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KRONES AG Annual Report 2018

Apr 1, 2019

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Annual Report

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KRONES Aktiengesellschaft

Neutraubling

Geschäftsbericht 2018

Mit Investitionen die Zukunft sichern

Highlights 2018

Umsatz von KRONES steigt um 4,4 % auf 3,85 Mrd. €. Der Auftragseingang legt um 4,5 % auf 3,96 Mrd. € zu.
KRONES verbessert den Free Cashflow kräftig auf 120,7 Mio. €.
Wegen steigender Material- und Personalkosten sowie Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen von 42 Mio. € beträgt 2018 die EBT-Marge 5,3 %.
KRONES will eine im Vergleich zum Vorjahr stabile Dividende von 1,70 € je Aktie ausschütten.

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2018 2017 Veränderung
Umsatz Mio. € 3.854,0 3.691,4 + 4,4 %
Auftragseingang Mio. € 3.957,3 3.786,8 + 4,5 %
Auftragsbestand zum 31.12. Mio. € 1.261,1 1.240,1 + 1,7 %
EBITDA Mio. € 305,9 340,2 - 10,1 %
EBITDA-Marge % 7,9 9,2 - 1,3 PP*
EBIT Mio. € 203,2 245,5 - 17,2 %
EBT Mio. € 204,3 258,8 - 21,1 %
EBT-Marge % 5,3 7,0 - 1,7 PP*
Konzernergebnis Mio. € 150,6 187,1 - 19,5 %
Ergebnis je Aktie 4,78 5,97 - 20,0 %
Dividende je Aktie 1,70** 1,70 ± 0 %
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 179,1 133,5 + 45,6 Mio. €
Free Chashflow 120,7 - 150,7 + 271,4 Mio. €
Nettoliquidität zum 31.12.*** 215,1 157,4 + 57,7 Mio. €
Working Capital/Umsatz**** % 27,3 27,3 ± 0 PP*
ROCE % 12,8 16,6 - 3,8 PP*
Beschäftigte am 31.12.
Weltweit 16.545 15.299 + 1.246
Inland 10.887 10.366 + 521
Ausland 5.658 4.933 + 725

* pp =Prozentpunkt

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

*** liquide Mittel abzüglich Bankschulden

**** Durchschnitt der vergangenen 4 Quartale

1 AN UNSERE AKTIONÄRE

Mit Investitionen die Zukunft sichern

Globalisierung, Digitalisierung, steigende Kosten sowie der demografische Wandel stellen Unternehmen vor vielfäLTIge Herausforderungen. Vorausschauendes Handeln und Mut sind gefragt, um die Zukunft von KRONES erfolgreich zu gestalten.

Chancen sind reichlich vorhanden. Um sie zu nutzen, muss KRONES kräftig investieren - in allen Bereichen. Wir werden viel Kapital in den Ausbau des Global Footprint stecken, aber auch den Standort Deutschland stärken. Zugleich werden wir die Entwicklung innovativer Produkte und Services vorantreiben. Hier fließt viel Geld in die Digitalisierung der Getränkefabrik. Aber vor allem werden wir auch weiterhin in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter investieren. Sie sind das Kernstück unseres Unternehmens.

Alle Investitionen von KRONES haben ein Ziel -zufriedene Kunden.

Investitionen erfordern Kapital. Daher ist es wichtig, dass KRONES seine mittelfristigen Finanzziele erreicht. Selbst erwirtschaftete Mittel erhöhen den Spielraum für Investitionen und machen uns unabhängig von Fremdkapitalgebern. Das KRONES Team kann die Zukunft selbst gestalten.

Innovation führt zu Kundenzufriedenheit: 250. Ergo Bloc L ging nach Mexiko

Es war eine bahnbrechende Entwicklung, die KRONES im Jahr 2009 auf der drinktec vorstellte: Denn sie ermöglichte es, auf einer einzigen Anlage PET-Behälter herzustellen, zu etikettieren und zu füllen. Und schnell war klar: Der ErgoBloc L begeistert die Getränkeindustrie. Jetzt, nach rund neun Jahren, liefert KRONES die 250. Maschine dieses Typs aus, und zwar nach Mexiko zu Niagara Bottling.

Das Unternehmen war von Anfang an von dem Konzept überzeugt und kaufte seine erste Anlage dieses Typs bereits im Jahr 2011, bis heute hat es bereits Dutzende Systeme geordert. Dieser ErgoBloc L ist der erste überhaupt, der Formate von 0,236 bis 1,5 Litern mit einer Leistung von bis zu 84.000 Behältern pro Stunde produziert. Damit handelt es sich um die weltweit schnellste PET-Linie dieser Art.

Innovation führt zu Kundenzufriedenheit: Erfolgreich in der Craft-Beer-Szene

Die Nachfrage nach Craft Beer, also handwerklich gebrautem Bier kleinerer Brauereien, boomt. KRONES hat den Trend frühzeitig erkannt und innovative Produkte für dieses Marktsegment entwickelt. So feierte beispielsweise unser Dosenfüller Craftmate im Herbst 2015 Premiere. Der Füller mit einer Kapazität von 4.800 bis 19.200 Dosen pro Stunde ist speziell auf die Bedürfnisse kleinerer Bierbrauer angepasst.

Er ist sehr flexibel und füllt Dosen von 0,25 bis 1,0 Liter ab. Die Maschine ist kompakt gebaut, die Umrüstzeiten sind kurz. Bei Qualität und Hygiene gibt es beim Craftmate gegenüber seinen großen Geschwistern aus der Modulfill-Familie keinerlei Abstriche. Unsere Kunden schätzen die vielen Vorteile der Maschine. Nur drei Jahre nach Markteinführung hat KRONES bereits den 50. Craftmate verkauft.

Investition führt zu Kundenzufriedenheit: PET-Kompetenz erweitert

Im vierten Quartal 2018 erwarb KRONES die mht Holding ag. Das Unternehmen aus Hochheim am Main bietet Spritzgießwerkzeuge und Dienstleistungen für die PET-Industrie an und beschäftigt 125 Mitarbeiter. Mit dieser Investition schlossen wir eine Lücke in unserem Produkt- und Dienstleistungsportfolio für PET-Anwendungen.

KRONES kann nun seinen Kunden aus der Getränkeindustrie komplette PET-Lösungen anbieten und den PET-Kreislauf vollständig abdecken. Unser Portfolio umfasst Dienstleistungen rund um das Behälterdesign, Spritzgießwerkzeuge, mit denen PET-Rohlinge (Preforms) gefertigt werden sowie Maschinen, die Preforms zu Flaschen aufblasen. Darüber hinaus bieten wir Recyclinganlagen an, die gebrauchte PET-Flaschen zum Rohstoff für neue Behälter verarbeiten.

Innovation führt zu Kundenzufriedenheit: Hohes Tempo - großer Kundennutzen

Im oberösterreichischen Frankenmarkt steht eine der modernsten PET-Abfülllinien der Welt. Wir haben diese im Auftrag des Traditionsunternehmens Starzinger errichtet. Unser langjähriger Kunde schätzt neben der Qualität vor allem die hohe Flexibilität der Linie. Das besondere an der Anlage: Sie ist die erste, die komplett mit dem KRONES System LineXpress ausgestattet wurde.

LineXpress besteht aus einzelnen Automatisierungs-Komponenten und stellt die Anlage selbstständig sehr schnell um. Dies ist für Starzinger enorm wichtig. Denn das Unternehmen hat ein breites Produktsortiment mit teils kleinen Chargen. Die Linie muss also oft auf andere Getränke oder Flaschenformate umgerüstet werden. Mit LineExpress sinken die Stillstandzeiten deutlich und die Gesamtleistung der Anlage ist um rund 20 % höher als bei manuellen Umrüstungen.

Innovation führt zu Kundenzufriedenheit: PET- Recycling - eine Technologie mit Zukunft

Gebrauchte PET-Flaschen sind kein Plastikmüll, sondern ein wertvoller Rohstoff. Wir haben die innovative Recyclinganlage MetaPure entwickelt, auf der gebrauchte PET-Behälter zu lebensmitteltauglichen Rezyklat, also dem Grundstoff für neue Kunststoffflaschen, verarbeitet werden. Wir sind sicher, dass sich diese Investition in Zukunft auszahlt. In den Regionen Europa, Asien und Afrika sind bereits Anlagen von KRONES in Betrieb.

Das Us-Unternehmen rPlanet Earth installierte in Kalifornien eine der größten Anlagen Nordamerikas zum Recycling gebrauchter PET-Flaschen. Damit können künftig pro Jahr rund 36.000 Tonnen an neuen Preforms, Behältern und extrudierten Folien produziert werden. Das Herzstück, also die Technologie zum Waschen und Dekontaminieren der aus den gebrauchten Flaschen gewonnenen Flakes, lieferte KRONES. Für uns war dies das bislang größte PET-Recyclingprojekt der Firmengeschichte.

Investition führt zu Kundenzufriedenheit: Ausbau des Global Footprint

KRONES wird den Global Footprint vergrößern und die internationale Wertschöpfung steigern. Ein wichtiger Schritt hierfür ist die Investition in unseren neuen Produktionsstandort im ungarischen Debrecen. Rund 500 Menschen wird KRONES im neuen Produktionswerk beschäftigen. Bei der Entscheidung für den Standort Debrecen stand neben der lückenlosen logistischen Anbindung und der modernen Infrastruktur der Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern im Fokus. Die künftigen Mitarbeiter schulen wir vor ihrem Einsatz und bereiten sie gezielt auf ihre Aufgaben vor. Sie werden künftig einen wertvollen Beitrag leisten, um die Zufriedenheit unserer Kunden weiter zu steigern.

In China, speziell am Standort Taicang investieren wir stark in den Ausbau der Kapazitäten. Wir wollen chinesischen Kunden zunehmend mit Produkten, die in China montiert und auch teilweise hergestellt werden, bedienen.

Investition in Innovation: Innovationsnetzwerk auf dem TechCampus Regensburg

KRONES will auf dem Gelände des TechCampus in Regensburg ein Innovationsnetzwerk einrichten und deshalb dort 2019 ein neues Gebäude bauen. Dieses Vorhaben dient in erster Linie dazu, Lösungen in den Bereichen Digitalisierung, Informationstechnologie und IoT für die Getränkeindustrie zu entwickeln und marktfähig zu machen. Innovative Produkte entstehen heute nicht mehr abgeschottet in den Entwicklungsabteilungen, sondern innerhalb offener Netzwerke, in denen auch das Wissen anderer Branchen und Fachbereiche genutzt wird.

KRONES will zukünftig diese Art der Zusammenarbeit stärker nutzen. Wir verfolgen diesen Ansatz bereits mit unserem Innovation Lab, das ebenfalls auf dem TechCampus angesiedelt ist. Digitalisierung und Informationstechnologie werden den künftigen wirtschaftlichen Erfolg unserer Kunden stark beeinflussen. Deshalb investieren wir mit unserem Tochterunternehmen SYSKRON gezielt in diese Bereiche.

Investition in Innovation: KRONES investiert in eigene Forschungsbrauerei

Am 19. Juni 2018 fand im Werk Steinecker in Freising die Eröffnungsfeier des Brautechnikums "steinecker Brew Center" statt. In die Forschungsbrauerei ist das komplette Prozesstechnik Know-how von KRONES eingeflossen. In Zusammenarbeit mit der Tochter SYSKRON, dem it- und Digitalisierungs-Spezialisten von KRONES, ist so die weltweit modernste Forschungsbrauerei entstanden.

Mit einer Kapazität von fünf Hektolitern ist sie zwar klein, hat aber einiges zu bieten. Im steinecker Brew Center können Kunden die Digitalisierung im Brauprozess hautnah erleben. Die Anlage ist sehr flexibel. Auf ihr können international unterschiedliche Brauverfahren durchgeführt werden. Kunden aus aller Welt testen im steinecker Brew Center gemeinsam mit KRONES neue Technologien, brauen Spezialsude und schulen Mitarbeiter. Ein Service, der für Kunden viel Wert ist.

Investition in Wissen: Mehr Raum für Schulungen und Training

KRONES investiert viel in die Infrastruktur bestehender Standorte, um die Wachstumschancen, die unser Markt bietet, zu nutzen. Am Hauptsitz in Neutraubling bauen wir beispielsweise für rund fünf Millionen Euro die KRONES Akademie aus. Dort werden Kunden und eigene Mitarbeiter auf dem neuesten Stand der Technik gehalten.

Um die Region Nordamerika noch besser zu erschließen, entwickeln wir unsere Us-Tochter KRONES inc. weiter. Direkt auf der anderen Straßenseite ihres Hauptsitzes in Franklin, Wisconsin, baut die Gesellschaft ein 3.700 Quadratmeter großes Trainings- und Technologiezentrum. Das neue Zentrum umfasst Schulungsräume für Kunden und Mitarbeiter sowie Kunststoff-Laboratorien.

Investition in Wissen: KONPLAN erhält neues Entwicklungs- und Konstruktionsgebäude

Seit 2007 bietet konplan Ingenieurdienstleistungen mit Schwerpunkt in mechanischer und elektrischer Konstruktion, Software-Entwicklung und -Inbetriebnahme an. Die Philosophie des Unternehmens: eine moderne Arbeitsumgebung, viel Raum für Kreativität und fachliche Weiterentwicklung für die eigenen Mitarbeiter. Damit dies weiterhin gewährleistet werden kann, baut konplan nun ein neues Entwicklungs- und Konstruktionsgebäude, das in unmittelbarer Nähe zur Westböhmischen Universität in Pilsen liegt.

Investion führt zu Kundenzufriedenheit: Kauf von Sprinkman stärkt Prozesstechnik in den USA

In der Prozesstechnik sind lokale Strukturen und damit die Nähe zu den Kundenprojekten erfolgsentscheidend. Mit dem Kauf des Us-Unternehmens W.M. sprinkman hat KRONES 2018 sein Prozesstechnikgeschäft in Nordamerika deutlich gestärkt. Die rund 125 Mitarbeiter von Sprinkman fertigen Anlagen zur Getränke- und Nahrungsmittelherstellung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Molkereien und der Brauindustrie.

Der US-Zukauf von KRONES hat eine breite Kundenbasis. Diese reicht von MIKRobrauereien bis hin zu Lebensmittel- und Getränkekonzernen. sprinkman ist ein wichtiger Baustein, mit dem wir die Kompetenzen des "House of KRONES" in Nordamerika perfekt ergänzten. Gemeinsam mit unseren eigenen Aktivitäten und früheren Zukäufen wie trans-market und javlyn trägt sprinkman dazu bei, dass wir Kundenprojekte in Nordamerika vor Ort kostenoptimiert, zuverlässig und in gewohnter KRONES Qualität abwickeln können.

Investition führt zu Kundenzufriedenheit: KRONES macht großen Schritt in China

Mit Wirkung zum 1. September 2018 hat KRONES die Geschäftsaktivitäten und Vermögenswerte von Shanghai Xiantong Equipment Installation übernommen. Seit 20 Jahren fertigen und installieren wir Prozesstechnik-Equipment gemeinsam mit Xiantong. So hat Xiantong beispielsweise das erste MicroCube Kompakt-Sudhaus hergestellt und montiert. Die Übernahme des langjährigen Partners war für KRONES ein logischer Schritt im Rahmen der Internationalisierungsstrategie des Prozesstechnikgeschäfts.

KRONES besitzt nun einen eigenen Produktionsstandort für Brauereitechnik und andere Prozesstechnik-Produkte in China. Der Zukauf unterstützt KRONES, die wachsende Nachfrage nach kundenspezifischen Lösungen zu befriedigen. Mit insgesamt rund 170 Mitarbeitern können wir von Engineering über Fertigung bis hin zu Installation und Inbetriebnahme die gesamte Wertschöpfungskette lokal abdecken.

KRONES hat nun im Süden der Metropole Shanghai einen Firmensitz.

Kooperation führt zu Kundenzufriedenheit: Neue Molkerei setzt auf viele KRONES Kompetenzen

TINE SA ist Norwegens größter Hersteller und Exporteur von Milcherzeugnissen. Das Unternehmen produziert an über 30 Standorten in Norwegen. KRONES erhielt den Auftrag, die Prozesstechnik einer neuen Molkerei komplett zu planen und zu liefern. Die Fabrik am Standort Bergen wird Frischmilch, Sahne und Fruchtsäfte produzieren. Ausgelegt wird sie für einen durchschnittlichen Durchsatz von 150.000 Liter Frischmilch pro Tag.

Die KRONES Tochter milkron liefert und verantwortet die Anlage - von der Milchannahme über die Behandlung und Lagerung der fertigen Produkte bis zur Versorgung der Füller. KRONES liefert auch die Energieversorgung. Modernste Technologien wie Wärmepumpen sorgen für eine sehr energieeffiziente Arbeitsweise der Molkerei. Die komplette Steuerung der Molkerei übernimmt die KRONES Tochter SYSKRON. Der Kunde profitiert vom gelungenen Zusammenspiel mehrerer KRONES Einheiten.

Digitalisierung für eine erfolgreiche Zukunft: Erster Tech Day ein großer Erfolg

Ende Juni führte die KRONES Tochter SYSKRON in München ihren ersten Tech Day durch. Rund 100 Gäste aus der Getränkeindustrie und IT-Branche folgten der Einladung und bereuten ihr Kommen nicht. Sie erfuhren viel Neues zu Themen wie Digitalisierung der Wertschöpfungskette, Künstliche Intelligenz und die Sicherheit von Cloud-Lösungen. Kompetente Experten informierten die Teilnehmer in praxisnahen Vorträgen.

Im Vordergrund des Tech Days stand aber der gegenseitige Austausch aller Teilnehmer. Unser Ziel ist es, Spezialisten aus der Getränkeindustrie und der IT-Branche zusammenzubringen, um sich gemeinsam den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen. Mit der erfolgreichen Auftaktveranstaltung hat SYSKRON den ersten Schritt hin zum Aufbau einer Tech Community getan. Dieses Netzwerk werden wir in den kommenden Jahren weiter auf- und ausbauen.

Digitalisierung für eine erfolgreiche Zukunft: Direktdruck unter einem Dach

Der digitale Direktdruck hat großes Potential. Größter Vorteil der Technologie: Sie ist deutlich flexibler als herkömmliche Etikettierverfahren. Besonders bei kleinen Chargen ist der Direktdruck erheblich wirtschaftlicher als beispielsweise Papieretiketten. Mittels Digitaldruck kann jede einzelne Flasche unterschiedlich gestaltet werden. KRONES hat bereits viel in die Technologie investiert und erste Erfolge verzeichnet.

2014 beteiligten wir uns mehrheitlich an dem Anbieter für digitale Drucktechnik till. Mittlerweile haben wir auch die restlichen Anteile erworben. Um die Schlagkraft unseres digitalen Direktdrucks weiter zu erhöhen, brachte KRONES sämtliche Digitaldruckaktivitäten in till ein und nannte die Gesellschaft in DEKRON GMBH um. DEKRON bündelt nun unter einem Dach das größte Know-how für digitale Drucktechnik in der Branche.

Kooperation führt zu Kundenzufriedenheit: Mit starken Partnern auf der Hannover Messe

Im April war KRONES auf der Hannover Messe vertreten, dem globalen Hotspot für Industrie 4.0. Wir präsentierten uns dabei nicht auf einem eigenen Stand, sondern als Partner von Amazon und SAP, Vorreitern der Digitalisierung. Das zentrale Element des Stands des Softwareunternehmens sap war die Konzeptstudie "Bottling on Demand" von KRONES. Anhand der digitalisierten und hochflexiblen Lösung zeigten KRONES und sap gemeinsam, wie die Zukunft der Getränkeindustrie aussehen kann: profitabel produzieren in Losgröße 1.

Am Stand von Amazon Web Services (AWS) war SYSKRON x vertreten. Dort präsentierte das Unternehmen unserer Tochter SYSKRON das Produkt ReadyKit. Mit ReadyKit können Maschinen an das zentrale Datenerfassungssystem angebunden und somit die Grundlage für digitale Prozesse wie Predictive Maintenance geschaffen werden. Für SYSKRON X war der Auftritt auf dem Aws-Messestand eine tolle Gelegenheit, diese innovative Lösung einem großen Publikum zu zeigen.

Investition in Nachhaltigkeit: Zehn Jahre enviro

Für KRONES ist es seit jeher wichtig, nachhaltig zu wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Auch unsere Kunden wollen kostensparend produzieren und haben sich überdies ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt, die sie mithilfe unserer hochwertigen und nachhaltigen Maschinen und Dienstleistungen noch schneller und besser erreichen können.

Bereits 2008 hat sich KRONES dazu entschieden, das Nachhaltigkeitsprogramm enviro einzuführen. Dieses hat die Ökoeffizienz des KRONES Produktportfolios im Fokus. enviro ist ein von Tüv süd geprüftes Management-System und fester Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses bei KRONES. Nur so können wir unserem eigenen Anspruch gerecht werden: die Getränke- und Lebensmittelindustrie mit zukunftsweisenden Technologien auszustatten, die über viele Jahre hinweg eine leistungsstarke und zugleich ressourcensparende Produktion ermöglichen.

Brief des Vorstands*

"KRONES wird weiterhin investieren, um nachhaltig profitabel zu wachsen."

Christoph Klenk

Vorstandsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

KRONES hat 2018 viel investiert, um die erfolgreiche Zukunft des Unternehmens zu sichern. Unsere Märkte bieten gute Wachstumschancen, die wir nutzen wollen. Andererseits müssen wir Herausforderungen auf der Kostenseite meistern. Beides erfordert Maßnahmen, die unsere Ertragskraft vorübergehend belasten. KRONES steht aber für nachhaltig profitables Wirtschaften.

KRONES 2018 weiter auf Wachstumskurs

Die gesamtwirtschaftlichen Aussichten verschlechterten sich 2018 zunehmend. Dies lag vor allem an dem Handelskonflikt zwischen China, USA und Europa. Auch die Gefahr eines ungeregelten "Brexits" trübte das Konjunkturklima. Die Nachfrage auf unseren Märkten, also der internationalen Getränke- und Verpackungsindustrie, war dennoch zufriedenstellend. Dies konnte KRONES nutzen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 % von 3,69 Mrd. € auf 3,85 Mrd. €. Die im Herbst 2018 angepasste Prognose von 4 % Umsatzanstieg haben wir damit erreicht.

Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen

Mit der Entwicklung der Umsätze sind wir 2018 insgesamt zufrieden. Für die Ertragskraft gilt dies nicht. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging von 259 Mio. € auf 204 Mio. € zurück. Die EBT-Marge verringerte sich von 7,0 % auf 5,3 %. Neben steigender Kosten für Material und Personal waren für den Gewinnrückgang auch Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen in Höhe von etwa 42 Mio. € verantwortlich. Wären diese Aufwendungen 2018 nicht angefallen, läge die EBT-Marge bei 6,4 %.

Mit dem Ausbau des Global Footprint die Ertragskraft stärken

Um nachhaltig profitabel zu wachsen, werden wir die weltweite Präsenz, also den Global Footprint, weiter ausbauen. So haben wir 2018 beispielsweise die Kapazitäten unserer Werke in den USA und China erweitert. Auch in den Aufbau des neuen Werks in Ungarn, das in der zweiten Jahreshälfte 2019 mit der Produktion starten soll, haben wir viel investiert. Zudem haben wir im vergangenen Jahr mehrere Zukäufe getätigt. In der Prozesstechnik verstärkten wir uns mit W.M. sprinkman in den USA und mit SHANGHAI XIATONG EQUIPMENT in China. Durch den Aufbau einer Lieferkette in China und Ungarn sind wir in der Lage, die Personal- und Materialkosten mittelfristig zu senken.

* Alle Angaben innerhalb des "Brief des Vorstands" beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Hohe Investitionen sichern die Zukunfts- und Innovationsfähigkeit von KRONES

Parallel zum Ausbau des Global Footprint wird der Standort Deutschland gestärkt. Im Kernsegment haben wir mit der inländischen Akquisition der mht Holding ag unsere PET-Kompetenz ausgebaut. Zudem plant KRONES in den kommenden Jahren rund 190 Mio. € an den deutschen Standorten zu investieren. Am Stammsitz in Neutraubling wird beispielsweise die Fabrik der Zukunft entstehen. Außerdem bauen wir ein Innovationsnetzwerk auf, um gemeinsam mit Hochschulen, Universitäten, Forschungs-Einrichtungen sowie Start-Ups innovative Produkte und Lösungen für die Getränkeindustrie zu entwickeln. Insgesamt werden wir auch künftig kräftig in Produktneu- und -weiterentwicklungen investieren und so unsere Innovationsstärke ausbauen. Denn Innovationen sichern die Zukunft von KRONES.

Service sorgt für Kundenzufriedenheit und stabiles Geschäft

Durch den Ausbau des Servicegeschäfts wollen wir die Ertragskraft und die Kundenzufriedenheit nachhaltig verbessern. Für unser lcs (Lifecycle Service)-Business ist die Nähe zum Kunden ein wesentliches Erfolgskriterium. Deshalb werden wir unser weltweites Service-Netzwerk noch enger knüpfen. Zudem birgt der Trend zur Digitalisierung der Getränkefabrik große Chancen, speziell für Lcs-Dienstleistungen. So rüsten wir beispielsweise bestehende Maschinen und Anlagen für die digitale Kommunikation auf. Aus den digitalen Daten des Produktionsprozesses entwickeln wir neue attraktive Produkte und Services für das After-Sales-Geschäft. Der Lcs-Bereich profitiert auch von unserem stetig zunehmenden Maschinenbestand bei den Kunden. Der zuletzt deutlich gestiegene Marktanteil bei Aseptik-Anlagen, die einen höheren Serviceaufwand erfordern, stützt mittelfristig das Service-Geschäft ebenfalls.

Anspruchsvolle Ziele für 2019

Trotz der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen und weiterhin hohen Investitionen hat sich KRONES für 2019 ehrgeizige Wachstums- und Ergebnisziele gesetzt. Beim Umsatz rechnen wir mit einem Anstieg von 3 %. Die EBT-Marge soll sich auf rund 6 % verbessern. Unsere dritte Zielgröße, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, soll im laufenden Jahr 26 % erreichen.

Erfolg von KRONES hängt maßgeblich von den Mitarbeitern ab

Der Vorstand ist zuversichtlich, dass wir als KRONES Team die Herausforderungen der Zukunft meistern und die Chancen nutzen werden. Hierfür müssen wir das vorhandene Wissen und die Netzwerke unserer Mitarbeiter weltweit noch besser einsetzen. Wir wissen, dass der vergangene und künftige Erfolg von KRONES einzig und allein von den Mitarbeitern abhängt. Deshalb möchte ich mich im Namen des kompletten Vorstands herzlich beim gesamten KRONES Team für den engagierten und qualifizierten Einsatz danken und freue mich auf eine weiterhin so tatkräftige Unterstützung.

Christoph Klenk

CEO

Die Mitglieder des Vorstands

Michael Andersen, CFO

Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf

Thomas Ricker

Vertrieb und Marketing

Christoph Klenk, CEO

Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement

Markus Tischer

International Operations and Services

Ralf Goldbrunner

Abfüll- und Verpackungstechnik

Bericht des Aufsichtsrats

Volker Kronseder

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Ablauf der Hauptversammlung am 13. Juni 2018 besteht der Aufsichtsrat von KRONES nicht mehr aus zwölf, sondern aus 16 Mitgliedern. Dies hängt damit zusammen, dass die KRONES AG als herrschendes Unternehmen des KRONES Konzerns mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigt. Das Gremium ist aber nicht nur zahlenmäßig gewachsen, sondern hat mit den neuen Mitgliedern weitere Kompetenzen hinzugewonnen.

Das Geschäftsjahr 2018 war für KRONES herausfordernd. Doch wir sind davon überzeugt, dass KRONES die richtige Strategie besitzt, um die mittel- und langfristig guten Wachstumschancen des Marktes zu nutzen. Der Aufsichtsrat wird auch künftig eng und vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammenarbeiten und seinen Beitrag für eine erfolgreiche Zukunft von KRONES leisten.

Beratung und Überwachung

Im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten. Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit 2018 waren Markt- und Wettbewerbsthemen, die Strategie des Unternehmens sowie Profitabilität und Zielerreichung. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement.

2018 fanden insgesamt fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Am 14. März trat das Gremium zur ersten Sitzung des Geschäftsjahres 2018 zusammen. An dieser nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Sie erläuterten dem Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag und die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses 2017 und gaben einen detaillierten Überblick über die Abschlussprüfung. Anschließend stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht der KRONES AG fest und billigte den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Darüber hinaus verabschiedete das Gremium auf dieser Sitzung die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2018. Ein weiterer Tagesordnungspunkt waren Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten. Auf Empfehlung des Ständigen Ausschusses beschloss der Aufsichtsrat, den Vorstandsvertrag von Michael Andersen um fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2023 zu verlängern.

Im Anschluss an die Hauptversammlung von KRONES fand am 13. Juni die zweite und zugleich konstituierende Aufsichtsratssitzung 2018 statt. Volker Kronseder gratulierte den Aufsichtsräten zu ihrer Wahl. Anschließend wählte das Gremium Volker Kronseder erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Werner Schrödl zu seinem Stellvertreter. Danach befasste sich der neu formierte Aufsichtsrat mit der Besetzung des Ständigen Ausschusses und des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses.

Am 25. Juli traf sich das Gremium zur dritten Aufsichtsratssitzung 2018. Im Rahmen des wirtschaftlichen Berichts informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuellen Zahlen zum zweiten Quartal 2018 und den weiteren Aussichten für das Gesamtjahr. Darüber hinaus gaben die jeweils zuständigen Vorstandsmitglieder einen aktuellen Statusbericht zu den verschiedenen Geschäftsbereichen des Unternehmens ab. Weitere wesentliche Themen der dritten Aufsichtsratssitzung waren der Markt und Wettbewerb von KRONES sowie grundsätzliche Überlegungen zu externen Wachstumsmöglichkeiten.

Die vierte Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres 2018 fand am 26. September am Standort des Werks steinecker in Freising statt. Ein Punkt auf der Tagesordnung waren Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten. Dabei ging es unter anderem um die Grundzüge der Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit. Danach informierte der Vorstand das Gremium über die aktuelle Auftragssituation, die Produktionsauslastung sowie über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und seiner Segmente. Zudem gab der Vorstand einen aktuellen Statusbericht zum Bau des neuen Werks im ungarischen Debrecen. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Mittelfristplanung des Unternehmens. Der Vorstand berichtete unter anderem über die Investitions-, Finanz- und Personalplanung. Im Anschluss erläuterte er dem Aufsichtsrat detailliert die Strategie von KRONES.

Am 28. November kam der Aufsichtsrat zu seiner fünften Sitzung 2018 zusammen. Auf dieser verabschiedete das Gremium die Geschäftsordnung für den Vorstand. Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung war der Bericht des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses mit den Themen Risikomanagement, Interne Revision sowie Compliance. Im Anschluss daran informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die Zahlen des dritten Quartals und den Ausblick auf das vierte Quartal 2018. Er erläuterte zudem die gesamtwirtschaftliche Lage und wie diese die Geschäfte von KRONES künftig beeinflussen könnte. Zudem informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über strategische Themen. Darüber hinaus standen die Planungen des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 auf der Tagesordnung der letzten Aufsichtsratssitzung 2018.

Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Hans-Jürgen Thaus, Josef Weitzer und Jürgen Scholz an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht die Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss kam 2018 zu vier Sitzungen zusammen. Am 13. März bereitete er die Bilanz feststellende Aufsichtsratssitzung vor. Auf Basis der Ausführungen der Wirtschaftsprüfer und der Informationen aus dem Prüfungsbericht beschlossen die Mitglieder des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Jahresabschluss und Lagebericht der KRONES AG für das Geschäftsjahr 2017 festzustellen und den Konzernabschluss und den Lagebericht des Konzerns 2017 zu billigen.

Auf der zweiten Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses am 13. April stellte die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Ergebnisse der prüferischen Durchsicht des Nichtfinanziellen Konzernberichts 2017 vor. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen und hatte keine Einwendungen. Die Mitglieder beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Nichtfinanziellen Konzernbericht zu billigen.

Zwei Themen hatte der Ausschuss auf seiner dritten Sitzung am 13. Juni auf der Agenda. Zum einen wurde Hans-Jürgen Thaus zum Vorsitzenden und Werner Schrödl zum stellvertretenden Vorsitzenden des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses gewählt. Außerdem haben die Mitglieder beschlossen, die Konzern- und Jahresabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2019 öffentlich auszuschreiben und Finanzvorstand Michael Andersen damit beauftragt, die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür zu prüfen.

Auf der vierten Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses am 21. November informierten die Bereichsleiter des Controllings, der Internen Revision und der Compliance des Unternehmens die Ausschussmitglieder über die aktuelle Risikosituation, die Interne Revision sowie über das Compliance Management bei KRONES. Anschließend stellte der Ausschussvorsitzende Hans-Jürgen Thaus die einzelnen Schritte des Ausschreibungsverfahrens für die Konzern-Jahresabschlussprüfung vor und informierte das Gremium über den aktuellen Stand des Verfahrens.

Arbeit des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Volker Kronseder an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Volker Kronseder. Das Gremium befasst sich grundsätzlich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen zum Beispiel die Personalstrategie sowie die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. 2018 fanden drei Sitzungen des Ständigen Ausschusses statt.

Die Sitzung am 8. März beinhaltete die Verlängerung des Vertrages mit dem Finanzvorstand Michael Andersen. Die Mitglieder des Ständigen Ausschusses beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Beschluss zu fassen, den Vertrag mit Michael Andersen um fünf Jahre bis zum 31.12.2023 zu verlängern. Zudem wurde auf der Sitzung das bestehende Vergütungssystem für die Vorstände überprüft und ein neues Gesamtkonzept für die Vorstandsvergütung vorgestellt.

Am 11. Juli fand die zweite Sitzung des Ständigen Ausschusses statt. Wesentliche Themen waren die Geschäftszahlen und die Planung für 2018, die Wettbewerbssituation sowie der Ausbau des Global Footprint. Hier stand vor allem der Aufbau des neuen Werks in Ungarn im Fokus.

Die Sitzung am 13. August wurde einberufen, um über die Akquisition des us-Unternehmens W. M. Sprinkman zu sprechen. Die Mitglieder des Ständigen Ausschusses beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, die Akquisition zu genehmigen.

Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2018 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2018 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 20. März 2019 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach der abschließenden Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG festgestellt sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2018 der KRONES AG festgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre engagierte und insgesamt erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2018.

Neutraubling, im März 2019

Der Aufsichtsrat

Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender

* Universitätsklinikum Regensburg

* Wirtschaftsbeirat Bayerische Landesbank

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* Verwaltungsrat der Bayerischen Betriebskrankenkassen

Dr. phil. Verena Di Pasquale**

Stv. Vorsitzende des DGB Bayern

Robert Friedmann

Sprecher der Konzernführung

der Würth-Gruppe

* ZF Friedrichshafen AG

Klaus Gerlach**

Head of Central International Operations and Services

Oliver Grober**

Betriebsratsvorsitzender Werk Rosenheim

Thomas Hiltl**

Betriebsratsvorsitzender Werk Nittenau

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* Bayerische Futtersaatbau GmbH

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin an der OTH Regensburg

Beate Eva Maria Pöpperl**

Freigestellte Betriebsrätin

Norbert Samhammer

Vorstandsvorsitzender der Samhammer AG, Weiden

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin

Krombacher Brauerei

Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG,

Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH,

Diversum Holding GmbH & Co. KG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter

IG-Metall Geschäftsstelle Regensburg

* Infineon Technologies AG

Hans-Jürgen Thaus

* Hawe Hydraulik SE

* Maschinenfabrik Reinhausen GmbH

* Kurtz Holding Gmbh & Beteiligungs KG

Josef Weitzer**

Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

* Sparkasse Regensburg

Matthias Winkler

Geschäftsführender Gesellschafter der

WW + KN Steuerberatungsgesellschaft mbH

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Zur KRONES Aktie

Internationale Handelskonflikte belasten Aktienbörsen
Kurs der KRONES Aktie fällt 2018 um 41,0 %
Aktionäre sollen für 2018 eine Dividende von 1,70 € je Aktie erhalten

"2018 war kein gutes Jahr für die Aktienbörsen. Der Kurs der KRONES Aktie sank überproportional."

Olaf Scholz

Leiter Investor Relations

Dicke Minuszeichen an den internationalen Aktienmärkten

Die Aktienbörsen starteten relativ freundlich ins Jahr 2018. Doch die gute Stimmung der Investoren hielt nicht lange an. Für den Umschwung gab es einige Gründe, wie zum Beispiel aktuelle geopolitische Entwicklungen sowie den Streit um den italienischen Staatshaushalt. Hauptverantwortlich für das schlechte Börsenklima waren aber die internationalen Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China.

Schlimmstenfalls könnte die globale Wirtschaft aufgrund der Handelskonflikte in eine Rezession schlittern. Aus Angst hiervor gaben die Aktienbörsen immer wieder nach und brachen im vierten Quartal 2018 regelrecht ein.

Besonders stark erwischte es den bekanntesten deutschen Börsenindex DAX. Am 23. Januar 2018 erreichte er bei knapp 13.600 Punkten noch ein neues Allzeithoch. Danach ging es steil nach unten. Mit 10.559 Punkten stand der DAX Ende 2018 um 18,3 % niedriger als zu Jahresbeginn. Nicht viel besser erging es dem Euro-Stoxx-50. Der Index mit den 50 größten Werten aus der Euro-Zone verlor vergangenes Jahr 14,4 %. US-Aktien konnten sich dem negativen Trend lange entziehen. Doch zu Jahresende kam es an der Wall Street zum Ausverkauf. Ende 2018 stand der Dow-Jones-Index um 5,6 % tiefer als zum Jahresstart. Auch an der japanischen Aktienbörse gerieten die Kurse im vierten Quartal 2018 enorm unter Druck. Unterm Strich verlor der Nikkei-Index im Gesamtjahr 12,4 %.

KRONES Aktie verliert 2018 stark an Wert

Der Kurs der KRONES Aktie sackte in der zweiten Hälfte 2018 kräftig ab und entwickelte sich im Gesamtjahr schlechter als der SDAX.

Die allgemeine Börsenschwäche drückte auch auf den Kurs der KRONES Aktie. In der ersten Jahreshälfte hielten sich die Verluste noch in Grenzen. Ende Mai startete unser Aktienkurs sogar zu einer kurzfristigen Rally, die ihn am 11. Juni zum Jahreshoch von 122,80 € führte. Unterm Strich notierte die KRONES Aktie nach dem ersten Halbjahr 2018 bei 110,70 € und damit um 3,3 % niedriger als zu Jahresanfang.

