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KRONES AG Annual Report 2017

Apr 4, 2018

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Annual Report

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KRONES Aktiengesellschaft

Neutraubling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

AG Geschäftsbericht 2017

Intelligent vernetzt

Highlights 2017

KRONES setzt profitables Wachstum 2017 fort.
Der Umsatz steigt um 8,4 % auf 2,95 Mrd. €.
Ergebnis vor Steuern legt auf 217,7 Mio. € zu.
KRONES will für 2017 eine Dividende von 1,70 € (Vorjahr: 1,55 €) je Aktie ausschütten.

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2017 2016 Veränderung
Umsatz Mio. € 2.950,0 2.721,2 + 8,4 %
Auftragseingang Mio. € 2.874,7 2.639,7 + 8,9 %
Auftragsbestand zum 31.12. Mio. € 1.382,2 1.457,5 - 5,2 %
EBITDA Mio. € 147,9 191,5 - 22,8 %
EBIT Mio. € 93,4 138,9 - 32,8 %
EBT Mio. € 217,7 146,3 + 48,8 %
Jahresüberschuss Mio. € 185,8 111,1 + 67,2 %
Ergebnis je Aktie (Konzern nach IFRS) 5,97 5,40 + 10,6 %
Dividende je Aktie 1,70* 1,55 + 9,7 %
Investitionen in Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 57,1 53,2 + 3,9 Mio. €
Cashflow** Mio. € 240,3 163,7 + 76,6 Mio. €
Nettoliquidität*** zum 31.12. Mio. € - 18,9 188,2 - 207,1 Mio. €
Beschäftigte am 31.12. 9.532 9.402 + 130

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

** Jahresergebnis plus Abschreibungen

*** liquide Mittel abzüglich Finanzschulden

Intelligent vernetzt

KRONES hat sich stets an den Kundenbedürfnissen orientiert und in der Vergangenheit bewiesen, dass die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens echten Mehrwert bieten. Nun stehen uns Technologien zur Verfügung, die der Effizienz in den Kundenfabriken einen kräftigen Schub verleihen.

Mit Cloud-Computing, Big Data, Smart Data und dem Internet der Dinge lassen sich alle Prozesse entlang der Wertschöpfungskette ganzheitlich betrachten. Wir unterstützen unsere Kunden mit smarten Maschinen, maßgeschneiderten IT-Lösungen und modernen Lifecycle Services. Oder in einfachen Worten ausgedrückt: Durch die intelligente Vernetzung von High-Tech-Anlagen mit IT-Lösungen wandelt KRONES die Kundenfabriken in kluge und wirtschaftliche Produktionsstätten.

Automatische Kommissioniersysteme meistern spielend auch große Anzahlen unterschiedlichster Produkt- und Verpackungsarten.

Brief des Vorstands

»Auf der drinktec 2017 hat das KRONES Team seine Technologieführerschaft untermauert -auch im Bereich Digitalisierung. Wir werden dafür sorgen, dass in der digitalen Getränkefabrik alle Maschinen und Menschen intelligent vernetzt sind.«

Christoph Klenk

Vorstandsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

2017 war für KRONES insgesamt ein erfolgreiches Jahr. Trotz der nicht ganz einfachen Markt- und Wettbewerbsbedingungen liefen die Geschäfte gut, die Zahlen lagen im Plan. Außerdem hat KRONES im Berichtsjahr wichtige Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.

drinktec 2017 war für KRONES ein Riesen-Erfolg

Das absolute Highlight 2017 war natürlich die drinktec. Sie ist der »Weltwirtschaftsgipfel« der Getränke- und Verpackungsindustrie und findet nur alle vier Jahre statt. Die Messe war für KRONES ein voller Erfolg. Das Feedback der Besucher auf unsere Innovationen war sehr positiv und die Orderbereitschaft der Kunden mehr als zufriedenstellend.

Einige unserer Messe-Highlights stellen wir Ihnen auf den Seiten 39 bis 43 genauer vor. Ein Thema, das die drinktec beherrschte wie kein anderes, war die Digitalisierung. Das zeigt, dass die ganze Branche in Aufbruchstimmung ist - und wir auf dem richtigen Weg sind.

Digitalisierung - eine große Wachstumschance

Für KRONES birgt die Digitalisierung der Getränkefabrik großes Potenzial. Als Komplettanbieter sind wir in der Lage, alle Prozesse und Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu vernetzen. Durch die intelligente Analyse und Verknüpfung der Daten mit dem Wissen von Mensch und Maschine wollen wir die Effizienz der Anlagen unserer Kunden deutlich steigern. Damit schaffen wir für unsere Kunden echten Mehrwert. Das Gute daran: Für KRONES ist das keineswegs Neuland. Wir unterstützen unsere Kunden bereits mit IT-Produkten und Services und werden auch in Zukunft bei allen Neu- und Weiterentwicklungen auf deren digitale Intelligenz achten.

Geschäftliche Entwicklung insgesamt zufriedenstellend

Obwohl auch 2017 von den Absatzpreisen keine Unterstützung kam, konnten wir den gestiegenen Kosten für Personal und Material erfolgreich entgegenwirken, so dass wir im Berichtsjahr unser Wachstums- und Ergebnisziel erreichten. Der Umsatz stieg um 8,8 % auf 3,69 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich um 8,9 % auf 259 Mio. €. Mit 7,0 % lag die EBT-Marge bei dem von uns prognostizierten Wert (alle Angaben beziehen sich auf den Konzern).

Hohe Investitionen in Standorte im In- und Ausland

Mit mehr als 10.000 Mitarbeitern sind rund zwei Drittel unserer Konzern-Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt. Der Standort Deutschland bietet uns viele Vorteile wie zum Beispiel gut ausgebildete Fachkräfte und eine hervorragende Infrastruktur. KRONES steht auch in Zukunft zum Standort Deutschland und hat dies mit einer Beschäftigungs- und Standortgarantie bis Ende 2022 untermauert. Wir werden in den kommenden fünf Jahren rund 200 Mio. € in unsere deutschen Standorte investieren. So wird beispielsweise am Stammsitz in Neutraubling die Fabrik der Zukunft mit modernsten Logistik- und Digitalisierungslösungen entstehen.

KRONES erzielt aber fast 90 Prozent des Umsatzes auf ausländischen Märkten rund um den Globus. Deshalb wird Krones weiter viel Geld investieren, um den Global Footprint auszubauen. Für uns ist es strategisch sehr wichtig, so nah wie möglich an unseren Kunden zu sein. Dies gilt besonders für den Service, aber auch für die Produktion.

Siehe auch Strategie und Steuerungssystem Seite 28 bis 35

Weil wir unsere internationale Wertschöpfung auch im Kernsegment erweitern müssen, werden wir ein neues Werk in Ungarn aufbauen. Anfang 2019 soll die neue Produktionsstätte in Betrieb gehen. 500 neue Arbeitsplätze sind geplant. Am Standort in Debrecen wird Krones Komponenten sowie Module fertigen.

Veränderungen im Vorstands-Team

Rainulf Diepold, seit dem Jahr 2000 KRONES Vorstand für Vertrieb und Marketing, schied Ende 2017 nach den internen Regelungen für Vorstände bezüglich der Altersgrenze aus dem Führungsgremium aus. Das gesamte Vorstands-Team bedankt sich ganz herzlich bei Rainulf Diepold für die jahrelange und sehr erfolgreiche Arbeit bei KRONES. Nachfolger von Rainulf Diepold ist Thomas Ricker. Er war seit 2012 als Vorstand für die Abfüll- und Verpackungstechnik verantwortlich und wechselte zum 01.01.2018 das Ressort.

Ambitionierte Wachstumsziele für 2018

Trotz der Chancen, die unser Markt bietet, dürften sich die Marktbedingungen zumindest kurzfristig nicht bessern. Für 2018 haben wir uns dennoch wieder einiges vorgenommen. Umsatz und Ergebnis von KRONES sollen weiter steigen. Beim Umsatz planen wir für 2018 mit einem Zuwachs von 6 %. Die EBT-Marge wollen wir trotz der Anlaufkosten in Ungarn bei 7,0 % halten (jeweils Konzernwerte).

Mitarbeiter sind Basis für den Erfolg von KRONES

Damit wir unsere kurz- und mittelfristigen Ziele erreichen, sind qualifizierte und motivierte Mitarbeit von größter Bedeutung. Neue Mitarbeiter von KRONES als attraktiven Arbeitgeber zu begeistern ist hierfür genauso wichtig, wie die bestehende Belegschaft kontinuierlich aus- und weiterzubilden. Der Erfolg von KRONES steht und fällt mit den Mitarbeitern. Deshalb möchte ich mich im Namen des kompletten Vorstands herzlich beim gesamten KRONES Team für den engagierten und qualifizierten Einsatz bedanken. Es ist das Team, das KRONES in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft führen wird.

Christoph Klenk, CEO

Die Mitglieder des Vorstands

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Michael Andersen Ralf Goldbrunner Markus Tischer Thomas Ricker Christoph Klenk
CFO Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf Abfüll- und Verpackungstechnik International Operations and Services Vertrieb und Marketing CEO Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement

Verabschiedung Rainulf Diepold

Langjähriger Vertriebsvorstand geht in Ruhestand

Die internen KRONES Regeln sehen es so vor: Mit Erreichen des 62. Lebensjahres scheiden die Vorstände bei KRONES aus. Das war auch bei unserem langjährigen Vorstand für Marketing und Vertrieb, Rainulf Diepold, der Fall. Ende 2017 verabschiedete er sich in den verdienten Ruhestand.

Es darf -ohne Übertreibung -behauptet werden, dass damit eine Ära endete. Rainulf Diepold arbeitete insgesamt 34 Jahre für KRONES.

Nach verschiedenen Tätigkeiten im Vertrieb bestellte ihn der Aufsichtsrat 1996 zum stellvertretenden Vorstandsmitglied. Ende 1999 übernahm Diepold dann als Vorstand das Ressort Vertrieb und Marketing. Seitdem war er beim Kunden das Gesicht von KRONES. Er verkörpert Werte, die für KRONES stehen: Kontinuität und Vertrauen. Auf ihn konnte und kann man sich stets zu 100 % verlassen.

Beliebt bei Kunden und Mitarbeitern

»Der Kunde muss spüren, dass KRONES der beste Partner für sein Geschäft ist.«

Rainulf Diepold

Ex-Vorstand Vertrieb und Marketing

Rainulf Diepold ist ein wahres Energiebündel. Vor allem, wenn es um Aufträge für KRONES ging. Unzählige Male konnte er mit dem richtigen Argument zur richtigen Zeit zögernde Verhandlungspartner zur entscheidenden Unterschrift unter den Kaufvertrag bewegen. Wichtig war für ihn zu erkennen, was der Kunde will und was er wirklich braucht. Er konnte zwischen den Zeilen lesen und baute so das nötige Vertrauensverhältnis zu den Kunden auf. »Der Kunde muss spüren, dass KRONES der beste Partner für sein Geschäft ist,« erklärte der Vertriebs-Profi sein Erfolgsrezept.

Bei Mitarbeitern war Herr Diepold ebenfalls sehr beliebt. Er legte großen Wert auf den Teamgeist und hat immer versucht, die Identität jedes Mitarbeiters und seine Talente in den Vordergrund zu stellen. Jeder sollte genau das aus sich herausholen, was er besonders gut kann. Der Kunde spürt, ob sein Gegenüber sein eigenes »Ich« einsetzt -das macht KRONES authentisch. Und genau diese Authentizität ist es, die den Kunden dann zum Auftrag führt. »Schauspieler werden am Markt sehr schnell entlarvt. Deshalb habe ich immer versucht, meine Kollegen zu motivieren, so zu sein, wie sie sind«, erläutert Diepold seinen Führungsstil.

Respektiert von den Wettbewerbern

Er war bei Mitarbeitern und Kunden beliebt und wurde von der Konkurrenz respektiert. Dies ist wohl das schönste und wichtigste Kompliment für einen fairen und erfolgreichen Vertriebsvorstand. Rainulf Diepold hat einen großen Anteil am Erfolg von KRONES. Dafür danken ihm Vorstand, Aufsichtsrat und die komplette KRONES Mannschaft.

Erfreulicherweise bleibt Rainulf Diepold KRONES weiter verbunden und steht dem Unternehmen beratend zur Seite.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

KRONES war 2017 erfolgreich. Neben den guten Umsatz- und Ergebniszahlen zähle ich hierzu auch den Auftritt auf der alle vier Jahre stattfindenden Weltleitmesse »drinktec«. Die Vorbereitung und Durchführung der »drinktec« sind für Vorstand und Mitarbeiter stets sehr anspruchsvoll und zeitintensiv, ist es doch die weltweit wichtigste Messe für KRONES. Der Erfolg bestätigt, was unser Messeteam auf die Beine gestellt hat. Meinen herzlichen Dank dafür.

Ich war persönlich mehrmals auf dem KRONES Messestand und habe in viele begeisterte Gesichter von Besuchern geblickt. Die »drinktec« hat aber auch gezeigt, dass KRONES auf starke Konkurrenz trifft. Die Herausforderungen der Zukunft fordern unvermindert hohes Engagement der gesamten Mannschaft. Der Aufsichtsrat wird die Entwicklung des Unternehmens weiterhin aktiv begleiten und seinen Beitrag leisten, damit KRONES auch künftig erfolgreich ist.

Leider gibt es auch eine traurige Nachricht aus dem Aufsichtsrat zu vermelden. Am 1. Dezember 2017 verstarb Philipp Graf von und zu Lerchenfeld. Er gehörte dem Gremium seit 2009 an und trug mit großem Sachverstand zum Erfolg von KRONES bei.

Beratung und Überwachung

Im Geschäftsjahr 2017 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten. Strategische Themen, wie zum Beispiel der Ausbau des Global Footprint, waren Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit 2017. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement.

2017 fanden fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Zur ersten traf sich das Gremium am 22. März. An dieser Sitzung nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Sie erläuterten dem Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag und die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses 2016 und gaben einen detaillierten Überblick über die Abschlussprüfung. Anschließend stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht der KRONES AG fest und billigte den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Ein weiterer Tagesordnungspunkt waren Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten. Auf Empfehlung des Ständigen Ausschusses beschloss der Aufsichtsrat, dass Thomas Ricker, Vorstand Abfüll- und Verpackungstechnik, zum 1. Januar 2018 das Vorstandsressort wechseln und die Funktion des Vertriebsvorstands übernehmen soll.

Am 20. Juni 2017 fand im Anschluss an die Hauptversammlung des Unternehmens die konstituierende Aufsichtsratssitzung statt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Volker Kronseder begrüßte Beate Eva Maria Pöpperl, die von den Arbeitnehmern gewählt wurde, als neues Mitglied des Gremiums. Sie nahm die Stelle von Johann Robold ein, bei dem sich Volker Kronseder für seine langjährige Tätigkeit im Aufsichtsrat bedankte. Danach befasste sich das Gremium mit der Besetzung des Ständigen Ausschusses sowie des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses.

Zur dritten Aufsichtsratssitzung 2017 kam das Gremium am 19. Juli zusammen. Ein Punkt der Tagesordnung war die Nachfolgeregelung für das Vorstandsressort Abfüll- und Verpackungstechnik (AVT). Auf Empfehlung des Ständigen Ausschusses beschloss der Aufsichtsrat, im Zuge der Nachfolgeregelung für den Vorstandsbereich AVT, den Vorstand der KRONES AG zum 1. Januar 2018 von sechs auf fünf Mitglieder zu verringern und die Ressorts neu zu verteilen. Im Rahmen des wirtschaftlichen Berichts gaben die jeweils zuständigen Vorstandsmitglieder einen aktuellen Statusbericht zu den Segmenten ab. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat detailliert über den geplanten Ausbau des Global Footprint und ging dabei auf die Fertigung in den Regionen Osteuropa, China und Nordamerika ein.

Die vierte Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres 2017 fand am 28. September bei der KRONES Tochter SYSKRON in Wackersdorf statt. Zu Beginn verabschiedete das Gremium die aktuelle Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und traf notwendige Beschlüsse zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz. Im wirtschaftlichen Bericht informierte der Vorstand das Gremium unter anderem über die mittelfristige Investitions- und Personalplanung, die wesentlich vom Ausbau des Global Footprint und der geplanten Fabrik der Zukunft beeinflusst wird. Darüber hinaus präsentierte der Vorstand dem Aufsichtsrat detailliert die gesamte Unternehmensstrategie sowie die Vertriebsstrategie und die Strategien der einzelnen Segmente. Im Anschluss erläuterte der Vorstand die Mittelfristziele von KRONES und die Maßnahmen zur Zielerreichung.

Zur fünften Aufsichtsratssitzung 2017 traf sich das Gremium am 29. November. Unter dem Tagesordnungspunkt Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten fasste der Aufsichtsrat Beschlüsse zum Diversitätskonzept und zur Vergütung des Vorstands. Ein weiteres Thema der Sitzung war der Bericht des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses, der sich über die Bereiche Risikomanagement, Interne Revision sowie Compliance erstreckte. Im Anschluss daran präsentierte Finanzvorstand Michael Andersen dem Gremium die Zahlen für das dritte Quartal 2017. Der letzte Tagesordnungspunkt umfasste die Planungen des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018.

Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld (bis zum 1. Dezember 2017), Josef Weitzer, Johann Robold (bis 20. Juni 2017) und Jürgen Scholz (seit 20. Juni 2017) an. Vorsitzender des Ausschusses war bis zum 1. Dezember 2017 Philipp Graf von und zu Lerchenfeld. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht die Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss kam 2017 zu zwei Sitzungen zusammen. Am 21. März bereitete er die Bilanz feststellende Aufsichtsratssitzung vor. Auf Basis der Ausführungen der Wirtschaftsprüfer und der Informationen aus dem Prüfungsbericht beschlossen die Mitglieder des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses einstimmig, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Jahresabschluss und Lagebericht der KRONES AG für das Geschäftsjahr 2016 festzustellen und den Konzernabschluss und den Lagebericht des Konzerns 2016 zu billigen.

Die zweite Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fand am 28. November statt. Auf dieser Sitzung wurden die Ausschussmitglieder über die aktuelle Risikosituation und den Status der beiden Abteilungen Interne Revision und Compliance Management informiert. Zudem beschloss der Ausschuss, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für die Prüfung des Nichtfinanziellen Konzernberichts 2017 zu benennen.

Gemäß Ziffer 5.4.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex teile ich an dieser Stelle mit, dass Philipp Graf von und zu Lerchenfeld sowie Volker Kronseder krankheitsbedingt nur an der Hälfte der Sitzungen des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses im Jahr 2017 teilnehmen konnten.

Arbeit des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Volker Kronseder an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Volker Kronseder. Das Gremium befasst sich grundsätzlich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen zum Beispiel die Personalstrategie sowie die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. 2017 fanden drei Sitzungen des Ständigen Ausschusses statt.

Die Sitzung am 21. März wurde einberufen, um die Nachfolge für den Vorstandsbereich Vertrieb und Marketing zu besprechen. Die Mitglieder des Ständigen Ausschusses beschlossen einstimmig, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Beschluss zu fassen, dass Thomas Ricker (Vorstand Abfüll- und Verpackungstechnik) mit Wirkung ab dem 1. Januar 2018 das Vorstandsressort wechseln und die Funktion des Vertriebsvorstands übernehmen soll.

Am 18. Juli fand die zweite Sitzung des Ständigen Ausschusses statt. Wesentliches Thema war die Nachfolgeregelung für den Vorstandsbereich Abfüll- und Verpackungstechnik. Im Zuge der Suche nach einem Nachfolger für Thomas Ricker wurde vom Ständigen Ausschuss die Reduzierung des Vorstands von sechs auf fünf Mitglieder in Betracht gezogen. Aufgrund der Vorteile dieser Alternative empfahl der Ständige Ausschuss dem Aufsichtsrat den Beschluss zu fassen, den Vorstand der KRONES AG ab dem 1. Januar 2018 von sechs auf fünf Mitglieder zu verringern und die Ressorts neu zu verteilen. Das Ressort Abfüll- und Verpackungstechnik soll ab 1. Januar 2018 Ralf Goldbrunner, bisher Vorstand Anlagen und Komponenten, übernehmen.

Die dritte Ausschusssitzung am 18. November wurde einberufen, um vor der Aufsichtsratssitzung am 29. November die Überprüfung des Vergütungssystems des Vorstands zu besprechen. Der Ständige Ausschuss fasste den Beschluss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, die fixe und variable Vergütung der Vorstandsmitglieder anzupassen.

Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2017 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2017 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 14. März 2018 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG festgestellt sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2017 der KRONES AG festgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2017.

Neutraubling, im März 2018

Der Aufsichtsrat

Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zur KRONES Aktie

Niedrige Zinsen und gute Weltkonjunktur beflügeln die Aktienbörsen 2017
Kurs der KRONES Aktie steigt um 31,8 %
KRONES will für 2017 eine Dividende von 1,70 € je Aktie ausschütten

»Ich freue mich für unsere Aktionäre, dass der Kurs der KRONES Aktie 2017 stark angezogen hat.«

Olaf Scholz

Leiter Investor Relations

Hohe Kurszuwächse an den internationalen Aktienmärkten

2017 war das Umfeld für die Aktienmärkte positiv. Neben der insgesamt guten Weltkonjunktur und steigenden Unternehmensgewinnen unterstützten niedrige Zinsen den Aufwärtstrend an den wichtigsten Aktienbörsen. Die Angst vor dem Ende der expansiven Geldpolitik der Notenbanken belastete die Aktienkurse lediglich kurzfristig. Es deutet vieles darauf hin, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen nur langsam erhöht. Die Verlängerung des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank trug ebenfalls zur guten Stimmung an den Börsen bei.

Der bekannteste deutsche Börsenindex DAX erreichte 2017 ein neues Allzeithoch und beendete das Jahr mit einem Gewinn von 12,5 %. Damit legte der DAX das sechste Jahr in Folge zu. Der Euro-Stoxx-50, mit den größten Werten aus der Euro-Zone, kam aufgrund der schwachen Performance einiger Telekommunikations- und Pharmawerte 2017 nur um 6,5 % voran. Kräftig Gas gaben die Bullen an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index stieg um rund 25 %. Zu der sehr guten Performance trug neben der Zinspolitik der Fed auch die Aussicht auf eine unternehmensfreundliche Steuerreform bei. Zunehmend ins Laufen kam vergangenes Jahr die japanische Aktienbörse. Der Nikkei-Index kletterte 2017 um insgesamt 19,5 %.

Kurs der KRONES Aktie steigt 2017 deutlich stärker als der MDAX

Die KRONES Aktie profitierte 2017 von der allgemein positiven Stimmung an den Börsen. Darüber hinaus honorierten die Anleger die insgesamt gute Unternehmensentwicklung. Unser Aktienkurs stieg von Januar bis Dezember 2017 um 31,8 % auf 114,50 €. Inklusive der Dividende von 1,55 € errechnet sich eine Jahresperformance von 33,7 %. Damit legte die KRONES Aktie deutlich stärker zu als der MDAX, dem auch unser Papier angehört. Der Index für mittelgroße Aktiengesellschaften gewann vergangenes Jahr 18,1 %.

Der Kurs der KRONES Aktie legte 2017 kräftig zu und entwickelte sich deutlich besser als der MDAX.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2017

Abgesehen von kleineren Korrekturen legte die KRONES Aktie von Jahresbeginn 2017 bis Anfang Juni kontinuierlich von rund 90 € bis auf knapp 115 € zu. Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 und das erste Quartal 2017 unterstützen diesen Aufwärtstrend. Im Juni gerieten die Börsen kurzfristig unter Druck. Darunter litt auch KRONES. Der Kurs ging auf rund 100 € zurück. Nach einer Seitwärtsbewegung kam im September neuer Schwung in die Aktie. Einen Beitrag hierzu leistete der erfolgreiche Messeauftritt von KRONES auf der »drinktec«. Dort veranstaltete das Unternehmen auch ein Analystentreffen. Am 4. Oktober erreichte unsere Aktie mit 121,25 € den höchsten Kurs 2017. Anschließend folgte eine stärkere Korrektur. Ein Grund hierfür waren die Zahlen für das dritte Quartal 2017, die zwar im Plan lagen, aber die hohen Erwartungen der Analysten nicht ganz erfüllten. Dank einer Jahresendrallye erholte sich der Kurs wieder deutlich und schloss Ende Dezember 2017 bei 114,50 €.

