juni 2021 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu € 10.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 ist dieses genehmigte Kapital aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital geschaffen worden.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 16. Mai 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (»Genehmigtes Kapital 2021«). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigtem Kapital 2021 oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2021 entsprechend anzupassen.
Nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG kann die Gesellschaft ermächtigt werden, eigene Aktien bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals für diese zu erwerben. Die in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 (Tagesordnungspunkt 7) beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ist am 24. Juni 2019 abgelaufen. Da zum Zeitpunkt der Einladung zur 38. Hauptversammlung am 13. Juni 2018 der Termin für die 39. Hauptversammlung noch nicht feststand und um auch nach Ablauf des 24. Juni 2019 diesbezüglich handlungsfähig zu sein, ist die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 erneut zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien ermächtigt worden. Die Ermächtigung gilt bis zum Ablauf des 12. Juni 2023. Die in der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 beschlossene Ermächtigung ist durch die erneute Ermächtigung aufgehoben worden.
Der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien darf zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der Krones Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im xetra-Handel um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie den volumengewichteten Durchschnitt der Schlusskurse im XETRA-Handel an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der Krones Aktiengesellschaft zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden.
Die Ermächtigung kann einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden.
6 Bilanzgewinn
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| T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Gewinnvortrag | 130.754 | 234.986 |
| Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss | 64.279 | - 102.337 |
| Gesamt | 195.033 | 132.649 |
Vom Bilanzgewinn 2020 in Höhe von T€ 132.649 wurden T€ 130.754 auf neue Rechnung vorgetragen und T€ 1.895 ausgeschüttet.
Beträge im Sinne § 268 Abs. 8 HGB (Ausschüttungssperre)
Durch den Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ist ein Betrag in Höhe von T€ 15.825 entstanden.
Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen führte zu einem Betrag in Höhe von T€ 5.901.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 22.495.
7 Rückstellungen
Aufgrund einer Pensionsordnung ist den bis zum Geschäftsjahr 1999 in die Krones AG eingetretenen Beschäftigten eine Alters-, Invaliden- und Witwenrente zugesagt. Hierbei sind folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:
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| 2021 | 2020 | |
|---|---|---|
| Bewertungsmethode | Projected Unit Credit Method | Projected Unit Credit Method |
| Berechnungsgrundlagen | »Richttafeln 2018G« von Klaus Heubeck | »Richttafeln 2005G« von Klaus Heubeck |
| Abzinsungssatz 10-jähriger Durchschnitt | 1,87% | 2,30 % |
| Abzinsungssatz 7-jähriger Durchschnitt | 1,35% | 1,60 % |
| Rentendynamik | 2,00 % | 2,00 % |
| Fluktuation | keine | keine |
Da die abgeschlossenen Pensionszusagen im Rahmen der allgemeinen Versorgungsordnung unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung keine Gehaltsdynamik berücksichtigt.
Der Erfüllungsbetrag der mit dem Planvermögen verrechneten Pensionsverpflichtung betrug T€ 224.080. Der Zeitwert des verrechneten Planvermögens, das ausschließlich der Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist, belief sich auf T€ 21.930, die Anschaffungskosten des verrechneten Planvermögens auf T€ 16.029. Die Differenz aus Zeitwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 5.901 ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt. Der Saldo der verrechneten Aufwendungen und Erträge betrug T€ 20.501.
Aufgrund einer Änderung des § 253 Abs. 2 HGB ist im Rahmen der Bewertung von Pensionsrückstellungen für die Ermittlung des Abzinsungssatzes bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre, sondern auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre abzustellen. Unter Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinses hätte sich zum 31.12.2021 eine Rückstellung von T€ 246.434 ergeben. Die Ausschüttungssperre beträgt somit T€ 22.495.
Aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen, die nicht durch Vermögen des Krones Unterstützungsfonds e.V. gedeckt sind, besteht eine Subsidiärhaftung in Höhe von T€ 10.505.
Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Steuernachzahlungen.
Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen ab. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgte fristenkongruent mit Abzinsungssätzen von 0,34 %-1,35 %.
Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen betrugen T€ 6.843, die Bewertung erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 1,35 %.
Die Rückstellung für Verpflichtungen aus der Altersteilzeitregelung betrug T€ 38.201, die Bewertung erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 0,40 %.