Wertentwicklung der Aktie im Vergleich zum SDAX 2018

Im Juli fiel der Kurs dann kräftig, weil unsere Halbjahreszahlen die hohen Erwartungen der Analysten nicht ganz erfüllten. Von zwischenzeitlichen Erholungen abgesehen blieb die KRONES Aktie in der Folgezeit im Abwärtstrend. Am 24. Oktober haben wir unser Wachstums- und Renditeziel für 2018 nach unten angepasst. Dies verstärkte die Abwärtsdynamik des Aktienkurses. Ende Oktober drehte der Kurs kurzfristig kräftig nach oben. Danach geriet unsere Aktie in den allgemeinen Abwärtsstrudel an den Börsen. Am 20. Dezember markierte die KRONES Aktie bei 66,10 € das Jahrestief. Ende 2018 lag der Kurs bei 67,50 €. Damit verringerte sich der Wert der KRONES Aktie 2018 um 41,0 %. Inklusive der Dividende von 1,70 € errechnet sich eine Jahresperformance von minus 39,6 %. Der SDAX, dem KRONES seit Juni 2018 angehört, fiel vergangenes Jahr mit 20,0 % weniger stark als das Papier von KRONES.

Auch 2018 nahm KRONES an vielen internationalen Investorenkonferenzen teil. Darüber hinaus führten wir Einzelgespräche mit Anlegern und Analysten. Am 18. September veranstalten wir in unserem Werk in Freising einen Capital Market Day. Dort informierten wir die Analysten über neue Entwicklungen in der Prozesstechnik sowie die Digitalisierungsstrategie von KRONES.

Kennzahlen der KRONES Aktie (Konzernwerte)

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zum 31.12. 2018 2017 2016
Ergebnis je Aktie 4,78 5,97 5,40
Eigenkapital je Aktie 45,36 42,10 38,79
Free Cashflow je Aktie 3,82 - 4,77 1,56
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des Jahresendkurses 14,1 19,2 16,1
Dividende je Aktie 1,70* 1,70 1,55
Höchstkurs 122,80 121,25 108,60
Tiefstkurs 66,10 87,28 80,54
Jahresschlusskurs 67,50 114,50 86,90

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

KRONES Aktie mit langfristig hoher Rendite

In den vergangenen zehn Jahren stieg der Kurs der KRONES Aktie jährlich um durchschnittlich 8,1 %.

In den vergangenen zehn Jahren, also von 2009 bis 2018, stieg der Wert unserer Aktie um 117 %. Der durchschnittliche jährliche Kursgewinn der KRONES Papiere beträgt in diesem Zeitraum 8,1 % und liegt damit unter dem Wertzuwachs des SDAX Kursindex (+ 10,6 %), des SDAX ohne Dividenden. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende jeweils wieder in KRONES Aktien angelegt wurde, ergibt sich für die vergangenen zehn Jahre eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9,6 %. Der vergleichbare SDAX-Performance-Index legte um 13,0 % jährlich zu.

Wertentwicklung der Aktie im Vergleich zum SDAX, 2009 - 2018

KRONES mit guter Stellung im SDAX

Wir bedauern zwar, dass wir im Juni 2018 aus dem MDAX ausgeschieden sind, aber auch der SDAX ist ein attraktiver Index. KRONES zählt zu den größeren der 70 SDAX-Werte.

Die KRONES Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 an der Börse notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Unsere Papiere sind Inhaber-Stammaktien ohne Nennwert. Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 KRONES Aktien.

Unsere Aktie war seit Gründung des MDAX 1996 ununterbrochen Mitglied in dem Index für mittelgroße Werte der Deutschen Börse. Aufgrund der Fast-Entry-Regel beschloss die deutsche Börse ag am 5. Juni 2018, dass KRONES mit Wirkung zum 18. Juni 2018 vom MDAX in den SDAX wechselt. Ausschlaggebend für den Wechsel von KRONES in den SDAX war der zu niedrige Handel mit unserer Aktie.

Der SDAX ist der Index der Deutschen Börse, der die 70 Unternehmen enthält, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Umsatz auf die Werte des DAX und MDAX folgen. Ende 2018 lag KRONES gemessen am Börsenwert auf Rang 13 der SDAX-Unternehmen, beim Umsatz auf Rang 23. Damit zählt unsere Aktie zu den größeren der 70 SDAX-Werte.

Im Gesamtjahr 2018 wurden im Durchschnitt täglich insgesamt rund 40.000 KRONES Aktien (Vorjahr: rund 49.000) auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt. Auch an den alternativen Handelsplattformen, auf denen hauptsächlich institutionelle Investoren ihre Orders abwickeln, wechselten 2018 weniger KRONES Aktien ihren Besitzer. Hier lag das Handelsvolumen im Durchschnitt täglich bei etwa 63.000 Aktien (Vorjahr: rund 81.000).

Stammdaten der KRONES Aktie

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Aktienanzahl 31.593.072
Wertpapierkennnummer 633500
ISIN DE0006335003
XETRA-Kürzel KRN

Aktionärsstruktur

Im Aktionärskreis von KRONES gab es im Berichtsjahr keine wesentlichen Veränderungen. Die Familie Kronseder Konsortium GbR hielt zum 31. Dezember 2018 mit 51,61 % die Mehrheit an der KRONES AG. Die Familie will auch künftig stabiler Mehrheitsaktionär bleiben. Der nicht von der Familie gehaltene Anteil, also der Streubesitz, lag Ende 2018 bei 48,39 %.

Aktionärsstruktur (Stand Dezember 2018)

KRONES will für 2018 eine Dividende von 1,70 € je Aktie zahlen

Die langfristige Dividendenpolitik des Unternehmens sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernjahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 5. Juni 2019 für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 1,70 € je Aktie vorschlagen. Damit bleibt die Dividende trotz des Ergebnisrückgangs im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die Dividende für 2018 entspricht 35,7 % des Konzernergebnisses.

Dividende je Aktie in €

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

2 Lagebericht

der KRONES AG

KRONES auf einen Blick

Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Darüber hinaus komplettieren innovative Digitalisierungs- und Intralogistik-Lösungen unsere Produktpalette. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von KRONES sind Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen.

KRONES berichtet über zwei Segmente: "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" sowie "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik". Das Segment "Maschinen und Anlagen für die Compact Class", über das bis 2017 separat berichtet wurde, hat Krones mit Wirkung zum 01.01.2018 dem Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" zugeordnet.

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet KRONES mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlöse stammt aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).

KRONES ist stark exportorientiert und erzielt rund 90 % des Konzernumsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftete KRONES 2018 rund 44,4 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets rund 55,6 % der Erlöse.

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert KRONES mit einer Reihe von Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter konkurrieren vor allem auf ihrem Heimatmarkt mit KRONES um Aufträge.

KRONES setzt sich als Full-Service-Anbieter von einem Großteil des Wettbewerbs ab. Ein entscheidender Vorteil ist unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können. Insgesamt ist KRONES führender Hersteller in der Abfüll- und Verpackungstechnik.

KRONES Konzern Umsatzverteilung 2018

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

In dem mit Abstand größten Segment bietet KRONES Maschinen und Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Segments sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling).

Produktbehandlungstechnik
Systemtechnik
Etikettiertechnik
Inspektionstechnik
Fülltechnik
Reinigungstechnik
Kunststofftechnik
Pack- und Palettiertechnik
Transporttechnik

Umsatz in Mio. €

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2018 2017*
EBT (Mio. €) 223,3 263,3
EBT-Marge (%) 7,0 8,5
Mitarbeiter** 13.986 13.237

* inkl. Maschinen und Anlagen für die Compact Class

** Konsolidierungskreis

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik

In diesem Segment bietet KRONES Maschinen, Anlagen und Digitalisierungslösungen an, mit denen Bier, Softdrinks, Fruchtsäfte sowie Milch- und Milchmischgetränke hergestellt und behandelt werden. Das Intralogistikgeschäft mit den Töchtern SYSTEM LOCISTICS, SYSKRON und TRIACOS sowie das Komponentenangebot der Marke EVOGUARD gehören ebenfalls zum Segment "Getränkeproduktion/Prozesstechnik".

Sudhaus- und Filtrationstechnik
Digitalisierung
Informationstechnologie
Intralogistik

Siehe auch Segmentbericht Seite 81 und 130.

Umsatz in Mio. €

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2018 2017
EBT (Mio. €) - 19,0 - 4,5
EBT-Marge (%) - 2,8 - 0,7
Mitarbeiter* 1.990 1.512

* Konsolidierungskreis

1. Quartal 2018

Die Zahlen für das erste Quartal 2018 waren insgesamt gut. Der Umsatz verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 % auf 891,7 Mio. €. Um 13,4 % auf 992,4 Mio. € kletterte der Auftragseingang. Wegen Einmaleffekten beim Personalaufwand ging das Ergebnis vor Steuern um 14,8 % auf 56,2 Mio. € zurück.

An den Aktienbörsen schwankten die Kurse im ersten Quartal heftig. Nach einem guten Jahresauftakt kam es den Märkten wegen der Angst vor steigenden Zinsen und einem Handelskrieg vorübergehend zu Turbulenzen. Die KRONES Aktie entwickelte sich von Januar bis März ähnlich wie der Gesamtmarkt. Unterm Strich verringerte sich der Kurs unserer Aktie im ersten Quartal um 4,5 %.

2. Quartal 2018

Ende April kündigte KRONES an, dass das Unternehmen zum 1. Mai die Preise für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik sowie der Prozesstechnik um durchschnittlich 4,5 % erhöht. Die Preiserhöhungen waren nötig, um den Kunden trotz steigender Material- und Personalkosten weiterhin innovative Produkte und Dienstleistungen in höchster Qualität anbieten zu können.

Am 13. Juni fand in Neutraubling die Hauptversammlung von KRONES statt. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Neuwahl des Aufsichtsrats, der künftig nicht mehr aus zwölf, sondern aus 16 Mitgliedern besteht. Die Aktionäre wählten die acht Kandidaten der Anteilseignerseite mit großer Mehrheit in das Gremium.

Mit Wirkung zum 18. Juni wechselte die KRONES Aktie vom MDAX in den SDAX. Grund hierfür war der zu geringe Handelsumsatz mit unserem Papier. Auf den Aktienkurs wirkte sich der Indexwechsel nicht nachhaltig aus. Insgesamt legte der Kurs der KRONES Aktie von April bis Juni um 1,2 % auf 110,70 € zu.

Das Geschäft entwickelte sich im zweiten Quartal im Rahmen der Erwartungen. Von April bis Juni legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % auf 899,1 Mio. € zu, der Auftragseingang erhöhte sich um 13,1 % auf 1.022,4 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 2,7 % und betrug 56,5 Mio. €.

3. Quartal 2018

Vorstandsvorsitzender Christoph Klenk begrüßte am 3. September 97 junge Menschen, die ihre Ausbildung im Werk Neutraubling begannen. Weitere 44 Auszubildende starteten an diesem Tag ihre Karriere an den übrigen vier deutschen KRONES Standorten.

Am 18. September veranstaltete KRONES im Werk steinecker in Freising einen Capital Market Day. Dort informierten wir die Analysten über neue Entwicklungen in der Prozesstechnik sowie die Digitalisierungsstrategie des Unternehmens.

Von Juli bis September stieg der Umsatz von KRONES im Vergleich zum abrechnungsbedingt niedrigen Vorjahreswert um 22,9 % auf 902,0 Mio. €. Der Auftragseingang legte leicht um 0,8 % auf 925,2 Mio. € zu. Wegen Belastungen durch Reorganisationen ging das Ergebnis vor Steuern um 43,2 % auf 26,7 Mio. € zurück.

Unsere Aktie entwickelte sich im dritten Quartal schlecht. Der Kurs verringerte sich von Juli bis September um 18,4 %. Ein Grund hierfür war die allgemeine Abneigung der Investoren gegenüber Aktien aus der Maschinenbaubranche.

4. Quartal 2018

Im Herbst war KRONES auf einigen wichtigen internationalen Messen vertreten. Von 6. bis 8. November präsentierte sich das Unternehmen in Dubai auf der Gulfood, eine der bedeutendsten Messen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie im Nahen Osten. In Nürnberg fand von 13. bis 15. November die Brau Beviale statt. Auf der wichtigsten Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie präsentierte KRONES Innovationen aus seinem Produkt- und Dienstleistungsprogramm.

Am 24. Oktober passte KRONES seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2018 nach unten an. Darüber hinaus teilte das Unternehmen mit, dass die Mittelfristziele später als erwartet erreicht werden. Diese Nachrichten wirkten sich negativ auf den Kurs der KRONES Aktie aus. Im vierten Quartal verlor unser Papier 25,3 % an Wert.

Auftragseingang und Umsatz reichten im vierten Quartal 2018 wie erwartet nicht ganz an das jeweils hohe Vorjahresniveau heran. Von Oktober bis Dezember 2018 erwirtschaftete KRONES ein Ergebnis vor Steuern von 64,9 Mio. € (Vorjahr: 90,8 Mio. €).

Anlagen und Lifecycle Service - nur die Leistung zählt

KRONES liefert an die Getränke- und Liquid Food-Industrie komplette Fabriken. Mit unserem einzigartigen Know-how halten wir die Investitions- und Betriebskosten unserer Kunden niedrig. Ebenso wichtig ist, dass sie ihre Produkte sicher und in höchster Qualität herstellen können. Wir liefern alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Wir kümmern uns auch um die komplette Logistik, um Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie maßgeschneiderte it- und Digitalisierungslösungen, die alle Abläufe innerhalb der Produktion steuern und dokumentieren.

Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden rund um die Uhr mit hochwertigen Serviceleistungen. Nur so ist gewährleistet, dass die Getränkefabriken ihre Höchstleistung bringen. Die Lifecycle Service (Lcs)-Experten von KRONES sind dabei nicht nur Dienstleister, sondern auch Partner der Kunden. Gemeinsam finden wir die besten Lösungen für eine effiziente, sichere und kostengünstige Produktion. Unsere lcs Mitarbeiter kümmern sich nicht nur um die optimale Instandhaltung und Nachrüstung, sondern stehen dem Kunden auch mit qualifizierter Beratung zur Seite - als Partner for Performance.

Anhand des Schaubildes einer kompletten Getränkefabrik stellen wir unsere Leistungen kurz vor.

Strategie und Steuerungssystem*

"Unser Markt ist herausfordernd. Das spürten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr. Er bietet aber auch viele Chancen. Deshalb halten wir an unseren mittelfristigen Zielen fest, auch wenn diese ehrgeizig sind."

Christoph Klenk

CEO

Der Markt von KRONES wächst relativ stabil. Langfristig sollten die Zuwachsraten oberhalb des weltweiten BIP-Wachstums liegen. Neben den großen Wettbewerbern konkurrieren viele kleine Anbieter um Aufträge. Die meisten dieser Wettbewerber bieten Produkte für Teilbereiche der Getränkeherstellung, -abfüllung und -verpackung an, oder sind auf bestimmte Regionen fokussiert.

KRONES ist mit seinem weltweiten Komplettangebot sehr gut positioniert. Wir bieten den Kunden aus der Liquid Food-Industrie alles aus einer Hand an, von Produkten für die Getränkeherstellung über die Abfüllung bis hin zur Verpackung. Darüber hinaus ergänzen die Bereiche Intralogistik, Informationstechnologie sowie ein hochwertiger Service das Portfolio. KRONES will seine gute Marktstellung im Kernsegment Abfüll- und Verpackungstechnik verteidigen und in der Prozesstechnik/ Getränkeherstellung deutlich verbessern.

Neben den Chancen, die der Markt bietet, gibt es für KRONES große Herausforderungen zu bewäLTIgen. Politische Unsicherheiten, Handelskonflikte und wirtschaftliche Krisen in einzelnen Ländern und Regionen sorgen für Unsicherheit. Auch der Kampf um Aufträge wird intensiv bleiben, da der Wettbewerbsdruck nicht nachlässt. Auf der Kundenseite führen Übernahmen und Fusionen zu stärkerer Einkaufsmacht und teilweise zu Investitionsverschiebungen.

Außerdem werden die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung der Produktion unseren Markt und Geschäftsmodelle nachhaltig verändern und Investitionen erfordern.

7/8/22 bleibt mittelfristiges Ziel

KRONES hat sich ambitionierte mittelfristige Finanzziele gesetzt, um die Marktposition zu festigen. 7/8/22 steht für

7 % durchschnittliches Umsatzwachstum pro Jahr
8 % Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge)
22 % bei der Kennzahl Working Capital im Verhältnis zum Umsatz

Die mittelfristigen Zieledes Konzerns bleiben bestehen. Es wird aber länger dauern, bis KRONES diese erreicht.

Aufgrund verschiedener Herausforderungen, wie den kontinuierlich steigenden Kosten für Material und Personal sowie der anhaltend hohen Investitionen in die Zukunft des Unternehmens, wird es länger dauern, bis die mittelfristigen Ziele erreicht werden.

* Alle Angaben innerhalb "Strategie und Steuerungssystem" beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Chancen des Marktes nutzen

KRONES wird seine Marktchancen gezielt nutzen.

Damit KRONES mittelfristig stärker wächst als die Weltwirtschaft, die nach Schätzungen des IWF 2019 und 2020 um rund 3,5 % zulegen soll, müssen wir die Chancen, die unser Markt bietet, gezielt nutzen. Hierfür baut KRONES in den Märkten, in denen der Getränkekonsum überdurchschnittlich zulegt, vor allem in Afrika und Asien, das Geschäft aus. Ein weiterer Wachstumstreiber ist die stark zunehmende Produktvielfalt. Sowohl die Getränke- als auch die Verpackungsarten nehmen stetig zu. Die Kunden fordern daher Maschinen und Anlagen, die flexibel einsetzbar sind. Von diesem attraktiven Marktsegment will KRONES mit seinen technologisch anspruchsvollen Produkten profitieren.

Neben den internen Wachstumsinitiativen werden Firmenzukäufe weiter zum Wachstum beitragen. Wir haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einige Akquisitionen getätigt, hauptsächlich in der Prozesstechnik. Genauso wichtig wie der Kauf ist die schnelle Integration der übernommenen Firmen. Wir wollen die Akquisitionen im KRONES Konzern zügig weiterentwickeln und so das "eingekaufte" interne Wachstum beschleunigen. Rund 2 % des jährlichen Umsatzwachstums sollen mittelfristig Akquisitionen beisteuern.

Innovationen sichern künftiges Wachstum

Innovationen bilden bei KRONES die Basis für nachhaltiges Wachstum. Impulse für neue Produkte und Dienstleistungen erhalten wir von unseren Kunden. Aber auch unsere Mitarbeiter sind bekannt für ihre Innovationskraft. Bei allen Neuentwicklungen (s. f&e S. 49) in unserem Haus steht der Kundennutzen an erster Stelle. Wir wollen nicht nur in den drei Säulen Prozesstechnik/Getränkeherstellung, Abfüllung und Verpackung sowie Intralogistik mit neuen Produkten punkten. Auch innovative Service-Dienstleistungen sowie die IT- und Digitalisierungs-Lösungen sollen zum geplanten Wachstum beitragen.

Eine der Stärken liegt in der langfristigen Ausrichtung unserer Innovationsstrategie. Es dauert oftmals mehrere Jahre bis unsere Produkte den Markt nachhaltig erobern. Das erfordert einen langen Atem. Aber diese Nachhaltigkeit zahlt sich aus. Beispiele hierfür gibt es genügend. So hat sich unser extrem platzsparender und leistungsfähiger ErgoBloc L, den wir auf der drinktec 2011 erstmalig vorstellten, nach einer gewissen Anlaufzeit zu einem Bestseller entwickelt. 2018 haben wir bereits den 250. ErgoBloc L ausgeliefert. Auch unser Aseptik-Portfolio, das wir seit Jahren mit neuen Entwicklungen erweitern, nimmt Fahrt auf. Stellvertretend hierfür steht der Contiform AseptBloc, den Großkunden verstärkt ordern und den wir im laufenden Jahr auch auf dem asiatischen und us-Markt positionieren werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Innnovationsstrategie von KRONES ist der Aufbau eines Innovationsnetzwerks. Durch die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten, Forschungs-Einrichtungen sowie Start-Ups wollen wir Produkte und Lösungen für die Digitalisierung der Getränkeindustrie entwickeln. Innovative Produkte entstehen heute nicht mehr abgeschottet in den Entwicklungsabteilungen, sondern innerhalb offener Netzwerke, in denen auch das Wissen anderer Branchen und Fachbereiche genutzt wird.

Ausbau des Global Footprint im House of KRONES

KRONES hat sein Geschäftsmodell mit dem "House of KRONES" auf die Kundenbedürfnisse und die moderne Getränkefabrik abgestimmt.

* Die Säulen Prozesstechnik und Intralogistik bilden das Segment Maschinen und Anlagen zur Prozesstechnik

Unser Kernsegment Abfüll- und Verpackungstechnik wollen wir künftig weiter stärken. Hierzu werden wir unseren Global Footprint vergrößern und die internationale Wertschöpfung steigern. Ein wichtiger Schritt hierfür ist unser neuer Produktionsstandort im ungarischen Debrecen. Dort wollen wir ab der zweiten Jahreshälfte 2019 mit rund 500 Mitarbeitern Montagen durchführen, in erster Linie für die Transporttechnik. An unserem chinesischen Standort in Taicang werden wir die ausgebauten Kapazitäten in den kommenden Jahren zügig auslasten. So können wir den chinesischen und asiatischen Markt zunehmend aus der Region beliefern.

Die Abfüll- und Verpackungstechnik als umsatzstärkste Säule des "House of KRONES" sollte weiter zulegen und von den stetig steigenden Anforderungen der Kunden profitieren. Diese setzen vor allem auf hohe Effizienz und Flexibilität der Anlagen. Hier ist KRONES mit seinen technologisch führenden Produkten gut positioniert.

Die Diskussion um Plastikverpackungen nimmt KRONES sehr ernst. Deshalb bieten wir seit vielen Jahren Anlagen zum hochwertigen PET-Recycling an. Wir haben zehn Anlagen erfolgreich bei Kunden im Einsatz und erwarten auch weiterhin eine rege Nachfrage. Aber nicht nur beim PET-Recycling ist KRONES Vorreiter, auch beim sparsamen Umgang mit Kunststoffen bei der Flaschenherstellung sowie in der Verpackungstechnik nimmt KRONES eine führende Rolle ein.

Die Säule Prozesstechnik soll mittelfristig weiter wachsen und die Ertragskraft signifikant verbessern. Im umsatzstarken Brauereigeschäft wollen wir die Auftragsqualität und somit die Profitabilität steigern. Wir werden unsere Kapazitäten lokal erweitern und somit noch besser auf die Marktanforderungen eingehen. Ein weiterer Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg dieses Segments liegt im Ausbau der regionalen Struktur und dem Aufbau internationaler Hubs. Vor allem die mittleren und kleineren Aufträge, auf die wir uns künftig noch mehr konzentrieren wollen, lassen sich von den Regionen aus schneller und kosteneffektiver abwickeln. Das beginnt bei der Angebotserstellung und geht über den Einkauf, das Engineering und die Montage bis hin zum Management. All diese Kompetenzen wollen wir weltweit in unseren Hubs aufbauen. Mit den Zukäufen der us-Unternehmen W.M. sprinkman corp., trans-market sowie javlyn sind wir in der Region Nordamerika in diesem Segment stark vertreten. Durch die Übernahme der SHANGHAI XIATONG EQUIPMENT sind wir in China in der Prozesstechnik gut aufgestellt. Mittelfristig wollen wir auch andere Regionen mit Zukäufen stärken.

Innovationen, die beim Kunden Mehrwert schaffen, sind die Basis für nachhaltig profitables Wachstum.

Der Bereich Intralogistik ist ebenfalls eine tragende Säule des House of KRONES sowie ein bedeutender Bestandteil der digitalen Getränkefabrik. Sie ist für unsere Kunden sehr wichtig, weil sie damit die Komplexität in ihren Produkten verstärkt beherrschen und die Materialflüsse optimal steuern können. Zudem hilft die Intralogistik, die zunehmende Anzahl verschiedener Verpackungsvarianten vernünftig zu steuern und zu verteilen.

KRONES ist in der Intralogistik mit der system logistics und unserem Inhouse-Spezialisten für anspruchsvolle Intralogistik-Projekte gut positioniert. Um die hohen Wachstumschancen des Marktes zu nutzen, will sich KRONES künftig in diesem Bereich noch stärker internationalisieren und das Produktportfolio weiter ausbauen.

Digitalisierung der Getränkefabrik aktiv gestalten

Die Digitalisierung in der Getränkefabrik bietet mittel- bis langfristig große Chancen. KRONES ist als Komplettanbieter in einer sehr guten Position, weil wir die Material- und Datenflüsse entlang des gesamten Produktionsprozesses beim Kunden erfassen können. Mit den daraus gewonnenen Daten lassen sich neue Produkte und Services für den Lcs-Bereich entwickeln, die beim Kunden nachhaltig Mehrwert schaffen. Ein Beispiel hierfür ist die vorausschauende Wartung (Predictive Maintanance) von Maschinen und Anlagen mit Hilfe einer ausgeklügelten Datenanalyse. Da Probleme bei Bauteilen durch die Auswertung der Produktionsdaten frühzeitig erkannt werden, erspart sich der Kunde teure Ausfall- und Stillstandzeiten.

Bei unserer Tochter SYSKRON haben wir unsere Digitalisierungskompetenzen gebündelt. Mittlerweile arbeiten dort rund 180 Mitarbeiter. Sie entwickeln mit den neuesten Technologien Digitalisierungslösungen für die Getränkeindustrie, die beim Kunden messbaren Mehrwert schaffen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Connected Line.

KRONES ist beim Thema Digitalisierung gut unterwegs. Share2Act und Connected Line sind Beispiele hierfür.

Die digitalisierte Linie liefert den Betreibern der KRONES Anlagen, aber auch KRONES, rund um die Uhr wertvolle Informationen, mit denen die Effizienz der Anlagen verbessert werden kann. Mit unserer Plattform Share2Act, einem Netzwerk aller an der Produktion beteiligten Mitarbeiter, Maschinen und IT-Systemen, lassen sich beim Kunden Abläufe verschlanken, Kommunikationswege verkürzen und Stillstandzeiten reduzieren.

Das Unternehmen wird auch künftig unverändert stark in den Bereich Digitalisierung investieren. Die SYSKRON mit ihren agilen Töchtern wird weiterhin attraktive Softwarelösungen und tragfähige digitale Geschäftsmodelle entwickeln und diese möglichst schnell in der Getränke- und Lebensmittelindustrie etablieren.

Preiserhöhungen und der Ausbau des Global Footprint sollen Ertragskraft stärken

2018 haben wir unsere Ziele für die Profitabilität nicht erreicht. Der Grund hierfür lag hauptsächlich in den stärker gestiegenen Aufwendungen für Personal und Material. Darüber hinaus belasteten Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen das Ergebnis. Die Kosten für Material zogen an, weil die Lieferanten wegen der boomenden Wirtschaft erhebliche Preissteigerungen durchsetzen konnten. Zugleich verharrten die Absatzpreise auf den Märkten von KRONES seit Jahren auf stabilem Niveau. Damit KRONES trotz steigender Material- und Personalkosten weiterhin innovative Produkte und Dienstleistungen mit bester Qualität anbieten kann, erhöhte KRONES zum 1. Mai 2018 die Preise um durchschnittlich 4,5 % für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik sowie der Prozesstechnik. Um die Kostensteigerungen zu einem Teil kompensieren zu können, sind diese Preiserhöhungen erforderlich.

KRONES Global Footprint

Die Erweiterung des Global Footprint ist essentiell, um die Ertragskraft von KRONES nachhaltig zu verbessern.

KRONES plant die Profitabilität, trotz des Rückschlags 2018, in den kommenden Jahren zu stärken. Ein wichtiger Baustein hierfür ist, dass wir auch in der Abfüll- und Verpackungstechnik die weltweite Präsenz, also den Global Footprint, vergrößern. Bislang erzielen wir einen geringen Teil der Wertschöpfung im Ausland, obwohl wir fast 90 % des Umsatzes außerhalb Deutschlands erwirtschaften. Durch den Aufbau einer Lieferkette in China und Ungarn sind wir in der Lage, die Personal- und Materialkosten mittelfristig zu senken.

Auch mit dem nächsten Schritt in der Modularisierung der Produkte unseres Kernsegments wollen wir den starken Anstieg der Materialkosten reduzieren. Zum einen werden wir den Modularisierungsgrad weiter erhöhen und somit die Komplexität unserer Maschinen und Anlagen verringern. Das sollte sich in einem niedrigeren Materialkostenanteil widerspiegeln. Zum anderen werden wir die Bauweise unserer Module vereinfachen, so dass mittelfristig auch Lieferanten vor Ort unsere Anforderungen erfüllen können. Das erhöht den Wettbewerb und sollte zu attraktiveren Einkaufspreisen führen.

Wichtig für die Ertragskraft von KRONES ist unser Service-Geschäft. Die Nähe zum Kunden ist hierfür der entscheidende Erfolgsfaktor. Daher werden wir weltweit unser Netz von Service- und Vertriebsniederlassungen noch enger knüpfen. Die Herausforderung hierbei ist, genügend qualifizierte Mitarbeiter aus den Regionen für KRONES zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. KRONES investiert daher kräftig in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter vor Ort, um der in den Emerging Markets vergleichsweise hohen Fluktuation entgegenzuwirken.

Hohe Wachstumsinvestitionen im In- und Ausland

KRONES wird weiterhin kräftig in seine inländischen Standorte und die internationale Präsenz investieren.

Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben muss KRONES investieren - in seine deutschen Standorte genauso wie in die internationale Präsenz. Im Inland werden wir in den kommenden Jahren rund 190 Mio. € investieren. Damit wollen wir die internen Produktionsschritte, die Prozesse, die Organisation und die Logistik so weit wie möglich digitalisieren und automatisieren und dadurch die Produktivität und Effizienz deutlich steigern. Das hohe Investitionsvolumen im Inland zeigt: Deutschland bleibt für KRONES zentraler Entwicklungsstandort für innovative Maschinen, Anlagen und Services.

Wir werden aber auch im Ausland kräftig investieren. Neben der bereits erwähnten neuen Fabrik in Ungarn bauen wir auch unsere internationalen Service-Center und Engineering-Hubs weiter aus.

Gesunde Finanz- und Kapitalstruktur gibt Sicherheit

Mit einer Nettoliquidität von 215 Mio. € und einer Eigenkapitalquote von 43,2 % hat KRONES weiterhin eine solide Finanz und Kapitalstruktur. Das Unternehmen verfügt über ausreichend Kapital und finanziellen Spielraum, um Wachstumsinvestitionen und mögliche Firmenzukäufe zu stemmen sowie die Anteilseigner über Dividendenausschüttungen am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen. Unsere Dividendenstrategie sieht vor, dass wir 25 bis 30 % des erzielten Gewinns an die Anteilseigner ausschütten.

Working Capital besser managen

Mit der Entwicklung unserer dritten Zielgröße, dem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, ist KRONES nicht zufrieden. Diese Kennzahl lag 2018 bei 27,3 % und damit von unserer Zielgröße 22 % entfernt. Daher wollen wir in den kommenden Jahren beim Working Capital Fortschritte erreichen und haben hierfür kurz- und mittelfristige Maßnahmen festgelegt. Mittel hierfür sind höhere Anzahlungen der Kunden, eine schnellere Fertigstellung in der Außenmontage sowie eine optimierte Vorratshaltung. Diese sollen das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz verringern. Je weniger Mittel im Working Capital gebunden sind, desto mehr Kapital steht für Investitionen zur Verfügung. Jeder Prozentpunkt, um den wir diese Kennzahl verbessern, steigert unsere Liquidität um rund 40 Mio. €.

Mitarbeiter sind Basis für nachhaltigen Erfolg

Wie erfolgreich KRONES AGiert, hängt maßgeblich von den Mitarbeitern ab. Sie sind dafür verantwortlich, dass unsere Kunden mit unseren Produkten und Services zufrieden sind.

Daher investiert KRONES stark in die Aus- und Weiterbildung der Belegschaft. Aber es geht auch darum, das vorhandene Wissen und die Netzwerke im KRONES Konzern noch effizienter zu nutzen. Jede verzögerte Entscheidung oder verloren gegangene Information kostet wertvolle Zeit. Mit direkten Kommunikationswegen halten wir mit der Dynamik der globalisierten und digitalisierten Märkte Schritt.

KRONES wird die Belegschaft in den kommenden Jahren international weiter aufstocken, um die Wachstumschancen des Marktes zu nutzen. Speziell in den Emerging Markets wollen wir Mitarbeiter für KRONES gewinnen. Hier haben wir mit unseren Ausbildungscentern in Afrika, China und Südamerika eine gute Basis gelegt. Je mehr Mitarbeiter wir aus der jeweiligen Region für unsere internationalen Standorte gewinnen, umso näher sind wir am Kunden und am jeweiligen Markt. So erkennen wir Trends und Entwicklungen frühzeitig und steigern so die Kundenzufriedenheit.

KRONES Konzern Mitarbeiterentwicklung in den Emerging Markets 2013 - 2018

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Jahr Südamerika Afrika Asien/ Pazifik GUS/ Osteuropa China Gesamt
2013 485 339 400 132 325 1.681
2014 501 363 453 136 385 1.838
2015 519 376 502 147 451 1.995
2016 549 386 602 155 508 2.200
2017 581 393 734 172 608 2.488
2018 637 452 830 213 716 2.848

KRONES wird aber auch in Deutschland und Westeuropa weiter in die Belegschaft investieren. Der Mitarbeiteraufbau wird in dieser Region allerdings weniger dynamisch vonstattengehen.

Das Steuerungssystem von KRONES

Das Management von KRONES steuert den Konzern und die zwei Segmente vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:

Umsatz
EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz)
Working Capital im Verhältnis zum Umsatz

Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt an.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Aus dem EBT muss der Konzern die Steuern und Dividenden zahlen sowie die Investitionen tätigen. Die Profitabilität, gemessen an der EBT-Marge, ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen. Sie gibt an, wie hoch die Ertragskraft des Unternehmens bezogen auf den Umsatz ist. Für den Konzern ermitteln wir die Zielmarge als gewichteten Durchschnitt der zwei Segmente.

Unsere dritte Steuerungsgröße ist das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, die auf Konzernebene ermittelt wird. Das Working Capital, also das betriebsnotwendige Kapital, errechnet sich wie folgt: (Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen). Diese Kennzahl gibt an, wie viel Kapital zur Finanzierung des Umsatzes eingesetzt werden muss. Je niedriger diese Kennzahl, um so weniger Kapital ist gebunden und um so mehr finanzieller Spielraum besteht für eine anderweitige Verwendung der liquiden Mittel.

Weitere wichtige Finanzkennzahlen

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Steuerungsgrößen ist für KRONES das EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, eine wichtige Kennzahl. Zudem orientieren wir uns am Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit) und am ROCE (Return on Capital Employed), der sich aus dem Verhältnis von EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung errechnet.

Forschung und Entwicklung (F&E)*

4,6 % des Konzernumsatzes in F&E investiert
Kundennutzen steht im Fokus
Digitalisierung ist ein Kernthema
Innovationsstärke von KRONES spiegelt sich in attraktiven Produkten wider

KRONES investierte 2018 rund 4,6 % des Konzernumsatzes in Forschung und Entwicklung.

Innovative Produkte, die beim Kunden Mehrwert schaffen, sind die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens. Rund 2.300 hoch qualifizierte Mitarbeiter arbeiten bei KRONES an der Neu- und Weiterentwicklung von Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen. Die Zahl der erteilten Patente und Gebrauchsmuster stieg von 5.484 im Vorjahr auf 5.707 zum Jahresende 2018.

Dies unterstreicht die Innovationskraft des KRONES Teams. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 179 Mio. € (Vorjahr: 172 Mio. €) in Forschung und Entwicklung investiert. Das entspricht 4,6 % des Konzernumsatzes.

Erteilte Patente und Gebrauchsmuster Konzern

Kundennutzen steht bei Innovationen im Fokus

Bei der Entwicklung neuer Produkte müssen wir zuallererst die Anforderungen des Marktes berücksichtigen. Unser Vertrieb und die Techniker haben ausgezeichnete Netzwerke zu den Kunden. So wissen wir sehr gut, welche Bedürfnisse unsere Kunden haben. Aber auch durch unser House of KRONES haben wir einen ganzheitlichen Blick auf die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden. Mit diesem Wissen speisen wir unseren Innovationsprozess und leiten daraus entsprechende Entwicklungsprojekte ab. Mitarbeiter aus verschiedensten Bereichen setzen diese dann in möglichst kurzer Zeit um.

Der Markt verlangt im Wesentlichen nach Maschinen und Anlagen, die

die Betriebskosten senken die
Leistung erhöhen
die Flexibilität steigern
die Bedienung vereinfachen.

Natürlich bleiben niedrigere Betriebskosten ein wichtiges Thema für die Kunden. Hier spielt auch das Blocken, also Verdichten der Anlagen, eine wichtige Rolle. Durch das Bündeln von Maschinenfunktionen können wir unsere Linien kompakter auslegen. Das spart dem Kunden Platz und Zeit. Ein Beispiel hierfür ist der Pasteur LinaFlex Compact.

Ein entscheidender Parameter, um eine höhere Leistung zu erzielen, sind niedrige Ausfallzeiten. Mit neuen digitalen Technologien können wir Services wie die "Vorausschauende Wartung" anbieten. Dadurch steigern wir die Verfügbarkeit und damit die Leistung der Anlage.

* Alle Angaben innerhalb "Forschung und Entwicklung" beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Da die Vielfalt an abgefüllten Produkten und Verpackungsformen stetig zunimmt, ist die Flexibilität der Anlage ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium. Viele Kunden wollen auf einer Anlage möglichst viele Getränkesorten in flexible Verpackungsformen abfüllen. Dies erfordert Maschinen und Anlagen, die vielseitig einsetzbar und schnell umrüstbar sind. Mit unserem System LineXpress lässt sich der Artikelwechsel bei der Abfüllung weitgehend automatisch durchführen. Da die Mengen, die am Stück auf einer Anlage mit einem Getränk produziert werden, immer kleiner werden, geht KRONES in Sachen Flexibilität bis an die Grenze des Machbaren - Losgröße 1. Die auf der drinktec 2017 vorgestellte Konzeptstudie "Bottling on demand" stößt weiterhin auf großes Interesse bei unseren Kunden. Die ultraflexible Linie kann auf Knopfdruck und per App-Bestellung verschiedene PET-Behälter individuell befüllen und digital bedrucken.

Die einfache Bedienbarkeit wird für unsere Kunden immer bedeutender. Daher müssen unsere Anlagen künftig Technologien enthalten, die den Betrieb sowie die Wartung und Pflege der Anlage massiv vereinfachen. Mit Hilfe digitaler Technologien sollen sich die Anlagen im Endstadium selber integrieren, diagnostizieren und reparieren.

