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KRONES AG — Annual Report 2016
Apr 21, 2017
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Annual Report
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KRONES Aktiengesellschaft
Neutraubling
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016
Kompetenzen weltweit ausbauen
Geschäftsbericht der KRONES AG 2016
Highlights 2016
| ― | KRONES hat seine für 2016 gesetzten Ziele erreicht. |
| ― | Umsatz steigt um 8,3 % auf 2,72 Mrd. €. |
| ― | Dividende für 2016 soll im Vergleich zum Vorjahr von 1,45 € je Aktie auf 1,55 € steigen. |
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| 2016 | 2015 | Veränderung in % |
||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. € | 2.721,2 | 2.513,2 | + 8,3 |
| Auftragseingang | Mio. € | 2.639,7 | 2.658,2 | - 0,7 |
| Auftragsbestand zum 31.12. | Mio. € | 1.457,5 | 1.539,0 | - 5,3 |
| EBITDA | Mio. € | 191,5 | 137,4 | + 39,4 |
| EBIT | Mio. € | 138,9 | 86,8 | + 60,0 |
| EBT | Mio. € | 146,3 | 79,1 | + 85,0 |
| Jahresüberschuss | Mio. € | 111,1 | 59,0 | + 88,3 |
| Ergebnis je Aktie (Konzern nach IFRS) | € | 5,40 | 4,98 | + 8,4 |
| Dividende je Aktie | € | 1,55* | 1,45 | + 6,9 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | 53,2 | 53,0 | + 0,4 |
| Cashflow** | Mio. € | 163,7 | 109,6 | + 49,4 |
| Nettoliquidität*** zum 31.12. | Mio. € | 188,2 | 125,7 | + 49,7 |
| Beschäftigte am 31.12. | 9.453 | 9.283 | + 1,8 |
* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
** Jahresergebnis plus Abschreibungen
*** liquide Mittel abzüglich Finanzschulden
Das gesamte KRONES Team hat in den vergangenen Jahren hart dafür gearbeitet, um das Unternehmen auf die Herausforderungen der Märkte gut vorzubereiten. Die Erfolge 2016 zeigen, dass sich die Anstrengungen auszahlen. Wir dürfen aber nicht nachlassen. Alle müssen weiterhin an einem Strang ziehen, damit wir unsere gute Marktposition bei zunehmendem Wettbewerb behaupten.
Kritische Erfolgsfaktoren sind Kundenzufriedenheit und Kundennähe. Wir wollen unseren Kunden auch künftig weiter verbesserte Produkte und Dienstleistungen mit klarem Mehrwert bieten. Zudem verstärken wir die internationale Präsenz von KRONES. Mitarbeiter vor Ort können die individuellen Anforderungen der Kunden am besten verstehen und erfüllen. Insgesamt wird KRONES seine »Kompetenzen weltweit ausbauen«.
Brief des Vorstands
»Wir bauen unsere Kompetenzen weltweit aus, damit wir die Kundenzufriedenheit weiter steigern.«
Christoph Klenk
Vorstandsvorsitzender
Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,
2016 konnten wir uns nicht über mangelnde Herausforderungen beschweren. Politische Unruhen im Mittleren Osten, niedrige Rohstoff- und Energiepreise sowie das Brexit-Votum der Briten sind nur einige der Faktoren, die immer wieder für globale Verunsicherung sorgten. Das machte auch die Geschäfte von KRONES nicht einfacher. Auf unseren Märkten herrschte intensiver Wettbewerb und die Kunden waren preissensibel.
KRONES auch in schwierigem Umfeld erfolgreich
Mit dem 2011 gestarteten Strategieprogramm Value hat sich KRONES frühzeitig auf schwierige Märkte eingestellt. Hauptsächlich dank Value konnten wir 2016 unser Wachstums- und Ergebnisziel erreichen. Der Konzernumsatz stieg um 6,9 % auf 3,39 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich sich im Konzern um 6,4 % auf 237,6 Mio. €. Mit 7,0 % lag die EBT-Marge bei dem von uns prognostizierten Wert. Wir werden alles dafür tun, dass wir auch künftig unseren Kunden Mehrwert bieten und dadurch erfolgreich bleiben.
So stellt KRONES beispielsweise die »Prozesstechnik« besser auf. Das zweitgrößte Unternehmenssegment erwirtschaftete 2016 mit 1,5 Mio. € wie erwartet ein leicht positives Ergebnis vor Steuern. Um die Ertragskraft nachhaltig zu stärken, setzt KRONES seit Ende 2015 eine Reihe struktureller Maßnahmen um. Wir wickeln beispielsweise verstärkt Teile des Engineerings und des Einkaufs in den Regionen vor Ort ab. Im Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« ist KRONES mit der Internationalisierung schon weiter. Wir haben 2016 den internationalen Service gestärkt und bieten lokale Produkte an, die technologisch an die regionalen Bedürfnisse unserer Kunden angepasst sind. Gut vorangekommen ist unser kleinstes Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class«, in dem die Aktivitäten von KOSME und GERNEP gebündelt sind. Mit einer EBT-Marge von 5,2 % übertraf das Segment die für 2016 prognostizierte Rendite leicht. (Alle Angaben betreffen den Konzern.)
Kontinuität als solides Fundament
Mit der Wahl von Volker Kronseder zum Aufsichtsratsvorsitzenden im Juni 2016 bleibt die Kontinuität bei KRONES gewahrt. Dies ist für die nachhaltige Unternehmensentwicklung enorm wichtig. Unser langjähriger Vorstandsvorsitzender verfügt über wertvolle fachliche Qualifikationen und jahrzehntelange Markterfahrung. Darüber hinaus besitzt Volker Kronseder die Fähigkeit, dem Vorstand als Aufsichtsratsvorsitzender wichtige Anregungen zu geben und dabei gleichzeitig die nötige Distanz zum operativen Geschäft zu wahren. Eine Eigenschaft, die auch seinen Vorgänger Ernst Baumann auszeichnete. Bei Ernst Baumann möchte ich mich an dieser Stelle, auch im Namen meiner Vorstandskollegen, noch einmal ganz herzlich für die sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit bedanken.
Kompetenzen weltweit ausbauen
KRONES will den Kunden künftig noch mehr und weiter verbesserte Produkte und Dienstleistungen mit klarem Mehrwert bieten. Hierzu werden wir unsere »Kompetenzen weltweit ausbauen«. Einige Beispiele hierfür zeigen wir Ihnen auf den Seiten 36 bis 67 des Geschäftsberichts. Bei allen Innovationen verfolgen wir den Nachhaltigkeitsgedanken. Unser Nachhaltigkeitsprogramm enviro hat sich zur Benchmark für die gesamte Branche entwickelt.
Einen Teil neuer Kompetenzen kauft KRONES zu. So haben wir vergangenes Jahr über unsere italienische Tochtergesellschaft 60 % an SYSTEM LOGISTICS erworben. Das norditalienische Unternehmen ist ein führender Anbieter von innovativen Lösungen für die Intralogistik, Materialflusstechnik sowie Lagerhaltung im Bereich der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie. Mit der Beteiligung an SYSTEM LOGISTICS machten wir einen großen Schritt, um die wichtigen Material- und Datenströme entlang der kompletten Wertschöpfungskette der Kunden zu erfassen und auszuwerten. Damit verfügt KRONES über eine gute Basis, um bei der Digitalisierung von Getränkefabriken in vorderster Reihe zu stehen. Wir werden unsere Software-Kompetenz ausbauen und neue »digitale« Geschäftsmodelle entwickeln. Die Fäden hierfür laufen bei unserer Tochter SYSKRON zusammen, die darauf fokussiert ist, unseren Kunden ideale Lösungen für die intelligente Fabrik der Zukunft zu bieten.
Mit der Akquisition von 80 % des Geschäfts des US-amerikanischen Unternehmens TRANS-MARKET hat KRONES das Prozesstechnik-Geschäft in den USA erheblich gestärkt. Durch die Transaktion unserer US-Tochter konnten wir unsere lokalen Kapazitäten für das Engineering und den Einkauf ausbauen.
Auch in bestehende Strukturen investierten wir 2016 kräftig. Hier möchte ich die Freigabe der Mittel hervorheben, mit denen wir den Produktionsstandort Raubling nahe Rosenheim 2017 deutlich erweitern. Der Standort Deutschland bleibt für KRONES wichtig. Der größte Teil des geplanten Mitarbeiteraufbaus wird aber an unseren internationalen Standorten stattfinden, um noch näher am Kunden zu sein. Eine große Herausforderung ist dabei, qualifiziertes Personal zu gewinnen und dauerhaft zu binden. Wir investieren deshalb nicht nur im Inland, sondern auch an den internationalen Standorten viel in die Belegschaft. Unsere Mitarbeiter sind es, die für den Erfolg von KRONES stehen. Im Namen des kompletten Vorstands bedanke ich mich herzlich bei der ganzen Mannschaft für ihren motivierten Einsatz.
Ehrgeizige Wachstumsziele
Wir werden auch künftig gemeinsam an einem Strang ziehen, um unsere gute Marktposition zu behaupten. Aus heutiger Sicht dürften sich die Marktbedingungen zumindest kurzfristig nicht bessern. Dennoch haben wir uns für 2017 und darüber hinaus viel vorgenommen. Umsatz und Ergebnis von KRONES sollen weiter steigen. Beim Umsatz planen wir für 2017 mit einem Zuwachs von 4 %. Die EBT-Marge wollen wir bei 7 % stabil halten. Bis 2020 peilen wir im Rahmen unserer Mittelfristplanung jährlich ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 7 % an. Die EBT-Marge soll bis dahin auf 8 % steigen (Konzernwerte). Näheres zur Mittelfristplanung finden Sie auf den Seiten 30 bis 35. Angesichts des Wettbewerbsumfeldes wird es nicht einfach, die Ziele zu erreichen. Doch ich bin überzeugt, dass wir die Erfolgsgeschichte von KRONES mit vereinten Kräften fortschreiben.
Christoph Klenk
CEO
Die Mitglieder des Vorstands
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| Thomas Ricker | Michael Andersen | Christoph Klenk |
| Abfüll- und Verpackungstechnik | CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf | CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement |
| Markus Tischer | Ralf Goldbrunner | Rainulf Diepold |
| International Operations and Services | Anlagen und Komponenten | Vertrieb und Marketing |
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach zwei Jahrzehnten als Vorstandsvorsitzender bin ich Ende 2015 aus dem KRONES Vorstand ausgeschieden. Für mich war sehr wichtig, weiter Verantwortung für KRONES zu übernehmen. Ich freue mich, dass mich die Aktionäre auf der Hauptversammlung am 15. Juni 2016 in den Aufsichtsrat wählten. Bei Ernst Baumann, meinem Vorgänger als Aufsichtsratsvorsitzender, bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich für seine außerordentlich gute und erfolgreiche Arbeit in all den Jahren.
Mit Prof. Dr. Susanne Nonnast gibt es neben mir seit der vergangenen Hauptversammlung ein weiteres neues Aufsichtsratsmitglied. Sie folgte Dr. Alexander Nerz, der leider am 30. Mai 2016 verstorben ist. Gemäß Ziffer 5.4.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex teile ich an dieser Stelle mit, dass Dr. Alexander Nerz krankheitsbedingt an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilnehmen konnte, die während seiner Amtsperiode im Geschäftsjahr 2016 stattfanden.
Auch in neuer Besetzung hat sich an der grundsätzlichen Arbeitsweise des Aufsichtsrats nichts geändert. Das gesamte Gremium ist ein Team, in dem jedes einzelne Mitglied seine Fähigkeiten zum Wohle des Unternehmens einbringt. Der Aufsichtsrat arbeitet dabei eng und vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammen.
Beratung und Überwachung
Im Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten. Ein Schwerpunkt der Aufsichtsratsarbeit 2016 war, die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu begleiten. Gemeinsam mit dem Vorstand befasste sich das Gremium unter anderem mit möglichen Zukäufen und der neuen Mittelfristplanung von KRONES. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement informieren.
2016 fanden fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Ein Aufsichtsratsbeschluss wurde im Umlaufverfahren eingeholt. Es handelte sich dabei um die Zustimmung zum Kauf von 80 % des Geschäfts des US-Unternehmens TRANS-MARKET im August 2016.
Die erste Aufsichtsratssitzung 2016 fand am 16. März statt. Unter dem Tagesordnungspunkt »Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten« stellte der Aufsichtsratsvorsitzende Ernst Baumann die aktuelle Amtsperioden der Aufsichtsratsmitglieder vor und wies darauf hin, dass diese von mehreren Mitgliedern im Juni 2016 endet. Er erläuterte dem Gremium die rechtlichen Voraussetzungen, damit Volker Kronseder trotz der »Cooling-off-Period-Regel« auf der Hauptversammlung 2016 neu in den Aufsichtsrat gewählt werden kann. Herr Baumann bestätigte, dass ihm der hierfür laut §100 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 Aktiengesetz geforderte Wahlvorschlag von Aktionären, die mehr als 25 % der Stimmrechte an der KRONES AG besitzen, vorliegt. Weitere Themen der Sitzung waren Anpassungen der Vorstandsvergütungen sowie die formale Regelung, um die Geschlechterquote im Aufsichtsrat getrennt nach Arbeitnehmer- und Anteilseignerseite zu erfüllen. Anschließend präsentierte der Vorstand dem Aufsichtsrat den vorläufigen Konzernabschluss 2015 und stellte die wichtigsten Finanzkennzahlen vor.
Am 27. April traf sich der Aufsichtsrat zur zweiten Sitzung 2016. An dieser nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Diese erläuterten dem Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag und die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses 2015 und gaben einen detaillierten Überblick über die Abschlussprüfung. Anschließend stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der KRONES AG fest und billigte den Konzernabschluss. Darüber hinaus beschlossen die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat einstimmig, der Hauptversammlung am 15. Juni 2016 Volker Kronseder, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Norman Kronseder, Hans-Jürgen Thaus sowie Prof. Dr. Susanne Nonnast zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Danach legten Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam die Tagesordnung für die Hauptversammlung der KRONES AG am 15. Juni 2016 fest. Im Wirtschaftsbericht erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat die Zahlen zum ersten Quartal 2016, den Ausblick auf das Gesamtjahr sowie die Statusberichte der einzelnen Unternehmenssegmente.
Im Anschluss an die Hauptversammlung am 15. Juni 2016 fand die dritte und zugleich konstituierende Aufsichtsratssitzung statt. Die Sitzung leitete der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Werner Schrödl, der den wiedergewählten Gremiumsmitgliedern Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Norman Kronseder und Hans-Jürgen Thaus ebenso gratulierte wie den neuen Aufsichtsräten Prof. Dr. Susanne Nonnast und Volker Kronseder. Als Gast nahm Ernst Baumann an der Sitzung teil. Bei ihm bedankte sich Werner Schrödl für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Anschließend wählte der Aufsichtsrat Volker Kronseder einstimmig zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk beglückwünschte Volker Kronseder im Namen des kompletten Vorstands zur Wahl und freute sich auf die künftige Zusammenarbeit.
Zur vierten Sitzung des Geschäftsjahres 2016 traf der Aufsichtsrat am 28. September zusammen. Zu Beginn präsentierte der Aufsichtsratsvorsitzende dem Gremium das Ergebnis zur Effizienzprüfung der Arbeit des Aufsichtsrats. Die Effizienz wurde sehr positiv bewertet. Im anschließenden wirtschaftlichen Bericht erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat den Abschluss zum 30. Juni 2016 sowie die aktuelle Markt- und Konkurrenzsituation. Darüber hinaus gaben die für die jeweiligen Segmente zuständigen Vorstandsmitglieder einen aktuellen Statusbericht zu den Segmenten ab. Anschließend informierte der Vorstand das Gremium über strategische Maßnahmen und die Mittelfristplanung des Unternehmens.
Die fünfte und letzte Aufsichtsratssitzung 2016 fand am 30. November statt. Zu Beginn befasste sich das Gremium mit allgemeinen Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten. Der Aufsichtsrat folgte der Empfehlung des Ständigen Ausschusses, den Vorstandsvertrag von Ralf Goldbrunner bis 31. Dezember 2021 zu verlängern. Danach befasste sich das Gremium mit dem Risikomanagement. Der Aufsichtsratsvorsitzende erläuterte, dass sich die Risikosituation des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nicht verändert hat. Ein weiterer Schwerpunkt der fünften Aufsichtsratssitzung war die Jahresplanung 2017.
Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses
Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Vorsitzender des Ausschusses ist Philipp Graf von und zu Lerchenfeld. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht die Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss kam 2016 zu drei Sitzungen zusammen. Am 26. April bereitete er vor der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses 2015 durch den Aufsichtsrat vor.
Auf der zweiten Sitzung 2016, die am 8. August stattfand, stand der beabsichtigte Kauf von 80 % des Geschäfts des US-amerikanischen Unternehmens TRANS-MARKET auf der Tagesordnung. Dem Ausschuss wurde das Unternehmen und die Struktur der beabsichtigen Transaktion genau erläutert. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss fasste danach den einstimmigen Beschluss, dass dem Aufsichtsrat empfohlen werden soll, dem Vorstand die Durchführung der Akquisition zu genehmigen.
Am 29. November fand zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzung vom 30. November die dritte Ausschusssitzung 2016 statt. Dort befasste sich der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss mit der aktuellen Risikosituation des Unternehmens und erhielt einen Statusbericht der beiden Abteilungen »Interne Revision« und »Compliance Management«.
Arbeit des Ständigen Ausschusses
Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Volker Kronseder an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Volker Kronseder. Das Gremium befasst sich grundsätzlich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen zum Beispiel die Personalstrategie sowie die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. 2016 fanden zwei Sitzungen des Ständigen Ausschusses statt.
Am 15. März bereitete der Ausschuss die Aufsichtsrats- und Vorstandangelegenheiten vor, die auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am 16. März standen. Ein weiteres Thema war der geplante Erwerb von 60 % am italienischen Anbieter von Intralogistiklösungen SYSTEM LOGISTICS. Nach eingehender Prüfung der Transaktion sprachen sich die Mitglieder des Ständigen Ausschusses einstimmig dafür aus, dass dem Aufsichtsrat die Empfehlung gegeben werden soll, dem geplanten Beteiligungserwerb zuzustimmen.
Auf der Sitzung am 29. November befasste sich der Ständige Ausschuss mit den Amtsperioden der Vorstandsmitglieder. Die ursprüngliche Vertragslaufzeit von Ralf Goldbrunner endet zum 31. August 2017. Da der Ständige Ausschuss die Arbeit von Herrn Goldbrunner sehr positiv beurteilt beschloss er, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Vertrag von Herrn Goldbrunner bis 31. Dezember 2021 zu verlängern.
Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG Bayerischen Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 22. März 2017 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.
Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG festgestellt sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2016 der KRONES AG festgestellt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2016.
Neutraubling, im März 2017
Der Aufsichtsrat
Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.
Ernst Baumann
Aufsichtsratsvorsitzender bis 15.06.2016
* ZF FRIEDRICHSHAFEN AG
Volker Kronseder
Aufsichtsratsvorsitzender seit 15.06.2016
* UNIVERSITÄTSKLINIKUM REGENSBURG
* WIRTSCHAFTSBEIRAT BAYERISCHE LANDESBANK
Werner Schrödl**
Konzernbetriebsratsvorsitzender
Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
* VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN
Klaus Gerlach**
Head of Central International
Operations and Services
Norman Kronseder
Land- und Forstwirt
* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld
MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB
Dr. Alexander Nerz
Rechtsanwalt bis 30.05.2016
Professor Dr. jur. Susanne Nonnast
Professorin an der OTH Regensburg seit 15.06.2016
Dr. Verena Di Pasquale**
Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern
Johann Robold**
Betriebsrat
Petra Schadeberg-Herrmann
Geschäftsführende Gesellschafterin
der KROMBACHER FINANCE GMBH, SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG
* CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG
Jürgen Scholz**
1. Bevollmächtigter IG METALL
Geschäftsstelle Regensburg
* INFINEON TECHNOLOGIES AG
Hans-Jürgen Thaus
* HAWE HYDRAULIK SE
* MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH
* KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG
* SCHULER AG
Josef Weitzer**
Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender
Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Betriebsratsvorsitzender Neutraubling
* SPARKASSE REGENSBURG
* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG
** Von den Mitarbeitern gewählt
Zur KRONES Aktie
»Nach der starken Kursperformance unserer Aktie in den Vorjahren haben sich die KRONES Titel 2016 schwach entwickelt.«
Olaf Scholz
Leiter Investor Relations
| ― | Weltbörsen beenden 2016 nach großen Schwankungen leicht im Plus |
| ― | KRONES Aktie schließt erstmals seit Jahren mit Kursverlusten |
| ― | Für 2016 soll eine Dividende von 1,55 € je Aktie ausgeschüttet werden |
Nach starken Kursgewinnen in den Vorjahren war für KRONES Aktionäre 2016 kein gutes Jahr. Unsere Aktie sank im Jahresverlauf um 21,2 % auf 86,90 € und entwickelte sich schwächer als der MDAX (+ 6,8 %). Damit musste die KRONES Aktie der überdurchschnittlichen Entwicklung in den Vorjahren Tribut zollen, obwohl es von der Geschäftsentwicklung keine Gründe für die unterdurchschnittliche Performance gab.
Das Börsenjahr 2016 endete insgesamt positiv
Nach einem schwachen Jahresstart gingen die meisten Weltbörsen zum Jahresende mit einem Plus aus dem Rennen. Zunächst starteten die Aktienmärkte mit starken Kursverlusten in das Jahr 2016. Auslöser für die negative Entwicklung bis Mitte Februar waren die schwache Konjunktur in China und der stark fallende Ölpreis. Aber dann sorgte die extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken - vor allem der Europäischen Zentralbank - für einen Umschwung. Die Kurse zogen bis zum Brexit-Votum Ende Juni wieder an. Am Tag nach dem Brexit verlor der deutsche Aktienindex DAX zeitweise 10 %. Der Schock wurde aber schnell verdaut und die Märkte starteten eine kleine Sommerrallye. Nach einer Seitwärtsbewegung im Herbst sorgte die US-Präsidentenwahl wieder für Impulse. Verluste am Tag nach der Wahlnacht wurden umgehend wieder wettgemacht und die positive Stimmung an den Märkten gewann bis Jahresende die Oberhand, so dass die meisten Weltbörsen mit einem leichten Plus auf Jahresbasis schlossen.
Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2016
Bis Ende Mai entwickelte sich unsere Aktie in etwa wie der MDAX. Danach verloren unsere Titel - bis auf einen Zwischenspurt Ende Oktober - kontinuierlich an Boden.