In den sonstigen Rückstellungen sind neben der Altersteilzeitrückstellung vorwiegend Rückstellungen für ausstehende Leistungen (Montagekosten-Rückstellung) enthalten.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten die folgenden wesentlichen Bestandteile:
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| T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Personal | 122.470 | 119.411 |
| Rückstellung für noch zu erbringende Montageleistungen | 51.436 | 60.625 |
| Gewährleistungsrückstellung | 52.123 | 56.602 |
| Rückstellung für ausstehende Lieferantenrechnungen | 52.155 | 55.524 |
| Drohverlustrückstellung | 14.480 | 15.630 |
| sonstige projektbezogene Rückstellungen | 41.542 | 48.381 |
| Diverse Kundenansprüche | 8.167 | 6.839 |
| Übrige | 4.556 | 4.317 |
| Gesamt | 346.929 | 367.329 |
8 Verbindlichkeiten
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| T€ | 31.12.2021 | davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | davon Restlaufzeit größer 1 Jahr | 31.12.2020 | davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | davon Restlaufzeit größer 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 98 | 98 | 0 | 27.000 | 27.000 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 296.173 | 296.173 | 0 | 186.486 | 186.486 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 250.028 | 250.028 | 0 | 214.963 | 214.963 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 | 0 | 553 | 553 | 0 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 61.430 | 53.425 | 8.005 | 118.945 | 96.139 | 22.805 |
| Gesamt | 607.729 | 599.724 | 8.005 | 547.947 | 525.141 | 22.805 |
Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 296.173 werden T€ 81.147 im Rahmen eines Supply Chain Finance Arrangements mit einer Bank reguliert werden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ -11.306 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus unterschriebenen Aufhebungsverträgen in Höhe von T€ 21.772 (Vorjahr T€ 68.289), Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 11.909 (Vorjahr T€ 14.015), Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren in Höhe von T€ 8.965 (Vorjahr T€ 18.086) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 2.347 (Vorjahr T€ 0). Die Verbindlichkeiten aus unterschriebenen Aufhebungsverträgen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr wurden fristenkongruent mit Abzinsungssätzen von 0,34 % - 0,58 % abgezinst.
9 Haftungsverhältnisse
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| T€ | 31.12.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Selbstbehalt | 1.401 | 1.251 |
| Verbindlichkeiten aus Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien | 223.343 | 196.165 |
Der Selbstbehalt resultiert aus der Forfaitierung Hermes gedeckter Geschäfte.
Bei den Verbindlichkeiten aus Patronatserklärungen (T€ 41.552), Bürgschaften und Garantien (T€ 181.791), handelt es sich um Absicherungen von Kreditlinien, die verbundenen Unternehmen durch Banken eingeräumt wurden sowie um die Absicherung von Zahlungs- und Leistungsverpflichtungen von verbundenen Unternehmen. Zudem wurden zugunsten einiger Tochtergesellschaften Patronatserklärungen zu Liquiditäts- und Kapitalausstattung abgegeben, die betragsmäßig nicht beziffert werden können.
Die Krones AG geht unter Berücksichtigung der Erkenntnisse bis zum Aufstellungszeitpunkt davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können und schätzt somit das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.
10 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| T€ | 31.12.2021 | davon fällig im 2.-5. Folgejahr | davon fällig nach dem 5. Folgejahr | 31.12.2020 | davon fällig im 2.-5. Folgejahr | davon fällig nach dem 5. Folgejahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Miet- und Leasingverträge | 50.893 | 22.201 | 2.195 | 28.980 | 12.518 | 13 |
| Wartungsverträge | 12.729 | 1.508 | 8 | 15.545 | 4.195 | 13 |
| Gesamt | 63.622 | 23.709 | 2.203 | 44.525 | 16.713 | 26 |
Miet- und Leasingverpflichtungen resultieren hauptsächlich aus dem Leasing von Datenspeichersystemen sowie aus Immobilien und Software Mietverträgen.
Verpflichtungen aus Wartungsverträgen sind hauptsächlich den Bereichen EDV (Hard- und Software) sowie Bürokommunikationsgeräte zuzuordnen.
11 Umsatzerlöse
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| Aufgliederung nach Vertriebsregionen | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Deutschland | 11,2 % | 14,6 % |
| übriges Mitteleuropa | 7,1 % | 3,6 % |
| Westeuropa | 14,1 % | 16,3 % |
| Osteuropa/GUS | 8,7 % | 9,6 % |
| Asien/Pazifik | 13,0 % | 13,1 % |
| Südamerika | 12,0 % | 9,0 % |
| Nord-/Zentralamerika | 13,2 % | 13,0 % |
| China | 6,3 % | 5,3 % |
| Nahost/Afrika | 14,4 % | 15,5 % |
12 Sonstige betriebliche Erträge
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| T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Erträge aus Währungsumrechnung | 27.906 | 29.317 |
| Periodenfremde Erträge | 88.948 | 19.674 |
| davon Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 1.124 | 1.671 |
| Zuschreibungen | 38.837 | 0 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 41.856 | 11.968 |
| davon Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen | 4.797 | 4.786 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten | 1.946 | 722 |
| davon sonstige periodenfremde Erträge | 388 | 527 |
13 Personalaufwand
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| T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Entgelte tariflich und außertariflich | 621.479 | 668.802 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 112.865 | 119.362 |
| davon für Altersversorgung | 7.272 | 10.299 |
| Gesamt | 734.344 | 788.164 |
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| Mitarbeiterinnen im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Tarifmitarbeiter*innen | 6.376 | 6.914 |
| Außertarifliche Mitarbeiterinnen | 1.789 | 2.001 |
| Gesamt | 8.165 | 8.915 |
Es befanden sich 2021 durchschnittlich 431 Beschäftigte (Vorjahr: 490) in Ausbildung.
14 Abschreibungen
Außerplanmäßige Abschreibungen sind auf Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 215 vorgenommen worden.