Digitalisierung birgt große Chancen

Neue Technologien ermöglichen es, die komplette Getränkefabrik digital abzubilden. So lassen sich Potenziale entlang der Wertschöpfungskette umfassender ausschöpfen und messbare Mehrwerte für die Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie schaffen.

Bestehende Technologien in die digitale Welt transformieren

KRONES hat sehr gute Produkte und Services. Um diesen Standard weiter auszubauen, müssen wir nach vorne denken und möglichst schnell die Transformation in das Digitalzeitalter bewäLTIgen. Hierzu wollen wir das Know-how unserer Mitarbeiter mit den neuen Technologien, wie Cloud Computing, Big Data und Internet of Things (IoT), kombinieren. Daraus entstehen neuartige Produkte, wie unsere dynamische Software-Plattform Share2Act, die unseren Kunden deutlichen Mehrwert bieten.

Innovationsnetzwerke beschleunigen Entwicklung neuer Produkte

Innovative Produkte entstehen heute nicht mehr abgeschottet in den Entwicklungsabteilungen, sondern innerhalb offener Netzwerke, in denen auch das Wissen anderer Branchen und Fachbereiche genutzt wird. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmensbereiche mit den Kunden, Lieferanten und wissenschaftlichen Einrichtungen wollen wir innovative Produkte in kürzester Zeit entwickeln und erfolgreich am Markt einführen.

KRONES wird deshalb auf dem Gelände des TechCampus in Regensburg ein Innovationsnetzwerk einrichten. Dort sollen in Zusammenarbeit mit der Universität und der oth Regensburg sowie anderen Ideengebern vor allem Lösungen in den Bereichen Digitalisierung, Informationstechnologie und IoT für die Getränkeindustrie entwickelt und in die Praxis umgesetzt werden. Wir verfolgen diesen Ansatz bereits mit unserem InnovationLab, das ebenfalls auf dem TechCampus angesiedelt ist. Mit unserem Tochterunternehmen SYSKRON investieren wir gezielt in diese Bereiche.

KRONES setzt auf Nachhaltigkeit - zehn Jahre enviro

2008 hat sich KRONES dazu entschieden, das Nachhaltigkeitsprogramm enviro einzuführen. enviro ist ein vom Tüv geprüftes Management-System und ist fester Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses bei KRONES. Ziel aller KRONES Innovationen ist es, die Energie- und Medienverbräuche unserer Maschinen und Anlagen zu senken. Dadurch sind alle neuen KRONES Maschinen auf dem aktuellsten Stand, was Effizienz und Umweltfreundlichkeit anbelangt.

Auf den folgenden Seiten stellen wir eine Auswahl unserer Innovationen etwas genauer vor. Nachdem KRONES auf der drinktec 2017 überdurchschnittlich viele neue Produkte und Services präsentierte, liegt der Fokus im ersten Jahr nach der drinktec darauf, die dort gezeigten Innovationen umzusetzen.

Contiform 3 Speed

Mit der neuen Contiform 3 Speed hat KRONES den Kundennutzen weiter gesteigert. Während bei herkömmlichen Streckblasmaschinen ein Druckkissen im Formträger die beiden Blasformhälften während des Streckblasprozesses zusammenhält, übernimmt dies bei der Contiform 3 Speed eine neu konzipierte Verriegelung. Dank des nicht mehr nötigen Druckkissens können auch größere Flaschen produziert werden, ohne dass die Dimensionen von Blasmodul und Anlage wachsen.

Die Vorteile des kleineren Blasrads und der geringeren Maschinengröße kombinierte KRONES mit weiteren Optimierungen. Hierdurch stieg die Leistung der Maschine deutlich. Auf der Contiform 3 Speed können bei geringerem Energieverbrauch pro Blasstation bis zu 2.750 und damit rund 10 % mehr Behälter gefertigt werden als bei vergleichbaren Maschinen.

MetaPure Waschmodul für Polyolefine

Die PET-Recyclinganlage MetaPure von KRONES ist auf dem Markt seit Jahren etabliert. Nun haben wir mit MetaPure w-po ein spezielles Waschmodul für Polyolefine entwickelt. Die wichtigsten Vertreter von Polyolefinen sind Polypropylen und Polyethylen. Sie besitzen bei Kunststoffverpackungen einen Marktanteil von rund 50 %. Zum Vergleich: Der Anteil von PET liegt bei etwa 2,5 %. Dies unterstreicht das hohe Recyclingpotential von Polyolefinen.

Generell ist der Waschprozess entscheidend für die Qualität des aus dem Recyclingprozess gewonnenen Rezyklats. Weil sich die physikalischen Eigenschaften von Polyolefinen und PET stark unterscheiden, mussten wir das Verfahren für das Waschen anpassen. Das Gesamtkonzept basiert aber weiterhin auf unseren umfangreichen Erfahrungen aus dem Bereich der PET-Waschtechnologie.

LineXpress

Schnelle Umrüstzeiten beim Produktwechsel sind für die Kunden enorm wichtig. Mit LineXpress können Abfüller von PET-Flaschen extrem schnell ihre Linie auf andere Produkte, Sorten, Formate und Gebinde umstellen. Das Programm besteht aus einzelnen Automatisierungs-Komponenten. Diese steuern gemeinsam mit den Maschinen der Abfülllinie den Umrüstvorgang und unterstützen den Bediener der Anlage.

Automatisierungskomponenten aus dem LineXpress-Programm von KRONES gibt es für Packer, Füller und Blasformen. Bei der Umrüstung der Blasformen greift beispielsweise der Baustein MouldXpress Robot, der die Blasformen bei der Contiform 3 Pro in weniger als 15 Minuten nahezu vollautomatisch wechselt. Das verringert die Standzeiten und erhöht die Leistung der Anlage.

LinaFlex Compact

Mit dem LinaFlex Compact hat KRONES sein Pasteur-Portfolio im kleineren Leistungsbereich ergänzt. Dieser Pasteur wird in einem Stück komplett vorinstalliert ausgeliefert und kann ganz einfach nach dem Plug-and-Play-Prinzip aufgestellt werden. Der Anschluss an eine bestehende Linie und alle Medien sowie die Inbetriebnahme erfolgt innerhalb weniger Tage.

Die Technik des neuen LinaFlex Compact beruht auf der bewährten KRONES Pasteur-Technologie. Er ist kompakt in einem Maschinengehäuse untergebracht. Das spart dem Kunden wertvollen Platz. Die Maschine ist zudem mit einem neu entwickelten Spritzdüsensystem ausgestattet, das weniger Leistung von den Pumpen erfordert und somit den Energieverbrauch senkt.

Aseptischer Block für den kleineren Leistungsbereich

KRONES Aseptikanlagen, zum Abfüllen sensibler Getränke, sind bei Getränkeherstellern auf der ganzen Welt im Einsatz. Unsere Kunden schätzen die Flexibilität, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Aseptik-Portfolios.

Der kleinere Leistungsbereich mit einer Abfüllkapazität von weniger als 24.000 Behältern pro Stunde (bph) wurde bislang durch die bewährte Technik der Behälterentkeimung abgedeckt. Nun sind wir aufgrund verschiedener Anpassungen auch in der Lage, den großen Markt für Aseptik in diesem Leistungsbereich mit der innovativen Technik der Preformentkeimung zu bedienen. Somit ist eine durchgängige Blocklösung von Blasmaschine bis hin zum Füller, wie sie KRONES bereits seit Jahren erfolgreich im größeren Leistungsbereich anbietet, schon ab 12.000 bph möglich.

KRONES schließt mit diesem zukunftsorientierten Konzept die Lücke zwischen kleinerem und großen Leistungsbereich in der Aseptik - zu attraktiven Preisen.

Wirtschaftliches Umfeld*

Weltwirtschaft wächst schwächer als erwartet
Produktion der deutschen Maschinenbauer 2018 um 2 % über Vorjahr
Globale Nachfrage nach abgepackten Getränken steigt stetig

Handelskonflikte bremsen Wachstum der globalen Wirtschaft

Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft hat sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr ein wenig verlangsamt. Gemäß den Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) von Januar 2019 stieg das globale Bruttoinlandsprodukt (bip) im Berichtsjahr um 3,7 % (2017: plus 3,8 %). Die ursprüngliche IWF-Wachstumsprognose für 2018 lag bei 3,9 %. Besonders der Handelskonflikt zwischen den USA und China bremsten den Welthandel und das Wachstum. Darüber hinaus wirkten sich in Europa die Angst vor einem ungeordneten "Brexit" sowie die Probleme der Automobilindustrie in Deutschland negativ auf die Gesamtwirtschaft aus.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern legte das bip 2018 mit 4,6 % (2017: plus 4,7 %) weiterhin überproportional, aber schwächer als erwartet zu. Die chinesische Volkswirtschaft entwickelte sich besonders enttäuschend. Das bip legte 2018 um 6,6 % (Vorjahr: plus 6,9 %) zu. Dies war das schwächste Wachstum in China seit fast 30 Jahren. In Lateinamerika verlor die Wirtschaftstätigkeit ebenfalls an Schwung. Dort kam das bip nur noch um 1,1 % voran (Vorjahr: plus 1,3 %). In der Region Naher Osten/Nordafrika beschleunigte sich das Wachstum im Berichtsjahr auf 2,4 % (Vorjahr: plus 2,2 %).

Das BIP in den reifen Industriestaaten verbesserte sich 2018 im Vergleich zu 2017 insgesamt um 2,3 % (Vorjahr: plus 2,4 %). Dabei verlangsamte sich die Wirtschaftsdynamik im Euro-Raum überproportional auf 1,8 % (Vorjahr: plus 2,4 %).

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent

Die Wirtschaft in den USA entwickelte sich im Berichtszeitraum trotz des Handelsstreits mit China deutlich besser. Ein Grund hierfür waren niedrigere Steuern. Das us-bip stieg 2018 um 2,9 % (Vorjahr: plus 2,2 %). In Japan verbesserte sich das bip hingegen nur um 0,9 % (Vorjahr: plus 1,9 %).

Deutsches Bruttoinlandsprodukt legt 2018 um 1,5 % zu

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes war das deutsche Bruttoinlandsprodukt (bip) 2018 um 1,5 % höher als im Vorjahr. Damit stieg das bip das neunte Jahr in Folge. Die Wachstumsdynamik schwächte sich jedoch ab. 2017 war das BIP um 2,2 % gestiegen. Die stärksten Wachstumsimpulse gingen 2018 von den privaten Konsumausgaben und den Investitionen aus.

* Alle Angaben innerhalb "Wirtschaftliches Umfeld" beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Produktion der deutschen Maschinenbauer steigt schwächer als erwartet

Die Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer war zum Jahresende 2018 hin rückläufig. Deshalb wurde die Prognose des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für das Gesamtjahr 2018 deutlich verfehlt Der Produktion ist gemäß vorläufiger Zahlen 2018 nicht wie prognostiziert um 5 %, sondern nur um 2 % gestiegen. Laut VDMA waren Kapazitätsengpässe bei Material und Personal ein Grund für die schwache Entwicklung im vierten Quartal.

Laut vorläufiger Zahlen stieg die Produktion 2018 in dem für KRONES relevanten Teilbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 6 %.

Nachfrage nach Verpackungsmaschinen nimmt zu

Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach abgepackten Produkten 2016

Quelle: VDMA , Schätzung für 2016

Rund zwei Drittel der weltweiten Nachfrage nach Verpackungsmaschinen stammen aus der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie.

Der weltweite Verpackungsmaschinenmarkt hatte 2016 gemäß VDMA (Verband Deutscher Maschinen-und Anlagenbau) ein Volumen von 35,3 Mrd. € (2015: 34,0 Mrd. €). Zahlen für 2017 und 2018 lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts 2018 noch nicht vor. Doch laut Prognosen des VDMA dürfte die weltweite Nachtrage für Verpackungsmaschinen weiter gewachsen sein. Gemessen an den abgepackten Produkten ist die Getränkeindustrie mit einem Anteil von 32 % der größte Einzelmarkt für Verpackungsmaschinen.

KRONES hat mögliche Effekte aus dem britischen Austrittsprozess (Brexit) analysiert. Aufgrund der Tatsache, dass die KRONES Gruppe keine Produktion in Großbritannien hat, sehen wir weder wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell noch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Megatrends sorgen für stabiles Marktwachstum

KRONES ist in einem langfristig stabil wachsenden Markt tätig. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate ist höher als das durchschnittliche Wachstum der Weltwirtschaft. Mehrere Megatrends führen dazu, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen für Getränke und Nahrungsmittel überproportional steigt.

Der übergeordnete Megatrend ist die stetig steigende Zahl der Weltbevölkerung. Ende 2018 lEBTen mehr als 7,6 Mrd. Menschen auf der Erde. Diese Zahl wird nach Prognosen der Vereinten Nationen künftig jährlich um mehr als 80 Millionen steigen. Vor allem in Afrika und Asien wächst die Bevölkerung stark. Im Jahr 2030 dürfte die Weltbevölkerung bereits bei etwa 8,5 Mrd. liegen. All diese Menschen müssen essen und trinken. Dabei werden sie zunehmend zu abgepackten Getränken und Lebensmitteln greifen.

Der Anteil Asiens an den Konsumausgaben der weltweiten Mittelschicht nimmt stark zu

Die Anzahl der Menschen, die in die Mittelschicht aufsteigen, nimmt besonders in Asien stark zu. Deshalb wächst der Anteil dieser Region an den weltweit steigenden Konsumausgaben der Mittelschicht.

2020 (e) 35,0 Billionen Dollar

Quelle:

2030(e): 55,7 Billionen Dollar

Wachsende Mittelschicht steigert Konsumausgaben

In den Schwellen- und Entwicklungsländern entkommen immer mehr Menschen der Armut und steigen in die Mittelschicht auf. Nach Prognosen der OECD wird die globale Mittelschicht in der Zeit von 2020 bis 2030 von 3,2 Mrd. auf 4,9 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen der Menschen nehmen deren Konsumausgaben - auch für abgepackte Getränke und Lebensmittel - zu. Ein Großteil des Wachstums der weltweiten Mittelklasse und damit der zunehmenden Kaufkraft entfällt auf Asien. 2020 soll laut OECD der Anteil Asiens an den gesamten Konsumausgaben der Mittelschicht bei 42 % liegen. Bis 2030 soll dieser Wert auf 59 % zunehmen. Die Summe der Konsumausgaben der globalen Mittelschicht dürfte in diesem Zeitraum von 35 Billionen Us-Dollar auf 55,7 Billionen us-Dollar steigen.

Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2015 und 2050

In Afrika und Asien ist der Urbanisierungstrend, also der Zuzug in die Städte, am stärksten.

Quelle: Vereinte Nationen, (World Urbanization Prospects, The Revision)

Wachstumstreiber Urbanisierung

Auch die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, in der Regel mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung.

Laut Prognose der Vereinten Nationen werden 2050 zwei von drei Erdenbürgern in Städten leben. Zurzeit sind es erst gut die Hälfte. Am stärksten strömen die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens in die Städte.

Konsum von abgefüllten Getränken nimmt stetig zu

2018 verbrauchte die Weltbevölkerung laut vorläufiger Zahlen der Marktforscher von Euromonitor 1.168 Mrd. Liter abgepackte Getränke. Damit stieg der globale Konsum im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 %. Der Verbrauch abgepackter Getränke wächst seit vielen Jahren stetig. Das stabile Wachstum dürfte sich aufgrund der genannten Megatrends künftig fortsetzten. Euromonitor rechnei damit, dass der weltweite Konsum von abgefüllten Getränken von 2018 bis 202 jährlich um durchschnittlich 2,9 % zunimmt.

Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2018 (in Mrd. Litern)

2018: 1.167,5 Mrd. Liter (e)

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

* Bier, Wein, Spirituosen

** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee

Der Konsum von abgepacktem Wasser steigt stark. Dies liegt hauptsächlich an der hohen Nachfrage in den Schwellen- und Entwicklungsländern.

Deutlich überproportional zum Gesamtmarkt dürfte von 2018 bis 2021 der Konsum von abgefülltem Wasser zunehmen. Euromonitor prognostiziert für dieses Marktsegment eine Steigerungsrate von jährlich durchschnittlich 5,7 %. Wesentlicher Wachstumstreiber ist der steigende Bedarf an sauberem abgefülltem Trinkwasser in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Darüber hinaus treibt der Trend zu gesunder Ernährung in den Industrieländern die Nachfrage nach abgefülltem Wasser. Bereits jetzt ist abgefülltes Wasser das mit Abstand größte Segment des globalen Getränkemarkts. 2018 trank die Weltbevölkerung rund 390 Mrd. Liter abgefülltes Wasser. Der Anteil am kompletten Konsum abgepackter Getränke lag damit bei einem Drittel.

Alkoholische Getränke sind mit einem Anteil von 21,6 % im Jahr 2018 das zweitgrößte Segment. Dies entspricht einem Konsum von rund 252 Mrd. Litern. Der Großteil davon war Bier (Anteil: knapp 80 %). Abgesehen von der steigenden Nachfrage nach Craft Beer, also Spezialbieren kleinerer Brauereien, ist die Nachfrage nach dem Gerstensaft in vielen Industrieländern gesättigt. Deshalb wird der Konsum alkoholischer Getränke nur unterproportional zum Gesamtmarkt zulegen. Für die Jahre 2018 bis 2021 rechnen die Marktforscher mit jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 1,4 %.

Ein weiterer großer Markt sind kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD). 2018 tranken die Menschen weltweit rund 216 Mrd. Liter abgefüllte CSD (Anteil am gesamten Getränkekonsum: 18,5 %). Mit erwarteten Zuwachsraten von durchschnittlich 1,0 % dürfte die Nachfrage nach CSD im Zeitraum 2018 bis 2021 aber nur langsam zulegen. Ein wesentlicher Grund hierfür ist das steigende Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher. Sie ersetzen die meist zuckerhaltigen Softdrinks wie Cola und Limonaden zunehmend durch Wasser.

Innerhalb des Segments Milch und Milchmixgetränke (Anteil am weltweiten Getränkekonsum 2018: 14,1 %) erwartet Euromonitor für Nischenprodukte wie Trinkjoghurt (+ 6,7 %) und Sojamilch (+ 3,8 %) hohe Steigerungsraten. Der Konsum von purer Milch, auf die fast 80 % des Marktsegments entfällt, dürfte aber nur um 1,8 % zulegen. Unterm Strich prognostizieren die Experten für das Segment Milch und Milchmixgetränke von 2018 bis 2021 durchschnittliche jährliche Zuwachsraten von 1,9 %.

New Drinks (Anteil am gesamten Getränkekonsum 2018: 6,4 %) sowie Frucht- und Obstsäfte (Anteil: 6,1 %) sind die beiden kleineren Sorten des globalen Getränkemarkts. Zu den sogenannten New Drinks zählen hauptsächlich trinkfertiger Tee und Kaffee sowie Sport- und Energy Drinks. Von 2018 bis 2021 dürften New Drinks deutlich höhere durchschnittliche Zuwachsraten (+ 2,6 %) erzielen als Frucht- und Obstsäfte (+ 1,0 %).

In den Emerging Markets boomt die Nachfrage nach abgepackten Getränken

In den Schwellen- und Entwicklungsländern profitiert KRONES von steigenden Bevölkerungszahlen. Die wachsende Getränkevielfalt und zunehmend verschiedene Verpackungsvarianten fördern die Nachfrage in den reifen Industrieländern.

Die Megatrends - wachsende Weltbevölkerung, zunehmende Mittelschicht sowie Urbanisierung -spielen sich hauptsächlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern ab. Deshalb gehen von dort die stärksten Wachstumsimpulse auf die globale Nachfrage nach abgepackten Getränken aus.

Am kräftigsten dürfte der Konsum in der Region Afrika/Mittlerer Osten klettern. Dort erwartet Euromonitor von 2018 bis 2021 eine durchschnittliche jährliche Zuwachsrate von 5,9 %. Ähnlich stark (+ 5,7 %) soll die Nachfrage nach abgefüllten Getränken in der Region Asien/Pazifik steigen.

In den reifen Absatzmärkten wie Europa und Nord- und Mittelamerika wachsen die Bevölkerungszahl und damit auch die Getränkenachfrage nur leicht. In diesen Märkten liegen die Wachstumschancen von KRONES nicht im steigenden Getränkevolumen, sondern in der zunehmenden Vielfalt von Verpackungsvarianten.

Weltweiter Konsum abgepackter Getränke

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2018 (e) 2021 (e) durchschn. jährl. Wachstum

in %
Mrd. Liter %* Mrd. Liter %* 2018-2021
--- --- --- --- --- ---
Nordamerika/Mittelamerika 201,2 17,3 207,4 16,3 1,0
Asien/Pazifik 197,6 16,9 233,3 18,4 5,7
China 177,2 15,2 188,8 14,9 2,1
Südamerika 158,0 13,5 169,3 13,3 2,3
Afrika/Mittlerer Osten 148,5 12,7 176,6 13,9 5,9
Westeuropa 144,5 12,4 149,8 11,8 1,2
Russland/GUs/Osteuropa 86,2 7,4 92,8 7,3 2,5
Mitteleuropa 53,1 4,6 53,2 4,2 0,1
Global 1.166,3 100 1.271,2 100 2,9

* Anteil am globalen Konsum

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen - jährliches Wachstum in Prozent*

In den Regionen Afrika/ Mittlerer Osten und Asien/Pazifik wächst der Konsum abgefüllter Getränke mit hohen Steigerungsraten.

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen in Mrd. Litern*

2021 dürften in der Region Asien/Pazifik 35,7 Mrd. Liter mehr abgefüllte Getränke konsumiert werden als 2018 Auch in Afrika/Mittlerer Osten und in China steig der Verbrauch kräftig.

Kunststoff PET bevorzugtes Verpackungsmaterial für Getränke

2018 wurden gemäß vorläufiger Zahlen von Euromonitor weltweit rund 1.650 Mrd. Behälter mit Getränken abgefüllt. Die Behälterzahl wächst mit dem zunehmenden Getränkevolumen stetig und soll bis 2021 um durchschnittlich 2,5 % im Jahr auf 1.780 Mrd. zunehmen. Als Behältermaterialen dienen im Wesentlichen Kunststoff, Glas, Metall sowie Karton.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2018(Basis: abgefüllte Einheiten)

Am stärksten steigt die Nachfrage nach Getränkeverpackungen aus PET.

Das mit Abstand am häufigsten verwendete Verpackungsmaterial für Getränke ist der Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET). Gemäß den Zahlen von Euromonitor waren 2018 mit 35,3 % mehr als ein Drittel aller Getränkebehälter aus PET. Bis 2021 soll die Anzahl der PET-Getränkeverpackungen um durchschnittlich 4,2 % pro Jahr und damit deutlich überproportional steigen. Wichtigster Wachstumstreiber ist die zunehmende Nachfrage nach abgepacktem Wasser. Dieses Getränk wird weltweit überwiegend in PET-Behälter abgefüllt.

Glas ist das am zweithäufigsten eingesetzte Verpackungsmaterial für Getränke. 2018 bestanden 23,8 % aller Getränkeverpackungen aus diesem Material. In Glasflaschen werden hauptsächlich Bier und andere Alkoholika abgefüllt, also Getränkearten, bei denen die Nachfrage nur unterproportional zum Gesamtmarkt wächst. Deshalb soll auch die Anzahl der Getränkeverpackungen aus Glas von 2018 bis 2021 mit jährlichen Steigerungsraten von nur 1,1 % zunehmen.

Vergangenes Jahr waren 18,7 % der Getränkebehälter Metalldosen. Sie sind damit das dritthäufigste Verpackungsmaterial. Dosen werden oft zur Abfüllung von Bier und kohlensäurehaltigen Softdrinks (CSD) verwendet. Bis 2021 soll die Anzahl der Getränkebehälter aus Dosen um durchschnittlich 1,5 % pro Jahr steigen.

Ein weiteres bedeutendes Verpackungsmaterial ist Karton. Kartonverpackungen werden hauptsächlich für Milch und Milchmixgetränke sowie Frucht- und Obstsäfte verwendet. Die Anzahl der Kartonverpackungen (Anteil an den Getränkeverpackungen 2018: 11,8 %) soll bis 2021 durchschnittlich um 1,8 % pro Jahr zulegen.

Als führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Produktion, Abfüllung und Verpackung von PET-Behältern profitiert KRONES von anhaltenden Wachstum von PET-Verpackungen. Das Unternehmen hat aber auch bei Linien zur Abfüllung und Verpackung von Getränken in Glasflaschen und Dosen eine starke Marktstellung. Lösungen für Kartonverpackungen bietet KRONES nicht an.

KRONES in Zahlen

2018 war für KRONES insgesamt herausfordernd
Umsatz steigt um 4,4 % auf 3,85 Mrd. €. Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen belasten die Ertragskraft des Unternehmens
Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 1,70 € je Aktie erhalten

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Prognose 2018 Ist-Wert 2018
Umsatzwachstum 6 % 4,4 %
EBT-Marge 7,0 % 5,3 %
Working Capital/Umsatz 26 % 27,3 %

Umsatz von KRONES steigt um 4,4 % auf 3.854,0 Mio. €

KRONES ist 2018 trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Bedingungen weiter gewachsen.

Trotz schwieriger Bedingungen ist KRONES 2018 weiter gewachsen.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 % von 3.691,4 Mio. € auf 3.854,0 Mio. €. Als Full-Service-Anbieter profitierte das Unternehmen von seinem umfangreichen Produkt- und Serviceangebot sowie der breiten internationalen Aufstellung. Währungseffekte belasteten den Umsatz im Gesamtjahr 2018 mit einem mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte legte der Umsatz 2018 um rund 5 % zu.

Zum Umsatzwachstum trug das gesamte Angebotsspektrum von KRONES bei. Der Umsatz mit Neumaschinen stieg dabei insgesamt stärker als die Serviceerlöse. Im Neumaschinengeschäft legte der Umsatz in beiden Segmenten in weiten Teilen der Produktpalette zu. Im Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" wirkte sich die hohe installierte Maschinenbasis positiv auf die Serviceumsätze aus.

Insgesamt hat KRONES im Berichtsjahr die im Herbst 2018 angepasste Prognose von 4 % Umsatzanstieg erreicht. Wegen negativer Währungseffekte und Projektverschiebungen liegt das Wachstum allerdings leicht unter unserem ursprünglichen Ziel von + 6 %.

Umsatz KRONES Konzern in Mio. €

Umsatz nach Segmenten

Die Compact Class, bis 2017 das dritte und kleinste Unternehmenssegment, gehört seit 1.1.2018 zum Kernsegment.

Der Umsatz des Kernsegments "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % von 3.090,0 Mio. € auf 3.177,9 Mio. €. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz sank von 83,7 % im Vorjahr auf 82,5 %.

Anteil am Konzernumsatz

* Inkl. Segment Maschinen und Anlagen für die Compact Class

Im Segment "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik" verbesserte sich der Umsatz um 12,4 % von 601,4 Mio. € auf 676,1 Mio. €. Zum Konzernumsatz trug das Segment 17,5 % (Vorjahr: 16,3 %) bei.

Weitere Erläuterungen finden Sie unter "Bericht aus den Segmenten" ab Seite 79 sowie in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang auf Seite 130.

Umsatz nach Regionen

KRONES ist stark exportorientiert. Rund 90 % des Umsatzes erzielte das Unternehmen 2018 im Ausland.

Der Umsatz von KRONES in Deutschland war im Berichtsjahr leicht rückläufig. Insgesamt verringerten sich die Erlöse im Inland von Januar bis Dezember 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 % auf 362,3 Mio. €. Zu berücksichtigen ist dabei der Basiseffekt. 2017 hatte der Umsatz in Deutschland um rund 10 % zugelegt. Der Anteil des Inlandsgeschäfts am Konzernumsatz ging von 10,5 % im Vorjahr auf 9,4 % zurück.

Hohe Umsatzzuwächse erzielte KRONES 2018 in Europa (ohne Deutschland). Ein wesentlicher Grund hierfür ist die anhaltend hohe Nachfrage in Westeuropa. Trotz des bereits hohen Vorjahreswerts kletterte dort der Umsatz um 14,5 % auf 721,6 Mio. €. In Mitteleuropa (Österreich, Schweiz, Niederlande) legte die Erlöse von KRONES 2018 um 17,6 % auf 224,6 Mio. € zu. Der überproportionale Anstieg ist zum Teil basisbedingt. In Osteuropa profitierte KRONES im Berichtszeitraum von der allgemeinen Konjunkturbelebung in dieser Region. Die Erlöse verbesserten sich um 51,6 % auf 187,4 Mio. €. Ebenfalls kräftig aufwärts ging es 2018 nach einer konjunkturbedingten Schwächephase in der Region Russland/Gus. Der Umsatz stieg um 46,2 % auf 79,8 Mio. €.

Insgesamt verbesserte KRONES den Umsatz in Europa (ohne Deutschland) 2018 um 21,4 % von 999,4 Mio. € auf 1.213,4 Mio. €. Der Anteil, den das Europa-Geschäft (ohne Deutschland) zum Konzernumsatz des Berichtszeitraums beitrug, legte auf 31,5 % (Vorjahr: 27,1 %) zu.

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Anteil am Konzernumsatz 2018 2017 Veränd.
in Mio. € % in Mio. € % %
--- --- --- --- --- ---
Deutschland 362,3 9,4 387,9 10,5 - 6,6
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 224,6 5,8 191,0 5,2 + 17,6
Westeuropa 721,6 18,7 630,2 17,1 + 14,5
Osteuropa 187,4 4,9 123,6 3,3 + 51,6
Russland, Zentralasien (cus) 79,8 2,1 54,6 1,5 + 46,2
Mittlerer Osten/Afrika 500,6 13,0 563,5 15,3 - 11,2
Asien/Pazifik 445,7 11,6 502,6 13,6 - 11,3
China 290,8 7,5 254,7 6,9 + 14,2
Nord- und Mittelamerika 533,2 13,8 544,6 14,8 - 2,1
Südamerika/Mexiko 508,0 13,2 438,7 11,8 + 15,8
Gesamt 3.854,0 100,0 3.691,4 100,0 + 4,4

Nach teils starken Zuwächsen in den Vorjahren ging der Umsatz in der Region Mittlerer Osten/Afrika 2018 aufgrund einer leichten Marktberuhigung um 11,2 % auf 500,6 Mio. € zurück. Die mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten für KRONES in der Region sind aber unverändert gut. In China erhöhte sich der Umsatz nach einem schwachen Vorjahr um 14,2 % auf 290,8 Mio. €. Damit beträgt der Anteil am Konzernumsatz 7,5 %. Wir sind zuversichtlich, dass sich das ChinaGeschäft weiter erholt. Im übrigen asiatisch/pazifischen Raum gingen die Erlöse aufgrund einer lokal leicht rückläufigen Nachfragesituation um 11,3 % auf 445,7 Mio. € zurück.

Anteil am Konzernumsatz

Weiter gut entwickelten sich die Erlöse in der Region Südamerika/Mexiko. Mit 508,0 Mio. € übertraf der Umsatz 2018 den bereits hohen Vorjahreswert um 15,8 %. Dies ist neben Stabilisierungseffekten auch der Konjunkturerholung in einigen Ländern der Region zuzuschreiben. Leicht rückläufig war der Umsatz im Berichtszeitraum in Nord- und Mittelamerika. Er verringerte sich, teilweise währungsbedingt, um 2,1 % auf 533,2 Mio. €. Dies ist aber angesichts des hohen Vorjahreswerts zufriedenstellend.

Der Umsatz von KRONES ist 2018 in den reifen Industriestaaten insgesamt ein wenig stärker gewachsen als in den Emerging Markets. Das lag vor allem am guten Europa- Geschäft.

Insgesamt verfügt KRONES weiterhin über eine international ausgewogene Umsatzverteilung in den etablierten und aufstrebenden Märkten. Auf den Emerging Markets erwirtschaftete das Unternehmen 2018 insgesamt 52,2 % (Vorjahr: 52,5 %) des Konzernumsatzes. 47,8 % (Vorjahr: 47,5 %) der Erlöse erzielte KRONES in den reifen Industriestaaten.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Hohe Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES

Der Auftragseingang von KRONES verbesserte sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 %.

2018 entwickelte sich auf der Nachfrageseite für KRONES insgesamt gut. Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden war über das gesamte Jahr zufriedenstellend. Trotz des hohen Vorjahreswertes und der Preiserhöhung zum 1. Mai 2018 legte der Auftragseingang von KRONES im Berichtsjahr zu. Von Januar bis Dezember 2018 stieg der Wert der Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % von 3.786,8 Mio. € auf 3.957,3 Mio. €. Akquisitionseffekte hatten keine spürbaren Auswirkungen auf den Auftragseingang. Insbesondere im vierten Quartal 2018 waren die Effekte unserer Preispolitik auf die Orders erkennbar. In diesem Quartal lag der Auftragseingang unter dem Niveau des Vorjahres.

Überproportionale Zuwächse beim Auftragseingang verzeichnete KRONES 2018 in West- und Osteuropa sowie in China. In den Regionen Mittlerer Osten/Afrika, Nordamerika und Südamerika entwickelte sich der Wert der Bestellungen 2018 insgesamt stabil. In Asien/Pazifik war der Auftragseingang rückläufig.

KRONES verfügt über einen hohen Auftragsbestand

Zum 31. Dezember 2018 hatte KRONES Aufträge im Wert von 1.261,1 Mio. € in den Büchern. Damit übertraf der Auftragsbestand den Vorjahreswert von 1.240,1 Mio. € um 1,7 %. Insgesamt erhöht der komfortable Auftragsbestand die Planungssicherheit und ist eine solide Basis für weiteres Umsatzwachstum von KRONES.

Auftragseingang KRONES Konzern in Mio. €

Auftragsbestand Konzern in Mio. zum 31. Dezember

Ertragslage des KRONES Konzerns

Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen belasten die Ertragskraft

EBT-Marge ging 2018 von 7,0 % im Vorjahr auf 5,3 % zurück.

Das Ergebnis von KRONES wurde 2018 maßgeblich von gestiegenen Kosten für Material und Personal beeinflusst. Zudem belasteten Aufwendungen für Reorganisationen und im Zusammenhang mit Zukäufen in Höhe von etwa 42 Mio. €. die Ertragskraft des Unternehmens. Den größten Anteil daran haben Kosten für Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Produktionsstandort in Ungarn. Insgesamt ging 2018 das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 % oder 54,5 Mio. € auf 204,3 Mio. € zurück.

EBIT KRONES Konzern in Mio.

EBIT-Marge KRONES Konzern in %

Konzernergebnis KRONES in Mio. €

Die Preissteigerungen von durchschnittlich 4,5 % für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik und der Prozesstechnik zum 1. Mai 2018 wirkten sich aufgrund der langen Projektlaufzeiten noch nicht auf das Ergebnis aus.

Die EBT-Marge verringerte sich von 7,0 % im Vorjahr auf 5,3 %. Wären 2018 keine Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen angefallen, läge die EBT-Marge bei 6,4 %.

Ergebnis je Aktie KRONES Konzern in €

Die Steuerquote von KRONES ging 2018 aufgrund von lokalen Steuererleichterungen von 27,7 % im Vorjahr auf 26,3 % zurück. Deshalb verringerte sich das Konzernergebnis im Berichtsjahr nicht ganz so stark wie das Ergebnis vor Steuern. Nach Steuern verdiente KRONES 2018 mit 150,6 Mio. € um 19,5 % weniger als im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie ging 2018 von 5,97 € im Vorjahr auf 4,78 € zurück.

Dividene je Aktie KRONES Konzern in €

KRONES will für 2018 eine Dividende von 1,70 € je Aktie ausschütten

Um die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen, schüttet KRONES grundsätzlich 25 % bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktionäre aus. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 5. Juni 2019 für das Geschäftsjahr 2018 eine im Vergleich zum Vorjahr stabile Dividende von 1,70 € je Aktie vorschlagen. Grund hierfür ist, dass ein Großteil des Ergebnisrückgangs 2018 auf Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen zurückzuführen ist. Die geplante Ausschüttung beträgt 35,7 % des Konzerngewinns.

Ertragsstruktur des KRONES Konzerns

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in Mio. € 2018 2017 Veränd.
Umsatzerlöse 3.854,0 3.691,4 +4,4 %
Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse 1,1 - 36,4 -
Gesamtleistung 3.855,1 3.654,9 + 5,5 %
Andere aktivierte Eigenleistungen + 49,6 + 48,2 + 3,0 %
Sonstige betriebliche Erträge + 114,5 + 112,5 + 1,8 %
Materialaufwand - 2.032,0 - 1.859,4 + 9,3 %
Personalaufwand - 1.137,3 - 1.061,4 + 7,2 %
Sonstige betrieblichen Aufwendungen - 544,0 - 554,6 - 1,9 %
EBITDA 305,9 340,2 - 10,1 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen - 102,7 - 94,7 + 8,5 %
EBIT 203,2 245,5 - 17,2 %
Finanzergebnis + 1,1 + 13,3 - 91,8 %
EBT 204,3 258,8 - 21,1 %
Ertragsteuern - 53,7 - 71,7 - 25,1 %
Konzernergebnis 150,6 187,1 - 19,5 %

Weitere Informationen siehe ausführliche Gewinn-und-Verlust-Rechnung auf S. 123.

KRONES verbesserte 2018 die Gesamtleitung um 5,5 % auf 3.855,1 Mio. €. Sie stieg stärker als der Umsatz (plus 4,4 %), da das Unternehmen den Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Berichtszeitraum um 1,1 Mio. € erhöhte, nachdem dieser im Vorjahr um 36,4 Mio. € abgebaut wurde.

Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen sowie der gestiegene Materialaufwand verringerten die Profitabilität von Krones 2018.

Eine wesentliche Auswirkung auf die Ertragskraft von KRONES hatte der Materialaufwand. Er kletterte im Berichtszeitraum um 9,3 % auf 2.032,0 Mio. €. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, stieg von 50,9 % im Vorjahr auf 52,7 %. Die Einkaufspreise für Material zogen wegen der boomenden Wirtschaft erheblich an. Zudem haben der überproportionale Umsatzzuwachs in der Prozesstechnik, die einen höheren Materialanteil aufweist, sowie ein starkes Neumaschinengeschäft im Kernsegment zur höheren Materialaufwandsquote beigetragen.

Leicht überproportional zur Gesamtleistung legte der Personalaufwand zu. Er kletterte um 7,2 % auf 1.137,3 Mio. €. Die Tariferhöhungen, den Mitarbeiteraufbau sowie die überwiegend im Personalaufwand erfassten Kosten der Reorganisation, konnte KRONES nicht mit weiteren Optimierungen der internen Ressourcen kompensieren. Die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, stieg 2018 von 29,0 % im Vorjahr auf 29,5 %.