Der DAX beendete 2016 mit einem Plus von 6,9 % bei 11.481 Punkten, nachdem er Mitte Februar noch sein Jahrestief bei 8.700 Punkten markierte. Der Euro-Stoxx-50, mit den größten Werten aus dem Euro-Raum, und der japanische Nikkei-Index schlossen das Börsenjahr 2016 nahezu unverändert. In den USA liefen die Börsen überdurchschnittlich gut. Vor allem nach der Wahl des neuen Präsidenten Donald Trump wurden die Märkte von den angekündigten Konjunkturprogrammen getrieben. Der US-Leitindex Dow Jones gewann im Berichtsjahr 13,4 % auf 19.763 Punkte.
KRONES Aktie schwächer als der MDAX
Obwohl KRONES seine Jahresprognose eingehalten hat und eine positive Mittelfristplanung veröffentlichte, entwickelte sich die Aktie nur unterdurchschnittlich.
Der MDAX, der Index für mittelgroße Aktiengesellschaften, dem auch KRONES angehört, legte 2016 mit einem Plus von 6,8 % ähnlich stark zu wie der »große Bruder« DAX und schloss das Börsenjahr bei 22.189 Punkten. Die KRONES Aktie entwickelte sich mit einem Minus von 21,2 % deutlich schwächer als der MDAX. Inklusive der Dividende von 1,45 € errechnet sich für 2016 ein Minus von 20,0 %.
Nach einem schwachen Jahresauftakt fing sich die KRONES Aktie ab Mitte Februar und markierte am 31. Mai bei 108,60 € den Jahreshöchstkurs. Bis zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich das Papier noch in etwa so wie der MDAX. Danach ging es mit dem Kurs stetig nach unten. Vor allem nach den Zahlen zum Halbjahr, die die hohen Erwartungen der Analysten nicht ganz erfüllten, verlor die Aktie an Boden. Am 16. September markierte das Papier mit 80,54 € den tiefsten Kurs im Berichtsjahr. Die Bestätigung der Jahresprognose sowie eine neue Mittelfristplanung hauchten unserer Aktie Ende Oktober wieder neues Leben ein und führten zu Kursen um die 95 €. Bis zum Jahresende bröckelte der Wert allerdings wieder ab, so dass die KRONES Aktie das Jahr 2016 mit einem Kurs von 86,90 € beendete.
Kennzahlen der KRONES Aktie (teilweise Konzernwerte)
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| zum 31.12. | 2016 | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl Aktien | (Mio. Stück) | 31,59 | 31,59 | 31,59 |
| Free Cashflow je Aktie | € | 1,56 | 2,04 | 4,82 |
| Eigenkapital je Aktie | € | 38,79 | 35,19 | 31,29 |
| Ergebnis je Aktie | € | 5,40 | 4,98 | 4,30 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des Jahresendkurses | 16,1 | 22,1 | 18,8 | |
| Dividende je Aktie | € | 1,55* | 1,45 | 1,25 |
| Höchstkurs | € | 108,60 | 117,10 | 81,99 |
| Tiefstkurs | € | 80,54 | 78,44 | 56,43 |
| Jahresschlusskurs | € | 86,90 | 110,30 | 80,76 |
* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
KRONES Aktie langfristig weiterhin mit hoher Rendite
Trotz des schwachen 2016er Jahres weisen unsere Titel langfristig eine überdurchschnittlich hohe Rendite aus. In den vergangenen zehn Jahren stieg der Wert unserer Aktie um 125 %. Der durchschnittliche jährliche Kursgewinn der KRONES Aktie beträgt in diesem Zeitraum 8,5 % und liegt damit über dem Wertzuwachs des MDAX Kursindex (+ 6,4 %), also der MDAX ohne Dividenden. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende jeweils wieder in KRONES Aktien angelegt wurde, ergibt sich für die vergangenen zehn Jahre eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9,9 %. Der vergleichbare MDAX-Performance-Index legte nur um 8,8 % jährlich zu.
Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2007 bis 2016

Umsatz mit KRONES Aktien ist 2016 gestiegen
Die KRONES Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 an der Börse notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Unsere Papiere sind Inhaber-Stammaktien ohne Nennwert. Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 KRONES Aktien. Die Aktie ist seit Gründung des MDAX Mitglied in dem Index für mittelgroße Werte der Deutschen Börse.
Entscheidend für die Mitgliedschaft in den renommierten Indizes der Deutschen Börse ist neben dem Börsenwert der im Streubesitz befindlichen Aktien das Handelsvolumen, das über XETRA und den Frankfurter Parketthandel abgewickelt wird. In der Rangliste, die für die Zusammensetzung des 50 Werte umfassenden MDAX herangezogen wird, rutschte die KRONES Aktie Ende 2016 beim Börsenwert auf Rang 44 (Vorjahr: 31) ab. Grund hierfür war der starke Kursverlust von KRONES im Berichtsjahr. Beim Handelsvolumen verbesserten wir uns auf Rang 41 (Vorjahr: 44). Im Gesamtjahr 2016 wurden im Durchschnitt täglich insgesamt rund 60.000 Aktien (Vorjahr: rund 53.000) auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt.
Hauptsächlich institutionelle Investoren wickeln ihre Orders häufig über außerbörsliche Plattformen ab. 2016 wechselten im Durchschnitt täglich rund 90.000 KRONES Aktien (Vorjahr: rund 77.000) ihre Besitzer auf solchen Plattformen.
Stammdaten der KRONES Aktie
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| Aktienanzahl | 31.593.072 |
| Wertpapierkennnummer | 633500 |
| ISIN | DE 0006335003 |
| XETRA-Kürzel | KRN |
Aktionärsstruktur
Im Aktionärskreis von KRONES gab es im Berichtsjahr keine wesentlichen Veränderungen. Die Familie Kronseder Konsortium GbR hielt zum 31. Dezember 2016 mit 51,58 % die Mehrheit an der KRONES AG. Die Familie will auch künftig stabiler Mehrheitsaktionär bleiben. Das gibt dem Unternehmen die Möglichkeit langfristig und nachhaltig zu handeln. Der nicht von der Familie gehaltene Anteil, also der Streubesitz, lag Ende 2016 bei 48,42 %.
Aktionärsstruktur (Stand Dezember 2016)

KRONES plant für 2016 eine Dividende von 1,55 € je Aktie
Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 20. Juni 2017 für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 1,55 € je Aktie vorschlagen. Gegenüber der Dividende des Vorjahres (1,45 € je Aktie) entspricht das einer Steigerung von 6,9 %. Die langfristige Dividendenpolitik des Unternehmens sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernjahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten. Die Dividende für 2016 entspricht 29,0 % des Konzernergebnisses.
Dividende je Aktie in €

* inkl. 1,00 € Sonderausschüttung
** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
Vorstand präsentiert Investoren neue Mittelfristplanung
KRONES pflegt den intensiven Kontakt mit Analysten und Investoren. Hierfür nutzen wir Einzelgespräche sowie Investoren- und Telefonkonferenzen.
Als MDAX-Unternehmen wird KRONES von vielen internationalen Kapitalmarktexperten beobachtet. Für uns hat der Dialog mit den Kapitalmarktakteuren einen hohen Stellenwert. Im vergangenen Jahr führten Finanzvorstand Michael Andersen und der Leiter der KRONES Investor Relations Olaf Scholz auf Roadshows in den internationalen Finanzzentren viele Einzelgespräche mit Analysten und Investoren. Darüber hinaus nahm KRONES an mehreren Investorenkonferenzen im In- und Ausland teil.
Fester Bestandteil unserer Kapitalmarktkommunikation sind die Telefonkonferenzen, die wir jeweils zu den Jahres- und Quartalszahlen durchführen. Die Telefonkonferenz zum dritten Quartal 2016 am 26. Oktober nutzte KRONES, um die Kapitalmarktexperten erstmals über die neue Mittelfristplanung zu informieren. Alle Präsentationen zu den Telefonkonferenzen sind im Investor-Relations-Bereich unserer Homepage frei abrufbar. Dort stellen wir auch alle anderen wichtigen Informationen zur KRONES Aktie zur Verfügung.
Die jährliche Analystenkonferenz von KRONES fand am 28. April 2016 in München statt. Vorstandsvorsitzender Christoph Klenk und Finanzvorstand Michael Andersen präsentierten dort die festgestellten Zahlen 2015 sowie die Zahlen für das erste Quartal 2016. Darüber hinaus erläuterten sie wichtige strategische Maßnahmen in den einzelnen Segmenten des Unternehmens und beantworteten die Fragen der Analysten.
Hauptversammlung wählt Volker Kronseder in den Aufsichtsrat
Am 15. Juni 2016 fand in Neutraubling die 36. Ordentliche Hauptversammlung von KRONES statt. Die Präsenz, also der Anteil des Kapitals am gesamten Grundkapital der Gesellschaft, das auf der Hauptversammlung vertreten war, lag wie im Vorjahr bei hohen 83 %. Die Versammlung leitete letztmals Ernst Baumann, der mit Ablauf der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat der KRONES ausschied. KRONES Vorstandsvorsitzender Christoph Klenk hielt im Rahmen der Hauptversammlung Rückschau auf das sehr erfolgreiche Wirken von Ernst Baumann und bedankte sich im Namen des gesamten Vorstands für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Die anwesenden Aktionäre schlossen sich dem Dank mit großem Applaus an.
Neu in den Aufsichtsrat wählten die Aktionäre auf der Hauptversammlung Prof. Dr. Susanne Nonnast sowie den langjährigen KRONES Vorstandsvorsitzenden Volker Kronseder. Auf seiner konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der Aufsichtsrat Volker Kronseder einstimmig zum Vorsitzenden des Gremiums.
Mit großer Mehrheit stimmten die Aktionäre dem Dividendenvorschlag zu. Für das Geschäftsjahr 2015 zahlte KRONES eine Dividende von 1,45 € je Aktie (Vorjahr: 1,25 €). Die Ausschüttung entsprach 29 % des Konzernergebnisses 2015 und lag damit am oberen Rand des Zielkorridors von 25 % bis 30 %, den sich KRONES im Rahmen der langfristigen Dividendenpolitik gesetzt hat.
Lagebericht
der KRONES AG
KRONES auf einen Blick
Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition
Mit einem Anteil von rund 90 % erwirtschaftet KRONES einen Großteil des Umsatzes mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt von Unternehmen aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).
Die KRONES AG ist stark exportorientiert und erzielt rund 87 % des Umsatzes im Ausland.
Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftet KRONES rund 50 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets ebenfalls rund 50 % der Erlöse.
Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert KRONES mit einer Reihe von kleineren Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum.
Chinesische Anbieter buhlen vor allem auf deren Heimatmarkt mit KRONES um Aufträge, zunehmend aber auch auf den internationalen Märkten.
KRONES setzt sich als Full-Service-Anbieter von einem Großteil des Wettbewerbs ab. Ein entscheidender Vorteil ist unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können. Insgesamt ist KRONES führender Hersteller in der Abfüll- und Verpackungstechnik.
Vertriebsregionen von KRONES

KRONES hat seinen Hauptsitz in Neutraubling und produziert den Großteil seiner Maschinen und Anlagen in Deutschland. Die Tochter KOSME fertigt in Österreich und Italien. In den Lifecycle Service (LCS) Centern in Franklin (USA), Taicang (China) und São Paulo (Brasilien) stellt KRONES Ersatzteile her. Neben insgesamt 7 LCS Centern an strategisch wichtigen Punkten verfügt das Unternehmen darüber hinaus über ein weltweites Netz an Service- und Vertriebsniederlassungen.
KRONES mit Fabrikkompetenz
KRONES liefert Kunden aus der Getränkeindustrie komplette Fabriken aus einer Hand. Mit unserem einzigartigen Know-how halten wir die Investitions- und Betriebskosten der Kunden niedrig. Ebenso wichtig ist, dass sie ihre Produkte sicher und in höchster Qualität herstellen können.
Wir liefern nicht nur alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Darüber hinaus sorgen wir für die komplette Logistik, für Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie moderne IT-Lösungen, die alle Abläufe innerhalb der Produktion steuern und dokumentieren. Wir achten stets darauf, dass alle Gebäude optimal auf die speziellen Produktionsanforderungen zugeschnitten sind.
Anhand des Schaubildes einer kompletten Getränkefabrik stellen wir unsere Leistungen kurz vor.
KRONES bietet alles an, was nötig ist, um Getränke herzustellen. Bei Brauereien ist das Herzstück das Sudhaus, in dem aus Wasser, Hopfen und Malz in mehreren Schritten Bier gebraut wird. Das Sudhaus besteht aus verschiedenen Anlagen wie Malzsilo, Maischpfanne, Läuterbottich, Würzepfanne, Whirlpool und Würzekühler. Anschließend durchläuft das Bier noch Gär- und Lagertanks sowie Filter von KRONES.
Herstellern von Softdrinks bietet KRONES zum Beispiel Anlagen zur Wasseraufbereitung, den Sirupraum sowie Mischer und Karbonisierer an.
Alle Lager- und Produktionsbehälter von KRONES sind präzise gefertigt und fügen sich perfekt in die komplette Fertigung ein.
In der umfangreichen Planungsphase klügelt KRONES nicht nur für die Produktionshallen das perfekte Layout aus. Auch Gebäude wie Verwaltung und Labor müssen auf die speziellen Anforderungen des Kunden zugeschnitten sein.
In der Abfüllhalle stehen viele leistungsstarke Maschinen und Anlagen von KRONES. Dies sind zum Beispiel Streckblasmaschinen, die PET-Rohlinge zu Flaschen aufblasen, Füller für Glas-, Kunststoffflaschen und Dosen, Etikettiermaschinen, Inspektionsanlagen und Flaschenreinigungsmaschinen.
Die abgefüllten Behälter werden auf Pack- und Palettieranlagen von KRONES zu Gebinden zusammengestellt und nach individuellen Kundenwünschen verpackt. Das Angebot von KRONES reicht von einzelnen Palettier-Robotern bis zu kompletten Verpackungsstraßen.
Die KRONES Tochter SYSKRON sowie das italienische Unternehmen SYSTEM LOGISTICS, an dem KRONES mit 60 % beteiligt ist, bieten vollautomatische Hochregallager an, die hocheffiziente Materialflüsse gewährleisten. Jede unnötige Materialbewegung kostet Zeit und Geld.
Im Einzelfall kann aber auch ein halbautomatisches oder manuelles Lager die beste Lösung sein. Auch hierfür ist SYSKRON der ideale Partner.
In der Getränkeindustrie nimmt die Produktvielfalt zu und die Bestellmengen pro Artikel schrumpfen. Darauf müssen Kommissionierung und Versand ausgerichtet sein. KRONES bietet Lösungen, die exakt auf diese Anforderungen zugeschnitten sind. Einen wichtigen Beitrag hierfür leisten die automatischen Kommissioniersysteme der KRONES Mehrheitsbeteiligung SYSTEM LOGISTICS.
Wir erstellen für jede einzelne Fabrik das passende Konzept für die Versorgung mit Wärme, Kühlung, Druckluft sowie Energie und kalkulieren die optimalen Kapazitäten.
Alle Entsorgungseinrichtungen für zum Beispiel Müll und Abwasser legt KRONES passend aus und hilft dabei, dass alle Umweltauflagen erfüllt werden.
Strategie und Steuerungssystem
»KRONES hat sich bis 2020 ehrgeizige Ziele gesetzt. Um sie zu erreichen, muss das komplette KRONES Team jeden Tag hart dafür arbeiten.«
Christoph Klenk
CEO
KRONES ist auf dem Markt für Maschinen und Anlagen tätig, mit denen Getränke und andere flüssige Lebensmittel (Liquid Food) hergestellt, abgefüllt und verpackt werden. Der Markt wächst relativ stabil mit jährlich rund 4 bis 5 %. Wachstumstreiber sind Megatrends, wie die stetig wachsende Bevölkerung, der zunehmende Wohlstand in den aufstrebenden Ländern sowie die Abwanderung vieler Menschen vom Land in die Stadt. Zudem nimmt die Zahl der Verpackungsformen und Getränkesorten deutlich zu.
KRONES positioniert sich als Komplettanbieter auf diesem Markt. Wir bieten den Kunden aus der Liquid-Food-Industrie alles aus einer Hand an, von Produkten für die Getränkeherstellung über die Abfüllung bis hin zur Verpackung. Darüber hinaus komplettieren die Bereiche Intralogistik sowie ein weltweiter Service das Portfolio. Unser Angebotsspektrum reicht von »einfach« bis »höchst anspruchsvoll«.
Neben den großen europäischen Wettbewerbern gibt es viele kleine Anbieter, verstärkt auch aus China, die auf unserem Markt tätig sind. Die meisten Wettbewerber bieten entweder bestimmte Teile für die Getränkefabrik an, oder sind in bestimmten Regionen tätig. KRONES ist mit seinem Komplettangebot sehr gut positioniert und will diese gute Marktstellung im Kernsegment verteidigen und in den beiden kleineren Segmenten deutlich ausbauen.
Neben den Chancen, die der Markt bietet, gibt es auch viele Herausforderungen zu bewältigen. Starke Schwankungen der Weltwirtschaft und teils heftige Krisen in einzelnen Ländern und Regionen werden nahezu Standard. Dies alles zwingt uns flexibler, schneller und regionaler zu werden. Das Strategie-Programm Value, das wir seit 2011 umsetzen, half uns auch 2016, die auftretenden Nachfrageschwankungen gut auszugleichen und unsere Prognosen für Umsatz und Ergebnis zu erreichen. Hierzu haben alle drei Geschäftsbereiche ihren Beitrag geleistet.
7/8/22 ist unser neues mittelfristiges Ziel bis 2020 im Konzern
Zur besseren Verständlichkeit beziehen sich die Zahlen, sofern nicht anders vermerkt, auf den KRONES Konzern.
KRONES hat mit der Kennzahl »Working Capital im Verhältnis zum Umsatz« eine neue Zielgröße. Sie ersetzt den ROCE.
Um das Unternehmen nachhaltig voranzubringen, hat sich das KRONES Team neue mittelfristige Ziele gesetzt. 7/8/22 steht für
| ― | 7% durchschnittliches Umsatzwachstum pro Jahr |
| ― | 8% Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge) |
| ― | 22 % bei der Kennzahl Working Capital im Verhältnis zum Umsatz |
Die Kennzahl Working Capital im Verhältnis zum Umsatz ist ab 2017 die neue dritte Zielgröße des KRONES Konzerns. Sie tritt an Stelle des ROCE. Der wesentliche Grund hierfür ist, dass wir mit der neuen Zielgröße die Transparenz erhöhen. Darüber hinaus lassen sich die einzelnen Bestandteile, aus der sich die Kennzahl berechnet, gut und direkt zuordnen.
Mit verschiedenen Maßnahmen wollen wir unsere Ziele bis 2020 erreichen.

Diese Ziele sind aufgrund der Marktherausforderungen durchaus ehrgeizig. Der Kampf um Aufträge bleibt intensiv. Auf der Kundenseite führen Übernahmen und Fusionen zu Investitionsverzögerungen und stärkerer Einkaufsmacht. Für die Absatzpreise ist daher kurz- und mittelfristig keine Besserung in Sicht. Außerdem werden die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung der Produktion unseren Markt und die Geschäftsmodelle nachhaltig verändern und Investitionen erfordern.
Wachstumschancen nutzen
Neben dem für KRONES relevanten Marktwachstum von 3 % will das Unternehmen durch Akquisitionen und neue Lösungen wachsen. Zudem sorgen neue Getränkesorten und -verpackungen für höhere Nachfrage nach anspruchsvollen KRONES Produkten. Insgesamt will KRONES jährlich 7 % Umsatzwachstum erzielen.

Der Markt, den KRONES mit seinen Produkten adressiert, wächst um 3 %. Um die angestrebten durchschnittlich 7 % Umsatzwachstum jährlich zu erreichen, müssen wir die Chancen, die der Markt bietet, konsequent nutzen. KRONES strebt daher in den Märkten, in denen der Getränkekonsum stark wächst, ein über dem Konzerndurchschnitt liegendes Wachstum an. Deshalb werden wir in den Regionen Afrika/Mittlerer Osten, Asien-Pazifik sowie in China unser Geschäft deutlich ausweiten.
Ein weiterer Wachstumstreiber ist die stark zunehmende Vielfalt an abgefüllten Produkten und Produktverpackungen. Dies erfordert Maschinen und Anlagen, die extrem flexibel einsetzbar sind. Mit technologisch führenden Produkten wie der Verpackungsstraße Varioline oder dem Contiform AseptBloc will KRONES von diesem Trend profitieren.
Auch Firmenzukäufe werden das Wachstum in Zukunft stützen. 2016 hat KRONES die Mehrheit an der weltweit agierenden italienischen SYSTEM LOGISTICS übernommen. Damit haben wir das Produktportfolio im wichtigen Bereich Intralogistik erheblich ausgebaut. Durch die mehrheitliche Übernahme des Geschäfts von TRANS-MARKET stärkten wir in der Prozesstechnik die Präsenz und das Engineering-Know-how in Nordamerika. KRONES will auch künftig den Fokus auf profitable Unternehmen mit einem Umsatz in der Größenordnung von 20 bis 70 Mio. € legen. Rund 2 % des jährlichen Umsatzwachstums sollen bis 2020 aus Akquisitionen kommen.
Ausbau des eigenen Produktportfolios
KRONES hat seine Kernbereiche auf die Bedürfnisse seiner Kunden ausgerichtet. Das Unternehmen liefert alle Produkte und Services für den erfolgreichen Betrieb einer Getränkefabrik.
Unser Geschäftsmodell ist genau auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt.

Um deren Zufriedenheit weiter zu steigern, wird KRONES die Kernbereiche (Getränkeherstellung, Abfüllung und Verpackung, Intralogistik, IT-Solutions und Service) mit neuen Produkten und Lösungen stärken. Diese sollen ebenfalls einen Beitrag zum geplanten Wachstum leisten. In der Säule Getränkeherstellung/Prozesstechnik werden wir die Ende 2015 eingeleiteten Maßnahmen für zusätzliches Wachstum weiter umsetzen. Der Fokus liegt dabei auf dem Aus- und Aufbau internationaler Hubs. So können wir noch schneller und kostengünstiger auf die Wünsche der Kunden reagieren. Aus den gut vernetzten internationalen Hubs heraus wird KRONES die Lieferantenstruktur vor Ort sowie das After-Sales-Geschäft ausbauen und verstärkt auch kleinere Projekte realisieren.
In der Abfüll- und Verpackungstechnik sehen wir im Midrange-Geschäft, also bei weniger komplexen Anlagen mit hoher Leistung, noch gute Wachstumschancen. KRONES deckt mit seinen Produkten bislang die komplexen Anforderungen der Kunden bestens ab, sowohl im hohen als auch im niedrigen Leistungsbereich. Um im Kernsegment weiteres Wachstum zu erzielen, wird KRONES verstärkt kostenoptimierte einfache Produkte und Lösungen entwickeln. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Ergobloc LC, den wir speziell für die Anforderungen auf Schwellenmärkten entwickelt und erfolgreich eingeführt haben. Er ist eine stark reduzierte Variante unseres erfolgreichen »All-in One-Systems« ErgoBloc L.
Der Bereich Intralogistik ist für die Kunden und somit auch für KRONES von hoher Bedeutung. Unsere Kompetenz über die komplette Wertschöpfungskette macht KRONES zum besten Partner für Intralogistik-Lösungen. Durch die Übernahme von system logistics und den Ausbau von SYSKRON ist KRONES bereits gut positioniert, um die hohen Wachstumschancen des Marktes zu nutzen. Wir wollen die Position im Intralogistikbereich in den kommenden Jahren sowohl regional als auch produkttechnisch weiter stärken.
Die Digitalisierung in der Getränkefabrik eröffnet mittel- bis langfristig gute Wachstumschancen. KRONES ist in der Lage, alle Material- und Datenflüsse entlang des gesamten Produktionsprozesses beim Kunden zu erfassen und auszuwerten. Dies ist die Basis für neue Geschäftsmodelle. KRONES arbeitet an vielen verschiedenen Produkten und Lösungen, die dem Kunden Mehrwert schaffen. Mit dem SitePilot bieten wir beispielsweise unseren Kunden eine Software, mit der sie alle Produktionsabläufe planen, kontrollieren, analysieren und dokumentieren können. Zudem haben wir 2015 mit TRIACOS einen erfahrenen SAP-Integrator gekauft, der mit seinem SAP-Know-how unsere IT-Kompetenzen beim Kunden deutlich erweitert und eine geeignete Plattform für neue Produkte bietet.
Profitabilität steigern
Um die Profitabilität weiter zu steigern, wird KRONES seinen Global Footprint erweitern. Auch die weitere Modularisierung und der Ausbau des Service-Geschäfts sollen die Ertragskraft stärken.
Um die Ertragskraft in allen Geschäftsbereichen weiter zu verbessern, wird KRONES seine weltweite Präsenz vergrößern. Hierzu planen wir einen größeren Teil des Einkaufs, des Engineerings sowie Teile der Produktion zunehmend in den Regionen aufzubauen, in denen unsere Kunden ihre Fabriken betreiben. Dadurch können wir in den aufstrebenden Märkten regionen-spezifische Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen schnell und kompetent anbieten. Hierbei spielt eine kostenoptimierte Lieferantenstruktur in den jeweiligen Regionen eine wichtige Rolle.
Ein wesentlicher Kostenfaktor bei KRONES sind die Einkaufspreise für Material. In der nächsten Stufe der Modularisierung werden wir die Module dahingehend optimieren, dass sie einfacher werden. So können mehr Lieferanten, auch aus Niedrig-Kosten-Ländern, unsere Anforderungen erfüllen. Das erhöht den Wettbewerb und führt zu besseren Einkaufspreisen.
Der weitere Ausbau unseres Service-Geschäfts soll die Ertragskraft von KRONES nachhaltig stärken. Entscheidend hierfür ist es, genügend qualifizierte Mitarbeiter aus der Region zu gewinnen. Um die vergleichsweise hohe Fluktuation in den Emerging Markets zu verringern, investieren wir stark in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter vor Ort. Auch durch andere personalpolitische Maßnahmen wollen wir die Bindung unserer Service-Mitarbeiter vor Ort steigern. Nur so kann KRONES die Chancen im ertragsstarken After-Sales-Geschäft nutzen.
Working Capital optimieren
Die Verbreiterung des Global Footprint, lokaler Einkauf und Modularisierung werden auch das Working Capital straffen. Geringere Vorratshaltung sowie kürzere Liefer- und Durchlaufzeiten entlasten das betriebsnotwendige Kapital ebenso wie besseres Forderungsmanagement und schnellere Fertigstellung in der Außenmontage. Nur wenn wir jeden Tag daran arbeiten, werden wir unser Working Capital im Verhältnis zum Umsatz in den kommenden Jahren reduzieren und somit unser mittelfristiges Ziel für diese Kennzahl von 22 % erreichen.
Gesunde Finanz- und Kapitalstruktur gibt Spielraum für Investitionen
Mit einer Nettoliquidität von knapp 370 Mio. € im Konzern und einer Eigenkapitalquote von rund 40 % stehen wir auf finanziell sehr gesunden Füßen. Das gibt uns den nötigen Freiraum, um unabhängig von Fremdkapitalgebern Investitionsentscheidungen schnell und unkompliziert zu treffen. Den Free Cashflow will KRONES in den kommenden Jahren - nach dem schwachen Jahr 2016 - deutlich steigern, damit wir weiterhin ausreichend Geld für Wachstumsinvestitionen, Firmenzukäufe und Dividendenausschüttungen erwirtschaften. Unsere Cash-Verwendungsstrategie sieht vor, dass wir 25 bis 30 % des erzielten Gewinns den Anteilseignern als Dividende ausschütten.
Einen großen Teil der freien Mittel werden wir weiter in unser künftiges internes Wachstum investieren. Hierzu zählen neben dem Ausbau deutscher Standorte auch der Aus- und Aufbau internationaler Standorte. In neue Produkte und Technologien - vor allem in die Digitalisierung - werden wir ebenfalls investieren. Für den geplanten Mitarbeiteraufbau in den Wachstumsregionen wird auch Geld verwendet.
Unsere Mitarbeiter sind die Basis für nachhaltigen Erfolg
Hinter jedem Euro Umsatz, den KRONES erwirtschaftet, steckt die Arbeit der KRONES Mitarbeiter. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Kunden mit unseren Produkten und Services zufrieden sind. Um das geplante Wachstum zu stemmen, wollen wir neue Mitarbeiter für KRONES begeistern. Nur als attraktiver Arbeitgeber können wir im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter erfolgreich sein. Daher wird KRONES auch künftig stark in unsere Belegschaft investieren und sie kontinuierlich aus- und weiterbilden. Vor allem an unseren internationalen Standorten werden wir unsere Anstrengungen deutlich forcieren und die Ausbildungscenter in Afrika, China, Südamerika und den USA weiter ausbauen.
Christoph Klenk, CEO
Das Steuerungssystem der KRONES AG
Obwohl die KRONES AG die mit Abstand wichtigste Einzelgesellschaft des KRONES Konzerns ist, steuert der Vorstand hauptsächlich mit Konzernzahlen nach IFRS. Die dafür verwendeten Leistungsindikatoren sind im Konzern-Geschäftsbericht beschrieben. Darüber hinaus steuert das Management vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:
| ― | Umsatzwachstum |
| ― | Ergebnis vor Steuern (EBT) |
Die wachstumsorientierte Entwicklung ist maßgeblich für den langfristigen Unternehmenserfolg. Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir grundsätzlich ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt an.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Aus dem EBT muss die KRONES AG die Steuern und Dividenden zahlen sowie die Investitionen tätigen.
REGION ASIEN/PAZIFIK