Kennzahlen der KRONES Aktie (teilweise Konzernwerte)

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zum 31.12. 2017 2016 2015
Ergebnis je Aktie 5,97 5,40 4,98
Eigenkapital je Aktie 42,10 38,79 35,19
Free Cashflow je Aktie - 4,77 1,56 2,04
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KCV) auf Basis des Jahresendkurses 19,2 16,1 22,1
Dividende je Aktie 1,70* 1,55 1,45
Höchstkurs 121,25 108,60 117,10
Tiefstkurs 87,28 80,54 78,44
Jahresschlusskurs 114,50 86,90 110,30

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

KRONES Aktie mit langfristig hoher Rendite

Der Kurs der KRONES Aktie ist in den vergangenen zehn Jahren um 108 % gestiegen.

In den vergangenen zehn Jahren, also von 2008 bis 2017, stieg der Wert unserer Aktie um 108 %. Der durchschnittliche jährliche Kursgewinn der KRONES Papiere beträgt in diesem Zeitraum 7,6 % und liegt damit leicht unter dem Wertzuwachs des MDAX Kursindex (+ 7,9 %), also der MDAX ohne Dividenden. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende jeweils wieder in KRONES Aktien angelegt wurde, ergibt sich für die vergangenen zehn Jahre eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9,1 %. Der vergleichbare MDAX-Performance-Index legte um 10,3 % jährlich zu.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum mdax, 2008 - 2017

KRONES rutscht im MDAX-Ranking ab

Obwohl die KRONES Aktie 2017 überproportional gestiegen ist, haben wir uns im MDAX-Ranking verschlechtert. Grund hierfür waren Neuemissionen und Ausweitungen des Streubesitzes bei einigen Werten.

Die KRONES Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 an der Börse notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Unsere Papiere sind Inhaber-Stammaktien ohne Nennwert. Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 KRONES Aktien. Die Aktie ist seit Gründung des MDAX Mitglied in dem Index für mittelgroße Werte der Deutschen Börse.

Entscheidend für die Mitgliedschaft in den renommierten Indizes der Deutschen Börse ist neben dem Börsenwert der im Streubesitz befindlichen Aktien das Handelsvolumen, das über XETRA und den Frankfurter Parketthandel abgewickelt wird. Ende 2017 lag die Marktkapitalisierung des Free Float von KRONES bei 1,645 Mrd. € und damit um rund 25 % höher als Ende 2016. In der Rangliste, die für die Zusammensetzung des 50 Werte umfassenden MDAX herangezogen wird, rutschte die KRONES Aktie Ende 2017 beim Börsenwert trotzdem auf Rang 55 (Vorjahr: 44) ab. Gründe hierfür waren neben großen Neuemissionen (z. B. Delivery Hero) auch, dass Unternehmen ihren Streubesitz und dadurch zugleich die relevante Marktkapitalisierung deutlich erhöhten (z. B. Aroundtown, Rocket Internet).

Im Gesamtjahr 2017 wurden im Durchschnitt täglich insgesamt rund 49.000 KRONES Aktien (Vorjahr: rund 60.000) auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt. Daher verloren wir beim Handelsvolumen ebenfalls an Boden und fielen auf Rang 46 (Vorjahr: 41). Auch an den alternativen Handelsplattformen, auf denen hauptsächlich institutionelle Investoren ihre Orders abwickeln, wechselten 2017 weniger KRONES Aktien ihren Besitzer. Hier lag das Handelsvolumen im Durchschnitt täglich bei rund 81.000 Aktien (Vorjahr: rund 90.000).

Stammdaten der KRONES Aktie

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Aktienanzahl 31.593.072
Wertpapierkennnummer 633500
ISIN DE 0006335003
XETRA-Kürzel KRN

Aktionärsstruktur

Im Aktionärskreis von KRONES gab es im Berichtsjahr keine wesentlichen Veränderungen. Die Familie Kronseder Konsortium GbR hielt zum 31. Dezember 2017 mit 51,58 % die Mehrheit an der KRONES AG. Die Familie will auch künftig stabiler Mehrheitsaktionär bleiben. Der nicht von der Familie gehaltene Anteil, also der Streubesitz, lag Ende 2017 bei 48,42 %.

Aktionärsstruktur (Stand Januar 2018)

KRONES plant für 2017 eine Dividende von 1,70 € je Aktie

Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 13. Juni 2018 für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende von 1,70 € je Aktie vorschlagen. Gegenüber der Dividende des Vorjahres (1,55 € je Aktie) entspricht das einer Steigerung von 9,7 %. Die langfristige Dividendenpolitik des Unternehmens sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernjahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten. Die Dividende für 2017 entspricht 28,7 % des Konzernergebnisses.

Dividende je Aktie in €

KRONES hat die Dividende in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht.

* inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Neben den zahlreichen Innovationen aus der Abfüll- und Verpackungstechnik bildeten die Themen Intralogistik und Digitalisierung Schwerpunkte auf dem KRONES Stand.

2. Lagebericht

der KRONES AG

KRONES auf einen Blick

Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Darüber hinaus komplettieren innovative Digitalisierungs- und Intralogistik-Lösungen unsere Produktpalette. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von KRONES sind Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen.

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet KRONES mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).

KRONES ist stark exportorientiert und erzielt fast 90 % des Umsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftete KRONES 2017 rund 45 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets rund 55 % der Erlöse.

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert KRONES mit einer Reihe von kleineren Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter konkurrieren vor allem auf ihrem Heimatmarkt mit KRONES um Aufträge.

KRONES setzt sich als Full-Service-Anbieter von einem Großteil des Wettbewerbs ab. Ein entscheidender Vorteil ist unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können. Insgesamt ist KRONES führender Hersteller in der Abfüll- und Verpackungstechnik.

In dem mit Abstand größten und ertragsstärksten Geschäftsbereich Maschinen und Anlagen für die Produktabfüllung und -ausstattung bietet KRONES Maschinen, Anlagen und Digitalisierungslösungen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Bereichs sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling).

Im Geschäftsbereich Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik bietet KRONES Maschinen, Anlagen und Digitalisierungslösungen an, mit denen Bier, Softdrinks, Fruchtsäfte sowie Milch- und Milchmischgetränke hergestellt und behandelt werden.

Anlagen und Lifecycle Service - nur die Leistung zählt

KRONES liefert an die Getränke- und Liquid Food-Industrie komplette Fabriken. Mit unserem einzigartigen Know-how halten wir die Investitions- und Betriebskosten unserer Kunden niedrig. Ebenso wichtig ist, dass sie ihre Produkte sicher und in höchster Qualität herstellen können. Wir liefern alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Wir kümmern uns auch um die komplette Logistik, um Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie maßgeschneiderte IT- und Digitalisierungslösungen, die alle Abläufe innerhalb der Produktion steuern und dokumentieren.

Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden rund um die Uhr mit hochwertigen Serviceleistungen. Nur so ist gewährleistet, dass die Getränkefabriken ihre Höchstleistung bringen. Die Lifecycle Service (LCs)-Experten von KRONES sind dabei nicht nur Dienstleister, sondern auch Partner der Kunden. Gemeinsam finden wir die besten Lösungen für eine effiziente, sichere und kostengünstige Produktion. Unsere LCS Mitarbeiter kümmern sich nicht nur um die optimale Instandhaltung und Nachrüstung, sondern stehen dem Kunden auch mit qualifizierter Beratung zur Seite - als Partner for Performance.

Anhand des Schaubildes einer kompletten Getränkefabrik stellen wir unsere Leistungen kurz vor.

KRONES bietet alles an, was nötig ist, um Getränke herzustellen. Bei Brauereien ist das Herzstück das Sudhaus, in dem aus Wasser, Hopfen und Malz in mehreren Schritten Bier gebraut wird. Das Sudhaus besteht aus verschiedenen Anlagen wie Malzsilo, Maischpfanne, Läuterbottich, Würzepfanne, Whirlpool und Würzekühler. Anschließend durchläuft das Bier noch Gär- und Lagertanks sowie Filter von KRONES.

Herstellern von Softdrinks bietet KRONES zum Beispiel Anlagen zur Wasseraufbereitung, den Sirupraum sowie Mischer und Karbonisierer an.

Alle Lager- und Produktionsbehälter von KRONES sind präzise gefertigt und fügen sich perfekt in die komplette Fertigung ein.

In der umfangreichen Planungsphase erstellt KRONES nicht nur für die Produktionshallen das perfekte Layout. Auch Gebäude wie Verwaltung und Labor müssen auf die speziellen Anforderungen des Kunden zugeschnitten sein.

In der Abfüllhalle stehen viele leistungsstarke Maschinen und An lagen von KRONES. Dies sind zum Beispiel Streckblasmaschinen, die PET-Rohlinge zu Flaschen aufblasen, Füller für Glas-, Kunststoffflaschen und Dosen, Etikettiermaschinen, Inspektionsanlagen und Flaschenreinigungsmaschinen.

Die abgefüllten Behälter werden auf Pack- und Palettieranlagen von KRONES zu Gebinden zusammengestellt und nach individuellen Kundenwünschen verpackt. Das Angebot von KRONES reicht von einzelnen Palettier-Robotern bis zu kompletten Verpackungsstraßen.

Die KRONES Töchter SYSTEM LOGISTICS und SYSKRON bieten voll automatische Hochregallager an, die hocheffiziente Materialflüsse gewähr leisten. Jede unnötige Material bewegung kostet Zeit und Geld.

Im Einzelfall kann aber auch ein halbautomatisches oder manuelles Lager 9 die beste Lösung sein. Auch hierfür ist SYSKRON der ideale Partner.

In der Getränkeindustrie nimmt die Produktvielfalt zu und die Bestellmengen pro Artikel schrumpfen. Darauf müssen Kommissionierung und Versandausgerichtet sein. KRONES bietet Lösungen, die exakt auf diese Anforderungen zugeschnitten sind. Einen wichtigen Beitrag hierfür leisten die automatischen Kommissioniersysteme der KRONES Mehrheitsbeteiligung SYSTEM LOGISTICS.

Wir erstellen für jede einzelne Fabrik das passende Konzept für die Versorgung mit Wärme, Kühlung, Druckluft sowie Energie und kalkulieren die optimalen Kapazitäten.

Alle Entsorgungseinrichtungen für zum Beispiel Müll und Abwasser legt KRONES passend aus und hilft dabei, dass alle Umweltauflagen erfüllt werden.

Strategie und Steuerungssystem

»Unser Markt ist attraktiv, aber auch herausfordernd. Damit KRONES die ehrgeizigen mittelfristigen Ziele erreicht, muss das gesamte KRONES Team weiterhin an einem Strang ziehen.«

Christoph Klenk

CEO

KRONES bietet Maschinen und Anlagen an, mit denen Getränke und andere flüssige Lebensmittel (Liquid Food) hergestellt, abgefüllt und verpackt werden. Der Markt wächst relativ stabil mit jährlich rund 4 bis 5 %. Er profitiert von Megatrends, wie der stetig wachsenden Bevölkerung, dem zunehmenden Wohlstand in den aufstrebenden Ländern sowie der Abwanderung vieler Menschen vom Land in die Stadt. Zudem nimmt die Zahl der Verpackungsformen und Getränkesorten deutlich zu. Gemeinsam mit dem Trend zur Digitalisierung der Getränkefabriken sind das die Wachstumstreiber, die dem Markt langfristig Steigerungsraten oberhalb des BIP bescheren.

Wir bieten unseren Kunden alles aus einer Hand, von Produkten für die Getränkeherstellung über die Abfüllung bis hin zur Verpackung. Darüber hinaus komplettieren die Bereiche Intralogistik, Digitalisierung sowie ein hochwertiger Service das Portfolio. Unser Angebotsspektrum reicht von »einfach« bis »höchst anspruchsvoll«. Damit hat sich KRONES als einer der wenigen Komplettanbieter auf diesem Markt positioniert.

Neben den großen europäischen Wettbewerbern konkurrieren viele kleine Anbieter um Aufträge. Die meisten Wettbewerber bieten aber nur Produkte für einen Teilbereich der Getränkeproduktion an oder sind nur in bestimmten Regionen tätig. KRONES ist mit dem weltweiten Komplettangebot sowie Servicenetzwerk sehr gut positioniert und will diese gute Marktstellung im Kernsegment verteidigen und in den beiden kleineren Segmenten deutlich verbessern.

Neben den Chancen, die der Markt bietet, gibt es für KRONES auch einige Herausforderungen zu bewältigen. Politische Unsicherheiten, protektionistische Tendenzen und teils heftige wirtschaftliche Krisen in einzelnen Ländern und Regionen gehören mittlerweile zum Tagesgeschäft. Dies zwingt uns flexibler, schneller und regionaler zu werden. Unsere ausgewogene Aufstellung half uns auch 2017, die im Jahresverlauf auftretenden Nachfrageschwankungen gut auszugleichen und so unsere Prognosen für Umsatz und Ergebnis zu erreichen.

Der Kampf um Aufträge wird intensiv bleiben, da der Wettbewerbsdruck nicht nachlässt. Auf der Kundenseite führen Übernahmen und Fusionen zu stärkerer Einkaufsmacht und teilweise zu Investitionsverschiebungen. Außerdem wird die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung der Produktion unseren Markt und seine Geschäftsmodelle nachhaltig verändern und Investitionen erfordern.

Mittelfristiges Ziel bis 2020 - 7/8/22 (im Konzern)

Um das Unternehmen nachhaltig voranzubringen, hat sich das KRONES Team mittelfristige Ziele gesetzt. 7/8/22 steht für

7 % durchschnittliches Umsatzwachstum pro Jahr
8 % Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge)
22 % bei der Kennzahl Working Capital im Verhältnis zum Umsatz

KRONES hat sich ehrgeizige Ziele für 2020 gesetzt. Die nötigen Maßnahmen sind eingeleitet (alle Werte gelten für den Konzern).

Ziele 2020

Wachstumschancen nutzen

KRONES will mit rund 5 % jährlich intern wachsen. 2 % sollen aus Akquisitionen kommen.

KRONES will den Umsatz bis 2020 jährlich um durchschnittlich 7 % steigern. Damit wir dieses Ziel erreichen, müssen wir die Chancen, die der Markt bietet, gezielt nutzen. KRONES strebt daher in den Regionen, in denen der Getränkekonsum überdurchschnittlich stark wächst, ein über dem Konzern liegendes Wachstum an. Vor allem in Afrika und Asien, wo die Bevölkerungszahl und die Mittelschicht stark zunimmt, wollen wir unser Geschäft deutlich ausweiten.

Ein weiterer Wachstumstreiber ist die stark zunehmende Vielfalt an abgefüllten Produkten und Produktverpackungen sowie der Trend zu kleineren Verpackungseinheiten. Die Kunden fordern verstärkt Maschinen und Anlagen, die extrem flexibel einsetzbar sind. Von diesem kräftig wachsenden Marktsegment will sich KRONES mit technologisch führenden Produkten ein großes Stück abschneiden. Ein Beispiel hierfür ist LineXpress. Mit dieser Lösung von KRONES können Anlagen bei Produktwechsel größtenteils vollautomatisch und damit deutlich schneller umgerüstet werden. Auf der drinktec haben wir erstmals unsere Konzeptstudie »Bottling on demand«, also die Produktion kleinster Chargen bis hin zu Losgröße 1, vorgestellt.

Auch Firmenzukäufe werden künftig ihren Wachstumsbeitrag leisten. Neben der Intralogistik und der Prozesstechnik ist auch die Informationstechnik ein Bereich, für den Akquisitionen interessant sind. Zudem liegt der Fokus darauf, die in der jüngsten Vergangenheit getätigten Zukäufe wie system logistics weiter zu entwickeln und so das »eingekaufte« interne Wachstum zu beschleunigen. Rund 2 % des jährlichen Umsatzwachstums sollen bis 2020 aus Akquisitionen kommen.

Mit dem eigenen Produktportfolio und Innovationen wachsen

Innovationen sind bei KRONES die Basis für nachhaltiges profitables Wachstum.

Grundsätzlich müssen alle unsere Produkte und Lösungen beim Kunden Mehrwert schaffen. Auf der drinktec hat KRONES mit seinen vorgestellten Innovationen bewiesen, dass der Kundennutzen bei allen Neuentwicklungen im Vordergrund steht. Innovationen in allen Bereichen bleiben bei KRONES die Basis für nachhaltiges Wachstum. Hierin werden wir nicht nur die drei Säulen Getränkeherstellung, Abfüllung und Verpackung sowie Intralogistik stärken. Auch unsere Service-Dienstleistungen sowie die IT- und Digitalisierungs-Lösungen werden ebenfalls zum geplanten Wachstum beitragen.

KRONES hat sein Geschäftsmodell mit dem »House of KRONES« genau auf die Kundenbedürfnisse und die moderne Getränkefabrik abgestimmt.

Das Kerngeschäft Abfüll- und Verpackungstechnik soll weiter wachsen. Weil wir unsere internationale Wertschöpfung auch im Kernsegment erweitern müssen, werden wir ein neues Werk in Ungarn aufbauen. Hier werden wir ab 2019 mit rund 500 Mitarbeitern Komponenten und Module fertigen. In unserem Kerngeschäft sehen wir zum einen bei weniger komplexen Anlagen mit hoher und mittlerer Leistung noch gute Wachstumschancen. Hierfür wird KRONES verstärkt kostenoptimierte einfache Produkte und Lösungen entwickeln. Zum anderen wollen wir im Kerngeschäft auch mit technologisch führenden Produkten im High-End-Bereich weiter wachsen und von den stetig steigenden Anforderungen der Kunden profitieren.

Das Geschäftsbereich Getränkeherstellung/Prozesstechnik umfasst alle Produktionsprozesse vor und nach dem Abfüllen und Verpacken. Es beinhaltet sowohl die Getränkeherstellung und -behandlung als auch die Intralogistik. Um in diesem Bereich die mittelfristig angestrebten Wachstums- und Profitabilitätsziele zu erreichen, werden wir weiter hart arbeiten. Die hierfür Ende 2015 eingeleiteten Maßnahmen greifen zwar, allerdings nicht in dem angestrebten Maße und in der erhofften Schnelligkeit. Wir sind aber weiterhin überzeugt, dass der Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg dieses Geschäfts im Ausbau der regionalen Struktur und Aufbau internationaler Hubs liegt. Von dort aus können wir schnell und kostengünstig auf die Wünsche der Kunden reagieren und so die Kundenbindung stärken. Helfen werden uns beim Ausbau der internationalen Struktur auch Zukäufe der letzten beiden Geschäftsjahre in bestimmten Regionen wie TRANS-MARKET und JAVLYN in den USA. Diese werden wir jetzt weiter ausbauen und von den Marktkenntnissen der Mitarbeiter vor Ort profitieren.

Der Bereich Intralogistik ist sowohl für die Kunden als auch für KRONES als Komplettanbieter sehr wichtig. Kurze Wege, schlanke Prozesse und Materialflüsse, die sich flexibel an Produktion und Versand anpassen lassen, sind von hoher Bedeutung. Wir liefern für jede Aufgabe maßgeschneiderte Systeme. Mit der 2016 mehrheitlich übernommenen system logistics und SYSKRON, unserem konzerneigenen Spezialisten für anspuchsvolle Intralogistik-Projekte, sind wir also gut positioniert, um die hohen Wachstumschancen des Marktes zu nutzen. Künftig wird sich KRONES in diesem Bereich noch stärker internationalisieren und das Produktportfolio weiter ausbauen.

Digitalisierung der Getränkefabrik birgt großes Potenzial

Für KRONES eröffnet die Digitalisierung in der Getränkefabrik mittel- bis langfristig hohe Wachstumschancen. Das Unternehmen ist als Komplettanbieter in der Lage, alle Material- und Datenflüsse entlang des gesamten Produktionsprozesses beim Kunden zu erfassen und diese intelligent zu vernetzen. Technologien wie Cloud-Computing, Big Data, Smart Data und das Internet der Dinge bilden das Fundament für neue Geschäftsmodelle. Dafür werden wir die Potenziale entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Kunden heben. Ziel ist es, für unsere Kunden zusätzlichen Mehrwert zu schaffen.

Um das Thema Digitalisierung gemeinsam mit unseren Kunden erfolgreich umzusetzen, hat KRONES diesen Bereich klar strukturiert und in fünf Schwerpunkte unterteilt.

Integration
Digitalised Supply Chain
Collaboration
Analytics
Total Productive Management

KRONES ist beim Thema Digitalisierung bereits mit einer Vielzahl von Produkten und Services am Markt.

Digitalisierung ist bei KRONES aber keineswegs nur ein Zukunftsthema. Das Unternehmen unterstützt seine Kunden im Bereich Digitalisierung bereits mit smarten Maschinen und maßgeschneiderten IT-Lösungen aus zwei verschiedenen Portfolios -dem KRONES Software-Applikationen und SAP-Modulen.

KRONES wird weiterhin stark in die Digitalisierungs-Kapazitäten investieren und die IT-Belegschaft weiter aufstocken. Mit einer agilen Organisation bei unserem Software-Inkubator SYSKRON sowie unserem Innovation Lab werden wir kreative digitale Geschäftsmodelle entwickeln und diese auch schnell zur Marktreife führen.

Ertragskraft soll weiter steigen

KRONES will bei der Profitabilität, nach einer Konsolidierung auf hohem Niveau, den nächsten Schritt machen. Ein wichtiger Baustein hierfür ist, dass wir die weltweite Präsenz, also den Global Footprint, vergrößern. Bislang erzielen wir nur einen geringen Teil der Wertschöpfung im Ausland und das obwohl wir fast 90 % des Umsatzes außerhalb Deutschlands erwirtschaften. Dieses ungesunde und mit Risiken behaftete Verhältnis wollen wir künftig verbessern. Einen wichtigen Schritt hierzu haben wir bereits mit der Gründung von weiteren internationalen Töchtern sowie dem Zukauf von Unternehmen im Ausland unternommen. Wir werden die Lokalisierung weiter vorantreiben und zunehmend mehr Wertschöpfung in den Regionen erzielen. Auch Teile neuer Produktionskapazitäten werden wir in der Nähe unserer internationalen Kunden aufbauen. So können wir die Personal- und Materialkosten senken und in den aufstrebenden Märkten regionenspezifische Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten.

In den kommenden Jahren will KRONES die Ertragskraft schrittweise verbessern. Einen großen Beitrag hierzu soll die Erweiterung des Global Footprint liefern.

Mit dem nächsten Schritt in der Modularisierung unserer Produkte wollen wir den steigenden Einkaufspreisen für Material entgegenwirken. Zum einen werden wir den Modularisierungsgrad unserer Maschinen und Anlagen weiter vorantreiben und somit die Komplexität verringern. Zum anderen werden wir die Bauweise unserer Module vereinfachen. So können vermehrt auch Lieferanten in den Regionen vor Ort unsere Anforderungen erfüllen. Das erhöht den Wettbewerb und führt zu besseren Einkaufspreisen.

Um die Ertragskraft von KRONES nachhaltig zu stärken, werden wir zudem unser Service-Geschäft weiter ausbauen. Entscheidend für den Erfolg von KRONES im After-Sales-Geschäft ist die Nähe zum Kunden. Daher werden wir die Zahl der Service- und Vertriebsniederlassungen weiter vergrößern. Hierfür müssen wir genügend qualifizierte Mitarbeiter aus den Regionen für KRONES gewinnen und an das Unternehmen binden. Um die vergleichsweise hohe Fluktuation in den Emerging Markets zu verringern, investieren wir deshalb stark in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter vor Ort.