Aufgrund von allgemeinen Einsparungen in allen wichtigen Kostenblöcken gingen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen trotz höherer Gesamtleistung leicht zurück. Sie verringerten sich um 1,9 % auf 544,0 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 112,5 Mio. € auf 114,5 Mio. €. Andere aktivierte Eigenleistungen stiegen im Geschäftsjahr von 48,2 Mio. € auf 49,6 Mio. € an. Insgesamt veränderte sich der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen um 3,6 % von minus 393,9 Mio. € auf minus 379,9 Mio. €. In Relation zur Gesamtleistung ging der Anteil von 10,8 % auf 9,9 % leicht zurück.

EBITDA KRONES KONZERN in Mio. €

Daraus errechnet sich ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 305,9 Mio.€, das um 10,1 % unter dem Vorjahreswert von 340,2 Mio. € liegt. Die EBITDA-Marge verringerte sich von 9,2 % auf 7,9 %. Abzüglich der Abschreibungen, die aufgrund der Investitionstätigkeit leicht auf 102,7 Mio. € (Vorjahr: 94,7 Mio. €) gestiegen sind, verbleibt ein EBIT von 203,2 Mio. € (minus 17,2 %). Das Finanzergebnis verringerte sich insgesamt von 13,3 Mio. € auf 1,1 Mio. €. Hauptverantwortlich hierfür ist der Anstieg der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von 8,3 Mio. € auf 14,6 Mio. €. In dieser Position ist die Erhöhung der Put-Options-Verpflichtung aus einem Zukauf um 11,2 Mio. € enthalten. Die Erträge aus Beteiligungen an nichtkonsolidierten Gesellschaften gingen von 11,9 Mio. € auf 8,8 Mio. € zurück. Die Zinsen und ähnliche Erträge waren ebenfalls rückläufig. Sie fielen von 10,1 Mio. € auf 6,1 Mio. €, da im Vorjahr positive Effekte durch Auflösungen von Earn-out-Verpflichtungen von 4,6 Mio. € enthalten waren.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) fiel von 258,8 Mio. € auf 204,3 Mio. €. Damit errechnet sich eine EBT-Marge von 5,3 % (Vorjahr: 7,0 %). Die Steuerquote von KRONES ging 2018 gegenüber dem Vorjahr von 27,7 % auf 26,3 % zurück. Unterm Strich sank das Konzernergebnis um 19,5 % auf 150,6 Mio. € (Vorjahr: 187,1 Mio. €).

EBITDA-Marge KRONES Konzern in %

EBIT KRONES Konzern in Mio. €

Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 2018 2017
Ergebnis vor Steuern 204,3 258,8
zahlungsunwirksame Veränderungen + 18,6 + 46,4
Veränderung Working Capital + 178,9 - 188,6
Veränderung sonstige Aktiva und Passiva - 86,7 - 122,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 315,1 - 5,9
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - 179,1 - 133,5
m&a Aktivitäten - 28,3 - 32,5
Sonstiges + 13,0 + 21,2
Free Cashflow 120,7 - 150,7
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit - 77,9 - 24,7
Sonstiges - 6,0 - 11,5
Gesamte Änderung der Liquidität 36,8 - 186,9
Liquidität am Ende des Jahres 218,8 182,0

Der operative Cashflow stieg trotz rückläufiger Ergebnisentwicklung von minus 5,9 Mio. € im Vorjahr auf 315,1 Mio. €. Der starke Abbau von Working Capital war der Hauptgrund hierfür.

Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit KRONES Konzern in Mio. €

Der Cashflow von KRONES hat sich 2018 nach einem schwachen Vorjahr insgesamt deutlich positiv entwickelt. Den operativen Cashflow (Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit) steigerte das Unternehmen um 321,0 Mio. € auf 315,1 Mio. € (Vorjahr: minus 5,9 Mio. €). Hauptgrund für den starken Anstieg war die positive Entwicklung des Working Capital, also des betriebsnotwendigen Kapitals. KRONES baute es im Berichtszeitraum um 178,9 Mio. € ab, nachdem es im Vorjahr noch um 188,6 Mio. € aufgestockt wurde und den operativen Cashflow reduzierte. Neben einer Verringerung der Forderungen und Vorräte wurde das Working Capital im Berichtszeitraum im Wesentlichen durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beeinflusst.

Weitere Informationen siehe ausführliche Kapitalflussrechnung S. 127.

Working Capital zu Umsatz KRONES Konzern in Prozent (Durchschnitt der Quartale)

Working Capital im Verhältnis zum Umsatz liegt stabil bei 27,3 %

Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale im Verhältnis zum Umsatz konnte KRONES im Berichtsjahr auf dem Vorjahreswert von 27,3 % stabil halten. Damit haben wir unser im Sommer 2018 revidiertes Ziel für das Gesamtjahr 2018 von 28 % leicht übertroffen. Im laufenden Jahr wollen wir diese Zielgröße durch intensiveres Working-Capital-Management auf 26 % verbessern.

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte KRONES Konzern in Mio.

Krones verbesserte den Free Cashflow 2018 um 271,4 Mio. € auf 120,7 Mio. €.

KRONES gab im vergangenen Jahr insgesamt 179,1 Mio. € (Vorjahr: 133,5 Mio. €) für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus. Vor allem die Investitionen in Sachanlagen zogen kräftig auf 121,5 Mio. € (Vorjahr: 78,3 Mio. €) an. Die Gründe hierfür waren der Aufbau des ungarischen Produktionsstandorts und Erweiterungen an unseren deutschen Standorten. Dadurch hat sich 2018 das Verhältnis von Investitionen zu Abschreibungen vorübergehend nochmals deutlich erhöht, von 1,41 im Vorjahr auf 1,74. Die Investitionen der jeweiligen Segmente sind in der Segmentberichterstattung auf S. 130 aufgeführt.

Free Cashflow KRONES Konzern in Mio. €

Den Free Cashflow, also den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Nettozufluss liquider Mittel, verbesserte KRONES im Berichtsjahr um 271,4 Mio. € auf 120,7 Mio. € (Vorjahr: minus 150,7 Mio. €). Der um Akquisitionen bereinigte operative Free Cashflow lag mit 149,0 Mio. € ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert von minus 118,2 Mio. €.

Ausschüttungssumme KRONES Konzern in Mio. €

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit war 2018 mit 77,9 Mio. € um 53,2 Mio. € höher als im Vorjahr mit 24,7 Mio. €. Verantwortlich hierfür war die Tilgung kurzfristiger Bankkredite von 24,6 Mio. €, die in gleicher Höhe im Vorjahr in Anspruch genommen wurden. An die Aktionäre hat KRONES im Berichtszeitraum 53,7 Mio. € (Vorjahr: 49,0 Mio. €) ausgeschüttet. Wechselkursbedingte Veränderungen verringerten die Liquidität aufgrund der Kursentwicklung der lokalen Währungen bei den Tochtergesellschaften um 6,4 Mio. € (Vorjahr: minus 11,5 Mio. €). Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel 2018 um 36,8 Mio. € auf 218,8 Mio. €.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente KRONES Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Vermögens- und Kapitalstruktur

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in Mio. € zum 31. Dezember 2018 2017 2016
Langfristige Vermögenswerte 1.010 882 799
davon Anlagevermögen 936 797 725
Kurzfristige Vermögenswerte 2.312 2.158 2.272
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 219 182 369
Eigenkapital 1.433 1.330 1.226
Fremdkapital 1.888 1.710 1.845
langfristige Verpflichtungen 359 314 308
kurzfristige Verpflichtungen 1.529 1.396 1.537
Bilanzsumme 3.321 3.040 3.071

Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz S. 125 bis 126.

Nach dem leichten Rückgang im Vorjahr (minus 1,0 %) erhöhte sich die Bilanzsumme von KRONES zum 31. Dezember 2018 gegenüber dem Wert vom Jahresende 2017, vor allem wegen des gesteigerten Geschäftsvolumens und der Investitionen in das Anlagevermögen, um 9,3 % auf 3.321,4 Mio €.

Die langfristigen Vermögenswerte des Unternehmens lagen Ende 2018 mit 1.009,8 Mio. € um 14,5 % über dem Vorjahreswert von 882,2 Mio. €. Das Anlagevermögen stieg um 17,6 % auf 936,4 Mio. € (Vorjahr: 796,6 Mio. €). Ein großer Teil hiervon entfiel auf Sachanlagen, die sich wegen der Investitionen in unsere Standorte um 69,2 Mio. € auf 570,8 Mio. € erhöhten. Die immateriellen Vermögenswerte von KRONES, bei denen es sich zum großen Teil um aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen handelt, kletterten von 263,6 Mio. € im Vorjahr auf 328,2 Mio. €. Hauptverantwortlich für den Anstieg waren Zugänge bei den Geschäfts- oder Firmenwerten aufgrund der im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen.

Krones verfügt weiterhin über ein komfortables Liquiditätspolster sowie eine solide Eigenkapitalausstattung. Damit hat Krones ausreichend finanziellen Spielraum für Investitionen aus eigener Kraft.

Ebenfalls erhöht haben sich die kurzfristigen Vermögenswerte von KRONES. Sie standen zum Ende des Geschäftsjahres 2018 mit 2.311,6 Mio. € in der Bilanz. Dies ist ein Anstieg um 7,1 % oder 154,0 Mio. € gegenüber Ende 2017. KRONES wies Ende 2018 deutlich geringere Vorräte von 320,7 Mio. € (31. Dezember 2017: 611,8 Mio. €) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 955,4 Mio. € (31. Dezember 2017: 1.225,3 Mio. €) aus. Für große Teile des Rückgangs in dieser Bilanzposition ist der neue Bilanzierungsstandard IFRS 15 verantwortlich. Neben diesen Forderungen sind bedingte Ansprüche gegenüber Kunden ab 2018 in der neuen Bilanzposition "Vertragsvermögenswerte" ausgewiesen. Diese standen zum 31. Dezember 2018 mit 647,1 Mio. € erstmalig in der Bilanz. Die liquiden Mittel erhöhten sich im Berichtszeitraum um 36,8 Mio. € auf 218,8 Mio. €.

Auf der Passivseite stiegen die langfristigen Verpflichtungen von KRONES im Berichtsjahr auf 358,8 Mio. € (31. Dezember 2017: 314,0 Mio. €). Hierfür waren jeweils höhere passive latente Steuern, sonstige Rückstellungen sowie sonstige Finanzverpflichtungen verantwortlich. Die Rückstellungen für Pensionen blieben nahezu unverändert bei 220,6 Mio. € (31. Dezember 2017: 220,2 Mio. €). KRONES hatte Ende 2018 langfristige Bankschulden von 3,2 Mio. € (Vorjahr: keine).

Die kurzfristigen Schulden legten gegenüber dem Jahresende 2017 von 1.395,7 Mio. € auf 1.529,4 Mio. € zu. Während KRONES die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 491,6 Mio. € (31. Dezember 2017: 376,5 Mio. €) ausweitete, verringerte das Unternehmen die kurzfristigen Bankschulden auf 0,6 Mio. € (31. Dezember 2017: 24,6 Mio. €). Deutlich legten die sonstigen Finanzverpflichtungen auf 10 6,7 Mio. € zu (Vorjahr: 7,0 Mio. €). Die neue Bilanzposition (IFRS 15) "Vertragsverbindlichkeiten", die im Wesentlichen Lieferverpflichtungen beinhaltet, wies zum Jahresende 2018 einen Wert von 547,2 Mio. € aus.

Die Eigenkapitalquote ging 2018 trotz des positiven Ergebnisses leicht von 43,8 % auf 43,2 % zurück. Grund hierfür ist, dass die Bilanzsumme überproportional stieg.

KRONES verbesserte zum Bilanzstichtag 2018 seine Nettoliquidität (liquide Mittel abzüglich Bankschulden) auf 215,1 Mio. € (Vorjahr: 157,4 Mio. €). Darüber hinaus bestehen im Konzern nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 323 Mio. €. Zudem steht eine Reservelinie (Back-up-Fazilität) von 250 Mio. € zur Verfügung. Damit sind die Hauptziele des KRONES Finanzmanagements, die hohe Finanzkraft und Unabhängigkeit zu erhalten, weiter gestärkt.

Aufgrund des positiven Konzernergebnisses stieg das Eigenkapital 2018 um 7,8 % von 1.330,1 Mio. € auf 1.433,2 Mio. €. Da die Bilanzsumme stärker anstieg, ging die Eigenkapitalquote leicht von 43,8 % auf 43,2 % zurück. Insgesamt weist KRONES weiterhin eine äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur aus.

Kapitalrendite (ROCE) geht von 16,6 % auf 12,8 % zurück

Der ROCE von KRONES ist 2018 von 16,6 % auf 12,8 % gefallen.

Im Berichtsjahr verringerte sich der Return on Capit Employed (ROCE), also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital, von 16,6 % im Vorjahr auf 12,8 %. Verantwortlich hierfür war im Wesentlichen das rückläufige EBIT.

KRONES Konzern Eigenkapitalquote in Prozent

ROCE-KRONES Konzern in Prozent

Bericht aus den Segmenten

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

Der Umsatz des neu formierten Kernsegments kletterte 2018 um 2,8 % auf 3.178 Mio. €.

Das Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" umfasst seit 01.01.2018 auch die Geschäfte von GERNEP und KOSME, die bis Ende 2017 das Segment "Maschinen und Anlagen für die Compact Class" gebildet hatten. Der Umsatz des neu formierten Kernsegments ist 2018, auch aufgrund von Währungseffekten, ein wenig langsamer gewachsen als erwartet. Insgesamt legten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % von 3.090,0 Mio. € auf 3.177,9 Mio. € zu. Der Anteil des Kernsegments am Konzernumsatz 2018 ging von 83,7 % im Vorjahr auf 82,5 % zurück.

Segmentergebnis

Aufwendungen für Reorganisationen von rund 25 Mio. € belasteten 2018 die Ertragskraft des Kernsegments. Die EBT-Marge sank von 8,5 % auf 7,0 %.

Neben den gestiegenen Material- und Personalkosten belasteten Aufwendungen für Reorganisationen das Ergebnis des Kernsegments. Diese entstanden hauptsächlich durch Aufwendungen, die mit den Maßnahmen für den Produktionsstandort in Ungarn zusammenhängen. Insgesamt lagen 2018 die Aufwendungen für Reorganisationen im Kernsegment bei rund 25 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verringerte sich im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 % von 263,3 Mio. € auf 223,2 Mio. €. Die EBT-Marge ging von 8,5 % im Vorjahr auf 7,0 % zurück.

Segmentumsatz in Mio.

* inkl. Segment Maschinen und Anlagen für die Compact Class

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. und EBIT-Marge in %

* inkl. Segment Maschinen und Anlagen für die Compact Class

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik

Segmentumsatz

Um 12,4 % legte der Umsatz des Segments Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik 2018 im Vergleich zum Vorjahr zu.

Im Segment "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik" stieg der Umsatz 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 12,4 % von 601,4 Mio. € auf 676,1 Mio. €. KRONES fokussierte sich im Berichtszeitraum stärker auf die Preisqualität. Dies verhinderte ein höheres Wachstum. Das Intralogistikgeschäft, ein Teil des Segments, entwickelte sich 2018 insgesamt sehr gut. Der Anteil des Segments "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik" am Konzernumsatz erhöhte sich 2018 auf 17,5 % (Vorjahr: 16,3 %).

Segmentergebnis

Das Segment "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik" schrieb 2018 rote Zahlen.

Die Ertragskraft des Segments war 2018 schwächer als erwartet. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verschlechterte sich von minus 4,5 Mio. € im Vorjahr auf minus 19,0 Mio. €. Wesentlicher Grund hierfür waren Aufwendungen für Reorganisation und Akquisition von insgesamt rund 17 Mio. €. Ein Großteil davon entstand, weil 2018 die variablen Kaufpreisverbindlichkeiten für einen Zukauf gestiegen sind. Darüber hinaus fielen Kosten für Maßnahmen an, mit denen das Ergebnis nachhaltig verbessert werden soll. Auch Aufwendungen für die noch nicht profitablen Digitalisierungs-Aktivitäten schlagen sich im Segmentergebnis nieder. Die EBT-Marge lag 2018 bei minus 2,8 % (Vorjahr: minus 0,7 %).

Segmentumsatz in Mio.

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. € und EBT-Marge in %

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage von KRONES ist nach Auffassung des Vorstands zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Geschäftsberichts insgesamt zufriedenstellend. Obwohl sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtert haben, entwickeln sich die Märkte von KRONES, also die internationale Getränke- und Verpackungsindustrie, stabil.

2018 ist KRONES weiter gewachsen. Das Unternehmen profitierte dabei von der breiten internationalen Aufstellung und dem kompletten Produkt- und Dienstleistungsangebot. Die Ertragskraft von KRONES wurde maßgeblich von gestiegenen Material- und Personalkosten sowie Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen belastet.

Der Umsatz von KRONES legte 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 % auf 3.854,0 Mio. € zu. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte betrug das Wachstum rund 5 %. Insgesamt hat das Unternehmen das im Herbst 2018 angepasste Wachstumsziel von 4 % erreicht. Der Umsatz stieg in beiden Unternehmenssegmenten. Die Ertragskraft verringerte sich hingegen sowohl im Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" als auch bei "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik". Im Kernsegment ging die EBT-Marge von 8,5 % auf 7,0 % zurück. In der "Prozesstechnik" verschlechterte sich das EBT von minus 4,5 Mio. € auf minus 19,0 Mio. €.

Insgesamt ging im KRONES Konzern das Ergebnis vor Steuern (EBT) 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 % von 258,8 Mio. € auf 204,3 Mio. € zurück. Hierin sind Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen von rund 42 Mio. € enthalten. Inklusive dieser Aufwendungen erwirtschaftete das Unternehmen 2018 eine EBT-Marge von 5,3 % (Vorjahr: 7,0 %). Die dritte Zielgröße von KRONES, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, blieb 2018 im Vergleich zum Vorjahr stabil bei 27,3 %.

Weiterhin sehr solide ist die Finanz- und Kapitalstruktur des Unternehmens. Ende 2018 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 218,8 Mio. €. Die Nettoliquidität (liquide Mittel abzüglich Bankschulden) betrug 215,1 Mio. €. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme ermäßigte sich die Eigenkapitalquote leicht auf 43,2 % (Vorjahr: 43,8 %). Insgesamt besitzt KRONES weiterhin eine gute Basis für profitables Wachstum.

Mitarbeiter

Mitarbeiter nach Regionen

Mitarbeiterzahl steigt um 8,1 % auf 16.545 Um die Chancen zu nutzen, die unser attraktiver Markt bietet, investiert Krones nicht nur stark in die Aus- und Weiterbildung, sondern auch in neue Mitarbeiter. 2018 stockte das Unternehmen die Belegschaft, vor allem international bei unseren Kunden vor Ort, weiter auf. Mit 16.545 Mitarbeitern beschäftigte das Unternehmen Ende 2018 weltweit 1.246 Mitarbeiter oder 8,1 % mehr als im Vorjahr. Im Inland stieg die Zahl der Beschäftigten um 521 auf 10.887. Die internationale Belegschaft wurde um 725 auf 5.658 Mitarbeiter erweitert. Der Anteil der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter stieg zum Ende des Geschäftsjahres 2018 von 32,2 % auf 34,2 %.

Mitarbeiterentwicklung in den Emerging Markets 2014 - 2018

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Jahr Südamerika Afrika Asien/Pazifik Osteuropa China Gesamt
2014 501 363 453 136 385 1.838
2015 519 376 502 147 451 1.995
2016 549 386 602 155 508 2.200
2017 581 393 734 172 608 2.488
2018 637 452 830 213 716 2.848

Die Hälfte der ausländischen Mitarbeiter ist mittlerweile in den Emerging Markets beschäftigt. In diesen aufstrebenden Märkten, in denen KRONES seit Jahren mehr als 50 % des Konzernumsatzes erwirtschaftet, will das Unternehmen auch künftig stark wachsen. Im Berichtsjahr hat KRONES die Mitarbeiterzahl in den aufstrebenden Regionen um 360 Personen oder 14,5 % auf 2.848 vergrößert.

Um dem internationalen Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist es eine der wichtigsten Aufgaben unserer Personalpolitik, junge und qualifizierte Mitarbeiter für KRONES zu gewinnen. Hierfür investiert KRONES weltweit in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Neben der guten Nachwuchsarbeit an unseren deutschen Standorten bilden wir beispielsweise auch in Kenia und in China eigene Mitarbeiter vor Ort aus.

Weiterführende Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nichtfinanziellen Bericht. Dieser ist im Internet unter www.KRONES.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php aufrufbar.

Nachhaltiges Wirtschaften*

Corporate Social Responsibility (CSR) steht bei KRONES für unternehmerische Nachhaltigkeit. Durch aktives Management von CSR leistet der KRONES Konzern seinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und den positiven Einfluss auf die Gesellschaft kontinuierlich auszubauen, muss Nachhaltigkeit bei allen wesentlichen Entscheidungen immer schon mitgedacht werden. Der KRONES Konzern ist sich der Verantwortung bewusst, die wir nicht nur für unsere ökonomische Leistung, sondern auch für die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft sowie künftige Generationen tragen.

Nichtfinanzieller Bericht 2018

Im Rahmen des im Jahr 2017 in Kraft getretenen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes legen wir offen, welche Konzepte wir im abgelaufenen Geschäftsjahr hinsichtlich der für KRONES wesentlichen nichtfinanziellen Sachverhalte verfolgt haben. Der Nichtfinanzielle Bericht 2018, der nicht Bestandteil des Konzernlageberichts ist, ist zugleich für den KRONES Konzern und die KRONES AG der zusammengefasste, gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht für das Geschäftsjahr 2018 im Sinne von §§ 315b, 315c in Verbindung mit 289c bis 289e des Handelsgesetzbuchs (HGB).

Veröffentlicht wird der Bericht im Internet unter

https://www.KRONES.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php.

* Alle Angaben innerhalb "Nachhaltiges Wirtschaften" beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Risiko- und Chancenbericht

""Risiken werden laufend identifiziert
""Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken

Das Risikomanagementsystem von KRONES

KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.

Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2019 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2019 zu verstehen.

Das Risikomanagementsystem von KRONES besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.

Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.

KRONES stellt die Risiken in einer dreispaltigen Tabelle dar: Die maximale Schadenhöhe eines Risikos, die Eintrittswahrscheinlichkeit und als Produkt dieser beiden Werte die mögliche finanzielle Auswirkung. Die Einstufung erfolgt jeweils in den Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch. Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:

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Maximale Schadenhöhe* Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung*
niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. € niedrig 0 bis 20 % niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. €
mittel 10,1 bis 50,0 Mio. € mittel 21 bis 49 % mittel 10,1 bis 50,0 Mio. €
hoch > 50,0 Mio. € hoch 50 bis 100 % hoch > 50,0 Mio. €

* gemessen am EBIT

Mehrstufiges Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.

Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken für die KRONES AG. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

Jahresplanung
Mittelfristplanung
Strategische Planung
Rollierende Prognoserechnung
Monats- und Quartalsreports
Investitionsplanung
Produktionsplanung
Kapazitätsplanung
Projektcontrolling
Debitorenmanagement
Wechselkursabsicherungsgeschäfte
Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement von KRONES wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Das Risikomanagement ist bei KRONES im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.

Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

Organisation des Risikomanagements von KRONES

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.

Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

In der KRONES AG besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.

Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen vor allem durch das Controlling, übernommen.

Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, sind qualitativ geeignet ausgestattet.
In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind.
Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken

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Risikokategorie Maximale Schadenhöhe Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung
Umfeld- und Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken hoch mittel mittel
Branchenspezifische Risiken hoch niedrig mittel
Finanzwirtschaftliche Risiken
Ausfallrisiken hoch niedrig mittel
Liquiditätsrisiko niedrig niedrig niedrig
Zinsänderungsrisiko niedrig niedrig niedrig
Währungsrisiko mittel mittel niedrig
Operative Risiken
Preisrisiko hoch mittel mittel
Beschaffungsrisiken niedrig niedrig niedrig
Kostenrisiko hoch niedrig mittel
Personalrisiko niedrig niedrig niedrig
Rechtliche Risiken hoch mittel mittel
Umwelt- und Sicherheitsrisiken hoch niedrig niedrig
IT-Risiken niedrig mittel niedrig

KRONES teilt die maximale Schadenhöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Definition siehe Seite 69.

Umfeld- und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

KRONES ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht. Von internationalen Handelskonflikten sind wir direkt nur in geringem Umfang betroffen. Sollte sich die Weltwirtschaft aber beispielsweise wegen anhaltender Handelskonflikte deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf Umsatz und Ergebnis von KRONES negativ auswirken. 2018 verschlechterten sich aufgrund von Währungsturbulenzen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einigen Schwellenländern. Sollten davon zunehmend mehr Schwellenländer betroffen und die Krise nicht nur vorübergehend sein, könnte sich die Investitionsbereitschaft unserer Kunden dort verringern. Auch eine globale Finanzkrise könnte zulasten der Investitionen in Maschinen und Anlagen von KRONES gehen, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten allgemein verschlechtern würden. Durch die breite internationale Aufstellung des Unternehmens ist KRONES in der Lage, Geschäftseinbrüche in einzelnen Regionen zumindest abzumindern.

Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifischen Risiken ist KRONES hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von KRONES auf Kosten der Preisqualität den Kampf um Aufträge forcieren, um ihre Kapazitäten auszulasten. Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich KRONES mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.

Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

KRONES ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken ausgesetzt. Wir beschreiben diese Risiken und geeignete Maßnahmen im Folgenden auch in Einklang mit den Angaben nach IFRS 7 zur Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen, abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen auf individueller Basis. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

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in T€ davon: zum Abschluss davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Buchwert stichtag nicht überfällig bis zu 90 Tagen zwischen 90 und 180 Tagen zwischen 180 und 360 Tagen über 360 Tagen
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2018 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.635.059 1.460.726 116.017 21.212 24.337 12.767
31.12.2017 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.277.358 998.659 171.991 42.825 34.363 29.520

1.2 Derivative Finanzinstrumente

KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, australischen Dollars und kanadischen Dollars sowie des britischen Pfunds gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.

Auswirkung von Ausfallrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.

KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von KRONES umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

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in T€ Cashflow Cashflow Cashflow
Buchwert 2019 2020 - 2023 nach 2023
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2018 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 1.982 0 1.980 0 2 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 3.724 0 555 680 3.169 0
Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen 295 6 118 15 177 0
Diskontierte Kundenwechsel 106.670 0 106.670 0 0 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten 41.302 0 44 41.302 0
153.973 6 109.323 739 44.650 0

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in T€ Cashflow
nach 2023 Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen 0
Diskontierte Kundenwechsel 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten 0
0

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in T€ Cashflow Cashflow Cashflow
Buchwert 2018 2019 -2022 nach 2022
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2017 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 513 0 340 0 173 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 24.620 0 24.620 0 0 0
Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen 102 4 92 0 6 0
Diskontierte Kundenwechsel 6.979 0 6.979 0 0 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten 27.811 0 42 27.811 0
60.025 4 32.031 42 27.990 0

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in T€ Cashflow
nach 2022 Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen 0
Diskontierte Kundenwechsel 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten 0
0

Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Zinsänderungsrisiko

KRONES ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. KRONES nahm zum Bilanzstichtag 2018 nur geringe Bankkredite in Anspruch.

Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

4. Währungsrisiko

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Wesentliche Fremdwährungspositionen nach Klassen des IFRS 7:

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in T€ Währung USD Währung NOK Währung CAD Währung CNY Währung GBP
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 395 0 132 56 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 907 0 5.239 0 0
Sonstige Finanzforderungen 0 635 34 0 0
Derivate mit positiven Marktwerten 194 284 269 0 45
Ausleihungen 0 0 0 0 0
Summe Aktiva 1.496 919 5.673 56 45
Verbindlichkeiten
Lieferungen und Leistungen - 2.114 0 0 - 1.082 -39
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
aus Finanzierungsleasingverhältnissen 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten -856 - 14.217 -2.543 0 -4007
Derivate mit negativen Marktwerten - 1.100 - 11 - 7 - 589 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 0 0 0 0 0
Summe Passiva - 4.070 - 14.228 - 2.550 - 1.671 - 4.046
Saldo Aktiva und Passiva -2.574 - 13.309 3.123 - 1.615 - 4.001
Netto-Exposure per 31.12.2018 -2.574 - 13.309 3.123 - 1.615 - 4.001

Eine Veränderung des Stichtagskurses von 10 % würde folgende Auswirkungen im Ergebnis nach Steuern verursachen:

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in T€ Währung USD Währung NOK Währung CAD Währung CNY Währung GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 116 1.254 - 87 68 567
Konzerneigenkapital 3.022 1.254 553 214 671

Auswirkung des Währungsrisikos: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Operative Risiken

1. Preisrisiko

KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die zu erzielenden Preise für unsere Produkte und Dienstleistungen verschlechtern. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge. Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt KRONES. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.

Auswirkung des Preisrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Beschaffungsrisiken

KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit durch den Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. Hinsichtlich Lieferanten besteht darüber hinaus ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren.

Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Kostenrisiko

Neben einem steigenden Umsatz basiert unsere Ergebnisprognose auch darauf, dass wir mit Kosteneinsparungen rechnen. Auch im Rahmen des Value-Programms optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig. Dabei geht es in erster Linie darum, klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu flexibilisieren, um mit starken Marktveränderungen zurechtzukommen. KRONES ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.

Auswirkung des Kostenrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

4. Personalrisiko

KRONES plant mit steigendem Geschäftsvolumen und will besonders im Servicebereich verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern wollen wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/ Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.

Auswirkung des Personalrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen für KRONES aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. KRONES begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.

Auswirkung von rechtlichen Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Als produzierendes Unternehmen ist KRONES Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. KRONES vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.

Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

IT-Risiken

Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von KRONES basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen werden. Dies könnte den Verlust von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben. KRONES wappnet sich gegen diese Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.

Auswirkung von IT-Risiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen

Die wesentlichen Chancen

Unternehmerische Chancen erfasst KRONES nicht im Risikomanagementsystem. Wir teilen ihnen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für KRONES durch die gute internationale Positionierung des Unternehmens. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat KRONES seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Gemäß der Prognose des Internationalen Währungsfonds soll sich das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern 2019 verlangsamen. Sollte diese Prognose nicht eintreten und sich das Wachstum in den Emerging Markets sogar beschleunigen, würde KRONES davon profitieren. Auch eine besser als erwartete Entwicklung der Wirtschaft im Euro-Raum sowie in den USA könnten zu einem über unserer Prognose liegenden Ergebnis führen.

Branchenspezifische Chancen

Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt und die Bereitschaft der Kunden steigt, dafür auch höhere Preise zu akzeptieren. Daraus eröffnen sich für KRONES aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatz- und Umsatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von KRONES besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.

Chancen durch Akquisitionen

Aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung des Unternehmens ist KRONES grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Im Rahmen unserer Strategie halten wir gezielt Ausschau nach geeigneten Zukäufen. Unsere Ergebnisplanungen beinhalten keinerlei künftige Akquisitionen. Durch externes Wachstum könnten sich Chancen für KRONES eröffnen.

Operative Chancen

1. Absatzpreise

KRONES will die angestrebte Ergebnisverbesserung durch eine günstigere Kostenbasis realisieren. Darüber hinaus rechnen wir im Geschäftsjahr 2019 mit zunehmend positiven Effekten aus der Erhöhung der Preise für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik sowie der Prozesstechnik mit Wirkung zum 1. Mai 2018. Sollten sich die Marktpreise besser als erwartet entwickeln, ergäben sich daraus für das Unternehmen Chancen.

2. Beschaffungspreise

Das Unternehmen kauft zunehmend Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft KRONES verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens. Es besteht die Chance, dass wir dadurch mehr einsparen als geplant. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch allgemein niedrigere Rohstoffpreise als erwartet.

3. Kosten

Auch im Rahmen des Strategieprogramms Value optimiert das Unternehmen seine Kostenstrukturen. Sollten einzelne Maßnahmen stärker oder schneller greifen als geplant, ergeben sich daraus Chancen für KRONES.

Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage

Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen nicht wesentlich geändert. Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie den finanzwirtschaftlichen Risiken.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres

Nach Ablauf des Geschäftsjahres fanden keine wesentlichen Ereignisse statt.

Prognosebericht*

Globale Konjunkturaussichten leicht eingetrübt
Insgesamt gute Wachstumschancen für KRONES
Vorstand erwartet für 2019 Steigerungen bei Umsatz und beim Ergebnis vor Steuern

Die globale Wirtschaft soll 2019 um 3,5 % wachsen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2019 die Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr 2019 von 3,7 % auf 3,5 % gesenkt. Gründe hierfür waren hauptsächlich der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie schwächelnde Wachstumsraten in einigen Ländern wie Frankreich, Deutschland und China. Gleichzeitig wiesen die Experten darauf hin, dass die Risiken für weitere Abwärtskorrekturen zunehmen. Hierzu zählen Schwankungen an den Finanzmärkten sowie steigende Zinsen in den USA. Eine Rezession drohe der Weltwirtschaft aus Sicht des IWF aber nicht.

Der Internationale Währungsfonds hat die Wachstumsprognose für 2019 leicht zurückgenommen.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte die Wachstumsdynamik 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht abnehmen. Dies liegt hauptsächlich an der chinesischen Volkswirtschaft. Der IWF rechnet damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (bip) in China 2019, auch aufgrund der Zollstreitigkeiten mit den USA, nur noch um 6,2 % (Vorjahr: 6,6 %) steigt. Für die Region Naher Osten/Afrika erwartet der IWF 2019 ein BIP-Wachstum von 2,4 % (Vorjahr: 2,4 %). In Lateinamerika soll sich die Wachstumsdynamik mit einem BIP-Zuwachs von 2,0 % im Vergleich zu 2018 (+1,1 %) beschleunigen. Insgesamt rechnet der IWF für die Schwellen- und Entwicklungsländer im Jahr 2019 mit einem Wachstum von 4,5 % (Vorjahr: 4,6 %).

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2019 in Prozent (Prognose)

Quelle: IWF

Wirtschaftliche Probleme erwartet der IWF 2019 in einigen Industriestaaten, vor allem im Euro-Raum. Am stärksten senkten die Experten die Wachstumsprognose für Deutschland, das unter den Produktionsschwierigkeiten der Automobilindustrie und einer geringeren Auslandsnachfrage leidet. Das deutsche bip dürfte 2019 lediglich um 1,3 % (Vorjahr: 1,5 %) zulegen. Für die Euro-Zone insgesamt prognostiziert der IWF für 2019 ein Wachstum von 1,6 % (Vorjahr: 1,8 %). Optimistischer beurteilen die IWF-Volkswirte die Aussichten für die us-Wirtschaft. In den USA wirken fiskalische Anreize positiv, deshalb dürfte das bip in der weltweit größten Volkswirtschaft 2019 um 2,5 % (Vorjahr: 2,9 %) steigen. Für Japan liegt die Wachstumsprognose des IWF bei 1,1 % (Vorjahr: 0,9 %). Insgesamt rechnet der IWF für die entwickelten Industrieländer für 2019 mit einem BIP-Wachstum von 2,0 % (Vorjahr: 2,3 %).

* Alle Angaben innerhalb des Prognoseberichts beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Gute Beschäftigungszahlen und moderate Inflationsraten stützen den Konsum

Die Investitionsbereitschaft der KRONES Kunden und damit die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Konsumfreude der Endverbraucher. Eine niedrige Arbeitslosenquote und geringe Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus und stützen damit die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Arbeitslosenquote und Inflation beeinflussen somit indirekt die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von KRONES. Für 2019 erwarten wir, dass beide Faktoren insgesamt keine negativen Effekte auf die Geschäfte von KRONES haben werden.

Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer soll leicht steigen

Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau erwartet für 2019 Zuwächse für die Branche.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet damit, dass sich die nachlassende Wirtschaftsdynamik 2019 auch auf die Investitionsgüternachfrage auswirkt. Darüber hinaus weist er auf Unwägbarkeiten wie den Brexit und die Handelskonflikte hin. Insgesamt erwartet der VDMA für 2019, dass der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen um 2 % steigt (Vorjahr: + 2 %).

Für den Fachbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, dem auch KRONES angehört, rechnet der VDMA für 2019 ebenfalls mit einem Produktionswachstum von 2 %.

Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

* Prognose

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

KRONES geht verhalten optimistisch in das Jahr 2019

Nachdem die gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das laufende Jahr insgesamt noch positiv sind, startet KRONES, trotz politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten, verhalten optimistisch in das Geschäftsjahr 2019. Der Markt für Verpackungsmaschinen wächst relativ stabil, weil die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln, getrieben von mehreren Megatrends, zunimmt. Trotz der guten Voraussetzungen bleibt unser Markt herausfordernd. Der Kampf um Aufträge ist intensiv, die Einkaufsmacht der Kunden nimmt aufgrund von Fusionen und Übernahmen eher zu. Von den Material- und Personalkosten ist 2019 keine Entspannung zu erwarten.

Umsatz und Profitabilität sollen 2019 in beiden Segmenten steigen

Der Schlüssel für profitables Wachstum liegt für KRONES im Ausbau des Global Footprint. Hierbei nimmt der Aufbau einer kostenoptimierten Lieferantenstruktur in den Regionen eine bedeutende Rolle ein. Zudem bleiben neue Produkte und Services sowie weitere Kostensenkungen wichtige Themen, um 2019 in beiden Segmenten weiter zu wachsen und die Ertragskraft zu verbessern.

Im Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" wird KRONES 2019 die internationale Präsenz weiter ausbauen. Ein wichtiger Schritt hierfür ist der Produktionsstart im neuen Werk in Ungarn im zweiten Halbjahr 2019. Zudem werden Innovationen zum Wachstum beitragen. Um den steigenden Kosten für Material entgegenzuwirken, werden wir die Modularisierung weiter vorantreiben. Hierdurch erzielen wir bessere Einkaufskonditionen und steigern die Effizienz im Unternehmen.

KRONES erwartet für das Kernsegment 2019 wegen der Preiserhöhungen übergangsweise einen unter dem Marktwachstum liegenden Umsatzanstieg von rund 3 %. Die EBT-Marge sollte in etwa bei 7 % liegen.

Das Segment Prozesstechnik soll 2019 weiter wachsen.

Im Segment "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik" liegt ebenfalls der Fokus auf dem Ausbau des Global Footprint. Durch die Errichtung zusätzlicher internationaler Hubs wollen wir die Aufträge schneller und kosteneffizienter aus den Regionen erledigen. Im umsatzstarken Brauereigeschäft planen wir die Auftragsqualität und damit die Profitabilität zu steigern. Durch die zügige Integration der 2018er Zukäufe in diesem Segment werden wir zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale heben.