Die Wirtschaft in der Region Asien/Pazifik wächst seit Jahren stärker als die Weltwirtschaft. Davon profitiert auch die Bevölkerung. Immer mehr Menschen steigen in die Mittelschicht auf, die Kaufkraft und Konsumfreude nehmen zu. Bestes Beispiel hierfür ist Indonesien, der mit rund 240 Mio. Einwohnern viertbevölkerungsreichste Staat der Welt. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage investieren nationale und internationale Getränke- und Lebensmittelunternehmen in Asien kräftig in leistungsstarke Abfüll- und Verpackungsanlagen.
Das LCS Center Bangkok bündelt alle Service-Aktivitäten für Südostasien, Australien und den dazwischen liegenden Pazifikraum. Unseren Kunden stehen dort qualifizierte Mitarbeiter für Service-Einsätze sowie Spezialisten für den technischen Support zur Verfügung.
Mit Vollgas in das PET-Zeitalter
Auf den Philippinen werden kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD) oft in Mehrwegglas angeboten. Wegen herausfordernder Lieferwege in dem Land mit seinen rund 1.000 bewohnten Inseln - bei Mehrweg hin und zurück - hat dies einige Nachteile. Coca-Cola FEMSA Philippines hat daher entschieden, auf PET-Einwegbehälter umzusteigen. Und zwar mit Vollgas.
Philippinische Softdrinkanbieter setzen verstärkt auf leichte PET-Behälter

Quelle: Euromonitor
Der Kunde wollte eine Anlage, die mindestens 72.000 Behälter pro Stunde abfüllt und dabei niedrige Anschaffungs- und Betriebskosten (Total Cost of Ownership) ausweist. Kein Wunder, dass sich KRONES bei diesen hohen Anforderungen gegen vier Wettbewerber durchsetzen konnte und die Wahl von Coca-Cola FEMSA Philippines auf unseren ErgoBloc L fiel.
Die Anlage in Blockbauweise besteht aus einer Blasmaschine, einer Etikettiermaschine und einem Füller. Coca-Cola FEMSA Philippines orderte zunächst zwei ErgoBloc L mit einer Leistung von je 81.000 Behältern pro Stunde. Damit sind die Anlagen weltweit die schnellsten CSD-Linien für PET. Wenige Monate später kaufte der Kunde zwei weitere Anlagen mit einer Leistung von je 63.000 Behältern pro Stunde. »Wir verlangten eine sehr zuverlässige Technologie, um zu signifikant niedrigeren Kosten produzieren zu können. Unter diesen Voraussetzungen war KRONES die richtige und beste Wahl«, fasst der Produktionschef von Coca-Cola FEMSA Philippines Juan Ramon Felix zusammen.
Regionen Deutschland und Mitteleuropa

Deutschland ist die Heimat von KRONES. Hier produzieren wir an sieben Standorten den größten Teil unserer Maschinen und Anlagen. Deshalb sind in Deutschland auch die meisten unserer Mitarbeiter beschäftigt. Der Anteil des inländischen Geschäfts am Umsatz beträgt rund 13 %. Die Vertriebsregion Mitteleuropa umfasst die Länder Österreich, Schweiz und Niederlande. Die Projekte der Kunden aus Deutschland und Mitteleuropa sind technisch meist anspruchsvoll. Effizienz und Einsparungen von Ressourcen stehen bei Investitionsentscheidungen oft ganz oben.
Neutraubling ist Sitz des LCS Centers Europa - und zugleich das Herz des gesamten Vertriebs- und Servicenetzes. Von hier aus werden nicht nur alle deutschen und europäischen Kunden betreut, sondern darüber hinaus der weltweite Service mit seinen rund 2.400 Mitarbeitern im Außendienst koordiniert. In Neutraubling befindet sich auch die Zentrale der KRONES Akademie. Sie bietet unseren Kunden vielfältige, praxisorientierte Schulungen.
Traditionelle Braukunst mit innovativen Anlagen
Mehr als 380 Jahre braute Paulaner sein weltbekanntes Bier am Nockherberg in der Münchener Au. Dann zog die Brauerei an den neuen Standort Langwied im Westen Münchens. Die KRONES Tochter Steinecker stattete die neue Großbrauerei mit zwei kompletten Sudlinien aus und lieferte weitere wichtige Komponenten für den gesamten Brauprozess.
Deutschland ist Europameister in der Bierproduktion

Bierproduktion 2015 in Mio. Hektolitern (Quelle: The Brewers of Europe)
Paulaner war von Anfang an wichtig, traditionelle Braukunst mit hochmodernen Anlagen zu kombinieren. »Die Technologie von Steinecker machte uns die Entscheidung leicht«, begründet der Geschäftsführer Supply Chain der Paulaner Brauerei Dr. Stefan Lustig den Zuschlag für KRONES. Die neue Brauerei ist auf eine Leistung von jährlich rund 3,5 Mio. Hektoliter ausgelegt. Kernstück ist das Sudhaus. Hierfür lieferte Steinecker zwei Sudlinien, die je zehn Sude pro Tag mit 900 bis 980 Hektoliter heißer Würze pro Sud ausstoßen können.
Vom Sudhaus fließt das Bier in den Gär- und Lagerkeller. Dort »reift« es und wird gefiltert. Im Keller der Brauerei sind 63 Tanks sowie eine Filtrations-Anlage von Steinecker im Einsatz. Bei der Kellerverrohrung setzte Paulaner auf Ventile der KRONES Tochter Evoguard. »Die Zusammenarbeit mit KRONES war von Anfang an sehr gut«, freute sich Dr. Lustig nach Abschluss des Großprojekts.
REGION MITTLERER OSTEN/AFRIKA

In der Region Mittlerer Osten/Afrika nimmt die Bevölkerungszahl überproportional zur Weltbevölkerung zu. Gleichzeitig drängen dort immer mehr Menschen in die Städte. Mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von mehr als 7 % dürfte die Nachfrage nach abgepackten Getränken in dieser Region in den kommenden Jahren so stark wachsen wie sonst nirgends auf der Welt.
Die Vertriebsregion Mittlerer Osten/Afrika ist sehr groß. Die Niederlassung in Lagos (Nigeria) ist für das westliche Afrika zuständig, die Niederlassung Nairobi (Kenia) kümmert sich um das östliche Afrika. Beide sind eng an das LCS Center in Johannesburg (Südafrika) angebunden. Dieses verfügt über ein großes Logistikzentrum, aus dem wir unsere Kunden schnell und direkt mit hochwertigen Original-Ersatzteilen bedienen können.
Afrika wächst und recycelt
Mit hohen Investitionen reagieren internationale Getränkekonzerne auf die stark steigende Nachfrage in der Region Mittlerer Osten/Afrika. Als zuverlässiger Partner liefert KRONES modernes und leistungsstarkes Equipment zur Produktion und Verpackung von Getränken. Wir gehen aber einen Schritt weiter. Mit der PET-Recyclinganlage MetaPure leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die vielen gebrauchten Getränkeflaschen aus PET zu einem wertvollen Grundstoff für neue Kunsstoffflaschen zu verarbeiten (Bottle-to-Bottle-Recycling).
In Südafrika werden zunehmend mehr Softdrinks in PET-Behälter abgefüllt

Quelle: Euromonitor
Mpact, einer der führenden Papier- und Verpackungshersteller Südafrikas, nahm Ende 2015 die größte Bottle-to-Bottle-Recycling-Anlage in Betrieb, die KRONES jemals gebaut hat. Auf der Anlage können jährlich 29.000 Tonnen gebrauchte PET-Flaschen zu 21.000 Tonnen Rohmaterial für neue Flaschen verarbeitet werden. Mpact ist damit in der Lage, nahezu ein Viertel aller PET-Behälter, die von der gesamten südafrikanischen Getränkeindustrie produziert werden, wiederzuverwerten.
KRONES MetaPure arbeitet sehr wirtschaftlich und zeichnet sich durch niedrigen Energie- und Wasserverbrauch aus. Darüber hinaus ist die Anlage von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zertifiziert. Sie liefert also garantiert lebensmitteltaugliches PET-Rohmaterial.
REGIONEN NORD- UND MITTELAMERIKA

Die Region Nord- und Mittelamerika zählt zu den etablierten Märkten von KRONES. Hier kommt das Wachstum weniger von steigenden Bevölkerungszahlen und Verstädterung, sondern von Ersatzinvestitionen und neuen Getränkearten. In dieser Region hat in den vergangenen Jahren vor allem das Craft-Beer, also handwerklich (englisch: craft) gebrautes Bier, einen enormen Aufschwung genommen.
Das nach Neutraubling größte und älteste LCS Center in Franklin (USA) betreut die komplette Region Nord- und Mittelamerika. Mehrere hundert qualifizierte Mitarbeiter bieten dem Kunden vor Ort die bewährten Service-, Support- und Trainingsangebote. Zudem fertigt KRONES in Franklin Ersatzteile, Führungsgarnituren und Blasformen.
Handwerklich brauen liegt im Trend
Craft-Beer legt in einem ansonsten in den USA gesättigten Biermarkt seit mehreren Jahren mit zweistelligen Steigerungsraten zu. 2015 erzielten die Biere dieser kleineren, konzernunabhängigen Brauereien bereits mehr als 20 Prozent des gesamten Bierumsatzes in den USA.
Anzahl der »Craft Brewer« in den USA steigt

Quelle: Brewers Association
KRONES hat auf diesen - auch in Europa stark verbreiteten - Trend schnell reagiert und unterstützt die kleineren Brauereien mit den geeigneten Maschinen und Anlagen. Craft-Brewer brauen viele verschiedene Biere und produzieren geringere Mengen. Sie benötigen Brautechnik, die häufige Sortenwechsel und unterschiedliche Produktionsmengen problemlos bewältigt. Hierfür hat KRONES die CombiCube Produktfamilie erweitert.
In unserem Kompaktsudhaus CombiCube B braut beispielsweise das Unternehmen Avery Brewing aus Boulder, Colorado, das zu den Pionieren der US-amerikanischen Craft-Beer-Szene zählt, nicht weniger als 52 verschiedene Biersorten. Darüber hinaus haben wir den flexiblen Dosenfüller Craftmate entwickelt, der perfekt auf die Bedürfnisse von Craft Brewer zugeschnitten ist. Insgesamt hat sich KRONES in einer stark wachsenden Nische erfolgreich positioniert.
REGIONEN OSTEUROPA UND RUSSLAND/ ZENTRALASIEN (GUS)

Die Staaten Osteuropas und Zentralasiens gehören zu den Schwellenländern und bieten langfristig gute Wachstumsperspektiven. Derzeit haben einige Länder wirtschaftliche Schwierigkeiten, weil der Handelspartner Russland in der Rezession steckt. Das bremst auch die Geschäfte von KRONES vorübergehend. Wir verfügen in Osteuropa und Zentralasien über langjährige Kundenbeziehungen.
Weiterer Pluspunkt: Unser umfangreiches Angebot im Bereich Lifecycle Service. Das LCS Center für die Region Osteuropa und Russland/Zentralasien (GUS) ist der KRONES Niederlassung in Moskau angegliedert. Hier laufen die Fäden für alle LCS Aktivitäten in diesen Regionen zusammen.
Erfolgreiches Linien-Puzzle
Die polnische Bosman Brewery, Teil der Carlsberg-Gruppe, beschloss, ihre Braustätte in Stettin (Polen) mit einer zweiten Mehrwegglas-Linie zu erweitern. Da gleichzeitig bei einer russischen Carlsberg-Tochter Kapazitäten frei waren, entstand die Idee, diese Anlage nach Stettin zu versetzen. Ein schwieriges Unterfangen, mit dem Carlsberg den KRONES Lifecycle Service betraute.

1 Transport der Einweglinie von Samara nach Stettin.
2 Maschinen aus der Mehrweganlage entfernen und restliche Anlage umbauen.
3 Die Etikettiermaschine Multimodul nach Neutraubling transportieren und umbauen.
4 Die Aggregate in Stettin in die Einweganlage integrieren und diese so zu einer Mehrweglinie umfunktionieren.
Das Problem: Im russischen Samara stand eine Einweglinie, in Stettin wurde aber eine Mehrweglinie benötigt. Daher kam noch ein dritter Carlsberg-Standort ins Spiel: In Kiew (Ukraine) standen genau die Maschinen, die für eine Mehrweglinie noch gebraucht wurden. Teams des KRONES Lifecycle Service Geschäfts (LCS) nahmen die Anlagen in Samara und Kiew unter die Lupe und legten fest, welche Ersatzteile, Umbauten und Upgrades nötig sind. Die Abfüllhalle in Stettin passte das LCS-Team an die neue Anlage an.
Die nächste Herausforderung war, die Maschinen aus Russland und der Ukraine in die Anlage in Stettin einzufügen und die »neue« Mehrweglinie innerhalb der geforderten Zeit in Betrieb zu nehmen. Das ist KRONES gelungen. Die vertraglich garantierte Leistung der Linie wurde sogar übertroffen.
REGION SÜDAMERIKA/MEXIKO

Mittel- und langfristig sind die Aussichten in Südamerika aufgrund des Bevölkerungswachstums gut. Zurzeit kämpfen aber einige Länder Südamerikas mit wirtschaftlichen Problemen. Deshalb war der Umsatz von KRONES in der Region Südamerika/Mexiko in den vergangenen Jahren rückläufig. In Mexiko, das gemeinsam mit Südamerika eine Vertriebsregion bildet, war KRONES allerdings auch zuletzt sehr erfolgreich.
Das LCS Center in São Paulo (Brasilien) koordiniert die Service-Einsätze für Kunden in der südamerikanischen Region. Es verfügt über eine eigene Fertigung, in der Ersatzteile und Führungsgarnituren hergestellt werden. LCS Kunden aus Mexiko werden vom LCS Center in Franklin, USA, betreut.
Tequila - Genuss in jeder Form
Einen »hochprozentigen« und anspruchsvollen Auftrag erteilte der mexikanische Tequila-Hersteller Jose Cuervo. Das Unternehmen suchte nach einer leistungsstarken und flexiblen Abfüllanlage. Neben unserer Technologie überzeugte Cuervo der kompetente Service von KRONES. Es war nicht nur die erste Komplettanlage, die wir beim traditionsreichen Tequila-Fabrikanten installierten, sondern mit 26.000 Flaschen pro Stunde auch die bislang leistungsstärkste Abfüllanlage für Spirituosen bei Jose Cuervo.
In Mexiko legt der Spirituosen-Konsum kontinuierlich zu

Nachfrage nach Spirituosen in Mio. Liter; e = erwartet
Quelle: Euromonitor
Damit kein Tropfen verloren geht, muss der hochwertige Tequila mikrobiologisch absolut sicher verarbeitet und perfekt abgefüllt werden. Anforderungen, für die sich der KRONES Füller Isofill als Kern der Anlage ideal eignet.
Die eigentliche Herausforderung des Projekts war aber, dass das Getränk in viele verschiedene Flaschenformen abgefüllt werden muss. Das war einer der Gründe, warum Jose Cuervo sein Vertrauen KRONES schenkte -eine richtige Entscheidung. Die Anlage verarbeitet insgesamt 15 verschiedene Flaschenformate mit 375 Milliliter bis 1,75 Liter Fassungsvermögen und den Sonderformen quadratisch, rund oder pyramidenförmig.
REGION CHINA

In China wächst der Markt für Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen überproportional. Getrieben wird die Nachfrage nach abgefüllten Getränken vom Bevölkerungswachstum und der aufstrebenden Mittelschicht. Auf dem chinesischen Markt trifft KRONES neben den internationalen Wettbewerbern zunehmend auf lokale Konkurrenten. Um unsere gute Marktposition zu verteidigen, bauen wir die Präsenz in China stetig aus und steigern die lokale Wertschöfpung.
Neben Ersatzteilen, Führungsgarnituren und Blasformen produzieren wir am Standort unseres LCS Centers in Taicang auch Pack- und Palettieranlagen. Um einen schnellen und hochwertigen Service kümmern sich mehr als dreihundert Mitarbeiter. Abgerundet wird das Angebot des chinesischen LCS Centers durch ein Trainingscenter der KRONES Akademie.
Überzeugende Leistung
In China wurden 2015 rund 15 Prozent des weltweit abgefüllten Wassers verbraucht. Damit ist das Land Nummer eins im globalen Wasserkonsum. Mit rund 30 Litern pro Kopf liegt China aber immer noch unter dem internationalen Durchschnittsverbrauch von 37 Litern. Es gibt also noch viel Wachstumspotenzial.
Konsum von abgepacktem Wasser in China boomt

in Mrd. Liter; e = erwartet
Quelle: Euromonitor
Von diesem will auch Shenzhen Ganten profitieren und investiert deshalb kräftig in leistungsfähige Abfüll- und Verpackungstechnik. Nachdem das fünftgrößte chinesische Mineralbrunnen-Unternehmen 2014 und 2015 insgesamt neun komplette KRONES Linien installierte, nahm es 2016 sechs weitere Abfülllinien von uns in Betrieb. Ganten setzt hauptsächlich aufgrund der hohen Leistung auf KRONES Anlagen.
»Vor sechs Jahren produzierten wir mit unseren chinesischen Linien maximal 60.000 Verkaufsgebinde pro Tag. Heute liegen wir mit den KRONES Linien bei 320.000 Gebinden pro Tag«, sagt die Ganten-General-Managerin Dongfang Wan am Beispiel eines Ganten-Betriebs. Ein weiteres wichtiges Kaufkriterium ist der Service, den unser LCS Center in Taicang bietet. »Wir bekommen schnelle Antworten auf unsere Fragen und wir sprechen die gleiche Sprache. Die KRONES Servicemitarbeiter sind sofort vor Ort, um auftretende Probleme schnell zu lösen«, lobt Dongfang Wan.
REGION WESTEUROPA

Westeuropa zählt zu den etablierten und - gemessen am Umsatz - größten Absatzregionen von KRONES. In den vergangenen Jahren zogen die Erlöse dort insgesamt stark an. Und das, obwohl der Getränkekonsum in der Region nur unterproportional wächst. Dafür steigt aber die Produkt- und Verpackungsvielfalt zunehmend. Unsere westeuropäischen Kunden legen daher besonders großen Wert auf hochflexible Abfüll- und Verpackungsanlagen.
Allein schon aufgrund der hohen installierten Basis ist das Servicegeschäft in Westeuropa anspruchsvoll. Zuständig für die Koordination aller Serviceaktivitäten in der Region ist das LCS Center Neutraubling. Von dort erhalten unsere Kunden auch schnell Ersatzteile, die an den Niederlassungen der einzelnen Länder gerade nicht vorrätig sind.
Leckerer Fruchtsaft - ganz sicher
Fruchtsäfte wurden in der Vergangenheit überwiegend aseptisch, also keimfrei, in Weichkarton abgefüllt. Aber auch in diesem Bereich wird PET als Verpackungsmaterial immer beliebter. Der französische Hersteller von Frucht- und Gemüsesäften Jus de Fruits d'Alsace (JFA) hat sich daher für die technologisch führende aseptische Abfüllanlage, den Contiform AseptBloc von KRONES, entschieden. Mit der vollaseptischen Abfüllanlage verpackt JFA die Handelsmarken-Fruchtsäfte für große französische Einzelhandels-Ketten, füllt aber auch bekannte Fruchtsaftmarken in Lizenz ab. Mit der aseptischen PET-Linie im elsässischen Werk in Sarre-Union kann JFA bis zu 15 verschiedene Produkte pro Woche abfüllen.

Sensible Getränke müssen schonend behandelt werden. KRONES bietet hierfür ein technologisch führendes Produktportfolio an.
»Die Trockensterilisation der Preforms mit Wasserstoffperoxid in Kombination mit der aseptischen Blasmaschine hat einfach Charme«, sagt Jérôme Buhler, Werkleiter von JFA. Neben der mikrobiologischen Sicherheit überzeugt die Anlage auch durch ihre Wirtschaftlichkeit. Das System spart Wasser, Energie und Chemie. »Trockenaseptik ist für uns das Verfahren der Zukunft«, so Buhler.
Forschung und Entwicklung (F&E)
| ― | Kundennutzen stets im Fokus von F&E |
| ― | KRONES orientiert sich bei Neuentwicklungen an Megatrends |
| ― | Neue Produkte belegen Innovationskraft von KRONES |
Investitionen in die Innovationskraft bedeuten Zukunftssicherung. Die sich stetig weiterentwickelnden Marktanforderungen und Bedürfnisse spezieller Kundengruppen werden durch zielgerichtete Neu- und Weiterentwicklungen beantwortet. Die Bandbreite der Innovationen deckt sowohl das Maschinenportfolio als auch Dienstleitungen und Software ab. Darüberhinaus ist es ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten, sich mit Megatrends auseinanderzusetzen und die zukünftigen Marktbedürfnisse in der Getränkeindustrie abzuleiten. In Verbindung mit dem Einsatz neuer Technologien, wie etwa der zunehmenden Digitalisierung im industriellen Umfeld, dem 3D-Druck oder auch der digital angesteuerten Direktbedruckung von Getränkeverpackungen werden innovative Lösungen für die Zukunft entwickelt. Der Anstieg der weltweit erteilten Patente und Gebrauchsmuster von 4.450 im Vorjahr auf 5.028 zum Jahresende 2016 dokumentiert unsere Innovationskraft.
Um dies zu erreichen, wurden 171 Mio. € (Vorjahr 164 Mio. €) in Forschung und Entwicklung investiert, das entspricht 5,0 % des Konzernumsatzes.
Erteilte Patente und Gebrauchsmuster KRONES Konzern
KRONES investierte rund 5,0 % des Konzernumsatzes in Forschung und Entwicklung.