15 Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Betriebsaufwendungen | 118.308 | 138.978 |
| Verwaltungsaufwendungen | 73.094 | 70.376 |
| davon aus Verlusten aus Währungsumrechnung | 27.360 | 26.436 |
| Vertriebsaufwendungen | 194.294 | 164.611 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 2.659 | 9.035 |
16 Beteiligungsergebnis
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| T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 61.579 | 50.518 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen | 13.110 | 2.867 |
| Summe Beteiligungsergebnis | 74.689 | 53.385 |
17 Finanzergebnis
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| T€ | 2021 | 2020 |
|---|---|---|
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 408 | 567 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| aus verbundenen Unternehmen | 1.122 | 1.001 |
| aus übrigen Unternehmen | 3.664 | 344 |
| aus Abzinsungen | 5 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| an verbundene Unternehmen | - 1.271 | - 1.675 |
| an übrige Unternehmen | - 802 | - 1.181 |
| aus Abzinsungen | - 21.236 | - 19.915 |
| Summe Zinsergebnis | - 18.110 | - 20.859 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | - 22.418 | - 11.846 |
| Finanzergebnis | - 40.528 | - 32.705 |
18 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern
Unter der Position »Steuern vom Einkommen und vom Ertrag« sind die Steuerbelastungen des Geschäftsjahres erfasst. Der Ertragsteueraufwand enthält periodenfremde Steuererträge in Höhe von T€ 4.194 sowie periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von T€ 3.069.
Unter den sonstigen Steuern sind Grund-, Kraftfahrzeugsteuer etc. ausgewiesen.
19 Latente Steuern
Aus temporären Bewertungsunterschieden der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aktive latente Steuern in Höhe von T€ 52.887 (Vj. T€ 57.620). Diese betreffen Unterschiede bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den sonstigen Rückstellungen. Aus einem temporären Bewertungsunterschied der immateriellen Vermögensgegenstände resultieren passive latente Steuern in Höhe von T€ 4.368 (Vj. T€ 1.714).
Die Steuern werden auf Basis der in Deutschland derzeit gültigen Steuersätze, d.h. des Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und des für die Krones AG durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes von 336 % ermittelt. Insgesamt ergibt sich so ein Ertragsteuersatz von 27,6 %.
Aufgrund des Aktivüberhangs von latenten Steuern wird von dem nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht.
Sonstige Angaben
20 Corporate Governance Kodex
Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom Januar 2022 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 16. Dezember 2019 ist auf der Webseite der Krones AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.
21 Mitteilungen
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| Gesamtstimmrechtsanteile | |
|---|---|
| Familie Kronseder Konsortium | 52,11 % |
Beziehungen zu nahestehenden Personen:
Die in der Meldung nach § 33ff. WpHG genannten Personen und Unternehmen üben auf Grund eines bestehenden Stimmrechtspool-Vertrages einen beherrschenden Einfluss auf die Krones AG aus.
22 Prüfungs- und Beratungsgebühren
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
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| T€ | 2021 |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 580 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 124 |
| Steuerberatungsleistungen | 4 |
Angaben nach der EU-Abschlussprüferverordnung
Die anderen Bestätigungsleistungen enthalten gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen von Systemen und Funktionen der Unternehmenssteuerung und -überwachung (nach nationalem Recht erforderliche Nichtprüfungsleistung), gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen in Bezug auf den Vergütungsbericht sowie nicht gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen in Bezug auf nicht finanzielle Informationen (Nichtprüfungsleistung).
23 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Zum Bilanzstichtag bestehen währungsbezogenen Derivate mit einem Nominalvolumen von T€ 200.452. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Devisentermingeschäfte in den Währungen US-Dollar, Kanada-Dollar, chinesische Renminbi, japanische Yen, koreanische Won, britische Pfund, dänische Kronen sowie ungarische Forint . Die Derivate weisen positive beizulegende Zeitwerte von T€ 2.174 bzw. negative beizulegende Zeitwerte von T€ 1.038 auf. Der beizulegende Zeitwert der Derivate wird auf Basis der aktuellen Referenzkurse unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge ermittelt.
Von den Derivaten ist ein Nominalvolumen von T€ 31.537 in Bewertungseinheiten einbezogen. Diese dienen der Absicherung von schwebenden Kundenaufträgen mit Laufzeiten zwischen 2022 und 2023 im Rahmen von Micro-Hedges. Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften (Laufzeit, Währung, Volumen) gleichen sich die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften weitgehend aus. Die Beurteilung der Effektivität erfolgt anhand der Critical-Terms-Match Methode.
Darüber hinaus bestehen Derivate im Nominalvolumen von T€ 39.425, die der Absicherung des beizulegenden Zeitwerts von Verbindlichkeiten in Fremdwährung dienen. Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften (Laufzeit, Währung, Volumen) gleichen sich die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften weitgehend aus. Die Beurteilung der Effektivität erfolgt anhand der Critical-Terms-Match Methode.
24 Nach Ablauf des Geschäftsjahres
Am 24. Februar 2022 startete Russland den Krieg in der Ukraine. Aufgrund des relativ geringen Anteils der Länder Russland und der Ukraine an der Geschäftstätigkeit von Krones, hat der Konflikt keine wesentlichen Auswirkungen auf Krones. Basierend hierauf hat Krones keine Unsicherheiten identifiziert, die einen Zweifel an der Unternehmensfortführung begründen würden.
Zu den möglichen Auswirkungen aus dem Krieg zwischen Russland und Ukraine verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht und im Prognosebericht.
Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats
Gewährte und geschuldete Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2021
Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug für das Geschäftsjahr 2021 T€ 6.439 (Vorjahr: T€ 4.326).