Working Capital verringern - Kapital freisetzen

Bei unserer dritten Zielgröße im Konzern, dem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, sind wir mit 27,3 % noch ein gutes Stück von unserer Zielgröße 22 % entfernt. Um die zu erreichen und das gebundene Kapital zu entlasten, haben wir kurz- und mittelfristige Maßnahmen festgelegt. Hierzu zählen kürzere Durchlaufzeiten, eine schnellere Inbetriebnahme der Anlagen beim Kunden vor Ort sowie geringere Vorratshaltung. In dem Maße, wie wir unser Working Capital im Verhältnis zum Umsatz in den kommenden Jahren reduzieren, wird das Unternehmen Kapital freisetzen, das für Investitionen zur Verfügung steht.

Solide Bilanz ermöglicht Wachstumsinvestitionen im In- und Ausland

Um die Marktposition zu festigen, wird KRONES weiterhin in seine inländischen Standorte und die internationale Präsenz investieren.

KRONES steht mit einer Nettoliquidität von rund 157 Mio. € und einer Eigenkapitalquote von 43,8 % weiterhin auf finanziell sehr gesunden Füßen (Konzernwerte). Gemeinsam mit den erzielten Gewinnen aus dem operativen Geschäft verfügt das Unternehmen über ausreichend Geld für Wachstumsinvestitionen, Firmenzukäufe und Dividendenausschüttungen. Unsere Dividendenstrategie sieht vor, dass wir 25 bis 30 % des erzielten Gewinns an die Anteilseigner ausschütten.

Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben muss KRONES investieren -in seine deutschen Standorte genauso wie in die internationale Präsenz. Im Inland werden wir in den kommenden Jahren rund 200 Mio. € investieren. Ein großer Teil hiervon fließt in die »Fabrik der Zukunft«. Mit ihr wollen wir -wie bei unseren Kunden -die internen Produktionsschritte und Prozesse so weit wie möglich digitalisieren und dadurch die Produktivität und Effizienz im eigenen Haus deutlich steigern. Deutschland bleibt zentraler Entwicklungs- und Innovationsstandort für KRONES Maschinen und Anlagen. Wir werden aber auch im Ausland kräftig investieren. Neben dem Auf- und Ausbau der internationalen Service-Center und Engineering-Hubs werden wir auch in Produktionsstätten investieren. Neben der schon erwähnten neuen Fabrik in Ungarn bauen wir auch den lokalen Standort Taicang deutlich aus. Wir werden dort Maschinen speziell für den lokalen Markt fertigen, vor allem für die Abfüllung und Verpackung von Wasser. Das US-Werk in Franklin werden wir ebenfalls erweitern und dort Etikettiermaschinen herstellen, deren Grundkomponenten aus Deutschland kommen. Wichtig ist, dass durch die Auslandsinvestitionen keine Arbeitsplätze der Stammbelegschaft in Deutschland verlorengehen, sondern -im Gegenteil -Arbeitsplätze im Inland erhalten und geschaffen werden.

Mitarbeiter sorgen für Wachstum und nachhaltigen Erfolg

Jeder einzelne Mitarbeiter ist wichtig für unser Unternehmen. Denn jede Strategie ist nur so gut, wie die Menschen, die sie umsetzen. Unsere rund 15.300 Mitarbeiter bringen KRONES mit ihrem Einsatz täglich ein Stück weiter voran. Sie sind die Basis für eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung von KRONES. Um das geplante Wachstum zu stemmen, müssen wir unsere Belegschaft weiter aufstocken. Daher ist es wichtig, dass sich KRONES als attraktiver Arbeitgeber positioniert -weltweit. Vor allem an unseren internationalen Standorten werden wir unsere Anstrengungen deutlich forcieren und die Ausbildungscenter in Afrika, China, Südostasien und Südamerika weiter ausbauen. So bauen wir Kompetenz und Know-how im internationalen Wertschöpfungsverbund auf. Insgesamt bringt uns diese Nähe ein besseres Verständnis für Kunde, Markt, Trends und Entwicklungen und steigert die Kundenzufriedenheit. In Deutschland und Westeuropa wird der Mitarbeiteraufbau zurückhaltender sein. Aber auch hier werden wir künftig in unsere Belegschaft investieren und sie kontinuierlich aus- und weiterbilden.

Christoph Klenk, CEO

Das Steuerungssystem der KRONES AG

Obwohl die KRONES AG die mit Abstand wichtigste Einzelgesellschaft des KRONES Konzerns ist, steuert der Vorstand hauptsächlich mit Konzernzahlen nach IFRS.

Die dafür verwendeten Leistungsindikatoren sind im Konzern-Geschäftsbericht beschrieben.

Darüber hinaus steuert das Management vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:

Umsatzwachstum
Ergebnis vor Steuern (EBT)

Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir grundsätzlich ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt an. Damit legen wir auch eine gute Basis für unser wichtiges LifeCycle-Business.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT ) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Aus dem EBT muss die KRONES AG die Steuern und Dividenden zahlen sowie die Investitionen tätigen.

Forschung und Entwicklung (F&E)

KRONES unterstreicht Technologieführerschaft auf der drinktec
Der Kundennutzen steht bei Innovationen im Vordergrund
Digitalisierung der Getränkefabrik birgt enorme Chancen
Neue Produkte und Technologien belegen Innovationskraft von KRONES

Alle vier Jahre findet die drinktec statt -das größte und wichtigste Event der Getränke- und Verpackungsindustrie. Auf der Messe zeigt sich, ob sich die harte Arbeit unserer Entwicklerteams gelohnt hat und die Innovationen bei den Kunden aus aller Welt Interesse hervorrufen. Das Fazit: KRONES hat mit den ausgestellten Innovationen auf der Messe seine Technologieführerschaft untermauert. Sowohl bestehende Kunden als auch potenzielle Neukunden waren begeistert.

Neue, erfolgreiche Produkte sichern die Zukunft des Unternehmens. Rund 2.200 hoch qualifizierte Mitarbeiter treiben bei KRONES die Neu- und Weiterentwicklung von Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen voran. Die hohe Innovationskraft unserer Mannschaft belegt die Zahl der erteilten Patente und Gebrauchsmuster. Sie stieg von 5.028 im Vorjahr auf 5.484 zum Jahresende 2017. Um dies zu erreichen, wurden im Berichtsjahr 172 Mio. € (Vorjahr: 171 Mio. €) in Forschung und Entwicklung investiert. Das entspricht 4,7 % des Konzernumsatzes.

Erteilte Patente und Gebrauchsmuster KRONES Konzern

KRONES investierte 2017 rund 4,7% des Konzernumsatzes in Forschung und Entwicklung.

Innovationen schaffen beim Kunden Mehrwert

Bei jeder Entwicklung stellen wir uns die Frage: Welchen Beitrag liefert die Innovation zum Erfolg unserer Kunden? Ein intensiver Austausch mit unseren Kunden über deren Bedürfnisse ist daher die Basis erfolgreicher Innovationen. Im Gespräch mit den Kunden bekommen wir ein Gespür dafür, wie verschiedene Markttrends die Bedürfnisse der Kunden beeinflussen. Der Markt verlangt nach Maschinen und Anlagen, die im Wesentlichen folgende Kriterien erfüllen.

Senkung der Betriebskosten
Erhöhung der Leistung
höhere Flexibilität
einfache und sichere Bedienung der Maschinen

Natürlich bleiben die Betriebskosten und die Leistung der Anlage entscheidende Kriterien für die Kunden. Hier spielt auch das Verdichten der Anlagen eine wichtige Rolle. Indem wir Maschinenfunktionen immer stärker zusammenzuführen spart der Kunde Platz und Zeit. Ein Beispiel hierfür ist der Bierfüller Dynafill, der in einer Einheit füllt und verschließt. Mit neuen Serviceleistungen wie der »Vorausschauenden Wartung« steigern wir die Verfügbarkeit und damit die Leistung der Anlage.

Ein wichtiger Faktor für unsere Kunden ist die Flexibilität der Anlage, da die Vielfalt an abgefüllten Produkten und Verpackungsformen stetig zunimmt. Das heißt, der Kunde möchte auf einer Anlage möglichst viele Getränkesorten in verschiedenen Verpackungsformen füllen. Dies erfordert Maschinen und Anlagen, die vielseitig einsetzbar und schnell umrüstbar sind, wie beispielsweise unseren Modulfill VFS-M. Da die Mengen, die am Stück auf einer Anlage mit einem Getränk produziert werden, immer kleiner werden, geht KRONES in Sachen Flexibilität bis an die Grenze und stellte auf der drinktec die Konzeptstudie »Bottling on demand« vor. Diese hat zum Ziel, die Losgröße 1 zu produzieren. Die ultraflexible Linie kann auf Knopfdruck und per App-Bestellung verschiedene PET-Behälter individuell befüllen und bedrucken und ist damit ein bedeutender Schritt in Richtung Abfüllanlage der Zukunft.

Digitalisierung birgt große Chancen

Neue Technologien ermöglichen es, die komplette Getränkefabrik digital abzubilden. So lassen sich Potenziale entlang der Wertschöpfungskette umfassender nutzen und wirkliche Mehrwerte für die Unternehmen aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie schaffen. Um den Blick auf die Digitalisierung zu schärfen, hat KRONES dieses Thema in fünf wichtige Bereiche unterteilt.

In allen fünf Bereichen der Digitalisierung entwickelt KRONES für seine Kunden smarte Maschinen, moderne Lifecycle Services und maßgeschneiderte IT-Lösungen aus zwei verschiedenen Portfolios -zum einen KRONES Software-Applikationen und zum anderen SAP.

KRONES setzt auf Nachhaltigkeit und Ökoeffizienz

Bei allen Produktentwicklungen achtet KRONES streng auf Nachhaltigkeit und Ökoeffizienz. Ziel ist es, den Verbrauch wertvoller Ressourcen zu senken.

Auch das Thema Nachhaltigkeit und Ökoeffizienz spielt bei unseren Neuentwicklungen eine wichtige Rolle. Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm enviro hat KRONES den Standard für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit gesetzt. Ziel aller KRONES Innovationen ist es, die Energie- und Medienverbräuche unserer Maschinen und Anlagen zu senken. Daher ist enviro fest im Produktentstehungsprozess verankert und sorgt dafür, dass die Maschinen auf dem aktuellsten Stand sind, was Effizienz und Umweltfreundlichkeit anbelangt. Alle Exponate auf der drinktec haben sich dem strengen enviro Prüfverfahren unterzogen. Außerdem arbeiten wir im Bereich Ökofeffizienz an einem Forschungsprojekt für die Brauerei der Zukunft. Sie verzichtet komplett auf fossile Brennstoffe und verwertet stattdessen ausschließlich Reststoffe.

Auf den folgenden Seiten stellen wir eine Auswahl unserer Innovationen und Messe-Higlights etwas genauer vor. Sie sollen zeigen, wie sich unsere F+E-Philosophie in attraktiven Produkten widerspiegelt.

Ausgewählte Innovationen und drinktec-Highlights

Dynafill

Absoluter Besuchermagnet auf der drinktec war der Dynafill. Mit ihm revolutioniert KRONES die Bierabfüllung, denn er füllt und verschließt die Bierflaschen in einer Einheit. Dadurch verringert sich die Zeit des Füll- und Schließvorgangs um 50 % auf fünf Sekunden. Die Zahl der Füllventile sinkt von 100 auf 66, bei einer gleichbleibenden Leistung von 36.000 Behälter pro Stunde. Der geschlossene hygienische Füll- und Verschließbereich sorgt für optimale Produktreinheit. Außerdem entfällt die Hochdruckeinspritzung und der offene Transport der Flaschen nach dem Füllen. So geht beim Füllen kein Produkt verloren. Der CO2 -Verbrauch liegt 20 % unter dem konventioneller Systeme. Ein weiterer Pluspunkt: Getränke lassen sich mit Dynafill nicht nur kalt, sondern bei gleicher Leistung auch warm mit Temperaturen bis 30 °C abfüllen.

Filtertechniken

Etwa 90 % des weltweit filtrierten Biers wird mittels Anschwemmfiltration und dem Filtermaterial Kieselgur geklärt. Kieselgur hat viele Vorteile, aber auch Nachteile hinsichtlich der Entsorgung. Schon seit Jahren ist die Branche daher auf der Suche nach Alternativen zur Kieselgur-Filtration. KRONES geht dabei zwei unterschiedliche Wege. Zum einen mit dem Ersatz von Kieselgur durch eine Mischung aus Viskose und Zellulose. Zum anderen mit einer Alternative zur Anschwemmfiltration, der Membranfiltration.

Viskose als alternatives Filterhilfsmittel: Viskose ist eine synthetische Faser, die zu 100 % aus natürlicher Zellulose hergestellt wird. Funktionale Viskosefasern sind eine Alternative mit viel Potenzial, um Bier und andere Lebensmittel anspruchsvoll zu filtrieren. Sie bieten eine hohe Prozessflexibilität, lassen sich vollständig biologisch abbauen und sind wegen der Ungiftigkeit einfach zu handhaben. Außerdem helfen sie dabei, eine bestmögliche Produktqualität zu erzielen, ohne den Geschmack des Biers zu verändern.

Membranfiltrationssystem Phoebus: Beim Vergleich zu Anschwemmfiltration hat die Membranfiltration Vorteile hinsichtlich der möglichen Automation sowie der Qualität des Filtrats. Nachdem die Membranfiltration zur Wasseraufbereitung die ersten Etappen auf dem Weg ins KRONES Portfolio gemeistert hat, befindet sich die Bierfiltration mittels Membran derzeit im Feldtest.

Die digitale Direktdruckmaschine DecoType bringt auch Gestaltungselemente auf Behälter mit Rillen- und Reliefstrukturen auf. MIt konventionellen Etiketten ist das nicht möglich.

DecoType Select (links)

Eine Pioniertechnik geht in Serie: Auf der 2013er drinktec zeigte KRONES noch einen Prototyp der DecoType Baureihe. Inzwischen hat die digitale Direktdruckmaschine ihre Produktreife erlangt. Von anderen Maschinen auf dem Markt hebt sich die DecoType Select vor allem durch ihre Vielseitigkeit ab: So bedruckt sie sowohl Formals auch zylindrische Behälter aus PET, HDPE und Glas mit Leistungen bis 25.000 Flaschen pro Stunde. Eine Erweiterung auf Metallbehälter und andere Kunststoffe wie PP ist derzeit in Vorbereitung. Ihre großzügige Druckhöhe von bis zu 205 Millimetern lässt auch bei aufwändigen Designs noch viel Raum, um umfassende Textinformationen auf der Verpackung unterzubringen. Im Unterschied zu klassischen Etiketten lässt sich der Direktdruck darüber hinaus auch gezielt auf Rillen- und Relief-Strukturen auftragen.

Für Konsumprodukte ergeben sich daraus völlig neue Chancen, um aus der Masse an Konkurrenzartikeln herauszustechen -beispielsweise indem sie auf ihrer Verpackung verblüffende 3D-Effekte erzeugen oder die Optik anderer Materialien simulieren. Die dazugehörigen Druckköpfe arbeiten nach dem Drop-on-Demand-Prinzip. Bei diesem wird jeder Farbtropfen erst unmittelbar vor seinem Gebrauch erzeugt -eine Methode, die den aktuellsten Stand der Technologie markiert. Die Farben, mit denen die Maschine arbeitet, haben sich in umfassenden Labortests als recyclingfähig erwiesen und erfüllen die Standards der Verpackungsindustrie. Auch wenn der Digitaldruck weltweit bereits auf dem Vormarsch ist -in der Getränke- und Lebensmittelbranche steht ihm sein großer Durchbruch erst noch bevor.

Connected HMI

Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine, kurz HMI (Human Machine Interface), stellt sicher, dass beide Seiten schnell und problemlos kommunizieren können. Sie ist für den Bediener der zentrale Zugangspunkt zur Linie und gewinnt gerade mit voranschreitender Automatisierung und Digitalisierung noch mehr an Bedeutung. KRONES setzt mit der neuen Plattform Connected HMI die Benchmark in Sachen Technologie, Nutzerfreundlichkeit und Durchgängigkeit.

Das Gehäuse wurde speziell für die Bedingungen der Getränkebranche gefertigt und übertrifft in Sachen Hygiene deutlich den üblichen Standard. Durch eine vernetzte Anlagensicht verleiht das Connected HMI jedem Bediener den nötigen Überblick. Offene, standardisierte Datenschnittstellen knüpfen das HMI an übergeordnete IT-Systeme an. Die Vorteile liegen auf der Hand: weniger Laufwege zwischen den Maschinen, schnellere Reaktionszeiten und das Vermeiden unnötiger Produktionsstillstände. Dank einer innovativen Navigationsstruktur und der Möglichkeit, eigene Dashboards zu erstellen, erreicht jeder Nutzer zielgerichtet die Inhalte, die er für seine persönlichen Aufgaben benötigt. Darüber hinaus ist das System durch mehrere Schutzwälle gesichert.

Mit dem PFR-Ventil lässt sich die Abfüllgeschwindigkeit stufenlos regeln. Das Ventil wird auch im Modulfill VFS-M eingesetzt.

Robobox T-GS

Um der Anforderung nach immer schnelleren Linien bei gleichzeitig ständig geringerem Platzangebot gerecht zu werden, hat KRONES das bekannte Gruppiersystem Robobox grundlegend überarbeitet. Kernbestandteil ist ein neues Robotersystem, bei dem die Achsen parallel bewegt werden können. Zudem werden leichte Materialien wie Carbon und Aluminium eingesetzt. Dadurch lassen sich je nach Anwendung deutliche Leistungssteigerungen erzielen. Somit ist es in Zukunft möglich, einen Großteil der Linien mit nur einem Modul zu bedienen, was dem Kunden neue Möglichkeiten bei beengten Platzverhältnissen bietet.

Mit einem vergrößerten Arbeitsbereich und einem beliebigen Drehbereich können die Gebinde und die Lagen außerdem noch flexibler gebildet werden. Da sich beim Robobox T-GS keine bewegten Kabel mehr in der Maschine befinden, sinkt der Wartungs- und Serviceaufwand deutlich.

Modulfill VFS-M

Beim Füller Modulfill VFS-M mit integriertem Mixer Contiflow verschmelzen die beiden Prozessschritte Produktherstellung und Füllen miteinander. Dabei ersetzt der Puffertank des Mixers den Füllkessel. Den Grundstein für diese Anlagenkonstellation legt das PFR Ventil. Dieses lässt sich in seiner Geschwindigkeit stufenlos regeln. Die Fließgeschwindigkeit kann so perfekt an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst werden: Schäumen wegen zu schneller oder verschenkte Sekunden wegen zu langsamer Abfüll-Geschwindigkeit gehören so der Vergangenheit an.

Durch die Kombination von Füller, Mixer und dem Ventil lassen sich viele Einsparungen erzielen. Neben dem Platzbedarf verringert sich auch der Energieverbrauch, der Bedarf an Reinigungsmedien sowie der Produktverlust. Zudem verkürzen sich die Umrüstzeiten durch den Modulfill VFS-M erheblich. Ein Produktwechsel kann in weniger als zehn Minuten durchgeführt werden.

Mit der Konzeptstudie »Bottling on Demand« sorgte KRONES auf der drinktec für Aufsehen. Sie kombiniert ultraflexible Abfüllung mit Direktdruck- bis zur Losgröße 1.

3. Lagebericht

der KRONES AG

Wirtschaftliches Umfeld

Globales Wachstum beschleunigt sich 2017
Deutsche Maschinenbauer profitieren von steigenden Exporten
Nachfrage nach Verpackungsmaschinen nimmt stetig zu

Weltweite Wirtschaft wächst um 3,7 %

Die Weltwirtschaft ist 2017 stärker gewachsen als erwartet.

Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte 2017 stärker zu als erwartet. Gemäß den Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) von Januar 2018 ist die Weltwirtschaft vergangenes Jahr um 3,7 % gewachsen (Vorjahr: plus 3,2 %). Anfang 2017 prognostizierte der IWF nur 3,4 %. Am stärksten überraschte die IWF-Experten die positive Entwicklung in Europa und Asien.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern stieg das BIP 2017 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 4,7 % (2016: plus 4,4 %). Starke Wachstumstreiber waren die asiatischen Länder. So legte beispielsweise die Wirtschaft in China 2017 mit 6,8 % erneut überproportional zu (Vorjahr: plus 6,7 %). Deutlich erholt hat sich die Wirtschaftstätigkeit 2017 in Lateinamerika. Dort kam das BIP um 1,3 % voran (Vorjahr: minus 0,7 %). In der Region Naher Osten/Nordafrika betrug das Wachstum 2,5 % (Vorjahr: plus 4,9 %).

Stark beschleunigt hatte sich das Wachstum 2017 in den reifen Industriestaaten. In diesen Ländern stieg das BIP um insgesamt 2,3 % (Vorjahr: plus 1,7 %). Die US-Wirtschaft legte dabei um 2,3 % zu (Vorjahr: plus 1,5 %). Auch im Euro-Raum verlief das Wachstum deutlich dynamischer als im Vorjahr. Dort stieg das BIP 2017 um 2,4 % (Vorjahr: plus 1,8 %). In Japan verbesserte sich das BIP um 1,8 % (Vorjahr: plus 0,9 %).

Deutsches Bruttoinlandsprodukt legt 2017 um 2,2 % zu

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt (bip) 2017 um 2,2 %. Damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr. 2016 legte das BIP um 1,9 % zu. Die stärksten Wachstumsimpulse gingen 2017 von den privaten Konsumausgaben und den Investitionen aus.

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent

Quelle: IWF, Statistisches Bundesamt

Produktion der deutschen Maschinenbauer steigt

Die Geschäfte der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer profitierten 2017 hauptsächlich von der anziehenden Nachfrage aus dem Ausland. So legten beispielsweise die Aufträge aus China laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (vdma) kräftig zu. Insgesamt stieg 2017 der Produktionswert der deutschen Maschinenbaubranche gemäß vorläufiger VDMA-Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 3 %.

Der für KRONES relevante Teilbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen ist 2017 erneut überproportional gewachsen. Gemäß VDMA stieg der Umsatz in diesem Teilbereich 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 %.

Nachfrage nach Verpackungsmaschinen nimmt zu

Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach abgepackten Produkten 2016

Quelle: VDMA, Schätzung für 2016

Der weltweite Markt für Verpackungsmaschinen ist in den vergangenen Jahren solide gewachsen. Daran dürfte sich künftig nichts ändern.

Der weltweite Verpackungsmaschinenmarkt hatte 2016 gemäß VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) ein Volumen von 35,3 Mrd. € (2015: 34,0 Mrd. €). Zahlen für 2017 lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts noch nicht vor. Doch laut Prognosen des VDMA dürfte die weltweite Nachfrage für Verpackungsmaschinen weiter gewachsen sein. Gemessen an den abgepackten Produkten ist die Getränkeindustrie mit einem Anteil von 32 % der größte Einzelmarkt für Verpackungsmaschinen.

KRONES hat mögliche Effekte aus dem britischen Austrittsprozess (Brexit) analysiert. Aufgrund der Markt- und Konkurrenzsituation unserer Industrie sehen wir weder wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell noch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Megatrends sorgen für stabiles Marktwachstum

KRONES ist in einem langfristig stabil wachsenden Markt tätig. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate ist höher als das durchschnittliche Wachstum der Weltwirtschaft. Mehrere Megatrends führen dazu, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen für Getränke und Nahrungsmittel überproportional steigt.

Der übergeordnete Megatrend ist die stetig steigende Zahl der Weltbevölkerung. Ende 2017 lebten mehr als 7,5 Mrd. Menschen auf der Erde. Diese Zahl wird nach Prognosen der Vereinten Nationen künftig jährlich um mehr als 80 Millionen steigen. Vor allem in Afrika und Asien wächst die Bevölkerung stark. Im Jahr 2030 dürfte die Weltbevölkerung bereits bei etwa 8,5 Mrd. liegen. All diese Menschen müssen essen und trinken. Dabei werden sie zunehmend zu abgepackten Getränken und Lebensmitteln greifen.