Innovationen erhöhen den Nutzen für unsere Kunden
Rund 2.100 Mitarbeiter entwickeln kontinuierlich neue Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen, die sich strikt an den Anforderungen der Kunden und des Marktes orientieren. Durch intensiven Kontakt mit unseren Kunden kennen wir deren Bedürfnisse und leiten daraus Kriterien ab, denen unsere Produktinnovationen folgen.
| ― | Senkung der Betriebskosten der Maschinen und Anlagen |
| ― | robuste Lösungen mit hoher Verfügbarkeit |
| ― | schnelle Inbetriebnahmen |
| ― | hohe Flexibilität verbunden mit schnellen Umrüstvorgängen |
| ― | leichte und sichere Bedienung der Maschinen |
| ― | hohe Produktionssicherheit |
Mit geeigneten Entwicklungen auf Megatrends reagieren
Die Kundenbedürfnisse werden maßgeblich von verschiedenen Megatrends beeinflusst. Ein starker Trend in der Branche ist die zunehmende Vielfalt an abgefüllten Produkten und Verpackungsformen. Dies erfordert Maschinen und Anlagen, die flexibel einsetzbar sind - ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt von KRONES.
Aufgrund des zunehmenden Wohlstands in den Schwellen- und Entwicklungsländern sind diese Märkte für KRONES sehr bedeutend. Aber die Ansprüche der Kunden aus diesen Regionen sind anders als in den etablierten Märkten. Daher passen wir unsere erfolgreichen Modellreihen technologisch an die regionalen Bedürfnisse der Kunden an. Ein gutes Beispiel hierfür ist der ErgoBloc LC.
Auf den Megatrend Nachhaltigkeit hat KRONES frühzeitig mit dem Nachhaltigkeitsprogramms enviro reagiert. Ziel aller KRONES Innovationen ist es, die Energie- und Medienverbräuche unserer Maschinen und Anlagen zu senken. So sparen die Kunden wertvolle Ressourcen ein. Mit enviro 2.0 sind wir in der Lage, nicht mehr nur Einzelmaschinen zu bewerten, sondern ganze Systeme.
Die Digitalisierung der Produktionsprozesse bietet langfristig gute Wachstumschancen. KRONES stellt seinen Kunden bereits heute Produkte zur Verfügung, die auf einem hohen Integrationsgrad von Daten beruhen und arbeitet verstärkt an neuen digitalen Geschäftsmodellen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch SYSKRON. Unsere Konzerntochter hat 2016 zum Beispiel die neue App Share2Act entwickelt. Share2Act bringt die Vorteile zeitgemäßer Social-Media-Kommunikation in den Produktionsalltag. Die mobile App ist die gemeinsame Plattform, auf der die Mitarbeiter in der Produktion ihre Erfahrungen sowie ihr Wissen über die Maschinen in der Anlage intuitiv und in Echtzeit miteinander teilen.
Insgesamt haben wir derzeit viele aussichtsreiche Entwicklungsprojekte in Bearbeitung. Einige davon wird KRONES erstmalig auf der drinktec 2017 vorstellen. Eine kleine Auswahl unsere Innovationen, die schon in der Praxis erfolgreich eingesetzt werden, stellen wir etwas genauer vor.
Ausgewählte Innovationen
ErgoBloc LC
Im ErgoBloc L hat KRONES den kompletten Nassteil vereint. Auf der Anlage in Blockbauweise werden Rohlinge zu PET-Flaschen aufgeblasen und danach befüllt sowie etikettiert. Um den speziellen Anforderungen unserer Kunden in China Rechnung zu tragen, haben wir die erfolgreiche Modellreihe um die Einstiegsvariante ErgoBloc LC erweitert. Auf diesem Nassteilblock kann stilles Wasser in PET-Flaschen mit einem Fassungsvermögen zwischen 0,25 und 2,0 Liter abgefüllt werden. Die komplette Anlage ist mit ihrer Leistung und vereinfachter Bedienung auf die Anforderungen unserer Kundengruppe in China ausgerichtet. Darüber hinaus bietet sie eine Reihe von Vorteilen: Die kompakte Anlage benötigt wenig Platz. Zusatzelemente wie Transporteure und Flaschentrockner konnten entfallen. Der ErgoBloc LC geht wie sein »großer Bruder« sehr sparsam mit Energie und anderen Ressourcen um. Je nach Flaschengröße beträgt die Leistung der Anlage bis zu 48.000 Behälter pro Stunde.
Proportional Flow Regulator
Konventionelle Füllventile kennen nur zwei Fließgeschwindigkeiten: langsam und schnell. Mit dem Proportional Flow Regulator (PFR) hat KRONES eine neue Komponente für Füllventile entwickelt, die die Fließgeschwindigkeit stufenlos regelt. Dies bietet maximale Flexibilität für Produkte mit unterschiedlichen Eigenschaften und für verschiedenste Behältergeometrien. Im Vergleich zu konventionellen Füllsystemen wird die Behandlungszeit verkürzt und damit sowohl die Maschinenleistung als auch die Robustheit des Abfüllprozesses erhöht. Die Abfüllanlage erzielt mit weniger Füllventilen die gleiche Produktionsleistung. Dies bedeutet geringere Kosten und kleineren Footprint. Allein bei der Wartung der Füllventile lassen sich bis zu 20 % einsparen. Der Proportional Flow Regulator wurde bereits bei der Abfüllung von kohlensäurehaltigen Softdrinks, Essig, Eistee, Milch, Saft, Sojasauce und Wein erfolgreich in der Praxis getestet.
Contiroll Leimaggregat
Die Etikettiermaschine Contiroll stattet Flaschen und andere Behälter mit Etiketten aus, die von der Rolle gespendet werden. Ein wichtiges Modul der Contiroll ist die Beleimungsstation. Sie muss stets die richtige Leimmenge exakt auf das Etikett übertragen. Dieses Modul haben wir komplett neu entwickelt. Das Beleimungsmodul funktioniert jetzt nach dem Prinzip des Tiefdrucks, wobei die Leimwalze die Aufgabe des Druckzylinders übernimmt. Mittels einer Gravur, Näpfchen mit Stegen, erhält die Walze eine Rasterung, die einen kontrollierten Leimabriss erlaubt und gleichzeitig eine genau definierte Leimmenge an das Etikett übergibt. Geometrische Ausprägung und Tiefe der Näpfchen, in Verbindung mit den Stegbreiten auf der Leimwalze, bestimmen die Leimmenge am Etikett. Überschüssiges Leimmaterial wird durch ein neu entwickeltes, bedienerfreundliches Kammerschabersystem von der Leimwalze abgestreift. Ein Vakuumzylinder presst das auf Länge geschnittene Etikett gegen die Leimwalze und der in den Näpfchen gespeicherte Heißleim wird im Kontaktbereich an das Etikett abgegeben - durch den Anpressdruck wird der Heißleim aus den Näpfchen herausgesaugt. Mit der neuen Technologie sparen die Kunden nicht nur Leim, sondern sie vermindert auch den Reinigungsbedarf der Maschine erheblich, da es mit der Rasterstruktur zu keiner unerwünschten Leimfadenbildung kommen kann.
Dynamische Fermentation »Poseidon«
Brauereien entsteht echter Mehrwert, wenn sich die Gär- und Lagerzeiten verkürzen und sich dadurch die Kapazitäten im Keller erhöhen. Hier setzt das Entwicklungsprojekt »Dynamische Fermentation« Poseidon an. Bei diesem Verfahren wird ein Rohr-in Rohr-Mischsystem am Tankkonus installiert, das je nach Prozessphase verschiedene Konvektionen im Tank erzeugt oder unterstützt. Traditionelle Methoden wälzen den kompletten Tankinhalt um. Bei Poseidon wird zum Sedimentieren von Heferesten und andere Trübstoffen nur im oberen Teilbereich des Tanks umgewälzt, weshalb die Sedimente besser und schneller abgeführt werden können. Zudem ist die Kühlrate deutlich höher. Insgesamt wird durch die dynamische Fermentation der gesamte Gär- und Lagerprozess für den Brauer wirtschaftlicher. Die Konstruktion lässt sich problemlos und schnell auch nachträglich in bestehende Tanks einbauen. Darüber hinaus ist die Einheit leicht zu reinigen.
Lifecycle Service (LCS)
| ― | Durch weiteren Ausbau internationaler Standorte näher am Kunden |
| ― | KRONES ist der ideale »Partner for Performance« |
| ― | LCS Produkte schaffen Mehrwert beim Kunden |
Unsere Kunden fordern Produktionsanlagen, die über die komplette Lebensdauer zuverlässig und wirtschaftlich arbeiten. Neben den Maschinen muss auch der Service perfekt sein, damit die Anlagen möglichst störungsfrei laufen. KRONES hat die kompletten After-Sales-Aktivitäten unter dem Namen Lifecycle Service (LCS) gebündelt. KRONES LCS bietet seinen Kunden ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsangebot und verfügt weltweit über hochqualifizierte Techniker. Insgesamt kümmern sich rund 2.400 Mitarbeiter im Außendienst um den Service beim Kunden.
Wesentliches Erfolgskriterium im Servicegeschäft sind kurze Reaktionszeiten. Deshalb rücken wir immer näher an unsere Kunden heran und führen LCS Projekte zunehmend mit lokalen Mitarbeitern durch. Wichtige Ersatzteile sind in regionalen Lägern vorrätig. Basis für die internationalen Service-Aktivitäten sind die sieben LCS-Center, die wir an strategisch wichtigen Punkten betreiben. Jeder dieser »Service-Knotenpunkte« ist für ein Bündel von Ländern und Niederlassungen zuständig.

KRONES LCS ist der ideale »Partner for Performance«
Um unsere Kunden optimal zu unterstützen, entwickelte KRONES das Servicekonzept »Partner for Performance«. Erstmals vorgestellt haben wir es Ende 2015 auf der Messe »Brau Beviale«. Ob Kosteneffizienz, Sicherheit im täglichen Betrieb oder eine auf Nachhaltigkeit ausgelegte Produktion: Mit »Partner for Performance« setzen wir die Anforderungen und Wünsche der Kunden in exakt auf sie zugeschnittene Lösungen um.
Hinter Profitable Performance, Tailor-made Performance, Efficient Performance, Cost-saving Performance und Secure Performance stehen LCS Produkte, mit den wir auf die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Kunden eingehen.

LCS arbeitet an noch besseren Produkten
KRONES treibt eine Reihe von Maßnahmen voran, die alle dasselbe Ziel haben: Unseren Kunden künftig noch schneller und präziser die geeigneten LCS Produkte anzubieten. Ein wichtiger Bereich sind Upgrades. Mit ihnen bringen wir ältere Maschinen auf den neuesten Stand der Technik. Die Kunden können so Technologien der neuesten Maschinengeneration auch in Vorgängermodellen nutzen.
KRONES entwickelt ein Tool, das es ermöglicht, die Ist-Situation der Anlagen und Maschinen des Kunden vor Ort aufzunehmen und laufend zu aktualisieren. Diese Informationen wollen wir unter anderem nutzen, um zum Beispiel mögliche Upgrades anbieten zu können. Alle relevanten Maschineninformationen sollen dabei nicht nur KRONES intern zur Verfügung stehen, sondern auch unseren Kunden.
LCS Lösungen von KRONES schaffen Mehrwert beim Kunden
Produkte von KRONES LCS sollen unseren Kunden helfen, den Betrieb der Produktionsanlage zu optimieren. Hierzu einige Beispiele.
KRONES.shop
Mit dem KRONES.shop bieten wir unseren Kunden eine moderne Einkaufsplattform.
Der KRONES.shop bietet alles, was zu einer modernen Online-Einkaufsplattform gehört. Hierzu zählt ein personalisiertes Sortiment, das auf den Maschinenbestand des Kunden abgestimmt ist. Über eine »Order-Again-Funktion«, mit der per Mausklick der gleiche Warenkorb wie bei früheren Orders bestellt werden kann, verfügt der Shop ebenfalls. Darüber hinaus beinhaltet die Plattform ein Gebrauchtmaschinenportal sowie Angebote zu Trainings und Serviceleistungen.
Seit 2016 können KRONES Kunden zusätzlich zu einer Bestellung via KRONES.shop eine unverbindliche Servicemonteur-Anfrage stellen. Umgehend erhält er von uns den schnellstmöglichen Einsatztermin. An den KRONES.shop angebunden ist der elektronische Teilekatalog KRONES eCat. Dieser beinhaltet beispielsweise Zeichnungen, Schaltpläne, Stücklisten und Dokumentationen. Durch die Schnittstelle zum e-shop können unsere Kunden Teile direkt aus dem KRONES eCat in den Warenkorb legen. Der gesamte Bestellvorgang ist für den Kunden dadurch schnell und komfortabel.
KRONES will den Kunden weltweit länderspezifische e-Shops anbieten. Gestartet wurde die Plattform 2015 in Europa. Dort steht der Shop den Kunden bereits flächendeckend zur Verfügung. 2016 gingen die Versionen für die meisten Länder in Asien/ Pazifik sowie für China online. Derzeit ist der KRONES.shop in mehr als 60 Ländern verfügbar. 2017 sollen die USA und weitere Länder hinzukommen.
Support
Mit KRONES Support stellen wir unseren Kunden rund um die Uhr kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.
Mit dem Produkt »Support« bietet KRONES seinen Kunden eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zu ihren Anlagen und Maschinen. Und das rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Via Support vermitteln wir dem Kunden stets schnell den richtigen Ansprechpartner für sein spezielles Problem. Damit helfen wir, teure Stillstandzeiten zu minimieren.
Der KRONES Support beinhaltet die Dienstleistungen telefonischer Support, E-Mail Support und Remote Service. Beim Remote Service greifen wir zur Fehlersuche und Fehlerbehebung über eine Datenleitung direkt auf die defekte Maschine zu. Selbstverständlich muss der Kunde diesem Prozedere vorher zustimmen. Der KRONES Servicetechniker kann dann über einen streng gesicherten Internetzugang die Maschinendaten sichten und Fehler beheben.
Bislang betreibt KRONES den weltweiten Remote Service von der Unternehmenszentrale in Neutraubling aus. Künftig wollen wir diese Dienstleistung in die internationalen LCS Center in den jeweiligen Regionen verlagern. Den Anfang soll 2017 das LCS Center in Nordamerika machen.
Anlagenversetzung
Wir kümmern uns darum, dass die komplette Anlage schnell und sicher an den neuen Standort transportiert wird.
Eine besonderes Produkt von KRONES LCS ist die Anlagenversetzung. Sie bietet viel Potential, weil immer mehr unserer Kunden bereits vorhandene Anlagen und Maschinen an neuen Standorten nutzen wollen. Wir sorgen dafür, dass der gesamte Umzug reibungslos abläuft. KRONES erstellt einen individuellen Projektplan und begleitet das gesamte Projekt von der ersten bis zur letzten Minute. Wir analysieren vorab, ob die zu versetzende Anlage für den neuen Einsatzbereich geeignet ist oder ob Anpassungen nötig sind. Für das Layout der neuen Produktionsstätte bieten wir eine 3D-Visualisierung an.
Demontage, Verpackung und der Wiederaufbau der Anlage müssen fachgerecht ausgeführt werden. Nur dann übersteht die Anlage den Umzug schadenfrei. Je nach Kundenwunsch können wir die Anlage vor der Wiederinbetriebnahme mit Upgrades aus dem KRONES LCS Portfolio auf den neuesten Stand der Technik bringen. Ebenso möglich ist, die Anlage mit neuen oder gebrauchten KRONES Maschinen zu erweitern. Ein konkretes Beispiel für eine Anlagenversetzung finden Sie auf S. 53 des Geschäftsberichts.
Lagebericht der KRONES AG
Wirtschaftliches Umfeld
| ― | Weltwirtschaft legt 2016 um 3,1 % zu |
| ― | Expansionstempo in den reifen Industriestaaten nimmt ab |
| ― | Markt für Verpackungsmaschinen wächst solide |
Globale Wirtschaft kommt nur langsam voran
Das Wachtstumstempo der Weltwirtschaft hat 2016 leicht abgenommen.
Gemäß den Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) von Januar 2017 ist die Weltwirtschaft 2016 um 3,1 % gewachsen (Vorjahr: plus 3,2 %). Die ursprüngliche IWF-Prognose, die die Experten im Jahresverlauf zweimal nach unten revidieren mussten, betrug 3,4 %. Grund für das schwächer als erwartete Wachstum waren hauptsächlich zunehmende Unsicherheiten aufgrund des »Brexits«, vorübergehende Turbulenzen an den Finanzmärkten sowie Probleme in einzelnen Schwellen- und Entwicklungsländern.
Insgesamt legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Emerging Markets 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 % zu. Während in China die Wirtschaft dank staatlicher Stimulierung mit plus 6,7 % ein wenig stärker als erwartet expandierte, verlangsamte sich in Indien das BIP-Wachstum auf 6,6 % (Vorjahr: plus 7,6 %). Deutlich belebt hat sich 2016 die Wirtschaftstätigkeit in der Region Mittlerer Osten/Nordafrika. Dort wuchs das BIP um 3,8 % (Vorjahr: plus 2,5 %). Die Wirtschaft Lateinamerikas entwickelte sich 2016 hingegen sehr schwach (BIP: minus 0,7 %). Schuld daran war hauptsächlich die tiefe Rezession in Brasilien, wo das BIP 2016 um 3,5 % einbrach.
In den reifen Industriestaaten stieg das BIP 2016 mit insgesamt plus 1,6 % deutlich langsamer als im Vorjahr (plus 2,1 %). Die US-Wirtschaft blieb mit einem BIP-Wachstum von 1,6 % hinter den Erwartungen. Grund hierfür war die geringe Investitionsneigung der Unternehmen. Das BIP in Japan legte vergangenes Jahr dagegen mit plus 0,9 % stärker zu als prognostiziert. Im Euro-Raum wuchs die Wirtschaft 2016 um 1,7 % (Vorjahr: plus 2,0 %).
Deutsche Wirtschaft beschleunigt Wachstum
Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes lag das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2016 um 1,9 % höher als im Vorjahr. Damit beschleunigte sich das Wachstum im Vergleich zu 2015. Damals betrug die BIP-Steigerungsrate 1,7 %. Stärkste Wachstumstreiber 2016 waren der staatliche und private Konsum. Auch von den Investitionen gingen positive Wachstumsimpulse aus.
Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent

Quelle: IWF, Statistisches Bundesamt
Deutsche Maschinenbauproduktion stagniert
Wie erwartet kam die deutsche Maschinenbaubranche 2016 insgesamt nicht vom Fleck. Im Januar 2017 bestätigte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Prognose, dass der Produktionswert der heimischen Branche 2016 stagniert haben dürfte. Konkrete Zahlen lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts noch nicht vor. Die Branche litt 2016 unter den allgemeinen konjunkturellen Unsicherheiten sowie sinkenden Orders aus China.
Der für KRONES relevante Teilbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen ist grundsätzlich weniger stark von politischen und wirtschaftlichen Krisen betroffen als der gesamte Maschinenbau. Laut Schätzung des VDMA dürfte sich das Segment 2016 besser entwickelt haben als die gesamte Branche.
Nachfrage nach Verpackungsmaschinen nimmt zu
Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach abgepackten Produkten
Der weltweite Markt für Verpackungsmaschinen ist in den vergangenen Jahren solide gewachsen. Daran dürfte sich künftig nichts ändern.

Quelle: VDMA, Schätzung für 2015
Der weltweite Verpackungsmaschinenmarkt hatte 2015 gemäß VDMA ein Volumen von 34,0 Mrd. € (2014: 31,3 Mrd. €). Zahlen für 2016 lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts noch nicht vor, doch laut Prognosen des VDMA dürfte die weltweite Nachfrage für Verpackungsmaschinen weiter gewachsen sein. Gemessen an den abgepackten Produkten ist die Nahrungsmittelbranche mit einem Anteil von 40 % der größte Einzelmarkt für Verpackungsmaschinen. 20 % des gesamten Umsatzes mit Verpackungsmaschinen entfallen auf die Getränkeindustrie, mit der KRONES 2016 rund 92 % des Umsatzes erwirtschaftete.
KRONES profitiert von Megatrends
KRONES ist in einem langfristig stabil wachsenden Markt tätig. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate ist höher als das durchschnittliche Wachstum der Weltwirtschaft. Mehrere Megatrends führen dazu, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen für Getränke und Nahrungsmittel überproportional steigt.
Der übergeordnete Megatrend ist, dass die Weltbevölkerung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten insgesamt größer wird. Ende 2016 lebten rund 7,4 Mrd. Menschen auf der Erde. Diese Zahl steigt jährlich um mehr als 80 Millionen an. Vor allem in Afrika und Asien wächst die Bevölkerung stark. 2030 dürfte die Weltbevölkerung bereits bei etwa 8,5 Mrd. Menschen liegen. All diese Menschen müssen essen und trinken. Dabei werden sie zunehmend zu abgepackten Getränken und Lebensmitteln greifen. Dies liegt an zwei weiteren Megatrends.
Konsumausgaben der Mittelschicht 2009 und 2030 in Billionen Dollar
Die Anzahl der Menschen, die in die Mittelschicht aufsteigen, nimmt besonders in der Region Asien/Pazifik stark zu. Bis 2030 dürften deshalb die Konsumausgaben der asiatischen Mittelschicht massiv ansteigen.
Konsumausgaben in Billionen Dollar (erwartet)
Konsumausgaben in Billionen Dollar (gestrichelte Linie innen)

Quelle: East Asia Bureau of Economic Research und eigene Berechnungen
Wachsende Mittelschicht gibt mehr für den Konsum aus
In den Schwellen- und Entwicklungsländern entkommen immer mehr Menschen der Armut und steigen in die Mittelschicht auf. Nach Prognosen der Vereinten Nationen wird die Mittelschicht bis 2020 im Vergleich zu 2009 um 1,4 Mrd. Menschen auf 3,2 Mrd. anwachsen. Allein in der Region Asien/Pazifik dürfte sich die Mittelschicht in diesem Zeitraum um rund 1,2 Mrd. Menschen erhöhen.
Mit dem steigenden Einkommen der Menschen nimmt deren Konsum - auch von abgepackten Getränken und Lebensmitteln - zu. Nach Prognosen des »East Asia Bureau of Economic Research« dürften sich die Konsumausgaben der Mittelschicht bis 2030 im Vergleich zu 2009 weltweit insgesamt kräftig erhöhen. Vor allem in China, Indien und Indonesien sollen die Konsumausgaben in hohem Tempo zulegen. In der gesamten Region Asien/Pazifik werden die Menschen der Mittelschicht im Jahr 2030 knapp 33 Billionen US-Dollar für den Konsum ausgeben. 2009 waren es gerade mal 4,9 Billionen US-Dollar.
Bevölkerung drängt in die Städte
Auch die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, in der Regel mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung.
Laut einer Prognose der Vereinten Nationen werden 2050 zwei von drei Erdenbürgern in Städten leben. Zurzeit wohnt gut die Hälfte der weltweiten Bevölkerung in städtischen Gebieten. Den stärksten Zustrom in die Städte wird es laut Vereinten Nationen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens geben.
Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2014 und 2050
In Afrika und Asien leben heute noch die meisten Menschen in ländlichen Gebieten. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten werden dort aber immer mehr Menschen in die Städte drängen.

Quelle: Vereinte Nationen, 2014
Während in Europa sowie in Nord- und Lateinamerika bereits heute viele Menschen in Städten wohnen, schreitet die Urbanisierung in Afrika und Asien mit großen Schritten voran.
Weltweiter Konsum von abgefüllten Getränken nimmt stetig zu
2016 konsumierten die Menschen laut vorläufiger Zahlen der Marktforscher von Euromonitor weltweit 1.102 Mrd. Liter abgepackte Getränke. Damit stieg die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr um knapp 3 %. Das Wachstum ist seit vielen Jahren stabil und dürfte sich auch künftig fortsetzen. Euromonitor rechnet damit, dass der globale Konsum von abgefüllten Getränken von 2016 bis 2019 mit jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 2,9 % auf rund 1.200 Mrd. Liter zunimmt.
Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2016 (in Mrd. Litern)
Abgefülltes Wasser ist das am stärksten wachsende Segment. Marktforschern zufolge wächst es in den kommenden Jahren im Durchschnitt um jährlich 5 %.

* Bier, Wein, Spirituosen
** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee
2016: 1.101,9 Mrd. Liter (e)
Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen
Das größte und auch am stärksten wachsende Marktsegment ist abgefülltes Wasser. Hiervon trank die Weltbevölkerung 2016 gut 326 Mrd. Liter. Der Anteil von Wasser am kompletten Konsum abgepackter Getränke lag bei 29,6 %. Bis 2019 soll der Verbrauch von abgefülltem Wasser laut Euromonitor um durchschnittlich 5,0 % im Jahr zunehmen. Der Wasserkonsum steigt also deutlich überproportional zum gesamten Getränkemarkt. Wachstumstreiber sind der zunehmende Bedarf an sauberem und abgefülltem Trinkwasser in den Schwellenländern sowie der Trend zu gesunder Ernährung in den Industrieländern.
247 Mrd. Liter abgefüllte alkoholische Getränke konsumierten die Menschen 2016. Der Großteil davon war Bier (Anteil: rund 80 %), gefolgt von Wein und Spirituosen. Während in China der Bierkonsum stark steigt, ist die Nachfrage in den meisten Industrieländern gesättigt. Deshalb wächst der Konsum abgefüllter alkoholischer Getränke, mit einem Anteil von 22,4 % der volumenmäßig zweitgrößte Teilbereich des Weltmarktes, insgesamt nur unterproportional. Für die Jahre 2016 bis 2019 rechnen die Marktforscher mit Steigerungsraten von durchschnittlich 1,7 %.
Mit einem Anteil von 19,9 % am gesamten Getränkekonsum bilden Carbonated Softdrinks (CSD) das drittgrößte Marktsegment. Es beinhaltet kohlensäurehaltige Getränke wie zum Beispiel Cola und Limonaden. Die Nachfrage nach solchen Getränken steigt nur unterproportional. Gezügelt wird der Verbrauch vom zunehmenden Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher, die zu Gunsten von Wasser auf zuckerhaltige CSD verzichten. Von 2016 bis 2019 dürfte der Verbrauch von Softdrinks im Durchschnitt deshalb lediglich um 1,3 % pro Jahr steigen.
Der Konsum von Milch und Milchmixgetränken entwickelt sich sehr differenziert. Insgesamt vertilgten die Verbraucher 2016 knapp 167 Mrd. Liter (Anteil am weltweiten Getränkekonsum: 15,1 %). Auf pure Milch entfällt mit rund 80 % zwar der weitaus größte Teil des gesamten Segments. Doch die höchsten Zuwachsraten verzeichnen die verschiedenen Milchmixgetränke. Während die Nachfrage nach Milch von 2016 bis 2019 im Durchschnitt jährlich um 1,8 % zulegen dürfte, liegt die erwartete Steigerungsrate für Milchmixgetränke mit Fruchtgeschmack bei 4,2 %, bei Trinkjoghurt sogar bei 6,6 %. Unterm Strich rechnet Euromonitor für das gesamte Segment Milch und Milchmixgetränke von 2016 bis 2019 mit durchschnittlichen jährlichen Zuwachsraten von 2,4 %.
Frucht- und Obstsäfte (Anteil am gesamten Getränkekonsum 2016: 6,5 %) sowie New Drinks (Anteil: 6,5 %) sind die beiden kleineren Segmente des globalen Getränkemarkts. Zu den New Drinks zählen trinkfertiger Tee und Kaffee sowie Sport- und Energiegetränke. Während die Nachfrage nach Frucht- und Obstsäften bis 2019 um durchschnittlich 1,9 % im Jahr klettern soll, erwartet Euromonitor bei den New Drinks deutlich überproportionale Steigerungsraten von durchschnittlich 4,1 % jährlich. Einen wesentlichen Wachstumsbeitrag leistet dabei die stetig steigende Nachfrage nach abgepacktem trinkfertigem Tee in Asien.
Weltweiter Konsum abgepackter Getränke
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| 2016 (e) | 2019 (e) | durchschn. jährl. Wachstum in % |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| Mrd. Liter | %* | Mrd. Liter | %* | 2016-2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nordamerika/Mittelamerika | 193,7 | 17,6 | 197,3 | 16,4 | 0,6 |
| China | 178,6 | 16,2 | 199,9 | 16,7 | 3,8 |
| Asien/Pazifik | 173,3 | 15,8 | 199,3 | 16,6 | 4,8 |
| Südamerika | 161,2 | 14,7 | 172,9 | 14,4 | 2,4 |
| Westeuropa | 142,3 | 12,9 | 147,7 | 12,3 | 1,2 |
| Afrika/Mittlerer Osten | 120,3 | 10,9 | 148,4 | 12,4 | 7,2 |
| Russland/GUS/Osteuropa | 78,5 | 7,1 | 82,3 | 6,9 | 1,6 |
| Mitteleuropa | 52,6 | 4,8 | 51,8 | 4,3 | - 0,5 |
| Global | 1.100,5 | 100,0 | 1.199,6 | 100,0 | 2,9 |
* Anteil am globalen Konsum
Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen
Die höchsten Zuwachsraten dürfte die Region Afrika/Mittlerer Osten verzeichnen. Dort soll die Nachfrage von 2016 bis 2019 um durchschnittlich 7,2 % im Jahr klettern. Auch in Asien/Pazifik und in China steigt die Nachfrage nach abgefüllten Getränken deutlich überproportional zum Gesamtmarkt. In den reifen Absatzmärkten wie Europa und Nord- und Mittelamerika wächst die Bevölkerungszahl und damit auch die Getränkenachfrage nur leicht. In diesen Märkten profitiert KRONES aber von der steigenden Getränkevielfalt und zunehmend verschiedenen Verpackungsvarianten.
Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen - jährliches Wachstum in Prozent*

* 2016-2019 (Prognose)
Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen
Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen in Mrd. Litern*
Der Region Afrika/Mittlerer Osten wird von 2016 bis 2019 ein jährliches Wachstum von 7,2 % prognostiziert. In absoluten Zahlen entspricht das einem Plus von 28,1 Milliarden Litern.