Der Bereich Intralogistik, der im Segment "Prozesstechnik" angesiedelt ist, sollte im laufenden Geschäftsjahr erneut die guten Wachstumschancen des Marktes nutzen und positiv zum Ergebnis beitragen. Da es zunehmend mehr unterschiedliche Verpackungsarten und -formen gibt, wird die Intralogistik für unsere Kunden immer wichtiger, um die verschiedenen Verpackungseinheiten vernünftig zu steuern und zu verteilen. Außerdem ist die Intralogistik wichtiger Bestandteil der digitalen Getränkefabrik.

Insgesamt prognostizieren wir für das Segment Prozesstechnik für 2019 einen um 5 % höheren Umsatz bei einer EBT-Marge von rund 1 %.

Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte rechnet das Unternehmen für 2019 im Konzern mit einem Umsatzwachstum von 3 %.

KRONES will 2019 den Umsatz und die EBT-Marge steigern.

Um die mittelfristigen Unternehmensziele zu erreichen, wird KRONES auch 2019 weiter an einer zukunftsfähigen globalen Struktur arbeiten. Bei den Materialeinkaufspreisen erwartet das Unternehmen 2019 keine spürbaren Entlastungen, das gilt auch für die Personalkosten. Die Preiserhöhungen von KRONES für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik und der Prozesstechnik zum 1. Mai 2018 dürften im Geschäftsjahr 2019 leicht positive Ertragseffekte haben. Insgesamt erwartet KRONES für 2019 eine EBT-Marge von rund 6 %.

Vor allem durch den Fokus auf die Steigerung des Preisniveaus sieht KRONES, in der jetzigen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage, das Erreichen der Ziele für 2019 mit größeren Unsicherheiten als in der Vergangenheit.

Für die dritte Zielgröße, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, erwartet KRONES 26 %. Im laufenden Jahr wollen wir diese Zielgröße durch intensiveres Working-Capital-Management verbessern.

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Prognose für 2019 Ist-Wert 2018
Umsatzwachstum 3 % 4,4 %
EBT-Marge 6 % 5,3 %
Working Capital/Umsatz 26 % 27,3 %

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 und § 289 a Abs. 1 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.

In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach §34 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland 51,61 % 51,61 %

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (Januar 2019) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Mio. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht grundsätzlich einzuräumen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum Ablauf des 12. Juni 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbenen eigenen Aktien neben einer Veräußerung über die Börse oder mittels eines Angebots an alle Aktionäre zu jedem zulässigen Zweck, insbesondere auch in folgender Weise zu verwenden:

1) Sie können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

2) Sie können Dritten gegen Sachleistungen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Unternehmensteilen oder Beteiligungen, angeboten und auf diese übertragen werden. Die vorbezeichneten Aktien können darüber hinaus auch zur Beendigung bzw. vergleichsweisen Erledigung von gesellschaftsrechtlichen Spruchverfahren bei verbundenen Unternehmen der Gesellschaft verwendet werden.

3) Sie können gegen Barzahlung an Dritte veräußert werden, wenn der Preis, zu dem die Aktien der Gesellschaft veräußert werden, den Börsenpreis einer Aktie der Gesellschaft zum Veräußerungszeitpunkt nicht wesentlich im Sinne der §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet.

4) Sie können zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaft aus und im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandel- oder Optionsrechten verwendet werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter 2) bis einschließlich 4) verwendet werden oder soweit dies, für den Fall der Veräußerung eigener Aktien an alle Aktionäre, erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszuschließen.

Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Internet unter www.KRONES.com abrufbar.

Abhängigkeitsbericht

Nach §17 AktG besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zur Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling. Deshalb wird gemäß §312 AktG ein Bericht erstattet, der folgende Schlusserklärung des Vorstands enthält:

Bei den im Berichtsjahr vorgenommenen Rechtsgeschäften zwischen der KRONES AG und den Gesellschaftern der Familien-GbR sowie den mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die KRONES AG in jedem Einzelfall eine angemessene Gegenleistung im Sinne des § 312 AktG vereinbart und - soweit dies im Berichtsjahr zu erfüllen war - eine entsprechende Leistung erhalten.

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften des § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.KRONES.com abrufbar.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des VergütungsSYSTEMS im nachfolgenden Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften des § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB.

Vorstandsvergütung

Grundsätze der Vorstandsvergütung

Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.

Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2017 überarbeitet.

Hierbei wurde der bisherige fünfjährige Long Term Incentive (LTI) durch eine neue dreijährige Long Term Incentive Regelung, welche revolvierend ausgelobt wird, ersetzt.

Es wurde eine Übergangsphase ab dem 01.01.2018 vereinbart, welche die Neutralität der Zuteilung sicherstellt.

Diese Neuordnung wurde vom Aufsichtsrat am 29.11.2017 beschlossen und am 13.06.2018 von der Hauptversammlung gebilligt.

Vergütungsbestandteile

Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die langfristigen variablen Bestandteile 64 % der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)

Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2018 betrug die Grundvergütung der fünf im Geschäftsjahr 2018 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 2.930 (Vorjahr: T€ 3.220 -sechs Vorstandsmitglieder).

Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen, Wohnungskosten, Schulgeld und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2018 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 280 (Vorjahr: T€ 345).

Variable Vergütungsbestandteile

Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2017 aus folgenden Komponenten zusammen:

Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)

Jährliche Auslobung
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, seit 2017 Net Working
Capital Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist

Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2018 beträgt in 2019 T€ 220 (Vorjahr: T€ 1.127). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. Für das Geschäftsjahr 2018 wurde keine Sondertantieme ausgezahlt.

Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Wurde durch den dreijährigen LTI ersetzt und somit 2017 letztmalig ausgelobt
Zielwert: 3 Monatsgehälter p.a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: bis 2016 ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten, seit 2017 Net Working Capital, Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 807 (Vorjahr: 1.138), davon entfallen T€ 398 (Vorjahr: T€ 520) als Vergütung auf das Jahr 2018.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Jährliche Auslobung (revolvierend)
Zielwert: 5,4 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: Enterprise Value nach 3-Jahres-Durchschnitt (EBT mal 9, EBIT mal 7, Umsatz mal 1) für Start- und Endwert plus Net Cash und abzüglich Pensionsrückstellungen
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Long Term Incentive-Rückstellung für die Übergangsphase (2018 - 2020) betrug zum Geschäftsjahresende T€ 238.

Die Auszahlung aus dem Übergangs-LTI erfolgt mit Ablauf des Geschäftsjahres 2020, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)
Wurde durch den LTI mit einer Laufzeit von 3 Jahren abgelöst.

Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 3.376 (Vorjahr: T€ 3.994), davon entfallen T€ 2.651 als Vergütung auf das Jahr 2018. Die Auszahlung aus dem LTI erfolgt mit Ablauf des Geschäftsjahres 2018, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden und der Anspruch fällig ist. Die Basis hierfür sind die Umsatz- und Ergebnissteigerungen der Jahre 2014 bis 2018 und betreffen vier Vorstände. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.

Somit betrug die Gesamtvergütung des Vorstands T€ 6.480 (Vorjahr: T€ 6.405).

Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.

Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.

Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/ oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.

Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.

Sowohl bei den beitragsorientierten, als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 1.151 (Vorjahr: T€ 257) gebildet. Die korrespondierenden Barwerte betrugen zum Geschäftsjahresende 2018 für Herrn Klenk T€ 2.962, für Herrn Ricker T€ 30, für Herrn Tischer T€ 33 und für Herrn Goldbrunner T€ 22. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.172 (Vorjahr: T€ 1.024) im Geschäftsjahr 2018 geleistet. Die Versorgungsaufwendungen, bzw. der bAV-Beitrag betrugen im Geschäftsjahr 2018 für Herrn Klenk T€ 320, für Herrn Andersen T€ 252, für Herrn Ricker T€ 216, für Herrn Tischer T€ 192 und für Herrn Goldbrunner T€ 192.

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.

Vorschüsse und Kredite

Im Geschäftsjahr 2018 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.

Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.688 (Vorjahr: T€ 1.504) ausbezahlt. Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 4.516 (Vorjahr: T€ 2.465) sind zurückgestellt.

Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017/2018

Vergütung 2018 gemäß drs 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
Christoph Klenk CEO Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 28 828 60
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf seit 2016 630 182 812 47
Thomas Ricker Vertrieb und Marketing seit 2012 540 21 561 41
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 480 18 498 36
Ralf Goldbrunner Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2014 480 31 511 36

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Name Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
Christoph Klenk 133 920 1.942
Michael Andersen 85 0 945
Thomas Ricker 67 669 1.337
Markus Tischer 57 569 1.160
Ralf Goldbrunner 57 493 1.096

Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.

Vergütung 2017 gemäß drs 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
Christoph Klenk CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 28 828 280
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf seit 2016 510 219 729 179
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 660 29 689 231
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 450 21 471 158
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 400 16 416 140
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 400 32 432 140

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Name Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
Christoph Klenk 128 0 1.236
Michael Andersen 0 0 908
Rainulf Diepold 140 1.193 2.253
Thomas Ricker 93 0 722
Markus Tischer 79 0 635
Ralf Goldbrunner 79 0 651

Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2018 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 geänderte Satzung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2018 T€ 712 (Vorjahr: T€ 631) und sind nach folgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen:

Vergütung 2018 gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2018
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 87,5 7,0 15,0 109,5
Werner Schrödl*,#** Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52,5 7,0 13,5 73,0
Robert Friedmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Oliver Grober*,* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Thomas Hiltl*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 15,0 57,0
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Dr. phil. Verena Di Pasquale*,* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Beate Eva Maria Pöppe*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Norbert Samhammer Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
PETra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Jürgen Scholz*,* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 10,5 52,5
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 10,5 52,5
Josef Weitzer*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 15,0 57,0
Matthias Winkler Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

Vergütung 2017 gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2017
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 87,5 7,0 9,0 103,5
Werner Schrödl*,** Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52,5 7,0 13,5 73,0
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 13,5 55,5
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld*** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 4,5 46,5
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Dr. phil. Verena Di Pasquale*,* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Johann Robold*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 3,5 3,0 24,0
Beate Eva Maria Pöpperl*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
PETra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Jürgen Scholz*,* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 3,5 7,5 46,0
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Josef Weitzer*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 13,5 55,5

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

*** Verstorben am 01.12.2017

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit - Anlage zum Lagebericht der KRONES AG

Gemäß den Anforderungen des § 21 Entgelttransparenzgesetzes berichtet KRONES nachfolgend zu Gleichstellung und Entgeltgleichheit.

1) Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen

Initiativen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf

KRONES strebt die kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter an. Im Rahmen verschiedener Initiativen sowie durch die Ausgestaltung betrieblicher Regelungen wurden Maßnahmen umgesetzt, die zu einem positiven Arbeitsumfeld beitragen sollen.

Es wurden Betriebsvereinbarungen zu Themen wie Sabbatical, flexiblem und mobilem Arbeiten abgeschlossen. Durch verschiedene Teilzeitoptionen unterstützt KRONES Wünsche von Mitarbeitern zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Diese Möglichkeiten werden insbesondere von weiblichen Mitarbeitern wahrgenommen.

Die Kindertagesstätte kroki Neutraubling e.V. bietet seit 1. September 2008 mehr als 40 Kindern Platz für eine ganzjährige Kinderbetreuung. In insgesamt zwei Krippen- und einer Kindergartengruppe werden Kinder aus dem KRONES Umfeld im Alter von mind. 4 Monaten bis 6 Jahren aufgenommen.

Um verstärkt Schülerinnen für die zahlreichen technischen Ausbildungsberufe bei KRONES zu begeistern, nehmen alle Standorte der ag jährlich am Girls' Day teil.

Ausschreibungen und Einstellungen

Die Ausschreibung von Stellen bei KRONES erfolgt geschlechtsneutral.

2) Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer

Tarifbereich

Die KRONES AG wendet durch Anerkennungstarifvertrag in seinen Standorten die Tarifverträge der bayerischen Metall- und Elektroindustrie an.

Die Eingruppierung in die Entgeltgruppen des Tarifvertrages erfolgt geschlechtsneutral gemäß den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Stellen.

Außertariflicher Bereich

Die KRONES Stellenbewertung im außertariflichen Bereich erfolgt anhand bewährter Standardverfahren im Wege der Zuordnung von Stellentypen zu Gehaltsbändern.

Im Rahmen der Zielvereinbarungen wird der jeweilige Grad der Zielerreichung anhand einheitlicher und damit geschlechtsneutraler Kriterien bewertet.

KRONES überprüft kontinuierlich die bestehenden Entgeltstrukturen und nimmt ggf. erforderliche Anpassungen vor.

Statistische Angaben gemäß § 21 Absatz 2 Entgelttransparenzgesetz1

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Geschlecht Vollzeit Teilzeit Beschäftigte
Weiblich 860 371 1.231
Männlich 7.537 110 7.647
Gesamt 8.397 481 8.878

1 Voll- und Teilzeitbeschäftigte der KRONES AG in Deutschland inkl. bkk - Stand 31.12.2016

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der KRONES AG beschrieben sind."

Neutraubling, den 20. März 2019

KRONES AG

Der Vorstand

Christoph Klenk CEO

Michael Andersen CFO

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

3 CORPORATE GOVERNANCE

Erklärung zur Unternehmensführung

KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung

Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat berichten hiermit nach Tz. 3.10 DCGK über die Corporate Governance bei KRONES.

Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

"Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 07. Februar 2017 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird mit folgenden Abweichungen:

Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&o-Versicherung besteht nicht (Tz. 3.8 DCGK).

Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt.

Im Vergütungsbericht sollen bestimmte Informationen zur Vorstandsvergütung in vorgegebenen Mustertabellen angegeben werden (Tz. 4.2.5 Satz 5 und Satz 6 DCGK).

Neben Unklarheiten in der Auslegung bestehen auch Zweifel, ob die zusätzliche Verwendung der Mustertabellen die vom Unternehmen unter Beachtung der Anforderungen der Rechnungslegung angestrebte Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts (vgl. Ziffer 4.2.5 Satz 3 des Kodex) fördert.

Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet (Tz. 5.3.3 DCGK).

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten acht Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden. Die Aufgaben werden vom Ständigen Ausschuss übernommen.

Eine Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft oder einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär erfolgt derzeit nicht (Tz. 5.4.1 Absätze 5 und 6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Anforderungen der Absätze 5 und 6 unklar und im Detail unbestimmt sind, sowie die Privatsphäre der Betroffenen verletzen können.

Der Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung nicht gesondert berücksichtigt (Tz. 5.4.6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Ausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist."

Neutraubling, den 28. Februar 2019

Für den Vorstand:

Für den Aufsichtsrat:

Christoph Klenk CEO

Volker Kronseder Vorsitzender

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß Tz. 5.4.1 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten. Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Für die gewählten Arbeitnehmervertreter sind die besonderen Regeln der Mitbestimmungsgesetze zu beachten.

In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:

a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen

Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.

Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.

b) Potenzielle Interessenkonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungs- oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG, noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex erfüllen. Unter der Voraussetzung, dass die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex begründen kann, soll die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i. S. v. Tz. 5.4.2 DCGK sein. Dabei sollten mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseignerseite unabhängig sein. Im Berichtsjahr waren dies Prof. Dr. Susanne Nonnast sowie Hans-Jürgen Thaus.

Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.

c) Altersgrenze

Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauffolgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.

d) Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer

Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von KRONES wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin - unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer -individuell betrachten. Da wir uns kein Ziel für die Regelgrenze gesetzt haben, ist auch nicht über den Stand der Umsetzung zu berichten.

e) Internationalität

Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.

Diese beziehen sich nicht nur auf Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.

f) Vielfalt (Diversity)

Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für KRONES eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der KRONES AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der KRONES AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus acht Vertretern der Anteilseigner und acht Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also jeweils mindestens zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören. Auf Seite der Anteilseigner gehören PETra Schadeberg-Herrmann und Prof. Dr. Susanne Nonnast dem Aufsichtsrat an. Auf der Arbeitnehmerseite sind mit Dr. Verena Di Pasquale und Beate Eva Maria Pöpperl ebenfalls zwei Frauen im Aufsichtsrat.

Der Aufsichtsrat von KRONES hat im Geschäftsjahr 2018 alle unter a) bis f) genannten Ziele umgesetzt.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

"Compliance" steht bei KRONES als Überbegriff für regelkonformes Verhalten, wobei die im Unternehmen zu befolgenden Regeln deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Sie schließen auch intern gültige Richtlinien und Vorschriften ein und berücksichtigen die moralischen Werte und Normen, die dem ethischen Verständnis von KRONES entsprechen. Um die Compliance zu stärken, führte KRONES 2018 ein Compliance Hinweisgeberportal ein. Über dieses Meldesystem auf der KRONES Internetseite können Beschäftigte des Unternehmens und externe Personen mögliche Gesetzes- und Regelverstöße anonym melden.

Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung. Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit.

Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. KRONES produziert umweltverträglich und hält die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzt alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schafft KRONES für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sicherheits- und gesundheitsgerecht und sorgen für ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Handeln. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit und Gesundheit, Umwelt, Arbeitsbedingungen sowie Compliance.

Diversitätskonzept, Nachfolgeplanung für den Vorstand

Für die Nachfolgeplanung und die Überwachung der Diversität sind Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Ständige Ausschuss zuständig. Bei der Vergabe einer Vorstandsposition stehen Kandidaten und Kandidatinnen im Vordergrund, die aufgrund ihrer Leistungen und Kenntnisse die bestmöglichen Voraussetzungen besitzen, um die Interessen des Unternehmens und seiner Stakeholder langfristig zu sichern. Des Weiteren wird das Diversitätskonzept bei der Vergabe der Position mitberücksichtigt. Bei diesem achtet der Aufsichtsrat bei der Besetzung einer Vorstandsposition auf die Diversität bei Berufs- und Bildungshintergrund, Alter und Geschlecht sowie internationalen Führungsqualifikationen. Das Konzept beinhaltet folgende Detailaspekte:

Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Regelaltersgrenze festgelegt. Die Regelaltersgrenze orientiert sich an der Vollendung des 62. Lebensjahres. Er achtet darüber hinaus auf eine ausgewogene Altersstruktur.
Mindestens zwei Mitglieder des Vorstands sollen eine technische Ausbildung haben. Mindestens zwei Mitglieder sollen zudem über internationale Führungserfahrung verfügen. Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit die bestmögliche Besetzung für den KRONES Konzern, dessen Kerngeschäft und alle Stakeholder darstellen.
Aktuell ist der Vorstand ausschließlich mit männlichen Mitgliedern besetzt, weshalb die Frauenquote im Vorstand 0 % beträgt. Grund für die derzeit rein männliche Besetzung ist, dass es dem Aufsichtsrat trotz geeigneter Kandidatinnen nicht gelang, diese für den Vorstand zu verpflichten. Aus diesem Grund hat der Aufsichtsrat nach § 111 Abs. 5 Aktiengesetz daraufhin eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG von 0 % festgesetzt. Diese Quote gilt solange die aktuelle Besetzung des Vorstands aufgrund der vereinbarten Vertragslaufzeiten nebst möglicher Vertragsverlängerung fortbesteht. Im Rahmen des Diversitätskonzepts werden bei der Neubesetzung einer Vorstandsposition jedoch Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Für die Vertragslaufzeit bei Erstbesetzung einer Vorstandsposition legte der Aufsichtsrat drei Jahre fest.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der KRONES AG bestand im Geschäftsjahr 2018 aus fünf Mitgliedern. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 25 und 133). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein. Die Arbeit des Vorstands, wie beispielsweise die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind in der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus 16 Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 29 bis 30 und 133) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen.

Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der beispielsweise Zuständigkeiten und Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind.

Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen "Prüfungs- und Risikomanagementausschuss" sowie einen "Ständigen Ausschuss".

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Hans-Jürgen Thaus, Josef Weitzer und Jürgen Scholz an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Compliance-Systems.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Volker Kronseder, Werner Schrödl, Norman Kronseder und Josef Weitzer an. Vorsitzender des Ausschusses ist Volker Kronseder. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.

Festlegungen nach § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz und § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz

Gemäß § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Trotz intensiver Bemühungen konnten bisher aufgrund des extrem technisch geprägten Umfelds nur wenige vakante Führungspositionen bei KRONES mit Frauen mit vergleichbarer Qualifikation besetzt werden. Zum 31.12.2017 lag der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bei 10,9 %. Der Vorstand der KRONES AG hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Wert bis 30. Juni 2020 zumindest stabil zu halten. Ende des Geschäftsjahres 2018 lag der Anteil mit 10,2 % leicht niedriger als im Vorjahr.

Bislang gelang es dem Aufsichtsrat trotz intensiver Bemühungen nicht, geeignete Kandidatinnen für den Vorstand zu verpflichten. Da aufgrund bestehender Vertragslaufzeiten mittelfristig keine personellen Änderungen im Vorstand zu erwarten sind, legte der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG auf 0 % fest und folgt damit auch den Anforderungen gemäß § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz. Eine Frist für die Umsetzung ist damit nicht zu setzen.

4 KONZERNABSCHLUSS

Konzern -Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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2018 2017
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 20 3.853.980 3.691.355
Erhöhung (Vj: Verminderung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5 1.102 - 36.429
Andere aktivierte Eigenleistungen 21 49.622 48.159
Sonstige betriebliche Erträge 22 114.492 4.019.196 112.470 3.815.555
Materialaufwand 23
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1.523.504 - 1.408.330
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 508.521 - 2.032.025 -451.077 - 1.859.407
Personalaufwand 24
Löhne und Gehälter - 944.876 - 881.788
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - 192.390 - 1.137.266 - 179.659 - 1.061.447
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1/2 - 102.736 - 94.719
Sonstige betriebliche Aufwendungen 25 - 544.018 - 554.515
EBIT 203.151 245.467
Erträge aus Beteiligungen 26 8.747 11.941
Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 4 821 - 499
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 26 2 2
Zinsen und ähnliche Erträge 26 6.121 10.149
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26 - 14.592 - 8.265
Finanzergebnis 26 1.099 13.328
Ergebnis vor Steuern 204.250 258.795
Ertragsteuern 8/27 - 53.650 - 71.668
Konzernergebnis 150.600 187.127
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - 483 - 1.632
Ergebnisanteil KRONES Konzern 151.083 188.759
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 28 4,78 5,97

Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

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Anhang 2018

T€
2017

T€
Konzernergebnis 150.600 187.127
Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 12 4.396 - 301
4.396 - 301
Posten, die anschließend möglicherweise in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Unterschied aus Währungsumrechnung - 2.279 - 38.620
Derivative Finanzinstrumente 12 - 2.380 4.952
- 4.659
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 9 - 263 - 33.969
Summe der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 9 150.337 153.158
davon Anteile anderer Gesellschafter - 483 - 1.632
davon Anteile KRONES Konzern 150.820 154.790

Konzernbilanz

Aktiva

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31.12.2018 31.12.2017
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1 328.183 263.562
Sachanlagen 2 570.820 501.616
Finanzanlagen 3 8.770 6.215
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 4 28.661 25.242
Anlagevermögen 936.434 796.635
Aktive latente Steuern 8 32.450 29.215
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 32.578 52.064
Steuerforderungen 8 49 927
Sonstige Vermögenswerte 6 8.248 3.349
Langfristige Vermögenswerte 1.009.759 882.190
Vorräte 5 320.734 611.820
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 955.392 1.225.294
Vertragsvermögenswerte 6/20 647.089 0
Steuerforderungen 8 11.733 10.227
Sonstige Vermögenswerte 6 157.880 128.292
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 218.802 181.995
Kurzfristige Vermögenswerte 2.311.630
Bilanzsumme 3.321.389 3.039.818
Passiva
31.12.2018 31.12.2017
Anhang T€ T€ T€ T€
Gezeichnetes Kapital 9 40.000 40.000
Kapitalrücklage 10 141.724 141.724
Gewinnrücklagen 11 331.521 329.854
Sonstige Rücklagen 12 - 89.160 - 91.176
Konzernbilanzgewinn 1.009.193 912.794
Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens 1.433.278 1.333.196
Anteile anderer Gesellschafter 13 - 72 - 3.085
Eigenkapital 1.433.206 1.330.111
Rückstellungen für Pensionen 14 220.550 220.229
Passive latente Steuern 8 23.344 12.915
Sonstige Rückstellungen 15 63.658 47.187
Steuerrückstellungen 15 4.434 4.488
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16 3.169 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 1 22
Sonstige Finanzverpflichtungen 16 41.302 26.975
Sonstige Verpflichtungen 16 2.298 2.194
Langfristige Schulden 358.756 314.010
Sonstige Rückstellungen 15 107.230 149.563
Steuerrückstellungen 15 9.000 30.853
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16 555 24.620
Erhaltene Anzahlungen 16 0 508.864
Vertragsverbindlichkeiten 16/20 547.222 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 491.585 376.525
Steuerverbindlichkeiten 8 5.510 4.194
Sonstige Finanzverpflichtungen 16 106.670 6.979
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 16 261.655 294.099
Kurzfristige Schulden 1.529.427 1.395.697
Bilanzsumme 3.321.389

Konzernkapitalflussrechnung

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Anhang 2018

T€
2017

T€
Ergebnis vor Steuern 204.250 258.795
Abschreibungen und Zuschreibungen 1, 2 102.736 94.719
Verminderung der Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 15/16 - 85.721 - 52.512
ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern 8 - 693 - 822
Zinsen und ähnliche Aufwendungen und Erträge 26 8.471 - 1.884
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 22/25 27 - 1.380
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge - 6.234 8.258
Verminderung (Vj. Erhöhung) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerten und sonstigen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 10.189 - 247.513
Erhöhung (Vj. Verminderung) der Vorräte 5 - 39.102 107.516
Erhöhung (Vj. Verminderung) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 195.914 - 102.579
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 389.837
gezahlte Zinsen - 923
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern - 73.861 - 67.722
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 315.053
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 1 - 57.581 - 55.296
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 1 43 98
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen 2 - 121.547 - 78.270
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 2 2.363 6.065
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen - 7.159 - 25.671
Einzahlungen aus Abgang von Finanzanlagen 680 343
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis - 24.753 - 7.423
erhaltene Zinsen 2.819 3.368
erhaltene Dividenden 10.740 11.941
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit - 194.395 - 144.845
Auszahlungen an Unternehmenseigner - 53.708 - 49.193
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 524 24.620
Auszahlungen aus der Rückzahlung von erhaltenen Finanzverbindlichkeiten - 24.620 0
Auszahlungen aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten - 98 - 130
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit - 77.902 - 24.703
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 42.756 - 175.404
wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - 6.417 - 11.490
konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 468 0
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 181.995
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7 218.802 181.995

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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Mutterunternehmen
T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
--- --- --- ---
Anhang 9 10 11
Stand 1. Januar 2017 40.000 141.724 365.081
Dividendenzahlung
Konzernjahresüberschuss 2017
Einstellung in Gewinnrücklagen 637
Währungsdifferenzen
Änderung im Konsolidierungskreis
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen
Hedge Accounting inkl. AfS
Stand 31. Dezember 2017 40.000 141.724 365.718
Anpassung IFRS 9 und IFRS 15 11.663
Stand 1. Januar 2018 40.000 141.724 377.381
Dividendenzahlung (1,70 € je Aktie)
Konzernjahresüberschuss 2018
Einstellung in Gewinnrücklagen 776
Währungsdifferenzen
Änderung im Konsolidierungskreis - 8.493
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen
Hedge Accounting inkl. AfS
Stand 31. Dezember 2018 40.000 141.724 369.664

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Mutterunternehmen
T€ Währungsdifferenzen d. Eigenkapitals Sonstige Rücklagen Konzernbilanzgewinn
--- --- --- ---
Anhang 11 12
Stand 1. Januar 2017 2.756 - 95.827 773.865
Dividendenzahlung - 49.193
Konzernjahresüberschuss 2017 188.759
Einstellung in Gewinnrücklagen - 637
Währungsdifferenzen - 38.620
Änderung im Konsolidierungskreis
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - 301
Hedge Accounting inkl. AfS 4.952
Stand 31. Dezember 2017 - 35.864 - 91.176 912.794
Anpassung IFRS 9 und IFRS 15
Stand 1. Januar 2018 - 35.864 - 91.176 912.794
Dividendenzahlung (1,70 € je Aktie) - 53.708
Konzernjahresüberschuss 2018 151.083
Einstellung in Gewinnrücklagen - 776
Währungsdifferenzen - 2.279
Änderung im Konsolidierungskreis - 200
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 4.396
Hedge Accounting inkl. AfS - 2.380
Stand 31. Dezember 2018 - 38.143 - 89.160 1.009.193

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T€ Mutterunternehmen Eigenkapital Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital Konzerneigenkapital
Anhang 13
Stand 1. Januar 2017 1.227.599 - 2.069 1.225.530
Dividendenzahlung - 49.193 - 49.193
Konzernjahresüberschuss 2017 188.759 - 1.632 187.127
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Währungsdifferenzen - 38.620 - 38.620
Änderung im Konsolidierungskreis 0 616 616
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - 301 - 301
Hedge Accounting inkl. AfS 4.952 4.952
Stand 31. Dezember 2017 1.333.196 - 3.085 1.330.111
Anpassung IFRS 9 und IFRS 15 11.663 11.663
Stand 1. Januar 2018 1.344.859 - 3.085 1.341.774
Dividendenzahlung (1,70 € je Aktie) - 53.708 - 53.708
Konzernjahresüberschuss 2018 151.083 - 483 150.600
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Währungsdifferenzen - 2.279 - 2.279
Änderung im Konsolidierungskreis - 8.693 3.496 - 5.197
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 4.396 4.396
Hedge Accounting inkl. AfS - 2.380 - 2.380
Stand 31. Dezember 2018 1.433.278 - 72 1.433.206

5 KonzernAnhang

Konzern -Segmentberichterstattung

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Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik Summe der Segmente
2018

T€
2017*

T€
2018

T€
2017

T€
2018

T€
2017

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 3.177.850 3.089.960 676.130 601.395
Abschreibungen davon außerplanmäßige Abschreibung 89.949 12.787
1.644 0 0 0
Zinserträge 4.770 5.327 788 255
Zinsaufwendungen 2.456 2.863 1.387 882
EBT 223.295 - 19.045
übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/ Aufwendungen 87.326 52.696 3.936 - 9.264
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 821 - 499 0 0
Vermögen 2.787.139 609.032 3.396.171 3.068.544
davon nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 28.661 25.242 0 0
Schulden 1.496.089 1.325.564 468.899 378.738 1.964.988 1.704.302
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 151.620 118.037 27.508 15.529
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) 7,0 % 8,5 % - 2,8 % - 0,7 %

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Konsolidierung Sonstiges KRONES Konzern
2018

T€
2017

T€
2018

T€
2017

T€
2018

T€
2017

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 3.853.980 3.691.355
Abschreibungen davon außerplanmäßige Abschreibung 102.736
1.644 0
Zinserträge 5.558 5.582
Zinsaufwendungen 3.843 3.745
EBT 204.250
übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/ Aufwendungen 91.262 43.432
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 821 - 499
Vermögen - 122.844 - 71.665 48.062 42.939 3.321.389
davon nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 28.661 25.242
Schulden - 122.844 - 71.665 46.039 77.070 1.888.183 1.709.707
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 179.128 133.566
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) 5,3 % 7,0 %

* Inkl. Maschinen und Anlagen für die Compact Class

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der KRONES AG, Neutraubling (Amtsgericht Regensburg HRB 2344), ("KRONES Konzern") zum 31. Dezember 2018 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (iasb), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - wie von der Europäischen Union verabschiedet - erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt. Eine Auflistung dieser Standards und Interpretationen sowie die erstmalig angewendeten Standards befindet sich auf Seite 184 bis 186. Am 20. März 2019 wurde die Freigabe zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses vom Vorstand erteilt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist um die Minderheitsanteile erweitert.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, der Entwicklung des Eigenkapital und der Kapitalflussrechnung als Konzernanhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die Konzernwährung ist der Euro.

Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden soweit nicht anders angegeben auf den nächsten Tausender gerundet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der KRONES AG zum 31. Dezember 2018 sind neben der KRONES AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, welche durch die KRONES AG unmittelbar und mittelbar beherrscht werden.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden mittel- und unmittelbar 100% der Anteile an der S.P.S. SOLUTIONS FOR PACKAGING services S.A., Charleroi, Belgien und an der S.P.S. -SOLUTIONS FOR PACKAGING and services S.A.s., Lyon, Frankeich und des Weiteren mittel- und unmittelbar 91,33% an der MHT Holding AG, Hochheim am Main, der MHT IP GMBH, Hochheim am Main, MHT MOLD & HOTRUNNER Technology AG, Hochheim am Main und der MHT USA LLC., Peachtree City, USA sowie 70% der der Anteile an der INTEGRATED PLASTICS SYSTEMS AG, Baar, Schweiz erworben. Des Weiteren wurden die verbleibenden 49,03% der Anteile an der dekron GMBH (vormals TILL GMBH), Kelkheim erworben. KRONES besitzt nun 100 % der Anteile an der dekron GMBH (vormals TILL GMBH), Kelkheim. Außerdem wurden 44 % der Anteile an der Gesellschaft technologisches Institut für angewandte künstliche Intelligenz GMBH, Weiden erworben. Die Gesellschaft wird at-equity konsolidiert.

Die Gesellschaften SYSKRON x GMBH, Wackersdorf, PMR GMBH, Wackersdorf sowie die KRONES MACHINARY Malaysia sdn. bhg., Kuala Lumpur, Malaysia und die KRONES Pakistan (private) limited, Lahore, Pakistan wurden im Geschäftsjahr gegründet und mit der KRONES SPOLKA Z.o.o., Warschau, Polen und der Milkron GMBH, Laatzen in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Desweiteren wurden die KRONES PROCESSING (SHANGHAI) co. ltd., Shanghai, vr China und W.M. SPRINKMAN LLC, Waukesha, USA gegründet. Im Geschäftsjahr 2018 hat KRONES im Rahmen eines Asset Deals 100 % des Geschäfts an der SHANGHAI XIANTONG EQUIPMENT Installation, Shanghai, China und 100% des Geschäfts an der W.M. Sprinkman Corp., Waukesha, USA erworben.

Mit dem Erwerb der Anteile an der S.P.S. SOLUTIONS FOR PACKAGING SERVICES.A., Charleroi, Belgien und an der S.P.S. SOLUTIONS FOR PACKAGING and services S.A.S., Lyon, Frankeich zum 1. Mai stärkt KRONES seine Vertriebsstruktur in Mitteleuropa.

Am 1. Mai 2018 hat KRONES 70 % der der Anteile an der INTEGRATED PLASTICS SYSTEMS AG, Baar, Schweiz erworben. Mit dieser Akquisition stärkt KRONES seine PET-Kompetenz.

Mit dem Erwerb von 100 % des Geschäfts an der SHANGHAI XIANTONG EQUIPMENT INSTALLATION, Shanghai, China am 1. September 2018 verstärkt KRONES seine Kompetenzen im Bereich der Prozesstechnik.

Mit dem Erwerb von 100 % des Geschäfts an der W.M. SPRINKMAN CORP., Wisconsin, USA am 2. Oktober 2018 durch die Sprinkman stärkt KRONES seine Kompetenzen in der Prozesstechnik.

Mit der Akquisition von MHT Holding AG, Hochheim am 7. November 2018 erweitert KRONES sein PET-Produktportfolio um Werkzeuge zur Herstellung von Preforms für PET-Flaschen und schließt damit eine Lücke in der PET-Wertschöpfungskette.

Die Erstkonsolidierung der erworbenen Geschäfte wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen.

Für die ausstehenden Anteile an der DEKRON GMBH (vormals TILL GMBH), Kelkheim wurden T€ 3.250 bezahlt.

Die folgende Übersicht stellt zusammenfassend die für die Unternehmenserwerbe übertragenen Gegenleistungen sowie die Werte der jeweils zum Erwerbszeitpunkt identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden dar.

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T€ S.P.S. Beizulegender Zeitwert SPRINKMAN Beizulegender Zeitwert MHT Beizulegender Zeitwert Sonstige Beizulegender Zeitwert Summe Beizulegender Zeitwert
Geschäfts- oder Firmenwerte 9.298 7.484 20.180 2.820 39.782
Langfristige Vermögenswerte 1.257 3.234 10.444 2.029 16.964
Kurzfristige Vermögenswerte 25.140 3.935 5.307 2.604 36.986
(davon Forderungen LuL) 11.129 3.360 2.729 78 17.296
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.748 0 5.277 1.160 8.185
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 37.443 14.654 41.208 8.614 101.918
Schulden 36.843 12.612 17.607 2.291 69.353
Insgesamt erworbene Schulden 36.843 12.612 17.607 2.291 69.353
Erworbenes Reinvermögen 600 2.042 23.601 6.322 32.565
Anteile anderer Gesellschafter 0 0 296 0 296
Kaufpreise 600 2.042 23.305 6.322 32.270
davon durch Zahlungsmittel beglichen 600 1.224 23.305 4.559 29.688
davon Kaufpreisverbindlichkeiten 0 818 0 1.764 2.582

Der Geschäfts- oder Firmenwert der MHT resultiert aus der Schließung der Lücke in der PET-Wertschöpfungskette. Damit einhergehend kann KRONES nun seinen Kunden in der Getränkeindustrie ein breiteres Portfolio an PET-Kompetenzen bieten. Dieses Ergebnispotenzial welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist, ist im Geschäfts- oder Firmenwert abgebildet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert der sprinkman resultiert aus der Stärkung der Prozesstechnik-Kompetenzen in Nordamerika. Dieses Ergebnispotenzial welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist, ist im Geschäfts- oder Firmenwert abgebildet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert der S.P.S. resultiert aus den Stärkung der Vertriebsstruktur durch Eingliederung der S.P.S. seiner Mitarbeiter in den Konzern. Dieses Ergebnispotenzial welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist, ist im Geschäfts- oder Firmenwert abgebildet.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte der weiteren erworbenen Gesellschaften resultieren aus den erwarteten Synergien aus der Eingliederung der Unternehmen und der Belegschaften sowie aus dem Ergebnispotenzial der Gesellschaften, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist.

Die Gesamtsumme des Geschäfts- oder Firmenwerts, der erwartungsgemäß für Steuerzwecke abzugsfähig ist beträgt T€ 7.484.

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen dem Bruttobetrag, keine der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war wertgemindert und die gesamten vertraglichen festgelegten Beträge sind voraussichtlich einbringlich.

Unter der Berücksichtigung der Effekte aus den Kaufpreisallokationen hat die S.P.S. bei KRONES bis zum 31. Dezember 2018 einen Nettoverlust von T€ 3.065 und Umsatzerlöse in Höhe von T€ 11.008 beigetragen. Wäre die S.P.S. schon zum 1. Januar 2018 konsolidiert worden wären in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe von T€ 16.512 ausgewiesen und der Nettoverlust hätte T€ 4.598 betragen.