Wachsende Mittelschicht steigert Konsumausgaben

In den Schwellen- und Entwicklungsländern entkommen immer mehr Menschen der Armut und steigen in die Mittelschicht auf. Nach Prognosen der OECD wird die globale Mittelschicht in der Zeit von 2020 bis 2030 von 3,2 Mrd. auf 4,9 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen der Menschen nehmen deren Konsumausgaben -auch für abgepackte Getränke und Lebensmittel -zu. Ein Großteil des Wachstums der weltweiten Mittelklasse und damit der zunehmenden Kaufkraft entfällt auf Asien. 2020 soll laut OECD der Anteil Asiens an den gesamten Konsumausgaben der Mittelschicht bei 42 % liegen. Bis 2030 soll dieser Wert auf 59 % zunehmen. Die Summe der Konsumausgaben der globalen Mittelschicht dürfte in diesem Zeitraum von 35 Billionen US-Dollar auf 55,7 Billionen US-Dollar steigen.

Der Anteil Asiens an den Konsumausgaben der weltweiten Mittelschicht nimmt stark zu

Die Anzahl der Menschen, die in die Mittelschicht aufsteigen, nimmt besonders in Asien stark zu. Deshalb wächst der Anteil dieser Region an den weltweit steigenden Konsumausgaben der Mittelschicht.

Quelle: OECD

Wachstumstreiber Urbanisierung

Auch die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, in der Regel mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung.

Laut Prognose der Vereinten Nationen werden 2050 zwei von drei Erdenbürgern in Städten leben. Zurzeit sind es erst gut die Hälfte. Am stärksten strömen die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens in die Städte.

Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2014 und 2050

In Afrika und Asien dürften in den kommenden Jahren viele Menschen vom Land in die Städte strömen.

Quelle: Vereinte Nationen, 2014

Weltweiter Konsum von abgefüllten Getränken wächst stetig

2017 konsumierten die Menschen laut vorläufiger Zahlen der Marktforscher von Euromonitor weltweit 1.113 Mrd. Liter abgepackte Getränke. Damit stieg die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 %. Das Wachstum ist seit vielen Jahren stabil und dürfte sich auch künftig fortsetzen. Euromonitor rechnet damit, dass der weltweite Konsum von abgefüllten Getränken von 2017 bis 2020 jährlich um durchschnittlich 2,6 % steigt.

Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2017 (in Mrd. Litern)

Das am stärksten wachsende Marktsegment ist abgefülltes Wasser. Die Nachfrage nach Wasser steigt doppelt so stark wie der gesamte Konsum abgefüllter Getränke.

* Bier, Wein, Spirituosen

** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Am stärksten dürfte in diesem Zeitraum gemäß Euromonitor der Konsum von abgefülltem Wasser zunehmen. Dies ist auch das mit Abstand größte Marktsegment. 2017 trank die Weltbevölkerung fast 350 Mrd. Liter abgefülltes Wasser. Der Anteil am kompletten Konsum abgepackter Getränke lag damit bei 31,4 %. Bis 2020 soll die Nachfrage nach abgefülltem Wasser laut Euromonitor um jährlich durchschnittlich 5,2 % steigen. Ein wesentlicher Grund für das im Vergleich zum Gesamtmarkt deutlich überproportionale Wachstum ist der zunehmende Bedarf an sauberem und abgefülltem Trinkwasser in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Darüber hinaus treibt der Trend zu gesunder Ernährung in den Industrieländern die Nachfrage nach abgefülltem Wasser.

Anders ist die Lage bei alkoholischen Getränken, dem mit einem Anteil von 22,0 % am weltweiten Getränkekonsum 2017 zweitgrößtem Segment. Vergangenes Jahr konsumierten die Menschen rund 245 Mrd. Liter alkoholische Getränke. Der Großteil davon war Bier (Anteil: knapp 80 %), gefolgt von Wein und Spirituosen. Die Wachstumsaussichten sind schwächer als für den Gesamtmarkt. Grund hierfür ist hauptsächlich die gesättigte Biernachfrage in den meisten Industrieländern. Für die Jahre 2017 bis 2020 rechnen die Marktforscher mit Steigerungsraten von durchschnittlich 1,0 %.

Auch für das drittgrößte Marktsegment Carbonated Softdrinks (CSD), also kohlensäurehaltige Getränke, sind die Prognosen verhalten. 2017 wurden weltweit rund 210 Mrd. Liter abgefüllte CSD getrunken (Anteil am gesamten Getränkekonsum: 18,9 %). Gezügelt wird die Nachfrage nach kohlensäurehaltigen Softdrinks vom zunehmenden Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher, die zu Gunsten von Wasser auf zuckerhaltige CSD wie Cola und Limonaden verzichten. Deshalb dürfte der Konsum von Softdrinks von 2017 bis 2020 nur um durchschnittlich 0,8 % jährlich steigen.

Besser sollte sich die Nachfrage nach abgepackter Milch und Milchmixgetränken entwickeln. Von ihnen konsumierten die Verbraucher 2017 knapp 163 Mrd. Liter (Anteil am weltweiten Getränkekonsum: 14,6 %). Auf pure Milch entfällt mit gut 80 % der weitaus größte Teil des gesamten Segments. Die höchsten Steigerungsraten bei der Nachfrage verzeichnen aber Nischenprodukte wie Sojamilch und Trinkjoghurt. Insgesamt rechnet Euromonitor für das gesamte Segment Milch und Milchmixgetränke von 2017 bis 2020 mit durchschnittlichen jährlichen Zuwachsraten von 1,6 %.

Frucht- und Obstsäfte (Anteil am gesamten Getränkekonsum 2016: 6,4 %) sowie New Drinks (Anteil: 6,7 %) sind die beiden kleineren Sorten des globalen Getränkemarkts. Zu den New Drinks zählen trinkfertiger Tee und Kaffee sowie Sport- und Energiegetränke. Während die Nachfrage nach Frucht- und Obstsäften bis 2020 um durchschnittlich 1,8 % im Jahr zulegen soll, erwartet Euromonitor bei den New Drinks mit durchschnittlich 2,8 % deutlich höhere jährliche Steigerungsraten. Überproportional dürfte dabei die Nachfrage nach Sport- und Energiegetränke klettern.

Bevölkerungswachstum treibt die Nachfrage nach abgepackten Getränken in den Schwellenländern an

In den Schwellen- und Entwicklungsländern profitiert KRONES von steigenden Bevölkerungszahlen. Die wachsende Getränkevielfalt und zunehmend verschiedene Verpackungsvarianten fördern die Nachfrage in den reifen Industrieländern.

Da sich die Megatrends -wachsende Weltbevölkerung, zunehmende Mittelschicht sowie Urbanisierung -hauptsächlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern abspielen, wächst die Nachfrage nach abgepackten Getränken in diesen Regionen überproportional.

Die höchsten Zuwachsraten dürfte die Region Afrika/Mittlerer Osten verzeichnen. Dort soll die Nachfrage von 2017 bis 2020 um durchschnittlich 6,2 % im Jahr steigen. Auch in Asien/Pazifik soll die Nachfrage nach abgefüllten Getränken mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von 5,0 % deutlich überproportional zum Gesamtmarkt zulegen. In den reifen Absatzmärkten wie Europa und Nord- und Mittelamerika wächst die Bevölkerungszahl und damit auch die Getränkenachfrage nur leicht. In diesen Märkten profitiert KRONES aber von der steigenden Getränkevielfalt und den zunehmend verschiedenen Verpackungsvarianten.

Weltweiter Konsum abgepackter Getränke

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2017 (E) 2020 (E) durchschn. jährl. Wachstum

in %
Mrd. Liter %* Mrd. Liter %* 2017-2019
--- --- --- --- --- ---
Nordamerika/Mittelamerika 195,9 17,6 199,4 16,6 0,6
China 170,3 15,3 179,6 14,9 1,8
Asien/Pazifik 186,7 16,8 216,2 18,0 5,0
Südamerika 159,7 14,4 171,1 14,2 2,3
Westeuropa 143,6 12,9 152,3 12,7 2,0
Afrika/Mittlerer Osten 120,9 10,9 144,8 12,0 6,2
Russland/CSU/Osteuropa 81,9 7,4 85,9 7,1 1,6
Mitteleuropa 52,8 4,7 52,4 4,4 - 0,3
Global 1.111,8 100 1.201,7 100 2,6

* Anteil am globalen Konsum

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen - jährliches Wachstum in Prozent*

* 2017 - 2020 (Prognose)

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen in Mrd. Litern*

Von 2017 bis 2020 dürfte der mengenmäßige Zuwachs am Konsum abgefüllter Getränke in der Region Asien/Pazifik (+ 29,5 Mio. Liter) am höchsten sein. Die prozentual stärkste Steigerungsrate (+ 6,2 %) weist die Region Afrika /Mittlerer Osten aus.

* Prognose

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Bei den Getränkeverpackungen dominiert PET

Im Jahr 2017 wurden gemäß vorläufiger Zahlen von Euromonitor weltweit 1.630 Mrd. Behälter mit Getränken abgefüllt. Die Anzahl wächst stetig und soll bis 2020 um durchschnittlich 3,4 % im Jahr auf 1.800 Mrd. zunehmen. Als Behältermaterial dienen im Wesentlichen Kunststoff, Glas, Metall sowie Karton.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2017 (Basis: abgefüllte Einheiten)

Die Nachfrage nach Getränkeverpackungen aus PET steigt kräftig.

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

2017 waren 34,6 % aller Getränkebehälter aus dem Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET). PET ist nicht nur das mit Abstand beliebteste Verpackungsmaterial für Getränke, sondern weist auch das höchste Wachstum aus. Bis 2020 soll die Anzahl der PET-Getränkeverpackungen um durchschnittlich 5,2 % pro Jahr steigen. Wichtigster Wachstumstreiber ist der steigende Konsum von Wasser, das weltweit meist in PET abgefüllt wird. Als führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Produktion, Abfüllung und Verpackung von PET-Behältern profitiert KRONES von diesem Trend.

Das zweithäufigsten Verpackungsmaterial für Getränke sind Glasbehälter. Vergangenes Jahr bestanden 24,1 % aller Getränkeverpackungen aus diesem Material. In Glasflaschen werden hauptsächlich Bier und andere Alkoholika abgefüllt, also Getränkearten, bei denen die Nachfrage nur langsam wächst. Aus diesem Grund soll auch die Anzahl der Getränkeverpackungen aus Glas von 2017 bis 2020 mit jährlichen Steigerungsraten von 1,4 % nur unterproportional zulegen.

Dosen aus Metall sind das dritthäufigste Verpackungsmaterial (Anteil 2017: 18,8 %). Darin werden meist Bier und kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD) abgefüllt. Bis 2020 soll die Anzahl der Getränkebehälter aus Dosen um durchschnittlich 2,2 % pro Jahr stark steigen.

Leicht unterproportional wächst die Nachfrage nach Kartonverpackungen, dem vierten bedeutenden Verpackungsmaterial für Getränke (Anteil an den Getränkeverpackungen 2017: 11,4 %). Bis 2020 soll die Anzahl der Getränkebehälter aus Karton um durchschnittlich 3,1 % pro Jahr zulegen. In Kartonverpackungen fließen hauptsächlich Milch- und Milchmixgetränke sowie Frucht- und Obstsäfte.

KRONES AG in Zahlen

Umsatz der KRONES AG um 8,4 % gestiegen
Die Ertragskraft des Unternehmens hat sich verbessert
Die Aktionäre sollen für 2017 eine Dividende von 1,70 € je Aktie erhalten (Vorjahr 1,55 €)

Der Vergleich der im Geschäftsbericht 2016 (Seite 115) angegebenen Prognosen mit den erreichten Werten 2017 stellt sich wie folgt dar:

Das in Aussicht gestellte Umsatzwachstum (+ 4 %) haben wir deutlich übertroffen (+ 8,4 %). Damit liegt das Umsatzwachstum ähnlich hoch wie 2016 (+ 8,3 %).

Die Prognose für das EBT (110 - 120 Mio. €) haben wir erheblich übertroffen (217,7 Mio. €). Grund hierfür ist eine, gegenüber der ursprünglichen Planung geänderte Ausschüttungspolitik für die Tochtergesellschaften. Um die im Konzern vorhandenen liquiden Mittel möglichst in der KRONES AG zusammenzuziehen wurden gegenüber den Vorjahren erheblich mehr Dividenden und Gewinnabführungen von den Tochtergesellschaften ausgeschüttet. Diese Maßnahme hat zur Optimierung der Liquiditätssteuerung und zur Risikominimierung beigetragen.

Die KRONES AG konnte bei Umsatz und Ergebnis deutlich zulegen

Das stabile Wachstum von KRONES setzte sich 2017 fort.

2017 war das internationale Marktumfeld für Anbieter von Abfüll- und Verpackungstechnik insgesamt gut. Krones konnte dies nutzen und setzte seinen stabilen Wachstumskurs fort. Der Umsatz konnte 2017 um 8,4 % auf 2.950,0 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr 2.721,2 Mio. €).

Umsatz KRONES AG in Mio. €

KRONES profitierte im Berichtsjahr von der breiten internationalen Aufstellung und dem umfangreichen Produkt- und Serviceangebot. Vorübergehende Nachfrageschwankungen in einzelnen Regionen und bei einzelnen Produkten konnten wir gut kompensieren. Zum Umsatzwachstum 2017 trugen sowohl das Neumaschinen- als auch das Servicegeschäft bei. Im Neumaschinengeschäft verbesserte sich der Umsatz in weiten Teilen der Produktpalette des Unternehmens. Im Servicegeschäft profitierte Krones von der hohen installierten Maschinenbasis sowie dem engen internationalen Servicenetz.

Umsatz nach Regionen

Gut 60 % unseres Umsatzes geht in Länder außerhalb Europas.

Umsatz nach Regionen KRONES AG

Nach zwei sehr wachstumsstarken Vorjahren konsolidierte das Inlandsgeschäft auf hohem Niveau. Mit 359,4 Mio. € (Vorjahr 362,9 Mio. €) belief sich der Inlandsanteil an unseren Umsätzen auf 12,2 % (Vorjahr 13,3 %).

Im übrigen Mitteleuropa erhöhte sich der Umsatz mit 128,1 Mio. € um 17,9 % gegenüber dem Jahr 2016 (108,6 Mio. €). Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt 4,3 %.

Nach einem sehr starken Jahr 2017 (530,9 Mio. €) lagen wir in Westeuropa um 24,7 % über dem Vorjahr (425,6 Mio. €) und sogar über dem hohen Wert von 2015. Der Marktanteil stieg auf 18,0 %.

Einen Rückgang um 7,9 % stellten wir in der Region Osteuropa/GUS fest. Der Umsatz reduzierte sich von 169,0 Mio. € auf 155,6 Mio. € (Umsatzanteil 5,3 %).

Insgesamt trugen die europäischen Vertriebsregionen (ohne Deutschland) gut ein Viertel (27,6 %) zum Gesamtumsatz bei (Vorjahr 25,9 %).

KRONES partizipiert mit seinen Produkten und Leistungen weiterhin am Wachstum der Weltbevölkerung und der zunehmenden Urbanisierung, sowie der Stärkung der Mittelschicht in den Schwellenländern. 60,2 % der Waren und Dienstleistungen gingen in die Märkte außerhalb Europas (Vorjahr 60,8 %).

Dabei entwickelten sich die Märkte unterschiedlich:

In China, einem unserer wichtigen Einzelmärkte, reduzierte sich der Umsatz um 16,5 % von 202,2 auf 168,8 Mio. € (Anteil am Gesamtumsatz 5,7 %). Ursache war hier der temporär begrenzte Bedarf an neuen Kapazitäten. Mittelfristig rechnen wir aber wieder mit einer steigenden Nachfrage. Dagegen sprang der Umsatz im übrigen asiatisch-pazifischen Raum von 379,1 Mio. € auf 485,2 Mio. € (+28,0 %). Die Region trug damit 16,5 % zum Umsatz bei. Um diesen großen Markt noch besser zu durchdringen und um näher beim Kunden zu sein, wurden hier mehrere Vertriebs- und Servicegesellschaften gegründet.

Trotz wirtschaftlicher und politischer Krisen in Südamerika gelang es, unsere Umsätze in der Region auf 276,6 Mio. € weiter zu steigern (Vorjahr 249,9 Mio. €, +10,7 %). Positiv sind hier Mexiko und Brasilien zu nennen. Damit konnten wir unseren Marktanteil weiter erhöhen und lieferten 9,4 % unserer gesamten Umsätze in diese Region.

Im reifen nordamerikanischen Markt konnte KRONES seine Position 2017, nach einem starken Anstieg im Vorjahr, auf hohem Niveau halten. Notwendige Ersatzinvestitionen unserer Kunden und eine weiterhin belebende Craft-Beer-Szene trugen dazu bei, den Vorjahreswert (326,5 Mio. €) mit 319,7 Mio. € fast zu erreichen. Damit trägt die Region 10,8 % zu unseren Umsätzen bei.

Bereits seit vielen Jahren sind wir in der Region Nahost/Afrika auch durch unsere hohe Vor-Ort-Präsenz sehr erfolgreich. Dabei zählen neben den bekannten KeyAccount-Kunden auch viele lokale Firmen zu unseren Kunden. In der zusammen mit Westeuropa stärksten Region konnten wir den Absatz von Waren und Dienstleistungen um 5,7 % steigern. In absoluten Zahlen war dies ein Anstieg von 497,3 auf 525,7 Mio. €. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt somit 17,8 %.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Wert der Bestellungen in der KRONES AG deutlich angestiegen

Unser Auftragseingang verteilt sich gut auf die einzelnen Regionen. Damit erreichen wir eine hohe Stabilität.

Trotz eines wettbewerbsintensiven und preissensitiven Marktes erhöhten sich die Bestellungen in der KRONES AG um 8,9 % von 2.639,7 Mio. € auf 2.874,7 Mio. €. Das Unternehmen profitierte von der guten Investitionsbereitschaft der Kunden aus der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie und nutzte seine Vorteile als Full-Service-Anbieter.

Der Blick in die Vertriebsregionen zeigt starke Zuwächse in Asien/Pazifik, sowie in Lateinamerika und in Westeuropa. Auch in China und Osteuropa/Gus konnten wir die Vorjahreswerte übertreffen. Rückläufig waren die Auftragseingänge in Mitteleuropa. Auch in Nahost/Afrika und in Nordamerika wurden die Vorjahreswerte nicht ganz erreicht. Es ist sicher eine Stärke von KRONES, dass wir in allen Regionen gut aufgestellt sind und vorübergehend sinkende Nachfragen aus einer Region in anderen Regionen kompensieren bzw. überkompensieren können.

Auftragseingang KRONES AG in Mio. €

Auftragsbestand geht nach starken Umsätzen vorübergehend zurück

Am Ende des Geschäftsjahres 2017 hatte die KRONES AG einen Bestand an Aufträgen in Höhe von 1.382,2 Mio. € in ihren Büchern. Zum 31.12.2016 betrug der Auftragsbestand 1.457,5 Mio. €. Trotz starkem Auftragseingangs-Volumen in 2017 rutschte der Auftragsbestand zum Jahresende aufgrund der sehr hohen Dezember-Umsätze ab.

Wie in den Vorjahren ist das Auftragspolster trotzdem eine gute Basis für das Erreichen der Volumenziele 2018.

Auftragsbestand KRONES AG zum 31. Dezember in Mio. €

Ertragslage der KRONES AG

KRONES steigert die Ertragskraft

Die KRONES AG konnte ihr Ergebnis 2017 stark verbessern.

In einem unverändert wettbewerbsintensiven Umfeld konnte die KRONES AG ihr Ergebnis deutlich verbessern. Dies gelang zum Teil durch Skaleneffekte aus einem deutlich höheren Umsatz. Wie erwartet, erhielten wir von den Marktpreisen keine Unterstützung. KRONES musste Kostensteigerungen und die Sonderbelastung aus der alle vier Jahre stattfindenden Messe drinktec mit Effizienzgewinnen kompensieren, um keine Ertragskraft einzubüßen.

Das EBT profitierte in besonderem Maße von einer Verbesserung des Finanzergebnisses. Grund hierfür ist eine geänderte Ausschüttungspolitik für die Tochtergesellschaften. Um die im Konzern vorhandenen liquiden Mittel möglichst in der KRONES AG zusammenzuziehen, wurden gegenüber den Vorjahren erheblich mehr Dividenden und Gewinnabführungen von den Tochtergesellschaften ausgeschüttet (2017: 141,4 Mio. €, 2016: 14,2 Mio. €). Diese Maßnahme hat zur Optimierung der Liquiditätssteuerung und zur Risikominimierung im Falle von Währungsschwankungen beigetragen. In Summe erwirtschaftete die KRONES AG ein Ergebnis vor Steuern (EBT), das mit 217,7 Mio. € um 48,9 % über dem Vorjahresergebnis (146,3 Mio. €) lag.

Die Aktionäre von KRONES sollen für 2017 eine Dividende von 1,70 € je Aktie erhalten.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende von 1,70 € je Aktie (Vorjahr: 1,55 €) zu zahlen. Wenn die Hauptversammlung diesen Vorschlag annimmt, liegt die Ausschüttungsquote des Geschäftsjahres 2017 bei 28,7 %, gemessen am Konzernjahresüberschuss.

Ertragsstruktur der KRONES AG

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in Mio. € 2017 2016 Veränd.
Umsatzerlöse 2.950,0 2.721,2 + 8,4 %
Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse - 123,0 - 1,9 -
Gesamtleistung 2.827,0 2.719,3 + 4,0 %
Materialaufwand - 1.592,4 - 1.537,4 + 3,6 %
Personalaufwand - 750,7 - 718,9 + 4,4 %
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen - 336,0 - 271,5 + 23,8 %
EBITDA 147,9 191,5 - 22,8 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen - 54,5 - 52,6 3,6 %
EBIT 93,4 138,9 - 32,8 %
Finanzergebnis 124,3 7,4 -
EBT 217,7 146,3 + 48,9 %
Ertragsteuern - 31,0 - 34,0 -
Sonstige Steuern - 0,9 - 1,2 - 25,0 %
Jahresüberschuss 185,8 111,1 + 67,2 %

Die KRONES AG weitete ihr Geschäftsvolumen in 2017 deutlich aus. Das Vorjahr wurde im Umsatz auch abrechnungsbedingt durch einen starken Dezember um 8,4 % übertroffen. Dies war mehr als geplant (+ 4 %). In der Gesamtleistung wurde die Volumenplanung genau getroffen (+ 4,0 %).

Der Materialaufwand (1.592,4 Mio. €) blieb mit einer Steigerung von 3,6 % etwas unter der Erhöhung der Gesamtleistung. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) verbesserte sich marginal von 56,5 % auf 56,3 %. Obwohl von der Absatzseite keine Unterstützung kam, ist es durch zusätzliche Verhandlungen mit Lieferanten und interne Performanceprogramme gelungen, die Materialkostenquote leicht zu drücken. Dabei konnten die Aufwände für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren sogar unter den absoluten Wert des Vorjahres gesenkt werden. Deutliche Steigerungen ergaben sich dagegen bei den bezogenen Leistungen. Hier zeigte sich vor allem ein erhöhter Bedarf an externen Konstruktions- und Planungsleistungen.

Der Personalaufwand legte mit 4,4 % leicht überproportional zur Gesamtleistung zu.

Der Personalaufwand legte mit + 4,4 % leicht überproportional zur Leistung zu. Neben einem Aufbau von Mitarbeitern wirkten sich natürlich auch die Tariferhöhungen und höhere Sozialabgaben aus. In Summe standen 750,7 Mio. € Personalaufwand zu Buche (Vorjahr: 718,9 Mio. €).