* Prognose
Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen
Die meisten Getränkeverpackungen sind aus PET
Gemäß vorläufiger Zahlen von Euromonitor wurden 2016 weltweit 1.612 Mrd. Behälter mit Getränken abgefüllt. Die Anzahl wächst in etwa im Gleichschritt mit dem Getränkekonsum und soll bis 2019 um durchschnittlich 3,0 % im Jahr auf 1.761 Mrd. zunehmen. Als Behältermaterial dienen im Wesentlichen Kunststoff, Glas, Metall sowie Karton.
Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2016 (Basis: abgefüllte Einheiten)
Rund ein Drittel aller Getränkeverpackungen sind weltweit aus PET. Der Abstand zu den Verfolgern Glas und Dosen wird sich in den kommenden Jahren noch vergrößern.
Durchschnittliches jährliches Wachstum der Verpackungsarten 2016 bis 2019

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen
Die mit Abstand meisten Getränkeverpackungen bestehen aus dem Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET). 2016 waren 32,4 % aller Getränkebehälter aus PET. Das überproportionale Wachstum in der Vergangenheit dürfte sich fortsetzen. Wichtiger Wachstumstreiber ist der steigende Konsum von Wasser, das weltweit meist in PET abgefüllt wird. Bis 2019 soll die Anzahl der PET-Getränkeverpackungen um durchschnittlich 3,6 % pro Jahr steigen. Als führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Produktion, Abfüllung und Verpackung von PET-Behältern profitiert KRONES von diesem Trend.
Nur halb so hoch wie bei PET sind die erwarteten Steigerungsraten für Getränkebehälter aus Glas, dem zweithäufigsten Verpackungsmaterial. 2016 waren 25,7 % der weltweit abgefüllten Getränkeflaschen aus Glas. In ihnen werden hauptsächlich Bier und andere Alkoholika abgefüllt, also Getränkearten, bei denen die Nachfrage nur unterproportional wächst.
Dosen aus Metall sind das dritthäufigste Verpackungsmaterial (Anteil 2016: 19,1 %). Darin werden meist Bier und kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD) abgepackt. Bis 2019 soll die Anzahl der Getränkebehälter aus Dosen um durchschnittlich 2,5 % pro Jahr steigen. Damit dürfte der Anteil von Dosen an den Getränkeverpackungen in den kommenden Jahren leicht abnehmen.
Das vierte bedeutende Verpackungsmaterial für Getränke ist Karton (Anteil an den Getränkeverpackungen 2016: 11,7 %). In Kartonverpackungen werden hauptsächlich Milch- und Milchmixgetränke sowie Frucht- und Obstsäfte abgefüllt. Bis 2019 soll die Anzahl der Getränkebehälter aus Karton um durchschnittlich 3,8 % pro Jahr steigen.
KRONES AG in Zahlen
| ― | KRONES Umsatz der AG um 8,3 % gestiegen |
| ― | Die Ertragskraft des Unternehmens hat sich verbessert |
| ― | Die Aktionäre sollen für 2016 eine Dividende von 1,55 € je Aktie erhalten (Vorjahr 1,45 €) |
Der Vergleich der im Geschäftsbericht 2015 (Seite 117) angegebenen Prognosen mit den erreichten Werten 2016 stellt sich wie folgt dar:
Das in Aussicht gestellte Umsatzwachstum (+ 4 %) haben wir übertroffen (+ 8,3 %).
Die Prognose für das EBT (90 - 100 Mio. €) haben wir deutlich übertroffen (146,3 Mio. €).
Die KRONES AG konnte bei Umsatz und Ergebnis deutlich zulegen
Der Umsatz konnte 2016 um 8,3 % auf 2.721,2 Mio. € gesteigert werden (Vorjahr 2.513,2 Mio. €).
KRONES profitierte auch in 2016 von seiner weltweiten Ausrichtung und Präsenz, dem breit gefächerten und weiter ausgebauten Produkt- und Dienstleistungsportfolio und hoher Kundenorientierung. Trotz weiterhin vieler regionaler Krisenherde blieb unser Geschäft, das mit dem Thema »Essen und Trinken« wenig konjunkturzyklisch ist, in Summe planbar.
Umsatz KRONES AG in Mio. €
Das stabile Wachstum von KRONES setzte sich 2016 fort.

Umsatz nach Regionen
Umsatz nach Regionen KRONES AG
Gut 60 % unseres Umsatzes geht in Länder außerhalb Europas.

Wie in den beiden Jahren zuvor, konnten wir auch in 2016 einen starken Anstieg im Inlandsgeschäft verzeichnen. Mit 362,9 Mio. € wuchsen wir gegenüber dem Vorjahr (324,3 Mio. €) um 11,9 %. Der Inlandsanteil an unseren Umsätzen stieg von 12,9 % auf 13,3 %.
Im übrigen Mitteleuropa konsolidierte der Umsatz mit 108,6 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (111,9 Mio. €). Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt 4,0 %.
Nach einem sehr starken Jahr 2015 (517,0 Mio. €) lagen wir in Westeuropa in 2016 mit 425,6 Mio. € auf dem Niveau des Jahres 2014. Gegenüber 2015 ging der Umsatz um 17,7 % zurück, der Umsatzanteil reduzierte sich von 20,6 % auf 15,7 %.
Eine leichte Belebung stellten wir in der Region Osteuropa/GUS fest. Der Umsatz erhöhte sich von 148,2 Mio. € auf 169,0 Mio. € (Umsatzanteil 6,2 %).
Insgesamt trugen die europäischen Vertriebsregionen (ohne Deutschland) rund ein Viertel (25,9 %) zum Gesamtumsatz bei (Vorjahr 30,9 %).
KRONES partizipiert mit seinen Produkten am Wachstum der Weltbevölkerung und der zunehmenden Urbanisierung in den Schwellenländern. 60,8 % der Waren und Dienstleistungen gingen in die Märkte außerhalb Europas (Vorjahr 56,2 %).
Dabei entwickelten sich die Märkte unterschiedlich:
In China, einem unserer wichtigsten Einzelmärkte, erhöhte sich der Umsatz um 10,9 % von 182,3 auf 202,2 Mio. €. Dagegen ging der Umsatz im übrigen asiatisch-pazifischen Raum von 427,9 Mio. € auf 379,1 Mio. € zurück (- 11,4 %). Um diesen großen Markt noch besser zu durchdringen und um näher beim Kunden zu sein, werden wir hier mehrere Vertriebs- und Servicegesellschaften gründen.
Trotz wirtschaftlicher und politischer Krisen in Südamerika gelang es, unsere Umsätze in der Region um 42,2 % auf 249,9 Mio. € steigern (Vorjahr 175,7 Mio. €). Damit konnten wir unseren Marktanteil weiter erhöhen.
Im reifen nordamerikanischen Markt konnte KRONES seine Position 2016 deutlich verbessern. Durch notwendige Ersatzinvestitionen unserer Kunden, eine weiterhin belebende Craft-Beer-Szene und in Verbindung mit einem starken US-Dollar, wurde das Vorjahr (228,5 Mio. €) um 42,9 % auf 326,5 Mio. € übertroffen. Damit gingen 12,0 % unserer Umsätze in diese Region.
Bereits seit vielen Jahren sind wir in der Region Nahost/Afrika auch durch unsere hohe Vor-Ort-Präsenz sehr erfolgreich. Dabei zählen neben den bekannten Key-Account-Kunden auch viele lokale Firmen zu unseren Kunden. Trotz der anhaltenden Schwierigkeiten der Länder, die stark vom Ölpreis abhängen und deren Währungen an Wert verloren haben, konnten wir den Absatz von Waren und Dienstleistungen um 25,2 % steigern. In absoluten Zahlen war dies ein Anstieg von 397,3 auf 497,4 Mio. €. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt somit 18,3 %.
Umsatz nach Branchen
Umsatz nach Branchen KRONES AG
Über 90 % unserer Umsätze machen wir mit Kunden aus der Getränkeindustrie.

Der Erlös mit Produkten für die Verarbeitung von alkoholischen Getränken verringerte sich 2016 um 1,3 % von 874,3 Mio. € im Vorjahr auf 863,2 Mio. €. Der Anteil am Umsatz beträgt damit 32,2 % (Vorjahr 34,8 %).
Der Umsatz mit Herstellern von alkoholfreien Getränken, wie Softdrinks, Wasser oder Säfte, erhöhte sich stark von 1.365,0 Mio. € auf 1.619,1 Mio. € (+ 18,6 %). Entsprechend stieg der Umsatzanteil auf 60,3 % (Vorjahr 54,3 %).
Rückläufig war der Umsatz im Food-Bereich (Milch, Food, Pharma und Kosmetik). Er verringerte sich von 273,9 Mio. € im Jahr 2015 auf 202,8 Mio. € im Berichtsjahr (- 26,0 %). Entsprechend ging der Umsatzanteil auf 7,5 % zurück (Vorjahr 10,9 %).
Ohne Zuordnung blieben die Umsätze an Tochtergesellschaften bzw. Dritte, die gemäß BilRUG von den sonstigen betrieblichen Erträgen auf Umsatzerlöse umgegliedert werden mussten (36,1 Mio. €).
Auftragseingang und Auftragsbestand
Wert der Bestellungen in der KRONES AG leicht zurückgegangen
Unser Auftragseingang verteilt sich gut auf die einzelnen Regionen. Damit erreichen wir eine hohe Stabilität.
In einem wettbewerbsintensiven und preissensitiven Markt reduzierten sich die Bestellungen in der KRONES AG um 0,7 % von 2.658,2 Mio. € auf 2.639,7 Mio. €. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass ein zunehmend größerer Teil der Aufträge bei Tochtergesellschaften einging. In Summe konnte der Konzern seine Auftragseingänge deutlich steigern.
Der Blick in die Vertriebsregionen zeigt Zuwächse in West- und Osteuropa, sowie in Latein- und Nordamerika. In Asien inklusive China und in der Region Nahost/Afrika konnten wir die Vorjahreswerte jeweils nicht erreichen. Dabei spielten in Afrika die Währungsprobleme wichtiger Absatzmärkte aufgrund des niedrigen Ölpreises eine Rolle.
Auftragseingang KRONES AG in Mio. €

Auftragsbestand am Stichtag unter Vorjahreswert
Am Ende des Geschäftsjahres 2016 hatte die KRONES AG einen Bestand an Aufträgen in Höhe von 1.457,5 Mio. € in ihren Büchern. Zum 31.12.2015 betrug der Auftragsbestand noch 1.539,0 Mio. €. Der Rückgang am Stichtag ist auch durch hohe Umsätze zum Jahresende 2016 zu erklären.
Wie in den Vorjahren ist das Auftragspolster eine gute Basis für das Erreichen der Volumenziele 2017.
Auftragsbestand KRONES AG zum 31. Dezember in Mio. €

Ertragslage der KRONES AG
Die KRONES AG konnte ihr Ergebnis 2016 stark verbessern.
In einem unverändert wettbewerbsintensiven Umfeld konnte die KRONES AG ihr Ergebnis deutlich verbessern. Dies gelang sowohl durch Skaleneffekte aus einem deutlich höheren Umsatz, als auch durch weitere Kosteneinsparungen aus diversen Performanceprogrammen.
Ein positiver Posten resultiert aus der Zuschreibung von 15,0 Mio. € auf den Beteiligungsbuchwert an der KOSME SRL. in Roverbella, Italien. Durch eine inzwischen nachhaltige Verbesserung in den Ergebnissen der Gesellschaft konnten wir einen Teil der Abschreibungen der Vorjahre wieder aufholen. Ein weiterer positiver Effekt auf Ebene der KRONES AG besteht in der Ausweitung von Konzernumlagen. Im Finanzergebnis machte sich die Gesetzesänderung, den Abzinsungszinssatz für Pensionsverpflichtungen nach dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre zu ermitteln (bisher 7-Jahres-Durchschnitt), positiv bemerkbar.
In Summe erwirtschaftete die KRONES AG ein Ergebnis vor Steuern (EBT), das mit 146,3 Mio. € um 85,0 % über dem Vorjahresergebnis (79,1 Mio. €) lag.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 1,55 € je Aktie (Vorjahr: 1,45 €) zu zahlen. Wenn die Hauptversammlung diesen Vorschlag annimmt, liegt die Ausschüttungsquote des Geschäftsjahres 2016 bei 29,0 %, gemessen am Konzernjahresüberschuss.
Ertragsstruktur der KRONES AG
Der Personalaufwand legte mit 3,3 % unterproportional zu.
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| in Mio. € | 2016 | 2015 | Veränd. |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.721,2 | 2.513,2 | + 8,3 % |
| Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse | - 1,9 | +103,8 | - |
| Gesamtleistung | 2.719,3 | 2.617,0 | + 3,9 % |
| Materialaufwand | - 1.537,4 | - 1.484,9 | + 3,5 % |
| Personalaufwand | - 718,9 | - 695,9 | + 3,3 % |
| Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen | - 271,5 | - 298,8 | - 9,1 % |
| EBITDA | 191,5 | 137,4 | + 39,4 % |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen | - 52,6 | - 50,6 | + 4,0 % |
| EBIT | 138,9 | 86,8 | + 60,0 % |
| Finanzergebnis | 7,4 | - 7,7 | - |
| EBT | 146,3 | 79,1 | + 85,0 % |
| Ertragsteuern | - 34,0 | - 19,0 | + 78,9 % |
| Sonstige Steuern | - 1,2 | - 1,1 | + 9,1 % |
| Jahresüberschuss | 111,1 | 59,0 | + 88,3 % |
Die KRONES AG weitete ihr Geschäftsvolumen in 2016 deutlich aus. Das Vorjahr wurde im Umsatz abrechnungsbedingt um 8,3 % übertroffen. Dies war mehr als geplant (+ 4 %). Bei der Gesamtleistung wurde die Volumenplanung praktisch genau getroffen (+ 3,9 %).
Der Materialaufwand (1.537,4 Mio. €) blieb mit einer Steigerung von 3,5 % etwas unter der Erhöhung der Gesamtleistung. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) verbesserte sich marginal von 56,7 % auf 56,5 %. Obwohl von der Absatzseite keine Unterstützung kam, ist es durch zusätzliche Verhandlungen mit Lieferanten und interne Performanceprogramme gelungen, die Materialkostenquote leicht zu drücken.
Auch der Personalaufwand legte mit +3,3 % unterproportional zur Leistung zu. Neben einem Aufbau von Mitarbeitern wirkten sich natürlich auch die Tariferhöhungen aus. Für Bonuszahlungen wurde weniger als im Vorjahr aufgewendet. In Summe standen 718,9 Mio. € Personalaufwand zu Buche (Vorjahr: 695,9 Mio. €). Die Personalaufwandsquote reduzierte sich leicht von 26,6 % auf 26,4 %.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen erhöhten sich um 4,0 % von 50,6 Mio. € auf 52,6 Mio. €.
Die Abschreibungsquote, also die Abschreibungen im Verhältnis zur Gesamtleistung beträgt somit unverändert 1,9 %.
Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie den aktivierten Eigenleistungen reduzierte sich in 2016 von - 298,8 Mio. € auf - 271,5 Mio. €. Die Quote dieses Saldos an der Gesamtleistung beträgt damit 10,0 %. Die Verbesserung zum Vorjahr (Quote 11,4 %) kam durch Einsparungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und der Zuschreibung/Wertaufholung auf den Beteiligungsbuchwert an der KOSME SRL., Roverbella, Italien über 15,0 Mio. € zustande.
Das Finanzergebnis (+ 7,4 Mio. €) setzt sich neben Beteiligungserträgen (14,2 Mio. €) im Wesentlichen aus Ergebnissen aus Abzinsung zusammen. Der Saldo dieser Abzinsungserträge und -aufwendungen (- 3,4 Mio. €) hat sich gegenüber 2015 (- 23,4 Mio. €) erheblich verändert. Dies liegt an den geänderten Abzinsungszinssätzen, die nach einer Gesetzesänderung über einen 10-Jahres-Durchschnitt (bisher: 7-Jahres-Durchschnitt) zu ermitteln sind. Im Vorjahr hatte das Finanzergebnis noch - 7,7 Mio. € betragen.
Nach Abzug von Ertragsteuern (34,0 Mio. €, Vorjahr 19,0 Mio. €) und sonstigen Steuern (1,2 Mio. €) verdiente die KRONES AG »unter dem Strich« 111,1 Mio. € (Vorjahr 59,0 Mio. €). Dies ist ein Zuwachs von 88,3 %. Die Steuerquote beläuft sich damit auf 23,2 % (Vorjahr: 24,1 %).
Finanzlage der KRONES AG
Wie bereits in den vergangenen Jahren verzeichnete auch die Bilanz zum 31.12.2016 keine Bankverbindlichkeiten. Die liquiden Mittel am Bilanzstichtag beliefen sich auf 188,2 Mio. € (31.12.2015: 125,7 Mio. €).
Durch Geschäftsausweitung wurde auch das Working Capital weiter erhöht. Eine Verbesserung dieser Kennzahl wird in 2017 zu den wichtigen Aufgaben gehören. Neben konkreten Programmen wird auch eine erweiterte Sensibilisierung unserer Mitarbeiter zu den Maßnahmen gehören.
Bestehende bilaterale Kreditlinien in Höhe von 262,7 Mio. € können wahlweise als Barkredit oder Avalkredit in Anspruch genommen werden. Daneben bestehen noch umfangreiche reine Aval-Linien.
Der zusätzlich im Oktober 2014 mit unseren Kernbanken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis 22.10.2021 steht als Reservelinie (Back-up-Fazilität) zur Betriebsmittelfinanzierung einschließlich der Finanzierung von Investitionen zur Verfügung.
Damit sind die Hauptziele unseres Finanzmanagements, die hohe Finanzkraft und Unabhängigkeit von KRONES, weiter gestärkt.
Der Cashflow (Jahresergebnis plus Abschreibungen) verbesserte sich 2016 auf 163,7 Mio. € (2015: 109,6 Mio. €).
Die Kapitalflussrechnung der KRONES AG stellt sich wie folgt dar:
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| in Mio. € | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel am 01.01. | 125,7 | 165,5 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 138,4 | 45,0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 66,1 | - 48,4 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 9,8 | - 36,4 |
| Liquide Mittel am 31.12. | 188,2 | 125,7 |
Vermögens- und Kapitalstruktur der KRONES AG
Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz S. 138/139
Ein komfortables Liquiditätspolster und eine sehr solide Eigenkapitalausstattung gewährleisten KRONES hohe finanzielle Flexibilität und Unabhängigkeit.
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| in Mio. € zum 31. Dezember | 2016 | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 561,8 | 514,1 | 501,7 |
| Umlaufvermögen, RAP | 1.053,1 | 1.006,6 | 919,2 |
| davon liquide Mittel | 188,2 | 125,7 | 165,5 |
| Eigenkapital | 702,2 | 636,9 | 617,5 |
| Fremdkapital | 912,7 | 883,8 | 803,4 |
| Rückstellungen | 483,1 | 488,4 | 477,0 |
| Verbindlichkeiten | 429,6 | 395,4 | 326,4 |
| Bilanzsumme | 1.614,9 | 1.520,7 | 1.420,9 |
Die Bilanzsumme der KRONES AG erhöhte sich zum 31.12.2016 um 94,2 Mio. € auf 1.614,9 Mio. €. Die Steigerung von 6,2 % liegt damit unter der Umsatzausweitung (+8,3 %).
Das Anlagevermögen stieg dabei um 9,3 % auf 561,8 Mio. €. Davon entfielen 341,8 Mio. € auf Sachanlagen (Vorjahr: 348,4 Mio. €). Von Zugängen in Höhe von 88,6 Mio. € entfielen die höchsten Investitionen auf den Kauf von Standard-Software, sowie in Maschinen und Ausrüstungen.
Die Finanzanlagen stiegen um 47,5 Mio. € von 136,1 Mio. € auf 183,6 Mio. €. Davon entfiel ein größerer Teil auf die Erhöhung der Beteiligung an der KOSME SRL., Roverbella, Italien für den Kauf von 60 % der Anteile an system logistics, bzw. als Wertaufholung. Ein kleinerer Teil floss in Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Neugründungen.
Das Umlaufvermögen inklusive Rechnungsabgrenzungsposten lag mit 1.053,1 Mio. € um 4,6 % über dem Vorjahreswert. Die Forderungen aus Lieferungen erhöhten sich dabei um 6,9 % von 335,6 Mio. € auf 358,6 Mio. €. Dies ist durch die Umsatzerhöhung von 8,3 % begründet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich dagegen von 174,9 Mio. € auf 150,9 Mio. € reduziert. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich nur wenig verändert (von 68,3 auf 66,8 Mio. €). Die Vorräte, saldiert mit den erhaltenen Anzahlungen, haben sich von 299,9 Mio. € auf 286,1 Mio. € reduziert.
Die liquiden Mittel erhöhten sich am Bilanzstichtag auf 188,2 Mio. € (31.12.2015: 125,7 Mio. €).
Auf der Passivseite reduzierten sich die Rückstellungen leicht von 488,4 Mio. € auf 483,1 Mio. €. Dabei veränderten sich die Pensionsrückstellungen mit 126,2 Mio. € nur wenig (Vorjahr 128,2 Mio. €). Personalrückstellungen einschließlich Boni verringerten sich gegenüber dem Vorjahr, während sich Vorsorgen für Kundenprojekte etwas erhöhten.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum von 395,4 Mio. € auf 429,6 Mio. € (+8,6 %). Die Erhöhung betraf sowohl Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, als auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die KRONES AG war am 31.12.2016, wie auch zum Bilanzstichtag der Vorjahre, frei von Bankschulden. Damit verfügte das Unternehmen am Bilanzstichtag über eine Nettoliquidität (liquide Mittel abzüglich Bankschulden) von 188,2 Mio. € (31.12.2015: 125,7Mio. €).
Das Eigenkapital der KRONES AG umfasste am 31.12.2016 702,2 Mio. € (31.12.2015: 636,9 Mio. €). Dies entspricht einer Steigerung von 65,3 Mio. € bzw. 10,3 %. Durch den Abfluss der Dividende an unsere Aktionäre im Juni 2016 verringerte sich das Eigenkapital um 45,8 Mio. €. Der Jahresüberschuss 2016 erhöhte es um 111,1 Mio. €. Es ergibt sich eine verbesserte Eigenkapitalquote von 43,5 % (Bilanz 31.12.2015: 41,9 %).
In Summe verfügt die KRONES AG über eine äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur.
Mitarbeiter
Mitarbeiterzahl in Deutschland steigt 2016 um 2,4 %
KRONES ist auch im Inland weiter gewachsen.
Um die Wachstumschancen unseres Marktes zu nutzen, erhöhen wir weiterhin die Belegschaft, vor allem international bei unseren Kunden vor Ort. Aber auch in der KRONES AG ist im abgelaufenen Jahr die Anzahl der Mitarbeiter gestiegen. So erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter der KRONES AG in Deutschland von 9.179 auf 9.402. Dies ist ein Plus von 223 Mitarbeitern bzw. 2,4 %. Dazu kommen noch 51 Mitarbeiter in unseren ausländischen Repräsentanzen.
Mitarbeiter KRONES AG zum 31.12. in Deutschland

Die anspruchsvollen Wachstumsziele sind nur mit einer qualifizierten und motivierten Belegschaft zu erreichen. Hierfür investiert KRONES in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Dabei werden nicht nur die Fachkompetenzen, sondern auch die überfachlichen Kompetenzen gestärkt.
Qualifikationsstruktur Mitarbeiter in Deutschland
Im Inland wollen wir die Mitarbeiter, die aus Altersgründen ausscheiden, durch eigene Nachwuchskräfte ersetzen.

Ein wichtiges Ziel unserer Personalpolitik ist es, junge und qualifizierte Mitarbeiter für KRONES zu gewinnen, um der Überalterung entgegenzuwirken. KRONES strebt an, die Mitarbeiter, die im Inland aus Altersgründen ausscheiden, durch eigene Nachwuchskräfte zu ersetzen. Hierfür setzt KRONES auf eine hochwertige Ausbildung im eigenen Haus. Im Herbst 2016 starteten 145 Berufsanfänger ihre Ausbildung bei KRONES, 15 mehr als im Vorjahr. Insgesamt bildete KRONES Ende 2016 in Deutschland 522 junge Menschen in mehr als 20 verschiedenen Ausbildungs- und Studiengängen aus.
Auszubildende und Ausbildungsanfänger KRONES AG

Davon absolvieren 76 Studenten ein duales Studium. Mit einer »Profil 21«-Ausbildung erhalten 105 Mitarbeiter neben dem Facharbeiterbrief auch einen Abschluss als staatlich geprüfter Service-Techniker. 2016 haben wir 124 Auszubildende nach Beendigung ihrer Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen (Vorjahr: 127). KRONES arbeitet eng mit Hochschulen zusammen, um Hochschulabsolventen als Arbeitnehmer zu gewinnen. Das Unternehmen bietet Studenten verschiedenster Fachrichtungen Praktikantenstellen an und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeiten bei KRONES zu schreiben. Auf diesem Weg können sich beide Seiten ein gutes Bild voneinander machen. Es ist oftmals der erste Schritt in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis. Im Berichtsjahr absolvierten 770 Studenten ein Praktikum und 280 schrieben ihre Bachelor- oder Masterarbeit bei KRONES.
Praktikanten und Abschlussarbeiten KRONES
2016 stellte KRONES 770 Studenten einen Praktikumsplatz zur Verfügung. Zudem schrieben 280 Hochschulabsolventen ihre Bachelor- oder Masterarbeit in unserem Unternehmen.