Unter der Berücksichtigung der Effekte aus den Kaufpreisallokationen hat die sprinkman bei KRONES bis zum 31. Dezember 2018 einen Nettoverlust von T€ 179 und Umsatzerlöse in Höhe von T€ 4.523 beigetragen. Wäre die sprinkman schon zum 1. Januar 2018 konsolidiert worden wären in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe von T€ 18.092 ausgewiesen und der Nettoverlust hätte T€ 716 betragen.

Unter der Berücksichtigung der Effekte aus den Kaufpreisallokationen hat die MHT bei KRONES bis zum 31. Dezember 2018 einen Nettoverlust von T€ 94 und Umsatzerlöse in Höhe von T€ 3.716 beigetragen. Wäre die MHT schon zum 1. Januar 2018 konsolidiert worden wären in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe von T€ 22.296 ausgewiesen und der Nettoverlust hätte T€ 1.118 betragen.

Unter der Berücksichtigung der Effekte aus den Kaufpreisallokationen haben die weiteren erworbenen Gesellschaften bei KRONES bis zum 31. Dezember 2018 einen Nettoverlust von T€ 177 und Umsatzerlöse in Höhe von T€ 4.990 beigetragen. Wären die Gesellschaften schon zum 1. Januar 2018 konsolidiert worden wären in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe von T€ 6.146 ausgewiesen und der Nettoverlust hätte T€ 192 betragen.

Bei der Ermittlung der Beträge wurde angenommen, dass die vorläufig ermittelten Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbspunkt vorgenommen wurden, auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2018 gültig gewesen wären. Die Beträge für das ganze Geschäftsjahr 2018 wurden linear ermittelt.

Einige Kaufverträge beinhalten bedingte Gegenleistungen, die abhängig von den Inputfaktoren EBIT, EBITDA und Zahlungsmittelbestand sind. Der beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistungen aus den Erwerben beträgt bei Berücksichtigung der geschätzten Inputfaktoren zum Bilanzstichtag T€ 1.129.

Ein Kaufvertrag (enthalten in den sonstigen Akquisitionen) beinhaltet eine kombinierte Put/Call Option. Der beizulegende Zeitwert dieser Put Option wurde anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Der geschätzte nicht diskontierte Ausübungspreis betrug zum Erwerbszeitpunkt T€ 1.742. Zum Bilanzstichtag ergeben sich keine wesentlichen Veränderungen der geschätzten Bandbreite. Ausgehend davon beträgt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag T€ 1.450.

Die direkt den Akquisitionen zurechenbaren Kosten betragen T€ 1.068; sie wurden als Aufwand erfasst.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 ("Business Combinations"), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode ("acquisition method") zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert ("fair value") anzusetzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als "Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen.

Unternehmen, bei denen KRONES die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %), werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die den Anteil am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens übersteigenden Anschaffungskosten werden bestimmten am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen unterworfen und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil von KRONES am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen KRONES und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß dem Anteil von KRONES an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

Währungsumrechnung

Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der KRONES AG dargestellt.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der KRONES AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Wechselkurse funktionaler Währungen der Tochterunternehmen betragen zum Euro:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2018 31.12.2017 2018 2017
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar USD 1,145 1,199 1,182 1,130
Britisches Pfund GBP 0,897 0,887 0,885 0,876
Schweizer Franken CHf 1,127 1,169 1,155 1,112
Dänische Kronen DKK 7,468 7,445 7,453 7,439
Kanadischer Dollar CAD 1,560 1,502 1,530 1,465
Japanischer Yen JPY 125,960 134,880 130,454 126,671
Brasilianischer Real BRL 4,445 3,971 4,305 3,607
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 7,860 7,833 7,806 7,629
Mexikanischer Peso MXN 22,520 23,607 22,707 21,331
Ukrainischer Griwna UAH 31,735 33,750 32,136 30,041
Südafrikanischer Rand ZAR 16,470 14,750 15,617 15,040
Kenianischer Schilling KES 116,642 123,705 119,671 116,799
Nigerianischer Naira NGN 416,290 430,940 425,572 378,595
Russischer Rubel RuB 80,026 69,325 74,008 65,892
Thailändischer Baht THB 37,048 39,041 38,182 38,295
Indonesische Rupiah IDR 16.468,500 16.263,600 16.801,557 15.116,839
Angolanischer Kwanza AOA 352,423 198,718 296,577 187,423
Türkische Lira TRY 6,056 4,534 5,700 4,118
Kasachische Tenge KZT 440,150 398,940 407,128 368,845
Australischer Dollar AUD 1,623 1,533 1,580 1,473
Neuseeländischer Dollar NzD 1,706 1,683 1,707 1,590
Schwedische Krone SEK 10,251 9,830 10,257 9,637
Vietnamesischer Dong VND 26.564,000 27.222,000 27.201,202 25.650,854
Philippinischer Peso PHP 60,125 59,712 62,253 56,947
Bangladeschischer Taka BDT 95,753 99,260 99,179 91,735
Singapurischer Dollar SGD 1,560 1,601 1,593 1,559
Myanmarischer Kyat MMK 1.769,390 1.623,040 1.701,225 1.537,981
Vereinigte Arabische Emirate Dirham AED 4,207 4,403 4,341 4,149
Ungarischer Forint Huf 321,060 309,960 318,819 309,253
Malaysischer Ringgit MYR 4,733 4,851 4,764 4,853
Pakistanische Rupie PKR 160,104 132,698 143,257 119,029
Polnischer Zloty PLN 4,298 4,175 4,261 4,258
Norwegische Krone NOK 9,940 9,832 9,600 9,329

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der KRONES AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume; insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf die Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des KRONES Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden als Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit einem Fremdkapitalkostensatz in Höhe von 0,35 % aktiviert.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen, angesetzt.

Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die durch eine Division (oder entsprechende Einheit) repräsentiert wird.

Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden.

Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder jener Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen soll. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf der Ermittlung abgezinster Zahlungsströme (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Auch wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, in künftigen Perioden übersteigt, werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

Sachanlagen

Sachanlagen des KRONES Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Nutzungsdauer in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 18
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.

Leasing

Leasingverträge, bei denen der KRONES Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach IAS 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume "Vertragslaufzeit" oder "Nutzungsdauer" des Leasingobjekts vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

Finanzinstrumente

KRONES ordnet finanzielle Vermögenswerte nach IFRS 9 in drei Kategorien zu: in Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden (Armortised cost, AC), Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through profit or loss, fvtpl) sowie Finanzinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through other comprehensive in-come, FVOCI).

Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt auf der Basis des Geschäftsmodells nach dem KRONES seine finanziellen Vermögenswerte steuert und des Charakters der Zahlungsströme.

KRONES ordnet finanzielle Schulden nach IFRS 9 drei Kategorien zu: in Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (amortised cost, AC), Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through profit or loss, fvtpl) sowie Finanzinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through other comprehensive income, FVOCI).

Bei den einzelnen Klassen von finanziellen Vermögenswerten und Schulden stellen die Buchwerte jeweils grundsätzlich einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden basiert auf finanzmathematischen Berechnungsmodellen mit zum Bilanzstichtag am Markt beobachtbaren Inputfaktoren (Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72). Vermögenswerte und Schulden der Stufe 2 sind im Wesentlichen Derivate mit und ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Stufe 1 basiert auf an aktiven Märkten gehandelten Finanzinstrumenten, deren Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden. Bei finanziellen Vermögenswerten der Stufe 3 i. S. d. IFRS 13.72 entspricht der Buchwert jeweils dem Zeitwert. Die Bewertung basiert auf Schätzungen der Prognosen der künftigen Entwicklung.

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.

Wertberichtigungen werden demnach auf einer der nachstehenden Grundlagen bewertet:

12-Monats-Kreditausfälle: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund möglicher Ausfallereignisse innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag.
Lebenslange Kreditausfälle: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund aller möglichen Ausfallereignisse während der erwarteten Laufzeit eines Finanzinstruments.

Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Ein Unternehmen kann festlegen, dass das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes nicht signifikant gestiegen ist, wenn der Vermögenswert am Abschlussstichtag ein geringes Kreditrisiko aufweist. Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte ohne eine wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden; KRONES wendet diese Methode auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente an.

Die geschätzten erwarteten Kreditausfälle aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertragliche Vermögenswerte werden auf Grundlage von externen Ratings sowie aus Erfahrungen mit tatsächlichen historischen Kreditausfällen der letzten 36 Monate berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert.

Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertragliche Vermögenswerte auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale zusammengefasst. Die vertraglichen Vermögenswerte weisen grundsätzlich die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf.

Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.

Finanzinstrumente - Vorgehensweise vor Anwendung von IFRS 9

KRONES hat IFRS 9 erstmalig ab dem 1. Januar 2018 angewendet. Die Bilanzierung von Finanzinstumenten bis 31.12.2017 erfolgt nach den Anforderungen des IAS 39.

Die Finanzinstrumente nach IAS 39, die bei KRONES eingesetzt wurden, setzen sich aus: Finanzanlagen; zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (derivative Finanzinstrumente); zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten; finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten zusammen.

Bei den Bewertungskategorien entsprachen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten, die von den jeweiligen Kreditinstituten zum Bilanzstichtag bereitgestellt werden.

Finanzanlagen wurden, abgesehen von Wertpapieren, zu Anschaffungskosten, vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens wurden als "zur Veräußerung verfügbar" eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine Einstufung als "bis zur Endfälligkeit gehalten" fand nicht statt. Darüber hinaus wurde im KRONES Konzern bei keiner Bilanzposition die "fair value Option" nach IAS 39 angewendet.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden basierte auf finanzmathematischen Berechnungsmodellen mit zum Bilanzstichtag am Markt beobachtbaren Inputfaktoren (Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72). Vermögenswerte und Schulden der Stufe 2 waren im Wesentlichen Derivate mit und ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Stufe 1 basierte auf aktiven Märkten gehandelten Finanzinstrumenten, deren Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden. Bei finanziellen Vermögenswerten der Stufe 3 i. S. d. IFRS 13.72 entsprach der Buchwert jeweils dem Zeitwert. Die Bewertung basierte auf Schätzungen der Prognosen der künftigen Entwicklung.

Die Kassageschäfte wurden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Finanzanlagen

Finanzanlagen bei KRONES enthalten Anteile an verbundenen Unternehmen, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht nach IFRS 10 konsolidiert werden sowie Ausleihungen an diese.

Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden bei Eigenkapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Abgang des Eigenkapitalinstruments erfolgt keine Umgliederung der im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Derivative Finanzinstrumente

Die im KRONES Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Sicherungsbeziehungen werden unter Anwendung des Wahlrechts nach IAS 39 anstatt IFRS 9 bilanziert.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei KRONES bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen us-Dollar, kanadischer Dollar, japanischer Yen, britisches Pfund, norwegische Kronen, australischer Dollar sowie Euro.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie nahezu 100 % der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt beim erstmaligen Ansatz sowie im Rahmen der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert. Diese ermitteln sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst; es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht.

Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank. Sie werden ausgebucht/reklassifiziert, wenn die entsprechenden Grundgeschäfte bilanzwirksam eingebucht werden.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten.

Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt.

Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

Ertragsteuern

Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind.

Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, sowie alle Anpassungen der Steuerschuld für frühere Jahre.

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method") angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzernbilanz aus und führen zu einer Erhöhung bzw. Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie zu einer Verringerung bzw. Erhöhung des Eigenkapitals. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung bleibt frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, da diese im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind. Zudem wird der Nettozinsansatz eingeführt. Damit wird die Nettopensionsverpflichtung mit dem Diskontierungszinssatz verzinst, der der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtung zugrunde liegt. Da die Nettopensionsverpflichtung um etwaiges Planvermögen gekürzt ist, wird durch diese Berechnung für das Planvermögen eine Verzinsung in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.

Verpflichtungen aus Altersteilzeit

Nach der Definition in IAS 19 für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses stellen die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Aufstockungsbeträge sind damit nicht vollständig mit ihrem Barwert zu passivieren, sondern es erfolgt eine ratierliche Ansammlung der Aufstockungsbeträge über die betreffenden aktiven Dienstjahre der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmer.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Umsatzerlöse

Nach IFRS 15 ist der Übergang der Kontrolle das maßgebliche Kriterium für die Umsatzrealisierung. Dabei wird zwischen einem Übergang der Kontrolle zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum unterschieden:

KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. KRONES erfasst Umsatzerlöse für in hohem Maße kundenspezifische Projekte zeitraumbezogen und nicht zeitpunktbezogen, da regelmäßig Vermögenswerte erstellt werden, die keine alternative Nutzungsmöglichkeiten aufweisen, und KRONES einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen hat. Der Leistungsfortschritt wird anhand einer inputbasierten Methode ermittelt. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Projekts.

Bestandteil des Geschäftsmodells von KRONES sind auch Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen. Seinen Kunden bietet KRONES unter dem Namen Lifecycle Service (lcs) dabei ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsangebot. KRONES erfasst Umsatzerlöse aus der Lieferung von Ersatzteilen zeitpunktbezogen bei Lieferung der Güter (Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert). lcs Dienstleistungen, wie beispielsweise Wartungsleistungen, werden als zeitraumbezogene Erbringung eingestuft, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung zufließt und er diese gleichzeitig nutzt, während diese erbracht wird. Umsatzerlöse werden demnach zeitraumbezogen erfasst.

Drohende Verluste, die auf Kundenaufträge zurückgehen, für die eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung vorgenommen wird, werden gesondert als Rückstellungen gemäß den Vorschriften des IAS 37 passiviert.

Kosten der Vertragserlangung, deren Abschreibungsperiode ein Jahr oder weniger betragen würde, werden sofort als Aufwand erfasst.

KRONES erhält Zahlungen von Kunden auf der Grundlage eines Abrechnungsplans, der Bestandteil der Verträge ist. Vertragsvermögenswerte beziehen sich auf unseren unbedingten Anspruch auf eine Gegenleistung für die bereits erbrachten vertraglichen Leistungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Erhalt der Gegenleistung unbedingt wird.

Vertragsverbindlichkeiten beziehen sich auf Zahlungen, die vorzeitig, also vor Erbringung der vertraglichen Leistungen, erhalten wurden. Vertragsverbindlichkeiten werden als Umsatzerlöse erfasst, sobald wir die vertraglichen Leistungen erbringen. Sind hingegen mehr Leistungen erbracht als Zahlungen vorzeitig erhalten wurden, so wird der dann entstehende positive Saldo unter den Vetragsvermögenswerten ausgewiesen.

Finanzierungskomponenten werden bei der Bestimmung der Höhe der zu erfassenden Umsatzerlöse nicht berücksichtigt, wenn bei Vertragsbeginn erwartet wird, dass die Periode zwischen der Übertragung eines zugesagten Gutes oder einer zugesagten Dienstleistung und die Bezahlung dieses Gutes oder dieser Dienstleistung durch den Kunden nicht mehr als ein Jahr beträgt.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen ausgewiesen.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge und Umsatzerlöse nach IAS 11 und IAS 18

KRONES wendet beim Übergang auf IFRS 15 die modifizierte retrospektive Methode an: Die Vorjahreszahlen für 2017 wurden dementsprechend nicht angepasst. Kundenspezifische Fertigungsaufträge wurden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt ("Percentage-of-Completion-Method") bilanziert. Dabei wurden Umsatzerlöse für den Anlagen- und Maschinenteil, entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen, am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad für den Montageanteil und von Software-Projekten entsprach dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Montageanteils bzw. des Software-Projekts. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgte in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Umsatzerlöse wurden entsprechend den Kriterien des IAS 18, mit Ausnahme von den nach IAS 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart wurde oder bestimmbar war und ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich war.

Segmentberichterstattung

KRONES berichtet über zwei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Das Segment "Maschinen und Anlagen für die Compact Class", über das bis 2017 separat berichtet wurde, hat KRONES mit Wirkung zum 01.01.2018 dem Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" zugeordnet. Die zwei Geschäftssegmente werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen. Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung. Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik. Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den "Allgemeinen Angaben" beschrieben. Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand vor allem durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBT gemessen.

Die folgende Tabelle gibt an, in welcher Höhe Umsätze gegenüber Dritten im jeweiligen Land realisiert wurden.

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T€ 2018 2017
Deutschland 2.290.387 2.140.900
USA 411.049 513.715
Rest der Welt 1.152.544 1.036.740
3.853.980 3.691.355

Die folgende Tabelle gibt an, in welcher Höhe langfristige Vermögenswerte ohne Finanzanlagen, nach der at Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen und aktive Steuern im jeweiligen Land vorhanden sind.

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T€ 2018 2017
Deutschland 687.477 648.048
usA 63.141 42.209
Rest der Welt 189.260 131.261
939.878 821.518

Das Segment "Maschinen und Anlagen für die Compact Class", über das bis 2017 separat berichtet wurde, hat KRONES mit Wirkung zum 01.01.2018 dem Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" zugeordnet.

Erläuterungen der Konzernbilanz

1 Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

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T€ Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen Geschäfts- oder Firmenwert Aktivierte Entwicklungskosten Geleistete Anzahlungen Summe
31.12.2016
Anschaffungs- und Herstellungskosten 166.734 57.919 337.794 0 562.447
Kumulierte Abschreibungen 106.955 0 217.171 0 324.126
Nettobuchwert 59.779 57.919 120.623 0 238.321
Veränderungen in 2017
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 3.392 6.852 10.244
Zugänge 15.491 39.801 5 55.296
Abgänge 2.399 2.399
Umbuchungen 59 59
Währungsdifferenzen - 1.488 - 2.035 - 3.523
Abschreibungen
Zugänge 19.176 17.907 37.083
Abgänge 2.301 2.301
Umbuchungen - 71 - 71
Währungsdifferenzen - 275 - 275
Nettobuchwert 31.12.2017 58.305 62.736 142.517 5 263.562
31.12.2017
Anschaffungs- und Herstellungskosten 181.789 62.736 377.595 5 622.125
Kumulierte Abschreibungen 123.484 0 235.078 0 358.563
Nettobuchwert 58.305 62.736 142.517 5 263.562
Veränderungen in 2018
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 5.253 39.782 0 0 45.035
Zugänge 24.214 0 38.506 158 62.878
Abgänge 5.485 0 0 0 5.485
Umbuchungen 53 0 0 - 1 52
Währungsdifferenzen 282 742 0 0 1.024
Abschreibungen
Zugänge 21.408 0 21.083 0 42.491
Abgänge 5.450 0 0 0 5.450
Umbuchungen 88 0 0 0 88
Währungsdifferenzen 1.755 0 0 0 1.755
Nettobuchwert 31.12.2018 64.821 103.260 159.940 162 328.183
31.12.2018
Anschaffungs- und Herstellungskosten 208.411 103.260 416.100 162 727.933
Kumulierte Abschreibungen 143.590 0 256.160 0 399.750
Nettobuchwert 64.821 103.260 159.940 162 328.183

Der Zugang bei den Schutzrechten und Lizenzen betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software.

Sämtliche Geschäfts- oder Firmenwerte wurden wie im Vorjahr einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Wie im Vorjahr wurden keine Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Die Werthaltigkeitsprüfung wird auf Ebene der kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheit (cgu) oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis des Nutzungswerts durchgeführt. Die dem Werthaltigkeitstest zugrundeliegenden Cashflow-Prognosen basieren auf der genehmigten Umsatzplanung im Planungszeitraum. Die Planungen basieren unter anderem auf extern veröffentlichten Quellen. Sie berücksichtigen weiterhin die auf Erfahrungswerten beruhenden Preisvereinbarungen und erwartete Effizienzsteigerungen sowie eine auf Basis der strategischen Ausrichtung abgeleitete Umsatzentwicklung.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die getesteten Geschäfts- oder Firmenwerte und die in die jeweiligen Werthaltigkeitstests eingeflossenen Annahmen für die jeweilige kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit:

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Bezeichnung der ccu Buchwert Geschäftswert

in T€
Dauer des Planungszeitraums in Jahren Umsatzwachstum p. a. am Ende des Planungszeitraums Diskontierungszinssatz vor Steuern
SPRINKMAN 2018 7.411 5 2,0 % 10,4 %
MHT 2018 20.180 5 1,0 % 13,4 %
S.P.S 2018 9.298 6 1,0 % 10,5 %
JAVLYN 2018 4.498 5 1,5 % 10,4 %
2017 4.298 4 1,5 % 10,4 %
TRANS-MARKET 2018 11.443 5 2,9 % 9,8 %
2017 10.933 3 2,9 % 9,8 %
SYSTEM LOCISTICS 2018 30.906 3 1,0 % 9,4 %
2017 30.906 3 1,0 % 9,4 %
HST 2018 4.258 3 1,0 % 9,2 %
2017 4.258 3 1,0 % 9,4 %
TRIACOS 2018 4.631 3 1,0 % 8,8 %
2017 4.631 3 1,0 % 9,2 %
Sonstige1) 2018 10.635 2 bis 5 1,0 % -3,0 % 7,9 % -13,0 %
2017 7.710 2 bis 5 1,0 % -3,0 % 8,0 % -10,8 %

1) Firmenwerte mit einem Buchwert im Einzelfall unter 4 Mio. €

Als Basis für die Abzinsungssätze vor Steuern dienen risikofreie Zinssätze, die auf Grundlage der Renditen langlaufender Staatsanleihen ermittelt werden. Dieser Abzinsungssatz wird bereinigt um einen Risikozuschlag, der das allgemeine Risiko einer Eigenkapitalinvestition und das spezifische Risiko der cgu widerspiegelt. Das Umsatzwachstum am Ende des Planungszeitraums entspricht der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate der jeweiligen Industriezweige und Länder, in welchen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind. die KRONES AG ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen möglich gehaltene Änderung einer zur Bestimmung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet wurden, getroffenen wesentlichen Grundannahme dazu führen könnte, dass der Buchwert ihren erzielbaren Betrag übersteigt.

Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen neue Maschinenprojekte der KRONES AG. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf T€ 38.506 (Vorjahr: T€ 39.801).

Darin enthalten sind Fremdkapitalkosten in unwesentlicher Höhe (Vorjahr: T€ 28). Im Geschäftsjahr 2018 wurden inklusive der aktivierten Entwicklungskosten für Forschung und Entwicklung T€ 179.033 (Vorjahr: T€ 172.476) aufgewendet. Im Berichtsjahr ergab sich eine Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte innerhalb der Abschreibungen in Höhe von T€ 1.644 (Vorjahr: T€ 0) und betrifft das Segment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung.

Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge der Nettobuchwerte bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von T€ 45.035 (Vorjahr: T€ 10.244), darin enthalten sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 39.782 (Vorjahr: T€ 6.852).

2 Sachanlagen

In den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2018 waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen gemäß IAS 36 in den Abschreibungen erforderlich. Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden sowie in Anlagen im Bau resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau des Produktionsstandort Ungarn und Erweiterungen am Standort Neutraubling und Raubling sowie Investitionen in den Standort USA und Italien. Die Investitionen in die technischen Anlagen und Maschinen sowie in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 45.085 betreffen vor allem Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen an bestehenden Produktionsstandorten.

Im Geschäftsjahr 2018 waren Zuwendungen in Höhe von T€ 2.658 (Vorjahr: T€ 28) in den Buchwerten der Sachanlagen enthalten. Die Zuwendungen wurden im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von T€ 10 (Vorjahr: T€ 12) ertragswirksam aufgelöst. In den Abschreibungen sind 2018 wie im Vorjahr keine Zuschreibungen enthalten.

Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Im Sachanlagenvermögen sind geleaste Vermögenswerte in Höhe von T€ 68 (Vorjahr: T€ 150) enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrundeliegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliches Eigentum (Finanzierungsleasing) zuzurechnen sind.

Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände stellen sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2018 31.12.2017
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68 150
Gesamt 68 150

Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge von Buchwerten der Sachanlagen in Höhe von T€ 9.498 (Vorjahr: T€ 496).

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

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T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Geleistete Anzahlungen Summe
31.12.2016
Anschaffungs- und Herstellungskosten 493.828 327.790 228.231 3.414 59 1.053.322
Kumulierte Abschreibungen 196.005 214.616 161.401 0 0 572.022
Nettobuchwert 297.823 113.174 66.830 3.414 59 481.300
Veränderungen in 2017
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 188 309 496
Zugänge 11.353 10.878 28.281 35.556 1.327 87.395
Abgänge 854 5.123 15.786 3.439 27 25.228
Umbuchungen 328 592 1.492 - 2.464 - 7 - 59
Währungsdifferenzen - 4.885 - 4.761 - 3.493 - 32 - 13.172
Abschreibungen
Zugänge 13.368 20.179 24.089 57.636
Abgänge 374 5.041 15.129 20.543
Zuschreibungen 0
Umbuchungen 23 - 169 217 71
Währungsdifferenzen - 2.186 - 3.303 - 2.559 - 8.047
Nettobuchwert 31.12.2017 293.122 103.094 71.012 33.036 1.351 501.616
31.12.2017
Anschaffungs- und Herstellungskosten 499.957 329.377 239.033 33.036 1.351 1.102.754
Kumulierte Abschreibungen 206.835 226.282 168.020 0 0 601.138
Nettobuchwert 293.122 103.094 71.012 33.036 1.351 501.616
Veränderungen in 2018
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 6.674 1.648 1.049 127 9.498
Zugänge 16.765 11.258 33.827 48.129 12.574 122.552
Abgänge 2.432 6.441 15.698 0 167 24.738
Umbuchungen 26.450 1.945 2.489 - 29.840 - 1.096 - 52
Währungsdifferenzen 1.180 692 - 619 19 - 2 1.271
Abschreibungen
Zugänge 13.882 19.975 26.388 0 0 60.245
Abgänge 1.191 6.081 15.076 0 0 22.348
Umbuchungen 22 - 120 10 0 0 - 88
Währungsdifferenzen 707 745 67 0 0 1.518
Nettobuchwert 31.12.2018 328.339 97.677 80.672 51.472 12.660 570.820
31.12.2018
Anschaffungs- und Herstellungskosten 548.595 339.635 263.139 51.472 12.660 1.215.501
Kumulierte Abschreibungen 220.256 241.958 182.467 0 0 644.681
Nettobuchwert 328.339 97.677 80.672 51.472 12.660 570.820

3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen bestehen im Wesentlichen aus Anteilen und Ausleihungen an nichtkonsolidierten Gesellschaften.

4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Einzelheiten zu wesentlichen assoziierten Unternehmen des Konzerns sind in der folgenden Tabelle zu entnehmen:

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil
in %
--- --- ---
Assoziierte Unternehmen
INTEGRATED PACKACING SYSTEMS FZCO Dubai Dubai, u.A.E. 40
TECHNOLOGISCHES INSTITUT FÜR ANCEWANDTE KÜNSTLICHE INTELLIGENZ GMBH Weiden 44

Die Unternehmen werden in diesem Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert.

Die zusammengefassten Finanzinformationen hinsichtlich des wesentlichen assoziierten Unternehmens des Konzerns, integrated packaging SYSTEMS fzco, Dubai, sind nachfolgend angegeben. Die zusammengefassten Finanzinformationen entsprechen den Beträgen der in Übereinstimmung mit dem IFRS aufgestellten Abschluss des assoziierten Unternehmens (für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode vom Konzern entsprechend angepasst). Es bestehen Put- und Call-Optionen mit paritätischen Ausübungsbedingungen. Daher sind die Optionen mit einem Wert von Null bewertet.

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T€ 31.12.2018 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 52.347 53.095
Kurzfristige Vermögenswerte 26.670 24.327
Langfristige Schulden 3.940 3.259
Kurzfristige Schulden 12.248 11.464
Eigenkapital 62.829 62.699
Anteiliges Eigenkapital 25.132 25.080
Sonstige Anpassungen 0 162
Buchwert des at-equity bewerteten Integrated Packaging SYSTEMS FZCO Dubai 25.132 25.242

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T€ 2018 2017
Umsatzerlöse 22.838 24.519
Ergebnis nach Steuern 2.235 - 1.247
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis nach Steuern 2.235 - 1.247
Anteiliges Ergebnis nach Steuern 894 - 499

Der Buchwert des at-equity bewerteten technologischen Instituts für angewandte künstliche Intelligenz betrug T€ 3.529 und das anteilige Ergebnis nach Steuern T€ - 73.

5 Vorräte

Die Vorräte des KRONES Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2018 31.12.2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 208.019 177.422
Unfertige Erzeugnisse 46.559 210.278
Fertige Erzeugnisse 35.946 104.280
Handelswaren 25.606 114.956
Sonstiges 4.604 4.884
Gesamt 320.734 611.820

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt.

Die Wertminderungen der Vorräte wurden 2018 in Höhe von T€ 7.267 (Vorjahr: T€ 30.826) als Aufwand erfasst und beruhen im Wesentlichen auf den üblichen verlustfreien Bewertungen und Gängigkeitsabschlägen. Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden aufgrund verbesserter Marktbedingungen in unwesentlicher Höhe realisiert. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr T€ 0 (Vorjahr: T€ 73.603).

6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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T€ 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 987.970 1.277.358
Vertragsvermögenswerte 647.089 0
Sonstige Vermögenswerte 166.128 131.641

Bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vermögenswerte verweisen wir auf die Erläuterungen zur Einführung der neuen Standards. Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach FRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; dem zufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei den Vertragsvermögenswerten entwickelte sich das Wertberichtigungskonto wie folgt:

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T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte
Stand 31.12.2017 27.444
Veränderung aufgrund IFRS 9 Erstanwendung 01.01.2018 13.652
Veränderung Währungseffekte - 198
Zuführungen 104
Auflösungen - 5.430
Stand 31.12.2018 35.572

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (T€ 19.959; Vorjahr: T€ 12.923), Steuererstattungsansprüche (T€ 69.076; Vorjahr: T€ 51.199) und aktive Rechnungsabgrenzung (T€ 9.519; Vorjahr: T€ 9.730).

Als zu Marktwerten bewertete derivative Finanzinstrumente, welche für zukünftige Zahlungseingänge abgeschlossen wurden und die Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllen oder als freistehende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, waren zum Stichtag in Höhe von T€ 860 vorhanden (Vorjahr: T€ 1.973).

Bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vermögenswerte verweisen wir auf die Erläuterungen zur Einführung der neuen Standards. Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach

7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von T€ 218.802 (Vorjahr: T€ 181.995) bestehen neben Kassenbeständen in Höhe von T€ 150 (Vorjahr: T€ 197) im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten. Die Entwicklung der Zahlungsmittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnung" bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 127 dargestellt.

8 Ertragsteuern

Die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus Ertragsteuern nach IAS 12.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 2018 2017
Latente Steueraufwendungen/Steuererträge (-) 693 822
Laufende Steueraufwendungen 52.957 70.846
Gesamt 53.650 71.668

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15,0% zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und für die KRONES AG ein durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz von 328 %. Insgesamt ermittelt sich so für die inländischen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 27,3%. Im Ausland liegen die Steuersätze zwischen 9 % und 35 %. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde der Ertragsteuersatz von 27,3 % berücksichtigt.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember gliedert sich wie folgt:

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T€ Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 54 7 45.476 39.395
Sachanlagen 144 95 10.374 10.591
Finanzanlagen 14.486 10.109 39 37
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.319 587 67 467
Vorräte 12.708 6.904 1.657 120.436
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.798 3.326 27.303 22.315
steuerliche Verlustvorträge 11.116 8.850 0 0
Rückstellungen, langfristig 9.964 9.758 10.292 7.256
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2.057 1.158 366 22
Rückstellungen, kurzfristig 19.134 7.545 92 14.377
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.540 148.302 167 138
Erfolgsneutral gebildete latente Steuern 31.191 34.378 2.304 96
Konsolidierung 363 144 - 369 - 267
Zwischensumme 106.874 231.163 97.768 214.863
Saldierung (-) - 74.424 - 201.948 - 74.424 - 201.948
Gesamt 32.450 29.215 23.344 12.915

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven und passiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 28.887 (Vorjahr: T€ 34.282). In diesem Betrag ist die erfolgsneutrale Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nach IAS19 in Höhe von T€ 32.821 (Vorjahr: T€ 34.378) sowie die erfolgsneutrale Erfassung der latenten Steuern aus der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 15 von T€ - 4.316 enthalten. Der Betrag von T€ 380 (Vorjahr: T€ - 96) resultiert aus Sicherungsgeschäften.

Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 14.056 (Vorjahr: T€ 14.172) sowie latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von T€ 46 (Vorjahr: T€ 38) wurden nicht gebildet.

Die temporären Differenzen zwischen den Buchwerten von Anteilen an Tochterunternehmen und der steuerlichen Basis dieser Anteile (sog. Outside Basis Differences) belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 21.013 (Vorjahr: T€ 18.567) und sind nicht Grundlage für die Bildung latenter Steuern.

Der ausgewiesene Steueraufwand im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von T€ 53.650 ist um T€ 2.110 geringer als der erwartete Steueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 27,3% auf Konzernebene ergeben würde. Der Unterschied ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

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T€ 2018 2017
Ergebnis vor Steuern 204.250 258.795
Steuersatz der KRONES ac (Muttergesellschaft) 27,30 % 27,30 %
Erwarteter (theoretischer) Steueraufwand 55.760 70.651
Anpassung aufgrund der Differenz zwischen dem lokalen Steuersatz und dem Steuersatz der KRONES AG - 1.428 1.618
Steuerminderungen aufgrund von steuerfreien Erträgen - 14.724 - 10.825
Laufende steuerliche Verluste, für die keine latenten Steuern aktiviert wurden 28 0
Steueraufwanderhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 23.134 12.652
Steuereffekt aus bisher nicht realisierten latenten Steuern aus Verlustvorträgen - 1.070 - 10.569
Steuerertrag (-)/Steueraufwand (+) für Vorjahre - 1.491 9.172
Steuereffekt aus bisher nicht realisierten abzugsfähigen temporären Differenzen - 4.672 - 61
Sonstiges - 1.887 - 970
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 53.650 71.668

Die Differenz zwischen Steuerminderungen und Steuermehrungen ergibt für das Geschäftsjahr 2018 Steuerminderungen. Diese sind vor allem auf steuerfreie Erträge zurückzuführen.

9 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2018 wie im Vorjahr € 40.000.000,00. Es ist eingeteilt in 31.593.072 Stück zu einem rechnerischen Nennwert von je € 1,27 auf den Inhaber lautende Stammaktien. Zum Stichtag befanden sich 31.593.072 Aktien im Umlauf (Vorjahr: 31.593.072). Zum 31. Dezember 2018 befanden sich wie im Vorjahr keine eigenen Anteile im Bestand.

Die Gesellschaft wird gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Beschlusses zu erwerben.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden.

Die Ermächtigung wurde mit Beschlussfassung durch die Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 12. Juni 2023. Die in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 25. Juni 2014 (Tagesordnungspunkt 7) beschlossene Ermächtigung endete mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung.

Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat oder noch besitzt, oder die ihr nach den §§ 71 d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten.

Erfolgt der Erwerb der eigenen Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs einer Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) nicht um mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten.

Erwerb der Aktien mittels eines öffentlichen Kaufangebots oder mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten.

Bei einem Erwerb im Weg eines öffentlichen Erwerbsangebots kann die Gesellschaft einen festen Erwerbspreis oder eine Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) festlegen, innerhalb der sie bereit ist, Aktien zu erwerben. In dem öffentlichen Erwerbsangebot kann die Gesellschaft eine Frist für die Annahme oder Abgabe des Angebots und die Möglichkeit und die Bedingungen für eine Anpassung der Kaufpreisspanne während der Frist im Fall nicht nur unerheblicher Kursveränderungen festlegen. Der Kaufpreis wird im Fall einer Kaufpreisspanne anhand der in den Annahmebzw. Angebotserklärungen der Aktionäre genannten Verkaufspreise und des nach Beendigung der Angebotsfrist vom Vorstand festgelegten Erwerbsvolumens ermittelt.

Bei einem öffentlichen Kaufangebot der Gesellschaft darf der angebotene Kaufpreis oder die Kaufpreisspanne den volumengewichteten Durchschnitt der Schlusskurse einer Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den letzten drei (3) Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots um nicht mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten. Im Fall einer Anpassung der Kaufpreisspanne durch die Gesellschaft wird auf die letzten drei (3) Börsenhandelstage vor der öffentlichen Ankündigung der Anpassung abgestellt.

Bei einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten darf der auf der Basis der abgegebenen Angebote ermittelte Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) je Aktie der Gesellschaft den volumengewichteten Durchschnitt der Schlusskurse einer Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den letzten drei (3) Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung der Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten um nicht mehr als 10 % über- bzw. unterschreiten. Im Fall einer Anpassung der Kaufpreisspanne durch die Gesellschaft wird auf die letzten drei (3) Börsenhandelstage vor der öffentlichen Ankündigung der Anpassung abgestellt.

Das Volumen des Kaufangebots oder der Verkaufsaufforderung kann begrenzt werden. Sofern die von den Aktionären zum Erwerb angebotenen Aktien den Gesamtbetrag des Kaufangebots oder der Verkaufsaufforderung der Gesellschaft überschreiten, erfolgt die Berücksichtigung oder die Annahme im Verhältnis des Gesamtbetrags des Kaufangebots bzw. der Verkaufsaufforderung zu den insgesamt von den Aktionären angebotenen Aktien. Es kann aber vorgesehen werden, dass geringe Stückzahlen bis zu 100 angebotenen Aktien je Aktionär bevorrechtigt erworben werden. Das Kaufangebot oder die Verkaufsaufforderung kann weitere Bedingungen vorsehen.

Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch wie folgt zu verwenden:

a) Sie können eingezogen werden und das Grundkapital der Gesellschaft um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden Teil des Grundkapitals herabgesetzt werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand kann die Aktien auch im vereinfachten Verfahren ohne Herabsetzung des Grundkapitals einziehen, so dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital erhöht. Erfolgt die Einziehung der Aktien im vereinfachten Verfahren ohne Herabsetzung des Grundkapitals, ist der Vorstand zur Anpassung der Aktienzahl in der Satzung ermächtigt.

b) Sie können Dritten gegen Sachleistungen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Unternehmensteilen oder Beteiligungen, angeboten und auf diese übertragen werden. Die vorbezeichneten Aktien können darüber hinaus auch zur Beendigung bzw. vergleichsweisen Erledigung von gesellschaftsrechtlichen Spruchverfahren bei verbundenen Unternehmen der Gesellschaft verwendet werden.

c) Sie können gegen Barzahlung an Dritte veräußert werden, wenn der Preis, zu dem die Aktien der Gesellschaft veräußert werden, den Börsenpreis einer Aktie der Gesellschaft zum Veräußerungszeitpunkt nicht wesentlich im Sinne der §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet.

d) Sie können zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaft aus und im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandel- oder Optionsrechten verwendet werden.