Gewährte und geschuldete Vergütung der früheren Mitglieder des Vorstands
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.703 (Vorjahr: T€ 1.679) gewährt. Pensionsrückstellungen sind in Höhe von T€ 8.899 (Vorjahr: T€ 7.744) zurückgestellt.
Gewährte und geschuldete Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats
Die gewährte und geschuldete Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2021 T€ 839 (Vorjahr: T€ 833).
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der krones AG
Der Bilanzgewinn der Krones AG beträgt zum 31. Dezember 2021 € 195.033.683,69. Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 31. Mai 2022 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:
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| Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns | € 195.033.683,69 |
| Dividende € 1,40 für 31.593.072 Stammstückaktien | € 44.230.300,80 |
| Vortrag auf neue Rechnung | € 150.803.382,89 |
Neutraubling, 16. März 2022
KRONES AG
Der Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Norbert Broger
Thomas Ricker
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
Organe der Gesellschaft
Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden acht Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Acht Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.
Aufsichtsrat
Volker Kronseder
Aufsichtsratsvorsitzender
* Universitätsklinikum Regensburg
* Wirtschaftsbeirat
Bayerische Landesbank
Josef Weitzer **
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Konzernbetriebsratsvorsitzender
Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Betriebsratsvorsitzender
Neutraubling
* Bay Betriebskrankenkassen
Markus Hüttner **
Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender
Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Stv. Betriebsratsvorsitzender Neutraubling
Nora Diepold
Chief Executive Officer
NK Immobilienverwaltungs GmbH, Regensburg (seit 17.05.2021)
Dr. Verena Di Pasquale **
Stv. Vorsitzende des dgb Bayern
Robert Friedmann
Sprecher der Konzernführung der WÜRTH-GRUPPE
* ZF Friedrichshafen AG
Klaus Gerlach **
Head of Central International
Operations and Services (bis 31.12.2021)
Oliver Grober **
Betriebsratsvorsitzender
Rosenheim
Thomas Hiltl **
Betriebsratsvorsitzender
Nittenau
Norman Kronseder
Land- und Forstwirt
* Bayerische Futtersaatbau GmbH (bis 17.05.2021)
Professor Dr. jur. Susanne Nonnast
Professorin
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Beate Eva Maria Pöpperl **
Freigestellte Betriebsrätin
Stefan Raith **
Leiter Business Line, Line Solutions
* result AG (seit 01.01.2022)
Norbert Samhammer
Geschäftsführer
Samhammer Holding GmbH
* Samhammer AG
Petra Schadeberg-Herrmann
Geschäftsführende Gesellschafterin
Krombacher Brauerei
Bernhard Schadeberg GmbH & Co. kg,
Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH,
Diversum Holding GmbH & Co. kg
Jürgen Scholz **
1. Bevollmächtigter ig Metall Geschäftsstelle Regensburg
* Infineon Technologies AG
Hans-Jürgen Thaus
* Maschinenfabrik Reinhausen GmbH
Matthias Winkler
Geschäftsführender Gesellschafter WW+KN Steuerberatungsgesellschaft mbH
Geschäftsführender Gesellschafter WW+KN Treuhand GmbH
Vorstand
Christoph Klenk
CEO
Intralogistik
Prozesstechnik
Norbert Broger
CFO
Thomas Ricker
CSO
Markus Tischer
International Operations and Services
Digitalisierung
Ralf Goldbrunner
Abfüll- und Verpackungstechnik
Compact Class
* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG
** Von der Belegschaft gewählt
Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.
Bestandteil des Anhangs
Zusammensetzung des Anteilsbesitzes am Bilanzstichtag 31.12.2021
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Eigenkapital | Anteil am Gesellschaftskapital | Ergebnis | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | % | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Inland | ||||
| Dekron GmbH, Kelkheim 1, 2 | - 9.851 | - 9.851 | 100,00 | 0 |
| Ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 1, 2 | 2.860 | 2.860 | 100,00 | 0 |
| Evoguard GmbH, Nittenau 1, 2 | 5.087 | 5.087 | 100,00 | 0 |
| Gernep GmbH Etikettiertechnik, Barbing 1, 2 | 10.241 | 10.241 | 100,00 | 0 |
| Hst Maschinenbau GmbH, Dassow 1, 2 | 2.190 | 2.190 | 100,00 | 0 |
| Kic Krones Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 1, 2 | 8.700 | 8.700 | 100,00 | 0 |
| Krones Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling 3 | 26.173 | 26.173 | 100,00 | 0 |
| Krones Service Europe GmbH, Neutraubling 2 | 3.585 | 3.585 | 100,00 | 0 |
| Mabe GmbH, München-Flughafen 1, 2 | 22 | 22 | 100,00 | 0 |
| Mht Holding AG, Hochheim am Main 1 | 5.812 | 5.812 | 100,00 | 3.913 |
| Mht Mold & Hotrunner Technology AG, Hochheim am Main 1 | 5.714 | 5.714 | 100,00 | 799 |