Weiterführende Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist im Internet unter www.krones.com aufrufbar.
Nachhaltiges Wirtschaften
Nachhaltig wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen sind fest in der DNA von KRONES verankert. In unserem Leitbild, dem Verhaltenskodex sowie zahlreichen weiteren Kodizes und Richtlinien haben wir die Grundwerte des Unternehmens festgeschrieben.
KRONES ist Mitglied des UN-Global-Compact und bekennt sich zu den zehn international anerkannten Nachhaltigkeits-Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Um unserer Verantwortung als Teil der Gesellschaft gerecht zu werden, setzen wir auf einen aktiven Dialog mit unseren Kunden, Mitarbeitern, Aktionären, Lieferanten sowie anderen gesellschaftlichen Gruppen.
2016 viele Nachhaltigkeits-Maßnahmen umgesetzt
KRONES hat 2016 einige Maßnahmen umgesetzt, um den CO2-Ausstoß langfristig zu verringern.
Bei unserem Nachhaltigkeitsprogramm enviro haben wir im Berichtszeitraum gute Fortschritte erzielt. Mit der Systembewertung nach enviro 2.0 ist KRONES nun in der Lage, nicht nur Einzelmaschinen auf Energie- und Medieneffizienz zu bewerten, sondern ganze Maschinensysteme.
Nachdem wir 2015 eine Zielgröße für die CO2 -Emissionen bis zum Jahr 2020 festgelegt hatten, hat KRONES im Berichtsjahr bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt, die den CO2 -Ausstoß verringern. So haben wir beispielsweise Gebäude energetisch optimiert und einen eigenen Gleisanschluss im Werk Neutraubling umgesetzt. Damit werden die Produkte durchgängig auf dem Gleis von Neutraubling in unser Logistik-Hub nach Hamburg transportiert. Für 2016 errechneten wir eine Einsparung von 1.600 Lkw-Fahrten.
Ausführliche Informationen zu den Nachhaltigkeitsleistungen von KRONES im Berichtsjahr entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Er enthält auch unsere konkreten Ziele und Maßnahmen für die kommenden Jahre in den Bereichen Ökonomie, Ökologie, Mitarbeiter und Soziales sowie Gesellschaft. Der Nachhaltigkeitsbericht ist im Internet unter www.krones.com aufrufbar.
KRONES bleibt »Prime«
KRONES wird jährlich von oekom Research, einer der weltweit führenden Nachhaltigkeits-Ratingagenturen, geprüft. 2016 wurde KRONES zum vierten Mal in Folge mit »Prime« bewertet. KRONES weist damit weiterhin eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche Leistung im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) auf.
Risiko- und Chancenbericht
| ― | Risiken werden laufend identifiziert |
| ― | Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken |
Das Risikomanagementsystem von KRONES
KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.
Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.
Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2017 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2017 zu verstehen.
Das Risikomanagementsystem von KRONES besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.
Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.
KRONES teilt Eintrittswahrscheinlichkeiten und finanzielle Auswirkungen in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkung* | ||
|---|---|---|---|
| niedrig | 0 bis 20 % | niedrig | 1,0 bis 10,0 Mio.€ |
| mittel | 21 bis 49 % | mittel | 10,1 bis 50,0 Mio.€ |
| hoch | 50 bis 100 % | hoch | > 50,0 Mio. € |
* gemessen am EBIT
Mehrstufiges Risikomanagementsystem
Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.
Risikoanalyse
Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.
Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.
Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.
Risikoüberwachung
Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken für KRONES. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.
Risikoplanung und -steuerung
Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.
| ― | Jahresplanung |
| ― | Mittelfristplanung |
| ― | Strategische Planung |
| ― | Rollierende Prognoserechnung |
| ― | Monats- und Quartalsreports |
| ― | Investitionsplanung |
| ― | Produktionsplanung |
| ― | Kapazitätsplanung |
| ― | Projektcontrolling |
| ― | Debitorenmanagement |
| ― | Wechselkursabsicherungsgeschäfte |
| ― | Versicherungen |
Organisation des Risikomanagements
Das Risikomanagement ist bei KRONES im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.
Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.
Organisation des Risikomanagements von KRONES
Das Risikomanagement von KRONES wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.
Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.
Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
In der KRONES AG besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.
| ― | Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet. |
| ― | Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen. |
| ― | Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt. |
| ― | Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt. |
| ― | Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird. |
| ― | Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, sind qualitativ geeignet ausgestattet. |
| ― | In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind. |
| ― | Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch. |
| ― | Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an. |
Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken
KRONES teilt die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein.
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| Risikokategorie | Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle Auswirkung |
|---|---|---|
| Umfeld- und Branchenrisiken | ||
| Gesamtwirtschaftliche Risiken | niedrig | niedrig |
| Branchenspezifische Risiken | niedrig | mittel |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||
| Ausfallrisiken | niedrig | mittel |
| Liquiditätsrisiko | niedrig | niedrig |
| Zinsänderungsrisiko | niedrig | niedrig |
| Währungsrisiko | niedrig | niedrig |
| Operative Risiken | ||
| Preisrisiko | mittel | mittel |
| Beschaffungsrisiken | niedrig | niedrig |
| Kostenrisiko | niedrig | mittel |
| Personalrisiko | niedrig | niedrig |
| Rechtliche Risiken | mittel | mittel |
| Umwelt- und Sicherheitsrisiken | niedrig | niedrig |
| IT-Risiken | niedrig | niedrig |
Umfeld- und Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken
KRONES ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht. Sollte sich die Weltwirtschaft deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf Umsatz und Ergebnis von KRONES negativ auswirken. Eine nicht nur vorübergehende Krise in den Schwellenländern könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden dort verringern. Auch eine globale Finanzkrise könnte zulasten der Investitionen in Maschinen und Anlagen von KRONES gehen, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten allgemein verschlechtern würden. Durch die breite internationale Aufstellung des Unternehmens ist KRONES in der Lage, Geschäftseinbrüche in einzelnen Regionen zumindest abzumindern.
Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Branchenspezifische Risiken
Branchenspezifischen Risiken ist KRONES hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von KRONES auf Kosten der Preisqualität den Kampf um Aufträge forcieren, um ihre Kapazitäten auszulasten. Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich KRONES mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.
Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Finanzwirtschaftliche Risiken
KRONES ist in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.
1. Ausfallrisiken
Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.
1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen, abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen auf individueller Basis. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.
Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.
1.2 Derivative Finanzinstrumente
KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, australischen Dollars und kanadischen Dollars sowie des britischen Pfunds gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners.
1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.
Auswirkung von Ausfallrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
2. Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.
KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren.
Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
3. Zinsänderungsrisiko
KRONES ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. KRONES nahm zum Bilanzstichtag 2016 keine Bankkredite in Anspruch.
Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
4. Währungsrisiko
Da unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro Währung ab.
Auswirkung des Währungsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Operative Risiken
1. Preisrisiko
KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die zu erzielenden Preise für unsere Produkte und Dienstleistungen weiter verschlechtern. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge. Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt KRONES. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.
Auswirkung des Preisrisikos: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
2. Beschaffungsrisiken
KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit aus dem Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. Hinsichtlich Lieferanten besteht darüber hinaus ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren.
Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
3. Kostenrisiko
Neben einem steigenden Umsatz basiert unsere Ergebnisprognose auch darauf, dass wir mit Kosteneinsparungen rechnen. Im Rahmen des Value-Programms optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig. Dabei geht es in erster Linie darum, klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu flexibilisieren, um mit starken Marktveränderungen zurechtzukommen. KRONES ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.
Auswirkung des Kostenrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
4. Personalrisiko
KRONES plant mit steigendem Geschäftsvolumen und will im Servicebereich verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern wollen wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.
Auswirkung des Personalrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Rechtliche Risiken
Grundsätzlich bestehen für KRONES aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. KRONES begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.
Auswirkung von rechtlichen Risiken: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Umwelt- und Sicherheitsrisiken
Als produzierendes Unternehmen ist KRONES Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. KRONES vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.
Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
IT-Risiken
Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von KRONES basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen werden. Dies könnte den Verlust von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben. KRONES wappnet sich gegen diese Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.
Auswirkung von IT-Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Die wesentlichen Chancen
Unternehmerische Chancen erfasst KRONES nicht im Risikomanagementsystem. Wir teilen ihnen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.
Gesamtwirtschaftliche Chancen
Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für KRONES durch die gute internationale Positionierung des Unternehmens. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat KRONES seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Von einem beschleunigten Wachstum in den Schwellenländern würden wir überproportional profitieren. Auch eine kräftige Erholung der Wirtschaft im Euro-Raum sowie zusätzliche Wachstumsimpulse in den USA könnten zu einem über unserer Prognose liegenden Ergebnis führen.
Branchenspezifische Chancen
Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt. Daraus eröffnen sich für KRONES aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von KRONES besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.
Chancen durch Akquisitionen
Aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung des Unternehmens ist KRONES grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Im Rahmen unserer Strategie halten wir gezielt Ausschau nach geeigneten Zukäufen. Unsere Ergebnisplanungen beinhalten keinerlei Zukäufe. Durch externes Wachstum könnten sich Chancen für KRONES eröffnen.
Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen
Operative Chancen
1. Absatzpreise
KRONES will die angestrebte Ergebnisverbesserung durch eine günstigere Kostenbasis realisieren. Mit wesentlichen positiven Preiseffekten rechnen wir nicht. Sollten sich die Marktpreise besser als erwartet entwickeln, ergäben sich daraus für das Unternehmen Chancen.
2. Beschaffungspreise
Das Unternehmen kauft zunehmend Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft KRONES verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens. Es besteht die Chance, dass wir dadurch mehr einsparen als geplant. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch allgemein niedrigere Rohstoffpreise als erwartet.
3. Kosten
Im Rahmen des Strategieprogramms Value optimiert das Unternehmen seine Kostenstrukturen. Sollten einzelne Maßnahmen stärker oder schneller greifen als geplant, ergeben sich daraus Chancen für KRONES.
Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage
Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen nicht wesentlich geändert. Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie den finanzwirtschaftlichen Risiken.
Prognosebericht
| ― | Wachstum der Weltwirtschaft soll sich 2017 beschleunigen |
| ― | Insgesamt gute gesamtwirtschaftliche Bedingungen für KRONES |
| ― | KRONES prognostiziert bei Umsatz Zuwächse und will gutes Ergebnis stabilisieren |
IWF erwartet für 2017 ein globales Wachstum von 3,4 %
Der Internationale Währungsfonds erwartet, dass das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern 2017 deutlich anzieht.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2017 seine Prognosen für das weltweite Wirtschaftswachstum aktualisiert. Sowohl in den reifen Industriestaaten als auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern soll die Wirtschaft dieses Jahr stärker wachsen als 2016. Unterm Strich prognostiziert der IWF für 2017 ein globales Wachstum von 3,4 % (2016: 3,1 %). Die Konjunkturexperten weisen aber darauf hin, dass diese Prognose mit Unsicherheiten behaftet ist. So könnte zum Beispiel die neue Wirtschaftspolitik der Trump-Regierung zu Protektionismus führen.
Kräftig beleben soll sich die Wirtschaftstätigkeit 2017 in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Insgesamt rechnet der IWF für die Emerging Markets mit einem Wachstum von 4,5 % (Vorjahr: 4,1 %). Die großen Volkswirtschaften Russland und Brasilien sollen 2017 aus der Rezession kommen. In China hat sich die wirtschaftliche Lage nach Ansicht des IWF stabilisiert. Für zusätzlichen Rückenwind sorgen dort politische Impulse. 2017 dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in China um 6,5 % (Vorjahr: 6,7 %) wachsen. Die IWF-Wachstumsprognose 2017 für die indische Wirtschaft liegt bei 7,2 % (Vorjahr: 6,6 %). Leicht zurückgenommen haben die Konjunkturexperten im Januar ihre Erwartungen für die Region Naher Osten/Afrika. Dies liegt hauptsächlich an der Kürzung der Ölförderquoten, was sich negativ auf die Wirtschaft in Saudi-Arabien auswirken dürfte. Der IWF rechnet damit, dass das BIP in der Region Naher Osten/Afrika 2017 um 3,1 % (Vorjahr: 3,8 %) steigt.
Die Wachstumsaussichten für die entwickelten Industrienationen beurteilte der IWF im Januar 2017 ein wenig optimistischer als zuvor und erhöhte die Gesamtprognose von 1,8 % auf 1,9 % (2016: 1,6 %). Um 2,3 % (Vorjahr: 1,6 %) soll dabei das BIP 2017 in den USA zulegen. Der IWF geht davon aus, dass die US-Wirtschaft von staatlichen Konjunkturprogrammen der neuen Regierung profitiert. Für den Euro-Raum prognostiziert der IWF ein Wachstum von 1,6 % (Vorjahr: 1,7 %). Die deutsche Wirtschaft dürfte dabei leicht unterproportional um 1,5 % expandieren (Vorjahr: 1,7 %). Für Japan liegt die IWF-Wachstumsprognose 2017 bei 0,8 % (Vorjahr: 0,9 %).
Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2017 in Prozent (Prognose)

Quelle: IWF
Niedrige Arbeitslosenzahlen und Inflationsraten stärken Kaufkraft und Konsum
Die Investitionsbereitschaft der KRONES Kunden und damit die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Ausgabefreudigkeit der Konsumenten. Eine niedrige Arbeitslosenquote und geringe Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus und stützen damit die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Arbeitslosenquote und Inflation beeinflussen somit indirekt die Nachfrage nach KRONES Produkten. Für 2017 erwarten wir, dass beide Faktoren insgesamt keine negativen Effekte auf die Geschäfte von KRONES haben.
Deutsche Maschinenbaubranche blickt verhalten optimistisch auf 2017
Trotz einer Reihe ungelöster geopolitischer Krisen rechnet der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) für 2017 mit leichten Zuwächsen für die Branche. Der Verband geht davon aus, dass die Talsohle in den Krisenländern Russland und Brasilien erreicht ist und die Nachfrage aus China wieder anzieht. Nach einem Nullwachstum 2016 soll der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um real 1 % steigen.
Besser sind die Aussichten für den Fachbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, dem auch KRONES angehört. Der VDMA rechnet damit, dass dieses Segment 2017 um 3 % bis 4 % wächst.
Reale Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