Die aufgeführten Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien können ganz oder bezogen auf Teilvolumina der erworbenen eigenen Aktien einmal oder mehrmals, einzeln oder zusammen, ausgenutzt werden. Diese Ermächtigungen können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder von ihr abhängiger oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehender Unternehmen ausgeübt werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien nicht gemäß den vorstehenden Ermächtigungen bei unter b) bis einschließlich d) verwendet werden oder soweit dies, für den Fall der Veräußerung eigener Aktien an alle Aktionäre, erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszuschließen.

Insgesamt dürfen die aufgrund der Ermächtigungen unter vorstehenden b) bis einschließlich d) verwendeten Aktien 10 % des bei Wirksamwerden oder - sollte dieses geringer sein - bei Ausübung der Ermächtigung bestehende Grundkapitals nicht übersteigen, und zwar weder zum Zeitpunkt der Beschlussfassung noch - falls dieser Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zu diesem Zeitpunkt ausgegeben oder veräußert wurden. Sofern während der Laufzeit dieser Ermächtigung zur Verwendung eigener Aktien von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist auch dies auf die vorstehend genannte 10 %-Grenze anzurechnen. Ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die zur Bedienung von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten ausgegeben wurden, soweit diese Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben wurden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des genehmigten Kapitals entsprechend anzupassen.

Die Summe der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen (ohne Dividende) beträgt im Berichtsjahr T€ - 263 (Vorjahr: T€ - 33.969) und setzt sich neben den Veränderungen der Währungsdifferenzen und des Hedge Accountings aus der Erfassung der versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionen in den sonstigen Rücklagen zusammen. Zusätzlich veränderte sich das Eigenkapital durch die Ergebniszuweisung an Anteile anderer Gesellschafter um T€ - 483 (Vorjahr: T€ - 1.632). Die Summe der ergebnisneutralen und wirksamen Veränderungen beträgt T€ 150.337 (Vorjahr: T€ 153.158).

Für das Geschäftsjahr 2017 wurde von der KRONES AG eine Dividende von 1,70 € pro Aktie (Vorjahr: 1,55 € pro Aktie) beschlossen und 2018 ausbezahlt. Dies entspricht einem Auszahlungsbetrag von T€ 53.708 (Vorjahr: T€ 48.969).

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für KRONES eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Hierfür wird das Kapital regelmäßig auf Basis der Kennzahlen Eigenkapitalquote, ROCE und Eigenkapitalrendite überwacht und gesteuert. Um die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen, schüttet KRONES grundsätzlich 25 % bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktionäre aus.

10 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 141.724 (Vorjahr T€ 141.724). In der Kapitalrücklage sind neben den Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auch Zahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von T€ 37.848 enthalten.

11 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 51.

Die anderen Gewinnrücklagen enthalten unter anderem die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2004 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS zum 1. Januar 2004.

Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen Währungsdifferenzen enthalten erfolgsneutrale Währungsumrechnungen von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften.

Der Effekt aus dem Übergang auf IFRS 15 beträgt nach Steuern T€ 21.589 (vor Steuern T€ 29.631) und wurde in den Gewinnrücklagen erfasst. Weiterhin wurden in den Gewinnrücklagen ein Betrag von T€ - 9.926 nach Steuern (vor Steuern T€-13.652) aus der Erstanwendung von IFRS 9 erfasst.

12 Sonstige Rücklagen

Die unter den sonstigen Rücklagen dargestellte Rücklage für Pensionsverpflichtungen, Cashflow Hedges sowie die Rücklage für Putable Instruments entwickelten sich wie folgt:

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T€ Rücklage für Pensionsverpflichtungen Rücklage für Cashflow Hedges Putable Instruments Summe
Stand 31.12.2016 - 91.204 - 3.818 - 804 - 95.827
Bewertungsänderung - 498 7.784 0 7.083
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition 154 - 2.833 - 2.679
Währungsdifferenz 43 0 248
Stand 31.12.2017 - 91.505 1.133 - 804 - 91.176
Bewertungsänderung 5.948 - 3.070 0 2.878
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition - 1.552 698 - 854
Währungsdifferenz 0 - 8 - 8
Stand 31.12.2018 - 87.109 - 1.247 - 804 - 89.160

In den Bewertungsänderungen von Cashflow-Hedges sind Zuführungen in Höhe von T€ - 1.142 und erfolgswirksame Reklassifizierungen in Höhe von T€ 1.133 nach Steuern enthalten.

13 Anteile anderer Gesellschafter

Im Geschäftsjahr 2017 waren Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von T€ - 72 (Vorjahr: T€ - 3.085) vorhanden.

Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. der Veränderung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten des KRONES Konzerns im Geschäftsjahr 2018 sowie im Vorjahr ist in der Eigenkapitalentwicklung auf Seite 128 dargestellt.

14 Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter der Gesellschaften des KRONES Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren.

Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Beitragszahlungen sind als Personalaufwand im laufenden Jahr erfasst.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Plans") besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen, sog. "Defined Benefit Obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Hierbei sind neben den Annahmen zur Lebenserwartung, basierend auf der Heubeck'schen Richttafel 2005, folgende Konzerndurchschnittswerte als Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

Grundlage für die Pensionsrückstellung in Deutschland ist die Versorgungsordnung vom 31. Dezember 1982, welche mittlerweile geschlossen ist. Diese sieht für alle Mitarbeiter einen Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten vor. Altersgrenze ist bei Männern das vollendete 63., bei Frauen das vollendete 60. Lebensjahr. Die Altersrente beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 1 % (ab 1. Januar 1983 0,5 %) des rentenfähigen Arbeitsverdienstes, maximal aber 25 %. Zu beachten ist weiterhin eine Besitzstandsregelung zum Neuordnungszeitpunkt 31. Dezember 1982.

Bemessungsgrundlage für die Invaliden- bzw. Witwenrente (50 % der Altersrente) ist die bis zur Altersgrenze erreichbare Altersrente, wobei als Invalidenrente nur der Teil gewährt wird, der dem Verhältnis der erreichten zur erreichbaren Dienstzeit entspricht. Feststellungszeitpunkt für den rentenfähigen Arbeitsverdienst ist der 31. Dezember 1982. Für Neuzugänge nach diesem Datum gilt eine feststehende Tabelle. Die einzelnen Regelungen basieren auf individuellen vertraglichen Vereinbarungen.

Sowohl die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen als auch das Planvermögen können im Zeitablauf Schwankungen unterliegen. Dadurch kann der Finanzierungsstatus negativ oder positiv beeinflusst werden. Die Schwankungen bei den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen resultieren im KRONES Konzern insbesondere aus der Änderung von finanziellen Annahmen wie den Abzinsungsfaktoren und dem Anstieg der Lebenshaltungskosten; aber auch aus der Änderung demografischer Annahmen wie einer veränderten Lebenserwartung.

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in % Konzerndurchschnitt
2018 2017
--- --- ---
Abzinsungsfaktor 2,0 1,8
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rententrend 2,0 2,0

Zur Ableitung der jeweiligen Diskontierungssätze wird auf die für das Ende des Wirtschaftsjahres von der Heubeck AG, der Mercer Deutschland GMBH, TowersWatson und AON Hewitt veröffentlichten Zinsempfehlungen für Zinssätze zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen zurückgegriffen. Basierend auf diesen Werten, welche auf der Grundlage von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen erstellt wurden, wird ein Zinssatz ermittelt, der die voraussichtlichen Auszahlungen der Leistungen widerspiegelt.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtung beträgt 19 Jahre (Vorjahr: 19 Jahre).

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Gesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung kein Gehaltstrend berücksichtigt.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein können. Der Nettowert der Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2016
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungszusagen 199.099 199.129 198.381
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 49.534 50.722 52.221
Barwert der Versorgungszusagen (Bruttoverpflichtungen) 248.633 249.851 250.602
Zeitwert des Planvermögens - 28.083 - 29.622 - 31.454
Bilanzwert zum 31. Dezember (Nettoverpflichtungen) 220.550 220.229 219.148

Die Pensionsrückstellungen zum Stichtag entfallen mit T€ 212.086 (Vorjahr: T€ 216.411) zum überwiegenden Teil auf die KRONES AG. Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus Änderung der finanziellen Annahmen betragen T€ 9.140 (Vorjahr T€ 0). Die erfahrungsbedingten Anpassungen betragen T€ - 17 (Vorjahr T€ - 185); die Anpassungen aufgrund der Veränderung der demografischen Annahmen, die im Wesentlichen aus einer Anpassung an die neuen Heubeck-Richttafeln 2018G resultieren, betragen T€ - 3.111 (Vorjahr: T€ 0).

Die Zusammensetzung der Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 5.272 (Vorjahr: T€ 4.721) stellt sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2016
Dienstzeitaufwand der Periode 727 618 1.060
Zinsaufwand 4.562 4.492 5.188
erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen - 508 - 545 - 703
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Plankürzungen 491 156 162
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 5.272 4.721 5.707

Die Überleitungen des Barwertes leistungsorientierter Verpflichtungen mit T€248.633 (Vorjahr: T€ 249.851) und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens mit T€ 28.083 (Vorjahr: T€ 29.622), sowie deren Saldo stellen sich wie folgt dar:

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T€ Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt
Stand 1. Januar 2017 250.602 - 31.454 219.148
Dienstzeitaufwand der Periode 618 0 618
Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (-) 4.492 - 545 3.947
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 188 66 254
Einzahlungen des Arbeitgebers 0 - 522 - 522
Gezahlte Versorgungsleistungen - 5.816 2.835 - 2.981
Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 156 156
Währungsdifferenzen - 389 - 2 - 391
Stand 31. Dezember 2017 249.851 - 29.622 220.229

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T€ Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt
Stand 31. Dezember 2017 249.851 - 29.622 220.229
Konsolidierter Zugang 3.742 0 3.742
Dienstzeitaufwand der Periode 727 0 727
Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (-) 4.562 - 508 4.054
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste - 6.448 500 - 5.948
Einzahlungen des Arbeitgebers 0 - 1.222 - 1.222
Gezahlte Versorgungsleistungen - 4.765 2.752 - 2.013
Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 491 491
Währungsdifferenzen 473 17 490
Stand 31. Dezember 2018 248.633 - 28.083 220.550

Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Für die Verwaltung und Steuerung eines Teils des Planvermögens ist der KRONES Unterstützungs-Fonds e. V. verantwortlich. Die KRONES AG ist das Trägerunternehmen dieses Vereins. Für die Verwaltung und Steuerung eines anderen Teils des Planvermögens ist die Allianz Global Investor als Rückdeckungsversicherer verantwortlich.

Der Zeitwert des Planvermögens betrug am 31. Dezember 2018 Mio. 28,1 € (Vorjahr: 29,6 Mio. €). Dabei entfallen 23,6 Mio. € (Vorjahr: 23,7 Mio. €) auf Rückdeckungsversicherungen. Das restliche Planvermögen entfällt auf den KRONES Unterstützungs-Fonds e. V. mit Sitz in Neutraubling. Das Fondsvermögen ist in einem von der Allianz GI verwalteten Spezialfonds angelegt und wird aktiv gemanagt. Die zulässigen Instrumente sind in den Anlagerichtlinien erfasst.

Die Anlagestrategie ist defensiv ausgerichtet. Am 31. Dezember 2018 war der AGI-Fonds zu 34,7 % in Staatsanleihen, zu 7,2 % in Pfandbriefen und zu 22,1 % in Unternehmensanleihen Investment Grade investiert. 0,7 % wurden als Kasse gehalten. Zusätzlich waren im Wesentlichen Aktienfonds enthalten. Die aktive Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt durch den Einsatz von Zinsfutures; die Duration des Investitionsvolumens liegt bei 2,31 Jahren. Steuerung des Währungsrisikos: es werden keine direkten Währungsanlagen getätigt. Das Gesamtrating des Fondsvermögens ist A+. Das Planvermögen der KRONES AG ist zu 84 % aus der Rückdeckungsversicherung der Allianz abgesichert und zu 16 % aus dem KRONES Unterstützungs-Fonds.

Die erwarteten Beiträge in das Planvermögen in 2019 betragen T€ 1.002. Die erwarteten Rentenzahlungen in 2019, die aus dem Planvermögen vorgenommen werden, betragen T€ 2.650.

Für beitragsorientierte Versorgungspläne (Beiträge zur Rentenversicherung) wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Arbeitgeberanteil von T€ 55.404 (Vorjahr: T€ 52.261) aufgewendet.

Die Sensitivitäten der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen betragen:

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Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung der Annahme Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
--- --- --- ---
Rechnungszins 0,50 % Verminderung um 8,4 % Erhöhung um 8,8 %
Rententrend 0,50 % Verminderung um 6,7 % Erhöhung um 7,1 %
Lebenserwartung 1 Jahr Erhöhung um 4,3 % Verminderung um 4,3 %

Die vorstehende Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieses in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden.

15 Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

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T€ 01.01.2018 Konsolidierter Zugang Verbrauch Auflösung Zuführung Währungsdifferenzen
Steuerverpflichtungen 35.341 187 25.438 2.097 5.863 - 422
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 38.915 167 3.199 493 13.144 - 81
Drohverlustrückstellung 41.089 475 33.356 464 24.579 - 675
Gewährleistungsrückstellung 68.961 556 10.195 9.581 6.498 - 591
Sonstige übrige Rückstellungen 47.785 5.670 19.503 19.707 20.181 713
Gesamt 232.091 7.055 91.691 32.342 70.265 - 1.056

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T€ 31.12.2018 fällig innerhalb 1 Jahr
Steuerverpflichtungen 13.434 9.000
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 48.453 1.364
Drohverlustrückstellung 31.648 26.419
Gewährleistungsrückstellung 55.648 54.788
Sonstige übrige Rückstellungen 35.139 24.659
Gesamt 184.322 116.230

Die Steuerverpflichtungen stellen im Wesentlichen Rückstellungen für Ertragsteuern dar, für die noch kein Steuerbescheid vorliegt. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind im Wesentlichen langfristige Verpflichtungen für die Altersteilzeit enthalten. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich ist ein Zinseffekt von T€ 309 (Vorjahr: T€ 385) enthalten. Die Drohverlustrückstellungen und Gewährleistungsrückstellungen beziehen sich auf das Projektgeschäft und repräsentieren die erwarteten Kosten aus den jeweiligen Kundenaufträgen. Die Schätzungen für die Verpflichtungen aus dem Projektgeschäft beruhen auf den üblichen Erfahrungswerten. Unter den sonstigen übrigen Verpflichtungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Schadensersatz und Prozesskosten enthalten. Die Schätzungen für die Verpflichtungen aus dem Projektgeschäft beruhen auf den üblichen Erfahrungswerten. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit Zinssätzen zwischen 0,9 % und 2,0 % abgezinst.

16 Verpflichtungen

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2018
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 555 3.169 0 3.724
Vertragsverbindlichkeiten 547.222 0 0 547.222
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 491.585 1 0 491.586
Sonstige Finanzverpflichtungen 106.670 41.302 0 147.972
Sonstige Verpflichtungen 261.655 2.298 0 263.953
Gesamt 1.407.687 46.770 0 1.454.457

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2017
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.620 0 0 24.620
Erhaltene Anzahlungen 508.864 0 0 508.864
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 376.525 22 0 376.547
Sonstige Finanzverpflichtungen 6.979 26.975 0 33.954
Sonstige Verpflichtungen 294.099 2.194 0 296.293
Gesamt 1.211.087 29.191 0 1.240.278

Überleitung der Bewegungen der Verbindlichkeiten auf die Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit

Die folgende Tabelle gibt die Veränderuungen der Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten durch zahlungswirksame und nicht zahlungswirksame Veränderungen an.

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T€ 31.12.2017 zahlungswirksame Veränderung nicht zahlungswirksame Veränderung durch Akquisitionen 31.12.2018
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- langfristig 0 0 3.169 3.169
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- kurzfristig 24.620 - 24.065 0 555
Gesamt 24.620 - 24.065 3.169 3.724

Die sonstigen Finanzverpflichtungen sind Verpflichtungen aus Wechseln, Putable Instruments und Earn-out Verpflichtungen. Die Verpflichtungen aus Wechseln stellen nach IAS 39 mögliche Verpflichtungen aus veräußerten Wechseln dar und werden in Höhe von T€ 106.670 (Vorjahr: T€ 6.979) auch als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die sonstigen Verpflichtungen bestehen neben den sonstigen übrigen Verpflichtungen (T€ 256.432; Vorjahr: T€ 287.374) aus passiver Rechnungsabgrenzung (T€ 7.521; Vorjahr: T€ 8.919).

Die sonstigen übrigen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2018
Verbindlichkeiten aus Steuern 32.999 0 0 32.999
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 27.653 1.354 0 29.007
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 9.887 0 0 9.887
Abgegrenzte Schulden 158.605 0 0 158.605
Sonstige 24.990 944 0 25.934
Gesamt 254.134 2.298 0 256.432

Die abgegrenzten Schulden in Höhe von T€ 158.605 (Vorjahr: T€ 194.236) stellen Verpflichtungen dar, die eine höhere Wahrscheinlichkeit bzgl. ihrer Höhe und Fälligkeit besitzen, als dies bei Rückstellungen der Fall ist. Sie beinhalten als wesentliche Positionen ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen für Gleitzeitguthaben und Urlaubsrückstände sowie für Erfolgsbeteiligungen.

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus Steuern 39.834 0 0 39.834
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.457 0 0 7.457
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 27.465 1.041 0 28.506
Abgegrenzte Schulden 194.236 0 0 194.236
Sonstige 16.188 1.153 0 17.341
Gesamt 285.180 2.194 0 287.374

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwands unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der einzelnen Leasingverträge liegen zwischen 2 und 4 Jahren. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen.

Der unter den sonstigen übrigen Verpflichtungen ausgewiesene Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finance Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten getrennt wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2018 31.12.2017
künftige Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 123 100
von 1 bis 5 Jahre 184 6
307 106
In künftigen Mindestleasingzahlungen enthaltener Zinsanteil
bis 1 Jahr 5 4
von 1 bis 5 Jahre 7 0
12 4
Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 118 96
von 1 bis 5 Jahre 177 6
295 102

17 Eventualverpflichtungen

Es bestehen im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Eventualverpflichtungen.

18 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Operating Leasing und langfristigen Mietverhältnissen für Grundstücke und Gebäude, Fahrzeuge, Computer und Telekommunikationsgeräte.

Im Rahmen dieser Miet- und Leasingverträge wurden 2018 Zahlungen in Höhe von T€ 26.041 (Vorjahr: T€ 24.634) geleistet.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, weil die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

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T€ 31.12.2018 31.12.2017
künftige Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 23.897 21.249
von 1 bis 5 Jahre 34.496 28.398
Mehr als 5 Jahre 267 22
58.660 49.669
künftige Wartungen
bis 1 Jahr 13.316 7.446
von 1 bis 5 Jahre 9.424 3.035
Mehr als 5 Jahre 0 0
22.740 10.481

19 Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Die derivativen Finanzinstrumente des KRONES Konzerns decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des us-Dollars, des kanadischen Dollars, der norwegischen Krone, des australischen Dollars und des britischen Pfunds sowie des japanischen Yens und des Euros ab.

Die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente stellen sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

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T€ 31.12.2018 Nominalwert 31.12.2017 Nominalwert 31.12.2018 Beizulegender Zeitwert 31.12.2017 Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte
Währungssicherung
Devisentermingeschäfte 55.041 99.924 859 1.973
davon Hedge Accounting 28.875 88.451 450 1.607
Finanzielle Verbindlichkeiten
Währungssicherung
Devisentermingeschäfte 73.431 63.361 1.981 513
davon Hedge Accounting 61.338 10.353 1.781 26

Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge unter Verwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren. Diese Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert.

Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Die dargestellten Cashflow Hedges sind grundsätzlich effektiv. Der Nettoverlust aus Derivaten beträgt im Berichtsjahr T€ 386 (Vorjahr: Nettoverlust T€ 1.219).

Die deutschen Rahmenverträge und die ISDA-Vereinbarungen erfüllen nicht die Kriterien für eine Saldierungspflicht in der Konzern-Bilanz. Dies liegt daran, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge besteht. Das Recht auf Saldierung ist nur bei Eintritt künftiger Ereignisse, wie z. B. der Insolvenz einer Vertragspartei, durchsetzbar. Es bestehen ebenfalls keine Aufrechnungsmöglichkeiten bei direkt von Tochterunternehmen der KRONES Gruppe abgeschlossenen Sicherungsgeschäften.

Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die diesen Vereinbarungen unterliegen, dar:

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T€ 31.12.2018 31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte
Bruttowerte der finanziellen Vermögenswerte 1.887.606 1.493.386
Werte, die gemäß IAS 32.42 saldiert werden 0 0
Nettowerte der finanziellen Vermögenswerte 1.887.606 1.493.386
Werte mit Globalnettingvereinbarung
Derivate - 1.981 - 513
Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte 1.885.625 1.492.873
Finanzielle Verbindlichkeiten
Bruttowerte der finanziellen Verbindlichkeiten 715.458 513.798
Werte, die gemäß IAS 32.42 saldiert werden 0 0
Nettowerte der finanziellen Verbindlichkeiten 715.458 513.798
Werte mit Globalnettingvereinbarung 0 0
Derivate - 860 - 513
Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten 714.598 513.285

Der Effekt aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss ist auf Seite 176 ff. dargestellt.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt und Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in die Bewertungshierarchie eingeordnet.

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31.12.2018 Bewertung nach IFRS 9
in T€ Buchwert 31.12.2018 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7 Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (fvtpl) Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (fvtoci) Bewertung nach IAS 17
--- --- --- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen 8.770 3.805 3.805
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 987.970 987.970 987.970
Vertragsvermögenswerte 647.089 647.089 647.089
Sonstige Vermögenswerte 166.128 29.940 29.080 410 450
davon Derivate 860 860 410 450
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 218.802 218.802 218.802
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.724 3.724 3.724
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 491.586 491.586 491.586
Sonstige Finanzverpflichtungen 147.972 147.972 106.889 41.083
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 263.953 72.176 69.899 199 1.781 295
davon Derivate 1.982 1.982 199 1.781

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31.12.2018 Bewertungshierarchie
in T€ Level 1 Level 2 Level 3
--- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 860
davon Derivate 860
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Finanzverpflichtungen 41.083
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 1.982
davon Derivate 1.982

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31.12.2017 Bewertung nach IAS 39
in T€ Buchwert 31.12.2017 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7 Kredite und Forderungen Finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
--- --- --- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen*) 6.215 6.215 2.656 3.559
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.277.358 1.277.358 1.277.358
Sonstige Vermögenswerte 131.641 27.818 25.846 366 1.607
davon Derivate 1.973 1.973 366 1.607
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 181.995 181.995 181.995
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.620 24.620
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 376.547 376.547
Sonstige Finanzverpflichtungen 33.954 33.953 26.974
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 296.293 78.575 487 26
davon Derivate 513 513 487 26

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31.12.2017 Bewertung nach IAS 39 Bewertungshierarchie
in T€ Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten Bewertung nach IAS17 Level 1 Level 2 Level 3
--- --- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen*) 990
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Vermögenswerte 1.973
davon Derivate 1.973
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.620
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 376.547
Sonstige Finanzverpflichtungen 6.979 26.974
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 77.960 102 513
davon Derivate 513

*) Beteiligungen bewertet at cost gem. IAS 39.46c

Die Entwicklung der in Level 3 eingestuften und zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:

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T€ 2018 2017
Nettobuchwert am 01.01. 26.974 19.758
Zugänge durch Akquisition 2.582 3.883
Veränderungen 11.527 3.333
(davon Währungseffekte) 234 529
Nettobuchwert am 31.12. 41.083 26.974

Sonstige Veränderungen fanden nicht statt. Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten neben bedingten Kaufpreisbestandteilen kombinierte Put-Call-Optionen aus Unternehmenserwerben. Diese werden unter den sonstigen Finanzverpflichtungen ausgewiesen und wurden unter Berücksichtigung vertraglicher Vereinbarungen auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Markt- und Unternehmensdaten bewertet.

Die Unternehmenserwerbe beinhalten bedingte Gegenleistungen, die abhängig von den Inputfaktoren EBITDA und Zahlungsmittelbestand sind. Der beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistungen aus den Erwerben beträgt bei Berücksichtigung der geschätzten Inputfaktoren zum Bilanzstichtag T€ 5.420.

Die Unternehmenserwerbe beinhalten Put-Optionen, welche nicht beherrschenden Gesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden. Die Optionsausübung wurde daher antizipiert (anticipated-acquisition method) und jeweils eine mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeit anstelle nicht beherrschender Anteile ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam dotiert.

Der beizulegende Zeitwert der Put-Option der trans-market wurde anhand einer Monte Carlo Simulation bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag beträgt T€ 987 . Der beizulegende Zeitwert der Put-Option der SYSTEMS logistics wurde anhand der Discounted Cash-flow-Methode bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Die geschätzte Bandbreite der nicht diskontierten Ausübungspreise beträgt zum Bilanzstichtag zwischen T€ 27.325 und T€ 47.688. Ausgehend davon beträgt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag T€ 33.226. Der beizulegende Zeitwert der Put-Option der IPs plastics wurde anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Der geschätzte nicht diskontierte Ausübungspreis betrug zum Erwerbszeitpunkt T€ 1.742. Zum Bilanzstichtag ergeben sich keine wesentlichen Veränderungen der geschätzten Bandbreite. Ausgehend davon beträgt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag T€ 1.450.

Umgruppierungen zwischen den einzelnen Stufen haben nicht stattgefunden.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Forderungen stellt sich zum 31. Dezember 2018 wie folgt dar:

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in T€ davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Buchwert davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig bis zu 90 Tagen zwischen 90 und 180 Tagen zwischen 180 und 360 Tagen über 360 Tagen
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2018 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.635.059 1.460.726 116.017 21.212 24.337 12.767
31.12.2017 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.277.358 998.659 171.991 42.825 34.363 29.520

Das Ausfallrisiko, dem der Konzern aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten ausgesetzt ist, hängt maßgeblich von der Bonität des Kunden ab.

Das KRONES Management hat einen Prozess implementiert, bei dem jeder Kunde auf Basis von externen Daten, wie beispielsweise Ratings, oder internen Daten, wie bspw. Zahlungsverhalten und Fälligkeit der Forderungen, hinsichtlich seiner Kreditwürdigkeit beurteilt wird.

Die finale Bewertung erfolgt auf Basis von Kundengruppen, sowie nach der Einordnung des Kunden in eine von fünf Risikokategorien A - E je Überfälligkeit der Forderungen.

Für jede Risikokategorie wird auf Basis von aussagekräftigen Daten eine erwartete Ausfallquote ermittelt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Bruttobuchwerte sowie die erwarteten Verluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 2018:

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Ratingbasiert Bruttobuchwert

in T€
Durchschnittliche Verlustrate Wertberichtigung

in T€
Key Accounts 471.345 0,45 % 1.984
Großkunden 821.086 0,99 % 7.330
Gesamt 1.292.431 9.314

Indikatoren für eine beeinträchtigte Bonität von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten sind beispielsweise signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Kunden.

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Kategorie
A B c D E Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Durchschnittliche Verlustrate in % 0,23 % 0,18 % 1,70 % 5,33 % 39,62 %
Bruttobuchwert in T€ 279.308 49.426 9.342 9.998 8.225 356.299
Wertberichtigung in T€ 608 81 147 495 3.026 4.357

Die kumulierten Wertberichtigungen für Kunden, bei denen der KRONES Konzern zu der Einschätzung gekommen ist, dass eine beeinträchtigte Bonität gegeben ist, betrugen T€ 21.901.

Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

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in T€ Buchwert Cashflow 2019 Cashflow 2020 - 2023 Cashflow nach 2023
31.12.2018 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 1.982 0 1.980 0 2 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 3.724 0 555 680 3.169 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 295 6 118 15 177 0
Diskontierte Kundenwechsel 106.670 0 106.670 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 41.302 0 44 41.302 0
153.973 6 109.323 739 44.650 0

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in T€ Cashflow nach 2023
Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 0
Diskontierte Kundenwechsel 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
0

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in T€ Buchwert Cashflow 2018 Cashflow 2019 - 2022 Cashflow nach 2022
31.12.2017 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 513 0 340 0 173 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 24.620 0 24.620 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 102 4 92 0 6 0
Diskontierte Kundenwechsel 6.979 0 6.979 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 27.811 0 42 27.811 0
60.025 4 32.031 42 27.990 0

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in T€ Cashflow nach 2022 Tilgung
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 0
Diskontierte Kundenwechsel 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
0

Wesentliche Fremdwährungspositionen nach Klassen des IFRS 7:

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31.12.2018

in T€
Währung USD Währung NOK Währung CAD Währung CNY Währung GBP
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 395 0 132 56 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 907 0 5.238 0 0
Sonstige Finanzforderungen 0 635 34 0 0
Derivate mit positiven Marktwerten 194 284 269 0 45
Ausleihungen 0 0 0 0 0
Summe Aktiva 1.496 919 5.673 56 45
Verbindlichkeiten
Lieferungen und Leistungen - 2.114 0 0 - 1.082 - 39
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
aus Finanzierungsleasingverhältnissen 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten - 856 - 14.217 - 2.543 0 - 4.007
Derivate mit negativen Marktwerten -1.100 - 11 - 7 - 589 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 0 0 0 0 0
Summe Passiva - 4.070 - 14.228 - 2.550 - 1.671 - 4.046
Saldo Aktiva und Passiva - 2.574 - 13.309 3.123 - 1.615 - 4.001
Netto-Exposure per 31.12.2018 - 2.574 - 13.309 3.123 - 1.615 - 4.001

Eine Veränderung des Stichtagskurses von 10 % würde folgende Auswirkungen im Ergebnis nach Steuern verursachen:

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in T€ Währung USD Währung NOK Währung CAD Währung CNY Währung GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung -116 1.254 -87 68 567
Konzerneigenkapital 3.022 1.254 553 214 671

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31.12.2017

in T€
Währung USD Währung NOK Währung CAD Währung GBP Währung CNY
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.104 0 145 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.483 0 5.810 0 0
Sonstige Finanzforderungen 894 635 34 20 0
Derivate mit positiven Marktwerten 740 524 31 39 101
Ausleihungen 0 0 0 0 0
Summe Aktiva 5.221 1.159 6.020 59 101
Verbindlichkeiten
Lieferungen und Leistungen - 26.149 - 11 0 - 16 - 55
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
aus Finanzierungsleasingverhältnissen 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten - 5.038 - 2.697 - 2.163 - 5.569 0
Derivate mit negativen Marktwerten - 5 - 13 - 18 - 4 - 258
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 0 0 0 0 0
Summe Passiva - 31.192 - 2.721 - 2.181 - 5.589 - 313
Saldo Aktiva und Passiva - 25.971 - 1.562 3.389 - 5.530 - 212
Netto-Exposure per 31.12.2017 - 25.971 - 1.562 3.389 - 5.530 - 212

Eine Veränderung des Stichtagskurses von 10 % würde folgende Auswirkungen im Ergebnis nach Steuern verursachen:

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in T€ Währung USD Währung NOK Währung CAD Währung GBP Währung CNY
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1.624 137 - 162 277 922
Konzerneigenkapital 4.808 786 268 27 174

Erläuterungen der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

20 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des KRONES Konzerns in Höhe von T€ 3.853.980 (Vorjahr: T€ 3.691.355) sind erfasste Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Die Erlöse aus Verträgen mit Kunden teilen sich wie folgt nach Segmenten und nach geografischen Regionen auf.

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T€ Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik
Deutschland 273.431 88.913
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 205.006 19.587
Westeuropa 543.892 177.751
Mittlerer Osten/Afrika 424.271 76.371
Osteuropa 164.971 22.458
Russland, Zentralasien (GUS) 62.014 17.842
Asien/Pazifik 402.170 43.556
China 277.993 12.778
Nord- und Mittelamerika 420.611 112.452
Südamerika 403.491 104.422
Gesamt 3.177.850 676.130

Die Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten des Konzerns haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

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T€ 31.12.2018 01.01.2018
Vertragsvermögenswerte 647.089 370.228
Vertragsverbindlichkeiten 547.222 392.986

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Erlöse in Höhe von T€ 392.986 erfasst, welche zu Beginn der Berichtsperiode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten erfasst waren.

Der Anstieg der Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Anarbeitungsvolumen sowie einer Erhöhung der Vorauszahlungen von Kunden infolge der Steigerung des Auftragsbestands.

Der Transaktionspreis, der den zum Ende der Berichtsperiode nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet wird, beträgt T€ 25.072. KRONES wird diese im Wesentlichen innerhalb der nächsten 36 Monate als Erlös erfassen. Die Angaben gem. IFRS 15.120 unterbleiben für Leistungsverpflichtungen mit einer erwarteten ursprünglichen Laufzeit von maximal einem Jahr.

21 Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten und aktivierte Eigenleistungen des Sachanlagevermögens.

Bzgl. der nach IAS 38 aktivierten Entwicklungskosten sei auf die Anmerkungen bei den immateriellen Vermögenswerten verwiesen.

22 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 114.492 (Vorjahr: T€ 112.470) bestehen neben den als periodenfremd zu bezeichnenden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter (T€ 13.727; Vorjahr: T€ 11.293), Gewinne aus

Anlagenabgang (T€ 479; Vorjahr: T€ 1.558) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 7.910; Vorjahr: T€ 3.272) im Wesentlichen aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von T€ 36.548 (Vorjahr: T€ 58.016). Dem standen im sonstigen betrieblichen Aufwand Zuführungen zu Wertberichtigungen (T€ 3.148; Vorjahr: T€ 8.934) und Kursverluste in Höhe von T€ 45.201 (Vorjahr: T€ 51.117) gegenüber.

23 Materialaufwand

Der Materialaufwand teilt sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 1.523.504 (Vorjahr: T€ 1.408.330) und Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 508.521 (Vorjahr: T€ 451.077) auf.

24 Personalaufwand

Innerhalb des KRONES Konzerns waren im Jahresdurchschnitt 15.330 Mitarbeiter (Vorjahr: 14.426) inkl. Auszubildende (546; Vorjahr: 541) beschäftigt. Die Mitarbeiter im KRONES Konzern setzen sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:

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2018 2017
Außertarifliche Mitarbeiter 2.766 2.551
Tarifmitarbeiter 12.564 11.875
Gesamt 15.330 14.426

25 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem neben den periodenfremden Verlusten aus Anlagenabgang in Höhe von T€ 453 (Vorjahr: T€ 178), Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 3.148; Vorjahr: T€ 8.934) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 5.664 (Vorjahr: T€ 5.898) vor allem Frachtkosten (T€ 124.272; Vorjahr: T€ 106.331), Reisekosten (T€ 110.677; Vorjahr: T€ 107.037), Fremdwährungsverluste (T€ 45.201; Vorjahr: T€ 51.117), Miete und Reinigungskosten (T€ 40.873; Vorjahr: T€ 30.222) und Wartungskosten (T€ 36.191; Vorjahr: T€ 31.314).

26 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis in Höhe von T€ 1.099 (Vorjahr: T€ 13.328) setzt sich wie folgt zusammen:

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T€ 2018 2017
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2 2
Zinsen und ähnliche Erträge 6.121 10.149
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 14.592 - 8.265
Zinsergebnis - 8.469 1.884
Erträge aus Beteiligungen 8.747 11.941
Gewinne und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen die nach der Equity Methode bilanziert werden 821 - 499
Finanzergebnis 1.099 13.328

Das Finanzergebnis ist neben den Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von T€ 6.121 (Vorjahr: T€ 10.149), denen Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 14.592 (Vorjahr: T€ 8.265) gegenüberstehen, auch durch Erträge aus Beteiligungen an nichtkonsolidierten Gesellschaften in Höhe von T€ 8.747 (Vorjahr: T€ 11.941) geprägt. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Auflösungen von Earn-out Verpflichtungen in Höhe von T€ 563 (Vorjahr: T€ 4.567) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ist die Erhöhung von Put-Options Verpflichtungen von T€ 10.749 (Vorjahr: T€ 4.520) enthalten. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen betrug in 2018 T€ 821, siehe auch Seite 151.

27 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern betrugen im Geschäftsjahr 2018 T€ - 53.650 (Vorjahr: T€ - 71.668). Weitere Informationen sind unter der Position 8 "Ertragsteuern" (Seite 153 bis 154) dargestellt.

28 Ergebnis je Aktie

Nach IAS 33 "Earnings per Share" ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:

Wie im Vorjahr entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis.

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2018 2017
Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter (in T€) 151.083 188.759
Durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien (Stück) 31.593.072 31.593.072
Ergebnis je Aktie (in €) 4,78 5,97

Erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Aus der erstmaligen Anwendung der neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ergeben sich Änderungen von Rechnungslegungsmethoden, die nachfolgend beschrieben werden. Aus anderen erstmals anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen resultieren keine Auswirkungen auf den Jahresabschluss.

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 Finanzinstrumente ersetzt die bestehenden Regelungen des IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 führt neue Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte ein und enthält neue Regelungen für Wertminderungen von Finanzinstrumenten.

KRONES hat IFRS 9 erstmalig ab dem 1. Januar 2018 angewendet. In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften nach IFRS 9 hat KRONES auf die Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet.

IFRS 9 enthält einen neuen Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, welcher das Geschäftsmodell, in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden, sowie die Eigenschaften ihrer Cashflows widerspiegelt.

IFRS 9 enthält drei wichtige Einstufungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (fvtpl) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (Fvoci). Der Standard eliminiert die bestehenden Kategorien des IAS 39: bis zur Endfälligkeit zu halten, Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbar.

Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, hat KRONES einheitlich die Möglichkeit gewählt, die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Solche Finanzinstrumente wurden unter IAS 39 "als zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

IFRS 9 behält die bestehenden Anforderungen des IAS 39 für die Einstufung von finanziellen Schulden weitgehend bei.

Nach IAS 39 werden jedoch alle Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes von Schulden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet bestimmt wurden, im Gewinn oder Verlust erfasst, wohingegen diese Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes nach IFRS 9 grundsätzlich wie folgt dargestellt werden:

Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes, die auf Änderungen des Kreditrisikos der Schuld zurückzuführen ist, wird im sonstigen Ergebnis dargestellt.
Die verbleibende Veränderung des beizulegenden Zeitwertes wird als Gewinn oder Verlust dargestellt.

Die sonstigen Finanzverpflichtungen bei KRONES beinhalten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte Verbindlichkeiten. Diese Klassifizierung behielt KRONES auch nach IFRS 9 bei.