| Milkron GmbH, Laatzen 1, 2 | - 1.780 | - 1.780 | 100,00 | 0 |
| Pmr GmbH, Wackersdorf 1, 4 | 50 | 50 | 100,00 | 0 |
| Steinecker GmbH, Freising 1, 2 | 24 | 24 | 100,00 | 0 |
| Syskron GmbH, Wackersdorf 1 | 5.144 | 5.144 | 100,00 | 7.004 |
| Syskron Holding GmbH, Wackersdorf | - 3.274 | - 3.274 | 100,00 | - 5.081 |
| System Logistics GmbH, Wackersdorf 1, 2 | 1.239 | 1.239 | 100,00 | 0 |
| Technologisches Institut für angewandte künstliche Intelligenz GmbH, Weiden 1 | 441 | 137 | 31,15 | 114 |
| Triacos Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab 1, 4 | 881 | 881 | 100,00 | 0 |
| Ausland | ||||
| Krones Angola - Representacoes, Comercio e Industria, lda., Luanda/Angola | 428 | 428 | 100,00 | - 701 |
| Krones Surlatina s.a., Buenos Aires/Argentinien | 99 | 99 | 100,00 | 155 |
| Krones Pacific pty Limited, Sydney/Australien | 3.235 | 3.235 | 100,00 | 1.272 |
| Krones Bangladesch Limited, Dhaka/Bangladesh | 1.109 | 1.109 | 100,00 | 356 |
| Kosme Fba Sa, Charleroi/Belgien 1 | - 3.630 | - 3.630 | 100,00 | - 95 |
| s.a. Krones n.v., Louvain-La-Neuve/Belgien | 1.452 | 1.452 | 100,00 | 624 |
| Krones Do Brazil Ltda., São Paulo/Brasilien | 63.036 | 63.036 | 100,00 | 15.281 |
| Krones s.a., São Paulo/Brasilien | 81 | 81 | 100,00 | 0 |
| Krones Service Europe Eood, Sofia/Bulgarien 1 | 999 | 999 | 100,00 | 14 |
| Krones Chile spa., Santiago de Chile/Chile | 1.508 | 1.508 | 100,00 | 505 |
| Krones Asia Ltd., Hongkong/vR China | - 1.417 | - 1.417 | 100,00 | 132 |
| Krones Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang/vR China | 146.319 | 146.319 | 100,00 | 23.640 |
| Krones Processing (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/vR China 1 | 2.966 | 2.966 | 100,00 | 169 |
| Krones Sales (Beijing) Co. Ltd., Beijing/vR China | 79 | 79 | 100,00 | 376 |
| Krones Nordic aps, Holte/Dänemark | 5.205 | 5.205 | 100,00 | 1.814 |
| Kosme Fba sas, Lyon/Frankreich 1 | - 7.667 | - 7.667 | 100,00 | 183 |
| Krones s.a.r.l., Viviers-Du-Lac/Frankreich | - 2.288 | - 2.288 | 100,00 | - 537 |
| Krones uk Ltd., Bolton/Großbritannien | 20.772 | 20.772 | 100,00 | 4.003 |
| System Ltd., London/Großbritannien 1 | - 1.617 | - 1.294 | 80,00 | - 1.602 |
| Automata s.a., Guatemala City/Guatemala 1 | 3.797 | 3.797 | 100,00 | 146 |
| Krones India pvt. Ltd., Bangalore/Indien | 8.691 | 8.691 | 100,00 | 1.976 |
| System Logistics India Private Limited, Mumbai/Indien 1 | 323 | 258 | 80,00 | 283 |
| Unicorn Industries pvt. Ltd., Secunderabad/Indien 1 | 3.266 | 1.960 | 60,00 | 1.878 |
| PT. Krones Machinery Indonesia, Jakarta/Indonesien | 3.118 | 3.118 | 100,00 | 968 |
| Kosme s.r.l., Roverbella/Italien | 51.162 | 51.162 | 100,00 | 2.078 |
| Krones Italia s.r.l., Garda/Italien | 1.585 | 1.585 | 100,00 | 277 |
| Krones s.r.l., Garda (vR)/Italien | 3.677 | 3.677 | 100,00 | - 3 |
| System Logistics s.p.a., Fiorano/Italien 1 | 25.383 | 20.306 | 80,00 | - 2.602 |
| Krones Japan Co. Ltd., Tokio/Japan | 7.210 | 7.210 | 100,00 | 1.264 |
| Krones Cambodia Co. Ltd., Phnom Penh/Kambodscha | - 8 | - 8 | 100,00 | - 7 |
| Krones Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario/Kanada | 737 | 737 | 100,00 | 253 |
| Krones Kazakhstan too, Almaty/Kasachstan | - 280 | - 280 | 100,00 | 14 |
| Krones lcs Center East Africa Ltd., Nairobi/Kenia | 13.709 | 13.709 | 100,00 | 1.940 |
| Krones Andina Ltda., Bogotá/Kolumbien | 4.929 | 4.929 | 100,00 | 2.505 |
| Krones Machinery Malaysia Sdn. bhd, Kuala Lumpur/Malaysia | 576 | 576 | 100,00 | 104 |
| Krones North West Africa Sarl, Casablanca/Marokko 1 | - 725 | - 725 | 100,00 | - 722 |
| Krones Mex s.a. de c.v., Mexiko D.f./Mexiko | 13.086 | 13.086 | 100,00 | 3.421 |
| Systemlog De Mexico s.a. de c.v., Santa Caterina, Monterrey/Mexiko 1 | 1.750 | 1.400 | 80,00 | 207 |
| Krones Myanmar Ltd., Sanchaung Township/Republic of the Union Myanmar | 37 | 37 | 100,00 | 6 |
| Krones New Zealand Limited, Auckland/Neuseeland | 1.945 | 1.945 | 100,00 | 821 |
| Krones Nederland b.v., Bodegraven/Niederlande | 2.745 | 2.745 | 100,00 | 350 |
| Krones Lcs Center West Africa Ltd., Lagos/Nigeria | 24.434 | 24.434 | 100,00 | 4.319 |
| Kosme Gesellschaft mbH, Sollenau/Österreich | 30.763 | 30.763 | 100,00 | 514 |
| Krones Pakistan (Private) Limited, Lahore/Pakistan | - 527 | - 527 | 100,00 | 657 |
| Krones Filipinas Inc., Taguig City/Philippinen | 1.183 | 1.183 | 100,00 | 750 |
| Krones Spólka z.o.o., Warschau/Polen | 2.185 | 2.185 | 100,00 | 1.408 |
| Krones Portugal Equipamentos Industriais Ltd., Barcarena/Portugal | 106 | 106 | 100,00 | - 104 |
| Krones Romania Prod. s.r.l., Bukarest/Rumänien | 1.066 | 1.066 | 100,00 | 675 |
| Krones Service Europe s.r.l., Bukarest/Rumänien 1 | 128 | 128 | 100,00 | 144 |
| Krones o.o.o., Moskau/Russische Föderation | 10.374 | 10.374 | 100,00 | 2.327 |