* Prognose
Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA
KRONES startet zuversichtlich in das Jahr 2017
Für das Geschäftsjahr 2017 ist KRONES, trotz vieler politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten, optimistisch. Der Markt für Verpackungsmaschinen wächst relativ stabil. Wachstumstreiber sind Megatrends, wie die stetig wachsende Mittelschichten in den aufstrebenden Volkswirtschaften und die zunehmende Abwanderung der Menschen in den Emerging Markets vom Land in die Stadt. Beides führt zu einer höheren Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln und Getränken. Zudem müssen sich die Lebensmittel- und Getränkehersteller verstärkt über innovative Verpackungslösungen von den Wettbewerbern differenzieren. Somit sind die Voraussetzungen für eine stabil wachsende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES 2017 insgesamt gut.
KRONES will 2017 im Umsatz weiter wachsen und das gute Ergebnis stabilisieren
Neben den Chancen bringt der Markt aber auch Herausforderungen mit sich. Die Einkaufsmacht der Kunden nimmt durch Übernahmen zu. Wettbewerber sorgen dafür, dass der Kampf um Aufträge intensiv bleibt. Für die Absatzpreise erwartet KRONES 2017 daher keine Besserung.
Neue Produkte und Services sowie weitere Kostensenkungen bleiben wichtige Themen, um 2017 in allen Geschäftsbereichen weiter zu wachsen. Außerdem will KRONES die weltweite Präsenz deutlich ausbauen und noch näher an die Kunden rücken. Künftig sollen größere Teile des Einkaufs, des Engineerings und Teile der Produktion in den Regionen aufgebaut werden, in denen unsere Kunden ihre Fabriken betreiben. So können wir sie schneller mit regionen-spezifischen Produkten zu wettbewerbsfähigen Preisen beliefern.
Im Kerngeschäft »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« wird KRONES 2017 darüber hinaus die Modularisierung weiter vorantreiben. In der nächsten Stufe werden wir die Bauweise der Module stark vereinfachen, so dass wir bessere Einkaufskonditionen erzielen. Um weiter zu wachsen, werden wir zudem unsere internationalen Servicestrukturen und LCS Center ausbauen. Außerdem stärken wir das Mid-Range-Geschäft, also weniger komplexe Anlagen mit hoher Leistung. Hierfür gibt es vor allem in den Schwellenländern starke Nachfrage.
In der »Prozesstechnik« werden wir das Ende 2015 beschlossene Maßnahmenpaket weiter umsetzen und 2017 zu großen Teilen abschließen. Damit wollen wir die Ertragskraft und das Wachstum nachhaltig stärken.
Im Bereich Intralogistik wollen wir im laufenden Geschäftsjahr die hohen Wachstumschancen nutzen. Durch die Übernahme der Mehrheit von system logistics und dem Ausbau von SYSKRON sind wir für unsere Kunden der ideale Partner für Intralogistik-Lösungen. Diese Position werden wir mittelfristig regional als auch produkttechnisch weiter stärken.
Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der erwarteten Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte streben wir für 2017 ein Umsatzwachstum von 4 % an. Die regionale Umsatzaufteilung dürfte 2017 nicht stark vom Vorjahr abweichen.
Bereinigt um die Wertaufholung an der Beteiligung KOSME Italien in 2016 und dem erwarteten Zinsaufwand aus der Veränderung des Abzinsungszinssatzes für Pensionen, streben wir für 2017 ein stabiles Ergebnis an. Wir prognostizieren ein EBT zwischen 110 und 120 Mio. €.
Die KRONES AG will 2017 den Umsatz steigern und das gute Ergebnis stabilisieren.
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| Prognose für 2017 | Ist-Wert 2016 | |
|---|---|---|
| Umsatzwachstum | +4 % | + 8,3 % |
| EBT | 110 - 120 Mio. € | 146,3 Mio. € |
Angaben gemäß § 289 Abs. 4 und § 289 a Abs. 1 HGB
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.
Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.
Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.
In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).
Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:
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| Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs | Gesamtstimmrechtsanteile | Davon zuzurechnen nach § 22 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile |
|---|---|---|
| Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland | 51,58 % | 51,58 % |
Gesellschafter dieser GbR sind: Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Harald Kronseder Holding GmbH, VMAX Familienstiftung, Harald Kronseder, Gunter Kronseder, Nora Kronseder, Leopold Kronseder
Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (Februar 2017) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).
Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).
Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Mio. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Internet unter www.KRONES.com abrufbar.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum Ablauf des 24. Juni 2019 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des bei Wirksamwerden oder - sollte dieses geringer sein - bei Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses zu erwerben.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft einzuziehen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften der §§ 314 Abs. 1 Nr. 6a, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
Vorstandsvergütung
Grundsätze der Vorstandsvergütung
Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der Ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.
Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.
Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.
Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2013 überarbeitet. Diese Neuordnung wurde von der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 gebilligt.
Vergütungsbestandteile
Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:
| ― | Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen) |
| ― | Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor |
| ― | Variable Bestandteile mit mittelfristiger Anreizwirkung (Mid Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren |
| ― | Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 5 Jahren |
| ― | Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung |
Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die mittel- und langfristigen variablen Bestandteile 64 % der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.
Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2016 betrug die Grundvergütung der sechs im Geschäftsjahr 2016 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 2.990 (Vorjahr: T€ 2.890).
Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen, Wohnungskosten, Schulgeld und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2016 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 319 (Vorjahr: T€ 125).
Variable Vergütungsbestandteile
Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2014 aus folgenden Komponenten zusammen:
―
Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)
| ― | Jährliche Auslobung |
| ― | Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung) |
| ― | Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, ROCE |
| ― | Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter) |
| ― | Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist |
Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2016 beträgt in 2017 T€ 673 (Vorjahr: T€ 1.085). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. Für das Geschäftsjahr 2016 wurde keine Sondertantieme ausgezahlt.
―
Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)
| ― | Jährliche Auslobung (revolvierend) |
| ― | Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung) |
| ― | Bezugsgrößen: ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten |
| ― | Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter) |
| ― | Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist |
Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.169 (Vorjahr: T€ 1.246), davon entfallen T€ 576 als Vergütung auf das Jahr 2016.
―
Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)
| ― | Auslobung alle 5 Jahre (sequenziell) |
| ― | Rechnerisch 1/5 der Grundvergütung p. a. bei 100 % |
| ― | Bezugsgrößen: Steigerung des Unternehmenswertes anhand Durchschnitt der Multiples: EBT mal 9, EBITDA mal 7, Umsatz mal 1 (jeweils 5-Jahresdurchschnitt) |
| ― | Cap bei 250 % des Fixgehalts |
| ― | Auszahlung nur, wenn der Unternehmenswert um mindestens 10 % gesteigert wurde |
Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 3.157 (Vorjahr: T€ 2.847). Zu einer Auszahlung aus dem LTI kann es grundsätzlich erstmals nach Ablauf des Geschäftsjahres 2017 kommen, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.
Somit betrug die Gesamtvergütung des Vorstands T€ 4.558 (Vorjahr: T€ 5.573).
Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung
Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.
Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/ oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.
Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.
Sowohl bei den beitragsorientierten, als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.
Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 284 (Vorjahr: T€ 1.352) gebildet. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Hohe von T€ 956 (Vorjahr: T€ 652) im Geschäftsjahr 2016 geleistet. Die korrespondierenden Barwerte betrugen zum Geschäftsjahresende 2016 für Herrn Klenk T€ 1.437, für Herrn Diepold T€ 4.225, für Herrn Ricker T€ 23, für Herrn Tischer T€ 25 und für Herrn Goldbrunner T€ 16. Die Versorgungsaufwendungen, bzw. der bAV-Beitrag betrugen im Geschäftsjahr 2016 für Herrn Klenk T€ 320, für Herrn Andersen T€ 204, für Herrn Diepold T€ 2, für Herrn Ricker T€ 160, für Herrn Tischer T€ 136 und für Herrn Goldbrunner T€ 136.
Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit
In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.
Vorschüsse und Kredite
Im Geschäftsjahr 2016 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.
Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.451 (Vorjahr: T€ 988) ausbezahlt und Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 989 (Vorjahr: T€ 238) gebildet.
Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016
Vergütung 2016 gemäß Rechnungslegungsstandard DRS 17
Vergütung gemäß DRS 17 (in T€)
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| Name | Funktion | Festvergütung | Nebenleistungen | Summe | Short Term Incentive | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Christoph Klenk | CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement | seit 2003 | 800 | 27 | 827 | 180 |
| Michael Andersen | CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf | seit 2016 | 510 | 199 | 709 | 115 |
| Rainulf Diepold | Vertrieb und Marketing | seit 1996 | 600 | 28 | 628 | 135 |
| Thomas Ricker | Abfüll- und Verpackungstechnik | seit 2012 | 400 | 20 | 420 | 90 |
| Markus Tischer | International Operations and Services | seit 2014 | 340 | 16 | 356 | 77 |
| Ralf Goldbrunner | Anlagen und Komponenten | seit 2014 | 340 | 29 | 369 | 77 |
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| Name | Mid Term Incentive | Long Term Incentive | Summe (Gesamtvergütung) |
|---|---|---|---|
| Christoph Klenk | 147 | 0 | 1.154 |
| Michael Andersen | 0 | 0 | 824 |
| Rainulf Diepold | 160 | 0 | 923 |
| Thomas Ricker | 107 | 0 | 617 |
| Markus Tischer | 91 | 0 | 524 |
| Ralf Goldbrunner | 71 | 0 | 517 |
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2016 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 geänderte Satzung.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.
Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.
Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.
Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2016 T€ 633 (Vorjahr: 642) und sind nach folgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen:
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| Name | Funktion | Festvergütung | Ausschussvergütung | Sitzungsgeld | Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2016 in € |
|---|---|---|---|---|---|
| Volker Kronseder | Aufsichtsratsvorsitzender | 43.750 | 3.500 | 7.500 | 54.750 |
| Ernst Baumann | ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender | 43.750 | 3.500 | 6.000 | 53.250 |
| Werner Schrödl*,** | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | 52.500 | 7.000 | 13.500 | 73.000 |
| Klaus Gerlach* | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 6.000 | 41.000 | |
| Norman Kronseder | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.000 | 13.500 | 55.500 |
| Philipp Graf von und zu Lerchenfeld | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.000 | 7.500 | 49.500 |
| Dr. Alexander Nerz | ehemaliges ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17.500 | 0 | 17.500 | |
| Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17.500 | 3.000 | 20.500 | |
| Dr. phil. Verena Di Pasquale*,** | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 6.000 | 41.000 | |
| Johann Robold*,** | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.000 | 6.000 | 48.000 |
| Petra Schadeberg-Herrmann | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 6.000 | 41.000 | |
| Jürgen Scholz*,** | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 6.000 | 41.000 | |
| Hans-Jürgen Thaus | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 6.000 | 41.000 | |
| Josef Weitzer*,** | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.000 | 13.500 | 55.500 |
* Arbeitnehmervertreter
** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt
Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz
»Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten >Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex< zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 5. Mai 2015 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird, mit folgenden Abweichungen:
| ― | Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&O-Versicherung besteht nicht (Tz. 3.8 DCGK). Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt. |
| ― | Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln (Tz. 4.2.1 DCGK). Die Geschäftsordnung für den Vorstand ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Vorstands. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet. |
| ― | Im Vergütungsbericht sollen bestimmte Informationen zur Vorstandsvergütung in vorgegebenen Mustertabellen angegeben werden (Tz. 4.2.5 Satz 5 und Satz 6 DCGK). Neben Unklarheiten in der Auslegung bestehen auch Zweifel, ob die zusätzliche Verwendung der Mustertabellen die vom Unternehmen unter Beachtung der Anforderungen der Rechnungslegung angestrebte Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts (vgl. Ziffer 4.2.5 Satz 3 des Kodex) fördert. |
| ― | Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben (Tz. 5.1.3 DCGK). Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Aufsichtsrats. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet. |
| ― | Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet (Tz. 5.3.3 DCGK). Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten sechs Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden. Die Aufgaben werden vom Ständigen Ausschuss übernommen. |
| ― | Eine Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft oder einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär erfolgt derzeit nicht (Tz. 5.4.1 Absätze 5 und 6 DCGK). Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Anforderungen der Absätze 5 und 6 unklar und im Detail unbestimmt sind, sowie die Privatsphäre der Betroffenen verletzen können. |
| ― | Der Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung nicht gesondert berücksichtigt (Tz. 5.4.6 DCGK). Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Ausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist. |
| ― | Der Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KRONES AG wird nicht angegeben (Tz. 6.2 DCGK). Um die schutzwürdigen Interessen und die Privatsphäre der Organmitglieder zu wahren, verzichten wir auf den Ausweis.« |
Neutraubling, den 17. Februar 2017
Für den Vorstand:
Christoph Klenk, CEO
Für den Aufsichtsrat:
Volker Kronseder, Vorsitzender
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Erklärung gemäß § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB
»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der KRONES AG beschrieben sind.«
Neutraubling, den 10. März 2017
KRONES AG
Der Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Michael Andersen, CFO
Rainulf Diepold
Thomas Ricker
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
Corporate Governance
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.KRONES.com abrufbar.
KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung
Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat berichten hiermit nach Tz. 3.10 DCGK über die Corporate Governance bei KRONES.
Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Gemäß Tz. 5.4.1 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder in Sinne von Tz. 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.
In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:
a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen
Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.
Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.
b) Potenzielle Interessenkonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)
Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungs- oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG, noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.
Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex erfüllen. Unter der Voraussetzung, dass die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex begründen kann, soll die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i. S. v. Tz. 5.4.2 DCGK sein.
Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.
c) Altersgrenze
Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauf folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.
d) Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer
Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von KRONES wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin - unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer - individuell betrachten. Da wir uns kein Ziel für die Regelgrenze gesetzt haben, ist auch nicht über den Stand der Umsetzung zu berichten.
e) Internationalität
Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.
Diese beziehen sich nicht nur auf Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.
f) Vielfalt (Diversity)
Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für KRONES eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Von diesem Gesetz betroffen sind Aufsichtsratswahlen ab 2016. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der KRONES AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der KRONES AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus sechs Vertretern der Anteilseigner und sechs Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also jeweils zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören. Auf Seite der Anteilseigner gehören mit Petra Schadeberg-Herrmann und Prof. Dr. Susanne Nonnast bereits zwei Frauen dem Aufsichtsrat an. Auf der Arbeitnehmerseite ist die gesetzliche Mindestquote noch nicht erfüllt. Mit Dr. Verena Di Pasquale vertritt erst eine Frau die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Bei der nächsten Aufsichtsratswahl der Arbeitnehmerseite, die 2017 stattfindet, soll eine zweite Frau von den Mitarbeitern in den Aufsichtsrat gewählt werden.
Der Aufsichtsrat von KRONES hat im Geschäftsjahr 2016 alle unter a) bis f) genannten Ziele umgesetzt.
Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.
Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung.
Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. KRONES produziert umweltverträglich und hält die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzt alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.
Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schafft KRONES für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sicherheits- und gesundheitsgerecht und sorgen für ergonomische Arbeitsplätze.
Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Handeln. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit und Gesundheit, Umwelt, Arbeitsbedingungen sowie Compliance.
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vorstand der KRONES AG bestand im Geschäftsjahr 2016 aus sechs Mitgliedern. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 10 bis 11 und 161). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein.
Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.
Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 17 und 161) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.
Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen »Prüfungs- und Risikomanagementausschuss« sowie einen »Ständigen Ausschuss«.
Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses
Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Graf Philipp von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Vorsitzender des Ausschusses ist Graf Philipp von und zu Lerchenfeld.
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Compliance-Systems.
Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses
Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Volker Kronseder an. Vorsitzender des Ausschusses ist Volker Kronseder. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.
Festlegungen nach § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz und § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz
Gemäß § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Der Vorstand der KRONES AG hat sich zum Ziel gesetzt, dass der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bis spätestens zum Ablauf des 30. Juni 2017 10 % erreicht. Ende des Geschäftsjahres 2016 lag der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bei 9,8 %.
Nach § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Anteil von Frauen im Vorstand festzusetzen. Gleichzeitig muss er eine Frist für die Erreichung der Zielgröße festlegen. Bislang konnte der Aufsichtsrat keine geeignete Kandidatin für den Vorstand finden. Der Aufsichtsrat geht davon aus, dass dies auch in naher Zukunft schwierig bleibt. Deshalb legte der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG auf 0 % fest. Eine Frist für die Umsetzung ist damit nicht zu setzen.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
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| 2016 | 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 13 | 2.721.153 | 2.513.223 | ||
| 2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | - 1.897 | 103.813 | |||
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 8.041 | 5.814 | |||
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 14 | 101.897 | 93.246 | ||
| 5. Materialaufwand | |||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | - 1.176.580 | - 1.166.802 | |||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | - 360.852 | - 318.141 | |||
| - 1.537.432 | - 1.484.943 | ||||
| 6. Personalaufwand | 15 | ||||
| a) Löhne und Gehälter | - 608.520 | -592.094 | |||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | - 110.341 | -103.863 | |||
| - 718.861 | - 695.957 | ||||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 16 | - 52.633 | -50.597 | ||
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | 17 | -381.419 | -397.833 | ||
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 18 | 14.229 | 14.181 | ||
| 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 18 | 709 | 581 | ||
| 11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 18 | 2.247 | 3.247 | ||
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 18 | - 9.793 | -25.706 | ||
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 19 | -33.959 | - 19.028 | ||
| 14. Ergebnis nach Steuern | 112.282 | 60.041 | |||
| 15. sonstige Steuern | 19 | -1.206 | -1.069 | ||
| 16. Jahresüberschuss | 111.076 | 58.972 | |||
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 59.648 | 46.485 | |||
| 18. Bilanzgewinn | 170.724 | 105.457 |
Bilanz
Aktiva
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1 | ||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 36.412 | 29.609 | |||
| II. Sachanlagen | 2 | ||||
| 1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 229.101 | 236.278 | |||
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 61.721 | 57.535 | |||
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 48.052 | 45.512 | |||
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.924 | 9.111 | |||
| 341.798 | 348.436 | ||||
| III. Finanzanlagen | 3 | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 153.072 | 111.843 | |||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 29.736 | 23.689 | |||
| 3. Beteiligungen | 348 | 0 | |||
| 4. sonstige Ausleihungen | 473 | 519 | |||
| 183.629 | 136.051 | ||||
| 561.839 | 514.096 | ||||
| B. Umlaufvermögen | |||||
| I. Vorräte | 4 | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 131.724 | 135.384 | |||
| 2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 213.368 | 240.537 | |||
| 3. fertige Erzeugnisse und Waren | 531.117 | 487.936 | |||
| 4. geleistete Anzahlungen | 8.613 | 12.563 | |||
| 5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | -598.743 | -576.535 | |||
| 286.079 | 299.885 | ||||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 5 | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 358.617 | 335.575 | |||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 150.882 | 174.928 | |||
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 66.846 | 68.348 | |||
| 576.345 | 578.851 | ||||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 6 | 188.233 | 125.725 | ||
| 1.050.657 | 1.004.461 | ||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.444 | 2.182 | |||
| Bilanzsumme | 1.614.940 | 1.520.739 | |||
| Passiva | |||||
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||||
| Anhang | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| A. Eigenkapital | |||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 7 | ||||
| Stammaktien | 40.000 | 40.000 | |||
| II. Kapitalrücklage | 141.551 | 141.551 | |||
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 51 | 51 | |||
| 2. andere Gewinnrücklagen | 349.888 | 349.888 | |||
| 349.939 | 349.939 | ||||
| IV. Gewinnvortrag | 8 | 59.648 | 46.485 | ||
| V. Jahresüberschuss | 8 | 111.076 | 58.972 | ||
| 702.214 | 636.947 | ||||
| B. Rückstellungen | 9 | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 126.180 | 128.229 | |||
| 2. Steuerrückstellungen | 14.367 | 4.636 | |||
| 3. sonstige Rückstellungen | 342.571 | 355.527 | |||
| 483.118 | 488.392 | ||||
| C. Verbindlichkeiten | 10 | ||||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 205.246 | 182.145 | |||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 179.487 | 154.617 | |||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 248 | 810 | |||
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 44.612 | 57.803 | |||
| 429.593 | 395.375 | ||||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 15 | ||||
| Bilanzsumme | 1.614.940 | 1.520.739 |
Entwicklung des Anlagevermögens
scroll
| T€ | Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2016 T€ |
Zugänge aus Verschmelzung T€ |
U Umbuchung Zugänge T€ |
U Umbuchung Abgänge T€ |
Stand 31.12.2016 T€ |
Stand 01.01.2016 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 120.708 | 2 | 18.947 | 6.299 | 133.358 | 91.099 |
| Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke einschließlich der Bauten | U 1.253 | |||||
| auf fremden Grundstücken | 389.923 | 0 | 1.501 | 153 | 392.524 | 153.644 |
| 2. technische Anlagen | U 6.283 | |||||
| und Maschinen | 250.334 | 0 | 11.353 | 8.772 | 259.198 | 192.799 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- | U 1.461 | |||||
| und Geschäftsausstattung | 166.953 | 97 | 18.628 | 13.209 | 173.930 | 121.441 |
| 4. geleistete Anzahlungen | U 8.997 | |||||
| und Anlagen im Bau | 9.111 | 0 | 2.810 | 0 | 2.924 | 0 |
| U 8.997 | U 8.997 | |||||
| 816.321 | 97 | 34.292 | 22.134 | 828.576 | 467.884 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 213.152 | 0 | 26.252 | 17 | 239.387 | 101.309 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 23.689 | 0 | 8.647 | 2.600 | 29.736 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 5.036 | 0 | 348 | 0 | 5.384 | 5.036 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 508 | 0 | 0 | 0 | 508 | 508 |
| 5. sonstige Ausleihungen | 519 | 0 | 162 | 208 | 473 | 0 |
| 242.904 | 0 | 35.409 | 2.825 | 275.488 | 106.853 | |
| U 8.997 | U 8.997 | |||||
| 1.179.933 | 99 | 88.648 | 31.258 | 1.237.422 | 665.836 |
scroll
| T€ | Kumulierte Abschreibungen | Buch-/Bilanzwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugänge aus Verschmelzung T€ |
Abschreibungen des Geschäftsjahres T€ |
Z Zuschreibungen Abgänge T€ |
Stand 31.12.2016 T€ |
Stand 31.12.2016 T€ |
Stand 31.12.2015 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2 | 12.143 | 6.298 | 96.946 | 36.412 | 29.609 |
| Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke einschließlich der Bauten | ||||||
| auf fremden Grundstücken | 0 | 9.903 | 124 | 163.423 | 229.101 | 236.278 |
| 2. technische Anlagen | ||||||
| und Maschinen | 0 | 13.440 | 8.762 | 197.477 | 61.721 | 57.535 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- | ||||||
| und Geschäftsausstattung | 73 | 17.147 | 12.783 | 125.878 | 48.052 | 45.512 |
| 4. geleistete Anzahlungen | ||||||
| und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.924 | 9.111 |
| 73 | 40.490 | 21.669 | 486.778 | 341.798 | 348.436 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Z 14.994 | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 86.315 | 153.072 | 111.843 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 29.736 | 23.689 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 5.036 | 348 | 0 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 | 0 | 508 | 0 | 0 |
| 5. sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 473 | 519 |
| Z 14.994 | ||||||
| 0 | 0 | 0 | 91.859 | 183.629 | 136.051 | |
| Z 14.994 | ||||||
| 75 | 52.633 | 27.967 | 675.583 | 561.839 | 514.096 |
Anhang
der KRONES AG
Allgemeine Angaben
Gesetzliche Grundlagen
Der Jahresabschluss der KRONES AG ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die KRONES AG mit Sitz in Neutraubling ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter HRB 2344 registriert.
Die KRONES AG erstellt die Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Gesamtkostenverfahren.
Währungsumrechnung
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Zur Absicherung zukünftiger Währungsrisiken hat die KRONES AG Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese mit dem abgesicherten Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Dabei werden die Wertänderungen aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt.
Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.
Aktiva
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten erfasst und werden planmäßig linear über maximal 5 Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand behandelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch aktivierungspflichtige Gemeinkosten einbezogen.
Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen nach den geltenden rechtlichen Höchstsätzen. Bauten und bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens der KRONES AG werden, soweit zulässig, degressiv, alle übrigen Anlagegüter linear abgeschrieben. Bei degressiv abgeschriebenen beweglichen Anlagegütern wird auf die lineare Abschreibung übergegangen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Da die degressive Abschreibung mit den Regelungen des BilMoG nicht mehr vereinbar ist, werden Sachanlagen, die ab dem 01.01.2010 angeschafft worden sind, ausschließlich linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagegegenstände werden auf der Grundlage folgender gruppeneinheitlicher Nutzungsdauern ermittelt:
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| Nutzungsdauer | in Jahren |
|---|---|
| Gebäude | 25 bis 50 |
| Maschinen | 5 bis 20 |
| Technische Anlagen | 5 bis 25 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 20 |
| EDV-Programme/sonstige Rechte | 3 bis 20 |
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind und der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 € sofort aufwandswirksam verbucht. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 150 € und nicht mehr als 1.000 € betragen, werden zu einem Pool zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der erforderlichen Abschreibungen und zuzüglich gebotener Wertaufholungen bilanziert.
Wertpapiere und Ausleihungen sind mit dem Nominalwert oder niedrigerem Zeitwert angesetzt. Wertaufholungen sind in erforderlichem Umfang erfolgt.
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.
Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen umfassen Fertigungsmaterial und -löhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgen Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Dieser Abschlag berücksichtigt alle bei der Aufstellung des Abschlusses erkennbaren Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer ergeben.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kredit- und Finanzierungsrisiko wird durch pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Für Forderungen und unverzinsliche Außenstände mit längeren Laufzeiten werden grundsätzlich entsprechend dem erwarteten Zahlungseingang Abzinsungen vorgenommen. Exportforderungen in fremder Währung sind grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Tages der Verbuchung bzw. dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bilanziert.
Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.
Die Bildung des aktivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.
Passiva
Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind auf den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag abgestellt. Bei der Bewertung sind somit zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen für Versorgungsverpflichtungen, deren Restlaufzeit ein Jahr übersteigen, werden unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst. Anstelle der Ermittlung individueller Abzinsungssätze für jede einzelne Verpflichtung wird eine gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zulässige, pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen.
Sonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die eine Vermögensbelastung darstellen und über deren Höhe oder Zeitpunkt des Eintretens Ungewissheit besteht. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst.
Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Nicht kursgesicherte Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags passiviert.
Werte für Verbindlichkeiten aus Wechselobligo, Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen entsprechen den valutierten Beträgen am Bilanzstichtag.
Die Bildung des passivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.
Erläuterung der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Aktiva
Anlagevermögen
Die in den Bilanzen aufgeführten Posten des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt. Dabei werden die Buch-/Bilanzwerte, ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, nach dem Bruttoprinzip entwickelt.
1 Immaterielle Vermögensgegenstände
Der Zugangsbetrag betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software (T€ 18.947).
2 Sachanlagen
Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden resultiert im Wesentlichen aus Erweiterungen am Standort Neutraubling (T€ 1.297). Die Investitionen in die übrigen Sachanlagen in Höhe von T€ 32.791 betreffen vor allem Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen an den Produktionsstandorten.
3 Finanzanlagen
Die Zugänge bei den Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen die Erhöhung der Buchwerte der Beteiligungen an der KOSME S.R.L., Roverbella/Italien, der KONPLAN S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik, die Gründung der MILKRON GmbH, Laatzen sowie Ausleihungen an die TILL GmbH, Hofheim, an die KONPLAN S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik, an die SYSKRON Holding GmbH, Wackersdorf und an die HST GmbH, Dassow.
Die Abgänge bei den Finanzanlagen resultieren im Wesentlichen aus der teilweisen Rückführung von Ausleihungen an die KRONES East Africa Ltd., Nairobi/Kenia und an die EVOGUARD GmbH, Nittenau. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird durch den elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.
4 Vorräte
Der Wert des Vorratsvermögens ist im Vergleich zum Vorjahr um 1 % gestiegen. Es wurde zu rund 67,7 % durch Kundenanzahlungen vorfinanziert.
5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
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| T€ | 31.12.2016 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr | 31.12.2015 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 358.617 | 31.442 | 335.575 | 7.712 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 150.882 | 174.928 | ||
| sonstige Vermögensgegenstände | 66.846 | 250 | 68.348 | 2.130 |
| 576.345 | 31.692 | 578.851 | 9.842 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zu 14,8 % gegen inländische und zu 85,2 % gegen ausländische Kunden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1% der risikobehafteten Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Abzinsung von Altforderungen und unverzinslichen Außenstände mit längeren Laufzeiten erfolgt mit einem Zinssatz von 1,67 %.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 165.950 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ - 15.068 aus sonstigen Verrechnungen.