Die Personalaufwandsquote erhöhte sich leicht von 26,4 % auf 26,6 %.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen erhöhten sich um 3,6 % von 52,6 Mio. € auf 54,5 Mio. €.

Die Abschreibungsquote, also die Abschreibungen im Verhältnis zur Gesamtleistung beträgt somit unverändert 1,9 %.

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie den aktivierten Eigenleistungen erhöhte sich 2017 von - 271,5 Mio. € auf - 336,0 Mio. €.

Die Quote dieses Saldos an der Gesamtleistung beträgt damit 11,9 %. Die Verschlechterung zum Vorjahr (Quote 10,0 %) stammt zum großen Teil aus dem Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge, hier entfiel u.a. der positive Effekt aus der Zuschreibung/Wertaufbolung auf den Beteiligungsbuchwert an der KOSME SRL., Roverbella, Italien über 15,0 Mio. € aus dem Vorjahr. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen herrschte eine strenge Kostendisziplin. Als geplanter Einmaleffekt ist hier die nur alle vier Jahre stattfindende Leitmesse »drinktec« zu erwähnen.

Das Finanzergebnis (+ 124,3 Mio. €) hat sich gegenüber dem Vorjahr (+ 7,4 Mio. €) besonders stark verändert. Durch die bereits erwähnte Änderung der Ausschüttungspolitik erhöhten sich die Beteiligungserträge und Gewinnabführungen von unseren Tochtergesellschaften von 14,2 Mio. € auf 141,4 Mio. €. Dagegen steht eine Verschlechterung des Saldos aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen um 10,0 Mio. €, die durch von uns nicht beeinflussbare Veränderungen der Abzinsungserträge und -aufwendungen für Pensionen, unter anderem aus einer Gesetzesänderung, resultiert. Zusammen mit geringen übrigen Effekten ergibt sich dadurch eine Veränderung von + 116,9 Mio. €.

Nach Abzug von Ertragsteuern (31,0 Mio. €, Vorjahr 34,0 Mio. €) und sonstigen Steuern (0,9 Mio. €) verdiente die KRONES AG »unter dem Strich« 185,8 Mio. € (Vorjahr 111,1 Mio. €). Dies ist ein Zuwachs von 67,2 %. Die Steuerquote reduziert sich damit auf 14,2 % (Vorjahr: 23,2 %), was im Wesentlichen aus den erhöhten Beteiligungserträgen resultiert.

Finanzlage der KRONES AG

Im Gegensatz zu den vielen vorangegangenen Jahren verzeichnete die KRONES AG stichtagsbedingt geringe kurzfristige Bankschulden (24,6 Mio. €). Die liquiden Mittel am Bilanzstichtag beliefen sich auf 5,7 Mio. € (31.12.2016: 188,2 Mio. €). Damit ergab sich eine Nettoliquidität von minus 18,9 Mio.€. Allerdings verfügt KRONES im Konzernverbund über erhebliche liquide Mittel.

Durch Geschäftsausweitung wurde auch das Working Capital weiter erhöht. Eine Verbesserung dieser Kennzahl wird auch 2018 zu den wichtigen Aufgaben gehören.

Bestehende bilaterale Kreditlinien in Höhe von 252,7 Mio. € können wahlweise als Barkredit oder Avalkredit in Anspruch genommen werden. Daneben bestehen noch umfangreiche reine Aval-Linien.

Der zusätzlich im Oktober 2014 mit unseren Kernbanken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis 22.10.2021 steht als Reservelinie (Back-up-Fazilität) zur Betriebsmittelfinanzierung einschließlich der Finanzierung von Investitionen zur Verfügung.

Damit besitzt die KRONES AG die Fähigkeit, allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und die Hauptziele des Finanzmanagements, die hohe Finanzkraft und Unabhängigkeit von KRONES, sind erfüllt.

Der Cashflow (Jahresergebnis plus Abschreibungen) verbesserte sich 2017 auf 240,3 Mio. € (2016: 163,7 Mio. €).

Die Kapitalflussrechnung der KRONES AG stellt sich wie folgt dar:

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in Mio. € 2017 2016 2015
Finanzmittelfonds am 01.01. 188,2 125,7 165,5
Cashflow aus operativer Tätigkeit - 110,1 138,4 45,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 74,4 - 66,1 - 48,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 22,6 - 9,8 - 36,4
Finanzmittelfonds am 31.12. - 18,9 188,2 125,7

Vermögens- und Kapitalstruktur der KRONES AG

Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz S. 104/105

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in Mio. € zum 31. Dezember 2017 2016 2015
Anlagevermögen 598,5 561,8 514,1
Umlaufvermögen, RAP 1.137,5 1.053,1 1.006,6
davon liquide Mittel 5,7 188,2 125,7
Eigenkapital 839,0 702,2 636,9
Fremdkapital 897,0 912,7 883,8
Rückstellungen 533,8 483,1 488,4
Verbindlichkeiten 363,2 429,6 395,4
Bilanzsumme 1.736,0 1.614,9 1.520,7

Die Bilanzsumme der KRONES AG erhöhte sich zum 31.12.2017 um 121,1 Mio. € auf 1.736,0 Mio. €. Die Steigerung von 7,5 % liegt damit unter der Umsatzausweitung (+8,4 %).

Das Anlagevermögen stieg dabei um 6,5 % auf 598,5 Mio. €. Davon entfielen 345,4 Mio. € auf Sachanlagen (Vorjahr: 341,8 Mio. €). Von Zugängen in Höhe von 96,4 Mio. € entfielen die höchsten Investitionen auf den Kauf von Standard-Software, sowie in Maschinen und Ausrüstungen zur Kapazitätserweiterung und Modernisierung.

Die Finanzanlagen stiegen um 32,9 Mio. € von 183,6 Mio. € auf 216,5 Mio. €. Davon steht der größte Teil in Zusammenhang mit dem Erwerb von Beteiligungen an der IPS in Dubai, sowie an der Gründung der neuen Tochtergesellschaft in Ungarn.

Das Working Capital Management wollen wir weiter verbessern.

Das Umlaufvermögen inklusive Rechnungsabgrenzungsposten lag mit 1.137,5 Mio. € um 8,0 % über dem Vorjahreswert. Die Forderungen aus Lieferungen erhöhten sich dabei um 59,2 % von 358,6 Mio. € auf 571,0 Mio. €. Dies ist auch durch die sehr hohen Umsätze nahe dem Bilanzstichtag begründet. Darüber hinaus sehen wir aber noch Verbesserungsbedarf im Working Capital Management. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich ebenfalls von 150,9 Mio. € auf 217,9 Mio. € erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich nur wenig verändert (von 66,8 auf 65,0 Mio. €). Die Vorräte, saldiert mit den erhaltenen Anzahlungen, haben sich von 286,1 Mio. € auf 273,8 Mio. € reduziert. Dabei wurden zum Bilanzstichtag durch hohe Umsätze insbesondere Fertigerzeugnisse und Waren abgebaut.

An liquiden Mitteln verfügte die Gesellschaft am Bilanzstichtag über 5,7 Mio. € (31.12.2016: 188,2 Mio. €).

Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen von 483,1 Mio. € auf 533,8 Mio. €. Dabei veränderten sich die Pensionsrückstellungen mit 137,4 Mio. € um 11,2 Mio. € zum Vorjahr (126,2 Mio. €). Dies ist hauptsächlich durch die Änderung des Abzinsungszinssatzes bedingt. Personalrückstellungen einschließlich Boni und Rückstellungen für Altersteilzeit erhöhten sich um 10,3 Mio. € auf 102,6 Mio. €. Vorsorgen für Kundenprojekte (249,6 Mio. €) und übrige sonstige Rückstellungen erhöhten sich um 17,2 Mio. € auf 267,5 Mio. €. In Summe sind die sonstigen Rückstellungen um 27,5 Mio. € auf 370,1 Mio. € angestiegen.

Die Verbindlichkeiten wurden im Berichtszeitraum von 429,6 Mio. € auf 363,2 Mio. € (- 15,5 %) abgebaut. Die Reduzierung betraf sowohl Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, als auch insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die KRONES AG hatte am 31.12.2017, anders als an den vorangegangenen Bilanzstichtagen, Bankschulden (24,6 Mio. €). Damit verfügte das Unternehmen am Bilanzstichtag über eine Nettoliquidität (liquide Mittel abzüglich Bankschulden) von - 18,9 Mio. € (31.12.2016: + 188,2 Mio. €). Jedoch handelt es sich dabei im Wesentlichen um einen Stichtagseffekt aufgrund des starken Geschäfts im Dezember.

Das Eigenkapital der KRONES AG umfasste am 31.12.2017 839,0 Mio. € (31.12.2016: 702,2 Mio. €). Dies entspricht einer Steigerung von 136,8 Mio. € bzw. 19,5 %. Durch den Abfluss der Dividende an unsere Aktionäre im Juni 2017 verringerte sich das Eigenkapital um 49,0 Mio. €. Der Jahresüberschuss 2017 erhöhte es um 185,8 Mio. €. Es ergibt sich eine deutlich verbesserte Eigenkapitalquote von 48,3 % (Bilanz 31.12.2016: 43,5 %).

In Summe verfügt die KRONES AG über eine solide Finanz- und Kapitalstruktur.

Mitarbeiter

Mitarbeiterzahl der KRONES AG steigt weiter

KRONES ist auch im Inland weiter gewachsen.

Unsere Mitarbeiter sind die Basis für den nachhaltigen Erfolg von KRONES. Um die Chancen zu nutzen, die unser attraktiver Markt bietet, stockte KRONES 2017 die Belegschaft, vor allem international weiter auf. Aber auch in der KRONES AG ist im abgelaufenen Jahr die Anzahl der Mitarbeiter gestiegen. So erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter der KRONES AG in Deutschland von 9.402 auf 9.532. Dies ist ein Plus von 130 Mitarbeitern bzw. 1,4 %. Dazu kommen noch 16 Mitarbeiter in unseren ausländischen Repräsentanzen.

Mitarbeiter KRONES AG zum 31.12. in Deutschland

Weiterführende Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht und unserem Nichtfinanziellen Bericht. Beide sind im Internet unter https://www.krones.com/de/ unternehmen/verantwortung/downloads.php abrufbar.

Die anspruchsvollen Wachstumsziele sind nur mit einer qualifizierten und motivierten Belegschaft zu erreichen. Hierfür investiert KRONES in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Dabei werden nicht nur die Fachkompetenzen, sondern auch die überfachlichen Kompetenzen gestärkt.

Ein wichtiges Ziel unserer Personalpolitik ist es, junge und qualifizierte Mitarbeiter für KRONES zu gewinnen, um der Überalterung entgegenzuwirken. KRONES strebt an, die Mitarbeiter, die im Inland aus Altersgründen ausscheiden, durch eigene Nachwuchskräfte zu ersetzen. Hierfür setzt KRONES auf eine hochwertige Ausbildung im eigenen Haus. Insgesamt bildete KRONES Ende 2017 in Deutschland 510 junge Menschen in mehr als 20 verschiedenen Ausbildungs- und Studiengängen aus.

Auszubildende und Ausbildungsanfänger KRONES AG

Nachhaltiges Wirtschaften

Der KRONES Konzern veröffentlicht für das Geschäftsjahr 2017 erstmals einen separaten Nichtfinanziellen Bericht. Er ist im Internet unter https://www.krones.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php abrufbar.

Nachhaltig wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen sind fest in der DNA von KRONES verankert. In unserem Leitbild, dem Verhaltenskodex sowie zahlreichen weiteren Kodizes und Richtlinien haben wir die Grundwerte des Unternehmens festgeschrieben. KRONES ist Mitglied des UN-Global-Compact und bekennt sich zu den zehn international anerkannten Nachhaltigkeits-Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Um unserer Verantwortung als Teil der Gesellschaft gerecht zu werden, setzen wir auf einen aktiven Dialog mit unseren Kunden, Mitarbeitern, Aktionären, Lieferanten sowie anderen gesellschaftlichen Gruppen.

Nichtfinanzieller Bericht 2017

Im Rahmen des im April 2017 in Kraft getretenen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes legen wir offen, welche Konzepte wir im abgelaufenen Geschäftsjahr hinsichtlich der für KRONES wesentlichen nichtfinanziellen Sachverhalte verfolgt haben. KRONES hat sich entschieden, hierüber in einem gesonderten Nichtfinanziellen Bericht, welcher nicht Bestandteil des Lageberichts ist, zu informieren. Veröffentlicht wird der Bericht im Internet unter https://www.krones.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php. Zusätzlich werden wir für 2017 einen gesonderten Nachhaltigkeitsbericht für die KRONES AG veröffentlichen, der ebenfalls im Internet unter https://www.krones.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php abrufbar ist.

Risiko- und Chancenbericht

Risiken werden laufend identifiziert
Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken

Das Risikomanagementsystem von KRONES

KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.

Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2018 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2018 zu verstehen.

Das Risikomanagementsystem von KRONES besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.

Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.

Zum besseren Verständnis und in Abweichung zur bisherigen Darstellung stellt KRONES die Risiken dreispaltig dar: Die maximale Schadenhöhe eines Risikos, die Eintrittswahrscheinlichkeit und als Produkt dieser beiden Werte die mögliche finanzielle Auswirkung. Die Einstufung erfolgt jeweils in den Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch. Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:

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Maximale Schadenhöhe* Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung*
niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. € niedrig 0 bis 20 % niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. €
mittel 10,1 bis 50,0 Mio. € mittel 21 bis 49 % mittel 10,1 bis 50,0 Mio. €
hoch > 50,0 Mio. € hoch 50 bis 100 % hoch > 50,0 Mio. €

* gemessen am EBIT

Mehrstufiges Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.

Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken für die KRONES AG. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

Jahresplanung
Mittelfristplanung
Strategische Planung
Rollierende Prognoserechnung
Monats- und Quartalsreports
Investitionsplanung
Produktionsplanung
Kapazitätsplanung
Projektcontrolling
Debitorenmanagement
Wechselkursabsicherungsgeschäfte
Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist bei KRONES im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.

Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

Organisation des Risikomanagements von KRONES

Das Risikomanagement von KRONES wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.

Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

In der KRONES AG besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.

Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen.
Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, sind qualitativ geeignet ausgestattet.
In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind.
Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken

KRONES teilt die maximale Schadenhöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Definition siehe Seite 64 unten.

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Risikokategorie Maximale Schadenhöhe Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung
Umfeld- und Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken hoch niedrig mittel
Branchenspezifische Risiken hoch niedrig mittel
Finanzwirtschaftliche Risiken
Ausfallrisiken hoch niedrig mittel
Liquiditätsrisiko niedrig niedrig niedrig
Zinsänderungsrisiko niedrig niedrig niedrig
Währungsrisiko mittel niedrig niedrig
Operative Risiken
Preisrisiko hoch mittel mittel
Beschaffungsrisiken niedrig niedrig niedrig
Kostenrisiko hoch niedrig mittel
Personalrisiko niedrig niedrig niedrig
Rechtliche Risiken hoch mittel mittel
Umwelt- und Sicherheitsrisiken hoch niedrig niedrig
IT-Risiken niedrig mittel niedrig

Umfeld- und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

KRONES ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht. Sollte sich die Weltwirtschaft deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf Umsatz und Ergebnis von KRONES negativ auswirken. Eine nicht nur vorübergehende Krise in den Schwellenländern könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden dort verringern. Auch eine globale Finanzkrise könnte zulasten der Investitionen in Maschinen und Anlagen von KRONES gehen, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten allgemein verschlechtern würden. Durch die breite internationale Aufstellung des Unternehmens ist KRONES in der Lage, Geschäftseinbrüche in einzelnen Regionen zumindest abzumindern.

Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifischen Risiken ist KRONES hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von KRONES auf Kosten der Preisqualität den Kampf um Aufträge forcieren, um ihre Kapazitäten auszulasten. Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich KRONES mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.

Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

KRONES ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken ausgesetzt. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen, abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen auf individueller Basis. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

1.2 Derivative Finanzinstrumente

KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des us-Dollars, australischen Dollars und kanadischen Dollars sowie des britischen Pfunds gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Lauf-

zeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners.

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.

Auswirkung von Ausfallrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.

KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht.

Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Zinsänderungsrisiko

KRONES ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. KRONES nahm zum Bilanzstichtag 2017 nur geringe Bankkredite in Anspruch.

Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

4. Währungsrisiko

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Auswirkung des Währungsrisikos: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Operative Risiken

1. Preisrisiko

KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die zu erzielenden Preise für unsere Produkte und Dienstleistungen weiter verschlechtern. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge. Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt KRONES. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.

Auswirkung des Preisrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Beschaffungsrisiken

KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit aus dem Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. Hinsichtlich Lieferanten besteht darüber hinaus ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren.

Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Kostenrisiko

Neben einem steigenden Umsatz basiert unsere Ergebnisprognose auch darauf, dass wir mit Kosteneinsparungen rechnen. Im Rahmen des Value-Programms optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig. Dabei geht es in erster Linie darum, klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu flexibilisieren, um mit starken Marktveränderungen zurechtzukommen. KRONES ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.

Auswirkung des Kostenrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

4. Personalrisiko

KRONES plant mit steigendem Geschäftsvolumen und will im Servicebereich verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern wollen wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.

Auswirkung des Personalrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen für KRONES aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. KRONES begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.

Auswirkung von rechtlichen Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Als produzierendes Unternehmen ist KRONES Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. KRONES vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.

Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

IT-Risiken

Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von KRONES basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen werden. Dies könnte den Verlust von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben. KRONES wappnet sich gegen diese Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.

Auswirkung von IT-Risiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen

Die wesentlichen Chancen

Unternehmerische Chancen erfasst KRONES nicht im Risikomanagementsystem.

Wir teilen ihnen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für KRONES durch die gute internationale Positionierung des Unternehmens. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat KRONES seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Von einem beschleunigten Wachstum in den Schwellenländern würden wir überproportional profitieren. Auch eine kräftige Erholung der Wirtschaft im Euro-Raum sowie zusätzliche Wachstumsimpulse in den USA könnten zu einem über unserer Prognose liegenden Ergebnis führen.

Branchenspezifische Chancen

Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt. Daraus eröffnen sich für KRONES aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von KRONES besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.

Chancen durch Akquisitionen

Aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung des Unternehmens ist KRONES grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Im Rahmen unserer Strategie halten wir gezielt Ausschau nach geeigneten Zukäufen. Unsere Ergebnisplanungen beinhalten keinerlei Zukäufe. Durch externes Wachstum könnten sich Chancen für KRONES eröffnen.

Operative Chancen

1. Absatzpreise

KRONES will die angestrebte Ergebnisverbesserung durch eine günstigere Kostenbasis realisieren. Mit wesentlichen positiven Preiseffekten rechnen wir nicht. Sollten sich die Marktpreise besser als erwartet entwickeln, ergäben sich daraus für das Unternehmen Chancen.

2. Beschaffungspreise

Das Unternehmen kauft zunehmend Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft KRONES verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens. Es besteht die Chance, dass wir dadurch mehr einsparen als geplant. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch allgemein niedrigere Rohstoffpreise als erwartet.

3. Kosten

Im Rahmen des Strategieprogramms Value optimiert das Unternehmen seine Kostenstrukturen. Sollten einzelne Maßnahmen stärker oder schneller greifen als geplant, ergeben sich daraus Chancen für KRONES.

Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage

Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen nicht wesentlich geändert. Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie den finanzwirtschaftlichen Risiken.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres

Erwerb von Anteilen an Gesellschaften

Die KRONES Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling erwarb im März 2018 die verbleibenden 49,03 % an der TILL GMBH, Kelkheim. KRONES besitzt nun 100 % der Anteile an der TILL GMBH, Kelkheim.

Prognosebericht

Positive Aussichten für die weltweite Konjunktur
Insgesamt gute Wachstumsbedingungen für KRONES
Vorstand rechnet mit weiterem Umsatzanstieg

Weltwirtschaft soll 2018 um 3,9 % wachsen

Im Januar 2018 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) die Prognosen für das weltweite Wirtschaftswachstum nach oben revidiert. Die Experten rechnen damit, dass sich der Aufschwung der globalen Wirtschafstätigkeit 2018 hauptsächlich wegen der Steuerreform in den USA weiter beschleunigt. Neben den USA sollten auch die internationalen Handelspartner von der Reform profitieren. Getragen wird die globale Konjunktur laut IWF auch von der positiven Entwicklung in Europa. Insgesamt prognostizieren die Experten für 2018 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,9 % (2017: 3,7 %).

Gemäß der Prognose des Internationalen Währungsfonds soll sich der globale Wirtschaftsaufschwung 2018 beschleunigen.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer dürften aufgrund der dynamischen Aufwärtsbewegung der Wirtschaft im asiatischen Raum 2018 überproportional wachsen. Einen großen Beitrag hierzu wird wieder China leisten. Für die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft prognostiziert der IWF für 2018 eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 6,6 % (Vorjahr: plus 6,8 %). Noch stärker dürfte die Wirtschaft in Indien expandieren. Für dieses Land rechnet der IWF mit einem BIP-Anstieg von 7,4 % (Vorjahr: plus 6,7 %). Deutlich beschleunigen soll sich der Aufschwung in der Region Naher Osten/Afrika 2018. Für diesen Wirtschaftsraum erwartet der IWF ein Plus beim BIP von 3,6 % (Vorjahr: plus 2,5 %). Insgesamt rechnet der IWF für die Schwellen- und Entwicklungsländer für 2018 mit einem Wachstum von 4,9 % (Vorjahr: 4,7 %).

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2018 in Prozent (Prognose)

Quelle: IWF

Gestiegen ist die Zuversicht des IWF für die Wachstumsaussichten in den entwickelten Industrienationen. Grund hierfür ist vor allem die Steuerreform in den USA. Das BIP in der weltweit größten Volkswirtschaft soll 2018 um 2,7 % (Vorjahr: 2,3 %) steigen. Im Oktober 2017, also vor der Steuerreform, lag die IWF Prognose bei nur 2,3 %. Auch für den Euro-Raum, insbesondere für Deutschland, erhöhte der IWF die Wachstumsprognose im Januar 2018. Für den gemeinsamen Währungsraum rechnen die Experten nun mit einem BIP-Anstieg von 2,2 % (Vorjahr: 2,4 %), nach vorher 1,9 %. In Deutschland soll die Wirtschaft 2018 um 2,3 % wachsen (Vorjahr: 2,5 %). Im Herbst 2017 lag die Prognose bei lediglich 1,8 %. Für Japan liegt die IWF-Wachstumsprognose 2018 bei 1,2 % (Vorjahr: 1,8 %). Insgesamt prognostiziert der IWF für die entwickelten Industrieländer für 2018 einen Anstieg des BIP von 2,3 % (Vorjahr: 2,3 %). Dies ist um 0,3 Prozentpunkte mehr als im Oktober 2017.

Gute Beschäftigungszahlen und moderate Inflationsraten stützen den Konsum

Die Investitionsbereitschaft der KRONES Kunden und damit die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Konsumfreude der Endverbraucher. Eine niedrige Arbeitslosenquote und geringe Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus und stützen damit die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Arbeitslosenquote und Inflation beeinflussen somit indirekt die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von KRONES. Für 2018 erwarten wir, dass beide Faktoren insgesamt keine negativen Effekte auf die Geschäfte von KRONES haben.

Positive Aussichten für den Deutschen Maschinen- und Anlagenbau

Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau erwartet für 2018 Zuwächse für die Branche.

Die weltweit guten Konjunkturaussichten dürften sich auch auf den deutschen Maschinenbau positiv auswirken. Deshalb ist der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (vdma) für 2018 verhalten optimistisch und rechnet mit weiteren Zuwächsen für die Branche. Der VDMA rechnet damit, dass der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 3 % zunimmt.

Der Fachbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, dem auch KRONES angehört, dürfte überproportional zulegen. Für diesen Bereich erwartet der VDMA für 2018 einen Umsatzanstieg von 4 %.

Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

* Prognose

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

KRONES geht optimistisch in das Jahr 2018

Nachdem die gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das laufende Jahr positiv sind, startet KRONES, trotz einiger politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten, zuversichtlich in das Geschäftsjahr 2018. Der Markt für Verpackungsmaschinen wächst relativ stabil, weil die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmittel zunimmt. Trotz der guten Voraussetzungen bleibt unser Markt herausfordernd. Die Einkaufsmacht der Kunden nimmt durch Fusionen und Übernahmen zu, der Kampf um Aufträge bleibt intensiv. Von den Absatzpreisen erwarten wir auch 2018 keine Unterstützung.

Umsatz soll 2018 weiter steigen

KRONES will den Schwung der erfolgreichen drinktec 2017 ins laufende Jahr mitnehmen. Neue Produkte und Services sowie weitere Kostensenkungen bleiben wichtige Themen. Außerdem wird KRONES die weltweite Präsenz ausbauen und noch näher an die Kunden rücken. Teile des Einkaufs, des Engineerings und der Produktion sollen in den Regionen aufgebaut werden, in denen unsere Kunden ihre Fabriken betreiben. So können wir sie schneller mit regionenspezifischen Produkten zu wettbewerbsfähigen Preisen beliefern.

Innovationen und der weitere Ausbau der internationalen Servicecenter werden im Kerngeschäft »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« 2018 zum Wachstum beitragen. In den Schwellenländern wollen wir mit weniger komplexen Anlagen mit hoher Leistung unsere Marktstellung verbessern. Zudem wird KRONES im Kerngeschäft die Modularisierung weiter vorantreiben und den Global Footprint vergrößern. Hierdurch erzielen wir bessere Einkaufskonditionen und steigern die Effizienz im Unternehmen.

Im Bereich »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« wollen wir bei der Ertragskraft 2018 deutliche Fortschritte machen. Bislang haben die eingeleiteten Maßnahmen noch nicht ihre volle Wirkung gezeigt. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir im laufenden Geschäftsjahr mit dem weiteren Ausbau des Global Footprint und der vollen Integration der Zukäufe in diesem Geschäftsbereich Umsatz- und Ertragspotenziale heben können.

Der Bereich Intralogistik sollte im laufenden Geschäftsjahr ebenfalls von den positiven Impulsen der drinktec profitieren.

Wir gehen von einem EBT von ca. 170 Mio. € aus.

Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der erwarteten Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte streben wir für 2018 in der KRONES AG ein Umsatzwachstum von 2,5 % an. Die regionale Umsatzaufteilung dürfte 2018 nicht stark vom Vorjahr abweichen.

KRONES will 2018 den Umsatz steigern.

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Prognose für 2018 Ist-Wert 2017
Umsatzwachstum + 2,5 % + 8,4 %
EBT ca. 170 Mio. € 217,7 Mio. €

Der KRONES Messestand auf der drinktec 2017 beeindruckte die Besucher nicht nur wegen der innovativen Exponate. Auch die optische Gestaltung kam gut an.

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 und § 289 a Abs. 1 HGB | Abhängigkeitsbericht

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.

In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach § 22 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland 51,58 % 51,58 %

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (Januar 2018) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Mio. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht grundsätzlich einzuräumen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum Ablauf des 24. Juni 2019 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des bei Wirksamwerden oder -sollte dieses geringer sein -bei Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses zu erwerben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft einzuziehen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Internet unter www.krones.com abrufbar.

Abhängigkeitsbericht

Nach § 17 AktG besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zur Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling. Deshalb wird gemäß § 312 AktG ein Bericht erstattet, der folgende Schlusserklärung des Vorstands enthält:

Bei den im Berichtsjahr vorgenommenen Rechtsgeschäften zwischen der KRONES AG und den Gesellschaftern der Familien-GBR sowie den mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die KRONES AG in jedem Einzelfall eine angemessene Gegenleistung im Sinne des § 312 AktG vereinbart und -soweit dies im Berichtsjahr zu erfüllen war -eine entsprechende Leistung erhalten.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften der §§ 314 Abs. 1 Nr. 6a, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Vorstandsvergütung

Grundsätze der Vorstandsvergütung

Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der Ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.

Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2013 überarbeitet. Diese Neuordnung wurde von der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 gebilligt.

Vergütungsbestandteile

Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor
Variable Bestandteile mit mittelfristiger Anreizwirkung (Mid Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 5 Jahren
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die mittel- und langfristigen variablen Bestandteile 64 % der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)

Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2017 betrug die Grundvergütung der sechs im Geschäftsjahr 2017 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 3.220 (Vorjahr: T€ 2.990).

Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen, Wohnungskosten, Schulgeld und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2017 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 345 (Vorjahr: T€ 319).

Variable Vergütungsbestandteile

Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2014 aus folgenden Komponenten zusammen:

Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)

Jährliche Auslobung
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, seit 2017 Net Working Capital
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist

Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2017 beträgt in 2018 T€ 1.127 (Vorjahr: T€ 673). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. Für das Geschäftsjahr 2017 wurde keine Sondertantieme ausgezahlt.

Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Jährliche Auslobung (revolvierend)
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: bis 2016 ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten, seit 2017 Net Working Capital, Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.138 (Vorjahr: T€ 1.169), davon entfallen T€ 520 als Vergütung auf das Jahr 2017.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)

Auslobung alle 5 Jahre (sequenziell)
Rechnerisch 1/5 der Grundvergütung p. a. bei 100 %
Bezugsgrößen: Steigerung des Unternehmenswertes anhand Durchschnitt der Multiples: EBT mal 9, EBITDA mal 7, Umsatz mal 1 (jeweils 5-Jahresdurchschnitt)
Cap bei 250 % des Fixgehalts
Auszahlung nur, wenn der Unternehmenswert um mindestens 10 % gesteigert wurde

Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 3.994 (Vorjahr: T€ 3.157 ). Zu einer Auszahlung aus dem LTI kann es grundsätzlich erstmals nach Ablauf des Geschäftsjahres 2018 kommen, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.

Somit betrug die Gesamtvergütung des Vorstands T€ 6.405 (Vorjahr: T€ 4.558).

Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.

Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.

Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/ oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.

Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.

Sowohl bei den beitragsorientierten, als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 257 (Vorjahr: T€ 284) gebildet. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.024 (Vorjahr T€ 956) im Geschäftsjahr 2017 geleistet. Die korrespondierenden Barwerte betrugen zum Geschäftsjahresende 2017 für Herrn Klenk T€ 1.599, für Herrn Diepold T€ 4.316, für Herrn Ricker T€ 26, für Herrn Tischer T€ 28 und für Herrn Goldbrunner T€ 19. Die Versorgungsaufwendungen, bzw. der BAV-Beitrag betrugen im Geschäftsjahr 2017 für Herrn Klenk T€ 320, für Herrn Andersen T€ 204, für Herrn Diepold T€ 3, für Herrn Ricker T€ 180, für Herrn Tischer T€ 160 und für Herrn Goldbrunner T€ 160.

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.

Vorschüsse und Kredite

Im Geschäftsjahr 2017 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.

Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.504 (Vorjahr: T€ 1.451 ) ausbezahlt. Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.465 (Vorjahr 989) sind zurückgestellt.

Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016/2017

Vergütung 2017 gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
Christoph Klenk CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 28 828 280
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf seit 2016 510 219 729 179
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing 1996 660 29 689 231
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik 2012 450 21 471 158
Markus Tischer International Operations and Services 2014 400 16 416 140
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten 2014 400 32 432 140

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Name Funktion Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
Christoph Klenk CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 128 0 1.236
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf seit 2016 0 0 908
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 140 1.193 2.253
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 93 0 722
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 79 0 635
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 79 0 651

Vergütung 2016 gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
Christoph Klenk CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 27 827 180
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf seit 2016 510 199 709 115
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 600 28 628 135
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 400 20 420 90
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 340 16 356 77
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 340 29 369 77

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Name Funktion Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
Christoph Klenk CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 147 0 1.154
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf seit 2016 0 0 824
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 160 0 923
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 107 0 617
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 91 0 524
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 71 0 517

Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2017 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 geänderte Satzung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2017 T€ 631 (Vorjahr: 633) und sind nach folgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen:

Vergütung 2017 gemäß DRS 17 (in €)

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2017
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 87.500 7.000 9.000 103.500
Werner Schrödl*,** Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52.500 7.000 13.500 73.000
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 13.500 55.500
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld*** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 4.500 46.500
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Dr. phil. Verena Di Pasquale*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Johann Robold*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17.500 3.500 3.000 24.000
Beate Eva Maria Pöpperl Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17.500 4.500 22.000
Petra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Jürgen Scholz*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 3.500 7.500 46.000
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Josef Weitzer*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 13.500 55.500

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

*** verstorben am 1.12.2017

Vergütung 2016 gemäß DRS 17 (in €)

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2016
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 43.750 3.500 7.500 54.750
Ernst Baumann Ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender 43.750 3.500 6.000 53.250
Werner Schrödl*,** Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52.500 7.000 13.500 73.000
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 13.500 55.500
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 7.500 49.500
Dr. Alexander Nerz Ehemaliges ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17.500 0 17.500
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17.500 3.000 20.500
Dr. phil. Verena Di Pasquale*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Johann Robold*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 6.000 48.000
Petra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Jürgen Scholz*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Josef Weitzer*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 13.500 55.500

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der KRONES AG beschrieben sind.«

Neutraubling, den 12. März 2018

KRONES AG

Der Vorstand

Christoph Klenk, CEO

Michael Andersen, CFO

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

Rund 90 % der gesamten 76.000 drinktec-Besucher kamen auf unseren Messestand. Dementsprechend hoch war der Andrang zeitweise.

Die Ventile der KRONES Tochter evoguard durften auf der drinktec nicht fehlen.

Sie sind starke und zuverlässige Komponenten in den Anlagen unserer Kunden.

4. Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.krones.com abrufbar.

KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung

Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat berichten hiermit nach Tz. 3.10 DCGK über die Corporate Governance bei KRONES.

Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

»Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 07. Februar 2017 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird mit folgenden Abweichungen:

Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&O-Versicherung besteht nicht (Tz. 3.8 DCGK).

Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt.
Ein anonymisiertes Hinweisgebersystem besteht derzeit nicht (Tz. 4.1.3 DCGK).

Ein besonderes System, bei dem Beschäftigte und fremde Dritte anonym Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen geben können wird derzeit entwickelt und soll zeitnah im Unternehmen eingeführt werden.
Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln (Tz. 4.2.1 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Vorstand ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Vorstands. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet.
Im Vergütungsbericht sollen bestimmte Informationen zur Vorstandsvergütung in vorgegebenen Mustertabellen angegeben werden (Tz. 4.2.5 Satz 5 und Satz 6 DCGK).

Neben Unklarheiten in der Auslegung bestehen auch Zweifel, ob die zusätzliche Verwendung der Mustertabellen die vom Unternehmen unter Beachtung der Anforderungen der Rechnungslegung angestrebte Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts (vgl. Ziffer 4.2.5 Satz 3 des Kodex) fördert.
Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet (Tz. 5.3.3 DCGK).

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten sechs Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden. Die Aufgaben werden vom Ständigen Ausschuss übernommen.
Eine Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft oder einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär erfolgt derzeit nicht (Tz. 5.4.1 Absätze 5 und 6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Anforderungen der Absätze 5 und 6 unklar und im Detail unbestimmt sind, sowie die Privatsphäre der Betroffenen verletzen können.
Der Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung nicht gesondert berücksichtigt (Tz. 5.4.6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Ausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist.

Neutraubling, den 19. Februar 2018

Für den Vorstand

Christoph Klenk, CEO

Für den Aufsichtsrat

Volker Kronseder, Vorsitzender

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß Tz. 5.4.1 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten. Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Für die gewählten Arbeitnehmervertreter sind die besonderen Regeln der Mitbestimmungsgesetze zu beachten.

In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:

a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen

Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.

Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.

b) Potenzielle Interessenkonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungs- oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG, noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex erfüllen. Unter der Voraussetzung, dass die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex begründen kann, soll die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i. S. v. Tz. 5.4.2 DCGK sein. Dabei sollten mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseignerseite unabhängig sein. Im Berichtsjahr waren dies Prof. Dr. Susanne Nonnast sowie Philipp Graf von und zu Lerchenfeld (verstorben am 1. Dezember 2017).

Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.

c) Altersgrenze

Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauf folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.

d) Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer

Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von KRONES wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin -unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer -individuell betrachten. Da wir uns kein Ziel für die Regelgrenze gesetzt haben, ist auch nicht über den Stand der Umsetzung zu berichten.

e) Internationalität

Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.

Diese beziehen sich nicht nur auf Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.

f) Vielfalt (Diversity)

Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für KRONES eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Von diesem Gesetz betroffen sind Aufsichtsratswahlen ab 2016. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der KRONES AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der KRONES AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus sechs Vertretern der Anteilseigner und sechs Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also jeweils zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören. Auf Seite der Anteilseigner gehören Petra Schadeberg-Herrmann und Prof. Dr. Susanne Nonnast dem Aufsichtsrat an. Auf der Arbeitnehmerseite sind mit Dr. Verena Di Pasquale und Beate Eva Maria Pöpperl (seit 20. Juni 2017) ebenfalls zwei Frauen im Aufsichtsrat.

Der Aufsichtsrat von KRONES hat im Geschäftsjahr 2017 alle unter a) bis f) genannten Ziele umgesetzt.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung.

Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. KRONES produziert umweltverträglich und hält die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzt alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schafft KRONES für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sicherheits- und gesundheitsgerecht und sorgen für ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Handeln. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit und Gesundheit, Umwelt, Arbeitsbedingungen sowie Compliance.

Diversitätskonzept, Nachfolgeplanung für den Vorstand

Für die Nachfolgeplanung und die Überwachung der Diversität sind Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Ständige Ausschuss zuständig. Bei der Vergabe einer Vorstandsposition stehen Kandidaten und Kandidatinnen im Vordergrund, die aufgrund ihrer Leistungen und Kenntnisse die bestmöglichen Voraussetzungen besitzen, um die Interessen des Unternehmens und seiner Stakeholder langfristig zu sichern. Des Weiteren wird das Diversitätskonzept bei der Vergabe der Position mitberücksichtigt. Bei diesem achtet der Aufsichtsrat bei der Besetzung einer Vorstandsposition auf die Diversität bei Berufs- und Bildungshintergrund, Alter und Geschlecht sowie internationalen Führungsqualifikationen. Das Konzept beinhaltet folgende Detailaspekte:

Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Regelaltersgrenze festgelegt. Die Regelaltersgrenze orientiert sich an der Vollendung des 62. Lebensjahres. Er achtet darüber hinaus auf eine ausgewogene Altersstruktur.
Mindestens zwei Mitglieder des Vorstands sollen eine technische Ausbildung haben. Mindestens zwei Mitglieder sollen zudem über internationale Führungserfahrung verfügen. Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit die bestmögliche Besetzung für den KRONES Konzern, dessen Kerngeschäft und alle Stakeholder darstellen.
Nach § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz legte der Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG von 0 % fest. Grund hierfür war, dass der Aufsichtsrat bislang keine geeignete Kandidatin für den Vorstand finden konnte und davon ausgeht, dass dies auch in naher Zukunft schwierig bleibt.
Im Rahmen des Diversitätskonzepts werden bei der Neubesetzung einer Vorstandsposition jedoch Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Für die Vertragslaufzeit bei Erstbesetzung einer Vorstandsposition legte der Aufsichtsrat drei Jahre fest.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der KRONES AG bestand im Geschäftsjahr 2017 aus sechs Mitgliedern. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 133). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein.

Siehe auch »Organe der Gesellschaft« Seite 133

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 133) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen.

Siehe auch »Organe der Gesellschaft« Seite 133

Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.

Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen »Prüfungs- und Risikomanagementausschuss« sowie einen »Ständigen Ausschuss«.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld (bis zum 1. Dezember 2017), Josef Weitzer, Johann Robold (bis 20. Juni 2017) und Jürgen Scholz (seit 20. Juni 2017) an. Vorsitzender des Ausschusses war bis zum 1. Dezember 2017 Philipp Graf von und zu Lerchenfeld.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Compliance-Systems.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Volker Kronseder an. Vorsitzender des Ausschusses ist Volker Kronseder. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.

Festlegungen nach § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz und § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz

Gemäß § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Der Vorstand der KRONES AG hat sich zum Ziel gesetzt, dass der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bis spätestens zum Ablauf des 30. Juni 2017 10 % erreicht. Ende des Geschäftsjahres 2017 lag der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bei 10,9 %. Diesen Wert will der Vorstand der KRONES AG bis 30. Juni 2020 stabil halten.

Nach § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Anteil von Frauen im Vorstand festzusetzen. Gleichzeitig muss er eine Frist für die Erreichung der Zielgröße festlegen. Bislang konnte der Aufsichtsrat keine geeignete Kandidatin für den Vorstand finden. Der Aufsichtsrat geht davon aus, dass dies auch in naher Zukunft schwierig bleibt. Deshalb legte der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG auf 0 % fest. Eine Frist für die Umsetzung ist damit nicht zu setzen.

5. Jahresabschluss

Gewinn- und-Verlust-Rechnung

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2017 2016
Anhang T€ T€ T€ T€
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1. Umsatzerlöse 13 2.949.954 2.721.153
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - 122.940 - 1.897
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 7.863 8.041
4. sonstige betriebliche Erträge 14 60.686 101.897
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1.173.099 - 1.176.580
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -419.331 - 360.852
- 1.592.430 - 1.537.432
6. Personalaufwand 15
a) Löhne und Gehälter - 633.273 - 608.520
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 117.459 -110.341
- 750.732 - 718.861
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 16 - 54.445 - 52.633
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 17 - 404.534 - 381.419
9. Beteiligungsergebnis 18 141.376 14.229
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 19 455 709
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19 1.129 2.247
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19 - 18.649 - 9.793
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20 - 31.067 -33.959
14. Ergebnis nach Steuern 186.666 112.282
15. sonstige Steuern 20 - 894 -1.206
16. Jahresüberschuss 185.772 111.076
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 121.755 59.648
18. Bilanzgewinn 307.527 170.724

Bilanz

Aktiva

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31.12.2017 31.12.2016
Anhang T€ T€ T€ T€
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A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.578 36.412
II. Sachanlagen 2
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 223.866 229.101
2. technische Anlagen und Maschinen 54.430 61.721
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.222 48.052
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.862 2.924
345.380 341.798
III. Finanzanlagen 3
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 169.467 153.072
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 33.825 29.736
3. Beteiligungen 12.996 348
4. sonstige Ausleihungen 253 473
216.541 183.629
598.499 561.839
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 137.637 131.724
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 183.936 213.368
3. fertige Erzeugnisse und Waren 392.868 531.117
4. geleistete Anzahlungen 6.141 8.613
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 446.765 - 598.743
273.817 286.079
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 571.031 358.617
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 217.859 150.882
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.705 -
4. sonstige Vermögensgegenstände 64.983 66.846
855.578 576.345
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6 5.711 188.233
1.135.106 1.050.657
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.353 2.444
Bilanzsumme 1.735.958 1.614.940
Passiva
31.12.2017 31.12.2016
Anhang T€ T€ T€ T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7
Stammaktien 40.000 40.000
II. Kapitalrücklage 141.551 141.551
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 51 51
2. andere Gewinnrücklagen 349.888 349.888
349.939 349.939
IV. Gewinnvortrag 8 121.755 59.648
V. Jahresüberschuss 8 185.772 111.076
839.017 702.214
B. Rückstellungen 9
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 137.361 126.180
2. Steuerrückstellungen 26.327 14.367
3. sonstige Rückstellungen 370.083 342.571
533.771 483.118
C. Verbindlichkeiten 10
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.619 -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 188.437 205.246
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 96.465 179.487
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.862 248
5. sonstige Verbindlichkeiten 49.779 44.612
363.162 429.593
D. Rechnungsabgrenzungsposten 8 15
Bilanzsumme 1.735.958 1.614.940

Entwicklung des Anlagevermögens

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T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten
U U
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2017

T€
Umbuchung Zugänge

T€
Nachaktivierung

T€
Umbuchung Abgänge

T€
Stand 31.12.2017

T€
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 133.358 14.317 0 435 147.240
Sachanlagen
U 319
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 392.524 1.874 1.516 167 396.066
2. technische Anlagen und Maschinen 259.198 6.228 0 5.295 260.131
U 1.080
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 173.930 18.329 0 12.949 180.390
U 1.399
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.924 16.337 0 0 17.862
U 1.399 U 1.399
828.576 42.768 1.516 18.411 854.449
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 239.387 15.965 430 0 255.782
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 29.736 8.726 0 4.637 33.825
3. Beteiligungen 5.384 12.648 0 0 18.032
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 508 0 0 0 508
5. sonstige Ausleihungen 473 1 0 221 253
275.488 37.340 430 4.858 308.400
U 1.399 U 1.399
1.237.422 94.425 1.946 23.704 1.310.089

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T€ Kumulierte Abschreibungen
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2017

T€
Abschreibungen des Geschäftsjahres

T€
Nachaktivierung

T€
Abgänge

T€
Stand 31.12.2017

T€
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.946 14.135 0 419 110.662
Sachanlagen
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 163.423 8.893 0 116 172.200
2. technische Anlagen und Maschinen 197.477 13.387 0 5.163 205.701
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.878 18.030 0 12.740 131.168
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
486.778 40.310 0 18.019 509.069
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 86.315 0 0 0 86.315
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
3. Beteiligungen 5.036 0 0 0 5.036
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 508 0 0 0 508
5. sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
91.859 0 0 0 91.859
675.583 54.445 0 18.438 711.590

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T€ Buch-/Bilanzwerte
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Stand 31.12.2017

T€
Stand 31.12.2016

T€
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.578 36.412
Sachanlagen
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 223.866 229.101
2. technische Anlagen und Maschinen 54.430 61.721
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.222 48.052
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.862 2.924
345.380 341.798
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 169.467 153.072
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 33.825 29.736
3. Beteiligungen 12.996 348
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
5. sonstige Ausleihungen 253 473
216.541 183.629
598.499 561.839

Anhang

der KRONES AG

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Jahresabschluss der KRONES AG ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die KRONES AG mit Sitz in Neutraubling ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter HRB 2344 registriert.

Die KRONES AG erstellt die Gewinn- und-Verlust-Rechnung nach dem Gesamtkostenverfahren.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs.

Zur Absicherung zukünftiger Währungsrisiken hat die KRONES AG Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese mit dem abgesicherten Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Dabei werden die Wertänderungen aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt.

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten erfasst und werden planmäßig linear über maximal 5 Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand behandelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch aktivierungspflichtige Gemeinkosten einbezogen.

Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen nach den geltenden rechtlichen Höchstsätzen. Bauten und bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens der KRONES AG werden, soweit zulässig, degressiv, alle übrigen Anlagegüter linear abgeschrieben. Bei degressiv abgeschriebenen beweglichen Anlagegütern wird auf die lineare Abschreibung übergegangen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Da die degressive Abschreibung mit den Regelungen des BilMoG nicht mehr vereinbar ist, werden Sachanlagen, die ab dem 01.01.2010 angeschafft worden sind, ausschließlich linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagegegenstände werden auf der Grundlage folgender gruppeneinheitlicher Nutzungsdauern ermittelt:

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Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude 25 bis 50
Maschinen 5 bis 20
Technische Anlagen 5 bis 25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20
EDV-Programme/sonstige Rechte 3 bis 20

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind und der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 € sofort aufwandswirksam verbucht. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 150€ und nicht mehr als 1.000 € betragen, werden zu einem Pool zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der erforderlichen Abschreibungen und zuzüglich gebotener Wertaufholungen bilanziert.

Ausleihungen sind mit dem Nominalwert oder niedrigerem Zeitwert angesetzt. Wertaufholungen sind in erforderlichem Umfang erfolgt.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen umfassen Fertigungsmaterial und -löhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgen Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Dieser Abschlag berücksichtigt alle bei der Aufstellung des Abschlusses erkennbaren Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer ergeben.