IFRS 9 ersetzt das Modell der "eingetretenen Verluste" des IAS 39 durch ein zukunftsorientiertes Modell der erwarteten Kreditausfälle. Wertberichtigungen werden demnach auf einer der nachstehenden Grundlagen bewertet:

12-Monats-Kreditausfälle: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund möglicher Ausfallereignisse innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag.
Lebenslange Kreditausfälle: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund aller möglichen Ausfallereignisse während der erwarteten Laufzeit eines Finanzinstruments.

Die ermittelten zusätzlichen Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Vertragsvermögenswerte nach IFRS 15 betragen T€ 13.652 und wurden in den Gewinnrücklagen erfasst.

Die Entwicklung der Wertberichtigungen ist der Seite 152 zu entnehmen.

Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Ein Unternehmen kann festlegen, dass das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes nicht signifikant gestiegen ist, wenn der Vermögenswert am Abschlussstichtag ein geringes Kreditrisiko aufweist. Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte ohne eine wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden; KRONES wendet diese Methode auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente an.

Die geschätzten erwarteten Kreditausfälle aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen, inklusive Vertragsvermögenswerte werden auf Grundlage von externen Ratings sowie aus Erfahrungen mit tatsächlichen historischen Kreditausfällen der letzten 36 Monate berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert.

Insgesamt führt die Anwendung des neuen Wertminderungsmodells zu einer früheren Erfassung von erwarteten Verlusten bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen, inklusive Vertragsvermögenswerte und damit höheren Wertminderungen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt. KRONES nimmt an, dass seine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf Grundlage der externen Ratings der Banken und Finanzinstitute ein geringes Ausfallrisiko aufweisen.

Bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 übt KRONES das Wahlrecht, anstatt der Anforderungen des IFRS 9 weiterhin die Bilanzierungsvorschriften des IAS 39 für Sicherungsgeschäfte anzuwenden, aus.

Die folgende Tabelle zeigt zum 1. Januar 2018 eine Überleitung der Buchwerte der Finanzinstrumente vor Umstellung auf IFRS 15 aufgegliedert nach Klassen und Kategorien gemäß IFRS 9 zu den bisherigen Kategorien nach IAS 39.

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31.12.2017 Bewertung nach IAS 39
in Mio. € Buchwert 31.12.2017 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7 Kredite und Forderungen Finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgswirksam zum beilegenden Zeitwert bewertet Finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgsneutral zum beilegenden Zeitwert bewertet Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
--- --- --- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen*) 6,2 6,2 2,7 3,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.277,4 1.277,4 1.277,4
Sonstige Vermögenswerte 131,6 27,8 25,8 0,4 1,6
davon Derivate 2,0 2,0 0,0 0,4 1,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 182,0 182,0 182,0
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24,6 24,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 376,5 376,5
Sonstige Finanzverpflichtungen 34,0 34,0 27,0
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 296,3 78,6 0,5
davon Derivate 0,5 0,5 0,5

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31.12.2017 Bewertung nach IAS 39
in Mio. € Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten Bewertung nach IAS 17
--- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen*)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Vermögenswerte
davon Derivate
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 376,5
Sonstige Finanzverpflichtungen 7,0
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 78,0 0,1
davon Derivate

*) Beteiligungen bewertet at cost gem. IAS 39.46c

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01.01.2018 Bewertung nach IFRS 9
in Mio. € Buchwert 01.01.2018 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7 Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI)
--- --- --- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen 6,2 2,7 2,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.265,8 1.265,8 1.265,8
Sonstige Vermögenswerte 131,6 27,8 25,8 0,4 1,6
davon Derivate 2,0 2,0 0,0 0,4 1,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 182,0 182,0 182,0
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24,6 24,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 376,5 376,5
Sonstige Finanzverpflichtungen 34,0 34,0 27,0
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 296,3 78,6 0,5
davon Derivate 0,5 0,5 0,5

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01.01.2018 Bewertung nach IFRS 9
in Mio. € Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) Bewertung nach IAS 17
--- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Vermögenswerte
davon Derivate
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 376,5
Sonstige Finanzverpflichtungen 7,0
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 78,0 0,1
davon Derivate

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der neue Standard zur Umsatzrealisierung - IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" - fasst die bisherigen Regelungen zur Erfassung von Umsatzrealisierung zusammen und überführt diese in ein einheitliches Modell zur Umsatzrealisierung. Er ersetzt die Regelungen des ias 11 und ias 18 zur Erfassung von Umsatzerlösen und wurde zum 1. Januar 2018 erstmalig angewandt.

Aus den in IFRS 15 normierten Grundsätzen leiten sich die folgenden fünf Schritte ab:

1 Identifizierung des Vertrags

2 Identifizierung der Leistungsverpflichtungen

3 Bestimmung des Transaktionspreises

4 Aufteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen

5 Erfüllung der Leistungsverpflichtungen

KRONES wendet die modifizierte retrospektive Methode an, wonach die kumulierten Effekte der erstmaligen Anwendung als Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts der Gewinnrücklagen zu erfassen sind; die Vorjahreszahlen in der Bilanz wurden nicht angepasst. Zudem wurde IFRS 15 dabei nur auf Verträge rückwirkend angewandt, die zum 1. Januar noch nicht vollumfänglich erfüllt waren. Eine detaillierte Beschreibung der Anwendung von IFRS 15 findet sich im Geschäftsbericht 2017 auf den Seiten 181 und 182.

KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. KRONES wird Umsatzerlöse für in hohem Maße kundenspezifische Projekte weiterhin zeitraumbezogen und nicht zeitpunktbezogen erfassen, da regelmäßig Vermögenswerte erstellt werden, die keine alternative Nutzungsmöglichkeiten aufweisen, und KRONES einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen hat. Der Leistungsfortschritt wird seit dem Geschäftsjahr 2018 anhand einer inputbasierten Methode ermittelt. Die erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards führte bei bestimmten Verträgen je nach Anarbeitungsgrad zu einer Änderung der Erfassung der Umsatzerlöse.

Durch IFRS 15 sind in der Bilanz erstmals Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten auszuweisen.

Die nachfolgenden Tabellen geben einen Überblick über die Auswirkungen des IFRS 15 auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018. Der wesentliche Treiber der Änderungen ist die veränderte Bemessung des Leistungsfortschritts.

IFRS 15 - Auswirkungen Konzern-Bilanz

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in Mio. € 31.12.2018 Effekte IFRS 15 31.12.2018 ohne Anwendung von IFRS 15
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte 977,2 0,0 977,2
Vorräte 320,7 453,3 774,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte* 1.635,1 - 384,4 1.250,7
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 388,4 0,0 388,4
Bilanzsumme 3.321,4 68,9 3.390,3

* enthalten langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

IFRS 15 - Auswirkungen Konzern-Bilanz

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in Mio. € 31.12.2018 Effekte IFRS 15 31.12.2018 ohne Anwendung von IFRS 15
Passiva
Eigenkapital 1.433,3 - 35,9 1.397,4
Passive latente Steuern 23,3 - 13,3 10,0
Übrige langfristige Schulden 335,5 0,0 335,5
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 107,2 - 6,5 100,7
Vertragsverbindlichkeiten 547,2 - 547,2 0,0
Erhaltene Anzahlungen 0,0 671,8 671,8
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 261,7 0,0 261,7
Übrige kurzfristige Schulden 613,2 0,0 613,2
Bilanzsumme 3.321,4 68,9 3.390,3

IFRS 15 - Auswirkungen Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung

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in Mio. € 01.01. - 31.12.2018 Effekte IFRS 15 01.01. -31.12.2018 ohne Anwendung von IFRS 15
Umsatzerlöse 3.854,0 - 120,8 3.733,2
Bestandsveränderung FE/UFE 1,1 104,6 105,7
Gesamtleistung 3.855,1 - 16,2 3.838,9
Materialaufwand - 2.032,0 - 0,8 - 2.032,8
Personalaufwand - 1.137,2 - 2,4 - 1.139,6
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/ Aufwendungen, Abschreibungen und aktivierten Eigenleistungen - 482,7 - 0,5 - 483,2
EBIT 203,2 - 19,9 183,3
Ertragssteuern - 53,7 5,6 - 48,1
Konzernergebnis 150,6 - 14,3 136,3

Sonstige Erläuterungen

Prüfhonorar des Konzernprüfers

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bezog sich vor allem auf die Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der KRONES AG sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen ihrer Tochterunternehmen.

Andere Bestätigungsleistungen betreffen im Wesentlichen die Prüfung des nichtfinanziellen Konzernberichts, eine Werthaltigkeitsbescheinigung sowie weitere gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungen und vertraglich vereinbarte Bestätigungsleistungen.

Die Steuerberatungsleistungen umfassen im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit Tax Compliance.

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2018
Abschlussprüfungsleistungen 723
Andere Bestätigungsleistungen 70
Steuerberatungsleistungen 56
Sonstige Leistungen 0

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Ablauf des Geschäftsjahres fanden keine wesentlichen Ereignisse statt.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" kommen grundsätzlich die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der KRONES AG sowie der Unternehmen des KRONES Konzerns einschließlich nicht konsolidierter Tochtergesellschaften in Betracht. Die oberste beherrschende Gesellschaft der KRONES AG ist die Familie Kronseder Konsortium GbR. Verkäufe und Erlöse zwischen den nahestehenden Gesellschaften werden zu marktüblichen Preisen ("at arm's length") getätigt. Aus Verkäufen an nichtkonsolidierte Tochtergesellschaften aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sind im Geschäftsjahr 2018 T€ 27.738 (Vorjahr: T€ 33.398) angefallen. Die empfangenen Provisionsleistungen betragen im Geschäftsjahr 2018 T€ 8.885 (Vorjahr: T€ 7.482). Aus dem Lieferund Leistungsverkehr sowie sonstigem Zahlungsverkehr resultiert ein aktivischer Saldo in Höhe von T€ 10.008 (Vorjahr: aktivischer Saldo T€ 14.788). Die Rückzahlung erfolgt grundsätzlich innerhalb von zwölf Monaten. Aus Bürgschaften besteht ein Haftungsverhältnis von T€ 2.697 (Vorjahr: T€ 2.579). Aus dem Bezug aus dem Liefer- und Leistungsverkehr von assoziierten Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2018 T€ 22.532 (Vorjahr: T€ 26.586) angefallen. Hieraus resultiert ein passivischer Saldo in Höhe von T€ 1.616 (Vorjahr: T€ 2.157).

Vorstandsvergütung und Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug für das Geschäftsjahr T€ 6.479 (Vorjahr: T€ 6.405). Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.087 (Vorjahr: T€ 2.489) gebildet. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.172 (Vorjahr: T€ 1.024) im Geschäftsjahr 2018 geleistet.

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.688 (Vorjahr: T€ 1.504) ausbezahlt. Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 8.761 (Vorjahr: T€ 7.723) sind zurückgestellt.

Aufsichtsratsvergütung

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2018 T€ 712 (Vorjahr: 631).

Corporate Governance

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom 19. Februar 2018 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

Risikobericht

Die Risikoberichterstattung erfolgt im Lagebericht auf den Seiten 86 bis 96.

Standards/Interpretationen

Die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den zum 31. Dezember 2018 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen. Folgende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen fanden im Geschäftsjahr 2018 ihre Anwendung.

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Standard bzw. Interpretation Endorsement Pflicht zur Anwendung für
Geschäftsjahr ab
--- --- --- ---
IAS 40 Änderungen an: Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien erfolgt 01.01.2018
IFRS 2 Änderungen an: Klarstellung der Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung erfolgt 01.01.2018
IFRS 4 Änderung an: Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge erfolgt 01.01.2018
IFRS 9 Finanzinstrumente erfolgt 01.01.2018
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden erfolgt 01.01.2018
IFRS 15 Änderungen an: Klarstellungen und Übergangserleichterungen erfolgt 01.01.2018
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen erfolgt 01.01.2018
Jährliche Verbesserungen an den IFRS -Zyklus 2014 - 2016 erfolgt 01.01.2017/ 01.01.2018

In der aktuellen Berichtsperiode traten zahlreiche neue oder geänderte Standards in Kraft. Durch die erstmalige Anwendung der neuen Standards IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" kam es dabei zu Änderungen von Rechnungslegungsmethoden des Konzerns. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung dieser beiden Standards werden in Anhangangabe Seite 176 bis 181 beschrieben. Die anderen in der vorstehenden Tabelle genannten neuen oder geänderten Standards und Interpretationen haben keine wesentliche Relevanz für die KRONES AG.

Nachfolgend sind die vom IASb bereits veröffentlichten, aber erst nach dem 31. Dezember 2018 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dargestellt.

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Standard bzw. Interpretation Endorsement Pflicht zur Anwendung für
Geschäftsjahr ab
--- --- --- ---
Rahmenkonzept Änderungen an: Rahmenkonzept für die Finanzberichterstattung und Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards offen 01.01.2020
IAS 19 Änderungen an: Planänderung, -kürzung oder -abgeltung offen 01.01.2019
IAS 28 Änderungen an: Veräußerungen oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture erfolgt 01.01.2019
IFRS 3 Änderungen an: Definition eines Geschäftsbetriebs offen 01.01.2020
IFRS 9 Änderungen an: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung erfolgt 01.01.2019
IFRS 10 Änderungen an: Veräußerungen oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture offen unbestimmt
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten offen 01.01.2016
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung erfolgt 01.01.2019
IFRS 16 Leasingverhältnisse erfolgt 01.01.2019
IFRS 17 Versicherungsverträge offen 01.01.2021
Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2015 -2017 offen 01.01.2019

Mit Ausnahme von IFRS 16 werden sich aus diesen Standards und Interpretationen für den Konzernabschluss der KRONES AG in der Periode ihrer erstmaligen Anwendung voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen ergeben.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

Im Januar 2016 veröffentlichte das IASb den Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse", welcher am 9. November 2017 in europäisches Recht übernommen wurde. IFRS 16 ersetzt die vorhandenen Regelungen zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", sie 15 "Operating-Leasing-verhältnisse" und sie 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen".

Der Standard ist erstmalig anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist erlaubt, wenn das Unternehmen IFRS 15 vor oder am Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 16 anwendet. KRONES hat den neuen Standard nicht vorzeitig angewandt.

IFRS 16 sieht vor, dass generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Pflichten in der Bilanz des Leasingnehmers abzubilden sind. Ein Leasingnehmer erfasst eine Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der Leasingzahlungen. Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wird grundsätzlich mit einem Betrag in Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich anfänglicher direkter Kosten bewertet. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse, für Leasingverhältnisse, die geringwertige Wirtschaftsgüter betreffen sowie für Leasingverhältnisse, die immaterielle Vermögenswerte umfassen. In Bezug auf die Wahlrechte nimmt KRONES sowohl die Erleichterungsvorschriften für geringwertige Wirtschaftsgüter, als auch für kurzfristige Leasingverhältnisse und für immaterielle Leasingverhältnisse in Anspruch.

Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard - das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen.

Der Konzern hat die Beurteilung der möglichen Auswirkungen auf seinen Konzernabschluss fast abgeschlossen.

Diese Analyse im Rahmen des konzernweiten Projektes zur Erstanwendung hat folgende Kategorien von Leasingverhältnissen identifiziert, bei denen es aufgrund der Umstellung auf IFRS 16 zum 1. Januar 2019 zu einer Bilanzierung von bislang als Operating-Leasing erfassten Verträgen als Leasing im Sinne des neuen Standards kommt: Grundstücke und Gebäude, Fahrzeuge und sonstige geleaste Vermögenswerte. Durch die Erstanwendung werden Nutzungsrechte in Höhe von Mio. € 80 - 100 und dementsprechende Leasingverbindlichkeiten in der Konzernbilanz zum 1. Januar 2019 erfasst werden.

Darüber hinaus wird sich die Art der Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind, ändern, da die bislang nach IAS 17 erfassten linearen Aufwendungen für Operating-Leasing-Verhältnisse aufgrund einer Aktivierung der Nutzungsrechte nach IFRS 16 durch einen Abschreibungsaufwand für die Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten aus dem Leasingverhältnis ersetzt werden.

KRONES wird IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 nach dem modifiziert rückwirkenden Ansatz anwenden. Aus diesem Grund wird der kumulative Effekt aus der Anwendung von IFRS 16 als eine Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte der Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 erfasst. Die Gewinnrücklagen werden sich nach derzeitiger Erkenntnis nicht wesentlich verändern. Die Vergleichsinformationen für das Geschäftsjahr 2018 werden im Geschäftsjahr 2019 nicht angepasst.

Beim Übergang auf IFRS 16 kann der Konzern wählen, ob er:

die Definition des IFRS 16 für ein Leasingverhältnis auf alle seine Verträge anwendet oder
eine Ausnahmeregelung anwendet und somit nicht neu beurteilt, ob es sich bei einem Vertrag um ein Leasingverhältnis handelt bzw. dieser ein solches enthält, falls dies bereits unter IAS 17 analysiert und eingestuft wurde.

Der Konzern wird die Ausnahmeregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses bei der Umstellung nutzen. Dies bedeutet, dass der Konzern IFRS 16 auf alle Verträge anwenden wird, die vor dem 1. Januar 2019 abgeschlossen worden sind und auch über dieses Datum hinauslaufen werden sowie nach IAS 17 und IFRIC 4 als Leasingverhältnisse identifiziert worden sind.

Außerdem hat KRONES beschlossen, zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bei der Bewertung des Nutzungsrechts die anfänglichen Kosten unberücksichtigt zu lassen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

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Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der KRONES AG

in %*
neusped neutraublinger speditions-GMBH, Neutraubling 100,00
KIC KRONES internationale cooperations-gesellschaft MBH, Neutraubling 100,00
ECOMAC Gebrauchtmaschinen GMBH, Neutraubling 100,00
EVOGUARD GMBH, Nittenau 100,00
MAINTEC SERVICE GMBH, Collenberg/Main 100,00
SYSKRON Holding GMBH, Wackersdorf 100,00
SYSKRON GMBH, Wackersdorf 100,00
SYSKRON x GMBH, Wackersdorf 100,00
PMR GMBH, Wackersdorf 100,00
TECHNOLOGISCHES Institut für angewandte künstliche Intelligenz GMBH, Weiden i. d. Opf. 44,00
TRiAcos Consulting & Engineering GMBH, Altenstadt a. d. Waldnaab 100,00
HST Maschinenbau GMBH, Dassow 100,00
DEKRON GMBH (vormals TILL GMBH), Kelkheim 100,00
GERNEP GMBH ETIKETTIERTECHNIK, Barbing 100,00
MILKRONGMBH, Laatzen 100,00
KRONES Beteiligungsgesellschaft mbh, Neutraubling 100,00
MHT Holding AG, Hochheim am Main 91,33
MHT MOLD & hotrunner technology AG, Hochheim am Main 91,33
MHT IP GMBH, Hochheim am Main 91,33
S.A. KRONES N.V., Louvain-la-Neuve, Belgien 100,00
S.P.S.-SOLUTIONS FOR PACKAGING SERVICES S.A., Charleroi, Belgien 100,00
MAINTEC SERVICE EooD, Sofia, Bulgarien 100,00
KRONES NORDIC aps, Holte, Dänemark 100,00
KRONES S.A.R.L., Viviers-du-Lac, Frankreich 100,00
S.P.S.- SOLUTIONS FOR PACKAGING SERVICES S.A.S., Lyon, Frankreich 100,00
KRONES uk LTD., Bolton, Großbritannien 100,00
system LTD., London, Großbritannien 60,00
KRONES s.r.l., Roverbella (mn), Italien 100,00
KOSME s.r.l., Roverbella (mn), Italien 100,00
SYSTEM LOGISTICS, Fiorano (md), Italien 60,00
KRONES kazakhstan too, Almaty, Kasachstan 100,00
KRONES NEDERLAND B.v., Bodegraven, Niederlande 100,00
KOSME GESELLSCHAFT mbh, Sollenau, Österreich 100,00
KRONES SPÓLKA z.o.o., Warschau, Polen 100,00
KRONES PORTUCAL EQUIPAMENTOS INDUSTRIAIS lda., Barcarena, Portugal 100,00
KRONES O.O.O., Moskau, Russische Föderation 100,00
KRONES ROMANIA prod. s.r.l., Bukarest, Rumänien 100,00
SYSTEM NORTHERN EUROPE ab, Malmö, Schweden 60,00
INTECRATED PLASTICS SYSTEMS ac, Baar, Schweiz 70,00
KRONES ac, Buttwil, Schweiz 100,00
KRONES IBERICA, S.A.u., Barcelona, Spanien 100,00
system LOGISTICS SPAIN sl, Castellon, Spanien 100,00
KRONES s.R.o., Prag, Tschechische Republik 100,00
KONPLAN IMMOBILIENGESELLSCHAFTs.R.o., Pilsen, Tschechische Republik 100,00
KONPLAN s.R.o., Pilsen, Tschechische Republik 100,00
KRONES MAKINA SANAYI VE TIKARET LTD. SIRKETI, Istanbul, Türkei 100,00
KRONES UKRAINE LLC, Kiew, Ukraine 100,00
KRONES HUNGARY KFT, Debrecen, Ungarn 100,00
KRONES ANCOLA- representacoes, coMERcio e iNDusTRiA, lda., Luanda, Angola 100,00
KRONES SURLATINAs. A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
KRONES PAZIFIC PTY LIMITED, Sydney, Australien 100,00
KRONES BANGLADESH LIMITED, Dhaka, Bangladesh 100,00
KRONES do BRAZiL ltda., SAO Paulo, Brasilien 100,00
KRONES s. A., SAO Paulo, Brasilien 100,00
KRONES CHILE spa., Santiago de Chile, Chile 100,00
KRONES SALES (BEIJING) CO. LTD., Beijing, vr China 100,00
KRONES MACHINERY (TAICANG) CO. LTD., Taicang, vr China 100,00
KRONES TRADING (TAICANG) CO. LTD., Taicang, vr China 100,00
KRONES ASIA LTD., Hongkong, vr China 100,00
KRONES PROCESSING (SHANGHAI) CO., LTD., Shanghai, vr China 100,00
KRONES INDIA pvt. ltd., Bangalore, Indien 100,00
pt. KRONES MACHINERY INDONESIA, Jakarta, Indonesien 100,00
KRONES JAPANCO. LTD., Tokio, Japan 100,00
KRONES CAMBODIA CO. LTD., Phnom Phen, Kambodscha 100,00
KRONES MACHINERY CO. LTD., Mississauga, Ontario, Kanada 100,00
KRONES LCS CENTER EAST AFRICA LTD., Nairobi, Kenia 100,00
KRONES ANDINA ltda., Bogota, Kolumbien 100,00
KRONES KOREA LTD., Seoul, Korea 100,00
KRONES MACHINERY MALAYSIA sdn. bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 100,00
KRONES mex s. a. de c. v., Mexiko d. f., Mexiko 100,00
systemlog de MEXICO S.A. de c.v., Nuevo Leon, Mexiko 60,00
KRONES MYANMAR LTD., Sanchaung Township, Myanmar 100,00
KRONES new zealand LIMITED, Auckland, Neuseeland 100,00
KRONES LCS CENTER WEST AFRICA LTD., Lagos, Nigeria 100,00
KRONES PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Lahore, Pakistan 100,00
KRONES FILIPINAS INC., Taguig City, Philippinen 100,00
KRONES SINGAPORE pte. LTD., Singapur, Singapur (vormals ASIA FOOD AND BEVERAGE CONSULTNG GROUP PTE LTD.) 100,00
KRONES-IZUMI PROCESSING pte. LTD., Singapur, Singapur 73,00
KRONES SOUTHERN AFRICA (prop.) LTD., Johannesburg, Südafrika 100,00
KRONES (THAILAND) CO. LTD., Bangkok, Thailand 100,00
SYSTEM LOGISTICS ASIA CO. LTD., Bangkok, Thailand 60,00
KRONES INC., Franklin, Wisconsin, USA 100,00
SYSTEM LOGISTICS CORPORATION, Arden, Delaware, USA 60,00
TRANS-MARKET LLC, Tampa, Florida, USA 80,00
PROCESS and DATA AUTOMATION , LLC, Erie, Pennsylvania, USA 100,00
JAVLYN PROCESS SYSTEMS LLC, Rochester, New York, USA 100,00
SPRINKMANN, LLC, Waukesha, Wisconsin, USA 100,00
MHT USA LLC, peachtree, GEoRGiA, USA 91,33
MAQUINARIAS KRONES de Venezuela s. A., Caracas, Venezuela 100,00
INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (ips) fzco, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 40,00
KRONES ViETNAM CO. LTD., Ho Chi Minh City, Vietnam 100,00

Die KRONES AG, Neutraubling als Mutterunternehmen ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer HRB 2344 eingetragen.

Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Folgende vollkonsoliderte deutsche Konzerngesellschaften machten im Geschäftsjahr 2018 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. III HGB Gebrauch.

Name und Sitz der Gesellschaft

KRONES BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH, Neutraubling

DEKRON GMBH, Kelkheim

ECOMAC GEBRAUCHTMASCHINEN GMBH, Neutraubling

EVOGUARD GMBH, Nittenau

GERNEP GMBH ETIKETTIERTECHNIK, Barbing

HST MASCHINENBAU GMBH, Dassow

KICKRONES INTERNATIONALE COOPERATIONS-GESELLSCHAFT MBH, Neutraubling

MILKRON GMBH, Laatzen

NEUSPED NEUTRAUBLINGER SPEDITION-GMBH, Neutraubling

Die Gesellschaften sind unmittelbar bzw. mittelbar durch einen Gewinnabführungsvertrag mit der KRONES AG verbunden.

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden acht Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Acht Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender

* Universitätsklinikum

Regensburg

* Wirtschaftsbeirat

Bayerische Landesbank

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* Verwaltungsrat der Bayerischen

Betriebskrankenkassen

Robert Friedmann

Sprecher der Konzernführung

der Würth-Gruppe

* ZF Friedrichshafen AG

Seit 13.06.2018

Klaus Gerlach**

Head of Central International

Operations and Services

Oliver Grober**

Betriebsratsvorsitzender

Werk Rosenheim

Seit 13.06.2018

Thomas Hiltl**

Betriebsratsvorsitzender

Werk Nittenau

Seit 13.06.2018

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* bayerische Futtersaatbau GMBH

Professor Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin an der OTH Regensburg

Dr. Verena Di Pasquale**

Stv. Vorsitzende des DGB Bayern

Beate Eva Maria Pöpperl**

Freigestellte Betriebsrätin

Norbert Samhammer

Vorstandsvorsitzender

der Samhammer AG

Seit 13.06.2018

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin

Krombacher Brauerei

Bernhard Schadeberg GmbH & Co . KG,

Krombacher Finance GmbH,

Schawei GmbH,

Divers um Holding GmbH & Co . KG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter IG METALLl

Geschäftsstelle Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Hans-Jürgen Thaus

* HAWE Hydraulik SE

* MASCHINENFABRIK REINHAUSEN

GMBH

* Kurtz Holding Gmbh & eteiligungs KG

Josef Weitzer**

Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender

Neutraubling

* Sparkasse Regensburg

Matthias Winkler

Geschäftsführender Gesellschafter

der WW + KN Steuerberatungsgesellshaft mbH

Seit 13.06.2018

Vorstand

Christoph Klenk

CEO

Personal, Intralogistik,

Digitalisierung,

Kommunikation, Qualität,

Informationsmanagement

Michael Andersen

CFO

Finanzen, Controlling,

Prozesstechnik,

Strategischer Einkauf

Thomas Ricker

Vertrieb und Marketing

Markus Tischer

International Operations

and Services

Ralf Goldbrunner

Abfüll- und

Verpackungstechnik

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Aufsichtsrat und Vorstand

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der KRONES AG

Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2018 € 351.071.419,13.

Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juni 2019 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

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Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
Dividende € 1,70 für 31.593.072 Stammstückaktien 53.708.222
Vortrag auf neue Rechnung 297.363.196

Neutraubling, 20. März 2019

KRONES AG

Der Vorstand:

Christoph Klenk CEO

Michael Andersen CFO

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

WEITERE INFORMATIONEN

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Prüfungsurteile

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung, Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Konzernkapitalflussrechnung und Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (idw) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nicht-prüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzernanhang, Seite 142 bis 143.

Das Risiko für den Abschluss

Die Umsatzerlöse des Konzerns belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf EUR 3.854 Mio.

Der wesentlichste Teil der Umsatzerlöse des KRONES Konzerns wird aus Großprojekten mit Neumaschinen erwirtschaftet. Hierbei werden die Leistungen aus der Konstruktion der Neumaschinen sowie der Installation und Inbetriebnahme beim Kunden vor Ort als eine untrennbare Leistungsverpflichtung betrachtet. Da es sich bei Neumaschinen-Aufträgen um kundenspezifische Aufträge handelt, entsteht durch die Leistung des Konzerns ein Vermögenswert, der keine alternative Nutzungsmöglichkeit für den Konzern aufweist. Der Konzern hat einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen inklusive einer angemessenen Marge. Die Umsatzrealisierung erfolgt damit nach IFRS 15 zeitraumbezogen anhand des Fertigungsfortschritts. Der Fertigungsfortschritt wird anhand der zum Stichtag angefallenen Kosten im Verhältnis zu den erwarteten Gesamtkosten des jeweiligen Projekts ermittelt.

Weitere wesentliche Umsatzerlöse, die nicht aus den vorgenannten Aufträgen resultieren, werden mit Serviceleistungen erwirtschaftet, die unabhängig von den Großprojekten mit Neumaschinen sind. Diese werden nach IFRS 15 zeitraumbezogen bilanziert. Die Umsatzerlöse aus Serviceleistungen werden entsprechend dem Verhältnis der zum Stichtag angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten der Serviceleistung realisiert. Die Ermittlung der Gesamtkosten ist ermessensbehaftet. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass der Fertigungsfortschritt falsch eingeschätzt und dadurch sowohl die Umsätze als auch das Ergebnis aus diesen Leistungen dem falschen Geschäftsjahr zugeordnet werden.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die Umsatzlegung, die Ermittlung der bereits angefallenen Kosten bzw. der erwarteten Gesamtkosten sowie insbesondere die Ermittlung des Fertigungsfortschritts beurteilt.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 haben wir einen Schwerpunkt unserer Prüfung auf die Würdigung der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Auslegung der Kriterien zur zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung gelegt. Wir haben hierfür die Anforderungen der konzernweiten Bilanzierungsrichtlinie gewürdigt. Anhand von risikoorientiert ausgewählten Verträgen haben wir die sachgerechte Umsetzung der Bilanzierungsrichtlinie beurteilt. Wir haben die Methodik zur Ermittlung der bereits angefallenen Kosten in Bezug auf die einbezogenen Kostenarten nachvollzogen. Den Prozess zur zeit- und sachgerechten Erfassung der angefallenen Kosten haben wir untersucht. Weiterhin haben wir zum Bilanzstichtag die Vollständigkeit der erfassten Kosten durch die Suche nach nicht erfassten Kosten/Verbindlichkeiten überprüft.

Wir haben den Prozess zur Ermittlung der erwarteten Gesamtkosten in Bezug auf die einbezogenen Kosten und die anlassbezogene Aktualisierung der Prognose der erwarteten Gesamtkosten untersucht. Wir haben in diesem Zusammenhang die Einschätzung der Gesamtkosten für zufällig ausgewählte Projekte im Gespräch mit dem jeweiligen Projektverantwortlichen erörtert. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir die Einschätzung der erwarteten Gesamtkosten früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich angefallenen Gesamtkosten verglichen haben.

Weiterhin haben wir den Fertigungsfortschritt, der sich aus dem Verhältnis der tatsächlich angefallen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten ergibt, anhand von risikoorientiert ausgewählten Projekten rechnerisch nachvollzogen.

Unsere Schlussfolgerungen

Die Vorgehensweise der KRONES AG bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse in Bezug auf die sachgerechte Schätzung des Fertigungsfortschritts führt zu sachgerechten Ergebnissen. Die der Umsatzerfassung zugrundeliegenden Annahmen sind angemessen.

Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den Annahmen verweisen wir auf den Konzernanhang, Seite 137 und Seite 145 bis 147.

Das Risiko für den Abschluss

Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2018 EUR 103,3 Mio.

Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten und die verwendeten Diskontierungszinssätze.

Als Ergebnis der durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen hat die Gesellschaft keinen Wertminderungsbedarf festgestellt.

Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht erkannt wurde.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. für steuerliche Zwecke, und der vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Unternehmensplanung vorgenommen.

Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben.

Da sich bereits geringfügige Änderungen des Diskontierungszinssatzes in wesentlichem Umfang auf die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests auswirken können, haben wir die dem Diskontierungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.

Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.

Unsere Schlussfolgerungen

Die der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegende Berechnungsmethode ist sachgerecht und steht im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Parameter der Gesellschaft erachten wir für angemessen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrvo unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (idw) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 Eu-Aprvo

Wir wurden von der Hauptversammlung am 13. Juni 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. Oktober 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Die kpmg AG ist seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer tätig. Zuvor war die kpmg Bayerische Treuhandgesellschaft AG als vollständig eingegliederte Gesellschaft der kpmg AG seit 2001 mit der Abschlussprüfung betraut.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrvo (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Andreas Feege.

München, den 20. März 2019

**kpmg AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Braun, Wirtschaftsprüfer

gez. Feege, Wirtschaftsprüfer

Kaufmännisches Glossar

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Abschreibungen Nutzungsbedingte Wertminderungen von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens
Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBITDA-Marge Verhältnis Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite vor Steuern Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen)
Working Capital/Umsatz Verhältnis von Working Capital zum Umsatz. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Kapital zur Finanzierung des Umsatzes eingesetzt werden muss.

Technisches Glossar

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Aseptische Getränkeabfüllung Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.
Block Mindestens zwei direkt miteinander verbundene Einzelmaschinen. Der Nassteilblock ErgoBloc L besteht aus einer Streckblasmaschine, einer Etikettiermaschine und einem Füller.
Bottling on Demand Ein innovatives Verfahren, um auf einer einzigen Linie eine breite Palette an Produktvarianten herzustellen - in kleinsten Mengen (bis zu 1 Behälter) und in rascher Abfolge.
Digitaldruck Druckverfahren, bei dem die Daten direkt vom Computer auf das zu bedruckende Objekt übertragen werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Digitaldruck ist deutlich flexibler und bei kleineren Auflagen erheblich wirtschaftlicher als herkömmliche Druck- und Etikettierverfahren.
Energy Drink Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Zucker und Koffein.
enviro Das Nachhaltigkeitsprogramm von KRONES. enviro wurde 2009 von Tüv süd zertifiziert. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro-Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. KRONES richtet alle Neuentwicklungen an den Kriterien des Nachhaltigkeitsprogramms enviro aus.
Internet of Things (IoT) Bezeichnet die Verknüpfung von Gegenständen über Internet-ähnliche Strukturen. Es besteht nicht mehr nur aus menschlichen Teilnehmern, sondern auch aus Dingen.
Intralogistik Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.
Pasteurisation Kurzzeitige Erwärmung von flüssigen Lebensmitteln auf 60 bis 100 Grad Celsius. Dadurch werden Keime und MIKRoorganismen abgetötet und eine längere Haltbarkeit erzielt.
PET Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.
Rezyklat Produkt, das durch einen Recyclingprozess gewonnen wurde.
Softdrinks Alkoholfreie und meist kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke.
Streckblasen Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Hohlkörpern wie beispielsweise PET-Flaschen
Sudhaus Im Sudhaus wird aus den Grundstoffen Malz, Hopfen und Wasser in mehreren Schritten Bier gebraut.

Konzernzahlen 2014 – 2018

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2018 2017 2016 2015 2014
Umsatz
Umsatzerlöse in Mio. € 3.854 3.691 3.391 3.174 2.953
davon Inland in Mio. € 362 388 354 382 284
davon Ausland in Mio. € 3.492 3.303 3.037 2.792 2.669
Exportanteil in % 91 89 90 88 90
Ertragslage
Ergebnis vor Steuern (EBT) in Mio. € 204 259 238 223 192
Konzernergebnis in Mio. € 151 187 169 156 136
Ergebnis je Aktie in € 4,78 5,97 5,40 4,98 4,30
Vermögens- und Kapitalstruktur
Langfristige Vermögenswerte in Mio. € 1.010 882 799 697 672
davon Anlagevermögen in Mio. € 936 797 725 646 624
Kurzfristige Vermögenswerte in Mio. € 2.312 2.158 2.272 2.010 1.756
davon Zahlungsmittel in Mio. € 219 182 369 365 336
Eigenkapital in Mio. € 1.433 1.330 1.226 1.111 989
Fremdkapital in Mio. € 1.888 1.710 1.845 1.596 1.439
langfristige Verpflichtungen in Mio. € 359 314 308 278 275
kurzfristige Verpflichtungen in Mio. € 1.529 1.396 1.537 1.318 1.164
Bilanzsumme in Mio. € 3.321 3.040 3.071 2.707 2.428
Cashflow/Investitionen
Free Cashflow in Mio. € 121 - 151 49 71 152
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Mio. € 179 134 111 103 95
Abschreibungen in Mio. € 103 95 93 88 91
Nettofinanzposition (Zahlungsmittel abzgl. Finanzverbindlichkeiten) in Mio. € 215 157 369 365 336
Kennziffern/Rentabilitätskennzahlen
EBT-Marge in % 5,3 7,0 7,0 7,0 6,5
Working Capital/Umsatz* in % 27,3 27,3 26,7 24,6 24,6
Eigenkapitalrendite vor Steuern in % 14,8 20,3 20,3 21,3 19,7
ROCE in % 12,8 16,6 17,0 17,7 16,4
Mitarbeiter (per 31.12.) 16.545 15.299 14.443 13.346 12.624
davon Inland 10.887 10.366 10.061 9.767 9.344
davon Ausland 5.658 4.933 4.382 3.579 3.280
Ausschüttung
Dividende je Aktie in € 1,70** 1,70 1,55 1,45 1,25

* Durchschnitt der vergangenen 4 Quartale

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Impressum

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Herausgeber KRONES AG
Böhmerwaldstraße 5
93073 Neutraubling
Projektleitung Roland Pokorny,
Leiter Unternehmenskommunikation
Gestaltung Büro Benseler
Text KRONES AG,
InvestorPress GMBH
Fotos KRONES AG

Zum Zweck der besseren Lesbarkeit haben wir in diesem Geschäftsbericht vereinfachend die männliche Form verwendet.

Der Geschäftsbericht 2018 liegt auch in englischer Sprache vor und wird auf Anfrage gerne zugesandt. Sie finden ihn außerdem auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations.

Finanzkalender

29.04.2019 Quartalsmitteilung zum 31. März 2019

05.06.2019 Hauptversammlung

25.07.2019 Zwischenbericht zum 30. Juni 2019

24.10.2019 Quartalsmitteilung zum 30. September 2019

Kontakt

KRONES AG

Investor Relations

Olaf Scholz

Telefon +49 9401 70-1169

E-Mail [email protected]

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Deutschland