6 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
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| T€ | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 3 | 5 |
| Guthaben Kreditinstitut | 188.230 | 125.720 |
| 188.233 | 125.725 |
7 Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt € 40.000.000,00.
Am Bilanzstichtag waren 31.593.072 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ausgegeben.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2016 besteht ein genehmigtes Kapital. Mit dem genehmigten Kapital ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 15. Juni 2021 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu € 10.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen.
Nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG kann die Gesellschaft ermächtigt werden, eigene Aktien bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals für diese zu erwerben. In der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 (Tagesordnungspunkt 7) ist die Gesellschaft zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien ermächtigt worden. Die Ermächtigung gilt bis zum Ablauf des 24. Juni 2019.
Der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien darf zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der KRONES Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie den Eröffnungskurs im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse am dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden.
Die Ermächtigung kann einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden.
8 Bilanzgewinn
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Gewinnvortrag | 59.648 | 46.485 |
| Jahresüberschuss | 111.076 | 58.972 |
| 170.724 | 105.457 |
Vom Bilanzgewinn 2015 in Höhe von T€ 105.457 wurden T€ 59.648 auf neue Rechnung vorgetragen und T€ 45.809 ausgeschüttet.
Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen
Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen führte zu einem ausschüttungsgesperrten Betrag in Höhe von T€ 3.011.
Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen-Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 21.898.
9 Rückstellungen
Aufgrund einer Pensionsordnung ist den bis zum Geschäftsjahr 1999 in die KRONES AG eingetretenen Mitarbeitern eine Alters-, Invaliden- und Witwenrente zugesagt. Der Ansatz der Pensionsrückstellungen beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten. Hierbei sind folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:
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| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Bewertungsstandard | Projected Unit Credit Method | Projected Unit Credit Method |
| Berechnungsgrundlagen | »Richttafeln 2005G« von Klaus Heubeck | »Richttafeln 2005G« von Klaus Heubeck |
| Abzinsungssatz 10-jähriger Durchschnitt | 4,01 % | 4,31 % |
| Abzinsungssatz 7-jähriger Durchschnitt | 3,24 % | 3,89 % |
| Gehaltsdynamik individuelle Zusage | 3,00 % | 3,00 % |
| Rentendynamik | 2,00 % | 2,00 % |
| Fluktuation | 2,00 % p. a. | 2,00 % p. a. |
Da die abgeschlossenen Pensionszusagen im Rahmen der allgemeinen Versorgungsordnung unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung keine Gehaltsdynamik berücksichtigt.
Der Erfüllungsbetrag der mit dem Planvermögen verrechneten Pensionsverpflichtung betrug T€ 149.150. Der Zeitwert des verrechneten Planvermögens, das ausschließlich der Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist, belief sich auf T€ 22.970, die Anschaffungskosten des verrechneten Planvermögens auf T€ 19.959. Die Differenz aus Zeitwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 3.011 ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt. Der Saldo der verrechneten Aufwendungen und Erträge betrug T€ 2.050.
Aufgrund einer Änderung des § 253 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr 2016 ist im Rahmen der Bewertung von Pensionsrückstellungen für die Ermittlung des Abzinsungssatzes bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre, sondern auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre abzustellen. Unter Verwendung des 7jährigen Durchschnittszinses hätte sich zum 31.12.2016 eine Rückstellung von T€ 171.048 ergeben. Die Ausschüttungssperre beträgt somit T€ 21.898.
Mittelbare Pensionsverpflichtungen, die nicht durch Vermögen des KRONES Unterstützungsfonds e.V. gedeckt sind, bestehen in Höhe von T€ 8.851.
Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Steuernachzahlungen.
Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen ab. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgte fristenkongruent mit Abzinsungssätzen von 1,59 % - 2,95 %.
Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 3,24 %.
Es sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personal inkl. Altersteilzeit (T€ 92.235), sowie auftragsbezogene Rückstellungen (T€ 232.219) enthalten, die insbesondere noch zu erbringende Montageleistungen, Gewährleistungen, Schadenersatz, drohende Verluste und ausstehende Lieferantenrechnungen beinhalten.
10 Verbindlichkeiten
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| T€ | 31.12.2016 | davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | davon Restlaufzeit größer 1 Jahr | 31.12.2015 | davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | davon Restlaufzeit größer 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 205.246 | 205.246 | 0 | 182.145 | 182.145 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 179.487 | 179.487 | 0 | 154.617 | 154.617 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 248 | 248 | 0 | 810 | 810 | 0 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 44.612 | 43.795 | 817 | 57.803 | 57.003 | 800 |
| Gesamt | 429.593 | 428.776 | 817 | 395.375 | 394.575 | 800 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 2.655 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 12.708 (Vorjahr T€ 20.578), Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren i. H. v. T€ 10.381 (Vorjahr T€ 16.319) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 3.046 (Vorjahr T€ 3.519).
11 Haftungsverhältnisse
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| T€ | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Wechselobligo | 24.309 | 33.394 |
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 57.143 | 11.775 |
| Unechtes Pensionsgeschäft | 38.816 | 30.290 |
| Gesamt | 120.268 | 75.459 |
Das Wechselobligo resultiert aus der Begebung und Übertragung von Handelswechseln. Bei den Bürgschafts- und Gewährleistungsrisiken, hiervon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 57.143, handelt es sich um harte Patronatserklärungen in Höhe von T€ 2.000 sowie um Bürgschaften in Höhe von T€ 55.143.
Die KRONES AG geht unter Berücksichtigung der Erkenntnisse bis zum Aufstellungszeitpunkt davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können und schätzt somit das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.
12 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| T€ | 31.12.2016 | davon fällig im 2.-5. Folgejahr | davon fällig nach dem 5. Folgejahr | 31.12.2015 | davon fällig im 2.-5. Folgejahr | davon fällig nach dem 5. Folgejahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Miet- und Leasingverträge | 22.958 | 9.218 | 0 | 26.970 | 13.244 | 0 |
| Wartungsverträge | 17.133 | 5.388 | 0 | 18.626 | 7.611 | 0 |
| Gesamt | 40.091 | 14.606 | 0 | 45.596 | 20.855 | 0 |
Leasingverpflichtungen resultieren hauptsächlich aus dem Leasing des Fuhrparks sowie aus dem Leasing von Datenspeichersystemen.
Verpflichtungen aus Wartungsverträgen sind hauptsächlich den Bereichen EDV (Hard- und Software) sowie Bürokommunikationsgeräte zuzuordnen.
13 Umsatzerlöse
In Folge der Umsetzung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) werden im Geschäftsjahr 2016 Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Produkten, der Erbringung von Dienstleistungen und der Gewährung von Lizenzen als Umsatzerlöse ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden als Umsatzerlöse die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der KRONES AG typischen Erzeugnissen und Waren sowie aus von für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der KRONES AG typischen
Dienstleistungen ausgewiesen. Bei Anwendung der im Rahmen des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes geänderten Definition der Umsatzerlöse auf das Geschäftsjahr 2015 würden sich um T€ 8.184 höhere Umsatzerlöse ergeben.
Aufgliederung nach Vertriebsregionen
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| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Deutschland | 13,3 % | 12,9 % |
| übriges Mitteleuropa | 4,0 % | 4,5 % |
| Westeuropa | 15,7 % | 20,6 % |
| Osteuropa/GUS | 6,2 % | 5,9 % |
| Asien/Pazifik | 13,9 % | 17,0 % |
| Südamerika | 9,2 % | 7,0 % |
| Nord-/Zentralamerika | 12,0 % | 9,1 % |
| China | 7,4 % | 7,2 % |
| Nahost/Afrika | 18,3 % | 15,8 % |
14 Sonstige betriebliche Erträge
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| T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Erträge aus Währungsumrechnung | 23.021 | 21.459 |
| Periodenfremde Erträge | 49.457 | 21.790 |
| davon Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 418 | 196 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 31.607 | 14.153 |
| davon Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen | 1.451 | 5.394 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten | 266 | 1.869 |
| davon Erträge aus Zuschreibungen und Nachaktivierungen | 14.994 | 0 |
| davon sonstige periodenfremde Erträge | 721 | 178 |
Die Erträge aus Zuschreibungen und Nachaktivierungen betreffen eine Zuschreibung auf den Buchwert der Beteiligung an der KOSME s.r.l, Roverbella/Italien.
15 Personalaufwand
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| T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Entgelte tariflich und außertariflich | 608.520 | 592.094 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 110.341 | 103.863 |
| davon für Altersversorgung | 10.523 | 5.312 |
| Gesamt | 718.861 | 695.957 |
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende)
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| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Tarifmitarbeiter | 6.725 | 6.536 |
| Außertarifliche Mitarbeiter | 2.085 | 2.086 |
| Gesamt | 8.810 | 8.622 |
Es befanden sich 2016 durchschnittlich 489 Mitarbeiter (Vorjahr: 497) in Ausbildung.
16 Abschreibungen
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind in Höhe von T€ 12.137 auf entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten vorgenommen worden.
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von T€ 40.427 entfallen auf Grundstücke und Bauten (T€ 9.903), Technische Anlagen und Maschinen (T€ 13.440) und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 17.084). Außerplanmäßige Abschreibungen sind auf Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 6 und auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 63 vorgenommen worden.
17 Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Betriebsaufwendungen | 119.257 | 107.184 |
| Verwaltungsaufwendungen | 53.556 | 58.051 |
| davon aus Verlusten aus Währungsumrechnung | 21.898 | 26.902 |
| Vertriebsaufwendungen | 207.960 | 227.831 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 646 | 4.767 |
18 Finanzergebnis
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| T€ | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus Beteiligungen | ||
| Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 14.229 | 14.181 |
| Zinsergebnis | ||
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 709 | 581 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| aus verbundenen Unternehmen | 78 | 49 |
| aus übrigen Unternehmen | 1.893 | 2.536 |
| aus Abzinsungen | 276 | 662 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| an verbundene Unternehmen | - 705 | - 644 |
| an übrige Unternehmen | - 5.423 | - 1.048 |
| aus Abzinsungen | - 3.665 | - 24.014 |
| Summe Zinsergebnis | - 6.837 | - 21.878 |
| Finanzergebnis | 7.392 | - 7.697 |
Die Zinserträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren aus der Abzinsung der Rückstellung für Gewährleistung (T€ 276).
Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (T€ 2.050), der Abzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit (T€ 695), der Abzinsung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen (T€ 508) und der Abzinsung langfristiger Forderungen (T€ 228).
19 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern
Unter der Position »Steuern vom Einkommen und vom Ertrag« sind die Steuerbelastungen des Geschäftsjahres erfasst. Der Ertragssteueraufwand enthält periodenfremde Steuererträge in Höhe von T€ 1.377.
Unter den sonstigen Steuern sind Grund-, Kraftfahrzeugsteuer etc. ausgewiesen.
20 Latente Steuern
Im Jahresabschluss der KRONES AG würden sich zum 31. Dezember 2016 aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt T€ 31.441 (Vj. T€ 28.201) ergeben.
Aufgrund temporärer Bewertungsunterschiede der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aktive latente Steuern in Höhe von T€ 31.441 (Vj. T€ 28.201). Diese betreffen Unterschiede bei den Grundstücke und Bauten, den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den sonstigen Rückstellungen.
Die Steuern werden auf Basis der in Deutschland derzeit gültigen Steuersätze, d.h. des Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und des für die KRONES AG durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes von 328 % ermittelt. Insgesamt ergibt sich so ein Ertragsteuersatz von 27,3 %.
Aufgrund des Aktivüberhangs von latenten Steuern wird von dem nach § 274 Abs.1 S.2 HGB bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht.
Sonstige Angaben
21 Corporate Governance Kodex
Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom 17. Februar 2017 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.
22 Mitteilungen
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| Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs | Gesamtstimmrechtsanteile | Davon zuzurechnen nach § 22 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile |
|---|---|---|
| Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland | 51,58 % | 51,58 % |
Gesellschafter dieser GbR sind: Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Harald Kronseder Holding GmbH, VMAX Familienstiftung, Harald Kronseder, Gunter Kronseder, Nora Kronseder, Leopold Kronseder
Beziehungen zu nahestehenden Personen:
Die in der Meldung nach § 21ff WpHG genannten Personen und Unternehmen üben auf Grund eines bestehenden Stimmrechtspool-Vertrages einen beherrschenden Einfluss auf die KRONES AG aus.
23 Honorar des Abschlussprüfers
Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der KRONES AG.
24 Derivative Finanzinstrumente
Die KRONES AG nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Sicherung von Währungsrisiken im operativen Geschäft und praktiziert somit reines Micro-Hedging. Die Wertänderungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts gleichen sich über die Laufzeit weitgehend aus, da wesentliche Vertragsspezifika wie Laufzeit und Betrag von Grund- und Sicherungsgeschäft weitgehend identisch sind. Eine Nutzung zu spekulativen Zwecken erfolgt nicht. Die derivativen Finanzinstrumente mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ - 1.601 (Vorjahr T€ - 113) decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des Britischen Pfund, der Schweizer Franken, des Kanada-Dollars, des japanischen Yen und des US-Dollars ab. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge für die erwartete Kursentwicklung bis zum Fälligkeitstermin. Die Finanzinstrumente setzen sich im Wesentlichen aus Devisenterminkontrakten in einem gesicherten Volumen von T€ 192.671 (Vorjahr T€ 178.283) zusammen.
25 Nach Ablauf des Geschäftsjahres - Erwerb von Anteilen an einer Gesellschaft
Die KRONES AG, Neutraubling, Deutschland erwarb im Januar 2017 mittel- und unmittelbar 40 % Anteile an der Integrated Packaging Solutions, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate. Die Gesellschaft erwirtschaftet ca. 20 Mio. € Umsatz und beschäftigt ca. 200 Mitarbeiter. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen.
Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats
Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften der §§ 314 Abs. 1 Nr. 6a, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
Vorstandsvergütung
Grundsätze der Vorstandsvergütung
Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der Ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.
Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.
Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.
Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2013 überarbeitet. Diese Neuordnung wurde von der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 gebilligt.
Vergütungsbestandteile
Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:
| ― | Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen) |
| ― | Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor |
| ― | Variable Bestandteile mit mittelfristiger Anreizwirkung (Mid Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren |
| ― | Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 5 Jahren |
| ― | Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung |
Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die mittel- und langfristigen variablen Bestandteile 64 % der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.
Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2016 betrug die Grundvergütung der sechs im Geschäftsjahr 2016 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 2.990 (Vorjahr: T€ 2.890).
Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen, Wohnungskosten, Schulgeld und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2016 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 319 (Vorjahr: T€ 125).
Variable Vergütungsbestandteile
Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2014 aus folgenden Komponenten zusammen:
―
Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)
| ― | Jährliche Auslobung |
| ― | Zielwert: 3 Monatsgehälter p.a. (= 100 % Zielerreichung) |
| ― | Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, ROCE |
| ― | Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter) |
| ― | Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist |
Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2016 beträgt in 2017 T€ 673 (Vorjahr: T€ 1.085). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. Für das Geschäftsjahr 2016 wurde keine Sondertantieme ausgezahlt.
―
Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)
| ― | Jährliche Auslobung (revolvierend) |
| ― | Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung) |
| ― | Bezugsgrößen: ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBIT und Qualitätskosten |
| ― | Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter) |
| ― | Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist |
Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.169 (Vorjahr: T€ 1.246), davon entfallen T€ 576 als Vergütung auf das Jahr 2016.
―
Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)
| ― | Auslobung alle 5 Jahre (sequenziell) |
| ― | Rechnerisch 1/5 der Festbezüge p. a. bei 100 % |
| ― | Bezugsgrößen: Steigerung des Unternehmenswertes anhand |
| ― | Durchschnitt der Multiples: EBT mal 9, EBITDA mal 7, Umsatz mal 1 (jeweils 5-Jahresdurchschnitt) |
| ― | Cap bei 250 % des Fixgehalts |
| ― | Auszahlung nur, wenn der Unternehmenswert um mindestens 10 % gesteigert wurde. |
Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 3.157 (Vorjahr: T€ 2.847). Zu einer Auszahlung aus dem LTI kann es grundsätzlich erstmals nach Ablauf des Geschäftsjahres 2017 kommen, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.
Somit betrug die Gesamtvergütung des Vorstands T€ 4.558 (Vorjahr: T€ 5.573).
Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung
Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.
Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/ oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.
Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.
Sowohl bei den beitragsorientierten, als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.
Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 284 (Vorjahr: T€ 1.352) gebildet. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Hohe von T€ 956 (Vorjahr: T€ 652) im Geschäftsjahr 2016 geleistet. Die korrespondierenden Barwerte betrugen zum Geschäftsjahresende 2016 für Herrn Klenk T€ 1.437, für Herrn Diepold T€ 4.225, für Herrn Ricker T€ 23, für Herrn Tischer T€ 25 und für Herrn Goldbrunner T€ 16. Die Versorgungsaufwendungen, bzw. der bAV-Beitrag betrugen im Geschäftsjahr 2016 für Herrn Klenk T€ 320, für Herrn Andersen T€ 204, für Herrn Diepold T€ 2, für Herrn Ricker T€ 160, für Herrn Tischer T€ 136 und für Herrn Goldbrunner T€ 136.
Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit
In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.
Vorschüsse und Kredite
Im Geschäftsjahr 2016 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.
Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.451 (Vorjahr: T€ 988) ausbezahlt und Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 989 (Vorjahr: T€ 238) gebildet.
Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016
Vergütung 2016 gemäß Rechnungslegungsstandard DRS 17
Vergütung gemäß DRS 17 (in T€)
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| Name | Funktion | Festvergütung | Nebenleistungen | Summe | Short Term Incentive | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Christoph Klenk | CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement | seit 2003 | 800 | 27 | 827 | 180 |
| Michael Andersen | CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf | seit 2016 | 510 | 199 | 709 | 115 |
| Rainulf Diepold | Vertrieb und Marketing | seit 1996 | 600 | 28 | 628 | 135 |
| Thomas Ricker | Abfüll- und Verpackungstechnik | seit 2012 | 400 | 20 | 420 | 90 |
| Markus Tischer | International Operations and Services | seit 2014 | 340 | 16 | 356 | 77 |
| Ralf Goldbrunner | Anlagen und Komponenten | seit 2014 | 340 | 29 | 369 | 77 |
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| Name | Mid Term Incentive | Long Term Incentive | Summe (Gesamtvergütung) |
|---|---|---|---|
| Christoph Klenk | 147 | 0 | 1.154 |
| Michael Andersen | 0 | 0 | 824 |
| Rainulf Diepold | 160 | 0 | 923 |
| Thomas Ricker | 107 | 0 | 617 |
| Markus Tischer | 91 | 0 | 524 |
| Ralf Goldbrunner | 71 | 0 | 517 |
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2016 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 geänderte Satzung.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.
Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.
Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.
Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2016 T€ 633 (Vorjahr: 642) und sind nach folgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen:
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| Name | Funktion | Festvergütung | Ausschussvergütung | Sitzungsgeld | Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Volker Kronseder | Aufsichtsratsvorsitzender | 43.750 | 3.500 | 7.500 | 54.750 |
| Ernst Baumann | Aufsichtsratsvorsitzender | 43.750 | 3.500 | 6.000 | 53.250 |
| Werner Schrödl* | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | 52.500 | 7.000 | 13.500 | 73.000 |
| Klaus Gerlach* | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 6.000 | 41.000 | |
| Norman Kronseder | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.000 | 13.500 | 55.500 |
| Philipp Graf von und zu Lerchenfeld | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.000 | 7.500 | 49.500 |
| Dr. Alexander Nerz | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17.500 | 0 | 17.500 | |
| Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17.500 | 3.000 | 20.500 | |
| Dr. phil. Verena Di Pasquale* | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 6.000 | 41.000 | |
| Johann Robold* | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.000 | 6.000 | 48.000 |
| Petra Schadeberg-Herrmann | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 6.000 | 41.000 | |
| Jürgen Scholz* | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 6.000 | 41.000 | |
| Hans-Jürgen Thaus | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 6.000 | 41.000 | |
| Josef Weitzer* | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.000 | 13.500 | 55.500 |
* Arbeitnehmervertreter
** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der KRONES AG
Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2016 € 170.724.029,96.
Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Juni 2017 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:
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| Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns | € |
|---|---|
| Dividende € 1,55 für 31.593.072 Stammstückaktien | 48.969.261,60 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 121.754.768,36 |
Neutraubling, 10. März 2017
KRONES AG
Der Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Michael Andersen, CFO
Rainulf Diepold
Thomas Ricker
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
Organe der Gesellschaft
Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.
Aufsichtsrat
Ernst Baumann
Aufsichtsratsvorsitzender bis 15.06.2016
* ZF FRIEDRICHSHAFEN AG
Volker Kronseder
Aufsichtsratsvorsitzender seit 15.06.2016
* UNIVERSITÄTSKLINIKUM REGENSBURG
* WIRTSCHAFTSBEIRAT BAYERISCHE LANDESBANK
Werner Schrödl**
Konzernbetriebsratsvorsitzender
Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
* VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN
Klaus Gerlach**
Head of Central International Operations and Services
Norman Kronseder
Land- und Forstwirt
* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld
MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB
Dr. Alexander Nerz
Rechtsanwalt bis 30.05.2016
Professor Dr. jur. Susanne Nonnast
Professorin an der OTH Regensburg seit 15.06.2016
Dr. Verena Di Pasquale**
Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern
Johann Robold**
Betriebsrat
Petra Schadeberg-Herrmann
Geschäftsführende Gesellschafterin
der KROMBACHER FINANCE GMBH,
SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG
* CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG
Jürgen Scholz**
1. Bevollmächtigter IG METALL
Geschäftsstelle Regensburg
* INFINEON TECHNOLOGIES AG
Hans-Jürgen Thaus
* HAWE HYDRAULIK SE
* MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH
* KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG
* SCHULER AG
Josef Weitzer**
Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender
Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Betriebsratsvorsitzender Neutraubling
* SPARKASSE REGENSBURG
Vorstand
Christoph Klenk
CEO
Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement
Michael Andersen
CFO
Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf
Rainulf Diepold
Vertrieb und Marketing
Thomas Ricker
Abfüll- und Verpackungstechnik
Markus Tischer
International Operations and Services
Ralf Goldbrunner
Anlagen und Komponenten
* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG
** Von der Belegschaft gewählt
Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Regensburg, den 10. März 2017
**KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**
Renner, Wirtschaftsprüfer
Feege, Wirtschaftsprüfer
Kaufmännisches Glossar
Cashflow
Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance
Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
EBITDA
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBIT
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT
Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge
Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital
Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite vor Steuern
Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Cashflow
Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Fremdkapital
Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
Nettoliquidität
Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE (passivisch)
Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
ROCE (aktivisch)
Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Summe aus Anlagevermögen und Working Capital.
Working Capital
Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen)
Technisches Glossar
3D-Druck
Verschiedene Druckverfahren, bei denen auf Basis von digitalen 3D-Konstruktionsdaten Bauteile schichtweise erstellt werden.
Aseptische Getränkeabfüllung
Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.
Block
Mindestens zwei direkt miteinander verbundene Einzelmaschinen. Der Nassteilblock ErgoBloc L besteht aus einer Streckblasmaschine, einer Etikettiermaschine und einem Füller.
Craft Brewer/Craft Beer
Kleinere konzernunabhängige Brauereien (Craft Brewer), die handwerklich gebrautes Spezialbier (Craft Beer) anbieten.
Digitaldruck
Druckverfahren, bei dem die Daten direkt vom Computer auf das zu bedruckende Objekt übertragen werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Digitaldruck ist deutlich flexibler und bei kleineren Auflagen erheblich wirtschaftlicher als herkömmliche Druck- und Etikettierverfahren.
Energy Drink
Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Zucker und Koffein.
enviro
Das Nachhaltigkeitsprogramm von KRONES. enviro wurde 2009 von TÜV SÜD zertifiziert. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro-Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. KRONES richtet alle Neuentwicklungen an den Kriterien des Nachhaltigkeitsprogramms enviro aus.
Intralogistik
Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.
PET
Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.
PET-Rohlinge
Ähneln in Form und Größe Reagenzgläsern. Aus den Rohlingen (Preforms) werden in einer Streckblasmaschine PET-Flaschen hergestellt.
Softdrinks
Alkoholfreie und meist kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke.
Streckblasmaschine
Mit Streckblasmaschinen werden Behälter aus Polyethylenterephthalat (PET) hergestellt. Die PET-Rohlinge (Preforms) werden erwärmt und danach in einer Blasform mit Druckluft zu fertigen Behältern aufgeblasen.
Sudhaus
Im Sudhaus wird aus den Grundstoffen Malz, Hopfen und Wasser in mehreren Schritten Bier gebraut.
Bestandteil des Anhangs
Zusammensetzung des Anteilbesitz am Bilanzstichtag 31.12.2016
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Eigenkapital | Anteil am Gesellschaftskapital | Ergebnis | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | % | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Inland | ||||
| ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling | 5.430 | 5.430 | 100,00 | 1.658 |
| EVOGUARD GmbH, Nittenau* | 5.087 | 5.087 | 100,00 | 2.561 |
| GERNEP GMBH ETIKETTIERTECHNIK, Barbing | 9.130 | 9.130 | 100,00 | 1.152 |
| HST MASCHINENBAU GMBH, DASSOW | 2.027 | 2.027 | 100,00 | 249 |
| KIC KRONES INTERNATIONALE COOPERATIONS-GESELLSCHAFT MBH, NEUTRAUBLING | 15.747 | 15.747 | 100,00 | 3.384 |
| KLUG GMBH INTEGRIERTE SYSTEME, TEUNZ (i. I.)** | - | - | 26,00 | - |
| KRONES BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH, Neutraubling | 74 | 74 | 100,00 | - 1 |
| MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main | 4.364 | 4.364 | 100,00 | 697 |
| MILKRON GMBH, Laatzen | 131 | 131 | 100,00 | - 369 |
| NEUSPED NEUTRAUBLINGER SPEDITIONS - GMBH, Neutraubling | 1.219 | 1.219 | 100,00 | 47 |
| SYSKRON GMBH, Wackersdorf* | 2.150 | 2.150 | 100,00 | - 2.646 |
| SYSKRON Holding GMBH, Wackersdorf | 4.696 | 4.696 | 100,00 | - 28 |
| TILL GMBH, Hofheim | - 6.511 | - 3.319 | 50,97 | - 3.191 |
| TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab* | 881 | 881 | 100,00 | 603 |
| 44.425 | 47.617 | 4.116 | ||
| Ausland | ||||
| KRONES Angola - Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda/Angola | 2.957 | 2.957 | 100,00 | 970 |
| KRONES SURLATINA S.A., Buenos Aires/Argentinien | 520 | 520 | 100,00 | 197 |
| KRONES PACIFIC PTY LIMITED, Sydney/Australien | - 298 | - 298 | 100,00 | - 292 |
| S.A. KRONES N.V., Louvain-La-Neuve/Belgien | 2.658 | 2.658 | 100,00 | 26 |
| KRONES DO BRAZIL LTDA., São Paulo/Brasilien | 57.381 | 57.381 | 100,00 | 4.380 |
| KRONES S.A., São Paulo/Brasilien | 168 | 168 | 100,00 | - 2 |
| MAINTEC SERVICE EOOD, Sofia/Bulgarien* | 744 | 744 | 100,00 | 157 |
| KRONES CHILE SPA., Santiago de Chile/Chile | 106 | 106 | 100,00 | 2 |
| KRONES ASIA LTD., Hongkong/VR China | - 509 | - 509 | 100,00 | 208 |
| KRONES MACHINERY (TAICANG) CO. LTD., Taicang/VR China | 59.166 | 59.166 | 100,00 | 8.843 |
| KRONES SALES (BEIJING) CO. LTD., Beijing/VR China | - 66 | - 66 | 100,00 | - 468 |
| KRONES TRADING (TAICANG) CO. LTD., Taicang/VR China | 61.735 | 61.735 | 100,00 | 11.064 |
| KRONES NORDIC APS, Holte/Dänemark | 20.119 | 20.119 | 100,00 | 1.590 |
| KRONES S.A.R.L., Viviers du Lac/Frankreich | 1.572 | 1.572 | 100,00 | 3 |
| KRONES UK LTD., Westhouton, Bolton/Großbritannien | 19.272 | 19.272 | 100,00 | 4.763 |
| SYSTEM LTD., London/Großbritannien* | - 141 | - 85 | 60,00 | - 49 |
| KRONES INDIA PVT. LTD., Bangalore/Indien | 8.048 | 8.048 | 100,00 | 1.071 |
| PT. KRONES MACHINERY INDONESIA, JAKARTA/INDONESIEN | 2.891 | 2.891 | 100,00 | 808 |
| KOSME S.R.L., Roverbella/Italien | 31.150 | 31.150 | 100,00 | 4.012 |
| KRONES S.R.L., Garda (vr)/Italien | 4.290 | 4.290 | 100,00 | 323 |
| SYSTEM LOGISTICS S.P.A., Fiorano/Italien* | 38.166 | 22.900 | 60,00 | - 1.934 |
| KRONES JAPAN CO. LTD., Tokio/Japan | 5.356 | 5.356 | 100,00 | 618 |
| KRONES MACHINERY CO. LTD., Mississauga, Ontario/Kanada | 733 | 733 | 100,00 | 453 |
| KRONES KAZAKHSTAN TOO, Almaty/Kasachstan | - 242 | - 242 | 100,00 | - 34 |
| KRONES LCS CENTER EAST AFRICA LTD., Nairobi/Kenia | 7.815 | 7.815 | 100,00 | 1.007 |
| KRONES ANDINA LTDA., Bogotá/Kolumbien | 2.959 | 2.959 | 100,00 | 982 |
| KRONES MEX S.A. DE C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 6.668 | 6.668 | 100,00 | 3.464 |
| SYSTEMLOG DE MEXICO S.A. DE C.V., Nuevo Leon/Mexiko* | 398 | 239 | 60,00 | 316 |
| KRONES NEW ZEALAND LIMITED, Aukland/Neuseeland | 46 | 46 | 100,00 | 43 |
| KRONES NEDERLAND BV., Bodegraven/Niederlande | 1.999 | 1.999 | 100,00 | 399 |
| KRONES LCS CENTER WEST AFRICA LTD., Lagos/Nigeria | 10.625 | 10.625 | 100,00 | 2.969 |
| KOSME GESELLSCHAFT MBH, Sollenau/Österreich | 33.081 | 33.081 | 100,00 | 2.897 |
| KRONES FILIPINAS INC., Taguig City/Philippinen | 189 | 189 | 100,00 | 0 |
| KRONES SPÓLKA Z.O.O., Warschau/Polen | 1.325 | 1.325 | 100,00 | 366 |
| KRONES PORTUGAL EQUIPAMENTOS INDUSTRIAIS LDA., Barcarena/Portugal | 182 | 182 | 100,00 | 82 |
| KRONES ROMANIA PROD. S.R.L., Bukarest/Rumänien | 2.224 | 2.224 | 100,00 | 455 |
| KRONES O.O.O., Moskau/Russische Föderation | 15.101 | 15.101 | 100,00 | 1.487 |
| SYSTEM NORTHERN EUROPE AB, Malmö/Schweden* | 1.279 | 767 | 60,00 | 142 |
| KRONES AG, Buttwil/Schweiz | 5.118 | 5.118 | 100,00 | 401 |
| KRONES IBERICA, S.A.U., Barcelona/Spanien | 8.541 | 8.541 | 100,00 | 337 |
| SYSTEM LOGISTICS SPAIN SL, Castellon/Spanien* | 202 | 121 | 60,00 | - 81 |
| KRONES SOUTHERN AFRICA (PROP.) LTD., Johannesburg/Südafrika | 15.014 | 15.014 | 100,00 | 2.216 |
| KRONES KOREA LTD., Seoul/Südkorea | 8.629 | 8.629 | 100,00 | 368 |
| KRONES (THAILAND) CO. LTD., Bangkok/Thailand | 48.142 | 48.142 | 100,00 | 13.306 |
| SYSTEM LOGISTICS ASIA CO. LTD., Bangkok/Thailand* | 246 | 148 | 60,00 | 48 |
| KONPLAN S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik | 2.498 | 2.498 | 100,00 | 320 |
| KONPLAN IMMOBILIENGESELLSCHAFT S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik* | 111 | 111 | 100,00 | - 34 |
| KRONES S.R.O., Prag/Tschechische Republik | 1.185 | 1.185 | 100,00 | 157 |
| KRONES MAKINA SANAYI VE TIKARET LTD. SIRKETI, Istanbul/Türkei | - 1.501 | - 1.501 | 100,00 | - 1.071 |
| KRONES UKRAINE LLC., Kiew/Ukraine | 2.146 | 2.146 | 100,00 | 836 |
| KRONES INC., Franklin, Wisconsin/USA | 81.222 | 81.222 | 100,00 | 18.315 |
| SYSTEM LOGISTICS CORPORATION, Delaware/USA* | - 1.028 | - 617 | 60,00 | - 1.074 |
| TRANS-MARKET LLC, Tampa/USA* | 23.942 | 19.154 | 80,00 | 363 |
| MAQUINARIAS KRONES DE VENEZUELA S.A., Caracas/Venezuela | - 572 | - 572 | 100,00 | - 543 |
| KRONES Vietnam co. LTD., Ho Chi Minh City/Vietnam | 284 | 284 | 100,00 | 0 |
| 593.846 | 573.409 | 85.182 | ||
| 638.271 | 621.026 | 89.298 |
* mittelbare Beteiligung
** in Insolvenz: letzter Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 verfügbar. Im Geschäftsjahr 2016 sind der KRONES AG aus der Beteiligung an der klug GmbH Integrierte Systeme, Teunz (i. I.) keine Verluste entstanden.
Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt. Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.
Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor und wird auf Anfrage gerne zugesandt. Sie finden ihn außerdem auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations.
Impressum
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| Herausgeber | KRONES AG Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling |
| Projektleitung | Roland Pokorny, Leiter Unternehmenskommunikation |
| Gestaltung | Büro Benseler |
| Text | KRONES AG, InvestorPress GmbH |
| Fotos | KRONES AG |