Forderungen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kredit- und Finanzierungsrisiko wird durch pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Für Forderungen und unverzinsliche Außenstände mit längeren Laufzeiten werden grundsätzlich entsprechend dem erwarteten Zahlungseingang Abzinsungen vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominal bzw. Zeitwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt. Für die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente wird die Bankbewertung herangezogen. Im Fall negativer Marktwerte werden Drohverlustrückstellungen gebildet.

Im Zuge der Währungsumrechnung werden Forderungen in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kursverluste aus Sicherungsgeschäften werden durch entsprechende Drohverlustrückstellungen erfasst.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die Bildung des aktivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.

Passiva

Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind auf den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag abgestellt. Bei der Bewertung sind somit zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen für Versorgungsverpflichtungen, deren Restlaufzeit ein Jahr übersteigen, werden unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst. Anstelle der Ermittlung individueller Abzinsungssätze für jede einzelne Verpflichtung wird eine gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zulässige, pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen.

Sonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die eine Vermögensbelastung darstellen und über deren Höhe oder Zeitpunkt des Eintretens Ungewissheit besteht. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Im Zuge der Währungsumrechnung werden Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kursverluste aus Sicherungsgeschäften werden durch entsprechende Drohverlustrückstellungen erfasst.

Werte für Verbindlichkeiten aus Wechselobligo, Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien entsprechen den valutierten Beträgen am Bilanzstichtag.

Die Bildung des passivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Realisierung der Umsätze erfolgt, wenn die Leistung erbracht bzw. die Gefahr an den verkauften Produkten auf die Kunden übergegangen ist. Bei Maschinen und Anlagen erfolgt der Gefahrenübergang, sobald diese installiert und betriebsbereit sind. Zwischen Installationsende und Abnahme werden unwesentliche Nebenleistungen, überwiegend in Form von Nachbesserungen und Optimierungen an den Einstellungen der Maschinen und Anlagen, vorgenommen. Für diese unwesentlichen Nebenleistungen werden Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen gebildet.

Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und-Verlust-Rechnung

Aktiva

Anlagevermögen

Die in den Bilanzen aufgeführten Posten des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt. Dabei werden die Buch-/Bilanzwerte, ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, nach dem Bruttoprinzip entwickelt.

1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Zugangsbetrag betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software (T€ 12.667).

2 Sachanlagen

Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden resultiert im Wesentlichen aus Erweiterungen an den Standorten Neutraubling (T€ 2.239) und Freising (T€ 732). Die Investitionen in die übrigen Sachanlagen in Höhe von T€ 40.894 betreffen vor allem Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen an den Produktionsstandorten.

3 Finanzanlagen

Die Zugänge bei den Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen die Erhöhung der Buchwerte der Beteiligungen an

der HST MASCHINENBAU GMBH, Dassow,
der GERNEP GMBH ETIKETTIERTECHNIK, Barbing,
der KRONES VIETNAM CO. LTD., Ho Chi Minh City/Vietnam,
der KRONES FILIPINAS INC., Taguig City/Philippinen,
der TILL GMBH, Kelkheim und
der KRONES BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT mbh, Neutraubling,

die Beteiligung an der

INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS - IPS, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate,

die Neugründung

der KRONES SINGAPORE LTD., Singapore/Singapur,
der KRONES HUNGARY KFT., Debrecen/Ungarn,
der KRONES BANGLADESH LIMITED, Dhaka/Bangladesh,
der KRONES MYANMAR LTD., Yangon/Myanmar,

sowie Ausleihungen an

die TILL GMBH, Kelkheim,
die HST MASCHINENBAU GMBH, Dassow,
die SYSKRON HOLDING GMBH, Wackersdorf,
die KRONES SINGAPORE LTD., Singapore/Singapur,
die TOO KRONES KAZAKHSTAN, s. Raiymbek/Kasachstan.

Mit notariellem Vertrag vom 28. November 2017 wurde eine Sachkapitalerhöhung an der KRONES Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling durchgeführt. Die Sachkapitalerhöhung erfolgte durch Einbringung der Geschäftsanteile zum Buchwert an

der neusped NEUTRAUBLINGER SPEDITIONS-GMBH, Neutraubling,
der KIC KRONES INTERNATIONALE COOPERATIONS GESELLSCHAFT MBH, Neutraubling,
der ecomac GEBRAUCHTMASCHINEN GMBH, Neutraubling,
der GERNEP GMBH, Barbing,
der MAINTEC SERVICE GMBH, Collenberg,
der HST MASCHINENBAU GMBH, Dassow,
der MILKRON GMBH, Laatzen und
der TILL GMBH, Kelkheim

Die Abgänge bei den Finanzanlagen resultieren im Wesentlichen aus der teilweisen oder vollständigen Rückführung von Ausleihungen an

die KRONES EAST AFRICA LTD., Nairobi/Kenia,
die TILL GMBH, Kelkheim,
die EVOGUARD GMMBH, Nittenau,
die HST MASCHINENBAU GMBH, Dassow und
die KONPLAN S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird durch den elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.

4 Vorräte

Der Wert des Vorratsvermögens ist im Vergleich zum Vorjahr um 18,6 % gesunken. Es wurde zu rund 62 % durch Kundenanzahlungen vorfinanziert.

5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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T€ 31.12.2017 davon Restlaufzeit über 1 Jahr 31.12.2016 davon Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 571.031 43.553 358.617 31.442
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 217.859 150.882
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.705 0
sonstige Vermögensgegenstände 64.983 250 66.846 250
855.578 43.803 576.345 31.692

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zu 12,2 % gegen inländische und zu 87,8 % gegen ausländische Kunden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1% der risikobehafteten Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Abzinsung von Altforderungen und unverzinslichen Außenstände mit längeren Laufzeiten erfolgt mit einem Zinssatz von 1,33 %.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 285.892 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ - 68.033 aus sonstigen Verrechnungen.

6 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

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T€ 31.12.2017 31.12.2016
Kassenbestand 2 3
Guthaben Kreditinstitut 5.709 188.230
5.711 188.233

7 Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt € 40.000.000,00.

Am Bilanzstichtag waren 31.593.072 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ausgegeben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2016 besteht ein genehmigtes Kapital. Mit dem genehmigten Kapital ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 15. Juni 2021 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu € 10.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen.

Nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG kann die Gesellschaft ermächtigt werden, eigene Aktien bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals für diese zu erwerben. In der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 (Tagesordnungspunkt 7) ist die Gesellschaft zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien ermächtigt worden. Die Ermächtigung gilt bis zum Ablauf des 24. Juni 2019.

Der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien darf zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der KRONES Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie den Eröffnungskurs im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse am dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 20% unterschreiten.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden.

Die Ermächtigung kann einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

8 Bilanzgewinn

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T€ 31.12.2017 31.12.2016
Gewinnvortrag 121.755 59.648
Jahresüberschuss 185.772 111.076
307.527 170.724

Vom Bilanzgewinn 2016 in Höhe von T€ 170.724 wurden T€ 121.755 auf neue Rechnung vorgetragen und T€ 48.969 ausgeschüttet.

Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen

Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen führte zu einem ausschüttungsgesperrten Betrag in Höhe von T€ 3.039.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 27.181.

9 Rückstellungen

Aufgrund einer Pensionsordnung ist den bis zum Geschäftsjahr 1999 in die KRONES AG eingetretenen Mitarbeitern eine Alters-, Invaliden- und Witwenrente zugesagt. Der Ansatz der Pensionsrückstellungen beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten. Hierbei sind folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

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2017 2016
Bewertungsstandard Projected Unit Credit Method Projected Unit Credit Method
Berechnungsgrundlagen »Richttafeln 2005G« von Klaus Heubeck 1 »Richttafeln 2005G« von Klaus Heubeck
Abzinsungssatz 10-jähriger Durchschnitt 3,68 % 4,01 %
Abzinsungssatz 7-jähriger Durchschnitt 2,80 % 3,24 %
Gehaltsdynamik individuelle Zusage 3,00 % 3,00 %
Rentendynamik 2,00 % 2,00 %
Fluktuation 2,00 % p. a. 2,00 % p. a.

Da die abgeschlossenen Pensionszusagen im Rahmen der allgemeinen Versorgungsordnung unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung keine Gehaltsdynamik berücksichtigt.

Der Erfüllungsbetrag der mit dem Planvermögen verrechneten Pensionsverpflichtung betrug T€ 159.733. Der Zeitwert des verrechneten Planvermögens, das ausschließlich der Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist, belief sich auf T€ 22.371, die Anschaffungskosten des verrechneten Planvermögens auf T€ 19.332. Die Differenz aus Zeitwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 3.039 ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt. Der Saldo der verrechneten Aufwendungen und Erträge betrug T€ 14.034.

Aufgrund einer Änderung des § 253 Abs. 2 HGB ist im Rahmen der Bewertung von Pensionsrückstellungen für die Ermittlung des Abzinsungssatzes bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre, sondern auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre abzustellen. Unter Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinses hätte sich zum 31.12.2017 eine Rückstellung von T€ 186.913 ergeben. Die Ausschüttungssperre beträgt somit T€ 27.181.

Mittelbare Pensionsverpflichtungen, die nicht durch Vermögen des KRONES Unterstützungsfonds e.V. gedeckt sind, bestehen in Höhe von T€ 9.654.

Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Steuernachzahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen ab. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgte fristenkongruent mit Abzinsungssätzen von 1,26% - 2,51%.

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 2,80%.

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für ausstehende Leistungen (Montagekosten-Rückstellung) enthalten. Die Rückstellungen werden für bereits ausgelieferte und installierte Maschinen und Anlagen, die betriebsbereit sind, gebildet. Der Gefahrenübergang und die Umsatzlegung für die entsprechenden Aufträge sind bereits erfolgt. Zwischen Installationsende und Abnahme werden unwesentliche Nebenleistungen, überwiegend in Form von Nachbesserungen und Optimierungen an den Einstellungen der Maschinen und Anlagen, vorgenommen. In dieser Phase werden durch die KRONES AG Leistungen erbracht, die vertraglich geschuldet sind und deren Aufwand der Höhe nach ungewiss ist. Weiterhin sind Rückstellungen für Gewährleistungsrisiken und ausstehende Rechnungen gebildet worden. Weitere wesentliche Rückstellungen betreffen Zeitguthaben von Mitarbeitern.

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T€ 31.12.2017 31.12.2016
Rückstellungen für Personal 102.552 92.235
Rückstellung für noch zu erbringende Montageleistungen 71.563 62.706
Gewährleistungsrückstellung 59.893 60.853
Rückstellung für ausstehende Lieferantenrechnungen 56.887 36.978
Drohverlustrückstellung 28.964 49.249
sonstige projektbezogene Rückstellungen 32.336 22.433
Rückstellungen für übrige Verwaltungskosten 17.888 18.117
370.083 342.571

10 Verbindlichkeiten

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T€ 31.12.2017 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit größer 1 Jahr 31.12.2016 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit größer 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.619 24.619 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 188.437 188.437 0 205.246 205.246 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 96.465 96.465 0 179.487 179.487 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.862 3.862 0 248 248 0
sonstige Verbindlichkeiten 49.779 48.943 836 44.612 43.795 817
Gesamt 363.162 362.326 836 429.593 428.776 817

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus der kurzfristigen Inanspruchnahme eines Kontokorrentkredits.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 51.523 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 14.860 (Vorjahr T€ 12.708), Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren in Höhe von T€ 11.793 (Vorjahr T€ 10.381) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 3.679 (Vorjahr T€ 3.046).

11 Haftungsverhältnisse

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T€ 31.12.2017 31.12.2016
Wechselobligo 7.535 24.309
Verbindlichkeiten aus Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien 51.279 57.143
Unechtes Pensionsgeschäft 0 38.816
Gesamt 58.814 120.268

Das Wechselobligo resultiert aus der Begebung und Übertragung von Handelswechseln. Bei den Verbindlichkeiten aus Patronatserklärungen (T€ 2.000), Bürgschaften und Garantien (T€ 49.279), hiervon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 50.979, handelt es sich um Absicherungen von Kreditlinien bei Banken. Darüber hinaus bestehen noch Zusagen gegenüber Nichtbanken, die die finanzielle Unterstützung von verbundenen Unternehmen bei Bedarf beinhalten.

Die KRONES AG geht unter Berücksichtigung der Erkenntnisse bis zum Aufstellungszeitpunkt davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können und schätzt somit das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

12 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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T€ 31.12.2017 davon fällig im 2.-5. Folgejahr davon fällig nach dem 5. Folgejahr 31.12.2016 davon fällig im 2.-5. Folgejahr davon fällig nach dem 5. Folgejahr
Miet- und Leasingverträge 30.221 15.151 0 22.958 9.218 0
Wartungsverträge 10.481 3.035 0 17.133 5.388 0
Gesamt 40.702 18.186 0 40.091 14.606 0

Leasingverpflichtungen resultieren hauptsächlich aus dem Leasing des Fuhrparks sowie aus dem Leasing von Datenspeichersystemen.

Verpflichtungen aus Wartungsverträgen sind hauptsächlich den Bereichen EDV (Hard- und Software) sowie Bürokommunikationsgeräte zuzuordnen.

13 Umsatzerlöse

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Aufgliederung nach Vertriebsregionen 2017 2016
Deutschland 12,2 % 13,3 %
übriges Mitteleuropa 4,3 % 4,0 %
Westeuropa 18,0 % 15,7 %
Osteuropa/CSU 5,3 % 6,2 %
Asien/Pazifik 16,5 % 13,9 %
Südamerika 9,4 % 9,2 %
Nord-/Zentralamerika 10,8 % 12,0 %
China 5,7 % 7,4 %
Nahost/Afrika 17,8 % 18,3 %

14 Sonstige betriebliche Erträge

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T€ 2017 2016
Erträge aus Währungsumrechnung 23.192 23.021
Periodenfremde Erträge 19.297 49.457
davon Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1.174 418
davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 10.538 31.607
davon Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen 1.921 1.451
davon Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten 3.304 266
davon Erträge aus Zuschreibungen und Nachaktivierungen 1.946 14.994
davon sonstige periodenfremde Erträge 414 721

Die Erträge aus Zuschreibungen und Nachaktivierungen betreffen Nachaktivierungen auf den Buchwert der Beteiligung an der HST MASCHINENBAU GMBH, Dassow, der GERNEP GMBH, Barbing und der TILL GMBH, Kelkheim sowie eine Nachaktivierung auf ein Grundstück in Neutraubling.

15 Personalaufwand

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T€ 2017 2016
Entgelte tariflich und außertariflich 633.273 608.520
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 117.459 110.341
davon für Altersversorgung 10.431 10.523
Gesamt 750.732 718.861

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende)

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2017 2016
Tarifmitarbeiter 6.903 6.725
Außertarifliche Mitarbeiter 2.083 2.085
Gesamt 8.986 8.810

Es befanden sich 2017 durchschnittlich 487 Mitarbeiter (Vorjahr: 489) in Ausbildung.

16 Abschreibungen

Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind in Höhe von T€ 14.135 auf entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten vorgenommen worden.

Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von T€ 40.310 entfallen auf Grundstücke und Bauten (T€ 8.893), Technische Anlagen und Maschinen (T€ 13.387) und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 18.030).

17 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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T€ 2017 2016
Betriebsaufwendungen 118.381 119.257
Verwaltungsaufwendungen 51.324 53.556
davon aus Verlusten aus Währungsumrechnung 19.683 21.898
Vertriebsaufwendungen 232.422 207.960
Periodenfremde Aufwendungen 2.407 646

In den periodenfremden Aufwendungen sind Ausbuchungen auf Forderungen in Höhe von T€ 2.097 enthalten.

18 Beteiligungsergebnis

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T€ 2017 2016
Erträge aus Beteiligungen von verbundenen Unternehmen 136.695 14.229
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 4.681 0
Summe Beteiligungsergebnis 141.376 14.229

Am 30. März 2017 wurde ein Ergebnisabführungsvertag zwischen der KRONES Aktiengesellschaft und der KRONES Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling geschlossen. Die Hauptversammlung der KRONES AG vom 20. Juni 2017 und die Gesellschafterversammlung der KRONES Beteiligungsgesellschaft mbH vom 27. Juli 2017 haben diesem Ergebnisabführungsvertrag zugestimmt.

19 Zinsergebnis

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T€ 2017 2016
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 455 709
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
aus verbundenen Unternehmen 129 78
aus übrigen Unternehmen 1.000 1.893
aus Abzinsungen 0 276
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
an verbundene Unternehmen - 1.424 - 705
an übrige Unternehmen - 100 - 5.423
aus Abzinsungen - 17.125 - 3.665
Summe Zinsergebnis - 17.065 - 6.837

Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (T€ 14.034), der Abzinsung der Rückstellung für Gewährleistung (T€ 1.732), der Abzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit (T€ 518), der Abzinsung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen (T€ 403) und der Abzinsung langfristiger Forderungen (T€ 319).

20 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern

Unter der Position »Steuern vom Einkommen und vom Ertrag« sind die Steuerbelastungen des Geschäftsjahres erfasst. Der Ertragssteueraufwand enthält periodenfremde Steuererträge in Höhe von T€ 88 sowie periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von T€ 9.743.

Unter den sonstigen Steuern sind Grund-, Kraftfahrzeugsteuer etc. ausgewiesen.

21 Latente Steuern

Aufgrund temporärer Bewertungsunterschiede der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aktive latente Steuern in Höhe von T€ 28.159 (Vj. T€ 31.441). Diese betreffen Unterschiede bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den sonstigen Rückstellungen.

Die Steuern werden auf Basis der in Deutschland derzeit gültigen Steuersätze, d.h. des Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und des für die KRONES AG durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes von 328 % ermittelt. Insgesamt ergibt sich so ein Ertragsteuersatz von 27,3 %.

Aufgrund des Aktivüberhangs von latenten Steuern wird von dem nach § 274 Abs.1 S.2 HGB bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Sonstige Angaben

22 Corporate Governance Kodex

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom 19. Februar 2018 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

23 Mitteilungen

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Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach § 22 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland 51,58 % 51,58 %

Beziehungen zu nahestehenden Personen:

Die in der Meldung nach § 21ff WpHG genannten Personen und Unternehmen üben auf Grund eines bestehenden Stimmrechtspool-Vertrages einen beherrschenden Einfluss auf die KRONES AG aus.

24 Prüfhonorar des Konzernprüfers

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahres- und Konzernabschluss der KRONES AG geprüft und verschiedene Jahresabschlussprüfungen bei Tochterunternehmen durchgeführt. Ferner wurden andere Bestätigungsleistungen wie die Prüfung des nichtfinanziellen Konzernberichts beauftragt. Neben einer Werthaltigkeitsbescheinigung wurden weitere gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungen wie z. B. EMIR-Prüfungen nach § 20 WpHG und Bestätigung der Einhaltung vertraglicher Bedingungen beauftragt bzw. durchgeführt. Steuerberatungsleistungen wurden insbesondere im Zusammenhang mit Tax Compliance erbracht.

Die Angaben zu den Abschlussprüferhonoraren sind im Konzernabschluss der KRONES AG enthalten. Auf die Veröffentlichung an dieser Stelle wird aufgrund der befreienden Konzernklausel des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

25 Derivative Finanzinstrumente

Die KRONES AG nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Sicherung von Währungsrisiken im operativen Geschäft und praktiziert somit reines Micro-Hedging. Die Wertänderungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts gleichen sich über die Laufzeit weitgehend aus, da wesentliche Vertragsspezifika wie Laufzeit und Betrag von Grund- und Sicherungsgeschäft weitgehend identisch sind. Eine Nutzung zu spekulativen Zwecken erfolgt nicht.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich im Wesentlichen aus Devisenterminkontrakten zusammen. Diese Sicherungsgeschäfte mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 893 (Vorjahr T€ -1.601) und einem Nominalvolumen von T€ 65.558 (Vorjahr T€ 52.745) decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des Britischen Pfund, der Schweizer Franken, des Kanada-Dollars, des japanischen Yen und des us-Dollars ab. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge für die erwartete Kursentwicklung bis zum Fälligkeitstermin.

Für die Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden aufgrund des Imparitätsprinzips positive Marktwerte aus Devisentermingeschäften in Höhe von T€ 941 (Vorjahr T€ 975) nicht aktiviert. Für die Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurde für negative Marktwerte aus Devisentermingeschäften eine Drohverlustrückstellung in Höhe T€ 6 (Vorjahr T€ 1.253) ausgewiesen.

Bewertungseinheiten

Die geplanten Forderungen werden mit den Sicherungsgeschäften in Bewertungseinheiten nach der Einfrierungsmethode designiert. Danach werden die Werte der Einzelbestandteile ab dem Zeitpunkt der Bildung der Bewertungseinheit fixiert. Effektive Wertänderungen in Folgeperioden im Hinblick auf das abgesicherte Risiko werden nicht bilanziert.

Für die Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden wegen der Anwendung von Bewertungseinheiten nach der Einfrierungsmethode für geplante Forderungen negative Marktwerte aus Devisentermingeschäften in Höhe von T€ 233 (Vorjahr T€ 1.323) nicht passiviert.

Die eingebuchten Forderungen werden mit den relevanten Sicherungsgeschäften anschließend nach der Durchbuchungsmethode bilanziert. In den Forderungen ist ein aus der Absicherung von Währungsrisiken resultierender positiver Wert von Devisentermingeschäften in Höhe von T€ 191 (Vorjahr T€ - 99) enthalten, für den eine Bewertungseinheit nach der Durchbuchungsmethode gebildet wurde. Grundgeschäfte sind Fakturen in Fremdwährung mit einem Buchwert in Höhe von T€ 187 (Vorjahr T€ - 200).

Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften werden die Sicherungsbeziehungen als hochwirksam eingestuft. Die Effektivität wird prospektiv anhand einer Sensitivitätsanalyse sowie retrospektiv durch die Critical-Terms-Match Methode sichergestellt.

26 Nach Ablauf des Geschäftsjahres - Erwerb von Anteilen an einer Gesellschaft

Die KRONES Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling erwarb im März 2018 die verbleibenden 49,03 % an der TILL GMBH, Kelkheim. KRONES besitzt nun 100 % der Anteile an der TILL GMBH, Kelkheim.

Gut 76.000 Menschen aus rund 170 Ländern besuchten die drinktec 2017. Die Leitmess' für die Getränke- und Verpackungsindustrie findet alle vier Jahre statt.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften der §§ 314 Abs. 1 Nr. 6a, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Vorstandsvergütung

Grundsätze der Vorstandsvergütung

Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der Ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.

Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2013 überarbeitet.

Diese Neuordnung wurde von der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 gebilligt.

Vergütungsbestandteile

Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor
Variable Bestandteile mit mittelfristiger Anreizwirkung (Mid Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 5 Jahren
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die mittel- und langfristigen variablen Bestandteile 64 % der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)

Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2017 betrug die Grundvergütung der sechs im Geschäftsjahr 2017 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 3.220 (Vorjahr: T€ 2.990).

Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2017 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 345 (Vorjahr: T€ 319).

Variable Vergütungsbestandteile

Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2014 aus folgenden Komponenten zusammen:

Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)

Jährliche Auslobung
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, seit 2017 Net Working Capital
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist

Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2017 beträgt in 2018 T€ 1.127 (Vorjahr: T€ 673). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. Für das Geschäftsjahr 2017 wurde keine Sondertantieme ausgezahlt.

Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Jährliche Auslobung (revolvierend)
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: bis 2016 ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten, seit 2017 Net Working Capital, Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.138 (Vorjahr: T€ 1.169), davon entfallen T€ 520 als Vergütung auf das Jahr 2017.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)

Auslobung alle 5 Jahre (sequenziell)
Rechnerisch 1/5 der Grundvergütung p. a. bei 100 %
Bezugsgrößen: Steigerung des Unternehmenswertes anhand Durchschnitt der Multiples: EBT mal 9, EBITDA mal 7, Umsatz mal 1 (jeweils 5-Jahresdurchschnitt)
Cap bei 250 % des Fixgehalts
Auszahlung nur, wenn der Unternehmenswert um mindestens 10 % gesteigert wurde

Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 3.994 (Vorjahr: T€ 3.157). Zu einer Auszahlung aus dem lti kann es grundsätzlich erstmals nach Ablauf des Geschäftsjahres 2018 kommen, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.