| Krones Middle East Maintenance llc, Riad/Saudi Arabien | - 134 | - 134 | 100,00 | - 151 |
| System Northern Europe Ab, Malmö/Schweden 1 | 1.047 | 838 | 80,00 | 20 |
| Integrated Plastics Systems AG, Baar/Schweiz 1 | 2.075 | 2.075 | 100,00 | 91 |
| Krones AG, Buttwil/Schweiz | 7.077 | 7.077 | 100,00 | 593 |
| Krones Singapore Ltd., Singapore/Republic ff Singapore | 474 | 474 | 100,00 | 788 |
| Krones-Izumi Processing Pte Ltd., Singapore/Republic ff Singapore | - 2.095 | - 1.529 | 73,00 | 73 |
| Krones Iberica, s.a.u., Barcelona/Spanien | 6.050 | 6.050 | 100,00 | 842 |
| System Logistics Spain sl, Castellòn de la Plana/Spanien 1 | 800 | 640 | 80,00 | 110 |
| Krones Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg/Südafrika | 25.408 | 25.408 | 100,00 | 2.414 |
| Krones Korea Ltd., Seoul/Südkorea | 5.521 | 5.521 | 100,00 | 2.671 |
| Krones (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand | 63.422 | 63.422 | 100,00 | 16.614 |
| System Logistics Asia Co. Ltd., Bangkok/Thailand 1 | 1.472 | 1.178 | 80,00 | 275 |
| Konplan s.r.o., Pilsen/Tschechische Republik | 16.083 | 16.083 | 100,00 | 624 |
| Krones s.r.o., Prag/Tschechische Republik | 1.118 | 1.118 | 100,00 | 388 |
| Krones Makina Sanayi ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul/Türkei | 1.763 | 1.763 | 100,00 | 882 |
| Krones Ukraine llc., Kiew/Ukraine | 3.733 | 3.733 | 100,00 | 921 |
| Krones Hungary Kft., Debrecen/Ungarn | 47.041 | 47.041 | 100,00 | - 90 |
| Krones Service Europe Kft., Budapest/Ungarn 1 | 24 | 24 | 100,00 | 13 |
| Javlyn Process Systems llc, Rochester, New York/USA 1 | 6.334 | 6.334 | 100,00 | 1.377 |
| Krones Inc., Franklin, Wisconsin/USA | 95.910 | 95.910 | 100,00 | 32.102 |
| MHT usa llc., Peachtree City/USA 1 | 565 | 565 | 100,00 | 238 |
| Process And Data Automation llc, Erie/USA 1 | 6.189 | 6.189 | 100,00 | 1.051 |
| System Logistics Corporation, Arden/USA 1 | 10.444 | 8.355 | 80,00 | 5.764 |
| Trans-Market llc, Tampa/USA 1 | 8.521 | 8.521 | 100,00 | 382 |
| w.m. Sprinkmann Corporation, Waukesha/USA 1 | 318 | 318 | 100,00 | 342 |
| Maquinarias Krones de Venezuela s.a., Caracas/Venezuela | 1 | 1 | 100,00 | 0 |
| Integrated Packaging Systems fzco, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 1 | 21.699 | 21.699 | 100,00 | 5.709 |
| Krones Meatech fzco, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 1 | 24 | 24 | 100,00 | 0 |
| Krones Middle East Africa fzco, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate | 45.301 | 45.301 | 100,00 | - 378 |
| Krones Vietnam Co. Ltd., Ho Chi Minh City/Vietnam | 1.673 | 1.673 | 100,00 | 640 |
1 mittelbare Beteiligung
2 Ergebnisabführungsvertrag mit Krones Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling
3 Ergebnisabführungsvertrag mit Krones AG, Neutraubling
4 Ergebnisabführungsvertrag mit Syskron Holding GmbH, Wackersdorf
WEITERE INFORMATIONEN
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«
Neutraubling, den 16. März 2022
KRONES AG
Der Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Norbert Broger
Thomas Ricker
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Krones Aktiengesellschaft, Neutraubling
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Krones Aktiengesellschaft, Neutraubling -bestehend aus der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021, der Bilanz zum 31. Dezember 2021, sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Krones Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die auf der im Lagebericht angegebenen Internetseite veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB, die Bestandteil des Lageberichts ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Die folgenden lageberichtsfremden Angaben, die zu den sonstigen Informationen zählen, haben wir nicht inhaltlich geprüft:
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| ― | Abschnitt »Grundlagen des Konzerns«, Unterabschnitt »Forschung und Entwicklung«, auszugsweise Darstellung einiger Innovationen auf den Seiten 66-70 |
Lageberichtsfremde Angaben im Lagebericht sind Angaben, die nicht nach §§ 289, 289a bzw. nach §§ 289b bis 289f HGB vorgeschrieben sind.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung und auf die lageberichtsfremden Angaben. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden »EU-APrVO«) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
1. Periodengerechte Umsatzrealisierung bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Ein wesentlicher Teil der Umsatzerlöse der Krones Aktiengesellschaft wird aus Projekten mit Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Getränkeproduktion erwirtschaftet. Sobald die Maschinen und Anlagen installiert und betriebsbereit sind, werden die zugehörigen Umsatzerlöse erfasst.
Es besteht das Risiko, dass der Zeitpunkt des Gefahrenübergangs falsch eingeschätzt und die Umsätze aus den kundenspezifischen Aufträgen dadurch dem falschen Geschäftsjahr zugeordnet werden.
Prüferisches Vorgehen
Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die Umsatzerfassung beurteilt.
Anhand von interner Dokumentation haben wir uns mit der Erfassung des Zeitpunkts des Installationsendes und damit der erstmaligen Betriebsbereitschaft der Maschinen und Anlagen befasst. Grundlage dafür waren ausgewählte Aufträge mit Umsatzrealisierung im Dezember 2021 bzw. im Januar 2022. Darüber hinaus haben wir Saldenbestätigungen von Dritten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 eingeholt.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Periodenzuordnung der Umsatzrealisierung bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Die Angaben der Gesellschaft zur Erfassung der Umsatzerlöse sind im Kapitel »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden« unter dem Abschnitt »Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung« im Anhang zum Jahresabschluss dargestellt.
2. Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Die Würdigung der Beurteilung des Vorstands über die Werthaltigkeit von Anteilen und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen stellt aufgrund deren Wesentlichkeit für den Jahresabschluss sowie der Ermessensabhängigkeit der Beurteilung, ob Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Wert vorliegen, und des daraus resultierenden höheren Risikos für falsche Angaben in der Rechnungslegung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. Sofern Anzeichen für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegen, ermittelt die Gesellschaft den beizulegenden Wert für Anteile an verbundenen Unternehmen mithilfe eines Discounted Cashflow Verfahrens. Die für das Discounted Cashflow Verfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf unternehmensindividuellen Planungen, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Die Bewertung dieser Posten ist jeweils in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelüberschüsse sowie dem verwendeten Diskontierungssatz abhängig.
Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen haben wir einen aussagebezogenen Prüfungsansatz angewendet.
Wir haben das Bewertungsmodell für die Ermittlung der beizulegenden Werte, insbesondere hinsichtlich der methodischen und rechnerischen Richtigkeit, beurteilt.
Die Ableitung des risikoadjustierten Kapitalisierungszinssatzes haben wir unter Hinzuziehung unserer internen Bewertungsexperten gewürdigt, indem wir insbesondere die Peer Group hinterfragt, die Marktdaten mit externen Nachweisen abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit überprüft haben.
Annahmen zu den zukünftigen Zahlungsströmen wurden durch einen Vergleich mit den in der Vergangenheit tatsächlich erzielten Ergebnissen und aktuellen Entwicklungen der Geschäftszahlen analysiert. Bei der Würdigung der zugrunde liegenden Unternehmensplanungen haben wir uns zudem die Annahmen und Prämissen zu Wachstum und Geschäftsverlauf erläutern lassen, auch unter Berücksichtigung möglicher Folgewirkungen der COVID-19 Pandemie.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich Bewertung der Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Zu den Abschreibungen auf Finanzanlagen verweisen wir auf die Angaben der Gesellschaft im Anhang im Abschnitt »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden«.
Sonstige Informationen
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung, die lageberichtsfremden Angaben im Lagebericht, den im Internet veröffentlichten zusammengefassten, gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht und ferner weitere, für den Geschäftsbericht vorgesehen Bestandteile, von denen wir eine finale Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere
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| ― | Highlights 2021 |
| ― | Kapitel 1 »An unsere Aktionäre« |
| ― | Kapitel 3 »Erklärung zur Unternehmensführung« |
| ― | Kapitel 6 »Weitere Informationen« |
aber nicht den Jahresabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrvo unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB
Prüfungsurteil
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei Krones_AG_JA+LB_ESEF-2021-12-31.zip (SHA-256-Prüfsumme: 4a430b90b361fad1fda1d2a57c8928c27b67599d200c0946dec-c27184a1136c6) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts (im Folgenden auch als »ESEF-Unterlagen« bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat (»ESEF-Format«) in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden »Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts« enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW ps 410 (10.2021)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt.
Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen« weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW qs 1) angewendet.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der esef-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (eu) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
| ― | beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts ermöglichen. |
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrvo
Wir wurden von der Hauptversammlung am 17. Mai 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 2. Juni 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Abschlussprüfer der Krones Aktiengesellschaft tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrvo (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Sonstiger Sachverhalt - Verwendung des Bestätigungsvermerks
Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und Lagebericht - auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Udo Schuberth.
Nürnberg, 16. März 2022
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Schuberth, Wirtschaftsprüfer
Schütz, Wirtschaftsprüfer
Kaufmännisches Glossar
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| Abschreibungen | Nutzungsbedingte Wertminderungen von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens |
| Cashflow | Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode |
| Corporate Governance | Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle |
| EBITDA | Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation) |
| EBITDA-Marge | Verhältnis Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz |
| EBIT | Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes) |
| EBT | Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes) |
| EBT-Marge | Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz |
| Eigenkapital | Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden |
| Eigenkapitalrendite vor Steuern | Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital |
| Free Cashflow | Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. |
| Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht | |
| Fremdkapital | Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten |
| Nettoliquidität | Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. |
| ROCE | Der Return on Capital Employed (ROCE) errechnet sich aus dem Verhältnis von EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung. Die Nettokapitalbindung errechnet sich aus dem Anlagevermögen (ohne Goodwill und Finanzanlagevermögen) zuzüglich Working Capital. |
| TCO | Die Total Cost of Ownership (TCO), also die Gesamtbetriebskosten, beinhalten nicht nur den Anschaffungspreis, sondern auch alle direkten und indirekten Kosten, die während der gesamten Lebens- oder Nutzungsdauer entstehen (z. B. Energiekosten, Reparatur, Wartung, Entsorgung). |
| Working Capital | Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + Vertragsvermögenswerte) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + Vertragsverbindlichkeiten). |
| Working Capital/Umsatz | Verhältnis von Working Capital zum Umsatz. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Kapital zur Finanzierung des Umsatzes eingesetzt werden muss. |
Technisches Glossar
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| Aseptische Getränkeabfüllung | Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur. |
| Bottle-to-Bottle Recycling | Verfahren, um aus gebrauchten PET-Flaschen neue PET-Flaschen herzustellen. Hierfür werden aus verwendeten Flaschen saubere PET-Flakes gewonnen, die zu Preforms (s. unten) und anschließend zu neuen PET-Flaschen weiterverarbeitet werden. |
| Cloud | Cloud (dt. Wolke) oder Cloud Computing ist die internetbasierte Bereitstellung von Speicherplatz, Rechenleistung, oder Anwendungssoftware als Dienstleistung. |
| Digitalisierung | Unter Digitalisierung versteht man grundsätzlich die Umwandlung von analogen Werten in digitale Daten. Diese lassen sich gegenüber analogen Werten schneller und leichter verarbeiten und austauschen. Viele neuen Technologien, wie beispielsweise Cloud-Computing, künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge (IoT), beruhen auf digitalen Daten. |
| Energy Drink | Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. |
| Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Zucker und Koffein. | |
| enviro | enviro, das Nachhaltigkeitsprogramm von Krones, wurde 2008 gestartet und 2009 von tüv süd zertifiziert. Damit hat Krones die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro-Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. Krones richtet alle Neuentwicklungen an den Kriterien des Nachhaltigkeitsprogramms enviro aus. |
| IIoT | Als IIoT (Industrial Internet of Things) bezeichnet man die industrielle Anwendung des Internets der Dinge. Das Internet der Dinge hat das Ziel, dass Gegenstände miteinander vernetzt werden und durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten. |
| Künstliche Intelligenz (ki) | Als Künstliche Intelligenz (ki), oftmals auch als ai (Artificial Intelligence) abgekürzt, bezeichnet man ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Automatisierung von intelligentem Verhalten und dem maschinellen Lernen befasst. Dabei werden Maschinen so programmiert, dass sie menschliche Entscheidungsstrukturen nachbilden können. |
| Linienkompetenz | Abfüll- und Verpackungslinien bestehen aus vielen einzelnen Maschinen und Anlagen. Krones verfügt über das Know-how, dass die einzelnen Komponenten perfekt zusammenspielen, die Linienkompetenz. |
| PET | Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u.a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird. |
| Preform | PET-Rohling, aus dem PET-Flaschen hergestellt (geblasen) werden. |
| rPET | Recyceltes PET. Obwohl rPET, chemisch betrachtet, identisch mit dem originären PET ist, gibt es Unterschiede in der Verarbeitung. |
Impressum
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| Herausgeber | KRONES AG Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling |
| Projektleitung | Olaf Scholz, Leiter Investor Relations |
| Gestaltung | Büro Benseler |
| Text | KRONES AG, InvestorPress GmbH |
| Fotos | KRONES AG |
Zum Zweck der besseren Lesbarkeit haben wir in diesem Geschäftsberichtvereinfachend die männliche Form verwendet.
Finanzkalender
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| 06.05.2022 | Quartalsmitteilung zum 31. März 2022 |
| 31.05.2022 | Hauptversammlung |
| 02.08.2022 | Zwischenbericht zum 30. Juni 2022 |
| 04.11.2022 | Quartalsmitteilung zum 30. September 2022 |
Kontakt
Krones AG
Investor Relations
Olaf Scholz
Telefon +49 9401 70-1169
E-Mail [email protected]
Böhmerwaldstraße 5
93073 Neutraubling
Deutschland