Somit betrug die Gesamtvergütung des Vorstands T€ 6.405 (Vorjahr: T€ 4.558).

Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.

Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.

Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/ oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.

Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.

Sowohl bei den beitragsorientierten, als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 257 (Vorjahr: T€ 284) gebildet. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.024 (Vorjahr T€ 956) im Geschäftsjahr 2017 geleistet. Die korrespondierenden Barwerte betrugen zum Geschäftsjahresende 2017 für Herrn Klenk T€ 1.599, für Herrn Diepold T€ 4.316, für Herrn Ricker T€ 26, für Herrn Tischer T€ 28 und für Herrn Goldbrunner T€ 19. Die Versorgungsaufwendungen, bzw. der BAV-Beitrag betrugen im Geschäftsjahr 2017 für Herrn Klenk T€ 320, für Herrn Andersen T€ 204, für Herrn Diepold T€ 3, für Herrn Ricker T€ 180, für Herrn Tischer T€ 160 und für Herrn Goldbrunner T€ 160.

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.

Vorschüsse und Kredite

Im Geschäftsjahr 2017 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.

Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.504 (Vorjahr: T€ 1.451) ausbezahlt. Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.465 (Vorjahr: T€ 989) sind zurückgestellt.

Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017

Vergütung 2017 gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
Christoph Klenk CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 28 828 280
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf seit 2016 510 219 729 179
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 660 29 689 231
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 450 21 471 158
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 400 16 416 140
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 400 32 432 140

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Name Funktion Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
Christoph Klenk CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 128 0 1.236
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf seit 2016 0 0 908
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 140 1.193 2.253
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 93 0 722
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 79 0 635
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 79 0 651

Vergütung 2016 gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
Christoph Klenk CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 27 827 180
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf seit 2016 510 199 709 115
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 600 28 628 135
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 400 20 420 90
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 340 16 356 77
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 340 29 369 77

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Name Funktion Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
Christoph Klenk CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 147 0 1.154
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf seit 2016 0 0 824
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 160 0 923
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 107 0 617
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 91 0 524
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 71 0 517

Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2017 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 geänderte Satzung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2017 T€ 631 (Vorjahr: 633) und sind nach folgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen:

Vergütung 2017 gemäß DRS 17 (in €)

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2017
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 87.500 7.000 9.000 103.500
Werner Schrödl*,** Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52.500 7.000 13.500 73.000
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 13.500 55.500
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld*** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 4.500 46.500
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Dr. phil. Verena Di Pasquale*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Johann Robold*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17.500 3.500 3.000 24.000
Beate Eva Maria Pöpperl Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17.500 4.500 22.000
Petra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Jürgen Scholz*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 3.500 7.500 46.000
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Josef Weitzer*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 13.500 55.500

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

*** verstorben am 1.12.2017

Vergütung 2016 gemäß DRS 17 (in €)

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2016
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 43.750 3.500 7.500 54.750
Ernst Baumann Ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender 43.750 3.500 6.000 53.250
Werner Schrödl*,** Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52.500 7.000 13.500 73.000
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 13.500 55.500
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 7.500 49.500
Dr. Alexander Nerz Ehemaliges ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17.500 0 17.500
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17.500 3.000 20.500
Dr. phil. Verena Di Pasquale*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Johann Robold*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 6.000 48.000
Petra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Jürgen Scholz*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Josef Weitzer*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 13.500 55.500

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der KRONES AG

Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2017 € 307.526.386,08. Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 13. Juni 2018 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

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Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns € 307.526.386,08
Dividende € 1,70 für 31.593.072 Stammstückaktien € 53.708.222,40
Vortrag auf neue Rechnung € 253.818.163,68

Neutraubling, 12. März 2018

KRONES AG

Der Vorstand

Christoph Klenk, CEO

Michael Andersen, CFO

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

Organe der Gesellschaft

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender

UNIVERSITÄTSKLINIKUM REGENSBURG
WIRTSCHAFTSBEIRAT BAYERISCHE LANDESBANK

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN

Klaus Gerlach**

Head of Central International Operations and Services

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld

MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB bis 01.12.2017

Professor Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin an der OTH Regensburg

Dr. Verena Di Pasquale**

Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern

Beate Eva Maria Pöpperl**

Betriebsrätin seit 20.06.2017

Johann Robold**

Betriebsrat bis 20.06.2017

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der KROMBACHER FINANCE GMBH,

SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG

CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter IG METALL

Geschäftsstelle Regensburg

INFINEON TECHNOLOGIES AG

Hans-Jürgen Thaus

HAWE HYDRAULIK SE
MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH
KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG

Josef Weitzer**

Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

SPARKASSE REGENSBURG

Vorstand

Christoph Klenk

CEO

Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement

Michael Andersen

CFO

Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf

Thomas Ricker

Vertrieb und Marketing

Markus Tischer

International Operations and Services

Ralf Goldbrunner

Abfüll- und Verpackungstechnik

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Auf der drinktec stellte KRONES den ErgoBloc LM zur Abfüllung von stillem Wasser aus. Dieser vereint alle Funktionen von Streckblasen über das Etikettieren bis zum Füllen und Verschließen.

6. Weitere Informationen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden »EU-APrVO«) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lagebericht« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang, Seite 111. Zudem verweisen wir auf die gesonderte Darstellung des besonders wichtigen Prüfungssachverhalts »Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen«, der mit der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse in direktem Zusammenhang steht.

Das Risiko für den Abschluss

Die Umsatzerlöse der KRONES AG belaufen sich im Geschäftsjahr 2017 auf EUR. 2.950,0 Mio.

Ein wesentlicher Teil der Umsatzerlöse der KRONES AG wird aus Großprojekten mit Neumaschinen erwirtschaftet. Sobald die Maschinen und Anlagen installiert und betriebsbereit sind, erfolgt der Gefahrenübergang. Mit dem Gefahrenübergang werden die zugehörigen Umsatzerlöse erfasst. Zwischen Installationsende und Abnahme werden unwesentliche Nebenleistungen, überwiegend in Form von Nachbesserungen und Optimierungen an den Einstellungen der Maschinen und Anlagen, vorgenommen. Für diese unwesentlichen Nebenleistungen bildet die KRONES AG Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass der Zeitpunkt des Gefahrenübergangs falsch eingeschätzt und die Umsätze aus den kundenspezifischen Aufträgen dadurch dem falschen Geschäftsjahr zugeordnet werden.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die Umsatzlegung und die Faktura sowie insbesondere die Festlegung und Überprüfung des korrekten bzw. tatsächlichen Gefahrenübergangs beurteilt.

Anhand von interner Dokumentation haben wir uns von dem Zeitpunkt des Installationsendes und damit der erstmaligen Betriebsbereitschaft der Maschinen und Anlagen überzeugt. Grundlage dafür waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens ausgewählte Aufträge mit Umsatzrealisierung im Dezember 2017 bzw. im Januar 2018.

Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse durch Einholen von Drittbestätigungen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 oder alternativ durch Einsichtnahme in interne Dokumentation zum Installationsende sowie externe Liefernachweise beurteilt.

Zusätzlich haben wir für einen festgelegten Zeitraum vor dem Abschlussstichtag untersucht, ob es Umsatzbuchungen gibt, die nicht zu einer Forderung geführt haben.

Unsere Schlussfolgerungen

Die Vorgehensweise der KRONES AG bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse führt zu sachgerechten Ergebnissen.

Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang, Seite 109.

Das Risiko für den Abschluss

Im Jahresabschluss der KRONES AG zum 31. Dezember 2017 werden unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 169,5 Mio und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 33,8 Mio ausgewiesen. Der Anteil der Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen an der Bilanzsumme beläuft sich auf insgesamt 11,7 % und hat somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft.

Die Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder dem Nominalwert bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft für Anteile an verbundenen Unternehmen mit Hilfe eines Discounted Cashflow Verfahrens. Für Ausleihungen wird in Abhängigkeit von der verbleibenden Laufzeit ebenfalls auf das Discounted Cashflow Verfahren zurückgegriffen.

Wesentliche Werttreiber der beizulegenden Werte sind die von den Tochtergesellschaften hergestellten und vertriebenen Produkte. Die Prognose der künftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist hinsichtlich der getroffenen Annahmen in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig.

Die für das Discounted Cashflow Verfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf unternehmensindividuellen Planungen für die nächsten drei Jahre, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapitalisierungszinssatz wird aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Ist der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauernd ist.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 nicht vorgenommen. Es besteht das Risiko für den Jahresabschluss, dass die Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen nicht werthaltig sind.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Unsere Prüfung haben wir risikoorientiert durchgeführt. Anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen haben wir beurteilt, ob bei Anteilen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bestehen. Diesbezüglich haben wir uns insbesondere mit der Prognose der künftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung der einzelnen Gesellschaften beschäftigt. Die prognostizierten Beträge haben wir zunächst mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. für steuerliche Zwecke, und dem vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Budget vorgenommen.

Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Die dem Kapitalisierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insb. den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes bzw. der langfristigen Wachstumsrate auf den beizulegenden Wert untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben.

Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen. Weiterhin haben wir die Bewertungsmethodik gewürdigt.

Unsere Schlussfolgerungen

Die Annahmen und Einschätzungen der Gesellschaft zur Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind sachgerecht.

Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang, Seite 110.

Das Risiko für den Abschluss

Die KRONES AG hat zum 31. Dezember 2017 Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen in Höhe von EUR 71,6 Mio passiviert. Die Rückstellungen werden für bereits ausgelieferte und installierte Maschinen und Anlagen, die betriebsbereit sind, gebildet. Der Gefahrenübergang und die Umsatzlegung für die entsprechenden Aufträge sind bereits erfolgt. Zwischen Installationsende und Abnahme werden unwesentliche Nebenleistungen, überwiegend in Form von Nachbesserungen und Optimierungen an den Einstellungen der Maschinen und Anlagen, vorgenommen. In dieser Phase werden durch die KRONES AG Leistungen erbracht, die vertraglich geschuldet sind und deren Aufwand der Höhe nach ungewiss ist.

Die Ermittlung der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt anhand einer Schätzung der noch zu erbringenden Leistungen in Manntagen, multipliziert mit einem landesspezifischen Tagessatz in Abhängigkeit des Montageorts.

Die Prognose der zukünftigen Montagekosten, bestehend aus landesspezifischen Tagessätzen und der Anzahl der noch benötigten Manntage, ist ermessensbehaftet. Es besteht das Risiko für den Jahresabschluss, dass die Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen nicht oder nicht in ausreichendem Maße gebildet werden.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zur Prüfung der Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die Erfassung der Montageleistungen sowie insbesondere die Festlegung und Überprüfung des korrekten bzw. tatsächlichen Gefahrenübergangs beurteilt. Zur Sicherstellung der Vollständigkeit der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen haben wir zudem die Funktionsfähigkeit einer relevanten Schnittstelle innerhalb des IT-Systems untersucht.

Wir haben die zur Bewertung der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen verwendeten Tagessätze sowohl rechnerisch nachvollzogen als auch deren Kalkulation anhand von Vergleichen mit den tatsächlichen Kosten auf ihre Angemessenheit beurteilt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Rückstellungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich angefallenen Montageaufwendungen verglichen haben. Außerdem haben wir anhand eines mathematisch-statistischen Auswahlverfahrens einzelne Projekte ausgewählt, die wir hinsichtlich ihrer Bewertung gewürdigt haben. Dabei haben wir die der Bewertung zu Grunde liegenden Annahmen hinterfragt und uns kritisch mit den Einschätzungen der zuständigen Projektleiter auseinandergesetzt.

Unsere Schlussfolgerungen

Die Vorgehensweise der KRONES AG zu Ansatz und Bewertung der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen ist sachgerecht. Die der Bewertung zu Grunde liegenden Annahmen sind insgesamt angemessen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrvo unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 Eu-APrVo

Wir wurden von der Hauptversammlung am 17. Juni 2017 als Jahresabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2001 als Jahresabschlussprüfer der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrvo (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Andreas Feege.

München, den 12. März 2018

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Braun, Wirtschaftsprüfer

gez. Feege, Wirtschaftsprüfer

Kaufmännisches Glossar

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Abschreibungen Nutzungsbedingte Wertminderungen von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens
Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite vor Steuern Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
Kapitalflussrechnung Betrachtung der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunft- und Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen)
Working Capital/Umsatz Verhältnis von Working Capital zum Umsatz. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Kapital zur Finanzierung des Umsatzes eingesetzt werden muss.

Technisches Glossar

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Aseptische Getränkeabfüllung Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.
Block Mindestens zwei direkt miteinander verbundene Einzelmaschinen. Der Nassteilblock ErgoBloc L besteht aus einer Streckblasmaschine, einer Etikettiermaschine und einem Füller.
Bottling on Demand Ein innovatives Verfahren, um auf einer einzigen Linie eine breite Palette an Produktvarianten herzustellen -in kleinsten Mengen (bis zu 1 Behälter) und in rascher Abfolge.
Digitaldruck Druckverfahren, bei dem die Daten direkt vom Computer auf das zu bedruckende Objekt übertragen werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Digitaldruck ist deutlich flexibler und bei kleineren Auflagen erheblich wirtschaftlicher als herkömmliche Druck- und Etikettierverfahren.
Energy Drink Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Zucker und Koffein.
enviro Das Nachhaltigkeitsprogramm von KRONES. enviro wurde 2009 von TÜV SÜD zertifiziert. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro-Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. KRONES richtet alle Neuentwicklungen an den Kriterien des Nachhaltigkeitsprogramms enviro aus.
HMI (Human Machine Interface) Als HMI bezeichnet man die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Mit ihrer Hilfe können Mensch und Maschine Informationen austauschen, wie beispielsweise über ein Bedien- und Steuer-Terminal.
Intralogistik Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.
Membranfiltration Eine Membran ist eine dünne Trennschicht aus einem Material, das den Stofftransport durch diese Schicht beeinflusst. Die Membranfiltration ist ein physikalisches Verfahren, um feste und flüssige Stoffe zu trennen.
PET Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.
Softdrinks Alkoholfreie und meist kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke.
Sudhaus Im Sudhaus wird aus den Grundstoffen Malz, Hopfen und Wasser in mehreren Schritten Bier gebraut.

Hinweis

Zum Zweck der besseren Lesbarkeit haben wir in diesem Geschäftsbericht vereinfachend die männliche Form verwendet.

Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor und wird auf Anfrage gerne zugesandt. Sie finden ihn außerdem auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations.

Impressum

Herausgeber

KRONES AG

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Projektleitung

Roland Pokorny,

Leiter Unternehmenskommunikation

Gestaltung

Text

Büro Benseler KRONES AG, Dieter Stadler

Fotos

InvestorPress GmbH

KRONES AG

Bestandteil des Anhangs

Zusammensetzung des Anteilsbesitzes am Bilanzstichtag 31.12.2017

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Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Anteil am Gesellschaftskapital Ergebnis
T€ T€ % T€
--- --- --- --- ---
Inland
ECOMAC GEBRAUCHTMASCHINEN GMBH, Neutraubling1 2.860 2.860 100,00 1.229
EVOGUARD GMBH, Nittenau1,2 5.087 5.087 100,00 0
GERNEP GMBH ETIKETTIERTECHNIK, Barbing1 10.241 10.241 100,00 1.111
HST MASCHINENBAU GMBH, Dassow1 2.421 2.421 100,00 394
KIC KRONES INTERNATIONALE COOPERATIONS-GESELLSCHAFT MBH, Neutraubling1 8.700 8.700 100,00 2.953
KLUG GMBH INTEGRIERTE SYSTEME, Teunz (i. I.)3 - - 26,00 -
KRONES BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH, Neutraubling4 26.173 26.173 100,00 0
MAINTEC SERVICE GMBH, Collenberg/Main1 1.069 1.069 100,00 - 3.225
MILKRON GMBH, Laatzen1 - 1.780 - 1.780 100,00 - 1.911
NEUSPED NEUTRAUBLINGER SPEDITIONS-GMBH, Neutraubling1 1.239 1.239 100,00 21
SYSKRON GMBH, Wackersdorf1 1.317 1.317 100,00 - 832
SYSKRON HOLDING GMBH, Wackersdorf 3.846 3.846 100,00 - 850
TILL GMBH, Kelkheim1 - 8.755 - 4.462 50,97 - 2.244
TRIACOS CONSULTING & ENGINEERING GMBH, Altenstadt an der Waldnaab1,5 881 881 100,00 0
53.299 57.592 - 3.354
Ausland
KRONES Angola - Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda/Angola 3.721 3.721 100,00 1.184
KRONES SURLATINA S.A., Buenos Aires/Argentinien 519 519 100,00 170
KRONES PACIFIC PTY LIMITED, Sydney/Australien - 206 - 206 100,00 82
KRONES BANGLADESCH LIMITED, Dhaka/Bangladesh 10 10 100,00 - 34
S.A. KRONES N.V., Louvain-La-Neuve/Belgien 1.328 1.328 100,00 - 30
KRONES DO BRAZIL LTDA ., Sao Paulo/Brasilien 53.268 53.268 100,00 11.130
KRONES S.A., Sao Paulo/Brasilien 143 143 100,00 - 2
MAINTEC SERVICE EOOD, Sofia/Bulgarien1 812 812 100,00 68
KRONES CHILE SPA, Santiago de Chile/Chile 200 200 100,00 99
KRONES ASIA LTD., Hongkong/VR China - 588 - 588 100,00 - 152
KRONES MACHINERY (TAICANG)CO. LTD., Taicang/VR China 61.031 61.031 100,00 16.337
KRONES SALES (BEIJING) CO. LTD., Beijing/VR China - 298 - 298 100,00 - 243
KRONES TRADING (TAICANG) CO. LTD., Taicang/VR China 41.970 41.970 100,00 4.787
KRONES NORDIC APS, Holte/Dänemark 7.542 7.542 100,00 883
KRONES S.A.R.L, Viviers-du-Lac/Frankreich 1.133 1.133 100,00 - 439
KRONES UK LTD., Bolton/Großbritannien 20.930 20.930 100,00 3.795
SYSTEM LTD., London/Großbritannien1 - 158 - 95 60,00 - 22
KRONES INDIA PVT. LTD., Bangalore/Indien 5.385 5.385 100,00 1.522
PT. KRONES MACHINERY INDONESIA, Jakarta/Indonesien 3.776 3.776 100,00 1.402
KOSME S.R.L., Roverbella/Italien 45.207 45.207 100,00 14.056
KRONES S.R.L., Garda (vr)/Italien 3.773 3.773 100,00 - 208
SYSTEM LOGISTICS S.P.A., Fiorano/Italien1 34.900 20.940 60,00 - 3.289
KRONES JAPAN CO. LTD., Tokio/Japan 5.509 5.509 100,00 616
KRONES CAMBODIA CO. LTD., Phnom Penh/Kambodscha 1 1 100,00 0
KRONES MACHINERY CO. LTD., Mississauga, Ontario/Kanada 782 782 100,00 91
KRONES KAZAKHSTAN TOO, Almaty/Kasachstan - 233 - 233 100,00 - 21
KRONES LCS CENTER EAST AFRICA LTD., Nairobi/Kenia 7.482 7.482 100,00 927
KRONES ANDINA LTDA., Bogota/Kolumbien 5.203 5.203 100,00 3.383
KRONES MEX S.A. DE C.V.., Mexiko D.f./Mexiko 7.582 7.582 100,00 1.554
SYSTEMLOG DE MEXICO S.A. DE C.V., Nuevo Leon/Mexiko1 847 508 60,00 623
KRONES MYANMAR LTD., Sanchaung Township/Myanmar 35 35 100,00 - 9
KRONES NEW ZEALAND LIMITED, Auckland/Neuseeland 47 47 100,00 6
KRONES NEDERLAND B.V., Bodegraven/Niederlande 1.714 1.714 100,00 81
KRONES LCS CENTER WEST AFRICA LTD., Lagos/Nigeria 11.026 11.026 100,00 3.521
KRONES GESELLSCHAFT MBH, Sollenau/Österreich 34.675 34.675 100,00 3.093
KRONES FILIPINAS INC., Taguig City/Philippinen 286 286 100,00 126
KRONES SPOLKA Z.O.O., Warschau/Polen 1.007 1.007 100,00 460
KRONES PORTUGAL EQUIPAMENTOS INDUSTRIAS LDA., Barcarena/Portugal 281 281 100,00 99
KRONES ROMANIA PROD. S.R.L., Bukarest/Rumänien 1.380 1.380 100,00 189
KRONES O.O.O., Moskau/Russische Föderation 10.459 10.459 100,00 3.758
SYSTEM NORTHERN EUROPE AB, Malmö/Schweden1 1.439 863 60,00 122
KRONES AG, Buttwil/Schweiz 5.151 5.151 100,00 469
KRONES-IZUMI PROCESSING PTE LTD., Singapur/Singapur1 366 219 59,80 - 907
KRONES SINGAPORE LTD., Singapur/Singapur 167 167 100,00 - 75
KRONES IBERICA, S.A.U., Barcelona/Spanien 6.209 6.209 100,00 668
SYSTEM LOGISTICS SPAIN SL, Castellon/Spanien1 253 152 60,00 31
KRONES SOUTHERN AFRICA (PROP.) LTD., Johannesburg/Südafrika 19.094 19.094 100,00 4.282
KRONES Korea ltd., Seoul/Südkorea 2.976 2.976 100,00 281
KRONES (THAILAND) CO. LTD., Bangkok/Thailand 59.401 59.401 100,00 13.043
SYSTEM LOGISTICS ASIA CO. LTD., Bangkok/Thailand1 449 269 60,00 212
KONPLAN S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik 701 701 100,00 290
KRONES S.R.O., Prag/Tschechische Republik 1.238 1.238 100,00 139
KRONES MAKINA SANAYI VE TIKARET LTD. SIRKETI, Istanbul/Türkei - 792 - 792 100,00 487
KRONES UKRAINE LLC., Kiew/Ukraine 2.147 2.147 100,00 369
MAINTEC SERVICE KFT., Budapest/Ungarn1 - 190 - 190 100,00 - 200
KRONES HUNGARY KFT., Debrecen/Ungarn 3.434 3.434 100,00 - 89
JAVLYN PROCESS SYSTEMS LLC, Rochester, New York/USA1 5.567 5.567 100,00 741
KRONES INC., Franklin, Wisconsin/USA 54.785 54.785 100,00 20.311
PROCESS AND DATA AUTOMATION LLC, Erie/USA1 3.164 3.164 100,00 695
SYSTEM LOGISTICS CORPORATION, Delaware/USA1 - 360 - 216 60,00 592
TRANS-MARKET LLC, Tampa/USA1 21.812 17.450 80,00 1.353
MAQUINARIAS KRONES DE VENEZUELA S.A.., Caracas/Venezuela - 827 - 827 100,00 - 726
INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (IPS) FZCO, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 9.997 3.999 40,00 2.554
KRONES VIETNAM CO., Ho Chi Minh City/Vietnam - 48 - 48 100,00 - 318
568.614 543.158 113.917
621.913 600.750 110.563

1 mittelbare Beteiligung

2 Ergebnisabführungsvertrag mit KRONES Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling

3 in Insolvenz: letzter Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 verfügbar. Im Geschäftsjahr 2017 sind der KRONES AG aus der Beteiligung an der klug GmbH Integrierte Systeme, Teunz (i. I.) keine Verluste entstanden.

4 Ergebnisabführungsvertrag mit KRONES AG, Neutraubling

5 Ergebnisabführungsvertrag mit SYSKRON Holding GmbH, Wackersdorf

Kontakt

KRONES AG

Investor Relations

Olaf Scholz

Telefon +49 9401 70-1169

Telefax +49 9401 70-911169

E-Mail [email protected]

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Deutschland

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